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**Case Identifier:** 82d8e4e7-6d49-5fe3-a268-85635ee3c984
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-05-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.05.2018 C-4828/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4828-2017_2018-05-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4828/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  M a i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Daniel Stufetti, Richter Beat Weber,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Deutschland), 

vertreten durch lic. iur. Alexandra Meichssner,  

Rechtsanwältin, 

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, 

Verfügung vom 30. Juni 2017. 

 

 

 

C-4828/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am (…) 1957 geborene, in ihrer Heimat wohnhafte deutsche Staatsan-

gehörige A._______ (nachfolgend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) 

ist geschieden und Mutter zweier erwachsener Kinder. Sie war ab 1999 als 

Grenzgängerin in der Schweiz erwerbstätig und leistete dabei Beiträge an 

die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

(AHV/IV; IV-act. 10 und 22).  

B.  

Am 2. April 2012 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf verschie-

dene körperliche Beschwerden (Rheuma, Arthrose, künstliche Hüfte, 

Schlaganfall und Rückgratverkrümmung) bei der IV-Stelle des Kantons 

B._______ (nachfolgend: kantonale IV-Stelle) zum Leistungsbezug an (IV-

act. 4). Sie gab dabei an, dass sie derzeit in einem Pensum von 50 % als 

Haushaltshilfe erwerbstätig sei. Am 26. April 2012 kündigte ihr die Arbeit-

geberin das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen per 31. Mai 

2012 (IV-act. 11.1 und 11.2). Nach medizinischen (IV-act. 9) und erwerbli-

chen (IV-act. 11) Abklärungen sowie Durchführung des Vorbescheidverfah-

rens (Vorbescheid vom 25. Juli 2012) wies die IV-Stelle für Versicherte im 

Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) mit undatierter Verfügung 

das Leistungsbegehren gestützt auf die Feststellungen der kantonalen IV-

Stelle ab, weil die einjährige Wartezeit noch nicht erfüllt war (IV-act. 13). 

Diese Verfügung blieb unangefochten. 

C.  

C.a In der Folge war die Versicherte bei verschiedenen Arbeitgebern wei-

terhin teilzeitlich als Raumpflegerin in der Schweiz erwerbstätig (IV-

act. 22). Das Arbeitsverhältnis bei ihrer letzten Arbeitgeberin, bei der sie 

bis Ende Januar 2015 rund acht bis zehn Stunden pro Woche und seit 

Februar 2015 rund drei bis vier Stunden pro Woche arbeitete, endete per 

30. April 2015 (letzter effektiver Arbeitstag: 17. Februar 2015; IV-act. 24.1 

und 24.2), wobei sie ab 18. Februar 2015 krankgeschrieben war (IV-act. 30 

S. 2). 

C.b Am 17. April 2015 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf Arth-

rose, eine künstliche Hüfte und Wirbelsäulenbeschwerden erneut bei der 

kantonalen IV-Stelle zum Leistungsbezug an (IV-act. 15). Diese klärte die 

erwerbliche und die gesundheitliche Situation sowie die Verhältnisse im 

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Seite 3 

Haushalt ab. Sie holte dabei insbesondere den Fragebogen betreffend Er-

werbstätigkeit/Haushalt (IV-act. 23), den Fragebogen für Arbeitgeber (IV-

act. 24), einen IV-Arztbericht des Hausarztes vom 27. Mai 2015 inklusive 

Berichte behandelnder Spezialärzte der Rehaklinik C._______ (IV-act. 25), 

einen IV-Arztbericht der behandelnden Spezialärzte der Rehaklinik 

C._______ vom 3. Juli 2015 (IV-act. 29) sowie eine Stellungnahme des 

Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 8. Oktober 2015 (IV-act. 32) 

ein. 

C.c Am 4. Januar 2016 übermittelte der deutsche Versicherungsträger der 

Schweizerischen Ausgleichskasse (SAK) das Anmeldeformular E 204 zur 

Durchführung des zwischenstaatlichen Rentenprüfungsverfahrens. Die IV-

STA leitete dieses Leistungsbegehren am 19. Januar 2016 an die kanto-

nale IV-Stelle zur Abklärung und Beschlussfassung weiter (IV-act. 36). 

C.d Nachdem die Versicherte am 7. Oktober 2015 in der Schweiz an der 

Wirbelsäule operiert worden war (IV-act. 35 S. 10), forderte die kantonale 

IV-Stelle beim Hausarzt am 22. Dezember 2015 einen Verlaufsbericht ein 

(IV-act. 34). Dieser wurde am 29. Januar 2016 unter Beilage eines Opera-

tionsberichts vom 7. Oktober 2015, eines Austrittsberichts vom 29. Oktober 

2015 sowie eines Berichts über eine ambulante Verlaufskontrolle vom 

3. Dezember 2015 erstattet (IV-act. 35). Zu den neuen medizinischen Un-

terlagen nahm der RAD am 18. Februar 2016 Stellung (IV-act. 38). Am 

23. März 2016 stellte der deutsche Versicherungsträger der SAK ein ärzt-

liches Formulargutachten E 213 vom 11. März 2016 zu (IV-act. 41). Dieses 

wurde der kantonalen IV-Stelle am 13. April 2016 übermittelt (IV-act. 42). 

C.e Am 19. April 2016 führte die kantonale IV-Stelle eine Haushaltsabklä-

rung bei der Versicherten durch (Abklärungsbericht vom 17. Mai 2016; IV-

act. 46). In der Folge holte sie Berichte des behandelnden Facharztes vom 

31. August 2016 und des Hausarztes vom 12. Oktober 2016 (IV-act. 49) 

sowie eine Stellungnahme des RAD vom 31. Oktober 2016 (IV-act. 51) ein. 

Gestützt auf weitere Berichte des Hausarztes vom 20. Januar 2017 (IV-

act. 53) und des behandelnden Facharztes vom 26. Januar 2017 (IV-

act. 57) nahm der RAD am 11. April 2017 abschliessend Stellung (IV-

act. 61) 

C.f Nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach die IVSTA der 

Versicherten mit Verfügung vom 30. Juni 2017 unter der Annahme, dass 

sie als Gesunde zu 50 % erwerbstätig und zu 50 % im Haushalt beschäftigt 

wäre, gestützt auf die Feststellungen der kantonalen IV-Stelle bei einem 

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Seite 4 

IV-Grad von 68 % rückwirkend eine vom 1. Februar 2016 bis 31. März 2017 

befristete Dreiviertelsrente zu (IV-act. 65). 

D.  

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 28. August 

2017 (Poststempel) durch ihre Rechtsvertreterin Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht und beantragte, dass die angefochtene Verfügung 

aufzuheben und ihr ab 1. Februar 2016 eine (unbefristete) Dreiviertelsrente 

zuzusprechen sei. Eventualiter sei ihr ab 1. Februar 2016 eine Dreiviertels-

rente und ab 1. Mai 2017 mindestens eine Viertelsrente der Invalidenver-

sicherung zuzusprechen. Die Vorinstanz sei anzuweisen, den rechtserheb-

lichen Sachverhalt ab 1. März 2017 abzuklären. Weiter beantragte die Be-

schwerdeführerin, dass ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren 

sei unter Einsetzung der unterzeichnenden Rechtsanwältin als unentgeltli-

che Vertretung (BVGer-act. 1).  

E.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 25. September 

2017 unter Hinweis auf eine Stellungnahme der kantonalen IV-Stelle vom 

18. September 2017 die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 5). 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 29. September 2017 wurde das Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gut-

geheissen und Rechtsanwältin lic. iur. Alexandra Meichssner als unentgelt-

liche Rechtsbeiständin ernannt (BVGer-act. 6). Am 16. Oktober 2017 

reichte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin eine Kostennote ein 

(BVGer-act. 8). 

G.  

Mit Instruktionsverfügung vom 19. Oktober 2017 wurde der Schriftenwech-

sel abgeschlossen (BVGer-act. 9).  

H.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.  

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der angefoch-

tenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdi-

ges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur Er-

hebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; Art. 59 ATSG 

[SR 830.1]). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist ein-

zutreten (Art. 22a Abs. 1, Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; Art. 38 

Abs. 4 und Art. 60 ATSG). 

2.  

Wie in der Zuständigkeitsregelung des Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) vor-

gesehen, hat die kantonale IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet die Be-

schwerdeführerin in ihrer Eigenschaft als Grenzgängerin eine Erwerbstä-

tigkeit ausgeübt hat, das Leistungsbegehren entgegengenommen und ge-

prüft, während die Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 30. Juni 

2017 erlassen hat. Diese Verfügung, mit welcher der Beschwerdeführerin 

eine rückwirkend befristete Dreiviertelsrente vom 1. Februar 2016 bis 

31. März 2017 zugesprochen wurde, bildet das Anfechtungsobjekt und da-

mit die Begrenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwer-

deverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1). Prozessthema ist der Anspruch 

der Beschwerdeführerin auf eine schweizerische Invalidenrente. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin ist deutsche Staatsangehörige und wohnt in 

Deutschland. Damit gelangen das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Ab-

kommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitglied-

staaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) und 

die Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der so-

zialen Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die 

Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 

0.831.109.268.11), zur Anwendung. Das Vorliegen einer anspruchserheb-

lichen Invalidität beurteilt sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA 

und der Koordinierungsvorschriften allein nach schweizerischem Recht 

(vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 

2013 E. 4). 

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Seite 6 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 30. Juni 2017) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verän-

dert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver-

fügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Ärztliche Berichte, die sich über den 

vorliegend massgebenden Zeitraum aussprechen, hat das Gericht auch 

dann zu berücksichtigen, wenn sie nach dem Verfügungserlass datieren 

(vgl. Urteil BGer 9C_175/2018 vom 16. April 2018 E. 3.3.2 m.w.H.). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 30. Juni 2017 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

4.  

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und beim 

Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer Beiträge 

an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleis-

tet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG. 

Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet, so dass die Vo-

raussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentli-

che Invalidenrente erfüllt ist. 

5.  

5.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

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Seite 7 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

5.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b), und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). Art. 29 Abs. 1 IVG 

sieht vor, dass der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Mo-

naten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 

ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters-

jahrs folgt, entsteht. 

5.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern 

sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (Art. 7 VO [EG] 

883/2004; BGE 130 V 253 E. 2.3 und 3.1). 

5.4 Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 

Rente sind die Revisionsbestimmungen (Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a 

Abs. 1 IVV) analog anwendbar, weil noch vor Erlass der ersten Rentenver-

fügung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der 

Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird (Urteil 

des BGer 8C_87/2009 vom 16. Juni 2009 E. 2.2).  

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Seite 8 

5.4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG ist die Rente bei einer erheblichen Ände-

rung des Invaliditätsgrades von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 

Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben. Revi-

sionsbegründend kann unter anderem eine Änderung des Gesundheitszu-

standes oder der erwerblichen Auswirkungen sein (BGE 141 V 9 E. 2.3). 

Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sachverhalts nicht mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es nach dem Grundsatz der 

materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (vgl. Urteil des 

BGer 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1 mit Hinweis).  

5.4.2 Nach Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfä-

higkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, die an-

spruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung 

der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenom-

men werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie 

ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter-

brechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andau-

ern wird. In Art. 88a IVV wird konkretisiert, welche Dauer oder Intensität die 

Sachverhaltsänderung aufweisen muss, um revisionsrechtlich relevant zu 

werden. Dabei handelt es sich letztlich um Konkretisierungen des für den 

Rentenanspruch massgebenden Invaliditätsbegriffs (BGE 133 V 67 

E. 4.3.3).  

5.4.3 Die Frage, ob eine erhebliche, d.h. mit Bezug auf den Invaliditätsgrad 

rentenwirksame Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist, 

beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der 

ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen im Zeit-

punkt der streitigen Revisionsverfügung (BGE 130 V 343 E. 3.5.2; vgl. auch 

BGE 133 V 108). Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente 

zugesprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und an-

derseits der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV fest-

zusetzende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die mass-

gebenden Vergleichszeitpunkte (Urteil des BGer 8C_87/2009 vom 16. Juni 

2009 E. 2.2). 

5.5 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 

Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Be-

stimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versi-

cherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung der medizini-

schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

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Seite 9 

könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (allgemeine Methode des 

Einkommensvergleichs). 

5.6 Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig 

sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet wer-

den kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 

ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Auf-

gabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode der 

Invaliditätsbemessung [Betätigungsvergleich]).  

5.7 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil er-

werbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 

Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-

gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die In-

validität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem 

Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit 

im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit 

im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Berei-

chen zu bemessen (gemischte Methode). Es ist darauf hinzuweisen, dass 

die Invaliditätsbemessung mittels der gemischten Methode nach dem 

neuen Berechnungsmodell gemäss Art. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV in der Fas-

sung vom 1. Dezember 2017 im Hinblick auf eine einheitliche und rechts-

gleiche Behandlung der Versicherten erst ab dem Zeitpunkt des Inkrafttre-

tens dieser Bestimmung am 1. Januar 2018 erfolgen kann und damit vor-

liegend nicht zur Anwendung kommt (Urteil 9C_553/2017 vom 18. Dezem-

ber 2017 E. 5 und 6.2). 

5.8 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige 

oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer 

anderen Methode der Invaliditätsbemessung führt – ergibt sich aus der 

Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn 

keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1; 

125 V 146 E. 2c). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbs-

tätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden 

könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre 

(BGE 133 V 504 E. 3.3). Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbrin-

gen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenser-

fahrung zu würdigen (BGE 117 V 194 E. 3b). Die Frage nach der anwend-

baren Methode beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie 

sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung (vgl. BGE 129 V 167 

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Seite 10 

E. 1) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Ge-

sundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversiche-

rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit er-

forderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1; 125 V 146 E. 2c). 

5.9 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

5.10 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, 

ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-

tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt oder die Ärztin über die notwendigen fachlichen Qualifika-

tionen verfügt (Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 

5.11 Soll über einen Rentenanspruch ohne Einholung eines externen Gut-

achtens, sondern gestützt auf im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich 

vom Versicherungsträger intern eingeholte medizinische Unterlagen ent-

schieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen 

in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. BGE 135 V 

465 E. 4.4; Urteil des BGer 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.2). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass 

die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden zu 50 % erwerbstätig 

und zu 50 % im Haushalt beschäftigt wäre. Sie ging gestützt auf den Ab-

klärungsbericht vom 17. Mai 2016 davon aus, dass die Einschränkung der 

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Seite 11 

Beschwerdeführerin bei der Verrichtung der Haushaltsaufgaben seit Feb-

ruar 2015 10 % und seit Oktober 2015 36 % betrage. Weiter ging die  

Vorinstanz davon aus, dass die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätig-

keit als Haushälterin/Raumpflegerin seit 18. Februar 2015 (Beginn der ein-

jährigen Wartezeit) nicht mehr ausüben könne. Bei Ablauf der gesetzlichen 

Wartefrist im Februar 2016 habe auch in einer angepassten Tätigkeit keine 

Arbeitsfähigkeit bestanden, weshalb im Erwerbsbereich ab 18. Februar 

2016 von einem Invaliditätsgrad von 100 % auszugehen sei. Die Ge-

samtinvalidität ergebe unter Anwendung der gemischten Methode 68 %. 

Aus den medizinischen Unterlagen ergebe sich, dass sich der Gesund-

heitszustand der Beschwerdeführerin in der Folge soweit verbessert habe, 

dass ihr ab 1. Januar 2017 die Ausübung einer angepassten Tätigkeit 

(leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit ohne Rückenbelastung, ohne Kälte 

und Nässe) im Rahmen eines 30 %-Pensums wieder zumutbar sei. Der 

Einkommensvergleich ab 1. Januar 2017 ergebe einen Invaliditätsgrad von 

31.12 % für den Erwerbsbereich. Bei einer Einschränkung im Haushalt von 

36 % resultiere unter Anwendung der gemischten Methode ein Gesamtin-

validitätsgrad von 34 %. Dementsprechend könne die Rente gemäss 

Art. 88a Abs. 1 IVV nur bis 31. März 2017 ausgerichtet werden.  

6.2 Die Beschwerdeführerin macht dagegen geltend, dass die zeitliche Be-

fristung der Dreiviertelsrente unzulässig sei. Gemäss Einschätzung des 

RAD wäre ab April 2017 eine Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit wäh-

rend 2.5 Stunden wieder zumutbar. Zusätzlich sei aber auch eine Leis-

tungseinschränkung von 20 % zu berücksichtigen, womit ein effektiv zu-

mutbares Pensum von 2 Stunden pro Tag resultiere. Das entspreche un-

gefähr einem 25 %-Pensum. Bei der Berechnungsweise der Vorinstanz er-

gebe sich damit im Erwerbsbereich ein Invaliditätsgrad von 49.9 %. Allein 

dadurch resultiere zusammen mit der Einschränkung im Haushalt ein Inva-

liditätsgrad von 43 % und damit ein Anspruch auf eine Viertelsrente. Ge-

stützt auf Art. 88a Abs. 1 IVV wäre die Verbesserung erst ab jenem Zeit-

punkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden könne, dass die 

Verbesserung voraussichtlich längere Zeit dauern werde, jedenfalls aber, 

nachdem sie ohne Unterbrechung drei Monate gedauert habe und voraus-

sichtlich weiterhin andauern werde. Gestützt auf die Einschätzung des 

RAD wäre die Verbesserung erst ab April 2017 eingetreten und folglich erst 

per Ende Juli 2017 zu berücksichtigen. Das in der Verfügung angenom-

mene zumutbare 30 %-Pensum wäre ohnehin erst nach einem halben 

Jahr, also ab Ende Oktober 2017 zu erreichen. Die Befristung der Rente 

sei jedenfalls gestützt auf die bei den Akten liegenden medizinischen Un-

C-4828/2017 

Seite 12 

terlagen nicht rechtmässig. Weiter sei im Rahmen des Einkommensver-

gleichs beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug von 10 % zu berück-

sichtigen. Dadurch würde sich der Gesamtinvaliditätsgrad gar auf 46 % er-

höhen. Weiter hielt die Beschwerdeführerin fest, dass sich die optimisti-

sche Prognose der maximalen halbtätigen Tätigkeit mit einer Leistungs-

minderung nicht verwirklicht habe. Im Februar/März 2017 habe sie erneut 

den Arzt aufsuchen müssen, weil wieder Rückenschmerzen aufgetreten 

seien. Nun sei sie wieder auf Dauer für sämtliche Tätigkeiten voll arbeits-

unfähig. Dies sei von Dr. med. D._______ am 24. August 2017 attestiert 

worden. Die Verschlechterung des Zustandes habe selbstredend auch 

Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit im Haushalt. Diesbezüglich seien 

weitere Abklärungen durch die Vorinstanz nötig. Weiter wird geltend ge-

macht, dass die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes im Februar/März 2017 fast 60 Jahre gewesen 

sei. Die ihr zu diesem Zeitpunkt noch verbliebene Restarbeitsfähigkeit sei 

nicht mehr verwertbar. Daher habe sie auch über den 31. März 2017 hinaus 

Anspruch auf mindestens eine Dreiviertelsrente. 

7.  

In den Akten finden sich zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin 

und zur Einschränkung ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Wesentli-

chen die folgenden ärztlichen Einschätzungen. 

7.1 Die Beschwerdeführerin wurde ab Februar 2015 in der Rehaklinik 

C._______ ambulant behandelt (IV-act. 29 S. 2). Die behandelnden Fach-

ärzte berichteten wie folgt: 

7.1.1 Gemäss Bericht von Dr. med. E._______, Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin und Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, 

vom 9. April 2015 wurde bei der Beschwerdeführerin aufgrund exazerbier-

ter lumboischialgieformer Schmerzen bei einer deutlichen rechtskonvexen 

Skoliose und bei aktivierten Fazettengelenken sowie Diskushernien der 

unteren LWS eine Schmerztherapie mittels PDA L4/5 durchgeführt. Dr. 

med. E._______ hielt fest, dass eine Arbeitsunfähigkeit bestehe (IV-act. 25 

S. 15).  

7.1.2 Laut Bericht von Dr. med. F._______, Facharzt für Neurologie, vom 

23. April 2015 klage die Beschwerdeführerin seit Januar 2015 über zuneh-

mende, nicht näher beschreibbare lumbosakrale Schmerzen mit einer Aus-

breitung entlang der Wirbelsäule bis in die BWS sowie mit einer diffusen, 

C-4828/2017 

Seite 13 

nicht näher lokalisierbaren Ausstrahlung in beide Beine. In letzter Zeit ver-

spüre sie auch ein Schwäche- und Steifegefühl in beiden Beinen beim Lau-

fen, so dass sie bereits nach einer kurzen Strecke eine Pause einlegen 

müsse. Sie habe 2009 einen Schlaganfall erlitten. Im Rahmen der Beurtei-

lung hielt Dr. med. F._______ fest, es bestünden unklare Lumboischialgien 

beidseits mit einer zuletzt eingeschränkten Gehstrecke. Im MRT (Untersu-

chung vom 22. Januar 2015) hätten sich multisegmentale Osteochondro-

sen und Spondylarthrosen gezeigt, jedoch ohne Nachweis einer Neuro-

kompression. Im Rahmen der klinisch neurologischen Untersuchung lies-

sen sich keine neurologischen Ausfälle objektivieren. Die am 29. April 2015 

durchgeführte Elektroneuromyographie ergab keine pathologischen Be-

funde und keine Erklärung der Beschwerden aus neurologischer Sicht (IV-

act. 25 S. 11 ff.). 

7.1.3 Dr. med. D._______, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, hielt im 

Bericht vom 24. April 2015 fest, dass die Beschwerdeführerin an einer 

schweren adulten rechtskonvexen Skoliose mit einer Lateralisierung vor 

allem von L3 über L4 leide. Der Skoliosescheitel befinde sich auf dem Ni-

veau L2/L3, wo scheinbar bereits Ankylosierungsprozesse stattgefunden 

hätten. Die Beschwerdeführerin klage schon seit langem über Kreuz-

schmerzen, die nun seit Anfang 2015 zugenommen hätten und dekompen-

siert seien. Sie klage auch über eine unspezifische Ausstrahlung in beide 

Beine mit einem Schwächegefühl. Es bestehe zudem ein Status nach Ein-

setzung einer Hüftprothese links (IV-act. 25 S. 9 f.). Am 13. Mai 2015 be-

richtete Dr. med. D._______ nach Durchführung von Sidebending-Aufnah-

men und eines CT, dass als operative Option nur eine ausgedehnte ventro-

dorsale Intervention mit dorsalem Release, dann ventraler Ausrichtung mit 

Cages mittels minimalinvasivem retroperitonealem Zugang und dann an-

schliessend dorsaler transkutaner pedikulärer Fixation bestehe (IV-act. 25 

S. 7 f.)  

7.2 Der Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. G._______, Facharzt 

für Allgemeine Innere Medizin, nannte im IV-Arztbericht vom 25. Mai 2015 

gestützt auf die Berichte der Fachärzte der Rehaklinik C._______ als Di-

agnose eine schwere, rechtskonvexe adulte Lumboskoliose. Er ging davon 

aus, dass mit einer Verschlechterung mit völliger Immobilisierung zu rech-

nen sei und attestierte eine Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit 

als Haushälterin von 100 % ab 16. März 2015 bis auf Weiteres. Aufgrund 

der Wirbelsäulenproblematik sei aktuell eine länger andauernde, ste-

C-4828/2017 

Seite 14 

hende/sitzende Arbeit nicht mehr möglich, ebenso keine belastenden Tä-

tigkeiten (kein Gewicht > 2 kg). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zu-

mutbar (IV-act. 25 S. 1 ff.).  

7.3 Im IV-Arztbericht vom 3. Juli 2015 führten die beiden Ärzte der Rehakli-

nik C._______, Dr. med. H._______, Fachärztin für Rechtsmedizin, und Dr. 

med. E._______ folgende Diagnosen auf:  

– Lumboischialgien beidseits und Gangverschlechterung seit Januar 

2015 bei schwerer adulter lumbaler Skoliose rechtskonvex 

– Status nach cerebrovaskulärem Insult 2006 und 2009 

– Essentieller Tremor 

Die Ärzte hielten fest, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeüb-

ten Tätigkeit als Reinigungshilfe von 15. Februar bis 19. April 2015 zu 

100 % arbeitsunfähig gewesen sei. Es bestünden folgende Einschränkun-

gen: Kein Heben und Tragen von Lasten, keine Rumpfrotationsbewegun-

gen, kein längeres Gehen, Sitzen oder Stehen, keine Arbeiten in gebückter 

oder Zwangshaltung, keine Überkopf-Arbeiten, kein Besteigen von Leitern 

und Gerüsten. Die Ärzte gingen davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit als 

Reinigungshilfe auf Dauer eingeschränkt sein dürfte, sich jedoch im Mo-

ment nicht endgültig beurteilen lasse. Der weitere Verlauf und eine even-

tuelle Operation müssten abgewartet werden. Auch durch eine Operation 

könne die Arbeitsfähigkeit nicht verbessert werden. Es sei aber zu hoffen, 

dass der vorgeschlagene Eingriff zu einer Schmerzreduktion führen werde 

(IV-act. 29).  

7.4 Der RAD-Arzt Dr. med. I._______, Facharzt für Orthopädische Chirur-

gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nahm am 8. Oktober 

2015 zu den Berichten der behandelnden Ärzte Stellung. Er hielt fest, dass 

aus versicherungsmedizinischer Sicht von einer länger dauernden Ge-

sundheitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Der 

Gesundheitszustand sei nicht stabil, so dass eine definitive Beurteilung im 

Moment unmöglich sei. Ebenfalls sei die Prognose unbestimmt. Da auch 

der operative Eingriff noch nicht stattgefunden habe, werde erst anschlies-

send an die Rehabilitation eine genauere Beurteilung möglich sein. Die Ar-

beitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Haushälterin/Raumpflege-

rin betrage seit dem 18. Februar 2015 0 %. Alle den Rücken belastenden 

Tätigkeiten seien nicht möglich. Bis etwa vier Monate nach der Operation 

C-4828/2017 

Seite 15 

betrage auch die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 0 %, da-

nach sei eine solche stundenweise mit dem im IV-Arztbericht vom 3. Juli 

2015 festgelegten Belastungsprofil möglich (IV-act. 32).  

7.5 Am 7. Oktober 2015 unterzog sich die Beschwerdeführerin im Rahmen 

eines stationären Aufenthalts vom 6. bis 14. Oktober 2015 in der Klinik 

J._______ einer komplexen, zehnstündigen Rückenoperation. Der Opera-

teur, Dr. med. D._______, hielt im Operationsbericht vom 7. Oktober 2015 

fest, dass die postoperative Röntgenkontrolle eine äusserst zufriedenstel-

lende Korrektur der Skoliose bei korrekt liegenden Implantaten gezeigt 

habe (IV-act. 35 S. 10 ff.). Im Austrittsbericht vom 29. Oktober 2015 wurde 

ausgeführt, dass der Verlauf in Anbetracht des ausgedehnten zehnstündi-

gen Eingriffs sehr gut sei (IV-act. 35 S. 8 f.). Am 3. Dezember 2015 berich-

tete Dr. med. D._______ über eine ambulante Nachkontrolle vom 1. De-

zember 2015. Er hielt fest, dass bei der komplexen, zehnstündigen Opera-

tion die Skoliose von 40 Grad auf praktisch 0 Grad habe korrigiert werden 

können. Klinisch zeige sich acht Wochen nach der Operation ein sehr gu-

tes Ergebnis. Im Rahmen der angeordneten Physiotherapie seien keine 

mobilisierenden Übungen erlaubt, um die Konstruktion sechs Monate zu 

schützen (IV-act. 35 S. 6 f.). 

7.6 Im Verlaufsbericht vom 29. Januar 2016 führte der Hausarzt Dr. med. 

G._______ aus, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführe-

rin dermassen verschlechtert habe, dass am 7. Oktober 2015 eine kompli-

zierte Operation habe durchgeführt werden müssen. Postoperativ habe 

sich leider nur ein protrahiertes Ansprechen der Schmerzen bei klinisch 

gutem operativem Ergebnis gezeigt. Es bestehe weiterhin eine stark ein-

geschränkte Mobilität aufgrund der operierten Skoliose sowie der darauf 

folgenden Versteifung. Es bestünden weiterhin Schmerzen im Bereich des 

linken Beins. Die lumbalen Schmerzen hätten sich etwas gebessert. Der 

Psychostatus sei unauffällig. Neben der bekannten Diagnose nannte der 

Hausarzt einen Verdacht auf das Vorliegen eines Morbus Parkinson. Er 

hielt fest, dass aufgrund der Schmerzen und der deutlichen Einschränkung 

aktuell neben der angestammten Tätigkeit auch die Ausübung einer ande-

ren Tätigkeit nicht zumutbar sei. Haushaltsarbeiten könne die Beschwer-

deführerin auch nicht mehr durchführen (IV-act. 35 S. 1 ff.).  

7.7 Der RAD-Arzt Dr. med. I._______ hielt in seiner Stellungnahme vom 

18. Februar 2016 fest, dass in den neu vorgelegten Unterlagen keine er-

hebliche Änderung des Gesundheitszustandes im Sinne einer Verbesse-

rung dokumentiert werde. Es könne davon ausgegangen werden, dass hier 

C-4828/2017 

Seite 16 

eine länger dauernde Gesundheitsstörung mit Einfluss auf die Arbeitsfä-

higkeit vorliege. Es sei höchstens mit einer längerfristigen und langsamen 

Abnahme der Beschwerden zu rechnen. Eine wesentliche Arbeitsfähigkeit 

werde dadurch aber nicht mehr erreicht werden. Die Tätigkeit als Haushäl-

terin/Raumpflegerin werde nie mehr möglich sein. Die Arbeitsfähigkeit in 

einer anpassten Tätigkeit betrage 0 %. Bei der eventuell zu erwartenden 

leichten Verbesserung der Beschwerden könne eine angepasste Teilar-

beitsfähigkeit von maximal 20 % bis 30 % in einem halben Jahr erwartet 

werden (IV-act. 38). 

7.8 Dr. med. K._______, Arzt für Innere Medizin, hielt im Formulargutach-

ten E 213 vom 11. März 2016 folgende Diagnosen fest: 

– adulte lumbale Skoliose 40 Grad rechtskonvex, wahrscheinlich Adoles-

zentenskoliose mit massiver Rotation und Apex Höhe L2  

– Coxarthrose, Zustand nach Hüft-TEP links  

– HWS-Syndrom 

– arterieller Hypertonus 

– Zustand nach zerebralem Insult mit weitgehend reversiblem neurologi-

schem Defizit 2009  

Der Gutachter gab an, dass die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tä-

tigkeit sowie eine angepasste Tätigkeit nur noch unter drei Stunden pro Tag 

verrichten könne (IV-act. 41). 

7.9 Dr. med. D._______ führte neun Monate nach der Operation eine 

Nachkontrolle durch. Im Bericht vom 31. August 2016 führte er aus, dass 

das erreichte Ergebnis in Anbetracht des präoperativen Zustandes subjek-

tiv und objektiv sicherlich hoch erfreulich sei. Die residuellen Beschwerden 

im Kreuz bzw. im Zugangsbereich ventral seien akzeptabel und von der 

Beschwerdeführerin tolerierbar. Dorsal bestünden reguläre Verhältnisse. 

Die Behandlung könne abschlossen werden, es sei eine weitere Besse-

rung durch die Zeit und eine weitere Adaptierung an die veränderten Um-

stände zu erwarten (IV-act. 49 S. 2). 

7.10 Am 12. Oktober 2016 berichtete der Hausarzt Dr. med. G._______, 

dass sich eine leichte Besserung seit Januar 2016 zeige, bei jedoch wei-

C-4828/2017 

Seite 17 

terhin vorhandenen, aber deutlich gebesserten Rückenschmerzen. Bezüg-

lich der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit gehe er nach wie vor nicht 

von einer Steigerung aus. Es bestehe nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % (IV-act. 49 S. 1). 

7.11 Der RAD-Arzt Dr. med. I._______ hielt in seiner Stellungnahme vom 

31. Oktober 2016 fest, dass aus den neuen Akten eine allmähliche Besse-

rung des Zustandes hervorgehe, so dass die in der Stellungnahme vom 

18. Februar 2016 vermutete Teilarbeitsfähigkeit von maximal 20 % bis 

30 % innerhalb eines halben Jahres als realistisch erscheine. Wahrschein-

lich könne ab Anfang 2017 mit dieser Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit (leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne Bücken, ohne Heben 

von Gewichten über 2 bis 3 kg, ohne Kälte und Nässe, ohne Besteigen von 

Leitern und Gerüsten) gerechnet werden. Danach sei eine allmähliche 

Steigerung innerhalb eines halben Jahres auf 50 % möglich, was wahr-

scheinlich das Maximum darstelle (IV-act. 51). 

7.12 Am 20. Januar 2017 berichtete der Hausarzt Dr. med. G._______, 

dass sich der Zustand seit dem 12. Oktober 2016 nicht verändert habe. Es 

bestünden weiterhin starke Schmerzen, eine Unfähigkeit, grössere Stre-

cken ohne Schmerzen zu gehen, sowie chronische Rückenschmerzen. Zur 

Arbeitsfähigkeit nahm er keine Stellung, weil dazu aus seiner Sicht ein Be-

rufs-Assessment nötig wäre (IV-act. 53). 

7.13 Dr. med. D._______ hielt in seinem Bericht vom 26. Januar 2017 fest, 

dass es der Beschwerdeführerin nach der operativen Intervention mit Kor-

rektur der Skoliose am 7. Oktober 2015 recht gut gehe und die Operation 

sicherlich verhindert habe, dass sie schwerstens invalidisiert sei. Allerdings 

reiche das Operationsergebnis nicht aus, um rückenbelastende Arbeiten 

oder Belastungen durchzuhalten. Sie müsste meistens sitzen, mit etwas 

abwechselnd gehender und stehender Tätigkeit und dies auch nur für ei-

nen halben Tag. Dies entspreche höchstens einer Arbeitsfähigkeit von 

25 % bei geeigneter Arbeit. Er könne den Entschluss der IV, der Beschwer-

deführerin keine Rente zuzusprechen, als Wirbelsäulenchirurg nicht nach-

vollziehen (IV-act. 58). 

7.14 Der RAD-Arzt Dr. med. I._______ hielt in seiner Stellungnahme vom 

11. April 2017 fest, dass die neu eingereichten Berichte seine Beurteilung 

vom 31. Oktober 2016 bestätigten. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit 

über einen halben Tag werde nicht möglich sein. Eine gewisse Leistungs-

einschränkung werde ebenfalls weiterhin bestehen bleiben. Nach einer 

C-4828/2017 

Seite 18 

Einarbeitungszeit von rund einem halben Jahr sei maximal eine halbtägige 

Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsverminderung von rund 20 % zu erwar-

ten. Es müsse sich dabei um eine leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeit 

handeln ohne Rückenbelastung sowie ohne Kälte und Nässe. Grundsätz-

lich könne jetzt mit einer zwei bis dreistündigen Tätigkeit täglich begonnen 

werden, mit entsprechender Steigerung innerhalb eines halben Jahres auf 

eine halbtägige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 61). 

7.15 Im beschwerdeweise eingereichten Bericht von Dr. med. D._______ 

vom 24. August 2017 wird festgehalten, dass der Operationserfolg leider 

ausgeblieben sei, obwohl es eine Zeit lang gut ausgesehen habe. Das sei 

aber in Anbetracht der Komplexität der Skoliose und der Intervention nicht 

verwunderlich. Zudem sei im CT eine Coxarthrose rechts mit subchondra-

ler Zystenbildung zu erkennen. Dies müsse durch einen Spezialisten ab-

geklärt werden (Beilage 4 zu BVGer-act. 1). 

8.  

8.1 Unbestritten und aufgrund der Akten ausgewiesen ist, dass der Be-

schwerdeführerin die Ausübung ihrer angestammten Tätigkeit als Raum-

pflegerin aufgrund ihres Rückenleidens seit dem 18. Februar 2015 nicht 

mehr zumutbar ist (vgl. Stellungnahme des RAD vom 8. Oktober 2015; IV-

act. 32). Das Wartejahr im Sinn von Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG lief damit im 

Februar 2016, mithin mehr als sechs Monate nach der IV-Anmeldung vom 

17. April 2015, ab. Ein allfälliger Rentenanspruch konnte damit frühestens 

am 1. Februar 2016 entstehen (Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG). 

8.2 Ebenfalls unstrittig und aktenmässig ausgewiesen ist, dass die Be-

schwerdeführerin bei Ablauf des Wartejahres im Februar 2016 aufgrund 

des Rückenleidens auch in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht ar-

beitsfähig war. Der RAD hat in seiner Stellungnahme vom 18. Februar 2016 

hierzu in Übereinstimmung mit den Berichten der behandelnden Ärzte 

nachvollziehbar ausgeführt, dass die am 7. Oktober 2015 durchgeführte 

grosse Operation der Skoliose bisher keine wesentliche Verbesserung der 

Beschwerden gebracht habe und die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 

Tätigkeit (nach wie vor) 0 % betrage (IV-act. 38). Auch in der Stellung-

nahme vom 31. Oktober 2016 hat der RAD noch keine Arbeitsfähigkeit in 

einer leidensangepassten Tätigkeit attestiert (IV-act. 51), was angesichts 

des Berichts des behandelnden Facharztes Dr. med. D._______ vom 31. 

August 2016, dem auch eine kurze klinische Befunderhebung der Wirbel-

säule zu entnehmen ist, sowie dem Bericht des Hausarztes Dr. med. 

C-4828/2017 

Seite 19 

G._______ vom 12. Oktober 2016 ebenfalls nachvollziehbar ist. Die Inva-

lidität im Erwerbsbereich beträgt damit ab 1. Februar 2016 100 %. 

8.3 Im Rahmen der Haushaltsabklärung gab die Beschwerdeführerin an, 

dass sie im Gesundheitsfall mit einem Pensum von 50 % als Haushaltshilfe 

erwerbstätig wäre. Die Vorinstanz ging in der Folge von einem Status von 

50 % Erwerbstätigkeit und 50 % Haushalt aus, was von der Beschwerde-

führerin nicht in Frage gestellt wird. Die Einschränkung im Haushalt von 

36 % ab Februar 2016 ist aufgrund des Berichts über die Abklärung an Ort 

und Stelle vom 17. Mai 2016 (IV-act. 46) ebenfalls als ausgewiesen zu be-

trachten. Die Vorinstanz ermittelte den Invaliditätsgrad ab 1. Februar 2016 

in Anwendung der gemischten Methode nach Art. 28a Abs. 3 IVG, was bei 

der vorliegenden Konstellation auch im Hinblick auf das Urteil des Europä-

ischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) vom 2. Februar 2016 in 

Sachen Di Trizio gegen Schweiz (7186/09) nicht zu beanstanden ist (BGE 

143 I 50 E. 4.4; vgl. auch Urteil des BGer 8C_462/2017 vom 30. Januar 

2018 E. 5.2). Daraus ergibt sich ein Invaliditätsgrad von 68 % (0.5 x 100 % 

+ 0.5 x 36 %). Die Zusprache einer Dreiviertelsrente ab 1. Februar 2016 ist 

somit nicht zu beanstanden.  

9.  

Streitig und zu prüfen ist die Befristung der Dreiviertelsrente. Dabei ist ins-

besondere zu klären, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgeht, dass sich 

der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2017 wie-

der verbessert hat, so dass ihr ab diesem Zeitpunkt die Ausübung einer 

leidensangepassten Tätigkeit wieder zu 30 % zuzumuten war.  

9.1 Die Vorinstanz stützte sich im Wesentlichen auf die Beurteilung des 

RAD. Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen 

Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die 

für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle 

Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit 

oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizini-

schen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2bis IVG). Nach 

Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für die Beurteilung der medizinischen Vo-

raussetzungen des Leistungsanspruchs bei Bedarf selber ärztliche Unter-

suchungen durch. In den übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die 

vorhandenen ärztlichen Unterlagen ab (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 

vom 25. März 2011 E. 2.2).  

C-4828/2017 

Seite 20 

9.2 Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit je-

nem von externen medizinischen Sachverständigengutachten (BGE 125 V 

351 E. 3b/bb) vergleichbar, sofern sie den von der Rechtsprechung um-

schriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügen (BGE 

137 V 210 E. 1.2.1). Selbst eine Stellungnahme des RAD, die nicht auf 

einer eigenen Untersuchung beruht, kann wie ein Aktengutachten beweis-

kräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen 

nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-

schen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des BGer 

9C_335/2015 vom 1. September 2015 E. 3.1). Soweit die RAD-Ärzte nicht 

selber medizinische Befunde erheben, sondern die vorhandenen Befunde 

aus medizinischer Sicht würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei wi-

dersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu 

beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber 

eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei, müssen die Akten für die 

streitigen Belange beweistaugliche Unterlagen enthalten. Ist das nicht der 

Fall, kann die RAD-Stellungnahme in der Regel keine abschliessende Be-

urteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärungen 

Anlass geben (vgl. Urteile des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 

E. 3.3).  

9.3 Der RAD-Arzt Dr. med. I._______ hat vorliegend keine eigenen Unter-

suchungen durchgeführt, sondern eine reine Aktenbeurteilung vorgenom-

men. Hinsichtlich der zu prüfenden Frage, ob sich der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin seit dem Rentenbeginn am 1. Februar 2016 bis 

zum Zeitpunkt der Rentenaufhebung per 31. März 2017 in anspruchsrele-

vanter Weise verbessert hat (siehe E. 5.4.2), standen dem RAD-Arzt ins-

besondere Berichte behandelnder Ärzte zur Verfügung. Dem ärztlichen 

Formulargutachten E 213 vom 10. März 2016, das dem RAD ebenfalls vor-

gelegt wurde, kann diesbezüglich keine Aussagekraft beigemessen wer-

den, beruht es doch nicht auf einer eigenen Untersuchung, sondern auf 

Arztberichten, die vor der massgebenden Zeitspanne erstellt wurden (Be-

richte vom 28. Dezember 2009, vom 16. April 2010, vom 9. März 2012 und 

vom 29. Oktober 2015). Gestützt auf die Berichte des behandelnden Fach-

arztes Dr. med. D._______ vom 31. August 2016 und des Hausarztes Dr. 

med. G._______ vom 12. Oktober 2016 ging der RAD-Arzt in seiner Stel-

lungnahme vom 31. Oktober 2016 davon aus, dass eine allmähliche Bes-

serung des Zustandes zu beobachten sei. Er prognostizierte das Erreichen 

einer Arbeitsfähigkeit von 20 % bis 30 % in einer leidensangepassten Tä-

C-4828/2017 

Seite 21 

tigkeit aber erst ab Anfang 2017 (IV-act. 51). Am 20. Januar 2017 berich-

tete Dr. med. G._______ sodann, dass sich der Zustand seit dem 12. Ok-

tober 2016 nicht verändert habe. Auch im Bericht von Dr. med. D._______ 

vom 26. Januar 2017 wird keine Verbesserung des Gesundheitszustandes 

beschrieben. Dr. med. D._______ hielt jedoch fest, dass von einer Arbeits-

fähigkeit von höchstens 25 % in einer überwiegend sitzenden und etwas 

abwechselnd gehender und stehender Tätigkeit ausgegangen werden 

könne. In Würdigung dieser beiden Arztberichte vom Januar 2017 kam der 

RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 11. April 2017 zum Schluss, dass 

sich seine Prognose bestätigt habe und ab jetzt mit einer Arbeitsfähigkeit 

in einer leidensadaptierten Tätigkeit von zwei bis drei Stunden täglich zu 

rechnen sei.  

9.4 Die Einschätzung des RAD, wonach ab April 2017 infolge einer Ver-

besserung des Gesundheitszustandes wieder eine Arbeitsfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit bestand, stützt sich damit hauptsächlich auf 

den Bericht von Dr. med. D._______ vom 26. Januar 2017. Dieser hat die 

Beschwerdeführerin am 24. Januar 2017 zwar persönlich in seiner Sprech-

stunde gesehen, Befunde einer klinischen Untersuchung hat er in seinem 

kurzen Bericht jedoch nicht festgehalten. Damit konnte sich der RAD-Arzt 

für seine Beurteilung der Entwicklung des Gesundheitszustandes sowie für 

seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ab April 2017 nicht auf eine fach-

ärztliche, aktuelle klinische Untersuchung abstützen. Gerade bei Gesund-

heitsschäden an der Wirbelsäule stellt die klinische Untersuchung aber die 

wichtigste Prüfung dar (Urteil des BGer 9C_335/2015 vom 1. September 

2015 E. 4.2.2). Bei Gesundheitsschäden im Bereich der Orthopädie ist 

nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zudem eine Diagnose des 

Funktionsausfalles (Funktionsdiagnose), d.h. eine qualitative und quantita-

tive Analyse der Funktionsstörung des Bewegungsapparates und seiner 

Folgen für die versicherte Person von zentraler Bedeutung (vgl. das Urteil 

des Bundesgerichts 9C_335/2015 E. 4.2.2; vgl. auch Urteil des BVGer C-

6103/2016 vom 11. Juli 2017 E. 6.3.1). Zu den aktuellen funktionellen Ein-

schränkungen enthält der Bericht von Dr. med. D._______ vom 26. Januar 

2017 ebenfalls keine genauen Angaben. Die dem RAD vorgelegten medi-

zinischen Unterlagen erlaubten es damit nicht, eine anspruchsrelevante 

Verbesserung des Gesundheitszustandes ab Januar 2017 bzw. eine Ar-

beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (zeitlicher Umfang und Belastungs-

profil) ab April 2017 in zuverlässiger Weise zu bejahen (vgl. Urteil des BGer 

9C_822/2017 vom 19. Februar 2018 E. 4.2). 

C-4828/2017 

Seite 22 

9.5 Überdies erlauben es die vorliegenden medizinischen Akten nicht, zu 

beurteilen, ob eine im Januar 2017 allenfalls eingetretene Zustandsverbes-

serung überhaupt für den Rentenanspruch relevant werden konnte. Die 

Verbesserung des Gesundheitszustandes wird gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 

revisionsrechtlich nämlich erst ab dem Zeitpunkt relevant, in dem ange-

nommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. 

Davon ist jedenfalls dann auszugehen, wenn die Verbesserung ohne we-

sentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich wei-

terhin andauern wird (vgl. BGE 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 2.3.1). 

Seit dem Januar 2017 bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung ist der 

medizinische Verlauf nicht mehr dokumentiert. Angesichts der im Oktober 

2016 durchgeführten komplexen Rückenoperation und der in der Folge do-

kumentierten nur sehr langsam eingetretenen Verbesserung des Zustands, 

kann nicht ohne Weiteres darauf geschlossen werden, dass eine im Januar 

2017 eingetretene Verbesserung ohne wesentliche Unterbrechung drei 

Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Zudem 

handelt es sich bei der Einschätzung des RAD um eine Prognose, deren 

Verwirklichung vor Verfügungserlass nicht verifiziert wurde, weshalb darauf 

nicht abgestellt werden kann. Insofern sind die Voraussetzungen für die 

Befristung der zugesprochenen Invalidenrente unter diesem revisions-

rechtlichen Gesichtspunkt nicht überwiegend wahrscheinlich, sondern er-

scheinen aufgrund des im Beschwerdeverfahren eingereichten Berichts 

von Dr. med. D._______ vom 24. August 2017 vielmehr überaus zweifel-

haft. Zwar wurde dieser Bericht erst nach dem für die gerichtliche Beurtei-

lung massgebenden Zeitpunkt bei Erlass der angefochtenen Verfügung er-

stellt; er ist hier aber ausnahmsweise zu berücksichtigen, weil daraus auch 

Rückschlüsse auf die Entwicklung des Gesundheitszustandes bis zum Er-

lass der angefochtenen Verfügung gezogen werden können (vgl. Urteil des 

BGer 9C_48/2015 E. 3.2.1). Dies erweckt weitere Zweifel an der Einschät-

zung des RAD. 

9.6 Im dargelegten Sinn können die Voraussetzungen für eine blosse Ak-

tenbeurteilung durch den RAD nicht als gegeben erachtet werden. Mit Blick 

auf die Revisionsvoraussetzungen ist nicht von einem lückenloser Befund 

bzw. einem feststehenden medizinischen Sachverhalt auszugehen. Die 

Vorinstanz durfte daher gestützt auf die Einschätzung des RAD nicht davon 

ausgehen, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit 

Rentenbeginn am 1. Februar 2016 in anspruchsrelevanter Weise verbes-

sert hat. Diesbezüglich sind von weiteren medizinischen Abklärungen 

keine entscheidwesentlichen neuen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb 

darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 

C-4828/2017 

Seite 23 

E. 4b; 122 V 162 E. 1d). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des Sach-

verhalts wie hier nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt 

es grundsätzlich unter revisionsrechtlichem Blickwinkel nach dem Prinzip 

der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechtszustand (siehe E. 5.4.1). 

Dass sich am medizinischen Sachverhalt bis zum Erlass der angefochte-

nen Verfügung etwas geändert hätte, ist nicht ersichtlich. Die Vorausset-

zungen für eine Befristung der Rente sind damit nicht erfüllt, weshalb die 

angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde insoweit abzu-

ändern ist, als gemäss dem Hauptbegehren der Beschwerdeführerin die 

ab 1. März 2016 zugesprochene Dreiviertelsrente unbefristet zuzuspre-

chen ist. Die Beschwerdeführerin hat damit auch ab 1. April 2017 Anspruch 

auf eine Dreiviertelsrente. Soweit die Beschwerdeführerin gestützt auf den 

Bericht von Dr. med. D._______ vom 24. August 2017 eine Verschlechte-

rung ihres Gesundheitszustandes nach Erlass der angefochtenen Verfü-

gung geltend macht, ist dies im Rahmen eines neuen Revisionsverfahrens 

zu prüfen. Die Verfahrensakten sind daher zwecks Prüfung eines Revisi-

onsgesuchs an die Vorinstanz zu überweisen. 

10.  

10.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Der obsiegenden Be-

schwerdeführerin sind keine Kosten aufzuerlegen. Der Vorinstanz sind 

ebenfalls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

10.2 Die obsiegende Beschwerdeführerin hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG 

in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Ver-

waltung, womit die mit Zwischenverfügung vom 29. September 2017 ge-

währte unentgeltliche Rechtsverbeiständung gegenstandslos wird. Die 

Rechtsvertreterin hat eine detaillierte Kostennote eingereicht und macht für 

die Vertretung der Beschwerdeführerin Kosten von insgesamt Fr. 3‘287.30 

(12.08 Stunden à Fr. 260.– zuzüglich Auslagen von Fr. 146.50) geltend, 

was unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, 

der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu 

beurteilenden Verfahrens angemessen erscheint. Der Beschwerdeführerin 

ist somit zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung in der Höhe 

C-4828/2017 

Seite 24 

von insgesamt Fr. 3‘287.30 zuzusprechen. Die Parteientschädigung um-

fasst keinen Mehrwertsteuerzuschlag im Sinne von Art. 9 Abs. 1 Bst. c 

VGKE.  

C-4828/2017 

Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

30. Juni 2017 wird insoweit abgeändert, als der Beschwerdeführerin ab 

1. Februar 2016 eine unbefristete Dreiviertelsrente der schweizerischen In-

validenversicherung zugesprochen wird. 

2.  

Die Akten gehen nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils an die Vo-

rinstanz zurück zur Berechnung der entsprechenden Renten sowie zur 

Prüfung eines Revisionsgesuchs. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 3‘287.30 zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

  

C-4828/2017 

Seite 26 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Par-

tei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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