# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a9204cb-1d0d-5b2c-9460-17353a035401
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.12.2008 D-7185/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7185-2008_2008-12-10.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7185/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang,
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Martin Maeder.

A._______, geboren (...),
Äthiopien,
vertreten durch lic. iur. Benedikt Schneider-Koch, 
Rechtsanwalt,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
17. Oktober 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7185/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 29. März 2004 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte und auf  Befragen erklärte,  er  habe am 2. Oktober  2003 
sein  Heimatland verlassen und sich  anschliessend bis  am 28. März 
2004 in Kenia aufgehalten,

dass  er  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  hauptsächlich  geltend 
machte, er sei seinem Heimatland entflohen, um nicht wie sein Vater, 
welcher  -  nach  äthiopischer  Zeitrechnung  -  am 16. Nehasie  (amha-
risch, auch Nashi oder Nasi) 1995 verhaftet worden sei, der Unterstüt-
zung  der  oppositionellen  Gruppierung  ONEG  (Oromo  Netsa  awchi 
Gimbar, amharisch für Oromo Liberation Front [OLF]) verdächtigt und 
auf unbestimmte Zeit gefangen gehalten zu werden,

dass er ergänzend vorbrachte, sein Vater sei die meiste Zeit als Last-
wagenchauffeur unterwegs gewesen und bloss ein-  oder zweimal  im 
Monat nach Hause zurückgekehrt,

dass  die  Polizei  nach  der  Verhaftung  seines  Vaters  ihm  und  seiner 
Mutter vorgeworfen habe, sie seien im Bild gewesen über die Art von 
Waren, die sein Vater mitgeführt habe,

dass sie jedoch, weil sein Vater in dieser Hinsicht verschwiegen gewe-
sen sei, vollkommen unwissend gewesen seien,

dass er wegen dieser Geschichte von der Polizei mit Haft bedroht wor-
den  sei,  obschon  er  selber  keine  politischen  Aktivitäten  ausgeübt 
habe,

dass er lediglich seinem Vater ab und zu den Gefallen gemacht habe, 
einen Umschlag mit Papieren an ihm nicht näher bekannte Personen 
in einem Café zu übergeben,

dass er niemals in ein Gerichtsverfahren verwickelt oder gefangen ge-
nommen worden  sei,  abgesehen  von der  Festhaltung  in  einer  Zelle 
des Polizeipostens im April  2001, als er anlässlich einer Massenver-
haftung nach Studentenunruhen in Gewahrsam genommen, nach zwei 
Tagen jedoch wieder freigelassen worden sei,

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dass das BFF (seit dem 1. Januar 2005 Teil des BFM) mit Verfügung 
vom 2. September 2004 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. f  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylge-
such nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und de-
ren Vollzug anordnete,

dass das Bundesverwaltungsgericht die hiergegen am 10. September 
2004 bei der damaligen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) 
erhobene Beschwerde mit  Urteil  vom 28. April  2008 guthiess, soweit 
es darauf eintrat,  die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache 
zur Neubeurteilung an das BFM zurückwies,

dass das BFM mit Verfügung vom 17. Oktober 2008 feststellte, der Be-
schwerdeführer  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  das  Asylge-
such  mit  dieser  Begründung  ablehnte,  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  der  Nichtzuerkennung  der  Flüchtlingeigen-
schaft anführte, der Beschwerdeführer erfülle zum einen Teil mit  sei-
nen Vorbringen bereits die Vorbedingung des Glaubhaftmachens nicht 
und berufe sich zum andern Teil auf einen Sachverhalt, der gemessen 
an der Definition von Art. 3 AsylG nicht relevant sei,

dass der Beschwerdeführer die Verfügung vom 17. Oktober 2008 mit 
Beschwerde vom 12. November 2008 beim Bundesverwaltungsgericht 
anfocht,

dass er im Hauptpunkt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, 
das  Feststellen  der  Flüchtlingseigenschaft  und  die  Gutheissung  des 
Asylgesuchs beantragte,

dass er im Eventualpunkt die Anordnung der vorläufigen Aufnahme be-
gehrte,

dass er daneben den prozessualen Antrag stellte, es sei während der 
Dauer des Verfahrens von einer Ausweisung abzusehen und ihm die 
aufschiebende  Wirkung  betreffend  den Vollzug des  Ausweisungsent-
scheides sowie die Erlaubnis der Arbeitsausübung zu gewähren,

dass er mit gleicher Eingabe ein Gesuch um Gewährung der vollstän-
digen  unentgeltlichen  Rechtspflege  und  unentgeltlichen  Verbeistän-
dung durch den von ihm bevollmächtigten Rechtsvertreter stellte,

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dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  des  Bundesverwaltungsge-
richts  mit  Zwischenverfügung vom 27. November  2008  die  Berechti-
gung des Beschwerdeführers zur Anwesenheit in der Schweiz bis zum 
Abschluss des Verfahrens bestätigte, auf den Antrag auf Erteilung der 
Erlaubnis zur Arbeitsausübung nicht eintrat, das Gesuch um Gewäh-
rung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  abwies  und  unter  Androhung 
des Nichteintretens auf die Beschwerde und Fristgewährung bis zum 
12.  Dezember  2008  die  Bezahlung  eines  Kostenvorschusses  von 
Fr. 600.-- verlangte,

dass der Beschwerdeführer am 4. Dezember 2008 einen Betrag von 
Fr. 600.-- in die Gerichtskasse einzahlte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des Asyls entscheidet (Art. 105  AsylG  i.V.m. Art. 31,  32 
e contrario  und  33 Bst.  d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. 
Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  vorliegend  der  Entscheid  vom 17. Oktober  2008,  mit  welchem 
das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  wegen  Nichterfüllens  der 
Flüchtlingseigenschaft  abgelehnt  und  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie deren Vollzug angeordnet  wurde, eine Verfügung des 
BFM auf dem Sachgebiet des Asyls darstellt,  die mit Beschwerde an 
das letztinstanzlich zuständige Bundesverwaltungsgericht weitergezo-
gen werden kann,

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-
rung hat (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG), womit er zur Einrei-
chung einer dagegen gerichteten Beschwerde legitimiert ist,

dass die Beschwerde von ihm innert der gesetzlichen Frist von 30 Ta-
gen  in  gültiger  Form eingereicht  wurde  (Art.  108  Abs. 1  AsylG  und 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

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dass er auch den Verfahrenskostenvorschuss innert  angesetzter Frist 
in vollem Umfang geleistet  hat,  weshalb auf seine Beschwerde -  mit 
Ausnahme des Antrags auf  Erteilung einer Arbeitserlaubnis,  auf  den 
bereits der Instruktionsrichter in der Zwischenverfügung vom 27. No-
vember 2008 nicht eingetreten ist - einzutreten ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art.  106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen unter Vorbehalt von Ausschlussgründen 
auf Gesuch hin Asyl gewährt (vgl. Art. 2 Abs. 1 und Art. 49 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 Abs. 1 AsylG) und jenen Personen 
zukommt,  welche in  ihrem Heimatstaat  oder im Land,  wo sie zuletzt 
wohnten, wegen ihrer  Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit  zu 
einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen ihrer  politischen  An-
schauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete 
Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 
AsylG).

dass der Beschwerdeführer sich nach eigener Aussage in seinem Hei-
matstaat in keiner Form politisch betätigt hat (act. A9/30, S. 18),

dass er alleine aus der behaupteten Zugehörigkeit zur Volksgruppe der 
Oromo keine begründete Furcht vor einer Konfrontation mit ernsthaf-
ten Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG (vgl. hierzu Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2005 Nr. 7 E. 7.1. S. 69 f., EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.1. S. 193) herzulei-
ten vermag,

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dass diesbezüglich vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen in 
der angefochtenen Verfügung zu verweisen ist (act. 26, E. I.1. S. 3 f.), 
welche vom Beschwerdeführer nicht entkräftet werden,

dass  die  erlittene  Verfolgung  respektive  die  begründete  Furcht  vor 
künftiger Verfolgung immer in einer sachlich und zeitlich kausalen Ver-
bindung  zur  Ausreise  aus  dem  Heimat-oder  Herkunftsstaat  stehen 
muss, um zur Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft und zur Asylge-
währung führen zu können (EMARK 2005 Nr. 21 E. 7.2. S. 193),

dass  vorliegend  ein  sachlicher  und  zeitlicher  Kausalzusammenhang 
zwischen der zweitägigen Polizeihaft im April 2001 und dem Verlassen 
des Heimatlandes am (angeblich) 2. Oktober 2003 offensichtlich nicht 
besteht,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen von sich aus bei der Schilde-
rung seiner Asylgründe keinen Zusammenhang zwischen der Polizei-
haft  im  April  2001  und  seiner  späteren  Ausreise  erkennen  liess 
(act. 9/30, S. 11 und 18),

dass er die ihm angeblich drohende Verhaftung wegen der politischen 
Aktivitäten seines Vaters als Mitglied der ONEG klar ins Zentrum sei-
ner Vorbringen rückte,

dass er in der Beschwerde anfügt, nebst der Verfolgung als Stammhal-
ter werde er auch der Mithilfe beim Verteilen von Material der ONEG 
verdächtigt und laufe deswegen Gefahr, politisch verfolgt und gefangen 
genommen zu werden,

dass indes mit Bezug auf diese Hauptbestandteile der Asylbegründung 
in  den Akten zahlreiche Anhaltspunkte zu erkennen sind,  die es als 
kaum denkbar erscheinen lassen, das Behauptete habe sich tatsäch-
lich so zugetragen,

dass der Beschwerdeführer mit seinen diesbezüglichen Aussagen die 
Voraussetzungen des Glaubhaftmachens nicht zu erfüllen vermag,

dass es bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit um eine Gesamtbeurtei-
lung aller  für  und gegen den Asylsuchenden sprechenden Elemente 
geht  und  glaubhaft  eine  Sachverhaltsdarstellung  nur  dann  ist,  wenn 
bei einer objektivierten Sichtweise die positiven Elemente überwiegen 
und die Behörde somit das Vorhandensein der Flüchtlingseigenschaft 

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mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält  (vgl.  Art. 7 
Abs. 2 und 3 AsylG; EMARK 2005 Nr. 7 E. 6 S. 64 ff., EMARK Nr. 21 
E. 6.1. S. 190 f., EMARK 1996 Nr. 27 E. 3c.aa S. 263 f., EMARK Nr. 28 
E. 3a S. 270),

dass der Beschwerdeführer eingestandenermassen am 15. Juli  2003 
erstmals  nach  Deutschland  einreiste,  dort  am  2. Dezember  2003  in 
dem  von  ihm  angestrengten  Asylverfahren  einen  ablehnenden  Be-
scheid  erhielt,  am  15. März  2004  letztmals  in  Erscheinung  trat  und 
seither  bei  den  deutschen  Behörden  als  fortgezogen  oder  unterge-
taucht gilt,

dass demnach seine Darstellung, wonach sein Vater am 16. Nehasie 
1995 verhaftet worden sei und er selber am nächsten Tag sowie - auf 
eine schriftliche Vorladung hin -  wiederum rund zwei  Wochen später 
auf dem Polizeiposten seines Quartiers vorgesprochen habe und dabei 
mit  Haft  bedroht worden sei,  nicht den Tatsachen entsprechen kann, 
weil diese Ereignisse in einen Zeitraum fallen würden, in dem er sich 
in Deutschland aufhielt,

dass der Einwand in der Beschwerde, wonach der 16. Nehasie 1995 
entgegen der Feststellung des BFM nicht dem 22. August 2003, son-
dern dem 22. August 2002 entspreche, weil das Jahr 1995 nach äthio-
pischer Zeitrechnung mit dem Jahr 2002 und nicht mit dem Jahr 2003 
korrespondiere, zu keiner anderen Einschätzung führt,

dass der 16. Nehasie 1995 im äthiopischen Kalender sehr wohl dem 
22. August 2003 im gregorianischen Kalender entspricht,

dass im Übrigen - was der Beschwerdeführer zu verkennen scheint - 
das Kalenderjahr in der äthiopischen Zeitrechnung übertragen auf den 
gregorianischen  Kalender  nicht  etwa  am  1.  Januar,  sondern  am 
11. oder 12. September beginnt,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb sich die Ablehnung seines Asylgesuchs durch das BFM als kor-
rekt erweist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-

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willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der 
Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [Europäische  Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-
konvention,  FK,  SR 0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5 
Abs. 1  AsylG sowie  Art.  25  Abs. 2  und 3  der  Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
zulässig ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  gar  nicht  zum  Tragen 
kommt,

dass in Berücksichtigung der zur Hauptsache unglaubhaften Gesuchs-
begründung  auch  das Bestehen einer  tatsächlichen  Gefahr,  auf  den 
Beschwerdeführer  könnte  durch  Repräsentanten  des  äthiopischen 
Staates  oder  durch  Zivilpersonen  in  Art. 3  EMRK  zuwiderlaufender 
Weise psychischer oder physischer Zwang ausgeübt werden, zu ver-
neinen ist,

dass sich alleine aus der generellen Menschenrechtssituation in Äthio-
pien kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedri-
gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt,

dass selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Menschenrechts-
lage nämlich noch nicht für die Annahme einer drohenden Verletzung 

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von Art. 3 EMRK genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122, mit 
zahlreichen Hinweisen),

dass in den Akten auch keine Anhaltspunkte für die Annahme beste-
hen, der Beschwerdeführer würde im Falle einer Rückführung als Fol-
ge  der  in  Äthiopien herrschenden allgemeinen  Sicherheitslage einer 
konkreten Gefährdung ausgesetzt,

dass mit Bezug auf Äthiopien von einer Situation unkontrollierter Ge-
walt, die sich über das ganze Staatsgebiet oder weite Teile desselben 
erstrecken würde, nicht gesprochen werden kann,

dass eine gänzlich unsichere, von bewaffneten Konflikten oder jeder-
zeit drohenden Unruhen geprägte Lage, aufgrund derer der Beschwer-
deführer sich bei einer Rückkehr unweigerlich einer konkreten Gefähr-
dung ausgesetzt  sehen würde, namentlich im Gebiet  der Hauptstadt 
Addis Abeba nicht besteht,

dass ebenso wenig darauf hindeutet, der Beschwerdeführer geriete im 
Falle der Rückkehr in die Heimat aus individuellen Gründen wirtschaft-
licher, sozialer oder gesundheitlicher Natur in eine existenzbedrohen-
de Situation,

dass er  den Akten zufolge keine gesundheitlichen Beschwerden be-
klagt (act. 9/30, 19), in seiner Heimat als Küchengehilfe tätig war und 
auch hierzulande im Gastgewerbe Berufserfahrung sammeln konnte,

dass sich seine Angaben zum Schicksal seiner Eltern als unglaubhaft 
erwiesen und keine plausiblen Hinweise darauf bestehen, er verfüge in 
Addis  Abeba,  wo er  von seiner  Geburt  bis  zur  Ausreise  gelebt  hat, 
nicht über Ansprechpersonen, an die er sich in der ersten Phase nach 
der Rückkehr im Bedarfsfall wenden könnte,

dass deshalb davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer bringe alle 
Voraussetzungen mit, um in seiner Heimat wieder Fuss zu fassen und 
aus eigenen Kräften ein Auskommen zu finden,

dass angesichts dessen der Vollzug der Wegweisung des Beschwer-
deführers als zumutbar zu bezeichnen ist,

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers nach Ähtio-
pien  auch  möglich  ist,  da  keine  praktischen  Hindernisse  erkennbar 
sind, die einer Rückkehr entgegenstehen könnten,

dass in der Beschwerde als zusätzliche Argumente für die beantragte 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme unter Vorlage mehrerer Arbeits-
zeugnisse und  einer  Kursbestätigung  der  bald  fünfjährige  Aufenthalt 
des Beschwerdeführers in der Schweiz, dessen Reputation als zuver-
lässiger und beliebter  Arbeiter  sowie dessen zusehends besser wer-
dende Sprachkenntnisse geltend gemacht werden,

dass die vormals für die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme wegen 
schwerwiegender  persönlicher  Notlage  -  und  damit  unter  anderem 
auch für die Gewichtung der Integration in der Schweiz - massgeben-
den Bestimmungen von Art. 44 Abs. 3-5 AsylG (in der Fassung vom 
26.  Juni  1998)  und  Art.  14a  Abs.  4bis des  Bundesgesetzes  vom 
26. März  1931  über  Aufenthalt  und  Niederlassung  der  Ausländer 
(ANAG, BS 1 121) auf den 1. Januar 2007 aufgehoben worden sind,

dass es seither an einer gesetzlichen Grundlage fehlt, welche es er-
möglichen würde,  der fortgeschrittenen Integration einer asylsuchen-
den Person durch Anordnung der vorläufigen Aufnahme im Sinne von 
Art. 83 Abs. 1 AuG Rechnung zu tragen,

dass somit die Voraussetzungen für die vorläufige Aufnahme des Be-
schwerdeführers  in  der  Schweiz  nicht  erfüllt  sind  und der  vom BFM 
verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  die angefochtene Verfügung,  da diese weder  Bundesrecht  ver-
letzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von 
der Vorinstanz richtig und vollständig festgestellt  wurde (vgl. Art. 106 
AsylG), zu bestätigen und die Beschwerde daher abzuweisen ist, so-
weit auf diese einzutreten ist,

dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens die gesamten Kosten von 
Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1, 2 und 3 Bst. a des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, SR 173.320.2])  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG),

dass die Kosten mit dem am 4. Dezember 2008 in dieser Höhe geleis-
teten Vorschuss zu verrechnen sind.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie werden mit dem am 4. Dezember 2008 geleisteten Kos-
tenvorschuss von Fr. 600.-- verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Martin Maeder

Versand: 

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