# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 923aa44d-b5a5-5070-9fbe-0305f0513105
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-31
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 31.08.2010 B-4719/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-4719-2010_2010-08-31.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-4719/2010
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  3 1 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter David Aschmann (Vorsitz), 
Richterin Vera Marantelli, Richter Francesco Brentani, 
Gerichtsschreiber Philipp J. Dannacher.

Stesag AG, Güterstrasse 1, 4654 Lostorf,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössisches Amt für das Handelsregister,
Bundesrain 20, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Verfügung vom 31. Mai 2010 betreffend Firmenänderung 
(Stes AG).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-4719/2010

Sachverhalt:

A.
Die 1989 gegründete Beschwerdeführerin mit Sitz in Lostorf SO wurde 
am 14. Februar 1989 unter der Firma  Stesag  im Handelsregister des 
Kantons Solothurn eingetragen.

B.
Am 23. August 2005 wurde in Basel die STE'S AG gegründet. Ihr Ein-
trag ins Handelsregister des Kantons Basel-Stadt wurde im Schweize-
rischen  Handelsamtsblatt  ("SHAB")  vom 31.  August  2005  veröffent-
licht.

C.
Am 1. Januar 2008 ist die heutige Fassung von Art. 950 des Bundes -
gesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetz-
buches (Fünfter Teil: Obligationenrecht) vom 30. März 1911 in Kraft ge-
treten. In der Firma von Aktien- und anderen Gesellschaften muss da-
nach neu die Rechtsform angegeben werden. Nach Art. 2 Abs. 4 der 
zugleich  erlassenen  Übergangsbestimmungen  ("ÜbBest  OR")  hatten 
betroffene  Gesellschaften  zwei  Jahre  Zeit  um  ihre  Firmen  entspre-
chend anzupassen.

D.
Am 7. Januar 2010 verfügte das Handelsregisteramt des Kantons So-
lothurn die Änderung der Firma der Beschwerdeführerin in Stesag AG, 
da die Beschwerdeführerin diese noch nicht an die neue Bestimmung 
angepasst hatte. Die Firmenänderung wurde am 13. Januar 2010 im 
SHAB publiziert.

E.
Am 3. Mai 2010 meldete die Beschwerdeführerin beim Handelsregis-
teramt des Kantons Solothurn an, ihre Firma in stes ag zu ändern.

F.
Mit Schreiben vom 4. Mai 2010 beanstandete die Vorinstanz diese Fir -
menänderung, da die neue Firma mit derjenigen der STE'S AG iden-
tisch wäre.

G.
Mit  E-mail-Nachricht  vom  6. Mai  2010  hielt  die  Beschwerdeführerin 
und mit Schreiben vom 12. Mai 2010 die Vorinstanz an ihren abwei-

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chenden Rechtsauffassungen fest. Die Beschwerdeführerin führte zur 
Begründung aus, die jüngere Firma der STE'S AG, Basel,  und nicht 
ihre ältere Firma hätte bei der Eintragung beanstandet werden müs-
sen, wenn zwischen ihnen Identität bestehe. Die Vorinstanz entgegne-
te, zwischen der damaligen Firma "Stesag" und "STE'S" habe keine 
Identität bestanden. Mit Schreiben vom 18. Mai 2010 ersuchte die Be-
schwerdeführerin erneut um Genehmigung der Firmenänderung.

H.
Mit Verfügung vom 31. Mai 2010 verweigerte die Vorinstanz dem Ta-
gesregistereintrag  des  Handelsregisteramts  des  Kantons  Solothurn 
vom 3. Mai 2010 die Genehmigung.

I.
Am 29. Juni 2010 erhob die Beschwerdeführerin gegen diese Verfü-
gung Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Sie machte gel-
tend, dass ihre Rechtsform schon in ihrer ursprünglichen Firma  Ste-
sag erkennbar gewesen sei, weshalb sie sich zu ihrer Änderung nicht 
veranlasst gesehen habe. Die Vorinstanz nehme zu Unrecht an, dass 
die Beschwerdeführerin die Weisungen für die Firmenidentität verletzt 
habe, indem sie ihre Firma von  Stesag AG zu  stes ag ändern wollte, 
denn tatsächlich habe sie eine Änderung von Stesag zu stes ag bean-
tragt, wie sie ihr auch bei ihrer Tochtergesellschaft Stebag zu steb ag 
bewilligt  worden war. Im Jahre 2005 hätte die Firma STE'S AG nicht 
bewilligt werden dürfen, da sie gegen die in der angefochtenen Verfü-
gung aufgezählten  Kriterien  verstiess,  in  der  Aussprache beider  Fir-
men keine und in der Schreibweise nur geringe Unterschiede festzu-
stellen seien.

J.
Mit Vernehmlassung vom 21. Juli 2010 beantragte die Vorinstanz, die 
Beschwerde abzuweisen. Nach ständiger Praxis würden bei der Über-
prüfung neuer Firmen auf ihre Identität mit eingetragenen Firmen ge-
wisse geringfügige Unterschiede nicht berücksichtigt, da sie nicht ein -
prägsam seien. Hierzu gehörten namentlich Interpunktionszeichen, die 
Gross-  und  Kleinschreibung  sowie  der  Rechtsformzusatz.  Würden 
diese ausser Acht gelassen, seien die Firmen stes ag und STE'S AG 
identisch. Demgegenüber hätten die Firmen im Jahr 2005 Stesag AG 
und STE'S AG gelautet, weshalb damals noch keine Identität bestan-
den habe. Ob die Eintragung der STE'S AG in den Schutzbereich der  
Firma  der  Beschwerdeführerin  eingegriffen  habe,  könne  im  Verwal-

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tungsverfahren nicht geprüft werden und müsste vor einem Zivilgericht 
geltend gemacht werden.

K.
Eine Parteiverhandlung wurde nicht durchgeführt.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht  ist  zur  Beurteilung von Beschwerden 
gegen Verfügungen der Vorinstanz zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32]; Art. 33 Abs. 4 der Handelsregisterverordnung vom 17. Ok-
tober 2007 [HRegV, SR 221.411]). Die Beschwerde wurde innert  der 
gesetzlichen Frist von Art. 50 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021) eingereicht und der 
verlangte Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet. Als Adressatin ist die 
Beschwerdeführerin durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und beschwert. Auf die Beschwerde ist darum einzutreten.

2.
Die Beschwerdeführerin beantragt sinngemäss, die angefochtene Ver-
fügung sei aufzuheben und die beantragte Firmenänderung zu bewilli-
gen. Dieser  Beschwerdeantrag ist  zulässig. Allerdings ist  das  vorlie-
gende Beschwerdeverfahren auf den Gegenstand der angefochtenen 
Verfügung beschränkt. Von der Vorinstanz nicht geprüfte Fragen gehö-
ren nicht ins Beschwerdeverfahren (Grundsatz der Einheit des Verfah-
rens, vgl. BGE 134 V 311 E. 3.3.1, BGE 133 V 191 E. 4.2, BGE 117 Ib 
414 E. 1d). Soweit die Beschwerdeführerin mit der Beschwerdebegrün-
dung zugleich  die  Anordnung des Handelsregisteramts  des Kantons 
Solothurn zur Änderung ihrer Firma von Stesag zu Stesag AG vom 7. 
Januar 2010 und die Genehmigung der Firma der STE'S AG, Basel, 
aus  dem  Jahre  2005  rügt,  ist  ihre  Kritik  im  vorliegenden  Verfahren 
nicht zu prüfen. Allfällige Beschwerdefristen gegen jene Anordnungen 
sind  unbenutzt  abgelaufen  und  jene  Verfügungen  in  Rechtskraft  er-
wachsen. Wie  die  Vorinstanz  zutreffend  erwähnt,  kann  sich  die  Be-
schwerdeführerin  vor  dem Bundesverwaltungsgericht  auch  nicht  auf 
ein allfälliges Recht aus Firmenschutz nach Art. 956 Abs. 2 OR gegen-
über der STE'S AG, Basel,  berufen. Dieses hätte sie gegebenenfalls 
vor dem Zivilrichter geltend zu machen (Urteil des Bundesgerichts Nr. 

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4A.8/1998 vom 11. September 1998, publiziert in sic! 1999 S. 44 E. 4a 
Canal  Alpha  Plus; ARTHUR MEIER-HAYOZ/PETER FORSTMOSER,  Schweizeri-
sches Gesellschaftsrecht, 10. Aufl. Bern 2007, § 6 N. 44 ff., MARTINA AL-
TENPOHL, in: Heinrich Honsell/Nedim Peter Vogt/Rolf Watter [Hrsg.]), Ob-
ligationenrecht II, Art. 530-1186 OR, 3. Aufl. Basel 2008, Art. 956, N. 
10 ff.).

3.

3.1 Die Firmen der Aktiengesellschaften (AG), der GmbH und der Ge-
nossenschaften müssen sich von allen in der Schweiz bereits einge-
tragenen Firmen anderer Gesellschaften mit einer solchen Rechtsform 
deutlich unterscheiden (Art. 951 Abs. 2 OR). Während gleichlautende 
Einzelfirmen nur am selben Ort untersagt sind (Art. 946 Abs. 1 OR), 
gilt  das  Verbot  gleichlautender  Firmen  für  Kapitalgesellschaften  wie 
die AG für das ganze Gebiet der Schweiz.

Dieses Verbot  gleichlautender  Firmen liegt  im öffentlichen Interesse, 
das als Grundsatz die Identifizier- und Unverwechselbarkeit der Firma 
erheischt.  Das  Handelsregister  wahrt  damit  das  Vertrauen  der  Ver-
kehrsteilnehmenden, aus ihm Klarheit über die für den Geschäftsver-
kehr  grundlegenden und wesentlichen Tatsachen und Rechtsverhält-
nisse zu gewinnen. Eines zusätzlichen, privaten Interesses der betrof-
fenen  Gesellschaft  bedarf  es  nicht  (MEIER-HAYOZ/FORSTMOSER,  a.a.O., 
S. 157; CHRISTIAN HILTI, Firmenrecht, in: Roland von Büren/Lucas David, 
Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht SIWR, Band 
II/2, 2. Aufl. Basel 2005, S. 37,  HANS-UELI VOGT, Der öffentliche Glaube 
des Handelsregisters, Diss. Zürich 2003, S. 77 ff.). Im selben Interesse 
wurde mit Gesetzesrevision vom 3. Oktober 2003 auch eine Identifika-
tionsnummer  aller  eingetragenen  Unternehmen  eingeführt,  die  bei 
Umwandlung der  Rechtsform und bei  Firmen-  und Namensänderun-
gen unverändert  bleibt  (Art. 936a Abs. 1 und 2 OR). Neben diesem 
Verbot gleichlautender Firmen enthält das Gesetz auch Bestimmungen 
über die Ausschliesslichkeit eingetragener Firmen im privaten Interes-
se der betroffenen Gesellschaft (z.B. Art. 946 Abs. 3, Art. 946 Abs. 1-3, 
Art. 956 Abs. 1-2 OR).

3.2 Die Prüfungsbefugnis der Handelsregisterbehörden ist zweigeteilt.  
Grundsätzlich  müssen  sie  zwar  prüfen,  ob  die  im  OR  und  in  der 
HRegV genannten Voraussetzungen erfüllt sind, bevor sie eine Eintra-
gung vornehmen (Art. 28 Satz 1 und Art. 32 Abs. 3 HRegV). Doch be-
schränken die bundesgerichtliche Rechtsprechung und die Lehre die 

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volle Prüfungskognition auf formelle und registerrechtliche Vorausset-
zungen. Bei materiellrechtlichen Voraussetzungen lassen sie dagegen 
eine Überprüfung auf offensichtliche und unzweideutige Verletzungen 
von zwingenden Bestimmungen genügen (Urteile des Bundesgerichts 
Nr.  4A_24/2007  vom  22.  Juni  2007,  E.  2.2,  Nr.  4C.317/1996  vom 
13. Mai  1997, E. 2a; BGE 121 III  371 E. 2a;  MEIER-HAYOZ/FORSTMOSER, 
a.a.O., S. 151 f.,  MARTIN K. ECKERT, in: Honsell/Vogt/Watter, a.a.O., Art. 
940, N. 1). Eine Ausnahme davon macht Art. 955 OR, der die Handels-
registerbehörden  von  Amtes  wegen  verpflichtet,  die  Beteiligten  zur 
Wahrung ("Beobachtung") der Bestimmungen über die Firmenbildung 
anzuhalten, so dass sie materielle Bestimmungen über die Firmenbil -
dung,  namentlich  das Täuschungsverbot,  mit  voller  Kognition  prüfen 
müssen. Zu diesen Bestimmungen über die "Firmenbildung" zählt zwar 
das Verbot gleichlautender Firmen (vgl. E. 3.1), nicht aber die Prüfung 
der Verwechslungsgefahr zwischen Firmen im Sinne von Art. 956 Abs. 
2 OR: Selbst gegen Firmen, die offensichtlich mit bereits bestehenden 
Firmen verwechselbar sind, haben Registerführer nicht von Amtes we-
gen einzuschreiten, sondern hat sich das betroffene Unternehmen an 
das Zivilgericht zu wenden (BGE 123 III 226 E. 4b, BGE 101 Ib 366 
E. 5; ALTENPOHL, a.a.O., Art. 955, N. 2; HILTI, a.a.O., S. 38; vgl. E. 2 vor-
stehend).

3.3 Zur Ausübung dieser vollen Prüfungspflicht im Bereich der Firmen-
bildung hat die Vorinstanz die Weisung an die Handelsregisterbehör-
den für die Prüfung von Firmen und Namen vom 1. April 2009  sowie 
die Interne Weisung zur Prüfung der Firmenidentität vom 1. Mai 2009 
(veröffentlicht  unter:  http://www.bj.admin.ch/bj/de/home/themen/wirt-
schaft/handelsregister/rechtliche_grundlagen.html) erlassen. Diese ha-
ben zwar keine Gesetzeskraft und sind nur an die kantonalen Handels -
registerämter bzw. die Mitarbeitenden der Vorinstanz und nicht an die 
einzelnen Gesellschaften gerichtet. Nach der Rechtsprechung ist den-
noch nicht ohne Not von ihnen abzuweichen, soweit sie eine langjähri-
ge, rechtsgleiche Praxis der Handelsregisterbehörden kodifizieren (Ur-
teil des Bundesgerichts Nr. 4A.8/1998 vom 11. September 1998, publi-
ziert in sic! 1999 S. 44 E. 4a Canal Alpha Plus).

4.
Im  vorliegenden  Fall  hat  die  Beschwerdeführerin  beim  zuständigen 
kantonalen Handelsregisteramt eine Firmenänderung angemeldet, die 
der vollen Überprüfung durch die Vorinstanz unterliegt. Im Verfügungs-
zeitpunkt  lautete  die  Firma  der  Beschwerdeführerin  Stesag  AG,  die 
neue Firma stes ag. Die Vorinstanz war demgegenüber nicht gehalten, 

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und auch gar nicht befugt, von Amtes wegen das Bestehen einer allfäl -
ligen Verwechslungsgefahr dieser neuen Firma mit im Handelsregister 
bereits eingetragenen Firmen zu überprüfen (Regel 7 der Weisungen 
zur  Firmenidentität;  vgl.  E.  3.2  vorstehend).  Das  Argument  der  Be-
schwerdeführerin, die Vorinstanz hätte ihr ein Vorrecht gegenüber der 
später eingetragenen STE'S AG in Basel einräumen müssen, verfängt 
darum nicht.

Nach Regel 12 ff. der Weisungen zur Firmenidentität bleiben bei der 
Beurteilung der Firmenidentität gewisse Unterschiede in der Schreib-
weise der  zu  vergleichenden Zeichen ausser  Acht,  da  sie  zu  wenig 
einprägsam sind. Hierzu zählen Interpunktionszeichen, wie der in der 
Firma  STE'S AG  enthaltene Apostroph,  sowie die Gross- und Klein-
schreibung. Massgeblich  ist  allerdings  der  Gesamteindruck,  den  die 
fraglichen Firmenbezeichnungen beim Betrachter erzeugen (Regel 10 
der  Weisungen  zur  Firmenidentität).  Unter  praxisgemässer  Ausser-
achtlassung des Apostrophs und der Gross- und Kleinschreibung be-
urteilte die Vorinstanz die Firmen STE'S AG und stes ag als identisch. 
Die Beschwerdeführerin legt nicht dar, weshalb diese Regeln im vor-
liegenden Fall im Gesamteindruck der beiden Firmen nicht zur Anwen-
dung gelangen sollten oder aus welchen anderen Gründen keine Iden-
tität zwischen den Firmen zu bejahen sei. Obwohl die eine Firma aus-
schliesslich  Gross-  und  die  andere  ausschliesslich  Kleinschreibung 
verwendet, ist die Gefahr einer Täuschung des Verkehrs aufgrund der 
identischen  Buchstabenfolgen  und  gleichen  Aussprache  der  beiden 
Firmen  sowie  angesichts  der  oft  uneinheitlichen  Anwendung  von 
Gross- und Kleinschreibung im Geschäftsverkehr (HILTI, a.a.O., S. 36) 
zu  bejahen.  Die  Beschwerdeführerin  bestätigt  dies  implizit  selbst, 
wenn sie in ihrer Beschwerde vorbringt, dass die Firma STE'S AG ge-
gen die in der angefochtenen Verfügung aufgezählten Punkte verstos-
se.

5.
Die Beschwerdeführerin verkennt den Begriff der Identität von Firmen 
im Sinne von Art. 951 Abs. 2 OR, wenn sie ausführt, zwischen der frü-
heren Firma Stebag ihrer Tochtergesellschaft und ihrer heutigen Firma 
steb ag habe Firmenidentität bestanden. Massgeblich für die Zurück-
weisung im vorliegenden Fall ist die Identität im rechtlichen Sinne zwi-
schen stes ag und STE'S AG. Dass im Fall der Tochtergesellschaft kei-
ne gleichlautende Firma eingetragen war,  führte  zur  Bewilligung der 
Firmenänderung im dortigen Fall.

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6.
Die Beschwerde ist  darum abzuweisen. Bei diesem Ausgang hat die 
unterliegende Beschwerdeführerin die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz hat keinen An-
spruch auf  Parteientschädigung (Art. 7  Abs. 3  des Reglements vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.-  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.- ver-
rechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)
- das  Eidgenössische  Justiz-  und  Polizeidepartement  (Gerichts-

urkunde)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

David Aschmann Philipp J. Dannacher

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14 Beschwerde in Zivilsachen geführt 
werden (Art. 72 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. 
Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtsspra-
che abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführen-
de Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 2. September 2010

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