# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ba49903e-1b56-5589-bebf-1b3ea07e5165
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.05.2024 725 23 356 / 126 (725 2023 356 / 126)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-23-356---126_2024-05-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 30. Mai 2024 (725 23 356 / 126) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Expertenstreit bei der Beurteilung der Unfallkausalität eines Knorpelschadens am Knie; 

unterschiedliche Interpretation der MRI-Bildgebung; Rückweisung zur Einholung einer 

Expertise von einem unabhängigen Kniespezialisten 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kan-

tonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin i.V. Noëmi  
Hässle 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Rechts-
dienst Personenschaden, Bundesgasse 35, 3011 Bern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Barbara Künzi, Fürsprecherin, Thunstrasse 
84, Postfach 31, 3074 Muri b. Bern 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
A.a Die 1968 geborene A.____ arbeitete bei der B.____GmbH und war dadurch bei der 
Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (Mobiliar) gegen die Folgen von Berufs- 
und Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung verunfallte A.____ am 15. Februar 
2016, als sie mit dem Fahrrad über die Tramgeleise fuhr, ins Gleis rutschte und stürzte. Dabei 

 

 
 
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erlitt sie eine Verletzung am rechten Knie. Die Mobiliar anerkannte ihre Leistungspflicht und er-
brachte die gesetzlichen Leistungen. Nach Durchführung einer konservativen Behandlung bis 
zum 23. November 2016 erfolgte deren Beendigung nach Abschluss der Physiotherapie.  
 
A.b Am 12. Mai 2017 erlitt A.____ ein Distorsionstrauma mit seither bestehenden belas-
tungsabhängigen medialen Knieschmerzen rechts ohne Instabilitätsgefühl. Es folgte erneut eine 
konservative Behandlung des rechten Kniegelenkes mittels selbstständigen Kraftaufbautrainings 
und Physiotherapie.  
 
A.c Gemäss Rückfallmeldung der Arbeitgeberin vom 26. April 2022 verspürte A.____ am 
6. April 2022 beim Bowlingspielen einen plötzlichen Schmerz im rechten Knie, woraufhin sie über 
persistierende Schmerzen und eine Beweglichkeitseinschränkung klagte.  
 
A.d Mit Verfügung vom 25. Oktober 2022 verneinte die Mobiliar einen Rückfall und stellte die 
Leistungen rückwirkend per 1. November 2016 ein. Daran hielt sie auch auf Einsprache von 
A.____ vom 7. November 2022 sowie der Krankenversicherungsagentur C.____ vom 22. Dezem-
ber 2022 hin mit Entscheid vom 12. Oktober 2023 fest. 
 
B. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 12. November 2023 Beschwerde beim Kan-
tonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie bean-
tragte, der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 12. Oktober 2023 sei aufzuheben 
und es sei diese zu verpflichten, die Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung auch 
für die Behandlungen nach dem 30. Oktober 2016 zu erbringen. Die Beschwerdegegnerin sei 
zudem zur Übernahme sämtlicher Kosten für die Erstellung der umfassenden medizinischen Be-
urteilungen sowie die Beratungen durch Dr. med. D.____, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
(FMH), gemäss den vorgelegten Rechnungen zu verpflichten; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begrün-
dung führte sie im Wesentlichen aus, dass der versicherungsinternen medizinischen Beurteilung, 
auf welche sich der leistungseinstellende Entscheid der Beschwerdegegnerin stütze, keine Be-
weiskraft zukomme. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Oktober 2023 schloss die Mobiliar, vertreten durch Für-
sprecherin Barbara Künzi-Egli, auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 25. Januar 2024 wurde die Angele-
genheit der Dreierkammer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversiche-
rung (UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Ein-

 

 
 
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spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und 
formgerecht erhobene – Beschwerde der Versicherten vom 24. Mai 2023 ist demnach einzutre-
ten.  
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Versicherte über den 31. Oktober 2016 hinaus Anspruch 
auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung hat. Massgebend ist der Sachverhalt, 
wie er sich bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 12. Oktober 2023 ent-
wickelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entspre-
chend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten 
Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit 
dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu min-
destens 10 Prozent invalid ist, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters 
ereignet hat. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet 
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge-
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen da-
hin (Art. 19 Abs. 1 UVG).  
 
4.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt – unter anderem – vo-
raus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Ar-
beitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und adäquater Kausalzusam-
menhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen-
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetre-
ten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammen-
hangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

 

 
 
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Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen 
die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis 
mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesund-
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigen-
den Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, 
ist eine Tatfrage, zu deren Beantwortung die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder 
im Streitfall das Gericht – auf ärztliche Erkenntnisse angewiesen ist. Für den Nachweis des na-
türlichen Kausalzusammenhangs genügt der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt 
für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürli-
che und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch 
und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 
ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (Kranken- und Unfallversicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 
1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der 
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 
V 109 E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Da es sich um eine anspruchsaufhebende Tat-
frage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na-
türlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver-
sicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 mit Hinweisen). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entschei-
dend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung 
verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das 
Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 
zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wich-
tige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen).  

 

 
 
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5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) wie alle anderen 
Beweismittel frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge-
mäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unab-
hängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg-
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Ins-
besondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 
erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 
auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes 
eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 
125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). 
 
5.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit der 
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach ein 
Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Diesen Berichten 
kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber 
soweit zu berücksichtigen, als nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer Schlussfolgerungen 
bestehen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
6.1 Für die Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts sind im Wesentlichen folgende Be-
richte von Relevanz: 
 
6.2 Die Beschwerdeführerin suchte aufgrund ihres Sturzes mit dem Fahrrad vom 15. Feb-
ruar 2016 nach ihrer Erstvorstellung bei Dr. med. E.____, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, 
die Klinik F.____ auf. Dr. med. G.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, Klinik F.____, diagnostizierte am 22. Februar 2016 den Verdacht auf 
eine Innenmeniskusläsion rechts. Es erfolgte am 22. Februar 2016 eine Röntgenuntersuchung 
des rechten Knies durch PD Dr. med. H.____, Facharzt für Radiologie. Bei der klinischen Unter-
suchung zeigte sich ein moderater Erguss im Bereich des rechten Kniegelenkes, eine einge-
schränkte Beweglichkeit, eine stabile Seitenbandführung, eine positive vordere Schublade und 
ein positiver Lachman-Test mit festem Anschlag sowie deutlich positive Meniskuszeichen für den 

 

 
 
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Innenmeniskus. Die periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität (pDMS) war intakt. Zudem 
lagen Zeichen einer medialen Gonarthrose mit verschmälertem Gelenkspalt, medialseitig, vor.    
 
6.3 Am 24. Februar 2016 erfolgte eine Magnetresonanztomographie(MRT)-Untersuchung 
des rechten Knies in der Klinik F.____. Dabei wurden von PD Dr. H.____ eine vollständige hintere 
Kreuzbandläsion, ein Verdacht auf eine Zerrung des vorderen Kreuzbandes (femoraler Ansatz), 
eine Ruptur des medialen Kollateralbandes, ein markantes subchondrales Kontusionsödem an 
der posterioren Zirkumferenz des lateralen Femurkondylus sowie ein intraartikulärer Erguss fest-
gestellt. Der hyaline Gelenkknorpel im medialen femorotibialen Gelenk sowie der hyaline Gelenk-
knorpel lateralseitig waren intakt. 
 
6.4 In der Folge fanden Nachkontrollen bei Dr. G.____ statt. Eine Operation wurde nicht als 
indiziert erachtet und es wurde eine konservative Behandlung mit reduzierter Belastung und Phy-
siotherapie verordnet. Die Versicherte beklagte sich jedoch vermehrt über Schmerzen und über 
eine eingeschränkte Beweglichkeit des Knies (vgl. Konsultationsberichte der Klinik F.____ vom 
4. März 2016, 24. März 2016, 27. April 2016, 25. Mai 2016 und 28. Juli 2016). Auch im Konsulta-
tionsbericht vom 29. September 2016 hielt Dr. G.____ fest, dass die Versicherte nach wie vor 
nicht knien und in die Hocke gehen könne und teilweise einen stechenden Schmerz ventralseits 
und posterolateralseits verspüre, jedoch kein Instabilitätsgefühl vorliege.  
 
6.5 Im Konsultationsbericht vom 23. November 2016 hielt Dr. G.____ fest, dass sich in klei-
nen Schritten eine Besserung einstelle. Im Anschluss an die Therapie sei die Streckung vollstän-
dig möglich. Auch bestehe kein Instabilitätsgefühl. Nach der Neuraltherapie sei keinerlei Besse-
rung der Beschwerden verspürt worden. Weiter stellte Dr. G.____ keinen Erguss mehr fest, ein 
leichtes Streckdefizit, medial und lateral stabil eine minimale hintere Schublade, eine schlecht 
verschiebliche Patella sowie eine Druckdolenz posterolateral sowie anteromedial. Nach Beendi-
gung der Physiotherapie erfolgte der Abschluss der Behandlung.  
 
6.6 Nachdem die Versicherte am 12. Mai 2017 ein Distorsionstrauma des rechten Kniege-
lenks erlitten hatte, beklagte sie bestehende belastungsabhängige mediale Knieschmerzen 
rechts, teilweise von stechendem Charakter und einklemmendem Gefühl, aber ohne Instabilitäts-
gefühl. Dr. G.____ hielt am 8. Juni 2017 als Befund einen Erguss im rechten Knie, eine Druckdo-
lenz im medialen Gelenkspalt und eine minimale hintere Schublade fest. Es lägen positive, me-
diale Meniskuszeichen, medial in 30° Flexion leicht aufklappbar, schmerzfrei und in der Extension 
stabil, vor.  
 
6.7 Da Dr. G.____ eine mediale Meniskusläsion nicht ganz ausschliessen konnte, führte Dr. 
med. I.____, Facharzt für Radiologie, Klinik F.____, am 21. Juni 2017 ein MRT durch. Er stellte 
einen mässig voluminösen Kniegelenkserguss, eine degenerative Chondropathie Grad II bis 
Grad IV retropatellär und Grad III am Sulcus trochlae, eine initiale degenerative Chondropathie 
medial femorotibial (Grad II), jedoch keine Meniskusschädigung und intakte Kreuzbänder fest.  
 
6.8 Nachdem die Versicherte am 6. April 2022 beim Bowlingspielen einen plötzlichen 
Schmerz im rechten Knie und eine Beweglichkeitseinschränkung verspürt hatte, stellte sie sich 

 

 
 
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am 28. April 2022 erneut bei Dr. G.____ vor. Dieser hielt einen leichten Erguss und eine etwas 
eingeschränkte Beweglichkeit fest. Die Seitenbänder und Kreuzbänder seien stabil, der Lach-
man-Test negativ und die Meniskuszeichen in Bauchlage positiv. Es bestehe eine Druckdolenz 
im medialen Gelenkspalt und retropatellär.  
 
6.9 Aufgrund von Hinweisen auf eine Meniskusläsion wurde am 5. Mai 2022 von 
Dr. med. J.____, Fachärztin für Radiologie, Klinik F.____, eine MRT durchgeführt. Sie stellte fest, 
dass keine frischen Frakturen und keine Läsion des vorderen Kreuzbandes (VKB) bestehen wür-
den, jedoch ein mässiger Gelenkserguss und ein neues, fraglich postkontusionelles Knochen-
marksödem am medialen Tibiaplateau. Zudem stellte sie eine progrediente Chondropathie in al-
len Gelenkkompartimenten, aktuell entsprechend Grad III medial und lateral, Grad IV femoropa-
tellär sowie eine progrediente Degeneration/Partialruptur an der dorsalen inferioren Wurzel des 
lateralen Meniskus fest.  
 
6.10 In ihrer Beurteilung vom 26. Mai 2022 stellte die Vertrauensärztin der Beschwerdegeg-
nerin, Dr. med. K.____, Fachärztin für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Orthopädische 
Rheumatologie/Rheumachirurgie, die Diagnose einer Kontusion des rechten Kniegelenkes mit 
hinterer Kreuzbandläsion sowie den Verdacht auf Zerrung des vorderen Kreuzbandes und Ruptur 
des medialen Seitenbandes. Weiter hielt sie fest, dass eine mittelgradige mediale Gonarthrose 
rechts mit zweit- bis drittgradiger retropatellarer Chondromalazie vorbestehend sei. Die gesund-
heitlichen Störungen würden überwiegend wahrscheinlich auf das eingangs erwähnte Ereignis 
(Velosturz vom 15. Februar 2016) zurückgehen. Der Status quo sine sei sodann per 30. Oktober 
2016 erreicht worden. In der MRT des rechten Kniegelenkes vom 5. Mai 2022 hätten sich das 
vordere und hintere Kreuzband regelrecht dargestellt, ebenso das mediale und laterale Seiten-
band. Es zeige sich lediglich ein Fortschreiten der bereits vor dem Ereignis vom 15. Februar 2016 
bestehenden degenerativen Veränderungen des rechten Kniegelenkes mit medial und retropa-
tellar betonter Gonarthrose rechts. Ein Rückfall liege somit nicht vor.  
 
6.11 Am 15. August 2022 erstellte Dr. D.____ auf Anfrage der Versicherten ein orthopädi-
sches Aktengutachten. Darin bestätigte er die Befunde von PD Dr. H.____ vom 24. Februar 2016. 
Ergänzend hielt er fest, dass sich ausschliesslich retropatellar gewisse Knorpelalterationen fest-
stellen liessen, nicht aber femorotibial. Die Befunde von Dr. I.____ vom 21. Juni 2017 nach dem 
erfolgten Distorsionstrauma seien gemäss Dr. D.____ grundsätzlich nachvollziehbar, wobei sei-
nes Erachtens eine leichte Hyperintensität im ventralen Anteil des medialen Kollateralbandes 
(MCL) als Zeichen einer stattgehabten Zerrung zu erkennen sei. Das zuvor distal rupturierte hin-
tere Kreuzband (HKB) habe sich wiederum weitgehend regeneriert und die bone bruises des 
Traumas vom Februar 2016 seien ebenfalls verschwunden. Hingegen falle eine Progredienz der 
Knorpelalterationen retropatellar und vor allem im medialen Kompartiment auf, die ein Jahr zuvor 
noch in deutlich geringerem Ausmass (femoropatellar) beziehungsweise gar nicht (femorotibial 
medial) sichtbar gewesen seien. Ausser der erwähnten leichten Affektion des medialen Kollate-
ralbandes seien wesentliche strukturelle Läsionen des neuen Traumas nicht abzugrenzen. Auch 
die Beurteilung von Dr. J.____ vom 5. Mai 2022 sei grundsätzlich nachvollziehbar, wobei die 
ödematösen Veränderungen am medialen Tibiaplateau überwiegend wahrscheinlich im Kontext 
mit den daselbst bestehenden Knorpelalterationen und nicht postkontusionell zu sehen seien, da 

 

 
 
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anamnestisch kein relevantes frisches Trauma stattgefunden habe. Im Vergleich zu den Vorauf-
nahmen falle auf, dass die femoropatellare Chondropathie insgesamt wenig verändert sei – sie 
erreiche höchstens an einzelnen Stellen einen Grad IV –, die femorotibialen Veränderungen hin-
gegen deutlich zugenommen hätten. Hier sei zu beachten, dass der Knorpelbelag im Jahre 2016 
medial und lateral noch vollständig intakt, im Jahre 2017 nur medial leichtgradig geschädigt ge-
wesen sei, womit sich sämtliche femorotibialen Schäden erst nach dem Ereignis vom 15. Februar 
2016 entwickelt hätten. Des Weiteren hielt Dr. D.____ fest, dass es sich bei den femoropatellaren 
Knorpelschäden um eine gewisse schicksalhafte Degeneration im Rahmen des natürlichen Alte-
rungsprozesses handle und dass diesbezüglich lediglich von einer vorübergehenden Verschlim-
merung im Sinne einer schmerzhaften Aktivierung auszugehen sei. Betreffend einen Rück-
fall/Spätfolgen führte Dr. D.____ aus, dass die ligamentären Verletzungen, welche sich die Ver-
sicherte beim Ereignis vom 15. Februar 2016 zugezogen habe, als weitgehend abgeheilt einge-
stuft werden dürften. Auffallend sei jedoch der Umstand, dass die Versicherte nach dem Ereignis 
vom 15. Februar 2016 an ihrem rechten Kniegelenk nie wieder eine ganz vollständige Extension 
erreicht habe und auch im Jahre 2022 immer noch ein Defizit von 5° bestehe, wie es für die nicht 
betroffene Gegenseite nicht dokumentiert werde. Dabei handle es sich somit überwiegend wahr-
scheinlich um ein Residuum des damaligen Ereignisses, was sich auch daran erkennen lasse, 
dass im Rahmen der verschiedenen Untersuchungen von Dr. G.____ im Jahre 2016 immer wie-
der explizit auf dieses posttraumatische Streckdefizit verwiesen worden sei. Es seien auch meh-
rere spezifische Behandlungen zur Verbesserung dieser Problematik erfolgt, ohne dass sie sich 
bis zum Abschluss der damaligen Behandlung jedoch vollständig hätte beheben lassen. Allein 
deshalb könne somit im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 15. Februar 2016 das Erreichen 
eines Status quo sine ausgeschlossen werden. Betreffend das mediale Kompartiment führte 
Dr. D.____ aus, dass sich bereits in der MRT vom 21. Juni 2017 erste Anzeichen von oberfläch-
lichen Knorpelveränderungen zeigten. Dazu könne allerdings kaum in begründeter Weise gesagt 
werden, sie seien einfach schicksalhaft innerhalb von 16 Monaten nach dem Ereignis vom 15. 
Februar 2016 entstanden, nachdem am rechten Knie der zum Unfallzeitpunkt 48-jährigen Versi-
cherten bis dahin noch keine fermorotibialen Knorpelschäden entstanden gewesen seien. Auch 
die weitere Entwicklung der Knorpelschäden, von denen in der MRT vom 5. Mai 2022 zusätzlich 
das laterale femorotibiale Kompartiment betroffen gewesen sei, könne man kaum in schlüssiger 
Weise ausschliesslich dem natürlichen Alterungsprozess zuschreiben. Vielmehr sei es als über-
weigend wahrscheinlich anzusehen, dass die seit dem Ereignis vom 15. Februar 2016 dauerhaft 
veränderte Biomechanik am rechten Kniegelenk der Versicherten einen zumindest teilkausalen 
Einfluss auf diese doch verhältnismässig rasch progrediente femorotibiale Gonarthrose gehabt 
habe. Zusammenfassend hielt Dr. D.____ fest, dass sich die Versicherte von den beim Ereignis 
vom 15. Februar 2016 an ihrem rechten Knie erlittenen ligamentären Verletzungen insgesamt gut 
erholt habe und keine Zeichen einer klinisch relevanten Instabilität mehr vorlägen. Als dauerhaf-
tes Residuum des erlittenen Velosturzes sei jedoch ein bis zu diesem Tag persistierendes Exten-
sionsdefizit anzusehen, das sich trotz intensiver Behandlung nie vollständig habe korrigieren las-
sen. Aus dieser Problematik sei eine permanent veränderte Biomechanik am rechten Kniegelenk 
der Versicherten entstanden, die überwiegend wahrscheinlich zumindest teilkausal am Ursprung 
der innerhalb von sechs Jahren aufgetretenen deutlichen femorotibialen Gonarthrose stehe, wes-
halb diese als Spätfolge des damaligen Ereignisses anzusehen sei. Die Einschätzung von Dr. 
K.____ vom 26. Mai 2022 sei für ihn deshalb nicht nachvollziehbar. Eindeutig nicht bestätigen 

 

 
 
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lasse sich sodann die Einschätzung von Dr. K.____, wonach am 30. Oktober 2016 ein Status quo 
sine eingetreten sei. Dies lasse sich – unabhängig von den fast zweifelsfrei vorliegenden Vernar-
bungen der verletzten Ligamente – allein durch das posttraumatisch entstandene und bis heute 
anhaltende Extensionsdefizit am rechten Knie zweifelsfrei widerlegen. 
 
6.12 Am 10. September 2022 verfasste Dr. K.____ eine weitere Beurteilung. Dabei hielt sie 
an ihrer Einschätzung vom 26. Mai 2022 fest und legte die Befunde der Erstvorstellung vom 
15. Februar 2016, der Röntgenaufnahmen vom 22. Februar 2016 sowie der MRT vom 24. Feb-
ruar 2016 dar. Nach ihrer Einschätzung sei der Status quo sine am 30. Oktober 2016 erreicht 
worden. Sowohl die noch angegebenen Druckdolenzen am Pes anserinus (posterolateral und 
anteromedial) als auch die schlecht verschiebliche Patella seien eine Folge der vorbestehenden 
degenerativen Veränderungen. In den MRT vom 21. Juni 2017 und vom 5. Mai 2022 sei die 
vollständige Ausheilung der Verletzungen im Bereich des vorderen und hinteren Kreuzbandes 
sowie des medialen und lateralen Seitenbandes zu erkennen. Auch die am 8. Juni 2017 angege-
benen belastungsabhängigen medialen Kniegelenksschmerzen rechts könnten als Folgen der 
vorbestehenden degenerativen Veränderungen des rechten Kniegelenks beurteilt werden und 
stellten keinen Rückfall zum angegebenen Ereignis vom 15. Februar 2016 dar. In der MRT vom 
21. Juni 2017 hätten sich lediglich die bekannten vorbestehenden degenerativen Veränderungen 
mit zweit- bis viertgradiger retropatellarer Chondromalazie, drittgradiger femoropatellarer Chond-
romalazie am Sulcus trochlae sowie einer zweitgradigen Chondromalazie im medialen Gelenk-
kompartiment gezeigt. Bei den im April 2022 gemeldeten Beschwerden des rechten Kniegelenkes 
handle es sich erneut um keinen Rückfall zum angegebenen Ereignis vom 15. Februar 2016. In 
der MRT vom 5. Mai 2022 zeige sich lediglich ein Fortschreiten der bereits vor dem Ereignis vom 
15. Februar 2016 bestehenden degenerativen Veränderungen des rechten Kniegelenkes mit me-
dial und retropatellar betonter Gonarthrose mit entsprechenden radiologischen arthrotischen Ver-
änderungen (im medialen Gelenkkompartiment drittgradige Chondromalazie und im femoropatel-
laren Gelenkanteil viertgradige Chondromalazie, vermehrter subchondraler Sklerosierung und 
Zystenbildung, Degeneration im Aussenmeniskus-Hinterhorn). Die Deutung des klinisch unrele-
vanten minimalen 5°igen Streckdefizites des rechten Kniegelenkes von Dr. D.____ als «Spät-
folge» des Ereignisses vom 15. Februar 2016 (unter vollständiger Ausblendung der vorhandenen 
fortgeschrittenen vorbestehenden degenerativen Veränderungen des rechten Kniegelenkes), 
welches auch noch das Erreichen des Status quo sine verhindern solle, sei gemäss Dr. K.____ 
von orthopädisch-traumatologischer Seite angesichts des komplett verheilten Kapsel-Band-Ap-
parates des stabilen rechten Kniegelenkes nicht nachvollziehbar. Insbesondere belege auch das 
nur moderate Fortschreiten der vorbestehenden degenerativen Veränderungen des rechten Knie-
gelenkes die am 20. Oktober 2016 erreichten stabilen Kniegelenksverhältnisse. Zudem seien be-
reits in den Röntgenaufnahmen vom 22. Februar 2016 vorbestehende degenerative Veränderun-
gen mit einer mittelgradigen medialen Gonarthrose mit Verschmälerung des Gelenkspaltes be-
schrieben worden und diese hätten sich nicht erstmals in der MRT vom 21. Juni 2017 gezeigt. 
 
6.13 Im Auftrag der Versicherten verfasste Dr. D.____ am 14. November 2022 ein weiteres 
orthopädisches Aktengutachten. Dabei hielt er an den Schlussfolgerungen seiner Stellungnahme 
vom 15. August 2022 fest. Der Bericht über die radiologische Untersuchung vom 22. Februar 
2016 sei korrekt von Dr. K.____ zitiert worden, es scheine jedoch, dass sie nicht die Möglichkeit 

 

 
 
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gehabt habe, sich die Aufnahmen anzuschauen und sich selbst ein Bild von der Situation zu 
machen. Andernfalls hätte ihr auffallen müssen, dass sich in dieser Röntgendokumentation kaum 
eine mittelgradige mediale Gonarthrose erkennen lasse. In Bezug auf einen vorbestehenden pa-
thologischen Befund, welcher gemäss Dr. K.____ auch im medialen femorotibalen Kompartiment 
vorhanden sein solle, scheine sie offenbar ebenfalls keine persönliche Einsichtnahme in die ge-
samten Bilddokumente gehabt zu haben. Entsprechend verwies Dr. D.____ auf eine Abbildung, 
wo sich ohne weiteres erkennen lasse, dass im medialen femorotibialen Gelenk ein intakter Knor-
pel vorliege und keine relevanten degenerativen Veränderungen zu sehen seien. Des Weiteren 
führte Dr. D.____ aus, dass es in Anbetracht des von Dr. G.____ am 23. November 2016 doku-
mentierten Streckdefizits von 3° äusserst befremdend erscheine, wenn Dr. K.____ von einem frei 
beweglichen Kniegelenk schreibe. Vielmehr entspreche eine vollständige Streckung oder sogar 
leichte Überstreckbarkeit als medizinisch allgemein anerkannter Normalbefund bei einem gesun-
den Kniegelenk. Die von Dr. K.____ festgehaltene «freie Beweglichkeit» entspreche schlicht nicht 
dem tatsächlichen Zustand. Auch bestehe gemäss Dr. G.____ nach wie vor eine «minimale hin-
tere Schublade», was der Aussage von Dr. K.____ widerspreche, dass ein frei bewegliches Knie-
gelenk ohne Instabilitätsgefühl vorliege. Selbst wenn diese minimale hintere Schublade für die 
Versicherte im Alltag gemäss ihren Angaben nicht spürbar gewesen sei, ändere dies nichts an 
deren Vorliegen und es würden sich keine Hinweise darauf ergeben, dass eine solche schon vor 
dem Ereignis vom 15. Februar 2016 bestanden habe. Da sich anlässlich der Konsultation vom 
23. November 2016 noch eindeutig objektivierbare klinische Residuen des Ereignisses vom 15. 
Februar 2016 gezeigt hätten, die sich durch die dabei erlittene Ruptur des hinteren Kreuzbandes 
schlüssig erklären liessen, scheine es äusserst befremdend, wenn Dr. K.____ vom Erreichen 
eines Status quo sine per 30. Oktober 2016 ausgehe. Es gebe zudem kaum einen plausiblen 
Grund zur Annahme, am zuvor vollkommen frei funktionierenden rechten Knie der Versicherten 
hätte sich ab dem 15. Februar 2016 ein Extensionsdefizit entwickelt, auch wenn sie an diesem 
Tag nicht mit dem Fahrrad gestürzt wäre und sich eine erhebliche Verletzung zugezogen hätte. 
Vielmehr sei dieses Ereignis für einen derartigen Verlauf nicht wegzudenken und stehe damit 
überwiegend wahrscheinlich mit der letztlich dauerhaft vorhandenen Funktionseinbusse im Zu-
sammenhang. Auch wenn Dr. D.____ den Ausführungen von Dr. K.____ zustimmte, dass sich 
beide Kreuz- und Kollateralbänder in der MRT vom 21. Juni 2017 abgrenzbar zeigten, verwies er 
nochmals darauf, dass sich nach dem Unfallereignis vom 15. Februar 2016 Knorpelschäden im 
medialen Kompartiment entwickelt hätten, die zuvor eindeutig nicht bestanden hätten. Ein zumin-
dest teilkausaler Zusammenhang dieser Veränderungen mit dem erlittenen Velosturz müsse so-
mit als überwiegend wahrscheinlich eingestuft werden. Es wirke jedenfalls wenig plausibel, dass 
es innerhalb von nur gut einem Jahr rein krankheitsbedingt zu einer derartigen Entwicklung ge-
kommen sein solle, nachdem in den zuvor 48 Lebensjahren der Versicherten keinerlei Anzeichen 
einer medialen femorotibialen Chondropathie bestanden hätten. Des Weiteren scheine es Dr. 
K.____ nicht bekannt gewesen zu sein, dass die Versicherte am 12. Mai 2017 ein weiteres dis-
torsionelles Trauma des rechten Kniegelenks erlitten hatte, das den unmittelbaren Auslöser für 
die erneuten Abklärungen im Frühjahr 2017 dargestellt habe. Dr. D.____ führte weiter aus, dass 
das noch bestehende Extensionsdefizit von 5° – selbst wenn dies von der betroffenen Person als 
irrelevant empfunden würde – versicherungsmedizinisch nicht zum Erreichen eines Status quo 
sine führe, wenn sich ein derartiger Zustand bei einem zuvor diesbezüglich vollkommen unauf-
fälligen Kniegelenk als Folge eines erlittenen Traumas entwickle.  

 

 
 
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6.14 In ihrer Beurteilung vom 3. September 2023 hielt Dr. K.____ fest, dass sich auch nach 
nochmaliger Überprüfung des medizinischen Sachverhaltes aufgrund der erneuten Stellung-
nahme von Dr. D.____ vom 14. November 2022 von orthopädisch-traumatologischer Seite keine 
Änderung der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 10. September 2022 ergeben würde. 
Die Kontusion des rechten Kniegelenkes mit hinterer Kreuzbandläsion und Ruptur des medialen 
Seitenbandes sowie die möglicherweise vorliegende Zerrung des vorderen Kreuzbandes gingen 
überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 15. Februar 2016 im Sinne einer Allein- oder 
Teilursache zurück. Die in den Röntgenaufnahmen des rechten Kniegelenkes vom 22. Februar 
2016 sichtbare mittelgradige mediale Gonarthrose mit Verschmälerung des medialen Gelenk-
spaltes und zweit- bis drittgradiger retropatellarer Chondromalazie in der MRT des rechten Knie-
gelenkes vom 24. Februar 2016 würde jedoch ein degenerativer Vorzustand darstellen. Sowohl 
die am 23. November 2016 noch angegebenen Druckdolenzen am Pes anserinus (posterolateral 
und anteromedial) als auch die schlecht verschiebliche Patella seien Folgen der vorbestehenden 
degenerativen Veränderungen. Die nach der erneuten Distorsion des rechten Kniegelenkes am 
12. Mai 2017 aufgetretenen belastungsabhängigen, teilweise mit Stechen und Einklemmungen 
verbundenen Schmerzen medial im rechten Kniegelenk würden keine Folgen des Ereignisses 
vom 15. Februar 2016 darstellen, sondern würden im Zusammenhang mit den bekannten dege-
nerativen Vorzuständen stehen. Dies ergebe sich daraus, dass kein Instabilitätsgefühl bestanden 
habe und die MRT des rechten Kniegelenkes vom 21. Juni 2017 eine vollständige Ausheilung 
der Verletzungen der Kreuz- und Seitenbänder dargestellt habe. Zudem hätte sich ein Fortschrei-
ten der bereits seit Februar 2016 bekannten radiologischen degenerativen Knorpelschäden ge-
zeigt. Bei den im April 2022 gemeldeten Beschwerden des rechten Kniegelenkes handle es sich 
ebenfalls um keinen Rückfall, sondern um Beschwerden aufgrund der degenerativen, weiter fort-
geschrittenen Vorzustände des rechten Kniegelenkes. Der Argumentation von Dr. D.____, dass 
sich in der MRT des rechten Kniegelenkes vom 21. Juni 2017 erstmals Anzeichen von oberfläch-
lichen Knorpelveränderungen im medialen Gelenkkompartiment gezeigt hätten, könne anhand 
der vorliegenden Unterlagen von orthopädisch-traumatologischer Seite nicht gefolgt werden. Be-
reits in den durchgeführten Röntgenaufnahmen des rechten Kniegelenkes vom 22. Februar 2016 
seien vorbestehende degenerative Veränderungen mit einer mittelgradigen medialen Gonarth-
rose beschrieben worden. Es sei nicht nur eine Verschmälerung des medialen Gelenkspaltes 
sichtbar gewesen, sondern auch eine vermehrte subchondrale Sklerosierung des medialen Tibia-
plateaus und ein bereits vorhandener kleiner Osteophyt am medialen Femurkondylus als lehr-
buchtypische radiologische Hinweise auf bereits länger vorbestehende degenerative Verände-
rungen. Dies sei auch bereits in der MRT vom 24. Februar 2016 sichtbar gewesen. Das von Dr. 
G.____ am 23. November 2016 beschriebene Streckdefizit sei klinisch unrelevant und ginge 
wahrscheinlich auf die vorbestehenden degenerativen Veränderungen zurück. Zudem sei im er-
wähnten Befund festgehalten worden, dass nach der physiotherapeutischen Behandlung die 
Streckung des rechten Kniegelenkes vollständig möglich sei. Die ebenfalls zitierte «minimale hin-
tere Schublade» sei sodann untersucherabhängig. Objektivierbar sei hingegen die in den MRT 
des rechten Kniegelenkes vom 21. Juni 2017 und vom 5. Mai 2022 dokumentierte vollständige 
Ausheilung der Verletzungen der Kreuz- und Seitenbänder. Des Weiteren führte Dr. K.____ aus, 
dass fast die gesamte Argumentation von Dr. D.____ auf der Annahme basiere, dass im medialen 
Gelenkkompartiment des rechten Kniegelenkes zum Zeitpunkt des Ereignisses vom 15. Februar 

 

 
 
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2016 keine degenerativen Veränderungen vorhanden gewesen seien, was von ihrer Seite jedoch 
anders beurteilt werde. Bei den am 27. April 2022 angegebenen Schmerzen des rechten Knie-
gelenkes beim Aufstehen nach längerem Sitzen und beim Abwärtslaufen handle es sich um typi-
sche Beschwerden bei (inzwischen fortgeschrittenen) retropatellaren Knorpelschäden, die bei der 
Versicherten bereits vor dem Ereignis vom 15. Februar 2016 – wenn auch damals noch in einem 
geringeren Ausmass – vorhanden gewesen seien.  
 
7.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Beurteilung des medizinischen Sachverhalts auf die vertrauensärztlichen Beurteilungen von 
Dr. K.____ vom 26. Mai 2022, 10. September 2022 und 3. September 2023. Demzufolge ging sie 
davon aus, dass die geltend gemachten Beschwerden nicht in einem natürlichen Kausalzusam-
menhang mit dem Unfall vom 15. Februar 2016 stünden und somit keinen Rückfall darstellen 
würden. Vielmehr handle es sich um Folgen des bereits vor dem Unfall vom 15. Februar 2016 
bestehenden degenerativen Vorzustandes in den Bereichen des femorotibialen und des femoro-
patellaren Kompartiments. Die Versicherte stellt sich mit Verweis auf die Beurteilungen von Dr. 
D.____ vom 15. August 2022 und vom 14. November 2022 demgegenüber auf den Standpunkt, 
dass die dauerhaft veränderte Biomechanik am rechten Kniegelenk einen zumindest teilkausalen 
Einfluss auf die progrediente femorotibiale Gonarthrose gehabt habe. 
 
7.2 In Würdigung der vorliegenden ärztlichen Beurteilungen steht fest, dass ein veritabler 
Expertenstreit vorliegt, bei welchem die Meinungen der Vertrauensärztin der Beschwerdegegne-
rin und des von der Beschwerdeführerin hinzugezogenen Dr. D.____ weit auseinandergehen. So 
hielt Dr. D.____ am 15. August 2022 – zwar in Übereinstimmung mit der Einschätzung von Dr. 
K.____ – fest, dass im femoropatellaren Kompartiment bereits Knorpelschäden vorbestanden 
hätten und zum Zeitpunkt der Beurteilung lediglich von einer vorübergehenden Verschlimmerung 
im Sinne einer schmerzhaften Aktivierung auszugehen sei. Er ist jedoch der Ansicht, dass im 
Bereich des femorotibialen Gelenkanteils in der MRT vom 22. Februar 2016 ein intakter Knorpel 
vorgelegen habe und keine relevanten degenerativen Veränderungen zu sehen gewesen seien. 
Im Vergleich zu den Voraufnahmen falle in der MRT vom 5. Mai 2022 zudem auf, dass die femoro-
patellare Chondropathie insgesamt wenig verändert sei, die femorotibialen Veränderungen hin-
gegen deutlich zugenommen hätten. Diese Verletzungen, welche schliesslich zu Beschwerden 
geführt hätten, seien auf den Unfall vom 15. Februar 2016 zurückzuführen. Dr. K.____ führte im 
Gegensatz dazu aus, dass auch schon im Röntgen vom 22. Februar 2016 sichtbare kleine Oste-
ophyten am medialen Femurkondylos sowie eine bereits vorhandene geringe Extrusion aus dem 
medialen Gelenkspalt und eine Verkürzung der mukoid degenerierten Pars intermedia des In-
nenmeniskus bei leichter Knorpelverschmälerung zu sehen gewesen seien. Das rechte Kniege-
lenk sei gemäss Dr. K.____ frei beweglich, das noch immer bestehende Streckdefizit von 5° kli-
nisch unrelevant und die minimale hintere Schublade untersuchungsabhängig. Objektivierbar sei 
hingegen die in den MRT des rechten Kniegelenkes vom 21. Juni 2017 und vom 5. Mai 2022 
dokumentierte vollständige Ausheilung der Verletzungen des Kreuz- und Seitenbänder. Dr. 
D.____ vertritt hingegen die Ansicht, dass bei einem gesunden Kniegelenk eine vollständige Stre-
ckung oder sogar leichte Überstreckbarkeit als medizinischer Normalbefund allgemein anerkannt 
werde. Die von Dr. K.____ festgehaltene «freie Beweglichkeit» entspreche somit schlicht nicht 
dem tatsächlichen Zustand und es gebe kaum einen plausiblen Grund zur Annahme, dass sich 

 

 
 
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am zuvor vollkommen frei funktionierenden rechten Knie der Versicherten ab dem 15. Februar 
2016 auch ohne Fahrradsturz und Zuziehen der erheblichen Verletzungen ein Extensionsdefizit 
entwickelt hätte. Zudem könne für die nicht betroffene Gegenseite keine Entwicklung eines 
Streckdefizits verzeichnet werden. Dabei handle es sich somit überwiegend wahrscheinlich um 
ein Residuum des damaligen Ereignisses, was sich auch daran erkennen lasse, dass im Rahmen 
der verschiedenen Untersuchungen von Dr. G.____ im Jahre 2016 immer wieder explizit auf die-
ses posttraumatische Streckdefizit verwiesen worden sei. Es seien auch mehrere spezifische Be-
handlungen zur Verbesserung dieser Problematik erfolgt, ohne dass sie sich bis zum Abschluss 
der damaligen Behandlung jedoch vollständig beheben liess. Auch widerspreche die von 
Dr. G.____ festgestellte minimale hintere Schublade der Aussage von Dr. K.____, dass ein frei 
bewegliches Kniegelenk ohne Instabilitätsgefühl vorliege. Selbst wenn diese nicht spürbar gewe-
sen sei, ändere dies nichts an deren Vorliegen und es würden sich keine Hinweise darauf erge-
ben, dass eine minimale hintere Schublade schon vor dem Ereignis vom 15. Februar 2016 be-
standen hätte. Des Weiteren ging Dr. K.____ – gestützt auf ihre Einschätzung, dass bereits Schä-
den im femorotibialen Gelenkanteil bestanden hätten – davon aus, dass der Status quo sine am 
30. Oktober 2016 eingetreten sei und das Distorsionstrauma vom 12. Mai 2017 sowie die 
Schmerzen und die Beweglichkeitseinschränkung beim Bowlingspielen im April 2022 als Folgen 
der degenerativen Vorzustände zu werten seien. Dr. D.____ hingegen verneint das Eintreten ei-
nes Status quo sine, zumal noch immer ein Streckdefizit und eine minimale hintere Schublade 
vorliegen würden. Das Distorsionstrauma vom 12. Mai 2017 sowie die Schmerzen und die Be-
weglichkeitseinschränkung beim Bowlingspielen im April 2022 seien sodann nicht Folgen der de-
generativen Vorzustände, sondern des Unfalles vom 15. Februar 2016. Darüber hinaus äusserte 
sich Dr. D.____ bereits im Gutachten vom 15. August 2022 sowie im Gutachten vom 14. Novem-
ber 2022 in dem Sinne, als aufgrund der beim Unfall vom 15. Februar 2016 erlittenen ligamentä-
ren Verletzungen eine permanent veränderte Biomechanik am rechten Kniegelenk der Beschwer-
deführerin entstanden sei, welche überwiegend wahrscheinlich zumindest teilkausal am Ursprung 
der innerhalb von sechs Jahren aufgetretenen deutlichen femorotibialen Gonarthrose stehe, die 
somit als Spätfolge zum damaligen Ereignis anzusehen sei. Während Dr. K.____ in ihren Berich-
ten vom 10. September 2022 und vom 3. September 2023 auf diverse Argumentationen von Dr. 
D.____ einging, fällt auf, dass sie sich in keiner Weise mit der Thematik einer allfälligen Teilkau-
salität des Gesundheitsschadens zum Ereignis vom 15. Februar 2016 auseinandersetzt. 
 
7.3 Damit liegen unterschiedliche Meinungen von zwei Fachärzten vor, welche in sich strin-
gent sind und zu überzeugen vermögen, sich in der Interpretation der medizinischen Aktenlage 
jedoch unterscheiden. Welcher Auffassung zu folgen ist, vermag das Gericht aufgrund der vor-
liegenden Aktenlage nicht abschliessend zu beantworten. Beide Fachärzte bringen einleuchtende 
und gleichwertige Argumente vor, weshalb keiner fachärztlichen Beurteilung ein erhöhter Beweis-
wert beigemessen werden kann. Selbst wenn in Bezug auf die Gutachten von Dr. D.____ die 
Erfahrungstatsache berücksichtigt wird, dass davon auszugehen ist, dass die Partei dem Privat-
gutachter primär die nach eigenem subjektiven Empfinden relevanten Elemente des strittigen 
Sachverhalts bereitstellt und das private Gutachten im Gegensatz zu jenem der Behörde nicht 
unter Strafandrohung steht (vgl. BGVE 2013/9 E. 3.8.1), ist dennoch festzustellen, dass seine 
Beurteilung insgesamt zumindest leichte Zweifel an jener von Dr. K.____ hervorruft, sodass er-
gänzende Abklärungen vorzunehmen sind.  

 

 
 
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7.4 Nach dem Gesagten ist fraglich, ob der Status quo sine bereits im Oktober 2016 einge-
treten ist oder ob die im Mai 2017 und im April 2022 aufgetretenen Beschwerden zumindest teil-
kausal auf den Unfall vom 15. Februar 2016 zurückzuführen sind. Zudem ist fraglich, ob resp. 
welche Vorzustände im Zeitpunkt des Unfalles vom 15. Februar 2016 vorlagen. Die vorhandene 
medizinische Aktenlage lässt keine abschliessende Beurteilung dieser Fragestellungen zu. Es 
besteht somit diesbezüglich weiterer Abklärungsbedarf. Dafür sind offensichtlich spezifische fach-
ärztliche Kenntnisse notwendig. Folglich ist die Angelegenheit wegen Verletzung des Untersu-
chungsgrundsatzes im Sinne von Art. 43 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit diese ein versicherungsunabhängiges externes Gutachten veranlasst. Mit der Abklärung 
ist sodann eine orthopädisch-traumatologische Expertin resp. ein orthopädisch-traumatologi-
scher Experte zu betrauen. Dabei sind die Mitwirkungsrechte der Beschwerdeführerin gemäss 
Art. 44 ATSG einzuhalten. Vor Anordnung des Gutachtens kommt der Beschwerdeführerin der 
Anspruch zu, sich zur Gutachterperson und zu den Gutachterfragen zu äussern (vgl. BGE 137 V 
210 E. 3.4.2.9). Im Rahmen des Begutachtungsverfahrens wird die Beschwerdeführerin die Mög-
lichkeit haben, der Expertin bzw. dem Experten allfällige Fragen zu unterbreiten.  
 
8. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass die Beschwerde in dem 
Sinne gutgeheissen wird, als der angefochtene Einspracheentscheid vom 11. Februar 2021 auf-
gehoben und die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben.  
 
9.2 Die Beschwerdeführerin hat die Kosten für die Erstellung der Gutachten von Dr. D.____ 
vom 15. August 2022, vom 14. November 2022 und vom 10. November 2023 geltend gemacht. 
Nach der Rechtsprechung können der obsiegenden Beschwerde führenden Partei unter dem Ti-
tel der Parteientschädigung auch die Kosten eines privat eingeholten Gutachtens vergütet wer-
den, soweit die Parteiexpertise für die Entscheidfindung unerlässlich war (BGE 115 V 62 E. 5c; 
Urteil des Bundesgerichts vom 24. April 2007, I 1008/06, E. 3.1 mit weiteren Hinweisen). Dieser 
Grundsatz ist für das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG festgehalten 
(UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 45 Rz. 29 ff.). Vorlie-
gend ist der Parteiexepertise vom 15. August 2022 im Hinblick auf den Prozessausgang mass-
gebende Bedeutung zugekommen, da sie geeignet ist, Zweifel an der Einschätzung der versi-
cherungsinternen Ärztin hervorzurufen. Somit sind die Voraussetzungen für eine Vergütung der 
Kosten dieser Expertise gegeben. Die weitere dem Gericht vorliegende Expertise vom 14. No-
vember 2022 enthält keine neuen und für die Beurteilung unerlässlichen Erkenntnisse, weshalb 
diese Kosten nicht zu überbinden sind. Soweit die Beschwerdeführerin auch die Rechnung von 
Dr. D.____ für die von ihm geleistete Unterstützung beim Verfassen der Beschwerdeschrift vom 
10. November 2023 einreichte, kann diese nicht vergütet werden. Anspruch auf eine Parteient-
schädigung hat gemäss § 21 Abs. 1 VPO nur, wem Kosten für den Beizug einer Anwältin oder 

 

 
 
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eines Anwalts entstanden sind. Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin die Kosten der versi-
cherungsmedizinischen Expertise von Dr. D.____ vom 15. August 2022 in Höhe von 2'400.-- (inkl. 
7,7 % Mehrwertsteuer) zu übernehmen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 E. 4.2). 
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraus-
setzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende 
Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsge-
sellschaft AG vom 12. Oktober 2023 aufgehoben und die Angelegenheit 
zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG hat der Be-
schwerdeführerin die Kosten für die medizinische Expertise von 
Dr. med. D.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates (FMH), vom 15. August 2022 in Höhe 
von 2'400.-- (inkl. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu entschädigen. 

 
 
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