# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0739d24-b31f-5511-a7dd-68a68ba54f85
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.01.2021 ZK1 2019 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2019-12_2021-01-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 12. Januar 2021

Referenz ZK1 19 12 / ZK1 19 13

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Bäder Federspiel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. B._____ u/o Rechtsanwalt 
MLaw N._____, 

sowie

D._____
Berufungskläger und Berufungsbeklagter
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. E._____ u/o Rechtsanwalt 
O._____, 

Gegenstand vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren

Anfechtungsobj. Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht 
Maloja vom 12. April 2018, mitgeteilt am 17. Januar 2019 (Proz. 
Nr. 135-2017-280)

Mitteilung 14. Januar 2021

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I. Sachverhalt

A. A._____, geboren am _____ 1958, und D._____, geboren am _____ 1965, 
schlossen am _____ 1996 in P._____ die Ehe. Gleichentags unterzeichneten sie 
ein "Prenuptial Agreement", in dem sie eine umfangreiche Regelung ihrer finanzi-
ellen Belange trafen, auch im Hinblick auf eine mögliche Trennung oder Schei-
dung der Ehe. A._____ und D._____ sind Eltern von R._____, geboren am _____ 
1996, und S._____, geboren am _____ 1998. Am _____ 2014 schlossen A._____ 
und D._____ im Rahmen ihres Umzugs in die Schweiz einen Ehe- und Erbvertrag, 
der das Prenuptial Agreement aus dem Jahr 1996 sowie eine im Jahr 2004 abge-
schlossene Zusatzvereinbarung ergänzen sollte.

B/a. Am 15. September 2017 reichte A._____ beim Regionalgericht Maloja ge-
gen D._____ eine Klage auf Ehetrennung ein. Mit Eingabe vom 18. September 
2017 wandelte sie diese in eine Klage auf Ehescheidung um. Gleichzeitig bean-
tragte sie den Erlass vorsorglicher Massnahmen. Dabei stellte sie folgende 
Rechtsbegehren:

1. Rechtsbegehren

1. Es sei die am 15. September 2017 rechtshängig gemachte Tren-
nungsklage in eine Scheidungsklage umzuwandeln.

2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin gemäss Art. 170 ZGB 
vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über dessen Einkommen, 
Vermögen und Schulden zu erteilen;

3. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin an ihren persönlichen 
Unterhalt ab Rechtskraft des Scheidungsurteils nach Erhalt der Aus-
kunft über dessen Einkommen, Vermögen und Schulden noch zu be-
ziffernde nacheheliche Unterhaltsbeiträge i.S.v. Art. 125 ZGB, mindes-
tens aber CHF 30'000.00 pro Monat, zu bezahlen;

4.-7.[…]

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

2. Vorsorgliche Massnahmen

8. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin gemäss Art. 170 ZGB 
vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über dessen Einkommen, 
Vermögen und Schulden zu erteilen;

9. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin, rückwirkend ab dem 
1. Oktober 2016, für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unter-
haltsbeiträge von mind. CHF 30'000.00 für sie persönlich zu bezahlen, 
zahlbar monatlich im Voraus auf den Ersten des jeweiligen Monats;

10. Es sei die eheliche Liegenschaft an der T._____, U._____ samt Haus-
rat und Mobiliar (mit Ausnahme der persönlichen Effekten des Beklag-
ten) für die Dauer des Scheidungsverfahrens der Klägerin zur alleini-
gen und uneingeschränkten Benützung zuzuweisen;

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11. Es sei dem Beklagten gerichtlich zu verbieten, seine persönlichen Ef-
fekten ohne vorherige Absprache mit der Klägerin aus der ehelichen 
Liegenschaft an der T._____, U._____, abzuholen;

12. Es sei dem Beklagten zu untersagen, ohne die vorgängige Zustim-
mung des Klägers im Sinne von Art. 178 ZGB über die eheliche Lie-
genschaft an der T._____, U._____, samt Hausrat und Mobiliar zu ver-
fügen und veräussern und es sei das Grundbuchamt der Region Malo-
ja gerichtlich anzuweisen, eine Verfügungssperre gemäss Art. 178 
Abs. 3 ZGB, auf dem Stockwerkeigentumsanteil _____ auf der Lie-
genschaft Nr. _____ im Grundbuch U._____ anzumerken;

13. Es sei die Anordnung gemäss Rechtsbegehren 12 superprovisorisch, 
d.h. ohne vorherige Anhörung des Gesuchstellers [recte Gesuchsgeg-
ners] und unter der Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB 
zu erlassen;

Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

B/b. Mit Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja 
vom 20. September 2017 wurde D._____ superprovisorisch untersagt, ohne die 
vorgängige Zustimmung von A._____ i.S.v. Art. 178 ZGB über die eheliche Lie-
genschaft an der T._____ in U._____ zu verfügen und diese zu veräussern.

B/c. Am 25. September 2017 stellte A._____ ein weiteres Gesuch mit folgenden 
Rechtsbegehren: 

1. Es sei dem Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
zu verbieten, ohne Zustimmung der Gesuchstellerin über das in sei-
nem Eigentum stehende Grundstück "V._____" in der W._____ zum 
Nachteil der Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / 
oder Umgehung seiner gegenüber der Gesuchstellerin während des 
Scheidungsverfahrens bestehenden Unterhaltspflichten, zu verfügen 
und es sei der Rechtsanwalt durch das Regionalgericht Maloja über 
die verfügte Sicherungsmassnahme vorweg per Fax zu informieren;

2. Es sei dem Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
zu verbieten, ohne Zustimmung der Gesuchstellerin über folgende auf 
seinen Namen oder im Namen einer durch ihn kontrollierten Unter-
nehmung / Stiftung bei der X._____ lautenden Konti;

- _____

- _____

- _____

- _____

und das folgende Konto bei der Y._____;

- _____

wie auch allfällige bei anderen Banken auf ihn oder auf den Namen ei-
ner durch ihn kontrollierten Unternehmung / Stiftung lautenden Bank-
konti zu verfügen bzw. allfällige Gelder zum Nachteil der Gesuchstel-
lerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / oder Umgehung seiner 
gegenüber der Gesuchstellerin während des Scheidungsverfahrens 

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bestehenden Unterhaltspflichten zu verbrauchen und / oder ins Aus-
land zu schaffen und / oder diese in eine Stiftung zum Nachteil der 
Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / oder Um-
gehung seiner gegenüber der Gesuchstellerin während des Schei-
dungsverfahrens bestehenden Unterhaltspflichten, einzubringen und / 
oder zu verwenden und es seien die genannten Banken und der 
Rechtsvertreter des Gesuchsgegners durch das Regionalgericht Malo-
ja vorweg über die verfügte Sicherungsmassnahme mittels Fax zu in-
formieren;

3. Es sei der Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu 
verpflichten, der Gesuchstellerin wöchentlich Auskunft über den Stand 
des beabsichtigten Verkaufs der Z._____, C._____strasse, AA._____, 
zu erteilen bzw. dem Gesuchsgegner zu verbieten, ohne Zustimmung 
der Gesuchstellerin einen allfälligen Erlös aus dem Verkauf der Unter-
nehmung bzw. der im Eigentum und / oder im Besitz der Unterneh-
mung stehenden, im Zollfreilager F.________ befindlichen Kunstge-
genstände zum Nachteil der Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der 
Verminderung und / oder Umgehung seiner gegenüber der Gesuch-
stellerin während des Scheidungsverfahrens bestehenden Unterhalts-
pflichten, zu verwenden und / oder zu vermindern und / oder zu ver-
äussern, und / oder unentgeltlich zu übertragen, und / oder zu ver-
pfänden und / oder ins Ausland zu verschaffen und es sei die genann-
te Unternehmung und der Rechtsvertreter des Gesuchsgegners durch 
das Regionalgericht Maloja vorweg über die verfügte Sicherungs-
massnahme per Fax zu informieren;

4. Es sei dem Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
zu verbieten, seine sich in seinem Eigentum und / oder Besitz im Zoll-
freilager F.________ befindlichen Kunstgegenstände ohne Zustim-
mung der Gesuchstellerin zu veräussern und / oder diese ohne Zu-
stimmung der Gesuchstellerin ins Ausland zu schaffen und / oder die-
se ohne Zustimmung der Gesuchstellerin unentgeltlich zu übertragen 
und / oder diese zu verpfänden und es sei die Zolldirektion Zollkreis II 
– G.________ und der Rechtsvertreter des Gesuchsgegners durch 
das Regionalgericht Maloja vorweg über die verfügte Sicherungs-
massnahme per Fax zu informieren;

5. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, für die Dauer des Schei-
dungsverfahrens den Anspruch auf Vergütung der Gesuchstellerin 
gemäss Art. 165 ZGB zu sichern;

6. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, für die künftigen Unter-
haltsbeiträge eine angemessene Sicherheit gemäss Art. 132 ZGB von 
mindestens CHF 3'000'000.00 zu leisten und diesen Betrag auf ein auf 
das Regionalgericht Maloja lautendes Konto zu überweisen und zu 
hinterlegen;

7. Es seien die Anordnungen gemäss Rechtsbegehren 1 – 6 superprovi-
sorisch, d.h. ohne vorherige Anhörung des Gesuchsgegners und unter 
der Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB zu erlassen;

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchsgeg-
ners.

B/d. Mit Entscheid vom 26. September 2017 wurde der Antrag auf Erlass super-
provisorischer Massnahmen abgewiesen.

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B/e. In seiner Stellungnahme vom 12. Oktober 2017 beantragte D._____, was 
folgt: 

1. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 
2017 Ziff. 8 auf vorsorgliche Anordnung der Auskunftserteilung nach 
Art. 170 ZGB sei abzuweisen.

2. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 
2017 Ziff. 9 auf vorsorgliche Anordnung von monatlichen Unterhaltsbe-
trägen von mindestens CHF 30'000.00 sei abzuweisen und es sei fest-
zustellen, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin für die Dauer 
des Scheidungsverfahrens keinen Unterhalt schuldet.

3. Es sei festzuhalten, dass der Gesuchsgegner seit dem 1. Oktober 
2016 total anzurechnende CHF 452'000 an den Unterhalt der Gesuch-
stellerin bezahlt hat, darin eingeschlossen monatliche Zahlungen von 
EUR 15'000 sowie u.a. für die Kosten der Hypothek, der Stockwerkei-
gentümergemeinschaft, Sozialversicherung, Krankenkasse und An-
waltskosten.

4. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 
2017 Ziff. 10 auf vorsorgliche Zuweisung der ehelichen Liegenschaft 
zur alleinigen und uneingeschränkten Benützung während der Dauer 
des Scheidungsverfahrens sei gutzuheissen, längstens aber bis zum 
9. April 2023.

5. Der Gesuchsgegner sei zu berechtigen, auf ihn lautende finanzielle 
Verpflichtungen im Zusammenhang mit der ehelichen Liegenschaft 
(inkl. Hypothekarzinsen und Beiträge an die Stockwerkeigentümerge-
meinschaft), die er gegenüber der Bank bzw. der Stockwerkeigentü-
mergemeinschaft bezahlt, während der Dauer des Scheidungsverfah-
rens von einem allfälligen Unterhalt an die Gesuchstellerin abzuzie-
hen.

6. Es sei festzuhalten, dass der Gesuchsgegner dem Antrag der Ge-
suchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 2017 Ziff. 11 auf 
vorsorgliche Anordnung eines Verbots des Gesuchsgegners, unan-
gekündigt seine persönlichen Effekten aus der ehelichen Liegenschaft 
abzuholen, zustimmt.

7. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 
2017 Ziff. 12 auf vorsorgliche Anordnung eines zeitlich uneinge-
schränkten Verfügungsverbots über die Liegenschaft in U._____ sei 
abzuweisen.

8. Eventualiter sei ein Verfügungsverbot über die Liegenschaft in 
U._____ nur für die Dauer des Scheidungsverfahrens anzuordnen.

9. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 1 auf vorsorgliche Anordnung eines Verfügungsverbots be-
treffend das Grundstück "V._____" in W._____ sei abzuweisen.

10. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 2 auf vorsorgliche Anordnung eines Verbots des Gesuchs-
gegners ohne Zustimmung der Gesuchstellerin über seine Konten zu 
verfügen, sei abzuweisen.

11. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 3 auf vorsorgliche Anordnung einer wöchentlichen Berichter-

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stattungspflicht über den beabsichtigten Verkauf der dem Gesuchs-
gegner gehörenden Z._____ sei abzuweisen.

12. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 3 auf vorsorgliche Anordnung eines Verfügungsverbots über 
einen allfälligen Erlös aus dem Verkauf der Z._____ und / oder deren 
Kunstgegenstände sei abzuweisen.

13. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 4 auf vorsorgliche Anordnung eines Verfügungsverbotes 
über die im Eigentum des Gesuchsgegners stehenden Kunstge-
genstände sei abzuweisen.

14. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 5 auf vorsorgliche Anordnung einer Sicherstellung des An-
spruchs der Gesuchstellerin auf Vergütung gemäss Art. 165 ZGB sei 
abzuweisen.

15. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 
2017 Ziff. 6 auf vorsorgliche Anordnung einer Sicherstellung der künf-
tigen Unterhaltsbeiträge gemäss Art. 132 ZGB in der Höhe von min-
destens CHF 3'000'000.00 sei abzuweisen.

16. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, über ihre Einkommens- und 
Vermögenssituation, einschliesslich ihrer Konten und Vermögenswerte 
in- und ausserhalb der Schweiz, vollständig Auskunft zu erteilen.

17. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu-
lasten der Gesuchstellerin.

C. Am 21. November 2017 fand die mündliche Verhandlung betreffend vor-
sorgliche Massnahmen sowie die Einigungsverhandlung im Scheidungsverfahren 
statt. Dabei unterzeichneten die Ehegatten eine Teil-Ehescheidungskonvention, in 
welcher sie dem Gericht gemeinsam die Ehescheidung beantragten. Ausserdem 
stellten sie fest, dass sie sich über die Neben- und Kostenfolgen nicht einig seien, 
weshalb das Gericht darüber zu befinden habe.

D/a. In ihrer replizierenden Stellungnahme vom 14. Dezember 2017 stellte 
A._____ folgende Anträge:

1. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, sämtliche im Rahmen des Scheidungsverfahrens 
anfallende Kosten, unabhängig vom Verfahrensausgang, für die 
Rechtsvertretung der Gesuchstellerin zu bezahlen;

2. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, während der Dauer des Scheidungsverfahrens 
die bisher geleisteten Unterhaltszahlungen in Höhe von mindestens 
CHF 16'250.00 an und für die Gesuchstellerin weiterhin zu tätigen;

3. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, eine vollständige und wahrheitsgetreue Vermö-
gensaufstellung über sämtliche weltweiten Einkommensquellen und 

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oder andere Vermögenswerte, die er direkt / indirekt oder über Treu-
handverhältnisse hält, zu erstellen bzw. hierüber vollständig und wahr-
heitsgemäss Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Unterlagen 
beim Regionalgericht Maloja einzureichen;

4. (Editionsbegehren betr. in W._____ eingereichte Steuererklärungen 
der letzten 5 Jahre);

5. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, der Gesuchstellerin vollständig und wahrheitsge-
treu Auskunft über sämtliche durch ihn während den letzten 5 Jahren 
getätigten Verkäufe von Anteilen an Gesellschaften, Aktien, Kunstge-
genstände usw. zu erteilen und ihr vollständig und wahrheitsgetreu 
Auskunft über die Verwendung der erzielten Erlöse, Erträge etc. zu er-
teilen;

6. (Auskunftsbegehren betr. Vermögenswerte in einem Zollfreilager);

7. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, die letzten 5 Jahresabschlüsse der Z._____ in-
nert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist einzurei-
chen;

8. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, sämtliche Geschäftskonti der Z._____ offenzule-
gen und die entsprechenden detaillierten Bankauszüge der letzten fünf 
Jahre innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist 
einzureichen;

9.-13. (Auskunftsbegehren betr. Z._____ [Beteiligungen, Aktionäre, Jah-
resabschlüsse, Geschäftskonti]);

14. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist sämtliche Geschäftskonti der AB._____ offenzulegen und 
die entsprechenden detaillierten Bankauszüge der betreffenden Konti 
der letzten 5 Jahre innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist einzureichen;

15. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist sämtliche detaillierten Bankauszüge seiner Bankkonti bei 
der Y._____, der X._____ und der weiteren, nicht offen gelegten Konti, 
der letzten 5 Jahre einzureichen;

16. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist sämtliche Kreditkartenabrechnungen des Jahres 2017 
bzw. sämtliche private und berufliche Reiseauslagen für das Jahr 2017 
vollständig und wahrheitsgetreu offen zu legen und beim Regionalge-
richt Maloja einzureichen;

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17. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu eine Aufstellung von 
sämtlichen privaten und geschäftlichen Debitoren einzureichen;

18. (Auskunftsbegehren betr. Beteiligung an der J.________);

19. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft zu erteilen, wie 
der Vermögensabgang im Jahr 2013 auf dem Konto _____ in Höhe 
von CHF 4'916'201.00 zustande gekommen ist und wofür die CHF 
4'916'201.00 verwendet wurden;

20. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über sämtliche 
in den eingereichten Steuerunterlagen ersichtlichen dem DBA unter-
stehenden Erträge Auskunft zu erteilen;

21. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über den Ver-
kauf sämtlicher von ihm gehaltenen Aktien / sonstigen Beteiligungen 
zu erteilen und offenzulegen, wofür er den Erlös verwendet hat;

22.-24. (Auskunftsbegehren betr. die AC._____);

25. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu über die Verwendung die 
im Rahmen der aufgenommenen Hypotheken auf der Liegenschaft 
AD._____ erhaltenen Gelder Auskunft zu erteilen;

26. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, sich inskünftig, d.h. ab 2017, getrennt von der 
Gesuchstellerin durch die Steuerbehörden veranlagen zu lassen;

27. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist die Steuerbehörden des Kantons Graubünden darüber zu 
informieren, dass er sich künftig der ordentlichen Besteuerung unter-
stellen lässt;

28. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, die monatlichen Zahlungen an die gemeinsamen 
Kinder wie folgt zu reduzieren:

- S.________: CHF 7'713.47 pro Monat

- R.________: CHF 5'000.00 pro Monat

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29. Es sei der Gesuchsgegner zu einer Sicherheitsleistung in Höhe von 
CHF 1'000'000.00 zu verpflichten und diese auf ein durch das Regio-
nalgericht Maloja zu nennendes Konto innert einer vom Regionalge-
richt Maloja anzusetzenden Frist zu leisten;

30. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB – zu verpflichten, für die im Rahmen des Scheidungs-
verfahrens voraussichtlich anfallenden Kosten für die Rechtsvertretung 
der Gesuchstellerin eine Sicherheitsleistung in Höhe von CHF 
30'000.00 zu bezahlen;

31. Es sei dem Gesuchsgegner bis zur Leistung der Sicherheitsleistung in 
Höhe von CHF 1'000'000.00 gemäss Rechtsbegehren 29 zu verbieten, 
über das in seinem Eigentum bzw. im Eigentum der von ihm kontrol-
lierten Gesellschaft AB._____ stehende Grundstück V._____ in der 
W.________ zu verfügen;

32.-37. (weitere Anträge auf Verfügungsbeschränkungen [betr. Bankkonti, 
Anteile an der Z._____ und deren Vermögenswerte, Kunstgegenstän-
de, Vermögenswerte in einem Zollfreilager, Verkaufserlöse aus Wert-
schriften]);

38. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, die Liegenschaft AD._____ in U._____ der Ge-
suchstellerin allein und uneingeschränkt bis zum 9. April 2023 zuzu-
weisen und die damit zusammenhängenden Kosten in Anrechnung an 
den von ihm geschuldeten Unterhaltsbeitrag vollständig zu bezahlen;

39. Es sei Herr AE._____, H._____strasse, AF._____ – unter Androhung 
der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 
ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche zwischen ihm 
und / oder von ihm direkt oder indirekt kontrollierte Gesellschaften / 
Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) und dem Ge-
suchsgegner und / oder von ihm direkt / indirekt kontrollierte Gesell-
schaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) 
vollständig und wahrheitsgetreu über sämtliche bestehende Treu-
hands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträge Auskunft zu erteilen 
und die entsprechenden Verträge zu Handen des Regionalgerichts 
Maloja einzureichen;

40. (Auskunftsbegehren analog Ziff. 39 betreffend AG._____ bzw. mit die-
sem bestehenden Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungsver-
trägen);

41. (Auskunftsbegehren analog Ziff. 39 betreffend die Organe der 
AH._____ bzw. mit diesen bestehenden Treuhands-, Mandats- und / 
oder Beteiligungsverträgen);

42. Es seien die Organe der AI._____, H._____strasse, AF._____ – unter 
Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach 
Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche zwi-
schen ihr und / oder von ihr direkt oder indirekt kontrollierte Gesell-
schaften / Stiftungen (oder an denen sie direkt / indirekt beteiligt ist) 
und dem Gesuchsgegner bzw. Herrn AE._____ bzw. AG._____ und / 
oder von ihm direkt / indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen 
(oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) vollständig und wahr-
heitsgetreu über sämtliche bestehende Treuhands-, Mandats- und / 

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oder Beteiligungsverträge Auskunft zu erteilen und die entsprechen-
den Verträge zu Handen des Regionalgerichts Maloja einzureichen;

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchs-
gegners.

D/b. D._____ stellte in seiner duplizierenden Stellungnahme vom 25. Januar 
2018 folgende Rechtsbegehren:

1. Die Anträge der Gesuchstellerin gemäss den Rechtsbegehren Nr. 1 – 
Nr. 42 der replizierenden Stellungnahme vom 14. Dezember 2017 sei-
en abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, über ihre weltweiten Vermö-
genswerte schriftlich und mit Belegen Auskunft zu geben.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu-
lasten der Gesuchstellerin.

E/a. Am 12. April 2018 wurde eine Instruktionsverhandlung durchgeführt, an der 
keine Einigung erzielt werden konnte. Mit Entscheid vom 12. April 2018, mitgeteilt 
am 17. Januar 2019, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalge-
richt Maloja wie folgt:

1. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer 
des Scheidungsverfahrens monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 
4'464.- zu entrichten, zahlbar ab 1. Oktober 2017.

2. Die eheliche Liegenschaft an der T._____, U._____, wird für die Dauer 
des Scheidungsverfahrens, längstens bis zum 9. April 2023, der Ge-
suchstellerin zur alleinigen Nutzung zugewiesen.

3. Die mit Entscheid vom 20. September 2017 verfügte Verfügungssperre 
im Grundbuchamt der Region Maloja auf Stockwerkeigentumsanteil 
_____ auf der Liegenschaft Nr. _____ im Grundbuch U._____ bleibt 
bestehen.

4. Der Gesuchsgegner ist berechtigt, sämtliche ihm gehörenden und sich 
in der Liegenschaft an der T._____, U._____, befindenden Ge-
genstände nach Vorankündigung abzuholen.

5. Im Übrigen werden die Anträge der Gesuchstellerin abgewiesen.

6. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.- werden den Parteien je zur Hälfte 
auferlegt und mit dem im Hauptverfahren geleisteten Vorschuss ver-
rechnet.

Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

7. (Rechtsmittelbelehrungen)

8. (Mitteilung)

E/b. Am 23. April 2018 liess A._____ dem Regionalgericht Maloja unaufgefor-
dert eine weitere Stellungnahme zukommen. D._____ liess sich zu dieser am 14. 
Mai 2018 vernehmen.

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F/a. Mit Eingabe vom 28. Januar 2019 erhob A._____ gegen den Entscheid der 
Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja vom 12. April 2018 beim 
Kantonsgericht von Graubünden Berufung (Verfahren ZK1 19 12). Sie stellt fol-
gende Rechtsbegehren:

1. Es sei Ziffer 1. des Dispositivs des Entscheids des Regionalgerichts 
Maloja, Prozess-Nr. 135-2017-280, vom 12. April 2018 aufzuheben 
und wie folgt neu zu fassen:

1.1. Es sei der Berufungsbeklagte – unter Androhung der Straffolgen 
gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Wider-
handlungsfall – zu verpflichten, während des Scheidungsverfahrens 
die bisher geleisteten Unterhaltszahlungen in Höhe von mindestens 
CHF 16'250.- an und für die Berufungsklägerin weiterhin zu tätigen; 
rückwirkend zahlbar ab 1. Oktober 2017.

1.2. Es sei festzustellen, dass die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 1.1 nebst 
die Kostentragung im bisherigen Umfang tritt.

1.3. Eventualiter sei die Sache zur Festsetzung der Unterhaltsbeiträge an 
die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Es sei Ziffer 5 des Dispositivs des Entscheids des Regionalgerichts 
Maloja, Prozess-Nr. 135-2017-280, vom 12. April 2018 aufzuheben 
und wie folgt neu zu fassen:

2.1 Es sei der Berufungsbeklagte – unter Androhung der Straffolgen 
gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Wider-
handlungsfall – zu verpflichten, sämtliche im Rahmen des Schei-
dungsverfahrens anfallende Kosten, unabhängig vom Verfahrensaus-
gang, für die Rechtsvertretung der Berufungsklägerin zu bezahlen;

2.2 Es sei der Berufungsbeklagte – unter Androhung der Straffolgen 
gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Wider-
handlungsfall – zu verpflichten, eine vollständige und wahrheitsgetreue 
Vermögensaufstellung über sämtliche weltweiten Einkommensquellen 
und oder andere Vermögenswerte, die er direkt / indirekt oder über 
Treuhandverhältnisse hält, zu erstellen bzw. hierüber vollständig und 
wahrheitsgemäss Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Unter-
lagen beim Regionalgericht Maloja einzureichen;

2.3 Es sei der Berufungsbeklagte – unter Androhung der Straffolgen 
gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Wider-
handlungsfall – zu verpflichten, die in W._____ eingereichte(n) Steu-
ererklärungen der letzten 5 Jahre innert einer durch das Regionalge-
richt Maloja anzusetzenden Frist einzureichen;

2.4. Es sei der Berufungsbeklagte – unter Androhung der Straffolgen 
gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Wider-
handlungsfall – zu verpflichten, der Gesuchstellerin vollständig und 
wahrheitsgetreu Auskunft über sämtliche durch ihn während den letz-
ten 5 Jahren getätigten Verkäufe von Anteilen an Gesellschaften, Akti-
en, Kunstgegenstände usw. zu erteilen und ihr vollständig und wahr-
heitsgetreu Auskunft über die Verwendung der erzielten Erlöse, Erträ-
ge etc. zu erteilen;

2.5 Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-

12 / 68

fall – zu verpflichten, zuhanden des Regionalgerichts Maloja eine 
wahrheitsgetreue und vollständige Auflistung sämtlicher sich in einem 
Zollfreilager in der Schweiz, in seinem Eigentum / Besitz bzw. im Ei-
gentum / Besitz einer von ihm direkt, indirekt oder durch ein Treuhand-
verhältnis kontrollierte / gehaltene Gesellschaft / Stiftung befindlichen 
Vermögenswerte einzureichen;

2.6 Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, die letzten 5 Jahresabschlüsse der Z._____ in-
nert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist einzurei-
chen;

2.7 Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, sämtliche Geschäftskonti der Z._____ offenzule-
gen und die entsprechenden detaillierten Bankauszüge der letzten fünf 
Jahre innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist 
einzureichen;

2.8 Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, vollständig und wahrheitsgetreu innert einer vom 
Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist offenzulegen, ob und wel-
che Beteiligungen Z._____ an anderen Gesellschaften / Stiftungen / 
Strukturen hält;

2.9 Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, die Jahresabschlüsse der letzten 5 Jahre der 
Z._____ einzureichen;

2.10Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist sämtliche Geschäftskonti der Z._____ offenzulegen und 
die entsprechenden detaillierten Bankauszüge der betreffenden Konti 
der letzten 5 Jahre innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist einzureichen;

2.11Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist sämtliche detaillierten Bankauszüge seiner Bankkonti bei 
der Y._____, der X._____ und der weiteren, nicht offen gelegten Konti, 
der letzten 5 Jahre einzureichen;

2.12Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist sämtliche Kreditkartenabrechnungen des Jahres 2017 
bzw. sämtliche private und berufliche Reiseauslagen für das Jahr 2017 
vollständig und wahrheitsgetreu offen zu legen und beim Regionalge-
richt Maloja einzureichen; insbesondere der K.________ Karte endend 
auf _____.

2.13Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-

13 / 68

fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu eine Aufstellung von 
sämtlichen privaten und geschäftlichen Debitoren einzureichen;

2.14Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über sämtliche 
in den eingereichten Steuerunterlagen ersichtlichen dem DBA unter-
stehenden Erträge Auskunft zu erteilen;

2.15Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu über den Erwerb und den 
Umfang seiner Beteiligung an der AC._____ Auskunft zu erteilen;

2.16Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist die Geschäftsabschlüsse der letzten 5 Jahre der 
AC._____ einzureichen;

2.17Der Berufungsbeklagte sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss 
Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungs-
fall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzuset-
zenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu sämtliche Konti der 
AC._____ offenzulegen und die entsprechenden detaillierten Bank-
auszüge der letzten 5 Jahre einzureichen;

2.18Es sei Herr AE._____, H._____strasse, AF._____ – unter Androhung 
der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 
ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche zwischen ihm 
und / oder von ihm direkt oder indirekt kontrollierte Gesellschaf-
ten/Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) und dem 
Berufungsbeklagten und / oder von ihm direkt / indirekt kontrollierte 
Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt 
ist) vollständig und wahrheitsgetreu über sämtliche bestehende Treu-
hands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträge Auskunft zu erteilen 
und die entsprechenden Verträge zu Handen des Regionalgerichts 
Maloja einzureichen;

2.19Es sei Herr AG._____ [recte AG._____], I._____strasse, AA._____ – 
unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse 
nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche 
zwischen ihm und / oder von ihm direkt oder indirekt kontrollierte Ge-
sellschaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) 
und dem Berufungsbeklagten und / oder von ihm direkt / indirekt kon-
trollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt 
beteiligt ist) vollständig und wahrheitsgetreu über sämtliche bestehen-
de Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträge Auskunft zu 
erteilen und die entsprechenden Verträge zu Handen des Regionalge-
richts Maloja einzureichen;

2.20Es seien die Organe der AH._____, c/o AI._____, H._____strasse, 
AF._____ – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB 
und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu ver-
pflichten, sämtliche zwischen ihr und / oder von ihr direkt oder indirekt 

14 / 68

kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen sie direkt / in-
direkt beteiligt ist) und dem Berufungsbeklagten und / oder von ihm di-
rekt / indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen 
er direkt / indirekt beteiligt ist) vollständig und wahrheitsgetreu über 
sämtliche bestehende Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungs-
verträge Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Verträge zu 
Handen des Regionalgerichts Maloja einzureichen;

2.21Es seien die Organe der AI._____, H._____strasse, AF._____ – unter 
Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach 
Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche zwi-
schen ihr und / oder von ihr direkt oder indirekt kontrollierte Gesell-
schaften / Stiftungen (oder an denen sie direkt / indirekt beteiligt ist) 
und dem Berufungsbeklagten bzw. Herrn AE._____ bzw. AG._____ 
und / oder von ihm direkt / indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stif-
tungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) vollständig und 
wahrheitsgetreu über sämtliche bestehende Treuhands-, Mandats- 
und / oder Beteiligungsverträge Auskunft zu erteilen und die entspre-
chenden Verträge zu Handen des Regionalgerichts Maloja einzurei-
chen;

3. Es sei Ziffer 6 des Dispositivs des Entscheids des Regionalgerichts 
Maloja, Prozess-Nr. 135-2017-280 vom 12. April 2018, aufzuheben 
und wie folgt neu zu fassen:

3.1. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.- seien dem Berufungsbeklagten 
aufzuerlegen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) zulas-
ten des Berufungsbeklagten.

F/b. D._____ beantragt in seiner Berufungsantwort vom 11. Februar 2019 die 
vollumfängliche Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten ist, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zulasten der Beru-
fungsklägerin.

G/a. Auch D._____ erhob gegen den Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen 
am Regionalgericht Maloja vom 12. April 2018 beim Kantonsgericht von Graubün-
den Berufung (Verfahren ZK1 19 13). In seiner Eingabe vom 28. Januar 2019 stellt 
er folgende Anträge:

1. Dispositiv Ziffer 1 sei aufzuheben und wie folgt zu ändern:

"1.Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin 
für die Dauer des Scheidungsverfahrens keinen Unterhalt schuldet."

2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Gesuchsgeg-
ner/Berufungskläger zwischen dem 1. Oktober 2017 und dem Tag der 
heutigen Eingabe (28. Januar 2019) CHF 76'072.83 an Zahlungen an 
die Gesuchstellerin/Berufungsbeklagte geleistet hat, welche an eine 
allfällige Unterhaltspflicht anzurechnen wären.

3. Der Gesuchsteller/Berufungskläger sei berechtigt zu erklären, auf ihn 
lautende finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit der eheli-
chen Liegenschaft (inkl. Hypothekarzinsen und Beiträge an die Stock-

15 / 68

werkeigentümergemeinschaft), die er gegenüber der Bank bzw. der 
Stockwerkeigentümergemeinschaft bezahlt, während der Dauer des 
Scheidungsverfahrens von einem allfälligen Unterhalt an die Gesuch-
stellerin/Berufungsbeklagte abzuziehen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. Mehrwertsteuer) zulas-
ten der Gesuchstellerin/Berufungsbeklagten für das Berufungsverfah-
ren.

G/b. A._____ beantragt in ihrer Berufungsantwort vom 11. Februar 2019 die Ab-
weisung der Berufung, soweit darauf einzutreten ist, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zu Lasten des Berufungsklägers.

G/c. Am 27. Februar 2019 reichte D._____ eine Stellungnahme zu den von 
A._____ in der Berufungsantwort vorgebrachten Noven ein und beantragte, die 
neuen Vorbringen und Beweismittel aus dem Recht zu weisen. A._____ liess sich 
dazu am 13. März 2019 vernehmen, wobei sie die Zulassung ihrer Noven verlang-
te.

H. In ihrer Stellungnahme vom 11. Februar 2019 nahm die Einzelrichterin in 
Zivilsachen am Regionalgericht Maloja Bezug auf den Verfahrensablauf, verzich-
tete darüber hinaus aber unter Hinweis auf den ergangenen Entscheid auf Aus-
führungen.

Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Erwägungen 
im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Erstinstanzliche Entscheide betreffend vorsorgliche Massnahmen im Ehe-
scheidungsverfahren, die vom Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht im 
summarischen Verfahren getroffen werden (vgl. Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 
271 lit. a ZPO und Art. 4 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zur Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]), sind mit Berufung im Sinne 
von Art. 308 ff. ZPO anfechtbar, sofern eine nicht vermögensrechtliche Streitigkeit 
vorliegt oder der Streitwert im Falle einer vermögensrechtlichen Streitigkeit wie 
vorliegend den Betrag von CHF 10'000.00 übersteigt (Art. 308 Abs. 1 lit. b u. Abs. 
2 ZPO).

1.2. Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen Ent-
scheid ist innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids schrift-

16 / 68

lich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid beizulegen ist 
(Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO). Der Entscheid der Einzelrichterin in 
Zivilsachen am Regionalgericht Maloja vom 12. April 2018 wurde am 17. Januar 
2019 mitgeteilt und ging den Parteien am 18. Januar 2019 zu (VI act. IV./6). So-
wohl A._____ als auch D._____ erhoben gegen den erwähnten Entscheid am 28. 
Januar 2019 fristgerecht Berufung. Überdies entsprechen ihre Eingaben den an 
sie gestellten Formerfordernissen, so dass darauf im Grundsatz einzutreten ist.

1.3. Die Zuständigkeit des Kantonsgerichts von Graubünden als Rechtsmittel-
instanz ergibt sich aus Art. 7 Abs. 1 EGzZPO. Innerhalb des Kantonsgerichts liegt 
die Zuständigkeit für zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilge-
setzbuches bei der I. Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisati-
on des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

1.4.1. Mit der Berufung als vollkommenes Rechtsmittel kann gemäss Art. 310 
ZPO die unrichtige Rechtsanwendung (lit. a), die unrichtige Feststellung des 
Sachverhalts (lit. b) und – über den Wortlaut hinaus – die Unangemessenheit gel-
tend gemacht werden. Das Berufungsgericht kann die gerügten Mängel des vor-
instanzlichen Entscheids frei und unbeschränkt überprüfen (Peter Reetz/Stefanie 
Theiler, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 ff. zu 
Art. 310 ZPO).

1.4.2. Nach Art. 311 Abs. 1 ZPO ist eine Berufung zu begründen. Aus der Be-
gründung muss hervorgehen, welche Punkte des erstinstanzlichen Entscheids 
angefochten werden, weshalb der erstinstanzliche Entscheid in den angefochte-
nen Punkten unrichtig sein soll und wie stattdessen zu entscheiden ist. Der blosse 
Verweis auf Rügen vor erster Instanz oder allgemeine Kritik am erstinstanzlichen 
Entscheid genügen nicht. Die kritisierten Ausführungen und die Beilagen müssen 
genau bezeichnet werden. Fehlt eine Begründung oder sind die Anträge auch im 
Lichte der Begründung ungenügend, ist auf die Berufung nicht einzutreten (BGE 
138 III 374 E. 4.3 = Pra 2013 Nr. 4; Urteil des Bundesgerichts 5A_141/2014 vom 
28. April 2014 E. 2.4; Peter Reetz/Stefanie Theiler, a.a.O., N 36 ff. zu Art. 311 
ZPO). Die Begründungsobliegenheit ist auch dann zu beachten, wenn im erstin-
stanzlichen Verfahren die eingeschränkte Untersuchungsmaxime zur Anwendung 
gelangte (BGE 141 III 569 E. 2.3.3 = Pra 2016 Nr. 99).

1.5. Die Berufungsverfahren ZK1 19 12 und ZK1 19 13 werden aufgrund ihres 
sachlichen Zusammenhangs gestützt auf Art. 125 lit. c ZPO, der auch in Rechts-
mittelverfahren zur Anwendung gelangt, vereinigt (vgl. Adrian Staehelin, in: Sutter-

17 / 68

Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 5 zu Art. 125 ZPO m.w.H.). In 
Anwendung von Art. 316 Abs. 1 ZPO wird zudem aufgrund der Akten entschieden.

1.6. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren trotz Geltung der be-
schränkten Untersuchungsmaxime (vgl. dazu E. 4.2.1) nach Art. 317 Abs. 1 ZPO 
(BGE 138 III 625 = Pra 2013 Nr. 26). Nach dieser Bestimmung werden neue Tat-
sachen und Beweismittel im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie 
ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer 
Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 
1 lit. b ZPO). Praxisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu unter-
scheiden. Echte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem En-
de der Hauptverhandlung des erstinstanzlichen Verfahrens – genauer nach dem 
Zeitpunkt, in welchem Tatsachen und Beweismittel vor erster Instanz letztmals 
vorgebracht werden konnten, bei Geltung der Untersuchungsmaxime also nach 
dem Beginn der Urteilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO) – entstanden sind. Sie sind 
im Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach 
ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und Be-
weismittel, die bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung – respek-
tive bei Beginn der Urteilsberatung – vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im 
Berufungsverfahren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen 
sind, wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Ver-
fahren hätten vorgebracht werden können (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 
5A_621/2012 vom 20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Art. 
150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 317 ZPO). Die Vor-
aussetzungen für die Berücksichtigung eines neuen Vorbringens oder eines neuen 
Beweismittels hat diejenige Partei zu beweisen, welche sich auf das betreffende 
Novum beruft (Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 10 zu Art. 317 
ZPO; Thomas Alexander Steininger, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], 
Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. 
Auflage, Zürich 2016, N 5 u. N 7 zu Art. 317 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, 
a.a.O., N 34 zu Art. 317 ZPO).

Ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO bezüglich der im vorliegenden 
Verfahren neu vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel erfüllt sind, wird nach-
folgend, im jeweiligen Sachzusammenhang, geprüft (vgl. namentlich E. 7.9 u. 
9.2.3). Es sei indes bereits hier darauf hingewiesen, dass der Grossteil der vorge-

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brachten Noven nicht entscheidrelevant ist, insbesondere weil zufolge Anwend-
barkeit des Prenuptial Agreements keine detaillierte Berechnung des Bedarfs und 
der Eigenversorgungskapazität von A._____ vorgenommen werden muss.

2.1.1. A._____ (im Folgenden als Ehefrau bezeichnet) wirft in ihrer Berufung Fra-
gen zum Ablauf der vorinstanzlichen Urteilsberatung auf. Sie führt aus, es er-
scheine unwahrscheinlich, dass die Vorinstanz noch am Tag der Instruktionsver-
handlung vom 12. April 2018 über Franken und Rappenbeträge beraten haben 
soll. Das Kantonsgericht habe daher die Nichtigkeit des Entscheids aufgrund einer 
möglichen fehlenden Entscheidberatung bzw. fehlerhaften Urteilsfindung zu prü-
fen. Unabhängig davon habe die Vorinstanz – indem sie ihre Eingabe vom 23. 
April 2018 zwar an die Gegenpartei weitergeleitet, dann aber nicht in der Urteils-
findung berücksichtigt, sie auch nicht über die Nichtberücksichtigung informiert 
und ¾ Jahre mit der Zustellung des Entscheids zugewartet habe – wider Treu und 
Glauben gehandelt, ihr keinen Rechtsschutz gewährt, das Beschleunigungsgebot 
missachtet und gegen Art. 272 ZPO verstossen. Hätte sie um den Urteilszeitpunkt 
gewusst, hätte sie ein neues vorsorgliches Verfahren anstrengen können. Das 
Kantonsgericht habe die Eingabe vom 23. April 2018 samt Beilagen in ihrer Ur-
teilsfindung zu berücksichtigen, eventualiter die Sache unter Berücksichtigung der 
erwähnten Eingabe und des Beschleunigungsgebots an die Vorinstanz zur erneu-
ten Urteilsfindung zurückzuweisen (Berufung Ehefrau, Rz. 13 ff.).

2.1.2. D._____ (im Folgenden als Ehemann bezeichnet) erachtet den Vorwurf der 
Nichtigkeit des vorinstanzlichen Entscheids als haltlos. Er bringt im Wesentlichen 
vor, die Ehefrau habe sich im vorinstanzlichen Verfahren trotz dessen summari-
schen Charakters insgesamt vier Mal schriftlich und zwei Mal mündlich vernehmen 
lassen können. Des Weiteren habe sie noch drei unaufgeforderte Stellungnahmen 
eingereicht. Danach habe das Gericht ohne weiteres zur Meinungsbildung schrei-
ten können. Weshalb die Eröffnung des Entscheids erst am 17. Januar 2019 er-
folgt sei, sei ihm nicht bekannt. Die Rüge der möglichen fehlenden Entscheidbera-
tung scheine jedoch völlig unbegründet, zumal es sich um einen Einzelrichterent-
scheid handle (Berufungsantwort Ehemann, Rz. 10 ff.).

2.2. Fehlerhafte Entscheide sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
nichtig, wenn der ihnen anhaftende Mangel besonders schwer ist, wenn er sich als 
offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar erweist und wenn zudem die 
Rechtssicherheit durch die Annahme der Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird. 
Als Nichtigkeitsgründe fallen vorab die funktionelle und sachliche Unzuständigkeit 
der verfügenden Behörde sowie krasse Verfahrensfehler in Betracht. Die Nichtig-
keit eines Entscheids ist von sämtlichen rechtsanwendenden Behörden jederzeit 

19 / 68

von Amtes wegen zu beachten (BGE 145 III 436 E. 4, BGE 138 II 501 E. 3.1, je 
m.w.H.).

2.3.1. Vorliegend ergibt sich aus den Akten, dass am 21. November 2017, nach 
dem ersten Schriftenwechsel, eine Einigungsverhandlung durchgeführt wurde. 
Nach einem zweiten Schriftenwechsel fand am 12. April 2018 eine weitere Eini-
gungsverhandlung statt. Gemäss Stellungnahme der Vorderrichterin vom 11. Fe-
bruar 2019 (ZK1 19 12 act. A.3) wurde der angefochtene Entscheid noch am sel-
ben Tag, im Anschluss an die erwähnte zweite Einigungsverhandlung, gefällt und 
in der Folge begründet. Die Verzögerung bei der Verfassung des Entscheides ha-
be sich aufgrund der ausserordentlich umfangreichen Rechtsschriften und Akten 
sowie der Arbeitsbelastung und der Ressourcen ergeben.

2.3.2. Aus den vorstehenden Ausführungen wird ersichtlich, dass spätestens am 
12. April 2018 der Aktenschluss eingetreten ist (vgl. BGE 140 III 312). Die Vorder-
richterin konnte und durfte daher an diesem Tag zur Urteilsberatung bzw. –fällung 
schreiten. Unregelmässigkeiten bei der Entscheidfindung sind nicht ersichtlich. 
Namentlich erscheint es nach mehrmonatiger Hängigkeit eines Verfahrens und bei 
sorgfältiger Vorbereitung einer Instruktionsverhandlung nicht ausgeschlossen, 
dass noch am selben Tag ein Entscheid getroffen wird. Nach der Entscheidfällung 
war die Vorinstanz sodann nicht verpflichtet, die Eingabe der Ehefrau vom 23. 
April 2018 zu beachten, zumal selbst im Anwendungsbereich der beschränkten 
Untersuchungsmaxime neue Tatsachen und Beweismittel nur bis zur Urteilsbera-
tung zu berücksichtigen sind (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Eine Verletzung von Art. 272 
ZPO liegt daher nicht vor. Man hätte zwar erwarten können, dass das Gericht die 
Ehefrau nach Eingang ihrer Eingabe vom 23. April 2018 auf den bereits gefällten 
Entscheid hinweist und die schriftliche Entscheidbegründung in Aussicht stellt, 
anstatt die Rechtsschrift kommentarlos an die Gegenpartei weiterzuleiten. Dass es 
dies nicht getan hat, stellt indes keinen Verfahrensfehler dar, der zur Nichtigkeit 
des Entscheids führt, und bietet auch keinen Anlass, das Verfahren zwecks neuer 
Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Ebensowenig liegt eine Missach-
tung des Beschleunigungsgebots vor, ist es bei umfangreichen Fällen und einer 
hohen Arbeitsbelastung des Aktuariats doch noch vertretbar, dass die Redaktion 
eines Entscheides ein Dreivierteljahr in Anspruch nimmt. Inwieweit die in der Ein-
gabe vom 23. August 2018 enthaltenen Behauptungen und Beweismittel vorlie-
gend zu berücksichtigen sind, hängt schliesslich davon ab, ob sie entscheidrele-
vant sind und ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO erfüllt sind.

3.1. Gegenstand der vorliegenden Berufungsverfahren bildet in erster Linie die 
Unterhaltspflicht des Ehemannes gegenüber seiner Ehefrau während des Schei-

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dungsverfahrens. Die Ehefrau beantragt in Ziff. 1.1 ihrer Berufungsbegehren, den 
Ehemann zu verpflichten, während des Scheidungsverfahrens die bisher geleiste-
ten Unterhaltszahlungen in Höhe von mindestens CHF 16'250.00 an und für sie 
weiterhin zu tätigen. Zu bemerken ist hierzu einerseits, dass auf diesen Antrag nur 
im Umfang des Mindestbetrags eingetreten werden darf (Urteil des Bundesge-
richts 5A_906/2012 vom 18. April 2013 E. 6.1.1 m.w.H.). Anderseits ist festzustel-
len, dass die Ehefrau in ihrem Gesuch vom 18. September 2017 noch die Leistung 
von Unterhaltsbeiträgen von mindestens CHF 30'000.00 monatlich beantragt hat-
te. In ihrer Replik vom 14. Dezember 2017 reduzierte sie den geforderten Unter-
haltsbeitrag dann auf mindestens CHF 16'250.00 pro Monat. Bei diesem Betrag 
handelt es sich gemäss Ehefrau um die pauschale Unterhaltszahlung von EUR 
15'000.00, die der Ehemann ihr gemäss dem Prenuptial Agreement aus dem Jahr 
1996 bis am _____ 2023, also bis zum 25. Geburtstag der jüngsten Tochter, 
schuldet. An der Unterhaltszahlung von monatlich EUR 15'000.00 bis zum er-
wähnten Datum orientierte sich die Ehefrau auch bei der Berechnung des sicher-
zustellenden Betrags, nahm sie hier im zweiten Schriftenwechsel doch ebenfalls 
eine Reduktion vor (Rz. 191–194 u. 330–337 der Replik). In ihrer Berufung führt 
die Genannte damit übereinstimmend aus, sie habe anfänglich ihren gesamten 
Bedarf von CHF 34'237.30 geltend gemacht. Da dies indes nicht dem mehrfach, 
auch notariell bestätigten Willen der Parteien entspreche, verlange sie nur noch 
den vereinbarten Betrag, weshalb sich ihre Forderung im vorliegenden Verfahren 
auf CHF 16'250.00 pro Monat beschränke (Berufung Ehefrau, Rz. 23). 

3.2. In Ziffer 1.2 der Rechtsbegehren verlangt die Ehefrau die Feststellung, dass 
die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 1.1 nebst die Kostentragung im bisherigen 
Umfang treten würden. Sofern die Genannte damit anstrebt, den Ehemann nun 
doch wieder zu mehr als zur pauschalen Unterhaltsleistung zu verpflichten, han-
delt es sich um eine unzulässige Klageerweiterung. Nach Art. 317 Abs. 2 lit. a u. b 
ZPO ist eine Klageänderung im Berufungsverfahren nämlich nur zulässig, wenn 
die Voraussetzungen von Art. 227 Abs. 1 ZPO gegeben sind und sie zudem auf 
neuen Tatsachen und Beweismitteln beruht. Vorliegend ist nicht ersichtlich und 
wird auch von der Ehefrau nicht geltend gemacht, dass die von ihr vorgenommene 
Klageerweiterung auf neuen Tatsachen oder Beweismitteln beruhen würde. Hinzu 
tritt der Umstand, dass die Ehefrau ein Feststellungsbegehren stellt. In einem sol-
chen Fall hat die klagende Partei ein schutzwürdiges Interesse rechtlicher oder 
tatsächlicher Natur an der Feststellungsklage nachzuweisen (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. 
a ZPO). Darunter fällt unter anderem die Unmöglichkeit, die Unsicherheit über den 
Bestand und Inhalt der betroffenen Rechtsbeziehungen unter den Parteien mit 
einer Leistungs- oder Gestaltungsklage zu beheben (Subsidiarität der Feststel-

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lungklage) (BGE 135 III 378 = Pra 2009 Nr. 138; Urteil des Bundesgerichts 
4A_532/2019 vom 21. April 2020 E. 4.1; Marc Weber, in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Ba-
sel 2017, N 9 ff. zu Art. 88 ZPO). Ausführungen dazu, inwieweit die Ehefrau über 
ein Feststellungsinteresse verfügen würde, bzw. weshalb sie in Bezug auf die ent-
sprechenden Unterhaltspositionen nicht direkt auf Leistung durch den Ehemann 
klagt, fehlen vorliegend gänzlich. Schliesslich ist zu beachten, dass die Ehefrau ihr 
Berufungsbegehren nicht ausreichend bestimmt hat. Ein Rechtsbegehren muss 
auch im Berufungsverfahren so bestimmt sein, dass es im Falle der Gutheissung 
der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden kann (vgl. BGE 137 III 617 E. 4 
m.w.H.). In casu geht aus dem Rechtsbegehren der Ehefrau nicht hervor, welche 
Unterhaltspositionen bzw. welche Kosten von ihrem Feststellungsbegehren betrof-
fen sind. Auch in der Berufungsbegründung nimmt sie keine Bezifferung vor. Sie 
spricht lediglich davon, dass diese Auslagen – gemeint sind offenbar die vom 
Ehemann gemäss dessen Unterhaltstabelle bisher bezahlten Rechnungen – even-
tualiter auf den gebührenden Unterhalt von CHF 16'250.00 draufzuschlagen seien 
(Berufung Ehefrau, Rz. 37 u. 42). Unter diesen Umständen kann auf Ziff. 1.2 der 
Berufungsbegehren der Ehefrau nicht eingetreten werden.

4.1. Im Ehescheidungsverfahren trifft das Gericht die nötigen vorsorglichen 
Massnahmen. Dabei sind die Bestimmungen über die Massnahmen zum Schutz 
der ehelichen Gemeinschaft sinngemäss anwendbar (Art. 276 Abs. 1 ZPO). Nach 
Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB legt das Gericht, ist die Aufhebung des gemeinsamen 
Haushalts begründet, auf Begehren eines Ehegatten die Unterhaltsbeiträge an die 
Kinder und den Unterhaltsbeitrag an den Ehegatten fest. Der Anspruch eines 
Ehegatten auf Unterhaltsbeiträge während der Dauer des Scheidungsverfahrens 
ist Ausfluss der ehelichen Beistands- und Unterhaltspflicht nach Art. 163 ZGB, 
geht es doch um die Regelung der Folgen des Getrenntlebens während beste-
hender Ehe. Die erwähnte Bestimmung bleibt Grundlage der gegenseitigen Unter-
haltspflicht der Ehegatten, selbst wenn nicht mehr ernsthaft mit einer Wiederauf-
nahme des Zusammenlebens zu rechnen ist. Für die Festsetzung des Unterhalts-
beitrags geht das Gericht daher grundsätzlich von der ausdrücklichen oder still-
schweigenden Vereinbarung aus, welche die Ehegatten bezüglich der Aufteilung 
der Aufgaben und Geldmittel unter sich getroffen haben. Festzusetzen ist in dieser 
Phase der Verbrauchsunterhalt. Massgebend sind der zuletzt gemeinsam gelebte 
eheliche Standard, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide Teile 
Anspruch haben, sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Ehegatten. Dem 
Gericht steht ein weiter Ermessensspielraum zu (BGE 137 III 385 E. 3.1 = Pra 
2012 Nr. 4; Urteile des Bundesgerichts 5A_323/2014 vom 15. Oktober 2014 E. 4 

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in fine sowie 5A_493/2017 vom 7. Februar 2018 E. 3.1; PKG 2010 Nr. 19 E. 11; 
Thomas Sutter-Somm/Flora Stanischewski, in Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. 
Auflage, Zürich 2016, N 11 zu Art. 276 ZPO). 

4.2.1. Für vorsorgliche Massnahmen im Ehescheidungsverfahren ist unter Vorbe-
halt von Art. 272 ZPO und Art. 273 ZPO das summarische Verfahren anwendbar 
(Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 271 lit. a ZPO; Thomas Sutter-Somm/Flora Stani-
schewski, a.a.O., N 41 zu Art. 276 ZPO; Marcel Leuenberger, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 3. Auflage, 
Bern 2017, N 21 Anh. ZPO Art. 276). Nach Art. 272 ZPO stellt das Gericht den 
Sachverhalt von Amtes wegen fest. Diese sog. soziale oder eingeschränkte Un-
tersuchungsmaxime verpflichtet das Gericht nicht zur eigentlichen Erforschung 
des Sachverhalts. Sie auferlegt ihm bloss die Pflicht, eine unbeholfene oder 
schwächere Partei zu unterstützen. Im Wesentlichen trifft das Gericht eine ver-
stärkte Fragepflicht während der mündlichen Verhandlung (vgl. Art. 273 Abs. 1 
ZPO) sowie die Pflicht, die Parteien zur Einreichung fehlender Beweismittel aufzu-
fordern und in diesem Sinn auf die Vervollständigung des Sachverhalts hinzuwir-
ken. Umfangreiche Ermittlungen sind nicht notwendig. Die Geltung der (einge-
schränkten oder vollen) Untersuchungsmaxime ändert nichts an der Beweislast 
und enthebt die Parteien nicht davon, an der Sammlung des Prozessstoffes mit-
zuwirken. Es obliegt ihnen, dem Gericht die rechtserheblichen Tatsachen zu un-
terbreiten und es auf die verfügbaren Beweismittel hinzuweisen (Urteil des Bun-
desgerichts 5A_645/2016 bzw. 5A_651/2016 vom 18. Mai 2017 E. 3.2.3 m.w.H.; 
BGE 125 III 231 E. 4a; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, in Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 8 ff. zu Art. 272 ZPO; Daniel 
Bähler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 1 zu Art. 272 ZPO). 

4.2.2. Die Festlegung der zwischen Ehegatten geschuldeten Unterhaltsbeiträge 
unterliegt der Dispositionsmaxime. Dieser Verfahrensgrundsatz bedeutet, dass die 
Parteien über den Streitgegenstand verfügen können und das Gericht an die Par-
teianträge gebunden ist. Es darf einer Partei nicht mehr und nichts Anderes zu-
sprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat 
(Art. 58 Abs. 1 ZPO; Rolf Vetterli, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm 
Scheidung, Band II: Anhänge, 3. Auflage, Bern 2017, N 3 Anh. ZPO Art. 272; 
Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 

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[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 9 ff. zu Art. 58 ZPO).

4.2.3. Was das Beweismass betrifft, so genügt in Massnahmeverfahren hinsicht-
lich der behaupteten Tatsachen das blosse Glaubhaftmachen (Urteile des Bun-
desgerichts 5A_1003/2014 vom 26. Mai 2015 E. 3 sowie 5A_555/2013 vom 29. 
Oktober 2013 E. 3.1; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, a.a.O., N 12 
zu Art. 271 ZPO; Marcel Leuenberger, a.a.O., N 21 Anh. ZPO Art. 276). Es 
braucht somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein die-
ser Tatsachen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse 
Wahrscheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 
rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht 
weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (BGE 130 III 321 E. 3.3, BGE 120 II 393 E. 4c).

5.1. Im vorliegenden Fall stützt die Ehefrau ihr Unterhaltsbegehren auf eine im 
Prenuptial Agreement vom 3. Juli 1996 getroffene Abrede. Die Vorinstanz führte 
im angefochtenen Entscheid aus, im Prenuptial Agreement hätten die Parteien 
anlässlich ihrer Heirat rechtsgeschäftliche Vereinbarungen getroffen, die neben 
ehe- und erbvertraglichen Dispositionen auch die scheidungsrechtlichen Neben-
folgen konkretisiert hätten. Eine Scheidungsvereinbarung könne bereits vor der 
Scheidung abgeschlossen werden, bedürfe zu ihrer Rechtsgültigkeit indes der ge-
richtlichen Genehmigung im Urteil über die Auflösung der Ehe. Der Vereinbarung, 
welche zumindest Ausdruck eines früher einmal vorhandenen Konsenses darstel-
le, komme dann allenfalls eine gewisse präjudizielle Wirkung zu, soweit sich die 
damaligen Verhältnisse nicht wesentlich verändert hätten. In Bezug auf den nach-
ehelichen Unterhalt sei die Wirksamkeit und Zulässigkeit von Vorauskonventionen 
mit Blick auf das Verbot der übermässigen Bindung gemäss Art. 27 Abs. 2 ZGB zu 
verneinen. Mit der zu ihrer Rechtsgültigkeit erforderlichen Überprüfung und ge-
richtlichen Genehmigung nach Massgabe von Art. 279 ZPO werde die freie Wil-
lensbildung und die Angemessenheit der Vereinbarung gewährleistet. Vorliegend 
stehe eine Anerkennung der vor der Eheschliessung abgeschlossenen Vereinba-
rung von beiden Parteien bis anhin aus. Sie könne somit nicht zur Festsetzung der 
Unterhaltsbeiträge herangezogen werden. Sodann sei diese vor mehr als 20 Jah-
ren abgeschlossen worden, womit deren Wirksamkeit in Frage zu stellen sei, 
nachdem sich gezeigt habe, dass die finanziellen Verhältnisse von damals und 
von heute nicht mehr vergleichbar seien (E. 4, S. 17 f., des angefochtenen Ent-
scheids). 

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5.2. Diese Erkenntnis wird von der Ehefrau in ihrer Berufung gerügt. Sie macht 
dabei im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz verkenne, dass der Inhalt und die 
Vereinbarungen des Prenuptial Agreement sowie der Zusatzvereinbarung aus 
dem Jahr 2004 im öffentlich beurkundeten Ehe- und Erbvertrag vom 30. Juni 2014 
ausdrücklich bestätigt worden seien. Insgesamt hätten die Parteien ihren Willen, 
die nachehelichen Unterhaltsansprüche zu regeln, dreimal beurkunden lassen, 
wobei die Zusatzvereinbarung von 2004 sogar vor dem Hintergrund einer bevor-
stehenden Scheidung entstanden sei. Dadurch habe sich der vereinbarte Unter-
haltsanspruch manifestiert. Verträge, welche eine öffentliche Beurkundung 
benötigten, könnten weitreichende Verpflichtungen und Einschränkungen der Par-
teien nach sich ziehen, ohne dabei gleich das auf Art. 27 ZGB gestützte Verbot 
der übermässigen Bindung zu missachten. Die Vorinstanz habe daher die Mög-
lichkeit der Vorauskonvention in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt mit Blick 
auf Art. 27 ZGB zu Unrecht verneint. Es könne bei der ehevertraglichen Festset-
zung der Scheidungsnebenfolgen ebensowenig von einer übermässigen Bindung 
gesprochen werden wie bei der Eingehung der Ehe an sich. Nach der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung seien Eheverträge, welche bereits Nebenfolgen für 
den Fall der Scheidung regeln, nicht per se unzulässig, sondern bedürften der 
Genehmigung durch das Scheidungsgericht nach Art. 279 ZPO. Vorliegend seien 
die entsprechenden Voraussetzungen gegeben. Im Gesamtkontext, der zur Beur-
teilung einer übermässigen Bindung massgeblich sei, sei von Bedeutung, dass die 
Parteien bei einer über zehnjährigen Ehe einen Unterhaltsbeitrag von USD 
10'000.00 vereinbart hätten. Dieser Betrag sei sowohl ausgehend vom heutigen 
vom Ehemann geltend gemachten Bedarf von monatlich CHF 97'846.95 als auch 
mit Blick auf die Vermögensverhältnisse bei der Vermählung von USD 167 Mio. 
als untergeordnet anzusehen und sicherlich nicht übermässig bindend. Ebenso 
werde ersichtlich, dass die Vereinbarung nicht offensichtlich unangemessen sei. 
Durch die öffentliche Beurkundung seien ferner der freie Wille und die reifliche 
Überlegung gegeben. Wie ausgeführt sei die Vereinbarung zuletzt im öffentlich 
beurkundeten Ehe- und Erbvertrag vom 30. Juni 2014 bestätigt worden, also zu 
einem Zeitpunkt, zu welchem der Ehemann gemäss eigenen Aussagen bereits 
kaum mehr finanzielle Ressourcen gehabt habe. Es werde aber bestritten, dass 
sich die finanziellen Verhältnisse in dem Ausmass verändert hätten, wie der Ehe-
mann geltend mache. Gerade hierfür seien Auskunftsbegehren gestellt worden. 
Der Ehemann habe den entsprechenden Beweis denn auch nicht erbringen kön-
nen, vielmehr verweigere er eine transparente Offenlegung seiner Finanzflüsse 
und verhalte sich mit dem beanspruchten monatlichen Bedarf von knapp CHF 
100'000.00 äusserst unglaubwürdig. Zumindest habe der Genannte gegenüber 
dem AB.________ ein Guthaben von mindestens EUR 29'145'571.00 ausstehend. 

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Die Vorinstanz habe sich zu keinem Zeitpunkt mit den Konstrukten aus Treuever-
hältnissen, Gesellschaften und Offshore-Konten auseinandergesetzt. Auch das 
offensichtliche Missverhältnis zwischen dem durch den Ehemann angegebenen 
Lebensstil (jährliche Auslagen von CHF 1'435'347.00) und den behaupteten be-
scheidenen finanziellen Ressourcen habe die Vorinstanz nicht aufhorchen lassen. 
Sie hätte indes merken müssen, was offensichtlich sei, nämlich, dass der Ehe-
mann entgegen seinen Beteuerungen erhebliche finanzielle Mittel habe, welche 
durch Mittelsmänner und versteckte Konstrukte verwaltet und ihm zur Verfügung 
gestellt würden. Im Weiteren habe die Vorinstanz nicht berücksichtigt, dass der 
Ehemann ihren gebührenden Unterhalt selbst mit CHF 16'250.00 beziffert und 
seine Tragungspflicht zumindest in diesem Umfang anerkannt habe. Er habe näm-
lich in der von ihm erstellten Tabelle seine an sie zu leistenden Unterhaltszahlun-
gen mit diesem Betrag eingesetzt. Zudem habe er ausgeführt, dass er nebst den 
Hypothekarkosten und den StWE-Beiträgen AD._____ auch für die Krankenkas-
senprämie samt Franchise, Sozialversicherungsbeiträge sowie die Rechtsbera-
tungskosten von ihr aufzukommen habe. Er anerkenne ihren Lebensstandard so-
mit in diesem Umfang. Seit dem Verlassen der ehelichen Wohnung und bis zur 
Klageeinleitung habe er ihr denn auch einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von 
CHF 16'250.00 bezahlt, so quasi als Taschengeld neben weiteren Zahlungen für 
das Wohnen, die Krankenkasse, die Steuern, die AHV-Beiträge, die Mobilitätskos-
ten etc. Ferner habe der Ehemann mit Schreiben vom 12. August 2015 an das 
AJ._____ der Stockwerkeigentümergemeinschaft ihrer Liegenschaft in AK._____ 
festgehalten, dass er ihr lebenslang jährlich EUR 400'000.00 geben werde, und 
zwar vorbehaltlos. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass sich die Parteien 
über den Unterhaltsanspruch geeinigt und diesen sodann auch gelebt hätten. Die 
Vereinbarung über die Scheidungsfolgen sei durch das Scheidungsgericht in der 
Hauptsache zu genehmigen. Entsprechend sei ihr ein monatlicher Unterhalt von 
mindestens CHF 16'250.00 zuzusprechen. Darüber hinaus habe der Ehemann 
sämtliche bisher durch ihn bezahlten Rechnungen gemäss seiner Unterhaltstabel-
le weiterhin zu bezahlen, eventualiter seien diese Auslagen auf den gebührenden 
Unterhalt von CHF 16'250.00 draufzuschlagen. Sollte die direkte Wirksamkeit des 
Prenuptial Agreement verneint werden, müsste der Vereinbarung zumindest eine 
präjudizielle Wirkung zukommen. Die Vorinstanz habe sich indessen gänzlich über 
die Vereinbarung hinweggesetzt. Indem sie das Prenuptial Agreement zusammen 
mit der Zusatzvereinbarung und der Bestätigung im Ehe- und Erbvertrag nicht 
berücksichtigt, sondern dessen Anwendbarkeit verneint (anstatt die Genehmi-
gungsfähigkeit bestätigt) habe und dabei von veränderten Umständen sowie einer 
übermässigen Bindung ausgegangen sei, ohne auf diese überraschende Rechts-
anwendung hinzuweisen, und indem sie die stillschweigende Einigung zwischen 

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den Parteien nicht berücksichtigt habe, habe die Vorinstanz zahlreiche Rechtsver-
letzungen begangen und den Sachverhalt offensichtlich falsch, zum Teil gar will-
kürlich, festgestellt (Berufung Ehefrau, Rz. 17 ff.).

5.3. Der Ehemann bringt in seiner Berufungsantwort vor, die Vorinstanz habe 
das Prenuptial Agreement aus dem Jahr 1996 und die nachfolgenden Vereinba-
rungen zu Recht als untaugliche Grundlage für die Regelung der Scheidungsne-
benfolgen betrachtet. So übersehe die Ehefrau, dass Scheidungsvereinbarungen 
von beiden Parteien gemeinsam dem Gericht vorgelegt werden müssten, woran 
es vorliegend offensichtlich gebreche. Weder seien die Vereinbarungen in der 
konkreten Scheidungssituation geschlossen noch seien diese von ihm bestätigt 
worden. Für die Unverbindlichkeit einer dem Gericht nicht gemeinsam vorgelegten 
früheren Vereinbarung spreche sich auch die massgebliche Lehre aus. Damit 
spiele es keine Rolle, wie oft die Parteien Jahre vor Rechtshängigkeit dieses 
Scheidungsverfahrens ihren Willen zur Regelung von Scheidungsfolgen bekundet 
hätten. Ausserdem könne für die Beurteilung im Jahr 2019 keine Geltung bean-
spruchen, was die Parteien in den Jahren 1996, 2004 oder 2014 als massgeblich 
betrachtet haben könnten. Dies gelte umso mehr, als bei Einleitung des Schei-
dungsverfahrens im September 2017 weder ein Einverständnis zum Scheidungs-
punkt noch eine Regelung der Nebenfolgen, welche von beiden Parteien bestätigt 
worden wäre, vorgelegen habe. Relevant seien die aktuellen Verhältnisse, welche 
sich in massgeblicher Hinsicht von den früheren unterschieden. Das Prenuptial 
Agreement könne somit nicht zur Begründung der Unterhaltsansprüche der Ehe-
frau herangezogen werden. Hinzu komme, dass sich die Ehefrau selbst nicht an 
die entsprechenden Vereinbarungen gebunden fühle, habe sie bei der Vorinstanz 
doch Unterhaltsbeiträge verlangt, die von dem, was im Prenuptial Agreement ver-
einbart worden sei, massiv gegen oben abweichen würden. Er habe umfassend 
über sein Vermögen Auskunft erteilt und dargelegt, dass das seinerzeitige stattli-
che Millionenvermögen während der letzten gut 20 Jahre grösstenteils von der 
Familie verbraucht worden sei. Seine auf Bankbelege gestützte Darlegung habe 
die Ehefrau im vorinstanzlichen Verfahren nicht substantiiert bestritten, sondern 
nur pauschal als unglaubwürdig abgetan, was selbstverständlich nicht genüge. Im 
Berufungsverfahren gelte auch im Bereich der sozialen Untersuchungsmaxime 
eine strikte Rüge- bzw. Begründungsobliegenheit. Diesen Anforderungen entspre-
che die Berufungsbegründung der Ehefrau nicht. Statt die Begründung der Vorin-
stanz nachvollziehbar zu rügen, behaupte sie erneut schlicht, er habe sich einer 
transparenten Offenlegung seiner Finanzflüsse verweigert und sich äusserst un-
glaubwürdig verhalten. Dass er früher einen hohen Bedarf gehabt habe, habe er 
bei der Vorinstanz bereits selbst dargelegt. Es treffe aber nicht zu, dass er heute 

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über nicht offengelegte finanzielle Mittel verfügen würde, welche durch Mittelmän-
ner und versteckte Konstrukte verwaltet würden. Die Vorinstanz habe die umfang-
reichen Unterlagen geprüft und sei zur Überzeugung gelangt, dass die eingereich-
ten Akten für die Beurteilung des vorsorglichen Massnahmegesuchs ausreichend 
seien. Der Vorwurf der Ehefrau, das Darlehen gegenüber AB.________ im Betrag 
von rund EUR 29 Mio. sei nicht in den privaten Büchern aufgeführt, ziele ins Lee-
re. Die eigenkapitalersetzenden Darlehen seien nicht werthaltig. Ausserdem seien 
die ausufernden Auskunftsbegehren der Ehefrau auch vor dem Hintergrund zu 
würdigen, dass sie bei sich selbst mit Blick auf die Auskunft über das eigene Ver-
mögen und das Einkommen einen ganz anderen Massstab anlege. Schliesslich 
sei zu bemerken, dass er den gebührenden Unterhalt der Ehefrau nie behauptet 
habe. Im Gegenteil habe er die fehlende Darstellung des Bedarfs gerade gerügt 
und die Ehefrau aufgefordert, ihre Positionen zu behaupten und zu belegen, wenn 
sie solche geltend mache wolle. In der duplizierenden Stellungnahme habe er so-
dann die nachträglich geltend gemachten Bedarfspositionen allesamt bis auf die 
Krankenkassenprämien und die Franchise sowie die Kosten der Stockwerkei-
gentümergemeinschaft und der Billag mangels Substantiierung bestritten (Beru-
fungsantwort Ehemann, Rz. 16 ff. u. Rz. 42 ff.).

6.1. Am 3. Juli 1996 unterzeichneten die Ehegatten A._____ und D._____ an-
lässlich ihrer Eheschliessung ein sog. Prenuptial Agreement (Proz. Nr. 115-2017-
44, act. II./3). Es handelt sich dabei um ein Instrument des US-amerikanischen 
Rechts, in dem die finanziellen Folgen einer Scheidung bereits vor der Heirat um-
fassend geregelt werden können (Zeno Raveane/Antonella Schmucki, Die antizi-
pierte Scheidungskonvention, in: FamPra.ch 2020, S. 591). In casu klärten die 
Parteien in der erwähnten Vereinbarung nicht nur die finanziellen Folgen der 
Scheidung, sondern auch diejenigen einer Trennung. Im April 2004 schlossen sie 
eine Zusatzvereinbarung ab. Ausserdem unterzeichneten sie am 30. Juni 2014 
einen Ehe- und Erbvertrag (nach schweizerischem Recht), der die Vereinbarung 
aus dem Jahr 1996 und diejenige aus dem Jahr 2004 ergänzen sollte. Gemäss 
dem Prenuptial Agreement steht der Ehefrau für den Fall der Trennung der Ehe-
gatten nach einer über zehnjährigen Ehe unter anderem eine indexierte Unter-
haltszahlung von USD 10'000.00 pro Monat zu (Ziff. 10.2.2 u. 10.3). Gestützt auf 
die Rügen der Ehefrau ist nachfolgend zu prüfen, ob die vorsorglichen Unterhalts-
beiträge an sie gestützt auf die im Jahr 1996 getroffene Abrede über die Folgen 
der Trennung festzulegen sind oder ob die Vorinstanz deren Anwendbarkeit zu 
Recht verneint hat.

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6.2.1. Die Verbindlichkeit von im Voraus, ohne konkreten Bezug zu einem Verfah-
ren getroffenen Scheidungsvereinbarungen wird in der Lehre kontrovers diskutiert. 
Das Bundesgericht geht in seiner neueren Rechtsprechung davon aus, dass ein 
handlungsfähiger Ehegatte mit dem anderen Ehegatten oder mit Dritten Rechts-
geschäfte abschliessen kann, sofern es das Gesetz nicht anders bestimmt. Das 
Gesetz enthält nun keine spezielle Regel, die es einem Ehegatten verbietet, sich 
vor oder nach dem Eingehen einer Ehe vertraglich zu verpflichten, dem andern im 
Fall einer Scheidung einen bestimmten Beitrag an dessen Unterhalt zu leisten, 
d.h. eine sog. antizipierte Scheidungskonvention zu schliessen. Es verträgt sich 
daher nicht, einer antizipierten Vertragsabrede über den nachehelichen Unterhalt 
allein unter Hinweis auf Art. 27 ZGB und ohne Prüfung der konkreten Umstände 
pauschal jegliche Bindungswirkung abzusprechen. Eine solche Vertragsabrede 
bindet die Parteien somit grundsätzlich, steht aber unter dem Vorbehalt einer 
späteren Genehmigung durch das Scheidungsgericht (BGE 145 III 474 E. 5.5 
m.w.H.; Urteil des Bundesgerichts 5A_980/2018 vom 5. Juni 2019 E. 3; Zeno Ra-
veane/Antonella Schmucki, a.a.O., S. 589 ff.; Alexandra Jungo/Christine Arndt, 
Scheidungskonventionen auf Vorrat sind bindend, in: Jusletter 9. Dezember 2019; 
kritisch dazu Thomas Geiser, Regelung des Scheidungsunterhalts im Ehevertrag? 
in: Jusletter 4. November 2019; Philipp Bornhauser, Ehevertrag – Regelungsmög-
lichkeiten und Grenzen, in: SJZ 2020 S. 515 ff.).

Da die Vereinbarung über die Folgen der Scheidung erst rechtsgültig ist, wenn das 
Gericht sie genehmigt hat, haben die Parteien in einem durch Klage eingeleiteten 
Scheidungsverfahren die Möglichkeit, dem Gericht die Nichtgenehmigung der sie 
zwar bindenden, aber noch nicht rechtsgültigen Vereinbarung zu beantragen. Ein 
Ehegatte kann die Nichtgenehmigung bspw. damit begründen, dass die Vereinba-
rung an einem Willensmangel leide oder für ihn eine zu grosse Bindung bedeute, 
namentlich, weil sich die Verhältnisse in der Zwischenzeit in nicht vorhersehbarer 
Weise geändert haben. Für die gerichtliche Prüfung, ob die Scheidungsvereinba-
rung nach Massgabe von Art. 279 Abs. 1 ZPO genehmigt werden kann, kommt es 
denn auch nicht auf den Moment an, in welchem die Parteien die Vereinbarung 
geschlossen haben. Namentlich für die inhaltliche Kontrolle ist vielmehr der Zeit-
punkt des Scheidungsprozesses, genauer der gerichtlichen Genehmigung, mass-
gebend. Entsprechend hat das Gericht auch allfälligen Veränderungen der Ver-
hältnisse Rechnung zu tragen, die seit dem Abschluss der Vereinbarung eingetre-
ten sind (BGE 145 III 474 E. 5.6 m.w.H.).

6.2.2. Das für die Regelung der Scheidungsfolgen Gesagte gilt sinngemäss auch 
für Vereinbarungen über die Folgen des Getrenntlebens. Unterhaltsvereinbarun-

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gen im vorsorglichen Massnahmeverfahren unterliegen deshalb ebenfalls der ge-
richtlichen Genehmigung, und zwar unabhängig davon, ob die Unterhaltsregelung 
bereits vorgängig in einem Ehevertrag oder erst im Lauf des Scheidungsverfah-
rens getroffen wurde. Die Tatsache, dass eine Vereinbarung nicht im Hinblick auf 
eine konkrete Scheidungssituation getroffen wurde, schliesst deren Genehmi-
gungsfähigkeit nicht von vornherein aus (Entscheid des Kantonsgerichts St. Gal-
len FS.2016.13 vom 29. Mai 2017, vom Bundesgericht bestätigt mit Urteil 
5A_493/2017 vom 7. Februar 2018; Urteil des Kantonsgericht Graubünden ZK1 18 
150 vom 12. November 2019 E. 3.4; Thomas Sutter-Somm/Nicolas Gut, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 4 zu Art. 279 ZPO; Rolf Vetterli, 
a.a.O., N 7 ff. Anh. ZPO Art. 272; Daniel Bähler, a.a.O., N 1 zu Art. 279 ZPO).

6.2.3. Gemäss Art. 279 Abs. 1 ZPO genehmigt das Gericht eine Vereinbarung der 
erwähnten Art, wenn es sich davon überzeugt hat, dass die Ehegatten sie aus 
freiem Willen und nach reiflicher Überlegung geschlossen haben und sie klar, 
vollständig und nicht offensichtlich unangemessen ist. Eine Vereinbarung über die 
Scheidungsfolgen oder über vorsorgliche Massnahmen im Scheidungsverfahren 
ist somit nicht nur auf ihre Vollständigkeit und Klarheit zu prüfen, sondern zusätz-
lich auch auf ihre rechtliche Zulässigkeit und ihre sachliche Angemessenheit, wo-
bei die Prüfung der Angemessenheit aufgrund der erwähnten Verfahrensmaximen 
beschränkt ist, soweit lediglich die vermögensrechtlichen Scheidungsfolgen zwi-
schen den Ehegatten infrage stehen (vgl. BGE 138 III 532 E. 1.3 m.w.H.; Urteil 
des Bundesgerichts 5A_128/2012 vom 16. Juli 2012 E. 2.4). Die Genehmigung ist 
nur bei offensichtlicher Unangemessenheit zu versagen, namentlich wenn die ver-
einbarte Lösung in sofort erkennbarer und eklatanter Art und Weise von der ge-
setzlichen Regelung abweicht und sich diese Abweichung aus Billigkeitsüberle-
gungen nicht rechtfertigen lässt. Auf diese Weise soll die Übervorteilung eines der 
Ehegatten verhindert werden. Beim Entscheid über die Genehmigung kommt dem 
Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu (Urteil des Bundesgerichts 
5A_980/2018 vom 5. Juni 2019 E. 4.1; Daniel Bähler, a.a.O., N 3b f. zu Art. 279 
ZPO).

6.3. Aufgrund des Gesagten steht Art. 27 ZGB der Bindungswirkung des von 
den Ehegatten im Jahr 1996 abgeschlossenen Prenuptial Agreements nicht per se 
entgegen. Auch der Umstand, dass die Vereinbarung nicht mehr von beiden Par-
teien anerkannt bzw. bestätigt wird, stellt deren Verbindlichkeit entgegen der An-
sicht der Vorinstanz und des Ehemannes nicht in Frage, ist ein einseitiger Wider-
ruf der Vorausvereinbarung doch nicht möglich (vgl. E. 6.2.1 sowie Alexandra 

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Jungo/Christine Arndt, a.a.O., Rz. 8). Der besondere Schutz, der den Eheleuten 
zukommt, erfolgt nur, aber immerhin, über das Erfordernis der gerichtlichen Ge-
nehmigung nach Art. 279 ZPO. Insofern steht es dem Ehemann lediglich frei, sich 
auf Gründe für die Nichtgenehmigung der Vereinbarung zu berufen. Dies macht 
der Genannte denn auch, indem er argumentiert, die damals getroffene Vereinba-
rung sei heute infolge einer Reduktion seiner wirtschaftlichen Leistungskraft offen-
sichtlich unangemessen. Die Ehefrau rügt nun zu Recht, dass sich die Vorinstanz 
mit dieser Argumentation nicht hinlänglich befasst habe. Im angefochtenen Ent-
scheid wird nämlich bloss festgehalten, dass die finanziellen Verhältnisse von da-
mals und von heute nicht mehr vergleichbar seien. Eine Auseinandersetzung mit 
den einzelnen Vorbringen der Parteien erfolgt jedoch nicht. Da die Voraussetzun-
gen für die Genehmigung des Prenuptial Agreements anhand der vorhandenen 
Akten und der Ausführungen der Parteien geprüft werden können, die Angelegen-
heit folglich spruchreif ist, rechtfertigt es sich, dass die Berufungsinstanz über die-
se Frage entscheidet (vgl. Art. 318 Abs. 1 lit. b u. c ZPO). Von einer Rückweisung 
an die erste Instanz ist abzusehen, nicht zuletzt, um eine weitere zeitliche Verzö-
gerung zu vermeiden.

6.4.1. Zu beachten bleibt, dass im vorliegenden Verfahren, in dem es um eine 
vorläufige Regelung der Unterhaltspflicht für die Dauer des Ehescheidungsverfah-
rens geht, nicht abschliessend über die Gültigkeit des Prenuptial Agreements zu 
befinden, sondern lediglich eine summarische Beurteilung der Genehmigungs-
fähigkeit vorzunehmen ist.

6.4.2. Wie oben erwähnt, sind für die Prüfung der Frage, ob das Prenuptial 
Agreement als antizipierte Vereinbarung über die Trennungsfolgen nach Massga-
be von Art. 279 Abs. 1 ZPO genehmigt werden kann, sodann die Einkommens- 
und Vermögensverhältnisse im Zeitpunkt der Genehmigung zu berücksichtigen. 
Da der Ehemann eine Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Lage geltend 
macht, sind die heutigen sodann den früheren Verhältnissen gegenüber zu stellen. 
Hierbei ist nicht der Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung, also das Jahr 
1996, massgebend, sondern das Jahr 2014. In ihrem Ehe- und Erbvertrag vom 30. 
Juni 2014 haben die Ehegatten nämlich ausdrücklich bestätigt, dass das Prenupti-
al Agreement vom 3. Juli 1996 und die Ergänzungsvereinbarung vom April 2004 in 
Kraft bleiben und die darin stipulierten Regeln betreffend Haushaltsbeiträge, Un-
terstützungs- und laufende Unterhaltszahlungen nicht geändert werden sollen 
(Proz. Nr. 115-2017-44, act. II./4 Ziff. II./A). Mitte 2014 gingen die Parteien somit 
klar davon aus, dass der Ehemann über ausreichend finanzielle Mittel verfügt, um 
seiner Ehefrau die vereinbarten Unterhaltszahlungen zu leisten. Er war denn auch 

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effektiv in der Lage, ihr ab 1. Oktober 2015 monatlich EUR 15'000.00 zu überwei-
sen und weitere Kosten, bspw. für die Wohnung oder die Krankenkasse, zu über-
nehmen (vgl. Stellungnahme Ehemann vom 12. Oktober 2017, Rz. 99 ff. u. 142; VI 
act. III./57). Es ist folglich zu prüfen, ob seit Mitte 2014 eine Verschlechterung der 
wirtschaftlichen Situation eingetreten ist, wobei dieser Umstand als anspruchshin-
dernde Tatsache vom Ehemann glaubhaft gemacht werden muss (vgl. auch E. 
12.3.2).

6.4.3. Bei der Betrachtung der finanziellen Situation des Ehemannes liegt das 
Schwergewicht auf dessen Vermögen, von dem bzw. von dessen Erträgen die 
Ehegatten ihren Lebensunterhalt bis anhin hauptsächlich bestritten (vgl. die Stel-
lungnahme vom 12. Oktober 2017, Rz. 45 f.; Duplik, Rz. 79). Einer eigentlichen 
Erwerbstätigkeit, aus der er ein regelmässiges Einkommen erzielt hätte, ging der 
Ehemann soweit ersichtlich nie nach. Der Grundsatz, dass der Zugriff auf die 
Vermögenssubstanz im Vergleich zum Einkommen lediglich subsidiär erfolgen soll 
(vgl. BGE 134 III 581 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 5A_25/2015 vom 5. Mai 
2015 E. 3.2, Heinz Hausheer/Rolf Brunner, in: Hausheer/Spycher [Hrsg.], Hand-
buch des Unterhaltsrechts, 2. Auflage, Bern 2010, Rz. 03.142 ff.), tritt im 
konkreten Fall daher in den Hintergrund.

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7.1.1. Zu betrachten ist zunächst das Vermögen des Ehemannes bei Bankinstitu-
ten. Nach eigenen Angaben verfügt er über Bankverbindungen bei der Y._____ 
AG und bei der X._____ (X._____). Aus den von ihm eingereichten Auszügen ge-
hen folgende Vermögenswerte hervor:

Konto/ 
Depot

Währ
ung

31.12.13 31.12.14 31.12.15 31.12.16. 06.10.17 31.12.17 VI 
act. 
III.

_____ CHF 320'375 263'742 1'260'466 289'436 386'323 122'653

2.6b, 
2.7-
2.9,
3, 64

X._____ 
_____ EUR 5'927'402 4'939'590 1'782'526 (463'275) 695'175 17'015

4.2a, 
4.3a, 
4.4c, 
5, 65

X._____ 
_____

EUR 2'647'807 427'632 (31.8.2015)185'975
4.2b, 
4.3b, 
4.4b

_____ EUR 203'466 136'309 4.4a, 
4.5b

X._____ 
_____ CHF

1'736'599 4.5a

X._____ 
_____

EUR 516'725 895'115 6, 66

Die vom Ehemann in der Duplik erwähnten zwei Konten, nämlich das Betriebskon-
to des L.________ in W._____ mit einem Saldo per Ende 2017 von EUR 4'546.25 
sowie das zusammen mit seinem Vater gehaltene Konto bei der Y._____ mit ei-
nem Saldo per Ende 2017 von EUR 7'972.70 (Duplik, Rz. 45; VI act. III./69 ff.), 
sind vernachlässigbar.

Gegenüber der Y._____ hatte der Ehemann im Jahr 2017 sodann eine grund-
pfandgesicherte Darlehensschuld von CHF 2'554'000.00 (VI act. III./3; siehe dazu 
auch E. 7.2 nachstehend).

7.1.2. Gemäss obiger Tabelle und den dazugehörenden Kontoauszügen ist das 
Bankvermögen des Ehemannes in der Tendenz abnehmend. Nach seinen Anga-
ben betrug es im Oktober 2017 noch CHF 1'779'323.00 bzw. hatte er unter 
Berücksichtigung des Hypothekardarlehens gegenüber den Banken gar eine 
Schuld von CHF 777'678.00 (vgl. die Stellungnahme vom 12. Oktober 2017, Rz. 
13 u. 24 ff.). Ein transparentes Bild ergibt sich jedoch nicht. So fehlen bei einigen 

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Konti vollständige bzw. durchgehende Angaben über die Kontostände, namentlich 
bei den X._____-Konti. Der Ehemann erwähnt bspw. nicht, wie der Saldo des 
X._____ Kontos _____, das Ende 2016 immerhin noch einen Stand von CHF 
1'736'599.00 (act. III./4.5a) aufwies, im Jahr 2017 war. Ebenso mangelt es an 
Auskünften zur Eröffnung bzw. Saldierung von Konten oder zu allfälligen Kontoü-
berträgen. Aus den Kontoauszügen wird ausserdem ersichtlich, dass es auf den 
verschiedenen Konten nicht nur zu Abflüssen, sondern auch zu Zuflüssen, teilwei-
se in Millionenhöhe, kam (exemplarisch: VI act. III./4.2a S. 2, III./4.3a S. 2, III./4.4c 
S. 2, III./5 S. 2). Auch dazu äussert sich der Ehemann nicht, nicht einmal bei grös-
seren Beträgen. Es ist folglich nicht nachvollziehbar, wohin die Gelder des Ehe-
mannes geflossen sind, namentlich ob bzw. inwieweit sie tatsächlich in dessen 
L.________ in W._____ oder in dessen Gesellschaften investiert wurden. Zu be-
achten ist in diesem Zusammenhang u.a., dass der Ehemann seit Ende 2013 "le-
diglich" noch EUR 1.1 Mio. in das L.________ eingeschossen hat (vgl. E. 7.6.2). 
Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass er per Saldo nicht über weniger Vermö-
gen verfügt, wenn einem Vermögensabfluss auf seinen Konten ein Vermögens-
zuwachs in seinen Gesellschaften gegenübersteht. Die Vermögensflüsse sind 
aufgrund fehlender Belege und/oder Erläuterungen des Ehemannes aber wie er-
wähnt generell nicht nachvollziehbar.

7.1.3. Eine Abnahme des Vermögens des Ehemannes ergibt sich demgegenüber 
aus seinen Steuererklärungen. So deklarierte er bspw. per Ende 2016 ein Wert-
schriftenvermögen von CHF 4'429'316.00, während das Wertschriftenverzeichnis 
Ende 2013 noch ein Vermögen von CHF 7'572'620.00 ausgewiesen hatte (VI act. 
III./7-10 u. III./77). Da die Ehegatten A./D.________ pauschalbesteuert sind, lie-
gen indes keine Steuererklärungen vor, die inklusive Hilfsblätter vollständige Aus-
künfte über das Einkommen, das Vermögen und die Schulden der Ehegatten ent-
halten würden. Namentlich ausländische Vermögenswerte sind nicht erfasst. Die 
Steuererklärungen sind daher wenig aussagekräftig (vgl. auch Duplik, Rz. 85).

7.2. Die eheliche Liegenschaft in U._____, die im Eigentum des Ehemannes 
steht, weist einen Verkehrswert von rund CHF 4'000'000.00 auf. Sie ist mit Hypo-
thekarschulden in der Höhe von CHF 1'100'000.00 und CHF 1'454'000.00 belas-
tet, so dass der Nettowert bei rund CHF 1'450'000.00 liegt (VI act. III./3 u. III./11). 
Entgegen der Auffassung des Ehemannes (Stellungnahme vom 12. Oktober 2017, 
Rz. 13, 23, 25 u. 29) ist das Hypothekardarlehen bei seinen Bankguthaben nicht 
nochmals in dem Sinne zu berücksichtigen, dass bei diesen eine Überschuldung 
resultieren würde.

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7.3.1. Im Weiteren gibt der Ehemann an, Eigentümer einer Kunstsammlung zu 
sein, die Fotografien, Kunstgegenstände und Designartikel umfasse. Er habe rund 
CHF 1.727 Mio. in die Sammlung investiert. Es könne aber nicht davon ausge-
gangen werden, dass die ganze Sammlung zu diesem Preis an einen Dritten ver-
kauft werden könne. Im Liquidationsfall dürfte höchstens ein Bruchteil der ur-
sprünglichen Investition erzielbar sein. Der aktuelle Wert werde vorsichtig auf rund 
einen Viertel der ursprünglich investierten Summe, demnach CHF 432'000.00, 
geschätzt (Stellungnahme vom 12. Oktober 2017, Rz. 30; VI act. III./12-14). Die 
Ehefrau bestreitet dies und macht geltend, der tatsächliche Wert der Kunstge-
genstände sei um ein Vielfaches höher. Ausserdem zweifelt sie die Aktualität bzw. 
Vollständigkeit der vom Ehemann eingereichten Auflistung an (Replik, Rz. 73 ff.).

7.3.2. Im vorliegenden Summarverfahren lässt sich der Umfang und der Wert der 
Kunstsammlung nicht exakt bestimmen. Es ist aber darauf hinzuweisen, dass die 
Schätzung des Ehemannes nicht nachvollzogen werden kann, da er weder näher 
substantiiert noch belegt, aus welchen Motiven der aktuelle Wert der Sammlung 
lediglich noch ein Viertel der investierten Summe betragen soll. Zu beachten ist, 
dass sich im Eigentum der Z._____ ähnliche Kunstgegenstände befinden (vgl. die 
gemeinsame Auflistung in VI act. III./14). Bei der erwähnten Gesellschaft führte 
eine Neubewertung des Kunstwarenlagers zu einer Wertberichtigung von CHF 4 
Mio. auf CHF 3 Mio., also um rund einen Viertel (vgl. E. 7.4.2 sowie VI act. III./17 
S. 4). Auch vor diesem Hintergrund ist nicht glaubhaft, dass die private Kunst-
sammlung des Ehemannes einen Wertverlust von rund drei Vierteln erlitten haben 
soll.

7.4.1. Der Ehemann ist alleiniger Inhaber der Z._____, die auf dem Gebiet des 
Kunsthandels und der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Kunst tätig 
ist. Er führt aus, die Haupttätigkeit der Gesellschaft sei derzeit die Vermarktung 
und Verwaltung einer Negativsammlung des Schweizer Künstlers AL._____. In 
den letzten drei Jahren habe die Gesellschaft mehrheitlich Verluste produziert und 
per Ende 2016 mit einem Verlustvortrag in der Höhe von CHF 1.4 Mio. abge-
schlossen. Die neuste Bewertung des eigenen Kunstlagers habe zu einer wesent-
lichen Wertberichtigung der Aktiven der Gesellschaft geführt. Er finanziere die Ge-
sellschaft seit geraumer Zeit mittels zinslosen Aktionärsdarlehen, um eine Über-
schuldung und einen Konkurs abzuwenden. Derzeit betrage die Höhe der Darle-
hen ca. CHF 4.5 Mio., wovon ein Teil mit einem Rangrücktritt versehen sei. Er 
versuche seit längerem, die Firmenbeteiligung oder die Kunstgegenstände zu ver-
äussern, auch durch Einschaltung von professionellen Agenten, allerdings ohne 
Erfolg. Es sei nicht zu erwarten, dass innerhalb absehbarer Zeit Gewinne in einer 

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Höhe generiert werden könnten, die eine Reduktion des Verlustvortrags von CHF 
1.4 Mio. erlauben würden. Damit sei auch nicht absehbar, dass die Ausstände ihm 
gegenüber demnächst zurückbezahlt werden könnten. Auch ein Dividendenein-
kommen sei mittelfristig unrealistisch. Die Beteiligung sei mit null zu bewerten 
(Stellungnahme vom 12. Oktober 2017, Rz. 32 ff.). Seitens der Ehefrau wird dieser 
Beteiligungswert bestritten. Ausserdem erachtet sie es unter anderem als nicht 
nachvollziehbar, dass der Ehemann einer angeblich überschuldeten Firma weiter-
hin substantielle Darlehen gewährt (Replik, Rz. 89 ff.).

7.4.2. Aus den vom Ehemann eingereichten Jahresrechnungen der Z._____ geht 
hervor, dass die Gesellschaft nach einem Verlust von CHF 13'761.00 im Jahr 
2013 im Jahr 2014 einen Gewinn von CHF 47'123.00 und im Jahr 2015 eine sol-
chen von CHF 97'195.00 erzielte. Im Jahr 2016 resultierte ein Verlust von CHF 
812'016.00, wobei dieser namentlich durch eine Neubewertung des Kunstwaren-
lagers durch AM._____ bzw. den damit verbundenen ausserordentlichen Aufwand 
von rund CHF 1 Mio. bedingt war (VI act. III./15-17). Ohne die Wertberichtigung 
hätte die Gesellschaft auch 2016 einen Gewinn erzielt, zumal aus Lieferungen und 
Leistungen Erträge von CHF 628'200.00 resultierten. Auch in den Vorjahren konn-
ten jeweils Erträge in sechsstelliger Höhe generiert werden. Eine künftige Reduk-
tion des Verlustvortrags, wie es im Übrigen in den Jahren 2014 und 2015 der Fall 
war, erscheint daher nicht unrealistisch, doch dürfte dies einige Zeit in Anspruch 
nehmen. Während des Scheidungsverfahrens sind daher aus der Gesellschaft 
effektiv keine Einkünfte zu erwarten. Nicht vorbehaltlos gefolgt werden kann dem 
Ehemann indessen, wenn er davon ausgeht, dass seine Beteiligung mit null zu 
bewerten sei, hat er den Steuerwert der Gesellschaftsbeteiligung in der Steuerer-
klärung 2016 doch selbst mit CHF 200'000.00 deklariert (VI act. III./77). Selbst 
wenn die Beteiligung wertlos wäre, gilt dies nicht gleichzeitig auch für die Darle-
hensforderung des Ehemannes gegenüber der Gesellschaft. Diese belief sich 
gemäss Steuererklärung 2016 auf CHF 3'618'109.00, nach CHF 3'261'003.00 im 
2015, CHF 1'407'527.00 im 2014 und CHF 1'147'541.00 im Jahr 2013 (VI act. 
III./8-10 u. III./77). Nach seinen Angaben und den eingereichten Abschlüssen hat 
er der Gesellschaft insgesamt sogar ein Darlehen von CHF 4'500'000.00 gewährt 
(vgl. VI act. III./15-17). Die Darlehensgewährung erfolgte aber zweifellos nicht nur, 
um den Konkurs der überschuldeten Gesellschaft abzuwenden, sondern auch, um 
dieser durch den Erwerb von Kunstgegenständen ihre Geschäftstätigkeit zu er-
möglichen. So erhöhte sich bspw. von 2014 auf 2015 nicht nur der Stand des Ak-
tionärsdarlehens, von CHF 1'407'527.00 auf CHF 3'261'003.00, sondern auch der 
Wert der – wirtschaftlich dem Ehemann gehörenden – Kunstsammlung, von CHF 
1'650'398.00 auf CHF 3'614.775.00. Zu beachten ist jedenfalls, dass die Z._____ 

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keine massgeblichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten hat und im Jahr 2016 
nebst flüssigen Mitteln von CHF 346'725.00 unter anderem über einen – wertbe-
richtigten – Warenbestand im Wert von CHF 2'855'988.00 verfügte. In diesem 
Sinn stehen der Darlehensforderung – wenn diese im Umfang der eingetretenen 
Verluste von rund CHF 1.3 Mio. momentan, bis zu einer allfälligen Reduktion des 
Verlustvortrags durch zukünftige Gewinne, auch nicht werthaltig ist – zumindest 
Vermögenswerte von rund CHF 3.2 Mio. gegenüber.

7.5.1. Auch Z._____ mit Sitz auf den Q.________ befindet sich im Besitz des 
Ehemannes. Er ist nach eigenen Angaben mit 60% der Aktien direkt beteiligt. Die 
anderen 40% der Aktien werden von der AN._____ mit Sitz in AO._____ gehalten, 
wobei der Ehemann wiederum Alleinaktionär dieser Unternehmung ist. Z._____ 
hält ein Fotoarchiv des Fotografen AL._____, welches von der Z._____ verwaltet 
wird. Der Ehemann macht geltend, die Gesellschaft habe in den letzten beiden 
Geschäftsjahren einen kleinen Gewinn produziert, der aber in der Gesellschaft 
thesauriert worden sei. Diese verfüge kaum über Liquidität, da ihr gesamtes Ver-
mögen in der Kunstsammlung stecke. Gleichzeitig schulde sie ihrem Hauptaktio-
när USD 2 Mio. Ein Käufer für das Kunstarchiv habe bis anhin nicht gefunden 
werden können. Die Investition in die Gesellschaft sei somit derzeit illiquid und 
werfe auch keine Erträge ab. Sie sei mit null zu bewerten (Stellungnahme vom 12. 
Oktober 2017, Rz. 35 f.; Duplik vom 25. Januar 2018, Rz. 39). Die Ehefrau hält 
dem unter anderem entgegen, dass für die Bewertung der Beteiligung und somit 
des Vermögens des Ehemannes das Warenlager im Wert von USD 5'711'083.00 
massgebend sei (Replik, Rz. 98 ff.). 

7.5.2. Bei der Z._____ handelt es sich um eine Gesellschaft, die in den letzten 
Jahren offenbar stattliche Gewinne erzielt hat. So belaufen sich die in der Gesell-
schaft thesaurierten Gewinne bzw. der Gewinnvortrag gemäss den eingereichten 
Abschlüssen per Ende 2015 auf rund USD 3.7 Mio. (VI act. III./18 f.). Die eher ge-
ringen Gewinne von rund USD 24'000.00 im Jahr 2014 und rund USD 16'000.00 
im Jahr 2015 scheinen daher die Ausnahme zu sein. Auch dieser Unternehmung 
gewährte der Ehemann ein Darlehen von rund USD 2 Mio. In Anbetracht des Um-
stands, dass das Hauptaktivum der Gesellschaft, die Kunstsammlung, einen Wert 
von rund USD 5.7 Mio. aufweist, kann der Ansicht des Ehemannes als wirtschaftli-
chem Eigentümer der Gesellschaft, dass die Investition in diese bzw. das dieser 
gewährte Darlehen mit null zu bewerten sei, auch hier klar nicht gefolgt werden. 
Vielmehr verfügt er mit der Z._____ über ein erhebliches Vermögen von rund USD 
5.7 Mio. Dass bzw. aus welchem Grund die Kunstsammlung im Bedarfsfall nicht 

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verkauft werden könnte, auch nicht teilweise, substantiiert oder belegt der Ehe-
mann nicht näher.

7.6.1. Schliesslich ist auf den _____ Landwirtschaftsbetrieb AB._____, eine 
_____zucht in der W.________, einzugehen. Der Ehemann führte vor erster In-
stanz aus, er sei seit 2007 Eigentümer von 99.99% des Aktienkapitals dieses Un-
ternehmens und amte ausserdem als dessen Geschäftsführer. Das L.________ 
sei seine wirtschaftliche Zukunft. Er sei überzeugt, dass er damit mittelfristig eine 
stabile Einkommensquelle aufbauen könne und habe schon viel in die Infrastruktur 
investiert. Allerdings werde es noch längere Zeit dauern, bis der Betrieb rentabel 
sei. Seit Übernahme der Aktien im Jahr 2007 sei die Gesellschaft defizitär. Per 
Ende 2016 habe sich der Verlustvortrag auf EUR 32.4 Mio. belaufen. Er habe 
nicht nur sein Herzblut und seine Zeit und Energie in dieses Projekt gesteckt, son-
dern auch einen grossen Teil seines Privatvermögens. So habe er Zuschüsse von 
knapp EUR 30 Mio. getätigt. Dies erkläre den massgeblichen Anteil am Rückgang 
seines Privatvermögens, welches in dieser langfristigen Anlage gebunden sei. 
Überdies sei das L.________ zu einem grossen Teil fremdfinanziert. Die Hypothek 
für den Betrieb habe per Ende 2016 knapp EUR 6.6 Mio. betragen. Nachdem die 
Geschäftstätigkeit nunmehr an Schwung gewonnen habe, hätten sich die jährli-
chen Verluste etwas reduziert. Es bestehe die Hoffnung, dass dereinst Gewinne 
erzielt werden könnten, wenngleich dies nicht gesichert sei. Zudem müssten aus 
zukünftigen Jahresgewinnen zunächst die erheblichen Verlustvorträge in zweistel-
liger Millionenhöhe abgetragen und enorme Schulden zurückbezahlt werden, be-
vor an Ausschüttungen gedacht werden könne. Es sei für ihn aus dieser Investiti-
on zumindest kurz-