# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eaa3404e-5145-535d-92bf-705e5e7e1d1c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-21
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 21.10.2011 A-6154/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-6154-2010_2011-10-21.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung I
A­6154/2010

U r t e i l   v om   2 1 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz),
Richterin Kathrin Dietrich, Richter Markus Metz,   
Gerichtsschreiber Bernhard Keller.

Parteien Aktiengesellschaft Hasenstrick Airport, 
c/o Peter Kellenberger, Sandbüchel, 9424 Rheineck, 
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, 3003 Bern, 
Vorinstanz,

und

Fluggruppe Hasenstrick, 8635 Dürnten,
vertreten durch Rechtsanwalt Ferdi Schlegel, 
Webernstrasse 5, 8610 Uster,
Beigeladene. 

Gegenstand Betriebsbewilligung.

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Sachverhalt:

A. 
Das Flugfeld Hasenstrick in der Gemeinde Dürnten im Zürcher Oberland 
liegt  zum  grössten  Teil  auf  Grundstück  Nr. 12496,  der  dazu  gehörige 
Hangar  auf  Grundstück  Nr. 12002.  Beide  Grundstücke  stehen  im 
Eigentum  der  Hasenstrick  Liegenschaften  AG,  wobei  Letzteres 
(Nr. 12002)  Gegenstand  eines  betreibungsrechtlichen 
Pfandverwertungsverfahrens  ist.  Das  östliche  Ende  der  Piste  befindet 
sich auf einem Grundstück, das im Eigentum eines Dritten steht. 

B. 
Die Fluggruppe Hasenstrick war bis Ende 2009 Pächterin  oder Mieterin 
aller  Grundstücke,  die  zum  Flugplatz  gehören,  und  hatte  den  Flugplatz 
betrieben. Sie  ist nach wie vor  Inhaberin der Betriebsbewilligung  für das 
Flugfeld  Hasenstrick  und  Pächterin  des  Grundstücks  am  östlichen 
Pistenende bzw. Inhaberin von Überflugsrechten. Der Flugbetrieb ist seit 
Ende 2009 eingestellt, die demontierbare Infrastruktur entfernt und in der 
Nähe des Flugplatzes eingelagert.

C. 
Am 16. Dezember 2009 reichte die Aktiengesellschaft Hasenstrick Airport 
beim  BAZL  ein  Gesuch  um  Erteilung  einer  Betriebsbewilligung  für  das 
Flugfeld Hasenstrick sowie ein Betriebsreglement ein. Peter Kellenberger 
ist  einziger  Verwaltungsrat  sowohl  der  Aktiengesellschaft  Hasenstrick 
Airport wie auch der Hasenstrick Liegenschaften AG; erstere ist Mieterin 
des Grundstücks Nr. 12496. 

D. 
In der Folge hörte das BAZL die Fluggruppe Hasenstrick zum Gesuch der 
Aktiengesellschaft Hasenstrick Airport an. Diese lehnte eine Übertragung 
der  Betriebsbewilligung  ab;  nur  sie  sei  in  der  Lage,  auf  dem 
anspruchsvollen  Flugfeld  Hasenstrick  einen  sicheren  Betrieb  zu 
gewährleisten. Weiter  wies  die  Fluggruppe  auf  zahlreiche  Betreibungen 
und  die  Grundpfandverwertung  gegen  die  Hasenstrick  Liegenschaften 
AG hin. Später erklärte sie zudem, dass sie mit der vom Betreibungsamt 
eingesetzten  externen  Verwalterin  in  Verhandlungen  über 
Nutzungsrechte sei. Die Aktiengesellschaft Hasenstrick Airport hielt indes 
an  ihrem Gesuch  fest und machte geltend, dass sie die Nutzungsrechte 
an  den  Flugplatzgrundstücken  habe  und  auch  in  der  Lage  sei,  einen 
sicheren Flugbetrieb zu gewährleisten. 

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E. 
In seiner Verfügung vom 18. Juni 2010 hielt das BAZL  fest, ein Flugfeld 
könne  jeweils  nur  von  einem  einzigen  Halter  betrieben  werden.  Die 
Betriebsbewilligung könne der Aktiengesellschaft Hasenstrick Airport nur 
dann erteilt werden, wenn die bisherige  Inhaberin darauf  verzichte oder 
ihr  die  Bewilligung  entzogen  werden  müsste.  Zudem  müsse  die 
Aktiengesellschaft  Hasenstrick  Airport  auch  die  übrigen 
Bewilligungsvoraussetzungen  erfüllen. Weiter  führte  die  Vorinstanz  aus, 
dass  ein  Verfahren  zur  Grundpfandverwertung  für  das  Grundstück  des 
Flugfeldes  hängig  sei,  so  dass  die  Gesuchstellerin  auf  absehbare  Zeit 
nicht  darüber  verfügen  könne  und  auch  nicht  über  die  Rechte  zur 
Nutzung der weiteren durch das Flugfeld belegten oder zu überfliegenden 
Grundstücke verfüge. Es erscheine  ferner als  fraglich, ob ein Bewerber, 
der nicht über die für den Betrieb eines Flugfelds nötigen Rechte verfüge, 
überhaupt ein rechtlich schützenswertes Interesse an der Erteilung einer 
Betriebsbewilligung haben könne. Fehle dieses, so wäre auf das Gesuch 
nicht  einzutreten.  Zurzeit  sei  weder  die  Fluggruppe  noch  die 
Aktiengesellschaft  in  der  Lage,  das  Flugfeld  zu  betreiben.  Weil  noch 
gewisse  Chancen  bestünden,  dass  die  Fluggruppe  die  nötigen 
Nutzungsrechte wieder erwerben könne, sehe das BAZL vom Entzug der 
Bewilligung  ab.  Ein  Festhalten  an  der  Bewilligung  stelle  angesichts  der 
erst  kurzen  Dauer  seit  der  Einstellung  des  Flugbetriebes  noch  keinen 
Rechtsmissbrauch dar. 

F. 
Am  28. August  2010  erhebt  die  Aktiengesellschaft  Hasenstrick  Airport 
(Beschwerdeführerin)  Beschwerde  gegen  die  Verfügung  des  BAZL 
(Vorinstanz),  verlangt  deren  Aufhebung  und  die  Übertragung  der 
Betriebsbewilligung  für  das  Flugfeld  Hasenstrick  auf  sie.  Eventuell 
beantragt  sie,  dass  der  Fluggruppe  Hasenstrick  die  Betriebsbewilligung 
entzogen und in einem zweiten Schritt ihr diese Bewilligung erteilt werde 
sowie subeventuell die Aufhebung der Verfügung und die Zurückweisung 
der  Angelegenheit  an  die  Vorinstanz  zu  neuer  Entscheidung  im  Sinne 
ihrer Anträge. 

Zur Begründung führt sie  im Wesentlichen aus, dass das Festhalten der 
Fluggruppe  an  der  für  sie  nutzlosen  Betriebsbewilligung 
rechtsmissbräuchlich  sei.  Die Dauer  des  eingestellten  Flugbetriebes  sei 
zu  lange,  die  Vorinstanz  habe  insofern  ihr  Ermessen  missbraucht.  In 
jedem Fall  sei  die Dauer nach Ablauf  zweier weiterer Monate zu  lange. 
Es  treffe  auch  nicht  zu,  dass  das  Grundstück  des  Flugfeldes  von  der 

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Pfandverwertung  betroffen  sei,  die  entsprechende  Annahme  der 
Vorinstanz  sei  wohl  ein  Versehen  und  das  Ergebnis  willkürlich.  Es  sei 
willkürlich, dass die Vorinstanz verlange, die Beschwerdeführerin müsse 
zuerst  alle  Rechte  an  den  Flugplatzgrundstücken  haben.  Erst  mit  der 
Bewilligung  könne  sie  mit  den  Grundeigentümern  verhandeln.  Zudem 
werde  die  Beschwerdeführerin  ungleich  behandelt,  da  weder  die 
Fluggruppe noch sie über alle erforderlichen Rechte verfügten, was nach 
Auffassung  der  Vorinstanz  für  die  Fluggruppe  keinen  Grund  für  den 
Entzug  der  Bewilligung  darstelle,  für  sie  anderseits  einen  Grund  zur 
Verweigerung der Bewilligung.

G. 
Die  Vorinstanz  beantragt  in  ihrer  Vernehmlassung  vom  12. November 
2010  die  Beiladung  der  Fluggruppe  Hasenstrick  zum 
Beschwerdeverfahren  und  die  vollumfängliche  Abweisung  der 
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Sie führt aus, dass 
die  Beigeladene  vom Ausgang  des  Verfahrens  direkt  betroffen  sei.  Der 
Beschwerdeführerin  fehle  ein  schützenswertes  Interesse,  da  sie  derzeit 
von  der  Bewilligung  keinen  Gebrauch  machen  könne.  Die 
Grundeigentümerin  könne wegen der Grundpfandverwertung nicht mehr 
über  die  Grundstücke  verfügen.  Selbst  wenn  auf  die  Beschwerde 
einzutreten  wäre,  fehle  der  Beschwerdeführerin  ein  Anspruch  auf  die 
Bewilligung. Die der Fluggruppe erteilte Bewilligung könne nicht entzogen 
werden, daran habe sich seither nichts geändert.

H. 
Mit  Verfügung  vom  17. November  2010  wurde  die  Fluggruppe 
Hasenstrick  (Beigeladene)  ins  Verfahren  einbezogen.  Sie  beantragt  in 
ihrer  Stellungnahme  vom  8. Dezember  2010  die  Abweisung  der 
Beschwerde,  soweit  darauf  eingetreten wird. Sie weist  auf Forderungen 
aus Schuldbriefen gegenüber der Hasenstrick  Immobilien AG  im Betrag 
von  mehreren  Millionen  Franken  hin.  Über  den  betriebsnotwendigen 
Hangar  könne  die  Beschwerdeführerin  nicht  verfügen.  Die  Beigeladene 
wolle  den  Flugbetrieb  so  bald  als  möglich  wieder  aufnehmen  und  sei 
hierzu  im  Gegensatz  zur  Beschwerdeführerin  technisch,  personell  und 
materiell  in  der  Lage.  Die  Beigeladene  sei  auch  nicht  bereit,  ihre 
Nutzungsrechte  am  Drittgrundstück  zu  übertragen.  Die 
Betriebsbewilligung  sei  eine  unbefristete  Polizeierlaubnis  und  es  sei 
keiner der im Gesetz genannten Entzugsgründe erfüllt. Ebenso wenig sei 
eine vorübergehende Unterbrechung des Flugbetriebes ein Entzugsgrund 
noch verhalte sich die Beigeladene rechtsmissbräuchlich.

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I. 
In  ihrer  Replik  vom  11. Februar  2011  hält  die  Beschwerdeführerin  an 
ihren  Anträgen  und  Darlegungen  fest,  verlangt  den  Ausschluss  der 
Beigeladenen  aus  dem  Verfahren  und  bestreitet  die  Ausführungen  der 
Vorinstanz  und  der  Beigeladenen  sowie  ein  Interesse  Letzterer  am 
Verfahren.  Sie  betont  insbesondere,  dass  das  Grundstück  mit  der 
Flugpiste  nicht  von  der  Pfandverwertung  betroffen  sei  und  fügte  eine 
Bestätigung  der  Hasenstrick  Liegenschaften  AG  bei,  wonach  ein 
Mietvertrag mit  ihr  abgeschlossen  sei  und  dass  das Gesuch  betreffend 
Betriebsbewilligung deren volle Zustimmung habe.

J. 
Auch  die  Beigeladene  hält  in  ihrer  Duplik  vom  8. März  2011  an  ihren 
Anträgen und Darlegungen fest.

K. 
Ebenfalls am 8. März 2011 nimmt die Vorinstanz ein zweites Mal Stellung 
und hält an ihren bisherigen Ausführungen fest.

L. 
Auf Antrag der Beschwerdeführerin vom 3. Mai 2011 fand am 25. August 
2011 eine öffentliche Verhandlung statt. 

M. 
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die sich in den 
Akten  befindlichen  Dokumente  wird  in  den  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen, soweit sie für den Entscheid relevant sind.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1.  Das  Bundesverwaltungsgericht  beurteilt  gemäss  Art. 31  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  (VGG,  SR  173.32) 
Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG  vorliegt.  Das 
Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) ist eine Behörde im Sinne von Art. 33 
Bst. d  VGG  und  damit  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts. 
Art. 32 VGG sieht keine Ausnahme für Verfügungen vor, die sich auf das 
Luftfahrtgesetz  vom  21. Dezember  1948  (LFG,  SR  748.0)  stützen  (vgl. 
auch  Art. 6  Abs. 1  LFG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  damit  zur 
Beurteilung  der  vorliegenden  Beschwerde  zuständig.  Das  Verfahren 

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richtet  sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 
(Art. 37 VGG).

1.2. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz  am  Verfahren  teilgenommen  hat  oder  keine  Möglichkeit  zur 
Teilnahme  erhalten  hat  (Bst. a),  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung oder Änderung hat (Bst. c). 

Die  Beschwerdeführerin  war  im  vorinstanzlichen  Verfahren 
Gesuchstellerin und ist formelle Adressatin der Verfügung. Ihr Gesuch ist 
von  der  Vorinstanz  abgewiesen worden,  soweit  diese  überhaupt  darauf 
eingetreten  ist.  Die  Vorinstanz  macht  zur  Legitimation  geltend,  es  sei 
fraglich,  ob  der  Beschwerdeführerin  überhaupt  ein  rechtlich  relevantes 
Interesse  an  der Beschwerdeführung  zukomme. Sie  bezweifelt  dies,  da 
die  Beschwerdeführerin  von  einer  Betriebsbewilligung  zurzeit  keinen 
Gebrauch  machen  könnte,  weil  sie  nicht  über  alle  notwendigen 
Nutzungsrechte an den Grundstücken verfüge. 

Ein  Rechtsschutzinteresse  ist  zu  bejahen,  wenn  die  tatsächliche  oder 
rechtliche  Situation  der  Beschwerdeführerin  durch  den  Ausgang  des 
Verfahrens  beeinflusst  werden  kann,  eine  erfolgreiche  Beschwerde  ihr 
also  einen  praktischen  Nutzen  einträgt  oder  einen  materiellen  oder 
ideellen Nachteil von ihr abwendet (BGE 131 II 361 E. 1.2; BVGE 2007/1 
E. 3.4;  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­5155/2008  vom 
4. November  2008  E. 4.2  und  A­1813/2009  vom  21. September  2011 
E. 2.2.1;  ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER, 
Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Basel  2008,  S. 48 
Rz. 2.67).  Die  angestrebte  Bewilligung  bzw.  umfassende  Prüfung  ihres 
Gesuchs  stellt  offensichtlich  einen  solchen  Nutzen  dar.  Die 
Beschwerdeführerin  ist  demnach  von  der  Verfügung  besonders  berührt 
und auch beschwert, da ihren Anträgen nicht entsprochen worden ist. Ob 
eine  Betriebsbewilligung  nur  zu  erteilen  ist,  wenn  von  ihr  sogleich 
Gebrauch  gemacht  werden  kann,  ist  demgegenüber  eine  materiell­
rechtliche  und  keine  Eintretensfrage.  Die  Beschwerdeführerin  verfügt 
demnach über ein hinreichendes schutzwürdiges Interesse.

1.3. Die Beschwerde wurde im Übrigen form­ und fristgerecht eingereicht 
(Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG), weshalb auf sie einzutreten ist.

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2. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  überprüft  den  angefochtenen  Entscheid 
mit  voller Kognition  auf Verletzungen  von Bundesrecht  –  einschliesslich 
der  unrichtigen  oder  unvollständigen Feststellung  des Sachverhalts  und 
Überschreitung  oder  Missbrauch  des  Ermessens  –  sowie  auf 
Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG).

3. 
Die Beschwerdeführerin beantragt den Ausschluss der Beigeladenen; sie 
sei  durch  die  Beendigung  des  Mietvertrages  über  das  Flugfeld 
Hasenstrick nicht weiter beteiligt. 

3.1.  Die  Beiladung  Dritter  zum  Verfahren  ist  im  Verfahrensrecht  des 
Bundes  nicht  ausdrücklich  geregelt,  in  der  Praxis  aber  ohne  Weiteres 
zugelassen  (vgl.  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz.  3.2).  Der 
Begriff  wird  freilich  höchst  unterschiedlich  verwendet  (vgl.  dazu  ALFRED 
KÖLZ/JÜRG  BOSSHART/MARTIN  RÖHL,  Kommentar  zum 
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl., Zürich 1999, 
§  21  N.  107  ff.  mit  Hinweisen).  Gemäss  der  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichts  kann  als  Zweck  der  Beiladung  neben  der 
Ausdehnung  der  Rechtskraft  des  anstehenden  Entscheids  auf  die 
beigeladene  Person  auch  die  Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs 
verstanden  werden.  Eine  Beiladung  erfolgt  entsprechend,  wenn  ein 
Dritter,  der  in  einem  Beschwerdeverfahren  nicht  Partei  ist,  von  dessen 
Ausgang unmittelbar  in seinen  rechtlichen oder  tatsächlichen  Interessen 
berührt  sein  kann.  Vorausgesetzt  ist  dabei,  dass  es  dem  Betroffenen 
nicht  möglich  war  bzw.  er  keinen  Anlass  hatte,  die  Verfügung  selber 
anzufechten  und  von  Anfang  an  als  Partei  aufzutreten  (vgl.  Urteile  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­7841/2010  vom  7. Februar  2011 E. 2  und 
A‑7597/2010 vom 7. Januar 2011 E. 3.1). 

3.2. Gegenstand  des  Beschwerdeverfahrens  ist  die  Betriebsbewilligung 
für  das  Flugfeld  Hasenstrick  und  damit  auch  die  Frage,  ob  diese  der 
Beigeladenen  zu  Recht  belassen  worden  ist.  Gemäss  Praxis  erteilt  die 
Vorinstanz  nämlich  für  ein  Flugfeld  nur  eine  Betriebsbewilligung.  Mit 
dieser sind gemäss Art. 36b Abs. 2 LFG und Art. 17 der Verordnung vom 
23. November  1994  über  die  Infrastruktur  der  Luftfahrt  (VIL,  SR 
748.131.1)  Rechte  und  Pflichten  verbunden,  weshalb  die  Beigeladene 
durch  das  Verfahren  in  jedem  Fall  direkt  in  ihren  eigenen  Rechten 
betroffen  und  funktionell  als  Beschwerdegegnerin  einzustufen  ist. 
Gemäss Art. 6 VwVG gelten  als Parteien Personen,  deren Rechte  oder 

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Pflichten  die  Verfügung  berühren  soll.  Dieses  Erfordernis  erfüllt  die 
Beigeladene  offensichtlich.  Der  Beigeladenen  stehen  daher  sämtliche 
Parteirechte, namentlich das rechtliche Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 
1999 (BV, SR 101) bzw. Art. 29 VwVG zu, und es gibt keinen Anlass, sie 
aus dem Verfahren auszuschliessen oder  ihre Eingaben aus den Akten 
zu weisen. Dies würde eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und damit 
einen  schwerwiegenden  Verfahrensfehler  darstellen.  Der  Antrag  auf 
Ausschluss der Beigeladen ist daher als unbegründet abzuweisen.

4. 
Die  Beschwerdeführerin  macht  geltend,  dass  das  Grundstück  mit  der 
Flugpiste  nicht  Gegenstand  eines  Verfahrens  betreffend 
Grundpfandverwertung  sei,  wie  die  Vorinstanz  geltend  mache.  Die 
Vorinstanz habe den Sachverhalt falsch festgestellt. 

Gemäss  den  in  diesem  Punkt  übereinstimmenden  Aussagen  der 
Beschwerdeführerin und der Beigeladenen, aber auch den Vorakten,  ist 
zu entnehmen, dass sich die Grundpfandverwertung auf das Grundstück 
Nr. 12002  mit  dem  Hangar  bezieht,  nicht  aber  auf  dasjenige  mit  der 
Flugpiste. Die Feststellung der Vorinstanz  in Ziff. 6.3 der angefochtenen 
Verfügung,  wonach  die  Eigentümerin  nicht  in  der  Lage  sei,  über  das 
Grundstück  mit  der  Flugpiste  zu  verfügen  und  der  Beschwerdeführerin 
daran Nutzungsrechte einzuräumen, findet keine Stütze in den Akten und 
Parteieingaben und erweist sich somit als unzutreffend. 

Anlässlich  der  öffentlichen  Verhandlung  vom  25. August  2011  wurde  in 
Bezug auf den Sachverhalt von der Beschwerdeführerin nochmals betont, 
dass  sie Mieterin des Grundstücks Nr. 12496 sei  und dass dieses nicht 
von  einem  Pfandverwertungsverfahren  betroffen  sei.  Die  Beigeladene 
ihrerseits bestätigte die Pacht des Grundstücks am östlichen Pistenende 
und  die  Lagerung  der  demontierbaren  Infrastruktur;  diese  könne 
innerhalb von etwa 2 Wochen wiederhergestellt werden. Zur Bedeutung 
des  Hangars  führte  das  BAZL  überdies  aus,  dass  dieser  für  den 
Flugbetrieb  zwar  entbehrlich,  aber  für  den  Unterhalt  von  Flugzeugen 
notwendig sei. Ohne diesen sei der Betrieb eines Flugplatzes schwierig, 
es handle sich dann mehr um eine Aussenlandestelle.

Unstreitig  hat  die  Beschwerdeführerin  jedoch  weder  eine  Berechtigung, 
das  Grundstück  am  östlichen  Pistenende  zu  nutzen  noch  dasjenige 
Grundstück  mit  dem  Hangar.  Der  Vorinstanz  ist  daher  ihrer  Folgerung 

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zuzustimmen,  dass  die  Beschwerdeführerin  eine  allfällige 
Betriebsbewilligung  derzeit  nicht  nutzen  könnte.  Die  unzutreffende 
Feststellung zum Grundstück Nr. 12496 stellt somit ein einzelnes Element 
der  Sachverhaltsfeststellung  dar,  dem  letztlich  keine 
entscheidwesentliche Bedeutung zukommt. Der wesentliche Sachverhalt, 
auf den sich die Vorinstanz stützt, trifft demgegenüber zu. 

Zum  Sachverhalt  ist  schliesslich  festzuhalten,  dass  gestützt  auf  die 
Parteidarlegungen  und  Aktenstücke  sowohl  die  Beschwerdeführerin  als 
auch  die  Beigeladene  an  einem  Teil  der  Flugpiste  berechtigt  sind  und 
sich  gegenseitig  an  der  Ausübung  dieser  Rechte  hindern,  soweit  und 
solange  sich  diese  nicht  über  die  Nutzung  einigen. Wer  künftig  den  im 
Betriebsreglement  vorgesehenen  Hangar  nutzen  kann,  hängt  vom 
Fortgang  der  Grundpfandverwertung  ab,  die  sich  anscheinend  wegen 
Rechtsmittelverfahren verzögert. 

5. 
Die Vorinstanz erteilt für ein Flugfeld nur eine einzige Betriebsbewilligung 
nach Art. 36b LFG. Diese beinhaltet  insbesondere die Verpflichtung, die 
Voraussetzungen  für eine geordnete Benützung sicherzustellen und das 
Flugfeld nach den einschlägigen Vorschiften zu betreiben (Art. 17 Abs. 1 
Bst. b VIL). Es leuchtet ohne Weiteres ein, dass diese Verpflichtung nicht 
auf  verschiedene,  voneinander  unabhängig  handelnde  oder  gar  unter 
sich zerstrittenen Personen oder Organisationen aufgeteilt werden kann. 

5.1. Die Betriebsbewilligung kann demnach nur dann erteilt werden, wenn 
der  bisherige  Inhaber  auf  diese  verzichtet  oder  sie  ihm  entzogen  wird. 
Gemäss  Art. 21  VIL  kann  sie  zudem  mit  der  Zustimmung  des  BAZL 
übertragen werden. Die Beigeladene  ist nicht bereit, auf die Bewilligung 
zu verzichten oder diese zu übertragen.

5.2. Gemäss Art. 22 Abs. 1 VIL kann die unbefristete Betriebsbewilligung 
entzogen werden, wenn die Voraussetzungen für eine sichere Benützung 
[des  Flugfeldes]  nicht  mehr  gegeben  sind  (Bst. a),  der  Flugfeldhalter 
seine  Pflicht  wiederholt  in  schwerer  Weise  verletzt  hat  (Bst. b),  der 
Betrieb mit den Anforderungen des Umweltschutzes nicht mehr vereinbar 
ist  (Bst. c)  oder  der  Flugfeldhalter  nicht  über  einen  Flugplatzleiter  oder 
eine  Flugplatzleiterin  verfügt,  dessen  oder  deren Ernennung  vom BAZL 
genehmigt  ist.  Es  wird  von  keiner  Seite  geltend  gemacht  und  ist  auch 
nicht ersichtlich, dass einer dieser Gründe bei der Beigeladenen gegeben 
ist.  Es  besteht  weiter  auch  keine  Ausübungspflicht  und  auch  kein 

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besonderes  öffentliches  Interesse  am  Betrieb  des  Flugplatzes 
Hasenstrick, zumal dieser keinen Zulassungszwang im Sinne von Art. 20 
VIL  kennt  und  für  Nichtmitglieder  der  Beigeladenen  sogar  gesperrt 
("restrictet") ist. 

Die  Beschwerdeführerin  macht  hierzu  geltend,  das  Festhalten  an  der 
Bewilligung  sei  rechtsmissbräuchlich  bzw.  willkürlich,  nachdem  die 
Beigeladene  die  Nutzungsrechte  an  einem  Teil  des  Flugfeldes  verloren 
und  damit  keine  Möglichkeit  mehr  habe,  dieses  zu  betreiben.  Zudem 
habe  die  Vorinstanz  ihr  Ermessen  falsch  ausgeübt,  indem  sie  die 
Bewilligung nicht entzogen habe. 

Die  Vorinstanz  hat  einen  Rechtsmissbrauch  durch  die  Beigeladene 
verneint  mit  der  Begründung,  es  bestünden  zurzeit  gewisse  Chancen, 
dass  sie  die  erforderlichen  Rechte  wieder  erwerben  könne.  Auch  die 
Dauer  der  Einstellung  des  Flugbetriebes  sei  zu  kurz,  um  einen 
Rechtsmissbrauch darzustellen.

5.3.  Rechtsmissbräuchlich  handeln  können  sowohl  Private  als  auch 
Behörden  (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 717).  Das  Verbot  des 
Rechtsmissbrauchs  gilt  nicht  nur  für  das  Privatrecht,  sondern  auch  im 
öffentlichen  Recht  und  ist  insbesondere  im  Verwaltungsrecht  ein  seit 
langem von der Rechtsprechung anerkannter Grundsatz  (vgl. BGE 88  I 
145,  S. 148;  112  Ib  1  E.  3b;  131  I  166  E. 6.1;  HEINRICH  HONSELL,  in: 
Honsell/Vogt/Geiser  [Hrsg.],  Basler  Kommentar,  Zivilgesetzbuch  I, 
4. Aufl., Basel 2010, Art. 2 Rz. 35). 

Von  Willkür  wird  demgegenüber  nur  im  Zusammenhang  mit  der 
Auslegung  und  Anwendung  von  Rechtsnormen  sowie  bei  der 
Rechtsetzung  gesprochen,  also  beim Verhalten  staatlicher Organe  (vgl. 
Art. 9  BV).  Ein  Entscheid  ist  nach  der  Rechtsprechung  des 
Bundesgerichts  willkürlich,  wenn  der  angefochtene  Entscheid 
offensichtlich  unhaltbar  ist,  mit  der  tatsächlichen  Situation  in  klarem 
Widerspruch  steht,  eine  Norm  oder  einen  unumstrittenen 
Rechtsgrundsatz  krass  verletzt  oder  in  stossender  Weise  dem 
Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (statt aller: BGE 134 I 140 E. 5.4).

Einer Behörde kommt schliesslich Ermessen zu, wenn eine Rechtsnorm 
offen  ist,  wenn  die  Anordnung  einer  Massnahmen  nicht  zwingend 
vorgeschrieben oder wenn ein Rechtssatz einen Entscheidungsspielraum 
hinsichtlich  der  Wahl  zwischen  verschiedenen  Massnahmen  oder 

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hinsichtlich deren Ausgestaltung einräumt. Typisches Beispiel für Normen 
die Ermessen einräumen sind sog. Kann­Vorschriften. Das Ermessen ist 
pflichtgemäss  auszuüben,  d.h.  der  Entscheid  hat  rechtmässig  und 
angemessen  zu  sein  (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 429,  431 
434  und  441).  Art.  22  VIL  ist  eine  Kann­Vorschrift,  die  den  Entzug  der 
Bewilligung nicht zwingend vorschreibt.

5.4.  Die  Vorinstanz  hat  erwogen,  dass  auch  eine  länger  andauernde 
Nichtausübung  eines  Rechts  einen  Rechtsmissbrauch  darstellen  kann; 
dies  im  konkreten  Fall  jedoch  verneint.  Gemäss  bundesgerichtlicher 
Praxis  liegt  ein  Rechtsmissbrauch  insbesondere  dann  vor,  wenn  ein 
Rechtsinstitut  zweckwidrig  zur Verwirklichung  von  Interessen  verwendet 
wird, die dieses Institut nicht schützen will (BGE 134 I 65 E. 5; 131 I 166 
E. 6.1;  HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  Rz. 716),  oder  wenn  das 
Interesse  an  der Rechtsausübung  entweder  fehlt  oder  nur  von  geringer 
Schutzwürdigkeit  ist  und  dessen  Ausübung  als  Schikane  erscheint 
(HONSELL,  a.a.O.,  Art. 2  Rz. 39).  Hingegen  bejaht  die  Rechtsprechung 
einen  Rechtsmissbrauch  oder  eine  Verwirkung  nur  sehr  zurückhaltend, 
wenn  ein  Recht  über  eine  gewisse  Zeit  nicht  ausgeübt  wird  (HONSELL, 
a.a.O.,  Art. 2  N. 49).  Eine  längere  Untätigkeit  ist  somit  nicht  per  se  ein 
Rechtsmissbrauch,  sie  kann  jedoch ein wichtiges  Indiz  dafür  sein,  dass 
der Untätige gar kein Interesse an der Ausübung seiner Berechtigung hat 
oder  dass  er  damit  andere  Absichten  als  deren  bestimmungsgemässe 
Nutzung verfolgt und insofern rechtsmissbräuchlich handelt.

Die  Beigeladene  hat  von  der  Betriebsbewilligung  viele  Jahre  lang 
Gebrauch gemacht und möchte auch weiterhin das Flugfeld Hasenstrick 
betreiben. Sie verfügt unstreitig noch über Nutzungsrechte am östlichen 
Pistenende  sowie  Überflugrechte.  Weiter  sind  die  für  den  Betrieb  des 
Flugfeldes  erforderlichen  Fähigkeiten  und Kenntnisse  bei  ihr  vorhanden 
und  sie  besitzt  auch  die  demontierbare  Infrastruktur  für  das  Flugfeld. 
Anscheinend  hat  sie  zudem  gegenüber  den  Grundpfandgläubigern  ihr 
Interesse  am Abschluss  eines Miet­  oder  Pachtvertrages  bekundet  und 
erste  Verhandlungen  geführt.  Aus  der  in  der  Eingabe  der 
Beschwerdeführerin  vom  3. Mai  2011  beigefügten  Erklärung  der 
Eigentümerin  des  Grundstücks  Nr. 12496,  wonach  diese  mit  der 
Beigeladenen  keinen  Mietvertrag  eingehen  wolle,  ist  zudem  zu 
schliessen,  dass  auch  an  sie  eine  entsprechende  Anfrage  gerichtet 
worden ist. 

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Die  Beschwerdeführerin  möchte  gemäss  ihrem  Entwurf  des 
Betriebsreglements  das  Flugfeld  Hasenstrick  mit  einer 
Stationierungsmöglichkeit  für  Flugzeuge  sowie  mit  einem  Hangar  für 
kleinere  Reparaturen  betreiben  und  nicht  nur  eine  Aussenlandestelle. 
Dies  entspricht  den Ausführungen  des BAZL  anlässlich  der  öffentlichen 
Verhandlung zur Bedeutung eines Hangars bzw. zu einem Flugfeld ohne 
Hangar. Für die Beurteilung eines allfälligen Rechtsmissbrauchs ist ferner 
zu berücksichtigen, dass derzeit auch die Beschwerdeführerin von einer 
Betriebsbewilligung  keinen  Gebrauch  machen  könnte,  sie  damit  zurzeit 
auch  nicht  von  der  Beigeladenen  behindert  wird.  Unter  all  diesen 
Umständen  erscheint  daher  das  Festhalten  der  Beigeladenen  an  der 
Bewilligung  nicht  als  rechtsmissbräuchlich,  also  als  zweckwidrig  oder 
Schikane,  sondern  dem  durchaus  noch  legitimen  Zweck  dienend,  den 
Flugbetrieb  selber  wiederaufzunehmen  und  ihre  Verhandlungsposition 
gegenüber den Grundeigentümern zu wahren.

Solange  die  Beigeladene  aber  noch  Nutzungsrechte  an  einem 
Grundstück  des  Flugplatzes  hat  und  auch  in  der  Lage wäre,  diesen  zu 
betreiben,  und  sich  zudem  um  die  Wiederaufnahme  des  Flugbetriebes 
bemüht,  soweit  es  ihr  zumutbar  ist,  handelt  sie  nicht 
rechtsmissbräuchlich.  Die  Vorinstanz  hat  somit  weder  das Recht  falsch 
angewandt  noch  das  ihr  gemäss  Art. 22  VIL  eingeräumte  Ermessen 
überschritten. Die Rüge des Rechts­ und Ermessensmissbrauchs erweist 
sich damit als unbegründet. 

6. 
Schliesslich macht die Beschwerdeführerin geltend, die Vorinstanz habe 
keine  'Eigenschaften'  an  der  Hasenstrick  Liegenschaften  AG  erkannt, 
welche  es  nötig  machen  würde,  der  Beigeladenen  die  Bewilligung  zu 
entziehen.  Es  gäbe  daher  aber  auch  keine  Ursache,  die 
Betriebsbewilligung  aus  denselben  'Eigenschaften'  bzw.  Gründen  der 
Beschwerdeführerin zu verweigern. Dies stelle vielmehr eine willkürliche 
Ungleichbehandlung  dar,  die  gegen  Art. 9  der  Bundesverfassung  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101) 
verstosse. 

Vorweg  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  nichts  derartiges  geltend 
gemacht  hat.  Die  Betriebsbewilligung  hängt  nicht  von  irgendwelchen 
'Eigenschaften'  der  Grundeigentümerin  ab,  vielmehr  hat  die 
Gesuchstellerin  die  in  der  VIL  genannten  persönlichen  und  sachlichen 
Voraussetzungen  zu  erfüllen.  Da  die  Vorinstanz  die  Bewilligung  aus 

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anderen Gründen verweigert hat, prüfte sie – aus ihrer Sicht folgerichtig – 
nicht  mehr,  ob  die  Beschwerdeführerin  diese  Voraussetzungen  erfüllt. 
Hierbei handelt es sich um Fragen, deren Beantwortung entsprechendes 
Fachwissen  voraussetzt,  über  das  das  Bundesverwaltungsgericht  nicht 
verfügt. Diese zusätzlichen Beurteilungen erfolgten am besten durch die 
zuständige Fachbehörde und nicht durch das Bundesverwaltungsgericht, 
weshalb  im Falle  der Bejahung  einer  unzulässigen Ungleichbehandlung 
der  Beschwerdeführerin  die  Sache  der  Vorinstanz  zur  ergänzenden 
Prüfung  zurückzuweisen  wäre  (vgl.  Art. 61  Abs. 1  VwVG;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts A­6594/2010 vom 29. April 2011 E. 8.2.3 mit 
weiteren Hinweisen). 

6.1. Nach dem allgemeinen Grundsatz der Rechtsgleichheit  im Sinn von 
Art. 8  Abs. 1  BV  (bzw.  dem  aus  der  Wirtschaftsfreiheit  fliessenden 
Gleichbehandlungsgebot  der  Konkurrenten  [Art. 27  und  Art. 94  BV])  ist 
Gleiches  nach  Massgabe  seiner  Gleichheit  gleich,  Ungleiches  nach 
Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln. Dabei kommt dem 
Gesetzgeber  oder  einer  rechtsanwendenden  Behörde  eine  erhebliche 
Gestaltungsfreiheit  zu.  Untersagt  sind  jedoch  Differenzierungen,  für  die 
sachliche  und  vernünftige  Gründe  fehlen  oder  sich  über  erhebliche 
tatsächliche  Unterschiede  hinwegzusetzen.  Das  Rechtsgleichheitsgebot 
ist  verletzt, wenn  rechtliche Unterscheidungen  getroffen werden,  für  die 
ein vernünftiger Grund in den zu regelnden Verhältnissen nicht ersichtlich 
ist,  oder Unterscheidungen  unterlassen werden,  die  sich  auf Grund  der 
Verhältnisse aufdrängen (vgl. BGE 129 I 346 E. 6, BGE 130 V 18 E. 5.2; 
Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  A­300/2010  vom  8. April  2011 
E. 8.2.5  am  Ende;  vgl.  auch  ULRICH  HÄFELIN/WALTER  HALLER/HELEN 
KELLER,  Schweizerisches  Bundesstaatsrecht,  7. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf 
2008,  Rz. 752  f.;  JÖRG PAUL MÜLLER/MARKUS SCHEFER,  Grundrechte  in 
der Schweiz, 4. Aufl., Bern 2008, S. 653 ff.). 

6.2. Die Erteilung einer Bewilligung ist ein anderer Sachverhalt als deren 
Entzug.  Das  Verfahren  zur  Erteilung  einer  Bewilligung  erfolgt  nur  auf 
Gesuch  hin  und  in  dessen  Verlauf  sind  sämtliche  persönlichen  und 
sachlichen  Voraussetzungen  zu  prüfen  (vgl.  HÄFELIN/ MÜLLER/UHLMANN, 
a.a.O., S. 578 Rz. 2531). Die Voraussetzungen für ein Gesuch betreffend 
die Betriebsbewilligung für ein Flugfeld sind in Art. 18 und Art. 19 VIL zu 
finden.  Mit  der  Erteilung  der  Bewilligung  wird  die  Erfüllung  der 
Voraussetzungen festgestellt; es werden Rechte und Pflichten, aber auch 
berechtigtes  Vertrauen  begründet.  Der  Entzug  oder  Widerruf  einer 
Bewilligung erfolgt  von Amtes wegen und nur, wenn dies überwiegende 

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öffentliche  Interessen  erfordern  und  auch  keine  milderen  Massnahmen 
genügen,  etwa  als  Sanktion  für  eine  schwere  Pflichtverletzung  (vgl. 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  S. 583  Rz. 2550  und  2553).  Der 
Entzug der Betriebsbewilligung für ein Flugfeld ist in Art. 22 VIL geregelt.

Die Bewilligungsbehörde hat vergleichbare Sachverhalte, die sich auf die 
sichere  Benützung  des  Flugfeldes  beziehen,  gleich  zu  behandeln. 
Hingegen  ist  es  ihr  gestattet,  Unterscheidungen  zwischen 
Bewilligungsinhabern  und Gesuchstellern  zu  treffen,  also  etwa Aspekte, 
die sich nicht auf die Sicherheit,  sondern nur auf den Betrieb beziehen, 
nur  bei  Gesuchstellern,  nicht  aber  bei  Bewilligungsinhabern  zu 
berücksichtigen.  Dass  die  Vorinstanz  den  Umstand,  dass  weder  die 
Beschwerdeführerin  noch  die  Beigeladene  zurzeit  sämtliche  Flugplatz­
Grundstücke  nutzen  darf,  für  einen  Bewilligungsentzug  als  nicht 
entscheidwesentlich  –  weil  nicht  sicherheitsrelevant  –  eingestuft, 
hingegen die neue Bewilligung verweigert hat, da diese gar nicht genutzt 
werden  kann,  ist  nicht  zu  beanstanden  und  stellt  keine  unzulässige 
Ungleichbehandlung dar. Auch die Rüge der Ungleichbehandlung erweist 
sich damit als unbegründet.

7. 
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Bei 
diesem  Verfahrensausgang  unterliegt  die  Beschwerdeführerin,  weshalb 
sie nach Art. 63 Abs. 1 VwVG die Kosten dieses Verfahrens in der Höhe 
von  Fr. 2'000.—  zu  tragen  hat.  Diese  sind  mit  dem  geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

8. 
Obsiegende Parteien  haben Anspruch  auf  eine Parteientschädigung  für 
ihr  erwachsene  notwendige  Kosten  (Art. 64  Abs. 1  VwVG  i.V.m.  Art. 7 
Abs. 1  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]). Die anwaltlich vertretene Beigeladene hat mit der Beiladung 
Parteistellung  erlangt  und  damit  einen  Anspruch  auf 
Parteikostenentschädigung  (vgl.  Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts 
A­5646/2008  vom  13.  August  2009,  E. 3.4  mit  Hinweis  und  E.  12,  A­
6403/2010  vom 7. April  2011,  E. 8). Wird  keine Kostennote  eingereicht, 
setzt  das  Gericht  die  Parteientschädigung  auf  Grund  der  Akten  fest 
(Art. 14  Abs. 2  VGKE).  Diese  wird  vorliegend  auf  Fr. 4'000.—  (inkl. 
Auslagen  und  Mehrwertsteuer)  festgesetzt  und  ist  der 
Beschwerdeführerin zur Bezahlung aufzuerlegen. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 2'000.—  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher 
Höhe verrechnet.

3. 
Die  Beschwerdeführerin  hat  der  Beigeladenen  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft dieses Urteils eine Parteientschädigung von Fr. 4'000.— (inkl. 
Mehrwertsteuer und Auslagen) zu entrichten.

4. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 31­07­6882'HAS / nua; Einschreiben)
– die Beigeladene (Gerichtsurkunde)
– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Ryter Sauvant Bernhard Keller

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift  hat  die  Begehren,  deren  Begründung  mit  Angabe  der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 

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Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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