# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62a3d05d-eb30-5d95-aa22-3fe313179875
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.11.2025 D-8381/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8381-2025_2025-11-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8381/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Contessina Theis, 

mit Zustimmung von Richter Thomas Segessenmann;     

Gerichtsschreiberin Martina von Wattenwyl. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Türkei,   

vertreten durch MLaw Saban Murat Özten,  

(...),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Vollzug der Wegweisung (Wiedererwägung);  

Verfügung des SEM vom 30. September 2025 / N (...) 

 

 

 

D-8381/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger kurdischer 

Ethnie, ersuchte am 12. September 2024 um Asyl in der Schweiz. Im We-

sentlichen machte er dabei geltend, in B._______ (Provinz Sirnak) geboren 

und aufgewachsen zu sein. Er habe die Schule bis zur 10. Klasse besucht 

und sei in der (...) sowie kurzzeitig (...) tätig gewesen. Sein Vater sei Mit-

glied der HDP (Halklarin Demokratik Partisi [Demokratische Partei der Völ-

ker]) und sei von den Behörden immer wieder unter Druck gesetzt sowie 

angezeigt worden, weshalb dieser das Land verlassen und in der Schweiz 

um Asyl nachgesucht habe. Im Dorf sei seine Familie die einzige gewesen, 

die sich für die HDP eingesetzt habe, die anderen Bewohner hätten alle für 

die Regierung gearbeitet. Es sei immer wieder zu Hausdurchsuchungen 

gekommen. Dabei habe man ihm (dem Beschwerdeführer) mit Inhaftierung 

gedroht, sobald er volljährig werde. Deswegen sei er kurz vor dem Errei-

chen seiner Volljährigkeit aus der Türkei ausgereist.  

A.b Mit Verfügung des SEM vom 9. Oktober 2024 wurde das Asylgesuch 

des Beschwerdeführers abgelehnt und gleichzeitig die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie der Vollzug angeordnet. Die dagegen erhobene Be-

schwerde vom 18. Oktober 2024 wies das Bundesverwaltungsgericht mit 

Urteil E-6576/2024 vom 1. November 2024 ab.   

B.  

B.a Am 6. Februar 2025 reichte der zwischenzeitlich volljährige Beschwer-

deführer eine als «Wiedererwägungsgesuch/Mehrfachgesuch und Gesuch 

um Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft meines Vaters» bezeichnete 

Eingabe beim SEM ein. Darin machte er vorwiegend geltend, dass sein 

Vater am 30. Januar 2025 einen positiven Asylentscheid erhalten und die-

ser deshalb nun für seine Mutter und die drei minderjährigen Geschwister 

ein Gesuch um Familienzusammenführung gestellt habe. Sollten die Ge-

suche gutgeheissen und nur seins abgewiesen werden, würde dies bedeu-

ten, dass er alleine in die Türkei zurückkehren müsste, dort demnach keine 

Unterstützung mehr hätte und gleichzeitig die negativen Konsequenzen 

seines oppositionellen Vaters tragen müsste.  

B.b Mit Verfügung vom 13. Mai 2025 lehnte das SEM das Wiedererwä-

gungsgesuch des Beschwerdeführers vom 6. Februar 2025 ab, soweit es 

darauf eintrat und bestätigte die Rechtskraft und Vollstreckbarkeit der Ver-

fügung vom 9. Oktober 2024. Dagegen erhob er keine Beschwerde.   

D-8381/2025 

Seite 3 

C.  

C.a Am 7. Februar 2025 stellte der Vater des Beschwerdeführers ein 

Gesuch um «Familienvereinigung» beim SEM. Das Gesuch um Einbezug 

des Beschwerdeführers in die Flüchtlingseigenschaft und in das Asyl 

seines Vaters wurde mit Verfügung des SEM vom 13. Mai 2025 mit der 

Volljährigkeit des Beschwerdeführers begründet und abgelehnt.  

C.b Das Bundesverwaltungsgericht wies die gegen die Verfügung des 

SEM vom 13. Mai 2025 erhobene Beschwerde des Vaters um Einbezug 

des Beschwerdeführers in die Flüchtlingseigenschaft und in dessen Asyl 

mit Urteil D-4239/2025 vom 3. Juli 2025 ab.  

D.  

Mit Eingabe vom 13. September 2025 liess der Beschwerdeführer durch 

den rubrizierten Rechtsvertreter erneut ein Wiedererwägungsgesuch beim 

SEM einreichen. Als Hauptgrund für das Gesuch wurde eine schwere psy-

chische Erkrankung des Beschwerdeführers und seine dadurch bedingte 

Abhängigkeit von seinen Eltern angegeben. Zum Beweis wurden Kopien 

des Austrittsberichts vom 26. August 2025, eines ärztlichen Zeugnisses 

vom 14. August 2025 und eines Erstgesprächsberichts vom 13. Dezember 

2024 der psychiatrischen Dienste der C._______ Spitäler sowie eines me-

dizinischen Datenblattes der (...) vom 29. November 2024 und eines Aus-

trittsblattes von Medic-Help vom 30. Januar 2025 beigelegt.  

E.  

Mit Verfügung vom 30. September 2025 (eröffnet am 1. Oktober 2025) wies 

die Vorinstanz das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers ab 

und hielt fest, dass die Verfügung vom 9. Oktober 2024 rechtskräftig sowie 

vollstreckbar sei und erhob eine Gebühr von Fr. 600.–. Gleichzeitig wurde 

darauf aufmerksam gemacht, dass einer allfälligen Beschwerde keine auf-

schiebende Wirkung zukomme.  

F.  

Mit Eingabe vom 30. Oktober 2025 (Datum Postaufgabe: 31. Oktober 

2025) erhob der Beschwerdeführer vor dem Bundesverwaltungsgericht 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 30. September 2025, beantragte 

deren Aufhebung und die Gutheissung der Beschwerde. Es sei die Unzu-

lässigkeit respektive Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung fest-

zustellen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In prozessualer Hin-

sicht beantragte er, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu er-

teilen, die Wegweisung sei auszusetzen und es sei ein Vollzugsstopp zu 

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erteilen. Weiter ersuchte er um unentgeltliche Prozessführung inklusive 

Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses sowie um Einsetzung 

des rubrizierten Rechtsvertreters als amtlichen Rechtsbeistand.  

Der Beschwerde wurden nebst Kopie der angefochtenen Verfügung eine 

Vollmacht vom 5. September 2025 und ein Foto von drei Medikamenten-

verpackungen beigelegt.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Nachdem gemäss Lehre und Praxis Wie-

dererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung 

auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist 

das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Bereich des Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 

2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie 

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Seite 5 

nachstehend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). Gestützt auf 

Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines Schriftenwech-

sels verzichtet. 

4.  

4.1 Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich ge-

regelt (vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM 

innert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schrift-

lich und begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG). 

4.2 In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwä-

gungsgesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an 

eine nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). Falls die abzuändernde Verfügung unange-

fochten blieb – oder ein eingeleitetes Beschwerdeverfahren mit einem 

blossen Prozessentscheid abgeschlossen wurde –, beziehungsweise nach 

Abschluss des ordentlichen Verfahrens neue Beweismittel eingereicht wur-

den, die erst danach erstellt wurden und mit denen vorbestandene Tatsa-

chen belegt werden sollen, können auch Revisionsgründe einen Anspruch 

auf Wiedererwägung begründen (zum sogenannten «qualifizierten Wieder-

erwägungsgesuch» vgl. BVGE 2013/22 E. 5.4 und 13.1 m.w.H.). 

4.3 Die Vorinstanz hat die Eingabe des Beschwerdeführers vom 13. Sep-

tember 2025 zu Recht als Widererwägungsgesuch im Sinne von Art. 111b 

AsylG entgegengenommen – wobei der Beschwerdeführer eine nachträg-

lich veränderte (medizinische) Sachlage geltend machte – und das Gesuch 

materiell geprüft. Nachfolgend ist daher zu beurteilen, ob das Wiedererwä-

gungsgesuch zu Recht abgewiesen wurde.  

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer machte in seinem Gesuch im Wesentlichen eine 

schwere psychische Erkrankung geltend, infolge welcher er im August 

2025 während rund drei Wochen in stationärer Behandlung gewesen sei. 

Aufgrund dieser Erkrankung sei er von seinen in der Schweiz lebenden 

Eltern abhängig und müsse von ihnen betreut werden. In der Türkei lebten 

lediglich ein Bruder, welcher unter einer schweren psychischen Krise leide 

und jeglichen Kontakt zur Familie abgebrochen habe. Dieser könne ihn in 

der Türkei nicht unterstützen. Die verheiratete Schwester sei mit ihrer ei-

genen Familie überfordert und könne ihm auch nicht zur Seite stehen. Sein 

psychischer Gesundheitszustand habe sich seit seiner Ankunft in die 

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Schweiz verschlechtert, wobei er unter (...) und in ständiger (...) lebe sowie 

auf starke Psychopharmaka angewiesen sei. Da er sich weigere, diese ei-

genständig einzunehmen, müssten ihn seine Eltern dazu anhalten. Es be-

stehe somit ein Abhängigkeitsverhältnis.  

5.2 Die Vorinstanz stützte ihren ablehnenden Entscheid auf die eingereich-

ten medizinischen Unterlagen und führte im Wesentlichen aus, der Be-

schwerdeführer leide gemäss dem Bericht des Erstgesprächs vom 13. De-

zember 2024 an einer Anpassungsstörung. Aus dem Bericht gehe hervor, 

dass die Symptomatik hauptsächlich auf eine Überforderung im Zusam-

menhang mit seiner Wohnsituation im Bundesasylzentrum (BAZ) zurück-

zuführen sei. Er habe damals die Vorstellung gehabt, dass die Ärzte seine 

Wohnsituation verändern könnten. Zentral sei in diesem Bericht die Fest-

stellung, dass sonst keine weitere Motivation für eine psychiatrische Be-

handlung bestehe; ihm sei lediglich ein Medikament zur Linderung seiner 

Schlafstörungen verschrieben worden. Dem medizinischen Datenblatt und 

dem Austrittsblatt lasse sich entnehmen, dass darin lediglich die Arztbesu-

che, Diagnosen und die ihm verordneten Medikamente aufgeführt seien. 

Gemäss dem Austrittsbericht der Psychiatrischen Dienste habe er sich 

vom 8. August bis zum 25. August 2025 in stationärer Behandlung befun-

den. Im Rahmen der festgestellten (...) seien verschiedene Medikamente 

verabreicht worden, welche beim Spitalaustritt – mit Ausnahme von (...) – 

wieder abgesetzt worden seien. Weiter sei die Einweisung freiwillig und 

aufgrund einer akuten Suizidalität infolge Hoffnungslosigkeit über den Aus-

gang des Asylverfahrens erfolgt. Der Forderung der Eltern nach einer 

schriftlichen Stellungnahme, wonach der Beschwerdeführer nicht allein in 

die Türkei in die Türkei zurückreisen könne, seien die behandelnden Ärzte 

nicht nachgekommen. Nach Abschluss der Behandlung habe sich sein Ge-

sundheitszustand verbessert; in einem Gespräch mit seinen Eltern habe er 

angegeben, keine Verfolgungsideen und Suizidgedanken mehr zu haben. 

Es sei keine weiterführende Therapie angeordnet worden. Insgesamt sei 

festzustellen, dass die bestehenden psychischen Beschwerden des Be-

schwerdeführers auch in der Türkei behandelbar seien, etwa in der Polikli-

nik des staatlichen Krankenhauses oder in den Kliniken von D._______ 

und E._______, wo entsprechende Therapieangebote für depressive Pati-

enten sowie Möglichkeiten einer stationären Aufnahme und Nachsorge be-

stünden. Das benötigte Medikament sei dort ebenfalls erhältlich. Die fest-

gestellten Symptome seien überwiegend auf die belastende Wohnsituation 

im BAZ und die Angst des Beschwerdeführers vor einem negativen Verlauf 

des Asylverfahrens zurückzuführen. Somit bestünden keine Gründe, 

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welche die Rechtskraft der Verfügung vom 9. Oktober 2024 beseitigen 

könnten. 

 

5.3 Der Beschwerdeführer führte in seiner Beschwerde aus, dass sich 

seine psychische Gesundheit zusehends verschlechtere, er unter schwe-

ren (...) sowie (...) respektive (...) leide und auf die Betreuung seiner Familie 

angewiesen sei. Infolge der (...) leide er unter Schlafstörungen und benö-

tige Medikamente. Seine Suizidalität sei nach wie vor ausgeprägt und er 

leide unter starker Hoffnungslosigkeit, wenn er an eine Rückkehr in die Tür-

kei denke. Seine Familie müsse ihn vor einem Suizidversuch schützen. Er 

nehme das ihm verschriebene Medikament (...), das gegen (...) und (...) 

Störungen wirke, wieder ein. Seine Urteilsfähigkeit habe er fast vollständig 

verloren und sei selbst- und fremdgefährdet. Aufgrund seiner schlechten 

Verfassung müsse er unter ständige Aufsicht eines Vormunds gestellt wer-

den. Es sei richtig, dass es in der Türkei Behandlungsmöglichkeiten für 

seiner psychischen Erkrankungen vorhanden seien. Aufgrund des Mangels 

an sozialen Diensten erfordere die Organisation dieser Behandlungen je-

doch die aktive Unterstützung des Umfelds des Patienten. Er habe in der 

Türkei keine Angehörigen, die ihm diese Unterstützung bieten könnten. 

Ausserdem wäre er aufgrund seiner kurdischen Herkunft und der Tatsache, 

dass sein Vater ein aktiver politischer Gegner der Regierung sei, mutmass-

lich ständiger Diskriminierung und schlechter Behandlung ausgesetzt. 

Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass er noch nie von seiner Familie 

getrennt gewesen sei und grosse Angst vor einer Trennung habe. 

 

6.  

6.1 Nach eingehender Prüfung der Akten gelangt das Gericht – in Überein-

stimmung mit der vorinstanzlichen Beurteilung – zum Schluss, dass die im 

Wiedererwägungsgesuch geltend gemachten gesundheitlichen Beein-

trächtigungen des Beschwerdeführers dem Vollzug der Wegweisung nicht 

entgegenstehen. Zur Begründung kann vollumfänglich auf die zutreffenden 

und überzeugenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwie-

sen werden. Ergänzend ist festzuhalten, dass bei ihm anlässlich des Erst-

gesprächs vom 12. Dezember 2024 eine Anpassungsstörung diagnosti-

ziert wurde. Die stationäre Zuweisung erfolgte gemäss dem Austrittsbericht 

vom 25. August 2025 auf freiwilliger Basis. Obwohl in diesem Zusammen-

hang eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen di-

agnostiziert wurde, handelt es sich dabei jedoch nicht um eine lebensbe-

drohliche Erkrankung. Ferner wurde bei Austritt eine Verbesserung seines 

Gesundheitszustands attestiert. Entgegen den in der Beschwerde erhobe-

nen Behauptungen wurden ausserdem weder eine (...) noch eine (...) 

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Störung oder krankhafte (...) diagnostiziert. Den Akten ist ferner nicht zu 

entnehmen, dass er unter einer Beistandschaft stünde oder aus medizini-

scher Sicht auf eine dauerhafte Betreuung angewiesen wäre. Sodann ist 

darauf hinzuweisen, dass in der Türkei landesweit ausreichende Therapie-

möglichkeiten bestehen, psychiatrische Einrichtungen und Spitäler vorhan-

den sind und moderne Psychopharmaka zur Verfügung stehen. Das dem 

Beschwerdeführer verordnete Medikament ist dort ebenfalls erhältlich (vgl. 

SEM-Akte A5/9, S. 4 f. sowie das Referenzurteil des BVGer E-1948/2018 

vom 12. Juni 2018 E. 7.3.5.3 und Urteil D-6226/2023 vom 18. Januar 2024 

E. 8.3.5 je m.w.H.). Ein Abhängigkeitsverhältnis vermochte er nicht darzu-

tun. Seine persönliche Ausgangslage ist zweifellos als schwierig zu be-

zeichnen, und es ist nachvollziehbar, dass eine familiäre Trennung unter 

den gegebenen Umständen für ihn eine erhebliche Belastung darstellt. 

Gleichwohl wird er bei einer Rückkehr nicht gänzlich auf sich alleine gestellt 

sein, zumal er über familiäre Anknüpfungspunkte in der Türkei verfügt: Eine 

verheiratete Schwester mit ihrer Familie, ein älterer Bruder sowie Tanten 

leben dort und könnten ihm im Bedarfsfall, namentlich im Zusammenhang 

mit Betreuung oder Unterstützung, zur Seite stehen. Soweit er vorbringt, er 

würde bei einer Rückkehr aufgrund der politischen Vergangenheit seines 

Vaters Diskriminierung oder Misshandlungen ausgesetzt sein, ist festzu-

stellen, dass es ihm im Hinblick auf die in der Türkei bestehende Nieder-

lassungsfreiheit unbenommen bleibt, sich an einem Ort seiner Wahl nie-

derzulassen, um allfälligen Belästigungen durch die Dorfbewohner auszu-

weichen. Schliesslich ist festzuhalten, dass suizidale Gedanken gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung für sich allein kein Vollzugshindernis 

darstellen (vgl. etwa Urteil des BGer 2C_221/2020 vom 19. Juni 2020 E. 2), 

einer akuten suizidalen Gefährdung jedoch im Rahmen der Vollzugsmoda-

litäten respektive der Transportfähigkeit Rechnung zu tragen ist (vgl. etwa 

Art. 71b Abs. 1 Bst. c AIG).  

6.2 Aus den vorangehenden Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwer-

deführer mit den im Wiedererwägungsgesuch eingereichten Beweismitteln 

keine drohende Verletzung im Sinne von Art. 3 EMRK oder anderer völker-

rechtlicher Bestimmungen darzulegen vermochte. Die Vorinstanz hat das 

Wiedererwägungsgesuch zu Recht abgelehnt und den Wegweisungsvoll-

zug als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 

142.20]). 

6.3 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, der rechtserhebliche Sachverhalt richtig sowie 

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Seite 9 

vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und angemessen ist. Die Be-

schwerde ist abzuweisen. 

 

7.  

Das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde 

respektive um Erteilung eines Vollzugsstopps und um Aussetzung der 

Wegweisung ist mit vorliegendem Entscheid gegenstandslos geworden.  

 

8.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 und Abs. 2 VwVG ist infolge der Aussichtslosigkeit – wie 

oben dargelegt – abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerde-

führer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 2’000.– 

festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und um 

Einsetzung eines amtlichen Rechtsbeistands werden abgewiesen.   

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Contessina Theis Martina von Wattenwyl