# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c800f19e-a81b-51b1-80ff-60a21aba6b7a
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.04.2025 PA250006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PA250006_2025-04-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PA250006-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. A. Strähl 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw L. Kappeler

Urteil vom 15. April 2025

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

sowie

B._____, 
Verfahrensbeteiligter

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes des Bezirksgerich-
tes Bülach vom 2. April 2025 (FF250015)

- 2 -

Erwägungen:

1.

1.1. B._____ (nachfolgend Verfahrensbeteiligter) wurde am 21. Februar 2025 

fürsorgerisch untergebracht und in das C._____, D._____ (nachfolgend C._____), 

eingewiesen (vgl. act. 5/4 E. 1.1.). Eine von seinem Bruder A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Einzelgericht des 

Bezirksgerichts Bülach (nachfolgend Vorinstanz) mit Urteil vom 27. Februar 2025 

(act. 5/4) abgewiesen. Der Beschwerdeführer zog diesen Entscheid an das Ober-

gericht des Kantons Zürich weiter, welches die Beschwerde in diesem Punkt mit 

Urteil vom 31. März 2025 ebenfalls abwies (Geschäfts-Nr. PA250004, act. 14, 

Dispositiv-Ziff. 2). 

1.2. Mit Eingabe vom 2. April 2025 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde 

bei der Vorinstanz und beantragte die Verlegung des Verfahrensbeteiligten in das 

Kantonsspital Winterthur und, sobald es die Situation zulasse, die Entlassung des 

Verfahrensbeteiligten in seine Obhut (act. 5/1 S.2). Mit Verfügung vom 2. April 

2025 trat die Vorinstanz auf das Gesuch bzw. die Beschwerde nicht ein (act. 5/5 = 

act. 3 = act. 4 [Aktenexemplar], nachfolgend zitiert als act. 4). 

1.3. Mit Eingabe vom 3. April 2025 erhob der Beschwerdeführer Beschwerde 

beim Obergericht des Kantons Zürich und beantragte unter anderem die Entlas-

sung des Verfahrensbeteiligten aus der fürsorgerischen Unterbringung (act. 2). 

Am 8. April 2025 und am 11. April 2025 machte der Beschwerdeführer weitere 

Eingaben und verlangte erneut die Entlassung des Verfahrensbeteiligten aus dem 

C._____ (act. 7, act. 8). Die Eingaben wurden als Beschwerde gegen den vorin-

stanzlichen Nichteintretensentscheid entgegengenommen.

1.4. Die erstinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 5/1-6). Vom Einholen 

von Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen kann abgesehen werden. Das Ver-

fahren ist spruchreif.

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2.

2.1. Gegen Entscheide über die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung 

oder deren Fortdauer (Art. 428 f., 431 ZGB, §§ 27 ff. EG KESR) kann innert zehn 

Tagen seit Mitteilung des Entscheids das Einzelgericht angerufen werden 

(Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und Abs. 2, Art. 450, 450b Abs. 2 ZGB, §§ 62, 63 Abs. 2 

EG KESR, § 30 GOG). Nach Ablauf der zehntägigen Frist kann der Betroffene um 

Entlassung ersuchen (Art. 426 Abs. 4 ZGB). Darüber entscheidet bei ärztlich an-

geordneter Unterbringung die Einrichtung (Art. 429 Abs. 3 ZGB), bei Anordnung 

der Unterbringung durch die Erwachsenenschutzbehörde diese selber, sofern sie 

die Zuständigkeit nicht im Einzelfall an die Einrichtung übertragen hat (Art. 428 

Abs. 2 ZGB).

2.2. Die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung des Verfahrensbeteilig-

ten erfolgte am 21. Februar 2025. Folglich wäre die zehntägige Rechtsmittelfrist 

abgelaufen. Das kantonale Rechtsmittelverfahren gegen diese Anordnung wurde 

durchgeführt und mit dem Entscheid der hiesigen Kammer vom 31. März 2025 

abgeschlossen. Auf eine (erneute) Beschwerde des Beschwerdeführers gegen 

den Unterbringungsentscheid trat die Vorinstanz zu Recht nicht ein (vgl. act. 4 

E. 2). Sie behandelte die Eingabe vom 2. April 2025 stattdessen richtigerweise als 

sinngemässes Entlassungsgesuch (vgl. act. 4 E. 3) und überwies dieses zum so-

fortigen Entscheid an das C._____. Das C._____ wird die von der Vorinstanz 

übermittelte Eingabe zu prüfen und gegebenenfalls über eine Entlassung zu be-

finden haben. Das Vorgehen der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden und die Be-

schwerde ist deshalb abzuweisen. 

3.

3.1. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde Einwände gegen von 

der zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde getroffene Anordnun-

gen wie etwa die Ernennung eines Vertreters gemäss Art. 449a ZGB erhebt (vgl. 

act. 2 S. 1), so hat er diese im entsprechenden (Rechtsmittel-)Verfahren vorzu-

bringen. 

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3.2. Des Weiteren ist die Kammer nicht zuständig für vom Beschwerdeführer 

verlangte strafrechtliche Sanktionen gegen diverse Personen und Organisationen 

(act. 2 S. 2, act. 7, act. 8). Der Beschwerdeführer hat sich dafür an die zuständi-

gen Strafbehörden zu wenden. Auch für die Zusprechung einer Genugtuung ist 

die Kammer nicht zuständig (vgl. Art. 454 ZGB, § 22 ff. Haftungsgesetz). Bezüg-

lich der genannten Punkte ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

4. Umständehalber ist auf die Erhebung von Kosten für das zweitinstanzliche 

Beschwerdeverfahren zu verzichten. Eine Parteientschädigung ist bei diesem 

Ausgang nicht zuzusprechen. 

Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an den Beschwerdeführer, an den Verfahrensbeteilig-

ten, je unter Beilage einer Kopie von act. 2 an das C._____, ... [Adresse] 

und an die KESB Bülach Nord, sowie an das Bezirksgericht Bülach, je ge-

gen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfirst an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

- 5 -

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw L. Kappeler

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