# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc9fe2cf-986d-537d-ab95-9936c80995c2
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-10
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung 10.05.2022 OG O2V-21-55
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_002_OG-O2V-21-55_2022-05-10.pdf

## Full Text

Beschwerdeführer A1. und A2. 

 

vertreten durch: AA. 

 

 

 

Vorinstanz Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden,  

Neue Steig 15, Postfach 1047, 9102 Herisau  
 

 

 

 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden 
2. Abteilung 

 

Urteil vom 10. Mai 2022 
 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser 

Oberrichterin J. Lanker 

Oberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger 

Obergerichtsschreiber M. Giger 

 

 

 

Verfahren Nr. O2V 21 55 

 

 

 

Sitzungsort Trogen 

 

 

Gegenstand Anspruch auf Ergänzungsleistungen  

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der 

Ausgleichskasse vom 7. Oktober 2021 

 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

a) der Beschwerdeführer: 

1. Der Entscheid der Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden vom 7. Oktober 2021 sei 

aufzuheben und das Gesuch von A2. um Ausrichtung von Ergänzungsleistungen ab 

1. Februar 2021 sei gutzuheissen. 

2. Eventualiter sei der Entscheid der Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden vom 

7. Oktober 2021 aufzuheben und der Ausgleichskasse Appenzell Ausserrhoden zur 

Neubeurteilung zurückzuweisen.  

 

b) der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen. 

 

 

 

Sachverhalt 

 

A. A2. stellte mit einem E-Mail vom 26. Februar 2021 bei der Ausgleichskasse Appenzell 

Ausserrhoden ein formloses Begehren um Ausrichtung von Ergänzungsleistungen 

(act. 7.1/1). Ende Mai 2021 liess sie der Ausgleichskasse das offizielle Gesuchsformular 

zusammen mit diversen Unterlagen zukommen (act. 7.1/2 ff.). Am 10. August 2021 reichte 

sie auf entsprechende Aufforderung der Ausgleichskasse hin weitere ergänzende Unterlagen 

nach (act. 7.1/10). Mit Verfügung vom 13. August 2021 wies die Ausgleichskasse das 

Gesuch um Ergänzungsleistungen ab, woran sie auch nach erhobener Einsprache mit 

Entscheid vom 7. Oktober 2021 festhielt (act. 7.1/25; act. 7.1/28). 

 

B. Gegen die nämliche Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde von A1. und A2., 

vertreten durch AA., vom 5. November 2021, mit dem eingangs zitierten Rechtsbegehren 

(act. 1). Die Vernehmlassung der Vorinstanz mit dem Antrag auf Beschwerdeabweisung 

wurde am 9. Dezember 2021 erstattet (act. 6). Die Beschwerdeführer machten von dem 

ihnen eingeräumten Recht zur Replik keinen Gebrauch.  

 

 

  

 

Seite 3 

Erwägungen 

 

1. Gegen Einspracheentscheide der Ausgleichskasse als zuständigem Versicherungsträger 

kann Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht geführt werden (Art. 1 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse-

nen- und Invalidenversicherung [ELG, SR 831.30] i.V.m. Art. 56 und 57 des Bundesgesetzes 

vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG, 

SR 830.1]). Örtlich zuständig ist das Versicherungsgericht des Kantons, in dem die 

versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

Wohnsitz hat (Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 58 Abs. 1 ATSG). Die Beschwerdeführer haben 

Wohnsitz in B., womit die örtliche Zuständigkeit des ausserrhodischen Versicherungsgerichts 

gegeben ist. Sachlich zuständig ist das Obergericht (Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 28 lit. b des 

Justizgesetzes vom 13. September 2010 [bGS 145.31]). Nachdem die übrigen formellen 

Voraussetzungen zur Beschwerdeerhebung ebenso erfüllt sind, ist auf die Beschwerde 

einzutreten.  

 

 

2. 2.1 

Nach Art. 4 Abs. 1 lit. a ELG haben u.a. Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt 

in der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen, die eine Alters- und Hinterlas-

senenversicherung (AHV) beziehen. Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu 

entsprechen, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen 

(Art. 9 Abs. 1 ELG). Was zu den anerkannten Ausgaben gezählt wird, ist in Art. 10 ELG 

geregelt, was zu den anrechenbaren Einnahmen in Art. 11 ELG. Vermögenswerte sind nach 

Massgabe von Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG als Einnahmen zu veranschlagen. 

 

2.2 

Anspruch auf EL haben gemäss Art. 9a Abs. 1 ELG nur Personen, deren Reinvermögen die 

folgenden Werte nicht überschreitet:  

- bei alleinstehenden Personen 100'000 Franken; 

- bei Ehepaaren 200'000 Franken; 

- bei rentenberechtigten Waisen und Minderjährigen mit einem IV-Taggeld 50'000 Franken. 

 

2.3 

Meldet sich eine Person für die jährliche Ergänzungsleistung an, ist für den Anspruch das 

Vermögen massgebend, das am ersten Tag des Monats vorhanden ist, ab dem die 

Ergänzungsleistung beansprucht wird (Art. 2 Abs. 2 der Verordnung vom 15. Januar 1971 

 

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über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; 

SR 831.301). Gestützt auf diese Bestimmung prüfte die Vorinstanz den EL-Anspruch der 

Beschwerdeführer zu Recht ab dem 1. Februar 2021, nachdem das Gesuch am 26. Februar 

2021 gestellt wurde. 

 

 

3. Gemäss unbestrittenem Sachverhalt verfügt A2. gegenüber der C. GmbH, bei welcher sie 

als Gesellschafterin und Geschäftsführerin amtet (vgl. Handelsregisterauszug; act. 7.1/13), 

über eine Kontokorrentforderung im Betrag von Fr. 86'130.--. Die Vorinstanz ist der 

Auffassung, die Summe müsse bei der Berechnung des Reinvermögens im Sinne von Art. 9a 

Abs. 1 ELG berücksichtigt werden. Die Beschwerdeführer vertreten demgegenüber die 

Ansicht, der Betrag sei ausser Acht zu lassen, weil gemäss der Covid-Gesetzgebung nicht 

ungeschmälert darüber verfügt werde könne. 

 

 

4. Was die von den Beschwerdeführern angesprochene Covid-Gesetzgebung betrifft, ist ins-

besondere auf folgende rechtlichen Grundlagen hinzuweisen: Gemäss Art. 12 des Bundes-

gesetzes vom 25. September 2020 über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des 

Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz; SR 818.102) kann 

der Bund auf Antrag eines oder mehrerer Kantone Härtefallmassnahmen dieser Kantone 

unterstützen für Einzelunternehmen, Personengesellschaften oder juristische Personen mit 

Sitz in der Schweiz (Unternehmen), die vor dem 1. Oktober 2020 gegründet worden sind 

oder ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben und am 1. Oktober 2020 ihren Sitz im 

jeweiligen Kanton hatten und die aufgrund der Natur ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit von den 

Folgen von Covid-19 besonders betroffen sind und einen Härtefall darstellen […] (Abs. 1). 

Die Gewährung einer Härtefallmassnahme setzt voraus, dass das unterstützte Unternehmen 

für das Geschäftsjahr, in dem die Härtefallmassnahme ausgerichtet wird sowie für die drei 

darauffolgenden Jahre keine Dividenden und Tantiemen ausschüttet oder deren 

Ausschüttung beschliesst und keine Rückerstattung von Kapitaleinlagen vornimmt oder 

beschliesst (Abs. 1ter). Gemäss dem ehemaligen Art. 6 der Verordnung vom 25. November 

2020 über Härtefallmassnahmen für Unternehmen im Zusammenhang mit der Covid-19-

Epidemie hatte ein Unternehmen gegenüber dem Kanton zu bestätigen, dass es keine 

Dividenden oder Tantiemen beschliesst oder ausschüttet oder Kapitaleinlagen rückerstattet 

und keine Darlehen an seine Eigentümer vergibt (lit. a). Die Verordnung vom 25. März 2020 

zur Gewährung von Krediten und Solidarbürgschaften infolge des Coronavirus (Covid-19-

SBüV; SR 951.261), welche bis zum 18. Dezember 2020 galt, bestimmte in Art. 6 Abs. 3: 

Während der Dauer der Solidarbürgschaft ausgeschlossen sind: die Ausschüttung von Divi-

 

Seite 5 

denden und Tantiemen sowie das Zurückerstatten von Kapitaleinlagen (lit. a); die Gewäh-

rung von Aktivdarlehen oder die Refinanzierung von als Aktivdarlehen ausgestalteten Privat- 

und Aktionärsdarlehen, mit Ausnahme der Refinanzierung von seit dem 23. März 2020 

aufgelaufenen Kontoüberzügen bei derjenigen Bank, die den nach dieser Verordnung 

verbürgten Kredit gewährt (lit. b). Das Bundesgesetz vom 18. Dezember 2020 über Kredite 

mit Solidarbürgschaft infolge des Coronavirus (Covid-19-SBüG; SR 951.26), welches per 

19. Dezember 2020 in Kraft trat, hält in Art. 2 Abs. 2 fest: Während der Dauer der Solidarbürg-

schaft sind ausgeschlossen: Dividenden und Tantiemen sowie die Rückerstattung von Kapi-

taleinlagen (lit. a); die Gewährung von Darlehen oder die Rückzahlung von Darlehen von 

Gesellschafterinnen und Gesellschaftern oder von nahestehenden Personen (lit. b). Auf 

kantonaler Ebene ist schliesslich die vorläufige Verordnung vom 19. Januar 2021 über 

Härtefallmassnahmen für Unternehmen im Zusammenhang mit der Covid-19-Epidemie 

(bGS 911.2) zu nennen. In Art. 3 Abs. 1 lit. a der Verordnung wird namentlich bestimmt: Der 

Kanton kann Härtefallmassnahmen gewähren, wenn das Unternehmen die Anforderungen 

nach Art. 2 bis 6 der Covid-19-Härtefallverordnung erfüllt. 

 

 

5. Vorliegend war der C. GmbH mit Verfügung des kantonalen Amtes für Wirtschaft und Arbeit 

vom 17. März 2021 ein A-fonds-perdu-Beitrag in der Höhe von Fr. 23'000.-- gewährt worden 

(act. 7.1/3). Bereits im März 2020 war der Gesellschaft ausserdem seitens der D. Bank eine 

Kreditlimite im Betrag von Fr. 39'000.--eingeräumt worden (act. 7.1/2). Zufolge der 

erhaltenen finanziellen Unterstützungsleistungen ist es der C. GmbH – namentlich aufgrund 

von Art. 12 des Covid-Gesetzes – untersagt, Kapitaleinlagen oder Darlehen für das 

Geschäftsjahr, in dem die Härtefallmassnahme ausgerichtet wird sowie für die drei 

darauffolgenden Jahre an Gesellschafter zurückzuzahlen. Zwischen den beiden Parteien ist 

dies auch nicht weiter streitig. Es besteht deshalb mithin auch Einigkeit, dass es A2. durch 

Gesetz verboten ist, die Rückzahlung ihrer Kontokorrentforderung gegenüber der 

Gesellschaft zu veranlassen. Fraglich bleibt nun aber eben, wie das betreffende Guthaben 

der Beschwerdeführerin aus EL-rechtlicher Sicht zu behandeln ist. Das Bundesgericht hat 

diesbezüglich festgehalten, da Ergänzungsleistungen die Deckung der laufenden 

Lebensbedürfnisse bezwecken, dürften nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und 

vorhandene Vermögenswerte berücksichtigt werden, über die der Leistungsansprecher 

ungeschmälert verfügen kann. Vorbehalten bleibe der Tatbestand des Verzichts auf 

Einkünfte oder Vermögenswerte (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG; BGE 127 V 248 E. 4; Urteile des 

Bundesgerichts 9C_135/2020 vom 30. September 2020 E. 5.5; 9C_333/2016 vom 3. Novem-

ber 2016 E. 3; 9C_901/2014 vom 16. März 2015 E. 3.4.1). Mit anderen Worten: Die 

Anrechnung eines Sachwertes im Rahmen von Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG beruht auf der Fiktion, 

dass er jederzeit in liquides Vermögen umgewandelt werden und als solches verzehrt werden 

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kann. Ist indessen die Umwandlung in liquide Mittel nicht möglich oder der Zugriff darauf 

verwehrt, entfällt die Anrechnung (JÖHL/USINGER-EGGER, Ergänzungsleistungen zur 

AHV/IV, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3. Aufl. 2016, S. 1842 ff. Rz. 161 f.; Urteil 

des Bundesgerichts 9C_447/2016 vom 1. März 2017 E. 4.2.1). Hinsichtlich dieser von Lehre 

und Praxis entwickelten Grundsätze ist hier ohne Zweifel festzustellen, dass der 

Beschwerdeführerin der Zugriff auf das Guthaben von Fr. 86'130.-- verwehrt ist, und zwar 

– wie jene dies korrekt vorgebracht hat – bis mindestens ins Jahr 2024. Was die Vorinstanz 

betrifft, begründete letztere die Anrechnung beim Vermögen vor allem damit, dass auf die 

von den Steuerbehörden ermittelten Vermögenswerte abgestellt werden müsse. Sie leitet 

dieses Verständnis offenbar aus Art. 17a ELV (bzw. den entsprechenden Bestimmungen in 

der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV) ab, wonach das 

anrechenbare Vermögen nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte 

kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu bewerten ist. 

Diese Bestimmung enthält indes keine Aussage darüber, welches Vermögen tatsächlich 

anrechenbar ist. Dafür ist die Steuerveranlagung nicht ausschlaggebend. Das Bundesgericht 

hat in dieser Hinsicht ausdrücklich festgehalten, aus der steuerrechtlichen Behandlung eines 

Vermögenswertes könne nicht auf dessen ergänzungsleistungsrechtliche Relevanz 

geschlossen werden, sei doch bei dieser die Liquidität resp. Verfügbarkeit des fraglichen 

Vermögenswertes für den Lebensunterhalt entscheidend (Urteil des Bundesgerichts 

9C_333/2016 vom 3. November 2016 E. 4.4). Nicht gefolgt werden kann der Vorinstanz 

auch, soweit sie geltend macht, die Beschwerdeführerin würde doppelt profitieren, wenn sie 

einerseits Unterstützungsgelder erhalte und andererseits der Betrag von Fr. 86'130.-- in der 

EL-Berechnung nicht berücksichtigt werden dürfe. Letztlich handelt es sich bei der 

Beschwerdeführerin und der Gesellschaft C. GmbH um zwei unterschiedliche Rechts-

subjekte. 

 

 

6. Zusammenfassend handelt es sich beim Kontokorrentguthaben von A2. gegenüber der C. 

GmbH um einen Betrag, über welchen jene nicht ungeschmälert verfügen kann. Die 

Vorinstanz hat die betreffende Summe bei der Ermittlung des Reinvermögens im Sinne von 

Art. 9a ELG zu Unrecht miteinberechnet. Dies führt zur Aufhebung des angefochtenen 

Entscheides und entsprechender Gutheissung der Beschwerde. Die Angelegenheit ist an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie die beschwerdeführerischen Ansprüche neu 

berechne. 

 

 

  

 

Seite 7 

7. 7.1 

Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen 

Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht bei solchen Streitig-

keiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 

Gerichtskosten auferlegen (Art. 61 lit. fbis ATSG). Vorliegend hat man es mit einer Leistungs-

streitigkeit zu tun. Das ELG legt keine Kostenpflicht für das Beschwerdeverfahren fest. 

Leichtsinnigkeit oder Mutwilligkeit einer Partei liegt nicht vor. Entsprechend ist dieses 

Verfahren kostenlos. 

 

 

7.2 

Den obsiegenden Beschwerdeführern steht keine Parteientschädigung zu, nachdem sie 

nicht berufsmässig vertreten sind und ein besonders hoher Aufwand nicht ausgewiesen 

erscheint (vgl. dazu BGE 127 V 205 E. 4 b). 

 

 

  

 

Seite 8 

Das Obergericht erkennt: 

 
1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Entscheid aufgehoben und die 

Angelegenheit zur Neuberechnung der beschwerdeführerischen Ansprüche an die 
Vorinstanz zurückgewiesen. 

 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben. 
 
 
3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde 
richtet sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist 
beim Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzu-
reichen. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als 
Beweismittel angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die 
Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 
5. Zustellung an die Beschwerdeführer über ihre Rechtsvertretung, die Vorinstanz sowie an das 

Bundesamt für Sozialversicherungen 
 
 
 

Im Namen der 2. Abteilung des Obergerichts 
 
 
Der Obergerichtsvizepräsident:  

 

 

Dr. iur. Manuel Hüsser 

Der Obergerichtsschreiber:  

 

 

lic. iur. Marc Giger 

 
 
 
 
versandt am: 18. Oktober 2022