# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d42a2af6-0b26-5076-9582-679a03cac3ea
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2009 E-6008/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6008-2009_2009-09-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6008/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichterin Gabriela Freihofer, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Jan Feichtinger.

A._______, geboren (...),
Nigeria,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 10. September 2009 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6008/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin - eine nigerianische Staatsbürgerin aus 
B._______(C._______,  D._______)  und  der  Ethnie  der  C._______ 
zugehörig  -  ihr  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  im  Jahr  2007 
respektive im August 2007 verliess und per Flugzeug nach E._______ 
(Italien)  reiste,  von  wo  sie  mit  dem  Zug  nach  F._______  und  nach 
einem zweijährigen Aufenthalt wiederum mit dem Zug über E._______ 
und  G._______  am  8. Juni 2009  nach  H._______  in  die  Schweiz 
gelangte, wo sie gleichentags um Asyl nachsuchte,  

dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum H._______ vom  19. Juni 2009 sowie  der  direkten Anhörung 
vom  26. August 2009  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  im  We-
sentlichen geltend machte, ihre Eltern seien am 17. Oktober 1998 bei 
einem  Unfall  ums  Leben  gekommen,  worauf  sie  auf  sich  alleine 
gestellt gewesen sei und unter wirtschaftlicher Not gelitten habe,

dass sie im Jahr 2007 von einem Auto angefahren worden sei und sich 
die  Lenkerin  namens  I._______  fortan  um  sie  gekümmert  und  ihr 
angesichts der schlechten Lebensumstände vorgeschlagen habe, mit 
ihr  nach  Italien  zu  kommen,  um  in  ihrem  Lebensmittelladen 
mitzuhelfen,

dass die Beschwerdeführerin sich entschlossen habe, dieses Angebot 
anzunehmen, da sie kurz vor dem Autounfall von der Dorfgemeinschaft 
von  B._______aufgefordert  worden  sei,  die  Nachfolge  ihrer 
Adoptivmutter  beim Heiligtum Oluki  anzutreten,  und sie  infolge  ihrer 
Weigerung habe Repressalien befürchten müssen,

dass  sie  I._______  nach  deren  Rückkehr  nach Italien  mithilfe  eines 
Schleppers  dorthin  gefolgt  sei,  jedoch  bald  habe  merken  müssen, 
dass I._______ sie zur Prostitution habe zwingen wollen, wogegen sie 
sich gewehrt habe,

dass ihre Fluchthelferin deshalb aggressiv geworden sei und sie mit 
einem  Messer  an  der  Hand  verletzt  habe,  worauf  sie  schon  eine 
Woche nach ihrer Ankunft in Italien aus dem Haus geflüchtet sei und 
schliesslich Obdach bei einem betagten Ehepaar gefunden und dort in 
der Folgezeit die anfallenden Hausarbeiten verrichtet habe, 

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dass  sie  nach  dem  Tod  des  Ehemannes  am  (...)  2009  und  dem 
anschliessenden Umzug der Ehefrau in ein Seniorenheim ohne Unter-
kunft  verblieben  sei,  worauf  ihr  eine  Zufallsbekanntschaft  geraten 
habe, in der Schweiz ein Asylgesuch einzureichen,   

dass das BFM die Beschwerdeführerin seit dem 8. Juni 2009 mehrfach 
mündlich  und  schriftlich  aufforderte,  innert  48  Stunden  rechtsge-
nügliche  Papiere  einzureichen,  und  die  Beschwerdeführerin  dieser 
Aufforderung bis heute nicht nachgekommen ist,

dass  das  BFM mit  –  am 15. September 2009 eröffneter  -  Verfügung 
vom 10. September 2009 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Abs. 3  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf 
das Asylgesuch nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfüg-
te und deren Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such zusammenfassend festhielt, die Beschwerdeführerin habe innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, sie erfülle die Flücht-
lingseigenschaft  gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht,  und zudem seien 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  in  ihrem Fall  aufgrund 
der Aktenlage nicht erforderlich,

dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Erklärungen, 
weshalb  sie  keine  Ausweisdokumente  habe  beibringen  können,  den 
stereotypen  Standardvorbringen  vieler  Gesuchsteller  entsprächen, 
welche  nicht  bereit  seien,  den  Asylbehörden  ihre  Identität 
offenzulegen,

dass  etwa  die  Angabe,  sie  habe  beim  Einsteigen  ins  Flugzeug  ihr 
Reisedokument nie persönlich vorweisen müssen und auch nie eine 
Bordkarte in der Hand gehalten, offensichtlich tatsachenwidrig sei,

dass auch das Vorbringen, wonach sie für die gesamte Reise nichts 
bezahlt  habe,  da  I._______  sowie  ihre  Zufallsbekanntschaft  für  die 
Reise aufgekommen seien, als realitätsfremd einzustufen sei,

dass  ihr  Aussageverhalten  insgesamt  darauf  schliessen  lasse,  dass 
sie nicht nur beabsichtige, die wahren Umstände zu ihrem Reiseweg 
zu  verheimlichen,  sondern  auch nicht  offenlegen  wolle,  mit  welchen 

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Reisepapieren  sie  in  Wirklichkeit  eingereist  sei  und  wo  sie  sich 
zwischenzeitlich aufgehalten habe,

dass  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  der  Beschwerdeführerin  nicht 
festgestellt  werden  könne,  zumal  ihre  Schilderung  des  Sachverhalts 
den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft  gemäss Art. 3  und 
Art. 7 AsylG nicht genüge, 

dass  die  geschilderten  Nachteile  hinsichtlich  ihrer  wirtschaftlichen 
Lage nach dem Tod ihrer  Adoptiveltern  keine asylbeachtliche Verfol-
gung im Sinne von Art. 3 AsylG darstellen würden,

dass die Beschwerdeführerin erst anlässlich der Anhörung vorgebracht 
habe, sie befürchte Repressalien, weil  sie sich geweigert  habe, dem 
Heiligtum  Oluku  zu  dienen,  weshalb  sich  erhebliche  Zweifel  am 
Wahrheitsgehalt dieses zentralen Asylvorbringens ergäben,

dass diese Zweifel dadurch verstärkt würden, dass ohnehin nicht plau-
sibel  sei,  ein  von den Dorfbewohnern  nicht  akzeptiertes Adoptivkind 
sei für dieses ehrenvolle Amt ausersehen worden,

dass die Beschwerdeführerin sich schliesslich widersprüchlich zu den 
angeblichen Vorkommnissen in  Italien geäussert  und etwa einerseits 
vorgebracht  habe, ihre Probleme mit  I._______ seien einzig auf  ihre 
Verweigerung  der  Prostitution  zurückzuführen  und  andererseits 
I._______ die Summe von 50'000.– Euro von ihr verlangt habe,  

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführerin mit  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
gerichteter,  in  englischer  Sprache  gehaltener  Beschwerde  vom 
21. September 2009 (Poststempel) in materieller Hinsicht  beantragte, 
die  Verfügung  des  BFM  sei  aufzuheben,  ihre  Flüchtlingseigenschaft 
sei anzuerkennen und ihr Asyl zu gewähren, es sei festzustellen, dass 
der  Vollzug der  Wegweisung unzulässig,  unzumutbar  und unmöglich 
sei und die vorläufige Aufnahme anzuordnen, 

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  die Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-

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schusses beantragte sowie darum ersuchte, es sei die aufschiebende 
Wirkung der Beschwerde wiederherzustellen, 

dass die  Akten am 24. September 2009 beim Bundesverwaltungsge-
richt eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-33 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass Parteieingaben in Verfahren vor den Behörden des Bundes in ei-
ner Amtssprache – in der Regel Deutsch, Französisch oder Italienisch 
– abzufassen sind (Art. 70 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schwei-
zerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 BV, [SR 101] und Art. 
33a Abs. 1 VwVG), 

dass  die  Rechtsmitteleingabe  der  Beschwerdeführerin  zwar  nicht  in 
einer der erwähnten Sprachen verfasst ist, das Bundesverwaltungsge-
richt  indessen  ohne präjudizierende Wirkung bereit  ist,  diese entge-
genzunehmen,  da  der  in  Englisch  gehaltenen  Beschwerdeeingabe 
klare Rechtsbegehren und deren Begründung zu entnehmen sind und 
ohne weiteres darüber befunden werden kann, 

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde  –  unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  - 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106 
Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand ist (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass jedoch das Bundesverwaltungsgericht im Falle einer Gutheissung 
der Beschwerde ein kassatorisches Urteil  auszufällen hätte, weshalb 
auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,  soweit  die Feststellung der 
Flüchtlingseigenschaft und die Gewährung von Asyl beantragt wird, 

dass  der  Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  aufschiebende  Wirkung 
zukommt (Art. 55 Abs. 1 VwVG) und das BFM in der angefochtenen 
Verfügung  einer  allfälligen  Beschwerde  die  aufschiebende  Wirkung 
nicht entzogen hat (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG),

dass  demzufolge  auf  das  Begehren  um  Wiederherstellung  der  auf-
schiebenden Wirkung der Beschwerde mangels Rechtsschutzinteres-
ses ebenfalls nicht einzutreten ist,

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dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und – nach 
Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichts  – 
überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Rei-
se- oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass insbesondere die Behauptung der Beschwerdeführerin im Emp-
fangszentrum H._______,  zeitlebens  nie  einen  Reisepass  oder  eine 
Identitätskarte  besessen  beziehungsweise  beantragt  zu  haben  und 
auch sonst über keinerlei Ausweispapiere zu verfügen (vgl. A1 S. 4), 
mit Blick auf die allgemeine Lebensrealität wenig plausibel anmutet,

dass  im Übrigen  weitestgehend  ausgeschlossen  werden  kann,  dass 
die Beschwerdeführerin während zweier Jahre ohne jegliche Identitäts-

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dokumente in Italien gelebt haben und auf die geschilderte Weise in 
die Schweiz gelangt sein sollte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  aufgrund  der  unsubstanziierten 
und realitätsfremden Ausführungen der Beschwerdeführerin sowie der 
gesamten Aktenlage davon ausgeht, sie habe bei ihrer Einreise in die 
Schweiz authentische Identitäts- und Reisepapiere besessen, welche 
sie jedoch innert 48 Stunden und bis heute in Verletzung ihrer gesetz-
lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schweize-
rischen Behörden nicht aushändigte, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht die Flüchtlingseigenschaft verneint und zusätzliche Abklärungen 
zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als nicht erforderlich erachtet hat, 

dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Aktenlage, wie sie sich 
nach der Befragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum H._______ 
vom 19. Juni 2009 sowie der  direkten Anhörung vom 26. August 2009 
darstellt, unter Verzicht auf zusätzliche tatbeständliche oder rechtliche 
Abklärungen im Rahmen einer bloss summarischen Prüfung der ein-
deutige Schluss gezogen werden kann, dass die Beschwerdeführerin 
offensichtlich  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfüllt,  und  einem 
Vollzug ihrer Wegweisung keine Hindernisse entgegenstehen (Art. 32 
Abs. 3 Bst. b und c AsylG),

dass das BFM in der Entscheidbegründung zu Recht ausführt, die von 
der  Beschwerdeführerin  geschilderten  Nachteile  nach dem Tod ihrer 
Eltern  seien  auf  die  allgemeinen  politischen,  wirtschaftlichen  und 
sozialen Lebensbedingungen in Nigeria zurückzuführen, und mit ihnen 
werde  keine  asylbeachtliche  Verfolgung  gemäss  Art.  3  AsylG  zum 
Ausdruck gebracht, 

dass auch das Bundesverwaltungsgericht die erstmals anlässlich der 
Anhörung  vorgetragene  Befürchtung  der  Beschwerdeführerin,  im 
Zusammenhang mit dem Oluku-Heiligtum Repressalien zu gewärtigen 
zu haben, als nachgeschobene Sachverhaltsanpassung erachtet,

dass schliesslich auch die geltend gemachten Vorkommnisse in Italien 
erheblichen Unstimmigkeiten unterliegen, 

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dass zur Vermeidung von Wiederholungen ausserdem vollumfänglich 
auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu 
verweisen ist, 

dass sich die Erkenntnis ergibt, es bestehe weder Anlass zur Vornah-
me  zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigen-
schaft oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses noch gar zur di-
rekten Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  (Art.  32  Abs. 3  Bst. b 
und c AsylG sowie BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  die  kargen  und  unsubstanziierten  Ausführungen  in  der  Be-
schwerdeschrift  an  diesem  Ergebnis  offensichtlich  nichts  zu  ändern 
vermögen, 

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 
Art. 32 Abs. 3 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerde-
führerin nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend die Beschwerdeführe-
rin weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf 
Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 

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Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die ihr in ihrem Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatstaat  noch  individuelle 
Gründe auf eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführerin im Fal-
le einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Vollzug der Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass die Beschwerdeführerin, deren Glaubwürdigkeit infolge ihrer un-
stimmigen  Vorbringen  erschüttert  ist,  die  Folgen  ihrer  mangelhaften 
Mitwirkung  respektive  Verheimlichung  ihrer  wahren  persönlichen 
Verhältnisse  zu  tragen  hat,  indem  vermutungsweise  davon 
auszugehen ist,  es würden einem Wegweisungsvollzug nach Nigeria 
keine Hindernisse im Sinne der Unzumutbarkeit entgegen stehen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  schliesslich  möglich  ist  (Art.  83 
Abs. 2  AuG),  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen,  und  es  der 
Beschwerdeführerin obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 

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oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion gegen-
standslos geworden ist,

dass  die  Beschwerdeführerin  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG beantragte,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist und das Gesuch um Gewährung der unent-
geltlichen  Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  somit 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 2 und 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gemäss 
Art. 65 Abs. 1 und 2 AsylG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und das (...).

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Gabriela Freihofer Jan Feichtinger

Versand: 

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