# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5e01b452-551b-5bad-8b4c-fa70256efe32
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 13.02.2024 460 23 90 (460 2023 90)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-23-90_2024-02-13.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
13. Februar 2024 (460 23 90) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafrecht 
 
 
Qualifizierte Erpressung (evtl. qualifizierter Betrug) 
 
 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Stephan Gass (Ref.),  
Richter Daniel Noll; Gerichtsschreiberin Ilona Frikart 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Besondere Delikte,  
Rheinstrasse 27, 4410 Liestal,  
Anklagebehörde 
 
A.____,  
vertreten durch Advokat Olivier Huber,  
Büsserachstrasse 2, 4246 Wahlen b. Laufen,  
Privatkläger 

  
gegen 
 

 B.____,  
c/o Advokat Christian Möcklin-Doss,  
Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel,  
vertreten durch Advokat Christian Möcklin-Doss,  
Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 
 

Gegenstand Qualifizierte Erpressung (evtl. qualifizierter Betrug) etc. 
Berufung der Beschuldigten gegen das Urteil des Strafgerichts  
Basel-Landschaft vom 31. Mai 2022 

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A. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafgericht) vom 31. Mai 
2022 wurde B.____ (nachfolgend: Beschuldigte) in Anwendung von Art. 156 Ziff. 1 und Ziff. 2 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuchs (StGB, SR 311.0), Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 
StGB sowie Art. 51 StGB der qualifizierten Erpressung schuldig erklärt und zu einer bedingt voll-
ziehbaren Freiheitsstrafe von 20 Monaten, bei einer Probezeit von drei Jahren, verurteilt; dies 
unter Anrechnung der vom 29. Juli 2021 bis zum 30. November 2021 ausgestandenen Untersu-
chungshaft sowie des vorzeitigen Strafvollzugs vom 1. Dezember 2021 bis zum 31. Mai 2022 von 
insgesamt 307 Tagen (vgl. Ziff. II.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Demgegenüber 
wurde die Beschuldigte von der Anklage des Diebstahls im Anklagefall 2 freigesprochen (vgl. Ziff. 
II.2 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Zudem wurde die gegen die Beschuldigte am 6. Feb-
ruar 2020 von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 
160 Tagessätzen zu je Fr. 30.-- für vollziehbar erklärt (vgl. Ziff. II.3 des vorinstanzlichen Urteils-
dispositivs). Überdies wurde die Beschuldigte für die Dauer von sieben Jahren des Landes ver-
wiesen (vgl. Ziff. II.4 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Ferner urteilten die Vorderrichter 
über das Schicksal verschiedener beschlagnahmter Gegenstände (vgl. Ziff. II.5 des vorinstanzli-
chen Urteilsdispositivs). Im Weiteren wurde die Beschuldigte in solidarischer Haftung mit C.____ 
dazu verurteilt, A.____ (nachfolgend: Privatkläger) Fr. 28'900.-- zu bezahlen, wobei die geltend 
gemachte Mehrforderung abgewiesen wurde (vgl. Ziff. II.6 des Urteilsdispositivs). Schliesslich 
wurden die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt Fr. 10'380.--, bestehend aus den Kosten 
des Vorverfahrens von Fr. 5'580.--, den Kosten des Zwangsmassnahmengerichts von Fr. 1'200.-
- sowie der anteilmässigen Gerichtsgebühr von Fr. 3'600.--, der Beschuldigten auferlegt (vgl. Ziff. 
II.7 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Endlich wurde das Honorar des amtlichen Verteidi-
gers, Advokat Christian Möcklin-Doss, im Betrag von total Fr. 15'622.85 (inklusive Auslagen und 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse entrichtet (vgl. Ziff. II.8 des vorinstanzlichen Urteilsdispo-
sitivs).  
 
Gleichentags wurde C.____ mit Urteil desselben Spruchkörpers in Anwendung von Art. 156 Ziff. 1 
und Ziff. 2 StGB, Art. 138 Ziff. 1 StGB, Art. 40 StGB, Art. 42 Abs. 1 StGB, Art. 44 StGB, Art. 49 
Abs. 1 StGB sowie Art. 51 StGB der qualifizierten Erpressung sowie des Diebstahls schuldig 
erklärt und zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 19 Monaten, bei einer Probezeit von 
zwei Jahren, verurteilt (vgl. Ziff. I.1 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). Im Übrigen wurde die 
Beurteilte von der Anklage des Diebstahls im Anklagefall 2 freigesprochen (vgl. Ziff. II.2 des vo-
rinstanzlichen Urteilsdispositivs). C.____ wurde sodann für die Dauer von sieben Jahren des Lan-
des verwiesen (vgl. Ziff. I.3 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs). 
 
Auf die Begründung dieses Urteils sowie der nachfolgenden Eingaben der Parteien wird, soweit 
erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 
 
B. Gegen den strafgerichtlichen Entscheid meldete C.____ zunächst mit Eingabe vom 10. 
Juni 2022 die Berufung an, erklärte jedoch mit Schreiben vom 22. Mai 2023 den Rückzug ihres 
Rechtsmittels. Entsprechend wurde das Verfahren betreffend C.____ mit kantonsgerichtlichem 

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Beschluss vom 25. Mai 2023 zufolge Rückzugs ihrer Berufung als erledigt abgeschrieben. Aus-
serdem wurde mit genanntem Beschluss festgestellt, dass das Urteil des Strafgerichts vom 31. 
Mai 2022 in Bezug auf C.____ per Urteilstag in Rechtskraft erwachsen ist. 
 
C. Gegen das Urteil des Strafgerichts vom 31. Mai 2022 erhob die Beschuldigte, vertreten 
durch Advokat Christian Möcklin-Doss, mit Eingabe vom 10. Juni 2022 Berufung. In ihrer Beru-
fungserklärung vom 22. Mai 2023 stellte sie folgende Rechtsbegehren: Es sei das vorinstanzliche 
Urteil teilweise aufzuheben, sie sei kostenlos freizusprechen und die Zivilforderung sei unter o/e-
Kostenfolge abzuweisen. Die Vorstrafe sei nicht zu widerrufen und die Landesverweisung aufzu-
heben (vgl. Ziff. 1). Eventualiter sei der erstinstanzliche Richterspruch teilweise aufzuheben und 
die Beschuldigte von der Anklage der qualifizierten Erpressung (begangen am 21. Juli 2021, am 
22. Juli 2021, am 25. Juli 2021 und am 26. Juli 2021) freizusprechen sowie diesfalls wegen mehr-
facher Erpressung zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 12 Monaten, bei einer Pro-
bezeit von zwei Jahren, eventualiter drei Jahren, zu verurteilen, wobei auf den Widerruf der Vor-
strafe zu verzichten sei, eventualiter unter Verlängerung der entsprechenden Probezeit; zudem 
sei die Zivilforderung unter o/e-Kostenfolge für den Betrag von maximal Fr. 24'302.85 gutzuheis-
sen bzw. es sei die Solidarhaftung der Beschuldigten für den Betrag von Fr. 4'597.15 aufzuheben; 
eventualiter sei die diesbezügliche Zivilforderung unter o/e-Kostenfolge auf den Zivilweg zu ver-
weisen (vgl. Ziff. 2); dies alles unter o/e-Kostenfolge (inklusive der Kosten der Vorinstanz, vgl. 
Ziff. 3). 
 
D. Mit Eingabe vom 25. Mai 2023 erklärte die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft (nach-
folgend: Staatsanwaltschaft) weder Antrag auf Nichteintreten, noch erhob sie Anschlussberufung. 
 
E. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 28. Juni 2023 wurde festgestellt, dass die 
Staatsanwaltschaft und der Privatkläger weder Berufung noch Anschlussberufung eingelegt ha-
ben. Mit nämlicher Verfügung wurde der Beschuldigten ausserdem die amtliche Verteidigung für 
das Rechtsmittelverfahren mit Advokat Christian Möcklin-Doss bewilligt. 
 
F. Mit Datum vom 28. August 2023 reichte die Beschuldigte ihre Berufungsbegründung 
ein und hielt im Wesentlichen an ihren bereits gestellten Anträgen fest. Indes beantragte sie, es 
seien sämtliche Videodateien (von welchen die Polizei Screenshots erstellt habe) mit Aufnahmen 
aus den Filialen der D.____ von der Polizei beizuziehen, zu den Akten zu nehmen und es sei ihr 
die Akteneinsicht in diese Videodateien zu gewähren.  
 
G. Mit Berufungsantwort vom 20. September 2023 begehrte die Staatsanwaltschaft die 
vollumfängliche Abweisung der Berufung der Beschuldigten unter o/e-Kostenfolge. 
 
H. Der Privatkläger beantragte mit Eingabe vom 1. November 2023 die umfassende Be-
stätigung des strafgerichtlichen Urteils vom 31. Mai 2022. Aufgrund seines Gesundheitszustands 
ersuche er ausserdem darum, vor Kantonsgericht nicht erneut befragt zu werden. 

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I. Mit instruktionsrichterlicher Verfügung des Kantonsgerichts Basel-Landschaft (nachfol-
gend: Kantonsgericht) vom 7. November 2023 wurde das Beweisbegehren der Beschuldigten 
vom 28. August 2023 insofern gutgeheissen, als ihr eine Kopie des sich in den Akten befindenden 
USB-Sticks zugestellt wurde. Mit derselben Verfügung erhielten die Parteien darüber hinaus Frist 
bis zum 1. Dezember 2023, um sich zu einer allfälligen Dispensation der Beschuldigten von der 
Teilnahme an der mündlichen Berufungsverhandlung zu äussern, wobei die Stellungnahme für 
den Privatkläger fakultativer Natur war. 
 
J. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Stellungnahme vom 10. November 2023 die Ab-
weisung des Dispensationsgesuchs der Beschuldigten und beantragte deren gehörige Vorladung 
sowie die Durchführung der Berufungsverhandlung.  
 
K. Mit Eingabe vom 24. November 2023 ersuchte die Beschuldigte um Dispensation von 
der am 13. Februar 2024 angesetzten Berufungsverhandlung. 
 
L. Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Dezember 2023 wurde das Gesuch der Be-
schuldigten um Dispensation von der Teilnahme an der mündlichen Berufungsverhandlung ab-
gewiesen. Gleichzeitig wurde festgestellt, dass der Privatkläger auf eine fakultative Stellung-
nahme zur Frage der Dispensation der Beschuldigten verzichtet hat. Mit gleicher Verfügung er-
hielt die Beschuldigte Frist bis zum 31. Dezember 2023, um dem Kantonsgericht ein Zustellungs-
domizil in der Schweiz im Sinne von Art. 87 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO, SR 312.0) bekannt zu geben. 
 
M. Mit Eingabe vom 8. Dezember 2023 teilte der amtliche Verteidiger mit, dass er mit sei-
ner Büroadresse als Zustelldomizil vermerkt werden könne. 
 
N. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2023 wurde der Schriftenwechsel geschlossen, und 
die Staatsanwaltschaft sowie die Beschuldigte wurden zur kantonsgerichtlichen Hauptverhand-
lung geladen. Der Privatkläger und seine Rechtsvertretung wurden vom persönlichen Erscheinen 
vor dem Berufungsgericht dispensiert. 
 
O. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2023 begehrte die Staatsanwaltschaft, es sei die Gül-
tigkeit des bei der amtlichen Verteidigung bestellten Zustelldomizils abzuklären und die Beschul-
digte sei aufzufordern, zu belegen, dass sie weiterhin mit ihrem amtlichen Verteidiger in Kontakt 
stehe. 
 
P. Mit Verfügung vom 14. Dezember 2023 wurde der Beschuldigten die Eingabe der 
Staatsanwaltschaft vom 12. Dezember 2023 zur Stellungnahme mit Frist bis zum 15. Januar 2024 
übermittelt. 
 

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Q. Mit Eingabe vom 29. Dezember 2023 teilte der amtliche Verteidiger, Advokat Christian 
Möcklin-Doss, mit, dass er letztmals am 28. Dezember 2023 mit der Beschuldigten in telefoni-
schem Kontakt gestanden sei und sie ihm mitgeteilt habe, nun verheiratet zu sein und dass ihre 
neue Adresse in Stuttgart (DE) dem Berufungsgericht bekannt gegeben werden könne.  
 
R. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 3. Januar 2024 wurde der Antrag der Staats-
anwaltschaft gemäss Schreiben vom 12. Dezember 2023 unter Hinweis auf die Eingabe der Be-
schuldigten vom 29. Dezember 2023 abgewiesen.  
 
S. Mit Eingabe vom 2. Februar 2024 ersuchte die Beschuldigte erneut um Dispensation 
von der mündlichen Berufungsverhandlung. 
 
T. Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 5. Februar 2024 wurde angeordnet, dass 
die Dreierkammer des Kantonsgerichts anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung über 
den erneuten Dispensationsantrag der Beschuldigten entscheiden werde. Mit gleicher Verfügung 
wurde einstweilen auf Ziffer 3 der kantonsgerichtlichen Verfügung vom 6. Dezember 2023 hinge-
wiesen, mit welcher das Gesuch der Beschuldigten um Dispensation von der Teilnahme an der 
mündlichen Berufungsverhandlung gemäss Eingabe vom 24. November 2023 abgewiesen 
wurde. 
 
U. An der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 13. Februar 2024 nehmen der Ver-
treter der Anklagebehörde und die amtliche Verteidigung der Beschuldigten teil und wiederholen 
ihre jeweils bereits mit schriftlichen Eingaben gestellten Anträge. Die Beschuldigte ist hingegen 
nicht persönlich vor Kantonsgericht erschienen.  
 
 
Erwägungen 

I. Formelles 

[…] 
 
II. Gegenstand des Berufungsverfahrens 

[…] 
 
III. Dispensationsgesuch der Beschuldigten 

1. Parteistandpunkte 
1.1 Mit Eingabe vom 2. Februar 2024 begehrte die Beschuldigte erneut, sie sei von der 
mündlichen Berufungsverhandlung vom 13. Februar 2024 zu dispensieren. Zur Begründung 
führte sie im Wesentlichen aus, es sei ihr aus monetären Gründen nicht möglich, den Verhand-

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lungstermin wahrzunehmen und an der mündlichen Hauptverhandlung vor Kantonsgericht teilzu-
nehmen (vgl. auch die in der Beilage übermittelte E-Mail-Korrespondenz zwischen der amtlichen 
Verteidigung und der Beschuldigten vom 11. Januar 2024 und 1. Februar 2024). 
 
1.2 Anlässlich der kantonsgerichtlichen Berufungsverhandlung erhält die amtliche Vertei-
digung der Beschuldigten im Rahmen von Vorfragen die Gelegenheit, den mit Eingabe vom 
2. Februar 2024 gestellten Dispensationsantrag ergänzend zu begründen. Advokat Christian 
Möcklin-Doss bringt vor, bei der Beurteilung des Dispensationsgesuchs sei es von zentraler Be-
deutung, ob ein regelmässiger Kontakt zwischen ihm und der Beschuldigten stattgefunden habe. 
Massgebend sei, ob die Beschuldigte in dieser Zeit ihren Willen und ihr konstantes Interesse am 
Berufungsverfahren kundgetan habe. Dies sei in Anbetracht der handschriftlichen Stellungnahme 
der Beschuldigten, welche direkt nach der erstinstanzlichen Verhandlung abgefasst worden sei, 
und des E-Mail-Verkehrs zwischen ihm und der Beschuldigten belegt. Die Gründe, weshalb die 
Beschuldigte nicht vor Kantonsgericht erschienen sei, seien faktischer Natur, da ihr die finanziel-
len Mittel für die Anreise fehlen würden. Er halte somit an seinem mit Eingabe vom 2. Februar 
2024 gestellten Dispensationsantrag fest (vgl. S. 3 Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht).  
 
1.3 Demgegenüber begehrt die Staatsanwaltschaft vor Kantonsgericht die Abweisung des 
Dispensationsgesuchs und beantragt eine Verurteilung der Beschuldigten in Abwesenheit. Im 
Berufungsverfahren sei es wesentlich, dass der jeweilige Berufungskläger vor Gericht erscheine. 
Bleibe dieser der Verhandlung fern, so gelte dies grundsätzlich als Berufungsrückzug, wobei in 
casu eine Ausnahme greife, da die Beschuldigte anwaltlich vertreten und ihr Rechtsbeistand 
heute anwesend sei. Vorliegend habe einzig die Beschuldigte als Berufungsklägerin ein Interesse 
am Rechtsmittelverfahren – nur sie allein habe dieses Verfahren angestrengt. Eine Dispensation 
ihrerseits sei einzig unter gewissen Voraussetzungen möglich, namentlich dann, wenn der Sach-
verhalt nicht bestritten werde und damit ein sog. "einfacher Fall" vorliege. Dieses Kriterium sei 
vorliegend nicht erfüllt. Hinzu komme, dass ihre Begründung, aus finanziellen Gründen nicht an 
der Hauptverhandlung teilnehmen zu können, ungenügend erscheine. Es gebe Spartickets für 
den Zug oder Bus-Verbindungen, welche günstig seien, und ausserdem befinde sich die Beschul-
digte im nahen Ausland. Es sei offenkundig vielmehr so, dass sich die Beschuldigte schlicht nicht 
für das von ihr angestrengte Berufungsverfahren interessiere. Sie habe es einzig ihrem Pflicht-
verteidiger zu verdanken, dass ihre Berufung nicht als zurückgezogen gelte. Insgesamt sei ihr 
Dispensationsersuchen daher abzuweisen. Zudem sei gegen die Beschuldigte gemäss Art. 64 
StPO eine Ordnungsbusse in der Höhe von Fr. 300.-- zu verhängen, da sie die verfahrensleitende 
Anordnung des Berufungsgerichts, mithin die Vorladung zur Berufungsverhandlung, schuldhaft 
missachtet habe (vgl. S. 3 Prot. Hauptverhandlung Kantonsgericht). 
 
1.4 Die amtliche Verteidigung der Beschuldigten beantragt das Absehen von einer Ord-
nungsbusse, da eine finanzielle Sanktion in Anbetracht der bereits prekären wirtschaftlichen Si-
tuation der Beschuldigten nicht sinnvoll erscheine (vgl. S. 4 Prot. Hauptverhandlung Kantonsge-
richt).  

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2. Dispensationsantrag 
2.1 Gemäss Art. 405 Abs. 2 StPO lädt die Verfahrensleitung die beschuldigte Person oder 
die Privatklägerschaft, welche Berufung oder Anschlussberufung erklärt hat, zur Berufungsver-
handlung vor. In einfachen Fällen kann sie diese auf ihr Gesuch hin von der Teilnahme an der 
Verhandlung dispensieren und ihr gestatten, ihre Anträge schriftlich einzureichen und zu begrün-
den. Einfach gelagerte Fälle liegen nach bundesgerichtlicher Praxis namentlich dann vor, wenn 
der Sachverhalt unbestritten und nicht angefochten ist, so dass insofern eine Einvernahme nicht 
erforderlich erscheint (STEFAN KELLER, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 405 N 2a). 
Steht indes eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr oder eine freiheitsentziehende Mass-
nahme im Raum, so liegt unabhängig von den weiteren Umständen kein einfacher Fall vor 
(DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, a.a.O., Art. 405 N 7a).  
 
Nach Art. 407 Abs. 1 StPO gilt die Berufung oder Anschlussberufung erst dann als zurückgezo-
gen, wenn die Partei, die sie erklärt hat, der mündlichen Berufungsverhandlung unentschuldigt 
fernbleibt und sich auch nicht vertreten lässt (lit. a); keine schriftliche Eingabe einreicht (lit. b); 
oder nicht vorgeladen werden kann (lit. c). 
 
2.2 In Bezug auf den Dispensationsantrag der Beschuldigten kann zunächst vollumfänglich 
auf die Erwägungen in der prozessleitenden Verfügung des Kantonsgerichts vom 6. Dezember 
2023 verwiesen werden. Daraus folgt, dass in casu die Dispensation der Beschuldigten von der 
Teilnahme an der mündlichen Berufungsverhandlung aufgrund der konkreten Umstände zwar als 
sachlich vertretbar erscheine, gleichwohl die formalen Voraussetzungen zur Gutheissung des 
vorliegenden Gesuchs um Dispensation nicht gegeben seien, weshalb das entsprechende Ersu-
chen der Beschuldigten abzuweisen sei. Mit Blick auf die Ausführungen der Parteien anlässlich 
der Berufungsverhandlung vom 13. Februar 2024 ist vorab festzustellen, dass sich keine der 
Parteien gegen die Durchführung der Berufungsverhandlung ausgesprochen hat. Ferner ist un-
strittig, dass die Berufung der Beschuldigten aufgrund des Umstandes, dass ihr amtlicher Vertei-
diger, Advokat Christian Möcklin-Doss, an der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung zugegen 
ist, nicht als zurückgezogen gilt (vgl. Art. 407 Abs. 1 lit. a StPO). Im Weiteren ist zu konstatieren, 
dass in casu kein sog. "einfacher Fall" im Sinne von Art. 405 Abs. 2 StPO gegeben ist: Angesichts 
der schriftlichen Eingaben der Beschuldigten zeigt sich, dass sie diverse Sachverhaltselemente 
des vorinstanzlichen Urteils in Frage stellt, mithin den Sachverhalt zumindest teilweise bestreitet, 
was das Vorliegen eines einfachen Falles gemäss bundesgerichtlicher Praxis bereits aus-
schliesst. Hinzu kommt, dass vorliegend die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von über einem 
Jahr im Raum steht, weshalb unabhängig vom Bestehen weiterer Umstände kein einfacher Fall 
angenommen werden kann. Demzufolge ist das Dispensationsgesuch der Beschuldigten abzu-
weisen.  
 
3. Ordnungsbusse 

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3.1 Gemäss Art. 64 Abs. 1 StPO kann die Verfahrensleitung Personen, die den Geschäfts-
gang stören, den Anstand verletzen oder verfahrensleitende Anordnungen missachten, mit Ord-
nungsbusse bis zu Fr. 1000.-- bestrafen. Dabei handelt es sich um eine sog. "Kann-Vorschrift", 
wobei das Ausfällen einer Ordnungsbusse einzig im Ermessen und in der Zuständigkeit der Ver-
fahrensleitung liegt. Aus Art. 61 lit. c StPO ergibt sich, dass im Gerichtsverfahren bei Kollegialge-
richten die Präsidentin oder der Präsident des betroffenen Gerichts die Verfahrensleitung innehat.  
 
3.2 Auf das Ausfällen einer Ordnungsbusse wird in casu präidialiter verzichtet. Die Gründe, 
weshalb die Beschuldigte nicht an der kantonsgerichtlichen Verhandlung teilnehmen konnte, er-
scheinen durchaus nachvollziehbar: Zwar lebt sie in Stuttgart (DE) und somit im nahen Ausland, 
dennoch hätte dieser Umstand für sie in Anbetracht des Verhandlungsbeginns vor dem Beru-
fungsgericht um 08:00 Uhr morgens eine Anreise mit Übernachtung bedeutet, wozu ihr gemäss 
eigenen Angaben die notwendigen finanziellen Mittel fehlten. Diesen Ausführungen ist zumindest 
nicht jegliche Glaubhaftigkeit abzusprechen. Andererseits wurde durch die amtliche Verteidigung 
bereits frühzeitig im Verfahren angezeigt, dass es der Beschuldigten nicht möglich sein wird, an 
der mündlichen Berufungsverhandlung zu erscheinen, sodass ihre Absenz nicht als überra-
schend zu bezeichnen ist (vgl. Eingabe vom 24. November 2023). Der Antrag der Staatsanwalt-
schaft ist somit gestützt auf das Gesagte abzuweisen.  
 
IV. Materielles 

1. Anklagevorwurf 
Gemäss Ziff. 1 der Anklageschrift vom 30. Dezember 2021 wird der Beschuldigten im Wesentli-
chen vorgeworfen, sie und C.____ hätten ca. anfangs Juni 2021 den 76-jährigen, körperlich sowie 
geistig erheblich geschwächten Privatkläger kennengelernt, wobei er von den Genannten gegen 
Entgelt einvernehmliche sexuelle Dienstleistungen an seinem Wohnort in Anspruch genommen 
habe. Im Anschluss daran seien die beiden Damen von ca. Mitte Juli 2021 bis zum 29. Juli 2021 
unaufgefordert mehrfach beim Privatkläger daheim aufgetaucht. In der Absicht, sich oder andere 
unrechtmässig zu bereichern, hätten die Beschuldigte und C.____ dem Privatkläger mittels mehr 
oder weniger deutlichen, wiederholten und letztlich unmissverständlichen Anspielungen wissent-
lich und willentlich zu verstehen gegeben, dass sie gegenüber den Behörden resp. in einem ge-
gen sie geführten Verfahren oder ganz allgemein gegenüber der Öffentlichkeit offen legen wür-
den, dass er mit Prostituierten sexuell verkehre, was er indes gegen Bezahlung einer höheren 
Geldsumme verhindern könne. Dem Privatkläger sei dargetan worden, das Geld werde dazu be-
nötigt, um ein gegen C.____ geführtes Strafverfahren, welches nie existiert habe, zu beenden. 
Vor oder nachdem der Privatkläger am 27. Juli 2021 Fr. 15'000.-- bezahlt habe, sei die Geldfor-
derung durch C.____ und mit Billigung der Beschuldigten erhöht worden auf mutmasslich 
Fr. 40'000.-- bis Fr. 50'000.--. Auch der Druck auf den Privatkläger sei gesteigert worden, indem 
C.____ ihm mitgeteilt habe, die Beschuldigte wisse von seinem Verkehr mit Prostituierten und 
diese würde ihn ins Gefängnis bringen, weil er mit derart jungen Frauen verkehre. Diese Ge-
schichte sei erfunden gewesen und es habe nie eine legale Möglichkeit bestanden, den Privat-

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kläger inhaftieren zu lassen, was diesem aber verheimlicht worden sei. Da der Privatkläger auf-
grund seiner früheren Tätigkeit als Hausarzt weitherum bekannt sei und nahe Verwandte ange-
sehene Ämter bekleiden würden, habe sich der infolge Krankheit ohnehin psychisch stark ange-
schlagene Privatkläger erheblich vor einer möglichen Inhaftierung und um seinen öffentlichen Ruf 
gefürchtet, da er angenommen habe, etwas Unmoralisches oder gar Strafbares getan zu haben. 
In der Bezahlung von Geld habe er die einzige Möglichkeit erblickt, diese Nachteile abzuwenden. 
Er habe sich daher gegen seinen Willen entschlossen, der Beschuldigten und C.____ Geld zu 
übergeben. Zwecks Sicherstellung der Geldübergabe sowie der Aufrechterhaltung des Drucks 
auf den Privatkläger hätten die Genannten ihn im Taxi zu seiner Hausbank begleitet, zur Geldab-
hebung aufgefordert und bei den Geldbezügen entweder draussen gewartet oder den Privatklä-
ger teilweise bis zum Bankomaten begleitet und mitunter auch in den Abhebevorgang eingegrif-
fen sowie das abgehobene Geld selbst behändigt. Die Beschuldigte und C.____ hätten dergestalt 
insgesamt Fr. 61'000.-- vom Privatkläger (am 21. Juli 2021 Fr. 2'000.--, am 25. Juli 2021 
Fr. 2'000.--, am 26. Juli 2021 Fr. 500.--, am 27. Juli 2021 Fr. 15'000.-- und am 28. Juli 2021 Fr. 
41'500.--) erhalten, wovon maximal Fr. 2'000.-- als Entgelt für sexuelle Dienste abzuziehen seien. 
Der Deliktsbetrag belaufe sich daher auf ca. Fr. 59'000.--. Am 29. Juli 2021 hätten die Genannten 
ausserdem Fr. 20'000.-- vom Privatkläger verlangt, indem sie behauptet hätten, dieses Geld für 
Anwaltskosten zu benötigen. Sie seien mit dem Privatkläger in einem Taxi zur Bank-Filiale ge-
fahren, hätten draussen auf ihn gewartet, wobei die Bank die Auszahlung des Geldes schluss-
endlich verweigert habe. Der Privatkläger sei folglich von Mitte bis Ende Juli 2021 wiederholt 
erpresst worden. Die Beschuldigte und C.____ hätten sich darauf eingestellt, nach der Art eines 
Berufes durch eine Vielzahl von Erpressungen wiederholt gegen denselben Geschädigten nam-
hafte Einkünfte zur Finanzierung ihres Lebensunterhalts im Sinne eines eigentlichen Erwerbsein-
kommens zu erzielen. 
 
2. Ausgangslage und Parteistandpunkte 
2.1 Das Strafgericht sprach die Beschuldigte wegen qualifizierter Erpressung gemäss 
Art. 156 Ziff. 1 und Ziff. 2 (a)StGB schuldig. Die Vorinstanz erachtete den in Ziff. 1 der Anklage-
schrift vom 30. Dezember 2021 umschriebenen Sachverhalt in tatsächlicher Hinsicht als erstellt. 
Die Beschuldigte bestreite zwar, die zweite Person auf den Bildern der Überwachungskamera 
gewesen zu sein, welche den Privatkläger bei den Bargeldbezügen begleitet habe; indes habe 
C.____ ausgesagt, dass sie immer mit der Beschuldigten zusammen zum Privatkläger gegangen 
und nie von einer anderen Person begleitet worden sei. Auch die Beschuldigte habe dargelegt, 
jeweils mit C.____ beim Privatkläger gewesen zu sein. Die beiden Frauen auf den Bildern der 
Überwachungskamera hätten zudem grosse Ähnlichkeit mit den Genannten, und die aufgenom-
menen Bilder zeigten die eine Begleiterin jeweils nur von hinten, sodass die Tattoos der Beschul-
digten ohnehin nicht sichtbar gewesen wären. Aufgrund der Aussagen der Beteiligten sei erstellt, 
dass die Beschuldigte C.____ bei den Geldbezügen im Zeitraum vom 21. Juli 2021 bis zum 26. 
Juli 2021 begleitet habe. Unbestritten sei sodann, dass der Beschuldigten und C.____ das vom 
Privatkläger beim Bankomaten bezogene Bargeld im genannten Zeitraum übergeben worden sei. 
Dass die Genannten die am 27. Juli 2021 bezogenen Gelder von Fr. 1'500.-- und Fr. 15'000.-- 

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erhalten hätten, sei anhand der Bilder, welche die Beschuldigte und C.____ mit einer grösseren 
Bargeldmenge am selben Datum posierend zeigen würden, nachgewiesen. Anhand der Geld-
überweisungen sei darüber hinaus belegt, dass die Beschuldigte am 27. Juli 2021 Fr. 9'000.-- 
und C.____ Fr. 6'500.-- an diverse Personen in Bulgarien transferiert hätten. Unstrittig sei sodann, 
dass die Beschuldigte und C.____ am 28. Juli 2021 Fr. 40'000.-- vom Privatkläger erhalten hät-
ten. Ausserdem sei ein versuchter Bargeldbezug am 29. Juli 2021 im Umfang von Fr. 20'000.-- 
ebenfalls nachgewiesen. Der Privatkläger habe den beiden Damen daher im angeklagten Zeit-
raum insgesamt Fr. 61'000.-- übergeben und am 29. Juli 2021 vergeblich versucht, Fr. 20'000.-- 
zu beziehen. Unbestritten sei ferner, dass der Privatkläger den beiden Genannten Geld für sexu-
elle Dienstleistungen bezahlt habe. Dabei sei aufgrund der stark divergierenden Aussagen der 
Beschuldigten und C.____ den Angaben der Staatsanwaltschaft zu folgen, wonach der Privatklä-
ger für die Besuche und die jeweiligen sexuellen Dienstleistungen einmalig je ca. Fr. 300.-- bis 
Fr. 500.-- bezahlt habe. Der Privatkläger bestreite zudem explizit, Geld für andere Leistungen wie 
Putzen und Einkäufe entrichtet zu haben. Die Beschuldigte und C.____ machten ausserdem gel-
tend, Fr. 40'000.-- für einen Hauskauf vom Privatkläger erhalten zu haben, wohingegen dieser 
angebe, das Geld den Genannten überreicht zu haben, da sie ihm gedroht hätten und er Angst 
vor Repressalien gehabt habe. Auf die inhaltlich widerspruchsfreien Aussagen des Privatklägers 
sei trotz seines Gesundheitszustands abzustellen. In rechtlicher Hinsicht konstatierte das Straf-
gericht, die objektiven Tatbestandselemente der Erpressung seien erfüllt, da der Privatkläger die 
Geldbeträge an die Beschuldigte und C.____ einzig aus dem Grund übergeben habe, weil er sich 
bedroht gefühlt und mit diesen Zahlungen eine Rufschädigung wegen seines Kontakts zu jungen 
Prostituierten zu verhindern versucht habe. Er habe Angst vor den beiden Genannten gehabt, 
welche ihm körperlich überlegen gewesen seien. Insbesondere hinsichtlich des Tatbestandsele-
ments der Androhung ernstlicher Nachteile sei festzuhalten, dass der Gesundheitszustand des 
Privatklägers physisch und psychisch aufgrund seiner beginnenden Demenz- und Parkinsoner-
krankung geschwächt gewesen sei. Mit den Geldzahlungen habe er als ehemaliger Arzt verhin-
dern wollen, dass die Beschuldigte und C.____ seine Kontakte ins Rotlichtmilieu öffentlich ma-
chen würden. Auf welche Weise die Genannten diese potentiell nachteilige Tatsache hätten wei-
terverbreiten wollen, erscheine von untergeordneter Bedeutung, zumal der Privatkläger aufgrund 
seines Gesundheitszustands und seiner panischen Angst in seiner Wahrnehmungsfähigkeit ein-
geschränkt gewesen sei, sodass er die genaueren Zusammenhänge nicht mehr zu erkennen 
vermocht habe. Das Vorliegen der sogenannten "Schweigegelderpressung" oder "Chantage" sei 
daher zu bejahen. Zudem sei in casu wiederholt dieselbe Person erpresst worden, womit der 
Qualifikationsgrund gemäss Art. 156 Ziff. 2 (a)StGB erfüllt sei. Folglich sei die Beschuldigte we-
gen qualifizierter Erpressung schuldig zu sprechen.  
 
2.2 Demgegenüber bringt die Beschuldigte mit Berufungsbegründung vom 28. August 
2023 hinsichtlich des Tatvorwurfs vom 21. Juli 2021 vor, sie sei nicht die Begleiterin auf den 
Überwachungsbildern gewesen. Dafür spreche, dass sie am 19. Juli 2021 von C.____ Geld über 
einen Geldtransferdienstleister nach Deutschland gesandt erhalten habe sowie ihrerseits am 23. 
Juli 2024 und 24. Juli 2021 selbst Geld aus Deutschland nach Bulgarien versendet habe. Die auf 

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dem Überwachungsmaterial vom 21. Juli 2021 abgebildete Frau sei zudem nicht tätowiert, wo-
hingegen sie an beiden Armen diverse Tattoos aufweise. Folglich habe hinsichtlich dieses De-
liktsvorwurfs ein Freispruch zu ergehen. Ob die Beschuldigte sodann am 25. und 26. Juli 2021 
bei den Bargeldbezügen dabei gewesen sei, spiele an sich keine Rolle, da es keinen deliktischen 
Hintergrund gebe, zumal erbrachte sexuelle Dienstleistungen abgegolten worden seien. Der Pri-
vatkläger habe selbst ausgesagt, dass er das Geld für Dienstleistungen und "Animationen" über-
geben habe. Somit sei davon auszugehen, dass dieses Geld für solche Leistungen bezahlt wor-
den sei, womit ein Freispruch für die Geldbezüge vom 25. Juli 2021 und 26. Juli 2021 zu ergehen 
habe. Gleiches gelte für den Bargeldbezug vom 22. Juli 2021. Die Vorinstanz habe pauschal 
einen einmaligen Abzug von Fr. 300.-- bis Fr. 500.-- für sexuelle Dienstleistungen vorgenommen, 
wobei sie hätte prüfen müssen, ob jeder einzelne deliktische Vorwurf wie angeklagt nachgewie-
sen sei. Dies habe sie indes unterlassen. Das vorinstanzliche Vorgehen, einen pauschalen Abzug 
der bezogenen Gesamtsumme zu gewähren, ohne den Sachverhalt zu den einzelnen Bargeld-
bezügen zu prüfen, verletze den Grundsatz "in dubio pro reo". Betreffend die Geldabhebung vom 
27. Juli 2021 sei darauf hinzuweisen, dass es zwar Fotos der Beschuldigten und C.____ mit 
Geldscheinen gebe, jedoch davon auszugehen sei, dass es sich dabei um das Geld der Letzteren 
handle, da diese sich zuerst mit diesem Geld fotografiert habe und die Beschuldigte anschlies-
send lediglich auch damit habe prahlen wollen. Auf den Überwachungsbildern der Bank seien die 
Begleiterinnen des Privatklägers sodann nicht erkennbar, womit nicht auszuschliessen sei, dass 
es sich dabei um "E.____" oder "F.____" oder anderweitige Gespielinnen des Privatklägers ge-
handelt habe. Der Privatkläger selbst habe angegeben, neben C.____ sei am 27. Juli 2021 noch 
jemand anderes dabei gewesen, den er nicht gekannt habe. Ausserdem existiere ein Foto des 
Privatklägers vom 7. Juni 2021 gemeinsam mit einer unbekannten Dritten bzw. der "Rothaarigen" 
und C.____. Es sei daher erstellt, dass eine Vielzahl weiterer Damen beim Privatkläger ein- und 
ausgegangen sei und ihn zum Geldautomaten begleitet hätten. In dubio pro reo sei die Beschul-
digte daher auch hinsichtlich des Geldbezugs vom 27. Juli 2021 freizusprechen. Hinsichtlich der 
versuchten Bargeldabhebung vom 29. Juli 2021 sei sodann festzuhalten, dass keine deliktische 
Handlung bestehe, da der Privatkläger selbst ausgesagt habe, er wisse nicht mehr, wofür er die 
Fr. 20'000.-- habe abheben wollen und man ihm nicht erzählt habe, wofür dieses Geld bestimmt 
gewesen sei. Folglich liege keine strafbare Handlung vor und die Beschuldigte sei freizusprechen. 
Damit habe allenfalls eine strafbare Handlung beim Geldbezug vom 28. Juli 2021 stattgefunden, 
womit der Qualifikationsgrund im Sinne von Art. 156 Ziff. 2 (a)StGB entfalle. Die Vorinstanz habe 
zudem die Einsatzstrafe zu hoch angesetzt, da der Beschuldigten lediglich eine untergeordnete 
Rolle zugekommen sei. Dies habe das Strafgericht nicht gewürdigt, da es für beide Genannte 
eine Einsatzstrafe von 20 Monaten angenommen habe. Bei der Verurteilung wegen des Bezugs 
vom 28. Juli 2021 in der Höhe von Fr. 40'000.-- erweise sich eine bedingt vollziehbare Freiheits-
strafe von 12 Monaten bei einer Probezeit von zwei Jahren als angemessen. Sodann sei die 
Zivilforderung für den Betrag von maximal Fr. 24'302.85 gutzuheissen bzw. sei die Solidarhaftung 
der Beschuldigten für den Betrag von Fr. 4'597.15 aufzuheben. Am 27. Juli 2021 und 28. Juli 
2021 seien insgesamt Fr. 55'000.-- bezogen worden, wobei dem Privatkläger Fr. 30'697.15 zu-
rückerstattet worden seien, womit eine Zivilforderung von maximal Fr. 9'302.85 bzw. Fr. 24'302.85 

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bei einem Schuldspruch für den 27. Juli 2021 verbleibe. Eine solidarische Haftung der Beschul-
digten für Forderungen aus Delikten, welche einzig C.____ begangen habe, scheide aus, was die 
Vorinstanz missachtet habe.  
 
2.3 Die Staatsanwaltschaft bringt in ihrer Berufungsantwort vom 20. September 2023 vor, 
es sei erstellt, dass sich die Beschuldigte bei den Bargeldbezügen zumindest im Hintergrund 
aufgehalten habe und es sich dabei nicht um "F.____" oder "E.____" gehandelt haben könne. 
Der gesundheitlich angeschlagene Privatkläger sei in seinen Aussagen in dieser Hinsicht klar 
gewesen, da er ausgeführt habe, die Kontakte zu diesen anderen Prostituierten ("F.____" und 
"E.____") hätten zeitlich deutlich vor den Handlungen der Beschuldigten und C.____ stattgefun-
den, wobei er diesen anderen Damen freiwillig Geld gegeben habe, der Beschuldigten indes 
nicht. Der Privatkläger habe hinreichend deutlich geschildert, dass er von C.____ und der Be-
schuldigten zur Bank begleitet worden sei. Selbst wenn man davon ausginge, die Beschuldigte 
sei bei den Bargeldbezügen nicht anwesend gewesen, hätte im Übrigen kein Freispruch zu erfol-
gen, da bei einer Erpressung die geschädigte Person oftmals vorgängig unter Druck gesetzt 
werde, sodass diese dann eigenständig, aber nicht freiwillig Bargeld organisiere und übergebe. 
Als Beispiel diene etwa eine Entführung mit Lösegeldforderung, bei welcher die Täterschaft bei 
der Beschaffung des Geldes nicht persönlich anwesend sei. Massgebend sei das Vorliegen eines 
Nötigungsmittels, welches in casu in der Form der Androhung ernstlicher Nachteile (Drohung, 
dass bei Nichtzahlung eine öffentliche Blossstellung des Privatklägers erfolge) bestehe. Diese 
Androhung habe den Privatkläger zu seinem späteren Verhalten veranlasst und vor den Bargeld-
bezügen stattgefunden, weshalb das Vorliegen einer Erpressung ohnehin zu bejahen sei. Eine 
Anwesenheit der Beschuldigten bei den Bargeldbezügen bilde daher nicht das entscheidende 
Element, von welchem das Gelingen oder Nichtgelingen der Tat abhängig gewesen sei, da 
C.____ und die Beschuldigte als Mittäterinnen agiert hätten und deren Tatbeiträge der jeweils 
anderen anzurechnen seien. Tatbestandsmässig sei im Übrigen auch nicht der Bezug des Bar-
gelds, sondern dessen Übergabe, welche durchaus auch ausserhalb der Bank oder an eine Mit-
täterin habe erfolgen können. Auch wenn die Beschuldigte am 21. Juli 2021 beim Bargeldbezug 
nicht dabei gewesen sei, bleibe es zufolge Mittäterschaft bei einem Schuldspruch. Selbst bei 
einem diesbezüglichen Freispruch würde sich die Zahl der Einzeltaten von sechs (inkl. dem Ver-
such) auf fünf und die Deliktssumme um Fr. 2'000.-- reduzieren, womit sich weder etwas an der 
rechtlichen Einordnung als fortgesetzte Erpressung noch an der Strafzumessung ändere. Die 
Beschuldigte zeige schliesslich nicht auf, inwiefern die Strafzumessung fehlerhaft und weshalb 
auf einen Widerruf der Vorstrafe zu verzichten sei. Die Berufungsinstanz habe im Übrigen zu 
berücksichtigen, dass im Rahmen der Harmonisierung der Strafbestimmungen die Mindeststrafe 
bei fortgesetzter resp. gewerbsmässiger Erpressung auf sechs Monate reduziert worden sei. Als 
milderes Recht sei dieses in casu nun anzuwenden, wobei das konkrete Verschulden der Be-
schuldigten dasselbe bleibe und auch die vorinstanzliche Einsatzstrafe deutlich über der Mindest-
strafe angesetzt worden sei, sodass deren Herabsetzung keinen Einfluss auf die Strafzumessung 
habe. 
 

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2.4 Mit Stellungnahme vom 1. November 2023 erklärt der Privatkläger, vertreten durch Ad-
vokat Olivier Huber, es gehe ihm gesundheitlich immer schlechter und das laufende Berufungs-
verfahren stelle eine Belastung für ihn dar. Die Einbringung der erstinstanzlich zugesprochenen 
Zivilforderung gegen die Beschuldigte und C.____ erweise sich aufgrund deren Wohnsitzes in 
Bulgarien als nahezu aussichtslos. Es sei dem Privatkläger ein Anliegen, im vorliegenden Ver-
fahren nicht noch weitergehende Kosten zu generieren, weshalb er um Bestätigung des vo-
rinstanzlichen Urteils ersuche. Seine Zivilforderung habe er im erstinstanzlichen Verfahren mit 
Eingabe vom 27. Mai 2022 detailliert begründet; darauf werde verwiesen.  
 
3. Sachverhalt und Beweiswürdigung 
3.1 Dogmatische Grundsätze 
3.1.1 Bei der Würdigung des Sachverhalts hat das Gericht belastenden und entlastenden 
Umständen mit gleicher Sorgfalt nachzugehen. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 10 Abs. 2 StPO) hat das urteilende Gericht frei von Beweisregeln und nur nach seiner aus 
dem gesamten Verfahren gewonnenen persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prü-
fung darüber zu entscheiden, ob es eine Tatsache für bewiesen hält. Das Gericht trifft sein Urteil 
unabhängig von der Anzahl der Beweismittel, welche für eine bestimmte Tatsache sprechen, und 
ohne Rücksicht auf die Art des Beweismittels. Auch besteht keine Rangfolge der Beweise. Mas-
sgebend ist allein deren Stichhaltigkeit (ESTHER TOPHINKE, Basler Kommentar StPO, 3. Aufl. 
2023, Art. 10 N 41 ff.).  
 
3.1.2 Der in Art. 10 Abs. 3 StPO kodifizierte Grundsatz "in dubio pro reo" verpflichtet das 
Gericht, die beschuldigte Person freizusprechen, wenn nach Würdigung aller vorhandenen Be-
weise erhebliche und unüberwindbare Zweifel an der Tatbestandsverwirklichung bestehen 
(DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 4. Aufl. 
2023, N 235). Als Beweiswürdigungsregel besagt diese Maxime, dass sich das Gericht nicht von 
der Existenz eines für die beschuldigte Person ungünstigen Sachverhalts überzeugt erklären darf, 
wenn bei objektiver Betrachtung erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob 
sich der Sachverhalt so verwirklicht hat. Dabei sind bloss abstrakte und theoretische Zweifel nicht 
massgebend, weil absolute Gewissheit nicht verlangt werden kann (BGE 138 V 74 E. 7). Wenn 
Zweifel daran bestehen, welche von mehreren in Betracht kommenden Sachverhaltsmöglichkei-
ten der Wahrheit entspricht, hat das Gericht seinem Urteil die für die beschuldigte Person güns-
tigste Sachverhaltsvariante zugrunde zu legen (WOLFGANG WOHLERS, Zürcher Kommentar StPO, 
3. Aufl. 2020, Art. 10 N 11; DANIEL JOSITSCH/NIKLAUS SCHMID, a.a.O., N 233).  
 
3.1.3 Im Rahmen der Beweiswürdigung sind Aussagen auf Glaubhaftigkeitsmerkmale bzw. 
Lügensignale hin zu analysieren. Aussagen sind gestützt auf eine Vielzahl von inhaltlichen Real-
kennzeichen zu beurteilen, wobei zwischen inhaltlichen Merkmalen (Aussagedetails, Individuali-
tät, Verflechtung), strukturellen Merkmalen (Strukturgleichheit, Nichtsteuerung, Widerspruchsfrei-
heit bzw. Homogenität) sowie Wiederholungsmerkmalen (Konstanz, Erweiterung) unterschieden 

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wird. Das Vorliegen von Realitätskriterien bedeutet, dass die betreffende Person mit hoher Wahr-
scheinlichkeit über erlebnisfundierte Geschehnisse berichtet. Zwar besitzt jedes Realitätskrite-
rium für sich allein betrachtet meist nur eine geringe Validität, die Gesamtschau aller Indikatoren 
kann jedoch einen wesentlich höheren Indizwert für die Glaubhaftigkeit der Aussage haben, wo-
bei sie in der Regel in solchen mit realem Erlebnishintergrund signifikanter und ausgeprägter 
vorkommen als in solchen ohne (MARTIN HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung 
der Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, forumpoenale 6/2012, S. 369 f.; 
ANDREAS DONATSCH, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 162 N 15). 
 
3.2 Die einzelnen Bargeldbezüge 
3.2.1 Bargeldbezug vom 21. Juli 2021 
3.2.1.1 Die Beschuldigte bestreitet im Wesentlichen, den Privatkläger am 21. Juli 2021 zur 
Bankfiliale der D.____ in G.____ begleitet zu haben (vgl. S. 3 f. der Berufungsbegründung vom 
28. August 2023). Neben ihren Aussagen, jenen von C.____ und des Privatklägers stehen der 
Berufungsinstanz zur Sachverhaltserstellung mehrere objektive Beweismittel zur Verfügung  
– namentlich Überwachungsbilder der Bank (act. 1201 ff.), Dokumentationen von Geldtransfers 
der Beschuldigten (act. 1127 ff.) und C.____ (act. 1109 ff.) sowie die ausgewerteten Kontobewe-
gungen des Privatklägers (act. 1179 ff.). 
 
3.2.1.2 Das Berufungsgericht folgt grundsätzlich den zutreffenden Sachverhaltsdarstellungen 
der Vorinstanz auf S. 5 – 17 des angefochtenen Entscheids, auf welche an dieser Stelle vorab 
verwiesen werden kann (Art. 82 Abs. 4 StPO). Im Hinblick auf die nachfolgende Beweiswürdigung 
sind indes folgende Sachverhaltselemente besonders zu berücksichtigen: 
 
Objektiv erstellt ist zunächst, dass der Privatkläger in Begleitung zweier Damen am 21. Juli 2021 
in der D.____-Filiale in G.____ gesamthaft Fr. 2'000.-- im Abstand von wenigen Minuten (um 
19:33 Uhr, um 19:35 Uhr, um 19:36 Uhr und um 19:37 Uhr) in jeweils vier Tranchen à Fr. 500.-- 
von seinem Bankkonto abgehoben hat (act. 1189, act. 1197 ff. und act. 1201 ff.). Aus der Akten-
notiz der Polizei Basel-Landschaft vom 10. September 2021 geht ferner hervor, dass auf den 
Überwachungsbildern ersichtlich sei, wie der Privatkläger am Bankomaten die besagten Bargeld-
bezüge vornehme, währendem die Beschuldigte gemeinsam mit C.____ vor der Bank warte. Kurz 
danach würden die Genannten die Schalterhalle betreten und sich mit dem Privatkläger an einen 
Tisch setzen, wobei Letzterer der Beschuldigten anschliessend mehrere Geldnoten übergebe 
(act. 1205 ff.). Der entsprechenden Aktennotiz ist allerdings nicht zu entnehmen, weshalb der 
Verfasser dieses Berichts konkret darauf schliesst, es habe sich bei einer der beiden Begleiterin-
nen um die Beschuldigte gehandelt. Auf den entsprechenden Bildern sind zwei Frauen erkenn-
bar, wovon eine ein schwarzes T-Shirt trägt und auf der linken sowie der rechten Seite der Brust 
tätowiert zu sein scheint, jedoch an den Oberarmen nicht (vgl. act. 1211 ff.). Die andere Frau trägt 
hingegen ein dunkles Trägershirt und weist am rechten Arm vorne und hinten sowie an der rech-
ten Schulter augenscheinlich keinerlei Tattoos auf (vgl. act. 1211 ff.). Ferner befindet sich eine 
durch die Forensik erstellte erkennungsdienstliche Fotografie der Beschuldigten in den Akten, 

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worauf ihre Tattoos erkennbar sind (am Ober- und Unterarm rechts ist sie vollständig tätowiert, 
am Schulterblatt rechts und am Oberarm links weist sie ebenfalls eine grössere Tätowierung auf 
sowie am Daumen links und im Bereich des Schlüsselbeins rechts; vgl. act. 1083). C.____ ist 
ebenfalls tätowiert, jedoch in erheblich geringerem Umfang als die Beschuldigte (vgl. die Tattoos 
auf der Brust und den Unterarmen gemäss act. 895). Sodann ist im polizeilichen Bericht vom 30. 
Juli 2021 festgehalten, dass H.____ – die Vermieterin des Zimmers, in welchem die Beschuldigte 
während ihres Aufenthalts in der Schweiz gelebt und gearbeitet hat – gegenüber der Polizei er-
klärte, die Beschuldigte dürfte erst seit "letztem Freitag" (dem 23. Juli 2021) wieder in der Schweiz 
sein, wohingegen sich C.____ bereits seit drei Wochen hierzulande aufhalte (act. 1103 f.). 
Schliesslich ist dem besagten polizeilichen Bericht zu entnehmen, dass C.____ am 19. Juli 2021 
Fr. 215.90 via Western Union an die Beschuldigte nach Deutschland überwiesen, und die Be-
schuldigte selbst am 23. Juli 2021 sowie am 24. Juli 2021 von Deutschland aus Geld nach Bul-
garien transferiert hat (act. 1097).   
 
Was die zur Disposition stehenden subjektiven Beweismittel anbelangt, so ist zu konstatieren, 
dass der Privatkläger keine spezifischen Aussagen zum Bargeldbezug vom 21. Juli 2021 tätigte 
(act. 1279 ff., act. 1289 ff.). Im Rahmen der Konfrontationseinvernahme vom 17. September 2021 
(vgl. act. 1661 ff.) und auf Vorhalt der entsprechenden Überwachungsbilder konnte der Privatklä-
ger nicht benennen, um wen es sich bei den abgebildeten Damen handelte. Er führte einzig aus, 
die Damen hätten Geld gewollt für Dienstleistungen bzw. "Animationen" (act. 1669 ff.). 
 
C.____ machte ihrerseits keine konkreten Aussagen bzw. verweigerte ihre Aussage hinsichtlich 
des Bargeldbezugs vom 21. Juli 2021 (vgl. act. 1337 ff., act. 1363 ff., act. 281 ff., act. 325 ff.). Sie 
legte lediglich in allgemeiner Weise dar, sie sei jeweils nur mit der Beschuldigten zum Privatkläger 
gegangen und nie mit anderen Personen (vgl. act. 1345), was die Beschuldigte im Rahmen ihrer 
Befragungen bestätigte (vgl. act. 505).  
 
Die Beschuldigte selbst – soweit sie überhaupt konkret zum Vorfall vom 21. Juli 2021 befragt 
wurde (vgl. act. 455 ff. und act. 503 ff.) – bestritt demgegenüber, die zweite Begleiterin des Pri-
vatklägers in der Bankfiliale gewesen zu sein (act. 1527 ff., act. 1501 ff.).  
 
3.2.1.3 Die Vorinstanz erwog pauschal, die Begleiterin von C.____ trage einzig beim Geldbe-
zug vom 21. Juli 2021 ein schulterloses T-Shirt, sodass ihre Arme nicht bedeckt gewesen seien 
und allfällige Tätowierungen hätten sichtbar sein müssen. Mit Ausnahme einer einzigen Auf-
nahme an diesem Tag würden die Überwachungsbilder die Begleiterin aber von hinten zeigen, 
sodass die auffälligen auf der Armvorderseite der Beschuldigten angebrachten Tattoos ohnehin 
nicht erkennbar gewesen wären. Das einzige Überwachungsfoto, welches die Begleiterin von 
vorne zeige, erscheine relativ weit weg und zeige leichte Schattierungen an deren Armen, welche 
auf mögliche Tattoos – wie die Beschuldigte sie habe – hinweisen könnten. Aufgrund der Aussa-
gen von C.____, wonach sie einzig mit der Beschuldigten zum Privatkläger gegangen sei, sei 
ohne Weiteres erstellt, dass diese sie auch am 21. Juli 2021 zur Bankfiliale begleitet habe (vgl. 

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E. I.2.3, S. 18 des angefochtenen Urteils). Diese Einschätzung teilt das Berufungsgericht aus 
folgenden Überlegungen nicht: 
 
Wie aus den vorstehenden Darlegungen folgt, sind bei der Beweiswürdigung vor allem das Über-
wachungsmaterial der D.____-Filiale sowie die erwähnten Geldtransfers der Beschuldigten und 
C.____ von Relevanz. Die wenig konkreten Depositionen der Beteiligten helfen für die Sachver-
haltserstellung hingegen nur bedingt weiter. Dass es sich bei der Begleiterin im schwarzen T-
Shirt und den Tätowierungen im Brustbereich beim Bargeldbezug vom 21. Juli 2021 um C.____ 
handelt, ist in Anbetracht der Überwachungsbilder und des rechtskräftig gegen sie ergangenen 
Urteils erstellt. Demgegenüber lassen sich bei der zweiten Begleiterin im dunklen Trägeroberteil 
auf den Überwachungsbildern keinerlei Tattoos an jenen Stellen an Armen und im Schulterbe-
reich, an welchen die Beschuldigte äusserst markante Tätowierungen aufweist, erkennen. An 
dieser Feststellung ändert auch nichts, dass die zweite Begleiterin auf der Mehrheit der Überwa-
chungsbilder von hinten abgebildet wurde, denn auch auf jenen Abbildungen ist im rechten Schul-
terbereich (hinten), wo die Beschuldigte tätowiert ist, kein Tattoo sichtbar und noch weniger auf 
dem einzigen Bild, welches die zweite Begleiterin von vorne zeigt. Wie auf der erkennungsdienst-
lich erfassten Fotografie der Beschuldigten ersichtlich ist, ist ihr rechter Arm vorne fast vollständig 
tätowiert und folglich vom Farbton her sehr dunkel bis hin zu fast schwarz. Diese kräftige Farb-
gebung an den Armen der zweiten Begleiterin ist auf den Überwachungsbildern vom 21. Juli 2021 
eindeutig nicht dergestalt erkennbar und deutet zumindest indiziell darauf hin, dass die Beschul-
digte nicht die zweite Begleitperson bei diesem Bargeldbezug gewesen sein kann. Zudem er-
scheint die zweite Begleiterin von schlanker Statur, wohingegen die Beschuldigte eher von mol-
liger Postur ist, wie den entsprechenden erkennungsdienstlichen Bildern zu entnehmen ist. Nach 
Auffassung des Kantonsgerichts ist die Beschuldigte somit anhand des erwähnten Überwa-
chungsmaterials nicht eindeutig als zweite Begleiterin identifizierbar. Darüber hinaus lässt sich 
auch aus den Depositionen von C.____ nichts Gegenteiliges ableiten, erklärte diese doch ledig-
lich, jeweils gemeinsam mit der Beschuldigten beim Privatkläger (zu Hause) gewesen zu sein – 
jedoch nicht, dass sie ebenfalls einzig von dieser zur Bank begleitet wurde. Mit der Staatsanwalt-
schaft ist zwar übereinzugehen, dass die Beschuldigte zur Erfüllung des Tatbestands der Erpres-
sung gemäss Art. 156 StGB beim Bargeldbezug am 21. Juli 2021 nicht zwangsläufig physisch 
anwesend gewesen sein muss, da das tatbestandsmässige Verhalten davor stattgefunden haben 
könnte. Indes lassen die vorstehend erwähnten Geldtransaktionen darauf schliessen, dass sich 
die Beschuldigte zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in der Schweiz aufgehalten hat. Andernfalls 
hätte sie wohl nicht bereits wieder am 23. Juli 2021 und 24. Juli 2021 Geldtransfers von Deutsch-
land aus in Auftrag geben oder noch am 19. Juli 2021 Gelder von C.____, welche diese nach 
Deutschland überwiesen hatte, erhalten können. Dass die Beschuldigte dazwischen in die 
Schweiz ein- und danach unverzüglich wieder ausgereist ist, hält die Berufungsinstanz für höchst 
unwahrscheinlich, wobei hinzukommt, dass die Vermieterin ihres Zimmers zu glauben schien, die 
Beschuldigte sei erst seit dem 23. Juli 2021 wieder landesanwesend gewesen. Angesichts der 
dargelegten Umstände ist somit nicht zweifelsfrei erstellt, dass die Beschuldigte einerseits beim 
Bargeldbezug vom 21. Juli 2021 als zweite Begleitperson agierte und sich andererseits in diesem 

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Zeitraum überhaupt in der Schweiz aufhielt, um vor dem genannten Bargeldbezug auf strafrecht-
lich relevante Art und Weise auf den Privatkläger einzuwirken. Da die Beschuldigte auch auf dem 
Überwachungsmaterial keinesfalls eindeutig zu erkennen ist, kann ihr zumindest unter Beachtung 
des Grundsatzes "in dubio pro reo" kein strafbares Verhalten nachgewiesen werden. Sie ist dem-
nach in Gutheissung ihrer Berufung in diesem Punkt vom Vorwurf der (qualifizierten) Erpressung, 
angeblich begangen am 21. Juli 2021, freizusprechen. 
 
3.2.2 Bargeldbezug vom 25. Juli 2021 
3.2.2.1 Die Beschuldigte wendet im Wesentlichen hinsichtlich des Bargeldbezugs vom 25. Juli 
2021 ein, es seien lediglich tatsächlich erbrachte sexuelle Dienstleistungen abgegolten worden, 
womit kein deliktischer Hintergrund gegeben sei. Angesichts ihrer eingereichten Schriften im 
Rechtsmittelverfahren erhellt, dass sie weder bestreitet, den Privatkläger gemeinsam mit C.____ 
in die Bankfiliale begleitet, noch Geld von ihm entgegengenommen zu haben (vgl. S. 4 f. der 
Berufungsbegründung vom 28. August 2023). 
 
3.2.2.2 Zunächst kann hinsichtlich der Sachverhaltsdarlegung auf die korrekte Zusammenfas-
sung der Vorinstanz verwiesen werden, welcher sich die Berufungsinstanz anschliesst (vgl. 
E.I.2.2.A, S. 5 – 17 des angefochtenen Urteils; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anhand der ausgewerteten 
Überwachungsbilder und Kontobewegungen des Privatklägers ist erstellt, dass er am 25. Juli 
2021 um 20:07 Uhr in Begleitung zweier Damen Fr. 2'000.-- von seinem Konto abgehoben hat 
(act. 1221 ff.). Aus der Aktennotiz der Polizei Basel-Landschaft vom 10. September 2021 geht 
hervor, dass auf den Videobildern der Bankfiliale zu sehen sei, wie der Privatkläger mit der Be-
schuldigten und C.____ die Schalterhalle betrete und sich zum Bankomaten begebe, wobei die 
beiden Begleiterinnen auf den Privatkläger einzureden schienen. Der Privatkläger tippe um 
20:07 Uhr etwas auf dem Zahlenfeld des Bankomaten ein (wohl seinen PIN-Code), woraufhin 
sich die Beschuldigte kurz darauf zum Automaten begebe und ebenfalls etwas eingebe sowie mit 
"OK" bestätige. Anschliessend entnehme sie dem Automaten die Bankkarte und mehrere Geld-
scheine. Dieser Ablauf wiederhole sich, indem der Privatkläger die Bankkarte erneut einführe, 
den PIN-Code eingebe und die Beschuldigte anschliessend das Bedienfeld übernehme, wobei 
sie auf "STOPP" gedrückt habe, da wohl die entsprechende Tageslimite bereits beim ersten Be-
zug erreicht worden sei. Auf den besagten Bildern ist erkennbar, dass die eine Begleiterin, 
C.____, ein weisses T-Shirt trägt und die weitere Begleiterin, die Beschuldigte, eine schwarze 
Jacke sowie eine lange Jeanshose. Wie auf den Überwachungsaufzeichnungen ersichtlich ist, ist 
es die Begleitperson mit der schwarzen Jacke – also die Beschuldigte –, welche das Tastenfeld 
übernimmt, da deren schwarzer Jackenärmel auf den entsprechenden Abbildungen zu sehen ist 
(vgl. act. 1231 ff.). Ausserdem hat die Person, welche das Tastenfeld übernimmt, kurz geschnit-
tene und weiss lackierte Fingernägel (act. 1233), wie dies die Beschuldigte auf den Aufnahmen, 
welche sie selbst mit dem Privatkläger während der Vornahme sexueller Interaktionen zeigt (act. 
1172.11 ff.), ebenfalls aufweist. Zeitnah zur erwähnten Geldabhebung am 25. Juli 2021 transfe-
rierte die Beschuldigte sodann am 26. Juli 2021 um 10:56 Uhr Fr. 2'008.-- nach Bulgarien. Dies 
tat auch C.____ gleichentags um 11:05 Uhr und 11:07 Uhr im Gesamtbetrag von Fr. 2'150.-- (act. 

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1097). Ferner sind – wie erwähnt – Fotos sexueller Handlungen zwischen der Beschuldigten und 
dem Privatkläger aktenkundig, welche am 26. Juli 2021 bzw. 29. Juli 2021 "modifiziert" wurden, 
sodass das genaue Entstehungsdatum nicht bekannt ist (vgl. act. 1172.11 ff.). Da indes die Ört-
lichkeit und Kleidungsstücke, welche die Beteiligten (noch) tragen, die gleichen sind, müssen die 
Bilder im selben Zeitraum und kurz nacheinander entstanden sein.  
 
Im Weiteren sind die Aussagen des Privatklägers zwar aufgrund seines Gesundheitszustandes 
(vgl. act. 1801 ff.) mit leichter Demenz und Parkinsonsyndrom teilweise wirr, allerdings bleibt er 
im Kern seiner Depositionen im Wesentlichen jeweils konstant: Er habe C.____ und der Beschul-
digten je Fr. 300.-- bis Fr. 500.-- für sexuelle Dienstleistungen gegeben, wobei diese dann be-
gonnen habe, ihn unter Druck zu setzen. Sie habe ihm erzählt, dass ein Prozess laufe und sie 
bei Einvernahmen nicht schlecht über ihn sprechen werde. Sie habe ihn derart unter Druck ge-
setzt, dass er Angst gehabt habe, sein Name werde auf unschöne Art bekannt. Sie habe ihm 
erklärt, wenn sie Fr. 20'000.-- bezahle, dann werde der Prozess nicht durchgeführt, und er habe 
gedacht, wenn er zahle, werde er von einem öffentlichen Imageschaden verschont. Sie habe 
dann den Druck und auch die Geldsumme auf Fr. 40'000.-- erhöht und ihm gesagt, er komme ins 
Gefängnis. Sie habe ihm erzählt, dass eine Kollegin von ihr wolle, dass er ins Gefängnis komme, 
weil er mit so jungen Frauen sexuell verkehre. Er habe bezahlt, weil er gesellschaftlich nicht habe 
ruiniert werden wollen. Er habe Angst gehabt, dass sie ihm "zu Leid leben" würden, wenn er nicht 
bezahle. C.____ habe ihm gesagt, es könne gefährlich werden für ihn, und er habe Angst gehabt 
vor ihrer Rache, wenn er ihr nicht helfe. In seinem Haus hätten weder die Beschuldigte noch 
C.____ geputzt, und er habe ihnen nur für das "Verfahren" Geld überreicht. Er habe Angst be-
kommen, dass sie sich an ihm rächen würden, wenn er das Geld nicht gebe und sie ihn falsch 
beschuldigen würden (vgl. Einvernahme vom 29. Juli 2021, act. 1279 ff.; Einvernahme vom 24. 
August 2021, act. 1289 ff. und Einvernahme vom 30. Mai 2022, act. S217 ff.). Anlässlich der 
Konfrontationseinvernahme vom 17. September 2021 deponierte der Privatkläger auf Vorhalt der 
Überwachungsbilder vom 25. Juli 2021 darüber hinaus, er habe sich fügen müssen und "sie" (die 
Begleiterinnen) seien kräftig gewesen. Er habe das Geld nicht freiwillig gegeben und habe keine 
andere Chance gehabt, da er nicht so stark gewesen sei wie sie. Am Bankomat habe etwas nicht 
funktioniert, weshalb er sich habe besinnen und konzentrieren müssen, damit die Bankkarte nicht 
eingezogen werde. Er habe "ihnen" Geld gegeben, da sie wieder aufgetaucht seien und Geld 
gewollt hätten. Die eine Dame habe die andere Dame mitgebracht und er habe Angst gehabt. Sie 
hätten ihm gedroht, etwas "zu machen", und er sei überfordert gewesen (act. 1677 ff.).  
 
Demgegenüber bestritt C.____, den Privatkläger erpresst zu haben. Er habe ihr immer gutes 
Geld, ca. Fr. 700.-- bis Fr. 800.--, gegeben. Sie habe ihn auch nicht unter Druck gesetzt und sei 
niemals schlecht zu ihm gewesen. Auch habe sie nie über ein Gefängnis gesprochen. Der Pri-
vatkläger habe ihnen das Geld freiwillig gegeben, ihnen geholfen und gefragt, wieso sie diesen 
Job machen würden. Sie seien immer "zu zweit" beim Privatkläger gewesen (vgl. Einvernahme 
vom 30. Juli 2021, act. 1337 ff.; Einvernahme vom 16. September 2021, act. 1363 ff.; Hafteröff-
nungseinvernahme vom 30. Juli 2021, act. 281 ff. und Einvernahme vom 31. Juli 2021, act. 325 

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ff.). Auf konkreten Vorhalt der Überwachungsbilder vom 25. Juli 2021 verweigerte C.____ 
schliesslich ihre Aussage (act. 1385 ff.). 
 
Die Beschuldigte deponierte ihrerseits, sie und C.____ hätten für den Privatkläger, der ein Doktor 
sei, sexuelle Dienstleistungen erbracht und auch für ihn geputzt sowie gekocht. Sie seien ca. vier 
bis fünf Mal bei ihm zu Hause gewesen. Für die sexuellen Dienste habe er ihnen zwischen 
Fr. 200.-- bis Fr. 300.-- gegeben. Im Monat habe sie etwa Fr. 10'000.-- verdient, wobei in sehr 
seltenen Ausnahmefällen ein Kunde auch zwischen Fr. 10'000.-- bis Fr. 15'000.-- auf einmal be-
zahlt habe. Sie hätten den Privatkläger nicht unter Druck gesetzt und einzig für sexuelle Dienst-
leistungen Geld von ihm verlangt. Er habe gefragt, warum sie diese Arbeit machen würden, und 
habe helfen wollen. Der gesundheitliche Zustand des Privatklägers sei gut gewesen; er habe 
etwas gezittert. Auf Vorhalt der Überwachungsbilder vom 25. Juli 2021 machte auch die Beschul-
digte keine Angaben mehr (vgl. act. 1575 ff.).  
 
3.2.2.3 Dem Einwand der Beschuldigten, wonach die vom Privatkläger abgehobenen 
Fr. 2'000.-- ein Entgelt für erfolgte sexuelle Dienste gewesen seien, ist Folgendes entgegenzu-
halten: Einerseits gab die Beschuldigte selbst an, jeweils mit Fr. 200.-- bis Fr. 300.-- pro Mal 
entlöhnt worden zu sein, wohingegen C.____ Fr. 700.-- bis Fr. 800.-- vom Privatkläger erhalten 
haben will. Selbst bei Addition der beiden höchsten von den Damen genannten Beträge resultiert 
für eine jeweilige sexuelle Dienstleistung der beiden ein weitaus tieferer Betrag als die vom Pri-
vatkläger am Bankomaten bezogenen Fr. 2'000.--. Andererseits ergibt sich auch aus den Depo-
sitionen des Privatklägers, wonach er der Beschuldigten und C.____ jeweils Fr. 300.-- bis 
Fr. 500.-- bezahlt habe, nichts Anderes. Sodann sind die von der Beschuldigten ins Feld geführ-
ten Fotografien, welche sie selbst und den Privatkläger bei der Vornahme sexueller Handlungen 
zeigen, unbekannten Entstehungsdatums. Dem polizeilichen Bericht vom 22. Dezember 2021 ist 
einzig zu entnehmen, dass die entsprechenden Bilder am 26. Juli 2021 bzw. 29. Juli 2021 "mo-
difiziert" wurden (vgl. act. 1172.11 ff.). Es ist somit nicht erstellt, dass die Beschuldigte am 25. 
Juli 2021 tatsächlich sexuelle Dienstleistungen für den Privatkläger erbracht hat, für welche sie 
an diesem Tag eine Abgeltung zugute gehabt hätte. Im Übrigen lässt sich auch aus den von der 
Beschuldigten im Rahmen ihrer Berufungsbegründung vom 28. August 2023 zitierten Aussagen 
des Privatklägers, wonach er den Damen Fr. 2'000.-- für Dienstleistungen und "Animationen" ge-
geben habe, nichts hinsichtlich des Bargeldbezugs vom 25. Juli 2021 ableiten, da der Privatkläger 
die diesbezüglichen Aussagen in Zusammenhang mit dem Bargeldbezug vom 21. Juli 2021 und 
nicht vom 25. Juli 2021 getätigt hat (vgl. act. 1669 f.). Dafür, dass es sich beim abgehobenen 
Geldbetrag von Fr. 2'000.-- nicht um ein Entgelt für erbrachte sexuelle Dienstleistungen gehandelt 
hat, sprechen zudem auch die glaubhaften Aussagen des Privatklägers anlässlich der Konfron-
tationseinvernahme vom 17. September 2021. Er führte damals klar aus, dass er der Beschul-
digten und C.____ das Geld aus Angst vor einer Inhaftierung, einem Imageschaden und auf 
Druck hin gegeben habe. Trotz seines teilweise verwirrten Aussageverhaltens war er bei seinen 
Schilderungen klar und konnte sich präzise an den Bargeldbezug vom 25. Juli 2021 erinnern, da 
er erklärte, er habe sich "besinnen" müssen und etwas habe nicht "funktioniert". Tatsächlich griff 

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die Beschuldigte aktiv in den Abhebevorgang ein und übernahm das Tastenfeld, nachdem der 
Privatkläger den PIN-Code eingegeben hatte, wobei eine weitere Abhebung aufgrund der erreich-
ten Kartenlimite nicht mehr durchgeführt werden konnte. Insbesondere dieses forsche Einschrei-
ten der Beschuldigten deutet klarerweise auf einen unfreiwilligen Geldbezug des Privatklägers 
und nicht auf eine freiwillige Abgeltung für erbrachte sexuelle Dienste hin, zumal sie nach dem 
Eintippen in fast übergriffiger Manier noch selbst das Bargeld aus dem Automaten entnahm und 
den Privatkläger nicht selbst gewähren liess, sodass von einer simplen Hilfestellung beim Ab-
hebeprozess ausgegangen werden könnte. Auch der Umstand, dass die Beschuldigte und 
C.____ den Privatkläger in den Schalterraum begleitet und ihn bei der Geldabhebung beaufsich-
tigt haben, lässt auf eine von den Genannten etablierte Druck- und Überwachungssituation 
schliessen. Der Einsatz solcher Mittel wäre offensichtlich obsolet gewesen, wenn der Privatkläger 
die Geldabhebung auf freiwilliger Basis und zwecks Abgeltung von sexuellen Dienstleistungen 
vorgenommen hätte. Der angeklagte Sachverhalt erweist sich demzufolge als erstellt. 
 
3.2.3 Bargeldbezug vom 26. Juli 2021 
3.2.3.1 Auch hinsichtlich der Geldabhebung vom 26. Juli 2021 führt die Beschuldigte aus, die 
bezogenen Fr. 500.-- hätten eine Abgeltung für sexuelle Dienste dargestellt. Den Erhalt dieses 
Geldbetrags sowie die Begleitung des Privatklägers in die Bankfiliale bestreitet sie indes wiede-
rum nicht (vgl. S. 4 f. der Berufungsbegründung vom 28. August 2023). 
 
3.2.3.2 Vorab kann hinsichtlich der Sachverhaltsdarstellung auf die zutreffenden Erwägungen 
der Vorinstanz verwiesen werden, welchen sich die Berufungsinstanz anschliesst (vgl. E.I.2.2.A, 
S. 5 – 17 des angefochtenen Urteils; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anhand der ausgewerteten Überwa-
chungsbilder und Kontobewegungen des Privatklägers ist erstellt, dass er am 26. Juli 2021 um 
20:06 Uhr in Begleitung zweier Frauen Fr. 500.-- von seinem Konto abgehoben hat (act. 1247 
ff.). Aus der Aktennotiz der Polizei Basel-Landschaft vom 10. September 2021 geht weiter hervor, 
dass der Privatkläger in Begleitung der Beschuldigten, welche wiederum eine lange Jeanshose 
sowie eine schwarze Jacke trägt, und C.____ die Bankfiliale betreten habe. Auf den Überwa-
chungsbildern sei ersichtlich, dass der Privatkläger die Bankkarte beim Bankomaten einfüge, den 
PIN-Code eingebe und die Beschuldigte anschliessend am Automaten herumdrücke. Anschlies-
send behändige die Beschuldigte Fr. 500.-- und stecke diese ein. Wiederum ist aufgrund der 
schwarzen Jackenärmel, des weissen Nagellacks sowie aufgrund des Umstandes, dass auf dem 
linken Daumen eine Tätowierung ersichtlich ist, erstellt, dass es sich bei der Person, welche nebst 
dem Privatkläger am Automaten herumgetippt und das Bargeld an sich genommen hat, um die 
Beschuldigte handelt. Sie verfügt nämlich gemäss erkennungsdienstlicher Fotografie am linken 
Daumen über ein entsprechendes Tattoo mit Diamantmotiv (act. 1083). Am 27. Juli 2021 trans-
ferierte die Beschuldigte wiederum Geld nach Bulgarien (um 10:09 Uhr Fr. 2'750.--, um 12:27 Uhr 
Fr. 2'767.45 und um 12:28 Uhr Fr. 1'100.-- sowie Fr. 150.-- nach Deutschland; act. 1129). Ebenso 
überwies C.____ an diesem Tag grössere Geldsummen in ihr Heimatland (um 10:21 Uhr 
Fr. 2'780.--, um 12:13 Uhr Fr. 347.30, um 12:16 Uhr Fr. 347.30 und um 14:32 Uhr Fr. 500.--; vgl. 
act. 1111 f.). Nach der Geldabhebung vom 26. Juli 2021 entstand zudem um 21:12 Uhr ein Foto, 

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welches den Privatkläger gemeinsam mit der Beschuldigten und C.____ in dessen Küche sitzend 
zeigt (act. 1159). Die Fotografien, welche die Beschuldigte und den Privatkläger bei sexuellen 
Interaktionen zeigen, sind – wie bereits dargelegt – unbekannten Ursprungsdatums (vgl. 
E. IV.3.2.2.2 vorstehend).  
 
Hinsichtlich der Aussagen des Privatklägers kann grundsätzlich auf die vorstehende Erwägung 
IV.2.2.2.2 verwiesen werden. Spezifisch zum Bargeldbezug vom 26. Juli 2021 führte der Privat-
kläger ergänzend aus, er habe kein Geld mehr gehabt und Panik bekommen, da die Damen 
wieder Geld gewollt hätten (act. 1685 ff.). Demgegenüber verweigerten die Beschuldigte sowie 
C.____ auf Vorhalt des Bargeldbezugs vom 26. Juli 2021 gänzlich ihre Aussagen (vgl. act. 1685 
ff.). 
 
3.2.3.3 In Bezug auf die Bargeldabhebung vom 26. Juli 2021 im Umfang von Fr. 500.-- geht 
das Berufungsgericht ebenfalls nicht davon aus, dass es sich dabei um eine Entlöhnung für se-
xuelle Leistungen gehandelt hat. Zum einen fällt angesichts des Überwachungsmaterials der 
Bankfiliale des entsprechenden Datums auf, dass die Beschuldigte und C.____ den Privatkläger 
wiederum bis in die Schalterhalle begleitet und den Bezugsvorgang zunächst etwas abseitsste-
hend kontrolliert haben, bis sie schliesslich zu ihm an den Bankomaten hingegangen sind. Erstere 
hat daraufhin begonnen, selbst Eingaben am Automaten zu tätigen, und entnahm sodann auch 
gleich das Geld aus dem Ausgabefenster, sodass dem Privatkläger keine Möglichkeit verblieb, 
ihr die Geldscheine selbständig zu überlassen. Dieses Prozedere spricht klarerweise gegen die 
Freiwilligkeit dieses Geldbezugs bzw. dieser Geldübergabe. Dass die Beschuldigte ihrerseits 
Angst gehabt hätte, der Privatkläger würde sie nicht für erfolgte sexuelle Dienste bezahlen und 
sie daher als "Sicherungsmassnahme" selbst das Tastenfeld bediente sowie das Geld aus dem 
Bankomaten entnahm, machte sie im Übrigen keineswegs geltend. Die von der Beschuldigten 
sowie C.____ herbeigeführte Überwachungssituation in der Bankfiliale stützt vielmehr die Darle-
gungen des Privatklägers, wonach er von den Genannten unter Druck gesetzt worden sei. Dar-
über hinaus sind die bereits erwähnten Fotografien, welche die Beschuldigte zusammen mit dem 
Privatkläger bei der Vornahme sexueller Handlungen zeigt, unbekannten Entstehungsdatums, 
weshalb nicht eindeutig belegt ist, dass sie am 26. Juli 2021 tatsächlich sexuelle Dienstleistungen 
erbracht hat (immerhin ist das Modifikationsdatum des einen Bildes aber der 26. Juli 2021 um 
12:52 Uhr, vgl. act. 1172.11). In dieser Hinsicht kommt ausserdem hinzu, dass der Privatkläger 
am 26. Juli 2021 bereits um 00:40 Uhr, um 00:41 Uhr und um 00:42 Uhr jeweils Fr. 500.-- von 
seinem Bankkonto abgehoben hat (ohne Beisein von Begleitpersonen), weshalb es genauso 
wahrscheinlich ist, dass die Beschuldigte – sollte sie am 26. Juli 2021 sexuelle Leistungen er-
bracht haben – dafür bereits zuvor vom Privatkläger entlöhnt worden ist. Dies würde auch ihr 
aktives Eingreifen und Überwachen in den streitgegenständlichen Geldabhebeprozess vom 
26. Juli 2021 um 20:06 Uhr umso nachvollziehbarer erscheinen lassen, da sie sicherzustellen 
versuchte, diese Fr. 500.-- zusätzlich zu erlangen. Nach Überzeugung des Berufungsgerichts er-
weist sich der in der Anklage dargestellte Sachverhalt somit als erstellt. 
 

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3.2.4 Bargeldbezug vom 27. Juli 2021 
3.2.4.1 Die Beschuldigte bringt hinsichtlich des Bargeldbezugs vom 27. Juli 2021 vor, es könne 
durch objektive Beweismittel nicht erstellt werden, dass sie bei der besagten Geldabhebung dabei 
gewesen sei. Es bestünden einzig Aufnahmen von ihr und C.____, welche sie beide jeweils mit 
einer grösseren Menge Bargeld auf einem Bett sitzend zeigen würden. Es sei dabei davon aus-
zugehen, dass es sich um das Geld von C.____ handle, da diese sich – wie aus den Metadaten 
ersichtlich sei – zuerst mit diesem Bargeld fotografiert habe. Die Beschuldigte selbst habe an-
schliessend lediglich auch mit einem solchen Bild prahlen wollen und sich aus diesem Grund 
damit fotografiert. Auf dem Bildmaterial der Überwachungskameras der Bank seien die Begleite-
rinnen des Privatklägers zudem nicht erkennbar, weshalb nicht auszuschliessen sei, dass es sich 
dabei um andere Gespielinnen des Privatklägers (etwa "E.____" oder "F.____") gehandelt habe. 
Weiter lasse sich den Akten ein Bild entnehmen, welches den Privatkläger und C.____ mit einer 
unbekannten Dritten (vermutlich der "Rothaarigen") zeige. Es sei daher erstellt, dass eine Vielzahl 
weiterer Damen beim Privatkläger ein- und ausgegangen sei sowie ihn zum Geldautomaten be-
gleitet habe. Die Beschuldigte sei daher in diesem Anklagepunkt "in dubio pro reo" freizusprechen 
(vgl. S. 6 der Berufungsbegründung vom 28. August 2023). 
 
3.2.4.2 Vorab kann hinsichtlich des Sachverhalts auf die zutreffenden Erwägungen der Vor-
instanz verwiesen werden, welchen sich das Berufungsgericht anschliesst (vgl. E.I.2.2.A, S. 5 – 
17 des angefochtenen Urteils; Art. 82 Abs. 4 StPO). Anhand der ausgewerteten Überwachungs-
bilder und Kontobewegungen des Privatklägers ist erstellt, dass er am 27. Juli 2021 um 08:43 
Uhr in Begleitung zweier Damen, welche während des Bargeldbezugs durch den Privatkläger 
draussen in einem Taxi warteten, Fr. 15'000.-- in der D.____-Filiale in I.____ von seinem Konto 
abgehoben hat (act. 1255 ff.). Gemäss Aktennotiz der Polizei Basel-Landschaft vom 10. Septem-
ber 2021 sei aufgrund der entsprechenden Videobilder nicht erkennbar, um wen es sich bei den 
zwei weiblichen Begleitpersonen handle. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse sei indes davon 
auszugehen, dass es C.____ und die Beschuldigte gewesen seien. Zeitnah zur erwähnten Geld-
abhebung am 27. Juli 2021 transferierte die Beschuldigte gleichentags um 10:09 Uhr Fr. 2'750.-
- nach Bulgarien, ebenso um 12:27 Uhr einen Betrag von Fr. 2'767.45, um 12:28 Uhr eine Summe 
von Fr. 1'100.-- und um 11:53 Uhr den Betrag von Fr. 116.-- sowie weitere Fr. 2'700.-- (vgl. act. 
1129). Auch C.____ überwies am 27. Juli 2021 mehrfach Gelbeträge nach Bulgarien (um 10:21 
Uhr Fr. 2'780.--, um 12:13 Uhr Fr. 347.30, um 12:16 Uhr Fr. 347.30 und um 14:32 Uhr Fr. 500.-- 
sowie Fr. 2'500.--; vgl. act. 1111). Die Beschuldigte überwies somit am 27. Juli 2021 einen Ge-
samtbetrag von Fr. 9'433.45 nach Bulgarien und C.____ einen solchen von total Fr. 6'474.60, 
was addiert insgesamt Fr. 15'908.05 ergibt. Sodann sind den Akten mehrere Abbildungen von 
der Beschuldigten und C.____ zu entnehmen, welche beide Frauen mit einer grösseren Menge 
Bargeld (mehrere 100er-, 200er- und 1000er-Noten) jeweils auf einem Bett posierend zeigen. 
Ebendiese Aufnahme der Beschuldigten datiert vom 27. Juli 2021 und entstand um 20:44 Uhr 
(vgl. act. 1161). Die entsprechende Videoaufname von C.____ ist demgegenüber unbekannten 
Entstehungsdatums; einzig das Modifikationsdatum ist bekannt und datiert auf den 27. Juli 2021 

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um 15:02 Uhr (vgl. act. 1172.5). Ferner ergab die Auswertung des Mobiltelefons der Beschuldig-
ten gemäss Polizeibericht vom 6. August 2021 folgende Notiz, welche am 27. Juli 2021 um 23:49 
Uhr erstellt wurde: "VON KANTON BASEL J.____ BEKOMT 15.000CH VON C.____ K.____ SIE 
GESAGT: C.____ HAT MIR VERKAUF FUR EIN MANN UBER ZIEBZIG JARG ALT HAT 
GENOMEN VON MEINE KORPER GELD UND ICH HABE GEFILMT ALLES DIE MANN WAS 
HAT MIT MIR GEMACHT KANTON BASEL L.____ HERR M.____ NACH C.____ K.____ VON 
GERICHT 28.07.2021. WEGEN FRAUENHANDEL ANTWORTEN: FEIN 70'000 CH HAFT 24 
JAHR M.____ " (vgl. act 1153 ff.). Ausserdem befand sich auf dem Handy der Beschuldigten eine 
weitere Aufzeichnung, welche am 29. Juli 2021 um 00:52 Uhr erstellt wurde und wie folgt lautet: 
"VON KANTON BASEL 28.07.2021 DIE GERICHT ENSCHEIDEN 70 000CH BEKOMT 
40 000CH SCHULDEN NOCH C.____ K.____ VON N.____ 28 000CH ZEIT BIS 29.07.2021 
10:00 M.____" (vgl. act. 1157). Weiter ist den Akten eine handschriftliche Notiz, datierend vom 
27. Juli 2021, mit folgendem Wortlaut zu entnehmen: "27.07.2021 C.____ K.____ 15.08.1984 
ZAHLEN 15.000 € FUR N.____ A.____ GEGEBEN ZAHLEN 15.000€" (vgl. act. 1145). Diese 
handschriftliche Notiz wurde anlässlich der Verhaftung der Beschuldigten am 29. Juli 2021 in 
deren Effekten aufgefunden, wobei es sich bei den dort genannten Namen um frei erfundene 
Personen handelt (vgl. act. 1147). Schliesslich enthalten die Verfahrensakten eine Fotografie, 
welche die nackte Beschuldigte gemeinsam im Bett mit dem Privatkläger in dessen Schlafzimmer 
zeigt, welche am 29. Juli 2021 um 02:49 Uhr aufgenommen wurde (vgl. act. 1163). 
 
Hinsichtlich der Aussagen des Privatklägers kann zunächst wiederum auf seine bereits vorste-
hend dargelegten Depositionen verwiesen werden (vgl. E. IV.3.2.2 und E. IV.3.2.3). Anlässlich 
seiner Einvernahme vom 29. Juli 2021 führte er aus, er habe vergessen zu erzählen, dass er 
bereits "vorgestern" bei der D.____ in I.____ gewesen sei und Fr. 15'000.-- abgehoben habe. Er 
sei mit dem Taxi zusammen mit C.____ und ihrer "Schwester" zur Bank gefahren. Sie hätten 
draussen gewartet und ihm gedroht, dass sie ihn ins Gefängnis bringen würden, wenn er nicht 
bezahle (act. 1285). Anlässlich seiner Befragung vom 24. August 2021 legte der Privatkläger dar, 
er sei mit C.____ mit dem Taxi zur Bankfiliale in I.____ gefahren und mit ihr zur Bank gegangen. 
C.____ sei vor der Bank stehen geblieben, wo sie durch die Bank fotografiert worden sei. Er habe 
sich allein in die Bank zum Schalter begeben, das Geld in bar bezogen und ihr draussen ausge-
händigt. Dann seien sie zusammen nach Hause gefahren. Später sei sie nochmals gekommen, 
und sie seien wiederum zusammen zur Bank in I.____ gefahren, wo er allein in die Bank gegan-
gen und das Geld in bar bezogen habe. Dieses Geld habe er ihr auch gegeben, weil sie eben ein 
Verfahren am Laufen gehabt und Fr. 50'000.-- gebraucht habe. C.____ habe noch jemanden 
dabei gehabt, welche er aber nicht gekannt habe. Es sei "der Hammer", dass C.____ und die 
Beschuldigte bestreiten würden, die Fr. 15'000.-- von ihm erhalten zu haben. Er habe Angst ge-
habt, dass sie mit ihm etwas machen würden, wenn er das Geld nicht gebe, und sie ihm schaden 
würden (act. 1299 ff.). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 17. September 2021 legte 
der Privatkläger auf Vorhalt der bei der Beschuldigten auf dem Mobiltelefon gefundenen Notiz 
vom 27. Juli 2021 dar, man habe ihm als Grund für das geforderte Geld angegeben, dass "sie" 
in einem Verfahren sei. Wenn sie das Geld kriege, könne man einen Prozess vermeiden. Sie 

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habe Druck gemacht, und er habe Angst bekommen, dass sie "Regressionen" machen würde, 
wenn er nicht bezahle. Er habe gedacht, sie räche sich an ihm, wenn er das Geld nicht gebe; 
dabei sei auch Menschenhandel erwähnt worden. Wer das genau gesagt habe, wisse er nicht 
mehr. Er sei sich nicht sicher gewesen, ob es das Verfahren gegeben habe, da er kein Fachmann 
auf diesem Gebiet sei. Er habe es nicht ausschliessen können und hinzugekommen seien diese 
Drohaussagen, dass man "etwas kaputt" machen werde. Er habe wirklich Angst gehabt. Er habe 
Angst davor gehabt, dass jemand komme und ihn zusammenschlage, umbringe oder sonst etwas 
passiere. "Sie" habe gesagt, wenn das Geld da sei, sei "alles okay" und er habe dann bezahlt. 
Auf Vorhalt eines Bildes des Privatklägers gemeinsam mit C.____ und der Beschuldigten er-
kannte er C.____ als Person im Vordergrund (die Beschuldigte), jedoch erkannte er die Person 
im Hintergrund (C.____) nicht. Sich selbst vermochte er – aufgrund seiner nachlassenden Seh-
kraft – auf dem besagten Bild zunächst nicht zu identifizieren. Der Privatkläger führte wiederholt 
aus, er habe Panik gehabt und geglaubt, jemand komme und schlage ihn zusammen, wenn er 
nicht zahle. Er habe Angst gehabt und nicht mit einer Blamage dastehen wollen. Die auf dem 
Mobiltelefon der Beschuldigten aufgefundene Notiz vom 27. Juli 2021 habe er noch nie gesehen, 
ebenso wenig den handschriftlichen Notizzettel, welcher vom gleichen Tag datiere (act. 1691 ff.). 
Anlässlich der strafgerichtlichen Hauptverhandlung vom 30. Mai 2022 erklärte der Privatkläger im 
Weiteren, er habe bereits im Vorjahr Leuten Geld gegeben; etwa die "Rothaarige" und ihre Cou-
sine hätten nach Geld gefragt. Bei ihr sei es aber anders gewesen, da er das Gefühl gehabt habe, 
sie gehöre zu ihm und müsse Rechnungen bezahlen. C.____ habe er demgegenüber nicht ge-
kannt, und er habe Angst vor ihr gehabt (act. S217).  
 
In Zusammenhang mit der Bargeldabhebung vom 27. Juli 2021 bestritt C.____, den Privatkläger 
bedroht zu haben. Sie hätten immer einen guten Umgang miteinander gehabt. Von diesen Fr. 
15'000.-- habe er ihnen Geld gegeben, damit sie ihre Miete an der O.____gasse in Basel hätten 
bezahlen können. Der Privatkläger habe ihr dafür jeden Tag Fr. 120.--, insgesamt Fr. 3'600.-- im 
Monat, gegeben. Diese Fr. 15'000.-- habe er ihr hingegen nicht ausgehändigt; davon habe er ihr 
lediglich Fr. 1'000.-- übergeben. Ausserdem seien sie nicht die Einzigen gewesen, und sie habe 
auch eine andere Frau gesehen, die zum Privatkläger gegangen sei (act. 1351 ff.). Auf Vorhalt 
der Überwachungsbilder vom 27. Juli 2021 verweigerte C.____ sodann ihre Aussage und gab 
lediglich an, nicht zu wissen, wer den handschriftlichen Notizzettel vom 27. Juli 2021 geschrieben 
habe und zu welchem Zweck. Auch wisse sie nicht, um welches Geld es sich handle, das auf 
einem Foto, welches die Beschuldigte auf dem Bett sitzend damit zeigt, zu sehen sei. Sie wisse 
auch nicht, was es mit der Notiz, welche auf dem Mobiltelefon der Beschuldigten aufgefunden 
worden sei, auf sich habe (vgl. act. 1423 ff.).  
 
Die Beschuldigte selbst legte bezüglich des Bargeldbezugs vom 27. Juli 2021 dar, sie hätten dem 
Privatkläger nicht gedroht, dass er ins Gefängnis komme. Er fahre oft mit dem Taxi irgendwo hin, 
unter anderem auch zur Bank. Der Privatkläger sei in der Bank gewesen und herausgekommen. 
Dann seien sie zu ihm nach Hause gefahren und hätten gekocht. Sie hätten aber das Geld nicht 
genommen und seien anschliessend zurück nach Hause gegangen (vgl. act. 1517 ff.). Auf Vorhalt 

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der bereits erwähnten Notizen vom 27. Juli 2021 und 29. Juli 2021 sowie des Fotos, welches die 
Beschuldigte auf dem Bett sitzend mit einer grossen Menge Bargeld zeigt, machte sie indes keine 
Aussagen mehr (act. 1585 ff.). 
 
3.2.4.3 Dem Argument der Beschuldigten, wonach es aufgrund der Überwachungsbilder nicht 
erstellt sei, dass sie den Privatkläger gemeinsam mit C.____ zur Bankfiliale in I.____ im Taxi 
begleitet habe, ist nichts abzugewinnen. Einerseits geht bereits aus ihren eigenen vorstehend 
zitierten Aussagen hervor, dass sie den Privatkläger an diesem Tag im Taxi zur Bank begleitet 
hat. Sie führte konkret aus, der Privatkläger sei in der Bank gewesen, herausgekommen und 
anschliessend seien sie mit ihm gemeinsam nach Hause gefahren. Andererseits deuten die ho-
hen Geldtransaktionen von gesamthaft knapp Fr. 16'000.--, welche die Beschuldigte und C.____ 
am gleichen Tag und kurz nach der entsprechenden Geldabhebung durch den Privatkläger tätig-
ten, darauf hin, dass sie die vom Privatkläger bezogenen Fr. 15'000.-- tatsächlich erhalten haben. 
In Anbetracht der von der Beschuldigten und C.____ genannten durchschnittlichen Geldeinnah-
men für ihre sexuellen Dienstleistungen erscheint es denn auch als sehr unwahrscheinlich, dass 
sie diese beträchtlichen überwiesenen Geldsummen einzig durch ihre Tätigkeit im Prostitutions-
gewerbe und innert derart kurzer Zeit erwirtschaftet haben. Ferner deutet die Fotografie, welche 
die Beschuldigte am 27. Juli 2021 mit einer grossen Menge Bargeld auf einem Bett posierend 
zeigt, darauf hin, dass sie zumindest einen Teil der Fr. 15'000.-- des Privatklägers erhalten haben 
muss. Zwar erscheint es möglich, dass sich C.____ zuerst mit dem gesamten Bargeldbetrag auf-
genommen hat, indes ist daraus noch nicht zu schliessen, einzig sie habe Geld vom Privatkläger 
bekommen. Genauso wahrscheinlich erscheint es, dass sich die Beschuldigte später am gleichen 
Tag mit ihrem Anteil der Fr. 15'000.-- fotografiert hat. Hinzu kommt, dass die Beschuldigte selbst 
zu keinem Zeitpunkt angab, es habe sich bei diesem Bargeld auf der Fotografie einzig um 
C.____s Geld gehandelt, was jedoch zu erwarten gewesen wäre, entspräche dies der Wahrheit. 
Darüber hinaus ist der bei der Beschuldigten aufgefundenen handschriftlichen Notiz vom 27. Juli 
2021 eindeutig zu entnehmen, dass C.____ Fr. 15'000.-- von A.____ erhalten hat, was zum einen 
klarerweise darauf hindeutet, dass der Privatkläger die Fr. 15'000.-- auch tatsächlich an C.____ 
übergeben hat, wie er dies geltend macht. Zum anderen indiziert dieser Notizzettel, dass die 
Beschuldigte gewusst haben muss, dass dem Privatkläger die Geschichte rund um C.____ und 
ein mögliches Verfahren weisgemacht wurde, wurde die besagte Notiz doch in ihren Effekten 
aufgefunden. Sodann erklärte der Privatkläger in konstanter und nachvollziehbarer Weise, ihm 
sei jeweils damit gedroht worden, er komme ins Gefängnis, weil er mit jungen Frauen sexuell 
verkehre, sein Ruf werde ruiniert und er habe körperliches Leid zu befürchten, wenn er C.____ 
und der Beschuldigten nicht aufgrund des Verfahrens, in welches C.____ involviert sei, Geld be-
zahle. Diese glaubhaften Schilderungen des Privatklägers werden durch die bereits erwähnten 
und bei der Beschuldigten aufgefundenen Notizen vom 27. Juli 2021 und 29. Juli 2021 objekti-
viert, in welchen die Rede davon ist, dass der Körper einer jungen Frau von einem über 70 Jahre 
alten Mann gegen Geld "genommen" worden und alles gefilmt worden sei sowie, dass ein Gericht 
einen Entscheid gefällt habe. Ebenso ist die Rede von "Frauenhandel", was die Aussagen des 
Privatklägers, es sei auch um "Menschenhandel" gegangen, weiter stützt. Es ist somit auf die 

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Darlegungen des Privatklägers abzustellen. Hinzu tritt der Umstand, dass der Privatkläger und 
die Beschuldigte  
– wie in der entsprechenden Notiz festgehalten – tatsächlich bei der Vornahme sexueller Hand-
lungen aufgenommen wurden (act. 1163 und act. 1172.11 ff.). Anzunehmen ist, dass diese Noti-
zen und die intimen Bilder als Druckmittel zur Erlangung weiterer Geldbeträge hätten eingesetzt 
werden sollen, wobei der Privatkläger angab, die entsprechenden Aufzeichnungen nie gesehen 
zu haben. Offenkundig war es somit gar nicht notwendig, den gesundheitlich angeschlagenen 
Privatkläger mit diesen Mitteln zusätzlich unter Druck zu setzen und zu ängstigen, um an weiteres 
Geld zu gelangen. Angesichts der dargelegten Beweismittel ist folglich erstellt, dass die Beschul-
digte und C.____ den Privatkläger unter Druck und Drohungen dazu brachten, ihnen Fr. 15'000.-
- zu übergeben, welche sie grösstenteils am gleichen Tag nach Bulgarien transferierten. Die bei 
der Beschuldigten aufgefundenen Notizen lassen zudem keinen anderen Schluss zu, als dass 
sie genauso daran beteiligt war, den Privatkläger unter Druck zu setzen, ihm mit einer Rufschä-
digung zu drohen und ihm die Geschichte von C.____ und dem Verfahren aufzutischen, um an 
sein Geld zu kommen. Im Übrigen mag es zwar durchaus zutreffen, dass der Privatkläger noch 
von anderen Damen Besuch erhalten hat und auch diesen Geld zukommen liess. Er bestand 
indes darauf, dass er beispielsweise der "Rothaarigen" freiwillig Geld übergeben hat, wohingegen 
er dabei blieb, dass es bei C.____ anders gewesen sei und er Angst vor ihr und der Beschuldigten 
gehabt habe. Der Privatkläger differenzierte somit klar zwischen seinen Besucherinnen. Nach 
dem Gesagten erweist sich der angeklagte Sachverhalt als erstellt. 
 
3.2.5 Bargeldbezug vom 28. Juli 2021 
3.2.5.1 Im Rahmen der Berufungsbegründung vom 28. August 2023 hält die Beschuldigte fest, 
es habe allenfalls eine nachgewiesene, strafbare Handlung beim Bargeldbezug vom 28. Juli 2021 
stattgefunden (vgl. S. 7 der Berufungsbegründung vom 28. August 2023). Weitere diesbezügliche 
Ausführungen im Berufungsverfahren erfolgten nicht (vgl. S. 5 f. Prot. Hauptverhandlung Kan-
tonsgericht).  
 
3.2.5.2 Die Beschuldigte bestreitet angesichts ihrer Eingaben und Vorbringen im Rechtsmittel-
verfahren nicht, beim Bargeldbezug vom 28. Juli 2021 dabei gewesen zu sein. Hinsichtlich des 
Sachverhalts kann daher auf die korrekten Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, wel-
chen sich das Berufungsgericht anschliesst (vgl. E.I.2.2.A, S. 5 – 17 des angefochtenen Urteils; 
Art. 82 Abs. 4 StPO). Lediglich überblickartig sei dazu Folgendes festgehalten:  
 
Anhand der ausgewerteten Kontobewegungen des Privatklägers ist erstellt, dass er am 
28. Juli 2021 um 12:03 Uhr Fr. 40'000.-- und um 15:26 Uhr Fr. 1'500.-- am Schalter der D.____-
Filiale in I.____ bezogen hat. Dabei waren auf den Videobildern keine Begleitpersonen zu sehen 
(act. 1259). Zeitnah zu den erwähnten Geldabhebungen transferierte die Beschuldigte gleichen-
tags um 15:24 Uhr Fr. 2'762.-- nach Bulgarien, ebenso um 15:26 Uhr einen Betrag von Fr. 2'718.-
- und um 16:09 Uhr Fr. 2'762.-- (vgl. act. 1129). Auch C.____ überwies am 28. Juli 2021 zwei Mal 
Geldbeträge nach Bulgarien (um 15:39 Uhr Fr. 2'762.-- und um 16:01 Uhr Fr. 2'700.--; vgl. 

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act. 1111). Bei der Anhaltung am 29. Juli 2021 trug die Beschuldigte zudem Fr. 14'792.05 (act. 
437) und C.____ Fr. 15'905.10 auf sich (act. 263).  
 
Der Privatkläger bestritt vehement, der Beschuldigten und C.____ Fr. 40'000.-- für einen Haus-
kauf gegeben zu haben. C.____ habe ihm gesagt, sie benötige das Geld für eine aussergericht-
liche Einigung und das Verfahren, weshalb er ihr die gesamten Fr. 40'000.-- übergeben habe. 
Dies habe C.____ gesagt und die Beschuldigte sei dabei gewesen. Der Druck auf ihn sei erhöht 
worden, indem die Geldforderung eben plötzlich Fr. 40'000.-- gelautet habe, damit er nicht ins 
Gefängnis komme. Er habe Angst gehabt, dass die Beschuldigte und C.____ öffentlich machen 
würden, dass er mit Prostituierten verkehre. Sie habe auch die Fr. 1'500.--, welche er als Haus-
haltsgeld habe verwenden wollen, mitgenommen. Es sei um "Menschenhandel" und solche The-
men gegangen, aber er habe diesen zwei Personen sicherlich kein Geld für ein Haus gegeben 
(vgl. act. 1301, act. 1715 f. und act. S217 ff.).  
 
Demgegenüber machte C.____ geltend, der Privatkläger habe ihr und der Beschuldigten je 
Fr. 20'000.-- für einen Hauskauf in Bulgarien gegeben sowie Fr. 1'000.--, um etwas einzukaufen. 
Bedroht hätten sie ihn niemals (act. 1337 ff.).  
 
Die Beschuldigte führte ihrerseits aus, sie und C.____ hätten dem Privatkläger von ihren Töchtern 
erzählt, und er habe angeboten, ihnen ein Haus oder eine Wohnung in Bulgarien zu kaufen. Er 
habe ihnen die Fr. 40'000.-- ohne Gegenleistung gegeben, wobei er die Fr. 1'500.-- für sich be-
halten habe. Das bei ihr sichergestellte Geld habe sie in der letzten Woche erarbeitet und stamme 
"nicht nur" vom Privatkläger. Das Geld habe sie bereits gehabt und den Privatkläger nicht erpresst 
(act. 1505 und act. 1515).  
 
3.2.5.3 Aufgrund der Aussagen der Beteiligten ist erstellt, dass der Privatkläger der Beschul-
digten und C.____ Fr. 40'000.-- übergeben hat. Sodann ist in Anbetracht der klaren Darlegung 
des Privatklägers, wonach C.____ und die Beschuldigte auch sein Haushaltsgeld von Fr. 1'500.-
- mitgenommen hätten, belegt, dass sie diesen Geldbetrag ebenfalls erhalten haben. Zumindest 
teilweise übereinstimmend mit diesem Haushaltsgeldbetrag führte im Übrigen auch C.____ aus, 
der Privatkläger habe ihnen weitere Fr. 1'000.-- übergeben. Ferner blieb der Privatkläger in sei-
nen Depositionen konstant, wonach er den Genannten diese Fr. 40'000.-- nicht für einen Haus-
kauf in Bulgarien übergeben habe, sondern unter Druck und im Hinblick auf den Prozess, in wel-
chen C.____ involviert gewesen sei, sowie in Angst um seinen Ruf. Wie bereits unter E. IV.2.2.4.3 
ausgeführt, werden diese an sich bereits glaubhaften Darlegungen des Privatklägers weiter durch 
die bei der Beschuldigten aufgefundenen Notizen vom 27. Juli 2021 und 29. Juli 2021 objektiviert. 
Insgesamt liegen keinerlei Beweise oder zumindest Indizien dafür vor, dass der Privatkläger der 
Beschuldigten und C.____ diesen ausserordentlich hohen Geldbetrag schenken wollte. Im Übri-
gen muss es als völlig realitätsfremd bezeichnet werden, dass jemand einer ihm kaum bekannten 
Person eine derart hohe Geldsumme für einen Hauskauf im Ausland "schenken" würde, weshalb 
die Darlegungen der Beschuldigten und C.____ eindeutig als Schutzbehauptungen einzustufen 

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sind. Der in der Anklage geschilderte Sachverhalt erweist sich somit als erstellt und wird im Übri-
gen von der Beschuldigten im Rahmen des Berufungsverfahrens auch nicht substantiiert bestrit-
ten. 
 
3.2.6 Versuchter Bargeldbezug vom 29. Juli 2021 
3.2.6.1 Die Beschuldigte führt sodann ins Feld, es könne hinsichtlich des versuchten Geldbe-
zugs vom 29. Juli 2021 keine deliktische Handlung nachgewiesen werden. Der Privatkläger habe 
ausgeführt, er wisse nicht, wofür er die Fr. 20'000.-- abgehoben habe, und man habe ihm dazu 
auch nichts gesagt. Dieser Bargeldbezug sei somit nicht das Resultat einer Androhung von ernst-
lichen Nachteilen, weshalb ein Freispruch in diesem Punkt zu ergehen habe (vgl. S. 7 f. der Be-
rufungsbegründung vom 28. August 2023). 
 
3.2.6.2 In Bezug auf den Sachverhalt kann zunächst auf die zutreffenden Erwägungen der 
Vorinstanz verwiesen werden, welchen sich das Berufungsgericht anschliesst (vgl. E.I.2.2.A, S. 5 
– 17 des angefochtenen Urteils; Art. 82 Abs. 4 StPO). Hervorhebend kann Folgendes festgehal-
ten werden: Basierend auf dem polizeilichen Bericht vom 10. September 2021 ist erstellt, dass 
die D.____ am 29. Juli 2021 um 10:21 Uhr meldete, dass ein Kunde Fr. 20'000.-- habe abheben 
wollen, der in letzter Zeit bereits mehrere hohe Bargeldbezüge getätigt und teilweise mit einem 
Taxi zur Bank gekommen sei. Auch am 29. Juli 2021 sei ein Taxi vorgefahren, in welchem zwei 
Frauen gesessen seien und im Auto vor der Bank gewartet hätten. Die D.____ habe dem Kunden 
das Geld nicht ausbezahlt, woraufhin dieser wieder mit dem Taxi davongefahren sei. Ein Mitar-
beitender der D.____ habe ein Foto des Taxis erstellt, auf welchem C.____ und die Beschuldigte 
zu sehen seien (act. 1261 f.).  
 
Der Privatkläger führte aus, "die beiden" seien am 29. Juli 2021 zu ihm nach Hause gekommen 
und hätten gesagt, sie bräuchten noch Fr. 20'000.-- für einen Anwalt. Daraufhin seien sie mit ihm 
in einem Taxi zur Bank gefahren, wobei man ihm auf der Bank das Geld nicht gegeben habe, da 
diese bemerkt habe, dass ihn etwas belaste. Die beiden Frauen hätten ihm gedroht, wenn er 
nicht spure, käme er ins Gefängnis (act. 1285). In allgemeiner Weise erklärte der Privatkläger, 
diese C.____ habe ihn unter Druck gesetzt und gesagt, sie würde nichts Schlechtes über ihn 
sagen bei den Behörden. Sie habe gesagt, sie habe einen Prozess am Laufen und würde bei der 
Einvernahme nicht schlecht über ihn, den Privatkläger, reden. Er habe Angst gehabt, dass sein 
Name auf unschöne Art und Weise bekannt werde. C.____ sei immer freundlich gewesen und 
habe so geredet, als ob sie bereits Kontakt mit der Polizei gehabt hätte. Ausserdem habe sie es 
so aussehen lassen, als ob er etwas Unrechtes getan habe. Er habe sich nicht bei der Polizei 
gemeldet, weil er sich geschämt habe (act. 1283). Anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 
17. September 2021 legte der gesundheitlich angeschlagene Privatkläger sodann dar, er wisse 
nicht, wofür er die Fr. 20'000.-- habe abheben wollen; er habe gedacht, er gebe es halt noch. Sie 
(C.____) habe ihm erzählt, sie brauche Geld, um einen Prozess zu vermeiden, und wenn sie 
bezahle, dann sei alles erledigt. Bei den zusätzlichen Fr. 20'000.-- habe sie ihm nicht gesagt, 

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wofür sie diese benötige. Er wisse nicht, wem er das Geld gegeben hätte, wenn er es erhalten 
hätte (act. 1717 ff.). 
 
C.____ brachte hinsichtlich des versuchten Bargeldbezugs vom 29. Juli 2021 vor, sie seien zum 
Privatkläger gegangen und hätten gefrühstückt. Er habe einkaufen gehen wollen, und sie seien 
mit dem Taxi losgefahren, wobei sie zuerst zur Bank gegangen seien. Sie hätten im Taxi gewartet, 
und der Privatkläger sei in die Bank hineingelaufen. Er sei dann wieder herausgekommen und 
habe gesagt, dass ihm die Bank dieses Mal kein Geld gegeben habe. Er habe sich aufgeregt, 
dass es nicht geklappt habe und sei nervös gewesen. Sie hätten ihn aber nicht erpresst (act. 
1353).  
 
Die Beschuldigte machte in Bezug auf die fragliche Bargeldabhebung ihrerseits geltend, sie hät-
ten am 29. Juli 2021 nicht Fr. 20'000.-- vom Privatkläger verlangt und dies auch nicht für einen 
Anwalt benötigt oder dem Privatkläger mit Gefängnis gedroht (act. 1517).  
 
3.2.6.3 Wie den tatnächsten und glaubhaften Aussagen des Privatklägers vom 29. Juli 2021 
zu entnehmen ist, hat er auch die Fr. 20'000.-- nicht freiwillig zu beziehen versucht, sondern des-
halb, weil die Beschuldigte und C.____ ihm gedroht haben, er werde ins Gefängnis kommen, und 
ihm angaben, das Geld werde für einen Anwalt benötigt. Letzteres wiederum passt zu den wei-
teren Aussagen des Privatklägers, wonach ihm C.____ von einem laufenden Verfahren, in wel-
ches sie verwickelt gewesen sei, erzählt und ihm zumindest implizit angedroht habe, dort schlecht 
über ihn zu reden. Dass der Privatkläger anlässlich der später erfolgten Konfrontationseinver-
nahme am 17. September 2021 und mit fortschreitender Demenzerkrankung nicht mehr zu sagen 
vermochte, weshalb er Fr. 20'000.-- zu beziehen versucht und gar seinen ersten Depositionen 
widersprochen hat, vermag der Glaubhaftigkeit seiner Darlegungen vom 29. Juli 2021 – notabene 
am Tag des versuchten Bargeldbezugs – nicht zu schaden. Nach Überzeugung des Kantonsge-
richts wurden dem Privatkläger auch hinsichtlich dieses Geldbezugs ernsthafte Nachteile (Inhaf-
tierung, Imageschaden) angedroht, welche er zu gewärtigen hätte, wenn er kein Geld bezahlen 
würde. Hinzu kommt, dass die Beschuldigte und C.____ bereits Tage vor dem versuchten Geld-
bezug am 29. Juli 2021 begonnen haben, den Privatkläger unter Druck zu setzen und diesen zu 
erhöhen sowie eine Art abgestimmtes "Drohszenario" aufzubauen, sodass anzunehmen ist, die-
ser sei bereits derart verängstigt gewesen, dass die Genannten nicht mehr allzu viel Aufwand 
betreiben mussten, damit der Privatkläger auf ihre Forderungen einging. Der Umstand, dass die 
Beschuldigte und C.____ den Privatkläger zudem wiederum zur Bank begleitet haben, spricht 
dafür, dass sie eine allfällige Geldabhebung und spätere Übergabe an sie kontrollieren wollten. 
Diese engmaschige Überwachungssituation deutet klarerweise darauf hin, dass der Privatkläger 
die Fr. 20'000.-- nicht aus freien Stücken versucht hat zu beziehen. Damit erweist sich der ange-
klagte Sachverhalt auch hinsichtlich der versuchten Geldabhebung vom 29. Juli 2021 als erstellt. 
 
3.3 Fazit 

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Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass sich der Sachverhalt in Bezug auf die Bargeldab-
hebungen vom 25. Juli 2021, vom 26. Juli 2021, vom 27. Juli 2021, vom 28. Juli 2021 sowie 
hinsichtlich des versuchten Geldbezugs vom 29. Juli 2021 anklagegemäss als belegt erweist. 
Demgegenüber ist der Beschuldigten eine Beteiligung bei der Geldabhebung am 21. Juli 2021 
nicht nachzuweisen, weshalb in teilweiser Gutheissung ihrer Berufung in diesem Punkt ein Frei-
spruch zu ergehen hat. 
 
4. Rechtliche Würdigung 
4.1 Qualifizierte Erpressung (Art. 156 StGB) 
4.1.1 Gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB wird wegen Erpressung mit Freiheitsstrafe bis zu fünf 
Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu 
bereichern, jemanden durch Gewalt oder Androhung ernstlicher Nachteile zu einem Verhalten 
bestimmt, wodurch dieser sich selber oder einen andern am Vermögen schädigt. Handelt der 
Täter gewerbsmässig oder erpresst er die gleiche Person fortgesetzt, so wird er mit Freiheits-
strafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren bestraft (Art. 156 Ziff. 2 StGB). 
 
Der Tatbestand der Erpressung sieht alternativ zwei Nötigungsmittel vor, nämlich die Gewalt oder 
die Androhung ernstlicher Nachteile. Die Tatvariante der Androhung ernstlicher Nachteile umfasst 
auch die sogenannte "Chantage" oder "Schweigegelderpressung", die im alten Recht noch be-
sonders geregelt war ("Wer jemanden durch die Ankündigung, er werde etwas bekanntmachen, 
anzeigen oder verraten, was ihm oder einer ihm nahestehenden Person nachteilig ist, veranlasst, 
sein Schweigen