# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** eb3f6302-f0de-57f1-922d-8d7264c4a51b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-05-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.05.2007 A-1782/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1782-2006_2007-05-24.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1782/2006
{T 0/2}

Urteil vom 24. Mai 2007 

Mitwirkung: Richter André Moser; Richterinnen Florence Aubry Girardin 
und Marianne Ryter Sauvant; Gerichtsschreiber Simon Mül-
ler.

X._______,
Beschwerdeführerin, vertreten durch Dr. Peter Lyssy, Advokat, Bernoulli-
strasse 20 / PF 112, 4003 Basel,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB, Zentralbereich Personal, Mit-
telstrasse 43, Postfach, 3000 Bern 65 SBB,
Vorinstanz

betreffend
missbräuchliche Nichtwahl und Verletzung des Gleichstellungsgebots.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. X._______,  geboren  1956,  trat  am  26.  Juli  1975  in  die  Dienste  der 
Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) ein. Nachdem sie die dazu erfor-
derlichen  Fachprüfungen  bestanden  hatte,  wurde  sie  auf  den  1. Januar 
1990 als Betriebsbeamtin (Zettelschreiberei) und auf den 1. März 1995 als 
Wagenkontrollbeamtin im Rangierbahnhof Basel der SBB gewählt.

Mit  Schreiben  vom  27.  Juni  2005  teilte  der  Leiter  Rangierbahnhof 
X._______  mit,  dass  ihre  Stelle  reorganisationsbedingt  auf  den  31. 
Oktober  2005  aufgehoben  werde.  Am  22.  August  2005  erhielt  sie  den 
Bescheid,  dass  ihre  Bewerbung  vom  4.  Juni  2005  für  die  intern 
ausgeschriebene  Stelle  als  Wagenkontrolleurin  (Funktionsstufe  8)  nicht 
habe berücksichtigt werden können. Per 1. November 2005 trat X._______ 
in die Neuorientierung ein.

B. Auf Begehren des Schweizerischen Eisenbahn- und Verkehrspersonalver-
bandes (SEV) erliess der Leiter Rangierbahnhof Basel am 20. Dezember 
2005  eine  formelle  Verfügung  betreffend  Nichtwahl  von  X._______.  Am 
31. Januar 2006 gelangte der SEV für X._______ mit  einem Gesuch um 
Überprüfung an die paritätische Schlichtungskommission. Die am 17. März 
2006 durchgeführte Schlichtungsverhandlung scheiterte und es wurde die 
30-tägige Beschwerdefrist gemäss Gesamtarbeitsvertrag angesetzt.

C. Am 25. April  2006 unterzeichnete X._______ eine Vereinbarung, gemäss 
der das Arbeitsverhältnis zu den SBB im gegenseitigen Einvernehmen per 
30. April 2006 aufgelöst wurde. Die SBB erklärten sich bereit, den Schritt 
von X._______ in die Selbständigkeit  (Eröffnung eines Hundesalons) mit 
einem Betrag von insgesamt CHF 69'980.-- zu unterstützen.  Schliesslich 
erklärten die Parteien,  sich mit  dem Vollzug der Vereinbarung per Saldo 
aller  Ansprüche  vollständig  auseinandergesetzt  zu  haben.  Vorbehalten 
blieben Forderungen gestützt  auf  das Verantwortlichkeitsgesetz,  die erst 
nach  der  Unterzeichnung  der  Vereinbarung  entstehen  oder  entdeckt 
werden.

D. Gegen  die  Verfügung  vom  20.  Dezember  2005  liess  X._______  durch 
Advokat Dr. Peter Lyssy am 2. Mai 2006 beim Zentralbereich Personal der 
SBB Beschwerde wegen missbräuchlicher Nichtwahl und Verletzung des 
Gleichstellungsgebots  erheben.  Nachdem  die  verfügende  Instanz  am 
30. Mai 2006 ihre Stellungnahme und die Beschwerdeführerin am 5. Sep-
tember 2006 ihre Replik eingereicht hatten, wies der Zentralbereich Perso-
nal der SBB die Beschwerde mit Entscheid vom 28. September 2006 ab. 
Einer  allfälligen  Beschwerde  an  die  Eidgenössische  Personalrekurskom-
mission wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.

E. X._______ (Beschwerdeführerin) lässt am 1. November 2006 durch ihren 
Rechtsvertreter  bei  der  Eidgenössischen  Personalrekurskommission 
(PRK) Beschwerde einreichen. Sie beantragt, den Entscheid vom 28. Sep-
tember 2006 aufzuheben. Die SBB seien zur Bezahlung einer Entschädi-
gung bzw. Genugtuung von CHF 30'000.-- an die Beschwerdeführerin zu 

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verurteilen  und  zu  verpflichten,  dafür  zu  sorgen,  dass  künftig  das 
Gleichstellungsgebot  eingehalten  werde  bzw.  die  Mitarbeiterinnen  nicht 
mehr unter sexueller Belästigung zu leiden haben.

F. Der Zentralbereich Personal der SBB schliesst in seiner Vernehmlassung 
vom 28. November 2006 sinngemäss auf Abweisung der Beschwerde. Auf 
Aufforderung hin reichen die SBB am 13. Februar 2007 Unterlagen ein, die 
sich auf die Besetzung der im Sommer 2005 bahnhofintern ausgeschriebe-
nen Wagenkontrolleurstellen beziehen. Die Beschwerdeführerin lässt sich 
dazu in einer Eingabe vom 22. März 2007 vernehmen.

G. Auf die weitergehenden Ausführungen in den Eingaben an die PRK bzw. 
ans  Bundesverwaltungsgericht  wird  –  soweit  entscheidwesentlich  –  im 
Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt gemäss Art. 31 des Bundesgeset-
zes  über  das  Bundesverwaltungsgericht  vom  17.  Juni  2005  (VGG;  SR 
173.32)  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesge-
setzes  vom 20.  Dezember  1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG; 
SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Im 
vorliegend zur Beurteilung stehenden Bereich des Bundespersonalrechts 
bzw. des Gleichstellungsgesetzes besteht keine derartige Ausnahme. Die 
Zuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  zur  Behandlung  der  Be-
schwerde, die sich gegen einen Beschwerdeentscheid einer Vorinstanz im 
Sinne von Art. 33 Bst. e VGG richtet, liegt daher vor (vgl. auch Art. 36 Abs. 
1 des Bundespersonalgesetzes vom 24. März 2000 [BPG; SR 172.220.1]). 
Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt  bei  gegebener  Zuständigkeit 
die beim Inkrafttreten des VGG am 1. Januar 2007 bei der PRK hängigen 
Rechtsmittel,  wobei  die  Beurteilung  nach  neuem Verfahrensrecht  erfolgt 
(Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.1 Als vom angefochtenen Entscheid direkt Betroffene ist die Beschwerdefüh-
rerin im Sinne von Art. 48 VwVG zur Beschwerde legitimiert. 

1.2 Dem in der Beschwerdeschrift  gestellten Begehren auf  Verpflichtung der 
SBB zur  künftigen  Einhaltung  des  Gleichstellungsgesetzes  kann,  soweit 
eine  solche Verpflichtung sich nicht  ohnehin  aus Gesetz  und Gesamtar-
beitsvertrag  ergibt,  nicht  entsprochen werden,  da ein solches abstraktes 
Begehren ausserhalb des mit Beschwerde anfechtbaren Streitgegenstan-
des liegt. Im Übrigen war die PRK und ist auch das Bundesverwaltungsge-
richt gegenüber den SBB nicht Aufsichtsbehörde.

1.3 Auf  die  weiteren  Anträge  ihrer  frist-  und  formgerecht  eingereichten 
Beschwerde ist dagegen einzutreten.

1.4 Gemäss Art.  37 VGG richtet  sich das Verfahren vor dem Bundesverwal-
tungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 
An die Begründung der Begehren ist das Bundesverwaltungsgericht nicht 
gebunden (Art.  62 Abs.  4 VwVG).  Dies bedeutet,  dass das Gericht  eine 

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Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Begrün-
dung bestätigen kann, die von jener der Vorinstanz abweicht (sog. Motiv-
substitution). Als urteilende Instanz darf und soll das Bundesverwaltungs-
gericht  dabei  ohne weiteres  auch Rechtsstandpunkte  beiziehen,  die bis-
lang von keinem der Beteiligten erwähnt worden sind (vgl. ANDRÉ MOSER, in: 
Moser/Uebersax, Prozessieren vor eidgenössischen Rekurskommissionen, 
Basel und Frankfurt am Main 1998, Rz. 1.8 mit Hinweisen).

2. Die  Beschwerdeführerin  bringt  vor,  sie  sei  von  ihrem  Vorgesetzten 
Z._______  gemobbt  und  sexuell  belästigt  worden.  Für  die  im  Sommer 
2005 intern ausgeschriebene Stelle,  um die sie sich beworben habe, sei 
sie einzig deshalb nicht berücksichtigt worden, weil sie den Avancen ihres 
Vorgesetzten  Z._______  nicht  nachgekommen  sei.  Sie  macht  eine 
Verletzung des Gleichstellungsgebots geltend und verlangt in erster Linie 
eine Entschädigung bzw. Genugtuung.

2.1 Auf Rechte, die das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und 
Mann  vom  24.  März  1995  (Gleichstellungsgesetz,  GlG;  SR  151.1)  ein-
räumt,  kann  nicht  gültig  verzichtet  werden.  Eine  Parteiabrede,  die  das 
Gleichstellungsgesetz  verletzt,  ist  entsprechend  ungültig  (vgl.  ELISABETH 
FREIVOGEL bzw.  SABINE STEIGER-SACKMANN,  in  Margrith  Bigler-Eggen-
berger/Claudia Kaufmann  [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, 
Basel und Frankfurt am Main, N 19 zu Art. 2 GlG, S. 46 bzw. N 28 zu Art. 
11 GlG, S. 242).  Wenn in Ziff.  6 der  Austrittsvereinbarung zwischen der 
Beschwerdeführerin  und den SBB vom 25.  April  2006 festgehalten  wird, 
dass sich die Parteien mit dem Vollzug der Vereinbarung per Saldo aller 
Ansprüche  vollständig  auseindergesetzt  haben,  dürfen  demnach  An-
sprüche, die sich auf das Gleichstellungsgesetz stützen, nicht in diese Er-
klärung einbezogen werden. Die SBB haben sich im vorliegenden Verfah-
ren denn auch nie auf Ziff. 6 der Austrittsvereinbarung berufen.

2.2 Nach Art. 6 GlG wird bezüglich der Aufgabenzuteilung, Gestaltung der Ar-
beitsbedingungen, Entlöhnung, Aus- und Weiterbildung,  Beförderung und 
Entlassung eine Diskriminierung vermutet, wenn diese von der betroffenen 
Person glaubhaft  gemacht wird. Mit andern Worten genügt es, wenn der 
Richter  hinreichende  objektive  Anhaltspunkte  hat,  dass  die  geltend 
gemachten  Umstände  mit  einer  gewissen  Wahrscheinlichkeit  zutreffen 
(vgl.  FLORENCE AUBRY GIRARDIN,  Egalité  salariale  et  décisions  judiciaires, 
AJP/PJA  2005,  S.  1067). Diese  Beweislasterleichterung  ist  im  vor-
liegenden Fall  entgegen der Meinung der SBB insoweit  zu beachten, als 
die Nichtberücksichtigung für eine intern ausgeschriebene Stelle in Frage 
steht. Denn es ging im Falle der Beschwerdeführerin nicht um die erstmali-
ge Begründung eines Arbeitsverhältnisses,  sondern  um die Nichtberück-
sichtigung  einer  bereits  angestellten  Person  für  eine  andere  Stelle  (vgl. 
ANDRÉ MOSER, Der Rechtsschutz im Bund, in Peter Helbling/Tomas Poledna 
[Hrsg.], Personalrecht des öffentlichen Dienstes, Bern 1999, S. 547, Fn. 64 
mit Hinweisen). Bezüglich des Vorwurfs der Diskriminierung durch sexuelle 
Belästigung käme – für sich allein genommen – die besondere Beweislast-
regel dagegen nicht zum Tragen; diesbezüglich gälte die allgemeine Be-

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weislastverteilung von Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 
10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210; vgl.  STEIGER-SACKMANN,  a.a.O., N 39 zu 
Art. 6 GlG, S. 171).

2.3 Bei der vorliegend in Frage stehenden Nichtberücksichtigung einer bereits 
angestellten Person für eine andere Stelle ist das Diskriminierungsverbot 
gemäss Art. 3 Abs. 2 GlG zu beachten. Eine direkte Diskriminierung liegt 
dabei namentlich vor, wenn eine Frau für die Stelle(n) nicht berücksichtigt 
wird,  obwohl  sie  besser  qualifiziert  ist  als  berücksichtigte  Kollegen  (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 4C.276/2004 vom 12. Oktober 2004, E. 6.1).

2.4 Zur  Begründung  der  Beschwerde  wird  geltend gemacht,  wenn  im fragli-
chen Bereich  zwei  Frauen  (Y._______  und  die  Beschwerdeführerin)  be-
schäftigt  werden,  die sich beide über  sexuelle  Belästigung und Mobbing 
durch Z._______ beklagen, und diese beide nicht wiedergewählt werden, 
sei die geschlechterbedingte Diskriminierung offensichtlich.

2.4.1 Mit  dem  Begriff  Mobbing  wird  allgemein  ein  Abstossungsverhalten  be-
zeichnet, das von einigen oder allen Arbeitskollegen ausgeht und das die 
Betroffene nicht verursacht hat. Man versteht darunter negative kommuni-
kative Handlungen, die gegen eine Person gerichtet sind und die sehr oft 
und über einen längeren Zeitraum hinaus vorkommen und damit die Bezie-
hung  zwischen  Täter  und  Opfer  kennzeichnen  (vgl.  Entscheid  der  PRK 
vom 28. Juni 2000, veröffentlicht in Verwaltungspraxis der Bundesbehör-
den [VPB] 65.14, E. 5b; MANFRED REHBINDER / ALEXANDER KRAUSZ, Psychoterror 
am  Arbeitsplatz  –  Mobbing  und  Bossing  und  das  Arbeitsrecht,  in 
Mitteilungen des Instituts für Schweizerisches Arbeitsrecht [ArbR] 1996, S. 
18  f.  mit  Hinweisen;  JEAN-BERNARD WAEBER; Le  mobbing  ou  harcèlement 
psychologique  au  travail,  quelles  solutions?,  Aktuelle  Juristische  Praxis 
[AJP],  1998,  S.  792;  DOMINIQUE QUINTON,  Le  concept  du  mobbing  –  cas 
cliniques, in Harcèlement au travail,  Arbeitsrecht  in der Praxis, Band 22, 
Zürich/Basel/Genf  2002,  S.  66 ff.)  Allein  aufgrund des Umstandes,  dass 
berufliche  Beziehungen  Konflikt  belastet  sind  oder  eine  schlechte  Stim-
mung am Arbeitsplatz herrscht oder ein Vorgesetzter nicht vollständig und 
immer seinen Pflichten gegenüber seinen Mitarbeitenden nachgekommen 
ist, darf freilich nicht auf Mobbing geschlossen werden (vgl. Urteil des Bun-
desgerichts 4C.404/2005 vom 10. März 2006, E. 3.2 mit Hinweisen; Urteil 
der  Rekurskommission  des  Bundesgerichts  vom  5.  Oktober  2005, 
veröffentlicht in VPB 70.4, E. 4.4.1).

2.4.2 Sexistische Sprüche sowie anzügliche und peinliche Bemerkungen fallen 
ihrerseits unter den Begriff der sexuellen Belästigung im Sinne von Art. 4 
GlG (BGE 126 III  397 E.  7/bb;  Urteile  des  Bundesgerichts  2A.404/2006 
vom 9. Februar  2007, E. 6.1, 4C.289/2006 vom 5. Februar 2007,  E. 3.1 
und 4C.276/2004 vom 12. Oktober 2004, E. 3).

2.4.3 Aus den  Akten  des  vorliegenden  Verfahrens  ergibt  sich  einerseits,  dass 
der Vorwurf der sexuellen bzw. sexistischen Belästigung durch Z._______ 
an sich teilweise begründet  ist.  Anzügliche Bemerkungen und Andeutun-
gen sowie unerwünschte Einladungen in den Ausgang werden selbst sei-
tens der SBB nicht bestritten. Allfällige Ansprüche der Beschwerdeführerin 

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gegenüber  den  SBB  gestützt  auf  Art.  5  Abs.  3  GlG  oder  gegenüber 
Z._______  gestützt  auf  Art.  41  ff.  OR  stehen  hier  indes  nicht  zur 
Beurteilung. Ansprüche aus sexueller Belästigung sind nicht Gegenstand 
des  angefochtenen  Entscheides,  der  nur  die  Nichtwahl  der 
Beschwerdeführerin betrifft; es wird auch nicht geltend gemacht, der Ent-
scheid  habe sich zu  Unrecht  nicht  mit  dieser  Frage auseinandergesetzt. 
Die  Entschädigungsansprüche  gemäss  Art.  5  Abs.  3  GlG  würden  damit 
ausserhalb  des  Streitgegenstandes  liegen  und  sind  im  vorliegenden 
Verfahren nicht  zu prüfen.  Die  Eingaben  der  Beschwerdeführerin  lassen 
andererseits nicht erkennen, dass Verhaltensweisen gegeben sind, die als 
Mobbing zu bezeichnen wären. Die von der Beschwerdeführerin angeführ-
ten Indizien sind entweder sehr pauschal gehalten und nicht weiter belegt 
(Vorwurf vieler kleiner Schikanen) oder stellen von ihrer Tragweite her kein 
systematisches Vorgehen seitens des Vorgesetzten dar (Vorwurf der Auf-
nahme in die Ablöserliste), so dass der Tatbestand des Mobbings als nicht 
erfüllt zu erachten ist. 

Zu prüfen ist mithin, ob die Nichtberücksichtigung der Beschwerdeführerin 
für die im Sommer 2005 ausgeschriebene Stelle darauf zurückzuführen ist, 
dass sie von ihrem Vorgesetzen Z._______ sexuell belästigt worden bzw. 
seinen Avancen nicht nachgekommen ist.

2.4.4 Wie den von den SBB am 13. Februar 2007 nachgereichten Unterlagen zu 
entnehmen  ist,  wurden  im  Rahmen  dieses  Wahlverfahrens  die  Kriterien 
(Krankheits)Absenzen,  (Personal-)Beurteilung,  Einsatz,  Zusammenarbeit, 
Fachwissen und Allgemeines detailliert zusammengetragen und ausgewer-
tet. Mit der Vorinstanz ist dabei festzustellen, dass die besondere Erwäh-
nung  einzelner  Elemente  aus  der  Personalbeurteilung  (Einsatz,  Zusam-
menarbeit,  Fachwissen  und  Allgemeines)  als  zusätzliche  bzw.  separate 
Kriterien wohl wenig sinnvoll ist, ohne dass daraus freilich abzuleiten wäre, 
die Wahl sei nicht auf der Basis objektiver Kriterien erfolgt, zumal diese bei 
allen Personen gleich angewandt wurden. Anhand dieser Auswertung er-
gab sich die Reihen- bzw. Rangfolge der Mitarbeitenden, wovon die letzten 
sieben nicht berücksichtigt werden konnten, darunter die Beschwerdefüh-
rerin, die sich auf dem zweitletzten Platz befand.

2.4.5 Grundlage für den Wahlentscheid bildeten vorliegend somit die Personal-
beurteilungen bzw.  deren einzelne Elemente.  Nach dem geltenden Bun-
despersonalrecht  werden Mitarbeiterbeurteilungen  gegebenenfalls  mit  ei-
ner  Differenzbereinigung  bzw.  einem  Zweitgespräch  und  nicht  mit  einer 
beschwerdefähigen Verfügung abgeschlossen. Sie sind deshalb auch nicht 
mit  Beschwerde  bei  der  PRK  bzw.  beim  Bundesverwaltungsgericht  an-
fechtbar.  Mit Beschwerde anfechtbar sind grundsätzlich erst allfällige ge-
stützt auf die Personalbeurteilung getroffene Verfügungen zum Arbeitsver-
hältnis, sofern diese Verfügungen nicht ihrerseits von der Anfechtung bei 
der  PRK  bzw.  beim  Bundesverwaltungsgericht  ausgenommen  sind.  Ist 
eine solche Verfügung – wie vorliegend – mit Beschwerde anfechtbar und 
liegen ihr Mitarbeiterbeurteilungen zu Grunde, so können die in den Quali-
fikationen  enthaltenen  Feststellungen  und  Wertungen  als  Elemente  des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  überprüft  werden.  Das  Bundesverwal-

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tungsgericht  auferlegt  sich  indes  auch  und  insbesondere  bei  solchen 
förmlichen Personalbeurteilungen eine gewisse Zurückhaltung und entfernt 
sich im Zweifel nicht von der Auffassung der Vorinstanz und setzt nicht an 
deren  Stelle  sein  eigenes  Ermessen  (vgl.  Entscheid  der  PRK  vom  10. 
November 2006 [PRK 2006-021], E. 4b).

2.4.6 Die  Beschwerdeführerin  hält  in  ihrer  Stellungnahme vom 22.  März  2007 
zwar fest, dass ihre Bewertung bestritten werde und offensichtlich auf ihr 
Geschlecht  und  ihre  Schwierigkeiten  mit  Z._______  zurückzuführen  sei. 
Den Akten sind jedoch keine verlässlichen Anhaltspunkte zu entnehmen, 
die den Schluss zuliessen, die Beschwerdeführerin sei von Z._______ in 
den  Personalbeurteilungen  2002  bis  2004  deswegen  schlecht  bewertet 
worden,  weil  sie  seinen Avancen nicht  nachgekommen ist.  So fällt  zwar 
eine im Vergleich zu den beiden Vorjahren insgesamt deutlich schlechtere 
Qualifikation auf, ohne dass freilich verlässliche Anzeichen auszumachen 
wären, die auf sachfremde Motive hindeuten würden. Festzuhalten ist ei-
nerseits  auch,  dass  die  Beurteilungen  in  den  Jahren  2000  durch 
U._______  bzw.  2001  durch  V.________  neben  Stärken  auch  gewisse 
Schwächen  beinhalten  und  andererseits  die  Beurteilungen  durch 
Z._______ ungeachtet  aller  Kritik  auch positive Elemente enthalten,  was 
dazu  führte,  dass  einzelne  Kriterien  trotzdem  als  "gut"  bzw.  "erfüllt" 
eingestuft  werden  konnten.  Wenn  sich  die  Beschwerdeführerin  bei  der 
Personalbeurteilung 2003 offenbar zunächst auch geweigert hat, diese zu 
unterschreiben,  da sie weder mit  dem Ergebnis  noch mit  dem Vorgehen 
einverstanden gewesen sei,  so  steht  doch fest,  dass sie  auf  sämtlichen 
Personalbeurteilungen  unten  auf  der  ersten  Seite  jeweils  unterschriftlich 
bestätigt hat, dass sie mit der Beurteilung einverstanden ist. Es konnte ihr 
dabei  auch nicht  entgangen sein,  dass unmittelbar  anschliessend an die 
Unterschriften  auf  dem  Beurteilungsbogen  ein  fett  gedruckter  Hinweis 
angebracht  ist,  wonach  die  Beurteilung  gültig  ist,  wenn  die  Mitarbeiterin 
nicht innerhalb von zehn Tagen ein weiteres Gespräch beim Vorgesetzten 
des  Beurteilenden  verlangt.  Hinzu  kommt,  dass  das  entsprechende 
Verhalten von Z._______ gegenüber der Beschwerdeführerin im Zeitraum 
1995  bis  2000  liegt,  diese  indes  die  sexuelle  Belästigung  erstmals  im 
Zusammenhang mit ihrer Nichtwahl im Jahre 2005 zur Sprache gebracht 
hat. Dass und weshalb die Beschwerdeführerin wegen des rauen Tons im 
Eisenbahn-Aussendienst nicht in der Lage gewesen sein soll,  sich früher 
und  auf  dem  dafür  vorgesehenen  Weg  (Differenzbereinigung  bzw. 
Zweitgespräch  oder  Kontaktnahme  mit  dem  Personaldienst  bzw.  dem 
Gleichstellungsbeauftragten)  gegen  die  ihrer  Ansicht  nach  auf  das 
sexistische  Verhalten  von  Z._______  zurückzuführenden  ungenügenden 
Qualifikationen  zur  Wehr  zu  setzen,  wird  nicht  dargetan  und  ist  nicht 
ersichtlich.

2.4.7 Erweisen sich die Einwände  gegen die Qualifikationen durch Z._______ 
demnach als nicht stichhaltig,  so steht einer Berücksichtigung der Perso-
nalbeurteilungen im Rahmen des hier zur Beurteilung stehenden Wahlver-
fahrens nichts im Wege und bleibt es bei der von den SBB erstellten Rei-
hen- bzw. Rangfolge der Mitarbeitenden. Bei diesem Stand der Dinge ver-

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mag die Beschwerdeführerin  eine diskriminierende Nichtberücksichtigung 
für die in Frage stehenden Stellen nicht im Sinne von Art. 6 GlG glaubhaft 
zu machen. Insbesondere kann nicht gesagt werden, sie sei nicht berück-
sichtigt worden, obwohl sie an sich besser qualifiziert gewesen sei als be-
rücksichtigte Kollegen. Die Nichtberücksichtigung der Beschwerdeführerin 
als Wagenkontrolleurin im Rangierbahnhof Basel ist vielmehr aufgrund ob-
jektiver  Anforderungskriterien  erfolgt,  so  dass  eine  geschlechterbedingte 
Diskriminierung zu verneinen ist.

2.4.8 An  diesem  Ergebnis  vermögen  weder  der  Fax  von  Y._______  an  den 
scheidenden Generaldirektor Weibel vom 9. Oktober 2006 noch deren Ein-
vernahme als Zeugin etwas zu ändern.  Der in  der Beschwerde gestellte 
Antrag auf Befragung von Y._______ ist daher in antizipierter Beweiswür-
digung abzuweisen (vgl. BGE 130 II 428 E. 2.1; 127 V 494 E. 1b).

3. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde vom 1. November 2006, soweit 
darauf eingetreten werden kann, und zur Bestätigung des angefochtenen 
Entscheids.

4. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ist in Angelegenheiten, 
die das Bundespersonal betreffen bzw. die sich auf das Gleichstellungsge-
setz stützen, grundsätzlich kostenlos (Art. 34 Abs. 2 BPG; Art. 13 Abs. 5 
GlG).  Parteientschädigungen  sind  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens 
keine geschuldet.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die  Beschwerde  von  X._______  vom  1.  November  2006  wird,  soweit 
darauf einzutreten ist, abgewiesen und der Entscheid des Zentralbereichs 
Personal der SBB vom 28. September 2006 bestätigt.

2. Es werden weder Kosten erhoben noch Parteientschädigungen zugespro-
chen.

3. Dieses Urteil wird eröffnet: 

- der Beschwerdeführerin

- der Vorinstanz 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

André Moser Simon Müller

Rechtsmittelbelehrung
Gegen das vorliegende Urteil kann eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten beim Bundesgericht erhoben werden (vgl. Art. 83 Bst. g des Bundesgesetzes über 
das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BGG], SR 173.110). Die 

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Beschwerde ist innert 30 Tagen seit der Eröffnung des angefochtenen Urteils zu erhe-
ben. Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 
Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unterschrift  zu enthalten.  Sie muss 
spätestens  am letzten  Tag  der  Frist  beim Bundesgericht  eingereicht  oder  zu  dessen 
Handen  der  Schweizerischen  Post  oder  einer  schweizerischen  diplomatischen  oder 
konsularischen Vertretung übergeben werden (vgl. Art. 42, 48, 54 und 100 BGG).

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