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**Case Identifier:** fe90e36a-5b8d-5809-b7a1-6d9d92a1e032
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.05.2007 IV 2006/97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2006-97_2007-05-29.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2006/97

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 29.05.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 29.05.2007
Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG: Invaliditätsbemessung bei widersprüchlicher 
medizinischer Arbeitsunfähigkeitsschätzung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2007, IV 2006/97).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer Hug und Karin 

Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Christine Schaffhauser Angehrn

Entscheid vom 29. Mai 2007

In Sachen

S.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alex Frei, Bahnhofstrasse 32a, Postfach, 8360 

Eschlikon,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

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I.

A.- a) Die 1948 geborene S.___ meldete sich am 28. Mai 2003 zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an und beantragte wegen eines seit Mai 2001 

bestehenden Leidens eine Rente. Sie gab bei der Anmeldung an, in ihrer Heimat 

Bosnien vier Grundschuljahre absolviert, jedoch keinen Beruf erlernt zu haben. Die 

Versicherte ist seit 1967 mit einem Landsmann verheiratet; die drei gemeinsamen 

Kinder wurden 1969, 1973 und 1988 geboren. Im August 1983 reiste die Versicherte in 

die Schweiz ein (IV-act. 1). Der Ehemann der Versicherten bezieht eine ganze IV-Rente 

(IV-act. 49/1).

b) Im Arztbericht vom 27. Oktober 2004 hielt Dr. med. A.___, FMH für 

Allgemeinmedizin, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest: 

Hypertensive und congenitale Herzkrankheit, isolierte systolische Hypertonie, 

chronischer Husten bei hypersensiblem Bronchialbaum, Labyrinthopathie rechts, 

Epikondylopathia humero-ulnaris rechts, muskuläre Dysbalance, Osteochondrose L4/5 

und L5/S1, Protrusion der Bandscheibe L5/S1, rheumatische Polyarthritis der Hände 

und degenerative Meniskusveränderung med rechts. Die Versicherte sei bis auf 

weiteres zu 100% arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand der Versicherten, welche 

sich seit 1998 bei ihm in hausärztlicher Behandlung befinde, habe sich in letzter Zeit 

verschlechtert und einen invalidisierenden Verlauf genommen. Sie sei auf regelmässige 

ärztliche Behandlung und Medikamente unbedingt angewiesen. Dr. A.___ verneinte 

eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen (IV-act. 17).

c) Im von der Versicherten eingereichten Befund von Dr. med. B.___, Röntgeninstitut 

Dr. med. C.___, wurden Grad III-Läsionen der lateralen Menisken rechts und links, eine 

mukoide Degeneration des medialen Meniskus rechts sowie beidseits eine 

Chondropathia patellae festgestellt (IV-act. 18).

d) Dr. med. D.___, FMH für Otorhinolaryngologie, stellte in seinem Arztbericht vom 18. 

April 2005 unter Verweis auf die Berichte an Dr. A.___ vom 14. August 1998 und vom 5. 

Februar 2001 die Diagnose einer intermittierenden, zentral dekompensierten 

Labyrinthopathie rechts, die an eine menièroides Bild erinnere. Die Versicherte werde 

seit 1998 alle vier bis sechs Monate kontrolliert und behandelt und es werde versucht, 

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eine Rehabilitation durch das Schwindeltraining zu erreichen. Eine zentrale 

Kompensation innerhalb des Gleichgewichtssystems sei jedoch nicht gelungen. Vor 

allem körperliche Anstrengung, Kopf- und Körperbewegungen sowie visuelle Reize 

provozierten immer wieder stark handikapierende Schwindelepisoden. Aufgrund des 

Verlaufs innerhalb von sieben Jahren sei mit einer zufriedenstellenden zentralen 

Kompensation nicht mehr zu rechnen, weshalb die Versicherte zu 100% arbeitsunfähig 

sei (IV-act. 21).

e) In seinem Arztbericht vom 14. Juni 2005 gab Dr. med. E.___, FMH für Psychiatrie 

und Psychotherapie, an, die Versicherte leide seit ca. drei Jahren an einer depressiven 

Störung (mittelgradige Episode) mit somatischen Symptomen und einem chronifizierten 

Schmerzsyndrom. Die Prognose sei eher ungünstig, da die Beschwerden schon sehr 

lange andauerten und sich chronifiziert hätten. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 70%. Die bisherige Tätigkeit sei ihr nicht mehr zumutbar. In 

einem geschützten Rahmen könnte die Versicherte jedoch eine Tätigkeit an zwei oder 

drei Halbtagen ausüben, wobei es wichtig sei, dass sie weder unter Zeit- noch 

Leistungsdruck stehe (IV-act. 24).

f) Dr. med. F.___ vom Departement Innere Medizin des Spitals G.___ sprach sich im 

Kurzaustrittsbericht vom 19. August 2005 dafür aus, dass bei der Versicherten, welche 

vom 15. bis 19. August 2005 bei ihnen hospitalisiert gewesen sei, am ehesten eine 

Fibromyalgie mit Verdacht auf eine ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung für 

ihren Zustand verantwortlich sei. Nach insgesamt komplikationslosem stationärem 

Verlauf sei sie schliesslich in einem guten, in den Augen der Versicherten hingegen 

weiterhin unveränderten Allgemeinzustand nach Hause entlassen worden (IV-act. 32).

g) Am 25. November 2005 erstattete das Zentrum H.___ das im September 2004 

veranlasste Gutachten. Darin wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt: (erstens) Generalisiertes Schmerzsyndrom mit/bei 

Polyarthralgien der Hände und Füsse bei radiologisch leicht degenerativen 

Veränderungen, chronischem lumbospondylogenem Schmerzsyndrom beidseits mit 

nicht kompressiver Diskusprotrusion und beginnenden Osteochondrosen L4/5 und L5/

S1, chronischem Cervikospondylogenem bis cervikocephalem Schmerzsyndrom mit 

Blockwirbelbildung C2 bis C4 und fortgeschrittener Osteochondrose C4/5 und C6/7, 

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chronischer Periarthropathie genu bei degenerativen Meniskusveränderungen und 

Chondropathia patellae beidseits, chronischem weichteilrheumatischem 

Schmerzsyndrom mit myofascialer Komponente und muskulärer Dysbalance; 

(zweitens) rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 

F33.00); (drittens) anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit seien: (viertens) Hypertensive und valvuläre Herzkrankheit mit/bei 

bikuspider Aortenklappe mit leichter Aortenstenose und minimer Aorteninsuffizienz, 

aktuell normaler linksventrikulärer Funktion, kardiovaskulären Risikofaktoren wie 

Adipositas, arterieller Hypertonie, Hypercholesterinämie; (fünftens) Vestibulopathie 

rechts mit intermittierendem Drehschwindel; (sechstens) Adipositas Grad I nach WHO 

(BMI = 31.9). Insgesamt liege bei der Versicherten eine Mehretagenproblematik vor, 

wobei das Ausmass der Beschwerden durch die rheumatologischen, radiologischen 

und neurologischen Untersuchungsbefunde nicht erklärt werden könne. Eine Tätigkeit 

als Zimmermädchen sei der Versicherten nicht mehr zumutbar. Für eine leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit wie zum Beispiel Reinigen oder Sortieren sei hingegen 

eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Zu vermeiden seien stehende und kniende 

Arbeiten sowie längere Gehstrecken oder Treppensteigen. Aus psychiatrischer Sicht 

betrage die Arbeitsunfähigkeit 20 bis 30%, wobei sich diese nicht additiv zur 

rheumatologischen verhalte, da eine berufliche Wiederintegration aus 

psychotherapeutischer Sicht wichtig wäre. Aufgrund der Schwindelproblematik 

bestehe eine Sturzgefahr, weshalb Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten nicht 

empfehlenswert seien. Zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei eine muskuläre 

Trainingstherapie zu empfehlen, zum Beispiel durch Aktivierung im warmen Wasser. 

Psychiatrischerseits bestünden jedoch Zweifel an der Compliance der Versicherten. Sie 

nehme die antidepressive Medikation nur bei Bedarf ein. Daher werde die Abnahme 

eines Medikamentenspiegels und die nochmalige genaue Instruktion der Versicherten 

empfohlen. Eine Rückkehr in eine ausserhäusliche Tätigkeit sei als therapeutischer 

Ansatz zu sehen, um einerseits die finanzielle Situation etwas zu verbessern und 

andererseits die Konfrontation in der schwierigen Paarbeziehung zu vermindern (IV-act. 

29).

h) Auf Anfrage der IV-Stelle hin erklärte die Versicherte am 15. Dezember 2005, sie sei 

krank und fühle sich nicht fähig, irgendwelche Arbeit anzunehmen (IV-act. 35).

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i) Die IV-Eingliederungsberaterin berichtete am 21. Dezember 2005, die Versicherte 

fühle sich subjektiv nicht arbeitsfähig, weshalb auch keine Unterstützung bei der 

Stellensuche angeboten werden könne. Die Versicherte gelte als vollerwerbstätig, dies 

aufgrund der wirtschaftlichen Schilderung im Gutachten und der Berentung des 

Ehepartners. Sie habe in der Vergangenheit Pensen zwischen 50 und 100% erbracht 

und dabei ein unterdurchschnittliches Einkommen erzielt. Daher werde auf den LSE 

Tabellenlohn abgestellt. Im Einkommensvergleich stünden sich ein Valideneinkommen 

von Fr. 49'728.-- (LSE Tabellenlohn 2005, privater Sektor, Niveau 4) und ein 

Invalideneinkommen von Fr. 22'377.-- (LSE Tabellenlohn 2005 wie oben, davon 50% 

wegen eingeschränkter Arbeitsfähigkeit, davon Leidensabzug von 10% wegen nur 

noch körperlich leichten Tätigkeiten).

j) Mit Verfügung vom 3. Februar 2006 sprach die Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons St. Gallen der Versicherten eine halbe IV-Rente sowie eine entsprechende 

Kinderrente für ihren Sohn I.___ zu. Der berechnete IV-Grad betrage 55% (IV-act. 46).

k) Gegen diese Verfügung liess die Versicherte am 9. März 2006 durch ihren 

Rechtsvertreter Einsprache erheben und die Aufhebung der Verfügung sowie die 

Zusprechung einer vollen Invalidenrente sowie der entsprechenden Kinderzusatzrente 

ab 1. April 2003 beantragen; eventualiter sei ihr ab 1. April 2003 eine Dreiviertelsrente 

mit der entsprechenden Kinderrente für I.___ zuzusprechen. Die vom Zentrum H.___ 

festgestellte Arbeitsfähigkeit von 50% für eine wechselbelastende körperlich leichte 

Arbeit, worauf die angefochtene Verfügung beruhe, stehe im krassen Gegensatz zu den 

von den Dres. A.___, D.___ und E.___ gemachten Beurteilungen. Dr. D.___ habe kurz 

vor der Beurteilung durch das Zentrum H.___ ausgeführt, die von ihm ergriffenen 

Massnahmen hätten keine zufriedenstellende zentrale Kompensation innerhalb des 

Gleichgewichtssystems gebracht. Demgegenüber werde im Gutachten des Zentrums 

H.___ ausgeführt, dank einer medikamentösen Behandlung mit Schwindeltraining 

hätten sich die Beschwerden im Verlauf gebessert. Dabei führe auch der im Gutachten 

zitierte Austrittsbericht der Klinik K.___ aus, die Versicherte leide unter einer 

intermittierenden akuten Vestibulopathie rechts mit Drehschwindel, wobei es trotz 

intensiver Physiotherapie und Engagement der Versicherten zu keiner Besserung 

gekommen sei. Der Rechtsvertreter führte ausserdem aus, der Schwindel mache sich 

bei schnellen Bewegungen, Blicken nach unten oder oben und bei Anstrengungen 

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bemerkbar, weshalb sich die Versicherte darauf konzentrieren müsse geradeaus zu 

schauen und zur Vermeidung von Schwindeln auch sehr steif gehe oder sitze. Es sei 

nicht vorstellbar, dass diese Beschwerden keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

haben sollten, zumal sie plötzlich aufträten und nicht eingeplant werden könnten. Die 

Arbeitsunfähigkeit liege daher deutlich höher als bei 50%. Auch die vom Spital G.___ 

festgestellte ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung mit Fibromyalgie sei nicht 

ausreichend berücksichtigt. Zudem überzeuge es nicht, dass die von Dr. E.___ 

diagnostizierte depressive Störung, mittelgradige Episode, mit somatischen 

Symptomen sich nicht zusätzlich auf die Arbeitsunfähigkeit auswirken solle. Der 

Rechtsvertreter der Versicherten forderte Obergutachten zur Frage der Auswirkungen 

der akuten Vestibulopathie rechts mit Drehschwindel, zur Qualifikation der depressiven 

Störung sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sowie dazu, ob sich die 

physischen und psychischen Schwierigkeit tatsächlich nicht addierten. Unter all diesen 

Aspekten sei von einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 70% auszugehen, was zu 

einem IV-Grad von mindestens der gleichen Höhe führe. Sollte nur von 50% 

ausgegangen werden, sei ein Leidensabzug von 25% zu gewähren. Die Versicherte 

habe immer die gleiche körperlich schwere Tätigkeit ausgeübt. Nun könne sie aufgrund 

ihrer Einschränkungen nur noch eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit 

unter Vermeiden von längeren Gehstrecken und Treppengehen sowie ohne Tätigkeit 

auf Leitern und Gerüst ausüben. Gemäss psychiatrischem Konsilium von Dr. med. 

L.___ werde gar ein geschützter Arbeitsplatz empfohlen. Die Versicherte sei nicht nur 

körperlich behindert, sondern leide auch unter psychischen Schwierigkeiten, welche 

weder das Erlernen von neuen Tätigkeiten, was für die Anstellung in einem neuen 

Arbeitsbereich notwendig wäre, noch ihr Erscheinungsbild bei der Stellensuche 

erleichterten. Ein Arbeitsplatz, welcher alle für die Versicherte notwendigen 

Voraussetzungen erfülle, existiere nur in der Theorie (IV-act. 47).

l) Mit Entscheid vom 7. April 2006 wies der Rechtsdienst der 

Sozialversicherungsanstalt die Einsprache ab. In der Einsprache werde auf die 

Arbeitsfähigkeitseinschätzungen der behandelnden Ärzte verwiesen. Der Meinung der 

neutralen Experten des Zentrums H.___ sei ein grösserer Stellenwert beizumessen als 

derjenigen der erfahrungsgemäss nicht ganz unbefangenen behandelnden Ärzte, die 

aufgrund ihrer (auftragsrechtlichen) Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten 

ihrer Patienten aussagen würden als unabhängige Experten. Es sei daher vom 

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Vorliegen einer 50%-igen Arbeitsfähigkeit in einer leichten, wechselbelastenden 

Tätigkeit auszugehen. Da die Versicherte keiner Erwerbstätigkeit nachgehe, müsse 

sowohl das Validen- als auch das Invalideneinkommen aufgrund der Tabellenlöhne 

vorgenommen werden. 2004 hätten Frauen ohne Qualifikation bei einer 

betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.6 Stunden pro Woche Fr. 48'585.-- verdient, 

welches als Valideneinkommen herangezogen werde. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 

50% sei grundsätzlich die Hälfte anzunehmen. Unter Berücksichtigung eines 

Leidensabzuges von 10%, weil die Versicherte nur noch leichte Tätigkeiten ausüben 

könne, betrage das Invalideneinkommen Fr. 21'863.--. Dies ergebe somit eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 26'722.--, was einem IV-Grad von 55% entspreche. Die 

Versicherte habe demnach Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Die Verfügung sei nicht 

zu beanstanden (IV-act.52).

B.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. A. 

Frei für S.___ am 20. Mai 2006 erhobene Beschwerde mit dem Antrag, der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 7. April 2006 sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin ab 1. April 2003 eine volle, eventualiter eine Dreiviertel-

Invalidenrente mit der entsprechenden Kinderrente für I.___, zuzusprechen. Die 

Beschwerdegegnerin sei in ihrem Einspracheentscheid nur sehr marginal auf die 

vorgebrachten Argumente eingegangen worden. Es werde lediglich ausgeführt, dass 

einem Gutachten ein grösserer Stellenwert zukomme als der Meinung der 

behandelnden Ärzte. Dies möge grundsätzlich zutreffen; der Vorrang sei aber immerhin 

nicht so absolut, dass nicht alle Beweismittel objektiv zu prüfen seien. Gemäss Art. 52 

Abs. 2 ATSG sei ein Einspracheentscheid ausserdem zu begründen; dies ergebe sich 

aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Im angefochtenen Einspracheentscheid 

werde jedoch lediglich ausgeführt, dass die Meinung der neutralen Experten des 

Zentrums H.___ vorrangig sei. Auf die weiteren im Rahmen der Einsprachebegründung 

angesprochenen Punkte wie Auswirkungen der Schwindelprobleme und der 

somatoformen Schmerzstörung mit Fibromyalgie, Berücksichtigung einer depressiven 

Störung, mittelgradige Episode, Auswirkungen der Vielzahl von Beschwerden in ihrer 

Gesamtheit, Leidensabzug von 25% statt 10%, sei nicht eingegangen worden. Aus den 

Arztberichten der behandelnden Ärzte ergäben sich die verschiedensten physischen 

Erkrankungen, insbesondere Gleichgewichts- und Schwindelprobleme, degenerierte 

und entzündete Knochen und Gelenke, Herzprobleme, ein chronifiziertes 

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Schmerzsyndrom sowie psychische Probleme. Von Dr. A.___ und Dr. D.___ werde ihre 

Arbeitsunfähigkeit aus physischen Gründen mit 100% angegeben; beide Ärzte hätten 

festgestellt, dass sich der Zustand der Beschwerdeführerin verschlechtert habe. Dr. 

E.___ gebe aus psychischen Gründen eine Arbeitsunfähigkeit von 70% an. Im 

Gutachten des Zentrums H.___ werde zur Problematik der Schwindeltherapie ohne 

weitere Begründung ausgeführt, dank einer medikamentösen Behandlung mit 

Schwindeltraining hätten sich die Beschwerden im Verlauf gebessert, was nicht 

zutreffe. Diese Feststellung stehe im krassen Gegensatz zur kurz zuvor erfolgten 

Beurteilung durch Dr. D.___ und die Klinik K.___. Immerhin werde der 

Beschwerdeführerin im Gutachten eine Sturzgefahr aufgrund der 

Schwindelproblematik attestiert, weshalb Tätigkeiten auf Gerüsten und Leitern nicht zu 

empfehlen seien. Es bestehe vorliegend ein eklatanter Widerspruch zwischen den 

Auffassungen der behandelnden Ärzte und der Klinik K.___ auf der einen und dem 

Gutachten des Zentrums H.___ auf der anderen Seite, jedoch sogar innerhalb des 

Gutachtens. Diese Differenz könne nicht einfach mit Hinweis auf den Vorrang des 

Gutachtens beiseite gewischt werden. Ausserdem sei es nicht vorstellbar, wie eine 

akute Vestibulopathie mit Symptomen wie akut einsetzendem, in einen durch 

Bewegung sich verstärkenden, Tage bis Wochen anhaltenden Drehschwindel mit 

Übelkeit, Erbrechen etc. keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben solle. Er 

beantrage daher die Einholung aktueller Berichte der Dres. A.___ und D.___ sowie ein 

Obergutachten zur Frage der Auswirkungen der akuten Vestibulopathie. Im 

Zusammenhang mit der im Bericht des Spitals G.___ diagnostizierten Fibromyalgie mit 

Verdacht auf eine ausgeprägte somatoforme Schmerzstörung sei davon auszugehen, 

dass die Beschwerdeführerin unter besonders schweren Schmerzen leide. Dies werde 

im Gutachten des Zentrums H.___ zu wenig berücksichtigt; daher sei auch in diesem 

Punkt ein Obergutachten einzuholen. Ebenfalls bestehe hinsichtlich der depressiven 

Störung ein deutlicher Widerspruch zwischen der Beurteilung durch Dr. E.___, der eine 

depressive Störung, mittelgradige Episode, und eine daraus resultierende 

Arbeitsunfähigkeit von 70% attestiere und die Prognose als eher ungünstig beurteile, 

und durch Dr. med. L.___ für das Zentrum H.___, die im fraglichen Zeitpunkt von einer 

depressiven Störung, leichte Episode mit einer Arbeitsunfähigkeit von 20-30% 

ausgehe. Letzteres könne wohl nur bedeuten und werde von Dr. L.___ auch so 

dargestellt, als dass es der Beschwerdeführerin am Untersuchungstag etwas besser 

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gegangen sein dürfte. Dies könne aber nicht zur Annahme führen, die gegenwärtig 

leichte Episode stelle einen Dauerzustand dar. Da Dr. L.___ der Beschwerdeführerin 

ausserdem ausdrücklich einen geschützten Arbeitsplatz empfehle, sei von einer 

deutlich höheren Arbeitsunfähigkeit als 20 bis 30% auszugehen. Diesbezüglich sowie 

zur Frage einer allfälligen Addition der physischen und psychischen Schwierigkeiten sei 

ebenfalls ein Obergutachten einzuholen. Zusammenfassend sei von einer 

Arbeitsunfähigkeit von mind. 70% auszugehen; eventualiter sei der Beschwerdeführerin 

ein Leidensabzug von 25% zu gewähren (act. G 1).

b) Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort die Abweisung der 

Beschwerde und führt aus, dass die Versicherte seit 2000 nicht mehr wegen 

Vestibulopathie behandelt werde, weshalb ein solches Leiden sicher nicht im 

Vordergrund stehe. Gemäss der neuen Rechtsprechung des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts (Urteil vom 13. April 2006, I 288/04) liege sowohl bei einer 

somatoformen Schmerzstörung als auch bei einer Fibromyalgie regelmässig keine 

versicherte Gesundheitseinschränkung vor. Im Weiteren verweist sie auf die 

Erwägungen im Einspracheentscheid (act. G 3).

c) In seiner Replik vom 11. Juli 2006 führt der Vertreter der Beschwerdeführerin führt 

aus, die Behandlung der Vestibulopathie sei immer noch und sogar verstärkt im Gange. 

Dies ergebe sich aus dem Arztbericht von Dr. D.___ und aus den Austrittsberichten der 

Klinik K.___ und des Spitals G.___. Sogar das Zentrum H.___ erwähne im Gutachten 

die Vestibulopathie rechts mit intermittierendem Drehschwindel. Dr. A.___ habe 

anlässlich einer telefonischen Rückfrage angegeben, die Beschwerden seien in der 

letzten Zeit stärker geworden und die Beschwerdeführerin sei im Mai 2006 zur neuen 

Untersuchung bei Dr. D.___ gewesen, dessen Bericht noch nicht vorliege. Sie müsse 

zur Behandlung des Schwindels die Medikamente Betaserc und Symfona forte 

einnehmen. Zu dieser Thematik seien aktuelle Berichte der beiden Ärzte einzuholen. 

Hinsichtlich Gesundheitseinschränkung durch die somatoforme Schmerzstörung und 

die Fibromyalgie bestehe nach genanntem Entscheid die Vermutung, dass die 

Erkrankungen oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar 

seien, wobei allerdings Umstände vorliegen könnten, welche die Schmerzbewältigung 

intensiv und konstant behinderten, den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess 

unzumutbar machten, weil die versicherte Person nicht über die für den Umgang mit 

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den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfüge. Im Vordergrund stünde die 

Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung 

und Dauer. Auch aus dem Gutachten des Zentrums H.___ lasse sich schliessen, dass 

die Gutachter von einer IV-relevanten Schmerzstörung ausgegangen seien. Da die 

Beschwerdegegnerin im Übrigen keine weiteren Ausführungen gemacht habe, könne 

davon ausgegangen werden, dass sie insbesondere den Leidensabzug von 25% nicht 

bestreite (act. G 7).

d) Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik.

C.- Am 13. April 2007 reicht der Vertreter der Beschwerdeführerin zwei Schreiben des 

Spitals G.___ vom 8. bzw. 18. Januar 2007 sowie ein Schreiben der Klinik M.___ vom 

29. März 2007 zu den Akten. Diese werden der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis 

zugestellt (act. G 11, 12).

II.

1.- Mit dem angefochtenen Entscheid vom 7. April 2006 hat die Beschwerdegegnerin 

die Einsprache gegen die Verfügung vom 3. Februar 2006 abgewiesen, mit der sie der 

Beschwerdeführerin eine halbe IV-Rente nebst entsprechender Kinderrente 

zugesprochen hatte. Unter diesen Umständen gehört zum Streitgegenstand 

notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung den Grundsatz "Eingliederung vor 

Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der Beschwerdeführerin zu Massnahmen 

korrekt in Anspruch genommen habe. Denn wie sich aus Art. 16 ATSG ergibt, ist der 

Einkommensvergleich zur Bemessung des Invaliditätsgrades erst nach Durchführung 

der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen 

vorzunehmen und hat die versicherte Person, wenn ohne berufliche Massnahmen ein 

Rentenanspruch droht, die Pflicht, sich geeigneten und zumutbaren 

Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen. Die Verwaltung ihrerseits hat die Pflicht, 

vor dem Entscheid über die Rentenfrage von Amtes wegen alle 

Eingliederungsmöglichkeiten zu prüfen und hierüber zu entscheiden. Dass die 

Beschwerdegegnerin von beruflichen Massnahmen abgesehen hat, lässt sich 

vorliegend nicht beanstanden. Allein die subjektive Überzeugung der 

Beschwerdeführerin, vollständig arbeitsunfähig zu sein, würde solche zwar nicht 

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ausschliessen. Die Beschwerdeführerin hat jedoch lediglich vier Schuljahre und 

keinerlei Ausbildung absolviert, so dass - auch unter Berücksichtigung ihres Alters - 

nicht davon auszugehen ist, dass ein Anspruch auf eine höherwertige Ausbildung 

bestehe und Erfolg versprechende Möglichkeiten dazu vorhanden wären.

2.- a) Nach Art. 28 Abs. 1 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% Anspruch auf eine Viertelsrente.

b) Für die Invaliditätsbemessung, welche das Mass der Zurücksetzung der 

erwerblichen Leistungsfähigkeit infolge gesundheitlicher Beeinträchtigung ergeben soll, 

sind zunächst die medizinischen Vorbedingungen von Bedeutung. Aufgabe des Arztes 

oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beschreiben und dazu Stellung zu 

nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte sind in der Folge eine wichtige Grundlage 

für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 

zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34; Rz 3047 f. des vom 

Bundesamt für Sozialversicherung erlassenen Kreisschreibens über die Invalidität und 

Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]). Die IV-Stelle hat zu prüfen, wie sich 

die invaliditätsbedingten Faktoren auf die Vermittlungsfähigkeit und die 

Erwerbsmöglichkeiten auswirken (Rz 3049 KSIH). Ob die versicherte Person eine ihr 

zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich ausübt, ist für die Invaliditätsbemessung 

hingegen unerheblich (Rz 3046 KSIH).

3.- a) Die Beschwerdegegnerin stützt sich in medizinischer Hinsicht auf das 

polydisziplinäre Gutachten des Zentrums H.___ vom 25. November 2005. Nach 

Auffassung der Beschwerdeführerin wird darin eine zu hohe Arbeitsfähigkeit attestiert 

und betrage diese höchstens 30%, werde doch die Schwindelproblematik nicht 

berücksichtigt und die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht unzulässigerweise 

nicht additiv eingerechnet. Sollte jedoch wider Erwarten von der vom Zentrum H.___ 

attestierten Arbeitsfähigkeit von 50% ausgegangen werden, müsse aufgrund der 

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gesamten Umstände der maximal zulässige Leidensabzug von 25% zur Anwendung 

gelangen, was zu einem Invaliditätsgrad von 62.5% führen würde.

b) Die Beschwerdeführerin weist unbestrittenermassen Beeinträchtigungen des 

Bewegungsapparates mit chronischem Schmerzsyndrom, eine depressive Störung (im 

Zeitpunkt der Begutachtung leichte Episode) sowie eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung auf. Ohne Auswirkung auf die generelle Arbeitsfähigkeit wird im 

Gutachten des Zentrums H.___ - entgegen den Berichten der behandelnden Ärzte 

A.___ und D.___ - die Schwindelerkrankung (Vestibulopathie/Labyrinthopathie) 

beurteilt. Insgesamt liege eine Mehretagenproblematik vor, wobei das Ausmass der 

Beschwerden durch die rheumatologischen, radiologischen und neurologischen 

Untersuchungsbefunde nicht erklärt werden könnten. Eine Tätigkeit als 

Zimmermädchen sei nicht mehr zumutbar. Hingegen bestehe für eine leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit wie Reinigen oder Sortieren eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit. 

Stehende und kniende Arbeiten sowie längere Gehstrecken und Treppensteigen seien 

zu vermeiden. Die Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht betrage für sich allein 

gesehen 20 bis 30%, verhalte sich jedoch nicht additiv zur rheumatologischen, da aus 

psychotherapeutischer Sicht eine berufliche Wiederintegration wichtig wäre. Das 

Gutachten hielt ausserdem dafür, dass aufgrund der Schwindelproblematik eine 

Sturzgefahr bestehe, weshalb Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten zu vermeiden seien.

c) Dass das Zentrum H.___ in seinem Gutachten zum Schluss kommt, die 

Schwindelerkrankung der Beschwerdeführerin habe keinen massgebenden Einfluss auf 

die Arbeitsunfähigkeit, lässt sich nicht beanstanden. Die von allen befassten Stellen bei 

der Beschwerdeführerin diagnostizierte Symptomatik bewirkt typischerweise gerade 

nicht anhaltende Schwindel, sondern diese Episoden treten vielmehr anfallweise, durch 

grössere Pausen unterbrochen, auf. Ebenfalls können sie gestützt auf die 

Ausführungen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin dadurch vermindert 

werden, dass schnelle Bewegungen und grössere Anstrengungen unterlassen werden. 

Diesen Anforderungen kann mit einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit Rechnung 

getragen werden. Wie vom Zentrum H.___ attestiert sind dabei Einsätze in der Höhe zu 

unterlassen. Eine derartige Einschränkung wirkt sich jedoch nicht zusätzlich auf die 

Arbeitsunfähigkeit aus. Die für sich allein mit 20 bis 30% bewertete Arbeitsunfähigkeit 

aus psychiatrischer Sicht verhält sich entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin 

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nicht additiv zur körperlich bedingten Einschränkung, ist doch gerade aufgrund der 

bestehenden Depression und auch der belastenden familiären Umstände eine 

Beschäftigung ausserhalb der Familienwohnung als therapeutischer Ansatz zu 

betrachten. Auf die Schlussfolgerungen der überzeugenden Begutachtung kann unter 

diesen Umständen zusammenfassend abgestellt werden.

4.- a) Vorliegend ist der Einkommensvergleich für 2003 vorzunehmen, da die einjährige 

Wartezeit im April jenes Jahres ablief. Denn Ausgangspunkt ist der Zeitpunkt des 

allfälligen Rentenbeginns (vgl. BGE 129 V 222). Zur Festsetzung des ohne Invalidität 

erzielbaren Einkommens ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts in der Regel 

vom letzten Lohn, welchen die versicherte Person vor Eintritt der 

Gesundheitsschädigung erzielt hat, auszugehen (Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i.S. C. vom 20. November 2001 [I 716/00]; ZAK 1980 S. 593). Da 

die Beschwerdeführerin jedoch keiner Erwerbstätigkeit mehr nachging und sie vor 

Eintritt der Arbeitsunfähigkeit sehr unregelmässig arbeitete und dabei 

unterdurchschnittlich verdiente, ist sowohl für die Berechnung des Validen- als auch 

des Invalideneinkommens auf Tabellenlöhne abzustellen. Das Jahreseinkommen belief 

sich im Jahr 2003 für Frauen ohne Qualifikation für einfache und repetitive Tätigkeiten 

bei einer betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden auf Fr. 48'579.--. Dieser Lohn 

ist als Valideneinkommen zu berücksichtigen und bildet auch die Grundlage für die 

Berechnung des Invalideneinkommens.

b) In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens 

herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn Versicherte, die in ihrer letzten Tätigkeit 

körperliche Schwerarbeit verrichteten, nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für 

leichtere Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sind, wenn sie - unabhängig von der 

früher ausgeübten Tätigkeit - als gesundheitlich Beeinträchtigte im Rahmen leichter 

Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind oder wenn weitere 

persönliche und berufliche Merkmale wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, 

Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die 

Lohnhöhe haben. Der Abzug ist nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der 

Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im 

Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der 

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Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden 

Merkmale auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75).

c) Der Vertreter der Beschwerdeführerin bringt vor, ein Arbeitsplatz, welcher alle 

notwendigen Voraussetzungen erfülle, existiere nur in der Theorie. Jedoch ist für die 

Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen, ob eine invalide Person unter den 

konkreten Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt werden kann, sondern einzig 

darauf, ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch 

wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 

Arbeitskräften entsprächen (AHI 1998 S. 291 E. 3b). Es wird von einer ausgeglichenen 

Arbeitsmarktlage ausgegangen (vgl. Art. 16 ATSG). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt 

(eine Fiktion, vgl. BGE 129 V 480 E. 4.2.2) hat rein hypothetischen Charakter und dient 

dazu, die Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. 

Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. C. vom 16. Juli 2003, I 

758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Der als ausgeglichen unterstellte Arbeitsmarkt 

beinhaltet von seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen 

Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer 

verschiedenartiger Stellen (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. 

O. vom 22. November 2006, U 303/06). Allerdings dürfen keine realitätsfremden 

Einsatzmöglichkeiten berücksichtigt werden. Insbesondere kann von einer zumutbaren 

Tätigkeit im Sinne von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo sie nur in so 

eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht 

kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines 

durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden 

Stelle deshalb zum vornherein als ausgeschlossen erscheint (Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i.S. S. vom 5. September 2006, I 447/06; ZAK 

1991 S. 320 f. E. 3b). Übermässige Anforderungen an die Konkretisierung von 

Arbeitsgelegenheiten dürfen jedoch nicht gestellt werden (AHI 1998 S. 290 f.).

d) Die Beschwerdeführerin hat vor Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung als 

Zimmermädchen gearbeitet. Schwere körperliche Arbeiten sind ihr nicht mehr 

zumutbar. Bei den zumutbaren Arbeiten ist sie insofern eingeschränkt, als sie auf eine 

leichte, wechselbelastende Arbeit ohne heftige Bewegungen und grosse 

Anstrengungen unter Vermeidung von längeren Gehstrecken, Treppensteigen sowie 

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Tätigkeiten auf Leitern oder Gerüsten angewiesen ist. Weiter sind auch Lohneinbussen 

aufgrund ihres Alters denkbar. Diese Umstände rechtfertigen, einen Abzug 

vorzunehmen. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin liegt bei 50%. Die 

Beschwerdegegnerin hat einen Abzug von 10% vorgenommen, womit der 

Invaliditätsgrad 55% beträgt und ein Anspruch auf eine halbe Rente ausgewiesen ist, 

wie ihn die Beschwerdegegnerin zugesprochen hat. Selbst wenn ein Abzug von 15% 

als gerechtfertigt zu betrachten wäre, ergäbe sich mit rund 57.5% ein Invaliditätsgrad, 

der für einen höheren Rentenanspruch nicht ausreichte. Ein höherer Abzug ist 

vorliegend aufgrund der gesamten Umstände nicht am Platz ist, so dass sich die 

angefochtene Verfügung als rechtmässig erweist.

5.- Im Sinne dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Die 

verfahrensrechtlichen Neuerungen der Änderung des IVG vom 16. Dezember 2005 (in 

Kraft seit 1. Juli 2006) sind im vorliegenden Fall noch nicht anwendbar (vgl. lit. c der 

betreffenden Übergangsbestimmungen). Es gilt das bis zum 1. Juli 2006 in Kraft 

gestandene Verfahrensrecht, womit das Verfahren kostenlos ist (vgl. Art. 61 lit. a 

ATSG). Ausgangsgemäss ist der Beschwerdeführerin keine Parteientschädigung 

zuzusprechen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.05.2007
	Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG: Invaliditätsbemessung bei widersprüchlicher medizinischer Arbeitsunfähigkeitsschätzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 29. Mai 2007, IV 2006/97).

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