# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b758c389-58e6-5c31-a29f-4a4b70f722a9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-08-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 24.08.2016 ZK2 2015 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2015-15_2016-08-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 24. August 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 15 15 29. August 2016

Urteil
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Richter Pritzi und Schnyder
Aktuarin Aebli

In der zivilrechtlichen Berufung

der X . _ _ _ _ _ A G , Berufungsklägerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG 
Hermann Just, Masanserstrasse 35, 7001 Chur, 

gegen

den Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 19. August 2014, mitgeteilt am 
12. Februar 2015, in Sachen der Y . _ _ _ _ _ , bestehend aus der A . _ _ _ _ _ A G , 
und der B . _ _ _ _ _ A G , Berufungsbeklagte, beide vertreten durch Rechtsanwalt 
Dr. iur. Nuot P. Saratz, Via Maistra 168, 7504 Pontresina, gegen die Berufungs-
klägerin,

betreffend Forderung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Die X._____AG schloss mit der Y._____, bestehend aus der A._____AG 
sowie der B._____AG, im Jahre 2009 einen Werkvertrag ab, wobei Erstere als 
Bauherrin und Letztere als Unternehmerin auftrat. Gegenstand des Werkvertrags 
bildeten die Baumeisterarbeiten für einen Hotelneubau in O.1_____.

B. Im Frühling 2011 ereignete sich während der laufenden Bauarbeiten ein 
Ölunfall im Bereich der Parzellen- bzw. Bauprojektgrenze zwischen dem Hotel-
areal und der benachbarten Mehrfamilienhausüberbauung. Die Behebung des 
Ölschadens erfolgte unter anderem durch die Y._____, welche die Schadensbe-
hebungsarbeiten gestützt auf mündliche Anweisungen ausführte.

C. Am 15. November 2011 erhielt die X._____AG für den aufgrund des Ölun-
falls verursachten Bauschaden eine Versicherungsleistung von CHF 60'100.-- 
ausbezahlt.

D. Die Y._____ erhob in Zusammenhang mit den erwähnten Arbeiten für die 
Behebung des Ölschadens gegenüber der X._____AG eine Forderung von 
CHF 45'805.25. Nachdem sie am 10. Mai 2012 ein entsprechendes Schlichtungs-
gesuch einreichte, fand am 28. Juni 2012 die Schlichtungsverhandlung vor dem 
Vermittleramt des Bezirks Maloja statt. Da keine Einigung zwischen den Parteien 
herbeigeführt werden konnte, stellte der Vermittler am 31. Juli 2012 die Klagebe-
willigung mit folgenden Rechtsbegehren aus:

Rechtsbegehren der klagenden Partei:

„1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von 
CHF 45'805.25, zuzüglich 5% Zins seit 12. März 2012, zu bezahlen.

2. Alles unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher 
Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MwSt. zu Lasten der 
Beklagten.“

Rechtsbegehren der beklagten Partei:

„1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der 
Klägerin.“

E. Mit Klage vom 5. November 2012 prosequierte die Y._____ die Streitsache 
an das Bezirksgericht Maloja, wobei sie unverändert an ihren Rechtsbegehren 
festhielt. Mit Klageantwort vom 3. Januar 2013 beantragte die X._____AG neu 
was folgt:

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„1. Die Klage sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge, letztere zuzüglich 8% MwSt., zulasten der 
Klägerin.“

Die Beklagte führte zur Begründung insbesondere aus, dass die Klage im Namen 
der Y._____ und damit im Namen der einfachen Gesellschaft eingeleitet worden 
sei. Dieser Mangel in der Gläubigerbezeichnung könne vorliegend nicht geheilt 
werden, weshalb auf die Klage mangels Partei- und Prozessfähigkeit nicht einzu-
treten sei.

F. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien mit Replik 
vom 14. Februar 2013 bzw. Duplik vom 12. April 2013 an ihren Anträgen und Aus-
führungen fest.

G. Mit Zwischenentscheid vom 1. Oktober 2013, mitgeteilt am 3. Oktober 
2013, stellte das Bezirksgericht Maloja fest, dass die Prozessvoraussetzung der 
Partei- und Prozessfähigkeit auf Seiten der Klägerschaft gegeben sei und somit 
auf die Klage eingetreten werde. Das Bezirksgericht erwog, aufgrund des Um-
stands, dass neben dem Namen der einfachen Gesellschaft auch die Namen der 
Gesellschafter aufgeführt worden seien, beide Gesellschafter die Vollmacht an 
den Rechtsvertreter unterzeichnet hätten und die Parteien über längere Zeit Ver-
tragspartner gewesen seien, habe die Beklagte über die Identität der Klägerschaft 
keine Zweifel hegen können und sei durch die ungenaue Bezeichnung „Klägerin“ 
nicht in ihren Interessen beeinträchtigt worden.

H. Nach Durchführung des Beweisverfahrens und einer mündlichen Hauptver-
handlung erkannte das Bezirksgericht Maloja mit Entscheid vom 19. August 2014, 
am 15. Januar 2015 im Dispositiv und am 12. Februar 2015 auf Verlangen der 
Beklagten mit schriftlicher Begründung mitgeteilt, wie folgt:

„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, 
den Klägerinnen den Betrag von CHF 45'805.25, zuzüglich 5% Zins 
seit 20. März 2012, zu bezahlen.

2. Die Gerichtskosten dieses Verfahrens in Höhe von CHF 6'000.-- wer-
den der Beklagten auferlegt. Sie werden mit dem klägerischerseits ge-
leisteten Kostenvorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regress-
rechts auf die Beklagte.

Die Beklagte wird verpflichtet, die Klägerinnen mit [CHF] 23'512.85 (in-
kl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung).“

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I. Hiergegen erhob die X._____AG mit Eingabe vom 16. März 2015 Berufung 
beim Kantonsgericht von Graubünden und stellte folgende Rechtsbegehren:

„1. In Gutheissung der Berufung seien Ziffer 1. und 2. des angefochtenen 
Urteils aufzuheben.

2. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

3. Die Gerichtskosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Maloja seien 
den Klägerinnen und Berufungsbeklagten aufzuerlegen, welche zu 
verpflichten sind, die Beklagte und Berufungsklägerin mit 
CHF 12'174.85 ausseramtlich zu entschädigen.

4. Alles unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge, letztere zuzüglich 
8% MwSt., für das Berufungsverfahren vor Kantonsgericht von 
Graubünden zu Lasten der Berufungsbeklagten.“

J. Mit Berufungsantwort vom 4. Mai 2015 beantragte die Y._____ die vollum-
fängliche und kostenfällige Abweisung der Berufung.

K. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im angefochte-
nen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gemäss Art. 308 Abs. 1 ZPO sind mit der Berufung erstinstanzliche End- 
und Zwischenentscheide sowie erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche 
Massnahmen anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beru-
fung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbe-
gehren mindestens CHF 10'000.-- beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Berufung ist 
innert 30 Tagen seit der Zustellung des begründeten Entscheids bzw. seit der 
nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung beim Kantonsgericht von 
Graubünden schriftlich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Ent-
scheid beizulegen ist (Art. 311 ZPO und Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 
320.100]).

b) Der vorliegend angefochtene Entscheid des Bezirksgerichts Maloja stellt 
einen erstinstanzlichen Endentscheid dar, da das vorinstanzliche Verfahren damit 
durch Sachentscheid (teilweise Gutheissung der Klage) beendet wurde (vgl. 
Art. 236 Abs. 1 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 3. Aufl., Zürich 2016, N 14 zu Art. 308 ZPO). Zudem übersteigt der Streit-

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wert den Betrag von CHF 10‘000.--. Der vorinstanzliche Entscheid datiert vom 
19. August 2014 und wurde den Parteien am 12. Februar 2015 begründet mitge-
teilt. Unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO erweist sich die am 16. März 
2015 dagegen eingereichte Berufung als fristgerecht. Überdies entspricht sie den 
Formerfordernissen, so dass darauf eingetreten werden kann.

c) Die Berufungsklägerin wirft der Vorinstanz vor, dass sie ihrer Begründungs-
pflicht nicht nachgekommen sei, indem sie wesentliche Behauptungen und Tatsa-
chendarstellungen unberücksichtigt gelassen und den Sachverhalt tatsachenwid-
rig festgestellt habe. Mit der Berufung kann gemäss Art. 310 ZPO eine unrichtige 
Rechtsanwendung (lit. a) sowie eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts 
(lit. b) geltend gemacht werden. Die Kognition der Berufungsinstanz ist damit um-
fassend mit der Folge, dass sämtliche gerügten Mängel frei und unbeschränkt 
überprüft werden können und auch müssen (vgl. Peter Reetz/Stefanie Theiler, 
a.a.O., N 6 zu Art. 310 ZPO).

2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Werklohnforderung für 
die Schadensbehebung infolge des Ölunfalls. Strittig ist namentlich, ob die Scha-
densbehebung separat, das heisst unabhängig vom bestehenden Werkvertrag für 
den Hotelneubau, in Auftrag gegeben wurde, und ob der Werklohn für diese Leis-
tungen mit der Saldierung der Werklohnforderung aus dem Hauptvertrag abgegol-
ten ist. Die Vorinstanz erwog, gemäss Zeugenaussagen seien die Klägerinnen mit 
den Schadensbehebungsarbeiten beauftragt worden, weil sie zum fraglichen Zeit-
punkt vor Ort und mit der Baustelle vertraut gewesen seien. Sie gelangte zum 
Schluss, dass der aus dem Ölunfall herrührende Schaden zum Zeitpunkt des 
Werkvertragsabschlusses betreffend den Hotelbau nicht bekannt gewesen sei und 
daher auch nicht Bestandteil dieses Vertrags habe sein können. Vielmehr sei von 
einem neuen Werkvertrag auszugehen. Der Umstand, dass die Klägerschaft auf 
den Regierapporten jeweils dieselbe Projektbezeichnung wie bei den Arbeiten für 
den Hotelneubau aufgeführt habe, ändere nichts daran. Doch selbst wenn die Ar-
beiten Bestandteil des ursprünglichen Werkvertrags wären, würde dies nicht auch 
bedeuten, dass sie aufgrund der Saldovereinbarung nicht mehr zusätzlich zu ver-
güten wären. Die Parteien hätten Ende Juli anfangs August 2011 eine Saldover-
einbarung abgeschlossen, wobei umstritten sei, ob diese Vereinbarung auch die 
Abgeltung der Arbeiten im Zusammenhang mit dem Ölunfall erfasse. Die Schluss-
abrechnung sei per 14. Juli 2011 erstellt worden und weise eine Werklohnsumme 
von insgesamt CHF 14'699'670.55 aus. Allerdings hätten sich die Parteien unbe-
strittenermassen per Saldo auf einen Werklohnanspruch von CHF 14'600'000.-- 
geeinigt, was als aussergerichtlicher Vergleich zu qualifizieren sei. In Bezug auf 

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die Aussagen der einvernommenen Zeugen hielt die Vorinstanz fest, aus diesen 
ergebe sich deutlich, dass die Schadensbehebungsarbeiten nicht Bestandteil der 
Saldovereinbarung dargestellt hätten. Bei der Bereinigung der Schlussabrechnung 
seien allein die offenen Positionen aus dem ursprünglichen Werkvertrag Thema 
gewesen. Die von der Klägerschaft ausgeführten Schadensbehebungsarbeiten 
sollten denn auch nicht durch die Beklagte, sondern durch deren Versicherung 
beglichen werden. Aus den einverlangten Unterlagen der Versicherung gehe her-
vor, dass die Versicherungsleistung auch die Arbeiten der Klägerschaft in Höhe 
von CHF 42'412.25 (ohne MwSt.) beinhalte. Die Vorinstanz folgerte, dass der Klä-
gerschaft in Bezug auf die Arbeiten zur Behebung des Ölschadens ein Entschädi-
gungsanspruch zustehe und dieser nicht Bestandteil der Saldovereinbarung sei. 
Die Höhe der Entschädigung sei unbestritten geblieben. Daher sei die Beklagte 
zur Bezahlung eines Betrags von CHF 45'805.25 zu verpflichten, wobei der Zins 
ab dem 20. März 2012 geschuldet sei, da der Beklagten eine letzte Zahlungsfrist 
bis zu diesem Zeitpunkt angesetzt worden sei.

3. Zunächst ist auf die Frage einzugehen, ob die erbrachten Arbeiten in Zu-
sammenhang mit dem Ölunfall ein neues Vertragsverhältnis zwischen den Partei-
en begründet haben oder innerhalb des bestehenden Werkvertrags ausgeführt 
worden sind.

a) Die Berufungsklägerin bestreitet, dass ein separater Vertrag für die Arbeiten 
zur Behebung des Ölschadens abgeschlossen worden sei und hält stattdessen 
dafür, dass diese als Teil des bestehenden Werkvertrags ausgeführt worden sei-
en. Im Einzelnen macht sie geltend, die Auffassung der Berufungsbeklagten, wo-
nach es sich bei diesen Arbeiten um einen unabhängigen, neuen Werkvertrag 
handle, stehe in klarem Widerspruch zur eingereichten Rechnung. Die Arbeiten 
seien ausdrücklich als Regierechnung bezeichnet worden, was impliziere, dass es 
sich um Zusatzarbeiten auf der Hotelbaustelle handle. Die Regierechnung trage 
wie die entsprechenden Regierapporte den Vermerk „Bauvorhaben Hotel 
O.1_____, Projekt-ID _____-Hotel“. Daraus ergebe sich deutlich, dass die Arbei-
ten als Teil des ursprünglichen Werkvertrags bzw. als Teil des Gesamtauftrags zu 
qualifizieren seien. Gegen ein neues Werkvertragsverhältnis spreche auch die 
Tatsache, dass sich die Y._____, welche als einfache Gesellschaft eigens für die 
Ausführung der Baumeisterarbeiten des Hotelneubaus gebildet worden sei, der 
Arbeiten angenommen habe. Dem halten die Berufungsbeklagten entgegen, dass 
die betreffende Regierechnung deutlich und unmissverständlich mit „Heizölscha-
den C._____“ überschrieben sei und auch die Regierapporte mit „Ölschaden“ beti-
telt seien und demnach nicht mit dem Hotelbau in Verbindung gebracht werden 

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dürften. Vielmehr handle es sich um einen vom Grundauftrag unabhängigen neu-
en Werkvertrag. Im Übrigen erscheine es geradezu abwegig, dass ein Unfall, d.h. 
ein unvorhergesehenes, unfreiwilliges äusseres Ereignis, quasi prophylaktisch im 
Rahmen des Hotelwerkvertrags geregelt worden sein solle.

b) Die Berufungsklägerin stellt die mündliche Auftragserteilung nicht in Abre-
de. Sie hält in ihrer Berufung fest, dass die Berufungsbeklagten im Mai 2011 mit 
der Behebung des Ölschadens beauftragt worden seien. Die Beauftragung sei 
aufgrund der Tatsache erfolgt, dass sich der Ölunfall im Bereich der Grenze der 
Baustelle des Hotels und jener der angrenzenden beiden Mehrfamilienhäusern 
ereignet habe und die Berufungsbeklagten auf der Baustelle noch mit Arbeiten 
beschäftigt gewesen seien (vgl. Berufung III. A. Ziff. 3). Gleichermassen führen die 
Berufungsbeklagten an, der Auftrag zur Behebung des Ölschadens sei ihnen ein-
zig deshalb erteilt worden, weil sie zur fraglichen Zeit vor Ort gewesen seien und 
die Bauherrschaft nicht mit neuen Handwerkern habe zusammenarbeiten wollen, 
was auch die einvernommenen Zeugen bestätigen würden. Insoweit stimmen die 
Standpunkte der Parteien überein. Unterschiedliche Auffassungen bestehen hin-
gegen bezüglich der Einordnung der Arbeiten. Während die Berufungsbeklagten 
von einem separaten Vertragsverhältnis ausgehen, rechnet die Berufungsklägerin 
sowohl die Baumeister- als auch die Schadensbehebungsarbeiten demselben 
Werkvertrag zu. Sie bringt vor, der befragte Zeuge habe ebenfalls nicht von einem 
separaten Auftrag, sondern lediglich von zusätzlichen Arbeiten gesprochen. 
D._____, örtlicher Bauleiter, welcher die Berufungsbeklagten in Vertretung der 
Berufungsklägerin mit der Behebung des Ölschadens beauftragte (vgl. Akten Vor-
instanz Protokoll Zeugeneinvernahme vom 28. April 2014 S. 2 f.), gab an, es habe 
sich um zusätzliche Arbeiten gehandelt, von welchen man zum Zeitpunkt des Ab-
schlusses des Werkvertrags keine Kenntnis habe haben können. E._____, Bau- 
und Projektleiter, sagte aus, dass es sich um einen Versicherungsfall gehandelt 
habe und nicht vorgesehen gewesen sei, dass diese Arbeiten ausgeführt werden 
müssten (vgl. Akten Vorinstanz Protokoll Zeugeneinvernahme vom 28. April 2014 
S. 3 und Protokoll Zeugeneinvernahme vom 29. April 2014 S. 3). Die Vorinstanz 
stellte auf diese Aussagen ab und erwog, dass der Ölschaden und die Arbeiten zu 
dessen Beseitigung im Zeitpunkt des Werkvertragsabschlusses nicht absehbar 
gewesen seien und folglich auch nicht Bestandteil dieses Vertrags hätten sein 
können (vgl. angefochtener Entscheid E. 6b). Im Weiteren hielt sie gestützt auf die 
Zeugenaussagen fest, dass die Schadensbehebungsarbeiten den Klägerinnen 
übertragen worden seien, da sie sich vor Ort befunden hätten. Diese Arbeitsver-
gabe sei jedoch losgelöst von den Baumeisterarbeiten für den Hotelneubau er-

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folgt. Dem ist beizupflichten. Die Berufungsklägerin widerspricht sich selbst, wenn 
sie einerseits ausführt, der Werkvertrag betreffend den Hotelneubau sei im Jahre 
2009 abgeschlossen worden und die Beauftragung zur Behebung des Ölschadens 
sei im Mai 2011 erfolgt (vgl. Berufung III. A. Ziff. 3), andererseits jedoch bestreitet, 
dass es sich bei letzterem um einen vom Grundauftrag unabhängigen, neuen 
Werkvertrag handelt. Angesichts der zeitlichen Abfolge, der Unvorhersehbarkeit 
sowie der Beschaffenheit der Arbeiten ist davon auszugehen, dass diese nicht 
unter den bestehenden Werkvertrag fielen, sondern vielmehr eine neue Vertrags-
beziehung mit eigenständigem Leistungsinhalt begründeten. Der Abschluss eines 
Werkvertrags ist an keine Form gebunden und kann ohne Weiteres mündlich er-
folgen (vgl. Gaudenz G. Zindel/Urs Pulver/Betrand G. Schott, in: Honsell/Vogt/
Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, Art. 1-529 OR, 6. Aufl., 
Basel 2015, N 16 vor Art. 363-379 OR). Die Regierechnung vom 15. Juni 2011 für 
die Beseitigung der Folgen des Ölunfalls (vgl. Akten Vorinstanz KB 16) bezieht 
sich nach dem Gesagten somit nicht auf Leistungen, die im ursprünglichen Werk-
vertrag enthalten waren. Dass auf den entsprechenden Rapporten und der Re-
gierechnung jeweils das Hotel O.1_____ als Bauvorhaben angeben wird, spricht 
entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin nicht für einen Gesamtauftrag, zumal 
jeweils klar auf den Ölschaden Bezug genommen wird (vgl. Akten Vorinstanz KB 5 
- 16). Nach eigenen Angaben der Berufungsklägerin hat sich der Unfall wie er-
wähnt im Bereich der Grenze der Baustelle des Hotels und der angrenzenden bei-
den Mehrfamilienhäuser ereignet (vgl. Berufung III. A. Ziff. 3). Die Tatsache, dass 
somit auch die Hotelbaustelle vom Unfall tangiert war, kann als Erklärung dienen, 
weshalb diese in den Rapporten und der Rechnung angeführt wird. Weder daraus 
noch aus dem Umstand, dass die Arbeiten von derselben ARGE ausgeführt wur-
den, lässt sich ableiten, dass es sich um mit ursprünglichem Werkvertrag verein-
barte Leistungen handelt. Ferner sind die Schadensbehebungsarbeiten auch nicht 
im Rahmen einer Nachbesserungspflicht aus dem ursprünglichen Werkvertrag 
erbracht worden, sondern sie sind aufgrund der vorstehenden Ausführungen als 
zusätzliche, von der Erstellung des Hotelneubaus unabhängige Arbeiten zu be-
trachten. Die Leistungen zur Beseitigung der Ölunfallfolgen begründen also ein 
eigenständiges Werkvertragsverhältnis zwischen den Parteien. Im Übrigen ist der 
Vorinstanz darin zu folgen, dass eine zusätzliche Vergütung der Schadensbehe-
bungsarbeiten selbst dann nicht per se ausgeschlossen wäre, wenn davon ausge-
gangen würde, dass diese Arbeiten Bestandteil des ursprünglichen Werkvertrags 
wären (vgl. dazu nachfolgend E. 4).

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4. Zu prüfen bleibt, ob der Werklohn für die Arbeiten betreffend die Behebung 
des Ölschadens mit der Saldierung der Werklohnforderung aus dem Hauptvertrag 
abgegolten ist.

a/aa) Die Berufungsklägerin legt dar, die von den Berufungsbeklagten erbrachten 
Baumeisterarbeiten für den Hotelneubau seien mit Schlussrechnung vom 6. Juni 
2011 abgerechnet worden. In der Folge hätten die Parteien die Schlussrechnung 
Ende Juli anfangs August 2011 bereinigt und sich per Saldo aller Ansprüche auf 
eine Werklohnforderung über CHF 14'600'000.-- geeinigt. Die Parteien hätten also 
einen aussergerichtlichen Vergleich abgeschlossen. Aufgrund der vorliegenden 
Umstände müsse davon ausgegangen werden, dass die Saldierung sämtlicher 
gegenseitiger Forderungen aus dem Werkvertragsverhältnis betreffend die Ho-
telüberbauung dem übereinstimmenden tatsächlichen Parteiwillen entsprochen 
habe. Als sich die Parteien über den Werklohn verständigt hätten, habe die Beru-
fungsklägerin Kenntnis von den zuhanden der Versicherung zusammengestellten 
Kosten der Beseitigung der Folgen des Ölunfalls gehabt. Da sie jedoch keine se-
parate Rechnung erhalten habe, sei sie davon ausgegangen, dass mit der pau-
schalen Summe von CHF 14'600'000.-- sämtliche bis Ende Juni 2011 erbrachten 
Leistungen der Berufungsbeklagten und somit auch die Aufwendungen für die Be-
hebung des Ölschadens abgegolten seien. Diese Schadensbehebungsarbeiten 
seien zum Zeitpunkt der Erstellung der Schlussrechnung bereits vollständig aus-
geführt gewesen. Es habe für sie eine notwendige Grundlage für die Anerkennung 
der Schlussrechnung dargestellt, dass darin sämtliche Ansprüche der Berufungs-
beklagten in Zusammenhang mit den Arbeiten auf der Hotelbaustelle enthalten 
seien. Für die Anerkennung des pauschalen Werklohns sei somit entscheidend 
gewesen, dass sie sich nicht noch mit weiteren Nachforderungen konfrontiert se-
hen würde. Weiter hält die Berufungsklägerin fest, dass in der Zusammenstellung 
der Berufungsbeklagten vom 14. Juli 2011 einzig die Kanalreinigungen und die 
Kontrolle aller Leitungen vorbehalten worden seien, da diese Kosten erst nach 
Beendigung der Arbeiten bekannt geworden seien. Andere Ausstände und Forde-
rungen bezüglich der Überbauung seien in der Zusammenstellung nicht aufgeführt 
und es sei insbesondere auch kein Nachforderungsrecht vorbehalten worden. Der 
am 15. Juni 2011 in Rechnung gestellte Betrag für die Schadensbehebung zähle 
damit nicht zu den vorbehaltenen Kosten. Damit spreche auch die Rechnungszu-
sammenstellung vom 14. Juli 2011, abgesehen von den ausdrücklich vorbehalte-
nen Positionen, gegen die Erhebung weiterer Nachforderungen bzw. für die Ab-
sicht der Parteien, die Forderungen per Saldo zu regeln. Selbst wenn dies nicht 
dem gegenseitigen Willen entsprochen hätte, sei die Erklärung, die Leistungen der 

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Berufungsbeklagten mit einem Pauschalbetrag abzugelten, klar als Verzicht auf 
weitere Forderungen zu verstehen. Die Vorinstanz sei hingegen gestützt auf die 
Zeugenaussagen zum Schluss gelangt, dass die Rechnung für die Behebung des 
Ölschadens nicht Gegenstand der Saldierung gewesen sei. Der Bauleiter habe 
indessen entgegen der vorinstanzlichen Darstellung nicht von einem separaten 
Auftrag, sondern lediglich von zusätzlichen Arbeiten gesprochen. Regiearbeiten 
seien immer zusätzliche Arbeiten, welche bei Vertragsschluss noch nicht voraus-
sehbar gewesen seien. Diese würden aufgrund des Hauptauftrags allerdings re-
gelmässig als im selben Auftrag enthalten abgerechnet. Die Vorinstanz verkenne, 
dass eine zusätzliche Entschädigung der Teil des Gesamtauftrags bildenden, zu-
sätzlichen Arbeiten nur dann geschuldet wäre, wenn dies anlässlich der Verhand-
lung über die Saldierung vorbehalten worden wäre, was nach klarer Aussage des 
Zeugen E._____ nicht zutreffe. Mangels ausdrücklichem Vorbehalt der strittigen 
Rechnung sei diese als in der Saldierung enthalten zu betrachten. Somit habe die 
Berufungsklägerin davon ausgehen dürfen, dass sämtliche von den Berufungsbe-
klagten erbrachten Arbeiten im Zusammenhang mit dem Werkvertrag abgegolten 
seien, was auch der Vertreter der Berufungsklägerin anlässlich der vor-
instanzlichen Hauptverhandlung bestätigt habe.

bb) Die Berufungsbeklagten führen zwar ebenfalls aus, dass unter den Parteien 
eine Einigung bezüglich der Gegenstand des Hauptwerkvertrags bildenden Arbei-
ten erfolgt und ein Pauschalpreis von CHF 14'600'000.-- festgesetzt worden sei. 
Sie argumentieren in der Folge aber, dass die Aufwendungen betreffend den Öl-
schaden gerade nicht Bestandteil dieses Werkvertrags gewesen und somit auch 
nicht von der Pauschalabgeltung erfasst worden seien. Bei den vorbehaltenen 
Positionen der Kanalreinigung und der Leitungskontrolle habe es sich um Arbeiten 
gehandelt, welche in direktem Zusammenhang mit dem Bau des Hotels gestanden 
hätten und daher im Gegensatz zu den Schadensbehebungsarbeiten unter den 
entsprechenden Werkvertrag gefallen seien. Da der Ölschaden nicht Bestandteil 
dieses Werkvertrags gewesen sei, sei in der Schlussrechnung weder ein diesbe-
züglicher Vorbehalt noch ein Nachforderungsrecht notwendig gewesen. Im Weite-
ren machen die Berufungsbeklagten geltend, dass sie die Rechnung über die ge-
leisteten Schadensbehebungsarbeiten am 15. Juni 2011 direkt der Versiche-
rungsgesellschaft der Berufungsklägerin zur Bezahlung zugestellt hätten. Am 
15. November 2011 sei dem Konto der Berufungsklägerin ein Betrag von 
CHF 60'100.-- gutgeschrieben worden. Die Werklohnforderung sei gemäss Aus-
führungen der Berufungsklägerin zwischen Ende Juli und anfangs August 2011 
bereinigt worden. Demnach sei im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses noch 

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nicht bekannt gewesen, ob und in welcher Höhe die Versicherung den Schaden 
übernehmen werde. Aus diesem Grund habe die Rechnung über den Ölschaden 
auch nicht im Vergleich, mit welchem sich die Parteien auf einen pauschalen Wer-
klohn von CHF 14'600'000.-- geeinigt hätten, enthalten sein können. Sodann er-
scheine die Argumentation der Berufungsklägerin, Kenntnis von den Kosten des 
Ölunfalls gehabt zu haben, aber keine separate Rechnung dafür erhalten zu ha-
ben, widersprüchlich. Die Berufungsbeklagten weisen darauf hin, dass gerade die 
Rechnung für den Ölschaden mit der Rechnungsnummer 2011188 in der Schluss-
rechnung vom 14. Juli 2011, auf welcher sämtliche direkt im Zusammenhang mit 
dem Hotelprojekt stehenden Rechnungen mit den entsprechenden Rechnungs-
nummern aufgeführt würden, gänzlich fehle. Folglich habe die Berufungsklägerin 
auch nicht davon ausgehen dürfen, dass die Aufwendungen betreffend den Ölun-
fall Bestandteil dieser Schlussrechnung bilden würden.

b) Die Vorinstanz sah es aufgrund der Zeugenaussagen als erwiesen an, dass 
die Schadensbehebungsarbeiten nicht Bestandteil der Saldovereinbarung gewe-
sen seien. Bei der Bereinigung der Schlussrechnung sei es einzig um offene Posi-
tionen aus dem ursprünglichen Werkvertrag gegangen (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 7d). D._____ bestätigte anlässlich seiner Einvernahme, dass der Scha-
denfall ausserhalb der übrigen Werklohnabrechnung abgerechnet worden sei. Die 
Rechnung der Berufungsbeklagten für die Behebung des Ölschadens über den 
Betrag von CHF 45'805.25 sei direkt der _____versicherung, welche als Bauher-
ren- und Bauwesenversicherung des Objekts aufgetreten sei, zugestellt worden 
(vgl. Akten Vorinstanz Protokoll Zeugeneinvernahme vom 28. April 2014 S. 4). 
E._____, der nach eigenen Angaben in die Bereinigung der Schlussabrechnung 
der Baumeisterarbeiten involviert war, erklärte ebenfalls, dass der Schaden sepa-
rat abgerechnet worden sei (vgl. Akten Vorinstanz Protokoll Zeugeneinvernahme 
vom 29. April 2014 S. 4). Weiter sagte er aus, dass der Ölschaden in der Schluss-
abrechnung nicht enthalten gewesen sei und in Zusammenhang mit der Abrech-
nung auch nicht speziell über den Schadenfall gesprochen worden sei. Die Versi-
cherung habe den Schaden ersetzt und die Versicherungsleistung hätte von der 
Bauherrschaft zur Bezahlung der Unternehmer verwendet werden sollen (vgl. Ak-
ten Vorinstanz Protokoll Zeugeneinvernahme vom 29. April 2014 S. 5 f.). Bereits 
aufgrund dieser Aussagen wird deutlich, dass die Regierechnung vom 15. Juni 
2011 betreffend den Ölunfall nicht vom mit Schlussrechnung vereinbarten pau-
schalen Werklohn erfasst wird. Die Berufungsklägerin versucht allerdings durch 
eine unvollständige Wiedergabe der Aussage des Zeugen E._____ zu suggerie-
ren, dass die Rechnung für den Ölschaden in Zusammenhang mit der Schluss-

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rechnung nicht besprochen und damit keine zusätzliche Entschädigung hierfür 
vorbehalten worden sei. Wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 3b) handelt es sich bei 
den Arbeiten zur Behebung des Schadenfalls nicht um einen Teil des Hauptwerk-
vertrags. Insofern mussten Arbeiten, welche nicht unter den betreffenden Werk-
vertrag fielen, in der Schlussabrechnung auch nicht vorbehalten werden. Die Beru-
fungsklägerin kann demnach aus dem fehlenden Vorbehalt nichts zu ihren Guns-
ten ableiten. Doch auch wenn die Schadensbehebungsarbeiten innerhalb des be-
stehenden Werkvertrags ausgeführt worden wären, kann aus den nachfolgenden 
Gründen nicht davon ausgegangen werden, dass sie durch die Pauschalzahlung 
abgegolten wären.

c) Wie die Vorinstanz zutreffend festhält, datiert die Entschädigungsvereinba-
rung zwischen der Berufungsklägerin und ihrer Versicherung über den Betrag von 
CHF 60'100.30 vom 27. Oktober 2011 (vgl. Akten Vorinstanz Editionen), was be-
deutet, dass im Zeitpunkt der zwischen den Parteien getroffenen Einigung über 
die Gesamtwerklohnsumme - die Bereinigung der Schlussrechnung erfolgte nach 
Angabe der Berufungsklägerin Ende Juli anfangs August 2011 - noch nicht klar 
war, ob und in welcher Höhe die Versicherung den Schaden trägt. Der Argumenta-
tion der Berufungsbeklagten folgend spricht dies gegen einen Einbezug der Kos-
ten des Ölunfalls in den abgeschlossenen Vergleich. Dass die Berufungsklägerin 
keine separate Rechnung über die Aufwendungen betreffend den Ölschaden er-
halten haben soll, schadet nicht und lässt entgegen ihrer Ansicht auch nicht auf 
eine Abgeltung durch die Pauschalzahlung schliessen, zumal die Rechnung direkt 
ihrer Versicherung zugestellt wurde und die Berufungsklägerin nach eigenen An-
gaben Kenntnis von den zuhanden der Versicherung zusammengestellten Kosten 
hatte (vgl. Berufung III. A. Ziff. 6). Auch bei weiterer Prüfung finden sich keine An-
haltspunkte, welche die Darstellung der Berufungsklägerin stützen würden. In der 
als Schlussrechnung geltenden Zusammenstellung vom 14. Juli 2011 (vgl. Akten 
Vorinstanz BB 3) wird jede Rechnung mit Rechnungsnummer, -datum und -betrag 
einzeln aufgeführt, aufgrund der bereits getätigten Zahlungen der noch offene Be-
trag ermittelt und die insgesamt geschuldete Pauschalsumme von 
CHF 14'600'000.-- festgehalten. Die Schlussrechnung betrifft allein die darin auf-
geführten Teilrechnungen. Die Berufungsbeklagten weisen zu Recht darauf hin, 
dass die Rechnung betreffend Ölschaden mit der Rechnungsnummer 2011188 
gerade nicht aufgelistet wird, obschon sie zu diesem Zeitpunkt - sie datiert vom 
15. Juni 2011 (vgl. Akten Vorinstanz KB 16) - bereits gestellt worden war. Ausser-
dem enthält die Schlussrechnung keine explizite Saldoerklärung, wonach die Par-
teien per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt wären. Die festgelegte Pau-

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schalsumme kann sich jedenfalls nur auf die in der Schlussrechnung erwähnten 
Rechnungsbeträge beziehen und nicht weitere Forderungen miteinschliessen. An-
ders als die Berufungsklägerin behauptet, ergibt sich schliesslich auch aus der 
Parteibefragung von F._____ anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 
nicht klar, dass die Forderung betreffend den Ölunfall bei der finalen Festlegung 
des noch offenen Betrags von CHF 2'300'000.-- mitenthalten war, da er sich daran 
nicht mehr zu erinnern vermochte (vgl. Akten Vorinstanz act. I./13). Zusammenge-
fasst lässt sich somit weder aus den erwähnten Zeugenaussagen noch aus den im 
Recht liegenden Unterlagen folgern, dass die Arbeiten in Zusammenhang mit dem 
Ölunfall mit der Pauschalzahlung von CHF 14'600'000.-- ebenfalls abgegolten 
wurden oder die Berufungsbeklagten auf die entsprechende Forderung von 
CHF 45'805.25 verzichtet hätten. Mangels gegenteiliger Hinweise haben die Beru-
fungsbeklagten einen Anspruch auf Entschädigung für die unbestrittenermassen 
erbrachten Aufwendungen zur Beseitigung des Ölschadens. Wie bereits im vor-
instanzlichen Verfahren wendet sich die Berufungsklägerin nicht gegen die Höhe 
der Forderung, so dass der Betrag im geltend gemachten Umfang von 
CHF 45'805.25 geschuldet ist.

5.a) Für den Fall, dass die Berufung abgewiesen werden sollte, beanstandet die 
Berufungsklägerin die Höhe der Parteientschädigung, welche die Vorinstanz den 
Berufungsbeklagten zugesprochen hat. Die Klägerinnen hätten eine ausseramtli-
che Entschädigung von CHF 23'512.85 geltend gemacht, was im Vergleich zur 
Beklagten nahezu dem doppelten Aufwand entspreche. Obschon anlässlich der 
vorinstanzlichen Hauptverhandlung darauf hingewiesen worden sei, dass die Ent-
schädigung als übersetzt gelte, habe sich die Vorinstanz mit keinem Wort dazu 
geäussert, inwiefern der Aufwand gerechtfertigt sein solle. Beim Rechtsvertreter 
der Klägerinnen sei wesentlich weniger Reiseaufwand angefallen, da dieser an 
der Zeugeneinvernahme in O.2_____ nicht teilgenommen habe. Bereits daraus 
ergebe sich, dass der Aufwand nicht ausgewiesen sein könne. Die Berufungsklä-
gerin beantragt im Ergebnis, die ausseramtliche Entschädigung sei maximal auf 
den von ihr geltend gemachten Aufwand von CHF 12'174.85 festzusetzen. Dem-
gegenüber führen die Berufungsbeklagten aus, dass die Beklagte bzw. Beru-
fungsklägerin den Umfang der ausseramtlichen Entschädigung zu einem grossen 
Teil selbst verschuldet habe, indem sie das Verfahren mit ihren widersprüchlichen 
und nicht nachvollziehbaren Behauptungen unnötig in die Länge gezogen habe. 
Zudem habe sie als Beklagte eine passive Rolle wahrnehmen können und kaum 
Beweismittel liefern müssen, weshalb ein Vergleich mit den klägerischen Aufwen-
dungen nicht statthaft sei.

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b/aa) Mit Honorarnote vom 19. August 2014 machte Rechtsanwalt Dr. iur. Nuot P. 
Saratz einen Aufwand von CHF 23'512.85 (inkl. Auslagen und MwSt. sowie ein-
schliesslich eines Interessenwertzuschlags von CHF 2'500.--) geltend. Der Hono-
rarnote wurden mehrere Rechnungskopien beigelegt, aus welchen sich die einzel-
nen Aufwandpositionen ersehen lassen (vgl. Akten Vorinstanz act. I./10). Der Ge-
samtaufwand beläuft sich auf insgesamt 77.6 Stunden, womit der angewandte 
Stundenansatz CHF 240.-- beträgt. Gemäss Honorarvereinbarung vom 30. April 
2012 beläuft sich der Stundenansatz für den Büroinhaber auf CHF 300.-- und für 
juristische Mitarbeiter auf CHF 220.-- (vgl. Akten Vorinstanz KB 1). Da Rechtsan-
walt Dr. iur. Nuot P. Saratz und lic. iur. Daniel Erne das Mandat offenbar gemein-
sam führten, wurde ein durchschnittlicher Ansatz von CHF 240.-- verwendet, was 
in Ordnung geht (vgl. Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Ho-
norars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [Honorarverordnung, HV; BR 
310.250]) und von der Berufungsklägerin auch nicht moniert wird. Letztere macht 
lediglich in genereller Weise geltend, der angefallene Aufwand sei im Vergleich 
zur Beklagtenseite überhöht, ohne einzelne konkrete Positionen aufzugreifen. Die 
Berufungsklägerin übersieht dabei, dass der klagenden Partei insbesondere auf-
grund der Behauptungs-, Substantiierungs- und Beweisführungslast in der Regel 
ein grösserer Aufwand anfällt als der Beklagten. Damit kann, anders als die Beru-
fungsklägerin anzunehmen scheint, der Aufwand der Gegenpartei kein Massstab 
sein und die Honorarforderung nicht bereits aufgrund des Umstands, dass sie jene 
der Gegenseite deutlich übersteigt, als überhöht bezeichnet werden. Dennoch ist 
die klägerische Honorarnote nachfolgend einer Angemessenheitsprüfung zu un-
terziehen.

bb) Aufgrund des vorinstanzlichen Verfahrensablaufs - es wurde sowohl ein 
doppelter Schriftenwechsel als auch eine mündliche Hauptverhandlung durchge-
führt - versteht es sich von selbst, dass dies von den Parteien einen etwas höhe-
ren Aufwand erforderte. Allerdings ist anzumerken, dass die jeweiligen Rechts-
schriften wie auch die Hauptverhandlung mit einer Dauer von 1.5 Stunden relativ 
kurz ausfielen. In Anbetracht dessen, dass die Klageschrift lediglich rund 4 Seiten 
ohne Deckblatt und Beweismittelverzeichnis umfasst und inhaltlich keine kompli-
zierten Sach- oder Rechtsfragen zu prüfen waren, erscheint der dafür geltend ge-
machte Aufwand von 10.5 Stunden (vgl. Rechnung vom 31. Dezember 2012) 
überhöht und ist auf 8 Stunden herabzusetzen. Ebenso ist der in Rechnung ge-
stellte Aufwand für die fünfseitige Replik von rund 9 Stunden (vgl. Rechnung vom 
31. März 2013) als übersetzt zu beurteilen. Als angemessen und sachgerecht gel-
ten 5 Stunden. Für das Verfassen des fünfzehnseitigen Plädoyers und die Vorbe-

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reitung der Hauptverhandlung hat der klägerische Rechtsvertreter 15.5 Stunden 
aufgewandt (vgl. Rechnung vom 19. August 2014), was ebenfalls zu hoch er-
scheint und auf 10 Stunden zu kürzen ist. Ferner fällt bei der Durchsicht der ein-
zelnen, der klägerischen Honorarnote beiliegenden Rechnungskopien auf, dass 
regelmässig „Besprechungen mit NPS“ aufgeführt werden, welche jeweils mit di-
versen anderen Aufwendungen zu einer Sammelposition zusammengefasst und 
verrechnet wurden (vgl. Rechnungen vom 30. Juni 2012, 31. Dezember 2012, 
31. März 2013, 30. Juni 2013, 31. Oktober 2013 und 19. August 2014). Das Man-
dat wurde über längere Zeit von lic. iur. Daniel Erne, ehemaliger juristischer Mitar-
beiter beim Advokatur- und Notariatsbüro Saratz, betreut. Er hat insbesondere das 
Vermittlungsbegehren und die Klageschrift persönlich unterzeichnet sowie mit 
dem Gegenanwalt korrespondiert (vgl. Akten Vorinstanz act. I./1., KB 25 und 27). 
Es ist davon auszugehen, dass das Kürzel „NPS“ für Rechtsanwalt Dr. iur. Nuot P. 
Saratz steht und lic. iur. Daniel Erne jeweils die mit diesem geführten internen 
Mandatsbesprechungen als zusätzlichen Aufwand verrechnete, was nicht ange-
hen kann. Gleiches gilt für die interne Besprechung mit „DE“, das Kürzel für lic. iur. 
Daniel Erne (vgl. Rechnung vom 31. März 2013). Diese Positionen sind daher zu 
streichen, wobei eine pauschale Kürzung - aufgrund der erwähnten Sammelpositi-
onen lässt sich der genaue Zeitaufwand für diese Besprechungen nicht ermitteln - 
um 5 Stunden erfolgt. Insgesamt ist der geltend gemachte Zeitaufwand demnach 
von 77.6 Stunden auf 60.6 Stunden zu kürzen, was ein Honorar von CHF 14'544.-- 
(exkl. Auslagen und MwSt.) ergibt. Dies erscheint auch aufgrund der sich stellen-
den Sach- und Rechtsfragen als angemessen.

cc) Weiter stellt sich die Frage, ob dem klägerischen Rechtsvertreter der gel-
tend gemachte Interessenwertzuschlag von CHF 2'500.-- zugestanden werden 
kann. Die Honorarvereinbarung sieht einen solchen Zuschlag vor (vgl. Akten Vor-
instanz KB 1), was grundsätzlich zulässig ist. Gemäss Art. 3 Abs. 2 der Honorar-
verordnung gilt ein einmaliger Interessenwertzuschlag, der in einem angemesse-
nen Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand steht und gewisse, vom Interes-
senwert abhängige Ansätze nicht übersteigt, als üblich. Bei einem Interessenwert 
von CHF 10'000.-- bis CHF 50'000.-- darf ein Zuschlag von CHF 500.-- bis 
CHF 2'500.-- erhoben werden. Der Interessenwert bestimmt sich sinngemäss 
nach den verfahrensrechtlichen Regeln über den Streitwert (Art. 3 Abs. 3 Honora-
rverordnung). Da der Streitwert des vorliegenden Verfahrens bei gerundet 
CHF 46'000.-- liegt (vgl. Art. 91 ZPO), ist der Interessenwertzuschlag von 
CHF 2'500.-- auf CHF 2'300.-- herabzusetzen. Dieser Betrag erscheint ferner auch 
im Verhältnis zum Honorar nach Zeitaufwand als angemessen.

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Im Ergebnis ist den Klägerinnen für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteien-
tschädigung von insgesamt CHF 19'252.15 (inkl. Auslagen und MwSt. sowie des 
Interessenwertzuschlags von CHF 2'300.--) zuzusprechen und Dispositivziffer 2 
des angefochtenen Entscheids ist insofern anzupassen.

6. Die Berufungsklägerin vermochte mit ihrem Hauptantrag nicht durchzudrin-
gen und der angefochtene Entscheid, wonach die Berufungsklägerin den Beru-
fungsbeklagten CHF 45'805.25 zuzüglich 5% Zins seit dem 20. März 2012 zu be-
zahlen hat, ist zu bestätigen. Lediglich in Bezug auf die Parteientschädigung ist 
die Berufungsklägerin teilweise durchgedrungen, indem diese von CHF 23'512.85 
auf CHF 19'252.15, nicht aber wie gefordert auf CHF 12'174.85, reduziert wird. Da 
der angefochtene Entscheid nur in diesem untergeordneten Punkt angepasst wird, 
ändert dies nichts am grundsätzlichen Unterliegen der Berufungsklägerin. Auch in 
Anbetracht des Streitwerts fällt die erwirkte Reduktion der aussergerichtlichen 
Entschädigung nicht massgebend ins Gewicht und erscheint damit vernachlässig-
bar. Daher werden der Berufungsklägerin die Kosten des Berufungsverfahren ge-
stützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO vollumfänglich auferlegt. Die Gerichtskosten wer-
den auf CHF 6'000.-- festgesetzt (vgl. Art. 9 der Verordnung über die Gerichtsge-
bühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]). Überdies hat die Berufungsklägerin 
die Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren aussergerichtlich zu entschä-
digen. Mit Honorarnote vom 4. Mai 2015 (act. D.5) macht Rechtsanwalt Dr. iur. 
Nuot P. Saratz einen Aufwand von 13.8 Stunden und mithin, bei einem Stunden-
ansatz von CHF 270.--, ein Honorar von CHF 4'144.80 (inkl. 3% Auslagen und 8% 
MwSt.) geltend. Wie erwähnt liegt eine entsprechende Honorarvereinbarung, mit-
tels welcher ein Stundenansatz von CHF 300.-- festgelegt wurde, bei den Akten. 
Indessen wurde zu Recht ein Stundenansatz von CHF 270.-- verwendet, da dies 
dem maximal üblichen Ansatz entspricht (vgl. Art. 3 Abs. 1 Honorarverordnung). 
Die Berufungsklägerin stellt sich in ihrer Eingabe vom 8. Juli 2016 (act. A.3) auf 
den Standpunkt, dass der geltend gemachten Aufwand für die Ausarbeitung der 
Berufungsschrift als recht hoch erscheine. Sie bezeichnet insbesondere die mit 
1.5 Stunden veranschlagte Position „Berufung Gegenpartei an das KG“ sowie die 
Position „Aktenstudium und Beweismittel studieren“ als nicht nachvollziehbar. Die 
Berufungsklägerin ersucht um eine Reduktion des Honorars auf den Betrag, der 
ihrer am 16. März 2015 eingereichten Honorarnote und damit CHF 2'804.75 ent-
spricht. Mit Schreiben vom 13. Juli 2016 (act. A.4) erklärt der Rechtsvertreter der 
Berufungsbeklagten, dass er an seiner Honorarnote vom 4. Mai 2015 vollumfäng-
lich festhalte. Entgegen der Ansicht der Berufungsklägerin lassen sich die erwähn-
ten Aufwandpositionen durchaus nachvollziehen. Am 18. März 2015 wurde dem 

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Rechtsvertreter der Berufungsbeklagten die Berufung zugestellt, für dessen Studi-
um er 1.5 Stunden aufwandte. Was sodann am Akten- und Beweismittelstudium 
nicht nachvollziehbar sein soll, lässt sich für das Gericht nicht erkennen. Der für 
diese beiden Positionen getätigte Aufwand ist nicht zu beanstanden. Ebenso er-
scheint der Gesamtaufwand von 13.8 Stunden in Anbetracht der eingereichten 
Rechtsschrift sowie der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen als angemessen 
und gibt zu keiner Kürzung Anlass. Damit hat die Berufungsklägerin die Beru-
fungsbeklagten im geltend gemachten Umfang von CHF 4'144.80 zu entschädi-
gen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird teilweise gutgeheissen und Dispositivziffer 2 des ange-
fochtenen Entscheids wird dahingehend angepasst, dass die Beklagte ver-
pflichtet wird, die Klägerinnen mit CHF 19'252.15 (inkl. Barauslagen und 
MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

2.a) Die Kosten des Berufungsverfahrens in Höhe von CHF 6'000.-- gehen zu 
Lasten der Berufungsklägerin und werden mit dem von ihr geleisteten Kos-
tenvorschuss in derselben Höhe verrechnet.

   b) Die Berufungsklägerin hat die Berufungsbeklagten für das Berufungsverfah-
ren mit CHF 4'144.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu 
entschädigen.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens CHF 30'000.-- betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG Beschwerde in 
Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ge-
führt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und 
Art. 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: