# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9cedd3ac-5881-5f5a-aafc-e0ceff8401a1
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 16.04.2014 B 2013/102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2013-102_2014-04-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2013/102

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 16.04.2014

Entscheiddatum: 16.04.2014

Urteil Verwaltungsgericht, 16.04.2014
Bildungsrecht, Schulgeldübernahme für auswärtigen Schulbesuch Art. 19 
und Art. 62 Abs. 1 BV (SR 101), Art. 8 Abs. 3, Art. 51 und Art. 52 und Art. 53 
VSG (sGS 213.1).Die Tatsache, dass der Schulrat einer Schulgemeinde ohne 
eigene Oberstufe die Übernahme von Schulgeld für einen auswärtigen 
Schulbesuch im Fall einer Schülerin oder eines Schülers mit 
Kleinklassenindikation anders handhabt als im Fall einer Schülerin oder 
eines Schülers mit Regelklassenindikation, deren Eltern einen auswärtigen 
Schulbesuch ihres Kindes wünschen, verletzt den 
Gleichbehandlungsgrundsatz nicht (Verwaltungsgericht, B 2013/102).

Urteil vom 16. April 2014

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiberin lic. iur. 

R. Haltinner-Schillig

_______________

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Dominik Sennhauser, ME Advocat AG, 

Poststrasse 1, 9100 Herisau,

gegen

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Erziehungsrat des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Schulgemeinde Q., vertreten durch den Schulrat,Q.

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Auswärtiger Schulbesuch; Schulgeldübernahme

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ A.B., geboren am 29. Juni 1999, wohnhaft in Q., ist der Sohn von X.Y., Q., und T.B., 

St. Gallen. Im Schuljahr 2011/12 absolvierte er das Sekundarschul-Vorbereitungsjahr 

an der Z. Schule in St. Gallen. Seit dem Schuljahr 2012/13 besucht A.B. die 

Sekundarschulstufe I in K. (Rz. 27 der Beschwerdeergänzung vom 27. Juni 2013).

B./ Am 23. März 2012 stellten X.Y. und T.B. dem Schulrat der Schulgemeinde Q. 

bezüglich der Beschulung von A.B. im Schuljahr 2012/13 den Antrag, es sei der 

Besuch der Oberstufe in K. anzuordnen und die Schulgemeinde Q. habe die Kosten für 

den auswärtigen Schulbesuch zu tragen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen 

geltend gemacht, für A.B. sei eine Oberstufe, welche die fächerspezifische 

Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und Realschulniveau gewährleiste, die einzige 

geeignete Beschulungsform (act. 3a/1 der Vorinstanz). In der Folge, am 3. April 2012, 

wurde A.B. beim Schulpsychologischen Dienst (SPD) für eine schulpsychologische 

Abklärung angemeldet. Dem Bericht des SPD vom 19. September 2012 (in der Folge: 

Bericht SPD) kann entnommen werden, dass die Kriterien, welche den Besuch einer 

Kleinklasse oder Sonderschule notwendig machen würden, aktuell nicht erfüllt seien 

(act. 3a/2 der Vorinstanz). Gestützt auf den Bericht und im Sinn der Gleichbehandlung 

aller Schülerinnen und Schüler wies der Schulrat Q. die Anträge von X.Y. und T.B. am 

27. September 2012 ab. Er hielt fest, es stehe ihnen selbstverständlich frei, A.B. auf 

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privater Basis in der kooperativen Oberstufenschule in K. zu beschulen. In diesem Fall 

beteilige sich die Schulgemeinde mit dem Beitrag für Privatschulen, zur Zeit 

Fr. 9'675.--, am Schulgeld (act. 1a/1 bzw. 3a/3 der Vorinstanz).

C./ Gegen diesen Entscheid erhoben X.Y. und T.B. am 29. September 2012 Rekurs 

beim Erziehungsrat. Sie stellten folgende Anträge: Der angefochtene Entscheid vom 

27. September 2012 sei aufzuheben (Ziff. 1), der Schulrat Q. sei anzuweisen, für A.B. 

den Besuch der Oberstufe in der Gemeinde K. anzuordnen und die Kosten dafür zu 

tragen (Ziff. 2 und 3), unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 4). Am 24. April 

2013 wies der Erziehungsrat den Rekurs ab und auferlegte X.Y. und T.B. eine 

Entscheidgebühr von Fr. 1'000.--.

D./ Am 9. Mai 2013 erhob X.Y. gegen den Entscheid des Erziehungsrates vom 24. April 

2013 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellte die Anträge, der angefochtene 

Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), der Schulrat Q. sei anzuweisen, für A.B. den Besuch 

der Oberstufe in der Gemeinde K. anzuordnen und die Kosten dafür zu tragen (Ziff. 2 

und 3) unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 4). Innert erstreckter Frist liess X.Y. 

die Beschwerde durch Rechtsanwalt MLaw Dominik Sennhauser, Herisau, ergänzen. 

Dieser stellte das zusätzliche Begehren, eventuell sei die Angelegenheit zur neuen 

Beurteilung an den Schulrat Q. zurückzuweisen. Am 22. Juli 2013 liess sich der 

Erziehungsrat, vertreten durch den Dienst für Recht und Personal des 

Bildungsdepartements, vernehmen und beantragte, die Beschwerde sei unter 

Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin abzuweisen. Am 7. August 2013 nahm 

der Schulrat Q. Stellung und hielt fest, A.B. sei zum jetzigen Zeitpunkt in der Lage, die 

Anforderungen einer Regelklasse zu bewältigen, und es sei möglich, für ihn eine 

geeignete Beschulung zu finden. Deshalb bestehe kein Grund, das Schulgeld für den 

Besuch der Oberstufe in K. zu tragen. Am 16. August 2013 machte der Rechtsvertreter 

von X.Y. von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu den Vernehmlassungen zu äussern. 

Diese Eingabe wurde dem Erziehungsrat und der Schulgemeinde Q. zur 

Kenntnisnahme zugestellt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. (…).

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2. Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig (Art. 62 Abs. 1 der Schweizerischen 

Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV). Sie müssen einen ausreichenden und 

unentgeltlichen Grundschulunterricht gewährleisten (Art. 19 BV). Die Anforderungen, 

die Art. 19 BV in Berücksichtigung des weiteren verfassungsrechtlichen Kontextes (Art. 

62 Abs. 2, Art. 41 Abs. 1 lit. f und g sowie Art. 67 Abs. 1 BV) an den obligatorischen 

Grundschulunterricht stellt, belassen den Kantonen einen erheblichen 

Gestaltungsspielraum. Die Grundschulung hat aber für den Einzelnen angemessen und 

geeignet zu sein bzw. zu genügen, um ihn angemessen auf ein selbstverantwortliches 

Leben vorzubereiten (BGer 2P.150/2003 vom 16. September 2003 E. 4.2). Ein darüber 

hinausgehendes Mass an individueller Betreuung, das theoretisch immer möglich wäre, 

kann mit Rücksicht auf das staatliche Leistungsvermögen nicht gefordert werden. Der 

Anspruch auf Grundschulunterricht ist nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf die 

optimale bzw. geeignetste Schulung des Kindes (BGE 138 I 162 E. 3.2 und E. 3.3 mit 

zahlreichen Hinweisen; vgl. auch VerwGE B 2013/53 vom 12. Juni 2013 E. 3.1, abrufbar 

unter www.gerichte.sg.ch). Er wird nur verletzt, wenn die Ausbildung des Kindes in 

einem Masse eingeschränkt wird, dass die Chancengleichheit nicht mehr gewahrt ist 

bzw. wenn das Kind Lehrinhalte nicht vermittelt erhält, die in der hiesigen Wertordnung 

als unverzichtbar gelten (BGer 2P.150/2003 vom 16. September 2003 E. 4.2 mit 

Hinweis).

Nach Art. 51 des Volksschulgesetzes (sGS 213.1, abgekürzt VSG) hat das im Kanton 

wohnhafte Kind das Recht, jene öffentliche Schule oder anerkannte private 

Sonderschule zu besuchen, die seinen Fähigkeiten entspricht und deren 

Anforderungen es erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler haben grundsätzlich die 

öffentliche Schule am Ort zu besuchen, wo sie sich aufhalten (Art. 52 VSG). Wenn an 

einem Ort keine Oberstufe besteht, muss die Primarschulgemeinde ihren Schülerinnen 

und Schülern durch Vertrag mit benachbarten Oberstufenträgern den unentgeltlichen 

Besuch der öffentlichen Oberstufe ermöglichen (Art. 8 Abs. 3 VSG). Die 

Beschwerdegegnerin verfügt über keine eigene Oberstufe. Der unentgeltliche 

Grundschulunterricht wird durch Verträge gewährleistet, die sie mit der Politischen 

Gemeinde St. Gallen (öffentliche Oberstufenschulen einschliesslich Kleinklassen) und 

dem Katholischen Konfessionsteil des Kantons St. Gallen (Katholische 

Kantonssekundarschule KKSS) abgeschlossen hat (vgl. act. 5a/1 und 5a/2 der 

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Vorinstanz). Unbestritten ist denn auch, dass A.B. die Oberstufe grundsätzlich in der 

Stadt St. Gallen besuchen muss.

Nach Art. 53 Abs. 1 VSG kann der Schulrat den auswärtigen Schulbesuch gestatten 

oder anordnen, wenn besondere Gründe, wie unzumutbare Schulwege oder eine 

sinnvolle Klassenbildung, es rechtfertigen. In diesem Fall trägt die Schulgemeinde am 

Ort, wo sich die Schülerin oder der Schüler aufhält, das Schulgeld für den auswärtigen 

Schulbesuch (Art. 53 Abs. 3 VSG). Art. 53 Abs. 1 VSG begründet keinen Anspruch auf 

freie Schulwahl. Es handelt sich um eine "Kann-Bestimmung", die dem Schulrat einen 

erheblichen Ermessenspielraum einräumt und es ihm ermöglicht, ausnahmsweise vom 

Territorialprinzip abzuweichen und den auswärtigen Schulbesuch zu gestatten, wenn 

besondere Gründe vorliegen. Besondere Gründe für einen auswärtigen Schulbesuch 

sind nach der Praxis der Vorinstanz aber nicht leichthin anzunehmen (GVP 2009 Nr. 93, 

2006 Nr. 119, 1999 Nr. 83).

3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, sowohl die Vorinstanz als auch die 

Beschwerdegegnerin hätten ihr rechtliches Gehör verletzt, weil sie auf ihr Gesuch um 

auswärtige Regelbeschulung von A.B. nicht eingegangen seien und sich blindlings auf 

das Ergebnis des Berichts SPD abgestützt hätten, dem überdies die falsche 

Fragestellung zugrunde liege, ob A.B. die Kriterien für eine Sonder- oder 

Kleinklassenbeschulung erfülle.

3.1. Zutreffend ist, dass die Eltern von A.B. dem Schulrat nicht beantragt haben, es sei 

zu prüfen, ob bei A.B. die Voraussetzungen für eine Kleinklassen- oder 

Sonderbeschulung erfüllt seien. Vielmehr vertraten sie bereits damals den Standpunkt, 

eine Oberstufe mit fächerspezifischer Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und 

Realschulniveau, wie sie in K. geführt werde, sei die einzige für A.B. geeignete 

Beschulungsform, weshalb der auswärtige Schulbesuch von A.B. an dieser Schule 

anzuordnen und die Kosten dafür durch die Beschwerdegegnerin zu übernehmen 

seien. Sie begründeten ihr Gesuch damit, A.B. sei ein hypersensibles, hypersensitives 

Kind, das die Möglichkeit erhalten müsse, selbständig Filter zu entwickeln, um zu 

verhindern, dass es von äusseren Eindrücken regelrecht erdrückt werde. Sodann 

ersuchten sie um erneute schulpsychologische Abklärung für den Fall, dass dies als 

Entscheidgrundlage erforderlich sei (act. 3a/1 der Vorinstanz). Dem Bericht SPD, der in 

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der Folge erstellt wurde, kann entnommen werden, dass die Schulpsychologin im 

Einverständnis mit den Eltern von A.B. vom Schulrat der Beschwerdegegnerin den 

Auftrag erhalten hat, abzuklären, ob beim Jugendlichen die Kriterien für eine Sonder- 

oder Kleinklassenbeschulung erfüllt seien, weil der Schulrat nur unter dieser 

Voraussetzung bereit sei, das volle Schulgeld für eine Beschulung an der kooperativen 

Oberstufe in K. zu übernehmen. Auch kann dem Bericht SPD entnommen werden, 

dass die Schulpsychologin den Sachverhalt anlässlich eines Gesprächs vom 

6. September 2012 mit der Beschwerdeführerin, ihrem Ehemann, dem Vater von A.B. 

und dem Schulleiter dargelegt hat (act. 3a/2 der Vorinstanz). Anschliessend wurde der 

Bericht SPD den Eltern von A.B. zugestellt und am 27. September 2012 wies der 

Schulrat der Beschwerdegegnerin das Gesuch mit der Begründung ab, nach dem 

Bericht SPD sei A.B. grundsätzlich in der Lage, die Anforderungen, die in einer 

Regelklasse gestellt würden, zu bewältigen. Der Schulrat hielt fest, er sei überzeugt, 

dass sich in den Schulen, mit denen die Beschwerdegegnerin Beschulungsverträge 

abgeschlossen habe, für A.B. eine geeignete Beschulung finden lasse, da diese 

Schulen in allen Bereichen qualitativ hochstehende Beschulungsmöglichkeiten auf 

verschiedenen Niveaus anbieten würden. Weiter geht aus der unbestritten gebliebenen 

Stellungnahme des Schulrats der Beschwerdegegnerin an die Vorinstanz vom 

19. November 2012 (act. 5 der Vorinstanz) hervor, dass der Schulrat der 

Beschwerdeführerin unverzüglich mitgeteilt habe, dass die Kriterien für eine volle 

Schulgeldübernehme aufgrund der Angaben im Gesuch nicht erfüllt seien und dass 

demzufolge nur der Privatschulbeitrag ausbezahlt werde. Nachdem die 

Erziehungsberechtigten an ihrem Gesuch um Schulgeldübernahme festgehalten hätten, 

sei die schulpsychologische Abklärung des Kindes angeordnet worden, weil einzig ein 

Antrag des SPD auf Sonderbeschulung Anlass hätte geben können, das Schulgeld für 

die Oberstufe in K. zu übernehmen.

Somit ergibt sich, dass die Fragestellung, die dem Bericht SPD zugrunde liegt, der 

Klärung diente, ob aus Sicht des Schulrats im konkreten Fall ein besonderer Grund im 

Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG vorliegen könnte (vgl. dazu auch E. 4 hiernach). Fest steht 

sodann, dass die Beschwerdeführerin vom Schulrat nach Eingang des Gesuchs 

darüber ins Bild gesetzt worden ist, unter welchen Voraussetzungen dem Anliegen 

gegebenenfalls entsprochen werden könnte. Es war ihr bekannt, dass der Schulrat die 

Auffassung vertritt, unter den öffentlichen Oberstufenschulen, die gemäss 

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Beschulungsverträgen zur Verfügung stehen, lasse sich für A.B. eine geeignete 

Beschulungsmöglichkeit finden, vorausgesetzt er sei aus schulpsychologischer Sicht in 

der Lage, die Anforderungen zu bewältigen, die in einer Regelklasse gestellt würden. 

Unwidersprochen geblieben sind sodann die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in 

der Stellungnahme vom 19. November 2012 (act. 5 der Vorinstanz), wonach die von 

den Eltern von A.B. im Gesuch angebotene Abklärung durch den SPD in ihrem 

Einverständnis in die Wege geleitet worden sei, nachdem der Schulrat seine (negative) 

Beurteilung der Lage gegenüber den Gesuchstellern zum Ausdruck gebracht hatte. Die 

Rüge, die Beschwerdegegnerin habe in diesem Zusammenhang das rechtliche Gehör 

der Beschwerdeführerin verletzt, erweist sich somit als unbegründet.

3.2. Weiter hat auch die Vorinstanz keine Gehörsverletzung begangen. Abgesehen 

davon, dass sie den Bericht SPD im Zusammenhang mit der Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines wichtigen Grundes im Sinn von Art. 53 Abs. 1 

VSG zu Unrecht verneint habe, als Entscheidgrundlage heranziehen durfte, gibt die 

Schulpsychologin damit keine Empfehlung bezüglich eines konkreten Schultyps ab. Im 

Bericht wird in allgemeiner Form festgehalten, aus schulpsychologischer Sicht 

benötige A.B. "vor allem haltgebende, selbstwertdienliche Strukturen, damit er sich den 

an ihn gestellten Erwartungen aus mangelndem Selbstvertrauen nicht entziehen" könne 

(act. 3a/2 der Vorinstanz). Weiter wird eine fachgerechte Beratung zur Verbesserung 

der Konzentrationsfähigkeit als Grundlage für jegliches Lernen sowie eine 

Unterstützung im Erlernen von effizienten Lernstrategien empfohlen. Entgegen der 

Auffassung der Beschwerdeführerin hat sich die Vorinstanz sodann mit der 

schulpsychologischen Einschätzung auseinandergesetzt (E. 4b des angefochtenen 

Entscheids) und ist zum Ergebnis gelangt, es sei den Rekurrenten nicht gelungen 

darzutun, dass primär der Schultyp bzw. die Art, wie eine Oberstufenschule geführt 

werde, für die Entwicklung von A.B. verantwortlich sei bzw. warum keine 

Vertragsschule der Beschwerdegegnerin in der Lage sein sollte, den Jugendlichen 

adäquat zu fördern und ihm Erfolgserlebnisse zu ermöglichen.

4. Die Beschwerdeführerin beruft sich weiter darauf, der Anspruch auf 

Gleichbehandlung sei verletzt, weil die Beschwerdegegnerin gemäss Beschluss des 

Schulrats vom 8. Februar 2012 (act. 6a/1 der Vorinstanz) das Schulgeld u.a. für den 

Besuch der kooperativen Oberstufenschule in K. für Schülerinnen und Schüler mit 

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Kleinklassenindikation übernehme, nicht aber für Schülerinnen und Schüler mit 

Regelklassenindikation. Sie begründet dies damit, vorliegend seien zwei gleiche 

Situationen rechtsungleich beurteilt worden, weil die Frage, ob die Voraussetzungen für 

eine auswärtige Regelbeschulung im Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG erfüllt seien, auf der 

Grundlage der Voraussetzungen für eine Kleinklassen- oder Sonderbeschulung 

beurteilt worden sei.

4.1. Der Anspruch auf Gleichbehandlung verlangt, dass Rechte und Pflichten der 

Betroffenen nach dem gleichen Massstab festzusetzen sind. Gleiches ist nach 

Massgabe seiner Gleichheit gleich, Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit 

ungleich zu behandeln (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., 

Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 495).

4.2. Kleinklassen sind ein höherschwelliges, separatives Mittel zur Förderung von 

Kindern mit Schulschwierigkeiten. Schulkinder, die auch mit Therapien und 

Stützunterricht in der Regelklasse nicht adäquat gefördert werden können, verlassen 

diese und treten in einen besonderen, grundsätzlich auf Sonderpädagogik 

ausgerichteten Klassenverband ein. In Kleinklassen wird der Stoff dem Lernvermögen 

bzw. dem Verhalten der Schulkinder angepasst. Dies wird insbesondere durch 

Klassenverbände ermöglicht, die im Vergleich zu den Regelklassen markant tiefer sind 

und es der Lehrkraft erlauben, vermehrt individuell auf die Schülerinnen und Schüler 

einzugehen (Schulrecht der Volksschule im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2008, 

S. 150; H. Plotke, Schweizerisches Schulrecht, Bern 2003, S. 129). Der Besuch einer 

Kleinklasse wird durch den Schulrat nach Anhören der Eltern und der Lehrkraft auf der 

Basis des Berichts des SPD als Abklärungsstelle verfügt (Schulrecht der Volksschule 

im Kanton St. Gallen, a.a.O., S. 152).

4.3. Die Tatsache, dass der Schulrat die Übernahme von Schulgeld für einen 

auswärtigen Schulbesuch im Fall einer Schülerin oder eines Schülers mit 

Kleinklassenindikation anders handhabt als im Fall einer Schülerin oder eines Schülers 

mit Regelklassenindikation, deren Eltern einen auswärtigen Schulbesuch ihres Kindes 

wünschen, verletzt den Gleichbehandlungsgrundsatz nicht, handelt es sich doch um 

zwei Ausgangslagen, die nicht zu vergleichen sind. Zudem behauptet die 

Beschwerdeführerin gerade nicht, A.B. erfülle die Voraussetzungen, um einer 

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Kleinklasse zugeteilt zu werden. Auch im Bericht SPD wird festgestellt, der Jugendliche 

sei in der Lage, die Anforderungen der Regelklasse zu bewältigen, bzw. die Kriterien, 

welche den Besuch einer Kleinklasse oder Sonderschule notwendig machen würden, 

seien aktuell nicht erfüllt. Demzufolge hat die Beschwerdeführerin aus Gründen der 

rechtsgleichen Behandlung keinen Anspruch auf Übernahme des Schulgeldes für die 

Beschulung von A.B. an der Oberstufe in K.

5. Die Beschwerdeführerin beruft sich schliesslich darauf, es würden besondere 

Gründe im Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG vorliegen, wenn die auswärtige Beschulung 

zum Wohle des Jugendlichen erfolge. Die Massnahmen, die im Bericht SPD 

vorgeschlagen würden, seien unabdingbar, damit A.B. sein Potential ausschöpfen 

könne und sich nicht negativ entwickle. Die Schulleitung der Schule K., wo A.B. seit 

dem Schuljahr 2012/13 die Sekundarstufe I besuche, habe mit Schreiben vom 20. Juni 

2013 (act. 7 der Beschwerdeführerin) bestätigt, dass er gut integriert sei und gerne zur 

Schule gehe. Die klare Organisationsstruktur komme ihm sehr entgegen und die 

kleinen Niveaugruppen würden es ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler 

individuell zu begleiten und zu unterstützen. A.B. werde mittels Lerncoaching und 

individueller Lernbegleitung gezielt gefördert, was sich positiv auf seine 

Selbstwirksamkeitsüberprüfung auswirke. Im zu Ende gehenden Schuljahr habe sich 

A.B. insbesondere in der Selbst- und Sozialkompetenz deutlich steigern können. Er 

komme motiviert zur Schule und fühle sich wohl, was insbesondere seinem 

Selbstwertgefühl zu Gute komme. Somit sei erwiesen, dass A.B. in der 

Oberstufenschule in K. exakt von den im Bericht SPD geforderten Massnahmen 

profitieren könne, weshalb sich offensichtlich bereits positive Entwicklungen 

abzeichnen würden. Weil Vertragsschulen diese Massnahmen nicht oder nicht in 

demselben Mass anbieten würden wie die Oberstufenschule in K., würden besondere 

Gründe im Sinn von Art. 53 Abs. 1 VSG vorliegen. Hinzu komme, dass ein erneuter 

Schulwechsel für A.B. mit nicht abschätzbaren negativen Konsequenzen verbunden 

und somit unzumutbar wäre.

5.1. Wie ausgeführt ist der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen 

Grundschulunterricht nicht gleichbedeutend mit dem Anspruch auf optimale bzw. 

geeignetste Beschulung des Kindes, und besondere Gründe im Sinn von Art. 53 Abs. 1 

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VSG sind im Sinn der Gleichbehandlung aller Schülerinnen und Schüler nicht leichthin 

anzunehmen (vgl. E. 2 hiervor).

5.2. Die Beschwerdeführerin vertritt den Standpunkt, eine Oberstufenschule, welche 

die fächerspezifische Durchlässigkeit zwischen Sekundar- und Realschulniveau 

gewährleiste, sei für A.B. die einzige geeignete Beschulungsform, weshalb er auf 

Kosten der Beschwerdegegnerin (weiterhin) an der Oberstufenschule in K. zu 

beschulen sei. Wie ausgeführt gibt die Schulpsychologin im Bericht SPD keine 

Empfehlung bezüglich eines konkreten Schultyps ab. Vielmehr werden im Bericht SPD 

in allgemeiner Form Rahmenbedingungen umschrieben, die aus schulpsychologischer 

Sicht zu einer positiven Entwicklung von A.B. beitragen (vgl. E. 3.2 hiervor). Somit kann 

aus den Einschätzungen der Schulpsychologin nicht geschlossen werden, das 

kooperative Modell mit heterogenen Stammklassen und drei Leistungsniveaus in den 

Fächern Mathematik, Französisch und Englisch an der Oberstufenschule in K. sei als 

einzige Beschulungsform geeignet, diesen Anforderungen zu genügen. Daran ändert 

nichts, dass A.B. auf Initiative und (zum Teil) auf Kosten der Eltern - die 

Beschwerdegegnerin machte das Angebot, einen Betrag von Fr. 9'675.-- zu leisten, 

vgl. act. 1a/1 und 3a/3 der Vorinstanz - seit Beginn des Schuljahres 2012/13 die 

Oberstufenschule in K. besucht und dass sich der Jugendliche gemäss Bestätigung 

der Schulleitung vom 20. Juni 2013 dort gut integriert hat und dass er sich in seiner 

Selbst-, Sozial- und Sachkompetenz deutlich steigern konnte. Vielmehr ist mit der 

Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass sich eine für A.B. geeignete Beschulung 

auch in einer öffentlichen Oberstufenschule der Stadt St. Gallen oder der Katholischen 

Kantonssekundarschule KKSS hätte finden lassen und nach wie vor finden liesse, 

zumal unbestritten geblieben ist, dass diese Schulen in allen Bereichen qualitativ 

hochstehende Beschulungsmöglichkeiten auf verschiedenen Niveaus anbieten. Auch 

der Umstand, dass die Beschwerdeführerin und T.B. ihren Sohn in der 

Oberstufenschule in K. eingeschult haben, obschon die Zustimmung der 

Beschwerdegegnerin dazu nicht vorlag, führt zu keinem anderen Ergebnis. Es 

widerspricht Treu und Glauben, wenn sich die Beschwerdeführerin nun auf den 

Standpunkt stellt, die Beschwerdegegnerin habe das Schulgeld für den auswärtigen 

Schulbesuch (rückwirkend) zu übernehmen, weil es dem Jugendlichen nicht zumutbar 

sei, die Schule erneut zu wechseln.

6. (…).

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6.1. (…).

6.2. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht

zu Recht erkannt:

1./  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'000.-- bezahlt die 

Beschwerdeführerin unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 

1'500.--.

3./  Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V.          R.           W.

Der Präsident:                 Die Gerichtsschreiberin:

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