# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc87caaf-7e3f-512a-84b1-25e4cea0c580
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-13
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 13.05.2016 SK 2016 5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-5_2016-05-13.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 16 5

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 13. Mai 2016 

Besetzung Oberrichter Kiener (Präsident i.V.), Oberrichterin Bratschi, 
Oberrichter Weber
Gerichtsschreiberin Eggli

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeer-
strasse 10, Postfach 6250, 3001 Bern

 

Gegenstand Raub, Diebstahl, Hausfriedensbruch etc.

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-
Mittelland (Einzelgericht) vom 14.09.2015 (PEN 2014 881 + 
882)

2

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland hat bezüglich A.________ (nachfolgend: 
Beschuldigter) mit Urteil vom 14. September 2015 Folgendes erkannt:

«B. A.________

VI.

A.________ wird in Abwesenheit

schuldig erklärt:

1. des Raubes, begangen am 25. Dezember 2013 in Bern zN D.________ im Deliktsbetrag von 
ca. CHF 230.00;

2. des Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfach begangen gemeinsam mit C.________: 

2.1. am 25. Dezember 2011 in Bern zN "E.________ (AG)" im Deliktsbetrag von ca. 
CHF 690.00;

2.2. am 12. Februar 2014 in Bern zN "F.________ (AG)" (Versuch);

2.3. am 12. Februar 2014 in Bern zN "G.________ (AG)" im Deliktsbetrag von ca. 
CHF 419.00

3. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen gemeinsam mit C.________: 

3.1. am 25. Dezember 2011 in Bern zN "E.________ (AG)" im Schadensbetrag von ca. 
CHF 250.00;

3.2. am 12. Februar 2014 in Bern zN "F.________ (AG)" im Schadensbetrag von ca. 
CHF 1'500.00;

3.3. am 12. Februar 2014 in Bern zN "G.________ (AG)" im Schadensbetrag von ca. 
CHF 3'000.00;

3.4. am 12. Februar 2014 in Bern zN "H.________ (AG)" im Schadensbetrag von ca. 
CHF 1'500.00;

4. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen: 

4.1. am 25. Dezember 2011 in Bern zN "E.________ (AG)";

4.2. am 12. Februar 2014 in Bern zN "F.________ (AG)";

4.3. am 12. Februar 2014 in Bern zN "G.________ (AG)";

4.4. am 12. Februar 2014 in Bern zN "H.________ (AG);

5. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen bzw. fest-gestellt am 
12. Februar 2014 durch Konsum einer unbestimmten Menge Kokain, Heroin und Marihuana;

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und er wird in Anwendung der Art. 19 Abs. 2, 22, 40, 47, 48a, 49 Abs. 1 + 2, 51, 106, 139 Ziff. 1, 
140 Ziff. 1, 144 Abs. 1, 186 StGB, Art. 19a BetmG, Art. 426 Abs. 1 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten, dies als Zusatzstrafe zum Urteil des Regionalgerichts 
Bern - Mittelland vom 12. August 2014.

Die Polizeihaft von einem Tag wird vollumfänglich auf die Freiheitsstrafe angerechnet. 

2. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 100.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter Nicht-
bezahlung wird auf 1 Tag festgesetzt, dies als Zusatzstrafe zum Urteil des Regionalgerichts 
Bern - Mittelland vom 12. August 2014, der Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 01. April 
2015 und vom 24. Juni 2015.

3. Zu den auf seine Schuldsprüche entfallenden Verfahrenskosten, sich zusammensetzend aus 
Gebühren von CHF 4'500.00 und Auslagen von CHF 1'665.20, insgesamt bestimmt auf 
CHF 6'165.20.

Die Gebühren setzen sich zusammen aus:
Gebühren der Untersuchung CHF 2'250.00

Gebühren des Gerichts CHF 1'250.00

Gebühren Auftritt Staatsanwaltschaft an HV CHF 1'000.00

Total CHF 4'500.00

Die Auslagen setzen sich zusammen aus:
Auslagen für Zeugengelder CHF 10.00

Auslagen für Fernmeldedienstleistungen CHF 540.00

Auslagen für Hafterstehungsfähigkeit CHF 1'015.20

Auslagen für Gericht CHF 100.00

Total CHF 1'665.20

VII.

Die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Verteidigung von A.________ 
durch Fürsprecher B.________ werden wie folgt bestimmt:

4

Stunden Satz

amtliche Entschädigung 34.00 200.00 CHF 6'800.00
CHF 183.70

Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 6'983.70 CHF 558.70

Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 7'542.40

volles Honorar CHF 8'500.00
CHF 183.70

Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 8'683.70 CHF 694.70

Total CHF 9'378.40

nachforderbarer Betrag CHF 1'836.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen MWST-pflichtig

Der Kanton Bern entschädigt Fürsprecher B.________ für die amtliche Verteidigung von 
A.________ mit CHF 7'542.40. 

A.________ hat dem Kanton Bern die ausgerichtete amtliche Entschädigung zurückzuzahlen und 
Fürsprecher B.________ die Differenz von CHF 1'836.00 zwischen der amtlichen Entschädigung 
und dem vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben 
(Art. 135 Abs. 4 StPO).

VIII.

Weiter wird 

verfügt:

1. Wird eine schriftliche Begründung verlangt, erhöht sich die Gebühr um CHF 1'000.00. Die er-
höhten Verfahrenskosten betragen damit CHF 7'165.20.

2. Dem zuständigen Bundesamt wird die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils 
(PCN-Nr. ________) vorzeitig erteilt (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

3. Dem für die Führung von AFIS zuständigen Dienst wird die Zustimmung zur Löschung der er-
hobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten nach Ablauf der gesetzlichen Frist vor-
zeitig erteilt (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer 
erkennungsdienstlicher Daten).»

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte, amtlich verteidigt durch Fürspre-
cher B.________, form- und fristgerecht Berufung an (pag. 644). Im Rahmen 
seiner Berufungserklärung beschränkte er seine Berufung auf die Schuld-
sprüche wegen Raubs, Diebstahls und Sachbeschädigung zum Nachteil der 
«G.________ (AG)» und wegen Konsumwiderhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz sowie auf die Sanktion und die Verurteilung zu den Verfah-
renskosten (pag. 679 ff.). Die Generalstaatsanwaltschaft verzichtete auf eine 
Anschlussberufung sowie auf das Geltendmachen von Nichteintretensgründen 
(pag. 686). Die Parteien wurden zur oberinstanzlichen Verhandlung am 13. Mai 
2016 vorgeladen (pag. 689 ff.). Am Tag vor der Verhandlung teilte der Beschul-

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digte mit, er halte die Berufung nur in Bezug auf den Schuldspruch wegen 
Raubs, die Strafzumessung sowie die Kostenregelung aufrecht (pag.722).

3. Anträge der Parteien

Fürsprecher B.________ stellte und begründete für den Beschuldigten anläss-
lich der oberinstanzlichen Verhandlung folgende Anträge (pag. 729 f.):

«1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Einzelrichter 
Q.________, PEN 14 882) vom 14. September 2015 in Bezug auf die Schuldsprüche 
gemäss lit. B / VI Ziffern 2, 3, 4 und 5 sowie die weiteren Verfügungen gemäss lit. B / VII Zif-
fern 2, 3 und 4 in Rechtskraft erwachsen ist.

2. Der Beschuldigte / Berufungsführer sei 

freizusprechen

von der Anschuldigung des Raubes, angeblich begangen am 25. Dezember 2013 in Bern 
zum Nachteil von D.________ im Deliktsbetrag von ca. CHF 230.00.

3. Hingegen sei der Beschuldigte / Berufungsführer gestützt auf die Art. 19 Abs. 2, 22, 40, 47, 
48a, 49 Abs. 1 und 2, 51, 106, 139 Ziffer 1, 144 Abs. 1, 186 StGB, Art. 19a BetmG und 
Art. 426 Abs. 1 StPO

zu verurteilen

a) zu einer Freiheitsstrafe von 4 Monaten, dies als Zusatzstrafe zum Urteil des Regional-
gerichts Bern-Mittelland vom 12. August 2014, 

b) zu einer Übertretungsbusse von CHF 100.00 (Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter 
Nichtbezahlung 1 Tag), dies als Zusatzstrafe zum Urteil des Regionalgerichts Bern-
Mittelland vom 12. August 2014 sowie den beiden Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft 
des Kantons Bern vom 1. April 2015 und vom 24. Juni 2015,

c) zu den anteilmässig auf die Schuldsprüche entfallenden erstinstanzlichen Verfahrens-
kosten von CHF 1‘233.10 (20 % von CHF 6‘165.50).

4. Die auf die Freisprüche entfallenden anteilmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten von 
CHF 4‘932.40 (80% von CHF 6‘165.50) sowie die gesamten oberinstanzlichen Verfahrens-
kosten seien dem Kanton Bern aufzuerlegen.

5. Der amtlichen Verteidigung sei eine auf die Freisprüche entfallende anteilsmässige Entschä-
digung gemäss vor erster Instanz eingereichter Kostennote in der Höhe von 6‘033.90 (80%) 
für die Aufwendungen im erstinstanzlichen Verfahren auszurichten.

6. Die verbleibende, anteilsmässig auf die Schuldsprüche entfallende Entschädigung der amtli-
chen Verteidigung für das erstinstanzliche Verfahren (20%) sei auf CHF 1‘508.50 festzuset-
zen.

7. Der amtlichen Verteidigung sei eine Entschädigung für das oberinstanzliche gemäss heutiger 
Kostennote auszurichten.

8. Allfällige weitere Verfügungen seien von Amtes wegen zu erlassen.»

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Generalstaatsanwalt i.V. I.________ stellte und begründete seinerseits folgende 
Anträge (pag. 732 f.):

«I. 

A. Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Einzelgericht) vom 14.09.2015 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als A.________ 
schuldig gesprochen wurde

1. des Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfach begangen gemeinsam mit C.________: 

1.1 am 25.12.2011 in Bern z. N. der E.________ (AG) im Deliktsbetrag von 
ca. Fr. 690.00;

1.2 am 12.02.2014 in Bern z. N. der F.________ (AG) (Versuch);

1.3 am 12.02.2014 in Bern z. N. der G.________ (AG) im Deliktsbetrag von ca. 
CHF 419.00;

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen gemeinsam mit C.________: 

2.1 am 25.12.2011 in Bern z. N. der E.________ (AG) im Schadensbetrag von 
Fr. 250.00;

2.2 am 12.02.2014 in Bern z. N. der F.________ (AG) im Schadensbetrag von ca. 
Fr. 1'500.00;

2.3 am 12.02.2014 in Bern z. N. der G.________ (AG) im Schadensbetrag von ca. 
CHF 3'000.00;

2.4 am 12.02.2014 in Bern z. N. der H.________ (AG) im Schadensbetrag von 
Fr. 1'500.00;

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen: 

3.1 am 25.12.2011 in Bern z. N. der E.________ (AG);

3.2 am 12.02.2014 in Bern z. N. der F.________ (AG);

3.3 am 12.02.2014 in Bern z. N. der G.________ (AG);

3.4 am 12.02.2014 in Bern z. N. der H.________ (AG);

4. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen bzw. festgestellt 
am 12.02.2014 durch Konsum einer unbestimmten Menge Kokain, Heroin und Marihu-
ana.

B. Weiter sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Bern-
Mittelland (Einzelgericht) vom 14. September 2015 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist. 
als dass A.________ zu einer Übertretungsbusse von CHF 100.00 verurteilt wurde.

II.

A.________ sei schuldig zu sprechen des Raubes, begangen am 25.12.2013 in Bern z. N. des 
D.________ im Deliktsbetrag von ca. Fr. 230.00;

und in Anwendung der einschlägigen Bestimmungen 

zu verurteilen zu:

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1. einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten dies als Zusatzstrafe zum Urteil des Regionalgerichts 
Bern-Mittelland vom 12.08.2014. Die Polizeihaft sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen;

2. den auf seine Schulsprüche entfallenden erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten. Die 
staatsanwaltschaftliche Gebühr sei auf CHF 600.00 festzusetzen (Art. 21 lit. a VKD).

III. 

Im Weiteren seien die üblichen Verfügungen zu treffen (Honorar der amtlichen Verteidigung; Lö-
schung DNA-Profil etc.).»

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Es wurden von Amtes wegen Führungsberichte des Regionalgefängnisses 
Burgdorf vom 6. April 2016 (pag. 709 f.) und der Anstalten Thorberg vom 26. 
April 2016 (pag. 717 f.) sowie ein aktueller Strafregisterauszug vom 26. April 
2016 (pag. 712 ff.) über den Beschuldigten eingeholt.

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Aufgrund der bloss beschränkten Berufung des Beschuldigten ist das erstin-
stanzliche Urteil bereits über weite Teile in Rechtskraft erwachsen, namentlich:

- bezüglich der erfolgten Schuldsprüche wegen mehrfachem Diebstahl und 
Versuch dazu, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachem Hausfriedens-
bruch sowie wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz 
durch Konsum einer unbestimmten Menge Kokain, Heroin und Marihuana 
(Ziff. B.VI.2.-5. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs);

- bezüglich der Verurteilung des Beschuldigten zu einer Übertretungsbusse 
von CHF 100.00 (Ersatzfreiheitsstrafe 1 Tag), als Zusatzstrafe zu den Urtei-
len des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 12. August 2014 und der 
Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 1. April 2015 und 24. Juni 2015.

Von der Kammer zu beurteilen bleibt der Schuldspruch wegen Raubes gemäss 
Ziff. B.IV.1 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs sowie die damit zusammen-
hängenden Sanktionen und Kostenfolgen. Die Kammer verfügt dabei gemäss 
Art. 398 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 5. Oktober 2007 
(Strafprozessordnung, StPO; SR 312.0) über volle Kognition. Es gilt mangels 
(Anschluss-)Berufung der Generalstaatsanwaltschaft das Verschlechterungs-
verbot (Art. 391 Abs. 2 StPO). 

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II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

6. Der Vorwurf gemäss Anklageschrift

In der Anklageschrift vom 19. November 2014 wird dem Beschuldigten vorge-
worfen, er habe am 25. Dezember 2013 in Bern, Bushaltestelle Bollwerk, zu-
sammen mit C.________ zum Nachteil von D.________ (nachfolgend: Opfer) 
einen Raub begangen. Die Anklageschrift umschreibt den Vorwurf wie folgt 
(pag. 416):

«A.________ ging gemeinsam mit C.________ auf den an der Bushaltestelle ein Billett lösenden 
D.________ zu. A.________ versetzte D.________ in der Folge mehrere Schläge, insbesondere 
gegen den Kopf, wodurch letzterer zu Fall kam und für kurze Zeit benommen war. In der Folge 
durchsuchten C.________ und A.________ das wehrlose Opfer und entwendeten dessen 
Mobiltelefon Samsung Galaxy III Mini (schwarz).»

7. Das Urteil der Vorinstanz

Die Vorinstanz erachtete den Anklagesachverhalt mit Ausnahme einer straf-
rechtlich relevanten Beteiligung von C.________ für erstellt und sprach den Be-
schuldigten wegen Raubes schuldig. Sie stützte sich im Wesentlichen auf die 
Aussagen des Opfers sowie der beiden Securitas-Mitarbeiter J.________ und 
K.________ und hielt folgenden Sachverhalt für nachgewiesen (pag. 602 f.): 

«D.________ konsumierte an jenem Abend Alkohol. Durch diesen Konsum sowie der Wirkung ei-
nes früheren Drogenkonsums angeschlagen, wollte er bei der Bushaltestelle "Bollwerk" ein Billet 
lösen; sein Natel hatte er dabei in der Hose oder in der Hand. Während dem er das Billet löste, 
kamen A.________ und C.________ hinzu. A.________ begann, D.________ mehrmals zu 
schlagen. Dieser fiel dabei nach hinten auf die Bank und blieb dort kurz "beduselt" liegen. 
A.________ liess es aber nicht dabei bewenden, sondern wirkte noch auf den Halsbereich von 
D.________ ein. In der Phase dieser Einwirkung trafen J.________ und K.________ bei der Bus-
haltestelle ein und trennten alle Parteien. Während A.________ und C.________ sich dann vom 
Tatort entfernten, blieb D.________ vor Ort, bis die avisierte Polizei eintraf. 

In den beiden Einwirkungsphasen (sehr wahrscheinlich in der zweiten) muss A.________ 
D.________ kurz durchsucht und ihm sein Natel abgenommen haben, denn Fakt ist: D.________ 
stellt noch vor Ort den Verlust des Natels fest (vgl. dazu seine Aussagen, pag. 51, Zeile 154 ff.). 
Auf dem Boden bei der Bushaltestelle kann es nicht gelegen haben, wäre dies doch sicherlich 
entweder den angerannt kommenden Securitasmitarbeitenden – die ja eine gewisse Zeitdauer vor 
Ort waren – oder den danach ausgerückten Polizisten aufgefallen, ist diese Bushaltestelle in der 
Nacht ja bekanntlich auch beleuchtet. Der gesamte Vorfall, bis die Securitasmitarbeitenden vor Ort 
waren, spielte sich innerhalb ein paar Sekunden, höchstens ein paar Minuten ab. In so einer kurz-
en Zeit packt sich ein Angreifer einzig die Gegenstände, die ihm sofort in die Hände fallen. Es fehlt 
ihm schlicht und einfach an der Zeit, das Opfer genauer zu durchsuchen. Angesichts dieser ganz 
kurzen Zeitspanne stellt somit der Umstand, dass D.________ danach noch im Besitz seines Por-
temonnaies und des "Hugo Boss"-Parfüm war, für das Gericht kein Widerspruch dar.»

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8. Die Vorbringen der Verteidigung

Fürsprecher B.________ kritisierte an der erstinstanzlichen Sachverhaltsfest-
stellung im Wesentlichen zwei Elemente: Zum einen machte er geltend, es liege 
kein Beweis dafür vor, dass das Opfer sein Handy zum Zeitpunkt des Vorfalls 
dabei gehabt habe. Zum anderen sei – selbst wenn es das Handy dabei gehabt 
hätte – nicht nachweisbar, dass der Beschuldigte dieses an sich genommen ha-
be.

Unbestreitbar sei vorliegend einzig, dass es am 25. Dezember 2013 zu einem 
Gerangel zwischen dem Beschuldigten und dem Opfer gekommen sei. Was da-
bei genau passiert sei und insbesondere die Frage, ob der Beschuldigte das 
Handy des Opfers an sich genommen habe, sei jedoch offen geblieben. Objekti-
ve Beweismittel lägen keine vor, die Verurteilung stütze sich einzig auf die Aus-
sagen der Beteiligten. Bezüglich den Aussagen des Opfers sei erstaunlich, dass 
je später sie gemacht worden, umso präziser und umfassender sie ausgefallen 
seien. Zudem würden sie diverse Widersprüche beinhalten, so beispielsweise 
bezüglich der Frage, ob das Opfer die Freundin des Beschuldigten angemacht 
habe oder wo sich das Handy zum Zeitpunkt des Angriffs befunden habe. Die 
Aussagen des Zeugen L.________ seien schlicht nicht brauchbar, oft falsch und 
aktenwidrig. Die beiden Securitas-Mitarbeiter hingegen hätten letztlich nur gese-
hen, dass es zum Gerangel gekommen sei, mehr aber nicht. Insbesondere habe 
keiner von ihnen die Wegnahme des Handys bemerkt. Ihm stelle sich zudem 
auch die Frage, weshalb der Beschuldigte denn nur das Handy hätte an sich 
nehmen sollen und nicht auch das Portemonnaie, welches das Opfer in den 
Händen gehabt habe.

9. Die Argumente der Generalstaatsanwaltschaft

Generalstaatsanwalt i.V. I.________ führte anlässlich der oberinstanzlichen 
Verhandlung aus, die Beweiswürdigung der Vorinstanz sei umfassend und 
schlüssig. Er verwies grundsätzlich darauf. Auch mit den nun vorgebrachten 
Vorbehalten der Verteidigung habe sich die Vorinstanz bereits auseinanderge-
setzt, so beispielsweise habe sie nachvollziehbar erklärt, weshalb die Aussagen 
des Opfers detaillierter geworden seien. Soweit die Vorinstanz indes die Aussa-
gen des Zeugen L.________ ignoriert habe mit der Begründung, dieser sei nicht 
glaubwürdig, verkenne sie, dass es nicht um die allgemeine Glaubwürdigkeit ei-
nes Zeugen, sondern einzig um die Glaubhaftigkeit der einzelnen Aussagen ge-
he. So seien seine Aussagen über den Zeitraum vor der Tat durchaus logisch 
konsistent, nicht übertrieben, stimmig und insgesamt als glaubhaft zu bezeich-
nen. Der Umstand, wonach der Beschuldigte nicht auch noch das Portemonnaie 
des Opfers genommen habe, lasse sich damit erklären, dass dieser gestört wor-
den sei und keine Zeit mehr gehabt habe. 

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10. Würdigung durch die Kammer

10.1 Unbestrittener Sachverhalt

Die Vorinstanz hielt folgenden Sachverhalt für unbestritten (pag. 588 f.): 

«Neben den bereits im Sachverhalt erwähnten, unbestrittenen Punkte ergeben sich aus den in 
den Akten vorhandenen Aussagen weitere Elemente, welche durch die Parteien nicht bestritten 
werden; dies wie folgt: 

- D.________ war an diesem Tag mit Freunden in der Stadt essen, wobei er selber ein bis zwei 
Gläser Wein und drei bis vier grosse Bier trank. Er war also betrunken und hatte Schlagseite. 
Er wollte von der "R.________ (Restaurant)" nach Hause. Bei der Bushaltestelle "Bollwerk" 
wollte er ein Billet für den Bus lösen (vgl. dazu seine Aussagen, z.Bsp. pag. 40, Zeile 35 ff., 
pag. 49, Zeile 74 ff., pag. 53, Zeile 225 f., pag. 40, Zeile 38 ff.). 

- Bei dieser Bushaltestelle kam es in der Folge zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die 
zum Teil vom L.________ beobachtet wurde. Dieser informierte den bei der Anlaufstelle arbei-
tenden Securitasmitarbeiter J.________. Jener lief sodann sofort mit seinem Kollegen 
K.________ zur Bushaltestelle (vgl. dazu z.Bsp. Aussagen D.________, pag. 40, Zeile 39 ff., 
Aussagen L.________, pag. 88, Zeile 35 ff., Aussagen J.________, pag. 56, Zeile 15 ff. und 
K.________, pag. 70, Zeile 15 ff.).

- Anschliessend kam es bei der Bushaltestelle zu längeren Diskussionen. D.________ gab da-
bei gegenüber den beiden Securitasmitarbeitern an, A.________ und C.________ hätten ihn 
ausgeraubt (vgl. dazu z.Bsp. Aussagen J.________, pag. 57, Zeile 27 ff., pag. 62, Zeile 41 ff., 
Aussagen K.________, pag. 71, Zeile 24 ff., pag. 77, Zeile 44). 

- Kurz vor dem Überfall befanden sich A.________ und C.________ bei der Anlaufstelle. Beide 
sind ein Paar und seit langer Zeit drogenabhängig. Als die beiden Securitasmitarbeiter bei der 
Bushaltestelle eintrafen, befanden sich auch A.________ und C.________ dort. Trotz heftiger 
Proteste von D.________ wurden die beiden durch die Securitasmitarbeiter nicht angehalten. 
Auf Geheiss von D.________ wurde schliesslich die Polizei avisiert (vgl. dazu z.Bsp. Aussa-
gen J.________, pag. 56, Zeile 16 ff., pag. 57, Zeile 43 ff.,  pag. 58, Zeile 66 ff., pag. 62, Zeile 
40 ff., Aussagen K.________, pag. 70, Zeile 15 ff., pag. 71, Zeile 61 ff., pag. 72, Zeile 111, 
Aussagen L.________, pag. 88, Zeile 35 ff., Aussagen D.________, pag. 467, Zeile 23 ff.).»

Oberinstanzlich wird auch vom Beschuldigten nicht mehr bestritten, dass es eine 
körperliche Auseinandersetzung gab. So räumte Fürsprecher B.________ in 
seinem Parteivortrag ein, es sei zwischen dem Beschuldigten und dem Opfer zu 
einem «Gerangel» gekommen. Diese Darstellung stimmt mit den Aussagen des 
Opfers sowie der Zeugen J.________, K.________ und L.________ überein. 
Ergänzend ist zu erwähnen, dass sich das Opfer unmittelbar nach dem Vorfall 
beim City Notfall in medizinische Behandlung begab. Gemäss dem entspre-
chenden Zeugnis der City Notfall AG vom 25. Dezember 2013 (pag. 30 ff.) gab 
das Opfer auch dort an, beim Billetautomaten von hinten niedergeschlagen wor-
den zu sein. Es wurde eine oberflächliche Schürfung an der Wange festgestellt 
und fotografiert (pag. 31 ff.). Der Facharzt des City Notfalls bezeichnete die do-
kumentierte Verletzung als mit den geschilderten Ereignissen vereinbar.

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10.2 Bestrittener Sachverhalt

In sachverhaltlicher Hinsicht sind gestützt auf die Vorbringen der Verteidigung 
vorliegend zwei Fragen zu klären. Zum einen ist festzustellen, ob das Opfer sein 
Mobiltelefon zum Zeitpunkt des Vorfalls bei sich hatte (nachfolgend Ziff. 10.2.1). 
Zum anderen ist zu prüfen, ob der Beschuldigte dem Opfer im Verlauf der Aus-
einandersetzung das Mobiltelefon weggenommen hat (nachfolgend Ziff. 10.2.2). 

Als Beweismittel stehen dafür die Aussagen des Opfers sowie die Aussagen der 
Zeugen J.________, K.________ und L.________ zur Verfügung. Demgegenü-
ber kann auf die Aussagen des Beschuldigten und dessen Freundin 
C.________ nicht abgestellt werden, da sie beide die Aussage verweigerten. 
Zur Klärung der Frage, ob das Opfer sein Mobiltelefon dabei hatte, liegt zudem 
eine von der Staatsanwaltschaft eingeholte technische Auskunft (rückwirkende 
Überwachung der IMEI-Nummer des Geräts) vor (pag. 103 ff.).

10.2.1 Zur Frage, ob das Opfer sein Mobiltelefon dabei hatte

Das Opfer gab bereits in seiner ersten Einvernahme – unmittelbar nach dem 
Vorfall – an, er habe, als er angegriffen worden sei, sein Mobiltelefon in seiner 
rechten Hosentasche gehabt (pag. 36 Z. 45 f.). Es sei ihm gestohlen worden 
(pag. 37 Z. 70 ff.). Dasselbe machte er in seiner zweiten und dritten Einvernah-
me geltend (pag. 40 Z. 64 ff.; pag. 51 Z. 154 f.). Auf die Frage, wann er das Na-
tel vor dem Vorfall zum letzten Mal benutzt habe, antwortete er: «Wohl kurz vor-
her» (pag. 53 Z. 207 f.). Anlässlich der Hauptverhandlung führte das Opfer auf 
entsprechende Fragen aus, er sei sicher, dass er sein Handy bei sich gehabt 
und vorher noch telefoniert habe (pag. 471 Z. 4 ff.). Und weiter: «Ich bin ein 
Mensch, der oft sein Handy benutzt, das ist so. Es kann sogar sein, dass ich es 
benutzt habe, als ich hier vor dem Amthaus hindurch lief in Richtung Bushalte-
stelle» (pag. 471 Z. 14 f.). 

Das Opfer ist sich mithin sicher, dass es sein Mobiltelefon am fraglichen Abend 
auch unmittelbar vor dem Vorfall noch bei sich hatte und allenfalls sogar noch 
benutzte. Diese Darstellung wird objektiv durch die von der Staatsanwaltschaft 
angeordnete rückwirkende Überwachung der IMEI-Nummer des Mobiltelefons 
bestätigt. So wurde das Gerät am 25. Dezember 2013 um 18:54 Uhr letztmals 
mit der SIM-Card des Opfers betrieben (pag. 111). Der Vorfall selber fand 
gemäss Anzeigerapport um ca. 19.00 Uhr statt (pag. 19). Es kann mithin ausge-
schlossen werden, dass das Mobiltelefon im Restaurant liegen gelassen wurde. 
Nicht vorstellbar ist, dass das Opfer sein Mobiltelefon in den Minuten vor dem 
Angriff – als es zu Fuss die Stadt hinauf lief – unbemerkt verloren hat. Folglich 
erachtet die Kammer als erstellt, dass das Opfer sein Mobiltelefon zum Zeit-
punkt des Vorfalls auf sich trug.

 

12

10.2.2 Zur Frage, ob der Beschuldigte dem Opfer das Mobiltelefon abgenommen 
hat

Zur Frage, ob der Beschuldigte dem Opfer das Mobiltelefon abgenommen hat, 
liegen keine objektiven Beweismittel vor. Die Sachverhaltsermittlung muss mit-
hin gestützt auf die Aussagen des Opfers sowie der weiteren Zeugen vorge-
nommen werden.

a. Aussagen der Zeugen J.________ und K.________ (Securitas-
Mitarbeiter)

Für die Zusammenfassung und Würdigung der Aussagen der beiden Zeugen 
J.________ und K.________ (Securitas-Mitarbeiter) kann auf die ausführlichen 
und sorgfältigen Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 590 ff.). 
Tatsächlich erweisen sich die Aussagen dieser Zeugen als detailliert und diffe-
renziert (vgl. dazu die einzelnen von der Vorinstanz erwähnten Passagen auf 
pag. 590 bis 593). Sie sind auch nach Auffassung der Kammer glaubhaft. Nebst 
den zutreffenden Bemerkungen im erstinstanzlichen Motiv auf pag. 590 ff. kann 
insbesondere auf folgende Umstände verwiesen werden: 

- die beiden Zeugen sind zum Beobachten bei der Anlaufstelle angestellt (vgl. 
Aussage J.________ pag. 57 Z. 61 f.);

- der Arbeitsort der beiden Zeugen vis-à-vis der Bushaltestelle ist vom Tatort 
lediglich durch die Hodlerstrasse getrennt. Der Weg dorthin ist demnach 
kurz;

- die Beleuchtungssituation zur Tatzeit (Weihnachtsabend um 19 Uhr) war si-
cherlich gut. Damit können Feststellungen über Vorgänge bei der Bushalte-
stelle vom Eingang der Anlaufstelle aus gemacht werden;

- die Zeugen unterscheiden gut, was sie selber gesehen haben und was sie 
vermuten, was sich abgespielt haben könnte. So äusserte sich beispiels-
weise Zeuge J.________ dahingehend, der Beschuldigte habe das Opfer 
mit der Hand am Hals gepackt. Dabei hätten sie von der Anlaufstelle her 
aber nur die Hand des Beschuldigten gesehen, welche sich beim Opfer be-
wegt habe. «C.________» (C.________) sei neben dem Opfer auf der War-
tebank gesessen und habe ihm vermutlich etwas aus der Tasche nehmen 
wollen, aber dies hätten sie nicht genau gesehen (58 Z. 72-76; ebenso pag. 
66 Z. 188-190). Zeuge J.________ sagte zudem aus, soviel er mitbekom-
men habe, habe das Opfer die Freundin des Beschuldigten angegrapscht. 
Aber sein Kollege habe mit dem Beschuldigten und seiner Freundin gespro-
chen und könne mehr Auskunft geben. Er wisse es nicht genau (pag. 58 Z. 
103 ff.). Zudem wisse er das vom Angrapschen nur, weil es der Beschuldig-
te so behauptet habe, diesbezüglich hätten sie nichts gesehen (pag. 66 Z. 
194 f.; ebenso pag. 81 Z. 161 ff.).

Diese Umstände lassen die Aussagen der beiden Securitas-Mitarbeiter als sehr 
zuverlässig erscheinen. Sie sind überdies sowohl in den Hauptpunkten (vgl. Ein-
vernahme Zeuge J.________ pag. 56 ff. bzw. Einvernahme Zeuge K.________ 
pag. 70 ff.) als auch in Nebenpunkten (beispielsweise Zeuge J.________: Ein-

13

mal sei ein Bus an die Haltestelle gefahren, aber da seien die Parteien schon 
getrennt gewesen, pag. 58 Z. 82 f.; beispielsweise Zeuge K.________: der Be-
schuldigte sei bereits vor dem Vorfall in der Drogenanlaufstelle ziemlich erregt 
gewesen, pag. 73 Z. 139 f.) detailreich.

Aus den glaubhaften Aussagen der beiden Securitas-Mitarbeiter ergibt sich zu-
sammengefasst, dass sich bei der Bushaltestelle eine handgreifliche Auseinan-
dersetzung entwickelt hat, auf welche sie von einem andern Drogensüchtigen 
(„M.________“) aufmerksam gemacht worden sind. Der Beschuldigte ist dabei 
der Angreifende gewesen. Sie sind daraufhin zur Bushaltestelle hinüber gegan-
gen und haben interveniert. Das Opfer wies eine leichte Verletzung im Gesicht 
auf und sagte immer wieder, er sei vom Beschuldigten und dessen Freundin 
ausgenommen worden, weshalb man sie festhalten solle. Weil sie jedoch keinen 
Diebstahl feststellen konnten, liessen sie die beiden gehen. Auf langes Drängen 
des Opfers hin riefen sie schliesslich die Polizei.

b. Aussagen des Opfers

Die tätliche Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem Opfer 
ist heute nicht mehr bestritten. Allerdings ist damit noch kein Diebstahl nachge-
wiesen. Ein solcher ergibt sich einzig aus den Aussagen des Opfers. Diese sind 
somit für den Ausgang des Verfahrens zentral. Das Opfer wurde während dem 
Verfahren insgesamt viermal zur Sache befragt. Die Vorinstanz setzte sich um-
fassend auf fünf Seiten mit diesen Aussagen auseinander (pag. 596 ff.) und er-
achtete sie als glaubhaft. Die Kammer teilt – entgegen der Auffassung der Ver-
teidigung – diese Einschätzung und zwar insbesondere aus folgenden Gründen: 

- die Aussagen Opfers enthalten diverse Realkennzeichen; dazu kann vorab 
auf die zutreffenden Angaben der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 596 
ff.). Hinzuweisen ist darüber hinaus insbesondere auf folgende Aussage des 
Opfers: «Ich spürte, wie eine oder mehrere Personen meine Kleidung 
durchsuchten, so, als würden sie etwas suchen“ (pag.36 Z. 46 f.). Eine sol-
che Aussage nur 45 Minuten nach dem Vorfall ist kaum in dieser Art mög-
lich, wenn die Situation nicht so erlebt worden wäre. Sie betrifft zudem das 
zentrale Element im vorliegenden Beweisverfahren, nämlich die Frage nach 
dem Vorliegen einer Wegnahme;

- das Opfer war derart wütend über die Securitas-Mitarbeiter, welche den Be-
schuldigten und dessen Freundin laufen gelassen hatten, dass er diese bei 
der Polizei anzeigen wollte. Diese Reaktion entspricht seinem Gefühl, be-
raubt worden zu sein und niemand will etwas dagegen tun;

- das Opfer ist auch sich selbst gegenüber kritisch (es gibt beispielsweise zu, 
betrunken gewesen zu sein und über eine eingeschränkte Wahrnehmung 
verfügt zu haben). Andererseits belastete es den Beschuldigten und dessen 
Freundin nicht übermässig (die Freundin sei passiv geblieben, habe nichts 
gemacht, der Beschuldigte habe nicht mit einem Gegenstand dreingeschla-
gen, der erste Schlag habe nicht gewirkt etc.); 

14

- die Aussagen des Opfers stimmen soweit das äussere Geschehen betref-
fend mit denjenigen der Zeugen J.________ und K.________ grossmehr-
heitlich überein. Zudem passt die objektiviert im City Notfall und durch die 
Zeugen festgestellte Verletzung im Gesicht zum geschilderten Angriff auf 
das Opfer; 

- und nicht zuletzt: Ein Motiv des Opfers, den Beschuldigten absichtlich falsch 
zu belasten, ist weder ersichtlich, noch wird dies geltend gemacht. Ebenfalls 
bestehen keine Anhaltspunkte, wonach sich der Beschuldigte und das Op-
fer gekannt hätten;

Dem Hauptargument der Verteidigung, wonach die Aussagen des Opfers wider-
sprüchlich seien, kann nicht gefolgt werden. Die scheinbaren Widersprüche sind 
– soweit überhaupt vorhanden – erklärbar. So wurde das Opfer über einen Zeit-
raum von fast zwei Jahren viermal befragt. Bereits deshalb liegt das Vorhanden-
sein gewisser Abweichungen auf der Hand. Nachvollziehbar ist zudem auch, 
dass die erste Einvernahme nicht besonders detailreich ausgefallen ist. Zum ei-
nen war das Opfer so kurz – bloss eine knappe Stunde – nach dem Vorfall wohl 
noch etwas unter Schock. Zum anderen stand es nachweislich unter erhebli-
chem Alkoholeinfluss (der durchgeführte Alkoholtest um ca. 19.40 Uhr ergab ei-
nen Wert von 1.32 Gewichtungspromille, pag. 21). Nicht richtig ist die Behaup-
tung der Verteidigung, wonach das Opfer bezüglich sämtlicher Punkte immer 
detaillierter und besser ausgesagt haben soll. In vielerlei Hinsicht konnte es 
auch in den späteren Einvernahmen nichts hinzufügen. Wie bereits die Vorin-
stanz zutreffend feststellte, beziehen sich die vorhandenen Widersprüche zu-
meist auf blosse Detailfragen und Nebensächlichkeiten. Im Kern blieb das Opfer 
indes konstant bei seinen ersten Aussagen (vgl. auch hierzu die ausführliche 
Darstellung der Vorinstanz auf pag. 598).

Die Kammer kommt mithin zum Schluss, dass auf die Aussagen des Opfers ab-
gestellt werden kann. Daraus ergibt sich zusammengefasst, dass das Opfer bei 
der Busstation während des Billetkaufs vom Beschuldigten angegriffen und mit 
Fäusten traktiert wurde. Dabei taumelte es und fiel rückwärts gegen hinten, halb 
liegend/sitzend auf die Wartebank. Dort fühlte das Opfer, wie eine oder mehrere 
Personen seine Kleidung durchsuchten, als ob sie etwas suchen würden. Später 
stellte es den Verlust seines Natels fest. 

c. Aussagen des Zeugen L.________

Der Zeuge L.________ gab zusammengefasst an, vom Beschuldigten und des-
sen Freundin gehört zu haben, dass sie jemanden ausnehmen wollten. Sie sei-
en den ganzen Abend hässig gewesen, weil sie keinen Stoff und Geld mehr ge-
habt hätten. Später habe er gesehen, dass der Beschuldigte auf das Opfer ein-
geschlagen habe. Weiter habe er gesehen, wie das Opfer umgefallen und den 
Kopf an der Scheibe und danach an der Holzbank aufgeschlagen habe. Später 
habe er vom Opfer gehört, dass ihm ein Natel weggekommen sei. Er habe dann 
den Securitas-Mitarbeitern gesagt, dass sie einmal nachschauen gehen sollten 
(pag. 88 Z. 31 ff.). 

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Die Vorinstanz machte beim Zeugen L.________ mehrfache Widersprüche aus 
und hielt seine Aussagen nicht für glaubhaft (pag. 594 ff.). Wie auch General-
staatsanwalt i.V. I.________ ausführte, tat sie dies zu Unrecht. Insbesondere ist 
nicht die allgemeine Glaubwürdigkeit des Zeugen von Bedeutung, sondern die 
Glaubhaftigkeit seiner einzelnen Aussagen. Die angeblichen Widersprüche (vgl. 
Motiv Vorinstanz pag. 595) erweisen sich bei Lichte besehen als blosse Unge-
nauigkeiten: 

- der Zeuge L.________ habe angegeben, dass der Vorfall schon geschehen 
sei, als er sich bei den Securitas-Mitarbeitern gemeldet habe; demgegenü-
ber habe der Zeuge J.________ ausgesagt, der Vorfall sei bei ihrem Eintref-
fen noch im Gang gewesen. 

Es ist ohne weiteres möglich, unter «schon geschehen» den ersten Schlag 
und das zu Boden gehen des Opfers zu verstehen. Danach meldete der 
Zeuge L.________ dies und die Zeugen J.________ und K.________ gin-
gen hin und trennt die beiden. Ein unlösbarer Widerspruch ist nicht erkenn-
bar;

- Der Beschuldigte und dessen Freundin seien nach dem Vorfall Richtung 
Bahnhof weggerannt, als die Securitas-Mitarbeiter zum Opfer gegangen 
seien; dies stehe im Widerspruch zu den Aussagen der Zeugen J.________ 
und K.________, wonach der Beschuldigte und dessen Freundin bei ihrem 
Eintreffen noch bei der Bushaltestelle gestanden seien.

Vorab betrifft diese Aussage einen Zeitraum, welcher für das vorliegende 
Verfahren nicht mehr relevant ist. Zudem sagte immerhin auch der Zeuge 
K.________ aus, der Beschuldigte und dessen Freundin seien nach dem 
Vorfall Richtung Bahnhof gelaufen (pag. 71 Z. 35 f.). Möglicherweise hatte 
der Zeuge L.________, als er zehn Monate nach dem Vorfall dazu befragt 
wurde, dies in Erinnerung. Wobei zu ergänzen ist, dass er nach der Mel-
dung an die Securitas-Mitarbeiter nicht bei der Bushaltestelle weilte, son-
dern das Geschehen aus der Distanz von der Anlaufstelle her beobachtete 
(pag. 90 Z. 143). Auch hier ist kein unerklärlicher Widerspruch erkennbar;

- Nach dem Angriff des Beschuldigten auf das Opfer sei dieses einige Zeit 
am Boden liegen geblieben; dies stehe im Widerspruch zu den Aussagen 
von Zeuge J.________, wonach das Opfer nie am Boden gelegen habe.

Auch hier ist die Perspektive unterschiedlich: Zeuge L.________ sah 
zunächst die Schläge und wie das Opfer umfiel. Er wandte sich an die Se-
curitas-Mitarbeiter und wies sie darauf hin, dass da etwas laufe. Erst dann 
wurden diese aufmerksam und gingen zur Bushaltestelle rüber. Es ist ohne 
weiteres möglich, dass sich das Opfer zu diesem Zeitpunkt schon wieder 
erhoben hatte. Immerhin sagte auch Zeuge K.________ aus, bei ihrer An-
kunft sei das Opfer auf der Holzbank gesessen und der Beschuldigte sei vor 
diesem gestanden und habe beide Hände an dessen Hals gehabt (pag. 71 
Z. 20 ff.) bzw. der Beschuldigte sei halb auf dem Opfer drauf gewesen 
(pag. 77 Z. 41). Auch hier ist kein relevanter Widerspruch zu erkennen. 

16

Vielmehr können die beiden Aussagen zu unterschiedlichen Zeitpunkten je 
für sich richtig sein;

- nicht entscheidend für die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Zeugen 
L.________ ist schliesslich auch, ob das Opfer vor dem Vorfall bei der An-
laufstelle gewesen ist und Stoff gesucht hat. Wenn die Zeugen J.________ 
und K.________ das Opfer tatsächlich vor dem Vorfall nicht als Konsumen-
ten kannten, hätten sie ihn auch leicht übersehen können, wenn er sich vor 
dem Vorfall «bei» der Anlaufstelle aufgehalten hätte (zumal dieses Gebiet 
auch den Aussenbereich und dort eine längere Trottoirstrecke umfasst). 
Immerhin präzisierte Zeuge L.________, er kenne das Opfer als regelmäs-
sigen Kunden des «S.________» (einschlägiges Lokal mit Frequentierung 
von Drogenkonsumenten) und dieser konsumiere auch Drogen (was sich im 
Übrigen bei der polizeilichen Kontrolle ja auch bestätigte; pag. 21 und 53 
Z. 237 f.). Zudem ist auch nach Angaben des Zeugen J.________ ein ge-
wisser «N.________» vorbeigekommen und habe das Opfer gefragt, ob er 
wieder etwas brauche (pag. 58 Z. 80 f.).

Es besteht mithin kein Anlass, den Angaben des Zeugen L.________, der dar-
aus keinen persönlichen Nutzen ziehen kann und nicht in die Angelegenheit 
verwickelt war, keinen Glauben zu schenken. Im Gegenteil, es werden wichtige 
Aussagen seinerseits durch die Aussagen der Zeugen J.________ und 
K.________ sowie durch das Opfer bestätigt. Wesentlich ist, dass der Zeuge 
L.________ zu Protokoll gab, der Beschuldigte und dessen Freundin hätten ihm 
gegenüber vor dem Vorfall gesagt, sie wollten jemanden ausnehmen, weil sie 
weder Stoff noch Geld gehabt hätten (Pag. 88 Z. 31). Diese Aussage wurde vom 
Zeugen J.________ indirekt bestätigt, indem er ausführte L.________ habe ih-
nen gegenüber gesagt, der Beschuldigte und seine Freundin würden bei der 
Bushaltestelle jemanden ausnehmen (62 Z. 35 f.; bestätigt bei der Staatsanwalt-
schaft pag. 63 Z. 64). Der Umstand, dass der Beschuldigte in der Anlaufstelle 
noch vor dem Vorfall ziemlich erregt war, fiel zudem auch dem Zeuge 
K.________ auf (pag. 73 Z. 139 f.).

Aus den Aussagen des Zeugen L.________ ergibt sich, dass der Angriff durch 
den Beschuldigten offensichtlich dadurch motiviert war, das Opfer auszuneh-
men. Dies hatte er vorher gegenüber dem Zeugen L.________ angekündigt und 
genau diese Absicht bemerkte das Opfer ja auch selber, als er realisierte, dass 
ihn jemand durchsuchte. 

d. Zusammenfassung

Wie die Verteidigung zutreffend ausführte, ergeben die vielen Mosaiksteinchen 
vorliegend ein klares Gesamtbild. Dieses Gesamtbild weicht jedoch erheblich 
von der Darstellung der Verteidigung ab und sieht wie folgt aus:

Unbestritten ist die körperliche Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldig-
ten und dem Opfer, wobei der Beschuldigte gestützt auf die Aussagen der bei-
den Securitas-Mitarbeiter als der Angreifende identifiziert werden konnte. We-
gen der glaubhaften Angaben des Opfers erachtet die Kammer als erstellt, dass 
dieses während des Angriffs durchsucht worden ist und dass ihm nach dem Vor-

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fall das Mobiltelefon fehlte. Ausgeschlossen werden kann dabei die von der Ver-
teidigung aufgeworfene Variante, wonach das Opfer das Mobiltelefon während 
dem Gerangel verloren haben könnte. Zum einen wäre dieses mit Sicherheit 
unmittelbar danach gefunden worden, zumal das Opfer schon den beiden Secu-
ritas-Mitarbeitern mitteilte, ihm sei etwas bzw. sein Mobiltelefon gestohlen wor-
den. Zum anderen schilderte Zeuge L.________ glaubhaft, dass der Beschuldig-
te und dessen Freundin geplant hatten, jemanden auszunehmen. Es handelt 
sich mithin um eine bloss theoretischen Möglichkeit.

10.3 Fazit

Die Kammer gelangt nach Würdigung der objektiven und subjektiven Beweismit-
tel zur Überzeugung, dass das Opfer sein Mobiltelefon zum Zeitpunkt des An-
griffs noch bei sich hatte und dass der Beschuldigte ihm dieses im Rahmen des 
Übergriffs wegnahm. Der von der Vorinstanz festgestellte Sachverhalt ist mithin 
korrekt und auch im oberinstanzlichen Verfahren massgebend.

III. Rechtliche Würdigung

Des Raubes macht sich strafbar, wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter 
Androhung gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder nachdem er den Be-
troffenen zum Widerstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht 
(Art. 140 Ziff. 1 des Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937, SR 311.0; 
StGB). Für die allgemeinen Ausführungen zum Tatbestand wird auf die zutref-
fenden Erwägungen im erstinstanzlichen Motiv verwiesen (pag. 604 ff.).

Zur Subsumtion führte die Vorinstanz aus (pag. 606):

Die durchgeführte Beweiswürdigung ergab, dass A.________ am 25. Dezember 2013 mittels kör-
perlicher Gewalt D.________ angriff. Dabei schlug er ihn gegen den Kopf und wirkte auch auf den 
Halsbereich von D.________ ein. Auf Grund seines Zustandes (Alkohol- und Drogeneinfluss) war 
es D.________ aber nicht möglich, sich physisch stark gegen diese Attacke zur Wehr zu setzen. 
Im Laufe dieser Auseinandersetzung gelang es A.________, D.________ das Natel zu entwenden 
und an sich zu nehmen. 

Die bisherigen Ausführungen zeigen, dass an einem Vorsatz seitens A.________ nicht gezweifelt 
werden kann. Eine andere Erklärung für seine Handlungen ist schlicht und einfach nicht ersicht-
lich. Rechtfertigungs- oder Schuldausschliessungsgründe sind demnach nicht vorhanden. 

Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die damaligen Handlungen von A.________ den 
Raubtatbestand gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB erfüllen und er folglich wegen Raubes, begangen 
am 25. Dezember 2013 in Bern zN D.________ im Deliktsbetrag von ca. CHF 230.00, schuldig zu 
sprechen ist.

Dieser Schlussfolgerung ist vollumfänglich zuzustimmen. Das vom Opfer ge-
schilderte Durchsuchen seiner Kleider kann mit den unmittelbar vorangehenden 
Aussagen des Beschuldigten gegenüber dem Zeugen L.________ in der kon-
kreten Situation nicht anders gedeutet werden, als dass der Beschuldigte mit 
Wissen und Willen gewalttätig auf das Opfer einwirkte, um an diesem einen 
Diebstahl zu begehen. 

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Der Beschuldigte ist mithin des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB schuldig 
zu erklären.

IV. Strafzumessung

11. Allgemeine Grundsätze zur Strafzumessung, Asperationsprinzip und Straf-
rahmen

Die allgemeinen Grundsätze der Strafzumessung sowie die Theorie zur Aspera-
tion hat die Vorinstanz korrekt zusammengefasst (pag. 626 ff.). Allerdings weicht 
die 2. Strafkammer in konstanter Praxis insoweit vom zitierten Entscheid des 
Bundesgerichts 6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 ab, als dass sie die Täterkom-
ponente bereits bei der Festsetzung der Einsatzstrafe (und dann auch bei der 
Festlegung der jeweils für die übrigen Delikte festzusetzenden Strafen) berück-
sichtigt und nicht erst nach der Bestimmung der Gesamtstrafe. 

Der Beschuldigte hat mehrere Straftaten begangen und ist in diesem Verfahren 
wegen Raubes, mehrfachen Diebstahls sowie mehrfachen Sachbeschädigun-
gen und Hausfriedensbrüchen zu bestrafen. Die Übertretungsbusse von 
CHF 100.00 wegen der Betäubungsmittelgesetz-Konsumwiderhandlung ist be-
reits in Rechtskraft erwachsen. 

Damit das Asperationsprinzip gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB vorliegend zur An-
wendung kommt, ist notwendig, dass der Beschuldigte für alle Taten zu gleichar-
tigen Strafen verurteilt wird. Vorliegend sind für alle zu beurteilenden Delikte 
theoretisch sowohl Geld- als auch Freiheitsstrafen möglich (vgl. die Auflistung 
der Vorinstanz auf pag. 627 f.). Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, kommt 
jedoch einzig eine Freiheitsstrafe als angemessene Sanktion in Betracht. Das 
Aussprechen von Geldstrafen ist beim Beschuldigten nachweislich wenig sinn-
voll. So zeigt er sich, wie ein Blick in sein Strafregister verrät, von sämtlichen 
Bestrafungen und Strafarten wenig beeindruckt. Zudem bezahlt er die ihm aufer-
legten Geldstrafen prinzipiell nicht. So weilt er denn auch zurzeit in den Strafan-
stalten Thorberg, wo er unter anderem 186 Tage Ersatzfreiheitsstrafe verbüsst 
(vgl. Vollzugsauftrag vom 18. März 2016, pag. 706/1 ff.). Ein bedingter Strafvoll-
zug kommt beim Beschuldigten angesichts seiner einschlägigen Rückfälligkeit 
nicht mehr in Frage. Damit sind sämtliche Delikte mit einer Freiheitsstrafe zu 
sanktionieren. Etwas anderes wurde im Übrigen auch von der Verteidigung nicht 
geltend gemacht, diese verlangte für die verbleibenden Delikte ebenfalls die 
Ausfällung einer Freiheitsstrafe.

Das Asperationsprinzip ist folglich anwendbar. Bei der Festsetzung des abstrak-
ten Strafrahmens ist vom Tatbestand des Raubs gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB 
als schwerstes Delikt auszugehen, welcher eine Bestrafung mit Freiheitsstrafe 
von bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen vorsieht. 

12. Konkrete Strafzumessung

12.1 Einsatzstrafe für den Raub zum Nachteil von D.________ 

a. Objektive Tatschwere

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Schwere der Verletzung des betroffenen Rechtsgutes

Die Vorinstanz führte zur Schwere der Verletzung des betroffenen Rechtsgutes 
aus (pag. 350):

«Zur Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes ist festzuhalten, 
dass dieser Punkt nicht zu vernachlässigen ist. Vorliegend ist der Deliktsbetrag mit ca. 
CHF 230.00 zwar verhältnismässig als sehr gering zu bezeichnen. Dieser Umstand dürfte aber - 
wie dargelegt - wohl einzig darin liegen, dass die beiden Securitasmitarbeiter so rasch vor Ort wa-
ren und es A.________ nicht möglich war, noch weitere Beute zu machen. Schwerer wiegt vorlie-
gend aber, dass er D.________ nicht nur Gegenstände abnahm, sondern wiederholt tätlich gegen 
diesen vorging. So schilderte D.________ unter anderem in der Hauptverhandlung Ende April 
2015 eindrücklich, wie ihm die Schläge "eingefahren" sind. Es war auch deutlich zu spüren, dass 
der gesamte Vorfall bei ihm Spuren hinterlassen hat, wenn auch die objektiven Nachwirkungen 
(Schürfung an der linken Wange) wenig sichtbar waren und rasch auch wieder abheilten.»

Diese Ausführungen sind korrekt. Angesichts der Mindeststrafandrohung von 
180 Tagessätzen und des grossen Strafrahmens ist das Verschulden des Be-
schuldigten dennoch im unteren Bereich anzusiedeln und damit als noch leicht 
zu bewerten. Die Kammer erachtet hierfür eine Strafe von 13 Monaten als an-
gemessen.

Verwerflichkeit des Handelns und kriminelle Energie

Zur Verwerflichkeit des Handelns und der kriminellen Energie hielt die Vorin-
stanz fest (pag. 350):

«Bei der Verwerflichkeit des Handelns und der kriminellen Energie ist zu erwähnen, dass 
zwar keine Hinweise darauf vorliegen, dass A.________ den Überfall auf D.________ geplant hät-
te. Es dürfte sich wohl vielmehr um eine Kurzschlussaktion gehandelt haben. Sein Verhalten zeigt 
aber auf, dass - als er den Entschluss gefasst hat - erst das Eingreifen der Securitasmitarbeitern 
einen weitergehenden Übergriff verhindern konnte. A.________ offenbarte also doch eine gewisse 
Beharrlichkeit. So liess er es nämlich nicht nur bei einem Schlag bewenden. Im Gegenteil: Er liess 
nicht locker, als der erste Schlag keine Wirkung zeigte, sondern teilte weitere Schläge aus und 
griff D.________ auch im Halsbereich an. Unbestrittenermassen stand D.________ an jenem 
Abend unter Alkohol- und auch Drogeneinfluss. Aus diesem Grund musste A.________ zwar wohl 
keine heftige Gegenwehr überwinden. Dass er aber gegen eine Person vorgeht, die sichtbar 
Schlagseite aufweist, ist doch als verwerflich zu bezeichnen.»

Diese Ausführungen sind korrekt. Erhöhend wirkt sich hier also aus, dass der 
Beschuldigte mit erheblicher Gewalt gegen das Opfer vorging und eine grosse 
Hartnäckigkeit an den Tag legte. Der Umstand, dass er dies in voller Öffentlich-
keit an einer Busstation an einer befahrenen Strasse tat, weist auf eine doch 
hohe kriminelle Energie hin, was sich ebenfalls erschwerend auswirkt. Die 
Kammer erachtet eine Erhöhung der Einsatzstrafe um drei Monate auf insge-
samt 16 Monate Freiheitsstrafe als angemessen.

b. Subjektive Tatschwere

Willensrichtung, Beweggründe und Ziele

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Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte (pag. 630), handelte der Beschuldigte 
mit direktem Vorsatz. Auch wenn er zu seinen Beweggründen keinerlei Aussa-
gen machte, scheint klar, dass er aus pekuniären Motiven handelte. Da mit dem 
Geld wohl letztlich Drogen zur Befriedigung der Sucht hätten beschafft werden 
sollen, ist diese Tatkomponente jedoch neutral zu bewerten.

Vermeidbarkeit

Die Vermeidbarkeit der Tat ist trotz der Drogenabhängigkeit des Beschuldigten 
grundsätzlich gegeben. Aufgrund der Schilderungen der Zeugen ist anzuneh-
men, dass der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt auf Entzug war. Da er selber hier-
zu jedoch nie Aussagen machte, lässt sich das Ausmass der Beeinträchtigung 
nicht eruieren. In Abweichung zur Vorinstanz berücksichtigt die Kammer die 
mutmasslichen Entzugserscheinungen deshalb nicht im Sinne einer verminder-
ten Schuldfähigkeit gemäss Art. 19 Abs. 2 StGB, sondern einzig im Rahmen von 
Art. 47 StGB als eingeschränkt vorhandene Vermeidbarkeit. Dies führt zu einer 
Reduktion der Strafe um zwei Monate.

c. Täterkomponente

Bezüglich der Täterkomponenten kann vorab auf die Ausführungen der Vorin-
stanz verwiesen werden (pag. 633 ff.):

Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen von A.________ wird grundsätzlich auf das 
entsprechende Faszikel in den Akten verwiesen (vgl. dazu pag. 295 ff.). 

Zum Vorleben von A.________ ergibt sich aus den Akten jedoch nicht viel. Bekannt ist einzig, 
dass er am ________ 1978 in Bern geboren wurde und Landwirt gelernt hat. Zur Zeit ist er jedoch 
scheinbar arbeitslos und wird durch den Sozialdienst der Stadt Bern unterstützt. Offenbar führt er 
immer noch eine Beziehung mit C.________, wobei diese sich aktuell im Strafvollzug in Hindel-
bank befindet (vgl. dazu auch ihre Aussagen, pag. 549, Zeile 2 ff.). 

Laut dem Strafregisterauszug weist A.________ folgende Einträge auf (vgl. dazu pag. 519 ff.):

• Urteil des Gerichtskreises VIII Bern - Laupen vom 22. Juli 1999 wegen bandenmässigen 
Raubes, einfacher Körperverletzung, Nötigung, Widerhandlungen gegen das Betäubungsmit-
telgesetz und Konsumwiderhandlungen; verurteilt zu einer unbedingten Gefängnisstrafe von 
33 Monaten, abzüglich 70 Tage Untersuchungshaft, und unter Anordnung einer ambulanten 
Behandlung für Rauschgiftsüchtige gemäss Art. 44 Abs. 1 aStGB;

• Urteil des Kreisgerichts VIII Bern - Laupen vom 29. November 2004 wegen Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz und Konsumwiderhandlungen; verurteilt zu einer unbe-
dingten Gefängnisstrafe von 17 Monaten, abzüglich 112 Tage Untersuchungshaft;

• Urteil des Kreisgerichts VIII Bern - Laupen vom 23. März 2007 wegen Widerhandlungen ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz, Konsumwiderhandlungen sowie Widerhandlungen gegen 
das Transportgesetz; verurteilt zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten, abzüg-
lich 111 Tage Untersuchungshaft, zu einer Busse von CHF 400.00, sowie unter Anordnung 
einer stationären Suchtbehandlung gemäss Art. 60 aStGB;

• Urteil der Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 22. September 2011 wegen Widerhand-
lungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Konsumwiderhandlungen sowie Entwendung 

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zum Gebrauch; verurteilt zu einer unbedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à CHF 30.00 
und zu einer Busse von CHF 500.00;

• Urteil der Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 30. Oktober 2012 wegen Ungehorsams 
gegen amtliche Verfügungen, Beschimpfung, Drohung, Sachbeschädigung, Hausfriedens-
bruch, mehrfacher Tätlichkeiten und Konsumwiderhandlungen; verurteilt zu einer unbeding-
ten Geldstrafe von 50 Tagessätzen à CHF 30.00 und zu einer Buses von CHF 600.00;

• Urteil der Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 01. April 2015 wegen Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz, Konsumwiderhandlungen, Hinderung einer Amtshand-
lung, Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch, Fahren in fahrunfähigem Zustand, 
Führens eines Motorfahrzeuges trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des Auswei-
ses, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Diebstahls; verurteilt zu einer unbedingten 
Geldstrafe von 115 Tagessätzen à CHF 30.00 und zu einer Busse von CHF 200.00;

• Urteil der Staatsanwaltschaft Bern - Mittelland vom 24. Juni 2015 wegen Widerhandlungen 
gegen das Betäubungsmittelgesetz und Konsumwiderhandlungen; verurteilt zu einer unbe-
dingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à CHF 30.00 und zu einer Busse von CHF 200.00.

Im Weiteren ist auch noch auf das Urteil des Regionalgerichts Bern - Mittelland vom 12. August 
2014 zu verweisen. Dort wurde A.________ wegen Raubes, Diebstahlsversuchs, mehrfacher 
Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch und wegen Führens eines Motorfahrzeuges 
ohne Führerausweis zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten verurteilt (vgl. dazu Bei-
lageakten, SK 14 290, pag. 302 ff., insbesondere pag. 305). Dieses Urteil ist in Rechtskraft er-
wachsen (vgl. dazu Beilageakten, SK 14 290, pag. 466 ff.). Da A.________ sämtliche der damals 
zu beurteilenden Delikte vor den vorliegenden beging, berücksichtigt das Gericht diese Verurtei-
lung an dieser Stelle und nicht im Rahmen "Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren". 

A.________ muss somit als vorbestraft, zum Teil sogar als einschlägig vorbestraft, bezeichnet 
werden. Dies wird straferhöhend zu berücksichtigen sein (vgl. dazu auch BASLER KOMMENTAR, 3. 
Auflage, N 130 ff. zu Art. 47 StGB). 

Zu seinem Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren ist festzuhalten, dass sich 
A.________ korrekt und anständig verhielt. Bezüglich dem Einbruchsdiebstahl am 12. Februar 
2014 an der O.________-strasse zeigte er sich zwar sofort geständig, lies aber wenig Reue oder 
Einsicht in seinen Aussagen erkennen. Trotzdem erachtet es das Gericht als angebracht, seine 
Eingeständnisse hier leicht strafmindernd zu berücksichtigen. Bei den weiteren Delikten verwei-
gerte A.________ die Aussage, was weder zu seinen Gunsten, noch zu seinen Nachteilen gewer-
tet werden darf. Negativ fällt jedoch eindeutig ins Bild, dass A.________ während hängigem Straf-
verfahren weiter delinquierte, was im April und Juni 2015 zu je einer neuen Verurteilung führte. Da 
es sich insbesondere erneut um einschlägige Verurteilungen handelt, bedeutet dies, dass der 
A.________ zuvor gewährte leichte Geständnisrabatt gleich wieder aufgehoben wird. 

Die Strafempfindlichkeit stuft das Gericht in seinem Fall als durchschnittlich ein.

Als Fazit zu den Täterkomponenten ist folglich festzuhalten, dass sich diese - abgesehen von 
der Erhöhung wegen den (zum Teil einschlägigen) Vorstrafen - allesamt neutral auswirken. 

Die Vorinstanz erachtete hierfür, zusammen für alle zu beurteilenden Delikte, 
wegen der teils einschlägigen Vorstrafen eine Straferhöhung um drei Monate als 
angemessen. Dies ist nach Auffassung der Kammer zu wenig. Klar erhöhend 
wirkt sich nämlich – nebst den zahlreichen Vorstrafen – der Umstand aus, dass 

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der Beschuldigte diesen Raub beging, während gegen ihn ein Verfahren wegen 
eines praktisch gleichen Delikts (Raub zum Nachteil von P.________) geführt 
wurde. Eine Erhöhung für die Täterkomponenten um insgesamt fünf Monate ist 
mithin angemessen. 

d. Fazit Einsatzstrafe

Unter Berücksichtigung der Tat- und Täterkomponenten erachtet die Kammer 
eine Einsatzstrafe von 19 Monaten Freiheitsstrafe als dem Verschulden des Be-
schuldigten angemessen. 

12.2 Strafzumessung für die weiteren Delikte

a. Zu den Diebstählen und dem Versuch

Die Vorinstanz hielt zu den Diebstählen und dem Versuch fest (pag. 631):

«Vorliegend muss sich A.________ nun insgesamt drei Einbruchsdiebstähle mit einem Gesamtde-
liktsbetrag von ca. CHF 1'109.00 verantworten. Dabei war das Vorgehen stets in etwa das gleiche. 
A.________ nutzte die sich bietenden Gelegenheiten, verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu den 
Büroräumlichkeiten, die er anschliessend nach brauchbaren Gegenständen / Bargeld durchsuch-
te. Dass er diese Einbruchsdiebstähle zusammen mit C.________ beging, erhöht in den Augen 
des Gerichtes die Verwerflichkeit seines Handelns, da damit auch ein grösseres Gefährdungspo-
tential für möglicherweise anzutreffende, unbeteiligte Personen geschaffen wurde. Bei einem Ein-
bruchsdiebstahl blieb es zudem zwar "nur" beim Versuch. Dieser Punkt gewichtet das Gericht 
aber nur leicht strafmindernd, tat A.________ (und C.________) aus seiner Sicht alles, damit sie 
Deliktsgut hätten erbeuten können. Ebenfalls eine Minderung ergibt sich weiter aus der 
A.________ zugestandenen leichten Verminderung der Schuldfähigkeit (vgl. dazu die zuvor ge-
machten Ausführungen beim Raub).» 

Diesen Ausführungen schliesst sich die Kammer – abgesehen von den Aus-
führungen zur Schuldfähigkeit (vgl. Ziff. 12.1.b. hiervor) – vollumfänglich an. 
Gemäss den Richtlinien des Verbands Bernischer Richterinnen und Richter, 
Staatsanwältinnen und Staatsanwälte (VBRS-Richtlinien) ist für einen Einbruch-
diebstahl mit folgendem Sachverhalt: «Der Täter bricht nachts in ein leer ste-
hendes und abgelegenes Geschäft ein und erbeutet CHF 10'000.00, wobei mit-
telgrosser Sachschaden entsteht (144 StGB nicht eingeklagt)» eine Strafe von 
90 Strafeinheiten auszufällen (S. 46 VBRS-Richtlinien). Vorliegend war der De-
liktsbetrag jeweils deutlich geringer, namentlich CHF 419.00 und CHF 690.00 
bzw. in einem Fall blieb es beim Versuch. Der Sachschaden wurde zudem je-
weils separat angeklagt. Es rechtfertigt sich deshalb, von der Referenzstrafe 
deutlich nach unten abzuweichen. Die Kammer erachtet für die beiden vollende-
ten Diebstähle eine Strafe von je 30 Tagen Freiheitsstrafe als angemessen, für 
den Versuch eine Strafe von 20 Tagen Freiheitsstrafe.

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b. Zu den Sachbeschädigungen

Der Beschuldigte beging insgesamt vier Sachbeschädigungen mit einem Ge-
samtschaden von ca. CHF 6‘250.00. Die einzelnen Beschädigungen belaufen 
sich jeweils auf einen Betrag zwischen CHF 250.00 und CHF 3‘000.00. Damit 
sind die Schadensbeträge im Schnitt vorliegend deutlich höher als im Beispielfall 
der VBRS-Richtlinien (CHF 300.00, S. 47 VBRS-Richtlinien). Die Kammer er-
achtet für jeden Vorfall eine Strafe von 20 Tagen Freiheitsstrafe als angemes-
sen.

c. Zu den Hausfriedensbrüchen

Ebenfalls im Zusammenhang mit den Einbruchdiebstählen beging der Beschul-
digte viermal einen Hausfriedensbruch, indem er in die Liegenschaften eindrang. 
Die Kammer erachtet hierfür eine Strafe von insgesamt 60 Tagen Freiheitsstrafe 
als angemessen.

12.3 Zusammenfassung / Zwischenfazit

Für die weiteren Delikte im vorliegenden Verfahren ergeben sich zusammenge-
fasst folgende Strafen:

- Diebstahl z.N. E.________ (AG) 30 Tage Freiheitsstrafe

- Diebstahl z.N. G.________ (AG) 30 Tage Freiheitsstrafe

- Diebstahlversuch z.N. F.________ (AG) 20 Tage Freiheitsstrafe

- Sachbeschädigung z.N. E.________ (AG) 20 Tage Freiheitsstrafe

- Sachbeschädigung z.N. G.________ (AG) 20 Tage Freiheitsstrafe

- Sachbeschädigung z.N. F.________ (AG) 20 Tage Freiheitsstrafe

- Sachbeschädigung z.N. H.________ (AG) 20 Tage Freiheitsstrafe

- vier Mal Hausfriedensbruch im Zusammenhang 60 Tage Freiheitsstrafe
mit den obgenannten Einbruchdiebstählen  

Zur Einsatzstrafe von 19 Monaten Freiheitsstrafe für den Raub kommen also 
(kumuliert) total 220 Tage Freiheitsstrafe für die weiteren Delikte hinzu.

12.4 Zusatzstrafe – retrospektive Konkurrenz

Der Beschuldigte hat die hier zu sanktionierenden Taten begangen, bevor er am 
12. August 2014 wegen Raubes, Diebstahlsversuchs und SVG-Delikten zu einer 
unbedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten verurteilt wurde. Wie die Vorinstanz 
zutreffend feststellte, ist deshalb eine Zusatzstrafe zum Urteil vom 12. August 
2014 auszusprechen (pag. 636 ff.). Damit ist in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 
StGB die Strafe für die heute zu beurteilenden Delikte so zu bestimmen, dass 
der Beschuldigte insgesamt nicht schwerer bestraft wird, wie wenn alle strafba-
ren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären; es hat eine Gesamtstrafen-
bildung für alle Delikte zu erfolgen. Die Zusatzstrafe ergibt sich dann aus der Dif-
ferenz zwischen der Gesamtstrafe und den bereits ausgefällten 12 Monaten 

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Freiheitsstrafe (vgl. zur Methodik das Motiv der Vorinstanz, pag. 637 f. bzw. BSK 
StGB I-ACKERMANN, Art. 49 N. 167 ff.). 

Werden alle Delikte zusammen beurteilt, so sind die beiden Raubüberfälle die 
schwersten Straftaten. Innerhalb der beiden Raubdelikte hielt die Vorinstanz 
dafür, dass der Raub zum Nachteil von P.________ etwas schwerer wiege, da 
der Beschuldigte diesen gemeinsam mit seiner Freundin begangen hat 
(pag. 638). Dem ist beizupflichten. Es ist folglich die Einsatzstrafe hierfür zu be-
stimmen:

Zur Schwere der Verletzung des Rechtsgutes ist festzuhalten, dass sich diese 
wegen der doch erhebliche Traumatisierung des am helllichten Tag auf offener 
Strasse massiv angegriffenen Opfers P.________ erschwerend auswirkt. Eben-
falls straferhöhend wirkt sich die Art und Weise des Vorgehens aus, bei wel-
chem während längerer Zeit massive körperliche Gewalt seitens zweier Perso-
nen ausgeübt wurde. Der Beschuldigte und seine Freundin liessen sich auch 
nicht durch die Gegenwehr des Opfers P.________ von der weiteren Einwirkung 
abhalten. Weiter erschwerend wirkt sich das gemeinsame Einwirken des Be-
schuldigten und seiner Freundin auf das Opfer P.________ aus. Insgesamt er-
gibt sich aufgrund der objektiven Tatschwere eine Einsatzstrafe von 17 Mona-
ten. Im Rahmen der subjektiven Tatkomponenten sind die Willensrichtung und 
Beweggründe des Beschuldigten als neutral zu bewerten. Eine Reduktion der 
Einsatzstrafe gestützt auf Art. 47 StGB ergibt sich auch hier wegen der leichten 
Verminderung der Schuldfähigkeit, namentlich um zwei Monate. Damit resultiert 
aus den Tatkomponenten eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten. Die Täterkom-
ponenten wirken sich mit Ausnahme des Vorlebens neutral aus. Die umfangrei-
chen und einschlägigen Vorstrafen führen indes zu einer Straferhöhung um drei 
Monate. Insgesamt erachtete die Kammer damit für den Raub zum Nachteil von 
P.________ eine Strafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen. Diese 
Freiheitsstrafe bildet nun technisch die Einsatzstrafe im Rahmen der Gesamts-
trafenbildung.

Weiter zu bestimmen ist die Strafe für die anderen Delikte, welche Gegenstand 
des Strafverfahrens vor dem Einzelgericht im August 2014 waren. Die Kammer 
erachtet hierfür in Anlehnung an die VBRS-Richtlinien eine Strafe in der Grös-
senordnung von insgesamt 65 Tagen Freiheitsstrafe als angezeigt (Diebstahl-
versuch 20 Tage, Entwenden eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch 15 Tage, 
versuchtes Entwenden eines Motorfahrzeugs 10 Tage sowie Führen eines Mo-
torfahrzeugs ohne Führerausweis 20 Tage).

Zu berücksichtigen sind weiter die hiervor festgesetzten Strafen für die im vor-
liegenden Verfahren zu beurteilenden Delikte. Eine Korrektur ist dabei für den 
Raub zum Nachteil von Opfer D.________ vorzunehmen. Um dem Beschuldig-
ten seine Vorstrafen nicht doppelt zu belasten, ist die dafür vorgenommene 
Straferhöhung von drei Monaten wegzulassen. Es verbleibt damit für den Raub 
zum Nachteil des Opfers D.________ eine Strafe von 16 Monaten Freiheitsstra-
fe. Diese Strafe ist nun zusammen mit den Strafen für die weiteren Delikte aus 
dem neuen Verfahren (220 Tage Freiheitsstrafe) sowie aus dem früheren Ver-
fahren vom August 2014 (65 Tage Freiheitsstrafe) zur Einsatzstrafe für den 

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Raub zum Nachteil des Opfers P.________ (18 Monate) zu asperieren. Bezüg-
lich dem Diebstahl, der Sachbeschädigung und dem Hausfriedensbruch ist ein 
enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang gegeben. Zudem agierte der 
Beschuldigte meist aus dem gleichen Motiv, es handelt sich bei fast allen Delik-
ten um Beschaffungskriminalität. Die Kammer erachtet eine Erhöhung der Ein-
satzstrafe um 11 Monate (durchschnittlicher Asperationsfaktor von 50%) des-
halb als angemessen. Folglich ergibt sich eine Gesamtstrafe für alle zu beurtei-
lenden Delikte von 29 Monaten Freiheitsstrafe (Einsatzstrafe von 18 Monaten 
plus Asperation von 11 Monaten). Davon ist nun die dem Beschuldigten am 
12. August 2014 auferlegte Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu subtrahieren, 
womit sich eine Zusatzstrafe von 17 Monaten Freiheitsstrafe zum Urteil des Re-
gionalgerichts Bern-Mittelland vom 12. August 2014 ergeben würde. Aufgrund 
des Verschlechterungsverbots bleibt es jedoch bei den dem Beschuldigten von 
der Vorinstanz auferlegten 16 Monaten Freiheitsstrafe.

13. Fazit

Die erstinstanzlich ausgesprochene Strafe ist zu bestätigen. Der Beschuldigte 
wird verurteilt zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten, dies als Zusatzstrafe 
zum Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 12. August 2014.

V. Kosten und Entschädigung

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittel-
verfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Der Berufungs-
führer ist mit seinem Antrag auf Freispruch nicht durchgedrungen, weshalb er 
die gesamten Verfahrenskosten für das Berufungsverfahren zu tragen hat. Ins-
besondere gilt der Berufungsführer auch hinsichtlich jener Punkte als unterlie-
gend, für welche er die Berufung am Tag vor der Verhandlung zurückzog. Die 
Kosten werden bestimmt auf CHF 3‘000.00.

Auch die erstinstanzlichen Verfahrenskosten sind vom Berufungsführer zu tra-
gen (Art. 426 Abs. 1 StPO). Sie wurden bestimmt auf CHF 7'165.20.

Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers der beschuldigten Person, Für-
sprecher B.________, wurde für das erstinstanzliche Verfahren auf 
CHF 7'542.40 festgesetzt. Für das oberinstanzliche Verfahren wird die amtliche 
Entschädigung gestützt auf die eingereichte Kostennote auf CHF 3'361.20 be-
stimmt. Der Beschuldigte hat dem Kanton Bern die für das erst- und oberin-
stanzliche Verfahren ausgerichtete Entschädigung von insgesamt 
CHF 10‘903.60 zurückzuzahlen und Fürsprecher B.________ die Differenz zwi-
schen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar, ausmachend 
CHF 2‘646.00, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlau-
ben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

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VI. Verfügungen

Der Beschuldigte geht in den Strafvollzug zurück.

Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. ________) 
ist nach Ablauf der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 
Abs. 4 i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-ProfilG).

Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienst-
lichen Daten ist nach Ablauf der gesetzlichen Frist durch das zuständige Bun-
desamt einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bear-
beitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

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VII. Dispositiv

Die 2. Strafkammer erkennt:

I.

Es wird festgestellt, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 14. Sep-
tember 2015 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als 

1. A.________ schuldig erklärt wurde:

1.1.des Diebstahls und Versuchs dazu, mehrfach begangen gemeinsam mit 
C.________: 

a. am 25. Dezember 2011 in Bern zN "E.________ (AG)" im Deliktsbetrag 
von ca. CHF 690.00;

b. am 12. Februar 2014 in Bern zN "F.________ (AG)" (Versuch);

c. am 12. Februar 2014 in Bern zN "G.________ (AG)" im Deliktsbetrag 
von ca. CHF 419.00;

1.2.der Sachbeschädigung, mehrfach begangen gemeinsam mit C.________: 

a. am 25. Dezember 2011 in Bern zN "E.________ (AG)" im Schadensbe-
trag von ca. CHF 250.00;

b. am 12. Februar 2014 in Bern zN "F.________ (AG)" im Schadensbe-
trag von ca. CHF 1'500.00;

c. am 12. Februar 2014 in Bern zN "G.________ (AG)" im Schadensbe-
trag von ca. CHF 3'000.00;

d. am 12. Februar 2014 in Bern zN "H.________ (AG)" im Schadensbe-
trag von ca. CHF 1'500.00;

1.3.des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen: 

a. am 25. Dezember 2011 in Bern zN "E.________ (AG)";

b. am 12. Februar 2014 in Bern zN "F.________ (AG)";

c. am 12. Februar 2014 in Bern zN "G.________ (AG)";

d. am 12. Februar 2014 in Bern zN "H.________ (AG);

1.4.der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen 
bzw. festgestellt am 12. Februar 2014 durch Konsum einer unbestimmten 
Menge Kokain, Heroin und Marihuana.

2. A.________ in Anwendung der Artikel 47, 49 Abs. 1 und 106 StGB, 19a BetmG 
zu einer Übertretungsbusse von CHF 100.00 (Ersatzfreiheitsstrafe 1 Tag) verur-
teilt wurde, dies als Zusatzstrafe zu den Urteilen des Regionalgerichts Bern-
Mittelland vom 12. August 2014 und der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 
1. April 2015 und 24. Juni 2015.

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II.

A.________ wird schuldig erklärt:

des Raubes, begangen am 25. Dezember 2013 in Bern zN D.________ im Deliktsbe-
trag von ca. CHF 230.00;

und gestützt darauf sowie gestützt auf die rechtskräftigen Schuldsprüche 
gemäss  Ziff. I. hiervor und in Anwendung der Artikel 

22, 40, 47, 48a, 49 Abs. 1 und 2, 51, 139 Ziff. 1, 140 Ziff. 1, 144 Abs. 1, 186 StGB 
426 Abs. 1 und 428 Abs. 1 StPO 

verurteilt: 

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten, dies als Zusatzstrafe zum Urteil des 
Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 12. August 2014.

Die Polizeihaft von einem Tag wird vollumfänglich auf die Freiheitsstrafe ange-
rechnet.

2. zu den erstinstanzlichen Verfahrenskosten, insgesamt bestimmt auf 
CHF 7‘165.20.

3. zu den oberinstanzlichen Verfahrenskosten, insgesamt bestimmt auf 
CHF 3‘000.00. 

III.

Die Entschädigung des amtlichen Verteidigers der beschuldigten Person, Fürsprecher 
B.________, wird für das erst- bzw. oberinstanzliche Verfahren wie folgt bestimmt:

Erste Instanz
Stunden Satz

amtliche Entschädigung 34.00 200.00 CHF 6'800.00
Reisezuschlag CHF

CHF 183.70
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 6'983.70 CHF 558.70

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 7'542.40

volles Honorar CHF 8'500.00
Reisezuschlag CHF

CHF 183.70
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 8'683.70 CHF 694.70

CHF 0.00
Total CHF 9'378.40

nachforderbarer Betrag CHF 1'836.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

29

Obere Instanz

Stunden Satz
amtliche Entschädigung 15.00 200.00 CHF 3'000.00
Reisezuschlag CHF

CHF 112.20
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 3'112.20 CHF 249.00

CHF
Total, vom Kanton Bern auszurichten CHF 3'361.20

volles Honorar CHF 3'750.00
Reisezuschlag CHF

CHF 112.20
Mehrwertsteuer 8.0% auf CHF 3'862.20 CHF 309.00

CHF 0.00
Total CHF 4'171.20

nachforderbarer Betrag CHF 810.00

Auslagen MWSt-pflichtig

Auslagen ohne MWSt

Auslagen MWST-pflichtig

Auslagen ohne MWST

A.________ hat dem Kanton Bern die für das erst- und oberinstanzliche Verfahren aus-
gerichtete Entschädigung von insgesamt CHF 10‘903.60 zurückzuzahlen und 
Fürsprecher B.________ die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem 
vollen Honorar, ausmachend CHF 2‘646.00, zu erstatten, sobald es seine wirtschaftli-
chen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO).

IV.

Weiter wird verfügt:

1. A.________ geht in den Strafvollzug zurück.

2. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. ________) ist 
nach Ablauf der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 
i.V.m. Art. 17 Abs. 1 DNA-ProfilG).

3. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstli-
chen Daten ist nach Ablauf der gesetzlichen Frist durch das zuständige Bundesamt 
einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. 19 Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung bio-
metrischer erkennungsdienstlicher Daten).

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten, a.v.d. Fürsprecher B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Vorinstanz (unverzüglich, Dispositiv und Motiv)
- der Abteilung Straf- und Massnahmenvollzug des Kantons Bern (ASMV; unver-

züglich, Dispositiv und Motiv)
- den Anstalten Thorberg (unverzüglich, vorab per Fax, nur Dispositiv) 

30

- dem Bundesamt für Polizei (Art. 28 Abs. 3 BetmG; unverzüglich, Dispositiv und 
Motiv)

- der Koordinationsstelle Strafregister (KOST; unverzüglich, nur Dispositiv)

Bern, 13. Mai 2016
(Ausfertigung: 29. August 2016)

Im Namen der 2. Strafkammer

Der Präsident i.V.:

Oberrichter Kiener
i. V. Oberrichterin Bratschi

Die Gerichtsschreiberin:

Eggli

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim Bundes-
gericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. 
und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen seit Eröffnung bei 
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (Adresse: Pretorio, Viale Stefano Franscini 3, 6500 Bel-
linzona) schriftlich und begründet Beschwerde führen (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO).