# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d5e6188-b6ce-5446-9117-b3f06f816c67
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.02.2022 E-558/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-558-2022_2022-02-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-558/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  F e b r u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichterin Roswitha Petry, 

mit Zustimmung von Richter Grégory Sauder,  

Gerichtsschreiberin Mara Urbani. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Somalia,  

(…), 

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) und Einreisebewilligung 

zugunsten von  

B._______, geboren am (…) 

(Schwester), Somalia;  

Verfügung des SEM vom 5. Januar 2022 / N (…). 

 

 

 

E-558/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin suchte am (…) August 2015 in der Schweiz um 

Asyl nach. Mit Verfügung vom 11. September 2017 lehnte die Vorinstanz 

ihr Asylgesuch ab. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil E-5814/2017 vom 16. November 2017 ab.  

B.  

Am 9. Februar 2018 gelangte die Beschwerdeführerin mit einem Mehrfach-

gesuch an das SEM, welches am 8. Juli 2019 wiederum abgewiesen 

wurde. Eine dagegen erhobene Beschwerde ans Bundesverwaltungsge-

richt wurde mit Urteil E-3627/2019 vom 8. April 2020 gutgeheissen, soweit 

damit die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung beantragt wurde, und 

die Sache wurde zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

Mit Verfügung vom 14. Juli 2020 anerkannte das SEM die Beschwerdefüh-

rerin als Flüchtling und gewährte ihr in der Schweiz Asyl.  

C.  

Am 11. Juni 2021 ersuchte die Beschwerdeführerin um Familiennachzug 

zugunsten ihres Sohnes C._______. Das Gesuch wurde abgewiesen mit 

der Begründung, dass die Einreisebewilligung zwecks Familienasyl nach 

Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG nicht der Wiederaufnahme von zuvor beendeten 

Beziehungen diene. Sie habe durch die Aufnahme einer neuen Beziehung 

in der Schweiz und Gründung einer neuen Familie den Kontakt zu ihrem 

Sohn aus einer früheren Beziehung abgebrochen. Zudem sei ihr am 

14. Juli 2020 Asyl gewährt worden, sie habe aber erst am 11. Juni 2021 um 

Familienasyl für ihn ersucht. Für den Zeitraum zwischen ihrer Ausreise aus 

Somalia im Januar 2015 bis im Juni 2021 gebe es keine aktenkundigen 

Hinweise, wonach sie mit ihrem Sohn in regelmässigem Kontakt gewesen 

sei oder versucht habe, ihn in die Schweiz zu holen.  

D.  

Am 25. Oktober 2021 ersuchte die Beschwerdeführerin erneut um Famili-

ennachzug zugunsten ihres Sohnes C._______ sowie ihrer Schwester 

B._______. Die Flüchtlingseigenschaft ihrer Schwester sei im Rahmen ei-

nes ordentlichen Asylverfahrens selbständig zu prüfen.  

E.  

Mit Verfügung vom 5. Januar 2022 bewilligte das SEM die Einreise der 

Schwester (B._______) der Beschwerdeführerin in die Schweiz nicht und 

lehnte deren Asylgesuch ab.  

E-558/2022 

Seite 3 

F.  

Mit Beschwerde vom 3. Februar 2022 beantragte die Beschwerdeführerin 

die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und die Bewilligung der Ein-

reise ihrer Schwester im Rahmen des Familienasyls nach Art. 51 Abs. 1 

AsylG.  

In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege sowie um amtliche Rechtsverbeiständung.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – end-

gültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Die 

Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, 

ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und Art. 108 Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26 

E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

E-558/2022 

Seite 4 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden – unter dem Titel Familienasyl – 

namentlich Ehegatten und minderjährige Kinder von Flüchtlingen ihrerseits 

als Flüchtlinge anerkannt und erhalten in der Schweiz Asyl, wenn keine 

besonderen Umstände dagegensprechen. Der Kreis der Begünstigten 

wurde vom Gesetzgeber im Rahmen der am 1. Februar 2014 in Kraft ge-

tretenen Asylgesetzrevision vom 14. Dezember 2012 (AS 2013 4375, 

5357) abschliessend auf die Kernfamilie beschränkt. „Andere nahe Ange-

hörige“ von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen sind nicht mehr an-

spruchsberechtigt (vgl. BVGE 2015/29 E. 3.2, 4.2.2 f.). "Besondere Um-

stände" sind beispielsweise anzunehmen, wenn das Familienleben wäh-

rend einer längeren Zeit nicht gelebt wurde und erkennbar ist, dass die 

Familienmitglieder nicht den Willen haben, als Familie zusammenzuleben 

(vgl. zum Ganzen BVGE 2012/32 E. 5.1). 

4.2 Unter dem Begriff der minderjährigen Kinder im Sinne von Art. 51 

Abs. 1 AsylG werden nicht nur die gemeinsamen Kinder der Partner, son-

dern auch die Stief- und Adoptivkinder, Pflegekinder und Andere subsu-

miert, da die Norm nach ihrer ratio legis die Herstellung eines einheitlichen 

Rechtsstatus innerhalb der Kernfamilie bezweckt (vgl. Urteile des BVGer 

D-6267/2017 vom 19. Dezember 2017 E. 2.3; E-3093/2016 vom 21. De-

zember 2016 E. 5.2; Botschaft vom 31. August 1977 zum Asylgesetz vom 

5. Oktober 1979, BBl 1977 III 117; EMARK 1997 Nr. 1 E. 5b S. 6 f.). 

4.3 Wurden die anspruchsberechtigten Personen nach Absatz 1 durch die 

Flucht getrennt und befinden sie sich im Ausland, so ist ihre Einreise auf 

Gesuch hin zu bewilligen (Art. 51 Abs. 4 AsylG). Die Erteilung einer Einrei-

sebewilligung nach Art. 51 Abs. 4 AsylG setzt mithin eine vorbestandene 

Familiengemeinschaft, die unfreiwillige Trennung der Familie durch die 

Flucht, das Aufrechterhalten der Verbindung nach der Trennung sowie die 

fest beabsichtigte rasche Familienvereinigung in der Schweiz voraus. 

Zweck der Bestimmung von Art. 51 Abs. 4 AsylG ist die Wiedervereinigung 

von im Zeitpunkt der Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Famili-

engemeinschaften (vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5). Das Familienasyl dient hin-

gegen nicht der Aufnahme von neuen oder der Wiederaufnahme von ab-

gebrochenen Beziehungen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 und E. 4.4.2, 

BVGE 2012/32 E. 5.4.2, je m.w.H.). 

E-558/2022 

Seite 5 

4.4 Wer um Erteilung einer Einreisebewilligung zwecks Familienasyls er-

sucht, hat die Zugehörigkeit des nachzuziehenden Angehörigen zur Fami-

liengemeinschaft, die zum Zeitpunkt der Flucht vorbestandene Familienge-

meinschaft, die Trennung der Familie durch die Flucht sowie die fest beab-

sichtigte Familienvereinigung aller Anspruchsberechtigten nachzuweisen 

oder zumindest glaubhaft zu machen (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Die Vorinstanz begründet ihren ablehnenden Entscheid über das Fa-

miliennachzugsgesuch der Beschwerdeführerin zugunsten ihrer Schwes-

ter B._______ damit, dass das Familienasyl nach Art. 51 Abs. 1 AsylG auf 

Mitglieder der Kernfamilie abziele, welche aufgrund der Umstände der 

Flucht von der in der Schweiz als Flüchtling anerkannten Person getrennt 

wurden. Mit der Aufhebung von aArt. 51 Abs. 2 AsylG habe der Gesetzge-

ber den Kreis der Begünstigten des Familienasyls auf Personen beschrän-

ken wollen, die in Art. 51 Abs. 1 AsylG ausdrücklich genannt seien. Dabei 

handle es sich um den Ehegatten/die Ehegattin oder minderjährige Kinder 

eines Flüchtlings. Gemäss dem Grundsatzurteil des Bundesverwaltungs-

gerichts BVGE 2015/29 vom 13. Juli 2015 könne diese Bestimmung nicht 

extensiv ausgelegt werden, um auch die Verwandten wie beispielsweise 

Geschwister nachzuziehen. B._______ gehöre als Schwester der Be-

schwerdeführerin nicht zum Kreis der anspruchsberechtigten Personen, 

weshalb ihr Gesuch um Familienasyl abzulehnen sei.  

5.2 Dem entgegnet die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde, sie habe 

ihre Schwester in das Familiennachzugsgesuch eingeschlossen, weil sie 

sich seit dem Tod ihrer Mutter im Jahr (…) um ihren Neffen C._______ (den 

Sohn der Beschwerdeführerin) gekümmert habe. Ausserdem sei ihr Bruder 

seit sechs Jahren verschollen. Ihre Schwester – eine Waise – habe als (…) 

junge Frau ohne männlichen Schutz Angst. Alleinlebende, schutzlose 

junge Mädchen seien gefährdet, Opfer von Gewalt zu werden. Sie könne 

auch nicht verheiratet werden, weil sie nicht beschnitten sei. Sie sei in den 

letzten Jahren die engste Bezugsperson für C._______ gewesen, weshalb 

zwischen den beiden nun ein enges Abhängigkeitsverhältnis bestehe. Auf-

grund des geringen Altersunterschiedes hätten sie eine Beziehung wie Ge-

schwister, jedoch übernehme A._______ eine mutterähnliche Rolle für 

C._______. Über das Gesuch um Familienasyl betreffend C._______ sei 

noch nicht entschieden worden. Es sei unklar, was mit ihrer Schwester ge-

schehen würde, wenn ihrem Sohn die Einreise in die Schweiz bewilligt 

werde. 

E-558/2022 

Seite 6 

 

6.  

6.1 Die Beschwerdeführerin ist in der Schweiz als Flüchtling anerkannt und 

verfügt über den Asylstatus. Betreffend ihre im Ausland lebenden Familien-

angehörigen kann sie sich somit grundsätzlich auf Art. 51 AsylG berufen.  

6.2 Zunächst ist anzumerken, dass die Angaben der Beschwerdeführerin 

teilweise Widersprüche zu früheren Aussagen aufweisen, was erhebliche 

Zweifel am Wahrheitsgehalt ihrer Ausführungen aufkommen lässt. Zu-

nächst erstaunt, dass die Beschwerdeführerin überhaupt ein Nachzugsge-

such für ihre Schwester B._______ einreicht, nachdem sie ihr erstes Ge-

such um Familiennachzug zugunsten ihres Sohnes vom 11. Juni 2021 in 

erster Linie damit begründet hatte, dass ihre Schwester verstorben und ihr 

Sohn auf sich alleine gestellt sei (vgl. SEM-Akten 1101158-1/3 S. 1). Zwei-

fel bestehen auch hinsichtlich der behaupteten Minderjährigkeit ihrer 

Schwester B._______. Anlässlich ihrer Befragung zur Person (BzP) vom 

14. September 2015 hatte die Beschwerdeführerin angegeben, ihre 

Schwester sei (…) Jahre alt (vgl. A9/11 Ziffer 3.01). Damit wäre sie im heu-

tigen Zeitpunkt über (…) Jahre alt und somit bereits volljährig. Weitere Ab-

klärungen hierzu erübrigen sich indessen, da sich die Beschwerde – wie 

nachfolgend aufgezeigt – ohnehin als unbegründet erweist. 

6.3 Wie die Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, findet das Institut des Fa-

milienasyls gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG nur auf die Kernfamilie Anwen-

dung (vgl. oben E. 4.1). Die Kernfamilie umfasst gemäss der klaren Geset-

zesbestimmung Ehegatten sowie minderjährige Kinder. Auch wenn 

B._______ – wie von der Beschwerdeführerin dargelegt – noch minderjäh-

rig sein sollte, ist sie die Schwester der Beschwerdeführerin und fällt somit 

nicht in den persönlichen Anwendungsbereich von Art. 51 Abs. 1 AsylG. 

Damit sind die Voraussetzungen der asylrechtlichen Familienzusammen-

führung bereits aus diesem Grund nicht erfüllt und der Einbezug in die 

Flüchtlingseigenschaft sowie den Asylstatus der Beschwerdeführerin fällt 

ausser Betracht. Das SEM hat das Gesuch um Familienasyl daher zu 

Recht abgelehnt und die Einreise der Schwester in die Schweiz folgerichtig 

nicht bewilligt. 

Die Ausführungen in der Beschwerdeschrift vermögen diese Schlussfolge-

rung nicht in Frage zu stellen. Insbesondere ist unbeachtlich, dass die Be-

schwerdeführerin bereit wäre, ihre Schwester in Zukunft als Pflegekind auf-

zunehmen. Ein Pflegeverhältnis wäre allenfalls nur dann von Bedeutung, 

E-558/2022 

Seite 7 

wenn ein solches vor der Ausreise der Beschwerdeführerin bestanden 

hätte, dient das Familienasyl doch allein der Wiederherstellung von vorbe-

standenen Familiengemeinschaften. Die Beschwerdeführerin hat indessen 

weder geltend gemacht, dass vor ihrer Ausreise ein Pflegeverhältnis zu ih-

rer Schwester bestanden hätte, noch ergibt sich ein solches aus den Akten. 

Die Schwester lebte offenbar bei ihrer Mutter, welche behauptungsgemäss 

im Jahr (…) verstorben ist. Vor diesem Hintergrund ist nicht ersichtlich, in-

wiefern die Beschwerdeführerin eine Mutterrolle für ihre Schwester einge-

nommen hätte, bevor sie ihr Heimatland verlassen hat.  

Der Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass die Beschwerdeführerin 

weder aus dem in Art. 8 EMRK garantierten Schutz des Familienlebens 

noch aus dem in Art. 3 des Übereinkommens über die Rechte des Kindes 

vom 20. November 1989 (KRK, SR 0.107) verankerten Schutz des Kindes-

wohls etwas zu ihren Gunsten abzuleiten vermag. Sind die Voraussetzun-

gen des Familienasyls im Sinne von Art. 51 AsylG nicht erfüllt, findet Art. 8 

EMRK keine ergänzende Anwendung (vgl. etwa Urteil des BVGer  

D-1831/2017 vom 19. Februar 2020 E. 4.4). Auch die KRK vermag an die-

ser Einschätzung nichts zu ändern, da diese weder dem Kind noch seinen 

Eltern ein Recht zur Einreise und zum Aufenthalt in der Schweiz im Sinne 

einer Familienzusammenführung gewährt (vgl. Urteil des BVGer  

D-4410/2020 vom 14. April 2021 E. 7.6 m.H.). 

6.4 Demnach hat die Vorinstanz zu Recht B._______ die Einreise in die 

Schweiz nicht bewilligt und das Gesuch um Familiennachzug abgelehnt. 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG).  

8.  

Die Beschwerdeführerin beantragt die Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege sowie die amtliche Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 

VwVG. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass ihre Be-

gehren als aussichtslos zu gelten haben. Damit ist eine der kumulativ zu 

erfüllenden Voraussetzungen nicht gegeben, weshalb dem Gesuch nicht 

stattzugeben ist. Demnach sind die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–3 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

E-558/2022 

Seite 8 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2) der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Mit dem Urteil ist der An-

trag auf Erlass des Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-558/2022 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie um 

amtliche Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Roswitha Petry Mara Urbani 

 

 

Versand: