# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71d59ef7-762d-57f9-8fd2-00e153124ce2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-09
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 09.12.2021 S 2021 68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2021-68_2021-12-09.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 68 (Hauptverfahren S 19 78 [8C_87/2021])

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Pedretti und Audétat

Aktuarin ad hoc Strässle

Entscheid

vom 9. Dezember 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Largier,

Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA),

Rechtsabteilung, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG (Neubeurteilung)

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren 1959, wohnhaft gewesen in B._____/aktuell in C._____, 

war ab dem 1. Oktober 2001 als Zimmerei-Hilfsarbeiter für die Firma 

D._____, Holzbau, E._____, tätig und über dieses Arbeitsverhältnis bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die 

Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. 

2. Erstmals am 14. Dezember 2005 meldete die Arbeitgeberin der SUVA, 

dass der Beschwerdeführer seit dem 30. August 2005 wegen eines 

Ekzems an den Händen in ärztlicher Behandlung bei seinem Hausarzt Dr. 

med. F._____ stehe. Die SUVA bejahte das Vorliegen einer 

Berufskrankheit nach entsprechenden Abklärungen und erbrachte die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen. Im weiteren Verlauf stabilisierte 

sich die gesundheitliche Situation.

3. Mit Schadenmeldung vom 30. September 2010 wurde der SUVA ein 

Rückfall mit vorübergehender Arbeitsunfähigkeit angezeigt, nachdem sich 

der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Sommer deutlich 

verschlechtert hatte. Die SUVA richtete erneut die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen aus. 

4. Am 26. Januar 2011 fiel der Beschwerdeführer während der Arbeit von 

einem Baugerüst auf die rechte Flanke/rechte hyperextendierte Hand. Die 

weiteren Abklärungen im Kantonsspital Graubünden (mit Operation vom 

2. März 2011 sowie vom 19. Mai 2011) ergaben, dass der 

Beschwerdeführer insbesondere eine komplette Ruptur des 

scapholunären und des lunotriquetralen Ligamentes Handwurzel rechts 

sowie eine TFCC-Läsion rechts erlitt. Die SUVA anerkannte ihre 

Leistungspflicht für die Folgen dieses Ereignisses und erbrachte die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen (Taggeld, Heilkosten).

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5. Am 13. Juni 2013 erliess die SUVA eine Nichteignungsverfügung und 

erklärte den Beschwerdeführer wegen seiner Berufskrankheit ab dem 1. 

Oktober 2013 für Arbeiten mit Exposition gegenüber Holzstaub als nicht 

geeignet. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

6. Mit Verfügung vom 18. Juli 2013 sprach die SUVA dem Beschwerdeführer 

gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung des Kreisarztes 

Dr. med. I._____ vom 9. Juli 2013 für die bleibende unfallbedingte 

Beeinträchtigung am rechten Handgelenk eine Integritätsentschädigung 

von CHF 6'300.-- auf der Basis eines Integritätsschadens von 5 % zu. 

7. Sodann sprach die SUVA dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 23. 

Juli 2018 für die Folgen der Berufskrankheit und des Berufsunfalls vom 26. 

Januar 2011 ab dem 1. Februar 2018 eine Invalidenrente gemäss UVG 

auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 21 % und eines versicherten 

Jahresverdienstes von CHF 70'614.-- zu. Gleichzeitig verneinte sie den 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung hinsichtlich der 

Berufskrankheit und wies darauf hin, dass die Integritätsentschädigung für 

die Folgen des Berufsunfalls schon im Jahre 2013 zugesprochen wurde. 

Die dagegen erhobene Einsprache vom 22. August 2018 hiess die SUVA 

mit Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 teilweise gut, als sie den 

Invaliditätsgrad rückwirkend von 21 % auf 22 % erhöhte. Im Übrigen wies 

die SUVA die Einsprache ab. 

8. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (Beschwerdeführer) 

mit Eingabe vom 26. Juni 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden. Darin beantragte er, der angefochtene 

Einspracheentscheid sei aufzuheben und die Sache an die SUVA 

zurückzuweisen, damit sie ihm rückwirkend ab 1. Februar 2018 ein 

angemessenes Taggeld zahle und die Kosten der Heilbehandlung 

übernehme. Eventualiter sei die SUVA zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab 

1. Februar 2018 eine Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrads von 

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mindestens 47 % und eines versicherten Verdienstes von mindestens 

CHF 103'364.65 sowie eine angemessene Integritätsentschädigung für 

die bleibenden Folgen der Berufskrankheit und des Unfalls vom 26. Januar 

2011 zuzusprechen. Zur Begründung seines Hauptantrages führte der 

Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, aufgrund der beiden Arztberichte 

von Dr. med. G._____ vom 2. Oktober 2018 und 4. Februar 2019 sei 

offenkundig, dass sich während des Einspracheverfahrens der 

Gesundheitszustand am rechten Handgelenk trotz Behandlung deutlich 

verschlechtert habe. Die SUVA habe trotz Kenntnis dieser Berichte keine 

Abklärungen vorgenommen und damit ihre Untersuchungspflicht 

missachtet. Aufgrund der aktenkundigen Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes sei der Zeitpunkt für den Fallabschluss noch nicht 

gekommen. Die Sache sei somit an die SUVA zurückzuweisen, damit 

diese rückwirkend die Taggeldleistungen wieder aufnehme und die Kosten 

der Heilbehandlung übernehme. Falls das Gericht die Verschlechterung 

als Rückfall qualifiziere, sei die Höhe der Rente und der 

Integritätsentschädigung zu beurteilen. In Bezug auf den versicherten 

Verdienst sei Art. 24 Abs. 2 UVV anwendbar. Zudem seien die 

Zusatzeinkommen im Nebenerwerb beim versicherten Verdienst 

mitzuberücksichtigen (Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV). Unter Berücksichtigung 

der Nominallohnentwicklung und der Nebenerwerbe resultiere ein 

versicherter Verdienst von total CHF 103'364.65 (CHF 80'112.50 + 

CHF 23'252.15). Zum Valideneinkommen führte der Beschwerdeführer 

aus, aufgrund der Unfallfolgen habe er seine Nebenerwerbe als 

Nachtwache im Asylantenheim und als Türsteher Ende Dezember 2011 

bzw. Ende 2013 aufgeben müssen. Daher sei das während Jahren vor 

dem Unfall erzielte Zusatzeinkommen aus den beiden Nebenerwerben zu 

dem von der SUVA ermittelten Valideneinkommen aus dem Haupterwerb 

hinzuzuzählen, womit ein Gesamtbetrag von CHF 105'152.15 resultiere. 

Sodann sei der Beschwerdeführer zwischenzeitlich bei der H._____ 

GmbH im Vollzeitpensum tätig. Das Bruttojahressalär habe sich von 

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Februar 2016 bis Januar 2017 auf CHF 52'035.80 belaufen. Im Jahr 2017 

sei der Beschwerdeführer aufgrund eines neuen Unfalls längerdauernd 

arbeitsunfähig gewesen. Die SUVA habe für die Zeitperiode vom 1. 

Februar 2017 bis 31. August 2018 ein Jahreseinkommen von 

CHF 55'216.05 ermittelt. Demzufolge sei das Invalideneinkommen von 

CHF 64'036.-- deutlich zu hoch und dürfe maximal CHF 55'216.05 

betragen. Ausgehend von einem Valideneinkommen von CHF 105'152.15 

und einem Invalideneinkommen von CHF 55'216.05 resultiere ein 

Invaliditätsgrad von 47 % und damit eine monatliche Rente von 

mindestens CHF 3'239.-- (80 % von CHF 103'364.65). In Bezug auf den 

Integritätsschaden brachte der Beschwerdeführer vor, weder die 

Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. I._____ noch diejenige von med. 

pract. J._____ beruhe auf einer persönlichen Untersuchung. Dr. med. 

I._____ hätten nicht einmal die MRI-Bilder vom 3. Januar 2018 

vorgelegen. Auf dieser Grundlage sei keine verlässliche Schätzung für 

arthrotische Veränderungen im Handgelenk möglich. Hinzu komme, dass 

sich der Gesundheitszustand am rechten Handgelenk zwischenzeitlich 

deutlich verschlechtert habe. Der Integritätsschaden für die bleibenden 

Folgen der Berufskrankheit und des Berufsunfalls sei damit nicht korrekt 

abgeklärt, weshalb die Sache für ergänzende, fachärztliche Abklärungen 

zurückzuweisen sei. 

9. In ihrer Vernehmlassung vom 22. August 2019 beantragte die SUVA 

(Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. Mai 2019. Die 

Beschwerdegegnerin bestritt, dass eine wesentliche Verschlechterung der 

medizinischen Situation aus den beiden Arztberichten von Dr. med. 

G._____ hervorgehe. Die Berichte würden nur auf subjektiven Angaben 

des Beschwerdeführers beruhen und es lägen keine bildgebenden 

Abklärungsresultate vor. Die unveränderten objektivierbaren Befunde 

liessen sich nicht mit der subjektiv geklagten massiven Schmerzzunahme 

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und -ausweitung in Einklang bringen. Die Beschwerdegegnerin sei damit 

zu Recht von einem Endzustand per Ende Januar 2018 ausgegangen. 

Sofern von einer Verschlechterung auszugehen sei, könne nur ein 

Rückfall vorliegen. Nach der Infiltration hätten bis Oktober 2018 

aktenkundig keine Behandlungen mehr stattgefunden bzw. seien solche 

nicht mehr nötig gewesen, weshalb nicht davon auszugehen sei, dass sich 

die medizinische Situation seit dem Zeitpunkt, auf welchen der 

Endzustand festgelegt worden sei, kontinuierlich verschlechtert habe. Ein 

allfälliger Rückfall im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens 

wäre nicht zu beachten, weshalb vom medizinischen Endzustand per 31. 

Januar 2018 auszugehen sei. Mangels einer wesentlichen 

Verschlechterung des Gesundheitszustands treffe sodann das definierte 

Zumutbarkeitsprofil weiterhin zu. Der versicherte Verdienst der 

Haupttätigkeit sei korrekt bemessen und es bestehe kein Raum für ein 

Abstellen auf die Lohnangaben der ehemaligen Arbeitgeberin. Sodann 

werde bestritten, dass der Beschwerdeführer seine Nebenerwerbe aus 

gesundheitlichen Gründen aufgegeben habe. Ausgehend von der 

Zumutbarkeitsbeurteilung seien keinerlei Einschränkungen bezüglich der 

Nebenerwerbstätigkeiten ersichtlich. Gemäss IK-Auszug sei der 

Beschwerdeführer diesen auch weiterhin nachgegangen. Es bleibe damit 

beim hypothetischen Valideneinkommen von CHF 81‘900.--. Ginge man 

von der Argumentation des Beschwerdeführers aus, müsste das 

Nebenerwerbseinkommen sowohl beim Invaliden- wie auch beim 

Valideneinkommen berücksichtigt werden, so dass der Invaliditätsgrad 

tiefer wäre. Für das Invalideneinkommen bilde die aktuelle Tätigkeit des 

Beschwerdeführers keine taugliche Grundlage, da damit die verbliebene 

Restarbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise ausgeschöpft sei. Die 

Beschwerdegegnerin habe damit zu Recht auf die LSE 2016, 

Kompetenzniveau 1, abgestellt und unter Berücksichtigung eines 

leidensbedingten Abzugs von 5 % auf ein Invalideneinkommen von 

CHF 64'036.-- geschlossen. Ausgehend vom hypothetischen 

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Valideneinkommen von CHF 81'900.-- und vom hypothetischen 

Invalideneinkommen von CHF 64'036.-- resultiere gerundet ein 

Invaliditätsgrad von 22 %. Der Argumentation des Beschwerdeführers 

folgend müsste das Nebenerwerbseinkommen hinzugerechnet werden, 

was einen Invaliditätsgrad von gerundet 17 % ergäbe (100 - 

(CHF 87'288.15 / CHF 105'152.15) x 100). Das Gericht habe von Amtes 

wegen eine reformatio in peius zu prüfen. Hinsichtlich der 

Integritätsentschädigung sei eine Verschlechterung nicht ausgewiesen. 

Ebenso wenig seien arthrotische 

oder sonstige Veränderungen ausgewiesen, welche den Grad einer 

mässiggradigen Handwurzelarthrose übersteigen würden. Die 

Einschätzung des Kreisarztes Dr. med. I._____ sei beweiskräftig und die 

Festsetzung der Integritätsentschädigung korrekt.

10. In der Replik vom 3. September 2019 und der Duplik vom 26. September 

2019 hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest und wiederholten 

und vertieften ihre Standpunkte. 

11. Mit Urteil S 19 78 vom 27. Oktober 2020 hiess das Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden die Beschwerde im Sinne des Hauptantrags gut, 

hob den Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 auf und wies die 

Beschwerdegegnerin an, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 

1. Februar 2018 ein angemessenes Taggeld zu zahlen und die Kosten der 

Heilbehandlung zu übernehmen. 

12. Die dagegen von der Beschwerdegegnerin ans Bundesgericht erhobene 

Beschwerde vom 27. Januar 2021 wurde vom Bundesgericht mit Urteil 

8C_87/2021 vom 15. Juni 2021 gutheissen. Das Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 19 78 vom 27. Oktober 

2020 wurde aufgehoben und die Sache zum Entscheid über die 

Beschwerde hinsichtlich des Rentenanspruchs an das Verwaltungsgericht 

zurückgewiesen. Begründend führte das Bundesgericht im Wesentlichen 

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aus, das kantonale Gericht habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt und 

damit zu Unrecht erkannt, von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung 

sei bezogen auf die Leistungseinstellung per 31. Januar 2018 eine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten gewesen. 

13. Mit Schreiben vom 28. Juni 2021 gab die Instruktionsrichterin dem 

Beschwerdeführer die Möglichkeit, sich bis zum 20. August 2021 zu 

äussern. Mit Eingabe vom 7. Juli 2021 wies der Beschwerdeführer darauf 

hin, dass er im Eventualantrag nicht nur die Höhe des Rentenanspruchs, 

sondern auch die Höhe der Integritätsentschädigung für die Folgen der 

Berufskrankheit und des Unfalls vom 26. Januar 2011 angefochten habe. 

Auch wenn das Bundesgericht in Ziffer 1 des Dispositivs die 

Integritätsentschädigung nicht ausdrücklich erwähnt habe, bedeute dies 

nicht, dass über diesen Antrag nun nicht mehr zu befinden wäre. Im 

Weiteren führte der Beschwerdeführer aus, er habe am 17. Januar 2020 

an seinem rechten Handgelenk erneut operiert werden müssen, wobei 

Frau Dr. G._____ die Totalarthrodese ausgeführt habe. Die 

Beschwerdegegnerin habe ihm in der Folge mit Verfügung vom 16. März 

2021 eine zusätzliche Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen. 

Diese Verfügung sei in Rechtskraft erwachsen und die 

Auseinandersetzung über die Höhe der Integritätsentschädigung aufgrund 

der Folgen des Unfalls vom 26. Januar 2011 dadurch gegenstandslos 

geworden. Strittig sei somit nebst der Höhe der Rente noch die Höhe der 

Integritätsentschädigung für die bleibenden Folgen der Berufskrankheit. 

14. Mit Beschwerdeantwort vom 20. August 2021 im vorliegenden Verfahren 

beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde 

sowie die Bestätigung des Einspracheentscheids vom 27. Mai 2019. Zur 

Begründung verwies die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen auf die 

Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf ihre 

Beschwerdeantwort vom 22. August 2019. Im Weiteren brachte sie vor, 

soweit der Beschwerdeführer betone, es sei nebst der Höhe der 

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Invalidenrente auch die Integritätsentschädigung für die bleibenden 

Folgen der Berufskrankheit angefochten, werde darauf hingewiesen, dass 

J._____, Facharzt für Arbeitsmedizin, am 12. Februar 2018 eindeutig 

festgehalten habe, die Erheblichkeitsgrenze für die Ausrichtung einer 

Integritätsentschädigung sei nicht erreicht. Er habe dargelegt, dass unter 

Berücksichtigung des Hautbildes der Kontrollen von 2016 und 2017 der 

Integritätsschaden unter 5 % liege. Dieser Beurteilung komme voller 

Beweiswert zu. Anderslautende Beurteilungen würden sich nicht in den 

Akten finden. 

15. Mit Eingabe vom 30. August 2021 verzichtete der Beschwerdeführer auf 

die Einreichung einer Replik und reichte seine Honorarnote ein. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften der 

beiden Verfahren S 19 78 und S 21 68 und auf den angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 sowie auf die im Recht liegenden 

Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch 

entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber 

kassatorisch, also den angefochtenen Einspracheentscheid bloss 

aufheben oder die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die 

erstinstanzlich verfügende Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen 

(Art. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; 

SR 173.110]; vgl. auch KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013, 

Rz. 1640). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben und Anweisungen 

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des Bundesgerichtes für die Vorinstanz verbindlich 

(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643, vgl. dazu auch Rz. 1158).

2. Nach der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts, wonach die 

Sache zum Entscheid über die Beschwerde hinsichtlich des 

Rentenanspruchs an das kantonale Gericht zurückgewiesen wurde, ist im 

vorliegenden Verfahren darüber zu entscheiden. Das Bundesgericht 

erwähnt zwar in Ziffer 1 seines Dispositivs nur den Entscheid über die 

Beschwerde hinsichtlich des Rentenanspruchs. Es gilt allerdings zu 

beachten, dass der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 26. Juni 

2019 im Eventualstandpunkt nebst dem Rentenanspruch auch die 

Zusprechung einer angemessenen Integritätsentschädigung für die 

bleibenden Folgen der Berufskrankheit und des Unfalls vom 26. Januar 

2011 beantragte. Mit Eingabe vom 7. Juli 2021 im vorliegenden Verfahren 

teilte der Beschwerdeführer unter Beilage der entsprechenden Verfügung 

mit, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer für die Folgen 

des Unfalls vom 26. Januar 2011 mit Verfügung vom 16. März 2021 eine 

zusätzliche Integritätsentschädigung von 10 % zugesprochen habe, und 

dass diese Verfügung in Rechtskraft erwachsen sei. Damit sei die 

Auseinandersetzung über die Höhe der Integritätsentschädigung aufgrund 

der Folgen des Unfalls vom 26. Januar 2011 gegenstandslos geworden. 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass fraglich ist, ob die 

Integritätsentschädigung für die Folgen des Berufsunfalls überhaupt 

Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist. Diese Frage ist 

tendenziell zu verneinen, da die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer mit Verfügung vom 18. Juli 2013 für die bleibenden 

Folgen des Berufsunfalls eine Integritätsentschädigung zugesprochen hat 

und diese Verfügung in Rechtskraft erwachsen ist. Eine abschliessende 

Beurteilung kann jedoch unterbleiben, da die Auseinandersetzung in 

Bezug auf die Integritätsentschädigung für die Folgen des Berufsunfalls 

spätestens mit der rechtskräftigen Verfügung vom 16. März 2021 

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gegenstandslos wurde. Insoweit ist das vorliegende Beschwerdeverfahren 

infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Beizupflichten ist dem 

Beschwerdeführer jedoch, dass die Beschwerde in Bezug auf die 

Integritätsentschädigung für die bleibenden Folgen der Berufskrankheit zu 

behandeln ist, da dieser Antrag bisher – wie derjenige hinsichtlich 

Rentenanspruch – noch nicht materiell behandelt wurde. Zunächst gilt es 

indes noch einige Vorbemerkungen formeller Natur zu machen. 

3. Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 

(Beilagen Beschwerdegegnerin [Bg-act.] II [Schaden-Nr. 

13.25201.11.4]/159). Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim Versicherungsgericht 

desjenigen Kantons Beschwerde erhoben werden, in dem die versicherte 

Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Der versicherte 

Beschwerdeführer wohnt in C._____, weshalb die örtliche Zuständigkeit 

des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen 

sachliche Zuständigkeit ergibt sich alsdann aus Art. 57 ATSG i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts für die 

Beurteilung der vorliegenden Streitsache zu bejahen. Als formeller und 

materieller Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der 

Beschwerdeführer vom angefochtenen Einspracheentscheid berührt und 

weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 

ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 ATSG).

4. Bezüglich des anwendbaren Rechts gilt zu beachten, dass am 1. Januar 

2017 die revidierten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über 

die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft getreten sind. Gemäss 

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Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 

2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 

Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend 

ereignete sich der Unfall im Januar 2011, so dass diesbezüglich 

grundsätzlich die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung finden. Hinsichtlich der für das vorliegende Verfahren 

anwendbaren Bestimmungen haben sich indessen mit Inkrafttreten der 

neuen Rechts-

sätze keine Änderungen ergeben.

5. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin den 

Rentenanspruch des Beschwerdeführers korrekt ermittelt sowie eine 

Integritätsentschädigung für die bleibenden Folgen der Berufskrankheit zu 

Recht verneint hat. In Bezug auf den Rentenanspruch ist zwischen den 

Parteien sowohl das Invalideneinkommen als auch das 

Valideneinkommen sowie der versicherte Verdienst strittig. 

6.1. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid 

ist. Art. 8 Abs. 1 ATSG beschreibt Invalidität als die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird wiederum als der durch die 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt bezeichnet (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Bei der Bemessung des 

Invaliditätsgrads ist Art. 18 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 16 ATSG zu beachten. 

Danach wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 

Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen 

Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

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zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 

das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). Art. 20 Abs. 1 UVG zufolge beträgt die 

Invalidenrente bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes, bei 

Teilinvalidität wird sie entsprechend gekürzt.

6.2. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet damit die 

Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt 

arbeitsunfähig ist. Dabei ist die rechtsanwende Behörde bei der 

Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf medizinische Unterlagen angewiesen. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch 

zugemutet werden können (vgl. BGE 132 V 93 E.4).

7.1. Hinsichtlich des Rentenanspruchs stützte die Beschwerdegegnerin 

betreffend das Zumutbarkeitsprofil auf die Beurteilung von med. pract. 

J._____, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom 12. Februar 2018 (Bg-act. I 

[Schaden-Nr. 13.25956.05.0]/326) und 9. April 2018 (Bg-act. I/331) sowie 

von Kreisarzt Dr. med. I._____, Facharzt für orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom 23. April 2018 (Bg-

act. II/134) ab. Med. pract. J._____ hielt in seiner erstgenannten 

Beurteilung fest, unter Berücksichtigung der Auflagen der 

Nichteignungsverfügung bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit, was die 

Faktoren angingen, die zur Berufskrankheit geführt hätten. Es sei 

allerdings darauf aufmerksam zu machen, dass beim Beschwerdeführer 

das endogene Ekzem durchaus und gerade bei mechanischer 

Beanspruchung der Hände zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 

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bzw. Einsetzbarkeit führen könne (vgl. Bg-act. I/326 S. 2). Diese 

Einschätzung präzisierte med. pract. J._____ in seiner Beurteilung vom 9. 

April 2018 dahingehend, dass der Beschwerdeführer rein aufgrund der 

Folgen der Berufskrankheit sämtliche Arbeiten in vollem Umfang und bei 

vollem Pensum ausüben könne, sofern die Auflagen der 

Nichteignungsverfügung berücksichtigt würden (Kontakt zu Holzstaub). 

Sein Hinweis betreffend «mechanischer Beanspruchung der Hände» sei 

aus ärztlicher Sicht unter Berücksichtigung der zweiten Teilkomponente 

der Handekzeme, nämlich das vormals beschriebene endogene Ekzem, 

erfolgt, welches als berufskrankheitsfremd zu bewerten sei (Bg-act. I/331). 

Der Kreisarzt Dr. med. I._____ hielt sodann in seiner Aktenbeurteilung 

vom 23. April 2018 betreffend Zumutbarkeitsprofil fest, dem 

Beschwerdeführer sei zweifellos weiterhin die angestammte Tätigkeit im 

Holzbau nicht zumutbar. Zumutbar sei ihm aber eine leichte bis 

mittelschwere Tätigkeit, bei der mit der rechten Hand kein kraftvolles 

Zupacken erforderlich sei. Ausgeschlossen seien Tätigkeiten, bei denen 

Schläge 

oder Vibrationen auf das rechte Handgelenk einwirkten sowie solche auf 

Leiter oder Gerüsten. Für eine derartige adaptierte Tätigkeit sei der 

Beschwerdeführer ganztags einsetzbar (Bg-act. II/134 S. 2). 

7.2. Der Beschwerdeführer beanstandet das Abstellen auf das 

Zumutbarkeitsprofil gemäss Aktenbericht von Dr. med. I._____ vom 1. Mai 

2018 [recte: 23. April 2018], da diesem kein Beweiswert zukomme. So 

habe der Kreisarzt selber keine Untersuchung durchgeführt und die Akten 

ergäben kein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf sowie 

gegenwärtigen Status. Weiter liege kein lückenloser Befund vor und hätten 

dem Kreisarzt weder die Bilder der MRI-Untersuchung vom 3. Januar 

2018 noch der Bericht des Radiologen zur Verfügung gestanden (vgl. 

Replik S. 3). 

- 15 -

7.3. Soweit der Beschwerdeführer den Beweiswert des Zumutbarkeitsprofils 

von Dr. med. I._____ in Frage stellt, da dieser den Beschwerdeführer nie 

persönlich untersucht habe, zielt dieser Einwand ins Leere. Dr. med. 

I._____ war von der Beschwerdegegnerin beauftragt worden, anhand der 

vorliegenden medizinischen Akten seine Einschätzung zur Frage 

betreffend Endzustand, Restfolgen, Zumutbarkeit, 

Integritätsentschädigung etc. abzugeben (vgl. Bg-act. I/133). Bei seiner 

vertrauensärztlichen Beurteilung handelt es sich somit um ein 

Aktengutachten. Reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert 

zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen 

nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht (vgl. u.a. Urteile des Bundesgerichts 

8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2; 8C_322/2020 vom 9. Juli 

2020 E.3). Hier lag Dr. med. I._____ – entgegen den Vorbringen des 

Beschwerdeführers – aufgrund des in der Aktenbeurteilung vom 23. April 

2018 wiedergegebenen aktenmässigen Verlaufs (Bg-act. II/134 S. 1) ein 

lückenloser Befund bis zum 4. April 2018 und somit über den 

medizinischen Endzustand per Ende Januar 2018 hinaus vor, welcher ihm 

ein vollständiges Bild über den Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers gab und ihm ermöglichte u.a. ein Zumutbarkeitsprofil 

zu erstellen. Er hatte im Wesentlichen nur einen an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalt zu beurteilen und zu den obgenannten Fragen 

Stellung zu nehmen. Dass keine persönliche Untersuchung erfolgte, ist 

somit nicht zu beanstanden. Auch zielt der Einwand des 

Beschwerdeführers ins Leere, Dr. med. I._____ hätten weder die Bilder 

der MRI-Untersuchung vom 3. Januar 2018 noch der Bericht des 

Radiologen zur Verfügung gestanden. So lag Dr. med. I._____ der Befund 

der MRI-Untersuchung vom 3. Januar 2018 aufgrund der Besprechung mit 

Dr. med. G._____ vor, wonach sich bei der MRI-Untersuchung 

arthrotische Veränderungen sowohl radioskaphoidal als auch radiolunär 

und lunokapital zeigten. Diese Befunde wurden auch in der kreisärztlichen 

- 16 -

Beurteilung aufgeführt (Bg-act. II/134 S. 2). Zudem ergibt sich aus den 

Akten, dass die Röntgenbilder im PACS (digitales System zur 

Verarbeitung, Verwaltung und Archivierung von medizinischen Bildern und 

Daten [Picture Archiving and Communication System]) vorhanden waren 

(vgl. Bg-act. II/133). Welche zusätzlichen Erkenntnisse Dr. med. I._____ 

aus einer eigenen Sichtung der MRI-Aufnahmen hätte gewinnen können, 

ist nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht 

substanziiert vorgetragen. Im Übrigen liegen keine anderweitigen 

ärztlichen Berichte bei den Akten, die die Beurteilung von Dr. med. I._____ 

in Zweifel zu ziehen vermögen. Zudem bringt der Beschwerdeführer auch 

in keiner Weise substanziiert vor, inwiefern das Zumutbarkeitsprofil nicht 

zutreffen sollte bzw. inwiefern die festgehaltene adaptierte Tätigkeit mit 

den beschriebenen Einschränkungen dem Beschwerdeführer nicht 

zumutbar sein soll. 

7.4. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin für das 

Zumutbarkeitsprofil zu Recht auf die Beurteilungen von med. pract. 

J._____ vom 12. Februar 2018 (Bg-act. I/326) und 9. April 2018 (Bg-

act. I/331) sowie von Kreisarzt Dr. med. I._____ vom 23. April 2018 (Bg-

act. II/134) abgestellt hat und folglich zutreffend bezüglich der Folgen des 

Unfalls sowie der Berufskrankheit von einer dem Beschwerdeführer 

ganztags zumutbaren leichten bis mittelschweren Tätigkeit mit den 

genannten Einschränkungen ausgegangen ist.

8. Der Sachverhalt ist damit genügend abgeklärt und die medizinischen 

Berichte lassen eine ausreichende Aussage über den 

Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers zu. Folglich erübrigt sich in Anwendung der 

antizipierten Beweiswürdigung die vom Beschwerdeführer beantragte 

Einholung eines fachärztlichen Gutachtens, da hiervon keine neuen 

entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 144 V 361 

E.6.5; Urteile des Bundesgerichts 8C_658/2020 vom 14. Januar 2021 E.7; 

- 17 -

8C_544/2020 vom 27. November 2020 E.8.4; 8C_831/2019 vom 

13. Februar 2020 E.3.2; 8C_754/2019 vom 6. Februar 2020 E.5.3).

9.1. Zu prüfen bleibt damit, ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad 

korrekt berechnet hat. Die Beschwerdegegnerin ermittelte ein 

Valideneinkommen für das Jahr 2018 von CHF 81'900.--. Dabei stützte sie 

sich auf die Auskunft der Firma D._____, Holzbau, E._____, wonach der 

Beschwerdeführer im Jahr 2018 ohne die Berufskrankheit und ohne den 

Unfall vom 26. Januar 2011 einen monatlichen Bruttolohn von CHF 6'100.-

- zuzüglich eines 13. Monatslohns von CHF 6'100.-- und einer Gratifikation 

von CHF 2'600.-- verdient hätte (vgl. angefochtener Einspracheentscheid 

E.5 lit. b). Diese Angaben sind seitens des Beschwerdeführers 

unbestritten. Hingegen ist der Beschwerdeführer der Auffassung, dass das 

während Jahren vor dem Unfall erzielte Zusatzeinkommen aus den beiden 

Nebenerwerben als Nachtwache im Asylantenheim sowie als Türsteher 

zum von der Beschwerdegegnerin ermittelten Valideneinkommen aus 

dem Haupterwerb von CHF 81'900.-- hinzuzählen sei, so dass ein 

Gesamtbetrag von CHF 105'152.15 resultiere (vgl. Beschwerdeschrift S. 

9). 

9.2. Bei der Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns – 

vorliegend per 1. Februar 2018 – nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 

(BGE 134 V 322 E.4.1). Das Valideneinkommen ist so konkret wie möglich 

festzusetzen. In der Praxis bildet das vor dem Eintritt der zur Invalidität 

führenden Arbeitsunfähigkeit erzielte, tatsächlich bezogene Einkommen 

häufig Anhalts- und Ausgangspunkt, da nach empirischer Feststellung in 

der Regel die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden 

wäre. Dieser Lohn ist, wenn nötig, der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung anzupassen (Urteil des Bundesgerichts 

8C_53/2019 vom 9. Mai 2019 E.6.2.1 m.w.H.).

- 18 -

9.3. Vorliegend ist aktenkundig und unbestritten, dass der Beschwerdeführer 

vor dem Unfallereignis vom 26. Januar 2011 nicht nur bei der Firma 

D._____, Holzbau, E._____, tätig war, sondern zugleich noch als 

Nachtwache in einem Asylantenheim (Arbeitgeber: Personalamt 

Graubünden) und als Türsteher für die K._____ GmbH, L._____, arbeitete. 

Gemäss IK-Auszug gab der Beschwerdeführer den Nebenerwerb als 

Nachtwache im Asylantenheim im März 2012 und denjenigen als 

Türsteher Ende 2013 auf (Bg-act. I/276 S. 2). Der Beschwerdeführer bringt 

diesbezüglich vor, er habe nach dem Unfall vom 26. Januar 2011 

versucht, seine beiden Nebenerwerbstätigkeiten weiterhin zu erfüllen, 

habe dann aber feststellen müssen, dass er insbesondere der 

körperlichen Voraussetzungen wegen seiner doch erheblichen Verletzung 

an der rechten Hand nicht mehr gewachsen sei (vgl. Replik S. 2 f.). 

Nachvollziehbar ist, dass eine Tätigkeit nach einem Unfall nicht allzu 

schnell aufgegeben wird, sondern mit allen Mitteln versucht wird, diese 

weiterhin auszuüben. Eine solche Versuchsphase dauert aber in der 

Regel höchstens ein paar Monate und nicht eineinviertel bzw. knapp zwei 

Jahre. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern die Verletzung an der 

rechten Hand für die Berufsausübung in der Funktion als Nachtwache 

bzw. Türsteher einschränkend sein soll. Soweit der Beschwerdeführer 

diesbezüglich ausführt, dass es bei Ausübung dieser Tätigkeiten unter 

anderem zu Handgreiflichkeiten kommen könne, überzeugt dieses 

Vorbringen nicht. So wurden die beiden Nebentätigkeiten nicht gleichzeitig 

aufgegeben, sondern liegt ein grosser Zeitraum zwischen der Aufgabe der 

Tätigkeit als Nachtwache im Jahr 2012 und derjenigen als Türsteher Ende 

2013. Wären diese Tätigkeiten tatsächlich nicht mit der Handverletzung 

vereinbar gewesen, wäre zu erwarten gewesen, dass der 

Beschwerdeführer diese gleichzeitig aufgegeben hätte. Hinzu kommt, 

dass der Beschwerdeführer ab November 2013 seine Erwerbstätigkeit bei 

der H._____ GmbH als Sicherheitswächter aufnahm (vgl. Bg-act. II/216 S. 

4 ff.) und demzufolge wieder eine Stelle in der Sicherheitsbranche antrat. 

- 19 -

Gestützt auf das Ausgeführte sind die diesbezüglichen Ausführungen des 

Beschwerdeführers nicht glaubhaft und als reine Schutzbehauptungen zu 

qualifizieren. Vielmehr ist überwiegend wahrscheinlich davon 

auszugehen, dass die Aufgabe der genannten Nebenerwerbe freiwillig 

und nicht unfallbedingt erfolgte. Demzufolge ist nicht zu beanstanden, 

dass die Beschwerdegegnerin beim Valideneinkommen lediglich das 

Einkommen aus der Haupterwerbstätigkeit berücksichtigt hat. Somit ist der 

Rentenberechnung ein massgebendes Valideneinkommen des 

Beschwerdeführers von CHF 81'900.-- zu Grunde zu legen. 

10.1. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der 

Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach 

Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – 

besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, 

dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung 

als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich 

erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an 

sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach 

der Rechtsprechung entweder die Tabellenlöhne gemäss den vom 

Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die sogenannten DAP-Zahlen (DAP 

= Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens der SUVA) herangezogen 

werden (BGE 143 V 295 E.2.2; 135 V 297 E.5.2; 129 V 472 E.4.2.1). Im 

erstgenannten Fall sind die entsprechenden Angaben auf eine 

durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit umzurechnen, da die 

LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf einer standardisierten 

Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (vgl. BGE 124 V 321 E.3b/bb).

- 20 -

10.2. Ein Abstellen bei der Ermittlung des Invalideneinkommens auf den 

tatsächlich erzielten Verdienst setzt demnach unter anderem voraus, dass 

die versicherte Person ihre ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer 

Weise voll ausschöpft. Dies ist dann nicht der Fall, wenn die versicherte 

Person auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt einen 

höheren als den tatsächlich erhaltenen Lohn erzielen könnte. Auf diesem 

hypothetischen Arbeitsmarkt ist ein Stellenwechsel auch dann zumutbar, 

wenn es für die versicherte Person aufgrund der wirtschaftlichen 

Gegebenheiten auf dem tatsächlichen Arbeitsmarkt sehr schwierig oder 

gar unmöglich ist, eine entsprechende Stelle zu finden. Die Anrechnung 

dieses hypothetischen höheren Einkommens beruht dabei weniger auf der 

Schadenminderungspflicht, sondern auf der Überlegung, dass die 

Unfallversicherung lediglich die durch den unfallkausalen 

Gesundheitsschaden bedingte Lohneinbusse ausgleichen soll (Urteile des 

Bundesgerichts 8C_475/2017 vom 5. Dezember 2017 E.6 und 

8C_237/2011 vom 19. August 2011 E.2.3). Eine versicherte Person muss 

sich bei der Invaliditätsbemessung die Einkünfte als Invalideneinkommen 

anrechnen lassen, die sie auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt an einer 

zumutbaren Stelle erzielen könnte; selbst wenn sie infolge günstiger 

Aussichten an der bisherigen Stelle von einem Berufs- oder 

Stellenwechsel absieht, kann sie nicht erwarten, dass die 

Unfallversicherung für einen wegen des Verzichts auf zumutbare 

Einkünfte eingetretenen Minderverdienst aufkommt (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_368/2021 vom 22. Juli 2021 E.9.1).  

10.3. In Bezug auf das Invalideneinkommen hielt die Beschwerdegegnerin fest, 

für die Ermittlung könne nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen des 

Beschwerdeführers bei der H._____ GmbH abgestellt werden, da er mit 

dieser Tätigkeit die ihm zumutbare Resterwerbsfähigkeit nicht voll 

ausschöpfe. Vielmehr seien die Tabellenlöhne gemäss LSE beizuziehen 

und auf die Tabelle TA1 der LSE 2016, Kompetenzniveau 1, abzustellen. 

- 21 -

Die Beschwerdegegnerin gelangte auf Basis der üblichen 

durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden im Jahr 2018 und 

bei einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit sowie unter Berücksichtigung einer 

Nominallohnerhöhung im Jahr 2017 und 2018 und eines leidensbedingten 

Abzugs von 5 % auf ein Invalideneinkommen von CHF 64'036.-- 

(CHF 5'340.-- x 12 / 40 x 41.7 x 1.004 x. 1.005 x 0.95) (vgl. angefochtener 

Einspracheentscheid E.6.f).

10.4. Der Beschwerdeführer rügt diesbezüglich, dass die Beschwerdegegnerin 

zur Festsetzung des Invalideneinkommens auf die LSE-Tabellenlöhne 

abgestellt hat. Er arbeite in einem Vollzeitpensum für die H._____ GmbH 

und habe in der Zeitperiode vom 1. Februar 2016 bis 31. Januar 2017 ein 

Bruttojahressalär von CHF 52'035.80 erzielt. Im Folgejahr sei der 

Beschwerdeführer aufgrund eines neuerlichen Unfalls längerdauernd 

arbeitsunfähig gewesen. Die Beschwerdegegnerin habe die 

Taggeldleistungen für ihre Überentschädigungsberechnung auf 100 % 

aufgerechnet und für die Zeitperiode vom 1. Februar 2017 bis 31. Januar 

2018 ein Jahreseinkommen von CHF 55'216.05 ermittelt. Für die 

Berechnung des Invalideneinkommens dürfe somit maximal von diesem 

Jahreseinkommen ausgegangen werden (vgl. Beschwerdeschrift S. 9 f.). 

10.5. Wie unter Erwägung 7.1 vorstehend festgehalten, kamen med. pract. 

J._____ als auch Dr. med. I._____ in ihren Beurteilungen vom 12. Februar 

2018 (Bg-act. I/326) und 9. April 2018 (Bg-act. I/331) bzw. vom 23. April 

2018 (Bg-act. II/134) zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer 

berufskrankheits- und unfallbedingt eine angepasste Tätigkeit mit 

gewissen Einschränkungen ganztags zumutbar sei. Darauf kann 

vorliegend abgestellt werden (vgl. Erwägung 7.4 vorstehend). Im 

Folgenden ist demnach zu prüfen, ob von der effektiv ausgeübten Tätigkeit 

des Beschwerdeführers bei der H._____ GmbH auszugehen oder auf die 

Tabellenlöhne abzustellen ist. 

- 22 -

Der Beschwerdeführer arbeitet seit November 2013 auf Vermittlung der 

IV-Stelle als Sicherheitswächter für die H._____ GmbH (vgl. Bg-act. II/216 

S. 4 ff.) und verdiente vom Februar 2016 bis Januar 2017 ein Einkommen 

in der Höhe von CHF 52'035.80 (Bg-act. I/305). Damit ist grundsätzlich von 

einem stabilen Arbeitsverhältnis auszugehen. Fraglich ist, ob das 

genannte Einkommen effektiv einem 100 %-Pensum und nicht eher einem 

90 %-Pensum entspricht. Dies kann vorliegend aber offen bleiben. Wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht geltend macht, hätte der 

Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein wesentlich 

höheres Einkommen erzielen können als mit seiner Tätigkeit bei der 

H._____ GmbH. Bei einer seiner Behinderung angepassten Betätigung 

könnte der Beschwerdeführer nach den Feststellungen der 

Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 ein 

Jahreseinkommen von CHF 64'036.-- erreichen. Dieser Betrag lässt sich 

herleiten aus dem Tabellenlohn der LSE für das Jahr 2016 bei den 

Parametern LSE 2016, TA1, Privater Sektor, Total, Männer, 

Kompetenzniveau 1, indexiert, Leidensabzug 5 %. Das Kompetenzniveau 

1 erfasst "einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art". Die 

Beschwerdegegnerin hat folglich das tiefste Niveau von insgesamt vier 

Kompetenzniveaus zu Gunsten des Beschwerdeführers angenommen. 

Den festgestellten Arbeitseinschränkungen gemäss der 

Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. med. I._____ vom 23. April 2018 (leichte 

bis mittelschwere Tätigkeiten, kein kraftvolles Zupacken mit der rechten 

Hand, keine Tätigkeiten, bei denen Schläge 

oder Vibrationen auf das rechte Handgelenk einwirken, keine Tätigkeiten 

auf Leitern oder Gerüsten [Bg-act. II/134]) wurde im konkreten Fall durch 

die Gewährung eines zusätzlichen Leidensabzugs von 5 % bei der 

Festlegung des Invalideneinkommens Rechnung getragen. Damit 

vermöchte der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit ein 

Einkommen zu erzielen (CHF 64'036.--), das um mehr als CHF 12'000.-- 

höher liegt als dasjenige, das er im Rahmen der aktuell ausgeübten 

- 23 -

Tätigkeit verdient (CHF 52'035.80). Nach dem Gesagten besteht zwischen 

dem beim aktuellen Arbeitgeber tatsächlich erzielten Einkommen sowie 

dem Einkommen gestützt auf die Tabellenlöhne eine derart grosse 

Diskrepanz von mehr als CHF 12'000.--, weshalb der Beschwerdeführer 

die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise ausschöpft 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_631/2019 vom 18. Dezember 2019 

E.6.2). Demzufolge ist für die Ermittlung des Invalideneinkommens nicht 

auf den Verdienst beim aktuellen Arbeitgeber abzustellen. Insoweit ist 

nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin anstatt auf den 

tatsächlich erzielten Verdienst auf den höheren, auf dem hypothetischen 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielbaren Lohn bzw. auf die Tabellenlöhne 

abstellte.

11. Werden das Valideneinkommen von CHF 81'900.-- und das 

Invalideneinkommen von CHF 64'036.-- einander gegenüberstellt, führt 

dies im Ergebnis zu einer Erwerbseinbusse von CHF 17'864.-- bzw. einem 

IV-Grad von 22 % ([21.81 %]; zur Rundung vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_447/2017 vom 17. Januar 2018 E.5.6; BGE 130 V 121 E.3.2). Als 

Ergebnis ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer zu Recht eine Invalidenrente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 22 % ab 1. Februar 2018 zugesprochen hat.

12.1. Streitig und zu prüfen bleibt damit die Höhe des versicherten Verdienstes, 

welcher der Berechnung des Rentenbetrages zu Grunde zu legen ist. 

12.2. Taggelder und Renten werden gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG nach dem 

versicherten Verdienst bemessen. Als versicherter Verdienst gilt nach Art. 

15 Abs. 2 UVG für die Bemessung der Renten der innerhalb eines Jahres 

vor dem Unfall bezogene Lohn. Gemäss Art. 22 Abs. 2 UVV gilt als 

versicherter Verdienst im Allgemeinen, vorbehältlich hier nicht zur 

Diskussion stehender Ausnahmetatbestände (lit. a-d), der nach der 

Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn. Art. 15 Abs. 3 

https://www.swisslex.ch/doc/aol/27e760d3-af74-407d-9f1b-9a054c35c75f/cc4bd59a-3469-446f-975d-7aeda3143576/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/27e760d3-af74-407d-9f1b-9a054c35c75f/cc4bd59a-3469-446f-975d-7aeda3143576/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/aol/27e760d3-af74-407d-9f1b-9a054c35c75f/cc4bd59a-3469-446f-975d-7aeda3143576/source/document-link

- 24 -

UVG räumt dem Bundesrat die Befugnis ein, Bestimmungen über den 

versicherten Verdienst in Sonderfällen zu erlassen, wovon dieser 

Gebrauch gemacht hat (vgl. Art. 23 f. UVV). So hält Art. 24 Abs. 2 UVV 

fest, dass, falls die Rente mehr als fünf Jahre nach dem Unfall oder dem 

Ausbruch der Berufskrankheit beginnt, der Lohn massgebend ist, den der 

Versicherte ohne den Unfall oder die Berufskrankheit im Jahre vor dem 

Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er höher ist als der letzte vor dem 

Unfall oder dem Ausbruch der Berufskrankheit erzielte Lohn.

12.3. Vorliegend sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit 

Verfügung vom 23. Juli 2018 eine Invalidenrente ab 1. Februar 2018 zu 

(Bg-act. I/346). Damit beginnt die Rente mehr als fünf Jahre nach dem 

Unfall vom 26. Januar 2011 bzw. nach Ausbruch der Berufskrankheit. Für 

die Berechnung des versicherten Verdienstes ist damit der Lohn 

massgebend, den der Versicherte ohne den Unfall oder die 

Berufskrankheit im Jahre vor dem Rentenbeginn bezogen hätte, sofern er 

höher ist als der letzte vor dem Unfall oder dem Ausbruch der 

Berufskrankheit erzielte Lohn. Im Jahr vor dem Unfall vom 26. Januar 

2011, mithin vom 26. Januar 2010 bis 25. Januar 2011, erzielte der 

Beschwerdeführer gemäss der unbestrittenen Berechnung der 

Beschwerdegegnerin vom 14. Mai 2018 im Haupterwerb bei der Firma 

D._____, Holzbau, ein Einkommen in der Höhe von CHF 67'896.-- (Bg-

act. II/135). Unter Berücksichtigung der statistischen 

Nominallohnentwicklung von 2011 bis 2017 resultiert für das Jahr 2017 ein 

Lohn von CHF 70'614.-- (vgl. Berechnung des Jahresverdienstes der 

Beschwerdegegnerin vom 30. Mai 2018 [Bg-act. II/137]). Der 

Beschwerdeführer macht geltend, die Lohnangaben seiner ehemaligen 

Arbeitgeberin über das im Jahr 2017 hypothetisch erzielte Einkommen 

seien der Lohntabelle zum GAV Holzbau entnommen worden und würden 

exakt die normale Lohnentwicklung im angestammten Tätigkeitsfeld 

wiederspiegeln, weshalb auf diese Lohnangaben in der Höhe von 

- 25 -

CHF 79'950.-- abzustellen sei (Beschwerdeschrift S. 7). Dem kann nicht 

gefolgt werden. Art. 24 Abs. 2 UVV will einzig allfällige Nachteile als Folge 

der Verzögerung in der Rentenfestsetzung ausgleichen (BGE 127 V 165 

E.3b). Dagegen sollen die Versicherten nicht so gestellt werden, wie wenn 

sich der Unfall unmittelbar vor diesem Zeitpunkt ereignet hätte. Daher ist 

nach der Rechtsprechung bei mehr als fünf Jahre nach dem Unfall 

beginnenden Renten bei der Bemessung des versicherten Verdienstes auf 

die allgemeine statistische Nominallohnentwicklung im angestammten 

Tätigkeitsbereich und nicht auf die Lohnentwicklung beim konkreten 

Arbeitgeber abzustellen (BGE 147 V 213 E.3.4; 127 V 165 E.3b; 118 V 

298 E.3b; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 79/06 vom 

19. September 2006 E.4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 8C_565/2014 

vom 23. September 2014 E.4.2; Urteil des Sozialversicherungsgerichts 

des Kantons Zürich UV.2019.00253 vom 19. Juni 2020 E.2.4). Damit sind 

lediglich die allgemeinen statistischen Nominallohnentwicklungen und 

keine Lohnentwicklungen eines GAV zu berücksichtigen. 

Ebenfalls war der Beschwerdeführer im Jahr vor dem Unfall vom 26. 

Januar 2011 unbestrittenermassen im Nebenerwerb als Nachtwache für 

ein Asylantenheim (Arbeitgeber: Personalamt Graubünden) sowie als 

Türsteher für die K._____ GmbH tätig. Da als versicherter Verdienst 

grundsätzlich der AHV-massgebende Lohn gilt, sind die im IK-Auszug im 

Jahr 2010 ausgewiesenen Einkünfte aus diesen Nebenerwerben zu 

berücksichtigen. Gemäss IK-Auszug belief sich das Einkommen bei der 

K._____ GmbH im Jahr 2010 auf CHF 5'380.-- und dasjenige beim 

Personalamt Graubünden auf CHF 16'941.--, zusammen somit auf 

CHF 22'321.-- (vgl. Bg-act. I/276). Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers ist nun aber nur das Einkommen aus dem 

Haupterwerb entsprechend der Bestimmung von Art. 24 Abs. 2 UVV der 

Nominallohnentwicklung anzupassen, nicht hingegen das 

Zusatzeinkommen aus dem Nebenerwerb. Dies deshalb, da diese 

https://www.swisslex.ch/doc/aol/f30f45d9-199c-4d86-9b28-bb76407aa136/3edebbf0-1d82-4d0d-b00c-d7aa1a4352e7/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/05de9273-9e3b-4339-9a62-8017718e07e6/citeddoc/f0832f7d-d4d6-48fd-9cd0-5ecf74959fbc/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/05de9273-9e3b-4339-9a62-8017718e07e6/citeddoc/f0832f7d-d4d6-48fd-9cd0-5ecf74959fbc/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/f4792a08-52dc-4b40-be68-3ad0b9c5d22c/citeddoc/ecd285e0-5abb-465d-b5f3-c7598ad45802/source/document-link
https://www.swisslex.ch/doc/unknown/f4792a08-52dc-4b40-be68-3ad0b9c5d22c/citeddoc/ecd285e0-5abb-465d-b5f3-c7598ad45802/source/document-link

- 26 -

Tätigkeiten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Jahr 2012 bzw. 2013 

freiwillig aufgegeben wurden (vgl. Erwägung 9.3 vorstehend) und 

diesbezügliche Einkommen unabhängig des Unfalls somit im Jahr vor dem 

Rentenbeginn, mithin im Jahr 2017, ohnehin nicht mehr generiert worden 

wären. 

Bei einem Vergleich des letzten vor dem Unfall erzielten Lohns in der Höhe 

von CHF 90'217.-- (CHF 67'896.-- + CHF 22'321.--) gegenüber dem im 

Jahr vor Rentenbeginn bezogenen Lohn in Höhe von CHF 70'614.-- ergibt 

sich, dass der im Jahr vor Rentenbeginn bezogene Lohn nicht höher 

ausfällt, weshalb für den versicherten Verdienst auf den höheren Lohn von 

CHF 90'217.-- im Zeitpunkt vor dem Unfall abzustellen ist. Demzufolge ist 

die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den versicherten Verdienst auf 

CHF 90'217.-- festzusetzen. Von diesem Verdienst aus ist die Rente neu 

zu berechnen.

13.1. Letztlich bleibt noch die Höhe der Integritätsentschädigung für die Folgen 

der Berufskrankheit zu prüfen.

13.2. Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn er durch den Unfall eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 

psychischen Integrität erleidet. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVV gilt ein 

Integritätsschaden als dauernd, wenn er voraussichtlich während des 

ganzen Lebens mindestens im gleichen Umfang besteht. Erheblich ist er, 

wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von 

der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. 

13.3. Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich nach den 

Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV (Art. 36 Abs. 2 UVV). Darin hat der 

Bundesrat in einer nicht abschliessenden Skala häufig vorkommende und 

typische Schäden prozentual gewichtet. In Weiterentwicklung der 

- 27 -

bundesrätlichen Skala hat die SUVA in diesem Zusammenhang weitere 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese Tabellen 

stellen keine Rechtssätze dar. Soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 

mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden 

soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_19/2017 vom 22. Mai 2017 E.4.2; BGE 124 V 29 

E.1b).

13.4. Gemäss Art. 25 Abs. 1 UVG darf die Integritätsentschädigung den am 

Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes 

nicht übersteigen (vgl. Art. 22 Abs. 1 UVV) und wird entsprechend der 

Schwere des Integritätsschadens abgestuft. Dabei wird die Schwere des 

Integritätsschadens nach dem medizinischen Befund beurteilt. Der 

Integritätsschaden wird abstrakt und egalitär bemessen. Er ist bei 

identischem medizinischem Befund für alle Versicherten gleich. Somit 

hängt die Bemessung des Integritätsschadens nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab. Die Feststellung des Integritätsschadens 

ist eine Tatfrage, die ein Mediziner zu beurteilen hat (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_734/2019 vom 23. Dezember 2019 E.4.2; BGE 113 V 

218 E.4).

13.5. Die Beschwerdegegnerin hat einen Anspruch des Beschwerdeführers auf 

eine Integritätsentschädigung für die Folgen der Berufskrankheit gestützt 

auf die ärztliche Beurteilung von med. pract. J._____ vom 12. Februar 

2018 (vgl. Bg-act. I/326) sowie vom 9. April 2018 (vgl. Bg-act. I/331) 

verneint. Med. pract. J._____ führte aus, dass unter Berücksichtigung des 

Hautbildes der Kontrollen von 2016 und 2017 der Integritätsschaden unter 

5 % liege. 

13.6. Der Beschwerdeführer moniert, dass keine persönliche Untersuchung 

durch med. pract. J._____ stattgefunden hat. Die Beurteilung des 

Integritätsschadens für die Folgen der Berufskrankheit beruhe im 

- 28 -

Wesentlichen auf visuellen Beeinträchtigungen, weshalb offenkundig sei, 

dass ohne persönliche Untersuchung keine verlässliche Schätzung des 

Integritätsschadens abgegeben werden könne (Beschwerdeschrift S. 10). 

13.7. Wie bereits unter Erwägung 7.3 erwähnt, kann einem reinen 

Aktengutachten voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser 

Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung 

eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. u.a. 

Urteile des Bundesgerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E.3.2; 

8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3). Vorliegend legte die 

Beschwerdegegnerin med. pract. J._____ das Dossier vor und bat ihn u.a. 

zur Integritätsentschädigung Stellung zu nehmen. Dieser legte schlüssig 

und nachvollziehbar dar, wie sich die Hautbeschwerden und das Hautbild 

über die Jahre seit Beginn der Beschwerden im Jahre 1992 verändert hat, 

indem er ausführte, während im Jahr 2014 von einem kompletten 

Normalbefund der Hände berichtet werde, habe sich das Hautbild im Jahr 

2015 erneut verschlechtert. Auch in den Berichten 2016 und 2017 würden 

Hyperkeratosen beschrieben bei insgesamt gebessertem Hautstatus. Von 

einer Abteilung (recte wohl: Abheilung) des Ekzems könne aktuell keine 

Rede sein. Es müsse davon ausgegangen werden, dass nicht nur die 

(damals schon als knapp überwiegend bezeichneten) beruflichen 

Faktoren (Holzstaub) einen Einfluss auf die Hautbeschwerden gehabt 

hätten, sondern auch Nichtberufliche. Diese nichtberuflichen Faktoren 

(das früher erwähnte endogene Ekzem) seien mitverantwortlich für die 

Hautbeschwerden. Es komme hinzu, dass die mechanische 

Beanspruchung der Hände ein Ekzem verschlechtern könnten. Unter 

Berücksichtigung der Auflagen der Nichteignungsverfügung bestehe eine 

volle Arbeitsfähigkeit, was die Faktoren angingen, die zur Berufskrankheit 

geführt hätten (Bg-act. I/326 S. 2). In seiner Präzisierung bezüglich 

Zumutbarkeit von Arbeiten mit mechanischer Belastung der Hände 

bestätigte med. pract. J._____ dieses Zumutbarkeitsprofil für sämtliche 

- 29 -

Arbeiten in vollem Umfang und bei vollem Pensum, sofern die Auflagen 

der Nichteignungsverfügung berücksichtigt würden (Bg-act. I/331). 

Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist eine Schätzung des 

Integritätsschadens gestützt auf die beschriebenen Hautbilder durchaus 

möglich. Da med. pract. J._____ ein lückenloser Befund vorlag und er 

einen an sich feststehenden Sachverhalt zu beurteilen hatte, ist sodann 

nicht zu beanstanden, dass keine persönliche Untersuchung erfolgte. Das 

Gericht erachtet die kreisärztliche Beurteilung als nachvollziehbar und voll 

beweiswertig. Es sind keine Berichte von behandelnden Ärzten 

vorhanden, die einen höheren Integritätsschaden angeben, vielmehr 

äussert sich nur med. pract. J._____ zu dieser Thematik und dies 

zuverlässig und schlüssig. Weitere medizinische Abklärungen hierzu 

erübrigen sich und in antizipierter Beweiswürdigung kann darauf verzichtet 

werden, da keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten wären 

(vgl. BGE 144 V 361 E.6.5, 136 I 229 E.5.3). Vorliegend erfolgte die 

Verneinung eines Anspruchs des Beschwerdeführers auf eine 

Integritätsentschädigung für die Folgen der Berufskrankheit zu Recht.

14. Gestützt auf die Erwägungen ist zusammenfassend festzuhalten, dass die 

Beschwerdegegnerin den versicherten Verdienst zur Bemessung der 

Rente nicht korrekt ermittelt hat. Der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 27. Mai 2019 erweist sich demzufolge in Bezug auf die Höhe des 

versicherten Verdienstes zur Bemessung der Rente als nicht rechtens, 

was zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde führt. Im Übrigen 

(Invaliditätsgrad für die Rente, Integritätsentschädigung für die Folgen der 

Berufskrankheit) ist die Beschwerde abzuweisen bzw. bezüglich der 

Integritätsentschädigung für die Folgen des Berufsunfalls vom 26. Januar 

2011 ist das Verfahren infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben.

15.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über 

Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 

- 30 -

vorgesehen ist. Das UVG sieht keine Kostenpflicht vor. Die Parteien haben 

vorliegend also keine Kosten zu tragen. 

15.2. Gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG hat der teilweise obsiegende 

Beschwerdeführer Anspruch auf eine angemessene Parteientschädigung, 

welche vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den 

Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit 

des Prozesses bemessen wird. Der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers reichte dem Gericht am 30. August 2021 eine 

Honorarrechnung für seine anwaltlichen Aufwendungen im Umfang von 

21.6 Stunden im Zeitraum vom 28. Mai 2019 bis 30. August 2021 

zuzüglich Spesen in Höhe von CHF 146.20 und zuzüglich MWST ein. Der 

geltend gemachte Aufwand ist nicht zu beanstanden. Der Stundenansatz 

geht aus der Honorarnote nicht hervor, doch ist in Analogie zur 

eingereichten Honorarrechnung im Verfahren S 19 78 davon auszugehen, 

dass dieser bei CHF 260.-- liegt. Eine Honorarvereinbarung im Sinne von 

Art. 4 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der 

Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV]; BR 

310.250) wurde weder im vorliegenden Verfahren noch im Verfahren S 19 

78 eingereicht, womit praxisgemäss für den Rechtsanwalt der im Kanton 

übliche Stundenansatz von CHF 240.-- nach Art. 3 Abs. 1 HV zur 

Anwendung gelangt. Beim entsprechend korrigierten Stundenansatz 

ergibt sich neu eine Honorarforderung von total CHF 5'740.60 

(zusammengesetzt aus: 21.6 Stunden à CHF 240.-- [CHF 5'184.--] 

zuzüglich Spesen [CHF 146.20] und 7.7 % MWST [CHF 410.40]). Vor 

diesem Hintergrund und in Anbetracht des lediglich teilweisen Obsiegens 

des Beschwerdeführers ist die Parteientschädigung ermessensweise auf 

ein Drittel, mithin CHF 1'913.50 inkl. MWST, festzusetzen. In diesem 

Umfang hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine 

reduzierte Parteientschädigung zu bezahlen. Die Beschwerdegegnerin 

kann keine Parteientschädigung beanspruchen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

- 31 -

III. Demnach erkennt und beschliesst das Gericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen 

und der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. Mai 2019 wird 

bezüglich der Höhe des versicherten Verdienstes zur Bemessung der 

Rente aufgehoben. Die Schweizerische Unfallversicherungsgesellschaft 

(SUVA) wird angewiesen, den versicherten Verdienst auf CHF 90'217.-- 

festzusetzen und davon ausgehend die Rente neu zu berechnen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit das Verfahren nicht 

infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben wird.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Schweizerische Unfallversicherungsgesellschaft (SUVA) hat A._____ 

aussergerichtlich mit CHF 1'913.50 (inkl. MWST) zu entschädigen. 

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 14. 
September 2022 teilweise gutgeheissen (8C_12/2022).