# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 69f87847-4566-567e-8a16-e1f84fa11950
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.11.2008 D-7138/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7138-2008_2008-11-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7138/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Jean-Pierre Monnet,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 3. November 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7138/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
im  Jahr  2008  verlassen  hat  und  über  ihm  unbekannte  Länder  am 
14. September 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag 
um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  A._______  vom  26. 
September 2008 sowie der direkten Anhörung vom 24. Oktober 2008 
zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er 
gehöre der Ethnie der Igbo an und stamme aus dem Dorf B._______ 
in C._______ State, wo er bis vor etwa zwei Jahren (Aussage vom 26. 
September 2008) gelebt habe,

dass seine Mutter am 1. Januar 1998 verstorben sei und oppositionelle 
Jugendliche seinen Vater, der Dorfältester gewesen sei, im Jahr 2006 
ermordet sowie das Haus der Familie angezündet hätten,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  dieser  Gelegenheit  auch  verletzt 
worden sei, worauf er ins Nachbardorf geflohen sei und sich dort nach 
traditioneller Art habe behandeln lassen, 

dass er nach dem Tod des Vaters zu dessen Freund nach D._______ 
im E._______ State geflohen sei, wo er sich nach drei Monaten einer 
militanten Jugendgruppe, die zur Lösegelderpressung weisse Arbeiter 
entführe,  angeschlossen  habe,  weil  ihn  die  Jugendgruppe  dazu 
gedrängt habe,

dass  er  deren  Training  mitgemacht  und  dem  Freund  seines  Vaters 
vorerst nichts über seinen Beitritt zur Jugendgruppe erzählt habe,

dass er dies erst später getan habe, worauf der Freund seines Vaters 
böse auf ihn geworden sei,

dass  sein  Bruder  vor  zwei  Monaten  (Aussage  vom  26.  September 
2008) aus unbekannten Gründen gestorben sei, 

dass er sich wegen des Todes seines Bruders aus Angst, selber auch 
getötet  zu  werden,  geweigert  habe,  an der  ersten Aktion,  anlässlich 
welcher  er  mit  der  Gruppe  jemanden  hätte  kidnappen  sollen, 
teilzunehmen, 

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dass  er  deshalb  befürchte,  von  der  Jugendgruppe  umgebracht  zu 
werden, weil er deren Geheimnisse kenne,

dass er sich in der Folge auf den Rat des Freundes seines Vaters aus 
D._______  zur  Ausreise  entschieden  habe,  wobei  der  Freund  die 
Reise organisiert und finanziert habe,

dass er ohne Reise- und Identitätspapiere in die Schweiz gereist sei 
und  –  ausser  einer  Geburtsurkunde  –  keine  Identitätsdokumente 
besessen habe,

dass diese Geburtsurkunde indessen verbrannt sei,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 3. November 2008 – eröffnet am 4. November 2008 – 
gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 
sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, der Beschwerdeführer habe keine Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht, 

dass seine diesbezüglichen Erklärungsversuche nicht zu überzeugen 
vermöchten  und  ihm insbesondere  nicht  geglaubt  werden  könne,  er 
habe  die  Reise  von  Nigeria  in  die  Schweiz  ohne  jegliche 
Ausweispapiere angetreten und sie nie kontrolliert worden,

dass  von  Seiten  der  nigerianischen  Behörden  nichts  gegen  ihn 
vorliege,  weshalb  die  fehlende  Beschaffung  von  rechtgültigen 
Reisepapieren jeglicher Logik widerspreche, 

dass zudem keine Hinweise vorlägen, gemäss welchen er sich bemüht 
hätte, aus der Schweiz Papiere zu beschaffen,

dass mithin keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosigkeit vorlä-
gen, 

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 

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erforderlich seien, 

dass  er  den  befürchteten  Verfolgungen  durch  die  militante 
Jugendorganisation durch einen Wohnortswechsel  innerhalb Nigerias 
in  einen  andern  Teil  des  Landes  hätte  ausweichen  können,  da  die 
besagte  Gruppe  gemäss  seinen  Angaben  im  Süden  Nigerias 
beziehungsweise im F._______ Delta aktiv gewesen sei,

dass  zudem Jugendgruppen,  wie  sie  der  Beschwerdeführer  erwähnt 
habe,  von  den  nigerianischen  Behörden  aufgrund  ihrer  kriminellen 
Handlungen staatlich verfolgt würden und sich der Beschwerdeführer 
somit  an  die  lokalen  oder  bundesstaatlichen  Polizeibehörden  hätte 
wenden können, weshalb dem nigerianischen Staat nicht vorgeworfen 
werden könne, er habe seine Schutzpflicht verletzt,

dass  ferner  bezüglich  der  Glaubhaftigkeit  der  Vorbringen  des 
Beschwerdeführers Zweifel angebracht seien, da er widersprüchliche 
Angaben über das Verbreitungsgebiet der erwähnten Jugendgruppe zu 
Protokoll  gegeben habe, indem er einmal  dargelegt habe, sie sei  im 
F._______Delta und im Süden Nigerias tätig, während er ein anderes 
Mal  vorgebracht  habe,  sie  verfüge in  ganz Nigeria  über ein riesiges 
Netzwerk,

dass er sich darüber hinaus erst nach fast zwei Jahren Mitgliedschaft 
bei der ersten Aktion hätte beteiligen müssen, was realitätsfremd sei,

dass  schliesslich  seine  Schilderungen  sehr  allgemein  ausgefallen 
seien  und  sich  in  wenigen  kurzen,  stereotypen  Sätzen  erschöpft 
hätten, weshalb sie als offensichtlich unglaubhaft zu taxieren seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  11.  November  2008 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erhob  und  dabei  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
vollumfänglich aufzuheben und das Asylgesuch gutzuheissen,

dass  eventuell  die  Wegweisungsverfügung  aufzuheben  und  die 
vorläufige Aufnahme anzuordnen sei,

dass  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  die  Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege ersucht wurde,

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dass die Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 17. November 2008 
übermittelt wurden,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) des BFM 
entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 ff. VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

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dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 
f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  vorliegend  der  Beschwerdeführer  innerhalb  vom  48  Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts- oder Reisepapiere 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass  er  dazu  geltend  machte,  es  sei  nicht  möglich,  heimatliche 
Identitätspapiere zu beschaffen, da er keine solchen besitze,

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dass er auch nicht wisse, wie er mit Bekannten oder Verwandten aus 
seinem  Heimatland  Kontakt  aufnehmen  könne,  weil  er  kein  Telefon 
besitze,

dass diese Erklärungsversuche indessen nicht gehört werden können, 
da  er  einerseits  während  zwei  Jahren  beim  Freund  seines  Vaters 
gelebt  haben  will  und  somit  davon  auszugehen  ist,  er  könne  mit 
diesem – telefonisch oder schriftlich – von der Schweiz aus Kontakt 
aufnehmen,

dass auch seine Angabe, er habe den Geburtsschein nicht mehr, weil 
dieser verbrannt sei, wenig überzeugt,

dass er nämlich nicht in der Lage war, konkret, substanziiert und mit 
Beweismitteln darzulegen, unter welchen Umständen und wann seine 
Geburtsurkunde verbrannt worden sei,

dass  es  zudem  –  in  Übereinstimmung  mit  der  Argumentation  der 
Vorinstanz – nicht zu überzeugen vermag, dass der Beschwerdeführer 
sich  nicht  um den Erhalt  von legalen Identitätspapieren bemüht hat, 
wo  doch  gegen  ihn  gemäss  seinen  Aussagen  von  staatlicher  Seite 
nichts  vorliegt  und  es  ihm  somit  offen  gestanden  wäre,  bei  den 
zuständigen  heimatlichen  Behörden  auf  ordentlichem  Weg 
Identitätspapiere  für  die  Ausreise  aus  seinem  Heimatland  zu 
beantragen, 

dass  zudem  seine  Angaben  über  die  Umstände  der  Reise  in  die 
Schweiz substanzlos und realitätsfremd ausgefallen sind,

dass ihm – ungeachtet seiner Behauptung, keine Identitätspapiere zu 
besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er sei ohne ein 
solches Papier  von Nigeria in die Schweiz gereist  und kein einziges 
Mal  einer  (Grenz)-Kontrolle  unterzogen  worden,  weil  dies  mit  der 
Realität nicht zu vereinbaren ist,

dass ausserdem seine Aussagen über die Finanzierung der Ausreise 
wenig überzeugen, weil seine Angabe, der Freund seines Vaters habe 
diese finanziert und organisiert, obwohl er auf ihn wegen des Beitritts 
zur  militanten Jugendgruppe böse gewesen sei,  nicht  nachvollzogen 
werden kann,  

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dass er ferner nicht angeben konnte, über welche Örtlichkeiten seine 
Reise  geführt  habe  oder  mit  welchen  Schiffs-  respektive 
Busgesellschaften er gereist sei, 

dass  somit  aufgrund  der  unglaubhaften  Angaben  des 
Beschwerdeführers über die Reise in die Schweiz auch nicht geglaubt 
werden kann, er besitze keine Identitäts- oder Reisepapiere,

dass der diesbezüglichen Argumentation der Vorinstanz vollumfänglich 
zuzustimmen ist, weshalb die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, 
es  würden  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  die  es  dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine 
Identität einzureichen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag, zumal der Beschwerdeführer 
sich  zu  den  Vorhalten  der  Vorinstanz  hinsichtlich  der  fehlenden 
Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren gar nicht äusserte,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers – sollte 
ihnen geglaubt werden können – zu Recht als nicht relevant im Sinne 
des  Gesetzes  qualifizierte,  da  der  Beschwerdeführer  allfälligen 
Nachstellungen seitens der militanten Jugendgruppe mit der Verlegung 
seines  Wohnsitzes  in  einen  andern  Teil  seines  Heimatlandes  hätte 
ausweichen können,

dass  seine  erst  nachträglich  dargelegte  Angabe,  die  Jugendgruppe 
würde ihn überall in Nigeria verfolgen, nicht geglaubt werden kann, da 
es nicht zu überzeugen vermag, dass eine Jugendgruppe, welche mit 
der Entführung von weissen Arbeitern aus dem F._______ Delta und 
der Erpressung von Geld ihren Lebensunterhalt verdient, sich auch in 
andern Landesteilen, wo diese Möglichkeiten nur sehr beschränkt oder 
gar  nicht  bestehen,  befindet  und  dort  nach  abtrünnigen  ehemaligen 
Mitgliedern sucht,

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dass sich der Beschwerdeführer zudem – wie die Vorinstanz zutreffend 
feststellte  –  entgegen seinen Äusserungen in  der  Beschwerdeschrift 
an  die  nigerianischen  Polizeibehörden  wenden  kann,  da  diese  als 
schutzwillig und schutzfähig zu betrachten sind und deshalb die von 
ihm  beschriebenen  Aktivitäten  der  Jugendgruppe  als  kriminelle 
Handlungen  im  Rahmen  ihrer  Möglichkeiten  ahnden  und  verfolgen 
werden,

dass somit keine überzeugenden Anhaltspunkte vorliegen, gestützt auf 
welche  davon  auszugehen  wäre,  es  würde  ihm  von  Seiten  der 
nigerianischen Behörden kein Schutz gewährt werden, weshalb seine 
Vorbringen als haltlos zu erachten sind,

dass  ferner  –  in  Übereinstimmung  mit  der  Argumentation  in  der 
angefochtenen  Verfügung  –  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
nicht als glaubhaft und auch deshalb als haltlos zu erachten sind,

dass  –  um  unnötige  Wiederholungen  zu  vermeiden  –  auf  die 
zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen 
wird,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungshindernissen 
offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte 
für  die  Annahme  ergeben,  das  BFM  habe  eine  mehr  als  bloss 
summarische  materielle  Prüfung  vorgenommen  oder  zusätzliche 
Abklärungen getroffen,

dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden 
vorinstanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 

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vorliegend  der  Beschwerdeführer  weder  eine  Aufenthaltsbewilligung 
besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb 
die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis 
des Beschwerdeführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 
Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Sub-
stanziierungslast  trägt  (Art.  7  AsylG),  und  es  bei  nicht  belegter 
beziehungsweise zweifelhafter Identität oder Herkunft nicht Sache der 
Behörde  sein  kann,  nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen 
hypothetischer Natur zu forschen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl.  Art.  83  Abs.  3  AuG),  da  seine  Ausführungen  als  haltlos  zu 
erachten sind,

dass  zudem  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimatland  noch 
individuelle Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 
des Beschwerdeführers sprechen,

dass  der  –  gestützt  auf  die  Aktenlage  gesunde,  junge  und 
ungebundene  –  Beschwerdeführer  darlegte,  er  habe  in  seinem 
Heimatland keine Verwandten mehr, da alle gestorben seien,

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dass  diese  Aussagen  indessen  –  im  Hinblick  auf  das  üblicherweise 
sehr grosse verwandtschaftliche Beziehungsnetz unter nigerianischen 
Staatsangehörigen  –  nicht  zu  überzeugen  vermögen  und  vielmehr 
davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer  habe  in  seinem 
Heimatland ein soziales Beziehungsnetz – allenfalls  eines im weiten 
Sinne, auf das er im Fall einer Rückkehr zurückgreifen könne,

dass er zudem aufgrund seines jugendlichen Alters in der Lage sein 
wird,  sich  um  Arbeit  zu  bemühen,  um  seinen  Lebensunterhalt  zu 
verdienen,

dass  somit  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Nigeria  auch  als 
zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  nach  Art.  65  Abs.  1  VwVG 
abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nachfolgende Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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