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**Case Identifier:** 387f612d-2bc4-5d20-8449-79d647c48ca7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.12.2022 UV 2021/80
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2021-80_2022-12-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2021/80

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.02.2023

Entscheiddatum: 21.12.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 21.12.2022
Art. 18 und 24 UVG: Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und der 
Höhe des Integritätsschadens resp. der Integritätsentschädigung. Teilweise 
Gutheissung der Beschwerde bei Anspruch auf eine Rente basierend auf 
einem Invaliditätsgrad von 10 %. Im Übrigen Abweisung der Beschwerde 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. 
Dezember 2022, UV 2021/80). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_66/2023.

Entscheid vom 21. Dezember 2022

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Michael Rutz; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2021/80

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Steiner Lettoriello, Walder Häusermann 

Rechtsanwälte AG, Freiestasse 204, Postfach, 8032 Zürich,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Leupi, Grossenbacher Rechtsanwälte 

AG, Zentralstrasse 44, 6003 Luzern,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war seit 11. Dezember 2017 bei der B.___ AG in 

einem Vollpensum tätig und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 29. Januar 2019 meldete 

die Arbeitgeberin, dass die Versicherte am 25. Januar 2019 zuhause ausgerutscht und 

auf den Rücken gefallen sei (Suva-act. 1). Bei diesem Sturz zog sich diese gemäss 

Bericht des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG), Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie, vom 29. Januar 2019 eine distale intraartikuläre 

Radiusfraktur rechts sowie eine Fraktur des Os coccygis zu. Die Radiusfraktur war am 

26. Januar 2019 mittels ORIF (Open Reduction and Internal Fixation) versorgt worden 

(Suva-act. 6-2 f., 7). Mit Schreiben vom 31. Januar 2019 sprach die Suva 

Versicherungsleistungen (Taggelder und Heilbehandlung) zu (Suva-act. 2).

A.a. 

Anlässlich der Kontrolluntersuchung vom 27. März 2019 berichtete die Versicherte 

von einer fehlenden Besserung bei immer noch persistierenden Handschmerzen, 

Schwellung und zunehmender Einsteifung der Finger. Dr. med. C.___, Arzt der Klinik für 

Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des KSSG beschrieb mit Bericht 

vom 25. April 2019 einen typischen Befund eines CRPS (komplexes regionales 

Schmerzsyndrom; Suva-act. 15). Am 15. Mai 2019 führte die Versicherte gegenüber 

A.b. 

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der Suva aus, dass sie auf einer öligen Stelle am Fussboden ihrer Wohnung 

ausgerutscht und nach hinten gestürzt sei. Sie sei mit dem Gesäss am Boden 

aufgeprallt und habe versucht, den Sturz mit der rechten Hand neben dem Körper 

abzufangen. Nach Röntgenabklärungen von Steissbein und Handgelenk sei sie am 

nächsten Morgen im KSSG am Handgelenk operiert worden. Zuletzt sei es zu einer 

Besserung des CRPS-Befunds gekommen. Sie könne die Finger der rechten Hand 

aber nach wie vor nicht strecken oder zur Faust ballen. Auch würden weiterhin 

Schwellungen im Handgelenk auftreten. Die Verletzung am Steissbein sei teilweise 

immer noch störend. Es werde jedoch keine Therapie durchgeführt, da dies nicht 

möglich und Geduld gefragt sei (Suva-act. 18).

Mit Bericht vom 3. Juni 2019 führte Dr. C.___ aus, dass sich bei doch recht 

ausgeprägtem CRPS eine leichte Symptomregredienz zeige. Es sei trotzdem mit 

weiteren Monaten Therapie und weitgehender Gebrauchsunfähigkeit der Hand zu 

rechnen (Suva-act. 21-1 f.). Anlässlich der Abschlussuntersuchung bei Dr. C.___ vom 2. 

Juli 2019 berichtete die Versicherte über eine weitere deutliche Besserung bezüglich 

der rechten Hand. Die Brennschmerzen würden nur noch selten auftreten. Ab und an, 

vor allem bei Belastung, verspüre sie auch Schmerzen im Handgelenksbereich. Im 

Weiteren berichtete die Versicherte über immer noch erhebliche Schmerzen im 

Lendenwirbelsäulen- und Sakralbereich. Sie werde selbständig einen Termin bei den 

Wirbelsäulenchirurgen vereinbaren (Suva-act. 41-2 f.).

A.c. 

Am 27. August 2019 wurde die Versicherte in der Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG untersucht. Der 

behandelnde Arzt, Dr. med. D.___, Oberarzt i.V., diagnostizierte eine Coccygodynie bei 

Status nach Kontusion, differentialdiagnostisch nach nicht dislozierter Fraktur im 

Rahmen eines Sturzes am 25. Januar 2019. Die klinisch erhobene Coccygodynie 

schränke die Versicherte im alltäglichen Leben stark ein. Eine chirurgische 

Therapieoption bestehe nicht (Suva-act. 54-2 f.). Am 7. Oktober 2019 wurden beide 

Hände und das rechte Handgelenk geröngt sowie eine Computertomographie der 

Iliosakralgelenke resp. des Os sacrum durchgeführt (Suva-act. 67).

A.d. 

Am 4. November 2019 wurde die Versicherte von Dr. med. E.___, Facharzt für 

Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, kreisärztlich untersucht. In der Beurteilung vom 7. 

A.e. 

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November 2019 führte dieser aus, dass sich bei der kreisärztlichen Untersuchung als 

verbleibende Unfallfolgen der klinische Befund einer dauerhaften, leichten 

Funktionsstörung der rechten Hand und des rechten Handgelenks – mit chronisch 

verbleibenden Residuen des abgelaufenen, komplexen regionalen Schmerzsyndroms 

mit leichter Allodynie der rechten Hand, – mit leichter Muskelminderung am rechten 

Unterarm und an der rechten Hand (trotz Rechtsdominanz) und dadurch verminderter 

Kraftübertragung bei manuellen Tätigkeiten rechts und – mit leichter Minderung der 

Handflächenbeschwielung rechts (trotz Rechtsdominanz) gezeigt habe. Dadurch seien 

aus medizinischer Sicht die belastungseinschränkenden Restbeschwerden der 

Versicherten für die rechte Hand und das rechte Handgelenk durch die klinischen 

Befunde objektivierbar begründet. Dagegen habe die computertomographische 

Abklärung keine unfallkausale Ursache der Rücken- und Steissbeinbeschwerden der 

Versicherten gezeigt, da das Unfallereignis bildgebend beweisend dort keine 

strukturelle Schädigung verursacht habe. Es sei am 25. Januar 2019 lediglich zu einer 

Kontusion, allenfalls zu einer vorübergehenden Verschlimmerung gekommen, deren 

Status quo sine/ante spätestens bei Erstellung der Computertomographie am 7. 

Oktober 2019 als erreicht zu beurteilen sei. Die hier fortbestehenden Beschwerden 

könnten aus medizinischer Sicht überwiegend wahrscheinlich am ehesten auf eine 

symptomatische Beckenbodeninsuffizienz im Rahmen der altersentsprechenden 

Veränderungen des Hormonstoffwechsels der Versicherten zurückgeführt werden, 

erfahrungsgemäss verstärkt durch die anlagebedingte vermehrte Ventralverkrümmung 

des Steissbeins. Die diesbezüglich korrekte Therapieempfehlung der 

Wirbelsäulenspezialisten des KSSG mit Beckenbodentraining unter 

physiotherapeutischer Anleitung sei rein medizinisch sinnvoll und erfolgsversprechend, 

allerdings nicht unfallkausal zu übernehmen. Zusammengefasst resultierten aus dem 

Ereignis vom 25. Januar 2019 einzig dauerhaft verbleibende Unfallfolgen im Bereich 

des rechten Handgelenks und der rechten Hand. Bei den klinischen und radiologischen 

Befunden handle es sich um einen stabilen medizinischen Gesundheitszustand im 

Bereich des rechten Handgelenks und der rechten Hand. Über den Fallabschluss 

hinaus seien unfallkausal die rezeptierten Schmerzmedikamente zu übernehmen. Für 

die manuell belastende, angestammte Tätigkeit sei eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit 

von 100 % ausgewiesen. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt sei der Versicherten eine 

zeitlich unlimitierte Tätigkeit mit einem Pensum von 100 % für leichte manuelle 

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Tätigkeiten rechts, ohne Belastung schwerer als fünf Kilogramm, ohne erhöhten 

Kraftaufwand für die rechte Hand, ohne repetitive manuelle Tätigkeiten rechts und ohne 

Schläge oder Vibrationen, zumutbar (Suva-act. 72). Mit Beurteilung vom 4. November 

2019 schätzte Dr. E.___ den Integritätsschaden auf 5 % (Suva-act. 73).

Mit formlosem Schreiben vom 8. November 2019 an die Versicherte stellte die 

Suva die Taggeldleistungen per 1. Dezember 2019 ein (Suva-act. 77). Am 3. Dezember 

2019 verfügte sie eine Integritätsentschädigung von Fr. 7'410.--, basierend auf einem 

Integritätsschaden von 5 % (Suva-act. 81).

A.f. 

Am 16. Januar 2020 erhob die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG im Namen 

der Versicherten vorsorglich Einsprache. Es sei die Verfügung vom 3. Dezember 2019 

aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Suva-act. 89). Am 

31. März 2020 ersuchte die Orion Rechtsschutz-Versicherung AG um Erlass einer 

Verfügung bezüglich Einstellung der Taggeldleistungen (Suva-act. 93). Mit begründeter 

Einsprache vom 30. November 2020 beantragte die neu mandatierte Rechtsanwältin 

lic. iur. Linda Keller, St. Gallen, dass die Verfügung vom 3. Dezember 2019 insofern 

aufzuheben sei, als eine Integritätsentschädigung von mehr als 5 % abgewiesen 

werde. Der Versicherten sei eine Integritätsentschädigung von 10 % zuzusprechen. 

Eventualiter sei ein medizinisches Gutachten in Bezug auf das Vorliegen einer 

traumatischen Coccygodynie in Auftrag zu geben. Zusammen mit der 

Einsprachebegründung reichte die Rechtsvertreterin eine Stellungnahme von Dr. D.___ 

zuhanden der Orion Rechtsschutz-Versicherung AG vom 10. Februar 2020 ein (Suva-

act. 115, act. G 1.9).

A.g. 

Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 wies die IV-Stelle des Kantons St. Gallen einen 

(weiteren) Anspruch auf berufliche Massnahmen ab (Suva-act. 119).

A.h. 

Mit Schreiben vom 2. Februar 2021 zog die Suva die Verfügung vom 3. Dezember 

2019 zurück und stellte eine Verfügung in Aussicht, in welcher neben der 

Integritätsentschädigung auch die Rentenfrage geprüft werde (Suva-act. 123).

A.i. 

Mit Stellungnahme vom 2. Februar 2021 hielt Dr. E.___ in Würdigung der 

Einsprachebegründung an seiner Beurteilung vom 7. November 2020 fest (Suva-act. 

122).

A.j. 

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B.

Gegen die Verfügung vom 23. Februar 2021 erhob Rechtsanwältin Keller am 26. März 

2021 vorsorglich Einsprache (Suva-act. 130). Am 14. Juni 2021 reichte sie die 

Einsprachebegründung mit den Anträgen ein, die Verfügung sei aufzuheben, der 

Versicherten sei eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % 

und eine Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10 % 

auszurichten. Eventualiter sei ein aktueller Arztbericht bei Frau Dr. med. F.___ und ein 

aktueller Bericht beim RAV-Eingliederungsberater einzuholen. Alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (Suva-act. 141). Mit Entscheid vom 14. Oktober 2021 wies die 

Suva die Einsprache ab (Suva-act. 151).

C.  

Mit Verfügung vom 23. Februar 2021 sprach die Suva der Versicherten erneut eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 7'410.-- basierend auf einem Integritätsschaden von 5 

% zu und lehnte zudem einen Rentenanspruch ab (Suva-act. 129).

A.k. 

Gegen den Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 liess die Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin), neu vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea 

Steiner Lettoriello, Zürich, am 15. November 2021 Beschwerde erheben mit folgenden 

Anträgen. 1. Es sei der Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 (sowie die damit 

bestätigte und zu Grunde liegende Verfügung vom 23. Februar 2021) aufzuheben. 2. Es 

seien der Beschwerdeführerin Leistungen der Unfallversicherung auszurichten. 3. Es 

sei der Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung von mindestens 10 % 

auszurichten. 4. Es sei der Beschwerdeführerin eine (Invaliden-)Rente der 

Unfallversicherung von mindestens 40 % auszurichten. 5. Eventualiter sei der 

Beschwerdeführerin eine Rente der Unfallversicherung von mindestens 10 % 

auszurichten. 6. Subeventualiter seien ergänzende Abklärungen vorzunehmen bzw. zu 

veranlassen. 7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) gemäss dem 

Ausgang des Verfahrens. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, es seien die Akten 

der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beizuziehen, ein zweiter 

Schriftenwechsel durchzuführen und die aufschiebende Wirkung der Beschwerde 

wiederherzustellen bzw. die aufschiebende Wirkung anzuordnen (act. G 1).

C.a. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist ein Rentenanspruch 

der Beschwerdeführerin sowie die Höhe ihrer Integritätsentschädigung.

In der Beschwerdeantwort vom 10. Dezember 2021 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christian Leupi, Luzern, die 

Beschwerde vom 15. November 2021 sei vollumfänglich abzuweisen und der 

Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 zu bestätigen. Die Kosten seien bei 

Kostenlosigkeit des Verfahrens wettzuschlagen (act. G 3)

C.b. 

Mit Replik vom 19. Mai 2022 (act. G 12) und Duplik vom 14. Juli 2022 (act. G 16) 

liessen die Parteien unverändert an ihren Anträgen festhalten.

C.c. 

Mit Entscheid vom 21. Juli 2022 wurde die aufschiebende Wirkung der 

Beschwerde wiederhergestellt und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der 

Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 500.-- zu bezahlen (act. G 18). 

Dieser Zwischenentscheid blieb unangefochten.

C.d. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den (medizinischen) Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

C.e. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 

dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 

Abs. 1 UVG).

1.1. 

Ist von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustands der versicherten Person mehr zu erwarten, wird jedoch der 

Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung erst später gefällt, so wird vom 

Abschluss der ärztlichen Behandlung an vorübergehend eine Rente ausgerichtet; diese 

1.2. 

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wird aufgrund der in diesem Zeitpunkt bestehenden Erwerbsunfähigkeit festgesetzt. 

Der Anspruch erlischt: a. beim Beginn des Anspruchs auf ein Taggeld der IV; b. mit 

dem negativen Entscheid der IV über die berufliche Eingliederung; c. mit der 

Festsetzung der definitiven Rente (Art. 30 Abs. 1 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.20]).

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]).

1.3. 

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG). Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, 

wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV). 

Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen 

berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die 

Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 

UVV).

1.4. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, das heisst ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

1.5. 

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2.

Vorab ist festzuhalten, dass der Zeitpunkt der Einstellung der während der medizinisch 

instabilen Schadensphase vorübergehend erbrachten Leistungen (Heilbehandlung und 

Taggelder) bezüglich des Unfalls vom 25. Januar 2019 per 1. Dezember 2019 nicht 

substantiiert bestritten und medizinisch hinlänglich ausgewiesen ist. Hinsichtlich der 

Problematik an der rechten Hand kam es bereits am 2. Juli 2019 zur 

Abschlusskontrolle ohne Erwähnung weiterer Therapien (Suva-act. 41-2 f.), womit von 

einem stabilen medizinischen Zustand und keiner Erwartung einer namhaften 

Besserung des Gesundheitszustands mehr auszugehen war (vgl. dazu nebst vielen 

Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3). Ob auch 

bezüglich der zur Diskussion stehenden Rücken- und Steissbeinbeschwerden von 

einem stabilen Gesundheitszustand auszugehen war, bedarf keiner abschliessenden 

Klärung, nachdem diese, wie sich nachfolgend zeigt (vgl. E. 3), spätestens per 1. 

Dezember 2019 nicht mehr dem Unfall vom 25. Januar 2019 anzulasten waren. 

Entsprechend stellte die Beschwerdegegnerin per 1. Dezember 2019 zu Recht die 

Taggeldleistungen ein (Suva-act. 77) und hatte ab dem 1. Dezember 2019 bis zum 

Abschluss des Anspruchs auf berufliche Eingliederungsmassnahmen der IV per 4. 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Erachtet das 

Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen Entscheidgrundlagen 

bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den Prozess ohne 

Weiterungen abschliessen (vgl. BGE 135 V 469 E. 4.3.2 mit Hinweisen). Diesfalls 

besteht kein Anspruch auf Beizug versicherungsexterner medizinischer Gutachten 

(BGE 122 V 157).

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Januar 2021 (Suva-act. 119) resp. bis Ende Januar 2021 einen Anspruch auf eine 

Übergangsrente nach Art. 30 Abs. 1 UVV, ab dem 1. Februar 2021 einen Anspruch auf 

eine definitive Rente (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) sowie den Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung zu prüfen (vgl. Art. 24 Abs. 2 UVG).

3.  

Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 

Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (André Nabold, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/

Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum 

schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; 

Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK 

UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Der Beweis des 

natürlichen Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels der Angaben 

medizinischer Fachpersonen geführt. Die Frage nach dem adäquaten 

Kausalzusammenhang obliegt dem Rechtsanwender (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 

6; BSK UVG-Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 58; Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 8C_15/2021, E. 7.3). Für die Annahme 

unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine strukturelle Läsion bzw. 

eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat verlangt. Von 

organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst gesprochen werden, wenn 

die erhobenen Befunde mit – wissenschaftlich anerkannten (BGE 134 V 231) – 

apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, Computertomographie, 

Magnetresonanztomographie, Arthroskopie) bestätigt werden (Urteil des 

Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2). Im Bereich dieser klar 

ausgewiesenen organischen Unfallfolgen spielt die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der aus dem natürlichen Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit 

der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen auf Lehre 

und Rechtsprechung; BGE 118 V 291 f. E. 3a). Wenn die Unfallkausalität einmal mit der 

erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, entfällt die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und 

3.1. 

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ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 

der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat 

(Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. Rumo-Jungo/ Holzer, 

a.a.O., S. 54).

Es ist unbestritten und medizinisch erstellt, dass die Beschwerdeführerin im 

Zeitpunkt der Rentenprüfung an unfallkausalen funktionseinschränkenden 

Restbeschwerden an der rechten Hand und am rechten Handgelenk litt und diese 

Beschwerden in die Leistungsbeurteilung (Rente und Integritätsentschädigung) 

miteinzubeziehen sind. Im Weiteren beklagt die Beschwerdeführerin Rücken- und 

Steissbeinbeschwerden. Diesbezüglich besteht Uneinigkeit bezüglich des vorliegenden 

Gesundheitsschadens resp. der Unfallkausalität im Zeitpunkt der Rentenprüfung.

3.2. 

Die Beschwerdeführerin prallte beim Unfall vom 25. Januar 2019 unter anderem 

auf das Gesäss und klagt seither durchgehend über Beschwerden in dieser Region 

(Suva-act. 6, 12, 18, 41). Initial wurde seitens des KSSG eine Fraktur des Os coccygis 

diagnostiziert (Suva-act. 6). Am 27. August 2019 suchte die Beschwerdeführerin 

aufgrund der anhaltenden Beschwerden erstmals die Klinik für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG auf. Der behandelnde Arzt Dr. 

D.___ diagnostizierte eine Coccygodynie bei Status nach Kontusion, 

differentialdiagnostisch bei Status nach nicht dislozierter Fraktur, und empfahl die 

Durchführung eines physiotherapeutisch begleiteten Beckenboden-Trainings sowie die 

Erarbeitung einer Becken- und Rumpfstabilität (Suva-act. 54-2 f.). Eine am 7. Oktober 

2019 veranlasste Computertomographie zeigte eine normale Darstellung der ossären 

Strukturen im Os sacrum, ohne Hinweis auf eine durchgemachte oder aktuelle Fraktur 

in der Region, ein normales Os coccygis sowie normale und symmetrische 

Iliosakralgelenke (Suva-act. 67). Gestützt auf diese Bildgebung, welche keine 

(durchgemachte) strukturelle Schädigung zeigte, kam Dr. E.___ in seiner Beurteilung 

vom 7. November 2019 medizinisch nachvollziehbar zum Schluss, dass die 

Beschwerdeführerin beim Unfall vom 25. Januar 2019 lediglich eine Kontusion, und 

nicht eine Fraktur, wie es initial diagnostiziert worden war, erlitten hat (Suva-act. 72-5). 

Diese Beurteilung deckt sich auch mit dem vorerwähnten Arztbericht von Dr. D.___, der 

bereits vor der Bildgebung vom 7. Oktober 2019 lediglich von Kontusionsbeschwerden 

und nur differentialdiagnostisch von einer Fraktur ausgegangen war. Damit ist 

hinlänglich erstellt, dass die Beschwerdeführerin, entgegen ihren Ausführungen, 

anlässlich des Unfallereignisses vom 25. Januar 2019 keine Fraktur des Os coccygis 

3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/20

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erlitten hat. Daran ändert die ursprüngliche Diagnosestellung, welche auf konventionell 

radiologischer Bildgebung beruhte, nichts, zumal diese Methode, wie es Dr. D.___ im 

Schreiben vom 10. Februar 2020 ausführte (act. G 1.9), anders als eine 

Computertomographie oder allenfalls eine Magnetresonanztomographie, kein 

genügend zuverlässiges Ergebnis liefert. Schliesslich zielt auch der Einwand der 

fehlenden Abklärung mangels Durchführung einer Magnetresonanztomographie ins 

Leere. Für die Verifizierung einer Steissbeinfraktur erscheint die Computertomographie 

eine geeignete und aussagekräftige Untersuchungsmethode https://www.sro.ch/

sroinfo/detail/beitrag/bildgebende-verfahren-roentgen-mri-co; eingesehen am 21. 

Dezember 2022).

Da gestützt auf das Gesagte zuverlässig feststeht, dass es anlässlich des 

Ereignisses vom 25. Januar 2019 lediglich zu einer Steissbeinkontusion gekommen ist, 

hat der Unfallversicherer auch nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang 

mit dem Unfall stehende kontusionsbedingte Schmerzsyndrom zu erbringen. Dabei ist 

zu beachten, dass es bei einer klinisch nachweisbaren Wirbelsäulenprellung einer 

medizinischen Erfahrungstatsache entspricht, dass selbst im Falle vorbestehender 

degenerativer, das heisst abnutzungsbedingter Erkrankungen, eine traumatische 

Verschlimmerung in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach 

einem Jahr abgeschlossen ist und länger dauernde Beschwerden bei einer einfachen 

Kontusion degenerativer Genese sind oder auf eine psychische Anpassungsstörung 

oder Fehlentwicklung zurückgehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 

2009, 8C_1051/2008, E. 3.2). Entsprechend leuchtet es ein, dass Dr. E.___ den Status 

quo sine per 7. Oktober 2019 festlegte resp. die Beschwerdegegnerin eine Kausalität 

über den 1. Dezember 2019 (gut zehn Monate nach der Kontusion) verneinte, zumal 

keine Anhaltspunkte vorliegen, dass – entgegen der allgemeinen Erfahrungstatsache – 

die durch den Sturz vom 25. Januar 2019 verursachte Steissbeinprellung eine über 

diesen Zeitpunkt hinaus andauernde Schädigung resp. Schmerzsymptomatik 

verursacht hätte. Namentlich liegen auch keine relevanten Vorzustände vor, welche 

eine längere Heilungsdauer von bis zu einem Jahr rechtfertigen könnten. Soweit die 

Beschwerdeführerin resp. der behandelnde Arzt Dr. D.___ geltend macht, eine 

Teilkausalität der Coccygodynie sei mangels dokumentiertem krankhaftem Vorzustand 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben (act. G 1.9), läuft dies auf einen "post 

hoc ergo propter hoc"-Schluss hinaus (BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb), welcher für sich 

allein nicht ergiebig ist und die schlüssige Beurteilung von Dr. E.___ nicht in Zweifel zu 

ziehen vermag. Nachdem von zusätzlichen Abklärungen bezüglich Kausalität der über 

das Einstellungsdatum hinaus geklagten Steissbeinbeschwerden keine neuen 

3.4. 

https://www.sro.ch/sroinfo/detail/beitrag/bildgebende-verfahren-roentgen-mri-co
https://www.sro.ch/sroinfo/detail/beitrag/bildgebende-verfahren-roentgen-mri-co

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4.  

Erkenntnisse zu erwarten sind, ist in antizipierter Beweiswürdigung darauf zu verzichten 

(BGE 144 V 368 f. E. 6.5).

Nach dem Gesagten (vgl. vorstehende E. 3) sind einzig die unfallkausalen 

funktionseinschränkenden Restbeschwerden an der rechten Hand und am rechten 

Handgelenk in die Rentenbeurteilung resp. die Ermittlung des Invaliditätsgrads sowie 

die Beurteilung der Integritätsentschädigung resp. die Ermittlung des 

Integritätsschadens einzubeziehen. In Bezug auf erstere besteht Uneinigkeit 

hinsichtlich der zumutbaren Arbeitsfähigkeit aufgrund der Einschränkungen. Während 

die Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom 7. November 

2019 (Suva-act. 72) trotz Unfallfolgen von einer vollen Leistungsfähigkeit in 

angepassten Tätigkeiten ausgeht, erachtet die Beschwerdeführerin das Abstellen auf 

diese Beurteilung als nicht ausreichend. Vielmehr sei auf die im Rahmen der 

Arbeitsintegrationsmassnahmen ermittelte Arbeitsfähigkeit von 60 % in 

leidensangepassten Tätigkeiten abzustellen.

4.1. 

Dr. E.___ hat die Beschwerdeführerin am 4. November 2019 persönlich und 

umfassend untersucht (Suva-act. 72). Er legte seiner Beurteilung die klinisch erhobenen 

Befunde und die Bildgebung zugrunde (Suva-act. 72-3 f.), würdigte die geklagten 

Beschwerden (Suva-act. 72-2 f.) sowie die medizinischen Vorakten (Suva-act. 72-1 f.) 

und kam zu einer medizinisch nachvollziehbaren Einschätzung der zumutbaren 

unfallkausalen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (Suva-act. 72-4 ff.). Es sind 

keine Anhaltspunkte dafür erkennbar – und solche werden auch nicht substantiiert 

geltend gemacht –, dass Dr. E.___ objektiv wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt 

hätte und es leuchtet ein, dass bei Einhaltung des Zumutbarkeitsprofils, welches den 

unfallkausalen funktionseinschränkenden Restbeschwerden an der rechten Hand und 

am rechten Handgelenk umfassend Rechnung trägt (leichte manuelle Tätigkeiten 

rechts, ohne Belastung schwerer als fünf Kilogramm, ohne erhöhten Kraftaufwand für 

die rechte Hand, ohne repetitive manuelle Tätigkeiten rechts und ohne Schläge oder 

Vibrationen; Suva-act. 72-6), medizinisch-theoretisch eine volle Arbeitsfähigkeit 

zumutbar sein sollte. Anderslautende begründete medizinisch-theoretische 

Arbeitsfähigkeitsschätzungen, welche (geringe) Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung wecken könnten, liegen nicht im Recht. 

Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin, wie es ihre Rechtsvertreterin 

ausführt, anlässlich von Arbeitsintegrationsmassnahmen lediglich eine Arbeitsfähigkeit 

von 60 % in angepasster Tätigkeit erreicht habe, führt sie doch selbst aus, dass dies 

auch den Beschwerden im Rücken- resp. Steissbein geschuldet gewesen sei (act. G 1 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/20

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5.  

S. 8 Ziff. 24), welche – wie erwähnt – mangels Kausalität unberücksichtigt zu bleiben 

haben. Damit besteht aber keine Diskrepanz zwischen der Schätzung von Dr. E.___ 

und der im Rahmen der Arbeitsintegrationsmassnahmen ermittelten Arbeitsfähigkeit 

einzig in Bezug auf die Unfallfolgen.

Zusammengefasst ist gestützt auf das Gesagte damit mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung per 1. Dezember 2019, aber auch nach Abschluss der 

Eingliederungsmassnahmen der IV per 4. Januar 2021 in adaptierter Tätigkeit ein 

Vollpensum zumutbar war. Der Sachverhalt wurde in Bezug auf die unfallkausale 

quantitative und qualitative Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin spruchreif 

abgeklärt, womit sich weitere Abklärungen in antizipierter Beweiswürdigung erübrigen 

(vgl. BGE 144 V 368 f. E. 6.5).

4.3. 

Ausgehend von einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit ist 

im Rahmen eines Einkommensvergleichs der Invaliditätsgrad zu ermitteln (vgl. 

vorstehende E. 1.3).

5.1. 

Für die Bemessung des hypothetischen Verdienstes ohne Gesundheitsschaden 

(Valideneinkommen) ist grundsätzlich entscheidend, was die versicherte Person im 

massgebenden Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdienen könnte bzw. 

verdient hätte (vgl. Art. 16 Abs. 1 ATSG). Bei der Bestimmung des Valideneinkommens 

wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (BGE 134 V 325 E. 4.1). Bei ihrer letzten Tätigkeit bei der B.___ 

AG hätte die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des Beginns einer allfälligen 

Übergangsrente im Jahr 2019 und einer allfälligen definitiven Rente im Jahr 2021 ein 

Einkommen von jährlich Fr. 52'000.-- (Fr. 4'000.-- x 13) erzielt (Suva-act. 80, 124).

5.2. 

 5.3. 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich, weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

5.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/20

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ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung die LSE-Tabellenlöhne oder die DAP-Zahlen (DAP: Dokumentation 

von Arbeitsplätzen) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen). Da 

die Suva seit 1. Januar 2019 keine DAP mehr führt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. 

September 2020, 8C_315/2020, E. 3.2) und die Beschwerdeführerin – soweit ersichtlich 

– keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist, entgegen dem Einwand der 

Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 8 Ziff. 26), nicht zu beanstanden, dass die 

Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des Invalidenlohns die LSE-Tabellenlöhne 

beigezogen hat. Der LSE-Hilfsarbeiterinnenlohn, auf welchen vorliegend abzustellen ist, 

hat im Jahr 2021 nominallohnindexiert (-0.2 %; vgl https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/

home/statistiken/kataloge-datenbanken.assetdetail. 22484185.html; eingesehen am 

21. Dezember 2022) Fr. 53'386.-- betragen (Fr. 4'276.-- x 12 / 40 x 41.7 / 1.002.; vgl. 

LSE-Tabellenlöhne 2020, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1, 

Frauen). Im Jahr 2019 hat er nominallohnindexiert (+0.9 %; vgl. https://

www.bfs.admin.ch/asset/de/12947513#:~:text=29.06.2020%20-%20 Der

%20Nominallohnindex%20stieg,(Basis%202015%20%3D%20100); eingesehen am 

21. Dezember 2022) Fr. 55'173.-- betragen (Fr. 4'371.-- x 12 / 40 x 41.7 x 1.009.; vgl. 

LSE-Tabellenlöhne 2018, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total, Kompetenzniveau 1, 

Frauen). Bei den LSE-Daten handelt es sich lediglich um statistische 

Durchschnittswerte, was sich daran zeigt, dass die Beschwerdeführerin im 

vorliegenden Fall als Gesunde in einem Pensum von 100 % ein unter dem LSE-Wert 

liegendes Einkommen erzielt hat (vgl. vorstehende E. 5.2). Da die Akten keinerlei 

Anhaltspunkte dafür liefern, dass die Beschwerdeführerin freiwillig auf ein höheres 

Einkommen verzichtet hat, ist anzunehmen, dass die Unterdurchschnittlichkeit ihres 

Validenlohns auf die für die Invaliditätsbemessung nicht zu berücksichtigenden Zwänge 

des realen Arbeitsmarkts zurückzuführen ist. Aus diesem Grund ist das 

Valideneinkommen auf den LSE-Lohn anzuheben. Da demnach im vorliegenden Fall 

sowohl hinsichtlich des hypothetischen Valideneinkommens als auch bezüglich des 

Invalideneinkommens derselbe Lohn für ein Pensum von 100 % zugrunde zu legen ist, 

kann der Einkommensvergleich anhand eines sogenannten Prozentvergleichs 

vorgenommen werden. Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter Berücksichtigung eines Abzugs vom Tabellenlohn 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Januar, 9C_734/2016, E. 4.1, mit Hinweis).

Mit dem Tabellenlohnabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten beschränkt 

sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren 

5.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/20

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6.  

arbeitnehmenden Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit 

unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand 

Rechnung getragen, dass weitere persönliche und berufliche Merkmale einer 

versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

können (BGE 129 V 481 E. 4.2.3). Der Abzug darf 25 % nicht übersteigen (BGE 135 V 

301 E. 5.2). Wie ausgeführt, hat die Beschwerdeführerin gewisse qualitative 

Einschränkungen, welche einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen. Diese 

Einschränkungen sind indes, obwohl sie die dominante Seite betreffen, nicht derart, 

dass der von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 

gewährte Abzug von 10 % (Suva-act. 151 S. 9) nicht ausreichend erschiene. 

Vorausgesetzte triftige Gründe (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 14. Mai 2018, 

8C_744/2017, E. 3.3), vom gewährten Abzug von 10 % abzuweichen, liegen auf jeden 

Fall nicht vor. Hinzuweisen ist darauf, dass vorliegend insbesondere das Alter und die 

Dienstjahre bei niedrigem Anforderungsprofil in Beachtung der Rechtsprechung keinen 

höheren Abzug als zwingend erscheinen lassen (vgl. dazu unter anderem die Urteile 

des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, E. 4.2.3.4, und vom 14. August 

2014, 8C_351/2014, E. 5.2.4.2). Entsprechend hat es beim von der 

Beschwerdegegnerin gewährten Abzug vom Tabellenlohn von 10 % sein Bewenden.

Gestützt auf das Gesagte resultiert ein Invaliditätsgrad von 10 % (0 + [100 x 0.1]) 

resp. ein Rentenanspruch in dieser Höhe. In diesem Umfang ist die Beschwerde 

gutzuheissen. Dies führt dazu, dass per 1. Dezember 2019 bis 31. Januar 2021 ein 

grundsätzlicher Anspruch auf eine Übergangsrente der Unfallversicherung in dieser 

Höhe besteht, soweit die Beschwerdeführerin in diesem Zeitraum nicht ein Taggeld der 

IV bezogen hat (vgl. Art. 30 Abs. 1 lit. a UVV). Zur Klärung dieser Frage und Ausrichtung 

der Übergangsrente wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Ab 

dem 1. Februar 2021 besteht zudem ein definitiver Rentenanspruch basierend auf 

einem Invaliditätsgrad von 10 %.

5.4. 

Zu beurteilen bleibt die Höhe des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung. Die 

Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin gestützt auf die kreisärztliche 

Beurteilung von Dr. E.___ vom 4. November 2019 (Suva-act. 73) eine solche basierend 

auf einem Integritätsschaden von 5 % zu. Die Rechtsvertreterin der 

Beschwerdeführerin beantragt deren Erhöhung auf mindestens 10 %.

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/20

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Die Integritätsentschädigung wird entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens abgestuft. Bei gleichem medizinischem Befund ist der 

Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. 

Spezielle Behinderungen der betroffenen Person bleiben dabei unberücksichtigt. Die 

Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonderen 

Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische 

Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei 

subjektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichts 

vom 14. Januar 2021, 8C_658/2020, E. 2.2, und vom 23. April 2014, 8C_49/2014, E. 

4.3, je mit Hinweisen).

6.2. 

Nach Art. 36 Abs. 2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien 

des Anhangs 3 zur UVV bemessen. Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und 

nicht abschliessend anerkannte Skala. Die medizinische Abteilung der Suva hat in 

Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche Bemessungsgrundlagen in 

tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen enthalten 

Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden 

soll; sie sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c mit Hinweis). 

Trotz des Feinrasters der Suva-Tabellen gibt es Integritätsschäden, die sich nicht direkt 

einer Position der Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-Tabellen zuordnen 

lassen. In diesen Fällen ist in direkter oder analoger Anwendung von Ziff. 1 Abs. 2 von 

Anhang 3 zur UVV der Grad der Schwere für spezielle oder nicht aufgeführte 

Integritätsschäden vom Skalenwert bzw. von Positionen der Suva-Tabellen abzuleiten. 

Zuerst ist mithin zu prüfen, ob ein Integritätsschaden in der Skala von Anhang 3 zur 

UVV figuriert. Falls dies nicht zutrifft, ist in den Suva-Tabellen eine passende Position 

zu suchen. Bei negativem Ausgang der Suche ist schliesslich die Schwere des 

Integritätsschadens mittels Vergleichs zu den Werten in der Skala von Anhang 3 zur 

UVV oder der Suva-Tabellen abzuleiten (KOSS UVG-Frei, N 17 f. zu Art. 25). 

Insbesondere die Einordnung von Nichtlisten- und kombinierten Fällen öffnet dem Arzt 

oder der Ärztin einen grossen Ermessensspielraum, in welchen die Verwaltung bzw. 

das Sozialversicherungsgericht nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, wenn die 

unfallmedizinische Beurteilung im Hinblick auf die Liste im Anhang 3 UVV sachlich nicht 

gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen würde (Urteil des 

Bundesgerichts vom 14. August 2008, 8C_660/2007, E. 4.2).

6.3. 

Kreisarzt Dr. E.___ führte mit Beurteilung vom 4. November 2019 aus, dass der 

klinische Befund der dauerhaft verbleibenden Unfallfolgen mit residuell verbliebener 

leichter Funktionsstörung im Bereich des rechten Handgelenks und der rechten Hand 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/20

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im Quervergleich zu Tabelle 1 "Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den 

oberen Extremitäten" mit 5 % zu veranschlagen sei. Aus medizinischer Erfahrung sei 

diesbezüglich auch im Langzeitverlauf mit keiner Verschlimmerung zu rechnen. Der 

radiologische Befund vom 7. Oktober 2019 dokumentiere keine unfallkausalen 

Arthrosezeichen bei anatomisch regelrecht verheilter distaler Radiusfraktur mit 

identischem radiologischem Befund im Vergleich zur ungeschädigten Gegenseite, 

sodass unfallkausal zum Ereignis vom 25. Januar 2019 im Quervergleich zu Tabelle 5 

"Integritätsschaden bei Arthrosen" kein zusätzlicher Integritätsschaden des rechten 

Handgelenks resultiere. Aufgrund der vollständig anatomischen Rekonstruktion und 

dauerhaften Ausheilung sei aus medizinischer Erfahrung auch zukünftig im 

Langzeitverlauf eine unfallkausale Arthrose-Entwicklung unwahrscheinlich. Sollte sich 

entgegen dieser Annahme doch eine Verschlimmerung oder unfallkausale 

Handgelenksarthrose entwickeln, sei dies zu berücksichtigen (Suva-act. 73).

Die Darlegungen bzw. Einschätzungen des Kreisarztes leuchten sowohl bezüglich 

Herleitung als auch Höhe des Integritätsschadens vollumfänglich ein, zumal sie auch 

auf einer persönlichen Befunderhebung beruhen, die Funktionseinschränkungen 

berücksichtigen und anderslautende medizinische Einschätzungen nicht im Recht 

liegen. Triftige Gründe, nicht auf dessen Beurteilung abzustellen, sind auf jeden Fall 

nicht ersichtlich, nachdem die Rücken-/Steissbeinproblematik resp. die diagnostizierte 

Coccygodynie mangels Kausalzusammenhangs auch bei der Bemessung der 

Integritätsentschädigung nicht zu berücksichtigen sind. Der nicht substantiierte 

Einwand der Beschwerdeführerin, der Integritätsschaden aufgrund der 

Handproblematik rechts sei zu erhöhen (act. G 1 S. 9 Ziff. 29), vermag die 

Einschätzung von Dr. E.___ nicht in Zweifel zu ziehen. Damit erübrigen sich weitere 

Abklärungen auch in Bezug auf die Höhe der Integritätsentschädigung. Nicht zu hören 

ist der Einwand, die Beschwerdegegnerin hätte gemäss Beschwerdeantwort vom 10. 

Dezember 2021 eine Integritätsentschädigung von 10 % anerkannt (act. G 3 S. 3 Ziff. 

12, act. G 12 S. 5 Ziff. 16). Dabei handelte es sich, wie der Rechtsvertreter in der Duplik 

vom 14. Juli 2022 ausführte (act. G 16 Ziff. 3), offenkundig um ein Versehen, woraus 

die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten kann. Schliesslich ist 

entgegen dem Gesuch der Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 6 f. Ziff. 18 und S. 9 f. Ziff. 

33, act. G 12 Ziff. 18) im Dispositiv nicht ausdrücklich festzuhalten, dass ein sich im 

Verlauf entwickelnder unfallkausaler Integritätsschaden, namentlich eine Arthrose, in 

der Schätzung des Integritätsschadens nicht berücksichtigt ist. Die korrekte 

Nichtberücksichtigung dieser nicht vorhersehbaren Verschlimmerung (vgl. dazu Art. 36 

Abs. 4 Satz 1 UVV) ergibt sich zweifelfrei aus der medizinisch schlüssigen Beurteilung 

von Dr. E.___ (Suva-act. 73). Anhaltspunkte, dass die Beschwerdegegnerin trotz dieser 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/20

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7.  

Entscheid

Beurteilung bei einer zukünftigen unfallkausalen Verschlechterung des 

Integritätsschadens resp. Verschlimmerung von grosser Tragweite keine Revision nach 

Art. 36 Abs. 4 Satz 2 UVV (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 

2019, 8C_734/2019, E. 6.2.2, 6.3) prüfen würde, sind nicht erkennbar. Die Beschwerde 

ist damit in diesem Punkt abzuweisen.

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde dahingehend gutzuheissen, als der 

Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 im Sinne der Erwägungen insofern 

abzuändern ist, als die Beschwerdegegnerin zu verpflichten ist, der 

Beschwerdeführerin ab 1. Dezember 2019 bis 31. Januar 2021 eine Übergangsrente, 

basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10 %, auszurichten. Im Weiteren ist die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin ab 1. Februar 2021 eine 

definitive Rente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10 %, auszurichten. Zur 

Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistungen im Sinne der Erwägungen resp. zur 

Klärung der Frage gemäss vorstehender E. 5.4 ist die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

7.2. 
bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 

15'000.--. Die Rechtsvertreterin hat bezüglich Rentenanspruch zu Recht den 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin angefochten und obsiegt in diesem 

Punkt. Sie ist aber mit ihren Argumenten in Bezug auf die Kausalität der Rücken- und 

Steissbeinbeschwerden und die Höhe der Integritätsentschädigung nicht 

durchgedrungen. Vor diesem Hintergrund erscheint es in Beachtung des 

gerechtfertigten Aufwands angemessen, eine um Fr. 1'000.-- reduzierte 

Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

zuzusprechen.

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/20

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Oktober 2021 wird im Sinne der 

Erwägungen insofern abgeändert und die Beschwerde dahingehend gutgeheissen, als 

die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin ab 1. Dezember 

2019 bis 31. Januar 2021 eine Übergangsrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad 

von 10 %, auszurichten. Im Weiteren wird die Beschwerdegegnerin verpflichtet, der 

Beschwerdeführerin ab 1. Februar 2021 eine definitive Rente, basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 10 %, auszurichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistungen im Sinne der Erwägungen resp. zur Klärung der Frage im Sinne von 

Erwägung 5.4 wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Im Übrigen 

wird die Beschwerde abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 

3'000.-- zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.12.2022
	Art. 18 und 24 UVG: Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und der Höhe des Integritätsschadens resp. der Integritätsentschädigung. Teilweise Gutheissung der Beschwerde bei Anspruch auf eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 10 %. Im Übrigen Abweisung der Beschwerde (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. Dezember 2022, UV 2021/80). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 8C_66/2023.

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		2025-07-19T01:15:53+0200
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