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**Case Identifier:** b04514f7-2ef0-548a-9e63-966f30f6a508
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.11.2014 725 14 242 / 283 (725 2014 242 / 283)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-242---283_2014-11-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. November 2014 (725 14 242 / 283) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Verletzung des rechtlichen Gehörs: Die Voraussetzzungen, unter denen eine Heilung 

desselben möglich ist, sind hier erfüllt / Bei der Beurteilung des medizinischen Sachver-

haltes kommt vorliegend den kreisärztlichen Berichten volle Beweiskraft zu  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Markus Mattle, Kan-

tonsrichter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Denis G. Giovannelli, 
Rechtsanwalt und Notar, Baarerstrasse 34, Postfach, 6300 Zug 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Gü-
terstrasse 106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A. Die 1976 geborene A.____ war seit 1. Oktober 2009 im Rahmen eines 50 %-Pensums 
als kaufmännische Angestellte bei der B.____ AG angestellt und durch die Arbeitgeberin bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfäl-
len und Berufskrankheiten versichert. Am 13. März 2010 rutschte A.____ auf der Terrasse zu 
Hause aus, stürzte auf die linke Körperseite und zog sich dabei eine Handgelenksverletzung zu, 

 

 
 
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welche sich gestützt auf eine computertomographische Untersuchung vom 25. März 2010 als 
radiale TFCC-Läsion des linken Handgelenks erwies. Nach Eingang der von der Arbeitgeberin 
am 14. April 2010 erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA der Versicherten die gesetzli-
chen Leistungen (Taggelder, Heilkosten) für die Folgen dieses Unfalls. 
 
Mit Schreiben vom 20. Februar 2014 teilte die SUVA der Versicherten mit, die ärztlichen Unter-
suchungen hätten ergeben, dass von weiteren Behandlungen keine namhafte Verbesserung 
des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei. Man stelle deshalb die Taggeld- und grund-
sätzlich auch die Heilkostenleistungen per 31. März 2014 ein und werde nunmehr einen An-
spruch auf eine Invalidenrente bzw. auf eine Integritätsentschädigung prüfen. In der Folge 
sprach die SUVA A.____ mit Verfügung vom 22. April 2014 eine auf einer Integritätseinbusse 
von 5 % basierende Integritätsentschädigung im Betrag von Fr. 6‘300.-- zu. Gleichzeitig lehnte 
sie einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente mit der Begründung ab, dass keine 
erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vorliege. Daran hielt die SUVA 
auf Einsprache der Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 16. Juni 2014 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Denis 
G. Giovannelli, am 25. August 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, es sei der angefochtene Einspracheent-
scheid der SUVA aufzuheben und es sei diese zu verpflichten, ihr mindestens eine halbe Invali-
denrente und eine Integritätsentschädigung von mindestens Fr. 18‘900.-- auszurichten. Zudem 
sei ihr für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit unentgelt-
licher Rechtsverbeiständung durch ihren Rechtsvertreter zu gewähren; alles unter o/e-
Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Oktober 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 

 

 
 
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zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene - Beschwerde der Versicherten vom 25. August 2014 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin beanstandet vorab, die SUVA habe im angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 16. Juni 2014 ihre Begründungspflicht - als Teilaspekt des rechtlichen 
Gehörs - in unheilbarer Weise verletzt. So sei die Beschwerdegegnerin „in keinster Weise“ auf 
die in der Einsprache im Zusammenhang mit der Ablehnung des Rentenanspruchs vorgebrach-
ten Rügen eingegangen, insbesondere habe sie sich nicht mit den aufgezeigten Widersprüchen 
in den gutachterlichen Einschätzungen, mit den Vorbringen zu den Auswirkungen der ausgiebi-
gen und schweren Medikation auf die Arbeitsfähigkeit oder mit den Gründen, weshalb für sie 
keine ganztägige Arbeitstätigkeit in Frage komme, auseinandergesetzt. Bei diesem Einwand 
der Beschwerdeführerin handelt es sich um eine Rüge formeller Natur. Sollte sich diese als zu-
treffend erweisen, kann dies zur Aufhebung des angefochtenen Entscheides führen, ohne dass 
die Angelegenheit materiell beurteilt würde. Der betreffende Einwand ist darum vorab zu prüfen 
(vgl. Urteil W. des Bundesgerichts vom 3. Juni 2009, 8C_951/2008, E. 3).  
 

2.2.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person 
eingreift (BGE 132  V 370 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Als persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht verlangt das rechtliche Gehör, dass die Behörde die Vorbringen des vom Ent-
scheid Betroffenen auch tatsächlich hört, ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung ange-
messen berücksichtigt (BGE 136 I 188 E. 2.2.1 mit Hinweis).  
 

2.2.2 In Konkretisierung dieses verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs statuiert Art. 52 
Abs. 2 ATSG die Pflicht der Versicherungsträger, ihre Einspracheentscheide zu begründen. Zur 
Frage, welche Begründungsdichte der Entscheid aufweisen muss, äussert sich die genannte 
Bestimmung nicht. Diesbezüglich ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu verweisen, 
wonach die Begründung so abgefasst sein muss, dass der Betroffene den Entscheid gegebe-
nenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl der Betroffene wie 
auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. 
Zu diesem Zweck müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich 
die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen 
nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen 
Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-
chen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 E. 1 mit Hinweisen; vgl. auch 136 I 188 
E. 2.2.1). 
 

2.3 Im angefochtenen Einspracheentscheid bringt die SUVA klar zum Ausdruck, dass ihres 
Erachtens die Voraussetzungen für die Zusprechung einer Invalidenrente an die Versicherte 
nicht erfüllt sind. Sie weist diesbezüglich zu Recht darauf hin, dass bei der Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit auf die ärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung abzustellen ist und sie erläutert aus-
führlich, wie im Hinblick auf die Bestimmung einer allfälligen unfallbedingten Erwerbseinbusse 

 

 
 
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die für den Einkommensvergleich massgebenden Validen- und Invalideneinkommen zu be-
stimmen sind. Gestützt auf diese Ausführungen sowie auf die Berechnungen in der Verfügung 
vom 22. April 2014, auf welche die SUVA im Einspracheentscheid ausdrücklich verweist, war 
die Beschwerdeführerin durchaus in der Lage, den rentenablehnenden Entscheid sachgerecht 
anzufechten. Dem Einwand der Beschwerdeführerin, wonach die SUVA im angefochtenen Ent-
scheid in Bezug auf den strittigen Anspruch auf eine Invalidenrente ihre Begründungspflicht 
verletzt habe, kann daher nicht beigepflichtet werden. Ob der Argumentation der SUVA und den 
daraus gezogenen Schlüssen auch inhaltlich beigepflichtet werden kann, ist eine andere Frage, 
auf die im Rahmen der nachfolgenden materiellen Beurteilung der Beschwerde einzugehen 
sein wird. 
 
2.4 Verletzt hat die SUVA die Begründungspflicht hingegen im Zusammenhang mit der von 
der Versicherten einspracheweise ebenfalls beanstandeten Höhe der Integritätsentschädigung. 
Auf den Antrag der Versicherten in der Einsprache vom 26. Mai 2014, wonach ihr eine Integri-
tätsentschädigung von mindestens Fr. 18'900.-- auszurichten sei, und auf die in diesem Zu-
sammenhang vorgebrachten Argumente ist die SUVA in ihrem Einspracheentscheid vom 
16. Juni 2014 mit keinem Wort eingegangen. Hinsichtlich dieser, von der Versicherten in ihrer 
Beschwerde vom 25. August 2014 nicht gerügten Verletzung der Begründungspflicht gilt es nun 
allerdings Folgendes zu beachten: Grundsätzlich hat eine (schwerwiegende) Verletzung des 
rechtlichen Gehörs die Aufhebung des angefochtenen Verwaltungsaktes oder Gerichtsent-
scheids und die Rückweisung der Sache zu neuer Entscheidung unter Wahrung der Verfah-
rensrechte der betroffenen Partei zur Folge. Davon kann nach der Rechtsprechung jedoch aus-
nahmsweise abgesehen werden, wenn die Rechtsmittelinstanz in tatsächlicher und rechtlicher 
Hinsicht über uneingeschränkte Kognition verfügt und wenn die Rückweisung zu einem forma-
listischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem der Anhö-
rung gleichgestellten Interesse der Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht 
zu vereinbaren wären (BGE 132 V 390 E. 5.1 mit Hinweis). Vorliegend sind diese Vorausset-
zungen für eine Heilung der - unbestrittenermassen erfolgten - Gehörsverletzung gegeben. Das 
Kantonsgericht verfügt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht über uneingeschränkte Kogniti-
on (vgl. § 57 VPO); zudem haben sich beide Parteien im Rahmen des Schriftenwechsels des 
vorliegenden Verfahrens zur Höhe der der Versicherten zustehenden Integritätsentschädigung 
geäussert und so ihre jeweiligen Standpunkte hinreichend aufgezeigt. Schliesslich liegt hier 
auch keine Konstellation vor, bei welcher die Verletzung des rechtlichen Gehörs dazu führt, 
dass zu Gunsten der Verwaltung ein Resultat erzielt wird, das bei korrekter Vorgehensweise 
nicht erzielt worden wäre (vgl. dazu Urteil M. des Bundesgerichts vom 15. Januar 2010, 
9C_617/2009, E. 2.4.2 mit Hinweis). Unter diesen Umständen kann aber die festgestellte Ver-
letzung des Gehörsanspruchs der Versicherten im vorliegenden Beschwerdeverfahren als ge-
heilt betrachtet werden. Eine Rückweisung der Sache zum Erlass eines neuen, auch in Bezug 
auf die strittige Höhe der Integritätsentschädigung mit einer hinreichenden Begründung verse-
henen Einspracheentscheides würde im hier zu beurteilenden Fall zu keinem anderen Ergeb-
nis, sondern lediglich zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen 
führen. 
 

 

 
 
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3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam-
menhang gegeben ist.  
 
3.2 Im vorliegenden Verfahren wird von keiner Partei in Frage gestellt, dass zwischen dem 
Unfallereignis vom 13. März 2010 und dem eingetretenen Schaden sowohl ein natürlicher als 
auch ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Sodann sind sich die Parteien auch dahin-
gehend einig, dass die Beschwerdegegnerin den Fall zu Recht per 31. März 2014 abgeschlos-
sen und auf diesen Zeitpunkt hin einen allfälligen Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Invalidenrente bzw. auf eine Integritätsentschädigung geprüft hat. Auf diese Aspekte ist deshalb 
im Rahmen des vorliegenden Verfahrens nicht weiter einzugehen.  
 
4. In materieller Hinsicht strittig und im Folgenden zu prüfen ist als erstes, ob die Be-
schwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hat. 
 
4.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 
ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geis-
tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
4.2 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet jeweils die Frage, in wel-
chem Ausmass die versicherte Person unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefini-
tion von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder 
Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutba-
re Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
4.3 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der 
Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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4.4 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
4.5 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So wird zur Frage der beweisrechtlichen Verwertbarkeit 
der Berichte und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen der Grundsatz betont, wonach 
ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf man-
gelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Diesen Be-
richten kommt allerdings nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie 
sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5.1 Wie den medizinischen Akten entnommen werden kann, erhob Dr. med. D.____, Chi-
rurgie FMH, anlässlich seiner kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 27. November 2013 
bei der Versicherten als Diagnosen einen Status nach Sturz auf die linke Seite mit Handge-
lenksverletzung links im Februar 2010, eine computertomographisch festgestellte TFCC-Läsion 
am 25. März 2010, einen Status nach Handgelenksarthroskopie und transossärer Naht des 
TFCC radialseits am 21. April 2010 und einen Status nach radioulnarer Bandplastik mittels 
Palmaris longus-Graft (Adams-Plastik, modifiziert nach Garcia-Elias) am 24. Mai 2011. Die ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen im linken Handgelenk seien, so der Kreisarzt weiter, unfall-
kausal. In seiner Zumutbarkeitsbeurteilung hielt Dr. D.____ sodann fest, dass der Versicherten 
aktuell von Seiten des linken Handgelenkes manuell schwer belastende Tätigkeiten nicht zu-
mutbar seien. Für manuell leichte Tätigkeiten ohne repetitive monotone Bewegungsabläufe und 
ohne Vibrations- und Schlagbelastungen für die linke Hand bestehe aus unfallmedizinischer 
Sicht - rein das linke Handgelenk betreffend - keine Einschränkung. 
 

 

 
 
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5.2 In ihrer Verfügung vom 22. April 2014, welche sie mit dem angefochtenen Einsprache-
entscheid vom 16. Juni 2014 bestätigte, wies die SUVA im Zusammenhang mit der Beurteilung 
eines allfälligen Rentenanspruchs darauf hin, dass die Versicherte ursprünglich eine zweijährige 
Bürolehre abgeschlossen habe und seither fast ausschliesslich im Bürobereich arbeite. Bei ei-
ner kaufmännischen Bürotätigkeit handle es sich grundsätzlich um eine manuell leichte Tätig-
keit, welche der Versicherten laut der massgebenden kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung 
vom 27. November 2013 ohne Einschränkungen zumutbar sei. Fraglich sei allenfalls, ob die 
Versicherte die jetzige, im Rahmen eines 50 %-Pensums ausgeübte Tätigkeit, welche aus-
schliesslich das Erfassen von Transportaufträgen am PC beinhalte, vom linken Handgelenk her 
auch ganztags vertragen würde. Dies könne aber offen bleiben, da der kaufmännische Bereich 
zahlreiche alternative Tätigkeiten anbiete, die nicht nur monoton und repetitiv am PC zu verrich-
tende Arbeiten beinhalten würden. Es sei deshalb davon auszugehen, dass der Versicherten 
jedenfalls die Ausübung einer solchermassen angepassten kaufmännischen Tätigkeit uneinge-
schränkt zumutbar sei.  
 
5.3 Diese vorinstanzliche, vollumfänglich auf die Ergebnisse der kreisärztlichen Ab-
schlussuntersuchung vom 27. November 2013 gestützte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der 
Versicherten ist nicht zu beanstanden. Nach der Rechtsprechung kommt zwar dem Bericht ei-
nes versicherungsinternen Arztes nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten, ein solcher Bericht ist aber, wie oben ausgeführt (vgl. E. 5.4 hiervor), soweit zu berück-
sichtigen, als keine - auch nur geringe - Zweifel an der Richtigkeit seiner Schlussfolgerungen 
bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend ist kein Anlass ersichtlich, an der Richtigkeit 
der Feststellungen von Dr. D.____ zu zweifeln. Es ist vielmehr festzuhalten, dass dieser sich in 
seinem Abschlussbericht hinreichend mit den bei den Akten liegenden medizinischen Unterla-
gen auseinandersetzt und dass er insbesondere eine schlüssige Zumutbarkeitsbeurteilung vor-
nimmt. 
 
5.4 Was die Beschwerdeführerin hiergegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Sie 
rügt in diesem Zusammenhang hauptsächlich, die SUVA verkenne die Auswirkungen der star-
ken Medikation auf ihre Arbeitsfähigkeit. Ihre Leistungsbereitschaft bzw. -fähigkeit sinke auf-
grund der Einnahme von starken Schmerzmitteln erheblich. Insbesondere nehme die Konzent-
rationsfähigkeit stark ab und die mit der Medikation einhergehende übermässige Müdigkeit 
schliesse eine 100 %-ige Tätigkeit praktisch aus. Mit diesen Vorbringen kann die Beschwerde-
führerin jedoch vorliegend nichts zu ihren Gunsten ableiten. Von Bedeutung ist in diesem Zu-
sammenhang, dass dem Kreisarzt bei seiner Beurteilung die angesprochene Schmerzmittelein-
nahme bekannt war und dass er wusste, um welche Mittel es sich dabei handelt. Somit hat 
Dr. D.____ seine Einschätzung in Kenntnis dieser Medikation abgegeben und diese in seiner 
Zumutbarkeitsbeurteilung mitberücksichtigt. Dazu kommt, dass keine Arztberichte vorliegen, 
aus denen sich ergeben würde, dass der Kreisarzt die Auswirkungen der Medikation auf die 
Arbeitsfähigkeit der Versicherten falsch oder unzureichend eingeschätzt hätte.  
 
6.1 Nach Art. 16 ATSG wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

 

 
 
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medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare 
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Bezie-
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermit-
telt und einander gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der Invali-
ditätsgrad bestimmen (BGE 128 V 30 E. 1).  
 
6.2 Bei der Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 
Person im massgebenden Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit als gesunde Person tatsächlich verdienen würde. Die Einkommensermittlung hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen, weshalb in der Regel vom letzten Lohn, den die versicherte 
Person vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielt hat, auszugehen ist (Urteil I. des EVG vom 
26. November 2002, I 491/01, E. 2.3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Vorliegend war die Be-
schwerdeführerin im Zeitpunkt des Unfalls als kaufmännische Angestellte in einem Pensum von 
50 % bei der B.____ AG tätig. Gestützt auf die bei den Akten liegenden Lohnangaben der ge-
nannten Firma ermittelte die SUVA für die Versicherte für das vorliegend massgebende Jahr 
2014 ein Monatsgehalt von Fr. 2‘793.-- bei einem 50 %-Pensum, was einem Betrag von 
Fr. 5‘586.-- für ein Vollpensum entspricht. Daraus resultiert - bei 13 Monatslöhnen - ein mass-
gebendes Jahresgehalt von Fr. 72‘618.--. Die SUVA hat dem Einkommensvergleich diesen Be-
trag als Valideneinkommen zu Grunde gelegt, was von der Beschwerdeführerin denn auch - zu 
Recht - nicht in Frage gestellt wird.  
 
6.3.1 Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch reali-
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-erwerblichen Situati-
on auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt diese nach Eintritt der In-
validität eine Erwerbstätigkeit aus, ist der tatsächlich erzielte Verdienst dem Invalideneinkom-
men gleichzusetzen, wenn - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind, 
die verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausgeschöpft wird und die Entlöhnung 
der Leistung angemessen ist, folglich nicht ein Soziallohn zur Auszahlung gelangt (vgl. 
BGE 129 V 475 E. 4.2.1, 126 V 76 E. 3b/aa mit Hinweisen). Wie den Akten entnommen werden 
kann, ist die Beschwerdeführerin nunmehr in einem Pensum von 50 % als Sachbearbeiterin bei 
der E.____ AG tätig, wo sie aktuell - im Jahr 2014 - ein monatliches Einkommen von Fr. 2‘800.-- 
erzielt. Dies entspricht bei einem Vollpensum einem Monatslohn von Fr. 5‘600.-- bzw. - bei 13 
Monatslöhnen - einem Jahresgehalt von Fr. 72‘800.--. Wenn man im Einkommensvergleich von 
diesem Betrag als Invalideneikommen ausgehen und ihn dem vorstehend erwähnten Validen-
einkommen von Fr. 72‘618.-- gegenüber stellen würde, so wäre als Resultat festzuhalten, dass 
die Versicherte keine (unfallbedingte) Lohneinbusse erleidet.  
 
6.3.2 In diesem Zusammenhang stellt sich nun allerdings die auch von der SUVA bei der 
Prüfung des Rentenanspruchs aufgeworfene Frage, ob die Versicherte die jetzige, im Rahmen 
eines 50 %-Pensums ausgeübte Tätigkeit überhaupt ganztags verrichten könnte (vgl. dazu 
E. 5.2 hiervor). Wenn man dies verneint, muss das (hypothetische) Invalideneinkommen der 
Versicherten unter Beizug der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 

 

 
 
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des Bundesamtes für Statistik ermittelt werden (vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen 
und 124 V 322 E. 3b/aa). Die SUVA hat denn auch in der Verfügung vom 22. April 2014, die sie 
mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. Juni 2014 bestätigt hat, eine entspre-
chende Einkommensermittlung anhand der LSE-Tabellenlöhne vorgenommen. Dabei ist sie von 
den Lohnzahlen der Tabelle TA7 (“Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen“) 
und nicht von denjenigen der Tabelle TA1 (“Privater Sektor“) ausgegangen, was vorliegend 
nicht zu beanstanden ist. Nach der Rechtsprechung ist beim Einkommensvergleich auf Grund 
der LSE-Tabellenlöhne von der Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen 
(BGE 124 V 323 E. 3b/aa), es besteht jedoch kein Grundsatz, wonach stets auf Tabelle TA1 
abzustellen ist. Welche Tabelle zur Anwendung zu bringen ist, bestimmt sich nach den konkre-
ten Umständen des Einzelfalls. Dabei kann es sich durchaus rechtfertigen, statt auf den Durch-
schnittslohn innerhalb eines bestimmten Wirtschaftszweiges oder eines Teils hievon (Tabelle 
TA1) auf denjenigen für eine bestimmte Tätigkeit (Tabelle TA7) abzustellen, wenn dies eine 
genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt. Tabelle TA7 enthält allerdings nur 
Lohnangaben für den privaten und öffentlichen Sektor zusammen. Die entsprechenden Zahlen 
können daher nur zur Anwendung gelangen, wenn der versicherten Person auch der öffentliche 
Sektor offen steht (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 2000 Nr. U 405 S. 400). Dies ist im vorliegenden Fall zu bejahen. Nach dem oben Ge-
sagten (vgl. E. 5.2 hiervor) ist der Versicherten aus medizinischer Sicht die Ausübung einer 
Sekretariatstätigkeit oder einer anderweitigen administrativen Aufgabe, die die nicht nur mono-
ton und repetitiv am PC zu verrichtende Arbeiten beinhaltet, zumutbar. Auf Grund ihrer kauf-
männischen Ausbildung stehen der Versicherten dabei sowohl Stellen im privaten wie auch im 
öffentlichen Sektor offen. Somit erweist sich aber ein Abstellen auf die Tabelle TA7 (“Privater 
Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen“) unter den konkreten Umständen des vorlie-
genden Falles durchaus als sachgerecht.  
 
6.3.3 Innerhalb der Tabelle TA7 hat die SUVA zu Recht auf die Lohnzahlen der Position 23 
(“Andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten“) abgestellt. Soweit die Beschwerdeführerin 
geltend macht, es sei von der Position 24 (“Logistik, Stabsaufgaben“) auszugehen, kann ihr 
nicht gefolgt werden. In Anbetracht der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung einerseits und 
der konkreten beruflichen Situation der Versicherten (Ausbildung, bis anhin ausgeübte Tätigkei-
ten) andererseits erweist sich das Abstellen auf den Durchschnittslohn des Bereichs “Andere 
kaufmännisch-administrative Tätigkeiten“ durchaus als korrekt. Es ist jedenfalls nicht ersichtlich, 
weshalb der Versicherten lediglich noch Tätigkeiten im Bereich “Logistik, Stabsaufgaben“, der 
im Anforderungsniveau 4 (Frauen) deutlich tiefere Durchschnittslöhne aufweist, zumutbar sein 
sollten. Die SUVA hat deshalb richtigerweise auf der Basis des Tabellenlohns der Position “An-
dere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten“ von Fr. 5‘160.-- (LSE 2010,TA7 Pos. 23, Anfor-
derungsniveau 4, Frauen), in Berücksichtigung der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit 
dieser Branche von 41,7 Stunden und unter Anpassung des Betrags an die seitherige Lohnent-
wicklung ein Invalideneinkommen von Fr. 66‘774.-- für das Jahr 2014 ermittelt. Die vorinstanzli-
che Berechnung dieses Invalideneinkommens ist in keiner Wiese zu beanstanden.  
 
6.3.4 Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnittswer-
ten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll 

 

 
 
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der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art 
und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie 
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 323 
E. 3b/aa). Ein Abzug hat jedoch nicht automatisch, sondern nur dann zu erfolgen, wenn im Ein-
zelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer 
dieser Merkmale die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 80 E. 5b/aa in 
fine). Vorliegend hat die SUVA der Versicherten keinen Abzug vom Tabellenlohn gewährt, was 
ebenfalls nicht zu beanstanden ist. Entgegen der - in der Beschwerde allerdings nicht näher 
begründeten - Auffassung der Versicherten sind hier keine hinreichenden Gründe ersichtlich, 
die einen solchen Abzug vom LSE-Tabellenlohn als angezeigt erscheinen liessen. 
 
6.4 Setzt man das vorstehend ermittelte Invalideneinkommen von Fr. 66‘774.-- im Ein-
kommensvergleich dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 72‘618.-- gegenüber, so re-
sultiert daraus eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 5’844.--, was einen rentenaus-
schliessenden Invaliditätsgrad der Versicherten von 8 % ergibt. Gestützt auf dieses Ergebnis 
hat die SUVA im angefochtenen Einspracheentscheid vom 16. Juni 2014 einen Rentenan-
spruch der Versicherten zu Recht verneint. Die Beschwerde ist demnach im Rentenpunkt ab-
zuweisen. 
 
7. Streitig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine höhere In-
tegritätsentschädigung hat. 
 
7.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes-
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi-
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Nach Art. 36 Abs. 1 der 
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 gilt ein Integritätsscha-
den als dauernd, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem 
Umfang besteht (Satz 1); er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integ-
rität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Satz 2).  
 
7.2 Laut Art. 25 Abs. 1 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer Kapitalleistung 
gewährt. Sie wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft, wobei sie den 
am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen 
darf. Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von 
dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Gemäss Abs. 2 dieser Vorschrift gel-
ten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Darin hat 
der Bundesrat in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 
113 V 219 E. 2a; RKUV 1988 Nr. U 48 S. 236 E. 2a mit Hinweisen) häufig vorkommende und 
typische Schäden prozentual gewichtet.  
 
7.3 Für die im Anhang 3 zur UVV genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädi-
gung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver-
dienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschä-

 

 
 
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den wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2 Satz 1). In die-
sem Zusammenhang hat die SUVA in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 
Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form erarbeitet. Diese in den Mitteilungen der Medizi-
nischen Abteilung der SUVA Nr. 57 bis 59 herausgegebenen Tabellen (teilweise geändert und 
ergänzt in den Mitteilungen Nr. 60, 62 und 66) sind, soweit sie lediglich Richtwerte enthalten, 
mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, mit dem An-
hang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a mit Hinweis).  
 
7.4 Bei der Bestimmung des Schweregrades einer gesundheitlichen Beeinträchtigung 
handelt es sich um eine Tatfrage, für deren Beantwortung Verwaltung und Gerichte auf fach-
ärztliche Mithilfe angewiesen sind. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund 
der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen 
offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fachkenntnisse voraussetzt und von 
einem medizinischen Laien eine zuverlässige Zuordnung nicht erwartet werden kann. Die Beur-
teilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt somit den ärztlichen Sachverständigen (Ur-
teil A. des Bundesgerichts vom 23. April 2007, U 121/06, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen). 
 
7.5 Die SUVA sprach der Beschwerdeführerin für die verbliebene Beeinträchtigung aus 
dem Unfallereignis vom 13. Februar 2010 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 
Integritätseinbusse von 5 % zu. Sie stützte sich dabei auf die durch Dr. D.____ am 27. Januar 
2014 verfasste “Beurteilung des Integritätsschadens“. Darin hielt dieser fest, unfallbedingt ver-
bleibe eine leichte Funktionseinschränkung des linken Handgelenkes, eine leichte Verminde-
rung der Faustschlusskraft und eine mässige Verminderung der Belastbarkeit der linken Hand. 
Der Integritätsschaden betrage 5 %; diese Einschätzung stütze sich auf Tabelle 1.2. Der bei der 
Versicherten vorliegende Schaden am linken Handgelenk könne mit 1/10 des Wertes für eine 
vollständige Gebrauchsunfähigkeit einer oberen Extremität verglichen werden, dies ergebe ana-
log der Tabelle 1.2 einen Wert von 5 %. 
 
7.6 Die Beschwerdeführerin wendet gegen dieses Ergebnis ein, dass sie kaum in der Lage 
sei, mit der linken Hand eine leichte Tätigkeit zu verrichten. Es bestünden eine eingeschränkte 
Handgelenksfunktion, eine Druckdolenz, Kribbelparästhesien, Sensibilitätsstörungen in den 
Fingern und sie habe fast immer Schmerzen. Die rohe Kraft beim Faustschluss wie auch beim 
Pinchgriff sei deutlich vermindert. Durch den Unfall habe sie eine erhebliche Schädigung der 
körperlichen Integrität erlitten. Die teilweise Gebrauchsunfähigkeit der Hand begründe deshalb 
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von mindestens 15 %. Dieser Auffassung der 
Beschwerdeführerin kann nicht gefolgt werden. Das von ihr geschilderte Ausmass der Beein-
trächtigungen weicht erheblich von den fachärztlichen Erkenntnissen und Einschätzungen ab, 
zu denen Dr. D.____ im Rahmen der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung und anlässlich 
seiner Beurteilung des Integritätsschadens gelangt ist. Die Versicherte kann denn auch ihre 
(subjektive) Einschätzung auf keine entsprechende (objektive) fachärztliche Beurteilung stüt-
zen. Somit sind aber keine Gründe ersichtlich, weshalb vom schlüssigen und nachvollziehbaren 
Ergebnis der kreisärztlichen “Beurteilung des Integritätsschadens“ vom 27. Januar 2014 abge-
wichen werden sollte. Die Beschwerde ist deshalb auch hinsichtlich der beanstandeten Integri-
tätsentschädigung abzuweisen.  

 

 
 
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8. Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der angefochtene Einsprache-
entscheid vom 16. Juni 2014 nicht zu beanstanden ist. Die von der versicherten hiergegen er-
hobenen formellen und materiellen Rügen erweisen sich als unbegründet, weshalb die Be-
schwerde abgewiesen werden muss.  
 
9.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
9.2 Die ausserordentlichen Kosten sind wettzuschlagen; die obsiegende Beschwerdegeg-
nerin ist zwar anwaltlich vertreten, Art. 61 lit. g ATSG schränkt den Anspruch auf eine Partei-
entschädigung jedoch ausdrücklich auf die Beschwerde führende Person ein. 
 
9.3 Abschliessend bleibt über den Antrag der Beschwerdeführerin zu befinden, es sei ihr 
die unentgeltliche Verbeiständung mit ihrem Rechtsvertreter zu bewilligen. Gemäss Art. 61 lit. f 
Satz 2 ATSG wird der Beschwerde führenden Person, wo die Verhältnisse es rechtfertigen, ein 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Mit Inkraftsetzung des ATSG ist der im Wortlaut mit 
Art. 61 lit. f ATSG übereinstimmende Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG aufgehoben worden. Damit hat 
sich inhaltlich nichts geändert und die bisherige Rechtsprechung des damaligen EVG zu 
Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG hat weiterhin Geltung (Urteil X. des EVG vom 3. Juli 2003, U 114/03, 
E. 2.1). Gemäss dieser Rechtsprechung ist die unentgeltliche Verbeiständung im kantonalen 
Beschwerdeverfahren zu bewilligen, wenn der Prozess nicht offensichtlich aussichtslos er-
scheint, die Partei bedürftig und die anwaltliche Verbeiständung notwendig oder doch geboten 
ist (Urteil U. des EVG vom 7. Juli 2003, U 356/02, E. 3.1; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtspre-
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversi-
cherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/ Genf 2003, S. 451 mit Hinweisen auf BGE 100 V 62 E. 3 und 
98 V 117 E. 2; vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, 
Art. 61 Rz. 104). Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben: Die Bedürftigkeit der Versi-
cherten kann gestützt auf die eingereichten Unterlagen bejaht werden, die Beschwerde kann 
nicht als offensichtlich aussichtslos bezeichnet werden und die anwaltliche Vertretung ist gebo-
ten gewesen. Der Rechtsvertreter der Versicherten hat in seiner Honorarnote vom 
14. November 2014 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von 
8,8 Stunden und Auslagen von Fr. 31.60 ausgewiesen, was umfangmässig nicht zu beanstan-
den ist. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003 (in der seit 1. Januar 2014 geltenden Fassung) beträgt das Honorar bei 
unentgeltlicher Verbeiständung 200 Franken pro Stunde. Dem Rechtsvertreter der Beschwerde-
führerin ist deshalb für seine Bemühungen ein Honorar in der Höhe von Fr. 1'934.95 
(8,8 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 31.60 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse auszurichten. 
 
9.4 Die Beschwerdeführerin wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die 
Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 

 

 
 
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Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, 
sobald sie dazu in der Lage ist. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘934.95 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 

 
 
 
 
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