# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac48ce6a-2a8d-5096-b71e-dab02182b4e0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 14.02.2013 B 2012/92
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2012-92_2013-02-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2012/92

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 14.02.2013

Entscheiddatum: 14.02.2013

Urteil Verwaltungsgericht, 14.02.2013
Schulrecht, Anfechtbarkeit von Prüfungsnoten.Die Beschwerde gegen 
einzelne Maturitätsprüfungsnoten setzt ein schutzwürdiges Interesse an der 
Änderung der Note voraus. Dies erfordert, dass das Rechtsschutzinteresse 
einen praktischen Nutzen beinhaltet, d.h. eine erfolgreiche Beschwerde 
muss zur Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile führen. 
Vorliegend hat die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dargelegt, welcher 
Nachteil ihr durch die Prüfungsnote im Fach Biologie erwachsen soll. Auf die 
Beschwerde konnte daher nicht eingetreten werden (Verwaltungsgericht, B 
2012/92).

Urteil vom 14. Februar 2013

Anwesend:  Präsident lic. iur. B. Eugster; Verwaltungsrichter lic. iur. A. Linder, 

Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener, Dr. S. Bietenharder-Künzle; Gerichtsschreiber Dr. H. 

Fenners

_______________

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführerin,

gegen

Erziehungsrat des Kantons St. Gallen, Davidstrasse 31, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

Vormaturaprüfung von X.Y. im Fach Biologie

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y., geboren am … 1993, wohnhaft in St. Gallen, besuchte im Schuljahr 2011/12 

die 6. Klasse am Gymnasium Z. (nachfolgend Gymnasium) in Q.

Mit Schreiben vom 30. August 2011 teilte der Rektor des Gymnasiums X.Y. mit, dass 

sie an der Vormaturaprüfung im Fach Biologie die Note 4.5 erreicht habe.

B./ Mit Eingabe vom 11. September 2011 erhob X.Y., vertreten durch ihre Mutter A.B., 

Rekurs beim Erziehungsrat und beantragte, es sei die Vormaturanote im Fach Biologie 

für nichtig zu erklären bzw. aufzuheben und die Biologienote neu festzusetzen. Es 

seien Musterlösungen, allgemeingültiger Bewertungsschlüssel und Bewertungskriterien 

sowie Protokolle der Prüfungen von sämtlichen neun Prüflingen offenzulegen, damit 

eine transparente, nachvollziehbare Beurteilung und Neubewertung durch die 

Rekursinstanz nach einheitlichen Kriterien erfolgen und auf sämtliche Prüfungen 

Anwendung finden könne. Der Rekurs wurde begründet insbesondere mit der sehr 

guten Durchschnittsnote von X.Y. im Fach Biologie von 5.83, den ungleichen 

Rahmenbedingungen während der Prüfung, der ungleichen Behandlung der 

Kandidaten, Bewertungs- bzw. Korrekturfehlern sowie der Abneigung und der 

möglichen Befangenheit des Biologielehrers gegenüber X.Y.

Mit Schreiben vom 29. September 2011 nahm das Gymnasium zum Rekurs Stellung 

und verwies insbesondere darauf, dass kein Verstoss gegen das Maturitätsreglement 

des Gymnasiums Z. vom 25. Juni 2008 gerügt worden sei. Der an der Prüfung 

anwesende Experte habe in einer Stellungnahme festgehalten, dass die Vorbereitung 

und die Prüfung von X.Y. nicht beeinträchtigt war. Eine Befangenheit des Examinators 

liege nicht vor. Die Leistungsbeurteilung von X.Y. sei sowohl im Zustandekommen als 

auch im Resultat objektiv richtig. Der Rekurs sei daher abzuweisen.

In der Replik vom 30. Oktober 2011 rügte X.Y. insbesondere verschiedene Korrektur- 

und Bewertungsfehler sowie die Unterdrückung der Akten durch die Vorinstanz. Es 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

fehlten insbesondere die Stellungnahme des Experten, die Protokolle und Notizblätter 

aller neun Prüflinge sowie die Notenskala.

Das Gymnasium hielt in der Duplik vom 17. November 2011 fest, dass die mündliche 

Vormaturaprüfung in Biologie vorschriftsmäss und korrekt durchgeführt und bewertet 

worden sei und dass es sich beim Examinator und beim Experten um Fachleute mit 

besonders grosser und langjähriger Erfahrung handle.

Am 2. Dezember 2011 reichte X.Y. unaufgefordert eine weitere Stellungnahme ein. Sie 

äusserte sich erneut ausführlich zu den Stellungnahmen des Experten und des 

Examinators. Am 7. Dezember 2011 folgte ein weiteres Schreiben von X.Y., worin sie 

den Examinator einer vorsätzlichen Falschbehauptung bezichtigte. Am 8. Dezember 

2011 reichte der Examinator eine Richtigstellung zu den Ausführungen von X.Y. vom 

2. Dezember 2011 ein. Am 13. Dezember 2011 nahm der Examinator zum Vorwurf der 

vorsätzlichen Falschbehauptungen dahingehend Stellung, dass er die Argumentation 

von X.Y. nicht nachvollziehen könne. Am 27. Januar sowie am 2. und 9. Februar 2012 

reichte X.Y. unaufgefordert weitere Schreiben ein.

Mit Entscheid vom 11. April 2012 wies der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen den 

Rekurs ab. Begründet wurde der Entscheid insbesondere wie folgt: Es sei keine 

Befangenheit des Examinators erkennbar, Leistungsunterschiede zwischen 

schriftlichen Einzelthematikprüfungen und mündlichen Gesamtstoffprüfungen seien 

nicht ungewöhnlich, die Rahmenbedingungen seien für alle gleich gewesen, die 

Rechtsgleichheit sei beachtet worden und die Leistungsbewertung durch den 

Examinator und den Experten sei nachvollziehbar. Der Erziehungsrat wies darauf hin, 

dass er als Rekursinstanz praxisgemäss und in Übereinstimmung mit der 

bundesgerichtlichen Rechtsprechung seine volle Kognition bei der materiellen 

Beurteilung von Prüfungsleistungen beschränke, solange die Durchführung und 

Bewertung einer Prüfung nicht gesetz- oder reglementswidrig oder offensichtlich 

unhaltbar und damit willkürlich sei.

C./ Mit Eingabe vom 28. April 2012 erhob X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführerin) 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

"1. Es sei der angefochtene Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und ein neuer 

Entscheid im Sinne der Erwägungen des Verwaltungsgerichts auszufällen.

2. Es sei die Vormaturanote der Beschwerdeführerin im Fach Biologie aufzuheben und 

neu festzusetzen.

3. Die Beschwerde der Maturandin sei bevorzugt (prioritär) und dringlich zu behandeln.

4. Es sei der Vorinstanz eine kurze Frist für eine Stellungnahme zu gewähren.

5. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, gemäss unseren Ausführungen in Punkt 8 die 

Akten vorgängig an das Verwaltungsgericht zu edieren.

6. Es wird um eine dringliche einstweilige Anordnung (dringliche vorsorgliche 

Massnahme) während des Prozesses, zur Abwehr eines drohenden, nicht 

wiedergutzumachenden Nachteils, ersucht. Infolge rechtzerstörerischen Fristen 

(26.6.2012 Maturakonferenz, 28.6.2012 Maturazeugnisübergabe) sei die Semester-

Vornote in Biologie superprovisorisch in das Maturazeugnis einzusetzen. Nach 

Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids sei die Note gemäss den Erwägungen des 

Gerichts in das Maturazeugnis zur Ausfertigung zu bringen."

D./ Mit Entscheid vom 7. Mai 2012 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das in 

der Beschwerde vom 28. April 2012 gestellte Gesuch um superprovisorische 

Einsetzung der Vornote im Fach Biologie in das Maturazeugnis ab.

E./ Die Beschwerdeführerin machte mit Schreiben vom 16. Mai 2012 insbesondere 

geltend, dass sie durch die mündliche Voraberöffnung der Biologienote durch den 

Rektor am 26. August 2011 in ein psychisches Loch gefallen sei, denn der Rektor habe 

die Note nicht begründet. Zudem sei sie wegen den inhaltlich widersprüchlichen 

Telefongesprächen mit dem Experten und dem Examinator der Biologieprüfung in 

einen "fatalen Depressionszustand" versetzt worden.

Das Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen verzichtete in seiner Vernehmlassung 

vom 4. Juni 2012 auf weitere Ausführungen und beantragte die Abweisung der 

Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

F./ Mit Eingabe vom 18. Oktober 2012 und Verbesserung vom 25. Oktober 2012 

reichte X.Y. beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen den Entscheid 

vom 11. April 2012 ein und beantragte, dieser sei aufzuheben und ein neuer Entscheid 

auszufällen, eventualiter sei das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen zu 

verpflichten, einen Entscheid herbeizuführen. Gefordert wurden zudem disziplinarische 

Massnahmen (Verweise) gegen das Verwaltungsgericht und das 

Erziehungsdepartement bzw. den zuständigen Herrn Regierungsrat. Im Weiteren sei 

die Beschwerdeführerin mit CHF 25'000.00 zu entschädigen.

Mit Urteil vom 14. November 2012 trat das Bundesverwaltungsgericht nicht auf die 

Beschwerde ein. Begründet wurde der Entscheid damit, dass die Beschwerde sich 

nicht auf öffentliches Recht des Bundes abstütze, denn die Erteilung des 

Maturazeugnisses durch ein vom Bund und der kantonalen 

Erziehungsdirektorenkonferenz anerkanntes Gymnasium unterstehe dem kantonalen 

Recht. Zudem handle es sich weder beim Verwaltungsgericht noch beim Regierungsrat 

des Kantons St. Gallen um zulässige Vorinstanzen.

G./ Auf die Begründungen der Verfahrensbeteiligten sowie die Ausführungen im 

angefochtenen Entscheid wird, soweit notwendig, in den folgenden Erwägungen 

eingegangen.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:

1.1 Vorliegend handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit, zumal die 

Maturitätsprüfungen gemäss Art. 4 des Maturitätsreglements des Gymnasiums Z. unter 

Aufsicht des Erziehungsrates abgenommen werden (vgl. Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, dargestellt an den Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 480 ff.). Sie stellt sodann eine 

Rechtsstreitigkeit im Sinne von Art. 29a der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (SR 101, abgekürzt BV) dar, weshalb die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts – trotz Art. 23bis des 

Maturitätsreglements des Gymnasiums Z., wonach der Entscheid des Erziehungsrates 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

abschliessend sei – gegeben ist (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1, abgekürzt VRP]).

Die Beschwerdeeingabe vom 28. April 2012 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich 

den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 

Art. 48 Abs. 1 VRP).

1.2 Zu prüfen ist sodann, ob die Beschwerdeführerin zur Ergreifung des Rechtsmittels 

legitimiert ist. Gemäss Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die 

Legitimation zur Beschwerde ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Änderung 

oder Aufhebung des angefochtenen Aktes voraus. Die Legitimation der 

Beschwerdeführerin ist nachfolgend zu prüfen.

1.2.1 Erforderlich ist ein eigenes Interesse, weil die Verwaltungsgerichtsbarkeit vorab 

dem Schutz des Bürgers verpflichtet ist. Gegen behördliches Handeln soll nur 

einschreiten können, wer auch davon betroffen ist (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 387).

Die Beschwerdeführerin verlangt eine Aufhebung und Neufestsetzung ihrer 

Vormaturanote in Biologie. Das eigene Interesse ist offensichtlich gegeben, da es beim 

Rekursentscheid um die Bewertung der eigenen Prüfungsleistung geht, welche ein 

Bestandteil der gesamten Maturitätsprüfung ist.

1.2.2 Das Rechtsschutzinteresse erfordert die "Schutzwürdigkeit" der geltend 

gemachten Interessen. Die Rechtsmittelbefugnis ist nicht nur zu bejahen, wenn der 

Betroffene rechtlich geschützte Interessen geltend macht, sondern auch dann, wenn 

eine Verfügung oder ein Entscheid ihn in seiner tatsächlichen Interessenstellung mehr 

berührt als einen beliebigen Dritten oder die Allgemeinheit. Die Beeinträchtigung seiner 

Interessen muss insofern objektivierbar sein, als der Beschwerdeführer in einer 

besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen muss. Das 

Rechtsschutzinteresse muss einen praktischen Nutzen beinhalten, d.h. eine 

erfolgreiche Beschwerde muss zur Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger 

Nachteile führen, die der angefochtene Akt mit sich bringen würde. Der Zugang zum 

verwaltungsgerichtlichen Verfahren wird also durch den Nachweis eines aktuellen 

materiellen oder ideellen Nachteils eröffnet (vgl. GVP 2006 Nr. 77 E. 1; Cavelti/Vögeli, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

a.a.O., Rz. 389 ff.). Das Anfechtungsinteresse muss zudem aktuell sein. Dies erfordert, 

dass die rechtliche oder tatsächliche Situation des Beschwerdeführers durch den 

Ausgang des Verfahrens beeinflusst wird (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 400 ff.).

Die Beschwerdeführerin erwartet eine Aufhebung und Neufestsetzung ihrer mündlichen 

Vormaturanote in Biologie. Fraglich ist, ob und inwieweit der Beschwerdeführerin eine 

Korrektur der Vormaturanote einen praktischen Nutzen bringt und dadurch ein ihr 

erwachsender Nachteil entfällt.

1.2.2.1 Die Beschwerdeführerin hat im Rechtsmittelverfahren nie geltend gemacht, 

dass wegen der angefochtenen Biologienote das Bestehen der Maturitätsprüfung in 

Frage gestellt ist. Gemäss der Berichterstattung im St. Galler Tagblatt vom 30. Juni 

2012 hat die Beschwerdeführerin die Maturitätsprüfung als Beste mit der Note 5.6 

bestanden.

1.2.2.2 Das Maturitätszeugnis wird aufgrund der Leistungen während der Schulzeit 

(Erfahrungsnoten) und in den schriftlichen und/oder mündlichen Maturitätsprüfungen 

(Prüfungsnoten) gebildet. Das Fach Biologie ist eines von dreizehn Maturitätsfächern 

(Art. 5 Maturitätsreglement). Im Fach Biologie findet gemäss Art. 6 f. 

Maturitätsreglement eine mündliche Prüfung statt. Die Beschwerdeführerin erhielt in 

der mündlichen Prüfung die Note 4.5. Gemäss den Schulzeugnissen erhielt die 

Beschwerdeführerin in den letzten zwei Semestern in Biologie die Noten 6.0 und 5.5 

(Vorinstanz act. 1a/4). Daraus resultierte die Erfahrungsnote von 5.8 (vgl. Art. 16 Abs. 1 

lit. a Maturitätsreglement). Die Maturitätsnote in einem geprüften Fach ist das auf- oder 

abgerundete Mittel aus der Prüfungsnote und der Erfahrungsnote (Art. 16 Abs. 1 lit. c 

Ziff. 1 und Abs. 2 Maturitätsreglement). Aufgrund der Prüfungsnote und der 

Erfahrungsnote ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in Biologie die 

Maturitätsnote von 5.0 erreicht hat. Dies entspricht dem Prädikat gut. Es ist nicht 

ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin aus der Biologie-Maturitätsnote von 5.0 ein 

Nachteil erwächst. Die Beschwerdeführerin hat erstmals in der Beschwerdeschrift an 

das Verwaltungsgericht vorgebracht, dass sie infolge eines geplanten Studiums an der 

Universität von Cambridge/GB ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung und 

Neufestsetzung der Vormaturanote in Biologie habe, denn sie erfülle einzig im Fach 

Biologie die Minimalanforderungen nicht. Die Beschwerdeführerin hat ihre 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ausführungen dazu allgemein gehalten. Es fehlen insbesondere Angaben und 

Unterlagen zum konkreten Studium und zu den Zulassungsbedingungen, welche es 

dem Verwaltungsgericht ermöglicht hätten zu überprüfen, ob eine bessere Note in 

Biologie für ein Studium an der Universität von Cambridge erforderlich ist.

1.2.2.3 Eine Erhöhung der Prüfungsnote in Biologie hätte sich zudem nicht oder 

höchstens um 0.1 Notenpunkte auf die Maturitätsgesamtnote ausgewirkt. Ein konkreter 

praktischer Nutzen daraus ist nicht ersichtlich.

1.2.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das schutzwürdige Interesse im Sinne 

von Art. 45 Abs. 1 VRP fehlt. Die Beschwerdebefugnis ist daher nicht gegeben. Auf die 

Beschwerde ist folglich nicht einzutreten.

1.3 Zum gleichen Resultat führt im Übrigen die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur 

Anfechtbarkeit von Schulzeugnissen. Gemäss Bundesgericht sind Schulzeugnisse 

dann Verfügungen im Sinne von anfechtbaren Hoheitsakten, wenn ihnen eine 

rechtsgestaltende oder eine rechtsfeststellende Funktion zukommt. Anfechtbar ist eine 

Note beziehungsweise die Gesamtheit der Noten nur, wenn diese unmittelbar 

ausschlaggebend ist für das Bestehen einer Prüfung, für den Erwerb eines Diploms 

oder für die Berechtigung, eine weitere Ausbildung antreten oder einen Titel tragen zu 

dürfen. Ansonsten fehlt einer einzelnen Note die Eigenschaft einer der Anfechtung 

zugänglichen Verfügung, denn mit einer Note wird lediglich eine Aussage über eine 

Tatsache gemacht, nämlich über die Qualität der an einer Prüfung oder bei einer Arbeit 

oder generell im Schulunterricht erbrachten Leistung (BGer 2P.208/2005 vom 

8. September 2005, E. 2). Die Praxis der Nichtanfechtbarkeit einzelner Noten einer 

Gesamtprüfung wurde in einem neueren Urteil (BGE 136 I 229 E. 2.6) bestätigt, sofern 

die angefochtene Einzelnote nicht mit einer weitergehenden Wirkung wie dem 

Nichtbestehen verbunden ist und auch sonst keine unmittelbaren Folgen zeitigt.

Vorliegend wurde eine Einzelnote angefochten. Die Beschwerdeführerin hat die 

Maturitätsprüfung bestanden. Eine andere Folge, wie der Ausschluss von einer 

Weiterbildung oder die Nichterlangung eines Prädikats, wurden von der 

Beschwerdeführerin nicht substantiiert geltend gemacht beziehungsweise 

nachgewiesen. Entsprechend ist die Einzelnote nicht anfechtbar.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. Selbst wenn aber auf die Beschwerde einzutreten wäre, könnte diese nicht 

gutgeheissen werden. So sind nämlich einzelne Prüfungsresultate in einem 

Rechtsmittelverfahren nur unter sehr restriktiven Voraussetzungen überprüfbar und 

korrigierbar. Erforderlich wäre, dass sich die Behörde von sachfremden oder sonstwie 

ganz offensichtlich unhaltbaren Erwägungen hat leiten lassen, so dass der Entscheid 

unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar und damit als 

willkürlich erschiene (vgl. BGE 136 I 229 E. 6.2). Vorliegend sind aber aufgrund der 

Vorakten weder gravierende Mängel bei der Prüfungsdurchführung erkennbar, noch ist 

die Notenfestsetzung durch den Examinator und den Experten unhaltbar.

3. (…).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./  Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2./  Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2'500.--(inklusive Kosten 

der Zwischenverfügung vom 7. Mai 2012) bezahlt die Beschwerdeführerin. Sie werden 

mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der Betrag von Fr. 500.-- ist der 

Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

V.          R.           W.

Der Präsident:        Der Gerichtsschreiber:

Versand dieses Entscheides an:

-   die Beschwerdeführerin

-   die Vorinstanz

-   das Gymnasium Z., Rektorat, Q.

am:

Rechtsmittelbelehrung:

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/10

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Sofern eine Rechtsverletzung nach Art. 95 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 

(SR 173.110, abgekürzt BGG) geltend gemacht wird, kann gegen diesen Entscheid 

gestützt auf Art. 82 lit. a BGG innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Schweizerischen 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde erhoben werden.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Urteil Verwaltungsgericht, 14.02.2013
	Schulrecht, Anfechtbarkeit von Prüfungsnoten.Die Beschwerde gegen einzelne Maturitätsprüfungsnoten setzt ein schutzwürdiges Interesse an der Änderung der Note voraus. Dies erfordert, dass das Rechtsschutzinteresse einen praktischen Nutzen beinhaltet, d.h. eine erfolgreiche Beschwerde muss zur Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile führen. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin nicht hinreichend dargelegt, welcher Nachteil ihr durch die Prüfungsnote im Fach Biologie erwachsen soll. Auf die Beschwerde konnte daher nicht eingetreten werden (Verwaltungsgericht, B 2012/92).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T11:00:01+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen