# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63d12be6-ba7d-58d8-9901-a99ce9a0529d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.06.2008 UV 2007/98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-98_2008-06-04.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/98

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 04.06.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2008
Art. 6 Abs. 1 UVG: Kein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
festzustellender Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und 
den aktuellen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 4. Juni 2008, UV 2007/98).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei; a.o. Gerichtsschreiberin Denise Wyss

Entscheid vom 4. Juni 2008

in Sachen

V.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Reto Ineichen, Weggisgasse 29, Postfach 5345, 

6000 Luzern 5,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Urs Glaus, Oberer Graben 44, Postfach, 

9001 St. Gallen,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Der am 23. April 1966 geborene niederländische Staatsangehörige V.___ war bei 

der A.___ als Lastwagenfahrer angestellt und in dieser Eigenschaft bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert. 

Gemäss Unfallmeldung vom 20. Juni 2006 rutschte er am 11. Mai 2006 beim Absteigen 

nach einer Temperaturkontrolle am Fahrzeug zwischen Führerkabine und Auflieger aus. 

und stürzte zu Boden, wobei er mit dem Hinterkopf aufschlug (Suva-act. 1). In einem 

Schreiben vom 10.  Juni 2006 (Suva-act. 4, 6) hatte der Versicherte seinem Arbeitgeber 

mitgeteilt, dass er nach dem Sturz in der Nacht vom 11. Mai 2006 Schmerzen verspürt 

habe; diese seien "in Tagen danach" verschwunden und am 2. Juni 2006 wieder 

aufgetreten. In der Unfallmeldung vom 20. Juni 2006 vermerkte der Arbeitgeber, der 

Versicherte habe nach dem Sturz noch während drei Wochen weitergearbeitet ohne zu 

jammern. Hausarzt B.___ berichtete mit Schreiben vom 4. Juli 2006, der Versicherte 

beklage sich seit einem Monat über Schmerzen in Nacken, Kopf und Armen (Suva-act. 

16b). In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 8. Juli 2006 stellte er die Diagnose: 

"Tendopathie/Myalgie Neck" und erwähnte zusätzlich den Röntgenbefund einer 

Spondylosis C4/C5 (Suva-act. 19). Auf Nachfrage der Suva führte er mit Fax-Schreiben 

vom 30. Juli 2006 als Diagnose eine Cervicobrachialgie an und bestätigte eine 

Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 2. Juni 2006 bis 31. Juli 2006 (Suva-act. 20).

A.b   Kreisarzt Dr. med. C.___ erachtete am 21. August 2006 eine kreisärztliche 

Untersuchung zur Feststellung allfälliger Unfallfolgen für angezeigt Suva-act. 32). Da 

der Versicherte einem entsprechenden Aufgebot trotz Mahnung und Ansetzung einer 

Bedenkfrist keine Folge leistete, verfügte die Suva am 18. September 2008, dass auf 

die Unfallmeldung nicht eingetreten und demnach auch keine Versicherungsleistungen 

erbracht würden. Auf Einsprache des durch Rechtsanwalt Reto Ineichen, Luzern, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vertretenen Versicherten hin erklärte die Suva die Nichteintretensverfügung als hinfällig 

und stellte weitere Abklärungen in Aussicht (Suva act. 69).

B.        

B.a   In zwei nachgereichten Arztberichten vom 27. Oktober 2006 und 3. Januar 2007 

berichtete Facharzt. D.___, orthopädischer Chirurg, Medisch Centrum Rijnmond-Zuid, 

dass der Versicherte Mitte Mai 2006 auf den Rücken gefallen sei und "einige Wochen 

nach diesem Trauma" (Bericht vom 27. Oktober 2006, Suva-act. 72/2) bzw. "ungefähr 

eine Woche nach diesem Trauma" (Bericht vom 3. Januar 2007, Suva-act. 72/1) 

Schmerzen im Nacken, die in beide Schultern und Oberarmen ausgestrahlt hätten, 

bekommen habe. Der Versicherte habe bereits früher an Nackenschmerzen gelitten, 

jedoch an anderen Stellen als jetzt. Im Bericht von 27. Oktober 2006 hielt er als 

Schlussfolgerung fest, dass es sich hauptsächlich um myogene Beschwerden handeln 

dürfte, während er im Bericht vom 3. Januar 2007 dann eine Cervicobrachyalgie mit 

starker myogener Komponente anführte. Kreisarzt Dr. C.___ nahm am 4. April 2007 

eine Beurteilung der zwischenzeitlich vorliegenden Akten vor und kam zum Schluss, 

dass aufgrund der Unterlagen strukturelle Läsionen im Rahmen des Ereignisses vom 

11. Mai 2006 ausgeschlossen werden könnten. Es bestünden degenerative 

Veränderungen der Halswirbelsäule, welche aus medizinischer Sicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit - neben psychosozialen Belastungsfaktoren - für die fortgesetzt 

geklagten Beschwerden verantwortlich seien. Da keine strukturellen Läsionen 

bestanden hätten und die ärztliche Behandlung erst mit mehrwöchiger Verzögerung 

stattgefunden habe, liessen sich die geklagten Beschwerden aus medizinischer Sicht 

höchstens möglicherweise auf das Sturzereignis zurückführen (Suva-act. 76). Mit 

Verfügung vom 16. April 2007 lehnte darauf die Suva eine Leistungspflicht für die 

gemeldeten Schädel- und Rückenbeschwerden ab, da kein sicherer oder 

wahrscheinlicher Zusammenhang mit dem Ereignis vom 11. Mai 2006 bestehe (Suva-

act. 82).

B.b Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache wies die Suva nach Einholung 

einer ausführlichen ärztlichen Beurteilung durch Dr. med. E.___, Facharzt für 

Orthopädische Chirurgie FMH, Suva Versicherungsmedizin, (Suva act. 88) mit 

Einspracheentscheid vom 12. Juli 2007 ab (Suva-act. 89).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C.        

C.a   Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde vom 11. September 2007 

mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin habe die aus dem Unfallereignis vom 11. Mai 2006 geschuldeten 

Leistungen zu erbringen. Zur Begründung hält der Rechtesvertreter des 

Beschwerdeführers im Wesentlichen fest, in den medizinischen Akten werde immer 

wieder bestätigt, dass die Beschwerden seit Beginn fluktuierend gewesen seien. 

Offensichtlich habe sich der Beschwerdeführer nicht zuletzt wegen des grossen Drucks 

bei seiner Arbeitsstelle als Lastwagenchauffeur dazu veranlasst gesehen, die 

bestehenden Beschwerden, auch wenn sie etwas zurückgegangen seien, nicht an die 

"grosse Glocke" zu hängen und irgendwie weiter zu arbeiten. Wenn man die gesamte 

Situation betrachte, komme man entweder zum Schluss, dass es sich beim Sturz vom 

Lastwagen am 11. Mai 2006 um einen Berufsunfall handle, der für die aktuellen 

Beschwerden natürlich und adäquat kausal sei, oder es müsse von einer eigentlichen 

Berufskrankheit ausgegangen werden, die durch das Ereignis vom 11. Mai 2006 

richtunggebend verschlimmert worden sei (act. G 1, S. 5).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 13. November 2007 beantragt die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Auf die medizinischen 

Beurteilungen von Dr. C.___ und Dr. E.___ sei ohne weiteres abzustellen (act. G 7).

C.c   Der Beschwerdeführer hat von der Möglichkeit zur Einreichung einer Replik 

keinen Gebrauch gemacht (act. G 9).

Erwägungen:

1.         

Streitig und zu prüfen ist, ob die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 

kausal auf den Unfall vom 11. Mai 2006 zurückzuführen sind und die 

Beschwerdegegnerin somit zur Erbringung von Versicherungsleistungen verpflichtet ist.

2.         

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht 

des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 

1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz gegenüber 

dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 

118 V 291 f. E. 3a). Beim Vorliegen eines krankhaften Vorzustands umfasst die Frage 

nach dem Vorliegen des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

der Schädigung auch die Frage, ob dem Unfall natürliche Kausalität im Sinn einer 

bleibenden richtungweisenden Verschlimmerung des vorbestandenen 

Gesundheitsschadens zukommt oder ob der Unfall neu eine bleibende 

Gesundheitsschädigung im Sinn eines pathologischen Befunds am vorgeschädigten 

Körperteil verursacht hat (RKUV 1994 Nr. U 185 S. 80 E. 3b).

2.2    Dr. B.___ bejahte im Bericht vom 30. Juli 2006 den Kausalzusammenhang der 

Beschwerden mit dem Unfallereignis, wogegen den übrigen ärztlichen Berichten aus 

Holland keine Äusserungen zur Kausalität zu entnehmen sind. Dr. C.___ kam in seiner 

Beurteilung vom 4. April zum Schluss, die geklagten Beschwerden liessen sich nur 

möglicherweise auf das Unfallereignis vom 11. Mai 2006 zurückführen Dr. E.___ 

befasste sich im Rahmen seiner ärztlichen Beurteilung vom 9. Juli 2007 eingehend mit 

der Frage der natürlichen Kausalität und stellte in diesem Zusammenhang einleitend 

fest, dass sich nachträglich nicht (mehr) mit Sicherheit eruieren lasse, wann die 

geklagten Beschwerden beim Beschwerdeführer aufgetreten seien (Suva-act. 88). 

Tatsächlich liegen bezüglich des Beschwerdeeintritts widersprüchliche Angaben 

seitens der behandelnden Ärzte und des Beschwerdeführers vor (vgl. u.a. Suva-act. 4, 

16b, 72). Auf der Basis dieser unterschiedlichen Angaben analysierte Dr. E.___ 

mögliche medizinische Sachverhalte und führte dabei insbesondere aus, es gelte heute 

die einhellige Meinung, dass Beschwerden und klinische Befunde in der Halsregion 

oder an der Halswirbelsäule innerhalb von 24 Stunden bis höchstens 72 Stunden 

auftreten müssten, wenn ein Unfall die überwiegend wahrscheinliche Ursache für 

solche Beschwerden sein solle. Wenn von der Hypothese ausgegangen werde, dass 

die vom Orthopäden Dr. D.___ gemachten Angaben zum Beschwerdeverlauf zutreffend 

seien, nämlich dass der Beschwerdeführer die Beschwerden im Nacken- und 

Kopfbereich erst einige Wochen (oder mindestens mehr als drei Tage) nach dem 

Ereignis empfunden habe, könne die traumatische Genese dieser Beschwerden 

ausgeschlossen werden (Suva-act. 88, S. 4). Hinsichtlich der Situation, bei der der 

Beschwerdeführer wohl unmittelbar nach dem Sturz und dem Schlag auf den 

Hinterkopf Schmerzen verspürt habe, die sich aber spontan gebessert und sekundär 

wieder verschlimmert hätten, wies er darauf hin, dass typische Folge einer direkten 

oder indirekten Gewalteinwirkung auf die Wirbelsäule der sofortige bzw. nach Stunden 

bis wenige Tage auftretende Schmerz sei, der sich nach einigen Tagen oder Wochen 

zurückbilde. Das akute Schmerzsyndrom werde auf Zerrungen der Weichteile 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zurückgeführt, wodurch sich ein posttraumatisches Ödem und/oder Hämatom 

entwickle. Gehe man also davon aus, dass der Beschwerdeführer initial und kurzfristig 

starke Beschwerden gehabt habe, die sich spontan gebessert hätten, lasse sich die 

Vermutung untermauern, dass sich ein leichtes posttraumatisches Hämatom oder 

Ödem in den Weichteilen des Nackens entwickelt habe. Für diese Hypothese spreche, 

dass die Beschwerden rasch rückläufig gewesen seien. Die sekundäre 

Verschlechterung, welche zweifelsfrei stattgefunden habe, lasse sich hingegen nicht in 

einem posttraumatischen Kontext erklären. Darüber, welche Ursache die akuten 

Nackenschmerzen hätten, lasse sich nur spekulieren. Bezüglich Bildgebung und 

Diagnose einer zervikalen Spondylose teile er die Meinung der holländischen Ärzte, 

wonach das Röntgenbild der Halswirbelsäule des Beschwerdeführers lediglich eine 

leichte Spondylose der Segmente C4/C5 und C5/C6 zeige (Suva-act. 88).

2.3    Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Experten begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Die Rechtsprechung 

erachtet Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten 

sind. Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte im 

Stande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu 

verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 3b). Auch den Berichten und Gutachten 

versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 Erw. 3b/ee).

2.4    Die ärztliche Beurteilung von Dr. E.___ ist offensichtlich in Kenntnis der Vorakten 

bzw. der Anamnese abgegeben worden. Trotz Fehlen eines konkreten Zeitpunktes des 

Beschwerdeeintrittes, war es Dr. E.___ möglich, sich aufgrund der vorliegenden 

medizinischen Unterlagen ein lückenloses Bild über den Verlauf und die gegenwärtigen 

Beschwerden zu verschaffen. Sodann würdigt er die vorhandenen Akten umfassend. 

Des Weiteren leuchtet die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge ein und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

erscheinen die Schlussfolgerungen begründet. Und schliesslich bestehen keine 

Anhaltspunkte für eine Voreingenommenheit oder fehlende Objektivität des 

Versicherungsmediziners. Dr. E.___ schildert auf schlüssige und nachvollziehbare 

Weise, weshalb ein Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den geäusserten 

Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehen kann. Die 

Äusserung des behandelnden Arztes B.___ bezüglich des Kausalzusammenhanges 

hingegen vermag demgegenüber, da sie jeder näheren Begründung entbehrt, nicht zu 

überzeugen. Ebenso können die nachträglich vom Beschwerdeführer noch 

eingereichten Arztberichte die überzeugende Beurteilung von Dr. E.___ nicht in Frage 

stellen.

2.5    Hinsichtlich des Einwands des Beschwerdeführers, dass allenfalls von einer 

Berufskrankheit ausgegangen werden müsse, welche durch den Unfall richtunggebend 

verschlimmert worden sei, ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass vorliegend 

kein Krankheitsbild zur Debatte steht, bei welchem es sich um eine Berufskrankheit im 

Sinn von Art. 9 Abs. 1 UVG i.V.m. Anhang 1 zur Unfallversicherungsverordnung (UVV) 

handeln könnte. Die Frage, ob das Unfallereignis eine richtunggebende 

Verschlimmerung des krankhaften Vorzustands der Spondylose bewirkt haben könnte, 

kann verneint werden. Dr. E.___ äusserte diesbezüglich, dass sich in der Anamnese 

keine sicheren Hinweise finden liessen, wonach die geschilderten Nackenschmerzen 

bandscheibenbedingt bzw. spondylosebedingt seien, ausser der leichten globalen 

Einschränkung der HWS-Beweglichkeit, die Dr. D.___ beobachtet hatte (Suva-act. 88, 

S.6). Insbesondere ist aber auch in dieser Konstellation anzumerken, dass aufgrund der 

widersprüchlichen Angaben bezüglich der schmerzfreien Latenzzeit eine 

richtunggebende Verschlimmerung durch den Unfall als eher fraglich erscheint. Den 

medizinischen Unterlagen der holländischen Ärzte ist vielmehr zu entnehmen, dass 

neben der diagnostizierten Spondylose insbesondere auch myogene Beschwerden im 

Nackenbereich beschrieben werden (Suva-act. 71, 72). Dr. E.___ führte dazu aus, es 

sei durch mehrere Studien belegt worden, dass sich depressive Zustände, wie sie beim 

Beschwerdeführer offenbar auch vorliegen, durch Spannungskopfschmerzen und 

Zervikalgien somatisch ausdrücken können (Suva-act. 88, S. 6).

2.6    Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die geklagten Beschwerden nicht 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 11. Mai 2006 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zurückgeführt werden können, weshalb die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht 

zu Recht verneint hat.

3.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2008
	Art. 6 Abs. 1 UVG: Kein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festzustellender Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den aktuellen Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juni 2008, UV 2007/98).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T15:38:39+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen