# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98f9140b-edf0-5c02-9b4f-bd76474a0a7e
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-05-31
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 31.05.2016 BE.2016.2
**Docket/Reference:** BE.2016.2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BE-2016-2_2016-05-31

## Full Text

Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).;;Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR).

Beschluss vom 31. Mai 2016 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Emanuel Hochstrasser und Cornelia Cova, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

   
 

Parteien 

  

EIDGENÖSSISCHE SPIELBANKENKOMMISSION, 

 

Gesuchstellerin 

 

 gegen 

   

A., vertreten durch Rechtsanwalt Pascal Felchlin,  

 

Gesuchsgegner 

 

 

Gegenstand  Entsiegelung (Art. 50 Abs. 3 VStrR) 

 
 
 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BE.2016.2 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend «ESBK») ein Ver-

waltungsstrafverfahren führt wegen des Verdachts der Widerhandlungen ge-

gen Art. 56 Abs. 1 lit. a und c des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1998 

über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52), 

begangen in den Räumlichkeiten des Vereins B. in Z.; 

 

- sie diesbezüglich am 14. April 2016 zur Hausdurchsuchung schritt, wobei sie 

verschiedene Unterlagen und Datenträger sicherstellte und auf entsprechen-

des Ersuchen des Lokalbetreibers A. versiegelte (vgl. u. a. act. 1.1, 1.4, 1.7); 

 

- die ESBK mit Gesuch vom 2. Mai 2016 bei der Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts beantragte, sie sei zu ermächtigen, die am 14. April 

2016 bei A. sichergestellten und versiegelten Gegenstände und Unterlagen 

zu entsiegeln und zu durchsuchen (act. 1); 

 

- A. hierzu am 17. Mai 2016 mitteilen liess, er widersetze sich der Entsiegelung 

nicht (act. 3); 

 

- den Parteien Gelegenheit gegeben wurde, sich zu den Kosten- und Entschä-

digungsfolgen zu äussern (act. 4, 5 und 6). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- das VStrR auf die Verfolgung und Beurteilung von Widerhandlungen gegen 

das Spielbankengesetz anwendbar ist (Art. 57 Abs. 1 SBG); 

 

- die Beschwerdekammer über die Zulässigkeit der Durchsuchung von Papie-

ren zu entscheiden hat (Art. 50 Abs. 3 VStrR); 

 

- der Gesuchsgegner sich einer Entsiegelung nicht widersetzt, womit er seine 

anlässlich der Hausdurchsuchung erhobene Einsprache gegen die Durchsu-

chung der sichergestellten Unterlagen und Datenträger zurückgezogen hat 

(act. 3); 

 

- das vorliegende Verfahren daher zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt 

abzuschreiben ist (vgl. hierzu zuletzt die Beschlüsse des Bundesstrafge-

richts BE.2015.3 und BE.2015.4 vom 25. August 2015; BE.2014.10 vom 

17. September 2014); 

- 3 - 

 

 

 

- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind 

(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog [vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3]; Beschlüsse 

des Bundesstrafgerichts BE.2015.3 und BE.2015.4 vom 25. August 2015; 

BE.2014.10 vom 17. September 2014; BE.2014.12 und BE.2014.15 vom 

4. September 2014); 

 

- der in ihrem amtlichen Wirkungskreis handelnden Gesuchstellerin keine Par-

teientschädigung zuzusprechen ist (Art. 68 Abs. 3 BGG analog); 

 

 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 

 

1. Das Verfahren wird zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben. 

 

2. Es wird keine Gerichtsgebühr erhoben. 

 

 

Bellinzona, 2. Juni 2016 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Eidgenössische Spielbankenkommission 

- Rechtsanwalt Pascal Felchlin 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden 
(Art. 79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktions-
richter oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).