# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 82627564-84f9-51f3-b166-8d125d3a2926
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-07-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.07.2018 F-3829/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-3829-2018_2018-07-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-3829/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  J u l i  2 0 1 8  

Besetzung 
 Einzelrichter Philippe Weissenberger, 

mit Zustimmung von Richter François Badoud;  

Gerichtsschreiberin Ulrike Raemy. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Marokko,  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(Dublin-Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 21. Juni 2018 / N (…). 

 

 

 

F-3829/2018 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 27. Februar 2018 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass er anlässlich der Befragung zur Person (BZP) im Empfangs- und Ver-

fahrenszentrum (EVZ) B._______ am 5. März 2018 zum Reiseweg aus-

führte, er habe Marokko Ende 2015 verlassen und sich via Algerien, Tune-

sien und Libyen nach Italien begeben,  

dass er sich „nicht in ganz Italien, aber schon überall aufgehalten habe“, 

und er in Kalabrien daktyloskopisch erfasst worden sei, 

dass er die genaue Dauer seines Aufenthalts in Italien nicht angeben 

konnte („Es kann sein, ein Jahr lang“), aber erklärte, er sei Ende 2015 von 

Libyen übers Meer nach Italien gereist,  

dass er ferner geltend machte, er sei über Österreich und Deutschland in 

die Schweiz gelangt, 

dass das Staatssekretariat für Migration SEM (nachfolgend: SEM oder Vo-

rinstanz) ihm anlässlich der BZP das rechtliche Gehör zur allfälligen Zu-

ständigkeit Italiens bzw. Österreichs oder Deutschlands für die Durchfüh-

rung des Asyls- und Wegweisungsverfahrens gewährte, 

dass er hierbei geltend machte, er habe in diesen Ländern kein Asylgesuch 

gestellt, nur in der Schweiz, 

dass er ferner zu Protokoll gab, es gehe ihm gesundheitlich gut, da er aber 

psychischen Stress habe und wegen familiärer Probleme nicht schlafen 

könne, benötige er Schlaftabletten, 

dass er jedoch seit einem Monat keine mehr habe und er es ohne Tabletten 

aushalten möchte bzw. überhaupt versuchen möchte, auf Tabletten, Alko-

hol oder Tabak zu verzichten, 

dass das SEM gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers am 

13. März 2018 die italienischen Behörden um Informationen im Sinne von 

Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

F-3829/2018 

Seite 3 

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist, ABl. L 180/31 vom 

29. Juni 2013 (nachfolgend: Dublin-III-VO) ersuchte, 

dass die italienischen Behörden das SEM am 18. April 2018 dahingehend 

informierten, der Beschwerdeführer sei in Italien bekannt, er sei mehrfach 

daktyloskopiert und im Jahr 2017 ausgewiesen worden; er habe nicht um 

Asyl ersucht und sei in Italien straffällig geworden, 

dass das SEM gestützt darauf die italienischen Behörden am 19. April 2018 

um Übernahme des Beschwerdeführers im Sinne von Art. 13 Abs. 2 Dublin-

III-VO ersuchte,  

dass die italienischen Behörden innerhalb der festgelegten Frist keine Stel-

lung nahmen, 

dass das SEM mit Verfügung vom 21. Juni 2018 in Anwendung von Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die Weg-

weisung aus der Schweiz nach Italien anordnete und den 

Beschwerdeführer aufforderte, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf 

der Beschwerdefrist zu verlassen, 

dass es den Kanton C._______ mit dem Vollzug der Wegweisung beauf-

tragte und gleichzeitig feststellte, einer allfälligen Beschwerde gegen den 

Entscheid komme keine aufschiebende Wirkung zu, und es die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten gemäss Aktenverzeichnis an den 

Beschwerdeführer verfügte, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2. Juli 2018 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei 

inhaltlich die Aufhebung der angefochtenen Verfügung unter Anweisung an 

die Vorinstanz, vom Selbsteintrittsrecht Gebrauch zu machen, beantragte,  

dass er in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung sowie um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses ersuchte, 

dass er ferner beantragte, es sei (der Beschwerde) im Sinne einer vorsorg-

lichen Massnahme, die aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Voll-

zugsbehörden seien anzuweisen, von einer Überstellung nach Italien ab-

zusehen, bis das Bundesverwaltungsgericht über die vorliegende Be-

schwerde entschieden habe,  

F-3829/2018 

Seite 4 

dass der zuständige Instruktionsrichter mit Telefax vom 4. Juli 2018 ge-

stützt auf Art. 56 VwVG den Vollzug der Überstellung per sofort einstweilen 

aussetzte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 4. Juli 2018 beim Bundesverwaltungs-

gericht eintrafen (Art. 109 Abs. 1 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 

VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um eine solche handelt, weshalb das Ur-

teil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

F-3829/2018 

Seite 5 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG), 

dass diesbezüglich die Dublin-III-VO zur Anwendung kommt, 

dass gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO jeder Asylantrag von einem einzi-

gen Mitgliedstaat geprüft wird, der nach den Kriterien des Kapitels III 

(Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. auch 

Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO), 

dass die italienischen Behörden das im Sinne von Art. 13 Abs. 2 Dublin-III-

VO gestellte Übernahmeersuchendes SEM vom 19. April 2018 innert der 

in Art. 25 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehenen Frist unbeantwortet liessen, 

womit sie die Zuständigkeit Italiens implizit anerkannten (Art. 25 Abs. 2 

Dublin-III-VO), was vom Beschwerdeführer nicht bestritten wird, 

dass damit nicht von Belang ist, dass der Beschwerdeführer in Italien bis-

her kein Asylgesuch gestellt hat, 

dass jeder Mitgliedstaat abweichend von Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO be-

schliessen kann, einen bei ihm von einem Drittstaatsangehörigen oder 

Staatenlosen gestellten Antrag auf internationalen Schutz zu prüfen, auch 

wenn er nach den in dieser Verordnung festgelegten Kriterien nicht für die 

Prüfung zuständig ist (Art. 17 Abs. 1 Satz 1 Dublin-III-VO), 

dass dieses sogenannte Selbsteintrittsrecht im Landesrecht durch Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

konkretisiert wird und das SEM das Asylgesuch gemäss dieser Bestim-

mung "aus humanitären Gründen" auch dann behandeln kann, wenn dafür 

gemäss Dublin-III-VO ein anderer Staat zuständig wäre, 

dass der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen in der Beschwerde im-

plizit die Anwendung von Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO respektive Art. 29a 

Abs. 3 AsylV 1 fordert,  

dass er in Italien kein Asylgesuch gestellt habe, weil er dort mit seinen 

Problemen kein menschenwürdiges Leben führen könne, 

dass ihm das systematisch überlastete Asylwesen in Italien weder die not-

wendige medizinische Unterstützung noch die notwendige Betreuung ge-

währleisten könne, und er ausserdem bewusst erst in der Schweiz um Asyl 

ersucht habe, 

F-3829/2018 

Seite 6 

dass es keine wesentlichen Gründe für die Annahme gibt, das Asylverfah-

ren und die Aufnahmebedingungen für Antragsteller in Italien würden sys-

tematische Schwachstellen im Sinne von Art. 3 Abs. 2 Sätze 2 und 3 Dub-

lin-III-VO aufweisen, die eine Gefahr einer unmenschlichen oder entwürdi-

genden Behandlung im Sinne von Art. 4 der Charta der europäischen 

Union (ABl.C 364/1 vom 18.12.2000) mit sich bringen, 

dass Italien Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 10. De-

zember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder er-

niedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des Abkommens 

vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 

0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 31. Januar 1967 (SR 

0.142.301) ist und seinen diesbezüglichen völkerrechtlichen Verpflichtun-

gen nachkommt, 

dass auch davon ausgegangen werden darf, dieser Staat anerkenne und 

schütze die Rechte, die sich für Schutzsuchende aus den Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des in-

ternationalen Schutzes (Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von Personen, 

die internationalen Schutz beantragen (Aufnahmerichtlinie) ergeben, 

dass der Beschwerdeführer kein konkretes und ernsthaftes Risiko darge-

tan hat, die italienischen Behörden würden sich weigern ihn wieder aufzu-

nehmen und seinen Antrag auf internationalen Schutz unter Einhaltung der 

Regeln der erwähnten Richtlinien zu prüfen, 

dass den Akten auch keine Gründe für die Annahme zu entnehmen sind, 

Italien werde in seinem Fall den Grundsatz des Non-Refoulement missach-

ten und ihn zur Ausreise in ein Land zwingen, in dem sein Leib, sein Leben 

oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist 

oder in dem er Gefahr laufen würde, zur Ausreise in ein solches Land ge-

zwungen zu werden, 

dass der Beschwerdeführer ausserdem nicht dargetan hat, die ihn bei einer 

Rückführung erwartenden Bedingungen in Italien seien derart schlecht, 

dass sie zu einer Verletzung von Art. 3 EMRK oder Art. 3 FoK führen könn-

ten, 

F-3829/2018 

Seite 7 

dass er auch nicht konkret dargelegt hat, Italien würde ihm dauerhaft die 

ihm gemäss Aufnahmerichtlinien zustehenden minimalen Lebensbedin-

gungen vorenthalten, 

dass es ihm bei einer allfällig vorübergehenden Einschränkung offensteht, 

sich an die zuständigen italienischen Behörden zu wenden und die ihm 

zustehenden Aufnahmebedingungen auf dem Rechtsweg einzufordern 

(vgl. Art. 26 Aufnahmerichtlinie), 

dass Dublin-Rückkehrende und verletzliche Personen betreffend Unter-

bringung von den italienischen Behörden bevorzugt behandelt werden und 

sich neben den staatlichen Strukturen auch zahlreiche private Hilfsorgani-

sationen der Betreuung von Asylsuchenden und Flüchtlingen annehmen, 

dass keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersichtlich sind, der Beschwer-

deführer gerate im Falle einer Rückkehr nach Italien wegen der dortigen 

Aufnahmebedingungen in eine existenzielle Notlage,  

dass der Beschwerdeführer als alleinstehender junger Mann grundsätzlich 

nicht zu den besonders schutzbedürftigen Personen im Sinne der Recht-

sprechung des EGMR (Urteil Tarakhel, siehe auch das als Referenzurteil 

im Internet publizierte Urteil des BVGer D-6358/2015 vom 7. April 2016) 

gehört, 

dass er den Akten zufolge an psychischen Störungen sowie an durch Alko-

hol und Sedativa bzw. Hypnotika hervorgerufenen Störungen leidet und 

ihm infolgedessen Medikamente verschrieben wurden, 

dass hierzu festzustellen ist, dass Italien über ein ausreichende medizini-

sche Infrastruktur verfügt und gemäss Art. 19 der Aufnahmerichtlinie ver-

pflichtet ist, dem Beschwerdeführer die erforderliche medizinische Versor-

gung, welche zumindest in Notversorgung und die unbedingt erforderliche 

Behandlung von Krankheiten und schweren Störungen umfasst, zu gewäh-

ren, 

dass keine konkreten Hinweise vorliegen, wonach Italien eine medizini-

sche Behandlung künftig verweigern würde, 

dass darüber hinaus die schweizerischen Behörden, die mit dem Vollzug 

der angefochtenen Verfügung beauftragt sind, den medizinischen Umstän-

den bei der Bestimmung der konkreten Modalitäten der Überstellung des 

F-3829/2018 

Seite 8 

Beschwerdeführers Rechnung tragen und die italienischen Behörden vor-

gängig in geeigneter Weise über die spezifischen medizinischen Umstände 

informieren werden (vgl. Art. 31 f. Dublin-III-VO), 

dass zusammenfassend kein konkretes und ernsthaftes Risiko besteht, die 

Überstellung des Beschwerdeführers nach Italien würde gegen Art. 3 

EMRK oder andere völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz oder Lan-

desrecht verstossen, 

dass es angesichts der vorstehenden Erwägungen keinen Grund für eine 

Anwendung der Ermessensklauseln von Art. 17 Dublin-III-VO gibt und an 

dieser Stelle festzuhalten bleibt, dass die Dublin-III-VO den Schutzsuchen-

den kein Recht einräumt, den ihren Antrag prüfenden Staat selber auszu-

wählen (vgl. auch BVGE 2010/45 E. 8.3), weshalb der Beschwerdeführer 

aus seinem Vorbringen, er habe bewusst erst in der Schweiz ein Asylge-

such gestellt, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag, 

dass dem SEM bei der Anwendung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 Ermessen 

zukommt (vgl. BVGE 2015/9 E. 7 f.) und den Akten keine Hinweise auf eine 

gesetzeswidrige Ermessensausübung (vgl. Art. 106 Abs. 1 Bst. a AsylG) 

durch die Vorinstanz zu entnehmen sind, 

dass das Bundesverwaltungsgericht sich unter diesen Umständen weiterer 

Ausführungen zur Frage eines Selbsteintritts enthält, 

dass das SEM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b 

AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist und 

– weil er nicht im Besitz einer gültigen Aufenthalts- oder Niederlassungs-

bewilligung ist – in Anwendung von Art. 44 AsylG die Überstellung nach 

Italien angeordnet hat (Art. 32 Bst. a AsylV 1), 

dass allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG 

(SR 142.20) nicht mehr zu prüfen sind, da das Fehlen von Wegweisungs-

vollzugshindernissen bereits Voraussetzung des Nichteintretensentschei-

des gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG ist (vgl. BVGE 2015/18 E. 5.2 

m.w.H.), 

dass es dem Beschwerdeführer offensteht, seine Asylvorbringen bei den 

für die Durchführung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens zuständigen 

italienischen Behörden geltend zu machen und entsprechende Beweismit-

tel beizubringen, 

F-3829/2018 

Seite 9 

dass die angefochtene Verfügung aufgrund der vorstehenden Erwägungen 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG), 

dass die Beschwerde in Anbetracht der Umstände abzuweisen ist, soweit 

darauf einzutreten ist, 

dass das Beschwerdeverfahren mit dem vorliegenden Urteil abgeschlos-

sen ist, weshalb der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung so-

wie das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

gegenstandslos geworden sind, 

dass der am 4. Juli 2018 angeordnete Vollzugsstopp mit vorliegendem Ur-

teil dahinfällt, 

dass das mit der Beschwerde gestellte Gesuch um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung abzuweisen ist, da die Begehren – wie sich aus 

den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aussichtslos zu bezeichnen 

waren, weshalb die Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG nicht erfüllt 

sind, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1‒

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

F-3829/2018 

Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne 

von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Philippe Weissenberger Ulrike Raemy 

 

 

Versand: