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**Case Identifier:** 8e8b6790-8fe1-58f8-8fb3-800e228d59cb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.06.2021 200 2021 168
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-168_2021-06-01.pdf

## Full Text

200 21 168 IV
SCI/ISD/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. Juni 2021

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Februar 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/168, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog aufgrund von im Juli 2002 erlittenen Schnittverletzungen am rechten 
Unterarm vom 1. Juli bis 31. Oktober 2003 eine befristete ganze Invaliden-
rente (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwort-
beilage [AB] 1 ff., 41). 

Im Januar 2016 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug 
an und machte neben den 2002 erlittenen Schnittverletzungen langjährig 
bestehende Rückenschmerzen geltend (AB 42). Die IVB traf Abklärungen 
und trat mit Verfügung vom 6. April 2016 (AB 57) auf das Leistungsbegeh-
ren nicht ein, da sich der Beschwerdeführer im Strafvollzug befinde, wes-
halb keine Leistungen auszurichten seien. Nachdem der Versicherte hier-
gegen Beschwerde erhoben hatte (vgl. AB 58), hob die IVB die angefoch-
tene Verfügung mit Verfügung vom 12. Mai 2016 (AB 61) wiedererwä-
gungsweise auf, worauf das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 17. Mai 
2016, IV/2016/388, das Verfahren als gegenstandslos abschrieb. Nach 
weiteren medizinischen Abklärungen und durchgeführtem Vorbescheidver-
fahren wies die IVB das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 6. Septem-
ber 2016 (AB 72) ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwal-
tungsgericht sodann mit Urteil vom 15. März 2017, IV/2016/927 (AB 83), 
ab. 

B.

Mit auf den 30. Juni 2020 datiertem Gesuch (Postversand 1. Juli 2020, 
AB 86/33) meldete sich der Versicherte abermals zum Leistungsbezug an 
und machte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes, insbeson-
dere hinzugekommene Beschwerden an der Hüfte und den Beinen, geltend 
(AB 86). Die IVB traf medizinische Abklärungen, namentlich nahm sie 
Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; vgl. AB 97, 120), 
teilte dem Versicherten mit, dass aufgrund seines fortwährenden Aufent-

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halts im Strafvollzug (vgl. AB 114) keine beruflichen Massnahmen ange-
zeigt seien (vgl. AB 115) und verneinte – nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (vgl. AB 116 f.) – mit Verfügung vom 24. Februar 2021 
(AB 121) einen Rentenanspruch.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1. März 2021 Be-
schwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung sowie die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin 
zur weiteren Abklärung.

Mit Eingabe vom 11. März 2021 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege und reichte diesbezügliche Unterlagen ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 12. April 2021 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 

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gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Februar 2021 
(AB 121). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 

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Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

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2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 1. Juli 
2020 (AB 86) eingetreten und hat in der angefochtenen Verfügung vom 
24. Februar 2021 (AB 121) den Rentenanspruch materiell geprüft. Die Ein-
tretensfrage (Art. 87 Abs. 2 f. der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]; vgl. auch BGE 130 V 343 
E. 3.5.3 S. 351) ist damit nicht streitig und folglich vom Gericht nicht zu 
prüfen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

Indes ist vorweg zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeitraum (vgl. 
E. 2.3.2 hiervor) zwischen der letztmaligen materiellen Prüfung des Leis-
tungsanspruchs mit Verfügung vom 6. September 2016 (AB 72) und der 
angefochtenen Verfügung vom 24. Februar 2021 (AB 121) eine Verände-
rung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist, die geeignet ist, den 
Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu be-
einflussen. 

Aus der überzeugenden versicherungsmedizinischen Beurteilung von RAD-
Arzt PD Dr. med. B.________, Praktischer Arzt und Facharzt für Arbeits-
medizin, vom 18. November 2020 (AB 97) geht hervor, dass sich nach ei-
ner Ulnaris-Verletzung im Lauf der Jahre nun ein Sulcus-ulnaris-Syndrom 
entwickelt habe, welches spätestens seit Juni 2018 zu einer zusätzlichen 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt habe (AB 97/8; vgl. auch 
AB 86/2). Eine Veränderung des medizinischen Sachverhalts ist denn auch 
unbestritten und erstellt (vgl. auch E. 3.4 hiernach), weshalb nachfolgend 
der Rentenanspruch allseitig neu zu prüfen ist (vgl. E. 2.3.3 hiervor). 

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3.2 Betreffend die Entwicklung des Gesundheitszustandes bzw. der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Ver-
fügung vom 24. Februar 2021 (AB 121) ergibt sich aus den Akten im We-
sentlichen Folgendes:

3.2.1 Im Bericht der Klinik C.________ des Spitals D.________ vom 
9. Januar 2017 (AB 86/22 f.) wurde festgehalten, dass elektroneurogra-
phisch eine Nervenkompression des Nervus medianus und ein Thoracic 
Outlet Syndrom hätten ausgeschlossen werden können. Auch sonogra-
phisch und klinisch ergäben sich nur diskrete Hinweise auf eine Kompres-
sionsneuropathie beim relativ beschwerdearmen Beschwerdeführer. Es sei 
ein vorerst abwartendes Verhalten empfohlen worden. Betreffend die be-
stehende Faszikulation werde eine elektrochemische Laborkontrolle und 
gegebenenfalls eine Substitution (Magnesium/Kalzium) empfohlen. 

3.2.2 Im Bericht der Klinik E.________ des Spitals D.________ vom 
17. Januar 2017 (AB 86/4 f.) wurde eine beidseitige ISG-Blockade diagnos-
tiziert. Es sei eine Infiltration beider ISG vorgenommen worden. Dem Fol-
gebericht vom 14. Februar 2017 (AB 86/12) ist zu entnehmen, dass der 
Beschwerdeführer auf die ISG-Infiltration nicht angesprochen habe. Die 
Schmerzursache bleibe daher und nach einer 2-Level-Discographie weiter-
hin unklar. Es würden daher erneute bildgebende Abklärungen angestrebt.

3.2.3 Gemäss dem Bericht der Klinik F.________ des Spitals D.________ 
vom 6. Juli 2017 (AB 86/10) zu den bildgebenden Abklärungen bestünden 
im Vergleich zu den Voruntersuchungen vom 23. Januar 2005 (recte: 2015; 
AB 43/5 bzw. 86/6) normale ossäre Strukturen des Beckenskeletts, allen-
falls eine diskrete Gelenkspaltverschmälerung der Hüftgelenke ohne weite-
re degenerative Veränderungen und ein Crossing-Sign als Zeichen einer 
azetabulären Retroversion. Die ISG seien unauffällig und die Weichteile 
normal. 

3.2.4 Im Bericht der Klinik C.________ des Spitals D.________ vom 
28. Juni 2018 (AB 86/2 f.) wurde mit bekanntem residuellem Nervus ulna-
ris-Defizit ein Sulcus-ulnaris-Syndrom diagnostiziert. Durch eine Narben-
korrektur sei aus ärztlicher Sicht keine Verbesserung der Funktion möglich. 
Der Beschwerdeführer sei jedoch nicht durch den ästhetischen Aspekt sei-

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ner Narbe gestört, sondern durch die Schmerzen und das Funktionsdefizit. 
Dies sei hinreichend durch die stattgehabte Ulnarisverletzung erklärt. Da 
klinisch zusätzlich ein Sulcus-ulnaris-Syndrom vorliege und der Beschwer-
deführer ab dem auf die Untersuchung folgenden Tag seine Arbeit wechs-
le, die nicht mehr auf den selbigen Ellbogen drücken werde, werde vorerst 
eine konservative Therapie vorgeschlagen. Die vonseiten der Klinik 
C.________ vorgeschlagene Ergotherapie sei weiterhin sinnvoll. Zusätzlich 
würden dem Beschwerdeführer auf dessen Wunsch zwei Body-Tapes für 
den vierten und fünften Finger mitgegeben, damit die Finger nicht mehr 
hängen blieben.

3.2.5 Im Bericht der Klinik E.________ des Spitals D.________ vom 
22. Juli 2020 (AB 93) wurde unter Bezugnahme auf ein MRI vom 16. Juli 
2020 als Diagnose eine chronische Lumbago mit pseudoradikulärer 
Ausstrahlung in den linken Oberschenkel festgehalten. Es bestünden trotz 
konservativer Therapie weiterhin chronische Thorakolumbalgien, wobei die 
Lumbago im Vordergrund stehe. Die Thorakalgien, die am ehesten auf eine 
muskuläre Dysbalance im Thorakolumbalbereich zurückzuführen seien, 
stünden aktuell im Hintergrund. Für die stationären, beidseitigen Bein-
schmerzen finde sich keine organische Ursache im Sinne einer Neurokom-
pression oder Spinalkanalstenose. Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht 
könne dem Beschwerdeführer keine erfolgversprechende Intervention an-
geboten werden.

3.2.6 In der Aktenbeurteilung vom 18. November 2020 (AB 97) hielt der 
RAD-Arzt PD Dr. med. B.________ als Diagnosen ein klinisches Sulcus-
ulnaris-Syndrom mit bekanntem, residuellem Nervus ulnaris Defizit und 
Faszikulationen der Vorderarm- sowie der intrinsischen Handmuskulatur 
der rechten Hand bei Status nach multiplen Schnittverletzungen am rech-
ten proximalen Vorderarm am 5. Juli 2002 mit Sehnenverletzungen, Läsion 
des Nervus ulnaris und chirurgischer Versorgung in … und bei aktuell sym-
ptomatischem Defizit der Interosseus- und Hypothenarmuskulatur sowie 
eine chronische Lumbago mit intermittierenden Schmerzspitzen bei mässi-
ger Segmentdegeneration mit Black disc-Zeichen L3/4 und L4/5 und seit 
März 2018 intermittierend ausstrahlende Schmerzen in den Oberschenkel 
beidseits (Differentialdiagnose Meralgia paraesthetica) fest (AB 97/6). 

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Mit dem im Spital D.________ am 28. Juni 2018 diagnostizierten Sulcus-
ulnaris-Syndrom habe sich eine Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergeben. Allgemein bestehe bei der 
Arbeitsfähigkeit das grösste Defizit, wenn der Daumen nicht mehr opponiert 
werden könne. Beim funktionstüchtigen Daumen betrage die Einschrän-
kung maximal 20 %, wenn zwei Finger betroffen seien. Hinzu komme die 
Sulcus-ulnaris-Problematik, wobei diese nicht additiv verwendet werden, 
sondern den Grad der Arbeitsunfähigkeit ergänzend erhöhen könne, da es 
sich um das gleiche Körperorgan und dieselbe Funktion handle. Vonseiten 
der Lendenwirbelsäule seien die morphologischen Befunde stabil; sie hät-
ten sich zwischen 2015 und 2020 kaum geändert. Es bestünden weiterhin 
ein multietageres breitbasiges Diskusbulging ohne Neurokompression und 
keine Spinalkanalstenose.

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit bestehe eine Einschränkung vonseiten der 
rechten Hand bzw. des rechten Vorderarmes mit circa hälftiger 
Schwächung des rohen Griffes. Pinch- und Schlüsselgriff seien einge-
schränkt. Eine Einschränkung sei durch den Schmerz in der Muskulatur 
des Vorderarmes bedingt. Ungünstig seien bestimmte Vibrationen, eventu-
ell auch Schläge. Tätigkeiten mit häufiger Pro- und Supination wären eher 
ungünstig, wenn auch grundsätzlich möglich. Zu vermeiden seien alle 
feinmechanischen Tätigkeiten. Zugemutet werden könnten grobe Arbeiten. 
Vonseiten der Wirbelsäule zumutbar seien körperlich leichte bis aus-
nahmsweise mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ganztags über 
achteinhalb Stunden mit einer zusätzlichen Leistungsminderung von 20 %. 
Zu vermeiden seien Zwangshaltungen des Oberkörpers (längeres Verhar-
ren in vornüber geneigter Haltung, ob stehend oder sitzend), Arbeiten mit 
repetitiven Rotationsbewegungen des Oberkörpers, repetitives Heben von 
Lasten über Brusthöhe, repetitives Kauern, Bücken oder Tätigkeiten in 
nach vorne geneigter Haltung, repetitive, stereotype Bewegungsabläufe im 
Bereich der LWS sowie unerwartete, asymmetrische Lasteinwirkung. In 
Ausnahmefällen und in nicht repetitiver Weise könnten Gewichte von 15-
20 kg gehoben und getragen werden, sofern diese mit Tragehilfen verse-
hen seien (AB 97/7 f.).

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In der ergänzenden Stellungnahme vom 10. Februar 2021 (AB 120) hielt 
der RAD-Arzt PD Dr. med. B.________ – unter erneuter Bezugnahme auf 
die bekannten und bereits gewürdigten Arztberichte – fest, an der RAD-
ärztlichen Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit 
könne festgehalten werden. Entgegen der Kritik des Beschwerdeführers sei 
eine persönliche Untersuchung durch den RAD respektive eine versiche-
rungsexterne Begutachtung des Beschwerdeführers im vorliegenden Fall 
nicht erforderlich gewesen (AB 120/4 f.). 

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Urteilt das Gericht in-
dessen abschliessend gestützt auf Beweisgrundlagen, die aus dem Verfah-
ren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, sind an die Beweiswürdi-
gung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 
465 E. 4.4 S. 470, 122 V 157 E. 1d S. 162). Auch reine Aktengutachten 
können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im 
Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich festste-
henden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Be-
fassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt. Dies gilt 

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grundsätzlich auch in Bezug auf Berichte und Stellungnahmen Regionaler 
Ärztlicher Dienste (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 134 E. 4.3).

3.4

3.4.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfü-
gung vom 24. Februar 2021 (AB 121) in medizinischer Hinsicht auf die 
RAD-Stellungnahmen vom 18. November 2020 (AB 97) und vom 10. Fe-
bruar 2021 (AB 120). Diese erfüllen die Anforderungen der Rechtspre-
chung an den Beweiswert einer versicherungsinternen, medizinischen Ak-
tenbeurteilung (vgl. E. 3.3 hiervor), weshalb ihnen volle Beweiskraft zuzu-
erkennen ist. Die Beurteilungen erfassen den gesamten massgebenden 
medizinischen Sachverhalt. Der RAD-Arzt PD Dr. med. B.________ stützte 
sich auf einen lückenlosen fachärztlichen Befund, insbesondere den um-
fangreichen Abklärungs- und Behandlungsverlauf des Spitals D.________ 
(vgl. AB 86/2-5 und 11-17 und 22-27, 93, 110) und die bildgebenden Ab-
klärungen (vgl. AB 86/6-10). Ausgehend davon legte er in der fachärztlich-
arbeitsmedizinischen Beurteilung vom 18. November 2020 (AB 97/5 ff.) 
nachvollziehbar und einlässlich begründet dar, dass aufgrund des neu von 
der Klinik C.________ des Spitals D.________ am 28. Juni 2018 diagnosti-
zierten Sulcus-ulnaris-Syndroms (vgl. dazu AB 86/2 f.) eine massgebliche 
Veränderung des Gesundheitszustandes mit Auswirkung auf die funktionel-
le Leistungsfähigkeit eingetreten ist. Weiter zeigte er in Übereinstimmung 
mit den diesbezüglichen bildgebenden und klinischen Befunden auf, dass 
hinsichtlich der Rücken- und Hüftbeschwerden ein weitestgehend stationä-
rer Zustand vorliegt (AB 97/7; vgl. auch E. 3.1 hiervor). Betreffend die funk-
tionellen Auswirkungen der ausgewiesenen gesundheitlichen Beeinträchti-
gungen formulierte der RAD-Arzt PD Dr. med. B.________ sodann ein um-
fassendes und detailliertes medizinisches Zumutbarkeitsprofil bei einer 
ganztägigen Präsenzzeit mit einer Verminderung der Leistungsfähigkeit 
von 20 %, mithin einer Arbeitsfähigkeit von insgesamt 80 % (vgl. 
AB 97/7 f.). An dieser Einschätzung hielt er in seiner nachfolgenden Stel-
lungnahme vom 10. Februar 2021 ausdrücklich fest (AB 120/4 f.). Die be-
schriebene Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie das entsprechende Zu-
mutbarkeitsprofil überzeugen und stehen zudem im Einklang mit den Be-
funden und Beurteilungen der behandelnden Ärzte. Ebenso finden sich in 

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den medizinischen Akten – anders als vom Beschwerdeführer angenom-
men – keine Hinweise, die der RAD-ärztlichen Einschätzung der Arbeits-
fähigkeit entgegenstehen würden. So vermag der Beschwerdeführer insbe-
sondere aus der lediglich anamnestisch angegebenen morgendlichen Ar-
beitsunfähigkeit (vgl. AB 86/4 f.) respektive der im hier nicht (mehr) mass-
gebenden Bericht vom 2. Februar 2015 (AB 86/26 f.) festgehaltenen, rein 
subjektiven Leistungsfähigkeit von 50 % nichts zu seinen Gunsten abzulei-
ten, da keine damit korrelierende, fachärztliche Objektivierung erfolgen 
konnte (vgl. BGE 140 V 290 E. 3.3.1 S. 296).

3.4.2 Was der Beschwerdeführer weiter gegen die RAD-Stellungnahmen 
vorbringt, ist nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der Vollständigkeit 
und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin getätigten medizini-
schen Abklärungen zu wecken. So finden sich namentlich für die in der 
Beschwerde vorgebrachten psychischen Leiden (Depression, Konzentrati-
onsstörung) weder in den medizinischen Akten noch denjenigen der Straf-
vollzugsbehörden konkrete Anhaltspunkte, weshalb eine diesbezügliche 
Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht erkennbar ist. So 
hat denn auch der Beschwerdeführer keine Hinweise auf eine psychiatri-
sche Behandlung gegeben (vgl. Beschwerdebeilage 1).

Schliesslich legte der RAD-Arzt PD Dr. med. B.________ in der Stellung-
nahme vom 10. Februar 2021 (AB 120/4 f.) überzeugend dar, dass im vor-
liegenden Fall aufgrund der Aktenlage keine persönliche Untersuchung 
durch den RAD erforderlich war. Es ist mit Blick auf die umfangreiche 
fachärztliche Dokumentation durch das Spital D.________ auch nicht er-
sichtlich, inwieweit eine zusätzliche persönliche Untersuchung durch den 
RAD neue, entscheidende Erkenntnisse zur Funktionalität der rechten obe-
ren Extremität bzw. der körperlichen Belastbarkeit hätte erbringen können. 
Diskrepanzen zwischen den Beurteilungen der behandelnden Ärzte und 
der Beurteilung des RAD-Arztes bestehen nicht und wurden vom Be-
schwerdeführer auch nicht dargelegt. Die versicherte Person hat bei streiti-
gen Leistungsansprüchen von Bundesrechts wegen keinen formellen An-
spruch auf Beizug eines versicherungsexternen Gutachtens (vgl. BGE 135 
V 465, 122 V 157 E. 2c S. 165). Die Beschwerdegegnerin durfte demnach 
in zulässiger, antizipierter Beweiswürdigung (BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. Juni 2021, IV/21/168, Seite 13

124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 
E. 4) auf eine persönliche Untersuchung respektive eine versicherungsex-
terne Begutachtung verzichten. 

4.

Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitsschadens 
stützte sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 
24. Februar 2021 (AB 121) für beide Vergleichseinkommen auf den lohn-
statistischen Tabellenlohn für Hilfsarbeiter gemäss der vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE). In Anwendung der 
allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (vgl. E. 2.2 hiervor; BGE 
128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136; SVR 2019 BVG Nr. 16 S. 64 
E. 4.4.2) ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 20 % (vgl. AB 121/2). Der 
Invaliditätsgrad entspricht dabei dem Grad der attestierten Arbeitsunfähig-
keit (AB 97/7 f.), da sowohl für Validen- als auch Invalideneinkommen der-
selbe Tabellenlohn herangezogen wurde (vgl. dazu SVR 2018 UV Nr. 29 
S. 103 E. 5.2). Der von der Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einkom-
mensvergleichs für beide Vergleichseinkommen verwendete Tabellenlohn 
ist angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer weder über eine 
berufliche Ausbildung noch eine eigentliche angestammte Tätigkeit verfügt 
(vgl. AB 25/24 f., 42/5 Ziff. 5.3, 104/2, 112/2) und vorliegend bei mehrfa-
chen und langjährigen Haftstrafen aus invaliditätsfremden Gründen keiner 
Erwerbstätigkeit nachgeht (vgl. dazu BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 
2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3), nicht zu beanstanden. 

Einen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. dazu BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481) gewährte die Beschwerdegegnerin zu Recht 
nicht. Ein solcher ist angesichts des offen formulierten Zumutbarkeitsprofils 
(vgl. AB 97/7 f.) und der vollschichtig umsetzbaren Teilarbeitsfähigkeit (vgl. 
Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 12. Februar 2019, 
8C_190/2019, E. 4) nicht angezeigt. Weitere Umstände, die einen Abzug 
zu rechtfertigen vermöchten, sind nicht ersichtlich. Insbesondere bieten die 
sich aus den verschiedenen Straftaten und den langjährigen Haftstrafen 
ergebenden, invaliditätsfremden Nachteile auf dem Arbeitsmarkt keine ent-

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sprechende Grundlage. Weitere – ebenfalls invaliditätsfremde – Gesichts-
punkte (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäfti-
gungsgrad) vermögen ebenso keinen Abzug zu begründen, da sie beim – 
ebenfalls statistisch erhobenen – Valideneinkommen gleichermassen zu 
berücksichtigen wären (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5).

Der von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 
24. Februar 2021 (AB 121) ermittelte, rentenausschliessende (vgl. Art. 28 
Abs. 2 IVG) Invaliditätsgrad von 20 % ist zutreffend. Die Abweisung des 
Rentengesuchs erfolgte demnach zu Recht. Die Beschwerde ist abzuwei-
sen.

5. 

5.1 Der Beschwerdeführer beantragt mit Eingabe vom 11. März 2021 
sinngemäss die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Ver-
fahrenskosten.

5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

5.3 Die prozessuale Bedürftigkeit ist aufgrund der Angaben des Be-
schwerdeführers und der eingereichten Unterlagen (Beilagen 5-8 zur Ein-
gabe des Beschwerdeführers vom 11. März 2021) erstellt. Namentlich geht 
daraus hervor, dass der seit mehreren Jahren inhaftierte Beschwerdeführer 
lediglich über das Peculium verfügt und gemäss Bestätigung des Sozialam-
tes G.________ per 1. Januar 2021 von der Sozialhilfe unterstützt wird. Die 
Beschwerde ist sodann nicht als von vornherein aussichtslos zu qualifizie-
ren. Demnach ist dem unvertretenen Beschwerdeführer antragsgemäss für 

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das vorliegenden Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege für die Verfah-
renskosten zu bewilligen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Be-
zahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege 
(vgl. E. 5.3 hiervor) wird er – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) 
– jedoch von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

6.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird für die Verfahrens-
kosten gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

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4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.