# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f3b3146e-7050-5d17-bcf6-9c4c6ae4bc8b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-28
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 28.04.2021 110 2020 175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-175_2021-04-28.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/175

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 28. April 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1 / Beschwerdegegner 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2 / Beschwerdegegnerin 2

alle vertreten durch Herrn Rechtsanwalt E.________

und

Herrn F.________
Beschwerdegegner 3 / Beschwerdeführer 3

vertreten durch Herrn Fürsprecher G.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde A.________

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde A.________ vom 
4. September 2020 (Nr. 2019-0016; Tierpension, Hundeausbildungsplatz) sowie die Verfügung 
des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 14. August 2020 (G-Nr.: 
2019.JGK.6643)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer 1 bzw. der Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdeführerin 2 bzw. 
die Beschwerdegegnerin 2 (nachfolgend: Beschwerdegegnerschaft) betreiben auf ihrem 
Grundstück A.________ Grundbuchblatt Nr. K.________ eine Tierpension und einen 
Hundeausbildungsplatz. Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone und ist der 
Lärmempfindlichkeitsstufe III zugeordnet. Gegen den Betrieb der Tierpension und Hundeschule 
reichte der Beschwerdegegner 3 bzw. der Beschwerdeführer 3 (nachfolgend: Beschwerdeführer) 
im Mai 2019 beim Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland eine aufsichtsrechtliche Anzeige ein. 
Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland forderte die Gemeinde A.________ in der Folge 

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dazu auf, die Sache als baupolizeiliche Anzeige an die Hand zu nehmen. Auf Verlangen der 
Gemeinde reichte die Beschwerdegegnerschaft am 9. September 2019 ein nachträgliches 
Baugesuch und am 16. September 2019 ein Ausnahmegesuch nach Art. 24 RPG1 ein für den 
Betrieb einer Tierpension und eines Hundeausbildungsplatzes. Die Gemeinde liess das Bau- und 
Ausnahmegesuch in den Ausgaben des Amtsanzeigers H.________ vom 19. und 26. September 
2019 publizieren. Gegen das Vorhaben erhob der Beschwerdeführer Einsprache. Mit 
Gesamtentscheid vom 4. September 2020 erteilte die Gemeinde A.________ für das Vorhaben 
die Baubewilligung und das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) mit Verfügung vom 14. 
August 2020 unter Auflagen und Bedingungen die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG. In 
Ziffer 1.1 des Entscheiddispositivs ordnete die Gemeinde folgende Auflagen und Bedingungen an:

« - Auf der Anlage dürfen maximal 8 Hunde für die Tages-, bzw. durchgehende Betreuung 
aufgenommen werden (inkl. eigene Hunde).

- Sobald der Auslauf in Anspruch genommen wird, muss dieser geeignet überwacht werden, damit 
ein Eingreifen zeitverzugslos erfolgen kann.

- Zwischen 22.00 – 07.00 Uhr sind sämtliche Hunde in Innenräumen zu halten.
- Lärmintensive Hunde müssen, unter Einhaltung der Tierschutzvorschriften, auch tagsüber 

mehrheitlich im Innern untergebracht werden.
- Der Ausbildungsplatz darf nur zu den gemäss Betriebskonzept definierten Zeiten und unter 

geeigneter Aufsicht benutzt werden.
- Sollten sich entgegen der Prognose der Kantonspolizei Fachstelle Lärmakustik/Lasertechnik, unter 

Einhaltung der Auflagen dennoch berechtigte Lärmklagen ergeben, müssten diese analysiert und 
entsprechende Massnahmen getroffen werden. Eine Einschränkung der Anzahl Hunde bleibt bei 
berechtigten Klagen vorbehalten.

- Pro Woche dürfen max. 6 Gruppenkurse zu je max. 6 Teilnehmer zu den im Betriebskonzept 
angegebenen Zeiten angeboten werden.

- Spätestens 60 Tage nachdem diese Verfügung rechtskräftig ist, muss der angrenzende zweite 
kleinere und eingezäunte Platz zurückgebaut werden.

- Spätestens 60 Tage nachdem diese Verfügung rechtskräftig ist, ist die Anzahl der eingebauten 
Hundezimmer auf maximal 8 Hundezimmer zurück zu bauen.

Nebenbestimmungen
Der Ausbildungsplatz darf nur für den bewilligten Zweck verwendet werden. Nach Aufgabe der 
Hundeausbildung muss der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden (Entfernung aller Bauten 
und Anlagen, Zäune etc.).»

2. Dagegen reichte die Beschwerdegegnerschaft mit Eingabe vom 6. Oktober 2020 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragt die 
Aufhebung von drei Auflagen, namentlich die Beschränkung der Aufnahme von acht Hunden auf 
der Anlage (Ziff. 1.1, Lemma 1), den Rückbau des kleineren, eingezäunten Platzes (Ziff. 1.1, 
Lemma 8) sowie den Rückbau von zwei Hundezimmern im Dachgeschoss (Ziff. 1.1, Lemma 9). 
Eventuell beantragen sie, es sei ihr die Baubewilligung ohne Bedingungen und Auflagen zu 
erteilen. Sie ist der Meinung, unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten seien die verfügten 
Beschränkungen in den Auflagen nicht gerechtfertigt.

3. Auch der Beschwerdeführer reichte mit Eingabe vom 6. Oktober 2020 Beschwerde bei der 
BVD ein. Er verlangt die Rückweisung des Bauentscheids an die Gemeinde A.________. Damit 
beantragte er sinngemäss auch die Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Weiter beantragte 
er eventuell, der Bauentscheid sei aufzuheben und dem Gesuch sei die Baubewilligung zu 
verweigern. In formeller Hinsicht rügt er, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf rechtliches 

1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)

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Gehör mehrfach verletzt. In der Sache stellt er sich auf den Standpunkt, das Nutzungsgesuch im 
Sinne von Art. 24 Bst. a RPG sei nicht standortgebunden. Zudem stünden dem Nutzungsgesuch 
verschiedene öffentliche und private Interessen entgegen. Eine Ausnahmebewilligung könne auch 
aus diesem Grund nicht erteilt werden.

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Überdies gab das Rechtsamt dem AGR 
Gelegenheit zur Stellungnahme. Die Gemeinde reichte am 13. November 2020 die Vorakten ein; 
sie beantragt die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des angefochtenen 
Bauentscheids. Das AGR verweist mit Stellungnahme vom 12. November 2020 auf seine 
Verfügung vom 14. August 2020 und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die 
Beschwerdegegnerschaft beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 11. November 2020, die 
Beschwerde vom 6. Oktober 2020 des Beschwerdeführers sei abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten sei. In der Beschwerdeantwort vom 10. November 2020 beantragt der 
Beschwerdeführer die Abweisung der Beschwerde der Beschwerdegegnerschaft, soweit darauf 
eingetreten werden könne.

5. Auf die Rechtsschriften, die Eingaben der Verfahrensbeteiligten sowie auf die vorhandenen 
Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Der Entscheid der Gemeinde A.________ ist ein Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 Abs. 
1 KoG3, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b KoG. 
Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit Beschwerde 
nach Art. 40 Abs. 1 BauG4 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Gemeinde hat das nachträgliche Baugesuch der 
Beschwerdegegnerschaft mit Auflagen bewilligt und gleichzeitig den Rückbau diverser 
Einrichtungen verlangt. Die Beschwerdegegnerschaft als Baugesuchstellende sind durch die 
Auflagen materiell beschwert und somit zur Beschwerdeführung legitimiert. Auch der 
Beschwerdeführer ist zur Beschwerdeführung befugt. Er hat sich im vorinstanzlichen Verfahren 
als Einsprecher beteiligt und ist mit seiner Einsprache nicht durchgedrungen. Auf die form- und 
fristgerecht eingereichten Beschwerden der Beschwerdegegnerschaft und des 
Beschwerdeführers ist einzutreten.

2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
3 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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2. Verbot des Berichtens und Ausstand

a) Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe mit ihrem Vorgehen gegen das Verbot des 
Berichtens gemäss Art. 48 VRPG5 verstossen. Am 14. Juli 2020 habe ein Augenschein ohne seine 
Beteiligung stattgefunden. Ebenso erscheine die Begehung vor Ort vom 24. März 2020, an der 
eine Besprechung mit Frau D.________ stattgefunden habe, rechtlich als grenzwertig. Er ist der 
Meinung, die Durchführung des Verfahrens durch die Vorinstanz bzw. durch den Verfahrensleiter 
lasse an dessen Unparteilichkeit begründete Zweifel aufkommen.

b) Die Gemeinde ist der Ansicht, ein Verstoss gegen das Verbot des Berichtens liege nicht vor. 
In der Stellungnahme vom 12. November 2020 bemerkte sie, die Kontrolle und der Augenschein 
hätten der weiteren Sachverhaltsabklärung gedient.

c) Nach Art. 48 VRPG ist es den Behörden untersagt, ausserhalb des Verfahrens eine bei 
ihnen hängige Angelegenheit mit einer Partei zu besprechen (sog. Verbot des Berichtens). Denn 
das Erörtern von Verfahrensaspekten mit einer Partei unter Ausschluss der übrigen Parteien 
verstösst gegen den Grundsatz der Waffengleichheit. Damit wird das Verfassungsprinzip der 
Fairness verletzt.6 Zudem lässt ein solches Vorgehen auch an der Unparteilichkeit der Behörde 
Zweifel aufkommen. Wird das Verbot des Berichtens verletzt, muss nach der Rechtsprechung die 
entsprechende Behördenvertreterin oder Behördenvertreter im weiteren Verfahren in den 
Ausstand treten.7

d) Sobald Einsprache eingereicht ist, sind die Einsprechenden Partei im Sinn von Art. 12 Abs. 
1 VRPG und es gilt das Verbot des Berichtens.8 Im Zeitpunkt des Augenscheins war der 
Beschwerdeführer als Einsprecher am vorinstanzlichen Verfahren beteiligt. Er erhob mit Eingabe 
vom 16. Oktober 2019 Einsprache gegen das Vorhaben.9 Der Augenschein fand nachfolgend am 
14. Juli 2020 statt und wurde auf Antrag der Beschwerdegegnerschaft durchgeführt.10 Die Vor-
instanz hat dem Beschwerdeführer – soweit dies den Akten entnommen werden kann – weder 
von der Tatsache, dass ein Augenschein stattgefunden hatte, noch vom Ergebnis des 
Augenscheins Kenntnis gegeben. Aus den Akten geht zudem hervor, dass am Augenschein 
offene Fragen hinsichtlich der Zufahrtsstrasse und der Grösse des Hundeausbildungsplatzes 
diskutiert werden sollten.11 Weiter waren die Beleuchtung des Hundeausbildungsplatzes und die 
Empfehlungen der Lärmfachstelle der Kantonspolizei bezüglich des Hundebestandes ein Thema. 
Indem die Vorinstanz das strittige Bauvorhaben in Abwesenheit des Beschwerdeführers bzw. 
Einsprechers mit der Bauherrschaft erörterte, hat sie gegen das Verbot des Berichtens 
verstossen.12 Mit ihrem Vorgehen hat die Vorinstanz auch das Recht des Beschwerdeführers an 
der Teilnahme am Augenschein verletzt (Art. 22 Abs. 1 VRPG). Gründe, die es erlauben würden, 
dieses Recht einzuschränken, sind weder erkennbar noch werden solche von der Vorinstanz 
vorgebracht.

e) Das Erörtern von strittigen Verfahrensaspekten ohne Beteiligung des Beschwerdeführers 
erweckt auch den Anschein der Voreingenommenheit.13 Ein Einfluss auf den Inhalt des 

5 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
6 Vgl. BGE 118 Ia 228
7 Vgl. VGE 22922 vom 30. Juni 2008, E. 2.3; Bger 1C_378/2008 vom 27. Januar 2009, E. 2.6; Aldo Zaugg/Peter 
Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35-35c N. 30a
8 Vgl. Hans Gruber, Das rechtliche Gehör im Baubewilligungsverfahren, KPG-Bulletin 2/2004, S. 56; vgl. auch Urs 
Eymann, Das rechtliche Gehör im erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren, KPG-Bulletin 2/2006, S. 47 ff.
9 Vgl. pag. 34 der Vorakten der Gemeinde A.________
10 Vgl. pag. 11 f. der Vorakten der Gemeinde A.________
11 Vgl. pag. 14 der Vorakten der Gemeinde A.________
12 Vgl. Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 48 N. 2
13 Vgl. Lucie von Büren, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 9 N. 28

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angefochtenen Entscheids erscheint als nicht ausgeschlossen. Diese Sichtweise erhärtet sich mit 
Blick auf die Verfahrenschronologie. Danach führte die Vorinstanz ab Mai 2020 alle 
Verfahrensschritte und Massnahmen im Baubewilligungsverfahren ohne formellen Einbezug des 
Beschwerdeführers durch (vgl. Erwägung 3).

Anwesend am Augenschein waren von Seiten der Behörden der Hochbauleiter der Gemeinde 
A.________, welcher das Baubewilligungsverfahren leitete, und ein Mitarbeiter des AGR, der die 
Verfügung des AGR vom 14. August 2020 unterzeichnete. Beide Behördenvertreter haben an der 
Entscheidfindung des angefochtenen Gesamtentscheids mitgewirkt. Sie hätten nach dem 
Augenschein bei der weiteren Behandlung des Bau- und Ausnahmegesuchs in den Ausstand 
treten müssen. Das haben sie nach den Akten nicht getan. Damit haben sie ihre Ausstandspflicht 
nach Art. 9 Abs. 1 Bst. f VRPG verletzt. Nach der Rechtsprechung ist bei der Heilung von 
Ausstandspflichtverletzungen grosse Zurückhaltung geboten.14 Im vorliegenden Fall fällt eine 
Heilungsmöglichkeit von vornherein ausser Betracht. Denn die Vorinstanz muss sich weitere 
Verfahrensmängel vorwerfen lassen und sie hat zudem den Sachverhalt in verschiedenen 
Punkten ungenügend abgeklärt, wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen. Der angefochtene 
Gesamtentscheid ist schon aus diesem Grund aufzuheben und die Sache wird zur Fortsetzung 
des Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. Dabei wird der Augenschein unter korrekten 
Rahmenbedingungen, d.h. im Beisein aller Verfahrensbeteiligten und ohne die genannten 
Behördenvertreter, zu widerholen und zu protokollieren sein. Die Beschwerde des 
Beschwerdeführers erweist sich damit als begründet und ist gutzuheissen.

3. Rechtliches Gehör

a) Der Beschwerdeführer macht weitere Verfahrensmängel geltend. Besonders bringt er vor, 
die Vorinstanz habe das Baubewilligungsverfahren ab April 2020 einseitig, d.h. ohne dass er bei 
Verfahrensschritten und Massnahmen einbezogen worden sei, durchgeführt. Ihm seien weder die 
Einspracheantwort noch die vom AGR verlangte Projektänderung oder die übrigen 
Korrespondenzen zugestellt worden. Ebenfalls sei er nicht zum Einreichen von 
Schlussbemerkungen eingeladen worden. Unbekannt seien ihm auch die E-Mail-Korrespondenz 
des AGR vom 20. Mai 2020 sowie die Verfügung des AGR vom 17. August 2020 (richtig: 14. 
August 2020). Schliesslich kritisiert er, die Vorinstanz habe sich im angefochtenen Bauentscheid 
ungenügend mit seinen Einspracherügen auseinandergesetzt.

b) Die Gemeinde bemerkte in der Stellungnahme vom 12. November 2020, es sei richtig, dass 
der Beschwerdeführer von den Verfahrensschritten ab dem 20. Mai 2020 keine Korrespondenz 
erhalten habe. Der Sachverhalt habe sich jedoch seit der Stellungnahme des AGR vom 
20. Februar 2020 bzw. dem Schreiben der Bauabteilung vom 20. April 2020 und der E-Mail vom 
20. Mai 2020 nicht verändert. Sie habe im Schreiben vom 20. April 2020 ihre Sichtweise offen und 
klar dargelegt. Alle Beteiligten hätten daher den Sachverhalt gekannt. Auf die Überarbeitung des 
Betriebskonzeptes vom 9. September 2019 sei verzichtet worden, da die Öffnungszeiten der 
Tierpension klar angegeben worden seien. Der weitere Schriftverkehr, wie die Stellungnahme der 
Beschwerdegegnerschaft vom 17. Juli 2020 und die Verfügung des AGR vom 14. August 2020 
hätten keine neuen Erkenntnisse gebracht. Sie sei deshalb davon ausgegangen, dass diese 
keinen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Verfahrens haben werden. Die Gemeinde räumt 
zudem ein, sie habe fälschlicherweise auf das Eröffnen der Verfügung vom 14. August 2020 des 
AGR und auf das Einholen von Schlussbemerkungen von allen Beteiligten verzichtet. Sie sei 
jedoch überzeugt, dass trotz diesen Mängeln den Beteiligten keine Nachteile entstanden seien. 
Ihrer Meinung nach sei eine sachgerechte Anfechtung des Bauentscheids möglich gewesen. Das 

14 Vgl. VGE 2009/409 vom 21. Juni 2010, E. 4.6.2 mit Hinweisen

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AGR äusserte sich in seiner Stellungnahme vom 12. November 2020 zu den formellen Rügen 
nicht.
c) In der Beschwerdeantwort vom 11. November 2020 hielt die Beschwerdegegnerschaft zur 
angeblichen Verletzung des rechtlichen Gehörs zusammengefasst fest, die Vorinstanz sei für die 
Verfahrensleitung zuständig. Zu den angeblichen Verletzungen des Gehörsanspruchs könnten sie 
sich nicht abschliessend äussern.

d) Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht der Parteien, von jedem 
eingereichten Aktenstück bzw. jeder Stellungnahme von Parteien und Behörden Kenntnis zu 
nehmen und sich dazu äussern zu können. Das gilt unabhängig davon, ob diese neue Tatsachen 
oder Argumente enthalten und ob sie die Entscheidbehörde tatsächlich zu beeinflussen 
vermögen. Die Beteiligten sind deshalb über jede Eingabe zu informieren, damit sie Gelegenheit 
haben, sich dazu zu äussern, wenn sie dies als notwendig erachten. Daher sind den Parteien im 
Baubewilligungsverfahren sämtliche Amts- und Fachberichte sowie die Stellungnahmen der 
Gegenpartei zuzustellen.15

Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt zudem, dass die Behörde die Vorbringen der 
Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die Pflicht der 
Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG). Die Begründung muss so 
abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten können. Es müssen 
wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen 
und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss jedoch nicht auf jedes Argument der 
Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 
auseinandergesetzt hat.16

e) Es ist aktenkundig und unbestritten, dass die Gemeinde dem Beschwerdeführer diverse 
Unterlagen, namentlich E-Mails an das AGR und an die Beschwerdegegnerschaft, Schreiben an 
die Beschwerdegegnerschaft, Stellungnahmen und Schlussbemerkungen der 
Beschwerdegegnerschaft sowie die Verfügung das AGR vom 14. August 2020, nicht zur Kenntnis 
brachte. Der Beschwerdeführer hatte auch keine Gelegenheit, sich zu diesen Unterlagen zu 
äussern. Dieses Vorgehen der Gemeinde stellt fraglos eine grobe Verletzung des Gehöranspruchs 
dar. Entgegen der Auffassung der Gemeinde spielt es keine Rolle, ob die Unterlagen Einfluss auf 
den weiteren Verlauf des Verfahrens haben oder nicht. Es war dem Beschwerdeführer unter den 
gegebenen Umständen auch nicht möglich, sich zum Verfahren zu äussern und daran 
mitzuwirken. Damit hat die Vorinstanz die Mitwirkung des Beschwerdeführers am 
Baubewilligungsverfahren zu Unrecht beschränkt. Wie die Vorinstanz selber einräumt, hatte sie 
dem Beschwerdeführer auch die Verfügung des AGR vom 14. August 2020 nicht eröffnet, obwohl 
sie im angefochtenen Entscheid zu diversen Rügepunkten, namentlich der Standortgebundenheit, 
der Lärmimmissionen und der Hundekurszeiten, vollständig auf die Verfügung des AGR verwies. 
Anders als die Vorinstanz meint, war es dem Beschwerdeführer daher nicht möglich, den 
Gesamtentscheid sachgerecht anzufechten. Insoweit entspricht der angefochtene Entscheid auch 
den Anforderungen an die Begründungspflicht nach Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG nicht. Die 
Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer vollständigen Einblick in die Baubewilligungsakten zu 
gewähren.

15 BGE 138 I 484 E. 2.1, 133 I 100 E. 4.3 ff.; BVR 2009 S. 328 ff. E. 2.4; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 38-39 N 
9b; Urs Eymann, Das rechtliche Gehör im erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahren, in KPG-Bulletin 2006 S. 47 ff.
16 BVR 2018 S. 341 E. 3.4.2, 2016 S. 402 E. 6.2; BGE 140 II 262 E. 6.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 52 N. 7

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4. Weitere Verfahrensmängel

a) Baubewilligungsgesuche, gegen die ein Verbandsbeschwerderecht besteht, müssen im 
kantonalen Publikationsorgan publiziert werden. Im deutschsprachigen Teil des Kantons Bern ist 
das kantonale Publikationsorgan das Amtsblatt des Kantons Bern (Art. 13 Abs. 1 PuG17). 
Voraussetzung dafür, dass ein Verbandsbeschwerderecht besteht, ist das Vorliegen einer 
Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 Abs. 1 NHG18.

b) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Erteilung einer 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG für ein Bauvorhaben ausserhalb der Bauzone eine 
Bundesaufgabe im Sinne von Art. 2 NHG, zu deren Anfechtung die nach Art. 12 NHG 
beschwerdeberechtigten Organisationen legitimiert sind.19 Hier steht eine Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 RPG zur Diskussion. Das Bau- und Ausnahmegesuch hätte somit im Amtsblatt des 
Kantons Bern publiziert werden müssen. Nach den Akten wurde das Baugesuch lediglich im 
lokalen Amtsanzeiger, nicht jedoch im kantonalen Amtsblatt publiziert. Die Publikation des Bau- 
und Ausnahmegesuches im kantonalen Amtsblatt muss daher nachgeholt werden. Dabei ist zu 
berücksichtigen, dass die Anwohnerinnen und Anwohner im Rahmen der Publikation im lokalen 
Amtsanzeiger bereits die Gelegenheit hatten, sich mit einer Einsprache am Verfahren zu 
beteiligen. Es dürfte daher sinnvoll sein, in der Publikation im Amtsblatt auf diesen Umstand 
aufmerksam zu machen.

c) Nach Art. 10 Abs. 3 BewD20 sind alle Pläne zu datieren und von den Gesuchstellenden 
sowie von den Projektverfassenden zu unterzeichnen. Aus den Akten geht hervor, dass die 
bewilligten Pläne weder von der Beschwerdegegnerschaft noch vom Projektverfasser 
unterschrieben worden sind.21 Diesbezüglich entsprechen die Pläne den Formanforderungen des 
BewD nicht; sie sind zu korrigieren.

d) Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist ein nachträgliches Baugesuch für den Betrieb 
einer Tierpension und eines Hundeausbildungsplatzes.22 Der Baugesuchseingabe der 
Beschwerdegegnerschaft vom 5. September 2019 ist zu entnehmen, dass unter anderem auch 
ein «Plan Katzenraum» Gegenstand des Baugesuchs war.23 Danach sollte der Partyraum in ein 
Katzenzimmer umgenutzt werden. Das ergibt sich aus einem Grundrissplan, den die 
Beschwerdegegnerschaft am 9. September 2019 bei der Bauabteilung einreichte.24 Das deckt 
sich auch mit den Ausführungen der Beschwerdegegnerschaft in der Beschwerde vom 6. Oktober 
2020. Darin führte sie unter dem Titel «Materielles» in Ziffer 4 Folgendes aus:

«(…) Darüber hinaus wurde ebenfalls beantragt, dass die Nutzung des ehemals als Partyraum dienenden 
Anbaus in ein Katzenzimmer umgewandelt werden darf und ein direkt daran angrenzender kleiner Auslauf 
genutzt werden kann (vgl. Baugesuch inkl. Pläne in den Akten der Vorinstanz).»

Vorliegend ist im bewilligten Plan «Obergeschoss Umnutzung» zwar ein Partyraum eingezeichnet. 
Dass dieser als Katzenzimmer umgenutzt werden soll, geht aus dem bewilligten Plan nicht mehr 
hervor.25 Es besteht damit eine Differenz zwischen den bewilligten und den ursprünglichen 

17 Publikationsgesetz vom 18. Januar 1993 (PuG; BSG 103.1)
18 Bundesgesetz vom 1. Juli 1966 über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451)
19 BGE 119 Ib 305 E. 2
20 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
21 Vgl. pag. 3 ff. der Vorakten der Gemeinde A.________
22 Vgl. Formular BaB «Bauen ausserhalb der Bauzonen», pag. 38 der Vorakten der Gemeinde A.________
23 Vgl. pag. 40 der Vorakten der Gemeinde A.________
24 Vgl. pag. 28D der Vorakten der Gemeinde A.________
25 Vgl. pag. 5 der Vorakten der Gemeinde A.________

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Plänen, die nicht erklärbar ist. Denn soweit dies den Akten entnommen werden kann, liegt 
bezüglich der ursprünglich beantragten Umnutzung des Partyraums in einen Katzenraum weder 
ein Gesuchsrückzug noch eine Projektänderung vor. Auch findet sich in den Akten nirgends eine 
Erklärung der Beschwerdegegnerschaft, dass sie darauf verzichtet hat, Katzen zu betreuen. Im 
Gegenteil: Die Tierpension umfasst nach dem Betriebskonzept der Beschwerdegegnerschaft auch 
die Betreuung von Katzen (vgl. Erwägung 6a). Es ist damit nicht klar, wo die Katzen gehalten 
werden und welche Räumlichkeiten dafür umgenutzt werden sollen. Diesbezüglich ist der 
Sachverhalt unklar. Falls der Partyraum als Katzenraum genutzt wird oder werden soll, ist diese 
Nutzung im Plan «Obergeschoss» auszuweisen und es ist deren Rechtmässigkeit im Rahmen des 
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens ebenfalls zu prüfen (vgl. Erwägung 7). Allenfalls muss 
eine Projektänderung eingereicht oder von der Beschwerdegegnerschaft eine Erklärung bzgl. der 
Katzenbetreuung verlangt werden.

5. Landschaftsschutz

a) Die Parzelle Nr. 1640 der Beschwerdegegnerschaft liegt nach geltendem Recht im 
Landschaftsschutzgebiet II. Die Gemeinde A.________ hat ihre Ortsplanung zwischenzeitlich 
revidiert; sie befindet sich zurzeit in der Genehmigungsphase beim AGR. Nach dem revidierten 
Baureglement («neu GBR26») bzw. dem Zonenplan Landschaft27 befindet sich die Parzelle 
Nr. 1640 im Landschaftsschongebiet LS 10 «B.________». Der Beschwerdeführer rügt, die 
Vorinstanz hätte gestützt auf Art. 12 Abs. 3 GBR28 bzw. nach Art. 59 Abs. 3 «neu GBR» eine 
unabhängige und in Gestaltungsfragen ausgewiesene Fachinstanz beiziehen müssen, um die 
ästhetischen Auswirkungen der Einzäunung zu beurteilen. Das sei nicht geschehen.

b) Im angefochtenen Gesamtentscheid bemerkte die Vorinstanz, durch die Weidezäune sei 
das Landschaftsschongebiet nicht betroffen. Die Einfriedungen würden als verträglich und 
zulässig beurteilt. In der Stellungnahme vom 12. November 2020 führte die Gemeinde in 
Ergänzung dazu aus, sie habe auf die Durchführung eines Augenscheins oder eine Überprüfung 
durch eine externe Fachstelle verzichtet, weil die Zäune die baubewilligungspflichte Höhe von 
1.20 m nicht erreiche. Aus diesem Grund habe sie die Zäune als mit der Landschaft verträglich 
betrachtet. Die Ausführungen der Gemeinde sind nicht schlüssig. Zur Beurteilung steht hier die 
Umzäunung eines Hundeausbildungsplatzes mit einer Fläche von rund 745 m2. Der 
Hundeausbildungsplatz befindet sich in der Landwirtschaftszone und in einem Landschaftsschutz- 
bzw. Landschaftsschongebiet. Die strittige Umzäunung ist fraglos eine Einrichtung, die auf eine 
längere Dauer angelegt ist. Die Fotos in den Akten zeigen, dass der Hundeausbildungsplatz mit 
einem verzinkten Maschendrahtzaun mit robusten Holzpfosten umzäunt ist. Der Zaun verfügt 
ausserdem über eine grosse, einflügelige Rohrrahmentür.29 Bei dieser Erscheinung und 
Dimensionen kann nicht mehr von einem geringfügigen Bauvorhaben gesprochen werden. Soweit 
die Gemeinde argumentiert, sie erachte den Zaun als mit der Landschaft verträglich, weil er die 
baubewilligungspflichtige Höhe von 1.20 m nicht erreiche, ist ihre Begründung rechtlich auch nicht 
haltbar. Zwar sind nach der Regelung von Art. 6 Abs. 1 Bst. i BewD bis zu 1.20 m hohe 
Einfriedungen baubewilligungsfrei. Diese Regelung gilt jedoch nicht für Vorhaben, die ausserhalb 
der Bauzone liegen und die Schutzinteressen eines Landschaftsschutz- bzw. 

26 Baureglement der Gemeinde A.____, Exemplar für die Genehmigung vom 24. Juni 2019, Stand 12. November 2020 
(abrufbar unter: https://www A.________)
27 Zonenplan Landschaft der Gemeinde A.________im Massstab 1:5000, Exemplar für die Genehmigung vom 24. Juni 
2019, Stand 12. November 2020 (abrufbar unter: https://www A.________)
28 Baureglement der Gemeinde A.________vom 7. März 1993, genehmigt am 18. August 1993 durch die Baudirektion 
des Kantons Bern
29 Vgl. pag. 57 und pag. 61 in den Vorakten der Gemeinde A.________

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Landschaftsschongebiets tangieren.30 Da der robuste Zaun ausserhalb der Bauzone liegt, einem 
zonenfremden Zweck dient und das Interesse eines Schutzgebiets betrifft, ist er nach Art. 7 Abs. 
1 und 2 BewD baubewilligungspflichtig. Dessen Vereinbarkeit mit dem Landschaftsschutz ist 
deshalb näher zu prüfen.

c) Landschaftsschongebiete bezwecken die ungeschmälerte Erhaltung der Kulturlandschaft 
mit ihrer typischen Topografie, ihren natur- und kulturgeschichtlichen Qualitäten sowie ihren 
ökologisch wichtigen Elementen. Das folgt aus der Regelung von Art. 59 Abs. 1 «neu GBR». Der 
Qualität und der Bedeutung des Landschaftsschongebietes LS 10 «B.________» bzw. des 
Landschaftsschutzgebietes II wurden im vorliegenden Fall nicht vertieft nachgegangen. Ob das 
fragliche kommunale Schutzgebiet durch den strittigen Ausbildungsplatz mit der Umzäunung in 
relevanter Weise beeinträchtigt wird, ergibt sich wie erwähnt nicht schlüssig aus dem 
angefochtenen Gesamtentscheid. Sowohl nach dem geltenden wie auch nach dem revidierten 
GBR müssen Bauvorhaben in einem Landschaftsschutz- bzw. Landschaftsschongebiet einer 
Fachstelle in Gestaltungsfragen vorlegt werden.31 Das hat die Vorinstanz nicht getan. Der 
Sachverhalt ist damit noch nicht genügend abgeklärt. Diese Abklärung bei der Fachstelle ist 
nachzuholen.

d) Weiter fehlt im angefochtenen Gesamtentscheid eine nachvollziehbare Begründung, 
inwieweit der fragliche Hundeausbildungsplatz mit den Vorschriften des kommunalen 
Schutzgebiets vereinbar ist (Art. 55 GBR bzw. Art. 59 «neu GBR»). In diesem Punkt genügt der 
angefochtene Entscheid der Begründungspflicht nach Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG ebenfalls nicht.

6. Streitgegenstand und Umfang der Tierpension

a) Nach den Akten beabsichtigt die Beschwerdegegnerschaft im Wesentlichen eine 
Umnutzung des Dachstockes, damit zusätzliche Hunde ferienhalber tierschutzkonform 
aufgenommen und vorübergehend betreut werden können. Betreffend den Bestand der Tiere, die 
in der Pension betreut werden, führte die Beschwerdegegnerschaft im «Betriebskonzept 
Tierhütedienst D.________» indessen Folgendes aus:32

«Vom Veterinäramt habe ich die Bewilligung bis zu 30 Tiere bei mir zu betreuen. Dazu gehören alle Tiere, 
auch Aquarien mit Fischen, Nagetiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse, Geflügel wie z.B. 
Wellensittiche oder sonstige Vögel welche ich zum Teil auch zur Betreuung bekomme. Auch habe ich die 
Bewilligung für Reptilien z.B. Schildkröten und Echsen. Letztes Jahr hütete ich im Durchschnitt 5 Hunde pro 
Tag. Das kann sein, dass ich mal keinen habe, oder eine längere Zeit nur wenige und dann an einigen 
Tagen dafür mehr. Das ist unterschiedlich, je nachdem wie die Besitzer Arbeiten / Ferien haben variiert es 
stark. Bei den Katzen ist es ebenfalls sehr unterschiedlich. Momentan habe ich gerade 4 Katzen bei mir, 
dafür wochenlang vorher keine. (…)»

Weiter machte die Beschwerdegegnerschaft in ihrem Konzept folgende Angaben:

«Ich habe 10 schön eingerichtete Zimmer, wo es die Hunde schön haben (siehe Foto). Mir ist es sehr wichtig, 
dass es bei uns ruhig und entspannt ist, dass sich alle Zwei- und Vierbeiner wohlfühlen, weshalb ich Hunde 
die grundlos bellen gar erst nicht nehme. Besucher sind immer wieder erstaunt wie ruhig und ausgeglichen 
das Klima bei uns ist. Ich möchte Qualität vor Quantität, weshalb ich das ganze klein und familiär halte. Für 

30 Vgl. BSIG-Weisung Nr. 7/725.1/1.1 vom 25. April 2019 «Baubewilligungsfreie Bauten und Anlagen nach Artikel 1b 
BauG» Ziffer 1d
31 Vgl. Art. 12 Abs. 3 GBR und Art. 59 Abs. 3 «neu GBR»
32 Vgl. pag. 43 der Vorakten der Gemeinde A.________

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die Büsis gibt’s ein separates Zimmer. Ich bitte sie höflich, meinen Hütedienst im bisherigen und vom 
Veterinärdienst bewilligten Rahmen, zu bewilligen. (…)».

Die Öffnungszeiten der Tierpension sind gemäss dem Betriebskonzept Montag bis Freitag von 
7 bis 8 Uhr und von 17 bis 18 Uhr. Samstags ist die Tierpension zwischen 8.30 bis 9.30 Uhr und 
von 17 bis 18 Uhr offen. Geschlossen ist die Tierpension an Sonn- und Feiertagen.

b) Überdies bietet die Beschwerdegegnerschaft auf der Parzelle Nr. 1640 auf dem 
Ausbildungsplatz während der Woche Gruppenunterricht für Hunde an. Nach dem 
Betriebskonzept wird vor allem Gehorsam mit den Hunden trainiert. Die Gruppen sind auf je 
maximal sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Dem Betriebskonzept zufolge wird der 
Hundeausbildungsplatz zu folgenden Tagen und Zeiten beansprucht: Am Dienstag von 19 bis 20 
Uhr, mittwochs von 9 bis 10 Uhr sowie von 19 bis 20 Uhr und von 20.15 bis 21.15 Uhr und am 
Donnerstag von 14 bis 15 Uhr und von 19 Uhr bis 20 Uhr.

c) Gegenstand des Baugesuchs- bzw. Beschwerdeverfahrens ist nach dem Gesagten zum 
einen der Betrieb einer Tierpension, die gemäss der Bewilligung des Veterinärdienstes nicht nur 
Hunde, sondern auch die Betreuung von Katzen und anderen Kleintieren umfasst. Zum anderen 
ist auch der Betrieb eines Hundeausbildungsplatzes Streitgegenstand.

7. Standortgebundenheit

a) Nach Art. 24 Bst. a RPG können zonenfremde Bauten und Anlagen in der 
Landwirtschaftszone ausnahmeweise bewilligt werden, wenn der Zweck der Baute einen Standort 
ausserhalb der Bauzone erfordert. Zonenwidrige Bauten und Anlagen sind standortgebunden, 
wenn sie aus technischen oder betrieblichen Gründen, z.B. Funkantennen, oder wegen der 
Bodenbeschaffenheit, z.B. Rohstoffgewinnungsanlagen, auf einen Standort ausserhalb der 
Bauzonen angewiesen sind (positive Standortgebundenheit) oder wenn ein Bauvorhaben aus 
bestimmten Gründen, z.B. wegen seinen Immissionen, ausgeschlossen ist (negative 
Standortgebundenheit).33

b) Das AGR erteilte mit der Verfügung vom 14. August 2020 für den Betrieb einer Tierpension 
sowie eines Hundeausbildungsplatzes die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG. Im Fazit hat 
es unter anderem Folgendes fest:

«Bei ordnungsgemässer Haltung und Berücksichtigung des Betriebskonzepts prognostiziert die Fachstelle 
für die Hundehaltung und Hundepension mit mehr als 8 Hunden mehr als höchstens geringfügige 
Immissionen in der Anwohnerschaft. Die Anzahl der Hunde ist deshalb auf höchsten 8 zu begrenzen.
Die Hundeausbildungen führen gemäss Betriebskonzept zu höchstens geringfügigen Lärmimmissionen in 
der am stärksten von den Immissionen betroffenen Anwohnerschaft.
Entgegen den Ausführungen des Einsprechers sind Hundepension und Hundeausbildungsplätze aufgrund 
der negativen Standortgebundenheit auch in der Landwirtschaftszone bewilligungsfähig. Bei Durchführung 
von max. 6 Gruppenkursen pro Woche kann die Mehrbelastung (Verkehr, Umwelt) als höchstens geringfügig 
beurteilt werden (…).»

c) Die Ausführungen zeigen, dass sich die Beurteilung des AGR bzgl. der Tierpension auf die 
Zulässigkeit der Hundepension begrenzt. Das kommt sowohl bei der Sachverhaltsdarstellung in 
Ziffer 1 wie auch im Dispositiv bei den Auflagen und Bedingungen der Verfügung des AGR vom 

33 Vgl. Muggli Rudolf, in: Aemisegger Heinz/Moor Pierre/Ruch Alexander/Tschannen Pierre (Hrsg.), Praxiskommentar 
RPG: Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich - Basel - Genf 2017, Art. 24 N. 5 ff.

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14. August 2020 zum Ausdruck. Der Betrieb der Tierpension der Beschwerdegegnerschaft 
umfasst jedoch nicht nur Hunde. Vorliegend beantragte die Beschwerdegegnerschaft eine Bau- 
und Ausnahmebewilligung für den Betrieb einer Tierpension im Umfang der gewerbsmässigen 
Tierbetreuungsbewilligung des kantonalen Veterinärdienstes (vgl. Erwägung 6). Diese umfasst 
nach den Angaben der Beschwerdegegnerschaft bis zu 30 Tiere, wozu alle Tiere wie Fische in 
Aquarien, Kaninchen, Meerschweinchen, Mäuse und Geflügel, gehören. Zur negativen 
Standortgebundenheit der Kleintierpension hat sich das AGR in der Verfügung vom 14. August 
2020 nicht geäussert, obwohl der Hütedienst für Kleintiere ebenfalls Gegenstand des Bau- und 
Ausnahmegesuchs ist. Bei der Frage, ob die Tierpension standortgebunden ist, muss der Betrieb 
der Kleintierpension mitberücksichtigt werden. Im Gegensatz zur Lärmbeurteilung fehlt bei der 
Beurteilung der Standortgebundenheit diese gesamtheitliche Betrachtung. Diese ist nachzuholen. 
Der angefochtene Entscheid bzw. die Verfügung des AGR vom 14. August 2020 ist in diesem 
Punkt mangelhaft.

d) Bezüglich der Standortgebundenheit des Hundeausbildungsplatzes ist ausserdem aus den 
Akten nicht genügend ersichtlich, ob eine Alternativstandortabklärung durchgeführt worden ist. 
Dazu wird sich das AGR äussern müssen. In diesem Punkt ist der Sachverhalt nicht genügend 
abgeklärt.

8. Erschliessung

a) Eine Gesamtbetrachtung fehlt auch mit Blick auf die Erschliessung. Gemäss Art. 8 Abs. 2 
BauG in Verbindung mit Art. 5 BauV34 genügen bestehende Strassen, die den Anforderungen an 
eine Neuerschliessung nicht entsprechen, für Bauvorhaben in einem weitgehend überbauten 
Gebiet oder ausserhalb der Bauzone, wenn die insgesamt zu erwartende Mehrbelastung 
verhältnismässig gering ist und die Verkehrssicherheit und die Brandbekämpfung gewährleistet 
sind (Bst. a); für Umbauten, Erweiterungen und Zweckänderungen genügen bestehende 
Strassen, wenn keine wesentliche Mehrbelastung erfolgt (Bst. b). Das umstrittene Vorhaben stellt 
zwar in lärmrechtlicher Hinsicht eine Neuanlage dar,35 es besteht aber im Wesentlichen aus einer 
Erweiterung und Zweckänderung (vgl. E. 6a). Gemäss Art. 5 Bst. b BauV genügt somit die 
bestehende Erschliessung, wenn keine wesentliche Mehrbelastung erfolgt, d.h. wenn das 
Bauvorhaben weder deutlichen Mehrverkehr verursacht noch auf unzulässige Weise Polizeigüter 
(z.B. die Verkehrssicherheit) beeinträchtigt. Die Parzelle Nr. K.________ ist ab der 
Gemeindestrasse durch eine ca. 140 m lange, nicht asphaltierte Zufahrtsstrasse erschlossen. 
Relevant ist dabei die Mehrbelastung, die aufgrund des konkret umstrittenen Vorhabens zu 
erwarten ist.36

b) Ob die bestehende Erschliessung für die Nutzung der Tierpension insgesamt, d.h. der 
Hundepension zusammen mit der Kleintierpension, sowie der Hundekurse auf dem 
Ausbildungsplatz im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Bst. b BauV ausreichend ist, d.h. keine wesentliche 
Mehrbelastung bringt, geht aus dem angefochtenen Entscheid nicht schlüssig hervor. Ebenfalls 
nicht geklärt ist die Frage, ob die Mehrbelastung eine Verkehrsgefährdung auf der Zufahrtsstrasse 
verursacht. In diesem Punkt entspricht der angefochtene Entscheid den Anforderungen an die 
Begründungspflicht nicht. Falls nötig, ist zur Beurteilung der Frage, ob die bestehende 
Erschliessung für die Nutzung der Tierpension als Ganzes sowie für den Betrieb des 
Hundeausbildungsplatzes genügend ist, ein Fachbericht bei der dafür zuständigen Fachbehörde 
einzuholen.

34 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1) 
35 Vgl. Fachbericht der Kantonspolizei Bern, pag. 7B der Vorakten der Gemeinde A.________
36 Vgl. VGE 2013/371 vom 4. März 2014, E. 5.2

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9. Interessenabwägung

a) Die Ausnahmebewilligung nach Art. 24 Bst. b RPG setzt zudem voraus, dass dem Vorhaben 
keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Nach ständiger Rechtsprechung verlangt Art. 
24 Bst. b RPG, dass die Behörde, die über die Ausnahmebewilligung entscheidet, eine 
umfassende Interessenabwägung im Sinne von Art. 3 RPV37 vornimmt.38 Für die 
Entscheidbegründung bedeutet dies, dass die erhobenen Interessen, ihre Gewichtung sowie die 
daraus gezogenen Schlüsse mindestens summarisch darzustellen sind.39 Als entgegenstehende 
Interessen fallen hier besonders der Landschaftsschutz, der Lärmschutz und der zusätzliche 
Verkehr in Betracht. Auch die möglichst ungeschmälerte landwirtschaftliche Nutzung der 
Nachbarparzelle durch den Beschwerdeführer stellt ein entgegenstehendes Interesse dar, das zu 
gewichten ist.

b) Unter dem Titel «Begründung» hielt das AGR in der Verfügung vom 14. August 2020 unter 
anderem fest, dem Vorhaben stünden keine überwiegenden Interessen entgegen. Dabei handelt 
es sich nicht um eine Interessenabwägung im Sinne der Rechtsprechung; diese ist nachzuholen. 
Gestützt auf die noch erforderlichen Sachverhaltsermittlungen hinsichtlich des 
Landschaftsschutzes und der Erschliessung, sind die massgebenden entgegenstehenden 
Interessen im Rahmen einer gesamtheitlichen Betrachtung zu ermitteln, zu bewerten und 
gegeneinander abzuwägen und die darauf basierende Beurteilung ausreichend zu begründen.

10. Zusammenfassung und Fazit

a) Die Vorinstanz hat mehrere Verfahrensfehler begangen: Das Baugesuch wurde nicht im 
Amtsblatt publiziert und die bewilligten Pläne sind nicht unterschrieben. Weiter hat die Vorinstanz 
strittige Verfahrensaspekte zusammen mit der Beschwerdegegnerschaft und dem AGR an einem 
Augenschein ohne die Beteiligung des Beschwerdeführers erörtert. Mit diesem Vorgehen hat die 
Vorinstanz gegen das Verbot des Berichtens verstossen. Der Hochbauleiter der Gemeinde und 
der Mitarbeiter des AGR, die am Augenschein teilnahmen, hätten in den Ausstand treten müssen. 
Ausserdem hat die Vorinstanz den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör 
mehrfach verletzt, indem sie ihn vom Augenschein ausschloss, diverse Stellungnahmen der 
Beschwerdegegnerschaft und des AGR nicht zustellte und er sich zu diesen Stellungnahmen nicht 
äussern konnte. Zudem genügt der Entscheid in diversen Punkten den Anforderungen an eine 
genügende Begründung nicht. Diese Verfahrensfehler wiegen schwer, weshalb eine Heilung der 
Ausstandspflicht- und der Gehörsverletzung ausser Betracht fallen. Hinzu kommt, dass 
hinsichtlich des Gesuchsgegenstands offene Fragen bestehen. Auch klärte die Vorinstanz den 
Sachverhalt bezüglich des Landschaftsschutzes ungenügend ab. Nach dem GBR hätte die 
Vorinstanz das Bauvorhaben zudem einer Fachstelle in Gestaltungsfragen zur Beurteilung 
vorlegen müssen. Im Zusammenhang der Beurteilung der Standortgebundenheit der Tierpension 
und der Erschliessung fehlt es überdies an einer gesamtheitlichen Betrachtung. Schliesslich hat 
das AGR keine umfassende Interessenabwägung vorgenommen. Die Beschwerde des 
Beschwerdeführers wird daher gutgeheissen. Der Gesamtentscheid der Gemeinde A.________, 
d.h. inkl. der Verfügung des AGR vom 14. August 2020, wird aufgehoben und die Sache wird an 
die Vorinstanz zurückgewiesen (Art. 72 VRPG). Es erübrigt sich damit, über den Eventualantrag 

37 Raumplanungsverordnung des Bundesrats vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)
38 Vgl. Bger 1C_319/2013 vom 17. April 2014, E. 2.4.1
39 Vgl. BGE 130 I 347 E. 2.1; Bger 1C_319/2013 vom 17. April 2014, E. 2.4.1

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des Beschwerdeführers, wonach dem Bauvorhaben der Bauabschlag zu erteilen sei, zu 
entscheiden.

b) Die Beschwerdegegnerschaft beantragt die Baubewilligung ohne Beschränkung des 
Hundebestands und ohne Rückbau der Hundezimmer und des kleinen Ausbildungsplatzes. Nach 
dem Gesagten wird der angefochtene Gesamtentscheid inkl. der Verfügung des AGR aufgehoben 
und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. Dadurch ist das 
Anfechtungsobjekt weggefallen und folglich das Ergebnis der Neubeurteilung durch die Vorinstanz 
noch offen. Die Beschwerde der Beschwerdegegnerschaft ist damit gegenstandslos geworden; 
ihre Beschwerde wird deshalb vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben (Art. 39 Abs. 1 VRPG).

11. Kosten

a) Die Verfahrenskosten bestehen aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Sie 
werden gestützt auf Art. 19 GebV40 auf CHF 1800.-- festgesetzt.

Nach Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt, es 
sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die 
besonderen Umstände rechtfertigten es, keine Verfahrenskosten zu erheben. Die 
Beschwerdegegnerschaft ist zwar in Bezug auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 
unterlegen. Im vorliegenden Fall muss sich die Vorinstanz aber Verfahrensfehler vorwerfen 
lassen, die insgesamt gesehen schwer wiegen. Hinzu kommt eine unvollständige 
Sachverhaltsermittlung. Diese Mängel haben dazu geführt, dass der angefochtene 
Gesamtentscheid aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Damit liegen 
besondere Umstände vor, die es rechtfertigen, der unterliegenden Beschwerdegegnerschaft, die 
für die Mängel nicht verantwortlich ist, keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.41 Da der Gemeinde 
keine Verfahrenskosten auferlegt werden können, trägt der Kanton die Verfahrenskosten (Art. 108 
Abs. 2 VRPG).

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Wie ausgeführt, ist das Verfahrensergebnis, d.h. die 
Beschwerdegutheissung, auf grobe Verfahrensfehler der Vorinstanz (Verstoss gegen das Verbot 
des Berichtens und mehrfache Verletzung des rechtlichen Gehörs) sowie eine unvollständige 
Sachverhaltserhebung zurückzuführen. Diese Mängel sind der Vorinstanz und nicht der 
Beschwerdegegnerschaft anzulasten. Es liegen daher besondere Umstände vor, die eine 
Auferlegung der Parteikosten des Beschwerdeführers an die Vorinstanz rechtfertigen.42

Infolge der Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Rückweisung der Sache ist die 
Beschwerde der Beschwerdegegnerschaft gegenstandslos geworden (vgl. Erwägung 10b). Hier 
hat alleine das Fehlverhalten der Vorinstanz, d.h. ohne Zutun der Beschwerdegegnerschaft und 
des Beschwerdeführers, zur Gegenstandslosigkeit der Beschwerde geführt. Da die Vorinstanz für 
die Gegenstandslosigkeit sorgte, hat sie auch die Parteikosten der Beschwerdegegnerschaft zu 
ersetzen (Art. 110 Abs. 1 VRPG).

40 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)
41 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 23
42 Ruth Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 36; BVR 2003 S. 385 E. 9b

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Die Kostennote des Anwalts des Beschwerdeführers von CHF 4278.40 (Honorar CHF 3937.50, 
Auslagen CHF 35.-- Mehrwertsteuer CHF 305.90) gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.
Der Anwalt der Beschwerdegegnerschaft weist in seiner Kostennote demgegenüber ein Honorar 
von CHF 6724.35 (Honorar CHF 6000.--, Auslagen CHF 243.60, Mehrwertsteuer CHF 480.75) 
aus. Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden 
Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV43 beträgt das Honorar in 
verwaltungsrechtlichen Beschwerdeverfahren CHF 400.-- bis CHF 11'800.-- pro Instanz. 
Innerhalb des Rahmentarifs bemisst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache 
gebotenen Zeitaufwand sowie der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des 
Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG44). Im vorliegenden Fall ist der gebotene Zeitaufwand als 
unterdurchschnittlich zu werten. Auf die Durchführung eines aufwändigen Beweisverfahrens 
wurde verzichtet. Angesichts der hier umstrittenen Rechtsfragen sind auch die Bedeutung der 
Streitsache und die Schwierigkeit des Prozesses insgesamt höchstens als durchschnittlich 
einzustufen. Es rechtfertigt sich deshalb, das Honorar auf CHF 4500.-- (inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer) festzulegen.

Nach dem Gesagten hat die Vorinstanz dem Beschwerdeführer die Parteikosten von CHF 4278.40 
(inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und der Beschwerdegegnerschaft die Parteikosten von 
CHF 4500.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde des Beschwerdegegners 3 bzw. des Beschwerdeführers 3 (Herrn 
F.________) wird gutgeheissen. Der Gesamtentscheid der Gemeinde A.________ vom 
4. September 2020 und die Verfügung des AGR vom 14. August 2020 werden aufgehoben 
und es wird die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im Sinne der Erwägungen an die 
Gemeinde A.________ zurückgewiesen.

2. Die Beschwerde des Beschwerdeführers 1 bzw. des Beschwerdegegners 1 (Herrn 
C.________) und der Beschwerdeführerin 2 bzw. der Beschwerdegegnerin 2 (Frau 
D.________) wird als gegenstandslos vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Gemeinde A.________ hat dem Beschwerdegegner 3 bzw. dem Beschwerdeführer 3 
(Herrn F.________) die Parteikosten von CHF 4278.40 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) 
und dem Beschwerdeführer 1 bzw. dem Beschwerdegegner 1 (Herrn C.________) sowie 
der Beschwerdeführerin 2 bzw. der Beschwerdegegnerin 2 (Frau D.________) die 
Parteikosten von CHF 4500.-- (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

43 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung; PKV; BSG 
168.811)
44 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11)

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt E.________, eingeschrieben
- Herrn Fürsprecher G.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde A.________, Gemeindeverwaltung, Bauabteilung, 

eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail
- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland, zur Kenntnis, per E-Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Rückweisungsentscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden, wenn 
die Voraussetzungen nach Art. 61 i.V.m. Art. 74 Abs. 3 VRPG erfüllt sind. Eine allfällige 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in fünf Exemplaren einzureichen ist, muss einen 
Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift 
enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.