# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d308ab2-8c0e-5227-bd8a-dc378388b12d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.06.2018 II 2017 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-108_2018-06-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2017 108

Entscheid vom 26. Juni 2018 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
Dr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber

Parteien Erbengemeinschaft D.________ bestehend aus: 
1. A.________,
2. B.________,
3. Dr.med. C.________,
Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. R.________,

gegen

Bezirksrat Küssnacht, Seeplatz 2/3, Postfach 176, 6403 Küss-
nacht,
Vorinstanz,

Gegenstand Kausalabgaben (ARA- /Kanalisationsanschlussgebühr; 
Baubewilligungsgebühren)

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Sachverhalt:

A.a. Mit Beschluss des Bezirksrates (BzRB) Nr. 369 vom 5. September 2012 er-
teilte der Bezirksrat Küssnacht dem Baugesuch Nr. 2011/132 der Erbengemein-
schaft D.________ bestehend aus A.________, B.________ und Dr.med. 
C.________, die Baubewilligung mit teilweiser Verweigerung für das Bauprojekt 
"Umbau und Aufstockung Mehrfamilienhaus" auf den Grundstücken KTN xxxx 
und yyyy, O.________strasse in Küssnacht (vgl. Bf-act. 3). 

Für die Festlegung der Anschlussgebühren enthielt die Baubewilligung (Seite 8) 
folgende Berechnung:  

ARA- und Kanalisationsanschlussgebühr
Für die Grundstücksentwässerung von neuen Gebäuden und Anlagen haben 
die Grundeigentümer gemäss Art. 25 Abwasserreglement vom 1. Januar 2010 
an die Erstellung und die Erneuerung der Abwasseranlagen eine Anschluss-
gebühr zu leisten. Die Anschlussgebühr wird anhand des Gebäudevolumens 
gemäss der SIA-Norm 416 bemessen. Für Lagerhallen, Autoeinstellhallen und 
überdachte Parkplätze gilt ein tieferer Ansatz pro m3 Volumen.

Gestützt auf die kubische Berechnung vom 15. Dezember 2011 ergibt sich 
folgende Berechnung:
Wohnhaus (à Fr. 19.--/m3): 2'786 m3 Fr. 52'934.--
Garage (à Fr. 5.--/m3): 2'235 m3 Fr. 11'175.--
Total (exkl. MwSt.) Fr. 64'109.--

Die ARA- und Kanalisationsanschlussgebühr wird bei Baubeginn in Rechnung 
gestellt.

Im Dispositiv der Baubewilligung (Disp.-Ziff. 21) wurde zudem zu den 
Bewilligungsgebühren und zur Rechnungsstellung der Beiträge was folgt verfügt: 

21.Die Bewilligungsgebühren im Gesamtbetrag von Fr. 9'233.85 sind gemäss 
der Rechnung im Anhang zu begleichen. Die Rechnung für die Beiträge im 
Gesamtbetrag von Fr. 69'607.10 wird nach der Meldung des Baubeginns 
zugestellt.

A.b. Nachdem vom Regierungsrat eine Verwaltungsbeschwerde gegen die teil-
weise Abweisung des Baugesuchs (Lukarnen) bzw. Auflage hinsichtlich Contai-
nerstandplatz mit Beschwerdeentscheid vom 9. April 2013 abgewiesen worden 
war, ersuchte die Erbengemeinschaft D.________ am 8. Mai 2013 um eine Be-
willigung der Projektänderung im vereinfachten Verfahren. Mit Beschluss der 
Baukommission vom 18. Juni 2013 wurde dem Baugesuch Nr. 2011/132 Pä die 
Bewilligung für die Projektänderungen unter Bedingungen und Auflagen erteilt.

B.a. Mit Schreiben vom 2. Juni 2014 stellte der Sachbearbeiter des Ressorts 
Planung, Umwelt und Verkehr (PUV) der Erbengemeinschaft D.________ ge-
stützt auf die Baubewilligung Nr. 2011/132 vom 5. September 2012 und den ge-

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meldeten Baubeginn die Rechnung Nr. 126493 für den Kanalisations- und ARA-
Anschlussbeitrag von Fr. 69'607.10 zur Begleichung zu. Mit E-Mail vom 16. Juni 
2014 beanstandete die Erbengemeinschaft D.________, dass die Rechnung 
falsch sei und so nicht akzeptiert werde. Insbesondere seien die bestehenden 
Bauten (Karateraum und Untergeschoss/Zwischenraum) resp. deren Volumen in 
der Berechnung für die Anschlussgebühr fälschlicherweise nicht in Abzug ge-
bracht worden.

B.b. Mit Schreiben vom 24. Juni 2014 und neuer Rechnung Nr. 126730 vom 
30. Juni 2014 teilte die Baukommission der Erbengemeinschaft D.________ mit, 
dass sie sich an der Sitzung vom 24. Juni 2014 mit der Reklamation befasst ha-
be und zum Schluss gekommen sei, dass es gerechtfertigt sei, die bereits 
(früher) bezahlte Gebühr von Fr. 1'680.-- in Abzug zu bringen, da diese für die 
gesamte Liegenschaft KTN xxxx in Rechnung gestellt worden sei. Die Rechnung 
Nr. 126943 (recte: Nr. 126493) vom 2. Juni 2014 werde storniert. Gestützt auf die 
kubische Berechnung nach SIA 416 der F.________ AG vom 15. Dezember 
2011 präsentiere sich die Neuberechnung des ARA- und Kanalisationsan-
schlussbeitrages wie folgt (vgl. Bf-act. 4):

Wohnhaus (à Fr. 19.--/m3): 2'782 m3 Fr. 52'858.00
Garage (à Fr. 5.--/m3): 2'236 m3 Fr. 11'180.00
Zwischentotal 1  Fr. 64'038.00
abzüglich bereits bezahlte Gebühren Fr. 1'680.00
Zwischentotal 2  Fr. 62'358.00
zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer Fr. 4'988.65
Total ARA- und Kanalisationsanschlussgebühr Fr. 67'346.65

In der Folge wurde die Rechnung vom 30. Juni 2014 (zahlbar innert 30 Tagen 
netto) durch die Erbengemeinschaft D.________ am 23. Juli 2014 (vorbehaltlos) 
bezahlt.

C.a. Bei der Schlusskontrolle wurde festgestellt, dass die Bauausführung nicht 
dem bewilligten Bauprojekt entsprach, weshalb die Erbengemeinschaft 
D.________ aufgefordert wurde, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen 
(Nachtragsbewilligungsverfahren Baugesuch Nr. 2011/132). Dementsprechend 
reichte die Erbengemeinschaft D.________ am 31. Mai 2016 das Baugesuch 
Nr. 2016/42 für die Projektänderung zum Baugesuch Nr. 2011/132 (neue Fassa-
den- und Umgebungsgestaltung, int. Umdispositionen) ein. Die eingereichten 
Baugesuchsunterlagen und dazu nachgeforderten Zusatzunterlagen (insb. Kubi-
sche Berechnungen, Situations-, Schnitt- und Fassadenpläne, Begründung Aus-
nahmevoraussetzungen usw.) wurden von der Baukommission am 20. Juli 2016 
(1. Vorprüfung) und am 7. September 2016 (2. Vorprüfung) jeweils in einem 
schriftlichen Vorprüfungsbericht gewürdigt und das weitere Vorgehen bestimmt. 

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Nach Vollständigkeitsprüfung wurden die Unterlagen am 16. Dezember 2016 an 
die Baugesuchszentrale zur Behandlung innerhalb der kantonalen Verwaltung 
(Unterschreitung Gewässerabstand) weitergeleitet sowie am 24. Januar 2017 
von der Baukommission ein (erster) Prüfbericht nachgereicht, worin die Erteilung 
der Ausnahmebewilligungen für die Abweichungen Dachform und Gebäudehöhe 
vom Bezirk in Aussicht gestellt wurden.

C.b. Nach Unterlagenergänzung teilte die Baugesuchszentrale der Erbenge-
meinschaft D.________ mit, dass aufgrund der Angaben für das Vorhaben in der 
vorliegenden Form keine Bewilligung in Aussicht gestellt werden könne. Am 
8. Mai 2017 führte der Bezirk Küssnacht auf Ersuchen der Erbengemeinschaft 
D.________ einen Augenschein vor Ort mit den zuständigen Personen der kan-
tonalen Amtsstellen und des Bezirks durch. Weil von der Baugesuchszentrale 
weiterhin keine Bewilligung für die Unterschreitung des Gewässerabstands in 
Aussicht gestellt werden konnte, reichte die Erbengemeinschaft D.________ auf 
deren Empfehlung beim Bezirk Küssnacht ein überarbeitetes Projekt (Rückbau-
projekt) ein, welchem das Amt für Raumentwicklung in der Folge mit Gesamtent-
scheid vom 4. Oktober 2017 die kantonale Baubewilligung (Rückführungsprojekt 
für den Sitzplatz mit Absturzsicherung) unter Auflagen und Nebenbestimmungen 
der zuständigen Stelle erteilte, bzw. für die bereits erstellten Lichtschächte unter 
Verzicht auf Rückführungsmassnahmen verweigerte. 

C.c. Mit Beschluss des Bezirksrates (BzRB) Nr. 727 vom 8. November 2017 er-
teilte sodann der Bezirksrat Küssnacht dem Baugesuch Nr. 2016/42 der Erben-
gemeinschaft D.________ die Baubewilligung mit teilweiser Verweigerung für die 
Projektänderung 'Veränderte Dach- und Umgebungsgestaltung auf den Grunds-
tücken KTN xxxx und yyyy, O.________strasse in Küssnacht' (vgl. Bf-act. 2).

Die Nachtragsbewilligung enthielt u.a. den Hinweis, die geplante Volumenerwei-
terung insbesondere im Dachgeschoss habe eine Anpassung der ARA- und Ka-
nalisationsanschlussgebühr zur Folge. Zu den Bewilligungsgebühren und zur 
Kanalisationsgebühr wurde im Dispositiv der Nachtragsbewilligung (Disp.-Ziff. 12) 
was folgt verfügt: 

12. Die Bewilligungsgebühren im Gesamtbetrag von Fr. 9'623.--, die Kanali-
sationsanschlussgebühr in der Höhe von Fr. 12'176.40 und die Spiel-
platzabgeltung in der Höhe von Fr. 3'577.65 sind gemäss den Rechnun-
gen im Anhang zu begleichen.

D. Gegen den Beschluss des Bezirksrats Küssnacht vom 8. November 2017 
(Versand: 16.11.2017) lässt die Erbengemeinschaft D.________ mit Eingabe 
vom 4. Dezember 2017 rechtzeitig innerhalb der Rechtsmittelfrist von 20 Tagen 

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Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Schwyz erheben mit folgendem 
Rechtsbegehren:

1. Ziff. 12 (iVm Erwägungsziff. 1.11 und 1.10) des 
Nachtragsbaubewilligungsbeschlusses vom 8.11.2017 samt gleichzeitig 
eröffneter Rechnung und Verfügung Nr. 160790 sei hinsichtlich der zusätzlich 
veranlagten Kanalisationsanschlussgebühren von CHF 12'176.40 sowie der 
Baubewilligungs- und Kontrollgebühren im Gesamtbetrag von CHF 9'623.-- 
aufzuheben.

2. Die Baubewilligungsgebühren seien auf der Grundlage einer Grundgebühr 
(CHF 500.--) und der kantonalen Gebühr (CHF 1'790.--) sowie der durch die 
Vorinstanz auszuweisenden und durch das Kosten- und Äquivalenzprinzip 
gedeckten übrigen Leistungen neu festzusetzen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Bg/Vorinstanz.

E. Mit Verfügung vom 12. Dezember 2017 überweist der Regierungsrat die 
Beschwerde gestützt auf § 52 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
(VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 als Sprungbeschwerde zum Entscheid 
ans Verwaltungsgericht.

F. Mit Vernehmlassung ans Verwaltungsgericht vom 24. Januar 2018 
(Versand: 26.01.2018) beantragt der Bezirksrat Küssnacht, die Beschwerde sei 
vollumfänglich abzuweisen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdeführer. 

Die Erbengemeinschaft D.________ hält in ihrer Stellungnahme dazu vom 
7. Februar 2018 an ihren Anträgen und Begründungen fest. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Unter Ziff. 1.10 (Baubewilligungs- und Kontrollgebühren) und Ziff. 1.11   
(ARA- und Kanalisationsanschlussgebühr) des angefochtenen Beschlusses des 
Bezirksrats Küssnacht vom 8. November 2017 wurde was folgt ausgeführt:

1.10 Baubewilligungs- und Kontrollgebühren

Die Gebühren des Bezirkes Küssnacht werden gemäss Gebührenordnung für die 
Behandlung von Baugesuchen vom 1. Januar 2011 erhoben. Sie beinhalten in der 
Regel die Bearbeitungskosten von Bezirk und Kanton, Publikations- und allfällige 
Einsprachekosten, die Prüfung Brandschutz und die Prüfung Energienachweis, 
Beschlusskosten sowie Gebühren für Baukontrollen.

Die Gebühren stellen sich wie folgt zusammen:
- Grundtaxe und Publikation: Fr. 800.00
- Beurteilung unbewilligte Bauten, Augenschein: Fr. 1'078.00
- Gebühren für Beschluss: Fr. 1'000.00
- Gebühren für bereits durchgeführte Abnahmen: Fr. 4'955.00
- Gebühren Kanton (Kantonaler Gesamtentscheid): Fr. 1'790.00

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Totale Gebühren: Fr. 9'623.00
Die Baubewilligungsgebühr beträgt Fr. 9'623.--. Die beigefügte Rechnung ist innert 
Frist zu begleichen.

1.11 ARA- und Kanalisationsanschlussgebühr

Für die Grundstücksentwässerung von neuen Gebäuden und Anlagen haben die 
Grundeigentümer gemäss Art. 25 Abwasserreglement vom 1. Januar 2010 (AR) an 
die Erstellung und die Erneuerung der Abwasseranlagen eine Anschlussgebühr zu 
leisten. Die Anschlussgebühr wird anhand des Gebäudesvolumens, gemäss der 
jeweils gültigen Version der SIA-Norm 416 bemessen. Für Lagerhallen, 
Autoeinstellhallen und überdachte Parkplätze gilt ein tieferer Ansatz pro m3 
Volumen. Die geplante Volumenerweiterung insbesondere im Dachgeschoss hat 
eine Anpassung der ARA- und Kanalisationsanschlussgebühr zur Folge.

Gestützt auf die kubische Berechnung vom 22. August 2016 ergibt sich folgende 
Berechnung (der Carport im Erdgeschoss wurde gestützt auf Art. 25 Abs. 2 AR 
ergänzt):
Wohnhaus (à Fr. 19.--/m3): 3'502 m3 Fr. 66'538.00
Einstellhalle (à Fr. 5.--/m3): 1'311.9 + 115) 1'427 m3 Fr. 7'135.00
Carport EG (à Fr. 5.--/m3): 21.6 x 5.1 x 2.75    303 m3 Fr. 1'515.00
Total (exkl. MwSt.) Fr. 75'188.00
Bereits bezahlt (23.07.2014): Fr. 62'358.00
Zwischentotal 12'830.00
Zuzüglich 8 % MwSt. Fr. 1'026.40
Total (inkl. MwSt.) Fr. 13'856.40
./. Rechnung KTN xxxx bezahlt am 23.10.1970 (inkl. 0% MwSt.) Fr. 1'680.00
Total Restbetrag Fr. 12'176.40
Die Kanalisationsanschlussgebühr wird zusammen mit diesem Entscheid in 
Rechnung gestellt.

2.1 Die Beschwerdeführer bestreiten zunächst den Nachzahlungsbetrag für 
ARA- und Kanalisationsanschlussgebühren von Fr. 12'176.40 (vgl. Beschwerde 
S. 4 Ziff. II./8.1). Die bei Baubeginn/Kanalisationsanschluss zur Zahlung fällig 
gewordenen Anschlussgebühren seien nach Massgabe geringfügiger Volumen-
korrektur und zuzüglich Mehrwertsteuer mit Fr. 67'346.65 definitiv veranlagt und 
verrechnet worden (vgl. Beschwerde, S. 6 Ziff. II./10.4). Mehrwohnraum sei nicht 
geschaffen worden und ebenso wenig seien die Garagen und Fahrzeugflächen 
vermindert oder in nutzbaren Wohnraum umgewandelt worden (vgl. Beschwerde, 
S. 8 Ziff. II./10.8). Die einzige volumenrelevante Abweichung betreffe die Gestal-
tung des Daches am Gebäudetrakt Richtung Westfassade (vgl. Beschwerde, 
S. 8 Ziff. II./10.9). 

Die Vorinstanz rechtfertigt demgegenüber das Zurückkommen auf die (im Bau-
bewilligungsverfahren festgelegte) Anschlussgebühr (im Wesentlichen) damit, 
dass die Projektänderung (mit Wohnraum- und Volumenerweiterung insbesonde-
re im Dachgeschoss breitere Lukarne, steileres Dach) offensichtlich anschluss-

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gebührenpflichtig sei, was eine Überprüfung der gesamtheitlichen Berechnung 
der Kanalisationsanschlussgebühr voraussetze (vgl. Vernehmlassung, S. 2).

2.2 Mit den Beschwerdeführern ist zunächst davon auszugehen, dass (nach-
dem keine Teilzahlungen oder provisorische Zahlungen bei der Erteilung der 
Baubewilligung vorgesehen wurden und die Rechtsmittelbelehrung der Baubewil-
ligung, mit welcher das Baubewilligungsverfahren abgeschlossen wurde, auch 
die mit dieser berechnete Anschlussgebühr mitumfasste) die Anschlussgebühr 
bereits mit der Baubewilligung für das bewilligte Bauobjekt "definitiv" festgelegt 
wurde, wenn auch einstweilen nur suspensiv bedingt (Rechnungsstellung bei 
Baubeginn) sowie unter Vorbehalt einer allfälligen "Nachverfügung" bei abwei-
chender Bauausführung (vgl. dazu auch VGE II 2014 22 vom 13.8.2014 Erw. 3.2 
u. 3.3 publiziert in EGV-SZ 2014 B 5.2 S. 74 ff.; VGE II 2013 139 vom 15.4.2014 
Erw. 4.1 mit Hinweis auf EGV-SZ 1993 Nr. 30 [Erw. 2d]; VGE II 2008 36 vom 
23.9.2008 Erw. 7.1). Soweit die Anschlussgebühr bereits mit der Baubewilligung 
"definitiv" festgelegt wurde, kommt eine Abänderung oder Aufhebung grundsätz-
lich nur noch unter den Voraussetzungen des Widerrufs von Verfügungen (vgl. 
dazu insb. § 34 Abs. 1 VRP) in Frage.

Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts scheidet ein Widerruf aus, wenn 
das Interesse der Rechtssicherheit jenem an der richtigen Anwendung des 
Rechts vorgeht. So verhält es sich in der Regel, wenn eine Verfügung in einem 
Verfahren ergangen ist, in dem die sich gegenüberstehenden Interessen allseitig 
zu prüfen und gegeneinander abzuwägen waren oder wenn der Private von einer 
ihm durch die Verfügung eingeräumten Befugnis bereits Gebrauch gemacht hat 
(BGE 137 I 69 Erw. 2.3). Aus diesem Grund gelten namentlich Steuerveranla-
gungen nach Eintritt der (formellen) Rechtskraft grundsätzlich als unabänderlich, 
zumal sie in einem Verfahren ergehen, in dem der Sachverhalt besonders einge-
hend untersucht wird und sie das Steuerrechtsverhältnis ähnlich einem Urteil für 
einen zeitlich abgeschlossenen und einmaligen Sachverhalt regeln (BGE 121 II 
273 Erw. 1a/bb). Neben den Steuerveranlagungen werden in der Praxis aber 
auch Gebührenverfügungen grundsätzlich als unwiderruflich angesehen, zumal 
dann, wenn die Abgaben bereits bezahlt sind (Urteile BGer 2C_230/2012 vom 
24.9.2012 Erw. 3.2; 2C_810/2010 und 2C_765/2010 vom 20.9.2011 Erw. 3.2 f. 
betreffend Wasser- und Kanalisationsanschlussgebühren; vgl. auch Urteil BGer 
2C_452/2010 vom 22.8.2011 Erw. 2.6 betreffend Erschliessungsbeiträge). Aus-
nahmsweise lässt die Rechtsprechung eine nachträgliche Abänderung zuun-
gunsten des Pflichtigen auch bei Fehlen entsprechender Gründe zu, wenn der 
Fehler auf ein offensichtliches Versehen zurückzuführen ist und dies für den 

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Pflichtigen ohne Weiteres erkennbar war (vgl. Urteil BGer 2C_230/2012 vom 
24.9.2012 Erw. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

Demzufolge ist im vorliegenden Fall davon auszugehen, dass die Festlegung der 
Anschlussgebühr im Baubewilligungsverfahren spätestens mit deren Bezahlung 
durch die Erbengemeinschaft am 23. Juli 2014 grundsätzlich als unwiderruflich 
anzusehen war (vgl. auch VGE II 2018 27 und II 2018 30 vom 19.4.2018 
Erw. 4.1). Zuvor war die Anschlussgebühr bereits im Baubewilligungsverfahren 
"definitiv" berechnet und festgelegt und auch bei der Rechnungsstellung auf Re-
klamation der Beschwerdeführer hin nochmals genauer überprüft, (geringfügig) 
korrigiert und neu festgesetzt worden. Ein offensichtliches Versehen, welches 
gegebenenfalls eine nachträgliche Abänderung rechtfertigen würde, kann sich 
nicht auf Tatsachen beziehen, welche der Vorinstanz bereits bekannt waren und 
zu welchen nun bei der "Nachverfügung" erstmals eine andere Rechtsauffassung 
vertreten wird (wie z.B. Unterteilung in Wohnbauten, Autoeinstellhallen und über-
dachte Parkplätze). Anderenfalls, d.h. wenn die genaue Nutzung zum Zeitpunkt 
der Baubewilligung noch nicht "definitiv" bestimmt gewesen wäre, hätte die Vor-
instanz eine provisorische Rechnung erstellen und sich die spätere Überprüfung 
und definitive Abrechnung vorbehalten können (vgl. dazu auch Bst. A dritter Ab-
satz des Anhangs zum Reglement über die Siedlungsentwässerung vom 1. Ja-
nuar 2012). Die (nachträgliche) Projektänderung kann von der Vorinstanz nicht 
zum Anlass genommen werden, um auf die frühere rechtsverbindliche Ge-
bührenverfügung insgesamt zurückzukommen. Insofern ist der festgelegte und in 
Rechnung gestellte Nachzahlungsbetrag für die Kanalisations-/ARA-Anschluss-
gebühren richtigerweise aufzuheben. 

2.3 Beizupflichten ist der Vorinstanz insoweit, als dass die Rechtsverbindlich-
keit nicht für die (nachträgliche) Projektänderung während der Bauausführung 
(Vergrösserung Dachgeschoss) gelten kann, für die ein eigenes (nachträgliches) 
Baubewilligungsverfahren (Zusatzbewilligung zur Baubewilligung) durchzuführen 
war. Es ist unbestritten, dass die bauliche Änderung (Gestaltung des Daches) ei-
ne Mehrkubatur bewirkt hat (vgl. Beschwerde, S. 8 Ziff. II./10.9). Die Zusatzge-
bühr bei Änderung setzt allerdings entgegen der Meinung der Vorinstanz keine 
Überprüfung der gesamtheitlichen Berechnung der Kanalisationsanschlussge-
bühr voraus. Es genügt, dass als Bemessungsgrundlage für die Festlegung des 
Nachzahlungsbetrags die Mehrkubatur herangezogen wird (vgl. dazu auch VGE 
II 2011 7 vom 30.3.2011 publiziert in EGV-SZ 2011 B 5.1 S. 58 ff.; VGE 708/99 
vom 17.12.1999 publiziert in EGV-SZ 1999 Nr. 21 S. 68 ff.). Richtig ist, dass sich 
die Beschwerdeführer bei der Neuberechnung nicht auf die Bagatellgrenze (we-
niger als 5% Veränderung des Gebäudevolumens bis zu einer Volumenerweite-

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rung von maximal 20m3) berufen können, kommt doch diese Privilegierung 
gemäss klarem Wortlaut des Reglements über die Siedlungsentwässerung einzig 
bei Erneuerungen, nicht jedoch bei Projektänderungen zur Anwendung (vgl. dazu 
Art. 25 Ziffer 2 des Reglements über die Siedlungsentwässerung sowie Bst. A 
zweiter Absatz des Anhangs zum Reglement über die Siedlungsentwässerung 
vom 1. Januar 2012). Dies erscheint auch sachgerecht, anderenfalls könnte z.B. 
durch (nachträgliche) Projektänderungen die Bezahlung der angemessenen An-
schlussgebühr umgangen werden, was auch unter dem Gesichtspunkt der 
Rechtsgleichheit nicht zugelassen werden kann. Zudem wurde von den Be-
schwerdeführern auch ein Abzug vom gebührenpflichtigen Volumen für nicht ge-
nutzte Hohl- und Lufträume von Gebäudeteilen mit überhohen Räumen gemäss 
Bst. A vierter Absatz des Anhangs zum Reglement über die Siedlungsentwässe-
rung geltend gemacht. Die Bestimmung verweist diesbezüglich auf Art. 25 Zif-
fer 4 des Reglements über die Siedlungsentwässerung, wo jedoch eine Ge-
bührenanpassung einzig für industrielle und gewerbliche Betriebe vorgesehen ist. 
Ob diese Regelung auch für die Liegenschaft der Beschwerdeführer Anwendung 
finden kann, wird die Vorinstanz im Rahmen der Neuberechnung der Anschluss-
gebühren zu prüfen haben.

2.4 Dementsprechend erweist sich die Beschwerde hinsichtlich des Nachzah-
lungsbetrages für die ARA- und Kanalisationsanschlussgebühren als berechtigt. 
Die "Nachverfügung" ist insofern aufzuheben und die Sache zur neuen Festle-
gung des Nachzahlungsbetrags ausschliesslich unter Heranziehung der durch 
die (nachträgliche) bauliche Änderung (Gestaltung des Daches) bewirkten Mehr-
kubatur an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3.1 Die Beschwerdeführer bestreiten ebenso die Baubewilligungs- und Kon-
trollgebühren, die mit der Zusatzbewilligung zur Baubewilligung mit total 
Fr. 9'623.-- in Rechnung gestellt wurden (vgl. Beschwerde S. 5 Ziff. II./8.2). Diese 
Gebührenerhebung verletze in offenkundiger Weise das Kosten- wie das Äquiva-
lenzprinzip (vgl. Beschwerde, S. 9 Ziff. II./11.1). Es erscheine unergründlich, 
weshalb die Gebühren des Nachtragsverfahrens gar jene des Hauptverfahrens 
für ein umfangreiches Erweiterungs- und Neubauprojekt übersteigen würden (vgl. 
Beschwerde, S. 10 Ziff. II./11.3). 

Die Vorinstanz räumt ein, bei der zusätzlich aufgeführten Publikationsgebühr von 
Fr. 300.-- handle es sich um einen Irrtum; sie sei fälschlicherweise in Rechnung 
gestellt worden. Die weiteren Ansätze stünden jedoch in einem vernünftigen Ver-
hältnis zu den Handlungen und dem Aufwand der Baubehörde, seien somit ge-
rechtfertigt und entsprächen dem Äquivalenzprinzip (vgl. Vernehmlassung, 
S. 4 ff.). 

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3.2 Für die Überprüfung der Rechtmässigkeit der angefochtenen Gebühren-
rechnung ist beachtlich, in welchem Gesamtkontext die Rechnungsstellung steht. 
Die angefochtenen Bewilligungs- und Kontrollgebühren ergingen im Rahmen ei-
ner Nachtragsbewilligung, indem für nicht bewilligte Bauteile des mit Baubewilli-
gung Nr. 2011/132 grundsätzlich bewilligten Bauprojektes eine Zusatzbewilli-
gung/Nachtragsbewilligung zur Baubewilligung gefordert wurde. Mithin wurde 
das eigentliche Bauprojekt bereits genehmigt und dafür Baubewilligungs- und 
Kontrollgebühren in Rechnung gestellt (und bezahlt) und jetzt für die Nachtrags-
bewilligung für die noch nicht bewilligten Bauteile Baubewilligungs- und Kontroll-
gebühren in Rechnung gestellt.

Die Bewilligungs- und Kontrollgebühren Bezirk für das (ursprüngliche) Baubewil-
ligungsverfahren Nr. 2011/132 beliefen sich damals auf Fr. 7'081.65, wobei diese 
wie folgt auf die Baubewilligungsgebühr (Fr. 3'619.50) und die Kontrollgebühr 
(Fr. 3'462.15) aufgeteilt wurden:

- Grundtaxe (500.--/150.-- bis 600.--) und Inserate (300.--) Fr. 800.--
- Wohnung und Geschäftshäuser 5039 m3 Fr. 0.50 Fr. 2'519.50
- Augenschein / Mehraufwendungen (Einsprachen) Fr. 300.--
Gebühren für Baukontrolle:
- Grundtaxe (Baugesp./Schnurgerüst/Kontr.) nach effekt. Aufw. Fr. 942.65
- Wohn- und Geschäftshäuser 5039 m3 Fr. 0.50 Fr.2'519.50
- Grundtaxe (Verfahren ohne m3-Berechnung) Fr. 0.--
- Mehraufwendungen (Nachkontrolle) Fr. 0.--
Bewilligungsgebühren Bezirk Fr.7'081.65

Mit der Zusatzbewilligung zur Baubewilligung (Nachtragsbewilligung) hat der Be-
zirk kommunale Bewilligungs- und Kontrollgebühren in der Höhe von Fr. 7'833.-- 
in Rechnung gestellt. Dieser Betrag setzt sich gemäss Vorinstanz wiederum wie 
folgt zusammen:

- Grundtaxe und Publikation Fr. 800.--
- Beurteilung unbewilligte Bauten, Augenschein Fr. 1'078.--
- Gebühren für den Beschluss Fr. 1'000.--
Gebühren für Baukontrolle:
- Grundtaxe (Verfahren ohne m3-Berechnung) Fr. 500.--
- Mehraufwendungen 
  (Rohbau- und Fertigbaukontrolle Bauten ohne Bewilligung) Fr. 4'455.--
Bewilligungsgebühren Bezirk Fr. 7'833.--

In der nachfolgenden Prüfung muss deshalb bei den einzelne Rechnungspositio-
nen für die Zusatzbewilligung zur Baubewilligung (Nachtragsbewilligung) auch 

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darauf geachtet werden, dass nicht zusätzlich doppelt Gebühren für das Baube-
willigungsverfahren und die Baukontrolle erhoben werden, für welche bereits Ge-
bühren mit der Baubewilligung für das Baugesuch Nr. 2011/132 bezahlt worden 
sind.

3.3 Bezüglich der Rechnungsposition 'Grundtaxe und Publikation' von Fr. 800.-- 
räumt die Vorinstanz bereits ein, dass die zusätzlich aufgeführte Publikationsge-
bühr von Fr. 300.-- fälschlicherweise in Rechnung gestellt worden sei, da bei der 
Bewilligung im Vereinfachten Verfahren keine Publikation notwendig war. 

An der Grundtaxe von Fr. 500.-- gemäss Ziff. 1.1 GebO will die Vorinstanz dage-
gen festhalten. Zur Begründung wird angeführt, das Bauvorhaben habe aufgrund 
der gegebenen Umstände (Verletzung öffentlicher Interesse, Gewässerraum) 
nicht als geringfügige Änderung taxiert werden können, weshalb es kompetenz-
bedingt durch den Bezirksrat behandelt worden sei. Mit Schreiben vom 20. Juli 
2016 (erste Vorprüfung) sei den Gesuchstellern mitgeteilt worden, dass das Ge-
such im ordentlichen Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden müsse. 
Folge dessen komme nicht ausschliesslich der Gebührenansatz für die Bewilli-
gung im Vereinfachten Verfahren zum Tragen. Dieser Argumentation kann indes 
nicht gefolgt werden. Auch wenn der Beschluss formell durch den Bezirksrat be-
schlossen wurde, lässt sich nicht bestreiten, dass die Baubewilligung für die Än-
derungen des bewilligten Bauvorhabens im Vereinfachten Verfahren erteilt wur-
de. Entsprechend bestätigte auch die Baukommission in ihrem späteren Schrei-
ben vom 7. September 2016 (zweite Vorprüfung), dass das Baubewilligungsver-
fahren im Vereinfachten Verfahren durchgeführt werden könne, sofern die schrift-
liche Zustimmung der direkten Anstösser zusammen mit den Baugesuchsplänen 
eingereicht werde. Gemäss Ziff. 1.2 GebO erfolgt bei der Bewilligung im Verein-
fachten Verfahren eine Abrechnung nach Aufwand innerhalb des Gebührenrah-
mens von min. Fr. 150.-- bis max. Fr. 1'000.--. Diese Gebühr nach Ziff. 1.2 GebO 
wurde durch die Vorinstanz denn auch in Rechnung gestellt (vgl. nachfolgend 
Ziff. 3.4). Für die (zusätzliche) Erhebung einer Grundtaxe von Fr. 500.-- (gemäss 
Ziff. 1.1 GebO) besteht insofern keine Grundlage. Daher kann auch an der 
Grundtaxe von Fr. 500.-- nicht festgehalten werden.

3.4 Sodann wurde unter der Rechnungsposition 'Gebühren für den Beschluss' 
von der Vorinstanz ohne irgendeinen konkreten Aufwandnachweis die (Maximal-) 
Gebühr von Fr. 1'000.-- für eine Bewilligung im Vereinfachten Verfahren gemäss 
Ziff. 1.2 GebO in Rechnung gestellt. Eine Abrechnung nach Aufwand setzt je-
doch grundsätzlich voraus, dass dieser auch näher (zumindest in dem geltend 
gemachten Umfang bis max. Fr. 1'000.--) benannt (substantiiert) werden kann. 
Der blosse Hinweis, dass eine detaillierte Auflistung der Arbeitszeiten bei der öf-

12

fentlichen Verwaltung in der Praxis nicht umsetzbar sei bzw. in keinem vernünfti-
gen und vertretbaren Kosten-/Nutzenverhältnis stehen würde, kann unter diesem 
Gesichtspunkt nicht genügen. Allerdings ist im vorliegenden Fall jedoch aufgrund 
der Akten nachvollziehbar, dass der Vorinstanz im Zusammenhang mit der Vor-
prüfung und Vervollständigung der Baugesuchsunterlagen zu den Änderungen 
des bewilligten Bauvorhabens bis hin zur möglichen Erteilung der erforderlichen 
Ausnahmebewilligungen insgesamt ein durchaus erheblicher Arbeitsaufwand 
entstanden ist. Die nachträgliche Baubewilligung wurde überhaupt erst notwen-
dig aufgrund nicht bewilligter Bauausführung. Die auf Aufforderung hin einge-
reichten Baugesuchsunterlagen waren ungenügend und es mussten Zusatzun-
terlagen nachgefordert werden. In der Folge waren mehrere Vorprüfungen mit 
entsprechenden Prüfberichten notwendig. Es wurde ein Augenschein durchge-
führt und weil die Bewilligung durch den Kanton nicht in Aussicht gestellt werden 
konnte, waren erneute Überarbeitungen notwendig (vgl. zum ganzen Verfahren 
Ingress Bst. C). Insgesamt war der Aufwand für eine Bewilligung im Vereinfach-
ten Verfahren überdurchschnittlich hoch, weshalb es im vorliegenden Fall ge-
rechtfertigt erscheint, dass die (Maximal-) Gebühr von Fr. 1'000.-- für eine Bewil-
ligung im Vereinfachten Verfahren gemäss Ziff. 1.2 GebO erhoben wurde.

3.5 Darüber hinaus wurden von der Vorinstanz unter der Rechnungsposition 
'Beurteilung unbewilligte Bauten, Augenschein' ein Betrag von Fr. 1'078.-- in 
Rechnung gestellt. Nach Angabe der Vorinstanz setzt sich dieser Betrag gemäss 
der internen Zusammenstellung des Arbeitsaufwandes für die Nachbearbeitung 
der unbewilligten Projektänderung bzw. der nachträglichen Baubewilligung wie 
folgt zusammen:

Sachbearbeiterin (angenommener Ansatz Fr. 110.00)
- Besprechung Protokoll 16.02.2016 1 Std. Fr. 110.--
- Augenschein 08.05.2017 2 Std. Fr. 220.--
- Protokoll Augenschein 09.05.2017 2 Std. Fr. 220.--
Stv. Abteilungsleiter (Leiter Baubewilligungen, Ansatz Fr. 132.00)
- Schlussabnahme 05.02.2016 1 Std. Fr. 132.--
- Besprechung Protokoll 16.02.2016 1 Std. Fr. 132.--
- Augenschein 08.05.2017 2 Std. Fr. 264.--
Total Fr. 1'078.--

Diesbezüglich ist es nicht zu beanstanden, dass die Mehraufwendungen (Mehr-
aufwendungen Nachkontrolle, Augenschein) von der Vorinstanz zusätzlich in 
Rechnung gestellt wurden. Der Aufwand für die Schlussabnahme (inkl. Bespre-
chung Protokoll) wurde zwar grundsätzlich (vorbehältlich Mehraufwendungen 
Nachkontrolle) bereits mit der Baubewilligung Nr. 2011/132 in Rechnung gestellt 

13

(vgl. vorne Erw. 3.2). Vorbehalten bleiben hier allerdings Mehraufwendungen bei 
der Baukontrolle (u.a.) infolge unbewilligter Abänderungen (des bewilligten Bau-
vorhabens) oder hohem Komplexitätsgrad, die gemäss Ziff. 2.4 GebO zusätzlich 
nach Aufwand in Rechnung gestellt werden können. Vorliegend wurden Projek-
tänderungen ohne Bewilligung durchgeführt, was bei der Schlusskontrolle zu 
Mehraufwendungen führte, für deren Rechnungsstellung die genannte Grundlage 
besteht. Ebenfalls verursachte der auf Begehren der Beschwerdeführer durchge-
führte Augenschein zweifellos nicht nur den zuständigen Personen der kantona-
len Amtsstellen, sondern auch der Vorinstanz einen Mehraufwand, der gemäss 
Ziff. 6.2 GebO gesondert in Rechnung gestellt werden konnte. Die Mehraufwen-
dungen bei der Baukontrolle (1h x Fr. 110.-- + 2h x Fr. 132.--) sowie aufgrund 
des Augenscheins (je 2h Augenschein x Fr. 110.-- bzw. Fr. 132.-- sowie 2h x 
Fr. 110.-- für Protokollierung) sind auch durch die interne Zusammenstellung des 
Arbeitsaufwandes ausgewiesen. Der zeitliche (Mehr-) Aufwand erscheint dabei 
insgesamt nicht als unangemessen, und die Abrechnung erfolgte im Rahmen der 
gültigen Tarife für Leistungen der Bauverwaltung. 

3.6 Im Weiteren wurde unter den 'Gebühren für Baukontrolle' von der Vor-
instanz zudem als Rechnungsposition 'Grundtaxe (Verfahren ohne m3-Berech-
nung)' ein Betrag von Fr. 500.-- in Rechnung gestellt. Gemäss Ziff. 2.3 GebO 
kann bei der Bewilligung im Vereinfachten Verfahren für die Baukontrolle jedoch 
lediglich eine Grundtaxe (ohne m3-Berechnung) von Fr. 200.-- erhoben werden. 
Diese erscheint gerechtfertigt, stellt doch die nachträgliche Baubewilligung im 
Vereinfachten Verfahren ein eigenständiges Verfahren dar, das erneute Kon-
trollaufgaben nach sich zieht und von den Kontrollgebühren der ursprünglichen 
Baubewilligung Nr. 2011/132 noch nicht abgedeckt sind. 

Für eine höhere Grundtaxe von Fr. 500.-- besteht indes keine rechtliche Grund-
lage. Die höheren Gebühren von Fr. 500.-- lassen sich auch nicht durch zu-
sätzliche Aufwendungen von Fr. 300.-- bei der Baukontrolle begründen (Ziff. 2.4 
GebO). Für die Mehraufwendungen bei der Baukontrolle (Schlussabnahme/Be-
sprechung Protokoll) wurde bereits aufgrund der internen Zusammenstellung des 
Arbeitsaufwands ein Betrag zusätzlich nach Aufwand in Rechnung gestellt (vgl. 
vorne Erw. 3.5). Für dieselben Mehraufwendungen können nicht zusätzlich dop-
pelte Gebühren erhoben werden. Zudem wird ein konkreter, noch nicht verrech-
neter Mehraufwand nicht ausgewiesen, was ohnehin Voraussetzung wäre.

3.7 Schliesslich wurden unter den 'Gebühren für Baukontrolle' zusätzlich als 
Rechnungsposition nochmals 'Mehraufwendungen (Rohbau- und Fertigbaukon-
trolle Bauten ohne Bewilligung)' mit einem Betrag von Fr. 4'455.-- in Rechnung 
gestellt. Dies mit der Begründung, die Schnurgerüst- und Rohbaukontrolle werde 

14

durch ein externes qualifiziertes Fach- bzw. Vermessungsbüro durchgeführt. Die-
ses habe für die Rohbaukontrolle einen Aufwand von total 41.25 Stunden betrie-
ben, was bei einem Zeitmitteltarif von Fr. 100.-- einen Betrag inkl. MwSt von 
Fr. 4'455.-- ergebe. Entgegen der Meinung der Vorinstanz lassen sich jedoch die 
extern entstandenen Kosten nicht ohne weiteres auf die Beschwerdeführer 
überwälzen. Die Rohbaukontrolle erfolgte gemäss Zeitrapport zwischen dem 
1. Oktober und 31. Dezember 2015 und bezog sich explizit auf das Baugesuch 
Nr. 2011/132 (vgl. Akten Vorinstanz, Zeitrapport vom 9.2.2016). Für die ent-
sprechende Bauabnahme (Schnurgerüst, Rohbau- und Schlusskontrolle) wurde 
den Beschwerdeführern dementsprechend bereits mit der Baubewilligung 
Nr. 2011/132 gestützt auf Ziff. 2.1 GebO anhand einer kubischen Berechnung ein 
Betrag von Fr. 2'519.50 in Rechnung gestellt (vgl. vorne Erw. 3.2). Mehraufwen-
dungen bei der Baukontrolle dürfen in diesem Zusammenhang gemäss der Ge-
bührenordnung nur dann noch zusätzlich in Rechnung gestellt werden, wenn sich 
solche infolge Unvollständigkeit oder fehlerhafter Absteckung, Abänderungen 
oder hohem Komplexitätsgrad ergeben (vgl. Ziff. 2.4 GebO). Inwieweit derartige 
Mehraufwendungen bei der Baukontrolle entstanden sein sollen (die über die 
Mehraufwendungen der Schlusskontrolle hinausgehen, die ja bereits gemäss 
Erw. 3.5 in Rechnung gestellt wurden), kann den Stunden-Rapporten und der 
Rechnungsstellung der beigezogenen Sachverständigen jedoch nicht entnom-
men werden. Auch die Vorinstanz legt in keiner Weise dar, inwieweit die Ge-
bühren für die Rohbaukontrolle nicht bereits mit der Rechnungsstellung für die 
Baubewilligung Nr. 2011/132 vollständig entrichtet wurden, und weshalb es sich 
nun rechtfertigen sollte, dass den Beschwerdeführern der Aufwand der beigezo-
genen Sachverständigen noch zusätzlich (zur bereits erfolgten Gebührenberech-
nung anhand der kubischen Ausmasse) überwälzt wird. Kann die Vorinstanz ei-
nen entsprechend begründeten Mehraufwand nicht dartun, erweist sich die (zu-
sätzliche) Überwälzung der extern entstandenen Kosten von Fr. 4'455.-- als re-
glementswidrig (vgl. dazu auch bereits VGE III 2012 210 und III 2013 26 i.Sa. 
U.E. u. C.E. gegen Bezirksrat Küssnacht vom 17.4.2013 Erw. 5.3.3 u. 5.3.4).

3.8 Dementsprechend erweist sich die Beschwerde auch hinsichtlich der Bau-
bewilligungs- und Kontrollgebühren als begründet, weil diese in verschiedener 
Hinsicht gegen die Gebührenordnung verstossen und der Korrektur bedürfen. So 
können einzig die Gebühren für den Beschluss im Vereinfachten Verfahren 
(Ziff. 1.2 GebO) von Fr. 1'000.-- (Erw. 3.4), Mehraufwendungen Baukontrolle und 
Augenschein (Ziff. 2.4 und 6.2 GebO) von Fr. 1'078.-- (Erw. 3.5) sowie Grundtaxe 
Baukontrolle Vereinfachtes Verfahren (ohne m3-Berechnung; Ziff. 2.3 GebO) von 
Fr. 200.-- (Erw. 3.6) anerkannt werden. Für die weiteren in Rechnung gestellten 
Gebühren besteht keine Rechtsgrundlage bzw. ist ein entsprechend begründeter 

15

Mehraufwand nicht dargetan. Die Sache ist dementsprechend zur neuen Festle-
gung der Baubewilligungs- und Kontrollgebühren im Sinne dieser Erwägungen 
an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4.1 Im Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen. Dispositivziffer 12 des ange-
fochtenen Beschlusses des Bezirksrates (BzRB) Nr. 727 vom 8. November 2017 
betreffend Kanalisationsanschlussgebühren von Fr. 12'176.40 und Baubewilli-
gungs- und Kontrollgebühren von Fr. 9'623.-- wird aufgehoben und die Sache zur 
neuen Festlegung der Gebühren im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz 
zurückgewiesen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Kosten des Verfahrens 
von Fr. 800.-- der Vorinstanz auferlegt (§ 72 Abs. 2 VRP). Die Vorinstanz hat  
den anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführern eine Parteientschädigung 
zu bezahlen. Diese ist in Beachtung des Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der für das Honorar im 
Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8‘400.-- vorsieht, sowie der in § 2 enthaltenen Kriterien und in Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) 
festzulegen.

16

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird im angefochtenen Beschluss des Be-
zirksrates (BzRB) Nr. 727 vom 8. November 2017 Disp.-Ziff. 12 aufgeho-
ben, soweit sie die Kanalisationsanschlussgebühren von Fr. 12'176.40 und 
die Baubewilligungs- und Kontrollgebühren von Fr. 9'623.-- betrifft, und die 
Sache zur neuen Festlegung der Gebühren im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens werden pauschal auf Fr. 800.-- (Gerichtsge-
bühr, Kanzleikosten, Barauslagen) festgesetzt und der Vorinstanz auferlegt. 
Sie hat ihr Kostentreffnis von Fr. 800.-- innert 30 Tagen seit Zustellung die-
ses Entscheids auf Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts einzu-
zahlen. Die Beschwerdeführer haben am 16. Dezember 2017 einen Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- bezahlt, der ihnen aus der Gerichtskasse 
zurückerstattet wird. 

3. Die Vorinstanz hat den anwaltschaftlich vertretenen Beschwerdeführern für 
das verwaltungsgerichtliche Beschwerdeverfahren eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) auszurichten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:

-  den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)
-  die Vorinstanz (R)
-  den Regierungsrat (2)
-  und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (z.K.).

Schwyz, 26. Juni 2018

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Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. Juli 2018