# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d66ee3ce-57ac-5ecf-a2e6-c753ed39dbe4
**Source:** Zürich (entscheidsuche) (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 21.10.2025 LA240019
**Docket/Reference:** LA240019
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LA240019_2025-10-21.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LA240019-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. B. Schärer und Oberrichterin lic. iur. N. Jeker 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw C. Meier

Urteil vom 21. Oktober 2025

in Sachen

A._____ AG, 
Beklagte und Berufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____, 
Klägerin und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. rer. pol. Y._____, 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Arbeitsgericht Meilen vom 2. Juli 2024 (AH230010-G)

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Rechtsbegehren:
(Urk. 45 S. 1)

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin EUR 20'953.72 zzgl. 
5 % Zins ab dem 17.05.2022 zu zahlen.
(Std. 21.05.2024 daher EUR 23'063.40 (inkl. Zinsen iHv EUR 
2'109.70))

 2. Eventualiter sei sie zu verpflichten, der Klägerin EUR 8'053.72 
zzgl. 5 % Zins ab dem 17.05.2022 zu zahlen.
(Std. 21.05.2024 daher: EUR 8'864.60 (inkl. Zinsen iHv EUR 
810.90))

 3. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen auch im Hinblick auf das 
friedensrichterliche Verfahren (zzgl. gesetzlicher MwSt.) zu Las-
ten der Beklagten."

Urteil des Arbeitsgerichts am Bezirksgericht Meilen vom 2. Juli 2024:
(Urk. 50 = Urk. 54)

"1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin EUR 20'953.72 brutto nebst Zins 

zu 5 % seit 17. Mai 2022 zu bezahlen.

2. Die Gerichtskosten fallen ausser Ansatz.

3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 4'350.– zu bezahlen.

[Mitteilung / Rechtsmittel]"

Berufungsanträge:

des Berufungsklägers und Beklagten (Urk. 53 S. 2):

"1. Das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Arbeitsgericht, vom 2. Juli 2024, 
Geschäfts-Nr. AH230010 sei aufzuheben und die Klage vom 8. August 
2023 vollumfänglich abzuweisen.

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2. Eventualiter sei das Urteil des Bezirksgerichts Meilen, Arbeitsgericht, 
vom 2.Juli 2024, Geschäfts-Nr. AH230010 aufzuheben und zur Neube-
urteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, inklusive Neuverteilung 
der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. gesetzli-
cher MwSt. zu Lasten der Berufungsbeklagten. "

der Berufungsbeklagten und Klägerin (Urk. 59 S. 2):

"1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten 
ist.

2. Der angefochtene Entscheid des Urteils des Arbeitsgerichts Meilen 
vom 02. Juli 2024 sei zu bestätigen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der 
Berufungsklägerin."

Erwägungen:

I.

1. Bei der Beklagten und Berufungsklägerin (fortan Beklagte) handelt es sich um 

eine Aktiengesellschaft mit Sitz in C._____. Sie bezweckt unter anderem … [Zweck] 

(Urk. 46/1). Die Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) war ab dem 23. August 2021 

für die Beklagte als Beraterin tätig. Ihre Tätigkeit beruhte (zunächst) auf einem von 

den Parteien am 17. August 2021 abgeschlossenen Vertrag. Darin vereinbarten sie 

eine Überprüfung der weiteren Zusammenarbeit für Ende November 2021. Am 

12. Dezember 2021 schlossen die Parteien einen zweiten Vertrag, gemäss wel-

chem die Klägerin die Aufgabe einer Investment Managerin übernahm. Der Wort-

laut der Vereinbarung ist im angefochtenen Entscheid wiedergegeben (Urk. 54 E. 

I.2.). Am 7. März 2022 kündigte die Beklagte die Zusammenarbeit mit der Klägerin 

per E-Mail fristlos (für den Wortlaut der Kündigung vgl. Urk. 54 E. I.4.). Die Klägerin 

setzte ihre Tätigkeit für die Beklagte danach bis zum 7. Mai 2022 fort. Die in Ziffer 

3.1 des Vertrags vom 12. Dezember 2021 vereinbarten monatlichen Zahlungen von 

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EUR 6'000.– erhielt sie bis zum 23. Januar 2022 (Urk. 54 E. I.1. ff.; Urk. 45 Ziff. 5.1. 

f.; Urk. 46/2; Urk. 4/1-2; Urk. 49 S. 2 ff.). 

2. Mit Eingabe vom 8. August 2023 machte die Klägerin unter Einreichung der 

Klagebewilligung des Friedensrichteramts C._____ vom 4. Mai 2023 (Urk. 1) das 

vorliegende Verfahren mit dem eingangs wiedergegebenen Rechtsbegehren bei 

der Vorinstanz hängig (Urk. 2). Sie macht damit die ausstehenden Monatslöhne bis 

zum Ende der arbeitsvertraglichen Kündigungsfrist geltend. Die Beklagte geht vom 

Vorliegen eines Auftragsverhältnisses aus und bestreitet die Klage. Hinsichtlich der 

Prozessgeschichte vor Vorinstanz kann auf das angefochtene Urteil verwiesen 

werden, welches am 2. Juli 2024 erging (Urk. 54 E. II).

3. Dagegen erhob die Beklagte am 22. August 2024 innert Frist (vgl. Urk. 51/1) 

Berufung mit den eingangs wiedergegebenen Anträgen (Urk. 53). Mit Verfügung 

vom 3. Oktober 2024 wurde der Klägerin Frist zur Berufungsantwort angesetzt 

(Urk. 56). Diese wurde fristgerecht am 7. November 2024 erstattet (Urk. 59) und 

der Beklagten zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 62). In der Folge reichte die Be-

klagte am 14. Dezember 2025 eine Stellungnahme ein (Urk. 66), die wiederum der 

Klägerin zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 67). Mit Eingabe vom 5. März 

2025 nahm die Klägerin Stellung (Urk. 68). Die Eingabe der Klägerin wurde der 

Beklagten am 7. April 2025 zugestellt (Urk. 69). Es folgten keine weiteren Eingaben 

der Parteien.

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-52). Das Verfahren er-

weist sich als spruchreif.

II.

1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-

stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungs-

instanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der Streitsache und 

folglich über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einsch-

liesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 

5A_1049/2019 vom 25. August 2021 E. 3). In der schriftlichen Berufungsbegrün-

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dung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erst-

instanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten 

ist, respektive an einem der genannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 

III 374 E. 4.3.1). Das setzt (im Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintre-
tensvoraussetzung) voraus, dass die Berufung erhebende Partei die vorinstanzli-

chen Erwägungen, die sie anficht, bezeichnet, sich argumentativ mit diesen aus-

einandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, 

wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden 

erhoben wurden, beziehungsweise aus welchen Aktenstellen sich der geltend ge-

machte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere Vor-

bringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; 

BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Von der Berufungsinstanz kann 

nicht erwartet werden, dass sie von sich aus in den Vorakten die Argumente zu-

sammensucht, die zur Berufungsbegründung geeignet sein könnten (OGer ZH 

NP220014 vom 16.11.2022 E. II.1 S. 5; BGer 5A_438/2012 vom 27. August 2012 

E. 2.4). Das obere kantonale Gericht hat sich – abgesehen von offensichtlichen 

Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschränken, 

die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben werden (BGE 142 

III 413 E. 2.2.4). Auf die Parteivorbringen ist insoweit einzugehen, als dies für die 

Entscheidfindung erforderlich ist (BGE 134 I 83 E. 4.1).

2.1. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel nur noch 

berücksichtigt, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden (Art. 317 

Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vor-

gebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Im Berufungsverfahren ist 

das Nachbringen von Behauptungen, welche im erstinstanzlichen Verfahren un-

substantiiert geblieben waren, ausgeschlossen (ZK ZPO-Reetz, Vorbemerkungen 

zu Art. 308-318 N 44). Dies gilt auch für Verfahren, welche – wie das vorliegende 

arbeitsrechtliche Verfahren – der sozialen Untersuchungsmaxime gemäss Art. 247 

Abs. 2 ZPO unterstehen (BGE 142 III 413 E. 2.2.2; BGE 138 III 625 E. 2.2).

Wer sich auf (unechte) Noven beruft, hat deren Zulässigkeit darzutun und ihre Vor-

aussetzungen notwendigenfalls zu beweisen (BGE 143 III 42 E. 4.1 S. 43; BGer 

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5A_86/2016 vom 5. September 2016 E. 2.1, je m.w.H.). Werden Tatsachenbehaup-

tungen oder Beweisanträge im Berufungsverfahren bloss erneuert, ist unter Hin-

weis auf konkrete Aktenstellen aufzuzeigen, dass und wo sie bereits vor Vorinstanz 

eingebracht wurden; andernfalls gelten sie als neu. Neue rechtliche Argumente 

(Vorbringen zum Recht) stellen keine Noven im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO dar 

und können in der Berufung uneingeschränkt vorgetragen werden (BGer 

4A_519/2011 vom 28. November 2011 E. 2.1, 5A_351/2015 vom 1. Dezember 

2015 E. 4.3). Sie dürfen sich allerdings nicht auf unzulässige neue Tatsachen stüt-

zen

2.2. Wie die Beklagte zutreffend vorbringt (Urk. 66 Rz. 3, Rz. 7, Rz. 9, Rz. 12, 

Rz. 17 ff., Rz. 25, Rz. 29, Rz. 31 f.), handelt es sich bei sämtlichen mit der Beru-

fungsantwort eingereichten Unterlagen (Urk. 61/1-15) um neue Beweismittel, die 

erstmals im Berufungsverfahren eingereicht wurden. Auch die dazugehörigen Tat-

sachenbehauptungen und weiteren Vorbringen der Klägerin, so bspw. betreffend 

Firmenhandy mit vorinstallierter Firmensoftware und Zugang zu Backup Folders 

und Shared Drive, Zugang zu den E-Mails der Beklagten, Verwendung der E-Mail-

Signatur der Beklagten, Vorgaben betreffend Arbeitsort, Vorgaben betreffend Fris-

ten und Instruktionen durch die Beklagte (Urk. 59 Ziff. 1 Abs. 2 f., Ziff. 3 Abs. 1, 

Ziff. 5 Abs. 1-4, Abs. 6, Ziff. 13 Abs. 3, Ziff. 15 Abs. 1; vgl. auch Urk. 59 Ziff. 1 

Abs. 1 [Bezugnahme auf Wortlaut Einleitung Vertrag] und Urk. 59 Ziff. 1 Abs. 3) 

sind neu und wurden erstmals im Berufungsverfahren (substantiiert) vorgebracht. 

Die Klägerin legt in ihrer Berufungsantwort nicht dar, dass die Voraussetzungen für 

das Vorbringen (unechter) Noven erfüllt sind. Die eingereichten Unterlagen stam-

men aus den Jahren 2021 und 2022. Sie existierten mithin bereits im Zeitpunkt des 

erstinstanzlichen Verfahrens. Weshalb ihr es trotz zumutbarer Sorgfalt nicht mög-

lich gewesen sein soll, diese rechtzeitig in das Verfahren einzubringen, erklärt sie 

nicht. Ihr pauschales Vorbringen in der Stellungnahme vom 5. März 2025, die 

neuen Behauptungen seien durch die Berufungsschrift der Beklagten veranlasst 

(Urk. 68), erweist sich in dieser Hinsicht als ungenügend. Die neu eingereichten 

Unterlagen und neu erhobenen Behauptungen sind damit unzulässig, weshalb 

nicht weiter darauf einzugehen ist. 

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Soweit die Klägerin neu bzw. erstmals substantiiert Bezug auf Vorbringen 

nimmt (Urk. 59 Ziff. 5 Abs. 1, Ziff. 13 Abs. 3; Urk. 49 S. 3 f. betreffend Zugang zum 

System, Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitsort), die von der Beklagten bereits 

vor Vorinstanz behauptet wurden und unbestritten blieben, ist darauf hinzuweisen, 

dass sie ihr Versäumnis vor Vorinstanz auf diesem Weg nicht korrigieren kann. 

Auch Bestreitungen unterliegen der Novenschranke.

2.3. Die Klägerin hält ihrerseits dafür, dass die Ausführungen der Beklagten be-

treffend die Begriffe "join" und "promotion" verspätet seien, da diese bereits vor 

Vorinstanz thematisiert worden seien und die Beklagte bereits im erstinstanzlichen 

Verfahren bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt Gelegenheit und Anlass gehabt 

habe, zu den Begriffen vertieft Stellung zu nehmen (Urk. 59 Ziff. 4). Die Behaup-

tungen der Beklagten in Bezug auf die Interpretation bzw. Auslegung der Begriffe 

"to join" und "promotion" (Urk. 53 Rz. 15 ff.) sind zwar neu, stellen aber keine Noven 

dar, soweit sie als neue rechtliche Vorbringen verstanden werden können. Als sol-

che sind sie auch im Berufungsverfahren ohne Weiteres beachtlich, soweit sie in 

tatsächlicher Hinsicht auf dem bisherigen Prozessstoff beruhen (vgl. BGE 130 III 

28 E. 4.4). Neue Tatsachenbehauptungen stellen jedoch von Vornherein die Zitate 

aus der einleitenden Passage des Vertrags betreffend das Erbringen von Dienst-

leistungen der Klägerin für die Beklagte dar (Urk. 53 Rz. 16). Diese Behauptungen 

sind entgegen der Ansicht der Beklagten (Urk. 53 Rz. 18, Urk. 66 Rz. 16) nicht als 

zulässige Reaktion auf die vorinstanzliche Urteilsbegründung zu erachten. Jeden-

falls legt dies die Beklagte nicht substantiiert dar. Folglich ist darauf nicht abzustel-

len. Das gilt auch betreffend die erstmals im Berufungsverfahren erfolgte Bezug-

nahme auf den Wortlaut in E-Mails vom 17. Mai 2022 und 9. Juni 2022 sowie die 

Behauptung betreffend Vermerk der Klägerin bei der Rechnungsstellung (Urk. 53 

Rz. 34 mit Verweis auf Urk. 4/4), zumal die Beklagte es unterliess, die Zulässig-

keitsvoraussetzungen für das Novum darzutun. Was die Ausführungen der Beklag-

ten zum Auftritt der Klägerin auf der Webseite anbelangt (Urk. 53 Rz. 28), so wurde 

dieser Umstand bereits vor Vorinstanz von der Klägerin als Indiz für das Vorliegen 

eines Vertrags angeführt (Urk. 45 Ziff. 8.1. Abs. 5, Urk. 49 S. 7). Somit bringt auch 

die Beklagte eine Behauptung vor, die sie vor Vorinstanz nicht bzw. nicht substan-

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tiiert vortrug, was unzulässig ist. Auf die zitierten Passagen braucht folglich nicht 

weiter eingegangen zu werden. 

3.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Prozessvoraussetzung 

der sachlichen Zuständigkeit auch noch im Rechtsmittelverfahren von Amtes we-

gen zu prüfen (Art. 60 ZPO), selbst wenn dies von keiner Partei gerügt wird (BGer 

4A_229/2017 vom 7. Dezember 2017 E. 3.2 und E. 3.4; BGer 4A_100/2016 vom 

13. Juli 2016 E. 2.1.1). 

3.2. Das Bezirksgericht entscheidet als Arbeitsgericht erstinstanzlich insbeson-

dere Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis zwischen Arbeitgebenden und Arbeit-

nehmenden (§ 20 Abs. 1 lit. a GOG). In die Zuständigkeit des Arbeitsgerichts fallen 

somit alle Klagen über Ansprüche, die auf Regeln gründen, welche auf das Arbeits-

verhältnis anwendbar sind. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Be-

griff der arbeitsrechtlichen Klage weit zu verstehen (BGE 137 III 32 E. 2.1). Arbeits-

rechtlicher Natur sind auch die Ansprüche, die sich bei oder nach der Auflösung 

des Arbeitsverhältnisses ergeben, wie z.B. eine Abgangsentschädigung (Hau-

ser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, 2. Aufl., § 20 N 9). Damit eine Streitigkeit 

aus einem Arbeitsverhältnis vorliegt, genügt jedoch nicht schon ein irgendwie ge-

arteter natürlicher Kausalzusammenhang zu einem Arbeitsverhältnis; Vorausset-

zung ist vielmehr, dass die Streitigkeit ihren Rechtsgrund im Arbeitsverhältnis hat 

(Hauser/Schweri/Lieber, GOG-Kommentar, 2. Aufl., § 20 N 4). 

3.3. Bei der Beurteilung der Zuständigkeit ist – wie die Vorinstanz unter Hinweis 

auf die massgeblichen rechtlichen Überlegungen zutreffend ausführte (Urk. 54 

E. VI.) – primär auf den von der Klägerin eingeklagten Anspruch und dessen Be-

gründung abzustellen. Die von der Klägerin behaupteten Tatsachen, die sowohl für 

die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts als auch die Begründetheit der Klage 

erheblich sind (sog. doppelrelevante Tatsachen), sind für die Beurteilung der Zu-

ständigkeit als wahr zu unterstellen. Sie werden grundsätzlich erst im Moment der 

materiellen Prüfung des eingeklagten Anspruchs untersucht (BGE 137 III 32 E. 2.3; 

BGE 136 III 486 E. 4). In Bezug auf die rechtliche Würdigung der klägerischen Vor-

bringen ist das Gericht nicht an die Auffassung der Klägerin gebunden. Soweit sich 

die Unzuständigkeit des Gerichts schon aus den Vorbringen der Klägerin selbst 

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ergibt, ist unerheblich, ob die tatsächlichen Behauptungen zutreffen (vgl. BGer 

4P.104/2006 vom 25. September 2006, E. 2.3; BGer 4A_31/2011 vom 11. März 

2011, E. 2). Hängt die Zuständigkeit – wie vorliegend – vom Bestand eines Arbeits-

vertrags zwischen den Parteien ab, sind die klägerischen Tatsachenbehauptungen 

im Rahmen der Zuständigkeitsprüfung von Amtes wegen daraufhin zu überprüfen, 

ob sich aus ihnen auf das Bestehen eines solchen Vertrages schliessen lässt. Er-

scheint eine derartige rechtliche Qualifikation als ausgeschlossen, ist auf die Klage 

nicht einzutreten (vgl. OGer ZH LA190019 vom 24.04.2020 E. 3.4; BGE 137 III 32 

E. 2.2, S. 34; BGer 4A_407/2011 vom 5. Dezember 2011, E. 2.1; ZR 111/2012 

S. 16, 18).

3.4. Die Vorinstanz erachtete ihre sachliche Zuständigkeit unter Hinweis auf die 

als wahr unterstellten Ausführungen der Klägerin zu Recht und im Übrigen auch 

von den Parteien unbeanstandet als gegeben (Urk. 54 E. IV.3. u. IV.5.). Weiterun-

gen betreffend die sachliche Zuständigkeit erübrigen sich.

III. 

1. Nach den vorstehenden Erwägungen bleibt die auch im Berufungsverfahren 

noch strittige Frage der rechtlichen Qualifikation des Vertrages vom 12. Dezember 

2021 als Grundlage für die von der Klägerin geltend gemachten Lohnansprüche zu 

prüfen. 

1.1. Die Ausführungen der Vorinstanz zu den wesentlichen Begriffsmerkmalen 

des Arbeitsvertrages und zur Abgrenzung des Arbeitsvertrages von anderen Ver- 

trägen auf Arbeitsleistung, insbesondere zum Auftrag (Urk. 54 E. VI.2.), entspre-

chen den von der einschlägigen Literatur und der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätzen (vgl. BK OR-Rehbinder/Stöckli, Art. 319 N 42 ff.; Streiff/von Kae-

nel/Rudolph, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319-362 OR, 7. Aufl. 2012, 

Art. 319 N 2 ff.). Hervorzuheben ist, dass sich aus den massgeblichen materiellen 

Kriterien, wie insbesondere die Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation, 

Weisungsgebundenheit des Arbeitnehmers und die Tragung des Unternehmensri-

sikos durch die Arbeitgeberin, keine einheitlichen, schematisch anwendbaren Lö-

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sungen ableiten lassen, wann ein Vertragsverhältnis als Arbeitsvertrag zu qualifi-

zieren ist. Die Vertragsqualifikation ist jeweils unter Würdigung der gesamten Um-

stände des Einzelfalls vorzunehmen. Weil dabei vielfach Merkmale zu Tage treten, 

die sowohl für als auch gegen einen Arbeitsvertrag sprechen, muss sich der Ent-

scheid des Gerichts danach richten, was im konkreten Fall überwiegt. Entschei-

dend ist dabei die Würdigung des Gesamtbildes nach dem Massstab der Verkehrs-

anschauung (vgl. BGE 129 III 664 E. 3.2., S. 668; BGE 128 III 129 E. 1 a/aa, S. 132; 

BGer 4A_61/2012 vom 15. Mai 2012 E. 2.1.; BGer 4A_64/2020 vom 6. August 2020 

E. 6.4.). 

1.2. Die Beklagte stellt sich auch im Berufungsverfahren auf den Standpunkt, dass 

der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag als Auftrag zu qualifizieren sei 

(Urk. 53 Rz. 2). Sie macht eine unrichtige Rechtsanwendung der Vorinstanz gel-

tend (Urk. 53 Rz. 39). Auf die einzelnen Kriterien ist nachfolgend näher einzuge-

hen. Die Klägerin beantragt die Abweisung der Berufung und die Bestätigung des 

vorinstanzlichen Entscheids (Urk. 59 S. 1 ff.). 

1.3. Die Vorinstanz erwog, die Parteien hätten mit Vereinbarung vom 12. Dezem-

ber 2021 einen unbefristeten Vertrag zur Erbringung gewisser Arbeitsleistungen 

gegen Entgelt geschlossen, womit die ersten drei Voraussetzungen eines Arbeits-

vertrags erfüllt seien. Umstritten sei, ob ein Subordinationsverhältnis bestanden 

habe. Da die Klägerin Rechte aus dem Bestehen eines Arbeitsvertrags mit der Be-

klagten ableite, trage sie die Behauptungs-, Substantiierungs- und Beweislast für 

das Bestehen eines solchen Vertrags (Urk. 54 E.IV.3.1.). Im Sinne einer Gesamt-

würdigung kam die Vorinstanz zum Schluss, dass die Kriterien, welche für eine 

Eingliederung der Klägerin in die Arbeitsorganisation der Beklagten sprächen, 

überwiegen würden, und qualifizierte den Vertrag vom 12. Dezember 2021 als Ar-

beitsvertrag im Sinne von Art. 319 ff. OR. 

1.3.1. Im Einzelnen führte sie zur umstrittenen Frage des Vorliegens eines Subor-

dinationsverhältnisses in Bezug auf den Vertrag vom 12. Dezember 2021 aus, die-

ser werde als Beratungsvertrag ("consulting agreement") bezeichnet und das mo-

natliche Entgelt von EUR 6'000.– als Beratungshonorar ("A._____ Monthly Consul-

ting Fee") in Rechnung gestellt. Diese Wortwahl spreche grundsätzlich eher für das 

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Vorliegen eines Auftrags und gegen einen Arbeitsvertrag. Zudem indiziere die 

"Term of Engagement" in Ziff. 1 des Vertrags, dass erst nach Lancierung der Platt-

form ein Arbeitsverhältnis angestrebt werde. Demgegenüber habe die Klägerin ge-

mäss Ziff. 1 des Vertrags der Beklagten als Investment Manager beitreten ("to join") 

sollen. Zudem sei eine Beförderung ("promotion") bei der Erfüllung gewisser Vor-

aussetzungen in Aussicht gestellt worden. Diese Wortwahl indiziere wiederum eine 

Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Firma (Urk. 54 E. VI.3.2.). 

1.3.2. Die Vorinstanz erachtete die Bestimmungen in Ziff. 2.1. des Vertrages, wo-

nach die Klägerin jeweils von mindestens 07.30 Uhr verfügbar sein, zudem 10 Stun-

den am Tag arbeiten und ihre E-Mails auch am Wochenende checken sollte, als 

klare Weisung der Beklagten betreffend Arbeitszeit und Arbeitsdauer der Klägerin. 
Entgegen der Beklagten sei die Klägerin nicht völlig frei in der Gestaltung ihrer Ar-

beitszeit gewesen. Sie sei an die vorgeschriebenen Arbeitszeiten gebunden und 

damit zu regelmässigem Arbeitsantritt verpflichtet gewesen. Es habe faktisch kein 

Spielraum bestanden, die Arbeitszeit innerhalb eines Tages frei einzuteilen. Damit 

sei die Klägerin in zeitlicher Hinsicht komplett der Weisungsgewalt der Beklagten 

unterstellt gewesen. Eine solche Regelung übersteige daher die beschränkte Wei-

sungsbefugnis des Auftragsrechts. Diese Kontroll- und Weisungsbefugnis in zeitli-

cher Hinsicht habe sich auch aus dem Kündigungsschreiben vom 7. März 2022 

ergeben, worin als Kündigungsgrund der Verstoss gegen Ziff. 2.1. des Vertrags 

vom 12. Dezember 2021 aufgeführt werde. Der Klägerin werde zudem vorgewor-

fen, aufgrund ihres Verhaltens nicht ins Team eingebunden werden zu können. 

Nach Ansicht der Vorinstanz zeigt dies, dass die Beklagte beabsichtigte, die Klä-

gerin als Teammitglied in die Arbeitsorganisation einzugliedern. Es sei für die Klä-

gerin aufgrund der langen Arbeitszeit von 10 Stunden pro Tag zusammen mit der 

Pflicht, auch am Wochenende per E-Mail verfügbar zu sein, offensichtlich unmög-

lich gewesen, gleichzeitig noch einer anderen Tätigkeit nachzugehen, weshalb sie 

von der Beklagten wirtschaftlich vollständig abhängig gewesen sei (Urk. 54 

E. VI.3.3. ff.). 

1.3.3. Als weitere Indizien für die Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Be-

klagten erachtete die Vorinstanz die in Ziff. 5 des Vertrags vom 12. Dezember 2021 

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vorgesehene ordentliche Kündigungsmöglichkeit und die Tatsache, dass die Klä-

gerin auf der Webseite der Beklagten als Teammitglied aufgeführt worden sei. Zu-

dem zeige die Vereinbarung, dass die Klägerin Aktien der Beklagten erhalte, wel-
che an die Arbeit bei der Beklagten gebunden seien ("tied to your on-going partici-

pation at A._____") und beim Verlassen des Unternehmens der Beklagten zurück-

gekauft würden, das Bestehen eines Subordinationsverhältnisses zwischen Be-

klagter und Klägerin (Urk. 54 E. VI.3.6.). 

1.3.4. Betreffend den Umstand, dass die Klägerin über eine Drittgesellschaft mo-

natlich Rechnung gestellt hat, erwog die Vorinstanz, dies könne durchaus ein Indiz 

für das Vorliegen eines Auftrags sein, zumal die Rechnungsstellung durch den Auf-

tragnehmer in einem Auftragsverhältnis üblich sei. Es sei jedoch nicht ausgeschlos-

sen, dass auch in einem Arbeitsverhältnis der Arbeitnehmer seinen Lohn in Rech-

nung stelle. Dass dies über eine Drittgesellschaft geschehe, spiele dabei keine 

Rolle. Überdies könnte man bei einem Auftragsverhältnis erwarten, dass die ein-

zelnen Leistungen auf der Rechnung aufgeführt seien und das monatliche Honorar 

je nach erfolgten Leistungen variiere, zumal beim Auftrag die Besorgung eines be-

stimmten Geschäfts mit dem notwendigen (zu entschädigenden) Zeitaufwand im 

Vordergrund stehe. Die von D._____ Limited gestellten Rechnungen würden je-

doch keine Leistungsaufstellungen enthalten. Vielmehr werde lediglich der als 

"A._____ Monthly Consulting Fee" vertraglich vereinbarte Fixlohn von EUR 6'000.– 

auf den Rechnungen aufgeführt. Die Vereinbarung bzw. Auszahlung eines monat-

lichen Fixlohnes spreche für das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses (Urk. 54 

E. VI.3.7.).

1.3.5. Gegen eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Beklagten würden 

die Umstände sprechen, dass keine Vorgaben betreffend Arbeitsort bestanden hät-

ten bzw. die Klägerin keinen Arbeitsplatz gehabt habe, kein Ferienanspruch verein-

bart worden sei sowie keine Sozialversicherungsbeiträge vom Lohn abgezogen 

worden seien (Urk. 54 E. VI. 3.8.). 

1.4.1. Die Beklagte erachtet die Ausführungen der Vorinstanz betreffend gramma-

tikalische und systematische Auslegung des Vertrags als korrekt, jedoch nicht zu 

Ende gedacht und unverständlicherweise in der Gesamtwürdigung nicht ausrei-

- 13 -

chend berücksichtigt. Es sei zutreffend, dass die verwendeten Begriffe "Consulting 

Agreement" und "A._____ Consulting Fee" auf einen Auftrag hindeuteten. Die 

Worte "to join" sowie "promotion" könnten (losgelöst vom Kontext) wohl auf ein Ar-

beitsverhältnis weisen. Die Vorinstanz halte auch korrekt fest, dass eine Festan-

stellung i.S. eines Arbeitsvertrags erst für später vorgesehen gewesen sei. Bereits 

an dieser Stelle hätte die Vorinstanz eine klare Weichenstellung zugunsten eines 

Auftragsverhältnisses vornehmen müssen. Wenn die Parteien explizit vereinbaren 

würden, dass erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Arbeitsverhältnis gewollt sei, 

bedeute dies im Umkehrschluss, dass ein solches vorher eben gerade nicht gewollt 

sei. Eine Abweichung von diesem klaren Parteiwillen müsste sich auf eindeutige 

Merkmale stützen, welche ein Auftragsverhältnis geradezu ausschliessen würden. 

Da die "promotion" und die damit verbundene Festanstellung erst für einen späte-

ren Zeitpunkt vereinbart worden sei, könne dieser Begriff für die Qualifikation der 

anfänglichen Vertragsbeziehung nicht beigezogen werden. Weitere verwendete 

Begriffe im Vertrag würden sodann deutlich zeigen, dass der Begriff "to join" nicht 

im Sinne einer arbeitsvertraglich relevanten Eingliederung in die Arbeitsorganisa-

tion der Beklagten zu verstehen gewesen sei. So werde im Vertrag festgehalten, 

dass die Klägerin (in einem ersten Schritt) mit der Beklagten und nicht für die Be-

klagte arbeite. Der Begriff "to join" sei sodann auch in systematischer Hinsicht nicht 

so zu verstehen, dass eine arbeitsvertragliche Eingliederung bei der Beklagten be-

reits stattgefunden habe (Urk. 53 Rz. 15 ff.).

1.4.2. Die Beklagte führt weiter an, es sei zwar zutreffend, dass im Vertrag eine 

erwartete Verfügbarkeit / ein Zeitpunkt zur Arbeitserbringung vorgegeben worden 

sei. Dabei handle es sich aber nur um einen Aspekt bei der Beurteilung des Aus-

masses des Subordinationsverhältnisses. Die vereinbarte Verfügbarkeit wäre ar-

beitsrechtlich sodann gar nicht zulässig, spreche demgegenüber aber nicht gegen 

ein Auftragsverhältnis. Gegen ein ausgeprägtes Subordinationsverhältnis würden 

sodann folgende Punkte sprechen: Es würden keine Weisungen zum Ort und der 

Art der Arbeitserbringung vorliegen. Die Klägerin sei bei ihrer Arbeitsorganisation 

völlig frei gewesen und sie habe keine Pflicht gehabt, ins Büro der Beklagten zu 

gehen. Sie sei nie dort gewesen, habe keinen Arbeitsplatz und auch keinen Zugang 

zum System der Beklagten gehabt. Das Subordinationsverhältnis sei entsprechend 

- 14 -

nicht ausgeprägt gewesen. Die Wahl der Klägerin, nur für einen Auftraggeber tätig 

zu sein, spreche für sich allein sodann nicht für ein Arbeitsverhältnis (Urk. 53 

Rz. 20). 

1.4.3. Das Argument der Vorinstanz , dass sich die Kontroll- und Weisungsbefugnis 

der Beklagten (in zeitlicher Hinsicht) sowie die geplante Eingliederung in die Ar-

beitsorganisation auch aus dem Kündigungsschreiben ergebe, sei verfehlt. Sie 

lasse erneut unberücksichtigt, dass die Parteien explizit vereinbart hätten, in einem 

ersten Schritt solle im Rahmen des Consulting Agreements angeschaut werden, ob 

die Klägerin sich für eine Festanstellung qualifiziere. Da dies nicht der Fall gewesen 

sei, sei ihr das in der Kündigung mit einer entsprechenden Begründung mitgeteilt 

worden (Urk. 53 Rz. 21 f.). Es werde sodann nicht bestritten, dass die Beklagte 

geplant habe, die Klägerin in die Arbeitsorganisation einzugliedern und sie fest an-

zustellen, aber erst zu einem späteren Zeitpunkt. Da die Klägerin für eine spätere 

Eingliederung in die Arbeitsorganisation nicht geeignet gewesen sei, sei kein Ar-

beitsvertrag abgeschlossen und das Auftragsverhältnis aufgelöst worden (Urk. 53 

Rz. 23). 

1.4.4. In Bezug auf den Umstand, dass die Klägerin Aktien an der Beklagten erhal-
ten habe, welche bei deren Verlassen zurückgekauft würden, führt die Beklagte 

aus, dass die Parteien des Auftrags die Ausgestaltung der Entschädigung eines 

Auftragnehmers frei vereinbaren könnten und ein Erhalt von Aktien nicht gegen ein 

Auftragsverhältnis spreche. Da die Klägerin im Rahmen des Auftrags dabei behilf-

lich sein sollte, die Plattform auf- und auszubauen, sei es naheliegend gewesen, 

für die Klägerin einen weiteren Anreiz zur Erbringung von guten Dienstleistungen 

zu schaffen (Urk. 53 Rz. 29 f.). 

1.4.5. Selbstverständlich sei es auch bei Auftragsverhältnissen möglich, einen Fix-

lohn zu vereinbaren. Sodann sei auch diesbezüglich der Gesamtkontext des Ver-

trags zu berücksichtigen. Dieser hätte in einer zweiten Phase (nachdem sich die 

Klägerin bewiesen habe und die Plattform gelauncht worden sei) in eine Festan-

stellung übergehen sollen. Dass der Vertrag auch gewisse Elemente aufweise, wel-

che typisch für einen Arbeitsvertrag seien, sei deshalb naheliegend. In diesem Zu-

sammenhang seien zwei andere Indizien zu beachten, welche klar gegen ein Ar-

- 15 -

beitsverhältnis sprechen würden: Die Klägerin habe gemäss Vertrag die alleinige 

Verantwortung für Abgaben und es seien keine Beitragszahlungen an die Sozial-

versicherungen und die Pensionskasse vereinbart worden. Würden Sozialversiche-

rungsbeiträge vom Entgelt abgezogen, sei dies ein Indiz für einen Arbeitsvertrag. 

Da im vorliegenden Fall keine Sozialversicherungsbeiträge abgezogen worden 

seien, stelle dies ein Indiz für einen Auftrag dar (Urk. 53 Rz. 32).

1.4.6. Schliesslich – und das sei zentral – sei das monatliche Beratungshonorar 
nicht einfach an die Klägerin ausbezahlt worden. Die gelebte Realität sei gewesen, 

dass die Klägerin das Beratungshonorar über ihr in England ansässiges Unterneh-

men D._____ unter der Bezeichnung "A._____ Monthly Consulting Fee" in Rech-

nung gestellt habe. Die Vorinstanz halte zwar auch fest, dass die Rechnungsstel-

lung über eine Drittgesellschaft für das Vorliegen eines Auftrags sprechen könne, 

gehe aber nicht weiter auf dieses Argument ein und tue es mit der Begründung ab, 

dass bei einem Auftragsverhältnis zu erwarten gewesen wäre, dass nach den kon-

kret erbrachten Leistungen abgerechnet werde und der Fixlohn deswegen für ein 

Arbeitsverhältnis spreche. Das sei aber nicht zwingend und stehe einer Pauscha-

lentschädigung in einem Auftragsverhältnis nicht entgegen (Urk. 53 Rz. 33 f.). Als 

der Vertrag abgeschlossen worden sei, habe die Klägerin noch nicht einmal ein 

Visum gehabt, um in der Schweiz arbeiten zu können. Dies sei kein Problem ge-

wesen, da die Parteien für eine erste Phase einen Auftrag abgeschlossen hätten, 

dessen Honorar die Klägerin über ihre englische Gesellschaft abgerechnet habe 

(Urk. 53 Rz. 38). 

1.5. Die Beklagte räumt ein, dass die Worte "to join" sowie "promotion" auf ein 

Arbeitsverhältnis hindeuten können, stellt sich aber auf den Standpunkt, dass "to 

join" im konkreten Fall in systematischer Hinsicht nicht so zu verstehen sei, dass 

eine arbeitsvertraglich relevante Eingliederung in ihre Arbeitsorganisation bereits 

stattgefunden habe und die "promotion" mit der damit verbundenen Festanstellung 

erst für einen späteren Zeitpunkt vereinbart worden sei (Urk. 53 Rz 15 f.). Ihre Ar-

gumentation beruht dabei auf der Annahme, dass eine Festanstellung im Sinne 

eines Arbeitsvertrags erst "für später" bzw. für den Zeitpunkt der "promotion" zum 

Investment Director vorgesehen gewesen sei und die Vorinstanz das auch festge-

- 16 -

halten habe. Zutreffend ist, dass die Vorinstanz annahm, dass die "Term of Enga-

gement" in Ziffer 1 des Vertrages indiziere, dass erst nach der der Lancierung der 

Plattform ein Arbeitsverhältnis angestrebt werde. Damit endeten die Überlegungen 

der Vorinstanz allerdings nicht. Vielmehr erwog sie weiter, dass die Klägerin ge-

mäss Ziffer 1 des Vertrags vom 12. Dezember 2021 der Beklagten demgegenüber 

als Investment Manager beitrete und zudem eine Beförderung in Aussicht gestellt 

werde, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt seien. Das indiziere wiederum eine 

Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Firma. Davon ausgehend befasste sie 

sich mit weiteren Aspekten, die sie teilweise als Indiz für und teilweise als solches 

gegen eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation der Beklagten bewertete. 

Schliesslich kam sie im Rahmen einer Gesamtwürdigung zum Schluss, dass die 

für eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation sprechenden Kriterien überwögen, 

wobei sie insbesondere die Weisungsbefugnis betreffend die Arbeitszeit, aber auch 

die fehlende Möglichkeit der Klägerin, einer anderen Tätigkeit nachzugehen, die 

Vereinbarung eines monatlichen Fixlohns und einer ordentlichen Kündigungsfrist 

sowie das Erscheinen der Klägerin auf der beklagtischen Webseite als ausschlag-

gebend bezeichnete. Dass die Vorinstanz festgestellt hätte, dass eine Festanstel-

lung im Sinn eines Arbeitsverhältnisses erst für später vorgesehen gewesen sei, 

trifft mithin nicht zu. Die beklagtische Rüge, die Vorinstanz hätte aus (dieser) ihrer 

Feststellung die falschen Schlüsse gezogen, indem sie es versäumt habe, deshalb 

("an dieser Stelle") eine klare Weichenstellung zugunsten eines Auftragsverhältnis-

ses vorzunehmen, zielt damit ins Leere. Gleiches gilt auch für ihren damit direkt 

zusammenhängenden Einwand, der Begriff "promotion" dürfe für die Qualifikation 

der anfänglichen Vertragsbeziehung nicht beigezogen werden. Soweit sie dem Be-

griff "to join" eine abweichende Bedeutung beimisst, beruht ihre Argumentation so-

dann auf (unbeachtlichen) Noven. Davon losgelöst ist der Vorinstanz in ihrer Beur-

teilung zu folgen, die in der Bezeichnung des Vertrags als "Beratungsvertrag" sowie 

in Ziffer 1 des Vertrags und Ziffer 1 der "Term of Engagement" hinsichtlich der in-

teressierenden Frage (lediglich) widersprüchliche Indizien erkannte, die im Rah-

men einer Gesamtwürdigung aller relevanten Umstände zu gewichten und abzu-

wägen waren. 

- 17 -

Zunächst ist daran zu erinnern, dass es auf die Bezeichnung, welche die Par-

teien dem Vertrag geben, nicht ankommt (BGE 129 III 664 E. 3.2.). Insofern kommt 

dem Begriff "consulting agreement" keine übergeordnete Bedeutung zu. Es trifft 

sodann zu, dass unter "1. Term of Engagement" festgehalten wird, dies beginne 

am 1. Dezember 2021 und werde fortgeführt bis zum Launch der Multi-Manager 

Investment Plattform. Weiter heisst es, dass "this" ein "full-time employement / exe-

cutive role" werde (Urk. 4/1 S. 2 Ziff. 2.1.). Die fragliche Bestimmung betrifft die Ver-

tragsdauer. Die Umwandlung in ein "full-time employment" nach Launch der Platt-

form lässt sich isoliert betrachtet in der Tat so deuten, dass erst ab diesem Zeit-

punkt ein Arbeitsverhältnis vorgesehen war. Allerdings lässt der Begriff "Festanstel-

lung" im Gesamtkontext der Vertragsbestimmung (Regelung der Vertragsdauer) 

ebenfalls den Schluss zu, dass ab Launch der Plattform in ein unbefristetes Arbeits-

verhältnis gewechselt wird. Die Beförderung zum Investment Manager war sodann 

– entgegen der Beklagten – nicht allein an den Launch der Plattform geknüpft, son-

dern hing von der Erfüllung weiterer Voraussetzungen ab, wie bspw. des Launch 

eines "Digital Infratech fund with Horizon Infrastructure" (Urk. 4/1 S. 1 Ziff. 1.1.-

1.4.). 

Abgesehen von der Bezeichnung des Vertrags als "consulting agreement" 

(Urk. 4/1 S. 1 Einleitung) und dem vereinbarten Entgelt als "fee" (Urk. 4/1 S. 2 

Ziff. 3.1.) legt die Beklagte (selbst unter Berücksichtigung der von ihr vorgetragenen 

Noven) ferner nicht hinreichend klar dar, inwiefern "to join" im konkreten Fall nicht 

im Sinne einer arbeitsvertraglich relevanten Eingliederung in die Arbeitsorganisa-

tion der Beklagten verstanden werden kann. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, 

wurde der Klägerin explizit die Position als Investment Manager im Unternehmen 

der Beklagen angeboten (Urk. 4/1 S. 1 Ziff. 1). Soweit die Beklagte dafür hält, im 

Vertrag werde festgehalten, dass die Klägerin zunächst mit und nicht für die Be-

klagte arbeiten soll, und dabei auf den einleitenden Satz des Vertrages referenziert, 

so wird dort lediglich der Klägerin für ihre bisherige Arbeit in der Vergangenheit 

gedankt (Urk. 4/1 S. 1: "Thank you for your work with us at A._____ (A._____) over 

the past 4 months. […]"; so auch die Klägerin, Urk. 59 Ziff. 1 Abs. 1) und im Übrigen 

auf die Leistungen der Klägerin verwiesen, wie sie nachfolgend definiert seien. Dar-

aus lassen sich isoliert betrachtet weder Schlüsse in die eine noch die andere Rich-

- 18 -

tung ziehen. Die angebotene Stellung als "Manager" und hernach als "Director" 

sprechen eher für das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses, gehören diese Positi-

onen in der Regel doch zur festen Unternehmensstruktur. 

1.6. Den Vorbringen der Vorinstanz hinsichtlich der zeitlichen Vorgaben der Be-

klagten an die Klägerin hält die Beklagte lediglich entgegen, dass es sich dabei nur 

um einen Aspekt bei der Beurteilung des Ausmasses des Subordinationsverhält-

nisses handle und die verlangte Verfügbarkeit arbeitsrechtlich gar nicht zulässig 

gewesen wäre. Damit, dass es der Klägerin aufgrund der zeitlichen Vorgaben (täg-

lich ab 07.30 Uhr erreichbar, 10 Stunden Arbeit) faktisch unmöglich war, für jemand 

anderen tätig zu werden, setzt sich die Beklagte nicht hinreichend auseinander. Ob 

diese Bestimmung vor dem Arbeitsgesetz Stand hält, kann für die Vertragsqualifi-

kation nicht ausschlaggebend sein (so auch die Klägerin, Urk. 59 Ziff. 5 Abs. 2). 

Angesichts dieser ausgeprägten zeitlichen Einbindung sind die Umstände, dass die 

Klägerin – wie die Beklagte korrekt ausführte – keine Vorgaben betreffend Arbeits-

ort hatte und ihre Arbeit – innerhalb der vorgegebenen Arbeitszeiten – frei einteilen 

konnte, zu relativieren (vgl. dazu auch BGer 4A_64/2020 vom 6. August 2020 

E. 6.3.2. m.w.H.). Die Klägerin musste jedenfalls sicherstellen, zu den vereinbarten 

Zeiten der Beklagten zur Verfügung zu stehen, und sie war vertraglich verpflichtet, 

ihre E-Mails am Wochenende zu checken. Die Vorinstanz hat sodann zutreffend 

festgehalten, dass in der Kündigung von der Beklagten gerade moniert wurde, dass 

die Klägerin die Anwesenheitspflicht verletzt haben soll. Dass die Vorinstanz die 

Vorgaben betreffend Arbeitszeiten stärker gewichtete und daraus auf eine vollstän-

dige wirtschaftliche Abhängigkeit der Klägerin folgerte (vgl. auch Urk. 59 Ziff. 5 

Abs. 4 f.), ist damit nicht zu beanstanden. Ebenfalls wurde kritisiert, dass die Klä-

gerin sich aufgrund ihres Verhaltens nicht in das Team einbinden liess. Indem die 

Beklagte dies als Kündigungsgrund aufführte, hebt sie die Bedeutung der Einglie-

derung der Klägerin ins Team hervor, was auf das Vorliegen eines Subordinations-

verhältnisses hinweist. Für eine entsprechende Eingliederung der Klägerin spricht 

mit der Vorinstanz zudem der Umstand, dass die Klägerin auf der Webseite der 

Beklagten erschien. Ein Hinweis darauf, dass sie lediglich als externe Beraterin 

fungierte, findet sich demgegenüber auf dem entsprechenden Auszug der Web-

seite nicht. Der Umstand, dass der Vertrag eine ordentliche Kündigungsfrist und 

- 19 -

die Schriftform für die Kündigung vorsieht, stellt mit der Vorinstanz ein weiteres 

Indiz für eine Eingliederung der Klägerin in die Arbeitsorganisation dar. Das Vorse-

hen einer Kündigungsmöglichkeit und einer Kündigungsfrist im Rahmen eines Auf-

tragsverhältnisses erscheint dagegen angesichts von Art. 404 OR (jederzeitiges 

Kündigungsrecht) – entgegen den Vorbringen der Beklagten (Urk. 53 Rz. 25 f.) –

eher unüblich. Auf welchen Teil des Kündigungsschreiben die Beklagte mit ihrem 

Vorbringen im Berufungsverfahren, der Klägerin sei im Kündigungsschreiben mit 

einer entsprechenden Begründung mitgeteilt worden, sie qualifiziere sich nicht für 

eine Festanstellung (Urk. 53 Rz. 22), Bezug nimmt, erhellt nicht. Weiterungen so-

wohl prozessualer als auch materieller Natur erübrigen sich damit.

1.7. Die überzeugenden Erwägungen der Vorinstanz betreffend den Erhalt von Ak-

tien vermochte die Beklagte nicht zu entkräften. Zwar ist es nicht ausgeschlossen, 

dass der Erhalt von Aktien als Anreiz zur Erbringung guter Dienstleistungen auch 

im Rahmen eines Auftragsverhältnisses vereinbart werden kann. Indes handelt es 

sich dabei um ein übliches Vorgehen im Rahmen von Arbeitsverhältnissen. Durch 

die Ausgabe von Mitarbeiteraktien sollen Arbeitnehmer am Unternehmen partizi-

pieren und damit Werte wie persönliches Engagement, Leistungsqualität, unterneh-

merisches Denken und Handeln, Zusammengehörigkeitsgefühl und Arbeitszufrie-

denheit fördern. Unter Berücksichtigung des Wortlauts der fraglichen Vertragsbe-

stimmung ("You will participate in the management share sheme with a grant of 

shares which will be tied to your on-going participation at A._____. […]"; Urk. 4/1 

S. 2 Ziff. 3.3.) ist davon auszugehen, dass damit eine weitere Einbindung der Klä-

gerin in das Unternehmen bezweckt werden sollte. Insofern ist der Vorinstanz zu-

zustimmen, wenn sie dies als Indiz für das Vorliegen eines Arbeitsvertrags wertete. 

1.8. Die Vorinstanz und die Beklagte weisen zutreffend darauf hin, dass die Rech-

nungsstellung via eine Drittgesellschaft für das Vorliegen eines Auftrags spricht. 

Die Bezeichnung des monatlich geschuldeten Betrags in der Rechnungsstellung 

als "A._____ Monthly Consulting Fee" (Urk. 4/3) wie auch der Wortlaut im Vertrag 

selber ("You will receive a monthly fee of €6000 […]; Urk. 4/1 S. 2 Ziff. 3.1.) stützt 

diesen Umstand noch. Gleiches gilt in Bezug auf die nicht vorhandenen Sozialver-

sicherungsbeiträge und dass die Klägerin ihre Abgaben bzw. Steuern ("tax") selbst 

- 20 -

zu bezahlen hat (Urk. 4/1 S. 2 Ziff. 3.1.; Urk. 4/3). Diese durchaus gewichtigen In-

dizien für ein Auftragsverhältnis werden aber dadurch relativiert, dass ein monatli-

ches Fixum vereinbart wurde, was eher auf das Vorliegen eines Arbeitsverhältnis-

ses hinweist. Mithin hing die Zahlung des vereinbarten Betrags nicht von den kon-

kret geleisteten Dienstleistungen der Klägerin ab. Entsprechend weisen die Rech-

nungen der Klägerin auch keine Aufstellung über die abgerechneten Leistungen 

auf. Formelle Merkmale wie etwa das Abführen von Sozialversicherungsbeiträgen 

sind sodann nur von untergeordneter Bedeutung (BGer 4A_64/2020 vom 6. August 

2020 E. 6.4. m.w.H.). Dies hat auch in Bezug auf die Frage, ob die Klägerin zu 

Beginn der Vertragsdauer ein gültiges Visum aufwies oder nicht (Urk. 53 Rz. 38; 

Urk. 49 S. 12), zu gelten.  

2. Nach dem Erwogenen ist mit der Vorinstanz festzustellen, dass die Merkmale, 

die für eine Eingliederung in die Arbeitsorganisation sprechen, überwiegen. Beson-

deres Gewicht kommt dabei den deutlichen und strikten Vorgaben in Bezug auf die 

Arbeitszeit und Erreichbarkeit zu, die es der Klägerin faktisch verunmöglichten, wei-

tere Einkünfte zu erzielen, damit über das beschränkte Weisungsrecht des Auf-

tragsrechts hinausgeht und eine wirtschaftliche Abhängigkeit der Klägerin von der 

Beklagten begründete. Dieser Schlussfolgerung steht auch die Systematik des Ver-

trags (so die Beklagte, Urk. 53 Rz. 16) nicht entgegen. Die Vorinstanz ist zu Recht 

zum Ergebnis gelangt, dass das Vertragsverhältnis der Parteien als Arbeitsvertrag 

zu qualifizieren und die sachliche Zuständigkeit gegeben ist. 

3. Zu den vorinstanzlichen Erwägungen betreffend die Ansprüche der Klägerin 

aus Arbeitsvertrag (Urk. 54 E. VII.) äusserte sich die Beklagte im Berufungsverfah-

ren nicht. Sie beschränkte sich lediglich darauf, festzuhalten, dass der Klägerin aus 

Auftrag nichts geschuldet sei (Urk. 53 Rz. 40 ff.). Mangels einer argumentativen 

Auseinandersetzung mit dem vorinstanzlichen Urteil und angesichts der Qualifika-

- 21 -

tion des Vertrags als Arbeitsvertrag bedarf es hierzu keinen weiteren Ausführun-

gen. 

4. Die Berufung ist somit abzuweisen und das Urteil des Einzelgerichts im ver-

einfachten Verfahren am Arbeitsgericht Meilen vom 2. Juli 2024 zu bestätigen 

(Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO).

IV.

1. Bei Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem Streitwert von 

Fr. 30'000.– werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 114 lit. c ZPO). Die 

Kostenlosigkeit gilt – von vorliegend nicht anwendbaren Ausnahmen abgesehen 

(vgl. Art. 115 Abs. 1 ZPO) – auch für das kantonale Rechtsmittelverfahren 

(BGer 4A_332/2015 vom 10. Februar 2016 E. 6.2). Für das Berufungsverfahren 

sind damit keine Gerichtskosten zu erheben.

2. Die Kostenfreiheit gemäss Art. 114 ZPO bezieht sich nur auf die Gerichts-

kosten. Die Zusprechung von Parteientschädigungen erfolgt nach den allgemeinen 

Regeln (Art. 105 ff. ZPO; BK ZPO-Sterchi, Art. 113-114 N 5).

3. Ausgangsgemäss wird die Beklagte für beide Verfahren gegenüber der ob-

siegenden Klägerin entschädigungspflichtig (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Streit-

wert wird von der Klägerin auf EUR 20'953.72 beziffert (Urk. 45 S. 2 Ziff. 3). Unter 

Berücksichtigung des Wechselkurses am 22. August 2024 (Urk. 53) bei EUR 1.– = 

Fr. 0.9636 (https://www.exchange-rates.org/de/wechselkursverlauf/eur-chf-2022-

08-24, besucht am 12. September 2025) ist von einem Streitwert von Fr. 20'191.– 

auszugehen. Für das Berufungsverfahren rechtfertigt sich unter Berücksichtigung 

des Streitwerts, die Beklagte zur Leistung einer Parteientschädigung an die Kläge-

rin in der Höhe von Fr. 4'239.– zu verpflichten (vgl. § 4 Abs. 1, § 11 Abs. 1 und § 13 

Abs. 1 und 2 AnwGebV).

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Einzelgerichts im verein-

fachten Verfahren am Arbeitsgericht Meilen vom 2. Juli 2024 wird bestätigt.

2. Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das zweitinstanzliche Verfah-

ren eine Parteientschädigung von Fr. 4'239.– zu bezahlen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein. 

Nach unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche arbeitsrechtliche Angelegenheit. Der 
Streitwert beträgt Fr. 20'191.–.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

- 23 -

Zürich, 21. Oktober 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

lic. iur. A. Huizinga

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw C. Meier

versandt am:
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