# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16a90bb3-d4a0-5bc3-b961-549ca939fb70
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-09-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 15.09.2005 R 2005 15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2005-15_2005-09-15.pdf

## Full Text

R 05 15

4. Kammer 

URTEIL
vom 15. September 2005

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Baubewilligung / Wiederherstellungsverfügung

1. Der Rekurrent ist Eigentümer der Parzelle 212 in … mit darauf befindlichem 

Gebäude Nr. 203. Dieses stellt eine erhaltenswerte Baute dar.

2. Am 11. Dezember 2003 liess der Rekurrent ein Gesuch um Unterteilung der 

Wohnung im Dachstock, eine Fassadenrenovation sowie die Anbringung von 

Vordächern und die Erweiterung der Terrasse gegen Westen und deren 

Ausbau zu einem Wintergarten als Erweiterung der bestehenden Pizzeria 

stellen.

3. Die Baukommission bat darauf das Architekturbüro … um ein 

architektonisches Gutachten, welches dieses am 28. Januar 2004 ablieferte. 

Im Gutachten wurde festgehalten, dass der eingereichte Vorschlag überzeuge 

und eine gute Basis für die Detailplanung bilde, welche schlussendlich für das 

gute Gelingen des Bauwerks entscheidend sei. Ein störendes und im 

Widerspruch zur Grundidee stehendes Detail sah das Architekturbüro … bei 

der Verbindung der vorgesehenen Überdachung mit dem Balkon im ersten 

Stock. Falls eine vollständige Trennung des Balkons vom Dach nicht möglich 

sei, empfehle er, den bestehenden Balkon abzubrechen und einen neuen zu 

erstellen. Die Verbreiterung des bestehenden Vordaches an der Westfassade 

und die Erstellung eines neuen Vordaches gegen Westen verfolge das Ziel, 

die Fassade gegen den Regen zu schützen, was gut sei. Durch die 

vorgeschlagene Form werde das Vordach feiner und eleganter. Er empfehle 

jedoch, dieses so hoch wie möglich zu setzen, um die Höhe der Stirnseite des 

Dachs zu vermindern. Das Vordach dürfe darüber hinaus nicht weiter 

vorspringen als dasjenige des Nachbarhauses Nr. 202 (ca. 50 cm).

4. Mit Vorentscheid vom 17. März 2004 teilte der Gemeindevorstand dem 

Architekten mit, das Bauvorhaben könne nach Konsultation des Bauberaters 

gemäss den eingereichten Plänen grundsätzlich bewilligt werden. Das 

Unterdach müsse jedoch so hoch wie möglich gesetzt werden, um die Höhe 

der Dachfront zu vermindern. Am 30. August 2004 erteilte der 

Gemeindevorstand dem Rekurrenten die Baubewilligung für die Renovation 

der Fassaden und bewilligte auch die Änderung der Vordächer sowie die 

Anbringung eines kleinen feinen Daches über dem Balkon gegen den ... 

Gemäss Baugesuch sollten die Vordächer mit Titanblech eingedeckt werden.

5. Am 29. Oktober 2004 schrieb das Bauamt …, man habe festgestellt, dass die 

ausgeführten Bauarbeiten nicht den genehmigten Bauplänen entsprächen. 

Man behalte sich vor, hiernach über die nötigen Massnahmen, insbesondere 

eine allfällige Baubusse und die Wiederherstellung des rechtmässigen 

Zustandes, zu entscheiden. Es wurde ein Baustopp verfügt, bis die Sache 

geklärt sei und die Zustimmung der Baubehörde zum Weiterbau vorliege.

6. Am 11. November 2004 antwortete …, die Masse seien nicht vor Ort 

kontrolliert worden. Das Bauamt habe nicht berücksichtigt, dass die 

vorspringenden 56 cm des Vordachs vom Dachbalken und nicht von der 

Fassade ausgemessen worden seien, was eine Differenz von 9 cm ergebe. 

Es sei vorgesehen gewesen, die Dächer mit grauem Titanblech einzudecken. 

Später seien jedoch bei einem anderen Bau Steinplatten übrig geblieben. Man 

habe daher diese Platten verwendet, da sie eine ähnliche Farbe aufwiesen. 

Er sei sich nicht bewusst gewesen, etwas Verbotenes zu tun.

7. Am 6. Januar 2005 verpflichtete der Gemeindevorstand … …, die abweichend 

von der Baubewilligung ausgeführten Vordächer des Hauses Nr. 203 gegen 

den … und gegen die Gasse sowie das Dach über dem Balkon gegen den … 

abzubrechen und die Dächer genau gemäss den am 30. August 2004 

bewilligten Plänen und mit dem vorgesehenen Dachmaterial (Titanblech) 

auszuführen. Dies habe innert 4 Monaten seit Eintritt der Rechtskraft der 

vorliegenden Verfügung zu erfolgen. Erfolge die Wiederherstellung nicht 

innert Frist, werde die Gemeinde die Arbeiten auf Kosten des Pflichtigen durch 

Dritte ausführen lassen. … wurde wegen Übertretung von Art. 15, 16, 17, 97 

und 105 Abs. 2 BG sowie Art. 5 KRG gestützt auf Art. 108 und 109 BG und 

Art. 59 KRG mit einer Busse von CHF 5'000.-- bestraft. Die Kosten des 

Bussverfahrens von total CHF 1'550.-- seien in der Busse enthalten.

8. Dagegen liess … am 31. Januar 2005 Rekurs erheben und beantragte die 

Aufhebung der Abbruchverfügung und die nachträgliche Erteilung der 

Baubewilligung. Eventualiter sei die Sache an die verfügende Behörde 

zurückzuweisen und diese anzuweisen, die Baubewilligung nachträglich zu 

erteilen. Bei den Abweichungen von den Plänen handle es sich um 

geringfügige Abweichungen, welche eine Abbruchverfügung nicht 

rechtfertigen könnten. Auch der Bösgläubige könne sich auf das Prinzip der 

Verhältnismässigkeit berufen, wenn die Abweichung vom Erlaubten nur 

unbedeutend sei oder kein ausreichendes öffentliches Interesse an der 

Beseitigung bestehe. Die Verwendung von Steinplatten anstelle des 

bewilligten Titanblechs verstosse nicht gegen Art. 17 Abs. 1 BG, wonach die 

Dachgestaltung den ortstypischen Formen, Farben und Materialien 

anzupassen sei, da Titanblech nicht zu den traditionellen Baustoffen an 

Engadinerhäusern gehöre. Das bewilligte Projekt stütze sich einzig auf die 

Meinung des Bauberaters. Man hätte eine Zweitmeinung einholen sollen. Das 

Architekturbüro … und … habe aus architektonischer Sicht eine gegenteilige 

Meinung geäussert. Wenn nachträglich die Baubewilligung erteilt werde, 

müsse auch die Baubusse aufgehoben werden, weil es sich nur um einen 

Verstoss gegen formelles Baurecht handle. Die Busse sei neu festzulegen.

9. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2005 lässt die Gemeinde die 

Abweisung des Rekurses beantragen. Die Abweichung von den bewilligten 

Plänen bezüglich der Dachvorsprünge und des Dachs über dem Balkon seien 

nicht bestritten. Für diese Änderungen sei keine Bewilligung eingeholt 

worden. Zur Zeit der abweichenden Bauausführung und auch im Zeitpunkt 

des Erlasses des angefochtenen Baubescheides hätten noch die 

Bestimmungen des Baugesetzes von 1983 gegolten. Diese gälten heute 

noch, da das neue Baugesetz von … von der Regierung noch nicht genehmigt 

sei. Eine Bewilligung wäre auch nach neuem Recht nicht möglich gewesen, 

da das neue Baugesetz die bisher geltenden Ästhetikvorschriften nicht 

gelockert habe. Der Generelle Gestaltungsplan bezeichne gemäss Art. 16 

Abs. 3 BG gewisse Bauten als erhaltswert. Massgebend sei deren Stellung, 

deren Bauvolumen oder deren äussere Erscheinung resp. deren ortsbauliche 

Bedeutung. Bei Abbruch sei die Verpflichtung gegeben, Bauten in der 

ursprünglichen Form und Stellung wieder aufzubauen. Geringfügige 

Abweichungen seien zulässig, sofern sich dies aus gestalterischen Gründen 

als notwendig erweise. Gemäss Art. 17 Abs. 1 BG müsse die Gestaltung von 

Dächern den ortstypischen Formen, Farben und Materialien angepasst 

werden. Gemäss Art. 41 Abs. 3 BG müssten sich Bauvorhaben in der 

Dorfkernzone bezüglich Proportionen, Dachform, Material, Farbe und 

Gestaltung der Fassaden in die bestehende Siedlung einfügen. Die 

Baubehörde könne unter Beizug des Bauberaters allfällige Auflagen verfügen. 

Hier habe die Baubehörde die Pflicht gehabt, die für die optimale Einfügung 

der Dächer erforderlichen Auflagen zu verfügen. Entgegen der Auffassung 

des Rekurrenten sei nicht entscheidend, dass das BG … keine detaillierten 

Gestaltungsanordnungen kenne. Massgebend seien die Auflagen. Der 

Dachvorsprung auf der Westseite und die Verbreiterung des 

Dachvorsprunges auf der Ostseite von Haus Nr. 203 seien mit einer 

Ausladung von maximal 55 cm ab Fassade geplant und bewilligt gewesen. 

Als Dachmaterial sei ausdrücklich Titanblech vorgesehen gewesen. Die 

Vorsprünge ragten indessen 90 cm über die jeweilige Fassade hinaus. Sie 

seien zudem viel wuchtiger als bewilligt ausgeführt und statt mit Titanblech 

mit Steinplatten eingedeckt worden. Sie ragten rund 70 cm über die 

Oberkante des Flachdaches hinaus. Die Dachvorsprünge träten gegenüber 

dem ursprünglichen Projekt viel dominanter im Orts- und Strassenbild in 

Erscheinung und störten dieses empfindlich. Sie würden ein nicht 

vorhandenes Schrägdach imitieren und das erhaltenswerte klassizistische, 

mit einem Flachdach versehene Gebäude erhielte ein völlig atypisches 

Aussehen. Die Dachvorsprünge sollten eigentlich nicht als Vorsprung eines 

Schrägdaches, sondern vielmehr als Fries bzw. Konsol- oder Kragdach in 

Erscheinung treten, wie sie bei klassizistischen Bauten oft anzutreffen seien. 

Es gehe um eine dem erhaltenswerten Gebäude nicht entsprechende 

Dachrandgestaltung und um eine empfindliche Störung des Orts- und 

Strassenbildes. Die gestalterischen Vorgaben gründeten im Übrigen auf der 

Stellungnahme des Bauberaters. Bei der von den Rekurrenten eingelegten 

Stellungnahme des Architekten … handle es sich um ein Parteigutachten. Der 

ausführende Architekt habe angegeben, die Art der Ausführung der 

Dachvorsprünge sei aus technischen Gründen unumgänglich gewesen. Dies 

stimme nicht. Natürlich hätte ein solches Dach nicht mit den schweren 

Granitplatten gedeckt werden können. Selbst, wenn die technische 

Machbarkeit nicht gegeben gewesen wäre, hätte dies die Bauherrschaft nicht 

berechtigt, anstelle des bewilligten Konsoldaches dem Gebäude einfach ein 

imitiertes Schrägdach aufzusetzen. Sie hätten zusammen mit dem Bauamt 

und dem Bauberater eine andere Lösung suchen müssen. Der überdachte 

Balkon verunstalte durch seine Unmassstäblichkeit und Klobigkeit nicht bloss 

die strassenseitige Fassade des erhaltenswerten Gebäudes, sondern auch 

die nähere und weitere Umgebung. Anstelle des feingliedrigen, für ein 

klassizistisches Gebäude typischen Balkons sei eine hässliche Holzkiste 

getreten. Dies verstosse gegen materielles Baurecht. Hier bestehe ein 

gewichtiges öffentliches Interesse an der Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustandes und zwar bei allen strittigen Bauteilen, da eine ins 

Gewicht fallende Beeinträchtigung einer erhaltenswerten Baute sowie eine 

empfindliche Störung des Orts- und Strassenbildes vorliege. Dazu komme 

das öffentliche Interesse an der Einhaltung der baurechtlichen Ordnung. 

Private Interessen, die dagegen sprächen, bestünden nicht. Zudem 

verursache der Abbruch weder ins Gewicht fallende Nachteile noch 

unverhältnismässige Kosten. Auch die Busse erweise sich als 

verhältnismässig. Falls das Gericht die Bewilligung für gerechtfertigt halte, 

wäre die Busse aber aufzuheben und die Sache zur Neufestlegung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen.

10. Am 14. April 2005 führte das Verwaltungsgericht einen Augenschein an Ort 

und Stelle durch, an welchem der Rekurrent mit seinem Anwalt und eine 

Delegation des Gemeindevorstandes mit ihrem Rechtsvertreter teilnahmen. 

Allen Anwesenden wurde dabei Gelegenheit erteilt, sich anhand der 

Örtlichkeiten auch noch mündlich zu den aufgeworfenen Fragen zu äussern. 

Im Hinblick auf eine mögliche gütliche Einigung wurde das Verfahren sistiert, 

letztmals bis zum 15. August 2005. Mit Schreiben vom 20. Juli 2005 ersuchte 

die Gemeinde um Fortführung des Verfahrens.

Auf das Ergebnis des Augenscheins sowie die weiteren Ausführungen in den 

Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist die Wiederherstellungs- und Bussverfügung der 

Gemeinde … vom 6. Januar 2005. 

2. a) Noch bevor auf die Prüfung der Rechtmässigkeit der 

Wiederherstellungsverfügung eingegangen wird, ist festzustellen, dass die 

Bussverfügung unabhängig vom Entscheid über die 

Wiederherstellungsverfügung nicht den formellen Anforderungen genügt und 

deshalb aufzuheben ist.

b) Die von einem Verfahren betroffene Partei muss über die Normen, welche die 

Behörde gegen sie zur Anwendung bringen will, insoweit informiert werden, 

dass sie sich über alle wesentlichen Punkte äussern kann, bevor die 

Massnahme bzw. Entscheidung verfügt wird. Im Rahmen eines 

Strafverfahrens, in einem weiten Sinne verstanden – also auch bei 

Übertretungsverfahren, bei Ordnungsbussenverfahren, bei 

Steuerstrafverfahren, bei Baubussenverfahren, etc. (Ehrenzeller / 

Mastronardi / Schweizer / Vallender, Die Schweizerische Bundesverfassung, 

Kommentar, N 27 zu Art. 29 BV) – , wird dieser besondere Gesichtspunkt des 

Verteidigungsrechts sowohl in der EMRK als auch in der neuen 

Bundesverfassung wieder aufgenommen. Gestützt auf Art. 6 Abs. 2 lit. a 

EMRK hat jede angeklagte Person das Recht über den Ursprung und die 

Gründe der einzelnen ihr vorgeworfenen Anklagepunkte in Kenntnis gesetzt 

zu werden (PVG 1993 Nr. 3). Art. 32 Abs. 2 BV präzisiert diesbezüglich, dass 

die angeklagte Person das Recht hat umfassend und so rasch wie möglich 

über die einzelnen gegen sie erhobenen Anschuldigungen unterrichtet zu 

werden. In erster Linie muss die Auskunft das konkret vorgeworfene Verhalten 

und die juristische Qualifikation desselben enthalten (Ehrenzeller / 

Mastronardi / Schweizer / Vallender, a.a.O., N 17 zu Art. 32 Abs. 2 BV). 

Gemäss Praxis zu Art. 6 EMRK muss die Art der Anklage ebenfalls 

angegeben werden, damit der Betroffene die möglicherweise im konkreten 

Fall anwendbare(n) Strafnorm(en) zur Kenntnis nehmen kann (M. E. Villiger, 

Handbuch der Europäischen Menschenrechtskonvention, 2. Aufl., N 507 zu 

Art. 6 EMRK). Nach Ansicht des Gerichts hat auch das 

Verwaltungsstrafverfahren diesen Anforderungen zu entsprechen. Mit der 

Vernehmlassung des Angeschuldigten will man nämlich verhindern, dass 

diesem Tatsachen vorgeworfen werden, er mit rechtlichen Würdigungen 

konfrontiert wird oder eine mit einer Sanktion bestraft werde, welche 

vorgängig weder erwähnt wurden und mit deren Heranziehung der 

Angeschuldigte auch nicht rechnen musste (siehe dazu Müller, Grundrechte 

in der Schweiz, 3. Aufl., S. 521; Meyer-Ladewig, Handkommentar zur EMRK, 

N 89 zu Art. 6 EMRK). Da es Teil des Anspruchs auf rechtliches Gehörs des 

Angeschuldigten ist, über den angedrohten Strafrahmen und über die 

angedrohte Strafe orientiert zu werden, erachtet dieses Gericht diesen Aspekt 

als grundlegendes Element der Anhörung, weshalb dem Angeschuldigten die 

Möglichkeit gegeben werden muss sich diesbezüglich zu äussern (PVG 2003 

Nr. 37).

c) Die genannten verfassungsmässigen Minimalgarantien den Anspruch auf 

vorgängige Stellungnahme und Information betreffend wurden auch durch 

das kantonale Recht übernommen. Gemäss Art. 178 Abs. 2 des Gesetzes 

über die Strafrechtspflege (StPO; BR 350.000) gilt der Anspruch auf 

rechtliches Gehör als gewahrt, wenn der Angeschuldigte vor Ausfällung einer 

Busse Gelegenheit zu einer schriftlichen oder mündlichen Vernehmlassung 

erhält oder wenn dem Gebüssten das Recht zur Einsprache eingeräumt wird. 

Die Strafverfügung muss die genaue Bezeichnung der strafbaren Handlung 

und der anwendbaren Strafbestimmungen enthalten (Art. 178 Abs. 3 StPO). 

Aus dieser Bestimmung ist ersichtlich, dass das Recht auf Vernehmlassung 

sowohl vor Erlass der Strafverfügung als auch durch Einsprache 

wahrgenommen werden kann (PVG 1991 Nr. 31). Während des 

Einspracheverfahrens hat der Einsprecher – durch die angefochtene 

Strafverfügung – bereits Kenntnis der ihm vorgeworfenen strafbaren 

Handlung und der anwendbaren Strafnormen. Auch wenn die beiden 

Verfahren zugegebenermassen nicht gänzlich als gleichwertig erachtet 

werden können, so wird der Kerngehalt des Anspruchs auf vorgängige 

Anhörung nicht durch die Frage geschmälert, ob die Gemeinde ein 

Einspracheverfahren auf Gemeindeebene kennt oder nicht. Wo ein 

Einspracheverfahren vorgesehen ist, wird die betroffene Person durch die 

Strafverfügung in Kenntnis der vorgeworfenen strafbaren Handlung und der 

anwendbaren Strafnormen gesetzt. Wo kein solches vorgesehen ist und der 

betroffenen Person schon vorgängig ein Anspruch auf Äusserung zusteht, ist 

die Behörde zwar nicht gehalten, bereits einen Entwurf der Strafverfügung zu 

erstellen, trotzdem ist es unentbehrlich, dass die betroffene Person Kenntnis 

von der ihr vorgeworfenen strafbaren Handlung hat und weiss, mit welcher 

Strafe sie – unter Berücksichtung ihrer persönlichen Verhältnisse – zu 

rechnen hat.

d) Bezüglich der Qualifizierung der Widerhandlung bzw. der strafbaren Handlung 

ist es von grundlegender Bedeutung, dass die betroffene Person genau weiss, 

was ihr konkret vorgeworfen wird und gegen welche Norm sie verstossen 

haben soll. Aus diesem Grund ist ein Hinweis auf das beanstandete Verhalten 

und die offenbar verletzte Rechtsnorm nötig. Hierbei muss die angeblich 

verletzte Rechtsnorm nicht zwingend ausdrücklich aufgeführt werden, wenn 

dem Angeklagten klar sein muss, auf welche Norm sich die Behörde bezieht 

(wenn z.B. festgehalten wird, dass eine Baute eine Höhe von 10 m aufweist 

und deshalb gegen die Bauvorschrift betreffend Bauhöhe verstösst).

e) Auch ist es bezüglich der Strafe von fundamentaler Bedeutung, dass der 

Angeschuldigte Kenntnis davon erhält, mit welcher Strafe er wahrscheinlich 

zu rechnen hat. Diesbezüglich steht es der Gemeinde frei die gesamte 

Strafnorm wiederzugeben oder lediglich unter Angabe des 

Höchststrafmasses auf die Norm hinzuweisen.

f) Im vorliegenden Fall hat die Gemeinde mit Schreiben vom 29. Oktober 2004 

dem Rekurrenten zwar die Möglichkeit zur Stellungnahme eingeräumt, ohne 

jedoch auf die anwendbare Strafnorm oder auf das mögliche Strafmass 

hinzuweisen. Zudem hat sie es unterlassen, dem Rekurrenten Gelegenheit 

einzuräumen, Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen zu machen. 

Damit liegt – wie soeben ausgeführt und wie das Verwaltungsgericht 

wiederholt entschieden hat – eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 

Dies führt folgerichtig zur Aufhebung der Bussverfügung, also der Ziff. 4 und 

5 des Dispositivs des angefochtenen Entscheides (PVG 2003 Nr. 37).

3. a) Das Gebäude des Beschwerdeführers (Nr. 203) befindet sich auf der Parzelle 

Nr. 212 in ... Dabei handelt es sich unbestrittenermassen um einen 

erhaltenswerten Bau gemäss Art. 16 des kommunalen Baugesetzes (BG). 

Danach sind erhaltenswerte Bauten oder Bauteile, wenn sie abgebrochen 

werden, in der ursprünglichen Form und Stellung wieder aufzubauen. Die 

Baubehörde kann geringfügige Abweichungen zulassen oder anordnen, 

sofern sich dies aus gestalterischen Gründen als notwendig erweist. Gemäss 

Baugesetz gilt somit grundsätzlich ein Änderungsverbot. Die Baubehörde 

kann lediglich geringfügige Abweichungen zulassen oder anordnen und 

ausschliesslich wenn sich diese aus gestalterischen Gründen als notwendig 

erweisen. Folgerichtig sind Abänderungsgesuche von der Baubehörde mit 

Zurückhaltung zu behandeln.

b) Von den in der Baubewilligung vom 30. August 2004 enthaltenen 

Renovationen und Umbauten sind im vorliegenden Verfahren einzig die 

streitigen Punkte zu beurteilen, welche gemäss Gemeinde von der 

Baubewilligung abweichend realisiert wurden. Gemäss 

Wiederherstellungsverfügung vom 6. Januar 2005 sind Abweichungen bei 

den erstellten Vordächern und beim Dach über den Balkon zu finden. Diese 

Abweichungen werden durch den Rekurrenten in seiner Rechtsschrift auch 

nicht bestritten. Er macht jedoch geltend, dass die dominantere Erscheinung 

des realisierten Vordachs und des Balkondachs kein Widerspruch bzw. kein 

Verstoss zu den Art. 15 bis 17 des kommunalen Baugesetzes darstellen 

würden. Es sei deshalb nicht einzusehen, weshalb eine nachträgliche 

Bewilligung dieser Arbeiten nicht möglich sein soll.

c) Wie bereits ausgeführt handelt es sich im vorliegenden Fall um eine 

schützenswerte Baute, welche im klassizistischen Stil erstellt wurde. Gemäss 

Art. 16 BG darf die Baubehörde lediglich geringfügige Abänderungen 

genehmigen. Wenn nun das Gesetz der Baubehörde selbst einen äusserst 

engen Ermessensspielraum belässt, so muss folgerichtig bei Abweichungen 

nicht geringfügiger Art von einer Verletzung gegen materielles Baurecht 

ausgegangen werden. Die Abweichungen zwischen den durch den 

Rekurrenten ausgeführten Arbeiten und dem ursprünglichen Zustand bzw. 

den bewilligten Bauplänen können nicht als geringfügige Abänderungen 

bezeichnet werden. Die typischen klassizistischen Kriterien (feingliedrige, 

lineare, schlichte Elemente) des Hauses wurden durch das klobig und schwer 

wirkende imitierte Schrägdach und durch die grob wirkende und ins Auge 

stechende Balkonabdeckung sehr stark beeinträchtigt, wovon sich das 

Gericht anlässlich des Augenscheins selbst hat überzeugen können. Zudem 

wurde sowohl das imitierte Schrägdach als auch das Balkondach statt in 

schlichtem und feinem Titanblech in Steinplatten realisiert. Auch diese 

Elemente sind untypisch für einen klassizistischen Bau. Die in Abweichung 

der erteilten Baubewilligung ausgeführten Arbeiten verstossen demnach 

gegen Art. 16 BG, weshalb eine Verletzung von materiellem Baurecht 

gegeben ist. 

d) Die von den bewilligten Arbeiten abweichenden Elemente verstossen aber 

nicht nur gegen materielles Baurecht. Da für diese keine entsprechende 

Baubewilligung eingeholt wurde, liegt eine offenkundige Verletzung der 

Baubewilligungspflicht und somit ein Verstoss gegen formelles Baurecht vor 

(Art. 97 und Art. 105 Abs. 2 BG sowie Art. 5 KRG).

4. a) Kraft Art. 60 KRG und Art. 110 Abs. 1 BG hat ein Bauherr einen 

vorschriftswidrigen Zustand zu beseitigen, gleichgültig, ob er für dessen 

Herbeiführung bestraft worden ist oder nicht. Diese Bestimmungen gelten 

aber nicht absolut, sondern sind entsprechend dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit dahingehend auszulegen, dass ein blosser Verstoss 

gegen formelle Baupolizeivorschriften die Anordnung der Beseitigung von 

Bauteilen für sich allein noch nicht rechtfertigen könnte; für einen solchen 

Eingriff ist nach ständiger Rechtsprechung des Verwaltungsgerichtes 

vielmehr auch eine Verletzung materieller Bauvorschriften Voraussetzung 

(VGE 617/95; 761/94; 233/ 92; 508/91; 277/89; PVG 1993 Nr. 29; 1981 Nr. 

22; 1970 Nr. 37; 1969 Nr. 31).

b) Fest steht, dass im vorliegenden Fall, wie bereits ausgeführt, sowohl eine 

Verletzung von formellen Bauvorschriften als auch von materiellen 

Bauvorschriften vorliegt.

c) Damit sind die Voraussetzungen für eine Abbruchverfügung jedoch nicht 

vollständig erfüllt; solche Zwangsmassnahmen rechtfertigen sich vielmehr 

erst dann, wenn sie notwendig sind und verhältnismässig erscheinen (anstelle 

vieler: VGU R 99 105).  Die Notwendigkeit eines Eingriffes ergibt sich aus dem 

öffentlichen Interesse an der Einhaltung der verletzten Baurechtsvorschriften. 

Von der Anordnung der Beseitigung derartiger Bauten kann ausnahmsweise, 

bei Vorliegen besonderer Umstände, abgesehen werden. So kann der 

Abbruch nach der bundesgerichtlichen Praxis unterbleiben, wenn die 

Abweichung vom Erlaubten nur unbedeutend ist oder kein ausreichendes 

öffentliches Interesse für die Beseitigung besteht, ebenso wenn der Bauherr 

in gutem Glauben angenommen hat, er sei zur Bauausführung ermächtigt, 

und der Beibehaltung des ungesetzlichen Zustandes nicht schwerwiegende 

öffentliche Interessen entgegen stehen (BGE 108 Ia 217 E. 4, 104 Ib 303 E. 

5b, 102 Ib 66f. E. 2a). Der Schutz des Vertrauens rechtfertigt sich jedoch nur, 

wenn der Bauherr die ihm nach den Umständen zumutbare Sorgfalt und 

Aufmerksamkeit hat walten lassen. Wer trotz vorhandenen und sich nach 

objektiven Massstäben aufdrängenden Zweifeln über die Tragweite einer 

Baubewilligung ohne entsprechende Abklärungen bei der verfügenden 

Behörde Bauarbeiten vornimmt, kann sich gegenüber einem Abbruchbefehl 

nicht mit Erfolg auf den Schutz seines guten Glaubens berufen (BGE vom 14. 

Februar 1979 in ZBl 80 [1979] 312 f. E. 4b). Als Grundsatz muss in diesem 

Zusammenhang gelten, dass sich der Bauwillige selber um die Zulässigkeit 

seines Tuns zu kümmern hat (vgl. PVG 1993 Nr. 29).

Die Verhältnismässigkeit im Sinne des Übermassverbotes besagt 

demgegenüber, dass der Eingriff nicht weiter gehen darf, als es der Zweck 

erheischt. Mit anderen Worten ist das mildeste Mittel zur Erreichung des 

gesetzmässigen Zustandes zu wählen. Dementsprechend ist auf einen 

umfassenden Abbruch zu verzichten, wenn der gesetzmässige Zustand durch 

einen Teilabbruch erreicht werden kann. Werden die Notwendigkeit und die 

Verhältnismässigkeit im so verstandenen Sinne bejaht, erfolgt eine Abwägung 

zwischen den öffentlichen Interessen an der Durchsetzung der 

Zwangsmassnahme und den privaten Interessen am Festhalten am 

gesetzwidrigen Zustande. Auf diese Interessenabwägung kann verzichtet 

werden, wenn der Abbruchbefehl bereits an der Notwendigkeit bzw. der 

Verhältnismässigkeit im oben verstandenen Sinne scheitert. Zur Rüge, dass 

ein Abbruchbefehl nicht notwendig oder unverhältnismässig ist, werden 

sowohl die Gut- als auch der Bösgläubige zugelassen. Bösem Glauben wird 

erst bei der Interessenabwägung Rechnung getragen (BGE 108 Ia 218 E. 4b; 

VGE 264/83). Dies erhellt aus dem Umstande, dass auch der Bösgläubige vor 

nicht notwendigen und unverhältnismässigen Verwaltungshandlungen 

geschützt werden soll. Folglich ist das Verhalten, das zum Abbruchbefehl 

geführt hat, erst bei der Interessenabwägung angemessen zu 

berücksichtigen. Anders zu entscheiden führte dazu, dem Abbruchbefehl 

Strafcharakter zukommen zu lassen (vgl. Art. 58 KRG). Dies ist jedoch einer 

allfälligen Busse vorbehalten (VGE 147/84 E. 3, 549/85).

d) Da generell ein gewichtiges öffentliches Interesse an der Einhaltung der 

baurechtlichen Ordnung besteht, sind jedoch kaum Fälle denkbar, in denen 

es trotz grösserer Abweichungen von den Bauvorschriften als durch ein 

schützenswertes Interesse abgedeckt erscheint, eine widerrechtliche Baute 

stehen zu lassen. Es darf deshalb bei materiell rechtswidrigen Bauten 

höchstens dann von einem Abbruchbefehl abgesehen werden, wenn die 

Abweichung sehr geringfügig ist und die berührten allgemeinen Interessen 

den aus dem Abbruch für den Eigentümer erwachsenden Schaden nicht zu 

rechtfertigen vermögen (PVG 1989 Nr. 29; BGE 111 Ib 224 E. 6b; Urs Beeler, 

Die widerrechtliche Baute, Diss. Zürich 1984, S. 79; Haller/ Karlen, 

Raumplanungs und Baurecht, 2. Aufl., N. 924). Dem Interesse der 

Bauherrschaft am Schutze getätigter Investitionen ist dabei grundsätzlich nur 

geringes Gewicht einzuräumen (vgl. BGE 111 Ib 224 f. E. 6b: Verlust von Fr. 

2 Mio. zuzüglich Abbruch und Wiederherstellungskosten bei einer 

gravierenden Baurechtswidrigkeit nicht ausreichend). In der Doktrin gehen 

beachtliche Autoren sogar davon aus, dass rein pekuniäre Interessen in 

diesem Zusammenhang generell keine Berücksichtigung finden dürfen (so 

Beeler a.a.O., S. 78). Weiter wird zudem die Ansicht vertreten, dass es selbst 

bei Geringfügigkeit der Rechtsverletzung nicht angehe, die Einhaltung klarer 

Gesetzesbestimmungen mit Berufung auf den Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit aufzugeben. Das Verhältnismässigkeitsprinzip dürfe 

nicht dazu führen, ein zweites Mal materielle Gesichtspunkte anzuwenden; es 

gehe nicht um Kapitulation vor faktischen Zwängen, sondern um ein in 

Extremfällen gebotenes Abweichen vom starren Recht (René A. Rhinow/Beat 

Krähenmann, Schweiz. Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel 

1990, Nr. 56 B VI d, S. 174, mit zahlreichen Hinweisen). Nach bestätigter 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann sich selbst ein Bauherr, der sich 

nicht in gutem Glauben befindet, gegenüber dem Abbruchbefehl auf den 

Grundsatz der Verhältnismässigkeit berufen. Er muss aber in Kauf nehmen, 

dass die Behörden aus grundsätzlichen Erwägungen, nämlich zum Schutze 

der Rechtsgleichheit und der baurechtlichen Ordnung, dem Interesse an der 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes erhöhtes Gewicht 

beimessen und die dem Bauherrn allenfalls erwachsenden Nachteile nicht 

oder nur in verringertem Masse berücksichtigen (BGE 111 Ib 224 E. 6, 108 Ia 

218 E.4b).

5. Vorliegend lässt sich der gesetzliche Zustand, wie sich bereits den 

Erwägungen über die materiellen Baurechtsverletzungen entnehmen lässt, 

nur dadurch wiederherstellen, dass das Dach und die Balkonabdeckung 

entsprechend den bewilligten Plänen gestaltet werden. Nach dem gesagten 

hat die Gemeinde nicht gegen das Übermassverbot verstossen, indem sie die 

Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes angeordnet hat. Daran 

vermögen auch die Vorbringen des Rekurrenten nichts zu ändern, wonach die 

Erstellung des gestützt auf den von ihm eingereichten Plänen genehmigten 

Dachs schon aus technischen Gründen nicht realisierbar gewesen sei. Es ist 

nicht Aufgabe der Baubehörde die technische Realisierbarkeit eines 

Baugesuchs zu überprüfen. Sollte sich das bewilligte Dach tatsächlich als 

nicht ausführbar erweisen, so ist es Sache des Rekurrenten, eine neue 

Baubewilligung nach geänderten Plänen zu beantragen. Unter diesen 

Umständen kann dem Rekurrenten auch der gute Glaube nicht zugebilligt 

werden, hat er doch in Kenntnis der klaren Sachlage die abweichenden 

Arbeiten ausgeführt. Er hat denn auch die Folgen seines Tuns umso mehr zu 

tragen, als er ausser den von ihm dargelegten, im wesentlichen finanziell 

motivierten keine wesentlichen entgegenstehenden privaten Interessen 

geltend zu machen vermag. Sein privates Interesse an der Beibehaltung des 

gesetzwidrigen Zustandes vermag daher die öffentlichen Interessen an 

dessen Beseitigung bei weitem nicht aufzuwiegen. In diesem Lichte betrachtet 

erweisen sich die Rügen des Rekurrenten als offensichtlich unbegründet. 

Folglich ist die angefochtene Wiederherstellungsverfügung zu Recht 

ergangen.

6. Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass der Rekurs teilweise 

gutzuheissen und Ziff. 4 und 5 der angefochtenen Verfügung aufzuheben 

sind. Im Übrigen ist der Rekurs jedoch abzuweisen. Bei diesem Ausgang des 

Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zu 2/3 zulasten des Rekurrenten und 

zu 1/3 zulasten der Gemeinde ... Angesichts des Verfahrensausgangs ist der 

Gemeinde … eine reduzierte aussergerichtliche Entschädigung 

zuzusprechen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 4 und 5 des 

angefochtenen Entscheides aufgehoben. Im Übrigen wird der Rekurs 

abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2’000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 306.--

zusammen Fr. 2'306.--

gehen zu 2/3 zulasten des Rekurrenten und zu 1/3 zulasten der Gemeinde ... 

Die entsprechenden Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. … hat der Gemeinde … eine reduzierte aussergerichtliche Entschädigung von 

insgesamt Fr. 1'800.-- (inkl. MWST) zu entrichten.