# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b3cbf81-2c6e-5e73-8d22-4bb4a6395528
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.07.2009 A-1759/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1759-2006_2009-07-28.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1759/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Markus Metz (Vorsitz), Richter Daniel Riedo, 
Richter Michael Beusch,
Gerichtsschreiber Jürg Steiger.

X._______, ...,
vertreten durch ...,
Beschwerdeführerin,

gegen

Eidgenössische Zollverwaltung EZV, 
Zollkreisdirektion Schaffhausen,
Bahnhofstrasse 62, Postfach 1772, 8201 Schaffhausen,
handelnd durch die Oberzolldirektion (OZD), 
Hauptabteilung Recht und Abgaben, Monbijoustrasse 40, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Kontingentszollansatz

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1759/2006

Sachverhalt:

A.
Die X._______  führte  als  Spediteurin  für  die  Y._______  am 16. Mai 
(Einfuhr  Nr. ...)  sowie  am 8.  Juni  (Einfuhr  Nr. ...),  10.  Juni  (Einfuhr 
Nr. ...)  und 13. Juni 2006 (Einfuhr Nr. ...)  diverse Sendungen Weiss- 
und  Rotwein  über  das  Zollamt  A._______  ein  und  verzollte  die 
Sendungen  zum  Kontingentszollansatz  (KZA)  unter  der 
Generaleinfuhrbewilligung (GEB) Nr. ....

B.
Am  2.  Mai  2006  hatte  eine  Sachbearbeiterin  des  Bundesamts  für 
Landwirtschaft  (BLW)  an  die  Oberzolldirektion  (OZD)  ein  e-mail  ge-
sandt,  wonach die GEB Nr. ... (Käse), ... (Wurstwaren),  ... (Wein),  ... 
(Schlachttiere  und  Fleisch)  und  ...  (Mostobst  und  Obstprodukte)  der 
Y._______ zu sperren seien mit der Begründung: "Keine Importe mehr, 
abgereist ohne Angabe der neuen Adresse".

Mit  Schreiben  vom  24.  Juli  2006  teilte  die  OZD  der  zuständigen 
Zollkreisdirektion mit, die Sektion Zollverfahren habe am 14. Juni 2006 
vom BLW die Mitteilung erhalten,  alle  GEB-Nummern der Y._______ 
seien  per  2.  Mai  2006  gesperrt  worden;  das  BLW  habe  eine 
Einfuhrsendung vom 29. Mai 2006 mit Rot- und Weisswein festgestellt, 
bei welcher der Spediteur unberechtigterweise die Sammel-GEB Nr. ... 
verwendet habe. Es seien die beiliegenden Abfertigungen durch das 
Zollamt  A._______  zu  überprüfen  und  zum 
Ausserkontingentszollansatz (AKZA) zu berichtigen.

C.
Entsprechend  der  Weisung  der  OZD  erliess  die  zuständige 
Zollkreisdirektion am 11. September 2006 gegenüber der X._______ 
eine Nachbezugsverfügung über Fr. ... (Zoll und Mehrwertsteuer). Die 
X._______ reichte am 11. September 2006 (recte 11. Oktober 2006) 
gegen  die  Nachbezugsverfügung  bei  der  OZD Beschwerde  ein,  die 
diese  wiederum  als  Sprungbeschwerde  am  18. Oktober  2006  zur 
Behandlung  an  die  Eidgenössische  Zollrekurskommission  (ZRK) 
weiterleitete.  Am  6.  November  2006  ergänzte  die  X._______ 
(Beschwerdeführerin)  ihre  Beschwerde  und  machte  insbesondere 
geltend, sie habe die Y._______ am 9. Mai 2006 informiert, dass die 
GEB-Nrn.  als  gesperrt  gälten  und  eine  Einfuhrabfertigung  über  e-
dec/e-quota  deshalb  nicht  möglich  sei.  Einem  Bericht  des 

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Rechtsanwalts  der  Y._______  vom  30. Oktober  2006  sei  zu 
entnehmen, dass das BLW die Abfertigung zu Kontingentszollansätzen 
über die GEB-Nr. ... so bewilligt  habe. Die Aktenlage bezüglich einer 
Vergabe der GEB-Nr. sei keineswegs sicher. Die Zollverwaltung wollte 
offenbar  gründlich  geklärt  haben,  inwieweit  die  Zollverwaltung 
und/oder das BLW an den Falschdeklarationen mitbeteiligt seien.

D.
In  der  Vernehmlassung vom 24. Januar  2007 schliesst  die  OZD auf 
kostenpflichtige  Abweisung  der  Beschwerde.  Das  "Globalkontingent" 
Naturwein  werde nach dem sogenannten Windhundverfahren an der 
Grenze zugeteilt  (Reihenfolge der Zollanmeldung). Voraussetzung für 
die gewerbsmässige Einfuhr von Naturwein bilde die individuelle GEB. 
Die GEB-Sammelnummer ... werde wie alle anderen GEB durch das 
BLW  vergeben.  Sie  dürfe  nur  im  Zusammenhang  mit  einmaligen 
Einfuhren von Weiss- und Rotwein zum AKZA benutzt werden. Sie sei 
vornehmlich für  Unternehmen reserviert,  die  keine GEB-Nummer im 
Regime Wein hätten und ausnahmsweise eine Sendung Wein (in der 
Regel bis ungefähr 200 Flaschen) für einen bestimmten Verwendungs-
zweck, beispielsweise für Kundengeschenke, in die Schweiz einführen 
wollten. Solche Einfuhren könnten höchstens einmal  jährlich  ausser-
halb  des  Kontingents,  das  heisst  zum  AKZA,  getätigt  werden.  Die 
Y._______  sei  nicht  berechtigt,  Einfuhren  über  die  GEB-
Sammelnummer zu tätigen, da sie nicht branchenfremd sei. Ebenfalls 
klar sei, dass solche Einfuhren immer zum AKZA erfolgen müssten.

Die  weiteren  entscheidrelevanten  Begründungen  der  Verfahrens-
parteien werden im Rahmen der Erwägungen des Bundesverwaltungs-
gerichts aufgenommen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Bis zum 31. Dezember 2006 unterlagen erstinstanzliche Verfügun-
gen  oder  Beschwerdeentscheide  der  OZD der  Beschwerde  an  die 
ZRK. Das Bundesverwaltungsgericht übernahm die Ende 2006 bei der 
ZRK  hängigen  Verfahren.  Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem 
Verfahrensrecht  (Art. 53  Abs. 2  des  Bundesgesetzes  vom  17. Juni 
2005 über das Bundesverwaltungsgericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, 
VGG, SR 173.32]). Soweit das VGG nichts anderes bestimmt, richtet 

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sich gemäss Art. 37 VGG das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021).

1.2 Da die OZD der zuständigen Zollkreisdirektion  am 24. Juli  2006 
eine Weisung zum weiteren Vorgehen erteilt hat und wie sie verfügen 
soll,  sind die Voraussetzungen einer Sprungbeschwerde erfüllt  (BGE 
120 Ib 97 E. 1d; ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes,  2. Aufl.,  Zürich 1998,  Rz. 476; 
ANDRÉ MOSER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht, Basel 2008,  Rz. 2.55 ff.). Das Bundesver-
waltungsgericht ist zur Behandlung der Beschwerde sachlich wie funk-
tionell  zuständig (Art. 31 und Art. 33 Bst. d VGG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

1.3 Am 1. Mai 2007 ist das neue Zollgesetz vom 18. März 2005 (ZG, 
SR 631.0) in Kraft getreten. Nach Art. 132 Abs. 1 ZG findet auf Zollver-
anlagungsverfahren, die bei Inkrafttreten dieses Gesetzes hängig sind, 
das bisherige Recht Anwendung. Das vorliegende Verfahren untersteht 
deshalb dem (alten) Zollgesetz vom 1. Oktober 1925 (aZG, AS 42 287 
und BS 6 465).

2.
2.1 Jede Wareneinfuhr über die schweizerische Zollgrenze unterliegt 
der Zollpflicht (vgl. Art. 1 Abs. 1 aZG). Gemäss Art. 1 Abs. 2 aZG um-
fasst die Zollpflicht die Befolgung der Vorschriften für den Verkehr über 
die Grenze (Zollmeldepflicht) und die Entrichtung der gesetzlichen Ab-
gaben  (Zollzahlungspflicht).  Der  Zollmeldepflicht  unterliegt,  wer  eine 
Ware über  die Grenze bringt,  sowie der  Auftraggeber  (Art. 9  Abs. 1 
aZG). Die  Zollzahlungspflicht  entsteht  mit  Bestätigung der  Annahme 
der Zolldeklaration nach Art. 35 aZG (Art. 11 Abs. 1 aZG) und obliegt 
dem Zollmeldepflichtigen, den übrigen in Art. 9 aZG genannten Perso-
nen,  sowie  demjenigen,  für  dessen  Rechnung  die  Ware  eingeführt 
worden ist. Sie haften solidarisch für die geschuldeten Abgaben. Der 
Rückgriff  unter  ihnen richtet  sich nach den Bestimmungen des Zivil-
rechts (Art. 13 Abs. 1 aZG).

2.2 Die Zollmeldepflichtigen unterliegen im Zollverfahren besonderen 
gesetzlichen  Mitwirkungspflichten  (Art. 29 ff.  aZG).  Hinsichtlich  ihrer 
Sorgfaltspflichten werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen die 
Zolldeklaration abgeben und haben für deren Richtigkeit einzustehen 
(Art. 31  aZG i.V.m. Art. 47 Abs. 2 der  Verordnung vom 10. Juli  1926 

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zum Zollgesetz [aZV, AS 42 339 und BS 6 514]; zum Selbstdeklarati-
onsprinzip  vgl. Urteil  des  Bundesgerichts  vom 7. Februar  2001,  ver-
öffentlicht in Archiv für Schweizerisches Abgaberecht [ASA] 70 S. 334 
E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 2A.1/2004 vom 31. März 2004 E. 2.1; 
Urteile  des Bundesverwaltungsgerichts  A-1711/2006 vom 23. Januar 
2009 E. 2.5, A-2631/2007 vom 10. August 2008 E. 2.2). Bei Einfuhren 
innerhalb bzw. ausserhalb der zugeteilten Kontingente gilt ausnahms-
los das Prinzip der Eigenverantwortung. Sind im Zeitpunkt der Einfuhr 
nicht  sämtliche Voraussetzungen für  eine  Verzollung nach dem KZA 
erfüllt,  gelangt zwingend der AKZA zur Anwendung, es sei denn, ein 
allgemeiner Zollbefreiungs- oder ein Zollbegünstigungstatbestand (bei-
spielsweise Art. 14 f. bzw. Art. 16 ff. aZG) liege vor (Urteile des Bun-
desverwaltungsgerichts  A-1711/2006  vom  23.  Januar  2009  E.  2.5, 
A-1730/2006  vom  4. Februar  2008 E. 2.2,  A-1701/2006  vom 
1. Oktober 2007 E. 2.2, A-1699/2007 vom 13. September 2007 E. 2.2; 
Entscheid der ZRK 2004-033 vom 14. Juli 2005 E. 2b mit weiteren Hin-
weisen).

2.3 Die  Einfuhr  innerhalb  eines  Kontingents  unterliegt  gewöhnlich 
einem  geringeren  Zollansatz  (Kontingentszollansatz  [KZA])  als  jene 
ausserhalb  (Ausserkontingentszollansatz  [AKZA]).  Kommt  der  AKZA 
zur  Anwendung,  wirkt  dieser  regelmässig prohibitiv  (vgl. BGE 129 II 
160 E. 2.1,  128 II  34 E. 2b; Urteile  des Bundesgerichts  2C_82/2007 
vom  3. Juli  2007  E. 2.1  und  E. 2.2,  2A.1/2004  vom  31. März  2004 
E. 2.1; statt vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3585/2008 
vom 4. Juni  2009  E. 2;  vgl.  REMO ARPAGAUS,  Zollrecht,  2. Aufl.,  Basel 
2007, S. 253 ff.). Bei der Bestimmung der Zollkontingente ist der Bund 
nicht  frei,  dienen  diese  doch  den  ausländischen  Produzenten  zum 
staatsvertraglich  vereinbarten  Marktzutritt  (GATT-Botschaft  2,  BBl 
1994 IV 159). Sowohl die minimale Menge, welche zum privilegierten 
Satz importiert werden kann, als auch das Maximalniveau der erlaub-
ten Grenzbelastung für Einfuhren innerhalb und ausserhalb der Zoll-
kontingente  sind  im  Rahmen  der  GATT-Verhandlungen  bestimmt 
worden (GATT-Botschaft 2, BBl 1994 IV 1005 f., 1074). Im Anhang des 
Protokolls  von  Marrakesch  zum  Allgemeinen  Zoll-  und  Handelsab-
kommen vom 15. April 1994 (AS 1995 S. 2148) sind die massgeben-
den  Konzessions-  und  Verpflichtungslisten  für  Agrar-  und  Industrie-
produkte enthalten (für die Schweiz sog. "Liste-LIX Schweiz-Liechten-
stein"; vgl. GATT-Botschaft 2, BBl 1994 IV 1011 f.; Botschaft des Bun-
desrats vom 26. Juni 1996 zur Reform der Agrarpolitik: Zweite Etappe 
[Agrarpolitik 2002], BBl 1996 IV 116). Der Zolltarif (Anhang zum Zoll-

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tarifgesetz vom 9. Oktober 1986 [ZTG, SR 632.10]) ist im Rahmen der 
GATT-Botschaft 2 entsprechend revidiert worden (AS 1995 1826).

3.
3.1 Im vorliegenden Fall  hat  die Beschwerdeführerin  als  Spediteurin 
für die Y._______ unter der GEB-Sammelnummer ... am 16. Mai sowie 
am 8. Juni, 10. Juni und 13. Juni 2006 diverse Sendungen Weiss- und 
Rotwein über das Zollamt  A._______ eingeführt  und die Sendungen 
zum KZA verzollt. Die Y._______ wusste zum damaligen Zeitpunkt aus 
der Kontaktnahme ihres Anwalts mit dem BLW, dass die ihr individuell 
zugeteilten  GEB-Nummern  gesperrt  waren  und  hat  deshalb 
offensichtlich  der  Beschwerdeführerin  auch  nicht  die  entsprechende 
GEB-Nummer  ...  für  die  Einfuhr  zur  Verfügung  gestellt.  Die  Be-
schwerdeführerin übermittelte die Sendungen dem Zollamt A._______ 
mittels  "e-dec  Import"  und  verwendete  die  für  Spezialfälle  vorge-
sehene erwähnte Sammel-GEB-Nr. ....

3.2 Einfuhren  unter  der  Sammel-GEB-Nr. ...  können  nicht  zum KZA 
verzollt  werden,  da  unter  ihnen  kein  bestimmtes  Zollkontingent 
individuell  einem Importeur  zur  Verfügung gestellt  wird. Vielmehr gilt 
für solche Importe das Windhundverfahren (vgl. dazu GATT-Botschaft 
2, BBl 1994 IV 950, 1077), unter dem nach dem Prinzip der Reihen-
folge  der  Zollanmeldung an Importeure  mit  einer  individuellen  GEB-
Nummer das Globalkontingent Naturwein zugeteilt wird. Nachdem die 
Y._______ über keine GEB-Nummer mehr verfügte,  konnte sie auch 
keine individuelle  Zuteilung mehr erhalten. Aus diesem Grund waren 
die Einfuhren vom 16. Mai,  8. Juni,  10. Juni  und 13. Juni  2006 zum 
AKZA zu verzollen.

3.3 Die  Beschwerdeführerin  anerkennt,  dass  die  Sammel-GEB-
Nummer nur behelfsmässig angewendet werden konnte. Das BLW teilt 
offenbar auch Speditionsfirmen die GEB-Sammelnummer mit und geht 
gemäss seinem Schreiben vom 7. Dezember 2006 (act. Nr. 15) im Üb-
rigen  davon  aus,  dass  diese  Sammelnummer  in  der  Branche  mehr 
oder weniger bekannt sein dürfte. Falls eine Speditionsfirma die GEB-
Sammelnummer  bereits  kennt  und  keine  Kontrollen  vorgenommen 
werden,  ist  die  Verzollung  gemäss  der  Einschätzung  des  BLW zum 
KZA ohne Weiteres möglich.

3.4 Es steht damit fest, dass die fraglichen Einfuhren nur zum AKZA 
verzollt werden konnten. Als Solidarschuldnerin mit der Y._______ ist 
damit die Beschwerdeführerin zollzahlungspflichtig (E. 2.1). Es ist  im 

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Übrigen aufgrund der Aktenlage und entgegen den Ausführungen der 
Beschwerdeführerin  nicht  einzusehen,  weshalb  das  BLW  oder  die 
Zollverwaltung ein "massgebliches und entscheidendes Dazutun" (vgl. 
Seite 3 der Beschwerdeergänzung vom 6. November 2006) bezüglich 
der  falschen  Verwendung  der  GEB-Sammmel-Nummer  durch  die 
Beschwerdeführerin  getroffen  haben,  insbesondere  nachdem  sie 
zugegebenermassen  schon  am  9.  Mai  2006  wusste,  dass  die  der 
Y._______ individuell  zugeteilten GEB-Nummern gesperrt  waren und 
eine Abfertigung über e-dec/e-quota deshalb nicht mehr möglich war. 
Es  geht  nirgends  aus  den  Akten  hervor,  dass  das  BLW  oder  die 
Zollverwaltung  der  Beschwerdeführerin  die  Verwendung  der  GEB-
Sammelnummer  ...  gestattet  hätten.  Damit  hat  es  auch  nicht  die 
Zollverwaltung und/oder das BLW zu verantworten, dass die Abgaben 
im  vorliegenden  Fall  nach  dem  AKZA  geschuldet  sind.  Die 
Beschwerdeführerin  hat  ihre  besonderen  gesetzlichen  Mitwirkungs- 
und  Sorgfaltspflichten  verletzt,  keine  korrekte  Zolldeklaration 
abgegeben (E. 2.2) und haftet damit für die geschuldeten Abgaben; sie 
behauptet  zu  Recht  auch  nicht,  es  bestehe  ein  allgemeiner 
Zollbefreiungs- oder ein Zollbegünstigungstatbestand. Die Beschwerde 
ist daher abzuweisen.

4.
Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  in  Höhe  von  Fr. ...  der 
Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und mit dem 
geleisteten  Kostenvorschuss  in  gleicher  Höhe  zu  verrechnen.  Bei 
diesem  Verfahrensausgang  bleibt  für  die  Ausrichtung  einer  Partei-
entschädigung kein Raum (Art. 64 Abs. 1 VwVG und Art. 7 des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

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2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. ...  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. ... 
verrechnet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus Metz Jürg Steiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift  ist  in  einer  Amtssprache  abzufassen  und  hat  die  Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift  zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-
mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, 
beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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