# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0a966e5-5c3f-5ebd-ba61-70ac79b0b26e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-02-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.02.2024 D-736/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-736-2024_2024-02-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-736/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  F e b r u a r  2 0 2 4   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

und deren Kind 

C._______, geboren am (…), 

Türkei,   

alle vertreten durch Claudio Ludwig,  

Rechtsschutz für Asylsuchende,  

Bundesasylzentrum Region (…) 

(…),  

Beschwerdeführende,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (beschleunigtes Verfahren);  

Verfügung des SEM vom 23. Januar 2024. 

 

 

 

D-736/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 13. September 2023 in der Schweiz 

um Asyl nachsuchten,  

dass die volljährigen Beschwerdeführenden am 12. Januar 2024 im Bei-

sein ihrer Rechtsvertretung zu ihren Gesuchsgründen angehört wurden,  

dass sie geltend machten, sie seien türkische Staatsangehörige kurdischer 

Ethnie und hätten vor ihrer Ausreise in der Provinz D._______ gelebt, wo 

der Beschwerdeführer in seinem eigenen Betrieb in der Tourismusbranche 

tätig gewesen sei, 

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machten, drei Monate vor ihrer Ausreise sei es zu einer Razzia in der Fa-

milienwohnung gekommen, zudem wünschten sie sich eine bessere Zu-

kunft für ihre Kinder, 

dass mittlerweile ein Verfahren gegen den Beschwerdeführer eröffnet wor-

den sei, da er nach der Ausreise damit begonnen habe, sich in den sozia-

len Medien politisch zu äussern,  

dass sie zur Stützung ihrer Vorbringen unter anderem eine Empfangsbe-

stätigung des Antrags auf Mitgliedschaft bei der HDP vom 28. Oktober 

2022, ein handschriftliches Protokoll einer Hausdurchsuchung unbekann-

ten Datums, einen Ermittlungsrapport vom 10. November 2023, polizeili-

che Untersuchungsunterlagen vom 8. Dezember 2023, einen Vorführbe-

fehl zwecks Einvernahme vom 15. Dezember 2023 sowie ein Schreiben 

eines türkischen Anwalts vom 15. Januar 2024 (alles jeweils in Kopie) zu 

den Akten reichten, 

dass die Rechtsvertretung der Beschwerdeführenden am 22. Januar 2024 

Stellung zum Entscheidentwurf der Vorinstanz nahm, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 23. Januar 2024 – gleichentags er-

öffnet – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden verneinte, 

ihre Asylgesuche ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 

den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 1. Februar 2023 gegen 

diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben 

und beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, ihre Flücht-

lingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren,  

dass sie eventualiter vorläufig aufzunehmen seien,  

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dass sie in prozessualer Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung inklusive Kostenvorschussverzicht ersuchten, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

5. Februar 2023 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 1 

AsylG),  

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz 

teilgenommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung der 

Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 

sich – wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 

verzichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder 

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begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft-

zumachen ist (Art. 7 AsylG),  

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen der Beschwerdeführenden hielten den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft nicht stand,  

dass die Beschwerdeführenden in ihrer Rechtsmitteleingabe im Wesentli-

chen geltend machen, die Vorinstanz verkenne die Bedrohungslage, zumal 

mittlerweile ein Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdeführer einge-

leitet worden sei und die Gefahr bestehe, dass nach seiner Rückkehr in die 

Türkei Untersuchungshaft angeordnet werde,  

dass das Gericht nach Durchsicht der Akten zum Schluss gelangt, dass 

das SEM in seiner Verfügung mit überzeugender Begründung zu Recht zur 

Erkenntnis gelangt ist, dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden den 

Anforderungen von Art. 3 AsylG an die flüchtlingsrechtliche Beachtlichkeit 

nicht zu genügen vermögen,  

dass auf die Erwägungen des SEM verwiesen werden kann und es den 

Beschwerdeführenden nicht gelingt, diesen Argumenten etwas Stichhalti-

ges entgegenzusetzen, 

dass nicht davon auszugehen ist, die heimatlichen Behörden hätten im 

Zeitpunkt ihrer Ausreise ein Verfolgungsinteresse an den Beschwerdefüh-

renden gehabt, zumal sie nach der angeblich in der Familienwohnung statt-

gefundenen Razzia – dem vorgeblichen Grund ihrer Ausreise – noch meh-

rere Monate unbehelligt in der Türkei verblieben und weiter einem geregel-

ten Alltag nachgingen (vgl. A25/9 F14 f. und F19 f.),  

dass es der geltend gemachten Razzia ohnehin an der notwendigen Inten-

sität mangelt,  

dass die behauptete aktive Mitgliedschaft des Beschwerdeführers bei der 

HDP unbelegt ist, zumal er diesbezüglich lediglich eine Empfangsbestäti-

gung seines Antrags auf Mitgliedschaft (in Kopie) zu den Akten reichte 

(vgl. BM1/1), 

dass die Beschwerdeführenden bislang in der Türkei strafrechtlich nicht in 

Erscheinung getreten sind (vgl. A25/9 F15, F25 und F37), weshalb auch 

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die Anordnung einer Untersuchungshaft nach seiner Rückkehr unwahr-

scheinlich scheint, 

dass diesbezüglich in der Beschwerde ohnehin eingestanden wird, auch 

beim Vorwurf der Terrorpropaganda werde ebensolche nicht generell an-

geordnet (vgl. Beschwerde, S. 6), 

dass denn auch die offenbar problemlose legale Ausreise der Beschwer-

deführenden klar gegen die behauptete Bedrohungslage und das Interesse 

der Behörden an ihrer Person im Zeitpunkt der Ausreise spricht (vgl. A26/9 

F56),  

dass die angebliche Einvernahme des Vaters des Beschwerdeführers und 

die behauptete Hausdurchsuchung nach der Ausreise der Beschwerde- 

führenden (vgl. A22/2) daran nichts zu ändern vermögen, 

dass aufgrund seiner Beiträge in den sozialen Medien nach der Ausreise 

zwar ein staatsanwaltschaftliches Untersuchungsverfahren wegen Terror-

propaganda gemäss Art. 7/2 des Antiterrorgesetzes gegen den Beschwer-

deführer eingeleitet worden ist, jedoch unklar ist, ob die Untersuchungen 

in absehbarer Zeit überhaupt zur Eröffnung eines Gerichtsverfahrens und 

allenfalls zu einer späteren Verurteilung aus einem flüchtlingsrechtlich re-

levanten Motiv führen, 

dass die in diesem Zusammenhang ausschliesslich in Kopie zu den Akten 

gereichten Beweismittel mangels Fälschungssicherheit nur einen geringen 

Beweiswert aufweisen, 

dass darüber hinaus Untersuchungsverfahren in der Türkei häufig einge-

stellt werden (vgl. statt vieler Urteil des BVGer E-6071/2023 vom 16. No-

vember 2023, E. 7.2.), 

dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer erst nach seiner Ausreise 

(regimekritische) Beiträge in den sozialen Medien teilte (vgl. A25/9 F27), 

darüber hinaus das Gericht vermuten lässt, er habe damit bewusst ver-

sucht subjektive Nachfluchtgründe zu schaffen,  

dass sein Erklärungsversuch, er habe so gehandelt, da er verärgert gewe-

sen sei (vgl. A25/9 F40), nicht zu überzeugen vermag und vielmehr davon 

auszugehen ist, er habe damit versucht, seine Chancen und die seiner Fa-

milie auf ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu verbessern, 

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dass das Verhalten des Beschwerdeführers, die Anerkennung der Flücht-

lingseigenschaft auf diese Weise nachträglich erwirken zu wollen, sich in 

Anbetracht der konkreten Umstände als rechtsmissbräuchlich erweist 

(vgl. Urteil des BVGer D-2098/2021 vom 24. November 2022 E. 5.3.3), 

dass unter Hinweis auf den allgemeinen Rechtsgrundsatz, wonach Rechts-

missbrauch keinen Schutz verdient, im vorliegenden Fall nicht vorschnell 

auf eine asylrechtlich relevante Gefährdung des Beschwerdeführers ge-

schlossen werden darf, 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-

genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

die Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführenden insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die 

Schweiz noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen 

verfügen (Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 

E. 9, je m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, allfällige Weg-

weisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis 

möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 

2011/24 E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

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dass zwar der Vollzug der Wegweisung in die Provinz D._______ aufgrund 

gewaltsamer Auseinandersetzungen als generell nicht zumutbar zu quali-

fizieren ist (vgl. BVGE 2013/2 E. 9.6; Referenzurteil des BVGer  

E-1948/2018 vom 12. Juni 2018 E. 7.3.1), in der angefochtenen Verfügung 

aber zutreffend ausgeführt wird, dass die Beschwerdeführenden sich an 

einem anderen Ort in der Türkei niederlassen können und ihnen eine sol-

che innerstaatliche Aufenthaltsalternative zuzumuten ist, 

dass sie über ein grosses Beziehungsnetz in der Türkei verfügen 

(vgl. A25/9 F und A26/9 F36, F43 f), welches sie nötigenfalls dabei unter-

stützen kann, in einer anderen als ihrer Herkunftsprovinz Fuss zu fassen, 

zumal die Beschwerdeführerin und das gemeinsame Kind bereits vor ihrer 

Ausreise einige Zeit bei Verwandten in der Provinz E._______ lebten 

(vgl. A25/9 F18 und A26/9 F35), 

dass die Beschwerdeführenden gemäss Aktenlage jung sowie gesund sind 

und insbesondere der Beschwerdeführer über jahrelange Berufserfahrung 

verfügt (vgl. A25/9 F45, F47 und A26/9 F24, F26, F37 ff.),  

dass denn auch das Wohl des sich nur wenige Monate in der Schweiz be-

findenden Kleinkinds der Beschwerdeführenden mit einer Rückkehr in die 

Türkei offensichtlich vereinbar ist, was die Beschwerdeführenden denn 

auch nicht bestreiten, 

dass die ärztlichen Untersuchungen mit Blick auf die Schwangerschaft und 

die Diabeteserkrankung der Beschwerdeführerin keine Auffälligkeiten er-

geben haben (vgl. A44/4), die einem Vollzug der Wegweisung generell ent-

gegenstünden, zumal sie sich im Bedarfsfall in der Türkei medizinisch be-

gleiten/behandeln lassen kann, 

dass sich den Akten keine Hinweise auf die weiteren im Rahmen der An-

hörungen geltend gemachten physischen respektive psychischen Leiden 

der Beschwerdeführenden entnehmen lassen, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist, 

dass es den Beschwerdeführenden obliegt, sich die für ihre Rückkehr al-

lenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

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dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (im 

Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist, da sich die Beschwerde 

nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen hat,  

dass den Beschwerdeführenden demnach die Kosten des Verfahrens – 

welche praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne