# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0c6cc2f-3994-5c8b-8326-40b356599437
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 23.09.2020 III 2020 131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2020-131_2020-09-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2020 131

Entscheid vom 23. September 2020 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Aaron Steiner, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer, 

gegen

1. Gemeinderat Altendorf, Dorfplatz 3, Postfach 155, 8852 Alten-
dorf,

2. Amt für Raumentwicklung ARE, Bahnhofstrasse 14, 
Postfach 1186, 6431 Schwyz,

3. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, 
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

4. B.________ AG,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. C.________,
D.________, GB E.________, c/o B.________ AG,
Beigeladene,

Gegenstand Planungs- und Baurecht (Baubewilligung)

2

Sachverhalt:

A. Mit Baugesuch vom 13. September 2019 ersuchte die B.________ AG den 
Gemeinderat Altendorf um die Erteilung einer Bewilligung für den Umbau von 
zwei Wohnungen zu vier Wohnungen im Gebäude auf dem in der Wohn- und 
Gewerbezone WG3 gelegenen Grundstück KTN F.________ (778 m2), Lufen-
wies, Altendorf. Die Bauparzelle bildet zusammen mit den Grundstücken 
KTN G.________, KTN H.________, KTN I.________ sowie der Strassenparzel-
le KTN J.________ das Gestaltungsplangebiet "M.________". 

B. Gegen das im Amtsblatt Nr. … publizierte und öffentlich aufgelegte Bauge-
such der B.________ AG vom 13. September 2019 erhoben A.________, Mitei-
gentümer zu je ein Zweitel der östlich und südlich an den Gestaltungsplanperi-
meter bzw. die Grundstücke KTN K.________ angrenzenden Liegenschaft 
KTN L.________ (2028 m2), am 10. Oktober 2019 Einsprache beim Gemeinde-
rat. Mit GRB Nr. 56 vom 24. Januar 2020 erteilte der Gemeinderat die Baubewil-
ligung "im Sinne der Erwägungen" unter Auflagen und Nebenbestimmungen. Die 
Einsprache von A.________ wurde abgewiesen.  

C. Gegen diese Baubewilligung erhoben A.________ mit Eingabe vom 
26. Februar 2020 Beschwerde beim Regierungsrat mit den folgenden Anträgen:

In Ergänzung und Bestärkung zu den hinreichend begründeten Anträgen unserer 
Einsprache und der Replik - welche wir hiermit als integrierenden Bestandteil ins 
Verfahren einbringen - enthält unsere Beschwerde formell noch folgende Anträge:

I. Dieser Gemeinderatsbeschluss sei in Gutheissung unserer Beschwerde 
aufzuheben, wegen erheblichen Mängeln bei den Baugesuchs-Unterlagen 
und der Ausschreibung.

II. Diese Baubewilligung sei ebenfalls aufzuheben wegen wiederholter und 
offensichtlich vorsätzlich falscher Darstellung des Sachverhalts (u.a. über 
Dokumente-, Register- und Verfahrensfälschung) und wegen ebenfalls 
sträflich falscher Rechtsanwendung, zum partikularen Vorteil und zum 
Schaden der Allgemeinheit.

III. Wegen möglicher Befangenheit der bisher in die vielen Rechtsverfahren 
involvierten kantonalen Instanzen - die klare Hinweise auf Verfehlungen 
wiederholt unbeachtet liessen - seien unsere begründeten Klagen und 
Anzeigen gegen die Baubehörde Altendorf wegen Willkür bis Korruption von 
unabhängigen Stellen zu untersuchen.

IV. Gegen wiederholt fehlbare sei endlich von Amtes wegen Strafanzeige 
einzureichen. Einmal mehr verweisen wir dazu auf Art. 11 StGB 
(Unterlassung) in Verbindung mit der Anzeigepflicht nach Art. 302 StPO und 
§ 110 JG SZ (Abs. 2: Die Anzeigepflicht gilt auch für Behörden).

V. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für die Fehlbaren.

3

D. Mit RRB Nr. 494/2020 vom 23. Juni 2020 wies der Regierungsrat die Be-
schwerde ab, soweit darauf eingetreten wurde (Disp.-Ziff. 1). Die Verfahrenskos-
ten (inklusive Kanzleikosten) von Fr. 1'500.-- wurden den Beschwerdeführern 
auferlegt und mit deren Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet (Disp.-
Ziff. 2). Zudem wurden die Beschwerdeführer verpflichtet, der Beschwerdegeg-
nerin (B.________ AG) eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen. 
Weitere Parteientschädigungen wurden nicht zugesprochen (vgl. Disp.-Ziff. 3). 

E. Gegen diesen RRB Nr. 494/2020 (Versand am 30.6.2020) erheben 
A.________ mit Eingabe vom 28. Juli 2020 (Postaufgabe am gleichen Tag) Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht mit den folgenden Anträgen:

I. Der Beschluss des Regierungsrates vom 23.06.2020 (Beilage 1) sei 
aufzuheben und an die Vorinstanzen zurück zu weisen, zur korrekten 
Beurteilung des wirklichen und vollständigen Sachverhalts, in voller 
Übereinstimmung mit den Untersuchungsgrundsätzen, getreu den 
grundrechtlichen Vorgaben unserer Bundesverfassung.

II. Zur Feststellung des korrekten Sachverhalts im vorliegenden 
Bewilligungsverfahren seien, als Voraussetzung für die richtige 
Rechtsanwendung, alle gegenüber der ursprünglichen Bewilligung 
vorgenommenen und noch nicht korrekt bewilligten Änderungen vollständig zu 
erfassen und integral in einem einzigen Verfahren zu beurteilen, zur 
Herstellung der Rechtssicherheit, anstatt mit Teilbewilligungen weiterhin 
Falschdeklarationen zu ermöglichen und zu begünstigen.

III. Unsere Einsprache und Beschwerde mit Stellungnahmen in diesem Verfahren 
seien als integrierender Bestandteil dieser Beschwerde zu berücksichtigen, 
weil wichtige Anträge, Begründungen und Hinweise zum Sachverhalt von den 
Vorinstanzen nicht beachtet oder falschdargestellt wurden. (Beilagen 2, 3, 4, 5).

IV. Wegen offensichtlicher Befangenheit der Altendorfer Baubehörde beantragen 
wir einmal mehr eine neutrale Ausbau- und Nutzungskontrolle über den Ist-
Zustand, mit aktuell fehlender, korrekter Erfassung der konsumierten 
Bruttogeschossfläche und der effektiv nichtbelegten Ausnützungsziffer.

V. Kostenbeschwerde: Die uns auferlegten Verfahrenskosten seien gemäss 
korrekt ermitteltem Sachverhalt zu streichen, ebenso die Parteientschädigung 
an diese wiederholt fehlbaren Nutzniesser dieser vorsätzlich herbeigeführten 
Missstände, ohne die wir ja gar keine Interventionsgründe hätten.

VI. Gemäss § 110 JG SZ hinsichtlich StGB Art. 11 und allenfalls weiteren 
(Bevorteilung, Dokumentenfälschung, etc.) seien die in vielen Hinweisen und 
Rechtsverfahren betreffend diesem Objekt wiederholt gerügten und konkret 
begründeten willkürlichen Pflichtwidrigkeiten der Baubehörde Altendorf - in 
Erfüllung des Untersuchungsgrundsatzes - nun bitte endlich korrekt zu prüfen, 
sowie gegen alle mutmasslich Fehlbaren ex officio eine allumfängliche 
Untersuchung einzuleiten. Der AMTSEID gilt als Garantie für den Schutz 
unseres Rechtsstaates und der Bürger vor amtlicher Willkür jeder Art (mit 
Verweis auf § 6 Abs. 3 GO SZ und weiteren)!

VII. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Verfahrens-
Verursacher.

4

Mit Eingabe vom 29. Juli 2020 reichen die Beschwerdeführer, wie in der Be-
schwerde angekündigt, verschiedene Beilagen zur Beschwerde ein. 

F. Mit Verfügungen vom 29. Juli 2020 setzte der verfahrensleitende Richter 
einerseits den Vorinstanzen, der Beschwerdegegnerin sowie der Beigeladenen 
Frist bis 20. August 2020 zur Einreichung einer Vernehmlassung an, anderseits 
den Beschwerdeführern Frist bis 10. August 2020 zur Leistung eines Kostenvor-
schusses von Fr. 2'500.-- auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsge-
richts. 

G. Das Sicherheitsdepartement teilt am 10. August 2020 unter Verweis auf 
den angefochtenen Entscheid seinen Verzicht auf eine Vernehmlassung mit. 
Ebenso erklärt das Amt für Raumentwicklung mit Schreiben vom 13. August 
2020 seinen Verzicht auf die Einreichung einer umfangreichen Vernehmlassung 
sowie eine Antragsstellung. Der Gemeinderat und die Beschwerdegegnerin be-
antragen je mit Vernehmlassung vom 11. August 2020 bzw. 17. August 2020 die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungs-
folgen zu Lasten der Beschwerdeführer.

H. Da innert Frist (10.8.2020) der Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- beim Ver-
waltungsgericht nicht einging, setzte der verfahrensleitende Richter den Be-
schwerdeführern mit Verfügung vom 18. August 2020 eine nicht erstreckbare 
Nachfrist bis zum 31. August 2020, um den Kostenvorschuss zu bezahlen. 
Gleichzeitig wurde für den Säumnisfall das Nichteintreten auf die Beschwerde 
angedroht, was mit Kosten zu Lasten der Beschwerdeführer verbunden sei. 

Die am 18. August 2020 versandte Verfügung vom 18. August 2020 (Sendungs-
nummer …) mit Abholfrist bis 26. August 2020 wurde von den Beschwerdefüh-
rern bei der Post nicht abgeholt und daher am 27. August 2020 ans Verwal-
tungsgericht retourniert. 

I. Telefonisch informierte der Beschwerdeführer das Verwaltungsgericht am 
4. September 2020 (ca. 16.00 Uhr), dass ihm die Zustellungen der Kostenvor-
schussverfügungen entgangen seien; ob er den Kostenvorschuss noch bezahlen 
könne. Der verfahrensleitende Richter erklärte ihm, dass die rechtzeitige Bezah-
lung des Kostenvorschusses eine Eintretensvoraussetzung sei, was dem Be-
schwerdeführer bekannt sei. Allenfalls könne er ein Fristwiederherstellungsge-
such stellen, wobei die Anforderungen sehr hoch seien. 

J. Mit Schreiben vom 7. September 2020 reicht die Beschwerdeführerin ein 
Gesuch um Fristwiederherstellung zur Zahlung des Kostenvorschusses ein. Am 
vergangenen Freitagabend (4.9.2020) sei sie von Albert Knobel informiert wor-

5

den, dass er eine Abholungseinladung der Post für einen Einschreibebrief ver-
passt habe, welche auf seinen Namen gelautet habe und in einem Briefstapel 
liegen geblieben sei. Bei der Nachforschung habe er mit Schrecken festgestellt, 
dass es sich um einen Brief des Verwaltungsgerichts an Herrn und Frau 
A.________ gehandelt habe. Bei einem sofortigen Anruf vom 4. September 2020 
beim Sekretariat des Verwaltungsgerichts sei dem Beschwerdeführer mitgeteilt 
worden, dass es sich um die Frist für den Kostenvorschuss für das gemeinsame 
Beschwerdeverfahren gehandelt habe, die Frist nun aber verwirkt sei. Damit sei 
sie nicht einverstanden. Es könne nicht sein, dass sie nichtsahnend und persön-
lich völlig schuldlos ihr Beschwerderecht verliere. Ihr Mann und sie lebten seit 
Anfang 2007 offiziell und auch faktisch getrennt in eigenen Wohnungen. Wenn 
sie gemeinsame Post erhielten, tauschten sie diese stets umgehend aus. Dies 
sei bei dieser Abholungseinladung nicht ersichtlich gewesen, weshalb sie auch 
keine Kenntnis von der Verfügung erhalten habe. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Gemäss § 73 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (SRSZ 
234.110; VRP) vom 6. Juni 1974 kann das Verwaltungsgericht (oder der Präsi-
dent oder die mit der Verfahrensleitung betraute Person, vgl. § 23 Abs. 1 VRP; 
§§ 40 und 41 des Justizgesetzes [JG; SRSZ 231.110] vom 18.11.2009) von einer 
beschwerdeführenden Partei einen Kostenvorschuss verlangen. Juristische Per-
sonen des öffentlichen Rechts müssen keinen Kostenvorschuss leisten (§ 73 
Abs. 2 VRP). Kommt die Partei trotz Ansetzung einer angemessenen Nachfrist 
ihrer Kostenvorschusspflicht nicht nach, so tritt die Behörde auf das Begehren 
oder die Beweisanträge nicht ein (§ 73 Abs. 3 VRP). Ist eine Partei bedürftig und 
erscheint das Verfahren nicht als aussichtslos, so befreit sie die Behörde bzw. 
das Gericht auf Antrag ganz oder teilweise von der Kostentragung und der 
Kostenvorschusspflicht (§ 75 Abs. 1 VRP).

1.1.2 Das Verwaltungsgericht erhebt nach konstanter Praxis grundsätzlich in 
allen kostenpflichtigen Verfahren Kostenvorschüsse, sofern nicht ein 
Befreiungsgrund von § 73 Abs. 2 VRP (juristische Personen des öffentlichen 
Rechts) vorliegt oder ein Befreiungsgrund nach § 75 Abs. 1 VRP mit einem 
entsprechenden Antrag glaubhaft gemacht wird (vgl. statt vieler VGE II 2014 124 
vom 5.2.2015 [i.Sa. des Beschwerdeführers] Erw. 2.2; VGE 711/97 vom 
12.8.1997 Erw. 2). 

1.2.1 Die Bestimmungen über den Ausstand, über Vorladungen und andere 
Zustellungen, Fristen, Erläuterung und Berichtigung sowie die allgemeinen 

6

Bestimmungen des kantonalen Prozessrechts im Justizgesetz gelten 
sinngemäss auch für das Verfahren vor den Verwaltungsbehörden und den 
selbständigen Rekursbehörden (§ 4 Abs. 1 VRP). Auf das Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht sind die Vorschriften des JG anwendbar, soweit das VRP das 
Verfahren nicht selbst regelt (§ 4 Abs. 2 VRP). Das VRP regelt die Zustellung 
nicht, womit die Bestimmungen des JG zur Anwendung kommen. 

1.2.2 § 150 JG (in der Fassung vom 25.10.2017, in Kraft seit 1.2.2018) normiert 
die "gescheiterte Zustellung". Die Zustellung gilt nach dem ersten erfolglosen 
Zustellungsversuch als erfolgt (Abs. 1): 
- wenn der Adressat die Zustellung schuldhaft verhindert hat: am Tag der 

erfolglosen Zustellung (lit. a),
- bei einer eingeschriebenen Postsendung, die nicht abgeholt worden ist: am 

siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch, sofern die Person mit 
einer Zustellung rechnen musste (lit. b).

In den übrigen Fällen wird die Zustellung nach einem ersten erfolglosen 
Zustellungsversuch wiederholt. Die Zustellung gilt spätestens am siebten Tag 
nach dem zweiten Zustellungsversuch als erfolgt (Abs. 2).

Mit dieser seit dem 1. Februar 2018 geltenden Fassung wurde die Bestimmung 
über die erfolglose Zustellung an die Regelung im Zivil- und Strafprozess sowie 
an die Regelung im Verfahren vor dem Bundesgericht und den 
Verwaltungsbehörden des Bundes angeglichen (vgl. Bericht und Vorlage des 
Regierungsrates vom 20. 6.2017 zu einem ersten Paket von Teilrevisionen der 
Justizgesetzgebung an den Kantonsrat [RRB Nr. 473/2017], S. 27). Die in § 150 
Abs. 1 lit. b geregelte sogenannte Zustellfiktion entspricht auch der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Damit die Zustellfiktion greift, verlangte 
diese Rechtsprechung, dass die Zustellung eines behördlichen Aktes mit einer 
gewissen Wahrscheinlichkeit erwartet werden muss. Namentlich mit der 
Rechtshängigkeit entsteht ein Prozessrechtsverhältnis, welches die Parteien 
verpflichtet, sich nach Treu und Glauben zu verhalten, d.h. unter anderem dafür 
zu sorgen, dass ihnen Entscheide, welche das Verfahren betreffen, zugestellt 
werden können (BGE 130 III 396 Erw. 1.2.3). Diese Zustellfiktion greift selbst 
dann, wenn die betroffene Partei es in Missachtung der ihr aufgrund des 
Prozessrechtsverhältnisses obliegenden Pflichten unterlassen hat, dem 
Bundesgericht die allfällige Änderung der von ihr angegebenen Adresse, eine 
längere Abwesenheit oder sonstige Zustellungs-hindernisse bekannt zu geben 
(vgl. Urteil BGer 2C_794/2019 vom 17.10.2019 Erw. 2.3.1 mit Hinweisen), und 
auch dann, wenn gegenüber der Post für eine gewisse Dauer ein 

7

Zurückbehaltungsauftrag erteilt wurde (Urteil BGer 2C_298+299/2015 vom 
26.4.2017 Erw. 3.2 mit Hinweisen). 

1.3 Die Beschwerdeführer bestreiten grundsätzlich nicht, dass die Frist zur 
Bezahlung des Kostenvorschusses nicht gewahrt wurde. Wie der Telefonanruf 
des Beschwerdeführers vom 4. September 2020 sowie das 
Fristwiederherstellungsgesuch der Beschwerdeführerin vom 7. September 2020 
belegen, anerkennen sie diesen Sachverhalt (implizit) vielmehr. 

Es ist sodann auch offensichtlich, dass die Beschwerdeführer nach ihrer 
Beschwerdeerhebung am 28. Juli 2020 mit gerichtlicher Post rechnen mussten. 
Die Voraussetzung im Sinne von § 150 Abs. 1 lit. b JG, damit die Zustellfiktion 
greifen kann, ist somit erfüllt. 

Anzufügen ist an dieser Stelle, dass die Beschwerdeführer mit den prozessualen 
Abläufen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens im Kanton Schwyz, 
namentlich auch mit der Ansetzung von (Nach-)Fristen, hinlänglich vertraut sind 
(vgl. VGE II 2017 82+83 vom 9.1.2018: Nichteintreten infolge 
Fristversäumnisses; VGE II 2018 77 vom 31.10.2018 betr. Wiedererwägung von 
VGE II 2017 82+83; VGE III 2018 211 vom 3.6.2019 [Leistung des Kostenvor-
schusses erst innert nicht erstreckbarer Nachfrist]; VGE III 2018 234 vom 
26.6.2019 [Leistung des Kostenvorschusses erst innert nicht erstreckbarer Nach-
frist]; vgl. auch VGE III 2017 233 vom 27.7.2018; VGE III 2013 82 vom 
21.6.2013). 

2.1 Mit ihrem Gesuch vom 7. September 2020 macht die Beschwerdeführerin 
(sinngemäss) geltend, ihr sei die Verfügung betreffend Nachfristansetzung zur 
Bezahlung eines Kostenvorschusses nicht eröffnet worden; damit hätte die Frist 
auch nicht zu laufen beginnen können. 

Es ist somit zu prüfen, ob die Nachfristansetzung sowohl dem Beschwerdeführer 
wie auch zusätzlich und separat der Beschwerdeführerin hätte zugestellt werden 
müssen, oder ob sich die Beschwerdeführerin die Fristversäumnis, welche sie 
dem Beschwerdeführer zuschreibt, anrechnen lassen muss. Erst wenn dies zu 
bejahen ist, stellt sich die Frage, ob ein Fristwiederherstellungsgrund gegeben 
ist. 

2.2.1 Jeder Ehegatte vertritt während des Zusammenlebens die eheliche 
Gemeinschaft für die laufenden Bedürfnisse der Familie (Art. 166 Abs. 1 ZGB). 
Von dieser Bestimmung nicht abgedeckt sind prozessuale Handlungen sowohl 
des Zivil-, des Zwangsvollstreckungs- als auch des öffentlichen Rechts. Inwiefern 
ein Ehegatte seinen Partner dabei (mit-)vertreten kann, richtet sich nach den 

8

jeweiligen Verfahrensvorschriften (Ursula Schmid, in: ZGB Kommentar, hrsg. von 
Kren Kostkiewicz, Wolf, Amstutz, Fankhauser, Zürich 2016, Art. 166 N 8). 

2.2.2 § 15 ff. VRP regelt die Vertretung. Der von einer Partei bestellte Vertreter 
hat eine schriftliche Vollmacht des Auftraggebers einzureichen (§ 16 Abs. 1 
VRP). Zur gegenseitigen Vertretung von Ehegatten im Besonderen äussert sich 
das VRP nicht, ebensowenig das JG. 

Die VRP kennt den Begriff der Streitgenossenschaft (§ 13 VRP) und erklärt 
diesbezüglich die Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) vom 19. Dezember 2008 für anwendbar. Art. 70 f. ZPO unterscheidet 
zwischen der notwendigen und der einfachen Streitgenossenschaft. 

Eine notwendige Streitgenossenschaft liegt vor, wenn mehrere Personen an 
einem Rechtsverhältnis beteiligt sind, über das nur mit Wirkung für alle 
entschieden werden kann; in diesem Fall müssen sie gemeinsam klagen oder 
beklagt werden (Art. 70 Abs. 1 ZPO). Rechtzeitige Prozesshandlungen eines 
(notwendigen) Streitgenossen wirken auch für säumige Streitgenossen; 
ausgenommen ist das Ergreifen von Rechtsmitteln (Art. 70 Abs. 2 ZPO). 

Gemäss Art. 71 Abs. 1 ZPO können mehrere Personen gemeinsam klagen oder 
beklagt werden, wenn Rechte und Pflichten beurteilt werden sollen, die auf 
gleichartigen Tatsachen oder Rechtsgründen beruhen. Jeder Streitgenosse kann 
den Prozess unabhängig von den anderen Streitgenossen führen (Art. 71 Abs. 3 
ZPO). Das Verhalten eines Streitgenossen, namentlich der Rückzug seiner 
Klage, seine Säumnis oder das von ihm erhobene Rechtsmittel bleibt für die 
rechtliche Lage der übrigen Streitgenossen ohne Folgen. Das Urteil kann für 
jeden Streitgenossen anders lauten. Die Unabhängigkeit zwischen den einfachen 
Streitgenossen besteht im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens fort: ein 
Streitgenosse kann den ihn betreffenden Entscheid unabhängig und also auch 
dann anfechten, wenn ein anderer sich anders entscheidet; ebensowenig muss 
es ihn kümmern, ob andere Streitgenossen ihre Rechtsmittel aufrechterhalten 
wollen, wenn er beabsichtigt, seines zurückzuziehen (Bohnet/Droese, 
Präjudizienbuch ZPO, Bern 2018, Art. 71 N 7). 

Die Streitgenossen können eine gemeinsame Vertretung bezeichnen, sonst 
ergehen Zustellungen an jeden einzelnen Streitgenossen (Art. 72 ZPO). Solange 
keine gemeinsame Vertretung besteht, haben Zustellungen an jeden einzelnen 
Streitgenossen bzw. dessen Vertreter zu erfolgen (Morf, in: Gehri/Jent-Søren-
sen/Sarbach, ZPO Kommentar, 2. Aufl. 2015 Art. 72 N 1).  

2.2.3 Die Zürcher Praxis scheint bei Ehegatten, die sich gemeinsam zur 
Verfolgung der gleichen Ziele an einem Verfahren beteiligen, von einer einfachen 

9

Gesellschaft auszugehen (vgl. Plüss, in: Kommentar VRG, § 14 N. 11). Gemäss 
Art. 535 Abs. 1 OR steht die Geschäftsführung allen Gesellschaftern zu, soweit 
sie nicht durch Vertrag oder Beschluss einem oder mehreren Gesellschaftern 
oder Dritten ausschliesslich übertragen ist. Steht die Geschäftsführung entweder 
allen oder mehreren Gesellschaftern zu, so kann jeder von ihnen ohne 
Mitwirkung der übrigen handeln, es hat aber jeder andere zur Geschäftsführung 
befugte Gesellschafter das Recht, durch seinen Widerspruch die Handlung zu 
verhindern, bevor sie vollendet ist (Art. 535 Abs. 2 OR). Zur Bestellung eines 
Generalbevollmächtigten und zur Vornahme von Rechtshandlungen, die über 
den gewöhnlichen Betrieb der gemeinschaftlichen Geschäfte hinausgehen, ist, 
sofern nicht Gefahr im Verzuge liegt, die Einwilligung sämtlicher Gesellschafter 
erforderlich (Art. 535 Abs. 3 OR). Prozessführung im Interesse der Gesellschaft 
gehört zu den aussergewöhnlichen Geschäftsführungshandlungen (Karin Müller, 
in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser, Kommentar OR, 3. Aufl., Zürich 
2016, Art. 535 N 7). Die gesetzliche Einzelgeschäftsführungsbefugnis aller 
Gesellschafter ist dispositiver Natur. Durch Vertrag oder Beschluss können daher 
abweichende Regelungen getroffen werden. Zulässig ist auch eine 
stillschweigende Vereinbarung (Müller, a.a.O., Art. 535 N 12). 

2.2.4 Die Ermächtigung zur Stellvertretung i.S.v. Art. 32 Abs. 1 OR kann 
ausdrücklich oder stillschweigend erfolgen. Eine stillschweigende (interne) 
Bevollmächtigung kann dabei auch aus Duldung oder Anschein beansprucht 
werden. Eine (interne) Anscheinsbevollmächtigung liegt vor, wenn einerseits der 
Vertretene keine Kenntnis hat, dass ein anderer sich als sein Vertreter ausgibt, er 
bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit das Vertreterhandeln aber hätte erkennen 
müssen, und andererseits der Vertreter das Verhalten des Vertretenen nach Treu 
und Glauben als Bevollmächtigung auffassen darf (Urteil 4C.287/2002 vom 
15.12.2003 Erw. 4). Weiss der Vertretene, dass er gegen seinen Willen vertreten 
wird, schreitet aber trotzdem nicht gegen die unerbetene Vertretung ein, so liegt 
eine (interne) Duldungsbevollmächtigung vor (BGE 141III 289 Erw. 4.1 mit 
Hinweisen).

2.3.1 Legitimiert zur Beschwerdeerhebung in Planungs- und Bausachen sind 
Nachbarn, Anwohner, Eigentümer wie auch Pächter und Mieter (in der Regel     
in einem Umkreis von etwa 100 Metern [vgl. Urteil BGer 1C_69/2019 vom 
20.8.2019 Erw. 2.7 mit Hinweisen; VGE III 2012 8 vom 23.2.2012 Erw. 3.3.2 
mit Hinweisen; VGE 1045/05 vom 15.2.2006 Erw. 1.2.1 f.; VGE 1006/98 vom 
20.5.1998 Erw. 2.d]). 

10

2.3.2 Der Beschwerdeführer und die Beschwerdeführerin sind je kraft ihrer 
Stellung als Nachbarn wie auch (Mit-)Eigentümer aus eigenem Recht zur 
Einsprache gegen das Baugesuch und zur Beschwerdeerhebung gegen die 
Baubewilligung beim Regierungsrat wie auch den weiteren Rechtsmittelinstanzen 
befugt. 

2.3.3 Im planungs- und baurechtlichen Beschwerdeverfahren gilt grundsätzlich 
das Rügeprinzip. Dieses bedeutet, dass die urteilende Behörde nicht verpflichtet 
ist, die angefochtene Verfügung/den angefochtenen Entscheid auf sämtliche 
denkbaren Mängel hin zu untersuchen. Vielmehr soll sie sich grundsätzlich nur 
mit jenen rechtlichen Einwänden auseinandersetzen müssen, die vom 
Beschwerdeführer in irgendeiner Form thematisiert worden sind. Im 
Verwaltungsbeschwerdeverfahren gilt insoweit ein abgeschwächtes Rügeprinzip, 
als nicht Fragen beurteilt werden, deren Relevanz sich weder aus den 
Parteivorbringen ergibt noch in die Augen springt (vgl. VGE III 2016 15 vom 
28.6.2016 Erw. 2.3.2 mit Hinweisen auf Auer, in: Auer/Müller/Schindler, 
Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Art. 
12 N 12; Camprubi, ebenda, Art. 62 N 15; vgl. Zibung/Hofstetter, in: 
Waldmann/Weissenberger, Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl., Zürich 2016, Art. 
49 N 37 und 53; Bertschi, in: Kommentar VRG, Vorbemerkungen zu §§ 19-28a N 
31; Donatsch, ebenda, § 50 N 10; BVGE 2010/64 Erw. 1.4.1). Aus diesem 
(abgeschwächten) Rügeprinzip folgt, dass ein Beschwerdeentscheid für 
verschiedene Beschwerdeführer nicht gleich lauten muss. 

2.4 Es erweist sich somit, dass Eheleute, welche gemeinsam Beschwerde in 
einer Planungs- und Bausache führen, eine einfache Streitgenossenschaft 
bilden. Bei einfachen Streitgenossenschaften haben wie gesagt (vorstehend 
Erw. 2.2.2) Zustellungen grundsätzlich an jeden einzeln zu ergehen, sofern nicht 
eine gemeinsame Vertretung bezeichnet wird. 

2.5 Führen Eheleute in einer Planungs- und Bausache, die ein Planungs- und 
Bauvorhaben Dritter betrifft, gemeinsam Beschwerde, darf in der Regel vom 
gegenseitigen Einverständnis im Sinne einer (internen) 
Duldungsbevollmächtigung ausgegangen werden, wenn verfahrensrechtliche 
Handlungen nur von einem Ehegatten vorgenommen werden. 

Rechtsvergleichend kann auf das Steuerrecht verwiesen werden: kann die 
Steuerbehörde aus den gesamten Umständen auf ein Vertretungsverhältnis 
schliessen, so darf sie darauf abstellen, ohne eine schriftliche Vollmacht 
einfordern zu müssen (Zweifel/Hunziker, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Art. 117 DBG 
N 11 f., mit Hinweisen, u.a. auf Urteile BGer 2C_338/2009 vom 29.10.2009 Erw. 

11

3.4; 2C_709/2014 vom 9.6.2015 Erw. 3.1; vgl. Tschannen, in: Klöti-Weber/Sieg-
rist/Weber, Kommentar zum Aargauer Steuergesetz, 4. Aufl., Muri-Bern 2015, 
§ 176 N 6).

2.6.1 Im vorliegenden Fall verhält es sich so, dass die Einsprache vom 
10. Oktober 2019 wie auch die Replik vom 2. Dezember 2019 vom 
Beschwerdeführer wie auch von der Beschwerdeführerin unterzeichnet wurden. 
Beim Absender wurde eine gemeinsame Adresse ("A.________") angegeben 
(Bf-act. 2 und 3). Das gleiche gilt für die Beschwerde vom 26. Februar 2020 an 
den Regierungsrat wie auch für die Replik vom 28. April 2020 im 
regierungsrätlichen Verfahren. 

2.6.2 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 28. Juli 2020 enthält wiederum 
die gleiche Absenderadresse und ist ebenfalls in der "wir"-Form verfasst. 
Unterzeichnet ist sie indessen nur vom Beschwerdeführer, während sich bei der 
Namensbezeichnung der Beschwerdeführerin ("Maritta Knobel") am Ende der 
Beschwerde der handschriftliche Hinweis "*heute abwesend" findet. 
Gleichermassen findet sich auch am Ende der Ergänzungseingabe vom 29. Juli 
2020 die Namensbezeichnung der Beschwerdeführerin, indessen ohne 
Unterschrift wie auch ohne sonstigen Hinweis. 

2.6.3 Den gesamten Verfahrensakten lässt sich, soweit ersichtlich, nichts 
entnehmen, was darauf hindeutet, dass der Beschwerdeführer und die 
Beschwerdeführerin je einzeln mit der Verfahrenskorrespondenz hätten bedient 
werden wollen oder sollen. 

2.7 Dieser Sachverhalt kann verschieden, indessen mit gleichem Ergebnis, 
interpretiert werden. 

2.7.1 Entweder hatte die Beschwerdeführerin keine Kenntnis von der 
Beschwerdeerhebung. In diesem Fall kann mit den nur vom Beschwerdeführer 
unterzeichneten Eingaben der Beschwerdeführerin auch kein Beschwerdewille 
der Beschwerdeführerin zum Ausdruck gebracht worden sein. Mit anderen 
Worten hat sie in diesem Fall keine, jedenfalls keine fristgerechte, Beschwerde 
erhoben. Somit müsste sie formell aus dem Rubrum gestrichen werden. 
Insbesondere aber hätte in diesem Fall kein Anlass bestanden, die 
Kostenvorschussverfügungen neben dem Beschwerdeführer auch an die 
Beschwerdeführerin zu adressieren, und kann die Beschwerdeführerin 
umgekehrt keinen Anspruch auf eine Zustellung von Verfahrenskorrespondenz 
auch an sie geltend machen. 

12

2.7.2 Oder aber die Beschwerdeführerin hatte Kenntnis von der 
Beschwerdeerhebung. In diesem Fall ist von einer Bevollmächtigung 
auszugehen, wobei sowohl eine (interne) Anscheinsbevollmächtigung wie auch 
eine Duldungsbevollmächtigung vorliegen könnte. Angesichts der gemeinsamen 
Einsprache und Verwaltungsbeschwerde wie auch angesichts früherer 
gemeinsam erhobener Rechtsmittel (vgl. vorstehend Erw. 1.3) konnte es der 
pflichtgemässen Aufmerksamkeit der Beschwerdeführerin nicht entgehen und 
musste sie davon ausgehen, dass der Beschwerdeführer auch im vorliegenden 
Fall den zu ihren Ungunsten ausgefallenen RRB Nr. 494/2020 vom 23. Juni 2020 
anfechten wird. Der Beschwerdeführer seinerseits durfte entsprechend nach 
Treu und Glauben annehmen, dass er zu seinem Vorgehen von der 
Beschwerdeführerin bevollmächtigt war. Andernfalls hätte die 
Beschwerdeführerin dem Beschwerdeführer im Wissen um die hohe 
Wahrscheinlichkeit eines Weiterzugs des RRB Nr. 494/2020 vom 23. Juni 2020 
durch den Beschwerdeführer ans Verwaltungsgericht ihr fehlendes 
Einverständnis für ihre Aufführung als Mitbeschwerdeführerin und zu ihrer 
Vertretung kundtun müssen. 

Im einen wie im andern Fall muss/müsste sich die Beschwerdeführerin das 
prozessuale Verhalten ihres Ehemannes anrechnen lassen. Hieran ändert die 
geltend gemachte faktische Trennung der Eheleute nichts. Gerichtsnotorisch ist 
eine Trennung der Eheleute für den Zeitraum 2008 bis 2011 (vgl. VGE II 2017 
82+83 vom 9.1.2018 Ingres lit. A, wobei auch im Verfahren II 2017 82+83 den-
noch eine gemeinsame Einsprache und Verwaltungsgerichtsbeschwerde einge-
reicht wurde). Wie es sich damit im heutigen Zeitpunkt verhält, ist daher nicht 
weiter abzuklären.  

2.8 Zu ergänzen ist zweierlei. 

2.8.1 Im Verfahren III 2018 211 vom 3. Juni 2019 war die 
Verwaltungsbeschwerde betreffend eine Bausache auf dem Grundstück der 
Beschwerdeführer nur vom Beschwerdeführer eingereicht worden. Der Regie-
rungsrat lud die Beschwerdeführerin als Miteigentümerin von KTN L.________ 
von Amtes wegen ins Verfahren bei (vgl. VGE III 2018 211 vom 3.6.2019 Ingress 
lit. D f., lit. I und K). Ebenso wurde die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur vom 
Beschwerdeführer eingereicht (Ingress lit. M); die Beschwerdeführerin behielt ih-
re Parteistellung als Beigeladene. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer 
in jenem verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren replizierend auch für die 
Beigeladene Stellung nahm (Ingress lit. O), drängte sich in jenem Fall eine Beila-
dung der Beschwerdeführerin als Miteigentümerin aus vollstreckungsrechtlichen 
Gründen auf, da ihr Miteigentum betroffen war, was vorliegend nicht der Fall ist.

13

2.8.2 Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV, SR 101) vom 18. April 1999, auf welche sich auch die 
Beschwerdeführer zu berufen pflegen (vgl. z.B. Beschwerdeantrag Ziff. I), 
verpflichtet staatliche Organe und Private nach Treu und Glauben zu handeln. 
Dieser Grundsatz untersagt sowohl den Behörden wie auch den Privaten, sich in 
ihren öffentlich-rechtlichen Rechtsbeziehungen widersprüchlich oder rechtsmiss-
bräuchlich zu verhalten, und gebietet staatlichen Organen wie Privaten ein loya-
les und vertrauenswürdiges Verhalten im Rechtsverkehr (vgl. BGE 137 V 394 
Erw. 7.1; Urteile BGer 1C_402/2008 vom 25.5.2009 Erw. 5.3; 2A.52/2003 vom 
23.1.2004 Erw. 5.2, in: ASA 74 S. 737). Der Rechtsverkehr beschlägt auch das 
prozessuale Verhalten (von Privaten wie Behörden). 

Die von der Beschwerdeführerin mit dem Schreiben vom 7. September 2020 
vorgebrachte Begründung der Fristwiederherstellung erweist sich als blosse 
Schutzbehauptung und ist daher im Lichte der vorstehenden Ausführungen mit 
den verfassungsmässigen Grundsätzen eines Verhaltens nach Treu und Glau-
ben nicht zu vereinbaren. 

3.1.1 Die Behörde kann auf Antrag der säumigen Partei eine Frist wiederherstel-
len, wenn sie glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden 
an der Versäumnis trifft (vgl. § 163 Abs. 1 JG). Das Wiederherstellungsgesuch ist 
spätestens zehn Tage nach Wegfall des Hindernisses zu stellen (§ 163 Abs. 3 
JG). 

3.1.2 § 163 Abs. 1 JG ist als "Kann"-Vorschrift ausgestaltet und stellt es dem Ge-
richt vom Wortlaut her an sich frei, ob ein Fristwiederherstellungsgesuch im 
Rahmen pflichtgemässer Ermessensausübung gutgeheissen oder abgelehnt 
wird. Zu beachten ist, dass auch dann, wenn der Behörde bei der Beurteilung 
des geltend gemachten Wiederherstellungsgrundes ein weiter Ermessensspiel-
raum zukommt, ein Hinderungsgrund gerade im Interesse eines geordneten Ver-
fahrensablaufs nicht leichthin angenommen werden darf; anzulegen ist vielmehr 
ein strenger Massstab (vgl. VGE III 2013 130 vom 30.10.2013 Erw. 2.1; VGE 
59/03 vom 12.2.2004 Erw. 4.3; VGE 112/01 vom 21.11.2001 Erw. 3c, je mit Hin-
weisen; VGE 90/00 vom 10.1.2001 Erw. 3c; EGV-SZ 1997, Nr. 26, S. 92). 

So genügen namentlich organisatorische Unzulänglichkeiten, Arbeitsüberlastung, 
Ferienabwesenheit oder Unkenntnis der gesetzlichen Vorschriften nicht. Hinge-
gen kann eine schwere, plötzliche Krankheit einen Wiederherstellungsgrund bil-
den, wenn und solange dem Betroffenen nicht zugemutet werden kann, rechtzei-
tig tätig zu werden oder seine Interessenwahrung an einen Dritten zu übertragen 
(vgl. Urteil BGer 2A.116/2005 vom 12.5.2005 Erw. 3.1 mit Verweisen; vgl. auch 

14

Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungs-
rechtspflege im Kanton Bern, Bern 1997, Art. 43 N 9). Ganz allgemein für eine 
eher strenge Praxis sprechen das Rechtssicherheitsinteresse von Drittbetroffe-
nen bzw. Gegenparteien sowie die Verfahrensdisziplin (VGE III 2009 18+29 vom 
12.3.2009 Erw. 2.2). 

3.2 Das Liegenlassen eines Briefes in einem Papierstapel stellt keinen Frist-
wiederherstellungsgrund dar. Anderweitige Gründe, welche eine Fristwiederher-
stellung rechtfertigen könnten, werden mit dem Fristwiederherstellungsgesuch 
vom 7. September 2020 nicht vorgebracht und sind auch nicht ersichtlich. Dies 
gilt auch für das Vorbringen, bei der Abholungseinladung sei nicht ersichtlich ge-
wesen, dass es sich um "gemeinsame Post" handle. Über den auf der Abho-
lungseinladung abgedruckten Abholcode lassen sich sowohl Absender wie auch 
Adressaten samt Sendebild (vgl. Beilage 2 zur Eingabe der Beschwerdeführerin 
vom 7.9.2020) leicht abfragen. 

4. Auf die Beschwerde ist somit mangels fristgerecht geleisteten Kostenvor-
schusses nicht einzutreten. 

5.1 Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Kosten von insgesamt 
Fr. 800.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) den 
Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit aufzuerlegen (§ 72 Abs. 2 
VRP). 

5.2 Die Beschwerdeführer - unter solidarischer Haftbarkeit - haben der bean-
walteten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung zu bezahlen. Diese wird 
in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfah-
ren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung 
des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 400.-- (inkl. Barauslagen und MwSt), 
festgelegt.

15

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 800.-- werden den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbar-
keit auferlegt. Sie haben diesen Betrag innert 30 Tagen seit Zustellung des 
Entscheids auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu 
überweisen. 

3. Die Beschwerdeführer - unter solidarischer Haftbarkeit - haben der bean-
walteten Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von Fr. 400.-- (in-
kl. Barauslagen und MwSt.) zu entrichten. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführerin vom 7.9.2020)
- die Beigeladene (R; unter Beilage der Eingabe der Beschwerdeführerin 

vom 7.9.2020)
- den Gemeinderat Altendorf (R; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdeführerin vom 7.9.2020)
- den Regierungsrat des Kantons Schwyz (EB)
- das Sicherheitsdepartement (EB; unter Beilage der Eingabe der Be-

schwerdeführerin vom 7.9.2020)
- und das kantonale Amt für Raumentwicklung (EB; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführerin vom 7.9.2020).

Schwyz, 23. September 2020

16

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. Oktober 2020