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**Case Identifier:** 03443ea5-0525-5858-8f07-6a7b2cc9121d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-16
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 16.10.2008 IV 2007/101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2007-101_2008-10-16.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2007/101

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 26.05.2020

Entscheiddatum: 16.10.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2008
Art. 28 und 29 IVG. Invaliditätsbemessung bei langjähriger Erkrankung; 
Methodenwahl; Anspruchsbeginn; rückwirkende abgestufte 
Rentenzusprechung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 16. Oktober 2008, IV 2007/101).

Präsident Franz Schlauri, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin 

Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Entscheid vom 16. Oktober 2008

in Sachen

E.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Gabriela Grob Hügli, procap, Froburgstrasse 4, 

Postfach, 4601 Olten,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.   

A.a  Die 1953 geborene E.___ beantragte am 9./12. Dezember 2005 Leistungen der 

Invalidenversicherung, insbesondere Wiedereinschulung in die bisherige Tätigkeit und 

eine Rente. Sie sei gelernte Kindergärtnerin und stehe seit 1989 in der gegenwärtigen 

Anstellung. Sie leide seit November 2004 an einer psychotisch depressiven Störung 

und sei vom 1. November 2004 bis 14. August 2005 vollständig arbeitsunfähig 

gewesen, seit 15. August 2005 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von ca. 50 % (11 Stunden 

pro Woche; IV-act. 1). Die Schulgemeinde A.___ gab in der Arbeitgeberbescheinigung 

vom 27. Dezember 2005 an, die Versicherte besitze einen Lehrauftrag für ein 

reduziertes Pensum von 17 (von 24) Lektionen pro Woche (entsprechend einem 

Pensum von 70.8 %). Nach Eintritt des Gesundheitsschadens habe sie die Arbeit ab 

1. November 2004 einstellen müssen und leiste nun seit 1. August 2005 wieder ein 

Pensum von 45.8 % (11 Lektionen). Eine Erhöhung des Pensums sei gegenwärtig 

aufgrund des Gesundheitszustands nicht möglich (IV-act. 9).

A.b Dr. med. B.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte 

gemäss dem Arztbericht vom 23. Dezember 2005 als Hauptdiagnose eine gemischte 

schizoaffektive Störung, aktuell seit November 2004. Ohne Einfluss seien ein Morbus 

Bechterew und eine erhebliche Niereninsuffizienz bei Zystenniere. Die Versicherte sei 

vom 1. November 2004 bis 14. August 2005 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen und sei 

seither zu 50 % arbeitsunfähig. Der Gesundheitszustand der Versicherten sei 

besserungsfähig und berufliche Massnahmen seien angezeigt. Vor 30 Jahren habe die 

Versicherte eine manisch-depressive Episode erlebt (mit stationären Hospitalisationen). 

Seither sei sie bis Dezember 2003 mit Lithium behandelt worden (Abbruch der 

Behandlung wegen der Zystenniere). In den letzten 15 Jahren sei sie in der gleichen 

Schulgemeinde als Kindergärtnerin tätig gewesen; in den letzten elf Jahren mit einem 

Pensum von 17 Stunden pro Woche. Nach Antritt eines Bildungsurlaubes am 

1. November 2004 sei sie auf dem Hinflug nach I.___ erkrankt, dort hospitalisiert und 

nach der Rückkehr in die Schweiz wegen ihres psychotischen Zustandbildes am 

29. November 2004 in die Psychiatrische Klinik Wil eingewiesen worden. Nach 

Klinkaustritt am 11. März 2005 sei sie in der Tagesklinik Wil betreut und anschliessend 

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im November 2005 zur Weiterbehandlung zu ihm zugewiesen worden. Die Versicherte 

sei damals frei von psychotischen Störungen gewesen, habe aber unter Akathisie, 

Tremor, Steifigkeit, rascher Erschöpfbarkeit, Antriebsarmut und verminderter affektiver 

Schwingungsfähigkeit gelitten. In einer ersten Phase würden jetzt die Neuroleptika und 

anderen Medikamente zur Verbesserung der Befindlichkeit umgestellt unter dem 

Vorbehalt, dass sich dabei die psychische Gesundheit nicht verschlechtere. Zurzeit sei 

die Versicherte wieder in der Lage, rund 11 Stunden pro Woche als Kindergärtnerin zu 

arbeiten, allerdings mit reduzierter Leistung. Bis zum Abschluss der medikamentösen 

Umstellung und Anpassung sei an eine weitere Verbesserung nicht zu denken. Die 

Versicherte habe in den vergangenen 16 Jahren nie voll gearbeitet (maximal 17 von 24 

Stunden/Woche). Möglicherweise sei dieses reduzierte Pensum bereits Ausdruck der 

verminderten Leistungsfähigkeit wegen der körperlichen und psychischen Leiden 

gewesen, doch das könne er nicht abschliessend sagen. Im März 2006 werde zum 

Zustand der Versicherten wieder Stellung genommen werden können (IV-act. 11).

A.c  Dem Arztbericht der Psychiatrischen Klinik Wil vom 19. Januar 2006 ist zu 

entnehmen, dass die Versicherte seit ca. 1973 an einer gemischten schizoaffektiven 

Störung leide und 1992 erstmals ein Morbus Bechterew und 1998 eine 

Niereninsuffizienz bei Zystenniere diagnostiziert worden seien. Die Versicherte sei vom 

29. November 2004 bis 30. Juli 2005 zu 100 % und anschliessend bis zum 

30. November 2005 zu 50 % arbeitsunfähig gewesen. Infolge der unvollständig 

remittierten schizoaffektiven Störung habe die Versicherte eine verminderte 

Belastbarkeit bei der Arbeit als Kindergärtnerin, eine verstärkte Ermüdbarkeit und eine 

verminderte Konzentrationsfähigkeit gezeigt. Auch die affektive Schwingungsfähigkeit 

beim Umgang mit den Kindern sei eingeschränkt gewesen. Infolge des Morbus 

Bechterew bestehe ferner eine stark verminderte körperliche Belastbarkeit und wegen 

fluktuierender Gelenksentzündungen sei es wiederholt zu einer deutlich 

eingeschränkten Mobilität gekommen. Die angestammte Tätigkeit sei zurzeit an ca. vier 

Stunden täglich bei verminderter Leistungsfähigkeit, die schlecht in Prozenten 

ausgedrückt werden könne, zumutbar. Auch andere Tätigkeiten mit wenig körperlicher 

Belastung, die eine gute äussere Strukturierung aufwiesen und reduzierte soziale 

Anforderungen stellten, wären der Versicherten zumutbar. Unter solchen Bedingungen 

werde die Versicherte eine Arbeitszeit von vier bis sechs Stunden täglich bei 

verminderter Leistungsfähigkeit bewältigen können. Die 50 %ige Arbeitsfähigkeit 

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beinhalte sowohl eine reduzierte Dauer der Arbeit als auch eine reduzierte Leistung 

während des Arbeitseinsatzes. In den nächsten Monaten sei mit einem Arbeitseinsatz 

(als Kindergärtnerin) von maximal 12 bis 15 Stunden pro Woche bei etwas reduzierter 

Leistungsfähigkeit zu rechnen. Die Prognose sei offen geblieben, doch scheine 

längerfristig möglich, dass die Versicherte wieder ihr Pensum von 17 bis 18 Stunden 

pro Woche werde bewältigen können. 1973 habe die Versicherte im Rahmen einer 

psychosozialen Belastungssituation erstmals einen "Nervenzusammenbruch" erlitten. 

Im Dezember 1974 sei sie wegen angetriebenem Verhalten sowie Verfolgungsideen 

erstmals psychiatrisch hospitalisiert worden. Ab ca. Oktober 1976 habe sie dann 

wieder teilweise auf ihrem Beruf arbeiten können. Seither sei sie unter konstanter 

Medikation weitgehend stabil gewesen und habe, zuletzt bis November 2004, mit 

einem reduzierten Wochenpensum als Kindergärtnerin gearbeitet. Im Alltag etwas 

eingeschränkt gewesen sei sie durch eine zunehmende Lumbago ab ca. 1982, wobei 

1992 ein Morbus Bechterew festgestellt worden sei. Etwas später sei zudem eine 

progrediente Niereninsuffizienz bei Zystenniere festgestellt worden (IV-act. 14).

A.d In seiner Stellungnahme vom 9. Februar 2006 legte der Regionale Ärztliche Dienst 

(RAD) der Invalidenversicherung (Dr. med. C.___) dar, es sei mit einiger 

Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die Versicherte bereits seit 1976 aus 

gesundheitlichen Gründen ein reduziertes Arbeitspensum bestritten habe. Unter der 

Annahme, dass die Versicherte in der Vergangenheit bis zu ihrer Belastungsgrenze 

gearbeitet habe, könne demnach eine hypothetische Leistungsminderung bzw. 

Arbeitsunfähigkeit von ca. 30 % angenommen werden (Herabsetzung um 7 von 24 

Lektionen pro Woche). In einer Verweisungstätigkeit dürfte die Arbeitsfähigkeit nicht 

höher (als in der angestammten Tätigkeit) sein; ein Wechsel wäre auch nicht zumutbar. 

Da die medikamentöse Einstellung noch nicht abgeschlossen sei, empfehle sich, den 

Zustand in etwa einem Jahr zu überprüfen (IV-act. 15).

A.e Dr. B.___ meldete der IV-Stelle am 5. Mai 2006 eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustandes der Versicherten. Sie könne nur noch 8 Lektionen im 

Kindergarten unterrichten (IV-act. 18). In einem Bericht im Zusammenhang mit einer 

vertrauensärztlichen Abklärung der Dienstfähigkeit teilte Dr. B.___ dem Vertrauensarzt 

am 10. Mai 2006 mit, die Versicherte sei mit einem Pensum von 11 Stunden pro Woche 

eindeutig überfordert. Sie sei krankheitsbedingt zu 50 % arbeitsunfähig, bezogen auf 

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ihr ursprüngliches Teilpensum von 17 Wochenlektionen (möglich seien noch 8 

Lektionen), wobei jenes Teilpensum bereits Ausdruck einer krankheitsbedingten 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit gewesen sei (IV-act. 19).

A.f Am 7. Juni 2006 füllte die Versicherte den Fragebogen zur Rentenabklärung 

betreffend Haushalt aus (IV-act. 20) und am 7. Juli 2006 erfolgte eine 

Haushaltabklärung an Ort und Stelle. Im Bericht über die Abklärung wurde 

festgehalten, die Versicherte habe angegeben, ihr sei auf 31. Juli 2006 das 

Arbeitsverhältnis als Kindergärtnerin gekündigt worden, da die Zahl der Kinder in der 

Gemeinde stetig abgenommen habe. Bei voller Gesundheit würde sie weiterhin mit 17 

Wochenlektionen als Kindergärtnerin tätig sein (Anteil Erwerb 71 %). Sie habe Freude 

am Beruf. Das Ehepaar sei kinderlos; die Versicherte wäre im Haushalt nicht 

ausgelastet. Ausserdem sei ein Einfamilienhaus bezogen worden, auf dem eine 

Hypothek laste. Im Haushalt wurde eine Einschränkung von rund 29 % erhoben, im 

Erwerb liege sie bei 53 %; insgesamt ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 46 % (IV-act. 

23-1 f./16). Dazu brachte die Versicherte am 19. Juli 2006 unter anderem vor, die 

angerechnete Mitarbeit des Ehemannes übersteige das übliche und zumutbare Mass. 

Sie und ihr Ehemann hätten ausserdem den Ausdruck "hälftiger zeitlicher 

Mehraufwand" missverstanden, sie hätten damit mindestens den doppelten zeitlichen 

Aufwand gemeint, und zwar in jeder Hinsicht (IV-act. 23-10 f./16). In seinem 

Abschlussbericht hielt der Sachbearbeiter für erstaunlich, dass die Versicherte bis 

heute eine Erwerbstätigkeit habe ausüben können. An seiner Berechnung anhand der 

gemischten Methode hielt er trotz der Einwände der Versicherten fest (IV-act. 

23-12/16).

A.g Mit einem Vorbescheid vom 3. November 2006 wurde der Versicherten mitgeteilt, 

sie könne mit der Ausrichtung einer Viertelsrente ab 1. November 2005 rechnen. In 

ihrem Erwerbsanteil von 71 % sei eine behinderungsbedingte Erwerbseinbusse von 

53 % zu verzeichnen, im Haushaltbereich sei eine Einschränkung von 29 % erhoben 

worden. Dem Ehemann werde bei der Unterstützung im Haushalt im Rahmen der 

Schadenminderungspflicht eine zumutbare Mithilfe von 1.5 Stunden täglich 

angerechnet. Bei der Ermittlung der Behinderungsgrade sei diese Mitarbeit in Abzug zu 

bringen. Anlässlich der Besprechung vor Ort sei dargelegt worden, was unter einem 

"hälftigen zeitlichen Mehraufwand" zu verstehen sei, nämlich eine Arbeitsverrichtung 

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von 1.5 Stunden anstelle von einer Stunde. Die Versicherte habe einen "doppelten 

zeitlichen Mehraufwand" (von zwei Stunden statt einer Stunde) wiederholt verneint (IV-

act. 31).

A.h Dagegen liess die Versicherte am 29. November 2006 Einwand erheben und 

Zusprechung einer ganzen Rente beantragen. Die gemischte Methode zur Bemessung 

der Invalidität anzuwenden, sei falsch. Denn aufgrund des langjährigen 

Krankheitsverlaufs und der daraus resultierenden verminderten Belastbarkeit sei es ihr 

nie möglich gewesen, ein Pensum von 100 % zu versehen. Ohne Gesundheitsschaden 

würde sie als kinderlose Frau aber zu 100 % arbeiten, aus Freude am Beruf und auch 

aus finanziellen Gründen. Ausgehend von einem Vollpensum mit 24 Wochenlektionen 

entspräche ein Pensum mit 8 Wochenlektionen einer Restarbeitsfähigkeit von 33 %. 

Selbst wenn man aber von einer Aufteilung von Erwerbs- und Haushaltanteil im 

Verhältnis von 70 % zu 30 % ausginge, wäre zu beachten, dass die Versicherte die 

attestierte Restarbeitsfähigkeit in der freien Marktwirtschaft nicht verwerten könnte. 

Dies habe die Abklärungsperson in ihrer Stellungnahme eindrücklich festgehalten. Die 

Restsymptomatik der gemischten sozioaffektiven Störung und die Medikation seien der 

Versicherten anzumerken. Das bisherige Pensum habe sie nur dank viel Unterstützung 

von verschiedenen Seiten und deshalb bewältigen können, weil die Klasse nur die 

halbe Zahl an Kindern umfasst habe. Es sei sehr unrealistisch, von einer verwertbaren 

Restarbeitsfähigkeit auszugehen. Wollte man diese Annahme trotzdem treffen, wäre ein 

Abzug von 25 % bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigen (IV-

act. 35).

A.i  Mit Verfügung vom 25. Januar 2007 sprach die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen der Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 46 % mit 

Wirkung ab 1. November 2005 eine Viertelsrente zu (IV-act. 42 und 37). Der Einwand, 

als Gesunde voll erwerbstätig zu sein, stehe im Widerspruch zu den Angaben bei der 

Abklärung an Ort und Stelle. Ein höherer Beschäftigungsgrad als die angegebenen 

71 % wäre wegen des pflegeaufwendigen Einfamilienhauses denn auch objektiv 

gesehen auch in gesundem Zustand auf Dauer nicht zumutbar. Bei voller Gesundheit 

müsste die Versicherte nach den Erhebungen täglich rund sechs Stunden für die 

Haushaltarbeit einsetzen. Es liege keine medizinische Bestätigung vor, wonach die 

Ausübung der reduzierten Tätigkeit als Kindergärtnerin im Umfang von 8 Lektionen 

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nicht mehr zumutbar gewesen wäre. Die Stelle sei aus invaliditätsfremden Gründen 

gekündigt worden. Das Valideneinkommen betrage Fr. 66'900.--, das 

Invalideneinkommen Fr. 31'440.-- (der Ausfall somit 53 %). Bezogen auf einen Anteil 

des Erwerbs von 71 % ergebe sich ein Teilinvaliditätsgrad von 38 % und aus dem 

Haushaltteil ein solcher von 8 % (29 % Einschränkung bezogen auf einen Anteil von 

29 %).

B.  

Gegen diese Verfügung vom 25. Januar 2007 richtet sich die von Rechtsanwältin lic. 

iur. Gabriela Grob Hügli, procap, für die Betroffene am 26. Februar 2007 erhobene 

Beschwerde. Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin beantragt, die 

angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der Beschwerdeführerin sei eine ganze 

Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Ab 

Oktober 1976 sei es der Beschwerdeführerin wieder möglich gewesen, noch teilweise 

als Kindergärtnerin zu arbeiten. Der langjährige Krankheitsverlauf und die 

dazugekommenen Leiden (Lumbago, M. Bechterew, Niereninsuffizienz) hätten die 

Übernahme eines Vollpensums verunmöglicht. Die Teilpensen seien daher nicht 

freiwillig gewählt, sondern der durch die Erkrankungen verminderten Belastbarkeit 

angepasst gewesen. Hierzu könne auf die Angaben des RAD und von Dr. B.___ 

verwiesen werden. Die Beschwerdeführerin würde bei voller Gesundheit ein 

Vollzeitpensum als Kindergärtnerin ausüben. Es gebe keinen Grund, der dagegen 

spräche. Träfe die Argumentation der Beschwerdegegnerin mit dem Haushaltaufwand 

im Einfamilienhaus zu, wäre es wohl keiner Frau möglich, neben dem Haushalt einer 

Vollzeitbeschäftigung nachzugehen. Die Beschwerdeführerin könnte sich ausserdem 

im hypothetischen Fall eine Haushalthilfe leisten. Anzuwenden sei der 

Einkommensvergleich. Die Restarbeitsfähigkeit im angestammten Beruf betrage 33 %. 

Die Remission des Grundleidens sei bisher ungenügend. Seit dem Ereignis im Jahr 

2004 habe sich die Beschwerdeführerin auch im Wesen verändert, sie sei nicht mehr 

belastbar und reagiere auf jede Veränderung mit inneren Spannungen. Neben den 

psychischen lägen auch somatische Beschwerden vor (lumbale Rückenschmerzen, 

schubweiser Verlauf des M. Bechterew; Schmerzen in beiden Fersen und Knien, so 

dass eine sitzende Arbeit nur noch längstens eine Stunde möglich sei; Nierentätigkeit 

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lediglich noch ca. 40 %). Es sei augenfällig, dass die Beschwerdeführerin zusätzlich in 

der Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei und ihre Restarbeitsfähigkeit nur noch mit 

unterdurchschnittlichem Erfolg verwerten könne. An der letzten Arbeitsstelle habe sie 

das Pensum mit acht Wochenlektionen nur deshalb bewältigen können, weil sie eine 

Klasse mit tiefer Kinderzahl unterrichtet habe und ihr vom Arbeitgeber entsprechende 

Unterstützung zugekommen sei. Es sei ihr nicht möglich, Verdienstmöglichkeiten zu 

realisieren, die mit jenen einer gesunden Arbeitnehmerin mit gleichem Pensum 

ebenbürtig seien. Die vorliegenden, die Lohnhöhe negativ beeinflussenden 

persönlichen und beruflichen Umstände rechtfertigten daher den Maximalabzug vom 

Invalideneinkommen. Es resultiere ein Anspruch auf eine ganze Rente.

C.  

In ihrer Beschwerdeantwort vom 5. April 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin habe unterschriftlich bestätigt, 

ohne Behinderung würde sie im bisherigen Ausmass von 17 Wochenlektionen als 

Kindergärtnerin unterrichten. Dieser Aussage der ersten Stunde komme praxisgemäss 

ein hoher Stellenwert zu. Eindeutige Gegenindizien gebe es nicht. Es lägen keine 

Arztberichte aus der Zeit ab 1976 vor, die der Beschwerdeführerin eine teilweise 

Arbeitsunfähigkeit als Kindergärtnerin attestierten. Die von Dr. B.___ und vom RAD 

erwähnte Möglichkeit genüge nicht. Denn es sei insbesondere bei psychischen 

Störungen nicht möglich, rückwirkend für einen weit zurückliegenden Zeitraum die 

Arbeitsfähigkeit zuverlässig einzuschätzen. Dazu komme, dass die Anforderungen an 

den Nachweis einer invalidisierenden psychischen Gesundheitsschädigung hoch seien. 

Es bedürfe einer fachärztlich gestellten psychiatrischen Diagnose und dann bestehe 

erst noch die Vermutung, dass mit der vorausgesetzten zumutbaren 

Willensanstrengung die invalidisierenden Folgen der entsprechenden psychischen 

Erkrankung überwindbar seien. Vorliegend sei bis Ende 2003 nicht einmal eine 

gesicherte echtzeitliche Diagnose gestellt. Die geltend gemachten somatischen 

Beschwerden seien nicht invalidisierend. Die Beschwerdeführerin selber habe eine 

Arbeitsunfähigkeit erst ab November 2004 geltend gemacht. Auf weitere medizinische 

Abklärungen könne verzichtet werden. Die Beschwerdeführerin habe im Jahr 2005 mit 

dem Teilpensum von 71 % ein monatliches Einkommen von Fr. 4'735.70 erzielt, was 

einem Valideneinkommen von Fr. 61'564.-- entspreche. Ein Abzug vom 

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Invalideneinkommen rechtfertige sich nicht, denn es gebe keine medizinischen 

Hinweise, dass die Beschwerdeführerin ihr reduziertes Arbeitspensum mit acht 

Wochenlektionen nicht mit voller Leistungsfähigkeit ausführen könnte, zumal ihr eine 

lange Erholungszeit zur Verfügung stehe. Das Invalideneinkommen mache daher 

Fr. 28'971.-- (Fr. 61'564.-- x 8/17) aus. Der Invaliditätsgrad betrage im Erwerbsteil 

53 % und gewichtet mit 0.71 38 %, zusammen mit demjenigen aus dem Haushalt (von 

8 %) also 46 %.

D.  

Mit Replik vom 7. Mai 2007 berichtet die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin, es 

sei bei der Instruktion in sachverhaltsmässiger Hinsicht zu einem Missverständnis 

gekommen, das zu berichtigen sei: Nach dem Ausbildungsabschluss habe die 

Beschwerdeführerin in einem Vollpensum gearbeitet. Dann seien drei 

Hospitalisationsphasen nötig gewesen und die Beschwerdeführerin habe ihre Stelle auf 

ärztliches Anraten hin aufgegeben. Ab April 1977 (recte wohl: 1978) sei es ihr aber 

aufgrund der Dauertherapie wieder möglich gewesen, ein Vollpensum auszuüben, wie 

sich aus einem Bericht von Dr. med. D.___, Sozialpsychiatrischer Dienst der 

Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich, vom 14. Juni 1985 ergebe. Ab ca. 1982 sei es 

zu erheblichen Rückenschmerzen gekommen. Mit einem Bericht vom 5. Februar 1992 

habe Dr. med. F.___ ein lumbospondylogenes Syndrom diagnostiziert, und Prof. G.___, 

Kinderspital Zürich, habe am 6. Februar 1995 berichtet, der Bruder der 

Beschwerdeführerin und sie selber seien an einem M. Bechterew erkrankt. Diese 

beigelegten Berichte belegten, dass bei der Beschwerdeführerin die entsprechenden 

Beschwerden seit mindestens 1982 bestanden hätten und diagnostiziert worden seien. 

Das Vollpensum habe die Beschwerdeführerin behalten bis zu einem Wohnortswechsel 

im Jahr 1987. Danach habe sie, um nicht länger arbeitslos zu bleiben, vorübergehend 

eine Stelle als Verkäuferin angenommen. Im August 1989 habe sie dann eine Stelle als 

Kindergärtnerin angeboten bekommen. Das Pensum habe zunächst 50 % betragen 

und dann auf 71 % aufgestockt werden können. Das Teilpensum habe die 

Beschwerdeführerin nicht freiwillig gewählt, sondern wegen der damaligen 

Arbeitsmarktlage. Geplant sei jedoch immer gewesen, es wieder auf 100 % zu 

erhöhen. Dass es dazu nicht gekommen sei, habe an der Erkrankung der 

Beschwerdeführerin, insbesondere am M. Bechterew, gelegen. Mit den 17 

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Wochenstunden habe die Beschwerdeführerin ihre gesundheitliche 

Leistungsmöglichkeit voll ausgeschöpft. Dass aus der damaligen Zeit keine 

Teilarbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliege, erstaune nicht, denn es habe ja keine 

Reduktion des Pensums erfolgen müssen. Wäre die Beschwerdeführerin aber gesund 

gewesen, hätte sie auf jeden Fall wieder ein volles Pensum übernommen. Der 

Beschwerdeführerin sei es im Übrigen zum Zeitpunkt der Abklärung an Ort und Stelle 

sehr schlecht gegangen. Der Beweiswert ihrer damaligen Aussagen sei in Zweifel zu 

ziehen. Sie habe die Frage nach ihrer Erwerbstätigkeit so verstanden und beantwortet, 

dass sie bei Ausbleiben des Vorfalls vom 1. November 2004 weiterhin ein Pensum von 

17 Stunden pro Woche beibehalten hätte. Bis anhin sei es zu keiner Verbesserung der 

Arbeitsfähigkeit gekommen, was der Bescheinigung von Dr. B.___ vom 11. Februar 

2007 zu entnehmen sei, und die Beschwerdeführerin könne ihr früheres Arbeitspensum 

von 17 Stunden pro Woche nicht bewältigen. Dem Bericht von Dr. D.___ war zu 

entnehmen, dass die Beschwerdeführerin seit 1978 wieder voll und regulär und zur 

Zufriedenheit aller als Kindergärtnerin arbeite. Dr. F.___ hatte (1) ein 

lumbospondylogenes Syndrom mit Psoassymptomatik links bei Spondylolyse L5, 

Status nach Morbus Scheuermann, (2) ein cervikovertebrales bzw. cervikocephales 

Syndrom bei Blockade der Kopfgelenke und (3) Coxa valga bds., Knochencyste linker 

Schenkelhals, diagnostiziert. Er hatte Röntgenbefunde erhoben. Die spondylogene 

Veränderung des M. Psoas erkläre die Beinbeschwerden links und wahrscheinlich die 

Hüftsymptomatik links. Handschriftlich war bei den Diagnosen ergänzt worden, als 

neue Diagnose seit 1993 bestehe ein M. Bechterew. Prof. G.___ hatte festgehalten, die 

Beschwerdeführerin leide am M. Bechterew. Dr. B.___ hatte der Beschwerdeführerin 

für das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) bestätigt, bei der Ausübung der 

Restarbeitsfähigkeit von 30 % sei auch der Arbeitsweg zu berücksichtigen, der nicht 

länger als 30 Minuten beanspruchen dürfe.

E.  

Mit Duplik vom 24. Mai 2007 beantragt die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf eine 

Stellungnahme des RAD (Dr. med. H.___) vom 22. Mai 2007 und eine Beurteilung von 

Fachmitarbeiter und Rechtsdienst vom 24. Mai 2007, der Beschwerdeführerin sei ab 

November 2005 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Dr. H.___ hatte erklärt, es scheine 

überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin bereits seit 1982 an 

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Rückenbeschwerden leide. Eine Reduktion des Pensums als Kindergärtnerin mit der 

rückenbelastenden Tätigkeit an niedrigem Kindermobiliar sei daher nachvollziehbar. Bei 

einer mit zunehmendem Alter fortschreitenden Degeneration hätten sich die 

Rückenbeschwerden dann in den Jahren 1987 bis 1989 verstärkt gemeldet (IV-act. 48). 

Der Fachmitarbeiter hatte am 23. Mai 2007 dafürgehalten, obwohl die Annahme einer 

vollen Erwerbstätigkeit im hypothetischen Gesundheitsfall etwas realitätsfremd sei, 

erkläre sich die Verwaltung mit dieser Qualifikation einverstanden. Gegen diese 

Qualifikation spreche, dass die Beschwerdeführerin in einem pflegeaufwendigen 

Einfamilienhaus mit zwei Etagen lebe, bereits 54 Jahre alt sei und angesichts der vollen 

Erwerbstätigkeit ihres Ehemannes finanziell abgesichert sei. Der Rechtsdienst hatte 

sich am 24. Mai 2007 auf den Standpunkt gestellt, es sei überwiegend wahrscheinlich, 

dass die Beschwerdeführerin wegen ihrer Rückenprobleme ab August 1989 nur in 

einem Teilpensum habe arbeiten können, als Gesunde aber voll erwerbstätig gewesen 

wäre. Im Einkommensvergleich seien einander ein Valideneinkommen von Fr. 86'710.-- 

und ein Invalideneinkommen von Fr. 28'971.-- gegenüberzustellen, womit sich ein 

Invaliditätsgrad von 67 % ergebe. 

Erwägungen:

1.   

1.1  Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses der 

angefochtenen Verfügung am 25. Januar 2007 entwickelt hat, sind die am 1. Januar 

2008 in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen nicht anwendbar.

1.2  Mit der angefochtenen Verfügung hat die Beschwerdegegnerin der 

Beschwerdeführerin eine (Viertels-)Rente zugesprochen. In ihrem Leistungsgesuch 

hatte die Beschwerdeführerin, die damals noch im Arbeitsverhältnis gestanden hatte, 

auch berufliche Massnahmen beantragt. Bereits im Einwand auf den Vorbescheid hat 

die Beschwerdeführerin (wie in diesem Verfahren) lediglich noch Rentenleistungen 

beantragt. Zum Streitgegenstand gehört aber, weil der Einkommensvergleich zur 

Bemessung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG erst nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen vorzunehmen ist, 

notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung eine allfällige Pflicht der 

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Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe. Dass sie 

vorliegend implizit von beruflichen Massnahmen abgesehen hat, lässt sich nicht 

beanstanden, ist doch nicht zu erwarten, dass eine zumutbare Massnahme zur 

Verfügung stünde, mit der sich eine Senkung des Invaliditätsgrades erreichen liesse.

2.   

2.1  Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der bis 31. Dezember 2003 gültig gewesenen Fassung) 

besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu zwei Dritteln, derjenige auf eine halbe Rente, wenn sie wenigstens zur 

Hälfte invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vor, so besteht 

Anspruch auf eine Viertelsrente oder, sofern ein Härtefall gegeben ist, auf eine halbe 

Rente (Art. 28 Abs. 1  IVG). Nach Art. 28 Abs. 1 IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis 

31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) besteht der Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.2  Der Eintritt des Rentenfalls wird daneben durch Art. 29 Abs. 1 IVG geregelt. Der 

Rentenanspruch entsteht danach frühestens in dem Zeitpunkt, in dem der Versicherte 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 

40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen war (lit. b). Ein wesentlicher Unterbruch der 

Arbeitsunfähigkeit liegt vor, wenn der Versicherte an mindestens dreissig 

aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29  IVV).

2.3  Im Falle einer rückwirkenden Rentenfestsetzung ist es unter Umständen 

notwendig, den Invaliditätsgrad für verschiedene zurückliegende Zeitabschnitte nach 

Massgabe der jeweiligen Erwerbsunfähigkeit unterschiedlich hoch zu bemessen (vgl. 

BGE 106 V 16; BGE 109 V 125).

3.   

3.1  Die Invalidität wird nach verschiedenen Methoden, insbesondere dem 

Einkommensvergleich, der gemischten Methode oder dem Betätigungsvergleich 

bis

ter

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bemessen. Die Anwendbarkeit einer Methode bestimmt sich danach, ob eine 

versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder als 

Nichterwerbstätige einzustufen ist. Dies ergibt sich aus der Prüfung, was die 

versicherte Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 

gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 125 V 146; BGE 117 V 194; vgl. AHI 

1997 S. 286; AHI 1996 S. 196). Das Bundesgericht stellt bei der Beurteilung des Status 

- einzig - auf den Beweis der Erwerbsverhältnisse im Gesundheitsfall ab (Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts i/S A. vom 4. Januar 2002, I 715/00), ohne die 

Zumutbarkeit als zusätzliches Kriterium zu betrachten (vgl. Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 

Abs. 3 ATSG; hierzu Franz Schlauri, Das Rechnen mit der Arbeitsunfähigkeit in Beruf 

und Haushalt in der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung in: Schaffhauser/

Schlauri, Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, St. Gallen 2003, S. 343 f.).

3.2  In ihrer Duplik hält die Beschwerdegegnerin für überwiegend wahrscheinlich, dass 

die Beschwerdeführerin als Gesunde vollzeitlich erwerbstätig (gewesen und geblieben) 

wäre. Dieser Beurteilung kann aufgrund der Aktenlage gefolgt werden. Zu beachten ist 

insbesondere, dass die Krankengeschichte der Beschwerdeführerin weit zurückreicht 

und wohl von massgeblichem Einfluss auf den Verlauf der tatsächlichen erwerblichen 

Laufbahn war. Weder ihre eigenen Angaben zu den Verhältnissen im für sie wohl kaum 

mehr realistisch vorstellbaren hypothetischen Gesundheitsfall noch ihre Wohnsituation, 

ihr Alter oder die volle Erwerbstätigkeit ihres Ehemannes rechtfertigten eine andere 

Qualifikation der kinderlosen, gelernten Kindergärtnerin. Dass wegen der Aufwendigkeit 

des Haushalts eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit daneben selbst für eine gesunde 

Person auf Dauer unzumutbar wäre, kann nicht unwidersprochen bleiben, zumal auch 

die Möglichkeit in Betracht gezogen werden kann, für die Bewältigung eines Haushalts 

auch (auswärtige) Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Die Invalidität der 

Beschwerdeführerin ist nach dem Einkommensvergleich zu bemessen.

 

4.   

4.1  Für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können, sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage 

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(BGE 125 V 261 E. 4; ZAK 1982 S. 34). Aus den Akten geht hervor, dass die 

Beschwerdeführerin seit Jahren an einer gemischten schizoaffektiven Störung, einem 

Morbus Bechterew und einer Niereninsuffizienz leide. Dem Arztbericht von Dr. B.___ 

vom 23. Dezember 2005 ist zu entnehmen, dass sie ab dem 1. November 2004 zu 

100 % arbeitsunfähig war. Für die Zeit davor kann aufgrund der Aktenlage (mit den 

Berichten von Dr. B.___ vom 23. Dezember 2005 und vom 1. Mai 2006 sowie den 

Stellungnahmen des RAD vom 9. Februar 2006 und vom 22. Mai 2007) davon 

ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 

Kindergärtnerin bereits seit langem um etwa 30 % (29 %) eingeschränkt gewesen war. 

Die Beschwerdeführerin hatte in dieser Zeit ein entsprechendes Pensum von rund 

70 % ausgeübt und es kann davon ausgegangen werden, dass sie ein 

Invalideneinkommen erzielen konnte, das dieser verbleibenden Arbeitsfähigkeit 

entsprochen hat, bezieht sich die Arbeitsfähigkeit doch auf die bisherige Tätigkeit. Übt 

nämlich eine versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, 

bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll 

ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als 

angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte 

Verdienst als Invalidenlohn (vgl. BGE 129 V 475 E. 4.2.1). Aus diesem Grund ist 

zunächst keine 40 % erreichende Erwerbsunfähigkeit bzw. Invalidität aufgetreten, die 

einen Rentenanspruch hätte entstehen lassen können.

4.2  Nach einer Dauer von zehn Monaten mit einer Arbeitsunfähigkeit von etwa 30 % 

(bzw. 29 %) und von zwei Monaten mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit konnte 

indessen im Januar 2005 ein Wartejahr (mit einer durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit 

von gut 40 %) ablaufen. Da im Januar 2005 auch ein 40 % übersteigender 

Invaliditätsgrad vorlag, entstand ab 1. Januar 2005 ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

4.3  Weil die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin von 100 % und damit auch 

eine entsprechende volle Erwerbsunfähigkeit weiter anhielt und eine 

anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit 

nach Art. 88a Abs. 2 IVV zu berücksichtigen ist, sobald sie ohne wesentliche 

Unterbrechung drei Monate angedauert hat, ergibt sich ab 1. April 2005 ein Anspruch 

auf eine ganze Rente. Die sinngemässe Anwendung von Art. 29  IVV vermag nicht zu bis

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einer früheren Anhebung zu führen, weil ein Durchschnitt an Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 70 % während eines Jahres nicht vorher erreicht wird (vgl. Rz 4012 und 

4010 des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen Kreisschreibens über 

Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung = KSIH in der bis 31. Dezember 

2007 gültig gewesenen Fassung).

4.4  Ab dem 1. bzw. 15. August 2005 verfügte die Beschwerdeführerin wieder über eine 

gewisse Arbeitsfähigkeit. Dr. B.___ bezeichnete diese mit 50 %, erwähnte aber, dass 

es sich um die Fähigkeit handle, 11 Stunden pro Woche als Kindergärtnerin tätig zu 

sein. Das entspricht einer Arbeitsfähigkeit von rund 46 % (11/24; Arbeitsunfähigkeit 

54 %). Der Arzt hielt ferner dafür, die Beschwerdeführerin vermöge lediglich eine 

reduzierte Leistung zu erbringen, quantifizierte diese Einschränkung allerdings nicht. 

Auch die Psychiatrische Klinik Wil benannte eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, dazu 

eine Stundenzahl von maximal 12 bis 15 Stunden und ebenfalls eine reduzierte 

Leistungsfähigkeit. Es kann unter diesen Umständen angenommen werden, dass die 

Beschwerdeführerin mit ihrem tatsächlich geleisteten Pensum von 11 Stunden pro 

Woche ihre Arbeitsfähigkeit - demnach mit 46 % - maximal ausschöpfte. Bei einem 

dem behinderungsbedingten Ausfall entsprechenden Invaliditätsgrad von 54 % 

bestand noch Anspruch auf eine halbe Rente. Diese anspruchsbeeinflussende 

Änderung der Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist für die Herabsetzung der Leistung 

nach Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. BGE 121 V 275 E. 6b/dd; Entscheid des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts i/S A. vom 27. September 2006) von dem Zeitpunkt an zu 

berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere 

Zeit dauern wird (vgl. Rz 4017 KSIH). Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem 

sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich 

weiterhin andauern wird. Ab dem 1. November 2005 hat die Beschwerdeführerin 

demnach noch Anspruch auf eine halbe Rente.

4.5  Im Mai 2006 meldete Dr. B.___ eine Verschlechterung des Gesundheitszustands 

der Beschwerdeführerin. Nach seiner Beurteilung war ihr lediglich noch ein Pensum 

von acht Stunden pro Woche - entsprechend einem Drittel eines Vollpensums und 

einer Arbeitsfähigkeit von einem Drittel - zumutbar. Dem Bericht über die Abklärung an 

Ort und Stelle nach zu schliessen, ist die Verschlechterung im April eingetreten, als 

nämlich die Pensenreduktion vorgenommen werden musste (act. 23-2/16). Ab 1. Juli 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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2006, da die von dieser gesundheitlichen Verschlechterung bewirkte höhere Invalidität 

drei Monate angedauert hat, ist die Rente zu erhöhen (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV). Der 

Beschwerdeführerin steht eine Dreiviertelsrente bei einem Invaliditätsgrad von rund 

67 % zu.

4.6  Nach der Aktenlage ist das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin Ende Juli 

2006 beendet worden. Durch den Verlust der Anstellung erfährt ein Invaliditätsgrad 

zwar grundsätzlich keine Änderung (vgl. Urs Müller, Die materiellen Voraussetzungen 

der Rentenrevision in der Invalidenversicherung, N 572). Denn der von einem invaliden 

Versicherten in einem bestimmten Zeitpunkt tatsächlich erzielte Verdienst bildet für sich 

allein betrachtet in der Regel kein genügendes Kriterium für die Bestimmung seiner 

Erwerbsunfähigkeit. Das Mass der tatsächlichen Erwerbseinbusse stimmt mit dem 

Umfang der Invalidität nur überein, wenn die Verdiensteinbusse die gesundheitlich 

bedingte Einschränkung der auf dem in Frage kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt in zumutbarer Weise zu verwertenden Leistungsfähigkeit wiedergibt (nicht 

veröffentlichter Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen i/S W.H. 

vom 23. Oktober 2003). Vorliegend muss aber damit gerechnet werden, dass die 

Beschwerdeführerin nach dem Verlust der während 17 Jahren innegehabten und 

beibehaltenen Stelle für eine neue Anstellung in ihrem Beruf selbst auf einem 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt die Voraussetzungen nicht mehr mitbringt. Ihre 

Arbeitsfähigkeit ist auf einen Drittel eines Vollpensums beschränkt. Ausserdem ist auch 

ihre Leistungsfähigkeit während der noch zumutbaren Arbeitszeit (wenn auch schwierig 

quantifizierbar) eingeschränkt. Dazu kommt, dass bis zum damaligen Zeitpunkt - und 

wohl auch später - als Ausdruck einer ungenügenden Remission des Grundleidens 

unter anderem noch eine Antriebsarmut und eine verminderte affektive 

Schwingungsfähigkeit bestehen blieben, was selbst auf einem ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt im Berufsfeld der Beschwerdeführerin das Finden einer Stelle als 

unrealistisch erscheinen lässt. Dasselbe gilt aufgrund der vorhandenen medizinischen 

Gegebenheiten auch für andere erwerbliche Beschäftigungen, obwohl die 

Psychiatrische Klinik Wil noch am 19. Januar 2006 eine (Teil-)Arbeitsfähigkeit für 

andere Tätigkeiten angegeben hatte, nämlich für solche mit wenig körperlicher 

Belastung, die eine gute äussere Strukturierung aufweisen und reduzierte soziale 

Anforderungen stellen. Inzwischen ist eine gesundheitliche Verschlechterung 

eingetreten. Die Rahmenbedingungen für eine neue Anstellung sind so einschränkend, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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dass eine Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit nicht mehr angenommen werden 

kann. Im Übrigen wäre der ausgebildeten Beschwerdeführerin ein Wechsel in eine 

andere Tätigkeit nach überzeugender Auffassung des RAD auch nicht zumutbar. Unter 

solchen Umständen besteht Anspruch auf eine ganze Rente, und zwar nach Ablauf von 

drei Monaten ab 1. August 2006, das heisst (vgl. ZAK 1986 S. 345) ab 1. November 

2006.

5.   

5.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 25. Januar 2007 teilweise zu schützen und der 

Beschwerdeführerin ist für die Zeit ab 1. Januar 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente, 

ab 1. April 2005 auf eine ganze Rente, ab 1. November 2005 auf eine halbe Rente, ab 

1. Juli 2006 auf eine Dreiviertelsrente und ab 1. November 2006 auf eine ganze Rente 

zuzusprechen.

5.2  Angesichts des Unterliegens der Beschwerdegegnerin rechtfertigt es sich, ihr die 

Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 

festgelegt werden (Art. 69 Abs. 1  IVG), gesamthaft aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 

VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Der 

Beschwerdeführerin ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückzuerstatten.

5.3  Die Beschwerdeführerin hat bei vollem Obsiegen Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 

lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Die Entschädigung ist auf Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

bis

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1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

25. Januar 2007 aufgehoben und der Beschwerdeführerin im Sinne der Erwägungen für 

die Zeit ab 1. Januar 2005 Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 1. April 2005 auf eine 

ganze Rente, ab 1. November 2005 auf eine halbe Rente, ab 1. Juli 2006 auf eine 

Dreiviertelsrente und ab 1. November 2006 auf eine ganze Rente zugesprochen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

3.  Der Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

4.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- zu bezahlen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 16.10.2008
	Art. 28 und 29 IVG. Invaliditätsbemessung bei langjähriger Erkrankung; Methodenwahl; Anspruchsbeginn; rückwirkende abgestufte Rentenzusprechung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 16. Oktober 2008, IV 2007/101).

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