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**Case Identifier:** 22b3f5a1-aa7a-551e-aee0-09a4b006c49a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.10.2017 200 2017 608
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-608_2017-10-24.pdf

## Full Text

200 17 608 IV
SCI/SHE/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch B.________ Rechtsanwalt C.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1987 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich am 8. Mai 2013 unter Hinweis auf seit der Kindheit 
bestehende Depressionen erstmals bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB 
oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Ant-
wortbeilage [AB] 1). Die IVB tätigte Abklärungen beruflicher und medizini-
scher Art. Sie gewährte Kostengutsprache für Frühinterventionsmassnah-
men in Form von Berufsberatung (AB 15) und Arbeitsvermittlung (AB 16) 
sowie Kostengutsprache für eine Ausbildung zur ..., vorgesehen vom 1. 
August 2014 bis zum 31. Juli 2018 (AB 20). Letztere wurde am 13. Novem-
ber 2015 (AB 45) rückwirkend per 31. Juli 2015 aufgehoben. Mit Verfügung 
vom 16. September 2016 (AB 90) verneinte die IVB den Anspruch auf (wei-
tere) berufliche Massnahmen. Die Verfügung blieb unangefochten. 

Gestützt auf ein bei den Dres. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin und Nephrologie, und E.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, eingeholtes bidisziplinäres Gutachten vom 21. Fe-
bruar 2017 (AB 101.1) verneinte die IVB, nach vorgängig durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren (AB 102), mit Verfügung vom 26. Mai 2017 (AB 110) 
bei einem Invaliditätsgrad von 33% den Anspruch auf eine Invalidenrente.

B.

Mit Eingabe vom 28. Juni 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch 
B.________, Rechtsanwalt C.________, hiergegen Beschwerde. Sie bean-
tragt, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei eine Invalidenrente 
zuzusprechen. Weiter sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiord-
nung des Unterzeichnenden zu gewähren.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 14. August 
2017 auf Abweisung der Beschwerde.

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Am 20. August 2017 nahm die Beschwerdeführerin Stellung zur Beschwer-
deantwort und reichte aufforderungsgemäss die Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. Mai 2017 (AB 110). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf 

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dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen das 
Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Bericht der Psychiatrischen Dienste F.________ vom 18. Juni 
2013 (AB 12/2) wurde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine emotio-
nal instabile Persönlichkeit, Borderline-Typ (ICD-10 F60.31), aktuell de-
pressive Symptomatik im Vordergrund, sowie Probleme in der Ausbildung 
und im Beruf (ICD-10 Z56.0) diagnostiziert. Ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit bestünden Essattacken (ICD-10 F50.4), eine Vernachlässi-
gung durch impulsive Mutter (ICD-10 FZ61.8), anamnestisch zwei Suizid-
versuche, eine Anorexia nervosa (ICD-10 F50.0) sowie ein Alkoholmiss-
brauch (ICD-10 F10.1; S. 2 Ziff. 1.1). Wegen verminderter Leistungs- und 
Konzentrationsfähigkeit, Antriebsmangel sowie schneller psychischer Er-
schöpfung sei die Beschwerdeführerin seit ca. März 2013 als ... und ... in 
der G.________ zu 50% arbeitsunfähig. Sie sei vermindert leistungsfähig, 
insbesondere weniger stresstolerant und reagiere in zwischenmenschli-

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chen Kontakten häufig überempfindlich und schnell gereizt, d.h. es bestehe 
eine erhöhte Konfliktbereitschaft (S. 4 Ziff. 1.6 f.). 

3.1.2 Die die Beschwerdeführerin seit 2013 behandelnde Dr. med. 
H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie Psychiatrie 
und Psychotherapie, diagnostizierte im Bericht vom 3. November 2015 (AB 
53.2/3) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine seit ca. 2000 beste-
hende rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradige Episode 
(ICD-10 F33.1), sowie einen Status nach mehreren Suizidversuchen (S. 3 
Ziff. 2.1). Seit Mai 2015 seien wiederholt Fieberschübe und Müdigkeit auf-
getreten. Internistische Abklärungen seien bisher ergebnislos geblieben. In 
diesem Zusammenhang seien wohl zunehmend eine depressive Sympto-
matik und Überforderung bei der Ausbildung sowie schliesslich quälende 
Suizidgedanken aufgetreten (Ziff. 4.1). Insbesondere der Antriebsmangel 
und die verminderte Konzentrationsspanne würden die gegenwärtige Ar-
beitstätigkeit einschränken (S. 4 Ziff. 5.3). Seit dem 6. Juni 2015 bestehe 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 6.1). 

Am 24. Februar 2016 (AB 67) diagnostizierte Dr. med. H.________ mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
aktuell mittelgradige Episode, anamnestisch zwei Suizidversuche (ICD-10 
F33.1) seit ca. 2000, eine akzentuierte Persönlichkeit mit emotional instabi-
len Zügen seit ca. 2000 sowie Probleme in der Ausbildung (ICD-10 Z56.0; 
S. 1 Ziff. 1.1). Als auszubildende ... sei die Beschwerdeführerin seit dem 6. 
Juni 2015 zu 100% arbeitsunfähig (S. 3 Ziff. 1.6). Aktuell leide sie v.a. noch 
unter Antriebslosigkeit und Verminderung der Konzentrationsspanne sowie 
rascher Ermüdbarkeit, teilweise auch an verminderter Wahrnehmung der 
Gefühle und ihrer Grenzen. Diese würden sich v.a. negativ auf die Lern-
fähigkeit und Arbeitsgeschwindigkeit sowie auf die Motivation auswirken. 
Gelegentlich sei die Gestaltung von Arbeitsbeziehungen erschwert. Die 
bisherige Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin zumutbar, soweit die Ar-
beitszeit plus Transport neun Stunden pro Tag nicht überschreite. Dabei sei 
die Leistungsfähigkeit eingeschränkt, zu Beginn wohl um ca. 50%. Mit der 
Zeit sei diese steigerbar. Es müsste eine neue Lehrstelle gesucht werden 
(S. 3 Ziff. 1.7). 

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3.1.3 Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte im Bericht vom 12. Dezember 2015 (AB 51/2) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine Depression (ICD-10 F32.1). Weiter stellte er 
die Verdachtsdiagnose einer sozialen Phobie (ICD-10 F40.1), bestehend 
seit dem 19. Lebensjahr (S. 2 Ziff. 1.1). Die Depression und die starke 
chronische Müdigkeit würden sich negativ auf die Arbeitsfähigkeit auswir-
ken. Vom 11. Juni 2015 bis zum 9. August 2015 habe eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die Beschwerdeführerin sei gemäss eigenen 
Angaben nicht arbeitsfähig. Aufgrund ihrer psychiatrischen Leiden bestehe 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 4 Ziff. 1.6 f.). Wegen der chronischen 
Müdigkeit seien das Konzentrationsvermögen, die Anpassungsfähigkeit 
und Belastbarkeit eingeschränkt, nicht aber das Auffassungsvermögen 
(S. 5 Ziff. 1.13).

3.1.4 Im Bericht der psychiatrischen Dienste J.________ vom 10. August 
2016 (AB 87) wurden eine emotionale instabile Persönlichkeitsstörung vom 
Boderline-Typ (ICD-10 F60.31) sowie eine rezidivierende depressive 
Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), diagnostiziert. 
Sie (die Ärzte der psychiatrischen Dienste J.________) würden davon aus-
gehen, dass die emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-
Typ seit der frühen Jugend bestanden habe (S. 1 Ziff. 1.1).

3.1.5 Dr. med. K.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
stellte im Bericht vom 15. August 2016 (AB 88/2) mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen:

• Emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Borderline-Typus, gut informiert 
und reflektiert (ICD-10 F60.31)

• Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, mit 
zwei Suizidversuchen in der Anamnese (ICD-10 F33.1)

• Kurze rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F38.1)
• Essstörung nicht näher bezeichnet (ICD-10 F50.9)
• 27. Mai 2016: in Behandlung wegen A56-Chlamydienkrankheiten
• 27. Mai 2016: in Behandlung wegen Skabies-artiger Hautausschläge, ohne Be-

fund
• Seit Juni 2015 wiederkehrende Fieberschübe bis 40°C unbekannter Ursache, 

bei Schmerzen im Unterleib. Verdacht auf Endometriose (ICD-10 N80), Ab-
klärungen am Laufen

• Seit Kindheit bestehende funktionelle Darmstörungen (Verstopfung [ICD-10 
K59]).

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Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als auszubildende ... bestehe seit Juni 
2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 5 Ziff. 1.6). Die Leistungs-
fähigkeit werde durch psychovegetative Überforderungszustände, Energie- 
und Antriebslosigkeit, Übelkeit, Fieberschübe, Konzentrationsschwierigkei-
ten, Gedankendrehen, impulsiv-emotionale Verhaltensreaktionen resp. 
Lähmungsgefühle/Gefühle der Selbstunwirksamkeit eingeschränkt. Weiter 
bestehe eine verminderte Stressresilienz und eine negativ besetzte Infor-
mationsverarbeitung bezüglich Selbst und Zukunft. Auch sei der Selbstwert 
vermindert, und habe die Beschwerdeführerin Gefühle der Wertlosigkeit 
und eingeschränkte Vitalgefühle. Sie leide an wiederkehrenden Verlassen-
heitsängsten und Versagensängsten, v.a. in Leistungssituationen und im 
zwischenmenschlichen Kontakt. Sie besitze sozial überangepasste Verhal-
tensweisen und vernachlässige die eigenen Bedürfnisse (Ziff. 1.7). Das 
Konzentrations- und Auffassungsvermögen seien mittelgradig bis schwer 
unter starker psychovegetativer Anspannung vermindert. Die Anpassungs-
fähigkeit sei wegen sozial überangepassten Verhaltensweisen gering ein-
geschränkt. Die Belastbarkeit sei mittelgradig bis schwer unter starker psy-
chovegetativer Anspannung und somatischen Beschwerden reduziert (S. 
8). Nach Remission der aktuellen depressiven Episode und Besserung der 
somatischen Beschwerden wäre die Ausbildung an der … theoretisch und 
aufgrund der kognitiven Fähigkeiten durchaus machbar. Der zeitliche Rah-
men sei zum jetzigen Zeitpunkt noch ungewiss. Zurzeit sei keine behinde-
rungsangepasste Tätigkeit möglich (S. 6 f. Ziff. 1.7). 

3.1.6 Die Dres. med. D.________ und E.________ diagnostizierten im 
bidisziplinären Gutachten vom 21. Februar 2017 (AB 101.1) mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine Borderline-Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F60.31; S. 17 Ziff. 5.1). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden 
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 
F34.1), ein schädlicher Gebrauch von Alkohol (ICD-10 F10.1), eine nicht 
näher bezeichnete Essstörung (ICD-10 F50.9), anamnestisch ein myoge-
nes panvertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54), chronische Kopf-
schmerzen (ICD-10 R51) sowie ein Status nach Zystoskopie und Hystero-
skopie mit Curettage (Ziff. 5.2). Die Beschwerdeführerin sei seit 16 Jahren 
immer wieder in Behandlung wegen Depressionen und einer Borderline-
Störung. Zwei begonnene Lehren habe sie gesundheitsbedingt abgebro-

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chen. Seitens der behandelnden Ärzte sei sie seit Juni 2015 zu 100% ar-
beitsunfähig. Aus allgemeininternistischer Sicht könne aufgrund der Akten-
lage, der anamnestischen Angaben sowie der erhobenen Untersuchungs-
befunde keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt 
werden. Es fänden sich ein myogenes panvertebrales Schmerzsyndrom 
sowie chronische Kopfschmerzen, welche zu keiner Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit führen würden. Aus allgemeininternistischer Sicht sei die 
Beschwerdeführerin uneingeschränkt und ganztags arbeitsfähig. Aus 
psychiatrischer Sicht könne aufgrund der Aktenlage sowie der erhobenen 
Untersuchungsbefunde mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Bor-
derline-Persönlichkeitsstörung genannt werden. Ohne Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit fänden sich eine rezidivierende depressive Störung, welche 
gegenwärtig remittiert sei, ein schädlicher Gebrauch von Alkohol sowie 
eine nicht näher bezeichnete Essstörung. Aufgrund der aus psychiatrischer 
Sicht erhobenen Befunde bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
von 20%. In jeder beruflichen Tätigkeit bestehe eine Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 80%. Das Pensum könnte vollschichtig umgesetzt wer-
den mit reduziertem Rendement, auch wären gelegentliche Ausfalltage 
damit einberechnet. Tätigkeiten im sozialen Bereich sowie solche, bei de-
nen die Beschwerdeführerin vielen sozialen Kontakten ausgesetzt sei, sei-
en aufgrund der Persönlichkeitsstörung eher ungeeignet. Zusammenfas-
send bestehe aus bidisziplinärer Sicht eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
von 80% in jeder körperlich leichten bis mittelschwer belastenden Tätigkeit. 
Medizinische Massnahmen im Sinne der Fortführung der psychiatrischen 
ambulanten Therapie seien zu empfehlen. Berufliche Massnahmen könn-
ten vor dem Hintergrund der subjektiven Krankheitsüberzeugung der Be-
schwerdeführerin, wonach keine Arbeitstätigkeit mehr möglich sein solle, 
nicht empfohlen werden. Die Prognose bezüglich einer Reintegration in den 
Arbeitsprozess sei aufgrund der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüber-
zeugung als ungünstig zu bezeichnen (S. 18 Ziff. 6). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

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widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1). Eine von ande-
ren mit der versicherten Person befassten Ärzten abweichende Beurteilung 
vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu stellen. Es gehört 
vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch mit dem Aktenma-
terial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beurteilung abzugeben. 
Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden kann, ist eine im Ver-
waltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende Frage der Beweis-
würdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stellte in der Verfügung vom 26. Mai 2017 
(AB 110) im Wesentlichen auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. 
D.________ und E.________ vom 21. Februar 2017 (AB 101.1) ab. Nach 
deren Einschätzung besteht eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% 
in jeder körperlich leichten bis mittelschwer belastenden Tätigkeit. Aller-
dings sind Arbeiten im sozialen Bereich und auch solche, bei denen die 

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Beschwerdeführerin vielen sozialen Kontakten ausgesetzt ist, aufgrund 
ihrer Persönlichkeitsstörung eher ungeeignet (S. 18 Ziff. 6). Das bidiszi-
plinäre Gutachten erfüllt die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen, 
weshalb ihm volle Beweiskraft zukommt (E. 3.2 hiervor). Die Fachärzte 
haben sich in ihren Beurteilungen sorgfältig mit den gesundheitlichen Ein-
schränkungen auseinandergesetzt sowie ihre Schlussfolgerungen und Ein-
schätzungen gestützt auf ihre Untersuchung und die Akten in schlüssiger 
und nachvollziehbarer Weise dargelegt. Sie hatten Kenntnis aller Vorakten 
und würdigten die ihnen zur Verfügung stehenden Informationen. Die Aus-
führungen in den Beurteilungen der medizinischen Zusammenhänge sind 
einleuchtend sowie die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheits-
zustand überzeugend begründet. Auch die Beschwerdeführerin bringt im 
Grundsatz keine konkreten Einwände gegen die gutachterliche Einschät-
zung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit vor (vgl. im Übrigen jedoch gleich 
anschliessend). Dem Gutachten kommt uneingeschränkte Beweiskraft zu 
und es ist in der Folge darauf abzustellen.

Die Beschwerdeführerin macht letztlich einzig geltend (vgl. Beschwerde S. 
7 Ziff. 7), die Restarbeitsfähigkeit bzw. Restleistungsfähigkeit sei in der 
freien Wirtschaft nicht verwertbar. Dem kann nicht gefolgt werden. Nach-
vollziehbar hat vorab der psychiatrische Gutachter eine Konsistenzprüfung 
vorgenommen und mit Blick auf das Verhalten der Beschwerdeführerin 
überzeugend dargelegt, dass ihr die Verwertung ihrer Ressourcen in einem 
Arbeitsverhältnis zumutbar wäre. So habe die Beschwerdeführerin von 
Ängsten im öffentlichen Raum berichtet und angegeben, dass sie kaum 
ihre Wohnung verlassen könne. Dann wiederum habe sie erwähnt, dass sie 
regelmässig in die Stadt gehe, ein ... aufsuche und auch gerne ... und ... 
besuchen würde, wenn sie Geld hätte. In diesem Zusammenhang hat der 
psychiatrische Gutachter denn auch überzeugend auf die inzwischen 
durchaus aufgesetzt wirkende lehrbuchmässige Selbstdarstellung der Be-
schwerdeführerin hingewiesen (S. 17 Ziff. 4.10.4). Tatsächlich entsteht der 
Eindruck, dass die Beschwerdeführerin die in den diagnostischen Leitlinien 
erwähnten Einschränkungen inzwischen gegenüber den Ärzten jeweils 
katalogmässig abarbeitet (vgl. u.a. S. 9 ff. Ziff. 4.1.2). Auch wenn sich die 
Beschwerdeführerin für nicht arbeitsfähig hält, hat der Gutachter die Krank-

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heitsüberzeugung deshalb nachvollziehbar und überzeugend als nicht der-
art verfestigt beurteilt, dass die privat gezeigten Ressourcen nicht auch im 
beruflichen Bereich wieder nutzbar gemacht werden könnten. 

An der uneingeschränkten Beweiskraft des bidisziplinären Gutachtens än-
dern die übrigen medizinischen Berichte nichts. Der psychiatrische Gutach-
ter Dr. med. E.________ bestätigte die bereits früher von den involvierten 
Ärzten gestellten Diagnosen einer depressiven Störung, einer Borderline-
Per-sönlichkeitsstörung und einer Essstörung. Im Gegensatz zu den ande-
ren Ärzten beurteilte er den Verlauf der depressiven Störung allerdings als 
leichtgradig, was überzeugt. Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung 
konnte er keine depressiven Symptome mehr feststellen. Weiter stellte er 
einen schädlichen Gebrauch von Alkohol fest. Da keine Hinweise auf eine 
ausgeprägte depressive Störung vorlägen, kam er zum Schluss, dass allein 
aufgrund der Borderline-Persönlichkeitsstörung nur eine geringgradige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden könne, umso mehr der 
Verdacht bestehe, dass die früheren Schwierigkeiten an den Arbeitsplätzen 
auch im Zusammenhang mit dem zumindest früher sehr hohen Alkoholkon-
sum gestanden haben müssen. Weiter betrachten die behandelnden Ärzte 
eine Verminderung der Konzentration, einen Antriebsmangel sowie eine 
chronische Müdigkeit als mitursächlich für die Einschränkung der Arbeits-
unfähigkeit. Bei der aktuellen psychiatrischen Exploration durch Dr. med. 
E.________ zeigte die Beschwerdeführerin jedoch keine Zeichen von Kon-
zentrationsschwäche und der Untersucher beurteilte den Antrieb als nicht 
vermindert. Weiter beklagte die Beschwerdeführerin weder eine chronische 
Müdigkeit, noch konnten Zeichen einer solchen bei der Exploration festge-
stellt werden.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 13

men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 4.1 
S. 325).

4.2.2 Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zurei-
chenden beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbsein-
kommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Al-
ter abgestuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes ge-
mäss der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BfS): 
Vor Vollendung des 21. Altersjahres 70%, vor Vollendung des 25. Alters-
jahres 80%, vor Vollendung des 30. Altersjahres 90% und nach Vollendung 
des 30. Altersjahres 100% (Art. 26 Abs. 1 der Verordnung vom 17. Januar 
1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Geburts- und 
Frühinvalide sind Versicherte, die seit ihrer Geburt oder Kindheit einen Ge-
sundheitsschaden aufweisen und deshalb keine zureichenden beruflichen 
Kenntnisse erwerben konnten. Darunter fallen all jene Personen, welche 
infolge ihrer Invalidität überhaupt keine Berufsausbildung absolvieren kön-
nen. Ebenso gehören dazu Versicherte, welche zwar eine Berufsausbil-
dung beginnen und allenfalls abschliessen, zu Beginn der Ausbildung je-
doch bereits invalid sind und mit dieser Ausbildung nicht dieselben Ver-
dienstmöglichkeiten realisieren können wie eine nichtbehinderte Person mit 
derselben Ausbildung (vgl. Rz. 3035 Kreisschreiben über Invalidität und 
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig ab 1. Januar 2015 
[abrufbar unter www.bsv.admin.ch]).

4.2.3 Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität eine begonne-
ne berufliche Ausbildung nicht abschliessen, so entspricht das Erwerbsein-
kommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, dem durchschnittlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 14

Einkommen eines Erwerbstätigen im Beruf, für den die Ausbildung begon-
nen wurde (Art. 26 Abs. 2 IVV). Unter diese Bestimmung fallen Versicherte, 
welche ohne Behinderung eine Berufsausbildung beginnen, diese jedoch 
infolge dazwischentretender Invalidität nicht abschliessen können, oder 
aber solche, welche die Ausbildung abschliessen, den erlernten Beruf aber 
wegen der Invalidität nicht ausüben können. Ebenso gehören dazu versi-
cherte Personen, die wegen der Invalidität in Bezug auf die ursprünglich 
begonnene oder beabsichtigte Ausbildung eine weniger qualifizierte Ausbil-
dung aufnehmen mussten. Unter der beabsichtigten Ausbildung ist die Si-
tuation zu verstehen, in der eine junge Person feststehende Ausbildungs-
pläne hat, kurz vor dieser Ausbildung jedoch invalid wird. Für die Bestim-
mung des Valideneinkommens können LSE-Tabellenlöhne oder Löhne von 
Berufsverbänden beigezogen werden. Es ist im Einzelfall zu prüfen, wel-
cher Lohn als sachgerechter erscheint (vgl. Rz. 3039 f. KSIH). 

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 S. 
188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2). Es gilt zu 
berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst 
bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leis-
tungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig 
benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen 
Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom 
Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 
472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöh-
ne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen 
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, 
Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungs-
grad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist 
nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Ab-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 15

zug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 
S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.4 Frühest möglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung von Art. 
29 Abs. 1 IVG, wonach der Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von 
sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs entsteht, 
November 2013, da die Anmeldung vom Mai 2013 datiert (vgl. AB 1/7). 

4.5 Die Beschwerdegegnerin hat für die Berechnung des Validenein-
kommens Art. 26 Abs. 2 IVV herangezogen. Demgegenüber bringt die Be-
schwerdeführerin vor, hierfür sei Art. 26 Abs. 1 IVV für Geburts- und 
Frühinvalide massgebend.

Aus den Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin in einem psycho-
sozial belasteten Umfeld aufgewachsen ist und auf der Basis einer Mili-
euschädigung sich inzwischen eine (gutachterlich attestierte) Persönlich-
keitsstörung ausbildete. Die Beschwerdeführerin konnte jedoch die Primar- 
und Realschule sowie anschliessend ein Sozialljahr bei der L.________ in 
... (vgl. u.a. AB 1) absolvieren. Die obligatorische Schulzeit absolvierte sie 
gemäss eigenen Angaben mit guten Noten (vgl. Bericht der Psychiatri-
schen Dienste F.________ vom 18. Juni 2013 [AB 12], S. 3 Ziff. 1.4, sowie 
Gutachten vom 21. Februar 2017 [AB 101.1] S. 11 Ziff. 4.1.2). Es bestehen 
keinerlei Unterlagen, welche auf gesundheitsbedingte Probleme für die 
damalige Zeit hinweisen würden. Nach Praktika in ..., ..., als ... und ... (vgl. 
AB 5) begann sie im August 2006 bei den M.________ die dreijährige Leh-
re zur ... (...; AB 3). Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen been-
dete die Beschwerdeführerin das Ausbildungsverhältnis vorzeitig per 29. 
Februar 2008 (AB 4/2). Zu den Gründen des Lehrverhältnisabbruchs gab 
sie gegenüber den Psychiatrischen Diensten F.________ eine Leukämie-
erkrankung an (AB 12 S. 3 Ziff. 1.4). Die Beschwerdeführerin hat die Aus-
bildung damit nicht, wie sie geltend macht, wegen der heute massgeblichen 
psychischen, sondern wegen einer anderen Gesundheitsstörung abgebro-
chen. Die Gutachter legten schliesslich nachvollziehbar dar, dass die Be-
schwerdeführerin zum damaligen Zeitpunkt nicht an einer derart schweren 
psychiatrischen Störung gelitten hat, als dass es ihr nicht möglich gewesen 
wäre, die berufliche Ausbildung abzuschliessen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 16

Das Lehrverhältnis für die Ausbildung zur ... wurde entgegen der Darstel-
lung der Beschwerdeführerin damals zweifellos denn auch nicht sinn-
gemäss als Eingliederungsausbildung einer invaliden Person angetreten, 
sondern von der Beschwerdeführerin frei gewählt. Es fehlen in den Akten 
Anzeichen dafür und auch die Beschwerdeführerin selbst hat bis heute zu 
keinem Zeitpunkt Unterlagen eingereicht, welche aufzeigten, dass sie be-
reits bei Beginn der Ausbildung invalid gewesen wäre. Nichts an der hier 
erforderlichen retrospektiven Beurteilung ändern die heutigen Interessen-
abklärungen der beruflichen Eingliederung, welche in Richtung ..., ... und 
.../... gehen. Wenn die Beschwerdeführerin in Verkennung (bzw. Über-
höhung) ihrer schulischen Ressourcen nun jeweils Ausbildungen ins Auge 
fasst, die jenseits ihrer schulischen Möglichkeiten liegen, so kann daraus 
auf jeden Fall nicht der Schluss gezogen werden, die Ausbildung ... bilde 
nicht den Validenstatus ab. Denn vor einer Berufsausbildung steht (wie 
damals die Beschwerdeführerin) eine grosse Zahl der eine Lehre Suchen-
den vor dem Problem, dass ihre schulische Basis den Berufstraum aussch-
liesst, dies nicht zuletzt in Bereichen, in denen das Angebot an Lehrstellen 
knapp ist oder die Lernenden vor besondere körperliche oder geistige Her-
ausforderungen gestellt werden. Lang nicht jeder Lernende kann sich des-
halb den Berufstraum erfüllen. Die Beschwerdeführerin hat diesen Lehrstel-
lensuchenden gleich die obligatorische Schulzeit mit Erfolg abgeschlossen 
und war gemäss psychiatrischem Gutachter damals durchaus fähig, eine 
ihren Fähigkeiten entsprechende Lehrstelle, zu welchen die Ausbildung ... 
gehört, anzutreten.

Schliesslich ist unerheblich, dass sich die Beschwerdeführerin, wie sie im 
vorliegenden Verfahren geltend machen lässt, ihre damalige Wahl heute 
nicht mehr erklären könne. Der Lehrvertrag wurde im Dezember 2005 für 
August 2006 nach einem umfangreichen Berufswahlverfahren von der gut 
18-jährigen Beschwerdeführerin abgeschlossen (AB 3/2). Nachdem die 
Ausbildung per Ende Februar 2008 abgebrochen worden war (AB 4/1-2), 
hat die Beschwerdeführerin zudem selbst noch Ende 2008 anlässlich des 
Programms zur vorübergehenden Beschäftigung (PvB) beim RAV ausge-
führt, gerne in der ... oder im Bereich ... zu arbeiten (AB 4/3). Dass sie sich 
im Jahr 2005 nach einer verlängerten Berufsfindungsphase mit Praktika für 
eine Ausbildung zur ... entschieden hat, bleibt verbindlich. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 17

Aufgrund des Dargelegten ist damit in Anwendung von Art. 26 Abs. 2 IVV 
der Lohn für eine ... zur Bestimmung des Valideneinkommens massge-
bend.

4.6. Die Berechnung des Valideneinkommens wird (ausser im Grund-
satz) von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet. 

Wird auf die LSE abgestellt, ergibt sich unter Berücksichtigung von Kompe-
tenzniveau 2 (praktische Tätigkeiten) im Gesundheits- und Sozialwesen 
(Ziff. 86-88), Frauen, gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2012 ein monatli-
cher Bruttolohn von Fr. 5‘084.--. Angepasst an die betriebsübliche wöchent-
liche Arbeitszeit von 41.5 Stunden 2012 (vgl. Tabelle „Betriebsübliche Ar-
beitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche“ des BfS, Ziff. 
86 [Gesundheitswesen]) und der Nominallohnentwicklung bis 2013 (vgl. 
Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Frauen, 2011-2015, Ziff. 86-88 [Ge-
sundheits- und Sozialwesen], Wert für 2012: 101.0, Wert für 2013: 101.5) 
resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 63‘609.15 (Fr. 5‘084 x 12 Monate / 
40 Stunden x 41.5 Stunden / 101.0 x 101.5). 

Eine weitere Möglichkeit zur Berechnung des Valideneinkommens ist, auf 
die Lohnempfehlungen der Berufsverbände (vgl. E. 4.2.3 hiervor) abzustel-
len. Gemäss Lohnempfehlungen der „...“ (https://www....-
efz/lohnempfehlungen/ bzw. https://www....-efz/lohnempfehlungen) soll eine 
... (wie eine ... [...]) hinsichtlich Einstiegslohn nach der Lehre in der Ge-
haltsklasse 13 mit 12 Einstiegsstufen (gemäss Gehaltsklassentabelle des 
Kantons Bern) eingestuft werden (offenbar in Absprache mit der Gesund-
heits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern [GEF]). Das Grundgehalt 
der Beschwerdeführerin im Falle des geplanten Abschlusses der Ausbil-
dung im Jahr 2009 hätte damit im besten Falle Fr. 56‘524.65 betragen (Ge-
haltsklassentabelle ab 01.01.2009, Kantonspersonal, Jahresgehalt [abruf-
bar unter: http://www.fin.be.ch/fin/de/
index/personal/anstellungsbedingungen/gehalt/Gehaltsklassentabellen/
archiv_gehaltsklassentabellen.html]). Da im Kanton Bern allein ein indivi-
dueller Leistungsaufstieg erfolgt, kann eine konkrete Gehaltsentwicklung 
nicht abgebildet werden. Eine Indexierung auf das Jahr 2013 (vgl. Tabellen 
Nominallohnindex Frauen, 2002-2010 und 2011-2015) ergäbe ein Validen-
einkommen von Fr. 58‘026.60 (Fr. 56‘524.65 / 122.8 x 124.2 / 100 x 101.5). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 18

Wie es sich damit verhält, braucht jedoch nicht abschliessend beantwortet 
zu werden. Selbst wenn zu Gunsten der Beschwerdeführerin auf den deut-
lich höheren Wert der LSE abgestellt wird, resultiert, wie unter E. 4.8 hier-
nach dargelegt, kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.

4.7 Da die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, 
ist das Invalideneinkommen gestützt auf die Zahlen der LSE 2012 festzule-
gen. Es beträgt gemäss dem Totalwert der Tabelle TA1, Frauen, Kompe-
tenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art), 
und unter der Berücksichtigung einer Leistungsfähigkeit von 80%, der Teu-
erung bis 2013 (vgl. Tabelle Nominallohnindex, Frauen 2011-2015, Total-
wert, Wert für 2012: 102.0, Wert für 2013: 102.6) und der betriebsüblichen 
Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Tabelle „Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche) Fr. 41‘394.95 (Fr. 4‘112.-- x 
12 Monate / 40 Stunden x 41.7 Stunden / 102.0 x 102.6 x 0.8). Hiervon ist 
kein Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren. Einerseits sind die behinde-
rungsbedingten Einschränkungen bereits mit der reduzierten Arbeitsfähig-
keit berücksichtigt. Werden andererseits Valideneinkommen und Invaliden-
einkommen aufgrund der LSE-Zahlen bestimmt, beruhen beide Vergleichs-
einkommen auf statistischen Grössen, weshalb invaliditätsfremde Gründe 
(Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) 
bei beiden Einkommen zu berücksichtigen wären (Urteil des Bundesge-
richts [BGer] vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5), mithin keinen Abzug 
zur Folge hat. 

4.8 Wird das Valideneinkommen zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
aufgrund der LSE bestimmt, resultiert bei einer invaliditätsbedingten Ein-
busse von Fr. 22‘214.20 (Fr. 63‘609.15 - Fr. 41‘394.95) ein rentenaussch-
liessender Invaliditätsgrad von gerundet maximal 35% (Fr 22‘214.20 x 100 / 
Fr. 63‘609.15).

4.9 Aufgrund des Dargelegten ist die Verfügung vom 26. Mai 2017 (AB 
110) nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzu-
weisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 19

5.

5.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund der Akten und ange-
sichts der Sozialhilfeabhängigkeit ausgewiesen (vgl. Akten der Beschwer-
deführerin, Beschwerdebeilage [BB] 3). Im vorliegenden Fall war das Ver-
fahren nicht als von vornherein aussichtslos zu bezeichnen. Weiter war 
eine anwaltliche Verbeiständung geboten, so dass der Beschwerdeführerin 
die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren ist unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt C.________ als amtlicher Anwalt.

5.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege wird sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 
VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 
19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – jedoch von der Zahlungspflicht be-
freit.

5.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist der Beschwerdeführerin 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]). Festzusetzen bleibt indes das amtliche Ho-
norar für Rechtsanwalt C.________.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 20

5.3.1 Gemäss der Praxis des Verwaltungsgerichts wird der Stundenan-
satz amtlicher Anwältinnen und Anwälte gemeinnützig tätiger Rechtsbera-
tungsstellen unter Beachtung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
(BGE 135 I 1 E. 7.3 S. 3; SVR 2010 IV Nr. 3 S. 6 E. 5.4) auf Fr.130.-- fest-
gesetzt. Dieser allgemeingültige pauschalisierte Stundenansatz wird im 
konkreten Fall mit dem gebotenen Aufwand multipliziert (vgl. Rundschrei-
ben der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung und der Abteilung für 
französischsprachige Geschäfte des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Bern vom 16. Dezember 2009, abrufbar unter www.justice.be.ch). 

5.3.2 Die von Rechtsanwalt C.________ eingereichte Kostennote vom 
29. August 2017 gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Entsprechend dem 
geltend gemachten Aufwand von 10.5 Stunden à Fr. 130.-- wird das amtli-
che Honorar auf Fr. 1‘365.--, zuzüglich Fr. 41.60 Auslagen und Fr. 112.55 
Mehrwertsteuer, somit total auf Fr. 1‘519.15 festgesetzt und diesem nach 
Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwalt C.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen 
Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht 
befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 21

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 1‘519.15 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Dieser Betrag wird Rechtsanwalt C.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse vergütet. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- B.________, Rechtsanwalt C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (inkl. Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 

29.  August 2017)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Okt. 2017, IV/17/608, Seite 22

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.