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**Case Identifier:** 021bca75-7e50-5e0b-a8d2-df43c75cee9d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-08-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.08.2017 200 2017 537
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-537_2017-08-17.pdf

## Full Text

200 17 537 IV
SCI/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. August 2017

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Mai 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Aug. 2017, IV/17/537, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 5. Juli 2016 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilage [AB] 1). 
Diese stellte ihr mit Vorbescheid vom 28. Februar 2017 (AB 37) mangels 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens die Abweisung des Leis-
tungsgesuchs in Aussicht. Nach erhobenem Einwand (AB 39) und Rück-
sprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; AB 42) verneinte die 
IVB mit Verfügung vom 2. Mai 2017 (AB 44) entsprechend dem Vorbe-
scheid einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

B.

Mit Eingabe vom 2. Juni 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, die angefochtene 
Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihr seien Eingliederungsmass-
nahmen, insbesondere eine Massnahme zur sozial-beruflichen Rehabilita-
tion oder ein Arbeitsversuch, zuzusprechen. Am 12. Juni 2017 legte sie ein 
zusätzliches Dokument ins Recht (Akten der Beschwerdeführerin, Be-
schwerdebeilage [BB] 13).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 30. Juni 2017 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 10. Juli 2017 gelangte eine Stellungnahme der Beschwerdeführerin zur 
Beschwerdeantwort ein.

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Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 2. Mai 2017 (AB 44), 
mit der ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung generell 
verneint wurde. Streitig und zu prüfen ist entsprechend dem Rechtsbegeh-
ren der Beschwerdeführerin allein der Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen. Soweit andere Leistungsansprüche betreffend ist die Verfügung in 
formelle (Teil-)Rechtskraft erwachsen (BGE 125 V 413 E. 1b S. 414). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versi-
cherten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restar-
beitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar 
ist. Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen 
(BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.2).

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliede-

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rungsmassnahmen bestehen unter anderem in Integrationsmassnahmen 
zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Abs. 3 lit. abis) sowie in 
Massnahmen beruflicher Art (Abs. 3 lit. b).

2.3.1 Der Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die 
berufliche Eingliederung im Sinne von Art. 14a Abs. 1 IVG setzt eine min-
destens 50%ige Arbeitsunfähigkeit nicht nur im bisherigen Beruf oder Auf-
gabenbereich (Art. 6 Satz 1 ATSG), sondern auch in einem anderen Beruf 
oder Aufgabenbereich (Art. 6 Satz 2 ATSG) voraus (BGE 137 V 1 
E. 7.2.1 ff. S. 10). Als Integrationsmassnahmen gelten insbesondere geziel-
te, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen der sozial-
beruflichen Rehabilitation (Art. 14a Abs. 2 lit. a IVG), worunter auch ein 
Aufbautraining fällt (vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreis-
schreiben über die Integrationsmassnahmen [KSIM], gültig ab 1. Januar 
2012, Rz. 1010.2). Solche niederschwellige Massnahmen können vorerst 
auch ohne bestehende oder drohende Invalidität zugesprochen werden 
(vgl. BVR 2016 S. 183).

2.3.2 Die Massnahmen beruflicher Art umfassen unter anderem den Ar-
beitsversuch (Art. 18a IVG; BSV, Kreisschreiben über die Eingliederungs-
massnehmen beruflicher Art [KSBE], gültig ab 1. Januar 2014, Rz. 5001 
und 5017 ff.). Er richtet sich grundsätzlich an eingliederungsfähige versi-
cherte Personen mit gesundheitlich bedingter Leistungsbeeinträchtigung 
(Rz. 5019 KSBE). Ein bestehendes Arbeitsverhältnis schliesst die Ge-
währung eines Arbeitsversuches nicht aus (Rz. 5021 KSBE). Der Arbeits-
versuch ist eng mit der Arbeitsvermittlung (Art. 18 IVG) verbunden und 
setzt ebenfalls keine drohende oder bestehende Invalidität, jedoch eine 
Arbeitsunfähigkeit voraus (vgl. ERWIN MURER, Handkommentar zum Invali-
denversicherungsgesetz [1-27bis IVG], S. 779 Art. 18a N. 127; SILVIA BU-
CHER, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, 2011, S. 420 ff. 
N. 835 ff.; MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversiche-
rung [IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 18 N. 3 f.).

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3.

3.1 Die angefochtene Verfügung vom 2. Mai 2017 (AB 44) stützt sich 
auf RAD-Aktenbeurteilungen vom 23. Februar bzw. 21. April 2017 (AB 35, 
42). Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________, Fachärztin für Neurologie sowie 
für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte als Diagnose mit Auswirkungen 
auf die Arbeitsfähigkeit eine teilremittierte rezidivierende depressive 
Störung mit einer im Dezember 2016 noch leichtgradigen depressiven Epi-
sode (ICD-10: F33.0). Sie erklärte, differentialdiagnostisch könnten zwi-
schenzeitlich eine mittelgradige depressive Störung mit psychotischem 
Erleben oder eine Persönlichkeitsakzentuierung mit paranoiden und schizo-
iden Zügen (ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) diskutiert werden. 
Eine Belastung mit psychosozialen Faktoren, die zeitweise auch als Trigger 
dienten, sei offensichtlich. Bezüglich der retrospektiven Situation verwies 
die RAD-Ärztin auf die Atteste der Psychiatrischen Dienste D.________. 
Dr. med. C.________ erachtete sowohl die angestammte als auch eine 
leidensangepasste Tätigkeit (ohne Zeitdruck, ohne häufig wechselnde Ar-
beitszeiten sowie ohne erhöhtes Konfliktpotential) mittlerweile als ganztags 
mit einer höchstens 20%igen Leistungseinschränkung für zumutbar. An 
diesem Zumutbarkeitsprofil hielt sie am 21. April 2017 fest (AB 42).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-

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stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

3.3 Die fachärztlichen Beurteilungen vom 23. Februar bzw. 21. April 
2017 (AB 35, 42) erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisan-
forderungen und erbringen vollen Beweis, weshalb die weitergehende ver-
sicherungsexterne (gutachterliche) Abklärung durch die Beschwerdegegne-
rin nicht erforderlich war und umso weniger das Einholen eines Gerichts-
gutachtens (Beschwerde S. 12 Ziff. IV Ziff. 10) bzw. ergänzende Angaben 
der behandelnden Psychiaterin (Stellungnahme vom 7. Juli 2017) erforder-
lich sind (antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Die 
seitens der Beschwerdeführerin an den Einschätzungen von Dr. med. 
C.________ erhobene Kritik verfängt nicht.

3.3.1 Dass die RAD-Ärztin keine klinische Exploration durchführte, ist 
nicht geeignet, den Beweiswert ihrer Einschätzungen zu erschüttern (Be-
schwerde S. 12 Ziff. IV Ziff. 8), konnte sie sich anhand der wesentlichen 
Vorakten doch ein insgesamt lückenloses Bild verschaffen (vgl. RKUV 
2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.3.2 Auch inhaltlich überzeugen die Stellungnahmen von Dr. med. 
C.________ in jeder Hinsicht. Insbesondere korreliert die diagnostische 
Einschätzung mit jenen der Psychiatrischen Dienste D.________, in deren 
Kliniken die Beschwerdeführerin vom 20. April bis 3. Mai 2016 hospitalisiert 
war (AB 22/6-8) bzw. vom 17. Mai bis 8. Juli (AB 25) sowie vom 15. August 
bis 7. Dezember 2016 (AB 33) teilstationär behandelt wurde. Nebst den Z-
Diagnosen (ICD-10: Z63, Z56; AB 22/6, 33/2), die keinen rechtserheblichen 
Gesundheitsschaden darstellen (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 2. Juni 2015, 9C_780/2014, E. 4.1.1; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43), gin-

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gen die Therapeuten der Psychiatrischen Dienste D.________ zunächst 
von einer mittelgradigen Episode einer rezidivierenden depressiven 
Störung (ICD-10: F33.1) sowie einer ängstlich vermeidenden Persönlich-
keitsstörung mit schizotypaler und paranoider Persönlichkeitsakzentuierung 
(ICD-10: F60.6) aus (AB 22/6, 25/1 Ziff. 1.1). Beim Austritt aus der Tages-
klinik am 7. Dezember 2016 diagnostizierten sie noch eine leichte Episode 
einer depressiven Störung (ICD-10: F33.1 [richtig wohl: F33.0]; AB 33/2), 
was die ambulant behandelnde Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, im Verlaufsbericht vom 21. Dezember 
2016 (AB 30) bestätigte. 

3.3.3 Soweit Dr. med. E.________ nach Erlass der angefochtenen Verfü-
gung vom 2. Mai 2017 (AB 44) – die grundsätzlich den gerichtlichen Über-
prüfungshorizont markiert (vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 
E. 2.1 S. 140) – im Bericht vom 4. Mai 2017 (AB 47) neu das Vorliegen 
einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1) postu-
lierte, ist ihr nicht zu folgen (Beschwerde S. 11 f. Ziff. IV Ziff. 5 und 8). Vor-
ab wurde weder von ihr noch von den anderen involvierten Ärzten jemals 
ein Trauma von aussergewöhnlicher oder katastrophenartiger Schwere 
erwähnt, das geeignet wäre, eine PTBS hervorzurufen. Das die Krise aus-
lösende Arbeitgebergespräch vom 11. April 2016, in welchem der Be-
schwerdeführerin die zeitnahe Kündigung nahgelegt wurde (AB 22/6, 33/2), 
genügt hierfür jedenfalls nicht (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], In-
ternationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], 
Klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 207 f.). Dr. med. 
E.________ blieb diesbezüglich sehr vage und deutete mit der Bemerkung, 
dass sich die Beschwerdeführerin lange an wesentliche Aspekte der Trau-
matisierung nicht habe erinnern können, ein weit in der Vergangenheit lie-
gendes Ereignis an. Dies wiederum würde mit der erforderlichen Latenzzeit 
zwischen initialer Belastung und Auftreten der Störung kontrastieren. Denn 
die ICD-10 verlangt, dass die Störung innerhalb von sechs Monaten auftritt, 
während bei einer längeren Latenzzeit die klinischen Merkmale typisch sein 
müssen und keine andere Diagnose (wie beispielsweise eine depressive 
Episode) gestellt werden kann (vgl. DILLING et. al., a.a.O.; BGE 142 V 342 
E. 5.2.2 S. 347 mit Hinweisen). Wohl besteht offenbar schon seit langem 
eine rigide, aber nicht krankhafte Persönlichkeitsstruktur (Z-Diagnosen; vgl. 

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E. 3.3.2 hiervor; AB 25/4 Ziff. 1.4), Anhaltspunkte für typische klinische 
Merkmale einer PTBS wie Nachhallerinnerungen oder ein 
Vermeidungsverhalten (vgl. DILLING et. al., a.a.O.) sind jedoch nicht 
auszumachen. Schliesslich kodierte Dr. med. E.________ die PTBS nach 
ICD-10 und zog zur Begründung die DSM-V heran. Zwar besteht kein Defi-
nitionsmonopol der ICD-10 (BGE 130 V 396 E. 6.3 S. 403), da die beiden 
Klassifikationssysteme indes konzeptionelle Unterschiede aufweisen (BGE 
142 V 342 E. 5.2.2 S. 347 mit Hinweisen), sollten sie nicht vermischt wer-
den. Es ist folglich von der selbst von Dr. med. E.________ noch bis zur 
Verfügung (AB 44) in Betracht gezogenen und von sämtlichen anderen 
Ärzten übereinstimmend angenommenen rezidivierenden depressiven 
Störung (mit seit Dezember 2016 noch leichtgradiger Ausprägung) auszu-
gehen, welche in Bezug auf die PTBS eine Ausschlussdiagnose darstellt 
(DILLING et. al., a.a.O.).

3.3.4 Dass die Trägerin der Taggeldversicherung (BB 13) und allenfalls 
auch die Psychiatrischen Dienste D.________ (Beschwerde S. 10 Ziff. IV 
Ziff. 5) über den 7. Dezember 2016 hinaus von einer andauernden 
(vollständigen) Arbeitsunfähigkeit ausgegangen sind, ist nicht geeignet, 
auch nur geringe Zweifel an der fachärztlichen Beurteilung von Dr. med. 
C.________ zu begründen. Denn eine leichte bis mittelschwere Störung 
aus dem depressiven Formenkreis stellt – mit Ausnahme von hier nicht 
vorliegenden seltenen Konstellationen – rechtsprechungsgemäss von 
vornherein keine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung 
dar (vgl. Entscheid des BGer vom 15. Mai 2017, 8C_753/2016, E. 4.3 mit 
Hinweisen) und vermag damit auch keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen 
(Entscheid des BGer vom 24. Januar 2017, 9C_715/2016, E. 3.3 mit 
Hinweisen). Des Weiteren wurde die psychische Dekompensation 
offensichtlich durch die schwierige Paardynamik mit dem Ehegatten 
(Alkoholprobleme) und arbeitsplatzbezogene Belastungsfaktoren ausgelöst 
bzw. unterhalten (AB 22/3 Ziff. 1.4, 22/6, 25/2 Ziff. 1.4, 30/2 Ziff. 4 f., 33/6), 
mithin handelt es sich um ein reaktives Geschehen, was eine 
invalidisierende Wirkung per se ausschliesst (BGE 127 V 294 E. 5a 
S. 299). Vor diesem Hintergrund ist es der Beschwerdeführerin ohne 
weiteres zumutbar und ohne Gefahr für ihre Gesundheit möglich, bei einem 
anderen Arbeitgeber eine Anstellung anzutreten. Dabei ist auch zu 

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beachten, dass der Belastungsfaktor der familiär-finanziellen Problematik 
(angebliche Vorwürfe des Ehegatten mit eigener Arbeitsunfähigkeit 
[AB 33/6]) primär durch die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit entschärft 
würde.

3.4 Nach dem vorstehend Dargelegten liegt 
invalidenversicherungsrechtlich kein relevanter Gesundheitsschaden und 
damit auch keine Arbeitsunfähigkeit vor. Folglich fehlt die leistungsspezifi-
sche Voraussetzung einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit für die 
beantragte sozial-berufliche Rehabilitation im Sinne von Art. 14a IVG (vgl. 
E. 2.3.1 hiervor), zumal der Beschwerdeführerin die Rückkehr in den ange-
stammten Beruf bereits aus rein medizinischer Sicht zumutbar ist 
(AB 35/5). Weil der Arbeitsversuch nach Art. 18a IVG ebenso eine Arbeits-
unfähigkeit bedingt (vgl. E. 2.3.2 hiervor), kann die Beschwerdeführerin 
auch diese niederschwellige Massnahme nicht beanspruchen. Auch für 
weitere Eingliederungsmassnahmen besteht bei dieser Ausgangslage kei-
ne Anspruchsgrundlage. Die gegen die Verfügung vom 2. Mai 2017 
(AB 44) gerichtete Beschwerde ist demnach abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern (samt Doppel der Stellungnahme vom 7. Juli 2017)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.