# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c572331c-b360-56b2-bc4b-0bed586260cc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-07-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.07.2019 E-3114/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3114-2019_2019-07-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-3114/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J u l i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichterin Barbara Balmelli, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler, 

Gerichtsschreiberin Michelle Nathalie Nef. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch MLaw Roman Schuler, Rechtsanwalt,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung (Wiedererwägung);  

Verfügung des SEM vom 20. Mai 2019. 

 

 

 

E-3114/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am 2. Dezember 2015 in der Schweiz 

um Asyl nach. Am 16. Dezember 2015 fand die Befragung zur Person 

(BzP) statt. Er führte aus, er sei sri-lankischer Staatsangehöriger tamili-

scher Ethnie und stamme aus dem Vanni-Gebiet, habe aber seit 2008 in 

B._______, C._______, gelebt. Die sri-lankische Armee (SLA) habe ihn im 

(…) 2015 rekrutieren wollen und gedroht, ihn zwangsweise mitzunehmen. 

Kurz darauf sei er von Unbekannten zusammengeschlagen worden. Seine 

Schwester sei früher Mitglied der Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) 

gewesen, er selber habe mit diesen aber nichts zu tun gehabt.  

A.b Im Rahmen der Anhörung zu den Asylgründen am 4. November 2016 

gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, er sei im Jahr 2008 zusammen mit 

seiner Familie von seinem Herkunftsort D._______ (Bezirk E._______ im 

Vanni-Gebiet) nach F._______ geflüchtet. In der Folge sei seine Familie 

wieder in ihren Herkunftsort zurückgekehrt. Er sei jedoch bei einer Tante in 

F._______ geblieben. Im (…) 2015 sei er von Leuten der SLA aufgefordert 

worden, sich der Armee anzuschliessen. Weil er dies abgelehnt habe, sei 

er beschuldigt worden, ein Unterstützer der LTTE zu sein. Danach sei er 

wiederholt von Leuten des Nachrichtendienstes schikaniert worden. Sie 

hätten ihn etwa sechs- bis siebenmal an seinem Arbeitsplatz beziehungs-

weise zu Hause über seine Vergangenheit befragt, und einmal sei er für 

ein Verhör zur SLA-Basis in F._______ vorgeladen worden. Dort hätten ihn 

die Beamten zu seiner Herkunft und seinem familiären Hintergrund befragt, 

insbesondere zu seiner Schwester G._______, die bei den LTTE gewesen 

sei, sowie zu seinen Brüdern. Auch G._______ und seine Brüder seien be-

fragt worden. Bei einer darauffolgenden Befragung sei ihm vorgeworfen 

worden, er habe nichts über die Tätigkeit seiner Brüder für die Bewegung 

gesagt. Er sei mit dem Tod bedroht worden für den Fall, dass er nicht mit 

den Behörden kooperiere. Im Weiteren sei er einmal im (…) 2015 in der 

Nähe eines Tempels von vermummten Männern (mutmasslich im Auftrag 

der SLA) zusammengeschlagen worden. Er habe sich wegen der dabei 

erlittenen Verletzungen während zweieinhalb Monaten medizinisch behan-

deln lassen müssen. Die SLA habe ihn deshalb der Unterstützung der 

LTTE verdächtigt, weil während seines Aufenthalts im Vanni-Gebiet alle 

dort Lebenden die LTTE hätten unterstützen müssen und er von ihnen ei-

nen neuen, tamilischen Namen erhalten habe. Im Unterschied zu seinen 

Familienangehörigen habe er (…), weil er nicht mehr an seinem Herkunfts-

ort gelebt habe. Wegen der genannten Schikanen sowie der Folgen der 

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Seite 3 

beim gewaltsamen Übergriff erlittenen Verletzungen habe er seine Arbeit 

aufgeben müssen. Er habe sich zur Ausreise entschlossen, weil er befürch-

tet habe, verhaftet und zum Verschwinden gebracht zu werden. Er sei mit 

seinem Reisepass über den Flughafen Colombo am (…) 2015 ausgereist. 

A.c Mit Verfügung vom 10. April 2017 stellte die Vorinstanz fest, der Be-

schwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, wies sein Asylge-

such ab und ordnete die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 

an. Die vorgebrachte Verfolgung durch die SLA und den Nachrichtendienst 

beurteilte die Vorinstanz als unglaubhaft. Gleichzeitig hielt sie fest, beim 

Beschwerdeführer würden keine Risikofaktoren im Sinne des Referenzur-

teils E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 vorliegen.  

A.d Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil E-2876/2017 vom 31. Januar 2019 ab.  

B.  

Mit Eingabe vom 3. Mai 2019 reichte der Beschwerdeführer bei der Vor-

instanz ein Wiedererwägungsgesuch ein. Er habe weitere Beweisstücke 

([…] und […]), welche die Verfolgung in Sri Lanka belegten. Zudem habe 

sich die Situation in Sri Lanka aufgrund der Anschläge an Ostern 2019 ver-

schlechtert.  

C.  

Mit Verfügung vom 20. Mai 2019 wies die Vorinstanz das Wiedererwä-

gungsgesuch ab, erklärte die Verfügung vom 10. April 2017 für rechtskräf-

tig und vollstreckbar, erhob eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600.– und 

stellte fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine aufschiebende Wir-

kung zu.  

D.  

Mit Eingabe vom 19. Juni 2019 reichte der Beschwerdeführer gegen die-

sen Entscheid Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein. Er bean-

tragt, die Verfügung der Vorinstanz sei vollumfänglich aufzuheben. Es sei 

die Flüchtlingseigenschaft festzustellen. Es sei ihm Asyl zu gewähren. 

Eventualiter sei die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Die aufschiebende 

Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen. Es sei die unentgeltliche 

Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten. Es sei dem Beschwerdeführer in der Person des Unter-

zeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.  

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Seite 4 

Als Beweismittel legte der Beschwerdeführer ein (…) sowie eine Vorladung 

der (…) bei.  

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 26. Juni 2019 wies die Instruktionsrichterin die 

Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bei-

ordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes ab. Gleichzeitig forderte sie 

den Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses in Höhe von 

Fr. 1500.– auf, wies das Gesuch um Herstellung der aufschiebenden Wir-

kung der Beschwerde ab und stellte fest, der Beschwerdeführer habe den 

Ausgang des Verfahrens im Ausland abzuwarten.  

F.  

Mit Eingabe vom 11. Juli 2019 ersuchte der Rechtsvertreter um Ansetzung 

einer angemessenen Notfrist zur Bezahlung des Kostenvorschusses, falls 

der Beschwerdeführer diesen nicht fristgerecht überwiesen haben sollte.  

G.  

Der Beschwerdeführer leistete den Kostenvorschuss fristgerecht. 

H.  

Mit Eingabe vom 19. Juli 2019 reichte der Beschwerdeführer eine Vorla-

dung der (…) (mit englischer Übersetzung) ein.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Nachdem gemäss Lehre und Praxis Wie-

dererwägungsentscheide grundsätzlich wie die ursprüngliche Verfügung 

auf dem ordentlichen Rechtsmittelweg weitergezogen werden können, ist 

das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. Es entscheidet auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig (Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG). 

E-3114/2019 

Seite 5 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise 

einer zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

4.  

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

5.  

Das Wiedererwägungsverfahren ist im Asylrecht spezialgesetzlich geregelt 

(vgl. Art. 111b ff. AsylG). Ein entsprechendes Gesuch ist dem SEM innert 

30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schriftlich und 

begründet einzureichen (Art. 111b Abs. 1 AsylG). 

In seiner praktisch relevantesten Form bezweckt das Wiedererwägungs-

gesuch die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung an eine 

nachträglich eingetretene erhebliche Veränderung der Sachlage (vgl. 

BVGE 2014/39 E. 4.5 m.w.H.). Falls die abzuändernde Verfügung unange-

fochten blieb – oder ein eingeleitetes Beschwerdeverfahren mit einem 

blossen Prozessentscheid abgeschlossen wurde – können auch Revisi-

onsgründe einen Anspruch auf Wiedererwägung begründen (zum soge-

nannten "qualifizierten Wiedererwägungsgesuch" vgl. BVGE 2013/22 

E. 5.4 m.w.H.). 

 

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Seite 6 

6.  

Die Vorinstanz gelangt in der angefochtenen Verfügung zunächst zum 

Schluss, die eingereichte Kopie des Haftbefehls ([…]) datiere vom (…) und 

sei damit vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 19. Januar 

2019 entstanden. Dieses Dokument wäre im Hinblick auf eine allfällige Re-

vision zuständigkeitshalber dem Bundesverwaltungsgericht vorzulegen. Es 

werde daher verzichtet, dieses Dokument einer materiellen Prüfung zu un-

terziehen.  

Die weiteren vorgebrachten Tatsachen beziehungsweise Beweismittel 

seien nicht erheblich. Das Schreiben des Dorfbeamten sei nicht geeignet, 

die im ordentlichen Verfahren festgestellten Zweifel an der Glaubhaftigkeit 

der Vorbringen des Beschwerdeführers zu beseitigen. Bei den im Schrei-

ben aufgeführten Ereignissen handle es sich um Behauptungen, die nicht 

überprüfbar seien. Aus dem Schreiben gehe nicht hervor, wie und woher 

der Absender seine Informationen bezogen habe. Die Angaben seien 

grösstenteils allgemein und stereotyp gehalten. Dass der Beschwerdefüh-

rer im Jahr 2018 – zweieinhalb Jahre nach der Ausreise – gesucht worden 

sein soll, erscheine konstruiert, zumal die Behörden gemäss seinen Anga-

ben anlässlich der Anhörung das Interesse an ihm verloren hätten, nach-

dem seine Schwester ihnen mitgeteilt habe, er halte sich im Ausland auf. 

Die geltend gemachte nachträgliche behördliche Suche vermöge auch 

eine frühere Bedrohung nicht als glaubhaft erscheinen zu lassen. Der Brief 

sei als Gefälligkeitsschreiben zu bezeichnen, dem kein Beweiswert beige-

messen werden könne. 

Trotz der Terroranschläge am 21. April 2019 bestehe in Sri Lanka aktuell 

keine gänzlich unsichere, von bewaffneten Konflikten oder anderen unbe-

rechenbaren Unruhen dominierte Lage, aufgrund derer Rückkehrer unab-

hängig ihres individuellen Hintergrunds konkret gefährdet wären. In Sri 

Lanka herrsche keine Situation wie Krieg, Bürgerkrieg oder allgemeine Ge-

walt, welche Rückkehrende generell gefährdete. Der eingereichte Artikel 

der Neuen Züricher Zeitung (NZZ) vom 22. April 2019 sei allgemein gehal-

ten und weise keinen persönlichen Bezug zum Beschwerdeführer auf. Die-

sem seien keine Hinweise dafür zu entnehmen, dass er aufgrund der An-

schläge wegen eines allfälligen persönlichen Profils ins Visier der Behör-

den oder Dritter geraten sei.  

  

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Seite 7 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer macht in der Rechtsmitteleingabe geltend, die 

Vorinstanz habe das Vorliegen von Wiedererwägungsgründen zu Unrecht 

verneint.  

7.2 Wie die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zutreffend ausführ-

te, ist das Dokument des (…) vom (…) 2018 einer Wiedererwägung nicht 

zugänglich, da es vor dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts  

E-2876/2017 vom 31. Januar 2019 entstanden ist. Dieses Dokument kann 

demnach im vorliegenden Verfahren nicht berücksichtigt werden. Der ent-

sprechende Antrag ist abzuweisen. Zudem bestand für die Vorinstanz 

keine Veranlassung, dieses Beweismittel an das Bundesverwaltungsge-

richt zur Eröffnung eines Revisionsverfahren weiterzuleiten, da die ehema-

lige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers das Wiedererwägungsge-

such unter Darlegung der Zuständigkeit bei der Vorinstanz eingereicht hat 

(siehe auch Zwischenverfügung vom 26. Juni 2019).  

7.3 Betreffend das Schreiben des Dorfbeamten vom (…) ist in Übereinstim-

mung mit der Vorinstanz von einem Gefälligkeitsschreiben auszugehen. An 

dieser Einschätzung vermögen die Ausführungen in der Beschwerdeschrift 

nichts zu ändern. Es ist zwar zutreffend, dass im genannten Schreiben ein 

Vorfall aus dem Jahr 2018, die Schwester des Beschwerdeführers im Zu-

sammenhang mit der LTTE sowie eine Verfolgung des Beschwerdeführers 

durch die Behörden erwähnt werden. Indes sind die diesbezüglichen Dar-

legungen, entgegen den Ausführungen in der Beschwerdeschrift, lediglich 

allgemeiner Natur und enthalten keine konkreten Einzelheiten, die auf die 

Glaubhaftigkeit der vorgebrachten Fluchtgründe schliessen lassen würden. 

Ebenfalls ist aus dem Schreiben nicht ersichtlich, was den Dorfbeamten 

veranlasst hat, dieses zu verfassen. Insofern ist davon auszugehen, dass 

dieses auf Wunsch des Beschwerdeführers selbst oder eines seiner Ange-

hörigen angefertigt worden ist.  

7.4 Auf Beschwerdeebene reichte der Beschwerdeführer drei neue Doku-

mente ein, namentlich ein undatiertes Schreiben der (…) sowie zwei Vor-

ladungen der (…) vom (…) 2019 und (…) 2019. Unter der Annahme des 

rechtzeitigen Einreichens im Sinne von Art. 111b Abs. 1 AsylG ist hierzu 

folgendes festzuhalten:  

7.4.1 Das undatierte Schreiben der (…) stellt kein Wiedererwägungsgrund 

dar. Es enthält wie das vorstehend aufgeführte Schreiben des Dorfbeam-

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Seite 8 

ten bloss oberflächliche Ausführungen, die in pauschaler Weise die Verfol-

gung des Beschwerdeführers sowie die Verbindung seiner Schwester zur 

LTTE bestätigen. Weitere Einzelheiten oder nähere Ausführungen zu den 

Vorkommnissen enthält das Schreiben nicht. Ebenso wenig geht daraus 

hervor, weshalb respektive auf wessen Ersuchen dieses verfasst worden 

ist. Die Ausstellung dieses Dokuments ist ebenfalls als Gefälligkeit zu be-

trachten.  

7.4.2 Hinsichtlich der (…) Vorladung vom (…) 2019 ist festzustellen, dass 

die Übersetzung in einem fehlerhaften Englisch verfasst und nicht amtlich 

beglaubigt ist. Darüber hinaus lässt sich der Übersetzung auch nicht ent-

nehmen, weshalb der Beschwerdeführer von der (…) vorgeladen werden 

soll. Es sind weder ein entsprechender Betreff noch sonstige Ausführungen 

ersichtlich. Überdies konnte er im ordentlichen Verfahren keine Vorflucht-

gründe glaubhaft machen respektive nachweisen (vgl. Urteil BVGer  

E-2876/2017 vom 31. Januar 2019.) Insofern lässt sich aus diesem Doku-

ment keine Gefährdung des Beschwerdeführers ableiten.  

7.4.3 Aus der Übersetzung des Schreibens der (…) an den Vater des Be-

schwerdeführers vom (…) geht ebenfalls der Grund der Vorladung nicht 

hervor. Insbesondere lässt sich dem Dokument nicht entnehmen, weshalb 

er im Zusammenhang mit dem Beschwerdeführer hätte vorgeladen werden 

sollen. Zudem wird in der Eingabe vom 19. Juli 2019 nicht näher dargelegt, 

welche Konsequenzen das Nichtbefolgen dieser Vorladung für den Vater 

des Beschwerdeführers hatte respektive was ihm auf dem Polizeiposten 

gesagt wurde.  

7.5 Im Weiteren ist im Falle des Beschwerdeführers nach wie vor nicht von 

einem Risikoprofil im Sinne des Referenzurteils des Bundesverwaltungs-

gerichts E-1866/2015 vom 15. Juli 2016 auszugehen. Der Beschwerdefüh-

rer bringt zwar in der Beschwerde vor, er sei wegen seiner Verbindung zu 

den LTTE Verfolgungsmassnahmen ausgesetzt und würde bei einer Rück-

kehr aufgrund der zahlreichen auf ihn zutreffenden Risikofaktoren mit über-

wiegender Wahrscheinlichkeit bereits am Flughafen Colombo inhaftiert, 

verhört und gefoltert werden. Indes verneinte das Gericht bereits am 

31. Januar 2019 im Urteil E-2876/2017 das Vorliegen von Risikofaktoren. 

An dieser Einschätzung ist festzuhalten. Wie vorstehend ausgeführt, än-

dern die im vorliegenden Verfahren neu eingereichten Beweismittel nichts 

an der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der vorgebrachten Fluchtgründe. 

Eine substantiierte Begründung, inwiefern sich die allgemeine Lage in Sri 

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Seite 9 

Lanka seit Abschluss des ordentlichen Asylverfahrens in einer Weise ver-

ändert hätte, die sich konkret in negativer Weise auf die persönliche Situa-

tion des Beschwerdeführers auswirken würde, geht aus der Beschwerde-

schrift nicht hervor. Aufgrund der derzeitigen Aktenlage sind weiter keine 

Hinweise erkennbar, wonach der Beschwerdeführer aufgrund der neueren 

Entwicklungen in Sri Lanka ins Visier der sri-lankischen Behörden geraten 

könnte und diese ein potenzielles Verfolgungsinteresse an ihm haben 

könnten respektive er bei einer Rückkehr mit Nachteilen asylrelevanten 

Ausmasses zu rechnen hätte. Sodann ist aufgrund der Anschläge vom 

21. April 2019 auch nicht auf eine generell erhöhte Gefährdung von nach 

Sri Lanka zurückkehrenden Tamilen zu schliessen. Insofern ist an der La-

geeinschätzung im genannten Referenzurteil E-1866/2015 festzuhalten 

(vgl. u.a. Urteile des BVGer E-2216/2019 vom 29. Juni 2019; D-3061/2019 

vom 27. Juni 2019 E. 5.2.1). 

7.6 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, es fehle ihm an einem 

tragfähigen Beziehungsnetz. Wegen seines Verschwindens setzten die 

Behörden seine Eltern und Geschwister unter Druck. Wie bereits erwähnt, 

sind die vorgebrachten Fluchtgründe nach wie vor als unglaubhaft zu be-

trachten. Insofern wird dem Argument des Beschwerdeführers dadurch die 

Grundlage entzogen. Zudem hat das Gericht im ordentlichen Verfahren 

(Urteil BVGer E-2876/2017 vom 31. Januar 2019) geprüft, ob der Vollzug 

der Wegweisung nach Sri Lanka in individueller Hinsicht zumutbar ist und 

dies bejaht. Insbesondere wurde ausgeführt, dass der Beschwerdeführer 

sowohl in F._______ als auch in seinem Herkunftsort über Bezugsperso-

nen verfügt (vgl. a.a.O. E. 7.3.2). Inwiefern sich daran seit dem 31. Januar 

2019 etwas geändert haben soll, wird weder in der Rechtsmitteleingabe 

näher dargelegt noch lassen sich entsprechende Hinweise den Akten ent-

nehmen.  

7.7 Schliesslich ist festzuhalten, dass an der Zumutbarkeit des Wegwei-

sungsvollzugs gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG auch die neusten Gewaltvorfälle 

in Sri Lanka vom 21. April 2019 und der gleichentags von der sri-lankischen 

Regierung verhängte Ausnahmezustand (vgl. Neue Zürcher Zeitung [NZZ] 

vom 23. April 2019, Sri Lanka: Colombo spricht von islamistischem Terror, 

https://www.nzz.ch/.../sri-lanka-colombo-spricht-von-islamistischem-terror-

ld.1476769, abgerufen am 24.07.2019; NZZ vom 25. April 2019, Polizei 

nimmt weitere 16 Verdächtige fest – was wir über die Anschläge in Sri 

Lanka wissen, https://www.nzz.ch/international/anschlaege-in-sri-lanka-

was-wir-wissen-was-unklar-ist-ld.1476859, abgerufen am 24.07.2019; 

New York Times [NYT], What We Know and Don’t Know About the Sri 

https://www.nzz.ch/.../sri-lanka-colombo-spricht-von-islamistischem-terror-ld.1476769
https://www.nzz.ch/.../sri-lanka-colombo-spricht-von-islamistischem-terror-ld.1476769
https://www.nzz.ch/international/anschlaege-in-sri-lanka-was-wir-wissen-was-unklar-ist-ld.1476859
https://www.nzz.ch/international/anschlaege-in-sri-lanka-was-wir-wissen-was-unklar-ist-ld.1476859

E-3114/2019 

Seite 10 

Lanka Attacks, https://www.nytimes.com/2019/04/22/world/asia/sri-lanka-

attacks-bombings-explosions-updates.html?action=click&mdule=Top%20 

Stories&pgtype=Homepage, abgerufen 24.07.2019) nichts zu ändern ver-

mögen. 

7.8 Insgesamt ist das Vorliegen von Wiedererwägungsgründen zu vernei-

nen.  

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 1'500.– festzusetzen (Art. 1‒3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). Der am 11. Juli 2019 einbezahlte Kostenvorschuss 

ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu verwenden.  

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-3114/2019 

Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet.  

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Barbara Balmelli Michelle Nathalie Nef 

 

 

Versand: