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**Case Identifier:** fbebf6d5-2a32-52a4-bf86-f2f77318caf2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 10.12.2018 B 2018/66, B 2018/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-66--B-2018-67_2018-12-10.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/66, B 2018/67

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 07.02.2020

Entscheiddatum: 10.12.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 10.12.2018
Steuerrecht, Art. 84 Abs. 1 StG, Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG. Diverse 
verfahrensrechtliche Rügen – fehlende Anhörung der Hauptaktionäre vor der 
Vorinstanz, Beizug von Akten eines früheren Beschwerdeverfahrens, 
selektive Akteneinsicht, Berücksichtigung eines Berichts der Abteilung 
Strafsachen und Untersuchungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung 
(ASU), unzureichende Begründung des vorinstanzlichen Entscheides – 
erweisen sich als unbegründet. Da es sich bei den verbuchten WIR-
Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an der 
Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der 
generellen 40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar 
darzulegen. Die ASU legt überzeugend dar, dass ein Einschlag von 35% über 
die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen Verhältnissen 
entspricht. Verbuchungen, Verträge/Quittungen, ja sogar Bezahlung reichen 
nicht aus, um die geschäftsmässige Begründetheit nachzuweisen. Die 
Folgen der ungenügenden Beweise beziehungsweise Beweislosigkeit hat die 
Beschwerdeführerin zu tragen. (Verwaltungsgericht, B 2018/66 und B 
2018/67).

Entscheid vom 10. Dezember 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

Y.__ AG,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Roger Vago, Sihlfeldstrasse 10, Postfach 9708, 

8036 Zürich, 

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

sowie

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantonssteuern sowie direkte Bundessteuer (Veranlagungen aufgrund der 

Rechnungsabschlüsse per 31. Dezember 2005 und 2009)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die Y.__ AG wurde am 9. Oktober 1996 ins Handelsregister des Kantons St. Gallen 

eingetragen. Sie bezweckt im Wesentlichen das Telefonmarketing, die Akquisition und 

Inserateverwaltung sowie den Betrieb eines Verlages für Zeitschriften, Magazine und 

sonstige Medien. A.__ ist Präsident des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift. Er 

präsidiert zudem den Verwaltungsrat der in der gleichen Branche tätigen X.__ AG, die 

ihren Sitz ebenfalls in E.__ hat. Im Verwaltungsrat der Y.__ AG nahmen auch B.__ – der 

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in der X.__ AG ebenfalls zeichnungsberechtigt ist – und C.__ Einsitz. Letzterer ist 

zudem einziges VerwaItungsratsmitglied der Q.__ AG mit Sitz in K.__/SZ.

B. Am 3. Juli 2006 (Eingang beim Steueramt) reichte die Y.__ AG die Steuerklärung 

aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 ein. Sie deklarierte einen 

Reingewinn von CHF 2'056 und ein steuerbares Eigenkapital von CHF 445'890. Am 

22. Juni 2010 wurde die Steuererklärung aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2009 eingereicht. Der Reingewinn belief sich auf CHF 34'932 (vor 

Verrechnung mit Verlustvorträgen von CHF 20'301) und das steuerbare Eigenkapital 

auf CHF 360'521. Gestützt auf den Bericht der Eidgenössischen Steuerverwaltung vom 

26. Juni 2014 über eine Untersuchung gegen A.__ wegen des Verdachts auf 

SteuerwiderhandIungen rechnete die Veranlagungsbehörde den deklarierten 

Reingewinnen 2005 und 2009 geldwerte Leistungen an A.__ in der Höhe von 

CHF 77'051 und CHF 242'503 auf und erhöhte gleichzeitig die Steuerrückstellungen 

um CHF 15'399 und CHF 35'303. Die im Jahr 2009 verrechenbaren Verluste wurden 

auf CHF 68'306 erhöht.

In der Folge wurde die Y.__ AG für die Kantonssteuern und die direkten Bundessteuern 

aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 mit einem steuerbaren 

Reingewinn von CHF 63'700 und aufgrund des Rechnungsabschlusses per 

31. Dezember 2009 mit einem steuerbaren Reingewinn von CHF 173'800 sowie für die 

Kantonssteuern aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 mit 

einem steuerbaren Eigenkapital von CHF 300'000 und aufgrund des 

Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2009 mit einem steuerbaren Eigenkapital 

von CHF 279'000 veranlagt. Gegen diese Veranlagung erhob die Y.__ AG am 

23. Januar 2017 erfolglos Einsprache.

C. Am 26. Mai 2017 erhob die Y.__ AG Rekurs und Beschwerde bei der 

Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte sinngemäss die kostenfällige Aufhebung 

der Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts vom 25. April 2017 hinsichtlich 

der Kantonssteuer und der direkten Bundessteuer 2005 und 2009. In prozessualer 

Hinsicht beantragte sie, es seien sämtliche gegen die Y.__ AG und gegen A.__, gegen 

die Q.__ AG und D.__ und gegen C.__ betreffend die Steuerjahre 2001 bis 2009 

bestehenden Steuerakten des Kantons St. Gallen beizuziehen. Mit Entscheid vom 

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22. Januar 2018 beurteilte die Verwaltungsrekurskommission die in den Jahren 2005 

und 2009 vorgenommenen Aufrechnungen als rechtmässig und wies Rekurs 

(Kantonssteuern) und Beschwerde (Bundessteuer) ab.

D. Die Y.__ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 24. Januar 2018 versandten 

und am 1. Februar 2018 entgegengenommenen Entscheid der 

Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 5. März 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben 

und das Steuerverfahren einzustellen, eventualiter sei der angefochtene Entscheid 

zurückzuweisen zur Vervollständigung des Rekursverfahrens, insbesondere seien die 

entsprechenden Verfahrensakten gegen die Y.__ AG, die X.__ AG, A.__, Q.__ AG, D.__ 

und C.__ betreffend die Steuerjahre 2001 bis 2009 beizuziehen und in Anhörung der 

Hauptaktionäre D.__ und A.__ erneut zu entscheiden.

In prozessualer Hinsicht stellt die Beschwerdeführerin folgende Anträge: Es seien die 

Verfahren B 2017/222, 223, 224 und 225 als auch das Beschwerdeverfahren der 

Q.__ AG 2007-2009 mit der vorliegenden Beschwerde zu vereinigen eventualiter die 

entsprechenden Verfahrensakten beizuziehen und für das vorliegende Verfahren zu 

berücksichtigen.

Mit Vernehmlassung vom 8. März 2018 verwies die Vorinstanz auf die Erwägungen des 

angefochtenen Entscheides und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das 

kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragt am 25. April 2018 mit Verweis auf 

den Teilbericht Layoutkosten sowie den Untersuchungsbericht ASU, beide vom 

10. Dezember 2013, sowie den Einspracheentscheid vom 25. April 2017 die Abweisung 

der Beschwerde. Die Eidgenössische Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte) hat 

stillschweigend auf eine Vernehmlassung verzichtet.

Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin und des Beschwerdegegners zur Begründung ihrer Anträge sowie 

die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

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1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung 

des Reingewinns juristischer Personen vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz den 

Rekurs betreffend die Kantonssteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die 

direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten 

Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch die Beschwerdeführerin die 

Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). 

Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen 

Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).

2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1 

StG; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG, in 

Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über 

die direkte Bundessteuer, sGS 815.1). Als Steuerpflichtige, deren Begehren mit dem 

angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die Beschwerdeführerin zur 

Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145 Abs. 2 in Verbindung mit 

Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am 1. Februar 2018 zugestellten 

vorinstanzlichen Entscheid wurden mit Eingabe vom 5. März 2018 unter 

Berücksichtigung des Fristenlaufs am Wochenende rechtzeitig erhoben und erfüllen 

formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG in Verbindung mit 

Art. 64 und Art. 30 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, 

VRP, und Art. 142 Abs. 3 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO, 

sowie Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 sowie Art. 144 Abs. 4 und Art. 142 DBG in 

Verbindung mit Art. 133 Abs. 1 Satz 2 DBG und Art. 48 Abs. 1 VRP; vgl. Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 1 zu Art. 142 DBG). Auf 

die Beschwerden ist daher einzutreten.

3.

3.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheides 

und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Durchführung einer 

Anhörung ihrer beiden Hauptaktionäre D.__ und A.__ und anschliessender 

Neubeurteilung.

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Die Beschwerdeführerin verlangte am 23. Januar 2017, ihre Einsprache mündlich zu 

begründen (act. 6/7-III/00). Sie liess aber die Aufforderung des Beschwerdegegners 

vom 29. März 2017, Termine vorzuschlagen, unbeantwortet, sodass kein Termin für 

eine mündliche Einsprachebegründung zustande kam (act. 6/7-III/03, 04 Seite 3). Die 

Beschwerdeführerin macht deshalb – zu Recht – nicht geltend, es sei ihren 

Hauptaktionären verwehrt gewesen, vor der Veranlagungsbehörde mündlich bei der 

Feststellung des Sachverhalts mitzuwirken (vgl. Art. 176 Abs.1 StG, Art. 130 Abs. 1 

DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 18 zu Art. 130 DBG). Vor Vorinstanz hat 

sie zudem keinen entsprechenden Verfahrensantrag gestellt. Sie macht deshalb – zu 

Recht – nicht geltend, die Vorinstanz habe diesbezüglich ihren Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt. Da das Verwaltungsgericht in der Vornahme eigener 

Untersuchungen grosse Zurückhaltung übt (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. 

gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. VII/101), ist der Rückweisungsantrag der 

Beschwerdeführerin verfahrensrechtlich an sich nachvollziehbar. Allfällige mündliche 

Auskünfte der Hauptaktionäre sind indessen auch der schriftlichen Darlegung in der 

Beschwerde zugänglich. Zudem ist – umso mehr als die Beschwerdeführerin erst im 

Verfahren vor Verwaltungsgericht einen solchen Antrag stellt – nicht ersichtlich, 

inwieweit die anlässlich einer mündlichen Befragung vorgetragenen 

Tatsachenbehauptungen anders als die entsprechenden schriftlichen Vorbringen 

geeignet sein sollten, an der auf die Akten abgestützten Feststellung der Tatsachen 

durch Beschwerdegegner und Vorinstanz etwas zu ändern. Dies gilt umso mehr, als die 

beiden Aktionäre der Beschwerdeführerin in dieser Angelegenheit bereits durch die 

Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der Beschwerdebeteiligten je zweimal 

einvernommen, ihre Aussagen protokolliert und deren Inhalt in den entsprechenden 

Berichten festgehalten wurden (vgl. insbesondere act. 6/7-I/00 Seiten 15/16 und 20).

3.2. Im weiteren beantragt die Beschwerdeführerin die Vereinigung der Beschwerden 

mit den Verfahren B 2017/222, 223, 224 und 225 sowie den Beschwerdeverfahren 

betreffend die Veranlagung der Q.__ AG aufgrund der Rechnungsabschlüsse per Ende 

2007, 2008 und 2009 (B 2018/61 und 62) samt Beizug der entsprechenden Akten. Es 

würden sich alle laufenden Verfahren auf einen Untersuchungsbericht, Teilbericht 

Layoutkosten in der besonderen Untersuchung gegen die von der Vorinstanz 

erwähnten Personen sowie die Untersuchungsakten ASU stützen. Die Vorinstanz habe 

aufgezeigt, dass sie sämtliche verfügbaren Akten zum Entscheid herangezogen habe, 

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mithin seien für die Beurteilung der Beschwerden die Akten sämtlicher Beteiligter als 

Ganzes beizuziehen. Im verwaltungsgerichtlichen Verfahren (B 2017/222 f.) würden 

plötzlich Akteure auftreten, die sowohl dem Steuerpflichtigen als auch dem 

Unterzeichneten bis dato nicht bekannt gewesen seien.

Rechtsmittelverfahren, die sich auf denselben Streitgegenstand beziehen und die 

nämlichen Tatbestands- und Rechtsfragen aufwerfen, sind verfahrensrechtlich zu 

vereinigen und durch einen einzigen Entscheid zu erledigen (vgl. GVP 1972 Nr. 30, BGE 

128 V 124 E. 1). Die Vereinigung eines Verfahrens kommt in allen Verfahrensstadien 

und -abschnitten in Frage. Sie gelangt allerdings nur dann zur Anwendung, wenn sie 

der Vereinfachung des Verfahrens dient (Bertschi/Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], 

Kommentar VRG, 3. Aufl. 2014, N 50 ff. der Vorbemerkungen §§ 4-31 VRG/ZH). Einer 

Vereinigung der vorliegenden Beschwerdeverfahren mit den Verfahren B 2017/222-225 

steht deren – mittlerweile rechtskräftige – Erledigung entgegen. Mit den Verfahren B 

2018/61 und 62 sowie B 2018/84 und 85 können die vorliegenden 

Beschwerdeverfahren vorab deshalb nicht vereinigt werden, weil sich jene Verfahren 

auf andere Steuerpflichtige beziehen, denen gegenüber das Steuergeheimnis zu 

wahren ist (Art. 110 DBG, Art. 39 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung 

der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG, Art. 162 StG). Im 

Übrigen sind auch unterschiedliche Sachverhalte zu beurteilen. So ergibt sich aus den 

Berichten der ASU, dass unter anderem die verbuchte Abschreibung/Wertberichtigung 

der Beteiligung/Darlehen Boutique S.__ (Geschäftsjahr 2009) untersucht wurde. Bei 

den anderen beiden Firmen stellt sich diese Frage nicht, dafür aber jene den 

beispielsweise Aufrechnungen von N. Seminare.

Aus dem Akteneinsichtsrecht des Steuerpflichtigen (vgl. Art. 114 Abs. 1 DBG, Art. 165 

Abs. 1 StG) ergibt sich die Aktenführungspflicht der Steuerbehörde (vgl. BGE 141 I 60 

E. 4.3 mit Hinweis, Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 44 zu Art. 114 DBG). Der 

Umfang der Aktenführungspflicht ist wesentlich von den konkreten Umständen 

abhängig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 48 zu Art. 114 DBG). Die 

Beschwerdeverfahren B 2017/226 und 227 wurden mit unangefochten rechtskräftig 

gewordenem Entscheid vom 27. Juni 2018 erledigt. Soweit sich die Beurteilung der 

vorliegenden Angelegenheit auch auf Akten jenes Verfahrens, insbesondere auf die 

Akten der Untersuchung der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen stützen, 

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können sie als dem Gericht, welches die vorliegenden Beschwerdesachen in der 

gleichen Besetzung behandelt, bekannt vorausgesetzt werden. Der Beizug erübrigt 

sich dementsprechend. Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die 

Beschwerdeführerin genauso wie alle Verfahrensbeteiligten über den USB-Stick 

verfügt. Somit haben alle Verfahrensbeteiligten den gleichen Informationsstand. Die 

Beschwerdeführerin legt nicht weiter dar, weshalb die Vereinigung der Akten 

notwendig ist und es ist auch kein Grund ersichtlich, da, wie oben erwähnt, allen 

Verfahrensbeteiligten (auch ohne Vereinigung der Akten) die gleichen Unterlagen zur 

Verfügung stehen. Betreffend Beizug der Akten sämtlicher Beteiligter als Ganzes sowie 

Verweis auf B 2017/222 f., wo Akteure auftreten, die nicht bekannt seien, bleibt die 

Beschwerdeführerin sehr vage und führt nicht konkret aus, inwiefern für das 

vorliegende Verfahren die Akten sämtlicher Beteiligten relevant sein sollten. Es ist nicht 

am Verwaltungsgericht, herauszufinden, welche Akten und Akteure die 

Beschwerdeführerin genau meint und aus welchem Grund diese Akten beizuziehen 

sind. Auf diese Rüge ist daher nicht einzutreten. Demnach sind die Anträge auf 

Verfahrensvereinigung und entsprechenden Aktenbeizug, soweit sie ausreichend 

begründet sind, abzuweisen.

3.3. Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung von Verfahrensrechten durch die 

Vorinstanz. Weil die prozessualen Anträge nicht im allein in Rechtskraft erwachsenden 

Dispositiv, sondern nur in den Erwägungen des angefochtenen Entscheides 

abgewiesen worden seien, sei der Aktenbeizug vorzunehmen und vor Vorinstanz neu 

zu verhandeln.

Soweit die Beschwerde nicht gutgeheissen und das Rechtsverhältnis neu geregelt 

wird, gilt diese als abgewiesen. Dies trifft insbesondere auch auf die prozessualen 

Anträge zu, soweit ihnen im Verfahren nicht Rechnung getragen wurde. Im Übrigen 

macht die Beschwerdeführerin nicht geltend, die Vorinstanz hätte den 

verfahrensrechtlichen Anträgen zu Unrecht nicht entsprochen. Insoweit erweist sich die 

Beschwerde als unbegründet.

3.4. Die Beschwerdeführerin stellt fest, der vom Beschwerdegegner zugestellte USB-

Stick enthalte offensichtlich nicht sämtliche Unterlagen. So fehle die Pag.Nr. 110 

vollumfänglich. Es sei nicht davon auszugehen, dass alle Verfahrensparteien über den 

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gleichen Aktenstand verfügen würden resp. es werde vermutet, dass der 

Beschwerdeführerin nur selektiv Akteneinsicht gewährt worden sei. Das sei nicht zu 

tolerieren.

Gemäss Art. 165 Abs. 1 StG und Art. 114 Abs. 1 DBG kann der Steuerpflichtige 

Einsicht in die Akten nehmen. Die Wahrnehmung des Akteneinsichts- und 

Beweisführungsrechts durch den von einer Verfügung Betroffenen setzt eine 

Aktenführungspflicht der Verwaltung voraus. Die Behörden haben alles in den Akten 

festzuhalten, was zur Sache gehört und entscheidwesentlich sein kann (BGE 130 II 473 

E. 4.1). Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin wurde am 21. April 2015 ein 

USB-Stick mit sämtlichen Verfahrensakten durch den Beschwerdegegner zugestellt 

(act. 123/101.233). Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, die umstrittenen 

Veranlagungsverfügungen und Rechtsmittelentscheide stützten sich auf einen 

Sachverhalt, der auf ihr nicht bekannten Akten beruht. Sie stützt ihre von derjenigen 

der Steuerbehörde abweichende Auffassung auch nicht auf Tatsachen, die sie nicht 

belegen kann, weil sie über die entsprechenden Beweismittel selbst nicht verfügt und 

sie in den – angeblich – fehlenden Aktenstücken vermutet. Soweit der Inhalt des USB-

Stick unvollständig sein sollte, ist deshalb nicht davon auszugehen, dass es sich bei 

allfälligen Lücken um für den Entscheid wesentliche Inhalte handelt. Dass die weiteren 

aufgrund derselben Akten ins Recht gefassten Steuerpflichtigen bis anhin keine 

Unvollständigkeit des USB-Stick gerügt haben, deutet im Übrigen ebenfalls auf dessen 

Vollständigkeit hin. Im Weiteren erstaunt, dass die Beschwerdeführerin nicht schon des 

Einspracheverfahren und insbesondere aber im anschliessenden Rekurs- und 

Beschwerdeverfahren vor Vorinstanz diese Rüge vorgetragen hat; zumal doch davon 

ausgegangen werden darf, dass sie sich schon in diesen Verfahren mit den Akten 

auseinandergesetzt hat. Die Rüge der Verletzung des Akteneinsichtsrechts erweist sich 

deshalb als unbegründet.

3.5. Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Beschwerdeführerin (richtig: 

Vorinstanz) habe stereotyp aus den Berichten der ASU abgeschrieben, es seien keine 

eigenen Erkenntnisse daraus ersichtlich. Die Untersuchungsergebnisse seien aber im 

Einzelnen kritisch zu prüfen und abzuwägen, ob sich diese so verwirklicht haben, wie 

dies die (parteiische) ASU anführe. Innert 5,5 Monaten sei es schlicht unmöglich, 

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22'000 Seiten zu sichten, zu bewerten und zu diskutieren. Die Untersuchung der ASU 

habe mehrere Jahre gedauert. Es liege somit eine Gehörsverletzung vor.

Abgesehen davon, dass eine Rechtsmittelinstanz in ihrer Begründung nicht auf 

sämtliche Vorbringen der Rekurrentin und Beschwerdeführerin eingehen muss, legt die 

mitwirkungspflichtige Beschwerdeführerin nicht dar, aus welchen – ihr als 

Steuerpflichtige selbst am besten bekannten – Akten sich ergibt, dass die Vorinstanz 

den massgebenden Sachverhalt falsch oder unvollständig festgestellt hätte. Insoweit 

erweist sich die pauschale Begründung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe 

sich nicht ausreichend mit den 22'000 Seiten Vorakten befasst, als unzureichend. Der 

Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs mangels ausreichender Begründung 

erweist sich deshalb als unbegründet.

3.6. Weiter moniert die Beschwerdeführerin, dass die Grundsätze der 

Strafprozessordnung einzuhalten seien. Was die Beschwerdeführerin aus der 

Anwendung strafrechtlicher Grundsätze im ordentlichen Veranlagungsverfahren zu 

ihren Gunsten ableiten will, erscheint unklar.

Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin muss sie sich im vorliegenden 

Verfahren nicht im Anschluss an ein Strafverfahren exkulpieren. Insbesondere ist nicht 

nachvollziehbar – und die Beschwerdeführerin begründet es auch nicht – weshalb ihre 

Mitwirkungspflicht im ordentlichen Veranlagungsverfahren eingeschränkt sein und die 

Geltendmachung der "geschäftsmässigen Begründetheit" die Umkehr der Beweislast 

nach sich ziehen sollte. Die Beschwerdeführerin hat – auch im ordentlichen 

Veranlagungsverfahren – geltend gemachte Aufwendungen angesichts ihrer 

steuermindernden Wirkung nachzuweisen. Umso mehr als handelsrechtswidrige 

Verbuchungen bereits aufgrund der einschlägigen Rechnungslegungsvorschriften zu 

korrigieren sind (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 75 zu Art. 58 DBG), 

müssen Verbuchungen fiktiver Zahlungen und Belege steuerrechtlich als 

geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand entsprechend Art. 82 Abs. 1 Ingress und 

lit. b Ingress StG und Art. 58 Abs. 1 DBG aufgerechnet werden. Die 

Beschwerdeführerin hatte denn auch im vorliegenden ordentlichen 

Steuerveranlagungsverfahren mehrmals die Gelegenheit, sich namentlich zu Boutique 

S.__, Abschreibungen, Aufrechnung Fahrzeug sowie WIR-Verlusten zu äussern. Das 

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hat sie weder im Einspracheverfahren und im vorinstanzlichen Rechtsmittelverfahren 

noch in der Beschwerde vom 5. März 2018 getan. Auch diese Rüge erweist sich als 

unbegründet.

4. Die Beschwerdeführerin moniert, dass die Vorinstanz (bezogen auf die Boutique S.__ 

GmbH, mit Sitz in Deutschland) ihren Entscheid mit Ausführungen des nicht im 

Verfahren stehenden Geschäftsjahrs 2007 begründe; es liege eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs vor, da dieses Geschäftsjahr nicht Gegenstand der vorliegenden 

gerichtlichen Beurteilung sei. Im Weiteren sei falsch, wenn behauptet werde, dass 

diese Boutique von einer Freundin von A.__ geführt werde. Aus der persönlichen Nähe 

von A.__ ein steuerliches Fehlverhalten zu konstruieren, sei unbehelflich. Immerhin 

seien Darlehenszinsen vereinbart worden und es liege ein gewöhnliches verlustiges 

Rechtsgeschäft vor. Die Steuerpflichtigen hätten sich unter grossem Druck der ASU 

befunden (140.130.028) und es sei ihnen der Verzicht auf einen Anwalt aufoktroyiert 

worden mit der Zusicherung der ASU, dass es eine einvernehmliche Lösung geben 

werde. Es hätten bereits im Untersuchungsverfahren "Absprachen" mit dem Steueramt 

St. Gallen stattgefunden, was absolut unzulässig sei (140.130.023). Es sei nicht 

nachvollziehbar, was geschäftsmässig nicht begründet sei. Es würden Verträge und 

Quittungen zu Grunde liegen. Bestehende Zweifel hätte nicht die Steuerpflichtige 

auszuräumen. Ebenso wenig sei nachvollziehbar, weshalb die Fahrzeuge nicht hätten 

aktiviert werden dürfen. Auch wenn gegen WIR-Bestimmungen verstossen worden sei, 

sei dies steuerlich unerheblich. Es habe nur ein Aktivtausch stattgefunden und die WIR-

Abschreibungen seien ausgewiesen.

Der Beschwerdegegner nahm gestützt auf den Untersuchungsbericht und den 

Teilbericht Layoutkosten folgende Aufrechnungen und Abzüge vor (act. 6-II / 04 und 

05):

Jahresabschluss per                  31.12.2005                31.12.2009

Gewinn Steuererkl.                          2'056                         34'932

Boutique S.__                                         0                       218'299

Abschreib. 4720                            23'671                            3'068

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Fahrzeug privat genutzt                35'000                                   0

WIR-Verluste                               357'080                        353'833

Akzept. WIR-Verluste                 -308'700                      -302'700

Layoutkosten akzept.                    -30'000                        -30'000

Vorjahresverluste                                   0                         -68'306

Erhöhung Steuerrückst.               -15'399                         -35'303

Steuerbarer Gewinn                      63'700                        173'800

Es stellt sich somit die Frage der Höhe der steuerlichen Aufrechnung der 

erfolgswirksam verbuchten WIR-Verluste sowie der Abschreibungen auf dem 

Anlagevermögen, der Aufrechnung des privat genutzten Fahrzeuges sowie der 

Aufrechnung der Abschreibung des Darlehens an die Boutique S.__.

Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der 

Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet 

sind. Beweisbelastet für die steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen 

Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 

77 zu Art. 123 DBG). Bei einem buchführenden Steuerpflichtigen gilt das 

Massgeblichkeitsprinzip. Der Steuerpflichtige erbringt den Beweis für grundsätzlich 

steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben 

usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen 

Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG). 

Nach dem Belegsprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die 

einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des 

Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR). Als Buchungsbelege gelten 

schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer Form, die notwendig sind, 

um den einer Buchung zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt 

nachvollziehen zu können (Abs. 3). Kann die Steuerbehörde den Hauptbeweis der 

buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B. Umstände 

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darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von gewissen 

Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen Person, 

diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu 

Art. 123 DBG).

Im Teilbericht Layoutkosten (Seite 13 f.) stellte die ASU den Sachverhalt 

zusammengefasst wie folgt dar: Die Kunden der beteiligten Gesellschaften hätten ihre 

Rechnungen teilweise mit WIR-Geld bezahlt. Die Gesellschaften seien daher vor dem 

Problem gestanden, ihre WIR-Guthaben aus Liquiditätsgründen in Bargeld 

umzuwandeln. Nach den Statuten der WIR-Bank sei aber ein WIR-Verkauf gegen 

Bargeld verboten. Die Gesellschaften hätten deshalb jedem WIR-Verkauf ein 

Grundgeschäft nachzuweisen. Ein solcher WIR-Verkauf sei in der Buchhaltung jedoch 

aufgrund der dazu erstellten Belege wie Rechnungen, Quittungen etc. nicht als solcher 

ersichtlich, sondern werde als Anschaffung oder Aufwand ausgewiesen.

5. Im Jahr 2005 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 181.250.001 ff.) ihre Verkäufe, 

vor allem an Garagen, als WIR-Tausch und zwar zu 60 % als Bareinlage und zu 40 % 

als WIR-Verlust. Ab und zu verbuchte sie die Verkäufe auf ein Durchlaufskonto, von 

dem Ende des Jahres 40 % als WIR-Verlust abgeschrieben und 60 % dem Darlehen 

von A.__ gutgeschrieben, oder, noch seltener, zu 100 % als Lohnbezug A.__ gebucht 

(und auch versteuert) wurden. Im Jahr 2009 verbuchte die Beschwerdeführerin (act. 

181.290.001 ff.) praktisch ausschliesslich die WIR-Verkäufe via Verrechnungskonto und 

zwar zu 60 % als Bareinlage und zu 40 % als WIR-Verlust.

Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, dass die WIR-Verluste ausgewiesen 

seien. Der Beschwerdegegner betrachtet demgegenüber eine generelle WIR-

Berichtigung von 40 % als zu hoch. Er stützt sich dabei auf den Teilbericht 

Layoutkosten (S. 51 f.). Soweit eruierbar, wurde in den entsprechenden Excel-Tabellen 

in der Spalte "Bemerkungen" festgehalten, wie hoch der WIR-Einschlag beim 

entsprechenden Grundgeschäft war. So gibt es WIR-Einschläge zwischen 10 % (act. 

181.290.001-003) bis 40 %. Das im ASU-Bericht (Teilbericht Layoutkosten, 

Untersuchungsbericht Y.__ AG S. 52 f. sowie auch die aufgeführten Fälle der hier zu 

behandelnden Jahre 2005 und 2009 in act. 181.250.001 ff. und 181.290.001 ff.) 

dokumentierte Beweisverfahren ergibt genügend Anhaltspunkte für steuerbegründende 

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resp. steuererhöhende Sachverhalte. Die Beschwerdeführerin äussert sich dazu nicht 

substantiiert, sondern bestreitet die Aufrechnungen lediglich pauschal. Da es sich aber 

bei den verbuchten WIR-Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an 

der Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der generellen 

40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar darzulegen. Das hat sie jedoch 

nicht getan, weshalb sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, a.a.O., Rz. VII/23). Zusammenfassend legt die ASU überzeugend dar, dass 

ein Einschlag von 35 % über die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen 

Verhältnissen entspricht.

6. Der Beschwerdegegner rechnete Abschreibungen auf Fahrzeugen von 

CHF 23'670.70 im Jahr 2005 und von CHF 3'067.70 im Jahr 2009 auf (act. 

181.250.013-016; 181.290.024-027). Wie das Verwaltungsgericht in seinem inzwischen 

rechtskräftigen Entscheid vom 23. Mai 2018 (B 2017/222 und 223 E. 7 S. 13) betreffend 

die Geschäftsjahre 2003 und 2004 festgestellt hat, waren die damaligen 

Abschreibungen nicht geschäftsmässig begründet und wurden entsprechend zu Recht 

aufgerechnet. Die ASU führte eine eigene Abschreibungstabelle, und zwar ab Beginn 

des entsprechenden Kontos bis zum Jahr 2009 (act. 181.250.014 f.; 181.290.025 f.). In 

diesen Tabellen berechnet sie die jährlich steuerlich zulässigen Abschreibungen auf 

den Fahrzeugen, rechnet diesen Betrag vom Endbestand ab und überträgt diesen 

Endbestandbetrag auf den Anfangsbestand des neuen Jahres. Den abgeschriebenen 

jährlichen Betrag rechnet sie zum Gewinn dazu, da das Konto Fahrzeuge (1120) aus 

aktivierten WIR-Checks besteht, die geschäftlich nicht begründet sind (Teilbericht 

Layoutkosten 3.4.2.2.2 S. 14; act. 181.250.013 und 181.290.024). Auf diese Weise ist 

es der Beschwerdeführerin möglich, das (geschäftsmässig nicht anerkannte) 

Anlagevermögen, in casu Fahrzeuge, kontinuierlich zu reduzieren. Die 

Beschwerdeführerin äussert sich weder zu den Abschreibungen noch zur Reduktion 

des Anlagevermögens durch den Beschwerdegegner.

Im Jahr 2005 verbuchte die Beschwerdeführerin CHF 35'000 unter dem Konto 4800, 

Leasing-Gebühren, mit dem Text: 1. Leasingrate (act. 184.270.043). Es handelt sich 

dabei um ein neues Leasing eines Porsche 911 Turbo Cabrio (act. 184.207.045). 

Nachdem die ASU festgestellt hat (act. 130.100.052 f.), und dem widerspricht die 

Beschwerdeführerin nicht, dass die Firma neben diesem Porsche noch über einen 

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Ferrari, ein BMW Cabrio und einen Porsche 911 Carrera verfügt, ist es nachvollziehbar, 

dass sowohl die ASU wie auch der Beschwerdegegner dieses vierte Luxusauto als 

nicht geschäftsmässig begründet betrachtet. Die Beschwerdeführerin begründet nicht 

ansatzweise und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb dieses vierte Luxusfahrzeug für 

das Geschäft notwendig ist. Dementsprechend hat der Beschwerdegegner die 

CHF 35'000 zu Recht aufgerechnet.

7. Per 31. Oktober 2017 verbuchte die Beschwerdeführerin unter dem Konto 1170 

(Anteile Boutique S.__ GmbH, mit Sitz in Deutschland) CHF 25'000 (act. 184.210.003). 

Mit gleichem Datum verbuchte die Beschwerdeführerin unter dem Konto 1083 

(Darlehen Boutique S.__ GmbH) CHF 20'000 und am 31. Dezember 2007 zusätzlich 

CHF 67'898.60 (act. 184.210.004). Im Jahr 2008 erfolgten weitere Zahlungen/

Verbuchungen auf das Konto 1083, per 31. Dezember 2008 wies das Konto einen 

Saldo von CHF 154'291.08 auf (act. 184.210.027). Im Jahr 2009 erfolgten weitere 

Zahlungen/Verbuchungen auf dem Konto 1083, per 31. Dezember 2009 wies das 

Konto einen Saldo von CHF 773'376.04 aus (act. 184.210.029). Per 31. Dezember 2009 

wurde die Beteiligung Boutique S.__ GmbH von CHF 25'000 um CHF 24'999 auf 

CHF 1 abgeschrieben (act. 184.210.052). Ebenfalls per 31. Dezember 2009 wurde das 

Darlehen Boutique S.__ GmbH um CHF 193'300 zurückgestellt resp. erfolgswirksam 

abgeschrieben (act. 184.210.054, 055). Total betrugen diese beiden Abschreibungen 

CHF 218'299, die der Beschwerdegegner der Beschwerdeführerin infolge Fehlens einer 

geschäftsmässigen Begründetheit aufgerechnet hat. Die Beschwerdeführerin bringt 

vor, dass es sich um ein gewöhnliches Verlustgeschäft gehandelt habe, bei dem auch 

Darlehenszinse vereinbart worden seien und es falsch sei, aus der persönlichen Nähe 

von A.__ zu T.__ ein steuerliches Fehlverhalten zu konstruieren.

Unbestritten ist, dass zuerst beabsichtigt wurde, mit der Z.__ GmbH Tischsets in 

Deutschland zu verkaufen. Da dies nicht gut gelaufen sei, sei aus dieser Firma nach 

wenigen Monaten die Boutique S.__ GmbH geworden (act. 130.100.050). Gemäss 

Aussage von A.__ werde die Boutique von seiner Freundin, T.__ und anderen 

Mitarbeitern geführt. Auf die Feststellung der ASU, dass die Boutique nichts mit dem 

Verlagswesen zu tun habe, meinte A.__, dass es sich lediglich um Darlehenszahlungen 

handle und der Treuhänder das so verbucht habe (act. 130.100.051). B.__ sagte dazu, 

dass es sich bei T.__ um die Freundin von A.__ handle und die Zahlungen eigentlich 

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nicht im Interesse der Y.__ AG gewesen seien, sondern nur im Interesse von A.__ (act. 

130.130.015). Zusammenfassend muss festgestellt werden, dass diese Beteiligung und 

Darlehenszahlungen nichts mit den Geschäften der Y.__ AG zu tun hatten, sondern 

ausschliesslich im Interesse des Mehrheitsaktionärs der Y.__ AG liegen. Die 

Beschwerdeführerin bringt nichts vor, das nur annähernd auf eine geschäftsmässige 

Begründetheit der Abschreibung von CHF 218'299 schliessen könnte. Wenn der 

Hauptaktionär veranlasst, dass seine Firma, die Y.__ AG, an eine andere Firma, die 

einerseits mit dem Geschäft der Y.__ AG rein gar nichts zu tun hat – und obendrein 

diese andere Firma noch der Freundin des Hauptaktionärs gehört – Geld in 

beachtlicher Höhe zu überweisen, liegen diese Transaktionen ausschliesslich in seinem 

persönlichen Interesse. Die Aufrechnung der CHF 218'299 ist daher zu Recht erfolgt.

Inwiefern die Vorinstanz ihren Entscheid mit Ausführungen auf das Geschäftsjahr 2007 

bezogen begründet, wie die Beschwerdeführerin behauptet, ist nicht ersichtlich, und 

die Beschwerdeführerin legt ihre Behauptung auch nicht näher dar.

Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie diverse Buchungen u.a. wie 

Aktivierung der Fahrzeuge hätte vornehmen müssen und für die geschäftsmässige 

Begründetheit Verträge und Quittungen vorliegen würden. Das wird von den 

Verfahrensbeteiligten wie auch dem Verwaltungsgericht im Grundsatz gar nicht 

bestritten. Allerdings reichen Verbuchungen, Verträge/Quittungen, ja sogar Bezahlung 

nicht aus, um die geschäftsmässige Begründetheit nachzuweisen. Das bezieht sich 

sowohl wie oben ausgeführt auf die Wertberichtigung der WIR und die Abschreibungen 

wie aber auch auf das privat genutzte Auto resp. Darlehen an die Boutique S.__ GmbH. 

Die Folgen der ungenügenden Beweise resp. Beweislosigkeit hat die 

Beschwerdeführerin zu tragen.

8. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die ASU die Steuerpflichtigen stark unter 

Druck gesetzt habe und verweist auf act. 130.000.049 und 184.210.029. Dabei handelt 

es sich um gesperrte Konti, die die zuständige Behörde so schnell wie möglich der 

Beschwerdeführerin freigeben sollte. Es mag unangenehm sein, nicht über alle 

Zahlungskonten verfügen zu können. Immerhin hätten aber die Aktionäre für diese Zeit 

der Firma Darlehen zur Verfügung stellen können, damit diese ihrer Zahlungspflicht 

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nachkommen konnte. Dass aber die ASU die Beschwerdeführerin unter massiven 

Druck gesetzt hat, geht aus diesen Akten keineswegs hervor.

9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die im Jahre 2005 und 2009 aufgerechneten 

WIR-Verluste sowie aufgerechneten Abschreibungen auf dem Anlagevermögen, die im 

Jahr 2005 erfolgte Aufrechnung des privat genutzten Geschäftsfahrzeuges sowie die 

im Jahr 2009 erfolgte Aufrechnung der Abschreibung/Wertberichtigung auf dem 

Darlehen/Beteiligung betreffend Boutique S.__ GmbH zu Recht erfolgt sind. Die 

Beschwerden sind daher unbegründet und abzuweisen.

10. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der 

Beschwerdeverfahren von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP; 

Art. 144 Abs. 1 und Art. 145 Abs. 2 DBG). Entscheidgebühren für die 

Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 für die Kantonssteuern und von CHF 2'000 für 

die direkten Bundessteuern erscheinen angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie sind mit den von der Beschwerdeführerin 

in den Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 3'000 und 

CHF 2'000 zu verrechnen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind mangels Anspruchs des Beschwerdegegners 

–er hat denn auch keinen solchen Antrag gestellt– für die Beschwerdeverfahren keine 

ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98  VRP; Art. 145 

Abs. 2 und Art. 144 Abs. 4 DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das 

Verwaltungsverfahren, SR 172.021, VwVG; Cavelti/ Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit 

im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 829; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 

44 zu Art. 144 DBG).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerdeverfahren B 2018/66 und B 2018/67 werden vereinigt. 

2. Die Beschwerde betreffend Kantonssteuern 2005 und 2009 wird abgewiesen.

3. Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2005 und 2009 wird abgewiesen.

bis

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4. Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten der Beschwerdeverfahren von 

CHF 3'000 (Kantonssteuern) und CHF 2'000 (direkte Bundessteuern) unter 

Verrechnung mit den von ihr geleisteten Kostenvorschüsse von zusammen CHF 5'000.

5. Ausseramtliche Kosten werden für die Beschwerdeverfahren nicht entschädigt.

Der Abteilungspräsident                        Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                       Scherrer

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 10.12.2018
	Steuerrecht, Art. 84 Abs. 1 StG, Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG. Diverse verfahrensrechtliche Rügen – fehlende Anhörung der Hauptaktionäre vor der Vorinstanz, Beizug von Akten eines früheren Beschwerdeverfahrens, selektive Akteneinsicht, Berücksichtigung eines Berichts der Abteilung Strafsachen und Untersuchungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ASU), unzureichende Begründung des vorinstanzlichen Entscheides – erweisen sich als unbegründet. Da es sich bei den verbuchten WIR-Verlusten um steuermindernde Tatsachen handelt, wäre es an der Beschwerdeführerin gewesen, die geschäftsmässige Begründetheit der generellen 40-prozentigen Wertberichtigung WIR nachvollziehbar darzulegen. Die ASU legt überzeugend dar, dass ein Einschlag von 35% über die gesamte Untersuchungsperiode den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Verbuchungen, Verträge/Quittungen, ja sogar Bezahlung reichen nicht aus, um die geschäftsmässige Begründetheit nachzuweisen. Die Folgen der ungenügenden Beweise beziehungsweise Beweislosigkeit hat die Beschwerdeführerin zu tragen. (Verwaltungsgericht, B 2018/66 und B 2018/67).

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