# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0aa27ea-8fe9-5621-9118-43cb01f53428
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.11.2016 SB160157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB160157_2016-11-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB160157-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, Oberrichterin lic. iur.  

Ch. von Moos und Ersatzoberrichter lic. iur. J. Meier sowie die  

Gerichtsschreiberin lic. iur. C. Grieder 

 

Urteil vom 14. November 2016 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und I. Berufungskläger 

bis 31.05.2016 amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____,  

ab 31.05.2016 amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____ 

 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich,  
vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. R. Geisseler,  

Anklägerin und II. Berufungsklägerin 

 

betreffend  

mehrfacher bandenmässiger Raub etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen vom  
21. August 2015 (DG150008) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV vom 10. April 2015 ist diesem Urteil 

beigeheftet (Urk. 2). 

 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 72 S. 206 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte B._____ ist schuldig 

− des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 

Abs. 2 StGB,  

− des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 3 Abs. 2 StGB,  

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,  

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB,  

− des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG sowie 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG. 

2. Vom den Anklagevorwürfen gemäss den Dossiers Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 

33, 34 der Anklageschrift vom 10. April 2015 der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

wird der Beschuldigte B._____ freigesprochen. 

3. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig  

− des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 

Abs. 2 StGB,  

− des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 

Ziff. 3 Abs. 2 StGB,  

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,  

− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB,  

- 3 - 

− des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG sowie 

− der mehrfachen Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von Art. 90 

Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a 

VRV. 

4. Vom den Anklagevorwürfen gemäss den Dossiers Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 

33, 34 der Anklageschrift vom 10. April 2015 der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich 

wird der Beschuldigte A._____ freigesprochen.  

5. Der Beschuldigte B._____ wird bestraft mit 6 Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit heu-
te 570 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind. 

6. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 5 ½ Jahren Freiheitsstrafe, wovon bis und mit 
heute 570 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstanden sind, sowie mit einer 

Busse von Fr. 300.–. 

7. Bezahlt der Beschuldigte A._____ die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen. 

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 1 – 2, 6, 8 – 15, 17 – 29, 22 – 29, 31 sowie 34 – 36 beschlagnahmten Ge-

genstände (Imitationspistole Beretta; Handschuhe; Kapuzenshirt, schwarz; Akkuschreiber, 

Marke Hilti, Typ SFC 14-A mit Ladegerät und Reserveakku; 3 Brecheisen; Maschinen-

anschlag, Marke Hilti; Schraubenzieher; Vierkantschlüssel; Umhängetasche, Marke O'Neill; 

3 Abfall-Plastiksäcke, schwarz; Einkaufstaschen [Volg, Kaufland, usw.]; T-Shirt, schwarz 

[ibt Personal]; Teleskopschlagstock, schwarz; 2 Pfefferspray; Pfeffersprayhalter; Klebeband-

rolle, braun; diverse Kabelbinder, verschiedene Grössen; 2 Paar dunkelblaue Stoff-

handschuhe; Geissfuss, orange; Dolch; Handschuhe, blau, mit Noppen, 3 Paar; Rucksack, 

Marke Dakine, schwarz mit 1 Seitenschneider, 1 Schraubenzieher Grösse 5, 1 Schrauben-

zieher Grösse 6 sowie 1 Schraubenzieher Grösse 6) werden eingezogen und vernichtet. 

9. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 37 sowie 38 beschlagnahmten Zigaretten werden eingezogen. 

10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 4, 5, 7, 17, 30 sowie 33 beschlagnahmten Gegenstände (Turnschuhe,  

Marke Adidas, braun; Schirm-Mütze, Marke Adidas; Jacke, braun; T-Shirt, schwarz [Nike]; 

Faserpelzjacke, leuchtgelb/blau; Laptop, Marke Acer) werden dem Beschuldigten A._____ 
herausgegeben.  

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11. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 3. März 2015 unter 

den Positionen 3, 16, 21 sowie 32 beschlagnahmten Gegenstände (Turnschuhe, Marke 

Reebok, schwarz; 2 Trainerhosen, dunkel; Sturmhaube, schwarz; Laptop, Marke HP) wer-

den dem Beschuldigten B._____ herausgegeben. 

12. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. März 2015 unter 

den Positionen 1, 2 sowie 3 beschlagnahmten Gegenstände (Mobiltelefon Huawei Ascend 

G510 [inkl. Verpackung und Verkaufsquittung], ohne SIM-Karte [Verpackung Lebara SIM-

Karte beiliegend]; Mobiltelefon iPhone 4, Swisscom SIM-Karte [...]; Mobiltelefon Nokia N8, 

gelbe Gummihülle, Lebara SIM-Karte, inkl. Verpackung [...]) werden dem Beschuldigten 

A._____ herausgegeben. 

13. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 9. März 2015 unter 

den Positionen 4, 5 sowie 6 beschlagnahmten Gegenstände (Mobiltelefon Samsung GT-

E1050, ohne SIM-Karte; Mobiltelefon Nokia N97, inkl. Ladegerät, ohne SIM-Karte; Sunrise 

SIM-Karte [...], C._____ SIM-Karte [...], unbek. SIM-Karte [...]) werden dem Beschuldigten 

B._____ herausgegeben. 

14. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 23. März 2015 unter 

den Positionen 1 und 2 beschlagnahmten Gegenstände (Arbeitsschuhe, Marke Shield; 

Swisscom SIM-Karte [...] werden dem Beschuldigten A._____ herausgegeben. 

15. Die folgenden Zivilklagen werden ganz oder teilweise gutgeheissen, jeweils unter solidari-

scher Haftung der beiden Beschuldigten B._____ und A._____: 

− Die Forderung der D._____ AG, E._____ [Ortschaft] (Dossier 1) wird im Umfang von 

Fr. 4'000.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg 

des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der F._____ AG [Versicherung], anstelle der G._____ AG (Dossier 3) 

wird im Umfang von Fr. 1'323.45 gutgeheissen. 

− Die Forderung der H._____ Versicherung (Dossier 5) wird im Umfang von Fr. 5'000.– 

gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivil-

prozesses gewiesen.  

− Die Forderung der I._____ (Dossier 6) wird im Umfang von Fr. 400.– gutgeheissen. 

Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewie-

sen. 

- 5 - 

− Die Forderung der H._____ Versicherung, anstelle der Badi Beiz J._____, K._____ 

[Ortschaft] (Dossier 7) wird im Umfang von Fr. 1'537.50 gutgeheissen. Im überstei-

genden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der Politischen Gemeinde K._____ (Dossier 7) wird im Umfang von 

Fr. 960.30 gutgeheissen. 

− Die Forderung der L._____ Versicherung (Dossier 10) wird im Umfang von 

Fr. 1'500.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg 

des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der L._____ Versicherung, anstelle der Gemeindeverwaltung  

M._____ [Ortschaft] (Dossier 13) wird im Umfang von Fr. 6'363.75 gutgeheissen. Im 

übersteigenden Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der N._____ AG, O._____ (TG) [Ortschaft], (Dossier 13) wird im Um-

fang von Fr. 800.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag wird die Forderung auf 

den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der L._____ Versicherung, anstelle der Pistolensektion P._____ [Ort-

schaft] (Dossier 17) wird im Umfang von Fr. 1'838.55 gutgeheissen. Im übersteigen-

den Betrag wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der Schützengesellschaft Q._____ [Ortschaft] (Dossier 19) wird im 

Umfang von Fr. 500.– gutgeheissen.  

− Die Forderung der Politischen Gemeinde R._____ [Ortschaft] (Dossier 19) wird im 

Umfang von Fr. 274.90 gutgeheissen. 

− Die Forderung von S._____, T._____ (Dossier 20) wird im Umfang von Fr. 500.– gut-

geheissen. 

− Die Forderung der U._____ AG, M._____ (Dossier 20) wird im Umfang von 

Fr. 1'100.– gutgeheissen. 

− Die Forderung der L._____ Versicherung, anstelle der V._____ (Dossier 21) wird im 

Umfang von Fr. 7'394.95 gutgeheissen. 

− Die Forderung der W._____ (Dossier 23) wird im Umfang von Fr. 6'626.– gutgeheis-

sen. 

- 6 - 

− Die Forderung von AA._____, AB._____ [Ortschaft] (Dossier 23) wird im Umfang von 

Fr. 3'000.– gutgeheissen. 

− Die Forderung von AC._____, T._____ (Dossier 24) wird im Umfang von Fr. 1'500.– 

gutgeheissen.  

− Die Forderung der W._____ (Dossier 25) wird im Umfang von Fr. 6'485.– gutgeheis-

sen. 

− Die Forderung von AD._____, vertreten durch RAin lic. iur. Y._____ 

(Dossier 25) wird im Umfang von Fr. 2'500.– gutgeheissen. Im übersteigenden Betrag 

wird die Forderung auf den Weg des Zivilprozesses gewiesen. 

− Die Forderung der AE._____ Schweiz AG, AF._____ [Ortschaft] (Dossier 26) wird im 

Umfang von Fr. 12'384.35 gutgeheissen.  

− Die Forderung von AG._____, AH._____ [Ortschaft] (Dossier 26) wird im Umfang von 

Fr. 2'000.– gutgeheissen (Schadenersatz und Genugtuung).  

− Die Forderung der AI._____ Genossenschaft, AJ._____ [Ortschaft] (Dossier 27) wird 

im Umfang von Fr. 1'800.– gutgeheissen.  

− Die Forderung von AK._____, AL._____ [Ortschaft] (Dossier 27) wird im Umfang von 

Fr. 2'000.– gutgeheissen. 

16. Nachgenannte Privatkläger werden mit ihren Forderungen auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen: 

− AM._____ AG (Dossier 2); 

− AN._____ (Dossier 10); 

− W._____ (Dossier 28); 

− AO._____ (Dossier 28). 

− AP._____ (Dossier 25) (Parteientschädigung für Anwaltskosten). 

17. Auf folgende Forderungen der Privatkläger wird nicht eingetreten: 

− Die L._____ Versicherung, anstelle der AQ._____ AG (Dossier 4); 

− Politische Gemeinde K._____ (Dossier 8); 

- 7 - 

− Golfpark AR._____ (Dossier 15); 

− Die L._____ Versicherung, anstelle der Politischen Gemeinde AS._____ [Ortschaft] 

(Dossier 37);  

− Die L._____ Versicherung, anstelle der Gesundheitsbehörde AT._____ (ZH) [Ort-

schaft]  

(Dossier 38);  

− AU._____ Kraftwerke AG (Dossier 12); 

− AV._____, AW._____ [Ortschaft] (Dossier 33) 

18. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 10'000.–. Über die weiteren Kosten gemäss 

Kostenblatt wird die Gerichtskasse Rechnung stellen.  

19. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen 

der amtlichen Verteidigungen, werden den Beschuldigten B._____ und A._____ je zur Hälf-

te auferlegt, jedoch infolge Uneinbringlichkeit sofort und definitiv abgeschrieben. 

20. Die Kosten der amtlichen Verteidigung der Beschuldigten B._____ und A._____ werden auf 

die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. 

21. Die Kosten des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten B._____ belaufen sich total (ab-

züglich der Akontozahlung vom 12. November 2014 in der Höhe von Fr. 7'280.– sowie der 

Akontozahlung vom 13. Juli 2015 in der Höhe von Fr. 11'507.70) auf Fr. 30'053.20 (inkl. 8 % 

MWST). 

22. Die Kosten des amtlichen Verteidigers des Beschuldigten A._____ belaufen sich total (ab-

züglich der Akontozahlung vom 5. März 2015 in der Höhe von Fr. 16'757.–) auf 

Fr. 35'821.70 (inkl. 8 % MWST). 

23. (Mitteilungen) 

24. (Rechtsmittel) 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschuldigten B._____ und A._____ verbleiben bis zur Rechtskraft des Urteils in Si-
cherheitshaft. 

- 8 - 

2. Schriftliche Mitteilung dieses Beschlusses zusammen mit dem Urteil an alle Adressaten 

gemäss Verteiler und an die Haftkoordination Zürich." 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

 (Urk. 102 S. 2) 

1. "Der Beschuldigte sei von den Anklagevorwürfen gemäss Dossier 26 

und 36 der Anklageschrift vom 10. April 2015 frei zu sprechen.  

2. Der Beschuldigte sei des mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 

Ziff. 1 StGB und des mehrfachen, zum Teil versuchten Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

schuldig zu sprechen.  

3. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren, unter 

Anrechnung von 1020 Tagen Haft, zu bestrafen. Der Vollzug der Frei-

heitsstrafe sei zu vollziehen. 

4. Die Forderungen der Privatklägerin 29 (AE._____ Schweiz AG, Dossier 

26) und der Privatklägerin 30 (AG._____, Dossier 26) seien abzuwei-

sen. 

5. Der Beschuldigte sei in solidarischer Haftung des Beschuldigten 

B._____ zu verpflichten, der Privatklägerin 24 (W._____, Dossier 23) 

CHF 3'400.-- zu bezahlen. Im Mehrbetrag sei das Schadenersatzbe-

gehren der Privatklägerin auf den Weg des ordentlichen Zivilprozesses 

zu verweisen.  

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive derjenigen der amt-

lichen Verteidigung, seien auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

7. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung sei gemäss den 

eingereichten Honorarnoten festzusetzen." 

- 9 - 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten B._____: 

(Urk. 103 S. 2 f.) 

 1. Dispositivziffer 1 des Urteils sei aufzuheben und es sei in nachfolgen-

dem Sinne zu entscheiden:  

B._____ sei wegen mehrfachen Diebstahls (Dossier: 5, 9, 13 und 19), 

mehrfacher Sachbeschädigung (Dossier: 5, 9, 13 und 19), mehrfachen 

Hausfriedensbruchs (Dossier: 5, 9. 13, 19, 24 und 26) und mehrfachen 

Raubs (Dossier: 26 und 27) schuldig zu sprechen;  

 Vom Vorwurf des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls und des 

mehrfachen bandenmässigen Raubs sei B._____ freizusprechen; 

 B._____ sei von allen übrigen Vorwürfen in den Dossiers 1, 2, 3, 4, 6, 

7, 8, 10,. 11, 12, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 21, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 31, 

33, 34, 35, 36, 37 und 38 freizusprechen; 

 2. Dispositivziffer 2 des Urteils sei zu bestätigen, soweit sie von einer an-

deren Partei angefochten wird; 

 3. In Aufhebung der Dispositivziffer 5 des Urteils sei der Beschuldigte mit 

einer Freiheitsstrafe von einem Jahr zu bestrafen, wobei die bereits er-

standene Haft anzurechnen sei; 

 4. Der Berufungskläger sei für die Überhaft mit CHF 200.-- pro Tag der 

Überhaft zu entschädigen; 

 5. Dispositivziffer 15 sei aufzuheben und es seien die Zivilforderungen 

abzuweisen, eventualiter auf den Zivilweg zu verweisen. Hiervon aus-

genommen sind die nachfolgend genannten Forderungen,  

  - der H._____ Versicherung (Dossier 5), bei der die Schadener-

satzpflicht im Grundsatz anerkannt wird, die zur Bestimmung des 

Quantitativs jedoch auf den Zivilweg zu verweisen ist; 

- 10 - 

  - der L._____ Versicherung anstelle der Gemeindeverwaltung 

M._____ (Dossier 13), bei der die Schadenersatzpflicht im Grund-

satz anerkannt wird, die zur Bestimmung des Quantitativs auf den 

Zivilweg zu verweisen ist; 

  - der Politischen Gemeinde R._____ und der Schützengesellschaft 

Q._____ (Dossier 19), bei der die Schadenersatzpflicht im Grund-

satz anerkannt wird, die zur Bestimmung des Quantitativs jedoch 

auf den Zivilweg zu verweisen ist; 

  - der AE._____ Schweiz AG (Dossier 26) und von AG._____, bei 

denen die Schadenersatzpflicht resp. die Genugtuungspflicht 

(betr. AG._____) im Grundsatz anerkannt wird, die zur Bestim-

mung des Quantitativs auf den Zivilweg zu verweisen sind; 

  - der AI._____ Genossenschaft und von AK._____ (Dossier 27), 

bei denen die Schadenersatzpflicht resp. die Genugtuungspflicht 

(betr. AK._____) im Grundsatz anerkannt wird, die zur Bestim-

mung des Quantitativs jedoch auf den Zivilweg zu verweisen sind; 

 6. Dispositivziffer 16 und 17 seien zu bestätigen soweit sie von einer an-

deren Partei angefochten werden; 

 7. Dispositivziffer 19 sei in dem Sinne aufzuheben, dass die Kosten nach 

Massgabe des Obsiegens im Berufungsverfahren neu festzusetzen 

seien, diese jedoch infolge Uneinbringlichkeit umgehend abzuschrei-

ben seien. 

c) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 106 S. 1 f.) 

1. Die beiden Beschuldigten seien im Sinne der Anklageschrift vom 

10. April 2015 schuldig zu sprechen, mithin seien sämtliche Frei-

sprüche 

- 11 - 

 - betr. B._____ gemäss Ziffer 2 des Urteilsdispositivs, also Dossier 

Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33, 34 der Anklageschrift 

- betreffend A._____ gemäss Ziffer 4 des Urteilsdispositivs, also Dossi-

er 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33, 34 der Anklageschrift 

 aufzuheben.  

2. Die Berufungen der Beschuldigten seien abzuweisen. 

3. B._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren zu bestrafen. 

4. A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 7 ½ Jahren zu bestrafen. 

5. Bei beiden Beschuldigten sei die bis heute erstandene Haft an die 

Freiheitsstrafe anzurechnen. 

6. Es sei festzustellen, dass bezüglich beider Beschuldigten die Ziffern  

8 - 14 des Dispositivs des Urteils des Bezirksgerichts Andelfingen in 

Rechtskraft erwachsen sind. 

7. Es sei über die Forderung der Privatkläger gemäss Ziffer 17 des  

Dispositivs betr. Dossier 4, 8, 15, 37, 38, 12, 33 der Anklageschrift zu 

befinden. 

 

Erwägungen: 

I. Verfahrensgang / Prozessgeschichte 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Der Verlauf des Verfahrens bis zum vorinstanzlichen Urteil ergibt sich aus 

dem Entscheid vom 21. August 2015 (Urk. 72).  

1.2. Der Beschuldigte A._____ wurde mit dem vorstehend aufgeführten Urteil 

des mehrfachen bandenmässigen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. 

- 12 - 

Ziff. 3 Abs. 2 StGB, des mehrfachen bandenmässigen Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung im 

Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne 

von Art. 186 StGB, des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetz im Sin-

ne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 lit. g WG sowie der mehrfachen Über-

tretung des Strassenverkehrsgesetzes im Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. 

Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 32 Abs. 2 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. a VRV schuldig ge-

sprochen. Von den Anklagevorwürfen gemäss den Dossiers Nr. 35, 4, 6, 8, 37, 

38, 12, 14, 15, 16, 28, 33 und 34 der Anklageschrift vom 10. April 2015 der 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich wurde der Beschuldigte freigespro-

chen. Er wurde mit einer Freiheitsstrafe von 5 ½ Jahren, abzüglich 570 Tage er-

standener Untersuchungs- und Sicherheitshaft, und einer Busse von Fr. 300.- be-

straft. Bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse wurde eine Ersatzfreiheitsstrafe 

von 3 Tagen festgesetzt. Schliesslich wurde über diverse beschlagnahmten Ge-

genstände und über diverse Zivilforderungen entschieden (Urk. 72 S. 206-212). 

1.3. Das Urteil wurde den Parteien am 21. August 2015 mündlich eröffnet 

(Prot. I S. 48). Mit Eingaben vom 24. August 2015 meldeten sowohl der amtliche 

Verteidiger des Beschuldigten (Urk. 40) als auch die Staatsanwaltschaft IV des 

Kantons Zürich (Urk. 41) Berufung an.  

1.4. Mit Beschluss vom 16. März 2016 berichtigte die Vorinstanz Ziff. 15 al. 4 

des Urteilsdispositivs (Urk. 69).  

1.5. Das begründete Urteil (Urk. 70 = Urk. 72) konnte am 17. März 2016 der 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich und am 21. März 2016 dem amtlichen 

Verteidiger zugestellt werden (Urk. 71/1-2).  

1.6. Die Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich da-

tiert vom 21. März 2016 (Urk. 73). Mit Eingabe vom 4. April 2016 reichte der Be-

schuldigte eine eigene Berufungserklärung ein (Urk. 74) und liess am 6. April 

2016 durch seinen amtlichen Verteidiger eine weitere Berufungserklärung ein-

reichen (Urk. 76). 

- 13 - 

1.7. Mit Präsidialverfügung vom 15. April 2016 (Urk. 80) wurde die Kontrolle der 

ein- und ausgehenden Post des Beschuldigten während der Sicherheitshaft der 

Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich übertragen. Sodann wurde dem amtli-

chen Verteidiger eine Kopie der Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft und 

eine Kopie der Eingabe des Beschuldigten zugestellt. Der Staatsanwaltschaft 

wurde je eine Kopie der Eingabe des Beschuldigten und der Berufungserklärung 

des amtlichen Verteidigers zugestellt. Dem Beschuldigten wurde Frist angesetzt, 

um die Berufungserklärung zu verdeutlichen und insbesondere anzugeben, wie 

das Urteilsdispositiv des Berufungsurteil seiner Ansicht nach lauten sollte (Urk. 80 

S. 3). Mit Schreiben vom 20. April 2016 stellte der Beschuldigte den Antrag auf 

Wechsel der amtlichen Verteidigung zu Rechtsanwältin lic. iur. X2._____ 

(Urk. 82). Mit Präsidialverfügung vom 26. April 2016 wurde dem amtlichen Vertei-

diger, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, die Eingabe des Beschuldigten zugestellt 

und Frist zur obligatorischen Stellungnahme zum Gesuch um Wechsel der amtli-

chen Verteidigung angesetzt (Urk. 84). Die Stellungnahme des amtlichen Vertei-

digers, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, datiert vom 2. Mai 2016 (Urk. 86). Am sel-

ben Tag präzisierte der amtliche Verteidiger die Berufungsanträge (Urk. 88). Mit 

Präsidialverfügung vom 4. Mai 2016 wurde der Beschuldigte aufgefordert darzu-

legen, aus welchen Gründen und inwiefern das Vertrauensverhältnis zu seinem 

amtlichen Verteidiger gestört sei (Urk. 89). Mit Schreiben vom 3. Mai 2016 führte 

der Beschuldigte aus, welche Punkte des vorinstanzlichen Urteils angefochten 

werden (Urk. 91). Am 11. Mai 2016 ging das Schreiben des Beschuldigten ein, 

worin er seinen Antrag um Wechsel des amtlichen Verteidigers begründet 

(Urk. 95). Die Eingaben des Beschuldigten wurden mit Präsidialverfügung vom 

11. Mai 2016 (Urk. 97) je dem amtlichen Verteidiger und der Staatsanwaltschaft 

zugestellt. Dem amtlichen Verteidiger wurde Frist angesetzt, um zur Eingabe des 

Beschuldigten Stellung zu nehmen. Gleichzeitig wurde sowohl dem Beschuldigten 

als auch der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um bezüglich der Berufung der 

Gegenseite Anschlussberufung zu erheben oder Nichteintreten auf die Berufung 

zu beantragen. Der Staatsanwaltschaft sowie den Privatklägern wurde eine Kopie 

der Berufungserklärung des Beschuldigten zugestellt, um gegebenenfalls An-

- 14 - 

schlussberufung zu erheben der Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen 

(Urk. 97 S. 2).  

1.8. Mit Eingabe vom 19. Mai 2016 (Urk. 100) teilte die Staatsanwaltschaft IV 

des Kantons Zürich den Verzicht auf Anschlussberufung mit und reichte die Be-

legungsliste des BA._____ Pubs (Urk. 102) zu den Akten.  

1.9. Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ nahm mit Eingabe vom 30. Mai 2016 Stel-

lung zum Antrag des Beschuldigten auf Wechsel der amtlichen Verteidigung und 

reichte gleichzeitig für dieses Teilverfahren seine Honorarnote ein (Urk. 103).  

1.10. Mit Schreiben vom 4. Juni 2016 beantragte der Beschuldigte das Nicht-

eintreten auf die Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft und falls dem nicht 

entsprochen würde, Anschlussberufung (Urk. 106).  

1.11. Mit E-Mail vom 6. Juni 2016 teilte Rechtsanwältin lic. iur X2._____ auf ent-

sprechende Anfrage mit, dass sie die amtliche Verteidigung des Beschuldigten 

übernehme (Urk. 108).  

1.12. Mit Eingabe vom 7. Juni 2016 teilte der amtliche Verteidiger des Beschul-

digten, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, dem Gericht mit, dass weder Anschluss-

berufung erhoben noch ein Nichteintreten auf die Berufung der Staats-

anwaltschaft beantragt werde (Urk. 109). 

1.13. In der Folge wurde mit Präsidialverfügung vom 9. Juni 2016 Rechtsanwalt 

lic. iur. X1._____ mit Wirkung ab 31. Mai 2016 als amtlicher Verteidiger des Be-

schuldigten entlassen. Gleichzeitig wurde Rechtsanwältin lic. iur. X2._____ mit 

Wirkung ab 31. Mai 2016 als neue amtliche Verteidigerin eingesetzt und darauf 

hingewiesen, dass diese Bestellung als Besuchsbewilligung gelte (Urk. 111).  

1.14. Am 19. August 2016 wurde auf den Montag, 14. November 2016, zur Beru-

fungsverhandlung vorgeladen (Urk. 122 und 123).  

1.15. Am 14. November 2016 fand die Berufungsverhandlung statt (Prot. II 

S. 11 ff.) 

- 15 - 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Die Berufung des Beschuldigten richtet sich – abgesehen vom Schuld-

spruch wegen mehrfacher Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes – gegen 

den Schuldpunkt (Dispositiv-Ziffer 3) gegen die Sanktion (Dispositiv-Ziffer 6 u. 7) 

und teilweise gegen den Entscheid über die Zivilforderungen (Dispositiv-Ziffer 15) 

(Urk. 128 S. 2, Prot. II S. 15). 

2.2. Die Berufung der Staatsanwaltschaft richtet sich gegen sämtliche Freisprü-

che (Dispositiv-Ziffer 4), gegen die Bemessung der Strafe (Dispositiv-Ziffer 6) und 

das Nichteintreten auf die Forderung der Privatkläger (Dispositiv-Ziffer 17) 

(Urk. 131S. 1 f.).  

2.3. Nicht angefochten und demgemäss in Rechtskraft erwachsen ist der 

Schuldspruch betreffend die mehrfache Übertretung des Strassenverkehrsgeset-

zes gemäss Dispositiv-Ziffer 3, die Einziehungen gemäss Dispositiv-Ziffern 8 und 

9, die Herausgabe von diversen beschlagnahmten Gegenstände an den Beschul-

digten gemäss Dispositiv-Ziffern 10,12 und14, die Verweisung von diversen Pri-

vatklägern auf den Weg des Zivilprozesses gemäss Dispositiv-Ziffer 16, die Kos-
tenfestsetzung gemäss Dispositiv-Ziffer 18, die Abschreibung der Kosten gemäss 

Dispositiv-Ziffer 19, die Übernahme der Kosten der amtlichen Verteidigungen auf 

die Gerichtskasse gemäss Dispositiv-Ziffern 20 und die Entschädigung des amt-

lichen Verteidigers gemäss Dispositiv-Ziffer 22.  

2.4. Die Rechtskraft der entsprechenden Dispositivziffern des vorinstanzlichen 

Urteils ist vorab mittels Beschluss festzustellen (Art. 399 Abs. 3 StPO in Verbin-

dung mit Art. 402 und 437 StPO).  

3. Formelles 

3.1. Nachfolgend wird verschiedentlich auf die zutreffenden Erwägungen der 

Vorinstanz verwiesen. Dies geschieht in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO,  

ohne dass dies bei jedem Hinweis ausdrücklich erwähnt wird.  

3.2. Die urteilende Instanz muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten ein-

lässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich wider-

- 16 - 

legen (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1.; BGE 139 IV 179 IV 179 E. 2.2; BGE 138 IV 81 

E. 2.2., je mit Hinweisen). Die Berufungsinstanz kann sich somit auf die für ihren 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken.  

II. Beweisanträge 

Beweisanträge sind von der Verteidigung bis dato keine gestellt worden.  

III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung 

A. Ausgangslage 

1. Der Beschuldigte beantragt in seiner Berufung – neben den Freisprüchen des 

vorinstanzlichen Urteils – zusätzliche Freisprüche betreffend die Dossiers 26 und 

36. Im übrigen hat er – mit Ausnahme der Tatbestandsqualifikation der Banden-

mässigkeit bei den Tatbeständen des Raubes und des Diebstahls – die erfolgten 

Schuldsprüche anerkannt (Urk. 128 S. 2). Die Sachverhalte gemäss den Dossiers 

1, 2, 3, 5, 7, 9, 10, 11, 13, 17, 18, 19, 20, 21, 23, 24, 25 und 27 sind daher nicht 

mehr zu erstellen. Das bestrittene Qualifikationsmerkmal der Bandenmässigkeit 

ist bei der rechtlichen Würdigung abzuhandeln (Ziff. 8).  

2. Die Staatsanwaltschaft ficht die Freisprüche betreffend der Dossiers Nr. 35, 4, 

6, 8, 37, 38, 12, 14, 15, 16, 28, 33 und 34 der Anklageschrift an und verlangt 

Schuldsprüche (Urk. 131 S. 2).  

3. Nachfolgend ist zu prüfen, ob die strittigen Sachverhalte aufgrund der Akten 

rechtsgenügend nachgewiesen werden können. Zu den konkreten Anklagevor-

würfen sei auf die Anklageschrift (Urk. 2) und das vorinstanzliche Urteil (Urk. 72) 

verwiesen. 

- 17 - 

B. Sachverhalt und rechtliche Würdigung der strittigen Dossiers 

1. Grundsätze der Beweiswürdigung 

Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid zutreffend die Grundsätze, nach denen ei-

ne Beweiswürdigung vorzunehmen ist, nachgezeichnet (Urk. 72 S. 21-24 lit. d). 

Darauf kann verwiesen werden.  

2. Vorbemerkungen zu den GPS-Daten 

2.1. Wie die Vorinstanz richtig ausführte (Urk. 72 S. 49 f. Ziff. 5), dienen zur Er-

stellung der Sachverhalte im Wesentlichen neben der Aussagen des Beschuldig-

ten und weiteren Beweismitteln, die vorhandenen GPS-Daten der vom Beschul-

digten und vom Mitbeschuldigten B._____ (Prozess-Nr. SB160156) gemieteten 

Fahrzeuge.  

2.2. Gemäss den Akten haben sowohl der Beschuldigte als auch der Mitbe-

schuldigte B._____ im fraglichen Zeitraum ab dem 20. Juni 2013 verschiedene 

Fahrzeuge gemietet, wobei sie jeweils sich selber und teilweise auch den anderen 

als Fahrer angegeben hatten. So ist auf den Mietverträgen für den Renault  

Twingo, ZH 1, und den Renault Clio, ZH 2, als Mieter und Lenker 1 B._____ und 

als Lenker 2 A._____ aufgeführt (Urk. O6 4/3, 4/6, 4/7). Auf den Mietverträgen für 

den VW Polo, ZH 3, den Renault Clio, ZH 4, und Opel Corsa, ZH 5, ist A._____ 

als Mieter und auch als Lenker 1 aufgeführt (Urk. O6 4/10, 4/11, 4/12, 4/13, 4/15, 

4/16). Auf der Rechnung an A._____ für den Opel Corsa, ZH 5, (Mietdauer 

7.11.2013 bis 08.01.2014) ist B._____ als Fahrer 2 aufgeführt (Urk. O7 2/8). Auf 

dem Mietvertrag für den Chevrolet Epica, TG 1, (Urk. O7 1/10 und 1/12, 4/2) und 

auf dem Mietvertrag für den Kia Rio, TG 2 (Mietdauer 11.01.2014 bis 21.01.2014) 

(Urk.O7 3/8) ist ebenfalls A._____ als Mieter aufgeführt.  

2.2.1. Am 13. Januar 2014 wurde BB._____, BC._____ AG, bei der Kantonspoli-

zei St. Gallen als Auskunftsperson befragt (Urk. D16 9/1). Auf den Vorhalt, wo-

nach sein Mietfahrzeug Marke Opel, ZH 5, am Donnerstag, 26. Dezember 2013, 

05.41 Uhr, in AJ._____, in einer Geschwindigkeitskontrolle erfasst worden sei, 

sagte BB._____, dass das Auto von A._____ am 7. November 2013 angemietet 

- 18 - 

worden sei und schilderte, wie es zu Verlängerungen der Mietdauer gekommen 

sei. Als keine Zahlung mehr erfolgt sei, habe er nach mehrmaligen Mahnungen 

am 8. Januar 2014 mit einem Zweitschlüssel das Auto abgeholt. Da sie in ihren 

Mietfahrzeugen GPS eingebaut hätten, habe er den Standort des Mietwagens or-

ten können (Urk. D16 9/1 S. 2 Antworten auf Frage 3-5). Auf die Frage, ob bei der 

Anmietung am 11. November 2013 noch eine weitere Person dabei gewesen sei, 

sagte BB._____, dass er sich nicht ganz sicher sei, ob B._____ am 11. November 

2013 auch dabei gewesen sei. Aber sie seien fast immer zusammen aufgetreten. 

Der Mietvertrag sei über A._____ gelaufen. Vom 20. Juni 2013 - 16. Juli 2013 ha-

be B._____ den Mietwagen, Renault Twingo, ZH 1, gemietet. Vom 16. Juli 2013 - 

2. September 2013 habe auch B._____ den Personenwagen, Renault Clio, ZH 2 

gemietet. Vom 2. September 2013 - 11. Oktober 2013 habe A._____ den Pw, VW 

Polo, ZH 3 gemietet. Vom 11. Oktober 2013 - 31. Oktober 2013 habe A._____ 

den Renault Clio, ZH 4, und schliesslich vom 7. November 2013 - 8. Januar 2014 

den Opel Corsa ZH 5 gemietet (Urk. D16 9/1 S. 2 f. Antwort auf Frage 6).  

2.3. Der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ haben nicht bestritten, 

dass die jeweiligen Fahrzeuge durch sie angemietet und auch von ihnen benutzt 

worden sind. Sie machen aber – bei den von ihnen bestrittenen Delikten – gel-

tend, dass auch andere Personen mit den Mietautos hätten fahren können. Ihre 

diesbezüglichen Aussagen sind nochmals aufzuführen:  

2.3.1. In der Befragung im Rahmen der Hauptverhandlung vom 4. August 2015 

(Urk. 25) führte der Mitbeschuldigte B._____ auf entsprechende Fragen aus, dass 

sie gemeinsam nach BD._____ zur Mietautofirma gegangen seien. Sie hätten Ar-

beit als Gerüstbauer gehabt, deshalb hätten sie ein Auto mieten wollen. Sie hät-

ten den Mietwagen gebraucht, um zu einer Baustelle zu fahren. Er habe aber kei-

nen Führerschein gehabt. Er habe auch die Autos gemietet, weil A._____ Schul-

den bei der Autovermietung gehabt habe. Auf die Frage, wer mit dem Auto gefah-

ren sei, sagte der Mitbeschuldigte B._____, dass er jedenfalls nicht gefahren sei, 

weil er keinen Führerschein gehabt habe. Jeder habe aber den Schlüssel nehmen 

können. Bis Ende 2013 habe er zwei Fahrzeuge auf seinen Namen gemietet 

(Urk. 25 S. 28 f.). Der Beschuldigte sagte dazu, dass es stimme, dass B._____ 

- 19 - 

das erste Auto auf seinen Namen gemietet habe. Der Grund, weshalb man ein 

solches Auto angeschafft habe, sei, dass man schlechte Busverbindungen von 

R._____ nach BE._____ gehabt habe. Sie hätten damals bei Gerüstbaufirmen in 

BE._____ und K._____ gearbeitet. Dafür hätten sie auch ein Auto gebraucht. Es 

sei richtig, dass er die Mietautofirma in BD._____ gekannt habe. Er habe damals 

gedacht, dass er dort noch Schulden habe aus einem früheren Mietvertrag. Er 

könne auch bestätigen, dass der Schlüssel des Autos immer allen Bewohnern 

dieses Gasthauses zugänglich gewesen seien. Es seien 13 andere Bewohner 

gewesen (Urk. 25 S. 30). Bezüglich der Mietkosten gab der Beschuldigte an, dass 

sie sich die Kosten hätten teilen wollen und der Mitbeschuldigte B._____ sagte 

aus, dass er auch etwas daran bezahlt habe. Er wisse aber nicht mehr, wieviel 

(Urk. 25 S. 30).  

Der Mitbeschuldigte B._____ bestätigte auf entsprechende Frage nochmals, dass 

die Schlüssel für alle zugänglich gewesen seien (Urk. 25 S. 32). Der Beschuldigte 

hielt dazu aber fest, dass niemand es gewagt hätte, das Auto von B._____ zu 

nehmen und damit abzuhauen. Es sei aber korrekt, dass die Zimmer immer offen 

gewesen seien. Der Mitbeschuldigte B._____ sagte auf die Frage, ob der Wagen 

von einem anderen Bewohner einmal genommen worden sei, das Folgende: 

"Nicht das ich wüsste. Es wäre aber denkbar". Es habe ihn niemand gefragt, ob er 

den Wagen benutzen dürfe (Urk. 25 S. 32). Auch der Beschuldigte sagte, dass er 

sich betreffend das erste Auto nicht daran erinnern könne, dass eine andere Per-

son damit gefahren sei (Urk. 25 S. 33). Auf die Frage, ob er auch niemanden sei-

nen Mietwagen überlassen habe, sagte der Mitbeschuldigte B._____ wörtlich: 

"Nein, definitiv nicht" (Urk. 25 S. 52).  

2.3.2. In der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte, er habe den gemie-

teten Renault Twingo und den Renault Clio nicht wissentlich einer Drittperson 

überlassen. Er könne nicht sagen, ob B._____ dies getan habe. Es sei aber gut 

möglich, dass eine Drittperson die beiden Autos ohne das Wissen der beiden Be-

schuldigten entwendet habe. Es gebe viele Leute, die im Wohnheim im BA._____ 

Pub gewohnt hätten. Seines Wissens habe es aber nur einen Schlüssel gegeben, 

welcher zu 50% bei ihm und zu 50% bei B._____ gewesen sei. B._____ sei sicher 

- 20 - 

auch ohne sein Wissen gefahren, das wisse er, da das Auto auch schon mal nicht 

da gestanden habe. Wenn er den Schlüssel nicht gehabt habe, sei er davon aus-

gegangen, dass B._____ diesen habe. Ob dann ein Dritter mit dem Auto gefahren 

sei, könne er nicht beantworten. B._____ sei gefahren, obschon er keinen Füh-

rerschein besessen habe (Urk. 126 S. 10 f., S. 14). 

Der Mitbeschuldigte B._____ erklärte dagegen, er sei nicht gefahren, da er keinen 

Führerschein besitze. A._____ behaupte viel. Seines Wissens habe es nur einen 

Schlüssel gegeben, welcher entweder bei ihm oder bei A._____ im Zimmer gele-

gen habe. Jeder habe Zugang zum Schlüssel gehabt. Er habe die Verträge unter-

schrieben, weil A._____ ihn wegen vermeintlicher Schulden bei der Mietautofirma 

darum gebeten habe. Auf die Frage, wieso der Schlüssel dann überhaupt bei ihm 

im Zimmer gewesen sei, obschon er nie gefahren sei, erklärte er, dass A._____ 

jederzeit Zugang dazu gehabt hätte und er darum nicht sehe, wo das Problem sei. 

Wenn er dabei gewesen sei, sei A._____ gefahren. Auf entsprechende Fragen 

gab er zu Protokoll, er habe die Mietwagen nie einer Drittperson überlassen. Er 

könne nicht sagen, ob A._____ dies getan habe. Er wüsste nicht, dass eine Dritt-

person eines der beiden Autos je entwendet hätte. Möglich sei aber alles. Er wis-

se jedoch nicht, wer dafür in Frage käme und habe auch keine entsprechenden 

Feststellungen gemacht, dass das Auto anders parkiert gewesen wäre, weniger 

Benzin gehabt hätte oder schmutziger gewesen wäre. Er bestreite, je mit den bei-

den Autos gefahren zu sein, da er keinen Führerausweis habe (Urk. 127 S. 5 ff., 

S. 13). 

2.4. Die Angaben des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ zeigen, 

dass es zwar rein theoretisch möglich gewesen wäre, dass eine Drittperson sich 

der Autoschlüssel und damit der Mietfahrzeuge bemächtigt hätte. Beide Beschul-

digte hielten aber fest, dass sie die Schlüssel nicht wissentlich einer Drittperson 

überlassen hätten. Die Annahme einer möglichen Dritttäterschaft, welche mit den 

vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ gemieteten Fahrzeugen 

die entsprechenden Deliktsorte angefahren hat, erweist sich damit als rein hypo-

thetisch.  

- 21 - 

2.5. Es ist davon auszugehen, dass die Mietfahrzeuge in den fraglichen Zeit-

räumen einzig vom Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ benutzt 

worden sind.  

3. Dossier 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14, 15 

3.1. Sachverhalt 

3.1.1. Die Anklagesachverhalte der Dossiers 35, 4, 6, 8, 37, 38, 12, 14 und 15 er-

geben sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 6 f., S. 9 f., S. 12-14, S. 17, S. 19 f.). 

Die jeweiligen Anklagesachverhalte wurden von der Vorinstanz richtig zusam-

mengefasst (Urk. 72 S. 36-38 lit. C Ziff. 1 lit. b-i).  

3.1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten von diesen Anklagesachverhalten 

freigesprochen (Urk. 72 S. 52).  

3.1.3. Die Staatsanwaltschaft ficht die Freisprüche an und führt dazu aus, dass in 

sämtlichen Dossiers, bei denen nicht mindestens einer der beiden Beschuldigten 

geständig gewesen sei, ein Freispruch erfolgt sei. Angesichts der erdrückenden 

Beweislage, welche vor dem Bezirksgericht Andelfingen dargelegt worden sei, 

seien die Freisprüche betreffend die Einbruchdiebstähle (Dossier 35, 4, 6, 8, 37, 

38, 12, 14, 15) nicht nachvollziehbar. Die Vorinstanz habe zwar zutreffend festge-

halten, dass die Annahme, eine unbekannte Drittperson habe die von B._____ 

und A._____ gemieteten Autos entwendet, für die Delikte gebraucht und danach 

unbemerkt wieder zurückgestellt, lebensfremd sei. Die Schlussfolgerung aus die-

sen deutlichen Feststellungen sei dann aber gewesen, dass dennoch nicht zwei-

felsfrei feststehe, dass die Beschuldigten die vorgeworfenen Delikte begangen 

hätten (Urk. 73 S. 3, Urk. 131 S. 4 f.).  

3.1.4. Die Vorinstanz hat die Beweismittel zu den einzelnen Sachverhalten zutref-

fend bezeichnet und ist auf diese eingegangen. Sie hat dazu ausgeführt, dass der 

Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ in den vorliegenden Fällen weitge-

hend einzig aufgrund der GPS-Daten der jeweils vom Mitbeschuldigten B._____ 

gemieteten Fahrzeuge Renault Twingo, ZH 1, und Renault Clio, ZH 2, mit den De-

likten in Verbindung gebracht worden seien. Durch die GPS-Daten sei in allen 

- 22 - 

Fällen erstellt, dass sich das jeweilige Mietfahrzeug zu den Tatzeiten in unmittel-

barer Umgebung zu den Tatorten befunden hätten. Die Vorinstanz äussert sich 

weiter zu all den Indizien, die für eine Täterschaft des Beschuldigten und des Mit-

beschuldigten B._____ sprächen und würdigt auch deren Angaben, wonach es 

möglich sei, dass auch andere Personen mit den Mietautos gefahren seien.  

3.1.5. Weiter führt die Vorinstanz durchaus richtig und nachvollziehbar aus, wel-

che weiteren Umstände ebenfalls für die Täterschaft des Beschuldigten und des 

Mitbeschuldigten B._____ sprechen (Urk. 72 S. 50 f.). Sie kommt dann aber zum 

Schluss, dass selbst wenn davon auszugehen sei, dass der Beschuldigte und der 

Mitbeschuldigte B._____ diesbezüglich mehr wissen würden, als sie zugäben, 

könne dadurch noch nicht zweifelsfrei davon ausgegangen werden, dass der Be-

schuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ selber die vorgeworfenen Delikte be-

gangen hätten. Weitere Beweismittel, wie etwa ein verwertbares DNA-Profil, die 

eindeutig für ihre Täterschaft in diesen Fällen sprächen, würden nicht vorliegen 

(Urk. 72 S. 51 f.).  

3.1.6. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz ist zutreffend. Es ist aufgrund der 

GPS-Daten davon auszugehen, dass die jeweils gemieteten Fahrzeuge sich zu 

den Tatzeiten in der Nähe der Tatorte befanden. Weitere Indizien oder Beweis-

mittel für die Täterschaft des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ 

liegen nicht vor. Allein gestützt auf die GPS-Daten lassen sich die entsprechen-

den Taten dem Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ jedoch nicht 

zuordnen. Es wäre nämlich auch denkbar, dass einer der beiden diese Delikte al-

lein oder mit einer Drittperson begangen hat. Demzufolge ist der Beschuldigte mit 

der Vorinstanz in dubio pro reo von den Anklagevorwürfen der Dossiers 35, 4, 6, 

8, 37, 38, 12, 14 und 15 freizusprechen.  

 

 

 

- 23 - 

4. Dossier 36 

4.1. Sachverhalt 

4.1.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 9). Eine 

zutreffende Zusammenfassung findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 72 

S. 52 lit. D Ziff. 1).  

4.1.2. Der Beschuldigte anerkannte den äusseren Sachverhalt (Urk. D36 5 

S. 1 ff.; O4 1 S. 14 ff. und Urk. D36 3 S 23; Urk. 25 S. 59), machte aber geltend, 

über die Einbruchsabsichten von B._____ nichts gewusst zu haben. Ebenfalls be-

stritt er, dass beim Einbruch etwas gestohlen worden sei bzw. machte geltend, 

dass er nichts von der Beute gewusst habe (Urk. D36 5 S. 2 und S. 5; Urk. 25 

S. 60). Im Rahmen der Berufungsverhandlung gab er zu Protokoll, er habe nur 

gesehen, dass B._____ das Tor aufgebrochen habe. Er habe im Wald gesessen 

und gewartet (Urk. 126 S. 9). 

4.1.3. Der Mitbeschuldigte B._____ bestritt, etwas mit der Sache zu tun zu haben 

(Urk. O4 1 S. 16 und Urk. O4 3 S. 23, Urk. 25 S. 60).  

4.1.4. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel richtig aufgeführt (Urk. 72 

S. 53 lit. b) und zutreffend gewürdigt (Urk. 72 S. 53 ff.). Darauf ist zu verweisen.  

4.1.5. Ergänzend ist anzufügen, dass das Delikt in der Nacht vom 18./19. Juli 

2013, um 02.03 Uhr, bereits der fünfte Einbruch war, der dem Beschuldigten und 

dem Mitbeschuldigten B._____ zugeordnet werden kann. Entgegen der Behaup-

tung des Beschuldigten, von den Einbruchsabsichten des Mitbeschuldigten 

B._____ vorgängig nichts gewusst zu haben, musste ihm der Zweck auch dieses 

gemeinsamen nächtlichen Ausfluges deshalb klar gewesen sein. Die Aussage, 

B._____ habe ihm gesagt, er wolle spazieren gehen und etwas schauen, ist je-

denfalls angesichts der nächtlichen Stunde dieses Ausflugs lebensfremd. Gestützt 

auf die Aussagen des Beschuldigten, er habe bemerkt, dass B._____ einen Ein-

bruch machen wolle, als er die Tür zum Gelände aufgebrochen habe (Urk. O 4 1 

S. 15 f.), ist zu konstatieren, dass der Beschuldigte spätestens zu diesem Zeit-

punkt den Tatentschluss und das Vorgehen von B._____ gebilligt hat.  

- 24 - 

4.1.6. Gemäss Polizeirapport wurden bei diesem Einbruch vier Bier und vier 

Chips-Packungen gestohlen (Urk. D36 1 S. 4). Die Verteidigung des Mitbeschul-

digten B._____s stellt sich auf den Standpunkt, das Deliktsgut könne nicht erstellt 

werden, da die Geschädigte nicht befragt worden sei (Urk. 32 S. 21). Der Be-

schuldigte bestritt stets, dass etwas gestohlen worden sei bzw. von einer Beute 

zu wissen. Mangels weiterer Belege über das Deliktsgut ist in dubio pro reo davon 

auszugehen, dass beim Einbruch in das Areal der Badi BF._____ keine Beute 

gemacht wurde. Im Übrigen ist der Sachverhalt gemäss Dossier 36 erstellt.  

4.2. Rechtliche Würdigung 

Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist mit der Einschränkung zutreffend, 

dass es sich beim Diebstahl um einen Versuch handelt (Urk. 72 S. 59 f. Ziff. 2). 

Dieser geht jedoch in den übrigen vollendeten qualifizierten Delikten des ban-

denmässigen Diebstahls auf (BGE 123 IV 113 E. 2d für Gewerbsmässigkeit, zur 

Bandenmässigkeit unten Ziff. 8) und wird deshalb im Dispositiv nicht explizit er-

wähnt.  

5. Dossier 26 

5.1. Sachverhalt 

5.1.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 30 f.) 

und wurde von der Vorinstanz zutreffend zusammengefasst (Urk. 72 S. 139 f. 

Ziff. 1).  

5.1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten des Raubes im Sinne von Art. 140 

Ziff. 1 StGB und des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 

Abs. 1 WG i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. g WG schuldig gesprochen, wobei sie beim 

Raub von Bandenmässigkeit im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 2 

StGB ausging.  

5.1.3. Der Mitbeschuldigte B._____ hat den Schuldspruch betreffend Raub – mit 

Ausnahme der Qualifikation der Bandenmässigkeit und des Vergehens gegen das 

Waffengesetz – akzeptiert.  

- 25 - 

5.1.4. Der Beschuldigte verlangt einen Freispruch (Urk. 128 S. 2). Anlässlich der 

Berufungsverhandlung liess er dazu ausführen, dass die Begründung der Vor-

instanz in keiner Weise überzeuge. Es stimme nicht, dass B._____ die angebli-

chen Tathandlungen des Beschuldigten konstant beschrieben habe. Gegenteili-

ges sei der Fall: Er wolle ja weder gesehen haben, was der andere Täter mit den 

Frauen im Nebenraum gemacht habe bzw. wie die Frauen gefesselt worden sei-

en, noch wolle er etwas von einer Pistole bemerkt haben. Umso erstaunlicher sei 

es, der Begründung der Vorinstanz nachfolgend zu entnehmen, es handle sich 

um Schutzbehauptungen von B._____, wenn er verneine, gewusst zu haben, 

dass der andere Täter eine Imitationswaffe verwendet habe und Gleiches gelte für 

das geltend gemachte Nichtwissen um die Fesselung. Die Argumentation der Vo-

rinstanz sei in sich widersprüchlich und ihre Begründung vermöge folglich nicht zu 

überzeugen. Hinzu käme, dass sich – wie bereits vor Vorinstanz erwähnt – bei 

diesem Raub einige Merkmale von den anderen augenfällig unterscheiden wür-

den: Die Tatzeit nach Ladenschluss statt früh morgens und weisse Kabelbinder 

statt schwarze. Ausserdem würden keine mit dem Tatort und der Tatzeit korres-

pondierende Randdaten des Mobiltelefons des Beschuldigten vorliegen. Deshalb 

könne der in der Anklageschrift im Dossier 26 aufgeführte Sachverhalt nicht als 

rechtsgenügend erstellt gelten, weshalb der Beschuldigte dem Grundsatz in dubio 

pro reo folgend freizusprechen sei (Urk. 128 S. 3 f.).  

5.1.5. Es kann auf die differenzierten und zutreffenden Erwägungen der Vor-

instanz verwiesen werden (Urk. 72 S. 149 ff.). Es wurde im vorinstanzlichen Urteil 

korrekt erwogen, dass der Mitbeschuldigte B._____ betreffend die Tatbeteiligung 

des Beschuldigten konstant aussagte und lediglich in Bezug auf seinen eigenen 

Tatbeitrag widersprüchliche Ausführungen machte und diesen zu verharmlosen 

versuchte. Weiter stand der vom Beschuldigten gemietete Opel Corsa gemäss 

den GPS-Daten am Vortag des Überfalls wie auch zur Tatzeit nur gerade 500 Me-

ter vom Tatort entfernt an der BG._____-Strasse ... in BH._____ (Urk. D26 8/5 

S. 4, D26 8/6 S. 4; vgl. google maps). Im Übrigen wurde der Opel Corsa gemäss 

der GPS-Auswertung um 21.25 Uhr am Tattag, also nur kurz vor dem Raub, am 

Tatort an der BI._____-Strasse ... geortet (Urk. D26 8/5 S. 3). Dann zahlte der 

Beschuldigte nur gerade zwei Stunden nach der Tat insgesamt Fr. 4'599.35 auf 

- 26 - 

eines seiner Konten ein, wobei in den folgenden Tagen weitere Einzahlungen von 

insgesamt Fr. 6'925.85 folgten. Schliesslich stammte der sichergestellte Fuss-

sohlenabdruck eindeutig von der Sohle des Arbeitsschuhs, der unbestrittener-

massen (Urk. 126 S. 8) immer im Kofferraum des vom Beschuldigten benutzten 

Fahrzeugs lag (zum Ganzen Urk. 72 S. 148 f. m. w. H.). Die auch heute wieder 

geäusserte These des Beschuldigten, wonach ein Dritter oder B._____ diesen 

Schuh zur Begehung der Tat verwendet habe (Urk. 126 S. 8), erscheint mit der 

Vorinstanz nicht wahrscheinlich (Urk. 72 S. 151). Weiter erwecken die bei dieser 

Tat verwendeten weissen statt wie bei den übrigen Taten schwarzen Kabelbinder  

allein keine ernsthaften Zweifel an der Tatbeteiligung des Beschuldigten. Bezüg-

lich der angeblich anderen Tatzeit als üblich ist festzuhalten, dass vier Raubüber-

fälle (Dossiers 16, 20, 21 und 27) zwischen ca. 4 und 6 Uhr morgens stattfanden, 

der Raubüberfall auf die Postfiliale BJ._____ dagegen um ca. 18 Uhr (Dossier 

23), derjenige auf die Postfiliale in BK._____ um ca. 9 Uhr morgens (Dossier 25) 

und derjenige auf die Postfiliale in BL._____ um ca. 11.15 Uhr (Dossier 28) (vgl. 

Urk. 2). Es war also mitnichten so, dass die übrigen Raubtaten alle früh morgens 

begangen worden wären. Die dem Beschuldigten nachweisbaren Raubtaten wur-

den folglich zu unterschiedlichen Tageszeiten begangen.   

Durch die erwähnten weiteren Indizien, die Aussagen des Mitbeschuldigten 

B._____ sowie die Aussagen der Geschädigten verdichten sich die Hinweise auf 

eine Tatbeteiligung des Beschuldigten vielmehr derart, dass keine vernünftigen 

Zweifel mehr daran bestehen.  

Mit der Vorinstanz ist deshalb davon auszugehen, dass der Sachverhalt erstellt ist 

(Urk. 72 S. 152).  

5.2. Rechtliche Würdigung 

Hinsichtlich der rechtlichen Qualifikation des Sachverhalts ist auf die nachfolgen-

de Ziffer 8. zu verweisen.  

 

- 27 - 

6. Dossier 16 

6.1. Sachverhalt 

6.1.1. Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 21). 

Die Vorinstanz hat diesen korrekt zusammengefasst (Urk. 72 S. 159 lit. T Ziff. 1), 

worauf zu verweisen ist.  

6.1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten von diesem Vorwurf frei gesprochen, 

mit der Begründung, dass die GPS-Daten selber sowie die Randdatenidentifika-

tion seine Anwesenheit am Tatort nicht belegen könnten (Urk. 72 S. 163). In Be-

zug auf das im Mundbereich von Frau BM._____ gefundene Spurenasservat, bei 

dem der Beschuldigte als Spurengeber nicht ausgeschlossen werden kann 

(Urk. D16 7/13), hielt die Vorinstanz fest, dass die DNA nur von den Handschu-

hen des Täters stammen könne. Der Beschuldigte habe dazu glaubhaft ausge-

führt, dass seine Handschuhe immer im Kofferraum des Autos gelegen hätten. 

Anders als bei Schuhen, die selten untereinander ausgetauscht würden, sei es 

bei Handschuhen (recte: nicht) abwegig, dass sie gelegentlich auch von anderen 

Personen genommen würden. Es sei deshalb auch mit der Möglichkeit zu rech-

nen, dass eine andere Person bei der Deliktsbegehung die Handschuhe des Be-

schuldigten getragen habe. Weiter gelte es zu bemerken, dass Frau BM._____ 

einen auffälligen Gang des Täters bemerkt habe wolle. Ein solcher habe aber we-

der beim Beschuldigten noch beim Mitbeschuldigten B._____ beobachtet werden 

können. Schliesslich lasse sich auch aus den Aussagen von Frau BN._____ keine 

Schlüsse auf die Täterschaft ziehen. Es sei erwiesen, dass das vom Beschuldig-

ten und vom Mitbeschuldigten B._____ gemietete silberne Fahrzeug zur Tatzeit 

an diesem Ort abgestellt gewesen sei und es sich bei den von Frau BN._____ 

gesehenen Personen höchstwahrscheinlich um die Täterschaft gehandelt habe. 

Jedoch habe Frau BN._____ die Personen nicht identifizieren können (Urk. 72 

S. 164).  

6.1.3. Die Staatsanwaltschaft hat den Freispruch angefochten und dazu in der Be-

rufungserklärung und anlässlich der Berufungsverhandlung ausgeführt, dass die 

Indizienkette (DNA des Beschuldigten am Opfer, Auto des Beschuldigten und des 

- 28 - 

Mitbeschuldigten B._____ sei gemäss GPS Daten zur Tatzeit vor Ort gewesen, 

Täter hätten hochdeutsch gesprochen, zwei Täter seien gesehen worden, wenige 

Stunden vor dem Raubversuch seien der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte 

B._____ gemäss Randdatenerhebung und GPS-Daten gemeinsam im Auto un-

terwegs gewesen) sei derart erdrückend, dass nur ein Schuldspruch erfolgen 

könne (Urk. 73 S. 3, Urk. 131 S. 5).  

6.1.4. Die Vorinstanz hat die zur Verfügung stehenden Beweismittel richtig aufge-

führt (Urk. 72 S. 160 lit. b). Sie hat sodann die Aussagen des Beschuldigten und 

des Mitbeschuldigten B._____ ausführlich wiedergegeben (Urk. 72 S. 160 f. lit. c).  

6.1.4.1. Die Geschädigte BM._____, Shopinhaberin der BO._____ Tankstelle,  

E._____, wurde am 24. August 2013 von der Kantonspolizei Zürich befragt 

(Urk. D16 3/1). Sie schilderte, wie sie am frühen Morgen des 24. August 2013 mit 

ihrem Auto an ihrem Arbeitsort eingetroffen sei und von der Rückbank eine flache 

Kartonschachtel behändigt habe. Sie sei dann in Richtung Hintereingang gegan-

gen und habe diese Kartonschachtel neben dem Haupteingang fallen lassen. Es 

habe von der Schachtel einen lauten Knall gegeben. Sie habe noch gedacht, ups, 

dies sei jetzt auch noch laut gewesen, da es gehallt habe. Aus Reflex habe sie 

sich umgekehrt und habe niemanden erschrecken oder aufwecken wollen in der 

Nachbarschaft. Als sie sich gedreht habe, habe sie plötzlich eine Person erkannt. 

Diese habe so ausgesehen, sprich, habe so eine "gorillaartige" Bewegung ge-

macht. Es habe so ausgesehen, als ob sich diese Person auf dem Boden abgefe-

dert und dabei die beiden Arme und Hände in die Höhe gehalten habe. Vermutlich 

sei diese Person von der dortigen Stützmauer auf den Parkplatz herunterge-

sprungen (Urk. D16 3/1 S. 2 Frage und Antwort Nr. 8). Den weiteren Verlauf 

schilderte BM._____ wie folgt: "Plötzlich erkannte ich, dass diese Person eine 

Maske trug. Dieser kam gleichzeitig auf mich zu. Ich lief gleichzeitig automatisch 

retour in Richtung Tankstelle, Haupteingang. Weil dort mehr Licht war. Ich schrie 

schon da, als ich diesen Mann mit der "Töffmaske" erkannte. Der Mann packte 

mich und versuchte gleichzeitig meinen Mund zuzuhalten, da ich laut schrie. Ich 

habe keine Worte geschrien, sondern habe einfach gekreischt. Plötzlich fiel ich zu 

Boden, ich weiss aber nicht mehr warum. Dabei konnte ich ihm die "Töffmaske" 

- 29 - 

einen Teil vom Gesicht einreissen. Dies auf der linken Seite von mir aus gesehen. 

Die Maske ging dabei kaputt. Ich konnte das Gesicht des Täters nicht erkennen. 

Ich konnte auch keine anderen speziellen Merkmale erkennen. Es ging so 

schnell, ich kann nicht sagen, ob ich gestolpert oder vom Täter gestossen wurde. 

Der Täter drückte mir erneut den Mund mit seiner Hand zu. Dabei bemerkte ich, 

dass dieser Gartenhandschuhe oder Handwerkerhandschuhe mit kleinen Gummi-

noppen trug. Gleichzeitig wurde ich in Hochdeutsch von ihm angesprochen mit 

den Worten: 'Halt deine Fresse, sonst steche ich dich ab'. Er wiederholte sich 

zwei oder dreimal mit denselben Worten in Hochdeutsch: 'Halt die Fresse' 

(Urk. D16 3/1 S. 2 Antwort auf Frage 9). Den Täter beschrieb BM._____ mit 

Stichworten unter anderem mit "175 cm bis 180 cm gross, sportliche Statur, 

sprach klar Hochdeutsch, (…), auffälliger Gang, analog wie eine Gorilla, O-Beine" 

(Urk. D16 3/1 S. 3 Antwort auf Frage 14).  

6.1.4.2. Am 3. Dezember 2014 wurde BM._____ bei der Staatsanwaltschaft IV 

des Kantons Zürich als Zeugin befragt (Urk. D16 3/2). Sie führte nochmals aus, 

dass sie sich – nachdem sie die Kartonschachtel habe fallen lassen, was einen 

ziemlichen Lärm gemacht habe – umgedreht habe. Sie habe in Richtung ihres  

Autos geschaut. An der Wand stehe ein Kleidercontainer, in den man Altkleider 

entsorgen könne. Dort habe sie eine Gestalt stehen sehen. Sie vermute, dass 

dieser Mann von der Stützmauer hinunter gesprungen sei. Jedenfalls sei er mit 

erhobenen Händen dort gestanden, wie ein Gorilla. Ihr erster Gedanke sei gewe-

sen, dass es sich um einen Witz handle. Der Mann sei auf sie zu gekommen und 

habe keinen Ton gesagt. Sie habe dann Angst bekommen und realisiert, dass es 

sich um keinen Witz gehandelt habe. Sie habe dann laut geschrien (…) (Urk. D16 

3/2 S. 3 Antwort auf Frage 12). Er habe in einem schönen Hochdeutsch gespro-

chen (…) (Urk. D16 3/2 S. 4 Antwort auf Frage 13). Sie habe das Gefühl gehabt, 

er habe O-Beine, als er weggerannt sei (Urk. D16 3/2 S. 7 Antwort auf Frage 32).  

6.1.5. Bei den Akten befindet sich die Fotodokumentation des Forensischen Insti-

tuts Zürich (Urk. D16 2/2). Auf der Ergänzungsaufnahme zu Blatt 2 (Urk. D16 2/2 

S. 3) ist die Mauer sichtbar, bei der BM._____ die fragliche Person entdeckt hat. 

Die Mauer ist höher als ein Auto. Dies erklärt auch die Aussage von BM._____, 

- 30 - 

die anfänglich nicht etwa von einem Gorilla-Gang gesprochen hat, sondern da-

von, dass die Person, die sie plötzlich erblickte, so dagestanden sei wie ein Goril-

la, weil diese wohl von der Mauer gesprungen sei.  

6.1.6. Aus den GPS-Daten des PW's ZH 2, Renault Clio (Urk. D16 8/4), ergibt 

sich, dass sich das Fahrzeug in der Nacht vom 23. auf den 24. August 2013 zwi-

schen 23:03 und 00:29 Uhr beim Tatort gemäss Dossier 15 (Golfpark AR._____, 

BP._____ [Ort]) und zwischen 01:51 und 01:53 Uhr und zwischen 01:58 und 

02:27 Uhr beim Tatort in E._____ befunden hat. Zwischen 01:10 und 01:17 Uhr 

befand sich das Auto an der BQ._____-Strasse ..., R._____ Dorf, d.h. beim 

BA._____ Pub, wo der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ im fragli-

chen Zeitraum wohnhaft waren. Bei allen Zeiten ist eine Zeitverschiebung von 

plus 2 Stunden zu berücksichtigen (Urk. D16 8/5).  

6.1.7. Wie bereits festgehalten, kann davon ausgegangen werden, dass die vom 

Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ angemieteten Fahrzeuge aus-

schliesslich von ihnen benutzt worden sind. Weiter liegen eine den Beschuldigten 

belastende DNA-Analyse und die Angabe der Zeugin BN._____ vor, die im fragli-

chen Fahrzeug zwei Personen gesehen hat (Urk. D16 6/1 S. 3). Dann soll einer 

der Täter gemäss BM._____ hochdeutsch gesprochen haben. Schliesslich stim-

men mit der Staatsanwaltschaft die Mobiltelefonranddaten des Beschuldigten am 

Vorabend des Raubs mit den besagten GPS-Daten überein (Urk. D16 8/2 S. 4 u. 

D16 8/1 S. 4). Gestützt auf diese Indizien kann der eingeklagte Sachverhalt er-

stellt werden.  

6.2. Rechtliche Würdigung 

Die Staatsanwaltschaft würdigt das Verhalten des Beschuldigten als in Mittäter-

schaft begangenen versuchter Raub im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB und geht zusätzlich von Bandenmässigkeit im Sinne von 

Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 2 StGB aus. Darauf ist weiter unten unter Ziffer 8. 

näher einzugehen. Der Versuch geht – wie bereits oben unter Ziff. 4. für den ban-

denmässigen Diebstahl erwogen – in den übrigen vollendeten qualifizierten Delik-

- 31 - 

ten des bandenmässigen Raubs auf (BGE 123 IV 113 E. 2d für Gewerbsmässig-

keit) und wird deshalb im Dispositiv nicht explizit erwähnt.  

7. Dossier 28 

7.1. Sachverhalt 

7.1.1. Der Sachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 33) und wurde 

von der Vorinstanz zutreffend zusammengefasst (Urk. 72 S. 164 f. lit. U Ziff. 1).  

7.1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten vom Vorwurf gemäss Dossier 28 

freigesprochen und erwogen, dass trotz einiger belastender Indizien vernünftige 

Zweifel daran vorliegen würden, dass sich der Sachverhalt wie in der Anklage-

schrift unter Ziffer 1 Dossier 28 umschrieben, zugetragen habe (Urk. 72 S. 172 f.).  

7.1.3. Die Staatsanwaltschaft hat den Freispruch angefochten und dazu in der Be-

rufungserklärung und anlässlich der Berufungsverhandlung ausgeführt, dass die 

Indizienkette betreffend A._____ sehr dicht sei. Die Zeugin AO._____ habe den 

Beschuldigten bei der sequentiellen Auswahlkonfrontation sofort erkannt und es 

seien bei ihr Emotionen hochgekommen. Dieses Beweismittel und auch die weite-

ren, seien im Urteil erwähnt worden (S. 164-173). Die Mutmassung des Gerichts, 

möglicherweise hätten die Geschädigte AO._____ und auch der Zeuge BR._____ 

A._____ bei der Lebendwahl mit grosser Sicherheit wiedererkannt, weil A._____ 

gemäss dessen Aussagen zwei bis drei Monate vorher in der Post gewesen sei, 

sei sehr lebensfremd. Noch befremdlicher sei die Schlussfolgerung, weil am Tat-

ort nicht die DNA eines Beschuldigten vorgefunden worden sei, spreche dies da-

für, dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ nicht am Tatort ge-

wesen seien. Sie seien bestrebt gewesen, am Tatort keine Spuren zu hinterlas-

sen. Der Tatnachweis sei durch die dichte Indizienkette erbracht, weshalb ein 

Schuldspruch zu erfolgen habe (Urk. 73 S. 3, Urk. 131 S. 5 f.).  

7.1.4. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel richtig genannt (Urk. 72 

S. 165 lit. b). Sie hat die Aussagen des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten 

B._____ ausführlich wiedergegeben (Urk. 72 S. 165-167).  

- 32 - 

7.1.5. Die Geschädigte AO._____ wurde am 22. Januar 2014 unmittelbar nach 

dem Vorfall durch die Kantonspolizei Zürich befragt (Urk. D28 3/1). Sie schätzte, 

dass der Täter ungefähr Fr. 5'000.- in den Händen gehabt habe. Nach der Stü-

ckelung befragt, sagte sie, dass es, glaube sie, nur zwei 1'000er Noten gehabt 

habe. Es habe von allem gehabt, also 100er, 50er , 20er und 10er Noten 

(Urk. D28 3/1 S. 3 Antworten auf Fragen 16 und 17). AO._____ führte weiter aus, 

dass der Täter ein Deutscher gewesen sei, er habe hochdeutsch ohne Akzent ge-

sprochen. Als er das erste Mal in der Post gewesen sei, habe sie ihn als arrogant 

empfunden. Er habe eine arrogante Art gehabt. Es sei zwei oder drei Monate her, 

als er das erste Mal bei ihr in der Post gewesen sei, sie sei sich nicht mehr sicher. 

Er sei sicher ein- wenn nicht zweimal bei ihr gewesen. Einmal habe er sich auch 

nach Handys erkundigt. Das erste Mal, als sie ihn gesehen habe, meine sie, habe 

er wie eine Arbeitskleidung getragen, so ein leuchtoranges Teil, so wie es auch 

die Polizei trage. Es sei ein Gilet gewesen, welches Bauarbeiter tragen würden. 

Dieses Gilet habe er unter einer Jacke getragen (Urk. D28 3/1 S. 4 Antworten auf 

Fragen 18-23). 

7.1.6. Die Geschädigte AO._____ wurde am 8. September 2014, 15:50 bis 15:57 

Uhr, anlässlich einer Wahlkonfrontation bei der Kantonspolizei Zürich (Urk. D28 

3/5) mit dem Beschuldigen und dem Mitbeschuldigten B._____ konfrontiert und 

bezeichnete den Beschuldigten als die Person, die sie überfallen habe. Sie sagte 

"Die Nummer 5, das ist er. Gerade, wie er mich angesehen hat, war genau wie 

beim Überfall. Das ist er ganz sicher!". Dabei wurde vermerkt, dass die Zeugin am 

ganzen Körper zitterte und weinte (Urk. D28 3/5). Im Anschluss daran fand eine 

Befragung statt (Urk. D28 3/6). AO._____ bestätigte nochmals, dass es die Per-

son gewesen sei, welche sie überfallen habe. Es sei dieser Blick gewesen. In die-

sem Moment sei sie sich ganz sicher gewesen. Auf die Frage, warum sie sich so 

sicher sei, dass dies der Täter sei, sagte sie: "Die Augen" (Urk. D28 3/6 S. 2 f. 

Antworten auf die Fragen 9-11).  

7.1.7. Am 14. November 2014 wurde AO._____ bei der Staatsanwaltschaft IV als 

Privatklägerin einvernommen (Urk. D28 3/7). Sie schilderte den Vorfall und sagte, 

dass sie die ganze Zeit geschrien und ihn auch lautstark beschimpft habe. Sie 

- 33 - 

habe sicher gesagt, "Hau ab!". Der Täter habe dann gesagt: "Halt die Fresse!" Er 

habe dann die Pistole hervorgenommen (Urk. D28 3/7 S. 5 Antwort auf Frage 19). 

Der Täter habe hochdeutsch gesprochen (Urk. D28 3/7 S. 7 Antwort auf Frage 

33). Zum Auto des Täters befragt, sagte sie, dass es ein weisser Kleinwagen der 

Marke Seat gewesen sei. Es sei sicher ein neueres Modell gewesen und es habe 

auch ein Seat-Zeichen gehabt (Urk. D28 3/7 S. 9 Antworten auf Fragen 41 und 

42).  

7.1.8. Am 8. September 2014, von 15:31 bis 15:40 Uhr, wurde BR._____ mit dem 

Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____ konfrontiert (Urk. D28 6/4). Er 

sagte, dass er nicht sicher sei, aber er habe das Gefühl, dass es die Nr. 3 sei. 

Beim Anblick sei es ihm ganz anders geworden. 100% sicher sei er nicht. Seine 

Augenpartie habe es ausgemacht. Er sei ca. 30 cm vor ihm gewesen bei der Tat. 

Grösse, Alter und Kopf stimmten (Urk. D28 6/4). In der anschliessenden Befra-

gung sage BR._____ auf die Frage, warum er diese Person bezeichnet habe, 

dass die Augenpartie gemäss seiner Erinnerung sehr nah der Person entspro-

chen habe, welche den Überfall durchgeführt habe (Urk. D28 6/4 S. 2 Antwort auf 

Frage 7). Er sei nicht zu 100% sicher. Er sei schon erschrocken, ab der Ähnlich-

keit. Als er näher an die Scheibe gekommen sei und er die Augenpartie gesehen 

habe. Die Höhe stimme, die Augenpartie stimme. Es habe ihn verwirrt, dass die-

ser grau/blaue Augen habe und nicht braune. Er sei immer davon ausgegangen, 

dass dieser braune Augen habe. Das habe er so auch bei der polizeilichen Ver-

nehmung gesagt (Urk. D28 6/4 S. 3 Antwort auf Frage 10). Er sei sich zu 80% bis 

85% sicher (Urk. D28 6/4 S. 3 Antwort auf Frage 14).  

7.1.9. Am 14. November 2014 wurde BR._____ bei der Staatsanwaltschaft IV des 

Kantons Zürich als Zeuge einvernommen (Urk. D28 6/9). Auf die Frage, weshalb 

er denke, dass A._____ der Täter gewesen sei, sagte der Zeuge, dass er den 

Herrn bei der Tat ganz kurz von Angesicht zu Angesicht gesehen habe. Die Au-

genpartie stimme. Sie hätten sich ein bis zwei Sekunden in die Augen geschaut 

und dann sei er weg gewesen (Urk. D28 6/9 S. 3 Frage und Antwort 11). Nach 

dem Auto des Täters befragt sagte der Zeuge, er wisse, dass es ein Seat Leon 

gewesen sei (Urk. D28 6/9 S. 4 Antwort auf Frage 23). Auf Vorhalt der Fotos des 

- 34 - 

Kia Rio meinte der Zeuge, das sei es sicher nicht gewesen (Urk. D28 6/9 S. 5 

Frage und Antwort 27). Als dieser weggefahren sei, habe er gesehen, dass auf 

der Beifahrerseite niemand gesessen habe (Urk. D28 6/9 S. 5 Antwort auf Fra-

ge 29). 

7.1.10. Aus den Akten geht hervor, dass der Beschuldigte dem Vermieter des 

BA._____ Pubs, BS._____, am 22. Januar 2014, um ca. 17.00 Uhr, also am Tat-

tag, Fr. 1'200.- bezahlt hat. Dies war die Miete vom 4. Dezember 2013 bis 4. Ja-

nuar 2014 für das Zimmer des Beschuldigten und diejenige für das Zimmer des 

Mitbeschuldigten B._____ vom 11. Januar bis 11. Februar 2014. Bezahlt wurde 

mit einer Tausendernote, einer Hunderternote und der Rest mit einer Fünfziger-

note und Zwanziger und Zehnernoten (Urk. D28 8/1). Ebenfalls bezahlte der Be-

schuldigte gemäss Automiete-Abrechnung vom 22. Januar 2014 der BT._____ 

AG Fr. 467.75 (Urk. D28 11/5). Gleichentags bezahlte der Beschuldigte A._____ 

der BU._____ AG für den Chevrolet Epica für die Mietdauer vom 22. Januar 2014 

bis 29. Januar 2014, den Betrag von Fr. 1'000.- in bar (Urk. D28 11/6).  

7.1.11. Auf die Frage, woher er am 22. Januar 2014 das Geld für diese Zahlungen 

gehabt habe, sagte der Beschuldige A._____ anlässlich seiner Befragung bei der 

Kantonspolizei St. Gallen vom 20. Februar 2014, dass er sich Geld geliehen habe 

von Herrn BV._____ (recte: BV.'_____), Senior, wohnhaft in BW._____ [Ort-

schaft]. Das sei am 22. Januar 2014 zwischen 11.00 und 12.00 Uhr gewesen. Er 

habe sich von diesem Fr. 3'000.- in 100er und 200er Noten geliehen. Er sei allei-

ne dort und mit dem Kia unterwegs gewesen (Urk. D28 4/1 S. 19 Antworten auf 

Frage 174 und 175). Er habe mit dem Geld einerseits den Rest vom Mietwagen 

Kia, die Kaution für den Chevi und die Miete für zwei Personen bezahlt. Dann sei 

ihm noch ein Rest von Fr. 320.- geblieben. Er habe die Miete von Fr. 1'200.- mit 

100er oder 200er bezahlt (Urk. D28 4/1 S. 20 Antwort auf Frage. 182 und Antwort 

auf Frage 182).  

7.1.12. BV.'_____ wurde am 11. März 2014 bei der Kantonspolizei St. Gallen als 

Auskunftsperson befragt (Urk. D28 15). Er gab zu Protokoll, dass A._____ noch 

Geld von ihm zu Gute habe. Er schulde diesem noch im Maximum Fr. 2'000.- aus 

Arbeiten im Gerüstbau. Auf die Frage, ob A._____ ihn gebeten habe das Geld zu 

- 35 - 

bezahlen, sagte BV.'_____ das Folgende: "Ja hat er, wo ich was gehabt habe, 

konnte ich ihn nicht erreichen. Habe ihn angerufen und er sagte, er sei nicht hier. 

Als ich ihn dann getroffen habe, hatte ich das Geld nicht mehr (…) Ich konnte ihm 

dieses Jahr noch keines geben, weil ich selber keines habe. Ich erhalte sei 3 Mo-

naten Arbeitslosenunterstützung" (Urk. D28 15 S 3 Antworten auf Fragen 12 und 

13). Er habe diesem nie Geld geliehen (Urk. D28 15 S. 4 Antwort auf Frage 19).  

7.1.13. Im Rahmen seiner Befragung bei der Kantonspolizei Thurgau vom 14. Mai 

2014 (Urk. D28 4/4) sagte der Beschuldigte auf die Frage, woher er das Geld für 

die Mietzahlung vom 22. Januar 2014 für die beiden Zimmer im BA._____-Pub in 

R._____ gehabt habe, welches er in bar bezahlt habe: "Das Geld stammte aus 

dem Verkauf der Zigaretten, welche oben auf dem Speicher über Neujahr gelegen 

haben. Ich habe diese Zigaretten verkauft" (Urk. D28 4/4 S. 6 Antwort Frage 21). 

Er habe 96 Stangen Zigaretten à Fr. 40.- verkauft und daraus einen Erlös von 

Fr. 3'840.- gemacht. Damit habe er die Kosten bezahlt. Die Frage, ob er beim 

Verkauf 2 mal eine Note à Fr. 1'000.- erhalten habe, verneinte er (Urk. D28 4/4 

S. 7 Antwort auf Fragen 23 und 24).  

7.1.14. Die widersprüchlichen Aussagen des Beschuldigten belegen, dass er die 

Herkunft des Bargeldes, das er am 22. Januar 2014 für die Miete der beiden 

Zimmer im BA._____-Pub und die Mietwagen verwendete, nicht preisgeben will. 

Er hat dabei mindestens eine Tausendernote gebraucht, was sich aus der Auf-

stellung von BS._____ vom Restaurant BA._____ Pub, R._____, ergibt (Urk. D28 

8/1 S. 2). Gemäss AO._____ waren neben kleineren Noten zwei Tausendernoten 

in der Schublade, welche der Täter behändigt hatte. Es liegt angesichts der Stü-

ckelung, der zeitlichen Nähe zum Raub und mangels nachvollziehbarer Erklärung 

über die Herkunft des Geldes auf der Hand, dass das für den Mietzins und die Au-

tomieten verwendete Geld aus dem Raub stammte. Dieser Verdacht wird weiter 

verstärkt durch die Äusserung des Täters, wonach die Geschädigte "die Fresse 

halten" solle, was der Beschuldigte bereits beim Raubüberfall auf die BO._____ 

Tankstelle in E._____ zur dortigen Geschädigten sagte (Urk. D16 3/1 S. 2 Antwort 

auf Frage 9). Schliesslich wurde der Beschuldigte von der Privatklägerin 

AO._____ und vom Zeugen BR._____ in der Wahlkonfrontation als Täter identifi-

- 36 - 

ziert. Weiter ist festzuhalten, dass das Kontrollschild des Fluchtautos der Täter-

schaft gemäss Angaben von AO._____ das Kennzeichen SG 1 aufwies (Urk. D28 

1 S. 5, Urk. D28 3/1 S. 2), welches nur gerade 24 Stunden nach der Tat an einem 

Waldrand an der CA._____-Strasse in CB._____ [Ortschaft], Höhe CC._____, 

Gemeinde CD._____, gefunden wurde (Urk. D33 2). Gemäss google maps liegt 

die Fundstelle auf dem direkten Weg vom Tatort zum Wohnort des Beschuldigten, 

was ein weiteres Indiz dafür ist, dass der Beschuldigte die Tat begangen hat.  

7.1.15. Es bleiben deshalb keine vernünftigen Zweifel an einer Täterschaft des 

Beschuldigten bestehen, weshalb der angeklagte Sachverhalt in Bezug auf den 

Beschuldigten erstellt ist.  

7.2. Rechtliche Würdigung 

Auf die rechtliche Würdigung ist im Folgenden näher einzugehen. 

8. Rechtliche Würdigung 

8.1. Die rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz zur Qualifikation als Raub im 

Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB betreffend die Dossiers 16, 20, 21, 23, 25, 26, 27 

und 28 sowie zur Qualifikation als Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB be-

treffend die Dossiers 1, 2, 3, 5, 36, 7, 9, 10, 11, 13, 17, 18 und 19 sind zutreffend 

und unbestritten. Zur Frage der Mittäterschaft hat die Vorinstanz konstatiert 

(Urk. 72 S. 154), dass beide Beschuldigten den Raubüberfall gemeinsam vorbe-

reitet und ausgeführt hätten und jeder der Beschuldigten mit den Handlungen des 

anderen ausdrücklich oder stillschweigend einverstanden gewesen sei, weshalb 

ihnen die Handlungen des jeweils anderen wie ihre eigenen zugerechnet werden. 

Beide erfüllten damit den objektiven und subjektiven Tatbestand des Raubes im 

Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB. Dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte 

B._____ die ihnen vorgeworfenen Taten in Mittäterschaft begingen, bestreitet die 

Verteidigung nicht, weist jedoch die Annahme der Bandenmässigkeit zurück 

(Urk. 128 S. 5). Insbesondere macht sie geltend, dass das qualifizierte Tatbe-

standsmerkmal der Bandenmässigkeit restriktiv auszulegen sei und dass anhand 

konkreter Tatumstände aufgezeigt werden müsse, dass sich die Täter mit dem 

- 37 - 

Willen zusammengeschlossen hätten, mehrere selbständige, im Einzelnen noch 

unbestimmte Straftaten zu verüben. Dieser Wille müsse zumindest konkludent 

manifestiert worden sein und es könne auf diesen nicht allein aus der Tatsache 

geschlossen werden, dass zwei oder mehrere Täter eine Reihe von Delikten in 

enger örtlicher und zeitlicher Nähe auf ähnliche Weise verübt hätten.  

Zweck der Qualifikation sei die besondere Gefährlichkeit, die damit begründet 

werde, ein Zusammenschluss stärke die einzelnen Täter psychisch und physisch. 

Mittäterschaft allein könne einen Vorsatz auf eine Bandenmässigkeit nicht indizie-

ren. Vielmehr hätte bei einigen Diebstählen sogar diskutiert werden können, ob 

die Handlungen des Beschuldigten nur als Gehilfenschaft zu qualifizieren gewe-

sen wären. Der Beschuldigte akzeptiere aber eine Verurteilung wegen einfachen 

Diebstahls. 

Was die Raubtaten angehe, stelle sich die Frage, ob B._____ den Beschuldigten 

dazu angestiftet habe. In vier von fünf eingestandenen Raubtaten sei der Be-

schuldigte allein in den Gebäuden gewesen und B._____ habe draussen gewar-

tet. Der Beschuldigte bestreite, den Willen gehabt zu haben, in unbestimmter An-

zahl verbrecherisch tätig zu werden und dies zudem vorausgeplant zu haben. Das 

gesetzlich verlangte Gefährdungspotential, das die Annahme einer Bandenmäs-

sigkeit legitimiere, sei hier gerade nicht gegeben, habe A._____ doch bei vier der 

eingestandenen Raubtaten die Handlungen allein durchgeführt, während B._____ 

draussen gewartet und in keiner Art und Weise ins Geschehen eingegriffen habe. 

Bei den Diebstählen sei es dasselbe. Die Handlungen des Beschuldigten er-

schöpften sich darin, das Fahrzeug zu lenken sowie ab und zu beim Abtransport 

der Beute beteiligt gewesen zu sein. Die Sachbeschädigungen und das eigentli-

che Ergreifen der Beute habe in der Mehrheit der Fälle B._____ getätigt. Eine be-

sondere Gefährlichkeit des Beschuldigten im Sinne der qualifizierten Tatbestände 

des bandenmässigen Diebstahls und des bandenmässigen Raubs sei nicht im er-

forderlichen Ausmass erkennbar. Es habe auch keine Vereinbarung darüber be-

standen, was mit der Beute geschehe.  

Die vom Gesetz geforderte Gefährlichkeit würde auch einen festen Arbeits-

zusammenhalt verlangen. Das Vorliegen eines solchen könne vorliegend nicht 

- 38 - 

behauptet werden, da die einzelnen Tatbeiträge nicht für das Gelingen der Delikte 

von erheblicher Bedeutung gewesen seien.  

Folglich seien weder die objektiven noch die subjektiven Tatbestände des ban-

denmässigen Raubes und des bandenmässigen Diebstahls erfüllt, weshalb der 

Beschuldigte wegen mehrfachen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 

StGB und wegen mehrfachen, teilweise versuchten Diebstahls im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen 

sei (Urk. 128 S. 4 ff.).  

8.2. Die Staatsanwaltschaft hält dagegen, dass der Beschuldigte ausgeführt 

habe, es sei bereits bei den ersten Einbrüchen darum gegangen, Einbruchswerk-

zeuge zu beschaffen. Das bedeute, dass schon zu diesem Zeitpunkt eine ban-

denmässige Begehung und mehrere Einbruchdiebstähle zumindest geplant ge-

wesen seien. Man habe auch ein spezielles Verhaltensmuster. Zuerst habe es ei-

ne Reihe von Einbruchdiebstählen gegeben, dann sei es zu einem versuchten 

Raub gekommen, der wegen des Widerstands des Opfers gescheitert sei. Weni-

ge Tage später sei es zu Einbruchdiebstählen in Schützenhäusern gekommen, 

wobei eine Imitationswaffe erbeutet worden sei und die Folge sei gewesen, dass 

es fast nur noch Raubüberfälle gegeben habe, bei denen diese Waffe eingesetzt 

worden sei. Es habe sich also eine Planung vom ersten Moment an auf eine fort-

gesetzte Begehung abgezeichnet, weshalb Bandenmässigkeit sowohl betreffend 

Raub wie auch betreffend Diebstahl gegeben sei (Prot. II S. 17 f.).  

8.3. Die besondere Gefährlichkeit bandenmässiger Tatbegehung besteht darin, 

dass durch den Zusammenschluss und die damit verbundene Kenntnis der ande-

ren Bandenmitglieder der Ausstieg aus der deliktischen Tätigkeit erheblich er-

schwert und die Deliktsverübung selbst erleichtert wird (BSK, StGB II, Niggli/  

Riedo, 3. Auflage 2013, Art. 140 N 70). Es kann hierzu auf die zutreffenden Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 72 S. 174 ff.). Ergänzend ist zu 

bemerken, dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ zuerst ge-

meinsam Diebstähle begingen, wobei meist der Beschuldigte Schmiere stand, um 

schliesslich mehrere Raubtaten mit meist umgekehrter Arbeitsteilung zu begehen. 

Zudem halfen sie sich gegenseitig in Bezug auf das Fahren, das Abtransportieren 

- 39 - 

der Beute und das in-Schach-halten einer zweiten Geschädigten (Dossier 26). 

Durch diese gegenseitigen und für den Erfolg der Taten wichtigen Unter-

stützungsleistungen wurde die deliktische Tätigkeit klar erleichtert. Daraus geht 

auch eine Rollen- bzw. Arbeitsteilung hervor, die für eine gewisse Organisation 

spricht, welche eine Bande ausmacht (vgl. BGE 135 IV 158 E. 3.2.) 

Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte und der Mitbe-

schuldigte B._____ bereits beim ersten Einbruch (Dossier 1) Werkzeug stahlen, 

um damit die nächsten Einbrüche erfolgreich bewerkstelligen zu können. Dem-

nach planten sie bereits – wenn auch möglicherweise erst in groben Zügen – wei-

tere Diebstähle und haben damit entgegen der Verteidigung ihren Willen für wei-

tere Delikte konkludent zum Ausdruck gebracht.  

Ebenfalls ist mir der Staatsanwaltschaft festzuhalten, dass der Beschuldigte und 

der Mitbeschuldigte B._____ zuerst Einbruchdiebstähle begingen und danach, of-

fenbar um mehr Beute zu machen (Urk. O4 3 S. 45), Raubüberfälle, wobei nach 

dem ersten erfolglosen Raub (Dossier 16) kurz darauf eine Imitationswaffe ent-

wendet wurde (Dossier 17) und die nachfolgenden Raubtaten alle – bis auf eine  

(Dossier 25) – mit dieser begangen wurden. Spätestens im Zeitpunkt des Dieb-

stahls der Imitationswaffe planten der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte 

B._____ die Raubtaten – wenn auch möglicherweise nur rudimentär. Dadurch, 

dass sie sich gegenseitig bei den Delikten unterstützten und weitere Delikte je-

weils vorhersehbar waren, entstand ausserdem ein gewisser Druck und ein Aus-

steigen war für jeden der beiden erschwert. Dies umso mehr, als der Beschuldigte 

und der Mitbeschuldigte B._____ auch noch zusammen im selben Haus wohnten, 

wodurch ein gegenseitiges Ausweichen schwierig war. Es kann von einem fest 

verbundenen und stabilen Team gesprochen werden, was über die reine Mittäter-

schaft hinausgeht (dazu BGE 135 IV 158, E. 3.2.), weshalb von Bandenmässig-

keit auszugehen ist.  

8.4. Der Beschuldigte ist deshalb des bandenmässigen Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB und des bandenmässi-

gen Raubes – abgesehen von Dossier 28 – im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 in Ver-

bindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen. Hinsichtlich Dossier 28, bei 

welchem eine Beteiligung des Mitbeschuldigten B._____ nicht erstellt ist (vgl. 

- 40 - 

Prozess-Nr. SB160156, Urk. 108) und dem Beschuldigten nicht nachgewiesen 

werden kann, dass er im Auftrag der Bande gehandelt hat, ist der Beschuldigte 

wegen Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.  

8.5. Im Übrigen ist die rechtliche Würdigung der Staatsanwaltschaft betreffend 

die mehrfache Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehr-

fachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, des mehrfachen Verge-

hens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4 

Abs. 1 lit. g WG (Urk. 2 S. 2 f., S. 36) zutreffend und nicht bestritten (Urk. 128 

S. 2 ff.).  

9. Dossier 33 

9.1. Sachverhalt 

9.1.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 35 f.). Fer-

ner findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 72 S. 178 lit. C Ziff. 1) eine zu-

treffende Zusammenfassung, auf die verwiesen werden kann.  

9.1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten von diesem Vorwurf freigesprochen 

und auf den Freispruch vom Vorwurf des Raubüberfalles auf die Post-

stelle BL._____ gemäss Dossier 28 verwiesen (Urk. 72 S. 178 Ziff. 2).  

9.1.3. Die Staatsanwaltschaft hat den Freispruch angefochten und dazu in der Be-

rufungserklärung ausgeführt, dass bei einem Schuldspruch beim Raub gemäss 

Dossier 28 auch ein Schuldspruch wegen widerrechtlicher Aneignung von Kon-

trollschildern erfolgen müsse, da nach übereinstimmenden Zeugenaussagen die-

ses entwendete Kontrollschild am Fluchtfahrzeug, welches beim Raub vom 

22. Januar 2014 verwendet worden sei, angebracht gewesen sei (Urk. 73 S. 3, 

Urk. 131 S. 6).  

9.1.4. Wie vorstehend unter Ziffer 7 (Dossier 28) gezeigt, kann der Sachverhalt in 

Bezug auf den Beschuldigten erstellt werden. Da er an seinem Fluchtfahrzeuge 

das Kontrollschild SG 1 hatte (Urk. D28 1 S. 5, D28 3/1 S. 2), ist davon auszuge-

hen, dass er dieses zuvor beim Personenwagen Seat Toledo in … demontiert und 

- 41 - 

an das von ihm gemietete Fahrzeug angebracht und nach dem Raubüberfall auf 

die Postfiliale BL._____ auf dem Nachhauseweg beim Ausstellplatz an der 

CA._____-Strasse in CB._____ entsorgt hatte, wo es dann gefunden wurde 

(Urk. D33 2, vgl. oben Ziff. 7.1.14.). Damit ist in Bezug auf den Beschuldigten der 

Sachverhalt gemäss Dossier 33 erstellt.  

9.2. Rechtliche Würdigung 

Anklagegemäss ist der Beschuldigte des Missbrauchs von Ausweisen und Schil-

dern im Sinne von Art. 97 Abs. 1 lit. a + g SVG schuldig zu sprechen.  

10. Dossier 34 

10.1. Sachverhalt  

10.1.1. Der Anklagevorwurf ergibt sich aus der Anklageschrift (Urk. 2 S. 36 f.). 

Ferner findet sich im vorinstanzlichen Urteil (Urk. 72 S. 179 lit. D Ziff. 1) eine zu-

treffende Zusammenfassung, auf die verwiesen werden kann.  

10.1.2. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten von diesem Vorwurf freigesprochen 

und ausgeführt, dass keine weiteren objektiven Beweise vorlägen, die seine Aus-

sagen umstossen würden (Urk. 54 S. 182). 

10.1.3. Die Staatsanwaltschaft hat den Freispruch angefochten und dazu in der 

Berufungserklärung ausgeführt, dass es geradezu ausgeschlossen erscheine, 

dass eine unbekannte Drittperson die Mietfahrzeuge des Beschuldigten und des 

Mitbeschuldigten B._____ über einen so langen Zeitraum immer wieder verwen-

det hätten, ohne dass diese das gemerkt hätten. Dass diese unbekannte Person 

dann noch ein entwendetes Kontrollschild im Auto belasse, glaube niemand.  

Offensichtlich sei das Kontrollschild bereits für den nächsten gemeinsamen Raub 

beschafft worden (Urk. 73 S. 4, Urk. 131 S. 6).  

10.1.4. Als Beweismittel liegen neben dem Polizeirapport der Kantonspolizei 

St. Gallen vom 3. Februar 2014 (Urk. D34 3) einzig die Aussagen des Beschuldig-

ten und des Mitbeschuldigten B._____ bei den Akten. Weitere Beweismittel – wie 

z.B. Fingerabdrücke auf dem Nummernschild – fehlen. Der Sachverhalt kann da-

- 42 - 

mit nicht erstellt werden, weshalb der Beschuldigte vom Anklagevorwurf gemäss 

Dossier 34 freizusprechen ist.  

IV. Sanktion 

1. Parteistandpunkte 

1.1. Beschuldigter 

Die amtliche Verteidigerin macht in Bezug auf die Strafzumessung geltend, dass 

die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht für die Zumessung der Strafe nicht aus-

reichend nachgekommen sei. So habe die Vorinstanz mit keinem Wort begründet 

oder dargelegt, warum der ihrer Meinung nach bandenmässige Diebstahl und 

Raub als mehrfach zu geltend habe. Dies sei schlicht falsch. Ebenfalls sei der von 

der Vorinstanz festgesteckte Strafrahmen nicht korrekt, dieser würde sich bis 

20 Jahre und nicht bis 15 Jahre erstrecken. Weiter könne nicht für die Diebstähle 

und die Raubtaten zusammen eine Einsatzstrafe festgesetzt werden.  

Die objektive Tatschwere des bandenmässigen Raubs käme im unteren Bereich 

zu liegen, da das Ausmass der Gefährdung nicht stark ins Gewicht falle und der 

Beschuldigte keine über das Mass des Notwendigen ausgehende Gewalt gegen-

über den Opfern ausgeübt habe. Die subjektive Tatschwere würde bei Annahme 

der bandenmässigen Tatbegehung im untersten Bereich liegen. Die vom Be-

schuldigten verfolgte Absicht, zu finanziellen Mitteln zu kommen, gehe nicht über 

das tatbestandsrechtlich Notwendige hinaus. Er habe ausserdem den Anweisun-

gen und Ansinnen B._____s kaum etwas entgegen setzen können.  

Zusammengefasst relativiere die subjektive die objektive Tatschwere. Es würde 

sich eine Einsatzstrafe von 54 Monaten ergeben.  

Falls man beim Diebstahl von Bandenmässigkeit ausgehe, wäre das Mass der 

Beteiligung an einer gemeinsamen Tat als strafzumessungsrelevantes Kriterium 

vorliegend von der Vorinstanz zu bewerten gewesen und es wäre beim Beschul-

digten als äusserst gering zu gewichten. Mehrheitlich sei B._____ in die Objekte 

eingestiegen, habe Sachschaden verursacht und Beute gemacht. Die objektive 

Tatschwerde liege bei den Diebstählen, inklusive Hausfriedensbrüche und Sach-

- 43 - 

beschädigungen, im untersten Bereich, ebenso die subjektive Tatschwere. Dies 

würde eine maximale Erhöhung der Einsatzstrafe um 12 Monate erlauben, was 

insgesamt zu einer Strafe von 66 Monaten führen würde.  

Hinsichtlich der Täterkomponente sei festzuhalten, dass die Vorstrafe des Be-

schuldigten vorliegend, wenn überhaupt, nur äusserst marginal ins Gewicht falle. 

Der Beschuldigte habe sich kooperativ gezeigt. Sein Geständnis sei deutlich 

strafmindernd zu berücksichtigen. Zudem habe er Einsicht ins Unrecht seiner Ta-

ten gezeigt. Er wisse, dass er viele Fehler gemacht habe und den Geschädigten 

durch seine Taten Leid zugefügt habe, er bedauere seine Taten aufrichtig. Diese 

Komponenten würden sich erheblich strafmindernd auswirken und die Einsatz-

strafe im Bereich von 54 Monaten, mithin bei ungefähr 4 ½ Monaten, liegen 

(Urk. 128 S. 7-13).  

1.2. Staatsanwaltschaft 

Die Staatsanwaltschaft bringt anlässlich der Berufungsverhandlung ebenfalls vor, 

dass sich der Strafrahmen auf zwei bis 20 Jahre belaufe. Die Vorinstanz habe alle 

Delikte in einer Gesamtbetrachtung bewertet und sei von einem schweren objek-

tiven und einem schweren subjektiven Tatverschulden ausgegangen. Objektiv sei 

angesichts des geplanten, zielgerichteten und recht brutalen Vorgehens beim 

bandenmässigen Raub von einem recht schweren Tatverschulden auszugehen. 

Subjektiv lägen keine Minderungsgründe vor. Die Einsatzstrafe sei bei 6 Jahren 

anzusetzen, wobei die weiteren Delikte zu einer deutlichen Erhöhung der Einsatz-

strafe auf 7 ½ Jahre führten. Es sei ein relativ aufwendiges Verfahren und das 

Verhältnis zur in Aussicht stehenden Strafe müsse stimmen und bei dieser Ge-

samtbewertung sei das Beschleunigungsgebot nicht derart verletzt, dass dies zu 

einer Strafminderung führen müsste (Urk. 131 S. 7 f., Prot. II S. 18).  

2. Konkrete Strafzumessung 

2.1. Vorbemerkungen 

2.1.1. Die Strafe ist grundsätzlich innerhalb des vom Gesetzgeber vorgesehenen 

ordentlichen Strafrahmens der schwersten anzuwendenden Strafbestimmung 

- 44 - 

festzusetzen. Dieser kann entsprechend der Regelung der Art. 48 ff. StGB nach 

oben bzw. nach unten erweitert werden, sofern ausserordentlich Umstände vor-

liegen und die für die betreffende Tat angedrohte Strafe im konkreten Fall zu hart 

bzw. zu milde erscheint (BGE 136 IV 55 E. 5.8.).  

2.1.2. Unter den vorliegend anzuwendenden Straftatbestimmungen ist der Tatbe-

stand des qualifizierten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 2 

StGB, der einen Strafrahmen von Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bis hin 

zur gesetzlich festgelegten Höchstdauer von 20 Jahren – und nicht 15 Jahre, wie 

von der Vorinstanz konstatiert (Urk. 72 S. 182) – vorsieht, mit der schwersten 

Strafe bedroht. Mangels ausserordentlicher Umstände sind die Strafschärfungs-

gründe der mehrfachen Tatbegehung und der Deliktsmehrheit innerhalb des 

Strafrahmens zu berücksichtigen. Strafmilderungsgründe liegen keine vor.  

2.1.3. Innerhalb des Strafrahmens misst das Gericht die Strafe nach dem Ver-

schulden zu. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 

sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). 

Gemäss Art. 47 Abs. 2 StGB wird das Verschulden nach der Schwere der Verlet-

zung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes, nach der Verwerflichkeit des 

Handels, den Beweggründe und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie 

weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die 

Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Der Begriff des Verschuldens muss 

sich auf den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat be-

ziehen, wobei zwischen der Tat- und Täterkomponente zu unterscheiden ist.  

2.2. Tatkomponente 

2.2.1. Die Vorinstanz bewertete das Verschulden des Beschuldigten bezüglich al-

ler Taten gemeinsam und legte in der Folge eine Einsatzstrafe für die objektive 

Tatschwere sämtlicher Taten fest (Urk. 72 S. 183 f.). Dies ist nicht zulässig. Das 

Bundesgericht hat wiederholt dargelegt und verfeinert, wie bei der Zumessung ei-

ner Strafe materiell im Einzelnen vorzugehen ist. Die Einsatzstrafe ist für die 

schwerste Straftat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB zu bestimmen, und nicht et-

wa für mehrere Taten oder auch einen mehrfachen Tatkomplex (Urteil 

- 45 - 

6B_466/2013 vom 25. Juli 2013 E.2.1 sowie insbesondere Urteil 6B_274/2013 

vom 5. September 2013 E.1.2.4.). Dies soll zu mehr Transparenz führen, damit 

der Beschuldigte erkennen kann, von welcher hypothetischen "Grundstrafe" aus-

gegangen wird und weshalb diese allenfalls – und in welchem Mass – erhöht oder 

reduziert wird (vgl. Urteil 6B_417/2012 vom 14. Januar 2013 E.4.2 und 4.3 mit 

Hinweisen). Das ist im Folgenden nachzuholen. Die schwerste Tat ist vorliegend 

der Raub auf die CE._____ Tankstelle in M._____ (Dossier 20), da der Beschul-

digte der Geschädigten CF._____ die Imitationswaffe an den Kopf hielt, beide 

Geschädigten mit Kabelbindern fesselte und das Deliktsgut von total 

Fr. 28'305.10 bei diesem Raub am höchsten war.  

2.2.2. Ein Aspekt der objektiven Tatschwere ist die Schwere der Verletzung oder 

Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes. Raub stellt ein aus einem Diebstahl 

und einer qualifizierten Nötigung zusammengesetztes Delikt dar (BSK StGB II, 

Niggli/Riedo, a.a.O. Art. 140 StGB N 13). Betroffene Rechtsgüter sind somit die 

Herrschaftsmacht bzw. Verfügungsmacht des Berechtigten über die betreffende 

Sache (vorliegend das Vermögen; vgl. BSK StGB II, Niggli/Riedo, a.a.O., vor 

Art. 137 StGB N 28) einerseits und die Freiheit der Willensbildung, Willens-

entschliessung und Willensbetätigung des einzelnen Menschen anderseits 

(BSK StGB II, Delnon/Rüdy, a.a.O., Art. 181 StGB N 7).  

2.2.3. Der Beschuldigte hat mit seinem Mittäter B._____ bei der CE._____ Tank-

stelle Bargeld von Fr. 28'305.10 erbeutet. Die beiden haben die Tat gemeinsam 

vorbereitet (Auskundschaften des Tatortes, Mitnahme der Imitationswaffe und der 

Kabelbinder) und auch ausgeführt. Der Einsatz der Imitationspistole muss als bru-

tal bezeichnet werden, denn diese hat der Beschuldigte der Filialleiterin CF._____ 

an den Kopf gehalten. Sie hatte sich sodann auf den Boden zu legen. Auch die 

Verkäuferin S._____ musste sich auf den Boden legen und der Beschuldigte fes-

selte ihr die Hände auf dem Rücken mit Kabelbindern. Er führte CF._____ ins Bü-

ro, wo diese den Tresor öffnen und den Inhalt herausgeben musste. Nachdem er 

das Noten- und Münzgeld behändigt hatte, dirigierte er CF._____ zurück ins La-

ger und fesselte dann auch ihr die Hände mit Kabelbindern auf den Rücken.  

- 46 - 

2.2.4. Das Vorgehen des Beschuldigten war skrupellos und es muss insgesamt 

von einer hohen kriminellen Energie ausgegangen werden.  

2.2.5. Das objektive Tatverschulden muss als nicht mehr leicht bezeichnet wer-

den. Hält man sich den Strafrahmen von 2 bis 20 Jahren vor Augen und bettet 

das Verschulden in diesen weiten Strafrahmen ein, muss eine hypothetische Ein-

satzstrafe im unteren Drittel des zur Verfügung stehenden Strafrahmens fest-

gelegt werden, vorliegend bei 5 Jahren.  

2.2.6. In subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschuldigte direktvorsätz-

lich und bei intakter Schuldfähigkeit gehandelt hat. Dem Tun des Beschuldigten 

lagen einzig finanzielle Motive zugrunde, was jedoch bei Raubdelikten tat-

immanent ist und sich neutral auf die Strafzumessung auswirkt. Eine eigentliche 

Notsituation hat nicht vorgelegen. Es ist entgegen der Verteidigung nicht glaub-

haft dargelegt worden, dass der Mitbeschuldigte B._____ der Initiant und die trei-

bende Kraft hinter den Raubtaten gewesen wäre (Urk. 128 S. 12). Die subjektive 

Komponente ändert nichts an der im Rahmen der objektiven Tatschwere festge-

legten Freiheitsstrafe.  

2.2.7. Es resultiert eine hypothetische Einsatzstrafe für diese schwerste Tat von 

5 Jahren Freiheitsstrafe.  

2.3. Tatkomponente der weiteren Delikte 

Aus rechtstechnischen Gründen sind die weiteren Taten in Deliktsgruppen zu-

sammenzufassen und zu würdigen. 

2.3.1. Tatkomponente weitere Raubüberfälle 

2.3.1.1. Die weiteren sieben Raubüberfälle (D16, D21, D23, D25, D26, D27, D28) 

können als Deliktsgruppe zusammengefasst werden. Beim Raubüberfall auf die 

Postfiliale BL._____ (D28) ist von der alleinigen Tatbegehung durch den Beschul-

digten auszugehen. Bezüglich dieser Deliktsgruppe kann grundsätzlich auf die 

Ausführungen zum Überfall auf die CE._____ Tankstelle verwiesen werden 

(Ziff. 2.2.2. bis 2.2.5). Der Deliktsbetrag aus dieser Deliktsgruppe beträgt 

- 47 - 

Fr. 51'322.-. Zwischen dem 24. August 2013 und dem 22. Januar 2014 hat der 

Beschuldigte sieben Raubüberfälle begangen, was eine beachtliche Kadenz ist. 

Die objektive Tatschwere insgesamt muss als nicht mehr leicht bezeichnet wer-

den. Die hypothetischen Einsatzstrafe für diese Deliktsgruppe ist auf 6 Jahre 

Freiheitsstrafe festzusetzen.  

2.3.1.2. Bezüglich der subjektiven Tatschwere kann vollumfänglich auf die Aus-

führungen zum Raub auf die CE._____ Tankstelle verwiesen werden (vgl. Ziff. 

2.2.6.).  

2.3.1.3. Die hypothetische Einsatzstrafe von 5 Jahren für den Überfall auf die 

CE._____ Tankstelle ist – in Anwendung des Asperationsprinzips – auf 7 ½ Jahre 

zu erhöhen.  

2.3.2. Tatkomponente mehrfacher Diebstahl, Sachbeschädigungen und Hausfrie-

densbruch 

2.3.2.1. Der Beschuldigte hat mit dem Mitbeschuldigten B._____ insgesamt 13 

Einbruchdiebstähle begangen, wobei es bei drei Fällen (Dossiers 2, 3 und 36) bei  

einem Versuch geblieben ist. Weiter wurde im Zusammenhang mit den Raubtaten 

in BJ._____ (Dossier 23), in BK._____ (Dossier 25), in BH._____ (Dossier 26) 

und schliesslich beim Einbruch in die Waldhütte in CG._____ [Ortschaft] (Dossier 

24) Hausfriedensbrüche begangen, wobei sich der Beschuldigte im Zusammen-

hang mit der letztgenannten Tat auch noch wegen Sachbeschädigung schuldig 

gemacht hat. Dem Deliktsgut von rund Fr. 18'818.30 stehen Sachbeschädigungen 

von Fr. 61'739.60 gegenüber. Die Sachbeschädigungen sind nicht als "Randpro-

dukt" der Diebstähle angefallen, sondern waren geplant, um an Deliktsgut heran 

zu kommen. Das Verschulden ist nicht mehr leicht.  

2.3.2.2. Auf der subjektiven Seite ist festzuhalten, dass von direktem Vorsatz aus-

zugehen ist. Die subjektive Tatschwere vermag das objektive Verschulden weder 

zu erhöhen noch zu reduzieren.  

2.3.2.3. Insgesamt wären für diese Deliktsgruppe 18 Monate Freiheitsstrafe an-

gemessen. 

- 48 - 

2.3.3. Tatkomponente mehrfaches Vergehen gegen das Waffengesetz 

2.3.3.1. Der Beschuldigte hat für sechs Raubüberfälle eine Imitationspistole mit 

sich geführt. Es liegt mehrfache Tatbegehung vor, was sich zulasten des Be-

schuldigten auswirkt. Das objektive Verschulden ist nicht mehr leicht.  

2.3.3.2. Beim Einsatz der Imitationspistole ist – da er Bestandteil der Deliktspläne 

war – von direktem Vorsatz auszugehen.  

2.3.3.3. Insgesamt wäre für die Vergehen gegen das Waffengesetz von rund 

12 Monaten angemessen.  

2.3.3.4. Aufgrund des Asperationsprinzips und gestützt auf die obigen Ausführun-

gen ist für die Deliktsgruppen Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedens-

bruch sowie Vergehen gegen das Waffengesetz die Einsatzstrafe um zwei Jahre 

auf 9 1/2 Jahre anzuheben.  

2.4. Täterkomponente 

2.4.1. Bezüglich des Werdegangs kann auf die Ausführungen der Vorinstanz 

(Urk. 72 S. 184 Ziff. 4) verwiesen werden. Der Werdegang des Beschuldigten ist 

strafzumessungsneutral zu gewichten.  

2.4.2. Vorstrafen weist der Beschuldigte in der Schweiz keine auf. Im deutschen 

Zentralregister sind Einträge betreffend Waffen und Munition sowie Strassen-

verkehr verzeichnet (Urk. O1 6/8). Es ist jedoch unklar, ob es sich dabei um 

rechtskräftige Verurteilungen handelt bzw. ob sie nach wie vor eingetragen sind, 

weshalb diese unberücksichtigt bleiben müssen.  

2.4.3. Geständnisse können grundsätzlich strafmindernd berücksichtigt werden, 

namentlich wenn sie Ausdruck von Einsicht und Reue des Täters sind (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 6B_65/2014, E. 2.4.m.w.H.). Der Beschuldigte war in der 

Mehrzahl der ihm vorgeworfenen Delikte geständig, was zu einer Strafreduktion 

führt.  

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2.4.4. Der Beschuldigte zeigte sich vor Vorinstanz betroffen und erklärte, es tue 

ihm leid (Urk. 29 S. 79). Er hat sich auch schriftlich bei vier Opfern entschuldigt 

(Urk. 16, 26-28), wobei die Geschädigte AA._____ (Dossier 23) sich bei der 

Staatsanwaltschaft meldete und keine weitere Kontaktaufnahme durch den Be-

schuldigten wünschte (Urk. 16). Insgesamt wirkt sich das Nachtatverhalten des 

Beschuldigten deutlich strafreduzierend aus.  

2.4.5. Insgesamt ergeben sich nur strafreduzierende Komponenten.  

2.4.6. Die aufgrund der Tatkomponente festgelegte hypothetische Einsatzstrafe 

von 9 ½ Jahren ist daher in Berücksichtigung der Täterkomponente auf 7 Jahre 

zu reduzieren. Der Beschuldigte ist daher mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren 

zu sanktionieren.  

2.4.7. Der Anrechnung von 1021 Tagen Haft (bis und mit heute) steht nichts ent-

gegen (Art. 51 StGB). 

2.4.8. Ein bedingter oder teilbedingter Vollzug der ausgefällten Freiheitsstrafe ist 

bereits aus objektiven Gründen nicht möglich, da der Beschuldigte zu einer Frei-

heitsstrafe von mehr als 36 Monate zu verurteilen ist (Art. 42 Abs. 1 und Art. 43 

Abs. 1 StGB).  

3. Übertretungsbusse  

In Bezug auf die Übertretungen des Strassenverkehrsgesetzes kann auf die Aus-

führungen der Vorinstanz (Urk. 72 S. 188 Ziff. 8 f.) verwiesen werden. Der Be-

schuldigte ist mit einer Busse von Fr. 300.- zu bestrafen. Bei schuldhafter Nicht-

bezahlung der Busse ist eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen auszufällen.  

V. Zivilansprüche 

1. Dossiers 1, 3, 5, 7, 10, 13, 17, 19, 20, 21, 23, 24, 25 (Forderung von 
AD._____), 26, 27 

Es ist betreffend die Dossiers 1, 3, 5, 7, 10, 13, 17, 19, 20, 21, 23, 24, 25 (Forde-

rung von AD._____), 26, 27 auf die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen 

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(Urk. 72 S. 192 - 202), welche zu bestätigen sind. Da keine der Privatklägerinnen 

im Berufungsverfahren Anträge betreffend die Zivilansprüche gestellt hat, können 

die von der Vorinstanz gutgeheissenen Beträge o