# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5d90a52a-130e-5188-8b93-71f6b35a8946
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-16
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 16.04.2021 510 2020 103 (510 20 103)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-2020-103_2021-04-16.pdf

## Full Text

Seite 1 

Urteil vom 16. April 2021 (510 20 103) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Projektkosten und Handänderungssteuern als Gestehungskosten 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Steuerrichter J. Felix (Ref.), 
R. Richner, P. Salathe, S. Schmid, Gerichtsschreiber i.V. J.-P. Stoll 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Muggli Erhart Rechtsanwälte AG, Herr C. Sur-
ber, Hauptstrasse 53, Postfach 564, 4127 Birsfelden, 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Grundstückgewinnsteuer 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit öffentlicher Urkunde vom 16. September 2019 verkaufte der Pflichtige das Grundstück Par-

zelle Nr. xx, Grundbuch B.____, an die C.____ AG zu einem Kaufpreis von Fr. 13,7 Mio. Mit 

dem Meldeformular für die Grundstückgewinn- und Handänderungssteuer vom 2. Juni 2020 

machte der Pflichtige bei den Aufwendungen beim Erwerb des veräusserten Objekts u.a. eine 

Handänderungssteuer in Höhe von Fr. 81'580.-- und Kosten einer Projektstudie in Höhe von 

Fr. 21'600.-- zum Abzug geltend. 

 

Die Steuerverwaltung veranlagte mit Verfügung vom 16. Juni 2020 einen Grundstückgewinn 

von Fr. 4'944'190.-- resp. eine Grundstückgewinnsteuer von Fr. 1'236'047.--. Dabei setzte die 

Steuerverwaltung die Erwerbsunkosten auf Fr. 107'374.-- fest. Die Handänderungssteuer und 

die Projektstudie blieben unberücksichtigt. 

 

 

B. 

Der Pflichtige erhob mit Schreiben vom 12. Juli 2020 Einsprache gegen die Verfügung und 

brachte vor, dass die betroffene Liegenschaft am 15. November 2012 von der D.____ AG an 

die E.____ AG verkauft worden sei, von der der Pflichtige sie am 2. April 2013 erworben habe. 

Am 24. April 2013 sei von der Steuerverwaltung ein Pfandrecht in Höhe von Fr. 91'250.-- auf 

der Parzelle eingetragen worden, da die D.____ AG die Handänderungssteuer beim Verkauf an 

die E.____ AG nicht bezahlt habe. Weder der E.____ AG, dem Grundbuchamt, dem Notar noch 

ihm sei bekannt gewesen, dass die Handänderungssteuer nicht bezahlt worden sei. Am 

4. September 2014 habe die Steuerverwaltung das Pfandrecht geltend gemacht, worauf der 

Pflichtige die Handänderungssteuer bezahlt habe. Der Betrag habe sich aufgrund einer zwi-

schenzeitlichen Zahlung der D.____ AG auf Fr. 81'580.-- reduziert. Es sei ungerecht, dass die 

Steuerverwaltung diesen Betrag nicht zum Abzug zulassen würde und als Strafe, dass er die 

Fr. 81'580.-- bezahlt habe, nochmals Fr. 20'395.-- Grundstückgewinnsteuer dafür zu bezahlen 

sei. Das stehe nirgends im Steuergesetz. Hätte die D.____ AG die Handänderungssteuer be-

zahlt, hätte sie diese auch von der Steuer abziehen können. Dieses Recht stehe auch ihm zu, 

da er diese Steuer zu Unrecht habe bezahlen müssen. 

Hinsichtlich der Projektstudie sei anzuführen, dass er aufgrund seiner finanziellen Lage zum 

Verkauf gezwungen gewesen sei und das Grundstück ohne die Projektstudie nicht hätte ver-

kaufen können. 

 

Mit Entscheid vom 3. August 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. Als Begrün-

dung führte sie an, dass die nicht realisierte Projektstudie nach ständiger Praxis nicht berück-

sichtigt werden könne, da sie mangels Realisierung keine wertvermehrende Aufwendung sei. 

Die in der Einsprache vom 12. Juli 2020 erwähnten Belege bezüglich der Projektstudie seien 

nicht mitgeschickt worden und könnten auch an der Beurteilung nichts ändern, da im Kaufver-

trag keine Projektstudie als mitverkauft erwähnt werde. Die Handänderungssteuer könne nicht 

berücksichtigt werden, da es sich weder um eine wertvermehrende Aufwendung, um eine mit 

dem Verkauf verbundene Handänderungssteuer noch um eine Kaufpreisleistung im Sinne des 

Erwerbspreises handle. 

 
 
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C. 

Am 28. August 2020 erhebt der Vertreter des Pflichtigen Rekurs und begehrt, (1) der Entscheid 

der Vorinstanz vom 3. August 2020 sei aufzuheben und die Steuerveranlagung so zu revidie-

ren, dass ein Steuerabzug von Fr. 81'580.-- zuzulassen und der Grundstückgewinnsteuerbetrag 

um Fr. 20'395.-- zu reduzieren sowie ein zweiter Steuerabzug von Fr. 21'600.-- zuzulassen und 

der Grundstückgewinnsteuerbetrag um weitere Fr. 5'400.-- zu reduzieren sei, (2) alles unter o/e-

Kostenfolge zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer zulasten des Staates. Zur Abzugsfähigkeit 

der Handänderungssteuer wird ausgeführt, dass das gesetzliche Pfandrecht für Immobilien-

steuern dem Erwerber im Falle der Nichtbezahlung die Steuerforderung überbinde. Der Erwer-

ber werde gemäss der kantonalen Beurkundungspraxis darauf aufmerksam gemacht. Diese 

zwingende gesetzliche Pflicht des Erwerbers stelle also eine Leistung dar, die mit der Ver-

äusserung in kausalem Zusammenhang stehe und welche der Erwerber dem Veräusserer oder 

auf dessen Rechnung einem Dritten zu erbringen habe. Es handle sich demnach um Erwerbs-

kosten, denn der Erwerber zahle an einen Dritten, nämlich der Steuerverwaltung auf Rechnung 

des Verkäufers. Es würde jeglicher Logik entbehren, wenn eine gesetzliche Überbindung der 

Handänderungssteuer bei der Festsetzung des Grundstückgewinnes nicht berücksichtigt wer-

de, eine freiwillige unter den Vertragsparteien vereinbarte vollständige Übernahme der Han-

dänderungssteuer durch den Erwerber (oder den Veräusserer) dagegen schon. Eine Ein-

schränkung, wonach die aufgrund eines gesetzlichen Pfandrechts übernommenen Handände-

rungssteuern bei der Grundstückgewinnsteuer nicht abzugsfähig sein sollten, sei auch aus dem 

Steuerbuch nicht ersichtlich. Die Rekursgegnerin habe sich auf der von ihr publizierten Praxis 

behaften zu lassen. Überdies entspreche der Sachverhalt des von der Steuerverwaltung zitier-

ten Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 16. April 1996 nicht dem vor-

liegenden, da hier sehr wohl eine Pflicht zur Ablösung des Pfandrechts bestanden habe. 

Hinsichtlich der Projektstudie gehe aus der Anmeldung an den Notar hervor, dass das Projekt 

von der Käuferin übernommen worden und Teil des Kaufpreises gewesen sei. Es sei nicht Vo-

raussetzung, dass ein Projekt vom ursprünglichen Architekten auch ausgeführt werden müsse. 

Es genüge, wenn das Projekt des Verkäufers in die Planung und Bauausführung des Käufers 

einfliesse. Ohne das Projekt wäre das Grundstück nicht oder zumindest nicht zum erzielten 

Preis verkäuflich gewesen. 

 

Mit Vernehmlassung vom 18. Februar 2021 beantragt die Steuerverwaltung die teilweise Gut-

heissung des Rekurses. Mit dem gesetzlichen Grundpfandrecht werde der gesamte sich aus 

der Veräusserung eines Grundstücks ergebende Steuerbetrag sichergestellt. Durch die Eintra-

gung werde der Erwerber zum solidarisch Haftenden. Schuldner bleibe aber der Veräusserer. 

Durch die Bezahlung der Handänderungssteuer durch den Rekurrenten erhalte dieser einen 

Regressanspruch gegenüber dem früheren Veräusserer. Mit Schreiben vom 1. Februar 2016 

sei dem Rekurrenten der Verlustschein Nr. yy gegenüber der D.____ AG im Umfang von 

Fr. 81'580.-- abgetreten worden. Eine Forderung gelte im Steuerrecht als so lange werthaltig, 

bis deren Wertlosigkeit nachgewiesen werde. Am 6. Januar 2020 sei der Konkurs über die 

D.____AG abgeschlossen worden. Es erscheine damit als genügend nachgewiesen, dass die 

Forderung des Rekurrenten nicht mehr zurückgefordert werden könne. Sie sei ihm deshalb bei 

der Grundstückgewinnsteuer anzurechnen. 

Die Projektstudie bilde gemäss der Anmeldung zur Errichtung eines Kaufvertrags zwar Be-

standteil des Kaufpreises und die Kosten könnten somit als kausal mit dem Zustandekommen 

 
 
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des Kaufvertrags betrachtet werden, jedoch fehle der Nachweis, dass der Kaufvertrag auch 

tatsächlich so beurkundet worden sei. Sollte der Rekurrent diesen Nachweis erbringen, sei der 

Rekurs auch in diesem Punkt gutzuheissen. 

 

Am 4. März 2021 reicht der Vertreter des Rekurrenten eine Stellungnahme zur Vernehmlassung 

ein. Darin macht er bezüglich der Projektstudie geltend, dass eine formelle Überbindung dieser 

Kosten im notariellen Kaufakt für die steuerliche Abzugsfähigkeit nicht relevant sei. Aus der 

Anmeldung an den Notar gehe klar hervor, dass das Projekt Teil des Verkaufes gewesen sei. 

Man habe die Urkunde nicht noch umfangreicher gestalten wollen. Weiter habe man verhindern 

wollen, dass der Architekt daraus Elemente eines Vertrages zugunsten Dritter ableiten könnte 

und die Käuferin gegebenenfalls dazu zwingen würde, ihm Folgeaufträge zu erteilen. In Bezug 

auf die Handänderungssteuer sei die Steuerverwaltung bei ihrem Zugeständnis zu behaften 

und die Gerichtskosten sowie die Parteientschädigung seien mindestens im Umfang von 80% 

der Rekursgegnerin aufzuerlegen. 

 

An der heutigen Verhandlung halten die Parteien an ihren Begehren fest.  

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 

Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 

zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 10'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen 

und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stel-

lenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten. 

 

 

2. 

Im vorliegenden Fall gilt es zunächst zu beurteilen, ob die Aufwendungen in Höhe von 

Fr. 81'580.-- im Zusammenhang mit dem gesetzlichen Pfandrecht der Handänderungssteuer 

bei der Grundstückgewinnsteuer zum Abzug zuzulassen sind. 

 

2.1. Gewinne aus Veräusserung von Grundstücken oder Anteilen an solchen unterliegen der 

Grundstückgewinnsteuer (§ 71 StG). Der Grundstückgewinn ist nach § 75 Abs. 1 StG der Be-

trag, um den der Veräusserungserlös die Gestehungskosten (Erwerbspreis und wertvermeh-

rende Aufwendungen) übersteigt. Als Aufwendungen gelten nach § 78 Abs. 1 lit. a StG u.a. 

Kosten für Bauten, Umbauten, Bodenmeliorationen und andere dauernde Verbesserungen, die 

eine Werterhöhung des Grundstückes bewirkt haben. Weiter können unter lit. b Grundeigentü-

merbeiträge für den Anschluss des Grundstückes an Strassen und öffentliche Werke sowie un-

ter lit. c Kosten, die mit dem Erwerb und der Veräusserung des Grundstückes verbunden sind, 

mit Einschluss der üblichen Mäklerprovision, vom steuerbaren Grundstückgewinn zum Abzug 

 
 
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gebracht werden. Die Werterhöhung gemäss § 78 Abs. 1 lit. a StG kann nicht nur körperlicher, 

sondern auch rechtlicher Natur sein, indem insbesondere ein beschränktes dingliches Recht 

zugunsten des Grundstücks begründet oder eine solche Belastung abgelöst wird. Sogar der 

Wegfall obligatorischer Rechte kann eine Wertvermehrung des Grundstücks bewirken (Urteil 

des Bundesgerichts [BGer] 2C_44/2008 vom 28. Juli 2008, E. 2.2; RICHNER/FREI/KAUFMANN/ 

MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. Aufl., Zürich 2013, § 221 N 63). 

 

2.2. Dadurch, dass die D.____ AG die Parzelle Nr. xx, Grundbuch B.____, am 15. November 

2012 verkauft hatte und die daraufhin erhobene Handänderungssteuer nur teilweise beglichen 

hat, wurde ein gesetzliches Grundpfandrecht gemäss § 70 StG i.V.m. § 148 lit. b des Gesetzes 

vom 16. November 2006 über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB; SGS 211) und 

Art. 836 Abs. 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 10. Dezember 1907 (ZGB; 

SR 210) begründet. Dieses wurde sodann, nachdem der Rekurrent bereits das Grundstück er-

worben hatte, innert der gesetzlichen Frist im Grundbuch eingetragen. Anschliessend wurde der 

Rekurrent als solidarhaftender Grundeigentümer dazu aufgefordert, den Restbetrag in Höhe 

von Fr. 81'580.-- zu begleichen. Indem nun der Rekurrent durch die Bezahlung der Handände-

rungssteuer das gesetzliche Grundpfandrecht aufgehoben hatte, erfuhr das Grundstück eine 

Wertsteigerung, da ein Grundstück mit einer tieferen Pfandbelastung konsequenterweise einen 

entsprechend höheren Verkaufspreis erzielt. Das Ablösen des gesetzlichen Grundpfandrechts 

führte folglich zu einer Werterhöhung und die in diesem Zusammenhang angefallenen Aufwen-

dungen sind als Gestehungskosten anzurechnen (vgl. Entscheid des Steuerrekursgerichts des 

Kantons Zürich vom 23. Juni 2020, 1 GR.2020.3, E. 2g). 

 

Es gilt jedoch zu beachten, dass im Falle der Möglichkeit des Rückgriffs auf die ursprüngliche 

Handänderungssteuerpflichtige, beim in Anspruch genommenen Grundeigentümer keine tat-

sächlichen Aufwendungen entstehen, da ihm eine Ersatzforderung gegenüber der anfänglich 

Pflichtigen in derselben Höhe zusteht. Im vorliegenden Fall wurde dem Rekurrenten ein Ver-

lustschein für die Forderung der Handänderungssteuer in Höhe von Fr. 81'580.-- gegenüber der 

D.____ AG abgetreten. Letzten Endes wurde aber das laufende Konkursverfahren über die 

D.____ AG mit Entscheid vom 6. Januar 2020 des Gerichts F.____ für geschlossen erklärt und 

die Gesellschaft wurde von Amtes wegen gelöscht. Es ist somit zweifelsfrei erwiesen, dass die 

Ersatzforderung, die der Rekurrent gegenüber der D.____ AG gehabt hatte, wertlos geworden 

ist und er damit keinen Regress mehr nehmen kann. 

 

Der Rekurs erweist sich somit in diesem Punkt als begründet und ist im entsprechenden Um-

fang gutzuheissen. 

 

 

3. 

Weiter ist zu erörtern, ob die Auslagen der Projektstudie in Höhe von Fr. 21'600.-- zum Abzug 

zuzulassen sind. 

 

3.1. In Bezug auf unausgeführte Bauprojekte gilt im Grundstückgewinnsteuerrecht, dass diese 

grundsätzlich nicht als Gestehungskosten anrechenbar sind, da ihnen kein wertvermehrender 

Charakter zukommt. Eine Anrechnung kommt nur in Frage, wenn dem Erwerber des Grund-

 
 
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stücks das Bauprojekt rechtsgeschäftlich überlassen wurde. Eine Fortführung dieses übernom-

menen Bauprojekts seitens des Erwerbers ist nicht vorausgesetzt. Wesentliches Kriterium ist, 

dass dem Bauprojekt ein objektiver liegenschaftlicher Wert zukommt (Urteil des Verwaltungsge-

richts des Kantons Basel-Landschaft [VGE] vom 17. Dezember 1997, E. 4a, publ. in: Basel-

landschaftliche und Baselstädtische Steuerpraxis [BStPra], Band XIV, Heft 2, S. 67 ff.; RICHNER/ 

FREI/KAUFMANN/MEUTER, a.a.O., § 221 N 52 f.; WENK, in: Nefzger/Simonek/Wenk [Hrsg.], 

Kommentar zum Steuergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, § 78 N 7). 

 

Hinsichtlich der Beweislastverteilung im Steuerrecht ist festzuhalten, dass der Nachweis für 

steuerbegründende oder steuererhöhende Tatsachen der Steuerverwaltung, der Beweis für 

steuermindernde Tatsachen grundsätzlich der steuerpflichtigen Person obliegt. Diese hat die 

steuermindernde Tatsache nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen. Die Beweislosig-

keit wirkt sich dabei zu Ungunsten jener Partei aus, welche die Beweislast trägt (Urteile des 

Bundesgerichts [BGE] 140 II 248, E. 3.5; 121 II 273, E. 3c/aa).  

 

3.2. Der Rekurrent bringt vor, dass die Projektstudie von der Erwerberin übernommen worden 

sei. Im Kaufvertrag vom 16. September 2019 ist jedoch nicht ersichtlich, dass die Projektstudie 

Teil der Vereinbarung gewesen sein soll. Lediglich in der Anmeldung zur Errichtung eines Kauf-

vertrags vom 20. August 2019 wurde festgehalten, dass die Projektstudie im Kaufpreis enthal-

ten sei. Diese Anmeldung wurde jedoch nur vom Rekurrenten als Veräusserer und nicht auch 

von der Erwerberin unterzeichnet, weshalb dem Dokument letztlich nur die Eigenschaft einer 

Parteibehauptung zukommt. Demzufolge ist nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass die Pro-

jektstudie auch tatsächlich rechtsgeschäftlich übernommen worden ist. Unter diesem Gesichts-

punkt sind die Aufwendungen aus der Projektstudie nicht als Gestehungskosten anrechenbar 

(VGE vom 17. Dezember 1997, E. 4a, publ. in: BStPra, Band XIV, Heft 2, S. 67 ff.). 

 

Denkbar ist ebenfalls, dass die Auslagen der Projektstudie nach § 78 Abs. 1 lit. c StG als Kos-

ten, die mit der Veräusserung des Grundstücks verbunden sind, zu qualifizieren sind und so 

Gestehungskosten darstellen könnten. Diesbezüglich ist jedoch festzustellen, dass die Studie 

bereits im Juli 2014 in Auftrag gegeben und schliesslich am 25. Januar 2016 in Rechnung ge-

stellt wurde. Der Verkauf des Grundstücks fand schlussendlich am 16. September 2019 statt. 

Gemäss den Aussagen des Rekurrenten an der heutigen Verhandlung wurde die Projektstudie 

zumindest teilweise mit der Absicht erstellt, in Zukunft eventuell selbst eine Überbauung der 

Parzelle vorzunehmen. Die Projektstudie wurde demnach nicht nur im Hinblick auf eine künftige 

Veräusserung in Auftrag gegeben. Hinzu kommt, dass ein rechtserheblicher Kausalzusammen-

hang zwischen den Verkaufsbemühungen und dem Verkauf bestehen muss (VGE vom 

17. Dezember 1997, E. 4a, publ. in: BStPra, Band XIV, Heft 2, S. 67 ff.). Dieser ist aufgrund der 

Chronologie, insbesondere des grossen zeitlichen Abstands zwischen Erstellung der Projekt-

studie und Verkauf des Grundstücks, nicht erkennbar. Zusätzlich ist die C.____ AG selber im 

Bereich Kauf, Verkauf und Verwaltung von Liegenschaften tätig, weshalb nicht ersichtlich oder 

belegt ist, dass die Projektstudie für ihren Kaufentscheid ausschlaggebend gewesen sein soll. 

 

Der Vertreter des Rekurrenten bringt weiter vor, dass die Projektstudie zu einem Mehrwert des 

Grundstücks geführt habe und verweist hierbei auf einen Entscheid der kantonalen Steuerre-

kurskommission (heute: Steuergericht; Entscheid der kantonalen Steuerrekurskommission vom 

 
 
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19. Juni 1992, Nr. 52/118, E. 4, publ. in: BStPra, Band XI, Heft 8, S. 335 ff.). Im zitierten Ent-

scheid trug der nicht realisierte Überbauungsplan allerdings nachweislich zum Entscheid der 

Gemeindeversammlung bei, das betreffende Zonenreglement zu ändern. Das nicht realisierte 

Projekt hatte sich somit, im Gegensatz zum vorliegenden Fall, gewissermassen in einem neuen 

Zonenreglement materialisiert und so objektiv zu mehr Überbauungsmöglichkeiten und einem 

entsprechenden Mehrwert geführt. Dies ist in casu jedoch nicht der Fall. Demgemäss kann der 

damalige Sachverhalt nicht vorbehaltlos zur Beurteilung der hier strittigen Frage herangezogen 

werden. Inwiefern die Projektstudie einen Mehrwert begründet haben soll, ist somit nicht nach-

gewiesen. 

 

Der Rekurrent trägt hier die Folgen der Beweislosigkeit und die Kosten der Projektstudie sind 

nicht zum Abzug zuzulassen. Der Rekurs erweist sich in dieser Frage als unbegründet. 

 

 

4. 

Nach dem Ausgeführten ist der Rekurs im Sinne der Erwägungen teilweise gutzuheissen. 

 

Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Partei in an-

gemessenem Ausmass aufzuerlegen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 

16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [Verwaltungspro-

zessordnung, VPO; SGS 271]). Vorliegend wurde der Rekurs im Umfang von rund 80% gutge-

heissen, weshalb der Rekurrent reduzierte Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 400.-- zu bezah-

len hat. Der Rekursgegnerin werden Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1'600.-- auferlegt.  

 

Gemäss § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei 

eine angemessene Parteientschädigung zugesprochen werden. Mit der eingereichten Honorar-

note vom 16. März 2021 macht der Vertreter des Rekurrenten einen Arbeitsaufwand von insge-

samt 22,25 Stunden geltend. In Anbetracht der sich gestellten rechtlichen Fragen, die eine eher 

geringere Komplexität aufweisen, werden hinsichtlich die Parteientschädigung im Rekursverfah-

ren 15 Stunden als angemessen erachtet. Der gerichtlich anerkannte Stundenansatz für Anwäl-

tinnen und Anwälte beträgt Fr. 250.-- (VGE vom 17. Juni 2009, publ. in BStPra, Band XIX, Heft 

8, S. 559 ff.). Bei einem Obsiegen von rund 80% wird folglich eine Parteientschädigung in Höhe 

von Fr. 3'300.-- (inklusive geltend gemachter Auslagenpauschale von 3% sowie MWST) zulas-

ten der Rekursgegnerin zugesprochen. 

 
 
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Demgemäss erkennt das Steuergericht: 

 

1. 

Der Rekurs wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen.  

 

2. 

Der Rekurrent hat Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 400.-- zu bezahlen, welche mit dem 

bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. Der zu viel bezahlte Kostenvorschuss 

von Fr. 1'600.-- wird dem Rekurrenten zurückerstattet. Die Steuerverwaltung hat Verfahrens-

kosten in Höhe von Fr. 1'600.-- zu bezahlen. 

 

3. 

Die Steuerverwaltung hat dem Rekurrenten eine Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'300.--. 

(inklusive Auslagen und MWST) zu bezahlen. 

 

4. 

Mitteilung den Vertreter, für sich und zhd. des Rekurrenten (2), und die Steuerverwaltung des 

Kantons Basel-Landschaft (3).