# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5433674-6cb5-526e-98c3-a94964b6b39b
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 04.09.2023 PQ230029
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ230029_2023-09-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ230029-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. M. Stammbach und Oberrichterin lic. iur. 

A. Strähl sowie Gerichtsschreiber Dr. M. Tanner 

Beschluss und Urteil vom 4. September 2023 

 
in Sachen 

 
A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Regelung des persönlichen Verkehrs gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB 
im Sinne einer vorsorglichen Massnahme 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Pfäffikon vom 8. Mai 2023 i.S. 
C._____, geb. tt.mm.2019; VO.2021.19, (Kindes- und Erwachsenenschutzbe-
hörde Bezirk Pfäffikon)  

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Erwägungen: 

1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf 

1.1. A._____ und B._____ sind die nicht miteinander verheirateten Eltern von 

C._____, geb. tt.mm.2019. Sie leben seit November 2021 getrennt. Damals zog 

die Mutter mit C._____ aus dem gemeinsam bewohnten Haus in D._____ aus, in 

dem der Vater heute noch lebt. Auf entsprechendes Gesuch des Vaters regelte 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Pfäffikon (nachfolgend KESB) vor-

sorglich den Kontakt zwischen Vater und Tochter mit Entscheid vom 7. Dezember 

2021. Sie erklärte den Vater für berechtigt, C._____ in den ungeraden Kalender-

wochen von Freitag 17.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr und jeden Mittwoch von 

13.00 bis 18.00 Uhr sowie an gewissen Feiertagen zu sich oder mit sich auf Be-

such zu nehmen. Weiter ordnete die KESB eine Besuchsrechtsbeistandschaft 

nach Art. 308 Abs. 2 ZGB an, ernannte E._____ zur Beiständin und erteilte dem 

Kinder- und Jugendhilfezentrum J._____ (nachfolgend kjz) einen Abklärungsauf-

trag. Schliesslich entzog die KESB einer allfälligen Beschwerde gegen diesen 

Entscheid die aufschiebende Wirkung (KESB act. 41). Gegen die Regelung der 

Betreuungsregelung erhob die Mutter am 15. Dezember 2021 Beschwerde beim 

Bezirksrat Pfäffikon (nachfolgend Vorinstanz). Die Vorinstanz wies den Antrag um 

superprovisorische Wiederherstellung der Beschwerde mit Verfügung vom 17. 

Dezember 2021 ab, erliess aber gleichzeitig superprovisorische Massnahmen 

(BR act. 7). In der Folge stellten beide Parteien zahlreiche Anträge, verfassten die 

Parteien und die KESB entsprechende Stellungnahmen und die Vorinstanz erliess 

prozessleitende Entscheide (BR act. 13, 14, 21, 25, 26, 28, 32, 35, 42, 48, 53, 61, 

63, 68, 70, 74, 83, 84, 85, 93, 96, 101, 104, 110, 112, 114, 121, 129, 131, 132, 

135, 136, 140, 149, 159, 160, 162, 164, 178, 179, 189, 222, 228). Unter anderem 

wurde die Mutter mit Beschluss der Vor-instanz vom 10. Januar 2022 angewie-

sen, C._____ gemäss dem Entscheid der KESB dem Vater herauszugeben, unter 

der Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB (BR act. 53). Mit Beschluss vom 17. 

Mai 2022 erteilte die Vorinstanz der Beiständin den ergänzenden Auftrag, eine 

Begleitung für sämtliche Übergaben von C._____ zu organisieren (BR act. 85). 

Mit Verfügung vom 12. Oktober 2022 entzog die Vorinstanz der Mutter superpro-

visorisch die Obhut über C._____ und teilte sie vom 12. Oktober bis 14. Oktober 

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2022 dem Vater zu, wobei sie festhielt, dass C._____ vom 14. Oktober 2022 bis 

22. Oktober 2022 im Rahmen des Ferienbesuchsrechts beim Vater sein werde 

(BR act. 149). Mit Beschluss vom 22. Dezember 2022 zeigte die Vorinstanz die 

Mutter aufgrund von Widerhandlungen gegen die angeordnete Herausgabe von 

C._____ bei der Strafverfolgungsbehörde an (BR act. 189). Der Bezirksrat lud die 

Parteien auf den 24. Januar 2023 zu einer Verhandlung vor. Die im Anschluss an 

die Parteivorträge geführten Vergleichsgespräche scheiterten (BR act. 248). Mit 

Urteil vom 8. Mai 2023 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab, ordnete vorsorg-

lich die alternierende Obhut für C._____ sowie eine wochenweise wechselnde 

Betreuung mit Übergaben jeweils am Freitag um 17.00 Uhr an. Einer allfälligen 

Beschwerde entzog der Bezirksrat die aufschiebende Wirkung (BR act. 293 = act. 

9 [Aktenexemplar]).  

1.2. Gegen diesen Entscheid der Vorinstanz reichte die Mutter (nachfolgend Be-

schwerdeführerin) am 22. Mai 2023 Beschwerde beim Obergericht des Kantons 

Zürich ein (act. 2). Sie beantragt in prozessualer Hinsicht, es sei der Beschwerde 

die aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen (act. 2 S. 4). Die Akten des Bezirks-

rates (act. 10/1-301, zitiert als BR act.) und der KESB (act. 10/33/1-98 und 12/99-

251, zitiert als KESB act.) wurden beigezogen. Mit Verfügung vom 25. Mai 2023 

wurde dem Vater (nachfolgend Beschwerdegegner) Frist angesetzt, um sich zum 

Antrag der Beschwerdeführerin auf Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung 

der Beschwerde zu äussern und die Beschwerde zu beantworten (act. 6). Die 

entsprechende Eingabe des Beschwerdegegners datiert vom 9. Juni 2023 (act. 

13). In der Folge wurden die Parteien auf den 26. Juli 2023 zur Verhandlung vor-

geladen (act. 15/1-2). Zur Verhandlung erschienen beide Parteien persönlich in 

Begleitung ihrer Rechtsvertreter. Nach Erstattung der abschliessenden Stellung-

nahmen der Parteien führten sie unter Mitwirkung der Referentin Vergleichsge-

spräche. Diese scheiterten. Den Parteien wurde mitgeteilt, dass das Verfahren ins 

Stadium der Urteilsberatung übergehe (Prot. S. 5 ff., S. 16). Das Verfahren ist 

spruchreif. 

  

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2. Prozessuales 

2.1. Beschwerdeverfahren 

2.1.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen rich-

tet sich nach den Bestimmungen des ZGB und des Einführungsgesetzes zum 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine 

Bestimmungen, gelten die Bestimmungen des Gerichtsorganisationsgesetzes 

(GOG) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss als kantonales 

Recht (Art. 314 Abs. 1 i.V.m. Art. 450 ff. ZGB; § 40 ff. EG KESR). Der Kanton Zü-

rich kennt zwei gerichtliche Beschwerdeinstanzen, als erste Beschwerdeinstanz 

den Bezirksrat und als zweite das Obergericht (§ 62 ff. EG KESR). Gegenstand 

des zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können stets nur Entscheide des 

Bezirksrates als Vorinstanz sein, nicht hingegen solche der KESB. 

2.1.2. Die Beschwerdeführerin ist als Mutter von C._____ am Verfahren beteiligt 

und durch den Entscheid der Vorinstanz beschwert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). 

Sie ist damit zur Beschwerde legitimiert.  

2.1.3. Angefochten ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von 

Art. 445 ZGB. Die Beschwerde wurde rechtzeitig innert 10 Tagen seit Erhalt des 

bezirksrätlichen Urteils eingereicht (BR act. 295, Art. 445 Abs. 3 ZGB). Sie enthält 

Anträge und eine Begründung (Art. 450 Abs. 3 ZGB); dem Eintreten steht nichts 

entgegen.  

2.1.4. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzöge-

rung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides ge-

rügt werden (Art. 450a Abs. 1 ZGB). Der Rechtsmittelbehörde kommt sowohl in 

rechtlicher wie auch in tatsächlicher Hinsicht umfassende Überprüfungsbefugnis 

zu; dazu gehört auch die volle Ermessensüberprüfung (BSK ZGB II-DROESE/ 

STECK, 7. Aufl., 2022, Art. 450a N 3, 9 und 10). Im Verfahren vor der KESB und 

vor den gerichtlichen Beschwerdeinstanzen ist der Sachverhalt von Amtes wegen 

zu erforschen und das Gericht ist an die Anträge der Parteien nicht gebunden 

(Art. 446 ZGB, § 65 EG KESR). Von der Beschwerde führenden Partei ist indes 

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darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft 

erachtet wird. Sie muss sich sachbezogen mit den Entscheidgründen des ange-

fochtenen Entscheides auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz 

das Recht falsch angewendet bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben 

soll. Dies gilt auch im Bereich der Untersuchungsmaxime. 

2.1.5. Strittig sind im vorliegenden Verfahren die Obhut über C._____ und ihre 

Betreuung. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend soweit einzuge-

hen sein, als dies für die Entscheidfindung relevant ist. 

2.2. Aufschiebende Wirkung 

Da nun sogleich der Endentscheid in der Sache ergeht, erübrigt sich ein Ent-

scheid über die aufschiebende Wirkung der Beschwerde. Der entsprechende An-

trag der Beschwerdeführerin ist abzuschreiben. 

2.3. Noven 

2.3.1. Aufgrund der Untersuchungsmaxime sind neue Tatsachen und Behauptun-

gen im Beschwerdeverfahren grundsätzlich zu berücksichtigen. Allerdings können 

nach Beginn der Urteilsberatung weder echte noch unechte Noven ins Verfahren 

eingebracht werden. Denn in der Phase der Urteilsberatung muss der Prozess-

stoff abschliessend so fixiert sein, dass das Gericht die Sache sorgfältig beraten 

und zügig ein Urteil ausfällen kann. In dieser Phase soll es nicht möglich sein, mit 

weiteren Noveneingaben den Unterbruch der Urteilsberatung zu erzwingen 

(BGE 142 III 413 E. 2.2.3-6). Dies gilt selbst in Kinderbelangen.  

2.3.2. Nach Erstattung der Stellungnahmen und Ausübung des Replikrechts an-

lässlich der Verhandlung vom 26. Juli 2023 ging das vorliegende Verfahren in das 

Stadium der Urteilsberatung über, was den Parteien mitgeteilt wurde (Prot. S. 16). 

Tatsachen und Beweismittel, die erst nach Beginn der Beratungsphase entstan-

den sind, wie vorliegend die von der Beschwerdeführerin eingereichte E-Mail vom 

4. August 2023 (act. 20) sowie die Aktennotizen der KESB vom 8. und 14. August 

2023 (act. 22/1-2) können im vorliegenden Verfahren deshalb nicht mehr berück-

sichtigt werden. Lediglich der Form halber ist festzuhalten, dass die genannten 

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Aktenstücke von der Rechtskraft des zwar erst später gefällten, sich aber bereits 

zuvor in Beratung befindenden Entscheids nicht erfasst werden (BGE 142 III 413, 

E. 2.2.6).  

2.4. Kinderanhörung 

2.4.1. Die Beschwerdeführerin beantragt, C._____ sei im Beschwerdeverfahren 

anzuhören. Sie sei bereits 4 Jahre alt und komme in den Kindergarten. Die Richt-

linie des Bundesgerichts von 6 Jahren solle nicht schemenhaft angewendet wer-

den (act. 2 S. 35).  

2.4.2. Die Kindesanhörung wird für das Kindesschutzverfahren in Art. 314a ZGB 

geregelt. Die Anhörung des Kindes ist zum einen Ausfluss seiner Persönlichkeit 

und dient zum anderen der Sachverhaltsfeststellung. In BGE 131 III 553 hat das 

Bundesgericht im Sinn einer Richtlinie festgehalten, dass eine Kinderanhörung ab 

dem vollendeten sechsten Altersjahr möglich sei, wobei es nicht ausgeschlossen 

sei, je nach den konkreten Umständen auch ein etwas jüngeres Kind anzuhören, 

etwa wenn bei Geschwistern das jüngere Kind kurz vor dem genannten Schwel-

lenalter stehe (a.a.O. E. 1.2.3). Weiter hielt das Bundesgericht fest, die Aussagen 

jüngerer Kinder hätten für die Zuteilungsfrage nur einen beschränkten Beweis-

wert. Bei ihnen gehe es in erster Linie darum, dass sich das Gericht ein persönli-

chen Bild machen könne und über ein zusätzliches Element bei der Sachverhalts-

feststellung und Entscheidfindung verfüge (a.a.O. E. 1.2.2).  

2.4.3. Selbst wenn es sich bei der 4-jährigen C._____ um ein für ihr Alter relativ 

reifes Kind handelt, könnte entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin bei 

der Zuteilung der Obhut und bei der Betreuungsregelung nicht auf die Äusserun-

gen von C._____ abgestellt werden, ist sie doch viel zu jung, um diesbezüglich 

einen gefestigten Willen zu haben und die Tragweite ihrer Äusserungen abzu-

schätzen. Darüber hinaus ist der Kindeswille – selbst wenn das Kind alt genug für 

eine Anhörung ist – ohnehin nur ein Kriterium bei der Regelung der Betreuung 

und nicht mit dem Kindeswohl identisch (BGE 130 II 585 E. 2.1, BGer 

5A_56/2020 vom 17. August 2020 E. 4.1). Aufgrund des Gesagten ist auf eine 

Anhörung von C._____ zu verzichten. 

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3. Obhut 

3.1. Die KESB fällte keinen Entscheid über die Obhut für C._____. Mit Bezug auf 

die Betreuungsregelung hielt die KESB fest, es sei unklar, inwiefern die Eltern be-

reit und in der Lage seien, eine dem Kindeswohl entsprechende Betreuung von 

C._____ zu gewährleisten. Deshalb sei noch kein definitiver Entscheid möglich 

und es seien vertiefte Abklärungen nötig. Gegenwärtig seien die Eltern nicht in 

der Lage, sich über die Belange von C._____ auszutauschen oder einvernehmli-

che Abmachungen zu treffen. Es erscheine sehr zweifelhaft, dass sich die Eltern 

hinsichtlich der Kontaktregelung selbständig und im Interesse von C._____ eini-

gen könnten. Deshalb sei eine behördliche Regelung notwendig. Die von der Be-

schwerdeführerin geäusserten Anschuldigungen gegenüber dem Beschwerde-

gegner hinsichtlich mangelhafter Aufsicht und Fürsorge erachtete die KESB als 

wenig glaubhaft, weshalb sie ein begleitetes Besuchsrecht nicht für notwendig 

hielt. Sie erklärte den Beschwerdegegner für berechtigt, C._____ in den ungera-

den Kalenderwochen von Freitag 17 Uhr bis Sonntag 18 Uhr und jeden Mittwoch 

von 13 bis 18 Uhr zu betreuen. Weiter regelte die KESB das Feiertagsbesuchs-

recht und räumte dem Beschwerdegegner ein Ferienbesuchsrecht von 3 Wochen 

pro Jahr ein. Ausserdem ordnete die KESB an, dass Kontakte zwischen C._____ 

und dem Beschwerdegegner, die wegen C._____ oder der Beschwerdeführerin 

ausfielen, möglichst zeitnah nachzuholen seien. Zudem nahm die KESB gegen-

über der Beschwerdeführerin vom Wohlverhaltensgebot Vormerk, mit dem Hin-

weis, dass eine Weisung mit einer allfälligen Strafandrohung zu prüfen sei, wenn 

sich in Zukunft zeigen sollte, dass die Beschwerdeführerin das Verhältnis von 

C._____ zum Beschwerdegegner nicht fördere oder negativ beeinflusse. Mit dem 

Hinweis auf die zunehmend konfliktbehaftete Elternbeziehung errichtete die KESB 

ausserdem eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB zur Vermittlung zwi-

schen den Eltern sowie zur Umsetzung der vorsorglich angeordneten Betreuungs-

regelung und zur Regelung der Modalitäten bei Bedarf bzw. Antragstellung bei 

Schwierigkeiten in der Umsetzung der Betreuungsregelung. Da ein längerer Kon-

taktunterbruch zum Beschwerdegegner dringend zu verhindern sei – C._____ sei 

erst 2.5 Jahre alt und verfüge noch über kein Zeitgefühl – entzog die KESB einer 

allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung (KESB act. 41 S. 4 ff.). 

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3.2. Die Vorinstanz gab zunächst den langen Verfahrensverlauf des erstinstanz-

lichen Beschwerdeverfahrens sowie die Parteistandpunkte ausführlich wieder 

(act. 9 S. 2-14, 14-36). In der Folge stützte sich die Vorinstanz auf den Abklä-

rungsbericht des kjz J._____ vom 17. Mai 2022, die Begründung der Beiständin 

für die am 8. April 2022 beantragte Anpassung der Kindesschutzmassnahme 

(Übergabebegleitung) und die Ausführungen der Beiständin in einer E-Mail an die 

Beschwerdeführerin vom 4. Juli 2022 (a.a.O. S. 36-41).  

 Die Vorinstanz prüfte daraufhin gestützt auf Art. 298 Abs. 2ter ZGB die al-

ternierende Obhut (von der Vorinstanz in der darauffolgenden Beurteilung als "ge-

teilte Obhut" bezeichnet). Dabei hielt sie fest, gemäss den Abklärungen seien 

grundsätzlich beide Eltern erziehungsfähig. Den umfangreichen Akten sei zu ent-

nehmen, dass die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit ein zentrales Problem 

darstelle. Grundsätzlich seien daran bei einer geteilten Obhut hohe Anforderun-

gen zu stellen, da ansonsten das Kindeswohl gefährdet sei. Im vorliegenden Fall 

sei jedoch davon auszugehen, dass eine geteilte Obhut die Situation beruhigen 

könne. Der Beschwerdegegner sei derzeit berechtigt, C._____ am Mittwoch-

nachmittag und jedes zweite Wochenende zu betreuen. Die Beschwerdeführerin 

habe sich von Beginn an stark gegen diese Betreuungszeiten gewehrt. Sie habe 

dem Beschwerdegegner unterstellt, er sei nicht fähig, C._____ zu betreuen, und 

habe ihm insbesondere vorgeworfen, in medizinischen Fragen die Bedürfnisse 

von C._____ nicht zu erkennen. Die Beschwerdeführerin habe sich mehrfach ei-

genmächtig geweigert, Entscheide zu befolgen und mit ihrem Verhalten den El-

tern- und Paarkonflikt vermischt, wodurch sie C._____ einem Loyalitätskonflikt 

ausgesetzt habe. Insbesondere die Übergaben seien jeweils sehr schwierig. Die 

involvierten Fachpersonen würden dem Beschwerdegegner einen guten Umgang 

mit C._____ attestieren; C._____ freue sich jeweils auf die Besuche beim Be-

schwerdegegner. Auch Ferienbesuche hätten schon stattgefunden. Der Be-

schwerdegegner sei somit ohne weiteres in der Lage, C._____ länger zu be-

treuen. Für C._____ sei aktuell das Hin und Her mit den Mittwochnachmittagen 

schwierig, da immer wieder umstrittene Übergaben stattfänden. Durch eine geteil-

te Obhut mit wochenweiser Betreuung durch beide Eltern könnten die Übergaben 

massiv reduziert werden. Zudem habe C._____ Zeit, bei einem Elternteil anzu-

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kommen. Gerade da die Eltern offensichtlich ganz unterschiedliche Erziehungssti-

le pflegten, könne es für C._____ bereichernd und zu ihrem Wohl sein, Zeit bei 

beiden Eltern zu verbringen. Die Beschwerdeführerin scheine stark behütend und 

teilweise überfürsorglich zu sein, während der Beschwerdegegner C._____ viele 

Freiheiten lasse und sie Erfahrungen sammeln lasse, ohne jedoch C._____ zu 

gefährden. Insbesondere seien die Ausführungen des Beschwerdegegners zur 

Kopfwunde glaubhaft, auch wenn diese anschliessend habe genäht werden müs-

sen. Um die Kommunikations- und Konfliktfähigkeit der Eltern zu fördern, sei auch 

eine Erziehungsbeistandschaft anzuordnen. Zudem seien die Parteien zu ver-

pflichten, eine Beratung oder Familientherapie in Anspruch zu nehmen. Mit diesen 

Unterstützungsmassnahmen erschienen die Vorteile der geteilten Obhut für 

C._____ die mangelnde Kommunikations- und Konfliktfähigkeit zu überwiegen. 

Der Beschwerdegegner führe zudem glaubhaft aus, dass er trotz Vollzeitstelle in 

der Lage sein werde, C._____, allenfalls mit familiärer Unterstützung, zu be-

treuen. Die Beschwerdeführerin sei auf Stellensuche und C._____ werde bereits 

an drei Tagen in der Kita betreut und besuche an zwei Halbtagen die Spielgruppe. 

Im Hinblick auf die Einschulung von C._____ im Sommer 2024 sei selbstverständ-

lich die Distanz zwischen den beiden Wohnorten ein Thema. Allerdings arbeite 

der Beschwerdegegner in Zürich und könne C._____ auf dem Arbeitsweg in die 

Schule bringen. Die Fahrt dauere ohne Stau rund 40 Minuten, wobei sich die 

Fahrzeit am Morgen und Abend infolge Stau verlängern dürfte. Die Auffangzeiten 

im Kindergarten in F._____ seien von 8.10 bis 8.30 Uhr und die Unterrichtszeit 

von 8.30 bis 11.50 Uhr. Gehe man von einer Fahrzeit von rund einer Stunde aus, 

müsste der Beschwerdegegner mit C._____ um 7.15 Uhr abfahren, was für ein 

Kind im Kindergartenalter absolut zumutbar sei. Das Bringen mit dem Auto sei 

selbstredend nicht optimal. C._____ habe jedoch alle zwei Wochen die Möglich-

keit, den Schulweg von der Beschwerdeführerin aus zu Fuss zurück zu legen. Es 

könne für C._____ durchaus ein Vorteil sein, an zwei unterschiedlichen Orten zu 

leben und unterschiedliche soziale Umfelder zu haben. Damit spreche auch die 

Tatsache, dass die Wohnorte nicht nahe beieinander lägen, nicht gegen eine ge-

teilte Obhut. Wenn C._____ grösser sei, eigene Hobbies und einen eigenen 

Freundeskreis habe und ihren Willen selbständig äussern könne, sei zu prüfen, 

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ob sich die Situation anders darstelle. In der heutigen Situation, gerade aufgrund 

der schwierigen Situation zwischen den Eltern, erscheine es für C._____ das Bes-

te zu sein, einen intensiven Kontakt zu beiden Eltern zu haben, der aufgrund der 

langen Dauer berechenbar und stabil sei. Aus diesen Gründen sei die geteilte 

Obhut mit wochenweise wechselnder Betreuung anzuordnen. Die Übergaben 

fänden jeweils am Freitag um 17.00 Uhr statt, so dass C._____ über das Wo-

chenende beim betreuenden Elternteil ankommen könne, bevor die (Schul-

)Woche starte. Da der Schuleintritt in F._____ geplant sei, C._____ einen enge-

ren Bezug zu F._____ habe und der Beschwerdegegner in Zürich arbeite, sei der 

Wohnsitz von C._____ bei der Beschwerdeführerin zu belassen. Im Übrigen seien 

die vorsorglichen Regelungen der KESB zu bestätigen, insbesondere die Rege-

lungen betreffend Feiertage und Ferien. An den Übergabebegleitungen sei fest-

zuhalten, solange die Parteien nicht in der Lage seien, diese selber in Ruhe 

durchzuführen. Da sich die Beschwerdeführerin in der Vergangenheit nicht an 

Entscheide gehalten habe, sei die geteilte Obhut unter Strafandrohung zu setzen. 

Damit die geteilte Obhut ab sofort umgesetzt werden könne, rechtfertige es sich, 

einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu entziehen (act. 9 S. 

45 ff.). 

3.3. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, die Voraussetzungen 

für eine alternierende Obhut seien vorliegend nicht erfüllt. Entgegen der Einschät-

zung im Abklärungsbericht zweifle sie die Erziehungsfähigkeit des Beschwerde-

gegners weiterhin an. Aufgrund der vielen Vorfälle, die sich in der Vergangenheit 

ereignet hätten, sei ersichtlich, dass er sich nicht kinds- und altersgerecht um 

C._____ gekümmert habe. Hinzu komme, dass die Eltern völlig unterschiedliche 

Erziehungsvorstellungen hätten. Der Beschwerdegegner erkenne weder potenzi-

elle Gefahren für C._____ noch ihre Bedürfnisse. Sein Umgang sei oft nicht al-

tersgerecht und teilweise kindswohlgefährdend. Er sei beratungsresistent, lasse 

einen Meinungsaustausch nicht zu und gehe auf Anliegen und Verbesserungs-

vorschläge von ihr nicht ein. Er sei nicht in der Lage, sein oftmals unangemesse-

nes Verhalten zu reflektieren. Wenn C._____ in der Vergangenheit krank gewe-

sen sei, habe sich der Beschwerdegegner dagegen gesträubt, dass C._____ von 

einem Arzt untersucht werde und habe jegliche Art von Medikation abgelehnt. 

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Dem Kindeswohl würde weitaus besser entsprochen, wenn C._____ unter ihrer 

alleinigen Obhut wäre, bei ihr in F._____ wohne, wo sie ihre Freunde habe und 

nach den Sommerferien in den Kindergarten gehe, und den Beschwerdegegner 

jedes zweite Wochenende besuchen würde. C._____ würde von dem wochen-

weise alternierenden Betreuungsmodell keine Vorteile, sondern nur Nachteile ha-

ben. Die Vorinstanz habe erkannt, dass die Kommunikations- und Kooperations-

fähigkeit ein zentrales Problem darstelle und sei fälschlicherweise davon ausge-

gangen, dass eine alternierende Obhut die Situation beruhigen könne. Entgegen 

der Auffassung der Vorinstanz würden mit einer Kontaktrechtsbeistandschaft und 

einer Beratung oder Familientherapie die Vorteile der alternierenden Obhut die 

mangelnde Kommunikations- und Konfliktfähigkeit nicht überwiegen, zumal mit 

dem Eintritt von C._____ in den Kindergarten von den Eltern betreffend Kommu-

nikations- und Kooperationsfähigkeit viel mehr abverlangt werde als bisher. Auch 

das Kriterium der Kontinuität und Stabilität sei von der Vorinstanz nicht oder zu 

wenig berücksichtigt worden, hätten die Parteien doch das klassische Familien-

modell gewählt und sei C._____ in der Vergangenheit nur ganz selten und höchs-

tens für 1-2 Stunden vom Beschwerdegegner alleine betreut worden. Auch die 

geografischen Verhältnisse sprächen gegen eine alternierende Obhut. Zudem 

habe die Vorinstanz zu wenig abgeklärt, wie die Betreuung durch den Beschwer-

degegner sichergestellt sein soll. Es sei unklar, weshalb die Vorinstanz zum 

Schluss gekommen sei, der Beschwerdegegner sei trotz Vollzeitstelle in der Lage, 

C._____ zu betreuen (act. 2 Rz. 20 ff.). 

3.4. Der Beschwerdegegner macht geltend, mit der von der Vorinstanz angeord-

neten Regelung werde C._____ bei jedem Elternteil eine ruhige Phase ermög-

licht, ohne ständiges Hin und Her. C._____ könne damit wohl am besten vor dem 

von der Beschwerdeführerin geschürten Loyalitätskonflikt geschützt werden. Für 

das Wohl von C._____ seien beide Eltern notwendig, was in der von Angst be-

herrschten Welt der Beschwerdeführerin keinen Platz habe. Sie habe eigenmäch-

tig – gegen seinen Willen – den Wohnsitz von C._____ verlegt. Dieses taktische 

Verhalten dürfe nicht belohnt werden. Er wolle möglichst viel Zeit mit C._____ 

verbringen und bekomme bei der Betreuung von C._____ grosse Unterstützung 

von seiner Familie und von seinem Team und seinem Vorgesetzten, indem er 

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zeitlich und örtlich sehr flexibel arbeiten könne. Er habe eine enge Beziehung zu 

seiner Familie, wodurch C._____ das Aufwachsen in einer grossen Familie er-

möglicht werde. Die Beschwerdeführerin habe sich trotz Strafandrohung nicht an 

die bisherige Betreuungsregelung gehalten, was auch sämtliche involvierten Per-

sonen und Institutionen nicht hätten verhindern können. Die Beschwerdeführerin 

widersetze sich allen staatlichen Institutionen und habe mit Lügen alle ins Leere 

laufen lassen. C._____s zentrale Bezugsperson müsse aufrichtig und ehrlich sein. 

Die Beschwerdeführerin missbrauche C._____ für ihre Zwecke und manifestiere 

dadurch, dass es ihr nicht primär um das Kindswohl gehe. Mit ihm sei für C._____ 

eine aufrichtige Bezugsperson garantiert. Die Beschwerdeführerin setze die 

Kommunikationsverweigerung ihm gegenüber wie auch gegenüber Frau G._____ 

von der Besuchsbegleitung rein taktisch ein. Wenn sie ein Bedürfnis habe, das er 

abdecken könne, funktioniere die Kommunikation hervorragend. Ein Besuchs-

recht im Umfang der von der KESB getroffenen Regelung wäre für C._____ un-

zumutbar, weil die Beschwerdeführerin die Entfremdungsversuche ihm gegenüber 

fortsetzen würde. Wie aus den Übergabeprotokollen hervorgehe, agiere die Be-

schwerdeführerin in keiner Weise kindsgerecht; sie beziehe C._____ in den Paar-

konflikt ein, statt sie davor zu schützen. Entgegen der Darstellung der Beschwer-

deführerin habe er sich seit der Geburt von C._____ intensiv um sie gekümmert. 

Seine Erziehungsfähigkeit sei im Gegensatz zur Erziehungsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin von den Behörden nie in Zweifel gezogen worden. Die Be-

schwerdeführerin verursache den Loyalitätskonflikt von C._____ alleine. Er habe 

sich nie gegen Arztbesuche gestellt oder sich geweigert, Medikamente zu verab-

reichen. Er habe lediglich eine gewisse Skepsis gegen eine Übermedikation (act. 

13 Rz. 11 ff.) . 

3.5. Nach der Rechtsprechung muss das Gericht im Einzelfall gestützt auf eine 

sachverhaltsbasierte Prognose prüfen, ob eine alternierende Obhut voraussicht-

lich dem Wohl des Kindes entspricht (BGE 142 III 612 E. 4.2). Die Rechtspre-

chung hat Kriterien definiert, die für diese Beurteilung massgebend sind. Zunächst 

ist die Erziehungsfähigkeit beider Eltern zu prüfen; die alternierende Obhut kommt 

grundsätzlich nur in Frage, wenn beide Eltern erziehungsfähig sind. Weiter erfor-

dert die alternierende Obhut organisatorische Massnahmen und gegenseitige In-

- 13 - 

formation; insofern setzt die praktische Umsetzung einer alternierenden Obhut die 

Fähigkeit der Eltern zu Kooperation und Kommunikation in Kinderbelangen vor-

aus (a.a.O. E. 4.3). Die Kommunikation zwischen den Eltern kann auch bloss 

schriftlich erfolgen. Einer alternierenden Obhut steht nicht entgegen, wenn die El-

tern zur gemeinsamen Entscheidfindung über die Kinderbelange auf die Vermitt-

lung einer Drittperson angewiesen sind. Allein aus dem Umstand, dass ein Eltern-

teil sich einer alternierenden Betreuungsregelung widersetzt, kann nicht ohne 

Weiteres auf eine fehlende Kooperationsfähigkeit der Eltern geschlossen werden; 

ein derartiger Schluss könnte nur dort in Betracht fallen, wo das Verhältnis unter 

den Eltern hinsichtlich anderer Kinderbelange von einer Feindseligkeit gezeichnet 

ist, die annehmen lässt, eine alternierende Obhut würde das Kind dem gravieren-

den Elternkonflikt in einer Weise aussetzen, die seinen Interessen offensichtlich 

zuwiderläuft (BGer 5A_629/2019 vom 13. November 2020 E. 4.2). Zu berücksich-

tigen ist ferner die geografische Situation, namentlich die Distanz zwischen den 

Wohnungen der beiden Eltern und die Stabilität, welche die Weiterführung der 

bisherigen Regelung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. In diesem Sinn 

ist die alternierende Obhut angezeigt, wenn die Eltern das Kind schon vor der 

Trennung abwechselnd betreuten. Die Erziehungsfähigkeit beider Eltern ist in je-

dem Fall notwendige Voraussetzung einer alternierenden Obhut. Die weiteren 

Beurteilungskriterien hängen oft voneinander ab; ihre Bedeutsamkeit richtet sich 

nach den konkreten Umständen. So spielt das Kriterium der Stabilität bei Säuglin-

gen und Kleinkindern eine wichtige Rolle, während bei Jugendlichen der Zugehö-

rigkeit zu einem sozialen Umfeld grosse Bedeutung zukommt. Die Kooperations-

fähigkeit der Eltern wiederum verdient besondere Beachtung, wenn das Kind 

schulpflichtig ist oder die Entfernung zwischen den Wohnorten der Eltern ein Mehr 

an Organisation erfordert (a.a.O. E. 4.2). 

3.6. Vorab ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwer-

deschrift über weite Strecken auf die Wiederholung von bereits im vorinstanzli-

chen Verfahren geschilderten Vorfällen und Vorwürfen beschränkt (so bspw. be-

treffend die mangelnde medizinische Versorgung und das nicht kindersichere 

Haus mit Umschwung des Beschwerdegegners [act. 2 Rz. 41 ff.]). Soweit sie sich 

dabei nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und keinerlei 

- 14 - 

Bezug zum angefochtenen Urteil nimmt, kommt die Beschwerdeführerin ihrer Be-

gründungsobliegenheit nicht genügend nach, weshalb auf ihre diesbezüglichen 

Ausführungen nachfolgend nicht näher einzugehen ist (vgl. vorstehende E. 2.1.4).  

3.7. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Vorinstanz die alternierende 

Obhut entgegen den fachlichen Empfehlungen im Abklärungsbericht angeordnet 

hat (act. 2 Rz. 60 ff.). Es trifft zu, dass sich die beauftragten Fachpersonen im Ab-

klärungsbericht vom 17. Mai 2022 gegen eine geteilte Obhut ausgesprochen ha-

ben, allein darin kann aber weder eine falsche Feststellung des Sachverhalts 

noch eine falsche Rechtsanwendung erblickt werden. Die Vorinstanz hatte über 

die rechtlichen Schlüsse aus den Feststellungen und Schlussfolgerungen im Ab-

klärungsbericht zu entscheiden. Im Abklärungsbericht wurde festgehalten: "Mit 

Eintritt in den Kindergarten ist die geteilte Obhut aufgrund der weit auseinander-

gelegenen Wohnorte nicht mehr umsetzbar." Die Beschwerdeführerin macht zu 

Recht nicht geltend, die Vorinstanz habe nicht begründet, weshalb sie trotz der 

örtlichen Distanz zwischen den Wohnorten die alternierende Obhut angeordnet 

habe. Bei der nachfolgenden Prüfung, ob die Voraussetzungen für eine alternie-

rende Obhut vorliegend gegeben sind, wird in Anwendung der Untersuchungsma-

xime auch auf die genannte Schlussfolgerung im Abklärungsbericht einzugehen 

und zu beurteilen sein, ob die Vorinstanz zu Recht davon abgewichen ist (vgl. 

nachstehende E. 3.11).  

3.8. Die Beschwerdeführerin zweifelt die Erziehungsfähigkeit des Beschwerde-

gegners weiterhin mit Hinweis auf verschiedene Vorfälle an, die zeigten, dass er 

C._____ medizinisch nicht adäquat betreuen könne. Wie erwähnt ist auf Vorwür-

fe, mit denen sich die Vorinstanz befasst hat, nicht mehr einzugehen, soweit sich 

die Beschwerdeführerin mit den vorinstanzlichen Erwägungen nicht auseinander-

setzt. Aufgrund der Akten steht fest, dass die Parteien unterschiedliche Erzie-

hungsstile haben und insbesondere auch unterschiedlich mit Krankheiten und 

Verletzungen von C._____ umgehen. Mit Ausnahme der im Juli 2022 zugezoge-

nen Kopfwunde scheint es bisher aber noch nie zu einer ernsthaften Verletzung 

oder Krankheit gekommen zu sein. Dass der Beschwerdegegner die Kopfwunde 

damals nicht ärztlich versorgen liess, mag sich zwar im Nachhinein als Fehler 

- 15 - 

herausgestellt haben (vgl. act. 4/16 und 4/17). Eine unmittelbare Kindeswohlge-

fährdung, welche die Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners in Zweifel zie-

hen würde, kann darin – entgegen der Beschwerdeführerin (act. 2 Rz. 45) – aber 

nicht gesehen werden. Ausserdem war eine Behandlung im Spital gemäss den 

Akten lediglich aufgrund der Unruhe bzw. der "schlechten Compliance" von 

C._____ notwendig und die Wunde präsentierte sich gemäss Notfallbericht sau-

ber und nicht blutend (act. 4/16 und 4/17). Beim Vorwurf der Beschwerdeführerin, 

der Beschwerdegegner sträube sich allgemein gegen die Konsultation von Ärzten 

und gegen die Verabreichung von Medikamenten (act. 2 Rz. 34, 46), handelt es 

sich um eine unbelegte Behauptung, welche vom Beschwerdegegner bestritten 

wird (act. 13 Rz. 64). Tatsächlich ist es schwer vorstellbar, dass der Beschwerde-

gegner – der aufgrund seiner Berufstätigkeit mit der Einschätzung von heiklen Si-

tuation und Gefahren vertraut ist und wie die Beschwerdeführerin C._____ über 

alles liebt – die Gesundheit und Sicherheit seiner Tochter aufs Spiel setzen wür-

de. Der Hinweis der Beschwerdeführerin, ein Kleinkind im Alltag zu begleiten und 

altersgerecht zu erziehen, erfordere andere Fähigkeiten als sein Berufsalltag (act. 

18 Rz. 5), trifft zwar zu, ändert aber nichts daran, dass keine Anhaltspunkte für 

eine mangelhafte medizinische Betreuung von C._____ durch den Beschwerde-

gegner bestehen. Vielmehr ist aufgrund der Akten davon auszugehen, dass die 

unterschiedliche Einstellung der Eltern gerade auch mit Bezug auf die medizini-

sche Versorgung von C._____ zum Tragen kommt und die Beschwerdeführerin 

einen Arzt aufsucht, wenn der Beschwerdegegner ein Abwarten noch für vertret-

bar hält.  

 Mit Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Sicher-

heitsmängel im und um das Haus des Beschwerdegegners ist mit dem Be-

schwerdegegner darauf hinzuweisen, dass die abklärenden Fachpersonen an-

lässlich des Hausbesuches vom 16. Februar 2022 in Kenntnis der von der Be-

schwerdeführerin geltend gemachten Bedenken keine Sicherheitsmängel fest-

stellten und der Schutz von C._____ aus ihrer Sicht ausreichend gewährleistet ist 

(act. 17 Rz. 61; BR act. 92 S. 8). Auch aufgrund von der Beschwerdeführerin im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren neu vorgebrachten Ausführungen und der fo-

tografischen Dokumentation zur Situation im Aussenbereich (act. 2 Rz. 44) sind 

- 16 - 

keine Gefahrenquellen auszumachen, die dem Kindeswohl von C._____ entge-

genstünden. Dass sich die Gestaltung des Umschwungs aus Zeitmangel in die 

Länge zieht, wie der Beschwerdegegner einräumt (act. 13 Rz. 63), ist mit Blick auf 

die Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners bzw. das Kindeswohl von 

C._____ nicht von Bedeutung.  

 Aufgrund des Gesagten vermag die Beschwerdeführerin mit ihrer Kritik kei-

ne Zweifel an der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners zu wecken. Im 

Übrigen werfen sich die Parteien gegenseitig vor, beratungsresistent zu sein 

(act. 2 Rz. 26 und act. 18 Rz. 5 S. 6 und Rz. 8 S. 9; act. 13 Rz. 11), was für den 

vorliegenden tiefgreifenden Elternkonflikt sinnbildlich ist, auf ihre Erziehungsfähig-

keit aber keinen Einfluss hat.  

3.9. Mit Bezug auf die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit führt die Be-

schwerdeführerin aus, die Vorinstanz sei fälschlicherweise davon ausgegangen, 

dass eine alternierende Obhut die Situation beruhigen könne. Zwischen den El-

tern bestehe ein hochstrittiges Verhältnis, wobei sich der Konflikt während der 

Dauer des bezirksrätlichen Verfahrens noch verschlimmert habe. Die Reduktion 

der Übergaben sei grundsätzlich zu begrüssen, jedoch löse sie das Problem noch 

nicht. Nicht die Übergabe als solche stelle das Problem dar, sondern die Tatsa-

che, dass sie (die Beschwerdeführerin) der Ansicht sei, dass C._____ beim Be-

schwerdegegner zu wenig gut aufgehoben sei. Dass die Eltern unterschiedliche 

Erziehungsstile pflegten sei zwar richtig, die Vorinstanz habe jedoch nicht beach-

tet, dass der Beschwerdegegner C._____ mit seinem "Laissez-Faire"-

Erziehungsstil immer wieder gefährdet habe (act. 2 Rz. 49 ff.).  

 Wenn die Beschwerdeführerin einen Zusammenhang zwischen den Kom-

munikationsproblemen der Parteien und ihren Vorbehalten gegenüber Erzie-

hungsstil des Beschwerdegegners sieht, ist festzuhalten, dass es nicht nur einen 

richtigen Erziehungsstil gibt und unterschiedliche Erziehungsstile der Eltern für ein 

Kind in der Regel kein Problem darstellen, soweit sich die Eltern gegenseitig nicht 

mit Vorwürfen eindecken und das Kind dadurch einem Loyalitätskonflikt ausset-

zen. In diesem Sinne deuten die Ausführungen der Beschwerdeführerin darauf 

hin, dass sie sich nicht bewusst ist, mit ihren Vorbehalten und ihrem Misstrauen 

- 17 - 

gegenüber dem Beschwerdegegner C._____ einem Loyalitätskonflikt auszuset-

zen. 

 Die Beschwerdeführerin wirft dem Beschwerdegegner mangelnde Kommu-

nikations- und Kontaktbereitschaft vor. Insbesondere werde sie vom Beschwer-

degegner anlässlich der Übergaben von C._____ nicht über Vorkommnisse in-

formiert, die ihrer Auffassung nach eine nähere Beobachtung oder ärztliche Ver-

sorgung indizierten (act. 2 Rz. 36, 37, 54; act. 18 Rz. 5 und 13). Der Beschwerde-

gegner äusserte sich nicht dazu. Die gegenseitige Information über gesundheitli-

che Probleme eines Kindes und allfällige laufende Behandlungen oder Medikatio-

nen sind im Interesse des Kindes bei alternierender Obhut zweifellos zentral. Der 

Beschwerdeführerin ist deshalb zuzustimmen, dass der Beschwerdegegner ihr 

derartige Informationen weitergeben muss. In diesem Zusammenhang fällt aller-

dings auf, dass sich nur einer der von der Beschwerdeführerin erwähnten Vorfälle 

seit der Anordnung der alternierenden Obhut ereignet hat (act. 18 Rz. 5; die Arzt-

zeugnisse vom 29. Juni 2023 [recte: 2022] und 24. bzw. 27. Juli 2023 [recte: 

2022] betreffen das Jahr 2022). Mit Bezug auf das Vorkommnis im Mai 2023 führt 

die Beschwerdeführerin aus, der Beschwerdegegner habe ihr C._____ überge-

ben, ohne über die geröteten und eitrigen Augen zu informieren. Anschliessend 

sei bei C._____ eine Konjunktivitis (Bindehautentzündung) diagnostiziert worden, 

die mit einer antibiotischen Augensalbe habe behandelt werden müssen (act. 2 

Rz. 54; act. 18 Rz. 5; act. 4/19). Bindehautentzündungen kommen bei Kleinkin-

dern relativ häufig vor. Entsprechend lässt sich daraus keine mangelnde Betreu-

ung durch den Beschwerdegegner ableiten. Die fehlende Information durch den 

Beschwerdegegner widerspricht indessen zweifellos den Interessen von C._____, 

wobei im Falle einer Bindehautentzündung eine entsprechende Information nicht 

gleich wichtig ist wie bei anderen Erkrankungen, lässt sich eine solche doch ohne 

weiteres sofort feststellen. Ausserdem ist mit Blick auf die vorliegenden Verhält-

nisse festzuhalten, dass die unerlässliche Kommunikation unter Eltern auf einem 

gegenseitigem Austausch von Informationen beruht. Der Beschwerdegegner sei-

nerseits schildert Beispiele, die von Kommunikationsverweigerung der Beschwer-

deführerin zeugen. So soll die Beschwerdeführerin die Spielgruppe von C._____ 

und die Kita in H._____ als Reaktion auf das Urteil der Vorinstanz ohne Einbezug 

- 18 - 

des Beschwerdegegners gekündigt haben (act. 13 Rz. 58). Nach Darstellung des 

Beschwerdegegners habe er versucht, mit der Beschwerdeführerin bezüglich der 

Spielgruppe und der Kita in H._____ eine einvernehmliche Lösung zu finden, weil 

es ihm wichtig gewesen sei, dass C._____ bei ihren Gspänli hätte bleiben kön-

nen, die Beschwerdeführerin habe jedoch die Kommunikation verweigert (a.a.O. 

Rz. 59). Damit setzt sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang 

selbst dem Vorwurf mangelnder Kommunikation aus. Auch bei der Verlegung des 

Wohnsitzes nach F._____, welche unbestrittenermassen ohne Absprache mit 

dem Beschwerdegegner stattgefunden haben soll, fällt der von der Beschwerde-

führerin gegenüber dem Beschwerdegegner erhobene Vorwurf der Kommunikati-

onsverweigerung auf sie zurück. Diese Vorfälle belegen zweifellos, dass die 

Kommunikation und Kooperation zwischen den Eltern nahezu inexistent bzw. 

äusserst konfliktbehaftet ist. Sie ist geprägt von Vorwürfen und Herabsetzungen 

gegenüber dem anderen Elternteil. Selbst anlässlich der Kinderübergaben gelingt 

es den Parteien nicht, sich zum Wohle von C._____ auf einer sachlichen Ebene 

auszutauschen, weshalb eine Übergabebegleitung installiert werden musste (vgl. 

BR act. 92 S. 4).  

 Die Beschwerdeführerin bringt vor, entgegen der Auffassung der Vorinstanz 

sei nicht davon auszugehen, dass die Konflikte nun mit einer Kontaktrechtsbei-

standschaft oder einer Beratung bzw. Familientherapie gelöst werden könnten. 

Die Annahme der Vorinstanz, mit den angeordneten Unterstützungsmassnahmen 

würden die Vorteile der alternierenden Obhut die mangelnde Kommunikations- 

und Konfliktfähigkeit überwiegen, sei falsch, zumal mit dem Eintritt von C._____ in 

den Kindergarten von den Eltern betreffend Kommunikation und Kooperation 

noch viel mehr abverlangt werde als bisher (act. 2 Rz. 53 f.). Nach Darstellung 

des Beschwerdegegners funktioniert die Kommunikation zwischen den Parteien, 

wenn die Beschwerdeführerin daran interessiert ist (act. 13 Rz. 25 und 14/1). Die 

Beschwerdeführerin bestätigt denn auch, dass sich die Parteien über eine "aus-

sertourliche" Betreuung von C._____ durch den Beschwerdegegner hätten eini-

gen können (act. 18 Rz. 5 S. 6). Der Beschwerdeführerin ist zwar zuzustimmen, 

dass eine alternierende Obhut grundsätzlich eine funktionierende Kommunikation 

und Kooperation unter den Eltern voraussetzt und bei tiefgreifenden und anhal-

- 19 - 

tenden Kommunikationsproblemen der Eltern die Gefahr eines Loyalitätskonflikts 

und damit eine Gefährdung des Kindeswohls verstärkt. Aufgrund der Akten ist in-

dessen davon auszugehen, dass sich die Situation seit der Anordnung der alter-

nierenden Betreuung etwas beruhigt hat. Ausserdem fällt auf, dass die Parteien 

bis jetzt keinerlei Bemühungen unternommen haben, um ihren Paarkonflikt mit 

fachlicher Unterstützung anzugehen und ihre Kommunikation zum Wohle von 

C._____ zu verbessern. Die Beschwerdeführerin verortet die Ursachen für die 

Kommunikationsprobleme einseitig beim Beschwerdegegner und wirft ihm Kom-

munikationsverweigerung vor. Angesichts der eigenmächtig erfolgten Wohnsitz-

verletzung und der Kündigung der Fremdbetreuung fällt ihr Vorwurf wie bereits 

erwähnt indessen auf sie zurück. Die Beschwerdeführerin führt selbst aus, dass 

sich die Kommunikation unter den Parteien während des laufenden Verfahrens 

verschlechtert hat. Aufgrund des prozessualen Verhaltens der Beschwerdeführe-

rin bestehen Anhaltspunkte, dass sie versucht sein könnte, eine Ausgangslage zu 

schaffen, welche die Anordnung einer alternierenden Obhut verunmöglicht. Vor 

diesem Hintergrund könnte die Kommunikationsverweigerung durch die Be-

schwerdeführerin teilweise prozessbedingt sein. Mit Bezug auf die Argumentation 

und das Vorgehen der Beschwerdeführerin ist beispielhaft darauf hinzuweisen, 

dass sie in der Beschwerdeschrift vom 22. Mai 2023 die Auffassung vertreten hat-

te, C._____ sei in der Kita und in der Spielgruppe gut integriert und insbesondere 

der Kontakt zu I._____ sei für sie wichtig, weshalb ein Beziehungsabbruch bzw. 

das Herausreissen aus dem bestehenden sozialen Umfeld die Stabilität von 

C._____ ins Wanken bringen könnte (act. 2 Rz. 66, mit entsprechendem Bestäti-

gungsschreiben act. 4/31). Nachdem die Beschwerdeführerin die Spielgruppe und 

die Kita ohne Rücksprache mit dem Beschwerdegegner gekündigt hatte, machte 

sie anlässlich der Verhandlung vom 26. Juli 2023 geltend, die Kündigung sei ein-

zig und allein aufgrund ihres Umzugs nach F._____ per 1. Mai 2023 erfolgt. Diese 

beiden Darstellungen der Beschwerdeführerin lassen sich insbesondere auch in 

zeitlicher Hinsicht nicht miteinander in Einklang bringen und erwecken den Ein-

druck, dass die Beschwerdeführerin teilweise prozesstaktisch agiert.  

 Eine Konstellation wie die vorliegende stellt zweifellos kein Musterfall für die 

Anordnung einer alternierenden Obhut dar. Allerdings ist nicht zu übersehen, 

- 20 - 

dass sich der Elternkonflikt während des vorinstanzlichen Verfahrens immer mehr 

zugespitzt hat. Die Parteien führen einen sehr aufwendigen Kampf um die Be-

treuung von C._____ und es bestehen Anhaltspunkte, dass die Kommunikations-

verweigerung bzw. -schwierigkeiten aus prozesstaktischen Gründen aufrecht er-

halten wurden. Dieses Motiv wird mit dem vorliegenden Entscheid über die Obhut 

und die Betreuung von C._____ wegfallen und es besteht begründete Hoffnung, 

dass die Parteien dann in der Lage sein werden, mit Hilfe fachlicher Unterstüt-

zung den Fokus auf das Kindeswohl zu richten. Da die Parteien bis jetzt noch kei-

ne fachliche Unterstützung in Anspruch genommen haben, ist die Auffassung der 

Vorinstanz nicht per se zu beanstanden, dass mit der Anordnung von Unterstüt-

zungsmassnahmen – mit der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft und der 

Weisung zum Besuch einer Beratung oder Familientherapie – die Kommunikation 

und Kooperation der Parteien verbessert werden könnten, so dass die Vorteile ei-

ner alternierenden Obhut für C._____ überwiegten. 

3.10. Mit Bezug auf das Kriterium der Kontinuität und Stabilität vertritt die Be-

schwerdeführerin den Standpunkt, die Vorinstanz habe nicht oder zu wenig be-

rücksichtigt, dass C._____ ein typisches Mutterkind sei und sie (die Beschwerde-

führerin) sich seit der Geburt von C._____ aufopferungsvoll um C._____ geküm-

mert und in Überstimmung mit dem von den Parteien gewählten klassischen Fa-

milienmodell keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Der Beschwerdegegner 

habe C._____ nur ganz selten und höchstens für 1-2 Stunden alleine betreut. Mit 

der von der KESB getroffenen Betreuungsregelung sei es zu sehr viel Unruhe ge-

kommen. Daher seien weniger Übergaben grundsätzlich zu begrüssen, aber nicht 

mit der von der Vorinstanz angeordneten alternierenden Obhut, sondern wie von 

ihr beantragt mit einem angemessenen Besuchsrecht (act. 2 Rz. 55 f.). Der Be-

schwerdeführerin ist zuzustimmen, dass die während des Zusammenlebens der 

Parteien praktizierte klassische Rollenteilung zum Zeitpunkt des vorinstanzlichen 

Entscheids eher gegen die Anordnung einer alternierenden Obhut gesprochen 

hätte. Die bisherige Rollenteilung ist aber nur eines von mehreren Kriterien bei 

der Prüfung einer alternierenden Obhut. Die Vorinstanz mass der bisherigen Rol-

lenteilung kein massgebendes Gewicht zu. Zum heutigen Zeitpunkt wird die alter-

nierende Betreuung seit mehr als drei Monaten gelebt. Aufgrund des Alters von 

- 21 - 

C._____, der Beibehaltung ihres Lebensmittelpunktes in F._____ und des Be-

ginns eines neuen Lebensabschnitts mit dem Kindergarteneintritt im August 2023 

kommt dem Kriterium der Stabilität vorliegend keine entscheidende Bedeutung 

zu. 

3.11. Auch die geografischen Verhältnisse sprechen nach Auffassung der Be-

schwerdeführerin gegen eine alternierende Obhut. Sie bemängelt, die Vorinstanz 

habe die geografischen Verhältnisse ungenügend berücksichtigt. C._____ werde 

bereits diesen Sommer den Kindergarten besuchen und nicht erst im Sommer 

2024, weshalb eine gute und zweckmässige Regelung des persönlichen Verkehrs 

umso wichtiger sei. Ausserdem betrage die Fahrt von D._____ nach F._____ 

nicht wie von der Vorinstanz ausgeführt rund eine Stunde, sondern zu Spitzenzei-

ten rund 1 ¾ Stunden. C._____ müsste beim Beschwerdegegner zwischen 5.30 

und 5.45 Uhr aufstehen, bei ihr (der Beschwerdeführerin) erst um 7.15 Uhr. Das 

frühe Aufstehen und die langen Autofahrten seien für C._____ schädlich und die 

unterschiedlichen Aufstehzeiten sorgten nicht für Stabilität. Zudem verbringe 

C._____ mindestens drei Stunden pro Tag im Auto, anstatt dass sie diese Zeit 

zum Spielen habe. Ausserdem arbeite der Beschwerdegegner in einem Vollzeit-

pensum, so dass seine effektive Betreuungszeit auf den Abend und den frühen 

Morgen beschränkt sei. Diese kurze Betreuungszeit sei für C._____ mit mehr 

Stress verbunden. Die Vorinstanz habe sich mit ihrem Entscheid einfach über die 

Empfehlungen im Abklärungsbericht hinweg gesetzt, wonach die alternierende 

Obhut mit Eintritt in den Kindergarten aufgrund der weit auseinanderliegenden 

Wohnorte nicht mehr umsetzbar sei (act. 2 Rz. 57 ff.).  

 Dagegen wendet der Beschwerdegegner ein, aufgrund seiner Erfahrung mit 

seinem täglichen Arbeitsweg dauere die Fahrt von D._____ nach F._____ zwi-

schen 40 bis 55 Minuten. C._____ müsse bei ihm um 6.15 Uhr bzw. 6.30 Uhr auf-

stehen und das Haus um 7 Uhr verlassen, damit sie um 8.00 Uhr im Kindergarten 

sei. Im Abklärungsbericht sei lediglich eine Empfehlung abgegeben worden; tat-

sächlich könne die geteilte Obhut mit dem Eintritt von C._____ in den Kindergar-

ten gelebt werden und sei umsetzbar (act. 12 Rz. 69 ff.). Die Betreuung von 

C._____ sei so geregelt, dass sie täglich den Hort in F._____ besuche; er werde 

- 22 - 

C._____ aber voraussichtlich regelmässig an zwei Nachmittagen pro Woche zu 

Hause betreuen. Da C._____ bisher bei der Beschwerdeführerin an drei Tagen 

die Kita und an zwei Tagen die Spielgruppe besucht habe, werde C._____ in Zu-

kunft nicht mehr fremdbetreut (act. 12 Rz. 75 f.; Prot. S. 7 f.). 

 Die Feststellung im Abklärungsbericht, mit Eintritt von C._____ in den Kin-

dergarten sei die alternierende Obhut aufgrund der grossen Entfernung zwischen 

den Wohnorten nicht mehr umsetzbar (BR act. 92 S. 14), stützt sich allein auf die 

Distanz zwischen F._____ und D._____. Diese Feststellung ist allerdings auf-

grund des Umstandes, dass F._____ auf dem Arbeitsweg des Beschwerdegeg-

ners liegt, zu relativieren. Die Behauptung der Beschwerdeführerin, in Spitzenzei-

ten dauere die Fahrt bis zu 1 ¾ Stunden, ist durch nichts belegt. Mit dem Be-

schwerdegegner ist deshalb von einer maximalen Fahrzeit von rund einer Stunde 

auszugehen, wobei der Beschwerdegegner in Abweichung von der Annahme der 

Vorinstanz, er müsse mit C._____ um ca. 7.15 Uhr abfahren (act. 9 S. 47), von 

einer Abfahrzeit um 7.00 Uhr ausgeht (act. 13 Rz. 69). Damit ist davon auszuge-

hen, dass C._____ während der Betreuungszeit beim Beschwerdegegner täglich 

rund zwei Stunden im Auto verbringen muss, um den Kindergarten zu besuchen. 

Ein derart langer Reiseweg für den täglichen Besuch des Kindergartens ist für ein 

Kind nicht ideal. Deshalb wird der lange Schulweg bei der Regelung der Betreu-

ung zu berücksichtigen sein (vgl. nachstehende E. 4), ist doch bekannt, dass lan-

ge Pendelwege ermüdend sein können und das psychische Wohlbefinden des 

Kindes längerfristig beeinträchtigen können (vgl. hierzu E. 4.3. hinten).  

 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, wenn C._____ unter der Wo-

che beim Beschwerdegegner sei, könne sie nicht mit den anderen Kindern spie-

len, so dass sie teilweise ausgeschlossen werde (act. 2 Rz. 67), übersieht sie, 

dass C._____ mit dem Kindergarteneintritt und dem Besuch des Horts – unab-

hängig von der Betreuungswoche – regelmässig Kontakt mit gleichaltrigen Kin-

dern pflegen kann. Entsprechend ist für C._____ ein Kontakt mit "Gspänli" ohne 

weiteres möglich, unabhängig von wem sie betreut wird, weshalb den Bedenken 

der Beschwerdeführerin, dass die Integration von C._____ im Zuge der wochen-

weisen Betreuung unverhältnismässig erschwert würde, nicht gefolgt werden 

- 23 - 

kann. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass der Beschwerdegegner abge-

legen wohne und keinen Kontakt mit Familien in der Umgebung pflege (act. 2 Rz. 

68), was von diesem bestritten wird (act. 13 Rz. 78). Da C._____ fortan im Kin-

dergarten und im Hort regelmässig Kontakt mit gleichaltrigen Kindern haben wird, 

ist darauf nicht näher einzugehen. Darüber hinaus stellt der enge Kontakt des Be-

schwerdegegners zu seiner Familie, insbesondere auch zur Cousine und den 

Neffen von C._____, für ein Kind in C._____s Alter eine wichtige Ressource dar 

(act. 13 Rz. 49, 81; Prot. S. 8). Damit verfügt C._____ auch im Rahmen der Be-

treuung beim Beschwerdegegner über wertvolle soziale Kontakte und Bezugsper-

sonen. 

3.12. Die Beschwerdeführerin bemängelt, die Vorinstanz habe zu wenig abgeklärt, 

wie die Betreuung durch den Beschwerdegegner sichergestellt sein soll (act. 2 

Rz. 70 ff.). Bei den vorinstanzlichen Akten liegt ein Schreiben des Vorgesetzten 

des Beschwerdegegners vom 9. Januar 2023, wonach der Verantwortungsbe-

reich des Beschwerdegegners immer zusammen mit einer Stellvertretung ausge-

übt werde und die Aufgabenerfüllung zeitlich und örtlich sehr flexibel sei. Dadurch 

sei eine tägliche individuelle Gestaltung des Arbeitseinsatzes des Beschwerde-

gegners möglich und dadurch lägen beste Voraussetzungen für eine optimale Be-

treuung seiner Tochter vor. Ausserdem werde der Beschwerdegegner durch den 

Vorgesetzten und das ganze Team vollumfänglich unterstützt (BR act. 252/2). Die 

Beschwerdeführerin bezeichnet dieses Schreiben als Freundschaftsdienst 

(act. 18 Rz. 10). Aufgrund der Ausführungen des Beschwerdegegners (act. 13 

Rz. 82, Prot. S. 7 f.) und der genannten Bestätigung ist indessen glaubhaft, dass 

die Betreuung von C._____ durch den Beschwerdegegner trotz dessen Vollzeit-

stelle sichergestellt ist, insbesondere auch im Krankheitsfall von C._____. Der 

Beschwerdegegner hat zudem mit der eingereichten Betreuungsvereinbarung 

(act. 19/9) nachgewiesen, dass C._____ täglich nach dem Kindergarten im Hort 

der Primarschule F._____ betreut wird. Bei dieser Ausgangslage – mit der einge-

räumten Flexibilität durch seinen Arbeitgeber und der organisierten Fremdbetreu-

ung – ist nicht einzusehen, weshalb es dem Beschwerdegegner nicht möglich 

sein sollte, C._____ angemessen zu betreuen. Auch die Zweifel der Beschwerde-

führerin im Hinblick auf die Unterstützung des Beschwerdegegners bei der Be-

- 24 - 

treuung von C._____ durch dessen Familie sind durch nichts belegt, weshalb sich 

Weiterungen hierzu erübrigen. 

3.13. Mit Blick auf das Kindeswohl macht die Beschwerdeführerin geltend, 

C._____ leide sehr unter der hochstrittigen Situation. Sie habe erst kürzlich einen 

Ausschlag im Gesicht gehabt und eine Woche zu Hause behandelt werden müs-

sen. Diese Reaktion weise deutlich auf den psychosomatischen Ursprung hin. 

C._____ müsse unbedingt zur Ruhe kommen, was mit der angeordneten alternie-

renden Obhut nicht funktioniere. Mit dem von ihr beantragten Besuchsrecht jedes 

zweite Wochenende von Freitagabend 18 Uhr bis Sonntagabend 18 Uhr würde 

C._____ ihren Vater regelmässig sehen, es gäbe weniger Übergaben und massiv 

weniger Stress für C._____. Mit der geteilten Obhut habe C._____ mehr Nachteile 

(z.B. unter der Woche frühes Aufstehen, tägliche Autofahrten von mehreren Stun-

den und Herausreissen aus Umgebung und von Freunden). Die alternierende 

Obhut entspreche den Interessen des Beschwerdegegners, aber nicht denjenigen 

von C._____ (act. 2 Rz. 81 f.). 

 Die misstrauische und ablehnende Haltung eines Elternteils kann beim Kind 

eine tiefe Verunsicherung auslösen, zu einem Loyalitätskonflikt führen und damit 

ein grosses Risiko für die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes darstel-

len. Erfahrungsgemäss kann sich ein bestehender Loyalitätskonflikt mit zuneh-

mendem Alter des Kindes noch verschärfen. Im Abklärungsbericht wird davon 

ausgegangen, dass die von C._____ entwickelte Nesselrose eine psychosomati-

sche Reaktion auf den Elternkonflikt darstellt (BR act. 92 S. 2). Aufgrund der Ak-

ten bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Belastung von C._____ mit der An-

ordnung der alternierenden Obhut zugenommen hat. Der Loyalitätskonflikt ist im 

Verhalten der Parteien begründet, was für C._____ auch bei einem Besuchsrecht 

jedes zweite Wochenende belastend wäre. Die Parteien müssen zum Wohl von 

C._____ akzeptieren, dass sie unterschiedliche Erziehungsvorstellungen haben 

und jeder Elternteil in seiner Betreuungszeit Verantwortung für C._____ über-

nehmen und dabei seine Erziehungsvorstellungen einbringen kann und soll. Da-

rauf wurde bereits im Abklärungsbericht hingewiesen (BR act. 92 S. 10). Im Zu-

sammenhang mit der medizinischen Betreuung von C._____ ist deshalb an die 

- 25 - 

Beschwerdeführerin zu appellieren, auf Vorwürfe gegenüber dem Beschwerde-

gegner zu verzichten. Zudem ist beiden Eltern dringend nahezulegen, ihren Anteil 

am Konflikt wahrzunehmen und zum Wohle von C._____ die misstrauische und 

ablehnende Haltung gegenüber dem anderen Elternteil abzulegen. Wie vorste-

hend ausgeführt, ist zu hoffen, dass die Parteien mit den angeordneten Unterstüt-

zungsmassnahmen zu einer verbesserten Kommunikation und Kooperation finden 

werden. 

3.14. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kommunikation und die Koope-

ration der Parteien zweifellos verbessert werden muss. Da sich der Elternkonflikt 

während des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens – wohl prozessbedingt – 

verschärft hat und die Parteien bisher noch keinerlei Unterstützungsmassnahmen 

in Anspruch genommen haben, ist die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen, 

dass sich die Kommunikation und Kooperation mit einer Erziehungsbeistand-

schaft und einer Beratung oder Familientherapie verbessern lässt. Für eine ge-

sunde Entwicklung von C._____ ist es zentral, dass sie engen Kontakt zu beiden 

Eltern haben kann. Mit der Reduktion der Übergaben wird dem Bedürfnis von 

C._____ nach stabilen und ruhigen Verhältnissen Rechnung getragen. Mit Bezug 

auf die örtliche Distanz zwischen den Wohnorten der Parteien wird bei der Rege-

lung der Betreuung darauf zu achten sein, dass sich die dadurch bedingten Rei-

sezeiten für C._____ in einem vertretbaren Mass halten. Die vorsorgliche Anord-

nung der alternierenden Obhut ist somit zu bestätigen und die Beschwerde ist ab-

zuweisen.  

3.15. Mit der Abweisung der Beschwerde erübrigt sich eine Behandlung des vom 

Beschwerdegegner gestellten Eventualantrags um Zuteilung der Obhut an ihn 

(act. 13 S. 2). Ohnehin kommt dieser Eventualantrag einer Anschlussbeschwerde 

gleich; eine solche ist vom Gesetz jedoch nicht vorgesehen (vgl. Art. 450 ZGB). 

Auch im Rahmen der Offizialmaxime ist die Zuteilung der alleinigen Obhut für 

C._____ an den Beschwerdegegner im heutigen Zeitpunkt kein Thema. 

- 26 - 

4. Betreuungsregelung 

4.1. Die Vorinstanz ordnete eine wochenweise abwechselnde Betreuung von 

C._____ mit Übergaben jeweils am Freitag um 17.00 Uhr an (act. 9 S. 47 und 50, 

Dispositivziffer II). Die Beschwerdeführerin beantragt im vorliegenden Beschwer-

deverfahren die Anordnung eines Wochenendbesuchsrechts alle zwei Wochen 

von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr (act. 2 S. 3), der Beschwerdegegner 

eine Bestätigung des angefochtenen Entscheides mit wochenweise wechselnder 

Betreuung (act. 18 S. 2).  

4.2. Mit Schreiben vom 7. Juli 2023 weist die Abteilungsleiterin des kjz J._____ 

darauf hin, dass mit der von der Vorinstanz getroffenen Regelung Klärungsbedarf 

bezüglich der Ferien bestehe. Sie beantragt eine Neuregelung der Ferien und 

Feiertage und insbesondere eine Regelung der Herbstferien 2023 (act. 17). Die 

Beschwerdeführerin stellt bezüglich der Ferienregelung den Antrag, die Zeit vom 

7. bis 21. Oktober 2023 sei ihr zuzuteilen und dem Beschwerdegegner sei jeweils 

in der ersten und zweiten Woche der Sommerferien und eine Woche während der 

Winterferien ein Ferienbesuchsrecht einzuräumen (Prot. S. 5 f.). Der Beschwer-

degegner beantragt seinerseits, bei wochenweise wechselnder Betreuung solle 

jeder Elternteil berechtigt sein, je eine Woche pro Jahr für Ferien zu beanspru-

chen, die in die Betreuungszeit des andern Elternteils falle (Prot. S. 6).  

4.3. Wie vorstehend ausgeführt, ist die lange Fahrt von D._____ in den Kinder-

garten nach F._____ während der Betreuungszeit des Beschwerdegegners mit 

Blick auf das Kindeswohl nicht ideal. Dem Beschwerdegegner ist zwar zuzustim-

men, dass während einer Autofahrt auch ein wertvoller Austausch möglich ist und 

die Zeit mit Singen, Erzählen oder Ausruhen verbracht werden kann. Gerade für 

kleinere Kinder sind lange Autofahrten aber besonders ermüdend, weshalb darauf 

zu achten ist, dass C._____ zwar möglichst viel Zeit mit dem Beschwerdegegner 

verbringen kann, aber durch die langen Autofahrten nicht belastet wird. Es scheint 

deshalb angemessen, wenn der Beschwerdegegner C._____ in geraden Kalen-

derwochen ab Mittwochmittag bis Montagmorgen der ungeraden Kalenderwoche 

betreut. Dadurch kann das Pendeln auf eine Fahrt am Mittwoch, je zwei Fahrten 

am Donnerstag und Freitag und – nach einem Unterbruch am Wochenende – auf 

- 27 - 

eine Fahrt am Montagmorgen reduziert werden. Dies scheint mit den Bedürfnis-

sen von C._____ ohne weiteres vereinbar zu sein. Entsprechend wird C._____ 

von der Beschwerdeführerin in ungeraden Kalenderwochen von Montagmittag 

(Kindergartenschluss) bis Mittwochmorgen (Kindergartenbeginn) in geraden Ka-

lenderwochen betreut.  

4.4. An Feiertagen und in den Ferien entfällt der lange Weg nach F._____ und 

aufgrund der flexiblen Arbeitszeiten des Beschwerdegegners ist davon auszuge-

hen, dass er C._____ teilweise persönlich oder mit familiärer Unterstützung in 

D._____ betreuen kann. Entsprechend ist C._____ während der Schulferien in 

geraden Kalenderwochen vom Beschwerdegegner und in ungeraden Kalender-

wochen von der Beschwerdeführerin zu betreuen. Vor und während der Schulfe-

rien können die Übergaben nicht mit dem Besuch des Kindergartens koordiniert 

werden. Die Übergabezeit ist auf Sonntag 18 Uhr festzulegen, wobei die Betreu-

ung des Beschwerdegegners in der letzten Ferienwoche bis Montagmorgen (Kin-

dergartenbeginn) und die Betreuung der Beschwerdeführerin bis Mittwochmorgen 

(Kindergartenbeginn) dauert (je nachdem, ob die letzte Ferienwoche auf eine ge-

rade oder auf eine ungerade Kalenderwoche fällt). Damit jeder Elternteil mehr als 

eine Woche am Stück mit C._____ verbringen kann, soll jeder Elternteil berechtigt 

sein, pro Kalenderjahr eine Betreuungswoche (von Sonntag 18 Uhr bis Sonntag 

18 Uhr) des anderen Elternteils für Ferien zu beanspruchen. Da der Beschwerde-

gegner seinem Arbeitgeber die Ferien lange im Voraus melden muss (Prot. S. 7), 

ist die Ankündigungsfrist auf mindestens sechs Monate zu verlängern. Im Konflikt-

fall kommt dem Beschwerdegegner in geraden Kalenderjahren, der Beschwerde-

führerin in ungeraden Kalenderjahren das Entscheidungsrecht zu. Mit Blick auf 

die kommenden Herbstferien steht somit der Beschwerdeführerin das Entschei-

dungsrecht zu und es steht ihr zu, die in die Betreuungszeit des Beschwerdegeg-

ners fallende Kalenderwoche 42 für Ferien mit C._____ zu beanspruchen. 

4.5. Für die Oster- und Pfingstfeiertage drängt sich keine abweichende Betreu-

ungsregelung auf. Vielmehr scheint es sinnvoll und angemessen, den Betreu-

ungsrhythmus beizubehalten, wobei in geraden Kalenderwochen die Betreuung 

- 28 - 

des Beschwerdegegners bis (Oster- oder Pfingst-)Montag 17.00 Uhr der ungera-

den Kalenderwoche dauert.  

4.6. Die Weihnachtstage fallen regelmässig in die Kalenderwoche 52, welche in 

die Betreuungszeit des Beschwerdegegners fällt. Damit die Beschwerdeführerin 

auch Weihnachten mit C._____ feiern kann, ist sie berechtigt, C._____ in geraden 

Kalenderjahren vom 24. Dezember, 10.00 Uhr bis 25. Dezember 10.00 Uhr und in 

ungeraden Kalenderjahren, der 25. Dezember 10.00 Uhr bis 26. Dezember, 10.00 

Uhr zu betreuen. 

4.7. Mit der obgenannten Betreuungsregelung ist ein intensiver Kontakt von 

C._____ mit beiden Elternteilen sichergestellt. Die detaillierte Regelung sowie die 

auf den Kindergartenbeginn und -schluss fallenden Übergaben sollen Diskussio-

nen und Konflikte zwischen den Parteien verhindern. Es ist nun an den Parteien, 

ihre Verantwortung als Eltern wahrzunehmen und mit Unterstützung der Erzie-

hungsbeistandschaft und einer Beratung oder Familientherapie einen adäquaten 

Umgang miteinander aufzubauen und so eine enge Bindung von C._____ zu bei-

den Eltern als wichtige Ressource für ihre weitere Entwicklung sicherzustellen. 

Die obgenannte Betreuungsregelung kommt einer teilweisen Gutheissung der 

Beschwerde gleich, darüber hinaus ist die Beschwerde abzuweisen. 

5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

Nach der Praxis der Kammer sind den Eltern bei Kinderbelangen im engeren Sinn 

die Kosten in der Regel unabhängig vom Ausgang des Verfahrens gestützt auf 

Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO je zur Hälfte aufzuerlegen, wenn die Parteien unter dem 

Gesichtspunkt des Kindesinteresses gute Gründe für ihre Anträge hatten. Vorlie-

gend ist davon auszugehen, dass beide Parteien im Kindesinteresse handelten, 

weshalb ihnen die Kosten des vorliegenden Verfahrens zur Hälfte aufzuerlegen 

sind. Entsprechend sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Der Antrag um Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwer-

de wird abgeschrieben. 

- 29 - 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer II des Urteils 

des Bezirksrates Pfäffikon vom 8. Mai 2023 aufgehoben und durch folgende 

Fassung ersetzt:  

II. Es wird die alternierende Obhut für C._____ angeordnet.  

 Die Eltern betreuen C._____ wie folgt: 

 a) Die Mutter betreut C._____ in ungeraden Kalenderwochen von 

Montagmittag (Kindergartenschluss) bis Mittwochmorgen (Kin-

dergartenbeginn) der geraden Kalenderwochen.  

 b) Der Vater betreut C._____ in geraden Kalenderwochen von Mitt-

wochmittag (Kindergartenschluss) bis Montagmorgen (Kindergar-

tenbeginn) der ungeraden Kalenderwochen. 

 c) Die nachfolgende Feiertags- und Ferienregelung geht der ordent-

lichen Betreuung gemäss den lit. a und b vor.  

 aa) Der Vater betreut C._____ in der Kalenderwoche 52 von Montag 

10.00 Uhr bis Sonntag, 17.00 Uhr, davon ausgenommen ist die 

Zeit vom 24. Dezember, 10.00 Uhr bis 25. Dezember 10.00 Uhr in 

geraden Kalenderjahren bzw. der 25. Dezember 10.00 Uhr bis 

26. Dezember, 10.00 Uhr in ungeraden Kalenderjahren, in der 

C._____ von der Mutter betreut wird. 

 bb)  Über die Oster- und Pfingstfeiertage richtet sich die Betreuung 

nach lit. a und b, wobei sich die Betreuung des Vaters in geraden 

Kalenderwochen bis Montag 17.00 Uhr der ungeraden Kalender-

woche verlängert.  

- 30 - 

 cc) Während der Schulferien wird C._____ in geraden Kalenderwo-

chen vom Vater und in ungeraden Kalenderwochen von der Mut-

ter betreut. Vor und während der Schulferien finden die Überga-

ben am Sonntag um 18 Uhr statt. Jeder Elternteil ist berechtigt, 

pro Kalenderjahr eine Betreuungswoche (von Sonntag 18 Uhr bis 

Sonntag 18 Uhr) des anderen Elternteils für Ferien zu beanspru-

chen. Die Eltern teilen sich die Ferien mindestens sechs Monate 

im Voraus mit. Im Konfliktfall kommt dem Vater in geraden Kalen-

derjahren, der Mutter in ungeraden Kalenderjahren das Entschei-

dungsrecht zu. 

  In der letzten Ferienwoche dauert die Betreuung des Vaters bis 

Montagmorgen (Kindergartenbeginn), die Betreuung der Mutter 

dauert bis Mittwochmorgen (Kindergartenbeginn). 

  Während der Schulferien holt der Vater C._____ bei der Mutter ab 

und bringt sie – unter Vorbehalt der Regelung gemäss dem vor-

stehenden Absatz – dorthin zurück." 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'500.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden den Parteien je zur 

Hälfte auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutz-

behörde Pfäffikon, das kjz J._____ sowie an den Bezirksrat Pfäffikon, je ge-

gen Empfangsschein. 

Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen Ak-

ten an den Bezirksrat zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

- 31 - 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

Dr. M. Tanner 
 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 4. September 2023
	Erwägungen:
	1. Ausgangslage und Verfahrensverlauf
	1.1. A._____ und B._____ sind die nicht miteinander verheirateten Eltern von C._____, geb. tt.mm.2019. Sie leben seit November 2021 getrennt. Damals zog die Mutter mit C._____ aus dem gemeinsam bewohnten Haus in D._____ aus, in dem der Vater heute noc...
	1.2. Gegen diesen Entscheid der Vorinstanz reichte die Mutter (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 22. Mai 2023 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Zürich ein (act. 2). Sie beantragt in prozessualer Hinsicht, es sei der Beschwerde die aufschiebende...

	2. Prozessuales
	2.1. Beschwerdeverfahren
	2.1.1. Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen richtet sich nach den Bestimmungen des ZGB und des Einführungsgesetzes zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (EG KESR). Enthalten diese Gesetze keine Bestimmungen, gelten die Besti...
	2.1.2. Die Beschwerdeführerin ist als Mutter von C._____ am Verfahren beteiligt und durch den Entscheid der Vorinstanz beschwert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Sie ist damit zur Beschwerde legitimiert.
	2.1.3. Angefochten ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 445 ZGB. Die Beschwerde wurde rechtzeitig innert 10 Tagen seit Erhalt des bezirksrätlichen Urteils eingereicht (BR act. 295, Art. 445 Abs. 3 ZGB). Sie enthält Anträge ...
	2.1.4. Mit der Beschwerde kann (neben Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung) eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes oder Unangemessenheit des Entscheides gerügt werden (Art. 450a A...
	2.1.5. Strittig sind im vorliegenden Verfahren die Obhut über C._____ und ihre Betreuung. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend soweit einzugehen sein, als dies für die Entscheidfindung relevant ist.
	2.2. Aufschiebende Wirkung
	Da nun sogleich der Endentscheid in der Sache ergeht, erübrigt sich ein Entscheid über die aufschiebende Wirkung der Beschwerde. Der entsprechende Antrag der Beschwerdeführerin ist abzuschreiben.
	2.3. Noven
	2.3.1. Aufgrund der Untersuchungsmaxime sind neue Tatsachen und Behauptungen im Beschwerdeverfahren grundsätzlich zu berücksichtigen. Allerdings können nach Beginn der Urteilsberatung weder echte noch unechte Noven ins Verfahren eingebracht werden. De...
	2.3.2. Nach Erstattung der Stellungnahmen und Ausübung des Replikrechts anlässlich der Verhandlung vom 26. Juli 2023 ging das vorliegende Verfahren in das Stadium der Urteilsberatung über, was den Parteien mitgeteilt wurde (Prot. S. 16). Tatsachen und...
	2.4. Kinderanhörung
	2.4.1. Die Beschwerdeführerin beantragt, C._____ sei im Beschwerdeverfahren anzuhören. Sie sei bereits 4 Jahre alt und komme in den Kindergarten. Die Richtlinie des Bundesgerichts von 6 Jahren solle nicht schemenhaft angewendet werden (act. 2 S. 35).
	2.4.2. Die Kindesanhörung wird für das Kindesschutzverfahren in Art. 314a ZGB geregelt. Die Anhörung des Kindes ist zum einen Ausfluss seiner Persönlichkeit und dient zum anderen der Sachverhaltsfeststellung. In BGE 131 III 553 hat das Bundesgericht i...
	2.4.3. Selbst wenn es sich bei der 4-jährigen C._____ um ein für ihr Alter relativ reifes Kind handelt, könnte entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin bei der Zuteilung der Obhut und bei der Betreuungsregelung nicht auf die Äusserungen von C.__...

	3. Obhut
	3.1. Die KESB fällte keinen Entscheid über die Obhut für C._____. Mit Bezug auf die Betreuungsregelung hielt die KESB fest, es sei unklar, inwiefern die Eltern bereit und in der Lage seien, eine dem Kindeswohl entsprechende Betreuung von C._____ zu ge...
	3.2. Die Vorinstanz gab zunächst den langen Verfahrensverlauf des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens sowie die Parteistandpunkte ausführlich wieder (act. 9 S. 2-14, 14-36). In der Folge stützte sich die Vorinstanz auf den Abklärungsbericht des kj...
	Die Vorinstanz prüfte daraufhin gestützt auf Art. 298 Abs. 2ter ZGB die alternierende Obhut (von der Vorinstanz in der darauffolgenden Beurteilung als "geteilte Obhut" bezeichnet). Dabei hielt sie fest, gemäss den Abklärungen seien grundsätzlich beid...
	3.3. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, die Voraussetzungen für eine alternierende Obhut seien vorliegend nicht erfüllt. Entgegen der Einschätzung im Abklärungsbericht zweifle sie die Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners weite...
	3.4. Der Beschwerdegegner macht geltend, mit der von der Vorinstanz angeordneten Regelung werde C._____ bei jedem Elternteil eine ruhige Phase ermöglicht, ohne ständiges Hin und Her. C._____ könne damit wohl am besten vor dem von der Beschwerdeführeri...
	3.5. Nach der Rechtsprechung muss das Gericht im Einzelfall gestützt auf eine sachverhaltsbasierte Prognose prüfen, ob eine alternierende Obhut voraussichtlich dem Wohl des Kindes entspricht (BGE 142 III 612 E. 4.2). Die Rechtsprechung hat Kriterien d...
	3.6. Vorab ist festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift über weite Strecken auf die Wiederholung von bereits im vorinstanzlichen Verfahren geschilderten Vorfällen und Vorwürfen beschränkt (so bspw. betreffend die mange...
	3.7. Die Beschwerdeführerin beanstandet, dass die Vorinstanz die alternierende Obhut entgegen den fachlichen Empfehlungen im Abklärungsbericht angeordnet hat (act. 2 Rz. 60 ff.). Es trifft zu, dass sich die beauftragten Fachpersonen im Abklärungsberic...
	3.8. Die Beschwerdeführerin zweifelt die Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners weiterhin mit Hinweis auf verschiedene Vorfälle an, die zeigten, dass er C._____ medizinisch nicht adäquat betreuen könne. Wie erwähnt ist auf Vorwürfe, mit denen sich ...
	Mit Bezug auf die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Sicherheitsmängel im und um das Haus des Beschwerdegegners ist mit dem Beschwerdegegner darauf hinzuweisen, dass die abklärenden Fachpersonen anlässlich des Hausbesuches vom 16. Februar 2...
	Aufgrund des Gesagten vermag die Beschwerdeführerin mit ihrer Kritik keine Zweifel an der Erziehungsfähigkeit des Beschwerdegegners zu wecken. Im Übrigen werfen sich die Parteien gegenseitig vor, beratungsresistent zu sein (act. 2 Rz. 26 und act. 18...
	3.9. Mit Bezug auf die Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit führt die Beschwerdeführerin aus, die Vorinstanz sei fälschlicherweise davon ausgegangen, dass eine alternierende Obhut die Situation beruhigen könne. Zwischen den Eltern bestehe ein hoc...
	Wenn die Beschwerdeführerin einen Zusammenhang zwischen den Kommunikationsproblemen der Parteien und ihren Vorbehalten gegenüber Erziehungsstil des Beschwerdegegners sieht, ist festzuhalten, dass es nicht nur einen richtigen Erziehungsstil gibt und u...
	3.10. Mit Bezug auf das Kriterium der Kontinuität und Stabilität vertritt die Beschwerdeführerin den Standpunkt, die Vorinstanz habe nicht oder zu wenig berücksichtigt, dass C._____ ein typisches Mutterkind sei und sie (die Beschwerdeführerin) sich se...
	3.11. Auch die geografischen Verhältnisse sprechen nach Auffassung der Beschwerdeführerin gegen eine alternierende Obhut. Sie bemängelt, die Vorinstanz habe die geografischen Verhältnisse ungenügend berücksichtigt. C._____ werde bereits diesen Sommer ...
	Dagegen wendet der Beschwerdegegner ein, aufgrund seiner Erfahrung mit seinem täglichen Arbeitsweg dauere die Fahrt von D._____ nach F._____ zwischen 40 bis 55 Minuten. C._____ müsse bei ihm um 6.15 Uhr bzw. 6.30 Uhr aufstehen und das Haus um 7 Uhr v...
	Die Feststellung im Abklärungsbericht, mit Eintritt von C._____ in den Kindergarten sei die alternierende Obhut aufgrund der grossen Entfernung zwischen den Wohnorten nicht mehr umsetzbar (BR act. 92 S. 14), stützt sich allein auf die Distanz zwische...
	Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, wenn C._____ unter der Woche beim Beschwerdegegner sei, könne sie nicht mit den anderen Kindern spielen, so dass sie teilweise ausgeschlossen werde (act. 2 Rz. 67), übersieht sie, dass C._____ mit dem Kind...
	3.12. Die Beschwerdeführerin bemängelt, die Vorinstanz habe zu wenig abgeklärt, wie die Betreuung durch den Beschwerdegegner sichergestellt sein soll (act. 2 Rz. 70 ff.). Bei den vorinstanzlichen Akten liegt ein Schreiben des Vorgesetzten des Beschwer...
	3.13. Mit Blick auf das Kindeswohl macht die Beschwerdeführerin geltend, C._____ leide sehr unter der hochstrittigen Situation. Sie habe erst kürzlich einen Ausschlag im Gesicht gehabt und eine Woche zu Hause behandelt werden müssen. Diese Reaktion we...
	Die misstrauische und ablehnende Haltung eines Elternteils kann beim Kind eine tiefe Verunsicherung auslösen, zu einem Loyalitätskonflikt führen und damit ein grosses Risiko für die gesunde psychische Entwicklung eines Kindes darstellen. Erfahrungsg...
	3.14. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Kommunikation und die Kooperation der Parteien zweifellos verbessert werden muss. Da sich der Elternkonflikt während des erstinstanzlichen Beschwerdeverfahrens – wohl prozessbedingt – verschärft hat und...
	3.15. Mit der Abweisung der Beschwerde erübrigt sich eine Behandlung des vom Beschwerdegegner gestellten Eventualantrags um Zuteilung der Obhut an ihn (act. 13 S. 2). Ohnehin kommt dieser Eventualantrag einer Anschlussbeschwerde gleich; eine solche is...

	4. Betreuungsregelung
	4.1. Die Vorinstanz ordnete eine wochenweise abwechselnde Betreuung von C._____ mit Übergaben jeweils am Freitag um 17.00 Uhr an (act. 9 S. 47 und 50, Dispositivziffer II). Die Beschwerdeführerin beantragt im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Anord...
	4.2. Mit Schreiben vom 7. Juli 2023 weist die Abteilungsleiterin des kjz J._____ darauf hin, dass mit der von der Vorinstanz getroffenen Regelung Klärungsbedarf bezüglich der Ferien bestehe. Sie beantragt eine Neuregelung der Ferien und Feiertage und ...
	4.3. Wie vorstehend ausgeführt, ist die lange Fahrt von D._____ in den Kindergarten nach F._____ während der Betreuungszeit des Beschwerdegegners mit Blick auf das Kindeswohl nicht ideal. Dem Beschwerdegegner ist zwar zuzustimmen, dass während einer A...
	4.4. An Feiertagen und in den Ferien entfällt der lange Weg nach F._____ und aufgrund der flexiblen Arbeitszeiten des Beschwerdegegners ist davon auszugehen, dass er C._____ teilweise persönlich oder mit familiärer Unterstützung in D._____ betreuen ka...
	4.5. Für die Oster- und Pfingstfeiertage drängt sich keine abweichende Betreuungsregelung auf. Vielmehr scheint es sinnvoll und angemessen, den Betreuungsrhythmus beizubehalten, wobei in geraden Kalenderwochen die Betreuung des Beschwerdegegners bis (...
	4.6. Die Weihnachtstage fallen regelmässig in die Kalenderwoche 52, welche in die Betreuungszeit des Beschwerdegegners fällt. Damit die Beschwerdeführerin auch Weihnachten mit C._____ feiern kann, ist sie berechtigt, C._____ in geraden Kalenderjahren ...
	4.7. Mit der obgenannten Betreuungsregelung ist ein intensiver Kontakt von C._____ mit beiden Elternteilen sichergestellt. Die detaillierte Regelung sowie die auf den Kindergartenbeginn und -schluss fallenden Übergaben sollen Diskussionen und Konflikt...

	5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	Nach der Praxis der Kammer sind den Eltern bei Kinderbelangen im engeren Sinn die Kosten in der Regel unabhängig vom Ausgang des Verfahrens gestützt auf Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO je zur Hälfte aufzuerlegen, wenn die Parteien unter dem Gesichtspunkt d...

	Es wird beschlossen:
	1. Der Antrag um Wiedererteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde wird abgeschrieben.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv-Ziffer II des Urteils des Bezirksrates Pfäffikon vom 8. Mai 2023 aufgehoben und durch folgende Fassung ersetzt:
	II. Es wird die alternierende Obhut für C._____ angeordnet.
	Die Eltern betreuen C._____ wie folgt:
	a) Die Mutter betreut C._____ in ungeraden Kalenderwochen von Montagmittag (Kindergartenschluss) bis Mittwochmorgen (Kindergartenbeginn) der geraden Kalenderwochen.
	b) Der Vater betreut C._____ in geraden Kalenderwochen von Mittwochmittag (Kindergartenschluss) bis Montagmorgen (Kindergartenbeginn) der ungeraden Kalenderwochen.
	c) Die nachfolgende Feiertags- und Ferienregelung geht der ordentlichen Betreuung gemäss den lit. a und b vor.
	aa) Der Vater betreut C._____ in der Kalenderwoche 52 von Montag 10.00 Uhr bis Sonntag, 17.00 Uhr, davon ausgenommen ist die Zeit vom 24. Dezember, 10.00 Uhr bis 25. Dezember 10.00 Uhr in geraden Kalenderjahren bzw. der 25. Dezember 10.00 Uhr bis 26....
	bb)  Über die Oster- und Pfingstfeiertage richtet sich die Betreuung nach lit. a und b, wobei sich die Betreuung des Vaters in geraden Kalenderwochen bis Montag 17.00 Uhr der ungeraden Kalenderwoche verlängert.
	cc) Während der Schulferien wird C._____ in geraden Kalenderwochen vom Vater und in ungeraden Kalenderwochen von der Mutter betreut. Vor und während der Schulferien finden die Übergaben am Sonntag um 18 Uhr statt. Jeder Elternteil ist berechtigt, pro...
	In der letzten Ferienwoche dauert die Betreuung des Vaters bis Montagmorgen (Kindergartenbeginn), die Betreuung der Mutter dauert bis Mittwochmorgen (Kindergartenbeginn).
	Während der Schulferien holt der Vater C._____ bei der Mutter ab und bringt sie – unter Vorbehalt der Regelung gemäss dem vorstehenden Absatz – dorthin zurück."
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'500.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Pfäffikon, das kjz J._____ sowie an den Bezirksrat Pfäffikon, je gegen Empfangsschein.
	Nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die beigezogenen Akten an den Bezirksrat zurück.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...