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**Case Identifier:** 5540279f-157d-5d02-90b5-5033d779f772
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-15
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 15.08.2018 720 17 178/218
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-178-218_2018-08-15.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 15. August 2018 (720 17 178 / 218) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Die Verfügung beruht auf unzureichenden medizinischen Unterlagen; Rückweisung an 

die Vorinstanz 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Jürg Tschopp, Advokat, 
Simonius & Partner, Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 

 
 
A.1 Der 1958 geborene A.____ war seit dem 1. Mai 1986 bei der B.____AG als Monteur 
angestellt. Zudem führte er für seinen Arbeitgeber separat entschädigte Reinigungsarbeiten 
aus. Am 25. März 2009 verunfallte A.____mit dem Motorrad, wobei er sich gemäss Operations-
bericht der orthopädischen Klinik des Kantonsspitals C.____ vom 26. März 2009 eine komplexe 
subtrochantäre Femurfraktur links und eine offene distale Tibiaschaftfraktur rechts zuzog. Die 
Unfallversicherung D.____ erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Taggelder, Heil-

 

 
 
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behandlung). Mit Verfügung vom 10. Juli 2012 sprach sie A.____ ab 1. August 2012 eine Rente 
aufgrund eines Invaliditätsgrads von 39 % zu. Die gegen diesen Entscheid erhobene Einspra-
che hiess die Unfallversicherung D.____ mit Entscheid vom 17. Januar 2013 insofern teilweise 
gut, als sie die Rente von 39 % auf 40 % erhöhte. Dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. 
 
A.2 Mit Verfügung vom 31. Oktober 2014 verneinte die Unfallversicherung D.____ einen 
Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Schulterbeschwerden rechts und dem 
Unfall vom 25. März 2009. Daran hielt sie auch auf Einsprache hin mit Entscheid vom 20. Janu-
ar 2015 fest. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Jürg Tschopp, am 17. Februar 
2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht; 
Verfahren Nr. 725 15 72). Nachdem die Unfallversicherung D.____ den angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 20. Januar 2015 lite pendente zwecks Durchführung weiterer medizini-
scher Abklärungen aufgehoben hatte, schrieb der instruierende Präsident des Kantonsgerichts, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht, das Verfahren mit Beschluss vom 18. März 2015 infolge 
Gegenstandslosigkeit ab. Nach weiteren Abklärungen anerkannte die Unfallversicherung 
D.____ die Unfallkausalität der Schulterbeschwerden. Mit Verfügung vom 14. Februar 2017 
sprach sie A.____ mit Wirkung ab 1. August 2012 eine Rente aufgrund eines Invaliditätsgrads 
von 40 % und ab 1. Januar 2015 eine solche aufgrund eines Invaliditätsgrads von 50 % zu. 
 
A.3 Bereits am 25. September 2009 meldete sich A.____ unter Hinweis auf unfallbedingte 
Beschwerden bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Nachdem die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) die gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse abge-
klärt hatte, ermittelte sie beim Versicherten ab 25. März 2010 einen Invaliditätsgrad von 61 %, 
ab 1. Oktober 2010 einen solchen von 0 %, ab 1. Mai 2011 einen solchen von 41 % und ab 
15. März 2012 einen solchen von 19 %. In der Folge stellte sie A.____ mit Vorbescheid vom 
18. Juli 2013 in Aussicht, ihm mit Wirkung ab 1. März 2010 bis 31. Januar 2011 eine Dreivier-
telsrente und vom 1. August 2011 bis 30. Mai 2012 eine Viertelsrente zuzusprechen. Auf Inter-
vention des Versicherten hin und nach weiteren Abklärungen ermittelte die IV-Stelle ab 
25. März 2012 einen Invaliditätsgrad von 100 % und ab 28. Juni 2010 einen solchen von 19 %, 
worauf sie am 22. Juni 2016 einen neuen Vorbescheid erliess und A.____ in Aussicht stellte, ab 
1. März 2010 befristet bis 31. Mai 2010 eine ganze Rente auszurichten. Daran hielt sie auch mit 
Verfügung vom 27. April 2017 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Tschopp, am 5. Juni 2017 
Beschwerde beim Kantonsgericht. Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Ver-
fügung vom 27. April 2017 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm ab 
März 2010 eine Viertelsrente, ab Dezember 2015 eine ganze Rente und ab Mai 2016 eine hal-
be Rente sowie entsprechende Kinderrenten zuzusprechen. Eventualiter sei der Fall zur Abklä-
rung weiterer Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. 
Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, er sei an seinem Arbeitsplatz optimal eingeglie-
dert, weshalb ihm ein Stellenwechsel nicht zumutbar sei. Die Zusprache der Invalidenrente ha-
be entsprechend den Leistungen der Unfallversicherung zu erfolgen. Eventualiter sei das effek-
tiv zumutbare Arbeitspensum zu klären und bei der Bemessung der Invalidität ein maximaler 
Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen. 

 

 
 
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C. In ihrer Vernehmlassung vom 23. August 2017 beantragte die IV-Stelle, die Beschwer-
de sei in dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass dem Versicherten ab 1. März 2010 bis 31. Mai 
2010 und vom 1. September bis 31. Dezember 2014 eine befristete ganze Rente zuzusprechen 
sei. 
 
D. Am 29. August 2017 zog das Kantonsgericht bei der Unfallversicherung die Akten des 
Versicherten bei. 
 
E. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels (Replik vom 4. Dezember 2017 / Duplik 
vom 4. Januar 2018) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. 
 
F. Mit Beschluss vom 15. Februar 2018 stellte das Kantonsgericht den Fall aus und gab 
dem Beschwerdeführer Gelegenheit, sich vernehmen zu lassen und die Möglichkeit des Be-
schwerderückzugs. Zur Begründung wurde festgehalten, dass das Kantonsgericht – im Falle 
eines Urteils – die angefochtene Verfügung aufheben und die Angelegenheit zur weiteren Ab-
klärung und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-Landschaft zurückweisen 
würde. Die Neubestimmung des Invaliditätsgrads könne möglicherweise zu einer Schlechter-
stellung (reformatio in peius) führen. 
 
G. Am 8. Juni 2018 liess A.____ mitteilen, dass er an seiner Beschwerde festhalte.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 5. Juni 2017 ist einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 27. April 2017 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). 
 
3. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-

 

 
 
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destens 40 % invalid ist. Als Invalidität gilt nach Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 die voraussichtlich blei-
bende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Die Invalidität wird 
durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, der geistigen oder der psychischen Gesundheit 
verursacht, wobei sie im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein 
kann (Art. 4 Abs. 1 IVG; Art. 3 und 4 ATSG). 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die 
Verwaltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen 
und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkei-
ten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 
E. 1 in fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die 
zuletzt ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgegliche-
nen und nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutba-
rerweise noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der 
Invaliditätsschätzung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität 
in der Sozialversicherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Be-
weismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 
als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 

 

 
 
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4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3).  
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Ent-
scheid als zentral erweisen. 
 
6.2 Im Bericht des Kantonsspitals C.____ vom 25. Mai 2010 wurde ein Status nach Pseu-
darthrosenrevision der Tibia rechts und eine Tractusirritation an der linken Hüfte bei Status 
nach Plattenosteosynthese diagnostiziert. Die Arbeitsunfähigkeit betrage bis 27. Juni 2010 
100 %. Hernach sei der Versicherte zu 40 % arbeitsfähig. 
 
6.3 Am 7. September 2010 hielten die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals C.____ 
fest, dass der Versicherte über eine deutliche Besserung berichte. Die Arbeitsfähigkeit betrage 
bis 5. September 2010 40 % und ab 6. September 2010 60 %. Ab 4. Oktober 2010 sei von einer 
vollständigen Arbeitsfähigkeit auszugehen. 
 
6.4 Die Unfallversicherung D.____ liess den Versicherten kreisärztlich untersuchen. Am 
19. April 2011 diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, einen Status nach Motorradun-
fall mit komplexer subtrochantärer Femurfraktur links sowie nach erstgradiger offener Tibia-
schaftfraktur rechts, nach offener Reposition und Osteosynthese der Femur- sowie der Tibia-
fraktur, nach Distorsion des rechten Handgelenks, nach Schulterkontusion rechts sowie nach 
Re-Osteosynthese und Spongiosaplastik an der rechten Tibia bei Pseudarthrose am 27. Januar 
2010. Die subtrochantäre Femurfraktur und die Tibiapseudarthrose seien konsolidiert. Aktuell 

 

 
 
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bestünde noch eine Funktionseinschränkung im linken Hüftgelenk. Zudem sei der Versicherte 
v.a. im Trochanterbereich durch das Metall gestört. Diesbezüglich sei nach der Metallentfer-
nung eine Besserung zu erwarten. Aktuell arbeite der Versicherte zu 90 %. Dabei sei er am 
absoluten Limit und klage über vermehrte Schmerzen. Daher werde die Arbeitsfähigkeit ab 
2. Mai 2011 vorerst auf 80 % reduziert. 
 
6.5 Am 15. März 2012 hielt der Kreisarzt Dr. D.____ fest, dass ein zeitgerechter Heilverlauf 
nach Metallentfernung an der Tibia rechts im Januar 2012 bestünde. Ansonsten zeige sich im 
Vergleich zur Untersuchung vom 19. April 2011 keine wesentliche Befundänderung. Aktuell 
arbeite der Versicherte in einem Pensum von 80 % und einer Leistung von 65 %. Aus medizini-
scher Sicht sei dem Versicherten die bisherige Tätigkeit während sechs Stunden pro Tag zu-
mutbar. Der vor dem Unfall ausgeübte Nebenjob sei ihm heute nicht mehr möglich. Alternativ 
seien leichte wechselbelastende Tätigkeiten ganztags zumutbar. 
 
6.6 Im Bericht des Kantonsspitals C.____ vom 22. Juni 2012 wurde festgehalten, dass der 
Versicherte eine Schwäche der Muskulatur v.a. der unteren Extremität aufweise. Zudem be-
stünden rezidivierende Beschwerden im rechten Handgelenk und eine verminderte Kraft sowie 
Schulterbeschwerden. Die bisherige Tätigkeit sei maximal im Umfang von sechs Stunden pro 
Tag möglich. Aufgrund der Muskelschwäche, der schnelleren Ermüdbarkeit der Muskulatur so-
wie der rezidivierenden Schmerzen betrage die Leistungsfähigkeit vier Stunden pro Tag. Die 
Frage, in welchem Umfang und seit wann dem Versicherten eine behinderungsangepasste Tä-
tigkeit möglich sei, wurde mit „ab sofort“ angegeben.  
 
6.7 Am 30. Juli 2012 hielt Dr. med. F.____, Facharzt für Allgemeinmedizin, Regionaler 
ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, fest, dass der Kreisarztbericht vom 13. Mai 2012 (rec-
te:15. März 2012) nachvollziehbar sei. Demnach sei davon auszugehen, dass dem Versicher-
ten bei einer Anwesenheit von 80 % eine Leistung von 65 % zumutbar sei. Der ausgeübte Ne-
benjob sei hingegen nicht mehr möglich. Diese Beurteilung gelte zumindest seit März 2012. Für 
die Zeit davor sei den attestierten Arbeitsunfähigkeiten der behandelnden Ärzte zu folgen und 
diese auch für Verweistätigkeiten zu übernehmen. Angepasste Tätigkeiten seien dem Versi-
cherten ganztags und ohne wesentliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit zumutbar. 
 
6.8 Im Bericht des Kantonsspitals C.____ vom 27. September 2013 wurde ausgeführt, 
dass der Versicherte nach wie vor unter permanenten Beschwerden leide. Zwar hätten sich die 
Schmerzen im Bereich der Tibia rechtsseitig etwas gebessert. Dennoch trete nach längeren 
Belastungen ein Dauerschmerz mit krampfartigen Verspannungen auf. Dieselben krampfartigen 
Schmerzen bestünden auch im Bereich der linken Hüfte. Zudem klage der Versicherte über 
Beschwerden im Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäule (HWS, LWS) sowie im Bereich des 
rechten Handgelenks. Eine Tätigkeit, die das aktuelle Pensum von 70 % Arbeitszeit und 60 % 
Leistung übersteige, sei dem Versicherten aktuell nicht zuzumuten. 
 
6.9 Am 6. März 2014 hielten die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals G.____ fest, dass 
der Versicherte bei Status nach Metallentfernung seine Arbeit wieder zu 75 % aufgenommen 

 

 
 
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habe. Es sei davon auszugehen, dass die Arbeit in den nächsten Monaten wieder zu 100 % 
ausgeübt werden könne. 
 
6.10 Das Kantonsspital G.____ diagnostizierte am 3. September 2014 eine Ermüdungsfrak-
tur des Femur proximal links. Bis zum operativen Eingriff bestünde eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit. 
 
6.11 Am 19. September 2014 wurde der Versicherte einem operativen Eingriff unterzogen. 
Am 10. November 2014 diagnostizierten die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals G.____ 
eine Aufbohrung, eine Osteosynthese mittels lateralem Femurnagel links nach Ermüdungsfrak-
tur proximaler Femur und bei muskulären Schmerzen möglicherweise im Rahmen einer Trac-
tushernie des Femur links. Bis zum 9. November 2014 bestünde eine vollständige, ab dem 
10. November 2014 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit. 
 
6.12 Die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals G.____ diagnostizierten am 5. März 2015 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Reosteosynthese einer Femurfraktur 
links am 19. September 2014. Aufgrund der rezidivierenden Schmerzproblematik sei der Versi-
cherte immer noch zu 75 % arbeitsfähig. Der weitere Verlauf sei abzuwarten. 
 
6.13 Im Bericht des Kantonsspitals G.____ vom 17. April 2015 wurde festgehalten, dass 
sich insgesamt ein regelrechter Verlauf zeige. Der Versicherte sei beschwerdearm und arbeite 
wieder zu 100 %. 
 
6.14 Am 11. September 2015 führten die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals G.____ 
aus, dass der Versicherte schmerzbedingt in der Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Ein Ar-
beitspensum von 72 % sei etwas zu hoch, weshalb dem Versicherten vorerst eine Arbeitsfähig-
keit von 60 % attestiert werde. 
 
6.15 Am 29. April 2015 hielt Dr. F.____ fest, dass die Erkenntnisse aus der Untersuchung 
des Kreisarztes Dr. E.____ vom 15. März 2012 zumindest bis Mitte Juni 2014 gültig gewesen 
seien. Hernach sei es zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen. Ab 
dem 22. Juni 2014 habe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in allen Tätigkeiten bestanden. 
Spätestens ab dem 4. Dezember 2014 (letzte Kontrolle im Kantonsspital C.____) habe die 
kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 15. März 2012 wiederum volle Gültigkeit. 
Demnach seien dem Versicherten ab diesem Zeitpunkt die bisherige Tätigkeit im Umfang von 
sechs Stunden pro Tag und angepasste Verweistätigkeiten ganztags zumutbar. 
 
6.16 Am 1. März 2016 hielt der Kreisarzt Dr. E.____ fest, dass sich der Gesundheitszustand 
des Versicherten seit der letzten Untersuchung im März 2012 leicht verschlechtert habe. Aktuell 
arbeite der Versicherte fünf Stunden pro Tag mit reduzierter Leistung, was einer Arbeitsfähigkeit 
von 50 % entspreche. Eine solche Tätigkeit sei dem Versicherten möglich. Eine Steigerung der 
Arbeitsfähigkeit sei nicht zumutbar. 
 

 

 
 
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6.17 Die Unfallversicherung D.____ beauftragte die asim-Begutachtung mit einem orthopä-
dischen Gutachten, welches am 28. Juni 2016 erstattet wurde. Demnach sind die geltend ge-
machten Beschwerden an der rechten Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das 
Unfallereignis vom 25. März 2009 zurückzuführen.  
 
6.18 Am 17. August 2016 führte Dr. F.____ aus, es sei weiterhin davon auszugehen, dass 
spätestens ab dem 4. Dezember 2014 und zumindest bis circa Mitte 2015 die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit von Dr. E.____ vom 15. März 2012 Gültigkeit habe. Ab circa Mitte 2015 sei es 
zu einer Verschlechterung der Beschwerden und der Arbeitsfähigkeit gekommen, weshalb ab 
Mitte 2015 auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr. E.____ vom 1. März 2016 abzustellen und 
davon auszugehen sei, dass der Versicherte voraussichtlich dauerhaft eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % aufweise. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit in angepassten Verweistätigkeiten habe die 
kreisärztliche Beurteilung vom 15. März 2012, wonach von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % 
auszugehen sei, spätestens ab dem 4. Dezember 2014 wieder Gültigkeit. 
 
6.19 Am 25. November 2016 hielt Dr. E.____ fest, dass dem Versicherten aufgrund der un-
fallbedingten Restfolgen leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne repetitive Überkopfarbei-
ten und ohne repetitive Vibrations- und Schlagbelastungen für die rechte obere Extremität im 
Umfang von fünf Stunden pro Tag zumutbar seien. Vermieden werden sollten Arbeiten auf Lei-
tern und Gerüsten sowie auf anderen absturzgefährdeten Positionen, Gehen in unebenem Ge-
lände, rein stehende Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit langen Gehstrecken. Aktuell arbeite der 
Versicherte fünf Stunden pro Tag mit reduzierter Leistung, was einer Arbeitsfähigkeit von 50 % 
entspreche. Diese Tätigkeit sei dem Versicherten zumutbar; eine weitere Steigerung der Ar-
beitsfähigkeit sei nicht zumutbar. Der vor dem Unfall durchgeführte Nebenjob sei ebenfalls nicht 
mehr zumutbar. 
 
6.20 Am 12. Januar 2017 führte Dr. F.____ – mit Verweis auf den Bericht des Kantonsspi-
tals C.____ vom 5. März 2015 (vgl. E. 6.12 hiervor) – aus, dass die Arbeitsfähigkeit in Ver-
weistätigkeiten mit Einbezug der Schulterproblematik ausreichend begründet worden sei. Die 
Schulterproblematik führe lediglich zu qualitativen Einschränkungen. So seien schwere Tätig-
keiten mit dem rechten Arm, häufige Arbeiten in der Horizontalen und über Kopf oder repetitive 
Arbeiten mit dem rechten Arm zu vermeiden. 
 
7.1 Die IV-Stelle ging in ihrer Verfügung vom 27. April 2014 insbesondere gestützt auf die 
Beurteilungen des RAD-Arztes Dr. F.____ vom 30. Juli 2012, 29. April 2015, 17. August 2016 
und 12. Januar 2017 davon aus, dass der Versicherte vom 1. März 2010 bis 31. Mai 2010 voll-
ständig arbeitsunfähig war. Im Übrigen bejahte sie aber eine vollständige Arbeitsfähigkeit in 
einer angepassten Verweistätigkeit. In ihrer Vernehmlassung vom 23. August 2017 anerkannte 
sie zudem eine vollständige Arbeitsunfähigkeit von Mitte Juni 2014 bis 3. Dezember 2014. Wie 
oben ausgeführt, ist grundsätzlich nicht zu beanstanden, dass ein Versicherungsträger seinen 
Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die er versicherungsintern eingeholt hat. In sol-
chen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Beweiswürdigung zu stellen und zwar in 
dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind 

 

 
 
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(vgl. E. 4.4 hiervor und die dortigen Hinweise auf die entsprechende bundesgerichtliche Recht-
sprechung). Vorliegend ergeben sich Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von 
der Beschwerdegegnerin als massgebend erachteten versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, wie sich aus den nachstehenden Ausführungen ergibt. 
 
7.2 Zunächst fällt auf, dass im protrahierten und von Rückschlägen geprägten Heilungsver-
lauf der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Versicherten nie gutachterlich abge-
klärt wurden. Das von der Unfallversicherung D.____ bei der asim veranlasste Gutachten vom 
28. Juni 2016 befasst sich einzig mit der Frage der Unfallkausalität der Beschwerden in der 
rechten Schulter. Die Beurteilung des RAD-Arztes Dr. F.____ stützte sich demnach bei der Be-
urteilung des Gesundheitszustandes und der Leistungsfähigkeit des Versicherten einzig auf die 
Berichte der behandelnden Ärzte sowie die Beurteilungen des Kreisarztes Dr. E.____ vom 
19. April 2011, 15. März 2012 und 1. März 2016. Sie ging demnach davon aus, dass der Versi-
cherte vom 1. März 2010 bis 31. Mai 2010 und von Mitte Juni 2014 bis 3. Dezember 2014 voll-
ständig arbeitsunfähig war. Im Übrigen erachtete sie eine vollständige Arbeitsfähigkeit in ange-
passten Verweistätigkeiten als ausgewiesen. Diese Beurteilung ist nicht stichhaltig. Zunächst ist 
– entgegen der Auffassung der IV-Stelle – aufgrund der vorliegenden medizinischen Unterlagen 
nicht erstellt, dass sich der Gesundheitszustand des Versicherten bereits ab Juni 2010 derart 
verbessert hatte, dass ihm ab diesem Zeitpunkt wiederum eine vollständige Arbeitsfähigkeit 
zumutbar war. Vielmehr wird in den Berichten des Kantonsspitals C.____ vom 25. Mai 2010 
und 7. September 2010 ausgeführt, dass der Versicherte bis 27. Juni 2010 zu 100 %, ab dem 
5. September 2010 zu 40 %, ab dem 6. September 2010 zu 60 % und erst ab 4. Oktober 2010 
wiederum zu 100 % arbeitsfähig war. Eine Befristung der Rente per 31. Mai 2010 ist vor diesem 
Hintergrund nicht nachvollziehbar. Weiter ist die Beurteilung des RAD in Bezug auf die Leis-
tungsfähigkeit des Versicherten in angepassten Verweistätigkeiten nicht schlüssig. Wenn er 
sich auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. E.____ vom 15. März 2012 beruft und davon 
ausgeht, dass dem Versicherten spätestens ab dem 4. Dezember 2014 angepasste Verweistä-
tigkeiten ganztags und ohne wesentliche Einschränkung zumutbar seien, steht diese Einschät-
zung in einem unauflösbaren Widerspruch zur Beurteilung von Dr. E.____ vom 25. November 
2016, wonach – unter Berücksichtigung der von der Unfallversicherung D.____ nachträglich als 
unfallkausal anerkannten Schulterbeschwerden – der Versicherte auch in einer angepassten 
Verweistätigkeit eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 50 % aufweise. Die Annahme 
des RAD vom 12. Januar 2017, wonach die Schulterproblematik lediglich zu einer qualitativen, 
aber nicht zu einer quantitativen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe, findet in den Akten 
keine Stütze. Zudem geht sein Hinweis auf den Bericht des Kantonsspitals C.____ vom 5. März 
2015 fehl, da sich dieser Bericht gerade nicht zu den Schulterbeschwerden äussert. Damit fehlt 
es an einer verlässlichen Grundlage für die Annahme von Dr. F.____, wonach spätestens ab 
dem 4. Dezember 2014 wiederum von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in Verweistätigkeiten 
auszugehen sei. Bei dieser Sachlage bestehen mehr als nur geringe Zweifel an der Zuverläs-
sigkeit und Schlüssigkeit der vorliegend massgebenden Feststellungen des RAD. Dies gilt vor-
liegend umso mehr, als keine fachärztlichen Gutachten vorhanden sind und Dr. F.____ den 
Beschwerdeführer nie persönlich untersuchte. So wie sich die Aktenlage präsentiert, ist der 
massgebende medizinische Sachverhalt im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht ausreichend 
abgeklärt. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und die Zumutbarkeit eines Berufswech-

 

 
 
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sels können folglich aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht abschliessend beurteilt werden. 
Nach dem oben Gesagten (vgl. E. 4.4 hiervor) kann bei diesem Beweisergebnis nicht auf die 
betreffende versicherungsinterne Beurteilung abgestellt werden. Die angefochtene Verfügung 
vom 27. April 2017 ist aus diesem Grund aufzuheben und es sind ergänzende Abklärungen 
vorzunehmen. 
 
8. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversiche-
rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an 
die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativex-
pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-
Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher voll-
ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung  
oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). 
Vorliegend erweist sich die der angefochtenen Verfügung vom 27. April 2017 zugrunde gelegte 
Beurteilung des RAD-Arztes Dr. F.____ in Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Versicherten in 
Verweistätigkeiten als nicht beweistauglich. Da es die IV-Stelle unterliess, die diesbezüglich 
nötigen Abklärungen zu veranlassen, und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im 
Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückwei-
sung an die Vorinstanz nichts entgegen. Diese wird angehalten, die Leistungsfähigkeit des Ver-
sicherten in Verweistätigkeiten unter Berücksichtigung aller gesundheitlichen Beschwerden 
fachärztlich abklären zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird sie über 
die Zumutbarkeit eines Berufswechsels und den Leistungsanspruch des Versicherten neu zu 
befinden haben. Die vorliegende Beschwerde ist in dem Sinne gutzuheissen. 
 
9.1  Gemäss Art. 69 Abs. 1bis Satz 1 IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungs-
gericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 Satz 2 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel 
der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens ist die IV-Stelle unterliegende Partei, weshalb sie grundsätzlich die Verfahrenskosten 
zu tragen hätte. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu beachten, dass laut § 20 Abs. 3 
Satz 3 VPO den Vorinstanzen – vorbehältlich des hier nicht interessierenden § 20 Abs. 4 VPO – 
keine Verfahrenskosten auferlegt werden. Aufgrund dieser Bestimmung hat die IV-Stelle als 
Vorinstanz trotz Unterliegens nicht für die Verfahrenskosten aufzukommen. Es werden deshalb 
keine Verfahrenskosten erhoben und der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 800.-- ist zurückzuerstatten. 
 
9.2  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde führen-
den Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der Sa-

 

 
 
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che an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick 
auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be-
schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 
auszurichten. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
13. Juni 2018 einen Zeitaufwand von 22,75 Stunden geltend gemacht. Darin befindet sich eine 
Bemühung im Umfang von 0,5 Stunden, welche auf den Kontakt des Rechtsvertreters mit der 
Rechtsschutzversicherung des Versicherten zurückzuführen ist. Solche Bemühungen würden 
im Falle einer nicht rechtsschutzversicherten Person nicht anfallen und müssen daher unbe-
rücksichtigt bleiben. Die Bemühungen im Zusammenhang mit der Rechtschutzversicherung 
sind deshalb im genannten Umfang in Abzug zu bringen. Im Übrigen ist der geltend gemachte 
Aufwand in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen, des doppelten 
Schriftenwechsels, des Aktenumfangs und der Tatsache, dass der Fall mit Beschluss vom 
15. Februar 2018 ausgestellt und dem Beschwerdeführer Gelegenheit zur Stellungahme gege-
ben wurde, gerade noch angemessen. Nach Abzug von insgesamt 0,5 Stunden ist somit ein 
Aufwand von 22,25 Stunden zu dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von 
Fr. 250.-- zu vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 
17. November 2003). Zu kürzen sind des Weiteren die ausgewiesenen Auslagen für Kopien in 
der Höhe von insgesamt Fr. 150.--, da pro Kopie Fr. 2.-- statt Fr. 1.50 verrechnet worden sind 
(vgl. § 15 Abs. 1 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte). Dem Beschwerdeführer ist 
demnach eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 6‘172.15 ([22,25 Stunden x Fr. 250.-- + 
Auslagen von Fr. 158.80]; inkl. 8 % Mehrwertsteuer auf Fr. 3‘439.70 [Fr. 275.15] und 7,7 % 
Mehrwertsteuer auf Fr. 2‘281.60 [Fr. 175.70]) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzuspre-
chen. 
 
10.1  Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
10.2  Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten        

 

 
 
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Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachste-
hende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft vom 27. April 2017 aufgeho-
ben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die IV-Stelle Basel-
Landschaft zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die IV-Stelle Basel-Landschaft hat dem Beschwerdeführer eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 6‘172.15 (inkl. Auslagen und 8 % 
bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
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