# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 15741171-74aa-5282-9f84-e4c223b5dc35
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 31.03.2016 ZK1 2016 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-67_2016-03-31.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 31. März 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 67 31. März 2016

Entscheid 
I. Zivilkammer

Präsident Brunner

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Luca Ten-
chio, Obere Plessurstrasse 36, 7000 Chur, 

gegen

Y._____, Beschwerdegegnerin, in Sachen Z._____, Beschwerdegegnerin, 

betreffend Einladung zur Besprechung vom 30. März 2016,

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wird nach Einsichtnahme in die Beschwerde vom 31. März 2016 samt mitgereich-
ten Akten, sowie nach Feststellung und in Erwägung,

– dass X._____ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden 
am 2. Februar 2016 ein Gesuch um Übertragung der alleinigen elterlichen 
Sorge über seine Tochter Z._____ gestellt hat,

– dass die KESB Nordbünden am 26. Februar 2016 die Kindsmutter Y._____ zu 
einer ersten Besprechung auf den 24. März 2016, 14.00 Uhr, eingeladen hat,

– dass diese Besprechung offenbar auf den 31. März 2016 verschoben worden 
ist, was allerdings aus den Akten nicht hervorgeht,

– dass der Rechtsvertreter des Gesuchstellers in der Folge bei der KESB Nord-
bünden intervenierte und ebenfalls zu dieser Besprechung zugelassen werden 
wollte,

– dass das verfahrensleitende Mitglied der KESB Nordbünden am 29. März 
2016 mitteilte, das Erstgespräch solle ohne Beisein des Vaters und seines 
Rechtsvertreters erfolgen, und in Aussicht stellte, das Gesprächsprotokoll zu-
zusenden sowie zu einem späteren Gespräch zugelassen zu werden,

– dass X._____ dagegen am 31. März 2016 beim Kantonsgericht von Graubün-
den Beschwerde einreichen liess mit dem Begehren, der Kindsvater und sein 
Rechtsvertreter seien zu dieser Anhörung zuzulassen, 

– dass dieser Antrag auch im Sinne eines superprovisorischen Begehrens ge-
stellt wurde,

– dass gemäss Art. 314 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 450 ZGB und Art. 60 Abs. 
1 EGzZGB gegen Entscheide der Kindesschutzbehörde beim Kantonsgericht 
Beschwerde eingereicht werden kann,

– dass sich nach kantonalem Recht entscheidet, ob auch Zwischenentscheide 
(d.h. Anordnungen im Rahmen des Verfahrens, die nicht auf endgültige Streit-
erledigung gerichtet sind) der KESB anfechtbar sind (vgl. Daniel Steck, in Gei-
ser/Reusser, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 22 zu Art. 450 ZGB),

– dass sich das Verfahren vor der KESB unter Vorbehalt abweichender Be-
stimmungen des EGzZGB und des ZGB nach der Zivilprozessordnung und 

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der kantonalen Einführungsgesetzgebung richtet (Art. 56 Abs. 1 EGzZGB, vgl. 
auch Art. 60 Abs. 2 EGzZGB),

– dass diesbezüglich weder das ZGB noch das EGzZGB Verfahrensbestim-
mungen enthalten,

– dass somit davon auszugehen ist, dass grundsätzlich Beschwerden gegen 
Zwischenentscheide der KESB nicht ausgeschlossen sind, zumal eine solche 
Beschwerdemöglichkeit in der ZPO vorgesehen ist,

– dass indessen gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO nachzuweisen ist, dass durch 
die prozessleitende Verfügung ein nicht leicht wiedergutzumachender Nachteil 
droht,

– dass ein solcher Nachteil im vorliegenden Fall offensichtlich nicht gegeben ist,

– dass die KESB in ihrem E-Mail vom 29. März 2016 an den Rechtsvertreter des 
Gesuchstellers mitgeteilt hat, dass lediglich das Erstgespräch mit der Kinds-
mutter alleine geführt werden soll und ein Gespräch in Anwesenheit beider El-
tern samt Rechtsvertreter vorgesehen ist,

– dass der Kindsvater somit Gelegenheit haben wird, im Beisein der Kindsmut-
ter seine Einwendungen und Argumente vorzubringen,

– dass im Weiteren der Endentscheid der KESB mit Beschwerde ans Kantons-
gericht weiter gezogen werden kann,

– dass ein nicht wiedergutzumachender Nachteil unter diesen Umständen nicht 
ersichtlich ist,  

– dass unter diesem Umständen der Erlass einer superprovisorischen Verfü-
gung nicht notwendig ist und auch keine weiteren Stellungnahmen einzuholen 
sind,

– dass die Beschwerde somit als offensichtlich unbegründet abzuweisen ist und 
der Entscheid daher in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterli-
cher Kompetenz ergeht,

– dass bei diesem Ausgang die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu Lasten 
des Beschwerdeführers gehen,

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entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 800.00 gehen zu Lasten 
des Beschwerdeführers.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: