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**Case Identifier:** 0d537f28-429f-5253-8398-7be4a9048ef2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.11.2025 IV 2025/84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-84_2025-11-07.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/16

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/84

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.12.2025

Entscheiddatum: 07.11.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2025
Art. 43, 43a und 55 ATSG; Art. 7b, 7h und 8c ATSV; Art. 29 BV. Verwertbarkeit 
einer Observation; Umfang des Einsichtsrechts in das Observationsmaterial 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. 
November 2025, IV 2025/84).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/15 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung I 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 7. November 2025 

Besetzung  Einzelrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Felicia Sterren  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/84 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt M.A. HSG Ivan Vuckovic, Pedergnana 
Rechtsanwälte und Notare, Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 
9004 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Begutachtung (Observation, Zusatzfragen) 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/84 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ meldete sich im April 2012 wegen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung am Fuss 
(Läsion der Peroneus longus-Sehne mit Peritendinitis, vgl. IV-act. 14-2) erstmals zum Bezug von 

Leistungen der Invalidenversicherung an. Er gab bei der Anmeldung an, er sei bereits operiert und 

hoffe, bald wieder gesund zu sein (vgl. IV-act. 1). Mit Verfügung vom 14. Oktober 2013 wies die IV-

Stelle das Leistungsbegehren ab, da der Versicherte wieder voll erwerbstätig war (IV-act. 32). 

A.b Am 2. Juni 2021 meldete der Versicherte sich erneut zum Bezug von IV-Leistungen an. Als 
gesundheitliche Einschränkung gab er "Depression, Nervosität, Konzentrationsmangel" an (IV-act. 34). 

Nach ersten Abklärungen (vgl. IV-act. 54 ff.) sprach die IV-Stelle ihm am 8. Juli 2022 

Integrationsmassnahmen (Aufbautraining) zu (IV-act. 76; siehe zur Verlängerung der Massnahme bis 

28. Februar 2023 IV-act. 95 f., zum Schlussbericht Integrationsmassnahme IV-act. 114 und zum 

Assessment- und Verlaufsprotokoll Beratung Berufliche Integration IV-act. 111). Nach weiteren 

medizinischen Abklärungen (IV-act. 101 ff.) teilte die IV-Stelle dem Versicherten am 3. März 2023 mit, 

dass kein Anspruch auf (weitere) berufliche Massnahmen bestehe (IV-act. 113). 

A.c Nach der Vervollständigung der Akten (vgl. IV-act. 124 ff.) teilte die IV-Stelle dem Versicherten 
am 31. Januar 2024 mit, zur Klärung der Leistungsansprüche erachte sie eine medizinische 

Untersuchung (Psychiatrie mit neuropsychologischer Abklärung) als notwendig (IV-act. 139; siehe auch 

RAD-Stellungnahme vom 18. Januar 2024, IV-act. 142). Mit der Begutachtung wurde Dr. med. B.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, beauftragt (IV-act. 146). 

A.d Mit Gutachten vom 14. Mai 2024 führte Dr. B.___ aus, in der neuropsychologischen 
Untersuchung (siehe hierzu IV-act. 159) hätten sich klare Hinweise auf eine nicht authentische 
Beschwerdeschilderung ergeben. Damit bestehe eine Inkonsistenz, auch wenn sich dies im Rahmen 

der psychiatrischen Untersuchung allein nicht derart eindeutig zeige (IV-act. 158-74 f.). Die Diagnose 

einer rezidivierenden depressiven Störung erscheine dem Gutachter plausibel, aufgrund der 

eingeschränkten Mitwirkung respektive den Hinweisen auf Aggravation sei es aber nicht möglich, 

eindeutig zum aktuellen Schweregrad dieser Erkrankung Stellung zu nehmen (IV-act. 158-77). Wegen 

verschiedener Hinweise auf eingeschränkte Mitwirkung bis hin zu Aggravation könne Dr. B.___ zur 

Leistungsfähigkeit nicht Stellung nehmen (IV-act. 158-79). 

A.e Am 9. Juli 2024 stellte die IV-Stelle Rückfragen an Dr. B.___ (IV-act. 165). Am 22. Juli 2024 
antwortete Dr. B.___, eine Beobachtung in Alltagssituationen könnte weitere Informationen über das 

Funktionsniveau des Versicherten liefern. Diejenigen Einschränkungen, welche Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit hätten, seien sicherlich teilweise in Alltagssituationen beobachtbar. Das würde einen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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möglichen Rückzug oder eine Antriebsminderung betreffen, ein mangelndes affektives Mitschwingen, 

allenfalls auch eine erhöhte Ermüdbarkeit oder einen Verlust von Interesse oder Freude. Auf die Frage, 

ob er mehrere Alltagssituationen konkret beschreiben könne, welche das Vorliegen der 

Einschränkungen belegen oder widerlegen würden, führte Dr. B.___ aus, einerseits würde die 

Häufigkeit von ausserhäuslichen Aktivitäten irgendwelcher Art bereits etwas aussagen. Konkret gehe 
es dabei beispielsweise um Einkaufen, Restaurantbesuche, Treffen mit Freunden oder Kollegen oder 

darum, was der Versicherte sonst noch alles unternehme. Dabei zu beachten wäre die Häufigkeit 

solcher Aktivitäten, von sozialen Kontakten, ob er aktiv an Gesprächen teilnehme, ob er dabei eine 

lebhafte Mimik und Gestik zeige oder soziale Kontakte vermeide und keine Interessen zeige (IV-

act. 167).  

A.f Am 29. Juli 2024 gab die IV-Stelle eine Observation in Auftrag (IV-act. 170). Mit medizinischer 
Stellungnahme vom 5. Dezember 2024 nahm die IV-Ärztin med. pract. C.___, Fachärztin für Psychiatrie 

und Psychotherapie, anhand der Vorakten und des Überwachungsberichts vom 19. November 2024 

(IV-act. 174) eine medizinische Einschätzung vor. Sie kam zum Ergebnis, dass Dr. B.___ unter Vorlage 

des Observationsmaterials Rückfragen zu stellen seien (IV-act. 176-9 ff.).  

A.g Mit Schreiben vom 23. Januar 2025 informierte die IV-Stelle den Versicherten über die 
Observation und übermittelte ihm die vollständigen Akten einschliesslich Observationsmaterial. Sie 

teilte ihm mit, dass und welche Rückfragen sie Dr. B.___ zu unterbreiten beabsichtige, und gab ihm 
Gelegenheit zur Stellungnahme (IV-act. 178). 

A.h Mit Schreiben vom 4. Februar 2025 nahm der Versicherte, nun vertreten durch Rechtsanwalt Ivan 
Vuckovic, Stellung zur Observation und den Ergänzungsfragen. Er machte geltend, der 

Observationsbericht leide an formellen Mängeln. Ihm könne nicht entnommen werden, wie viele 

Stunden und Minuten er gefilmt worden sei. Das Observationsvideo sei ein bearbeiteter 

Zusammenschnitt aller Aufnahmen. Er habe Anspruch auf die Herausgabe des gesamten 

Rohmaterials. Auch dem Gutachter sei das gesamte Videomaterial zu übermitteln. Sämtliche 

medizinischen Ausführungen des Observationsunternehmens seien aus dem Bericht zu entfernen. Der 

Observationsauftrag sei auf die Schweiz beschränkt worden. Die Observanten seien dem Versicherten 

jedoch ins Ausland gefolgt, ohne dabei Videoaufnahmen zu erstellen. Bereits das Nachfahren ins 

Ausland, um wieder in der Schweiz Videoaufnahmen machen zu können, falle unter eine unzulässige 

Observationshandlung. Die Observation sei damit nicht verwertbar. Der Versicherte liess zudem 

21 Ergänzungsfragen an den Gutachter stellen, wobei er die acht Rückfragen der IV-Stelle in seinen 

Fragekatalog integrierte (IV-act. 179). 

A.i Mit Zwischenverfügung vom 26. März 2025 entschied die IV-Stelle, sie unterbreite Dr. B.___ die 
in diesem Schreiben aufgeführten Ergänzungsfragen 1 - 8 der IV-Stelle sowie die Fragen 1 - 9 des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Versicherten. Sie stelle Dr. B.___ das vollständige IV-Dossier einschliesslich das unveränderte 

Observationsmaterial zu. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, es bestehe kein formelles 

Erfordernis, das Total der Aufnahme-Zeit zu beziffern. Der Observationsbericht sei demnach nicht 

mangelhaft. Sämtliches Material, auf welchem der Versicherten zu erkennen sei, sei ediert worden. 

Dass der Überwachungsbericht durch eine medizinische Fachperson beurteilt werden müsse, ändere 
nichts daran, dass der Observant seine Eindrücke festzuhalten habe. Eine Nacheile ins Ausland ergebe 

sich aus dem Bericht nicht. Die vom Versicherten vorgeschlagenen Fragen 1, 3 und 5 hätten keinen 

Bezug zum vorliegenden Fall und seien so allgemeiner Natur, dass die IV-Stelle darauf verzichte, sie 

dem Gutachter zu unterbreiten. Seine Frage 16 werde bereits durch ihre Frage 8 abgedeckt (IV-

act. 182).  

B.   

B.a Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 2. April 2025. Der Beschwerdeführer, 
weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Ivan Vuckovic, beantragt unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin, die Verfügung vom 26. März 2025 sei 

aufzuheben. Das gesamte Observationsmaterial sei aus dem IV-Dossier zu entfernen und dem 

Gutachter nicht zu unterbreiten. Eventualiter sei sämtliches Observationsmaterial zu edieren und dem 

Beschwerdeführer unter Ansetzung einer neuen Frist zur Stellungnahme und Formulierung weiterer 

Ergänzungsfragen zuzustellen. Eventualiter seien folgende Ergänzungsfragen zusätzlich dem 
Gutachter vorzulegen: a) "Können im vorliegenden Fall aus Observationsvideos zuverlässig Befunde 

erhoben werden, welche auf den Bestand oder Nichtbestand einer psychischen Erkrankung schliessen 

lassen? Wie erfolgt das anhand einem Beispiel?"; b) "Können psychische Einschränkungen im 

vorliegenden Fall eindeutig aus Observationen entnommen werden? Wie erfolgt das anhand eines 

Beispiels?"; c) "Wie wird die hausärztliche Behandlungsempfehlung aus dem Haus zu gehen, sich an 

die frische Luft zu begeben, einen gewissen Kontakt zu Gesellschaft zu suchen oder eine Aktivität 

(Sport, Arbeit, Ausflug, Einkaufen, Besuch etc.) aufzunehmen, aus gutachterlicher Sicht beurteilt?". Zur 

Begründung macht er geltend, er habe Anspruch auf Einsicht in das vollständige Observationsmaterial. 

Die gesamte Observation richte sich gegen den Beschwerdeführer, womit neben der unmittelbaren 

Bestimmung aus der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV; SR 

830.11) auch basierend auf seinen Persönlichkeitsrechten und dem Datenschutzgesetz ein Anspruch 

auf Einsicht in das vollständige Observationsmaterial bestehe. Observationen dürften nur auf dem 

Staatsgebiet der Schweiz durchgeführt werden. Aufgrund der ihm vorliegenden 

Observationsmaterialien sei anzunehmen, dass die Detektive ihn in D.___ observiert hätten, was 
unzulässig sei. Dadurch sei die gesamte Observation nicht verwertbar und aus den Akten zu entfernen. 

Die Observierenden würden angesichts der Fragestellung und der Observation im Ausland den 

Anschein der Befangenheit erwecken. Es liege eine ergebnisorientierte, voreingenommene 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Observation vor. Es sei verwaltungsrechtliche Praxis, dass nach einer Ablehnung von einzelnen 

Ergänzungsfragen ein Vorbescheid erlassen oder zumindest ein E-Mail an den Rechtsvertreter mit 

Korrekturmöglichkeit geschickt werde. Dabei handle es sich um die Gewährung des rechtlichen Gehörs. 

Es sei unklar, weshalb die Beschwerdegegnerin sofort eine Verfügung erlassen habe. Sie nötige den 

Beschwerdeführer dadurch, eine Beschwerde einzureichen. Die formulierten Fragen würden zulässige 
und förderliche Fragen darstellen. Auch medizinische Fragen allgemeiner Natur könnten förderlich sein, 

insbesondere wenn sie in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem zu beurteilenden Fall stehen 

würden. Die beantragten Zusatzfragen hätten einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem 

vorliegenden Fall. Wenn der Gutachter ausführe, dass die Observation medizinisch nicht geeignet 

gewesen sei, dann falle die Zulässigkeit der gesamten Observation aufgrund fehlender 

Verhältnismässigkeit dahin. Eine abstrakte Formulierung qualifiziere eine Frage nicht automatisch als 

nicht förderlich. Die Beurteilung der Beschwerdegegnerin sei überspitzt formalistisch und gleichzeitig 

willkürlich gewesen, womit sie Bundesrecht verletzt habe (act. G1). 

B.b Mit Beschwerdeantwort vom 7. Juli 2025 beantragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Vorliegend drohe kein nicht wiedergutzumachender 

Nachteil. Der Beschwerdeführer spekuliere über eine nicht dokumentierte "Nacheile" ins Ausland 

anlässlich der Observation am 21. September 2024. Er könne aber keinen konkreten Anhaltspunkt 

benennen, der eine Observation im Ausland vermuten liesse. Der Ermittler habe am 21. September 
2024 am Grenzübergang gewartet. Das geduldige Ausharren gehöre zu seiner Arbeit. Vorliegend sei 

zu erwarten gewesen, dass der Beschwerdeführer innert nützlicher Frist in die Schweiz zurückkehren 

und dabei den gleichen Zoll passieren werde, zumal es in der Gegend nur wenige Grenzübergänge 

gebe. Der Detektiv habe bei der Rückkehr des Beschwerdeführers alle Hände voll damit zu tun gehabt, 

diesem zu folgen und zu ihm aufzuschliessen, sodass einleuchte, dass es von der Rückkehr des 

Beschwerdeführers keine Videoaufnahme gebe. Die wichtigste Voraussetzung für das geltend 

gemachte Verwertungsverbot, die Observation im Ausland, entfalle daher. Ohnehin würde eine 

Verletzung des Territorialitätsprinzips gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht zu einem 

Verwertungsverbot führen. Davon betroffen wäre sowieso nur die entsprechende Passage. Dem 

Beschwerdeführer sei das vollständige Observationsmaterial herausgegeben worden. Er versuche den 

Begriff des Observationsmaterials auf "Rohmaterial" auszudehnen. Allfällig aufgezeichnete private 

Gespräche der Detektive oder Dritter seien geschützt. Allfällige Sequenzen, auf denen die Zielperson 

nicht abgebildet sei, würden nicht zum Observationsmaterial gehören. Es würden keine Anhaltspunkte 

dafür bestehen, dass die Detektei relevantes Material unterschlagen habe. Die Ausführungen zu einer 
angeblichen Befangenheit des Detektivs entbehre jeglicher Logik. Dieser habe nur festgestellt, dass er 

als Nichtmediziner keine Einschränkungen beim Beschwerdeführer erkannt habe. Dass man ein 

Verfahren auch so ausgestalten könnte, wie der Beschwerdeführer es sich wünsche, lasse das 

Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht als rechtswidrig erscheinen. Die vom Beschwerdeführer 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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beantragte Frage a) sei bereits durch die Frage 1 der Beschwerdegegnerin abgedeckt. Die Frage b) 

habe neben der Frage 1 keine eigenständige Bedeutung. Der allgemein formulierte Inhalt der Frage c) 

werde in Frage 6 in Bezug auf den konkreten Fall wiederholt. Die Frage 6 sei in die angefochtene 

Verfügung übernommen worden. Es sei nicht nachvollziehbar, worin der Beschwerdeführer die 

Beschwer sehe. Der Gutachter habe sich am 22. Juli 2024 bereits differenziert zum Sinn einer 
Observation geäussert und diesen bejaht. Auch die Fragen 12 und 20 seien darauf gerichtet, die 

Aussagekraft der Observation zu hinterfragen. Eine materielle Prüfung zeige im Übrigen, dass die 

Beschwerdegegnerin ihr Ermessen nicht überschritten habe, wenn sie nicht alle 21 Fragen des 

Beschwerdeführers in den Fragenkatalog übernommen habe. Auch die neuen Formulierungen der 

Fragen in der Beschwerde würden keine wesentlichen Themen umfassen, die vom Gutachter noch 

nicht beantwortet oder im bestehenden Fragenkatalog nicht enthalten seien (act. G7). 

B.c Mit Replik vom 1. September 2025 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Bei der 
Observation handle es sich um eine Massnahme ultima ratio, die tief in die Grundrechte der versicherten 

Person eingreife und deshalb an strengen Massstäben zu messen sei. Es sei rechtsmissbräuchlich, 

wenn die vollständige Einsicht in das Observationsmaterial verwehrt werde und gleichzeitig dem 

Beschwerdeführer Spekulation vorgeworfen werde. Der nicht wiedergutzumachende Nachteil liege 

darin, dass die Möglichkeit, Ergänzungsfragen zu stellen, im Sinne des rechtlichen Gehörs verwirke 

und nicht mehr nachgeholt werden könne. Dem Beschwerdeführer drohe somit eine unvollständige 
Abklärung des Sachverhalts und das Ausbleiben eigener Fragen im Begutachtungsprozess. Die 

Beschwerdegegnerin lebe nach dem Motto, was nicht dokumentiert worden sei, habe sich nicht 

ereignet, oder was falsch dokumentiert worden sei, habe sich so ereignet. Nur weil die Nacheile nicht 

dokumentiert worden sei, bedeute das nicht, dass sie nicht stattgefunden habe. Es sei ein gewaltiger 

Unterschied, ob stundenlang im Quartier herumgestanden werde und man eine Eingangstür beobachte, 

bei der man wisse, dass sich der Beschwerdeführer dort aufhalte, oder ob an einem stark frequentierten 

Grenzübergang am Wochenende ein konkretes Fahrzeug unter tausenden gesucht werde, wobei man 

nicht einmal sicher sei, ob der Beschwerdeführer überhaupt den gleichen Grenzübergang passieren 

werde. Es habe keine Anhaltspunkte gegeben, wonach der Beschwerdeführer innert "nützlicher Frist" 

hätte in die Schweiz zurückkehren sollen. Der Observationsbericht mache auch keine Aussagen 

darüber, wie viele Detektive bei der Observation dabei gewesen seien und wie sie heissen würden. 

Dies stelle ebenfalls einen formellen Mangel dar. Da während der Autofahrt gefilmt werde, sei davon 

auszugehen, dass die Detektive zu zweit unterwegs seien. Die Ausführungen der Beschwerdegegnerin, 

was der Detektiv in welcher Situation gemacht haben solle und mit welchen Unannehmlichkeiten er zu 
kämpfen habe, seien nachträgliche Interpretationen. Die von der Beschwerdegegnerin zitierte 

Rechtsprechung stamme aus der Zeit, als es noch keine gesetzliche Grundlage für Observationen 

gegeben habe. Der Gesetzgeber habe aufgrund des Territorialitätsprinzips keine Observation in EU-

/EFTA-Staaten vorgesehen. Entsprechend liege ein Verwertungsverbot vor. Die Verletzung des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Territorialitätsprinzips sei derart schwer, dass die Observation als Ganzes nicht verwertbar sei. 

Zumindest sei der Tag, an dem der Beschwerdeführer ins Ausland verfolgt worden sei, aus den Akten 

zu nehmen und die Verwertung zu verbieten. Er habe nur einen Zusammenschnitt oder ein "best-off" 

der Observation erhalten. Er verlange Einsicht in das gesamte Aufnahmematerial. Woher sollte die 

Beschwerdegegnerin wissen, ob tatsächlich nicht noch weiteres Material von der beauftragten 
Hilfsperson erstellt worden sei. Sie habe das Material nicht selbst erstellt. Zudem würden auch keine 

Beweismittel eingereicht, wonach sie bei der beauftragten Hilfsperson nachgefragt hätte. Gemäss der 

entsprechenden Weisung würden jegliches Bild- und Tonmaterial, das während der gesamten 

Observation erstellt worden sei, zum Observationsmaterial gehören. Jeder Privatdetektiv müsse diese 

Weisung kennen und wisse, dass er von den Geräten aufgenommen werde. Also könne nie die Rede 

davon sein, dass private Gespräche ungewollt aufgezeichnet würden. Der Schutz der versicherten 

Person überwiege die Interessen von unbeteiligten Dritten. Der Detektiv habe deskriptiv zu observieren, 

keine Wertungen vorzunehmen. Es erstaune, wie sehr die Beschwerdegegnerin sich gegen 

nachvollziehbare neutrale Fragen sträube. Angesichts der Kosten der Observation seien drei 

zusätzliche Fragen vom Aufwand her nicht nennenswert. Wie man auf kurzen Observationssequenzen 

eine erhöhte Ermüdbarkeit, einen Verlust von Interessen oder Freude erkennen solle, sei unklar. 

Deshalb auch die Zusatzfragen. Das Ermessen könne gerichtlich überprüft werden. Die Aussagekraft 

der Observation stelle eine offensichtliche Beschwer dar (act. G9). 

Erwägungen 
1.  

1.1 Die Beschwerdegegnerin hat mit der Anordnung von Rückfragen an den Gutachter unter Vorlage 
des Observationsmaterials vom 26. März 2025 eine Zwischenverfügung erlassen (vgl. hierzu Art. 55 
Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1] in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

[VwVG; SR 172.021]). Eine solche Zwischenverfügung (welche nicht die Zuständigkeit oder 

Ausstandsbegehren betrifft, vgl. dazu Art. 45 VwVG) kann angefochten werden, wenn sie einen nicht 

wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort 

einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit und Kosten für ein 

weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (Art. 46 Abs. 1 VwVG). 

1.2 Für die Beurteilung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kontext des IV-rechtlichen 
Abklärungsverfahrens mit seinen spezifischen Gegebenheiten ist zu beachten, dass das medizinische 

Administrativgutachten in der Regel die wichtigste medizinische Entscheidungsgrundlage im 

Beschwerdeverfahren bildet und im Rechtsmittelverfahren mit Blick auf die fachfremde Materie faktisch 

nur beschränkt überprüfbar ist. Der Rechtsanwender sieht sich mangels ausreichender Fachkenntnisse 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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kaum in der Lage, in formal korrekt abgefassten Gutachten objektivfachliche Mängel zu erkennen. 

Zugleich steht die faktisch vorentscheidende Bedeutung der medizinischen Gutachten für den 

Leistungsentscheid in einem Spannungsverhältnis zur grossen Streubreite der Möglichkeiten, einen 

Fall medizinisch zu beurteilen, und zur entsprechend geringen Vorbestimmtheit der Ergebnisse. Diesen 

Umständen ist mit verfahrensrechtlichen Garantien zu begegnen. Die Mitwirkungsrechte der 
versicherten Personen müssen daher durchgesetzt werden können, bevor präjudizierende Effekte 

eintreten. Mit Blick auf das begrenzte Überprüfungsvermögen der rechtsanwendenden Behörden 

genügt es nicht, die Mitwirkungsrechte erst nachträglich, bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und 

Beschwerdeverfahren, einzuräumen (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.2.1 und E. 1.2.2 mit Hinweisen). 

1.3 Vorliegend macht der Beschwerdeführer sinngemäss geltend, durch die Vorlage von formell 
unzulässigem bzw. selektiv ausgelesenem Observationsmaterial werde der Gutachter unrechtmässig 

und zulasten des Beschwerdeführers beeinflusst. Wäre dies der Fall, würde die Verwertung unzulässig 

beschaffter Abklärungsergebnisse einer Grundrechtsverletzung gleichkommen und dem 

Beschwerdeführer damit ein nicht wiedergutzumachender Nachteil drohen. Auf den die Verwertung des 

Observationsmaterials betreffenden Beschwerdeantrag ist daher einzutreten.  

2.  

2.1 Zwischen den Parteien umstritten ist, ob das Observationsmaterial verwertbar ist oder aus den 
Akten entfernt werden muss. Dies ist vorab zu prüfen. 

2.2 Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass die Observation an sich rechtmässig angeordnet 
wurde. Aus den Akten ist nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin die Observation als 

geboten ansah und dass sie das erforderliche Verfahren eingehalten hat (vgl. IV-act. 166 und 169; vgl. 

zur rechtlichen Grundlage auch Art. 43a ATSG). Gemäss der – unbestritten gebliebenen – Abklärung 

der Beschwerdegegnerin verfügte die beauftragte Detektei insbesondere über die erforderliche 

kantonale Bewilligung und die Zulassung des BSV (vgl. IV-act. 177). Im Auftrag hielt die 

Beschwerdegegnerin ausdrücklich fest, dass die Überwachung auf die Schweiz begrenzt sei (IV-

act.170-7). Dieser Auftrag enthielt auch eine ausführliche rechtliche Abmahnung an die 

Auftragnehmerin (IV-act. 170-9 f.) unter anderem mit Hinweis auf das Datenschutzgesetz und das 

Strafgesetzbuch. Diese rechtliche Abmahnung hat die Auftragnehmerin zur Kenntnis genommen und 

unterzeichnet an die Beschwerdegegnerin retourniert (siehe IV-act. 172). 

2.3 Nachdem die Auftragnehmerin über die erforderlichen Bewilligungen und Zulassungen sowie 
eine eindeutige Instruktion verfügte und die Einhaltung ihrer Vorgaben unterschriftlich bestätigte, ist 

mangels entgegenstehender Anhaltspunkte grundsätzlich davon auszugehen, dass sie sich im Rahmen 
ihrer Arbeit an das geltende Recht und die klaren Anweisungen ihrer Auftraggeberin gehalten hat. Wenn 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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die Auftragnehmerin feststellte, dass der Beschwerdeführer sich ins Ausland begab, vermerkte sie 

dementsprechend, dass sie ihm nicht weiter gefolgt sei. Dies geschah mehrmals: am 24. August 2024 

um 11:40 Uhr ("[Der Beschwerdeführer] fährt zur Zollstelle in Richtung D.___/E.___. Es wird nicht weiter 

gefolgt."; IV-act. 174-26), am 21. September 2024 um 13:15 Uhr ("[Der Beschwerdeführer] fährt auf der 

Zollstrasse in Richtung Zollstelle D.___, E.___. Es wird nicht weiter gefolgt."; IV-act. 174-36) und am 
5. Oktober 2024 um 14:08 Uhr ("(…) fährt zum Zoll F.___ in Richtung D.___. Es wird nicht gefolgt - 

Abbruch vor Ort."; IV-act. 174-40).  

2.4 Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers erscheint es naheliegend, dass die 
Observanten am Grenzübergang auf die Rückkehr des Beschwerdeführers gewartet haben. Zwar wäre 

es möglich gewesen, dass der Beschwerdeführer über einen anderen Grenzübergang nach Hause 

zurückkehrt. Es liess sich aber nicht antizipieren, auf welchem anderen Weg der Beschwerdeführer in 

die Schweiz heimkehren würde. Nachdem der benutzte Grenzübergang viel frequentiert wird, 

erscheinen die Chancen, dass der Beschwerdeführer auf demselben Weg wieder in die Schweiz 

einreisen würde, verhältnismässig hoch. Folglich leuchtet es ein, dass die Observanten an diesem 

Grenzübergang auf die Rückkehr des Beschwerdeführers gewartet haben. Die Auftragnehmerin hat 

gemäss ihrem Bericht denn auch schon am 24. August 2024 erfolgreich am Grenzübergang auf die 

Rückkehr des Beschwerdeführers gewartet und die Observation nach seinem Übertritt in die Schweiz 

um 12:54 Uhr wieder fortgeführt ("[Der Beschwerdeführer] kann als Lenker (…) nach der Zollstelle auf 
der Schweizer Seite gesichtet werden (…) Es wird gefolgt."; IV-act. 174-26). Es überrascht also nicht, 

dass sie auch am 21. September 2024 am gleichen Grenzübergang auf die Rückkehr des 

Beschwerdeführers gewartet hat. Demgegenüber hat sie die Observation am 5. Oktober 2024 nach 

dem Grenzübertritt des Beschwerdeführers abgebrochen und dies auch explizit vermerkt (IV-act. 174-

40).  

2.5 Aus den Akten ergibt sich somit kein Hinweis darauf, dass die Observanten dem 
Beschwerdeführer ins Ausland gefolgt wären. Der Beschwerdeführer vermag auch nichts vorzubringen, 

was eine Nacheile ins Ausland als überwiegend wahrscheinlich erscheinen liesse. Dass die 

Observanten bei der Rückkehr des Beschwerdeführers in die Schweiz die Überwachung in zwei Fällen 

wiederaufnahmen, genügt hierfür nicht. Insbesondere ist in diesem Kontext zu beachten, dass die 

Auftragnehmerin in diesem Fall unwahre Angaben in ihrem Überwachungsbericht hätte machen 

müssen, ohne dass hierfür in der vorliegenden Angelegenheit eine vernünftige Veranlassung bestanden 

hätte. Ein solches Vorgehen wäre für ein professionelles Überwachungsunternehmen mit erheblichen 

Risiken behaftet. Einerseits würde bei Entdecken eines solchen Verhaltens ein enormer 
Reputationsschaden drohen, andererseits würde das Unternehmen damit auch seine Bewilligung bzw. 

Zulassung gefährden (vgl. zu den Bewilligungsvoraussetzungen Art. 7b ATSV, insbesondere Art. 7b 

Abs. 1 lit. b ATSV). Nachdem eine Nacheile ins Ausland nicht überwiegend wahrscheinlich ist, gilt sie 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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als nicht nachgewiesen. Dementsprechend muss nicht weiter erörtert werden, ob das 

Observationsmaterial im Falle einer Überwachung auch im Ausland gänzlich oder teilweise 

unverwertbar und aus den Akten zu entfernen wäre. Nachdem eine Observation im Ausland nicht 

nachgewiesen ist, ist das Observationsmaterial vorliegend verwertbar.  

2.6 Eine Befangenheit der Auftragnehmerin in dem vom Beschwerdeführer behaupteten Sinne ist 
anhand der Akten ebenfalls nicht auszumachen. Dem Überwachungsbericht ist kein 

ergebnisorientiertes Vorgehen der Observanten zu entnehmen. Vielmehr ist der Bericht weitgehend 

sachlich – beschreibend, nicht wertend – abgefasst worden. 

2.7 Der Beschwerdeführer kritisiert das Kapitel 5.3.4, welches unter dem Titel "Medizinisches" die 
Fragen an die Observanten enthält, ob beim Beschwerdeführer Zeichen von gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen bestehen würden (welche?) und ob er eine im Widerspruch zu den behaupteten 

Beschwerden stehende Tätigkeit ausübe (vgl. IV-act. 174-13). Diese Fragen hat die 

Beschwerdegegnerin dem Überwachungsunternehmen mit der Auftragserteilung ausdrücklich gestellt 

(vgl. IV-act. 170-6). Sie waren also Teil des Auftrags. Im Überwachungsbericht wird die erste dieser 

Fragen dahingehend beantwortet, es hätten keine Anzeichen auf gesundheitliche Einschränkungen 

erkannt werden können. Diese Antwort müsse zwingend von einer medizinischen Fachperson überprüft 

und abschliessend beantwortet werden (IV-act. 174-13). Die zweite dieser Fragen wird beantwortet, 

indem die Observanten das Verhalten des Beschwerdeführers im Wesentlichen wertungsfrei 
beschreiben, wobei wiederum zu Anfang der Hinweis angebracht wurde, diese Antwort müsse 

zwingend von einer medizinischen Fachperson überprüft und abschliessend beantwortet werden (IV-

act. 174-13 ff.). Das Kapitel 5.3.4 enthält damit tatsächlich keine medizinische Einschätzung, sondern 

legt hierfür eindringlich den Beizug einer medizinischen Fachperson nahe. Eine unzulässige 

Beeinflussung einer Gutachtensperson ist darin demnach nicht zu erkennen. Der Beschwerdeführer 

führt denn auch nicht aus, inwiefern die Angaben in diesem Kapitel des Überwachungsberichts unwahr 

sein sollten. Soweit er darauf hinweist, dass er eine Beeinträchtigung am Fuss habe, welche in seinem 

Gangbild auffalle, sodass es nicht zutreffe, dass keine Anzeichen auf gesundheitliche Einschränkungen 

erkannt werden konnten, ist dem entgegenzuhalten, dass er nach einer Operation am Fuss und 

anschliessender Rekonvaleszenz wieder vollständig arbeitsfähig war (vgl. Sachverhalt A.a. vorstehend) 

und im Rahmen der Wiederanmeldung einzig psychische Einschränkungen geltend gemacht werden 

(vgl. IV-act. 142). Das Gangbild auf dem Observationsvideo mutet zwar vielleicht leicht ungewöhnlich 

an, der Beschwerdeführer wirkt aber nicht schmerzgeplagt, verlangsamt oder in sonstiger Weise 

dadurch wesentlich beeinträchtigt. 

2.8 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, das Observationsmaterial sei mangelhaft, weil nicht 
angegeben sei, wie viele Minuten gefilmt worden sei und die Anzahl und Namen der Observanten fehle. 

Dabei handelt es sich jedoch nicht um gesetzliche Anforderungen im Zusammenhang mit der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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sozialversicherungsrechtlichen Observation (vgl. hierzu insbesondere Art. 43a ATSG und Art. 7h f. 

ATSV). Der Beschwerdeführer hat vorliegend keinen Anspruch auf die Bekanntgabe dieser 

Informationen. Immerhin ergibt sich aus dem Überwachungsbericht in anonymisierter Form, welche und 

wie viele Ermittler im Einsatz waren; neben dem Fallverantwortlichen (123) meist eine zweite Person, 

am 21. September 2024 z.B. "151" (vgl. IV-act. 174-35). 

2.9 Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass das Observationsmaterial verwertbar ist und in den 
Akten verbleibt. Der Antrag des Beschwerdeführers auf Entfernung des Observationsmaterials aus den 

Akten ist folglich abzuweisen. 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer fordert die Edition des gesamten Observationsmaterials inklusive 
Rohmaterials und das nochmalige rechtliche Gehör anschliessend an die Sichtung der vollständigen 

Akten.  

3.2 Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf Einsicht in das vollständige Observationsmaterial (vgl. 
Art. 8c ATSV; siehe auch Rz. 5008 ff. WOS). Zum Observationsmaterial gehören jegliches Bild- und 

Tonmaterial sowie Aufzeichnungen von Standortbestimmungsgeräten, das bzw. die während der 

gesamten Observation erstellt wurde bzw. wurden sowie der Bericht der beauftragten Spezialistin oder 

des beauftragten Spezialisten zuhanden des Versicherungsträgers (Rz. 5001 WOS). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin bestreitet dieses Einsichtsrecht des Beschwerdeführers denn auch 
nicht. Sie bringt jedoch vor, dass sie dem Beschwerdeführer bereits Einsicht in das vollständige 

Observationsmaterial gewährt habe. Es würden keine weiteren Video- oder Tonaufzeichnungen 

vorliegen und auch keine Daten aus Standortbestimmungen (vgl. III Rz. 8 der Beschwerdeantwort, 

act. G7). Im Aktenverzeichnis ist denn auch einzig der "Observationsbericht BVM / ++", der am 

20. November 2024 bei der Beschwerdegegnerin eingegangen ist, vermerkt. Nebst diesem 

Observationsbericht liegt der dem Beschwerdeführer ebenfalls bereits bekannte Zusammenschnitt von 

Videoaufnahmen im Recht. Die Beschwerdegegnerin ist als Versicherungsträger an das Gesetz 

gebunden, sodass eine Manipulation der Observationsergebnisse oder ein bewusstes Vorenthalten 

gewisser Materialien zuungunsten der versicherten Person nicht vorkommen dürfte. Wollte der 

Beschwerdeführer ihr dennoch ein strafrechtlich relevantes Verhalten vorwerfen, so wäre diesbezüglich 

nicht das Versicherungsgericht, sondern die Strafbehörde zuständig. Nachdem der Beschwerdeführer 

nichts vorbringt, was auf ein gesetzeswidriges Verhalten der Beschwerdegegnerin hindeuten würde, 

hat es damit vorliegend sein Bewenden. 

3.4 Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, man hätte beim beauftragten 
Überwachungsunternehmen nachfragen können, ist darauf hinzuweisen, dass dieses mit dem 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Abschluss des Auftrags, vorliegend mithin schon Ende Dezember 2024 sämtliches 

Observationsmaterial, inklusive allfälligem Rohmaterial, vernichtet hat (vgl. die Angaben im Kapitel 

"Vorgehen" des Überwachungsauftrags vom 29. Juli 2024, IV-act. 170-6 f., wonach die 

Auftragnehmerin über keine Berichte, Foto-, Video- oder Tonaufzeichnungen mehr verfügen darf, wenn 

der Auftrag beendet ist, wobei der Auftrag nach der 30-tägigen unbenützt verstrichenen Rügefrist als 
beendet gilt. Vgl. ebenso die rechtliche Abmahnung, IV-act. 170-10). So teilte die Auftragnehmerin mit 

ihrem Überwachungsbericht auch mit, dass sie jegliche Daten nach dessen Abgabe vernichte (IV-

act. 174-56). Unter diesen Umständen durfte die Beschwerdegegnerin ohne Weiteres von einer 

Nachfrage bei der Auftragnehmerin absehen. 

3.5 Nach dem Gesagten ist der Eventualantrag des Beschwerdeführers auf Herausgabe von 
weiterem Observationsmaterial ebenfalls abzuweisen. 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer beantragt schliesslich (sub-)eventualiter die Stellung von weiteren 
Ergänzungsfragen an den Gutachter. 

4.2 Der Gehörsanspruch von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) umfasst bei der Anordnung von sozialversicherungsrechtlichen 

Gutachten oder vergleichbaren Abklärungsvorkehren namentlich das Recht der versicherten Person, 

sich vorgängig zu den Gutachterfragen zu äussern. Die versicherte Person kann im Rahmen ihrer 
Mitwirkungsrechte zu einer einzelfalladäquaten Fragestellung beitragen (Urteil des Bundesgerichts vom 

9. August 2016, 9C_131/2016, E. 1.3 mit Hinweisen) und hat u.a. das Recht, Zusatzfragen zu stellen 

(BGE 141 V 330 E. 3.2 mit Hinweisen). Prozessual handelt es sich bei Zusatzfragen um Beweisanträge 

der versicherten Person. Damit wird die Abänderung bzw. Ergänzung der von der Verwaltung 

vorgesehenen Beweismassnahme verlangt. Solche Anträge sind – in der Regel kurz – zu begründen. 

Der Verwaltung kommt die Aufgabe zu, darüber verfahrensleitend zu befinden. Ihr Entscheid hat 

demnach in Verfügungsform zu ergehen. Es verhält sich hier nicht anders als bei der Anordnung des 

Gutachtens an sich (BGE 141 V 330 E. 4.2), womit Zwischenverfügungen betreffend die 

Nichtberücksichtigung von Zusatzfragen nur anfechtbar sind, wenn der versicherten Person dadurch 

ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entsteht (BGE 141 V 330 E. 5.1; Entscheid des 

Versicherungsgerichts vom 28. August 2017, IV 2017/130, E. 1.1 f.).  

4.3 Es lassen sich verschiedene Arten von Zusatzfragen unterscheiden: Ergänzende oder 
präzisierende Fragen, die bezwecken, genauere oder umfassendere Antworten auf die Grundfragen zu 

ermöglichen. Solche Fragen sind grundsätzlich zuzulassen, da auch die Verwaltung an einer profunden 
Abklärung der medizinischen Sachlage interessiert ist. Ist die Instruktion unvollständig, muss sie zu 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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einem späteren Zeitpunkt komplettiert werden, was mit grösserem Aufwand und Verzögerungen 

verbunden sein kann (BGE 141 V 330 E. 6.2.1). Suggestivfragen, die vom Fragekatalog der Verwaltung 

inhaltlich nicht abweichen, der begutachtenden Person aber eine Antwort in einer bestimmten Richtung 

vorgeben wollen, sind grundsätzlich unnötig (BGE 141 V 330 E. 6.2.2). Rechtsfragen sind nicht 

zuzulassen, da sie vom Versicherungsträger bzw. vom Gericht und nicht von den medizinischen 
Sachverständigen zu beantworten sind. Regelmässig nicht statthaft sind ausserdem sachfremde 

Fragen, wie beispielsweise solche, die sich im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren auf 

invaliditätsfremde Aspekte beziehen oder die Persönlichkeit der medizinischen Sachverständigen 

betreffen (BGE 141 V 330 E. 6.2.4). Demnach sind nur die für den Einzelfall erheblichen 

Ergänzungsfragen an die medizinischen Sachverständigen weiterzuleiten. Von der Beantwortung von 

Ergänzungsfragen kann somit abgesehen werden, wenn davon keine für den konkreten Fall relevanten 

Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juni 2018, 8C_115/2018, 

8C_129/2018, E. 4.1 in fine). 

4.4 Vorliegend beantragte der Beschwerdeführer ursprünglich, dass Dr. B.___ gefragt werde, ob im 
Grundsatz aus Observationsmaterial zuverlässige Befunde erhoben werden könnten, welche auf den 

Bestand oder Nichtbestand einer psychischen Erkrankung schliessen liessen, und wie das konkret 

anhand eines Beispiels erfolge und ob psychische Einschränkungen im Grundsatz eindeutig aus 

Observationen entnommen werden könnten und wie das anhand eines Beispiels erfolge (IV-act. 179). 
Diese Fragen hatte Dr. B.___ bereits am 22. Juli 2024 im Rahmen der Nachfrage der 

Beschwerdegegnerin, ob eine Observation vorliegend bessere Erkenntnisse ermöglichen könnte, 

ausführlich beantwortet (siehe IV-act. 167). Sie wären demnach redundant. Auch wenn der 

Beschwerdeführer seine Fragen inzwischen leicht angepasst hat ("Können im vorliegenden Fall aus 

Observationsvideos zuverlässige Befunde erhoben werden (…)?" / "Können psychische 

Einschränkungen im vorliegenden Fall eindeutig aus Observationen entnommen werden (…)?"), sind 

diese Fragen nicht erforderlich. In den Fragekatalog aufgenommen hat die Beschwerdegegnerin 

nämlich die Fragen, welche Befunde, die auf eine psychische Erkrankung schliessen liessen, bei der 

Sichtung des Observationsmaterials erhoben werden könnten und welche Einschränkungen, die 

eindeutig auf eine psychische Erkrankung zurückzuführen seien, durch die Observation dokumentiert 

werden könnten. Folglich wird der Gutachter sich ohne Weiteres dazu äussern, welche Befunde er dem 

Videomaterial entnehmen kann und wie diese medizinisch zu werten sind. 

4.5 Bei der vom Beschwerdeführer beantragten Zusatzfrage c) "Wie wird die hausärztliche 
Behandlungsempfehlung aus dem Haus zu gehen, sich an die frische Luft zu begeben, einen gewissen 
Kontakt zu Gesellschaft zu suchen oder eine Aktivität (Sport, Arbeit, Ausflug, Einkaufen, Besuch etc.) 

aufzunehmen aus gutachterlicher Sicht beurteilt?" handelt es sich ebenfalls um eine Neuformulierung 

einer Frage, welche er bereits im Einwandverfahren in allgemeiner Form vorgeschlagen hat ("Wird 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Personen mit einer depressiven Erkrankung geraten, aus dem Haus zu gehen, (…)?", siehe IV-

act. 179). Auch diese neuformulierte Frage ist redundant, nachdem die Beschwerdegegnerin sich bereit 

erklärt hat, eine andere Ergänzungsfrage des Beschwerdeführers in den Fragekatalog aufzunehmen, 

die lautet: "Die behandelnde Psychiaterin hat dem Versicherten geraten, aus dem Haus zu gehen, sich 

nicht zu Hause zu isolieren, den Kontakt zu anderen Menschen zu suchen und sich grundsätzlich am 
Alltagsleben zu beteiligen. Kann die Umsetzung dieser ärztlichen Empfehlung in der Observation 

beobachtet werden?". Dr. B.___ wird sich demnach zu diesem Thema ohnehin äussern, sodass die 

beantragte Zusatzfrage c) des Beschwerdeführers nicht weiter erforderlich ist.  

4.6 Die Beschwerdegegnerin hat bei der Sachverhaltsabklärung ein grosses Ermessen (vgl. Art. 43 
ATSG, insbesondere Art. 43 Abs. 1bis ATSG). Dieses Ermessen hat sie vorliegend nicht überschritten, 

indem sie die Zusatzfragen a) bis c) gemäss der vorliegenden Beschwerde nicht in den Fragenkatalog 

aufgenommen hat. Der Gutachter wird sich zu allen wesentlichen Punkten äussern können. Entgegen 

der Sichtweise des Beschwerdeführers begründet die Nichtaufnahme seiner drei Ergänzungsfragen als 

Rückfragen an Dr. B.___ somit keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil. Auf den Antrag zur 

Stellung der vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen drei Zusatzfragen ist somit nicht einzutreten. 

5.  

5.1 Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf diese einzutreten ist.  

5.2 Da es sich vorliegend nicht um eine Streitigkeit betreffend «IV-Leistungen» handelt, findet die 
Kostenregelung von Art. 69 Abs. 1bis IVG keine Anwendung. Gerichtskosten sind deshalb keine zu 

erheben. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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Entscheid  

im Verfahren gemäss Art. 18 OrgR 

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Das Gesuch des Beschwerdeführers um die Zusprache einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 07.11.2025
	Art. 43, 43a und 55 ATSG; Art. 7b, 7h und 8c ATSV; Art. 29 BV. Verwertbarkeit einer Observation; Umfang des Einsichtsrechts in das Observationsmaterial (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. November 2025, IV 2025/84).

		2026-01-28T04:00:06+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen