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**Case Identifier:** 2e81a7f1-5413-5cac-aea1-6b32218b8a9e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 01.04.2014 S 2013 66
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-66_2014-04-01.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 66

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuar Simmen

URTEIL
vom 1. April 2014

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführer

und

B._____ AG,

Beschwerdeführerin

beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Heuberger,

gegen 

C._____ Versicherungen AG,

vertreten durch Fürsprecher Martin Bürkle,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

- 2 -

1. A._____ ist Kundenberater bei der D._____ mit einem 

Beschäftigungsgrad von 100 % und als solcher bei der E._____ 

obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie 

Berufskrankheiten versichert. Zudem geht A._____ einer 

Nebenbeschäftigung im Bereich EDV-Support bei der B._____ AG nach, 

für welche er bei der C._____ unfallversichert ist. 

2. Am 24. September 2011 zog sich A._____ bei einem Sturz von einer 

Mauer ein Schädelhirntrauma zu. 

3. Mit Verfügung vom 20. August 2012 stellte die C._____ fest, dass für den 

Unfall vom 24. September 2011 keine Deckung für Nichtberufsunfälle 

(nachfolgend NBU) bei der B._____ AG bestehe. Vor dem Hintergrund 

der widersprüchlichen Angaben von A._____ betreffend die effektive 

Arbeitszeit bei der B._____ AG sei auf die spontane Aussage der ersten 

Stunde vom 21. Oktober 2011 abzustellen, wohingegen es hinsichtlich 

der späteren Angaben von A._____ einer Beweisgrundlage fehle. Die 

dagegen von A._____ sowie von der B._____ AG jeweils am 

20. September 2012 erhobenen Einsprachen wurden mit 

Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 abgewiesen. 

4. Dagegen erhoben A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) und die 

B._____ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 13. Juni 2013 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den 

Anträgen auf Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und 

Bestätigung der NBU-Deckung bei der Beschwerdeführerin 

beziehungsweise der C._____ für den Unfall vom 24. September 2011. 

Dabei machten die Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend, der 

Beschwerdeführer sei für die Beschwerdeführerin in einem 20%-Pensum 

tätig, woraus eine Arbeitszeit von mindestens acht Stunden pro Woche 

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resultiere. Folglich sei der Beschwerdeführer für sein Nebenpensum bei 

der C._____ für NBU versichert. Selbst wenn vorliegend aber das 

Mindestpensum von acht Wochenstunden nicht erreicht würde, seien 

gemäss Art. 23. Abs. 5 UVV sowie der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung und der Praxis der SUVA auch diejenigen 

Arbeitsverhältnisse zum Gesamtlohn zu zählen, bei denen das 

Mindestpensum von acht Stunden pro Woche nicht erreicht werde. Auch 

die E._____ habe mit E-Mail vom 15. November 2012 die 

Versicherungsdeckung nach abschliessender Prüfung ausdrücklich auch 

in Bezug auf den Nebenverdienst bei der Beschwerdeführerin bestätigt. 

5. Die C._____ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer 

Beschwerdeantwort vom 16. September 2013 die Abweisung der 

Beschwerde. Vorliegend sei weder die für eine NBU-Deckung 

erforderliche wöchentliche Arbeitszeit von acht Stunden belegt, noch 

könnten die Beschwerdeführer aus der jüngeren Rechtsprechung des 

Bundesgerichts oder der Praxis der SUVA etwas für sich ableiten. 

Schliesslich lasse sich eine NBU-Deckung seitens der 

Beschwerdegegnerin auch nicht gestützt auf die Mitteilung der E._____ 

vom 15. November 2011 formell konstruieren. 

6. In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest und vertieften ihre Standpunkte. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften 

sowie auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit 

erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 56 Abs. 1 i.V.m. Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) 

kann gegen Einspracheentscheide Beschwerde beim 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die 

versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. 

Vorliegend hat der Beschwerdeführer Wohnsitz in O.1._____ (Kanton 

Graubünden), während sich der Sitz der Beschwerdeführerin in 

O.2._____ (Kanton Aargau) befindet. Bereits nach der bisherigen (auf 

aArt. 107 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; 

SR 832.20] bezogenen und somit unfallversicherungsrechtlichen) 

Rechtsprechung strebte der Gesetzgeber in Fällen, wo die 

Beschwerdebefugnis neben der versicherten Person noch weiteren 

Personen zusteht, nicht eine Ausweitung der Anknüpfungstatbestände auf 

andere Beteiligte an, sondern wollte − bei Leistungsstreitigkeiten − einen 

einheitliche Anknüpfung am Wohnort der versicherten Person schaffen; 

damit wurde dem Gedanken Rechnung getragen, dass sich 

sinnvollerweise diejenigen Gerichte mit einer Streitigkeit befassen sollen, 

die dem zu beurteilenden Sachverhalt am nächsten stehen (vgl. SVR 

2001 UV Nr. 10, 1998 UV Nr. 9). Dass der Gesetzgeber von dieser, einen 

einheitlichen Gerichtsstand auf kantonaler Ebene festlegenden 

Rechtsprechung nicht abweichen wollte, wird daran erkennbar, dass er in 

Art. 58 Abs. 1 ATSG auf den „Wohnsitz“ (und nicht etwa auf den Sitz 

einer Amtsstelle) Bezug nahm. Er wollte offensichtlich festlegen, dass 

jedenfalls dasjenige Gericht örtlich zuständig ist, das einen besonderen 

Bezug zur Beschwerde führenden natürlichen Person hat. Damit ergibt 

sich, dass bei Leistungsstreitigkeiten zur Bestimmung der örtlichen 

Zuständigkeit der Wohnsitz der Beschwerde führenden Drittperson einzig 

dann von Belang ist, wenn ein solcher der versicherten Person nicht 

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besteht (vgl. KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2009, 

Art. 58 Rz. 10 - 12). Vorliegend hat der Beschwerdeführer aber wie 

gesehen Wohnsitz im Kanton Graubünden, weshalb die örtliche 

Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden 

gegeben ist, auch wenn sich der Sitz der Beschwerdeführerin im Kanton 

Aargau befindet. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes 

ergibt sich aus Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Der Einspracheentscheid 

vom 13. Mai 2013, mit welchem die Beschwerdegegnerin ihre Verfügung 

vom 20. August 2012 bestätigt und gleichzeitig die Einsprachen der 

heutigen Beschwerdeführer abgewiesen hat, stellt demnach ein 

taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem 

Verwaltungsgericht. Als Adressaten des angefochtenen 

Einspracheentscheids sind die Beschwerdeführer berührt und weisen ein 

schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf 

die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit 

einzutreten. 

b) In beweisrechtlicher Hinsicht ist zunächst festzuhalten, dass vorliegend 

auf die von den Beschwerdeführern beantragte Einholung der Akten der 

E._____ verzichtet werden kann, nachdem die massgeblichen Akten im 

Aktendossier der Beschwerdegegnerin (vgl. beschwerdegegnerische 

Akten [Bg-act.] 1 - 42) enthalten sind.

2. Unbestritten ist vorliegend, dass das Unfallereignis vom 24. September 

2011, bei welchem der Beschwerdeführer aufgrund eines Sturzes von 

einer Mauer ein Schädelhirntrauma erlitten hat, als NBU zu betrachten ist, 

war doch der Beschwerdeführer zu jenem Zeitpunkt weder bei der Arbeit, 

noch in der Pause noch auf dem Weg zur Arbeit. Ebenfalls unbestritten 

ist, dass der Beschwerdeführer bei der D._____ als Kundenberater mit 

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einem Beschäftigungsgrad von 100 % angestellt und als solcher bei der 

E._____ obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert ist. Schliesslich ist 

auch unbestritten, dass der Beschwerdeführer für seine 

Nebenbeschäftigung bei der Beschwerdeführerin im Bereich EDV-

Support bei der Beschwerdegegnerin unfallversichert ist. Streitig und zu 

prüfen ist hingegen die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführer 

vor dem Unfallereignis vom 24. September 2011 für die 

Beschwerdeführerin tätig war und ob er im Rahmen der für die 

Beschwerdeführerin ausgeübten Tätigkeit auch für solche NBU bei der 

Beschwerdegegnerin versichert war. 

3. a) Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG erbringt die Unfallversicherung Leistungen bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. Als 

Berufsunfälle gelten Unfälle (Art. 4 ATSG), die der versicherten Person 

zustossen bei Arbeiten, die sie auf Anordnung des Arbeitgebers oder in 

dessen Interesse ausführt (Art. 7 Abs. 1 lit. a UVG), sowie während der 

Arbeitspausen und vor und nach der Arbeit, wenn sie sich befugterweise 

auf der Arbeitsstätte oder im Bereich der mit ihrer beruflichen Tätigkeit 

zusammenhängenden Gefahren aufhält (Art. 7 Abs. 1 lit. b UVG). Als 

Nichtberufsunfälle gelten Unfälle (Art. 4 ATSG), die nicht zu den 

Berufsunfällen zählen (Art. 8 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 8 Abs. 2 UVG 

i.V.m. Art. 7 Abs. 2 UVG und Art. 13 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sind teilzeitbeschäftigte 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht gegen Nichtberufsunfälle 

versichert, sofern ihre wöchentliche Arbeitszeit nicht mindestens acht 

Stunden beträgt. Für teilzeitbeschäftigte Personen, welche dieses 

Mindestmass nicht erreichen, gelten Unfälle auf dem Arbeitsweg als 

Berufsunfälle (Art. 13 Abs. 2 UVV). 

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b) Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), hat sie gestützt auf Art. 16 Abs. 1 UVG 

Anspruch auf ein Taggeld, welches gemäss Art. 17 Abs. 1 UVG bei voller 

Arbeitsunfähigkeit 80 % des versicherten Verdienstes beträgt und bei 

teilweiser Arbeitsunfähigkeit entsprechend gekürzt wird. Taggelder und 

Renten werden nach dem versicherten Verdienst bemessen (Art. 15 

Abs. 1 UVG). Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der 

Taggelder der letzte vor dem Unfallereignis bezogene Lohn (Art. 15 

Abs. 2 erster Teilsatz UVG). Nach Art. 15 Abs. 3 UVG erlässt der 

Bundesrat Bestimmungen über den versicherten Verdienst in 

Sonderfällen. Gestützt auf diese Delegation wird in Art. 23 Abs. 5 UVV für 

Versicherte, welche vor dem Unfall bei mehr als einem Arbeitgeber tätig 

waren, der Gesamtlohn als massgebend erklärt. 

c) Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Die Verwaltung als verfügende Instanz und − im 

Beschwerdefall − das Gericht haben von sich aus für die richtige und 

vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dabei sind alle Tatsachen rechtserheblich, von deren Vorliegen es 

abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden 

ist. Der Untersuchungsgrundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er 

findet sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 

125 V 193 E.2, 122 V 157 E.1a, je mit Hinweisen). Die Mitwirkungspflicht 

bildet eine gewisse Ergänzung und Einschränkung des 

Untersuchungsgrundsatzes, darf aber nicht zu dessen Aufhebung führen. 

Die Mitwirkungspflicht bedeutet, dass die Person, die aus einem 

Begehren gegenüber dem Sozialversicherungsträger Rechte ableitet oder 

zur Auskunft verpflichtet ist, bei der Feststellung des Sachverhalts 

mitzuwirken hat. Besondere Bedeutung hat die Mitwirkungspflicht dann, 

wenn der Sachverhalt ohne Mitwirkung der betroffenen Person gar nicht 

- 8 -

(weiter) abgeklärt werden kann (LOCHER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, S. 443 ff.). Der 

Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im Sinn einer 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Wenn es sich jedoch als 

unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 

hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, greift die Beweisregel Platz, dass die 

Parteien eine Beweislast insofern tragen, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem 

unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 

117 V 261 E.3b, 115 V 133 E.8a; RKUV 2003 Nr. U 485 S. 259 f., 1990 

Nr. U 86 S. 50, 1986 Nr. U 9 S. 347 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung [UVG], 4. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2012, Art. 6 S. 29). 

d) Das Gericht darf eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 

es von ihrem Bestehen überzeugt ist. Es hat seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht (BGE 

117 V 359 E.4a mit Hinweisen). Angewendet auf den konkreten Fall 

bedeutet dies, dass die Beweislast hinsichtlich des Vorliegens eines 

Versicherungsschutzes im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 

24. September 2011 bei den Beschwerdeführern liegt; sie haben mithin 

zu beweisen, dass der Beschwerdeführer mindestens acht Stunden pro 

Woche bei der Beschwerdeführerin gearbeitet hat.

4. Bezüglich der vom Beschwerdeführer bei der Beschwerdeführerin 

geleisteten wöchentlichen Arbeitszeit stellen sich die Beschwerdeführer 

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auf den Standpunkt, in Anwendung der Beweismaxime der spontanen 

Aussage der ersten Stunde ergebe sich aus der Schadenmeldung UVG 

vom 7. Oktober 2011, dass der Beschwerdeführer bei der 

Beschwerdeführerin in einem 20%-Pensum angestellt sei. Daraus 

resultiere bei einem monatlichen Einkommen von Fr. 1‘700.-- (brutto) eine 

Arbeitszeit von mindestens acht Stunden pro Woche. Auf den von der 

Ehegattin des Beschwerdeführers ausgefüllten Fragebogen vom 

21. Oktober 2011 könne nicht abgestellt werden, habe der 

Beschwerdeführer diesen doch bloss unterzeichnet ohne dessen Inhalt 

realisiert zu haben. Dies bestätige die Bescheinigung des zuständigen 

Arztes Dr. med. F._____ vom 10. Juni 2013. Folglich beziehe sich die von 

der Beschwerdegegnerin angerufene Aussage der ersten Stunde auf die 

Aussage der Ehegattin des Beschwerdeführers, welche die 

arbeitsrechtliche Situation weniger gut beurteilen könne als er. Sodann 

habe die Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis des 

Beschwerdeführers von Anfang an als NBU-pflichtig betrachtet und auch 

die Jahreslohnbescheinigung dementsprechend ausgefüllt. Im Übrigen sei 

die Bruttolohnsumme von monatlich Fr. 1‘700.-- mit dem 

Darlehensvertrag vom 18. Dezember 2010 und dem Nachtrag vom 

16. Juli 2011 belegt. Begünstigungsabsichten des Vaters des 

Beschwerdeführers als Arbeitgeber bestünden nicht. Vielmehr habe sich 

der Beschwerdeführer zur Abarbeitung der Darlehensschuld verpflichtet. 

Demgegenüber vertritt die Beschwerdegegnerin die Auffassung, der 

Beschwerdeführer habe durchschnittlich weniger als acht Stunden bei der 

Beschwerdeführerin gearbeitet, weshalb er bei ihr nicht gegen NBU 

versichert sei. Es sei nicht die erste Äusserung der Beschwerdeführerin 

(in der Schadenmeldung UVG vom 7. Oktober 2011) zu beachten, 

sondern das Aussageverhalten und damit die spontane Aussage der 

ersten Stunde des Beschwerdeführers gemäss Fragebogen vom 

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21. Oktober 2011, wonach er bei der Beschwerdeführerin bei einer 

wöchentlichen Arbeitszeit von fünf bis sechs Stunden in einem 

Arbeitspensum von 10 % angestellt sei. Aufgrund des Schriftbildes könne 

nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer den 

Fragebogen vom 21. Oktober 2011 selber ausgefüllt habe. In der Notiz 

vom 19. November 2011 habe der Beschwerdeführer ein Ausfüllen des 

Fragebogens durch seine Ehegattin weder erwähnt noch angedeutet. 

Dies habe er erst im Einspracheverfahren geltend gemacht. Die Angaben 

des Vaters des Beschwerdeführers könnten nicht als zuverlässig 

bezeichnet werden. Vielmehr müsse davon ausgegangen werden, dass 

dieser über das Arbeitspensum des Beschwerdeführers nicht zuverlässig 

im Bilde gewesen sei. Dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin das 

Arbeitsverhältnis als NBU-pflichtig betrachtet habe, komme vorliegend 

keine Bedeutung zu, zumal sich diese Annahme einzig auf einen 

pauschalen Eintrag in der Lohnsummendeklaration stütze. Sodann lasse 

sich aus dem Nachtrag vom 16. Juli 2011 zum Darlehensvertrag vom 

18. Dezember 2010 das effektive Arbeitspensum des Beschwerdeführers 

bei der Beschwerdeführerin nicht entnehmen. Es bestünden verschiedene 

Ungereimtheiten sowohl hinsichtlich der korrigierten Angaben des 

Beschwerdeführers bezüglich der wöchentlich geleisteten Arbeitszeit als 

auch hinsichtlich der ärztlichen Bescheinigung von Dr. med. F._____ vom 

10. Juni 2013 im Zusammenhang mit den übrigen Umständen. Die 

Vermutung versicherungstechnischer Überlegungen lasse sich nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausräumen. 

5. a) Den bei den Akten liegenden Unterlagen sind bezüglich der vom 

Beschwerdeführer bei der Beschwerdeführerin geleisteten wöchentlichen 

Arbeitszeit folgende Angaben zu entnehmen:

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Am 7. Oktober 2011 reichte die Beschwerdeführerin der 

Beschwerdegegnerin eine Schadenmeldung UVG ein, welche eine 

20%ige Anstellung des Beschwerdeführers seit dem 1. August 2011 bei 

einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 1‘700.-- festhält. Gleichzeitig wurde 

festgehalten, dass die Arbeitszeit unregelmässig sei (vgl. Bg-act. A1, 1). 

Auf entsprechende ausdrückliche Nachfrage der Beschwerdegegnerin 

wurde auf dem vom Beschwerdeführer unterzeichneten Fragebogen vom 

21. Oktober 2011 in Abweichung zur Schadenmeldung vom 7. Oktober 

2011 ein Arbeitspensum von 10 % beziehungsweise eine wöchentliche 

Arbeitszeit von fünf bis sechs Stunden bei der Beschwerdeführerin sowie 

ein Arbeitspensum von 100 % mit einem Wochenpensum von circa 

50 Stunden bei der D._____ ausgewiesen (vgl. Bg-act. A3, 7). 

In der Folge teilte der Vater des Beschwerdeführers (als 

einzelzeichnungsberechtigter Präsident des Verwaltungsrates der 

Beschwerdeführerin) der E._____ am 26. Oktober 2011 telefonisch mit, 

dass der Beschwerdeführer nebst der Anstellung bei der D._____ zu circa 

25 - 30 % bei der Beschwerdeführerin gearbeitet und dabei monatlich 

Fr. 1‘700.-- verdient habe (vgl. Gesprächsnotiz der E._____ vom 

26. Oktober 2011 [Bg-act. 9]). 

Anlässlich der Besprechung vom 7. November 2011 zwischen dem 

Beschwerdeführer, seiner Ehegattin, seinem Vater sowie einer Vertreterin 

der E._____ in der Klinik G._____ führte der Beschwerdeführer sodann 

aus, dass er nebst der Anstellung bei der D._____ seit dem 1. August 

2011 zu 20 % als EDV-Supporter bei der Beschwerdeführerin gearbeitet 

habe. Dabei habe er die Arbeit jeweils unregelmässig und oft auch am 

Wochenende zu Hause erledigt (vgl. Besprechungsprotokoll der E._____ 

vom 7. November 2011 [Bg-act. 15]). 

- 12 -

Am 8. November 2011 erklärte der Vater des Beschwerdeführers der 

E._____ auf deren Frage nach einer Stundenabrechnung, dass im 

entsprechenden Arbeitsvertrag eine monatliche Pauschale von Fr. 1‘700.-

- vereinbart worden sei und ihm der Beschwerdeführer keine Abrechnung 

der geleisteten Stunden habe vorlegen müssen. Zudem habe das 

Arbeitsverhältnis erst am 1. August 2011 begonnen, weshalb man nur auf 

eine kurze Zeit zurückblicken könne. Er werde den Beschwerdeführer 

fragen, ob er die geleisteten Stunden notiert habe (vgl. Gesprächsnotiz 

der E._____ vom 8. November 2011 [Bg-act. 16]). In der Folge teilte der 

Vater des Beschwerdeführers der E._____ mit E-Mail vom 14. November 

2011 mit, dass der Beschwerdeführer in der Woche 31 zehn Stunden, in 

der Woche 32 neun Stunden, in der Woche 33 und 34 je sieben Stunden, 

in der Woche 35 zwölf Stunden, in der Woche 36 sechs Stunden und in 

der Woche 37 acht Stunden für die Beschwerdeführerin gearbeitet habe 

(vgl. Bg-act. 21). 

Nachdem die E._____ am 16. November 2011 von der 

Beschwerdegegnerin eine Kopie des Fragebogens vom 21. Oktober 2011 

erhalten hatte, teilte sie dem Vater des Beschwerdeführers gleichentags 

telefonisch mit, dass gemäss den Angaben im Fragebogen keine NBU-

Deckung bestehe (vgl. Bg-act. 25). Daraufhin hielt der Beschwerdeführer 

mit Schreiben an die E._____ vom 19. November 2011 fest, er habe der 

Frage der Beschwerdegegnerin bezüglich wöchentlich geleisteter 

Arbeitsstunden zu wenig Beachtung geschenkt. Der Zeitpunkt der 

Fragebeantwortung sei für ihn nicht gerade optimal gewesen. Die effektiv 

durch ihn geleisteten Arbeitsstunden entsprächen den im E-Mail [seines 

Vaters vom 14. November 2011] aufgeführten Werten (vgl. Bg-act. 20), 

welche eine durchschnittliche Arbeitszeit von knapp 8.5 Stunden 

ausweisen. 

- 13 -

b) Stehen - wie im vorliegenden Fall - mehrere Aussagen einer Person in 

einem Widerspruch zueinander, so ist gemäss der allgemeinen 

Lebenserfahrung und der überwiegenden Wahrscheinlichkeit diejenige 

Aussage glaubwürdiger, welche die Person zuerst, d.h. in Unkenntnis der 

Konsequenzen, abgegeben hat. In der Regel ist eine solche „Aussage der 

ersten Stunde“ unbefangener und zuverlässiger als spätere 

Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 

Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein 

können. Folglich kommt den sogenannten spontanen Aussagen der 

ersten Stunde − wenn der Versicherte seine Darstellung im Laufe der Zeit 

wechselt − meistens grösseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer 

Ablehnungsverfügung des Versicherers (BGE 121 V 45 E.2a mit 

Hinweisen, 115 V 133 E.8c; RKUV 2004 U 515 S. 420 E.1.2 und S. 422 

E.2.2 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Verwaltungsgerichtes des 

Kantons Graubünden S 12 139 vom 27. August 2013 E.5c).

c) Vor dem Hintergrund der vorstehenden Ausführungen ist vorliegend 

entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer und mit der 

Beschwerdegegnerin nicht die erste Äusserung der Beschwerdeführerin 

(beziehungsweise des Vaters des Beschwerdeführers), mithin die 

Schadenmeldung UVG vom 7. Oktober 2011, als massgebend zu 

betrachten. Massgeblich ist vielmehr das Aussageverhalten 

beziehungsweise die spontane Aussage der ersten Stunde des 

Beschwerdeführers als versicherte und direkt betroffene Person im 

Fragebogen vom 21. Oktober 2011. Dies zumal die entsprechenden 

Äusserungen der Beschwerdeführerin beziehungsweise des Vaters des 

Beschwerdeführers als Firmeninhaber der Beschwerdeführerin weder 

zuverlässig noch nachvollziehbar erscheinen. So wurde in der 

Schadenmeldung UVG vom 7. Oktober 2011 noch ein 

Beschäftigungsgrad des Beschwerdeführers von circa 20 % angegeben 

- 14 -

(vgl. Bg-act. A1, 1). Am 26. Oktober 2011 sprach der Vater des 

Beschwerdeführers gegenüber der E._____ dann von einem 

Beschäftigungsgrad von circa 25 - 30 %, wobei diese Aussage von den 

Beschwerdeführern bestritten wird (vgl. Bg-act. 9; Replik vom 

7. November 2013 Ziff. 10 S. 4 f.). Es ist jedoch kein Grund ersichtlich, 

warum die E._____ die Angaben des Vaters des Beschwerdeführers in 

der entsprechenden Gesprächsnotiz falsch hätte wiedergeben sollen. Am 

8. November 2011 konnte der Vater des Beschwerdeführers gegenüber 

der E._____ schliesslich gar keine Angaben über die geleisteten 

Arbeitsstunden des Beschwerdeführers mehr machen, da lediglich eine 

monatliche Pauschale von Fr. 1‘700.-- vereinbart worden sei und ihm der 

Beschwerdeführer keine Stundenabrechnungen habe vorlegen müssen 

(vgl. Bg-act. 16). Dies wohlgemerkt lediglich einen Tag nach der 

Besprechung vom 7. November 2011 in der Klinik G._____, an welcher 

einhellig von einem 20%-Pensum die Rede war (vgl. Bg-act. 15). Diese 

widersprüchlichen Angaben der Beschwerdeführerin beziehungsweise 

des Vaters des Beschwerdeführers können einzig dahingehend 

interpretiert werden, dass dieser keine zuverlässige Kenntnis darüber 

hatte, in welchem zeitlichen Umfang der Beschwerdeführer tatsächlich für 

die Beschwerdeführerin tätig war. Auch vor diesem Hintergrund kommt 

als Aussage der ersten Stunde einzig diejenige des Beschwerdeführers 

selbst im Fragebogen vom 21. Oktober 2011 in Betracht. 

d) Der soeben erwähnte Fragebogen vom 21. Oktober 2011 soll indes nach 

Auffassung der Beschwerdeführer beweismässig unverbindlich und nicht 

relevant sein, weil sich der Beschwerdeführer damals mit einer offenen 

Schädeldecke in der Klinik G._____ befunden und an fast unerträglichen 

Schmerzen gelitten habe. Darum sei der Fragebogen denn auch von 

seiner Ehegattin ausgefüllt und vom Beschwerdeführer lediglich 

unterzeichnet worden, ohne dass er dessen Inhalt realisiert hätte. Die von 

- 15 -

der Beschwerdegegnerin erwähnte Aussage der ersten Stunde beziehe 

sich somit lediglich auf die Aussage seiner Ehegattin, welche die 

arbeitsrechtliche Situation weniger gut beurteilen könne als er. Dass der 

Beschwerdeführer den Inhalt des Fragebogens nicht zu prüfen und zu 

hinterfragen vermochte, werde durch die Bescheinigung des zuständigen 

Arztes Dr. med. F._____ vom 10. Juni 2013 bestätigt. 

Hinsichtlich der beschwerdeführerischen Behauptung, wonach der 

Fragebogen nicht von ihm, sondern von seiner Ehegattin ausgefüllt 

worden sei und sich die Aussage der ersten Stunde somit lediglich auf die 

Aussage der Ehegattin beziehe, ist zunächst festzuhalten, dass es 

vorliegend nicht von entscheidender Bedeutung ist, von wem das 

fragliche Formular vom 21. Oktober 2011 schliesslich ausgefüllt wurde. 

Entscheidend ist vielmehr, dass der Fragebogen relativ genaue Angaben 

hinsichtlich des Umfangs der Arbeitstätigkeit des Beschwerdeführers bei 

der Beschwerdeführerin enthält, wurde das Arbeitspensum mit circa 10 % 

beziehungsweise mit fünf bis sechs Stunden pro Woche doch relativ 

genau angegeben. Wäre hingegen das Arbeitspensum des 

Beschwerdeführers bei der Beschwerdeführerin unklar gewesen, kann 

doch davon ausgegangen werden, dass dies im fraglichen Formular auch 

entsprechend deklariert worden wäre, respektive die Ehegattin des 

Beschwerdeführers dies genauer abgeklärt hätte, bevor sie das Formular 

ausgefüllt hätte; dies zumal zum Ausfüllen des Formulars offenkundig 

kein Zeitdruck bestand. Jedenfalls erscheint es wenig glaubhaft, dass die 

Ehegattin des Beschwerdeführers ohne Rücksprache mit demselben 

einfach eine aus der Luft gegriffene Fantasiezahl in das Formular der 

Unfallversicherung eingetragen hat. Vor diesem Hintergrund kann 

vorliegend offenbleiben, ob das fragliche Formular vom 21. Oktober 2011 

vom Beschwerdeführer selbst oder von dessen Ehegattin ausgefüllt 

wurde, wobei ein rudimentärer Vergleich der Schriften mittels der 

- 16 -

eingereichten Schriftbilder auf den ersten Blick eher dafür spricht, dass 

das Formular in der Tat − wie vom Beschwerdeführer behauptet − von 

dessen Ehegattin ausgefüllt wurde. Dies ist aber − wie gesehen − 

aufgrund der klar eingegrenzten, präzisen Angaben im fraglichen 

Formular nicht von entscheidender Bedeutung. 

Hinsichtlich der beschwerdeführerischen Ausführungen, wonach der 

Beschwerdeführer das fragliche Formular vom 21. Oktober 2011 lediglich 

unterzeichnet habe, ohne dass er dessen Inhalt hätte realisieren können, 

ist vorweg festzuhalten, dass der Beschwerdeführer gemäss Arztbericht 

von Dr. med. F._____ vom 10. Juni 2013 (vgl. beschwerdeführerische 

Akten [Bf-act.] 4) am 21. Oktober 2011 in der Tat geschäftsunfähig war. 

Wie nachfolgend erläutert erscheint indes die von Dr. med. F._____ 

rückwirkend unter anderem für den 21. Oktober 2011 bescheinigte 

Geschäftsunfähigkeit des Beschwerdeführers wenig glaubhaft und nicht 

nachvollziehbar. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer beim Sturz 

von einer Mauer am 24. September 2011 schwere Kopfverletzungen, 

mithin ein Schädelhirntrauma, erlitten hat. Gemäss Bescheinigung von Dr. 

med. F._____ vom 10. Juni 2013 bestanden in den Folgemonaten 

schwere neuropsychologische Defizite, die zu einer Geschäftsunfähigkeit 

geführt haben, so dass unter anderem am 21. Oktober 2011 keine 

ausreichenden neurokognitiven Fähigkeiten bestanden, um den Inhalt 

eines vorgelegten Formulars der Beschwerdegegnerin zu prüfen und zu 

hinterfragen. Wie die Beschwerdegegnerin indes zu Recht ausführt, kann 

einerseits − nachdem Dr. med. F._____ festgestellt hat, dass die 

neuropsychologischen Defizite in den Folgemonaten nach dem 

Unfallereignis weiter andauerten − nicht davon ausgegangen werden, 

dass der Beschwerdeführer am 21. Oktober 2011 geschäftsunfähig, am 

19. November 2011, mithin weniger als einen Monat später, hingegen 

bereits wieder geschäftsfähig gewesen sein soll. Folglich dürften aber die 

- 17 -

korrigierten Angaben des Beschwerdeführers vom 19. November 2011 

(vgl. Bg-act. 20) kaum überzeugender sein als die ursprünglichen 

Angaben vom 21. Oktober 2011 (vgl. Bg-act. A3, 7). Anderseits erscheint 

es vorliegend auch nicht nachvollziehbar, dass dem Beschwerdeführer 

die Angabe eines Arbeitspensums beziehungsweise − sollte die Ehegattin 

des Beschwerdeführers den Fragebogen ausgefüllt haben − das Prüfen 

von einfachen Stundenangaben in einem Formular nicht möglich 

gewesen sein soll, nachdem Dr. med. H._____ und Dr. med. F._____ am 

26. Oktober 2011 − mithin lediglich fünf Tage nach dem Ausfüllen des 

Fragebogens vom 21. Oktober 2011 − im Rahmen des Gesuchs um 

Verlängerung der Kostengutsprache (vgl. Bg-act. 10) und damit zeitnah 

festgehalten haben, dass noch Einschränkungen bestünden vor allem 

betreffend höhere exekutive Funktionen, Aufmerksamkeit, Gedächtnis 

und Konzentration. Hingegen sei der Beschwerdeführer in den 

grundlegenden Alltagsaktivitäten selbständig und die 

neuropsychologische Belastbarkeit, vor allem die Konzentrations- und die 

Aufmerksamkeitsspanne, hätten sich seit Eintritt (11. Oktober 2011) 

deutlich verbessert; das Arbeiten in der Werkstatt während 40 Minuten 

am Stück sei gut möglich. Aus den Ausführungen von Dr. med. H._____ 

und Dr. med. F._____ geht offenkundig hervor, dass sich die 

Einschränkungen des Beschwerdeführers auf das Erfassen komplexer 

Vorgänge bezogen haben. Bei der Angabe eines Arbeitspensums 

beziehungsweise dem Prüfen von Stundenangaben in einem Formular 

handelt es sich jedoch offenkundig nicht um einen solchen komplexen 

Vorgang im vorbeschriebenen Sinne, sondern vielmehr um einen 

einfachen Vorgang, der dem Beschwerdeführer nach der zeitnah 

abgegebenen ärztlichen Einschätzung von Dr. med. H._____ und Dr. 

med. F._____ (vgl. Bg-act. 10) mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

bereits am 21. Oktober 2011 wieder möglich war. Denn es kann wohl 

davon ausgegangen werden, dass fünf Tage vor der erwähnten ärztlichen 

- 18 -

Begutachtung vom 26. Oktober 2011, mithin am 21. Oktober 2011, kein 

grundlegend anderer medizinischer Zustand vorgelegen hat. Im Übrigen 

scheint der Heilungsprozess des Beschwerdeführers − wie bereits die 

Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt − auch in der Folge rasche 

Fortschritte gemacht zu haben. So berichtete Dr. med. I._____ der 

E._____ bereits am 4. November 2011, dass der Beschwerdeführer 

erfreuliche Fortschritte mache und am letzten Wochenende das erste Mal 

nach Hause haben gehen dürfen. Dieser Besuch habe ihm sehr gut getan 

(vgl. Bg-act. 12). Anlässlich der Besprechung vom 7. November 2011 in 

der Klinik G._____ gab der Beschwerdeführer gegenüber der E._____ gar 

selbst an, dass es ihm sogar sehr gut gehe (vgl. Bg-act. 15 S. 1). Auch 

am 23. November 2011 fühlte sich der Beschwerdeführer gemäss 

Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden fit und im Alltag 

uneingeschränkt (vgl. Bg-act. 29). Wie sich diese echtzeitigen 

Feststellungen mit der − mehr als eineinhalb Jahre − rückwirkenden 

Bescheinigung von Dr. med. F._____ vom 10. Juni 2013 in Einklang 

bringen lassen, ist nicht ersichtlich, selbst wenn der Heilungsverlauf des 

Beschwerdeführers − wie von ihm beschrieben − nicht linear nach oben, 

sondern wellenförmig verlaufen ist.

e) Im Weiteren lässt sich weder aus dem Umstand, dass die 

Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers als 

NBU-pflichtig betrachtet hat, noch aus dem eingereichten Nachtrag zum 

Darlehensvertrag vom 18. Dezember 2010 (vgl. Bf-act. 5) rechtsgenüglich 

erhärten, dass vorliegend von einer, für eine NBU-Deckung 

vorausgesetzten, wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens acht Stunden 

auszugehen ist. Einerseits stützt sich die Annahme, dass die 

Beschwerdeführerin das Arbeitsverhältnis des Beschwerdeführers von 

Anfang an als NBU-pflichtiges Arbeitsverhältnis betrachtet haben soll, 

einzig auf einen pauschalen Eintrag in der Lohnsummendeklaration vom 

- 19 -

9. Januar 2012 (vgl. Bg-act. A15), aus welchem sich indes − wie die 

Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt − nichts hinsichtlich des 

Arbeitspensums beziehungsweise des effektiven Beschäftigungsumfangs 

des Beschwerdeführers ergibt. Anderseits ergibt sich aus dem Nachtrag 

zum Darlehensvertrag vom 18. Dezember 2010 wohl die monatliche 

Bruttolohnsumme des Beschwerdeführers von Fr. 1‘700.--, das effektive 

Arbeitspensum des Beschwerdeführers bei der Beschwerdeführerin lässt 

sich daraus indes − wie im Übrigen auch die Beschwerdeführer selbst 

anerkennen (vgl. Beschwerde vom 13. Juni 2013 S. 6) − ebenfalls nicht 

ableiten. Auch aus der von den Beschwerdeführern vorgenommenen 

Hochrechnung, wonach der hochgerechnete Lohn für ein 100%-Pensum 

realistische Fr. 8‘500.-- (20%-Pensum = Fr. 1‘700.--, 100%-Pensum = 

Fr. 8‘500.--) beträgt, kann schliesslich nichts zu ihren Gunsten abgeleitet 

werden. Mit der Lohnpauschale von Fr. 1‘700.-- pro Monat lässt sich 

weder eine wöchentliche Arbeitszeit von acht Stunden noch ein 

Arbeitspensum des Beschwerdeführers von 20 % beweisen. 

f) Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass aufgrund der bei den 

Akten liegenden Unterlagen und den Ausführungen der Parteien nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass der Beschwerdeführer 

mindestens acht Stunden pro Woche für die Beschwerdeführerin 

gearbeitet hat. Da dem Beschwerdeführer der Nachweis der behaupteten 

wöchentlichen Arbeitszeit von mindestens acht Stunden nicht mit dem 

geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gelingt, 

hat er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen. Entsprechend ist 

vorliegend vor dem Hintergrund der zitierten bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung hinsichtlich „Aussage der ersten Stunde“ (vgl. 

vorstehend E.5b) gemäss Fragebogen vom 21. Oktober 2011 bloss von 

einem Arbeitspensum von fünf bis sechs Stunden pro Woche 

- 20 -

auszugehen, was gestützt auf Art. 13 Abs. 1 UVV eine NBU-Deckung für 

das Unfallereignis vom 24. September 2011 ausschliesst.

6. a) Des Weiteren machen die Beschwerdeführer unter Hinweis auf das Urteil 

des Bundesgerichtes 8C_297/2012 vom 4. März 2013 (= BGE 139 V 148) 

geltend, die Beschwerdegegnerin müsste ihre Leistungspflicht gestützt 

auf Art. 7 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 23 Abs. 5 UVV auch dann anerkennen, 

wenn das Mindestpensum von acht Wochenstunden nicht erreicht würde. 

Die Erwägungen des Bundesgerichtes im zitierten Entscheid würden 

darauf hinweisen, dass auch für übrige NBU eine Auslegung von Art. 23 

Abs. 5 UVV dahingehend in Betracht fallen könnte, dass auch bei 

gewöhnlichen NBU der gesamte Lohn sämtlicher Arbeitgeber für die 

Berechnung massgebend sein könnte, sofern zumindest bei einem 

Arbeitgeber die NBU-Deckung vorläge. Dieser Auffassung kann − wie 

nachfolgend erläutert − nicht gefolgt werden.

b) Wie bereits vorstehend dargestellt (vgl. E.3b) hat der Gesetzgeber in 

Art. 15 Abs. 3 UVG den Bundesrat beauftragt, Bestimmungen über den 

versicherten Verdienst in Sonderfällen zu erlassen. Dieser hat in 

Ausübung der ihm eingeräumten Gesetzgebungskompetenz unter 

anderem in Art. 23 Abs. 5 UVV statuiert, dass bei einer versicherten 

Person, welche vor dem Unfall bei mehr als einem Arbeitgeber tätig war, 

der Gesamtlohn massgebend sei. Darüber, wie dieser Gesamtlohn zu 

bemessen ist, wenn Taggeldleistungen aufgrund eines NBU zur 

Diskussion stehen und einzelne Tätigkeiten aufgrund zu geringer 

Arbeitsleistungen für dieses Risiko nicht versichert waren, kann weder 

dem Gesetz noch der Verordnung eine eindeutige Antwort entnommen 

werden. Diese ist deshalb durch Auslegung zu ermitteln, wobei die 

teleologische Auslegung im Vordergrund steht, wonach auf Sinn und 

Zweck einer Norm sowie die Wertungen, die einer Gesetzesbestimmung 

- 21 -

zu Grunde liegen, abzustellen ist (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, N. 218). 

Bei der Auslegung des in Art. 23 Abs. 5 UVV verwendeten Begriffs des 

Gesamtlohns steht im Vordergrund, dass sowohl die von einem 

Versicherten beanspruchten Taggeldleistungen, als auch die von ihm 

beziehungsweise seinem Arbeitgeber zu entrichtenden Prämien nach 

dem klaren Willen des Gesetzgebers nach Massgabe des versicherten 

Verdienstes zu bemessen sind (vgl. Art. 15 Abs. 1 sowie Art. 92 Abs. 1 

und 6 UVG). Als versicherter Verdienst gilt dabei der im Rahmen einer 

unselbständigen Erwerbstätigkeit erzielte Lohn (Art. 22 Abs. 2 UVV i.V.m. 

Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10]). Entspricht der 

Taggeldanspruch 80 % des versicherten Verdienstes, werden die 

Versicherungsprämien in Promillen des versicherten Verdienstes 

festgesetzt. Dabei werden die eigentlichen Prämiensätze risikogerecht 

abgestuft, indem aus mehreren Risikoeinheiten, die sich hinsichtlich ihrer 

Verhältnisse vergleichen lassen, Risikogemeinschaften gebildet werden. 

Jede dieser Risikogemeinschaften hat für die Kosten der auf sie 

entfallenden Unfallkosten ausschliesslich durch eigene Beiträge 

aufzukommen und muss somit selbst tragend sein (vgl. Art. 92 UVG; BGE 

112 V 316 E.3). Die Absicht des Gesetzgebers war und ist es somit, dass 

die Prämien, mit welchen das Risiko eines unfallbedingten 

Erwerbsausfalls versichert wird, nach demjenigen Einkommen bemessen 

wird, welches dem Versicherten bei Verwirklichung des Unfallrisikos 

ersetzt wird. Dies hat im Gegenzug zur Folge, dass ein Verdienst, dessen 

Ausfall aufgrund eines Unfallereignisses nicht versichert ist, bei der 

Bemessung der Leistungen ausser Acht bleiben muss (so auch das 

Eidgenössische Versicherungsgericht im Urteil U 266/06 vom 

28. Dezember 2006 E.3.4). Im Resultat sind letztendlich alle 

- 22 -

Unfallversicherer zur Beachtung des in Art. 61 Abs. 2 UVG in erster Linie 

für die SUVA statuierten Grundsatzes der Gegenseitigkeit verpflichtet, 

wonach zwischen den Beiträgen einerseits und den 

Versicherungsleistungen anderseits ein Gleichgewicht bestehen muss 

(vgl. BGE 126 V 26 E.3c; Urteil des Kantonsgerichtes Basel-Landschaft 

725 06 94 vom 1. März 2007 E.3; so auch bereits MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 328 Fn. 811). 

Da die Beschwerdeführer nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachweisen konnten, dass der Beschwerdeführer 

mindestens acht Stunden pro Woche für die Beschwerdeführerin 

gearbeitet hat, ist vorliegend davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis vom 24. September 2011 nur 

im Rahmen seiner bei der D._____ ausgeübten Erwerbstätigkeit gegen 

NBU versichert war. Mit den dabei entrichteten NBU-Prämien wurde somit 

einzig das Risiko abgesichert, aufgrund eines NBU einen Ausfall seines 

bei der D._____ erzielten Verdienstes zu erleiden. In Anbetracht der 

vorstehenden Erläuterungen kann deshalb nicht beanstandet werden, 

dass der bei der Beschwerdeführerin erzielte, aber nicht versicherte, 

Verdienst nicht in die Bemessung der Taggeldleistungen einbezogen 

wurde. 

c) An diesem Ergebnis vermag auch das von den Beschwerdeführern 

erwähnte Urteil des Bundesgerichtes 8C_297/2012 vom 4. März 2013 

(= BGE 139 V 148) nichts zu ändern. In der erwähnten Angelegenheit 

hatte sich das Bundesgericht zur Frage zu äussern, auf welcher 

Lohnbasis das Taggeld bei einem Arbeitswegunfall berechnet wird, wenn 

die versicherte Person bei einem Arbeitgeber NBU-versichert und 

daneben bei einem weiteren Arbeitgeber für weniger als acht 

Wochenstunden beschäftigt war. Dabei kam das Bundesgericht zum 

- 23 -

Schluss, dass bei Mehrfachbeschäftigten für die Berechnung des 

Taggeldes der Gesamtlohn aus allen Erwerbstätigkeiten massgebend sei, 

sofern die versicherte Person einen Unfall auf dem Arbeitsweg zu oder 

von einem ihrer Arbeitsorte erleidet, unabhängig davon, ob dieses 

Ereignis als Berufs- oder Nichtberufsunfall zu qualifizieren sei (E.7). Die 

Beschwerdegegnerin macht indes zu Recht darauf aufmerksam, dass 

sich das Bundesgericht im erwähnten Entscheid ausschliesslich zur 

Berechnung des versicherten Verdienstes im Falle eines 

Arbeitswegunfalls zu äussern hatte. Das Bundesgericht wies in diesem 

Zusammenhang denn auch explizit darauf hin, dass der Wille des 

Gesetzgebers, das Äquivalenzprinzip zu durchbrechen, in Art. 7 Abs. 2 

UVG seinen Niederschlag gefunden habe (BGE 139 V 148 E.7.2.3), 

wonach für Teilzeitbeschäftigte, deren Arbeitsdauer das vom Bundesrat 

festzusetzende Mindestmass nicht erreicht, auch Unfälle auf dem 

Arbeitsweg als Berufsunfälle gelten. Folglich beschränkt sich Art. 7 Abs. 2 

UVG aber nach seinem Wortlaut ausdrücklich auf Unfälle auf dem 

Arbeitsweg. Andere NBU-Unfälle sind vom Wortlaut dieser Bestimmung 

nicht erfasst. Weiter hat sich den Ausführungen des Bundesgerichtes im 

erwähnten Entscheid zufolge auch die Auslegung von Art. 23 Abs. 5 UVV 

an der ratio legis von Art. 7 Abs. 2 UVG zu orientieren, welche in der 

möglichst vollständigen Versicherungsdeckung der Folgen von 

Arbeitswegunfällen auch bei Teilzeitbeschäftigten bestehe. Dabei sei der 

Ausnahmecharakter der Qualifizierung der Arbeitswegunfälle als 

Berufsunfälle gemäss Art. 7 Abs. 2 UVG zu berücksichtigen und auch 

dem Beweggrund der umfassenden Versicherungsdeckung sei Rechnung 

zu tragen, welcher hinter dieser Einordnung stehe (BGE 139 V 148 

E.7.3.1). Vor dem Hintergrund der zitierten bundesgerichtlichen 

Erwägungen ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass 

eine Ausweitung der Arbeitswegunfälle generell auf NBU sowohl gestützt 

auf den klaren Wortlaut als auch auf die ratio legis von Art. 7 Abs. 2 UVG 

- 24 -

ausgeschlossen ist. Da sich das Bundesgericht im zitierten Urteil nur zu 

Arbeitswegunfällen äusserte, und ein solcher vorliegend unstreitig nicht 

vorliegt, können die Beschwerdeführer somit auch aus dem mehrfach 

erwähnten Entscheid des Bundesgerichtes nicht zu ihren Gunsten 

ableiten. 

d) Ebenfalls nichts an diesem Ergebnis zu ändern vermag der 

beschwerdeführerische Hinweis auf die Verwaltungspraxis der SUVA, 

welche als grösster Unfallversicherer für die Taggeldbemessung bei allen 

NBU jeweils die Gesamtlohnsumme sämtlicher Arbeitgeber, auch 

derjenigen ohne NBU-Versicherung, berücksichtige. Denn der 

Verwaltungspraxis der SUVA kommt − wie die Beschwerdegegnerin zu 

Recht ausführt − auch unter dem Gesichtspunkt einer „einheitlichen 

Sozialversicherungsdurchführung sämtlicher Versicherer“ für die übrigen 

Versicherer keinerlei rechtliche Verbindlichkeit zu. Im Übrigen wären aber 

die von den Beschwerdeführern erwähnten E-Mails der SUVA vom 

13./14. September 2012 sowie vom 11. Juni 2013 (vgl. Bf-act. 9) ohnehin 

zu unpräzise, als die Beschwerdeführer daraus etwas für sich ableiten 

könnten. 

7. a) Schliesslich machen die Beschwerdeführer noch geltend, die E._____ 

habe mit E-Mail vom 15. November 2012 die Versicherungsdeckung nach 

abschliessender Prüfung ausdrücklich auch in Bezug auf den 

Nebenverdienst bei der Beschwerdeführerin bestätigt. Ein späterer 

Widerruf dieser Deckungszusage wäre höchstens unter den 

Voraussetzungen einer Wiedererwägung nach Art. 53 Abs. 2 ATSG bei 

offensichtlicher Unrichtigkeit der Angaben möglich gewesen. Von einer 

solchen könne aber lediglich aufgrund des fraglichen Formulars vom 

21. Oktober 2011 im Kontext mit den übrigen Angaben und Belegen nicht 

- 25 -

ausgegangen werden. Folglich sei die Deckungszusage der E._____ für 

die Beschwerdegegnerin verbindlich. 

Diesen Ausführungen hält die Beschwerdegegnerin entgegen, die 

E._____ könne nicht hoheitlich über die Leistungspflicht eines anderen 

Versicherungsträgers entscheiden. Selbst wenn die Mitteilung vom 

15. November 2011 als Verfügung zu qualifizieren wäre, sei die E._____ 

durch ihr Schreiben vom 22. November 2011 noch innerhalb der 

Einsprachefrist von 30 Tagen darauf zurückgekommen. Folglich sei der 

Widerruf zulässig und die allfällige Verfügung vom 15. November 2011 für 

die Beschwerdegegnerin als unverbindlich zu betrachten.

b) Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger eine 

Verfügung oder einen Einspracheentscheid, gegen den Beschwerde 

erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der 

Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Insbesondere steht es dem 

Versicherungsträger frei, während des laufenden Beschwerdeverfahrens 

ohne Beachtung der besonderen Wiedererwägungsvoraussetzungen 

(insbesondere ohne Annahme einer zweifellosen Unrichtigkeit, vgl. Art. 53 

Abs. 2 ATSG) auf den Entscheid zurückzukommen (KIESER, a.a.O., 

Art. 53 Rz. 47). Zudem darf der Versicherungsträger gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf unangefochtene formelle 

Verfügungen während der Rechtsmittelfrist zurückkommen, ohne dass die 

nach Eintritt der Rechtskraft erforderlichen Voraussetzungen der 

Wiedererwägung oder der prozessualen Revision erfüllt sein müssen. Bei 

faktischen Verfügungen ist der Behörde für ein voraussetzungsloses 

Zurückkommen kein längerer Zeitraum zuzubilligen (BGE 129 V 110 

E.1.2.1, 124 V 246 E.2 jeweils mit weiteren Hinweisen). 

- 26 -

c) Aus den bei den Akten liegenden Unterlagen ergibt sich folgende 

Korrespondenz zwischen der E._____ und den Beschwerdeführern:

 Am 14. November 2011 teilte die E._____ der Beschwerdeführerin 

telefonisch mit, dass die zugestellten Stundenangaben eine NBU-

Deckung bei der Beschwerdeführerin bestätigen. Zur Abschliessenden 

Beurteilung benötigten sie indes noch weitere Unterlagen (vgl. Bg-

act. 22). 

 Mit E-Mail vom 15. November 2011 bestätigte die E._____ gegenüber 

der Beschwerdeführerin nach abschliessender Prüfung, dass der 

Nebenverdienst des Beschwerdeführers ebenfalls über die E._____ 

gedeckt sei (vgl. Bg-act. 23). 

 Am 16. November 2011 teilte die E._____ der Beschwerdeführerin 

sodann mit, dass gemäss den Angaben des Fragebogens vom 

21. Oktober 2011 (Arbeitspensum circa 10 % beziehungsweise fünf bis 

sechs Stunden pro Woche) keine NBU-Deckung bestehe (vgl. Bg-

act. 25).

 Im Schreiben des Beschwerdeführers vom 19. November 2011 an die 

E._____ führte dieser aus, er habe der Frage bezüglich wöchentlich 

geleisteter Stunden zu wenig Beachtung geschenkt. Die effektiven 

Stunden habe er seinem Vater am 12. November 2011 mitgeteilt. Sie 

entsprächen den im E-Mail [vom 14. November 2011] aufgeführten 

Werten (vgl. Bg-act. 20). 

 Am 22. November 2011 teilte die E._____ der Beschwerdeführerin 

schliesslich mit, dass sie aufgrund der vorliegenden Aktenlage die 

- 27 -

Bestätigung vom 15. November 2011 bezüglich NBU-Deckung bei der 

Beschwerdeführerin zurückziehe (vgl. Bg-act. 27). 

d) Wie bereits die Beschwerdegegnerin zu Recht ausgeführt hat, ist vorweg 

festzuhalten, dass die E._____ nicht hoheitlich über die Leistungspflicht 

eines anderen Versicherungsträgers entscheiden kann. Aus der 

vorliegend zur Diskussion stehenden E-Mail der E._____ vom 

15. November 2011 geht solches denn auch nicht hervor. Vielmehr 

bestätigte die E._____ darin nach abschliessender Prüfung lediglich, 

„dass der Nebenverdienst [des Beschwerdeführers] ebenfalls über die 

E._____ gedeckt ist“. Jedenfalls kommt der Mitteilung der E._____ für die 

Beschwerdegegnerin keinerlei rechtliche Verbindlichkeit zu. Bereits vor 

diesem Hintergrund können die Beschwerdeführer aus der Mitteilung der 

E._____ vom 15. November 2012 nichts zu ihren Gunsten ableiten. 

Im Übrigen ist es vorliegend auch fraglich, ob der Mitteilung der E._____ 

vom 15. November 2011 überhaupt Verfügungscharakter zukommt. Diese 

Frage braucht indes nicht abschliessend beantwortet zu werden. Denn 

selbst wenn man der fraglichen Mitteilung Verfügungscharakter 

zusprechen würde, wäre ein Zurückkommen während der 

Rechtsmittelfrist − wie gesehen − möglich, ohne dass die nach Eintritt der 

Rechtskraft erforderlichen Voraussetzungen der Wiedererwägung oder 

der prozessualen Revision erfüllt sein müssen. Vorliegend ist die E._____ 

durch die E-Mail vom 22. November 2011 noch innerhalb der 30-tägigen 

Einsprachefrist von Art. 52 Abs. 1 ATSG auf die Mitteilung vom 

15. November 2011 zurückgekommen. Nachdem damit keine Bindung an 

die Voraussetzungen der Wiedererwägung oder der prozessualen 

Revision besteht, kann vorliegend offen bleiben, ob die Mitteilung vom 

15. November 2011 im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG zweifellos 

unrichtig und deren Berichtigung von erheblicher Bedeutung war. 

- 28 -

Jedenfalls war der Widerruf seitens der E._____ zulässig und die 

(allfällige) Verfügung vom 15. November 2011 für die 

Beschwerdegegnerin unverbindlich. 

8. Zusammenfassend ergibt sich, dass vorliegend nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt ist, dass der Beschwerdeführer mindestens 

acht Stunden pro Woche bei der Beschwerdeführerin gearbeitet hat. Auch 

aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sowie der 

Verwaltungspraxis der SUVA können die Beschwerdeführer nichts zu 

ihren Gunsten ableiten. Schliesslich lässt sich eine NBU-Deckung seitens 

der Beschwerdegegnerin auch nicht gestützt auf die Mitteilung der 

E._____ vom 15. November 2011 konstruieren. Folglich erweist sich der 

angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 als rechtens, was 

zur Abweisung der Beschwerde führt. Gerichtskosten werden nicht 

erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren gemäss Art. 61 lit. a 

ATSG − ausser hier nicht zutreffender Ausnahmen − grundsätzlich 

kostenlos ist. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der 

obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht zu (Umkehrschluss aus Art. 61 

lit. g ATSG e contrario). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

- 29 -

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 19. 

Dezember 2014 abgewiesen (8C_434/2014).