# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5bb418b-4dc6-5ca4-910e-b265f0f484be
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-06-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.06.2017 ZK1 2017 13
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2017-13_2017-06-27.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 27. Juni 2017 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 17 13 03. Juli 2017

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Pedrotti
Aktuarin ad hoc Janka

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____,  und des Y._____, c/o X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Prättigau/Davos vom 
22. Dezember 2016, mitgeteilt am 9. Januar 2017, in Sachen Z._____, Beschwer-
degegnerin,

betreffend Beistandschaft etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am _____ 2000, ist der gemeinsame Sohn von Z._____ 
und X._____. Die Eltern sind nicht verheiratet, wohnten aber neun Jahre zusam-
men und leben seit 15 Jahren getrennt (act. 1 und 3 KESB). 

B. X._____ anerkannte seinen Sohn am _____ 1999. Den Eltern wurde das 
gemeinsame Sorgerecht für Y._____ am 24. Mai 2000 durch die damalige Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises Chur erteilt. Mit Beschluss der damaligen Vor-
mundschaftsbehörde des Kreises O.1_____ vom 25. November 2002 wurde der 
vom Vater zu bezahlende Unterhaltsbeitrag und sein Besuchsrecht geregelt (act. 
13 KESB).

C. Am 3. August 2015 informierte X._____ die KESB Prättigau/Davos, 
Y._____ lebe bei seiner Mutter Z._____ oberhalb von O.1_____. Er habe bereits 
seit längerer Zeit den Eindruck, dass sein Sohn in seiner Entwicklung gefährdet 
sei. Einerseits stufe die Schule ihn – wie dies aus dem beiliegenden Bericht der 
Lehrperson der 2. Real hervorgehe – als verhaltensauffällig ein. Insbesondere be-
schimpfe er Lehrpersonen, anlässlich des Werk- oder Hauswirtschaftsunterrichts 
schaffe er Gefahrensituationen und er habe auch schon mit offenem Feuer ge-
spielt. Seine schulischen Leistungen hätten sich in der letzten Zeit verschlechtert. 
Andererseits komme es zwischen Y._____ und seiner Mutter nachts zu heftigen 
Auseinandersetzungen. Ausserdem habe man anlässlich der Unterhaltsregelung 
die Obhut von Y._____ an Z._____ übertragen und ihm sei anschliessend das 
Sorgerecht entzogen worden. Dies halte er noch heute für einen Fehlentscheid. 
Y._____ habe bis zum 8. Lebensjahr kein eigenes Zimmer gehabt. Zudem habe 
sein Sohn eine äusserst schwierige Kindheit erlebt, er sei oft alleine gewesen und 
über all die Jahre habe er das Gefühl gehabt, dass sein Sohn allmählich verwahr-
lose (act. 2 KESB). 

D. Die KESB Prättigau/Davos teilte am 14. August 2015 Z._____ mit, dass die 
Behörde aufgrund einer Meldung, dass Y._____ hilfs- oder schutzbedürftig sei, ein 
Abklärungsverfahren eröffne. Für eine erste Klärung werde sie zu einer Bespre-
chung am 25. August 2015 bei der KESB Prättigau/Davos eingeladen (act. 4 
KESB). Zwischenzeitlich schnupperte Y._____ in der Bergschule B._____, 
O.2_____. Da es Y._____ dort sehr gefiel, erklärte er sich bereit, in dieser Institu-
tion das 10. Schuljahr anzuhängen (act. 9 KESB). Mit Schreiben vom 7. Januar 
2016 teilte die KESB Prättigau/Davos den Kindseltern mit, die Behörde sei im Lau-
fe der Erstabklärungen zum Schluss gekommen, dass sich eine dringliche und 

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behördliche Massnahme nicht aufdränge. Zu diesem Schluss sei die Behörde auf-
grund diverser Gespräche mit der Schule in O.1_____, mit dem Schulpsychologi-
schen Dienst Graubünden und der Sonderschulinstitution B._____ gelangt, womit 
das Abklärungsverfahren abgeschlossen sei (act. 11 und 12 KESB). 

E. Der Leiter der Bergschule B._____, B._____, teilte am 3. Oktober 2016 der 
KESB Prättigau/Davos mit, die Kindsmutter habe bei ihm um Hilfe ersucht. Die 
Mutter habe ihm mitgeteilt, dass sich die Situation wesentlich verschlimmert habe. 
Wenn Y._____ sie in O.1_____ besuche, seien Drogen und Alkohol grosse Pro-
bleme. Die Mutter sei mit dieser Situation überfordert und wünsche sich ein Haus-
verbot für ihren Sohn. Wenn er sie besuche, randaliere er und sei nachts weg. Sie 
habe das Ganze bereits 4-5 Jahre ausgehalten, sie könne nicht mehr und benöti-
ge Hilfe. Überdies teilte B._____ mit, es sei am Vortag zu einem sexuellen Über-
griff auf eine gleichaltrige Jugendliche gekommen. Y._____ kiffe sehr viel, in der 
Regel sei er dann drei Tage nicht ansprechbar und sehr aggressiv. Die Rückkehr 
ins B._____ nach den sechswöchigen Sommerferien sei eine Katastrophe gewe-
sen. Die Schule tendiere deshalb, Y._____ aus dem Schulbetrieb auszuschlies-
sen. Mit ihm sei ein Time Out auf einer Alp vereinbart worden, falls er dabei ab-
haue, müsse man ihn im Waldhaus auf der geschlossenen Station unterbringen 
(act. 21 KESB).

F. Aufgrund dieser Meldung eröffnete die KESB Prättigau/Davos am 7. Okto-
ber 2016 erneut ein Abklärungsverfahren (act. 22-24 KESB). Mit Schreiben vom 
24. Oktober 2016 lud die KESB Prättigau/Davos die Kindseltern zu einer gemein-
samen Besprechung in der Bergschule B._____ bezüglich der Zukunft von 
Y._____ ein (act. 28 und 29 KESB), woraufhin X._____ per E-Mail mitteilte, dass 
er am Gespräch Anfang November nicht teilnehme (act. 31 KESB). Besprechun-
gen dieser Art würden bereits seit vielen Jahren durchgeführt, Themen seien je-
weils dieselben. Dennoch hätte sich die Situation stets verschlimmert. Wenn man 
das Schicksal seines Sohns noch retten wolle, so müsse man eine umfassende 
Abklärung über die Vorkommnisse machen und anschliessend einschneidende 
Massnahmen treffen. Falls eine Befragung seiner Person hierzu notwendig sei, 
erkläre er sich dazu bereit, Auskunft zu geben. Diese Besprechung fand schliess-
lich am 3. November 2016 in der Bergschule B._____ statt, an welcher die Kin-
desmutter, die KESB und eine Vertreterin der Bergschule B._____ teilnahmen 
(act. 41 KESB).

G. Mit Schreiben vom 11. November 2016 lud die KESB Prättigau/Davos die 
Kindseltern und deren Sohn zu einer weiteren Besprechung am 18. resp. 21. No-

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vember 2016 ein (act. 32-34 KESB). Thema dieses Gesprächs bildete der anläss-
lich der Besprechung Anfang November diskutierte Lösungsansatz (Einsetzung 
einer Beiständin). Der Beiständin sollen verschiedene Vertretungsrechte übertra-
gen werden, insbesondere die Vertretung der Eltern in Bezug auf die Unterzeich-
nung von Lehrverträgen.

H. Y._____ befand sich vom 4. Oktober 2016 bis am 6. Oktober 2016 wegen 
Gewaltbereitschaft und Fremdgefährdung in stationärer Behandlung in der Klinik 
Waldhaus (act. 37). Gemäss Bericht der Klinik leide er an einer Störung des Sozi-
alverhaltens mit oppositionellem aufsässigen Verhalten. Aufgrund des häufigen 
Cannabis- und Alkoholkonsums an den Wochenenden liege die Gefahr einer 
Suchtentwicklung vor. Der Patient habe sich im Zeitpunkt des Eintritts bei klarem 
Bewusstsein befunden, jedoch seien leichte Konzentrations- und Aufmerksam-
keitsstörungen erkennbar gewesen. Er habe sich unkooperativ, oppositionell und 
direkt ablehnend verhalten. Krankheitseinsicht liege keine vor. Aufgrund der laten-
ten Aggressivität sei Y._____ möglicherweise fremdgefährdend, Eigengefährdung 
im Sinne einer Suizidalität liege keine vor (act. 37 KESB).

I. Anlässlich der Anhörung durch die KESB Prättigau/Davos erklärten die 
Kindseltern sich am 18. November 2016 resp. am 21. November 2016 mit der Er-
richtung einer Erziehungsbeistandschaft für Y._____ einverstanden, ohne eine 
bestimmte Beiständin vorzuschlagen (act. 38 und 40 KESB). Der Vater bemerkte 
an diesem Gespräch, dass Y._____ in einer Institution in seiner Nähe (Region 
Zürich) seine Berufsausbildung absolvieren solle, ausserdem sei zur Mutter eine 
Kontaktsperre zu errichten sowie ihr die Obhut zu entziehen. Auch Y._____ gab 
im Rahmen seiner Anhörung vom 27. November 2016 der KESB Prättigau/Davos 
zu Protokoll, dass er – sofern die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nötig 
sei – dazu seine Einwilligung gebe (act. 43 KESB). 

J. Am 29. November 2016 fand eine Besprechung zwischen Y._____ und der 
KESB Prättigau/Davos in der Bergschule B._____ statt. Thema dieser Bespre-
chung bildeten der Aufenthalt während den Wochenenden, den Ferien und seiner 
Lernzeit, die Begutachtung sowie die sexuellen Übergriffe. An diesem Gespräch 
erklärte Y._____, dass er mit der Errichtung einer Beistandschaft nicht mehr ein-
verstanden sei, zumal seine Eltern die Kosten tragen müssten. Er ergänzte auf 
dem Anhörungsprotokoll vom 27. November 2016, dass er mache, was er wolle, 
und nie einen Beistand sehen möchte oder irgendjemand von diesen Leuten, an-
sonsten er abhaue. Y._____ meinte anlässlich des Gesprächs, dass er zu seinem 
Vater wolle, aber nicht für immer. Nachdem Y._____ äusserst aufgebracht den 

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Raum verlassen hatte, erklärte er sich damit einverstanden, die Wochenenden 
beim Vater zu verbringen. Hinsichtlich der Begutachtung (psychische Erkrankung) 
und deren Ablauf teilte Y._____ mit zunehmender Aggressivität mit, er werde sich 
zu nichts zwingen lassen. Zu den sexuellen Übergriffen wollte sich Y._____ nicht 
äussern (act. 44 KESB).

K. Die Kindseltern wurden von der KESB Prättigau/Davos zu einer erneuten 
Anhörung betreffend den Übergang des Aufenthaltsbestimmungsrechts an den 
Vater und den Wohnsitzwechsel von Y._____ nach O.3_____ eingeladen (act. 47 
und 48 KESB). Die Anhörungen vom 22. Dezember 2016 wurden getrennt durch-
geführt (act. 50 und 51 KESB). Dabei erklärte sich die Mutter grundsätzlich damit 
einverstanden, dass ihr Kind zu seinem Vater gehen soll. X._____ erwähnte in 
diesem Zusammenhang, dass die bestehende Unterhaltsregelung neu geregelt 
und er für den Unterhalt angemessen entschädigt werden müsse. 

L. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 22. Dezember 2016, mitgeteilt am 
9. Januar 2017, erkannte die KESB Prättigau/Davos wie folgt (act. B.1 resp. 53 
KESB):

"1. Y._____ wird per 09.01.2016 unter die Obhut des Vaters gestellt und 
ihm zur Pflege und Erziehung anvertraut.

2. Für Y._____ wird eine Beistandschaft nach Kindesschutzrecht (Art. 
308 ZGB) errichtet.

3. Die Beistandsperson hat die Aufgaben und Kompetenzen:
a. Die Eltern und Y._____ im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft 

(Art. 308 Abs. 1 ZGB) angemessen zu beraten und zu unterstützen;
b. im Rahmen einer Beistandschaft mit besonderen Befugnissen (Art. 

308 Abs. 2 ZGB):
1. Die Eltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs zwischen
    Y._____ und der Mutter zu beraten und zu unterstützen;
2. bei der Aufgleisung der psychotherapeutischen Betreuung behilf-

  lich zu sein und den Therapiebesuch zu überwachen;
3. bei der IV-Anmeldung zu unterstützen;
4. bei der Suche eines geeigneten Ausbildungsplatzes zu unterstüt-

zen;
5. die unter Punkt 4 aufgeführten Weisungen zu überwachen;
6. der Mutter auf Verlangen Auskunft über die Entwicklung von 

Y._____ zu erteilen;
7. sämtlichen an der Betreuung und Förderung von Y._____ Betei-

ligten als Ansprechsperson zur Verfügung zu stehen.

4. Y._____ und X._____ werden die folgenden Weisungen erteilt (Art. 
307 Abs. 3 ZGB):

a. unverzüglich eine psychotherapeutische Begleitung zu beginnen 
und der zuständigen KESB Meldung über den Start zu erstatten;

b. die IV-Anmeldung unverzüglich in Angriff zu nehmen und der zu-
ständigen KESB Meldung über den Start zu erstatten. 

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5. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:
a. Die Kosten im Verfahren bis zu diesem Entscheid werden auf Fr. 

1'000.-- festgesetzt;
b. diese Kosten im Totalbetrag von Fr. 1'000.-- werden den Eltern von 

Y._____ je zur Hälfte auferlegt;
c. Z._____ und X._____ haben je einzeln Fr. 500.-- innert 30 Tagen zu 

bezahlen. 

7. (Rechtsmittelbelehrung).

8. (Mitteilung)."

Zur Begründung wurde hauptsächlich ausgeführt, dass Y._____ gemäss eigenem 
Wunsch in O.3_____ bei seinem Vater wohnen und dort seine Ausbildung begin-
nen möchte. Für Y._____ müssten stabile und verlässliche Verhältnisse geschaf-
fen werden, weshalb dem Vater die Obhut über Y._____ zu übertragen sei. Im 
Weiteren hätten sich die Kindseltern und auch Y._____ anlässlich der Anhörung 
durch die KESB Prättigau/Davos mit der Errichtung einer Erziehungsbeistand-
schaft einverstanden erklärt. Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft sei 
unter Berücksichtigung der Grundsätze der Subsidiarität und Verhältnismässigkeit 
angezeigt, auch wenn die Eltern das Einverständnis für die Errichtung dieser an 
die sozialpädagogische Unterstützung des B._____ geknüpft hatten und diese 
infolge des Umzugs von Y._____ nach O.3_____ wegfalle. Y._____ benötige 
dringend psychotherapeutische Begleitung, welche mit ihm sein gestörtes Sozial-
verhalten und die bestehenden Tendenzen zur Suchtbildung bearbeite. Im Weite-
ren müsse die Anmeldung bei der IV im Zusammenhang mit der Attest-Anlehre 
erfolgen. Die Beistandsperson sei einerseits mit der Beratung und Unterstützung 
zu beauftragen. Diese Aufgabe umfasse insbesondere die Aufgleisung der psy-
chotherapeutischen Begleitung und die Unterstützung bei der IV-Anmeldung, die 
Lehrstellensuche sowie die Regelung des persönlichen Verkehrs von Y._____ und 
seiner Mutter. Andererseits habe die Beiständin als Ansprechperson für sämtliche 
an der Betreuung und Förderung von Y._____ beteiligten Personen zur Verfügung 
zu stehen. 

M. Am 10. Januar 2017 ersuchte die KESB Prättigau/Davos die KESB des Be-
zirks Dielsdorf um Übernahme der Massnahme (Beistandschaft nach Kindes-
schutzrecht) nach Wohnsitzwechsel. Im Weiteren schlug die Behörde eine Über-
nahme per 15. Februar 2017 vor und bat die KESB des Bezirks Dielsdorf, mit ei-
nem Schreiben zu bestätigen, ob sie die Massnahme auf das genannte Datum hin 
übernehmen werde (act. 54 KESB). Die KESB des Bezirks Dielsdorf teilte telefo-
nisch mit, dass die Übernahme der Massnahme voraussichtlich auf das vorge-
schlagene Datum erfolgen könne und mit dem Kindsvater und Y._____ ein Termin 
abgemacht worden sei (act. 55 KESB). Gleichzeitig bestätigte die KESB des Be-

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zirks Dielsdorf die Eingangsbestätigung der Übernahmeanfrage schriftlich (act. 56 
KESB). 

N. Dem von B._____ (B._____) am 22. Dezember 2016 verfasste Abschluss-
bericht (act. 57 KESB) ist zu entnehmen, dass Y._____ im B._____ schnell sozia-
len Anschluss fand und im Freizeit- und Sportbereich sehr engagiert sei. Aller-
dings sei Y._____ noch nicht berufsreif. Sein Verhalten weise Eigenarten auf. Bei-
spielsweise habe er nach den Sommerferien 2016 regelmässig Drogen konsu-
miert und vermehrt Diebstähle begangen. Auch mit pädagogischen Ansätzen 
(Time Out und Arbeitseinsätzen etc.) habe sich die Situation nicht verbessert. 
Auch sei er physisch übergriffig geworden und habe massive Drohungen gegenü-
ber anderen ausgesprochen.

O. Gegen den Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016, 
mitgeteilt am 9. Januar 2017, erhoben X._____ und Y._____ (nachfolgend Be-
schwerdeführer) am 30. Januar 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht von 
Graubünden (act. A.1). Sie beantragten sinngemäss wohl die (teilweise) Aufhe-
bung des Entscheids der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016. Die 
Beschwerdeführer beanstanden – zumindest im Ansatz – die Errichtung der Er-
ziehungsbeistandschaft, die Aufgleisung der psychotherapeutischen Betreuung 
und Überwachung, die Verpflichtung zur Anmeldung bei der IV und die fehlende 
neue Unterhaltsregelung.

P. Zwischenzeitlich erkannte die KESB des Bezirks Dielsdorf mit Entscheid 
vom 15. Februar 2017, gleichentags mitgeteilt, folgendes (act. 58 KESB):

"1. Die von der KESB Prättigau/Davos für Y._____, geb. _____ 2000, er-
richtete Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird zur 
Weiterführung übernommen, unter der Voraussetzung, dass der Er-
richtungsentscheid der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 
2016 in Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Es wird davon Vormerk genommen, dass die KESB Prättigau/Davos 
mit Entscheid vom 22. Dezember 2016 der Beistandsperson folgende 
Aufträge erteilt hat:

im Sinne von Art. 308 Abs. 1 ZGB:

a) die Kindseltern und Y._____ im Rahmen einer Erziehungs-
beistandschaft angemessen zu beraten und zu unterstützen so-
wie im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB:

a) die Kindeseltern bei der Ausübung des persönlichen Verkehrs 
zwischen Y._____ und der Mutter zu beraten und zu un-
terstützen;

b) bei der Aufgleisung der psychotherapeutischen Betreuung behilf-
lich zu sein und den Therapiebesuch zu überwachen;

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c) bei der IV-Anmeldung zu unterstützen;

d) bei der Suche eines geeigneten Ausbildungsplatzes zu unterstüt-
zen;

e) die unter Punkt 4 des Entscheids der KESB Prättigau/Davos [vor
liegend Dispositiv-Ziffer 3] aufgeführten Weisungen zu überwa-
chen;

f) der Mutter auf Verlangen Auskunft über die Entwicklung von 
Z._____ zu erteilen;

g) sämtliche an der Betreuung und Förderung von Y._____ 
Beteiligten als Ansprechsperson zur Verfügung zu stehen.

3. Es wird davon Vormerk genommen, dass Y._____ und X._____ im 
Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB die Weisung erteilt wurde:

a) unverzüglich eine psychotherapeutische Begleitung zu beginnen 
und der zuständigen KESB Meldung über den Start zu erstatten;

b) die IV-Anmeldung unverzüglich in Angriff zu nehmen und der zu-
ständigen KESB Meldung über den Start zu erstatten.

4. Als Beiständin wird C._____, O.4_____, eingesetzt und eingeladen:

a) sich unverzüglich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kennt-
nisse zu verschaffen und mit Y._____ sowie den Kindesel-
tern X._____ und Z._____ persönlich Kontakt 
aufzunehmen;

b) sobald als nötig, spätestens per 22. März 2018 (Volljährigkeit) 
Bericht zu erstatten.

5. Es werden keine Entscheidgebühren erhoben. Allfällige weitere Kosten 
gehen zulasten der KESB Bezirk Dielsdorf.

6. (Mitteilung)

7. (Rechtsmittelbelehrung)

8. Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen 
(Art. 450c ZGB)."

Begründend führte sie hauptsächlich aus, dass keine Gründe ersichtlich seien, die 
gegen eine Übernahme der Beistandschaft sprechen würden. Die Beistandschaft 
sei, sobald der Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016 in 
Rechtskraft erwachsen sei, zu übernehmen und C._____ sei aufgrund der persön-
lichen und fachlichen Qualifikationen für dieses Amt geeignet und werde demnach 
dafür eingesetzt.

Q. Die KESB Prättigau/Davos beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 24. 
Februar 2017 (Verfahren vor Kantonsgericht Graubünden) die kostenfällige Ab-
weisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. Die Kosten- 
und Entschädigungsfolgen seien nach Gesetz zu verlegen (act. A.2). Sie brachte 
im Wesentlichen vor, eine genügende Unterstützung von Y._____ sei infolge des 
Wohnsitzwechsels jetzt umso wichtiger.

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R. Z._____ verzichtete auf eine Stellungnahme. Mit Schreiben vom 17. März 
2017 machte der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts Graubünden 
X._____ darauf aufmerksam, dass er mit der Übernahme der Beistandschaft und 
der Einsetzung der Beiständin durch die KESB des Bezirks Dielsdorf einverstan-
den sei. Es erscheine daher ein wenig widersprüchlich, gegen den ursprünglichen 
Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016 Beschwerde zu 
führen. Deshalb frage das Gericht ihn an, ob er an seiner Beschwerde nach wie 
vor festhalte. Falls Y._____ ebenfalls als Beschwerdeführer und nicht als blosser 
Unterzeichner gelte, müsste auch er allenfalls eine Rückzugserklärung bis zum 
30. März 2017 abgeben (act. D.3). Nachdem X._____ nach dem zweiten Zustell-
versuch in Kenntnis des Schreibens war, erklärte er im Wesentlichen, dass das 
Festhalten an der Beschwerde von den Kosten abhänge (act. D.7). Daraufhin gab 
der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Kos-
ten bei einem Rückzug resp. bei einer Beurteilung durch das Gesamtgericht dem 
Beschwerdeführer bekannt und kündigte an, dass ohne Rückzug der Beschwerde 
bis zum 20. April 2017 diese gerichtlich beurteilt werde (act. D.8). Ein Rückzug der 
Beschwerde erfolgte in der Folge nicht. 

S. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Vorliegend geht es um eine Beschwerde gegen den Erlass einer Kindes-
schutzmassnahme, für welche gemäss Art. 314 Abs. 1 ZGB sinngemäss die Vor-
schriften über die Beschwerde in Erwachsenenschutzsachen (vgl. Art. 450 ff. 
ZGB) anwendbar sind. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilge-
setzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die ein-
zige kantonale Beschwerdeinstanz. Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 
Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen und damit in erster Linie 
die von der Anordnung der KESB direkt betroffene Person (vgl. Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 29 zu Art. 450 ZGB [zit. Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz]; Hermann 
Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich 2010, N 21 zu Art. 450 ZGB). Im 
angefochtenen Entscheid wird für Y._____ eine Erziehungsbeistandschaft errich-
tet, womit er selbst als unmittelbar Betroffener des Entscheides klar zu dessen 
Anfechtung legitimiert ist. Dasselbe gilt für X._____, zumal er als Kindsvater als 

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eine der betroffenen Person nahestehende Person im Sinne von Art. 450 Abs. 1 
Ziff. 2 ZGB gilt (Daniel Steck, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
a.a.O., N 33 zu Art. 450 ZGB).

b/aa) Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage 
seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist beim Gericht schrift-
lich und begründet einzureichen (vgl. Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hin-
sicht keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Ände-
rung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht 
und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001, S. 7085; Daniel Steck, in: 
Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N 42 zu Art. 450 ZGB). Die 
Beschwerdeführer reichten am 30. Januar 2017 (vgl. act. A.1) eine schriftliche und 
begründete Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden ein, womit das 
Rechtsmittel grundsätzlich frist- und formgerecht (unter Vorbehalt nachstehender 
E. 1b/bb betreffend Errichtung der Beistandschaft) eingereicht wurde und auf die 
Beschwerde daher einzutreten ist.

b/bb) Zunächst bedarf das Rechtsbegehren der Beschwerde von X._____, wel-
che auch von Y._____ unterschrieben wurde, einer Klärung. Beschwerde erhoben 
wurde auch gegen Ziffer 2 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids der 
KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016, das heisst gegen die Errichtung 
der Beistandschaft an sich. Mit Ausnahme des Hinweises, dass Y._____ jegliche 
behördliche Massnahmen ablehne, fehlt jegliche Begründung, weshalb die Vor-
aussetzungen der Anordnung der Beistandschaft nicht gegeben sein sollten. Inso-
fern ist die Beschwerde ungenügend begründet und es kann darauf nicht eingetre-
ten werden. Dies rechtfertigt sich auch dann, wenn zu berücksichtigen ist, dass bei 
Laien geringere Anforderungen an die Begründung zu stellen sind. Die Beschwer-
debegehren sind zudem in sich widersprüchlich. Einerseits wird die Errichtung der 
Beistandschaft als solche angefochten, sodann werden aber bei den Aufgaben 
und Kompetenzen der Beistandsperson nur einzelne Punkte (Dispositiv Ziffern 
3b/2 und 3b/3) beanstandet. Offenbar sind die Beschwerdeführer also damit ein-
verstanden, dass sich die Beistandsperson der weiteren, im Dispositiv aufgeführ-
ten Aufgaben annimmt, was sie aber nur kann, wenn sie als Beiständin auch ein-
gesetzt ist. Es könnte somit daraus geschlossen werden, dass die Beschwerde-
führer eine Beistandschaft mit beschränkten Aufgaben akzeptieren. Selbst wenn 
aber das Begehren dahin zu interpretieren wäre, dass in der Tat die Errichtung 
einer Beistandschaft an sich angefochten werden könnte und von einer genügen-
den Begründung auszugehen wäre, müsste die Beschwerde – wie in E. 2d und 2e 
dargelegt – in diesem Punkt abgewiesen werden.

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c) Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das 
EGzZGB etwas geregelt haben, sind die Schweizerische Zivilprozessordnung so-
wie die entsprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss an-
wendbar (vgl. Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 beziehungsweise Art. 327 Abs. 2 ZPO 
aufgrund der Akten und ohne Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung 
entscheiden. 

d) Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (vgl. Art. 443 
ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschrif-
ten enthält (vgl. Daniel Steck, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB veran-
kerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime und das an gleicher 
Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der 
Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämt-
liche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt 
sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor 
der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 314 Abs. 1 ZGB und Christoph Au-
er/Michèle Marti, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N 1 zu 
Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; Hermann Schmid, a.a.O., N 7 zu Art. 446 
ZGB; Daniel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler, FamKommentar Erwachse-
nenschutz, Bern 2013, N 7 zu Art. 446 ZGB). Da die Behörde nur erforderliche 
Massnahmen verfügen darf und das Recht von Amtes wegen anzuwenden hat 
(vgl. Art. 446 Abs. 4 ZGB), ist die Beurteilung des Betroffenen über die Notwen-
digkeit einer Massnahme grundsätzlich ohne Bedeutung für den Entscheid der 
KESB beziehungsweise der Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Auer/Michèle Mar-
ti, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N 40 zu Art. 446 ZGB). 
Das Einverständnis der Eltern zur Errichtung einer Beistandschaft zum Schutze 
des Kindes ist somit eigentlich nicht vorausgesetzt. Oftmals braucht es eine Bei-
standschaft nach Art. 308 ZGB sogar gerade wegen des mangelnden Einver-
ständnisses beziehungsweise der fehlenden Mitwirkungsbereitschaft der Beteilig-
ten (vgl. Yvo Biderbost, Die Erziehungsbeistandschaft [Art. 308 ZGB], Diss. Fri-
bourg, 1996, S. 121). 

2. a) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

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chen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die 
Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche Urteil 
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, a.a.O., S. 7085; 
Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). Anfechtungsobjekt des vorlie-
genden Beschwerdeverfahrens bildet der Entscheid der Kollegialbehörde der 
KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016, den Parteien mitgeteilt am 9. 
Januar 2017 (vgl. act. B.1). Die KESB Prättigau/Davos, welche unbestrittenermas-
sen für den Entscheid zuständig war (vgl. Art. 440 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 
315 Abs. 1 ZGB und Art. 38 Abs. 1 lit. d EGzZGB), ordnete darin für Y._____ eine 
Beistandschaft gemäss Art. 308 ZGB an und hielt die Aufgaben der Beistandsper-
son in Ziffer 3 des Entscheiddispositivs fest (vgl. Art. 314 Abs. 3 ZGB).

b) Inwieweit die Beschwerdeführer die Errichtung der Beistandschaft als sol-
che anfechten, wurde bereits vorstehend in E. 1b/bb ausgeführt. Die KESB Prätti-
gau/Davos brachte hinsichtlich der Errichtung einer Beistandschaft nach Kindes-
schutzrecht vor, infolge des Wohnsitzwechsels sei Y._____ nach O.3_____ in ein 
neues Umfeld gezogen und die Unterstützung der Bergschule B._____ sei infol-
gedessen weggefallen. Weil er in der Bergschule eine intensive Begleitung erfah-
ren habe, sei eine genügende Unterstützung von Y._____ jetzt umso wichtiger. 
Unklar sei, wie X._____ diese ohne Hilfe bewältigen sollte. 

c) Die Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB stellt eine Kindes-
schutzmassnahme im Sinne von Art. 307 ff. ZGB dar. Diese Massnahme geht in-
sofern weiter als die blosse Erziehungsaufsicht im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB, 
als der Erziehungsbeistand nicht bloss eine Aufsicht ausübt, sondern selber eine 
aktive Rolle zu übernehmen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_732/2014 vom 
26. Februar 2015 E. 4.3). Die Erziehungsbeistandschaft als allgemeinste Form 
einer Beistandschaft soll durch ambulante, aber kontinuierliche Behandlung erzie-
herische Missstände abbauen durch Kontakt mit Eltern und Kind. Instrumente sind 
Vermittlung, Anleitung und Weisung gegenüber Eltern (und unter ihnen), dem Kind 
und Dritten. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt erhalten, soll aber durch 
stete persönliche Kontakte (insbesondere auch Hausbesuche) beobachtet wer-
den. Der Beistand ist Vertrauens- und Ansprechperson aller Beteiligten und soll 
insbesondere auch zum Kind eine tragfähige Beziehung aufbauen (vgl. Peter 
Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 
Art. 1-456 ZGB, 5. Aufl., Basel 2014, N 2 bis 4 zu Art. 308 ZGB; Cyrill Hegnauer, 
Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 1999, N 27.19a und Yvo Biderbost, 
a.a.O., S. 117 ff.). Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 

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Abs. 1 und 2 ZGB setzt voraus, dass die Entwicklung des Kindes gefährdet ist 
(vgl. BGE 108 II 372 E. 1) und dieser Gefahr nicht durch die Eltern beziehungs-
weise durch weniger einschneidende Massnahmen gemäss Art. 307 ZGB begeg-
net werden kann (Grundsatz der Verhältnismässigkeit; vgl. Urteil des Bundesge-
richt 5C.109/2002 vom 11. Juni 2002 E. 2.1 publiziert in: FamPra.ch 2002 S. 851). 
Gemäss Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB sind etwaige Massnahmen der Erwachsenen-
schutzbehörde subsidiär und werden folglich nur angeordnet, wenn die Unterstüt-
zung der hilfsbedürftigen Person durch die Familie, andere nahestehende Perso-
nen sowie private oder öffentliche Dienste nicht ausreicht oder von vornherein als 
ungenügend erscheint. Das in Art. 389 Abs. 2 ZGB statuierte Prinzip der Verhält-
nismässigkeit gebietet, dass jede behördliche Massnahme erforderlich und geeig-
net sein muss. Die Massnahme soll so wenig wie möglich, aber so stark wie nötig 
in die Privatsphäre und Rechtsstellung der hilfsbedürftigen Person eingreifen (vgl. 
Helmut Henkel, in: Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, a.a.O., N 8 zu 
Art. 388-399 ZGB). 

d) Die KESB Prättigau/Davos hat die familiäre Situation in ihrem Entscheid 
vom 22. Dezember 2016 aufgrund der sich aus den Akten ergebenden Tatsachen 
und vorgenommenen Abklärungen richtig dargestellt und eingeschätzt. Um Wie-
derholungen zu vermeiden, kann grundsätzlich auf diese Ausführungen im ange-
fochtenen Entscheid verwiesen werden. Insbesondere die folgenden Gründe 
rechtfertigen in abweichender Meinung zu den Beschwerdeführern die Errichtung 
einer Erziehungsbeistandschaft ohne weiteres: Anlässlich der Einweisung in die 
Klinik Waldhaus attestierten die behandelnden Oberärzte bei Y._____ eine 
Störung des Sozialverhaltens mit oppositionellem Verhalten (F.91.3) in der Haupt-
diagnose sowie häufiger Cannabis- und Alkoholkonsum an Wochenenden mit der 
Gefahr einer Suchtentwicklung als Nebendiagnose (act. 37 KESB). Aus der Ge-
fährdungsmeldung des Kindsvaters an die KESB Prättigau/Davos vom 3. August 
2015 sind Anhaltspunkte zu entnehmen, die auf eine Gefährdung der Entwicklung 
von Y._____ hindeuten. Einerseits geht der Mitteilung mit Verweis auf einen Be-
richt der Klassenlehrperson der 2. Real hervor, dass Y._____ in der Schule sich 
verhaltensauffällig zeigte. Er störte den Unterricht, attackierte während der Stunde 
Mitschüler und beleidigte Lehrer. Ausserdem isolierte er sich innert kürzester Zeit 
von den anderen Klassenkameraden und seine schulischen Leistungen wurden 
immer schlechter. In der Schule stellte man eine starke Legasthenie fest und trotz 
mehrjährigem Stützunterricht konnte er nur bescheidene Fortschritte machen (act. 
2 KESB). Ähnliches geht aus dem Abschlussbericht der Bergschule B._____ her-
vor. An dieser Institution zeigte sich Y._____ verhaltensauffällig, indem er nach 

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den Sommerferien 2016 regelmässig Drogen konsumierte und es mehrmals zu 
Diebstählen (Geld von Arbeitern und Schülern) kam. Auch mit pädagogischen An-
sätzen konnten die Delinquenz und der Suchtmittelkonsum offenbar nicht einge-
schränkt werden. Bei Konfrontationen bezüglich der Vorfälle wurde er physisch 
übergriffig und sprach massive Drohungen gegenüber Mitschülern und Mitarbei-
tenden aus (act. 57 KESB). Ferner kam es in der Bergschule B._____ zu sexuel-
len Übergriffen auf eine gleichaltrige Jugendliche durch Y._____ (act. 21 KESB). 
Auffällig verhielt sich Y._____ zudem an den Wochenenden zu Hause bei seiner 
Mutter oberhalb von O.1_____. Dort kam es zwischen ihm und seiner Mutter 
nachts zu heftigen Auseinandersetzungen, welche in übelsten gegenseitigen Be-
leidigungen und Gewaltakten ausarteten (act. 2 KESB). Auch in O.1_____ kam es 
zu häufigem Drogen- und Alkoholkonsum. Im Weiteren randalierte er und kam erst 
spät in der Nacht nach Hause (act. 21 KESB). Aus den soeben erwähnten Akten 
geht zweifelsohne hervor, dass die Schwierigkeiten in der Vergangenheit ständig 
zunahmen und die Verhaltensweisen von Y._____ sich stets verschlimmerten. 
Dies nicht nur, als er sich bei seiner Mutter aufhielt, sondern auch in der Zeit, als 
er in der Bergschule B._____ untergebracht war. Im jetzigen Zeitpunkt ist die Ent-
wicklung von Y._____ gefährdet und es ist nicht davon auszugehen, dass sich die 
Situation nächstens beruhigen wird. Dies hängt offenbar mit seiner nicht richtig 
entwickelten Persönlichkeit zusammen. Deshalb kann nicht erwartet werden, dass 
sich durch den Umzug zum Vater in die Region O.4_____ plötzlich alles bessert. 
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Beteiligten nicht in der Lage sind, diese 
Situation alleine anzugehen, und daher auf fremde Hilfe angewiesen sind. Unter 
den gegebenen Umständen war nämlich nicht zu erwarten, dass die Kindsmutter 
in der Lage gewesen wäre, der Kindeswohlgefährdung ohne Eingreifen der KESB 
Prättigau/Davos Abhilfe zu schaffen (vgl. Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Davon gin-
gen anfänglich auch die Beschwerdeführer aus, als sie am 18. resp. am 27. No-
vember 2016 der Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft noch zustimmten 
(act. 38 und 43 KESB). Dass die Unterstützung durch einen Beistand für die Eltern 
notwendig ist, erscheint offensichtlich. Diese Unterstützung wird sicherlich bis zur 
baldigen Mündigkeit von Y._____ notwendig sein. In dieser Situation ist es nicht 
zuletzt auch Aufgabe des Vaters, Y._____ dazu zu motivieren, statt ihn in seiner 
Abwehrhandlung zu unterstützen. Ob anschliessend weitere Massnahmen zu tref-
fen sind, wird die neu zuständige KESB zu entscheiden haben und wird nicht zu-
letzt vom Verhalten von Y._____ in der nächsten Zeit abhängen.

e) Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB 
erweist sich zudem als geeignet und verhältnismässig, um die erzieherischen 

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Missstände, insbesondere im Rahmen der Betreuung von Y._____, abzubauen 
(vgl. Art. 389 Abs. 2 ZGB). In diesem Bereich stünde zwar auch die blosse Erzie-
hungsaufsicht gemäss Art. 307 ZGB zur Verfügung. Die funktional gleichartige 
Erziehungsaufsicht, welche ebenfalls eine Einmischung in das familiäre Gesche-
hen voraussetzt, unterscheidet sich jedoch kaum von einer Erziehungsbeistand-
schaft. Allerdings haben grundsätzlich Weisungen eines Beistandes mehr Ge-
wicht. Die Unterstützung durch die Beiständin erweist sich nach Ansicht des ange-
rufenen Gerichts im konkreten Fall als sinnvoll. Die Erziehungsbeistandschaft 
wurde somit von der KESB Prättigau/Davos ohne Zweifel zu Recht errichtet, womit 
eine dagegen erhobene Beschwerde unbegründet wäre.

3. a) Zu prüfen sind ferner die beschwerdeführerischen Beanstandungen im Zu-
sammenhang mit den Aufgaben und Kompetenzen der Beiständin. Zur Begrün-
dung führen die Beschwerdeführer hauptsächlich aus, es sei zum jetzigen Zeit-
punkt illusorisch, Y._____ zu einer Psychotherapie zwingen zu wollen. Das Ziel 
und die Kosten einer Psychotherapie seien nicht definiert und die Aussagen des 
Kinder- und Jugendpsychiatrischen Diensts über ein angeblich erstelltes neuro-
psychologisches Gutachten seien teilweise falsch. Zudem liege keine fachliche 
Begründung vor und die Abklärungsmethoden blieben lediglich Behauptungen. 
Demgegenüber führt die KESB Prättigau/Davos im Zusammenhang mit der Auf-
gleisung der psychotherapeutischen Betreuung/Überwachung der Therapiebesu-
che und der IV-Anmeldung aus, strittig sei nicht deren Notwendigkeit, sondern 
vielmehr der Beginn der Therapie resp. der Zeitpunkt der IV-Anmeldung. Werde 
mit der Therapie nicht unverzüglich begonnen, bestehe die Gefahr, dass sich 
Y._____ weiterhin negativ entwickeln werde und von den Suchtmitteln abhängig 
werde. Je mehr Zeit vergehe, desto schwieriger werde es, zu Y._____ einen Zu-
gang zu finden. Neben der psychotherapeutischen Therapie sei es zudem äus-
serst wichtig, dass eine IV-Anmeldung unverzüglich in Angriff genommen werde. 
Denn die Aussichten, dass Y._____ eine Lehre im Arbeitsmarkt bestehen könne, 
seien von der Bergschule B._____ als minimalst bezeichnet worden.

b) Erfordern es die Verhältnisse, kann die Kindesschutzbehörde dem Beistand 
besondere Befugnisse übertragen, namentlich die Vertretung des Kindes bei der 
Wahrung seines Unterhaltsanspruchs und anderer Rechte und die Überwachung 
des persönlichen Verkehrs (Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB). Der Inhalt des Auftrags ist 
von der anordnenden Stelle (wie bspw. die KESB oder das Gericht) präzise fest-
zulegen (BGE 118 II 241 E. 2d). Die Anordnungen können alle denkbaren Gefähr-
dungen des Kindeswohls betreffen und der Beistand ist zu allen geeigneten Vor-
kehren befugt. Durch die Übertragung der besonderen Aufgaben wird die Pflicht 

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gemäss Art. 308 Abs. 1 ZGB, die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und 
Tat zu unterstützen, keineswegs eingeschränkt. Mit der Übertragung besonderer 
Befugnisse an den Beistand wird lediglich der Tätigkeitsschwerpunkt festgelegt 
(Peter Breitschmid, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar Zivilge-
setzbuch I, a.a.O., N 6f. zu Art. 308 ZGB). 

c) Die Begehren um Aufhebung der Ziffern 3b/2 und 3b/3 sowie der damit zu-
sammenhängenden Ziffern 4a und b des Dispositivs des angefochtenen Ent-
scheids der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016 stehen in eindeuti-
gem Zusammenhang, indem sowohl eine psychotherapeutische Begleitung von 
Y._____ als auch eine IV-Anmeldung abgelehnt werden. Letzteres ist denn auch 
praktisch die einzige Begründung, nämlich dass die Beschwerdeführer gegen die-
se Massnahmen eingestellt sind. Allerdings wissen verantwortungsbewusste El-
tern, dass nicht der Wunsch eines Kinds allein massgebend sein kann, ob die 
KESB bestimmte ihn betreffende Massnahmen anzuordnen hat. Vielmehr hängt 
es davon ab, ob das Kindeswohl eine derartige Massnahme erheischt. Über die 
Notwendigkeit der psychotherapeutischen Therapie waren sich die Kindseltern 
anlässlich der getrennten Anhörung durch die KESB Prättigau/Davos vom 22. De-
zember 2016 grundsätzlich einig (act. 50 und 51 KESB), wobei der Vater der Auf-
fassung war, dass es noch zu früh sei, da zunächst die früher gemachten psycho-
logischen Abklärungen zusammenzutragen seien. Die behandelnden Oberärzte 
von Y._____ führen in ihrem Bericht aus, dass er möglicherweise neben einem 
pädagogisch stabilen Rahmen auch eine längerdauernde Psychotherapie benöti-
ge, um sich in Konfliktsituationen auch ohne Substanzeinnahme beruhigen zu ler-
nen (act. 37 KESB). Ausserdem hat Y._____ massive Lücken im Schulstoff und 
führte sich in der Vergangenheit – wie bereits vorstehend in E. 2d dargelegt – so-
wohl in der Schule als auch zu Hause bei seiner Mutter unangebracht auf. Seine 
Gewaltausbrüche waren massiv, zumal Y._____ physisch übergriffig wurde und 
massive Drohungen gegenüber Mitschülern und Mitarbeitenden aussprach. Päd-
agogische Ansätze, wie ein Time Out und Arbeitseinsätze, haben die Delinquenz 
und den Drogenkonsum nicht verringert (act. 57 KESB). Unbekannt ist im vorlie-
genden Fall, auf welches neurologische Gutachten sich die Beschwerdeführer be-
ziehen. Ein solches befindet sich nicht bei den KESB-Akten. Angesichts der übri-
gen sich aus den Akten ergebenden Umständen spielt dies indessen keine Rolle, 
zumal aufgrund der Akten geradezu erstellt ist, dass derartige Massnahmen 
(psychiatrisches Gutachten, IV-Anmeldung) für das Kindeswohl notwendig sind. 
Hinsichtlich der IV-Anmeldung ist festzuhalten, dass diese letztlich nur Vorteile für 
Y._____ bringen würde. Denn die Aussichten, eine normale Lehrstelle zu finden, 

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ist von Sachverständigen (insbesondere der Bergschule B._____) als minimal ein-
gestuft worden (act. 41 KESB). Sollte dies wider Erwarten trotzdem gelingen, so 
ist es selbstverständlich nicht zwingend, eine Attest-Anlehre zu absolvieren. Da 
die Situation sich nicht so rasch verbessern wird, ist es wichtig, dass die KESB 
Prättigau/Davos diese Massnahmen nicht nur anordnet, sondern die Einhaltung 
dieser überwacht, ansonsten eine Anordnung ins Leere laufen würde. Aufgrund 
dieser Ausführungen erweisen sich auch diese Vorbringen demnach als unbe-
gründet.

4. Die Beschwerdeführer rügen ferner, dass die KESB Prättigau/Davos zwar 
die Obhut über Y._____ geregelt habe, es aber unterlasse habe, auch den per-
sönlichen Verkehr und den Unterhalt (gemeint wohl die von der Mutter zu leisten-
den Unterhaltsbeiträge) neu zu regeln. Grundsätzlich ist es wohl zutreffend, dass 
bei einem Wechsel der Obhut auch die Regelung über den persönlichen Verkehr 
mit dem anderen Elternteil und die Unterhaltspflicht gemäss den gegebenen Ver-
hältnissen anzupassen sind. Die KESB Prättigau/Davos führt in der Beschwerde-
antwort vom 24. Februar 2017 dazu aus, dass es im konkreten Fall wenig sinnvoll 
gewesen wäre, mittels Unterhaltsvertrag den Unterhalt bereits vorgängig (d.h. vor 
dem Umzug nach O.3_____) zu regeln, zumal im Zeitpunkt des Entscheids die 
Höhe des Bedarfs für Y._____ am neuen Wohnort noch nicht ausgewiesen gewe-
sen sei. Ausserdem stehe es den Kindseltern frei, sich an die heute örtlich zustän-
dige KESB zu wenden und einen Unterhaltsvertrag abzuschliessen (act. A.2 Ziff. 
9). Dies stellen nach Auffassung des Gerichts plausible Gründe dar, weshalb die 
KESB Prättigau/Davos die Neuregelung des Unterhalts der jetzt zuständigen 
KESB des Bezirks Dielsdorf überlassen will. Abgesehen davon, dass eine Rück-
weisung an die KESB Prättigau/Davos zur Regelung dieser Punkte schon aus Zu-
ständigkeitsgründen nicht mehr möglich wäre, gilt es beim persönlichen Verkehr 
zu bedenken, dass Y._____ in wenigen Monaten volljährig wird und davon auszu-
gehen ist, dass er bereits heute mehr oder weniger selbst bestimmt, ob, wie oft 
und wann er den anderen Elternteil besuchen will. Es muss daher der KESB des 
Bezirks Dielsdorf überlassen werden, ob sie in diesem Bereich überhaupt eine 
Regelung treffen will, womit sich auch diese Rüge als unbegründet erweist.

5. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die KESB Prätti-
gau/Davos für Y._____ – sofern überhaupt gerügt (E. 1b/bb) – zu Recht eine Er-
ziehungsbeistandschaft angeordnet hat (vgl. E. 2d und 2e). Ferner erweisen sich 
die Rügen im Zusammenhang mit der Aufgleisung der psychotherapeutischen Be-
treuung/Überwachung der Therapieversuche und der IV-Anmeldung (vgl. E. 3c) 
sowie die Beanstandung, die Behörde habe die Unterhaltsbeiträge unberechtig-

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terweise nicht neu geregelt, ebenfalls als unbegründet (vgl. E. 4). Die gegen den 
Entscheid der KESB Prättigau/Davos vom 22. Dezember 2016, den Parteien am 
9. Januar 2017 mitgeteilt, erhobenen Einwände erweisen sich insgesamt als un-
begründet. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf überhaupt 
eingetreten werden kann. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdever-
fahrens, welche auf Fr. 1'500.-- festgesetzt werden (vgl. Art. 10 der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]), dem unterliegen-
den Beschwerdeführer – und zwar nur X._____ – aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 2 
EGzZGB in Verbindung mit Art. 106 Abs. 1 ZPO). Dies rechtfertigt sich, auch 
wenn Y._____ formell ebenfalls als Beschwerdeführer aufgeführt wurde. Schon an 
den Formulierungen wird klar, dass die Beschwerde von X._____ verfasst wurde 
und Y._____ sie nur mitunterzeichnet hat. Im Übrigen sind die Voraussetzungen 
für einen Verzicht auf die Erhebung von Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 3 
EGzZGB nicht erfüllt, da der Beschwerdeführer über realisierbares Vermögen ver-
fügt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen zu Lasten 
von X._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

4. Mitteilung an: