# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fddc3f3c-2db2-56c7-8231-be73a3d4ab64
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-27
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Kindes- und Erwachsenenschutzhof 27.04.2022 106 2022 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_004_106-2022-14_2022-04-27.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

106 2022 14-15

Urteil vom 27. April 2022

Kindes- und Erwachsenenschutzhof

Besetzung Präsidentin: Sandra Wohlhauser
Richter: Jérôme Delabays, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwältin 
Daniela Baumgartner

gegen

B.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin 
Stefanie Courvoisier

Gegenstand Wirkungen des Kindesverhältnisses – Bestimmung des Aufenthaltsor-
tes (Art. 301a ZGB)

Beschwerde vom 11. Januar 2022 gegen den Entscheid des Frie-
densgerichts des Sensebezirks vom 13. Dezember 2021

Gesuch vom 11. Januar 2022 um Erteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege

Kantonsgericht KG
Seite 2 von 12

Sachverhalt

A. B.________, geb. 1983, und A.________, geb. 1986, sind die nicht miteinander verheirateten 
Eltern von C.________, geb. 2019. Sie leben getrennt und haben die gemeinsame elterliche Sorge 
über C.________.

B. Mit Schreiben vom 13. Juli 2021 stellte B.________ beim Friedensgericht des Sensebezirks 
(nachfolgend: Friedensgericht) den Antrag, es sei ihr die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel nach 
D.________ oder nähere Umgebung (E.________) zusammen mit ihrer Tochter zu erteilen. 

Als Begründung führte sie im Wesentlichen aus, es sei – als sie im Jahr 2014 in die Schweiz gezogen 
sei – nur ein kurzer Aufenthalt geplant gewesen. Im Laufe des Jahres sei sie dabei erstmals Opfer 
von häuslicher Gewalt geworden, weshalb sie alleine nach E.________ zurückgegangen sei. Sie 
habe A.________ jedoch eine zweite Chance gegeben wollen und sei daraufhin zu ihm zurückge-
kehrt. Der gemeinsamen Tochter zuliebe sei sie bis zu einem schweren Vorfall von häuslicher 
Gewalt im Oktober 2020 mit ihm zusammengeblieben, obwohl die Beziehung angeschlagen gewe-
sen sei. Nach dem Vorfall habe sie sich vom Kindsvater getrennt und es sei eine Besuchsrechtsre-
gelung vereinbart worden. A.________ habe sich jedoch nicht an diese Vereinbarung gehalten. Ihr 
E-Mail-Konto sei gehackt worden und kurz darauf habe er ihren Wohnsitz ausfindig gemacht und 
sei in den benachbarten Wohnblock gezogen. Er habe sich dann einen gewaltsamen Zutritt zu ihrer 
Wohnung verschafft und habe sie 10 Minuten in der Wohnung festgehalten. Ein Strafverfahren dies-
bezüglich sei pendent. Vorher habe er sich schon einmal unerlaubterweise Zugang zu ihrem Balkon 
verschafft. Nach all diesen Vorfällen und der Tatsache, dass er ihr nach wie vor nachstelle, sie 
verfolge und überwache, habe sie sich entschieden, nach E.________ zurückzukehren, wo sie 
Familie, Verwandtschaft und Freunde habe. Sie und ihre Tochter würden ausserdem kaum Deutsch 
sprechen, weshalb sie in der Schweiz kein Beziehungsnetz knüpfen konnten. Das Besuchsrecht 
zwischen der Tochter und dem Kindsvater werde aufgrund der vielfältigen Reisemöglichkeiten und 
ihrer flexiblen Arbeitsmöglichkeiten nicht tangiert. Der Umzug habe schliesslich keine Gefährdung 
des Kindswohls zur Folge, da ein Grossteil der Familie in E.________ lebe, C.________ lediglich 
zwei Jahre alt sei, nur E.________ und F.________ spreche und die schulischen und persönlichen 
Möglichkeiten in E.________ jenen in der Schweiz weitgehend entsprechen würden. 

Mit Schreiben vom 21. August 2021 nahm A.________ zu diesem Antrag Stellung. Er schloss auf 
dessen Abweisung bzw. beantragte seinerseits, dass die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel nach 
D.________ oder nähere Umgebung (E.________) mit der gemeinsamen Tochter zu verweigern 
sei. 

Am 25. August 2021 wurden B.________ und A.________ getrennt voneinander zur Angelegenheit 
angehört. 

Mit Schreiben vom 24. September und 12. Oktober 2021 reichten die Vertreterinnen der Parteien 
ihre Schlussvorträge ein. Am 28. und 29. Oktober 2021 nahmen sie zum Schlussvortrag der jeweili-
gen Gegenpartei Stellung. 

C. Mit Entscheid vom 13. Dezember 2021 hiess das Friedensgericht den Antrag von B.________ 
gut und erteilte ihr die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel nach D.________ oder nähere Umgebung 
(E.________) zusammen mit ihrer Tochter C.________. Die Prozesskosten wurden den Parteien je 
hälftig auferlegt. 

Kantonsgericht KG
Seite 3 von 12

D. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 11. Januar 2022 Beschwerde. Er stellte 
folgende Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge: 

1. Der Entscheid des Friedensgerichts des Sensebezirks vom 13.12.2021 sei aufzuheben.

2. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin vom 13.07.2021 sei abzuweisen und die Zustimmung zum 
Wohnsitzwechsel nach D.________ oder nähere Umgebung (E.________) mit der gemeinsamen 
Tochter C.________, geb. 2019, zu verweigern.

3. Eventualiter sei der Wohnsitzwechsel nach D.________ oder nähere Umgebung (E.________) mit 
der gemeinsamen Tochter C.________, geb. 2019, zu bewilligen und der Beschwerdeführer sei 
gerichtlich zu berechtigen, seine Tochter:

- jeden Monat während 3 Tagen zu sich auf Besuch 

- jährlich während 6 Wochen zu sich in die Ferien

- jedes zweite Jahr an ihrem Geburtstag zu sich auf Besuch

- in den geraden Jahren vom 24. - 26. Dezember und in den ungeraden Jahren vom 31. 
Dezember bis 2. Januar zu sich auf Besuch zu nehmen, wobei die Beschwerdegegnerin für 
sämtliche Reise- und Aufenthaltskosten des Beschwerdeführers und des gemeinsamen Kindes 
aufzukommen hat.

A.________ ersuchte zudem um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege für das Beschwerde-
verfahren.

Am 19. Januar 2022 liess das Friedensgericht dem hiesigen Gerichtshof seine Akten zukommen. 
Für die Stellungnahme zur Beschwerde verwies es auf die Ausführungen in seinem Entscheid. 

B.________ nahm mit Eingabe vom 25. Februar 2022 Stellung zur Beschwerde und stellte ihrerseits 
folgende Rechtsbegehren, ebenfalls unter Kosten- und Entschädigungsfolgen:

1. Der Beschwerdegegnerin sei die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel nach D.________ oder 
nähere Umgebung (E.________) zusammen mit ihrer Tochter C.________, geb. 2019, zu erteilen.

2. Das Besuchs- und Ferienrecht des Beschwerdeführers und der gemeinsamen Tochter C.________ 
sei nach dem Wohnsitzwechsel wie folgt festzulegen:
- jeden Monat an 3 Tagen (in E.________)

- während 4 Stunden an ihrem Geburtstag (in E.________)
- zwei Wochen Ferien pro Jahr

3. Soweit weitergehend oder anderslautend sei die Beschwerde abzuweisen.

Am 10. März 2022 bzw. 26. April 2022 reichten Rechtsanwältin Courvoisier und Rechtsanwältin 
Baumgartner ihre jeweilige Kostenliste für das Beschwerdeverfahren ein.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 Bst. c 
des Reglements für das Kantonsgericht vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und 
seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für die Beschwerden gegen Entscheide, die 

Kantonsgericht KG
Seite 4 von 12

von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des Geset-
zes vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; SGF 212.5.1]).

1.2. Gemäss Art. 314 Abs. 1 ZGB sind die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachse-
nenschutzbehörde in Kindesschutzverfahren sinngemäss anwendbar.

1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). 
Der angefochtene Entscheid wurde der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers am 16. Dezember 
2021 zugestellt, so dass die am 11. Januar 2022 eingereichte Beschwerde rechtzeitig erfolgt ist.

1.4. Als Mitinhaber der elterlichen Sorge ist der Kindsvater vorliegend zur Erhebung der 
Beschwerde befugt (Art. 450 Abs. 2 ZGB). 

1.5. Die Beschwerde wurde schriftlich und begründet beim Gericht eingereicht und entspricht 
damit den formalen Anforderungen von Art. 450 Abs. 3 ZGB.

1.6. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die 
Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren 
Grundsätze der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz 
(KOKES-Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34).

1.7. Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind im Übrigen die Bestimmungen der 
Zivilprozessordnung sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit 
aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).

2.

2.1. Das Friedensgericht hat seinen Entscheid bezüglich der Zustimmung zum Wohnsitzwechsel 
wie folgt begründet: «Aus den Akten lässt sich erkennen, dass C.________ grundsätzlich mehr Zeit mit der 
Kindsmutter verbringt. Das Kind verbringt die Woche – mit Ausnahme des Donnerstags – bei der Kindsmutter. 
Die Kindsmutter betreut das Kind einen Tag selber und bringt sie an drei Tage zur Kindestagestätte und holt 
sie dort auch wieder ab. Die Nächte verbringt C.________ weitgehend bei der Mutter, regelmässig auch an 
den Wochenenden, die sie grundsätzlich beim Vater verbringt. Es kann also nicht von einer alternierenden 
Obhut gesprochen werden. Daraus lässt sich allerdings nicht mit Klarheit ableiten, ob die Kindsmutter die 
alleinige oder überwiegende Bezugsperson für die Tochter ist. Dies vor allem in Anbetracht der Tatsache, 
dass C.________ auch mehrere Tage pro Woche in der Kindertagesstätte verbringt. Das vorliegende Betreu-
ungsmodell unterscheidet sich zudem nicht wesentlich von anderen getrennten Kindseltern in der Schweiz. 
Es kann somit nicht von vornherein davon ausgegangen werden, dass die Kindsmutter die alleinige oder über-
wiegende Bezugsperson von C.________ gewesen ist, weshalb es das Friedensgericht für notwendig erach-
tet, anhand weiterer Kriterien zu prüfen, ob die Zustimmung zum Umzug zu erteilen oder abzuweisen ist. (…) 
Aus den Akten ergeht, dass die direkte Familie (Vater, Mutter, Bruder) der Kindsmutter sich vorwiegend in 
E.________ befindet. Ein grosser Teil der Familie väterlicherseits befindet sich in der Schweiz, namentlich die 
Grosseltern sowie ein Onkel und eine Tante. Die familiären Verhältnisse sollten als Kriterium für die Beurtei-
lung des Antrages nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Es ist nicht unüblich, dass grössere Teile der Familien im 
Ausland leben. Dank zahlreichen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten (Internet, Telefon, Videoanrufe, 
soziale Medien) wird der Kontakt mit der Familie kaum mehr verhindert. Hinsichtlich der Stabilität der wirt-
schaftlichen und Wohnverhältnisse ist festzustellen, dass der Kindsvater in der Schweiz über eine Festanstel-
lung und über eine Wohnung verfügt. Er verfügt über ein monatliches Nettoeinkommen von knapp 
CHF 5'000.00 und Schulden, welche er mit monatlichen Raten à CHF 600.00 abbezahlt. Demgegenüber hat 

Kantonsgericht KG
Seite 5 von 12

die Kindsmutter noch keine Wohnung oder Arbeitsstelle in E.________ in Aussicht. Es kann jedoch von der 
Kindsmutter kaum erwartet werden, dass alle Vorkehrungen für den Umzug schon getätigt sind, bevor sie 
überhaupt die Zustimmung der Kindesschutzbehörde erhält. Die Kindsmutter verfügt derzeit über eine Anstel-
lung im Finanzsektor mit einem Bruttolohn von ca. CHF 10'000.00 im Monat. Sie hat ein Vermögen von rund 
CHF 60'000.00 und keine Schulden. Aufgrund ihrer Ausbildung und den gesprochenen Sprachen 
(E.________, Englisch) und dem Umstand, dass sie in E.________ aufwuchs, ist davon auszugehen, dass 
sie in E.________ im gleichen Arbeitsbereich (Finanzsektor) eine Stelle finden wird. Nicht auszuschliessen 
ist, dass sie bei ihrer jetzigen Arbeitgeberin (G.________) bleiben kann, verfügt diese doch auch in 
E.________ über eine Niederlassung und bietet bereits Arbeitskollegen der Kindsmutter die Möglichkeit von 
Homeoffice an. Bei diesen Verhältnissen sollte es ihr daher auch ohne weiteres möglich sein, eine angepasste 
Wohnung und Betreuungsmöglichkeit für die Tochter zu finden. Zusammenfassend ist daher festzuhalten, 
dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Kindsmutter stabiler sind als diejenige des Kindsvaters. Der Kinds-
vater ist der Ansicht, dass der Umstand, dass C.________ kein bzw. nur wenig E.________ spricht, eine 
Kindswohlgefährdung darstellt. Dem kann nicht gefolgt werden. C.________ wurde im 2021 zwei Jahre alt. 
Die Kindsmutter hat in Aussicht auf einen baldigen Umzug gemäss den Aussagen beider Parteien begonnen, 
mit ihr E.________ zu sprechen. Auch ist es gerichtsnotorisch, dass insbesondere kleine Kinder sich neue 
Sprachen sehr schnell aneignen können. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern C.________ in Zukunft Probleme 
haben sollte, sich sprachlich in E.________ zurecht zu finden. C.________ hat zudem keine gesundheitlichen, 
psychologischen oder schulischen Bedürfnisse, die die Errichtung von speziellen Massnahmen notwendig 
machen würden. Selbst wenn dies der Fall wäre, ist davon auszugehen, dass diese Bedürfnisse auch in 
H.________, einem westeuropäischen Staat und EU-Mitglied, abgedeckt werden könnten. Schliesslich muss 
geprüft werden, ob der Umzug nach E.________ das Besuchsrecht des Kindsvaters dermassen einschränken 
würde, dass dadurch auch das Kindswohl von C.________ gefährdet wäre. Es ist nicht bestritten, dass bei 
einem Umzug nach E.________ die bisherigen Kontakte nicht im gleichen Ausmass weitergeführt werden 
können. Eine Autofahrt von I.________ nach E.________ dauert in etwa 9 Stunden, ein Flug dauert in etwa 
1.5 Stunden. Zudem ist sie mit zusätzlichen Mehrkosten verbunden. Ohne diese zusätzlichen Schwierigkeiten 
zu bestreiten kann jedoch angenommen werden, dass das Besuchsrecht weiterhin mittels entsprechenden 
Anpassungen kindswohlgerecht ausgeübt werden kann. Beispielsweise indem dem Kindsvater längere Ferien 
mit der Tochter gewährt werden oder indem eine gerechte, dem Einkommens- und Vermögensstand entspre-
chende Verteilung der Reisekosten vorgenommen wird. Es kann auch auf die schon erwähnten digitalen 
Kommunikationsmittel verwiesen werden. Die Kindsmutter ist zuversichtlich, dass sie zusammen mit dem 
Kindsvater eine Lösung für die Besuche finden wird, so dass ein regelmässiger Kontakt zwischen Vater und 
Tochter beibehalten werden kann. Den Akten ist zudem zu entnehmen, dass sich der Vater auch bereits 
Gedanken gemacht hat, allenfalls in die Nähe der Mutter (Grenze E.________/J.________) zu ziehen. Zusam-
menfassend und nach eingehender Untersuchung der konkreten Umstände des Falles gelangt das Friedens-
gericht zum Schluss, dass bezüglich des Kindswohls von C.________ keine wichtigen Gründe vorliegen, die 
gegen einen Umzug der Kindsmutter mit der Tochter nach E.________ sprechen würden. Das Friedensgericht 
erteilt somit die Zustimmung gemäss Art. 301a Abs. 2 ZGB» (vgl. angefochtener Entscheid, S. 8 f.). 

Bezüglich des persönlichen Verkehrs hielt die Vorinstanz fest, dass davon ausgegangen werde, 
dass sich die Kindseltern nach dem Umzug einvernehmlich, allenfalls mit fachlicher Unterstützung, 
über den persönlichen Verkehr würden einigen können, weshalb diesbezüglich keine Anordnungen 
getroffen würden. Dies rechtfertige sich auch deshalb, weil wichtige Eckpunkte im Leben von 
C.________ noch unklar seien (vgl. angefochtener Entscheid, S. 10). 

2.2. Üben die Eltern die elterliche Sorge gemeinsam aus und will ein Elternteil den Aufenthaltsort 
des Kindes wechseln, so bedarf dies der Zustimmung des andern Elternteils oder der Entscheidung 

Kantonsgericht KG
Seite 6 von 12

des Gerichts oder der Kindesschutzbehörde, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt 
(Art. 301a Abs. 1 Bst. a ZGB).

Bei der Anwendung dieser mit der Sorgerechtsnovelle auf den 1. Juli 2014 in Kraft getretenen Norm 
geht das Bundesgericht davon aus, dass es tendenziell zum Wohl des Kindes ist, weiterhin von der 
Hauptbezugsperson betreut zu werden und folglich mit dieser zu bleiben oder wegzuziehen, soweit 
es nach dem bisher tatsächlich gelebten Betreuungskonzept eine solche gibt, wobei aber auch das 
Alter und der Wunsch des Kindes eine Rolle spielen, weil sein Wille schrittweise mehr Beachtung 
finden soll (BGE 142 III 481 E. 2.7; 142 III 612 E. 4.3). Soweit nach dem bisher gelebten Modell 
beide Elternteile als Hauptbezugspersonen anzusehen sind, wie dies typischerweise bei der alter-
nierenden Obhut der Fall ist, können diese Grundsätze nicht greifen, denn hier ist die Ausgangslage 
gewissermassen neutral (BGE 142 III 481 E. 2.7; 142 III 502 E. 2.5) und es muss im Wesentlichen 
anhand der Kriterien, wie sie auch für die Obhutszuteilung gelten – d.h. in erster Linie die Erzie-
hungsfähigkeit, die tatsächliche Betreuungsmöglichkeit, die Stabilität der Verhältnisse, die Sprache 
und Beschulung des Kindes und je nach Alter auch dessen Äusserungen und Wünsche – über die 
Frage der Verlegung des Aufenthaltsortes entschieden werden (BGE 142 III 481 2.7; 142 III 498 
E. 4.4; 142 III 502 E. 2.5).

2.3. Den Akten kann insbesondere das Folgende entnommen werden: 

Am 2. Oktober 2020 benachrichtigte Dr. K.________, Ärztin am L.________, die Kantonspolizei 
M.________ wegen eines Falles von häuslicher Gewalt. Dem Meldeformular der Polizei kann 
entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin am 1. Oktober 2020 vom Beschwerdeführer 
geschlagen und gewürgt worden sei, nachdem sie sich von ihm nicht massieren lassen wollte. Sie 
habe dabei Prellungen, Schürf- und Kratzwunden sowie Würgemale erlitten. Gemäss ihren Aussa-
gen sei es schon einmal im Jahr 2014 zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Zudem sei es schon 
5 bis 6 Mal vorgekommen, dass sie aus Angst die gemeinsame Wohnung habe verlassen müssen. 
Der Beschwerdeführer habe ihr gegenüber Todesdrohungen geäussert und gesagt, er hätte seine 
Ex-Freundin umgebracht, wäre er damals nicht im Gefängnis gewesen. Mit Strafbefehl vom 25. März 
2021 wurde der Beschwerdeführer diesbezüglich wegen einfacher Körperverletzung zu einer 
bedingten Geldstrafe von 75 Tagessätzen zu je CHF 70.- und einer Verbindungsbusse von 
CHF 1'050.- verurteilt. Aus dem Strafregisterauszug geht zudem hervor, dass er im Jahr 2010 wegen 
Freiheitsberaubung und Entführung, Freiheitsberaubung (erschwerende Umstände), sexuelle Nöti-
gung (mehrfache Begehung) und Vergewaltigung (mehrfache Begehung) zu einer Freiheitsstrafe 
von 8 Jahren verurteilt worden war. 

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2020 reichte die Kantonspolizei M.________ eine Gefährdungsmel-
dung betreffend C.________ ein. Mit Schreiben vom 7. Oktober 2020 teilte die KESB N.________ 
den Kindseltern mit, dass ein Kindesschutzverfahren eröffnet worden sei und beauftragte gleichen-
tags die Fachstelle Abklärung O.________, innert drei Monaten eine Abklärung durchzuführen und 
Bericht zu erstatten. Am 23. Oktober 2020 unterschrieb A.________ einen Vertrag über die Teilnah-
me an einem Lernprogramm bei der M.________ Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt. Das 
Programm begann am 28. Oktober 2020 und umfasste 26 verbindliche Gruppensitzungen mit dem 
Ziel, ein gewaltfreies Verhalten zu erlernen. Gemäss Schreiben vom 5. November 2020 betreffend 
die Regelung des Besuchskontakts zwischen Vater und Kind sei der Kindsvater regelmässig an den 
vorgegebenen Gesprächen erschienen, hätte sich thematisch gut darauf eingelassen und sich 
psychisch sichtlich stabilisiert. Es gäbe keine Anhaltspunkte dafür, dass durch einen Vater-Kind-
Kontakt eine Kindswohlgefährdung entstehen könne. Zudem habe er ein Versprechen unterschrie-
ben, wonach er die Geheimhaltung des Wohnsitzes der Kindsmutter respektieren werde und keine 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-481%3Afr&number_of_ranks=0#page481
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-612%3Afr&number_of_ranks=0#page612
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-481%3Afr&number_of_ranks=0#page481
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-502%3Afr&number_of_ranks=0#page502
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-481%3Afr&number_of_ranks=0#page481
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-498%3Afr&number_of_ranks=0#page498
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&type=highlight_simple_query&page=3&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=142+III+481+301a&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F142-III-502%3Afr&number_of_ranks=0#page502

Kantonsgericht KG
Seite 7 von 12

Nachforschungen anstellen würde. Mit Unterschrift vom 21. Januar 2021 bzw. 25. Januar 2021 
bestätigten die Kindseltern die Regelung des persönlichen Verkehrs zwischen Vater und Tochter 
(zwei Wochenenden pro Monat von Samstag 09 Uhr bis Sonntag 18 Uhr, jeden Donnerstag, zwei 
Wochen Ferien (einzeln zu beziehen) pro Jahr, Feiertage abwechslungsweise). 

Mit Schreiben vom 27. Januar 2021 reichte P.________, Sozialarbeiterin FH, den Abklärungsbericht 
bei der KESB N.________ ein. Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die Kindseltern örtlich 
getrennt hätten, der Kindsvater sich therapeutisch begleiten liesse, die Kommunikation zwischen 
den Kindseltern wiederhergestellt sei und dass es keine Hinweise auf eine Kindswohlgefährdung 
gebe. Mit Schreiben vom 20. Mai 2021 teilte die KESB N.________ den Kindseltern mit, das Verfah-
ren werde ohne Anordnung einer Massnahme abgeschlossen. 

Am 1. und 3. Juli 2021 kam es allerdings zu neuen Vorkommnissen zwischen den Kindseltern, wobei 
dem Beschwerdeführer vorgeworfen wurde, den Wohnsitz der Beschwerdegegnerin ausfindig 
gemacht zu haben und in den benachbarten Wohnblock gezogen zu sein. Er habe sich dann einen 
gewaltsamen Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft und habe sie 10 Minuten in der Wohnung festge-
halten. Mit Strafbefehl vom 15. Februar 2022 wurde der Beschwerdeführer des Hausfriedensbruchs 
(mehrfach begangen), der Nötigung, des Fahrens in angetrunkenem Zustand (Motorfahrzeug, quali-
fizierte Atem- und Blutalkoholkonzentration) und der Verletzung der Verkehrsregeln für schuldig 
befunden und zu einer unbedingten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu je CHF 70.- und einer Busse 
von CHF 100.- verurteilt, zzgl. Verfahrenskosten. 

Anlässlich der Anhörung vom 25. August 2021 durch das Friedensgericht führte der Beschwerde-
führer namentlich aus, die Kindsmutter betreue die Tochter gut. C.________ merke jedoch, dass die 
Eltern nicht mehr zusammen seien. Er habe ein tolles Verhältnis zur Tochter und würde sie vermis-
sen, wenn sie nicht bei ihm sei. Das Verhältnis zur Kindsmutter beschrieb er als schwierig. Das Wohl 
der Tochter werde seiner Ansicht nach bei einem Umzug nach E.________ gefährdet. C.________ 
sei seit dem Vorfall im Oktober 2020 umhergerissen worden und habe sich nun endlich in I.________ 
eingelebt. Nun solle sie nochmals aus diesem Kreis gerissen werden. Sie habe ausserdem mehrere 
Verwandte in der Schweiz, wohingegen in E.________ die Kindsmutter nur Kontakt mit ihrer Mutter 
und einer Kollegin habe. Die Kindsmutter habe zudem Mühe mit ihrer Schwägerin, weshalb sie ihren 
Bruder zwar besuche, aber nicht bei ihm übernachte. Sie übernachte bei ihrer Freundin, welche zwei 
Kinder aus verschiedenen Beziehungen habe. Er habe das Gefühl, dass wenn die Kindsmutter mit 
C.________ wegziehen würde, diese den Kontakt abrechen würde. Er denke nicht, dass sie eine 
Lösung finden würden.

Die Beschwerdegegnerin führte am 25. August 2021 ihrerseits aus, der Tochter gehe es gut. Sie 
habe ein normales Mutter-Tochter-Verhältnis. Auch denke sie, dass die Tochter mit dem Kindsvater 
sehr glücklich sei. Sie frage viel nach ihm und vermisse ihn. Er schaue gut zu ihr. Sie wisse, dass 
der Vater sein Kind liebe. Mit ihm habe sie nur noch wegen der Tochter Kontakt. Die diesbezüglichen 
Kontakte würden gut klappen. Es sei schon 2014 – als sie in die Schweiz gezogen sei – ihre Absicht 
gewesen, nach E.________ zurückzugehen. Sie sei nur in der Schweiz geblieben, weil der Kinds-
vater das Land aufgrund der Gefängnisstrafe nicht habe verlassen dürfen. Ihre Eltern, Familie und 
Freunde würden in E.________ wohnen, deshalb wolle sie in dieses Land gehen. Es wäre für sie in 
Ordnung, wenn der Kindsvater am gleichen Ort oder in der Nähe wohnen würde, jedoch nicht unter 
dem gleichen Dach. Sie habe weiterhin Angst vor ihm, habe aber in der Schweiz niemanden 
anderes, an den sie sich wenden könne. In E.________ habe sie einen Bruder und eine Kollegin, 
die beide Kinder hätten. Zudem könne sie ihr Vater unterstützen. Ihre Schwester sei von ihrem Part-
ner getötet worden, weshalb ihre Mutter an einer Depression leide. Diese seien aufgrund des Vorfalls 

Kantonsgericht KG
Seite 8 von 12

zwischen den Kindseltern im Oktober 2020 wieder stärker geworden. Sie arbeite im Finanzsektor 
und es sei daher sehr wahrscheinlich, dass sie in E.________ eine Arbeitsstelle finden könne. 
Zurzeit arbeite sie bei G.________ und sie könnte eventuell auch weiter für diese Firma arbeiten. 
Was die Betreuung der Tochter angehe, so würde sie auch in E.________ 3 Tage in die Kita gehen. 
Sie wolle ihr Pensum auf 80% reduzieren. Auch ihr Bruder und ihre Freundin könnten sie unterstüt-
zen. Falls das Friedensgericht die Zustimmung zum Umzug erteile, so habe sie das Gefühl, dass 
sie sich mit dem Kindsvater bezüglich des Kontaktrechts einigen könne. Sie wolle den Kindsvater 
nicht von der Tochter trennen. Wenn der Kindsvater nach J.________ ziehen würde, hoffe sie, dass 
das Kontaktrecht im bisherigen Rahmen stattfinden könne. 

2.4. Der Schluss der Vorinstanz, dass nicht von vornherein davon ausgegangen werden kann, 
dass die Kindsmutter die alleinige oder überwiegende Bezugsperson von C.________ war bzw. ist, 
weshalb anhand weiterer Kriterien zu prüfen ist, ob die Zustimmung zum Umzug zu erteilen oder 
abzuweisen ist, ist aufgrund der Akten nicht zu beanstanden. 

Zurzeit wird das bald 3-jährige Mädchen am Dienstag von seiner Mutter und am Donnerstag von 
seinem Vater betreut. Am Montag, Mittwoch und Freitag steht es unter der Obhut der Mutter, 
verbringt aber den Tag in der Kita. Es verbringt in der Regel jedes zweite Wochenende beim Vater, 
ausser wenn dieser arbeiten muss. Anlässlich der Anhörung vom 25. August 2021 teilte die 
Beschwerdegegnerin mit, dass der Kindsvater seine Tochter mehr als gemäss Vereinbarung vom 
21.-25. Januar 2021 betreue. Der Beschwerdeführer sagte seinerseits aus, dass er C.________ 
weniger sehe als die Kindsmutter. Das Kind verbringt unbestrittenermassen mehr Nächte bei der 
Mutter als beim Vater. Die Bindung Mutter-Kind kann somit als etwas stärker eingestuft werden als 
die Bindung Vater-Kind.

Den Akten kann nicht entnommen werden, dass die Kindseltern nicht erziehungsfähig wären. 
Gemäss den Abklärungen der Sozialarbeiterin P.________ vom 27. Januar 2021 sorgen beide 
Elternteile sehr gut für C.________, was beide anlässlich der Anhörung vom 25. August 2021 denn 
auch bestätigten («Die Mutter betreut C.________ gut», «Er schaut sehr gut zu C.________»). 

Was die tatsächlichen Betreuungsmöglichkeiten anbelangt, kann das Folgende festgehalten 
werden: Die Kindsmutter arbeitet zurzeit zu 100% im Finanzsektor. Am Dienstag arbeitet sie im 
Homeoffice. Sollte ihr die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel mit ihrer Tochter gegeben werden, will 
sie ihr Arbeitspensum auf 80% reduzieren. Sie geht davon aus, dass sie in E.________ leicht eine 
neue Arbeit finden würde. Der Kindsvater arbeitet momentan zu 100% im Pflegebereich. Aufgrund 
der Schichtarbeit kann er jeweils am Donnerstag seine Tochter betreuen bzw. einspringen, wenn 
die Kindsmutter am Dienstag verhindert ist; hingegen muss er zumindest teils auch am Wochenende 
arbeiten. Sollte ihm die Obhut über C.________ übertragen werden, kann er sich auch vorstellen, 
sein Pensum auf 80% reduzieren. So oder anders verbringt C.________ schon heute mehrere Tage 
in der Woche in der Kita, was auch gemäss Ausführungen der Kindsmutter vom 25. August 2021 in 
Zukunft der Fall sein wird. Sollte die Obhut dem Kindsvater übertragen werden, lässt dieser ausfüh-
ren, seine in Q.________ wohnhaften Eltern seien gewillt, ihn in den alltäglichen Angelegenheiten 
wo möglich zu unterstützen. Bei diesem Kriterium lässt sich kein deutlicher Unterschied zwischen 
den Kindseltern erkennen: Beide Elternteile arbeiten viel und sind so oder anders auf Fremdbetreu-
ung angewiesen, was für das Kind nichts Neues ist und ihm soweit ersichtlich auch nicht schadet. 
Zu erwähnen ist überdies, dass bei keinem Elternteil die Familie in der unmittelbaren Umgebung 
wohnt bzw. wohnen wird, so dass sie die Fremdbetreuung im Alltag an Dritte übergeben werden 
müssen, wie dies schon heute der Fall ist (z.B. Kita).  

Kantonsgericht KG
Seite 9 von 12

Was die Stabilität der Verhältnisse betrifft, kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, wenn 
er ausführen lässt, in E.________ erwarte das Kind bezüglich Wohnung, Jobsituation und fehlender 
familiärer Strukturen eine äusserst unsichere Zukunft. Der Wegzug der Kindsmutter ist in der Tat so 
oder anders mit Veränderungen für das bald 3-jährige Mädchen verbunden. Bleibt es bei seinem 
Vater, so kann es zwar weiterhin in die selbe Kita gehen und den Kontakt zu der in der Schweiz 
wohnhaften Familie väterlicherseits behalten; es verliert aber den bisher gelebten, fast täglichen 
engen Kontakt zur Mutter. Bei einem Umzug nach E.________ behält C.________ diesen Kontakt 
zur Mutter, verliert aber den mehrmals wöchentlichen persönlichen Kontakt zum Vater; auch die 
Kontakte zur Familie in der Schweiz verringern sich; hingegen könnte sie mehr Kontakte mit der 
(kleineren) Familie mütterlicherseits knüpfen bzw. pflegen. In Bezug auf den Wechsel der Kita und 
der Wohnung ist anzumerken, dass das Kind noch sehr jung ist und dementsprechend mehr perso-
nen- als umgebungsbezogen ist. Was die finanziellen Verhältnisse angeht, sind jene der Beschwer-
degegnerin mit einem Einkommen von rund CHF 10'000.- pro Monat und Ersparnissen (rund 
CHF 60'000.-) allgemein besser als jene des Beschwerdegegners, welcher monatlich rund 
CHF 4'500.- verdient und Schulden von ca. CHF 10'000.- abbezahlen muss; zwar geht er davon 
aus, dass die Kindsmutter ihm bei einer Obhutszuteilung einen Unterhaltsbeitrag für die Tochter 
bezahlen wird, allerdings führt er auch aus, dass er sich vorstellen kann, sein Arbeitspensum auf 
80% zu reduzieren; zu den Schulden bringt er schliesslich vor, diese würden auch die Beschwerde-
gegnerin betreffen; letztere lässt ihrerseits ausführen, der Kindsvater habe sich bisher nie am 
Kindesunterhalt beteiligt. 

Betreffend Sprache und Beschulung des Mädchens kann dem Friedensgericht zugestimmt werden, 
wenn es festhält, dass es gerichtsnotorisch ist, dass insbesondere kleine Kinder sich neue Sprachen 
sehr schnell aneignen können und es nicht ersichtlich ist, inwiefern C.________ in Zukunft Probleme 
haben sollte, sich sprachlich in E.________ zurecht zu finden, zumal die Beschwerdegegnerin ihr 
diese Sprache bereits beibringt. Auch was die Beschulung angeht, ist zwischen der Schweiz und 
E.________ kein massgebender Unterschied auszumachen. Die Lebensqualität ist in beiden 
Ländern vergleichbar.

Den Akten kann nicht entnommen werden, dass die Beschwerdegegnerin ohne plausible Gründe 
bzw. ausschliesslich zur Vereitelung von Kontakten zwischen der Tochter und dem Vater nach 
E.________ zurückgehen möchte. Daran vermag auch die Tatsache, dass sie noch nicht weiss, 
wohin genau sie ziehen wird und noch keine neue Arbeit hat, nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz 
korrekt festgehalten hat, kann von der Kindsmutter kaum erwartet werden, dass alle Vorkehrungen 
für den Umzug schon getätigt sind, bevor sie überhaupt die Zustimmung der Kindesschutzbehörde 
erhalten hat. In Bezug auf die Kriterien der Bindungsfähigkeit zum Kind und der Bindungstoleranz 
gegenüber dem anderen Elternteil, kann den Kindseltern bisher ein gutes Zeugnis ausgestellt 
werden: Obschon ihr Verhältnis äusserst schwierig ist und sie an der Sitzung des Friedensgerichts 
getrennt voneinander angehört werden mussten, waren bzw. sind sie namentlich in der Lage, die 
Betreuung ihrer Tochter zu organisieren (z.B. die Kindsmutter überlässt die Tochter dem Kindsvater 
mehr als in der Vereinbarung vorgesehen; der Kindsvater springt ein, wenn die Kindsmutter verhin-
dert ist) und beide bestätigen, dass der andere Elternteil gut für C.________ sorgt. 

Schliesslich ist bei einem noch nicht einmal 3-jährigen Mädchen das Kriterium seiner Wünsche nicht 
zu prüfen. 

Unter Berücksichtigung sämtlicher Kriterien kommt der hiesige Hof zum Schluss, dass beim 
Entscheid, der Kindsmutter die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel mit C.________ zu erteilen, 
weder eine Rechtsverletzung, noch eine unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-

Kantonsgericht KG
Seite 10 von 12

heblichen Sachverhalts oder Unangemessenheit zu erkennen ist. Somit ist der angefochtene 
Entscheid diesbezüglich zu bestätigen.

2.5. Hingegen kann der Vorinstanz nicht zugestimmt werden, wenn sie den persönlichen Kontakt 
Vater-Tochter ungeregelt lässt. Es mag zutreffen, dass wichtige Eckpunkte noch unklar sind. Diese 
sind jedoch zu prüfen und sodann eine Regelung betreffend Kontakte (z.B. Telefon, Videoanrufe), 
Besuche und Ferien vorzusehen (vgl. Art. 301a Abs. 5 ZGB), dies jeweils mangels anderweitiger 
Parteivereinbarung. Dabei wird namentlich zu prüfen sein, ob der Kindsvater wie angetönt allenfalls 
auch umzieht oder ob er in der Schweiz bleibt. 

In diesem Punkt ist die Beschwerde gutzuheissen. Die Angelegenheit ist an das Friedensgericht 
zurückzuweisen, damit es nach Gewährung des rechtlichen Gehörs und weiteren Abklärungen 
seinen Entscheid vom 13. Dezember 2021 diesbezüglich ergänzt. 

3.

Der Beschwerdeführer beantragt die Gewährung der vollständigen unentgeltlichen Rechtspflege für 
das Beschwerdeverfahren.

Nach Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht über 
die erforderlichen Mittel verfügt (Bst. a) und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Bst. b). 
Die unentgeltliche Rechtspflege kann ganz oder teilweise gewährt werden (Art. 118 Abs. 2 ZPO).

Den eingereichten Unterlagen kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer einen monat-
lichen Nettolohn von rund CHF 4'900.- erzielt, inkl. 13. Monatslohn. Seine Auslagen belaufen sich 
auf mindestens CHF 4'343.- pro Monat (Grundbetrag + Zuschlag 25%: CHF 1'500.-; Wohnkosten: 
CHF 1'375.-; KVG-Prämie: CHF 398.-; Arbeitsweg: CHF 250.-; auswärtige Verpflegung: CHF 220.-; 
Abzahlung Schulden: CHF 600.-). Hinzu kommen noch die Kosten betreffend Kinderbetreuung und 
die Steuern. Vermögen hat er keines, jedoch Schulden. Unter diesen Umständen kann der 
Beschwerdeführer als mittellos erachtet werden. Seine Rechtsbegehren erschienen zudem nicht 
von vornherein aussichtslos. Ihm wird demnach für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche 
Rechtspflege gewährt (Art. 117 ZPO). 

4.

4.1. Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten der betroffenen Person. Art. 108 ZPO, wonach unnö-
tige Prozesskosten zu bezahlen hat, wer sie verursacht hat, bleibt vorbehalten. Parteikosten können 
zugesprochen werden, soweit das Verfahren einen Konflikt privater Interessen betrifft (Art. 6 Abs. 1 
und 3 KESG).

Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt. Hat keine Partei vollständig obsiegt, 
so werden die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens verteilt (Art. 106 Abs. 1 und 2 
ZPO). Das Gericht kann von diesen Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozesskosten nach 
Ermessen verteilen, namentlich in familienrechtlichen Verfahren oder wenn andere besondere 
Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen 
lassen (Art. 107 Abs. 1 Bst. c und f ZPO).

4.2. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Gerichtskosten von CHF 600.- den Parteien 
hälftig aufzuerlegen. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Kantonsgericht KG
Seite 11 von 12

4.3. Die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen wird 
auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der Angelegen-
heit festgesetzt (Art. 57 Abs. 1 Justizreglement vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Zu 
berücksichtigen sind namentlich die Anzahl der Besprechungen und Verhandlungen, an denen der 
Rechtsbeistand teilgenommen hat, sowie das erzielte Ergebnis und die Verantwortung, die ihm 
zukam. Der Stundenansatz des amtlichen Rechtsbeistandes liegt bei CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR). 
Gemäss Art. 58 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum Selbst-
kostenpreis verrechnet (Abs. 1). Vorbehalten bleiben die folgenden Bestimmungen: Die Kosten für 
Kopien, Portos und Telefonate werden pauschal auf 5 % der Grundentschädigung festgelegt (Abs. 
2). Korrespondenz und Telefongespräche, die zur Führung des Prozesses notwendig waren und 
den Rahmen einer einfachen Aktenverwaltung nicht überschreiten, insbesondere Übermittlungs-
schreiben, Gesuche um Fristerstreckung oder um Verschiebung einer Verhandlung, geben einzig 
Anspruch auf ein Pauschalhonorar von höchstens CHF 500.-, ausnahmsweise CHF 700.- (Art. 67 
JR per Analogie). Die Mehrwertsteuer beträgt 7.7 % (Art. 25 MWSTG).

Rechtsanwältin Baumgartner macht einen Aufwand von 11.33 Stunden geltend. Für die 10-seitige 
Beschwerde, zzgl. URP-Gesuch, werden insgesamt 8.84 Stunden verrechnet, was insbesondere 
aufgrund des vorliegend nötigen Arbeitsaufwands und des Schwierigkeitsgrads der Angelegenheit 
etwas überhöht ist. Ein Aufwand von rund 6 Stunden erscheint in casu angemessener, so dass das 
Honorar auf CHF 1'528.20 (8.49 Stunden zu CHF 180.-) festzusetzen ist. Hinzu kommen die Ausla-
gen (5 %, d.h. CHF 76.40) und die MwSt. (7.7 %, d.h. CHF 123.55). Rechtsanwältin Baumgartner 
wird demnach eine angemessene Entschädigung von CHF 1'728.15, inkl. MwSt., zugesprochen.

(Dispositiv auf der folgenden Seite)

Kantonsgericht KG
Seite 12 von 12

Der Hof erkennt: 

I. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. 

Der Kindsmutter, B.________, wird die Zustimmung zum Wohnsitzwechsel nach D.________ 
oder nähere Umgebung (E.________) zusammen mit ihrer Tochter C.________ erteilt. 

Des Weiteren wird die Angelegenheit zur Ergänzung des Entscheides vom 13. Dezember 
2021 im Sinne der Erwägungen an das Friedensgericht des Sensebezirks zurückgewiesen.

II. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird gutgeheissen. 
Folglich wird A.________ die vollständige unentgeltliche Rechtspflege gewährt, unter Beiord-
nung von Rechtsanwältin Daniela Baumgartner als amtliche Rechtsbeiständin.

III. Die Gerichtskosten von CHF 600.- werden den Parteien je hälftig auferlegt, unter Vorbehalt 
der A.________ gewährten unentgeltlichen Rechtspflege. 

IV. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

V. Die angemessene Entschädigung von Rechtsanwältin Daniela Baumgartner als amtliche 
Rechtsbeiständin von A.________ wird auf CHF 1'728.15, inkl. Mehrwertsteuer zu 
CHF 123.55, festgesetzt.

VI. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Freiburg, 27. April 2022/swo

Die Präsidentin: Die Gerichtsschreiberin: