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**Case Identifier:** 48e67f63-8bff-5abf-936f-f6179ea2987d
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 2. Abteilung O2K-24-3
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_002_O2K-24-3_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführerin 1 A. 

 

 

Beschwerdeführerin 2 B. 

 

 

Vorinstanz Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Appenzell 

Ausserrhoden (KESB), Gutenberg Zentrum, 

Kasernenstrasse 4, Postfach 1259, 9102 Herisau 

 

 

Beigeladener 1 C. 

 

 

Beigeladene 2 D. 

 

 

Gegenstand Ernennung Vormund  

Beschwerde gegen den Entscheid der Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Appenzell Ausserrhoden vom 

14. März 2023 (recte 2024) 

 

 

  

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
2. Abteilung 

 

Urteil vom 25. Juni 2024 
 

 

 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser 

Oberrichter M. Winiger, M. Müller, R. Kläger, F. Windisch 

Obergerichtsschreiberin B. Badilatti 

 

 

Verfahren Nr. O2K 24 3 

 

 

Ort des Entscheids Trogen 

 

 

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Rechtsbegehren 
 
a) der Beschwerdeführerinnen (sinngemäss): 

 
1. Der Entscheid der Vorinstanz vom 14. März 2023 (recte 2024) sei in der Ziffer 3 

aufzuheben. 

2. A. sei als Vormundin für Nasciturus E. zu ernennen. 

 

 

b) der Vorinstanz: 

 

1. Die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. 

 

 

c) der Beigeladenen: 

 

Keine Anträge 

 

 
 
Sachverhalt 

 

A. B., geboren am XX.XX.2009, ist die minderjährige Tochter von A. Da B. und C. (geboren 

am XX.XX.2008) ein Kind erwarteten (errechneter Geburtstermin: 27. März 2024), eröffnete 

die KESB Appenzell Ausserrhoden am 24. Januar 2024 ein Abklärungsverfahren (act. 6/3). 

Dabei ging es insbesondere darum, für das ungeborene Kind eine Vormundin zu ernennen. 

Die KESB holte am 14. Februar 2024 bei F., Familienplanungsstelle G., telefonisch 

Informationen über die werdenden Eltern ein (act. 6/9). Der Gynäkologe von B., dipl. med. 

H., reichte der KESB am 16. Februar 2024 einen kurzen Bericht ein (act. 6/20). Am 20. 

Februar 2024 fand mit B. und A. eine persönliche Besprechung statt. Dabei erklärte A., 

dass sie bereit sei, die Vormundschaft für das ungeborene Kind zu übernehmen (act. 6/10). 

Am 22. Februar 2024 traf sich die KESB mit C. und seiner Mutter, D. (act. 6/13). Am 27. 

Februar 2024 besprach die KESB mit I., Psychotherapeutin des KJPD G., die Situation von 

B. (act. 6/15). Die KESB besuchte am 28. Februar 2024 in Anwesenheit von B., A. und C. 

das Haus der Familie E. (act. 6/14). Am 6. März 2024 fand erneut eine Besprechung mit B. 

und A. statt. Gleichentags erklärten sich B. und A. mit der Ernennung einer Vormundin der 

Berufsbeistandschaft nicht einverstanden und schlugen vor, die Grossmutter, also A., als 

Vormundin zu ernennen (act. 6/18 und 19). C. anerkannte am 13. März 2024 die Vaterschaft 

zum ungeborenen Kind (act. 6/23).  

 

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B. Am 14. März 2023 (recte 2024) entschied die KESB Folgendes (act. 6/27): 

 

1. Für Nasciturus E. wird per Geburtsdatum einen Vormund (Art. 327a ZGB) ernannt. 

2. Der Vormund hat Aufgaben und Kompetenzen (Art. 327c Abs. 1 ZGB), Nasciturus E. mit 

Ausnahme der persönlichen Erziehungspflicht in allen Angelegenheiten der elterlichen 

Sorge zu vertreten, insbesondere in folgenden Angelegenheiten: 

a. Sicherstellung der Pflege und Erziehung/Bildung, samt Finanzierung 

b. Bestimmung des Aufenthaltsortes 

c. Förderung und Schutz der körperlichen, geistigen und sittlichen Entfaltung 

d. Entscheide über religiöse Erziehung 

e. Umfassende rechtliche Vertretung samt Verwaltung des Kindesvermögens 

3. J. (Regionale Beistandschaft Appenzeller Vorderland) wird zur Vormundin für Nasciturus 

E. ernannt (Art. 327a ZGB).  

4. Die Vormundin wird aufgefordert:  

a. sich zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaffen, mit den Eltern, 

den Grosseltern und Nasciturus E. persönlich Kontakt aufzunehmen und Dritte soweit 

über das Bestehen der Vormundschaft und deren Wirkung zu informieren, wie es für 

die Erfüllung der Aufgaben erforderlich ist; 

b. per Geburtsdatum von Nasciturus E. ein Inventar über die zu verwaltenden 

Vermögenswerte aufzunehmen und innert 2 Monaten nach Erhalt der 

Ernennungsurkunde der KESB einzureichen." 

5. […]. 

 

Einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid wurde die aufschiebende Wirkung 

entzogen.  

 

C. Gegen den Entscheid vom 14. März 2023 (recte 2024) erhoben A. (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin 1) und B. (nachfolgend: Beschwerdeführerin 2) am 21. März 2024 

Beschwerde beim Obergericht mit dem sinngemässen Antrag, die Ernennung von J. als 

Vormundin für Nasciturus E. sei aufzuheben und die Beschwerdeführerin 1 sei als 

Vormundin zu ernennen (act. 1). Am XX.XX.2024 wurde K. geboren (act. 6/39). Am 6. Mai 

2024 reichte die KESB (nachfolgend: Vorinstanz) eine Stellungnahme sowie die Akten ein 

(act. 5 und 6). Die Beigeladenen liessen sich nicht vernehmen. Die Parteien wurden mit 

Verfügung vom 15. Mai 2024 darauf hingewiesen, dass weder ein zweiter Schriftenwechsel 

noch eine mündliche Verhandlung angeordnet wird (act. 7). 

 

Auf die Ausführungen in den vorstehend angeführten Eingaben wird, soweit erforderlich, im 

Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

  

 

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Erwägungen 

 

1. Formelles 

1.1. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann Beschwerde beim zuständigen 

Gericht erhoben werden (Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 

10. Dezember 1907 [ZGB, SR 210]). Nach Art. 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über 

die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (EG zum ZGB, bGS 211.1) ist das 

Obergericht für die Behandlung solcher Beschwerden zuständig. Die örtliche Zuständigkeit 

richtet sich nach dem Wohnsitz der betroffenen Person (Art. 442 Abs. 1 ZGB in Verbindung 

mit Art. 66 Abs. 1 EG ZGB). Die örtliche Zuständigkeit des Obergerichts ist vorliegend 

gegeben. Die sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 66 EG zum ZGB in Verbindung 

mit Art. 28 Abs. 1 lit. a des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31). 

 

Die Prozessvoraussetzungen sind auch hinsichtlich der Form- und Fristerfordernisse erfüllt 

(Art. 450 Abs. 3 und Art. 450b Abs. 1 ZGB).  

 

 

1.2. Im Beschwerdeverfahren wurde B. fälschlicherweise als Beigeladene bezeichnet. Da sie 

die Beschwerde zusammen mit der Mutter unterzeichnet hat, tritt sie im Verfahren jedoch 

als Beschwerdeführerin auf. Insoweit ist das Rubrum zu berichtigen. Strittig ist die 

Vormundschaft über ihr eigenes Kind und damit die befristete Ausübung der elterlichen 

Sorge. B. ist trotz ihrer Unmündigkeit aufgrund der höchstpersönlichen Angelegenheit 

prozessfähig und im konkreten Fall befugt, Beschwerde zu erheben (Art. 67 Abs. 3 lit. b 

ZPO: KRISTINA TENCHIO, Basler Kommentar ZPO, 3. Aufl. 2017, N. 24 zu Art. 67 ZPO). 

Auch die Beschwerdeführerin 1 ist befugt, Beschwerde zu erheben (Art. 450 Abs. 2 ZGB).  

 

 

1.3. Im Beschwerdeverfahren kommen neben den Bestimmungen des Zivilgesetzbuches die 

kantonalrechtlichen Verfahrensregeln des EG zum ZGB zur Anwendung. Unter Vorbehalt 

abweichender Regelungen in den vorgenannten Erlassen richtet sich das Verfahren im 

Übrigen gemäss Art. 64 Abs. 1 EG zum ZGB nach dem Gesetz über die Verwaltungs-

rechtspflege (VRPG, bGS 143.1). Subsidiär gilt nach Art. 450f ZGB die Zivilprozessordnung 

(ZPO, SR 272).  

 

 

1.4. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unrichtige oder unvollständige Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 450a Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZGB). Von der beschwerdeführenden Partei 

 

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ist darzulegen und aufzuzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft 

erachtet wird. Sie muss sich sachbezogen mit den Entscheidgründen des angefochtenen 

Entscheides auseinandersetzen und darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch 

angewendet bzw. den Sachverhalt unrichtig festgestellt haben soll. Dies gilt auch im 

Bereich der Untersuchungsmaxime (BGE 141 III 569 E. 2.3.3). Die Beschwerdeinstanz 

prüft den erstinstanzlichen Entscheid von Amtes wegen unter Anwendung der 

Untersuchungs- und Offizialmaxime, wobei sie sich in der Regel nur auf den Umfang der 

Beschwerde beschränkt, nötigenfalls aber auch darüber hinausgeht (BGE 139 III 257 

E. 4.3).  

 

 

2. Materielles 

2.1. Vorliegend ist unbestritten, dass gemäss Art. 296 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 327a ZGB für K. 

eine Vormundin zu ernennen ist. Angefochten ist die Ernennung von J. als Vormundin. Die 

Beschwerdeführerin 1 und Grossmutter von K. sieht sich selbst als geeignetere 

Vormundsperson. Somit ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die Beschwerdeführerin 1 zu Recht 

nicht als Vormundin ernannt hat.  

 

 

2.2. Vorbringen der Beschwerdeführerinnen 

Die Beschwerdeführerinnen legen dar, dass die Beschwerdeführerin 1 bereits vieles 

abgeklärt, alle notwendigen Sachen für das Kind organisiert und alles für einen guten Start 

für das Kind bereit gemacht habe. Sie habe auch versucht, Unterstützungsmöglichkeiten 

für zwei minderjährige Eltern ausfindig zu machen. Den Vorschlag, dass die jungen Eltern 

zum Sozialamt gehen könnten, würden aber beide Eltern nicht wollen. Sie seien 

einverstanden damit, die werdenden Eltern finanziell zu unterstützen. Sie würden nicht 

wissen, was ein externer Vormund noch helfen könnte. Die Beschwerdeführerin 1 habe 

bereits in der Vergangenheit um Alimente kämpfen müssen und wisse, an wen sie sich 

wenden müsste (act. 1, S. 1). Es sei ein guter Schritt für die Zukunft und nichts Verwerf-

liches, wenn die Beschwerdeführerin 2 in der Therapie gestärkt werde und sie einen guten 

Halt finde. Ausserdem seien sie betreffend Betreuung von K. einen Schritt weiter. Sie 

würden die Betreuung des Säuglings nicht unterschätzen. Sie, die Beschwerdeführerin 1, 

habe bereits vier Kinder und wisse, worauf zu achten sei. Da die Schwangerschaft 

ungeplant gewesen sei, habe auch die Planung der Betreuung ein bisschen länger 

gedauert, zumal bei ihr ein Wechsel der Vorgesetzten angestanden habe. Von ihrer 

künftigen Chefin erhalte sie nun grosse Unterstützung. Dies sei vorher nicht so gewesen. 

Die Familie von C. werde einen Tag der Betreuung abdecken, sodass erneute 20% 

abgedeckt seien. Auch könne sie K. zu einigen Kundinnen mitnehmen. Es sei somit alles 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-141-III-569

 

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geregelt und geplant und komme in die richtige Bahn. Die Familie sei sehr zuversichtlich. 

Schliesslich weisen die Beschwerdeführerinnen darauf hin, dass I. vom KJPD sehr 

schockiert gewesen sei, dass die Beschwerdeführerin 1 die Vormundschaft nicht erhalten 

habe. Sie habe extra in den Bericht geschrieben, dass die Beschwerdeführerin 2 keine 

psychische Erkrankung habe, sondern dass alles den Umständen zuzuschreiben sei (act. 

1, S. 2). 

 

 

2.3. Die Vorinstanz begründet den Entscheid damit, dass der Beschwerdeführerin 1 

verschiedene Rollen zufallen würden. Sie sei die Mutter der Beschwerdeführerin 2 und 

gleichzeitig Vormundin ihres Enkelkindes und Logisgeberin. Sie sei – Unterhaltszahlungen 

des Vaters vorbehalten – für die Finanzierung des Unterhalts der Beschwerdeführerin 2 

und ihren Geschwistern sowie zumindest teilweise derjenigen von K. zuständig. Sie hätte 

unter Umständen Entscheidungen gegen ihre Tochter und für ihr Enkelkind zu treffen, was 

zu einem Rollenkonflikt führen könnte. Auch wenn es zwischen den Eltern von K. zu 

Konflikten kommen würde, käme es bei der Beschwerdeführerin 1 zu einer Interessens-

kollision. Zudem erschwere es die Erziehungsrolle gegenüber der Beschwerdeführerin 2 

(act. 2, S. 2). Die Beschwerdeführerin 2 habe aufgrund der (vorübergehenden) Trennung 

von C. eine akute psychische Krise mit Suizidgedanken gehabt. Seither habe sie sich in 

Therapie bei I. wieder stabilisieren können. Die Grundproblematik bestehe aber weiterhin. 

Auf die Beschwerdeführerin 2 würde mit der Geburt ihres Kindes und dem Beginn der Lehre 

als MPA im August 2024 eine Mehrbelastung zukommen. Es sei wichtig, dass die 

Beschwerdeführerin 2 psychisch stabil bleibe (act. 2, S. 3; act. 5). 

 

Die Beschwerdeführerin 1 werde ab Lehrbeginn ihrer Tochter einen Grossteil der 

Betreuungsaufgaben für K. übernehmen. Sie sei bereits mit der Betreuung, Erziehung und 

Förderung ihrer eigenen Kinder sehr gefordert; die Beschwerdeführerin 1 sei allein-

erziehende Mutter von vier minderjährigen Kindern, wobei die Beschwerdeführerin 2 die 

Älteste sei. Die Beschwerdeführerin 1 arbeite als selbständige Kosmetikerin und in einem 

Pensum von 40% beim […].  Es mache den Anschein, dass die zusätzliche Belastung der 

Beschwerdeführerin 1 mit der für sie angedachten umfangreichen Betreuungsrolle von der 

Familie unterschätzt werde. Dies ergebe sich auch aus der Beschwerdeschrift selbst. So 

würden sich die Beschwerdeführerinnen gegen eine finanzielle Unterstützung durch das 

Sozialamt aussprechen, wobei die Interessen von K. im Hintergrund bleiben würden. Der 

Beschwerde sei der starke Wunsch zu entnehmen, alles innerhalb der Familie zu halten. 

Dies sei auf den ersten Blick nachvollziehbar, zeige aber auch auf, dass damit der Blick für 

die Möglichkeiten und Bedürfnisse von K. (und seiner Mutter) eingeengt sei. Denn die 

Vormundin könne etwa nötigenfalls die Finanzierung einer externen Betreuung 

 

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organisieren, administrative Aufgaben erledigen oder mit Gesuchen an Stiftungen etwas 

"Luft" verschaffen. Zudem würden die Eltern von C., D. und M., 20% der Betreuung von K. 

übernehmen wollen/sollen. Für D. und M. beständen jedoch Erwachsenen-

schutzmassnahmen, während für die Kinder, auch für C., Kindesschutzmassnahmen 

bestehen würden. Dies schliesse eine Betreuung von K. durch die Grosseltern zwar nicht 

aus, seien aber ein Hinweis, dass die Betreuung differenzierter zu beurteilen sei, als dies 

von der Beschwerdeführerin 1 bisher getan worden sei (act. 2, S. 3; act. 5, S. 2). Es bestehe 

die Gefahr, dass auch die Beschwerdeführerin 1 in eine Überforderungssituation komme 

und das ganze Familiensystem belastet werde. Aus diesen Gründen sei es notwendig, dass 

eine externe Fachperson als Vormund für K. ernannt werde. Damit würden mögliche 

Überlastungen bei den Beschwerdeführerinnen frühzeitig erkannt werden und sie könnten 

bei der Organisation und der Finanzierung von Entlastungsmassnahmen unterstützt 

werden. Die Vorinstanz betont weiter, dass die Vormundin die Eltern und Grosseltern in 

ihre Entscheidungen einzubeziehen habe und keine Entscheidungen über den Kopf der 

Familie hinweg vornehmen solle (act. 2, S. 3).  

 

 

2.4. Zur Rechtsstellung des Vormunds besagt Art. 327c Abs. 2 ZGB, dass die Bestimmungen 

des Erwachsenenschutzrechts, namentlich über die Ernennung des Beistands, sinngemäss 

anwendbar sind. Damit sind für die vorliegend strittige Frage die Bestimmungen zur 

Ernennung einer Beistandsperson heranzuziehen und analog anzuwenden. 

 

Die Erwachsenenschutzbehörde ernennt als Beistand oder Beiständin eine natürliche Per-

son, die für die vorgesehenen Aufgaben persönlich und fachlich geeignet ist, die dafür erfor-

derliche Zeit einsetzen kann und die Aufgaben selbst wahrnimmt (Art. 400 Abs. 1 Satz 1 

ZGB). Das Gesetz umschreibt nicht, was unter "geeignet" zu verstehen ist. Die Wahl der 

Beistandsperson hängt damit stark von den Umständen des Einzelfalls ab, weshalb der 

Behörde bei ihrem Entscheid ein grosses Ermessen zukommt (Urteil des Bundesgerichts 

5A_310/2016 vom 3. März 2017 E. 5.1 mit Hinweisen; BGE 143 III 65 E. 6.1; RUTH 

E. REUSSER, Basler Kommentar, ZGB I, 6. Aufl. 2018, N. 11 zu Art. 400 ZGB). 

 

Das Gesetz unterscheidet zwischen Berufsbeiständen und den übrigen Beiständen, den 

sogenannten Privatbeiständen (RUTH E. REUSSER, a.a.O., N. 14 zu Art. 400 ZGB). 

Zwischen Privat- und Berufsbeiständen gibt es keine Hierarchie. Hauptkriterium für die 

Wahl ist, wer für das konkrete Mandat besser geeignet ist. Dabei spielt insbesondere die 

Vielfalt und Schwierigkeit der Aufgabe eine Rolle (RUTH E. REUSSER, a.a.O., N. 17 zu 

Art. 400 ZGB).  

 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=03.03.2017_5A_310-2016

 

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Die Eignung einer Person als Beistand beurteilt sich nach den im konkreten Fall zu erfüllen-

den Aufgaben (Art. 400 Abs. 1 ZGB; Urteil des Bundesgerichts 5A_887/2020 vom 

28. August 2021 E. 4.3.2). Die Erwachsenenschutzbehörde darf keine ungeeignete Person 

mit dem Mandat beauftragen, selbst wenn diese von der betroffenen Person bezeichnet 

oder von Angehörigen oder anderen nahestehenden Personen gewünscht wird (Botschaft 

vom 28. Juni 2006 zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenen-

schutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7050). Die Erwachsenenschutzbehörde 

hat alles Zumutbare vorzukehren, um eine möglichst gut geeignete Person zu finden (RUTH 

E. REUSSER, a.a.O., N. 12 zu Art. 400 ZGB). Bei der Eignung einer nahestehenden Person 

ist auch die gesamte Familienkonstellation zu beachten. Beim Erwachsenenschutz geht es 

um die Wahrung der Interessen der betroffenen Person und nicht darum, Angehörigen 

Recht zu geben. Entscheidend ist, wie der betroffenen Person in für diese optimaler Weise 

geholfen werden kann (Urteil des Bundesgerichts 5A_427/2017 vom 6. Februar 2018 

E. 3.2; vgl. auch RUTH E. REUSSER, a.a.O., N. 17 und N. 23 zu Art. 400 ZGB). 

 

Das Kriterium der Eignung in persönlicher und fachlicher Hinsicht ist als umfassende 

Eignung im Sinne von Sozial-, Selbst- und Fachkompetenz zu verstehen. Die persönliche 

Eignung setzt eine ausreichende psychische und physische Belastbarkeit voraus (grund-

sätzliche Eignung). Zur Übernahme einer Beistandschaft ist nicht geeignet, wer dadurch 

übermässig belastet wird (Urteil des Bundesgerichts 5A_310/2016 vom 3. März 2017 

E. 5.1). Daneben gibt es auch Personen, die aus persönlichen Gründen im Einzelfall nicht 

als Beistand in Frage kommen. Darunter fallen etwa Personen, bei denen wiederholte 

erhebliche Interessenkonflikte vorprogrammiert sind, die zum Streit in der Familie führen 

können oder die den schwierigen Charakter der Hilfsperson ablehnen (RUTH E. REUSSER, 

a.a.O., N. 23. zu Art. 400 ZGB).  

 

 

2.5. Das seit dem 1. Januar 2013 geltende Recht verzichtet auf die Eignungsvermutung für nahe 

Verwandte (RUTH E. REUSSER, a.a.O., N. 2 zu Art. 401 ZGB). Die Erwachsenen-

schutzbehörde berücksichtigt, soweit tunlich, Wünsche der Angehörigen oder anderer 

nahestehender Personen (Art. 401 Abs. 2 ZGB). Auch den Angehörigen und weiteren 

nahestehenden Personen, welche den von der Massnahme Betroffenen kennen, wird in 

Art. 401 Abs. 2 ZGB erlaubt, Vorschläge für die Person des Beistands zu unterbreiten 

(RUTH E. REUSSER, a.a.O., N. 5 zu Art. 401 ZGB).  

 

 

2.6. Vorliegend ist klar und unbestritten, dass die Familie mütterlicherseits, wie väterlicherseits 

von K. wünscht, dass die Beschwerdeführerin 1 die Vormundschaft übernimmt (vgl. act. 

 

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6/13, S. 2 und act. 6/32). Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin 1 dazu in fachlicher 

wie persönlicher Hinsicht geeignet ist.  

 

2.6.1. Um die fachliche und persönliche Eignung der Beschwerdeführerin 1 einzuordnen, ist vorab 

auf die Aufgabenstellung im konkreten Fall einzugehen. Denn die Eignung einer Person als 

Vormund beurteilt sich nach den im konkreten Fall zu erfüllenden Aufgaben.  

 

K. wurde am XX.XX.2024 geboren und ist wenige Monate alt (act. 6/39). Bis zur 

Volljährigkeit der Beschwerdeführerin 2 am XX.XX.2027 ist eine Vormundschaft für K. nötig. 

Gemäss dem angefochtenen Entscheid hat der Vormund die Aufgabe und Kompetenz, K. 

mit Ausnahme der persönlichen Erziehungspflicht in allen Angelegenheiten der elterlichen 

Sorge zu vertreten. Dabei gehe es insbesondere um die Sicherstellung der Pflege und 

Erziehung/Bildung, samt Finanzierung; die Bestimmung des Aufenthaltsortes; die 

Förderung und Schutz der körperlichen, geistigen und sittlichen Entfaltung; Entscheide über 

die religiöse Erziehung; die umfassende rechtliche Vertretung samt Verwaltung des 

Kindesvermögens.  

 

Bei Volljährigkeit der Beschwerdeführerin 2 wird K. gut drei Jahre alt sein. Die Eignung zur 

Vormundschaft ist bis zu diesem Zeitpunkt zu prüfen. In der Säuglings- und Kleinkindphase 

liegt der Hauptaufwand in der Betreuung und Erziehung des Kindes. Aufgaben zur 

rechtlichen Vertretung und Verwaltung des Vermögens oder zur religiösen Erziehung sind 

üblicherweise nur bedingt zu erledigen. Hingegen ist gerade die Sicherstellung der Pflege, 

Erziehung und Betreuung sowie deren Finanzierung mit einer grossen Verantwortung 

verbunden. 

 

2.6.2. Zu den Familienverhältnissen ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 1 als alleiner-

ziehende Mutter mit ihren vier Kindern in einem Haus mit Garten wohnt. Die Beschwerde-

führerin 2 ist das älteste Kind (per Februar 2024 waren die Geschwister 13, 11 und 9 Jahre 

alt). Der Vater der Beschwerdeführerin 2 wohnt in N. Zu ihm hat die Beschwerdeführerin 2 

laut eigenen Angaben ein gutes Verhältnis. Die Kinder besuchen den Vater jedes zweite 

Wochenende (act. 6/14, S. 1). Das Kind könne sie dann jeweils mitnehmen. Ihr Vater könne 

sie nicht wirklich unterstützen, da er selbständig erwerbend sei und 100% arbeite (act. 6/10, 

S. 2). Im August 2024 wird die Beschwerdeführerin 2 eine Lehre als MPA beginnen. Der 

Arbeitgeber habe grosses Verständnis gezeigt und gesagt, dass sie stillen und das Kind 

auch mal mitnehmen könne, wenn es einen Betreuungsengpass gebe (act. 6/10, S. 3 und 

act. 6/14).  

  

 

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Seit September 2023 nehmen die Beschwerdeführerinnen die Leistungen der Familien-

planungsstelle in G. in Anspruch. Die Termine finden monatlich statt (act. 6/10, S. 2 und 

act. 6/9). Die Beraterin F. gab am 14. Februar 2024 an, dass es der Beschwerdeführerin 2 

aufgrund der Trennung von C. im November/Dezember 2023 nicht gut gegangen sei. Sie 

habe suizidale Gedanken gehabt und sich notfallmässig Unterstützung beim KJPD G. 

geholt. Aktuell habe sie sich stabilisiert und freue sich auf das Kind (act. 6/9, S. 1). Die 

Beschwerdeführerin 2 übernehme auch Aufgaben im Haushalt und der Betreuung der 

jüngeren Geschwister. Die Beschwerdeführerin 2 hatte im Februar 2024 eine Hebamme 

organisiert, das Kind bei der Krankenkasse angemeldet und den Geburtsvorbereitungskurs 

besucht (act. 6/9, S. 2). Zum Hausbesuch vom 28. Februar 2024 bei den 

Beschwerdeführerinnen protokollierte die Vorinstanz zur Babyeinrichtung, dass 

Kinderwagen, Sitzschale fürs Auto, Wickelkommode, Babykleider etc. organisiert und 

vorhanden seien (act. 6/14, S. 1).  

 

Die Beschwerdeführerin 2 ist seit Ende November 2023 in Therapie bei I. (KJPD G.). I. gab 

zu Protokoll, dass die Beschwerdeführerin 2 aufgrund der Trennung vom Kindsvater in 

grosser Not gewesen sei. Sie habe sich vorerst stabilisieren können, wobei die 

Grundproblematik noch vorhanden sei. Sie habe viele Ressourcen, wolle es aber gerne 

allen Personen recht machen. Die Beschwerdeführerin 2 habe im letzten Gespräch gesagt, 

dass sie sich nach der Geburt des Kindes wohl weniger um ihre Geschwister kümmern 

müsse. Im Gespräch mit der Beschwerdeführerin 1 habe diese erklärt, dass ihr die künftigen 

Herausforderungen bewusst seien; sie traue sich die Rolle als Vormundin und die auf sie 

zu kommende Rollenkonflikte zu. I. habe den Beschwerdeführerinnen erklärt, dass sie den 

Einsatz einer Fachperson grundsätzlich besser fände. Da sich diese auch bei den 

Finanzierungsmöglichkeiten von Unterstützungsangeboten in der Regel besser auskennen 

würden und bei streitigen Themen neutraler sein könnten (act. 6/15, S. 1). I. gibt an, dass 

Ressourcen vorhanden seien und diese unterstützend seien. Ihre bisherige Erfahrung habe 

gezeigt, dass die Auswirkungen der anstehenden Veränderungen häufig unterschätzt 

würden und es möglich sei, dass es zu einer Überlastung des Familiensystems komme 

(act. 6/15, S. 2).  

 

C. erklärt, dass seine Mutter im Stundenlohn im Schichtbetrieb arbeite. Sie habe 

angeboten, die Mutter und das Kind zu unterstützen und bei ihnen vorbeizukommen. Auch 

er werde versuchen, viel vorbeizukommen. Er werde im August 2024 eine Lehre als Dach-

decker EFZ beginnen (act. 6/14, S. 2 und act. 6/13, S. 2). Aus den Akten geht hervor, dass 

die Eltern von C. und C. selbst einen Beistand haben (vgl. act. 6/13, S. 1; act. 6/16). C. gibt 

an, dass die Sicherstellung der Betreuung des Kindes kein Problem sei. Auch weitere 

Familienmitglieder der Beschwerdeführerinnen (z.B. Grossmutter) hätten ihre 

 

Seite 11 

Unterstützung angeboten (act. 6/13, S. 2). Die werdenden Eltern seien ein Paar, nachdem 

sie sich im Winter für eine (kurze) Zeit getrennt hätten (act. 6/13, S. 1 und act. 6/10, S. 1). 

D. gab zu dieser Trennungsphase an, dass die Beschwerdeführerin 1 zu C. gesagt habe, 

er dürfe nicht mehr an Terminen beim Frauenarzt, der Familienplanungsstelle etc. dabei 

sein. Wenn sich die jungen Eltern erneut trennen würden, befürchte sie, dass die 

Beschwerdeführerin 1 nicht unabhängig sei. Nachdem die Vorinstanz D. darüber aufklärte, 

dass sich C. in diesen Fällen an die KESB wenden könne, nahm sie von ihrer Meinung 

Abstand und bevorzugte die Beschwerdeführerin 1 als Vormundsperson (act. 6/13, S. 2).  

 

Es ist geplant, dass die Beschwerdeführerin 1 ab Lehrbeginn der Beschwerdeführerin 2 die 

hauptbetreuende Rolle während der Arbeitswoche übernimmt. Die Beschwerdeführerin 1 

erklärte, dass sie die Betreuung des Kindes mit der Familie und Unterstützung schaffen 

würden und falls nicht, gebe es noch die Kita. Dies wolle sie aber nicht unbedingt. Sie habe 

in den letzten Jahren ein Unterstützungsnetz aufgebaut und viele hätten ihre Unterstützung 

bereits angeboten. Die Beschwerdeführerinnen haben nach eigenen Angaben eine gute 

tragfähige Beziehung und sind ein gutes Team (act. 6/14, S. 1 und act. 6/10, S. 2).  

 

2.6.3. Zur fachlichen Eignung der Beschwerdeführerin ist zu berücksichtigen, dass sie in einem 

40% Pensum beim […] arbeitet und zusätzlich als selbständige Kosmetikerin tätig ist. Sie 

hat vier Kinder erzogen und weiss grundsätzlich, was für ein Säugling und Kleinkind 

organisiert werden muss. Aus fachlicher Sicht ist die Beschwerdeführerin 1 in der Lage, die 

Aufgaben einer Vormundsperson zu übernehmen.  

 

In Bezug auf die persönliche Eignung der Beschwerdeführerin 1 ist positiv zu werten, dass 

sie sich bis anhin für die Beschwerdeführerin 2 eingesetzt und sie bei den Angelegenheiten 

der Schwangerschaft unterstützt hat. Zudem hat sie sich bei Bedarf Hilfe und fachliche 

Unterstützung geholt (etwa Gespräche bei der Familienplanungsstelle) und sich um die Or-

ganisation der Betreuung von K. gekümmert. Der Wille, K. ab dem Sommer 2024 während 

der Arbeitswoche hauptsächlich zu betreuen und die Vormundschaft zu übernehmen, 

unterstreicht die Motivation und das Engagement der Beschwerdeführerin 1. Mit Blick auf 

die Persönlichkeit der Beschwerdeführerin 1 und ihre Beweggründe scheint sie als Vormun-

din für K. grundsätzlich geeignet zu sein. Bei der Beurteilung der persönlichen Eignung ist 

aber auch die Belastungssituation sowie die Familienkonstellation im Einzelfall einzube-

ziehen. Die Beschwerdeführerin 1 ist alleinerziehende Mutter von vier Kindern und arbeitet 

in zwei Jobs; d.h. die Beschwerdeführerin 1 ist bereits stark gefordert. Wenn die 

Beschwerdeführerin 2 im August 2024 ihre Lehre antritt, wird auf die Beschwerdeführerin 1 

nochmals eine grosse Herausforderung zukommen, da sie K. während der Arbeitswoche 

hauptsächlich betreuen wird. Zwar erhalten die Beschwerdeführerinnen von vielen Seiten 

 

Seite 12 

Unterstützung. Die Hauptverantwortung – zumindest im Arbeitsalltag – wird aber bei der 

Beschwerdeführerin 1 liegen. Ausserdem ist die Beschwerdeführerin 2 in Therapie wegen 

einer psychischen Grundproblematik. Dieser Umstand spricht nicht gegen die 

Beschwerdeführerin 2; es zeigt aber auf, dass Ressourcen – auch seitens der Beschwerde-

führerin 1 – benötigt werden, um die psychische Gesundheit der Beschwerdeführerin 2 zu 

stabilisieren. Es ist demnach festzustellen, dass auf Seiten der Beschwerdeführerin 1 

bereits eine grosse Belastungssituation vorliegt und zumindest fraglich ist, ob das Amt als 

Vormundin nicht zu einer übermässigen Belastung führen könnte. Gegen die persönliche 

Eignung der Beschwerdeführerin 1 spricht vorliegend aber primär, dass sie neben der 

elterlichen Sorge für die Beschwerdeführerin 2 auch die Vormundschaft und damit die 

Verantwortung für K. innehätte. Die Vorinstanz begründet zutreffend, dass dieser Umstand 

zu Rollenkonflikten und Interessenskollisionen führen kann. Die Doppelrolle, welche die 

Beschwerdeführerin 1 einnehmen würde, birgt Risiken für das Wohl von K.. So könnte der 

Fall eintreffen, dass die Beschwerdeführerin 1 Entscheide für ihre Tochter, die 

Beschwerdeführerin 2, und gegen K. (oder umgekehrt) treffen müsste. Gerade bei 

Konflikten zwischen den Eltern von K. wäre dieser Fall für K. problematisch. Dies ist zu 

vermeiden, zumal die Beschwerdeführerin 2 mit K. bei der Beschwerdeführerin 1 wohnt.  

 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass verschiedene Gründe vorliegen, die sich 

zugunsten der Beschwerdeführerin 1 auswirken. Es liegen aber Risikofaktoren vor, die 

gegen die persönliche Eignung der Beschwerdeführerin 1 als Vormundin von K. sprechen. 

Diese Faktoren sind vorliegend stärker zu gewichten. Entscheidend ist dabei der Umstand, 

dass die Beschwerdeführerin 1 die rechtliche Verantwortung sowohl für die 

Beschwerdeführerin 2 als auch für K. innehätte. Dieser Umstand lässt die Ernennung der 

Beschwerdeführerin 1 als Vormundin für ihr Enkelkind K. nicht zu. Dabei ist auch zu 

betonen, dass eine externe Fachperson die Familie der Beschwerdeführerinnen 

unterstützen und der Belastungssituation entgegenwirken kann. Demnach ist die 

Beschwerde abzuweisen.  

 

 

3. Kosten 

3.1. Weder das ZGB noch das EG zum ZGB enthalten Bestimmungen zur Verlegung der Kos-

ten. Massgebend sind somit nach Art. 64 EG zum ZGB die Grundsätze im Gesetz über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRPG, bGS 143.1). 

 

Nach Art. 19 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 VRPG ist gebühren- und kosten-

pflichtig, wer ganz oder teilweise unterliegt oder auf dessen Rechtsmittel nicht eingetreten 

wird. Dem Bund, dem Kanton und den Gemeinden sowie anderen öffentlich-rechtlichen 

 

Seite 13 

Körperschaften und Anstalten im Kanton werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 22 

Abs. 1 VRPG).  

 

In Bezug auf den Aufwand – insbesondere unter Berücksichtigung der Anzahl zu prüfenden 

Einwände und der gering umfangreichen Vorakten – bewegt sich das vorliegende Verfahren 

noch im unteren bis mittleren Bereich des Gebührenrahmens, weshalb eine Gerichtsgebühr 

von CHF 800.00 als angemessen erscheint (Art. 4a Abs. 1 des Gesetzes über die Gebühren 

in Verwaltungssachen, bGS 233.2). 

 

Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 800.00 sind je hälftig unter solidarischer Haftung 

den unterliegenden Beschwerdeführern aufzuerlegen. Da sich die Beigeladenen nicht aktiv 

am Beschwerdeverfahren beteiligten, sind ihnen praxisgemäss keine Verfahrenskosten 

aufzuerlegen. 

 

 

3.2. Die obsiegende Partei hat in der Regel Anspruch auf eine Entschädigung für ihre notwen-

digen Kosten und Auslagen (Art. 53 Abs. 3 VRPG), ausser es handelt sich um eine Behörde 

(Art. 24 Abs. 3 lit. a in Verbindung mit Art. 59 VRPG). Der Vorinstanz ist gestützt auf diese 

Ausnahmebestimmung keine Entschädigung zuzusprechen. 

  

 

Seite 14 

Das Obergericht erkennt: 
 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  
 
 
2. Die Entscheidgebühr von CHF 800.00 wird den Beschwerdeführerinnen je hälftig unter 

solidarischer Haftung auferlegt.  
 
 
3. Es wird keine Entschädigung zugesprochen. 
 
 
4. Rechtsmittel: 
 Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in Zivilsachen 

erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet sich nach Art. 72 ff. 
Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim Schweizerischen 
Bundesgericht, Avenue du Tribunal fédéral 29, 1000 Lausanne 14, schriftlich einzureichen. 
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel 
angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die Beschwerde 
hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). Es handelt sich um eine nicht 
vermögensrechtliche Angelegenheit. 

 
 

5. Mitteilung an: 

- A., mit Gerichtsurkunde 

- B., mit Gerichtsurkunde 

- Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Appenzell Ausserrhoden (KESB), mit 

Gerichtsurkunde 

- C., mit Gerichtsurkunde 

- D., mit Gerichtsurkunde 
 

Im Namen der 2. Abteilung des Obergerichts 
 
 

Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

Dr. iur. Manuel Hüsser 

Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

MLaw Beatrice Badilatti 

 
 
 
versandt am:  5. Juli 2024