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**Case Identifier:** c17337da-79d4-5000-9dd8-0c96de9e20f8
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-01-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.01.2012 725 2011 11 / 09 (725 11 11 / 09)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2011-11---09_2012-01-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

vom 12. Januar 2012 (725 11 11 / 09) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallkausalität/ Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit 

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Michael Guex, Gerichtsschreiberin Elisabeth Joller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Guido Ehrler, Advokat, 
Rebgasse 1, Postfach 477, 4005 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
 
A. Der 1947 geborene A.____ ist gelernter Gipser mit Wohnsitz in Z.____ im Elsass (FR). Er 
war seit dem 19. September 2009 bei der B.____ AG, als Gipser beschäftigt und in dieser Ei-
genschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die 
Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 4. August 1998 erlitt der Versicherte 
einen Unfall am Arbeitsplatz, bei dem er sich eine Rückenkontusion ohne Folgen zuzog und der 
eine fünftägige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Am 21. April 1999 stürzte der Versicherte auf 
einer Baustelle etwa eineinhalb Meter tief in ein Loch, wobei er sich am Rücken und am Fuss-
gelenk verletzte. Am 27. Oktober 2000 erlitt der Versicherte erneut einen Unfall, indem er auf 

 
 
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einer Baustelle von einem Dreitritt auf das rechte Knie stürzte. Gemäss der Unfallmeldung vom 
6. November 2000 zog er sich dabei Prellungen und Zerrungen an den Beinen, am rechten 
Knie sowie im Kopf- und Genickbereich zu. Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. C.____ stellte 
laut dem am 5. Dezember 2000 bei der SUVA eingegangenen Arztzeugnis eine Meniskusläsion 
und eine Verletzung des Kreuzbandes fest. Zusätzlich habe sich A.____ über Schmerzen im 
Nackenbereich und Rückenschmerzen beklagt. Die Knieverletzung wurde am 14. Dezember 
2000 in der Polyclinique I.____ in X.____ operativ behandelt. Am 2. Mai 2001 nahm A.____ die 
Arbeit wieder auf. Am 4. September 2001 erstatte die Arbeitgeberin bei der SUVA eine Rück-
fallmeldung, welche eine rund fünfmonatige vollständige Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte. Am 
27. September 2002 erfolgte durch die Arbeitgeberin eine erneute Rückfallmeldung. Danach 
nahm A.____ seine Tätigkeit als Gipser nicht wieder auf. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2005 
sprach die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) A.____ eine ganze Invalidenrente ab 
dem 1. September 2003 zu. Hiergegen erhob die Pensionskasse der B.____ AG, vertreten 
durch Rechtsanwalt Eric Stern, Zürich, am 13. Januar 2006 Einsprache, welche am 22. Januar 
2008 abgewiesen wurde. Mit Verfügung vom 30. November 2006 sprach die SUVA dem Versi-
cherten für die verbleibenden Beeinträchtigungen eine monatliche Invalidenrente von Fr. 
2202.85 bei einer 40%igen Erwerbsunfähigkeit sowie eine Integritätsentschädigung in der Höhe 
von Fr. 10'680.-- aufgrund einer ärztlich festgestellten Integritätseinbusse von insgesamt 10% 
zu. Sie stellte fest, dass A.____ aufgrund der Unfallfolgen am rechten Knie und an der Lenden-
wirbelsäule leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung nach freier Wahl ganztags mit vollen Ren-
dement zumutbar seien. Gestützt auf ihre Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) könne 
A.____ dabei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein Einkommen von durchschnittlich Fr. 
48'132.-- erzielen. Bei einem Einkommen von Fr. 80'327.--, das er ohne Unfall verdienen könne, 
resultiere eine Erwerbseinbusse von 40%. 
 
Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Guido Ehrler, Advokat in Basel, am 3. Januar 2007 
Einsprache und beantragte am 16. April 2007 die Rückweisung an die SUVA zur weiteren Ab-
klärung der persistierenden Knieschwellungen und -ergüsse rechts. Mit Schreiben vom 2. No-
vember 2007 setzte die SUVA den Rechtsvertreter darüber in Kenntnis, dass  sie aufgrund der 
ihr vorliegenden Akten dem Gesuch um Rücknahme der Verfügung wegen zu früh erfolgtem 
Abschluss der medizinischen Behandlung nicht folgen werde und forderte ihn auf, sich im Rah-
men des Einspracheverfahrens ergänzend zu äussern. In der Einsprachebegründung vom 
26. November 2007 beantragte der Rechtsvertreter, die Verfügung vom 30. November 2006 sei 
aufzuheben und seinem Mandanten sei ab dem 1. Januar 2007 eine Invalidenrente basierend 
auf einem Invaliditätsgrad von 100% sowie eine Integritätsentschädigung von mindestens 45% 
auszurichten, alles unter o/e Kostenfolge. Er führte aus, die Zumutbarkeitsbeurteilung der 
SUVA decke sich nicht mit derjenigen des Kreisarztes und blende beträchtliche Einschränkun-
gen aus. Auch werde die Zumutbarkeitsbeurteilung des Kreisarztes durch die Berichte von 
Dr. D.____ und Dr. E.____ in Frage gestellt. Sodann widerspreche sich der Kreisarzt selbst, 
indem er in seinem zweiten Bericht vom 25. Oktober 2006 zwar eine Verschlechterung der 
Kniesituation rechts feststelle, dem bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in zeitlicher Hinsicht 
jedoch nicht Rechnung trage, sondern im Gegenteil einen kleineren Pausenbedarf als noch in 
seinem Bericht vom 6. Oktober 2003 attestiere. Nach den zutreffenden Ausführungen von 
Dr. D.____ und Dr. E.____ komme nur noch eine sitzende Tätigkeit in Frage, wobei auch hier 
eine zeitliche Limite von dreissig Minuten bestehe. Bereits die Fortbewegung zum Arbeitsplatz 
führe zu einer Zunahme der Erguss- und Reizsymptomatik. Die Klinik F.____ habe zudem fest-

 
 
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gehalten, dass die Belastbarkeit selbst für leichte und wechselbelastende Tätigkeiten auf zwei 
Stunden am Tag limitiert sei. A.____ sei daher als vollständig erwerbsunfähig zu bezeichnen. 
Sollte dieser Auffassung nicht gefolgt werden, sei die Frage, ob und in welchem Umfang sein 
Mandant arbeitstätig sein könne, gutachterlich zu klären. Advokat Ehrler machte des Weiteren 
geltend, die von der SUVA zur Ermittlung des Invalideneinkommens beigezogenen DAP-
Erhebungen trügen weder den kreisärztlich anerkannten noch den von den übrigen Ärzten fest-
gestellten Einschränkungen Rechnung. Hinsichtlich der Integritätsentschädigung brachte der 
Rechtsvertreter vor, dass diese wegen einer mässigen Arthrose im rechten Knie sowie dem 
chronischen Iliosakralgelenksyndrom zugesprochen worden sei. Die Kniediagnose aus dem 
Jahre 2003 sei indessen überholt und für schwere Arthrosen, wie sie bei der fortgeschrittenen 
Gonarthrose seines Mandanten, die zu einer Knietotalprothese geführt habe, vorliege, seien 
praxisgemäss Integritätsentschädigungen von 30-40 % geschuldet. 
 
Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die SUVA ein bidisziplinäres Gutachten der Uni-
versitätsklinik Balgrist sowie eine ärztliche Beurteilung der SUVA Versicherungsmedizin ein. Mit 
Einspracheentscheid vom 19. November 2010 hiess die SUVA die Einsprache teilweise gut. Sie 
führte aus, gemäss der angefochtenen Verfügung sei dem Versicherten im Hinblick auf die Un-
fallfolgen am rechten Knie und der Lendenwirbelsäule eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit 
ganztags mit voller Leistung zumutbar. Gemäss dem im Rahmen des Einspracheverfahrens 
eingeholten Gutachten vom 3. März 2009 stünden die Beschwerden an der Wirbelsäule in kei-
nem zumindest wahrscheinlichen Kausalzusammenhang mit einem der erlittenen Unfälle. Zur 
selben Ansicht gelange auch die SUVA Versicherungsmedizin in der ärztlichen Beurteilung vom 
21. Oktober 2010, in der Dr. med. H.____, FMH Orthopädische Chirurgie, umfassend und be-
gründet darlege, weshalb die Beschwerden an der Wirbelsäule in keinem mindestens wahr-
scheinlichen Unfallkausalzusammenhang stünden. Somit seien einzig die Beschwerden am 
rechten Knie als Folgen des Unfalls vom 27. Oktober 2000 zu sehen. Diesbezüglich sei die Uni-
versitätsklinik Balgrist zum Schluss gelangt, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung einer 
vorwiegend sitzenden Tätigkeit ganztags zugemutet werden könne, eine Schlussfolgerung, die 
sowohl in der ergänzenden Stellungnahme der Universitätsklinik Balgrist vom 8. März 2010 als 
auch in der ärztlichen Beurteilung von Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010 vollumfänglich bestä-
tigt werde. Es bestehe kein Anlass, von den Schlussfolgerungen des Gutachtens der Universi-
tätsklinik Balgrist abzuweichen. Die Berechnung des Invalideneinkommens in der Höhe von 
Fr. 48'132.-- pro Jahr anhand der DAP-Nummern 547, 9766,, 7639, 2819 und 8496 in der Ver-
fügung vom 30. November 2006 sei nicht zu beanstanden. Es ergebe sich somit eine Er-
werbseinbusse von 40% und die zugesprochene Invalidenrente erweise sich als korrekt. Für die 
Bemessung des Integritätsschadens seien ausschliesslich die Unfallfolgen am rechten Knie 
massgebend. Die Gutachter der Universitätsklinik Balgrist seien zum Schluss gekommen, dass 
der unfallbedingte Integritätsschaden am rechten Knie mit 30% einzuschätzen sei. In diesem 
Sinne sei die Einsprache teilweise gutzuheissen. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Ehrler, am 6. Januar 2011 Be-
schwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, der Einsprache-Entscheid der SUVA vom 19. November 2010 sei 
teilweise aufzuheben und die SUVA zu verpflichten, dem Beschwerdeführer per 1. Januar 2007 
eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100%, jedenfalls aber 68%, sowie 
eine Integritätsentschädigung von mindestens 35% auszurichten, alles unter o/e Kostenfolge. 

 
 
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Eventualiter sei die SUVA zu verurteilen, dem Beschwerdeführer auch dann eine Parteient-
schädigung zu bezahlen, wenn er unterliegen sollte. Zur Begründung führte er aus, die SUVA 
habe das rechtliche Gehör verletzt, indem der Bericht von Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010 
erst zusammen mit dem Einsprache-Entscheid aufgelegt worden sei. Indem die SUVA diesen 
Bericht dem Beschwerdeführer nicht vor Erlass des angefochtenen Entscheides zur Stellung-
nahme unterbreitet habe, habe sie ihn zur Beschwerde gezwungen, um sich nachträglich Gehör 
zu verschaffen. Bei dieser Sachlage habe der Gehörsverletzende die Gegenpartei nach der 
Rechtsprechung des Bundesgerichts für diejenigen Kosten zu entschädigen, welche ohne Ge-
hörsverletzung nicht angefallen wären. Die SUVA sei daher zu verurteilen, dem Beschwerde-
führer auch dann eine Parteientschädigung auszurichten, wenn er unterliegen sollte. Sodann 
könne für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit weder auf die Kreisarztberichte, noch auf die ärzt-
lichen Berichte der SUVA Versicherungsmedizin oder das Gutachten vom 3. März 2009 und die 
Stellungnahme vom 8. März 2010 der Universitätsklinik Balgrist abgestellt werden. Bis zum Er-
scheinen des Gutachtens der Universitätsklinik Balgrist habe die SUVA die Unfallkausalität der 
Rückenbeschwerden nie in Zweifel gezogen. Es sei sowohl ein direkter wie auch ein indirekter 
Zusammenhang der Rückenbeschwerden mit den  versicherten Unfällen anzuerkennen. Auch 
die These der Gutachter der Universitätsklinik Balgrist, dem Beschwerdeführer sei eine sitzende 
Tätigkeit vollschichtig zumutbar, sei nicht haltbar. Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im Gut-
achten sei in sich widersprüchlich. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in den beiden Kreisarzt-
berichten vom 25. Oktober 2006 und vom 6. Oktober 2003 decke sich nicht mit derjenigen im 
Gutachten der Universitätsklinik Balgrist. Zudem widerspreche der Kreisarzt sich selbst, indem 
er im zweiten Bericht zwar eine Verschlechterung der Kniesituation feststelle, dem aber in der 
Zumutbarkeitseinschätzung nicht Rechnung trage, sondern im Gegenteil sogar einen geringe-
ren Pausenbedarf festhalte. Die Zumutbarkeitseinschätzung des Kreisarztes widerspreche auch 
derjenigen der Klinik F.____. Könne das Kantonsgericht der Auffassung nicht folgen, dass der 
Beschwerdeführer vollständig arbeitsunfähig sei, so sei angesichts der Ungereimtheiten und 
namentlich zur Klärung der Kausalitätsfrage der Rückenbeschwerden ein Obergutachten einzu-
holen. Des Weiteren sei festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer, der vierzig Jahre auf dem 
Bau tätig gewesen sei und nur noch eine sitzende Tätigkeit ausüben könne, ein Berufswechsel 
nicht mehr zumutbar sei. Angesichts seines fortgeschrittenen Alters sei er nicht mehr vermitt-
lungsfähig. Diesbezüglich sei auf den entsprechenden IV-Entscheid abzustellen. Zum Invaliden-
lohn sei festzustellen, dass die SUVA der mit dem Gutachten der Universitätsklinik Balgrist ge-
änderten Zumutbarkeitseinschätzung nicht Rechnung getragen habe. Schliesslich sei mit der 
Integritätsentschädigung von 30% nur der Knieschaden abgegolten. Da auch die Rückenbe-
schwerden unfallkausal seien, habe der Beschwerdeführer Anspruch auf zusätzliche 5% ge-
mäss der kreisärztlichen Einschätzung. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 25. März 2011 beantragte die SUVA, vertreten durch Advokat 
Andrea Tarnutzer-Münch in Basel, es sei die Beschwerde vom 6. Januar 2011 samt allen Be-
weisanträgen abzuweisen und der Einsprache-Entscheid vom 19. November 2010 zu bestäti-
gen. Zur vom Beschwerdeführer geltend gemachten Gehörsverletzung hielt sie fest, der Bericht 
von Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010 enthalte keine neuen entscheidrelevanten Gesichtspunk-
te. Zudem werde im Einsprache-Entscheid vom 19. November 2010 nicht wesentlich auf diese 
ärztliche Beurteilung abgestellt. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs sei daher nicht als 
schwerwiegend zu qualifizieren und einer Heilung zugänglich. Im Übrigen sei anzumerken, dass 
der Beschwerdeführer den Entscheid in Anbetracht der von ihm gestellten Anträge ohnehin an-

 
 
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gefochten hätte, sodass ihm durch die Gehörsverletzung keine nennenswerten zusätzlichen 
Kosten entstanden seien. Das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist sei sodann durchwegs 
nachvollziehbar, schlüssig begründet und lasse keine Zweifel an der Zuverlässigkeit der darin 
geäusserten Schlussfolgerungen zu. Auch der Bericht Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010, in 
dem detailliert ausgeführt werde, weshalb sich die Vermutung, wonach ein einseitiges Schon-
hinken nach einer Beinverletzung ätiologischer Faktor der Lumbalgie sei, nicht bestätigen lasse, 
entspreche voll und ganz den bundesgerichtlichen Vorgaben an einen ärztlichen Bericht. Da 
keine belegten Hinweise ersichtlich seien, welche gegen die Zuverlässigkeit des Gutachtens 
sprächen, seien von der Einholung eines Obergutachtens keine neuen Erkenntnisse zu erwar-
ten. Entgegen den Ausführungen des Beschwerdegegners sei es ihm durchaus möglich und 
zumutbar, Arbeit in einem anderen Berufszweig zu suchen und anzunehmen. Es erweise sich, 
dass alle fünf von der Beschwerdegegnerin aufgelegten DAP-Blätter dem Zumutbarkeitsprofil 
des Beschwerdegegners entsprächen.  
 
D. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten beide Parteien im Wesentlichen an ihren 
Anträgen und Begründungen fest. Auf die weiteren Ausführungen in den Eingaben der Parteien 
wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen einzugehen sein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung 
mit Art. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1981 kann 
gegen Einspracheentscheide der Unfallversicherer Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist 
nach Art. 58 Abs. 2 ATSG bei Versicherten mit Wohnsitz im Ausland das Versicherungsgericht 
desjenigen Kantons, in dem der letzte schweizerische Arbeitgeber Wohnsitz hat. Die B.____ 
AG hat ihren Sitz in Y.____, sodass gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 das Kantonsgericht 
Basel-Landschaft örtlich und sachlich zuständig ist. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten. 
 
2.1 Vorweg ist zu prüfen, ob die SUVA im Einspracheverfahren den Anspruch auf rechtliches 
Gehör des Beschwerdeführers verletzt hat. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist verfas-
sungsmässig gewährleistet (Art. 29 Abs. 2 BV) und wurde für das sozialversicherungsrechtliche 
Verfahren in Art. 42 ATSG verankert. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst das Recht 
der Parteien auf Teilnahme am Verfahren und auf Einflussnahme auf den Prozess der Ent-
scheidfindung (BGE 126 V 132 E. 2b). Die Parteien haben insbesondere das Recht, Einsicht in 
die Akten zu nehmen und sich zu den tatsächlichen Fragen zu äussern. Die Missachtung des 
Äusserungsanspruchs etwa zu einem medizinischen Gutachten stellt dann einen schwerwie-
genden Mangel dar, wenn in der Folge wesentlich auf das entsprechende Gutachten abgestellt 
wird (KIESER UELI, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich u.a. 2009, Rn. 15 zu Art. 42).  
 
2.2 Der Beschwerdeführer rügt, indem ihm der Bericht von Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010 
nicht zugestellt worden sei, habe die SUVA seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Aus 

 
 
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dem Einspracheentscheid der SUVA geht klar hervor, dass sie bei der Entscheidfindung im 
Wesentlichen auf das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom 3. März 2009 sowie auf die 
Beurteilung Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010 abstellte. Indem der Beschwerdeführer keine 
Gelegenheit erhielt, sich zu letzterem Bericht zu äussern, wurde sein Anspruch auf rechtliches 
Gehör auf schwerwiegende Art und Weise verletzt. Die Beschwerdegegnerin räumt denn in 
ihrer Vernehmlassung auch selbst ein, dass dem Beschwerdeführer der fragliche Bericht von 
Dr. H.____ hätte zugestellt werden müssen. 
 
2.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Die Verletzung des Rechts auf Ak-
teneinsichtnahme und Äusserung führt unabhängig davon, ob die fraglichen verfahrensrechtli-
chen Mängel einen Einfluss auf das Ergebnis haben, grundsätzlich zur Aufhebung des ange-
fochtenen Entscheides (BGE 126 V 132 E. 2b mit Hinweisen). Praxisgemäss kann eine derarti-
ge Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren jedoch geheilt werden, wenn die betroffene Per-
son die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sach-
verhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Zudem ist selbst bei einer schwerwiegenden 
Verletzung des rechtlichen Gehörs von einer Zurückweisung an die Verwaltung abzusehen, 
wenn dies zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen 
würde, die mit dem Interesse der betroffenen Partei an einer raschen Beurteilung der Sache 
nicht zu vereinbaren wären (BGE 133 I 204 E. 2.2 mit Hinweisen).  
 
2.4 Gemäss § 57 VPO können im Sozialversicherungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung und Missbrauch des Er-
messens, unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessen-
heit gerügt werden. Es handelt sich somit um eine Beschwerdeinstanz, die sowohl den Sach-
verhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Da sich der Beschwerdeführer vor dem 
Kantonsgericht zum Bericht Dr. H.____ vom 21. Oktober 2010 äussern konnte, kann die Ge-
hörsverletzung als geheilt betrachtet werden, dies obwohl es sich vorliegend um eine schwer-
wiegende Verletzung handelt, da eine Rückweisung an die Vorinstanz lediglich zu einer Verfah-
rensverzögerung im Sinne eines formalistischen Leerlaufs führen würde. 
 
3. In materieller Hinsicht ist die Unfallkausalität der Rückenbeschwerden des Beschwerdefüh-
rers und mithin die Leistungspflicht der Unfallversicherung für diese Beschwerden streitig. 
 
4.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, 
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versi-
cherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie ge-
mäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 
80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10 Prozent invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Per-

 
 
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son mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi-
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 
Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall 
eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, 
so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung. 
Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der 
Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
4.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid, so hat sie An-
spruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG 
die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähig-
keit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen 
Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibenden 
ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Art. 16 ATSG schliesslich hält fest, dass die Be-
stimmung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten anhand eines Einkommens-
vergleichs zu erfolgen hat. Wie das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 
1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) aufgezeigt hat, brachte das 
ATSG hinsichtlich der unfallversicherungsrechtlichen Invaliditätsbemessung keine substanziel-
len Änderungen gegenüber der bis zum 31. Dezember 2002 gültig gewesenen Normenlage. Die 
im ATSG enthaltenen Definitionen der Arbeitsunfähigkeit (Art. 6 ATSG), der Erwerbsunfähigkeit 
(Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG) entsprechen ebenso wie die Vorschrift über die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades (bei erwerbstätigen Versicherten; Art. 16 ATSG) den bishe-
rigen, in der Unfallversicherung von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen und 
Grundsätzen. Die zur altrechtlichen Regelung ergangene Judikatur bleibt deshalb weiterhin 
massgebend (Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis 
[RKUV] 2004 Nr. U 529 S. 573 ff. E. 1.2-1.4; Urteil K. des EVG vom 28. Juli 2004, U 12/04, 
E. 1.2). 
 
4.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem 
versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidi-
tät, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer 
gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wor-
über die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht - im Rah-
men der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit ei-

 
 
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nes Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
4.4 Um eine Leistungspflicht des Unfallversicherers begründen zu können, muss zwischen dem 
versicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden nicht nur ein natürlicher, sondern 
auch ein adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereig-
nis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf 
der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der 
Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis all-
gemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.2). Der Voraussetzung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (vgl. BGE 
125 V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhan-
ges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung 
auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine 
Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurtei-
len ist (vgl. BGE 112 V 33 E. 1b). Die Adäquanz spielt als rechtliche Eingrenzung der sich aus 
dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im Bereich 
organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (vgl. BGE 127 V 103 E. 5b/bb). 
 
5.1 Im Zusammenhang mit der Beurteilung des Rentenanspruchs des Versicherten ist sodann 
zu prüfen, in welchem Ausmass der Beschwerdeführer unfallbedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss 
der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch 
die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
5.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde - die Verwal-
tung und im Streitfall das Gericht - auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Aufgabe der Ärztin bzw. des Arztes ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinwei-
sen). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt 
ausgeübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und 
nach ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarerweise 
noch verrichtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invalidi-
tätsschätzung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversi-
cherung, St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungspro-
zess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen 
Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

 
 
Seite 9 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe an-
zugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsicht-
lich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streiti-
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
5.4 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist es aber mit dem Grundsatz der freien Be-
weiswürdigung vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutach-
ten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellun-
gen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen). So ist den im Rah-
men des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, 
welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 
Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelan-
gen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien 
gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hin-
weisen). Diese Beweiskraft gilt gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch für Be-
urteilungen durch angestellte versicherungsinterne Arztpersonen, soweit die Berichte und Gut-
achten schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und 
keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit vorliegen (vgl. BGE 125 V 353 E. 3b/ee). Jedoch sind 
diese Kriterien bei versicherungsinternen Beurteilungen dann nicht mehr erfüllt, wenn auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Angaben bestehen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweis auf 
BGE 122 V 157 E. 1d). 
 
6. Eine Zusammenstellung der äusserst umfangreichen medizinischen Unterlagen ergibt Fol-
gendes: 
 
6.1 Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. C.____ stellte laut dem am 5. Dezember 2000 bei der 
SUVA eingegangenen Arztzeugnis eine Meniskusläsion und eine Verletzung des Kreuzbandes 
fest. Zusätzlich habe sich der Beschwerdeführer über Schmerzen im Nackenbereich und Rü-
ckenschmerzen beklagt. Die Knieverletzung wurde am 14. Dezember 2000 in der Poly-clinique 
I.____ in X.____ operativ behandelt. Gemäss Bericht des operierenden Arztes Dr. med. J.____ 
vom 9. März 2001 verlief die Heilung ungünstig, was Dr. J.____ auf eine vorbestehende 
Chondropathie der Kniescheibe zurückführte. Am 2. Mai 2001 nahm A.____ die Arbeit wieder 
auf. Laut Bericht Dr. J.____ vom 14. Mai 2001 hatte die Behandlung der Knieverletzung zufrie-
denstellende Ergebnisse gebracht und konnte abgeschlossen werden. 
 
6.2 Am 4. September 2001 erstatte die Arbeitgeberin bei der SUVA eine Rückfallmeldung. Dr. 
med. K.____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 18. September 2001 ein Patella-Syndrom 
und ordnete eine Physiotherapie an. Am 19. September 2001 führte Dr. med. L.____, Orthopä-
dische Chirurgie FMH, eine Arthroskopie durch. Er stellte eine ausgeprägte Chondropathie der 

 
 
Seite 10 

medialen Patellafacette, ein geringer Knorpelschaden des medialen Femurcondylus sowie eine 
geringe Partialläsion des vorderen Kreuzbandes fest. Der Kreisarzt gab mit Stellungnahme vom 
25. September 2001 an, dass die Unfallkausalität der Beschwerden gegeben sei. Mit ärztlichem 
Zwischenbericht vom 3. Dezember 2001 hielt Dr. L.____ fest, bisher habe A.____ nur mässige 
Fortschritte erzielt und habe immer noch erhebliche Schmerzen. Als zusätzliches Problem sei 
eine Irritation im Bereich des rechten Iliosakralgelenks aufgetreten, weswegen er eine Überwei-
sung an Dr. med. D.____, Innere Medizin, speziell Rheumatologie FMH, vorschlug. Nachdem 
ihm von der SUVA mit Schreiben vom 12. Dezember 2001 ein entsprechender Auftrag erteilt 
worden war, diagnostizierte Dr. D.____ mit Bericht vom 21. Dezember 2001 eine Iliosasakralge-
lenksblockierung rechts, ein Reizknie rechts bei Status nach Hyperextensionstrauma vor zwei-
einhalb Jahren und direktem Trauma am 27. Oktober 2000, Status nach Meniscektomie im De-
zember 2000 und Rearthroskopie im September 2001, Status nach möglicher Distorsion der 
Lendenwirbelsäule (LWS) anlässlich des Unfalls im Oktober 2000 mit in der MRI vom 15. No-
vember 2000 festgestellten Discusprotrusion bis -hiernieation medial-lateral L 4/5 und mediale 
Protrusion bis Hierniation L5/S1 sowie einen Hohlfuss links mehr als rechts mit Vorfussüberlas-
tung rechts wahrscheinlich infolge Schon-Fehlgangs. Er attestierte eine 100%ige Arbeitsunfä-
higkeit seit dem 28. August 2001. Mit Bericht vom 29. Januar 2002 hielt Dr. L.____ fest, die Be-
handlung von Seiten des Knies sei abgeschlossen. Am 1. Februar 2002 nahm A.____ seine 
Arbeit als Gipser wieder auf.  
 
6.3 Am 27. September 2002 erfolgte durch die Arbeitgeberin eine erneute Rückfallmeldung. 
Nachdem Dr. med. M.____ von der Clinique N.____ in Mulhouse den Verdacht auf eine Algo-
dystrophie geäussert hatte, bat die SUVA Dr. D.____ erneut um eine spezialärztliche Untersu-
chung zur Prüfung des Heilverlaufs und zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Dieser diagnosti-
zierte mit Bericht vom 5. März 2003 ein aetiologisch unklares Reizknie rechts mit wahrscheinlich 
im Vordergrund stehender Chondropathia patellae bei Verkürzung des musculus rectus femoris 
rechts, beginnender Chondrocalcinose, Status nach Hyperextensionstrauma des rechten Knie-
gelenks am 27. Oktober 2000 sowie nach Meniscektomie im Dezember 2000 und Rearthrosko-
pie im September 2001. Zudem stellte er ein Lumbovertebralsyndrom rechts mit medio-lateraler 
Discusprotrusion bis -hiernieation L4/5 und medianer Protrusion bis Hierniation L5/S1, einem 
Status nach Blockierungssymptomatik ISG rechts sowie einem Status nach möglicher Distorsi-
on der LWS anlässlich des Unfalls im Oktober 2000 fest. Aufgrund der Beschwerden am rech-
ten Kniegelenk sowie tiefenlumbal rechts sei eine Wiederaufnahme der Arbeit als Gipser zur 
Zeit nicht möglich, die Prognose hierfür sei eher ungewiss.  
 
6.4 Vom 14. Mai 2003 bis am 25. Juni 2003 unterzog sich A.____ einer stationären Behandlung 
in der Klinik F.____. Dort wurde gemäss dem Austrittsbericht vom 28. Juli 2003 eine Bewe-
gungs- und Belastungsabhängige Knieschmerzsymptomatik rechts bei leichtem Extensions- 
mehr als Beugedefizit, leichter anteromedialer Laxizität bei geringer Partialläsion des vorderen 
Kreuzbandes, Status nach Teilmeniskektomie im Dezember 2000 sowie konventionell radiolo-
gisch trikompartimentaler Gonarthrose und ein chronisches lumbovertebrales, intermittierend 
rechtsbetontes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Status nach wahrscheinlich distorsi-
onellem Ereignis beim Unfall vom 21. April 1999 und im MRI vom 15. November 2000 festge-
stellten degenerativen diskogenen Veränderungen L4/5 sowie L5/S1 diagnostiziert. Die aktuelle 
Belastbarkeit für leichte wechselbelastende Tätigkeiten ohne längeres Stehen oder Gehen auf 
unebenem Boden oder Besteigen von Leitern und Gerüsten sei gegeben, jedoch zeitlich auf bis 

 
 
Seite 11 

zu zwei Stunden am Stück limitiert. Es bestehe eine verminderte Kniebelastbarkeit rechts bei 
längerem Stehen und Gehen speziell auf unebenem Boden oder wiederholtem Treppensteigen. 
Das Besteigen von Gerüsten sei beschwerlich und limitiert. Die LWS sei schmerzbedingt ver-
mindert belastbar ohne wesentliche funktionelle Einschränkungen.  
 
6.5 Mit Bericht vom 26. September 2003 relativierte Dr. D.____ die Aussagen der Bellikoner 
Ärzte dahingehend, dass sich die zeitliche Limitierung von zwei Stunden am Stück auf Tätigkei-
ten beziehe, bei denen der Versicherte längere Zeit auf unebenem Boden Stehen oder Gehen 
müsse sowie Leitern oder Gerüste besteigen müsse, nicht aber auf den Beschwerden des Ver-
sicherten adaptierte Tätigkeiten.  
 
6.6 Gemäss dem Bericht der abschliessenden kreisärztlichen Untersuchung vom 6. Oktober 
2003 durch Dr. med. O.____, Orthopädie und Sportmedizin FMH, zeigten sich rechtsseitige 
Kniebeschwerden, kombiniert mit einer chronischen rechtsseitigen Blockierung des Iliosakralge-
lenks. Die Beschwerden in der Höhe des Iliosakralgelenks gingen zurück auf den Unfall vom 
21. April 1999 und hätten durch den Unfall vom 27. Oktober 2000 eine Verschlimmerung zu 
einem Drittel erfahren. Die Beschwerden am rechten Knie rührten vom Unfall im Oktober 2000, 
wobei es zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung einer vorbestehenden leichten Arthrose 
gekommen sei. Aufgrund der verbleibenden Unfallrestfolgen seien dem Versicherten zukünftig 
leichte, streng wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar, wobei die Möglichkeit, zwischen Ste-
hen, Gehen und Sitzen frei zu wählen, bestehen solle. Nicht mehr zumutbar seien Arbeiten in 
Rumpfzwanghaltungen, das Besteigen von Leitern und Gerüsten, das Arbeiten in unebenem 
Gelände sowie Vibrationsbelastungen auf den Körper. Auch repetitive monotone Bewegungs-
abläufe seien bezüglich der unteren Extremitäten zu meiden. In Frage kämen demzufolge Kon-
troll- und Überwachungsfunktionen, leichte industrielle Produktions- und gewerbliche Montage-
tätigkeiten, leichte Archiv- oder Magazinertätigkeiten sowie Portierdienste. Die Traglast sei auf 
7.5 kg zu limitieren. Für die beschriebenen Tätigkeit mit der Möglichkeit eines frei verfügbaren 
wechselbelastenden Einsatzes sei ein ganztägiger Arbeitseinsatz zumutbar. Allerdings seien 
vermehrt Pausen nötig, so dass die normale ganztägige Arbeitszeit verkürzt werde. Zur Entlas-
tung sei aus medizinischer Sicht morgens eine fünfzehnminütige und nachmittags eine dreis-
sigminütige Arbeitspause zu empfehlen, die Mittagspause solle eine Stunde und fünfzehn Minu-
ten betragen. Diese Zeit solle der Beschwerdeführer nutzen, um auch mal abliegen zu können.  
 
6.7 Gleichentags schätzte Dr. O.____ den Integritätsschaden auf 10%, wovon 5% auf die Knie-
schädigung und 5% auf die Rückenbeschwerden entfielen. Der Kreisarzt zog bezüglich der 
Wirbelsäule die Tabelle 7 bei, wobei er den untersten Wert für eine Dauerschmerzsymptomatik 
verwendete und diesen aufgrund der vorbestehenden degenerativen Veränderungen hälftig 
kürzte. Bezüglich des rechten Knies kam Tabelle 5 zur Anwendung, wobei vom untersten Wert 
einer mässigen Pangonarthrose ausgegangen wurde, welcher aufgrund einer vorbestehenden 
Hypovalgität und leichten degenerativen Veränderungen ebenfalls hälftig gekürzt wurde.  
 
6.8 Mit Schreiben vom 26. Januar 2004 bestätigte Dr. D.____ die Beurteilung des Kreisarztes 
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit. In der bisherigen Tätigkeit auf dem Bau als Gipser bestehe 
bisher, gegenwärtig und wahrscheinlich bleibend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Hingegen 
seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, die den Einschränkungen des Beschwerdeführers 
angepasst seien, zu 100% möglich und zumutbar. 

 
 
Seite 12 

 
6.9 Mit Schreiben vom 10. Februar 2004 bat Dr. D.____ Dr. med. E.____, Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, vom Kantonsspital Bruderholz um 
eine Abklärung des Beschwerdeführers, da er sich die Frage einer Kreuzbandrekonstruktion 
beziehungsweise -Plastik stelle. Dr. E.____ diagnostizierte mit Bericht vom 5. April 2004 eine 
vordere Kreuzbandinsuffizienz rechts sowie eine beginnende femoropatelläre und mediale Go-
narthrose rechts. Die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen seien auf die degenerativen 
Veränderungen zurückzuführen, wobei die Reizzustände durch die Kreuzbandinsuffizienz si-
cherlich verstärkt würden. Eine Kreuzbandplastik habe aufgrund des Alters des Beschwerdefüh-
rers und der bestehenden arthrotischen Veränderungen wenig Aussicht auf Erfolg. Bei Fort-
schreiten der degenerativen Veränderungen müsse langfristig eher an die Implantation einer 
Knietotalprothese gedacht werden.  
 
6.10 Mit Schreiben vom 30. April 2004 revidierte Dr. D.____ seine Meinung in Bezug auf die 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Aufgrund der verstärkten Neigung zu Ergussbildungen 
im rechten Kniegelenk sei wahrscheinlich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für Tätigkeiten, wel-
che Stehen und Gehen beinhalten, abzuleiten. Die von Dr. E.____ in Aussicht gestellte Total-
Prothesen-Arthroplastik des rechten Kniegelenks werde wahrscheinlich schon kurz- oder mittel-
fristig erfolgen müssen. 
 
6.11 Am 20. Oktober 2004 erfolgte die Implantation einer Knietotalprothese rechts im Kantons-
spital Bruderholz. Am 25. April 2005 sowie am 21. Juni 2005 berichtete Dr. D.____ über erneute 
Ergussbildungen am 31. Januar, am 14. April, am 15. Mai sowie am 6. Juni 2005. Mit ärztlichem 
Zwischenbericht vom 17. August 2005 hielt Dr. E.____ fest, dass der Beschwerdeführer nach 
wie vor unter erheblichen Belastungsschmerzen retropatellär leide, insbesondere beim Trep-
pabsteigen. Ausserdem bestünden rezidivierende Ergusszustände des rechten Kniegelenks 
und intermittierend nun auch retropatelläre Belastungsschmerzen seitens des linken Knies. Bei 
Beschwerdepersistenz empfehle er den arthroplastischen Patellaersatz. Am 15. September 
2009 wurde beim Beschwerdeführer ein Retropatellaersatz rechts durchgeführt. Wie aus einem 
Zwischenbericht Dr. D.____'s vom 7. Februar 2006 hervorgeht, bestand indessen auch nach 
dem Patellaersatz eine persistierende Schwellung und Ergussbildung am rechten Kniegelenk 
sowie im Bereich des vastus lateralis rechts fort. Dr. D.____ hielt fest, dass keine unfallfremden 
Faktoren im Heilungsverlauf mitspielten. Es sei ein bleibender Nachteil in Form einer Belas-
tungsintoleranz des rechten Knies zu erwarten.  
 
6.12 Nachdem sich gemäss den Berichten Dr. D.____'s vom 27. Juni 2006 sowie Dr. E.____'s 
vom 19. September 2006 unter der Medikation mit Methotrexat eine Stabilisierung der Kniebe-
schwerden eingestellt hatte, traf die SUVA erneut Vorbereitungen zum Fallabschluss. Der 
Kreisarzt Dr. O.____ hielt in seinem Untersuchungsbericht vom 25. Oktober 2006 fest, es habe 
sich seit der letzten Untersuchung eine Verschlechterung gezeigt, vor allem in Bezug auf das 
rechte Knie. Die Rückenbeschwerden seien nahezu unverändert geblieben. Unverändert sei 
auch die Schätzung des Integritätsschadens. Am rechten Knie zeige sich ein Erguss ohne flori-
de Infektionshinweise. Die Methotrexat-Therapie könne noch weitergeführt werden, stelle aber 
seines Erachtens keine Dauerlösung dar. Zumutbar seien dem Beschwerdeführer leichte Tätig-
keiten, welche wechselbelastend nach freier Wahl erfolgen sollten. Notwendig sei ein gelegent-
liches Abliegen von fünf bis zehn Minuten Länge im Intervallbereich während des Tages. Die-

 
 
Seite 13 

ses Rendement sei geradeso ganztags bewältigbar, von mittelschweren und schweren Tätigkei-
ten, knienden Tätigkeiten, von Leitern- und Treppensteigen, von Arbeiten im Gefahrenbereich, 
von Tätigkeiten mit vermehrtem Bücken sowie von Tätigkeiten, welche schnelleres Laufen er-
forderten, müsse abgesehen werden. Auch Ganzkörpervibrationen, Stück- und Zeitakkord so-
wie taktgebundene Arbeit sollten nicht mehr verrichtet werden. In Frage kämen Kontroll- und 
Überwachungsfunktionen sowie gewisse administrative Tätigkeiten. Industrielle Produktions- 
und Montagetätigkeiten sowie gewerbliche Fertigungsarbeiten seien nicht mehr zumutbar. Mit 
Schreiben vom 8. Dezember 2006 präzisierte Dr. O.____ seine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
des Beschwerdeführers insofern, als dass mit "gelegentlichem Abliegen" ein drei- bis viermali-
ges Abliegen von ca. fünf bis zehn Minuten Länge während eines Tages gemeint sei.  
 
6.13 Am 22. Januar 2007 berichtete Dr. D.____ über eine erneute Zunahme der Ergussbildun-
gen. Infolgedessen habe er die Behandlung mit Methotrexat abgebrochen, da sie offensichtlich 
langfristig nicht wirkungsvoll sei. Wegen der Kniebeschwerden und dem mässigen Schon-
Fehlgang rechts bestünden nun auch wieder vermehrte Schmerzen lumbo-sacral rechts, wel-
che locker physiotherapeutisch behandelt würden.  
 
6.14 Am 2. Juli 2007 äusserte sich Dr. E.____ zum Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers. Er hielt fest, das Kniegelenk sei weiterhin nicht voll belastbar. Die rezidivierenden Erguss-
bildungen führten immer wieder zu verstärkten Schmerzen, die Gehstrecke sei mit einer Stunde 
deutlich eingeschränkt. Eine körperliche Belastung des Kniegelenks sei nicht möglich. Der fe-
moro-patellare Ersatz habe zudem die Situation in Bezug auf die Ergussbildung und verminder-
te Belastbarkeit des Kniegelenks nicht verbessert. Daneben mache die Lumboischialgie zeit-
weise fast mehr Probleme. Es komme immer wieder zu Einknicken im Gehen, wahrscheinlich 
am ehesten durch die Quadriceps-Atrophie, möglicherweise auch durch die verminderte Sensi-
bilität im Fussbereich. Hier sei im Rückenbereich vor allem das Sitzen mühsam, der Beschwer-
deführer könne kaum länger als dreissig Minuten auf einem Stuhl sitzen bleiben. Die Arbeitsun-
fähigkeit als Gipser bleibe weiterhin bestehen.  
 
6.15 Mit Bericht zuhanden Advokat Ehrlers vom 23. April 2007 sagte Dr. D.____ aus, es beste-
he eine persistierende Schmerz- und Schwellungsproblematik mit Ergussbildung des rechten 
Kniegelenks, was immer wieder zu Entlastungspunktionen wie auch Steroidapplikationen 
intraartikulär führe, dies notabene persistierend auch nach Implantation einer Knietotalprothese 
am 20. Oktober 2004 und Retropatellaersatz am 15. September 2005. Hieraus leite sich denn 
auch eine objektivierbare stärkere Beeinträchtigung der Gebrauchsfähigkeit des rechten Bei-
nes, beziehungsweise des rechten Kniegelenks für längeres Stehen und insbesondere auch 
Gehen ab, mit Verdeutlichung dieser stärkeren Beeinträchtigung durch den Umstand, dass die-
se Beschwerden auch ohne Leistung einer Arbeit und hiermit optimaler Schonungsmöglichkeit 
fortbestünden. Hinzu kämen Beschwerden von Seiten des lumbo-sacralen Übergangs rechts 
entsprechend eines mässigen Lumbovertebral- und Iliosakralgelenk-Syndroms, welche zwar 
gegenüber den Knieschmerzen und -schwellungen rechts eher hintergründig, dennoch zusätz-
lich ebenfalls beeinträchtigend seien. Die durch den Kreisarzt in seinem Bericht vom 25. Okto-
ber 2006 erfolgte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei dahingehend zu hinterfragen, als dass die 
von ihm genannten, dem Beschwerdeführer verbleibenden Tätigkeiten mehr theoretischen als 
praktischen Wert im Erwerbsleben haben dürften bei dem nun sechzig-jährigen Beschwerde-
führer, welcher bisher auf dem Bau gearbeitet habe. Umschulungsmöglichkeiten seien wahr-

 
 
Seite 14 

scheinlich nicht mehr realisierbar, insbesondere für Tätigkeiten im administrativen und Überwa-
chungsbereich. Einig gehe er mit der Beurteilung, dass mittelschwere und schwere Tätigkeiten, 
kniende Tätigkeiten, Besteigen von Treppen und Leitern, Arbeiten im Gefahrenbereich, Arbeiten 
mit vermehrtem Bücken sowie Tätigkeiten, welche schnelles Laufen erforderten, nicht mehr 
zumutbar seien, so auch die frühere Tätigkeit als Zimmermann (recte: Gipser). Möglich und 
zumutbar seien infolgedessen theoretisch-medizinisch "weitgehend ausschliesslich" sitzende 
Tätigkeiten, welche indessen auf dem freien Arbeitsmarkt kaum realisierbar seien, wobei eine 
Umschulung mit dem notwendigen Weg zum Arbeitsort und zurück ebenfalls eine zusätzliche 
Belastung für das Kniegelenk mit entsprechenden verstärkten Schmerzen und Schwellungszu-
ständen bedeute und vom bereits 60-jährigen Patienten wohl kaum mehr an die Hand genom-
men werde. 
   
6.16 Auf Anfrage der SUVA äusserte sich Dr. D.____ am 17. Juli 2007 bezüglich einer allfälli-
gen Metallunverträglichkeit als Ursache für die persistierenden Kniebeschwerden. Er hielt fest, 
eine sichere ätiologische Bedeutung dieser Kniegelenksergüsse sei bisher nicht möglich gewe-
sen. Die Gelenkspunktatanalysen seien jeweils nicht entzündlich, ebenso wenig bestehe ein 
Kristallnachweis. 
 
6.17 Mit Bericht vom 17. August 2007 wies der Kreisarzt Dr. O.____ zunächst darauf hin, dass 
sich Dr. D.____ bei seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vom 23. April 2007 nicht an die Beur-
teilungsregeln eines unabhängigen medizinischen Sachverständigen gehalten habe, indem er 
einerseits die Zumutbarkeit mit der prozentualen Arbeitsunfähigkeit in Zusammenhang gebracht 
habe und andererseits den aktuellen Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung des Alters des Be-
schwerdeführers erwähnt habe. Des Weiteren führte der Kreisarzt aus, eine Metallallergie nach 
Implantation einer Prothese sei mehr oder weniger eine reine Ausschlussdiagnose: Liessen 
sich keine infektiösen oder sonstigen Gründe für einen nicht befriedigenden Heilungsverlauf 
finden, so bleibe letztendlich die Diagnose "Metallallergie" übrig. Eine Totalprothesenwechsel-
operation sei nicht zumutbar, da deren Outcome selbst beim kaum erbringbaren Nachweis ei-
ner Metallallergie aufgrund der erneuten Traumatisierung der umgebenden Weichteile offen 
wäre. Es seien weitere Behandlungen als Erhaltungstherapie nötig. Es existiere im Moment 
keine Behandlung, die eine Verbesserung oder gar eine erhebliche Verbesserung herbeiführen 
könne. Dies entspreche auch der Meinung Dr. E.____'s, der aktuell keinen orthopädischen Ein-
griff vorschlage. Der Zustand des Knies des Beschwerdeführers lasse sich diagnostisch nicht 
genau erfassen; derartige unklare Zustände seien indessen in der Literatur beschrieben und 
unter Kniespezialisten bekannt. 
 
6.18 Mit versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 18. Dezember 2007 hielt Dr. H.____ nach 
Durchsicht der Akten fest, es lohne sich, die Knieproblematik des Beschwerdeführers noch 
einmal vertieft zu studieren, da die aktuellen Symptome invalidisierenden Charakter hätten und 
die Möglichkeit bestehe, dass man bei allfälliger Entdeckung der Ätiologie des Reizzustandes 
eine gezielte Therapie einsetzen könne. Insbesondere sei er sich aufgrund der bisher getätigten 
Abklärungen nicht sicher, ob man an alle möglichen ätiologischen Ursachen einer Monarthritis 
oder Synovialitis gedacht habe. Dr. H.____ empfahl daher, den Beschwerdeführer in einer Uni-
klinik für Rheumatologie abklären zu lassen, wobei vor allem die Fragen nach der Ursache der 
vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen und der Ergüsse vor der Arthroplastik, nach der 

 
 
Seite 15 

Ursache der nach der Arthroplastik andauernden Knieschmerzen und rezidivierenden Erguss-
bildung sowie nach den Therapievorschlägen beantwortet werden sollten. 
 
6.19 Die SUVA erteilte daraufhin am 31. Juli 2008 Dr. med. P.____ von der orthopädisch-
chirurgischen Klinik der Universitätsklinik Balgrist den Auftrag, eine interdisziplinäre Begutach-
tung in den Disziplinen Orthopädie mit Federführung Rheumatologie durchzuführen. Die begut-
achtenden Ärzte der Universitätsklinik Balgrist diagnostizierten im Gutachten vom 3. März 2009 
eine schmerzhafte Knieprothese rechts mit rezidivierenden Reizzuständen und Ergüssen nach 
Knie-Totalprothesen-Implantation am 20. Oktober 2004 und Status nach Retropatellarersatz 
des rechten Kniegelenks am 15. September 2005, eine gemischte periphere Polyneuropathie 
sowie ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom rechts bei Fehlhaltung der Wirbelsäule und 
degenerativen Veränderungen L4-S1. Die durch die Gutachter durchgeführten Abklärungen 
bezüglich der Kniegelenksproblematik hätten keine ursächlichen Erklärungen für die persistie-
renden Beschwerden und die rezidivierenden Kniegelenksergüsse gegeben. Bei der gutachter-
lichen Untersuchung habe sich eine leichte Schwellung mit intraartikulärem Erguss ohne Dolen-
zen im Bereich des Gelenkspaltes, hingegen mit Patellakompressionsschmerz gezeigt. Es habe 
kein Hinweis auf Instabilität, Infekt oder gar Morbus Sudeck bestanden. Die rezidivierenden 
Ergüsse blieben bei regelrechter Prothesenlage ungeklärt. Die chronischen Rückenschmerzen 
mit pseudoradikulären Irradiationen hätten weder klinisch noch radiologisch oder neurologisch 
ursächlich zugeordnet werden können. Eine radikuläre Kompressionsproblematik sei mit an 
Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Schwere degenerative Veränderun-
gen im Bereich der LWS bestünden ebenfalls nicht. Die Wirbelsäulenbeschwerden des Be-
schwerdeführers seien nach Meinung der Gutachter nicht unfallkausal. Hingegen seien die Be-
schwerden im rechten Kniegelenk mit rezidivierenden Reizergüssen unklarer Ätiologie auf die 
Unfälle vom 21. April 1999 sowie vom 27. Oktober 2000 zurückzuführen, da die dadurch ent-
standenen arthrotischen Veränderungen eine richtungsweisende Rolle gespielt hätten. Infolge 
der somatischen Unfallrestfolgen könne der Beschwerdeführer sicherlich Tätigkeiten im Stehen, 
Gehen, oder mit Heben und Tragen schwerer Lasten nicht mehr verrichten. In einer vorwiegend 
sitzenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer jedoch zu 100% arbeitsfähig. Angemessen sei 
eine tägliche Arbeitszeit von sechs bis acht Stunden mit mehreren kurzen Pausen. Die Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit wegen der Wirbelsäulenproblematik betrage etwa 40%. Un-
ter Berücksichtigung der Tatsache, dass beim Beschwerdeführer die klinische und radiologi-
sche Untersuchung des rechten Kniegelenks mit der Kniegelenksprothese keine Hinweise für 
eine ungenügend gute Prothesenlage oder eine Lockerung ergeben hätten, der Beschwerde-
führer jedoch Beschwerden im Sinne von rezidivierenden Reizergüssen unklarer Ätiologie be-
klage, sei der Integritätsschaden auf 30% anzusetzen. 
 
6.20 Mit ärztlichem Zwischenbericht vom 4. September 2008 hielt Dr. D.____ fest, der Be-
schwerdeführer leide zunehmend an einem Schmerzproblem tieflumbal rechts, vom Gesäss 
über den Oberschenkel dorsal in die rechten Wade ziehend, das trotz Medikation auch nachts 
in der Ruhe persistiere und die Lendenwirbel bis L3 einschliesse. Befundmässig sei die LWS-
Beweglichkeit für Lateralflexion nach rechts und Reklination, einschliesslich des Quadranten-
Tests nach rechts, schmerzhaft mit Schmerzprovokation im Becken-Gessäss-Bereich rechts. 
Das Lasègue-Zeichen rechts sei negativ, die Valleix-Druckpunkte rechts stärker positiv. Die 
Fusshebekraft rechts M4 sei herabgesetzt, der Patellarsehnenreflex rechts mittelstark herabge-
setzt. 

 
 
Seite 16 

 
6.21 Mit Schreiben vom 17. Juli 2009 wies Dr. H.____ darauf hin, dass den begutachtenden 
Ärzten der Universitätsklinik Balgrist sein Bericht vom 18. Dezember 2007 offenbar nicht vorge-
legen habe, da er nicht in der Aktenzusammenfassung figuriere. 
 
6.22 Am 8. März 2010 nahmen die begutachtenden Ärzte der Universitätsklinik Balgrist zu den 
in einem Schreiben vom 16. Juni 2009 geäusserten Einwänden des Beschwerdeführers Stel-
lung und führten aus, ein Zusammenhang zwischen den Knieschmerzen und den Wirbelsäu-
lenbeschwerden sei von der SUVA auch bisher nicht anerkannt worden, so dass entgegen den 
Ausführungen des Beschwerdeführers von den bisherigen Erkenntnissen nicht abgewichen 
worden sei. Es sei klar, dass der Beschwerdeführer an rezidivierenden Kniegelenksergüssen 
unklarer Ursache leide. Dass es nach diesem langen Krankenstand rund um die Kniegelenks-
problematik zu einer Quadricepsatrophie gekommen sei, sei nicht ganz verwunderlich. Die 
Sensibilitätsstörungen im Fussbereich seien im Zusammenhang mit der unfallfremden Polyneu-
ropathie zu sehen. In einer rein sitzenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer bezüglich seines 
Kniegelenks zu 100% arbeitsfähig. Wegen der Wirbelsäulenproblematik solle der Beschwerde-
führer längere statische Positionierungen vermeiden, also häufigere Bewegungspausen einle-
gen. Dieser Problematik sei mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von ca. 40% Rech-
nung getragen worden. Es solle jedoch noch einmal herausgestrichen werden, dass die Wirbel-
säulenproblematik nur möglicherweise als unfallbedingt zu beurteilen sei. 
 
6.23 Am 2. September 2010 reichte Advokat Ehrler einen Bericht Dr. D.____'s vom 31. August 
2010 ein, in dem dieser ausführte, er halte auch in Kenntnis des Berichts der Universitätsklinik 
Balgrist vom 8. März 2003 an einem Zusammenhang zwischen den Knieschmerzen und den 
Wirbelsäulenbeschwerden des Beschwerdeführers fest. Dr. D.____ hob hervor, dass die Gut-
achter ihre Meinung weder im Gutachten vom 3. März 2009 noch in ihrer Stellungnahme vom 8. 
März 2009 begründeten. Es würden weder die Folgebeschwerden des Schon-Fehlgangs noch 
eine direkte traumatische Einwirkung anlässlich des Unfalls vom 21. April 1999 berücksichtigt, 
genauso wenig wie darauf eingegangen werde, dass die Rückenbeschwerden von der SUVA 
während sechs oder sieben Jahren in der Behandlung voll übernommen worden seien. Die Rü-
ckenbeschwerden seien klar als unfallkausal anerkannt worden; so habe auch die Zuweisung 
zu ihm ursprünglich aufgrund der Schmerzen im Iliosakralgelenksbereich stattgefunden. Zwi-
schen den verbliebenen Knieschmerzen rechts und den Rückenbeschwerden bestehe mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit ein Zusammenhang, und die tieflumbalen Rückenschmerzen 
rechts seien mit Sicherheit direkte Unfallfolge. Die nächtlichen Schmerzen fänden im Gutachten 
keine Berücksichtigung, ebenso wenig wie die Tatsache, dass die eingeschränkte Wegstrecke 
von maximal dreissig Minuten den Weg zur Arbeit beeinträchtige und die Einschränkung im 
Sitzen auf maximal dreissig Minuten auch eine sitzende Tätigkeit verunmögliche. Er sei anfäng-
lich selbst der Meinung gewesen, dass zumindest theoretisch-medizinisch eine rein sitzende 
Tätigkeit zu 100% möglich sein sollte. Der Umstand eines weiterbestehenden Reizknies mit 
Synovialitis und Ergussbildung sei auch für ihn nicht erklärbar; was nicht erklärbar sei, sei in-
dessen dennoch vorhanden. Er habe drei weitere Patienten in seiner Sprechstunde, die trotz 
tadelloser Implantation und festem Sitz die gleichen Reizzustände zeigten und wo letztlich nur 
vermutet werden könne, dass es sich wahrscheinlich um eine Metallunverträglichkeit handle. 
Diesem Umstand eines "unhappy knee" sei bei der Beurteilung durch die Universitätsklinik 
Balgrist zu wenig Rechnung getragen worden. Er teile die Auffassung, dass die Arbeitsfähigkeit 

 
 
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durch die Rückenproblematik zusätzlich um 40% eingeschränkt sei; anders als die Gutachter 
sei er indessen der Meinung, dass dies als unfallkausal beurteilt werden müsse. Schliesslich sei 
er wie Advokat Ehrler der Ansicht, dass begründende Abwägungen zum Unfall im Gutachten 
minimal ausfielen oder ganz fehlten. Eine spezifische rheumatolgisch-entzündliche Beurteilung 
der Situation sei nicht erfolgt. 
 
6.24 Hierzu nahm am 21. Oktober 2010 im Auftrag der SUVA Dr. H.____ Stellung. Er hielt fest, 
die von Dr. D.____ gelieferte Erklärung einer Metallunverträglichkeit sei sehr ungewöhnlich, 
zumal das Prothesenmodell, das beim Beschwerdeführer eingebaut worden sei, aus einer Ko-
balt-Chrom-Molybdän-Metalllegierung bestehe, welche praktisch nie Allergien auslöse. Ferner 
sei bei neueren Knietotalprothesen das Problem der Metallose durch Ablagerung vom Metall-
mikropartikeln in der Gelenksinnenhaut und konsekutiver chronischer Synovitis ausgeschlos-
sen, da kein Metall-Metall-Kontakt bestehe. Es gelte ferner zu berücksichtigen, dass es nicht 
immer gelinge, eine Synovitis, beziehungsweise eine Monarthritis ätiologisch abzugrenzen. Es 
gebe "symptomatische Knietotalprothesen", bei denen eine chronische Synovitis zwar vorliege, 
aber keine laborchemischen, radiologischen oder szintigraphischen Auffälligkeiten bestünden, 
die auf eine Infektion oder eine schlechte Lage der Implantate hinweisen würden. Mit anderen 
Worten dürfe die Tatsache, dass es beim Beschwerdeführer nicht gelungen sei, die spezifische 
Ursache der rezidivierenden Knieergüsse bei chronischer Synovitis zu finden, nicht auf eine 
Fehlleistung der Gutachter der Universitätsklinik Balgrist zurückgeführt werden, sondern viel-
mehr auf die Tatsache, dass in bestimmten Fällen die ätiologische Frage nicht geklärt werden 
könne. Hinsichtlich des ursächlichen Zusammenhangs zwischen der Knieproblematik und den 
Rückenbeschwerden führte Dr. H.____ aus, dass laut HARRINGTON ein Hinken schwer und 
dauerhaft sein müsse, um irgendwelchen Einfluss auf die Entwicklung oder Verschlimmerung 
von degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule zu entfalten. Bis in die 1980er Jahre ha-
be man vermutet, dass Beinlängenverkürzungen für das Auftreten von Rückenschmerzen ver-
antwortlich seien; dieser Standpunkt der ursächlichen Bedeutung der Beinlängendifferenz in der 
Ätiologie der Lumbalgie sei indessen von verschiedenen Autoren zunehmend in Frage gestellt 
worden und verschiedene Autoren hätten in Studien keinen solchen Zusammenhang feststellen 
können. Der menschliche Körper verfüge über ein grosser Potential an biologischer Plastizität, 
was den Strukturen der Wirbelsäule erlaube, sich wirksam und schmerzfrei an eine neue Situa-
tion wie an ein Hinken anzupassen. Zusammengefasst zeige sich, dass sich die Vermutung, 
wonach ein einseitiges Schonhinken nach einer Beinverletzung ein ätiologischer Faktor der 
Lumbalgie sein, nicht bestätigen lasse. Er teile deshalb die Meinung der Gutachter der Universi-
tätsklinik Balgrist, wonach die vom Beschwerdeführer geklagten Rückenbeschwerden weder 
direkt noch indirekt unfallkausal seien. Die Rückenbeschwerden könnten nämlich auch nicht als 
Folge einer Rückenprellung betrachtet werden, denn bei Fehlen einer strukturellen Schädigung 
gelte es nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass der Status pro sine spätestens ein 
Jahr nach dem Unfall wieder erreicht sei. 
 
6.25 Dr. D.____ äusserte sich am 2. Dezember 2010, also nachdem der angefochtene Einspra-
cheentscheid ergangen war, zum Schreiben Dr. H.____'s vom 21. Oktober 2010. Er führte aus, 
die Neueinschätzung des Integritätsschadens durch die SUVA auf nun 30% sei gerechtfertigt 
und korrekt. Hingegen bestreite er weiterhin die Nichtberücksichtigung einer zusätzlichen un-
fallbedingten Schädigung der distalen Lendenwirbelsäule und der Becken-ISG-Region rechts. 
Diese Folgeerscheinung müsse ebenfalls mit einer Integritätsentschädigung abgegolten werden 

 
 
Seite 18 

und in eine unfallbedingte Minderung der Arbeitsfähigkeit einfliessen. Dass ein chronischer 
Schon-Fehlgang nicht zu konsekutiven Rückenbeschwerden führen solle, sei nach wie vor nicht 
einleuchtend und entspreche nicht der üblichen Lehrmeinung. Er könne eine Literaturrecherche 
anbieten, welche gerade das Gegenteil der von Dr. H.____ unterstützten Thesen beweisen 
würde. Bereits nach drei Wochen trete nach einem Meniskusschaden eine messbare Muskelat-
rophie am betreffenden Oberschenkel auf. Nach Monaten oder Jahren eines anhaltenden 
Schon-Fehlganges, wie das beim Beschwerdeführer der Fall sei, könne sich eine sich ausbrei-
tende Muskelschwächung der betreffenden Körperseite mit Involvierung auch der peripelvinen 
Muskulatur und der Rückenmuskulater heranbilden. Solche Veränderungen seien in der Bildge-
bung nicht selbstverständlich ersichtlich, speziell für Orthopäden, welche sich vermehrt ossär 
orientieren würden. Die Folge seien ligamentäre, muskuläre und tendinöse ebenso wie poten-
tiell ossäre und discogene Fehlbelastungen und Überbelastungen. Ihm sei gerade das Gebiet 
der Beinlängendifferenzen sehr wohl bekannt, da er zu diesem Thema seine Dissertation ver-
fasst habe. Es sei nach wie vor Pflicht, bei Jugendlichen Beinlängendifferenzen frühzeitig zu 
erkennen und konservativ auszugleichen, um  spätere Rückenprobleme zu vermeiden. Solle 
das nun nicht mehr gelten, so sei das für ihn als Kliniker ein absolutes Novum. 
 
7.1 Streitig ist nun zunächst die Frage, ob die vom Beschwerdeführer geklagten Rücken-
schmerzen in einem natürlichen Kausalzusammenhang zu den Unfällen vom 4. August 1998, 
vom 21. April 1999 und vom 27. Oktober 2000 stehen. Während die SUVA in der Verfügung 
vom 30. November 2006 noch klar von der Unfallkausalität sowohl der Rücken- wie auch der 
Kniebeschwerden ausging, verneinte sie im angefochtenen Einspracheentscheid unter Beru-
fung auf das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist und den Bericht Dr. H.____'s vom 21. 
Oktober 2010 einen Kausalzusammenhang zwischen den versicherten Unfällen und den Be-
schwerden an der Wirbelsäule.  
 
7.2 Eine Durchsicht der medizinischen Unterlagen zeigt, dass die Unfallkausalität der Rücken-
beschwerden bis zum Gutachten der Universitätsklinik Balgrist von den medizinischen Fach-
personen nicht in Frage gestellt wurde. So geht aus den Akten hervor, dass die SUVA den Be-
schwerdeführer auf Anraten Dr. L.____'s ursprünglich wegen der Iliosakralgelenksbeschwerden 
an Dr. D.____ zur Abklärung überwies. Dr. D.____ stellte daraufhin eine Iliosakralgelenksblo-
ckierung rechts sowie degenerative Veränderungen der Wirbelsäule bei Status nach möglicher 
Distorsion der LWS anlässlich des Unfalls im Oktober 2000 fest. Im Bericht vom 5. März 2003 
hielt Dr. D.____ fest, aufgrund der Beschwerden am rechten Kniegelenk sowie tiefenlumbal 
rechts sei eine Wiederaufnahme der Tätigkeit als Gipser derzeit nicht möglich, bei eher unge-
wisser Prognose. Auch die Ärzte der Klinik F.____ brachten die Rückenbeschwerden mit den 
versicherten Unfällen in Verbindung, wie der Austrittsbericht vom 28. Juli 2003 zeigt. Der 
SUVA-Kreisarzt Dr. O.____ hielt in der abschliessenden kreisärztlichen Untersuchung vom 6. 
Oktober 2003 fest, die Beschwerden in der Höhe des Iliosakralgelenks gingen auf den Unfall 
vom 21. April 1999 zurück und hätten eine Verschlimmerung zu einem Drittel durch den Unfall 
vom 27. Oktober 2000 erfahren. Bei der Einschätzung des Integritätsschadens durch 
Dr. O.____ wurden die Rückenbeschwerden hälftig berücksichtigt. Mit Bericht vom 2. Juli 2007 
hielt Dr. E.____ fest, neben der Knieproblematik mache die Lumboischialgie zeitweise fast mehr 
Probleme. Es komme immer wieder zu Einknicken im Gehen, wahrscheinlich am ehesten durch 
die Quadriceps-Atrophie, möglicherweise auch durch die verminderte Sensibilität im Fussbe-

 
 
Seite 19 

reich. Durch die Rückenbeschwerden sei vor allem das Sitzen mühsam, der Beschwerdeführer 
könne kaum länger als dreissig Minuten auf einem Stuhl sitzen bleiben.  
 
7.3 Demgegenüber geht aus dem Gutachten der Universitätsklinik Balgrist vom 3. März 2009 
hervor, die chronischen Rückenschmerzen mit pseudoradikulären Irradiationen hätten weder 
klinisch noch radiologisch oder neurologisch ursächlich zugeordnet werden können. Die Wirbel-
säulenbeschwerden seien höchstens möglicherweise unfallkausal. Mit Schreiben vom 8. März 
2010 präzisierte die Universitätsklinik Balgrist, es sei nicht verwunderlich, dass es nach dem 
langen Krankenstand rund um die Knieproblematik zu einer Quadricepsatrophie gekommen sei. 
Sie hob jedoch noch einmal hervor, dass die Wirbelsäulenproblematik nur möglicherweise als 
unfallbedingt zu beurteilen sei.  
 
7.4 In der Folge zeigten sich zwischen den verschiedenen involvierten medizinischen Fachper-
sonen Meinungsverschiedenheiten. Dr. D.____ widersprach der Auffassung der Universitätskli-
nik Balgrist in seinem Schreiben vom 31. August 2010 und hielt fest, zwischen den verbliebe-
nen Knieschmerzen rechts und den Rückenbeschwerden bestehe mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit ein Zusammenhang, und die tieflumbalen Rückenschmerzen rechts seien mit 
Sicherheit direkte Unfallfolge. Dr. H.____ hielt dem mit Verweis auf wissenschaftliche Publikati-
onen entgegen, dass ein Schonhinken schwer und dauerhaft sein müsse, um irgendwelchen 
Einfluss auf die Entwicklung oder Verschlimmerung von degenerativen Veränderungen an der 
Wirbelsäule zu entfalten. Der Zusammenhang zwischen Beinlängenverkürzungen und dem Auf-
treten von Rückenschmerzen sei von verschiedenen Autoren zunehmend in Frage gestellt wor-
den. Dank einem grossen Potential an biologischer Plastizität sei der menschliche Körper in der 
Lage, sich wirksam und schmerzfrei an neue Situationen wie an ein Schonhinken anzupassen. 
Die Rückenbeschwerden könnten auch nicht als Folge einer Rückenprellung betrachtet werden, 
denn bei Fehlen einer strukturellen Schädigung gelte es nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung, dass der Status pro sine spätestens ein Jahr nach dem Unfall wieder erreicht sei. 
Dr. D.____ erwiderte, bereits nach nur dreiwöchigem Schonhinken trete eine messbare Mus-
kelatrophie am betreffenden Oberschenkel auf. Nach Monaten oder Jahren eines anhaltenden 
Schon-Fehlganges, wie das beim Beschwerdeführer der Fall sei, könne sich eine sich ausbrei-
tende Muskelschwächung der betreffenden Körperseite mit Involvierung auch der peripelvinen 
Muskulatur und der Rückenmuskulater heranbilden. Solche Veränderungen seien in der Bildge-
bung nicht selbstverständlich ersichtlich, speziell für Orthopäden, welche sich vermehrt ossär 
orientieren würden. Die Folge seien ligamentäre, muskuläre und tendinöse ebenso wie poten-
tiell ossäre und discogene Fehlbelastungen und Überbelastungen.  
 
7.5 Im Gutachten der Universitätsklinik Balgrist wurde die Unfallkausalität der Rückenbe-
schwerden fast neun Jahre nach dem Unfall erstmals verneint. Dabei fällt auf, dass eine Be-
gründung für diese abweichende medizinische Beurteilung im Gutachten fehlt. Die Beurteilung 
der Unfallkausaliät, das Kernstück eines unfallversicherungsrechtlichen Gutachtens, erstreckt 
sich im Gutachten auf lediglich elf Zeilen. Hinsichtlich der Rückenbeschwerden wird festgehal-
ten, die chronischen Rückenschmerzen mit pseudoradikulären Irradiationen hätten weder kli-
nisch noch radiologisch oder neurologisch ursächlich zugeordnet werden können. Eine radikulä-
re Kompressionsproblematik sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlos-
sen. Schwere degenerative Veränderungen im Bereich der LWS bestünden ebenfalls nicht. Die 
Wirbelsäulenbeschwerden des Beschwerdeführers seien nach Meinung der Gutachter nicht 

 
 
Seite 20 

unfallkausal. Eine Würdigung der Symptomatik ist in der Beurteilung indessen nicht enthalten, 
so dass die Herleitung dieser Schlussfolgerungen im Dunkeln bleibt. Die Gutachter führen für 
ihre Beurteilung keine Gründe an. Zudem setzen sich die Gutachter mit keinem Wort mit abwei-
chenden medizinischen Beurteilungen auseinander. Weder wird auf die abweichende Meinung 
Dr. D.____'s eingegangen, noch wird begründet, wieso von den bisherigen Einschätzungen des 
SUVA-Kreisarztes abgewichen wird. Auch der Stellungnahme vom 8. März 2010 ist keine Be-
gründung für die Verneinung der Unfallkausalität der Rückenbeschwerden zu entnehmen. Es 
wird lediglich noch einmal hervorgehoben, dass die Wirbelsäulenproblematik nach Ansicht der 
Gutachter nur möglicherweise als unfallbedingt zu beurteilen sei. Worauf sich diese Meinung 
stützt, ist jedoch nicht ersichtlich. Die Gutachter halten vielmehr fest, von den bisherigen Er-
kenntnissen sei nicht abgewichen worden und eine Diskussion von abweichenden Meinungen 
erübrige sich daher. Dies ist nach dem Gesagten allerdings nicht zutreffend, da selbst der 
SUVA-Kreisarzt bereits am 6. Oktober 2003 die Rückenbeschwerden ausdrücklich auf die Un-
fälle vom 21. April 1999 und vom 27. Oktober 2000 zurückführte. 
 
7.6 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c; vgl. E. 5.3). Die Beurteilung der Gutachter, wonach ein ursächlicher Zusammenhang zwi-
schen den versicherten Unfällen und den Rückenbeschwerden nicht besteht, ist im Gutachten 
nicht begründet. Zudem setzen sich die Gutachter nicht mit abweichenden Meinungen anderer 
Ärzte auseinander. Das Gutachten ist im zentralen Punkt der Unfallkausalität der Rückenbe-
schwerden somit nicht schlüssig, so dass den Aussagen der Gutachter hierzu keine volle Be-
weiskraft im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zugesprochen werden kann. 
 
7.7 Zum Bericht Dr. H.____'s vom 21. Oktober 2010 ist zunächst festzuhalten, dass es sich um 
ein reines Aktengutachten handelt, da Dr. H.____ den Beschwerdeführer nie selbst untersucht 
hat. Auch einem reinen Aktengutachten kann indessen voller Beweiswert zukommen, sofern ein 
lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an 
sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (vgl. RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95; nicht 
publ. E. 5b des Urteils BGE 114 V 109, veröffentlicht in RKUV 1988 Nr. U 56 S. 366). Aktengut-
achten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne 
wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose 
oder der Kausalzusammenhang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet wer-
den. In diesen Fällen kann sehr wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschie-
denen Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beur-
teilung deutlich gemacht werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2008, 
8C_540/2007, E. 3.2; HANS KIND, So entsteht ein medizinisches Gutachten, in: René Schaff-
hauser/Franz Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der medizinischen Begutachtung in der Sozialver-
sicherung, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse an der Uni-
versität St. Gallen/Band 42, St. Gallen 1997, S. 52). Dr. H.____'s Ausführungen sind indessen 
nicht geeignet, die Kausalitätsfrage im vorliegenden Fall zu klären. Er liefert in seinem Bericht 
zwar eine sehr ausführliche Zusammenstellung von wissenschaftlichen Studien, die einen Zu-

 
 
Seite 21 

sammenhang zwischen einem Schonhinken und Rückenbeschwerden verneinen, geht jedoch 
auf die Situation des Beschwerdeführers im Besonderen nicht näher ein. Fraglich ist vorliegend 
aber nicht, ob ein Schonhinken im Allgemeinen geeignet ist, Rückenbeschwerden hervorzuru-
fen, sondern ob die spezifische schwerwiegende Knieproblematik des Beschwerdeführers unter 
Berücksichtigung aller persönlichen Umstände wie dem Alter oder allenfalls bereits vorbeste-
henden degenerativen Veränderungen ursächlich mit der Lumboischialgie zusammenhängt. Die 
Beantwortung dieser Frage ist ohne eine vertiefte Untersuchung des Beschwerdeführers mit 
Sicherheit nicht möglich. So konnte sich Dr. H.____ zum Beispiel kein Bild über die Muskel-
schwächung der betroffenen Körperseite machen und entsprechend auch nicht feststellen, ob 
konsekutive Fehl- und Überbelastungen vorliegen. Mit dem Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers ist zudem in Frage zu stellen, ob auch ein zum Zeitpunkt des Berichts 60-jähriger Versi-
cherter noch über die von Dr. H.____ genannte biologische Plastizität verfügt, die ihm eine An-
passung an einen Schon-Fehlgang ohne Weiteres ermöglicht. Schliesslich ist bedeutsam, dass 
es sich bei Dr. H.____ um einen von der SUVA angestellten versicherungsinternen Arzt han-
delt. Eine versicherungsinterne Beurteilung hat gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
keine volle Beweiskraft mehr, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der ärztlichen Angaben bestehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 
2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). Angesichts der Tatsache, 
dass Dr. H.____ den Beschwerdeführer nie persönlich untersucht hat, bestehen nach dem Ge-
sagten nicht unerhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit seiner Beurteilung. Auf den Bericht 
Dr. H.____'s kann somit zur Beurteilung der Kausalitätsfrage nicht voll abgestellt werden. 
 
7.8 Bei der Beurteilung der Frage, ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer ge-
sundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, gilt der im Sozialversi-
cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. E. 4.3). Die 
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspru-
ches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Wahrscheinlichkeit ist insofern überwie-
gend, wenn der begründeten Überzeugung keine konkreten Einwände entgegenstehen; gilt es 
zwischen zwei oder mehreren Möglichkeiten zu entscheiden, ist diejenige überwiegend wahr-
scheinlich, welche sich am ehesten zugetragen hat (KIESER UELI, a.a.O., Rn. 30 zu Art. 43). 
Dr. D.____ führte zur Kausalität der Rückenbeschwerden aus, zwischen den verbliebenen Knie-
schmerzen rechts und den Rückenbeschwerden bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
ein Zusammenhang, und die tieflumbalen Rückenschmerzen rechts seien mit Sicherheit direkte 
Unfallfolge. In seinem Schreiben vom 2. Dezember 2010 begründete er seine Ansicht damit, 
dass sich nach Jahren eines anhaltenden Schon-Fehlganges, wie das beim Beschwerdeführer 
der Fall sei, eine sich ausbreitende Muskelschwächung der betreffenden Körperseite mit Invol-
vierung auch der peripelvinen Muskulatur und der Rückenmuskulater heranbilden könne. Liga-
mentäre, muskuläre und tendinöse ebenso wie potentiell ossäre und discogene Fehl- und 
Überbelastungen seien die Folge. Gerade für Orthopäden, welche sich vermehrt ossär orientie-
ren würden, seien solche Veränderungen in der Bildgebung nicht selbstverständlich ersichtlich. 
Dr. D.____'s Beurteilung wird gestützt durch den Bericht Dr. E.____'s vom 2. Juli 2007, worin 
dieser die Lumboischialgie des Beschwerdeführers mit einer Quadriceps-Atrophie in Verbin-
dung bringt. Selbst die Ärzte der Universitätsklinik Balgrist erkannten in ihrem Schreiben vom 8. 
März 2010 an, es sei nicht verwunderlich, dass es beim Beschwerdeführer zu einer Quadri-
cepsatrophie gekommen sei. Auch die SUVA selbst war ursprünglich der Ansicht, dass die Rü-
ckenbeschwerden unfallkausal seien; so erfassten die in der Verfügung vom 30. November 

 
 
Seite 22 

2006 zugesprochenen Leistungen auch die Rückenproblematik. Der Kreisarzt der SUVA, 
Dr. O.____, hatte in seinem Abschlussbericht vom 6. Oktober 2003 die Unfallkausalität der Rü-
ckenbeschwerden ausdrücklich bejaht. Die Ansicht Dr. D.____'s, wonach die Kniebeschwerden 
und der daraus resultierende Schon-Fehlgang zu den Rückenbeschwerden geführt haben, ist 
schlüssig begründet und beruht auf einer umfassenden Kenntnis der Krankheitsgeschichte des 
Beschwerdeführers. Sie befindet sich nach dem Gesagten im Einklang mit den vor dem Gut-
achten Balgrist ergangenen Berichten Dr. E.____'s und Dr. O.____'s. Es gilt zudem zu beach-
ten, dass es sich bei Dr. D.____ nicht nur um den behandelnden Arzt des Beschwerdeführers 
handelt, sondern auch um einen Experten, der von der SUVA selbst zur Abklärung der Rücken-
problematik des Beschwerdeführers beigezogen wurde.  
 
7.9 Somit ist festzuhalten, dass entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin weder 
das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist noch der Bericht Dr. H.____'s vom 21. Oktober 
2010 den bundesgerichtlichen Vorgaben an ärztliche Berichte entspricht. Das Gutachten der 
Universitätsklinik Balgrist enthält im zentralen Punkt der Unfallkausalität der Rückenbeschwer-
den keine Begründung, weshalb es die Argumente Dr. D.____'s nicht zu entkräften vermag. 
Das gleiche gilt für den Bericht Dr. H.____'s vom 21. Oktober 2010, der lediglich wissenschaftli-
che Studien wiedergibt, ohne jedoch auf die spezifische Problematik des Beschwerdeführers 
einzugehen. In Anbetracht der zahlreichen ärztlichen Berichte, in denen die Unfallkausalität der 
Rückenbeschwerden vor dem Gutachten der Universitätsklinik Balgrist explizit bejaht oder zu-
mindest nicht in Frage gestellt wurde, erscheint somit die Meinung Dr. D.____'s, wonach die 
Knieproblematik ursächlich mit den Rückenbeschwerden zusammenhängt und diese mithin 
indirekt unfallkausal sind, als überwiegend wahrscheinlich. Der natürliche Kausalzusammen-
hang zwischen den Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers und den versicherten Unfäl-
len ist somit zu bejahen.  
 
8.1 Streitig ist sodann die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit. Das Gutachten der Universitätsklinik 
Balgrist kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer durch die somatischen Unfallrestfolgen 
Tätigkeiten im Stehen, Gehen, oder mit Heben und Tragen schwerer Lasten nicht mehr verrich-
ten könne. In einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit sei der Beschwerdeführer aber zu 100% 
arbeitsfähig. Angemessen sei eine tägliche Arbeitszeit von sechs bis acht Stunden mit mehre-
ren kurzen Pausen. Gestützt darauf hielt die SUVA im angefochtenen Einsprache-Entscheid 
fest, für den Beschwerdeführer kämen unter anderem vorwiegend sitzende industrielle Tätigkei-
ten wie zum Beispiel die Bedienung oder Überwachung von Maschinen, Kontrollfunktionen, 
Fliessband-, Sortier-, Prüf-, Verpackungs- und Montagearbeiten in Frage. Das Gutachten hielt 
weiter fest, die Wirbelsäulenbeschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 
Unfallfolge. Die Einschränkung der Leistungsfähigkeit wegen der Wirbelsäulenproblematik 
betrage zusätzlich etwa 40%. Ein längeres Einnehmen von statischen Positionen wie längeres 
Stehen oder längeres Sitzen solle durch häufige Positionenwechsel unterbrochen werden. Es 
bestehe ebenfalls eine Limitierung für längeres Gehen, sowie für Heben und Tragen schwerer 
Lasten.  
 
8.2 Hier zeigt sich zunächst, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Gutachten der Univer-
sitätsklinik Balgrist gewisse Ungereimtheiten enthält. Die Gutachter bescheinigen dem Be-
schwerdeführer einerseits eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für sitzende Tätigkeiten, halten aber 
andererseits eine tägliche Arbeitszeit von sechs bis acht Stunden mit mehreren kurzen Pausen 

 
 
Seite 23 

für zumutbar. Diese beiden Aussagen sind schwerlich miteinander in Einklang zu bringen. Geht 
man von einem täglichen Pausenbedarf von dreissig Minuten, was sich mit der Einschätzung 
Dr. O.____'s vom 8. Dezember 2006 deckt, und einer täglichen Arbeitszeit von sieben Stunden 
aus, so verbleibt dem Beschwerdeführer ein zumutbares Pensum von ca. 80%. Bei einer tägli-
chen Arbeitszeit von sechs Stunden bei gleichem Pausenbedarf beträgt das resultierende Pen-
sum gar nur noch ca. 65%. Dies zeigt, dass selbst ohne Berücksichtigung der Rückenproblema-
tik eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit entgegen der Auffassung der 
Beschwerdegegnerin nicht besteht. 
 
8.3 Entgegen der Meinung der SUVA sind die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers als 
unfallkausal zu werten und müssen somit in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit miteinbezogen 
werden. Das Gutachten der Universitätsklinik Balgrist bezifferte die zusätzliche Einschränkung 
der Arbeitsfähigkeit mit 40% und hielt fest, dass der Beschwerdeführer längeres Sitzen oder 
Stehen durch häufige Positionenwechsel unterbrechen müsse. Zudem sei er für längeres Ge-
hen und das Heben und Tragen schwerer Lasten durch seine Rückenproblematik limitiert. Ins-
gesamt ergibt sich somit eine Arbeitsfähigkeit von unter 40% mit erheblichen Einschränkungen. 
Aufgrund der Knieproblematik sind dem Beschwerdeführer nur noch sitzende Tätigkeiten zu-
mutbar, während die Rückenbeschwerden längeres Sitzen ohne Positionenwechsel nicht erlau-
ben. 
 
9.1 Schliesslich ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers zu ermitteln. Gemäss Art. 16 
ATSG wird zur Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte 
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzie-
len könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchti-
gung zumutbarerweise erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeits-
markt zu ermitteln. Der Begriff der ausgeglichenen Arbeitsmarktlage ist dabei ein theoretisch-
abstrakter Begriff, der als Unterscheidungskriterium zwischen dem Leistungsbereich der Ar-
beitslosenversicherung und der Invalidenversicherung dient. Der Begriff beinhaltet einerseits ein 
gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage an Arbeitskräften; andererseits be-
zeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger 
Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten intellektuellen Voraussetzun-
gen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276, E. 4b). Soweit der Weg-
fall des Einkommens nicht auf gesundheitliche, sondern auf konjunkturelle Gründe zurückzufüh-
ren ist, liegt keine Invalidität vor (KIESER, a.a.O., Rn 24 zu Art. 16).  Es ist für die Invaliditätsbe-
messung also nicht darauf abzustellen, ob die versicherte Person unter den konkreten Verhält-
nissen auf dem Arbeitsmarkt vermittelt werden kann, sondern darauf, ob sie die ihr verbliebene 
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Ange-
bot an Arbeitkräften entsprechen würden (Urteil des Bundesgerichts vom 9. Oktober 2009, 
9C_82/2009, E. 5.5). Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist nur dann zu verneinen, 
wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entge-
genkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre. 
 

 
 
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9.2 Bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit darf nicht von 
realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer Ar-
beitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare 
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt prak-
tisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durch-
schnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb 
zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. Urteil des EVG vom 10. März 2003, 
I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen). Ferner beinhaltet der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmark-
tes nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot und der Nachfrage nach Stel-
len, sondern bezeichnet auch einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer ver-
schiedenartiger Stellen offen hält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen 
und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 
V 276 E. 4 mit Hinweisen). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob ein 
Invalider die Möglichkeit hat, seine restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten (BGE 110 V 276 E. 
4b; AHI 1998 S. 291 E. 3b). Weder gestützt auf die Pflicht zur Selbsteingliederung noch im 
Rahmen der dem Versicherten auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt offen stehenden Mög-
lichkeiten zur Verwertung seiner Resterwerbsfähigkeit dürfen von ihm Vorkehren verlangt wer-
den, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalles nicht zumutbar sind (vgl. Art. 21 Abs. 4 ATSG; Urteil des EVG vom 10. März 2003, 
I 617/02, E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
9.3 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist auch das fortgeschrittene Alter, obgleich 
an sich ein invaliditätsfremder Faktor, ein Kriterium, welches zusammen mit den weiteren per-
sönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die dem Versicherten ver-
bliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht 
mehr nachgefragt wird. Ist die Resterwerbsfähigkeit in dem Sinne nicht mehr verwertbar, liegt 
vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt (Ur-
teil des Bundesgerichts vom 10. Februar 2010, 9C_979/2009, E. 3.1). Der Einfluss des Lebens-
alters auf die Verwertbarkeit des verbliebenen Leistungsvermögens auf dem allgemeinen Ar-
beitsmarkt lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den 
Umständen des Einzellfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund-
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und 
in diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fer-
tigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus 
dem angestammten Bereich sein (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2009, 9C_918/2008, 
E. 4.2.1).  
 
9.4 Zum massgebenden Zeitpunkt des Einspracheentscheides war der Beschwerdeführer 63 
Jahre alt. Vor seiner unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit war er vierzig Jahre lang als Gipser auf 
dem Bau tätig. Aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen kann er nur noch sitzende 
Tätigkeiten verrichten und ist hierbei zudem auf häufige Positionenwechsel angewiesen. Es 
besteht ebenfalls eine Limitierung für längeres Gehen, sowie für Heben und Tragen schwerer 
Lasten. Aufgrund dieses Zumutbarkeitsprofils kommen für den Beschwerdeführer allenfalls 
noch Kontroll- und Überwachungstätigkeiten sowie gewisse administrative Tätigkeiten in Frage. 
Industrielle Produktions- und Montagetätigkeiten sowie gewerbliche Fertigungsarbeiten sind 
aufgrund des hierbei üblicherweise vorgegebenen Arbeitstempos nicht mehr zumutbar. Nur am 

 
 
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Rande sei hier bemerkt, dass dies bereits der SUVA-Kreisarzt im Bericht vom 25. Oktober 2006 
festgehalten hatte, weshalb es unverständlich ist, dass die SUVA in der Verfügung vom 30. No-
vember 2006 zur Berechnung des Invalideneinkommens beinahe ausschliesslich DAP-Blätter 
verwendete, welche sich auf industrielle Montagetätigkeiten bezogen. Das zumutbare Arbeits-
pensum beträgt weniger als 40%. Angesichts dieser erheblichen Einschränkungen sowie der 
Tatsache, dass der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des Einspracheentscheides bereits 63 
Jahre alt war, kann von einer realistischen Erwerbsmöglichkeit auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt nicht mehr gesprochen werden. Aufgrund der diffizilen Kombination von Rücken- 
und Kniebeschwerden gibt es kaum mehr Tätigkeiten, die der Beschwerdeführer noch verrich-
ten kann. Die wenigen noch möglichen Tätigkeiten würden vom Beschwerdeführer, der sein 
ganzes Leben auf dem Bau gearbeitet hat, zudem ein beträchtliches Ausmass an Anpassungs-
fähigkeit verlangen. Auch in einer angepassten Tätigkeit kann der Beschwerdeführer überdies 
nur ein sehr tiefes Pensum verrichten. Auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt findet sich realisti-
scherweise kaum ein Arbeitgeber, der einen zwei Jahre vor der Pension stehenden Versicher-
ten in einem Pensum unter 40% anstellen und entsprechend einarbeiten würde. Nach dem Ge-
sagten steht somit fest, dass der Beschwerdeführer die ihm verbleibende Leistungsfähigkeit auf 
dem allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr verwerten kann. Es liegt somit eine vollständige Er-
werbsunfähigkeit vor, die zu einer ganzen Invalidenrente führt.  
 
10.1 Streitig ist schliesslich die Höhe der Integritätsentschädigung. Der Beschwerdeführer rügt, 
mit der zugesprochenen Integritätsentschädigung von 30% sei nur der Knieschaden abgegol-
ten. Da die Rückenbeschwerden unfallkausal seien, habe der Beschwerdeführer Anspruch auf 
zusätzliche 5% gemäss der kreisärztlichen Einschätzung.  
 
10.2 Die SUVA stützte sich im Einspracheentscheid vom 19. November 2010 auf die Integri-
tätseinschätzung im Gutachten der Universitätsklinik Balgrist. Diese setzte den Integritätsscha-
den für die Kniebeschwerden unter Berücksichtigung der rezidivierenden Reizergüsse unklarer 
Ätiologie auf 30% fest, was gemäss SUVA-Tabelle 5 dem Wert für eine mässige bis schwere 
Pangonarthrose entspricht. Dies ist weder bestritten noch offensichtlich unrichtig und daher zu 
bestätigen. Nach dem oben Gesagten ist indessen auch für die Rückenbeschwerden eine In-
tegritätsentschädigung geschuldet, da diese ebenfalls unfallkausal sind. Der Beschwerdeführer 
verlangte daher zusätzliche 5% gemäss der kreisärztlichen Einschätzung vom 6. Oktober 2003 
(vgl. E. 6.8 hiervor). Der Integritätsschaden ist daher gesamthaft mit 35% zu bemessen. 
 
11.1 Es bleibt, über die Kosten zu entscheiden. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren 
vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vor-
liegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
11.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Dazu gehören in erster Linie die Vertretungskosten. Dem Verfah-
rensausgang entsprechend ist dem Beschwerdeführer daher eine Entschädigung für die Vertre-
tungskosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 24. August 2011 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 23.42 Stunden geltend gemacht. Dies ist umfangmässig in Anbetracht 
der Komplexität der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstanden. Die 
Bemühungen sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche 

 
 
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Fälle zur Anwendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu 
beanstanden sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 
131.50. Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 5'986.50 (23.42 Stunden à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 131.50 zuzüglich 8% Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
11.3 Der Beschwerdeführer macht weiter Parteikosten für die Berichte Dr. D.____'s im Zeitraum 
vom 23. April 2007 bis 2. Dezember 2010 geltend. Zu den Parteikosten zählen auch besondere 
Auslagen, die für Abklärungsmassnahmen entstanden sind, welche durch den Versicherungs-
träger oder das Versicherungsgericht hätten durchgeführt werden sollen, jedoch an deren Stelle 
durch die Partei veranlasst wurden (KIESER, a.a.O., Rn. 113 zu Art. 61). Rechtsprechungsge-
mäss sind solche Kosten zu ersetzen, wenn die eingeholten Berichte oder Gutachten massge-
bend für die Beurteilung der Streitfrage waren (BGE 115 V 63 E. 5c f.). Aus der Abrechnung Dr. 
D.____'s geht hervor, dass er dem Beschwerdeführer insgesamt fünf Berichte in Rechnung 
stellte. Zwei davon, nämlich die Briefe vom 12. März 2008 sowie vom 14. Mai 2009, figurieren 
nicht in den SUVA-Akten und dienten, da dem Gericht ihr Inhalt unbekannt ist, nicht als Ent-
scheidgrundlage. Zwar mögen sie insofern in die Entscheidfindung eingeflossen sein, als dass 
sich der Rechtsvertreter in seinen Eingaben darauf abstützte; sie waren jedoch nicht direkt 
massgebend für die Beurteilung des vorliegenden Falles. Die dafür in Rechnung gestellten Kos-
ten von Fr. 700.-- werden daher zu Unrecht geltend gemacht. Der Bericht vom 23. April 2007 
wurde vom Gericht sodann zwar berücksichtigt, hatte jedoch keinen entscheidenden Einfluss 
auf die Beurteilung der Streitfrage. Die dafür geltend gemachten Kosten von Fr. 600.-- sind da-
her ebenfalls nicht der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Einen massgeblichen Einfluss auf 
die Entscheidfindung des Gerichts hatten jedoch die Berichte vom 31. August 2010 sowie vom 
2. Dezember 2010. Die darauf entfallenden Kosten von Fr. 1'800.-- sind demzufolge der SUVA 
aufzuerlegen. 
 

 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

://: 1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einsprache-
entscheid der SUVA in dem Sinne aufgehoben, als dem Beschwerde-
führer eine ganze Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung 
entsprechend einer Integritätseinbusse von 35 % auszurichten ist. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SUVA hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 5'986.50 zu entrichten. 

 4. Zusätzlich hat die SUVA den Beschwerdeführer für die Kosten der bei 
Dr. D.____ in Auftrag gegebenen Parteigutachten in der Höhe von 
Fr. 1'800.00 zu entschädigen. 

 

 
 http://www.bl.ch/kantonsgericht