# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7e0dc9a-8bc9-53e4-819c-a303f3468a44
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-07
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 07.02.2024 SB230085
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230085_2024-02-07.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB230085-O/U/bs

Mitwirkend: die Oberrichterinnen lic. iur. S. Fuchs, Präsidentin, und 

Dr. iur. E. Borla, Ersatzoberrichter lic. iur. T. Engler 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kümin Grell

Urteil vom 7. Februar 2024

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft See/Oberland, 
vertreten durch Stv. Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. U._____, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend versuchter Raub etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzelgericht, 
vom 20. September 2022 (GG220014)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 18. Mai 2022 

(Urk. D1/35) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:
(Urk. 91 S. 44 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig

 des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140. Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbin-

dung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

 der Nötigung im Sinne von Art. 181 Abs. 1 StGB,

 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,

 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB,

 des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG 

in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c WG, Art. 5 Abs. 1 lit c und Abs. 4 WG, 

Art. 28 WG, Art. 7 Abs. 1 WG, Art. 10 Abs. 1 lit. b WV sowie Art. 71 WV,

 der Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sinne von 

Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie

 der mehrfachen Übertretung des Waffengesetzes im Sinne von Art. 34 Abs. 1 

lit. d WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG und Art. 11 Abs. 1 und 2 WG.

2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Vergehens gegen das Bundesgesetz über 

die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG freigesprochen.

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 11 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit 

heute 1 Tag durch Haft erstanden ist) sowie einer Busse von Fr.  400.– . 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre fest-

gesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.

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5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen.

6. Der Beschuldigte wird unter solidarische Haftung mit dem Beschuldigten B._____ 

verpflichtet, dem Privatkläger eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 800.– zzgl. Zins 

zu 5 % seit 22. November 2019 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren des Privatklägers abgewiesen.

7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 2. Dezem-

ber 2019 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:

• 1 Klappmesser schwarz (Asservat-Nr. A013'637'666)

• 1 Soft-Air Pistole schwarz, Nr. V893 (Asservat-Nr. A013'637'713)

• 1 Soft-Air Pistole silber mit braunem Griffstück, Seriennummer … (Asser-
vat-Nr. A013'637'724)

8. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 2. Dezem-

ber 2019 beschlagnahmten Gegenstände werden dem Beschuldigten nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben:

• 1 Sturmhaube schwarz/weiss (Asservat-Nr. A013'637'279)

• 1 Sturmhaube schwarz (Asservat-Nr. A013'637'291)

• 1 Datensicherung (Asservat-Nr. A013'650'607)

• 1 zweihändig bedienbares Messer schwarz/silber 
(Asservat-Nr.  A013'637'688)

9. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 6. Januar 

2022 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen

• 1 Datensicherung (Asservat-Nr. A015'843'615)

• Onlinedaten (Asservat-Nr. A015'861'888)

• 1 Datensicherung (Asservat-Nr. A015'861'913)

10. Der folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 6. Januar 

2022 beschlagnahmter Gegenstand wird eingezogen und nach Eintritt der Rechts-

kraft dieses Urteils in den Untersuchungsakten belassen.

• 1 CD/DVD (Asservat-Nr. A015'843'591)

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11. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'800.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 10'203.–   Gebühr für das Vorverfahren,

Fr. 4'401.10
  Kosten der unentgeltlichen Vertreterin der Privatklägerin

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer, abzüglich Akonto-
zahlung in der Höhe von Fr.1'600.–),

Fr. 6'065.65   Kosten des amtlichen Verteidigers (inkl. Barauslagen  und Mehrwertsteuer).

Fr. 8'347.–   Kosten des vormaligen amtlichen Verteidigers (bereits aus-bezahlt)

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Gerichtsgebühr um einen Drittel. 

12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltliche Vertretung der Privat-

klägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt.

13. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

14. (Mitteilungen)

15. (Rechtsmittel)"

Berufungsanträge:

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 122 S. 24 f.)

1. Dispositiv Ziffer 1 Lemma 1-4 und 6 sowie Ziffern 3, 4, 5, 6, 12 und 13 des 

Urteils des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 20. September 2022 seien auf-

zuheben;

2. Der Beschuldigte sei von den Vorwürfen des versuchten Raubes gemäss 

Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, der Nöti-

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gung gemäss Art. 181 StGB, der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 

StGB, des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie der Übertretung 

gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG freizu-

sprechen;

3. Der Beschuldigte sei für das Vergehen gegen das Waffengesetz gemäss 

Art. 33 Abs. 1 lit. a WG maximal mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 

je CHF 30.– (entsprechend CHF 450.–) zu bestrafen, unter Anrechnung von 

einem Tag erstandener Untersuchungshaft, unter Gewährung des bedingten 

Vollzuges der Geldstrafe sowie unter Ansetzung einer Probezeit von zwei 

Jahren;

4. Der Beschuldigte sei für die mehrfache Übertretung des Waffengesetzes 

gemäss Art. 34 Abs. 1 lit. d WG maximal mit einer Busse von CHF 300.– zu 

bestrafen;

5. Die Zivilforderungen des Privatklägers seien abzuweisen;

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens seien vollum-

fänglich auf die Gerichtskasse zu nehmen;

7. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien definitiv auf die Gerichtskasse 

zu nehmen;

8. Dem Beschuldigten sei eine angemessene Entschädigung zuzusprechen;

9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten des Staates.

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b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 97 S. 1)

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils

c) Der Privatklägerschaft:

(Urk. 98 S. 1)

1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon vom 20. September 2022 

(GG220014) vollumfänglich zu bestätigen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, inklusive diejenigen der unentgeltlichen 

Rechtsvertretung des Privatklägers, seien dem Beschuldigten aufzuerlegen, 

wobei die Kosten der unentgeltlichen Rechtsvertretung des Privatklägers 

vorab aus der Gerichtskasse zu erstatten seien. 

Eventualiter seien die Kosten des Berufungsverfahrens dem Beschuldigten 

aufzuerlegen und die unentgeltliche Rechtsvertretung des Privatklägers sei 

aus der Staatskasse zu entschädigen. 

Erwägungen:

I. Verfahrensgang, Umfang der Berufung und Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Der Verfahrensgang bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem 

angefochtenen Entscheid (Urk. 91 S. 5 f. E. I.). Der Beschuldigte wurde von der 

Vorinstanz am 20. September 2022 gemäss dem eingangs angeführten Urteil des 

versuchten Raubes und der anderen im Urteil erwähnten Delikte schuldig ge-

sprochen. Das Urteil wurde am 20. September 2022 mündlich sowie mit Übergabe 

des Dispositivs eröffnet (Prot. I S. 15). Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 

28. September 2022 innert Frist Berufung anmelden (Urk. 70). Das schriftlich be-

gründete Urteil wurde dem Beschuldigten am 27. Januar 2023 zugestellt (vgl. 

Urk. 89/2). 

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Die Vorinstanz führte das Verfahren gegenüber dem Beschuldigten (unter der 

Geschäfts-Nr. GG220014) zusammen mit dem Verfahren gegenüber dem Mit-

beschuldigten B._____ über denselben Hauptvorwurf (Geschäfts-Nr. GG220015); 

B._____ gegenüber erging am 20. September 2022 ebenfalls ein Schuldspruch 

(vgl. Urk. 69, 86). Dieser wurde (lediglich) von der Staatsanwaltschaft angefochten; 

die Staatsanwaltschaft zog die Berufung am 30. Januar 2023 zurück (Urk. 87). Der 

Schuldspruch gegenüber B._____ ist damit rechtskräftig. 

1.2. Per 1. Februar 2023 erfolgte ein Wechsel in der Person der amtlichen 

Verteidigung des Beschuldigten; Rechtsanwältin X2._____ wurde durch die 

vorinstanzliche Verfahrensleitung (antragsgemäss) als neue amtliche Verteidigerin 

bestellt (anstelle von Rechtsanwalt X3._____, der das amtliche Mandat bis zu die-

sem Zeitpunkt ausgeübt hatte, vgl. Urk. 79, 81). 

1.3. Am 16. Februar 2023 reichte der Beschuldigte fristgereicht die Berufungs-

erklärung ein; in dieser stellte er zum einen die Berufungsanträge und zum anderen 

Beweisanträge auf persönliche Befragung des Beschuldigten und der Zeugen 

C._____ und D._____ (Urk. 93). Die Berufungserklärung wurde mit Verfügung vom 

20. Februar 2023 der Staatsanwaltschaft und der Privatklägerschaft zugestellt. 

Gleichzeitig wurde ihnen Frist angesetzt, um anzugeben, ob Anschlussberufung 

erhoben werde oder ob begründet ein Nichteintreten auf die Berufung beantragt 

werde, sowie um zu den Beweisanträgen des Beschuldigten Stellung zu nehmen 

(Urk. 94). Mit Eingaben vom 22. Februar bzw. 9. März 2023 verzichteten die 

Staatsanwaltschaft und die Privatklägerschaft auf Anschlussberufung und bean-

tragten, die Beweisanträge des Beschuldigten seien abzuweisen (Urk. 97 f.). Die 

Verfahrensleitung wies die Beweisanträge des Beschuldigten auf erneute Befra-

gung der erwähnten Zeugen C._____D._____ mit Verfügung vom 13. März 2023 

ab und hielt fest, dass die Befragung des Beschuldigten an der Berufungsverhand-

lung gesetzlich vorgeschrieben sei (Urk. 99). 

1.4. Mit Verfügung vom 15. August 2023 wurde die unentgeltliche Rechts-

beiständin des Privatklägers auf ihren Antrag hin unter Entschädigung ihrer Auf-

wendungen entlassen (Urk. 101-103). 

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1.5. Per 6. September 2023 erfolgte ein erneuter Wechsel in der Person der 

amtlichen Verteidigung und wurde (antragsgemäss) Rechtsanwalt X1._____ als 

neuer amtlicher Verteidiger des Beschuldigten bestellt (Urk. 105 f.). Rechtsanwältin 

X2._____ wurde mit Verfügung vom 13. September 2023 für ihre Bemühungen bis 

zum Zeitpunkt ihrer Entlassung antragsgemäss entschädigt (vgl. Urk. 109). 

1.6. Mit Vorladung vom 30. Oktober 2023 wurden die Parteien zur Berufungs-

verhandlung auf den 7. Februar 2024 vorgeladen; dem Privatkläger wurde die Ver-

handlung angezeigt mit dem Hinweis, dass er nicht zum persönlichen Erscheinen 

verpflichtet sei (Urk. 111). 

1.7. Mit Eingabe vom 30. Januar 2024 reichte die Verteidigung einen USB-Stick 

ins Recht enthaltend einen Instagram- und einen WhatsApp-Chatverlauf von 

C._____, zwei Screenshots von Instagram Stories, einen Auszug betreffend 

Schweizer Wireless-Lan Hotspot Liste, und weitere Dokumenten zu den Zutrittsbe-

dingungen des E._____s (Urk. 114 f.). Die Eingaben der Verteidigung wurden der 

Staatsanwaltschaft am 1. Februar 2024 übermittelt und dem Privatkläger angezeigt 

(Urk. 116/1-2). Die Stellungnahme der Staatsanwaltschaft ging am 5. Februar 2024 

hierorts ein (Urk. 117). 

1.8. Am 6. Februar 2024 wurde ein aktueller Strafregisterauszug eingeholt 

(Urk. 118). 

1.9. An der Berufungsverhandlung vom 7. Februar 2024 erschienen der Be-

schuldigte und sein amtlicher Verteidiger (Prot. II S. 7). 

2. Umfang der Berufung

Vom Beschuldigten unangefochten blieben die Dispositiv-Ziffern 1 Lemma 5 und 7 

sowie die Dispositiv-Ziffern 2 und 7-11 des vorinstanzlichen Entscheids. In diesem 

Umfang ist der vorinstanzliche Entscheid in Rechtskraft erwachsen, wovon mit 

Beschluss Vormerk zu nehmen ist. Auf die entsprechenden Anordnungen, insb. auf 

die Schuldsprüche betreffend Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, ist 

deshalb nicht weiter einzugehen. Im übrigen Umfang steht der Entscheid vom 

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20. September 2022 unter Vorbehalt des Verschlechterungsverbots (Art. 391 

Abs. 2 StPO) zur Disposition. 

3. Prozessuales

3.1. Soweit für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhalts auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Erwäh-

nung findet. 

3.2. Weiter ist an dieser Stelle festzuhalten, dass aus dem Anspruch auf recht-

liches Gehör die Pflicht des Gerichts folgt, seinen Entscheid zu begründen. Die 

Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht aus-

drücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand aus-

einandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den Entscheid 

wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 

141 IV 249 E. 1.3.1; BGer 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2., mit 

Hinweisen).

II. Schuldpunkt

1. Anklagevorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten den in der Anklageschrift (vgl. 

Urk. D1/35) umschriebenen Sachverhalt vor. Gegenstand des Berufungsver-

fahrens ist der unter Dossier Nr. 1 angeführte Vorfall vom Abend des 22. November 

2019. Dem Beschuldigten und drei Mittätern (einer davon der Mitbeschuldigte 

B._____) wird darin kurz zusammengefasst vorgeworfen, sie hätten den 

Privatkläger mit Waffen und unter Gewaltandrohung dazu genötigt, ihnen Mari-

huana herauszugeben, seien unter Beschädigung der Wohnungstüre in seine 

Wohnung eingedrungen und hätten erfolglos Bargeld von ihm verlangt. Im 

Einzelnen ist auf die Anklageschrift zu verweisen (Urk. D1/35 S. 3 f.). 

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2. Ausgangslage

Der Beschuldigte bestreitet den Anklagesachverhalt. Er stellt sich auf den Stand-

punkt, er sei am fraglichen Abend im E._____ in Zürich an einem Konzert gewesen, 

an der F._____. Er sei zusammen mit C'._____ (recte: C._____) an das Konzert 

gegangen und habe den ganzen Abend bis ca. 24:00 resp. 23:30 Uhr mit ihr ver-

bracht (vgl. Prot. I. S. 10 f.; vgl. zur Schreibweise Urk. D1/18/3, Urk. 121 S. 5). Es 

ist deshalb zu prüfen, ob sich der eingeklagte Sachverhalt anhand der vorliegenden 

Beweismittel erstellen lässt. 

3. Vorbemerkungen zur Sachverhaltserstellung

3.1. Vorab ist auf die zutreffenden allgemeinen Ausführungen der Vorinstanz 

zur Sachverhaltserstellung zu verweisen (Urk. 91 S. 19 ff.). Die Vorinstanz wies ins-

besondere zutreffend auf den Grundsatz der freien richterlichen Beweiswürdigung 

(Art. 10 Abs. 2 StPO) und auf die massgebliche Regel der Beweislast hin, wonach 

eine strafrechtliche Verurteilung nur erfolgen kann, wenn die Schuld des Beschul-

digten mit hinreichender Sicherheit erwiesen ist; dies bedingt, dass das Gericht eine 

persönliche Gewissheit erhält und keine vernünftigen Zweifel darüber bestehen, 

dass sich der in der Anklageschrift umschriebene Sachverhalt tatsächlich so ver-

wirklicht hat (vgl. auch OGer ZH SB210304 vom 16. Dezember 2021, E. III./2. mit 

Hinweisen).

3.2. Die Vorinstanz wies zutreffend auf die zu würdigenden Beweismittel hin 

(Urk. 91 S. 6 ff.): Zur Erstellung der fraglichen Sachverhaltselemente ist auf die 

Aussagen des Beschuldigten A._____ (nachfolgend nur: der Beschuldigte) und des 

Mitbeschuldigten B._____ einzugehen (Urk. D1/4/-2; Prot. I S. 10 ff.; Urk. D1/5/1-

2; Urk. D1/6/1-2) und können die Aussagen des Privatklägers (Urk. D1/7/1-2) sowie 

der befragten Zeugen herangezogen werden, insb. jene von G._____, C._____ und 

D._____ (Urk. D1/8/1, 3-5). Zudem stehen als weitere Beweismittel das Gutachten 

über den beim Mitbeschuldigten B._____ sichergestellten Baseballschläger 

(Untersuchung von Mikrospuren) zur Verfügung (Urk. D1/11/13), die rückwirkende 

Teilnehmeridentifikation über das Mobiltelefon des Beschuldigten und die auf dem 

Mobiltelefon sichergestellten Daten (Urk. D1/2 S. 10 ff.; Urk. D1/16/1-11; 

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Urk. D1/17/1-8) sowie die vollständige Instagram- und WhatsApp-Konversation 

zwischen C._____ und dem Beschuldigten (Urk. 115). 

3.3. Die Vorinstanz wies im Weiteren zutreffend auf die Grundsätze der Würdi-

gung von Aussagen beteiligter Personen hin (Urk. 91 S. 19 f.). Die allgemeine 

Glaubwürdigkeit einer Person, der nach neueren Erkenntnissen kaum mehr Be-

deutung zukommt, ergibt sich vor allem aus den persönlichen Beziehungen und 

Bindungen zu den übrigen Prozessbeteiligten. Die prozessuale Stellung der aus-

sagenden Person ist demgegenüber von untergeordneter Bedeutung. Klar im Vor-

dergrund steht die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussagen bzw. deren Überzeu-

gungskraft im Lichte der weiteren Beweismittel. Bei deren Beurteilung ist generell 

auf Strukturbrüche innerhalb einer Aussage, auf Über- oder Untertreibungen, auf 

Widersprüche, und vor allem auf das Vorhandensein von Realitätskriterien und das 

Fehlen von Warn- bzw. Lügensignalen in den Aussagen zu achten (vgl. OGer ZH 

SB210304 vom 16. Dezember 2021, E. III./2.; vgl. auch eingehend BENDER/ HÄ-

CKER/SCHWARZ, Tatsachenfeststellung vor Gericht, 5. Auflage 2021, S. 77 ff., insb. 

S. 88, S. 90 und S. 100 ff.). 

4. Erstellung des Anklagesachverhalts

4.1. Schilderung des Privatklägers

4.1.1. Der Anklagesachverhalt basiert (im äusseren Ablauf) auf den Aussagen 

des Privatklägers. Der Privatkläger wurde im Untersuchungsverfahren zweimal 

befragt, einmal am 25. November 2019, kurz nach dem fraglichen Vorfall, bei der 

Kantonspolizei, und ein weiteres Mal am 18. November 2020 bei der Staatsanwalt-

schaft unter Gewährung der Teilnahmerechte des Beschuldigten (Urk. D1/7/1-2). 

Die Vorinstanz hielt diese Aussagen zutreffend fest (Urk. 91 S. 10-16), worauf ver-

wiesen werden kann. 

4.1.2. Der Privatkläger verfügt aus gesundheitlichen Gründen über eine 

Ausnahmebewilligung zum Konsum von Marihuana (vgl. Urk. D1/7/1 S. 8 f. und 

a.E.). Er kennt nach seiner Schilderung sowohl den Beschuldigten als auch den 

Mitbeschuldigten B._____ oberflächlich vom Sehen. Der Privatkläger erwähnte 

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seinen damaligen Nachbarn, der zur Zeit des Vorfalls gerade ausgezogen sei; 

dieser habe sicher "geraucht" und er glaube, er habe auch mit Drogen gehandelt 

("usegeh"). Er kenne, so der Privatkläger weiter, B._____ über den Nachbarn. Er 

habe beiden (dem Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten B._____) einmal 

etwas von seinem Gras gegeben; dem Beschuldigten habe er einmal in Vertretung 

seines Nachbarn "etwas rausgegeben", worauf er mit dem Nachbarn geschimpft 

habe; er habe damit nichts zu tun haben wollen (Urk. D1/7/2 S. 4 f., S. 9). 

4.1.3. Die Vorinstanz erachtete die Aussagen des Privatklägers zurecht als sehr 

detailliert und gleichbleibend. Er belaste die Täter nicht übermässig, sondern habe 

deren Handlungen verschiedentlich relativiert (Urk. 91 S. 21 f.). Auf diese zu-

treffenden Erwägungen kann verwiesen werden. Besonders fällt auf, dass der 

Privatkläger dem vermeintlich Beschuldigten (der die Schusswaffe gehalten habe) 

konstant zugutehielt, er habe – als der Mittäter mit dem Messer gedroht habe, man 

könne den Privatkläger auch vor seiner Tochter zusammenschlagen – die Courage 

gehabt, dem anderen zu sagen, das mache man nicht, und er habe die anderen 

"immer etwas zurückgehalten" (vgl. Urk. D1/7/1 S. 2, 4; D1/7/2 S. 11). Der 

Privatkläger verhielt sich auch mit Blick auf die Identifizierung des Beschuldigten 

zurückhaltend. Er erklärte gegenüber der Kantonspolizei, seine Nachbarin (die 

Zeugin G._____) habe den Beschuldigten erkannt. Er selber kenne ihn nur vom 

Sehen her bzw. habe ihn vor dem Vorfall höchstens einmal gesehen. Er sei am 

Sonntag nach der Tat bei den Eltern des Beschuldigten vorbeigegangen, wo er ihn 

gesehen habe. In dem Moment habe er ihn eindeutig erkannt; die Stimme, das 

Gesicht, die Bewegungen, alles habe gepasst. Es sei ihm dabei darum gegangen, 

dass der Beschuldigte nicht "unter die Räder" komme, falls er es nicht gewesen sei, 

und er habe ihn gebeten, ihm zu helfen, wer ihm so ähnlich sehe (Urk. D1/7/1 S. 7; 

Urk. D1/7/2 S. 5 f.). Nicht ganz schlüssig ist die Aussage des Privatklägers, er habe 

bei jenem Besuch am Sonntag danach jemand anderes an der Türe erwartet, 

optisch (Urk. D1/7/1). Grundsätzlich erscheinen die Aussagen des Privatklägers 

aber als glaubhaft.

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4.2. Schilderung der Zeugin G._____

4.2.1. Die Schilderung des Privatklägers wird durch die Schilderung der Zeugin 

G._____ gestützt. Die Zeugin wurde im Untersuchungsverfahren zweimal einver-

nommen, zunächst am 27. November 2019 durch die Kantonspolizei und am 2. De-

zember 2020 – unter Gewährung der Anwesenheitsrechte der Parteien – durch die 

Staatsanwaltschaft (Urk. D1/8/1, D1/8/4). G._____ wohnt an der H._____-

strasse … in I._____; sie ist eine Nachbarin des Privatklägers. Die Zeugin kennt 

den Beschuldigten vom Sehen, weil seine Schwester mit ihrer Tochter dieselbe 

Schulklasse besuchte; durch den gemeinsamen Schulbesuch ihrer Kinder kennt 

sie insb. auch die Mutter des Beschuldigten und über diese auch den Beschuldigten 

selber. Die Zeugin gibt jedoch an, nie direkt etwas mit ihm zu tun gehabt zu haben. 

Er gehe morgens jeweils auf den Bus und ab und zu sehe sie ihn da (Urk. D1/8/4 

S. 3). Die Zeugin kennt – das ist der Vollständigkeit halber festzuhalten – auch den 

Mitbeschuldigten B._____ vom Sehen, da er in der Schule ein Jahr unter ihrem 

Sohn eingeschult gewesen sei und da sie ihn oft am Bahnhof J._____ gesehen 

habe (a.a.O.). 

4.2.2. Die Vorinstanz führte die Aussagen der Zeugin G._____ detailliert auf 

(Urk. 91 S. 16 f.); darauf kann verwiesen werden. Die Zeugin, von Beruf Pflege-

fachfrau, gab zusammengefasst an, dass sie am Abend des 22. November 2019 

Nachtdienst gehabt habe. Vor dem Verlassen des Hauses habe sie aus dem 

offenen Fenster raus eine Zigarette geraucht, da sie nicht in der Wohnung rauche. 

Dabei seien ihr zwischen 21:20 Uhr und 21:30 Uhr (eine Zigarette dauere ca. 

5-7 Minuten) vier junge Männer aufgefallen, die bei ziemlich guten Lichtverhältnis-

sen vorbeigelaufen bzw. unter ihrem Küchenfenster durchgegangen seien, keine 

zwei Meter von ihr entfernt. Insgesamt seien die vier viermal an ihrem Haus 

vorbeigegangen. Dabei habe sie den Beschuldigten erkannt. Sie sei sich 100% 

sicher, dass er dort gewesen sei (und 90% sicher, dass sie auch den Mit-

beschuldigten B._____ erkannt habe). Um 21:35 Uhr habe sie sich bereit gemacht, 

zur Arbeit zu gehen (Urk. D1/8/1 S. 1, Urk. D1/8/4 S. 5 ff.). 

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4.2.3. Die Vorinstanz erwog zur Würdigung dieser Aussagen, die Zeugin habe 

entgegen der Verteidigung unmissverständlich und glaubhaft ausgesagt, dass sie 

den Beschuldigten erkannt habe. Die Schilderung der Zeugin passe zum vom 

Privatkläger geschilderten zeitlichen Ablauf der Ereignisse und es sei kein Motiv 

der Zeugin ersichtlich, den Beschuldigten (und B._____) zu Unrecht zu belasten. 

Ferner seien ihre Aussagen frei von Widersprüchen, und auf eine eigentliche Ab-

sprache zwischen ihr und dem Privatkläger könne nicht geschlossen werden, auch 

wenn sie sich oberflächlich über den Vorfall austauschten und dabei wohl auch der 

Name des Beschuldigten (und der von B._____) gefallen seien (Urk. 91 S. 23 f.).

4.2.4. Der Würdigung der Vorinstanz kann zugestimmt werden. Insbesondere 

hielt die Vorinstanz richtig fest, dass es der Zeugin offenbar unangenehm war, den 

Beschuldigten und den Mitbeschuldigten B._____ erkannt zu haben. Sie hatte nicht 

geradezu Angst, aber ein ungutes Gefühl (verstärkt gegenüber dem Mitbeschuldig-

ten B._____), welches sie mit der Formulierung äusserte, "die wissen ja wo ich 

wohne" (Urk. D1/8/4 S. 9). Das spricht gegen eine absichtliche Falschbelastung, 

zumal ein Motiv der Zeugin, sich mit dem Privatkläger entsprechend abzusprechen 

und den Beschuldigten (sowie den Mitbeschuldigten B._____) zu Unrecht zu be-

lasten, nicht ersichtlich ist. Die Zeugenaussage von G._____ erscheint daher als 

glaubhaft. 

4.3. Gutachten über den beim Mitbeschuldigten B._____ sichergestellten Ba-

seballschläger (Untersuchung von DNA-Spuren und Mikrospuren)

Die Vorinstanz hielt sodann zutreffend fest (Urk. 91 S. 24), dass die Schilderung 

des Privatklägers, auf welcher der Anklagesachverhalt beruht, durch ein objektives 

Beweismittel gestützt wird: Die Kantonspolizei stellte nach dem Vorfall im Rahmen 

einer Hausdurchsuchung bei B._____ einen Baseballschläger sicher (vgl. 

Urk. D1/5/1 S. 8). Dieser wurde vom Forensischen Institut Zürich einem Gutachten 

zur Untersuchung von Mikrospuren unterzogen; das Gutachten datiert vom 

19. April 2022 (Urk. D1/11/13). An der Türe und dem Türrahmen der Wohnung des 

Privatklägers stellte die Kantonspolizei durch Abkleben u.a. Farbspuren fest, 

welche den drei Farben im Schlagbereich des Baseballschlägers (weiss, dunkel-

blau, hellblau) entsprachen, und es wurde festgehalten, dass fragmentartige Ein-

- 15 -

druckspuren auf dem Baseballschläger in ihrem Durchmesser zu einem Schliess-

zylinder einer Wohnungstüre passen würden. Die Feststellungen sprechen laut 

dem Gutachten sehr stark dafür, dass der sichergestellte Baseballschläger die am 

Tatort gefundenen Farbpartikel hinterliess (Urk. 91 S. 24; vgl. auch Urk. D1/11/13 

S. 5 f., S. 8 f.). Vor diesem Hintergrund bestehen – wie die Vorinstanz richtig 

festhielt – keine relevanten Zweifel daran, dass der sichergestellte Baseball-

schläger von B._____ beim eingeklagten Vorfall an der Wohnungstür des 

Privatklägers eingesetzt wurde. Hinsichtlich der Frage, ob der Beschuldigte am 

Raubüberfall beteiligt war, sind diese Erkenntnisse insofern interessant, als es sich 

bei B._____ um einen Bekannten des Beschuldigten handelt, insofern also ein 

Konnex zum fraglichen Delikt besteht. 

4.4. Schilderung des Beschuldigten 

4.4.1. Der Beschuldigte stellte den Tatvorwurf wie bereits erwähnt im Unter-

suchungsverfahren (Einvernahme durch die Kantonspolizei am 16. März 2020, 

Konfrontationseinvernahme durch die Staatsanwaltschaft vom 5. Oktober 2020, 

vgl. Urk. D1/4/1, D1/6/1), vor Vorinstanz wie auch an der Berufungsverhandlung in 

Abrede. Die Vorinstanz fasste die Aussagen des Beschuldigten im angefochtenen 

Entscheid zusammen (vgl. Urk. 91 S. 8 ff.), worauf verwiesen werden kann. Im 

Wesentlichen erklärte der Beschuldigte, er sei am Tatabend von ca. 18:00 Uhr bis 

23:30 Uhr ununterbrochen mit seiner Kollegin "C'._____" im E._____ gewesen, an 

der F._____. Es seien K._____ und L._____ aufgetreten. Der Bruder von C'._____ 

und Kollegen seien auch dabei gewesen. Nach dem Konzert sei er mit Kollegen 

nach M._____ in den Club N._____ gegangen. Er kenne sowohl B._____ als auch 

die Zeugin G._____ vom Sehen. Es müsse eine Verwechslung sein, wenn sie und 

der Privatkläger ihn erkannt hätten. Es hätten 60% seiner Kollegen den gleichen 

Haarschnitt wie er (Prot. I S. 10-12; vgl. auch Urk. D1/6/1 S. 6 f., D1/4/1 S. 8). 

An der Berufungsverhandlung erklärte der Beschuldigte erneut, den besagten 

Abend mit C._____ im E._____ verbracht zu haben. Er habe sich mit C._____ so-

wie mit deren Bruder und dessen Kollegen am Bahnhof O._____ getroffen, bevor 

sie sich im Coop etwas zu essen geholt hätten. Sie hätten das E._____ um 18 Uhr 

betreten. Am Anfang hätten sie sich etwas zu trinken geholt und die Jacken abge-

- 16 -

geben. Sie hätten sich dann von C._____s Bruder und dessen Kollegen getrennt 

und einen Stehplatz gesucht. Sie seien immer am gleichen Ort gewesen, hätten 

Musik gehört und sich zur Musik bewegt. Er habe C._____ umarmt und ein paar 

Mal versucht, sie zu küssen, was sie aber nicht erwidert habe. Es könne sein, dass 

er einmal zur Toilette gegangen sei, aber sonst sei er mit ihr gewesen. Der Abend 

mit ihr sei eigentlich schön gewesen, obwohl es nicht unbedingt seine Musik gewe-

sen sei. Er habe aber auch diese Musik schätzen gelernt, insbesondere die Band 

P._____ und deren Lied "Q._____", welches er danach immer wieder gehört habe. 

Es seien ungefähr zehn Bands aufgetreten. Um 23.30 Uhr hätten sie das E._____ 

wieder verlassen und er sei nach M._____ gefahren, um Kollegen für den Ausgang 

zu treffen (Urk. 121 S. 5 f.). 

4.4.2. Gegen die Glaubwürdigkeit des Beschuldigten bestehen keine erheblichen 

Einwände. Wenn die Vorinstanz seine Schilderungen zum Abend im E._____ als 

oberflächlich und wenig detailliert einstufte (Urk. 91 S. 25), ist dem entgegenzuhal-

ten, dass bei einem Konzert, während dem man sich mit Ausnahme eines Toilet-

tengangs an derselben Stelle aufhält und sich einfach die Musik anhört - die einem 

im Fall des Beschuldigten nicht unbedingt zusagt -, es in der Regel auch nicht viel 

zu berichten gibt. Der Beschuldigte gab immerhin an, es seien etwa zehn Bands 

aufgetreten, nannte vor Vorinstanz zwei davon namentlich und hob an der Beru-

fungsverhandlung ein bestimmtes Lied einer dritten Musikgruppe hervor (Urk. 121 

S. 5). Auch die Aussagen des Beschuldigten erscheinen daher als glaubhaft, zumal 

sie sich insgesamt auch als konstant darstellen. 

4.5. Aussagen des Mitbeschuldigten B._____

Der Mitbeschuldigte B._____ machte zur vorliegend interessierenden Frage, ob der 

Beschuldigte am eingeklagten Raubüberfall beteiligt war, keine Aussagen, zumal 

er auch bezüglich sich selber eine Tatbeteiligung in Abrede stellte. 

4.6. Weitere Zeugenaussagen 

4.6.1. Am 2. Dezember 2020 wurde C._____ als Zeugin einvernommen. Die 

Vorinstanz fasste ihre Aussagen zusammen, worauf verwiesen werden kann 

- 17 -

(Urk. 91 S. 17 f.). Im Wesentlichen erklärte die Zeugin, sie habe mit dem 

Beschuldigten im Jahr 2019 einmal ein Date gehabt an der F._____ im E._____. 

Sie hätten sich an dem Abend zusammen mit anderen Personen, insbesondere 

ihrem Bruder, ca. zwischen 18:00 Uhr und 19:00 Uhr beim Bahnhof O._____ 

getroffen, hätten dann etwas zu Essen gekauft und seien daraufhin zusammen an 

das Konzert gegangen, wo sie geblieben seien, bis es um ca. 23:00 Uhr geendet 

habe. Der Beschuldigte sei abgesehen von einem allfälligen Toilettenbesuch die 

ganze Zeit bei ihr gewesen. Die Zeugin erkannte den Beschuldigten auf dem ihr 

vorgelegten Fotobogen (vgl. Urk. D1/8/3 S. 3, 7 f., 12).

Die Aussagen der Zeugin stützen die Schilderungen des Beschuldigten. Gegen die 

grundsätzliche Glaubwürdigkeit der Zeugin sind keine Einwände ersichtlich. Die 

Vorinstanz erachtete die Angaben der Zeugin wiederum als auffallend detailarm 

(Urk. 91 S. 26). Wie ausgeführt ist dem entgegenzuhalten, dass ein Konzert-

besuch, bei dem in erster Linie Musik gehört wird, üblicherweise nicht viel Erzähl-

stoff bietet. Kommt hinzu, dass es gemäss dem Beschuldigten auch nicht zu spe-

ziellen Interaktionen zwischen ihm und der Zeugin C._____ gekommen sei. 

Schliesslich ist kein Grund ersichtlich, weshalb die Zeugin zugunsten des Be-

schuldigten falsch aussagen sollte, hatte sie doch nach dem besagten Abend 

offensichtlich keinen wesentlichen Kontakt mehr zu diesem und war gemäss dem 

Beschuldigten auch vor ihrer Einvernahme Ende 2020 nicht Thema, dass man sich 

wiedersehen könnte (Urk. 121 S. 7). Die Aussagen der Zeugin sind aufgrund des 

Gesagten entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht weniger glaubhaft als die-

jenigen des Privatklägers und der Zeugin G._____. 

4.6.2. Am 17. März 2022 wurde D._____, der Bruder von C._____, als Zeuge be-

fragt. Er bestätigte, mit dem Beschuldigten an der F._____ gewesen zu sein. Die 

Vorinstanz hielt seine Aussagen fest, worauf verwiesen werden kann (Urk. 91 

S. 18 f.). Zusammenfassend ist festzuhalten, dass D._____ sich nur bruchstückhaft 

an den Abend erinnern konnte und dass er angab, nach dem Betreten des 

E._____s separate Wege gegangen zu sein. Seine Schwester habe ihm (dem "klei-

nen Bruder") verboten, die ganze Zeit mit ihr zusammen zu sein. Er sei im E._____ 

"weggetreten" gewesen und wisse nicht mehr, wie oft er den Beschuldigten wäh-

- 18 -

rend des Konzerts gesehen habe (Urk. D1/8/5 insb. S. 5). Der Zeuge vermochte 

somit über den weiteren Verbleib des Beschuldigten im E._____ keine Angaben zu 

machen. Immerhin gab er aber plausibel an, seine Schwester hätte ihn wohl ange-

rufen, wenn der Beschuldigte nicht mit ihr am Konzert geblieben wäre, da sie nicht 

gerne alleine in so grossen Menschenmengen sei (ebd.). Die Aussagen des Zeu-

gen D._____ erscheinen als glaubhaft. 

4.7. Rückwirkende Teilnehmeridentifikation

4.7.1. Die Kantonspolizei erhob für das Mobiltelefon des Beschuldigten betreffend 

den Abend des 22. November 2019 rückwirkende Teilnehmeridentifikationen (vgl. 

Urk. D1/17/1-8). Im Dokument "HD_29_TEL - Historical data on calls made or 

received by msisdn" ist am besagten Abend um 17:08 Uhr ein eingehender Anruf 

und um 23:08 Uhr ein ausgehender Anruf verzeichnet (vgl. CD-ROM, Urk. D1/16/11 

unter RTI). Dass der Beschuldigte das Mobiltelefon dazwischen ausgeschaltet 

hätte, geht daraus nicht hervor. Zudem wurde im Dokument "HD_28_NA - Search 

for MSISDN" während der ganzen Konzertzeit immer wieder der Kontakt zur 

Antenne an der R._____-strasse … in Zürich in der Nähe des E._____s registriert 

(ebd.). Die Daten der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation belegen also zumin-

dest, dass sich das Mobiltelefon des Beschuldigten am fraglichen Abend und zur 

fraglichen Zeit im E._____ befand. 

4.8. Auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten sichergestellte Daten

4.8.1. Gemäss den Feststellungen der Kantonspolizei wurden auf dem Mobil-

telefon des Beschuldigten am 22. November 2019 um 22:44 Uhr und 22:45 Uhr 

zwei Bildaufnahmen mutmasslich anlässlich der F._____ im E._____ erstellt (vgl. 

Urk. D1/16/10 erste Seite). Der Beschuldigte erklärte am 5. Oktober 2020 

gegenüber der Staatsanwaltschaft, es handle sich dabei um Stories, die er auf 

Instagram gepostet habe (Urk. D1/6/1 S. 8 f.). Zudem wurde aus dem Mobiltelefon 

des Beschuldigten gemäss den Feststellungen der Kantonspolizei ausgelesen, 

dass am fraglichen Abend um 23:49 Uhr zwischen dem Mobiltelefon des 

Beschuldigten und der Nummer … ("C'._____"; diese Rufnummer gehört C._____, 

vgl. Urk. D1/8/3 S. 5) zwei WhatsApp-Nachrichten erfolgten (vgl. zum Inhalt 

- 19 -

Urk. D1/16/10 vorletzte und letzte Seite). Der Beschuldigte machte dazu gegenüber 

der Staatsanwaltschaft keine Angaben (vgl. zum Ganzen Urk. D1/6/1 S. 9). Auf 

dem seitens der Verteidigung Anfang Februar 2024 eingereichten USB-Stick ist 

nunmehr unter "1. Instagram-Chat C'._____" die Konversation zwischen dem 

Beschuldigten und C._____ ab dem ersten Kontakt bis zum Zusammentreffen kurz 

vor dem Konzert ersichtlich (Urk. 115). Daraus geht insbesondere hervor, dass die 

Zeugin C._____ den Beschuldigten am Tag des Konzerts fragte, ob er sie dorthin 

begleiten würde, er schliesslich einwilligte und dass man sich beim Bahnhof 

O._____ verabredete. Auf dem USB-Stick der Verteidigung ist zudem die ganze 

WhatsApp-Konversation zwischen dem Beschuldigten und C._____ nach dem 

Konzert einsehbar (vgl. Urk. 115 "2. WhatsApp-Chat C'._____"). 

Zusammengefasst bedankt sich der Beschuldigte darin bei C._____ für den 

schönen Abend, sie erklärt, sie bereue, seinen Kussversuch nicht erwidert zu 

haben, er gibt ihr zu verstehen, dass er an einer Beziehung mit ihr nicht interessiert 

sei, jedoch den Kontakt aufrecht erhalten wolle, sie tut ihre Enttäuschung darüber 

kund und in der Folge werden Belanglosigkeiten ausgetauscht, zuletzt am 

29. Februar 2020. Der Kontakt bricht ab und der Beschuldigte schreibt C._____ 

erst am 5. Oktober 2020 wieder, wo er sie bezüglich des vorliegenden Verfahrens 

um Hilfe bittet.

Daraus ergibt sich, dass sich der Beschuldigte vor dem Konzert mit C._____ 

verabredete und sie auch getroffen hat, ansonsten eine Nachricht oder ein Anruf 

seitens C._____ erfolgt wäre. Die nach dem Konzertabend versendeten 

Nachrichten lassen darauf schliessen, dass man zusammen am Konzert war 

(schöner Abend, Kussversuch). 

4.8.2. Schliesslich liegt den Unterlagen betreffend Datensicherung mobiler Geräte 

durch die Kantonspolizei ein Extraktionsbericht bei, aus welchem hervorgeht, dass 

am fraglichen Abend zwischen 17:09 und 17:49 Uhr 2144 Schritte, zwischen 18:02 

und 18:21 Uhr 904 Schritte, zwischen 18:25 und 18:34 Uhr 216 Schritte, zwischen 

18:35 und 18:38 Uhr 135 Schritte, zwischen 18:46 und 18:55 Uhr 220 Schritte, 

zwischen 19:47:32 und 19:47:40 Uhr 23 Schritte, zwischen 20:15:10 und 

20:15:12 Uhr 16 Schritte, zwischen 21:57 und 22:03 Uhr 39 Schritte, zwischen 

- 20 -

22:44 und 22:58 Uhr 324 Schritte, zwischen 22:49 und 23:05 Uhr 445 Schritte und 

zwischen 23:17 und 23:27 Uhr 430 Schritte gemacht wurden (Urk.  D1/16/10 S. 2-

4). Daraus ergibt sich, dass von 18:56 Uhr bis 22:43 Uhr relativ wenige und in 

grösseren Zeitabschnitten gar keine Schritte gemacht wurden. Diese Erkenntnisse 

deuten wiederum darauf hin, dass der Beschuldigte sich tatsächlich am Konzert im 

E._____ - und nicht in I._____ bei einem Raubüberfall - aufhielt respektive dass er 

zudem das Handy auf sich trug. 

4.9. Zusammenfassende Würdigung

An der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Privatklägers bestehen keine Zweifel. 

Auch mag sich der Überfall wie von ihm geschildert ereignet haben. Festzuhalten 

ist aber dennoch, dass er den einen Täter nicht von Anfang an mit dem hiesigen 

Beschuldigten in Zusammenhang brachte, sondern erst, nachdem er mit der 

Zeugin G._____ gesprochen hatte. Diese sagte ebenfalls durchwegs glaubhaft aus. 

Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie sich in der Person des 

Beschuldigten getäuscht hatte, zumal es Ende November um 21:30 Uhr draussen 

dunkel ist und der vom Privatkläger als der Beschuldigte bezeichnete Täter eine 

Kapuze über dem Kopf getragen habe (vgl. Urk. D1/7/1 S. 3). Wenn B._____ 

aufgrund des Gutachtens über Mikrospuren am Baseballschläger, der bei diesem 

sichergestellt wurde, als Täter identifiziert wurde, können noch keine Rückschlüsse 

auf den vorliegend Beschuldigten gezogen werden, selbst wenn sich diese 

kannten. Die Aussagen des Beschuldigten sowie der Zeugen C._____D._____ 

fielen nicht weniger glaubhaft aus als diejenigen des Privatklägers und der Zeugin 

G._____. Dass der Beschuldigte und C._____, wie sie behaupten, den ganzen 

Abend zusammen im E._____ verbracht haben, geht auch insbesondere aus der 

WhatsApp-Konversation zwischen den beiden hervor, in welcher mit keinem Wort 

die Rede ist, dass der Beschuldigte eine Zeit lang nicht am Konzert gewesen wäre. 

Ein Grund, weshalb die Zeugin zugunsten des Beschuldigten falsch aussagen oder 

es sich um ein abgekartetes Spiel gehandelt haben sollte, ist nicht ersichtlich, zumal 

es sich offensichtlich um eine flüchtige Dating-App-Bekanntschaft handelte. 

Ebenfalls finden die Aussagen des Beschuldigten und der Zeugin C._____ Stütze 

in der rückwirkenden Teilnehmeridentifikation, gemäss welcher zumindest das 

- 21 -

Mobiltelefon des Beschuldigten während des ganzen Abends beim E._____ 

eingeloggt war. Dass der Beschuldigte das E._____ während des Konzerts 

verliess, um in I._____ einen Raubüberfall zu verüben, dabei aber das Mobiltelefon 

im E._____ liess, ist sehr unwahrscheinlich, da das Gerät weiterhin Schritte zählte. 

Auch ist nicht vorstellbar, wie er C._____ während des Konzerts hätte alleine lassen 

sollen und diese sich darüber hinaus in den nachfolgenden WhatsApp-Nachrichten 

nicht dazu äusserte. Der ganze Ablauf hätte derart raffiniert geplant werden 

müssen, was nicht zum Vorgehen der Täter beim Überfall in I._____ passen würde, 

welcher eher dilettantisch durchgeführt wurde. Entgegen der Ansicht der 

Vorinstanz kann somit nicht erstellt werden, dass der Beschuldigte am eingeklagten 

Raubüberfall beteiligt war.

4.10. Fazit

Der Beschuldigte ist demzufolge von den Vorwürfen betreffend versuchter Raub im 

Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, Nöti-

gung im Sinne von Art. 181 Abs. 1 StGB, Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 StGB, Hausfriedensbruch im Sinne von Art. 186 StGB sowie Übertretung 

des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 

BetmG freizusprechen. 

III. Strafzumessung

1. Strafzumessungsregeln

Die Vorinstanz verwies zutreffend auf die einschlägigen Strafzumessungsregeln. 

Darauf kann verwiesen werden (Urk. 91 S. 32 ff.). Das Gericht bemisst die Strafe 

nach dem Verschulden des Täters und berücksichtigt dabei sein Vorleben, seine 

persönlichen Verhältnisse und die Wirkung der Strafe auf sein Leben (Art. 47 Abs. 2 

StGB). 

- 22 -

2. Konkrete Strafzumessung

2.1. Der Beschuldigte focht den Schuldspruch hinsichtlich des Vergehens 

gegen das Waffengesetz und der Übertretung des Waffengesetzes wie eingangs 

geschildert nicht an. Diesbezüglich ist eine Strafe auszufällen.

2.2. Vergehen gegen das Waffengesetz

2.2.1. Bezüglich des Vergehens gegen das Waffengesetz ist eine Freiheitsstrafe 

bis drei Jahre oder eine Geldstrafe auszufällen (Art. 33 Abs. 1 WG). 

2.2.2. Das dem Beschuldigten zur Last gelegte Vergehen gegen das Waffen-

gesetz betrifft die Aufbewahrung eines Springmessers, welches der Beschuldigte 

geschenkt erhielt (vgl. Urk. D1/35 S. 4 f.). Das Verschulden kann mit der Vorinstanz 

als sehr leicht gewichtet werden. Mit Blick auf den subjektiven Tatbestand ging die 

Vorinstanz von einem Eventualvorsatz aus. Im Übrigen ist auch hier mit der 

Vorinstanz festzuhalten, dass die subjektive Tatschwere die objektive nicht 

relativiert. 

Das Verschulden des Beschuldigten rechtfertigt für den Schuldspruch betreffend 

Vergehen gegen das Waffengesetz vor Berücksichtigung der Täterkomponente 

eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen. 

2.2.3. Hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten ist festzu-

halten, dass dieser an seinem jetzigen Wohnort aufgewachsen ist, dort die Schulen 

besucht und eine Lehre als Zimmermann abgeschlossen hat (Urk. 91 S. 37). An 

der Berufungsverhandlung gab er an, nach wie vor zu 100% bei der S._____ AG 

als Zimmermann zu arbeiten und dabei netto ca. Fr. 5'200.– pro Monat zu verdie-

nen. Er wohne noch bei seinen Eltern, denen er monatlich Fr. 500.– an Wohnkosten 

abgebe. Die Krankenkassenprämie belaufe sich auf ca. Fr. 300.– pro Monat 

(Urk. 121 S. 2 f.). 

2.2.4. Die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten, sein Vorleben, das 

Nachtatverhalten und seine finanziellen Verhältnisse wirken sich strafzumessungs-

neutral aus. Der Beschuldigte weist drei Vorstrafen vom 22. Juli 2016 (Hinderung 

einer Amtshandlung, Sachbeschädigung), 19. Dezember 2016 (Vereitelung einer 

- 23 -

Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit, Übertretung des Betäubungs-

mittelgesetzes u.a.) und vom 25. Januar 2019 aus, für die er mit Geldstrafe 

(20 Tagessätze, 30 Tagessätze und 90 Tagessätze) sowie bei der zweiten und 

dritten Vorstrafe mit Busse bestraft wurde. Die ersten beiden Geldstrafen wurden 

zunächst bedingt ausgesprochen, worauf bei der dritten Geldstrafe der Vollzug 

auch der ersten beiden angeordnet wurde (vgl. Urk. 118). Die Vorstrafen sind nicht 

einschlägig und fallen daher vorliegend nicht massgeblich ins Gewicht. Der Be-

schuldigte zeigte sich bezüglich des Besitzes des Springmessers geständig 

(Urk. D1/4/1 S. 5), wenn auch nach der Sicherstellung anlässlich der Hausdurch-

suchung der Sachverhalt klar war. Die Täterkomponente tangiert das Tat-

verschulden somit nicht. 

2.2.5.1. Der Beschuldigte machte im Berufungsverfahren erneut geltend, es sei die 

seines Erachtens überlange Verfahrensdauer zu berücksichtigen (Urk. 122 S. 20). 

Bereits vor der Vorinstanz anlässlich der Hauptverhandlung vom 20. September 

2022 liess der Beschuldigte geltend machen, seit dem fraglichen Vorfall seien bis 

zur Hauptverhandlung zwei Jahre und knapp zehn Monate vergangen. Diese Dauer 

sei für ein verhältnismässig doch nicht allzu komplexes Verfahren unangemessen 

lange, worunter er gelitten habe und was gestützt auf Art. 48 lit. e StGB zwingend 

zu einer Strafmilderung führen müsse (Urk. 66 S. 4). 

2.2.5.2. Nach der Anzeige vom 25. November 2019 (Urk. D1/1) wurden polizeiliche 

Ermittlungen aufgenommen, insbesondere wurden zeitnah der Privatkläger und 

die Zeugin G._____ polizeilich einvernommen (Urk. D1/7/1, D1/8/1). Bis zur 

polizeilichen Einvernahme des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten B._____ 

im März 2020 (Urk. D1/4/1, D1/5/1) vergingen knapp vier Monate. Zur Abklärung 

von DNA-Spuren und Mikrospuren am bei B._____ sichergestellten Baseballschlä-

ger wurde im März 2020 beim Forensischen Institut Zürich eine Untersuchung in 

Auftrag gegeben; am 22. April 2020 und mit Nachtrag vom 18. Mai 2020 erstattete 

das Institut einen Kurzbericht (Urk. D1/11/1-4). Im März und April 2020 wurden 

auch die rückwirkenden Teilnehmeridentifikationen eingeholt (Urk. D1/17/1-8, 

D1/18/1-8), und im gleichen Zeitraum wurden Hausdurchsuchungen beim Beschul-

digten und dem Mitbeschuldigten B._____ vorgenommen (Urk. D1/21/1-8, D1/22/1-

- 24 -

11). Im Oktober 2020 erfolgte eine Konfrontationseinvernahme der beiden Beschul-

digten (Urk. D1/6/1). Dem folgte im November 2020 die staatsanwaltliche Einver-

nahme des Privatklägers und im Dezember 2020 wurden Zeugen einvernommen 

(Urk. D1/7/2, D1/8/2-4). Am 6. Januar 2022 beauftragte die Staatsanwaltschaft das 

Institut für Rechtsmedizin zur Erstellung eines NDA-Gutachtens und das Forensi-

sche Institut zur Erstellung eines Gutachtens Mikrospuren; die beiden Gutachten 

datieren vom 14. März 2022 und vom 19. April 2022 (vgl. Urk. D1/11/5-13). Im 

März 2022 folgten Konfrontations- und Schlusseinvernahmen mit dem Beschuldig-

ten und dem Mitbeschuldigten B._____ und eine weitere Zeugeneinvernahme 

(Urk. D/4/2, D1/5/2, D1/6/2, D1/8/5). Nach der Erhebung der Anklage vom 18. Mai 

2022 (Urk. D1/35) vergingen rund 5 Monate bis zur Eröffnung des erstinstanzlichen 

Urteils und rund 4 weitere Monate bis zur Zustellung des begründeten Urteils. Das 

Untersuchungsverfahren dauerte vor dem geschilderten Hintergrund verhältnis-

mässig lang. Eine Verzögerung aufgrund des 2021 erfolgten Wechsels in der 

Person des zuständigen Staatsanwalts ist nachvollziehbar; organisatorische Um-

stände wie diese, so verständlich sie oft sind, vermögen allerdings Verzögerungen 

mit Blick auf das Beschleunigungsgebot nur beschränkt zu rechtfertigen (vgl. BSK 

StPO-SOMMERS, 2. Auflage 2014, Art. 5 N 14). Die Untersuchung gestaltete sich 

indessen aufgrund des Bezugs zu zwei bekannten Beschuldigten und zwei Mit-

tätern, die nicht eruiert werden konnten, einigermassen komplex. Im Übrigen ist an 

die notorischen Einschränkungen aufgrund des Coronavirus zu erinnern. 

2.2.5.3. Aufgrund der aufgezeigten Umstände ist weder von einer überaus unver-

hältnismässig langen Verfahrensdauer noch von einer Verletzung des Beschleuni-

gungsgebots auszugehen. Eine Strafmilderung ist daher nicht angezeigt.

2.2.6. Aus dem Gesagten resultiert in Bezug auf das Vergehen gegen das Waffen-

gesetz eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen. Angesichts der aktuellen Ein-

kommensverhältnisse erscheint eine Tagessatzhöhe von Fr. 100.– angemessen. 

Der erstandene Tag in Untersuchungshaft ist in Form eines Tagessatzes an die 

Geldstrafe anzurechnen (Art. 51 StGB). 

- 25 -

2.3. Übertretung des Waffengesetzes

2.3.1. Eine Busse wegen Übertretung des Waffengesetzes kann bis zu Fr. 10'000.– 

betragen (Art. 106 Abs. 1 StGB). 

2.3.2. Die Übertretung des Waffengesetzes wiegt im vorliegenden Fall leicht (sie 

betrifft den Erwerb von zwei Soft-Air-Pistolen, vgl. Urk. D1/35). Unter Würdigung 

aller Umstände ist eine Busse von Fr. 300.– als angemessen zu erachten. 

2.4. Der Beschuldigte ist nach dem Gesagten mit einer Geldstrafe von 30 Tages-

sätzen zu Fr. 100.–, davon 1 Tag durch Haft erstanden (Urk. D1/23/1-5), sowie mit 

einer Busse von Fr. 300.– zu bestrafen.

3. Ersatzfreiheitsstrafe

Gemäss Art. 106 Abs. 2 StGB spricht das Gericht im Urteil für den Fall, dass die 

Busse schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens 

einem Tag und höchstens drei Monaten aus. Vorliegend ist mit der Vorinstanz ein 

Umwandlungssatz von einem Tag Ersatzfreiheitsstrafe pro Fr. 100.– Busse als 

angemessen zu erachten. Daraus ergibt sich eine Ersatzfreiheitsstrafe von drei 

Tagen.

- 26 -

IV. Vollzug der Strafe

1. Der Vollzug einer Geldstrafe ist nach Art. 42 Abs. 1 StGB im Regelfall auf-

zuschieben, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter 

von der Begehung weiterer Straftaten abzuhalten. Eine unbedingte Strafe verlangt 

danach eine ungünstige Prognose im Sinne von Anhaltspunkten für eine Wieder-

holungsgefahr; die günstige Prognose wird vermutet. 

2. Trotz seiner erwähnten Vorstrafen ist beim Beschuldigten davon auszuge-

hen, dass er sich unter dem Eindruck des vorliegenden, zweifellos belastenden 

Verfahrens auch bei einem Aufschub des Vollzugs wohlverhalten wird. Die Probe-

zeit ist im Rahmen von Art. 44 Abs. 1 StGB (2 bis 5 Jahre) auf zwei Jahre festzu-

setzen. 

3. Aus den geschilderten Gründen ist der bedingte Vollzug der Geldstrafe zu 

gewähren unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. Die Busse ist zu be-

zahlen. 

V. Zivilansprüche

Der Privatkläger macht einen Genugtuungsanspruch von Fr. 8'000.– geltend 

(gegen den Beschuldigten und den Mitbeschuldigten B._____ unter solidarischer 

Haftbarkeit; vgl. Urk. 63 S. 2). Infolge Freispruchs des Beschuldigten ist das Ge-

nugtuungsbegehren des Privatklägers abzuweisen. 

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen

1. Kosten erstinstanzliches Verfahren

Der Beschuldigte ist in den Hauptanklagepunkten freizusprechen. Die Verstösse 

gegen das Waffengesetz wurden nur zufällig im Rahmen der Untersuchung wegen 

des Raubvorwurfs entdeckt und fallen daneben nicht ins Gewicht. Bei diesem 

Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Untersuchung sowie des erstinstanz-

- 27 -

lichen Verfahrens grundsätzlich auf die Gerichtskasse zu nehmen (vgl. Art. 423 

Abs. 1 StPO). Dem Beschuldigten könnten die Kosten einzig dann auferlegt wer-

den, wenn davon auszugehen wäre, dass er die Einleitung des Verfahrens schuld-

haft und rechtswidrig bewirkt bzw. dessen Durchführung erschwert hätte (Art. 426 

Abs. 2 StPO). Um davon ausgehen zu können, dass ein Verfahren schuldhaft und 

rechtswidrig bewirkt worden ist, werden qualifiziert rechtswidrige Verstösse voraus-

gesetzt (Schmid, Praxiskommentar, a.a.O., N 6 zu Art. 426 StPO), welche vor-

liegend nicht gegeben sind. Auch eine durch den Beschuldigten bewirkte Er-

schwerung des Verfahrens ist vorliegend nicht ersichtlich. Ferner ist auch keine 

mutwillige oder grob fahrlässige Einleitung des Verfahrens durch den Privatkläger 

(vgl. Art. 427 Abs. 2 StPO) erkennbar, weshalb auch diesem keine Kosten auferlegt 

werden können. In Anbetracht der gesamten Umstände sind die Kosten der 

Untersuchung und des erstinstanzlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft, 

auf die Gerichtskasse zu nehmen.

2. Kosten Berufungsverfahren

2.1. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 3'600.– festzusetzen (vgl. 

Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 Abs. 1 GebV OG).

2.2. Die Parteien tragen die Kosten des Berufungsverfahrens nach Massgabe 

ihres Obsiegens und Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der Beschuldigte obsiegt 

mit seinen Anträgen grossmehrheitlich. Die Kosten des Berufungsverfahrens, 

einschliesslich derjenigen der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Ver-

tretung der Privatklägerschaft, sind daher auf die Gerichtskasse zu nehmen.

3. Entschädigungsfolgen

3.1. Genugtuung

3.1.1. Der Beschuldigte lässt für das zu Unrecht gegen ihn geführte Verfahren 

wegen Raubes eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 1'500.– geltend machen mit 

der Begründung, er sei anlässlich der Hausdurchsuchung gleich auch verhaftet 

- 28 -

worden und alle Dorfbewohner hielten ihn für einen Räuber; er sei sozial abgestraft 

und habe in den letzten Jahren sehr darunter gelitten (Urk. 122 S. 23 f.). 

3.1.2. Der freigesprochene Beschuldigte hat Anspruch auf Genugtuung für beson-

ders schwere Verletzungen seiner persönlichen Verhältnisse, insbesondere bei 

Freiheitsentzug (Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO). Die Festlegung der Genugtuungs-

summe beruht auf richterlichem Ermessen. Sie bezweckt einen Ausgleich für erlit-

tene Unbill. Vorausgesetzt ist das Vorliegen einer besonders schweren Verletzung 

der persönlichen Verhältnisse im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ZGB oder Art. 49 OR. 

3.1.3. Dass der Beschuldigte in seinem Dorf zu Unrecht als Räuber abgestempelt 

wurde, ist zweifellos sehr unangenehm und belastend. Jedoch ist das Mass an er-

littener Unbill noch nicht erreicht, dass sich hierfür eine Genugtuung rechtfertigen 

würde. Für den Tag erlittener Haft ist dem Beschuldigten aber praxisgemäss 

Fr. 200.– zuzusprechen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_196/2014 vom 5. Juni 

2014 E.1.2).

3.2. Entschädigungen der Parteienvertreter

3.2.1. Die vormalige amtliche Verteidigerin, Rechtsanwältin MLaw X2._____, 

reichte am 22. September 2023 eine Honorarnote über Fr. 1'113.60 ins Recht 

(Urk. 109). Dieser Betrag ist ausgewiesen und wurde bereits am 15. September 

2023 zur Zahlung aus der Gerichtskasse veranlasst (Urk. 109A).

3.2.2. Für die amtliche Verteidigung des Beschuldigten im Berufungsverfahren 

werden insgesamt Fr. 9'587.20 (inkl. MwSt und Barauslagen) geltend gemacht 

(Urk. 123/1-2). Dieser Betrag erscheint grundsätzlich als angemessen, wenn auch 

für die Nachbesprechung etwas viel Zeit einberechnet wurde. Der amtliche 

Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. X1._____, ist daher mit pauschal Fr. 9'500.– aus 

der Gerichtskasse zu entschädigen. 

3.2.3. Die unentgeltliche Vertreterin des Privatklägers, Rechtsanwältin MLaw 

Y._____, machte mit Eingabe vom 8. August 2023 einen Aufwand von Fr. 683.35 

(inkl. MwSt und Barauslagen) geltend (Urk. 102). Die entsprechende Zahlung aus 

der Gerichtskasse wurde bereits am 16. August 2023 veranlasst (Urk. 102A).

- 29 -

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Pfäffikon, Einzel-

gericht, vom 20. September 2022 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

[…]

– des Vergehens gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a WG 

in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. c WG, Art. 5 Abs. 1 lit c und Abs. 4 WG, 

Art. 28 WG, Art. 7 Abs. 1 WG, Art. 10 Abs. 1 lit. b WV sowie Art. 71 WV,

[…]

– der mehrfachen Übertretung des Waffengesetzes im Sinne von Art. 34 Abs. 1 

lit. d WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. g WG und Art. 11 Abs. 1 und 2 WG.

2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Vergehens gegen das Bundesgesetz über 

die Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG freigesprochen. 

3.-6. […]

7. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 2. Dezember 

2019 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen:

• 1 Klappmesser schwarz (Asservat-Nr. A013'637'666)

• 1 Soft-Air Pistole schwarz, Nr. V893 (Asservat-Nr. A013'637'713)

• 1 Soft-Air Pistole silber mit braunem Griffstück, Seriennummer … (Asservat-Nr. 
A013'637'724)

8. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 2. Dezember 

2019 beschlagnahmten Gegenstände werden dem Beschuldigten nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben:

• 1 Sturmhaube schwarz/weiss (Asservat-Nr. A013'637'279)

• 1 Sturmhaube schwarz (Asservat-Nr. A013'637'291)

• 1 Datensicherung (Asservat-Nr. A013'650'607)

• 1 zweihändig bedienbares Messer schwarz/silber (Asservat-Nr. A013'637'688)

- 30 -

9. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 6. Januar 

2022 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen

• 1 Datensicherung (Asservat-Nr. A015'843'615)

• Onlinedaten (Asservat-Nr. A015'861'888)

• 1 Datensicherung (Asservat-Nr. A015'861'913)

10. Der folgende, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 6. Januar 

2022 beschlagnahmter Gegenstand wird eingezogen und nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils in den Untersuchungsakten belassen.

• 1 CD/DVD (Asservat-Nr. A015'843'591)

11. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 1'800.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 10'203.–   Gebühr für das Vorverfahren,

Fr. 4'401.10
  Kosten der unentgeltlichen Vertreterin der Privatklägerin

(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer, abzüglich Akontozah-
lung in der Höhe von Fr. 1'600.–),

Fr. 6'065.65   Kosten des amtlichen Verteidigers (inkl. Barauslagen  und Mehrwertsteuer).

Fr. 8'347.–   Kosten des vormaligen amtlichen Verteidigers (bereits ausbe-zahlt)

Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert sich die 

Gerichtsgebühr um einen Drittel.

12.-13. […]

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen von folgenden 

Vorwürfen:

 des versuchten Raubes im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

 der Nötigung im Sinne von Art. 181 Abs. 1 StGB,

- 31 -

 der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB,

 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB sowie

 der Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel im 

Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 100.–, wovon 1 Tagessatz als durch Untersuchungshaft geleistet gilt, so-

wie mit einer Busse von Fr. 300.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.

5. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers T._____ wird abgewiesen.

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'600.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 1'113.60   vormalige amtliche Verteidigung (RAin X2._____; be-reits ausbezahlt)

Fr. 9'500.00   amtliche Verteidigung (RA X1._____)

Fr. 683.35   unentgeltliche Vertretung Privatklägerschaft (bereits 
ausbezahlt)

7. Die Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens 

sowie die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich derjenigen der 

amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretung der 

Privatklägerschaft, werden auf die Gerichtskasse genommen.

8. Dem Beschuldigten werden Fr. 200.– als Genugtuung aus der Gerichtskasse 

zugesprochen. Die weitergehenden Genugtuungs- und Entschädigungs-

forderungen werden abgewiesen.

- 32 -

9. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland (versandt)
 den Privatkläger T._____ (versandt)

(Eine begründete Urteilsausfertigung gemäss Art. 84 Abs. 4 StPO wird 

dem Privatkläger nur zugestellt, sofern er dies innert 10 Tagen nach 

Erhalt des Dispositivs verlangt.)

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

 die Staatsanwaltschaft See/Oberland

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 
 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 

des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten

 die Kantonspolizei Zürich, KDM-ZD, mit separatem Schreiben (§ 54a 
Abs. 1 PolG)

10. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 Lau-

sanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen 

Weise schriftlich einzureichen.

- 33 -

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Die Vorsitzende:

lic. iur. S. Fuchs

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. S. Kümin Grell