# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b31ad138-8d90-50bd-b5cc-2992eff968a1
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1999 1345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1999-1345_nodate.pdf

## Full Text

A. Verwaltungsentscheide 1345

Gemeindekasse zuzusprechen (Art. 13 Abs. 3 VwVG). Die vorgelegte 
Kostennote ist nicht zu beanstanden.

RRB vom 26.10.1999

1345

Parteientschädigung. Kein Anspruch auf Parteieentschädigung, 
wenn die Vorinstanz ihren Entscheid aufgrund von Tatsachen zurück­
nimmt, die erst im Rekursverfahren geschaffen worden sind (Art. 13 
Abs. 2 VwVG).

Gemäss Art. 13 Abs. 2 des Gesetzes über das Verwaltungsverfah­
ren (VwVG; bGS 143.5) kann im Rechtsmittelverfahren vor Gemein­
debehörden oder kantonalen Behörden der ganz oder teilweise obsie­
genden Partei, der Anwaltskosten entstanden sind, eine Parteient­
schädigung zugesprochen werden, sofern es sich nicht um einen of­
fensichtlichen Bagatellfall handelt. Als obsiegend gilt grundsätzlich 
auch die Partei, deren Rekurs gegenstandslos wird, weil die Vorin­
stanz ihren Entscheid im Sinne der Rekursanträge zurücknimmt (RRB 
vom 26. Oktober 1999 in Sachen A.B., E. 2c). Diese Regel unterliegt 
allerdings gewissen Einschränkungen (vgl. VPB 54/1990, Nr. 3; Martin 
Bemet, Die Parteientschädigung in der schweizerischen Verwaltungs­
rechtspflege, Zürich 1986, S. 145, FN 61). Ein Vorbehalt muss na­
mentlich für den Fall gemacht werden, dass die Vorinstanz einen Ent­
scheid aufgrund von Tatsachen zurücknimmt, die erst im Rekursver­
fahren geschaffen worden sind (vgl. ZBI 82/1981, S. 231). Wie die 
Forstdirektion in ihrer Verfügung vom 18. Dezember 1999 ausführt, 
würde sie unter den Verhältnissen, die anlässlich der im Gelände voll­
zogenen Waldabgrenzung gegeben waren, durchaus an der Waldfest­
stellungsverfügung vom 30. Dezember 1996 festhalten. Der Widerruf 
erfolgte ausschliesslich angesichts der seither eingetretenen Verände­
rungen in den tatsächlichen Verhältnissen, die offenbar ein Festhalten 
an der Waldfeststellungsverfügung sinnlos erscheinen lassen. Damit 
kann aber nicht von einer Anerkennung des Rekurses durch die Vor­
instanz gesprochen werden und damit auch nicht von einem Obsiegen

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A. Verwaltungsentscheide 1345

des Rekurrenten. Dementsprechend ist der Antrag auf Ausrichtung 
einer Parteientschädigung abzuweisen.

RRB vom 8.2.2000