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**Case Identifier:** a5b317e5-7abc-5336-8e4e-660151b4e08b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 12.10.2010 R 2010 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2010-33_2010-10-12.pdf

## Full Text

R 10 33, 35, 36, 37 und 38

5. Kammer 

URTEIL
vom 12. Oktober 2010

in den verwaltungsrechtlichen Streitsachen

betreffend Quartierplan (Einleitung)

1. a) Im Oktober 2006 stellte der Eigentümer der innerhalb der Bauzone der 

Gemeinde … im Gebiet „…“ gelegenen Parzelle Nr. 830 ein Baugesuch zur 

Erstellung von zwei Mehrfamilienhäusern. Weil sich die Erschliessung der 

Bauparzelle nicht auf privater Basis regeln liess, stellte er bei der Gemeinde 

zudem ein Gesuch um Einleitung eines Quartierplanverfahrens. Der 

Gemeindevorstand erwog daraufhin, die Quartierplanung über das ganze, 

durch die …strasse, den …weg, den …weg und den …weg abgegrenzte 

Gebiet durchzuführen, und sie im Hinblick auf die Schaffung einwandfreier 

Erschliessungsverhältnisse auch noch auf die ausserhalb des bezeichneten 

Bereichs befindlichen Parzellen Nr. 819 (…), Nr. 4605 und 4606 (…), Nr. 823 

(…), Nr.  839 (…) und Nr. 840 (…) auszudehnen. Die meisten Parzellen liegen 

in der Wohnzone 0.6. Lediglich die Parzellen Nr. 810, Nr. 839, Nr. 840, Nr. 

841, Nr. 812, Nr. 813, Nr. 814 sowie die Teilparzelle Nr. 1182 liegen im 

übrigen Gemeindegebiet (üG) und die Parzellen Nr. 819, Nr. 823, Nr. 4605 

und 4606 befinden sich der Landwirtschaftszone (LWZ). Die …strasse ist im 

geltenden Generellen Erschliessungsplan als  Sammelstrasse, der …weg als 

Erschliessungsstrasse ausgeschieden und der …weg sowie der …weg sind 

beide jeweils als land- und forstwirtschaftlicher Weg bezeichnet worden.

Nach ersten Orientierungen und einer Besprechung mit den 

Grundeigentümern im Jahre 2007 erarbeitete der von der Gemeinde 

beauftragte Planer erste Plangrundlagen, welche den Grundeigentümern im 

Sinne einer Vororientierung zugestellt wurden.  Am 15./16. Mai 2008 erfolgte 

die Publikation der beabsichtigten Einleitung des Quartierplanverfahrens in 

den lokalen Publikationsanzeigern. Parallel dazu erfolgte die öffentliche 

Auflage, welche vom 19. Mai bis 17. Juni 2008 dauerte. Innert Frist erhoben 

verschiedene Grundeigentümer dagegen Einsprache, in welchen sie 

übereinstimmend den gänzlichen Verzicht auf die Planungsmassnahme 

verlangten, im Wesentlichen mit der Überlegung, eine solche Planung  sei gar 

nicht notwendig, insbesondere erübrige sich die vorgesehene 

Quartierstrasse. Am 14. Juli 2008 teilte der stellvertretende Chef Hochbau der 

Gemeinde den Grundeigentümern mit, der Vorstand habe zwischenzeitlich 

formlos entschieden, das Projekt „Quartierplanverfahren“ vorläufig nicht 

weiterzuverfolgen. Sobald sich die Verhältnisse vor Ort ändern sollten, 

würden aber die Planungsarbeiten wieder aufgenommen. Vom Anliegen 

bezüglich problematischer RhB-Übergänge in … sei Kenntnis genommen 

worden.

b) Anfang September 2009 verlangte der Eigentümer der Parzelle Nr. 830 die 

Weiterführung des Quartierplanverfahrens zwecks Überbauung seiner 

Parzelle. In der Folge beauftrage der Gemeindevorstand den Planer, die 

Planentwürfe im Hinblick auf den Einleitungsbeschluss zu bereinigen, was in 

der Folge denn auch geschah. Anlässlich seiner Sitzung vom 30. März 2010 

entschloss sich der Gemeindevorstand, das Verfahren wieder aufzunehmen 

und den Einleitungsbeschluss zur Quartierplanung, verbunden mit einer 

Baulandumlegung und einer Bereinigung der Dienstbarkeiten, auch noch 

formell zu fassen. Gleichzeitig wies er die dagegen erhobenen Einsprachen 

allesamt ab, soweit er darauf eintrat. Der Beschluss wurde allen betroffenen 

Grundeigentümern im Beizugsgebiet eröffnet.

2. a) Dagegen reichten … am 22. April 2010 beim Verwaltungsgericht Beschwerde 

(R 10 33) ein, mit dem sinngemässen Antrag um Entlassung der Parzellen Nr. 

4605 und 4606 aus dem  Quartierplanperimeter. Die Gemeinde habe den 

Einbezug der beiden Parzellen vorgesehen, damit der Verkehr der 

vorgesehenen Erschliessungsstrasse an ihren Häusern vorbei geführt werden 

könne. Sie könnten aber nicht akzeptieren, dass der …weg einer 

Quartierstrasse geopfert werden solle. Bevor das Quartierplanverfahren an 

die Hand genommen werde, müsse das Problem "Fahrzeugstau" vor den 

geschlossenen Schranken bei den Bahnübergängen in … gelöst werden. Sie 

verfügten über eine eigene Zufahrt zu Parzelle 4605 und dürften nicht mit 

allfälligen Kosten einer Erschliessungsstrasse konfrontiert werden. Es gebe 

im Quartierplangebiet zudem Alternativen zum …weg für Zufahrtstrassen zu 

späteren Neubauten.

b) Am 29. April 2010 erhob … ebenfalls Beschwerde (R 10 35) beim 

Verwaltungsgericht mit dem sinngemässen Begehren um Aufhebung des 

Einleitungsbeschlusses. Die Folgen der Quartierplanung seien derzeit nicht 

abschätzbar. Er befürchte eine Verschandelung und Verbauung der Gegend 

sowie zunehmenden Verkehr durch die Öffnung des …wegs und des …wegs. 

Zudem sei unklar, mit welchen Kosten seitens der Anstösser gerechnet 

werden müsse. Eine Umzonung seiner Parzelle Nr. 839 sowie jener seiner 

Nachbarin (…, Parzelle Nr. 840) lehne er entschieden ab. Er sehe keinen 

Grund, weswegen die beiden Parzellen in die Quartierplanung eingezogen 

würden. Sie seien über …weg und …weg genügend und grundbuchamtlich 

gesichert erschlossen.

c) Gleichentags erhoben … Beschwerde (R 10 36) beim Verwaltungsgericht mit 

dem sinngemässen Antrag um Sistierung oder Aufhebung des 

Einleitungsbeschlusses. Sie bemängelten, dass in … Liegenschaftsbesitzer 

von der Gemeinde sehr ungleich behandelt würden. Ferner stellten sie sich 

auf den Standpunkt, dass die Gemeinde vorerst längst Versäumtes nachholen 

sollte, bevor die vorgesehene Landumlegung für die Schaffung von Bauland 

stattfinde. Es gäbe jedenfalls Wichtigeres zu tun (Realisierung der RhB-

Unterführung, Sicherung der stark überlasteten …strasse, Realisierung der 

Zufahrten bereits bestehender Häuser im Beizugsgebiet) als die vorgesehene 

Quartierplanung.

d) … sowie weitere im Rubrum aufgeführte Mitbeteiligte erhoben gleichentags 

mit separater Eingabe beim Verwaltungsgericht ebenfalls Beschwerde (R 10 

37) und beantragten die Aufhebung des Einleitungsbeschlusses. Zur 

Begründung machten sie im Wesentlichen geltend, dass eine Mehrbelastung 

des Quartiers solange unverantwortlich sei, als nicht das längst fällige 

Problem mit der RhB-Unterführung in … gelöst und die bereits heute 

überlastete …strasse nicht besser gesichert sei.

e) Am 30. April 2010 erhoben auch …, … und … beim Verwaltungsgericht 

dagegen Beschwerde (R 10 38) und verlangten  die Aufhebung des 

Einleitungsbeschlusses. Eventualiter sei dieser dahingehend abzuändern, als 

dass von einem Einbezug der Parzellen Nr. 840, Nr. 843 und Nr. 1733 in den 

Quartierplanperimeter abgesehen werde. Sie machten vorweg geltend, dass 

die Parzellen Nr. 841 und Nr. 1733 zur landwirtschaftlichen Nutzung 

verpachtet seien. In verfahrensmässiger Hinsicht brachten sie vor, dass die 

Gemeinde das Quartierplanverfahren im Juli 2008 nicht sistiert, sondern 

beendet habe. Entsprechend wäre eine erneute Publikation der 

beabsichtigten Einleitung nötig gewesen, welche aber nicht erfolgt sei. Mit 

diesem Vorgehen habe die Gemeinde den ihnen zustehenden Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt. In materiellrechtlicher Hinsicht stellten sie sich auf 

den Standpunkt, dass die Entlassung der Parzellen Nr. 840 und 841 bereits 

deshalb aufdränge, weil diese sich ausserhalb der Bauzonen befänden. 

Zudem sei ihnen der Erhalt  des landwirtschaftlichen Betriebes, u.a. 

bestehend aus Parzellen 841 und 1733, ein grosses Anliegen, weshalb von 

einem Einbezug abzusehen sei. Ihre Parzellen seien allesamt bereits heute 

vom …weg via … vollständig und genügend erschlossen. Die übrigen, noch 

nicht überbauten Parzellen im Quartierplangebiet könnten ohne 

Inanspruchnahme des …weges und des …weges erschlossen werden. Die 

…strasse sei vor wenigen Jahren ausgebaut und verbreitert worden und 

erschliesse das Gebiet umfassend. Zurzeit noch nicht erschlossene 

Grundstücke befänden sich im westlichen Teil des Quartierplangebiets und 

könnten von dieser Strasse her erschlossen werden. Es sei 

unverhältnismässig, ein Quartierplanverfahren über ein ganzes Gebiet zu 

verfügen, wenn einzelne Grundeigentümer ihre Erschliessungsprobleme nicht 

privatrechtlich lösen könnten.

Mit Schreiben vom 7. Juni 2010 unterstützte …, Eigentümer von Parzelle Nr. 

842, die Anträge und Argumentation der Beschwerdeführer.

3. Die Gemeinde … beantragte die Abweisung der Beschwerden R 10 33, 35, 

36, 37 und 38 sowie die Zusammenlegung der Verfahren. Von einer 

Verletzung des rechtlichen Gehörs zufolge Absehens einer Neupublikation 

des Einleitungsbeschlusses könne keine Rede sein. Zum einen sei das 

Verfahren durch das Schreiben des gemeindlichen Mitarbeiters lediglich 

unterbrochen worden, was der Hinweis, dass der Vorstand den Beschluss, 

das Projekt vorläufig nicht weiterzuverfolgen, formlos gefasst habe, 

augenfällig aufzeige. Nachdem der Einleitungsbeschluss formgerecht eröffnet 

worden sei, hätte das Verfahren aber nur durch eine formellen Beschluss des 

Gemeindevorstandes eingestellt und eröffnet werden können, was aber nicht 

geschehen sei. Entsprechend sei der Gemeinde aber auf erneute 

Aufforderung des bauwilligen Grundeigentümers hin auch nichts anderes 

übrig geblieben, als das Verfahren fortzusetzen, zumal das Gebiet, und dort 

insbesondere die zur Überbauung vorgesehenen Grundstücke, noch nicht 

hinreichend erschlossen seien. Zudem wäre selbst eine allfällige 

Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren auf jeden Fall geheilt worden. Alle 

Beschwerdeführer verlangten im Wesentlichen die Entlassung ihrer Parzellen 

aus dem Beizugsgebiet. Hinsichtlich der ausserhalb der Bauzonen gelegenen 

Flächen hielt sie fest, es treffe zu, dass die Erschliessung von Bauzonen 

grundsätzlich innerhalb derselben zu regeln sei (Art. 51 KRG). 

Ausnahmsweise dürfe aber von diesem Grundsatz abgewichen werden, und 

zwar dann, wenn die Planung es erfordere. Dies sei hier der Fall. So sei es 

zum einen für eine vernünftige Abgrenzung des Beizugsgebietes innerhalb 

des Strassenvierecks „…“ unumgänglich, auch die im übrigen 

Gemeindegebiet (üG) befindlichen Parzellen Nr. 841 (…), Nr. 810 (Teil) 

(Gemeinde), Nr. 812 (…), Nr. 813 (…) und Nr. 814 (…) mit einzubeziehen. 

Zum andern handle  es sich bei den erwähnten Strassen um Verkehrswege, 

welche sowohl das Beizugsgebiet erschlössen, als auch den Parzellen Nr. 

819 (…), Nr. 839 (…) und Nr. 840 (…) als Zufahrt dienten. Damit sie einen 

ausreichenden Standard aufweisen könnten, müssten sie zum Teil ausgebaut 

bzw. verbreitert werden, wofür so oder anders zusätzliches Land beansprucht 

werde. Dafür müsse aller Wahrscheinlichkeit nach Land von den 

angrenzenden Parzellen, so von Parzelle Nr. 819, Nrn. 4605 und 4606 sowie 

Nrn. 840 und 841 beansprucht werden. Der …weg sei Teil von Grundstücken, 

welche teils inner-, teils ausserhalb der Bauzonen (Parzellen Nrn. 830, 835 

und 836) lägen. Der Weg solle nicht primär Erschliessungsfunktion erhalten, 

sondern als Promenade für Spaziergänger dienen. Nur für den in der Bauzone 

liegenden Teil von Parzelle 826 (…) dürfte die Erschliessung über diesen Weg 

in Frage kommen. Mit einem allfälligen Ausbau des …weges und des 

…weges werde eine verbesserte Erschliessung von Liegenschaften 

ausserhalb der Bauzonen (insbesondere der Parzellen Nr. 4605, 839 und 

840) angestrebt, zumal die jetzigen Verkehrswege hinsichtlich Standard nicht 

über alle Zweifel erhaben seien. Die diversen pauschalen Befürchtungen der 

Beschwerdeführer seien unbegründet. Insbesondere sei weder eine 

Umzonung derzeit nicht der Bauzone zugeschiedener Flächen vorgesehen, 

noch werde durch die Planung der Bestand eines Landwirtschaftsbetriebes 

gefährdet. Hinsichtlich der vorgesehenen Quartierplanung generell legte die 

Gemeinde dar, dass sie nach Art. 58 KRG zur Grob- und Feinerschliessung 

verpflichtet sei. Vorliegend könne die Feinerschliessung nur mittels 

Quartierplan bewerkstelligt werden. Es gebe im Quartierplanperimeter neben 

diversen bereits überbauten auch noch viele unüberbaute Parzellen. Einige 

davon seien weder in rechtlicher noch tatsächlicher Hinsicht hinreichend 

erschlossen und entsprechend zur Überbauung nicht gut geeignet. 

Augenfällig sei zudem, dass im Beizugsgebiet zahlreiche 

Grunddienstbarkeiten bereinigt werden müssten. Fest stehe sodann, dass 

sich insbesondere die südlich gelegenen Parzellen des Beizugsgebietes  nur 

mit einer zusätzlichen Erschliessungsstrasse via …strasse erschliessen 

liessen. Die geklagte Kostenbeteiligung richte sich nach dem Vorteilsprinzip, 

was bedeute, dass sich die Grundeigentümer an den mit der Quartierplanung 

verbundenen Aufwendungen nur insofern zu beteiligten hätten, als ihnen 

daraus ein Sondervorteil entstehe. Wie hoch dieser sei, könne derzeit nicht 

gesagt werden. Für die Beschwerdeführer, insbesondere jene mit Parzellen 

ausserhalb der Bauzonen, würden wahrscheinlich nur geringe oder gar keine 

Kosten entstehen.

4. Am 8. Oktober 2010 führte die 5. Kammer des Verwaltungsgerichts im Beisein 

der Parteien und ihrer Rechtsvertreter sowie dem von der Gemeinde mit der 

Erarbeitung der Plangrundlagen betrauten Planer vor Ort einen Augenschein 

durch. Allen Anwesenden wurde dabei an verschiedenen Standorten im 

Quartierplangebiet sowie im Bereich des beanstandeten RhB-Überganges 

Gelegenheit geboten, sich auch noch mündlich ausführlich zu allen 

aufgeworfenen Fragen zu äussern.

Auf die Ausführungen der Parteien am Augenschein, wie auch auf deren 

weiteren Darlegungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die Beschwerden R 10 33, 35, 36, 37 und 38 richten sich allesamt gegen 

denselben Quartierplaneinleitungsbeschluss vom 30. März 2010. Allen im 

Wesentlichen gleich begründeten Eingaben liegt derselbe Sachverhalt 

zugrunde und stellen sich identische Rechtsfragen, weshalb es sich ohne 

weiteres rechtfertigt, die Beschwerdeverfahren gestützt auf Art. 6 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG) zu vereinigen und mit 

einem einzigen Urteil zu erledigen.

2. a) Bei der Überprüfung von Quartierplänen aufgrund von Art. 33 des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG) steht dem Verwaltungsgericht 

praxisgemäss eine uneingeschränkte Kognitionsbefugnis zu. Es hat mithin 

nicht nur zu prüfen, ob die den Plan festsetzende Behörde das ihr zustehende 

Planungsermessen überschritten oder missbraucht, also eine 

Rechtsverletzung begangen hat, sondern es hat ebenso zu prüfen, ob das 

Planungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt worden ist. Als  mit 

voller Kognition betraute Behörde hat es dann einzuschreiten, wenn sich die 

angefochtene Planfestsetzung als unzweckmässig oder unangemessen 

erweist. Diese Prüfung setzt eine bestmögliche Abwägung der 

schutzwürdigen öffentlichen und privaten Interessen voraus und verlangt die 

Beantwortung der Frage, ob bei der umstrittenen Planung in Beachtung des 

Verhältnismässigkeitsprinzipes im Rahmen des Planungszweckes jene 

Anordnungen getroffen wurden, die in ihrer gesamten Auswirkung alle 

Betroffenen am wenigsten belasten. Diese weite Kognitionsbefugnis bedeutet 

jedoch nicht, dass das Verwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz die 

Stellung einer oberen Planungsbehörde einnimmt. Es darf daher bei zwei oder 

mehreren Varianten, die vor der Zweckmässigkeitsprüfung standhalten, eine 

gemeindliche Lösung nicht einfach aufheben und eine andere der 

zweckmässigen Lösungen an die Stelle einer angemessenen kommunalen 

Planfestsetzung setzen. Insofern hat das Verwaltungsgericht die 

Entscheidungsfreiheit, die den Planungsträgern zusteht, zu respektieren 

(VGU R 07 65; PVG 1993 Nr. 43).

b) Auch das Bundesgericht erachtet es als mit den Rechtsschutzerfordernissen 

von Art. 33 RPG vereinbar, wenn eine auf Beschwerde hin tätig werdende 

Behörde eine angefochtene Nutzungsplanung voll überprüfe, sich aber nach 

Massgabe ihrer Rolle, die sie als Rechtsmittelinstanz im betreffenden 

Sachzusammenhang sachlich und institutionell erfüllt, bei der Überprüfung 

zurückhalte (vgl. BGE 114 Ia 247). Diese Zurückhaltung gilt sachlich 

insbesondere dort, wo es um lokale Anliegen geht, bei deren Wahrnehmung 

Sachnähe, Ortskenntnis und örtliche Demokratie von Bedeutung sein sollen. 

Die Rechtsmittelinstanz hat aber soweit auszugreifen, als dass die 

übergeordneten vom Kanton zu sichernden Interessen, wie etwa dasjenige 

an der Bauzonenbegrenzung, einen angemessenen Platz erhalten. Sie hat 

sich aber - institutionell - auf ihre Kontrollfunktion zu beschränken, d.h. sie darf 

nichts Neues schöpfen, sondern sie hat die kommunalen Planungen an einem 

Sollzustand zu messen. Fehlt es an dem dazu erforderlichen Massstab, so 

kann die Natur der Sache einer Nachprüfung entgegenstehen. Hier nicht 

einzugreifen, verstösst nicht gegen den Auftrag, voll zu prüfen (vgl. BGE 114 

Ia 248; VGU R 08 47). Bei der umstrittenen Quartierplanung „…“ geht es 

offensichtlich nicht um übergeordnete Interessen im dargelegten Sinne, 

sondern es stehen  rein lokale Anliegen zur Diskussion. Daher sind die von 

den Beschwerdeführern 1 - 5 aufgeworfenen Fragen denn auch mit der 

umschriebenen Zurückhaltung zu prüfen. 

3. a) Vorweg gilt es sich die rechtlichen Grundlagen der Quartierplanung vor Augen 

zu halten. Ausgangspunkt ist dabei Art. 51 des Raumplanungsgesetzes für 

den Kanton Graubünden (KRG). Danach regelt der Quartierplan im Rahmen 

der Grundordnung die Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen (oder 

Teilgebieten davon) im Detail. Ausnahmsweise kann das Planungsgebiet 

auch auf Grundstücke ausserhalb der Bauzonen ausgedehnt werden, falls die 

Planung dies erfordert (Abs. 1). Für Bereinigungen von beschränkten 

dinglichen Rechten, Vormerkungen und Anmerkungen gelten die 

Bestimmungen über die Landumlegung sinngemäss (Abs. 3; Verweis auf Art. 

65 ff. KRG). Die Einleitung und Durchführung einer Quartierplanung fällt in 

den Zuständigkeitsbereich des Gemeindevorstandes, der die Einleitung von 

Amtes wegen oder auf Antrag Privater beschliessen kann. Lehnt er private 

Anträge ab, hat er dies den Antragstellenden in einer anfechtbaren Verfügung 

mitzuteilen  (Art. 65 Abs. 1 und 2 KRG). Die Einzelheiten über das Verfahren 

sind von der Regierung gestützt auf Art. 65 Abs. 4 KRG in der 

Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO) geregelt 

worden und sehen ein dreistufiges Verfahren (Art. 16 KRVO: 

Einleitungsbeschluss; Art. 17 ff. KRVO: Erarbeitung und Erlass Quartierplan; 

Art. 20 KRVO: Kostenverteiler) mit jeweiligen Verpflichtungen zur Auflage der 

Planungsmittel und entsprechenden Mitwirkungs-, Einsprache- und 

Rechtsmittelmöglichkeiten für die von der Quartierplanung Betroffenen vor. 

b) Der mit Blick auf die Einleitung einer Quartierplanung (erste Stufe des 

Quartierplanverfahrens) massgebende Art. 16 KRVO hat folgenden Wortlaut:

„1 Der Gemeindevorstand gibt die Absicht zur Einleitung einer 
Quartierplanung unter Hinweis auf den Zweck der Planung und die 
Durchführung einer allfälligen Landumlegung oder Grenzbereinigung im 
amtlichen Publikationsorgan der Gemeinde bekannt. Gleichzeitig legt er den 
Plan mit der vorgesehenen Abgrenzung des Planungsgebietes während 30 
Tagen in der Gemeinde öffentlich auf. Betroffene sind vor der Auflage 
schriftlich zu benachrichtigen.
2 Während der öffentlichen Auflage kann beim Gemeindevorstand gegen die 
beabsichtigte Einleitung des Verfahrens und die Abgrenzung des 
Planungsgebietes Einsprache erhoben werden. Für die 
Einsprachelegitimation gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die 
Planungsbeschwerde an die Regierung. Einwendungen gegen das Verfahren 
an sich und das Planungsgebiet können im weiteren Verfahren nicht mehr 
erhoben werden.
3 (…)
4 Nach Abschluss des Auflageverfahrens erlässt der Gemeindevorstand den 
Einleitungsbeschluss und eröffnet diesen den Beteiligten und allfälligen 
Einsprechenden.“

c) Erst nach Eintritt der Rechtskraft des Einleitungsbeschlusses (rechtskräftiger 

Abschluss der ersten Phase), mithin erst in der zweiten - von der Einleitung 

klar auseinanderzuhaltenden - Phase, lässt der Gemeindevorstand den 

Quartierplan durch Fachleute erarbeiten, wobei in dieser neuen Phase den 

Beteiligten wiederum Gelegenheit zur Mitwirkung zu geben ist. Bestandteil 

auch dieser (zweiten) Phase bildet dann die Auflage der unter Mitwirkung der 

Beteiligten erarbeiteten Bestandteile des Quartierplanes (Art. 51 Abs. 2 KRG). 

Im Rahmen der Auflage stehen den Beteiligten erneut die im Planungsrecht 

üblichen Einsprache- und (gegebenenfalls)  Rechtsmittelmöglichkeiten offen 

(Art. 17 ff. KRVO; Beschwerde an das Verwaltungsgericht). Das Dargelegte 

gilt im Ergebnis für das Kostenverteilverfahren (Art. 20 KRVO).

d) Das umschriebene dreistufige Verfahren (mit den jeweils eigenen 

Mitwirkungs-, Einsprache- und Rechtsmittelmöglichkeiten) hat zur Folge, dass  

vorliegend, weil die Einleitung einer Quartierplanung i.S. von Art. 16 KRVO 

(erste Phase) streitig ist, lediglich Einwendungen gegen das Verfahren an 
sich (nachstehend 5.) sowie Einwendungen gegen die Abgrenzung des 
Planungsgebietes (nachstehend 6.) vorgebracht werden können (so 
ausdrücklich Art. 16 Abs. 2 KRVO). 

e) Entsprechend erweisen sich einige, von verschiedenen Beschwerdeführern 

vorgebrachte Einwände (so hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des [in 

einer zweiten Phase; Art. 17 RKVO] noch zu erarbeitenden, künftigen 

Quartierplanes; die Auferlegung der von den Quartierplanbeteiligten zu 

tragenden Anteile an den Planungskosten [dritte Phase; Art. 20 KRVO]) als 

verfrüht. Auf sie braucht daher im vorliegenden Verfahren nicht näher 

eingegangen werden. 

f) Ohne Belang, da in keinem direkten Zusammenhang mit den im vorliegenden 

Verfahren zulässigen Vorbringen stehend, sind sodann die diversen von den 

Beschwerdeführern in ihren Eingaben und am Augenschein geäusserten 

pauschalen Befürchtungen und Ängste (z.B. eine drohende Umzonung der 

heute im üG gelegenen Nichtbauzonenflächen; Gefährdung des Bestandes 

eines Landwirtschaftsbetriebes; unnötiger Ausbaugrad der bestehenden 

Erschliessungsanlagen/Verkehrswege; zusätzliche Mehrbelastung des 

Quartiers und seiner Erschliessungsanlagen durch Autofahrer und 

Fussgänger). Für die Behandlung dieser Überlegungen besteht im 

vorliegenden Verfahren kein Raum. Ihnen wird im Rahmen des noch 

auszuarbeitenden Quartierplanes (bzw. einer künftigen Überarbeitung der 

Grundordnung) angemessen Rechnung zu tragen sein.

4. a) Vorweg sind die Einwendungen gegen das Verfahren an sich zu prüfen. 

Verschiedene Beschwerdeführer wehren sich gegen die Einleitung mit dem 

Argument, vorgängig der Einleitung und Durchführung der streitigen 

Quartierplanung seien die problematischen Zustände im Bereich des RhB-

Überganges beim Bahnhof … einer Lösung (Unterführung) zuzuführen. 

Diesem Anliegen ist, bei allem Verständnis für die auch von der Gemeinde 

erkannten Probleme, im vorliegenden Verfahren kein Erfolg beschieden. Es 

steht dem Zweck der Quartierplanung, der Erschliessung und Gestaltung von 

Bauzonen bzw. eines Teilgebietes davon im Detail nicht entgegen. Vielmehr 

wäre es - wenn überhaupt - ein Anliegen, dass im Rahmen einer künftigen 

Anpassung bzw. Erweiterung der Bauzonen im fraglichen Ortsteil 

berücksichtigt werden müsste. Mit Blick auf die streitige Einleitung kommt ihm 

aber keinerlei Bedeutung zu.

b) Dass grundsätzlich ein Bedarf nach einer Quartierplanung (verbunden mit 

einer Baulandumlegung) in dem Gebiet „…“ besteht, ist offenkundig (fehlende 

Erschliessung der Bauparzelle Nr. 830 des den Antrag nach Einleitung 

stellenden Grundeigentümers sowie weiterer noch unüberbauten Flächen 

[Parzellen Nr. 4651 und 828; Teilflächen der Parzellen Nr. 826 und 830]; 

problematische rechtliche und faktische Erschliessungsgegebenheiten 

verschiedener Liegenschaften, so u.a. jene der Beschwerdeführer 3; einer 

Überbauung entgegenstehende Parzellenformen [Baulandumlegung, Art. 65 

ff. KRG]) und hat sich am Augenschein denn auch bestätigt. Unbestritten ist, 

dass der Gemeindevorstand zur Einleitung und Durchführung der 

Quartierplanung zuständig ist.

c) Die Beschwerdeführer 5 stellen sich in verfahrensrechtlicher Hinsicht auf den 

Standpunkt, dass die Gemeinde das ihnen zustehende rechtliche Gehör 

verletzt habe, weil sie das Quartierplanverfahren im Juli 2008 nicht nur sistiert, 

sondern beendet habe. Entsprechend wäre sie aber im Zuge der 

Wiederaufnahme zu einer erneuten Publikation der beabsichtigten Einleitung 

verpflichtet gewesen. Eine solche sei aber nicht erfolgt. Ferner bemängeln 

sie, dass im angefochtenen Einleitungsbeschluss mit keinem Wort erwähnt 

werde, inwiefern sich die Verhältnisse seit dem damaligen Schreiben vom 14. 

Juli 2008 verändert haben sollten. Aus diesen Einwänden können sie jedoch 

nichts zugunsten ihrer Begehren ableiten. Wie sich dem bei den Akten 

befindlichen gemeindlichen Schreiben vom 14. Juli 2008 unschwer 

entnehmen lässt, wurde das Verfahren nur unterbrochen (…hat der Vorstand 

zwischenzeitlich formlos entschieden, das Projekt vorläufig nicht weiter zu 

verfolgen“). Dass das Verfahren nur unterbrochen wurde, zeigt sich auch 

daran, dass die Gemeinde gegenüber dem Antrag auf Einleitung eines 

Quartierplanes stellenden Grundeigentümer keine anfechtbare Verfügung 

erliess (Art. 53 Abs. 2 in fine KRG) und das allen Beteiligten zugestellte 

Schreiben mit keiner Rechtsmittelbelehrung versah. Von einer formellen 

Einstellung des Quartierplanverfahrens kann entsprechend keine Rede sein 

und die Gemeinde durfte denn auch, nachdem der Antrag stellende 

Grundeigentümer sein Begehren erneuerte, das (unterbrochene) Verfahren 

weiterführen. Selbst wenn im übrigen eine Gehörsverletzung vorgelegen 

wäre, dürfte diese aufgrund der konkreten Gegebenheiten sowie auch aus 

prozessökonomischen Überlegungen als im vorliegenden 

Rechtsmittelverfahren geheilt (VGU R 09 96 mit weiteren Hinweisen) 

qualifiziert werden. 

5. a) Des weiteren ist noch auf die Einwendungen der einzelnen Beschwerdeführer 

gegen die Abgrenzung des Planungsgebietes bzw. auf deren Anträge nach 

Entlassung ihrer Parzellen aus dem Beizugsgebiet einzugehen. Es stellt sich 

die Frage, ob der Einbezug ihrer Parzelle(n) bzw. oder eines Teiles davon 

erforderlich ist. Die Frage beschlägt die Angemessenheit der konkreten 

Abgrenzung des im Situationsplan 1:1'000 ausgeschiedenen, durch die 

…strasse, den …weg, den Iltisweg und den …weg abgegrenzten Gebietes. 

Sie ist im Lichte des Zwecks eines Quartierplanes - im Rahmen der 

Grundordnung die Gestaltung und Erschliessung u.a. von Teilgebieten von 

Bauzonen zu regeln, und damit in einem genau begrenzten Gebiet 

überbaubare und nach einem Gesamtkonzept hinreichend erschlossene 

Parzellen zu schaffen - zu prüfen. Dabei gilt es sich vor Augen zu halten, dass 

weder das kantonale Recht noch die kommunale Bauordnung nähere 

Bestimmungen über die Art und Weise der Abgrenzung eines solchen 

Gebietes enthalten. Seit jeher (vgl. PVG 1993 Nr. 44, 1985 Nr. 54, 1976 Nr. 

56) wird diesbezüglich auf den in der Literatur anerkannten Grundsatz 

abgestellt, wonach ein Quartierplangebiet so zu begrenzen sei, dass es ein 

einheitliches, zusammenhängendes Gebiet umfasse. Als 

Abgrenzungskriterien beim Beizug in ein Quartierplangebiet ist dabei z.B. auf 

die geltende Grundordnung i.S. von Art. 22 KRG (u.a. Zonenplan, Genereller 

Erschliessungsplan, Genereller Gestaltungsplan), auf den konkreten 

Überbauungsstand oder etwa auf bereits bestehende Strassen- und 

Erschliessungsanlagen im Bereich der ins Quartierplanverfahren mit 

einbezogenen Grundstücke abzustellen. Inwieweit eine Parzelle in ein 

Quartierplangebiet einbezogen werden darf oder nicht, hängt ferner 

insbesondere auch davon ab, ob sie für sich selbst aus der Zwecksetzung des 

jeweiligen Quartierplanes Vorteile zu ziehen vermag, oder auch davon, ob sie 

zwecks Erschliessung anderer baureifer Grundstücke aus technischer 

und/oder planerischer Notwendigkeit heraus in ein solches Verfahren 

miteinbezogen werden muss. Die aus der Sicht eines betroffenen 

Grundeigentümers betrachtet an sich verständliche Überlegung, für seine 

oder eine andere betroffene Parzellen bestünden überhaupt keine 

Überbauungsabsichten bzw. deren Überbauung und Erschliessung sei 

bereits seit langem erfolgt und an einer Verbesserung der Situation sei er 

derzeit nicht interessiert, vermag gerade unter dem letzt erwähnten 

Gesichtspunkt auch für sich allein betrachtet keine Entlassung (s)eines 

Grundstückes aus dem Quartierplanverfahren zu begründen. Eine solche 

setzt vielmehr zwingend - weil grundsätzlich zur Erreichung des 

übergeordneten Quartierplanzieles ein strenger Massstab an die Entlassung 

einzelner Grundstücke aus dem Quartierplanverfahren gelegt werden darf 

und muss - voraus, dass die in Frage stehende(n) Parzelle(n) auf keinen Fall 

für die Erschliessung der übrigen Parzellen oder für eine allfällige 

Baulandumlegung benötigt werden (so bereits PVG 1993 Nr. 44, 1982 Nr. 54; 

1976 Nr. 56). Nur in den wenigen Fällen, wo dies der Fall ist, rechtfertigt sich 

eine Entlassung aus dem Beizugsgebiet; ansonsten davon abgesehen 

werden muss. Aus dieser Sicht werden die entsprechenden Anliegen der 

Beschwerdeführer 1 - 5 nachstehend kurz zu prüfen sein.

b) R 10 33
Wie oben bereits ausgeführt darf das Planungsgebiet ausnahmsweise auch 

auf Grundstücke ausserhalb der Bauzonen ausgedehnt werden, falls die 

Planung dies erfordert (Art. 51 Abs. 1 Satz 2 KRG). Diese Voraussetzung ist 

vorliegend offensichtlich erfüllt. Zum einen erweist sich die getroffene 

Abgrenzung des Gebietes innerhalb des Vierecks „…“ ohne weiteres als 

vernünftig und vertretbar. Sodann handelt es sich beim …weg um einen 

Verkehrsweg, der sowohl der Erschliessung des südwestlichen Bereichs des 

Beizugsgebiets (bis hin zu der über den …weg zu erschliessenden, in der 

Bauzone gelegenen Teilfläche der Parzelle Nr. 826) benötigt wird, als auch 

der Zufahrt zu den in der Landwirtschaftszone gelegenen Parzellen Nr. 4605 

und 4606 der Beschwerdeführer 1 dient. Damit die Erschliessung der beiden 

Verkehrswege „…weg“ und „…weg“ einen für eine Bauzone genügenden 

Standard erreicht, werden sie u.a. im Bereich der Parzellen Nr. 4605 und 4606 

noch auszubauen und zu verbreitern sein, was letztlich auch noch zu einer 

Verbesserung der Zufahrtssituation zu den Liegenschaften der 

Beschwerdeführer 1 führen wird. Dass Ausbau und Verbreiterung der 

Verkehrswege aller Wahrscheinlichkeit aber nur unter Beanspruchung des 

ausserhalb der Bauzonen gelegenen Landes möglich sein wird, ist 

offenkundig und konnte am Augenschein auch nachvollziehbar aufgezeigt 

werden. Ihrem Einwand als Eigentümer von der Landwirtschaftszone 

zugeschiedenen Parzellen ist bereits daher der Boden entzogen und für eine 

Entlassung ihrer Parzellen besteht keinerlei Anlass. 

c) R 10 35
Dass das Beizugsgebiet ausnahmsweise auf Gebiete ausserhalb der 

Bauzonen ausgedehnt werden kann, wurde oben ausgeführt. Darauf kann 

verwiesen werden. Ebenso gilt für den Beschwerdeführer 2, dass seine 

Parzelle Nr. 839, welche derzeit über den (teilweise bereits heute ausserhalb 

der Bauzonen gelegenen) …weg erschlossen ist, mit der Quartierplanung 

eine Verbesserung seiner Zufahrt (zufolge Ausbau und/oder Verbreiterung 

des …weges) erhalten wird. Dieser Verkehrsweg dient zudem auch der 

Erschliessung von Baulandparzellen sowie weiteren ausserhalb der 

Bauzonen gelegenen Parzellen (Nrn. 838, 840 und 841) im Beizugsgebiet 

sowie von hinterliegenden Parzellen wie z.B. Nr. 1233. Es muss davon 

ausgegangen werden, dass der Ausbau des …weges nur unter 

Beanspruchung von dem Beschwerdeführer gehörenden Land geschehen 

kann, weshalb kein Anlass für eine Entlassung seiner Parzelle besteht.

d) R 10 36
Angesichts der Lage der den Beschwerdeführern 3 gehörenden Liegenschaft 

direkt an der …strasse und den von ihnen am Augenschein mehrfach 

geklagten, in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht unbefriedenden Zugangs- 

und Zufahrtssituation zu ihrer Liegenschaft, besteht so oder anders kein 

Anlass für eine Entlassung ihrer Parzelle aus dem Beizugsgebiet.

e) R 10 37
Unter dem Aspekt der Abgrenzung des Planungsgebietes haben die 

Beschwerdeführer 4 keine Einwendungen vorgebracht.

f) R 10 38
Hinsichtlich der von ihnen vorgebrachten Einwendungen kann vorweg auf das 

oben zu den Beschwerden R 10 33 und R 10 35 Dargelegte (Zulässigkeit des 

Einbezuges von Land ausserhalb der Bauzonen ins Beizugsgebiet; 

Erschliessungsfunktion des …weges; mögliche Notwendigkeit des Ausbaus 

und der Verbreiterung des Verkehrsweges auf Bauzonenstandard) verwiesen 

werden. Ergänzend bleibt anzumerken, dass bereits der bestehende …weg 

teilweise ausserhalb der Bauzonen liegt, so u.a. im Bereich der den 

Beschwerdeführern 5 gehörenden Parzellen Nr. 840 und 841. Bereits aus den 

Akten ergibt sich unschwer, und der Augenschein hat dies noch bestätigt, 

dass im Zuge eines allfälligen Ausbaus und/oder einer Verbreiterung des 

…weges von den Parzellen Nr. 840, 841 und 1733 Land beansprucht werden 

muss. Dies umso mehr als dieser auch noch der Erschliessung  

hinterliegender Parzellen (z.B. Parzelle Nr. 1233) dient. Für eine Entlassung 

der den Beschwerdeführern 5 gehörenden Parzellen besteht offenkundig kein 

Anlass.

g) Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der gemeindliche 

Einleitungsbeschluss rechtens ist. Wünschenswert wäre aber eine bessere, 

vertieftere vorgängige gemeindliche Information der vom Quartierplan 

Betroffenen über das Verfahren, die Ziele und die entsprechenden 

Mitwirkungs- und Einsprache-/Rechtsmittelmöglichkeiten. Allenfalls hätten 

diese  dadurch von einem zum jetzigen Verfahrenszeitpunkt unnötigen 

Beschwerdeverfahren abgehalten werden können. - Dies ändert aber nichts 

daran, dass sich die Beschwerden R 10 33, 35 - 38 als unbegründet erweisen 

und daher abzuweisen sind.

6. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten je zu einem Fünftel, und für 

den sie treffenden Anteils jeweils unter solidarischer Haftung, zulasten der 

Beschwerdeführer 1 - 5 (Art. 73 VRG). Bund, Kanton und Gemeinden sowie 

mit öffentlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 

2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in 

ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen, besteht 

vorliegend kein Anlass.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerdeverfahren R 10 33, 35, 36, 37 und 38 werden vereinigt.

2. Die Beschwerdeverfahren R 10 33, 35, 36, 37 und 38 werden abgewiesen.

3. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 1'928.--

zusammen Fr. 3'928.--

gehen je zu einem Fünftel, und für den sie treffenden Anteil jeweils unter 

solidarischer Haftung, zulasten der Beschwerdeführer 1 - 5. Die 

entsprechenden Kostenanteile sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.