# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1b0553a-7f16-573c-afc5-4231f3eaaa0d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 17.05.2018 130 2018 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_130-2018-4_2018-05-17.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 130/2018/4 Bern, 17. Mai 2018

in der Beschwerdesache zwischen

Bietergemeinschaft E.________, bestehend aus:

A.________
Beschwerdeführerin 1

B.________
Beschwerdeführerin 2

C.________
Beschwerdeführerin 3

alle per Adresse A.________

und

D.________
Beschwerdegegnerin

sowie

Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis IV (TBA OIK IV), Dunantstrasse 13, 
3400 Burgdorf

betreffend die Verfügung des Tiefbauamts des Kantons Bern, Oberingenieurkreis IV vom 
12. März 2018 (01007; Verkehrssanierung Aarwangen – Langenthal Nord, UVB und 
Umweltexpertise)

RA Nr. 130/2018/4 2

I. Sachverhalt

1. Am 29. November 2017 schrieb das TBA OIK IV (im Folgenden: Vergabestelle) das 

Dienstleistungsmandat "UVB und Umweltexpertise" im Zusammenhang mit dem Projekt 

"Verkehrssanierung Aarwangen – Langenthal Nord" im offenen Verfahren auf der Website 

des Vereins für ein Informationssystem über das öffentliche Beschaffungswesen in der 

Schweiz (www.simap.ch) aus. Der Auftrag umfasst die Durchführung der 

Hauptuntersuchung UVB und von Expertisen in verschiedenen Umweltbereichen. Es 

gingen insgesamt zehn Angebote ein, sowohl die Beschwerdeführerinnen als auch die 

Beschwerdegegnerin reichten innert Frist ein Angebot ein. Mit Zuschlagsverfügung vom 

12. März 2018 erteilte die Vergabestelle der Beschwerdegegnerin den Zuschlag. Unter 

dem Titel "Begründung" führte sie aus, gemäss Art. 30 ÖBV1 erhalte das wirtschaftlich 

günstigste Angebot den Zuschlag. Die Begründung könne den Beilagen entnommen 

werden. Diese Beilagen bestanden aus einer Vergleichstabelle mit den erhaltenen Punkten 

bei den Zuschlagskriterien und den bereinigten Endsummen aller Angebote sowie einer 

Bewertungsübersicht des jeweils eigenen Angebots. 

2. Gegen die Zuschlagsverfügung vom 12. März 2018 erhoben die 

Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 22. März 2018 Beschwerde bei der Bau-, 

Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Sie beantragen eine 

Neubewertung und Überprüfung des Vergabeentscheids und damit auch sinngemäss eine 

Aufhebung der Zuschlagsverfügung und die Erteilung des Zuschlags an sie. Dabei machen 

sie insbesondere geltend, ihr Angebot sei bei der Bewertung der Teamorganisation zu 

schlecht bewertet worden. 

3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, führte einen 

Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Nach Aufforderung des Rechtsamts 

reichten die Beschwerdeführerinnen die mangelhaft unterzeichnete Beschwerde innert der 

angesetzten Nachfrist am 4. April 2018 in verbesserter Form ein. Die Vergabestelle 

1 Verordnung vom 16. Oktober 2002 über das öffentliche Beschaffungswesen (ÖBV; BSG 731.21).
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191).

http://www.simap.ch

RA Nr. 130/2018/4 3

beantragt mit Stellungnahme vom 6. April 2018 die Abweisung der Beschwerde. Die 

Beschwerdegegnerin liess sich innert Frist nicht vernehmen. 

Mit Verfügung vom 16. April 2018 gab das Rechtsamt den Beschwerdeführerinnen 

Gelegenheit, zur Eingabe der Vergabestelle vom 6. April 2018 Stellung zu nehmen. Von 

den Beschwerdeführerinnen ging keine Stellungnahme ein.

4. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Nach Art. 12 Abs. 1 ÖBG3 können Verfügungen kantonaler Auftraggeberinnen und 

Auftraggeber mit Beschwerde bei der in der Sache zuständigen Direktion des 

Regierungsrates angefochten werden. Die Zuschlagsverfügung wurde vom TBA erlassen, 

die BVE ist deshalb zur Behandlung der Beschwerde zuständig. 

Das Angebot der Beschwerdeführerinnen ist beim Zuschlag nicht berücksichtigt worden. 

Als Zweitplatzierte haben die Beschwerdeführerinnen im Fall der Gutheissung ihrer 

Beschwerde eine realistische Chance, mit ihrem Angebot zum Zug zu kommen. Sie haben 

somit ein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung der Zuschlagsverfügung. Die 

Beschwerde ist innert der zehntägigen Rechtsmittelfrist eingereicht worden. Sie enthält 

einen Antrag und eine Begründung. Der formelle Mangel (mangelhafte Unterschrift) wurde 

innert der angesetzten Nachfrist behoben (Art. 33 Abs. 1 VRPG4). Der geschätzte 

Auftragswert liegt zudem über dem Schwellenwert anfechtbarer Verfügungen gemäss Art. 

11 Abs. 2 ÖBG. Die BVE tritt auf die Beschwerde ein. 

b) Das Verfahren vor der BVE richtet sich nach den Bestimmungen des VRPG, soweit 

das ÖBG nichts anderes bestimmt. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, 

3 Gesetz vom 11. Juni 2002 über das öffentliche Beschaffungswesen (ÖBG; BSG 731.2).
4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).

RA Nr. 130/2018/4 4

einschliesslich Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens, und die unrichtige und 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden (Art. 14 

Abs. 2 ÖBG). Der Beschwerdegrund der Unangemessenheit gemäss Art. 66 Abs. 1 Bst. c 

VRPG steht dagegen nicht offen.

2. Bewertung der Teamorganisation

a) Das umstrittene Kriterium "Teamorganisation" stellt gemäss den 

Ausschreibungsunterlagen5 ein Subkriterium des Zuschlagskriteriums "Fachkompetenz, 

Schlüsselpersonal und Projektorganisation" dar und wird insgesamt mit 25 Prozent 

gewichtet. Umschrieben ist dieses Kriterium wie folgt: "Bewertung der anbieterseitig 

dargestellten Organisation und Sicherstellung der erforderlichen Ressourcen und 

Kompetenzen". Im Formular C wird sodann wie folgt präzisiert: "Beschreiben und 

begründen Sie die vorgesehene Organisation des Projektteams mit der zugehörigen 

Aufgaben- und Kompetenzverteilung. Zeigen Sie dabei, wie die erforderlichen 

Fachbereiche personell abgedeckt werden (Name der Mitarbeiter und 

Firmenzugehörigkeit) und wie Sie die Koordination zwischen den einzelnen Fachbereichen 

wahrnehmen."6 Die qualitativen Zuschlagskriterien bzw. deren Subkriterien wurden gemäss 

den Ausschreibungsunterlagen nach folgender Notenskala bewertet, wobei in Dezimalen 

abgestuft werden kann: Note 1 (wertlos, ohne Aussagekraft, nicht beurteilbar), Note 2 

(ungenügend, die Anforderungen nicht erfüllt), Note 3 (genügend, die Anforderungen 

erfüllt), Note 4 (gut, die Anforderungen teilweise übertroffen), Note 5 (ausgezeichnet, 

innovativ, weit über den Anforderungen liegend). Die Beschwerdeführerinnen erhielten bei 

diesem Subkriterium die Note 3, die Beschwerdegegnerin wurde mit der Note 4 beurteilt. 

b) Die Beschwerdeführerinnen bringen vor, das Zuschlagskriterium "Teamorganisation" 

sei bei ihrem Angebot zu schlecht bewertet worden. Es werde statt der Note 3 mindestens 

eine Note 3.5 beantragt. Sie hätten die zu erbringenden Querschnittsleistungen in drei 

Fachbereiche gegliedert. Für jeden Fachbereich sei ein Teilprojektleiter aus den drei 

Firmen ihrer Bietergemeinschaft genannt. Zudem hätten sie im Organigramm die 

Verantwortlichen und Hauptsachbearbeiter angegeben. In den Personallisten seien zudem 

die Fachkompetenzen der Bietergemeinschaft und deren Mitarbeitenden mit ihrer 

5 Ausschreibungsunterlagen vom 29. November 2017, B5.3 Zuschlagskriterien, Vorakten pag. 159.
6 C3.1.2, Darstellung der Teamorganisation, Vorakten pag. 145.

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bisherigen Praxis ausgewiesen. Man habe zudem explizit erwähnt, dass die eingesetzten 

Mitarbeiter ausgewiesene Fachexperten ihrer jeweiligen Fachgebiete seien. Sie hätten 

sodann die Wichtigkeit des Bereichs "Flora/Fauna/Lebensräume" hervorgehoben und in 

diesem Fachbereich neben dem Teilprojektleiter eine weitere Person aufgeführt. Aus den 

Personallisten ergäben sich sodann weitere Spezialistinnen für diesen Fachbereich.

c)  Im Bewertungsraster des Angebots der Beschwerdeführerinnen7 hat die 

Vergabestelle zum Kriterium "Teamorganisation" folgende Bemerkungen festgehalten: 

"Beschreibung der internen und externen Koordination; Beziehung zu anderen 

Projektbeteiligten dargestellt; Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Stellvertretung nur 

teilweise in Darstellung abgebildet; Begründung für die personelle Besetzung fehlt."

Die Vergabestelle führt in der Stellungnahme vom 6. April 2018 zudem aus, man habe bei 

der Bewertung des Subkriteriums "Teamorganisation" nur ganze Noten vergeben. Die Note 

3 bedeute, dass sie in diesem Punkt genügend seien und die Anforderungen erfüllten. Die 

von ihnen dargestellte Organisation entspreche den Anforderungen, die erforderlichen 

Ressourcen und Kompetenzen seien sichergestellt. Die höhere Note 4 sei an 

Anbieterinnen vergeben worden, die zusätzlich die Koordinationsaufgaben dargestellt 

hätten und deren Ressourcen- bzw. Kompetenzverteilung zielführend gewesen sei. Die 

Beschwerdeführerinnen hätten die Note 4 nicht erreicht, weil in ihrer Darstellung die 

Kompetenzen, Verantwortlichkeiten und Stellvertretungen nur teilweise abgebildet worden 

seien. Die einzelnen Umweltbereiche seien zwar personell vollständig besetzt, jedoch fehle 

(auch mit Bezug auf den Projektleiter und den Projektleiter Stv.) eine Begründung für die 

personelle Besetzung. Aus den Ausführungen der Beschwerde gehe nicht hervor, wieso 

die Beschwerdeführerinnen die Anforderungen in Bezug auf dieses Subkriterium 

übertroffen haben sollten. Es sei sodann in den Ausschreibungsunterlagen ausdrücklich 

darauf hingewiesen worden, dass zur Beurteilung dieses Kriteriums die entsprechende 

Beilage C5 einzureichen sei. Die von den Beschwerdeführerinnen genannten 

Personallisten seien daher nicht Gegenstand der Bewertung dieses Subkriteriums 

gewesen. Die Note 3 rechtfertige sich auch, weil die Beschwerdeführerinnen in 

verschiedenen Umweltbereichen und insbesondere im sehr relevanten Bereich 

"Flora/Fauna/Lebensräume" keine personellen Redundanzen dargestellt habe. Nur drei 

Anbieterinnen hätten schliesslich bei diesem Subkriterium die Note 4 erhalten. Diese 

7 Vorakten pag. 185.

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hätten eine detailliertere Organisationsstruktur aufgezeigt und die personellen 

Besetzungen besser begründet. 

d) Den Vergabestellen kommt bei der Beurteilung und Bewertung der Angebote wie bei 

der Festlegung der Zuschlagskriterien, deren Gewichtung und den anzuwendenden 

Bewertungsmethoden ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Unangemessenheit des 

Vergabeentscheides kann mit Beschwerde nicht geltend gemacht werden (Art. 14 Abs. 2 

ÖBG, Art. 16 Abs. 1 und 2 IVöB8). Sofern die Vergabestelle ihr Ermessen nicht geradezu 

willkürlich ausgeübt hat, hat sich die Beschwerdeinstanz daher bei der Prüfung der 

Bewertung eine gewisse Zurückhaltung aufzuerlegen.9 Besondere Zurückhaltung ist 

namentlich dann angezeigt, wenn ein Zuschlagskriterium in Frage steht, das die 

Vergabestelle aufgrund ihrer Vertrautheit mit einer technischen Materie am ehesten zu 

beurteilen vermag.10 

e) Die den Beschwerdeführerinnen für das Subkriterium "Teamorganisation" vergebene 

Note 3 bedeutet, dass deren Angebot in diesem Bereich genügend ist und die 

Anforderungen grundsätzlich erfüllt. Es ist nachvollziehbar, dass das Angebot der 

Beschwerdeführerinnen diesbezüglich nicht besser benotet wurde. So fehlt im 

Organigramm der Beschwerdeführerinnen – im Unterschied etwa zu demjenigen der 

Beschwerdegegnerin – in gewissen Umweltbereichen eine Stellvertretung. Die in den 

Ausschreibungsunterlagen verlangte Sicherstellung der erforderlichen Ressourcen ist 

damit nicht im gleichen Umfang gewährleistet wie bei den drei Offerten, die bei diesem 

Subkriterium um eine Note besser bewertet wurden. Die Begründung für die personelle 

Besetzung und die gewählte Organisation mit den drei Fachbereichen fehlt in der 

Beschreibung der Teamorganisation (Beilage C5) weitgehend. Einzig für den Projektleiter 

und seinen Stellvertreter wird kurz ausgeführt, dass diese auf langjährige Erfahrungen in 

der Bearbeitung von diversen UVB für Strassenprojekte zurückgreifen könnten und der 

Stellvertreter ausserdem im Lärmschutz tätig sei. Weiter haben die Beschwerdeführerinnen 

in dieser Beilage nur sehr kurz und eher oberflächlich begründet, wie sie die Koordination 

zwischen den einzelnen Fachbereichen wahrnehmen werden. So wird einzig festgehalten, 

dass die Koordination innerhalb des Teams durch die Projektleitung sichergestellt werde, 

8 Interkantonale Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen vom 25. November 1994, Anhang I 
zum ÖBG; BSG 731.2. 
9 VGE 2016/291 vom 3. April 2017, E. 6.1; BGer. 2C_346/2013 vom 20.1.2014 E. 1.3.4, BGer. 2D_49/2011 
vom 25.9.2012 E. 4.2 mit Hinweisen.
10 VGE 21040 vom 4.5.2001 i.S. M. AG, E. 4b.

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wobei die Teilprojektleiter der drei Fachbereiche laufend und vollumfänglich über den 

Projektstand informiert würden. Eine etwas vertieftere Auseinandersetzung mit den 

Kommunikationswegen und der Koordination zwischen Projektleitung und Fachbereichen 

sowie zwischen den einzelnen Fachbereichen im Falle einer überschneidenden 

Aufgabenwahrung wäre angezeigt gewesen, zumal die Beschwerdeführerinnen als 

Bietergemeinschaft auftreten und jeder der drei Fachbereiche von jeweils einer 

Unternehmung der Bietergemeinschaft geleitet werden soll.    

Insgesamt ist die von der Vergabestelle vorgenommene Bewertung des Subkriteriums 

"Teamorganisation" beim Angebot der Beschwerdeführerinnen nicht zu beanstanden. So 

hat die Vergabestelle nachvollziehbar begründet, wieso die Beschwerdeführerinnen bei 

diesem Kriterium die Note 3 erhalten haben und damit die Anforderungen zwar erfüllt, nicht 

aber teilweise übertroffen haben. Ebenso nachvollziehbar ist, dass die 

Beschwerdeführerinnen hier um eine Note schlechter abschnitten als die 

Beschwerdegegnerin (und zwei weitere Anbieterinnen), lässt sich diese Differenz doch 

bereits aufgrund der teilweise fehlenden Stellvertretung beim Organigramm der 

Beschwerdeführerinnen rechtfertigen. Die Beschwerdeführerinnen erhielten die 

Gelegenheit, zur Eingabe der Vergabestelle im Beschwerdeverfahren und der darin 

enthaltenen, näheren Begründung für die schlechtere Benotung bei diesem 

Zuschlagskriterium Stellung zu nehmen. Davon machten sie jedoch nicht Gebrauch; sie 

unterliessen es damit näher aufzuzeigen, inwiefern die Ausführungen der Vergabestelle 

falsch sein sollten. Dies ist nach dem Gesagten auch nicht erkennbar. Von einer 

willkürlichen Ermessensausübung durch die Vergabestelle kann nicht gesprochen werden. 

Die Rüge erweist sich damit als unbegründet. 

3. Berechnung der Noten

a) Die Beschwerdeführerinnen rügen weiter eine falsche Berechnung ihres Angebots 

beim Subkriterium "Projektleiter". Statt dem Wert von 1.11 der Bewertungsübersicht ihres 

Angebots11 hätte ein Wert von 1.125 resultieren müssen. Ihre Berechnungen würden 

sodann eine Gesamtpunktzahl von 4.327 ergeben und damit gerundet einen Zehntel mehr 

als in der Bewertungsübersicht angegeben (4.32). Beim Zuschlagskriterium "Preis" seien 

11 Vorakten pag. 218. 

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sie schliesslich gegenüber der Beschwerdegegnerin durch Rundungen um 0.006 Punkte 

benachteiligt worden, was zusammen zu einer Abrundung von total 0.013 Punkten führe.

 

b)  Insgesamt machen die Beschwerdeführerinnen geltend, ihr Angebot sei aufgrund 

der Falschberechnung beim Subkriterium "Projektleiter" und den rundungsbedingten 

Verlusten um 0.028 Punkte zu schlecht bewertet worden (0.015 beim Kriterium 

"Projektleiter", 0.013 beim Kriterium "Preis" und bei der Gesamtpunktzahl). Ob dies zu 

Recht vorgebracht wird, kann aufgrund der nicht zu beanstandenden Benotung des 

Kriteriums "Teamorganisation" (E. 2) offen bleiben, da das Angebot der 

Beschwerdeführerinnen selbst bei Berücksichtigung dieser 0.028 Punkte noch schlechter 

bewertet wäre als das Angebot der Beschwerdegegnerin (4.37 im Vergleich zu 4.348). 

Trotzdem kann festgehalten werden, dass die Vergabestelle die Berechnung des 

Subkriteriums "Projektleiter" in ihrer Stellungnahme vom 6. April 2018 nachvollziehbar 

darlegt und gestützt auf diese Berechnungen zu Recht auf die Punktezahl von 1.11 kam. 

Auch die Beschwerdeführerinnen reagierten auf diese Ausführungen – trotz der 

Gelegenheit zur Stellungnahme – nicht und legten damit nicht dar, was daran falsch sein 

sollte. Die Bewertungsübersicht ist einzig insofern missverständlich, als dass bei der 

Gesamtnote dieses Subkriteriums der gerundete Wert (4.5) anstatt des tatsächlich 

errechneten, ungerundeten Wertes (4.457) eingesetzt wurde, die gewichtete Wertung 

(1.11) aber auf dem letzteren Wert beruht. Dass schliesslich die massgebenden Werte der 

einzelnen Zuschlagskriterien (rechte Spalte der Bewertungsübersichten) und damit auch 

der Gesamtwert auf zwei Dezimalstellen gerundet wurden, ist nicht zu beanstanden. Im 

Ergebnis erweisen sich auch diese Einwände der Beschwerdeführerinnen als unbegründet.  

4. Zusammenfassung und Kosten

a) Insgesamt ist die Bewertung der Vergabestelle sachlich begründet sowie 

nachvollziehbar. Es liegen keine Anhaltspunkte vor, wonach die Vergabestelle bei der 

Bewertung des Zuschlagskriteriums "Teamorganisation" ihren Ermessensspielraum 

missbraucht oder überschritten hätte. Die Berechnungen der Noten erweisen sich sodann 

als richtig, würden aber – selbst wenn den Beschwerdeführerinnen diesbezüglich Recht zu 

geben wäre – nichts an der Rangfolge ändern. Damit ist der Zuschlag an die 

Beschwerdegegnerin in Abweisung der Beschwerde zu bestätigen. 

RA Nr. 130/2018/4 9

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführerinnen. Sie 

haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf 

eine Pauschalgebühr von Fr. 1'000.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 

GebV12). 

c) Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 3 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Die Zuschlagsverfügung des TBA OIK IV vom 

12. März 2018 wird bestätigt. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.00 werden den Beschwerdeführerinnen zur 

Bezahlung auferlegt. Die Beschwerdeführerinnen haften solidarisch für den 

gesamten Betrag. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in 

Rechtskraft erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- A.________, eingeschrieben

- D.________, eingeschrieben

- Tiefbauamt des Kantons Bern, Oberingenieurkreis IV (TBA OIK IV), A-Post

- Tiefbauamt des Kantons Bern, Reiterstrasse 11, 3011 Bern, zur Kenntnis, im Haus

BAU-, VERKEHRS- UND 

ENERGIEDIREKTION

Die Direktorin

12 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

RA Nr. 130/2018/4 10

Barbara Egger-Jenzer

Regierungsrätin