# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea12219b-42b4-59c0-8447-7e632fd229e7
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-06
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs 06.09.2016 OG AB-16-5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_006_OG-AB-16-5_2016-09-06.pdf

## Full Text

Beschwerdegegnerin   
Gläubigerin 
 

Kantonale Steuerverwaltung , Abteilung Bezug, 9102 Herisau  
 
 
 

 
beschwerdebeklagtes Amt   
 

Betreibungsamt B___  
 
 
 

 

 
 
  

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs  
 

Entscheid vom  6. September 2016  
 

Mitwirkende Präsident W. Kobler 
Oberrichter B. Oberholzer und H. Zingg 
Gerichtsschreiberin B. Schittli 
 
 
 

Verfahren Nr. AB 16 5 
 
 
 

Sitzungsort Trogen 
 
 
 

Beschwerdeführer 
Schuldner 

A___ 
 
 
 

Gegenstand Mitteilung des Verwertungsbegehrens 

 

Seite 2 

Anträge: 

 
 
a) des Beschwerdeführers: 
 

1. Das obgenannte Verwertungsbegehren wird hiermit angefochten und vollumfänglich 
bestritten, es sei unverzüglich aufzuheben. 
 

2. Die dem Beschwerdeführer durch das Grundbuchamt der Gemeinde C___ 
zugestellte Anzeige vom 18. November 2015 bezüglich Eintrag „Vormerkung zur 
Verfügungsbeschränkung“, Grundstück GB-Nr. XX, sei unverzüglich zu löschen. 

 
 
b) des Betreibungsamtes B___: 
 
 (kein Antrag) 
 
c) der Beschwerdegegnerin: 
 
 (kein Antrag) 
 

 

 

Sachverhalt 

 

A. Übersicht 

 

a) Für Forderungen von D___ (CHF 3‘104.60 nebst Zinsen und Kosten), der Gemeinde 

C___ (CHF 24‘892.40 nebst Zinsen und Kosten) sowie der Kantonalen Steuerverwaltung 

(ursprünglich CHF 664.75 nebst Zinsen und Kosten, Restsaldo inkl. Inkasso per 

19. Oktober 2015 CHF 301.70) pfändete das Betreibungsamt B___ mit Verfügung vom 

19. Oktober 2015 das im Eigentum von A___ stehende Grundstück Nr. XX, Plan Nr. 1, 

C___ (act. 8/1). Am 18. November 2015 zeigte das Grundbuchamt C___ A___ die 

Verfügungsbeschränkung gemäss Art. 969 ZGB an (act. 3/2).  

 

b) Am 24. Mai 2016 stellte die Kantonale Steuerverwaltung in der Betreibung Nr. 21579376 

das Verwertungsbegehren (act. 8/2). Daraufhin erfolgte am 26. Mai 2016 gegenüber dem 

Schuldner die Mitteilung des Verwertungsbegehrens durch das Betreibungsamt B___ 

(act. 8/2).  

 

 

  

 

Seite 3 

 

B. Prozessgeschichte 

 

a) Gegen die Mitteilung des Verwertungsbegehrens vom 26. Mai 2016 erhob A___ am 

14. Juni 2016 Beschwerde mit den eingangs erwähnten Begehren beim Betreibungsamt 

B___ (act. 1). 

 

 

b) Am 15. Juni 2016 übermittelte das Betreibungsamt B___ die Beschwerde an die 

Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs (act. 4).  

 

 

c) Das Betreibungsamt B___ verzichtete mit Eingabe vom 24. Juni 2016 auf eine 

Stellungnahme, liess der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs jedoch 

verschiedene Aktenstücke zugehen (act. 7 und 8). Die Beschwerdegegnerin liess sich 

nicht vernehmen.  

 

 Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten kann verwiesen werden. Soweit für die 

Beurteilung erforderlich, ist im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen darauf 

einzugehen. 

 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. Formelles 

 

1.1. Die angefochtene Mitteilung des Verwertungsbegehrens datiert vom 26. Mai 2016 (act. 2). 

Der Schuldner gibt an, die Anzeige am 4. Juni 2016 erhalten zu haben (act. 1). Dies deckt 

sich mit den Akten des beschwerdebeklagten Betreibungsamtes (act. 8/2). Die 10-tägige 

Beschwerdefrist nach Art. 17 Abs. 2 SchKG ist demnach mit der Eingabe vom 14. Juni 

2016 grundsätzlich eingehalten. Da die Beschwerde fälschlicherweise beim 

Betreibungsamt B___ eingereicht wurde (act. 1), ist jedoch zu prüfen, ob die Frist auch 

damit gewahrt wurde. 

 

Gemäss Art. 32 Abs. 2 SchKG ist eine Frist auch dann gewahrt, wenn vor ihrem Ablauf 

eine unzuständige Behörde angerufen wird und diese die Eingabe unverzüglich der 

 

Seite 4 

zuständigen Behörde überweist. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind örtlich 

unzuständige Betreibungsämter verpflichtet, ein Begehren an das zuständige Amt 

weiterzuleiten, sofern die Angaben im Begehren das zuständige Amt erkennen lassen1. 

Diese Weiterleitungspflicht trifft nicht nur die Betreibungs- und Konkursämter, sondern 

auch alle anderen Zwangsvollstreckungsorgane2. Die Anrufung einer Behörde genügt 

somit auch dann, wenn diese nicht ein Konkurs- oder Betreibungsamt ist (mit Ausnahme 

„entlegener“ Behörden), und eine Eingabe an eine falsche Behörde ist auch dann 

fristwahrend, wenn die richtige Eingabe nicht bei einem Betreibungs- oder Konkursamt, 

sondern bei einer anderen Behörde des Zwangsvollstreckungsrechts, zum Beispiel bei 

einer Aufsichtsbehörde, hätte vorgenommen werden müssen3. 

 

 Für das Betreibungsamt B___ war aufgrund der Angaben in der Beschwerde ohne 

weiteres erkennbar, dass für deren Behandlung die Aufsichtsbehörde für 

Schuldbetreibung und Konkurs zuständig ist. Indem der Beschwerdeführer innert 

10 Tagen an das beschwerdebeklagte Amt gelangte, hat er die Frist von Art. 17 Abs. 2 

SchKG somit eingehalten. 

 

 Weiter beantragt der Beschwerdeführer die Löschung der durch das Grundbuchamt der 

Gemeinde C___ zugestellten Anzeige vom 18. November 2015 bezüglich Vormerkung zur 

Verfügungsbeschränkung (act. 1 und 3/2). Bezüglich der Verfügungsbeschränkung auf 

dem Grundstück GB-Nr. XX, C___, wurde A___ seitens des Betreibungsamtes B___ 

bereits am 12. November 2015 informiert (act. 8/1). Diesbezüglich ist seine Beschwerde 

offensichtlich verspätet und auf das Rechtsbegehren Ziffer 2 kann nicht eingetreten 

werden. 

 

 

1.2 Nach dem Gesetz (Art. 17 Abs. 1 SchKG) können nur Verfügungen eines ordentlichen 

oder ausserordentlichen Betreibungs- oder Konkursorgans sowie von deren Hilfspersonen 

mit Beschwerde angefochten werden.  

 

 Soweit in Ziffer 2 der Beschwerde verlangt wird, die Anzeige des Grundbuchamtes der 

Gemeinde C___ betreffend Vormerkung zur Verfügungsbeschränkung sei zu löschen, 

kann auf die Beschwerde auch nicht eingetreten werden, da keine Verfügung eines 

Zwangsvollstreckungsorgans vorliegt.  

                                                
1 BGE 127 III 567 E. 3a. 
2 MARC RUSSENBERGER/KARIN MINET, in: Daniel Hunkeler [Hrsg.], Schuldbetreibung- und 

Konkursgesetz, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 32 SchKG. 
3 FRANCIS NORDMANN, Basler Kommentar, SchKG I, Basel 2010, N. 6 zu Art. 32 SchKG. 

 

Seite 5 

 

 

1.3 Beschwerdeobjekt ist - mit Ausnahme der Fälle der Rechtsverzögerung und 

Rechtsverweigerung, wo ein negatives Verhalten, ein gesetzwidriges Nichthandeln gerügt 

wird - eine Verfügung. Darunter ist eine bestimmte behördliche Handlung in einem 

konkreten zwangsvollstreckungsrechtlichen Verfahren zu verstehen, die in Ausübung 

amtlicher Funktionen auf Grund des SchKG und dessen Ausführungsbestimmungen 

erlassen worden ist. Die Verfügung muss das Verfahren vorantreiben und 

Aussenwirkungen zeitigen. Weder der Wortlaut noch das formale Erscheinungsbild 

entscheidet darüber, ob eine anfechtbare Verfügung vorliegt, sondern der tatsächliche 

und rechtliche Gehalt4.  

 

 Was die Pfändungsankündigung für das Pfändungsstadium ist, ist in gewisser Hinsicht die 

Mitteilung der Verwertung für das Verwertungsstadium. Die Anzeige gemäss Art. 120 

SchKG kündigt die Verwertung an. Der Schuldner hat Anspruch auf die Mitteilung, weil sie 

ihm doch gewisse Möglichkeiten eröffnet, auf das Verfahren einzuwirken, insbesondere 

aber auch zu bestreiten, dass die Voraussetzungen für den nächsten Verfahrensschritt 

der Verwertung überhaupt gegeben sind. Die wichtigste davon dürfte sein, dass es der 

richtige Zeitpunkt ist, um den Einwand zu erheben, die Verwertung dürfe (noch) nicht 

verlangt werden. […] Sind die Voraussetzungen für die Verwertung nicht gegeben, hat der 

Schuldner ein legitimes Interesse daran, der Steigerungspublikation rechtzeitig 

vorzubeugen. […] Auch der vorliegend anstehende Streit, ob der Rechtsvorschlag definitiv 

beseitigt sei, ist für die Frage der Zulässigkeit der Verwertung von grundsätzlicher 

Bedeutung. Indem es die Anzeige nach Art. 120 SchKG erlassen hat, hat das 

Betreibungsamt stillschweigend angenommen, das Verwertungshindernis 

Rechtsvorschlag bestehe nicht mehr. Das ist Rechtsanwendung im konkreten Einzelfall, 

wobei die Feststellung, dass verwertet werden darf, nicht ohne Auswirkungen auf das 

Verfahren bleibt. So muss sich der Schuldner für eine allfällige angekündigte Wegnahme 

des Verwertungsgegenstandes zur Verfügung halten. […] Schliesslich ist nach der 

Mitteilung des Verwertungsbegehrens auch der richtige Zeitpunkt für den Schuldner, um 

allenfalls Abschlagszahlungen und Verwertungsaufschub zu beantragen5.  

 

Den überzeugenden Überlegungen des Kantonsgerichts Graubünden kann die 

Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs sich vollumfänglich anschliessen. Die 
                                                
4 FLAVIO COMETTA/URS PETER MÖCKLI, Basler Kommentar, SchKG I, 2. Aufl. 2010, N. 18 f. zu Art. 17 

SchKG; KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 9. 
Aufl. 2013, § 6 Rz. 7 f.; MARKUS DIETH/GEORG J. WOHL, in: Daniel Hunkeler [Hrsg.], 
Schuldbetreibung- und Konkursgesetz, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 2 ff. zu Art. 17 SchKG. 

5 KGer GR, PKG 1998, S. 153 ff. 

 

Seite 6 

Mitteilung des Verwertungsbegehrens geht damit klar über einen blossen Bericht 

betreffend den Stand des Verfahrens oder eine wirkungslose Benachrichtigung hinaus 

und das Betreibungsamt trifft mithin eine Verfügung mit zwangsvollstreckungsrechtlicher 

Wirkung nach aussen6. 

 

 

1.4 Zur Beschwerdeführung ist legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung eines 

Zwangsvollstreckungsorgans in seinen rechtlichen oder zumindest tatsächlichen 

Interessen betroffen und dadurch beschwert ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse 

an der Aufhebung oder Abänderung der Verfügung hat7. Nach der herrschenden Lehre 

hat der am Vollstreckungsverfahren beteiligte Schuldner generell ein schutzwürdiges 

Interesse8.  

 

 A___ ist Schuldner in einem Grundstückverwertungsverfahren und damit zweifellos zur 

Beschwerde legitimiert.  

 

 

 

2. Materielles 

 

2.1 Gegen die Mitteilung des Verwertungsbegehrens bringt der Beschwerdeführer im 

Wesentlichen vor (act. 1):  

 

-  Das Verwertungsbegehren sei durch Vorteilsverschaffung zu Gunsten der 

genannten Gläubiger und zum Schaden des Beschwerdeführers amtswillkürlich, 

unzulässig und rechtswidrig; 

 

-  Die Steuerbetreffnisse 2012 und 2013 habe er in Raten von CHF 100.00 

abbezahlt und damit seine Zahlungswilligkeit unter Beweis gestellt. Es könnten keine 

weiteren Steuerschulden von ihm weder gegenüber der Gemeinde C___ noch der 

Kantonalen Steuerverwaltung geltend gemacht werden; 

 

                                                
6  KGer GR, PKG 1998, S. 153 ff.; SVEN RÜETSCHI, in: Daniel Hunkeler [Hrsg.], Schuldbetreibung- 

und Konkursgesetz, Kurzkommentar, 2. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 120 SchKG; MARKUS Frey, Basler 
Kommentar, SchKG I, 2. Aufl. 2010, N. 7 zu Art. 120 SchKG; offen gelassen im Urteil des 
Bundesgerichts 7B.137/2006 vom 25. September 2006, E. 2.  

7 FLAVIO COMETTA/URS PETER MÖCKLI, a.a.O., N. 40 zu Art. 17 SchKG mit weiteren Hinweisen. 
8 FLAVIO COMETTA/URS PETER MÖCKLI, a.a.O., N. 41 zu Art. 17 SchKG; KURT AMONN/FRIDOLIN 

WALTHER, a.a.O., § 6, Rz. 25. 

 

Seite 7 

-  Mit Schreiben vom 20. Oktober 2014 habe er um Zusendung von 

Einzahlungsscheinen ersucht. Solche seien ihm jedoch nicht zugestellt worden, er 

habe sie selbst “schreiben“ müssen. 

-  Am 11. November 2014 habe er der Kantonalen Steuerverwaltung eine 

Aufstellung seiner monatlichen Einnahmen/Ausgaben zugeschickt. Daraus gehe 

hervor, dass ihm für den Lebensunterhalt gerade noch CHF 307.65 pro Monat 

blieben. 

 

-  Trotz erfolgter Abzahlung der Steuern 2013 habe die Kantonale 

Steuerverwaltung ihn am 2. Februar 2015 betreffend einen Betrag von CHF 742.05 

gemahnt.  

 

-  Infolge wiederholt erwiesener und erfolgter Zahlungswilligkeit dürfe weder eine 

Betreibung noch eine Pfändung und schon gar kein Gerichtsverfahren Nr. ER2 15 98 

gegen ihn eingeleitet werden wie die Kantonale Steuerverwaltung dies im Herbst 

2015 getan habe. Darin sehe er Rechtsbeugung und Rechtsverweigerung.  

 

-  Zusammenfassend basierten die erfolgte Grundstückpfändung und das 

Verwertungsbegehren auf Hinterhältigkeit durch Beamte der Steuerverwaltung, 

vorsätzlich versuchtem Betrug durch die Gläubiger und unzulässigem, parteiischem 

Verfahren durch das Kantonsgericht Appenzell Ausserrhoden. Des Weiteren habe die 

Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs in den Verfahren AB 15 7 und 

AB 15 8 die Grundrechte auf Eigentum und Existenz willkürlich ignoriert.  

 

 

2.2 Der Gläubiger kann die Verwertung der gepfändeten beweglichen Vermögensstücke 

sowie der Forderungen und der andern Rechte frühestens einen Monat und spätestens 

ein Jahr, diejenige der gepfändeten Grundstücke frühestens sechs Monate und 

spätestens zwei Jahre nach der Pfändung verlangen (Art. 116 Abs. 1 SchKG).  

 

 Die Frist für das Verwertungsbegehren beginnt mit dem Vollzug der Pfändung durch das 

Betreibungsamt und nicht mit der Mitteilung der Pfändungsurkunde an den Gläubiger9.  

 

 Das Betreibungsamt B___ hat die Pfändung am 19. Oktober 2015 vollzogen (act. 8/1). 

Das Verwertungsbegehren wurde seitens der Kantonalen Steuerverwaltung am 24. Mai 

                                                
9 BGE 115 III 109 E. 2 = Pra. 79 (1990) Nr. 141. 

 

Seite 8 

2016 gestellt (act. 8/2). Dieses erfolgte somit korrekt erst nach Ablauf von sechs Monaten 

(Art. 116 Abs. 1 SchKG). 

 

 

2.3 Aus der Pfändungsurkunde vom 19. Oktober 2015, welche am 3. Dezember 2015 

verschickt wurde, geht hervor, dass sämtliche Forderungen der Gruppe Nr. 21529445 auf 

definitiven Rechtsöffnungsentscheiden beruhen (act. 8/1). Dies wurde im Übrigen bereits 

im Beschwerdeentscheid der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs vom 

26. Januar 2016 festgehalten (vgl. AB 15 8, E. 2.3); jenes Verfahren hatte A___ gegen die 

Pfändung seines Grundstückes in die Wege geleitet. 

 

 

2.4 Der Gegenstand der betreibungsrechtlichen Beschwerde vor der Aufsichtsbehörde ist auf 

Handlungen der Vollstreckungsorgane begrenzt; im Beschwerdeverfahren wird nur über 

deren Verfahrenstätigkeit entschieden, nicht über materiellrechtliche Fragen10.  

 

Die Vorgehensweise resp. die Handlungen des Betreibungsamtes B___ werden vom 

Beschwerdeführer mit keinem Wort beanstandet. Vielmehr macht er ausschliesslich 

geltend, er habe die Forderung der Kantonalen Steuerverwaltung, welche die 

Grundstückpfandverwertung verlangt habe, in Raten abbezahlt. Auf diese Kritik kann im 

Verfahren der betreibungsrechtlichen Beschwerde aber - wie gesagt - nicht eingegangen 

werden und die Beschwerde ist abzuweisen. 

 

 

2.5 Wie aus der Aufstellung im Verwertungsbegehren hervorgeht (vgl. act. 8/2), hat der 

Beschwerdeführer zwar die zugrundeliegende Forderung, nicht jedoch die Zinsen, Kosten 

und Mahngebühren beglichen. Dazu ist er aber verpflichtet und der Gläubiger ist 

berechtigt, von den Zahlungen des Schuldners die Betreibungskosten vorab zu erheben 

(Art. 68 Abs. 2 SchKG).  

 

Abschlagszahlungen können auch bei der Verwertung von Grundstücken (Art. 133 ff. 

SchKG) gewährt werden11. Hier behauptet der Beschwerdeführer aber keinen 

Verwertungsaufschub durch das Betreibungsamt und bringt auch sonst nichts vor, wieso 

das Verwertungsbegehren nicht rechtsgültig sein sollte. Mit Zustimmung des Gläubigers 

                                                
10 KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, a.a.O., § 6 Rz. 3; FLAVIO COMETTA/URS PETER MÖCKLI, a.a.O., N. 

11 und 13 f. zu Art. 17 SchKG; MARKUS DIETH/GEORG J. WOHL, a.a.O., N. 7 f. zu Art. 17 SchKG; 
Urteil des Bundesgerichts 7B.268/2003 vom 3. Februar 2004, E. 2.4.1; BGE 97 III 89 E. 5 lit. d. 

11  SVEN RÜETSCHI, a.a.O., N. 2 zu Art. 123 SchKG. 

 

Seite 9 

kann die Verwertung zwar ebenfalls aufgeschoben werden, ohne dass die 

Voraussetzungen von Art. 123 SchKG erfüllt sein müssen. Ein solcher Aufschub beruht 

dann aber nicht auf einer amtlichen Verfügung, sondern auf dem einstweiligen Verzicht 

des Gläubigers auf die Durchführung der Verwertung12. Eine solche Vereinbarung macht 

A___ ebenfalls nicht geltend; im Gegenteil geht aus seinen Ausführungen hervor, dass er 

sich mit der Steuerverwaltung über die Höhe der Abschlagszahlungen eben gerade nicht 

einigen konnte, weshalb Erstere die Restforderung offenbar in Betreibung gesetzt hat.  

 

 

2.6 Wenn der Beschwerdeführer der Auffassung ist, die Forderung sei getilgt, hätte er nach 

Art. 85 SchKG oder Art. 85a SchKG vorzugehen.  

 

 

 

3. Das Beschwerdeverfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde ist kostenfrei (Art. 20a 

Abs. 2 Ziff. 5 SchKG, Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG) und eine Parteientschädigung darf 

nicht zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG)13. 

                                                
12 KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, a.a.O., § 27 Rz. 14.  
13 KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, a.a.O., § 6 Rz. 62 und §13 Rz. 11 und 13; FLAVIO COMETTA/URS 

PETER MÖCKLI, a.a.O., N. 28 zu Art. 20a SchKG; LUZIUS EUGSTER, Kommentar GebV SchKG, 
Wädenswil 2008, N. 9 f. zu Art. 62 GebV SchKG. 

 

Seite 10 

Demnach erkennt die Aufsichtsbehörde für Schuldbetr eibung und Konkurs:  

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten werden kann. 
 
 
2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Entschädigungen zugesprochen. 
 
 
3. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid steht innert einer Frist von 10 Tagen  nach der Zustellung die 
Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht offen (Art. 72-77 BGG, 
SR 173.110). Die Beschwerde ist bei der Bundesgerichtskanzlei, Avenue du Tribunal-
Fédéral 29, Postfach, 1000 Lausanne 14, schriftlich einzureichen (Art. 42 BGG). Die 
Beschwerde hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 
4. Zustellung am 14. September 2016 an: 

- A___, eingeschrieben 
- Kantonale Steuerverwaltung, eingeschrieben 
- das beschwerdebeklagte Amt 

 
 
 
Der Präsident: 
 
 
lic. iur. Walter Kobler 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
lic. iur. Barbara Schittli