# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4cb5b55f-37f7-550d-ab08-c05100542d79
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-15
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2013 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2013
**Docket/Reference:** DB.2017.50
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2017_50_uc.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 DB.2017.50 
2 ST.2017.63 

Entscheid 

15. Mai 2017 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Christian Mäder und Gerichtsschreiber Hans Heinrich Knüsli 

1.  A ,    

Steuergemeinde C,   

2.  B ,    

Steuergemeinde C,   

Nr. 2 vertreten durch Nr. 1,  

In Sachen 

gegen 

Beschwerdeführer/ 
Rekurrenten,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Süd,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

Direkte Bundessteuer 2013 sowie Staats- und Gemeindesteuern 2013 

betreffend 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A und B (nachfolgend die Pflichtigen) sind Eigentümer der Einfamilienhaus-

Liegenschaft  …strasse …  in  D. In der  Steuererklärung 2013  deklarierten sie  effektive 

Unterhaltskosten für diese Liegenschaft von insgesamt Fr. 37'357.-; von diesen entfiel 

ein  Betrag  von  Fr.  23'084.-  auf  die  Position  "Rasen  neu  ansäen".  Mit  Auflage  vom 

30. Oktober  2015  verlangte  der  Steuerkommissär  weitere  Aufschlüsse  zu  dieser  und 

weiteren  –  hier  nicht  interessierenden  –  Positionen,  wozu  sich  die  Pflichtigen  am 

30. November 2015 äusserten. Der Steuerkommissär stellte sich in der Folge auf den 

Standpunkt, dass der neu angesäte Rasen nicht als Unterhalt, sondern als Neugestal-

tung  zu  würdigen  sei;  ferner  strich  er  einige  weitere,  als  Verbrauch  eingestufte  Auf-

wendungen  und  anerkannte  Unterhaltskosten  nur  im  Umfang  von  Fr.  13'547.-.  Dem-

entsprechend  setzte  er  das  steuerbare  Einkommen  mit  Veranlagungsverfügung  vom 

4. Januar  2016  auf  Fr.  232'000.-  (direkte  Bundessteuer)  und  mit  Einschätzungsent-

scheid vom gleichen Tag auf Fr. 232'200.- (satzbestimmend Fr. 240'400.-; Staats- und 

Gemeindesteuern) fest; das steuerbare Vermögen belief sich auf Fr. 1'165'000.- (satz-

bestimmend Fr. 1'485'000.-; nur Staats- und Gemeindesteuern). 

B.  Im  Einspracheverfahren,  das  u.a.  das  Ansäen  des  Rasens  betraf,  erliess 

der  Steuerkommissär  am  24.  Juni  2016  eine  weitere  Auflage.  Weil  er  die  von  den 

Pflichtigen  am  27.  Juli  2016  eingereichten  Unterlagen  für  ungenügend  erachtete, 

erging  am  15.  August  2016  eine  gleichlautende  Mahnung  der  Akteneinforderung.  Mit 

Eingabe  vom  29.  August  2016  anerkannten  die  Pflichtigen  einen  wertvermehrenden 

Anteil  der  Position  "Rasen  neu  ansäen"  von  (Rasenkantenplatten  Fr.  2'021.-  +  Anteil 

Arbeit Fr. 2'000.- + Automower Fr. 5'200.- =) Fr. 9'221.-. Am 27. Januar 2017 hiess das 

kantonale Steueramt  die  Einsprachen teilweise  gut,  indem  es für  den  Ersatz  des  vor-

handenen Handrasenmähers einen Anteil von Fr. 3'000.- gewährte. Somit ermässigte 

sich  das  steuerbare  Einkommen  auf  Fr.  229'000.-  (direkte  Bundessteuer)  bzw.  

Fr. 230'700.- (satzbestimmend Fr. 237'400.-; Staats- und Gemeindesteuern); das steu-

erbare Vermögen blieb unverändert. 

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C.  Mit  Beschwerde  und  Rekurs  vom  25./27.  Februar  2017  beantragten  die 

Pflichtigen dem Steuerrekursgericht, dass ihnen der verbleibende Anteil an Unterhalts-

kosten für den neuen Rasen von (Fr. 23'084.- ./. Fr. 9'221.- =) Fr. 13'863.- zum Abzug 

zuzulassen sei. 

Die  Beschwerde-/Rekursantwort 

des 

kantonalen  Steueramts 

vom 

15. März 2017 lautet auf Abweisung der Rechtsmittel. 

Auf die Erwägungen der Einspracheentscheide und die Parteivorbringen wird, 

soweit wesentlich, in den nachfolgenden Urteilsgründen zurückgekommen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1.  Gemäss  Art. 25  des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom 

14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 25 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) wer-

den zur  Ermittlung des Reineinkommens  die gesamten  steuerbaren  Einkünfte um  die 

zu  ihrer  Erzielung  notwendigen  Aufwendungen  und  die  allgemeinen  Abzüge  vermin-

dert. Dazu gehören nach Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG bzw. § 30 Abs. 2 Satz 1 StG bei 

Liegenschaften  im  Privatvermögen  die  Unterhaltskosten,  die  Versicherungsprämien 

und die Kosten der Verwaltung durch Dritte. 

2.  a)  Nach  Lehre  und  Rechtsprechung  sind  unter  Unterhaltskosten  Aufwen-

dungen zu verstehen, deren Ziel nicht die Schaffung neuer, sondern die Erhaltung bis-

heriger Werte ist und die in längeren oder kürzeren Zeitabständen wiederkehren (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. A., 2016, Art. 32 N 37 DBG, 

und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 30 N 36 ff. StG). Dazu gehö-

ren einerseits die Aufwendungen für den laufenden Unterhalt – wie Kosten für Ausbes-

serungsarbeiten  aller  Art  und  Ersatzanschaffungen –  sowie  die  mit  dem  Grundstück 

verbundenen  jährlich  wiederkehrenden  Abgaben.  Abzugsfähig  sind  sodann  auch  Auf-

wendungen  für  periodische  Renovationen  grösseren  Ausmasses  (Fassaden,  Dach-

renovation,  zeitbedingte  Änderung  der  Zentralheizung,  Anpassung  der  elektrischen 

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Einrichtung an geänderte Vorschriften u. dgl.). Mit anderen Worten gelten als Unterhalt 

im  Sinn  von  Art. 32  Abs. 2  DBG bzw.  § 30  Abs. 2  StG  Kosten,  die der  Instandhaltung 

des Grundstücks oder seiner Instandstellung dienen, d.h. der Nachholung unterbliebe-

ner Instandhaltung (VGr, 22. April 1986 = StE 1987 B 44.13.1 Nr. 1; Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter,  Art. 32  N 39  ff.  DBG  und  § 30  N 40  ff.  StG),  so  dass  das  Grundstück 

weiterhin – allenfalls  "modernisiert" – seinen  bisherigen  Verwendungszweck  erfüllen 

kann. 

b)  Nicht  abzugsfähig sind  demgegenüber  Aufwendungen,  welche  zur Wertver-

mehrung  eines Grundstücks führen  (Art. 34  lit. d  DBG,  § 33  lit. d StG). Dazu gehören 

alle  Massnahmen,  welche  ein  Grundstück  in  einen  besseren  Zustand  versetzen,  d.h. 

ein Haus in den Rang eines besser ausgestatteten, wertvolleren Gebäudes aufrücken 

lassen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 32  N 48  DGB  bzw.  § 30  N 48b StG).  Fer-

ner sind all jene Aufwendungen nicht abzugsfähig, die sich als Lebenshaltungskosten 

erweisen (Art. 34 lit. a DBG, § 33 lit. a StG). Dies ist der Fall, wenn sie weder dem Un-

terhalt  noch  der  Schaffung  liegenschaftlicher  Werte,  sondern  einzig  der  Befriedigung 

persönlicher Bedürfnisse und Neigungen eines Steuerpflichtigen dienen und damit Ein-

kommensverwendung  darstellen  (Peter  Locher,  Kommentar  zum  DBG,  I.  Teil,  2001, 

Art. 34  N 4).  Als  Lebenshaltungskosten  gelten  bei  selbstbewohnten  Liegenschaften 

beispielsweise  die  Farbtonänderung  einer  neuwertigen  Bemalung,  luxuriöse  Anlagen, 

Ersatz  von  Installationen  kurz  nach  deren  Investition  usw.  (Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter,  Art.  32  N  78  DBG  bzw.  § 30  N 65  StG), aber  auch  die periodisch  wiederkeh-

renden  Verbrauchskosten  (inkl.  Grundgebühren)  für  Wasser,  Abwasser,  Entwässe-

rung,  Strom,  Erdgas,  Fernheizung,  Kehricht  und  Feuerschau  (BGr,  15. Juli  2005  = 

StE 2006 B 25.6 Nr. 53). 

c) Die Abgrenzung zwischen Werterhaltung und Wertvermehrung erfolgt in der 

Regel nach objektiv-technischen Kriterien (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 32 N 46 

DBG und § 30 N 48 StG). Ob das Objekt zufolge der Aufwendung wirtschaftlich für den 

Berechtigten  einen  höheren Wert  aufweist  oder  nicht,  ist  somit  unerheblich  (RB  1997 

Nr. 47). Im Übrigen lassen sich bei Umbauten bestehender Gebäude wertvermehrende 

und  werterhaltende  Aufwendungen  naturgemäss  nicht  immer  scharf  auseinanderhal-

ten; sie lassen sich aus diesem  Grund nur  schätzen.  Dabei  ist  es Sache  des  Steuer-

pflichtigen,  die  notwendigen  Schätzungsgrundlagen  zu  beschaffen.  Hierzu  bedarf  es 

insbesondere  genauer  Angaben  über  die  ausgeführten  Arbeiten  sowie  den  Zustand 

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und  die  Ausrüstung  des  Objekts  vor  und  nach  dem  Umbau  (RB 1997  Nr. 51;  VGr, 

22. April 1986 = StE 1987 B 44.13.1 Nr. 1). Andernfalls ist die steuerrechtliche Beurtei-

lung  der  Abzugsfähigkeit  nicht  möglich.  Folge  davon  ist,  dass  die  betreffenden  Auf-

wendungen  entweder  gänzlich  unberücksichtigt  bleiben  müssen  oder  diese  nach 

pflichtgemässem  Ermessen  im  Sinn  von  Art.  130 Abs.  2  DBG  bzw.  § 139  Abs. 2  StG 

zu schätzen sind. 

d)  Bei  Aufwendungen  für  die  Gartenpflege  ist  die  Abgrenzung  zwischen  Un-

terhaltskosten,  wertvermehrenden  Aufwendungen  und  Lebenshaltungskosten  beson-

ders  schwierig  und  zudem  gesamtschweizerisch  nicht  einheitlich,  weil  die  Kantone 

auch bei der Festsetzung des Eigenmietwerts über eine gewisse "Bewertungsfreiheit" 

verfügen. Entsprechend werden Aufwendungen für die Gartenarbeit bei selbst genutz-

ten  Liegenschaften  nicht  überall  gleich  gewürdigt  (BGr,  8.  November  2012, 

2C_393/2012  +  2C_394/2012,  E.  2.3,  7.  August  2012,  2C_390/2012  +  2C_391/2012, 

E. 2.2, je mit Hinweisen auf die Lehre). 

3.  a)  Das  kantonale  Steueramt  erwog  in  den  Einspracheentscheiden,  dass 

gemäss  Rz  27  des  Merkblatts  des  kantonalen  Steueramtes  über  die  steuerliche  Ab-

zugsfähigkeit  von  Kosten  für  den  Unterhalt  und  die  Verwaltung  von  Liegenschaften 

vom 13. November 2009 (ZStB 18/821; im Folgenden Merkblatt) gewöhnliche Garten-

unterhaltskosten  grundsätzlich  abzugsfähig  seien;  davon  ausgenommen  seien  die 

Neuanlage  eines  Gartens  sowie  Aufwendungen,  die  den  normalen  Gartenunterhalt 

überstiegen  (Liebhaberei).  Gemäss  den  detaillierten  Schlussrechnungen  der  E  AG 

Gartenbau  vom  9.  Dezember  2013  hätten  die  Hauptarbeiten  im  Entfernen  von  vier 

Obstbäumen  samt Wurzelstöcken,  im  Bearbeiten  der  gesamten  Fläche  von  1'000  m² 

mit der Umkehrfräse, im Planieren und in der Reinplanie sowie im Handaushub für die 

Rasenkantensteine bestanden. Aus den eingereichten Fotos sei nicht ersichtlich, dass 

die Rasenfläche aus natürlichen Gründen hätte ersetzt werden müssen. Nach den Ak-

ten  sei  vielmehr  anzunehmen,  dass  sich  der  Ersatz  aufgrund  der  Investition  in  einen 

Automower bzw. als Vorbereitung für einen solchen aufgedrängt habe. Sodann zeigten 

die  Schlussrechnung  sowie  die  eingereichten  Bilder,  dass  die  Pflichtigen  den  Garten 

neu gestaltet hätten und kein gleichwertiger Ersatz vorliege. Für die Auswechslung des 

bestehenden  Handrasenmähers  könne  zusätzlich  ein  werterhaltender  Anteil  von 

Fr. 3'000.- gewährt werden. 

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An diesem Standpunkt hält die Amtsstelle in der Beschwerde-/Rekursantwort 

fest. Aus der Arbeitsbeschreibung in der Rechnung des Gartenbauunternehmens und 

den übrigen Akten gehe keine "defekte" Rasenfläche hervor. Weil das Hausgrundstück 

…strasse  …  an  die  Landwirtschaftszone  grenze,  müsse  erfahrungsgemäss  mit  ver-

mehrter Unkrautbildung gerechnet werden. 

b)  Zur  Begründung  von  Beschwerde  und  Rekurs  bringen  die  Pflichtigen  vor, 

dass der zuständige Steuerkommissär in allen Auflagen und Akteneinforderungen stets 

dasselbe  eingefordert  habe.  Dabei  habe  er  an  die  Art  und  die Qualität  der  beizubrin-

genden  Unterlagen  unangemessen  hohe  Anforderungen  gestellt.  Für  das  Neuansäen 

eines Rasens seien weder Pläne noch eine Baubewilligung erforderlich. Sie vermöch-

ten  nur  Fotos  des  Zustands  vor  und  nach  der  Sanierung  sowie  die  entsprechenden 

Rechnungen einzureichen. Der Streit betreffe den Anteil der abzugsfähigen Unterhalts-

kosten,  die  in  der  Rechnung  der  E  AG  Gartenbau  vom  9.  Dezember 2013  ersichtlich 

seien.  Entgegen  der  Auffassung des  Steuerkommissärs  handle  es  sich nicht  um  eine 

andere Anlage.  Vielmehr  hätten  sie  einzig  den Rasen  mit  anderen  Samen  neu ange-

sät.  Es  habe  sich  nämlich  gezeigt,  dass  die  Vertilgung  des  Unkrauts  ebenso  wenig 

nütze  wie  ein  bloss  partieller  Ersatz  des  Rasens.  Anlässlich  der  umfassenden  Sanie-

rung  sei  weder  die  Gesamtfläche  noch  die  Geländeform  noch  der  Zweck  verändert 

worden. Bei den vier entfernten Bäumen handle es sich um 2 m grosse Spalierbäume, 

von  denen  zwei  schon  abgestorben  gewesen  seien.  Es  sei  ihnen  darum  gegangen, 

den ursprünglichen Zustand  des  Rasens  vor  acht  Jahren  wiederherzustellen.  Für  das 

künftige  Rasenmähen  habe  sich  der  Einsatz  eines  Automowers  angeboten.  Hierfür 

hätten  lediglich  stellenweise  Rasenkantensteine  verlegt  werden  müssen;  die  damit 

verbundenen Aufwendungen anerkannten sie als wertvermehrend. 

4.  a)  Laut  Art.  126  DBG  bzw.  § 135  StG muss der  Steuerpflichtige  alles tun, 

um  eine  vollständige  und  richtige  Veranlagung  zu  ermöglichen  (Abs.  1).  Er  muss  auf 

Verlangen  der  Veranlagungsbehörde  insbesondere  mündlich  oder  schriftlich  Auskunft 

erteilen, Geschäftsbücher, Belege und weitere Bescheinigungen sowie Urkunden über 

den  Geschäftsverkehr  vorlegen  (Abs.  2).  In  der  Regel  verlangt  die  Veranlagungsbe-

hörde schriftliche Auskünfte in der Form einer klar spezifizierten Auflage. Nach dem in 

Art.  5  Abs.  2  der  Bundesverfassung  vom  18.  April  1999  verankerten  Grundsatz  der 

Verhältnismässigkeit  muss  eine  Auflage  geeignet  sein,  den  rechtserheblichen  Sach-

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verhalt  zu  erhellen,  hierzu  auch  notwendig  und  schliesslich  der  steuerpflichtigen  Per-

son  zumutbar  sein  (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  126  N  33  DBG  bzw.  §  135 

N 34 StG). Nach dem vorne in E. 2d Gesagten ist die Abgrenzung zwischen abzugsfä-

higen und nicht abzugsfähigen Aufwendungen insbesondere im Bereich des Gartenun-

terhalts schwierig. Aus diesem Grund lässt es sich nicht beanstanden, dass der Steu-

erkommissär im Veranlagungs- wie im Einspracheverfahren eine Auflage zur näheren 

Klärung  des  Sachverhalts  erlassen  und  diese  –  aus  formellen  Gründen  (vgl.  Rich-

ner/Frwei/Kaufmann/Meuter, Art. 130 N 46 ff. DBG bzw.§ 139 N 66 ff. StG) – im Ein-

spracheverfahren auch gemahnt hat. 

b)  Wie  das  Bundesgericht  festgehalten  hat  (vorne  E.  2d),  lässt  das  Bundes-

recht  den  Kantonen  nicht  nur  bei  der  Festsetzung  des  Eigenmietwerts, sondern auch 

bei  der  Anrechnung  des  mit  diesem  zusammenhängenden  anrechenbaren  Liegen-

schaftenunterhalts  einen gewissen  Spielraum.  Unter  dem  Randtitel "Gartenunterhalts-

kosten" hält das Merkblatt in Rz 27 fest: 

"Gewöhnliche  Gartenunterhaltskosten  sind  grundsätzlich  abzugsfähig.  Davon  ausge-
nommen  sind  die  Neuanlage  eines  Gartens  sowie  Aufwendungen,  die  den  normalen 
Gartenunterhalt übersteigen (Liebhaberei)." 

Sodann erklärt der Abgrenzungskatalog in Rz 49 unter Ziffer 5.3 "Gartenunterhalt" als 

abzugsfähig:  

"B.  Kosten  für  ordentlichen  Gartenunterhalt.  Normale  Rasenpflege,  Reparatur  oder 
gleichwertiger  Ersatz  des  Rasenmähers,  Baumschnitt,  Schädlingsbekämpfung,  etc. 
(keine luxuriösen Aufwendungen) …" 

Beim  genannten  Merkblatt  handelt  es  sich  um  eine  Verwaltungsverordnung,  d.h.  um 

die Dienstanweisung einer Behörde, mit der eine einheitliche, gleichmässige und sach-

gerechte  Praxis  des  Gesetzesvollzugs  sichergestellt  werden  soll.  Als  blosse  Verwal-

tungsverordnungen statuieren Kreisschreiben keine Rechte und Pflichten der Privaten 

und sind sie keine Rechtsquellen des Verwaltungsrechts (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann, 

Allgemeines  Verwaltungsrecht,  7. A.,  2016,  Rz 81 ff.  mit  Hinweisen).  Das  Steuerre-

kursgericht ist als Gericht bei der Auslegung des Gesetzes an diese Dienstanweisun-

gen  nicht  gebunden,  sondern  prüft  allein,  ob  die  Veranlagung  mit  dem  Steuergesetz 

übereinstimmt.  Es  berücksichtigt  Verwaltungsverordnungen  bei  seiner  Entscheidung 

allerdings,  soweit  diese  eine  dem  Einzelfall  gerecht  werdende  Auslegung  der  mass-

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geblichen  Bestimmung  zulässt,  weil  es  nicht  ohne  Not  von  einer  einheitlichen  Praxis 

der  Verwaltungsbehörden  abweichen  will  (BGE 122 V 19,  mit  Hinweisen;  vgl.  auch 

BGE 132 V 200). 

c)  Die  Rechnung  der  E  AG  Gartenbau  vom  9.  Dezember  2013  betreffend 

"Gartenumänderung" enthält folgende Umschreibung der Gärtnerarbeiten: 

"Das nötige Material und die Maschinen auf die Baustelle transportieren. 
Roden:  Vier  Obstbäume  entfernen  inklusiv  Wurzelstöcke.  Grüngut  aufladen  und  ent-
sorgen. 
Rasenfläche:  Bestehende  Wiese  mit  Herbizid  behandeln.  Anschliessend  die  Wiese 
schneiden  und  das  abgestorbene  Grüngut  zusammennehmen  und  entsorgen.  Den 
Oberboden  auf  der  gesamten  Fläche  mit  der  Umkehrfräse  bearbeiten  und  anschlies-
send planieren. Zur Erhaltung einer besseren Bodenstruktur wird noch Agrosil eingear-
beitet  (Bodenverbesserungsgranulat).  Reinplanie  auf  dem  Oberboden  erstellen,  ma-
schinell  wird  das  Saatgut  ausgebracht.  Die  Fläche  wird  mit  einem  Herbstdünger 
ausreichend Nährstoffe erhalten, jedoch nur so stark, dass der Rasen mager durch den 
Winter kommt. (Rasenhalme sind weniger pilzanfällig, wenn sie mager über den Winter 
gehalten werden.) ca. 1'000 m² 
Rasenkantensteine: Handaushub für den Rasenkantenstein, dieser wird direkt auf den 
Oberboden verlegt. 
Das anfallende Material aufladen und entsorgen." 

d)  Auf  der  Grundlage  dieser  Arbeitsumschreibung,  auf  welche  die Pflichtigen 

im  Einspracheverfahren  wie  auch  vor  Steuerrekursgericht  verwiesen  haben,  und  der 

beigelegten Fotografien fällt eine schlüssige Beurteilung der streitbetroffenen Arbeiten 

schwer. Das Hausgrundstück Kat.-Nr. … liegt gemäss Zonenplan der Stadt C südöst-

lich von D in der Landwirtschaftszone. Wie die Pflichtigen in der Auflagenbeantwortung 

im  Veranlagungsverfahren  ausführten,  hatten  sie  anlässlich  des  2006  erstellten  Er-

satzbaus  als  Umschwung  einen  "Blumenrasen"  gewählt,  der  4-5mal  jährlich  gemäht 

worden  sei.  In  der  Einsprache  führten  sie  aus,  die  Veränderung  betreffe  einzig  das 

Saatgut, also die Zusammensetzung der Rasenmischung. Anstelle der früheren mage-

ren  Mischung mit  wenig Blumenanteil  hätten  sie nun einen fetteren  Samen  ohne  Blu-

men  angesät.  Der  Umstand,  dass  der  Rasen  nicht  mehr  vierzehntäglich  wie  früher, 

sondern nun mit einem Automower gemäht werde, bedeute keine Zweckänderung. Die 

Erfahrung  habe  gezeigt,  dass  ein  kurz  geschnittener  Rasen  vorzuziehen  sei. Weil  ihr 

Grundstück  an  Landwirtschaftsgebiet  grenze,  habe  sich  in  den  vergangenen  Jahren 

immer  mehr  Unkraut  gebildet.  In  der  Auflagebeantwortung  im  Einspracheverfahren 

wiesen  die  Pflichtigen  darauf  hin,  dass  die  Rasenfläche  rund  800  m²  ausmache  und 

sich  gegenüber  früher  nicht  verändert  habe.  In  der  Beschwerde-/Rekursschrift  wird 

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ergänzend  ausgeführt,  dass zwei  der  vier  Spalierbäume  schon  abgestorben gewesen 

seien. 

Die wenig aussagekräftige Fotografie des früheren Zustands erweckt den Ein-

druck  eines  eher  naturnah  gehaltenen,  offenbar  nicht  regelmässig  gemähten  Rasens 

mit  vielen  Wiesenblumen.  Angesichts  der  Lage  des  Grundstücks  Kat.-Nr.  …  in  der 

Landwirtschaftszone  neben  landwirtschaftlich  genutzten  Feldern  entspricht  es  der  all-

gemeinen  Erfahrung,  dass  in  einem  Rasen  über  kurz  oder  lang  auch  verschiedene 

Blumen  und  Unkräuter  spriessen.  Von  einem  Mangel,  der  einer  Instandstellung  oder 

Sanierung  bedürfte,  kann  deswegen  nicht  gesprochen  werden.  Vielmehr  ist  es  eine 

Frage  des  Geschmacks,  ob  der  Hausumschwung  eher  naturnah  oder  eher  künstlich 

ausgestaltet  wird.  So  gesehen  erscheint  die  Umwandlung  der  früheren,  eher  wiesen-

ähnlichen Fläche in einen pflegeleichten Rasen nicht als Unterhalt. Ob es sich bei einer 

solchen  Massnahme  um  Lebenshaltungskosten  oder  Wertvermehrung  –  für  letztere 

spricht  der  Umstand,  dass  der  Markt  einem  pflegeleichten  Rasen  den  Vorzug  geben 

dürfte  –  handelt,  kann  hier  offenbleiben.  Nach  Darstellung  der  Pflichtigen  sind  zwei 

noch lebende Spalierbäume gefällt worden; diese Massnahme stellt offensichtlich kei-

nen Unterhalt dar, sondern dürfte im Hinblick auf den vorgesehenen Einsatz eines Au-

tomowers erfolgt sein. Als Unterhalt ist höchstens die Beseitigung der beiden offenbar 

schon abgestorbenen Bäume zu würdigen, was allerdings kaum ins Gewicht fällt. 

Hinzu  kommt,  dass  das  Merkblatt  in  Rz.  27  nur  "gewöhnliche"  Gartenunter-

haltskosten  zum  Abzug  zulässt  und  Rz  5.3  des  Abgrenzungskatalogs  von  Kosten  für 

"ordentlichen" Gartenunterhalt sowie "normale" Rasenpflege spricht. Angesichts des in 

E. 2d erwähnten Spielraums, welcher das Bundesgericht den Kantonen bei der Festle-

gung  der  abzugsfähigen  Gartenpflege  einräumt,  besteht  für  das  Steuerrekursgericht 

kein Anlass, von der eher restriktiven Linie des Merkblatts abzuweichen (ebenso StRG, 

13. Januar 2017, 2 DB.2016.237 + 2 ST.2016.287, wo entsprechend dem Merkblatt für 

die Asphaltierung eines gekiesten Vorplatzes kein Unterhaltskostenanteil gewährt wur-

de). 

Nachdem das Bundesgericht im Entscheid 2C_390/2012 + 2C_391/2012 vom 

7. August 2012 – freilich mit Blick auf das fortgeschrittene Alter der Beschwerdeführe-

rin  –  den  Ersatz  eines  "gewöhnlichen"  Rasenmähers  durch einen  Automower  als  Un-

terhalt  anerkannt  hat,  ist  das  kantonale  Steueramt  im  Einspracheverfahren  zu  Recht 

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2 ST.2017.63 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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auch  so  verfahren.  In  Anbetracht  der  gängigen  Angebote  erscheint  der  hierfür  zuge-

standene Betrag von Fr. 3'000.- als angemessen. 

5. Diese Erwägungen führen zur Abweisung von Beschwerde und Rekurs. Bei 

diesem Prozessausgang sind die Gerichtskosten den Pflichtigen aufzuerlegen (Art. 144 

Abs. 1 DBG, § 151 Abs. 1 StG). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

[…] 

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2 ST.2017.63