# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0e23f489-fac8-5f75-bd13-b99716a0b54d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.09.2008 E-5623/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5623-2008_2008-09-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5623/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 0 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang; 
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______, Nigeria,
________,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. August 2008 / N________.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5623/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  12.  Juni 
2008 sein Heimatland auf dem Seeweg verliess und am 6. Juli 2008 in 
die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass  das  BFM  mit  -  am  gleichen  Tag  eröffneter  -  Verfügung  vom 
28. August 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylge-
setzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit  Rechtsmitteleingabe vom 4. Septem-
ber 2008 beim Bundesverwaltungsgericht beantragt, die Verfügung des 
BFM sei aufzuheben und sein Asylgesuch sei gutzuheissen, eventuali-
ter sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Auf-
nahme anzuordnen,

dass er ferner beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im 
Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu ge-
währen,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - mit Ausnahme 
des Antrags auf  Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen 
und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.)  -  einzutreten und diese in  Anwendung 
des  Asylgesetzes,  der  Asylverordnung 1  vom  11. August 1999  über 
Verfahrensfragen  (AsylV 1,  SR 142.311),  des  Verwaltungsverfahrens-
gesetzes, des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundes-
verwaltungsgericht  (VGG,  SR 173.32),  des Bundesgesetzes  vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110),  des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer (AuG, SR 142.20),  des Reglements vom 21. Februar 2008 
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt (VGKE, SR 173.320.2) zu beurteilen ist,

Seite 2

E-5623/2008

dass für  den zur  Begründung des Asylgesuches geltend gemachten 
Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung (...) vom 5. August 2008 
und der Anhörung zu den Asylgründen vom 22. August 2008 sowie auf 
die angefochtene Verfügung zu verweisen ist (vgl. Verfügung des BFM 
vom 28. August 2008, S. 2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt 
hat,  weshalb die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und wes-
halb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug anzuordnen ist, 

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung des Asylgesu-
ches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und angefügt wird, der 
Beschwerdeführer sei Flüchtling im Sinne von Art. 1 A Abs. 2 des Ab-
kommens  vom 28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge 
(FK, SR 0.142.30) und er befürchte, bei einer Rückkehr Behandlungen 
ausgesetzt zu werden, die gegen Art. 3 der Konvention zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  vom  4. November  1950 
(EMRK, SR 0.101) verstossen würden,

dass  die  Beschwerde  keine  weiteren  Ausführungen  enthält,  mithin 
nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM 
unzutreffend  sein  sollen,  und  auch  aus  den  Akten  nicht  ersichtlich 
wird,  inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletzen, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  fest-
stellen oder unangemessen sein könnte,

dass insbesondere auch die Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen 
sind, wonach seine Vorbringen offensichtlich jeglicher Grundlage ent-
behren würden, da er sich spätestens seit dem 14. Juli 2003 (Datum 
der Einreise in Österreich) nicht mehr in Nigeria aufgehalten habe,

dass es zudem schwer wiege, dass er in Österreich unter einer ande-
ren  Identität  erkennungsdienstlich  erfasst  worden  sei  als  in  der 
Schweiz und weder die Verwendung dieser anderen Personalien noch 
den Aufenthalt bzw. das Asylverfahren in Österreich nicht nur nicht er-
wähnt, sondern selbst auf Vorhalt hin bestritten habe,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  in  der  Rechtsmitteleingabe  daran 
festhält, nie in Österreich gewesen zu sein und angesichts der erken-
nungsdienstlichen Beweislage die Beschwerdeführung vorliegend ge-
radezu trölerisch anmutet,

Seite 3

E-5623/2008

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zu-
treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen 
ist, dass  das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 
die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summa-
rischer  Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit  Zustimmung 
eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab-
zuweisen ist  und  die  Kosten des  Verfahrens  von Fr. 600.-- dem Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 4

E-5623/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer durch Vermittlung (...) (Einschreiben; Beila-
gen: angefochtene Verfügung im Original, Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (vorab per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N 511 372, 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der Empfangsbestätigung an das Bundesverwal-
tungsgericht)

- Y._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

Seite 5