# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 373b7890-6ce5-51ca-9c56-912134d64b0b
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.07.2008 D-4768/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4768-2008_2008-07-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4768/2008
law/mah
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Lang, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller, 
Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

A._______, geboren (...),
Gambia,
(...)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 11. Juli 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4768/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  -  eigenen  Angaben  zufolge  ein  gambi-
scher Staatsangehöriger  der Ethnie Mandinko aus X._______ -  sein 
Heimatland  am 20.  oder  21. Januar  2008  verliess,  via  Senegal  und 
Frankreich  per  Flugzeug  und  Bus  am  20. Mai 2008  in  die  Schweiz 
einreiste, wo er tags darauf um Asyl nachsuchte,

dass das BFM am 4. Juni 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum 
(EVZ) Kreuzlingen die Personalien des Beschwerdeführers erhob und 
ihn summarisch zum Reiseweg und zu den Gründen für das Verlassen 
des Heimatlandes befragte,

dass am 9. Juni 2008 mit dem Beschwerdeführer eine landeskundlich-
kulturelle sowie linguistische Analyse seitens eines Experten durchge-
führt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer  am 8. Juli 2008 einlässlich zu 
den Asylgründen anhörte,

dass  das  BFM  mit  -  am  gleichen  Tag  eröffneter  -  Verfügung  vom 
11. Juli 2008 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eintrat,  die Wegweisung aus der Schweiz ver-
fügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 17. Juli 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
beantragte, die Verfügung des BFM vom 11. Juli 2008 sei vollumfäng-
lich aufzuheben und zur Prüfung des Asylgesuchs an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm die un-
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren und von der  Erhebung eines 
Kostenvorschusses abzusehen,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021]) des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass in der Beschwerde argumentiert wird, die Frist von fünf Arbeitsta-
gen zur Anfechtung der Nichteintretensverfügung sei extrem kurz be-
messen,  es sei  ihm zudem an der Empfangsstelle  keine genügende 
Infrastruktur zur Verfügung gestanden, weshalb er sich ausser Stande 
sehe, seine Fluchtgründe im Detail wiederzugeben,

dass ihm innert Beschwerdefrist kein Zugang zu freiberuflichen Anwäl-
ten möglich gewesen sei,  die er mangels Mittel  auch nicht hätte be-
zahlen können,

dass er  das Bundesverwaltungsgericht  bitte,  sich für  die Beurteilung 
seiner Beschwerde auf die Akten zu stützen, d.h. insbesondere auf die 
Protokolle der Befragungen,

dass er angesichts der rechtsstaatlich bedenklich kurzen Beschwerde-
frist und der geschilderten Lage an der Empfangsstelle das Bundes-
verwaltungsgericht  darum  bitte,  dem  Untersuchungsgrundsatz  mit 
grösstmöglichem  Wohlwollen  nachzukommen  und  sich  ein  von  der 
Wertung der Vorinstanz unabhängiges Bild seiner Akten zu machen,

dass  diesem  Anliegen  mit  der  Behandlung  der  vorliegenden  Be-
schwerde nachgekommen wird,

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dass gemäss der Verordnung des EJPD zum Betrieb von Unterkünften 
des Bundes im Asylbereich vom 24. November 2007 (SR 142.311.23) 
den  Asylsuchenden  Telefonautomaten  zur  Verfügung  stehen  (Art. 7 
Abs. 1)  und  ihnen  auch  die  Nutzung  von  Telefaxgeräten  ermöglicht 
wird, sofern dies für die Kontaktaufnahme mit einer Rechtsberatungs-
stelle  oder  Rechtsvertretung  erforderlich  ist  (Art. 7  Abs. 2),  ferner  in 
den Unterkünften des  Bundes Listen mit  Adressen von Rechtsbera-
tungsstellen  und  Rechtsvertretungen  frei  zugänglich  sind  (Art. 7 
Abs. 2)  und  der  persönliche  Kontakt  zwischen  der  Rechtsvertretung 
oder Rechtsberatung und ihrer Mandantin oder ihrem Mandanten wäh-
rend der Besuchszeiten ermöglicht wird (Art. 9 Abs. 2),

dass der Beschwerdeführer nicht darlegt, inwiefern diese Vorschriften 
im EVZ Kreuzlingen generell oder in Bezug auf seine Person nicht ein-
gehalten würden, 

dass  er  ebenso  wenig  ausführt,  aus  welchen  Gründen  er  trotz  der 
grundsätzlich bestehenden Möglichkeit, einen Rechtsvertreter zu kon-
sultieren, nicht in der Lage gewesen sein soll, dies zu tun,

dass es mithin nicht  ersichtlich ist,  inwiefern  dem Beschwerdeführer 
aufgrund  der  Beschwerdefrist  von  fünf  Arbeitstagen  (vgl.  Art. 108 
Abs. 2 AsylG) konkret ein Rechtsnachteil  erwachsen sein soll,  zumal 
er offensichtlich in der Lage war, innerhalb von fünf Arbeitstagen Be-
schwerde zu erheben (vgl. auch EMARK 2004 Nr. 25 E. 3c S. 165 ff.),

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), auf Grund der 
Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG)  oder  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass der Beschwerdeführer es unterliess, im Moment der Einreichung 
des Asylgesuches im EVZ Kreuzlingen bzw. in den 48 Stunden nach 

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der diesbezüglichen Aufklärung durch Vorhalt  eines Informationsblat-
tes ein Dokument zu seiner zweifelsfreien Identifizierung abzugeben,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere vorliegend er-
füllt ist,

dass der Beschwerdeführer als Ursache der Nichtabgabe seiner Iden-
titätspapiere erklärte, seine Identitätskarte und seinen Reisepass ver-
loren zu haben, 

dass  er  zwar  Angaben  zum Zeitpunkt  des  Verlustes  gemacht  habe, 
weil er sich bei den Befragungen in die Enge getrieben gefühlt habe, 
er aber schlicht nicht wisse, an welchem Datum er die Papiere verlo-
ren habe,

dass er eine äusserst beschwerliche Flucht aus seinem Heimatland in 
die Schweiz hinter sich habe, die naturgemäss nicht ohne Heimlichkeit 
und nur auf illegalem Wege möglich gewesen sei,

dass das BFM den Verlust der Papiere unter Bezeichnung der entspre-
chenden  Aussagen  des  Beschwerdeführers  in  den  Protokollen  als 
nicht glaubhaft erachtet, da sich dieser bezüglich dem Passverlust in 
Widersprüche verstrickt habe,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung vom 8. Juli 2008 
vorbrachte,  er  habe  sich  seinen  gambischen  Reisepass  im  Janu-
ar 2008 ausstellen lassen, verloren habe er ihn noch im gleichen Mo-
nat des Jahres (vgl. act. A14/8 S. 5),

dass er demgegenüber bei der Befragung zur Person vom 4. Juni 2008 
beim BFM zu Protokoll  gegeben habe, er habe seinen Reisepass im 
Januar 2007  bezogen  und  im  März 2007  habe  er  ihn  verloren  (vgl. 
act. A1/11 S. 4 f.),

dass er anlässlich der Befragung zur Person anführte, er habe bis jetzt 
noch keine Anstrengungen unternommen, um den Aufforderungen zur 
Papierbeschaffung nachzukommen (vgl. act. A1/11 S. 5 f.),

dass damit offensichtlich sei, dass der Beschwerdeführer nicht gewillt 
sei, seine Identität gegenüber dem BFM rechtsgenüglich zu belegen,

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dass diese Ansicht zudem mit seinen unglaubwürdigen Aussagen zur 
Asylbegründung verstärkt werde,

dass das  BFM damit -  nach Prüfung der  Akten auch aus Sicht  des 
Bundesverwaltungsgerichts - überzeugend dargelegt hat, weshalb für 
das Nichteinreichen von Reise- oder Identitätspapieren innerhalb der 
Frist  von  48 Stunden  nach  Einreichen  des  Asylgesuchs  keine  ent-
schuldbaren Gründe vorliegen, zumal in der Beschwerde nichts Stich-
haltiges  geltend gemacht  wird,  was diesbezüglich  allenfalls  zu  einer 
anderen Beurteilung führen könnte,

dass  für  den  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  geltend  gemachten 
Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung vom 4. Juni 2008 und der 
Anhörung vom 8. Juli 2008 sowie auf die Verfügung vom 11. Juli 2008 
zu verweisen ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf verschie-
dene Unglaubhaftigkeitsmerkmale in der Gesuchsbegründung des Be-
schwerdeführers hinweist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  seiner  mündlichen  Begrün-
dung beim BFM geltend machte, er habe sich für die gambische Oppo-
sitionspartei "United Democratic Party" (UDP) anlässlich der nationa-
len  Präsidentschaftswahlen  vom März 2006  in  Gambia  propagandis-
tisch engagiert,  was ihm die Verfolgung seitens der konkurrenzieren-
den Regierungspartei bzw. des Staatspräsidenten Yaya Jammeh bzw. 
der  gambischen  Sicherheitskräfte  eingebracht  habe  (vgl.  act. A1/11 
S. 6, A14/8 S. 3 f.),

dass das BFM zu Recht feststellte, die gambischen Präsidentschafts-
wahlen seien erst im September 2006 erfolgt und nicht im März jenes 
Jahres,  wie  vom  Beschwerdeführer  behauptet  worden  sei  (vgl. 
act. A1/11 S. 6),

dass der Beschwerdeführer zudem nicht  imstande gewesen sei,  kor-
rekte Angaben zur Regierungspartei zu machen, 

dass er nämlich angeführt habe, ihr Parteikürzel laute "APRS" und von 
ihm  auch  so  geschrieben  wurde,  korrekt  aber  "APRC"  wäre  (vgl. 
act. A14/8 S. 6),

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dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang einwendet, er 
könne kaum glauben, dass er  den Namen der Oppositionspartei  an-
geblich falsch geschrieben habe; dies sei auch nicht editiert,

dass zunächst klarzustellen ist,  dass der Beschwerdeführer nicht die 
Abkürzung  der  Oppositionspartei,  sondern  die  der  Regierungspartei 
falsch benannt hat,

dass ihm zudem mit der angefochtenen Verfügung die editionspflichti-
gen Akten gemäss Aktenverzeichnis ausgehändigt wurden, weshalb er 
seine  ihm  rückübersetzten  und  von  ihm  unterschriftlich  bestätigten 
diesbezüglichen Angaben überprüfen konnte,

dass dem Beschwerdeführer, sollte er in der Beschwerde nicht die Op-
positions-,  sondern  die  Regierungspartei  gemeint  haben,  entgegnen 
zu halten ist, dass das BFM bei der Anhörung betreffend die Buchsta-
bierung  der  Abkürzung  für  die  Regierungspartei  am  Ende  des  Ge-
sprächs vor der Rückübersetzung nochmals nachhakte und ihn fragte: 
"Sie  haben als  Abkürzung für  die  Regierungspartei  vier  Buchstaben 
angegeben. Was ist der letzte für ein Buchstabe?",

dass  der  Beschwerdeführer  antwortete:  "Das  ist  ein  'S'  "  (vgl. 
act. A14/8 S. 7),

dass  die  Aktenlage  mithin  diesbezüglich  keinen  Interpretationsspiel-
raum zulässt,

dass das BFM ferner zutreffend festhält,  der Beschwerdeführer habe 
die von ihm geltend gemachte Buchstabenfolge "APRS" nicht zu deu-
ten vermocht (vgl. act. A14/8 S. 6), und daraus zu Recht folgert, dies 
sei ein klarer Hinweis darauf, dass es sich bei ihm, entgegen seinen 
Angaben, nicht um einen "politischen Menschen" handle,

dass das BFM schliesslich feststellte, wenn der Beschwerdeführer sich 
hinsichtlich seiner behaupteten Parteimitgliedschaft und bezüglich sei-
nes politischen Engagements zugunsten der UDP auf  Tatsachen ab-
stütze, er in der Lage sein würde, dem BFM ein Bestätigungsschreiben 
der betreffenden Partei abzugeben (vgl. act. A14/8 S. 5 f.),

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, er habe für einen Mit-
gliederausweis bereits das zu leistende Schmiergeld bezahlt, den Aus-
weis aber vor der Ausreise aus Gambia noch nicht erhalten,

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dass  gemäss  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  seine  Mutter, 
eine Schwester und ein verheirateter Bruder in Gambia leben,

dass  es  ihm  unter  diesem  Umständen  möglich  hätte  gewesen  sein 
müssen,  sich den Mitgliederausweis oder, da er  angeblich seit  2005 
Mitglied der UDP und sogar einer von drei Sprechern hinsichtlich der 
Wahlen im Jahre 2006 gewesen sein soll, ein anderes die Parteizuge-
hörigkeit bestätigendes Dokument nachschicken zu lassen,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen auch etwa den Tag der Unab-
hängigkeit  Gambias  (18. Februar;  Independence  Day)  nicht  nennen 
konnte,  obwohl  dieser  einer  von  zwei  Nationalfeiertagen  ist  (vgl. 
act. A1/11 S. 2),

dass der Beschwerdeführer zudem keine weiteren Informationen über 
das Schicksal des im Oktober 2007 angeblich festgenommenen ande-
ren Parteisprechers erhalten habe, was erstaunt, zumal es sich um ei-
nen Kollegen gehandelt haben soll,

dass sein Verhalten nach dessen Festnahme - er hielt sich für einen 
Tag in einem anderen Dorf auf und kehrte am selben Abend bereits 
wieder heim - weitere Zweifel an der angeblichen Verfolgung erweckt, 
zumal der Beschwerdeführer die Rückkehr nicht als gefährlich einstuf-
te, obwohl ihn angeblich die Sicherheitskräfte zuhause mehrmals ge-
sucht haben sollen (vgl. act. A14/8 S. 4),

dass es sich beim Beschwerdeführer aufgrund seiner mangelnden po-
litischen  Kenntnisse  und  aufgrund  seines  Verhaltens  offensichtlich 
nicht um einen politisch tätigen oder zumindest an Politik interessier-
ten Menschen handeln kann,

dass es sich unter diesen Umständen erübrigt, auf die weiteren Aus-
führungen in der Beschwerde einzugehen, da sie an der vorstehenden 
Einschätzung nichts zu ändern vermögen,

dass  aus  diesen  Gründen  das  Bestehen  der  Flüchtlingseigenschaft 
des Beschwerdeführers ohne weiteres ausgeschlossen werden kann 
und auch zusätzliche Abklärungen im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. c 
AsylG offensichtlich nicht notwendig sind,

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2  AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom  16. Dezember 2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli 1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Gambia noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,

dass der Beschwerdeführer in Gambia vielmehr über ein familiäres Be-
ziehungsnetz (vgl. act. A1/11 S. 4) und über eine immerhin 8-jährige 
Schulbildung  (vgl.  act. A1/11  S. 3)  verfügt,  weshalb  es  ihm  möglich 
sein sollte,  sich im Falle der Rückkehr eine wirtschaftliche Existenz-
grundlage aufzubauen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer nach wie vor 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  somit  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen  und  der  vom 
BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass der Antrag, es sei auf die Bezahlung eines Kostenvorschusses zu 
verzichten, aufgrund des direkten Entscheides in der Hauptsache ge-
genstandslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ge-
mäss Art. 65 Abs. 1 VwVG zufolge Aussichtslosigkeit abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.-- 
(Art. 1-3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrum Kreuzlingen (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungs-
schein)

- das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Tele-
fax zu  den Akten Ref.-Nr. N (...),  mit  der  Bitte  um Eröffnung des 
Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der beiliegen-
den Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Walter Lang Sarah Mathys

Versand: 

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