# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8e6943cb-7636-5b95-b09e-b0c3863fed1e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.08.2023 200 2023 345
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-345_2023-08-20.pdf

## Full Text

200 23 345 IV
ACT/SVE/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. August 2023

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 30. März 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1968 geborene, zuletzt als … in einer … tätig gewesene A.________ 
(Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) meldete sich im Mai 2021 bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) unter Hinweis auf seit Jahren 
zunehmende Schmerzen an der linken Körperhälfte ausstrahlend in Wir-
belsäule, Arm und Bein, vor allem seit Februar 2020, zum Leistungsbezug 
an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbei-
lage [AB] 1). Die IVB tätigte in der Folge medizinische und erwerbliche Ab-
klärungen und gewährte Integrationsmassnahmen in Form eines Aufbau-
trainings bei der Abklärungsstelle C.________ vom 17. Januar bis zum 
17. April 2022 (AB 31). Nach vorzeitigem Abbruch dieser Massnahme per 
4. März 2022 (vgl. AB 47) verfügte die IVB den Abschluss beruflicher 
Massnahmen (AB 59) und veranlasste eine polydisziplinäre Abklärung 
durch das D.________ (MEDAS-Gutachten vom 19. Dezember 2022 
[AB 99.1]). Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2023 (AB 101) stellte sie der 
Versicherten in Aussicht, bei einem Invaliditätsgrad von 32 % einen Ren-
tenanspruch zu verneinen. Nach dagegen erhobenem Einwand (AB 106) 
verfügte die IVB am 30. März 2023 (AB 112) dem Vorbescheid entspre-
chend.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, mit Eingabe vom 5. Mai 2023 Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 30. März 2023 sei aufzuheben und der Versicherten seien die 
gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere eine Rente.

2. Eventualiter sei die Verfügung vom 30. März aufzuheben und das Verfahren an 
die IV-Stelle zurückzuweisen zu weiteren Abklärungen (Gutachten).

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 7. Juni 2023 
auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist – soweit den 
Rentenanspruch betreffend – auf die Beschwerde einzutreten (vgl. E. 1.2 
hiernach). 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 30. März 2023 
(AB 112). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch.

Soweit andere Leistungsansprüche geltend gemacht werden (Beschwerde 
S. 2 Ziff. I Rechtsbegehren Ziff. 1), ist darauf nicht einzutreten, da in der 
angefochtenen Verfügung einzig über den Rentenanspruch verfügt wurde 
(BGE 125 V 413 E. 1a S. 414).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 4

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 sind die Änderungen vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV) und weiterer Erlasse (insbesondere des ATSG) 
in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher Hinsicht sind – vorbehältlich 
besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden 
oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 148 V 
162 E. 3.2.1 S. 166, 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213).

Die angefochtene Verfügung datiert vom 30. März 2023 (AB 112), womit 
sie nach dem Inkrafttreten der IVG-Änderung vom 19. Juni 2020 erging. 
Der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen Entstehung des Rentenan-
spruchs läge indes unter Berücksichtigung der Anmeldung vom Mai 2021 
(AB 1), des Wartejahrs (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; 100%ige Arbeitsunfähig-
keit in der angestammten Tätigkeit seit spätestens September 2020 
[AB 99.1 S. 11 Ziff. 4.6.4]) und der sechsmonatigen Karenzfrist (Art. 29 
Abs. 1 IVG) im November 2021. Allerdings nahm die Beschwerdeführerin 
vom 17. Januar bis zum 4. März 2022 an beruflichen Eingliederungsmass-
nahmen teil (vgl. AB 31, 47). Ob mithin entsprechend der in der Beschwer-
de vertretenen Ansicht (vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 4) die Bestim-
mungen des IVG und diejenigen der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in der bis 31. Dezember 2021 
gültigen Fassung massgebend sind (aArt.; vgl. Rz. 9101 des Kreisschrei-
bens des Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 
S. 228) oder mit Blick auf Art. 28 Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nicht 
zugesprochen wird, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung i.S.v. 
Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht ausgeschöpft sind, übereinstimmend mit 
der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 112 S. 3) das neue, ab 1. Januar 2022 
geltende Recht anwendbar ist, kann offen bleiben, resultiert doch so oder 
anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (vgl. E. 4.3.4 hiernach).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 5

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.3

2.3.1 Gemäss der bis 31. Dezember 2021 gültigen Rechtslage haben 
nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie 
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres oh-
ne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsun-
fähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 
mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsren-
te. 

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf 
von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 
Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung 
des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Der Rentenanspruch entsteht nicht, so-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 6

lange die versicherte Person ein Taggeld nach aArt. 22 IVG beanspruchen 
kann (Abs. 2).

2.3.2 Gemäss der ab 1. Januar 2022 geltenden Rechtslage haben nach 
Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte Anspruch auf eine Rente, wenn sie ihre Er-
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 
nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er-
halten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesent-
lichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 
ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 
40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht 
zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von 
Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind (Art. 28 Abs. 1bis IVG).

Gemäss Art. 28b Abs. 1 IVG wird die Höhe des Rentenanspruchs in 
prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente festgelegt. Bei einem 
Invaliditätsgrad von 50 bis 69 % entspricht der prozentuale Anteil dem 
Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG), bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad zwischen 40 und 49 % gelten die prozentualen Anteile nach 
Massgabe von Art. 28b Abs. 4 IVG. 

2.4 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 
Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Der 
Rentenanspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld 
nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG). 

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 7

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten – soweit entscheid-
wesentlich – das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Austrittsbericht über die stationäre Abklärung und Behandlung 
vom 29. Juli bis 19. August 2022 im Spital E.________ (AB 99.7 S. 3), dia-
gnostizierten die Ärzte eine chronische Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (linksseitiges Schmerzsyndrom seit Arbeitsunfall 
2008 mit Ziehen des linken Armes in eine Walze; aggraviert seit Sturz auf 
die linke Körperhälfte im Februar 2020; thorakolumbale Rückenschmerzen; 
Kopfschmerzen; fluktuierende autonome und trophische Störungen des 
linken Armes: modifizierte Budapestkriterien für ein Complex Regional Pain 
Syndrome [CRPS] erfüllt [4/4]; MRI LWS Mai 2006: Diskusprotrusion L5 
ohne Nervenwurzelkompression; Hinweise auf zentrale Hypersensibilisie-
rung: Hyperalgesie, Rückzugstendenz, Ein- und Durchschlafstörung; Hin-
weise auf vegetative Dysregulation: Lufthunger, Gl-Beschwerden; Risiko-
faktoren für Schmerzchronifizierung: Pain proneness, Action proneness).

3.1.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der angefochtenen 
Verfügung auf das MEDAS-Gutachten vom 19. Dezember 2022 (AB 99.1). 
In der Konsensbeurteilung (AB 99.1 S. 7 ff. Ziff. 4) stellten die Dres. med. 
F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, G.________, Fach-
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, H.________, Facharzt für Neuro-
logie, sowie I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 8

Rheumatologie, folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 
(S. 9 f. Ziff. 4.3 lit. b):

1. Chronisches zervikospondylogenes bis zervikobrachiales Schmerzsyndrom (ICD-
10 M53.0/53.1);

- radiomorphologisch multietagere Chondrosen, Osteochondrosen, Unkoverte-
bralarthorsen, Spondylarthrosen zwischen HWK2-BWK1 gemäss MRT HWS 
vom 24. September 2020 mit zusätzlichen Diskopathien der Segmente HWK 
3/4, 5/6 und 6/7 ohne klinische Hinweise für eine zervikoradikuläre Ausfalls-
ymptomatik;

2. Chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-10 M54.5);

- radiomorphologisch im MRT LWS vom 28. Mai 2020 Chondrose und Diskus-
bulging LWK 3/4, Riss des Anulus fibrosus dorsomedial mit Diskusbulging im 
Segment LWK 4/5 mit bilateraler Facettengelenksarthrose, Riss des Anulus 
fibrosus und kleine rezessale Diskusprotrusion links mit knapper Touchierung 
der S1-Wurzel im Segment L5/S1 insgesamt keine Nervenwurzelkompressi-
on;

- Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen.

3. Funktionelles Schulter-Armsyndrom links (ICD-10 M89.0)

- Status nach Sturz auf die linke Körperseite am 20. Februar 2020;

- aktuell klinisch keine Hinweise für das Vorliegen eines CRPS;

- klinisch Hinweise für eine zentrale Hypersensibilisierung mit einer massiven 
Hyperalgesie und einem ausgeprägten Schmerzvermeidungsverhalten.

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stellten sie die folgenden Diagnosen 
(S. 10 Ziff. 4.3 lit. c):

1. Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 
F45.41);

- chronisches Schmerzsyndrom, multilokulär (ICD-10 R52);

2. Arterielle Hypertonie (ICD-10 I10);

3. Adipositas WHO Grad I (ICD-10 E66.9);

- BMI 32 kg/m2 (Gewicht 82 kg, Grösse 160.6 cm);

4. Gemischte Hyperlipidämie (ICD-10 E78.2);

5. Symptomatisches, rezidivierendes Hämorrhoidalleiden mit symptomatischem 
Prolaps (ICD-10 K64.2);

- DD Analprolaps/Rektumprolaps;

- ca. 1998 Hämorrhoidaloperation;

- 26. April 2021 rektoskopische Beurteilung: Hämorrhoidalleiden Grad 2 bis 3, 
Rektozele Grad 1, verstärkte Laxität des distalen Rektums, leichtgradige 
Sphinkerhypertonie;

6. Allergie auf Novalgin (Pancytopenie; ICD-10 T78.8);

7. Vitamin B12-Mangel (ICD-10 E53.8).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 9

Interdisziplinär wurde eine Gesamtarbeitsfähigkeit von 70 % attestiert 
(S. 11 Ziff. 4.5).

Im allgemein-internistischen Teilgutachten (AB 99.3) wurde keine Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (S. 9 Ziff. 6.3 lit. b) und 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit attestiert (S. 10 f. Ziff. 8.1 f.).

In psychiatrischer Hinsicht wurde keine Diagnose mit Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt (AB 99.4 S. 6 Ziff. 6.3 lit. b) und eine vollständige 
Arbeitsfähigkeit als gegeben erachtet (S. 6 f. Ziff. 8.1 f.).

Im rheumatologischen Teilgutachten (AB 99.5) wurde ausgeführt, dass in 
Bezug auf den Bewegungsapparat objektivierbare pathoanatomische, 
mechanisch-degenerative Veränderungen im Bereich der HWS klar 
festgestellt werden könnten. Zusätzlich bestünden gewisse diskopathische 
sowie geringfügige Facettengelenksarthrosen lumbal, so dass ein 
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom postuliert werden könne. Das 
gesamte Ausmass der seit Februar 2020 geklagten Schmerzsymptomatik 
im gesamten Nacken-Schulter-Armbereich links sowie auch im 
Beckengürtelbereich und am linken Bein könne jedoch abschliessend nicht 
adäquat erklärt werden. Es bestehe eine ganz erhebliche subjektive 
Krankheits- und Behinderungsüberzeugung mit erheblicher 
Selbstlimitierung und einem offensichtlich sekundären Krankheitsgewinn. 
Klinische Hinweise für ein eindeutiges CRPS lägen nicht vor (S. 17 
Ziff. 7.2). Unter Berücksichtigung der objektivierbaren Befunde am 
Achsenskelett sei die letzte berufliche Tätigkeit nicht mehr umsetzbar bzw. 
bestehe spätestens ab September 2020 eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (S. 17 f. Ziff. 8.1). 
Grundsätzlich könne die Beschwerdeführerin keine körperlich regelmässig 
mittel- oder gar körperlich schwerbelastenden beruflichen Tätigkeiten 
durchführen. Rheumatologisch-theoretisch bestehe jedoch eine in der 
freien Wirtschaft umsetzbare Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis 
nur sehr selten wechselbelastende berufliche Tätigkeit unter folgenden 
Arbeitsplatzbedingungen: Der rechte dominante Arm könne ohne jegliche 
Einschränkung vollumfänglich eingesetzt werden, der linke Arm könne 
unter Berücksichtigung der Anamnese im Wesentlichen als Zudienarm 
eingesetzt werden, jedoch nicht für komplexe bimanuelle Tätigkeiten. Die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 10

Beschwerdeführerin sollte ihre Arbeitsposition regelmässig selbständig 
wechseln können, insbesondere seien das längere fixierte Sitzen und 
Stehen an Ort sowie die Durchführung von stereotypischen 
Rotationsbewegungen des Achsenskeletts oder Arbeiten in anhaltender 
Oberkörpervorneige- oder 
-rückhalteposition zu vermeiden. In einer angepassten Tätigkeit bestehe 
eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (S. 18 Ziff. 8.2).

Aus neurologischer Sicht wurden keine Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit gestellt (AB 99.6 S. 6 Ziff. 6.3 lit. b) und eine 100%ige 
Arbeitsfähigkeit attestiert (S. 7 Ziff. 8). 

3.1.3 Der Hausarzt Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, führte im Bericht vom 19. Januar 2023 (AB 108 S. 2) aus, das 
Gutachten sei formal korrekt. Ein wenig unverständlich sei, dass das 
Schmerzsyndrom mit seinen Folgen wie verlangsamter Bewegung, 
langsamere Reaktion, Vermeidungsverhalten und Rückzug zwar 
beschrieben sei, die Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aber nicht 
gewürdigt werde. Zudem falle auch auf, dass im Gegensatz zum August im 
Spital E.________ die klinisch fassbaren Zeichen eines CRPS nun 
erfreulicherweise verschwunden seien, die Schmerzen aber im Verlauf 
stärker seien, was eindeutig Zeichen der Schmerzchronifizierung und des 
Schmerzgedächtnisses seien. Somit sei die attestierte Arbeitsfähigkeit von 
70 % nicht realistisch. Aus seiner Sicht sei wegen der Schmerzen 
höchstens eine Arbeitsfähigkeit von 50 % Anwesenheit mit einer Leistung 
von 70 % im besten Fall bei den beschriebenen – eigentlich einem 
geschützten Arbeitsplatz entsprechenden – Voraussetzungen überhaupt 
möglich.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 11

anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische 
These abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon-
krete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 
V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; 
SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2). Die unterschiedliche Natur von Behand-
lungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begut-
achtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander-
seits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 
Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht 
rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benen-
nen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblie-
ben sind (SVR 2021 IV Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

3.3 Das MEDAS-Gutachten vom 19. Dezember 2022 (AB 99.1) erfüllt 
die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2 hier-
vor). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärun-
gen, sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 12

schwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der me-
dizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar, 
umfassend und einlässlich begründet. Dem Gutachten kommt damit voller 
Beweiswert zu, so dass darauf abzustellen ist. 

Psychiatrischerseits ist gestützt auf das Gutachten erstellt, dass keine Dia-
gnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit besteht (AB 99.1 S. 10 
Ziff. 4.3 lit. c, 99.4 S. 6 Ziff. 6.3 lit. c), was zwischen den Parteien denn 
auch unbestritten ist. 

In somatischer Hinsicht sind mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ge-
stützt auf das (rheumatologische) Gutachten ein chronisches zervikospon-
dylogenes bis zervikobrachiales Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.0/53.1), ein 
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-10 
M54.5) sowie ein funktionelles Schulter-Armsyndrom links (ICD-10 M89.0) 
ausgewiesen (AB 99.1 S. 9 f. Ziff. 4.3 lit. b, 99.5 S. 16 Ziff. 6.3 lit. b). Soweit 
die Beschwerdeführerin vorbringt, das Gutachten sei unvollständig, weil die 
Diagnose eines CRPS nicht abschliessend beurteilt worden sei (Beschwer-
de S. 4 Ziff. III Ziff. 3), trifft dies nicht zu. Denn die Gutachter – wie auch der 
behandelnde Arzt Dr. med. K.________, Facharzt für Anästhesiologie 
(AB 60), – haben ein CRPS klar verneint (AB 99.1 S. 10 Ziff. 4.3 lit. b). Ins-
besondere legte der rheumatologische Gutachter einleuchtend dar, dass 
einzig eine diskrete Differenz der Umfangmessung am distalen Unterarm 
links (+ 1cm) gegenüber der rechten Seite vorlag, eine eindeutige Weich-
teilschwellung nicht nachvollzogen werden konnte sowie keinerlei trophi-
sche Veränderungen der Haut am linken Arm und kein Unterschied in Be-
zug auf das Schwitzen bestanden und die periphere Durchblutung klinisch 
normal war, weshalb er die im Austrittsbericht des Spitals E.________ vom 
31. August 2022 postulierten trophischen Veränderungen an der linken 
oberen Extremität klinisch nicht bestätigen konnte (AB 99.5 S. 13 Ziff. 6.1). 
Auch der neurologische Gutachter setzte sich mit der Diagnose eines 
CRPS auseinander und legte dar, dass die Kriterien sicher nicht erfüllt sind 
(AB 99.6 S. 6 Ziff. 6.1 und 6.2.3). Soweit im Bericht des Spitals E.________ 
die modifizierten Budapestkriterien für ein CRPS bejaht wurden (AB 99.7 
S. 3), wurde darauf jedoch weder weiter eingegangen noch die Bejahung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 13

dieser Kriterien begründet. Dem Bericht lässt sich im Übrigen auch nicht 
entnehmen, dass das CRPS Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen 
würde. Insgesamt steht vielmehr die Schmerzstörung mit somatischen und 
psychischen Anteilen im Vordergrund (vgl. S. 4). Auch der Bericht des 
Hausarztes Dr. med. J.________ vom 23. Januar 2023 (AB 108 S. 2) 
enthält keine Aspekte, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder 
ungewürdigt geblieben sind (vgl. E. 3.2 hiervor) und spricht folglich nicht 
gegen die Zuverlässigkeit der Annahmen der Gutachter. Vielmehr hielt 
Dr. med. J.________ sogar fest, dass die klinisch fassbaren Zeichen eines 
CRPS nun „verschwunden“ seien. 

Der medizinische Sachverhalt ist mithin rechtsgenüglich erstellt; weiterer 
Abklärungen bedarf es nicht (Beschwerde S. 2 Ziff. I Rechtsbegehren 
Ziff. 2; vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGE 144 V 361 E. 6.5 
S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 
S. 163 E. 4).

Gestützt auf das beweiskräftige MEDAS-Gutachten vom 19. Dezember 
2022 (AB 99.1) besteht in einer angepassten Tätigkeit eine 70%ige Arbeits-
fähigkeit (vgl. AB 99.1 S. 11 Ziff. 4.5, 99.5 S. 18 Ziff. 8.2). Dem somati-
schen Zumutbarkeitsprofil entsprechend ist nachfolgend die Invaliditätsbe-
messung vorzunehmen.

4.

4.1 Gemäss der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage 
bestimmen sich Validen- und Invalideneinkommen wie folgt:

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat 
so konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 
322 E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2). Lässt sich aufgrund 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 14

der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung 
realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statisti-
sche Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen 
der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöh-
nung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen 
Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2022 IV Nr. 
22 S. 71 E. 4.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden. Da-
bei wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim 
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der 
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei übli-
cherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt 
wird. Bei der Verwendung der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss 
Rechtsprechung jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszuge-
hen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit 
unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand 
ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 
322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in 
welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von 
sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten 
Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 
Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss 
sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 15

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf 
insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 
148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der 
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben 
Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 146 V 16 E. 
4.1 S. 20).

4.1.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222).

4.2 Gemäss der ab 1. Januar 2022 geltenden Rechtslage bestimmen 
sich Validen- und Invalideneinkommen wie folgt:

4.2.1 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens. Unterlag das in den letzten Jahren vor Eintritt der Invalidität er-
zielte Erwerbseinkommen starken Schwankungen, so wird auf ein ange-
messenes Durchschnittseinkommen abgestellt (Art. 26 Abs. 1 IVV). Kann 
das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen nicht oder nicht hinreichend 
genau bestimmt werden, so wird das Einkommen ohne Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV für eine Person bei gleicher 
Ausbildung und entsprechenden beruflichen Verhältnissen festgelegt 
(Art. 26 Abs. 4 IVV).

4.2.2 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 16

ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt. Bei versicherten Personen nach 
Art. 26 Abs. 6 IVV sind in Abweichung von Art. 25 Abs. 3 IVV geschlechts-
unabhängige Werte zu verwenden (Art. 26bis Abs. 2 IVV). Kann die versi-
cherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen 
Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig 
sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit 
abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV).

4.2.3 Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen 
statistische Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der LSE 
des BFS massgebend. Andere statistische Werte können beigezogen wer-
den, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es 
sind altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden 
(Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nomi-
nallohnentwicklung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

4.2.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222; vgl. auch Art. 25 Abs. 2 IVV).

4.3

4.3.1 Unter Berücksichtigung der Anmeldung vom Mai 2021 (AB 1 S. 10), 
der sechsmonatigen Karenzfrist (Art. 29 Abs. 1 IVG) und des Wartejahrs 
(Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG; 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit seit spätestens September 2020 [AB 99.1 S. 11 Ziff. 4.6.4]) fiele 
der frühestmögliche Rentenbeginn auf November 2021 und die Invaliditäts-
bemessung wäre daher nach dem bis 31. Dezember 2021 geltenden Recht 
vorzunehmen (vgl. E. 4.1 hiervor). Die Beschwerdeführerin nahm allerdings 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 17

vom 7. Januar bis zum 4. März 2022 an einer taggeldberechtigten Integra-
tionsmassnahme teil (vgl. AB 31, 47). Ob daher mit Blick auf Art. 28 
Abs. 1bis IVG, wonach eine Rente nicht zugesprochen wird, solange die 
Möglichkeiten zur Eingliederung i.S.v. Art. 8 Abs. 1bis und 1ter IVG nicht 
ausgeschöpft sind, der Rentenanspruch frühestens per März 2022 entste-
hen konnte und folglich zur Bestimmung des Invaliditätsgrades das neue 
ab 1. Januar 2022 geltende Recht anwendbar ist (vgl. E. 4.2 hiervor), kann 
(wie bereits unter E. 2.1 hiervor dargelegt) offen bleiben, da – wie nachfol-
gend aufzuzeigen sein wird – in beiden Zeitpunkten ein rentenausschlies-
sender Invaliditätsgrad resultiert (vgl. E. 4.3.4 hiernach).

4.3.2 Das Arbeitsverhältnis in der angestammten Tätigkeit als … in einer 
… wurde seitens der Arbeitgeberin aus wirtschaftlichen und damit invali-
ditätsfremden Gründen gekündigt (AB 15 S. 2 Ziff. 2.1), so dass die Be-
schwerdeführerin auch im Gesundheitsfall nicht mehr dort arbeiten würde. 
Mithin stellte die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Validenein-
kommens zu Recht auf die LSE, TA1_tirage_skill_level, Ziff. 05-43 Sektor 2 
Produktion, Frauen, Kompetenzniveau 1 (Fr. 4'500.--), ab (vgl. AB 112 
S. 2). Angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit (BFS, Betriebs-
übliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, lit. B-F Ziff. 05-43 
[Produktion], 2021: 41.3, 2022: 41.3) und indexiert pro 2021 bzw. 2022 
(gemäss Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2022, lit. B-F 
Ziff. 05-43 Sektor 2 Produktion, 2020: 103.2, 2021: 103.1, 2022:104.3) re-
sultiert für das Jahr 2021 ein Valideneinkommen von Fr. 55'700.95 
(Fr. 4'500.-- x 12 Monate / 40 x 41.3 / 103.2 x 103.1) und für das Jahr 2022 
ein Valideneinkommen von Fr. 56'349.30 (Fr. 4'500.-- x 12 Monate / 40 x 
41.3 / 103.2 x 104.3).

4.3.3 Die Beschwerdeführerin verwertet ihre Restarbeitsfähigkeit nicht, 
weshalb die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Invalideneinkom-
mens ebenfalls zu Recht auf Tabellenlöhne abstellte (vgl. AB 112 S. 2). 
Entgegen der beschwerdeweise vertretenen Ansicht, wonach das Invali-
deneinkommen gestützt auf die TA1_tirage_skill_level, Ziff. 45-96, Sektor 3 
Dienstleistungen, Kompetenzniveau 1, festzusetzen sei (Beschwerde S. 9 
Ziff. III Ziff. 6), stellte die Beschwerdegegnerin jedoch auf den Totalwert, 
Frauen, Kompetenzniveau 1, der TA1_tirage_skill_level ab, was nicht zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 18

beanstanden ist. Der Totalwert beinhaltet ein grosses Spektrum an – auch 
in einem Produktionsbetrieb möglichen – Tätigkeiten. Eine Einschränkung 
auf Dienstleistungen spiegelt die möglichen Arbeitsfelder nicht genügend. 
Soweit die Beschwerdeführerin einen leidensbedingten Abzug vom Invali-
deneinkommen beantragt, sieht der seit 1. Januar 2022 in Kraft stehende 
Art. 26bis Abs. 3 IVV einen solchen einzig vor, wenn die versicherte Person 
aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit 
nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % oder weniger tätig sein kann (vgl. 
E. 4.2.2 hiervor), was vorliegend mit einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit (vgl. AB 99.1 S. 11 Ziff. 4.5, 99.5 S. 18 Ziff. 8.2) nicht 
der Fall ist. Auf die Frage, ob diese Norm gesetzeskonform ist oder nicht 
(vgl. Beschwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 4), braucht nicht eingegangen zu werden. 
Denn auch nach altem Recht wäre kein Abzug vorzunehmen: Einerseits 
wurde den Einschränkungen mit der um 30 % verminderten Arbeitsfähigkeit 
in einer angepassten Tätigkeit im Rahmen des gutachterlichen Zumutbar-
keitsprofils bereits hinreichend Rechnung getragen, so dass diese nicht 
zusätzlich mittels eines leidensbedingten Abzugs zu berücksichtigen sind. 
Andererseits führt die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, körperlich 
schwere Arbeit zu verrichten, praxisgemäss nicht ohne Weiteres zu einer 
weiteren Verminderung des hypothetischen Invalideneinkommens, umfasst 
das Kompetenzniveau 1 doch bereits eine Vielzahl an leichten und mittel-
schweren Tätigkeiten (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
7. August 2017, 8C_381/2017, E. 4.2.2). Die Beschwerdeführerin ist im 
Vergleich zu anderen versicherten Personen denn auch keine faktische 
Einhänderin (vgl. Beschwerde S. 5 f. Ziff. III Ziff. 4), da sie den adominan-
ten linken Arm zwar nicht für komplexe bimanuelle Tätigkeiten, aber im-
merhin als Zudienarm einsetzen kann (AB 99.1 S. 11 Ziff. 4.7.1, 99.5 S. 18 
Ziff. 8.2.1). Soweit sich die Beschwerdeführerin betreffend den leidensbe-
dingten Abzug auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung stützt (vgl. Be-
schwerde S. 6 Ziff. III Ziff. 4), betreffen die erwähnten Urteile im Gegensatz 
zum vorliegenden Fall die dominante Hand resp. beide Arme. Da sowohl 
das Validen- als auch das Invalideneinkommen anhand statistischer Tabel-
lenlöhne ermittelt werden, fällt auch ein Abzug aus invaliditätsfremden Ge-
sichtspunkten (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie; vgl. 
E. 4.1.2 hiervor) ausser Betracht, da sie bei beiden Vergleichseinkommen 
zu berücksichtigen wären und deshalb am Ergebnis nichts änderten (Ent-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 19

scheid des BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Somit ergibt 
sich angepasst an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit (BFS, Betriebsüb-
liche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, lit. A-S Ziff. 01-96 
Total, 2021: 41.7, 2022: 41.7) und indexiert pro 2021 bzw. 2022 (gemäss 
Tabelle T1.2.15, Nominallohnindex, Frauen 2016 - 2022, lit. B-S Ziff. 05-96 
Total, 2021: 104.2, 2022: 105.1) ein Invalideneinkommen für das Jahr 2021 
von Fr. 37'661.80 (Fr. 4'276.-- x 12 Monate / 40 x 41.7 / 103.6 x 104.2 x 
0.7) und für das Jahr 2022 von Fr. 37'987.10 (Fr. 4'276.-- x 12 Monate / 40 
x 41.7 / 103.6 x 105.1 x 0.7).

4.3.4 Folglich resultiert ein Invaliditätsgrad von gerundet 32 % ab Novem-
ber 2021 ([Fr. 55'700.95 - Fr. 37'661.80 x 100] / Fr. 55'700.95) und von 
gerundet 33 % ab März 2022 ([Fr. 56'349.30 - Fr. 37'987.10 x 100] / 
Fr. 56'349.30; vgl. zur Rundung BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 
2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1), womit sowohl nach altem als auch neuem 
Recht kein Rentenanspruch besteht (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.

Zusammenfassend erweist sich die gegen die Verfügung vom 30. März 
2023 (AB 112) erhobene Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 20

6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Aug. 2023, IV/23/345, Seite 21

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.