# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63a69460-261d-579b-b0fc-8b0c8665caf7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.10.2017 SB170240
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB170240_2017-10-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB170240-O/U/jv 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

lic. iur. Ch. Prinz sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Leuthold 

 

Urteil vom 16. Oktober 2017 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. M. Kehrli,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

betreffend  
Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Hinwil vom 31. Januar 2017 
(DG160021) 

 

 

 

 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 19. Oktober 

2016 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 10). 

 

Urteil der Vorinstanz:  
(Urk. 39 S. 21 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− des Verbrechens gegen das BetmG im Sinne Art. 19 Abs. 2 lit. a in Verbin-
dung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG, 

− der rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG, 

− des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 

174 Tage durch Haft erstanden sind. 

Es wird festgestellt, dass sich der Beschuldigte seit dem 4. Oktober 2016 im vor-

zeitigen Strafvollzug befindet. 

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 be-

schlagnahmte Barschaft (Asservat Nr. A009'207'403) im Betrag von Fr. 1'000.– 

(Deliktserlös) wird eingezogen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 be-

schlagnahmte Barschaft im Betrag von Fr. 800.– (Fr. 950.– abzüglich des mit  

Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. Juli 2016 freigegebenen 

Betrages von Fr. 150.–; Asservat Nr. A009'207'403) und EUR 160.– (Asservat 

Nr. A009'207'425) wird zur Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 

2016 beschlagnahmten und sich bei den Akten befindlichen Gegenstände werden 

eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Hinwil zur Vernichtung überlassen: 

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− 2 SIM-Karten, Vodafone & Lycamobile (Asservat Nr. A009'207'447) 

− 1 Mobiltelefon Samsung, schwarz (Asservat Nr. A009'207'458) 

− 1 Mobiltelefon Nokia, schwarz (Asservat Nr. A009'207'469) 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016  

beschlagnahmten div. Notizen / Quittung aus Portemonnaie (Asservat 

Nr. A009'207'436) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf ers-

tes Verlangen hin herausgegeben. 

Verlangt der Beschuldigte obgenannte Gegenstände nicht innert drei Monaten ab 

Rechtskraft des Urteils heraus, so werden diese der Gerichtskasse zur Vernichtung 

überlassen. 

8. Die am 14. April 2016 polizeilich sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich, 

Asservate-Triage, unter der Lagernummer B01520-2016 gelagerten Betäubungs-

mittel (Asservat Nr. A009'207'367 und A009'207'378) werden eingezogen und der 

Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, zur Vernichtung überlassen. 

9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'100.–  Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 600.–  Auslagen (Gutachten) 

 

 

 

Fr. 9'052.90  Entschädigung amtliche Verteidigung (inkl. Fr. 1'214.70 Barauslagen und MwSt)  

10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Im 

Umfang von Fr. 800.– sowie EUR 160.– (entsprechend Fr. 170.20, total Fr. 970.20) 

sind sie durch die beschlagnahmte Barschaft getilgt. 

11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.  

12. (Mitteilungen) 

13. (Rechtsmittel)  

14. (Rechtsmittel)" 

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Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 46 S. 2) 

1. Der Beschuldigte sei angemessen – mit einer Freiheitsstrafe von 

24 Monaten – zu bestrafen, unter Anrechnung der Polizei- und Unter-

suchungshaft. 

2. Dem Beschuldigten sei unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren der 

bedingte Strafvollzug zu gewähren. 

3. Die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland 

vom 20. April 2016 Ziff. 1 lit. c-f vorläufig beschlagnahmten Gegenstände 

seien dem Beschuldigten herauszugeben. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 50, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1.  Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

31. Januar 2017 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss des Verbre-

chens gegen das Betäubungsmittelgesetzes sowie der Widerhandlungen gegen 

das Ausländergesetz schuldig gesprochen und mit 36 Monaten Freiheitsstrafe 

bestraft, wobei ihm der bedingte Strafvollzug verweigert wurde (Urk. 39 S. 21). 

Gegen diesen Entscheid liess der Beschuldigte durch seine amtliche Verteidigerin 

mit Eingabe vom 3. Februar 2017 innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden 

(Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 26). Die Berufungserklärung der Verteidigung ging 

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ebenfalls innert gesetzlicher Frist bei der Berufungsinstanz ein (Art. 399 Abs. 3 

StPO; Urk. 46). Die Anklagebehörde hat mit Eingabe vom 27. Juni 2017 innert 

Frist mitgeteilt, dass auf Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 50; Art. 400 

Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsver-

fahren nicht gestellt (Art. 389 Abs. 3 StPO; Urk. 46 und 50). Die Verteidigung hat 

die Berufung in ihrer Berufungserklärung ausdrücklich auf den Strafpunkt sowie 

die Einziehung zweier Mobiltelefone beschränkt (Urk. 46; Prot. II S. 4; Art. 399 

Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde beantragt die Bestätigung des angefochtenen 

Entscheides (Urk. 50).  

2.  Demnach sind im Berufungsverfahren nicht angefochten  

-  der vorinstanzliche Schuldspruch (Urteilsdispositiv-Ziff. 1.)  

-  die vorinstanzliche Regelung betreffend beschlagnahmte Gegenstände und 

Betäubungsmittel mit Ausnahme eines Teils der Regelung in Ziff. 6 (Urteils-

dispositiv-Ziff. 4-5, 6 [teilweise] und 7-8) sowie  

-  die vorinstanzliche Kostenregelung (Urteilsdispositiv-Ziff. 9-11). 

Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen 

(Art. 404 StPO). 

II. Sanktion 

1.  Der Beschuldigte ist im Sinne des Anklagesachverhalts geständig,  

- am 12. April 2016 trotz seines Wissens um eine gültige Einreisesperre in die 

Schweiz eingereist und sich hier bis zu seiner Verhaftung am nächsten Tag 

rechtswidrig aufgehalten zu haben, sowie 

- am 13. April 2016 im Auftrag eines Unbekannten für einen Lohn von Fr. 1'000.-- 

zwei Heroinblöcke mit insgesamt 191,4 Gramm Netto-Gewicht transportiert zu 

haben (Urk 10 S. 2 f.; Prot. I S. 15; Urk. 65 S. 14).  

2.  Die Anklagebehörde hat im Hauptverfahren eine Sanktion von 36 Monaten 

Freiheitsstrafe beantragt (Urk. 10 S. 4); die Verteidigung beantragte im Hauptver-

fahren wie heute eine Bestrafung mit 24 Monate Freiheitsstrafe (Urk. 39 S. 3; 

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Urk. 46 S. 2 und Urk. 66 S. 2). Die Vorinstanz hat eine Freiheitsstrafe gemäss 

dem Antrag der Anklagebehörde ausgefällt (Urk. 39 S. 21).  

3.  Zur Bemessung des anwendbaren Strafrahmens und zu den theoretischen 

Grundsätzen der Strafzumessung wird auf die diesbezüglich zutreffenden Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen (Urk. 30 S. 5-7; Art. 82 Abs. 4 StPO), die durch 

die Verteidigung auch nicht gerügt werden (Urk. 46; Urk. 66).  

4.1.  Die Vorinstanz hat zur Tatkomponente der schwersten zu beurteilenden  

Tat und dort zur objektiven Tatschwere erwogen, der Beschuldigte habe 

191,4 Gramm und damit eine erhebliche Menge reines Heroin besessen und 

transportiert und dadurch zumindest mittelbar eine potentielle Gefahr für die Ge-

sundheit vieler Menschen geschaffen. Er sei nicht Drahtzieher einer kriminellen 

Organisation, sondern vielmehr blosser Kurier und damit in einer untergeordneten 

hierarchischen Stellung gewesen (Urk. 39 S. 7 f.). Dies trifft zu. Wenn die Vor-

instanz an falscher Stelle (zur subjektiven statt zur objektiven Tatschwere) erwägt, 

die kriminelle Energie des Beschuldigten sei "hoch" gewesen (Urk. 39 S. 9), ist 

dies zu streng; zu bagatellisieren ist diese allerdings in der Tat nicht. Entgegen 

der Verteidigung ist der Beschuldigte nämlich nicht auf der niedrigsten Hierarchie-

stufe anzusiedeln (vgl. Urk. 66 S. 6). In diese Kategorie fallen vielmehr (süchtige) 

Täter in der Endverbraucherszene, vor allem Gassendealer. Sie haben keine Un-

terstellten, keine selbstständigen Entscheidungsbefugnisse, müssen ihre Ver-

kaufserlöse sofort weitergeben und erzielen nur einen geringen (meist pauscha-

len) Verdienst (vgl. Eugster/Frischknecht , Strafzumessung im Betäubungsmittel-

handel, in: AJP 2014 S. 327, S. 366 ff.). Schliesslich wird dem Beschuldigten ent-

gegen seinen eigenen Ausführungen auch keine führende Rolle vorgeworfen, 

zumal die Strafe in diesem Fall deutlich höher ausgefallen wäre (Urk. 65 S. 14). 

4.2.  Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, der Be-

schuldigte hätte der Delinquenz leicht widerstehen können und aus rein finanziel-

len Motiven gehandelt, wobei er sich nicht in einer eigentlichen Notlage befunden 

habe (Urk. 39 S. 8). Der Beschuldigte hat selber zugegeben, er habe Albanien 

nicht aus ökonomischen Gründen verlassen müssen (Prot. I S. 11; Urk. 65 S. 16). 

Die Geschichte mit der ihm in Albanien drohenden Blutrache ist nicht rechtserheb-

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lich und entlastet ihn nicht: Einerseits gibt er freimütig zu, diese Gefahr durch die 

gewalttätige Verletzung anderer Personen selber verursacht zu haben (Prot. I 

S. 11; Urk. 65 S. 12 f.), andererseits soll sich die "Situation" beruhigt haben 

(Prot. I S. 12; Urk. 65 S. 12). Seine Tat in Deutschland erfolgte im Mai 2012 

(Urk. 9/14 S. 11); seine aktuelle Tat beging er im April 2016 und seine Aussage, 

die Situation habe sich beruhigt, erfolgte erstmals bereits im Oktober 2016.  

Im weiteren widerspricht sich die Vorinstanz, wenn gemäss ihrer Erwägung der 

Beschuldigte "eventualvorsätzlich in Kauf nahm, Drogen zu besitzen" aber unmit-

telbar darauf "der Beschuldigte mit direktem Vorsatz in den Besitz der Drogen ge-

langte" (Urk. 39 S. 8). An der Hauptverhandlung sowie auch an der Berufungs-

verhandlung hat der Beschuldigte nicht mehr bestritten, eigentlich gewusst – und 

nicht nur in Kauf genommen zu haben –, für einen Drogentransport angeworben 

worden zu sein (Prot. I S. 17 f.; Urk. 65 S. 14 u. 17). Alles andere wäre für eine 

Person, die eben eingereist am Wirtshaustisch für einen simplen Fahrdienst 

Fr. 1'000.-- als Entlöhnung nicht nur angeboten, sondern sogar ausbezahlt be-

kommt, auch weltfremd. In seiner ersten polizeilichen Befragung sagte er sodann 

wörtlich aus, "um ehrlich zu sein, ich bin hierher gekommen, weil ich mit dem 

Transportieren von Drogen Geld verdienen wollte" (Urk. 2/1 S. 2). In einer weite-

ren Einvernahme hat er diese Aussagen bestätigt, er habe die Wahrheit gesagt 

(Urk. 2/3 S. 2). Wenn er nun anlässlich der Berufungsverhandlung erklärte, er sei 

in einem Schockzustand gewesen und wisse nicht, ob das stimme, er glaube es 

nicht (Urk. 65 S. 15), so ist das als reine Schutzbehauptung zu werten, zumal er 

nicht abstritt, gewusst zu haben, dass in den Paketen Drogen waren (Urk. 65 

S. 16 f.). Auch die Verteidigung selber argumentiert, "Drogenkuriere reisen regel-

mässig aus finanziellen Motiven zwecks Drogentransport in die Schweiz ein" 

(Urk. 46 S. 3; vgl. auch Urk. 66 S. 7). Betreffend die Reinheit der Drogen nahm 

der Beschuldigte fraglos in Kauf, dass diese höher als lediglich Gassenqualität 

war: Die Drogen waren noch nicht end-portioniert und der Beschuldigte weist im 

Umgang mit Drogen einschlägige Erfahrungen auf (Urk. 44). In seiner Schuld-

fähigkeit war der Beschuldigte in keiner Weise eingeschränkt; seine Behauptung, 

er habe bei der Anwerbung "etwas Alkohol getrunken gehabt" (Prot. I S. 19), ent-

lastet ihn nicht.  

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4.3.  Die Vorinstanz hat nach der Beurteilung der Tatkomponente der schwersten 

Tat eine Einsatzstrafe von 24 Monaten Freiheitsstrafe bemessen (Urk. 39 S. 10), 

was mit den vorstehenden Präzisierungen zur Begründung im Resultat nicht zu 

kritisieren ist.  

4.4.  In Abgeltung der rechtswidrigen Einreise sowie des rechtswidrigen Aufent-

halts hat die Vorinstanz die Einsatzstrafe um 5 Monate Freiheitsstrafe erhöht 

(Urk. 39 S. 10 f.). Die Verteidigung rügt dies – unsubstantiiert – als unange-

messen (Urk. 46 S. 3; Urk. 66 S. 7).  

Grundsätzlich kann das Gericht nur auf eine Gesamtfreiheitsstrafe erkennen, 

wenn es für jede Tat eine Freiheitsstrafe ausfällen würde (konkrete Methode, 

BGE 138 IV 120 E. 5.2). Wenn nicht ein deutlich schwereres Delikt zusammen mit 

einer oder wenigen weiteren, leichter wiegenden Nebentat(en) zu sanktionieren 

ist, ist es jedoch ausnahmsweise angebracht, die Delikte und die kriminelle Ener-

gie in einem Gesamtzusammenhang zu betrachten. Diesfalls ist es nicht an-

gezeigt, für jeden Normenverstoss einzeln eine (hypothetische) Strafe zu ermitteln 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013 E. 1.8). Sind ver-

schiedene Straftaten zeitlich und sachlich derart eng miteinander verknüpft, dass 

sie sich nicht sinnvoll auftrennen und für sich allein beurteilen lassen, verletzt es 

gemäss der Rechtsprechung zudem kein Bundesrecht, wenn das Gericht nicht für 

jedes Delikt eine hypothetische Strafe festsetzt, sondern diese in einem Ge-

samtzusammenhang würdigt (Urteile des Bundesgerichts 6B_210/2017 vom 

25. September 2017 E. 2.2.1; 6B_1011/2014 vom 16. März 2015 E. 4.4). Vor-

liegend erfolgte die illegale Einreise sowie der illegale Aufenthalt einzig, um in der 

Schweiz Betäubungsmitteldelikte zu begehen, weshalb es sich rechtfertigt, die 

Delikte in einem Gesamtzusammenhang zu betrachten und zu würdigen. 

Auch die Vorinstanz hat erwogen, der Beschuldigte habe die AuG-Vergehen nur 

begangen, um in der Schweiz Betäubungsmitteldelikte zu begehen (Urk. 39 

S. 11). Dabei stützt sie sich auf das frühe Geständnis des Beschuldigten, welches 

seine nachgeschobenen – und unrealistischen – Bestreitungen, er habe hier eine 

legale Arbeit suchen wollen, widerlegt: So behauptet der Beschuldigte, er habe 

nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz festgestellt, dass er hier keine Perspek-

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tiven habe und er habe wieder nach Frankreich zurück reisen wollen, sei jedoch 

verhaftet worden (Prot. I S. 16 f.). Angesichts der Tatsache, dass er schon am 

Tag nach seiner Einreise bei einem Drogentransport verhaftet wurde, ist dies 

höchst unglaubhaft. Das Verschulden betreffend die illegale Einreise wiegt daher 

keineswegs leicht, dasjenige betreffend den illegalen Aufenthalt von lediglich  

einem Tag wiegt allerdings noch leicht. Die Erhöhung der Einsatzsatzstrafe um 

5 Monate ist somit angesichts des Strafrahmens sowie insbesondere des Um-

standes, dass der Beschuldigte bereits zum dritten Mal illegal in die Schweiz ein-

reiste, entgegen der Verteidigung vertretbar.  

4.5.  Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persön-

lichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt (Urk. 39 S. 11 f.). An der Beru-

fungsverhandlung wurde aktualisiert, er habe keine gesundheitliche Probleme. Er 

sei immer noch verlobt, habe aber aufgrund des Gefängnisaufenthaltes Probleme 

mit seiner Verlobten. Er wisse nicht, ob sie die Verlobung auflösen wolle, hoffe 

aber, dass sie heiraten würden (Urk. 65 S. 2 ff.). Die persönlichen Verhältnisse 

wiegen entgegen der Verteidigung strafzumessungsneutral: Ein 33 Jahre alter 

Drogendelinquent kann nicht ernsthaft entlastend geltend machen, ihm habe als 

Halbwaise das väterliche Vorbild gefehlt (Urk. 46 S. 3; Urk. 66 S. 3)! Die Tätigkeit 

als Hilfsarbeiter im Ausland teilt er ferner mit einer Vielzahl von albanischen 

Landsleuten. Auch eine gesteigerte Strafempfindlichkeit ist in keiner Weise  

ersichtlich. Allein ein Heirats- und Kinder-Wunsch (Prot. I S. 19; Urk. 46 S. 4; 

Urk. 65 S. 6) genügt dazu selbstredend nicht. Das massgebliche Heroin wie die 

Bezahlung für den Transport trug der Beschuldigte bei der Verhaftung auf dem 

Leib (Urk. 5/1 S. 2). Es blieb dem Beschuldigten somit gar nichts anderes übrig, 

als Besitz und Transportabsicht zu gestehen. Somit wiegt das Geständnis entge-

gen der Verteidigung in der Tat nur leicht strafmindernd (Urk. 46 S. 3, Urk. 66 

S. 7). Wenn er heute Einsicht und Reue behauptet, lässt sich ihm dies nicht gera-

de widerlegen; es mutet jedoch aufgrund seiner Vorverurteilungen als Lippen-

bekenntnis an: In der Schweiz weist der Beschuldigte eine einschlägige Vorstrafe 

betreffend Betäubungsmitteldelikten aus dem Jahr 2010 und zwei einschlägige 

Vorstrafen betreffend AuG-Delikte aus den Jahren 2009 und 2010 auf (Urk. 44). 

Selbst wenn ihm das Urteil aus dem Jahr 2010 erst im Strafvollzug in Deutschland 

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im Jahr 2012 eröffnet wurde (vgl. Urk. 65 S. 6), hatte er im Zeitpunkt der Bege-

hung des vorliegend zu beurteilenden Deliktes im April 2016 zweifellos bereits 

Kenntnis von diesem Urteil. Sodann weist er eine Verurteilung in Deutschland 

wegen massiver Gewaltdelikte auf (Urk. 9/14). Aus den Akten ergibt sich ferner 

eine Verurteilung in Frankreich für Betäubungsmitteldelikte, die der Beschuldigte 

in den Jahren 2010 bis 2012 begangen haben soll (Urk. 9/13). Diesbezüglich führ-

te der Beschuldigte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, er sei in Abwesen-

heit zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren verurteilt worden. Als er davon er-

fahren habe, habe er ein Rechtsmittel ergriffen. Deswegen sei das Verfahren im 

Sommer neu aufgerollt worden, wobei er zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren 

verurteilt worden sei. Hiergegen habe er aber ein Rechtsmittel ergriffen und er 

hoffe auf einen Freispruch vor der Rechtsmittelinstanz (Urk. 65 S. 6 ff.). Auf ent-

sprechende Frage erklärte der Beschuldigte allerdings, er gebe zu, dass er Dro-

gen konsumiert und mit einem Kollegen eine kleine Menge Drogen verkauft habe 

(Urk. 65 S. 11). Mithin ist unbestritten, dass der Beschuldigte sich auch in Frank-

reich deliktisch verhalten hatte. Wenn die Verteidigung ausführt, dieses Urteil sei 

nicht zu berücksichtigen, da es noch nicht rechtskräftig sei (Urk. 66 S. 5), gilt dies 

für die nachfolgende Prognosestellung, nicht jedoch für die vorliegende Strafzu-

messung: Der Beschuldigte wusste zum Zeitpunkt des aktuell zu beurteilenden 

Delikts zwar nicht um die Verurteilung und Bestrafung in Frankreich, aber er 

wusste um die Rechtswidrigkeit seiner früheren Taten; und dennoch entschied er 

sich, einschlägig rückfällig zu werden! Betreffend seinen schon notorischen Hang, 

Straftaten zu begehen, und entsprechend die Bedeutungslosigkeit seiner heutigen 

Beteuerungen zur Besserung lässt dies durchaus tief blicken. Schliesslich ist auch 

der Umstand, dass die Justizvollzugsanstalt Pöschwies dem Beschuldigten einen 

guten Führungsbericht ausgestellt hat (vgl. Urk. 64), entgegen der Verteidigung 

nicht strafmindernd zu berücksichtigen (vgl. Prot. II S. 7), da ein Wohlverhalten im 

Strafvollzug vorausgesetzt werden darf. 

4.6.  Insgesamt überwiegen die erschwerenden Momente der Täterkomponente 

die erleichternden massiv. Die nach der Beurteilung der Tatkomponente be-

messene Einsatzstrafe von 29 Monaten ist daher ganz erheblich zu erhöhen. Das 

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angefochtene Strafmass der Vorinstanz erweist sich somit – wenn auch mit präzi-

sierter Begründung – nicht als überrissen und ist zu bestätigen.  

4.7.  Zu keinem anderen Ergebnis führt auch ein Vergleich mit dem Strafzumes-

sungsmodell Fingerhuth/Schlegel/Jucker: Eine Delinquenz mit 190 Gramm reinem 

Heroin führt zu einer Einsatzstrafe von rund 28 Monaten Freiheitsstrafe (N 45). 

Die Tätigkeit als Kurier führt zu einer Reduktion von max. 30%, das Geständnis 

führt vorliegend nur zu einer marginalen Reduktion, hingegen wiegen die diversen 

und einschlägigen Vorstrafen bis 50% erhöhend (N 47 und 48). Hinzu kommt die 

Sanktionierung der AuG-Delikte.  

4.8.  Der Anrechnung der bis heute erstandenen 551 Tage Haft und vorzeitiger 

Strafvollzug steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).  

5.  Die Vorinstanz hat den bedingten Strafvollzug verweigert (Urk. 39 S. 21). 

Die Verteidigung verlangt, es sei dem Beschuldigten der bedingte Vollzug zu ge-

währen (Urk. 46; Urk. 66 S. 8 ff.). Angesichts des auszufällenden Strafmasses ist 

einzig ein teilbedingter Vollzug zu diskutieren (Art. 43 Abs. 1 StGB). Gemäss Pra-

xis sind die Kriterien für die Prognosestellung für den voll- und den teilbedingten 

Strafvollzug identisch (Urteil des Bundesgerichts 6B_1321/2016 vom 8. Mai 2017 

E.2.2.2.). Die Verteidigung konzediert, dass in concreto aufgrund der Verurteilung 

in Deutschland (vgl. BSK StGB Schneider/Garré Art. 42 N 96) besonders günstige 

Umstände vorliegen müssten (Art. 42 Abs. 2 StGB; vgl. BSK StGB Schneider/ 

Garré Art. 43 N 13 mit Verweisen) und behauptet Solches (Urk. 46 S. 4; Urk. 66 

S. 9 ff.). Das Gegenteil ist in optima forma der Fall: Der Beschuldigte hat in 

Deutschland und der Schweiz über diverse Jahre schwere bis sehr schwere Straf-

taten begangen. Selbst wenn es sich bei der Verurteilung in Deutschland nicht um 

eine einschlägige handelt, ist diese bei der Prognosestellung zu berücksichtigen, 

zumal sämtliche Vorstrafen zu berücksichtigen sind (vgl. Trechsel/Pieth, in: 

Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 

2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2013, Art. 42 N 10). Überdies handelte es sich dabei um 

zwei Gewaltdelikte. Verurteilungen, Inhaftierungen und ein mehrjähriger Strafvoll-

zug haben ihn offensichtlich in keiner Weise beeindruckt und ebenso wenig davon 

abgehalten, massiv rückfällig zu werden. Es ist ihm daher rundweg eine exempla-

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risch schlechte Legal-Prognose zu stellen. Wie hier allen Ernstes einzig gestützt 

auf ein allzu offensichtliches Lippenbekenntnis, er wolle nun häuslich werden und 

ein ruhiges Leben führen (Prot. I S. 19; Urk. 65 S. 8), noch von besonders günsti-

gen Umständen für eine deliktfreie Zukunft des Beschuldigten ausgegangen wer-

den soll, bleibt das Geheimnis der Verteidigung! Zur Behauptung, der Beschuldig-

te weise heute aufgrund des Wegfalls eines Blutrache-Risikos in der Heimat ver-

besserte Lebensumstände auf (Urk. 46 S. 4 f.; Urk. 66 S. 9), wurde bereits vor-

stehend das Notwendige erwogen. 

Die angefochtene Verweigerung des Strafvollzugs (vgl. ergänzend: Urk. 39  

S. 14-16) ist zu bestätigen.  

III. Beschlagnahmung 

1.  Die Verteidigung verlangt die Herausgabe der beim Beschuldigten be-

schlagnahmten beiden Mobiltelefone (Urk. 46 S. 5). Die Vorinstanz hat die Ver-

nichtung der fraglichen Geräte angeordnet (Urk. 39 S. 22).  

2.  Die Vorinstanz erwägt, der Beschuldigte habe die Geräte zur Verübung der 

aktuell zu begehenden Straftat begangen und es bestehe die Gefahr, dass sich 

dies wiederhole (Urk. 39 S. 19). Dass die Vorinstanz erwägt, dies "anzunehmen", 

verleitet die Verteidigung zur Behauptung, es sei nur eine Mutmassung (Urk. 46 

S. 5; Urk. 66 S. 10). Der Beschuldigte hat jedoch selber ausgesagt, er wäre mit 

den Drogen nach Basel gefahren und hätte dort seinen Auftraggeber kontaktiert, 

um den Abnehmer zu erfahren (Urk. 2/3 S. 3). Die Mobiltelefone waren somit in 

der Tat für die Begehung der Straftat vorgesehen. Einziehung und Vernichtung 

gestützt auf Art. 69 StGB sind folglich zu bestätigen.  

IV. Kosten 

1.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzu-

setzen. 

- 13 - 

2.  Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Berufungsanträgen vollumfänglich, 

weshalb ihm auch die Kosten dieses Verfahrens (exklusive Kosten der amtlichen 

Verteidigung) aufzuerlegen sind (Art. 428 StPO).  

Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu 

nehmen unter Vorbehalt einer Rückforderung nach Art. 135 Abs. 4 StPO.  

3. Die amtliche Verteidigerin des Beschuldigten, Rechtsanwältin lic. iur. 

X._____, reichte mit Eingabe vom 16. Oktober  20017 ihre Honorarnote für ihre 

Aufwendungen im Berufungsverfahren ein (Urk. 67). Die geltend gemachten Auf-

wendungen sind ausgewiesen und erweisen sich als angemessen. Zusätzlich ist 

der Verteidigerin der Aufwand für die Berufungsverhandlung von drei Stunden 

(zzgl. MWSt.; Prot. II S. 3 ff.) zu entschädigen. Mithin ist die amtliche Verteidige-

rin, Rechtsanwältin lic. iur. X._____, mit Fr. 3'859.05 (inkl. MWSt.) aus der Ge-

richtskasse zu entschädigen.  

 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 

31. Januar 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1.  Der Beschuldigte ist schuldig 

− des Verbrechens gegen das BetmG im Sinne Art. 19 Abs. 2 lit. a in Ver-
bindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG, 

− der rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG, 

− des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG. 

2.  (...) 

3.  (...) 

4.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 

beschlagnahmte Barschaft (Asservat Nr. A009'207'403) im Betrag von 

Fr. 1'000.– (Deliktserlös) wird eingezogen. 

- 14 - 

5.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 

beschlagnahmte Barschaft im Betrag von Fr. 800.– (Fr. 950.– abzüglich des 

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. Juli 2016 freige-

gebenen Betrages von Fr. 150.–; Asservat Nr. A009'207'403) und EUR 160.– 

(Asservat Nr. A009'207'425) wird zur Deckung der Verfahrenskosten ver-

wendet. 

6.  Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

20. April 2016 beschlagnahmten und sich bei den Akten befindlichen Gegen-

stände werden eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Hinwil zur Ver-

nichtung überlassen: 

− 2 SIM-Karten, Vodafone & Lycamobile (Asservat Nr. A009'207'447) 

− (…) 

− (…) 

7.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 

beschlagnahmten div. Notizen / Quittung aus Portemonnaie (Asservat 

Nr. A009'207'436) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft 

auf erstes Verlangen hin herausgegeben. 

 Verlangt der Beschuldigte obgenannte Gegenstände nicht innert drei Mona-

ten ab Rechtskraft des Urteils heraus, so werden diese der Gerichtskasse zur 

Vernichtung überlassen. 

8.  Die am 14. April 2016 polizeilich sichergestellten und bei der Kantonspolizei 

Zürich, Asservate-Triage, unter der Lagernummer B01520-2016 gelagerten 

Betäubungsmittel (Asservat Nr. A009'207'367 und A009'207'378) werden ein-

gezogen und der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, zur Vernichtung 

überlassen. 

9.  Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 3'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 2'100.–  Gebühr für das Vorverfahren 

Fr. 600.–  Auslagen (Gutachten) 

 

 

 

Fr. 9'052.90  Entschädigung amtliche Verteidigung (inkl. Fr. 1'214.70 
Barauslagen und MwSt)  

- 15 - 

10.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenom-

men diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt. Im Umfang von Fr. 800.– sowie EUR 160.– (entsprechend Fr. 170.20, 

total Fr. 970.20) sind sie durch die beschlagnahmte Barschaft getilgt. 

11.  Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse ge-

nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 

551 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen 

Strafvollzug erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.  

3. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 

20. April 2016 beschlagnahmten und sich bei den Akten befindlichen Ge-

genstände werden eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Hinwil zur 

Vernichtung überlassen: 

− 1 Mobiltelefon Samsung, schwarz (Asservat Nr. A009'207'458) 
− 1 Mobiltelefon Nokia, schwarz (Asservat Nr. A009'207'469). 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.--  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'859.05   amtliche Verteidigung 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse ge-

- 16 - 

nommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland  
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland 
− das Bundesamt für Polizei  
− das Staatssekretariat für Migration, Postfach, 3003 Bern 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz  
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste  
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Bezirksgerichtskasse Hinwil 

− die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und 
Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- 
und Löschungsdaten 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 17 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 16. Oktober 2017 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Leuthold 
 

 
 
 
 

	Urteil vom 16. Oktober 2017
	Urteil der Vorinstanz:  (Urk. 39 S. 21 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 des Verbrechens gegen das BetmG im Sinne Art. 19 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG,
	 der rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG,
	 des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, wovon 174 Tage durch Haft erstanden sind.
	Es wird festgestellt, dass sich der Beschuldigte seit dem 4. Oktober 2016 im vorzeitigen Strafvollzug befindet.
	3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmte Barschaft (Asservat Nr. A009'207'403) im Betrag von Fr. 1'000.– (Deliktserlös) wird eingezogen.
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmte Barschaft im Betrag von Fr. 800.– (Fr. 950.– abzüglich des mit  Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. Juli 2016 freigegebenen Betrages von Fr. 15...
	6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmten und sich bei den Akten befindlichen Gegenstände werden eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Hinwil zur Vernichtung überlassen:
	 2 SIM-Karten, Vodafone & Lycamobile (Asservat Nr. A009'207'447)
	 1 Mobiltelefon Samsung, schwarz (Asservat Nr. A009'207'458)
	 1 Mobiltelefon Nokia, schwarz (Asservat Nr. A009'207'469)

	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016  beschlagnahmten div. Notizen / Quittung aus Portemonnaie (Asservat Nr. A009'207'436) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin herausgeg...
	Verlangt der Beschuldigte obgenannte Gegenstände nicht innert drei Monaten ab Rechtskraft des Urteils heraus, so werden diese der Gerichtskasse zur Vernichtung überlassen.
	8. Die am 14. April 2016 polizeilich sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, unter der Lagernummer B01520-2016 gelagerten Betäubungsmittel (Asservat Nr. A009'207'367 und A009'207'378) werden eingezogen und der Kantonspol...
	9. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	10. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Im Umfang von Fr. 800.– sowie EUR 160.– (entsprechend Fr. 170.20, total Fr. 970.20) sind sie durch...
	11. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
	12. (Mitteilungen)
	13. (Rechtsmittel)
	14. (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	1. Der Beschuldigte sei angemessen – mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten – zu bestrafen, unter Anrechnung der Polizei- und Untersuchungshaft.
	2. Dem Beschuldigten sei unter Ansetzung einer Probezeit von vier Jahren der bedingte Strafvollzug zu gewähren.
	3. Die mit Beschlagnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 Ziff. 1 lit. c-f vorläufig beschlagnahmten Gegenstände seien dem Beschuldigten herauszugeben.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	Vom Eintritt der Rechtskraft dieser Anordnungen ist vorab Vormerk zu nehmen (Art. 404 StPO).

	II. Sanktion
	1.  Der Beschuldigte ist im Sinne des Anklagesachverhalts geständig,
	- am 12. April 2016 trotz seines Wissens um eine gültige Einreisesperre in die Schweiz eingereist und sich hier bis zu seiner Verhaftung am nächsten Tag rechtswidrig aufgehalten zu haben, sowie
	- am 13. April 2016 im Auftrag eines Unbekannten für einen Lohn von Fr. 1'000.-- zwei Heroinblöcke mit insgesamt 191,4 Gramm Netto-Gewicht transportiert zu haben (Urk 10 S. 2 f.; Prot. I S. 15; Urk. 65 S. 14).
	2.  Die Anklagebehörde hat im Hauptverfahren eine Sanktion von 36 Monaten Freiheitsstrafe beantragt (Urk. 10 S. 4); die Verteidigung beantragte im Hauptverfahren wie heute eine Bestrafung mit 24 Monate Freiheitsstrafe (Urk. 39 S. 3; Urk. 46 S. 2 und U...
	3.  Zur Bemessung des anwendbaren Strafrahmens und zu den theoretischen Grundsätzen der Strafzumessung wird auf die diesbezüglich zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (Urk. 30 S. 5-7; Art. 82 Abs. 4 StPO), die durch die Verteidigung auch n...
	4.1.  Die Vorinstanz hat zur Tatkomponente der schwersten zu beurteilenden  Tat und dort zur objektiven Tatschwere erwogen, der Beschuldigte habe 191,4 Gramm und damit eine erhebliche Menge reines Heroin besessen und transportiert und dadurch zumindes...
	4.2.  Zur subjektiven Tatschwere hat die Vorinstanz zutreffend erwogen, der Beschuldigte hätte der Delinquenz leicht widerstehen können und aus rein finanziellen Motiven gehandelt, wobei er sich nicht in einer eigentlichen Notlage befunden habe (Urk. ...
	Im weiteren widerspricht sich die Vorinstanz, wenn gemäss ihrer Erwägung der Beschuldigte "eventualvorsätzlich in Kauf nahm, Drogen zu besitzen" aber unmittelbar darauf "der Beschuldigte mit direktem Vorsatz in den Besitz der Drogen gelangte" (Urk. 39...
	4.3.  Die Vorinstanz hat nach der Beurteilung der Tatkomponente der schwersten Tat eine Einsatzstrafe von 24 Monaten Freiheitsstrafe bemessen (Urk. 39 S. 10), was mit den vorstehenden Präzisierungen zur Begründung im Resultat nicht zu kritisieren ist.
	4.4.  In Abgeltung der rechtswidrigen Einreise sowie des rechtswidrigen Aufenthalts hat die Vorinstanz die Einsatzstrafe um 5 Monate Freiheitsstrafe erhöht (Urk. 39 S. 10 f.). Die Verteidigung rügt dies – unsubstantiiert – als unangemessen (Urk. 46 S...
	Auch die Vorinstanz hat erwogen, der Beschuldigte habe die AuG-Vergehen nur begangen, um in der Schweiz Betäubungsmitteldelikte zu begehen (Urk. 39 S. 11). Dabei stützt sie sich auf das frühe Geständnis des Beschuldigten, welches seine nachgeschobenen...
	4.5.  Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt (Urk. 39 S. 11 f.). An der Berufungsverhandlung wurde aktualisiert, er habe keine gesundheitliche Probleme. Er sei immer noch ver...
	4.6.  Insgesamt überwiegen die erschwerenden Momente der Täterkomponente die erleichternden massiv. Die nach der Beurteilung der Tatkomponente bemessene Einsatzstrafe von 29 Monaten ist daher ganz erheblich zu erhöhen. Das angefochtene Strafmass der ...
	4.7.  Zu keinem anderen Ergebnis führt auch ein Vergleich mit dem Strafzumessungsmodell Fingerhuth/Schlegel/Jucker: Eine Delinquenz mit 190 Gramm reinem Heroin führt zu einer Einsatzstrafe von rund 28 Monaten Freiheitsstrafe (N 45). Die Tätigkeit als ...
	4.8.  Der Anrechnung der bis heute erstandenen 551 Tage Haft und vorzeitiger Strafvollzug steht nichts entgegen (Art. 51 StGB).
	5.  Die Vorinstanz hat den bedingten Strafvollzug verweigert (Urk. 39 S. 21). Die Verteidigung verlangt, es sei dem Beschuldigten der bedingte Vollzug zu gewähren (Urk. 46; Urk. 66 S. 8 ff.). Angesichts des auszufällenden Strafmasses ist einzig ein te...
	Die angefochtene Verweigerung des Strafvollzugs (vgl. ergänzend: Urk. 39  S. 14-16) ist zu bestätigen.

	III. Beschlagnahmung
	IV. Kosten
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 31. Januar 2017 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1.  Der Beschuldigte ist schuldig
	 des Verbrechens gegen das BetmG im Sinne Art. 19 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG,
	 der rechtswidrigen Einreise im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG,
	 des rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG.

	2.  (...)
	3.  (...)
	4.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmte Barschaft (Asservat Nr. A009'207'403) im Betrag von Fr. 1'000.– (Deliktserlös) wird eingezogen.
	5.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmte Barschaft im Betrag von Fr. 800.– (Fr. 950.– abzüglich des mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 5. Juli 2016 freigegebenen Betrages von Fr. 15...
	6.  Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmten und sich bei den Akten befindlichen Gegenstände werden eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Hinwil zur Vernichtung überlassen:
	 2 SIM-Karten, Vodafone & Lycamobile (Asservat Nr. A009'207'447)
	 (…)
	 (…)

	7.  Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmten div. Notizen / Quittung aus Portemonnaie (Asservat Nr. A009'207'436) werden dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft auf erstes Verlangen hin herausgeg...
	Verlangt der Beschuldigte obgenannte Gegenstände nicht innert drei Monaten ab Rechtskraft des Urteils heraus, so werden diese der Gerichtskasse zur Vernichtung überlassen.
	8.  Die am 14. April 2016 polizeilich sichergestellten und bei der Kantonspolizei Zürich, Asservate-Triage, unter der Lagernummer B01520-2016 gelagerten Betäubungsmittel (Asservat Nr. A009'207'367 und A009'207'378) werden eingezogen und der Kantonspol...
	9.  Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
	10.  Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Im Umfang von Fr. 800.– sowie EUR 160.– (entsprechend Fr. 170.20, total Fr. 970.20) sind sie dur...
	11.  Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO."
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 36 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 551 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie vorzeitigen Strafvollzug erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	3. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 20. April 2016 beschlagnahmten und sich bei den Akten befindlichen Gegenstände werden eingezogen und der Bezirksgerichtskasse Hinwil zur Vernichtung überlassen:
	 1 Mobiltelefon Samsung, schwarz (Asservat Nr. A009'207'458)
	 1 Mobiltelefon Nokia, schwarz (Asservat Nr. A009'207'469).

	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschul...
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland
	 das Bundesamt für Polizei
	 das Staatssekretariat für Migration, Postfach, 3003 Bern
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Bezirksgerichtskasse Hinwil
	 die KOST Zürich mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung der Vernichtungs- und Löschungsdaten
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	7. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.