# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9d173713-417c-58b7-acd9-0460a9a83100
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-08
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 08.11.2021 BK 2021 468
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2021-468_2021-11-08.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss

BK 21 468

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 8. November 2021

Besetzung Oberrichter J. Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid, 
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Beldi

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern
v.d. Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft 
Bern-Mittelland, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

Gegenstand Verlängerung Untersuchungshaft

Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung und Drohung

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 4. Oktober 2021 (KZM 21 1075)

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Erwägungen:

1. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft) führt gegen A.________ ein Strafverfahren wegen vorsätzlicher Tötung und 
Drohung. A.________ wurde am 25. Dezember 2020 festgenommen und am 28. 
Dezember 2020 vom Kantonalen Zwangsmassnahmengericht (nachfolgend: 
Zwangsmassnahmengericht) für die Dauer von drei Monaten in Untersuchungshaft 
versetzt (Verfahren KZM 20 1523). Auf Antrag der Staatsanwaltschaft verlängerte 
das Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft am 30. März 2021 um wei-
tere sechs Monate (Verfahren KZM 21 327) und am 4. Oktober 2021 um drei Mo-
nate, d.h. bis 24. Dezember 2021 (Verfahren KZM 21 1075). Gegen den letzten 
Verlängerungsentscheid vom 4. Oktober 2021, welcher am 12. Oktober 2021 zu-
gestellt worden war, reichte A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), amtlich 
verteidigt durch Rechtsanwalt B.________, am 20. Oktober 2021 Beschwerde bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons Bern (nach-
folgend: Beschwerdekammer) ein und beantragte – unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge – die Aufhebung des Haftverlängerungsentscheids und seine umge-
hende Haftentlassung sowie (eventualiter) die Beiordnung seines Anwalts als amt-
licher Rechtsvertreter. 

Die Verfahrensleitung der Beschwerdekammer eröffnete mit Verfügung vom 
21. Oktober 2021 ein Beschwerdeverfahren, räumte der Generalstaatsanwaltschaft 
und dem Zwangsmassnahmengericht Gelegenheit zur Stellungnahme ein und stell-
te fest, dass die amtliche Verteidigung des Beschuldigten durch Rechtsanwalt 
B.________ auch für das Beschwerdeverfahren gelte.

Das Zwangsmassnahmengericht verzichtete am 22. Oktober 2021 auf das Einrei-
chen einer Stellungnahme und verwies auf seinen Entscheid. Gleichzeitig reichte 
es die Akten aller Haftverfahren ein. Ebenfalls am 22. Oktober 2021 beantragte die 
Staatsanwaltschaft in ihrer delegierten Stellungnahme die kostenpflichtige Abwei-
sung der Beschwerde. Die Haftakten der Verfahren KZM 20 1523, KZM 21 327 und 
KZM 21 1075 sowie die amtlichen Akten der Staatsanwaltschaft gingen am 25. Ok-
tober 2021 bei der Beschwerdekammer ein. Mit Verfügung des gleichen Tages 
wurden die Eingaben des Zwangsmassnahmengerichts und der Staatsanwaltschaft 
dem Beschwerdeführer zugestellt (Zustelldatum: 29. Oktober 2021). Am 2. Novem-
ber 2021 replizierte der Beschwerdeführer.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozess-
ordnung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Verlängerung der Untersu-
chungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde angefochten werden. Zu-
ständig ist die Beschwerdekammer (Art. 35 des Gesetzes über die Organisation 
der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. 
Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 
162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Verlängerung der Untersuchungshaft 
unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen betroffen und somit zur Be-
schwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

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3. Untersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbre-
chens oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorlie-
gen. Unbestritten ist, dass die Tatvorwürfe – unter Vorbehalt der weiteren Voraus-
setzungen – die Verlängerung von Untersuchungshaft rechtfertigen.

4.

4.1 Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, am 25. Dezember 2020 in Bolligen seine 
Freundin D.________ (nachfolgend: Opfer) mit einer Pistole erschossen zu haben. 
Weiter soll er gleichentags E.________ mit dem Tod bedroht haben. 

Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass es sich bei der Pistole um seine Waffe 
handelt und er diese zur Tatzeit in den Händen gehalten hat. Die Schussabgabe 
sei jedoch nicht gewollt gewesen. Es habe sich nur deshalb ein Schuss gelöst, weil 
sie «geblödelt» und «Käpslipistole» gespielt hätten.

4.2 Das Zwangsmassnahmengericht und die Staatsanwaltschaft stützen den dringen-
den Tatverdacht der vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0) zum einen auf Feststellungen der Kan-
tonspolizei und Erkenntnisse des rechtsmedizinischen Gutachtens, welches von 
einem sog. Nahschuss ausgeht, zum anderen auf diverse belastende Aussagen 
von Drittpersonen, insbesondere zum Verhalten und Charakter des Beschwerde-
führers, sowie auf die vom forensisch-psychiatrischen Gutachter gemachten Fest-
stellungen und die Diagnose, wonach der Beschwerdeführer eine dissoziale Per-
sönlichkeitsstruktur aufweise und das Konstrukt eines Psychopathen erfüllen wür-
de. Die Aussage des Beschwerdeführers, wonach er und das Opfer nur geblödelt 
und «Käpslipistole» gespielt hätten, halten die Staatsanwaltschaft und das 
Zwangsmassnahmengericht als wenig glaubhaft, zumal er auf mehrmaliges Nach-
fragen hin Sinn und Zweck dieses Spiels nicht habe erklären können.

4.3 Der Beschwerdeführer bestreitet den dringenden Tatverdacht eines vorsätzlichen 
Tötungsdelikts und hält dafür, dass dieser lediglich auf Spekulationen gründe und 
sich im Verlauf des Verfahren nicht habe erhärten lassen. Ihm dürfe aufgrund sei-
ner emotionalen Verfassung am 25. und 26. Dezember 2020 nicht der Vorwurf ge-
macht werden, dass er den genauen Hergang des «Blödelns» und des «Käpslipis-
tole-Spielens» nicht habe darlegen können. Ohnehin gebe es beim «Blödeln» viel-
fach keinen bestimmten Sinn und Zweck. 

Weiter rügt der Beschwerdeführer, die Staatsanwaltschaft habe in ihrem Verlänge-
rungsantrag vom 17. März 2021 aus dem Zusammenhang gerissene Passagen 
aus Einvernahmeprotokollen aufgelistet, die nichts mit den Geschehnissen vom 
25. Dezember 2020 zu tun hätten, sondern Ereignisse beträfen, welche Jahre 
zurückliegen würden. Auch die von der Staatsanwaltschaft vorgebrachte Mutmas-
sung, wonach es sich um ein Beziehungsdelikt handeln könnte, habe sich nicht 
bewahrheitet. Als unbehelflich sei weiter der Versuch der Staatsanwaltschaft zu 
werten, wonach Drittpersonen ihn belasten würden. So habe F.________ ihn zwar 
als aufbrausend, aggressiv und unberechenbar beschrieben. Zeitnahe Beispiele 
habe er jedoch keine nennen können. Im Gegenteil würden die von F.________ 
geschilderten Ereignisse Jahre zurückliegen, weshalb sie nicht negativ ins Gewicht 
fallen dürften. Die Aussage von F.________ betreffend die angeblich kurz vor der 

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Tat von ihm (dem Beschwerdeführer) via Facetime gezeigte Waffe sei unglaubhaft 
und unbestätigt geblieben, könne er die Waffe doch weder beschreiben noch habe 
G.________ (Tochter des Opfers) sie gesehen. Auch G.________s Aussage, wo-
nach sie am 25. Dezember 2020 gehört habe, wie er (der Beschwerdeführer) die 
Waffe zweimal geladen habe, sei wenig glaubhaft, habe sie doch anlässlich ihrer 
Einvernahme vom 20. Mai 2021 hierzu nichts Genaueres sagen können. Und 
schliesslich sei auch die Aussage von H.________, wonach ihr der Beschwerde-
führer im Rahmen der Trennung mit Erschiessung gedroht haben soll, nicht rele-
vant, handle es sich hierbei doch um ein angebliches Ereignis, welches vor rund 
sechs Jahren stattgefunden habe.

Gemäss rechtsmedizinischem Gutachten hätten am Körper des Opfers ausserdem 
keine Verletzungen festgestellt werden können, welche auf eine vorgängige gewalt-
tätige Auseinandersetzung hinweisen würden. Zudem sei erstellt, dass er (der Be-
schwerdeführer) am 25. Dezember 2020 stark alkoholisiert gewesen sei und unter 
Einfluss von Cannabis gestanden habe. Bezüglich des psychiatrischen Gutachtens 
bestünden nach wie vor offene Fragen, weshalb (sinngemäss) auf dieses nicht ab-
gestellt werden könne. Die Mutmassung, wonach es sich um eine vorsätzliche 
Schussabgabe gehandelt haben soll, sei nicht erhärtet, so dass der dringende Tat-
verdacht einer vorsätzlichen Tötung nicht gegeben sei.

4.4 Im Gegensatz zum erkennenden Sachrichter hat das Haftgericht bei der Überprü-
fung des allgemeinen Haftgrunds des dringenden Tatverdachts keine erschöpfende 
Abwägung sämtlicher belastender und entlastender Beweisergebnisse und damit 
einhergehender Tat- und Rechtsfragen vorzunehmen; insbesondere kann keine 
eingehende Aussagenanalyse oder Beweiswürdigung erfolgen. Das Beschleuni-
gungsgebot in Haftsachen lässt keinen Raum für ausgedehnte Beweismassnah-
men zu. Macht eine inhaftierte Person geltend, sie befinde sich ohne ausreichen-
den Tatverdacht in strafprozessualer Haft, ist vielmehr zu prüfen, ob aufgrund der 
bisherigen Untersuchungsergebnisse genügend konkrete Anhaltspunkte – wozu 
auch Aussagen, die nicht von vornherein als haltlos oder unglaubwürdig erschei-
nen, gehören – für ein Verbrechen oder Vergehen und eine Beteiligung der inhaf-
tierten Person an dieser Tat vorliegen, die Strafbehörden somit das Bestehen eines 
dringenden Tatverdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprü-
fungsverfahren genügt dabei der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, 
wonach das untersuchte Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fragli-
chen Tatbestandsmerkmale erfüllen könnte (zum Ganzen BGE 143 IV 330 E. 2.1). 

Zur Frage des dringenden Tatverdachts hat das Haftgericht somit weder ein eigent-
liches Beweisverfahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzu-
greifen. 

Während zu Beginn eines Strafverfahrens eine noch wenig präzise Verdachtslage 
ausreicht, um Haft anzuordnen oder aufrechtzuerhalten, hat sich diese mit zuneh-
mender Verfahrensdauer zu konkretisieren (BGE 143 IV 316 E. 3.2 mit Hinweisen). 
Dabei kommt es allerdings auf die Art und Intensität der vorbestehenden konkreten 
Verdachtsgründe an (Urteil des Bundesgerichts 1B_139/2007 vom 17. Dezember 
2007 E. 4.3, auch zum Folgenden). Falls schon in einem frühen Verfahrensstadium 
konkrete belastende Beweisergebnisse vorlagen, kann es für die Fortdauer der 

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notwendigen Zwangsmassnahmen durchaus genügen, wenn der erhebliche Tat-
verdacht im Laufe der Untersuchung weder ausgeräumt noch deutlich abge-
schwächt wird.

4.5 Den Akten lässt sich entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer am 25. Dezem-
ber 2020, 14.09 Uhr, bei der Kantonspolizei Bern gemeldet und dabei angegeben 
hat, soeben seine Freundin erschossen zu haben. Die Polizei konnte nur schwer 
ein Gespräch mit ihm aufbauen. Kurze Zeit später (14.25 Uhr) meldete sich 
E.________ ebenfalls bei der Polizei und teilte mit, dass er vom Beschwerdeführer 
über den Vorfall informiert worden sei. Währenddessen begaben sich Einsatzkräfte 
der Kantonspolizei Bern an das Domizil des Opfers. Um 14.41 Uhr konnte via Dritt-
personen, insbesondere eines ehemaligen Freundes des Beschwerdeführers, wel-
cher via Facetime mit diesem verbunden gewesen war, Letzterer überredet wer-
den, das Haus zu verlassen und sich der Polizei zu stellen. Bei der anschliessen-
den Intervention in der Wohnung des Opfers wurde dieses noch mit Lebenszei-
chen, in einer grossen Blutlache auf dem Küchenboden liegend, vorgefunden, me-
dizinisch versorgt und ins Inselspital verbracht. Um 17.00 Uhr meldeten die Ärzte 
des Inselspitals, dass das Opfer seinen Verletzungen erlegen sei. Dem rechtsme-
dizinischen Gutachten vom 16. Juli 2021 samt Ergänzungsgutachten kann ent-
nommen werden, dass der Abstand zwischen der Waffenmündung und dem Ein-
schuss im Kopf des Opfers (Schussentfernung) wahrscheinlich mehr als 20 cm, je-
doch weniger als 60 cm betragen hat (sog. Nahschuss). Unbestritten ist weiter, 
dass der Beschwerdeführer regelmässig viel Alkohol und Cannabis konsumiert hat. 
Die forensisch-toxikologische Alkoholbestimmung ergab bei ihm für den Tatzeit-
punkt einen Minimalwert von 2.33 Gewichtspromille und einen Maximalwert von 
3.32 Gewichtspromille. Weiter wurde der Beschwerdeführer positiv auf Cannabis 
getestet.

Anlässlich seiner Einvernahmen vom 25. und 26. Dezember 2020 gab der Be-
schwerdeführer zu Protokoll, dass er und seine Freundin am 25. Dezember 2020 
noch «Diskussionen» wegen der Tochter seiner Freundin gehabt hätten. Nachdem 
diese dann zu ihrem Vater gegangen sei, hätten sie «gespässelt» und gelacht. 
Während des «Blödelns» habe sich ein Schuss aus der Waffe, die er in den Hän-
den gehalten habe, gelöst. Er habe nicht gewusst, dass sich eine Kugel in der Waf-
fe befunden habe. Er sei im Korridor beim Eingang zur Küche gestanden. Als 
Grund für den Waffenbesitz gab er an, dass sie von gewissen Leuten bedroht wür-
den. Auf Frage, ob die Beziehung konfliktbeladen gewesen sei, antwortete er, dass 
sie ab und zu Meinungsverschiedenheiten wegen G.________ (Tochter des Op-
fers) gehabt hätten. Anlässlich seiner Einvernahme vom 29. Dezember 2020 be-
schuldigte er in diesem Zusammenhang G.________ des Diebstahls von CHF 
1'400.00, welche aus Mieteinnahmen gestammt und E.________ gehört hätten. 
Zur Tat selber konnte der Beschwerdeführer keine konkreten Fragen beantworten. 
An weiteren Einvernahmen vom 3. Februar 2021 und 10. März 2021 vermochte er 
sich an keine Details mehr zu erinnern resp. konnte keine Detailfragen bezüglich 
Schussabgabe beantworten. Hinsichtlich der angeblich gestohlenen CHF 1'400.00 
gab er an, dass es sich hierbei um Erlös aus dem Veloverkauf gehandelt hätte.

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Die Tochter des Opfers, G.________, gab sowohl anlässlich der Überbringung der 
Todesnachricht am 25. Dezember 2020 spontan wie auch anlässlich ihrer späteren 
Einvernahmen (26. Dezember 2020 und 20. Mai 2021) an, dass es in letzter Zeit 
wiederholt zu Streitereien zwischen dem Beschwerdeführer und ihrer Mutter ge-
kommen sei, so auch am Morgen des 25. Dezember 2020, wobei es um angeblich 
abhandengekommene CHF 1'400.00 gegangen sei. Sie habe gehört, wie der Be-
schwerdeführer eine Waffe geladen habe. Als sie (G.________) zur Mutter in die 
Küche gegangen sei, habe sie gesehen, wie der Beschwerdeführer hinter ihrer 
Mutter gestanden sei, seinen rechten Arm um sie gelegt und ihr etwas gesagt ha-
be; was, wisse sie nicht. Sie habe jedoch bemerkt, dass ihre Mutter Angst gehabt 
habe. Als der Beschwerdeführer sie dann bemerkt habe, habe er seinen Arm 
zurückgenommen und die Waffe bei seinem Bauch deponiert. Sie habe den Pisto-
lengriff in seiner Hand gesehen. Später sei die Mutter in ihr Zimmer gekommen und 
sie (G.________) habe sie gefragt, «gäu, är het di mitere Waffe bedroht?». Ihre 
Mutter habe darauf nur mit «psssst» geantwortet. Sie hätten dann beide geweint 
(Einvernahmeprotokoll G.________ vom 26. Dezember 2020, Z. 47 ff.). Ihre Mutter 
habe ihr später noch mitgeteilt, dass der Beschwerdeführer letzten Mittwoch, d.h. 
am 23. Dezember 2020, mit einer Waffe rumgefuchtelt habe. Konkret sei sie (ihre 
Mutter) jedoch nicht bedroht worden (Einvernahmeprotokoll G.________ vom 26. 
Dezember 2020, Z. 123 ff.). Als sie (G.________) von ihrer Mutter am späteren 
Vormittag des 25. Dezember 2020 an den Bahnhof begleitet worden sei, habe sie 
von ihr erfahren, dass der Beschwerdeführer während des Streits zu ihr gesagt ha-
be, falls er das Geld nicht erhalte, «wir dafür den Kopf hinhalten» müssten (Einver-
nahmeprotokoll G.________ vom 26. Dezember 2020, Z. 219 f.). Auch habe die 
Mutter zu ihr gesagt, dass sie nicht mehr nach Hause gehen wolle, jedoch nicht 
wisse, wohin sie sonst gehen könnte (Einvernahmeprotokoll G.________ vom 26. 
Dezember 2020, Z. 343 ff.). Bei der Verabschiedung am Bahnhof habe sie ihrer 
Mutter gesagt, sie solle auf sich aufpassen, worauf ihre Mutter erwidert habe, dass 
sie nicht glaube, dass ihr etwas passieren werde, weil er sie zu fest liebe (Einver-
nahmeprotokoll G.________ vom 26. Dezember 2020, Z. 71 ff.).

Aktenkundig ist weiter, dass der Beschwerdeführer am 25. Dezember 2020 den 
Vater von G.________ und Ex-Partner des Opfers (I.________) angerufen und zur 
Herausgabe der «Kohle» aufgefordert haben soll, mit der Androhung, dass er (der 
Beschwerdeführer) ansonsten nach J.________ (Ort) kommen werde. I.________ 
gab anlässlich seiner Einvernahme vom 26. Dezember 2020 weiter zu Protokoll, 
dass er auch von seiner Ex-Partnerin (dem Opfer) kontaktiert worden sei, welche 
ihm mitgeteilt habe, dass der Beschwerdeführer «Stress» wegen des angeblich 
abhandengekommenen Geldes mache. Anlässlich dieses Telefonats habe er fest-
gestellt resp. das Gefühl gehabt, dass seine Ex-Partnerin Angst habe und nicht 
nach Hause gehen wolle. Sie habe am Telefon geweint, was nicht «normal» sei 
(Einvernahmeprotokoll von I.________ vom 26. Dezember 2020, Z. 78 ff.).

Ferner lässt sich den Akten ein Wahrnehmungsbericht der Kantonspolizei Bern be-
treffend Transport des Beschwerdeführers vom 25. Dezember 2020 entnehmen 
(verfasst am 26. Dezember 2020, im Berichtsrapport vom 4. Februar 2021). An-
lässlich dieses Transports soll der Beschwerdeführer trotz Hinweises seitens der 
Polizei, wonach die Beamten keine Fragen beantworten würden und er nichts er-

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zählen müsse, viel gesprochen haben, wobei seine Stimmung sehr geschwankt 
habe (von weinerlich zu aggressiv, manchmal habe er sogar gelacht). Dabei habe 
er gesagt «Ich habe die Waffe entladen, dann eine Kugel eingesetzt, auf meine 
Freundin gezielt und geschossen».

Weiter befinden sich zahlreiche Einvernahmeprotokolle von Drittpersonen in den 
Akten. Vereinzelte Aussagen wurden von der Staatsanwaltschaft in ihren Haftver-
längerungsanträgen vom 17. März 2021 (Akten KZM 21 327) und 17. September 
2021 (Akten KZM 21 1075) wie folgt wiedergegeben:

E.________ (Vermieter des Beschuldigten) führte anlässlich seiner Befragung aus, dass der 
Beschuldigte ihn nach der Tat (25.12.2020, ca. 14:20 Uhr) angerufen und ausgeführt habe, soeben 
seine Freundin erschossen zu haben. Dabei habe der Beschuldigte ihm eröffnet, dass er 
(E.________) der nächste sei, welchen er erschiessen werde, da er ein Betrüger sei, was ihn 
(E.________) angesichts der Tatsache, dass der Beschuldigte soeben seine Freundin erschossen 
habe, in Angst und Schrecken versetzt habe (vgl. zum Ganzen: EV E.________ vom 26.12.2020 
sowie Ausdehnungsverfügung vom 08.01.2021). 

K.________ (Schwester der Verstorbenen) führte anlässlich ihrer Befragung aus, dass ihre Schwester 
(Opfer) Angst vor dem Beschuldigten gehabt habe und sich deshalb nicht von diesem habe trennen 
können. Ihre Schwester (Opfer) habe ihr zudem anvertraut, dass der Beschuldigte ihr damit gedroht 
habe, sie umzubringen oder sie umbringen zu lassen bzw. ihr das Kind wegzunehmen, wenn sie sich 
von ihm trenne (vgl. zum Ganzen: EV K.________ vom 28.12.2020).

L.________ (Freundin der Verstorbenen) führte anlässlich ihrer Befragung aus, dass sie mit 
D.________ (Opfer) viel über deren Beziehung mit dem Beschuldigten gesprochen habe. Dabei habe 
sie von D.________ erfahren, dass diese vom Beschuldigten bedroht werde bzw. Angst vor diesem 
habe und er ihr namentlich damit gedroht habe, dafür zu sorgen, dass man ihr die Tochter 
wegnehme. Auch soll der Beschuldigte ihr (D.________) gesagt haben, dass man eine Mutter wie sie 
erschiessen sollte (vgl. zum Ganzen: EV L.________ vom 28.12.2020). 

M.________ (Ex-Freundin des Beschuldigten) führte anlässlich ihrer Einvernahme aus, dass der 
Beschuldigte während des Zusammenlebens mit ihr im Rahmen einer gegenseitigen 
Auseinandersetzung versucht habe, ihren Hund abzustechen. Danach sei er (der Beschuldigte) auch 
auf sie losgegangen, sei auf ihren Hals gekniet und habe versucht, ihr die Luft abzuschnüren. Auch 
habe er damit gedroht, sie und ihren Sohn umzubringen (vgl. zum Ganzen: EV M.________ vom 
30.12.2020). 

N.________ (Ex-Freundin des Beschuldigten) berichtete anlässlich ihrer Einvernahme von diversen 
häuslichen Gewaltvorfällen während des seinerzeitigen Zusammenlebens. So soll der Beschuldigte 
ihr etwa damit gedroht haben, sie umzubringen und zu ihr gesagt haben, dass die letzte Kugel für sie 
bestimmt sei (vgl. zum Ganzen: EV N.________ vom 06.01.2021). 

O.________ (Freund des Beschuldigten) erzählte anlässlich seiner Einvernahme, dass der 
Beschuldigte ihn unmittelbar nach der Tat via «Facetime» angerufen habe. Der Beschuldigte habe 
ihm mitgeteilt, dass er soeben seine Freundin (D.________) erschossen habe. Während des 
Telefonats habe er (O.________) gesehen, dass der Beschuldigte eine Waffe in der Hand hielt (vgl. 
zum Ganzen: EV O.________ vom 26.12.2020).

F.________ (Cousin des Beschuldigten, vgl. EV-Protokoll F.________ vom 17.03.2021) […] 
beschrieb den Beschuldigten als aufbrausend, aggressiv und unberechenbar (Rz. 40, 53, 222). Weiter 

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schilderte F.________, wie der Beschuldigte vor ein paar Jahren (ca. 2013-2015) damit gedroht habe, 
ihn (den Cousin) sowie den Vater zu erschiessen (Rz. 193 ff., 214, 456). Zudem habe der 
Beschuldigte im Rahmen eines Videoanrufes mit F.________ wenige Tage vor der Tat eine Pistole 
vorgezeigt und sich damit gebrüstet (Rz. 255 ff.). Aus den Schilderungen von F.________ wird klar, 
dass er grosse Angst vor dem Beschuldigten hat und diesem alles zutraut (vgl. dazu namentlich Rz. 
402 f.).

H.________, eine Ex-Partnerin des Beschwerdeführers, führte anlässlich ihrer Ein-
vernahme vom 15. Juni 2021 zunächst aus, dass sie nie vom Beschwerdeführer 
bedroht worden, er immer gut zu ihr gewesen und sie überzeugt sei, dass er die 
Tat nicht absichtlich begangen habe. Auf Vorhalt einer Sprachnachricht hin räumte 
sie jedoch ein, dass der Beschwerdeführer ihr damit gedroht habe, sie im Fall einer 
Trennung zu erschiessen und ihr die Kinder wegzunehmen (Einvernahmeprotokoll 
H.________ vom 15. Juni 2021, u.a. Z. 37 ff., Z. 51, Z. 164 und Z. 177 f.). 

P.________, Mieter im Gasthof Q.________ R.________ (Ort) (dort hatte der Be-
schwerdeführer ebenfalls ein Zimmer), beschrieb den Beschwerdeführer anlässlich 
seiner informellen Befragung als anfänglich umgänglich, mit der Zeit sei er – unter 
Alkohol- und Drogeneinfluss – zunehmend aggressiv, impulsiv und aufbrausend 
geworden. Es hätte ein falsches Wort genügt und der Beschwerdeführer sei schon 
aggressiv geworden. Unter den Mietern im Gasthof Q.________ sei allseits be-
kannt gewesen, dass der Beschwerdeführer eine Waffe besitze. Er (P.________) 
habe gehört, dass ein anderer Mieter mit dieser Waffe bedroht worden sein soll 
(zum Ganzen: Berichtsrapport der Kantonspolizei Bern vom 30. Dezember 2020).

4.6 Gestützt auf das unter E. 4.5 hiervor Ausgeführte kann der dringende Tatverdacht 
der vorsätzlichen Tötung nicht ernsthaft in Abrede gestellt werden. Wie erwähnt, 
bedarf es im Rahmen des Haftverfahrens keiner abschliessenden Beurteilung der 
Tat- und Rechtsfragen. Diese ist dem Sachgericht vorbehalten. Auch wenn nach-
vollziehbar ist, dass der Beschwerdeführer am 25./26. Dezember 2020 emotional 
aufgelöst resp. in einer schlechten Verfassung gewesen ist und er deshalb mögli-
cherweise das von ihm geltend Gemachte, wonach sich während des «Blödelns» 
ein Schuss gelöst haben soll, nicht schlüssig hat darlegen können, überzeugt seine 
geltend gemachte «Unfallversion» in keiner Weise. Diese erscheint unter Berück-
sichtigung der Gesamtakten nicht glaubhaft. Bis heute hat der Beschwerdeführer 
denn auch keine nähere Erklärung beibringen können, wie sich das «Blödeln» und 
das «Käpslipistole-Spielen» genau zugetragen haben sollen. Selbst wenn – wie 
vom Beschwerdeführer geltend gemacht – oftmals kein Sinn und Zweck beim 
«Blödeln» erkennbar ist, darf erwartet werden, dass die diesbezügliche Situation 
resp. der entsprechende Geschehensablauf geschildert werden kann. Ob die vom 
Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang geltend gemachten Erinnerungslü-
cken als Schutzbehauptung bezeichnet werden müssen oder ob diese auf eine 
Schutzreaktion/Verdrängung zurückzuführen sind, kann dahingestellt bleiben. Im-
merhin fällt auf, dass sich der Beschwerdeführer gut an die Zeit nach der Tat zu er-
innern vermag. 

Gestützt auf die Aussagen der Tochter des Opfers muss derzeit davon ausgegan-
gen werden, dass es am 25. Dezember 2020 zu Meinungsverschiedenheiten zwi-
schen dem Beschwerdeführer und dem Opfer gekommen ist und der Beschwerde-

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führer die Waffe bereits in einem Zeitpunkt behändigt hat, als die Tochter des Op-
fers noch in der Wohnung anwesend gewesen ist. Weiter darf aufgrund der Aussa-
gen des Vaters von G.________ resp. des Ex-Partners des Opfers, I.________, 
wonach am Tattag nicht nur der Beschwerdeführer bei ihm angerufen habe, son-
dern auch das Opfer, wobei er dieses als verängstigt erlebt habe, geschlossen 
werden, dass die Stimmung zwischen dem Beschwerdeführer und dem Opfer 
schlecht gewesen sein muss. Zwar ist nicht gänzlich ausgeschlossen, dass sich die 
Stimmung nach dem Weggang der Tochter resp. nach der Rückkehr des Opfers in 
die Wohnung wieder verbessert hat. Derzeit deuten jedoch mehr Hinweise darauf 
hin, dass der Streit seinen Fortgang genommen hat und die Situation eskaliert ist. 
Dass der Beschwerdeführer statt von «Streit» lediglich von «Meinungsverschie-
denheiten» gesprochen hat, welche auch nicht eskaliert seien, ändert daran nichts. 
Zum einen handelt es sich bei den vorgenannten Begriffen um Synonyme, zum an-
deren soll der Beschwerdeführer angeblich selber gegenüber dem Gutachten an-
gegeben haben, dass der Streit eskaliert sei (forensisch-psychiatrisches Gutachten 
vom 2. August 2021, S. 39 2. Abschnitt). Selbst unter Ausklammerung der angeb-
lich gegenüber dem Gutachter gemachten Aussage spricht einiges dafür, dass sich 
die Situation zu Hause zugespitzt haben muss: Der Beschwerdeführer stand an je-
nem Tag unter Alkohol- und Drogeneinfluss, war aufgebracht (so die Aussagen der 
Tochter und des Ex-Partners des Opfers), hatte eine Waffe bei sich und wird von 
verschiedener Seite – insbesondere unter Alkoholeinfluss – als aufbrausend, im-
pulsiv und aggressiv beschrieben. Gemäss Aussagen von G.________ sei die 
Stimmung des Beschwerdeführers gar ungeachtet eines Alkohol- und/oder Dro-
genkonsums von null auf hundert umgeschlagen. Seine Wut habe er dann jeweils 
gegen sie und ihre Mutter gerichtet (Einvernahmeprotokoll von G.________ vom 
26. Dezember 2020, Z. 303-308). Für eine Eskalation spricht weiter, dass der Be-
schwerdeführer anlässlich der forensisch-psychiatrischen Begutachtung selber eine 
solche eingeräumt haben soll (forensisch-psychiatrisches Gutachten vom 2. August 
2021, S. 39 2. Abschnitt). Dass die Situation zu Hause eskaliert zu sein scheint, 
darf derzeit auch gestützt auf die Schilderungen der Ex-Partnerinnen des Be-
schwerdeführers angenommen werden, wonach ihnen der Beschwerdeführer 
ebenfalls gedroht habe resp. er diese tätlich angegangen sei. Die Erlebnisse der 
Ex-Partnerinnen liegen zwar einige Jahre zurück. Dies bedeutet jedoch nicht, dass 
sie deshalb von vornherein nicht berücksichtigt werden dürften. Gleiches gilt für die 
Aussagen von F.________ (Cousin des Beschwerdeführers), welcher in den 
letzten Jahren kaum Kontakt zum Beschwerdeführer gehabt hat. Dessen 
Schilderungen sowie diejenigen der Ex-Partnerinnen oder Angehörigen/Freunde 
des Opfers, wie der Beschwerdeführer auf sie gewirkt hat resp. wie sie ihn erlebt 
haben, sind sehr wohl auch für die aktuelle Untersuchung von Relevanz, ergibt sich 
daraus doch ein Bild, wie der Beschwerdeführer (u.a.) in Konfliktsituationen 
und/oder unter Alkoholeinfluss reagiert. Die Rüge, wonach die Staatsanwaltschaft 
in ihren Verlängerungsanträgen insoweit jeweils aus dem Zusammenhang gerisse-
ne Passagen aus Einvernahmeprotokollen aufgelistet habe, die nichts mit den Ge-
schehnissen vom 25. Dezember 2020 zu tun gehabt hätten, sondern Ereignisse 
betroffen hätten, welche Jahre zurückliegen würden, ist somit unbegründet. Ohne-
hin ist nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft die Aussagen nur aus-

10

zugsweise wiedergegeben hat. Die entsprechenden Protokolle waren den Verlän-
gerungsanträgen beigelegt, so dass die Aussagen der Belastungspersonen über-
prüft werden konnten. Es bestand somit nie die Gefahr, dass die Staatsanwalt-
schaft allfällig entlastende Elemente zurückhalten könnte. 

Die Aussagen von G.________ dürfen – gestützt auf eine summarische Würdigung 
– derzeit als glaubhaft bezeichnet werden. Ihre Angaben sind einerseits detailliert 
und konsistent, andererseits lassen sie sich mit den restlichen Erkenntnissen und 
insbesondere auch mit den Aussagen ihres Vaters in Einklang bringen. Anhalts-
punkte dafür, dass sie den Beschwerdeführer zu Unrecht belasten würde, sind 
nicht erkennbar. Im Gegenteil: Ihren Aussagen lässt sich nicht nur Schlechtes über 
den Beschwerdeführer entnehmen. So führte sie denn auch aus, dass sie ihn ge-
mocht habe, die Beziehung zwischen ihrer Mutter und ihm – abgesehen von den 
Streitereien (welche in letzter Zeit heftiger geworden seien [Berichtsrapport der 
Kantonspolizei Bern vom 25. Dezember 2020 betreffend Erstangaben von 
G.________ anlässlich der Überbringung der Todesnachricht]) und dem Streit vom 
25. Dezember 2020 – recht gut gewesen sei. Weiter stellt sie auch klar, was sie 
selber gehört oder eben nicht gehört hat (vgl. Einvernahmeprotokoll G.________ 
vom 26. Dezember 2021, Z. 184 ff. und 278 ff.). Anders als der Beschwerdeführer 
meint, trifft auch nicht zu, dass G.________ die von ihr akustisch wahrgenommene 
«Ladebewegung» in unzureichender Weise beschrieben hat. Ihre Erklärung, das 
Geräusch einer Ladebewegung aus Filmen/Serien zu kennen, die sie irgendwann 
mal gesehen habe (Einvernahmeprotokoll von G.________ vom 20. Mai 2021, Z. 
359-362), ist glaubhaft, ist doch notorisch, dass in Filmen Ladebewegungen akus-
tisch wiedergegeben werden. Allein der Umstand, dass sie die Filme nicht nament-
lich nennt, macht die Aussage nicht unglaubhaft. 

Auch aus dem Umstand, dass G.________ nicht mitbekommen hat, dass der Be-
schwerdeführer wenige Tage vor der Tat anlässlich eines Videoanrufs seinem Va-
ter die Waffe mitsamt Munition präsentiert haben soll, kann der Beschwerdeführer 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Anhaltspunkte dafür, dass auf die diesbezügli-
chen Aussagen von F.________, welcher zum Zeitpunkt des Videoanrufs neben 
dem Vater des Beschwerdeführers gestanden und ebenfalls auf das Display ge-
schaut und demzufolge Waffe und Munition gesehen hat (Einvernahmeprotokoll 
F.________ vom 17. März 2021), nicht abgestellt werden dürfte, sind nicht erkenn-
bar. 

Zusammengefasst ist der Verdacht der vorsätzlichen Schussabgabe und damit der 
vorsätzlichen Tötung als dringend zu qualifizieren. Dass die Obduktion des Opfers 
keine Anzeichen für eine vorgängige gewalttätige Auseinandersetzung geliefert hat, 
ändert nichts an dieser Schlussfolgerung. Gleiches gilt für den beschwerdeführeri-
schen Hinweis, wonach er im Tatzeitpunkt stark alkoholisiert gewesen sei und un-
ter Einfluss von Cannabis gestanden habe. Nach Einschätzung der Beschwerde-
kammer vermag der vorgängige Konsum vorsätzliches Handeln nicht auszusch-
liessen, immerhin war der Beschwerdeführer gewohnt, viel Alkohol zu trinken, und 
war er doch nach der Tat in der Lage, die Polizei und Drittpersonen zu kontaktieren 
und deren Anweisungen zu befolgen. Im Rahmen der Beurteilung des dringenden 
Tatverdachts ist vorliegend auch nicht weiter von Relevanz, dass die Verteidigung 

11

das forensisch-psychiatrische Gutachten noch nicht als vollständig und schlüssig 
erachtet und daher Ergänzungsragen gestellt hat (dazu E. 6.4 hiernach). Selbst un-
ter Ausklammerung des forensisch-psychiatrischen Gutachtens, welches im Übri-
gen von zur Tatzeit erhaltener Einsichtsfähigkeit ausgeht (Gutachten S. 77), ist der 
dringende Tatverdacht offensichtlich. Hinzu kommt, dass gemäss Anzeigerapport 
vom 28. September 2021 (dort S. 18) scheinbar mittlerweile ein 3D-Modell zur Ta-
trekonstruktion erstellt worden ist. Soweit ersichtlich, befindet sich der entspre-
chende Bericht nicht in den der Beschwerdekammer zur Verfügung gestellten Ak-
ten. Indessen kann dem Anzeigerapport dazu entnommen werden, dass die erstell-
te virtuelle Tatrekonstruktion ein Unfallgeschehen eindeutig ausschliessen würde.

4.7 Bezüglich der dem Beschwerdeführer vorgeworfenen Drohung, wonach er anläss-
lich des nach der Schussabgabe geführten Telefongesprächs E.________ mit der 
Erschiessung bedroht haben soll, ist der dringende Tatverdacht ebenfalls zu beja-
hen. 

E.________ gab gegenüber der Polizei zu Protokoll, dass der Beschwerdeführer 
ihm zunächst in aufgelöstem Zustand berichtet habe, «Scheisse gebaut» und seine 
Freundin erschossen zu haben. Dann habe seine Stimmung um 180 Grad gekehrt, 
er sei aggressiv geworden und habe ihn als Betrüger beschimpft und dabei gesagt, 
dass er (E.________) der nächste sei, den er erschiessen werde. Er (E.________) 
hätte anschliessend damit rechnen müssen, dass der Beschwerdeführer plötzlich 
bei ihm auftauchen und seinen Worten Taten folgen lasse werde (Einvernahmepro-
tokoll von E.________ vom 26. Dezember 2020, Z. 25 ff.). Es kann in der vorlie-
genden Konstellation resp. aufgrund des In-Aussicht-Stellens einer Erschiessung, 
nachdem kurz vorher eine andere Person erschossen worden ist, und aufgrund des 
abrupten Stimmungswechsels und aggressiven Verhaltens des Beschwerdeführers 
nicht in Abrede gestellt werden, dass die angedrohte Erschiessung Angst zu er-
zeugen vermag. Dass der Beschwerdeführer am 25. Dezember 2020 starke Stim-
mungsschwankungen gezeigt hat, wird zudem auch von den Polizeibeamten 
bestätigt. Die Einwände des Beschwerdeführers, insbesondere wonach noch keine 
Konfrontationseinvernahme stattgefunden habe und deshalb ein anderer Gesche-
hensablauf nicht ausgeschlossen sei, vermögen nichts am Vorliegen eines drin-
genden Tatverdachts zu ändern. 

4.8 Gestützt auf das Ausgeführte ist der dringende Tatverdacht wegen vorsätzlicher 
Tötung und Drohung somit zu bejahen.

5. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft einen besonderen 
Haftgrund im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. a-c StPO voraus. Das Zwangsmass-
nahmengericht stützt sich zunächst auf den besonderen Haftgrund der Fluchtge-
fahr.

5.1 Fluchtgefahr liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung 
oder der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögli-
che Flucht ins Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im Inland 
(BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 1B_379/2019 vom 15. August 
2019 E. 6.1 und 1B_387/2016 vom 17. November 2016 E. 5, auch zum Folgen-

12

den). Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkreten 
Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine Flucht nicht 
nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere der 
drohenden Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt 
jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Ur-
teile des Bundesgerichts 1B_126/2012 und 1B_146/2012 vom 26. März 2012 
E. 3.3.2). Vielmehr müssen die konkreten Umstände, insbesondere die gesamten 
Lebensverhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden (vgl. 
zum Ganzen: BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweisen). So ist es zulässig, die fami-
liären und sozialen Bindungen der inhaftierten Person, deren berufliche Situation 
und Schulden sowie private und geschäftliche Kontakte ins Ausland und Ähnliches 
mit zu berücksichtigen (FORSTER, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafpro-
zessordnung, 2. Aufl. 2014, N. 5 zu Art. 221 StPO; Urteile des Bundesgerichts 
1B_541/2017 vom 8. Januar 2018 E. 3.2, 1B_150/2015 vom 12. Mai 2015 E. 3.1 
und 1B_285/2014 vom 19. September 2014 E. 3.3). Auch psychische Auffälligkei-
ten, die auf eine besondere Neigung zu Impulsdurchbrüchen bzw. Kurzschluss-
handlungen schliessen lassen, können das Fluchtrisiko erhöhen (BGE 123 I 268 
E. 2e). Ein gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr stellen auch unklare Wohn- und Ar-
beitsverhältnisse dar (FREI/ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, a.a.O., N. 17 zu Art. 221 
StPO). Selbst bei einer befürchteten Reise in ein Land, welches die beschuldigte 
Person grundsätzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertretend verfolgen 
könnte, ist die Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen. Die Wahrschein-
lichkeit einer Flucht nimmt in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. Haft-
dauer ab, da sich auch die Dauer des allenfalls noch zu verbüssenden strafrechtli-
chen Freiheitsentzugs mit der bereits geleisteten prozessualen Haft, die auf die 
mutmassliche Freiheitsstrafe anzurechnen wäre (Art. 51 StGB), kontinuierlich ver-
ringert (zum Ganzen: BGE 145 IV 503 E. 2.2 und 143 IV 160 E. 4.3, je mit Hinwei-
sen; ferner Urteil des Bundesgerichts 1B_476/2021 vom 23. September 2021 
E. 3.1)

5.2 Obschon der Beschwerdeführer Schweizer Bürger ist, bejahte das Zwangsmass-
nahmengericht im angefochtenen Entscheid die Fluchtgefahr. Begründet hat es 
diese damit, dass es sich beim Vorfall vom 25. Dezember 2020 um ein derart ein-
schneidendes Erlebnis gehandelt habe, welches allfällige Prinzipien des Be-
schwerdeführers in Frage stellen dürfte und aufgrund dessen auch im Fall des Be-
schwerdeführers nicht zuletzt mit Blick auf die ihm drohende Sanktion und dessen 
sozial als zumindest instabil zu bezeichnende Lebenssituation befürchtet werden 
müsse, dass er sich dem Strafverfahren künftig nicht mehr ohne Weiteres stellen 
würde, namentlich indem er untertauche oder anderweitig nicht mehr erreich- bzw. 
greifbar sei. Die Befürchtung, dass er sich im Fall einer Haftentlassung ins Ausland 
absetzen könnte, stehe derzeit nicht im Vordergrund.

5.3 Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, dass alles auf Mutmassungen und Spe-
kulationen beruhe. Bereits im Rahmen des Haftantrags und auch später habe nie 
eine Abwägung hinsichtlich familiärer, sozialer und wirtschaftlicher Aspekte stattge-
funden. Er habe keine Beziehungen ins Ausland und daher keinerlei Anlass, sich 
ins Ausland abzusetzen. Auch die Gefahr des Untertauchens in der Schweiz sei 
rein hypothetischer Natur und werde durch keine objektiven Kriterien erhärtet. Al-

13

lein die im Fall einer Verurteilung zu erwartende Sanktion reiche zur Begründung 
der Fluchtgefahr nicht aus.

5.4 In ihrer delegierten Stellungnahme vom 22. Oktober 2021 weist die Staatsanwalt-
schaft darauf hin, dass der Beschwerdeführer offenbar plane, zu seinem Bruder 
nach T.________(Ort) zu ziehen bzw. als Koch auf einem Schiff anzuheuern. Somit 
könne nicht davon gesprochen werde, es würden keine Beziehungen ins Ausland 
bestehen. Im Übrigen sei die instabile Lebenssituation des Beschwerdeführers 
(keine Wohnung, keine Arbeit, kein Geld) aktenkundig. Beispielhaft für die fehlen-
den sozialen Bindungen sei, dass der Beschwerdeführer keinen Kontakt zu seinen 
vier Kinder pflege und von den meisten seiner Kinder nicht einmal Name und/oder 
Geburtsdatum kenne. 

5.5 In seiner Replik wehrt sich der Beschwerdeführer gegen die Behauptung, die Na-
men seiner Kinder nicht zu kennen. Ohnehin vermöchte selbst Unkenntnis eine 
Fluchtgefahr nicht zu begründen. Im Übrigen verkenne die Staatsanwaltschaft die 
Bedeutung seiner Bemerkung, wonach er auf einem Schiff arbeiten oder zu seinem 
Bruder nach T.________(Ort) gehen möchte. Ausserdem verfüge er in der Schweiz 
über gefestigte soziale Kontakte. 

5.6 Es trifft zu, dass dem Beschwerdeführer im Fall einer rechtskräftigen Verurteilung 
eine empfindliche, mehrjährige Sanktion droht. Diese vermag jedoch für sich allein 
noch keine Fluchtgefahr zu begründen. Zutreffend ist jedoch ebenfalls, dass von 
einer instabilen Lebenssituation ausgegangen werden muss. Der Beschwerdefüh-
rer hat weder Arbeit noch eine Wohnung und wird vom Sozialdienst unterstützt. Zu 
mindestens drei seiner vier Kindern pflegt er keinen Kontakt und auch deren Na-
men und Geburtsdaten scheint er zumindest gemäss seinen Aussagen anlässlich 
der Einvernahme vom 10. März 2021 nicht zu kennen (Einvernahmeprotokoll des 
Beschwerdeführers vom 10. März 2021, Z. 417 ff.). Inwieweit zu S.________, wel-
che er als eigene Tochter «anerkennt», zwischenzeitlich eine Beziehung hat auf-
gebaut werden können, erschliesst sich der Beschwerdekammer nicht. Mit diversen 
Personen scheint der Beschwerdeführer anscheinend Probleme zu haben (gemäss 
eigenen Ausführungen sei er bedroht worden) und eine stabile soziale Vernetzung, 
auf welche er im Fall einer Haftentlassung zählen und welche ihn stützen könnte, 
ist nicht erkennbar. Vor diesem Hintergrund und insbesondere aufgrund seiner – 
von Drittpersonen und dem forensisch psychiatrischen Gutachter beschriebenen 
(dazu E. 6.4.2 hiernach) – Impulsivität und seines unberechenbaren Verhaltens ist 
die vom Zwangsmassnahmengericht bejahte Fluchtgefahr derzeit nicht zu bean-
standen. Wie dieses geht auch die Beschwerdekammer von einer konkreten Ge-
fahr aus, dass der Beschwerdeführer im Fall einer Haftentlassung innerhalb der 
Schweiz untertauchen und damit für die Strafverfolgungsbehörden nicht mehr 
greifbar sein könnte. Auch wenn er gegenüber dem forensisch-psychiatrischen 
Gutachter angegeben hat, sich vorstellen zu können, zu seinem Bruder nach 
T.________(Ort) zu ziehen, und sich wünsche, einmal zu reisen resp. auf einem 
Schiff als Koch zu arbeiten, ist nach Ansicht der Beschwerdekammer derzeit weni-
ger die Gefahr zu befürchten, dass er sich ins Ausland absetzen könnte. Bei den 
entsprechenden Angaben des Beschwerdeführers handelte es sich um «Zukunfts-
pläne» und der Beschwerdeführer merkte selber an, dass er vor einem Umzug 

14

nach T.________ (Ort) eine Arbeitsstelle und Wohnung/Studio zugesagt haben 
müsste. Ausserdem sind keine Anhaltspunkte dafür erkennbar, dass sich der Be-
schwerdeführer regelmässig im Ausland aufgehalten hätte und dort – abgesehen 
seines in T.________(Ort) lebenden Bruders – über soziale Kontakte verfügen 
würde.

Der Umstand, dass die Eltern des Beschwerdeführers ihn im Gefängnis besuchen, 
wirkt sich nicht fluchtminimierend aus. Abgesehen davon, dass «Besuche» nicht 
von vornherein gefestigte soziale Kontakten begründen, ist fraglich, ob die Bezie-
hung zu seinen Eltern genügend Gewähr bieten könnte, dass sich der Beschwer-
deführer im Fall einer Haftentlassung den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung 
halten würde.

5.7 Es bestehen somit konkrete Anhaltspunkte dafür, dass sich der Beschwerdeführer 
im Fall einer Haftentlassung den Strafverfolgungsbehörden und damit dem Straf-
verfahren entziehen könnte. Dies gilt es zumindest im aktuellen Verfahrensstadium 
zu vermeiden. Der besondere Haftgrund der Fluchtgefahr ist somit derzeit zu beja-
hen.

6. Die Verlängerung der Untersuchungshaft wird weiter mit dem Haftgrund der Wie-
derholungsgefahr begründet.

6.1 Wiederholungsgefahr im Sinne von Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO liegt vor, wenn die 
beschuldigte Person eines Verbrechens oder Vergehens dringend verdächtig ist 
und ernsthaft zu befürchten ist, dass sie durch schwere Verbrechen oder Vergehen 
die Sicherheit anderer erheblich gefährdet, nachdem sie bereits früher gleichartige 
Straftaten verübt hat. Für das Vorliegen von Wiederholungsgefahr sind somit drei 
Elemente konstitutiv, welche kumulativ erfüllt sein müssen: Erstens muss 
grundsätzlich das Vortatenerfordernis erfüllt sein. Zweitens muss durch drohende 
schwere Vergehen oder Verbrechen die Sicherheit anderer erheblich gefährdet 
sein. Drittens muss die Tatwiederholung ernsthaft zu befürchten sein, was anhand 
einer Legal- bzw. Rückfallprognose zu beurteilen ist (BGE 146 IV 136 E. 2.2. und 
143 IV 9 E. 2.5; Urteil des Bundesgerichts 1B_413/2021 vom 12. August 2021 E. 
2.1). Notwendig, aber auch ausreichend ist grundsätzlich eine ungünstige Rückfall-
prognose (BGE 143 IV 9 E. 2.10). Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr ist re-
striktiv zu handhaben (vgl. zum Ganzen jüngst auch das Urteil des Bundesgerichts 
1B_413/2021 vom 12. August 2021 E. 2). 

6.2

6.2.1 Das Zwangsmassnahmengericht führte im angefochtenen Entscheid aus, dass in 
Anbetracht der diversen Vorstrafen des Beschwerdeführers (u.a. Vergehen gegen 
das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz und Sprengstoffgesetz sowie we-
gen Raufhandels) und der nun zu untersuchenden Delikte, des bestehenden Alko-
holproblems, des von diversen Personen beschriebenen Verhaltens des Be-
schwerdeführers resp. dessen persönlicher Merkmale die Wiederholungsgefahr be-
jaht werden müsse. Es müsse damit gerechnet werden, dass weitere ähnlich 
schwere Vergehen und Verbrechen drohen könnten. Diese Einschätzung werde 
denn auch durch das forensisch-psychiatrische Gutachten vom 2. August 2021 ge-
stützt, welches dem Beschwerdeführer eine Störung durch multiplen Substanzge-

15

brauch und Konsum psychotroper Substanzen sowie eine dissoziale Persönlich-
keitsstörung attestiere. Die von der Verteidigung vorgebrachten Ergänzungsfragen 
zum forensisch-psychiatrischen Gutachten vermöchten daran nichts zu ändern.

6.2.2 Der Beschwerdeführer verneint das Vorliegen einer Wiederholungsgefahr und 
wehrt sich gegen die Verwertung der aus der forensisch-psychiatrischen Begutach-
tung gewonnenen Erkenntnisse. Das diesbezügliche Gutachten lasse – wie er es in 
seinem Schreiben vom 22. September 2021 an die Staatsanwaltschaft vorgetragen 
habe – noch viele Fragen offen. Ausserdem sei die angeblich zum Nachteil von 
E.________ am Telefon geäusserte Drohung bisher nicht belegt, da weder eine 
Einvernahme noch eine Auswertung des Telefongesprächs stattgefunden habe. 

6.3 Die Argumente des Beschwerdeführers überzeugen nicht. Gestützt auf die Akten 
ist vorliegend die Wiederholungsgefahr zu bejahen.

16

6.3.1 Was das Vortatenerfordernis betrifft, ist zunächst festzuhalten, dass es sich bei den 
Vortaten ebenfalls um Verbrechen oder schwere Vergehen gegen gleiche oder 
gleichartige Rechtsgüter gehandelt haben muss. Die bereits begangenen Straftaten 
können sich aus rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahren ergeben. Sie kön-
nen jedoch auch Gegenstand eines noch hängigen Strafverfahrens bilden, in dem 
sich die Frage der Untersuchungs- bzw. Sicherheitshaft stellt, sofern mit an Sicher-
heit grenzender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass die beschuldigte Person solche 
Straftaten begangen hat. Der haftrechtliche Nachweis, dass die beschuldigte Per-
son eine Straftat verübt hat, gilt bei einem glaubhaften Geständnis oder einer er-
drückenden Beweislage als erbracht (BGE 143 IV 9 E. 2.3.1 und 137 IV 84 E. 3.2 
mit Hinweisen). 

6.3.2 Der Beschwerdeführer ist mehrfach vorbestraft. Dem Strafregisterauszug kann 
entnommen werden, dass er u.a. wegen Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz, wegen Vergehens gegen das Waffengesetz und das Bundes-
gesetz über explosionsgefährliche Stoffe, wegen Herstellens, Verbergens, Weiter-
schaffens von Sprengstoffen und giftigen Gasen (Art. 226 Abs. 2 StGB) und wegen 
Raufhandels verurteilt worden ist. Für die Beschwerdekammer ist fraglich, ob diese 
genannten Verurteilungen resp. Delikte das Vortatenerfordernis zu erfüllen vermö-
gen, sind doch bei der Beurteilung der Schwere der Tat neben der abstrakten 
Strafdrohung gemäss Gesetz insbesondere auch das betroffene Rechtsgut und der 
Kontext der Tatbegehung, namentlich die konkret vom Beschuldigten ausgehende 
Gefährlichkeit bzw. das bei ihm vorhandene Gewaltpotenzial, einzubeziehen (BGE 
143 IV 9 E. 2.6). Der den jeweiligen Verurteilungen zugrunde liegende Sachverhalt 
kann den Akten nicht entnommen werden. Fest steht einzig, dass der Beschwerde-
führer jeweils lediglich zu Geldstrafen von 20-35 Tagessätzen verurteilt worden ist. 
Weiter kann derzeit – ungeachtet der Bejahung des dringenden Tatverdachts – 
nicht von einer erdrückenden Beweislage im aktuell hängigen Strafverfahren ge-
sprochen werden, weshalb die aktuellen Tatvorwürfe nicht für das Vortatener-
fordernis herangezogen werden können. Der Beschwerdeführer bestreitet, seine 
Freundin vorsätzlich getötet und E.________ die Erschiessung angedroht zu ha-
ben. Soweit ersichtlich, befindet sich der Bericht zur virtuellen Tatrekonstruktion 
noch nicht in den Akten und hinsichtlich der vorgeworfenen Drohung hat bisher 
einzig eine Einvernahme von E.________ stattgefunden. 

Die vorliegende Ausgangslage (Tötung der Partnerin) rechtfertigt indessen, vom 
Vortatenerfordernis abzusehen. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung erlaubt, 
dass Personen, welche eine schwere Straftat begangen haben, in Untersuchungs-
haft genommen werden, auch wenn diese nicht bereits Wiederholungstäter im Sin-
ne des Haftrechts sind. Aufgrund einer systematisch-teleologischen Auslegung von 
Art. 221 Abs. 1 Bst. c StPO gelangte das Bundesgericht zum Schluss, es habe 
nicht in der Absicht des Gesetzgebers gelegen, mögliche Opfer von schweren Ge-
waltdelikten – worunter die Tötung zweifellos gehört – einem derart hohen Rückfall-
risiko auszusetzen (BGE 143 IV 9 E. 2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
1B_133/2011 vom 12. April 2011, publ. in: SJ 2011 I 484, E. 4.7; BGE 137 IV 13 
E. 3 f. [= Pra 2011 Nr. 90]; zur Risikobeurteilung vgl. nachfolgend E. 6.4).

17

6.4 Ob ernsthaft zu befürchten ist, dass der Beschwerdeführer bei einer Haftentlassung 
erneut schwere Vergehen oder Verbrechen begehen könnte, ist – wie erwähnt – 
anhand einer Legal- bzw. Rückfallprognose zu beurteilen.

6.4.1 Massgebliche Kriterien bei der Beurteilung der Rückfallprognose sind nach der 
Praxis des Bundesgerichts insbesondere die Häufigkeit und Intensität der fragli-
chen Delikte. Bei dieser Bewertung sind allfällige Aggravationstendenzen wie eine 
zunehmende Eskalation respektive Gewaltintensität oder eine raschere Kadenz der 
Taten zu berücksichtigen. Zu würdigen sind des Weiteren die persönlichen Ver-
hältnisse der beschuldigten Person. Liegt bereits ein psychiatrisches Gutachten 
vor, ist dieses ebenfalls in die Beurteilung miteinzubeziehen. Die Einholung eines 
psychiatrischen Gutachtens ist zur Beurteilung der Rückfallgefahr jedoch nicht in 
jedem Fall notwendig (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_376/2018 vom 28. August 
2018 E. 5.4).

In der Regel erscheint die Gefährdung der Sicherheit anderer umso höher, je 
schwerer die drohende Tat wiegt. Betreffend die Anforderungen an die Rückfallge-
fahr gilt hingegen eine umgekehrte Proportionalität. Dies bedeutet, je schwerer die 
drohenden Taten sind und je höher die Gefährdung der Sicherheit anderer ist, des-
to geringere Anforderungen sind an die Rückfallgefahr zu stellen. Liegen die 
Tatschwere und die Sicherheitsrelevanz am oberen Ende der Skala, so ist die 
Messlatte zur Annahme einer rechtserheblichen Rückfallgefahr tiefer anzusetzen. 
Zugleich ist daran festzuhalten, dass der Haftgrund der Wiederholungsgefahr re-
striktiv zu handhaben ist. Hieraus folgt, dass eine negative, d.h. eine ungünstige 
Rückfallprognose zur Annahme von Wiederholungsgefahr notwendig, grundsätzlich 
aber auch ausreichend ist (BGE 143 IV 9 E. 2.8-2.10 mit Hinweisen). Besonders 
bei drohenden schweren Gewaltverbrechen ist dabei auch dem psychischen Zu-
stand der beschuldigten Person bzw. ihrer Unberechenbarkeit oder Aggressivität 
Rechnung zu tragen (BGE 143 IV 9 E. 2.8 und 140 IV 19 E. 2.1.1). 

6.4.2 Der Beschwerdeführer wurde forensisch-psychiatrisch begutachtet. Der Gutachter 
diagnostizierte beim Beschwerdeführer eine Störung durch multiplen Substanzge-
brauch und Konsum psychotroper Substanzen, Abhängigkeitssyndrom (Alkohol, 
Cannabis, Kokain, Benzodiazepine und Nikotin), gegenwärtig teilweise abstinent 
(Alkohol, Cannabis, Kokain) in geschützter Umgebung (ICD10 F19.2) sowie eine 
dissoziale Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Anteilen (ICD-10 F60.2). 
Dem Gutachten vom 8. August 2021 kann weiter zusammengefasst entnommen 
werden, dass die gestellten Diagnosen unüberlegte, z.T. aggressive Verhaltens-
weisen begünstigt und die Entwicklung prosozialer Lösungsstrategien verhindert 
hätten. Sie hätten beim Beschwerdeführer zu einer deutlichen Minderung der Frus-
trationstoleranz, einer Störung der Impulskontrolle und Unfähigkeit zum Bedürfnis-
aufschub und dies wiederum zu zahlreichen Konflikten mit Personen in seinem 
persönlichen Umfeld geführt. Dadurch sei es dem Beschwerdeführer u.a. nicht 
möglich gewesen, seinen Arbeitsplatz zu behalten und stabile persönliche Bezie-
hungen aufzubauen (Gutachten S. 76). Aufgrund der gestellten Diagnosen ist 
gemäss Gutachten auch damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer auch künf-
tig zu unüberlegten, z.T. aggressiven Verhaltensweisen neigen werde. Die psycho-
pathischen Persönlichkeitsanteile würden die Entwicklung enger menschlicher Be-

18

ziehungen und prosozialer Lösungsstrategien erschweren. Die Ausprägung der 
diagnostizierten psychischen Störungen müsse in der Gesamtgruppe der Personen 
mit einer ähnlichen psychischen Störung sowie bei der Ausprägung der entspre-
chenden Diagnosekriterien als schwer eingestuft werden (Gutachten S. 81 f.). Der 
Gutachter empfiehlt eine (allenfalls strafbegleitende) Massnahme (Gutachten S. 82 
ff.). Zur Frage der Wahrscheinlichkeit zukünftiger strafbarer Handlungen kann dem 
Gutachten entnommen werden, dass aus der aktuarischen und dynamischen Risi-
kobeurteilung ein erhöhtes Risiko resultiere, dass der Beschwerdeführer zukünftig 
erneut ähnliche Delikte begehen könnte (Gutachten S. 70). Personen mit psycho-
pathischen Persönlichkeitsmerkmalen würden statistisch eine deutlich erhöhte 
Wahrscheinlichkeit zeigen, schwere Gewalttaten zu begehen (Gutachten S. 78 f., 
auch zum Folgenden). Aufgrund der gestellten Diagnose und der konkret vorge-
nommenen Risikobeurteilung ist gemäss Gutachter davon auszugehen, dass mit 
hoher Wahrscheinlichkeit auch zukünftig mit weiteren strafbaren Handlungen zu 
rechnen sei. Dabei sei das Wiederholungsszenario am wahrscheinlichsten. Es 
müsse folglich auch zukünftig mit hoher Wahrscheinlichkeit damit gerechnet wer-
den, dass der Beschwerdeführer sein Konsumverhalten fortsetze bzw. wiederauf-
nehme und nur unzureichend in der Lage sein werde, prosoziale Lösungsstrategien 
anzuwenden. Dadurch könnten erneut andere Personen psychisch belastest und 
evtl. sogar körperlich geschädigt werden. Konkret seien Straftaten zu erwarten, wie 
sie der Beschwerdeführer aktuell zur Last gelegt würden, also Drohung und vor-
sätzliche Tötung. 

Die Kritik des Beschwerdeführers an den gutachterlichen Ausführungen reicht nicht 
aus, um zum Schluss zu gelangen, dass das Gutachten des Sachverständigen 
derzeit als unhaltbar zu betrachten wäre. Dieses erweist sich gestützt auf eine 
summarische Würdigung als in sich schlüssig und vollständig. Dass die Staatsan-
waltschaft dem Gutachter noch Ergänzungsfragen unterbreitet hat, vermag daran 
ebenso wenig zu ändern wie der Umstand, dass die Staatsanwaltschaft nicht alle 
von der Verteidigung beantragten Ergänzungsfragen zugelassen hat. Letzteres ist 
nicht zu beanstanden. Die detailliert begründete Nichtzulassung diverser Ergän-
zungsfragen erscheint gestützt auf die Akten und das Gutachten nachvollziehbar 
(vgl. Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 20. Oktober 2021).

Ausserdem decken sich die im Gutachten gezogenen Schlussfolgerungen mit den 
übrigen Ermittlungsergebnissen, welche aus den Haftakten resp. den amtlichen Ak-
ten gewonnen werden können und welche zur selben Risikoeinschätzung führen. 
Der Beschwerdeführer hat ein Alkoholproblem und konsumiert regelmässig Dro-
gen. Verschiedene Personen beschreiben ihn als aufbrausend, aggressiv, impulsiv 
und unberechenbar. Seine Stimmung könne plötzlich umschlagen (vgl. dazu E. 4.5 
hiervor). Weiter haben Ex-Partnerinnen erlebt, wie der Beschwerdeführer in der 
Vergangenheit mit schwierigeren Situationen umzugehen pflegte. M.________ be-
richtete anlässlich ihrer Einvernahme vom 30. Dezember 2020, dass der Be-
schwerdeführer auf sie losgegangen und auf ihren Hals gekniet sei und versucht 
habe, ihr die Luft abzuschnüren. Dem Einvernahmeprotokoll von N.________ vom 
6.Januar 2021 lässt sich entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer ab dem 
Zeitpunkt ihrer Schwangerschaft verändert habe und die Beziehung «zur Hölle» 
geworden sei. U.a. sei er ihr gegenüber aggressiv und handgreiflich geworden, er 

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habe ihr gedroht sie umzubringen und ihr via Chatnachricht mitgeteilt, dass die letz-
te Kugel für sie bestimmt sei (letztgenannte Nachricht konnte auf dem Mobiltelefon 
von N.________ erhältlich gemacht werden). Diese von den Ex-Partnerinnen ge-
schilderten Ereignisse liegen zwar einige Jahre zurück, ungeachtet dessen sind sie 
im Rahmen der Risikobeurteilung von Bedeutung.

Gestützt auf das Ausgeführte ist dem Beschwerdeführer eine ungünstige Legalpro-
gnose zu stellen. 

6.5 Zusammengefasst besteht somit die konkrete Gefahr, dass der Beschwerdeführer 
erneut schwere Vergehen oder Verbrechen begehen könnte, durch welche die Si-
cherheit anderer erheblich gefährdet wäre. Der Haftgrund der Wiederholungsgefahr 
ist ebenfalls zu bejahen.

7.

7.1 Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine in strafprozessualer Haft gehaltene 
Person überdies Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist richterlich 
abgeurteilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu werden. 
Eine übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschränkung dieses 
Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche Dauer der zu 
erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 
StPO). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der 
Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft 
nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der (im Fall einer 
rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehen-
den Sanktion rückt (BGE 143 IV 168 E. 5.1). 

7.2 Dass die Haft unverhältnismässig wäre, wird vom Beschwerdeführer nicht vorge-
bracht. Ungeachtet dessen hat die Beschwerdekammer die Haft unter dem Aspekt 
der Verhältnismässigkeit zu prüfen:

Der Beschwerdeführer befindet sich seit dem 25. Dezember 2020 in Untersu-
chungshaft. Die vom Zwangsmassnahmengericht ausgesprochene Verlängerung 
der Untersuchungshaft um weitere drei Monate führt zu einer Haftdauer von insge-
samt zwölf Monaten. In Anbetracht der im Raum stehenden Vorwürfe droht bei die-
ser Haftdauer noch keine Überhaft, wird doch eine vorsätzliche Tötung im Sinne 
von Art. 111 StGB mit einer Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren bestraft. 

Die Akten lassen weiter keine Verletzung des Beschleunigungsgebots erkennen, 
welche eine Haftentlassung zur Folge haben müsste.

Ersatzmassnahmen, welche geeignet wären, die bestehenden Haftgründe zu ban-
nen, sind nicht erkennbar. Eine Ausweis- und Schriftensperre vermöchte weder ein 
Verlassen des Schweizer Territoriums (Urteil des Bundesgerichts 1B_181/2013 
vom 4. Juni 2013 E. 3.3.2, auch zum Folgenden) noch ein Untertauchen innerhalb 
der Schweiz zu verhindern. Gleiches würde für eine allfällige (regelmässige) Mel-

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depflicht gelten. Und auch eine Eingrenzung auf ein bestimmtes Gebiet (inkl. 
Überwachung mittels Electronic Monitoring) böte nicht die gleiche Sicherheit wie 
die Haftbelassung. Abgesehen davon sind auch bezüglich Wiederholungsgefahr 
keine geeigneten Ersatzmassnahmen erkennbar. 

Im Hinblick auf die ausstehenden Berichte (insbesondere auch die Beantwortung 
der Ergänzungsfragen durch den forensisch-psychiatrischen Gutachter) und die 
ausstehenden Schlusseinvernahmen und die anschliessende Fristansetzung 
gemäss Art. 318 StPO ist die Verlängerung der Untersuchungshaft um drei Monate 
ebenfalls nicht zu beanstanden.

7.3 Die Verlängerung der Untersuchungshaft erweist sich folglich auch unter Verhält-
nismässigkeitsaspekten als rechtens. 

8. Zusammengefasst erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuwei-
sen. 

9. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Verfahrenskosten dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft 
oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung des amtlichen Verteidigers für 
seine Aufwendungen im Beschwerdeverfahren am Ende des Verfahrens fest 
(Art. 135 Abs. 2 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

3. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des Verfah-
rens durch die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht festgesetzt.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwalt B.________

(per Einschreiben)
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, Gerichtspräsident U.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- Staatsanwalt C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland

(mit den Akten – per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 8. November 2021 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter J. Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Beldi
i.V. Gerichtsschreiberin Bettler

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.