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**Case Identifier:** 9082981d-b0b0-5ac5-ac50-18b1a545d9f0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.08.2015 200 2014 1141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-1141_2015-08-10.pdf

## Full Text

200 14 1141 UV
MAW/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. August 2015

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

SUVA 
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1967 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) stand bis zum 31. Januar 2013 in einem Arbeitsverhältnis und war über 
ihre Arbeitgeberin bei der D.________ gegen die Folgen von Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten obligatorisch unfallversi-
chert. Ab 1. Februar 2013 bezog sie Arbeitslosenentschädigung und war 
über die SUVA unfallversichert (vgl. Akten der SUVA [act. IIA], 9, 35/11, 
51/31, 51/41, 51/73, 51/75 Ziff. 2.1, 62). Am 24. Februar 2013 rutschte sie 
beim Einsteigen in einen Personenwagen an einem Bordstein ab und 
schlug mit dem Unterkiefer auf dem Fahrzeug auf, wodurch die Restzähne 
35-44 gelockert und gleichentags zahnärztlich extrahiert wurden (act. IIA 1, 
6, 12, 35/11, 47/4 f., 51/17, 94/14). Während die D.________ ihre Leis-
tungszuständigkeit am 29. Juli 2013 formlos verneinte (act. IIA 53/2), erteil-
te die SUVA «pro forma» bis zu einem Maximalbetrag von Fr. 3‘000.-- Kos-
tengutsprache für eine Unterkiefertotalprothese (act. IIA 69) und sprach mit 
Verfügung vom 14. April 2014 (act. IIA 83) für die attestierte Arbeitsun-
fähigkeit bis 15. September 2013 sowie – im Zusammenhang mit dem Ein-
setzen einer provisorischen Unterkiefertotalprothese – vom 5. bis 9. De-
zember 2013 Taggeld zu. Eine hiergegen erhobene Einsprache (act. IIA 
86), mit welcher die Versicherte die weitere Taggeldausrichtung sowie den 
Ersatz der unteren Zahnreihe durch eine implantatgestützte Prothese for-
derte, wies die SUVA mit Entscheid vom 15. Mai 2014 (act. IIA 90) ab.

B.

Mit Eingabe vom 28. November 2014 erhob die Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde und beantragte, der ange-
fochtene Einspracheentscheid sei kostenfällig aufzuheben, das Taggeld sei 
– unter Anrechnung der für die Zeit vom 5. bis 9. Dezember 2013 erbrach-
ten Leistungen – ab 16. September 2013 bis auf weiteres zu gewähren und 
es sei Kostengutsprache für den Ersatz der unteren Zahnreihe durch eine 

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implantatgestützte Prothese zu erteilen; eventualiter sei die Sache zur wei-
teren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2015 beantragte die SUVA 
(fortan Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwältin C.________, 
die Beschwerde sei insoweit gutzuheissen, als die SUVA zu verpflichten 
sei, für die Zeit ab dem 17. September bis 4. Dezember 2013 Taggeld auf 
Basis einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszurichten; im Übrigen sei 
die Beschwerde abzuweisen.

Replicando bestätigte die Beschwerdeführerin am 26. Mai 2015 ihre 
Rechtsbegehren und stellte zusätzliche Verfahrens- und Beweisanträge.

In ihrer Duplik vom 8. Juli 2015 hielt die Beschwerdegegnerin am gestellten 
Antrag fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-

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pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 27. Okto-
ber 2014 (act. IIA 90). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf gesetzli-
che Unfallversicherungsleistungen in Form von Taggeld sowie Heilbehand-
lung im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 24. Februar 2014. Dabei ist 
insbesondere zu entscheiden, ob die Beschwerdegegnerin nach der Leis-
tungseinstellung per 15. September 2013 zu Recht einzig noch vom 5. bis 
9. Dezember 2013 Taggeld gewährte bzw. ob sie zulässigerweise einen 
Anspruch auf einen Ersatz der «unteren Zahnreihe» durch eine implantat-
gestützte Prothese verneinte. Ausserhalb des Anfechtungs- und Streitge-
genstandes (BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164 f.; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 
2.1, 2010 BVG Nr. 14 S. 56 E. 4.1) steht dagegen ein allfälliger Anspruch 
auf Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit den ebenfalls auf 
das Ereignis vom 24. Februar 2014 zurückgeführten Fussbeschwerden 
links (act. IIA 20, 22, 24, 41, 51/18, 51/24 f., 94/14; Replik S. 5 Ziff. III Art. 
8).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG). 
Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

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2.2 Es ist unbestritten, dass das gemeldete Ereignis vom 24. Februar 
2013 den Unfallbegriff im Sinne der vorgenannten Legaldefinition erfüllte. 
Der Unfall ereignete sich während der Nachdeckung (vgl. Art. 3 Abs. 2 
UVG) der D.________, zumal die Beschwerdeführerin für die damals be-
reits bestehende Arbeitsunfähigkeit Leistungen einer privaten Kollektiv-
Krankentaggeldversicherung bezog (act. IIA 51/28, 64/2), die bis zur Auflö-
sung des Arbeitsverhältnisses per 31. Januar 2013 als Lohnersatz gemäss 
Art. 7 Abs. 1 lit. b der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfall-
versicherung (UVV; SR 832.202) und nicht als reine Versicherungsleistun-
gen zu qualifizieren waren (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
8. Juli 2015, 8C_147/2015, 8C_149/2015, E. 5.2). Darüber hinaus schloss 
die Beschwerdeführerin mit der D.________ eine Abredeversicherung nach 
Art. 3 Abs. 3 UVG i.V.m. Art. 8 UVV für die Höchstdauer von 180 Tagen ab 
(act. IIA 13, 35/11 Ziff. 14, 35/14). Weil die Beschwerdeführerin ab 1. Fe-
bruar 2013 Taggeld der Arbeitslosenversicherung bezog (act. IIA 9, 21), 
bestand ab diesem Zeitpunkt gemäss Art. 2 f. der Verordnung vom 24. Ja-
nuar 1996 über die Unfallversicherung von arbeitslosen Personen (UVAL; 
SR 837.171) zusätzlich eine Versicherungsdeckung über die SUVA. Bei 
dieser Konstellation einer Doppelversicherung ist die SUVA als neue Versi-
cherung für das Ereignis vom 24. Februar 2013 zuständig (vgl. BGE 127 V 
458), weshalb sie ihre Leistungszuständigkeit zu Recht anerkannt hat.

3.

3.1 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

3.1.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 

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ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

Zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen gehören 
sodann Umstände, ohne die die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine schadensauslösende traumatische 
Einwirkung ist also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende 
Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl einge-
treten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadens-
eintritts «conditio sine qua non» war. Anders verhält es sich, wenn der Un-
fall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenwärtiges 
Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, mani-
fest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und 
Wirkung eigenständige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 29 
E. 4.2.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

3.1.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 

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(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

3.2 Der Versicherte hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 
der Unfallfolgen, insbesondere auf ambulante Behandlungen durch den 
Zahnarzt, auf vom Zahnarzt verordnete Arzneimittel und Analysen sowie 
die der Heilung dienlichen Mittel und Gegenstände (vgl. Art. 10 Abs. 1 lit. a, 
b und e UVG). Zudem hat er unter anderem Anspruch auf einfache und 
zweckmässige Hilfsmittel in Form von Zahnprothesen (vgl. Art. 11 Abs. 1 
Satz 1 und Abs. 2 UVG; Art. 11 Abs. 1 Satz 2 UVG i.V.m. Art. 19 UVV so-
wie Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 18. Oktober 1984 über die Abgabe 
von Hilfsmitteln durch die Unfallversicherung [HVUV; SR 832.205.12] und 
Ziff. 5.05 Anhang HVUV).

Der Behandlungsanspruch umfasst nicht alle erdenklichen medizinischen 
Vorkehren, sondern lediglich die zur Wiederherstellung der Gesundheit 
nötigen Massnahmen unter Einsatz angemessener Mittel. Dementspre-
chend haben sich alle Behandlungsmassnahmen gemäss Art. 54 UVG auf 
das den Behandlungszweck geforderte Mass zu beschränken. Der Versi-
cherer hat demnach sowohl gegenüber dem die Behandlung ausführenden 
Arzt als auch gegenüber dem Versicherten das Recht, die Übernahme von 
unnötigen therapeutischen oder von solchen Massnahmen, die durch we-
niger kostspielige ersetzt werden können, abzulehnen (RUMO-
JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, 
S. 240).

3.3 Ist der Versicherte infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsun-
fähig (Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf 
Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod des Versicherten (Art. 16 Abs. 2 
UVG).

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4.

4.1 In medizinischer Hinsicht lassen sich den Akten im Wesentlichen 
die folgenden Angaben entnehmen:

4.1.1 Die am 24. Februar 2013 erstbehandelnden Zahnärzte im 
E.________ erstellten ein Orthopantomogramm (OPT; act. IIA 31, 59/2), 
diagnostizierten eine Rissquetschwunde mit Zahntrauma und vermerkten 
als unfallbedingten Befund eine Subluxation sowie Kontusion der Zähne 
34-44 (vgl. zum Gebissschema: PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 
266. Auflage 2014, S. 751), wobei diese parodontal vorgeschädigt gewe-
sen seien. Sie extrahierten die betroffenen Restzähne (34-44) und erachte-
ten als definitive Versorgung aufgrund der verminderten Alveolarkamm-
Breite eine Implantatversorgung gemäss Kostenvoranschlag (im Betrag 
von Fr. 14‘920.10 [act. IIA 35/21, 56/5, 60/6]) als indiziert (act. IIA 14, 
25/3 f., 35/22 f., 56/3 f., 60/2-5).

4.1.2 Der am Tag nach dem Unfallereignis und danach mehrfach kon-
sultierte Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, attestierte vom 14. März bis 15. September 2013 sowie vom 
1. Dezember 2013 bis 31. Januar 2015 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
(act. IIA 5, 7, 12, 16 f., 23, 26, 34, 38, 44, 67, 68; Akten der Beschwerde-
führerin [act. I], 9/1). Er bemerkte, dass seine Patientin, die zuletzt als … 
gearbeitet habe und auf Stellensuche sei, in dieser Branche ohne Zähne im 
Unterkiefer natürlich nicht «vermittelbar» sei (act. IIA 12, 35/18). Später 
begründete er die Arbeitsunfähigkeit zusätzlich mit Ernährungsschwierig-
keiten; die Beschwerdeführerin könne keine feste Nahrung mehr zu sich 
nehmen, habe Gewicht verloren und leide unter chronischen Durchfällen 
(act. IIA 68/2).

4.1.3 Auf Aktenvorlage führte der beratende Zahnarzt der D.________, 
Dr. med. dent. G.________, in einer Stellungnahme vom 13. März 2013 
(act. IIA 35/20) aus, er halte es für nicht nachvollziehbar, dass vom Schlag 
gleich alle Zähne betroffen gewesen seien; zudem schienen die Zähne 33 
und 34 massiv kariös gewesen zu sein. Dass gleich sämtliche Zähne sa-
niert werden müssten bedürfe einer detaillierten Begründung. Falls tatsäch-
lich alle Zähne hätten extrahiert werden müssen, sei doch anzunehmen, 

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dass dies bei einigen aus unfallfremden Gründen durchgeführt worden sei. 
Insofern – und weil vollendete Tatsachen vorlägen, da die Zähne bereits 
extrahiert worden seien – könne die D.________ nur für die wirtschaftlichs-
te Lösung aufkommen. Dies bedeute eine Totalprothese ohne Implantatun-
terstützung. Es sei ein revidierter Kostenvoranschlag vorzulegen.

Der seitens des E.________ am 23. März 2013 neu erstattete Kostenvor-
anschlag für eine Totalprothese im Betrag von Fr. 2‘396.30 (act. IIA 35/19) 
erachtete Dr. med. dent. G.________ als in Ordnung (act. IIA 35/16).

4.1.4 Im Bericht des E.________ vom 2. Mai 2013 (act. IIA 47/4) 
bestätigte Dr. med. dent. H.________, dass die klinische Untersuchung 
durch Dr. med. dent. I.________ am Unfalltag einen Lockerungsgrad II-III 
der verbliebenen Zähne und das OPT eine parodontale Vorschädigung 
ergeben habe. Die Beschwerdeführerin habe der Entfernung der Zähne 35-
44 zugestimmt und diese seien lege artis entfernt worden. Anlässlich der 
postoperativen Wundkontrolle sowie Beratung einer prothetischen Versor-
gung am 26. Februar 2103 sei ihr aufgrund ihres Alters und eines noch 
klinisch völlig intakten Unterkieferknochens im Wundgebiet zu einer implan-
tatgestützten Unterkiefer-Teleskopversorgung geraten worden, da dies die 
optimale langfristige Versorgung bei maximalem Knochenerhalt darstelle. 
Eine reine schleimhautgetragene Unterkiefervollprothese hätte langfristig 
aufgrund der Atrophie des Unterkieferknochens eine bei weitem schlechte-
re Prognose.

4.1.5 In einer Aktenstellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 23. Ju-
li 2013 (act. IIA 43) wies der SUVA -Kreisarzt Dr. med. J.________, Fach-
arzt für Chirurgie FMH, darauf hin, dass die Arbeitsfähigkeit schwierig zu 
beurteilen sei, da die Beschwerdeführerin gemäss Dossier mit Kundenkon-
takt gearbeitet habe, was zahnlos schwer zumutbar sei; auch die Stellen-
suche sei so schwierig.

4.1.6 Als beratender Zahnarzt der Beschwerdegegnerin erklärte Dr. 
med. dent. K.________, Fachzahnarzt für Rekonstruktive Zahnmedizin 
SSO, am 18. August 2013 (act. IIA 66), dass durch den Unfall die Zähne 
35-44 subluxiert worden seien, wobei zu erwähnen sei, dass sämtliche 
Zähne in einem parodontal sehr schlechtem Zustand gewesen seien und 

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die erhöhte Beweglichkeit durchaus auch diesem Umstand zuzuschreiben 
sei. Gemäss Unfallformular seien die fehlenden Kronen der Zähne 33 und 
34 nicht auf den Unfall zurückzuführen; ebenso wenig stelle der apikale 
Befund am Zahn 34 eine Unfallfolge dar. Die Zähne 31, 35, 42, 43, 44 
wären gemäss OPT mit entsprechenden Prohylaxemassnahmen durchaus 
erhaltbar gewesen, so dass von einer Räumung aller Zähne hätte abgese-
hen werden können. Aufgrund der fehlenden Zähne und des parodontal 
schlechten Zustands seien implantatgetragene Versorgungen nicht mehr 
adäquat. Da bereits sämtliche Zähne entfernt worden seien, könne lediglich 
eine Unterkiefer-Totalprothese evtl. «pro forma» übernommen werden.

Zur Frage der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit führte Dr. med. dent. 
K.________ am 25. August 2013 aus, dass nach einer Räumung und Ab-
gabe einer provisorischen Prothese normalerweise einige (zirka vier) Tage 
eine Einschränkung bestehe bis die Schwellung nachlasse; bei einer Ex-
traktion von zwei Zähnen gelte dies jedoch nur, wenn Komplikationen auf-
träten. Da nach seiner Beurteilung viele Zähne nur bedingt und nicht unfall-
kausal extraktionswürdig bzw. die meisten Zähne zu erhalten gewesen 
wären, sei die Räumung und die damit zusammenhängende Arbeitsun-
fähigkeit nicht unfallkausal. Die Totalprothese sei notabene lediglich «pro 
forma» übernommen worden, weil die Räumung ohne Zustimmung der 
Versicherung erfolgt sei, sonst wäre eine Teilprothese bewilligt worden 
(act. IIA 65).

4.1.7 Dr. med. dent. L.________ legte der Beschwerdegegnerin am 
8. November 2013 einen Kostenvoranschlag für eine Sofort-/Immediat-
prothese im Betrag von Fr. 1‘366.35 vor (act. IIA 77), die nach erteilter Kos-
tengutsprache (act. IIA 78) am 4. Dezember 2013 vom zahntechnischen 
Labor geliefert wurde (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [act. II], 2/3). Im 
Bericht vom 8. Mai 2014 (act. IIA 86/9) gab er an, die Beschwerdeführerin 
habe ihn am 17. Oktober 2013 konsultiert. Der Behandlungsbedarf sei 
gross gewesen, da keine normale Kaufunktion mehr möglich gewesen sei. 
Er habe der Beschwerdeführerin empfohlen zumindest eine provisorische 
Unterkiefer-Totalprothese (Immediatprothese) anfertigen zu lassen. Die 
Kamm- und intermaxillären Verhältnisse seien aber sehr ungünstig (protru-
dierter Unterkiefer, evtl. als Folge der Räumung vom Januar 2013), so dass 

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weder ein guter Halt (der im zahnlosen Unterkiefer sowieso sehr selten 
gelinge) noch eine befriedigende Kaufunktion erreichbar gewesen sei. 
Während ungefähr vier Monaten sei in mehreren Sitzungen erfolglos ver-
sucht worden zumindest zu erreichen, dass die Kaufunktionalität wieder 
hergestellt sei. Erschwerend komme auch der Würgereiz hinzu, der auch 
nicht erlaube, die Extension der Prothese so zu gestalten, dass ein besse-
rer Halt erreicht werde. Eine implantatgestützte Prothese stelle die einzige 
Möglichkeit für eine langfristig stabile Behandlungsentität dar.

4.1.8 In seiner Aktenstellungnahme vom 20. Juli 2014 (act. IIA 89) reka-
pitulierte Dr. med. dent. K.________ seine bisherigen Beurteilungen und 
ergänzte hauptsächlich, dass weder er noch Dr. med. dent. G.________ 
der Meinung seien, dass eine notfallmässig-unmittelbare totale Räumung 
indiziert gewesen sei. Vielmehr hätte die Schienung in diesem Fall als Not-
fallmassnahme genügt, um eine entsprechende Zustimmung der Unfallver-
sicherung abzuwarten; der Zahnarzt sei im Rahmen der Notfallbehandlung 
weit über dieses Ziel hinausgegangen. Die Entfernung sämtlicher Zähne im 
Unterkiefer sei deshalb keine kausale Unfallfolge. Einige Zähne wären 
nach Sanierung als Pfeiler für eine Unterkiefer-Modellguss-Prothese in 
Frage gekommen. Nach der Räumung bleibe lediglich die Übernahme ei-
ner Unterkiefer-Totalprothese. Aufgrund des Gebisszustandes vor dem 
Unfall seien implantatgetragene Versorgungen nicht mehr adäquat. Bei der 
Extraktion einiger weniger Zähne besteht keine Arbeitsunfähigkeit, solange 
es nicht zu grösseren Entzündungen komme. Bei einer Räumung des Kie-
fers könne schwellungsbedingt zudem eine Arbeitsunfähigkeit – je nach 
Tätigkeit – im Rahmen einiger weniger Tage notwendig werden. Die Ar-
beitsunfähigkeit richte sich nach dem Abheilen der Extraktionswunde. Eine 
langfristige Arbeitsunfähigkeit aufgrund eingeschränkter Nahrungsaufnah-
me bei Zahnlosigkeit sei nicht gegeben. Es gebe viele Personen die sich 
trotz prothetisch unterversorgter Zahnlosigkeit gut ernähren könnten und 
bei bester Gesundheit seien.

4.1.9 Dr. med. dent. L.________ gab am 20. November 2014 an, die 
Beschwerdeführerin habe ihn erstmals am 14. März 2007 konsultiert. Die 
klinische Untersuchung habe damals gezeigt, dass im Oberkiefer alle ver-
bleibenden Zähne extraktionswürdig gewesen seien und nur noch eine 

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Totalprothese möglich gewesen sei. Im Unterkiefer sei ein Lückengebiss 
vorhanden gewesen, welches aber damals keiner prothetischen Rekon-
struktion bedurft habe. Im Juli 2008 seien die dringend notwendigen Extrak-
tionen durchgeführt worden, danach sei die Beschwerdeführerin erst wie-
der im April 2011 zur Behandlung erschienen und die restlichen Arbeiten, 
inklusive Anfertigung der Oberkiefer-Totalprothese, seien bis zum 28. Juli 
2011 durchgeführt worden. Im Unterkiefer habe bis dahin kein Behand-
lungsbedarf bestanden. Die Beschwerdeführerin habe sich erst am 
26. März 2013 wieder gemeldet, nachdem alio loco zu seiner Verwunde-
rung alle restlichen Unterkieferzähne extrahiert worden seien (act. IIA 93).

4.1.10 Der neue Hausarzt Dr. med. M.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, bescheinigte vom 1. bis 28. Februar 2015 eine 
vollständige unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (act. I 9/2) und erklärte im 
Attest vom 13. März 2015 (act. I 10), die Beschwerdeführerin habe wegen 
ungenügender Zahnprothesenversorgung sukzessive an Gewicht verloren, 
da sie die notwendigen Speisen nicht mehr richtig kauen könne und mit 
konsekutiven Verdauungsstörungen wie Durchfall und Übelkeit zu kämpfen 
habe. Aktuell betrage der Body-Mass-Index (BMI) 17.5 kg/m2, was einer 
Kachexie entspreche. Es seien eine Verschlechterung des Allgemein- und 
Ernährungszustandes respektive eine konsekutive Arbeitsunfähigkeit seit 
dem Unfall aufgetreten. Im Weiteren bestehe eine posttraumatische Belas-
tungsstörung (PTBS), welche sich wegen der Zahnproblematik zunehmend 
verstärke. Eine Implantatversorgung mit aufgesetzter Prothese im Unterkie-
fer sei indiziert, da die einfache Prothesenversorgung nicht funktioniere 
bzw. wegen zunehmender Atrophie der Unterkiefer-Pilgern nicht funktionie-
ren könne. 

4.1.11 Im Bericht vom 2. März 2015 (act. I 11) über eine ambulante Kon-
sultation im Spital N.________ im Zusammenhang mit einer im Juli 2012 
implantierten Hüft-Total-Endoprothese rechts vermerkte der Chefarzt Dr. 
med. O.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates FMH, als Nebendiagnosen einen Status 
nach traumatischer Kiefer- und Zahnverletzung mit chronischer Diarrhoe 
sowie chronischem Gewichtsverlust. Er vertrat unter anderem die Ansicht, 
dass bezüglich der nicht sanierten Situation im Mund sicher ein erhöhtes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 13

Risiko für eine Infektion der Hüftprothese bestehe und aus orthopädischer 
Sicht wünschenswert wäre, dass die gastrointestinalen Probleme möglichst 
schnell gelöst werden. 

4.1.12 In einer Stellungnahme vom 20. Juli 2014 (richtig wohl: Januar 
2015 [Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. III Ziff. 7]; act. II 3) erklärte Dr. med. 
dent. K.________ im Zusammenhang mit einer möglichen Gefährdung des 
künstlichen Hüftgelenkes, dass der bereits vor dem Unfall bestandene 
schlechte parodontale Zustand des Restgebisses für eine eventuelle Bakte-
riämie verantwortlich sei. Des Weiteren sei gemäss OPT genügend Kamm 
(Anschlag) am Unterkiefer vorhanden gewesen, um der Prothese entspre-
chenden Halt zu geben. Es sei klar, dass der Halt einer Unterkiefer-
Totalprothese durch das Setzen von Implantaten verbessert werde, dies sei 
jedoch immer auch eine Frage des Copings und der Adäquanz. In einem 
parodontal unsanierten Gebiss, oder wenn der Patient nicht eine korrekte 
Mundhygiene erreichen könne, seien Implantate nicht indiziert. Dr. med. 
dent. K.________ zeigte das seines Erachtens zweckmässige und wirt-
schaftliche dreistufige Prozedere auf und führte unter anderem aus, die 
meisten Probleme in Bezug auf den Würgereiz lägen bei der Oberkieferpro-
these. Es könne über ein nachträgliches Setzen von Implantaten unter die 
bestehenden Prothesen diskutiert werden, dies habe aber immer unter dem 
Aspekt der Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit zu geschehen. Zur ge-
sunden Ernährung seien Zähne nicht notwendig, notfalls könne weiche 
Kost in kleinen mundgerechten Portionen eingenommen oder im schlimms-
ten Fall püriert werden. Aus ästhetischer und phonetischer Sicht sei die 
Beschwerdeführerin bereits nach der Räumung mit der Oberkiefer-
Prothese zumindest befriedigend versorgt gewesen. Dies gelte auch weiter 
für die Zeit nach dem 16. September 2013. Schwellungsbedingt könne die 
Arbeitsfähigkeit – je nach Tätigkeit – bei einer Räumung eines Kiefers eini-
ge wenige Tage (normalerweise vier Tage) eingeschränkt sein. Sei die Ex-
traktionswunde abgeheilt, bestehe eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 14

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat unter Hinweis auf Art. 6 Abs. 3 UVG 
im Beschwerdeverfahren anerkannt, dass der zahnlose Zustand am Unter-
kiefer zumindest eine mittelbare Unfallfolge darstellt und damit ihre Leis-
tungspflicht berührt, auch wenn sie nach wie vor der Ansicht ist, die Extrak-
tion der Zähne wäre nicht notwendig gewesen (Beschwerdeantwort S. 2 f. 
Ziff. III Ziff. 4). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf Art. 36 Abs. 1 
UVG, sowie gestützt auf die medizinische Aktenlage, kann in tatsächlicher 
Hinsicht nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit oh-
ne weiteres eine natürliche (Teil-) Kausalität zwischen dem Unfallereignis 
und der Extraktion der Zähne als erstellt gelten.

Ebenfalls anerkannt ist die aus dem zahnlosen Zustand abgeleitete 
vollständige Arbeitsunfähigkeit aus ästhetischen Gründen bzw. die diesbe-
züglich geltend gemachte und durch die Dres. med. F.________ und 
J.________ (act. IIA 12, 35/18, 43, 68/2) angenommenen Schwierigkeiten 
eine Arbeitsstelle zu suchen oder gar anzutreten (Beschwerdeantwort S. 2 
Ziff. III Ziff. 3). Dementsprechend hat die Beschwerdegegnerin auch bean-
tragt, die Beschwerde teilweise gutzuheissen und das Taggeld ab 17. Sep-
tember bis zum 4. Dezember 2013 (Einsetzen der Immediatprothese) zu-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 15

zusprechen (Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. I). Da die Taggeldauszahlung bis 
15. September 2013 erfolgte (act. IIA 71, 83/1), ist davon auszugehen, 
dass die Beschwerdegegnerin – entgegen ihrem Antrag – eine weitere 
Taggeldberechtigung bereits ab 16. September 2013 und nicht erst ab 
17. September 2013 anerkennt. Der für die Phase bis 4. Dezember 2013 
(annähernd) übereinstimmende Antrag der Parteien entspricht der Sach- 
und Rechtslage: Zwar war die Beschwerdeführerin – anders als von ihr 
behauptet (Replik S. 10 Ziff. III Art. 10) – bereits seit 15. Mai 2012 und of-
fenbar auch über den Unfallzeitpunkt hinaus krankheitsbedingt arbeitsun-
fähig (act. IIA 51/24 Ziff. 5, 51/28, 51/72, 51/113-118, 51/125 Ziff. 4.4), ein 
Taggeldanspruch gegenüber der Unfallversicherung entfällt jedoch lediglich 
gänzlich, wenn eine dauernde unfallfremde Ursache vorliegt (vgl. Entscheid 
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] 
vom 20. Januar 2006, E. 2.2.1). Aus den Akten ergeben sich keine Hinwei-
se dafür, dass die vorbestehende krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit 
auch ab 16. September 2013 noch bestanden hätte und insoweit die unfall-
bedingte Kausalität des Erwerbsausfalls entfallen wäre. Des Weiteren wäre 
die arbeitslose Beschwerdeführerin aus rein ästhetischen Gründen wohl in 
einer Tätigkeit ohne Publikumsverkehr (beispielsweise in einem «Backoffi-
ce») durch die fehlenden Zähne nicht beeinträchtigt gewesen, dies wäre in 
der Taggeldphase gestützt auf Art. 6 Satz 2 ATSG jedoch prinzipiell erst 
nach sechs Monate dauernder Arbeitsunfähigkeit bzw. einer zusätzlichen 
Anpassungsfrist von mindestens drei bis fünf Monaten zu berücksichtigen 
(vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 2. Aufl. 2009, Art. 6 N. 20 f.).

Anhand der vorstehend dargestellten medizinischen Aktenlage bleibt damit 
der Taggeldanspruch ab 10. Dezember 2013 (die zusätzliche Angewöh-
nungszeit nach dem Einsetzen der Immediatprothese vom 5. bis zum 
9. Dezember 2013 wurde bereits mit Verfügung vom 24. Februar 2013 
[act. IIA 83] zugestandenen) bzw. der Anspruch auf eine implantatgestützte 
Unterkiefer-Prothese zu prüfen. Dabei ist seitens der Beschwerdegegnerin 
unbestritten, dass die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine bessere Ver-
sorgung als mit der Immediatprothese hat (Beschwerdeantwort S. 4 f. 
Ziff. III Ziff. 9; Duplik S. 4 ad Ziff. III Art. 9), weil diese – als Provisorium – in 
erster Linie der Ästhetik dient und es auch naheliegend ist, dass damit die 
Kaufunktion nicht (ausreichend) wiederhergestellt ist (vgl. PSCHYREMBEL, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 16

Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. 2014, S. 994; CAESAR/LEHMANN, Grund-
wissen für Zahntechniker, Die Teilprothese, 1993, S. 142 f.). Anders als 
diese Immediatprothese oder eine andere schleimhauttragende abnehmba-
re Zahnprothese (Ziff. 5.05 Anhang HVUV), erfüllt die beantragte implan-
tatgestützte Prothese den Hilfsmittelbegriff nicht (vgl. BGE 115 V 191 E. 2 
S. 194), weshalb der Anspruch unter dem Titel der Heilbehandlung zu be-
urteilen ist (vgl. E. 3.2 hievor). 

4.4 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2014 
(act. IIA 90) basiert in medizinischer Hinsicht hauptsächlich auf der Beurtei-
lung des beratenden Zahnarztes Dr. med. dent. K.________. Dessen 
fachärztliche Beurteilung erfüllt die höchstrichterlichen Beweisanforderun-
gen (vgl. E. 4.2 hievor) und erbringt sowohl hinsichtlich der Frage nach der 
Arbeitsunfähigkeit als auch bezüglich des Anspruchs auf eine Versorgung 
mittels einer implantatgestützten Prothese vollen Beweis:

4.4.1 Dr. med. dent. K.________ legte in seiner Stellungnahme vom 
20. Juli 2014 (act. IIA 89) nachvollziehbar dar, dass nach dem Abheilen der 
Extraktionswunde keine langfristige Arbeitsunfähigkeit aufgrund einge-
schränkter Nahrungsaufnahme bei Zahnlosigkeit auftreten kann und eine 
gute Ernährung auch bei prothetisch unterversorgter Zahnlosigkeit möglich 
ist. Die reduzierte Kaueffizienz Zahnloser führt zu einer Veränderung der 
Ernährungsgewohnheiten; die von ihnen aufgenommene Nahrung ist zwar 
nicht energieärmer als die von Bezahnten, sie ist aber durch den Mangel 
an einigen Vitaminen und Ballaststoffen ernährungsmedizinisch ungünsti-
ger zusammengesetzt (vgl. GERNET/BIFFAR/SCHWENZER/EHRENFELD, 
Zahnärztliche Prothetik, 4. Aufl. 2011, S. 167). Diesem Defizit kann aber 
dadurch begegnet werden, dass weiche Kost in kleinen mundgerechten 
Portionen eingenommen oder püriert wird, worauf Dr. med. dent. 
K.________ in der im Beschwerdeverfahren aufgelegten Stellungnahme 
(act. II 3) überzeugend hinwies. Ebenso einleuchtend zeigte er in dieser 
neusten Beurteilung auf, dass der geklagte Würgereiz hauptsächlich mit 
der bereits vorbestehenden Oberkieferprothese zusammenhängt. Es ent-
spricht der Erfahrung, dass bei Oberkieferprothesen wegen des gesteiger-
ten Würgereizes von den Patienten häufig eine gaumenfreie Gestaltung 
gewünscht wird (TETSCH/TETSCH, Fortschritte der zahnärztlichen Implanto-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 17

logie, 1996, S. 150), während der Würgereiz beim Unterkiefer im allgemei-
nen geringer ist (vgl. REINHARD MARXKORS, Lehrbuch der zahnärztlichen 
Prothetik, 4. Aufl. 2007, S. 143). Die von den Dres. med. F.________, 
M.________ und O.________ angeführten Ernährungs- und Verdauungs-
probleme (act. IIA 68/2; act. I 10 f.) könnten damit von der Beschwerdefüh-
rerin durch zumutbare Anstrengungen ohne weiteres kompensiert (Zerklei-
nern oder Pürieren der Speisen) werden bzw. sind nicht unfallkausal (Wür-
gereiz). Was das vom Letzteren postulierte erhöhte Risiko für Infektionen 
der Hüftprothese (act. I 11) anbelangt, begründet dies zumindest im Rah-
men des massgebenden zeitlichen Überprüfungshorizontes (BGE 130 V 
138 E. 2.1 S. 140) von vornherein keine Arbeitsunfähigkeit. Zudem wies Dr. 
med. dent. K.________ richtigerweise auf den schlechten parodontalen 
Vorzustand des Restgebisses hin (act. II 3). Die Behauptung der Be-
schwerdeführerin, wonach sie bis zum Unfall über gesunde Unterkiefer-
zähne verfügt habe (Beschwerde S. 8 Ziff. III Art. 6), findet in den Akten 
keinen Rückhalt. Wohl bedurfte das Lückengebiss gemäss Dr. med. dent. 
L.________ im Jahr 2011 noch keiner prothetischen Rekonstruktion 
(act. IIA 93), unmittelbar nach dem Unfall im Jahr 2013 präsentierten sich 
die Restzähne jedoch parodontal vorgeschädigt (act. IIA 14, 25/3 f., 
35/22 f., 56/3 f., 60/2-5).

Insgesamt ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass die 
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht aus körperlichen bzw. funkti-
onellen, sondern aus rein ästhetischen Gründen eingeschränkt war. Da der 
optische Mangel des zahnlosen Unterkiefers für die Zeit ab dem 10. De-
zember 2013 durch den (provisorischen) Zahnersatz kompensiert wurde, 
fiel die Grundlage für einen Taggeldanspruch spätestens auf diesen Zeit-
punkt dahin. Dass die Beschwerdeführerin die Immediatprothese nicht 
mehr verwendet (Replik S. 8 Art. 9) und bisher auch auf das Anfertigen der 
längst zugesprochenen definitiven Unterkiefer-Totalprothese verzichtet hat, 
ist dabei nicht von Belang. Hinzu kommt, dass in dieser Phase ohnehin von 
einer langandauernden Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 Satz 2 ATSG 
auszugehen wäre, womit grundsätzlich nicht mehr allein auf die Einschrän-
kungen in der letzten Tätigkeit mit Publikumsverkehr abgestellt werden 
könnte (vgl. 4.3 hievor). Die vom neuen Hausarzt Dr. med. M.________ für 
den Monat Februar 2015 bescheinigte vollständige Arbeitsunfähigkeit (act. I 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 18

9/2) steht dieser Schlussfolgerung nicht entgegen. Einerseits kann auf des-
sen Attest mangels einer Begründung beweisrechtlich nicht abgestellt wer-
den, andererseits betrifft es die hier unmassgebliche Zeit nach Erlass des 
Einspracheentscheids (BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140).

4.4.2 Betreffend zahnprothetischer Versorgung erachtete Dr. med. dent. 
K.________ einen implantatgestützten Zahnersatz wegen der fehlenden 
Zähne und des parodontal schlechten Zustands als nicht mehr adäquat 
(act. IIA 66, 89) und wies auf das Problem eines parodontal unsanierten 
Gebisses bzw. einer ungenügenden Mundhygiene hin (act. II 3). Die diver-
gierenden Einschätzungen der behandelnden (Zahn-) Ärzte sind nicht ge-
eignet, diese schlüssige Beurteilung in Zweifel zu ziehen. Vorab erweist 
sich die Behauptung der Beschwerdeführerin, dass Dr. med. J.________ 
sich für eine implantatgestützte Prothese ausgesprochen haben soll (Replik 
S. 6 Ziff. III Art. 8), als unzutreffend (act. IIA 44). Zudem ist der SUVA -
Kreisarzt Chirurg und nicht Zahnarzt, womit ihm die fachliche Kompetenz 
zur Beurteilung dieser Frage ohnehin abginge. Sodann wurde seitens des 
E.________ zwar auf eine verminderte Alveolarkamm-Breite hingewiesen 
(act. IIA 14/2 Ziff. 7, 25/4 Ziff. 7, 35/23 Ziff. 7, 56/4 Ziff. 7, 60/4 Ziff. 7), die 
implantatgestützte Prothese aber deshalb bevorzugt, weil sie eine optimale 
langfristige Lösung darstellen soll (act. IIA 47/4). Dies alleine genügt jedoch 
nicht, da bloss Anspruch auf eine zweckmässige und wirtschaftliche, nicht 
aber auf die bestmögliche und kostspieligste Versorgung besteht (vgl. 
E. 3.2 hievor). Die teurere Implantatversorgung ist eine luxuriöse Variante 
und mag zusätzlich zur Ermöglichung der Kaufunktion weitere Funktionen 
und Vorteile haben, mit der wirtschaftlicheren Prothese wird das Kauver-
mögen jedoch ebenfalls wieder hergestellt – wenn auch allenfalls mit ver-
minderter Kaufeffizienz (vgl. Entscheid des BGer vom 7. April 2010, 
9C_36/2010, E. 6.2; SCHIMMEL/KATSOULIS/GENTON/MÜLLER, Kaufunktion 
und Ernährung im Alter, in: Swiss Dental Journal SSO, 4/2015, S. 491 ff.). 
Dr. med. dent. L.________ bezeichnete eine implantatgestützte Prothese 
als einzige Möglichkeit für eine langfristig stabile Behandlungsentität 
(act. IIA 86/9), die von ihm beschriebenen Probleme bezogen sich aber auf 
die bloss als Provisorium konzipierte Immediatprothese. Sicherlich besteht 
die latente Gefahr einer Atrophie des zahnlosen Unterkieferknochens (act. I 
10; act. IIA 47/4), diese ist aber beschränkt (vgl. Atlas der Erkrankungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 19

mit Auswirkungen auf das Kausystem der Schweizerischen Zahnärzte-
Gesellschaft SSO, 2008, S. 39, wonach ein Atrophie-Grad VI nach Cawood 
nicht allein auf Zahnverlust zurückgeführt werden könnte) und kann in 
diesem Kontext nicht entscheidend sein, würde sich der Einsatz von 
klassischen Haftprothesen aufgrund der allgemeinen Rückbildung des 
Kieferkamms bei Zahnlosigkeit andernfalls doch generell verbieten. 

Die Beschwerdegegnerin hat somit gestützt auf die beweiskräftige 
fachärztliche Beurteilung von Dr. med. dent. K.________ zu Recht eine 
Kostengutsprache für eine (definitive) Unterkiefer-Totalprothese erteilt und 
einen Anspruch auf eine implantatgestützte Prothese verneint. Sollte die 
Beschwerdeführerin mit der noch anzufertigenden Prothese dereinst keine 
hinreichende Kaufunktion erreichen, wäre ein Anspruch auf eine 
implantatgestützte (herausnehmbare oder festsitzende) Prothese allenfalls 
unter dem Titel eines Rückfalls oder einer Spätfolge (BGE 118 V 293 E. 2c 
S. 296; RKUV 2003 U 487 S. 341 E. 2) erneut zu prüfen, was die 
Beschwerdegegnerin denn auch angedeutet hat (Beschwerdeantwort S. 5 
Ziff. III Ziff. 9 in fine).

Bei dieser Ausgangslage ist der rechtserhebliche (zahn-) medizinische 
Sachverhalt hinreichend abgeklärt, somit sich die beantragte Begutachtung 
(Beschwerde S. 8 Ziff. III Art. 6) sowie die Durchführung einer 
Instruktionsverhandlung mit entsprechenden Einvernahmen (Replik S. 2 
Ziff. II Ziff. 2) erübrigen (sog. antizipierte Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162). 

5. Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzu-
heissen, als die Beschwerdeführerin für die Zeit vom 16. September bis 
4. Dezember 2013 auf Basis einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit An-
spruch auf Taggeld hat. Soweit weitergehend erweist sich die Beschwerde 
als unbegründet und ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 20

6.

6.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG 
sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

6.2 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1). 
Das quantitative «Überklagen» im Zusammenhang mit dem Taggeldan-
spruch beeinflusste den Prozessaufwand nicht, weshalb sich diesbezüglich 
keine Reduktion der Parteientschädigung rechtfertigt (BGE 117 V 401 E. 2c 
S. 407; Entscheid des BGer vom 16. November 2010, 9C_580/2010, 
E. 4.1). Kein Anspruch auf Parteientschädigung besteht hingegen für das 
Unterliegen betreffend den Anspruch auf Heilbehandlung.

6.3 In der Kostennote vom 15. Juli 2015 hat der Rechtsvertreter der 
Beschwerdeführerin ein Honorar von Fr. 5‘600.-- sowie Auslagen von 
Fr. 80.--, insgesamt ausmachend Fr. 5‘680.-- (ohne Mehrwertsteuer), gel-
tend. Angesichts des beschränkten Obsiegens rechtfertigt sich, die Partei-
kosten gerichtlich auf einen Beitrag von pauschal Fr. 1‘500.-- (inkl. Ausla-
gen) festzusetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der SUVA insoweit abgeändert, als die Beschwerde-
führerin vom 16. September bis 4. Dezember 2013 entsprechend einer 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % Anspruch auf Taggeld hat. Im Übrigen 
wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin einen Beitrag an 
die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘500.-- (inkl. Auslagen), 
zu bezahlen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Aug. 2015, UV/14/1141, Seite 21

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Rechtsanwältin Dr. iur. C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.