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**Case Identifier:** 71759197-0ba3-5119-8c2a-ebc28b4ce451
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-07-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.07.2020 200 2019 925
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-925_2020-07-03.pdf

## Full Text

200 19 925 IV
ACT/COC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Juli 2020

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. November 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1966 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 8. Mai 2013 unter Hinweis auf eine mittelschwere bis 
schwere reaktive Depression bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV, Antwortbeilage [AB] 1). Nach medizinischen 
und erwerblichen Erhebungen wies die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwer-
degegnerin) das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 24. Juli 2014 
(AB 40) mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens ab. Die 
dagegen erhobene Beschwerde (AB 41 S. 3 ff.) wies das Verwaltungsge-
richt des Kantons Bern mit Urteil vom 9. Februar 2015, IV/2014/863 
(AB 48), ab. Dieses Urteil blieb unangefochten.

Am 3. Februar 2018 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine 
schwere Depression und akzentuierte Persönlichkeitszüge erneut bei der 
IV zum Leistungsbezug an (AB 53). Daraufhin führte die IVB weitere medi-
zinische und erwerbliche Erhebungen durch, insbesondere veranlasste sie 
eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. C.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom 28. April 2019; AB 92.1). 
Mit Vorbescheid vom 5. Juli 2019 (AB 95) stellte die IVB die Abweisung des 
Leistungsbegehrens mangels einer wesentlichen Veränderung des Ge-
sundheitszustandes in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte Einwand 
(AB 97). Am 6. November 2019 verfügte die IVB wie im Vorbescheid an-
gekündigt und wies den Anspruch auf Leistungen der IV ab (AB 99). 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt 
B.________, am 9. Dezember 2019 Beschwerde und stellte folgende 
Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung vom 6. November 2019 sei aufzuheben.

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2. Dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen Leistungen, min-
destens aber eine halbe Rente ab 1. August 2018 und in Zukunft, 
zuzusprechen.

3. Es sei ein gerichtliches Gutachten, insbesondere zu den Fragen 
der gesundheitlichen Einschränkungen sowie von Bestand und 
Bedeutung der psychosozialen Belastungsfaktoren, einzuholen. 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Mit Beschwerdeantwort vom 21. Februar 2020 schloss die Beschwerde-
gegnerin unter Hinweis auf eine undatierte Stellungnahme von Dr. med. 
C.________, welche der Beschwerdegegnerin am 11. Februar 2020 zuging 
(AB 111.1), auf Abweisung der Beschwerde.

Am 20. März 2020 ging eine Stellungnahme des Beschwerdeführers beim 
Gericht ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. November 2019 
(AB 99). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der IV. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer eine Verletzung 
des rechtlichen Gehörs geltend. Dabei beanstandet er, dass der Gutachter 
die von ihm gestellten Zusatzfragen nicht beantwortet habe (Beschwerde 
S. 9 Ziff. 15).

2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Bei Gutachten beinhaltet diese Ge-
währung des rechtlichen Gehörs die Möglichkeit, sich nachträglich zum 
Gutachten wie auch zur Person des Gutachters zu äussern und gegebe-
nenfalls Ergänzungsfragen zu stellen (BGE 125 V 332 E. 4b S. 337).

Nach der Rechtsprechung gelten die mit BGE 137 V 210 eingeführten 
rechtsstaatlichen Anforderungen bei polydisziplinären Gutachten, u.a. be-
züglich der Partizipationsrechte, sinngemäss auch bei mono- und bidiszi-
plinären Begutachtungen (BGE 139 V 349 E. 5.4 S. 357). Weil hier die zu-
fallsbasierte Zuweisung zu einer Gutachterstelle nicht zur Anwendung ge-
langt, ist die Beachtung der Verfahrensgarantien bei mono- und bidiszi-
plinären Expertisen umso wichtiger (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 18. November 2014. 8C_557/2014, E. 5.2.1). Zu diesen Garantien 
gehört namentlich das Recht der versicherten Person zur vorgängigen Fra-

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gestellung im Form von Zusatzfragen (vgl. Entscheid des BGer vom 
26. November 2018, 9C_595/2018, E. 4.3.1 mit Hinweis auf BGE 139 V 
349 E. 5.1, 5.2.3 und 5.4 S. 354 ff.).

2.3 Es trifft zu, dass Dr. med. C.________ im Gutachten vom 28. April 
2019 (AB 92.1) die vom Beschwerdeführer am 9. November 2018 gestell-
ten (AB 84 S. 1) und von der Beschwerdegegnerin integral in den Fragen-
katalog aufgenommenen Zusatzfragen (AB 85 S. 8) nicht berücksichtigt 
und insbesondere nicht beantwortet hat. Die Beschwerdegegnerin hat die-
sen Mangel auch auf Einwand des Beschwerdeführers hin (AB 97 S. 2 
Ziff. 6) nicht behoben bzw. den Gutachter nicht zur Beantwortung der Zu-
satzfragen angehalten. Damit hat die Verwaltung die Partizipationsrechte 
des Beschwerdeführers offensichtlich verletzt (vgl. E. 2.2 hiervor). Weil die 
Beschwerdegegnerin Dr. med. C.________ die besagten Zusatzfragen 
jedoch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens unterbreitet und der Gut-
achter im Februar 2020 zu diesen Stellung genommen hat (AB 111.1 
S. 9 f.), ist der Mangel jedoch geheilt worden.

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

3.2

3.2.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

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wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1). 

3.2.2 Die Sachverständigen sollen die Diagnose so begründen, dass die 
Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die klassifikatorischen Vorga-
ben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 
281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt 
die Prüfung, ob ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegrün-
dende Invalidität zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturier-
ten normativen Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 
E. 4.1 S. 296). Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 
418 E. 7.2 S. 429). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invali-
ditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der me-
dizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall 
anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zu-
mindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es 
daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6 S. 308). 

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).  

3.4 Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenz-
beitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflo-
sigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf 
einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so wird eine neue Anmeldung 
nur geprüft, wenn die Voraussetzung nach Abs. 2 erfüllt ist (Art. 87 Abs. 3 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; 

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SR 831.201], vgl. auch BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351). Dies gilt analog, 
wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräftiger Ab-
lehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 V 22 
E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Tritt die Verwaltung auf die Neuan-
meldung oder das Revisionsgesuch ein, so hat sie die Sache materiell ab-
zuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person 
glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich 
eingetreten ist. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
(bzw. anspruchsrelevant höhere) Invalidität zu bejahen, und hernach zu 
beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungs-
pflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 
S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

4.

4.1 Aufgrund der Akten steht fest, dass die Beschwerdegegnerin auf die 
Neuanmeldung vom 3. Februar 2018 (AB 53) eingetreten ist. Folglich ist die 
Eintretensfrage vom Gericht nicht zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Ferner kann die Frage, ob zwischen der leistungsabweisenden 
Verfügung vom 24. Juli 2014 (AB 40) und der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 6. November 2019 (AB 99) eine anspruchsbegründende Verän-
derung der erheblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 3.4 hiervor), offen 
gelassen werden, da so oder anders – wie nachfolgend dargelegt wird – 
kein Anspruch auf IV-Leistungen besteht. Damit kann namentlich offen 

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bleiben, ob – entsprechend der Auffassung in der Beschwerde (S. 10 
Ziff. 19 und S. 12 f. Ziff. 26 ff.) und anders als im Jahr 2014 (vgl. 
VGE IV/2014/863 S. 11 E. 4.4) – neu ein von den psychosozialen Belas-
tungen losgelöster, eigenständiger psychischer Gesundheitsschaden vor-
liegt und darin ein Revisionsgrund zu erblicken ist. Diesbezüglich bleibt 
jedoch darauf hinzuweisen, dass allein die Tatsache, dass neu von einer 
Chronifizierung der depressiven Störung ausgegangen wird (Eingabe vom 
19. März 2020 S. 2 Ziff. 3), klarerweise keinen Revisionsgrund darstellt. 
Denn einerseits wird damit nur das Andauern der Problematik für mehr als 
zwei Jahre umschrieben (vgl. SCHLEIFER/KIESER/GAMMA/DITTMANN/EB-
NER/ROTA/HÄTTENSCHWILER/MAGER/WALTER/SEIFRITZ/LIEBRENZ, Der Begriff 
der Therapieresistenz bei unipolaren depressiven Störungen aus medizini-
scher und aus rechtlicher Sicht – eine Standortbestimmung im Nachgang 
zu BGE 9C_13/2016, HAVE 2017, S. 266 ff., S. 269 f.) und andererseits 
hat bereits Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, im Gutachten vom 28. Dezember 2013 von einer Chronifizierung der 
depressiven Störung gesprochen (AB 25.1 S. 13 oben). 

4.2 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit finden sich in den 
Akten insbesondere folgende Angaben:

4.2.1 Der Beschwerdeführer war vom 28. August bis am 12. September 
2014 in den psychiatrischen Diensten E.________ hospitalisiert. Im – im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdegegnerin einge-
holten – Austrittsbericht vom 29. September 2014 (AB 108) wurden Anpas-
sungsstörungen mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 
F43.2) diagnostiziert (S. 1). Der Beschwerdeführer habe sich beim Eintritt 
belastet, verzweifelt und den Problemen ausgeliefert gezeigt. Zudem habe 
er von einer Leere berichtet. Im Verlauf sei er zunehmend optimistischer 
geworden, wobei die Angst und Unsicherheit darüber, was noch auf ihn 
zukomme, geblieben seien. Beim Austritt habe er nach wie vor über ein 
emotionales „auf und ab“ berichtet. Er habe sich aber grundsätzlich besser 
gefühlt und mehr Antrieb und Energie gehabt (S. 3).

4.2.2 Der Beschwerdeführer war vom 28. März bis 6. April 2017 in der 
Klinik F.________ hospitalisiert. Im – im Beschwerdeverfahren eingereich-
ten – Austrittsbericht vom 11. Mai 2017 (Beschwerdebeilage [BB] 4) wurde 

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eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 
F33.2) diagnostiziert (S. 1). Der Beschwerdeführer sei in den Gesprächen 
niedergestimmt, traurig und erschöpft gewesen und habe unter Konzentra-
tionsproblemen gelitten. Er habe eine starke Erschöpfung geschildert. Der 
Kampf um die Tochter habe ihm alle Kraft geraubt. Von suizidalen Gedan-
ken und Impulsen habe er sich glaubhaft distanziert. Eine Rückenschmerz-
attacke habe ihn sehr beeinträchtigt, weshalb er beschlossen habe kurzfris-
tig auszutreten, um sich die Beschwerden bei seinem Chiropraktor behan-
deln zu lassen (S. 3).

Im weiteren Verlauf war der Beschwerdeführer vom 19. Juni bis 1. Sep-
tember 2017 erneut in der Klinik F.________ hospitalisiert. Im Bericht vom 
19. September 2017 (AB 55) wurden eine schwere depressive Episode 
ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) und akzentuierte Persönlich-
keitszüge (ICD-10 Z73.1) diagnostiziert. Der Beschwerdeführer leide unter 
zunehmenden depressiven Symptomen mit Kraftlosigkeit, Erschöpfung, 
Konzentrationsminderung, Antriebslosigkeit, negativen Gedanken mit sozi-
alem Rückzug sowie Überforderung (S. 1). 

4.2.3 Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
diagnostizierte im Bericht vom 12. April 2018 (AB 64) mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige, rezidivierende Depression 
(ICD-10 F33.11). Der Gesundheitszustand sei stationär. Es bestünden ein 
verminderter Antrieb, Schlafstörungen, wiederkehrende Gedanken an Sui-
zid und eine Konzentrationsschwäche. Zudem sei der Beschwerdeführer 
grübelnd und anklagend. Die rezidivierenden depressiven Episoden hätten 
einen chronischen Verlauf angenommen und veränderten sich trotz Thera-
pie nicht (S. 2). Der Psychiater attestierte von September 2017 bis auf wei-
teres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3).

4.2.4 Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), diagnostizierte im Aktenbericht vom 
15. August 2018 (AB 76) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezi-
divierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit so-
matischem Syndrom (ICD-10 F33.11), vor dem Hintergrund ängstlich-
vermeidender Persönlichkeitsanteile (ICD-10 Z73.10; S. 4). Die Stresstole-
ranz, die Konzentrationsfähigkeit, die Fähigkeit zur Verantwortungsüber-

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nahme, die Konfliktfähigkeit, die Durchsetzungsfähigkeit und die Entschei-
dungsfähigkeit seien eingeschränkt. Zudem sei die Motivation des Be-
schwerdeführers fraglich. Als Ressourcen führte der RAD-Psychiater den 
Abschluss des Trennungskonflikts mit Scheidung 2018 und den entkräfte-
ten Arbeitsplatzkonflikt im Jahr 2013 auf. Der Beschwerdeführer könne 
unter Berücksichtigung der funktionellen Einschränkungen mit einer anzu-
strebenden Präsenzzeit von 60% in seiner angestammten Tätigkeit arbei-
ten (S. 5). Im Längsschnitt sei aufgrund der objektiven Befunde keine rele-
vante Veränderung des Gesundheitsschadens zu konstatieren. Vorüberge-
hend sei es zu einer Verschlechterung der depressiven Störung mit 
Hospitalisation vom 19. Juni bis 1. September 2017 gekommen (S. 6).

4.2.5 Dr. med. C.________ diagnostizierte im Gutachten vom 28. April 
2019 (AB 92.1) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende 
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), 
und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit passiv-aggressiver, klagsamer, 
narzisstischer und emotional-instabiler Komponente (ICD-10 F73.1 [recte: 
Z73.1]; S.11 f. Ziff. 6). Auf dem Boden der diagnostizierten Störungen 
bestünden an einem Arbeitsplatz Konzentrationsstörungen und Einschrän-
kungen der Aufnahmefähigkeit, Überforderung bei emotional-instabiler 
Affektivität, zu befürchtende Konflikte am Arbeitsplatz, Energiemangel so-
wie Suizidgedanken. Als Ressource bestehe eine gute psychosoziale 
Fähigkeit. Der Beschwerdeführer habe zudem einige Kollegen, welche er 
regelmässig sehe. Er verbringe seine Wochenenden bei seiner Freundin 
und deren Kindern, mit denen er sich gut verstehe. Der Beschwerdeführer 
könne die Alltagsarbeiten alleine und vollständig verrichten. Der Tagesab-
lauf zeige auch subjektive Lebensfreude. Im Längsschnitt habe er ausrei-
chend Energie und Interesse, auch wenn er immer wieder depressiv ein-
breche (S. 17 Ziff. 7.4). Die Belastungen hätten in den letzten Jahren ab-
genommen. Die Scheidung sei weitgehend „verdaut“. Die Beziehung zur 
Tochter sei noch immer angespannt. Weiter sei der Beschwerdeführer 
überzeugt, für immer 100% arbeitsunfähig zu sein. Dabei zeige er eine 
deutliche Krankheitsüberzeugung, aber auch eine gewisse querulatorische 
Tendenz. Eine Persönlichkeitsstörung sei nicht gegeben. Eine solche sei 
nicht vereinbar mit dem Curriculum Vitae und der Kindheitsanamnese, wel-
che durchaus auch eine tragfähige Beziehung zu den Eltern beinhaltet ha-

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be (S. 18). Weiter attestierte der Gutachter in der angestammten Tätigkeit 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit seit Februar 2017. In einer angepassten 
Tätigkeit (klar strukturiert, ruhige emotional spannungsfreie Atmosphäre, 
ohne permanenten Zeitdruck, ohne Anforderung an das Umstellungs- und 
Anpassungsvermögen, mit wohlwollender Arbeitsatmosphäre) bestehe eine 
50%-ige Arbeitsfähigkeit seit März 2017 (S. 19 Ziff. 8).

Auf Ersuchen der Beschwerdegegnerin nahm Dr. med. C.________ im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens im Februar 2020 nochmals Stellung 
(AB 111.1). Beschwerdeweise werde ihm entgegengehalten, er habe ge-
wisse Dinge falsch verstanden oder nicht gewürdigt. Alle diese Dinge stün-
den im Zusammenhang mit der chronischen Depression. Diese sei doch 
eindeutig diagnostisch und auch in ihrer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
gewertet worden (S. 8). Laut Berichten der Klinik F.________ aus dem Jahr 
2017 habe damals eine schwere depressive Episode bestanden. Heute 
liege nur eine mittelgradige Episode vor. Daraus sei eine Verbesserung des 
psychischen Zustandes zu schliessen. Dies stehe sicher in Verbindung mit 
der entschärften Belastungssituation. Die Chronifizierung der Depression 
wirke sich insofern auf den Wiedereinstieg ins Berufsleben aus, als ein sol-
cher bei reduzierter Arbeitsfähigkeit (50%) möglich sei. Akzentuierte Per-
sönlichkeitszüge belasteten den Beschwerdeführer und führten zusammen 
mit der depressiven Entwicklung zu einer Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit. Das eröffnete Strafverfahren habe zu einer Belastung mit negativen 
Folgen für die Arbeitsfähigkeit geführt. Inzwischen habe der Beschwerde-
führer dies jedoch weitgehend verarbeiten können. Weiter führte der Gut-
achter aus, eine genaue Entwicklung der Arbeitsfähigkeit seit 2014 könne 
mit Sicherheit nicht nachgezeichnet werden. In den Jahren 2014 und 2017 
sei der Beschwerdeführer hospitalisiert gewesen und es habe eine 100%-
ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (S. 9). Danach sei keine Hospitalisation 
mehr erfolgt, sodass von einer Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten 
in wohlwollender Atmosphäre von 50% ab April 2017 – und nicht wie im 
Gutachten angegeben ab März 2017 – auszugehen sei. Für die ange-
stammte Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100% seit mindes-
tens 2017 (S. 10).

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4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.4 Dr. med. C.________ hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung in 
Kenntnis der medizinischen Vorakten sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen auseinandergesetzt und seine Schlussfolgerungen ins-
besondere gestützt auf seine eigene Untersuchung getroffen. Die Aus-
führungen in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind ein-
leuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszu-
stand nachvollziehbar begründet. Somit erfüllt das Gutachten vom 28. April 
2019 (AB 92.1) samt Stellungnahme von Februar 2020 (AB 111.1) – jeden-
falls was Befunderhebung und Diagnostik betrifft – die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutach-
tens gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.3 hiervor), weshalb ihm volle Be-
weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Der Gutachter 
hat ausführlich begründet, dass der Beschwerdeführer an einer rezidivie-
renden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradigen Episode, und an 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 13

akzentuierten Persönlichkeitszügen mit passiv-aggressiver, klagsamer, 
narzisstischer und emotional-instabiler Komponente leidet (AB 92.1 S. 11 f. 
Ziff. 6). Diese Einschätzung ist nicht nur für sich allein nachvollziehbar und 
überzeugend, sondern sie findet aus diagnostischer Sicht Rückhalt in den 
vorliegenden Akten. So attestierten der behandelnde Psychiater Dr. med. 
G.________ und der RAD-Psychiater Dr. med. H.________ namentlich 
eine mittelgradige rezidivierende Depression (AB 64 S. 2 Ziff. 3, 76 S. 4 
unten). Darauf ist abzustellen.

4.4.1 Die gegen die Einschätzung von Dr. med. C.________ beschwer-
deweise vorgebrachte Kritik verfängt nicht. Zum einen sprechen die Berich-
te der psychiatrischen Dienste E.________ von 29. September 2014 
(AB 108) und der Klinik F.________ vom 11. Mai 2017 (BB 4), welche dem 
Experten zumindest im Rahmen des Gutachtens vom 28. April 2019 
(AB 92.1) nicht vorlagen (Beschwerde S. 4 Ziff. 12a), nicht gegen die Zu-
verlässigkeit der Einschätzung des Gutachters, da sich dieser in seiner 
Stellungnahme von Februar 2020 überzeugend (wenn auch kurz) mit die-
sen Berichten auseinandergesetzt und dargelegt hat, warum den Beurtei-
lungen in diesen Berichten nicht ohne weiteres gefolgt werden kann 
(AB 111.1 S. 5). Zum anderen ist nicht ersichtlich, inwiefern das Schreiben 
der Lebenspartnerin des Beschwerdeführers vom 4. Dezember 2019 
(BB 10) ein wesentliches Element enthalten sollte, das der Gutachter nicht 
berücksichtigt hätte. Die monierten Ungenauigkeiten im Rahmen der Ana-
mneseerhebung (Beschwerde S. 5 ff. lit. c ff.) sind offensichtlich nicht ge-
eignet, die Einschätzungen des Gutachters in Zweifel zu ziehen; es ist 
vielmehr zu berücksichtigen, dass ein Experte auf die während der Explora-
tion gemachten Angaben abstellen muss. Ebenso führt die Nichtberück-
sichtigung der Installation einer Psychiatriespitex (vgl. Beschwerde S. 4 
Ziff. 12b) nicht dazu, dass das Gutachten den Beweiswert in medizinischer 
Hinsicht verliert, da dies offensichtlich keine Auswirkung auf die Einschät-
zung der Arbeitsfähigkeit hat, wie der Stellungnahme von Dr. med. 
C.________ von Februar 2020 implizit entnommen werden kann (AB 111.1 
S. 7 lit. b und S. 8 Mitte). 

4.4.2 Zu klären bleibt die rechtliche Relevanz der von Dr. med. 
C.________ diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung, gegen-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 14

wärtig mittelgradige Episode, und der akzentuierten Persönlichkeitszüge 
und dabei insbesondere die Massgeblichkeit der attestierten 100%-igen 
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit resp. der attestierten 
50%-igen Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (AB 92.1 
S. 11 f. Ziff. 6, S. 19 Ziff. 8; vgl. E. 3.2.2 hiervor).

Im Rahmen der Kategorie „funktioneller Schweregrad" (BGE 141 V 281 
E. 4.3 S. 298) ist zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung" zu beur-
teilen (BGE 141 V 281 E. 4.3.1 S. 298). Zum Indikator Ausprägung der dia-
gnoserelevanten Befunde und Symptome ist festzuhalten, dass gemäss 
psychiatrischem Gutachter eine mittelgradige depressive Symptomatik ge-
geben ist (AB 92.1 S. 11 Ziff. 6; vgl. auch S. 10 f. Ziff. 4.3.2). Damit erwei-
sen sich die diagnoserelevanten Befunde nicht als sonderlich ausgeprägt. 
Betreffend den Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder 
-resistenz" (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299 f.) ist zu bemerken, dass die 
Behandlung in der Klinik F.________ im Sommer 2017 zu einer leichten 
Verbesserung führte (AB 55 S. 3 Mitte), weshalb keine Behandlungsresis-
tenz erwiesen ist. Zur Eingliederung hielt der Experte fest, es bestehe eine 
mangelhafte Kooperation, der Beschwerdeführer habe schlicht beschlos-
sen, nicht mehr zu arbeiten (AB 92.1 S. 16 Ziff. 7.2). Eine massgebende 
Komorbidität (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 S. 300 ff.) besteht nicht. Anhalts-
punkte dafür, dass die Persönlichkeit des Beschwerdeführers ein Leis-
tungsvermögen ausschlösse, sind nicht ersichtlich, zumal der Gutachter 
das Bestehen einer Persönlichkeitsstörung unter Berücksichtigung des 
Lebenslaufs und der Kindheitsanamnese explizit ausgeschlossen hat 
(AB 92.1 S. 15 unten und S. 18 unten; BGE 141 V 281 E. 4.3.2 S. 302). 
Der Komplex sozialer Kontext (BGE 141 V 281 E. 4.3.3 S. 303) zeigt, dass 
der Beschwerdeführer über mobilisierbare Ressourcen verfügt. Er wird ins-
besondere durch seine Lebenspartnerin unterstützt (vgl. dazu auch deren 
Schreiben vom 4. Dezember 2019; BB 10). Zudem bestehen – wenn auch 
nicht ausgeprägte – Kontakte zu Geschwistern und Kollegen (AB 92.1 
S. 15 Mitte und S. 17 Ziff. 7.4; Beschwerde S. 7 lit. i). 

Des Weiteren sind in der Kategorie „Konsistenz" in Bezug auf die Ein-
schränkung des Aktivitätsniveaus in vergleichbaren Lebensbereichen (BGE 
141 V 281 E. 4.4.1 S. 303 f.) Ungleichmässigkeiten ersichtlich, wie auch 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 15

der Experte einleuchtend darlegte (AB 92.1 S. 16 Ziff. 7.3). Die Schilderun-
gen des Beschwerdeführers zu seinem Tagesablauf und seinen sozialen 
Kontakten zeigen, dass die Einschränkungen sich nicht konsistent manifes-
tieren. So hat er gegenüber dem Gutachter angegeben, verschiedene 
Hobbies (..., Arbeiten am ..., ...arbeiten, ..., ...) zu haben. Zudem geht er ..., 
..., trifft sich ein bis zwei Mal in der Woche mit der Mutter und verbringt die 
Wochenenden mit seiner Lebenspartnerin (AB 92.1 S. 9 lit. f). Zwar ist da-
bei zu berücksichtigen, dass gemäss Angaben der Lebenspartnerin dies-
bezüglich gewisse Einschränkungen bestehen. So habe der Beschwerde-
führer im letzten Jahr nur ein bis zwei Mal einen ... unternommen. Ferner 
seien die erwähnten Arbeiten am ... und ... nicht sehr umfassend (BB 10 
S. 1 f.). Das geltend gemachte Aktivitätsniveau lässt sich jedoch nicht mit 
einer Arbeitsunfähigkeit von 50% in einer angepassten Tätigkeit vereinba-
ren. Der ebenfalls zur Kategorie Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4.2 
S. 304) gehörende Indikator „behandlungs- und eingliederungsanamnes-
tisch ausgewiesener Leidensdruck" ist als erfüllt zu betrachten, nachdem 
der Beschwerdeführer seit Jahren therapeutische Optionen in Anspruch 
nimmt, wobei jedoch namentlich aufgrund der niedrigen Therapiefrequenz 
von ein bis zwei Mal im Monat (AB 59; vgl. auch AB 92.1 S. 7 lit. b und Be-
schwerde S. 11 Ziff. 21) nicht von einem sonderlich ausgeprägten Leidens-
druck auszugehen ist.

Demnach lassen die zu berücksichtigenden Indikatoren nicht den Schluss 
auf invalidisierende Funktionseinbussen im rechtlichen Sinne zu. In der 
Folge ist die von Dr. med. C.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 
100% in der angestammten Tätigkeit resp. von 50% in einer angepassten 
Tätigkeit als rechtlich nicht massgebend zu beurteilen, ohne dass das 
Administrativgutachten aus medizinischer Sicht dadurch seinen Beweiswert 
verliert (vgl. Entscheid des BGer vom 26. November 2018, 8C_480/2018, 
E. 5.2.2 mit Hinweis auf BGE 144 V 50 E. 4.3 S. 53 f.).

4.4.3 Weiter ist gestützt auf die vorliegenden medizinischen Akten kein 
invalidisierender somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen. Entspre-
chendes wird auch nicht geltend gemacht.

4.5 Zusammenfassend besteht weder aus psychiatrischer noch aus 
somatischer Sicht ein invalidisierender Gesundheitsschaden. Der Sachver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 16

halt ist somit gestützt auf die vorliegenden Akten hinreichend erstellt, wes-
halb – entgegen dem Antrag in der Beschwerde (S. 2; vgl. auch S. 9 
Ziff. 16) – auf weitere Beweiserhebungen zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 
157 E. 1d S. 162; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 163 E. 4). 

Da keine Invalidität im Rechtssinne (vgl. E. 3.1 hiervor) vorliegt, besteht 
kein Anspruch auf Leistungen der IV. Die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Gemäss Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der unterlie-
genden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Par-
tei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfer-
tigen, keine Verfahrenskosten zu erheben. Vorliegend ist keine vom Unter-
liegerprinzip abweichende Verlegung der Verfahrenskosten vorzunehmen 
(SVR 2019 IV Nr. 93 S. 317 E. 5.4.3), zumal ohne weiteres davon auszu-
gehen ist, dass die erfolgte – im vorliegenden Beschwerdeverfahren jedoch 
geheilte – Verletzung der Partizipationsrechte nicht kausal war für die am 
9. Dezember 2019 erhobene Beschwerde (vgl. aber sogleich). Demnach 
sind die gerichtlich auf Fr. 800.-- festgesetzten Verfahrenskosten dem un-
terliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung aufzuerlegen. Diese werden 
dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.-- entnommen. Die Re-
stanz von Fr. 200.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils 
zurückzuerstatten.

5.2 Vorliegend besteht grundsätzlich kein Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG). Gemäss dem auch im kantonalen Verfahren geltenden allgemei-
nen Verfahrensgrundsatz, wonach unnötige Kosten zu bezahlen hat, wer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 17

sie verursacht (Verursacherprinzip), kann es sich jedoch rechtfertigen, die 
verantwortliche Partei zur Leistung einer Parteientschädigung an die (in der 
Sache unterliegende) Gegenpartei zu verpflichten, wenn deren rechtliches 
Gehör in schwerwiegender Weise verletzt wurde und diese Verletzung zu 
nennenswerten Kosten führte, die ohne die Gehörsverletzung nicht ange-
fallen wären (vgl. SVR 2019 IV Nr. 93 S. 316 f. E. 5.4.3). 

Vorliegend führte die erfolgte Verletzung der Partizipationsrechte (vgl. 
E. 2.3 hiervor) insofern zu nennenswerten Kosten, als aufgrund der von der 
Beschwerdegegnerin im Rahmen der Beschwerdeantwort eingeholten Stel-
lungnahme von Dr. med. C.________ von Februar 2020 (AB 111.1) das 
Erstellen einer Stellungnahme notwendig war. Deshalb hat die Beschwer-
degegnerin dem Beschwerdeführer die im Zusammenhang mit der Eingabe 
vom 19. März 2020 angefallenen Kosten zu ersetzen. Angesichts des in 
der Kostennote vom 28. April 2020 geltend gemachten Aufwands von drei 
Stunden für die besagte Eingabe und unter Berücksichtigung der diesbe-
züglich angefallenen (nicht separat ausgewiesenen) Auslagen und der ent-
sprechenden Mehrwertsteuer wird die Parteientschädigung gerichtlich auf 
pauschal Fr. 850.-- (inkl. Auslagen und MWSt.) festgesetzt. Diesen Betrag 
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 1‘000.-- entnommen. Die Restanz von Fr. 200.-- wird ihm nach Ein-
tritt der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten 
für den Aufwand der Eingabe vom 19. März 2020, gerichtlich bestimmt 
auf Fr. 850.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Juli 2020, IV/19/925, Seite 18

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.