# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94125cf4-0b9f-5405-a719-72b7d0ae2cd9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-07-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 05.07.2005 SKG 2005 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SKG-2005-24_2005-07-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 05. Juli 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SKG 05 24

Urteil
Kantonsgerichtsausschuss

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Heinz-Bommer und Vital 
Aktuar ad hoc Hitz

——————

In der Schuldbetreibungs- und Konkurssache

der X., Gläubigerin, Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin,

gegen

den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 8. 
April 2005, mitgeteilt am 9. Mai 2005, in Sachen des Y., Schuldner, Gesuchsgegner 
und Beschwerdegegner, gegen die Gläubigerin, Gesuchstellerin und Beschwerde-
führerin, 

betreffend definitive Rechtsöffnung,

hat sich ergeben:

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A. X. und Y. sind mit Urteil vom 31. Januar 2002 des Bezirksgerichtsprä-
sidiums Imboden geschieden worden. Y. verpflichtete sich, mit einer vom Bezirks-
gerichtspräsidium in diesem Urteil genehmigten Scheidungskonvention, folgende 
Unterhaltsbeiträge an seine Tochter D. (geboren am 10. Juni 1986) und an seine 
Ehefrau X. zu bezahlen:

„2. Y. sei zu verpflichten, an den Unterhalt von D. monatliche, im Voraus 
zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 800.- zuzüglich allfällige Kinder-
zulagen zu bezahlen. Art. 286 Abs. 3 ZGB betreffend nicht vorherge-
sehene ausserordentliche Bedürfnisse der Kinder bleibt vorbehalten. 
Diese Unterhaltsbeiträge sind bis zur wirtschaftlichen Selbständigkeit 
von D., längstens bis zur Mündigkeit, geschuldet. Art. 277 Abs. 2 ZGB 
bleibt vorbehalten.

Wegen fehlender Leistungsfähigkeit wird darauf verzichtet, X. zu Un-
terhaltsbeiträgen für den Sohn E. zu verpflichten. Art. 134 ZGB bei 
Veränderung der Verhältnisse bleibt vorbehalten.

3. Der Ehemann sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Ehefrau mo-
natliche, im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'000.- bis 
Ende September 2002 zu bezahlen. Dabei wird von einem Einkom-
men des Ehemannes von Fr. 7'550.- netto pro Monat ausgegangen 
und bei der Ehefrau von einem monatlichen Durchschnittseinkommen 
von Fr. 2'000.- netto.“

B. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Kreis Rhäzüns vom 14. Ja-
nuar 2005 (Betreibungs-Nr. 20500074) wurde Y. von X. für den Betrag von Fr. 
41'160.00.- nebst Zins zu 4.5 % seit 1. Januar 2005 betrieben. Zur Begründung 
berief sich X. auf das Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 31. Januar 
2001 (recte: 2002) betreffend Ehescheidung auf gemeinsames Begehren und auf 
die Rückstandsberechnung der Inkassostelle der Frauenzentrale Graubünden vom 
13. Januar 2005. Gemäss dieser Rückstandsberechnung machte X. an Frauenren-
ten von April 2001 bis September 2002 Fr. 2'000.- monatlich, somit total Fr. 36'000.- 
sowie Alimente für die Tochter D. bis zu ihrer Mündigkeit von April 2001 bis Juni 
2004 von Fr. 31’200.- monatlich sowie von Juli 2004 bis November 2004 von Fr. 
2'500.- zuzüglich Kinderzulagen geltend. Die Gesamtforderung belaufe sich somit 
auf Fr. 77'600.-, wovon Fr. 37'850.- von Y. bezahlt seien. Dies ergäbe nach ihren 

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Berechnungen einen Saldo zu ihren Gunsten von Fr. 39'750.-. Gegen den Zah-
lungsbefehl erhob Y. am 28. Januar 2005 Rechtsvorschlag.

C. Mit Eingabe vom 10. März 2005 ersuchte X. das Bezirksgerichtspräsi-
dium Imboden um Gewährung der definitiven Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 
41'160.00.- nebst Zins zu 4.5 % seit 1. Januar 2005.

D. Mit Verfügung vom 15. März 2005 wurde die mündliche Rechtsöff-
nungsverhandlung auf Montag, 4. April 2005 angesetzt. Gleichzeitig wurde Y. be-
rechtigt, zum Rechtsöffnungsgesuch bis zur angesetzten Verhandlung schriftlich 
Stellung zu nehmen. In seiner dem Bezirksgerichtspräsidium Imboden am 4. April 
2005 überbrachten Stellungnahme beantragte Y. die Abweisung des Gesuches mit 
der Begründung, dass er seinen Verpflichtungen gegenüber seiner geschiedenen 
Ehefrau nachgekommen sei. Er sei davon ausgegangen, dass die vor dem Urteil 
bezahlten Beträge mit den nach dem Urteil zu bezahlenden Beträgen verrechnet 
werden könnten und er habe deshalb nicht immer den Gesamtbetrag in der Höhe 
von Fr. 2'800.00.- plus Kinderzulagen überwiesen. Gegen den Betrag der Rück-
standsberechnung der Frauenzentrale Graubünden in der Höhe von Fr. 39'750.- 
wandte Y. ein, dass er gestützt auf das Ehescheidungsurteil des Bezirksgerichts-
präsidiums Imboden vom 31. Januar 2001 (recte: 2002) erst mit dessen Rechtskraft 
zu Unterhaltszahlungen seiner Familie gegenüber verpflichtet sei, wie auch, dass 
er gemäss und gestützt auf das Ehescheidungsurteil seine Unterhaltspflicht ge-
genüber seiner Tochter nur bis zu deren Mündigkeit zu leisten habe. Nach der Mün-
digkeit habe er jedoch seine Tochter auch weiterhin finanziell unterstützt. Unter Bei-
lage der entsprechenden Zahlungsbelege führte Y. sodann aus, dass er seiner Frau 
und seiner Tochter im Zeitraum von April 2001 bis November 2004 insgesamt den 
Betrag von Fr. 50'015.- überwiesen habe. Dies mache mehr aus als die in Betrei-
bung gesetzten Unterhaltsbeiträge.

E. Zur Rechtsöffnungsverhandlung vom 4. April 2005 erschienen beide 
Parteien und legten Kontoauszüge betreffend Unterhaltszahlungen ein. Die Par-
teien ersuchten sodann den Bezirksgerichtspräsidenten um Aufschub der Mitteilung 
des Rechtsöffnungsentscheides mit der Begründung, man müsse die gegenseitig 
behaupteten Zahlungen überprüfen, resp. die fehlenden Quittungen noch organisie-
ren. Am 6. April 2005 teilte X. mit, dass sie zuerst die Belege des Gesuchsgegners 
mit dem Vermerk „unter Vorschuss“ sehen müsse, um dazu definitiv Stellung zu 
nehmen. 

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Mit Schreiben vom 7. April 2005 übermittelte Y. verschiedene Zahlungsbe-
lege aus dem Jahre 2001 und führte dazu aus, dass er nicht mehr sämtliche Origi-
nalbelege habe; vom Steueramt habe er jedoch eine Kopie der an seine Familie 
getätigten Zahlungen erhalten.

F. Mit Entscheid vom 8. April 2005, mitgeteilt am 9. Mai 2005, erkannte 
das Bezirksgerichtspräsidium Imboden wie folgt:

„1. Das Gesuch betreffend Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 20500074 
des Betreibungsamtes Rhäzüns wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr. 250.- 
gehen zulasten des Gesuchsgegners. Sie werden bei der Gesuchstel-
lerin unter Regresserteilung auf den Gesuchsgegner erhoben.

Ausseramtlich hat die Gesuchstellerin den Gesuchsgegner für seine 
Umtriebe mit Fr. 50.- zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung).“

Der Rechtsöffnungsrichter hielt in seinem Entscheid unter anderem fest, 
dass Y. glaubhaft nachgewiesen habe, dass er seinen aus dem Ehescheidungsur-
teil resultierenden Unterhaltsverpflichtungen gegenüber der Ehefrau und seiner 
Tochter nachgekommen sei, selbst wenn ein bis zwei Belege fehlen würden.

G. Gegen diesen Entscheid erhob X. am 18. Mai 2005 Beschwerde beim 
Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. Sinngemäss bringt sie vor, dass Y. 
aufgrund des Scheidungsurteils vom 31. Januar 2001 (recte: 2002) sowohl ihr als 
auch der gemeinsamen Tochter D. bis zu ihrer Mündigkeit oder wirtschaftlichen 
Selbständigkeit Unterhaltszahlungen ab April 2001 leisten müsse.

Das Bezirksgerichtspräsidium Imboden verzichtete mit Schreiben vom 9. 
Juni 2005 auf die Einreichung einer Stellungnahme. Y. liess sich ebenfalls nicht 
vernehmen.

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Auf die weiteren Vorbringen in den Rechtsschriften sowie im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegan-
gen. 

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :

1. Entscheide des Bezirksgerichtspräsidiums in Rechtsöffnungssachen 
können gemäss Art. 236 Abs. 1 der Zivilprozessordnung des Kantons Graubünden 
(ZPO; BR 320.000) in Verbindung mit Art. 17 Abs. 1 Ziff. 2 und Art. 24 der Vollzie-
hungsverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (GVV 
zum SchKG; BR 220.110) innert zehn Tagen seit der schriftlichen Mitteilung beim 
Kantonsgerichtsausschuss angefochten werden. Der Kantonsgerichtsausschuss 
prüft im Rahmen der Beschwerdeanträge, ob der angefochtene Entscheid oder das 
vorausgehende Verfahren Gesetzesbestimmungen verletzt, welche für die Beurtei-
lung der Streitfrage wesentlich sind (Art. 235 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 236 
Abs. 3 ZPO). Abgestellt wird dabei auf die Entscheidgrundlagen, wie sie bereits dem 
vorinstanzlichen Richter zur Verfügung standen (Art. 235 Abs. 2 ZPO). Auf die frist- 
und überdies auch formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens bildet ausschliesslich die 
Frage, ob für den in Betreibung gesetzten Betrag ein Rechtstitel besteht, der die 
hemmende Wirkung des Rechtsvorschlages zu beseitigen vermag. Über den mate-
riellen Bestand der Forderung hat der Rechtsöffnungsrichter nicht zu entscheiden 
(vgl. Ammon/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Auf-
lage, Bern 1997, S. 120 N 22). Verfügt der Gläubiger über einen vollstreckbaren 
Titel wie namentlich ein gerichtliches Urteil oder einen gerichtlichen Vergleich 
gemäss Art. 80 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Kon-
kurs (SchKG; SR 281.1), so kann der Richter die definitive Rechtsöffnung erteilen, 
wenn der Betriebene nicht durch Urkunden zu beweisen vermag, dass die Schuld 
seit Erlass des Urteils (namentlich durch Zahlung, Verrechnung oder Erlass) getilgt 
oder gestundet worden oder die Verjährung eingetreten ist (Art. 81 Abs. 1 SchKG). 
Vollstreckbar ist jeder Entscheid, der rechtskräftig ist. 

Rechtskräftig sind alle ordnungsgemäss eröffneten Entscheide, die nicht mehr mit 
einem ordentlichen Rechtsmittel angefochten werden können (vgl. Panchaud/Ca-
prez, Die Rechtsöffnung, 2. Aufl., Zürich 1980, § 133; BlSchKG 1976 S. 133). 

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Damit ist der Schuldner bzw. Betriebene dem Gläubiger – auch wenn dieser 
einen Vollstreckungstitel für die definitive Rechtsöffnung vorzuweisen vermag – 
nicht bedingungslos ausgeliefert. Er kann noch verschiedene materielle Einwände 
vorbringen, mit welchen die Tauglichkeit des Rechtsöffnungstitels in Frage gestellt 
wird (Ammon/Gasser, a.a.O., S. 124 f. N 50 und 52). Unter der Einrede der Tilgung 
gemäss Art. 81 Abs. 1 SchKG ist nicht nur die Zahlung, sondern jeder auf irgendei-
nem anderen zivilrechtlichen Grund beruhende Untergang der Forderung zu verste-
hen. Darunter fällt auch die Einrede der Verrechnung, sofern diese durch Urkunden 
bewiesen wird. (Staehelin, Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung 
und Konkurs, SchKG I, Basel 1998, N 14 zu Art. 81).

3. Die Beschwerdeführerin beruft sich bei ihrer Berechnung auf das Urteil 
des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 31. Januar 2001 (recte: 2002). Sie ver-
kennt jedoch, dass, obwohl das Urteil vom 31. Januar 2001 datiert, in Erwägung 
vier desselben explizit erwähnt wird, dass gemäss Bestätigung der Parteien vom 
27. und 28. November 2001 dieses Urteil erst mit dessen Mitteilung rechtskräftig 
wird. Das Ehescheidungsurteil wurde den Parteien am 31. Januar 2002 zugestellt 
und von ihnen anfangs Februar 2002 in Empfang genommen. Es erwuchs im glei-
chen Monat unangefochten in Rechtskraft. Die Beschwerdeführerin macht nun sinn-
gemäss geltend, dass der Beschwerdegegner ihr und der gemeinsamen Tochter D. 
Unterhaltsbeiträge ab April 2001 schulde, zu einem Zeitpunkt also, in welchem das 
Ehescheidungsurteil noch gar nicht rechtskräftig war. Gemäss Art. 140 des Schwei-
zerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) ist die Vereinbarung über die Schei-
dungsfolgen erst rechtsgültig, wenn das Gericht sie genehmigt hat. In der von den 
Parteien am 27. September 2001 unterzeichneten Ehescheidungskonvention ist 
keine Bestimmung enthalten, die sich darüber ausspricht, ob die in der Eheschei-
dungskonvention stipulierten Unterhaltsbeiträge auch während dem laufenden Ehe-
scheidungsverfahren zu bezahlen sind. Wie die Vorinstanz zu Recht feststellte, ist 
somit in Anwendung von Art. 140 ZGB darauf zu schliessen, dass die Unterhalts-
pflicht, welche sich aus der Ehescheidungskonvention ableitet, erst mit Rechtskraft 
des Ehescheidungsurteils beginnt. Somit kann festgehalten werden, dass die Un-
terhaltsbeiträge, wie der Beschwerdegegner zu Recht ausführte, erst ab Februar 
2002 geschuldet sind. 

Allfällige Unterhaltszahlungen bis Ende Januar 2002 stehen vorliegend nicht zur 
Diskussion, da das Urteil des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 31. Januar 
2002 nur einen definitiven Rechtsöffnungstitel für die Zeit nach dessen Rechtskraft, 

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also ab Februar 2002 darstellt. Zur Geltendmachung von Unterhaltszahlungen bis 
Januar 2002 fehlt somit ein Rechtsöffnungstitel.

4. a) Im vorliegenden Verfahren ist es somit unbestritten, dass der in 
Rechtskraft erwachsene Entscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Imboden vom 
31. Januar 2002 als definitiver Rechtsöffnungstitel im Sinne der Art. 80 f. SchKG zu 
gelten hat. Gemäss diesem Ehescheidungsurteil wird der Beschwerdegegner ver-
pflichtet, der Beschwerdeführerin für den Unterhalt bis Ende September 2002 mo-
natlich im Voraus Fr. 2'000.- und für seine Tochter D. längstens bis zur Mündigkeit 
Fr. 800.- zuzüglich Kinderzulagen ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatlich 
im Voraus zu bezahlen. Nachfolgend ist nun zu prüfen, ob der Beschwerdegegner 
Einwände vorzubringen vermag, die die Tauglichkeit des Rechtsöffnungstitels in 
Frage stellen.

b) Der Beschwerdegegner macht geltend, dass er der Beschwerdefüh-
rerin und seiner Tochter im Zeitraum von April 2001 bis November 2004 einen Be-
trag von insgesamt Fr. 50'015.- überwiesen habe, resp. der Familie habe zukommen 
lassen. So habe er ab April 2001 verschiedene Beträge bezahlt, sowie Wohnungs-
miete, Möbelkauf, Krankenkasse etc. übernommen. Sinngemäss macht er damit 
geltend, es stehen ihm vor dem Erlass des Urteils vom 31. Januar 2002 verrechen-
bare Gegenforderungen gegen die Beschwerdeführerin zu und diese bezahlten Be-
träge seien von seiner Unterhaltsschuld in Abzug zu bringen. Er macht damit die 
Einrede der Verrechung geltend.

c) Als Tilgung im Sinne von Art. 81 Abs. 1 SchKG fällt auch die Verrech-
nung in Betracht, sofern diese Einrede durch Urkunden bewiesen wird. Die Gegen-
forderung muss diesfalls ebenfalls durch gerichtliches Urteil oder durch vorbehalt-
lose Anerkennung der Gegenpartei belegt sein, das heisst die verurkundete Gegen-
forderung muss mindestens zur provisorischen Rechtsöffnung taugen. Mit anderen 
Worten muss die Gegenforderung auf einer Schuldanerkennung im Sinne von Art. 
82 SchKG beruhen, damit sie zur Verrechnung gelangen kann. Als solche gelten 
zum Beispiel Privaturkunden, aus denen der klare Wille des Schuldners hervorgeht, 
eine bestimmte und fällige Geldsumme zu zahlen oder als Sicherheitsleistung zu 
hinterlegen (vgl. PKG 1990 Nr. 31). 

Um einen gültigen Titel zu bilden, muss sich die Schuldanerkennung auf eine fällige 
Forderung beziehen, deren Betrag in der Urkunde angegeben ist. Gemäss Art. 81 
Abs. 1 SchKG muss der Betriebene den Beweis der Tilgung durch Urkunden erbrin-

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gen. Urkunden sind Schriftstücke (vgl. Panchaud/Caprez, a.a.O., § 1 und § 160; 
BGE 119 II 8). 

Der Beschwerdegegner bringt zwar vor, dass er seit April 2001 div. Rech-
nungen bezahlt habe (Wohnungsmiete, Krankenkasse, Möbel, etc.). Die diesbezüg-
lichen detaillierten Rechnungen sind aber aus den Akten nicht ersichtlich. Die Auf-
listung der Zahlungen vom 1. April 2001 bis 31. Dezember 2001 auf der Kopie des 
Steueramtes Domat/Ems vom 30. Mai 2002 bescheinigen lediglich, dass entspre-
chende Zahlungen geleistet worden sind. Ihnen ist aber keineswegs zu entnehmen, 
dass sich die Beschwerdeführerin etwa verpflichtet hätte, gewisse Beträge selbst 
zu bezahlen. Somit fehlt es an einer schriftlichen Schuldanerkennung im Sinne von 
Art. 82 SchKG überhaupt und damit auch an einem vollen und liquiden Beweis für 
die geltend gemachte Gegenforderung, der zur provisorischen Rechtsöffnung aus-
reichen würde. Eine Verrechnung von vor der Rechtskraft des Urteils bezahlten Be-
trägen mit nach dem Urteil zu bezahlenden Beträgen, wie dies der Beschwerdegeg-
ner in seiner Stellungnahme vom 1. April 2005 geltend machen will, ist somit aus-
geschlossen.

5.a) Gemäss Rechtsöffnungsgesuch macht die Beschwerdeführerin Unter-
haltszahlungen in der Höhe von Fr. 41'160.00.- nebst Zins zu 4.5 % ab 1. Januar 
2005 geltend. Da die Pflicht zu Unterhaltszahlungen erst ab Februar 2002 besteht, 
ergibt sich gemäss Ziffer zwei und drei der Ehescheidungskonvention vom 27. Sep-
tember 2001 folgende Rechnung: Der Beschwerdegegner ist verpflichtet, der Be-
schwerdeführerin von Februar 2002 bis September 2002 (8 Monate) insgesamt Fr. 
16'000.- an Unterhalt zu bezahlen. Weiter verpflichtet sich der Beschwerdegegner 
seiner Tochter D. (geboren am 10. Juni 1986) längstens bis zu deren Mündigkeit 
den Betrag von Fr. 800.- zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen. Von Februar 2002 
bis Juni 2004 (29 Monate bis zur Mündigkeit von D.) ist somit ein Betrag in der Höhe 
von Fr. 23'200.- zuzüglich Kinderzulagen (Fr. 150.- von Februar 2002 bis Juni 2002; 
Fr. 175.- von Juli 2002 bis Dezember 2002 und Fr. 200.- von Januar 2003 bis Juni 
2004) in der Höhe von Fr. 5'400.-, also insgesamt Fr. 28'600.- geschuldet. Zusam-
men mit den Unterhaltsbeiträgen an die Beschwerdeführerin resultiert ein vom Be-
schwerdegegner zu bezahlender Gesamtbetrag in der Höhe von Fr. 44'600.- in der 
Zeitspanne von Februar 2002 bis Juni 2004.

b) Wie aus den Akten hervorgeht, hat der Beschwerdegegner mittels Ur-
kunden (u.a. durch diverse Bankbelege und Quittungen) nachgewiesen, dass er in 
der Zeit von Februar 2002 bis Juni 2004 insgesamt Fr. 29’875.- an Unterhaltszah-

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lungen an die Beschwerdeführerin und die gemeinsame Tochter D. bezahlt und so-
mit getilgt hat. Dieser Betrag kann von den Fr. 44'600.- in Abzug gebracht werden, 
womit noch Fr. 14'725.- an Unterhaltszahlungen an die Beschwerdeführerin durch 
den Beschwerdegegner zu leisten sind. Die Ausführungen der Vorinstanz, dass, 
selbst wenn ein bis zwei Belege fehlen würden, der Beschwerdegegner glaubhaft 
nachgewiesen habe, dass er seiner aus dem Ehescheidungsurteil resultierenden 
Unterhaltsverpflichtungen der Beschwerdeführerin und der gemeinsamen Tochter 
gegenüber nachgekommen sei, erweisen sich als unrichtig, zumal im definitiven 
Rechtsöffnungsverfahren ein Urkundenbeweis vorliegen muss und ein blosses 
Glaubhaftmachen diesfalls nicht ausreicht. Das Rechtsöffnungsgesuch der Be-
schwerdeführerin wurde von der Vorinstanz daher zu Unrecht abgewiesen. Die Be-
schwerde erweist sich somit als teilweise begründet und die definitive Rechtsöff-
nung ist im Betrag von Fr. 14'725.- zu erteilen.

6.) Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, dass der Beschwerde-
gegner gemäss Ehescheidungsurteil vom 31. Januar 2002 der gemeinsamen Toch-
ter D. bis zur Mündigkeit oder bis zu deren wirtschaftlichen Selbständigkeit Unter-
haltsbeiträge entrichten müsse. In der von den Parteien unterzeichneten Eheschei-
dungskonvention wird in Ziffer 2 festgehalten, dass die Unterhaltsbeiträge bis zur 
wirtschaftlichen Selbständigkeit von D., längstens aber bis zur Mündigkeit geschul-
det sind. Gemäss dem Wortlaut dieser Vereinbarung erlischt somit die Pflicht des 
Beschwerdegegners zur Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen an D. im Zeitpunkt ih-
rer Mündigkeit, folglich am 10. Juni 2004. Auch wenn Art. 277 Abs. 2 ZGB in der 
Ehescheidungskonvention vorbehalten wurde, kann festgehalten werden, dass ein 
allfälliger Anspruch auf Mündigenunterhalt nach dem 10. Juni 2004, also nach Er-
reichen des Mündigkeitsalters, von D. gegenüber dem Beschwerdegegner selber 
geltend gemacht werden müsste. Aus den Unterlagen geht denn auch keine Voll-
macht hervor, die die Beschwerdeführerin seitens D. ermächtigen würde, Unter-
haltsbeiträge nach ihrer Mündigkeit gegenüber dem Beschwerdegegner geltend 
machen zu dürfen. Desweitern wird kein konkreter Bedarfsnachweis für die Tochter 
D. durch die Beschwerdeführerin erbracht. Auch lautet der Zahlungsbefehl nur auf 
den Namen der Beschwerdeführerin. 

Somit ist die Aktivlegitimation von D. zur Geltendmachung von Mündigenunterhalt 
nicht gegeben. Die Frage, ob seitens des Beschwerdegegners Mündigenunterhalt 
für D. geschuldet ist, muss vorliegend offen bleiben.

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7. Wird die Beschwerde teilweise gutgeheissen, so sind die gemäss Art. 
48 in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 der Gebührenverordnung zum SchKG 
(GebVSchKG; SR 281.35) für das Rechtsöffnungsverfahren und das Beschwerde-
verfahren vor dem Kantonsgerichtsausschuss zu erhebenden Kosten unter den 
Parteien aufzuteilen. Die Kosten gehen somit zu 1/3 zu Lasten des Beschwerde-
gegners und zu 2/3 zu Lasten der Beschwerdeführerin. Die ausseramtlichen Kosten 
werden wettgeschlagen (Art. 62 Abs. 1 GebVSchKG).

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Demnach erkennt der Kantonsgerichtsausschuss :

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Ent-
scheid wird aufgehoben.

2. In der Betreibungs-Nr. 20500074 des Betreibungsamtes Rhäzüns (Zahlungs-
befehl vom 14. Januar 2005) wird für den Betrag von Fr. 14'725.- nebst Zins 
zu 4.5 % seit 1. Januar 2005 die definitive Rechtsöffnung erteilt.

3. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens von Fr. 250.- gehen zu 1/3 zu Las-
ten von Y. und zu 2/3 zu Lasten von X.. Die ausseramtlichen Entschädigun-
gen werden wettgeschlagen.

4. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 400.- gehen zu 1/3 zu Lasten 
von Y. und zu 2/3 zu Lasten von X.. Die ausseramtlichen Entschädigungen 
werden wettgeschlagen.

5. Mitteilung an:

__________

Für den Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: