# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c8d957ab-bbf9-510d-963d-c158d64f3bdb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-04-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.04.2024 F-1238/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-1238-2023_2024-04-09.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-1238/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  9 .  A p r i l  2 0 2 4    

Besetzung 
 Richter Basil Cupa (Vorsitz), 

Richter Yannick Antoniazza-Hafner,  

Richter Sebastian Kempe,    

Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

Quellenweg 6, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Schengen-Visum zu Gunsten von B._______;  

Verfügung des SEM vom 14. Februar 2023. 

 

 

 

F-1238/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 27. Oktober 2022 ersuchte die ugandische Staatsangehörige 

B._______ (nachfolgend: Gesuchstellerin) bei der Schweizerischen Aus-

landsvertretung in Nairobi um Ausstellung eines Schengen-Visums für  

einen 21-tägigen Besuchsaufenthalt über die Weihnachtstage 2022 bei ih-

rem in der Schweiz lebenden Cousin A._______ (nachfolgend: Gastgeber). 

Mit Formularverfügung vom 1. November 2022 lehnte die Schweizerische 

Vertretung in Nairobi den Visumsantrag ab. 

B.  

Gegen diesen Entscheid erhob der Gastgeber am 9. November 2022 beim 

SEM Einsprache, worauf dieses die Gesuchsunterlagen zwecks Durchfüh-

rung ergänzender Abklärungen und Stellungnahme an das Migrationsamt 

des Kantons (…) übermittelte. Die Abklärungen gingen am 24. Januar 2023 

beim SEM ein. Am 14. Februar 2023 wies das SEM (nachfolgend auch: 

Vorinstanz) die Einsprache ab. 

C.  

Gegen den Einspracheentscheid erhob der Gastgeber (nachfolgend: Be-

schwerdeführer) am 5. März 2023 Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht (Eingabe in englischer Sprache) und ersuchte um Aufhebung des 

Einspracheentscheids und Erteilung des beantragten Visums.  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 10. März 2023 forderte das Bundesverwal-

tungsgericht den Beschwerdeführer unter anderem auf, ein in eine Amts-

sprache übersetztes und mit seiner Originalunterschrift versehenes 

Exemplar seiner Beschwerde einzureichen. 

E.  

Am 16. März 2023 reichte der Beschwerdeführer seine Beschwerde in 

deutscher Sprache und mit Originalunterschrift versehen ein. 

F.  

In ihrer Vernehmlassung vom 2. Mai 2023 beantragte die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer liess sich in der Folge 

nicht weiter zur Sache vernehmen. 

 

F-1238/2023 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Einspracheentscheide des SEM bezüglich Schengen-Visa sind mit Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgericht anfechtbar (vgl. Art. 112 Abs. 1 

des Ausländer- und Integrationsgesetzes [SR 142.20] i.V.m. Art. 31 ff. 

VGG). Das Rechtsmittelverfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das 

VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.2 Der Beschwerdeführer hat am vorangegangenen Einspracheverfahren 

teilgenommen und ist als Gastgeber der Gesuchstellerin durch den ange-

fochtenen Entscheid besonders berührt. Obwohl der ursprünglich ange-

strebte Besuchszeitraum inzwischen abgelaufen ist, kann auf ein fortbe-

stehendes Rechtsschutzinteresse geschlossen werden. Der Beschwerde-

führer ist daher zur Erhebung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 

ist einzutreten (vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG).  

1.3 In der vorliegenden Beschwerdeangelegenheit entscheidet das Bun-

desverwaltungsgericht endgültig (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 BGG). 

2.  

Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 

von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Er-

messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheb-

lichen Sachverhalts und – sofern nicht eine kantonale Behörde als Be-

schwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit gerügt werden 

(Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Beschwerde-

verfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist gemäss Art. 62 

Abs. 4 VwVG nicht an die Begründung der Begehren gebunden und kann 

die Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 

gutheissen oder abweisen. Massgebend ist grundsätzlich die Sachlage im 

Zeitpunkt seines Entscheids (vgl. BVGE 2020 VII/4 E. 2.2). 

3.  

Dem angefochtenen Einspracheentscheid liegt das Gesuch einer ugandi-

schen Staatsangehörigen mit Wohnsitz in Uganda um Erteilung eines 

Visums zu Besuchszwecken in der Schweiz zugrunde. Da sich die Gesuch-

stellerin nicht auf die EU/EFTA-Personenfreizügigkeitsabkommen berufen 

kann und die beabsichtigte Aufenthaltsdauer 90 Tage nicht überschreitet, 

fällt die vorliegende Streitsache in den persönlichen und sachlichen 

Anwendungsbereich der Schengen-Assoziierungsabkommen, mit denen 

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die Schweiz den Schengen-Besitzstand und die dazugehörigen gemein-

schaftsrechtlichen Rechtsakte übernommen hat (BVGE 2014/1 E. 3; 

2011/48 E. 3). Das Ausländer- und Integrationsgesetz und dessen Ausfüh-

rungsbestimmungen gelangen nur soweit zur Anwendung, als die Schen-

gen-Assoziierungsabkommen keine abweichenden Bestimmungen enthal-

ten (Art. 2 Abs. 2-5 AIG). 

4.  

4.1 Die Schweiz ist – wie andere Staaten auch – grundsätzlich nicht ver-

pflichtet, ausländischen Personen die Einreise zu gestatten und entschei-

det darüber, vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen, autonom (vgl. 

BVGE 2009/27 E. 3). Das Schengen-Recht schränkt die nationalstaatli-

chen Befugnisse insoweit ein, als es einheitliche Voraussetzungen für Ein-

reise und Visum aufstellt und die Mitgliedstaaten verpflichtet, die Einreise 

beziehungsweise das Visum zu verweigern, wenn die Voraussetzungen 

nicht erfüllt sind. Einen Anspruch auf Einreise vermittelt auch das Schen-

gen-Recht nicht (vgl. BVGE 2014/1 E. 4.1.5). 

4.2 Drittstaatsangehörige dürfen über die Aussengrenzen des Schengen-

Raums für einen Aufenthalt von höchstens 90 Tagen innerhalb eines Zeit-

raums von 180 Tagen einreisen, wenn sie im Besitz gültiger Reisedoku-

mente sind, die zum Grenzübertritt berechtigen. Ferner benötigen sie ein 

Visum, sofern dieses erforderlich ist gemäss der Verordnung (EU) 

2018/1806 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. Novem-

ber 2018 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige 

beim Überschreiten der Aussengrenzen im Besitz eines Visums sein müs-

sen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser 

Visumpflicht befreit sind (ABl. L 303/39 vom 28.11.2018). Im Weiteren müs-

sen Drittstaatsangehörige den Zweck und die Umstände ihres beabsichtig-

ten Aufenthalts belegen und hierfür über ausreichende finanzielle Mittel 

verfügen. Sie dürfen nicht im Schengener Informationssystem (SIS II) zur 

Einreiseverweigerung ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffent-

liche Ordnung, die innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die 

internationalen Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (vgl. zum Gan-

zen: Art. 5 Abs. 1 und 2 AIG; Art. 3 Abs. 1 der Verordnung vom 15. August 

2018 über die Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. 

Art. 6 Abs. 1 und 2 der Verordnung [EG] Nr. 2016/399 des Europäischen 

Parlaments und des Rates vom 9. März 2016 [kodifizierter Text] über einen 

Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen 

[Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 77/1 vom 23.03.2016]; Art. 14 

Abs. 1 und Art. 21 Abs. 1 der Verordnung [EG] Nr. 810/2009 des Europäi-

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schen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex 

der Gemeinschaft [Visakodex, VK, Abl. L 243 vom 15.9.2009]). 

4.3 Eine drittstaatsangehörige Person muss für die fristgerechte Wieder-

ausreise Gewähr bieten (Art. 5 Abs. 2 AIG). Wenn sie nicht bereit ist, das 

Hoheitsgebiet des Schengen-Raums fristgerecht wieder zu verlassen, ist 

eine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. e 

SGK anzunehmen (BVGE 2014/1 E. 4.3 in fine; 2011/48 E. 4.5). Die Be-

hörden haben daher unter Mitwirkung der drittstaatsangehörigen Person 

zu prüfen, ob diese für die gesicherte Wiederausreise Gewähr bietet (vgl. 

Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 21 Abs. 1 VK; BVGE 2014/1 E. 4.4). Das Vi-

sum wird verweigert, wenn begründete Zweifel an der Echtheit der vom 

Antragsteller vorgelegten Belege oder am Wahrheitsgehalt ihres Inhalts, 

an der Glaubwürdigkeit seiner Aussagen oder der von ihm bekundeten Ab-

sicht bestehen, das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten vor Ablauf der Gül-

tigkeit des beantragten Visums zu verlassen (Art. 32 Abs. 1 Bst. b VK). 

5.  

5.1 Aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit unterliegt die Gesuchstellerin der 

Visumspflicht. Bei der Prüfung der Einreisevoraussetzungen nach Art. 6 

Abs. 1 SGK ist die Frage der gesicherten Wiederausreise zentral. Eine sol-

che erachtete das SEM aufgrund der persönlichen Verhältnisse der Ge-

suchstellerin und der allgemeinen Situation im Heimatland als nicht genü-

gend gewährleistet.  

5.2 In der Regel lassen sich keine gesicherten Feststellungen darüber tref-

fen, ob eine drittstaatsangehörige Person tatsächlich beabsichtigt, vor Ab-

lauf des Visums den Schengen-Raum wieder zu verlassen, weshalb dar-

über eine Prognose zu erstellen ist. Hierzu sind alle Umstände des Einzel-

falls zu würdigen. Die Beweisführungslast obliegt dabei der drittstaatsan-

gehörigen Person (Art. 14 Abs. 1 Bst. d VK; Art. 14 Abs. 3 i.V.m. Anhang II 

VK; Art. 6 Abs. 1 Bst. c SGK; Art. 5 Abs. 2 AIG; BVGE 2014/1 E. 4.4 und 

E. 6.1). Anhaltspunkte zur Beurteilung der Gewähr für eine fristgerechte 

Wiederausreise können sich zunächst aus der allgemeinen Situation im 

Herkunftsland der drittstaatsangehörigen Person ergeben. Namentlich bei 

Einreisegesuchen von Personen aus Staaten beziehungsweise Regionen 

mit politisch, wirtschaftlich und/oder sozial ungünstigen Verhältnissen 

rechtfertigt sich eine strenge Praxis, da die persönliche Interessenlage in 

solchen Fällen erfahrungsgemäss häufig nicht mit dem Ziel und Zweck ei-

ner zeitlich befristeten Einreisebewilligung im Einklang steht (BVGE 2014/1 

E. 6.1). 

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Seite 6 

5.3  

5.3.1 Die Vorinstanz weist darauf hin, dass die Gesuchstellerin aus einer 

Region stamme, aus welcher als Folge der dort insbesondere in wirtschaft-

licher Hinsicht herrschenden Verhältnisse der Zuwanderungsdruck nach 

wie vor stark anhalte. Die Erfahrung habe gezeigt, dass viele Menschen 

aus Uganda ins Ausland zu gelangen versuchten, um sich unter günstigen 

Lebensbedingungen eine bessere Existenz zu sichern. Dabei gelte vor al-

lem West- und Mitteleuropa, und somit auch die Schweiz, als Wunschdes-

tination. Der Trend zur Auswanderung zeige sich erfahrungsgemäss dort 

besonders stark, wo durch die Anwesenheit von Verwandten oder Freun-

den bereits ein minimales Beziehungsnetz im Ausland bestehe. In der 

Schweiz führe dies angesichts der restriktiven Zulassungsregelung nicht 

selten zur Umgehung ausländerrechtlicher Bestimmungen.   

5.3.2 Uganda befindet sich aufgrund seiner wirtschaftlichen Situation in  

einer schwierigen Lage. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Ent-

wicklung, der durch das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen im 

Sinne eines Wohlstandsindikators erstellt wird, belegt Uganda lediglich 

Platz 166 von 191 gelisteten Staaten (vgl. < https://hdr.undp.org > Data 

Center ˃ Country Insights > Uganda; GTAI GERMANY TRADE & INVEST, 

Wirtschaftsdaten kompakt, Uganda, Dezember 2023, <°GTAI-Wirtschafts-

daten_Dezember2023_Uganda.pdf°>; je abgerufen am 06.03.2024). Zu-

dem besteht im ganzen Land das Risiko von terroristischen Anschlägen 

(vgl. EDA > Reisehinweise > Reisehinweise für Uganda, 

< https://www.eda.admin.ch/countries/uganda/de/home/reisehinweise/vor-

ort.html#eda3df89c >, abgerufen am 06.03.2024). Vor diesem Hintergrund 

ist nicht zu beanstanden, dass das SEM grundsätzlich von einem hohen 

Zuwanderungsdruck ausgeht, zumal als Grund für die Einladung eine fa-

miliäre Beziehung zwischen der Gesuchstellerin und dem in der Schweiz 

lebenden Gastgeber geltend gemacht wird. Damit würde ein Anknüpfungs-

punkt für eine allfällige Auswanderung vorliegen. 

5.4 Bei der Risikoanalyse sind allerdings nicht nur solch allgemeine Um-

stände und Erfahrungen, sondern auch sämtliche Gesichtspunkte des kon-

kreten Einzelfalls zu berücksichtigen. Dabei sind in die Prognose über die 

Absicht einer gesuchstellenden Person, den Schengen-Raum fristgerecht 

zu verlassen, deren persönliche, familiäre und berufliche bzw. wirtschaftli-

che Situation sowie deren Interessenlage miteinzubeziehen (BVGE 2014/1 

E. 6.3.1). Obliegt einer gesuchstellenden Person im Heimatland beispiels-

weise eine besondere berufliche, gesellschaftliche oder familiäre Verant-

wortung, kann dies die Prognose für eine anstandslose Wiederausreise 

https://www.gtai.de/resource/blob/8954/dfa26a08f7bca2d5e42b3fd950d1371e/GTAI-Wirtschaftsdaten_Dezember2023_Uganda.pdf
https://www.gtai.de/resource/blob/8954/dfa26a08f7bca2d5e42b3fd950d1371e/GTAI-Wirtschaftsdaten_Dezember2023_Uganda.pdf

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begünstigen. Umgekehrt muss bei Personen, die in ihrer Heimat keine be-

sonderen Verpflichtungen haben, das Risiko eines ausländerrechtlich nicht 

regelkonformen Verhaltens nach einer bewilligten Einreise als hoch einge-

schätzt werden (BVGE 2014/1 E. 6.3.1; 2009/27 E. 8). 

5.4.1 Die mittlerweile (…)-jährige Gesuchstellerin gab im Rahmen des Vi-

sumsverfahrens an, ihre ganze Familie lebe in Uganda, auch ihre Ge-

schwister, die Geschäfte führten und in der Landwirtschaft tätig seien. Sie 

selbst arbeite nebst in ihrem kleinen Laden auch in der Landwirtschaft mit. 

Ihre Kinder würden ihr helfen, wenn sie Hilfe brauche. Sie habe kein Bank-

konto und bewahre ihre Ersparnisse im Haus auf. Zur Beziehung zum Be-

schwerdeführer gab sie an, sie kenne ihn aus Nigeria seit seiner Geburt. 

Er sei Teil ihrer Familie. Er lebe seit drei Jahren in der Schweiz. Seither 

habe sie ihn nicht mehr getroffen, sie würden aber wöchentlich telefonie-

ren. Nach den Angaben des Beschwerdeführers ist die Gesuchstellerin 

seine Cousine, die Tochter (…). Er kenne sie seit seiner Kindheit. Sie führe 

in der Hauptstadt Kampala einen kleinen Laden. Wegen ihrer Kinder und 

Grosskinder, zu welchen sie eine enge Bindung habe, sowie ihrem recht 

einträglichen Ladengeschäft könne sie nicht lange fort und müsse auf alle 

Fälle nach Uganda zurückreisen. Es sei in ihrem Alter von fast (…) Jahren 

nicht praktikabel, dass sie ihre Familie verlassen würde, um ein neues Le-

ben in Europa zu beginnen, wo die Arbeit das Mittel zum Überleben sei.  

5.4.2 Wie die Schweizer Vertretung in Nairobi in ihrem Visumsentscheid zu 

Recht anmerkte, bleibt die geltend gemachte familiäre Beziehung der Ge-

suchstellerin mit dem Gastgeber unklar. So ist sie ugandische Staatsange-

hörige und ihre ganze Familie lebt in Uganda. Demgegenüber ist der Be-

schwerdeführer irischer Staatsbürger. Weder liegen Hinweise dazu vor, 

dass auch er über ugandische Wurzeln verfügt, noch wird seine von der 

Gesuchstellerin erwähnte Beziehung zu Nigeria erläutert. Es fehlen Nach-

weise, dass der Beschwerdeführer die Gesuchstellerin oder ihre Familie in 

Uganda je besucht hätte, obwohl sie eine enge Beziehung geltend macht, 

wonach sie wöchentlich telefonieren würden. Die geltend gemachte ver-

wandtschaftliche Beziehung ist damit nicht in hinreichender Weise belegt. 

Damit wurde bereits der Zweck des Besuchs, namentlich der Besuch eines 

Familienangehörigen, nicht rechtsgenüglich belegt. 

5.4.3 Weiter machte die Gesuchstellerin in Bezug auf ihre wirtschaftlichen 

Verhältnisse respektive ihre Einkünfte in Uganda keinerlei sachdienliche 

Angaben. Eine Illustration dazu fehlt gänzlich, beispielsweise mittels Fotos 

oder Buchhaltungsbelegen zum Laden oder Angaben zum erwähnten 

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eigenen Haus. Eine sichere wirtschaftliche Existenz in Uganda ist jeden-

falls nicht belegt. Darüber hinaus wurden keine besonderen familiären oder 

gesellschaftlichen Verpflichtungen aufgezeigt, welche eine hinreichende 

Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise bieten könnten. Das Risiko, 

dass sie – einmal in die Schweiz eingereist – vom zuvor deklarierten Auf-

enthaltszweck abweichen und versuchen könnte, diesen auf eine neue Ba-

sis zu stellen, ist als hoch einzuschätzen. Die gegenteiligen Zusicherungen 

des Gastgebers ändern daran nichts, denn Gastgeber und Garanten kön-

nen mit rechtlich verbindlicher Wirkung zwar für gewisse finanzielle Risiken 

im Zusammenhang mit dem Besuchsaufenthalt einstehen, nicht aber für 

ein bestimmtes Tun oder Unterlassen ihrer Gäste (vgl. in diesem Zusam-

menhang BVGE 2009/27 E. 9).  

5.5 Die Befürchtungen der Vorinstanz, dass die Gesuchstellerin ihren Auf-

enthalt in der Schweiz (bzw. im Schengen-Raum) über die Gültigkeitsdauer 

des beantragten Visums hinaus verlängern könnte, um hier bessere Le-

bensbedingungen als in ihrem Heimatland zu finden, sind nicht von der 

Hand zu weisen. Unter Berücksichtigung der dargelegten Beweislage 

durfte die Vorinstanz zulässigerweise davon ausgehen, dass keine hinrei-

chende Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise 

der Gesuchstellerin nach einem Besuchsaufenthalt besteht (vgl. BVGE 

2014/1 E. 6.1, 6.3.1). 

5.6 An dieser Einschätzung vermag weder die vom Beschwerdeführer un-

terzeichnete Verpflichtungserklärung noch die in Aussicht gestellte Garan-

tieleistung auf ein Sperrkonto etwas zu ändern. Gründe humanitärer oder 

anderer Art (vgl. Art. 5 Abs. 3 AIG; Art. 3 Abs. 4 VEV, Art. 25 Abs. 1 Bst. a 

VK sowie Art. 6 Abs. 5 Bst. c SGK), welche die Erteilung eines Visums mit 

räumlich beschränkter Gültigkeit rechtfertigen würden, wurden nicht gel-

tend gemacht und sind auch nicht ersichtlich. Somit ist im Ergebnis nicht 

zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Ausstellung eines Visums verwei-

gert hat. 

6.  

Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Entscheid im Lichte von 

Art. 49 VwVG als rechtmässig und die Beschwerde ist abzuweisen. 

7.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem unterliegenden 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

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Seite 9 

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Sie sind 

durch den am 17. März 2023 in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

gedeckt. 

 

 

(Dispositiv: siehe nächste Seite) 

  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Sie sind durch den am 17. März 2023 in gleicher Höhe geleiste-

ten Kostenvorschuss gedeckt. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Basil Cupa Susanne Flückiger 

 

 

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