# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 091ceb00-e6f7-589a-89e5-273746370413
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.11.2017 E-92/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-92-2016_2017-11-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-92/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  N o v e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Muriel Beck Kadima, 

mit Zustimmung von Richterin Daniela Brüschweiler;   

Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…),  

und ihr Ehemann 

B._______, geboren am (…), 

sowie ihre Kinder 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung;  

Verfügung des SEM vom 15. Oktober 2015 / N (…). 

 

 

E-92/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Ehemann der Beschwerdeführerin ersuchte mit an die schweizeri-

sche Botschaft in Colombo gerichteter Eingabe vom 22. August 2011 (Ein-

gang Botschaft: 8. September 2011) sinngemäss um die Erteilung einer 

Einreisebewilligung in die Schweiz und um Asylgewährung.  

A.b Mit Schreiben vom 12. September 2011 bestätigte die Schweizer Bot-

schaft den Eingang des Schreibens des Ehemannes und ersuchte ihn um 

Vervollständigung des rechtserheblichen Sachverhalts, namentlich um 

Darlegung aller Verfolgungsgründe – insbesondere um Angaben zu denje-

nigen der letzten zwei Jahre –, seiner Schritte, die er zum eigenen Schutz 

bereits unternommen habe, und um Einreichung der entsprechenden Be-

weisdokumente sowie Kopien seiner Identitätspapiere. Dazu wurde ihm 

eine Frist bis zum 31. Oktober 2011 angesetzt, verbunden mit der Andro-

hung, im Unterlassungsfall werde davon ausgegangen, dass er am Ge-

such nicht festhalte, und das Verfahren abgeschrieben. 

A.c In seiner Eingabe vom 27. Oktober 2011 (Eingang Botschaft: 4. No-

vember 2011) führte der Ehemann aus, er habe wegen seines Aufenthalts 

im Jahre 2008 im Distrikt Vanni Probleme mit Angehörigen der sri-lanki-

schen Armee gehabt. Zudem hätten ihn diese am (...) 2011 während seiner 

Abwesenheit zu Hause gesucht. Er werde verdächtigt, sich der „Bewe-

gung“ angeschlossen zu haben, was jedoch nicht zutreffe. Er hätte sich bei 

der Armee melden sollen, sei aber nicht mehr zu Hause gewesen. Seine 

Ehefrau und seine Eltern würden wegen ihm in grosser Angst leben.  

A.d Mit Schreiben der Botschaft vom 7. November 2011 wurde der Ehe-

mann unter Fristansetzung aufgefordert, seine Vorbringen schriftlich und 

detailliert zu vervollständigen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt von 

explizit aufgelisteten Fragen respektive Fragekomplexen. Ferner seien all-

fällige seinen Fall betreffende Beweismittel sowie Kopien von Identitätspa-

pieren einzureichen.  

A.e Der Ehemann wiederholte in seiner an die Schweizer Botschaft gerich-

teten Stellungnahme vom 27. November 2011 (Eingang Botschaft: 16. De-

zember 2011) grundsätzlich den geltend gemachten Sachverhalt und hielt 

ergänzend fest, sein Cousin, der der Bewegung angehört habe und später 

gestorben sei, habe ihn einmal besucht. Deshalb stehe er unter dem Ver-

dacht, der Bewegung anzugehören. Er sei deshalb von Angehörigen der 

sri-lankischen Sicherheitskräfte geschlagen worden. Seit er am (...) 2011 

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Seite 3 

in seiner Abwesenheit zu Hause gesucht worden sei, lebe er im Versteck-

ten und könne nicht mehr (...) gehen.  

Gleichzeitig wurden verschiedene Dokumente in Kopie zu den Akten ge-

reicht, welche Angaben zu den Personalien der Beschwerdeführenden und 

weiterer Verwandter enthalten (Identitätskarte, Geburtszertifikate, Todes-

bescheinigung, Heiratsurkunde). 

A.f Mit Schreiben der Botschaft vom 18. Januar 2012 wurde der Ehemann 

der Beschwerdeführerin aufgefordert, sich am 1. Februar 2012 auf der 

schweizerischen Vertretung zu einer Befragung einzufinden und allfällige 

Beweismittel vorzulegen unter Androhung, für den Fall eines unentschul-

digten Nichterscheinens, das Gesuch abzuschreiben. 

A.g Am 1. Februar 2012 wurde der Ehemann der Beschwerdeführerin 

durch die Schweizer Botschaft in Colombo zu seinen Asylgründen befragt. 

Dabei wiederholte er den bereits geltend gemachten Sachverhalt und 

führte unter anderem präzisierend aus, er sei tamilischer Ethnie aus Jaffna. 

Er stamme aus einer (…)-Familie und habe praktisch immer in Jaffna ge-

lebt. Nachdem er im April 2008 zusammen mit seiner Familie nach 

G._______ (Distrikt Vanni) gelangt sei, um an der Beerdigung seiner 

Grossmutter teilzunehmen, hätten er und seine Familie wegen des dort 

ausgebrochenen Kriegs vorerst nicht zurückkehren können. Er sei ge-

zwungen worden, den Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) beim Bun-

kerbau und Sandtransport behilflich zu sein. Ende 2008 sei der Familie die 

Rückkehr gelungen. Kurze Zeit später hätten Angehörige der sri-lanki-

schen Armee den Ehemann zu Hause aufgesucht und nach seinem Auf-

enthalt im Vanni-Gebiet befragt. Sie hätten ihm dabei einen Zahn ausge-

schlagen. Er sei dazu aufgefordert worden, im Armeelager Putzaufgaben 

zu erledigen. Seine (…)lizenz sei im Februar 2009 zerrissen worden, wo-

rauf er den Vorladungen der Armee keine Folge mehr geleistet und sich 

versteckt habe. Daraufhin sei seiner Ehefrau damit gedroht worden, sie zu 

entführen, wenn ihr Ehemann sich nicht freiwillig melde. Man würde diesen 

erschiessen. Die sri-lankische Armee sei letztmals im Juli 2011 ins Dorf 

gekommen, wobei er rechtzeitig habe fliehen können. Seither halte er sich 

in H._______ auf, wo er zeitweise als (…) arbeite. 

Das Befragungsprotokoll wurde zusammen mit den Unterlagen des Dos-

siers sowie mit einem kurzen ergänzenden Bericht der Botschaft vom 

3. Februar 2012 dem damaligen Bundesamt für Migration (BFM) übermit-

telt. 

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Seite 4 

A.h  

Mit Zwischenverfügung vom 24. April 2015 forderte das SEM den Ehe-

mann der Beschwerdeführerin unter Fristansetzung dazu auf mitzuteilen, 

ob er weiterhin an seinem Asylgesuch festhalte. 

A.i Mit durch die Schweizer Vertretung am 28. Mai 2015 dem SEM über-

mittelter Eingabe vom 18. Mai 2015 teilte die Beschwerdeführerin mit, ihr 

Ehemann habe Jaffna 2011 aus Angst vor Übergriffen seitens der sri-lanki-

schen Armee verlassen. Es sei ihr, ihrem Ehemann und ihren Kindern Asyl 

zu gewähren. 

A.j Mit Schreiben der Botschaft vom 22. Juni 2015 wurden die Beschwer-

deführerin und ihr Ehemann dazu aufgefordert, sich am 9. Juli 2015 auf der 

schweizerischen Vertretung zu einer Befragung einzufinden und allfällige 

Beweismittel vorzulegen unter Androhung, für den Fall eines unentschul-

digten Nichterscheinens, das Gesuch abzuschreiben. 

Die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann machten anlässlich diesen An-

hörungen geltend, der Ehemann habe sich seit den Ereignissen mit der 

Armee, bei denen er geschlagen und ein Zahn ausgeschlagen worden sei, 

an verschiedenen Orten aufgehalten. Es seien weiterhin Angehörige der 

sri-lankischen Armee zu Hause erschienen und hätten die Beschwerdefüh-

rerin bedroht und aufgefordert, ihren Ehemann beizubringen. Aus diesen 

Gründen würden sie seit 2012 an verschiedenen Orten leben. Der Ehe-

mann lebe zusammen mit anderen (…) in I._______ und habe seither 

keine Probleme mehr gehabt. Die Beschwerdeführerin lebe zusammen mit 

ihren Kindern in J._______. Unbekannte Personen kämen hie und da zur 

Beschwerdeführerin nach Hause und würden sich nach ihrem Ehemann 

erkundigen, wobei sich dieser im Camp zu melden habe. 

Die Befragungsprotokolle wurden zusammen mit den Unterlagen des Dos-

siers sowie mit einem kurzen ergänzenden Bericht der Botschaft vom 

9. Juli 2015 dem SEM übermittelt. 

B.  

Mit Verfügung vom 15. Oktober 2015 lehnte das SEM die Asylgesuche der 

Beschwerdeführerin, ihres Ehemannes und ihrer Kinder ab und verwei-

gerte die Einreise in die Schweiz. Die Verfügung wurde der Beschwerde-

führerin mit Schreiben der schweizerischen Vertretung in Colombo vom 

29. Oktober 2015 – eröffnet am 5. November 2015 – übermittelt, mit dem 

Hinweis auf eine Beschwerdemöglichkeit. 

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C.  

Mit Eingabe vom 9. November 2015 ersuchte die Beschwerdeführerin für 

sich, ihren Ehemann und ihre Kinder sinngemäss um Behandlung ihrer 

Asylgesuche und um eine Einreisebewilligung. 

D.  

Die Schweizer Botschaft teilte der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 

13. November 2015 mit, dass sie gegen die ihr am 29. Oktober 2015 über-

mittelte Verfügung des SEM vom 15. Oktober 2015 innerhalb von 30 Tagen 

ab Erhalt dieser Verfügung Beschwerde einreichen könne. 

E.  

Mit Eingabe vom 9. Dezember 2015 beantragte die Beschwerdeführerin 

unter Hinweis auf ihr Schreiben vom 9. November 2015, in der sie bereits 

eine Antwort („reply“) gegeben habe, sinngemäss die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung und ersuchte für sich, ihren Ehemann und ihre Kinder 

sinngemäss um eine Einreisebewilligung. 

F.  

Mit Eingabe vom 9. Mai 2016 – übermittelt mit Schreiben der Schweizer 

Botschaft vom 23. Mai 2016 – erkundigte sich die Beschwerdeführerin 

nach dem Stand des Verfahrens. Dabei wies sie darauf hin, dass sie alleine 

mit vier Kindern sei. Ihr Ehemann helfe ihr, wenn er da sei. Da er jedoch 

von unbekannten Personen gesucht werde, könne er nicht länger in Sri 

Lanka bleiben. 

G.  

Mit weiteren Schreiben vom 23. September 2016 – übermittelt mit Schrei-

ben der Schweizer Botschaft vom 6. Oktober 2016 – und 4. Oktober 2017 

(Eingang Botschaft) – übermittelt mit Schreiben der Schweizer Botschaft 

vom 16. Oktober 2017 ersuchte die Beschwerdeführerin erneut um eine 

Einreisebewilligung. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

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von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel, so auch vorliegend endgültig 

(Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die angefochtene Verfügung wurde gemäss den Akten mit Schreiben 

der Botschaft vom 29. Oktober 2015 eingeschrieben an die Beschwerde-

führenden gesandt. Die Beschwerdeführerin quittierte den Empfang des 

Schreibens am 5. November 2015. Am 9. November 2015 (Eingang Bot-

schaft: 12. November 2015) reichte sie bei der Schweizer Botschaft ein 

Schreiben ein, in dem sie Bezug auf die bisherige Korrespondenz und ihre 

Befragungen nahm. Die Schweizer Botschaft teilte ihr daraufhin am 13. No-

vember 2015 mit, dass sie innerhalb der Rechtsmittelfrist von 30 Tagen 

eine Beschwerde einzureichen habe. Die Beschwerdeführerin ersuchte da-

raufhin am 9. Dezember 2015 unter Bezug auf ihre bisherigen Schreiben 

um Erteilung einer Einreisebewilligung. Zwar wurde in der Eingabe vom 

9. November 2015 nicht ausdrücklich Bezug genommen auf die angefoch-

tene Verfügung. Indessen wird die Eingabe, zumal die Verfügung zu die-

sem Zeitpunkt bereits eröffnet worden war und darin um Behandlung der 

Asylgesuche und um Einreisebewilligung ersucht wird, als Beschwerde-

schrift und die Eingabe vom 9. Dezember 2015 als Beschwerdeverbesse-

rung zu den Akten genommen.  

1.3 Die Beschwerde ist nicht in einer Amtssprache des Bundes abgefasst. 

Auf die Ansetzung einer Frist zur entsprechenden Beschwerdeverbesse-

rung im Sinne von Art. 52 VwVG kann jedoch aus prozessökonomischen 

Gründen verzichtet werden, da die englischsprachige Beschwerdeschrift 

und die weiteren Eingaben verständlich sind, so dass praxisgemäss ohne 

weiteres darüber befunden werden kann. Der vorliegende Entscheid 

ergeht indessen in deutscher Sprache (Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 

AsylG). 

1.4 Die Beschwerde ist frist- und grundsätzlich – abgesehen vom sprachli-

chen Mangel – formgerecht eingereicht. Die Beschwerdeführenden haben 

am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind durch die angefoch-

tene Verfügung besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Inte-

resse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie sind daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG, 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

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Seite 7 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (zur Kognition im 

Auslandverfahren vgl. BVGE 2015/2). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der 

Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde vorliegend auf die Durchführung 

eines Schriftenwechsels verzichtet.  

4.  

Mit der dringlichen Änderung des Asylgesetzes vom 28. September 2012 

(AS 2012 5359), welche am 29. September 2012 in Kraft trat, wurden unter 

anderem die Bestimmungen betreffend die Stellung von Asylgesuchen aus 

dem Ausland aufgehoben. Die Übergangsregelungen halten jedoch fest, 

dass für die im Ausland vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 28. Sep-

tember 2012 gestellten Gesuche die massgeblichen Artikel (Art. 12, 19, 20, 

41 Abs. 2, 52 und 68 AsylG) in der bisherigen Fassung anwendbar sind. 

Demnach sind auf den vorliegenden Fall die bisherigen Bestimmungen be-

treffend das Auslandverfahren anzuwenden. 

Die Beschwerdeführerin und ihr Ehemann wurden am 9. Juli 2015 (Be-

schwerdeführerin) respektive am 1. Februar 2012 und 9. Juli 2015 (Ehe-

mann) durch Mitarbeitende der Schweizer Botschaft in Colombo zu ihren 

Asylgründen befragt. Den verfahrensrechtlichen Anforderungen wurde da-

mit entsprochen (aArt. 10 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 

[AsylV 1, SR 142.311]).  

5.  

5.1 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ablehnen, 

wenn die asylsuchende Person keine Verfolgung glaubhaft machen kann 

oder ihr die Aufnahme in einem Drittstaat zugemutet werden kann (Art. 3 

und Art. 7 AsylG sowie aArt. 52 Abs. 2 AsylG). Gemäss aArt. 20 Abs. 2 

AsylG bewilligt das Bundesamt einer asylsuchenden Person die Einreise 

zur Abklärung des Sachverhaltes, wenn ihr nicht zugemutet werden kann, 

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im Wohnsitz- oder Aufenthaltsstaat zu bleiben oder in ein anderes Land 

auszureisen. Gestützt auf aArt. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische 

Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweizerische Vertretungen er-

mächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft ma-

chen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Frei-

heit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG besteht. 

Für die Erteilung einer Einreisebewilligung gelten restriktive Voraussetzun-

gen, wobei den Behörden ein weiter Ermessensspielraum zukommt. Ne-

ben der erforderlichen Gefährdung im Sinne von Art. 3 AsylG sind nament-

lich die Beziehungsnähe zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewäh-

rung durch einen anderen Staat, die Beziehungsnähe zu anderen Staaten, 

die praktische Möglichkeit und objektive Zumutbarkeit zur anderweitigen 

Schutzsuche sowie die voraussichtlichen Eingliederungs- und Assimilati-

onsmöglichkeiten in Betracht zu ziehen. 

6.  

6.1 Die Vorinstanz begründete ihren ablehnenden Entscheid im Wesentli-

chen damit, der Ehemann der Beschwerdeführerin habe zwar zwischen 

2009 und 2011 Probleme mit den sri-lankischen Sicherheitskräften gehabt 

und sei verdächtigt worden, den LTTE anzugehören. Dabei sei er verhört 

und ins Armeecamp mitgenommen und geschlagen worden. Seit er im 

Jahre 2012 umgezogen sei, habe er jedoch keine Probleme mehr gehabt. 

Das SEM könne die vom Beschwerdeführer geäusserten Bedenken vor 

Übergriffen durch sri-lankische Sicherheitskräfte nachvollziehen. Indessen 

vermöge die von ihm geltend gemachte Angst vor einer Verfolgung durch 

den sri-lankischen Staat die Wahrscheinlichkeit einer einreisebeachtlichen 

Bedrohung zum heutigen Zeitpunkt nicht hinlänglich zu begründen. Zudem 

komme den im Zusammenhang mit der allgemeinen Bekämpfung des Ter-

rorismus der LTTE durch die sri-lankischen Behörden stehenden Massnah-

men aufgrund mangelnder Intensität kein Verfolgungscharakter im Sinne 

von Art. 3 AsylG zu. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachte Befragung 

und die damit verbundenen Beeinträchtigungen stellten aufgrund ihrer Art 

und Intensität keinen ernsthaften Nachteil im Sinne von Art. 3 AsylG dar. 

Zudem würde auch den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 

Vorfällen – Besuche durch unbekannte Personen, die nach ihrem Ehe-

mann fragen würden – aufgrund mangelnder Intensität nach Art. 3 AsylG 

kein Verfolgungscharakter zukommen.  

6.2 Auf Beschwerdeebene wird im Wesentlichen auf die schwierigen Le-

bensumstände der Beschwerdeführerin, ihres Ehemannes und ihrer Kinder 

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Seite 9 

hingewiesen. Der Umstand, dass weiterhin unbekannte Personen nach ih-

rem Ehemann fragen würden, lasse einen weiteren Aufenthalt ihres Ehe-

mannes in Sri Lanka nicht zu. Zudem sei die Beschwerdeführerin mit ihren 

vier Kindern alleine auf sich gestellt und lebe in Armut. 

6.3 In Übereinstimmung mit der Vorinstanz stellt das Bundesverwaltungs-

gericht fest, dass aufgrund der Vorbringen der Beschwerdeführenden nicht 

von einer aktuellen Gefahr vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG – und 

nur dies ist vorliegend zu prüfen – auszugehen ist, weshalb auf die zutref-

fenden Erwägungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden kann. 

Insbesondere ist festzuhalten, dass der Ehemann der Beschwerdeführerin 

seit seinem Umzug im Jahre 2012 keinen weiteren Problemen seitens der 

sri-lankischen Sicherheitskräfte ausgesetzt war. Schliesslich vermögen 

auch die schwierigen Lebensumstände der Beschwerdeführerin (alleinige 

Bestreitung des Lebensunterhalts, Verantwortung für vier Kinder und deren 

Ausbildung) den Anforderungen an eine Gefährdung im Sinne von Art. 3 

AsylG nicht zu genügen. Insgesamt hat die Vorinstanz die Vorbringen der 

Beschwerdeführenden zu Recht als nicht einreiserelevant erachtet. Daran 

vermögen auch die im erstinstanzlichen Verfahren eingereichten Doku-

mente, bei denen es sich um Identitätsangaben der Beschwerdeführenden 

und weiterer Verwandter sowie den Todesschein des Cousins des Ehe-

mannes der Beschwerdeführerin handeln soll, nichts zu ändern. Die Vor-

bringen in der Rechtsmitteleingabe sind nicht geeignet, eine Änderung der 

angefochtenen Verfügung zu bewirken. Angesichts dieser Sachlage erüb-

rigen sich weitere Erörterungen. 

6.4 Zusammenfassend ist festzustellen, dass es den Beschwerdeführen-

den nicht gelungen ist, eine aktuelle Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG 

darzulegen. Die Vorinstanz hat demnach der Beschwerdeführerin, ihrem 

Ehemann und ihren Kindern zu Recht die Einreise in die Schweiz verwei-

gert und die Asylgesuche aus dem Ausland abgelehnt. 

6.5 Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

6.6 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätz-

lich den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Aus 

verwaltungsökonomischen Gründen und in Anwendung von Art. 63 Abs. 1 

VwVG und Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

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Seite 10 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) ist indes auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-

zichten). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die schwei-

zerische Botschaft in (…). 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener 

 

 

Versand: