# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7bf1ea80-3b72-515c-9b86-5274ceb2067c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.08.2011 D-4564/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4564-2011_2011-08-24.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­4564/2011/sed

U r t e i l   v om   2 4 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

Parteien A.______,
Komoren,
vertreten durch Melanie Aebli, MLaw, Freiplatzaktion Zürich, 
(…),
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 9. August 2011 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer erstmals am  (…)  in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte,

dass  er  zur  Begründung  geltend  machte,  er  sei  komorischer 
Staatsangehöriger  islamischer Religionszugehörigkeit aus B._______, 
wo  er  bis  zur  Ausreise  aus  dem  Heimatstaat  am  (…)  ansässig 
gewesen sei,

dass  er  wegen  seiner  Homosexualität  in  seinem  islamisch  geprägten 
Heimatstaat  auf  Ablehnung  gestossen  sei  und  diesen  mangels 
Unterkunft  und  Arbeit  in  Richtung C._______  verlassen  habe,  um  zu 
arbeiten,  und  schliesslich  von  dort  im  Jahr  (…)  in  die  Schweiz 
weitergereist  sei,  wo  er  in  der  Folge  einer  Erwerbstätigkeit 
nachgegangen sei,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  (…)  in  Anwendung  von  Art. 33 
Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf 
das  Asylgesuch  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz 
sowie deren Vollzug anordnete,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  dagegen  am  (…)  erhobene 
Beschwerde mit Urteil vom (…) abwies,

dass dem Beschwerdeführer daraufhin durch das BFM eine neue Frist 
zum  Verlassen  der  Schweiz  bis  zum  (…)  gesetzt  wurde,  nachdem 
D.______ ihn mit Verfügung vom (…) wegen (…) verurteilt hatte,

dass der Beschwerdeführer gemäss Verhaftsrapport der E.______ am 
(…) in F.______ wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 
142.20)  beziehungsweise  rechtswidrigen  Verhaltens  im  Lande  und 
Missachtens der Ausreisefrist sowie wegen (…) verhaftet und am (…) 
durch die E.______ einvernommen wurde,

dass  er  am  27. Juni  2011  durch  G.______  dem  Empfangs­  und 
Verfahrenszentrum  (EVZ)  H.______  zugeführt  wurde  und  dort  am 
selben Tag zum zweiten Mal in der Schweiz um Asyl nachsuchte,

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dass er am 13. Juli 2011 im EVZ zur Person befragt und ihm, ebenfalls 
dort,  am  29. Juli  2011  durch  das  Bundesamt  das  rechtliche  Gehör 
gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  zweiten 
Asylgesuchs  im  Wesentlichen  ausführte,  nach  dem  erwähnten  Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts habe er in F.______ bei (…) gewohnt, 
welche ihn unterstützt und verköstigt hätten, und der Aufforderung zum 
Verlassen der Schweiz nicht nachgekommen sei, weil er nicht gewusst 
habe, wohin er gehen solle,

dass sich bezüglich seiner im ersten Asylverfahren geltend gemachten 
Asyl­ und Ausreisegründe nichts geändert habe und diese auch für das 
zweite Asylverfahren gelten würden, wobei einzig neu sei, dass – wie 
er sich vergewissert habe beziehungsweise aus zusammen mit seiner 
Rechtsvertreterin  angestellten  Recherchen  auch  wisse  –  das  Recht 
der Komoren Homosexualität verbiete und unter Strafe stelle,

dass  er  deswegen  dort  aufgrund  seiner  homosexuellen  Veranlagung 
bestraft und in Haft genommen, allenfalls sogar umgebracht würde, da 
die  afrikanischen  Gefängnisse  bekanntlich  nicht  menschenwürdig 
seien,

dass  er  auch,  worüber  er  bisher  mit  niemandem,  auch  nicht  mit 
I.______ gesprochen habe,  als  (…)  von einem J.______  vergewaltigt 
worden sei, und bedroht würde, weil dieser Lehrer immer noch lebe,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  Einreichung  des  zweiten 
Asylgesuchs  erneut  schriftlich  und  in  der  Folge  auch  mündlich 
aufgefordert  wurde,  innert  48  Stunden  rechtsgenügliche  Reise­ 
und/oder Identitätspapiere einzureichen,

dass  er  dieser  Aufforderung  nicht  nachkam  und  über  seine 
Rechtsvertretung einzig (…) zu den Akten reichte,

dass er über seine Rechtsvertretung mit Schreiben vom 11. Juli 2011 
(…) zu den Akten reichte, sowie (…) nachreichen liess,

dass das BFM mit Verfügung vom 9. August 2011 – eröffnet am (…) – 
gestützt  auf  Art. 32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der 

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Schweiz  anordnete,  wobei  er  diese  am  Tag  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft zu verlassen habe,

dass  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausgeführt  wurde,  der 
Beschwerdeführer  habe  in  der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren 
erfolglos durchlaufen und sei  in der Folge nicht  in seinen Heimatstaat 
zurückgekehrt, sondern habe sich an verschiedenen Adressen bei (…) 
in H._______ aufgehalten,

dass die neuen Vorbringen des Beschwerdeführers auf denjenigen  im 
rechtskräftig abgeschlossenen ersten Asylverfahren aufbauten und wie 
damals  dazu  dienten,  den  drohenden  Vollzug  einer  Weg­  oder 
Ausweisung  zu  vermeiden,  was  sich  mit  hoher  Wahrscheinlichkeit 
daraus  ergebe,  dass  er  gemäss  seiner  Rechtsvertretung  bereits  (…) 
die Einreichung eines (…) geplant habe,

dass  die  Vorbringen  im  zweiten  Asylverfahren  keine  Verfolgung  oder 
begründete Furcht vor einer solchen erkennen liessen,

dass  das  neu  geltend  gemachte,  gesetzlich  verankerte  Verbot  von 
Homosexualität  auf  den  Komoren,  weswegen  er  nicht  dorthin 
zurückkehren  könne,  bereits  mit  der  Abweisung  des  ersten 
Asylgesuchs unbeachtlich geworden sei,

dass  nämlich  die  (…)  Bestimmung  des  Strafgesetzbuchs  nicht  die 
homophile  Veranlagung,  sondern  gleichgeschlechtliche  Handlungen 
unter Strafe stelle,

dass  gemäss  den  Informationen  des  BFM  Homosexualität  auf  den 
Komoren  zwar  gesellschaftlich  nicht  toleriert  werde  und  europäische 
Nachbarländer  Reisenden  dorthin  empfehlen  würden,  sich  mit 
entsprechender  sexueller  Ausrichtung  nicht  zu  exponieren,  der 
Beschwerdeführer  jedoch  gemäss  seinen  Aussagen  seine 
Homosexualität  in  seinem  Heimatland  nicht  offen  gezeigt  habe  und 
deshalb  auch  keinen  diesbezüglichen  Gefahren  ausgesetzt  gewesen 
sei,

dass  zudem  gemäss  den  erwähnten  Empfehlungen  der  Begriff 
Homosexualität  im  Strafgesetzbuch  nicht  erwähnt  werde, 
beziehungsweise  keinerlei  Gesetze  existierten,  die  sich  mit  dieser 
befassten,

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dass  es  dem  Beschwerdeführer  schliesslich  nicht  gelungen  sei, 
plausibel  zu  erklären,  weshalb  er  die  beinahe  beiläufig  erwähnte 
Vergewaltigung  durch  einen  J._______  nicht  bereits  früher  geltend 
gemacht habe,

dass  das  am  (…)  eingeleitete  Asylverfahren  seit  dem  (…) 
abgeschlossen sei und sich nach dem Gesagten aus den Akten keine 
Hinweise  ergäben,  dass  nach  dessen  Abschluss  Ereignisse 
eingetreten  seien,  die  geeignet  wären,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu 
begründen,  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes 
relevant seien,

dass  der  Beschwerdeführer  nach  wie  vor  keine  rechtsgenüglichen 
Reise­  und/oder  Identitätspapiere  eingereicht  und  bisher  auch  nichts 
zu deren Beschaffung unternommen habe,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. August 2011 (Datum 
des  Poststempels)  beim  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen 
Entscheid Beschwerde  erheben  liess, worin  er  beantragte,  es  sei  die 
angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  das  Verfahren  zwecks 
materieller Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei 
ihm  infolge  Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  im  Sinne  von 
Art. 83 Abs. 4 AuG die vorläufige Aufnahme zu erteilen,

dass  er  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  aufschiebenden 
Wirkung  der  Beschwerde,  den  Erlass  der  Bezahlung  allfälliger 
Verfahrenskosten  und  den  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses beantragte,

dass auf die Begründung, soweit  für den Entscheid wesentlich,  in den 
Erwägungen eingegangen wird,

dass die vorinstanzlichen Akten am (…) beim Bundesverwaltungsgericht 
eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung:

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 
172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31­
33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist, 
weshalb – unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägungen – auf die frist­ 
und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108 AsylG 
sowie Art. 105 AsylG  i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 und Art. 52 
VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide  die 
Beurteilungszuständigkeit  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf 
die Überprüfung der Frage beschränkt  ist, ob die Vorinstanz zu Recht 
auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

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dass  bei  Begründetheit  der  Beschwerde  die  angefochtene Verfügung 
aufzuheben  und  die Sache  zu  neuer Entscheidung  an  die Vorinstanz 
zurückzuweisen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1),

dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat  (Art. 42 AsylG) und 
das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht 
entzogen  hat  (Art. 55  Abs. 2  VwVG),  weshalb  auf  den  Antrag  auf 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung nicht einzutreten ist,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  oder 
während  des  hängigen  Asylverfahrens  in  den  Heimat­  oder 
Herkunftsstaat  zurückgekehrt  sind,  ausser es gebe Hinweise,  dass  in 
der  Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet  sind,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG),

dass  die  Anwendung  von  Art.  32  Abs.  2  Bst.  e  AsylG  eine 
summarische  materielle  Prüfung  der  Glaubwürdigkeit  der 
gesuchstellenden Person voraussetzt, aus der sich das offensichtliche 
Fehlen  von  Hinweisen  auf  die  Erfüllung  der  Flüchtlingseigenschaft 
beziehungsweise  auf  die  Voraussetzungen  der  Gewährung  des 
vorübergehenden Schutzes ergibt (vgl. EMARK 2000 Nr. 14 S. 102 ff.),

dass  diese  summarische  materielle  Glaubhaftigkeitsprüfung  der 
Verfolgungsvorbringen  vorliegend  –  wie  eine  Überprüfung  der  Akten 
ergibt – vom BFM in korrekter Weise vorgenommen wurde,

dass  unbestritten  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  vorgängig  ein 
Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  hat  und  seither  nicht  in  seinen 
Heimatstaat zurückgekehrt ist,

dass  den  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  (Gefährdung  wegen 
Homosexualität  beziehungsweise  deren  Auslebens)  –  mit  Ausnahme 
der  geltend  gemachten  Vergewaltigung  durch  einen  J._______  (…) 
Jahre  vor  der Ausreise  aus dem Heimatstaat  –  derselbe Gegenstand 
beziehungsweise  ein  gegenüber  dem  ersten,  rechtskräftig 
abgeschlossenen  Asylverfahren  unveränderter  Sachverhalt  zugrunde 
liegt,  welcher  einlässlich  gewürdigt  worden  ist,  und  mithin  die 
diesbezüglichen  Ausführungen  in  der  Beschwerde  letztlich  als  eine 
appellatorische  Kritik  am  als  ungerecht  empfundenen  Urteil  vom  (…) 

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zu  erachten  sind,  weshalb  auf  diese  und  die  entsprechenden 
Unterlagen vorliegend nicht einzugehen ist,

dass es sich auch bei der im ersten Asylverfahren nicht vorgebrachten 
angeblichen  Vergewaltigung  nicht  um  ein  in  der  Zwischenzeit 
eingetretenes  Ereignis  handelt,  weshalb  bereits  aus  diesem  Grund 
darauf nicht einzugehen wäre,

dass  abgesehen  davon  erhebliche  Zweifel  an  diesem  Vorbringen 
bestehen,  zumal  der  Beschwerdeführer  dieses  im  selben 
Zusammenhang  stehende  Vorbringen  im  Rahmen  des  ersten 
Asylverfahrens nicht geltend gemacht hat, obwohl er eigenen Angaben 
zufolge zum Zeitpunkt der Einreichung des ersten Asylgesuchs seinen 
Heimatstaat  bereits  (…)  Jahre  zuvor  verlassen,  sich  während  dieses 
Zeitraums  in  K.______  aufgehalten  und  dort  eine  Partnerschaft 
aufgebaut  hatte,  weshalb  kaum  nachvollziehbar  ist,  dass  ihn  starkes 
Schamgefühl  an  der  Nennung  dieses  Ereignisses  gehindert  haben 
sollte,

dass  auch  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  er  deswegen  zum 
heutigen Zeitpunkt in seinem Heimatstaat (noch) gefährdet wäre,

dass  sich  die  Erwägungen  des  vorinstanzlichen  Entscheids,  auf 
welche an dieser Stelle zu verweisen ist, nach Überprüfung der Akten 
als  zutreffend  und  die  in  der  Beschwerde  erhobenen  Einwände  als 
unbegründet erweisen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  gestützt  auf  die  vorstehenden 
Erwägungen  in  Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  zum  Schluss 
gelangt,  dass  Hinweise  auf  inzwischen  eingetretene  Ereignisse,  die 
geeignet  sind,  die  Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für 
die  Gewährung  des  vorübergehenden  Schutzes  relevant  sind, 
offensichtlich fehlen,

dass  zur  Vermeidung  unnötiger Wiederholungen  auf  die  zutreffenden 
Ausführungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  verwiesen  werden 
kann,

dass  der  Beschwerdeführer  auch  auf  Rekursebene  klarerweise  keine 
Hinweise  darzulegen  vermochte,  wonach  seit  dem  Abschluss  seines 
vorgängigen Asylverfahrens derartige Ereignisse eingetreten sind,

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dass  demnach  das  BFM  zu  Recht  gestützt  auf  Art. 32  Abs. 2  Bst. e 
AsylG  auf  das  zweite  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder 
eine  Aufenthaltsbewilligung  besitzt  noch  einen  Anspruch  auf  Erteilung 
einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  zu  bestätigen  ist  (Art. 44  Abs. 1 
AsylG,  Art.  32  Bst. a  der  Asylverordnung 1  vom  11. August  1999  über 
Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733),

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  es  Gründe  gibt,  die  dem  Vollzug  der 
Wegweisung  entgegenstehen,  da  im  Fall  eines  unzulässigen, 
unzumutbaren  oder  unmöglichen  Vollzugs  das  Anwesenheitsverhältnis 
nach  den  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu  regeln  ist 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen  zulässig  ist,  weil  keine 
Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention 
vom  4.  November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die  dem 
Beschwerdeführer  in  seinem Heimatstaat  drohen  könnte  (Art. 83  Abs. 3 
AuG),

dass  weder  die  im  Heimatstaat  herrschende  politische  Situation  noch 
andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs 
dorthin sprechen,

dass der Beschwerdeführer den grösseren Teil seines Lebens in seinem 
Heimatstaat  verbrachte,  diesen,  ohne  über  ein  Beziehungsnetz  im 
Ausland zu verfügen, verliess und in der Folge in der Lage war, während 
mehr  als  (…)  Jahren  in  Europa  weitgehend  selbst  für  seinen 
Lebensunterhalt aufzukommen,

dass  in  der  Beschwerde  eingewendet  wird,  inzwischen  seien  I.______ 
gestorben  und  dieser  habe  ausser  zu  L.______,  welcher  ihn  zudem 
verstosse, keinen Kontakt mehr zu den Komoren,

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Seite 10

dass  diesen  Ausführungen  indes  die  Aussage  des  Beschwerdeführers 
anlässlich des ersten Asylverfahrens entgegensteht, wonach seine Eltern 
bereits  im  Jahr  2003  beziehungsweise  2006  verstorben  seien  (vgl. 
act. A1/13 S. 4),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  für  den  Beschwerdeführer  in  den 
Heimatstaat auch deshalb nicht unzumutbar erscheint, weil er noch relativ 
jung  ist,  soweit  aktenkundig,  an  keinen  schwerwiegenden 
gesundheitlichen Problemen  leidet, und  in Europa  teilweise erwerbstätig 
war,  so  dass  ihm  die  dabei  erworbenen  Kenntnisse  in  seinem 
Heimatstaat nützlich sein dürften,

dass  unter  den  gegebenen  Umständen  nicht  davon  auszugehen  ist,  er 
würde bei einer Rückkehr  in eine existenzbedrohende Situation geraten, 
die  als  konkrete  Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden 
Bestimmungen zu werten wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  schliesslich  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als  grundsätzlich 
möglich  (Art.  83  Abs.  2  AuG)  erscheint,  da  es  Pflicht  des 
Beschwerdeführers  ist,  sich  um  die  Beschaffung  der  für  die  Rückkehr 
notwendigen  Reisepapiere  zu  bemühen  (Art. 8  Abs. 4  AsylG  und  dazu 
auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 ff.),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass der Antrag auf Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
durch  das  vorliegende  Urteil  gegenstandslos  ist,  weshalb  darüber  nicht 
mehr zu befinden ist,

dass  das  –  mit  keinem  Wort  begründete  –  Gesuch  um  Erlass  der 
Verfahrenskosten,  ungeachtet  der  vom  Beschwerdeführer  nicht 
nachgewiesenen  prozessualen  Bedürftigkeit,  abzuweisen  ist,  da  die 
Beschwerdebegehren  nach  dem  Gesagten  als  aussichtslos  zu 
bezeichnen sind,

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Seite 11

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG) 

(Dispositiv nächste Seite)

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Seite 12

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

Versand: