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**Case Identifier:** 6baa6a6d-817f-5d32-830c-bdf92a2e2e42
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.07.2017 200 2016 510
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2016-510_2017-07-05.pdf

## Full Text

200 16 510 IV
GRD/BRM/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juli 2017

Verwaltungsrichter Grütter, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Braune

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. Mai 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 5. Juli 2017, IV/16/510, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ erlitt am 28. März 1994 bei einem Skiunfall 
Beckenfrakturen, Gefässverletzungen im Beckenbereich sowie eine Bla-
senruptur (vgl. Akten der IV-Stelle Bern [IVB; act. II] 1.1 S. 191, 189); die 
Verletzungen wurden operativ versorgt, es verblieb eine Lähmung des 
rechten Beines. Seine bisherige Tätigkeit in einem ... konnte er in der Folge 
nicht wieder aufnehmen. Die I.________ als zuständiger Unfallversicherer 
erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Die Taggeldleistungen stellte die 
I.________ per 28. Februar 1997 ein (act. II 1.1 S. 55 f.) und sprach dem 
Versicherten mit Verfügung vom 11. April 1997 bei einer ermittelten Er-
werbsunfähigkeit von 80% ab 1. März 1997 eine Invalidenrente der Unfall-
versicherung sowie eine Integritätsentschädigung für eine Einbusse von 
70% zu (act. II 1.1 S. 51 ff.). Diese Rente wurde am 9. Mai 2000 (act. II 9) 
bestätigt.

B.

Auf  Anmeldung vom 15. August 1994 hin (act. II 1.1 S. 200 ff.) gewährte 
die IV-Stelle Bern (IVB) dem Versicherten nach entsprechenden Abklärun-
gen Hilfsmittel (act. 1.1 S. II 173, 16) sowie Leistungen für eine berufliche 
Abklärung (act. II 1.1 S. 151, 144-148). Mit Verfügung vom 19. September 
1997 sprach sie zudem mit Wirkung ab 1. März 1995 eine halbe Rente zu 
(Invaliditätsgrad 56%; act. II 1.1 S: 19 ff.). Am 2. September 1996 konnte 
der Versicherte eine Teilzeitstelle als Mitarbeiter in der .... bei der Ab-
klärungsstelle B.________ antreten (act. II 1.1 S. 11 ff.).

Die zugesprochene Rente wurde am 26. Mai 2000 (act. II 10), am 24. Ok-
tober 2005 (act. II 18) und am 7. April 2011 (act. II 35) revisionsweise 
bestätigt. Im Rahmen eines weiteren im Dezember 2015 eingeleiteten Re-
visionsverfahrens machte der Versicherte eine Verschlechterung seines 
Gesundheitszustandes seit Januar 2014 geltend; er leide nach einer Grippe 
an einer Herzbeutelentzündung, sei seither früher erschöpft und arbeitsun-

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fähig, sodass das Arbeitsverhältnis mit der Abklärungsstelle B.________ 
nach Ausschöpfung der Krankentaggeldleistungen per 31. Januar 2015 
aufgelöst worden sei (act. II 39). Die IVB holte medizinische (act. II 42) und 
erwerbliche (act. II 43, 44) Unterlagen sowie einen Bericht des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. C.________, FMH Innere Medizin, 
FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie FMH Tropenmedizin 
und Reisemedizin, ein (act. II 47). 

Gestützt darauf stellte die IVB dem Versicherten mit Vorbescheid vom 15. 
März 2016 die Abweisung des Rentenerhöhungsgesuchs in Aussicht (act. 
II 48) und verfügte am 10. Mai 2016 dementsprechend (act. II 51). 

C.

Mit an die IVB adressierter und von dieser zuständigkeitshalber an das 
Verwaltungsgericht, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, weitergeleite-
ter Eingabe vom 21. Mai 2016 wendet sich der Versicherte gegen diese 
Verfügung und beantragt die Erhöhung der laufenden Rente. Von der im 
Januar 2014 aufgetretenen Erkrankung habe er sich nur unvollständig er-
holt und er leide aufgrund eines im August 2013 erlittenen Unfalls zusätz-
lich an Rückenschmerzen, was seine Bewegung einschränke und die kör-
perliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit reduziere. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 8. August 2016 beantragt die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 

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6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 10. Mai 2016 (act. II 51). Strei-
tig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die geltend gemachte 
Erhöhung der laufenden halben Rente zu Recht abgelehnt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

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Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsscha-
dens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten 
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad (IV-Grad) von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). 

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2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5

2.5.1 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die IV-Rente ist deshalb 
nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, 
sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. 

2.5.2 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 

Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an 
zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-
sichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, 
nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat 
und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 IVV). Bei einer 

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Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu 
berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV).

2.5.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

3.

3.1 Im Rahmen des streitigen Rentenanspruchs ist vorab zu prüfen, ob 
im massgebenden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 7. 
April 2011 (act. II 35),  welche auf einer materiellen Prüfung beruhte (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2), und 
der angefochtenen Verfügung vom 10. Mai 2016 (act. II 51) eine Verände-
rung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, 
den Invaliditätsgrad in einer für den Rentenanspruch erheblichen Weise zu 
beeinflussen.

Im Fragebogen Revision hat der Beschwerdeführer angegeben, dass sich 
sein Gesundheitszustand seit Januar 2014 verschlechtert habe, er dann bis 
am 31. Januar 2015 vollständig arbeitsunfähig geschrieben gewesen sei 
und das Arbeitsverhältnis mit der Abklärungsstelle B.________ nach Aus-
schöpfung des Anspruchs auf Krankentaggelder auf diesen Zeitpunkt be-
endet worden sei.

Mit der Auflösung des Arbeitsverhältnisses aus gesundheitlichen Gründen 
ist ohne weiteres ein potentieller Revisionsgrund ausgewiesen, sodass der 
Rentenanspruch umfassend zu prüfen ist (vgl. E. 2.5.3 hiervor).

3.2 Hiervon ist – auch wenn sie in der Beschwerdeantwort ausführt, es 
liege kein Revisionsgrund vor – offenbar auch die Verwaltung ausgegan-

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gen, hat sie doch in der Folge erwerbliche und medizinische Unterlagen 
eingeholt und den Leistungsanspruch materiell geprüft. 

In ihrem Bericht vom 18. Januar 2016 hat die behandelnde Ärztin, Dr. med. 
D.________, als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Tho-
raxschmerzen, Schweissausbrüche, Pulsarhythmie nach grippalem Infekt, 
DD virale Perikarditis 1/2014, eine chronische Erschöpfung ab 1/2014, ei-
nen Status nach Polytrauma infolge eines Skiunfalls am 28. März 1994, 
Lumbago (nach Verhebetrauma mit Ausrutschen am 10. August 2013 
[I.________-Fall]), eine schwere posttraumatische Coxarthrose nach Poly-
trauma 1994 (Hüft TP 2007) sowie eine mässige mediale Gonarthrose 
posttraumatisch (Meniskektomie medial 1987 und Teilmeniskektomie me-
dial und Gelenksdebridement 2009) festgehalten; sie attestierte eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 27. Januar 2014 bis auf weiteres. Im bei-
gelegten Bericht des Spitals E.________ vom 27. März 2014 über eine 
kardiologische Abklärung wird eine subjektiv eingeschränkte Leistungs-
fähigkeit und vermehrte Ermüdbarkeit bei objektiv normaler Leistungsfähig-
keit diagnostiziert und der konsultierte Psychiater Dr. med. F.________ 
konnte die geklagten, seit einem Jahr persistierenden Hitzewallungen bei 
kleineren Anstrengungen ätiologisch nicht fassen (act. II 42). 

Seit der letzten Revision im Jahre 2011, welche auf einer medizinischen 
Abklärung beruhte (vgl. act. II 31), sind diagnostisch LWS-Beschwerden 
nach einem – bei der I.________ versicherten – Verhebetrauma sowie 
Thoraxschmerzen und eine chronische Erschöpfung hinzugekommen. Dem 
Beschwerdeführer wurde ab 27. Januar 2014 eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit bescheinigt und bis zum 31. Januar 2015 offenbar die maximal 
zulässige Anzahl Krankentaggelder durch die G.________, Versicherungs-
Gesellschaft AG (nachfolgend G.________), ausgerichtet. Auf diesen Zeit-
punkt hin wurde auch das Arbeitsverhältnis zwischen dem Beschwerdefüh-
rer und der Abklärungsstelle B.________ beendet (vgl. act. II 43). 

Obwohl neue, bisher nicht gestellte Diagnosen sowie klare Hinweise auf 
eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes vorlagen und eine län-
ger dauernde volle Arbeitsunfähigkeit attestiert war, hat es die IVB im 
Rahmen des vorliegend zur Diskussion stehenden Revisionsverfahrens 
unterlassen, die in diesem Zusammenhang massgebenden Akten der 

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I.________ und der G.________ einzuholen. Soweit diese nicht hinrei-
chenden Aufschluss über die aktuelle gesundheitliche Situation des Be-
schwerdeführers gegeben hätten, wären allenfalls weitere medizinische 
Abklärungen oder sogar eine (polydisziplinäre) Begutachtung anzuordnen 
gewesen. 

Ergänzende Berichte vermag auch die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr. 
med. C.________ vom 11. März 2016 (act. II 47) nicht zu ersetzen. Dies 
einerseits deshalb, weil dessen Beurteilung nicht auf einer persönlichen 
Untersuchung des Versicherten beruht und er hinsichtlich der Lumbalbe-
schwerden nach Verhebetrauma nicht über die nötige fachärztliche Qualifi-
kation verfügt. Nicht nachvollzogen werden kann andererseits, dass Dr. 
med. C.________ auf die Würdigung der Einschränkungen in seinem Be-
richt vom 10. Februar 2011 verweist und festhält, daran habe sich seither 
nichts geändert. Im genannten Bericht hatte er körperlich leichte Arbeiten, 
vorwiegend sitzend, Gehen bis eine Stunde, Gewichte bis 10 kg mit einem 
ganztägigen Pensum als zumutbar bezeichnet; für mittelschwere und 
schwere Arbeiten bestehe eine Leistungseinschränkung von 50%, wobei 
die Gehstrecke auf unebenem Boden eingeschränkt und höchstens noch 
für eine Stunde zumutbar sei (act. II 32 S. 4). Dies steht im Widerspruch 
zur Einschätzung des den Beschwerdeführer damals behandelnden Or-
thopäden Dr. med. H.________, der bereits 2010 empfohlen hatte, die der-
zeit auf 50% beurteilte Arbeitsfähigkeit im Verlauf erneut durch den 
I.________-Arzt beurteilen zu lassen, und lässt sich auch mit der vorge-
nommenen Invaliditätsbemessung nicht vereinbaren, ist doch unter 
Berücksichtigung des Zumutbarkeitsprofils, welchem die vom Beschwerde-
führer in der Abklärungsstelle B.________ ausgeübte Tätigkeit entsprach, 
ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% unbestritten. 

3.3 Nach den derzeit vorliegenden Akten ist davon auszugehen, dass 
die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes eingetreten ist, namentlich die Arbeitsunfähigkeit ab 
Januar 2014 auf die von Dr. med. D.________ bescheinigten 100% ange-
stiegen ist und bis zum 31. Januar 2015 angedauert hat. Unter diesen Um-
ständen hat der Beschwerdeführer entsprechend der ab 24. Januar 2014 
ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit von 100% unter Berücksichtigung von 

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Art. 88a Abs. 2 IVV (vgl. E. 2.5.2 hiervor) ab April 2014 Anspruch auf eine 
ganze Rente. 

Ob und gegebenenfalls ab wann sich die gesundheitliche Situation seit 
Februar 2015 wieder verbessert und ob sie ein revisionsrechtlich relevan-
tes Ausmass angenommen hat, ist demgegenüber nicht hinreichend abge-
klärt. Dies wird die Beschwerdegegnerin durch Einholen der Akten des 
Krankentaggeldversicherers (G.________) sowie der I.________ und allen-
falls ergänzend durch Veranlassung einer polydisziplinären Begutachtung 
nachzuholen haben. Zu diesem Zweck und anschliessendem Erlass einer 
neuen Verfügung sind die Akten an die Verwaltung zurückzuweisen. 

In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.— bis Fr. 1’000.— festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.—, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.— ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Eine Parteientschädigung ist dem nicht anwaltlich vertretenen Be-
schwerdeführer nicht zuzusprechen, zumal für ihn im vorliegenden Verfah-
ren kein Arbeitsaufwand angefallen ist, der den Rahmen dessen über-
schreitet, was der oder die Einzelne üblicher- und zumutbarerweise neben-
bei zur Besorgung persönlicher Anglegenheiten auf sich zu nehmen hat 
(BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird dahingehend gutheissen, als die Verfügung vom 
10. Mai 2016 aufgehoben und dem Beschwerdeführer ab April 2014 
eine ganze Rente zugesprochen wird.

2. Die Akten werden zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der 
Erwägungen und anschliessendem Erlass einer neuen Verfügung an 
die Verwaltung zurückgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.— werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.— wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

4. Es werden keine Parteikosten zugesprochen. 

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.