# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 251a9283-67d2-5afc-9aaa-1fb15a0b2e00
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-04-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.04.2014 C-4008/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4008-2013_2014-04-16.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-4008/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 6 .  A p r i l  2 0 1 4  

Besetzung 

 
Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richter Christoph Rohrer,    

Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger. 
 

 
 

Parteien 

 
A._______,   

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 

 
Ausgleichskasse Arbeitgeber C._______,  

Vorinstanz.  

 

Gegenstand 

 
Beitragsverfügung 2007; Einspracheentscheid der  

Ausgleichskasse Arbeitgeber C._______ vom 2. Mai 2013. 

 

 

C-4008/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a A._______, geboren 1971 (nachfolgend: Versicherte oder Beschwer-

deführerin), ist deutsche Staatsangehörige, seit April 2007 verheiratet, 

wohnte ab September 2005 in Z._______ mit Aufenthaltsbewilligung B 

und arbeitete ab Oktober 2005 in Z._______ als Partnerin in einer Zahn-

arztpraxis. Am 21. November 2005 meldete sie sich bei der Ausgleichs-

kasse des C._________ Volkswirtschaftsbundes (heute: Ausgleichskasse 

Arbeitgeber C.________; nachfolgend: AK oder Vorinstanz) als Selbstän-

digerwerbende an. Die Vorinstanz bestätigte ihr die Kassenzugehörigkeit 

am 22. Dezember 2005 (AK 1 und 2). 

A.b Nach der Geburt ihrer Tochter im September 2007 (vgl. Vorakten 

AK 3) meldete sie sich beim Einwohneramt Z.________ per Ende Okto-

ber 2007 nach Y.________/Deutschland ab. Ab Dezember 2007 bis März 

2011 verfügte sie gemäss Auskunft des Einwohneramtes Z._________ 

über eine Grenzgängerbewilligung G mit Wochenaufenthaltsstatus im 

Kanton W.________ (Beschwerdeakten [B-act.] 7.1 und 9). 

B.  

Mit Verfügung vom 7. Dezember 2012 setzte die AK die Beiträge für die 

Beitragsperiode 1. Januar – 31. Dezember 2007 auf Fr. 9'927.60, gestützt 

auf ein geschätztes beitragspflichtiges Einkommen von Fr. 103'264.-, fest 

(AK 15).  

C.  

Am 28. Januar 2013 erhob die B.________ Treuhand AG für die Be-

schwerdeführerin sinngemäss Einsprache, führte darin aus, dass die AK 

die Versicherte weiterhin als Selbständigerwerbende, die Steuerbehörde 

jedoch als unselbständig Erwerbende betrachte, beantragte sinngemäss 

die Korrektur der Beitragsermittlung und reichte verschiedene Belege zur 

Einkommensermittlung ein. Nach Rücksprache mit der Vorinstanz reichte 

sie am 23. April 2013 weitere Unterlagen online nach (AK 16, 18).  

D.  

Mit Einspracheentscheid vom 2. Mai 2013 hiess die Vorinstanz die Ein-

sprache teilweise gut und setzte das beitragspflichtige Einkommen auf 

Fr. 79'100.- fest. Im Übrigen wies sie die Beschwerde bezüglich der gel-

tend gemachten Abzüge für persönliche AHV-Beiträge sowie für den Auf-

wand für den Zweitwohnsitz in Z._______ ab (AK 19).  

C-4008/2013 

Seite 3 

E.  

Mit Eingabe vom 21. Mai 2013 erhob die Beschwerdeführerin bei der 

Ausgleichskasse "Einsprache" und bat bei der Festlegung des beitrags-

pflichtigen Einkommens um die Berücksichtigung der besonderen "Be-

rufsunkosten" für den berufsbedingten zweiten Wohnsitz in Z.________ 

(Wohn-, Verpflegungs-, Versicherungs- und Reisekosten) im Umfang von 

Fr. 18'856.70 und bezog sich dabei auf die Bestimmungen der Verord-

nung über den Abzug besonderer Berufskosten bei der direkten Bundes-

steuer von vorübergehend in der Schweiz tätigen leitenden Angestellten, 

Spezialisten und Spezialistinnen vom 3. Oktober 2000 (Expatriates-Ver-

ordnung, ExpaV, SR 642.118.3; B-act. 1).  

 

Die Ausgleichskasse überwies diese Eingabe am 4. Juni 2013 als Be-

schwerde ans Bundesverwaltungsgericht (B-act. 2).  

 

Am 31. Juli 2013 reichte sie dem Bundesverwaltungsgericht aufforde-

rungsgemäss die Vorakten ein (B-act. 4). In der Folge holte das Bundes-

verwaltungsgericht beim Einwohneramt und beim Migrationsamt 

W.________ Auskünfte zum Wohnsitz und Aufenthalt der Beschwerdefüh-

rerin ein (B-act. 5-9). 

F.  

Mit Vernehmlassung vom 12. November 2013 beantragte die Vorinstanz 

die Abweisung der Beschwerde. Sie machte geltend, dass die Beschwer-

deführerin nicht unter den Status eines Expatriates falle und in der 

Schweiz bis Ende Oktober 2007 über eine ordentliche Aufenthaltsbewilli-

gung verfügt habe. Weiter führte sie aus, bei den geltend gemachten 

Unkosten für die Wohnung in Z.________ sowie die wöchentliche Reise 

von Deutschland nach Z.________ und zurück handle es sich nicht um 

abzugsfähige AHV-rechtliche Gewinnungskosten, sondern um allgemeine 

Lebenshaltungskosten, welche nicht abziehbar seien (B-act. 11). 

G.  

Mit Replik vom 12. Dezember 2013 hielt die Beschwerdeführerin sinnge-

mäss an ihrem Beschwerdeantrag fest. Sie führte aus, dass sie trotz ihrer 

beruflichen Tätigkeit in der Schweiz im Jahr 2007 an den Wochenenden 

regelmässig in ihre gemeinsame Wohnung mit ihrem Freund in 

X._______ (Deutschland), bzw. ab der Heirat im April 2007 mit ihrem 

Ehemann, zurückgekehrt sei. Ihr Lebensmittelpunkt sei damit in Deutsch-

land geblieben. Es sei zwar richtig, dass sie nicht unter den Status einer 

Expatriate falle. Aber die Regelung bezüglich der "besonderen Berufs-

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Seite 4 

unkosten" sei analog auch für den Status eines Wochenaufenthalters in 

der Schweiz anzuwenden, weshalb diese "besonderen Berufsunkosten" 

weder zum AHV- noch zum steuerbaren Einkommen zu zählen seien (B-

act. 13).  

H.  

In ihrer Duplik vom 2. Januar 2014 verwies die Vorinstanz auf ihre Aus-

führungen in der Vernehmlassung und hielt an ihrem Antrag auf Abwei-

sung der Beschwerde fest. Sie führte weiter aus, die Beschwerdeführerin 

räume selber ein, dass ihr der Expatriates-Status nicht zustehe. Eine ana-

loge Anwendung der Expatriates-Verordnung auf andere Berufs- und 

Wohnverhältnisse sei nicht vorgesehen, weshalb für die Beschwerdefüh-

rerin die allgemeinen Bestimmungen über die Berufsunkosten gelten wür-

den (B-act. 15). 

I.  

Mit Verfügung vom 6. Januar 2014 übermittelte das Bundesverwaltungs-

gericht die Duplik der Beschwerdeführerin zur Kenntnis und schloss den 

Schriftenwechsel ab (B-act. 16). 

J.  

Auf die eingereichten Akten sowie die weiteren Ausführungen der Partei-

en wird – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfol-

genden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Angefochten ist die Verfügung der Vorinstanz vom 2. Mai 2013 insoweit, 

als dass die Ausgleichskasse bei der Festlegung des beitragspflichtigen 

Einkommens der Beschwerdeführerin für das Jahr 2007 Berufskosten im 

Umfang von Fr. 18'856.70 (Wohn-, Verpflegungs- und Reisekosten) nicht 

als abzugsfähig zugelassen hat.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 lit. h VGG und Art. 85
bis

 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und 

Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) beurteilt das Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerden von Personen im Ausland gegen Verfü-

gungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezem-

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Seite 5 

ber 1968 (VwVG, SR 172.021). Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt 

nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der 

Beschwerde zuständig. 

1.2 Nach Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundesver-

waltungsgericht nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes be-

stimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d
bis

 VwVG keine 

Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit das Bundesgesetz 

vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-

rechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist, was vorliegend gestützt auf 

Art. 1 Abs. 1 AHVG der Fall ist. 

1.3 Die Beschwerdeführerin ist durch den angefochtenen 

Einspracheentscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung, so dass sie im Sinne von Art. 59 

ATSG beschwerdelegitimiert ist. 

1.4 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (Art. 60 

ATSG und 52 VwVG), weshalb darauf einzutreten ist. 

2.  

2.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden 

Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis auf den im 

Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes (hier: 2. Mai 

2013) eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 

127 V 466 E. 1 mit Hinweis). Da vorliegend Beiträge für das Jahr 2007 

streitig sind, sind die entsprechenden zu diesem Zeitpunkt geltenden Be-

stimmungen des ATSG, des AHVG und der Verordnung vom 31. Oktober 

1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV, SR 

831.101) sowie – soweit einschlägig – des zwischenstaatlichen Rechts 

(siehe hienach E. 2.2) anwendbar, die bis Ende Jahr 2007 Geltung hatten 

und in der Folge zitiert werden. 

2.2 Die Beschwerdeführerin, über deren Beitragspflicht zu entscheiden 

ist, ist Staatsangehörige eines Mitgliedsstaates der Europäischen Ge-

meinschaft, so dass grundsätzlich das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mit-

gliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsabkom-

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Seite 6 

men; FZA; SR 0.142.112.681) zu beachten ist.  

 

Dieses setzt die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkom-

men zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzel-

nen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft insoweit aus, als 

darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Soweit dieses 

Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der die Koordinierung der 

Systeme der sozialen Sicherheit regelt (Art. 8 FZA), keine abweichenden 

Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer einschlägigen gemeinschafts-

rechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Regelung die Ausgestaltung des 

Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen und die 

Berechnung von Leistungen grundsätzlich Sache der innerstaatlichen 

Rechtsordnung (BGE 130 V 51 ff.; SVR 2004 AHV Nr. 16 S. 49 m.H.). 

 

Vorliegend ist – da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, welcher sich im Jahr 

2007 ereignet hat (siehe oben E. 2.1) – auf die bis Ende März 2012 gülti-

ge Fassung des Abkommens (vgl. namentlich AS 2002 1527, AS 2006 

979 und 995, AS 2006 5851, AS 2009 2411 und 2421) abzustellen, wo-

nach die Vertragsparteien untereinander insbesondere folgende Rechts-

akte (oder gleichwertige Vorschriften) anwenden (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Ab-

schnitt A Anhang II des FZA): die Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Ra-

tes vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-

heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehöri-

ge, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (AS 2004 121 

[vgl. auch AS 2008 4219, AS 2009 4831]); sowie die Verordnung (EWG) 

Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 über die Durchführung der Ver-

ordnung (EWG) Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozia-

len Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Famili-

enangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (AS 

2005 3909 [vgl. auch AS 2009 621, AS 2009 4845]). Im Rahmen des FZA 

ist auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungs-

verordnungen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). Noch kei-

ne Anwendung findet – gestützt auf die intertemporalen Regeln – die für 

die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) 

Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. Sep-

tember 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung Nr. 

883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(mit Anhängen; SR 0.831.109.268.11; AS 2012 3051). 

2.3 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

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Seite 7 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

2.3.1 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 

beherrscht. Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er fin-

det sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 125 

V 193 E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen). Die Partei-

en tragen im Sozialversicherungsverfahren in der Regel insofern eine ob-

jektive Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Un-

gunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sach-

verhalt Rechte ableitet (BGE 117 V 261 E. 3b, 115 V 133 E. 8a; vgl. Art. 8 

des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 [ZGB, 

SR 210] wonach derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsa-

che zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet). 

2.3.2 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, 

sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforde-

rungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 

folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahr-

scheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, je mit Hin-

weisen). 

3.  

Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe die Beiträge für das 

Jahr 2007 nicht korrekt erhoben. 

3.1 Obligatorisch versichert nach dem AHVG sind natürliche Personen 

mit Wohnsitz in der Schweiz sowie die natürlichen Personen, die in der 

Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b 

AHVG). 

3.2 Die Beschwerdeführerin lebte seit September 2005 in der Schweiz 

und hatte sich bei der Vorinstanz als Selbständigerwerbende mit Tätigkeit 

in der Schweiz angemeldet (oben Bst. A). Die Versicherteneigenschaft 

und die Beitragspflicht in der Schweiz gemäss Art. 1a Abs. 1 Bst. a und b 

AHVG bestreitet die Beschwerdeführerin nicht. Entsprechend ist vorlie-

gend die innerstaatliche schweizerische Rechtsordnung, insbesondere 

das AHVG und die AHVV anwendbar.  

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Seite 8 

3.3 Zudem ist auch gestützt auf das Beschäftigungslandprinzip in Bezug 

auf den europäischen Kontext (vgl. Art. 13 Abs. 2 Bst. b Vo [EWG] 

Nr. 1408/07; UELI KIESER, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht,  

Zürich 2008, 2/31) festzustellen, dass die Beschwerdeführerin im Gebiet 

des "Mitgliedstaates" Schweiz eine selbständige Tätigkeit ausübte. Aus-

nahmen gemäss Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 14c und 14f Vo 

(EWG) Nr. 1408/07 (insbesondere die gleichzeitige Ausübung einer ab-

hängigen Beschäftigung in einem anderen Mitgliedstaat gleichzeitig mit 

der selbständigen Tätigkeit in der Schweiz) sind aufgrund der Akten nicht 

ersichtlich, weshalb die Beschwerdeführerin auch gestützt auf das FZA in 

der fraglichen Beitragszeit den schweizerischen Rechtsvorschriften un-

terstand, dies unabhängig davon, ob sie ihren Wohnsitz in der Schweiz 

oder – wie sie behauptet (siehe hienach E. 4.1) – in Deutschland hatte. 

3.4 Im Zwischenergebnis erweist es sich demnach als rechtmässig, dass 

die Beschwerdeführerin während ihrer Tätigkeit in der Schweiz auch in 

der Schweiz beitragspflichtig war, was sie im Übrigen nicht bestreitet. 

4.  

Streitig und vom Bundesverwaltungsgericht nachfolgend zu prüfen ist, ob 

die Vorinstanz bei der Beitragserhebung für das Jahr 2007 die geltend 

gemachten "Besonderen Berufsauslagen" zu Recht als nicht abzugsfähig 

beurteilt hat. 

4.1  

4.1.1 Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit wird u.a. ermit-

telt, indem vom erzielten rohen Einkommen die zur Erzielung des rohen 

Einkommens erforderlichen Gewinnungskosten abgezogen werden 

(Art. 9 Abs. 2 Bst. a AHVG, vgl. auch Art. 27 Abs. 1 des Bundesgesetzes 

vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG, SR 

642.11]). 

4.1.2 Für die Ausscheidung und das Ausmass der nach Artikel 9 Absatz 2 

Buchstaben a (bis e) AHVG zulässigen Abzüge sind die Vorschriften über 

die direkte Bundessteuer massgebend (Art. 18 Abs. 1 AHVV). 

4.1.3 Gemäss Art. 34 Bst. a DBG sind bei der selbstständigen Tätigkeit 

vom Reineinkommen von den "übrigen Kosten und Aufwendungen" (wel-

che in Art. 33 und 33a DBG aufgezählt werden) die Aufwendungen für 

den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch 

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Seite 9 

die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand nicht 

abziehbar. 

4.2 Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, sie habe in der 

Schweiz im Jahr 2007 als Wochenaufenthalterin gelebt, ihr Lebensmittel-

punkt sei indessen in Deutschland gewesen, wohin sie, jeweils wöchent-

lich über das Wochenende, bis Ende Juli 2007 gependelt sei. Danach ha-

be sie ihren Mutterschaftsurlaub angetreten. Entsprechend seien die Aus-

lagen von Fr. 18'856.70 für Wohnung und Unterhalt in Z.________ sowie 

die wöchentlichen Reisekosten – welche unabdingbar gewesen seien, um 

ihre Tätigkeit in Z.________ auszuüben – als Gewinnungskosten abzugs-

fähig. Sie reichte hierzu eine Kostenabrechnung (Material- und Dienstleis-

tungsaufwand, Betriebs- und Verwaltungsaufwand, Personalaufwand, 

Aufwand für berufsbedingten zweiten Wohnsitz in Z.________ inkl. Miet-

kosten Zimmer, Verpflegungskosten pauschal für 7 Monate, Versiche-

rungskosten, Reisekosten Deutschland – Z.________ [28 x 2 x 500 km], 

vgl. B-act. 1 Beilage 1) ein. 

4.3 Der Wohnsitz einer Person bestimmt sich nach den Artikeln 23-26 

ZGB (Art. 13 Abs. 1 ATSG). Gemäss Art. 23 Abs. 1-3 ZGB befindet sich 

der Wohnsitz einer Person an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dau-

ernden Verweilens aufhält. Niemand kann an mehreren Orten zugleich 

seinen Wohnsitz haben. Die geschäftliche Niederlassung wird von dieser 

Bestimmung nicht betroffen. Der einmal begründete Wohnsitz einer Per-

son bleibt bestehen bis zum Erwerbe eines neuen Wohnsitzes (Art. 24 

Abs. 1 ZGB). 

4.4 Das Einwohneramt Z._______ teilte am 9. August 2013 mit, dass die 

Beschwerdeführerin am 1. September 2005 von X.________ (Deutsch-

land) nach Z.________ zuzog und sich am 31. Oktober 2007 nach 

Y._______ (Deutschland) abmeldete (B-act. 7.1). Weiter hat das Einwoh-

neramt der Bevölkerungsdienste und Migration des Kantons W.________ 

am 15. Oktober 2013 bestätigt, dass die Beschwerdeführerin in dieser 

Zeit fest in Z.________ angemeldet war und eine Aufenthaltsbewilligung 

B hatte (B-act. 9). 

4.5  

4.5.1 Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, sie habe in der frag-

lichen Zeit ihren Lebensmittelpunkt in X.________ und nicht in 

Z.________ gehabt, legt sie keine hinreichenden Beweismittel (wie z.B. 

einen Wohnsitzbeleg von X.________) für diese Behauptungen vor. Es 

C-4008/2013 

Seite 10 

finden sich bezüglich den geltend gemachten Zeitraum bis Ende Oktober 

2007 (vgl. B-act. 1 Beilage 1) ausser ihrer Aussage auch keine weiteren 

Hinweise für das Vorliegen des Status als Grenzgängerin (vgl. Vo [EWG] 

Nr. 1408/71 Art. 1 Bst. b, 1. Teilsatz). Entsprechend ergibt sich aufgrund 

der vorliegenden Aktenlage (vgl. insb. B-act. 9) für den Zeitraum vom 

1. Januar 2007 – 31. Oktober 2007 mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit, dass ihr Wohnsitz (und damit auch ihr Lebensmittelpunkt) im Sinne 

von Art. 13 ATSG i.V.m. Art. 23 ZGB in Z.________ war (oben E. 2.3 ff.). 

Entsprechend erweisen sich die geltend gemachten – im Übrigen nicht 

belegten – Wohnkosten in Z.________ als normale Lebenshaltungskos-

ten, die gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a AHVG nicht als geschäftsnotwendige 

Gewinnungskosten vom beitragspflichtigen Einkommen abzugsfähig sind. 

4.5.2 Die Beschwerdeführerin macht weiter geltend, die wöchentlichen 

Pendelkosten zu ihrem Lebenspartner bzw. späteren Ehemann nach 

X.________ von Januar – Ende Juli 2007 (vgl. B-act. 1 Beilage 1) seien 

ebenfalls von ihrem beitragspflichtigen Einkommen abzugsfähig, da sie 

einen geschäftsbedingten Aufwand darstellen würden. Gestützt auf die 

Feststellungen hievor, wonach im fraglichen Zeitraum der Wohnsitz der 

Beschwerdeführerin in Z.________ war, wo sie als Zahnärztin arbeitete, 

ist bei der vorliegenden Aktenlage mit der Vorinstanz festzustellen, dass 

Reisen in ihrer Freizeit – welche unabhängig von ihrer selbständigen Ar-

beitstätigkeit vorgenommen wurden – ebenfalls keine Gewinnungskosten 

gemäss Art. 9 Abs. 2 Bst. a AHVG darstellen können. Zudem belegt die 

Beschwerdeführerin diese Ausgaben nicht ansatzweise (bspw. mittels 

Bahn- oder Flugtickets etc.).  

4.6 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, vorliegend seien 

die Bestimmungen der Verordnung über den Abzug besonderer Berufs-

kosten bei der direkten Bundessteuer von vorübergehend in der Schweiz 

tätigen leitenden Angestellten, Spezialisten und Spezialistinnen vom 

3. Oktober 2000 (Expatriates-Verordnung, ExpaV, SR 642.118.3) analog 

zum Status eines Expatriates oder dem Status eines Wochenaufenthal-

ters in dem Sinne anwendbar, als dass die entstandenen geschäftsmäs-

sigen berufsbedingten Kosten bei einer selbständigen Erwerbstätigkeit 

als geschäftsmässigen Aufwand bei der Ermittlung des für die Beitrags-

pflicht massgeblichen Reingewinns zuzulassen seien (B-act. 13). 

4.6.1 Unter dem Titel "Geltungsbereich" führt Art. 1 der Expatriates-

Verordnung folgendes aus:  

C-4008/2013 

Seite 11 

"1
 Diese Verordnung gilt für folgende Personen (Expatriates): 

a. leitende Angestellte, die von ihrem ausländischen Arbeitgeber vorüber-

gehend in die Schweiz entsandt werden; 

b. Spezialisten und Spezialistinnen aller Art, die in der Schweiz eine zeit-

lich befristete Aufgabe erfüllen. Als solche gelten Arbeitnehmende, die 

auf Grund ihrer besonderen beruflichen Qualifikation typischerweise in-

ternational eingesetzt werden, sowie Personen, die in ihrem Wohnsitz-

staat selbstständig erwerbstätig sind und zur Erledigung einer konkre-

ten, zeitlich befristeten Aufgabe in der Schweiz als Arbeitnehmende er-

werbstätig sind. 

2
  Durch die vorübergehende oder zeitlich befristete Erwerbstätigkeit kön-

nen im Vergleich zur üblichen unselbstständigen Erwerbstätigkeit zu-

sätzliche Berufskosten im Sinne von Artikel 26 DBG entstehen, die ge-

genüber den in der Verordnung vom 10. Februar 1993 über den Abzug 

von Berufskosten der unselbstständigen Erwerbstätigkeit bei der direk-

ten Bundessteuer geregelten allgemeinen Berufskosten als besondere 

Berufskosten bezeichnet werden." 

4.6.2 Wie die Vorinstanz hiezu in der Vernehmlassung (B-act. 11) zu 

Recht ausführt, kann sich die Beschwerdeführerin nicht auf diese Sonder-

regelung berufen, da sie entgegen deren Geltungsbereich unbestritten als 

selbständigerwerbende Zahnärztin in Z.________ tätig war – und nicht 

als Arbeitnehmerin, sei es als leitende Angestellte eines ausländischen 

Arbeitgebers mit vorübergehender Entsendung in die Schweiz, sei es als 

Spezialistin mit besonderer Qualifikation, welche typischerweise internati-

onal eingesetzt werden. Demnach besteht keine Möglichkeit, die von der 

Beschwerdeführerin geltend gemachten "Besonderen Berufskosten" ge-

mäss Art. 1 Abs. 2 und Art. 2 ExpaV von ihrem Reineinkommen für das 

Jahr 2007 abzuziehen.  

4.6.3 Wie die Vorinstanz ebenfalls korrekt dargelegt hat, besteht hier kein 

Raum für eine analoge Anwendung dieser Sonderregeln, weshalb vorlie-

gend die oben dargelegten allgemeinen AHV-rechtlichen Bestimmungen 

anwendbar sind. Demnach sind die in Frage stehenden Wohn-, Verpfle-

gungs- und Reisekosten nicht abzugsfähig, zumal – wie bereits dargelegt 

wurde – vom Wohnsitz der Beschwerdeführerin in Z.________ auszuge-

hen ist und nicht von einem Wochenaufenthalterstatus. 

4.7 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz bei der Festle-

gung des beitragspflichtigen Einkommens der Beschwerdeführerin für 

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das Jahr 2007 die geltend gemachten "Besonderen Berufskosten" für die 

Aufwendungen für Wohnung und Verpflegung in Z.________ sowie die 

wöchentlichen Reisekosten zu Recht nicht als Abzüge berücksichtigt hat. 

Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen. 

5.  

Das Verfahren ist für die Parteien kostenlos (Art. 85
bis

 Abs. 2 AHVG), so-

dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind.  

 

Weder die obsiegende Vorinstanz noch die unterliegende Beschwerde-

führerin haben einen Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2] und 

Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario). 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr.[…]; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

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Beat Weber Susanne Flückiger 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 

Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-

weismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 

und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 

hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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