# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dc21cb6-069a-5d08-aa1b-669071ab4681
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-07-16
**Language:** de
**Title:** Berufskrankheit; Rückenbeschwerden mit Diskushernie bei Türmonteur. Mindestens 75%ige Wahrscheinlichkeit als Ursache des Krankheitsbildes nicht erfüllt. Keine Berufskrankheit.  (hängig)
**Docket/Reference:** UV.2024.00109
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2024.00109.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2024.00109
III. Kammer
Sozialversicherungsrichter Gräub, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Senn
Sozialversicherungsrichterin Slavik
Gerichtsschreiber Nef
Urteil
vom
16. Juli 2025
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1962,
arbeitete
seit
1.
Januar 2013
als
angestellter Geschäftsführer
und Monteur
bei der
Y.___
GmbH und war gestützt auf dieses Arbeitsverhältnis obligatorisch
bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert.
Unter Angabe
eine
s
Wurzelkompression
-Syndrom
s
C7 und C8 links
bei Diskushernie und
Foramenstenosen
der Wurzeln C7 und C8 in Folge schwerer körperlicher Arbeit
liess er der Suva durch seine Arbeitgeberin
am 26. Januar 2022 eine
seit
1.
Oktober 2021 bestehende Arbeits
unfähigkeit
melden
(
Urk.
7/1 und 7/2).
Die Suva
zog
medizinische Berichte
bei
und unterbreite
te
die Unterlagen
Suva-Arzt
Dr.
med.
Z.___
, Facharzt für Allgemeinmedizin und Arbeitsmedizin
,
zur Stellungnahme
(Beurteilung vom 1
1.
April 2022,
Urk.
7/20).
Am 1
4.
April 2022 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass
es sich bei den
als Berufskrankheit gemeldeten
Beschwerden
nicht um eine arbeitsbedingte Erkrankung im Sinne der Unfallversicherung handle (
Urk.
7/21). Nach
dem sich der Versicherte mit E-Mail vom
9.
Juli 2022 gegen diese Mitteilung gewandt hatte
(
Urk.
7/29)
,
veranlasste die Suva eine
erneute
Beurteilung
durch
Dr.
Z.___
(
Stellungnahme vom 3
0.
August 2022,
Urk.
7/36)
.
N
achdem der Versicherte am
6.
September 2023 eine anfechtbare Verfügung verlangt hatte (
Urk.
7/57),
bestätigte
die Suva
ihre formlose Mitteilung vom 1
4.
April 2022
mit Verfügung vom 2
2.
September 2023 (
Urk.
7/60).
Die Einsprache des Versicherten vom 26.
Oktober 2023
(
Urk.
7/67)
wies die Suva mit Entscheid vom
6.
Mai 2024 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob d
er
Versicherte am
2
4.
Mai
202
4
Beschwerde und beantragte
, es seien infolge des Schadens vom
1.
Februar 2020 ab dem 2
8.
Februar 2021 bis
zur Erlöschung des Leistungsanspruchs Taggelder in
H
öhe von
Fr.
237.05
auszu
richten
(
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
2
7.
Juni
202
4
beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
), was de
m
Beschwerde
führer
am
2.
Juli 2024
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes üb
er die Unfall
versicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die
Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei den im Einzelnen in Abs. 2 aufgeführten
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen.
I
st sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art.
16
Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des
Referenzalters
ereignet hat (Art.
18
Abs. 1 UVG)
.
1.2
Nach Art. 9 Abs. 1
UVG
gelten als Berufskrankheiten Krankheiten, die bei der beruflichen Tätigkeit ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen. Gestützt auf diese Delegationsnorm und Art. 14
der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
hat er im Anhang 1 zur UVV eine Liste der schädigenden Stoffe und der arbeitsbedingten Erkrankungen erstellt.
Als Berufskrankheiten gelten nach Art. 9 Abs. 2 UVG auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend
durch berufliche Tätigkeit verursacht worden sind. Diese Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch entstehen könnten, dass die
bundesrätliche
Liste gemäss Anhang 1 zur UVV entweder einen schädigenden Stoff, der eine Krankheit verursachte, oder eine Krankheit nicht aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde. Nach der Rechtsprechung ist die Voraus
setzung des «ausschliesslichen oder stark überwiegenden» Zusammenhangs gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG erfüllt, wenn die Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist (BGE 150 V 460 E. 4.2, 119 V 200 E. 2b mit Hinweisen). Dabei sind an die Annahme einer Berufskrankheit relativ strenge Anforderungen zu stellen. Verlangt wird, dass die Versicherte für eine gewisse Dauer einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition (oder Arbeitsdauer) ist die gesamte ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (BGE 126 V 183 E. 2b mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_620/2018 vom 15. Januar 2019 E. 2.2).
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind gemäss Art. 9 Abs. 3 UVG Berufs
krankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald die betroffene Person erstmals ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig ist.
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis
; Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2025 vom 24. April 2025 E. 4.3.1
).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
; Urteil des Bundesgerichts 8C_381/2024 vom 14. Februar 2025 E. 2.3
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet
e
den
abweisenden
Entscheid im Wesentlichen
gestützt auf die Beurteilung von
Dr.
Z.___
vom 1
1.
April
2022
,
wonach
nicht alle
i
m Merkblatt zur BK Nr. 2109 der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
genannten
Kriterien
als Grundlage
für die Annahme eines
begründeten
Verdachts auf
das
Vorliegen einer bandscheibenbedingten Erkrankung der Halswirbelsäule als
Berufskrankheit
erfüllt seien
(
Urk.
1 S. 7 f.)
.
Die Kriterien der Merkblätter
orientierten
sich
dabei
auch nur an der Frage, wann die berufliche Belastung die vorwiegende Ursache darstelle
n könn
t
e
. D
ie Frage nach einer Berufskrankheit nach
Art.
9 Absatz 2 UVG
fordere aber
einen
(stark überwiegenden
)
Ursachenanteil von mindestens 75
%
(S. 8
; Urk. 6
S. 1
).
Dr.
Z.___
habe daher auch andere berufliche Belastungen als Ursache der Beschwerden des Beschwerdeführers geprüft und sei gestützt auf die einschlägige Fachliteratur zum Schluss gekommen, dass es sich bei den Nackenbeschwerden bei Erfüllung gewisser Risikofaktoren zwar um arbeitsassoziierte Erkrankungen handle, diese aber mangels
eines
Ursachenanteil
s
von
mindestens
75
%
keine Berufskrankheiten nach
Art.
9
Abs.
2 UVG
darstell
t
e
n
(S. 11).
2.
2
Der Beschwerdeführer stellte sich
demgegenüber
auf den Standpunkt (
Urk.
1),
es seien alle vier Kriterien des genannten Merkblatts erfüllt
. So
sei
bei ihm
Punkt 1
,
das
Vorliegen einer Erkrankung mit chronischen Beschwerden und Funktions
a
usfällen
,
g
emäss der ärztlichen Beurteilung vom 1
1.
April
2022 erfüllt.
Auch
Punkt 2
,
eine
m
indestens 10-jährige Tätigkeit mit Tragen schwerer Lasten auf der Schulter
,
sei
erfüllt
.
Punkt
3, das
Tragen von Lastgewichten mit 50 kg oder mehr auf der Schulter
,
sei von der Beschwerdegegnerin
zwar
abgelehnt worden
. Aufgrund seiner
j
ahrzehntelangen Arbeit als Monteur
sei er aber kontinuierlich gezwungen gewesen
,
Gewichte über 50
kg
alleine zu tragen. Das Tragen der Last
sei
auf den
Schultern und auf dem Rücken
erfolgt und es
lieg
e
in der menschlichen Natur, dass man die Belastungen
von schweren Lasten auf verschiedene Körperteile und je nach Grösse und Umfang der Last
anpass
e
. Schwere Alu
minium
profile für Glastrennwände,
Türen,
etc.
,
die
über 50
kg
gew
ogen
hätten, habe
er
auf den Schultern
tragen müssen.
In der Beurteilung der
Beschwerdegegnerin sei
das ärztliche Gutachten von der
A.___
AG
vo
m
2.
März 2023 in keiner Weise
berücksichtigt
worden
.
Schliesslich
seien auch
die Unter
lagen, welche die Gewichte
der Türen
beleg
en würden
, weder berücksichtigt noch kommentiert
worden
.
3.
3.1
Dr.
med.
B.___
, Neurologie FMH,
notierte
im Bericht vom 2
6.
August 2021 (Urk.
7/11/4-6), er habe den Beschwerdeführer erstmals am 2
0.
Januar 2020 gesehen, als dieser gleichzeitig mit der Antibiotikatherapie einer Broncho
pneumonie eine Fingerstreckschwäche links entwickelt
habe
. Von den Paresen seien die
Myotome
C7 und C8 links betroffen. Klinisch sei am ehesten von einer parainfektiösen
Plexoradikulitis
auszugehen, differenzialdiagnostisch sei
auch
eine
z
ervikoradikuläre
Problematik erwogen worden.
Es lieg
e
ein Zustand nach PTCA und
Stenting
im
Februar und März 2021 vor
.
V
on kardialer Seite
her
sei der Beschwerdeführer
noch nicht ganz arbeitsfähig
.
3.2
Dr.
med.
C.___
, Neurochirurgie FMH, hielt im Bericht vom 2
4.
Januar 2022 (
Urk.
7/11/
2-3
) folgende Diagnosen fest:
-
Wurzelkompressionssyndrom C7 und C8 links bei Diskushernie HWK6/7 linksseitig und
Foramenstenosen
der Wurzeln C7 und C8 links
Der Beschwerdeführer
berichte
über die
a
nfang
s
2000
(richtig: 2020)
aufgetretene Schwäche der linken Daumen- und Fingerstrecker. Vorausgegangen sei eine Pneumonie und
die
Einnahme von Clarithromycin für eine Woche. Im Laufe des Jahres sei dann ein Taubheitsgefühl an der ulnaren Unterarmseite sowie
der
Handaussenseite und
am
Kleinfinger aufgetreten. Diese recht deutlichen neuro
logischen Ausfälle bestünden seither praktisch unverändert. Intermittierend komme es zu Schulter-
und
Nackenschmerzen linksseitig, die er aber gut im Griff
habe
und für die er bisher
weder eine
Therapie
noch
Analgetika benötig
e
. Im täglichen Leben sei er durch die Handschwäche beeinträchtigt, könne jedoch
,
da die Flexion recht gut sei
,
mit der linken Hand
noch
zufassen und Dinge halten. Eine ebenfalls aufgetretene Schwäche der Untera
rm
extension bestehe in etwas geringerem Ausmass.
Es zeig
t
e
n
sich im
MRI der Halswirbelsäule vom 2
3.
August 2021 eine grosse bis in das linke
Foramen
hineinreichende Diskushernie HWK6/7 sowie eine Einengung des
Neuroforamens
HWK7, BWK1 links durch eine Spondylarthrose. Die beiden Wurzeln C7 und C8 links seien hier jeweils komprimiert. Die klinischen Beschwerden liessen sich zwanglos mit de
n
im MRI nachgewiesenen Stenosie
rungen erklären. Aufgrund der ausgeprägten Paresen, teilweise Plegien, die seit mind
estens
einem Jahr, wahrscheinlich aber eher
seit
zwei Jahren bestünden, erscheine hier eine Erholung und Wiedererlangung einer brauchbaren Kraft nach Dekompression sehr unwahrscheinlich.
3.
3
Dr.
med.
D.___
, Fachärztin für Innere Medizin FMH,
führte
im Bericht vom 22.
Februar 2022 (
Urk.
7/11/
1
)
aus
,
sie betreue den Beschwerdeführer haus
ärztlich seit Dezember 202
0.
Aus der Krankenakte
sei
keine Dokumentation zu einem Unfall
zu
entnehmen.
Der Beschwerdeführer berichte seit Juni 2021
von einer anhaltenden
Lähmung des Fingerstreckers
Dig
.
I
links sowie zunehmenden Schmerzen im
Schulter-Nackenbereich links.
Eine
erneute neurologische Beur
teilung
habe
weiterhin nicht mit Sicherheit zwischen einem Zustand nach akuter, entzündlicher Schädigung des
Plexus brachialis und einer Radikulopathie
C7
und C
8 links untersch
eiden können
.
O
perative Massnahmen
seien
hinsichtlich der Verbesserung der motorischen Einschränkungen
bei sehr lange
persistierenden Paresen/Plegien als nicht erfolgversprechend
bewertet worden
. Deshalb sei
ein konservatives Konzept mit Analgesie und
Physiotherapie verfolgt
worden
.
D
e
r Beschwerdeführer
übe
schwer
e
körperliche
Arbeit
in einem Pensum
von 100
%
aus
, sodass die degenerativen Veränderungen der
Halswirbelsäule (
HWS
)
durchaus auf die vermehrte
k
örperliche
Anstrengung im Beruf zurückzuführen
sei
en
.
Der Beschwerdeführer
möchte daher die bestehende HWS-Problematik im Rahmen einer Berufskrankheit
anerkennen lassen
.
3.
4
Dr.
Z.___
wies
in seiner Aktenbeurteilung vom 1
1.
April 2022
(
Urk.
7/19)
darauf hin
,
dass der Beschwerdeführer
beim Gespräch mit dem Aussendienstmitarbeiter der
Beschwerdegegnerin
über weiterhin bestehende ständige Schmerzen auch an arbeitsfreien Tagen berichtet
habe
. Auch der Schlaf sei gestört und er erwache durch stromschlagartige Schmerzen. Türen könne er zum Beispiel nicht mehr mit dem linken Arm halten und er habe immer Schmerzen im Unterarm.
Im MRI-Befund werde von einer
Diskusprotrusion
gesprochen.
Dr.
B.___
spr
eche
in Übereinstimmung damit von einer Bandscheibenvorwölbung
.
Z
usammen
fassend
sei
von Stenosierungen auszugehen,
die
zu einer Kompression der Nervenwurzeln C7 und C8 führ
t
e
n
.
D
er Beschwerdeführer arbeite seit 1987 in seinem eigenen Betrieb,
zu
50
%
im Büro und
zu
50
% in der Montage von Türen, meist
auf
Grossüberbauungen.
Er
habe im Rahmen der Montagetätigkeit früher täglich 60 Türen von Hand gehoben
. A
ktuell schaffe er noch 20 bis 30
Türen
. Die am häufigsten anfallenden Zimmertüren hätten ein Gewicht von 20 bis 25
kg
und würden stets auf den Schultern getragen, wobei er die Schulter immer wieder abgewechselt,
mehrheitlich dazu aber
die linke Schulter
eingesetzt
habe. Türen
mit einem Gewicht von 25 bis 80
kg
, beispielsweise Kellertüren, würden zu zweit getragen. Pro Tag komm
e
das ca. fünfmal vor. Brandschutztüren, die bis 150
kg
wiegen
,
würden
zu zweit oder gar zu dritt
gehoben. Zwangshaltungen
seien gemäss Beschwerdeführer
regelmässig
. G
leichzeitig f
ielen
ständig
e
Positions
wechsel an
.
Im Merkblatt BK Nr. 2109 der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
betreffend
b
andscheibenbedingte Erkrankungen der Halswirbel
säule durch langjähriges Tragen schwerer Lasten auf der Schulter
seien
folgende Kriterien für die Annahme eines
begründeten
Verdachts
für das
Vorliegen einer bandscheibenbedingten Erkrankung der Halswirbelsäule als Berufskrankheit
vorausgesetzt
:
Das
Vorliegen einer bandscheibenbedingten Erkrankung mit chronisch
rezidivierenden Beschwerden und Funktionsausfällen
,
eine
m
indestens 10-jährige Tätigkeit mit Tragen schwerer Lasten auf der Schulter
,
das
Tragen von Lastgewichten mit 50 kg oder mehr auf der Schulter
,
wobei
d
ie Lasten mit einer gewissen Regelmässigkeit und Häufigkeit
i
n der überwiegenden Zahl
der Arbeits
schichten
getragen
werden müss
t
en
.
Zum ersten Punkt
gehörten
die
beim Beschwerdeführer
festgestellten knöchernen degenerativen Veränderungen
.
Der
zweite Punkt
e
ine
r
mindestens 10-jährige
n
Tätigkeit mit Tragen schwerer Lasten auf der
Schulter lieg
e
hier
auch
vor.
Zum dritten Punkt
seien
Lasten
auf der Schulter
bis 25
kg
und
nicht bis 50
kg
getragen
worden, da
Lasten über 25
kg
zu zweit getragen
würden.
Die Kriterien der
Regelmässigkeit und Häufigkeit
seien erfüllt
.
Damit seien
hier nicht alle Kriterien erfüllt. Da zudem die Frage nach einer Berufskrankheit nach
Art.
9 Absatz 2 UVG zu beurteilen
und dabei
ein beruflicher Ursachenanteil von
mindestens 75
%
gefordert
sei
, sich die Kriterien der Merk
blätter aber an der Frage orientier
t
en,
wann die berufliche Belastung die vorwie
gende Ursache darstell
e
,
sei
es hier nicht wahrscheinlich,
dass die B
eein
trächtigungen beim Beschwerdeführer
eine Berufskrankheit darstelle
n
würden
.
3.
5
In einer weiteren Stellungnahme vom 3
0.
August 2022 (
Urk.
7/36) führte
Dr.
Z.___
aus, am 2
9.
Juli 2022 sei das Protokoll der Besprechung zwischen dem Beschwerdeführer und dem Aussendienstmitarbeiter der
Beschwerde
gegnerin
vom
5.
April 2022
vom Beschwerdeführer
mit handschriftlichen Ergän
zungen versehen und
von diesem
unterzeichnet worden. Bezüglich des Tragens von Türen mit einem Gewicht zwischen 25 und 80
kg
sei neu
zusätzlich
vermerkt, dass der Beschwerdeführer diese Türen nicht auf den Schultern, sondern auf dem Rücken getragen habe und dies bis im Alter von ca. 52/53 Jahren sowie teilweise auch heute noch alleine.
Damit habe er
doch
eine
Belastung von 50 kg und mehr erreicht, allerdings in den fünf Jahre
n
vor dem Auftreten der Beschwerden nur noch selten.
In diesem Zusammenhang
sei
die Information w
ichtig, dass die
Last
en
gar
nicht auf den Schultern, sondern auf dem Rücken getragen worden sei
en
.
Damit falle der Faktor weg, der unter denen
, die bandscheibenbedingte Erkrankungen der Halswirbelsäule verursachen oder verschlimmern könnten, im Vordergrund stehe. Die
s
sei nämlich das fortgesetzte Tragen schwerer Lasten auf der Schulter, das einhergehe mit einer statischen Belastung der zervikalen Bewegungssegmente und einer aussergewöhnlichen Zwangshaltung der Halswir
belsäule.
Aus der zum Merkblatt gehörenden
wissenschaftlichen Stellungnahme zu der Berufskrankheit geh
e
zudem hervor, dass ein solches
Schultern von Lasten nicht nur punkto bandscheibenbedingter Erkrankungen als Gefahrenquelle
von grosser Bedeutung
sei
, sondern auch für Verschlei
ss
schäden an der Halswirbel
säule und
für
Halswirbelsäulensyndrome, wie sie bei
m Beschwerdeführer
vorliegen
würden
.
Der Beschwerdeführer gehöre
also nicht zu dieser durch die Schulterbelastung definierten Gruppe
.
Es stell
e
sich somit die Frage, ob auch andere berufliche Belastungen als mögliche stark überwiegende Ursache der Beschwerden
beim Beschwerdeführer
in Betracht zu ziehen s
eien
.
Mit der Frage nach einem Zusammenhang zwischen Beanspruchung und Beschwerden im Halswirbelsäulenbereich
habe das I
nstitut für Arbeitsmedizin
und Sozialmedizin Aachen, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung
,
folgende Risikofaktoren für Nackenbeschwerden genannt
:
R
epetitive Bewegungen, Kraftanstrengung und vor
allem die Körperhaltung, zudem die Dauer der sitzenden Tätigkeit sowie Rumpfdrehungen und -beugungen
.
Explizit als mögliche Risikofaktoren für Schmerzen
i
m HWS-Bereich
seien
neben der sitzenden auch die repetitive Tätigkeit und die Präzisionsarbeit
genannt.
Diese Angaben zur Epidemiologie spr
ä
chen also einerseits dafür, dass vom Nacken ausgehende Beschwerden einen beruflichen Ursachenanteil
hätten
, und andererseits dagegen, dass dieser Anteil
75
%
erreich
en
oder überschreite
n
würde,
womit es
sich bei solchen Beschwerden um arbeitsassoziierte Erkrankungen, jedoch nicht
um
Berufskrankheiten
hand
le.
Dass das Tragen von Lasten auf dem Rücken den Bewegungsapparat beanspruch
e
,
sei
plausibel.
Es reich
e
jedoch nicht aus, um eine Erkrankung der Halswirbelsäule, wie sie hier vorlieg
e,
zu mindestens 75
%
zu verursachen.
Auch aufgrund der ergänzenden Auskünfte
sei
nicht überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerden
beim Beschwerdeführer
stark überwiegend beruflich verursacht worden s
eien.
3.
6
Im Gutachten der
A.___
AG vom
2.
März 2023 (
Urk.
7/70), welches im Auftrag der
Krankentaggeldversicherung
erstellt wurde,
diagnostizierte
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates,
eine
Plegie Abduktor und Extensor des linken Daumens bei Wurzelkompression C7 und C8 sowie
Foramenstenosen
C7
und C8 bei Hernie C6/7 links
(S. 5)
. Im Vergleich zur Untersuchung vom 24.
Januar 2022
(
Dr.
C.___
),
wo eine Plegie des Abduktors und Extensors des
linken Daumens festgestellt
worden sei,
habe sich
bei vorliegender He
rn
ie C6/7 mit Wu
r
ze
l
kompression C7 und C8
sowie
Foramenstenosen
C7 und C8 keine
rlei
Änderung erg
eben. Aufgrund des langjährigen Verlaufes sei
dies
a
uch nicht
mehr zu erwarten
. S
innvolle therapeutische Optionen best
ünden keine.
Der Beschwerde
führer sei als Geschäftsführer und zudem mitarbeitend bei der Montage von Türen tätig. Bezüglich der Montagearbeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Bezüglich der geschäftsleitenden Tätigkeit sei er
zu
100
%
arbeitsfähig (S. 6).
4.
4.1
Den medizinischen Akten zufolge besteht beim Beschwerdeführer eine Stenose, die
zu einer Kompression der Nervenwurzeln C7 und C8
und zu Rücken
beschwerden
führ
t. Zudem liegt eine
anhaltende Lähmung des Fingerstreckers
Dig
.
I links
vor, wobei
in der
neurologische
n
Beurteilung
am ehesten auf eine parainfektiöse
Plexoradikulitis
und lediglich differenzialdiagnostisch auf eine
zervikoradikuläre
Problematik
geschlossen wurde
(E. 3.1 hiervor).
Wie die Beschwerdegegnerin zu
R
echt festgestellt hat, handelt es sich
bei dieser gesund
heitlichen Problematik
nicht um eine Listenerkrankung im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 UVG
i.V.m
. Anhang 1 UVV
, was der Beschwerdeführer auch nicht geltend macht
.
Strittig und damit zu beurteilen ist aber
, ob die Beschwerden als Berufs
krankheit im Sinn von Art. 9
Abs.
2 UVG zu qualifizieren sind.
4.2
Für die Anerkennung der Krankheit als Berufskrankheit ist aufgrund der Voraus
setzung des
«
ausschliesslichen oder stark überwiegenden
»
Zusammenhangs gemäss
Art.
9
Abs.
2 UVG nach der Rechtsprechung gefordert, dass die Berufs
krankheit mindestens zu 75
%
durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist (BGE 119 V 201 E. 2b mit Hinweis
und
E. 1.2 hiervor). Es kann nämlich nicht der Sinn von
Art.
9 UVG sein, dass jede Körperschädigung, die sich erstmals bei der Ausübung des Berufs zeigt, als Berufskrankheit anzuerkennen ist. Die Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Rechtsprechung als
«
Generalklausel
»
bezeichneten Anspruchsgrundlage ist an relativ strenge Beweis
anforderungen gebunden. Sofern der Nachweis eines
solchen
qualifizierten  Kausalzusammenhangs
(kausaler Anteil von mindestens 75 %)
nach der medizi
nischen Empirie allgemein nicht geleistet werden kann (z.B. wegen der weiten Verbreitung einer Krankheit in der Bevölkerung, welche es ausschliesst, dass eine bestimmte versicherte
Berufstätigkeit ausübende Person zumindest vier
mal
häufiger von einem Leiden betroffen ist als die Bevölkerung im Durchschnitt), scheidet die Anerkennung im Einzelfall aus (BGE 126 V 18
3
E. 2b
und
E. 4c, je mit Hinweisen). Ist aufgrund medizinischer Erkenntnisse die Berufsausübung eines Leidens nicht qualifiziert nachweisbar, scheidet die Anerkennung im Einzelfall von vornherein aus. Anders verhält es sich, wenn medizinische Forschungsergebnisse die berufsbedingte Ursächlichkeit einer Krankheit stark wahrscheinlich erscheinen lassen. In diesem Fall steht der Weg offen für weitere Abklärungen zum Nachweis des qualifizierten Kausalzusammenhangs im Einzel
fall (vgl.
Nabold
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungs
recht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
5.
Auflage 20
24
,
Art.
9
Abs.
2, S. 9
7
f. mit Hinweisen).
4.
3
Die beruflichen Abklärungen
durch den
Aussendienst
der Beschwerdegegnerin
ergaben
(vgl.
Urk.
7/33 S. 1)
, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1978 eine Lehre als Maler begonnen
,
nach einem Jahr abgebrochen und dann von 1979 bis 1982 eine Lehre als Schreiner absolviert und erfolgreich abgeschlossen hat. Nach
der
Rekrutenschule war er
ein Jahr lang
als Monteur bei einer Türenfabrik
angestellt
und a
nschliessend
etwa zwei Jahre
als LKW-Chauffeur
für die Belieferung von Bäckereien
tätig
. E
r
habe
50 bis 80 kg schwere Zuckersäcke tragen müssen. Danach
war
er zirka zwei Jahre bei der Firma
F.___
angestellt. Er habe Festhallen aufgebaut und dort schwere Gewichte von 50 bis 60 kg, wie Balken
,
auf der Schulter tragen müssen.
Darauffolgend war er als Disponent in einer Firma
tätig
, die Büromöbel verkauft
.
Dort
habe
er
die Montageabteilung geführt
;
es sei
eine reine Bürotätigkeit
ge
wesen
.
Im
Alter von 25 Jahren habe er sich selbständig gemacht
und
sei es
bis heute. Er
habe zwei Angestellte,
die
beide
mit
einem 100
%
-
Pensum
arbeiten würden
.
Bauleitung und Büroarbeiten mach
t
en
dabei
ca. 50
%
der Tätigkeit aus. Die
restlichen 50
%
montiere
er
Türen, meist bei Grossüberbauungen.
Dabei
arbeite
er
zu 80
bis
90
% im Innenbereich
und
10
bis
20
%
im Freien
.
Zu den Belastungen an der Wirbelsäule gab der Beschwerdeführer an (S. 3), Zwangshaltungen würden regelmässig vorkommen. Auch Positionswechsel würden ständig anfallen.
Weil
er mit der linken Hand nicht mehr
s
chrauben könne und das mit rechts machen müsse
,
kämen Zwangshaltungen noch häufiger vor
und er
benötige nun auch drei
-
bis viermal mehr
Zeit.
Er
könne
die Türen
auch
nicht mehr mit dem linken Arm
halten.
Am häufigsten fielen Gewichte von 20
bis
25
kg an
;
dies seien Zimmertüren.
Er
habe sicher täglich 60 Türen von Hand gehoben
. A
ktuell schaffe
er
vielleicht noch 20 bis 30 Stück
pro Tag
.
Er habe die
Türen stets auf den Schultern
getragen
,
immer wieder abgewechselt,
mehrheitlich
wohl
aber
die linke Schulter verwendet. Türen, die zwischen 25
kg
und 80
kg
wiegen
,
würden zu zweit
ge
tragen. Dies
seien
beispielsweise Keller
türen
, was im
Schnitt ca.
fünfmal
täglich vor
komme
.
Dazu präzisierte der Beschwerdeführer, die Türen habe er früher
a
lleine getragen
und zwar auf dem Rücken, nicht auf der Schulter. Dies bis ins Alter von ca. 52/53 Jahren und teilweise auch heut
e
noch.
Dann g
ebe
es noch Brandschutztüren, die bis zu
150
kg wiegen
und
jeweils zu zweit oder gar zu dritt gehoben
würden
. Das komm
e
vielleicht
einmal
im Jahr
vor
. D
ann
seien
es jeweils ca. 40
bis
50 Türen, die
sie
montieren müss
ten, wie d
ies beispielsweise beim neuen Polizeigebäude der Fall
gewesen sei. Die Transportwege seien sehr unterschiedlich. Auf den Baustellen stehe der Lift meist nicht zur Verfügung. Wenn sie viele Türen montieren müssten, würden sie einen Kran
organisieren und
die Türen auf die verschiedenen
Stockwerke
transportieren
und
dann dort
verteilen
.
Mit dem Palettrolli
würden sie
ziehen
d
und
stossen
d
jeweils zu zweit oder zu dritt
Gewichte bis zu einer Tonne
bewegen
(S. 4).
4.4
Zur Beantwortung der Frage
, ob
aufgrund
medizinische
r
Forschungsergebnisse die
berufliche
Tätigkeit des
Beschwerdeführers
mit grosser Wahrscheinlichkeit
als Ursache de
s
Krankheit
sbildes
gelten kann
,
zog
Dr.
Z.___
das Merkblatt
BK
Nr. 2109 der deutschen Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
bei.
In diesem
Merkblatt
werden als
berufliche Faktoren, die bandscheibenbedingte Erkrankungen der HWS verursachen oder verschlimmern können, das fortge
setzte Tragen schwerer Lasten auf der Schulter, einhergehend mit einer statischen Belastung der zervikalen Bewegungssegmente und aussergewöhnlicher Zwangs
haltung der HWS
,
genannt. Es
wird
in diesem Zusammenhang
auf eine kombi
nierte Belastung der HWS
verwiesen,
wie sie z
um Beispiel
bei Fleischträgern
zu beobachten ist
, die Tierhälften auf dem Kopf bzw. dem Schultergürtel tragen.
D
ie nach vorn und seitwärts erzwungene Kopfbeugehaltung und das gleichzeitige maximale Anspannen der Nackenmuskulatur
würden
zu einer
Hyperlordosierung
und auch zu einer Verdrehung der HWS
führen
.
Ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung bandscheibenbedingter Erkrankungen der HWS sei anzunehmen, wenn Lastgewichte von 50 kg und mehr regelmässig auf der Schulter getragen w
ü
rden. Dies gründe auf epidemiologische
n
Studien über das vermehrte Auftreten von bandscheibenbedingten Erkrankungen der HWS, welche bei Trans
portarbeitern in Schlachthöfen gewonnen worden seien, die Lastgewichte von
50 kg und mehr getragen hätten. Langjährig bedeute
in diesem Kontext
, dass
zehn
Berufsjahre als die im Durchschnitt untere Grenze der belastenden Tätigkeit nach den vorgenannten Kriterien zu fordern seien
und
dass
das genannte Lastgewicht mit einer gewissen Regelmässigkeit und Häufigkeit in der überwiegenden Zahl der Arbeitsschichten getragen worden sei.
M
it Blick auf die
ergänzenden
Auss
en
dienst
a
bklärung
en
ist damit nachvollzieh
bar
erstellt
, dass
der Beschwerdeführer
, welcher als Geschäftsführer seiner GmbH bei den Montagearbeiten von
Tür
en mithilft,
nicht zu dieser
speziellen
durch Schulterbelastung definierten Gruppe
gehört. Denn anders als bei
Transport
arbeitern in Schlachthöfen
fallen bei der Türmontage keine
regelmässig
en
Lastgewichte von 50 kg und mehr
auf de
n
Schulter
n
an.
Dafür sprechen auch die Angaben des Beschwerdeführers nicht, werden doch
selbst
Türen bis 25 kg
, wenn diese alleine getragen werden, aufgrund der Ausmasse
regelmässig mit
beiden Armen nach hinten greifend
auf dem Rücken
«gebuckelt»
und nicht
–
wie dies etwa beim Tragen von Zementsäcken auf Baustellen zu beobachten ist
–
auf der Schulter
getragen
.
Vor diesem Hintergrund prüfte
Dr.
Z.___
weiter
, ob andere berufliche Belastungen als mögliche stark überwiegende Ursache der Beschwerden
aufgrund der Tätigkeit des
Beschwerdeführer
s
in Betracht zu ziehen s
ind
.
Dazu
führte er nachvollziehbar aus
, dass
ein
Zusammenhang zwischen Beanspruchung und Beschwerden im Halswirbelsäulenbereich
auf
verschiedene
n
Risikofaktoren
beruhen
kann
. So
etwa
r
epetitive Bewegungen,
Kraftanstrengung sowie die Körperhaltung, zudem die Dauer der sitzenden Tätigkeit sowie
Rumpfdrehungen und -beugungen
.
Aufgrund dieser Epidemiologie
ergibt sich zwar
, dass
die
beim Beschwerdeführer
vom Nacken ausgehende
n
Beschwerden
wohl
einen beruflichen Ursachenanteil haben
können
,
nicht aber
,
dass dieser Anteil 75
% erreich
t
oder
gar
überschreitet
.
Zusammengefasst ist somit
mit der Beschwerde
gegnerin entsprechend der Einschätzung von
Dr.
Z.___
davon auszugehen
, dass
d
ie berufliche Tätigkeit des Beschwerdeführers mit
Tragen von Lasten auf dem Rücken
zwar
den Bewegungsapparat beansprucht
und Rückenbeschwerden auch begünstigt
hat,
jedoch nicht
überwiegend wahrscheinlich
dafür
aus
reicht
, eine Erkrankung der Halswirbelsäule, wie sie hier vorlieg
t
,
mit einer Wahrscheinlichkeit von
mindestens 75
%
zu verursachen.
Damit liegt kein
e
Berufskrankheit im Sinne der Unfallversicherung vor.
4.5
Dementsprechend ist der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
6.
Mai
202
4
nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X.___
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift
der
beschwerdeführenden
Partei oder ihrer Rechtsvertretung
zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDer Gerichtsschreiber
GräubNef