# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bff58614-272b-5206-9614-7fc6e41c83e1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-21
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 21.02.2014 HG080025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG080025_2014-02-21.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich
  

Geschäfts-Nr.: HG080025-O U/dz

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Heinrich Andreas Müller, Vorsitzender, und 

Dr. Johann Zürcher, die Handelsrichter Christian Zuber, Fabio Oet-

terli und Ursula Suter sowie der Gerichtsschreiber Zeno Schönmann

Beschluss und Urteil vom 21. Februar 2014

in Sachen

1. A._____, 

2. B._____, 

3. C._____, 

Kläger

1, 3 vertreten durch Fürsprecher X1._____

2 vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X2._____

gegen

D._____ AG, 

Beklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____

sowie

E._____, 

- 2 -

Nebenintervenientin

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Z1._____

betreffend Forderung

- 3 -

Inhaltsübersicht
1. Parteien und unbestrittener Sachverhalt......................................................10
2. Prozessuales...................................................................................................12

2.1. Prozessverlauf............................................................................................12
2.2. Anwendbares Prozessrecht........................................................................17
2.3. Zuständigkeit ..............................................................................................17
2.4. Klagerückzug..............................................................................................17
2.5. Klageänderungen .......................................................................................19
2.6. Rechtsschutzinteresse ...............................................................................30
2.7. Noven.........................................................................................................34
2.8. Sistierung der Schadenersatzbegehren .....................................................35
2.9. Einreichung des Originals des IMA (act. 34) durch die Kläger ...................37
2.10. Bedeutung des Strafurteils gegen die Nebenintervenientin......................42

3. Materielles.......................................................................................................45
3.1. Anwendbares Recht ...................................................................................45
3.2. Vertragliche Ansprüche aus dem IMA ........................................................46

3.2.1. Zustandekommen ..............................................................................46
3.2.1.1. Vorbemerkung ........................................................................46
3.2.1.2. Unterzeichnung des IMA namens der Beklagten....................46
3.2.1.3. Unterzeichnung des IMA mit Wirkung für die Beklagte...........68
3.2.1.4. Fazit zum Zustandekommen...................................................83

3.2.2. Gültigkeit des IMA bzw. Irrtumsanfechtung........................................83
3.2.3. Weitere Beanstandungen der Beklagten............................................92

3.2.3.1. Unterzeichnung zusätzlicher Dokumente am 30. Mai 2007....92
3.2.3.2. Erteilen von Anlageinstruktionen und Genehmigung ..............95

3.2.4. Rechte und Pflichten des Klägers 1 und der Klägerin 3 gegenüber der 
Beklagten aus dem IMA .............................................................................101

3.2.4.1. Aktiv- und Passivlegitimation sowie Art der Gläubigerschaft 101
3.2.4.2. Leistung des "initial investment" ...........................................104
3.2.4.3. Forderungshöhe ...................................................................108

3.2.5. Frage der Erstreckung der Wirkungen des IMA auf die "S._____ Limi-
ted" und Abtretung der Forderungen an den Kläger 1 ...............................114

3.3. An den Kläger 1 abgetretener Anspruch der "S._____ Limited" auf Scha-
denersatz gegen die Beklagte aus culpa in contrahendo ................................117
3.4. An den Kläger 1 abgetretener Anspruch der "S._____ Limited" auf Scha-
denersatz gegen die Beklagte aus dem Vermögensverwaltungsvertrag betref-
fend die Kontobeziehung Nr. 2........................................................................118

4. Gerichtskosten und Prozessentschädigung..............................................124

- 4 -

Rechtsbegehren Klage:
(act. 1 S. 2)

" 1. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die zwischen den Parteien 
am 7. März 2007 abgeschlossenen "Investment Management 
Agreements" für sämtliche Bankkontobeziehungen, welche die 
Kläger bei der Beklagten unterhalten, rechtsgültig sind;

2. Die Beklagte sei unter Androhung der gesetzlichen Folgen von 
Art. 292 StGB an ihre Organe im Widerhandlungsfall zu verpflich-
ten, den Klägern mit Bezug auf ihre Bankkontobeziehungen, wel-
che die Beklagte für die Kläger führt, vollständig Rechenschaft 
gemäss Art. 400 OR abzulegen;

- Konto Nr. 1 des Klägers 1 mit dem Namen "F._____", für die 
Zeit ab dem 20. Juli 2004 bis zum heutigen Datum,

- Konto Nr. 2 des Klägers 1 mit dem Namen "G._____", für die 
Zeit ab dem 20. Juli 2004 bis zum heutigen Datum,

- Konto Nr. 3 des Klägers 2 mit dem Namen "H._____", für die 
Zeit ab dem 18. September 2004 bis zum heutigen Datum,

- Konto Nr. 4 des Klägers 1 mit dem Namen "A._____", für die 
Zeit ab dem 4. November 2004 bis zum heutigen Datum,

- Konto Nr. 5 der Klägerin 3 mit dem Namen "C._____ Foundati-
on", für die Zeit ab dem 7. März 2007 bis zum heutigen Datum,

- sämtliche weiteren Konti und/oder Unterkonti, welche die Be-
klagte für die Kläger führt;

 alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten."

Rechtsbegehren Replik:
(act. 16 S. 2 ff.)

"1. Hauptforderungsbegehren

 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger auf dem Konto Nr. 5 mit dem Namen 
"C._____ Foundation" als Kontosaldo den Betrag von 
EUR 29'956'804.05 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 7.57% für die Zeit vom 1. März 2007 bis zum 1. 
März 2008, ausmachend EUR 2'267'730.07, total EUR 
32'224'534.12, Valuta 1. September 2008 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2008;

 1.2. Es sei festzustellen, dass die Beklagte dem Kläger 1 und der Klä-
gerin 3 als Solidargläubiger aus dem Investment Management 
Vertrag vom 7. März 2007 die vertraglich festgelegte Mindestren-

- 5 -

dite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 2008 bis zum 1. März 
2009 auf dem Betrag von EUR 32'224'534.12 schuldet;

 1.3. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto Nr. 
2 mit dem Namen "G._____ Limited" als Kontosaldo den Betrag 
von EUR 2'973'132.63 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 7.57% für die Zeit vom 1. März 2007 bis zum 1. 
März 2008, ausmachend EUR 225'066.14, total EUR 
3'198'198.77, Valuta 1. September 2008 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2008;

 1.4. Es sei festzustellen, dass die Beklagte dem Kläger 1 aus dem In-
vestment Management Vertrag vom 7. März 2007 die vertraglich 
festgelegte Mindestrendite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 
2008 bis zum 1. März 2009 auf dem Betrag von 
EUR 3'198'198.77 schuldet;

 1.5. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 2 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "H._____" mit der Konto-Nr. 3 einen Schadener-
satzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Ver-
zugszins von 5% ab 29. Juni 2007 an eine noch zu bezeichnende 
Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von EUR 
10'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 6. Dezember 2006, 
EUR 11'432.80, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 15. Januar 
2007, und EUR 300'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. 
Juni 2007;

 2. Eventualforderungsbegehren

 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger mit Bezug auf das Konto Nr. 5 mit dem Na-
men "C._____ Foundation" den Saldo von EUR 29'956'804.05 
Valuta 1. März 2007 zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 
2007 an eine noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu 
leisten, unter vorgängiger Gutschrift auf das genannte Konto der 
Beträge von

- CHF 50'000.00 Valuta 9. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 10. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 53'902.80,

- CHF 49'000.00 Valuta 10. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 11. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 52'817.90, und

- CHF 50'000.00 Valuta 23. Dezember 2005, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 24. Dezember 2005 bis 1. März 2007, aus-
machend total CHF 52'972.20;

 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 2 mit Bezug auf das Konto Nr. 2 mit dem Namen "G._____
Limited" den Saldo von EUR 2'973'132.63 Valuta 1. März 2007 
zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 2007 an eine noch zu 

- 6 -

bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu leisten, unter vorgängi-
ger Gutschrift auf das genannte Konto der Beträge von 

- EUR 10'000.00 Valuta 27. Oktober 2006, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 28. Oktober 2006 bis 1. März 2007, ausma-
chend total EUR 10'172.20,

- CHF 100'000.00 Valuta 13. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 14. Dezember 2006 bis 1. März 2007, 
ausmachend total CHF 101'083.30, 

- CHF 275'000.00 Valuta 29. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 30. Dezember 2006 bis 1. März 2007;
ausmachend total CHF 277'368.05, 

- EUR 120'000.00 Valuta 9. Juli 2007;

 3. Sub-Eventualforderungsbegehren

 3.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger mit Bezug auf die Kontobeziehung "C._____
Foundation" einen Schadenersatzbetrag in gerichtlich zu bestim-
mender Höhe zuzüglich Verzugszins von 5% ab 2. März 2007 an 
eine noch zu bezeichnende Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der 
Beträge von

- CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. August 
2005,

- CHF 49'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 10. August 
2005, und

- CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 23. Dezem-
ber 2005;

 3.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "G._____ Limited" einen Schadenersatzbetrag in 
gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins von 5% 
ab 2. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahlstelle zu be-
zahlen, zuzüglich der Beträge von

- EUR 10'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 27. Oktober 
2006,

- CHF 100'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 13. De-
zember 2006, 

- CHF 275'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. De-
zember 2006, und

- EUR 120'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. Juli 
2007;

 4. Klageänderungsvorbehalt / Nachklagevorbehalt

 4.1. (falls das vorliegende Verfahren bis zum 1. September 2009 nicht 
rechtskräftig abgeschlossen sein sollte)

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Es sei vom Vorbehalt der Klageänderung des Klägers 1 und der 
Klägerin 3 von Feststellung auf Leistung der Hauptforderungsbe-
gehren 1.2. und 1.4. Vormerk zu nehmen;

 4.2. (falls das vorliegende Verfahren bis zum 31. Dezember 2009 
nicht rechtskräftig abgeschlossen sein sollte)

Es sei vom Vorbehalt der Klageänderung des Klägers 1 und der 
Klägerin 3 von Gutschrift resp. von Feststellung auf Leistung der 
Hauptforderungsbegehren 1.1. bis 1.4. an eine noch zu bezeich-
nende Zahl- oder DepotsteIle Vormerk zu nehmen;

 4.3. Es sei vom generellen Nachklagevorbehalt des Klägers 1, des 
Klägers 2 und der Klägerin 3 Vormerk zu nehmen;

 alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten."

Geänderte Rechtsbegehren Stellungnahme Duplik:
(act. 51 S. 2 ff.)

"1. Hauptforderungsbegehren

 1.5. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 2 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "H._____" mit der Konto-Nr. 3 einen Schadener-
satzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Ver-
zugszins von 5% ab 29. Juni 2007 an eine noch zu bezeichnende 
Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von

- EUR 10'000.00, eventualiter CHF 15'905.50 (Umrechnungs-
kurs vom 6. Dezember 2006), zuzüglich Verzugszins von 5% 
ab 6. Dezember 2006,

- EUR 11'432.80, eventualiter CHF 18'434.20 (Umrechungskurs 
vom 15. Januar 2007), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 
15. Januar 2007, und 

- EUR 300'000.00, eventualiter CHF 496'212.00 (Umrechnungs-
kurs vom 29. Juni 2007), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. 
Juni 2007;

 2. Eventualforderungsbegehren

 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
mit Bezug auf das Konto Nr. 5 mit dem Namen "C._____ Founda-
tion" den Saldo von EUR 29'956'804.05 Valuta 1. März 2007, 
eventualiter CHF 48'304'148.00 (Umrechnungskurs vom 1. März 
2007), zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 2007 an eine 
noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu leisten, unter 
vorgängiger Gutschrift auf das genannte Konto der Beträge von

- CHF 50'000.00 Valuta 9. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 10. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 53'902.80,

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- CHF 49'000.00 Valuta 10. August 2005, zuzüglich Verzugszins 
von 5% ab 11. August 2005 bis 1. März 2007, ausmachend to-
tal CHF 52'817.90, und

- CHF 50'000.00 Valuta 23. Dezember 2005, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% vom 24. Dezember 2005 bis 1. März 2007, aus-
machend total CHF 52'972.20;

 2.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 2 mit Bezug auf das Konto Nr. 2 mit dem Namen "G._____
Limited" den Saldo von EUR 2'973'132.63 Valuta 1. März 2007, 
eventualiter CHF 4'794'057.00 (Umrechnungskurs vom 1. März 
2007), zuzüglich Verzugszins von 5% seit 2. März 2007 an eine 
noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle zu leisten, unter 
vorgängiger Gutschrift auf das genannte Konto der Beträge von

- EUR 10'000.00 Valuta 27. Oktober 2006, eventualiter 
CHF 15'929.20 (Umrechnungskurs vom 27. Oktober 2006), zu-
züglich Verzugszins von 5% vom 28. Oktober 2006 bis 1. März 
2007, ausmachend total EUR 10'172.20, eventualiter 
CHF 16'199.85),

- CHF 100'000.00 Valuta 13. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 14. Dezember 2006 bis 1. März 2007, 
ausmachend total CHF 101'083.30, 

- CHF 275'000.00 Valuta 29. Dezember 2006, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% vom 30. Dezember 2006 bis 1. März 2007; 
ausmachend total CHF 277'368.05,

- EUR 120'000.00 Valuta 9. Juli 2007, eventualiter 
CHF 199'225.00 (Umrechnungskurs vom 9. Juli 2007);

 3. Sub-Eventualforderungsbegehren

 3.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
mit Bezug auf die Kontobeziehung "C._____ Foundation" einen 
Schadenersatzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. März 2007 an eine noch zu be-
zeichnende Zahlstelle zu bezahlen, zuzüglich der Beträge von

- CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. August 
2005, 

- CHF 49'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 10. August 
2005, und

- CHF 50'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 23. Dezem-
ber 2005;

 3.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 mit Bezug auf die 
Kontobeziehung "G._____ Limited" einen Schadenersatzbetrag in 
gerichtlich zu bestimmender Höhe zuzüglich Verzugszins von 5% 
ab 2. März 2007 an eine noch zu bezeichnende Zahlstelle zu be-
zahlen, zuzüglich der Beträge von

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- EUR 10'000.00, eventualiter CHF 15'929.20 (Umrechnungs-
kurs vom 27. Oktober 2006), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 
27. Oktober 2006,

- CHF 100'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 13. De-
zember 2006,

- CHF 275'000.00, zuzüglich Verzugszins von 5% ab 29. De-
zember 2006, und

- EUR 120'000.00, eventualiter CHF 199'225.00 (Umrechnungs-
kurs vom 9. Juli 2007), zuzüglich Verzugszins von 5% ab 9. Ju-
li 2007;"

Rechtsbegehren gemäss Klageänderung vom 10. November 2009:
(act. 56 S. 1 f.)

"1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger auf dem Konto Nr. 5 mit dem Namen 
"C._____ Foundation" als Kontosaldo den Betrag von 
EUR 32'224'534.12 zuzüglich der vertraglich festgelegten Min-
destrendite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 2008 bis zum 
1. März 2009, ausmachend EUR 2'584'407.64, total EUR 
34'808'941.76, Valuta 1. September 2009 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2009;

 1.4. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 auf dem Konto 
Nr. 2 mit dem Namen "G._____ Limited" als Kontosaldo den Be-
trag von EUR 3'198'198.77 zuzüglich der vertraglich festgelegten 
Mindestrendite von 8.02% für die Zeit vom 1. März 2008 bis zum 
1. März 2009, ausmachend EUR 256'495.54, total EUR 
3'454'694.31, Valuta 1. September 2009 gutzuschreiben, zuzüg-
lich Verzugszins von 5% ab 2. September 2009."

Rechtsbegehren gemäss Klageänderung vom 16. Juni 2011:
(act. 108 S. 1 ff.)

"1. Hauptforderungsbegehren

 1.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger den Betrag von EUR 7'325'483.60, eventuali-
ter CHF 11'767'656.86, auf das Konto Nr. ... lautend auf 
"C._____" bei der Bank I._____, ... [Adresse], zu bezahlen;

1.2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
als Solidargläubiger den Betrag von EUR 3'879'000.52, eventuali-
ter CHF 5'877'849.48, auf das Konto Nr. ... lautend auf "C._____" 
bei der Bank I._____, ... [Adresse], zu bezahlen, zuzüglich Ver-
zugszins von 5% ab 2. September 2009;

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 2. Eventualforderungsbegehren

 2.1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger 1 und der Klägerin 3 
den Betrag von EUR 6'350'157.00, eventualiter 
CHF 9'421'092.93, auf das Konto Nr. ... lautend auf "C._____" bei 
der Bank I._____, ... [Adresse], zu bezahlen, zuzüglich Verzugs-
zins von 5% ab 2. März 2007."

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Parteien und unbestrittener Sachverhalt

Die Kläger 1 und 2 sind Brüder und niederländische Staatsbürger mit Wohnsitz in 

den Niederlanden. Die Klägerin 3 ist eine Stiftung mit Sitz in den Niederlanden. 

Der Kläger 1 ist Vorsitzender der Klägerin 3 und ermächtigt, für sie einzeln resp. 

unabhängig zu handeln. Der Kläger 1 ist sodann Alleinaktionär und "Beneficial 

Owner" der "G._____ Limited" und verfügt über Einzelzeichnungsberechtigung für 

diese (act. 7 Rz. 1 f.). Die Klägerin 3 und die "G._____ Limited" sind somit Ver-

mögensgefässe des Klägers 1 (act. 11 Rz. 1; act. 42 Rz. 1). Die Beklagte ist eine 

Privatbank mit Sitz in Zürich (act. 1 Rz. 2 f.; act. 11 Rz. 1). 

Der Kläger 1 unterhielt seit dem Jahr 2004 Kontobeziehungen mit der Beklagten. 

Am 20. Juli 2004 wurde für ihn das Konto mit der Nr. 1 und der Bezeichnung 

"F._____" eröffnet, wobei dieses Konto per 6. Juli 2005 wieder geschlossen wur-

de. Am 4. November 2004 eröffnete der Kläger 1 die Kontobeziehung mit der 

Nr. 4 und der Bezeichnung "A._____". 

Der Kläger 2 führte bei der Beklagten seit dem 18. September 2004 die Kontobe-

ziehung mit der Nr. 3 und der Bezeichnung "H._____", die "G._____ Limited" seit 

dem 15. Dezember 2004 die Kontobeziehung mit der Nr. 2 und der Bezeichnung 

"G._____ Limited" und die Klägerin 3 seit dem 7. März 2007 die Kontobeziehung 

mit der Nr. 5 und der Bezeichnung "C._____".

Die Korrespondenz für alle Konti war banklagernd aufzubewahren (act. 1 Rz. 14; 

act. 7 Rz. 1; act. 11 Rz. 15 ff. u Rz. 92), bis die Kläger die entsprechenden Ver-

einbarungen gegenüber der Beklagten am 23. Oktober 2008 widerriefen (act. 16 

- 11 -

Rz. 19; act. 42 Rz. 269). Insgesamt haben die Kläger etwa EUR 33 Mio. bei der 

Beklagten deponiert (act. 11 Rz. 1; act. 42 Rz. 1). 

Im April 2007 wurden die bisher im eigenem Namen unter der Kontobeziehung 

mit der Nr. 4 und der Bezeichnung "A._____" gehaltenen Vermögenswerte des 

Klägers 1 auf die Klägerin 3 bzw. die Kontobeziehung mit der Nr. 5 und der Be-

zeichnung "C._____ Foundation" überführt (act. 11 Rz. 22 u. 25; act. 16 Rz. 45; 

act. 42 Rz. 57 u. 68). Dieses Konto wurde nach Abschluss des Abzugs der Ver-

mögenswerte bei der Beklagten per 11. März 2011 geschlossen (act. 108 Rz. 7; 

act. 117 Rz. 31). Das Konto mit der Nr. 3 und der Bezeichnung "H._____" des 

Klägers 2 wurde per 15. März 2011 saldiert und per 17. März 2011 ebenfalls ge-

schlossen (act. 119 Rz. 5). Schliesslich wurde auch das Konto mit der Nr. 2 und 

der Bezeichnung "G._____ Limited" per 15. Dezember 2011 saldiert und von der 

Beklagten per 23. Dezember 2011 geschlossen (act. 143 Rz. 4; act. 151 Rz. 5).

Bei der Beklagten war die Nebenintervenientin für die Betreuung der Kläger zu-

ständig (act. 11 Rz. 2; act. 42 Rz. 2). Nachdem die Nebenintervenientin am 

18. September 2007 gegenüber der Geschäftsleitung der Beklagten ein teilweises 

Geständnis abgelegt hatte, wonach sie in Einzelfällen Unterschriften gefälscht 

habe, wurde sie gleichentags von der Beklagten wegen schwerer Verfehlungen 

fristlos entlassen. Am 3. Dezember 2007 wurde sie als Folge einer Strafanzeige 

der Beklagten verhaftet und war bis am 9. Dezember 2008 in Untersuchungshaft 

(act. 11 Rz. 3 f.; act. 42 Rz. 2 f.).

J._____ war ebenfalls ein Mitarbeiter der Beklagten mit Kollektivzeichnungsbe-

rechtigung. Zwischen den Parteien ist die Frage strittig, ob neben der Nebeninter-

venientin auch er das "Investment Management Agreement" (fortan IMA) vom 

7. März 2007 unterzeichnet hat. Am 26. März 2012 kündigte er das Arbeitsver-

hältnis (Prot. S. 50).

2. Prozessuales

2.1. Prozessverlauf

- 12 -

Am 4. Februar 2008 (Eingangsdatum) wurde die Klageschrift eingereicht (act. 1). 

Mit Verfügung vom 4. Februar 2008 wurde der Beklagten Frist zur Einreichung ih-

rer Klageantwortschrift angesetzt (Prot. S. 2). Mit Eingabe vom 18. März 2008 

präzisierten die Kläger eine Aussage in der Klageschrift (act. 7; Prot. S. 3). Am 

28. April 2008 wurde die Klageantwort erstattet (act. 11; Prot. S. 4). Am 19. Juni 

2008 fand eine Referentenaudienz und Vergleichsverhandlung statt, an welcher 

keine Einigung erzielt werden konnte (Prot. S. 5). Mit Verfügung vom 2. Juli 2008 

wurde den Klägern Frist zur Einreichung ihrer Replik angesetzt und ergingen 

Substantiierungshinweise (Prot. S. 6 f.). Am 8. Dezember 2008 wurde die Replik 

mit geänderten Rechtsbegehren überbracht (act. 16). Nach einem entsprechen-

den Antrag der Kläger (act. 18 f.) wurde mit Verfügung vom 9. Dezember 2008 ei-

ne Beweissicherung angeordnet und den Klägern Frist angesetzt, um die Adresse 

der angerufenen Zeugin, der Nebenintervenientin, zu nennen, die Beweisthemen 

genau zu bezeichnen und die Kosten der vorsorglichen Beweisabnahme mit ei-

nem Barvorschuss sicherzustellen (Prot. S. 8). Mit Verfügung vom 10. Dezember 

2008 wurde der Beklagten Frist zur Einreichung ihrer Duplik angesetzt (Prot. 

S. 9). Mit Eingabe vom 15. Dezember 2008 stellte die Beklagte gegen die Verfü-

gung vom 9. Dezember 2008 ein Wiedererwägungsgesuch bzw. erhob eventuali-

ter Einsprache (act. 22), wozu den Klägern am Tag darauf Frist zur Stellungnah-

me angesetzt wurde (Prot. S. 10). Nach Eingang des Barvorschusses (act. 25) 

bezeichneten die Kläger am 22. Dezember 2008 die Beweisthemen (act. 26) und 

nahmen am 5. Januar 2009 zum Wiedererwägungsgesuch bzw. zur Einsprache 

Stellung (act. 28). Mit Beschluss vom 16. Januar 2009 wurde die Einsprache ab-

gewiesen und wurden die Kläger aufgefordert, das Original von act. 3/4 zu den 

Akten zu reichen (Prot. S. 11 f.; act. 30). Mit Eingabe vom 22. Januar 2009 reich-

ten die Kläger ein Original des IMA vom 7. März 2007 ein (act. 33 f.). Am 9. April 

2009 (Eingangsdatum) erklärte die Nebenintervenientin ihren Beitritt zum Rechts-

streit als Litisdenunziatin (act. 38), worauf ihr mit Verfügung vom 9. April 2009 

Frist angesetzt wurde, um zu erklären, ob sie dem Prozess als Nebenintervenien-

tin beitreten wolle, und wenn ja, auf welcher Seite (Prot. S. 14). Am 14. April 2009 

wurde die Duplik eingereicht (act. 42). Mit Verfügung vom 17. April 2009 wurde 

den Klägern Frist angesetzt, um sich zu neuen Behauptungen bzw. Beilagen der 

- 13 -

Duplik zu äussern (Prot. S. 15). Nach einer entsprechenden Eingabe der Nebe-

nintervenientin (act. 45) wurde mit Verfügung vom 8. Mai 2009 von deren Beitritt 

als Nebenintervenientin der Beklagten Vormerk genommen (Prot. S. 16). Am 24. 

Juni 2009 fand die vorsorgliche Beweisabnahme mit Befragung der Nebeninter-

venientin statt (Prot. S. 17 ff.). Mit Schreiben vom 3. Juli 2009 befürworteten die 

Kläger die Durchführung einer zweiten Vergleichsverhandlung (act. 49). Mit Ein-

gaben vom 24. August 2009 nahmen die Kläger Stellung zu den neuen Behaup-

tungen und Beilagen der Duplik, wobei sie ihre Rechtsbegehren teilweise ergänz-

ten (act. 51), sowie zu den prozessualen Anträgen der Beklagten (act. 53). Mit 

Verfügung vom 26. August 2009 wurde der Beklagten Frist angesetzt, um sich zu 

neuen Behauptungen bzw. Beilagen von act. 51 sowie zu act. 53 zu äussern 

(Prot. S. 24). Am 10. November 2009 reichten der Kläger 1 und die Klägerin 3 ei-

ne Klageänderung ein (act. 56) und am 7. Dezember 2009 Beilagen nach und 

korrigierten Fehler (act. 61). Mit Eingabe vom 13. Januar 2010 nahm die Beklagte 

zu den neuen Behauptungen bzw. Beilagen von act. 51, act. 53, act. 56 und 

act. 61 Stellung (act. 64), welche den Klägern und der Nebenintervenientin zuge-

stellt wurde (Prot. S. 26). Dazu nahmen die Kläger mit Eingabe vom 28. Januar 

2010 Stellung (act. 68). Dies veranlasste die Beklagte zur Eingabe vom 4. Febru-

ar 2010 (act. 70). Am 1. März 2010 teilte Rechtsanwalt X1._____ mit, dass er den 

Kläger 2 mit sofortiger Wirkung nicht mehr vertrete (act. 72). Mit Schreiben vom 

30. März 2010 erklärte sodann die Beklagte, dass das Untersuchungsrichteramt 

… am 9. Februar 2010 sämtliche Vermögenswerte des Klägers 2 bei ihr be-

schlagnahmt habe (act. 74). Mit Verfügung vom 1. April 2010 wurde davon Vor-

merk genommen, dass Rechtsanwalt X1._____ den Kläger 2 nicht mehr vertritt 

und wurde Letzterer aufgefordert, einen (definitiven) Zustellungsempfänger in der 

Schweiz zu bezeichnen (Prot. S. 29). Am 20. April 2010 zeigte Rechtsanwältin 

X2._____ an, dass sie neu mit der rechtlichen Interessenwahrung des Klägers 2 

beauftragt worden sei (act. 77) und nahm mit Schreiben vom 27. April 2010 zu 

act. 74 Stellung (act. 79).

Am 15. September 2010 erging der Beweisauflagebeschluss (Prot. S. 32; act. 80), 

worauf die Parteien mit Eingabe vom 3. November 2010 ihre Beweisantretungs-

schriften einreichten. Die Beklagte stellte gleichzeitig ein Wiedererwägungsge-

- 14 -

such des Beweisauflagebeschlusses (act. 86; act. 87/376-381; act. 88; act. 89). 

Mit Beschluss vom 16. Dezember 2010 erfolgte die Beweisabnahme, wobei – in 

Wiedererwägung des Beweisauflagebeschlusses – die durch die Kläger angebo-

tenen Beweise lediglich für den Kläger 1 und die Klägerin 3 abgenommen wur-

den. Gleichzeitig wurde den Parteien K._____, …, Forensisches Institut Zürich, 

Urkundenlabor, als Sachverständiger vorgeschlagen, dem Kläger 1 und der Klä-

gerin 3 sowie der Beklagten eine Frist zur Leistung eines Vorschusses für die 

Kosten der von ihnen verlangten Beweiserhebungen auferlegt sowie das Wieder-

erwägungsgesuch der Beklagten abgewiesen. Zudem wurde den Parteien mitge-

teilt, dass die Beweisabnahme durch eine Delegation des Gerichts erfolgt, sofern 

nicht eine Partei die Durchführung vor dem Kollegialgericht verlangt (Prot. S. 34 f.; 

act. 90). Mit Schreiben vom 25. Januar 2011 erklärten der Kläger 1 und die Kläge-

rin 3, dass sie mit dem vorgeschlagenen Sachverständigen sowie der Beweisab-

nahme durch eine Gerichtsdelegation einverstanden sind (act. 92). Den ihnen 

auferlegten Vorschuss leisteten sie fristgemäss (act. 94). Auch die Beklagte leis-

tete den ihr auferlegten Vorschuss fristgemäss (act. 96) und teilte mit Schreiben 

vom 11. Februar 2011 mit, gegen den vorgeschlagenen Experten und die Delega-

tion der Beweiserhebungen keine Einwendungen zu haben. Zudem ersuchte sie 

um Zustellung des Entwurfs der Experteninstruktion an die Parteien zur freige-

stellten Stellungnahme (act. 97). Mit Verfügung vom 3. März 2011 wurde J._____

aufgefordert, dem Gericht 20 Dokumente aus den Jahren 2005 und 2006 einzu-

reichen, welche seine eigenhändige Unterschrift tragen bzw. mit seinen eigen-

händigen Initialen versehen sind (Prot. S. 36 ff.). Mit Schreiben vom 18. April 

2011 teilte J._____ dem Gericht mit, dass er weder über 20 Dokumente im Origi-

nal mit eigenhändigen Unterschriften noch über 20 Dokumente im Original mit ei-

genhändigen Initialen aus den Jahren 2005 und 2006 verfüge, und ersuchte das 

Gericht, entsprechende Originaldokumente direkt bei der Beklagten erhältlich zu 

machen (act. 102). Den Parteien wurde mit Verfügung vom 21. April 2011 Frist 

angesetzt, um zu dieser Eingabe Stellung zu nehmen (Prot. S. 39). Mit Eingaben

vom 12. Mai 2011 nannten die Kläger u.a. Gründe, weshalb ihrer Ansicht nach 

dem seitens von J._____ vorgebrachten Ansinnen, entsprechende Geschäftsun-

terlagen bei der Beklagten zu erheben, nicht zu folgen sei (act. 104; act. 105). Die 

- 15 -

Beklagte beantragte mit Eingabe vom 12. Mai 2011, das kantonale Steueramt Zü-

rich sei zu ersuchen, die von J._____ in den Jahren 2005 und 2006 eingereichten 

Steuererklärungen zu edieren, und sie, die Beklagte, sei aufzufordern, die Doku-

mente gemäss Beilagen – die Beklagte hatte Kopien von Bankbelegen mit Origi-

nalunterschriften und -initialen von J._____ eingereicht (act. 107/A+B) – im Origi-

nal einzureichen, wobei ihr zu erlauben sei, die geschwärzten Passagen vorgän-

gig auszuschneiden (act. 106). Der Kläger 1 und die Klägerin 3 reichten mit Ein-

gabe vom 16. Juni 2011 Juni eine weitere Klageänderung ein (act. 108). Mit Be-

schluss vom 21. Juni 2011 wurden die Kläger verpflichtet, dem Gericht das Origi-

nal von act. 3/12 sowie das Original von act. 3/18 Seite 1 (Begleitschreiben) des 

Prozesses Nr. HG080027 einzureichen. Die Beklagte wurde gleichzeitig verpflich-

tet, dem Gericht die Originale der act. 107/A S. 1, 2, 4, 5, 6, 7, 11, 12, 14, 16, 17, 

18, 19 und 20 sowie der act. 107/B/1-3 einzureichen, wobei sie berechtigt war, die 

in den Kopien geschwärzten Stellen in den Originaldokumenten auszuschneiden 

(Prot. S. 40; act. 110). Diesen Aufforderungen kamen der Kläger 1 und die Kläge-

rin 3 sowie die Beklagte innert Frist nach (act. 112; act. 113/393-396; act. 114; 

act. 115/107DIV.). Am 7. Oktober 2011 reichte die Beklagte ihre Stellungnahme 

zur weiteren Klageänderung (act. 108) sowie eine Noveneingabe ein (act. 117; 

act. 118/1-79). Gleichentags reichte sie eine Noveneingabe betreffend Hauptbe-

gehren 1.5 des Klägers 2 ein (act. 119; act. 120/1-12). Mit Verfügung vom 

17. November 2011 wurden diese Stellungnahmen (act. 117; act. 119) den Klä-

gern und der Nebenintervenientin zugestellt mit dem Hinweis, dass über die Fra-

ge der Klageänderungen der Kläger und der Noveneingaben der Beklagten zu ei-

nem späteren Zeitpunkt des Verfahrens entschieden werde. Gleichzeitig wurde 

K._____ als Gutachter ernannt und wurden die Parteien sowie der Zeuge J._____

mit separater Vorladung zu einer Beweisverhandlung vorgeladen (Prot. S. 42 f.). 

Der Kläger 1 und die Klägerin 3 nahmen zur Eingabe der Beklagten vom 

7. Oktober 2011 (act. 117) mit Eingabe vom 1. Dezember 2011 Stellung 

(act. 122). Am 28. März 2012 wurde eine Beweisverhandlung und mündliche Ex-

perteninstruktion durchgeführt (Prot. S. 47 ff.), wobei in Ergänzung der an der 

Verhandlung mündlich erfolgten Experteninstruktion am 2. April 2012 noch eine 

schriftliche Experteninstruktion erging (act. 127). Ebenfalls am 2. April 2012 wurde 

- 16 -

das Protokoll der Beweisverhandlung und der mündlichen Experteninstruktion 

vom 28. März 2012 sowie der entsprechende schriftliche Gutachtensauftrag an 

den Gutachter K._____ den Parteien sowie der Nebenintervenientin zugestellt. 

Den Parteien wurde dabei Frist angesetzt, um Ergänzungsfragen zu stellen 

(Prot. S. 65). Der Kläger 1 und die Klägerin 3 verzichteten mit Schreiben vom 

11. April 2012 auf das Stellen von Ergänzungsfragen und machten ferner darauf 

aufmerksam, dass dem Experten versehentlich act. 38/210 aus dem Geschäft 

Nr. HG080027 nicht zugestellt worden sei (act. 129). Mit Eingabe vom 13. April 

2012 teilte auch die Beklagte mit, dass sie derzeit auf das Stellen von Ergän-

zungsfragen an den Gutachter K._____ verzichte (act. 130). Ebenfalls mit Einga-

be vom 13. April reichte J._____ Originaldokumente ein (act. 131; act. 132/1-5), 

welche dem Gutachter K._____ in Ergänzung der bereits erhaltenen Unterlagen 

zusammen mit act. 38/210 aus dem Geschäft Nr. HG080027 zugestellt wurden 

(Prot. S. 66). Am 7. Mai 2012 erstattete der Gutachter K._____ sein Gutachten 

(act. 135), welches den Parteien mit Verfügung vom 31. Mai 2012 zugestellt wur-

de. Gleichzeitig wurde den Parteien Frist angesetzt, um zum Ergebnis des ge-

samten Beweisverfahrens Stellung zu nehmen (Prot. S. 67). Die entsprechenden 

Stellungnahmen der Parteien vom 19. November 2012 (act. 141; act. 142; 

act. 143) wurden je der Gegenpartei und der Nebenintervenientin zugestellt 

(Prot. S. 68). Am 4. Dezember 2012 reichte die Beklagte eine Noveneingabe ein 

(act. 145), welche den Klägern sowie der Nebenintervenientin am 6. Dezember 

2012 zugestellt wurden (Prot. S. 69). Zu dieser Noveneingabe sowie zu act. 143 

und act. 144/1-4 reichten der Kläger 1 und die Klägerin 3 die ihnen antragsge-

mäss (act. 147) gewährte (act. Prot. S. 70; act. 148) Stellungnahme vom 

30. Januar 2013 ein (act. 151), welche der Beklagten und der Nebenintervenientin 

am 4. März 2013 zugestellt wurde (Prot. S. 71).

2.2. Anwendbares Prozessrecht

Am 1. Januar 2011 ist die eidgenössische Zivilprozessordnung (ZPO) in Kraft ge-

treten. Nach deren Art. 404 Abs. 1 gilt für Verfahren, die bei Inkrafttreten dieses 

Gesetzes rechtshängig sind, das bisherige Verfahrensrecht bis zum Abschluss 

vor der betroffenen Instanz. Die örtliche Zuständigkeit bestimmt sich nach dem 

- 17 -

neuen Recht, wobei eine bestehende Zuständigkeit nach dem alten Recht erhal-

ten bleibt (Art. 404 Abs. 2 ZPO). Für das vorliegende Verfahren ist demnach das 

frühere kantonale Prozessrecht (ZPO/ZH und GVG/ZH) massgebend. Das 

Rechtsmittel richtet sich hingegen nach dem Recht, das bei der Eröffnung des 

Entscheides in Kraft ist, mithin nach dem neuen Prozessrecht (Art. 405 Abs. 1 

ZPO).

2.3. Zuständigkeit

Die örtliche sowie sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zü-

rich ist unbestritten (act. 1 Rz. 6; act. 11 Rz. 90) und ergibt sich aus Art. 2 Abs. 1 

LugÜ i.V.m. Art. 112 Abs. 1 IPRG sowie § 63 Ziff. 1 i.V.m. § 62 GVG/ZH. Ob sich 

die örtliche Zuständigkeit auch auf eine Gerichtsstandsvereinbarung stützen lässt, 

kann offen gelassen werden.

2.4. Klagerückzug

2.4.1. Parteistandpunkte

Die Kläger bringen mit der Replik vor, soweit sie mit der mittlerweile möglichen 

Leistungsklage nun weniger verlangten, d.h. Ansprüche mit Bezug auf geschlos-

sene Konti ("F._____", Konto Nr. 1) und das Rechenschaftsablegungsbegehren 

(vormals Rechtsbegehren 2) wegliessen, handle es sich um ein zulässiges Vor-

gehen gemäss § 107 Abs. 1 Ziff. 1 ZPO/ZH (act. 16 Rz. 4). 

Die Beklagte stellt mit der Duplik den prozessualen Antrag, vor Fortsetzung des 

Verfahrens sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Kläger die Klagen zurückge-

zogen hätten hinsichtlich des Feststellungsbegehrens (Rechtsbegehren 1) bezüg-

lich der Kundenbeziehung "F._____" und betreffend das Auskunftsbegehren 

(Rechtsbegehren 2), und das Verfahren sei diesbezüglich als durch Klagerückzug 

erledigt abzuschreiben, unter Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen 

(act. 42 S. 2; Antrag erneuert in act. 64 S. 2 und act. 117 S. 2). 

Die Kläger führen dazu aus, sie hätten ein Begehren auf Feststellung der Gültig-

keit des IMA für sämtliche Bankkontobeziehungen gestellt, welche sie bei der Be-

- 18 -

klagten unterhielten. Aufgrund des Wortlauts wie auch des Sinns dieses Begeh-

rens sei klar, dass sie nur für solche Konti eine Feststellungsklage erhoben hät-

ten, welche im Zeitpunkt der Klageerhebung am 1. Februar 2008 noch nicht ge-

schlossen gewesen seien. Da das Konto "F._____" bereits am 22. Juni 2005 ge-

schlossen und das Geld auf die Kontobeziehung "G._____ Limited" transferiert 

worden sei, sei jenes Konto von der Feststellungsklage nicht erfasst gewesen 

(act. 53 Rz. 54). 

Die Beklagte erklärt hierzu, mit Bezug auf die Beziehung 1 "F._____" hätten die 

Kläger noch in der Replik anerkannt, dass sie gemäss den Rechtsbegehren in der 

Replik weniger verlangten, als sie dies in der Klageschrift getan hätten (act. 64 

Rz. 12). 

2.4.2. Rechtliches 

Eine Beschränkung des Rechtsbegehrens wie die quantitative Reduktion des 

Leistungsanspruchs oder das Fallenlassen einzelner oder mehrerer Rechtsbe-

gehren ist zwar jederzeit zulässig, kommt indessen einem teilweisen Klagerück-

zug gleich (Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur zürcherischen ZPO, 3. Aufl., 

Zürich 1997, § 107 N 7).

2.4.3. Würdigung

Die Kläger verlangen mit der Leistungsklage in der Replik weniger als mit der 

Feststellungsklage, indem sie Ansprüche mit Bezug auf das Konto "F._____" 

(Konto Nr. 1) und das Rechenschaftsablegungsbegehren (vormals Rechtsbegeh-

ren 2) weglassen. Damit haben sie diese Begehren zurückgezogen, so dass die-

se als durch Klagerückzug erledigt abzuschreiben sind. 

Ist der Kläger 2 – wie untenstehend zu zeigen sein wird – mit der Klageänderung 

gemäss Rechtsbegehren 1.5 der Replik nicht zuzulassen, ist Rechtsbegehren 1

der Klage auch in Bezug auf den Kläger 2 als durch Rückzug erledigt abzuschrei-

ben, da er erklärt, aus dem IMA keinen Anspruch zu erheben.

2.5. Klageänderungen

- 19 -

2.5.1. Rechtliches bezüglich Klageänderungen

Der Kläger kann in einem rechtshängigen Prozess im Rahmen der Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts einen anderen oder weiteren Anspruch erheben, sofern 

der neue Anspruch mit dem bisher geltend gemachten in engem Zusammenhang 

steht. Das Gericht kann die Zulassung der Klageänderung ablehnen, wenn durch 

sie die Rechtsstellung des Beklagten wesentlich beeinträchtigt oder das Verfah-

ren ungebührlich verzögert wird (§ 61 Abs. 1 ZPO/ZH). 

Ein neuer Anspruch steht mit dem bisher geltend gemachten dann i.S.v. § 61 

Abs. 1 ZPO/ZH in engem Zusammenhang, wenn die Ansprüche dem gleichen 

Rechtsverhältnis, d. h. dem gleichen Lebensvorgang, entstammen oder das glei-

che Objekt betreffen. Die mangelnde Aktiv- bzw. Passivlegitimation einer Partei 

kann nicht durch Klageänderung behoben werden. Zwischen Ansprüchen aus 

verschiedenen Lebensvorgängen besteht im Allgemeinen kein enger Zusammen-

hang. Der Kläger kann nicht anstelle des Vertrags 1 einen Vertrag 2 vorbringen 

oder anstelle einer unerlaubten Handlung A eine Handlung B, weder zur Begrün-

dung des bisherigen noch zur Begründung eines neuen Begehrens. Ein enger 

Zusammenhang i. S. von § 61 ZPO/ZH kann aber bestehen, wenn ein anderer 

oder ein weiterer Anspruch aus einem benachbarten Lebensvorgang erhoben 

wird. Erfolgt die Klageänderung erst nach Abschluss des Hauptverfahrens, so ist 

sie gemäss § 115 Ziff. 1 ZPO/ZH nur dann zuzulassen, wenn sie erst im Laufe 

des weiteren Verfahrens veranlasst wurde. Letzteres ist der Fall, wenn sie sich 

auf einen Sachverhalt stützt, der sich erst durch die Duplik ergeben hat. Wird 

während der Rechtshängigkeit der Feststellungsklage die entsprechende Leis-

tungsklage möglich, kann eine entsprechende Umwandlung nach § 61 ZPO/ZH 

erfolgen. Eine Klageänderung ist in der Regel abzulehnen, wenn sie erst nach 

Schluss des erstinstanzlichen Beweisverfahrens vorgenommen wird. Eine gewis-

se Ermessensfreiheit wird dem Gericht in Abs. 1 Satz 2 eingeräumt, wenn zwar 

die oben erwähnten Voraussetzungen erfüllt sind, durch die Zulassung der Klage-

änderung aber die Rechtsstellung des Beklagten wesentlich beeinträchtigt oder 

das Verfahren ungebührlich verzögert wird. Eine solche Situation kann sich erge-

ben, wenn die Klageänderung erst während oder nach Abschluss des Beweisver-

- 20 -

fahrens beantragt wird, ferner, wenn über Klage oder Widerklage ohne Beweis-

verfahren sofort entschieden werden kann, das abgeänderte Klagebegehren aber 

die Durchführung eines Beweisverfahrens erheischt (Frank/Sträuli/Messmer, 

a.a.O., § 59 N 11, § 61 N 3 f., 7, 11, 16 f. u. 19, § 114 N 1 und § 115 N 7; ZR 79 

Nr. 87). Von keiner Klageänderung im Sinne von § 61 ZPO/ZH ist bei einer ledig-

lich anderen Formulierung oder rechtlichen Qualifikation der Klage auszugehen 

(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 61 N 2); das Rechtsbegehren kann ohne inhalt-

liche Änderung zwecks Verdeutlichung anders formuliert (Frank/Sträuli/Messmer, 

a.a.O., § 107 N 6) und es kann ohne Klageänderung ein anderer Rechtsgrund für 

den eingeklagten Anspruch geltend gemacht werden (Frank/Sträuli/Messmer, 

a.a.O., § 61 N 13).

2.5.2. Klageänderungen mit der Replik vom 15. Dezember 2008 (act. 16)

2.5.2.1. Parteistandpunkte

Die Kläger bringen mit ihrer Replik vom 15. Dezember 2008 vor, der Kläger 1 und 

die Klägerin 3 hätten das IMA vom 7. März 2007 für alle ihre Kontobeziehungen 

mit Schreiben vom 24. November 2008 auf den 31. Dezember 2009 gekündigt. 

Zudem sei die sechsmonatige Frist des ersten Investitionsjahres gemäss Ziff. 5.3 

des IMA am 1. September 2008 abgelaufen. Somit seien die vom Kläger 1 und 

der Klägerin 3 gegenüber der Beklagten aus dem IMA erhobenen Ansprüche für 

das erste Investitionsjahr jetzt zur Gutschrift auf den genannten Kontobeziehun-

gen einklagbar (jedoch wegen der noch nicht abgelaufenen Kündigungsfrist noch 

nicht zur Auszahlung). Damit könne die vom Kläger 1 und der Klägerin 3 ur-

sprünglich als Feststellungsklage (vormals Rechtsbegehren 1) anhängig gemach-

te Klage nun wie angekündigt in eine Leistungsklage (Rechtsbegehren 1.1, 1.3, 

2.1, 2.2, 3.1, 3.2) umgewandelt werden. Der Kläger 2 mache keine Ansprüche 

aus einem IMA geltend. Die Kündigung mit Bezug auf seine Konti sei einzig aus 

Gründen der prozessualen Vorsicht erfolgt. Die für den Kläger 2 seit der Klageein-

reichung namentlich im Strafverfahren gewonnenen Erkenntnisse ermöglichten es 

jedoch ebenfalls, seine ursprünglich als Feststellungsklage anhängig gemachte 

Klage nun in eine Leistungsklage umzuwandeln und die sofortige Leistung seiner 

Ansprüche zu verlangen (Rechtsbegehren 1.5). Das bislang geführte Verfahren 

- 21 -

könne für die Urteilsfällung ausgewertet werden. Der jetzt für alle Kläger mögliche 

Leistungsanspruch hänge eng zusammen mit dem ursprünglich aus derselben 

Vertragsbeziehung geltend gemachten Feststellungsanspruch und beruhe auf 

demselben Lebensvorgang (act. 16 Rz. 3). Die Feststellungsbegehren (Rechts-

begehren 1.2 und 1.4) würden aus folgendem Grund angebracht: Der Kläger 1 

und die Klägerin 3 hätten das IMA auf den 31. Dezember 2009 gekündigt. Sollte 

das Verfahren am 1. September 2009 nicht rechtskräftig abgeschlossen sein, 

würden ab diesem Datum auch ihre Ansprüche für das zweite Investitionsjahr auf 

Leistung einklagbar (Rechtsbegehren 4.1). Der weitere Klageänderungsvorbehalt 

(Rechtsbegehren 4.2) werde aus folgendem Grund angebracht: Die Kündigungs-

frist des IMA laufe am 31. Dezember 2009 ab. Sollte das vorliegende Verfahren 

am 31. Dezember 2009 noch nicht rechtskräftig erledigt sein, sei per 1. Januar 

2010 die Leistung der dem Kläger 1 und der Klägerin 3 zustehenden Ansprüche 

auf Leistung an eine noch zu bezeichnende Zahl- oder DepotsteIle möglich. Der 

generelle Nachklagevorbehalt (Rechtsbegehren 4.3) werde umfassend für den 

Fall geltend gemacht, dass sich aus dem durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 

gegen die Nebenintervenientin geführten Strafverfahren ergebe, dass diese von 

den Konti der Kläger noch weitere Beträge widerrechtlich entnommen habe als 

bis heute bekannt sei (act. 16 Rz. 5 ff.). 

Die Beklagte stellt in der Duplik den prozessualen Antrag, vor Fortsetzung des 

Verfahrens sei über die Zulässigkeit der Klageänderung zu entscheiden (act. 42 

S. 2; Antrag erneuert in act. 64 S. 2 und act. 117 S. 3). Sie macht zum Rechtsbe-

gehren 1 der Klage geltend, die Zulassung der Umwandlung einer Feststellungs-

klage in eine Leistungsklage setze voraus, dass die Feststellungsklage zulässig 

gewesen sei; vorliegend sei die Feststellungsklage nicht zulässig gewesen. Die 

Kläger hätten spätestens seit dem 2. Oktober 2007 Gewissheit gehabt, dass die 

Beklagte die Gültigkeit des IMA nicht anerkannt habe und die von den Klägern 

gestützt darauf geltend gemachten Ansprüche nicht anerkennen würde. Die Klä-

ger hätten zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen wegen angebli-

cher Verletzung des IMA nicht die Fälligkeit abwarten müssen, sondern sie hätten 

umgehend vom Vertrag zurücktreten und Schadenersatz einklagen können 

(act. 42 Rz. 27). Die Rechtsbegehren 1.1 bis 1.4 der Replik stellten insoweit unzu-

- 22 -

lässige Klageänderungen dar, als schon bei Klageeinleitung die Leistungsklagen 

möglich gewesen wären und, unterstellt die Leistungsklagen wären nicht möglich 

gewesen, die Feststellungsklagen gemäss Replik möglich gewesen wären. Da 

das Institut der Klageänderung nicht zur Verfügung stehe, um Mängel der Klage-

schrift zu korrigieren, sei die Klageänderung insgesamt unzulässig. Für diese und 

alle weiteren Rechtsbegehren gelte sodann, dass bei der Zulassung der neuen 

Rechtsbegehren die Rechtsstellung der Beklagten wesentlich beeinträchtigt wür-

de, indem sie zu den umfangreichen Ausführungen der Kläger nur einmal Stellung 

nehmen könne (act. 42 Rz. 30 f.).

Zu Rechtsbegehren 1.5 der Replik macht die Beklagte geltend, anstatt die Klage 

zurückzuziehen, suche der Kläger 2 nun sein "Heil" in einer Klageänderung, in-

dem er statt einer Feststellung der Vertragsgültigkeit die Leistung von Schadener-

satz verlange. Eine solche Klageänderung sei in mehrfacher Hinsicht unzulässig. 

Der Kläger 2 sei für Rechtsbegehren 1 der Klage nicht aktivlegitimiert; entspre-

chend könne dieses von ihm nicht abgeändert werden. Eine Klageänderung sei 

dazu da, erst im Rahmen des Verfahrens gewonnene tatsächliche Erkenntnisse 

zu berücksichtigen, nicht aber dazu, Fehler der Klageschrift zu korrigieren; dass 

der Kläger 2 aus dem lMA nicht aktivlegitimiert habe sein können, hätte schon ei-

ne sorgfältige Lektüre des IMA vor Prozesseinleitung nahegelegt. Eine Klageän-

derung sei nur zulässig, wenn aus dem gleichen Lebensvorgang geklagt werde. 

Der Kläger könne nicht anstelle des Vertrages 1 einen Vertrag 2 vorbringen oder 

anstelle einer unerlaubten Handlung A eine Handlung B; genau dies tue aber der 

Kläger 2 in der Replik mit dem Rechtsbegehren 1.5, wenn er sich nun statt auf 

das IMA vom 7. März 2007 auf einen Vermögensverwaltungsvertrag vom 

18. September 2004 stütze bzw. auf einen Anspruch aus unerlaubter Handlung, 

und aus diesen beiden Gründen eine Forderungsklage erhebe. Die Klageände-

rung sei schliesslich nicht zulässig, weil durch sie die Rechtsstellung der Beklag-

ten wesentlich beeinträchtigt und das Verfahren ungebührlich verzögert werde; 

dass die Zulassung der Klageänderung vorliegend zu einer ungebührlichen Ver-

zögerung des Verfahrens führen würde, ergebe sich bereits aus dem Umstand, 

dass die Kläger für ihr neues Rechtsbegehren 1.5 die Einholung eines Sachver-

ständigen-Gutachtens beantragten (act. 42 Rz. 32 ff.). 

- 23 -

Das Eventualrechtsbegehren 2 der Replik auf Schadenersatz aus culpa in contra-

hendo hätte schon bei Klageeinleitung gestellt werden können. Die Klageände-

rung sei deshalb nicht zuzulassen (act. 42 Rz. 37).

Die Subeventualrechtsbegehren 3.1 und 3.2 der Replik stellten eine unzulässige 

Klageänderung dar, weil schon bei Klageeinleitung die Forderungsklage möglich 

gewesen wäre. Soweit Schadenersatz in richterlich zu bestimmender Höhe ver-

langt werde, liege überdies eine unzulässige Klageänderung vor, weil sich das 

Begehren nicht mehr auf das lMA vom 7. März 2007, sondern die Vermögens-

verwaltungsverträge 1 "F._____", 4 "A._____" und 5-1 "C._____" und unerlaubte 

Handlung stützten, und weil das Verfahren durch die Einholung des neu beantrag-

ten Gutachtens ungebührlich verzögert würde (act. 42 Rz. 38 f.).

Die Kläger führen zum prozessualen Antrag Ziff. 2 der Beklagten in der Duplik im 

Wesentlichen aus, die Beklagte habe sich geweigert, das IMA anzuerkennen und 

dessen Rechtsgültigkeit sei somit strittig gewesen. Die Kläger hätten – mit Ver-

weis auf das Schreiben der Beklagten vom 16. November 2007 (act. 3/49) – bei 

Klageerhebung keine Gewissheit gehabt, dass diese die Gültigkeit des IMA nicht 

anerkannt habe (act. 53 Rz. 9 f.). Die Vermögenswerte des Klägers 1 und der 

Klägerin 3 von rund EUR 33 Mio. seien seit Ende Februar 2007 "blockiert" gewe-

sen. Hätten sie ihre Gelder vor Ablauf der Laufzeit des IMA für das erste Investiti-

onsjahr abgezogen, wären sie ihrer vertraglichen Ansprüche gegenüber der Be-

klagten verlustig gegangen. Diese massive Einschränkung ihrer wirtschaftlichen 

Bewegungsfreiheit sei für sie bei Klageerhebung unzumutbar gewesen (act. 53 

Rz. 14 f.). Der Kläger 1 und die Klägerin 3 hätten am 1. Februar 2008 keine Leis-

tungsklage erheben können. Ihre Ansprüche für das erste Investitionsjahr seien 

erst im März 2008 resp. gegebenenfalls sechs Monate später fällig geworden 

(act. 53 Rz. 16). 

Weil die Feststellungsklage zulässig gewesen sei, sei die Klageänderung nicht 

dazu verwendet worden, um Mängel der Klageschrift zu korrigieren. Die Eventual-

und Subeventualansprüche des Klägers 1 und der Klägerin 3 stünden mit den 

bisher geltend gemachten Ansprüchen in engem (Sach-)Zusammenhang und 

würden demselben Lebenssachverhalt entspringen. Es stehe den Klägern zu, in 

- 24 -

der Replik neue Behauptungen aufzustellen und dazu Beweisofferten zu machen 

(act. 55 Rz. 25, 31 und 34). 

Der Kläger 2 sei der Ansicht gewesen, das IMA gelte auch für ihn. Aus der dama-

ligen Sicht bzw. mit damaligem Wissensstand habe er bei Einreichung der Klage 

ein Interesse besessen, denn er habe auf das Bestehen des IMA vertraut. Der 

Kläger 2 habe mit der Replik keine Ansprüche aus dem IMA geltend gemacht, 

sondern er sei aufgrund der aus dem Strafverfahren einstweilen gewonnenen Er-

kenntnisse in der Lage gewesen, eine zumindest teilweise bezifferte Schadener-

satzklage zu erheben. Mit Rechtsbegehren 1.5 mache er Schadenersatzansprü-

che gegenüber der Beklagten aus ihrer Geschäftsbeziehung geltend. Damit sei er 

aktiv- und die Beklagte passivlegitimiert (act. 53 Rz. 37, 43 u. 48). 

Dazu bringt die Beklagte wiederum vor, die Kläger hätten die tatsächlich beste-

henden vertraglichen Vereinbarungen mit der Beklagten jederzeit auflösen kön-

nen. Die Kläger hätten zur Geltendmachung von Schadenersatzansprüchen nicht 

die Fälligkeit der Rendite des angeblichen IMA abwarten müssen, sondern sie 

hätten umgehend Schadenersatz einklagen können (act. 64 Rz. 11). Die Kläger 

machten neu geltend, der Kläger 1 und die Klägerin 3 würden ihre Ansprüche ge-

gen die Beklagte als einfache Gesellschaft geltend machen; damit machten sie 

nicht nur neue Tatsachen geltend, sondern stützten ihre angeblichen Forderun-

gen auf einen neuen Lebensvorgang, nämlich den Abschluss eines Gesell-

schaftsvertrages vom 23. August 2009 (act. 64 Rz. 25 f.).

2.5.2.2. Würdigung

Die Rechtsbegehren 1.1 bis 1.4 der Replik stehen mit dem Rechtsbegehren 1 der 

Klage in einem engen Zusammenhang, da sie sich alle auf das IMA vom 7. März 

2007 beziehen. Auch das rechtliche Interesse an der Feststellung gemäss 

Rechtsbegehren 1 der Klage im Sinne von § 59 ZPO/ZH ist zu bejahen, soweit 

dieses überhaupt eine Voraussetzung für die Klageänderung darstellt; darauf ist 

untenstehend zurückzukommen. Die Klageänderungen sind zuzulassen.

Zu Rechtsbegehren 1.5 erklärt der Kläger 2, er mache keinen Anspruch aus dem 

IMA vom 7. März 2007 geltend. Er gesteht ein, aus diesem Vertrag nicht aktivlegi-

- 25 -

timiert zu sein. Da mit einer Klageänderung die fehlende Legitimation nicht beho-

ben werden kann, ist diese für Rechtsbegehren 1.5 nicht zuzulassen. Damit bleibt 

es für den Kläger 2 beim Rechtsbegehren 1 gemäss der Klage. Da er erklärt, aus 

dem IMA keinen Anspruch zu erheben, ist Rechtsbegehren 1 der Klage in Bezug 

auf den Kläger 2 – wie obenstehend bereits ausgeführt – als durch Rückzug erle-

digt abzuschreiben.

Die Eventualbegehren 2.1 und 2.2 sind zuzulassen, da sie in engem Zusam-

menhang zum IMA vom 7. März 2007 stehen und es für eine Klageänderung nicht 

entscheidend ist, ob die Begehren bereits bei Klageeinleitung hätten gestellt wer-

den können. 

Die Subeventualbegehren 3.1 und 3.2 stützen sich auf Vermögensverwaltungs-

verträge, die bereits in der Klagebegründung thematisiert wurden. Diese stellen 

zum IMA vom 7. März 2007 einen benachbarten Sachverhalt dar, da sie ebenfalls 

den Anlagen bei der Beklagten zugrunde lagen. Die Subeventualbegehren sind 

somit zuzulassen. 

Die Rechtsbegehren 4.1 bis 4.3 hängen sodann eng mit dem IMA vom 7. März 

2007 zusammen, so dass auch die diesbezügliche Klageänderung zuzulassen ist. 

Eine andere Frage ist, ob die Vorbehalte der Klageänderung bzw. der Nachklage 

zulässig sind. Bereits hier kann darauf hingewiesen werden, dass es bei einer 

Teilklage möglich ist, den Vorbehalt einer Nachklage anzubringen (Frank/Sträu-

li/Messmer, a.a.O., § 54 N 17). Eine Klageänderung kann jedoch nach Abschluss 

des Hauptverfahrens ohne Vorliegen eines Falls von § 115 Ziff. 1 oder § 61 

Abs. 2 ZPO/ZH nicht vorbehalten werden. 

Zu verneinen ist eine wesentliche Beeinträchtigung der Rechtsstellung der Be-

klagten oder eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens. Insbesondere wur-

de die Klageänderung vor dem Beweisverfahren beantragt und hätte über die 

Klage ohne Klageänderung nicht ohne Beweisverfahren sofort entschieden wer-

den können.

2.5.3. Klageänderungen gemäss Stellungnahme zur Duplik und gemäss act. 56

- 26 -

2.5.3.1. Parteistandpunkte

Die Kläger machen geltend, aus Gründen der prozessualen Vorsicht und um 

nichts zu versäumen, würden der Kläger 1 und die Klägerin 3 den Begriff "Soli-

dargläubiger" aus dem Eventualforderungsbegehren 2.1 sowie aus dem Sub-

Eventualforderungsbegehren 3.1 streichen. Das sei zulässig, weil die Kläger mit 

dem Rechtsbegehren lediglich den Umfang des Streits umschreiben müssten, 

das Anfügen einer Begründung sowie die Nennung von Rechtsgründen sei unnö-

tig (act. 51 Rz. 86). Weiter führen die Kläger aus, aus Gründen der prozessualen 

Vorsicht und um nichts zu versäumen, ergänzten der Kläger 1 und die Klägerin 3 

ihre Rechtsbegehren 2.1 und 2.2 mit den entsprechenden Eventualforderungsbe-

gehren in Schweizer Franken; sodann ergänzten der Kläger 2 sein Hauptforde-

rungsbegehren 1.5 sowie der Kläger 1 und die Klägerin 3 ihre Subeventualforde-

rungsbegehren 3.1 und 3.2 eventualiter mit Forderungsbeträgen in Schweizer 

Franken. Dieses Vorgehen sei gemäss § 61 ZPO zulässig (act. 51 Rz. 205 f.). Zu 

act. 56 bringen die Kläger vor, sie unterbreiteten die mit dem Klageänderungsvor-

behalt 4.1. angekündigte Klageänderung mit Bezug auf die Hauptbegehren 1.2 

und 1.4 (act. 56). 

Die Beklagte erklärt dazu, die erneute Abänderung der Rechtsbegehren sei be-

reits aufgrund der Eventualmaxime unzulässig (act. 64 Rz. 8). Dass die Zulas-

sung der Klageänderung zu einer ungebührlichen Verzögerung des Verfahrens 

führten, ergebe sich auch daraus, dass die Kläger neu den prozessualen Antrag 

betreffend Sistierung des Schadenersatzbegehrens 1.5 stellten (act. 64 Rz. 22 f.). 

Die Subeventualrechtsbegehren 3.1 und 3.2 stellten unzulässige Klageänderun-

gen dar, weil schon bei Klageeinleitung die Forderungsklage möglich gewesen 

wäre. Soweit Schadenersatz in richterlich zu bestimmender Höhe verlangt werde, 

liege überdies eine unzulässige Klageänderung vor, weil sich das Begehren nicht 

mehr auf das IMA vom 7. März 2007, sondern die Vermögensverwaltungsverträge 

und unerlaubte Handlung stütze (act. 64 Rz. 27 f.).

2.5.3.2. Würdigung

- 27 -

Die Klageänderungen in der Stellungnahme zur Duplik erfolgten nach Abschluss 

des Hauptverfahrens, so dass sie nur zuzulassen sind, wenn sie sich auf einen 

Sachverhalt stützen, der sich erst durch die Duplik ergeben hat. Dies ist für die 

Begehren 1.5, 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 zu verneinen, da die Klägerin die Klage nicht 

aufgrund neuer tatsächlicher Behauptungen der Beklagten, sondern aufgrund de-

ren rechtlichen Vorbringen geändert hat. Sodann hätte auch der Grundsatz der 

Eventualmaxime verlangt, dass die Klägerin ihre Eventualbegehren in den 

Rechtsbegehren 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 spätestens mit der Replik hätte stellen müs-

sen. Die Klageänderung der Begehren 1.5, 2.1, 2.2, 3.1 und 3.2 ist damit nicht 

zuzulassen.

Zuzulassen ist die Klageänderung bezüglich der Begehren 1.2 und 1.4 gemäss 

act. 56 aufgrund der erst zwischenzeitlich eingetretenen Fälligkeit. Zu verneinen 

ist diesbezüglich eine wesentliche Beeinträchtigung der Rechtsstellung der Be-

klagten oder eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens. Insbesondere wur-

de die Klageänderung vor dem Beweisverfahren beantragt und hätte über die 

Klage ohne Klageänderung nicht ohne Beweisverfahren sofort entschieden wer-

den können.

2.5.4. Klageänderungen mit der Eingabe vom 16. Juni 2011 (act. 108)

2.5.4.1. Parteistandpunkte

Der Kläger 1 und die Klägerin 3 weisen darauf hin, dass sie in ihrer Stellungnah-

me zur Duplik vom 24. August 2009 (act. 51) und mit ihrer Klageänderung vom 

11. November 2009 (act. 56) je die Gutschrift auf das Konto/Depot Nr. 5 mit der

Bezeichnung "C._____ Foundation" bei der Beklagten verlangt hätten. Dieses 

Konto (inkl. Subaccounts) würde heute nicht mehr bestehen, da es nach Ab-

schluss des Abzugs der Vermögenswerte bei der Beklagten per 11. März 2011 

saldiert und von der Beklagten anschliessend per 15. März 2011 geschlossen 

worden sei (act. 108 Rz. 6 f.). Zufolge der Saldierung und Schliessung dieses 

Kontos sei die vorliegende Klageänderung unumgänglich (act. 108 Rz. 9). Der 

neue Anspruch stehe mit dem bisher geltend gemachten in engem Zusammen-

hang, weil sich beide auf die gleichen Tatsachen und Rechtsgründe stützen wür-

- 28 -

den und lediglich die Gutschrift eines bestimmten Betrags auf ein anderes Konto 

verlangt werde. Praktisch gehe es um die "technische Erfüllung" eines den Klä-

gern durch das Urteil zuzusprechenden Betrags, weshalb die Stellung der Beklag-

ten im vorliegenden Verfahren durch diese Klageänderung nicht tangiert werde, 

weil ihr dadurch keine Nachteile erwachsen würden. Weiter werde das Verfahren 

durch diese Klageänderung auch nicht verzögert (act. 108 Rz. 10). 

Die Ausformulierung resp. Bezifferung der Hauptbegehren 1.1 und 1.2 stelle keine 

inhaltliche Änderung, sondern bloss eine Verdeutlichung der Rechtsbegehren dar. 

Diese Verdeutlichung sei zulässig. Im Ergebnis habe die Beklagte den Klägern 

nach dieser Verdeutlichung der Rechtsbegehren dieselbe Summe zu leisten resp. 

zu überweisen, die sie gemäss den Rechtsbegehren vor der Verdeutlichung zu 

leisten bzw. gutzuschreiben gehabt hätte. Daraus folge, dass die Verdeutlichung 

keine Klageänderung darstelle. Dasselbe gelte, soweit die Beträge der Verzugs-

zinsen ausgerechnet würden (act. 108 Rz. 14). Aus den gleichen Gründen sei 

auch durch die zulässige Klageänderung mit Bezug auf das Eventualbegehren 

2.1 das Konto Nr. ... lautend auf "C._____" bei der Bank I._____ als neue Zahl-

stelle zu bezeichnen. Der Kläger 1 und die Klägerin 2 würden mit Bezug auf das

Eventualbegehren 2.1 ebenfalls eine Ausformulierung resp. Bezifferung vorneh-

men, wobei diese Verdeutlichungen ebenfalls zulässig seien (act. 108 Rz. 16).

Die Beklagte führt aus, die Kläger würden mit ihrer Eingabe vom 16. Juni 2011 

nach den Klageänderungen in act. 16 und act. 56 nunmehr ihre dritte Klageände-

rung präsentieren und würden bereits ihre vierte Klageänderung androhen. Eine 

derartige Häufung von Klageänderungen sei zunächst mit dem Grundsatz der 

Eventualmaxime nicht vereinbar (act. 117 Rz. 18). Die andauernden Klageände-

rungen der Kläger seien aber auch mit dem Zweck der Klageänderung kaum ver-

einbar. Dieser liege darin, eine möglichst kostengünstige, rasche und endgültige 

Erledigung zu erreichen. Dieser Zweck werde nur erreicht, wenn durch die Klage-

änderung die Rechtsstellung des Beklagten nicht über Gebühr beeinträchtigt und 

das Verfahren nicht ungebührlich verzögert werde (act. 117 Rz. 19). Die erneut 

abgeänderten Rechtsbegehren seien nur schon deshalb nicht zuzulassen, weil 

damit eine ursprünglich bereits unzulässige Klageänderung erneut abgeändert 

- 29 -

werde (act. 117 Rz. 20). Die erneuten Klageänderungen seien aber auch darum 

nicht zuzulassen, weil bei deren Zulassung die Rechtsstellung der Beklagten we-

sentlich beeinträchtigt bzw. das Verfahren ungebührlich verzögert werde. Diese 

zeige sich bereits daran, dass die Kläger in act. 108 Rz. 18 weitere Klageände-

rungen ankündigen würden, was – bei deren Zulassung – unweigerlich eine wei-

tere Verzögerung des Verfahrens durch einen weiteren Schriftenwechsel mit sich 

bringen würde. Denn der Beklagten wäre zur Wahrung des rechtlichen Gehörs 

zumindest Gelegenheit zu geben, zur neuerlichen Klageänderung und deren Be-

gründung Stellung zu nehmen. Es sei deshalb anerkannt, dass eine Klageände-

rung, die – wie vorliegend – nach dem Beweisabnahmebeschluss vorgenommen 

werde, in der Regel zu einer Verzögerung über Gebühr i.S.v. § 61 Abs. 1 ZPO/ZH 

führe. Die Beklagte würde sich sodann nach Abschluss des Hauptverfahrens 

(nochmals) mit einer neuen Klage konfrontiert, d.h. ihre Stellung würde dadurch 

wesentlich beeinträchtigt (act. 117 Rz. 21). 

2.5.4.2. Würdigung

Mit dem Kläger 1 und der Klägerin 3 ist davon auszugehen, dass eine Modifikati-

on der Rechtsbegehren angesichts des mittlerweile nicht mehr existierenden Kon-

tos Nr. 5 mit der Bezeichnung "C._____ Foundation" unumgänglich geworden ist. 

Zu verneinen ist diesbezüglich eine wesentliche Beeinträchtigung der Rechtsstel-

lung der Beklagten oder eine ungebührliche Verzögerung des Verfahrens, auch 

wenn die Modifikation der Rechtsbegehren nach dem Beweisverfahren beantragt 

worden ist. Die Klageänderungen bzw. -ergänzungen sind somit zuzulassen. So-

weit die Kläger indessen die Verpflichtung der Beklagten zur Leistung in Schwei-

zerfranken beantragen – neu auch für Rechtsbegehren 1.1 und 1.2 – sind die 

Klageänderungen jedoch nicht zuzulassen, da sie sich nicht auf einen neuen 

Sachverhalt stützen (vgl. Ziff. 2.5.3.2. hiervor).

2.5.5. Änderung des Betreffnisses der Klage

Als Folge der Klageänderungen war das Betreffnis der Klage im Rubrum von 

"Feststellung und Rechenschaftsablegung" in "Forderung" zu ändern.

- 30 -

2.6. Rechtsschutzinteresse

2.6.1. Feststellungsklage

2.6.1.1. Parteistandpunkte

Die Kläger bringen vor, ihr Rechtsschutzbedürfnis an der Feststellungsklage er-

gebe sich aus der Weigerung der Beklagten, das IMA für ihre bei der Beklagten 

geführten Kontobeziehungen anzuerkennen. Dadurch sei für sie ungewiss, ob die 

IMA Bestand hätten. Weil deren Laufzeit andauere und ihre Ansprüche erst im 

März 2008 resp. gegebenenfalls sechs Monate später fällig würden, besässen sie 

keine Möglichkeit, eine Leistungs- oder eine andere Klage zu erheben. Der Fort-

bestand dieser Ungewissheit sei für sie angesichts ihrer bei der Beklagten im 

Rahmen der IMA deponierten Vermögenswerte von über EUR 30 Mio. unzumut-

bar, und sie seien dadurch in ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert. 

Sie hätten weiter ein manifestes Interesse daran, dass ihre Vermögenswerte von 

der Beklagten gemäss den in den IMA vertraglich vereinbaren Bedingungen wei-

terbewirtschaftet würden. Auch dieser Fortbestand der Ungewissheit, ob sich die 

Beklagte weiterhin weigern werde, sämtliche Vertragsbestimmungen der IMA mit 

Bezug auf ihre bei der Beklagten geführten Kontobeziehungen korrekt zu erfüllen, 

sei für die Kläger unzumutbar (act. 1 Rz. 57 f.). 

Die Beklagte erklärt, es sei nicht auszumachen, inwiefern die Kläger in ihrer wirt-

schaftlichen Bewegungsfreiheit beschränkt sein sollten. Diese wüssten, dass die 

Beklagte die Gültigkeit des IMA bestreite. Die Kläger könnten die bestehenden 

vertraglichen Vereinbarungen mit der Beklagten ohne Einhaltung einer Kündi-

gungsfrist auflösen. Die Beklagte habe im Übrigen seit Bekanntwerden der Ma-

chenschaften der Nebenintervenientin nie einen Zweifel darüber gelassen, dass 

sie das IMA nicht anerkenne. Es könne daher nicht gesagt werden, für die Kläger 

würde eine Ungewissheit darüber bestehen, ob sich die Beklagte weiterhin wei-

gern werde, sämtliche Vertragsbestimmungen der IMA zu erfüllen (act. 11 

Rz. 130). 

2.6.1.2. Rechtliches

- 31 -

Auf Klagen betreffend Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses wird 

nur eingetreten, wenn ein rechtliches Interesse an der Feststellung besteht (§ 59 

ZPO/ZH). Als Rechtsschutzinteresse ist ein rechtliches, d. h. rechtserhebliches In-

teresse an der gerichtlichen Feststellung eines Rechts oder Rechtsverhältnisses 

vorausgesetzt. Es ist unter folgenden Voraussetzungen gegeben: 1. Ungewiss-

heit, Unsicherheit oder Gefährdung der Rechtsstellung des Klägers, 2. Unzumut-

barkeit der Fortdauer dieser Rechtsungewissheit und 3. Unmöglichkeit der Behe-

bung der Ungewissheit auf andere Weise, insbesondere nicht durch Leistungs-

oder Gestaltungsklage. Wenn eine Leistungsklage möglich ist, ist die Feststel-

lungsklage aber ausnahmsweise zulässig zur Feststellung des Rechtsverhältnis-

ses für die Zukunft, wenn nur Teilleistungen fällig sind. Ein rechtliches Interesse 

liegt vor, wenn die gerichtliche Feststellung erforderlich ist, um eine Ungewissheit 

zu beseitigen, durch welche der Kläger in seiner wirtschaftlichen Bewegungsfrei-

heit behindert ist. Die Erhebung einer Feststellungsklage neben einer Leistungs-

klage ist zulässig, wenn nicht nur die fällige Leistung verlangt, sondern die Gültig-

keit des ihr zugrundeliegenden Rechtsverhältnisses auch für dessen künftige Ab-

wicklung festgestellt werden soll. Fehlen die Voraussetzungen, so ist auf die 

Feststellungsklage nicht einzutreten (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 59 N 13, 

19 u. 28). 

2.6.1.3. Würdigung

Im Zeitpunkt der Klageerhebung war die Rechtsstellung der Kläger ungewiss, da 

sie nicht wussten, ob sie ihren Standpunkt rechtlich durchsetzen können, wonach 

die Beklagte das IMA gegen sich gelten lassen muss. Nicht entscheidend ist die 

Bestreitung des Anspruchs durch die Beklagte, könnte doch ansonsten nie eine 

Feststellungsklage erhoben werden, da es nur zu einer solchen kommt, wenn die 

Gegenseite nicht bereit ist, den Anspruch zu anerkennen. Die Kläger waren so-

dann in ihrer wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit behindert, da es ihnen ange-

sichts des bei der Beklagten angelegten Millionenvermögens nicht zumutbar war, 

die gerichtliche Klärung der Frage, ob die Beklagte das IMA gegen sich gelten zu 

lassen hat, weiter aufzuschieben bzw. dieses vorzeitig zu kündigen und damit der 

ihrer Ansicht nach geschuldeten Rendite verlustig zu gehen. Das Fortdauern die-

- 32 -

ser Rechtsungewissheit war für die Kläger somit unzumutbar. Schliesslich konn-

ten sie zum Zeitpunkt der Klageeinleitung mangels Fälligkeit ihres behaupteten 

Anspruchs aus dem IMA auch keine Leistungsklage erheben. Damit ist die Zuläs-

sigkeit der Feststellungsklage zu bejahen.

Ebenso sind die Feststellungsbegehren 1.2 und 1.4 gemäss Replik zulässig, da in 

jenem Zeitpunkt erst die Zahlung für das erste Investitionsjahr fällig war und es 

um die Feststellung des Rechtsverhältnisses für die Zukunft ging.

2.6.2. Vorbehalte

2.6.2.1. Parteistandpunkte

Betreffend die Klageänderungs- und Nachklagevorbehalte gemäss Rechtsbegeh-

ren 4 der Replik führen die Kläger aus, falls das Verfahren am 1. September 2009 

noch nicht rechtskräftig abgeschlossen sein sollte, dürften der Kläger 1 und die 

Klägerin 3 die Feststellungsbegehren (1.2 und 1.4) in Leistungsbegehren umwan-

deln. Falls das Verfahren bis zum 31. Dezember 2009 nicht rechtskräftig abge-

schlossen sei, hätten der Kläger 1 und die Klägerin 3 das Recht, sich ihre Gutha-

ben gemäss den Haupt- und Eventualforderungsbegehren an eine noch zu be-

zeichnende Zahl- oder Depotstelle leisten zu lassen. Diese Klageänderungsvor-

behalte würden bereits jetzt angebracht. Der generelle Nachklagevorbehalt decke 

den Fall ab, dass noch mehr Vermögensdelikte der Nebenintervenientin (oder von 

anderen Mitarbeitern der Beklagten) zum Vorschein kommen sollten (act. 16 

Rz. 180 f.).

Die Beklagte macht geltend, für Rechtsbegehren 4 der Replik gebe es kein 

Rechtschutzinteresse. Das Gericht habe von keinen Klageänderungs- oder Nach-

klagevorbehalten der Kläger Vormerk zu nehmen. Klageänderungen seien ent-

weder zulässig oder unzulässig, sie würden nicht von irgendwelchen Vorbehalten 

abhängen (act. 42 Rz. 40; act. 64 Rz. 29).

2.6.2.2. Rechtliches

Nach der Dispositionsmaxime kann sich der Kläger damit begnügen, einen nicht 

individualisierten Teilbetrag einer grösseren Gesamtforderung als sog. Teilklage 

- 33 -

geltend zu machen. Alsdann kann im Dispositiv nicht der ganze Anspruch zuge-

sprochen oder abgewiesen werden. Die materielle Rechtskraft des Urteils er-

streckt sich nur auf den eingeklagten Teil. Der Vorbehalt einer Nachklage ist des-

halb grundsätzlich nicht erforderlich, im einzelnen Fall aber zwecks Vermeidung 

von Unklarheit, ob auf den Rechtsanspruch verzichtet wird, empfehlenswert 

(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 54 N 17).

2.6.2.3. Würdigung

Die Rechtsbegehren 4.1 und 4.2 (letzteres lediglich in Bezug auf die Hauptforde-

rungsbegehren 1.1 und 1.2) erweisen sich nach den entsprechenden Klageände-

rungen als gegenstandslos und brauchen nicht geprüft zu werden. Sie sind als 

gegenstandslos geworden abzuschreiben. 

Das Rechtsbegehren 4.2 hinsichtlich der Hauptforderungsbegehren 1.3 und 1.4

ist abzuweisen, da bei gegebenen Voraussetzungen eine Nachklage vorbehalten 

werden kann, nicht aber eine Klageänderung. 

Das Rechtsbegehren 4.3 umfasst sodann einen generellen Nachklagevorbehalt, 

ohne dass die Kläger ausführen würden, von welcher Gesamtforderung sie nur 

einen Teilbetrag eingeklagt hätten. Damit ist Rechtsbegehren 4.3 abzuweisen.

2.7. Noven

2.7.1. Parteistandpunkte

Die Beklagte macht geltend, die act. 51, 53, 56 und 61 enthielten wiederholt und 

in unzulässiger Weise völlig neue Tatsachenbehauptungen und Bestreitungen. 

Auf diese weist sie im Einzelnen hin (act. 64 Rz. 31 ff.). Die Kläger bestreiten dies 

(act. 68 Rz. 4 ff.).

2.7.2. Rechtliches

Gemäss § 114 ZPO/ZH sind die Parteien mit Anträgen zur Sache, Tatsachenbe-

hauptungen, Einreden und Bestreitungen ausgeschlossen, die sie in ihrer letzten 

Rechtsschrift nicht vorgebracht haben. Die letzte Rechtsschrift der Kläger war die 

- 34 -

Replik, diejenige der Beklagten die Duplik (Beschluss des Kassationsgerichts des 

Kantons Zürich vom 8. Oktober 2008, Kass.-Nr. AA070172, E. II.13.a). Die Aus-

nahmen von § 115 ZPO/ZH sind eng auszulegen; im Zweifel darf auf ein Novum 

nicht mehr eingetreten werden (Frank/Sträuli/ Messmer, a.a.O., § 115 N 1).

Ausgenommen von § 114 ZPO/ZH sind gemäss § 115 Ziff. 2 ZPO/ZH u.a. Be-

hauptungen, die durch neu eingereichte Urkunden sofort bewiesen werden kön-

nen. Gemäss dieser Bestimmung bleibt das Verschulden einer Partei an der 

Säumnis unberücksichtigt, wenn der Prozess keine Verzögerung erfährt. Eine neu 

eingereichte Urkunde ist zu berücksichtigen, wenn dadurch eine klare Rechtslage 

geschaffen wird oder erhebliche Gegenbehauptungen des Gegners ohne weiteres 

Beweisverfahren widerlegt werden können (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 115 

N 8). Unstatthaft sind Verzögerungen des Prozesses wegen neuer Beweiserhe-

bungen bzw. Sachverhaltsermittlungen (Zirkulationsbeschluss des Kassationsge-

richts des Kantons Zürich vom 16. November 2004, Kass.-Nr. AA040128, E. 

II.2.3.2). Die Vorschrift stellt für die Zulässigkeit von Noven einzig auf die Liquidi-

tät, d.h. sofortige Beweisbarkeit, der neuen Vorbringen und damit auf den Um-

stand ab, dass deren nachträgliche Berücksichtigung wegen der Entbehrlichkeit 

beweismässiger Weiterungen zu keiner Verfahrensverzögerung führt (Zirkulati-

onsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 15. Januar 2010, 

Kass.-Nr. AA090146, E. II.3.3.3.c).

2.7.3. Würdigung

Mit Verfügung vom 17. April 2009 wurde den Klägern Frist angesetzt, um zu den 

neuen Behauptungen und Beilagen der Duplik Stellung zu nehmen (Prot. S. 15), 

worauf die Kläger mit Eingabe vom 24. August 2009 ihre entsprechende Stellung-

nahme einreichten (act. 51). Auf die Frage von unzulässigen Noven ist – soweit 

erforderlich und relevant – bei den jeweiligen Behauptungen zurückzukommen.

2.8. Sistierung der Schadenersatzbegehren

2.8.1. Parteistandpunkte

- 35 -

Die Kläger stellen mit ihrer Stellungnahme zu den neuen Behauptungen und Bei-

lagen der Duplik folgende Anträge (act. 51 S. 6 f.):

"1. Es sei die Behandlung der Schadenersatzbegehren gemäss den Rechtsbegeh-
ren 1.5., 3.1. und 3.2. im vorliegenden Verfahren zu einem späteren, gerichtlich 
zu bestimmenden Zeitpunkt vorzunehmen und bis dann zu sistieren;

 2. Es sei den Klägern nach Wiederaufnahme des gemäss dem prozessualen An-
trag Ziff. 1 sistierten Verfahrens eine Frist von zwei Monaten anzusetzen, um 
das Quantum mit Bezug auf die Schadenersatzbegehren gemäss den Rechts-
begehren 1.5., 3.1. und 3.2. definitiv zu bestimmen und zu begründen;

 3. Eventualiter: Es sei den Klägern nach Herausgabe der von den Klägern bei der 
Beklagten deponierten Vermögenswerte per 31. Dezember 2009 eine Frist von 
zwei Monaten anzusetzen, um das Quantum mit Bezug auf die Schadener-
satzbegehren gemäss Rechtsbegehren 1.5., 3.1. und 3.2. definitiv zu bestim-
men und zu begründen."

Die Kläger führen dazu aus, die prozessualen Anträge würden aus prozessöko-

nomischen Gründen gestellt: Es sei sinnvoll und angezeigt, dass zuerst über die 

Forderungsklagen aus Vertrag (Rechtsbegehren 1.1, 1.2, 1.3, 1.4) und dann –

falls noch notwendig – über die Forderungsklagen auf Rückerstattung (Rechtsbe-

gehren 2.1, 2.2) geurteilt werde. Erst danach – im Falle einer Abweisung dieser 

zwei Forderungsklagen – wären die Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 auf Scha-

denersatz zu behandeln. Da das Quantum der beiden Forderungsklagen im Ge-

gensatz zum mit den Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 eingeklagten Schadener-

satz einfach zu berechnen sei, rechtfertige es sich, gestützt auf § 116 ZPO/ZH 

das Prozessthema zu beschränken und die Behandlung dieser Rechtsbegehren 

zeitlich hintan zu stellen. Die Beschränkung des Prozessthemas rechtfertige sich 

auch aus einem zweiten Grund: Erst nach Herausgabe der von ihnen bei der Be-

klagten deponierten Vermögenswerte per 31. Dezember 2009 zufolge Kündigung 

würden sie in der Lage sein, das Quantum der Schadenersatzbegehren gemäss 

Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 definitiv zu bestimmen und zu begründen. Sollte 

das Gericht der beantragten Beschränkung des Prozessthemas nicht zustimmen 

wollen, sei den Klägern die gemäss dem prozessualen Antrag Ziff. 3 genannte 

Frist zu gewähren, um das Quantum der Schadenersatzbegehren gemäss den 

Rechtsbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 definitiv zu bestimmen und zu begründen 

(act. 51 Rz. 7). 

- 36 -

Die Beklagte erklärt, sie widersetze sich diesen Anträgen, mit welchen die Kläger 

zu kaschieren versuchen würden, dass sie überstürzt und verfrüht diesen Prozess 

anhängig gemacht hätten (act. 64 Rz. 30).

2.8.2. Rechtliches

Gemäss § 53a Abs. 1 ZPO/ZH kann das Verfahren aus zureichenden Gründen 

eingestellt werden. § 116 ZPO/ZH ermöglicht dem Gericht, das Hauptverfahren 

zunächst auf einzelne Fragen zu beschränken, wenn anzunehmen ist, der Pro-

zess lasse sich dadurch vereinfachen.

2.8.3. Würdigung

Eine Sistierung von einzelnen Rechtsbegehren ist nicht vorgesehen. Auch eine 

Beschränkung des Hauptverfahrens gemäss § 116 ZPO/ZH kommt hier nicht in 

Frage, da dieses mit der Duplik grundsätzlich abgeschlossen war. Sodann ist 

nicht ersichtlich, weshalb den Klägern die Möglichkeit zur definitiven Bestimmung

des Quantums der Schadenersatzbegehren 1.5, 3.1 und 3.2 einzuräumen wäre, 

nachdem sie einen Schadenersatzbetrag in gerichtlich zu bestimmender Höhe 

zuzüglich genau bezifferter Beträge fordern und sie in ihren Rechtsschriften be-

reits die Möglichkeit hatten, ihre Begehren zu begründen. Der Antrag der Kläger 

ist damit abzuweisen. 

2.9. Einreichung des Originals des IMA (act. 34) durch die Kläger

2.9.1. Parteistandpunkte

Die Kläger reichten mit der Klage eine Kopie des IMA vom 7. März 2007 ein 

(act. 3/4).

Mit Eingabe vom 15. Dezember 2008 verlangt die Beklagte, die Kläger seien in 

Anwendung von § 134 ZPO/ZH vor Ablauf der Frist zur Einreichung der Duplik 

aufzufordern, das Original des IMA vom 7. März 2007 einzureichen. Dies erschei-

ne auch im Lichte der Prozessökonomie als zulässig und geboten, damit die Be-

klagte im Rahmen der Duplik dazu Stellung nehmen könne. Auch dürfe ange-

- 37 -

nommen werden, dass sich durch die Vorlage des Originals des IMA vom 7. März 

2007 ein weitläufiges Beweisverfahren erübrigen werde (act. 22 Rz. 4).

Die Kläger erklären mit Eingabe vom 5. Januar 2009, sie hätten gesetzeskonform 

im Hauptverfahren eine Kopie des IMA eingereicht und würden für das Beweis-

verfahren auf gerichtliche Anordnung hin die Einreichung des Originals offerieren. 

Dieses Vorgehen sei gewählt worden, um das Original nicht einfach aus der Hand 

zu geben bzw. zu riskieren, dass solche Unterlagen abhanden kommen könnten. 

Einer Aufforderung der Beklagten auf Vorlage von Beweismitteln hätten die Klä-

ger nicht nachzukommen, schon gar nicht von Originalen. Die Kläger müssten 

solches erst auf gerichtliche Aufforderung hin tun, und das hätten sie offeriert. Die 

Beklagte habe nicht substantiiert, weshalb sie das Original der IMA für die Erar-

beitung der Duplik benötige, und sie substantiiere auch mit keinem Wort, weshalb 

sich durch die Vorlage des Originals ein weitläufiges Beweisverfahren erübrigen 

sollte (act. 28 Rz. 7 ff.). Auf die entsprechende gerichtliche Aufforderung vom 

16. Januar 2009 hin (Prot. S. 11 f.; act. 30) reichten die Kläger mit Eingabe vom 

22. Januar 2009 die Urkunde gemäss act. 34 als Original des IMA vom 7. März 

2007 ein (act. 33).

Mit der Duplik vom 14. April 2009 macht die Beklagte geltend, die Kläger würden 

dem Gericht zwar weismachen wollen, sie hätten mit Klagebeilage 224 (act. 34) 

fristgemäss das Original von Klagebeilage 4 (act. 3/4) eingereicht. Ein Vergleich 

der beiden Dokumente ergebe indessen eindeutig, dass dem nicht so sei. Die ge-

samte Darstellung der Kläger zum angeblichen Abschluss des IMA erscheine un-

glaubwürdig. Die Echtheit dieser Urkunde werde bestritten. Ferner sei act. 34 un-

vollständig eingereicht worden, indem es anders als act. 3/4 die AGB nicht enthal-

te, und daher als unvollständig im Sinne von § 186 ZPO/ZH aus dem Recht zu 

weisen. Man könne auch nicht annehmen, bei act. 3/4 handle es sich um eine von 

der Nebenintervenientin dem Kläger 1 per PDF übermittelte Kopie: Zwar habe der 

Kläger 1 ein solches PDF verlangt, doch habe der Kläger 1 die Zusendung ver-

langt, bevor er selber den Vertrag unterschreiben würde. Die Kopie gemäss 

act. 3/4 trage aber seine Unterschrift. Aus der eingereichten Korrespondenz sei 

auch nicht ersichtlich, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Nebenintervenientin 

- 38 -

einen beidseitig unterzeichneten Vertrag an den Kläger 1 als PDF gesandt habe 

(act. 42 Rz. 8 u. 272 ff.).

Die Kläger entgegnen dazu, act. 34 sei das Original des IMA vom 7. März 2007

und liege als Beweismittel bei den Prozessakten. Aus der Originalurkunde ge-

mäss act. 34 sei ersichtlich, dass sie rechtsgültig unterzeichnet sei und auch die 

Originalunterschrift von J._____ trage. Dass act. 3/4 nicht die Kopie von act. 34 

sei, sei irrelevant und rühre daher, dass die Kläger act. 3/4 als PDF-Dokument 

von der Nebenintervenientin erhalten und bei Klageeinreichung übersehen hätten, 

dass sie act. 3/4 und nicht eine Kopie von act. 34 eingereicht hätten. Act. 34 hät-

ten die Kläger als "ihr" Original in ihrem Besitz stets im Tresor aufbewahrt und auf 

gerichtliche Aufforderung hin mit act. 33 zu den Prozessakten gegeben. Es sei er-

stellt, dass die fragliche Unterschrift auf dem Original des IMA gemäss act. 34 von 

J._____ stammen würde (act. 51 Rz. 10).

Die Beklagte weist in der Eingabe vom 13. Januar 2010 erneut darauf hin, dass 

act. 34 nicht identisch mit act. 3/4 sei. Aus dem Folienvergleich der beiden Doku-

mente (act. 43/32 S. 5) gehe deutlich hervor, dass die Unterschriften von J._____ 

nicht identisch seien. Die Begründung der Kläger, es sei zu einer Verwechslung 

mit einer PDF-Datei gekommen, könne darüber nicht hinwegtäuschen und werde 

zurückgewiesen. Die Kläger würden nicht darlegen, weshalb die beiden Doku-

mente voneinander abweichen würden. Im Weiteren sei bereits dargelegt worden, 

dass act. 34 unvollständig eingereicht worden sei, weshalb eine Ausweisung aus 

dem Recht zu erfolgen habe (act. 64 Rz. 154). In ihrer Stellungnahme zum Er-

gebnis des Beweisverfahrens vom 19. November 2012 stellt die Beklagte u.a. den 

Antrag, vor Fortsetzung des Verfahrens seien die Urkunden gemäss act. 3/4 und 

act. 34 aus dem Recht zu weisen (act. 143 S. 3). Zur Begründung erklärt sie, es 

sei erstellt, dass es die Kläger trotz der Aufforderung des Gerichts gemäss Be-

schluss vom 16. Januar 2009 versäumt hätten, das Original von act. 3/4 zu den 

Akten zu reichen. Die Kläger hätten denn auch eingestehen müssen, dass 

act. 3/4 nicht die Kopie von act. 34 sei. Es sei daher androhungsgemäss zu ver-

fahren und act. 3/4 sowie act. 34 aus dem Recht zu weisen. Act. 34 sei ferner aus 

den Akten zu weisen, weil das Agreement unvollständig sei (act. 143 Rz. 51). 

Man könne sich nicht während des gesamten Behauptungsverfahrens eines Pro-

- 39 -

zesses auf die Kopie eines gefälschten Dokuments stützen und auf entsprechen-

de gerichtliche Aufforderung hin ein völlig anderes Dokument als Original einrei-

chen, das nun plötzlich mit der echten Unterschrift von J._____ versehen sein sol-

le (act. 143 Rz. 52).

2.9.2. Rechtliches

Gemäss § 113 ZPO/ZH sollen Beweismittel schon im Hauptverfahren vorgelegt 

oder bezeichnet werden. Dabei handelt es sich indessen um eine blosse Ord-

nungsvorschrift (Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., Rz. 18 zu § 113). Auf gerichtliche 

Anordnung hin hat eine Partei die sich in ihrem Gewahrsam befindlichen Urkun-

den einzureichen. Weigert sich die Partei, eine Urkunde vorzulegen, gibt sie über 

deren Verbleib keine Auskunft oder hat sie die Urkunde beseitigt, so würdigt das 

Gericht ihr Verhalten nach § 148 ZPO/ZH (§ 183 ZPO/ZH). Das Gericht kann die 

Edition aus Zweckmässigkeitsgründen (§ 134 Abs. 1 ZPO/ZH) oder zur Beweissi-

cherung (§ 135 ZPO/ZH) auch schon im Hauptverfahren speziell anordnen. 

Grundsätzlich können Urkunden in Kopie eingereicht werden, wobei das Gericht 

die Vorlage des Originals oder einer amtlich beglaubigten Kopie verlangen kann 

(§ 185 Abs. 1 ZPO/ZH). Im Streitfall ist es Sache der richterlichen Beweiswürdi-

gung, ob auf die Kopie abgestellt werden kann oder die Vorlage des Originals 

bzw. einer beglaubigten Abschrift verlangt werden muss, weil eine Verfälschung 

nicht ausgeschlossen ist oder es auf Einzelheiten besonders ankommt 

(Frank/Sträuli/Messmer, a.a.O., § 185 Rz. 1). Schliesslich besagt § 186 Abs. 1 

ZPO/ZH, dass jede Urkunde vollständig vorgelegt werden muss. Bezieht sich eine 

Urkunde auf andere Urkunden, wie Nebenverträge oder Rechnungsbeilagen, sind 

auch diese einzureichen. Dieser Vorschrift kommt allerdings ebenfalls lediglich 

Ordnungscharakter zu (ErgBd. Frank zu Frank/Sträuli/Messmer, Kommentar zur 

zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2000, § 186 Rz. 1).

Wo das Gesetz die Folgen der Versäumnis einer Frist nicht festsetzt, bestimmt sie 

das Gericht (§ 196 GVG/ZH). Die Androhung der Versäumnisfolgen im einzelnen 

Fall stellt einen Akt der Prozessleitung dar, der als solcher von der Rechtskraft 

nicht erfasst wird. Deshalb ist der Richter an die einmal ausgesprochene Andro-

hung nicht gebunden. Er kann von sich aus oder auf Antrag einer Partei die erlas-

- 40 -

sene Androhung jederzeit in Wiedererwägung ziehen und sie aufgrund veränder-

ter Anschauung widerrufen oder durch eine andere ersetzen. Für alle Fälle, in de-

nen der Richter die Versäumnisfolgen festlegen darf, stellt § 196 GVG/ZH den 

Grundsatz auf, dass die Androhung nicht weitergehen darf, als der ordentliche 

Fortgang des Prozesses es erfordert. Die Folgen der Fristversäumnis dürfen des-

halb nicht strenger angesetzt werden, als der Zweck der Fristansetzung es erfor-

dert (Hauser/Schweri, Kommentar zum zürcherischen Gerichtsverfassungsge-

setz, Zürich 2002, § 196 N 7 und 13).

2.9.3. Würdigung

Die Einreichung des Originals des IMA vom 7. März 2007 war mit der Begründung 

angeordnet worden, dass ein allfälliger Vorhalt des Originaldokuments im Rah-

men der Befragung der Nebenintervenientin, welche die Aussage verweigert hatte 

(Prot. S. 17 ff.), authentischer durchgeführt werden könne. Weiter wurde fest-

gehalten, dass kein Grund bestehe, der Beklagten bis zur Einreichung dieser Ori-

ginale die Frist zur Erstattung der Duplik abzunehmen (act. 30 S. 5). Mit den Klä-

gern ist denn auch davon auszugehen, dass die Beklagte nicht darlegt, weshalb 

sie das Original der IMA für die Erarbeitung der Duplik benötigt hätte und sich 

durch die Vorlage der Originale ein weitläufiges Beweisverfahren hätte erübrigen 

sollen. Abgesehen davon wurde das Original gemäss act. 34 aber sowieso über 

zweieinhalb Monate vor Einreichung der Duplik zu den Akten erhoben (act. 33; 

act. 34; act. 42). Die Beklagte konnte sich deshalb in der Duplik ausführlich zu 

dieser Urkunde äussern.

Betreffend die Urkunde gemäss act. 34 ist eine Ausweisung aus dem Recht be-

reits aufgrund der fehlenden entsprechenden Androhung nicht angezeigt. Ferner

ist act. 34 entgegen der Ansicht der Beklagten auch nicht aufgrund einer allfälli-

gen Unvollständigkeit aus dem Recht zu weisen, da es sich bei § 186 ZPO/ZH 

wie erwähnt um eine Ordnungsvorschrift handelt.

Nachdem die Kläger mit der Urkunde gemäss act. 34 ein Original des IMA vom 

7. März 2007 eingereicht haben, ist es für den Prozessfortgang nicht erforderlich, 

die Urkunde gemäss act. 3/4 androhungsgemäss aus dem Recht zu weisen, 

- 41 -

weshalb die Säumnisfolge (Satz 2) in Dispositiv Ziff. 2 des Beschlusses vom 

16. Januar 2009 in Wiedererwägung zu ziehen und mangels Relevanz aufzuhe-

ben ist. Keine Rolle spielt dabei, dass die Urkunde gemäss act. 3/4 keine Kopie 

der Urkunde gemäss act. 34 ist; es stellt im Geschäftsleben den Normalfall dar, 

dass mehrere Vertragsexemplare angefertigt werden, weshalb die Beklagte aus 

dem Umstand, dass mehrere Exemplare des IMA vom 7. März 2007 bestehen, 

nichts für sich ableiten kann. Der Darstellung der Beklagten im Hinblick auf die 

Urkunde gemäss act. 3/4, wonach der Kläger 1 die Zusendung des unterzeichne-

ten IMA im PDF-Format per E-Mail verlangt habe, bevor er selber den Vertrag un-

terschreiben würde, widersprechen die Kläger zumindest insofern, als sie sich auf 

den Standpunkt stellen, der Kläger 1 habe der Beklagten das durch ihn bereits 

unterzeichnete IMA am 7. März 2007 per E-Mail im PDF-Format zur Gegenzeich-

nung zugesandt (act. 16 Rz. 81). Ohnehin ist im Zusammenhang mit der Einrei-

chung der Urkunde gemäss act. 34 als Original des IMA vom 7. März 2007 irrele-

vant, wie die Kläger in den Besitz der Urkunde gemäss act. 3/4 gekommen sind. 

Auf die Möglichkeit, dass es sich bei der Urkunde gemäss act. 3/4 eventuell um 

eine Fälschung handelt und den Umstand, dass sowohl die Urkunde gemäss 

act. 34 als auch jene gemäss act. 3/4 eine leere Seite als Anhang ("Schedule 1") 

enthalten, ist im Rahmen der Beweiswürdigung einzugehen. 

Zum Einwand der Beklagten, man könne sich nicht während des gesamten Be-

hauptungsverfahrens eines Prozesses auf die Kopie eines gefälschten Doku-

ments stützen und auf entsprechende gerichtliche Aufforderung hin ein völlig an-

deres Dokument als Original einreichen, das nun plötzlich mit der echten Unter-

schrift von J._____ versehen sein solle, ist schliesslich festzuhalten, dass es 

(nach zürcherischem Prozessrecht) grundsätzlich nicht zwingend ist, sich in der 

Behauptungsphase eines Prozesses überhaupt auf irgendwelche Dokumente zu 

stützen, da es sich bei der entsprechenden Bestimmung (§ 113 ZPO/ZH letzter 

Satz) – wie erwähnt – um eine Ordnungsvorschrift handelt. Erst auf gerichtliche 

Anordnung hin hat eine Partei die sich in ihrem Gewahrsam befindlichen Urkun-

den einzureichen und erst im Beweisverfahren hat sie die durch die Gegenpartei 

bestrittenen Behauptungen zu beweisen.

- 42 -

2.10.Bedeutung des Strafurteils gegen die Nebenintervenientin

2.10.1. Parteistandpunkte

Mit Eingabe vom 4. Dezember 2012 reichte die Beklagte das Strafurteil des Be-

zirksgerichts Zürich gegen die Nebenintervenientin vom 1. November 2012 als 

Novum ein, mit welchem die Nebenintervenientin u.a. der mehrfachen Urkunden-

fälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen wurde

(act. 145; act. 146). Sie macht geltend, nachdem der dem Strafurteil zugrunde lie-

gende Sachverhalt derselbe wie im vorliegende Verfahren sei, solle der Zivilrich-

ter nicht ohne Not von der Auffassung des Strafrichters abweichen. Es könne na-

turgemäss nur eine Richtlinie für die Entscheidung der Richter geben, wenn es 

um die Beurteilung ein und desselben Sachverhalts gehe: die Erforschung der 

materiellen Wahrheit (act. 145 Rz. 6 ff.). Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich 

bestätige den Standpunkt der Beklagten (act. 145 Rz. 9 ff.).

Der Kläger 1 und die Klägerin 3 erklären dazu, die Beklagte versuche, die Ausfüh-

rungen des Bezirksgerichts Zürich als Feststellungen zu act. 34 umzudeuten, ob-

wohl act. 34 nicht bei den Akten des Strafverfahrens gelegen habe, sondern eine 

andere Version des IMA (act. 151 Rz. 8). Es gelte im Übrigen die Unabhängigkeit 

des Zivilrichters (act. 151 Rz. 9 ff.).

2.10.2. Rechtliches

Gemäss Art. 53 Abs. 1 OR ist das Zivilgericht bei der Beurteilung der Schuld oder 

Nichtschuld, Urteilsfähigkeit oder Urteilsunfähigkeit an die Bestimmungen über 

strafrechtliche Zurechnungsfähigkeit oder an eine Freisprechung durch das Straf-

gericht nicht gebunden. Ebenso ist das strafgerichtliche Erkenntnis mit Bezug auf 

die Beurteilung der Schuld und die Bestimmung des Schadens für den Zivilrichter 

nicht verbindlich (Art. 53 Abs. 2 OR). Diese etwas unklare Vorschrift regelt ihrem 

Wortlaut nach, an was der Zivilrichter nicht gebunden ist, ohne zu präzisieren, ob 

die Aufzählung in Abs. 1 und 2 abschliessend oder analog auch auf andere, nicht 

aufgeführte Fragen anwendbar ist. Heute gilt die Auslegung, dass für sämtliche 

kantonalen Zivilprozessordnungen zwingend ist, was Art. 53 OR ausdrücklich er-

- 43 -

wähnt bzw. dass insoweit der Zivilrichter nicht gebunden sein darf. Was 

Art. 53 OR nicht regelt, bleibt der Zuständigkeit des kantonalen Prozessrechts 

vorbehalten (Brehm, in: BK OR, Bd. VI/1/3/1, Allgemeine Bestimmungen, Die Ent-

stehung durch unerlaubte Handlung, Art. 41-61 OR, 3. Aufl., Bern 2006, Art. 53 

N 3 ff.). Das Stillschweigen von Art. 53 OR bezüglich Tatbestands- bzw. Sachver-

haltsfragen lässt somit auch die kantonalen Gesetze (bzw. Rechtsprechungen) 

darüber entscheiden, ob der Zivilrichter an die tatsächlichen Feststellungen des 

Strafrichters gebunden ist (Brehm, a.a.O., Art. 54 N 24a). 

Auch mangels einer solchen kantonalrechtlichen Bindung stützt sich die zivilrecht-

liche Gerichtspraxis oft auf den Strafrichter ab, weil dessen Feststellungen und 

Erwägungen mit jenen des Zivilrichters in der Regel übereinstimmen und er meis-

tens zeitlich näher zum Tatbestand steht, so dass seine Abklärungen oft zuver-

lässiger sind als das spätere Beweisverfahren vor dem Zivilrichter. In diesem Sin-

ne kann sich der Zivilrichter bei seiner eigenen Würdigung an die Auffassung des 

Strafrichters anlehnen, wenn sich dies als zweckmässig erweist. Die Auffassung, 

dass der Zivilrichter nicht ohne Not oder zureichende bzw. sehr gewichtige Grün-

de vom Strafurteil abweichen darf, ist indessen abzulehnen (vgl. Brehm, a.a.O., 

Art. 54 OR N 30 ff.). Dem Gut der (dadurch in Einzelfällen tangierten) Rechtssi-

cherheit sind die Unabhängigkeit des Zivilrichters sowie die Parteirechte im Zivil-

prozess gegenüber zu stellen, welche sogleich im Zusammenhang mit der Ausei-

nandersetzung einer älteren Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich (ZR 38 

Nr. 1) zu erläutern sind.

Nach dieser Praxis, die in ZR 65 Nr. 113 ohne genauere Prüfung der Frage über-

nommen wurde, wird aus allgemeinen Grundsätzen des zürcherischen Prozess-

rechts hergeleitet, eine Bindung des Zivilrichters an ein strafrechtliches Erkenntnis 

bestehe im Kanton Zürich insoweit, als die Rechtskraft des Strafurteils reiche. Der 

Zivilrichter sei an die tatsächlichen Feststellungen des Strafrichters gebunden, 

soweit sie notwendige Voraussetzungen der im Dispositiv ausgesprochenen Ver-

urteilung bilden würden. Dazu gehöre, dass der Verurteilte die ihm im Dispositiv 

zur Last gelegte Handlung oder Unterlassung begangen habe, und dass dies wi-

derrechtlich sei. Diese Praxis wurde 1979 von der I. Zivilkammer des Oberge-

- 44 -

richts des Kantons Zürich mit überzeugenden Argumenten in Frage gestellt: Die 

bisher vom Obergericht vertretene Auffassung könne sich nicht auf ausdrückliche 

Gesetzesbestimmungen abstützen, was hier, wo es um die Einschränkung der 

Entscheidungsfreiheit des Zivilrichters gehe, wohl verlangt werden müsste. Die 

Nichtbindung des Zivilrichters durch Strafurteile sei schon deshalb zu befürwor-

ten, weil an einem Strafverfahren in der Regel nur eine der beiden am Zivilpro-

zess beteiligten Parteien teilnehme und die gesetzlich vorgesehenen Einfluss-

möglichkeiten des Geschädigten auf den Gang des Strafverfahrens, insbesondere 

der Beweisabnahme, gering seien und keinen Vergleich mit dem Zivilprozess 

aushalten würden, wie denn der Strafprozess überhaupt von völlig anderen 

Grundsätzen beherrscht sei. Jedenfalls würde es gegen fundamentale Rechts-

prinzipien verstossen, wenn es dem Zivilrichter nicht freigestellt wäre, aufgrund 

neuer Parteivorbringen und eigener Beweiserhebung allenfalls einen bestimmten 

Sachverhalt und die damit zusammenhängende Frage der Widerrechtlichkeit an-

ders zu beurteilen, als dies der Strafrichter getan habe. An der erwähnten älteren 

zürcherischen Praxis ist somit nicht festzuhalten und eine entsprechende kanto-

nale Bindung des Zivilrichters ist zu verneinen (vgl. auch Frank/Sträuli/Messmer, 

a.a.O., § 191 ZPO N. 3, mit zahlreichen Hinweisen).

2.10.3. Würdigung

Mit dem Kläger 1 und der Klägerin 3 ist festzuhalten, dass im Strafverfahren ge-

gen die Nebenintervenientin die Urkunde gemäss act. 34 nicht gewürdigt wurde, 

da sie nicht im Recht lag, sondern auf eine andere Version des IMA abgestellt 

wurde. Davon geht auch die Beklagte aus (act. 145 Rz. 26). Ob die beklagtische 

Auffassung zutrifft, wonach dem Strafrichter im Allgemeinen mehr und tauglichere 

Mittel zur Verfügung stehen, um einen Sachverhalt festzustellen (act. 145 Rz. 8), 

kann ferner dahin gestellt bleiben; im Strafurteil gegen die Nebenintervenientin 

vom 1. November 2012 wurde von solchen jedenfalls kein Gebrauch gemacht. 

Vielmehr wurde der für das vorliegende Verfahren relevante Sachverhalt auf vier 

Seiten erstellt, wobei zur Hauptsache die Aussagen von J._____ und jene der 

Nebenintervenientin gewürdigt wurden. Die Protokolle der massgebenden ent-

sprechenden Einvernahmen im Strafverfahren werden im vorliegenden Verfahren 

- 45 -

in Form von Urkunden als Beweismittel offeriert und mitgewürdigt. Damit ist klar, 

dass dem genannten Argument, der Strafrichter stehe näher zum Tatbestand, 

vorliegend keine Bedeutung zukommt. Nach dem Gesagten schaffen die Feststel-

lungen im Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich vom 1. November 2012 aber oh-

nehin kein Präjudiz für das vorliegende Verfahren. Der durch die Beklagte er-

wähnte Umstand, dass im Strafverfahren die Offizialmaxime gilt, ändert daran 

nichts. Das erkennende Gericht hat die ihm form- und fristgemäss angebotenen 

Beweismittel frei zu würdigen. Das Ergebnis dieser Beweiswürdigung kann natur-

gemäss von jener des Strafgerichts abweichen. Ob das besagte Strafurteil gegen 

die Nebenintervenientin vom 1. November 2012 inzwischen rechtskräftig ist, muss 

demnach nicht geklärt werden.

3. Materielles

3.1. Anwendbares Recht

Unbestritten ist (act. 1 Rz. 7; act. 11 Rz. 88), dass die vorliegende Streitigkeit ge-

mäss der Rechtswahl der Parteien dem schweizerischen materiellen Recht unter-

steht (Art. 116 IPRG; Art. 33 der General Conditions and Custody Account Regu-

lations der Beklagten). Demnach ist schweizerisches Recht anzuwenden.

3.2. Vertragliche Ansprüche aus dem IMA

3.2.1. Zustandekommen

3.2.1.1. Vorbemerkung

Die Kläger stellen sich auf den Standpunkt, das IMA vom 7. März 2007 sei na-

mens und mit Wirkung für die Beklagte von der Nebenintervenientin und J._____

abgeschlossen worden, welche damals für die Beklagte kollektivzeichnungsbe-

rechtigt waren. Die Beklagte bestreitet, durch das IMA gebunden zu sein und 

macht geltend, die Nebenintervenientin habe die entsprechenden Vertragsurkun-

den gefälscht. Zudem seien die Kläger nicht gutgläubig. Keine Ansprüche leiten 

die Kläger aus dem IMA vom 6. Februar 2007 (act. 17/110; act. 52/225) ab. Auf 

dieses ist somit mangels Relevanz nicht weiter einzugehen.

- 46 -

In einem ersten Schritt ist somit die Frage zu beantworten, ob neben der Nebenin-

tervenientin auch J._____ das IMA vom 7. März 2007 namens der Beklagten un-

terzeichnet hat. Falls die erste Frage bejaht wird, ist zu klären, ob sie dies auch 

mit Wirkung für die Beklagte getan haben.

3.2.1.2. Unterzeichnung des IMA vom 7. März 2007 namens der Beklagten

3.2.1.2.1. Parteibehauptungen

Die Kläger machen in der Klagebegründung geltend, nach Austausch diverser E-

Mails zwischen der Nebenintervenientin und dem Kläger 1 habe die Beklagte dem 

Kläger 1 mit Schreiben vom 31. Januar 2007 das IMA für das Konto mit der 

Nummer Nr. 6 und der Bezeichnung "A._____" zur Unterzeichnung zugesandt, 

wobei das Dokument seitens der Beklagten bereits durch J._____ und die Nebe-

nintervenientin unterzeichnet gewesen sei (act. 1 Rz. 25). Mit E-Mail vom 

7. Februar 2007 habe der Kläger 1 den Erhalt des seitens der Beklagten unter-

zeichneten IMA bestätigt und die Nebenintervenientin um Erläuterung von drei 

ihm durch die Beklagte ebenfalls zugesandten Dokumenten gebeten. Mit E-Mail 

vom 7. Februar 2007 habe die Nebenintervenientin dem Kläger 1 die gestellten 

Fragen beantwortet. Daraufhin habe der Kläger 1 der Nebenintervenientin mit E-

Mails vom 8. und 9. Februar 2007 die von ihm gegengezeichneten Dokumente 

zugesandt, was ihm durch die Nebenintervenientin bestätigt worden sei (act. 1 

Rz. 26). Mit E-Mail vom 22. Februar 2007 habe die Nebenintervenientin den Klä-

ger 1 gebeten, die gemäss Agreement vereinbarten Vermögenswerte an die Be-

klagte zu transferieren, was der Kläger 1 in der Folge getan habe. Mit E-Mail vom 

gleichen Tag an die Nebenintervenientin habe er um Zustellung eines aktuellen 

Auszugs betreffend das Konto mit der Nr. 4 und der Bezeichnung "A._____" ge-

beten. Die Nebenintervenientin habe ihm diesen Kontoauszug gleichentags zuge-

stellt (act. 1 Rz. 28). Mit E-Mai