# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 572a1924-8358-59b3-b05d-c6a21104a253
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.01.2012 A-2401/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-2401-2011_2012-01-06.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung I
A­2401/2011

U r t e i l   v om   6 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Richter Markus Metz (Vorsitz),
Richter Lorenz Kneubühler, Richterin Kathrin Dietrich,   
Gerichtsschreiberin Christa Baumann.

Parteien X._______,  
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Christoph Hohler, 
Badenerstrasse 75, 8004 Zürich,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, 3003 Bern,   
Vorinstanz

Gegenstand Verbot zur Führung von Luftfahrzeugen im schweizerischen 
Luftraum sowie zur Führung von schweizerischen 
immatrikulierten Luftfahrzeugen im Ausland.

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Sachverhalt:

A. 
X._______ (Jahrgang 1963) verlor am 11. September 2010 gegen 20.20 
Uhr  im  Landeanflug  auf  den  Heliport  Raron  die  Herrschaft  über  den 
Helikopter HB­ZSH, weshalb er in Niederengsteln (VS) notlanden musste. 
Bei diesem Unfall zog er sich leichte Verletzungen zu. Überdies entstand 
ein erheblicher Schaden am Luftfahrzeug.

B. 
Wegen  dieses  Vorfalles  leitete  das  Bundesamt  für  Zivilluftfahrt  (BAZL) 
eine  Administrativmassnahmeuntersuchung  gegen  X._______  ein  und 
entzog  ihm vorläufig seine schweizerischen Fluglizenzen (ICAO CPL [H] 
37200/ICAO  und  PPL  [A]  37200/NAT).  Nachdem  das  BAZL  davon 
Kenntnis  erhalten  hatte,  dass  X._______  ausserdem  im  Besitze  zweier 
amerikanischer  Fluglizenzen  (CPL  [H]  und  PPL  [A])  ist,  ordnete  es  mit 
Verfügung vom 12. April 2011, mitgeteilt am 13. April 2011, was folgt an:

"1. X._______wird per sofort und bis auf Weiteres untersagt, im 
schweizerischen  Luftraum  ein  Luftfahrzeug  sowie  generell 
ein schweizerisch immatrikuliertes Luftfahrzeug zu führen.

2. Das  Bundesamt  für  Zivilluftfahrt  wird  die  amerikanischen 
Behörden  über  den  Flugunfall  sowie  dessen  Folgen 
informieren.

3. Widerhandlungen gegen Ziffer 1 dieser Verfügung können in 
Anwendung  von  Art. 91  LFG  mit  einer  Busse  von 
CHF 40'000.00 bestraft werden.

4. Einer  allfälligen  Beschwerde  gegen  die  Ziffern  1  und  2 
dieser Verfügung wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

(…)"

C. 
Dagegen reicht X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 26. April 
2011  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  ein  mit  dem  Antrag, 
Ziffer  2  der  angefochtenen  Verfügung  unter  Kosten­  und 
Entschädigungsfolge  zu  Lasten  des  BAZL  (nachfolgend:  Vorinstanz) 
aufzuheben.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  verlangt  er  zudem  die 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung.

D. 
In seiner Vernehmlassung vom 6. Mai 2011 schliesst die Vorinstanz auf 
kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

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E. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  16. Mai  2011  weist  das 
Bundesverwaltungsgericht  das  Gesuch  um  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden Wirkung im Sinne der Erwägungen ab. 

F. 
Mit Schreiben vom 30. Mai 2011  teilt die Vorinstanz der amerikanischen 
Federal  Aviation  Administration  (FAA)  daraufhin  mit,  der 
Beschwerdeführer  habe  am  11. September  2010  einen  Flugunfall 
verursacht, weshalb eine Untersuchung gegen ihn eingeleitet worden sei. 
Die  vorläufigen  Ergebnisse  derselben  hätten  die  Vorinstanz  dazu 
veranlasst,  dem  Beschwerdeführer  bis  auf  Weiteres  zu  untersagen,  im 
schweizerischen Luftraum ein Luftfahrzeug zu lenken und in der Schweiz 
immatrikulierte Luftfahrzeuge zu führen.

G. 
In  den  Schlussbemerkungen  vom  30. Juni  2011  modifiziert  der 
Beschwerdeführer  sein  Rechtsbegehren  dahingehend,  als  er  nur  mehr 
beantragt,  Ziffer  2  der  angefochtenen  Verfügung  insoweit  kostenfällig 
aufzuheben oder zu präzisieren, als der Vorinstanz zu untersagen sei, die 
FAA  in  einem  über  das  Schreiben  vom  30. Mai  2011  hinausgehenden 
Ausmass über seinen Flugunfall zu informieren.

H. 
In  ihren  Schussbemerkungen  vom  8. August  2011  hält  die  Vorinstanz 
unter Erneuerung ihrer Argumentation an den gestellten Anträgen fest.

I. 
Auf  die  weiteren  Ausführungen  in  den  Rechtsschriften  wird  –  soweit 
erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht  richtet sich nach 
dem  Bundesgesetz  vom  20. Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das 
Verwaltungsgerichtsgesetz  vom 17. Juni  2005  (VGG, SR 173.32)  nichts 
anders  vorsieht  (Art. 37  VGG).  Gemäss  Art. 32  VGG  beurteilt  das 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  im  Sinne 
von  Art. 5  VwVG.  Als  Vorinstanz  gelten  die  in  Art. 33  VGG  genannten 

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Behörden,  zu  denen  das  BAZL  zählt.  Zu  den  zulässigen 
Anfechtungsobjekten gehören namentlich von der Vorinstanz im Rahmen 
eines  Administrativmassnahmeverfahrens  getroffene  Anordnungen  (vgl. 
Art. 32  VGG).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  folglich  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2. Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer vor der 
Vorinstanz  im  Verfahren  teilgenommen  hat  oder  keine  Möglichkeit  zur 
Teilnahme  erhalten  hat  (Bst.  a),  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren 
Aufhebung  oder  Änderung  hat  (Bst.  c).  Der  Beschwerdeführer  hat  am 
vorinstanzlichen  Verfahren  teilgenommen,  ist  als  Adressat  der 
angefochtenen  Verfügung  von  dieser  unmittelbar  betroffen  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interessen  an  deren  Aufhebung,  weshalb  er  zur 
Beschwerdeführung berechtigt ist.

1.3. Auf die im Übrigen frist­ und formgerecht (Art. 50 und Art. 52 VwVG) 
eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten.

2.
In  prozessualer  Hinsicht  stellt  sich  zunächst  die  Frage  nach  dem 
Streitgegenstand.

2.1. Mit der Einreichung der Beschwerde wird die Angelegenheit bei der 
Beschwerdeinstanz  rechtshängig,  womit  die  Vorinstanz  die  Befugnis 
verliert,  darüber  zu  entscheiden  (AUGUST  MÄCHLER,  in:  Auer/Müller/ 
Schindler  [Hrsg.],  VwVG  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das 
Verwaltungsverfahren,  Zürich/St. Gallen  2008  [nachfolgend  zitiert  als: 
Verwaltungsverfahren],  Art. 58  N. 1).  Dieser  sog.  Devolutiveffekt  wird 
einzig  durch  Art. 58  VwVG  durchbrochen.  Laut  dieser  Bestimmung  hat 
die Vorinstanz die Möglichkeit,  die angefochtene Verfügung bis  zu  ihrer 
Vernehmlassung in Wiedererwägung zu ziehen und diese aufgrund neuer 
Tatsachen  oder  besserer  Erkenntnis  im  Sinne  des  Beschwerdeführers 
abzuändern. Sie kann sich jedoch im Rahmen der Wiedererwägung auch 
darauf beschränken,  ihre ursprüngliche Verfügung  lediglich zu erläutern, 
um  allfällige  Unsicherheit  über  deren  Tragweite  zu  beseitigen  (STEFAN 
VOGEL,  Verwaltungsverfahren,  Art. 69  N. 3).  Wird  eine  Verfügung 
während des Beschwerdeverfahrens in Wiedererwägung gezogen, so tritt 
die  neue  Verfügung  anstelle  der  ursprünglichen,  weshalb  das 
Beschwerdeverfahren insoweit als gegenstandslos abzuschreiben ist, als 
die  Vorinstanz  den  Anträgen  des  Beschwerdeführers  in  der  neuen 

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Verfügung  entsprochen  hat  (Art. 58  Abs. 3  VwVG;  ANDREA PFLEIDERER, 
in:  Waldmann/Weissenberger  [Hrsg.],  VwVG  Praxiskommentar  zum 
Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren,  Zürich/Basel/Genf  2009 
[nachfolgend zitiert als: Praxiskommentar], Art. 58 N. 48, N. 52).

2.2. Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Dispositivziffer angeordnet, 
die amerikanischen Behörden über den Flugunfall  sowie dessen Folgen 
zu informieren. Diese Entscheidformel wird in den Erwägungen weder in 
Bezug  auf  den  Adressatenkreis  noch  den  Umfang  der  Mitteilung 
konkretisiert.  Vor  diesem  Hintergrund  hat  die  Vorinstanz  dem 
Beschwerdeführer  am  13. April  2011  auf  entsprechende  Nachfrage  hin 
telefonisch  mitgeteilt,  zu  beabsichtigen,  die  FAA  in  einer  in  Englisch 
abzufassenden  Mitteilung  über  die  wesentlichen  Umstände  des 
Flugunfalls vom 11. September 2010 sowie die zentrale Begründung des 
Flugverbots  zu  informieren.  Erwähnt  werde  insbesondere  das 
abgelaufene  Type  Rating,  das  ungültige  medizinische 
Tauglichkeitszeugnis  (sog.  medical  certificate)  des  Beschwerdeführers 
sowie  dessen  derzeitige  Einschätzung  als  "medical  unfit".  In  ihrer 
Vernehmlassung  vom  6. Mai  2011  hat  die  Vorinstanz  diese  Angaben 
bestätigt  und  ausdrücklich  festgehalten,  nicht  (mehr)  die  Absicht  zu 
haben,  die  FAA  über  die  vom  Beschwerdeführer  vor  dem  Unfall 
eingenommenen Medikamente  und Drogen  in  Kenntnis  zu  setzen  (S. 8 
f.). In diesem Sinne hat die Vorinstanz ihre ursprüngliche Erkenntnis zum 
einen  erläutert,  zum  anderen  insoweit  eingeschränkt,  als  sie  nunmehr 
darauf  verzichtet,  die  FAA  über  den  (angeblichen)  Medikamenten­  und 
Drogenkonsum  des  Beschwerdeführers  zu  informieren.  Allerdings  ist 
fraglich, ob diese Äusserungen als neue Verfügung im Sinne von Art. 58 
VwVG zu qualifizieren sind. 

2.3. Die  rechtliche Qualifikation  eines Aktes  als  Verfügung  hängt  einzig 
davon  ab,  ob  dieser  die  inhaltlichen Strukturelemente  von Art. 5 Abs.  1 
VwVG  aufweist,  es  sich  hierbei  mithin  um  eine  an  den 
Verfügungsadressaten  gerichtete,  behördliche  Anordnung  handelt,  die 
auf  Rechtswirkung  ausgerichtet  ist  und  in  Anwendung  des 
Bundesverwaltungsrechtes  ergeht  (MARKUS  MÜLLER, 
Verwaltungsverfahren, Art. 5 N. 6 f.). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, 
so  liegt  eine  Verfügung  im  Sinne  von  Art. 58  VwVG  vor,  es  sei  denn, 
diese  entfalte  als  nichtige Verfügung  keinerlei Rechtswirkung. Nach  der 
von  Lehre  und  der  Rechtsprechung  als  massgebend  erachteten 
Evidenztheorie  erweist  sich  eine  Verfügung  als  nichtig,  wenn  der  ihr 
anhaftende Mangel besonders schwer und offensichtlich oder zumindest 

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leicht  erkennbar  ist  und  die  Rechtssicherheit  durch  die  Annahme  der 
Nichtigkeit nicht ernsthaft gefährdet wird (BGE 129 I 362 E. 2.1, BGE 117 
Ia  222  E. 8;  MÜLLER,  Verwaltungsverfahren,  Art. 5  N. 10,  ULRICH 
HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX  UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungsrecht, 
6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 956 ff.).  .  

2.4.  Gemäss  Art. 34  Abs.  1  VwVG  ist  die  Vorinstanz  gehalten,  ihre 
Verfügung  schriftlich  zu  eröffnen.  Gibt  sie  eine  Verfügung  telefonisch 
bekannt,  so  leidet  diese  an  einem  schweren  Mangel,  der  für  den 
Adressaten  offensichtlich  ist  und  durch  dessen  Nichtigkeit  die 
Rechtssicherheit  nicht  gefährdet  wird  (MÜLLER,  Verwaltungsverfahren, 
Art. 5  N. 9  mit  weiteren  Hinweisen).  Die  Äusserungen  der  Vorinstanz 
anlässlich des Telefonates vom 13. April 2011 erweisen sich demnach als 
nichtig.  In  Bezug  auf  deren  gleichlautende  Aussagen  in  der 
Vernehmlassung  verhält  es  sich  insofern  anders,  als  diesen  bereits  die 
Strukturelemente  einer  Verfügung  fehlen,  da  sie  nicht  an  den 
Beschwerdeführer,  sondern  das  Bundesverwaltungsgericht  gerichtet 
waren.  Die  Vorinstanz  hat  es  folglich  unterlassen,  ihre  Äusserungen  in 
Verfügungsform  zu  kleiden,  womit  sie  während  des 
Beschwerdeverfahrens keine neue Verfügung im Sinne von Art. 58 VwVG 
erlassen  hat.  Das  Beschwerdeverfahren  bezieht  sich  folglich 
grundsätzlich auf die vorinstanzliche Verfügung vom 12. April  2011  (vgl. 
aber nachfolgende E. 3).

3. 
Bei diesem Ergebnis eröffnet sich zum einen die Frage, ob die Vorinstanz 
die angefochtene Anordnung ausreichend begründet hat, zum anderen ist 
zu prüfen, wie  sich die  vorinstanzliche Zusicherung,  die FAA nicht  über 
den  (angeblichen)  Drogen­  und  Medikamentenkonsum  des 
Beschwerdeführers  zu  informieren,  in  Bezug  auf  das 
Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers auswirkt.  

3.1. Das Bundesgericht  leitet die Pflicht der Behörden, Verfügungen und 
Entscheide zu begründen, aus Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) ab 
(BGE  132  I  197  E. 3,  BGE  131  I  30  E. 3).  Für  das  nichtstreitige 
Verwaltungsverfahren  wird  diese  Verpflichtung  in  Art. 35  VwVG 
wiederholt,  ohne  über  die  verfassungsmässige  Anforderungen 
hinauszugehen  (ANDRÉ  MOSER/MICHAEL  BEUSCH/LORENZ  KNEUBÜHLER, 
Prozessieren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht,  Handbuch  für  die 
Anwaltspraxis,  Band  X,  Basel  2008,  Rz. 3.104  ff.).  Laut  den  von 

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Rechtsprechung  und  Lehre  dazu  entwickelten  Grundsätzen  muss  die 
Begründung  eines  Entscheides  so  abgefasst  sein,  dass  der  Betroffene 
diesen  sachgerecht  anzufechten  vermag. Dies  ist  nur möglich, wenn  er 
sich  über  die  Tragweite  des Entscheides  ein Bild machen  kann. Hierzu 
muss  die  entscheidende  Behörde  zumindest  kurz  die  Überlegungen 
nennen,  von denen  sie  sich  leiten  liess und auf  die  sie  ihren Entscheid 
stützt.  Demgegenüber  ist  es  nicht  erforderlich,  dass  sie  sich  mit  jeder 
tatsächlichen  Behauptung  und  jedem  rechtlichen  Einwand  des 
Rechtssuchenden  auseinandersetzt,  solange  sie  auf  die 
rechtserheblichen Argumente des Beschwerdeführers eingeht (BGE 134 I 
88  E. 4;  MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.106,  FELIX 
UHLMANN/ALEXANDRA SCHWANK, Praxiskommentar, Art. 35 N. 17 ff., je mit 
weiteren Hinweisen).  

3.2. Die Vorinstanz hat die angefochtene Anordnung (zitiert  in E. 2.2.)  in 
den Erwägungen einzig insofern konkretisiert, als sie darin die rechtliche 
Grundlage nennt, auf welche sie diese abstützt. Allein diese  Information 
ermöglicht  es  dem  Beschwerdeführer  indes  nicht,  die  Tragweite  der 
fraglichen  Anordnung  abzuschätzen,  ist  doch  daraus  weder  ersichtlich, 
wen die Vorinstanz informieren möchte, noch welche Informationen sie in 
welcher Form weiterzugeben beabsichtigt. Die angefochtene Anordnung 
wurde demnach unzureichend begründet.

3.3.  Ein  solcher  Mangel  führt  nach  der  Praxis  des 
Bundesverwaltungsgerichtes  jedoch  nicht  immer  zur  Aufhebung  der 
angefochtenen Verfügung und deren Rückweisung an die Vorinstanz zur 
Neuentscheidung.  Vielmehr  kann  eine  Gehörsverletzung  dank  der 
umfassenden  Kognition  des  Bundesverwaltungsgerichts  (Art. 49  VwVG) 
geheilt werden, wenn die Verfahrensverletzung nicht allzu schwer wiegt, 
die  unterbliebene  Handlung  im  Beschwerdeverfahren  nachgeholt  und 
dem  Beschwerdeführer  Gelegenheit  zur  Stellungnahme  geboten  wird 
(BVGE  2007/30 E. 8.2,  BVGE  2009/61 E. 4.1.3.,  BVGE  2009/36 E. 7.3; 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,  a.a.O.,  Rz. 3.112).  Demzufolge  kann  die 
sich aus einer unzureichenden Begründung ergebende Gehörsverletzung 
geheilt werden, wenn die Vorinstanz spätestens im Beschwerdeverfahren 
ihre  Entscheidgründe  darlegt  und  das  Bundesverwaltungsgericht  der 
betroffenen  Partei  die  Möglichkeit  bietet,  sich  dazu  zu  äussern.  Dies 
freilich  nur,  wenn  das  Bundesverwaltungsgericht  seine  Kognition  nicht 
aufgrund  der  besonderen  Fachkenntnisse  der  Vorinstanz  einschränkt 
(MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 3.112 und Rz. 114). 

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3.4. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer  Inhalt und Tragweite der 
angefochtenen Anordnung zunächst telefonisch, anschliessend in der  im 
Rahmen  des  vorliegenden  Beschwerdeverfahrens  abgegebenen 
Vernehmlassung  erläutert.  In  diesen  Stellungnahmen  hat  sie  die  ihrem 
Entscheid  zugrunde  liegenden  Überlegungen  dargelegt  und  sich 
ausserdem  mit  der  Argumentation  des  Beschwerdeführers 
auseinandergesetzt.  Dieser  hatte  im  Beschwerdeverfahren  sowohl  in 
seiner  Beschwerdeschrift  als  auch  in  seinen  Schlussbemerkungen 
Gelegenheit,  sich  zur  nachgelieferten Begründung  zu äussern. Dadurch 
wurde  der  Mangel  der  Gehörsverletzung  geheilt,  zumal  das 
Bundesverwaltungsgericht  die  vorliegende  Angelegenheit  mit 
umfassender Kognition überprüft. Auf eine Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung  und  deren  Rückweisung  zur  Neuentscheidung  kann  daher 
verzichtet werden.

3.5.  Die  Vorinstanz  hat  dem  Beschwerdeführer  sowohl  anlässlich  des 
Telefonates  vom  13. April  2011  als  auch  in  ihrer  Vernehmlassung 
zugesichert,  ihre  Verfügung  vom  12. April  2011  insoweit  nicht  zu 
vollstrecken,  als  sie  vorsieht,  die  FAA  über  den  (angeblichen)  Drogen­ 
und  Medikamentenkonsum  des  Beschwerdeführers  in  Kenntnis  zu 
setzen.  Gemäss  Art. 39  VwVG  kann  eine  Behörde  ihre  Verfügung 
vollstrecken, wenn sie nicht mehr durch Rechtsmittel angefochten werden 
kann  (Bst.  a),  die Verfügung  zwar  noch  angefochten werden  kann,  das 
zulässige  Rechtsmittel  aber  keine  aufschiebende  Wirkung  hat  (Bst.  b) 
oder  die  einem  Rechtsmittel  zukommende  aufschiebende  Wirkung 
entzogen worden ist (Bst. c). Der Wortlaut dieser Bestimmung könnte zur 
Annahme  verleiten,  die  Entscheidung  über  die  Vollstreckung  liege  im 
Ermessen der zuständigen Behörde. Dies trifft  jedoch nicht zu. Vielmehr 
ist  die  zuständige  Behörde  aus  Gründen  der  Rechtssicherheit  und  der 
Rechtsgleichheit  gehalten,  rechtskräftige  Verfügungen  zu  vollstrecken. 
Anders verhält es sich nur, wenn es sich um eine Verfügung handelt, die 
auf Begehren  des Verfügungsadressates  erlassen wurde, weil  dieser  in 
diesem Fall  berechtigt,  nicht  jedoch  verpflichtet  ist,  von  dem  ihm  in  der 
Verfügung  eingeräumten  Recht  Gebrauch  zu  machen  (TOBIAS  JAAG, 
Praxiskommentar,  Art. 39  N. 5,  THOMAS  GÄCHTER/PHILIPP  EGLI, 
Verwaltungsverfahren,  Art. 39  N. 20).  Werden  diese  Überlegungen  auf 
den  vorliegenden  Fall  übertragen,  so  zeigt  sich,  dass  die  Vorinstanz 
grundsätzlich nicht berechtigt ist, ohne rechtsgenügliche Wiedererwägung 
auf  die Vollstreckung der  von Amtes wegen erlassenen Verfügung  vom 
12. April  2011  zu  verzichten.  Ihre  anderslautende  Zusicherung  erweist 
sich  demnach  als  widerrechtlich,  womit  sie  unter  Vorbehalt  des 

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Vertrauensschutzes nicht  geeignet  ist,  die Tragweite der angefochtenen 
Anordnung zu beeinflussen. Der Beschwerdeführer hat  folglich nach wie 
vor ein aktuelles und praktisches Interesse an der Klärung der Frage, ob 
die  Vorinstanz  die  FAA  über  seinen  (angeblichen)  Drogen­  und 
Medikamentenkonsum  informieren  darf.  Das  Beschwerdeverfahren  ist 
damit insoweit nicht als gegenstandslos abzuschreiben.

3.6. Zu prüfen bleibt, ob das Schreiben der Vorinstanz vom 30. Mai 2011 
zur teilweisen Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens führt. Im 
besagten  Schreiben  hat  die  Vorinstanz  die  FAA  darüber  in  Kenntnis 
gesetzt,  dass  sie  gegen den Beschwerdeführer wegen des Flugunfalles 
vom  11. September  2010  eine  Untersuchung  eingeleitet  und  ihm 
aufgrund derer  vorläufigen Ergebnisse bis auf Weiteres untersagt habe, 
im  schweizerischen  Luftraum  ein  Luftfahrzeug  zu  lenken  sowie  in  der 
Schweiz  immatrikulierte  Luftfahrzeuge  zu  führen.  Diese Mitteilung  kann 
auch bei Gutheissung der Beschwerde nicht rückgängig gemacht werden, 
so  dass  das  vorliegende  Beschwerdeverfahren  die  Situation  des 
Beschwerdeführers  in  dieser  Beziehung  nicht  mehr  zu  verbessern 
vermag. Der Beschwerdeführer hat daher kein aktuelles und praktisches 
Interesse mehr an der Überprüfung der entsprechenden vorinstanzlichen 
Anordnung.  Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  darf  eine 
solche  dennoch  erfolgen,  wenn  sich  die  aufgeworfene  Frage  jederzeit 
unter  gleichen  oder  ähnlichen  Bedingungen  wieder  stellen  kann,  ohne 
dass  im  Einzelfall  rechtzeitig  eine  gerichtliche  Prüfung  stattfinden  kann 
und  an  der  Beantwortung  der  Frage  wegen  der  grundsätzlichen 
Bedeutung ein  hinreichendes öffentliches  Interesse besteht  (BGE 131  II 
670  E. 1.2;  ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren,  Art. 48  N. 22,  VERA 
MARTANTELLI­SONANINI/SAID  HUBER,  Praxiskommentar,  Art. 48  N. 15  f.). 
Ob diese Voraussetzungen  im  vorliegenden Fall  erfüllt  sind,  ist  fraglich. 
Diese  Frage  kann  jedoch  offengelassen  werden,  weil  der 
Beschwerdeführer  seine  Beschwerde  insoweit  ohnehin  zurückgezogen 
hat.  Nachfolgend  ist  demnach  nur  mehr  zu  prüfen,  ob  die  Vorinstanz 
berechtigt  ist,  die  FAA  in  einem  über  das Schreiben  vom  30. Mai  2011 
hinausgehenden  Ausmass  über  den  Flugunfall  des  Beschwerdeführers 
vom  11. September  2010  zu  informieren.  Im  Übrigen  ist  das 
Beschwerdeverfahren  infolge  Wegfalls  des  Rechtsschutzinteresses  als 
gegenstandslos  bzw.  infolge  Rückzugs  der  Beschwerde  als  erledigt 
abzuschreiben.

4.

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4.1.  Der  Beschwerdeführer  begründet  die  begehrte  Aufhebung  der 
angefochtenen Anordnung  in erster Linie mit der  fehlenden gesetzlichen 
Grundlage.  Freilich  stütze  die  Vorinstanz  die  verfügte  Bekanntgabe  auf 
Art. 6  Abs.  2  Bst.  d  und  Art. 19  Abs.  1bis  des  Bundesgesetzes  vom 
19. Juni  1992  über  den  Datenschutz  (DSG,  SR  235.1).  Diese  beiden 
Bestimmungen  würden  aber  keine  gesetzliche  Grundlage  für  die 
Information  der  amerikanischen  Behörden  bieten,  da  sie  die 
Datenbearbeitung nur in den Grundzügen regeln würden, ohne die hierfür 
erforderliche  gesetzliche  Grundlage  bereitzustellen.  Dieser 
Argumentation hält die Vorinstanz entgegen, die angefochtene Verfügung 
basiere auf Art. 6 Abs. 1 DSG und dem gleichlautenden Art. 107 Abs. 5 
LFG. Diese Regelungen erlaubten es der Vorinstanz, die FAA über den 
Flugunfall  und  dessen  Folgen  zu  informieren.  Dasselbe  lasse  sich  aus 
Art. 19  Abs.  1bis  DSG  ableiten  für  den  Fall,  dass  die  weitergegebenen 
Informationen  einem  grösseren  Personenkreis  zugänglich  gemacht 
würden. Im Übrigen sei die Schweiz als dem Joint Aviation Requirement 
(JAR)  angeschlossener  Staat  verpflichtet,  die  lizenzausstellenden 
Behörden anderer JAR­Staaten darüber  in Kenntnis zu setzen, dass ein 
Träger einer von ihnen ausgestellten Fluglizenz die Voraussetzungen von 
JAR­FCL nicht mehr erfüllen würde. Die Vereinigten Staaten von Amerika 
seien  zwar  nicht  am  JAR­System  beteiligt,  doch  sei  die  Vorinstanz 
gleichwohl  an  diese  gesetzliche  Meldepflicht  gebunden,  stelle  der 
Beschwerdeführer  doch  eine  erhebliche  Gefahr  für  den  europäischen 
Flugraum  dar.  Eine  andere  Sichtweise  würde  dazu  führen,  dass 
höchstwertige  Rechtsgüter  im  europäischen  Raum  je  nach 
lizenzrechtlicher  Zuständigkeit  ein  anderes  Schutzniveau  geniessen 
würden.

4.2. Art. 13 Abs.  2 BV gewährleistet  das Grundrecht  auf  informationelle 
Selbstbestimmung.  Danach  ist  nicht  nur  der  Missbrauch  von 
Personendaten,  sondern  jede  Form  der  staatlichen  Bearbeitung 
persönlicher  Informationen  geschützt,  die  ohne  Einwilligung  der 
betroffenen Person erfolgt  (vgl. zur  in der Lehre diesbezüglich geführten 
Diskussion:  RAINER  J.  SCHWEIZER,  in:  Ehrenzeller  et  al.  [Hrsg.],  Die 
schweizerische  Bundesverfassung,  Kommentar,  2. Aufl.,  Zürich  2008, 
Rz. 39  zu  Art. 13,  EVA  MARIA  BELSER,  in:  Belser/Epiney/Waldmann 
[Hrsg.],  Datenschutzrecht,  Bern  2011  [nachfolgend  zitiert  als: 
Datenschutzrecht],  §  6  N. 60  f.,  86,  126,  JÖRG  PAUL  MÜLLER/MARKUS 
SCHEFER,  Grundrechte  in  der  Schweiz:  im  Rahmen  der 
Bundesverfassung, der EMRK und der UNO­ Pakte, 4. Aufl., Bern 2008, 

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S.167).  Um  rechtmässig  zu  sein,  bedarf  eine  solche  Datenbearbeitung 
gemäss Art. 36 Abs. 1 BV einer gesetzlichen Grundlage. 

4.3. Eine solche Grundlage leitet die Vorinstanz unter anderem aus dem 
internationalen Recht, mithin den  von der Schweiz  ratifizierten  JAR, ab. 
Dabei handelt es sich um Vorgaben für den Flugverkehr, welche die Joint 
Aviation  Authorities  (JAA)  ausgearbeitet  haben.  Die  JAA  waren  ein 
Zusammenschluss  der  zivilen  Luftfahrtbehörden  von  34  europäischen 
Staaten  und  technischen  Gremien  innerhalb  der  Europäischen 
Zivilluftfahrt  (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite  >  Joint 
Aviation Authorities, besucht am 21. Dezember 2011). Am 30. Juni 2009 
wurden  sie  aufgelöst.  Für  die  Bereiche  der  Ausbildung  (FCL), 
Flugsimulation  (STD)  und  Helikopter­Operation  (OPS)  gelten  in  der 
Schweiz  vorderhand  indes  weiterhin  die  in  diesen  Bereichen 
ausgearbeiteten  JAR,  die  mittels  drei  Verordnungen  (VJAR­FCL,  SR 
748.222.2;  VJAR­STD,  SR 748.222.4;  VJAR­OPS  3,  SR 748.127.9)  ins 
Schweizer  Recht  überführt  worden  sind  (REGULA  DETTLING­OTT,  in: 
Hobe/von  Ruckteschell  [Hrsg.],  Kölner  Kompendium,  Luftrecht,  Band  2, 
Luftverkehr,  Köln  2009,  Teil  I  A N. 588).  Soweit  darin  eine Meldepflicht 
verankert  ist,  welche  die  Schweiz  verpflichtet,  lizenzausstellende 
Flugbehörden darüber in Kenntnis zu setzen, dass ein Fluglizenzinhaber 
die  Voraussetzungen  von  JAR­FCL  möglicherweise  nicht  mehr  erfüllt, 
besteht eine entsprechende Verpflichtung jedenfalls nicht gegenüber den 
Vereinigten Staaten von Amerika, da diese dem JAA nicht angeschlossen 
waren. Die entsprechenden Verordnungen bieten somit keine gesetzliche 
Grundlage für eine Information der FAA.

4.4.  In  Bezug  auf  das  Datenschutzgesetz  ist  festzuhalten,  dass  dieses 
grundsätzlich  zur  Anwendung  gelangt,  wenn  Bundesorgane,  wie  die 
Vorinstanz, Daten von natürlichen oder juristischen Personen bearbeiten 
(Art. 2  Abs.  1  Bst.  b  DSG).  Es  bietet  indes  im  Allgemeinen  keine 
gesetzliche Grundlage für die Datenbearbeitung als solche. Hierfür ist im 
Regelfall eine bereichsspezifische Gesetzesbestimmung erforderlich, die 
eine  angemessene  Bestimmtheit  aufweist  und  den  Zweck  der 
Datenbearbeitung,  die  beteiligten  Organe  und  das  Ausmass  der 
Datenbearbeitung in den Grundzügen regelt (DAVID ROSTENTHAL/YVONNE 
JÖHRI, Handkommentar zum Datenschutzgesetz, Zürich/Basel/Genf 2008, 
Art. 17 N. 4, EVA MARIA BELSER/HUSSEIN NOUREDDINE, Datenschutzrecht, 
§ 7  N. 77).  Im  Bereich  der  Luftfahrt  hat  der  Gesetzgeber  diesen 
Anforderungen  mit  der  Schaffung  des  am  1. Januar  2000  in  Kraft 
getretenen  (AS 1999  3071)  und  am  1. April  2011  revidierten  Art. 107a 

http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite

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LFG Rechnung getragen (BBl 1998 2468 und 2631, BBl 2009 4943). Als 
Gesetz  im  formellen  Sinne  bietet  diese  Regelung  eine  ausreichende 
gesetzliche  Grundlage,  um  selbst  schwerwiegende  Eingriffe  in  das 
Grundrecht  der  informationellen  Selbstbestimmung  zu  rechtfertigen. Die 
Rüge  des  Beschwerdeführers,  die  Anordnung  der  Vorinstanz  vermöge 
sich  nicht  auf  eine  ausreichende  gesetzliche  Grundlage  zu  stützen, 
erweist sich demnach als unbegründet. 

5. 

5.1. Die  Vorinstanz  hat  die  angefochtene  Verfügung  am  12. April  2011 
erlassen.  Zum  damaligen  Zeitpunkt  war  die  revidierte  Fassung  von 
Art. 107a  LFG  bereits  in  Kraft  getreten,  jedoch  nicht  als  im  September 
2010  aufgrund  des  interessierenden  Flugunfalles  eine 
Administrativuntersuchung  gegen  den  Beschwerdeführer  eingeleitet 
wurde. Welches Recht unter diesen Umständen zur Anwendung gelangt, 
ist mangels einer luftfahrtrechtlichen Übergangsbestimmung aufgrund der 
allgemeinen  intertemporalen Grundsätze zu entscheiden. Danach  ist bei 
einer  materiellen  Rechtsänderung,  wie  der  vorliegenden,  grundsätzlich 
das Recht anwendbar, das im Zeitpunkt der Fällung des erstinstanzlichen 
Entscheides  in  Kraft  steht  (BGE 127  II  315  E. 7c; 
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  a.a.O.,  N. 327  f.).  Für  den  vorliegenden  Fall 
bedeutet  dies,  dass  die  Zulässigkeit  des  angefochtenen  Datentransfers 
aufgrund der heute geltenden Fassung von Art. 107a LFG zu beurteilen 
ist. 

5.2.  Diese  ist  im  Vergleich  zur  ursprünglichen  Fassung  insofern 
detaillierter,  als  sie  den  Zweck  der  Datenverarbeitung,  die  beteiligten 
Organe  sowie  das  Ausmass  der  zulässigen  Datenverarbeitung  in  den 
Grundzügen  regelt.  Darin  widerspiegelt  sich  die  Intention  des 
Gesetzgebers,  mit  Art. 107a  LFG  eine  ausreichende  gesetzliche 
Grundlage für die Datenbearbeitung zu schaffen. Diese Bestimmung trägt 
den  Prinzipien,  Grundsätzen  und  Ansprüchen  des  Datenschutzes 
allerdings nicht derart Rechnung, dass den entsprechenden Regelungen 
des Datenschutzgesetzes daneben keine eigenständige Bedeutung mehr 
zukommt (BBl 2009 4969, für das alte Recht: BBl 1998 2468 und 2631). 
Art. 107a  LFG  regelt  die  Bearbeitung  von  Personendaten  somit  nicht 
abschliessend.  Ob  eine  Bekanntgabe  von  Personendaten  im 
Luftfahrtrecht zulässig ist, gilt es folglich nicht nur aufgrund von Art. 107a 
LFG,  sondern  unter  Beizug  der  im  Datenschutzgesetz  verankerten 
allgemeinen Grundsätze und massgeblichen Bestimmungen zu beurteilen 

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(vgl. zum allgemeinen Vorgehen: BELSER/NOURREDINE, Datenschutzrecht, 
§ 8  N. 96  ff.,  ASTRID  EPINEY/TOBIAS  FASNACHT,  Datenschutzrecht,  § 10 
N. 5; BERNHARD WALDMANN/JÜRG BICKEL, Datenschutzrecht, § 12 N. 7 ff.).  

5.3. Das Datenschutzgesetz bezweckt den Schutz der Persönlichkeit und 
der Grundrechte der Personen, über die Daten bearbeitet werden (Art. 1 
DSG).  Unter  den  Begriff  des  Bearbeitens  fällt  unter  anderem  die 
Bekanntgabe von Personendaten (Art. 3 Bst. f DSG), wozu nicht nur die 
Weitergabe,  sondern  auch  das  Zugänglichmachen  von  Personendaten 
zählt  (BGE  127  III  482  E. 3;  URS  BELSER,  in:  Maurer­Lamborou/Vogt 
[Hrsg.],  Basler  Kommentar,  Datenschutzgesetz,  2.  Aufl.,  Basel  2006, 
Art. 3  N. 30).  Für  den  grenzüberschreitenden  Datenverkehr  sehen 
Art. 107a  Abs.  5  LFG  und  der  kumulativ  anzuwendende  Art. 6  DSG 
besondere  Rechtmässigkeitsvoraussetzungen  vor  (EPINEY/FASNACHT, 
Datenschutzrecht,  § 10  N. 8;  URS  MAURER­LAMBORU/ANDREA  STEINER, 
BSK­DSG, Art. 6 N. 4). Sind diese erfüllt,  so bedeutet dies  freilich nicht, 
dass  die  Bekanntgabe  von  Personendaten  zulässig  ist,  handelt  es  sich 
hierbei doch im Übrigen um eine Datenbearbeitung wie jede andere, die 
als  solche  die  allgemeinen  Grundsätze  der  Datenbearbeitung  zu 
respektieren hat (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A­6242/2010 vom 
11. Juli 2011 E. 10.3; ROSENTHAL/JÖHRI, a.a.O., § 10 N. 4). Dazu gehören 
der Grundsatz  der Rechtmässigkeit  der Datenbearbeitung  (Art. 4 Abs. 1 
DSG),  der  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben  (Art. 4  Abs.  2  DSG),  das 
Verhältnismässigkeitsprinzip  (Art. 4 Abs. 2 DSG), die Zweckbindung der 
Bearbeitung von Personendaten (Art. 4 Abs. 3 DSG) sowie die Richtigkeit 
von  Personendaten  (Art. 5  DSG).  Verstösst  ein  grenzüberschreitender 
Datentransfer  gegen  einen  dieser  Grundsätze,  erweist  er  sich  als 
widerrechtlich. Im Sinne dieser Ausführungen ist anschliessend zunächst 
zu prüfen, ob die in Frage stehende Information der FAA den besonderen 
Voraussetzungen  von Art. 107a Abs. 5  LFG  und Art. 6 DSG genügt.  Ist 
dies zu bejahen, so wird  in einem weiteren Schritt  zu untersuchen sein, 
wie es sich bezüglich der allgemeinen Grundsätze der Datenverarbeitung 
verhält.

6. 

6.1.  Gemäss  Art. 107a  Abs.  5  LFG  sind  die  Vorinstanz,  die 
Beschwerdebehörden  sowie  die  im  Übrigen  mit  Aufgaben  nach  dem 
Luftfahrtgesetz  betrauten  Behörden  und  privaten  Organisationen 
berechtigt,  zum  Vollzug  ihrer  gesetzlichen  Aufgaben  den  mit 
entsprechenden  Aufgaben  betrauten  in­  und  ausländischen  Behörden 

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sowie  internationalen  Organisationen  Personendaten,  einschliesslich 
besonders  schützenswerter  Daten  und  Persönlichkeitsprofilen,  bekannt 
zu  geben,  wenn  diese  Behörden  und  Organisationen  einen 
angemessenen  Schutz  der  übermittelten  Daten  gewährleisten.  Diese 
Regelung  stimmt  in  Bezug  auf  das  für  einen  grenzüberschreitenden 
Datenverkehr erforderliche Schutzniveau mit Art. 6 Abs. 1 DSG überein. 
Nach  den  dazu  von  Lehre  und  Rechtsprechung  entwickelten 
Grundsätzen bietet ein ausländisches Staat einen angemessenen Schutz 
für  die  Datenbearbeitung,  wenn  dessen  Gesetzgebung  den 
Anforderungen  der  Datenschutzkonvention  des  Europarates  entspricht 
und  die  bestehenden  gesetzlichen  Normen  in  der  Praxis  umgesetzt 
werden  (EPINEY/FASNACHT,  Datenschutzgesetz,  § 10  N. 11, 
ROSENTHAL/JÖHRI, a.a.O., Art. 6 N. 29, je mit weiteren Hinweisen). Davon 
kann  im  Sinne  einer  widerlegbaren  Vermutung  ausgegangen  werden, 
wenn  ein  Staat  auf  der  vom  Eidgenössischen  Datenschutz­  und 
Öffentlichkeitsbeauftragten  (EDÖB)  ausgearbeiteten  Länderliste  figuriert 
(EPINEY/FASNACHT,  Datenschutzgesetz,  § 10  N. 11,  ROSENTHAL/JÖHRI, 
a.a.O., Art. 6 N. 30). Die Vereinigten Staaten von Amerika sind als solche 
auf  der  fraglichen  Liste  nicht  verzeichnet.  Indes  bieten  dort  ansässige 
Datenbearbeiter  nach  Auffassung  des  EDÖB  einen  ausreichenden 
Schutz  für  die  Bearbeitung  von  Personendaten,  wenn  sie  dem  für  den 
Transfer  von  Personendaten  ausgearbeiteten  Safe  Harbor  beigetreten 
und  auf  der  Liste  des  U.S.  Departement  of  Commerce  aufgeführt  sind 
(http://www.edoeb.  admin.ch/  >  Themen  >  Datenschutz  >  Übermittlung 
von Daten  ins Ausland >  Länderliste,  besucht  am 21. Dezember  2011). 
Die FAA erfüllt diese Voraussetzungen nicht. Sie bietet demnach keinen 
ausreichenden Schutz für einen Datentransfer.

6.2. Unter  diesen Umständen  ist  eine Bekanntgabe  von Personendaten 
an  sie  nur  zulässig, wenn eine  der  abschliessend  in Art. 6 Abs.  2 DSG 
angeführten  Ausnahmen  vorliegt,  so  namentlich wenn  die  Bekanntgabe 
für die Wahrung eines überwiegenden öffentlichen Interesses erforderlich 
ist  (Bst.  d;  ROSENTHAL/JÖHRI,  a.a.O.,  Art. 6  N. 36;  EPINEY/FASNACHT, 
Datenschutzgesetz,  § 10  N. 15).  Gemeint  sind  damit  die  öffentlichen 
Interessen  der  Schweiz.  Dabei  handelt  es  sich  regelmässig  um  rein 
schweizerische  Interessen.  Es  können  aber  auch  Interessen  eines 
anderen  Staates  genügen,  wenn  deren  Wahrung  aus  der  Sicht  der 
Schweiz erstrebenswert  ist, wie etwa  im Falle der Aufrechterhaltung der 
öffentlichen  Sicherheit  (ROSENTHAL/JÖHRI,  a.a.O.,  Art. 6  N. 60; 
EPINEY/FASNACHT,  Datenschutzrecht,  §  10  N. 23).  Ob  ein  öffentliches 

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Interesse  überwiegt,  ist  jeweils  unter  Berücksichtigung  der  konkreten 
Umstände des Einzelfalles zu prüfen. 

6.3. Die  Vorinstanz  beabsichtigt,  der  mit  ähnlichen  Aufgaben  betrauten 
FAA  (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite > Federal Aviation 
Administration,  besucht  am  21. Dezember  2011)  verschiedene 
Informationen  zukommen  zu  lassen,  welche  sich  auf  die  Person  des 
Beschwerdeführers  beziehen.  Dieser  Datentransfer  soll  die  FAA 
veranlassen,  gegen  den  Beschwerdeführer  eine  Untersuchung 
einzuleiten,  in deren Rahmen dessen Flugtüchtigkeit  einer eingehenden 
Überprüfung  unterzogen  wird.  Stellt  sich  dabei  heraus,  dass  der 
Beschwerdeführer  keine  ausreichende  Gewähr  für  ein  sicheres  Führen 
eines Luftfahrzeuges bietet, so wird  ihm die FAA aller Voraussicht nach 
seine  amerikanischen  Fluglizenzen  entziehen,  womit  er  seine 
Berechtigung  zum Führen  von  Luftfahrzeugen  verliert. Dieses Ziel  kann 
die  Vorinstanz  mit  den  ihr  zur  Verfügung  stehenden  Mitteln  nicht 
erreichen.  Freilich  hat  sie  dem  Beschwerdeführer  bereits  seine 
schweizerischen  Fluglizenzen  entzogen  und  ihm  untersagt,  im 
schweizerischen  Luftraum  Luftfahrzeuge  zu  führen  sowie  mit  in  der 
Schweiz  immatrikulierten  Luftfahrzeugen  andernorts  zu  fliegen.  Der 
Beschwerdeführer ist aufgrund seiner amerikanischen Fluglizenzen indes 
nach wie vor berechtigt, ausserhalb des schweizerischen Luftraumes ein 
auf  einen  ausländischen  Staat  immatrikuliertes  Luftfahrzeug  zu  lenken. 
Dadurch wird  die  Flugsicherheit  in  anderen  Staaten  gefährdet,  falls  der 
Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, ein Luftfahrzeug sicher zu führen. 
Ein  solches  Ergebnis  zu  verhindern,  liegt  im  öffentlichen  Interesse  der 
Schweiz und zählt zu den Aufgaben der Vorinstanz, die insbesondere für 
die Wahrung der Flugsicherheit mitverantwortlich  ist  (vgl. unter anderem 
Art. 3b,  Art. 15,  Art.  20,  Art.  37c,  Art. 37m,  Art. 40  LFG).  Dabei  erweist 
sich  ein  zu  diesem  Zweck  erfolgender  Datentransfer  angesichts  des 
überragenden Stellenwerts der Flugsicherheit nicht nur als zulässig, wenn 
die Fluguntüchtigkeit eines Fluglizenzinhabers ausgewiesen  ist,  sondern 
bereits  wenn  ernsthafte  Anhaltspunkte  hierfür  bestehen.  Für  den 
vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die angefochtene Bekanntgabe von 
Personendaten unter dem Blickwinkel von Art. 107a LFG und Art. 6 DSG 
grundsätzlich  statthaft  ist,  wenn  aufgrund  der  Aktenlage  begründete 
Zweifel  an  der  Flugfähigkeit  des  Beschwerdeführers  bestehen  und  die 
verfügte  Information  im  Übrigen  für  die  Wahrung  überwiegender 
öffentlicher Interessen erforderlich ist.

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6.4.  Die  Vorinstanz  verneint  aufgrund  der  festgestellten 
Pflichtverletzungen  die  flugmedizinische  Tauglichkeit  des 
Beschwerdeführers,  zweifelt  an  dessen  flugcharakterlicher  Tauglichkeit 
und  stellt  unter  Hinweis  auf  das  abgelaufene  Type  Rating  dessen 
Fähigkeiten  und  Fertigkeiten  zum  sicheren  Führen  eines  Flugzeuges  in 
Frage.  Der  Beschwerdeführer  wendet  dagegen  ein,  aufgrund  der 
Untersuchungsakten  könne  ausgeschlossen  werden,  dass  sich  sein 
Medikamentenkonsum  negativ  auf  seine  Flugfähigkeit  ausgewirkt  habe. 
Überdies  werde  mit  dem  Hinweis  auf  seine  derzeitige  Flugunfähigkeit 
eine  Behauptung  aufgestellt,  welche  nicht  den  Tatsachen  entspreche, 
bliebe es  ihm doch seit dem Flugunfall vor mehreren Monaten verwehrt, 
sein  Flugtauglichkeit  unter  Beweis  zu  stellen.  Vor  diesem  Hintergrund 
könne  zum  vornherein  kein  überwiegendes  Interesse  an  einer 
entsprechenden Information der amerikanischen Behörden bestehen.

6.4.1.  Die  Flugfähigkeit  setzt  unter  medizinischen  Gesichtspunkten 
voraus, dass der Gesundheitszustand einer Person ein sicheres Führen 
eines  Luftfahrzeuges  erlaubt  (sog.  flugmedizinische  Tauglichkeit,  JAR­
FCL  3.035).  Dass  eine  Person  diesen  Anforderungen  genügt,  hat  sie 
mittels  eines  medizinischen  Tauglichkeitszeugnisses  nachzuweisen. 
Dieses  hat  eine  beschränkte  Geltungsdauer,  weshalb  es  periodisch  zu 
erneuern  ist  (JAR­FCL  3.095;  WALTER  SCHWENK/ELMAR  GIEMULLA, 
Handbuch  des  Luftverkehrsrechts,  3.  Aufl.,  Köln/Berlin/München  2005, 
S. 441).  Die  flugcharakterliche  Tauglichkeit  unterscheidet  sich  von  der 
flugmedizinischen  insoweit,  als  diese  nicht  auf  medizinische,  sondern 
charakterliche  Aspekte  Bezug  nimmt.  In  dieser  Beziehung  ist 
entscheidend,  ob  die  in  Frage  stehende  Person  angesichts  ihrer 
Persönlichkeitsstruktur  ausreichend  Gewähr  für  die  Einhaltung  der 
Luftverkehrsregeln  und  einen  sicheren  Flugbetrieb  bietet.  Hierfür  muss 
sie  über  ein  hohes  Mass  an  Verantwortungsbewusstsein, 
Selbstbeherrschung und Bereitschaft zur Einhaltung der Regeln verfügen 
(SCHÄFER,  Luftfahrtrecht,  Teil  I  A  N.  102;  SCHWENK/GIEMULLA,  a.a.O., 
S. 443).

6.4.2.  Ist aufgrund der vorangehenden Prüfungskriterien die Tauglichkeit 
einer Person zu bejahen, so  ist  für deren Flugtüchtigkeit  im Weiteren zu 
untersuchen,  ob  sie  über  jene  Fertigkeiten  und  Fähigkeiten  verfügt,  die 
ein  sicheres  Führen  eines  Luftfahrzeuges  erlauben.  Dass  diese 
Voraussetzungen erfüllt sind,  ist mithilfe von Fluglizenzen nachzuweisen 
(Private  Licence  [PPL],  Commercial  Licence  [CPL],  Airline  Transport 
Pilote  Licence  [ATPL]),  die  nach  einer  praktischen  und  theoretischen 

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Prüfung  erworben  werden  (SCHÄFER,  Luftfahrtrecht,  Teil  I  A  N. 38, 
SCHWENK/GIEMULLA, a.a.O., S. 444 f.). Eine solche Erlaubnis zum Führen 
eines Luftfahrzeuges wird ergänzt durch Berechtigungen, die den Umfang 
der  Fluglizenz  konkretisieren.  Dazu  zählen  insbesondere Muster­  sowie 
Klassenberechtigungen, sog. Class und Typ Rating, die sich auf einzelne 
Flugzeugtypen  beziehen,  und  die  Nachtflugqualifikation.  Die  fraglichen 
Berechtigungen  setzen  das  Bestehen  einer  theoretischen  und 
praktischen  Prüfung  voraus  und  müssen  nach  einer  festgelegten  Zeit 
erneuert werden  (JAR­FCL Art. 1.010  i.V. m. Art. 1.215  ff.,  2.010 Bst.  a 
Abs. 1 i.V.m. Art. 2.215 ff., JAR­FCL Art. 1.215). 

6.5.  Aufgrund  der  bisherigen  Untersuchungen  zum  interessierenden 
Flugunfall steht fest, dass der Beschwerdeführer am 11. September 2010 
gegen  20.20  Uhr  ohne  Nachtflugbewilligung  auf  einem  nicht  für 
Nachtflüge zugelassenen Heliport gelandet ist. Erstellt ist zudem, dass er 
zum  damaligen  Zeitpunkt  weder  über  eine  gültige  Klasseberechtigung, 
sog. Type Rating,  noch ein gültiges medizinischen Tauglichkeitszeugnis 
verfügt  hat.  Anlässlich  seiner  polizeilichen  Einvernahme  vom 
14. September  2010  hat  er  ausserdem  zugegeben,  drei  Tage  vor  dem 
Unfall  zur  Behandlung  seiner  Depression  eine  Tablette  Efexor  75 
eingenommen  zu  haben. Demgegenüber  bestritt  der Beschwerdeführer, 
in der Vergangenheit Drogen konsumiert zu haben. Diese Aussage steht 
im  Widerspruch  zum  Ergebnis  des  von  der  Staatsanwaltschaft  des 
Kantons  Wallis  eingeholten  rechtsmedizinischen  Gutachtens  vom 
24. März  2011. Darin  kommen Dr. phil.  nat.  Stefan König  und Prof.  rer. 
nat. Wolfgang Weinmann zum Schluss, die dem Beschwerdeführer nach 
dem  Flugunfall  abgenommene  Blut­  und  Urinprobe  würden  Kokain  in 
einer  wirksamen  Konzentration  oberhalb  des  Grenzwertes  des 
Bundesamtes  für  Strassen  (ASTRA),  eine  erhebliche  Konzentration  an 
Benzoylecgonin  (inaktives  Stoffwechselprodukt  von  Kokain)  und  eine 
geringe  Konzentration  an  Ecgoninmethylester  (zweites  inaktives 
Stoffwechselprodukt von Kokain) aufweisen. Daraus sei zu folgern, dass 
der  Beschwerdeführer  –  in  Analogie  zum  sicheren  Führen  eines 
Fahrzeuges  –  zum  Zeitpunkt  des  Unfalls  aufgrund  der  Kokainwirkung 
nicht  in  der  Lage  gewesen  sei,  ein  Luftfahrzeug  sicher  zu  führen.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  hat  keinen  Anlass,  an  der  Richtigkeit  dieser 
gutachterlichen  Feststellungen  zu  zweifeln.  Damit  ist  erstellt,  dass  der 
Beschwerdeführer  im Zeitpunkt des Flugunfalles unter dem Einfluss des 
vorgängig konsumierten Kokains stand. 

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6.5.1.  Laut  den  massgeblichen  Regelungen  der  JAR­FCL  dürfen 
Bewerber  für  ein  medizinisches  Tauglichkeitszeugnis  für 
Privatflugzeugführer weder anamnestisch noch aktuell an einer Krankheit 
leiden, welche die Ausübung der mit der Fluglizenz verbundenen Rechte 
beeinträchtigen  kann  (Art.  3.335  JAR­FCL  Bst. a).  Besondere 
Aufmerksamkeit  ist  in  diesem  Zusammenhang  namentlich  affektiven 
Störungen,  mentalen  und  Verhaltensauffälligkeiten  infolge 
Alkoholkonsums  und  dem  Gebrauch  sowie  Missbrauch  psychotroper 
Substanzen  zu  schenken  (Art.  3.335  JAR­FCL Bst.  b  Abs. 1,  6  und  7). 
Diese Regelung wird  im Anhang  10  zu  den  Subpart  B/C  von  JAR­FCL 
durch  verschiedene  gesetzliche  Vermutungen  konkretisiert.  Danach  ist 
die  flugmedizinische  Tauglichkeit  insbesondere  auszuschliessen,  wenn 
der Konsum von Alkohol oder anderer Substanzen in der Vergangenheit 
zu  mentalen  oder  anderweitigen  Auffälligkeiten  geführt  hat.  Diese 
Vermutung  kann  durch  eine  positiv  ausfallende  vertrauensärztliche 
Untersuchung  widerlegt  werden,  wenn  die  betroffene  Person  während 
zweier Jahre abstinent gewesen ist (Abs. 4). Im Weiteren ist eine Person 
aufgrund einer bestehenden depressiven Störung solange als flugunfähig 
einzustufen,  als  diese  Annahme  nicht  durch  das  Ergebnis  einer 
vertrauensärztliche Untersuchung, in deren Rahmen die Flugfähigkeit der 
in  Frage  stehenden  Person  unter  Berücksichtigung  der  Umstände  des 
Einzelfalles  nach  Absetzung  der  psychotropen  Medikation  überprüft 
wurde, widerlegt wurde (Abs. 2).  

6.5.2.  Der  Beschwerdeführer  hat  anlässlich  seiner  polizeilichen 
Befragung  zu Protokoll  gegeben,  vor  dem Unfall  depressiv  gewesen  zu 
sein.  Entsprechend  dürfte  er  zum  damaligen  Zeitpunkt  an  einer 
psychischen  Störung  gelitten  haben,  welche  die  medizinische 
Flugtauglichkeit  im  Sinne  einer  widerlegbaren  Vermutung  ausschliesst. 
Wie  es  sich  diesbezüglich  verhält,  kann  im  vorliegenden  Fall  indes 
dahingestellt  bleiben,  da  seine  Flugfähigkeit  aus  anderen  Gründen  zu 
verneinen ist. Fest steht nämlich ausserdem, dass der Beschwerdeführer 
am 10. September 2010 Kokain konsumiert hat. Hierbei handelt es sich 
um eine Substanz, die dem Alkohol  insofern ähnelt, als sie sich auf das 
Verhalten  des Konsumenten  auswirkt  und  zu  einer Abhängigkeit  führen 
kann.  Damit  ist  sie  als  andere  Substanz  im  Sinne  von  Abs. 4  des 
Anhanges  10  zu  den  Subpart  B/C  von  JAR­FCL  einzustufen.  Dies 
bedeutet, dass deren Konsum  im Sinne einer widerlegbaren Vermutung 
die  flugmedizinische  Tauglichkeit  ausschliesst,  wenn  sie  in  der 
Vergangenheit  zu  mentalen  oder  anderweitigen  Auffälligkeiten  geführt 
hat.  Eine  solche  Wirkung  des  Kokains  ist  aufgrund  des  fachärztlichen 

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Gutachtens  erstellt,  wird  doch  darin  festgehalten,  dass  der 
Beschwerdeführer  infolge  des  Konsums  von  Kokain  in  seiner  Fähigkeit 
zum  sicheren  Führen  eines  Flugzeugs  beeinträchtigt  gewesen  ist.  Dem 
Beschwerdeführer  ist  es  nicht  gelungen,  die  gesetzliche  Vermutung 
seiner  flugmedizinischen Untauglichkeit  zu  widerlegen,  zumal  er  zu  der 
hierfür  erforderlichen  vertrauensärztlichen  Untersuchung  erst  nach 
zweijähriger  Abstinenz,  mithin  frühestens  am  10. September  2012, 
zugelassen  wird.  Der  Beschwerdeführer  bietet  damit  nach  den  in  der 
Schweiz  geltenden  Regelungen  bereits  aus  diesem  Grund  keine 
ausreichende Gewähr,  um einen gesundheitsbedingten Ausfall während 
des  Fluges mit  der  erforderlichen Gewissheit  ausschliessen  zu  können. 
Inwiefern  sich  das  ungültige  Typ  Rating,  das  ungültige 
Tauglichkeitszeugnis, die fehlende Nachtflugbewilligung und die Landung 
auf  einen  für  Nachtflüge  nicht  zugelassenen  Heliport  auf  die 
charakterliche  Untauglichkeit  des  Beschwerdeführers  auswirken,  kann 
deshalb offengelassen werden.

6.6.  Gegen  dieses  erhebliche  Sicherheitsinteresse  ist  das  private 
Interesse des Beschwerdeführers abzuwägen, dass seine Personendaten 
nicht in ein Land ohne angemessenen Datenschutz exportiert werden und 
er  dem  Risiko  von  deren  zweckwidrigen  Verwendung  ausgesetzt  wird 
(ROSENTHAL/JÖHRI,  a.a.O.,  Art. 6  N. 60).  Der  Beschwerdeführer 
befürchtet,  die  FAA  werde  die  erhaltenen  Informationen  an  die 
Immigrationsbehörde  weiterleiten.  Deshalb  müsse  er  zukünftig  beim 
Grenzübertritt  mit  einer  intensiven  Sicherheitsprüfung,  allenfalls  sogar 
einem  Einreiseverbot  in  die  Vereinigten  Staaten  von  Amerika  rechnen. 
Diesen  Bedenken  will  die  Vorinstanz  Rechnung  tragen,  indem  sie  die 
FAA  ausschliesslich  über  die  medizinische  Fluguntauglichkeit  des 
Beschwerdeführers  informiert,  ohne  dessen  Kokain­  und 
Medikamentenkonsum  zu  erwähnen.  In  der  Tat  kann  nicht 
ausgeschlossen  werden,  dass  die  FAA  der  Immigrationsbehörde  die 
übermittelten  Informationen  bekannt  gibt.  In  Übereinstimmung  mit  den 
Verfahrensbeteiligten  ist davon auszugehen, dass diese Gefahr deutlich 
vermindert  werden  kann,  wenn  die  FAA  nicht  über  den  Drogen­  und 
Medikamentenkonsum des Beschwerdeführers  informiert wird,  beziehen 
sich doch die übrigen Informationen ausschliesslich auf die Flugfähigkeit 
des  Beschwerdeführers,  ohne  dessen  sonstiges  Leistungsvermögen  in 
Frage  zu  stellen.  Selbst  eine  solch  eingeschränkte  Datenbekanntgabe 
vermag  indes  die  Gefahr  einer  Weitergabe  von  Informationen  an  die 
Immigrationsbehörde nicht vollends zu bannen.  Insofern  ist es durchaus 
denkbar,  dass  die  FAA  der  Immigrationsbehörde  die  von  der  Schweiz 

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erhaltenen Informationen weitergibt und diese daraufhin die befürchteten 
Sicherheitsanordnungen  ergreift. Die  hiermit  verbundene Einschränkung 
wiegt  im  vorliegenden  Fall  indes  nicht  schwer.  Dabei  ist  zu  beachten, 
dass der Beschwerdeführer in der Schweiz lebt sowie arbeitet und, soweit 
aktenkundig, keine Angehörigen und Freunde in den Vereinigten Staaten 
hat.  Allfällige  von  der  Immigrationsbehörde  ergriffene  Restriktionen 
würden  ihn  somit  ausschliesslich  daran  hindern,  in  die  Vereinigten 
Staaten  von  Amerika  zu  reisen.  Dieser  Eingriff  in  die  Reisefreiheit  des 
Beschwerdeführers  wiegt  das  erhebliche  öffentliche  Interesse  an  der 
Gewährleistung  der  durch  den  Beschwerdeführer  gefährdeten 
Flugsicherheit  nicht  auf.  Die  angefochtene  Bekanntgabe  von 
Personendaten  ist  somit  nach  Art. 107a  Abs. 5  LFG  und  Art. 6  DSG 
zulässig.

7. 
Zu  prüfen  bleibt,  ob  dasselbe  unter  dem  Blickwinkel  der  allgemeinen 
datenschutzrechtlichen  Grundsätze  gilt.  Der  Beschwerdeführer  stellt 
diesbezüglich zu Recht weder die Rechtmässigkeit der Datenbeschaffung 
noch  deren  treugemässe  Verwendung  in  Frage  (vgl.  hierzu: 
ROSTENTHAL/JÖHRI, a.a.O., Art. 4 N. 9). Sodann ist unbestritten geblieben, 
dass  die  in  Frage  stehende  Datenbekanntgabe  den  Grundsatz  der 
Erkennbarkeit und der Zweckbindung respektiert (vgl.  im Übrigen: E. 6.3 
und  7.2).  Der  Beschwerdeführer  ist  jedoch  der  Auffassung,  die 
angefochtene Information der FAA sei unverhältnismässig, zumal sie sich 
auf  ausgesprochen  sensible  Personendaten  beziehe.  Dies  erscheine 
umso problematischer, als die Vorinstanz mit dem vorgesehenen Hinweis 
auf seine derzeitige Fluguntauglichkeit eine Behauptung aufstelle, deren 
Richtigkeit bestritten und nicht bewiesen sei. Gegen diese Argumentation 
wendet  die  Vorinstanz  ein,  aus  ihrer  Sicht  würden  erhebliche  Indizien 
vorliegen,  dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  seiner  fehlenden 
Flugtauglichkeit und der Leichtfertigkeit, mit welcher er gegen elementare 
Grundsätze  der Aviatik  verstossen habe,  eine erhebliche Gefahr  für  die 
Flugsicherheit  darstelle.  Deshalb  sei  es  unerlässlich,  die  FAA  nicht  nur 
über  den  Flugunfall,  sondern  über  sämtliche  dem  Beschwerdeführer 
angelasteten  Pflichtverletzungen  zu  informieren.  Das  erhebliche 
öffentliche  Interesse  an  der  Bekanntgabe  dieser  Personendaten  würde 
die  hierdurch  tangierten  Interessen  des  Beschwerdeführers  aufwiegen. 
Die verfügte Bekanntgabe sei folglich verhältnismässig.

7.1.  Der  verfassungsmässige  Grundsatz  der  Verhältnismässigkeit 
gemäss  Art. 5  Abs. 2  BV  verlangt,  dass  eine  staatliche  Massnahme 

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geeignet und erforderlich  ist,  um den angestrebten Zweck zu erreichen, 
und  dass  die  hierdurch  verwirklichten  Interessen  die  beeinträchtigten 
wertungsmässig  überwiegen  (ROSENTHAL/JÖHRI,  a.a.O.,  Art. 4  N. 19, 
EPINEY, Datenschutzrecht,  §  9 N. 24).  Im Bereich  der Datenbearbeitung 
können diese Grundsätze dahingehend präzisiert werden, als sowohl der 
Zweck, der mit einer Datenbearbeitung verfolgt wird, als auch die Art und 
Weise  der  Datenbearbeitung  verhältnismässig  sein  müssen 
(ROSENTHAL/JÖHRI, a.a.O., Art. 4 N. 20). Dies setzt zunächst voraus, dass 
Daten nur bearbeitet werden dürfen, wenn ein solcher Vorgang geeignet 
und erforderlich ist, um eine öffentliche Aufgabe zu erfüllen. Im Weiteren 
wird  verlangt,  dass  die  Datenbearbeitung  für  die  betroffene  Person 
sowohl  in Bezug auf den Zweck als auch die Mittel zumutbar  ist. Hierzu 
muss geprüft werden, ob zwischen dem Bearbeitungszweck und einer im 
Hinblick  darauf  nötigen,  d.h.  durch  die  Art  und  Weise  der 
Datenbearbeitung  möglicherweise  bewirkten  Persönlichkeitsverletzung, 
ein vernünftiges Verhältnis besteht. Die Prüfung der Verhältnismässigkeit 
verlangt  eine  Gesamtwürdigung  aller  Umstände  des  Einzelfalles 
(ROSENTHAL/JÖHRI, a.a.O., Art. 4 N. 21).  

7.2. Die verfügte  Information  ist geeignet, die FAA zu veranlassen, eine 
Untersuchung  gegen  den  Beschwerdeführer  einzuleiten,  in  deren 
Rahmen  dessen  Flugtüchtigkeit  überprüft  wird  und  die  zur 
Gewährleistung der Flugsicherheit  erforderlichen Anordnungen getroffen 
werden. Um dieses  im öffentlichen  Interesse  liegende Ziel zu erreichen, 
genügt  es  nicht,  die  FAA  ausschliesslich  über  den  Flugunfall  und  die 
infolgedessen getroffenen Anordnungen zu informieren. Vielmehr sind ihr 
all jene Umstände des Flugunfalles vom 11. September 2010 mitzuteilen, 
die Rückschlüsse auf die Fähigkeit des Beschwerdeführers zum sicheren 
Führen  eines  Luftfahrzeuges  zulassen,  da  die  FAA  nur  aufgrund  einer 
solchen  Information  in  der  Lage  ist,  die  vom  Beschwerdeführer 
ausgehende  Gefahr  für  die  Flugsicherheit  zuverlässig  abzuschätzen. 
Unter  diesem  Blickwinkel  erscheint  es  fraglich,  ob  die  FAA  über  den 
Drogen­  und  Medikamentenkonsum  des  Beschwerdeführers  informiert 
werden  muss.  Freilich  vermag  die  Ursache  der  flugmedizinischen 
Untauglichkeit  die  von  einer  Person  ausgehende  Gefahr  für  die 
Flugverkehrssicherheit  zu  beeinflussen.  Allerdings  ist  jeder  Person,  die 
Berechtigung  zum  Führen  eines  Flugfahrzeuges  abzusprechen,  die  als 
flugmedizinisch  untauglich  einzustufen  ist.  Insofern  erscheint  es  nicht 
erforderlich,  der  FAA  die  Gründe  der  flugmedizinischen  Untauglichkeit 
des  Beschwerdeführers  mitzuteilen.  Hinsichtlich  der  übrigen 
Versäumnisse  des  Beschwerdeführers  verhält  es  sich  anders,  da  sich 

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diese  nicht  auf  die  flugmedizinische  Tauglichkeit  beziehen,  sondern 
einerseits in Frage stellen, ob der Beschwerdeführer über die Fertigkeiten 
und  Fähigkeiten  verfügt,  um  ein  Flugfahrzeug  sicher  zu  führen 
(abgelaufenes  Typ  Rating),  andererseits  Zweifel  an  dessen 
charakterlicher  Tauglichkeit  wecken  (abgelaufenes  Typ  Rating, 
abgelaufenes  medizinisches  Tauglichkeitszeugnis,  fehlende 
Nachtflugbewilligung, Landung auf einem nicht für Nachtflüge zugelassen 
Heliport).  Die  Weitergabe  der  diesbezüglichen  Informationen  sowie  der 
derzeitigen  Einschätzung  des  Beschwerdeführers  als  flugmedizinisch 
untauglich  erscheint  unerlässlich,  um  der  FAA  eine  zuverlässige 
Einschätzung  der  vom  Beschwerdeführer  ausgehenden  Gefahr  zu 
ermöglichen.  Eine  solche  Datenbekanntgabe  ist  für  den 
Beschwerdeführer in Anbetracht des Zwecks und der verwendeten Mittel 
ausserdem  zumutbar.  Dies  gilt  umso  mehr,  als  er  nicht  berufsmässig 
Luftfahrzeuge  führt,  weshalb  er  durch  die  voraussichtlichen 
Sicherheitsanordnungen  der  FAA  nur  daran  gehindert  wird,  eine  seiner 
Freizeitaktivitäten  auszuüben.  Demnach  besteht  zwischen  der 
Datenverarbeitung  und  dem  hiermit  verbundenen  Eingriff  in  das 
informationelle  Selbstbestimmungsrecht  des  Beschwerdeführers  ein 
angemessenes  Verhältnis.  Soweit  der  Beschwerdeführer  im  Übrigen 
verlangt,  die  FAA  erst  nach  Abschluss  des  in  dieser  Sache  gegen  ihn 
eingeleiteten  Straf­  und  Administrativerfahrens  zu  informieren,  ist 
anzumerken, dass die vom Beschwerdeführer ausgehende Gefahr für die 
Flugsicherheit  ein  solches  Zuwarten  nicht  erlaubt,  zumal  sich  die 
fraglichen  Verfahren  noch  über  mehrere  Monate  bis  wenige  Jahre 
hinziehen  können.  Die  angefochtene  Bekanntgabe  von  Personendaten 
erweist sich demzufolge als verhältnismässig.  

7.3.  In Bezug auf die gerügte Unrichtigkeit der derzeitigen Einschätzung 
des  Beschwerdeführers  als  flugmedizinisch  untauglich  ist  festzuhalten, 
dass  die Bearbeiter  von Personendaten  gemäss Art. 5 DSG verpflichtet 
sind,  die  Richtigkeit  der  von  ihnen  bearbeiten  Personendaten 
sicherzustellen. Richtig im Sinne dieser Bestimmung sind Personendaten, 
wenn  sie  eine  Tatsache  oder  einen  Umstand  im  Hinblick  auf  den 
Bearbeitungszweck  sachgerecht  wiedergeben.  Personendaten  können 
somit  auch  dann  unrichtig  sein,  wenn  sie  an  sich  korrekte  Tatschen 
wiedergegeben, im Hinblick auf den Bearbeitungszweck aber irreführend 
oder  ungeeignet  sind  (ROSENTHAL/JÖHRI,  a.a.O:,  Art. 5  N. 1;  EPINEY, 
Datenschutzrecht, § 9 N. 46 f.). – Der Beschwerdeführer verfügt über kein 
gültiges medizinisches Tauglichkeitszeugnis. Ausserdem ist erstellt, dass 
er  im  September  2010  zumindest  in  Form  von  Kokain  psychotrope 

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Substanzen konsumiert hat  (vgl. E. 6.5). Bei dieser Sachlage beruht die 
vorinstanzliche  Einschätzung  des  Beschwerdeführers  als  derzeit 
flugmedizinisch  untauglich  auf  einer  vertretbaren  Würdigung  der 
vorhandenen  Untersuchungsergebnisse.  Dass  die  übrigen  zu 
übermittelnden Informationen unrichtig sind, macht der Beschwerdeführer 
zu Recht nicht geltend. Die angefochtene Datenbekanntgabe erweist sich 
somit im Sinne von Art. 5 DSG als zulässig. 

8. 
Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass die Vorinstanz 
die FAA nicht über den (angeblichen) Medikamenten­ und Drogenkonsum 
des  Beschwerdeführers  informieren  darf.  Im  Übrigen  hat  sie  jedoch  zu 
Recht entschieden, die FAA in einer in Englisch abzufassenden Mitteilung 
über  die  anderen  im  Zusammenhang  mit  dem  Flugunfall  vom 
11. September 2010 festgestellten Versäumnisse des Beschwerdeführers 
(ungültiges medizinisches Tauglichkeitszeugnis,  ungültiges Type Rating, 
fehlende  Nachtflugbewilligung,  Landung  auf  einem  nicht  für  Nachtflüge 
zugelassen Heliport), dessen derzeitige Einschätzung als flugmedizinisch 
untauglich  und  die  von  der  Schweiz  aufgrund  dieser  vorläufigen 
Untersuchungsergebnisse  getroffenen  Anordnungen  in  Kenntnis  zu 
setzen. Eine solche Information ist geeignet und zugleich erforderlich, um 
die  FAA  zu  veranlassen,  eine  Untersuchung  gegen  den 
Beschwerdeführer einzuleiten, um dessen Flugtauglichkeit zu überprüfen 
und  diesem,  sofern  erforderlich,  zumindest  zeitweilig  seine 
amerikanischen  Fluglizenzen  zu  entziehen.  Diese  Bekanntgabe  erweist 
sich  im  Übrigen  unter  Abwägung  aller  massgeblichen  Interessen  als 
verhältnismässig.  Bei  diesem  Ergebnis  ist  die  Beschwerde  teilweise 
gutzuheissen,  die  angefochtene  Anordnung  aufzuheben  und  eine 
Datenbekanntgabe im Sinne der vorstehenden Erwägungen anzuordnen. 

9. 
Es bleibt über die Verteilung der Verfahrenskosten zu entscheiden.

9.1. Die Gerichtsgebühr wird  in Anwendung von Art. 63 Abs.  4bis VwVG 
i.V.m. Art. 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 173.320.2)  auf  Fr. 1'500.00 
festgelegt. Diese hat der Beschwerdeführer insoweit zu tragen, als er als 
unterliegende Partei  im Sinne  von Art. 63 Abs. 1 VwVG  zu  qualifizieren 
ist.  Eine  Partei  unterliegt,  wenn  ihren  Begehren  aus  formellen  oder 
materiellen  Gründen  nicht  entsprochen  wird.  Werden  ihre  Anträge 
teilweise gutgeheissen,  so sind die Verfahrenskosten zu ermässigen.  In 

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der  Praxis  bedeutet  dies,  dass  die  Kosten  der  beschwerdeführenden 
Partei  entsprechend  ihrem  Anteil  am  Unterliegen  auferlegt  werden 
(MARCEL  MAILLARD,  Praxiskommentar,  Art. 63  N. 14, 
MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a.a.O., Rz. 4.39). 

9.2.  Bei  der  Frage  nach  dem  Obsiegen  und  Unterliegen  ist  im 
vorliegenden  Fall  zwischen  der  Zwischenverfügung  und  dem 
Endentscheid zu unterscheiden.  Im erstgenannten Entscheid wurde das 
Gesuch  des  Beschwerdeführers  auf  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  grundsätzlich  abgewiesen,  womit  der 
Beschwerdeführer  diesbezüglich  als  unterliegende  Partei  gilt.  In  Bezug 
auf  den Endentscheid  ist  der  Beschwerdeführer mit  seinen Anträgen  in 
der Hauptsache  teilweise durchgedrungen und erst  durch die Erhebung 
der Beschwerde zu einer  rechtsgenügenden Begründung gelangt. Unter 
diesen  Umständen  ist  er  in  der  Hauptsache  als  hälftig  obsiegend 
einzustufen. In Bezug auf die Verfahrenskosten hat dies zur Folge, dass 
ihm  die  gesamten  Kosten  für  die  Zwischenverfügung  im  Betrag  von 
Fr. 500.­­ sowie die Hälfte der Kosten für den Beschwerdeentscheid von 
Fr. 1'000.­­, mithin Fr.  500.­­,  aufzuerlegen  sind. Die  ihm überbundenen 
Verfahrenskosten  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 1'000.­­  verrechnet.  Die  Vorinstanz  trägt  als  Bundesbehörde 
ungeachtet  des  Ausgangs  des  Verfahrens  keine  Verfahrenskosten 
(Art. 63 Abs. 2 VwVG).

9.3. Der obsiegenden Partei ist von Amtes wegen oder auf Begehren hin 
eine  Entschädigung  für  die  ihr  erwachsenen  notwendigen  und 
verhältnismässig  hohen  Kosten  zuzusprechen;  obsiegt  eine  Partei  nur 
teilweise, so ist die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen (Art. 64 
Abs. 1 VwVG, Art. 7 ff. VGKE). Wird keine Kostennote eingereicht, setzt 
das  Gericht  die  Parteientschädigung  auf  Grund  der  Akten  fest  (Art. 14 
Abs. 2  VGKE).  In  Anbetracht  der  Schwierigkeiten  der  sich  stellenden 
Rechts­ sowie Tatfragen und des Grades des Obsiegens des anwaltlich 
vertretenen Beschwerdeführers erscheint es vorliegend angemessen, ihm 
zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.­­ (inkl. 
Auslagen und MwSt.) zuzusprechen. 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird  im Sinne der Erwägungen  teilweise gutgeheissen, 

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Seite 25

soweit sie nicht  infolge Wegfalls des Rechtsschutzinteresses als gegen­
standslos  bzw.  infolge  Rückzugs  als  erledigt  abzuschreiben  ist. 
Infolgedessen  wird  Ziff.  2  der  angefochtenen  Verfügung  wie  folgt 
abgeändert:

"Die  Vorinstanz  wird  die  FAA  in  einer  in  Englisch 
abzufassenden  Mitteilung  über  die  im  Zusammenhang  mit 
dem  Flugunfall  vom  11. September  2010  festgestellten 
Versäumnisse  des  Beschwerdeführers  (ungültiges 
medizinisches Tauglichkeitszeugnis, ungültiges Type Rating, 
fehlende Nachtflugbewilligung,  Landung auf  einem nicht  für 
Nachtflüge  zugelassen  Heliport),  dessen  derzeitige 
Einschätzung als flugmedizinisch untauglich und die von der 
Schweiz  aufgrund  dieser  vorläufigen 
Untersuchungsergebnisse  getroffenen  Anordnungen 
informieren,  ohne  den  (angeblichen)  Medikamenten­  und 
Kokainkonsum des Beschwerdeführers zu erwähnen."

2. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 1'000.­­  gehen  zu  Lasten  des 
Beschwerdeführers und werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss  in 
gleicher Höhe verrechnet.

A­2401/2011

Seite 26

3. 
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  nach  Eintritt  der  Rechtskraft 
des Urteils eine Parteientschädigung von Fr. 1'500.­­ (inkl. Auslagen und 
MwSt.) zu bezahlen. 

4. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref­Nr. 1/18/18­02­D11­0029; eingeschrieben)
– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde)

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Markus Metz Christa Baumann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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