# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef648633-dcc9-5838-9c44-bea741bee094
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 27.09.2016 UV 2014/97
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2014-97_2016-09-27.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2014/97

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.09.2016

Entscheiddatum: 27.09.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2016
Art. 6 UVG: Unzureichender Nachweis der Verneinung einer Unfallkausalität 
von arthroskopisch therapierten strukturellen Gesundheitsschäden am Knie 
sowie des Dahinfallens der Unfallkausalität von Kniebeschwerden über das 
Leistungseinstellungsdatum hinaus. Rückweisung zu weiteren Abklärungen 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. 
September 2016, UV 2014/97).Entscheid vom 27. September 2016 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Ralph Jöhl; Gerichts-schreiberin Katja 

Meili          

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2014/97         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Robert Baumann, Waisenhausstrasse 17, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Produktionsmitarbeiter bei der B.___ AG 

tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (nachfolgend: 

Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 15. Dezember 2012 einen 

Skiunfall erlitt. In der Schadenmeldung UVG vom 18. Dezember 2012 beschrieb die 

Arbeitgeberin einen Sturz auf das linke Knie und das linke Hüftgelenk und Verletzungen 

derselben. Als Art der Schädigung wurden eine Meniskusläsion und eine Quetschung 

notiert. Weiter wurde eine Arbeitsunfähigkeit vermerkt (Suva-act. 1). Mit Schreiben vom 

21. Dezember 2012 sprach die Suva dem Versicherten für die Folgen des Unfalls vom 

15. Dezember 2012 die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen) 

zu (Suva-act. 2). Am 10. Januar 2013 reichte der erstbehandelnde Arzt Dr. med. C.___, 

Allgemeine Medizin FMH, das Arztzeugnis UVG ein, worin er eine Erstbehandlung am 

18. Dezember 2012 sowie eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 18. Dezember 2012 

bis 8. Januar 2013 bzw. eine Arbeitsaufnahme zu 100% ab 9. Januar 2013 bestätigte 

und eine Hüftkontusion rechts diagnostizierte (Suva-act. 9/1, vgl. auch Suva-act. 6). Im 

Unfallschein UVG vermerkte Dr. C.___ sodann Konsultationen vom 4. Januar, 12. 

Februar und 5. März 2013 (Suva-act. 14, 17). Auf Zuweisung von Dr. C.___ hatte 

ausserdem am 24. Dezember 2012 eine MRT-Untersuchung des rechten Hüftgelenks 

und linken Kniegelenks im Röntgeninstitut D.___ durch Dr. med. E.___, FMH 

Radiologie, stattgefunden (Suva-act. 9/2).

A.b  Am 14. Mai 2013 liess der Versicherte durch seine Arbeitgeberin einen „Rückfall“ 

zum Unfall vom 15. Dezember 2012 mit einer Arbeitsunfähigkeit seit 7. Mai 2013 

melden (Suva-act. 13).

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A.c  Laut Unfallschein UVG stand der Versicherte seit 18. März 2013 bei Dr. med. 

F.___, Spezialarzt Orthopädische Chirurgie FMH, Sportmedizin (SGSM) in Behandlung 

(Suva-act. 14, 17). Der Orthopäde stellte in einem einfachen Bericht an die Suva vom 

16. Mai 2013 die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen femoropatellären 

Chondropathie links. Der Versicherte werde diesbezüglich physiotherapeutisch (vgl. 

dazu Suva-act. 21) und medikamentös behandelt. Am 6. Mai 2013 habe zudem eine 

Infiltration mit Kortison stattgefunden (Suva-act. 16, vgl. auch Suva-act. 20). Am 21. 

Mai 2013 nahm der Versicherte seine Arbeit wieder auf (Suva-act. 17 f.). Am 3. Juni 

2013 attestierte ihm jedoch Dr. F.___ ab 4. Juni 2013 neuerlich eine 50%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 26).

A.d  Am 11. Juni 2013 diagnostizierte Dr. F.___ beim Versicherten arthroskopisch eine 

Chondropathie Grad IV des medialen Femurcondylus und Grad II bis III des lateralen 

Tibiaplateaus sowie eine mediale Meniskusläsion links, worauf er arthroskopisch eine 

mediale Teilmeniskektomie sowie ein Shaving durchführte und zum Erzeugen eines 

Ersatzknorpels Mikrofrakturen im Bereich des medialen Femurcondylus setzte (Suva-

act. 30). Im Zusammenhang mit der Operation war der Versicherte seit 10. Juni 2013 zu 

100% arbeitsunfähig (Suva-act. 31).

A.e  Am 26. Juni 2013 legte die Suva den Operationsbericht vom 12. Juni 2013 

betreffend die Operation vom 11. Juni 2013 ihrem Kreisarzt Dr. med. G.___, Facharzt 

für Chirurgie FMH, spez. Allgemeinchirurgie und Unfallchirurgie, zur Beantwortung der 

Frage vor, ob sie weiterhin davon ausgehen könne, dass in Bezug auf die Operation 

eine mindestens überwiegend wahrscheinliche unfallbedingte Ursache der 

Kniebeschwerden nicht gegeben sei. Dr. G.___ antwortete gleichentags, dass die im 

Operationsbericht beschriebenen Veränderungen der Chondropathie und des 

Meniskus im MRT nicht sichtbar seien und deshalb zum Vergleich die intraoperativen 

Videoprints bei Dr. F.___ einzuholen seien (Suva-act. 32, 36, 39). Am 6. September 

2013 teilte eine Mitarbeiterin von Dr. F.___ der Suva telefonisch mit, dass es keine 

Videoprints der Operation gebe (Suva-act. 41).

A.f  Am 11. September 2013 erfolgte eine weitere MRT-Untersuchung des linken Knies 

durch Dr. med. H.___, Facharzt medizinische Radiologie FMH, Radiologie I.___ (Suva-

act. 48). Dr. F.___ stellte hierauf am 26. September 2013 fest, dass das MRT eine 

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partielle Regeneration des Knorpels am medialen Femurcondylus zeige (Suva-act. 49). 

Ab 14. Oktober 2013 attestierte Dr. C.___ dem Versicherten eine 50%-ige 

Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 53, vgl. auch Suva-act. 57, 59).

A.g  Am 5. November 2013 legte die Suva Dr. G.___ den MRT-Untersuchungsbericht 

vom 11. September 2013 mit derselben Kausalitätsfrage, wie sie sie bereits am 26. 

Juni 2013 formuliert hatte, vor (Suva-act. 65). Dr. G.___ gab der Suva daraufhin 

Kenntnis über ein Schreiben an Dr. F.___ vom 25. November 2013, worin er diesen 

aufforderte, die Videoprints - falls diese doch noch eruierbar sein sollten - abzugeben 

und ihm mitteilte, dass er den Radiologen nochmals bitten werde, die MRT-Bilder vom 

24. Dezember 2012 zu analysieren. Weiter ersuchte er Dr. F.___, seine eigene 

Interpretation der gefundenen Pathologien zurückzumelden (Suva-act. 66).

A.h  Inzwischen hatte der Versicherte am 11. November 2013 einen Arbeitsversuch zu 

100% unternommen (Suva-act. 62 f.), hatte jedoch das Pensum ab 18. November 2013 

wieder auf 50% reduzieren müssen (Suva-act. 63, vgl. auch Suva-act. 72, 74).

A.i   Am 4. Dezember 2013 fand zwischen einem Mitarbeiter der Suva und dem 

Versicherten eine Besprechung statt (Suva-act. 70). Ab 13. Januar 2014 bestand beim 

Versicherten nur noch eine Arbeitsunfähigkeit von 25% (Suva-act. 75, 77, 87, 90, 96).

A.j   Mit Schreiben vom 22. Januar 2014 nahm Dr. F.___ gegenüber der Suva zum 

Schreiben von Dr. G.___ vom 25. November 2013 Stellung (Suva-act. 85), worauf die 

Suva Dr. G.___ erneut die Frage nach der Unfallkausalität der Kniebeschwerden stellte 

(Suva-act. 86). Mit Schreiben vom 5. Februar 2014 ersuchte Dr. G.___ den Radiologen 

Dr. E.___ unter Kenntnis der intraoperativen Befunde um nochmalige Evaluierung des 

MRT vom 24. Dezember 2012, vor allem hinsichtlich der unterschiedlichen Knorpel- 

und Meniskusbefunde. Es stelle sich für ihn, Dr. G.___, die Frage, ob es sich dabei um 

im Verlauf entstandene neue Läsionen handle oder ob diese retrospektiv bereits im 

MRT sichtbar gewesen seien (Suva-act. 88). Am 10. Februar 2014 reichte Dr. E.___ 

seine Beurteilung ein (Suva-act. 89). Dr. G.___ stellte daraufhin in seiner ärztlichen 

Beurteilung vom 13. Februar 2014 fest, dass die versicherungsmedizinische Aktenlage 

nach wie vor unklar sei, weshalb er eine Kontaktaufnahme mit dem Radiologen zur 

Befundung des Verlaufs-MRT bezüglich Meniskussituation im Hinterhornanteil nach 

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Unterbreiten der Kenntnis bezügIich der Teilmeniskektomie (Operationsbericht) 

empfehle (Suva-act. 91). In diesem Sinne gelangte Dr. G.___ mit Schreiben vom 18. 

Februar 2014 an Dr. H.___ (Suva-act. 92). Dr. med. J.___, ebenfalls Facharzt für 

Radiologie FMH der Radiologie I.___, erhob am 28. Februar 2014 einen Zusatzbefund 

(Suva-act. 93).

A.k  Am 7. März 2014 nahm Dr. G.___ abschliessend zur Frage der Suva Stellung, ob 

die Kniebeschwerden mindestens überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vom 

15. Dezember 2012 zurückzuführen seien bzw. weiterhin davon ausgegangen werden 

könne, dass eine mindestens überwiegend wahrscheinliche unfallbedingte Ursache der 

Kniebeschwerden nicht vorliege (Suva-act. 94 f.).

A.l   Mit Schreiben vom 14. März 2014 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass 

aufgrund der Beurteilung ihres Kreisarztes vom 7. März 2014 die Operation vom 10. 

Juni 2013 nicht mehr unfallbedingt bzw. nicht mit mindestens überwiegender 

Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 15. Dezember 2015 zurückzuführen sei. 

Die Suva könne für die Operation keine Versicherungsleistungen erbringen. Sie habe 

für die Folgen des Unfalls abgesehen von der Operation bis am 31. Oktober 2013 die 

gesetzlichen Versicherungsleistungen in Form von Taggeldern und Heilungskosten 

erbracht. Es werde auf eine Rückforderung der bisher erbrachten Leistungen verzichtet 

(Suva-act. 98). Am 15. Mai 2014 nahm die CAP Rechtsschutz-

Versicherungsgesellschaft AG, St. Gallen, zum Schreiben der Suva Stellung und 

ersuchte um Zustellung einer anfechtbaren Verfügung, sollte die Suva weiterhin der 

Meinung sein, dass zwischen dem Unfall und der Operation kein natürlicher 

Kausalzusammenhang bestehe (Suva-act. 105). Mit Verfügung vom 17. Juni 2014 

bestätigte die Suva ihre Ablehnung, die Kosten der Operation vom 10. Juni 2013 zu 

übernehmen und über den 31. Oktober 2013 hinaus Versicherungsleistungen zu 

erbringen (Suva-act. 107).

B.   

Die gegen diese Verfügung von der Rechtsschutzversicherung des Versicherten am 13. 

August 2014 erhobene Einsprache (Suva-act. 110) wurde von der Suva mit 

Einspracheentscheid vom 27. November 2014 abgewiesen (Suva-act. 116).

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C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Baumann, St. Gallen, mit Eingabe 

vom 23. Dezember 2014 Beschwerde erheben. Darin wurde beantragt, der 

angefochtene Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 

27. November 2014 und damit auch die Verfügung vom 17. Juni 2014 seien 

vollumfänglich aufzuheben. Es sei festzustellen, dass eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer für die Folgen des 

Unfallereignisses vom 15. Dezember 2012 bzw. die aus diesem resultierenden 

Kniebeschwerden links bestehe, bzw. die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen (Behandlungskosten, Wegkosten, 

Taggelder, Rente, Integritätsentschädigung etc.), ab wann rechtens, zuzusprechen und 

auszurichten. Eventualiter sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids 

die Streitsache an die Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer, insbesondere 

medizinischer Abklärungen im Sinne der nachstehenden Ausführungen 

zurückzuweisen, damit nach Vorliegen der Abklärungsergebnisse neu über die 

Leistungsansprüche des Beschwerdeführers verfügt werden könne, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 11. Februar 2015 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 10. März 2015 bestätigte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers seine Anträge (act. G 6). Mit Schreiben vom 20. April 2015 

erneuerte die Beschwerdegegnerin ihrerseits den Antrag auf Abweisung der 

Beschwerde, verzichtete aber auf eine einlässliche Duplik. Sie hielt lediglich fest, dass 

bezeichnenderweise in der Replik auf jegliche Einwände gegen die Ausführungen unter 

den Ziffern 5.1 und 5.2 der Beschwerdeantwort verzichtet worden sei, womit die 

Richtigkeit derselben stillschweigend und konkludent anerkannt worden sei (act. G 8 

f.). Mit Schreiben vom 29. April 2015 nahm der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

zu dieser Äusserung Stellung (act. G 10).

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C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.  

Am 18. Dezember 2012 liess der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin durch 

seine Arbeitgeberin einen Skiunfall vom 15. Dezember 2012 melden (Suva-act. 1). Am 

14. Mai 2013 folgte eine weitere Schadenmeldung bzw. die Meldung eines „Rückfalls“ 

zum Unfall vom 15. Dezember 2012 (Suva-act. 13). Unbestritten ist, dass sich der 

Beschwerdeführer bei besagtem Unfall eine Kontusionsverletzung der linken Hüfte 

zugezogen hat, für welche die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht anerkannt und 

entsprechend Versicherungsleistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen) erbracht 

hat. Die Hüftgelenksverletzung verheilte noch vor der Schadenmeldung vom 14. Mai 

2013 und ist damit nicht Inhalt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Die 

vorgenannte Schadenmeldung erfolgte also nur noch wegen Kniebeschwerden links 

(vgl. dazu Suva-act. 16, 20, 70). Am 11. Juni 2013 wurde der Beschwerdeführer von Dr. 

F.___ am linken Knie operiert (Suva-act. 30). Die Beschwerdegegnerin ist für die Kosten 

der Untersuchungen und Heilbehandlungen des linken Knies bis 31. Oktober 2013 - die 

Kosten der Operation vom 11. Juni 2013 ausgenommen - aufgekommen und hat 

während der Arbeitsunfähigkeit Taggelder geleistet. Streitig und zu prüfen ist, ob die 

Beschwerdegegnerin für die Knieoperation und über den 31. Oktober 2013 hinaus für 

die Kniebeschwerden links leistungspflichtig ist. Nachdem damit die Rechtmässigkeit 

einer Leistungseinstellung (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen 2.2 und 3) zu 

beurteilen ist, muss die Frage, ob es sich bei der Schadenmeldung vom 14. Mai 2013 

um eine Rückfallmeldung handelte (vgl. dazu Art. 11 der Verordnung über die 

Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]) oder ob von einem fortdauernden Grundfall 

auszugehen gewesen wäre, nicht geprüft werden.

2.   

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2.1  Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtlichen Voraussetzungen ihrer Leistungspflicht - das Vorliegen eines natürlichen 

und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und in dessen Folge 

eingetretener Gesundheitsschädigung - zutreffend dar (Erwägung 1.a. und b.; BGE 129 

V 181 f. E. 3; ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich 2012, S. 53 ff.). Darauf kann verwiesen werden. 

Hinzuzufügen ist, dass bei physischen Unfallfolgen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang keine selbständige Bedeutung hat (BGE 138 V 250 f. 

E. 4 mit Hinweisen, BGE 127 V 103 E. 5b/bb).

2.2  Ergänzend ist ausserdem festzuhalten, dass bei einmal gegebener Unfallkausalität 

die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst entfällt, wenn der Unfall nicht mehr die 

natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Das 

Dahinfallen der kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit 

gänzlich fehlender Auswirkungen des Unfalls genügt nicht (vgl. dazu UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich 2015, N 46 ff. zu Art. 43 ATSG; BGE 129 V 181 E. 

3.1, BGE 126 V 353 E. 5b).

3.   

3.1  Indem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht - wie dargelegt - auch in 

Bezug auf die Schadenmeldung vom 14. Mai 2013 anerkannt, die Leistungen jedoch 

ab 31. Oktober 2013 gesamthaft eingestellt hat, steht im vorliegenden Fall ein 

anspruchsaufhebender Sachverhalt zur Diskussion, für welchen die Beweislast bei der 

Beschwerdegegnerin liegt. Die genannte Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn 

es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (vgl. BGE 138 V 222 E. 

6 und BGE 117 V 264 E. 3b, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 

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2008, 8C_540/2007, E. 4.3.2; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b; RUMO-JUNGO/

HOLZER, a.a.O., S. 54 f.).

3.2  Der Umstand, dass die Leistungseinstellung im angefochtenen 

Einspracheentscheid anders als zuvor damit begründet wird, die Ausrichtung von 

Leistungen für die Kniegelenksproblematik sei wahrscheinlich falsch gewesen (vgl. 

Erwägung 3 des Einspracheentscheids), ändert an obgenannter Beweislastverteilung 

nichts. Im vorliegenden Verfahren ist - wie erwähnt - die Frage der Rechtmässigkeit der 

Leistungseinstellung zu prüfen. Gemäss BGE 130 V 380 hat der Unfallversicherer - wie 

von der Beschwerdegegnerin dargelegt - bei Leistungseinstellungen die Möglichkeit, 

die durch Ausrichtung von Heilbehandlungen und Taggeld anerkannte Leistungspflicht 

mit Wirkung ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der 

Wiedererwägung oder der prozessualen Revision (vgl. dazu Art. 53 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]) einzustellen, da eine solche Leistungseinstellung kein Zurückkommen auf die 

bisher gewährten Versicherungsleistungen bedeutet. Die Beschwerdegegnerin durfte 

also auf ihren Entscheid der Anerkennung einer Unfallkausalität der 

Kniegelenksproblematik links ex nunc et pro futuro ohne Berufung auf einen 

Rückkommenstitel zurückkommen, dies mit der Begründung, es habe in Bezug auf den 

am 14. Mai 2013 gemeldeten Schaden gar nie eine Unfallkausalität vorgelegen.

4.   

4.1  Massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. die Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung ist die unmittelbar nach dem 

Unfall gestellte Unfalldiagnose. In zeitlicher Hinsicht spielt der Verlauf der erhobenen 

Befunde erfahrungsgemäss in dem Sinne eine Rolle, dass in der Regel nur ein beim 

Unfall verletzter Körperteil nachfolgend Beschwerden zeitigen kann, relevante 

Verletzungen zu Schmerzen führen und daher unmittelbar im Anschluss an den Unfall 

oder zumindest unfallnah wahrgenommen und im Rahmen einer ärztlichen 

Untersuchung diagnostiziert werden.

4.2  Eine erste ärztliche Behandlung nach dem Unfall vom 15. Dezember 2012 fand am 

18. Dezember 2012 durch Dr. C.___ statt. Im entsprechenden Arztzeugnis UVG vom 

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10. Januar 2013 hielt dieser einzig hüftbezogene Befunde sowie die Diagnose einer 

Hüftkontusion rechts fest und vermerkte als Angaben des Patienten einen Sturz beim 

Skifahren sowie eine Prellung im Hüftbereich rechts (Suva-act. 9). In Übereinstimmung 

mit dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers kann allein daraus nicht abgeleitet 

werden, das linke Knie sei vom Unfall nicht betroffen gewesen. Bereits in der 

Schadenmeldung vom 18. Dezember 2012 (Suva-act. 1) wurde das linke Knie als vom 

Unfall betroffener Körperteil bezeichnet und wurden als Schädigung eine 

Meniskusläsion sowie eine Quetschung genannt. Zu bemerken ist ausserdem, dass Dr. 

C.___ den Beschwerdeführer infolge der Erstbehandlung vom 18. Dezember 2012 mit 

der Indikation „Sturz bei Skifahren mit Prellung der rechten Hüfte und Distorsion des 

Knie links. Meniskusläsion links? Posttraumatische Veränderung Hüfte rechts?“ einer 

MRT-Untersuchung sowohl des rechten Hüftgelenks, aber auch des linken Kniegelenks 

zuwies und diese Untersuchungen am 24. Dezember 2012 durch Dr. E.___ 

durchgeführt worden sind (Suva-act. 9). Es ist wohl kaum anzunehmen, dass eine solch 

kostspielige Untersuchung ohne medizinischen Grund bzw. ohne irgendwelche 

unfallnahen Kniebeschwerden links oder zumindest ohne die subjektive Schilderung 

einer Kniebeeinträchtigung vorgenommen worden wäre. Nachvollziehbar erscheint 

ausserdem der vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hergestellte 

Zusammenhang zwischen der von Dr. C.___ offensichtlich echtzeitlich unter anderem 

auch kniebezogen gewürdigten Problematik und der nachfolgenden Schadenmeldung 

der Arbeitgeberin vom 18. Dezember 2012. Ohne Ersteres wäre der Inhalt letzterer 

wohl kaum zustande gekommen.

4.3  Nicht in Abrede stellen lässt sich sodann die Feststellung des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, dass die Akten nach der MRT-Untersuchung vom 24. Dezember 

2012 weiterhin und ununterbrochen bis zum Erlass der Verfügung Kniebeschwerden 

links dokumentieren. Gemäss Unfallschein UVG fanden am 4. Januar, 12. Februar und 

5. März 2013 weitere Konsultationen bei Dr. C.___ statt. Eine erste Sprechstunde bei 

Dr. F.___ erfolgte alsdann am 18. März 2013, anlässlich welcher dieser dem 

Beschwerdeführer eine Physiotherapie-Verordnung mit der Diagnose Verdacht auf 

Chondropathie femoropatellär links ausstellte (Suva-act. 14, 17, 21 und 26; vgl. auch 

70). Am 28. März 2013 erklärte der Beschwerdeführer die ärztliche Behandlung als 

nicht abgeschlossen und wies auf eine nächste Konsultation am 6. Mai 2013 hin (Suva-

act. 11; bestätigt in Unfallschein UVG [Suva-act. 14, 17 und 26]). Am 26. April 2013 

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stellte Dr. F.___ eine weitere Physiotherapie-Verordnung mit besagter Diagnose aus 

(Suva-act. 79). Der erste, in den Akten dokumentierte ärztliche Bericht von Dr. F.___ 

vom 10. Mai 2013 betrifft die Konsultation vom 6. Mai 2013, worin dieser die Diagnose 

in der Physiotherapie-Verordnung wiederholte und über eine Infiltration des linken 

Knies mit Kortison berichtete (Suva-act. 20). Nach einem weiteren kniebezogenen 

Bericht vom 16. Mai 2013 (Suva-act. 16) führte er am 11. Juni 2013 am linken Knie des 

Beschwerdeführers arthroskopisch eine mediale Teilmeniskektomie sowie ein Shaving 

durch und setzte Mikrofrakturen im Bereich des medialen Femurcondylus (Suva-act. 

30). In der Folge befand sich der Beschwerdeführer wegen anhaltender Schmerzen im 

Bereich des linken Knies regelmässig bei Dr. F.___, zwischendurch auch bei Dr. C.___, 

in Behandlung, ging in die Physiotherapie und war voll oder teilweise arbeitsunfähig. 

Wegen persistierender Schmerzen im linken Knie wurde zudem am 11. September 

2013 eine weitere MRT-Untersuchung durchgeführt (vgl. Suva-act. 31, 34 f., 37 f., 40, 

42, 47 ff., 51 f., 57 ff., 61 f., 64, 70, 72, 74, 77). Mit Verfügung vom 17. Juni 2014 stellte 

die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 31. Oktober 2013 ein (Suva-act. 107). Mit 

Blick auf diesen Verlauf ist festzustellen, dass seit dem Unfall vom 15. Dezember 2012 

bzw. der MRT-Untersuchung vom 24. Dezember 2012 hinsichtlich Untersuchung und 

Behandlung der Knieproblematik links sowie der daraus resultierten 

Arbeitsunfähigkeiten bis zum Erlass der Verfügung eine eindeutige 

Brückensymptomatik bestanden hat.

4.4  Angesichts des in den Erwägungen 4.2 und 4.3 Gesagten ist mithin eine 

Unfallkausalität der Knieproblematik nicht ausgeschlossen. An dieser Stelle ist 

anzufügen, dass die Regel „post hoc ergo propter hoc“ allgemein juristisch gesehen 

zwar nichts über eine allfällige Unfallkausalität auszusagen vermag (vgl. dazu ALFRED 

MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 

1205; KIESER, a.a.O., N 69 zu Art. 4 ATSG; SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52, 

E. 7.2.4, sowie SVR 2008 UV Nr. 11 [U 290/06]; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). 

Die blosse zeitliche Abfolge stellt jedoch nur in solchen Fällen einen ungenügenden 

Beweis dar, in denen das Vorliegen einer strukturellen Verletzung mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit verneint werden kann und nachfolgend keine 

Brückensymptome vorliegen. Es ist somit zu prüfen, ob sich der Beschwerdeführer 

beim Unfall vom 15. Dezember 2012 eine Knieverletzung links zugezogen hat, welche 

für die Brückensymptome über den 31. Oktober 2013 hinaus verantwortlich gemacht 

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werden kann. Mit dem alleinigen Vorliegen eines Gesundheitsschadens am linken Knie 

ist nämlich nicht in jedem Fall auch mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlich dessen Unfallkausalität ausgewiesen. So führt nicht jeder Unfall zu 

einer Verletzung oder zumindest nicht zu einer derart körperlich gravierenden, 

strukturellen Verletzung, dass anhaltende Beschwerden deren Folge oder eine 

operative Behandlung die Notwendigkeit wären (vgl. beispielsweise ALFRED M. 

DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 412 

„Weichteilverletzungen“; vgl. nachfolgende Erwägung 5).

5.  

5.1  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst 

gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten 

(BGE 134 V 231) - apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, 

Computertomogramm, MRT, Arthroskopie) bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts 

vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

5.2  Dr. F.___ diagnostizierte beim Beschwerdeführer am 11. Juni 2013 arthroskopisch 

eine Chondropathie Grad IV des medialen Femurcondylus und Grad II bis III des 

lateralen Tibiaplateaus sowie eine mediale Meniskusläsion links. Die genannten 

Gesundheitsschäden wurden direkt arthroskopisch behandelt (Suva-act. 30). Hierbei 

handelt es sich eindeutig um organische Substrate bzw. strukturelle 

Gesundheitsstörungen, welche Beschwerden, insbesondere Schmerzen und 

Bewegungseinschränkungen, zu verursachen vermögen (vgl. dazu DEBRUNNER, 

a.a.O., S. 1047 f., 1058 f.; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1204; 

PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 381, 1339; 

LEITLINIEN DER ORTHOPÄDIE, Hrsg. von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie 

und Orthopädische Chirurgie und dem Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. 

erweiterte Aufl. Köln 2002, S. 142). Sie stellen sodann grundsätzlich krankheitsbedingte 

Leiden bzw. degenerative Veränderungen dar, können aber auch als Folge eines 

Traumas auftreten (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 1049, 1056 ff.; ROCHE LEXIKON, 

a.a.O., S. 326; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 381, 1339; LEITLINIEN DER ORTHOPÄDIE, 

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a.a.O., S. 141). Dahingehend und im Sinne des in den Erwägungen 4.4 und 5.1 

Gesagten stellte Dr. G.___ dem Radiologen Dr. E.___ mit Schreiben vom 5. Februar 

2014 die Frage, ob hinsichtlich der intraoperativ erhobenen Befunde (Knorpel- und 

Meniskusbefunde) von im Verlauf entstandenen neuen Läsionen auszugehen sei oder 

ob diese retrospektiv bereits im MRT vom 24. Dezember 2012 (Suva-act. 9) sichtbar 

gewesen seien (Suva-act. 88). Die besagte MRT-Untersuchung des linken Kniegelenks 

brachte normale Menisken zur Darstellung, insbesondere ohne Hinweis auf einen 

meniskalen Einriss und mit nur leichter mukoider Degeneration der Hinterhörner medial 

und lateral. Im Übrigen waren eine kleine Plica mediopatellaris, ein normales 

Femoropatellargelenk sowie minim vermehrte Gelenkflüssigkeit mit kleinster Baker-

Zyste erkennbar. Die ligamentären Strukturen waren ebenfalls normal. Es ist 

unbestritten, dass das echtzeitlich erstellte MRT also weder eine Meniskusläsion noch 

eine Knorpelschädigung bzw. Chondropathie zutage förderte. Dr. G.___ zieht daraus in 

seiner Beurteilung vom 7. März 2014 (Suva-act. 95) den Schluss, die Operation vom 

11. Juni 2013 sei zur Behandlung degenerativer Veränderungen notwendig gewesen 

und nicht zur Behebung struktureller Unfallfolgen erfolgt. Wie die nachfolgenden 

Erwägungen zeigen, vermag sein Beurteilungsergebnis nicht zu überzeugen.

5.3 

5.3.1      Die vom erfahrenen Orthopäden Dr. F.___ arthroskopisch erhobenen Befunde 

an sich werden nicht angezweifelt. Dass sie nicht mit den MRT-Befunden 

übereinstimmen, hat er mit einer statistischen Erkenntnis begründet, welche Dr. G.___ 

in seiner Beurteilung vom 7. März 2014 (Suva-act. 95) implizit zu teilen scheint. Im 

konkreten Fall kann bei uneinheitlichen Befunden aus MRT und Arthroskopie nicht 

ohne weiteres der MRT-Befund bevorzugt werden. Immerhin wurde die Indikation für 

die MRT-Untersuchung in einer Meniskusläsion links gesehen (Suva-act. 9) und Dr. 

F.___ stellte bereits vor der Arthroskopie, erstmals im März 2013, gestützt auf eine 

klinisch erhobene femoropatelläre Problematik (reduzierter Quadrizepstonus und 

Patellaverschiebeschmerz mit retropatellärem Reiben) die Verdachtsdiagnose einer 

femoropatellären Chondropathie (Suva-act. 16, 20 f.). Es trifft zwar zu, dass Dr. F.___ in 

seinen Berichten vom 10. und 16. Mai 2013 keine Verdachtsdiagnose betreffend eine 

Meniskusläsion stellte (Suva-act. 16, 20). Der im Operationsbericht vom 12. Juni 2013 

festgehaltenen Indikation für die Arthroskopie ist jedoch zu entnehmen, dass sich im 

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weiteren Verlauf ein zunehmend positives Meniskuszeichen gezeigt hatte (Suva-act. 

30). Das Diagnoseergebnis der Arthroskopie steht damit nicht zusammenhangslos im 

Raum. Der Zeitraum zwischen MRT und Arthroskopie ist zudem mit rund einem halben 

Jahr so kurz, dass eine rein degenerativ bedingte Chondropathie von Grad IV bzw. 

Grad II bis III gegenüber einer unfallbedingten Chondropathie nicht wahrscheinlicher 

erscheint. Im MRT-Untersuchungsbericht wurde weder eine unfall- noch eine 

degenerativ bedingte Meniskusläsion und Chondropathie festgehalten. Rückwirkend 

betrachtet steht mithin nicht überwiegend wahrscheinlich fest, dass die fraglichen 

Gesundheitsschäden degenerativ bedingt sind. Zu bemerken ist ausserdem, dass Dr. 

G.___ den in der medizinischen Literatur für Knorpelschäden als typisch beschriebenen 

Unfallmechanismus der Kontusion (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 1049) unerwähnt liess.

5.3.2      Die retrospektive Beurteilung von Dr. E.___ vom 10. Februar 2014 (Suva-act. 

89) bringt keine Klarheit in Richtung einer unfallfremden Meniskusläsion und 

Chondropathie. Der Radiologe konstatierte im medialen Femurkondylus eine 

Knorpelschädigung mit Knorpellukus lokal mit jedoch normaler Darstellung des 

darunterliegenden Knochens bzw. ohne ossäre Mitbeteiligung. Inwiefern eine solche für 

die Verifizierung einer traumatisch bedingten Chondropathie zusätzlich gefordert ist, ist 

nicht nachvollziehbar. Eine zusätzliche ossäre Verletzung könnte auch bloss als 

umfassendere bzw. schwerwiegendere Verletzung verstanden werden. Ohne eine 

solche bleibt es jedoch retrospektiv bei der Feststellung einer Chondropathie. Der 

Meniskus medialseits zeigte laut Dr. E.___ höchstens eine leichte zentrale 

Signalsteigerung. Ein meniskaler Einriss sei auch retrospektiv nicht zu diagnostizieren. 

Höchstens im Corpusbereich sei eine kleinste Konturalteration der tibialen Oberfläche 

des Meniskus sichtbar. Laut Dr. G.___ liegt damit keine gesicherte Meniskusruptur, 

sondern eine intrameniskale Problematik vor, die dem Alter des Beschwerdeführers 

entsprechen könne (Suva-act. 95-4). Wie bereits erwähnt, bedeutet der Umstand, dass 

der arthroskopisch erhobene Meniskusriss retrospektiv nicht auch im MRT gesehen 

werden konnte, nicht automatisch, dass der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2014 

keinen Meniskusriss erlitten hat. Inwiefern ein intraoperativ intaktes vorderes 

Kreuzband gegen einen unfallbedingten Meniskusriss spricht, wird von Dr. G.___ nicht 

ausgeführt. In der medizinischen Literatur werden der Meniskus- und der 

Kreuzbandriss als Kombinationsverletzungen und als eigenständige Verletzungen 

beschrieben (vgl. PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1107 „Kniegelenkbandruptur“, S. 1155, 

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1339; DEBRUNNER, a.a.O., S. 1098 „Risse des hinteren Kreuzbandes sind …, meist 

von weiteren Verletzungen begleitet […, Menisken]“; LEITLINIEN DER ORTHOPÄDIE, 

a.a.O., S. 141 ff.). Dass die beiden Verletzungen zwingend nebeneinander auftreten 

müssen, wird nirgends gesagt. Schwierig einzuordnen ist sodann die Aussage von Dr. 

G.___, dass beim Beschwerdeführer eine Crescendo-Schmerzproblematik vorliege, 

welche gegenüber der Decrescendo-Problematik, einer beim Ereignis aufgetretenen 

akuten traumatischen Schmerzkomponente mit Arbeitsunfähigkeit, eher für eine 

degenerative Komponente spreche. Der konkrete Sachverhalt umfasst ein Ereignis mit 

Unfallbeeinträchtigung des linken Knies, Arbeitsunfähigkeit nach dem Unfall, 

Erstbehandlung bereits nach drei Tagen, nachfolgend andauernden Schmerzen und 

entsprechenden Heilbehandlungen, zunächst konservativen (medikamentös, mit 

Physiotherapie und Infiltration), schliesslich operativen (vgl. Erwägung 4.3). Inwiefern 

hierbei von einer unfallfremden Crescendo-Schmerzproblematik auszugehen ist, kann 

nicht nachvollzogen werden.

5.3.3      Auf Ersuchen von Dr. G.___ verglich schliesslich der Radiologe Dr. J.___ am 

28. Februar 2014 in Berücksichtigung des Operationsberichts von Dr. F.___ vom 12. 

Juni 2013 (Suva-act. 30) die Ergebnisse der MRT-Untersuchungen vom 24. Dezember 

2012 (Suva-act. 9) und 11. September 2013. Im Zentrum der Betrachtung stand die 

morphologische Situation am medialen Meniskus (Suva-act. 93, vgl. auch Suva-act. 

92). Bei der MRT-Untersuchung vom 11. September 2013 war laut 

Untersuchungsbericht eine leichtgradige Binnendegeneration des medialen Meniskus 

zur Darstellung gekommen (Suva-act. 93), welche sich auch Dr. G.___ gezeigt hat. Der 

Kreisarzt stellte weiter fest, dass er keine eindeutige Volumenverminderung im 

Hinterhorn des Meniskus sehe (Suva-act. 92), was wiederum Dr. J.___ in seinem 

Zusatzbefund bestätigte. Der Radiologe fügte hinzu, dass weiterhin feinlineare 

hyperintense Signalalterationen des Meniskus am Hinterhorn zum Teil mit Kontakt zur 

Unterfläche bestünden. Aktuell bestehe zudem eine ausgeprägte ödematöse 

Imbibierung und Hyperämie der Spongiosa am medialen Femurkondyl und geringer 

ausgeprägt auch am medialen Tibiakopf, die als Osteodystrophie gewertet werden 

müsse. Zudem bestehe eine Begleit-Dystrophie des medialen Kapselbandapparates 

(Suva-act. 93). Zur Frage, ob die leichtgradige Binnendegeneration des medialen 

Meniskus grundsätzlich gegen eine ursprüngliche traumatische Meniskusläsion spricht, 

äussern sich weder Dr. G.___ noch Dr. J.___. Eine Antwort auf diese Frage erscheint 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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jedoch insofern von Belang, als beim Beschwerdeführer eine Teilmeniskektomie 

durchgeführt wurde und diesbezüglich argumentiert werden könnte, der Meniskusriss 

sei - soweit unfallkausal - entfernt worden. Die geringe Substanzverminderung des 

Meniskus interpretierte Dr. G.___ dahingehend, dass der ursprünglich nicht 

dokumentierten Meniskusläsion damit keine erhebliche Pathologiekomponente 

zukomme. Diese Folgerung erscheint grundsätzlich einleuchtend, doch stellt sich die 

Frage, ob sie nicht ebenso bei Vorliegen einer traumatischen Meniskusläsion gezogen 

werden könnte. Seine Feststellung, dass es postoperativ mit der ödematösen 

Veränderung am Femurcondyl zu einem dystrophen Verlauf gekommen sei, erscheint 

angesichts der Darlegungen von Dr. J.___ überzeugend. Für die ödematöse 

Veränderung bzw. Dystrophie gibt es jedoch offensichtlich auch eine rein intraoperative 

Erklärung (Folgen der Mikrofrakturierung). Inwiefern diese Situation mit einer solchen 

nach traumatischer Verletzung gleichgesetzt werden kann, geht aus der kreisärztlichen 

Beurteilung nicht hervor. Dr. G.___ stellte fest, wäre beim Sturz zum Beispiel die 

Knorpelläsion durch das Ereignis verursacht worden, so wäre auch damals durch eine 

solche nötige Gewalteinwirkung eine „ossäre“ Reaktion zu erwarten gewesen. Eine 

solche sei im MRT 6 Tage nach Ereignis nicht beschrieben gewesen. Dies kann nicht 

als genügende Erklärung für eine unfallfremde Knorpelläsion bezeichnet werden. Zum 

einen schreibt der Kreisarzt unpassend von einer „ossären“ Reaktion, zum andern ist 

unbestritten, dass die Chondropathie im Rahmen des MRT vom 24. Dezember 2012 

nicht als Befund erhoben wurde. In diesem Sinne erscheint auch eine unerwähnt 

gebliebene, damit zusammenhängende ödematöse Veränderung wenig erstaunlich.

5.4  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die ärztliche Beurteilung von Dr. G.___ 

vom 7. März 2014 (Suva-act. 95) verschiedene unklare Aussagen enthält, womit deren 

Beweiswert für eine rechtsgenügliche, d.h. überwiegend wahrscheinliche, Verneinung 

einer Unfallkausalität der am 11. Juni 2013 durch Dr. F.___ arthroskopisch therapierten 

strukturellen Gesundheitsschäden sowie den Nachweis des Dahinfallens der 

Unfallkausalität der über den 31. Oktober 2013 hinaus geklagten Kniebeschwerden 

unzureichend ist. Zur Beurteilung der Unfallkausalität der Knieproblematik links bedarf 

es weiterer Abklärungen. Die mediale Meniskusläsion sowie die Chondropathie links 

wurden am 11. Juli 2013 operativ therapiert. Eine weitere Untersuchung des 

präoperativen Zustands ist damit nicht mehr möglich. Aus Sicht eines medizinischen 

Laien kann jedoch nicht beurteilt werden, ob von weiteren Erhebungen nicht doch noch 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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entscheidrelevante Erkenntnisse zu erwarten wären. Ein Entscheid in antizipierter 

Beweiswürdigung (vgl. dazu BGE 136 I 236 E. 5.3, BGE 134 I 148 E. 5.3 und BGE 124 

V 94 E. 4b) kann damit noch nicht gefällt werden. Die Streitsache ist an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine neue umfassende medizinische 

Begutachtung - zweckmässigerweise bei einem externen Sachverständigen - 

veranlasse. Wie bereits erwähnt, gibt es laut Angabe von Dr. F.___ keine Videoprints 

der Operation vom 11. Juli 2013. Als ergänzende medizinische Abklärung käme jedoch 

auch die Einholung eines Berichts bei Dr. F.___ über seine Beobachtungen bei der 

Operation in Betracht, konkret unter dem Aspekt, ob diese im Kontext zu einem 

traumatisch oder krankheitsbedingten Gesundheitsschaden gestanden hätten.

6.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 27. November 2014 (Suva-act. 119) dahingehend 

gutzuheissen, dass die Streitsache zur Durchführung ergänzender medizinischer 

Abklärungen über die Anspruchsberechtigung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen wird. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 

830.1]). Der Beschwerdeführer hat bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, die Entschädigung - wie 

in vergleichbaren Fällen üblich - auf pauschal Fr. 4‘000.-- (einschliesslich Barauslagen 

und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 

27. November 2014 aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender 

Abklärungen im Sinn der Erwägungen und anschliessender neuer Entscheidung über 

die Anspruchsberechtigung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4‘000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 27.09.2016
	Art. 6 UVG: Unzureichender Nachweis der Verneinung einer Unfallkausalität von arthroskopisch therapierten strukturellen Gesundheitsschäden am Knie sowie des Dahinfallens der Unfallkausalität von Kniebeschwerden über das Leistungseinstellungsdatum hinaus. Rückweisung zu weiteren Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. September 2016, UV 2014/97).Entscheid vom 27. September 2016 

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