# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e53b6141-1dfc-5cae-95ba-fc44b38cc338
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.07.2010 D-5396/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5396-2010_2010-07-30.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5396/2010/dcl
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichter Bendicht Tellenbach, 
mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni;
Gerichtsschreiber Daniel Stadelmann.

A._______, geboren (...),
Mongolei,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. Juli 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5396/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  –  eine  Khalkh-Mongolin  mit  letztem 
Wohnsitz in B._______ – eigenen Angaben zufolge die Mongolei am 
4. Juni 2010 verliess, mit dem Zug nach C._______ reiste und dann in 
einem  Auto  bis  nach  D._______,  ehe  sie  am  13. Juni 2010  in  der 
Schweiz um Asyl ersuchte,

dass sie am 29. Juni 2010 im (...) summarisch befragt und am 6. Juli  
2010  gemäss  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) zu ihren Asylgründen angehört wurde,

dass sie zur Begründung ihres Asylgesuches vorbrachte, sie habe am 
8. März 2010 bei der Familie ihres damaligen Freundes Klebestoff vor-
beigebracht,  der  zur  Unterstützung  für  die  Entfachung eines Feuers 
gedacht gewesen sei,

dass es am darauffolgenden Tag beim Versuch, Feuer zu entfachen, zu 
einer Explosion gekommen sei, bei welcher die Mutter und die Tochter 
der Schwester ihres Ex-Freundes ums Leben gekommen seien,

dass die Beschwerdeführerin seit diesem Vorfall von der Schwester ih-
res damaligen Freundes unter Druck gesetzt werde, weil  sie für den 
Tod ihrer Verwandten verantwortlich gemacht werde,

dass die Schwester  ihres Ex-Freundes seit  diesem Vorfall  mehrmals 
Leute auf die Beschwerdeführerin angesetzt habe, die sie dann zum 
Teil bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt hätten,

dass die Beschwerdeführerin seither unter starken Nieren-, Kopf- und 
Rückenschmerzen leide,

dass mehrmals auch Leute an ihren Arbeitsplatz gekommen seien, sie 
mit Steinen beworfen, von ihr Geld verlangt, sie bedroht und wieder-
holt versucht hätten, sie zu verletzen,

dass sie auf der Strasse mehrmals verfolgt und beschimpft worden sei 
und man auch versucht habe, sie zu entführen,

dass  sie  auch  immer  wieder  anonyme,  telefonische  Drohungen  er-
halten habe,

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dass die Schwester  ihres damaligen Freundes ihr  gedroht  habe, sie 
umzubringen,  falls  sie sich wegen der  Übergriffe und Drohungen an 
die Polizei wenden würde,

dass das BFM mit Verfügung vom 23. Juli 2010 – gleichentags eröffnet 
–  in Anwendung von  Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG auf das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen anführte, die 
Beschwerdeführerin  habe  den  Asylbehörden  innerhalb  der  ihr  ein-
geräumten Frist  von 48 Stunden keine Reise- oder  Identitätspapiere 
abgegeben,

dass sie angegeben habe, in der Mongolei sowohl eine Identitätskarte 
als auch einen Pass besessen zu haben,

dass der Pass ihr durch einen Schlepper beschafft worden sei,

dass sie den Pass jedoch nie genau angeschaut habe und daher nicht 
wisse, ob dieser auf ihren Namen ausgestellt worden sei und ihr Foto 
enthalten habe,

dass der Schlepper diese beiden Dokumente auf ihrer  Reise hierher 
auf  sich getragen und sich  am 13. Juni  2010 in  der  Schweiz  davon 
gemacht habe, ohne ihr die Papiere zurückzugeben,

dass die Angabe, wonach der Schlepper ihre Dokumente eingesteckt 
habe, jedoch als Standardvorbringen taxiert  werden müsse,  welches 
viele  Asylsuchende  vorbrächten,  die  nicht  gewillt  seien,  den  Asyl -
behörden ihren Reisepass auszuhändigen,  um auf  diese Weise ihre 
Identität, die wahren Umstände ihrer Herreise oder frühere Aufenthalte 
in anderen Ländern zu verheimlichen,

dass als ein starkes Indiz für die bewusste Nichtabgabe von Papieren 
auch zu werten sei, wie die Beschwerdeführerin die Reise von ihrem 
Heimatland nach Europa – ohne jemals persönlich kontrolliert worden 
zu sein – habe bewältigen können,

dass  sie  sich  beispielsweise  –  mit  Ausnahme  von  C._______  und 
D._______ – an keine einzige Station ihrer mehrtägigen Reise habe 
erinnern können, bei der Einreise nach E._______ einzig ihr Gepäck 

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überprüft  worden sei,  sie auf der langen Autofahrt von C._______ in 
die Schweiz trotz zahlreichem Überqueren von Grenzen nie kontrolliert 
oder zu ihrer Reisemotivation befragt worden sei, und sie schliesslich 
auch keine Angaben zu ihrem benutzten Pass habe machen können,

dass die Angaben zu ihrem Reiseweg somit als oberflächlich, stereo-
typ und realitätsfremd einzustufen seien,

dass aufgrund der Gesamtumstände davon auszugehen sei, dass die 
Beschwerdeführerin die Umstände ihrer Aus- und Herreise sowie ihre 
Identität zu verschleiern versuche und nicht gewillt sei, ihre Identitäts-  
und Reisepapiere auszuhändigen,

dass demnach aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe von Ausweis-
dokumenten auch die Identität nicht feststehe,

dass keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es der Be-
schwerdeführerin verunmöglichten,  Reise- oder Identitätspapiere ein-
zureichen,

dass die vagen und zweifelhaften Aussagen zum Reiseweg und zu den 
Identitäts- und Reisepapieren erste Zweifel an der Glaubhaftigkeit der 
geltend gemachten Ausreisegründe eröffneten,

dass diese Zweifel  durch die vagen und widersprüchlichen Angaben 
der Beschwerdeführerin zu den Ausreisegründen selbst verstärkt wür-
den,

dass sie beispielsweise bei der Befragung zur Person erklärt habe, ihr 
damaliger  Freund  habe  sie  am  9.  März  2010  telefonisch  über  den 
Brand der Jurte unterrichtet (vgl. A1, S. 8), während sie hingegen bei 
der Anhörung ausgesagt habe, die Schwester ihres Ex-Freundes habe 
sie über den Brand informiert (vgl. A8, S. 11),

dass sie zudem während der Anhörung zu Protokoll gab, es seien fünf  
bis sechs Mal (recte: sechs bis sieben Mal) Leute bei der Arbeit vor-
beigekommen und hätten sie bedroht (vgl. A8, S. 8 und 11), wo hin-
gegen sie bei der Befragung nur von drei solcher Vorfälle gesprochen 
habe (vgl. A9, S. 7 [recte: A1, S. 10]),

dass die Schilderungen der Beschwerdeführerin zu den Asylgründen 
zudem schematisch und knapp seien,

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dass  den  Darstellungen  die  typischen  Merkmale  (Realkennzeichen) 
wie  Detailreichtum,  die  Beschreibungen  von  Emotionen  und  Ge-
dankengängen, die räumliche und zeitliche Verknüpfung der erzählten 
Ereignisse  sowie  die  Schilderungen  von  nebensächlichen  und  aus-
gefallenen Einzelheiten, die normalerweise die Nacherzählungen von 
tatsächlich erlebten Begebenheiten prägten, fehlten,

dass  aber,  selbst  wenn  die  Vorbringen  der  Beschwerdeführerin  ge-
glaubt werden könnten, darauf zu verweisen sei, dass es sich bei den 
Drohungen und Angriffen durch unbekannte Personen um Übergriffe 
durch Private handle, die von den mongolischen Behörden geahndet 
würden,

dass  dem mongolischen  Staat  folglich  nicht  mangelnder  Schutzwille 
und mangelnde Schutzfähigkeit angelastet werden könne, da sich die 
Beschwerdeführerin gar nicht um staatlichen Schutz bemüht habe,

dass die Beschwerdeführerin die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 
und Art. 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen zur Fest -
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nicht erforderlich seien,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a  AsylG somit  auf  das Asylgesuch 
nicht einzutreten sei,

dass  die  Folge  eines  Nichteintretensentscheides  gemäss  Art.  44 
Abs. 1 AsylG in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und der 
Vollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführerin mit  Eingabe  vom  27. Juli 2010  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht eine handschriftlich 
und in französischer Sprache abgefasste Beschwerde erhob,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  per  Telefax  am 28.  Juli  2010  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM ent-
scheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 31-33  des  Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass es der Beschwerde zwar an einer substanziierten Auseinander-
setzung mangelt,  der  Eingabe aber  klar  zu entnehmen ist,  dass  die 
Beschwerdeführerin eine Überprüfung ihrer Situation verlangt und Asyl 
beantragt,

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art.  6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

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dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides auch  die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft  machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Grün-
den nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), aufgrund der An-
hörung sowie gestützt auf Art. 3 und Art. 7 AsylG die Flüchtlingseigen-
schaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) oder sich aufgrund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshinder-
nisses nötig sind (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6),

dass unter Vorbehalt des Vorliegens entschuldbarer Gründe ein Nicht-
eintretensentscheid selbst dann zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender 

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Ausweispapiere  keine  Zweifel  über  die  Identität  des  oder  der  Asyl -
suchenden bestehen (a.a.O. E. 5.3. in fine),

dass die Beschwerdeführerin beim BFM keine Reise- oder Identitäts-
papiere  eingereicht  und  das  Bundesamt  in  rechtsgenüglicher  Weise 
dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- oder Identi -
tätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen,

dass  –  wie  vom  Bundesamt  zu  Recht  festgehalten  wird  –  die  un-
substanziierten Angaben der Beschwerdeführerin zu ihrer Reise in die 
Schweiz – ohne ihr  Reise-  beziehungsweise Ausweispapier  auf  sich 
getragen zu haben, ohne jemals persönlich kontrolliert worden zu sein 
und in Unkenntnis zumindest der rudimentären Reiseroute sowie ihrer 
Reiseidentität  –  stereotype Vorbringen sind,  welche der  allgemeinen 
Erfahrung  widersprechen  sowie  widersprüchlich  und  realtitätsfremd 
sind,

dass  die  Beschwerdeschrift  keine  diesbezüglichen  expliziten  Ein-
wendungen enthält,

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es der 
Beschwerdeführerin  verunmöglicht  hätten,  den  Behörden  innerhalb 
von  48  Stunden  nach  Einreichung  des  Asylgesuches  Identitäts-
dokumente  einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Be-
gründung verneint hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass die Beschwerdeführerin in der Rechtsmitteleingabe auch diesen 
vorinstanzlichen Erwägungen nichts Substanzielles entgegenhält, wes-
halb  zur  Vermeidung von Wiederholungen auf  die  zutreffenden Aus-
führungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen ist,

dass sie vordergründig Probleme mit der Schwester ihres Ex-Freundes 
beziehungsweise von durch diese aufgehetzte beziehungsweise enga-
gierte  unbekannte Leute in der Mongolei  vorbringt,  die sie zum Ver-
lassen ihres Heimatlandes bewogen hätten,

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dass die  Vorinstanz diesbezüglich  jedoch zu Recht  festhält,  der  Be-
schwerdeführerin sei es nicht gelungen, die erlebten Nachteile glaub-
haft  zu machen und es sich – bei Wahrunterstellung der Drohungen 
und Angriffe – ohnehin um Übergriffe durch private Dritte handle, die 
durch die mongolischen Behörden geahndet würden,

dass sie es jedoch unterlassen hat, sich an die heimatlichen Behörden 
zu wenden und um deren Schutz nachzusuchen,

dass  sie  in  ihrer  Beschwerdeeingabe  vom 27.  Juli  2010  einzig  vor-
bringt, sie brauche den Schutz der Schweiz, da sie in ihrer Heimat von 
Leuten gesucht werde, und dies eine grosse Gefahr für ihr Leben be-
deute,

dass sie während den Befragungen nicht alles verstanden habe und 
dadurch der Eindruck entstanden sei, sie sage nicht die Wahrheit,

dass sie jedoch versichere, dass alles was sie gesagt habe, der Wahr-
heit entspreche,

dass sie sich jedoch nicht explizit mit den überzeugend und substan-
ziiert formulierten sowie zutreffend begründeten Erwägungen der Vor-
instanz auseinandersetzt,

dass  gemäss Akten auch keine Hinweise darauf  bestehen,  es  habe 
während der Befragung zur Person oder der Anhörung irgendwelche 
Verständigungsschwierigkeiten  gegeben,  zumal  die  Beschwerde-
führerin die Richtigkeit ihrer Angaben jeweils unterschriftlich bestätigt 
hat, und diese folglich gegen sich gelten lassen muss,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art.  3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  –  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshinder-
nissen offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  nicht  ein-
getreten ist,

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 

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und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  der  Beschwerdeführerin  im  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im Heimatstaat  –  die  Mongolei  ist 
vom  Bundesrat  als  verfolgungssicherer  Staat  im  Sinne  von  Art.  6a 
Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet worden – noch individuelle Gründe auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass die junge und alleinstehende Beschwerdeführerin in der Mongo-
lei bereits einer Erwerbstätigkeit als Verkäuferin nachgegangen ist (vgl. 
A1, S. 2),

dass sie sich gemäss der vorliegenden Akten seit ihrer Ankunft in der 
Schweiz trotz der vorgebrachten gesundheitlichen Probleme nie medi-
zinisch behandeln liess, weshalb davon auszugehen ist, dass ihre Pro-
bleme nicht  gravierend sind oder sie sich diesbezüglich auch in  der 
Mongolei untersuchen und betreuen lassen kann,

dass  der  Beschwerdeführerin  wegen  ihrer  insgesamt  unglaubhaften 
Vorbringen  nicht  geglaubt  werden  kann,  sie  verfüge  in  ihrer  Heimat 
über kein familiäres oder soziales Beziehungsnetz, zumal sie ihr bis-
heriges Leben einzig in der Mongolei verbracht hat,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in die Mon-
golei  schliesslich möglich ist,  da keine Vollzugshindernisse bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei der 
Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 

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oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Beschwerdeführerin durch  Vermittlung  des  (...)  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______, mit der 
Bitte um Eröffnung des Urteils an die Beschwerdeführerin und um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Stadelmann

Versand:

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