# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 51140cbd-c3f7-5f77-94e2-39dcbbca4d8e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2008 D-7599/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7599-2008_2008-12-04.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7599/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter François Badoud;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...),
alias A._______, geboren (...),
Armenien,
vertreten durch lic. iur. Andreas Fäh, Rechtsanwalt,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 19. November 2008 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7599/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die  Beschwerdeführerin  eigenen Angaben zufolge den Heimat-
staat am 22. Juni 2008 auf dem Luftweg verliess und am gleichen Tag 
mit einem drei Monate gültigen Touristenvisum über den Flughafen Zü-
rich-Kloten in die Schweiz einreiste,

dass sie sich nach Ablauf ihres Visums am 20. September 2008 illegal 
in der Schweiz aufhielt,

dass die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit dem Ladendieb-
stahl einer aserbaidschanischen Freundin am 25. Oktober 2008 in der 
Schweiz polizeilich kontrolliert wurde,

dass sie in der Folge anlässlich der Befragung vom 25. Oktober 2008 
durch die Kantonspolizei (...) ein Asylgesuch stellte,

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  direkten  Anhörung  vom 
5. November 2008 durch das BFM im Wesentlichen geltend machte, 
sie stamme aus R._______ (Armenien), wo sie bei ihrer Mutter gelebt 
habe, bis diese im Jahre 2006 in die Schweiz gereist sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  bis  zu  ihrem  juristischen  Studienab-
schluss im Mai 2008 eine Waisenrente von Fr. 30.-- pro Monat sowie 
seitens der Universität Geld für Studienliteratur erhalten habe,

dass sie zudem von ihrer Mutter finanziell unterstützt worden sei,

dass ihre Eltern in der Volkspartei politisch oppositionell aktiv gewesen 
seien, weshalb ihr Vater ermordet worden sei, doch seien die Hinter-
bliebenen nicht in der Lage gewesen, dies zu beweisen,

dass ihre Mutter aufgrund ihrer politischen Aktivitäten ebenfalls stän-
dig bedroht worden und deswegen in die Schweiz gereist sei,

dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahre 2006 Mitglied der Volks-
partei  sei  und in  Armenien aufgrund der politischen Aktivitäten ihrer 
Eltern immer noch bedroht werde,

dass sie sich aus Angst vor einer Festnahme nicht aktiv beziehungs-
weise nur an friedlichen Demonstrationen beteiligt habe,

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dass  ihre  Freunde  im  Mai  2008  nach  einer  Demonstration  verhaftet 
worden seien,

dass sie zu Hause hätte verhaftet werden sollen, doch habe sie sich 
gewehrt,

dass ihr die Verhaftung in Aussicht gestellt worden sei, falls sie jemals 
wieder bei einer Demonstration angetroffen werde, sie zudem geschla-
gen und vergewaltigt werde, hungern müsse oder sogar beseitigt wer-
de,

dass  der  Schweizerische  Botschafter  des  Konsularbezirks  Armenien 
dem BFM am 28. Oktober 2008 die Akten des Visagesuchs zukommen 
liess (A16),

dass das BFM mit Verfügung vom 19. November 2008 – eröffnet am 
20. November 2008 – in Anwendung von Art. 33 Abs. 1 des Asylgeset-
zes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf  das Asylgesuch nicht 
eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anord-
nete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen anführte,  die  Be-
schwerdeführerin habe geltend gemacht, sie habe es wegen fehlender 
Hilfe seitens Bekannter unterlassen, ein Asylgesuch zu stellen, obwohl 
sie bereits bei der Einreise ein solches habe stellen wollen,

dass sie zudem beabsichtigt habe, einen jungen Schweizer zu heira-
ten, um auf diese Weise in der Schweiz bleiben zu können, doch habe 
dieser sie nicht heiraten wollen,

dass die Beschwerdeführerin die Bedrohungen aufgrund ihrer Zugehö-
rigkeit zur Volkspartei erst anlässlich der Anhörung zu den Asylgrün-
den erwähnt habe,

dass  sie  anlässlich  der  Befragung vom 25. Oktober  2008  durch die 
Kantonspolizei  (...)  demgegenüber  hauptsächlich  private  Probleme 
und eine allgemein schwierige politische Situation in Armenien geltend 
gemacht habe,

dass ihre Vorbringen bezüglich der politischen Aktivitäten der ganzen 
Familie und der dadurch hervorgerufenen Bedrohungen seitens der ar-

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menischen Miliz unsubstanziiert ausgefallen seien und nicht zu über-
zeugen vermöchten,

dass  die  Mutter  der  Beschwerdeführerin  nicht  aufgrund  ihres  abge-
lehnten Asylgesuchs, sondern ihrer  Heirat  mit  einem Schweizer eine 
Aufenthaltsbewilligung B erhalten habe, weshalb sich aus den angebli-
chen politischen Aktivitäten der Eltern keine Indizien für eine Reflex-
verfolgung der Beschwerdeführerin ergäben,

dass  die  Beschwerdeführerin  die  Vermutung  nicht  habe  widerlegen 
können, sie habe ihr Gesuch in engem zeitlichen Zusammenhang mit 
der polizeilichen Anhaltung vom 25. Oktober 2008 eingereicht, obwohl 
ihr eine frühere Einreichung des Gesuchs möglich und zuzumuten ge-
wesen wäre,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 27. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
heben  und  dabei  unter  anderem  die  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung und Eintreten auf das Asylgesuch beantragen liess,

dass sie zudem in prozessualer Hinsicht die Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege für die Verfahrenskosten beantragen liess,

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Dezember 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  – einer  selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf das Asylgesuch einer Person, die sich illegal in der Schweiz 
aufhält,  nicht eingetreten wird, wenn sie offensichtlich bezweckt,  den 
drohenden Vollzug einer Wegweisung oder Ausweisung zu vermeiden 
(Art. 33 Abs. 1 AsylG),

dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem 
zeitlichem Zusammenhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, 
dem Vollzug  einer  Strafe  oder  dem Erlass  einer  Wegweisungsverfü-
gung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn eine frühere 
Einreichung des Gesuches nicht möglich oder nicht zumutbar war oder 
sich Hinweise auf eine Verfolgung ergeben (Art. 33 Abs. 3 AsylG),

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  vor  der  Einreichung  des  Asylge-
suchs unbestrittenermassen illegal in der Schweiz aufhielt,  zumal ihr 
Visum am 20. September 2008 ablief und sie sich trotzdem weiterhin 
in der Schweiz aufhielt,

dass  die  Beschwerdeführerin  erst  anlässlich  der  Befragung  vom 
25. Oktober 2008 durch die Kantonspolizei (...) die Absicht kundtat, sie 
wolle ein Asylgesuch in der Schweiz stellen,

dass ein  enger  zeitlicher  Zusammenhang zwischen der Asylbeantra-
gung und der wenige Stunden zurückliegenden Festnahme gegeben 
ist  und mithin  die Vermutung greift,  der  von der  Beschwerdeführerin 
mit ihrem Gesuch verfolgte Zweck liege in der Vermeidung eines dro-
henden Wegweisungs- oder Ausweisungsvollzugs,

dass  die  Beschwerdeführerin  nicht  verständlich  zu  machen  vermag, 
weshalb es ihr nicht hätte möglich oder zumutbar sein sollen, zu einem 
früheren  Zeitpunkt  um  Asyl  nachzusuchen  (vgl.  A6/8  S.  6  und  7, 
A15/13 S. 9),

dass sie Anlass gehabt hätte, ein allfälliges Asylgesuch baldmöglichst 
nach der Einreise in die Schweiz zu stellen, dies umso mehr, als sie 
selbst  die  Rechte  studierte  und angesichts  des  Asylverfahrens ihrer 
Mutter über das Prozedere vergleichsweise gut im Bilde sein musste,

dass der Brief, den die Beschwerdeführerin im Juli 2008 erhalten ha-
ben soll  (A15/13 S. 7),  Anlass  zum sofortigen Stellen eines Asylge-
suchs gegeben hätte,

dass somit keine Gründe vorliegen, welche gegen die Möglichkeit oder 
Zumutbarkeit  der  Einreichung  eines  Asylgesuchs  zu  einem früheren 
Zeitpunkt sprechen,

dass sodann auch bei Anwendung eines tiefen, gegenüber der Glaub-
haftmachung  nochmals  reduzierten  Beweismassstabes  (vgl.  EMARK 
1999 Nr. 16 E. 4 S. 107 f.) vorliegend keine Hinweise auf Verfolgung er-
sichtlich sind,

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dass bei  der  Prüfung von Hinweisen auf  Verfolgung gemäss Art. 33 
Abs. 3 Bst. b AsylG nach Praxis derselbe weite Verfolgungsbegriff wie 
in Art. 18, Art. 23 Abs. 3 und Art. 34 Abs. 2 AsylG zur Anwendung ge-
langt  (vgl.  EMARK 2004  Nr. 35  E. 4.3.  S. 247),  welcher  nicht  bloss 
ernsthafte  Nachteile  nach Art.  3  AsylG,  sondern  auch die von Men-
schenhand  verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4  des Bundesgesetzes 
vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer 
(AuG, SR 142.20) umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 3c.aa S. 35 f., 
EMARK 2004 Nr. 35 ebenda),

dass sich bereits in Bezug auf die näheren Umstände der Gesuchsein-
reichung klare Anzeichen für den fehlenden Wahrheitsgehalt des vor-
getragenen Sachverhalts finden,

dass die Beschwerdeführerin bereits mehrere Monate in der Schweiz 
verbracht  hatte,  ohne  irgendwelche  Anstalten  für  das  Stellen  eines 
Asylgesuchs zu treffen, was nicht dem typischen Verhalten eines sei-
nem Heimatland in einer Gefahrensituation entflohenen und ernstlich 
um sein Wohl besorgten Menschen entspricht,

dass sich weitere gewichtige Unglaubhaftigkeitsmerkmale in den Vor-
bringen der Beschwerdeführerin finden lassen,

dass  sie  anlässlich  der  Befragung vom 25. Oktober  2008  durch die 
Kantonspolizei  (...)  ihre  Reise  in  die  Schweiz  zunächst  damit  be-
gründete, sie habe Bekannte in der Schweiz und wolle diese besuchen 
(A6/8 S. 3), und sie wolle nicht nach Armenien zurück, weil sie private 
Probleme habe und die  politische Situation  im Moment  in  Armenien 
nicht gut sei (A6/8 S. 6),

dass die Beschwerdeführerin demgegenüber anlässlich der Anhörung 
vom 5. November 2008 ein eigentliches politisches Engagement sowie 
eine Verfolgungssituation nachschob,

dass sich die Beschwerdeführerin politisch engagiert haben will, aber 
den  Namen  ihres  Parteiführers  zu  nennen  nicht  in  der  Lage  war 
(A15/13 S. 8),

dass nicht anzunehmen ist, das Weinen oder Schreien der Beschwer-
deführerin hätte die Miliz dazu bewegen können, von einer Festnahme 
der Beschwerdeführerin abzusehen (A15/13 S. 6),

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dass das Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie habe im Juli 2008 ei-
nen Brief  von ihren Kollegen in  Armenien erhalten,  demzufolge  ihre 
Nachbarn gesehen hätten, wie die Miliz oder die Polizei gekommen sei 
und an ihre Türe geklopft habe (A15/13 S. 7), den wirklichkeitsfremden 
Charakter ihrer Vorbringen geradezu belegt,

dass sie nämlich spätestens zu diesem Zeitpunkt Anlass gehabt hätte, 
ein Asylgesuch zu stellen,

dass sie auch im Rahmen ihrer Beschwerdeeingabe nicht in der Lage 
war, dieses angebliche Schreiben als Beweismittel zu präsentieren,

dass mithin die von der Beschwerdeführerin vorgetragenen Asylgründe 
auf den ersten Blick als unglaubhaft erkennbar sind,

dass die Beschwerdeführerin im Übrigen insbesondere Bescheid über 
die Ablehnung des Asylgesuchs ihrer Mutter Bescheid wusste, erklärte 
sie doch auf den Vorhalt, ihre Mutter habe auch schon ein Asylverfah-
ren durchlaufen, ja, aber sie habe geheiratet (A15/13 S. 9), 

dass sich die Erwägung in der angefochtenen Verfügung, das Asylge-
such der Mutter sei abgewiesen worden, auf diesen Kenntnisstand der 
Beschwerdeführerin bezieht,

dass  die  Beschwerdeführerin  indessen  nicht  ein  Recht  auf  Orientie-
rung über Tatsachen geltend machen kann,  die ihr  offensichtlich be-
reits bekannt sind (vgl. PATRICK SUTTER in: AUER/MÜLLER/ SCHINDLER [HRSG.], 
VwVG,  Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfah-
ren, Zürich/St. Gallen 2008, Rz. 14 zu Art. 29 VwVG),

dass sich die Beschwerdeführerin aufgrund der unbestrittenen Ableh-
nung des Asylgesuchs der Mutter von vornherein nicht auf eine even-
tuelle  Reflexverfolgung  berufen  kann,  weshalb  ihr  mangels  Rechts-
schutzinteresse auch keine Einsicht in die Verfahrensakten ihrer Mutter 
zusteht,

dass  sich  die  Vorinstanz  zur  Ablehnung  des  Asylgesuchs  der  Be-
schwerdeführerin zu Recht auf deren Akten allein abgestützt hat,

dass  von  einer  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  demnach  keine 
Rede sein kann,

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dass die Vorbringen in der Beschwerdeschrift demgegenüber nicht zu 
einer veränderten Betrachtungsweise zu führen vermögen,

dass das BFM demnach in Anwendung von  Art. 33 Abs. 1 AsylG zu 
Recht  auf  das Asylgesuch der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  der  Beschwerdeführerin  im  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass dies umso eher der Fall ist, als die Beschwerdeführerin im Hei-
matstaat eine Wohnung hat und - soweit nötig - weiterhin auf die Un-
terstützung durch ihre Mutter dürfte zählen können,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass  die  Beschwerdeführerin  ein  gültiges  Reisepapier  vorgelegt  hat 
(Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass aus den dargelegten Gründen den im vorliegenden Verfahren ge-
stellten Rechtsbegehren keine ernsthaften Erfolgsaussichten beschie-
den waren, weshalb das gleichzeitig eingereichte Gesuch um Gewäh-
rung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs.  1 
VwVG unabhängig von der Frage der prozessualen Bedürftigkeit abzu-
weisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  (vorab  per  Telefax; 
Einschreiben, Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten (vorab per Telefax; Ref.-Nr. N )

- (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand: 

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