# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b7c980a5-8b3a-5cfb-9dbf-a69363560bf4
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.04.2014 200 2013 1098
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1098_2014-04-09.pdf

## Full Text

200 13 1098 IV
MAW/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. April 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
gesetzlich vertreten durch ihre Beiständin B.________
vertreten durch C.________, Rechtsanwältin Dr. iur. D.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern 
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. November 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1988 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) wurde im Mai 1999 von ihrer Mutter unter Hinweis auf eine un-
klare neurologische Symptomatik bei ausgeprägtem Tremor bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) für medizinische Massnahmen 
angemeldet (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin], [act. II], 1; 4). Mit Verfügung vom 6. September 2000 (act. II 8) 
erteilte die IVB der Versicherten für die Dauer vom März 1999 bis Mai 2001 
Kostengutsprache für Ergotherapie. 

Am 10. März 2008 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf ein 
„permanentes Zittern“ bei der IV zur Berufsberatung an (act. II 10). Die IVB 
klärte den Sachverhalt in erwerblicher und medizinischer Hinsicht ab. Ins-
besondere veranlasste sie bei lic. phil. E.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, sowie Dr. med. F.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie FMH, ein neuropsychologisches bzw. psychiatri-
sches Gutachten (Expertisen vom 4. Juli bzw. 1. September 2008 [act. II 
27; 30]). Mit Vorbescheid vom 7. November 2008 (act. II 31) stellte die IVB 
der Versicherten mit der Begründung, es liege keine relevante Diagnose 
mit Krankheitswert vor, die Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aussicht. 
Nachdem die Versicherte hiergegen Einwand erhoben hatte, gewährte ihr 
die IVB Frühinterventionsmassnahmen in Form von Eingliederungsbera-
tung (act. II 38). Am 17. November 2009 erteilte die IVB sodann Kostengut-
sprache für eine erstmalige Ausbildung zur … (act. II 48), welche die Versi-
cherte am 31. Juli 2011 erfolgreich abschloss (act. II 67 f.). Trotz eines am 
19. Januar 2012 (act. II 70) zusätzlich gewährten Aufbautrainings fand sie 
indes keine Arbeitsstelle; zudem wurde eine psychiatrisch-psychologische 
Beurteilung von Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie FMH sowie lic. phil. H.________, Psychologe FSP, vorgelegt, 
in welcher auf einen IQ unterhalb des Normbereichs und eine nicht näher 
bezeichnete Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS) hin-
gewiesen wurde (act. II 86). Hierauf veranlasste die IVB am 4. bzw. 
24. April 2013 (act. II 94; 97) eine Arbeitsmarktlich-Medizinische Abklärung 

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(AMA) in der … (…; Abklärungsbericht vom 27. Juni 2013 [act. II 107]). Mit 
Vorbescheid vom 24. Juli 2013 (act. II 110) stellte die IVB der Versicherten 
bei einem Invaliditätsgrad von 35% die Ablehnung eines Rentenanspruchs 
in Aussicht. Dagegen liess die Versicherte Einwand erheben (act. II 118) 
und am 23. September 2013 (act. II 119) ferner ein Gesuch um Hilflosen-
entschädigung einreichen, woraufhin die IVB weitere medizinische Berichte 
sowie eine Stellungnahme von med. pract. I.________, Fachärztin für All-
gemeine Innere Medizin FMH, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), beizog 
(act. II 126). Am 6. November 2013 (act. II 128) verfügte die IVB wie im 
Vorbescheid vom 24. Juli 2013 vorgesehen.  

Am 28. November 2013 (act. II 134) schloss die IVB die Arbeitsvermittlung 
mit der Begründung ab, die Versicherte habe per 1. Dezember 2013 in das 
begleitete Wohnen wechseln und dort im internen Reinigungsdienst arbei-
ten können bzw. sie werde per 1. April 2014 in einer neuen, internen … 
arbeiten. 

B.

Gegen die Verfügung vom 6. November 2013 liess die Versicherte, vertre-
ten durch den C.________, Rechtsanwältin Dr. iur. D.________, mit Einga-
be vom 9. Dezember 2013 Beschwerde erheben und beantragen: 

Die Verfügung vom 6. November 2013 sei aufzuheben und es sei mindes-
tens eine Dreiviertelsrente zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gerichtsgut-
achten anzuordnen und sodann über den Rentenanspruch neu zu befinden. 

Der Beschwerdeführerin sei das Recht zur unentgeltlichen Prozessführung 
(richtig: Rechtspflege) zu gewähren. 

In der Begründung bringt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, 
obwohl das Abklärungsergebnis der AMA bestritten werde, so ergebe sich 
doch bereits gestützt darauf bei korrekter Berechnung des Invalidenein-
kommens – unter Berücksichtigung der Lohnempfehlungen des Berufsver-
bandes der J.________, einer durchschnittlichen Leistungsminderung von 
22.5% sowie eines leidensbedingten Abzugs von 25% – in der bestange-
passten Tätigkeit als … in der M.________ ein Anspruch auf eine IV-Rente 
(Ziff. 1, S. 6 f.). Ferner sei zu berücksichtigen, dass bereits der Abschluss-

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bericht des Therapiezentrums K.________ eine Tätigkeit mit eingeschränk-
tem Arbeitsgebiet im Aufgabenbereich einer … mit einer Leistungsein-
schränkung von 20-30% bei einem Pensum von 80% empfohlen habe. 
Seither habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin aus 
psychischen Gründen sowie wegen des Wirbelsäulenleidens verschlech-
tert. Entsprechend habe sich die Empfehlung der Ausbildungsstätte be-
wahrheitet, sei doch die Beschwerdeführerin beim Arbeitseinsatz im Rah-
men des RAV in einer M.________ in der freien Wirtschaft bei einem 
100%-Pensum nur zu 50-60% leistungsfähig gewesen; entsprechend sei 
von einer Leistungseinschränkung von durchschnittlich 45% auszugehen, 
was wiederum zu einer Dreiviertelsrente berechtige (Ziff. 2, S. 7). Schliess-
lich könne auf den AMA-Bericht insofern nicht abgestellt werden, als dieser 
den gesundheitlichen Einschränkungen der Beschwerdeführerin – mangels 
adäquater Berücksichtigung des Rückenleidens und der depressiven 
Störung (S. 4) sowie aufgrund fehlender jugendpsychiatrischer Begleitung 
(bei ausgewiesener ADHS) – nicht hinreichend Rechnung trage und daher 
nicht schlüssig sei; namentlich könne auf das medizinische Zumutbar-
keitsprofil von med. pract. I.________ nicht abgestellt werden (Ziff. 3, S. 7). 

Am 17. Januar 2014 liess die Beschwerdeführerin Unterlagen betreffend 
das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege einreichen (Akten der Be-
schwerdeführerin [act. IA]).

Am 23. Januar 2014 holte die Beschwerdegegnerin eine weitere Stellung-
nahme bei der RAD-Ärztin med. pract. I.________ ein (Stellungnahme vom 
17. Februar 2014 [act. II 145]). 

Mit Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2014 schliesst die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Sie macht im Wesentlichen gel-
tend, die Diagnose einer ADHS sei nicht hinreichend ausgewiesen, auch 
sei nie eine depressive Störung diagnostiziert worden. In psychischer Hin-
sicht liege demnach der gleiche Gesundheitszustand vor, mit welchem es 
der Beschwerdeführerin möglich gewesen sei, ihre Ausbildung zur … er-
folgreich abzuschliessen. Soweit in somatischer Hinsicht eine Arbeitsun-
fähigkeit von 50% attestiert werde, werde diese nicht näher begründet. 
Aufgrund dieser Sachlage sei es nicht zu beanstanden, dass der RAD zum 
Schluss gekommen sei, die AMA durch eine Fachärztin für Allgemeine Me-

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dizin begleiten zu lassen und nicht durch einen Jugendpsychiater. Sodann 
sei bei der Ermittlung des Invalideneinkommens nicht auf die Lohnempfeh-
lungen des Berufsverbandes, sondern auf Tabellenlöhne gemäss Schwei-
zerischer Lohnstrukturerhebung (LSE) abzustellen. Ein leidensbedingter 
Abzug sei schliesslich nicht angezeigt. 

Mit Eingabe vom 18. März 2014 reichte die Beschwerdeführerin einen Be-
richt von Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, vom 21. Januar 2014 (vgl. act. II 140 S. 3 ff.) sowie die Kostennote zu 
den Akten. Im Wesentlichen macht sie geltend, die Arbeitsfähigkeit betrage 
nur 50%. Ferner werde die Beschwerdeführerin weiterhin psychotherapeu-
tisch behandelt, benötige lebenspraktische Hilfe und werde auch medika-
mentös therapiert. Schliesslich verdiene sie aktuell in der M.________ le-
diglich Fr. 2.-- pro Stunde. Die Beschwerdeführerin habe somit mindestens 
Anspruch auf eine Dreiviertelsrente der IV. 

Mit Schreiben vom 25. März 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin 
unter Hinweis auf die angefochtene Verfügung vom 26. Oktober 2012 (rich-
tig wohl: 6. November 2013) sowie die Beschwerdeantwort vom 24. Febru-
ar 2014 auf die Einreichung einer Stellungnahme und beantragt weiterhin 
Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 

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Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. November 2013 
(act. II 128). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. 
Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet ein allfälliger An-
spruch auf eine Hilflosenentschädigung, fehlt es doch diesbezüglich an 
einem Anfechtungsobjekt. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-

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reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 S. 132). Die 
Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung 
des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 
198 E. 3b S. 199; AHI 1997 S. 288 E. 2b).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 

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Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten IV-
Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand und dessen Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entneh-
men: 

3.1.1 Dr. med. N.________, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie 
und -psychotherapie FMH, stellte mit Bericht vom 29. Mai 2008 (act. II 18) 
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit kombinierte um-
schriebene Entwicklungsstörungen (ICD-10 F83) und einen Tremor ohne 
nähere Angaben (ICD-10 R25.1) sowie – ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit – eine längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21). Es bestehe 
eine eingeschränkte schulische Leistungsfähigkeit sowie eine eher lang-
same und umständliche Arbeitsweise im Praktischen. Durch den nicht 
näher bezeichneten Tremor beständen zudem eingeschränkte feinmotori-
sche, zum Teil auch grobmotorische Fähigkeiten. Abgesehen vom Tremor 
sei die Beschwerdeführerin körperlich voll leistungsfähig (S. 2).

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3.1.2 Im neuropsychologischen Gutachten vom 4. Juli 2008 (act. II 27) 
diagnostizierte lic. phil. E.________ einen Verdacht auf kombinierte um-
schriebene Entwicklungsstörungen (ICD-10 F83) mit/bei leichten bis mittel-
schweren kognitiven Minderleistungen sowie unklarer neurologischer Sym-
ptomatik mit ausgeprägtem Tremor und Areflexie (S. 10). Es sei anzuneh-
men, dass die verminderten Denkleistungen dazu führten, dass die Be-
schwerdeführerin ausgeprägte Schwierigkeiten habe, Situationen und 
Sachverhalte zu verstehen und zu beurteilen. Tätigkeiten mit hohen Anfor-
derungen an das Rechnen oder bei denen eine gute Rechtschreibung er-
forderlich sei, seien für die Beschwerdeführerin kaum möglich (S. 11). Auf-
grund der eingeschränkten kognitiven Leistungsfähigkeit sei eine reguläre 
Berufslehre für die Beschwerdeführerin nicht möglich und würde in einer 
deutlichen Überforderung resultieren. Eine Grundbildung mit Attest sei da-
gegen möglich. Dabei scheinen insbesondere einfache Tätigkeiten mit vor-
wiegend visuell-praktischen Anforderungen und mit eher grobmotorischem 
und nicht mit feinmotorischem Schwerpunkt geeignet (S. 11). Die von der 
Beschwerdeführerin angestrebte Ausbildung als … passe gut zu ihrem 
Leistungsprofil (S. 12). 

Im psychiatrischen Gutachten vom 1. September 2009 (act. II 30) diagnos-
tizierte Dr. med. F.________ – u.a. gestützt auf die Ergebnisse des Gut-
achtens von Dr. med. E.________ – eine minderintelligente Persönlichkeit 
(ICD-10 F70) mit neuropsychologisch nachgewiesenem Leistungsdefizit 
und therapieresistentem Tremor unbekannter Ursache (S. 12). Aus psych-
iatrischer Sicht seien keine Tätigkeiten unzumutbar bzw. angepasste Tätig-
keiten ohne verminderte Leistungsfähigkeit vollzeitig zumutbar (S. 13 f.).

3.1.3 Im Bericht vom 21. Februar 2012 (act. II 75) hielt Dr. med. 
O.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, als Diagnosen 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein seit 2010 bestehendes chroni-
sches Lumbovertebralsyndrom rechts, einen habituellen Tremor sowie re-
zidivierenden Schwindel /Kollaps bei Hyperventilationssyndrom am 9. De-
zember 2010, fest. Die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit betrage 
aus körperlicher Sicht 50%. 

3.1.4 Mit Bericht vom 14. November 2012 (act. II 86) diagnostizierten Dr. 
med. G.________ und lic. phil. H.________ eine ADHS NNB (Störungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 10

mit deutlichen Symptomen von Unaufmerksamkeit oder Hyperakti-
vität/Impulsivität, die nicht die vollumfänglichen Kriterien einer Aufmerk-
samkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung erfüllen [DSM-IV 314.9]), einen 
Status nach depressiver Episode 2012 sowie eine kombinierte umschrie-
bene Entwicklungsstörung mit leichten bis mittelschweren kognitiven Min-
derleistungen (ICD-10 F83). Alle eingesetzten Untersuchungsverfahren 
zeigten signifikante Auffälligkeiten in den Bereichen Unaufmerksamkeit, 
Hyperaktivität, affektive Labilität und emotionale Überreagibilität. Die Anga-
ben der Beschwerdeführerin gäben jedoch nur den Verdacht dafür, dass 
die vorliegende Symptomatik bereits seit der Kindheit bestehe. Die Sym-
ptome bewegten sich nicht im auffällig klinischen Bereich. Sie könnten 
auch über die beschriebene Intelligenzminderung erklärt werden. Da die 
Diagnose adulte ADHS nur bei vorliegendem ADHS in der Kindheit gestellt 
werden könne, sei die dimensionale Diagnose einer nicht näher bezeichne-
ten Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitätsstörung (ADHS NNB) zu stellen 
(S. 7 f.).

3.1.5 Dr. med. L.________ diagnostizierte mit Bericht vom 26. November 
2012 (act. II 83) eine seit der Kindheit bestehende ADHS (ICD-10 F90.0). 
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die signifikanten Auffälligkeiten in den 
Bereichen Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität, affektive Labilität und emoti-
onale Überreagibilität bereits seit der Kindheit beständen, sei sehr hoch, 
wenn man den kulturellen Hintergrund und den sehr repressiven Erzie-
hungsstil der Eltern betrachte (S. 3). Bei der Beschwerdeführerin dominiere 
eine ausgeprägte psychomotorische Unruhe, zusätzlich sei sie leicht ab-
lenkbar, könne sich wenig konzentrieren und besitze ein sehr reduziertes 
Auffassungsvermögen; ebenso seien die mnestischen Fähigkeiten bei de-
pressiver Stimmungslage eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin sei nicht 
in der Lage, ihre angestammte Berufstätigkeit, sondern lediglich einfache 
repetitive Tätigkeiten auszuüben (S. 4 f.). 

3.1.6 Vom 6. bis am 19. Mai 2013 fand eine AMA statt. Im entsprechen-
den Abklärungsbericht vom 27. Juni 2013 (act. II 107) wurden unter Mitein-
bezug der RAD-Ärztin med. pract. I.________ die folgenden gesundheitli-
chen Einschränkungen festgehalten (S. 10): 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 11

• Verdacht auf kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung (ICD-10 F83) 
mit/bei:

o leichten bis mittelschweren kognitiven Minderleistungen
o unklarer neurologischer Symptomatik mit ausgeprägtem Tremor 

und Areflexie 

• Linkskonvexe BWS-Skoliose 
• Lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei:

o mittelgradiger Chondrose L5/S1, Protrusion mit biforaminalem, dis-
kogenem Kontakt L5, Grundplattenreaktion Modic 1 LWK 5 ohne 
Neurokompression (MRI 2/13)

Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:

• ADHS (Behandlung mit Concerta)

In der Beurteilung wurde festgehalten, funktionell sei die Beschwerdeführe-
rin zum einen durch den bestehenden Tremor vor allem bei fein- bis mit-
telmotorischen Verrichtungen relevant eingeschränkt (S. 10). Die kognitiven 
Einschränkungen schlössen komplexere Tätigkeiten aus; auch sei das Ar-
beitstempo hierdurch etwas verlangsamt. Die Wirbelsäulenproblematik wir-
ke sich bei angepassten Tätigkeiten nicht relevant auf die Arbeitsfähigkeit 
aus (S. 11). Bei der Beurteilung der Leistungsfähigkeit müsse aufgrund der 
nur teilweise auf die gesundheitlichen Beeinträchtigungen zurückzuführen-
den niedrigen Leistungen im … ausschliesslich auf die Ergebnisse der Be-
urteilung in der M.________ abgestützt werden. Diese Tätigkeit könne so-
wohl im Hinblick auf die somatischen Beschwerden (Tremor, Rücken-
schmerzen) als auch auf die leichte Minderintelligenz als optimal angepasst 
gelten (S. 11). Dies ergebe folgendes medizinisches Zumutbarkeitsprofil: 
Intellektuell einfache repetitive Tätigkeiten mit vorwiegend visuell-
praktischen Anforderungen ohne Zeitdruck und ohne hohe Anforderungen 
an die Umstellungsfähigkeit. Keine feinmotorischen Arbeiten. Keine Tätig-
keiten mit hohen Anforderungen an das Rechnen und an die Rechtschrei-
bung. Körperliches Anspruchsniveau wegen der Wirbelsäulenproblematik 
leicht bis mittelschwer mit Heben und Tragen von Lasten bis maximal 15kg. 
Volles Pensum mit einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 15-20% 
aufgrund einer Verlangsamung der Arbeitstempos (S. 12). 

Mit Stellungnahme vom 28. Oktober 2013 (act. II 126) hielt med. pract. 
I.________ mit Bezug auf die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähig-
keit in der bestangepassten Tätigkeit als … fest, es sei davon auszugehen, 

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dass die Beschwerdeführerin bei den deutlich gewordenen Ressourcen in 
einem zukünftigen Arbeitsfeld nach erworbener Routine durchaus zu einem 
vollen Pensum mit einer Leistungseinschränkung von 20-25% (aufgrund 
einer Verlangsamung des Arbeitstempos) in der Lage sei (S. 3). 

3.1.7 Mit Bericht vom 21. Januar 2014 (act. II 140 S. 3 ff.) hielt Dr. med. 
L.________ in befundmässiger Hinsicht fest, bei subdepressiver Stim-
mungslage sei die affektive Schwingungsfähigkeit eingeengt; ansonsten 
fänden sich in der Untersuchungssituation keine relevanten psychopatho-
logischen Phänomene (S. 5). Die Arbeitsfähigkeit betrage ab 5. August 
2013 bis auf weiteres 50%. 

3.1.8 Mit Stellungnahme vom 17. Februar 2014 (act. II 145) hielt med. 
pract. I.________ fest, zwar habe die Beschwerdeführerin gemäss Anga-
ben der externen M.________ quantitative Werte von 70-85% erreicht, 
doch sei nach Erlangung von Routine von einer geringgradigen Steige-
rungsfähigkeit auszugehen. Hierbei sei ihr – med. pract. I.________ – ein 
Schreibfehler im Abschlussbericht unterlaufen. Es gelte die Einschätzung 
auf Seite 12: Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 15-20% (S. 2).

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 13

schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung 
vom 6. November 2013 (act. II 128) massgeblich auf das im Rahmen der 
AMA durch die RAD-Ärztin med. pract. I.________ erstellte Zumutbar-
keitsprofil ab. Der entsprechende Abklärungsbericht AMA vom 27. Juni 
2013 (act. II 107) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an ärzt-
liche Berichte und Gutachten (vgl. E. 3.2.2 hiervor) und erbringt grundsätz-
lich vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

3.3.1 Zunächst ist unter den Parteien unbestritten, dass die Beschwerde-
führerin wegen ihres Tremors und ihrer unter dem Normbereich liegenden 
Intelligenz in ihrer Erwerbsfähigkeit (seit jeher) eingeschränkt ist. Ebenso 
liegt ausser Streit, dass die im Therapiezentrum K.________ erlernte 
Tätigkeit als … als optimal angepasst gilt (vgl. Beschwerde, Ziff. 1, S. 6). 

Indessen kritisiert die Beschwerdeführerin die im AMA-Abklärungsbericht 
festgestellten Einschränkungen als nicht umfassend abgeklärt bzw. das 
gestützt darauf erstellte Zumutbarkeitsprofil als ungenügend. Wie nachste-
hend zu zeigen ist, dringt diese Kritik nicht durch: 

3.3.2 So ist nicht zu beanstanden, dass die AMA nicht psychiatrisch be-
gleitet wurde, konnte med. pract. I.________ das Zumutbarkeitsprofil doch 
auf der Grundlage zahlreicher medizinischer Unterlagen erstellen, wobei 
der psychische bzw. neuropsychologische Gesundheitszustand der Be-
schwerdeführerin umfassend dokumentiert war. Entgegen deren Auffas-
sung ist sodann eine (die Arbeits- und Leistungsfähigkeit zusätzlich ein-
schränkende) ADHS nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, kann doch 
nur ein Krankheitsbeginn spätestens mit 12 Jahren mit der Diagnose ADHS 
als vereinbar betrachtet werden, wobei sich die Diagnosekriterien für ADHS 
bei Personen im Erwachsenenalter an der Symptomatik im Kindesalter 
orientieren (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. April 2012, 
9C_785/2011, E. 5.2). Gemäss den im Recht liegenden Akten wurde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 14

vorliegend die Diagnose ADHS in der Vergangenheit bzw. im Kindesalter 
der Beschwerdeführerin nie gestellt oder diskutiert. Auf diesen Umstand 
verweisen denn auch Dr. med. G.________ und lic. phil. H.________, 
welche in ihrem Bericht vom 14. November 2012 (act. II 86) zwar erstmals 
ein ADHS-Syndrom in Erwägung ziehen, gleichzeitig aber betonen, dass 
die Diagnose einer adulten ADHS deren Vorliegen im Kindesalter 
voraussetze (S. 7 f.). Soweit Dr. med. L.________ deshalb – als einziger 
Arzt – vorbehaltlos und zu einem Zeitpunkt, da die Beschwerdeführerin 
bereits 24jährig war, eine seit der Kindheit bestehende ADHS 
diagnostizierte (act. II 83) und im Wesentlichen gestützt darauf ab dem 5. 
August 2013 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (act. II 140 S. 3), 
vermag dies nicht zu überzeugen, abgesehen davon, dass die 
Beschwerdeführerin in der AMA eine höhere Leistung erbracht hat. Ebenso 
wenig ist unter dem Gesichtspunkt der Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
relevant, dass die Beschwerdeführerin allenfalls einer lebenspraktischen 
Begleitung bedarf (vgl. Eingabe vom 18. März 2014). Ferner wurde 
entgegen der Beschwerdeführerin bislang keine depressive Störung, 
sondern einzig eine längere depressive Reaktion bzw. Episode 
diagnostiziert (act. II 18 S. 1), welche sich überdies in Zusammenhang mit 
einer psychosozialen Belastungssituation manifestierte (S. 3), folglich 
keinen invalidisierenden Charakter im rechtlichen Sinne aufwies (Art. 7 
Abs. 2 ATSG) und zudem im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung 
durch Dr. med. F.________ im Juli/August 2008 nicht mehr festgestellt 
werden konnte (act. II 30 S. 12). Zwar wurde im Bericht von Dr. med. 
G.________ und lic. phil. H.________ eine neuerliche depressive Episode 
im Zeitraum 2011/2012 erwähnt (act. II 86 S. 7); in der Folge bzw. im 
Zeitpunkt der AMA im Mai 2013 wurde die fragliche Diagnose jedoch nicht 
mehr respektive lediglich unter „Status nach“ aufgeführt (act. II 86 S. 8; 83 
S. 2; 140 S. 3) und es bestanden bzw. bestehen keine Hinweise auf eine 
dauerhafte, die Arbeits- und Leistungsfähigkeit zusätzlich einschränkende 
depressive Störung. Insgesamt ergibt sich aus den Akten somit keine 
psychische Einschränkung, welche im AMA-Zumutbarkeitsprofil nicht 
berücksichtigt worden wäre bzw. welche die Mitwirkung eines Psychiaters 
im Rahmen der AMA erforderlich gemacht hätte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 15

3.3.3 Sodann ist mit Bezug auf die geltend gemachten (und im 
Zumutbarkeitsprofil berücksichtigten) Rückenbeschwerden die von Dr. 
med. O.________ getroffene Einschätzung einer 50%igen Einschränkung 
(act. II 75) im Lichte der (bescheidenen) Befunde nicht nachvollziehbar 
(act. II 96; 145 S. 2), zumal sie nicht weiter begründet wird. Hiervon 
abgesehen, wurden die Rückenbeschwerden im Zumutbarkeitsprofil 
berücksichtigt. Schliesslich kann die Beschwerdeführerin auch aus dem 
Abschlussbericht des Therapiezentrums K.________ nichts zu ihren 
Gunsten ableiten: Zwar wird darin postuliert, dass in einer angepassten 
Tätigkeit in der … im Rahmen eines 80%-Pensums zusätzlich mit einer 
Leistungseinbusse von 20-30% zu rechnen sei (act. II 68). Indessen 
flossen in diese (nicht von Ärzten getroffene) Einschätzung auch soziale 
und damit in rechtlicher Hinsicht grundsätzlich auszuklammernde 
Gesichtspunkte ein (Art. 7 Abs. 2 ATSG), weshalb darauf nicht abgestellt 
werden kann. Es trifft sodann dem Gesagten zufolge (vgl. E. 3.3.2 hiervor) 
nicht zu, dass seither in psychischer Hinsicht eine dauerhafte 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten wäre. 

3.3.4 Zusammenfassend erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt 
als hinreichend abgeklärt, weshalb auf weitere Beweiserhebungen bzw. auf 
das eventualiter beantragte Gerichtsgutachten in antizipierter 
Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). 

3.4 Gemäss dem Abklärungsbericht AMA entspricht die erlernte 
Tätigkeit als … dem umschriebenen Zumutbarkeitsprofil (act. II 107 S. 11 
f.). Während jedoch med. pract. I.________ im Abklärungsbericht AMA 
noch eine Einschränkung von 15-20% postulierte, passte sie diesen Wert 
im Vorbescheidverfahren auf 20-25% an (act. II 126 S. 3), um hernach im 
Beschwerdeverfahren wiederum eine Leistungseinbusse von 15-20% zu 
veranschlagen (act. II 145). Wiewohl diese bloss geringfügigen Abwei-
chungen in der Leistungsbeurteilung den Beweiswert des Zumutbar-
keitsprofils nicht tangieren, so ist diesem Umstand im Lichte der Tatsache, 
dass die auf einer Schätzung beruhende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 
stets eine (ermessensbedingte) Varianz aufweisen kann, dadurch Rech-
nung zu tragen, dass mit Bezug auf die Leistungsminderung ein Mittelwert 
von 20% zugrunde zu legen ist, wobei für die Einschränkung der Leistungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 16

fähigkeit in erster Linie eine Verlangsamung des Arbeitstempos verantwort-
lich zeichnet (act. II 107 S. 12; 126 S. 3). 

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224). 

Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität keine zureichenden 
beruflichen Kenntnisse erwerben, so entspricht das Erwerbseinkommen, 
das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, den folgenden nach Alter abge-
stuften Prozentsätzen des jährlich aktualisierten Medianwertes gemäss 
LSE des Bundesamtes für Statistik: Vor Vollendung des 21. Altersjahres 
70%, vor Vollendung des 25. Altersjahres 80%, vor Vollendung des 30. Al-
tersjahres 90% und nach Vollendung des 30. Altersjahres 100 % (Art. 26 
Abs. 1 IVV).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen LSE heran-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 17

gezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 
162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2

4.2.1 Für die erstmalige Bemessung der Invalidität ist der Zeitpunkt des 
(potentiell) frühestmöglichen Rentenbeginns massgebend. Die Beschwer-
deführerin meldete sich am 10. März 2008 bei der IV zum Leistungsbezug 
an (act. II 10), womit gemäss BGE 138 V 475 Regeste bzw. E. 3 S. 480 
noch die bis Ende 2007 geltende Regelung (aArt. 29 Abs. 1 lit. b und Abs. 
2 Satz 1 i.V.m. aArt. 48 Abs. 2 Satz 1 IVG) zur Anwendung gelangt. Dies 
führt dazu, dass die Rente frühestens ein Jahr vor der Anmeldung – mithin 
ab März 2007 – ausgerichtet werden könnte, zumal die Wartefrist zu die-
sem Zeitpunkt schon lange bestanden war. 

Massgebend für die Beurteilung des vorliegend im Streit stehenden 
Rentenanspruchs ist derjenige Sachverhalt, wie er sich bis zu der die 
zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden 
Verfügung vom 6. November 2013 verwirklicht hat. Allfällige, im 
massgeblichen Zeitraum eingetretene Änderungen in den tatsächlichen 
Verhältnissen sind unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten (vgl. E. 2.3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 18

vorne) zu würdigen. Dazu gehören auch altersbedingte Erhöhungen der 
anwendbaren Prozentsätze des jährlich aktualisierten Medianwertes 
gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV (vgl. auch Entscheid des Versicherungsgerichts 
St. Gallen vom 10. Juni 2010, IV 2008/414; Entscheid des 
Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. Mai 2005, 
IV.2004.00702), andernfalls im Lichte der nach Alter abgestuften 
Teilbeträge die Höhe des Valideneinkommens und damit jene des IV-
Grades massgeblich vom (beliebig wählbaren) Zeitpunkt der Anmeldung 
zum Leistungsbezug abhinge. Dem steht auch BGE 133 V 545 nicht 
entgegen, wonach geringfügige Änderungen statistischer Daten 
grundsätzlich nicht zu einer Revision der Invalidenrenten führen: Zum einen 
stellt die in Art. 26 Abs. 1 IVV normierte, 10%ige Abstufung des 
Valideneinkommens keine geringfügige Änderung dar; zum andern liegt die 
(revisionsrelevante) Veränderung im fortschreitenden Alter der 
Beschwerdeführerin und der dadurch normativ festgelegten Steigerung der 
Einkommenshöhe begründet, nicht in einer Änderung statistischer Daten. 
Insofern liegt im Ergebnis eine Änderung des Valideneinkommens vor, 
welche eine revisionsbegründende Tatsachenänderung darstellt.  

Mithin ist gestützt auf die dargelegte Arbeits- und Leistungsfähigkeit (vgl. 
E. 3.1 ff.) sowie mit Blick auf die gemäss Art. 26 Abs. 1 IVV nach Alter ab-
gestuften Teilbeträge jeweils für die einzelnen Zeitabschnitte ein Einkom-
mensvergleich vorzunehmen. 

4.2.2 Die am 24. März 1988 geborene Beschwerdeführerin (act. II 11) 
vollendete im März 2009 das 21. bzw. im März 2013 das 25. Altersjahr, 
weshalb im Lichte der in Art. 26 Abs. 1 IVV vorgesehenen altersbedingten 
Anpassung des Valideneinkommens jeweils ein Revisionsgrund gegeben 
ist (vgl. E. 4.2.1 hiervor). Ferner durchlief sie vom 1. August 2009 bis 
31. Juli 2011 eine Ausbildung zur … und schloss diese erfolgreich ab (act. 
II 68). Bis dahin verfügte sie weder über eine Ausbildung noch ging sie ei-
ner Erwerbstätigkeit nach (act. II 10 S. 4 f.), weshalb die absolvierte Ausbil-
dung eine zusätzliche (revisionsrelevante) Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen darstellt mit der Folge, dass ab August 2011 der (potentielle) 
Rentenanspruch ebenfalls neu zu prüfen ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 19

Mithin gliedert sich der nachstehend zu prüfende Rentenanspruch in die 
Zeitabschnitte März 2007 bis Februar 2009, März 2009 bis Juli 2011, Au-
gust 2011 bis Februar 2013 sowie März bis November 2013. 

4.3 Mit Bezug auf den Zeitraum von März 2007 bis Februar 2009 ergibt 
sich was folgt: 

4.3.1 Es steht fest und ist unter den Parteien unbestritten, dass das Vali-
deneinkommen vorliegend nach Massgabe von Art. 26 Abs. 1 IVV zu be-
stimmen ist (vgl. E. 4.1.1 vorne), nachdem die Beschwerdeführerin auf-
grund des Tremors sowie ihrer unter dem Normbereich liegenden Intelli-
genz (seit jeher) in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt ist (act. II 18 S. 2). 
Laut vom Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) am 29. Januar 2007 
an die IV-Stellen gerichtetem Rundschreiben betrug das aufgrund von Art. 
26 Abs. 1 IVV zu berücksichtigende durchschnittliche Einkommen der 
Arbeitnehmer ab 1. Januar 2007 bis auf weiteres Fr. 72'500.-- bzw. 
bezogen auf den vorliegenden Fall – die Beschwerdeführerin hatte im März 
2007 das 21. Altersjahr noch nicht vollendet – Fr. 50‘750.-- im Jahr.

4.3.2 Für die Ermittlung des Invalideneinkommens kann sodann auf die 
Ergebnisse der AMA zurückgegriffen werden: So ist von einem über den 
gesamten Beurteilungszeitraum hinweg im Wesentlichen gleich bleibenden 
Gesundheitszustand mit entsprechenden Einschränkungen auszugehen 
(vgl. E. 4.3.1 hiervor; act. II 27; 86). Wohl klagte die Beschwerdeführerin 
erst seit 2010 über Rückenbeschwerden (act. II 75). Diese beeinflussen 
zwar das Zumutbarkeitsprofil mit Ausschluss schwerer körperlicher Arbei-
ten (act. II 126 S. 3). Mit Bezug auf die auch auf den vorliegend zu prüfen-
den Zeitraum übertragbaren (vgl. act. II 27 S. 12), gemäss AMA-
Abklärungsbericht optimal angepassten und wechselbelastenden Tätigkeit 
als …, sind die Rückenbeschwerden indessen nicht ursächlich für die attes-
tierte Leistungseinschränkung. Mithin kann das Invalideneinkommen auch 
für die Zeit von März 2007 bis Februar 2009 basierend auf einer Ein-
schränkung von 20% (vgl. E. 3.4 vorne) ermittelt werden. 

Da die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit nachging, ist für die 
Ermittlung des Invalideneinkommens auf statistische Werte zurückzugrei-
fen (vgl. E. 4.1.2 vorne). Dabei kann – entgegen der Beschwerdeführerin – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 20

nicht auf die Lohnempfehlungen des betreffenden Berufsverbandes abge-
stellt werden (Entscheid des BGer vom 23. November 2006, I 708/06, 
E. 4.6), umso weniger, als dieselben vorliegend auch nicht Grundlage des 
Valideneinkommens bilden. Abzustellen ist demnach – praxisgemäss – auf 
die LSE vom Bundesamt für Statistik (BFS), wobei der Beschwerdegegne-
rin insofern nicht gefolgt werden kann, als sie auf den allgemeinen Tabel-
lenlohn für Hilfsarbeiterinnen abstützt, kann die Beschwerdeführerin doch 
nicht jegliche Hilfstätigkeit ausüben. Vielmehr ist Position 93 (persönliche 
Dienstleistungen) von TA1 der LSE 2006, Anforderungsniveau 4, Frauen, 
zugrunde zu legen. Was den leidensbedingten Abzug betrifft (vgl. E. 4.1.2 
vorne), so geht aus dem Zumutbarkeitsprofil hervor, dass sämtliche lei-
densbedingten Einschränkungen bereits bei der attestierten Leistungsmin-
derung berücksichtigt wurden. Nachdem auch die übrigen, praxisgemäss 
zu berücksichtigenden Kriterien nicht erfüllt sind, besteht somit kein Anlass 
für einen leidensbedingten Abzug; dies auch unter Berücksichtigung des 
Umstands, dass das Valideneinkommen ebenfalls aufgrund statistischer 
Daten – mithin aufgrund des aktualisierten Medianwertes gemäss LSE (Art. 
26 Abs. 1 IVV) – erhoben worden ist (Entscheid des BGer vom 19. Januar 
2009, 8C_42/2008, E. 5). Demnach beziffert sich das auf das Jahr 2007 
aufindexierte Invalideneinkommen – bei einer Einschränkung von 20% – 
auf Fr. 34‘207.-- (Fr. 3‘309.-- x 12 Monate / 40 x 41.9 Wochenstunden [vgl. 
BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Position 94-
96] / 100 x 102.8 [BFS, Nominallohnindex Frauen 2006-2010, T1.2.05, Ab-
schnitt M,N,O] x 0.8).

4.3.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 16‘543.-- und damit ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 33% (Fr. 16‘543.-- / Fr. 50‘750.-- x 100 [zur Rundung: vgl. BGE 
130 V 121 E. 3.2 S. 123]). 

Demnach besteht für den Zeitraum von März 2007 bis Februar 2009 kein 
Rentenanspruch (vgl. E. 2.2 vorne). Die Beschwerde ist somit insoweit 
abzuweisen.

4.4 Für den Zeitraum von März 2009 bis Juli 2011 ergibt sich – bei all-
seitiger Prüfung des Rentenanspruchs (vgl. E. 4.2.2 vorne) – Folgendes: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 21

4.4.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist unverändert auf Art. 
26 Abs. 1 IVV abzustellen (vgl. E. 4.3.1 vorne), wobei die Beschwerdefüh-
rerin im März 2009 das 21. Altersjahr vollendet hat. Gemäss Rundschrei-
ben des BSV vom 25. September 2008 beziffert sich das Valideneinkom-
men demnach auf Fr. 60‘000.--. 

4.4.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens kann auf das unter 
E. 4.3.2 Gesagte verwiesen werden, wobei für dessen Berechnung nun-
mehr LSE 2008 zugrunde zu legen ist. Somit resultiert – bei einer Ein-
schränkung von 20% – ein auf das Jahr 2009 aufindexiertes Invalidenein-
kommen von Fr. 35‘426.80 (Fr. 3‘465.-- x 12 Monate / 40 x 41.8 Wochen-
stunden [vgl. BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, 
Position 94-96] / 104.4 x 106.4 [BFS, Nominallohnindex Frauen 2006-2010, 
T1.2.05, Abschnitt M,N,O] x 0.8).

4.4.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 24‘573.20 und damit ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 41% (Fr. 24‘573.20 / Fr. 60‘000.-- x 100). 

Demnach hat die Beschwerdeführerin ab März 2009 Anspruch auf 
Ausrichtung einer Viertelsrente (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.5 Für den Zeitraum von August 2011 bis Februar 2013 ergibt sich – 
bei allseitiger Prüfung des Rentenanspruchs (vgl. E. 4.2.2 vorne) – was 
folgt: 

4.5.1 Das Valideneinkommen ist unverändert gestützt auf Art. 26 Abs. 1 
IVV zu bestimmen, welches sich gemäss Rundschreiben des BSV vom 
30. November 2010 bei der damals 23jährigen Beschwerdeführerin auf 
Fr. 60‘800.-- beziffert.  

4.5.2 Nachdem die Beschwerdeführerin im nämlichen Zeitraum keiner ihr 
zumutbaren Erwerbstätigkeit nachging, ist für die Bestimmung des Invali-
deneinkommens auf die LSE abzustellen (vgl. E. 4.1.2 vorne). Massgebend 
ist demnach Position 96 (sonstige persönliche Dienstleistungen) von TA1 
der LSE 2010, wobei die Beschwerdeführerin nun mehr über Berufs- und 
Fachkenntnisse verfügt, weshalb Anforderungsniveau 3, Frauen, zugrunde 
zu legen ist. Ein zusätzlicher leidensbedingter Abzug fällt ausser Betracht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 22

(vgl. E. 4.3.2 vorne). Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren sowie 
einer Leistungseinbusse von 20% (vgl. E. 3.4 vorne), resultiert somit ein auf 
das Jahr 2011 aufindexiertes Invalideneinkommen von Fr. 34‘699.80 
(Fr. 3‘439.-- x 12 Monate / 40 x 42 Wochenstunden [vgl. BFS, Betriebsübli-
che Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Position 94-96] / 100 x 100.1 
[BFS, Nominallohnindex nach Geschlecht, T1.1.10, Position 90-96, Frauen] 
x 0.8). 

4.5.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 26‘100.20 und damit ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 43% (Fr. 26‘100.20 / Fr. 60‘800.-- x 100), was unverändert einen 
Anspruch auf eine Viertelsrente ergibt. 

Anzumerken bleibt, dass gemäss LSE 2010 (TA1, Position 96) der 
Tabellenlohn für Anforderungsniveau 4 höher liegt als jener für das 
vorliegend zugrunde gelegte Anforderungsniveau 3. Dieser Umstand wirkt 
sich freilich nicht rentenrelevant aus, resultierte doch unter 
Berücksichtigung von Anforderungsniveau 4 ein Invalideneinkommen von 
Fr. 35‘557.45 (Fr. 3‘524.-- x 12 Monate / 40 x 42 Wochenstunden [vgl. BFS, 
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Position 94-96] / 
100 x 100.1 [BFS, Nominallohnindex nach Geschlecht, T1.1.10, Position 
90-96, Frauen] x 0.8) und damit ein Invaliditätsgrad von (gerundet) 42% 
(Fr. 25‘242.55 / Fr. 60‘800.-- x 100). 

4.6 Schliesslich berechnet sich der für den Zeitraum von März 2013 bis 
November 2013 allseitig (vgl. E. 4.2.2 vorne) zu prüfende Rentenanspruch 
wie folgt:

4.6.1 Im März 2013 vollendete die Beschwerdeführerin das 25. Altersjahr, 
womit das unverändert nach Art. 26 Abs. 1 IVV zu bestimmende Validen-
einkommen gestützt auf das Rundschreiben des BSV vom 17. Oktober 
2012 Fr. 69‘300.-- beträgt. 

4.6.2 Betreffend die Festsetzung des Invalideneinkommens kann 
grundsätzlich auf die Ausführungen in E. 4.5.2 verwiesen werden. Anzufü-
gen ist, dass der Umstand, wonach die Beschwerdeführerin aktuell an einer 
geschützten Arbeitsstelle zu einem Stundenlohn von Fr. 2.-- arbeitet (act. II 
134; 137 S. 18), nicht massgeblich ist: Einerseits erfolgte die nämliche Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 23

beitsaufnahme ausserhalb des vorliegend relevanten Beurteilungszeit-
raums (vgl. E. 4.2.1 vorne); andererseits liegt gestützt auf das Dargelegte 
(vgl. E. 3.4 vorne) eine höhere Leistungsfähigkeit vor, weshalb die fragliche 
Tätigkeit – wäre sie denn vorliegend zu berücksichtigen – keine der Be-
schwerdeführerin zumutbare Erwerbstätigkeit darstellt (vgl. E. 4.1.2 vorne). 
Gestützt auf die LSE 2010 sowie einer Leistungseinbusse von 20% resul-
tiert somit ein auf das Jahr 2013 aufindexiertes Invalideneinkommen von 
Fr. 35‘521.55 (Fr. 3‘439.-- x 12 Monate / 40 x 41.9 Wochenstunden [An-
nahme gestützt auf die vom BFS {Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt-
schaftsabteilungen, Position 94-96} für das Jahr 2012 ermittelte Wochenar-
beitszeit] / 100 x 101.9 [BFS, Nominallohnindex nach Geschlecht, T1.1.10, 
Position 90-96, Frauen] / 100 x 100.8 [BFS, Quartalschätzung der Nominal-
lohnentwicklung] x 0.8). 

4.6.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von Fr. 33‘778.45 und damit ein Invaliditätsgrad von 
gerundet 49% (Fr. 33‘778.45 / Fr. 69‘300.-- x 100), was unverändert einen 
Anspruch auf eine Viertelsrente ergibt. 

4.7 Demnach hat die Beschwerdeführerin für die Zeit ab März 2009 
(Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV) Anspruch auf eine Viertelsrente (vgl. E. 2.2 
vorne) und die Beschwerde ist insoweit gutzuheissen. Die 
nachzuzahlenden Rentenbetreffnisse sind mit allenfalls im gleichen 
Zeitraum ausgerichteten Taggeldern (vgl. act. II 70; 100) zu verrechnen. 
Sodann unterliegt die Nachzahlung der Renten der Verzugszinspflicht 
gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG.

4.8 Zusammenfassend ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde 
die Verfügung vom 6. November 2013 aufzuheben und die 
Beschwerdegegnerin wird im Sinne der Erwägungen angewiesen, der 
Beschwerdeführerin ab März 2009 eine Viertelsrente auszurichten. Soweit 
weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 24

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). 

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). 

Mit am 18. März 2014 eingereichter Kostennote hat Rechtsanwältin 
D.________ ein Honorar von Fr. 1‘885.-- (bei einem Aufwand von 14.5 
Stunden) sowie Auslagen von Fr. 38.-- und die Mehrwertsteuer von 
Fr. 153.84 geltend gemacht. Die aufgeführten Positionen ergeben indessen 
einen Gesamtaufwand von 12 Stunden und damit ein Honorar von 1‘560.--
(12 Stunden à Fr. 130.--), weshalb der gesamte Parteikostenersatz auf 
Fr. 1‘725.85 (inkl. Auslagen [Fr. 38.--] und Mehrwertsteuer auf Fr. 1‘598.-- 
[Fr. 127.85]) festgesetzt wird.

5.3 Bei diesem Ausgang ist das Rechtsschutzinteresse an der Beurtei-
lung des in diesem Verfahren gestellten Gesuchs um unentgeltliche 
Rechtspflege dahingefallen. Entsprechend ist das Verfahren um Erteilung 
der unentgeltlichen Rechtspflege als gegenstandslos geworden vom Ge-
schäftsverzeichnis abzuschreiben (MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, 
Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 39 N. 1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 25

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 6. November 2013 aufgehoben. Die Be-
schwerdegegnerin wird im Sinne der Erwägungen angewiesen, der 
Beschwerdeführerin ab März 2009 eine Viertelsrente auszurichten. 
Soweit weitergehend, wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos 
geworden vom Geschäftsverzeichnis abgeschrieben. 

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. 

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘725.85 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer), zu ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- C.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. April 2014, IV/13/1098, Seite 26

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.