# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b08465f2-8aa7-58d4-aed5-7f3bc8f901a4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.04.2025 F-2766/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-2766-2025_2025-04-23.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-2766/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 3 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Susanne Genner, 

mit Zustimmung von Richter Yannick Antoniazza-Hafner;   

Gerichtsschreiber Jan Hoefliger. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

c/o BAZ (…),   

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM,  

(…),    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren – Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG); Verfügung des SEM 

vom 10. April 2025 / (…). 

 

 

 

F-2766/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 24. März 2025 in der Schweiz um Asyl. 

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit EURODAC) ergab, dass er bereits am 30. November 2023 in Deutsch-

land ein Asylgesuch gestellt hatte. 

B.  

Dem Wiederaufnahmegesuch der Vorinstanz vom 25. März 2025 stimmten 

die deutschen Behörden am 27. März 2025 gestützt auf Art. 18 Abs. 1 

Bst. d der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments 

und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfah-

ren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von ei-

nem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat ge-

stellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: 

Dublin-III-VO) zu. 

C.  

Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs im Rahmen des persönlichen 

Dublin-Gesprächs trat die Vorinstanz mit Verfügung vom 10. April 2025 – 

eröffnet am 14. April 2025 – auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 

nicht ein, ordnete seine Wegweisung nach Deutschland an, forderte ihn 

auf, die Schweiz spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu 

verlassen, und wies auf die einer allfälligen Beschwerde fehlende aufschie-

bende Wirkung hin. 

D.  

Am 14. April 2025 legte die dem Beschwerdeführer gemäss Art. 102h 

AsylG (SR 142.31) zugewiesene Rechtsvertretung das Mandat nieder. 

E.  

Mit Rechtsmitteleingabe vom 17. April 2025 gelangte der Beschwerdefüh-

rer an das Bundesverwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Auf-

hebung der Verfügung der Vorinstanz vom 10. April 2025.  

F.  

Am 22. April 2025 ordnete die Instruktionsrichterin einen superprovisori-

schen Vollzugsstopp gestützt auf Art. 56 VwVG an. 

 

F-2766/2025 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig (Art. 105 AsylG; Art. 31 ff. 

VGG) und die Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt, so dass auf die Be-

schwerde einzutreten ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG, Art. 108 Abs. 3 AsylG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG). Das Gericht entscheidet über die Beschwerde end-

gültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet, weshalb 

sie im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines 

zweiten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e 

AsylG), ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu behandeln ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

2.  

2.1 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung korrekt erwogen, 

dass gemäss den Bestimmungen der Dublin-III-VO grundsätzlich Deutsch-

land für das Asyl- und Wegweisungsverfahren des Beschwerdeführers zu-

ständig ist, dass das deutsche Asylsystem rechtsprechungsgemäss keine 

systemischen Mängel aufweist, aufgrund derer die Zuständigkeit gemäss 

Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz überginge, und dass vorliegend 

keine völkerrechtlichen Vollzugshindernisse ersichtlich sind, welche die 

Schweiz zu einem Selbsteintritt nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflich-

ten würden. Sodann hat sie die Vorbringen des Beschwerdeführers aus 

dem persönlichen Dublin-Gespräch vom 25. März 2025 (Anomalie an den 

Hoden, psychische Beschwerden im Alltag) berücksichtigt und rechtspre-

chungskonform gewürdigt. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in rechtsfeh-

lerfreier Ausübung des ihr nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a 

Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) 

zukommenden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz 

abgesehen. Sie hat dabei insbesondere berücksichtigt, dass dem Be-

schwerdeführer in Deutschland auch als abgewiesener Asylbewerber die 

medizinische Notfallversorgung offensteht. Sie ist demnach zu Recht in An-

wendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG auf das Asylgesuch des Be-

schwerdeführers nicht eingetreten und hat in Anwendung von Art. 44 AsylG 

seine Wegweisung nach Deutschland angeordnet. Zur näheren Begrün-

dung wird auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen.  

2.2 Bezüglich des bereits während des Dublin-Gesprächs geäusserten 

Vorbringens auf Beschwerdeebene, er sei in Deutschland Opfer einer Kör-

perverletzung gewesen, ist der Beschwerdeführer, wie dies auch die Vor-

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Seite 4 

instanz richtigerweise festgehalten hat, an die deutschen Strafverfolgungs-

behörden zu verweisen.  

3.  

Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 10. April 2025 

nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen. 

4.  

Mit vorliegendem Urteil fällt der am 22. April 2025 angeordnete Vollzugs-

stopp dahin. 

5.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– fest-

zusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen nach Versand des vorliegenden 

Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Susanne Genner Jan Hoefliger