# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 037a7342-63b7-5fe6-8fd6-f6744bddb040
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.06.2018 ZK1 2016 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-82_2018-06-12.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 12. Juni 2018 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 82 18. Juni 2018

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Michael Dürst
Richter Pedrotti und Schnyder
Aktuarin Lenz

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin 
Allemann, Alte Landstrasse 105 A, 8707 Uetikon am See, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 14. April 2016, 
mitgeteilt am 20. April 2016, in Sachen der Y._____, Berufungsbeklagte, vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Marc Breitenmoser, Martinsplatz 8, 7001 Chur, gegen 
den Berufungskläger,

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____, geboren am _____1982, und X._____, geboren am _____ 1973, 
haben am _____ 2009 vor dem Zivilstandsamt _____ geheiratet. Aus dieser Ehe 
ist das Kind A._____, geboren am _____ 2011, hervorgegangen. Y._____ hat zu-
dem ein aus einer anderen Beziehung stammendes Kind namens B._____, gebo-
ren am _____ 2006.

B. Die Ehegatten leben seit dem _____ 2015 getrennt und schlossen am 
29. Juni 2015 eine aussergerichtliche Trennungsvereinbarung (vgl. vorinstanzliche 
Akten, act. 2/3), in der sie sich unter anderem über die hauptsächliche Betreuung 
der Tochter A._____ durch die Mutter einigten. Ausserdem verpflichtete sich 
X._____, an den Unterhalt von Y._____ und die gemeinsame Tochter 
CHF 2'000.00 pro Monat zu bezahlen, wobei dies Unterhalt und Alimente (inklusi-
ve Familienzulage für A._____) einschliesse. Im Oktober 2015 einigten sich die 
Parteien mündlich, dass X._____ Y._____ und A._____ insgesamt einen Unter-
haltsbeitrag von monatlich CHF 3'500.00 (inklusive Kinderzulagen) zu bezahlen 
habe.

C. Am 3. März 2016 reichte Y._____ beim Einzelrichter am Bezirksgericht 
Plessur ein Gesuch um Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen ein. Sie stellte 
die folgenden Rechtsbegehren (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 1): 

1. Es sei festzustellen, dass die Parteien zur Aufhebung des gemeinsa-
men Haushalts berechtigt sind.

2. Die gemeinsame Tochter A._____, geboren am _____ 2011, sei unter 
die elterliche Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. 

3. Es sei dem Gesuchsgegner ein praxisgemässes Besuchs- und Ferien-
recht einzuräumen.

4. Der Gesuchsgegner sei rückwirkend ab dem 1. Mai 2015 zu verpflich-
ten, an den Unterhalt von A._____ einen monatlich im Voraus zahlba-
ren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 zuzüglich Kinderzulagen zu 
bezahlen.

5. Der Gesuchsgegner sei rückwirkend ab dem 1. Mai 2015 zu verpflich-
ten, an den Unterhalt der Gesuchstellerin einen monatlich im Voraus 
zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 3'395.00 zu bezahlen.

6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 5 hiervor seien praxis-
gemäss zu indexieren.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich 8 % Mehr-
wertsteuer, zulasten des Gesuchsgegners.

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D. In seiner Stellungnahme vom 30. März 2016 verlangte X._____ was folgt 
(vgl. vorinstanzliche Akten, act. 6):

1. Es sei festzustellen, dass die Parteien zur Aufhebung des gemeinsa-
men Haushalts berechtigt sind.

2. Die gemeinsame Tochter A._____, geboren am _____ 2011, sei unter 
die alleinige elterliche Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.

3. Es sei dem Gesuchsgegner ein praxisgemässes Besuchs- und Ferien-
recht einzuräumen.

4. Der Ehemann sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Ehefrau und 
Tochter A._____ einen monatlichen Unterhaltsbetrag von Fr. 2'120.00 
(zuzüglich Kinderzulagen von Fr. 320.00) zu entrichten, davon 
Fr. 800.00 für den Bedarf von Tochter A._____, Fr. 1'320.00 für jenen 
der Gesuchstellerin.

5. Die vorstehend genannten Unterhaltsbeiträge seien ordentlich zu in-
dexieren.

6. Im Übrigen sei das gegnerische Gesuch abzuweisen.

7. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuch-
stellerin.

E. Am 14. April 2016 fand in Anwesenheit beider Parteien sowie ihrer Rechts-
vertreter die mündliche Verhandlung vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht 
Plessur statt. Mit Entscheid gleichen Tages erkannte der Einzelrichter am Bezirks-
gericht Plessur was folgt:

1. Y._____ und X._____ werden für berechtigt erklärt, getrennt vonein-
ander zu leben.

2. Die elterliche Obhut über A._____, geboren am _____ 2011, wird für 
die Dauer des Getrenntlebens Y._____ übertragen.

3. X._____ ist berechtigt, sein Kind A._____ jedes zweite Wochenende 
von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu 
nehmen und es für 3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Fe-
rien zu nehmen. Über die Termine der Besuche haben sich die Partei-
en im Sinne von Ziff. 8c der Erwägungen vorgängig zu verständigen.

4.a) X._____ wird verpflichtet, mit Wirkung ab 1. Mai 2016 an den Unterhalt 
von A._____ und Y._____ für die Dauer des Getrenntlebens monatlich 
insgesamt CHF 3'670.00 (für das Kind CHF 850.00, für Y._____ 
CHF 2'820.00), zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und gesetzli-
cher Kinder- und Ausbildungszulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbei-
träge sind monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Mo-
nats an Y._____ zu bezahlen.

  b) Der Unterhaltsbeitrag gemäss Ziff. 4a basiert auf dem Landesindex 
der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende 
März 2016 von 100.1 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). 
Sie sind jährlich auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 
1. Januar 2017, dem Stand des Indexes per Ende November des Vor-
jahres wie folgt anzupassen:

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Neuer UB = alter UB x neuer Index
alter Index

Weist X._____ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der 
Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional 
zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unveränder-
tem Einkommen entfällt eine Anpassung.

5.a) X._____ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._____ für den Zeit-
raum vom November 2015 bis und mit April 2016 CHF 6'660.00 zu be-
zahlen.

  b) Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.

6.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'500.00 (Entscheidgebühr) ge-
hen je hälftig zu Lasten von X._____ und Y._____. Die X._____ aufer-
legten Kosten in Höhe von CHF 750.00 sind dem Gericht innert 30 Ta-
gen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen. Die Y._____ 
überbundenen Kosten in Höhe von CHF 750.00 gehen – unter Vorbe-
halt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und wer-
den auf die Gerichtskasse genommen.

  b) Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

  c) (Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von Y._____)

7. (Rechtsmittelbelehrungen)

8. (Mitteilung).

F. Gegen diesen Entscheid liess X._____ (nachfolgend Berufungskläger) am 
2. Mai 2016 Berufung erheben und kündigte in beweisrechtlicher Hinsicht an, wei-
tere Urkunden als Beweismittel nachzureichen. Seine Rechtsbegehren lauten wie 
folgt (vgl. act. A.1): 

1.a) Ziffer 4. des Dispositivs des angefochtenen Entscheids sei aufzuhe-
ben.

   b) Hauptbegehren:

 aa) Die monatlichen Unterhaltsbeiträge des Berufungsklägers für die 
Berufungsbeklagte seit dem 1. Mai 2016 seien auf CHF 2'280.00 fest-
zusetzen.

  bb) Die monatlichen Unterhaltsbeiträge des Berufungsklägers für das 
Kind A._____ seit dem 1. Mai 2016 seien auf CHF 900.00 festzuset-
zen, zuzüglich Kinderzulagen von CHF 320.00.

  cc) Die Unterhaltsbeiträge seien proportional zu allfälligen Einkom-
menssteigerungen des Berufungsklägers zu indexieren.

   

b) Eventualbegehren:

Der angefochtene Entscheid, Ziffer 4. des Dispositivs, sei an die Vor-
instanz zur Neubeurteilung zurück zu weisen.

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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbe-
klagten.

Ebenfalls am 2. Mai 2016 beantragte der Berufungskläger die Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege und die Bestellung von Dr. iur. Hans-Martin Allemann 
als unentgeltlichen Rechtsbeistand.

G. Am 9.  und 24. Mai 2016 reichte der Berufungskläger wie in der Berufung 
angekündigt Belege für Ratenzahlungen betreffend C._____ und D._____, seinen 
Lohnausweis 2015 sowie die Steuerrechnungen 2015 als neue Beweismittel ein.

H. Am 19. Mai 2016 ersuchte Y._____ das Kantonsgericht von Graubünden 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Einsetzung von Rechtsan-
walt lic. iur. Marc G. Breitenmoser als unentgeltlicher Rechtsbeistand. 

I. Mit Berufungsantwort vom 23. Mai 2016 liess Y._____ (nachfolgend Beru-
fungsbeklagte) was folgt beantragen (vgl. act. A.2): 

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich 8 % Mehr-
wertsteuer, zulasten des Berufungsklägers.

Sie legte ausserdem das Kündigungsschreiben betreffend ihre Arbeitsstelle sowie 
einen Zahlungsbeleg betreffend Unterhaltsbeitrag für Mai 2016 als neue Beweis-
mittel ins Recht.

J. Mit Schreiben vom 26. Mai 2016 räumte die Vorsitzende der I. Zivilkammer 
dem Berufungskläger die Gelegenheit ein, zu den in der Berufungsantwort vorge-
brachten Noven bis zum 7. Juni 2016 eine Stellungnahme einzureichen. Zugleich 
wies sie die Parteien darauf hin, dass weder ein zweiter Schriftenwechsel noch 
eine mündliche Verhandlung vorgesehen seien. Aufgrund seines Gesuches vom 
1. Juni 2016 wurden dem Berufungskläger in der Folge Frist bis zum 13. Juni 2016 
zur Einreichung einer Replik angesetzt, innert welcher er auch zu den mit der Be-
rufungsantwort vorgebrachten Noven Stellung nehmen könne.

K. Mit Verfügungen vom 3. Juni 2016 bewilligte die Vorsitzende der I. Zivil-
kammer dem Berufungskläger (vgl. ZK1 16 83) bzw. der Berufungsbeklagten (vgl. 
ZK1 16 92) die unentgeltliche Rechtspflege und ernannte die Rechtsanwälte 
Dr. iur. Hans-Martin Allemann bzw. lic. iur. Marc Breitenmoser zu den Rechtsver-
tretern der Parteien.

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L. In seiner Replik vom 13. Juni 2016 hielt der Berufungskläger an seinen 
Rechtsbegehren vom 2. Mai 2016 fest und verlangte zudem die Abweisung des 
berufungsbeklagtischen Antrags auf Überbindung der Kosten- und Entschädi-
gungsfolge auf ihn. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er, das Kündi-
gungsschreiben der Berufungsbeklagten sei aus dem Recht zu weisen (vgl. act. 
A.3).

M. Mit Duplik vom 11. Juli 2016 hielt die Berufungsbeklagte an ihren Rechts-
begehren fest und verlangte, dass die vom Berufungskläger am 9. bzw. 24. Mai 
2016 eingereichten Beweismittel als unechte Noven aus dem Recht zu weisen 
seien (vgl. act. A 4).

N. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 11. Juli 2017 verfügte die KESB 
Nordbünden, das Aufenthaltsbestimmungsrecht über A._____ werde dem Beru-
fungskläger und der Berufungsbeklagten superprovisorisch entzogen und A._____ 
werde superprovisorisch im "E._____" der Kinderklinik des F._____ behördlich 
untergebracht. Mit Entscheid vom 13. Juli 2017 errichtete die KESB Nordbünden 
für A._____ sodann eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB und 
ernannte H._____ von der Berufungsbeistandschaft Plessur zu ihrem Beistand. 
Zudem stellte sie fest, dass mit der Vollstreckbarkeit der Beistandschaft die zuvor 
erlassene superprovisorische Anordnung von Gesetzes wegen dahinfalle (vgl. act. 
A.5 und A.6). 

O. Mit Noveneingabe vom 12. September 2017 reichte der Berufungskläger 
seinen Mietvertrag vom 7. September 2017 ein und änderte gleichzeitig seine 
Rechtsbegehren. Diese lauten neu wie folgt (vgl. act. A.7): 

1.a) Ziffer 4 des Dispositivs des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben, 
eventuell zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

  b) Die bisherigen Rechtsbegehren Ziffern 1.b) und 1.c) werden zurückge-
zogen und durch folgenden Antrag ersetzt: 

Die Unterhaltsbeiträge für die Berufungsklägerin [recte: Berufungsbe-
klagte] und das gemeinsame Kind A._____, geboren am _____ 2011, 
seien gesamthaft auf maximal CHF 2'888.00 pro Monat festzusetzen.

  d) Die erwähnten Unterhaltsbeiträge seien proportional zu allfälligen Ein-
kommenssteigerungen des Berufungsklägers zu indexieren.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Berufungsbe-
klagten.

3. Der Mietvertrag vom 7. September 2017 sei als echtes Novum zu den 
Akten zu nehmen.

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P. Die Berufungsbeklagte nahm am 22. September 2017 dazu Stellung, wobei 
sie an ihren Rechtsbegehren gemäss Berufungsantwort bzw. Duplik festhielt und 
verlangte, die Noveneingabe des Berufungsklägers vom 12. September 2017 ha-
be unberücksichtigt zu bleiben (vgl. act. A.8).

Q. Der Berufungskläger legte am 30. Oktober 2017 seine Lohnabrechnung 
vom 25. Oktober 2017 als weiteres Beweismittel ins Recht (vgl. act. A.9). Mit 
Schreiben vom 22. Dezember 2017 reichte die Berufungsbeklagte für den Fall, 
dass die nachträglich vom Berufungskläger eingereichten Urkunden Berücksichti-
gung finden sollten, ihren aktuellen Mietvertrag als neues Beweismittel ein, wor-
aufhin der Berufungskläger am 19. Januar 2018 auf eine Stellungnahme zum 
neuen Mietvertrag verzichtete (vgl. act. A.10 und A. 11).

R. Nachdem der Berufungskläger mit Schreiben vom 22. Januar 2018 unter 
Hinweis auf die lange Verfahrensdauer um Ausfällung und Mitteilung des Beru-
fungsentscheides ersucht hatte, erläuterte die Vorsitzende der I. Zivilkammer den 
Parteien die Gründe für die verzögerte Bearbeitung der Streitsache. Zugleich teilte 
sie mit, dass die Vorbereitungen für die Ausfertigung eines Urteilsentwurfs (Art. 23 
der Verordnung über die Organisation des Kantongerichts [KGV; BR 173.100]) in 
der Zwischenzeit hätten abgeschlossen werden können, so dass die Streitsache 
an sich in die Phase der Urteilsberatung übergegangen sei. Den Parteien werde 
allerdings noch die Gelegenheit eingeräumt, sich bis zum 8. Februar 2018 zu den 
Auswirkungen des per 1. Januar 2017 in Kraft getretenen revidierten Kindesunter-
haltsrechts zu äussern (vgl. act. D.22). 

S. Der Berufungskläger nahm am 8. Februar 2018 dazu Stellung und bean-
tragte was folgt (vgl. act. A.12): 

1. Ziffer 1.b) des Rechtsbegehrens gemäss Eingabe vom 12. September 
2017 wird wie folgt abgeändert: 

Die Unterhaltsbeiträge für die Berufungsklägerin [recte: Berufungsbe-
klagte] und das gemeinsame Kind A._____, geboren am _____ 2011, 
seien gesamthaft auf maximal CHF 2'693 pro Monat festzusetzen. 

2. Im Übrigen wird am Rechtsbegehren gemäss Eingabe vom 12. Sep-
tember 2017 festgehalten. 

3. Sollte eine Aufteilung zwischen Kindes- und Ehegattenunterhalt vor-
genommen werden, sei das Total beider Unterhaltskategorien auf ma-
ximal CHF 2'693.00 pro Monat festzusetzen. 

4. Der beiliegende Lohnausweis 2017 des Berufungsklägers vom 30. Ja-
nuar 2018 sei als echtes Novum zu den Akten zu nehmen.

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T. Die Berufungsbeklagte erwiderte am 20. Februar 2018 (vgl. act. A.13), dass 
die Noveneingabe des Berufungsklägers und mithin der Lohnausweis 2017 un-
berücksichtigt zu bleiben habe, da es den Parteien nach dem zuvor mitgeteilten 
Übergang der Streitsache in die Phase der Urteilsberatung verwehrt sei, sowohl 
echte wie unechte Noven vorzubringen. 

U. Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Er-
wägungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfol-
genden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.1. Entscheide zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft werden vom Einzel-
richter in Zivilsachen am Bezirks- bzw. Regionalgericht im summarischen Verfah-
ren getroffen (Art. 271 lit. a ZPO in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a des Ein-
führungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 
320.100]). Gegen solche Entscheide kann Berufung im Sinne von Art. 308 ff. ZPO 
an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden (Art. 308 Abs. 1 ZPO, 
Art. 7 Abs. 1 EGzZPO). Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit für 
zivilrechtliche Berufungen auf dem Rechtsgebiet des Zivilgesetzbuches bei der I. 
Zivilkammer (Art. 6 lit. a der Verordnung über die Organisation des Kantonsge-
richts [KGV; BR 173.100]). Die Berufung gegen einen im summarischen Verfahren 
ergangenen Entscheid ist innert zehn Tagen seit Zustellung des begründeten Ent-
scheids schriftlich und begründet einzureichen, wobei der angefochtene Entscheid 
beizulegen ist (Art. 311 ZPO i.V.m. Art. 314 Abs. 1 ZPO). 

Der vorliegend angefochtene Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Be-
zirksgericht Plessur (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Plessur) vom 
14. April 2016 wurde den Parteien am 20. April 2016 mitgeteilt und ging dem Beru-
fungskläger am 21. April 2016 zu. Die von ihm dagegen am 2. Mai 2016 erhobene 
Berufung erfolgte – unter Berücksichtigung von Art. 142 Abs. 3 ZPO – fristgerecht 
und entspricht überdies den an sie gestellten Formerfordernissen.

1.2. Nachdem in casu alle nicht vermögensrechtlichen Begehren des Ehe-
schutzverfahrens rechtskräftig erledigt wurden und im Berufungsverfahren ledig-
lich noch die Unterhaltspflicht des Ehemannes gegenüber seiner Ehefrau und der 
gemeinsamen Tochter A._____ strittig ist, liegt eine rein vermögensrechtliche An-
gelegenheit vor (vgl. BGE 116 II 493). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten 

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ist eine Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren mindestens CHF 10’000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Mass-
gebend ist dabei nicht der Streitwert, welcher sich anhand der Berufungsanträge 
der Parteien und dem vorinstanzlichen Entscheid errechnet. Abzustellen ist viel-
mehr auf den Betrag, welcher nach den Begehren der Parteien bei Erlass des 
erstinstanzlichen Urteils, d.h. in casu des Eheschutzentscheids, noch streitig war 
(vgl. Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 9 zu Art. 308 
ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 39 f. zu Art. 308 ZPO). Der Streitwert bemisst sich somit nach 
dem, was der Kläger fordert und der Beklagte zu erbringen sich weigert oder trotz 
Anerkennung seiner Schuldpflicht nicht leistet (vgl. Matthias Stein-Wigger, in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 14 zu Art. 91 ZPO). Bei 
ungewisser oder unbeschränkter Dauer einer Leistung ist zur Ermittlung des 
Streitwerts auf den zwanzigfachen Betrag der einjährigen Leistung abzustellen 
(Art. 92 Abs. 2 ZPO).

Vorliegend beantragte die Berufungsbeklagte im vorinstanzlichen Verfahren für 
sich und ihre Tochter Unterhaltsbeiträge von insgesamt CHF 4'395.00 zuzüglich 
Kinderzulagen. Der Berufungskläger bezifferte den an seine Ehefrau und sein 
Kind zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag auf CHF 2'120.00, zuzüglich Kinderzula-
gen. Zu dem nach Art. 308 Abs. 2 ZPO massgeblichen Zeitpunkt lag somit eine 
monatlich wiederkehrende Summe in Höhe von CHF 2'275.00 (CHF 4'395.00 ab-
züglich die vom Berufungskläger anerkannten CHF 2'120.00) im Streit, und zwar 
für die Zeit ab 1. Mai 2015 bis zu einer allfälligen Wiederaufnahme des gemein-
samen Haushaltes oder dem rechtskräftigen Abschluss eines nachfolgenden 
Scheidungsverfahrens. Mit Blick auf die unbestimmte Dauer der Trennung und 
entsprechender Anrechnung des zwanzigfachen Betrags der einjährigen Leistung 
im Sinne von Art. 92 Abs. 2 ZPO ist die Streitwertgrenze gemäss Art. 308 Abs. 2 
ZPO demnach offensichtlich erreicht, womit auf die wie erwähnt frist- und formge-
recht eingereichte Berufung vom 2. Mai 2016 einzutreten ist. Was den gemäss Art. 
112 Abs. 1 lit. d BGG in der Rechtsmittelbelehrung anzugebenden Streitwert des 
Berufungsverfahrens anbelangt, bleibt schliesslich festzustellen, dass vor dem 
Kantonsgericht nur noch der Unterhalt für die Zeit ab 1. Mai 2016 umstritten ist 
und sich die Differenz zwischen dem erstinstanzlich zugesprochenen und dem 
vom Berufungskläger zuletzt beantragten Unterhalt auf monatlich CHF 977.00 (= 

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CHF 3‘680.00 - CHF 2‘693.00) beläuft. Mit Anrechnung des zwanzigfachen Werts 
der einjährigen Leistung (Art. 51 Abs. 4 BGG) ist der für die Beschwerde in Zivil-
sachen erforderliche Streitwert von CHF 30‘000.00 aber weiterhin gegeben. 

2.1. Das Novenrecht richtet sich im Berufungsverfahren nach Art. 317 
Abs. 1 ZPO. Nach dieser Bestimmung werden neue Tatsachen und Beweismittel 
im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorge-
bracht werden (Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (317 Abs. 1 lit. b ZPO). Pra-
xisgemäss ist zwischen echten und unechten Noven zu unterscheiden. Echte No-
ven sind Tatsachen und Beweismittel, die (erst) nach dem Ende der Hauptver-
handlung des erstinstanzlichen Verfahrens – genauer nach dem Zeitpunkt, in wel-
chem Tatsachen und Beweismittel vor erster Instanz letztmals vorgebracht werden 
konnten, bei Geltung der Untersuchungsmaxime also nach dem Beginn der Ur-
teilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO) – entstanden sind. Sie sind im Berufungsver-
fahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug nach ihrer Entde-
ckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und Beweismittel, die 
bereits bei Ende der erstinstanzlichen Hauptverhandlung – respektive bei Beginn 
der Urteilsberatung – vorhanden waren. Ihre Zulassung wird im Berufungsverfah-
ren weitergehend insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, wenn sie 
bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfahren hätten 
vorgebracht werden können (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 5A_621/2012 vom 
20. März 2013 E. 5.1; Martin H. Sterchi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 
400–406 ZPO, Bern 2012, N 4 ff. zu Art. 317 ZPO). Die Voraussetzungen der 
Berücksichtigung jedes neuen Vorbringens und jedes neuen Beweismittels hat 
diejenige Partei zu beweisen, welche sich auf das betreffende Novum beruft. Mit 
anderen Worten hat die novenwillige Partei zu substantiieren und zu beweisen, 
dass ihr Vorbringen unverzüglich erfolgt ist und dass ein Einbringen trotz zumutba-
rer Sorgfalt nicht bereits vor der Vorinstanz möglich war (vgl. Karl Spühler, a.a.O., 
N 10 zu Art. 317 ZPO; Benedikt Seiler, Die Berufung nach ZPO, Zürich 2013, Rz. 
1311 u. 1335; Thomas Alexander Steininger, in: Brunner/Gasser/Schwander 
[Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kommentar, Art. 197‒408 
ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 5 u. N 7 zu Art. 317 ZPO). 

2.2. Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt auch in Verfahren wie dem vorliegenden, in denen 
der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime unterstehende Kinderbelange strei-
tig sind und der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen ist. Die erwähnte 
Bestimmung regelt die Voraussetzungen, unter denen Noven ausnahmsweise 

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vorgebracht werden können, abschliessend, ohne danach zu differenzieren, ob ein 
Verfahren in den Anwendungsbereich der Verhandlungs- oder der Untersu-
chungsmaxime fällt. Eine analoge Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO, wonach 
vor erster Instanz im Anwendungsbereich der Untersuchungsmaxime neue Tatsa-
chen und Beweismittel bis zur Urteilsberatung voraussetzungslos zugelassen 
werden, fällt ausser Betracht (vgl. den Entscheid des Kantonsgericht von 
Graubünden ZK1 15 112 vom 19. Januar 2018 E. 1.5. m.w.H., u.a. auf BGE 142 III 
413 E. 2.2.2, BGE 141 III 569 E. 2.3.3, BGE 138 III 625 E. 2.2 = Pra 2013 Nr. 26; 
Urteil der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich LY130039 vom 6. 
Juni 2014 E. II.A.2; Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichts Zürich LY160019 
vom 21. Juli 2016 E. 2.2.1.2; Karl Spühler, a.a.O., N 2 u. N 8 zu Art. 317 ZPO). 
Sind die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt, ist die Vorlage 
unechter Noven dann zulässig, wenn gerügt wird, dass die Vorinstanz die Unter-
suchungsmaxime verletzt bzw. den Sachverhalt ungenügend festgestellt hat (vgl. 
das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 53 vom 19. Juni 2014 E. 
2a m.w.H., u.a. auf Martin H. Sterchi, a.a.O., N 15 zu Art. 310 ZPO; Urteil der I. 
Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich LY130039 vom 6. Juni 2014 E. 
II.A.2; Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 14 zu Art. 317 ZPO). Schliesslich bleibt trotz des Ausschlusses von 
Art. 229 Abs. 3 ZPO im Berufungsverfahren zu beachten, dass die Rechtsmittelin-
stanz im Anwendungsbereich der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime von 
sich aus Untersuchungen anstellen kann. Noveneingaben der Parteien dürfen da-
her im zweitinstanzlichen Verfahren, sofern sie nicht gestützt auf Art. 317 Abs. 1 
ZPO zulässig sind, jedenfalls insoweit zur Kenntnis genommen werden, als das 
Gericht dadurch auf wesentliche Sachverhalte hingewiesen wird, denen es im 
Rahmen seiner Pflicht zur Sachverhaltserforschung von Amtes wegen mit eigenen 
Untersuchungen nachzugehen hat (vgl. Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichts 
Zürich LY160019 vom 21. Juli 2016 E. 2.2.1.2 mit Hinweis auf das Urteil des Bun-
desgerichts 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016 E. 2).

2.3. Nach dem Wortlaut von Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO müssen Noven ohne Ver-
zug vorgebracht werden, d.h. grundsätzlich bei erster Gelegenheit, also im ersten 
Schriftenwechsel. Allerdings rechtfertigt sich aus prozessökonomischen Gründen, 
Noven unter den strengen Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO ausnahms-
weise auch nach abgelaufener Berufungs- bzw. Berufungsantwortfrist noch zuzu-
lassen. So insbesondere, wenn die Berufungsinstanz einen zweiten Schriften-
wechsel oder eine Berufungsverhandlung anordnet oder aber das Dossier unbe-

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arbeitet ruhen lässt. Das Berufungsgericht soll diesfalls auch Noven berücksichti-
gen können, welche die Parteien erst in dieser Prozessphase vorbringen. Dies 
umso mehr, als das Berufungsgericht sonst möglicherweise riskiert, ein Urteil zu 
fällen, das sogleich wieder mit Revision nach Art. 328 Abs. 1 lit. a ZPO angefoch-
ten werden kann. Demgegenüber muss es den Parteien verwehrt sein, sowohl 
echte wie unechte Noven vorzubringen, wenn der Berufungsprozess aufgrund der 
Spruchreife der Berufungssache in die Phase der Urteilsberatung übergeht. Denn 
in der Phase der Urteilsberatung muss der Prozessstoff abschliessend so fixiert 
sein, dass das Gericht die Berufungssache gestützt darauf sorgfältig beraten und 
zügig ein Urteil ausfällen kann. In dieser Phase soll es nicht möglich sein, mit wei-
teren Noveneingaben eine Wiederaufnahme des Beweisverfahrens und damit den 
Unterbruch der Urteilsberatung zu erzwingen. Die Phase der Urteilsberatung be-
ginnt mit dem Abschluss einer allfälligen Berufungsverhandlung oder aber mit der 
förmlichen Mitteilung des Berufungsgerichts, dass es die Berufungssache für 
spruchreif halte und nunmehr zur Urteilsberatung übergehe. Diese Mitteilung kann 
das Berufungsgericht mit der Verfügung verbinden, mit der es den Verzicht auf 
einen weiteren Schriftwechsel und auf die Durchführung einer Berufungsverhand-
lung anordnet. Sie kann aber auch später erfolgen, denn das Berufungsgericht ist 
gehalten, den Übergang in die Beratungsphase erst in dem Zeitpunkt mittels Ver-
fügung festzulegen, in dem es sich auch tatsächlich mit dem spruchreifen Dossier 
befasst, so dass die Berufungssache zügig durchberaten und innert dem Fall an-
gemessener Frist durch Berufungsentscheid zum Abschluss gebracht wird. Nach 
dem Gesagten können neue Tatsachen und Beweismittel, die bis zum Beginn der 
oberinstanzlichen Beratungsphase entstehen, unter den Voraussetzungen von 
Art. 317 Abs. 1 ZPO noch im Berufungsprozess vorgebracht werden. Nachher 
können solche Noven nur noch im Rahmen einer Revision nach Art. 328 Abs. 1 lit. 
a ZPO geltend gemacht werden (BGE 142 III 413 E. 2.2.4‒2.2.6).

2.4. Ob die Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO bezüglich der im vorlie-
genden Verfahren vorgebrachten Tatsachen und Beweismittel erfüllt sind, wird 
grundsätzlich nachfolgend, im jeweiligen Sachzusammenhang, geprüft (vgl. E. 6 
ff.). Vorab zu behandeln ist dagegen die Frage, ob die vom Berufungskläger im 
Verlaufe des Rechtsmittelverfahrens vorgenommenen Änderungen seines Rechts-
begehrens zulässig sind. Nach Art. 317 Abs. 2 ZPO ist eine Klageänderung im 
Berufungsverfahren nur noch zulässig, wenn die Voraussetzungen nach Art. 227 
Abs. 1 ZPO gegeben sind (lit. a) und sie zudem auf neuen Tatsachen und Be-
weismitteln beruht (lit. b). Art. 227 Abs. 1 ZPO setzt für eine zulässige Klageände-
rung voraus, dass der geänderte oder neue Anspruch nach der gleichen Verfah-

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rensart zu beurteilen ist und entweder mit dem bisherigen Anspruch in einem 
sachlichen Zusammenhang steht (lit. a) oder die Gegenpartei zustimmt (lit. b). 
Vorliegend hat der Berufungskläger den mit der Berufung gestellten Antrag auf 
Festsetzung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen von total CHF 3‘180.00 (CHF 
2‘280.00 für die Ehefrau und CHF 900.00 für die Tochter) zuzüglich Kinderzulagen 
von CHF 320.00 mit seiner Noveneingabe vom 12. September 2017 zunächst da-
hingehend geändert, als die Unterhaltsbeiträge gesamthaft auf maximal CHF 
2‘888.00 pro Monat festzusetzen seien. Mit Eingabe vom 8. Februar 2018 beziffer-
te er den Gesamtbetrag der für Ehefrau und Tochter festzusetzenden Unterhalts-
beiträge schliesslich noch auf CHF 2‘693.00 pro Monat. Im Ergebnis hat der Beru-
fungskläger damit seine teilweise Anerkennung der Unterhaltspflicht betragsmäs-
sig reduziert und den Streitgegenstand (Ehegatten- und Kindesunterhalt) von mo-
natlich CHF 490.00 (Differenz zwischen der ursprünglich anerkannten und der vor-
instanzlich festgesetzten Unterhaltspflicht) auf monatlich CHF 977.00 ausgeweitet. 
Es handelt sich mithin nicht um eine jederzeit zulässige Beschränkung des 
Rechtsbegehrens, sondern um dessen nachträgliche Ausdehnung (Erhöhung der 
Streitsumme), welche allerdings die Voraussetzungen von Art. 227 Abs. 1 ZPO 
(gleiche Verfahrensart, sachlicher Zusammenhang) offensichtlich erfüllt. Die 
Zulässigkeit des neuen Rechtsbegehrens hängt demnach einzig davon ab, ob die 
Änderung auf neuen Tatsachen und Beweismitteln beruht. Obwohl in Art. 317 Abs. 
2 ZPO ein expliziter Verweis fehlt, ist im Lichte der ratio legis und einer systemati-
schen Auslegung klar, dass damit nur Tatsachen und Beweismittel gemeint sein 
können, die nach Massgabe von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig sind. Handelt es 
sich um ein echtes Novum, muss es folglich ohne Verzug vorgebracht worden 
sein, damit es als Grundlage für eine Klageänderung dienen kann (vgl. Peter 
Reetz/Sarah Hilber, a.a.O., N 86 zu Art. 317 ZPO). Aus dem Konnex von Kla-
geänderung und neuen Tatsachen oder Beweismitteln ergibt sich sodann, dass 
auch eine Klageänderung nur möglich ist, solange das Vorbringen von Noven 
zulässig ist. Ist das Berufungsverfahren in die Phase der Urteilsberatung überge-
gangen und den Parteien das Vorbringen sowohl echter als auch unechter Noven 
daher verwehrt, ist dementsprechend auch eine Klageänderung nicht mehr zuläs-
sig (vgl. Peter Reetz/Sarah Hilber, a.a.O., N 88 zu Art. 317 ZPO).   

2.5. Was die Noveneingabe vom 12. September 2017 anbelangt, stützt sich die-
se auf die neu eingetretene Tatsache, dass der Berufungskläger per 1. Oktober 
2017 eine Mietwohnung in O.1_____ bezogen hat, was er durch die Einlage sei-
nes neuen Mietvertrages vom 7. September 2017 (act. B.9) denn auch sogleich 
belegt. Des Weiteren führt der Berufungskläger aus, aufgrund der veränderten 

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Wohnkosten sei sein Grundbedarf neu zu berechnen; die maximal mögliche Un-
terhaltsverpflichtung zu Gunsten seines Kindes und eventuell der Berufungsbe-
klagten betrage daher noch CHF 2‘888.00, wobei der Berufungsbeklagten zusätz-
lich die Kinderzulagen von CHF 320.00 pro Monat zustünden (vgl. act. A.7 S. 4 
ff.). Das geänderte Rechtsbegehren beruht mithin auf einem echten Novum, das 
unverzüglich in das Verfahren eingebracht wurde, und erfüllt damit die Vorausset-
zungen von Art. 317 Abs. 2 lit. b ZPO. Nicht gefolgt werden kann sodann der Ar-
gumentation der Berufungsbeklagten, welche die Zulässigkeit der Eingabe unter 
Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Aktenschluss im Beru-
fungsverfahren (BGE 142 III 413 E. 2.2) zu bestreiten versucht (vgl. act. A.8 S. 1 
f.). Zwar hielt die Vorsitzende der I. Zivilkammer in ihrem Schreiben vom 12. Juli 
2016 (vgl. act. D.12) fest, dass weder ein zweiter Schriftenwechsel noch eine 
mündliche Verhandlung vorgesehen seien. Eine förmliche Mitteilung, dass das 
Berufungsgericht die Sache für spruchreif halte und nunmehr zur Urteilsberatung 
übergehe, war damit aber nicht verbunden. Eine solche Mitteilung erfolgte erst am 
26. Januar 2018 (vgl. act. D.22), wobei den Parteien selbst dann noch die Gele-
genheit eingeräumt wurde, sich zu den Auswirkungen des neuen Kindesunter-
haltsrechts zu äussern. Zuvor ist das Dossier aus Gründen der Geschäftslast und 
eines unfallbedingten Ausfalls der Kammervorsitzenden unbearbeitet liegen ge-
blieben. In Anbetracht dessen war zur Zeit der fraglichen Noveneingabe vom 
12. September 2017 der Aktenschluss noch nicht eingetreten, so dass diese zu 
berücksichtigen ist. Das darin enthaltene neue Rechtsbegehren des Berufungs-
klägers erweist sich folglich als zulässig. 

2.6. Anders präsentiert sich die Rechtslage mit Bezug auf die Eingabe vom 8. 
Februar 2018, welche der Berufungskläger erst nach erfolgter Mitteilung des 
Übergangs zur Phase der Urteilsberatung eingereicht hat. Zwar erscheint fraglich, 
ob diese Mitteilung bereits einen endgültigen Aktenschluss zu bewirken vermoch-
te, zumal die Parteien mit der Fristansetzung für eine Stellungnahme zu den Aus-
wirkungen des revidierten Kindesunterhaltsrechts nicht bloss Gelegenheit zu einer 
Anpassung ihrer Rechtbegehren (Art. 407b Abs. 2 ZPO) erhielten, sondern ihnen 
auch die Möglichkeit zu neuen Vorbringen tatsächlicher Natur eröffnet wurde, so-
weit das neue Recht dazu Anlass gab. Wären aber durch den Wechsel des an-
wendbaren Rechts veranlasste Noven noch zu berücksichtigen, liesse sich kaum 
begründen, weshalb andere Noven nicht mehr zulässig sein sollten. Vorausset-
zung für die Zulassung solcher Noven ist aber jedenfalls, dass sie den Anforde-
rungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO entsprechen. Vorliegend hat der Berufungskläger 
die erneute Reduktion des beantragten Unterhaltsbeitrages in der Eingabe vom 8. 

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Februar 2018 ausschliesslich damit begründet, dass er gemäss Lohnausweis 
2017 nur noch CHF 75‘943.00 im Jahr respektive CHF 6‘328.00 pro Monat verdie-
ne, was CHF 135.00 weniger sei als bisher. Dabei handle es sich um ein echtes 
und fristgerecht eingereichtes Novum, welches bei der Unterhaltsberechnung zu 
berücksichtigen sei und dazu führe, dass die maximal mögliche Unterhaltsver-
pflichtung des Berufungsklägers zugunsten seines Kindes und eventuell der Beru-
fungsbeklagten noch CHF 2‘693.00 plus Kinder-/Familienzulagen betrage (vgl. act. 
A.12 S. 3 f.). Das neue Rechtsbegehren stützt sich damit nicht auf Umstände, 
welche mit dem revidierten Kindesunterhaltsrecht zusammenhängen, sondern auf 
eine nach Erlass des angefochtenen Entscheides eingetretene Veränderung sei-
nes Einkommens. Zutreffend ist, dass es sich dabei um ein echtes Novum handelt 
und der als Beweismittel offerierte Lohnausweis 2017 (act. B.11) dem Gericht un-
verzüglich nach dessen Erhalt eingereicht wurde. Bewiesen wird damit aber eine 
Tatsache, die sich bereits im Verlauf des Jahres 2017 abgezeichnet haben muss 
und spätestens nach Vorliegen der Lohnabrechnung für den Dezember hätte gel-
tend gemacht werden können. Dies gilt umso mehr, als der Berufungskläger be-
reits am 30. Oktober 2017 seine aktuellste Lohnabrechnung (act. B.10) eingereicht 
hat und für ihn offenbar schon damals Anlass bestand, seine Leistungsfähigkeit zu 
thematisieren. In jener Noveneingabe begnügte sich der Berufungskläger aller-
dings noch mit dem Hinweis, im betreffenden Monat sei ihm lediglich CHF 358.45 
in bar ausbezahlt worden, weshalb er gezwungen sei, bei der Stadt O.1_____ So-
zialhilfe zu beantragen (vgl. act. A.9). Dass eine einzelne Lohnabrechnung nicht 
geeignet ist, eine relevante Veränderung der Leistungsfähigkeit zu belegen, muss-
te ihm respektive zumindest seinem Rechtsvertreter bewusst sein. Infolgedessen 
hätten schon zu jenem Zeitpunkt sämtliche verfügbaren Lohnabrechnungen einge-
reicht werden müssen, wenn sich der Berufungskläger auf eine zwischenzeitlich 
eingetretene Verminderung seines Einkommens hätte berufen wollen. Das Vorlie-
gen des Lohnausweises 2017 brauchte dazu nicht abgewartet zu werden. Handelt 
es sich bei der Veränderung seines Einkommens aber um eine Tatsache, die dem 
Berufungskläger seit längerem bekannt ist und spätestens im Dezember 2017 an-
hand der Lohnabrechnungen hätte belegt werden können, wurde sie mit der Ein-
gabe vom 8. Februar 2018 nicht mehr ohne Verzug vorgebracht (Art. 317 Abs. 1 
lit. a ZPO), was zur Unzulässigkeit der darauf beruhenden Klageänderung führt. 
Massgebend bleiben demnach die mit der ersten Noveneingabe gestellten Anträ-
ge.

2.7. Zu klären bleibt, in welchem Verhältnis die mit der Noveneingabe vom 12. 
September 2017 gestellten Anträge zu den ursprünglich gestellten Berufungsan-

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trägen stehen. Dem Wortlaut nach hat der Berufungskläger seine bisherigen 
Rechtsbegehren Ziffern 1.b) und 1.c) zurückgezogen und durch den neuen Antrag 
auf Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen von gesamthaft maximal CHF 2‘888.00 
ersetzt. Er hat damit sein (ohnehin nie näher begründetes) Eventualbegehren auf 
Rückweisung der Streitsache an die Vorinstanz (in der Berufung versehentlich 
ebenfalls mit Ziffer 1.b) bezeichnet) fallengelassen und seinen reformatorischen 
Hauptantrag mit Wirkung ab 1. Mai 2016 geändert. Dabei scheint er ausser Acht 
gelassen zu haben, dass die für den 1. Oktober 2017 geltend gemachte Verände-
rung seines Bedarfs keinesfalls zu einer rückwirkenden Reduktion der von ihm zu 
leistenden Unterhaltsbeiträge führen könnte. Legt man sein Rechtsbegehren unter 
Einbezug der in der Noveneingabe vorgebrachten Begründung aus, ist es folglich 
als ab Eintritt der neuen Tatsache wirksames Abänderungsbegehren zu verste-
hen. Bis dahin bleibt sein bisheriger Hauptantrag aktuell, mit welchem er der Beru-
fungsbeklagten und der gemeinsamen Tochter – gestützt auf die von ihm als wei-
terhin verbindlich erachtete Vereinbarung vom Oktober 2015 und unabhängig vom 
leicht tieferen Resulat seiner eigenen Unterhaltsberechnung – Unterhaltsbeiträge 
von gesamthaft CHF 3‘180.00 (zuzüglich Kinderzulagen von CHF 320.00) zuge-
standen hat. Nachfolgend werden daher zwei Phasen zu unterscheiden sein. Die 
erste Phase umfasst den Zeitraum bis Ende September 2017, in welchem der Be-
rufungskläger noch das im Miteigentum der Parteien stehende Haus in O.2_____ 
bewohnte (vgl. nachfolgend E. 6). In diese Phase fällt auch das Inkrafttreten des 
revidierten Kindesunterhaltsrechts (vgl. nachfolgend E. 7). Ab 1. Oktober 2017 
(zweite Phase) ist sodann der Umzug des Berufungsklägers nach O.1_____ zu 
berücksichtigen (vgl. nachfolgend E. 8). Da das Abänderungsbegehren nach dem 
Gesagten erst unter dem neuen Recht wirksam wird, schadet es dem Berufungs-
kläger im Übrigen auch nicht, dass er die festzusetzenden Unterhaltsbeiträge nur 
gesamthaft beziffert und auf eine Ausscheidung von Ehegatten- und Kindesunter-
halt verzichtet hat. Mit dem beantragten Unterhaltsbeitrag von monatlich CHF 
2‘888.00 wäre der familienrechtliche Grundbedarf der Berufungsbeklagten und der 
Tochter, den der Berufungskläger in Übereinstimmung mit dem angefochtenen 
Entscheid selber auf CHF 3‘708.00 (vor Abzug der Kinderzulage) beziffert hat, 
nicht mehr gedeckt, zumal der Berufungsbeklagten gemäss Berufung (act. A.1 S. 
7) ein Einkommen von CHF 645.00 (inklusive Kinderzulage) anrechenbar sein soll. 
Läge der Unterhaltsbeitrag aber unter dem zur Deckung der Lebenshaltungskos-
ten erforderlichen Betrag, wäre er ausschliesslich als Kindesunterhalt zuzuspre-
chen und es bliebe kein Raum mehr für einen der Berufungsbeklagten persönlich 
zustehenden Unterhaltsbeitrag. Diese Priorisierung des Kindesunterhalts hat denn 
auch der Berufungskläger in der Begründung seiner Noveneingabe zum Ausdruck 

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gebracht, indem er stets von der maximal möglichen Unterhaltsverpflichtung zu-
gunsten des Kindes und eventuell der Berufungsbeklagten gesprochen hat. Auf 
das mit der Noveneingabe gestellte Abänderungsbegehren kann daher auch unter 
diesem Aspekt eingetreten werden.

3.1.1. Für Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft gelangen nach 
Art. 271 ZPO die Vorschriften über das summarische Verfahren zur Anwendung, 
unter Vorbehalt der Art. 272 und 273 ZPO. Nach Art. 272 ZPO stellt das Gericht 
den Sachverhalt von Amtes wegen fest. Zur Anwendung gelangt damit grundsätz-
lich der sogenannte beschränkte oder soziale Untersuchungsgrundsatz. Das Ge-
richt hat hierbei den Sachverhalt nicht von Amtes wegen zu erforschen, sondern 
lediglich festzustellen. Im Wesentlichen trifft das Gericht eine verstärkte Frage-
pflicht während der mündlichen Verhandlung (vgl. Art. 273 Abs. 1 ZPO) sowie die 
Pflicht, die Parteien zur Einreichung fehlender Beweismittel aufzufordern und in 
diesem Sinn auf die Vervollständigung des Sachverhalts hinzuwirken. Umfangrei-
che Ermittlungen sind nicht notwendig. Die soziale Untersuchungsmaxime ändert 
nichts an der Beweislast und entbindet die Parteien nicht davon, dem Gericht die 
rechtserheblichen Tatsachen zu unterbreiten und es auf die verfügbaren Beweis-
mittel hinzuweisen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 5A_645/2016 bzw. 
5A_651/2016 vom 18. Mai 2017 E. 3.2.3 sowie 5A_2/2013 vom 6. März 2013 
E. 4.2; BGE 125 III 231 E. 4a; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, in 
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, Zürich 2016, N 11 f. u. N 14 zu Art. 272 
ZPO; Daniel Bähler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Auflage, Basel 2017, N 4 zu Art. 272 
ZPO). Die Festlegung von zwischen Ehegatten geschuldeten Unterhaltsbeiträgen 
unterliegt überdies der Dispositionsmaxime. Dieser Verfahrensgrundsatz bedeutet, 
dass die Parteien über den Streitgegenstand verfügen können und das Gericht an 
die Parteianträge gebunden ist. Es darf einer Partei nicht mehr und nichts Anderes 
zusprechen, als sie verlangt, und nicht weniger, als die Gegenpartei anerkannt hat 
(Art. 58 Abs. 1 ZPO; Rolf Vetterli, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm 
Scheidung, Band II: Anhänge, 3. Auflage, Bern 2017, N 3 Anh. ZPO Art. 272; 
Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Auflage, 
Zürich 2016, N 9 ff. zu Art. 58 ZPO).

Soweit im Massnahmeverfahren Kinderbelange zu regeln sind, gilt gemäss 
Art. 296 Abs. 1 ZPO der uneingeschränkte Untersuchungsgrundsatz, wonach das 
Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht. Die Untersuchungsmaxime 

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verpflichtet das Gericht, von sich aus alle Elemente in Betracht zu ziehen, die ent-
scheidwesentlich sind, und unabhängig von den Anträgen der Parteien Beweise 
zu erheben. Diese Pflicht ist indes nicht ohne Grenzen und entbindet die Parteien 
nicht von einer aktiven Mitwirkung am Verfahren und von ihrer Behauptungs- und 
Substantiierungslast. Es bleibt Aufgabe der Ehegatten, dem Gericht das in Be-
tracht kommende Tatsachenmaterial zu unterbreiten, die Beweismittel zu bezeich-
nen und die für die Ermittlung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen 
des Zumutbaren beizubringen. In Kinderbelangen ist nach Art. 296 Abs. 3 ZPO 
sodann die Offizialmaxime anwendbar, nach der das Gericht ohne Bindung an die 
Parteianträge entscheidet. Die Untersuchungs- und die Offizialmaxime gelangen 
bei Kinderbelangen in allen familienrechtlichen Verfahren, in allen Verfahrenssta-
dien und vor allen kantonalen Instanzen, mithin auch im kantonalen Rechtsmittel-
verfahren, als allgemeine Grundsätze zur Anwendung (vgl. BGE 137 III 617 E. 
4.5.2, BGE 128 III 411 E. 3.2.1 = Pra 2003 Nr. 5; Urteil des Bundesgerichts 
5A_152/2013 vom 16. Oktober 2013 E. 3.2.1; Jonas Schweighauser, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band II: Anhänge, 3. Auflage, 
Bern 2017, N 3, 6, 11 u. 13 Anh. ZPO Art. 296; Annette Spycher, in: Haus-
heer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Band II, Art. 150–352 ZPO, Art. 400–406 ZPO, Bern 2012, N 6 zu Art. 272 ZPO; 
Rolf Vetterli, a.a.O., N 4 f. Anh. ZPO Art. 272; Jann Six, Eheschutz, Ein Handbuch 
für die Praxis, 2. Auflage, Bern 2014, Rz. 1.03 m.w.H.).

Die Tatsache, dass im vorliegenden Verfahren sowohl der Kindes- als auch der 
Ehegattenunterhalt strittig sind, hat Auswirkungen auf die vorstehend beschriebe-
nen Verfahrensmaximen. Zwar handelt es sich dabei grundsätzlich um selbständi-
ge Ansprüche mit je eigenem rechtlichem Schicksal (vgl. dazu das Urteil des Bun-
desgerichts 5A_169/2012 vom 18. Juli 2012 E. 3.3 sowie BGE 129 III 417 E. 2.1). 
Da die Unterhaltsbeiträge für Ehegatten und Kinder unter dem Aspekt der Leis-
tungsfähigkeit des Pflichtigen indessen eine Einheit bilden und die einzelnen An-
sprüche nicht vollständig unabhängig voneinander festgesetzt werden können, 
wirkt sich die im Bereich des Kindesunterhalts geltende uneingeschränkte Unter-
suchungsmaxime unweigerlich auch auf den Ehegattenunterhalt aus: So können 
Tatsachen, die in Befolgung der Untersuchungsmaxime für den Kindesunterhalt 
festgestellt werden müssen, unter Beachtung der diesbezüglich geltenden Dispo-
sitionsmaxime (das heisst im Rahmen der Parteianträge) auch für die Bestimmung 
des Ehegattenunterhalts verwendet werden (vgl. das Urteil des Kantonsgerichts 
von Graubünden ZK1 14 14 vom 22. Mai 2014 E. 3a).

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3.1.2. Was das Beweismass betrifft, so genügt in Massnahmeverfahren hinsicht-
lich der behaupteten Tatsachen das blosse Glaubhaftmachen (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 5A_1003/2014 vom 26. Mai 2015 E. 3 sowie 5A_555/2013 vom 
29. Oktober 2013 E. 3.1; Thomas Sutter-Somm/Yannick Sean Hostettler, a.a.O., 
N 12 zu Art. 271 ZPO; Marcel Leuenberger, a.a.O., N 21 Anh. ZPO Art. 276). Es 
braucht somit nicht die volle Überzeugung des Gerichts vom Vorhandensein die-
ser Tatsachen herbeigeführt zu werden, sondern es genügt, wenn eine gewisse 
Wahrscheinlichkeit dafür spricht, auch wenn das Gericht noch mit der Möglichkeit 
rechnet, dass sie sich nicht verwirklicht haben könnten. Demnach darf das Gericht 
weder blosse Behauptungen genügen lassen noch einen stichhaltigen Beweis ver-
langen (vgl. BGE 130 III 321 E. 3.3; BGE 120 II 393 E. 4c).

3.2.1. In materieller Hinsicht ist Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB anwendbar, wonach 
das Gericht, ist die Aufhebung des gemeinsamen Haushalts begründet, auf Be-
gehren eines Ehegatten die Unterhaltsbeiträge an die Kinder und den Unterhalts-
beitrag an den Ehegatten festlegt. 

Haben die Eltern minderjährige Kinder, trifft das Gericht nach den Bestimmungen 
über die Wirkung des Kindesverhältnisses die nötigen Massnahmen (Art. 176 Abs. 
3 ZGB). Der Unterhalt der Kinder wird durch Pflege, Erziehung und Geldzahlung 
geleistet (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Die Eltern sorgen gemeinsam, ein jeder Elternteil 
nach seinen Kräften, für den gebührenden Unterhalt des Kindes und tragen insbe-
sondere die Kosten von Betreuung, Erziehung, Ausbildung und Kindesschutz-
massnahmen (Art. 276 Abs. 2 ZGB). Der Kindesunterhaltsbeitrag soll den Bedürf-
nissen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern 
entsprechen; dabei sind das Vermögen und die Einkünfte des Kindes zu berück-
sichtigen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Der Unterhaltsbeitrag dient auch der Gewährleis-
tung der Betreuung des Kindes durch die Eltern oder Dritte (Art. 285 Abs. 2 ZGB). 
Familienzulagen, die dem unterhaltspflichtigen Elternteil ausgerichtet werden, sind 
zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu zahlen (Art. 285a Abs. 1 ZGB). Art. 285 
Abs. 1 ZGB bezweckt, einem Kind langfristig die situationsbezogene Deckung sei-
ner effektiven Bedürfnisse zu ermöglichen (vgl. Peter Breitschmid, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 5. Auflage, 
Basel 2014, N 4 zu Art. 285 ZGB). Die Festsetzung des Kindesunterhaltsbeitrages 
nach Art. 285 Abs. 1 ZGB schliesst ein erhebliches Ermessen ein, welches zwar 
objektiv und pflichtgemäss ausgeübt werden muss, jedoch nicht bis ins Letzte be-
gründbar ist (vgl. Cyril Hegnauer, in: Hausheer [Hrsg.], Berner Kommentar, Bd. 
II/2/2/1, Art. 270‒295 ZGB, Bern 1997, N 13 zu Art. 285 ZGB). Eine gewisse Pau-
schalierung aufgrund von Vergleichs- und Erfahrungswerten ist unumgänglich (vgl. 

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Peter Breitschmid, a.a.O., N 4 zu Art. 285 ZGB). Die Leistungsfähigkeit eines El-
ternteils ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Eigenbedarf, ermittelt auf Ba-
sis des betreibungsrechtlichen Existenzminimums, und Nettoeinkommen (vgl. Pe-
ter Breitschmid, a.a.O., N 12 zu Art. 285 ZGB; Jonas Schweighauser, in: Schwen-
zer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. Auflage, Bern 
2017, N 126 zu Art. 285 ZGB).

Der Anspruch eines Ehegatten auf Unterhaltsbeiträge während der Dauer des 
Eheschutzverfahrens ist ‒ geht es doch um die Regelung der Folgen des Ge-
trenntlebens während bestehender Ehe ‒ Ausfluss der ehelichen Beistands- und 
Unterhaltspflicht nach Art. 163 ZGB. Die erwähnte Bestimmung bleibt Grundlage 
der gegenseitigen Unterhaltspflicht der Ehegatten, selbst wenn nicht mehr ernst-
haft mit einer Wiederaufnahme des Zusammenlebens zu rechnen ist (BGE 137 III 
385 E. 3.1 = Pra 2012 Nr. 4; BGE 130 III 537 E. 3.2; Thomas Sutter-Somm/Flora 
Stanischewski, a.a.O., N 11 zu Art. 276 ZPO). Aufgrund der ehelichen Beistands-
pflicht besteht während des Eheschutzverfahrens eine grundsätzlich noch unein-
geschränkte Unterhaltspflicht der Ehegatten (Annette Dolge, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Kom-
mentar, Art. 197‒408 ZPO, 2. Auflage, Zürich 2016, N 9 zu Art. 276 ZPO). Der 
Ehegattenunterhalt bemisst sich nach der Leistungsfähigkeit und dem Bedarf der 
Parteien. Auch hier steht dem Gericht ein weiter Ermessensspielraum zu. Auszu-
gehen ist von den bisherigen ausdrücklich oder stillschweigend getroffenen Ver-
einbarungen der Ehegatten über Aufgabenteilung und Geldleistungen nach 
Art. 163 Abs. 2 ZGB (PKG 2010 Nr. 19 E. 11; Ivo Schwander, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, ZGB I, Art. 1–456 ZGB, 5. Auflage, 
Basel 2014, N 2 zu Art. 176 ZGB). Der fordernde Ehegatte hat Anspruch auf jene 
Mittel, welche für eine angemessene Fortsetzung des ehelichen Lebensstandards 
tatsächlich erforderlich sind. Ein Ehegatte soll nach der Trennung kein materiell 
besseres, immerhin aber ‒ sofern möglich ‒ das gleich gute Leben wie bis anhin 
führen dürfen (BGE 140 III 337 E. 4.2.1 m.w.H.; PKG 2010 Nr. 19 E. 11; Rolf Vet-
terli, in: Schwenzer/Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 3. 
Auflage, Bern 2017, N 30 f. zu Art. 176 ZGB). 

3.2.2. Das Gesetz schreibt dem Sachrichter keine bestimmte Methode zur Unter-
haltsbemessung vor. Dieser geniesst im Rahmen seines grossen Ermessens bei 
der Unterhaltsfestsetzung relativ weitreichende Freiheiten in der Gewichtung der 
relevanten Kriterien. Immerhin muss er sich gegebenenfalls zur angewandten Me-
thode äussern und diese begründen (Urteil des Bundesgerichts 5A_363/2010 vom 
1. Dezember 2010 E. 2.1 m.w.H.). Eine in der Lehre befürwortete und grundsätz-

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lich mit dem Bundesrecht vereinbare Methode besteht in der Gegenüberstellung 
der beidseitigen Existenzminima und des Gesamteinkommens mit anschliessen-
der Überschussverteilung. Gemäss dieser sog. zweistufigen Methode wird, wenn 
das Gesamteinkommen der Ehegatten das (um gewisse Positionen erweiterte) 
betreibungsrechtliche Existenzminimum der Parteien übersteigt, der Überschuss 
in der Regel hälftig zwischen den Ehegatten geteilt, es sei denn, ein Ehegatte ha-
be für unmündige Kinder zu sorgen oder andere wichtige Gründe würden ein Ab-
weichen vom Grundsatz der Gleichbehandlung rechtfertigen (Urteil des Bundesge-
richts 5A_515/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 2.1 m.w.H.; BGE 126 III 8 E. 3c; 
Jann Six, a.a.O., Rz. 2.171 f.; Rolf Vetterli, a.a.O., N 38 zu Art. 176 ZGB). 

Vorliegend wandte die Vorinstanz die zweistufige Methode an, was von den Par-
teien grundsätzlich nicht beanstandet wird. In seiner Berufung (act. A.1 S. 9) 
machte der Berufungskläger zwar eine Sparquote von CHF 3‘240.00 pro Jahr, 
bestehend aus den indirekten Amortisationen für das eheliche Wohnhaus in die 
Säule 3a von 12 x CHF 270.00, geltend und hielt daran anschliessend fest, bei der 
Anwendung der einstufig-konkreten Berechnungsmethode würde die Berufungs-
beklagte alle von ihr geltend gemachten Positionen behaupten und beweisen 
müssen. In der Folge ermittelte der Berufungskläger den zu leistenden Unterhalts-
beitrag (im Rahmen seines Eventualstandpunktes) aber selber anhand der zwei-
stufigen Methode. Eine konkrete Unterhaltsbemessung steht im Übrigen bei einer 
Sparquote in besagter Höhe gar nicht zur Diskussion, sind doch die trennungsbe-
dingten Mehrkosten jedenfalls höher als die bisherige Sparquote (vgl. BGE 140 III 
337 E. 4.2.2. mit weiteren Hinweisen). Auf die vom Vorderrichter gewählte Be-
messungsmethode ist daher nicht mehr zurückzukommen. Vorab einzugehen ist 
indessen auf den Hauptstandpunkt des Berufungsklägers, wonach im vorliegen-
den Fall gar keine Unterhaltsberechnung durchzuführen sei, da sich die Parteien 
im Oktober 2015 im Beisein ihrer Anwälte auf einen Unterhaltsbeitrag von CHF 
3‘500.00 (inklusive Kinderzulagen) geeinigt hätten und kein Grund bestehe, im 
Eheschutzverfahren von der gültig zustandegekommenen Parteivereinbarung ab-
zuweichen (vgl. act. A.1 S. 7 ff.). 

4.1. In ihrem Eheschutzgesuch vom 3. März 2016 hat die Berufungsbeklagte 
eine Zusprechung von Unterhaltsbeiträgen für sich und die Tochter von insgesamt 
CHF 4‘395.00 (zuzüglich Kinderzulagen) mit Wirkung ab dem 1. Mai 2015 bean-
tragt. Dazu erwog der Vorderrichter, anlässlich der Anhörung vom 14. April 2016 
habe der Ehemann eingeräumt, dass die Parteien im Oktober 2015 übereinge-
kommen seien, dass er der Ehefrau ab November 2015 an ihren Unterhalt und 
jenen von A._____ insgesamt CHF 3‘500.00 (CHF 900.00 für A._____, CHF 

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2‘280.00 für die Ehefrau, CHF 320.00 Kinderzulage) bezahle. Zudem habe er ein-
geräumt, der Ehefrau Ende Oktober 2015 lediglich CHF 3‘000.00, im November 
CHF 3‘340.00 und ab Januar 2016 monatlich CHF 2‘000.00 bezahlt zu haben. Die 
von November 2015 bis und mit April 2016 aufgelaufenen ausstehenden Unter-
haltsbeiträge würden sich auf insgesamt CHF 6'660.00 belaufen. In Anlehnung an 
die Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden bestehe für eine rückwirkende 
Erhöhung des Unterhaltsbeitrags ab 1. Mai 2015, wie dies die Berufungsbeklagte 
beantrage, keine Veranlassung, da sich die bereits damals anwaltlich vertretenen 
Parteien im Oktober 2015 auf eine Abänderung ab November 2015 geeinigt hätten 
und nicht ersichtlich sei, weshalb nachträglich von dieser Parteidisposition abge-
wichen werden sollte. Dass die Ehefrau beim Abschluss der Trennungsvereinba-
rung vom 29. Juni 2015  einem Willensmangel unterlegen wäre, sei sodann nicht 
nachgewiesen (vgl. angefochtener Entscheid E. 8.d). Dementsprechend wurde der 
Ehemann in Dispositiv-Ziffer 5.a) des Entscheides verpflichtet, an den Unterhalt 
der Ehefrau für den Zeitraum vom November 2015 bis und mit April 2016 CHF 
6‘660.00 zu bezahlen. Für den Zeitraum vom Mai bis Oktober 2015 wurde das 
Gesuch der Ehefrau abgewiesen (vgl. Dispositiv-Ziffer 5.b). In diesem Punkt ha-
ben sowohl die Berufungsbeklagte als auch der Berufungskläger den erstinstanzli-
chen Entscheid akzeptiert. Die Berufung des Ehemannes richtet sich ausschliess-
lich gegen die mit Wirkung ab 1. Mai 2016 angeordnete Unterhaltsverpflichtung 
(Dispositiv-Ziffer 4 des Entscheides), welche der Vorderrichter anhand der zwei-
stufigen Methode und ohne jede Bezugnahme auf die Parteivereinbarung festge-
setzt hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 8.e). Dabei macht der Berufungskläger 
– wie bereits erwähnt – geltend, die Parteivereinbarung vom Oktober 2015 sei 
nicht nur für die in der Vergangenheit geschuldeten Unterhaltsbeiträge zu beach-
ten, sondern auch im Eheschutzverfahren. Sie sei angemessen und trage den 
Kinderbelangen Rechnung. Würden – wie im vorliegenden Fall – die Unterhalts-
beiträge gemäss zweistufiger Berechnungsmethode und Parteivereinbarung nur 
geringfügig voneinander abweichen, bestehe kein Grund, von der Vereinbarung 
der Parteien abzuweichen. Denn den Parteien seien die konkreten Verhältnisse im 
Oktober 2015 genau bekannt gewesen, sie seien anwaltlich vertreten gewesen, es 
habe kein Willensmangel vorgelegen und es seien seither keine wesentlichen 
Veränderungen eingetreten. Der Berufungskläger schulde der Berufungsbeklagten 
und der gemeinsamen Tochter damit monatlich total CHF 3'500.00 inklusive Kin-
derzulagen (vgl. act. A.1 S. 7 ff.). Die Berufungsbeklagte bestätigt in ihrer Beru-
fungsantwort zwar das Zustandekommmen einer mündlichen Vereinbarung, weist 
indessen darauf hin, dass sich der Berufungskläger von Beginn weg nicht an diese 
gehalten habe und mit Schreiben vom 16. Februar 2016 über seinen damaligen 

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Rechtsvertreter denn auch habe mitteilen lassen, dass er selbst beim besten Wil-
len gar nicht imstande sei, mehr als CHF 2‘320.00 (inklusive Kinderzulage) als 
Unterhalt an die Berufungsbeklagte zu überweisen. Sie selber habe daher mit 
Schreiben vom 3. März 2016 mitgeteilt, dass sie sich unter den gegebenen Um-
ständen gezwungen sehe, die Unterhaltszahlungen durch das Gericht festsetzen 
zu lassen, und habe denn auch gleichentags ein entsprechendes Eheschutzge-
such gestellt. Im auch vom Vorderrichter zitierten Entscheid ZK1 11 18 habe das 
Kantonsgericht ausgeführt, die Parteien müssten sich auf den Bestand ihrer aus-
sergerichtlichen Abmachung verlassen können, solange die Verständigung an-
dauere und kein Ehegatten eine richterliche Regelung verlange. Nachdem sich der 
Berufungskläger ob seinen eigenmächtig reduzierten Unterhaltszahlungen augen-
scheinlich nicht an die Abmachungen gehalten habe, habe die Verständigung un-
ter den Parteien nicht mehr angedauert mit der Folge, dass die Unterhaltsbeiträge 
eigentlich zumindest ab dem 1. März 2016 hätten festgelegt werden müssen. Die 
Übereinkunft von Oktober 2015 sei im Übrigen aufgrund eines beträchtlichen Ent-
gegenkommens ihrerseits zustandegekommen, weshalb denn auch nicht von ei-
ner eigentlich angemessenen Regelung gesprochen werden könne. Gemäss ei-
nem weiteren Entscheid des Kantonsgerichts (ZK1 11 20) sei sodann nicht von 
Relevanz, ob sich die Verhältnisse seit Abschluss der Vereinbarung geändert hät-
ten (vgl. act. A.2 S. 4 f.). 

4.2. Zur Bedeutung einer aussergerichtlichen Trennungsvereinbarung für ein 
nachfolgendes Eheschutzverfahren hat sich die I. Zivilkammer bereits wiederholt 
geäussert. In ihrem ersten Entscheid zu dieser Frage, auf den denn auch die Be-
rufungsbeklagte zu Recht verwiesen hat, wurde namentlich was folgt erwogen 
(vgl. Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 11 20 vom 13. Juli 2011, E. 
3.b):

„Die Abänderung von richterlich bereits genehmigten oder zugespro-
chenen Unterhaltsbeiträgen ist in Art. 179 ZGB geregelt. Darin wird 
für eine Abänderung das Vorliegen veränderter Verhältnisse voraus-
gesetzt. … Haben die Ehegatten indessen untereinander lediglich ei-
ne private – vorliegend angeblich mündliche – und nicht vom Richter 
genehmigte Vereinbarung getroffen und besteht in der Folge darüber 
keine Einigkeit mehr, ist diese durch den Richter jederzeit überprüf-
bar. Auf nicht richterlich genehmigte Parteivereinbarungen ist bezüg-
lich der Abänderung nämlich Art. 176 ZGB und nicht Art. 179 ZGB 
mit den für eine Abänderung verlangten Voraussetzungen anwend-
bar. Auch wenn die Ehegatten schon seit geraumer Zeit einvernehm-
lich getrennt leben und sich in diesem Zusammenhang – allenfalls 
auch nur konkludent – über die Höhe des zu leistenden Unterhalts-
beitrages verständigt haben, hat daher der Eheschutzrichter den der 

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aktuellen Situation angemessenen Geldbeitrag festzusetzen. Dabei 
sind zwar die Verhältnisse, die der früheren Vereinbarung zugrunde 
lagen, wie auch seither eingetretene Veränderungen mitzuberück-
sichtigen, ohne dass jedoch zu prüfen wäre, ob sich die Verhältnisse 
seit Abschluss der Vereinbarung wesentlich und dauerhaft verändert 
haben (…). Von Bedeutung ist das Bestehen einer früheren Überein-
kunft allerdings für die Frage, ab welchem Zeitpunkt der gerichtlich 
festgesetzte Unterhaltsbeitrag gelten soll. Haben sich die  Ehegatten 
im Rahmen ihrer Privatautonomie nämlich aussergerichtlich über die 
Unterhaltsleistung verständigt, müssen sich – solange die Verständi-
gung andauert und kein Ehegatte eine richterliche Regelung verlangt 
– beide Ehegatten auf den Bestand ihrer Abmachung verlassen kön-
nen, sofern sich die Höhe der Zahlung nicht als offensichtlich unan-
gemessen erweist. Eine rückwirkende Zusprechung von Unterhalts-
beiträgen ist deshalb in derartigen Fällen regelmässig ausgeschlos-
sen (…).“

Im vom Vorderrichter zitierten Urteil ZK1 11 18 vom 12. August 2011 wurde dieser 
Entscheid bestätigt, wobei die I. Zivilkammer ihre Überlegungen in Erw. 4.c wie 
folgt vertiefte:  

„Sowohl richterliche Eheschutzmassnahmen wie auch richterlich er-
lassene vorsorgliche Massnahmen für die Dauer des Eheschei-
dungsverfahrens können nur dann abgeändert werden, wenn sich 
die Verhältnisse wesentlich und dauerhaft verändert haben (…). 
Nicht gesetzlich geregelt ist, was dann zu gelten hat, wenn die Par-
teien vorerst einvernehmlich - ohne Einschaltung des Gerichts - Ver-
einbarungen bezüglich ihres Getrenntlebens treffen, und alsdann ei-
ne Partei beim Richter ein Gesuch um Erlass von Massnahmen 
stellt, welche mit den einvernehmlich getroffenen Regelungen im Wi-
derspruch stehen. Selbstverständlich muss einer früher getroffenen 
Vereinbarung vorweg immer dann die Wirkung versagt bleiben, wo 
ein wesentlicher Irrtum (Art. 24 OR) oder andere Mängel wie Täu-
schung oder Furchterregung den Abschluss der Vereinbarung beein-
flusst haben. Sodann erscheint klar, dass bei Regelungen, die der 
Untersuchungsmaxime unterliegen, vorweg keine Einschränkung in 
der Überprüfbarkeit bestehen kann. Vereinbarungen über nicht frei 
verfügbare Ansprüche - darunter fällt vorliegend die Regelung des 
Kinderunterhalts - stellen lediglich eigenständige Parteianträge dar, 
welche für das Gericht nicht bindend sind (…). Das Gericht hat den 
Sachverhalt unabhängig von den Angaben und Anträgen der Partei-
en von Amtes wegen zu erforschen. Aber auch in Punkten, in denen 
- wie etwa beim Ehegattenunterhalt - die Verhandlungsmaxime be-
achtlich ist, darf das Vorliegen von wesentlichen Veränderungen 
nicht zur Voraussetzung gemacht werden. Auszugehen ist diesbe-
züglich vom Wesen der Vereinbarung und den Wirkungen der Ehe 
im Allgemeinen. Während der Ehe besteht zwischen den Ehegatten 
eine umfassende Beistands- und Zusammenwirkungspflicht. Diese 
Pflichten fallen grundsätzlich nicht dahin, wenn sich die Ehegatten 

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zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts im Sinne von Art. 175 
ZGB entschliessen. Treffen die Ehegatten in Bezug auf ihr Getrennt-
leben ohne Einschaltung des Gerichts eine Vereinbarung, so kommt 
den darin enthaltenen Regelungen insofern keine wesentlich andere 
Bedeutung zu wie ihren während intakter Ehe getroffenen Abreden. 
Daran ändert auch nichts, dass die Parteien allenfalls beim Ab-
schluss der Vereinbarung anwaltlich beraten wurden. Die Verein-
barung gibt auch diesfalls nur das zum Ausdruck, was die Parteien in 
Bezug auf ihr Getrenntleben als angezeigt erachten. Wie bei einer 
während intakter Ehe getroffenen Abrede wird die Trennungsverein-
barung als Regelung verstanden, die gelten soll, solange man glaubt, 
diese trage der Situation angemessen Rechnung. Entsprechend be-
steht vorweg auch kein Grund, bei Anrufung des Richters bei Unei-
nigkeit danach zu unterscheiden, ob die Parteien vorgängig eine ein-
vernehmliche Regelung in Bezug auf ihr Getrenntleben geschlossen 
haben oder erstmals überhaupt solche Regelungen getroffen werden 
müssen. Nur dieser eingeschränkten Bedeutung entsprechend ist die 
Vereinbarung deshalb auch in den späteren Erlass von Massnahmen 
zu würdigen. Ausgehend von den Behauptungen der Parteien hat 
das Gericht demzufolge in allen strittigen Punkten - unabhängig da-
von, ob die Untersuchungs- oder die Verhandlungsmaxime zur An-
wendung gelangt und ungeachtet des Umstands, dass die Parteien 
zuvor unter Umständen schon geraume Zeit einer einvernehmlich 
getroffenen Vereinbarung nachgelebt haben - abzuklären, welche 
Regelungen in der konkreten Situation in rechtlicher und tatsächli-
cher Hinsicht angemessen erscheinen. Dabei sind beim richterlichen 
Entscheid zwar sowohl die von den Parteien geschlossene Vereinba-
rung als bisherige Regelung bezüglich der Aufgabenteilung und 
Geldleistungen wie auch die seither eingetretenen Veränderungen zu 
berücksichtigen (…). Nicht von Relevanz ist jedoch, ob sich die Ver-
hältnisse seit Abschluss der Vereinbarung wesentlich und dauerhaft 
verändert haben (…).“

Mit Blick auf diese beiden Entscheide lässt sich das Vorgehen des Vorderrichters 
nicht beanstanden. Mit der Berufung wird denn auch nichts vorgebracht, was zu 
einer Änderung der Praxis Anlass gäbe. Insbesondere führen weder der Umstand, 
dass die Parteien beim Abschluss ihrer Vereinbarung anwaltlich vertreten waren, 
noch die Tatsache, dass der vereinbarte Unterhaltsbeitrag allenfalls nur geringfü-
gig vom Ergebnis einer zweistufigen Unterhaltsberechnung abweicht, dazu, dass 
eine von der Vereinbarung abweichende Festsetzung des künftigen Unterhalts nur 
unter der Voraussetzung veränderter Verhältnisse zulässig wäre. Eine ausserge-
richtliche Vereinbarung schliesst zwar eine rückwirkende Zusprechung höherer 
Unterhaltsbeiträge aus und erweist sich insoweit durchaus als verbindlich. Eine 
Sperrwirkung, wie sie einem gerichtlichen Entscheid oder einer im Verlaufe eines 
Gerichtsverfahrens geschlossenen Vereinbarung zukommt (res iudicata), kann 
eine solche Vereinbarung jedoch nicht entfalten. Hinzu kommt im vorliegenden 

Seite  26 — 59

Fall, dass sich der Berufungskläger – wie auch in seinen vor erster Instanz gestell-
ten Anträgen zum Ausdruck kommt – offenbar selber nicht an die zuvor geschlos-
sene Vereinbarung gebunden fühlte und er von Beginn weg wesentlich tiefere Be-
träge leistete. Selbst während der laufenden Berufungsfrist, also in einem Zeit-
punkt, in welchem er den erstinstanzlichen Entscheid mit Verweis auf die Verbind-
lichkeit der Vereinbarung anzufechten gedachte, beliess er es bei der Überwei-
sung eines Betrages von lediglich CHF 2‘000.00 (vgl. dazu act. C.2). Hat aber der 
Berufungskläger selber die Vereinbarung vom Oktober 2015 bis zum Erlass des 
angefochtenen Entscheids nicht als verbindlich erachtet, erscheint es treuwidrig, 
wenn er sich nun im Rechtsmittelverfahren auf deren Weitergeltung berufen will. 
Was den Hauptstandpunkt des Berufungsklägers anbelangt, erweist sich seine 
Berufung daher als unbegründet.

5.1. Im Sinne eines Eventualstandpunktes wendet sich der Berufungskläger ge-
gen die vorinstanzliche Unterhaltsberechnung. Dabei macht er einerseits geltend, 
der Vorderrichter habe einzelne Positionen seines Grundbedarfs unrichtig festge-
stellt (vgl. act. A.1 S. 10 f.). Anderseits beanstandet er, dass der Vorderrichter die 
Kinderzulage von CHF 320.00 fälschlicherweise weder als Einkommen der Beru-
fungsbeklagten noch in der Bedarfsrechnung berücksichtigt habe. Zudem sei der 
Berufungsbeklagten ein minimaler Beitrag von CHF 50.00 pro Monat als Wohn-
kostenbeitrag für die voreheliche Tochter B._____ anzurechnen (vgl. act. A.1 S. 6 
f.). 

5.2. Seitens der Berufungsbeklagten werden sämtliche Vorbringen des Beru-
fungsklägers bestritten. Was ihr eigenes Einkommen anbelangt, bringt sie zudem 
vor, seit Mai 2016 keinen Verdienst mehr zu erzielen, da sie sich vermehrt um die 
Kinder kümmern müsse (vgl. act. A.2 S. 3 f.). Des Weitern beanstandet auch sie 
einzelne Positionen im Bedarf des Berufungsklägers, welche der Vorderrichter 
entweder zu Unrecht oder mit einem zu hohen Betrag berücksichtigt habe (vgl. 
act. A.2 S. 6 ff.). Schliesslich hält sie daran fest, dass der aus der Bedarfsrech-
nung resultierende Überschuss im Verhältnis 1/3 zu 2/3 zugunsten des obhutsbe-
rechtigten Ehegatten zuzuweisen sei (vg. act. A.2 S. 9). Entgegen der Auffassung 
des Berufungsklägers (vgl. act. A.3 S. 4) erweisen sich diese Rügen der Beru-
fungsbeklagten als zulässig, auch wenn sie selber den Entscheid nicht angefoch-
ten hat und ihr aufgrund von Art.  314 Abs. 2 ZPO das Erheben einer Anschluss-
berufung verwehrt war. Wie das Bundesgericht bereits wiederholt festgehalten hat, 
kann auch die berufungsbeklagte Partei – ohne Anschlussberufung erheben zu 
müssen – in ihrer Berufungsantwort nach Art. 312 ZPO Rügen vortragen, soweit 
diese darlegen sollen, dass trotz der Stichhaltigkeit der mit der Berufung vorge-

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brachten Rügen oder in Abweichung der im angefochtenen Urteil getroffenen 
Feststellungen und vorgenommenen Rechtsanwendung der erstinstanzliche Ent-
scheid im Ergebnis richtig ist. Die Berufungsbeklagte kann in ihrer Berufungsant-
wort mithin die Erwägungen und Feststellungen im angefochtenen Entscheid kriti-
sieren, die ihr im Fall einer abweichenden Beurteilung durch die Berufungsinstanz 
nachteilig sein könnten. Dabei gelten die gleichen Begründungsanforderungen wie 
für die Berufungsschrift (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_258/2015 vom 21. Ok-
tober 2015 E. 2.4.2 mit zahlreichen Hinweisen). Nachfolgend werden daher nicht 
bloss die Rügen des Berufungsklägers, sondern auch jene der Berufungsbeklag-
ten zu prüfen sein.

6.1.1. Wie vorstehend dargelegt wurde, ist die Unterhaltspflicht von der Leistungs-
fähigkeit und vom Bedarf der Parteien abhängig. Die Vorinstanz sprach der Beru-
fungsbeklagten und der gemeinsamen Tochter A._____ mit Wirkung ab 1. Mai 
2016 Unterhaltbeiträge von total CHF 3‘670.00 zuzüglich Kinderzulagen (CHF 
850.00 für die Tochter, CHF 2‘820.00 für die Ehefrau) zu. Dabei ging sie von ei-
nem monatlichen Einkommen der Parteien von CHF 6‘463.00 (Berufungskläger) 
respektive CHF 275.00 (Berufungsbeklagte) aus. Den Grundbedarf des Beru-
fungsklägers, der mit einer neuen Partnerin zusammenlebt, bezifferte der Vorder-
richter auf CHF 2‘637.00 (Grundbetrag CHF 850.00, Wohnkosten inkl. Nebenkos-
ten CHF 380.00, Krankenkasse CHF 262.00, Steuern CHF 150.00, Amortisation 
Hypothek CHF 270.00, auswärtige Verpflegung CHF 200.00, Leasing Fahr-
zeug/Fahrkosten CHF 525.00). Den Grundbedarf der Berufungsbeklagten und der 
Tochter veranschlagte er auf CHF 3‘708.00 (Grundbeträge CHF 1‘350.00 und 
CHF 400.00, Wohnkosten inkl. Nebenkosten CHF 1‘424.00, Krankenkasse CHF 
297.00 und CHF 87.00, Steuern CHF 150.00). Den Überschuss von CHF 393.00 
verteilte er nach dem Prinzip der grossen und kleinen Köpfen (2/5 = CHF 157.00 
zugunsten des Ehemannes, 3/5 = CHF 236.00 zugunsten der Ehefrau und der 
Tochter). Der zugesprochene Unterhalt entspricht der aufgerundeten Differenz 
zwischen dem Gesamtanspruch (CHF 3‘944.00) und dem eigenen Einkommen 
der Ehefrau (CHF 275.00). Nicht näher begründet hat der Vorderrichter die Auftei-
lung des geschuldeten Betrages auf Ehefrau und Tochter (vgl. zum Ganzen ange-
fochtener Entscheid E. 8.e/cc und 8.c/dd). Diesen Entscheid gilt es gestützt auf die 
im Berufungsverfahren erhobenen Rügen zu überprüfen, wobei zunächst auf den 
Grundbedarf des Berufungsklägers eingegangen wird.

6.1.2. Der Vorderrichter hat die laufenden Steuern beidseits auf CHF 150.00 ge-
schätzt und zusätzlich erwogen, es sei davon auszugehen, dass mit der vorlie-
genden Unterhaltsverpflichtung beide Parteien eine in etwa gleich grosse Steuer-

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last zu tragen hätten. Der Berufungskläger selber hatte seine laufenden Steuern in 
der mit der Stellungnahme eingereichten Unterhaltsberechnung (vgl. vorinstanzli-
che Akten, act. 7/7) auf CHF 200.00 beziffert. Zusätzlich hatte er geltend gemacht, 
offene Steuerschulden aus den Jahren 2014 und 2015 zu haben, welche er mit 
monatlichen Raten von CHF 718.00 abzahle. Letzteres erachtete der Vorderrichter 
als nicht ausgewiesen. Im Berufungsverfahren macht der Berufungskläger nun 
geltend, die von ihm zu bezahlenden laufenden Steuern würden pro Monat nicht 
bloss CHF 150.00, sondern CHF 598.00 betragen. Dabei stützt er sich auf die neu 
eingereichten provisorischen Steuerrechnungen für das Jahr 2015 (vgl. act. B.3 
und B.7). Ergänzend führt er aus, die Steuerlast hätte der Vorinstanz als Recht-
statsache bekannt sein und von Amtes wegen berücksichtigt werden müssen (vgl. 
act. A.1 S. 10). Die mit der Berufung eingereichten Steuerrechnungen datieren 
allesamt vom 25. Januar 2016 und hätten folglich bereits im vorinstanzlichen Ver-
fahren eingelegt werden können. Es handelt sich deshalb um unechte Noven. Sol-
che sind – wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 2.2) – grundsätzlich nicht mehr zuläs-
sig, es sei denn, der Vorinstanz wäre eine Verletzung der Untersuchungsmaxime 
vorzuwerfen oder es bestünde aufgrund der vorgebrachten Noven Anlass zu eige-
nen Untersuchungen des Berufungsgerichts. Beide Ausnahmen sind vorliegend 
nicht gegeben: Um eine Verletzung der Untersuchungsmaxime darzutun, hätte in 
der Berufung aufgezeigt werden müssen, dass die zu erwartende Steuerlast unter 
Einbezug der Unterhaltsverpflichtung wesentlich höher liegt als von der Vorinstanz 
geschätzt (beispielsweise anhand einer Online-Berechnung mit den der Unter-
haltsberechnung entsprechenden Steuerfaktoren) und die Vorinstanz Anlass ge-
habt hätte, die mutmassliche Steuerlast der Parteien näher abzuklären, statt sich 
mit einer blossen Schätzung in Anlehnung an die Angaben der Parteien zu be-
gnügen. Allein die Behauptung, dass es sich bei der Steuerlast um eine „Recht-
statsache“ handle, kann dazu nicht genügen. Die neu eingereichten provisori-
schen Steuerrechnungen sind sodann von vornherein nicht geeignet, eine Unrich-
tigkeit der vorinstanzlichen Schätzung darzutun, basieren diese doch offensichtlich 
auf der früheren (gemeinsamen) Veranlagung der Ehegatten, in welcher noch kein 
Abzug für die vom Berufungskläger zu leistenden Unterhaltsbeiträge berücksich-
tigt ist (vgl. dazu vorinstanzliche Akten, act. 2/13). Nach der Trennung hätte der 
Berufungskläger eine Anpassung der provisorischen Steuerrechnungen unter An-
gabe seines mutmasslichen steuerbaren Einkommens verlangen können. Hat er 
dies unterlassen, kann dies nicht der Berufungsbeklagten angelastet werden. Mit 
Bezug auf die in der Bedarfsrechnung einzusetzenden laufenden Steuern fehlt 
den provisorischen Rechnungen daher jede Beweiskraft. Unter diesen Umständen 
besteht aber auch für das Berufungsgericht kein Anlass, zur Frage der Steuerlast 

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eigene Abklärungen zu tätigen. Damit bleibt es bei den von der Vorinstanz festge-
stellten monatlichen Steuern in Höhe von CHF 150.00.

6.1.3. Der Berufungskläger macht im Weiteren geltend, der Vorderrichter habe 
seine Kreditschulden zu Unrecht unberücksichtigt gelassen. Um den Negativsaldo 
von rund CHF 3‘000.00 auf der Visa-Kreditkarte abzutragen, sei er verpflichtet, 
weiterhin monatliche Ratenzahlungen von wenigstens CHF 150.00 zu leisten. Zu-
dem bezahle er Raten für einen Konsumkredit bei der D._____ von monatlich CHF 
250.00; diese Ratenzahlungen seien im erstinstanzlichen Verfahren geltend ge-
macht und seitens der Berufungsbeklagten nicht in Abrede gestellt worden, wes-
halb dazu auch keine Belege eingereicht worden seien (vgl. act. A.1 S. 10). Wie 
die Berufungsbeklagte zu Recht einwendet (vgl. act. A.2 S. 8), hat der Berufungs-
kläger den Negativ-Saldo des Visa-Kreditkartenkontos im vorinstanzlichen Verfah-
ren zu keinem Zeitpunkt thematisiert. Aus der Steuererklärung 2014 (vgl. vorin-
stanzliche Akten, act. 2/13) geht zwar eine Visacard-Schuld von CHF 3‘018.00 per 
Ende 2014 hervor, nicht jedoch deren Weiterbestand im strittigen Zeitraum. In sei-
ner eigenen Unterhaltsberechnung (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 7/7) hatte der 
Berufungskläger sodann lediglich die Ratenzahlungen an die D._____ aufgeführt. 
Bei den mit der Berufung geltend gemachen Zahlungen zur Tilgung der Visacard-
Schuld und den in diesem Zusammenhang eingereichten Urkunden (act. B.4 und 
B. 8) handelt es sich demnach um unzulässige Noven. Im Übrigen erbringen die 
genannten Urkunden auch keinen Beweis dafür, dass die im fraglichen Zeitraum 
(Oktober 2015 bis März 2016) geleisteten Zahlungen eine zur Zeit der Trennung 
bestehende gemeinsame Schuld betreffen und damit nicht etwa neue Ausgaben 
des Berufungsklägers getilgt wurden. Die geltend gemachen Visacard-Zahlungen 
können daher im Bedarf des Berufungsklägers nicht angerechnet werden. Dassel-
be gilt für die Ratenzahlungen zur Tilgung des Konsumkredites bei der D._____. 
Diese wurden im vorinstanzlichen Verfahren zwar behauptet, sind aber unbelegt 
geblieben. Der Vorderrichter hat daher eine Berücksichtigung der Kosten des Kre-
dits der D._____ mit der Begründung abgelehnt, diese seien nicht ausgewiesen. 
Diesen Nachweis versucht der Berufungskläger nun im Berufungsverfahren mit 
der Einlage entsprechender Belege (act. B.5) nachzuholen, wobei er sinngemäss 
geltend macht, mangels Bestreitung der Ratenzahlungen habe kein Anlass be-
standen, diese bereits im vorinstanzlichen Verfahren einzureichen. Zutreffend ist, 
dass die Berufungsbeklagte an der mündlichen Verhandlung weder den Bestand 
der Kreditschuld noch die Leistung von Ratenzahlungen in Abrede gestellt hat. 
Bestritten hat sie jedoch, dass die geltend gemachten Schulden bei der Unter-
haltsberechnung Berücksichtigung finden könnten, da es sich dabei nicht um ge-

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meinsame Schulden handle (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 13 Rz. 7). Wenn der 
Berufungskläger daraufhin einzig erwiderte, die Schulden der D._____ seien 
während der Ehe entstanden (vgl. vorinstanzliche Akten, Protokoll vom 14. April 
2016 S. 2), statt weitere Ausführungen zum Verwendungszweck des Kredits zu 
machen und Beweise dafür zu offerieren, dass die Schuld für den gemeinsamen 
Lebensunterhalt aufgenommen wurde (vgl. Jann Six, a.a.O., Rz. 2.73), kann er 
dieses Versäumnis nicht allein damit beheben, dass er im Berufungsverfahren 
Belege für die seit Februar 2015 geleisteten Ratenzahlungen vorlegt. Ob die Ein-
lage dieser Urkunden im Berufungsverfahren noch zulässig war oder sie bei Be-
achtung der zumutbaren Sorgfalt bereits im vorinstanzlichen Verfahren hätten ein-
gereicht werden können, kann daher offenbleiben. Selbst wenn deren Zulässigkeit 
zu bejahen wäre, vermöchten sie nämlich nicht zu beweisen, dass die Vorausset-
zungen für eine Anrechnung der Ratenzahlungen im Bedarf des Berufungsklägers 
erfüllt sind, zumal aus den neuen Urkunden gerade nicht hervorgeht, dass mit den 
geleisteten Zahlungen eine gemeinsame Schuld der Ehegatten getilgt wurde. Im 
Gegenteil lässt die Tatsache, dass per 31. Dezember 2015  trotz der monatlichen 
Überweisungen von CHF 250.00  ein Schuldstand von CHF 9'281.95 bescheinigt 
wird, während die Kreditschuld in der Steuererklärung 2014 (vgl. vorinstanzliche 
Akten, act. 2/13) noch auf CHF 9'158.00 beziffert worden war, darauf schliessen, 
dass die Zahlungen eine andere (neue) Schuld betreffen. Erst mit Schreiben vom 
9. Mai 2016 (act. D.1) – und damit nach Ablauf der Berufungsfrist – hat der Beru-
fungskläger sodann geltend gemacht, der Vorderrichter habe im Zusammenhang 
mit den Schuldtilgungen die Untersuchungsmaxime respektive die gerichtliche 
Fragepflicht verletzt. Die Beanstandungen am angefochtenen Entscheid haben die 
Parteien indessen innert der Berufungs- respektive der Berufungsantwortfrist 
vollständig vorzutragen (BGE 142 III 413 E. 2.2.4 mit weiteren Hinweisen). Ebenso 
wenig, wie eine Berufungsreplik dazu dienen könnte, in der Berufungsschrift Ver-
säumtes nachzuholen, können die mit der Berufung vorgetragenen Rügen anläss-
lich der Nachreichung von Urkunden noch ergänzt werden. Die nachträglich erho-
bene Rüge des Berufungsklägers ist daher nicht mehr zu hören.

6.1.4. Die Wohnkosten des Berufungsklägers wurden vom Vorderrichter auf 
CHF 380.00 beziffert. Die Berufungsbeklagte rügt im vorliegenden Verfahren, dass 
sie lediglich CHF 373.00 betrügen (vgl. act. A.2 S. 6). Die von der Vorinstanz ver-
anschlagten Wohnkosten weichen damit nur geringfügig von der Berechnung der 
Berufungsbeklagten ab. Die Differenz liegt im Bereich der Ungenauigkeit jeder 
Schätzung, weshalb für die Berufungsinstanz kein Anlass zu einer Korrektur be-
steht.

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6.1.5. Der Vorderrichter gestand dem Berufungskläger Kosten für die indirekte 
Amortisation der Hypothek in Höhe von CHF 270.00 pro Monat zu, da die Ehefrau 
als hälftige Miteigentümerin der fraglichen Liegenschaft davon ebenfalls profitiere 
(vgl. angefochtener Entscheid, E. 8.e.cc). Dagegen wendet die Berufungsbeklagte 
mit ihrer Berufungsantwort ein, gemäss den aktuellen Richtlinien für die Berech-
nung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums seien bei den Wohnkosten 
die Amortisation von Grundpfandschulden, welche eine Vermögensbildung be-
wirkt, nicht zu berücksichtigen (vgl. act. A.2 S. 7). Sie wiederholt damit ihre bereits 
im vorinstanzlichen Verfahren vorgetragene Argumentation, ohne sich mit der Be-
gründung des Vorderrichters, wieso die Amortisation vorliegend dennoch zu 
berücksichtigen sei, auseinanderzusetzen. Ein solches Vorgehen genügt den Be-
gründungsanforderungen, wie sie nicht nur für die Berufung, sondern auch für die 
Berufungsantwort gelten, nicht.  Auf die entsprechende Rüge ist daher nicht einzu-
treten. Im Übrigen erwiese sie sich aber auch als unbegründet. Von der Beru-
fungsbeklagten wird nicht bestritten, dass die Hypothek indirekt amortisiert wird 
und davon auch sie selber als Miteigentümerin des Hauses profitiert. Unter diesen 
Umständen ist – jedenfalls bei Andauern des ehelichen Güterstandes (d.h. bis 
zum Stichtag der güterrechtlichen Auseinandersetzung) – die Anrechnung der 
Amortisation im Grundbedarf eines Ehegatten sowohl nach der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_244/2012 vom 10. Sep-
tember 2012 E. 3.3) als auch nach der Praxis des Kantonsgerichts von Graubün-
den (vgl. Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 14 121 vom 19. Janu-
ar 2015 E. 4.e und ZK1 12 3 vom 15. März 2012 E. 5c/aa) ausnahmsweise zuläs-
sig. Eine Anrechnung erscheint auch mit Blick auf die sehr tiefen Wohnkosten des 
Berufungsklägers vertretbar. Die indirekte Amortisation der Hypothek mit monat-
lich CHF 270.00 wurde vom Vorderrichter demnach zu Recht im Bedarf des Beru-
fungsklägers berücksichtigt.

6.1.6. Im Bedarf des Berufungsklägers anerkannt hat die Vorinstanz Kosten für 
die auswärtige Verpflegung in Höhe von CHF 200.00. Gemäss der Berufungsbe-
klagten können diese Kosten nicht angerechnet werden, da ein entsprechender 
Zuschlag nur für solche Mehrauslagen in Frage komme, welche über die ohnehin 
anfallenden Essenskosten hinausgingen. Da der Berufungskläger aber regelmäs-
sig etwas von zu Hause mitnehme oder dort esse, seien die betreffenden Kosten 
unter seinen Grundbetrag zu subsumieren, zumal er es auch unterlassen habe, 
seine angeblichen Mehrauslagen nachzuweisen (vgl. act. A.2 S. 7). Dem kann 
nicht gefolgt werden. Der Berufungskläger arbeitet in einem 100%-Pensum als 
I._____ bei der G._____ in O.1_____. Die Notwendigkeit einer auswärtigen Ver-

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pflegung hat die Vorinstanz unter diesen Umständen zu Recht als glaubhaft erach-
tet, dies auch mit Blick auf die Angaben des Berufungsklägers in der Steuerer-
klärung 2014 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 2/13), gemäss welcher er den Fahr-
weg nur einmal täglich (Hin- und Rückweg) zurücklegt und er ebenfalls Verpfle-
gungskosten geltend macht. Damit sind die Mehrkosten der auswärtigen Verpfle-
gung im Umfang der betreibungsrechtlichen Richtlinien praxisgemäss zuzugeste-
hen, zumal mit einem Ansatz von CHF 10.00 pro Mahlzeit offensichtlich nicht die 
gesamten Kosten der Verpflegung in einem Restaurant abgegolten werden. Auch 
in diesem Punkt ist der Entscheid des Vorderrichters somit zu bestätigen. 

6.1.7. Ebenfalls als Bedarfsposition anerkannt hat die Vorinstanz einen Betrag 
von CHF 525.00 für das Leasing seines Fahrzeuges und die Fahrzeugkosten. Sie 
hat den Kompetenzcharakter des Fahrzeuges wegen unregelmässiger Arbeitszei-
ten bejaht und die geltend gemachten Leasingkosten plus Benzin angerechnet. 
Die Berufungsbeklagte rügt, dass die Leasinggebühren für das Fahrzeug und die 
Fahrzeugkosten nicht zu berücksichtigen seien. Der Berufungskläger könne sei-
nen Arbeitsweg von O.2_____ nach O.1_____ und zurück selbst bei unregelmäs-
sigen Arbeitszeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln absolvieren. Dies umso 
mehr, als er auch über ein von seinem Arbeitgeber finanziertes Generalabonne-
ment (nachfolgend GA) verfüge (vgl. act. A.2 S. 7). Auch in diesem Punkt kann der 
Berufungsbeklagten nicht gefolgt werden. Wie der Vorderrichter zutreffend festge-
stellt hat, ist durch die ins Recht gelegten Lohnabrechnungen ausgewiesen, dass 
der Berufungskläger regelmässig Sonntags- und Nachtarbeit leistet. Zudem ist 
glaubhaft, dass er als I._____ auch für Früh- und Spätschichten eingesetzt wird. 
Die frühestmögliche Verbindung von O.2_____ erlaubt eine Ankunft in O.1_____ 
erst um 07:01 Uhr und der letzte Bus von O.1_____ nach O.2_____ fährt jeweils 
um 00:10 Uhr. Die Anrechnung der Benzinkosten und Leasinggebühren in Höhe 
von CHF 525.00 ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden, und zwar un-
geachtet dessen, dass der Berufungskläger über ein vom Arbeitgeber finanziertes 
GA verfügt. 

6.1.8. Anstelle der Fahrzeugkosten, deren Anrechenbarkeit die Berufungsbeklagte 
wie soeben dargelegt zu Unrecht bestreitet, gesteht sie dem Berufungskläger die 
Kosten für ein GA in Höhe von monatlich CHF 110.00 als im Bedarf anrechenbare 
Arbeitswegkosten zu. Weil es diese Gehaltsnebenleistung auch als Einkommen 
anzurechnen gelte, müsse folglich beim Grundbedarf des Berufungsklägers ein 
entsprechender Betrag (CHF 1'328.00 geteilt durch zwölf Monate) angerechnet 
werden (vgl. act. A.2 S. 7). Bei diesen Ausführungen stützt sich die Berufungsbe-
klagte offensichtlich auf den im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten 

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Lohnausweis 2015 (vorinstanzliche Akten, act. 15/3), in welchem unter Ziffer 2 (mit 
Verweis auf das angeheftete Zusatzblatt) eine Gehaltsnebenleistung in besagter 
Höhe aufgeführt ist. Diese ist allerdings im Jahresnettolohn von CHF 81‘395.00, 
aufgrund dessen die Vorinstanz das Einkommen des Berufungsklägers (exklusive 
Kinderzulagen) auf CHF 6‘463.00 beziffert hat, bereits enthalten, so dass eine 
nochmalige Aufrechnung entgegen der Auffassung der Berufungsbeklagten (vgl. 
dazu auch act. A.2 S. 3) unterbleiben muss. Die Gehaltsnebenleistung betrifft so-
dann nicht das eigene GA des Berufungsklägers, sondern die von ihm bezogenen 
GAs für Angehörige. Als Mitarbeiter der G._____ hat er die Möglichkeit, für seine 
Angehörigen ein um 50% ermässigtes GA zu erwerben, wobei ihm die Differenz 
zum regulären Preis als steuerbare Gehaltsnebenleistung im Lohnausweis be-
scheinigt wird (vgl. dazu die Informationen des J._____, abrufbar unter K._____ 
besucht am 1. Juni 2018). Es handelt sich mithin um eine Sachleistung seiner Ar-
beitgeberin, in deren Genuss der Berufungskläger nur kommt, wenn er auch künf-
tig derartige vergünstigte GAs bezieht. Würde er dies nicht mehr tun, entfiele die 
Aufrechnung ersatzlos mit der Folge, dass sich auch sein Einkommen entspre-
chend reduzieren würde. Hat nun der Vorderrichter diese Gehaltsnebenleistung 
beim Einkommen des Berufungsklägers berücksichtigt, muss ihm konsequenter-
weise – wie die Berufungsbeklagte selber einräumt – ein Betrag in gleicher Höhe 
auch im Bedarf angerechnet werden. Im vorinstanzlichen Verfahren hat der Beru-
fungskläger die Kosten für das GA seiner Ehefrau und der Tochter in der Bedarfs-
rechnung aufgeführt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 7/7). Deren Anrechnung hat 
der Vorderrichter mit der Begründung abgelehnt, gemäss Aussagen der Parteien 
an der Anhörung sei dafür die Ehefrau aufgekommen; sie seien daher nicht zu 
veranschlagen, auch nicht im Bedarf der Ehefrau, da nicht ersichtlich sei, weshalb 
A._____ auf ein Generalabonnement angewiesen sein sollte. Aufgrund des Alters 
der Tochter kann in der Tat ausgeschlossen werden, dass für sie im Jahre 2015 
ein GA bezogen wurde. Aus der vorprozessualen Korrespondenz (vgl. vorinstanz-
liche Akten, act. 2/6) geht indessen hervor, dass der Berufungskläger Ende De-
zember 2015 die Kosten für das Generalabonnement der Ehefrau und deren vor-
eheliche Tochter B._____ von seinen Unterhaltszahlungen in Abzug gebracht hat-
te. Darauf scheint denn auch die Berufungsbeklagte anlässlich der Anhörung Be-
zug genommen zu haben, wenn sie ausführte, dass der Berufungskläger zweimal 
einen Abzug für das GA vorgenommen habe (vgl. vorinstanzliche Akten, Protokoll 
vom 14. April 2016 S. 2). Soweit die Vorinstanz aus dieser Aussage abgeleitet hat, 
die Ehefrau sei für die Kosten aufgekommen, gilt festzuhalten, dass der Abzug 
höchstens den tatsächlich bezahlten Preis der GAs betroffen haben kann. Davon 
unberührt bleibt die dem Berufungskläger beim Einkommen aufgerechnete Ver-

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günstigung, der nach dem zuvor Gesagtem mit einem Abzug im Bedarf Rechnung 
zu tragen ist. Dies hat der Vorderrichter offenkundig übersehen und ist – obwohl 
vom Berufungskläger selber nicht gerügt – im Berufungsverfahren zu korrigieren. 
Der dem Berufungskläger anrechenbare Bedarf erhöht sich damit auf CHF 
2‘747.00.

6.2. In einem nächsten Schritt ist auf die Einwände einzugehen, welche die Par-
teien im Berufungsverfahren hinsichtlich der Feststellungen des Vorderrichters 
zum Einkommen der Berufungsbeklagten vorgebracht haben. 

6.2.1. In diesem Zusammenhang rügt der Berufungskläger zunächst, die monatli-
chen Kinderzulagen von CHF 320.00 seien fälschlicherweise nicht als Einkommen 
der Berufungsbeklagten berücksichtigt worden, obschon der Berufungskläger ihr 
diese weiterleiten müsse und die Zulage auch bei der Bedarfsrechnung nicht ein-
bezogen worden sei (act. A.1 S. 6). Diese Rüge erweist sich entgegen der Auffas-
sung der Berufungsbeklagten als berechtigt. Letztere bringt in ihrer Berufungsant-
wort vor, die vom Berufungskläger bezogenen Kinderzulagen seien im von der 
Vorinstanz berücksichtigten Einkommen von CHF 6‘463.00 nicht enthalten, wes-
halb im Rahmen des erstinstanzlichen Entscheids korrekterweise festgehalten 
werde, dass diese Zulagen zusätzlich zum festgesetzten Kindesunterhalt geschul-
det seien (act. A.2 S. 3). Zutreffend ist, dass der Vorderrichter die Kinderzulagen 
vom durch den Lohnausweis 2015 ausgewiesenen Einkommen in Abzug gebracht 
hat (vgl. angefochtener Entscheid, S. 7). Dies basiert auf der Überlegung, dass die 
Kinderzulage als für den Unterhalt des Kindes bestimmte Leistung gemäss Art. 
285 Abs. 2 ZGB zusätzlich zum Unterhaltsbeitrag zu bezahlen ist, soweit der Rich-
ter nicht etwas anderes bestimmt, und daher nicht zum Einkommen des bezugs-
berechtigten Elternteils hinzuzählen ist. Wie die I. Zivilkammer in Anlehnung an die 
bundesgerichtliche Rechtsprechung aber bereits mehrfach klargestellt hat, bedeu-
tet dies nicht, dass die Kinderzulage bei der Unterhaltsberechnung gar nicht zu 
berücksichtigen wäre. Vielmehr ist sie entweder bei der Ermittlung des durch den 
Unterhaltsbeitrag zu deckenden Bedarf des Kindes vorweg in Abzug zu bringen 
oder dann als Einkommen des Kindes auf Seiten des obhutsberechtigten Eltern-
teils einzusetzen (vgl. dazu die Urteile des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 
11 20 vom 13. Juli 2011, E. 5.e, und ZK1 15 69 vom 30. Mai 2016, E. 6.f, je mit 
Verweis auf BGE 137 III 59 E. 4.2.3; ebenso Jann Six, a.a.O., Rz. 2.47). Die Kin-
derzulage ist damit an das Einkommen der Berufungsbeklagten hinzuzurechnen 
und der unterhaltspflichtige Ehemann im Urteilsdispositiv zu verpflichten, diese 
zusätzlich zum Kinderunterhaltsbeitrag zu bezahlen. 

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6.2.2. Ebenfalls unter dem Titel der Einkommensverhältnisse beanstandet der 
Berufungskläger, dass der Vorderrichter nicht berücksichtigt habe, dass die Beru-
fungsbeklagte für die nicht gemeinsame Tochter B._____ Unterhaltszahlungen 
von CHF 650.00 erhalte. Selbst wenn man den Grundbedarf von B._____ von 
CHF 600.00 in Abzug bringe, verbleibe ein Betrag von monatlich CHF 50.00, wel-
cher als Einnahme zur Mitfinanzierung der Wohnkosten durch B._____ heranzu-
ziehen sei (act. A.1 S. 6). Im vorinstanzlichen Verfahren hatte der Berufungskläger 
geltend gemacht, dass zu Lasten von B._____ 30% der Mietkosten vom Bedarf 
der Ehefrau in Abzug zu bringen seien, da hierfür schon ein anderer Ex-Partner 
der Ehefrau bezahle (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 6 S. 4). Einen solchen Abzug 
hat der Vorderrichter mit der Begründung abgelehnt, dass ansonsten mit der Fest-
setzung des Bedarfs des Kindes immer auch ein Anteil an den Wohnkosten einge-
rechnet werden müsste, was im Kreisschreiben betreffend Berechnung des be-
treibungsrechtlichen Existenzminimums gerade nicht vorgesehen sei (vgl. ange-
fochtener Entscheid S. 7). Diese Argumentation ist nicht nachvollziehbar: Die Auf-
teilung der Wohnkosten auf Ehegatten und Kinder ist unter neuem Kindesunter-
haltsrecht anerkannt und war im Falle von nicht gemeinsamen Kindern bereits un-
ter bisherigem Recht angezeigt. Das von der Vorinstanz erwähnte Kreisschreiben 
regelt nur die Bedarfsberechnung im Verhältnis zu Drittgläubigern, nicht aber die 
Frage, welche Kosten einem Ehegatten bei der Berechnung seines Unterhaltsan-
spruches anrechenbar sind. Lebt der unterhaltsberechtigte Ehegatte mit einer 
nicht unterhaltsberechtigten Person zusammen, ist ein angemessener Anteil an 
den Wohnkosten dem Grundsatz nach unabhängig von der effektiven finanziellen 
Beteiligung in Abzug zu bringen (vgl. Jann Six, a.a.O., Rz. 2.101 f.). Dies gilt an 
sich auch für ein nicht gemeinsames Kind. Reichen die für das Kind erhaltenen 
Unterhaltszahlungen nicht aus, um dessen Anteil an den Wohnkosten zu decken, 
kann sich allerdings die Frage nach der Beistandspflicht des Stiefelternteils (Art. 
278 Abs. 2 ZGB) stellen. In einem solchen Fall hat der unterhaltsberechtigte Ehe-
gatte nämlich auch den Wohnkostenanteil des Kindes zu tragen, wobei ihm der 
andere Ehegatte bei ausreichender Leistungsfähigkeit gegebenenfalls beizuste-
hen hat. Vor diesem Hintergrund besteht der Berufungskläger zu Recht darauf, 
dass der Berufungsbeklagten ein dem Unterhaltsbeitrag angemessener Teil der 
Wohnkosten als Einkommen angerechnet wird (was einem entsprechenden Abzug 
im Bedarf gleichkommt). Gemäss dem von der Berufungsbeklagten ins Recht ge-
legten Unterhaltsvertrag (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 2/2) erhält sie für B._____ 
bis zum vollendeten 12. Altersjahr monatlich CHF 650.00 (zuzüglich Kinderzula-
gen); anschliessend erhöht sich der Unterhaltsbeitrag auf CHF 785.00. Aus der 
Steuererklärung 2014 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 2/13) geht sodann hervor, 

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dass für B._____ insgesamt CHF 850.00 pro Monat (CHF 10'200.00 pro Jahr) be-
zahlt wurden und die Berufungsbeklagte somit auch für B._____ eine Kinderzula-
ge erhalten hat. Der Einwand der Berufungsbeklagten, der Unterhaltsbeitrag de-
cke nicht einmal den Grundbetrag (CHF 600.00) und die Krankenkassenprämien 
(CHF 95.00) von B._____ (vgl. act. A.2 S. 4), erweist sich damit nicht als stichhal-
tig. Vielmehr verbleibt ein Überschuss von rund CHF 150.00, der zur Mitfinanzie-
rung der auf sie entfallenden Wohnkosten herangezogen werden könnte. Wenn 
sich der Berufungskläger mit der Anrechnung eines geringeren Wohnkostenanteils 
begnügt, akzeptiert er den dementsprechend höheren Bedarf der Berufungsbe-
klagten bzw. seine höhere Beitragspflicht als Stiefelternteil. Damit ist festzuhalten, 
dass der Beitrag von B._____ an die Wohnkosten mit CHF 50.00 pro Monat beim 
Einkommen der Berufungsbeklagten zu berücksichtigen ist. 

6.2.3. Das Erwerbseinkommen der Berufungsbeklagten hat der Vorderrichter auf 
CHF 275.00 pro Monat beziffert, was seitens des Berufungsklägers ausdrücklich 
als zutreffend bezeichnet wird (vgl. act. A.1 S. 6). Die Berufungsbeklagte macht 
dagegen in ihrer Berufungsantwort geltend, seit Mai 2016 ob ihrer Betreuungs- 
und Erziehungsfunktion nicht mehr in der Lage zu sein, teilzeitweise in der Gas-
tronomie zu arbeiten, dies umso mehr, als es bei der Ausübung des Besuchs- und 
Ferienrechts zu Problemen gekommen sei und namentlich der Kontakt zwischen 
dem Berufungskläger und B._____ vollständig abgebrochen sei. Dieser Umstand 
gehe mit einem zusätzlichen Betreuungsaufwand durch die Berufungsbeklagte 
einher, zumal B._____ zurzeit eine Time-Out-Klasse besuchen müsse. Folglich 
erwirtschafte sie seit Mai 2016 keinen Verdienst mehr. Ausserdem sei zu vermer-
ken, dass sie für das erste Quartal 2016 lediglich einen Nettolohn von CHF 175.00 
pro Monat generiert habe. Ein hypothetisches Einkommen könne ihr nicht ange-
rechnet werden, da von ihr angesichts des Alters von A._____ nicht verlangt wer-
den könne, einer Arbeit nachzugehen (vgl. act. A.2 S. 3 f.). Als Beweis für die Be-
endigung ihrer Erwerbstätigkeit legt sie ein Kündigungsschreiben (act. C.1) ins 
Recht, demzufolge sie ihre Arbeitsstelle in der L._____ aus familiären Gründen 
per sofort kündige, da es ihr im Moment nicht mehr möglich sei, dieser Arbeit 
nachzukommen. 

Diesen Vorbringen hält der Berufungskläger in seiner Replik entgegen, das zu den 
Akten gereichte Kündigungsschreiben sei weder datiert noch sei dessen Empfang 
durch die Arbeitgeberin nachgewiesen; es bilde daher keinen Beweis für die Auf-
lösung des Arbeitsverhältnisses und sei aus dem Recht zu weisen. Weshalb es für 
die Berufungsbeklagte plötzlich nicht mehr möglich und zumutbar sein soll, die 
bisherige Teilzeiterwerbstätigkeit auszuführen, sei sodann nicht nachvollziehbar 

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und werde denn auch bestritten. Die Ausübung des Besuchsrechts habe keine 
Probleme geschaffen und habe erst recht nicht zu einer Änderung der zumutbaren 
und möglichen Erwerbstätigkeit der Berufungsbeklagten geführt. Es sei offensicht-
lich, dass die Berufungsbeklagte ihre Erwerbstätigkeit aus rein taktischen Gründen 
und ohne sachliche Rechtfertigung reduziert habe, weshalb ihr weiterhin ein Er-
werbseinkmmen von CHF 275.00 anzurechnen sei (vgl. act. A.3 S. 3). 

Zutreffend ist, dass das mit der Berufungsantwort ins Recht gelegte Kündigungs-
schreiben undatiert ist und folglich nicht überprüft werden kann, ob die Kündigung 
erst nach der vorinstanzlichen Hauptverhandlung erfolgt ist und es sich um ein 
zulässiges echtes Novum handelt. Begründet wird die Kündigung allerdings mit 
Umständen, die der Berufungsbeklagten bereits vor der mündlichen Verhandlung 
vor der Vorinstanz bekannt waren (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 13 S. 1). Damit 
ist nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Verhältnisse seit Mitte April 2016 so 
geändert haben sollen, dass die bisherige Arbeit nicht mehr möglich sein sollte. An 
der vorinstanzlichen Hauptverhandlung hat die Berufungsbeklagte lediglich eine 
Reduktion des Einkommens im ersten Quartal 2016 geltend gemacht, aber ohne 
Begründung oder Hinweis, dass die Probleme