# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e8695d15-2e16-5385-ab00-601f96084b64
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-12-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 14.12.2010 S 2010 96
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2010-96_2010-12-14.pdf

## Full Text

S 10 96

2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 14. Dezember 2010

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. …, geboren am … 1961, ist verheiratet und Vater zweier Töchter. Am 3. 

Oktober 2005 erlitt er einen schweren Arbeitsunfall, bei dem er sich unter 

anderem schwerste traumatische Hirnstammverletzungen (Wachkoma, 

Tetraspastik) zuzog, welche eine Arbeitsunfähigkeit von 100% nach sich 

zogen. Nach diversen Spital- und Rehabilitationsaufenthalten ist er seit dem 

30. Mai 2006 im Alters- und Pflegeheim … (…) untergebracht. Die SUVA 

erbrachte bis zum 30. April 2007 Heilkosten und Taggeldleistungen; der 

Rentenbeginn wurde auf den 1. Mai 2007 festgesetzt. 

2. Mit Verfügung vom 31. Mai 2007 sprach die SUVA dem Versicherten eine 

Invalidenrente (IV-Rente) ab 1. Mai 2007 von Fr. 3'528.05 monatlich 

(basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100% sowie einem 

Valideneinkommen (VAE) von Fr. 52'501.--), eine Hilflosenentschädigung von 

Fr. 1'758.-- monatlich aufgrund schwerer Hilflosigkeit, eine volle 

Integritätsentschädigung von Fr. 106'800.-- sowie Pflegeleistungen in Höhe 

von monatlich pauschal Fr. 3'026.-- zu. Im Falle der Pflegeleistungen machte 

die SUVA dabei einen Überentschädigungsabzug und einen Abzug von Fr. 

450.-- für die Sondenernährung geltend. Eine hiergegen erhobene 

Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 25. Oktober 2007 ab. Dagegen 

erhob der Versicherte Beschwerde an das Verwaltungsgericht Graubünden. 

Mit Urteil vom 28. August 2008 (VGU S 07 214) wurde die Beschwerde 

teilweise gutgeheissen und der angefochtene Einspracheentscheid sowie die 

ihm zugrunde liegende Verfügung aufgehoben, soweit die SUVA einen 

Überentschädigungsabzug sowie einen Abzug von Fr. 450.-- aufgrund der 

Sondenernährung von den Pflegeleistungen vorgenommen hatte. Das 

Gericht hielt fest, dass dem Beschwerdeführer sowohl die Pflegeleistungen 

als auch die Hilflosenentschädigung in vollem Umfang auszurichten seien. Im 

Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen.

3. Am 6. Februar 2009 erliess die SUVA eine weitere Verfügung, mit der dem 

Versicherten in Umsetzung der angeführten, teilweise vom 

Verwaltungsgericht Graubünden gutgeheissenen Beschwerde (VGU S 07 

214) rückwirkend ab dem 1. Mai 2007 Pflegeleistungen von monatlich Fr. 

4'410.40 und ab dem 1. Januar 2008 solche von monatlich Fr. 4'866.65 

zugesprochen wurden. Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 8. 

März 2009 Einsprache mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben und es 

sei die SUVA zu verpflichten, die vollen Spitalkosten entsprechend den 

Rechnungen des Alters- und Pflegeheims Klosters rückwirkend ab dem 1. Mai 

2007 zuzüglich Zins von 5% auf dem Differenzbetrag zwischen den 

überwiesenen Beiträgen und den Rechnungen des Alters- und Pflegeheims 

Klosters zu tragen. Sodann sei ihm eine Parteientschädigung auf Basis der 

Zürcher Anwaltshonorare sowie die unentgeltliche Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung zuzugestehen. Die SUVA stellte mit Entscheid vom 21. 

Mai 2010 fest, dass sie die in VGU S 07 214 angeordneten Korrekturen 

vollumfänglich vorgenommen habe und im übrigen das Urteil rechtskräftig sei, 

so dass sie auf die Einsprache nicht eintrat (Ziff. 1), keine Verfahrenskosten 

erhob und keine Parteientschädigung ausrichtete (Ziff. 2) und das Gesuch um 

unentgeltliche Verbeiständung abwies (Ziff. 3).

4. Dagegen erhob der Versicherte am 23. Juni 2010 form- und fristgerecht 

Beschwerde an das Verwaltungsgericht Graubünden mit dem Antrag auf 

Aufhebung des Nichteintretensentscheids und Verpflichtung der SUVA zur 

rückwirkenden Übernahme der vollen Spitalkosten ab dem 1. Mai 2007. 

Zudem sei ihm ein unentgeltlicher Rechtsvertreter in der Person des 

Unterzeichnenden zu ernennen und es seien ihm die 

Berechnungsgrundlagen der SUVA zuzustellen. Mit der blossen Übernahme 

der Hälfte der Kosten der allgemeinen Abteilung des Pflegeheims verletze die 

SUVA Art. 15 Abs. 2 UVV und setze ihn gleichzeitig der Gefahr aus, auf die 

Strasse gesetzt zu werden, was als unmenschliche Behandlung nach Art. 3 

EMRK zu qualifizieren sei. Das Verwaltungsgericht habe gerade in VGU S 07 

214 festgelegt, dass die Unfallversicherung die Kosten gemäss Art. 10 Abs. 1 

lit. c UVG und damit die Kosten der allgemeinen Abteilung nach Art. 15 Abs. 

2 UVV zu übernehmen habe. Massgebend sei einzig, ob die Heilanstalt über 

einen Tarifvertrag mit einer Kranken- oder Unfallversicherung verfüge. Im 

Weiteren sei er mittellos und die Beschwerde nicht aussichtslos, so dass dem 

Gesuch um einen unentgeltlichen Rechtsvertreter zu entsprechen sei.

5. In ihrer Vernehmlassung beantragte die SUVA die Abweisung der 

Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Thema des Verfahrens sei die 

gemäss rechtskräftigem Urteil des Verwaltungsgerichts Graubünden (VGU S 

07 214) berechnete Höhe der vergüteten Pflegeleistungen und damit die 

Frage, ob diesbezüglich ein Anfechtungsgegenstand gegeben sei. Das 

Verwaltungsgericht habe im angeführten Entscheid festgelegt, dass die SUVA 

in Bezug auf die Pflegeleistungen und die Hilflosenentschädigung keine 

Überentschädigungsberechnung und keinen Abzug von den Pflegeleistungen 

aufgrund der Sondenernährung vornehmen dürfe. Diesen Entscheid habe sie 

mit Verfügung vom 6. Februar 2009 korrekt umgesetzt. Im Übrigen seien die 

Berechnungen im betreffenden Entscheid des Verwaltungsgerichts bestätigt 

worden. Damit seien auch keine weiteren Änderungen erforderlich. In Bezug 

auf Art. 10 Abs.1 lit. c UVG habe das Verwaltungsgericht klar festgehalten, 

dass die Spitex-Ansätze zu vergüten seien bis der Beschwerdeführer 

notwendigerweise in ein Spital verlegt werden müsse. Es lasse sich dem Urteil 

des Verwaltungsgerichts gerade nicht entnehmen, dass die 

Unfallversicherung die gesamten Kosten für den Aufenthalt im Heim zu 

übernehmen habe; denn dafür bestehe keine Anspruchsgrundlage. 

Die vom Beschwerdeführer erstmals in der Beschwerde verlangten 

Berechnungsgrundlagen der SUVA ergäben sich vollumfänglich aus der 

Verfügung vom 6. Februar 2009. Der zeitliche Pflegeaufwand und der Spitex-

Stundenansatz seien dabei bereits Thema der Verfügung vom 30. Mai 2007 

gewesen und mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts Graubünden vom 28. 

August 2008 in Rechtskraft erwachsen. Damit handle es sich bei der 

Beschwerde um einen Versuch, einen rechtskräftig entschiedenen 

Sachverhalt neu aufzurollen, der zum Scheitern verurteilt sei, so dass die 

SUVA mit Recht nicht auf die Einsprache eingetreten sei. Ein sorgfältiges 

Studium von VGU S 07 214 hätte dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers die Aussichtslosigkeit der Beschwerde klar aufgezeigt. 

Infolgedessen habe die SUVA das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung 

zu Recht abgewiesen.  

6. In seiner Replik bekräftigte der Beschwerdeführer seine Auffassung im 

Wesentlichen nochmals. Im Hinblick auf die Rechtskraft früherer Urteile des 

Verwaltungsgerichts Graubünden führte er aus, in VGU S 07 214 sei über 

eine Verfügung entschieden worden, die eine Verrechnung der 

Hilflosenentschädigung mit den Pflegeleistungen vorgesehen habe; diese 

Verrechnung sei nicht zugelassen worden. In VGU S 09 37 habe das 

Verwaltungsgericht sodann über die konkrete Summe der Überentschädigung 

befunden. In beiden Urteilen sei aber nie die Rede davon gewesen, dass die 

Spitalkosten nach den Spitex-Ansätzen zu entschädigen seien. Daher könne 

dieser Aspekt folgerichtig auch nicht in Rechtskraft erwachsen sein. Denn 

auch im Verwaltungsrecht könne nur das Dispositiv, nicht aber die 

Erwägungen in Rechtskraft erwachsen. Im Weiteren habe die materielle 

Rechtskraft in sozialversicherungsrechtlichen Verfahren, die wegen ihrer 

Komplexität enorm fehleranfällig seien, ohnehin nur einen beschränkten 

Stellenwert. Jedenfalls sei auf den Fall nochmals einzutreten, da die Kosten 

der allgemeinen Abteilung gemäss BESA-Abstufung in Anwendung von Art. 

10 Abs. 1 lit. c UVG zu ersetzen seien. Schliesslich pflege ihn auch seine 

Ehefrau noch während 3-4 Stunden täglich, was ebenfalls in die 

Entschädigung einberechnet werden müsse. 

Die SUVA verzichtete auf eine Duplik.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird soweit erforderlich 

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren ist der Einspracheentscheid 

der SUVA vom 21. Mai 2010 resp. die diesem zugrunde liegende Verfügung 

vom 6. Februar 2009. Zu beantworten ist die Frage, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf die Einsprache des Versicherten gegen die Verfügung vom 6. 

Februar 2009 nicht eingetreten ist. Ebenso zu prüfen ist, ob die Vorinstanz 

berechtigt war, das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung abzulehnen.

2. a) Das Verwaltungsgericht hat sich in VGU S 07 214 ausführlich zu den dem 

Beschwerdeführer zustehenden Pflegeleistungen geäussert. Nachdem die 

SUVA mit Verfügung vom 31. Mai 2007 dem Beschwerdeführer - neben einer 

monatlichen IV-Rente, einer Integritätsentschädigung und einer 

Hilflosenentschädigung - Pflegeleistungen in der Höhe von monatlich 

pauschal Fr. 3'026.-- zugesprochen hatte, hiess das Verwaltungsgericht die 

gegen den Einspracheentscheid sowie die Verfügung der SUVA erhobene 

Beschwerde teilweise gut. Das Gericht hob den Einspracheentscheid und die 

diesem zugrunde liegende Verfügung insoweit auf, als die SUVA einen 

Überentschädigungsabzug und einen Abzug von Fr. 450.-- von den 

Pflegeleistungen vorgenommen hatte. Im Übrigen wies es die Beschwerde 

ab. Insbesondere stützte es die von der SUVA grundsätzlich vorgenommene 

Berechnung der Pflegeleistungen anhand der erforderlichen täglichen 2.5 

Stunden Pflegemassnahmen zum Spitex-Ansatz von damals Fr. 53.-- pro 

Stunde (VGU S 07 214 E. 4):

„Der Beschwerdeführer lässt weiter rügen, dass die Spitex-Ansätze und nicht 
diejenigen für Spitalpflege angewandt wurden. Solange sich der 
Beschwerdeführer jedoch nicht im Spital befindet, sind selbstverständlich 
auch die entsprechenden (höheren) Tarife nicht von der Versicherung 
auszurichten. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine Spitaleinweisung 
notwendig werden, wird die Unfallversicherung die hieraus resultierenden 
Kosten gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. c UVG zu übernehmen haben.“

VGU S 07 214 blieb unangefochten und erwuchs daher in der Folge in 

Rechtskraft (vgl. Sachverhalt des BG-Urteils 8C_929/2009).

b) Nach Lehre und Rechtsprechung regelt ein solches Gerichtsurteil ein 

Rechtsverhältnis zwischen den beteiligten Parteien im Dispositiv verbindlich. 

Die Verbindlichkeitswirkung umschliesst zunächst die formelle Rechtskraft 

des Dispositivs. Dies bedeutet, dass die darin angeordneten Pflichten, 

Gebote, Verbote oder Ansprüche letztlich mit den Mitteln der 

Zwangsvollstreckung (vgl. dazu Art. 79 ff. VRG) durchgesetzt werden können, 

wenn sie nicht freiwillig befolgt werden. Mit der formellen Rechtskraft geht bei 

Justizurteilen die materielle Rechtskraft einher. Ihr zufolge darf und kann das, 

was rechtskräftig entschieden worden ist, von der unterlegenen Partei nicht 

mehr zum Thema eines neuen Verfahrens gemacht werden. Die materielle 

Rechtskraft schneidet somit die Möglichkeit ab, schon geklärte Streitfragen 

erneut aufzugreifen. Das im erwähnten Gerichtsverfahren (VGU S 07 214) 

verbindlich Festgelegte und Entschiedene ist massgebend und von allen 

Rechtsunterworfenen in der Folge unabänderlich zu respektieren. Ein neues 

ordentliches Beschluss- oder Prozessverfahren über den gleichen 

Streitgegenstand ist nicht mehr zulässig. Das frühere formell rechtskräftige 

Urteil müsste zuvor mit einem ausserordentlichen Rechtsmittel (z.B. Revision 

nach Art. 67 VRG) beseitigt werden (F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 

2. Auflage, S. 322 f.).

3. a) Mit Verfügung vom 6. Februar 2009 hat die SUVA den angeführten VGU S 07 

214 umgesetzt. Unter Berücksichtigung der geltenden Spitex-Ansätze von Fr. 

58.-- bis Ende des Jahres 2007 und Fr. 64.-- ab Januar 2008 berechnete sie 

die monatlichen Pflegeleistungen anhand der erforderlichen 2.5 Stunden 

Pflegemassnahmen (Fr. 58.-- bzw. Fr. 64.-- x 2.5 Std. = Fr. 145.-- bzw. Fr. 

160.-- x 365 Tage : 12 Monate = Fr. 4'410.40 bzw. Fr. 4'866.65). Da sich die 

SUVA dabei an die Vorgaben von VGU S 07 214 gehalten hat, indem sie 

keinen Überentschädigungsabzug und keinen Abzug infolge der 

Sondenernährung vornahm, und die konkrete Berechnung im Übrigen vom 

Beschwerdeführer nicht beanstandet wird, ist die Verfügung der Rechtskraft 

des Urteils VGU S 07 214 teilhaftig, ansonsten bei Rückweisungsentscheiden 

immer wieder dieselben Rechtsfragen aufgeworfen werden könnten. Denn es 

hat sich weder die zu beurteilende Situation, da der Beschwerdeführer nach 

wie vor im Alters- und Pflegeheim Klosters untergebracht ist, noch das 

anwendbare Recht geändert. Die SUVA hat entsprechend zu Recht für die 

massgebende Zeitperiode einen Nichteintretensentscheid in Bezug auf die 

die materielle Berechnung der Pflegeleistungen betreffenden Rügen des 

Beschwerdeführers erlassen, da es sich um den Streitgegenstand handelt, 

über den bereits in VGU S 07 214 rechtskräftig entschieden wurde.

b) Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang, dass weder in VGU S 

07 214 noch in VGU S 09 37 die Berechnung der Pflegeleistungen anhand 

der Spitex-Ansätze thematisiert worden sei, so dass dieser Aspekt mangels 

Erwähnung im Dispositiv nicht in Rechtskraft erwachsen könne (Ziff. 6 ff. 

Replik). Dabei verkennt er, dass das Verwaltungsgericht seine Beschwerde 

in VGU S 07 214 gemäss Dispositiv nur teilweise gutgeheissen hat, im 

Übrigen aber abgelehnt hat. Dabei setzte sich das Verwaltungsgericht im 

Entscheid explizit auch mit den Spitex-Ansätzen auseinander, die es für 

massgeblich befand, solange der Beschwerdeführer sich nicht 

notwendigerweise im Spital befinde (VGU S 07 214 E. 4); was bis anhin nicht 

der Fall ist und vom Beschwerdeführer zudem auch nicht behauptet wird. 

Daraus ergibt sich, dass die damals angefochtene Verfügung der SUVA vom 

31. Mai 2007 bzw. der Einspracheentscheid vom 25. Oktober 2007 - mit 

Ausnahme des Überentschädigungsabzugs und des Abzugs infolge der 

Sondenernährung - hinsichtlich der Berechnung der Pflegeleistungen und 

insbesondere in Bezug auf die Verwendung der Spitex-Ansätze geschützt 

wurde. Entsprechend nimmt die Verfügung im Rahmen ihrer Bestätigung auch 

an der Rechtskraft von VGU S 07 214 teil. Einer erneuten materiellen 

Überprüfung durch die SUVA ist die Frage der Berechnung der 

Pflegeleistungen nach Spitex-Ansätzen oder Spital-Ansätzen aufgrund der 

Rechtskraftwirkung folgerichtig klarerweise nicht zugänglich. Eine solche 

Überprüfung hätte nur das Verwaltungsgericht auf Revisionsgesuch hin nach 

den strengen Vorschriften von Art. 61 lit. i ATSG vornehmen können.

c) Der Beschwerdeführer behauptet sodann in den Rz. 15 ff. der Beschwerde, 

in VGU S 07 214 sei festgestellt worden, dass die Unfallversicherung 

sämtliche Kosten gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. c UVG und damit auch die Kosten 

der allgemeinen Abteilung eines Krankenhauses zu übernehmen habe. Diese 

Behauptung ist offensichtlich aktenwidrig, hat das Verwaltungsgericht in der 

Erwägung 6c - sowie in der Erwägung 4 - des angeführten Entscheids doch 

gerade das Gegenteil ausgeführt: 

VGU S 07 214 E. 6c: „Es ist demnach keine Anspruchsgrundlage ersichtlich, 
wonach dem Beschwerdeführer die gesamten Heimunterbringungskosten 
von der Versicherung zu erstatten wären.“ 

Ein sorgfältiges Studium von VGU S 07 214 hätte dies auch dem 

Beschwerdeführer erkenntlich gemacht.

4. Was das vom Beschwerdeführer vorgebrachte Element der täglichen Pflege 

durch seine Ehefrau während mindestens 3-4 Stunden betrifft, war dieses 

weder in der Verfügung der SUVA vom 6. Februar 2009 noch im 

Einspracheentscheid vom 21. Mai 2010 Gegenstand des Verfahrens. Weder 

beurteilte die Vorinstanz das betreffende Vorbringen noch verfügte sie 

darüber. Entsprechend mangelt es insoweit vorliegend an einem tauglichen 

Anfechtungsobjekt, so dass auf das bezügliche Vorbringen des 

Beschwerdeführers nicht einzutreten ist.

5. a) Soweit der Beschwerdeführer eine Verletzung der EMRK geltend macht, kann 

sich dieses Vorbringen nur gegen den Nichteintretensentscheid der 

Vorinstanz richten, da die Berechnung der Pflegeleistungen an sich mit VGU 

S 07 214 im Rahmen der Abweisung der Beschwerde in Rechtskraft 

erwachsen ist. Insbesondere behauptet der Beschwerdeführer eine 

unmenschliche Behandlung und damit eine Verletzung von Art. 3 EMRK, da 

er über kurz oder lang die Alters- und Pflegeheimkosten nicht mehr bezahlen 

könne und dann aus dem Heim ausgewiesen würde. Eine substantiierte 

Begründung für diese Behauptung liefert er aber nicht.

b) Es ist nicht ersichtlich, inwiefern der von der Vorinstanz erlassene 

Nichteintretensentscheid die Konvention verletzen soll. Da der Einsprache ein 

Streitgegenstand zugrunde lag, über den das Verwaltungsgericht in VGU S 

07 214 rechtskräftig entschieden hatte, ist die SUVA darauf zu Recht nicht 

eingetreten. Im Übrigen wäre aber auch nicht ersichtlich, inwiefern die nach 

klaren gesetzlichen Grundlagen (UVG und UVV) zugesprochenen 

Pflegeleistungen als unmenschliche Behandlung zu qualifizieren wären, so 

dass eine Verletzung der Konvention nicht gegeben sein kann.

6. Schliesslich liess der Beschwerdeführer für das vorinstanzliche sowie für das 

vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung beantragen. Das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege ist nicht notwendig, da das Verfahren kostenlos ist (Art. 61 lit. a 

ATSG). Die Vorinstanz verneinte den Anspruch auf Rechtsverbeiständung in 

ihrem Einspracheentscheid vom 21. Mai 2010 mit der Begründung, dass in 

casu eine klare Sach- und Rechtslage vorliege, weshalb das Verfahren 

aussichtslos sei. Diese Aussichtslosigkeit wird von Seiten des 

Beschwerdeführers bestritten, zumal das vorinstanzliche Vorgehen als klar 

widerrechtlich zu qualifizieren sei.

Gemäss Art. 61 lit. f ATSG muss das Recht, sich verbeiständen zu lassen, 

gewährleistet sein. Wo die Verhältnisse es rechtfertigen, wird der Beschwerde 

führenden Person ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Die 

Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung sind in der Regel erfüllt, wenn der Prozess nicht 

aussichtslos erscheint, die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch 

einen Anwalt oder eine Anwältin notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 

V 202 E. 4a mit Hinweisen). Als aussichtslos gelten Verfahren, bei denen die 

Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahr und daher 

kaum mehr als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein 

Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und 

Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind 

als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, 

sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine 

Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht 

führen würde, nicht allein deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet 

(BGE 122 I 271 E. 2b). Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers kann 

sicherlich bejaht werden, zumal sich die finanziellen Verhältnisse seit dem 

Verwaltungsgerichtsurteil S 07 214 kaum geändert haben. Hingegen erweist 

sich die vorliegende Beschwerde als aussichtslos. 

Der Beschwerdeführer hat sich nur unzureichend mit VGU 07 214, der 

Verfügung der SUVA vom 6. Februar 2009 zur Umsetzung des angeführten 

Urteils und dem Einspracheentscheid vom 21. Mai 2010 auseinandergesetzt. 

Im Falle eines sorgfältigen Studiums und vernünftiger Würdigung der dort 

enthaltenen Feststellungen und Ausführungen hätte der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers erkennen müssen, dass sowohl die Einsprache vom 8. 

März 2009 bei der Vorinstanz als auch die vorliegend zu beurteilende 

Beschwerde infolge der Rechtskraftwirkung von VGU S 07 214 sowie der 

Teilnahme der Verfügung der SUVA vom 31. Mai 2007 an dieser Rechtskraft 

keine Erfolgschancen haben.

7. Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich somit als rechtmässig 

und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf 

eingetreten werden kann. Gerichtskosten werden keine erhoben, da das 

kantonale Beschwerdeverfahren nach Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich 

kostenlos ist. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der Vorinstanz 

(Beschwerdegegnerin) nicht zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

Auf die dagegen an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde am 30. Juni 2011 

nicht eingetreten (8C_154/2011).