# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cefc0d6b-a596-5e18-8eac-77cfda7aff08
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 26.01.2023 III 2022 188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2022-188_2023-01-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2022 188

Entscheid vom 26. Januar 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. HSG B.________,

gegen

1. Amt für Migration, Steistegstrasse 13, Postfach 454, 
6431 Schwyz,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Ausländerrecht (Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA und 
Wegweisung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1991; serbische Staatsangehörige) reiste am 7. Sep-
tember 2016 in die Schweiz ein, heiratete gleichentags den gleichaltrigen 
C.________ (serbischer und italienischer Staatsangehöriger) und nahm beim 
Ehemann in D.________ (GR) Wohnsitz. Das Amt für Migration und Zivilrecht 
GR (AFM-GR) erteilte A.________ aufgrund der Heirat im Rahmen des Famili-
ennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA mit Gültigkeit bis 1. Februar 
2020 (AFM-act. 48).

B. Am 14. Mai 2019 informierte die Gemeinde D.________ das AFM-GR, 
A.________ habe sich von ihrem Ehemann getrennt und sei innerhalb der Ge-
meinde umgezogen. Das AFM-GR teilte A.________ am 21. Mai 2019 mit, ihren 
Aufenthaltsstatus zu überprüfen (AFM-act. 60); am 15. August 2019 wurde sie in-
formiert, das Amt beabsichtige, die Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen. Am   
18. Dezember 2019 ersuchte A.________ um Verlängerung der (am 1.2.2020 
auslaufenden) Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA, was das AFM-GR mit Verfügung 
vom 27. Januar 2020 verweigerte; A.________ wurde angewiesen, die Schweiz 
bis zum 27. Februar 2020 zu verlassen. 

C. Am 27. Februar 2020 erhob A.________ gegen die Nichtverlängerungs- 
und Wegweisungsverfügung im Kanton Graubünden Verwaltungsbeschwerde. 
Sie machte u.a. geltend, die eheliche Gemeinschaft wieder aufgenommen zu ha-
ben und zum Ehemann nach E.________ (SG) zu ziehen. Am 16. März 2020 
meldete sie sich in der Gemeinde E.________ an und am 18. März 2020 zog sie 
an die Adresse des Ehemannes. Am 22. April 2020 ersuchte sie den Kanton 
St.Gallen um Bewilligung des Kantonswechsels (das Gesuch zog sie am 
6.8.2020 zurück). Allerdings meldete sich das Ehepaar in E.________ schon am 
5. Mai 2020 ab und zog nach F.________ (SZ). Am 12. Juni 2020 erhielt das Amt 
für Migration (AFM) von der Gemeinde G.________ das Gesuch um Kantons-
wechsel von A.________. Am 19. Juni 2020 teilte das AFM A.________ mit, es 
werde das Gesuch erst behandeln, wenn das Verfahren im Kanton Graubünden 
rechtskräftig abgeschlossen sei und sie weiterhin über eine gültige Aufenthalts-
bewilligung verfüge. Mit Verfügung vom 2. September 2020 schrieb das zustän-
dige Departement des Kantons Graubünden das Verfahren infolge Beschwer-
derückzugs als gegenstandslos geworden ab. Mit Schreiben vom 19. Januar 
2021 bzw. 22. Januar 2021 stellte das AFM A.________ in Aussicht, das Gesuch 
um Kantonswechsel abzulehnen. Am 9. Februar 2021 reichte sie ein neues Ge-
such um Kantonswechsel ein. Mit Verfügung vom 30. April 2021 lehnte das AFM 

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das Gesuch um Kantonswechsel ab. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in 
Rechtskraft.

D. Der Ehemann (der mittlerweile über eine Niederlassungsbewilligung 
EU/EFTA verfügte) stellte am 15. April 2021 ein neues Familiennachzugsgesuch 
für A.________. Am 2. Juli 2021 wurde ihr durch das AFM eine Aufenthaltsbewil-
ligung EU/EFTA (Einreisedatum 11.6.2021) mit Gültigkeit bis 1. Februar 2025 
ausgestellt.

E. Die Gemeinde G.________ informierte das AFM am 11. Januar 2022, die 
Eheleute A.+C.________ seien seit dem 15. Dezember 2021 wieder voneinander 
getrennt und A.________ sei innerhalb der Gemeinde umgezogen. Nach erfolg-
ter Sachverhaltsabklärung informierte das AFM A.________ am 29. März 2022 
über seine Absicht, ihre Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen und sie aus der 
Schweiz wegzuweisen, wozu ihr das rechtliche Gehör gewährt wurde. Mit Verfü-
gung vom 17. August 2022 widerrief das AFM die Aufenthaltsbewilligung von 
A.________ und wies sie mit einer Ausreisefrist von 30 Tagen nach Eintritt der 
Rechtskraft aus der Schweiz weg. Hiergegen erhob A.________ am 7. Septem-
ber 2022 Beschwerde beim Regierungsrat, der diese mit RRB Nr. 884/2022 vom 
16. November 2022 abwies.

F. Am 13. Dezember 2022 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Es sei in Gutheissung der Beschwerde der angefochtene Entscheid der Vor-
instanz vom 16. November 2022 aufzuheben und es sei vom Widerruf der Auf-
enthaltsbewilligung EU/EFTA der Beschwerdeführerin abzusehen.

2. Es sei von einer Wegweisung der Beschwerdeführerin aus der Schweiz abzu-
sehen und der Beschwerdegegner sei anzuweisen, der Beschwerdeführerin ein 
eigenständige Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA auszustellen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.

G. Das Amt für Migration verzichtet mit Eingabe vom 16. Dezember 2022 auf 
das Einreichen einer Vernehmlassung. Das Sicherheitsdepartement beantragt 
mit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2022, die Beschwerde sei unter Kosten-
folge zulasten der Beschwerdeführerin abzuweisen.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Verwaltungsbeschwerde gegen den Widerruf der Aufenthaltsbewilli-
gung EU/EFTA und gegen die Wegweisung wies der Regierungsrat mit RRB Nr. 
884/2022 vom 16. November 2022 ab mit der Begründung, die Ehe der Be-

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schwerdeführerin sei rechtskräftig geschieden worden; das Aufenthaltsrecht von 
Ehegatten von EU/EFTA-Angehörigen erlösche bei der Auflösung der Ehe. Ent-
sprechend habe sie gestützt auf das Abkommen zwischen der Schweizerischen 
Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren 
Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) vom 
21. Juni 1999 keinen Aufenthaltsanspruch mehr. Zudem habe die Ehegemein-
schaft nicht mindestens drei Jahre bestanden, so dass sie auch aus Art. 50 Abs. 
1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die 
Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) vom 16. De-
zember 2005 keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ha-
be. Die erste Phase der Ehegemeinschaft habe vom 7. September 2016 bis 
längstens 8. April 2019, mithin zwei Jahre, sieben Monate und einen Tag gedau-
ert. Die zweite Phase der Ehegemeinschaft habe vom 16. bzw. 18. März 2020 
bis 15. Dezember 2021 gedauert und damit maximal ein Jahr, acht Monate und 
27 Tage. Die Zeit dazwischen könne nicht angerechnet werden, weil es keine 
wichtigen Gründe für das Getrenntleben gegeben habe. Zudem würden auch die 
Voraussetzungen fehlen, um die zwei Phasen der Ehegemeinschaft zu addieren. 
Damit aber habe die Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert. Auch lä-
gen keine wichtigen persönlichen Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG vor, die 
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen würden. Und 
schliesslich stellte der Regierungsrat fest, auch die Wegweisung sei der Be-
schwerdeführerin zumutbar.

1.2 Vor Verwaltungsgericht rügt die Beschwerdeführerin, der Regierungsrat 
habe die Dreijahresfrist des ehelichen Zusammenlebens gemäss Art. 50 Abs. 1 
lit. a AIG unrichtig festgestellt, da zum einen die Zeit zwischen den zwei Phasen, 
d.h. die Zeit des Getrenntlebens, dazugerechnet werden müsse und zum andern 
auch ohne Anrechnung dieser Zeit die zwei Phasen des Zusammenlebens ad-
diert werden müssten. Damit weise sie eine Ehegemeinschaft von mehr als drei-
jähriger Dauer auf. Die zweite kumulative Voraussetzung der guten Integration 
sei auch seitens Vorinstanz unbestritten. Damit habe die Beschwerdeführerin 
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 50 Abs. 1 lit. a 
AIG. 

1.3 Der Regierungsrat stellte zu Recht fest, dass sich die Beschwerdeführerin 
zumindest seit der rechtskräftigen Scheidung von ihrem Ehemann mit einer EU-
Staatsbürgerschaft (Italien) nicht auf einen Aufenthaltstitel nach dem FZA beru-
fen kann. Soweit die Beschwerdeführerin beantragt, es sei ihr eine eigenständige 
Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA auszustellen, so begründet sie dies nicht. Es ist 
denn auch nicht ersichtlich, gestützt auf welchen Titel ihr nach der Scheidung ei-

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ne Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA zu erteilen wäre. Es ist hierauf nicht weiter 
einzugehen. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist einzig, ob sie einen Anspruch 
auf Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilligung gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. a 
AIG hat (vgl. zur Anwendung von Art. 50 AIG nach Auflösung einer Ehe mit FZA-
Bewilligung Urteil BGer 2C_682/2021 vom 3.11.2021 Erw. 1.2.2). 

2.1 Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der An-
spruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung nach den Art. 42 und 43 AIG weiter, wenn die Ehegemein-
schaft mindestens drei Jahre bestanden hat und die Integrationskriterien nach 
Art. 58a AIG erfüllt sind (Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG).

2.2 Für die Anrechnung der dreijährigen Frist gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG 
ist auf die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft abzustellen (vgl. BGE 140 II 
345 Erw. 4.1). Eine (relevante) Ehegemeinschaft liegt vor, solange die eheliche 
Beziehung tatsächlich gelebt wird und ein gegenseitiger Ehewille besteht (BGE 
138 II 229 Erw. 2). Die Frist nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG gilt absolut; bereits das 
Fehlen weniger Wochen oder Tage schliesst den Anspruch auf Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung aus (vgl. Urteil BGer 2C_281/2017 vom 26.3.2018 Erw. 
2.2 mit Hinweisen).

2.3 Wenn die Eheleute nicht mehr oder vorübergehend nicht zusammenwoh-
nen, stellt sich mitunter die Frage, ob dennoch von einer an die Dreijahresfrist 
anrechenbaren Ehegemeinschaft ausgegangen werden kann. Dazu führt das 
Bundesgericht aus, mit Blick auf Art. 49 AIG, der den Ehegatten bei weiterdau-
ernder Familiengemeinschaft gestattet, aus "wichtigen Gründen" getrennt zu le-
ben, sei jeweils aufgrund sämtlicher Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab 
welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu gelten 
habe. Es sei dabei im Wesentlichen auf die Dauer der nach aussen wahrnehm-
baren ehelichen Wohngemeinschaft abzustellen (BGE 137 II 345 Erw. 3.1.2). 
Ehekrisen (auch vorübergehender Natur) stellen regelmässig keinen wichtigen 
Grund für eine Trennung im Sinne von Art. 49 AIG dar, welcher es rechtfertigen 
würde, auch diese Zeit zu berücksichtigen (Urteil BGer 2C_231/2011 vom 
21.7.2011 Erw. 4.6 m.H.). Mithin ist für eine Anrechnung entscheidend, dass ei-
nerseits trotz der Trennung ein übereinstimmender Ehewille klar ersichtlich ist 
und anderseits wichtige Gründe für das Getrenntsein bestehen.

2.4 Die Rechtsprechung lässt es auch zu, dass, vorbehältlich eines möglichen 
Rechtsmissbrauchs, mehrere kurze und/oder während längerer Zeit unterbro-
chene Perioden des Zusammenwohnens in der Schweiz zusammengezählt wer-
den können. Für die Frage, ob einzelne Phasen der Ehegemeinschaft trotz einer 

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vorübergehenden Trennung zusammengerechnet werden können und deren 
Dauer als Gesamtes zu betrachten ist, ist nach der Rechtsprechung namentlich 
auf den Fortbestand des Ehewillens abzustellen. So können mehrere Phasen 
addiert werden, sofern die ernsthafte Weiterführung der Ehegemeinschaft noch 
beabsichtigt wird (vgl. BGE 140 II 345 Erw. 4.5.2 = Pra 104 Nr. 75, Urteile BGer 
2C_924/2021 vom 16.3.2022 Erw. 5.2; 2C_739/2021 vom 27.1.2022 Erw. 3.3; 
2C_351/2020 vom 13.7.2020 Erw. 4.3). Um festzustellen, ob die Zeit, während 
der ein Ehepaar nach einer Trennung erneut zusammenlebt, angerechnet wer-
den kann oder nicht, muss erwiesen sein, dass die Ehegatten den Willen für eine 
tatsächlich gelebte Ehegemeinschaft während der Trennung beibehalten haben 
(vgl. Urteil BGer 2C_602/2013 vom 10.6.2014 Erw. 2.2 und 4.3 am Ende). Die 
Rechtsprechung lässt es somit nicht zu, eine oder mehrere kurze Perioden des 
Zusammenwohnens, die durch längere Trennungszeiten unterbrochen wurden, 
zusammenzurechnen, wenn das Ehepaar nicht die feste Absicht an den Tag legt, 
ein Eheleben zu führen (BGE 140 II 345 Erw. 4.5.1 m.w.H.). Die Gewährung ei-
nes Anspruchs setzt eine tatsächlich gelebte eheliche Beziehung und einen ent-
sprechenden Ehewillen über die gesamte Zeit hinweg voraus.

2.5 Von einer tatsächlich gelebten Ehegemeinschaft ist auszugehen, wenn bei 
beiden Ehegatten der Wille zur Führung einer Lebensgemeinschaft im Sinne ei-
ner auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, körperlichen und spirituellen Verbin-
dung vorhanden ist (vgl. BGE 121 II 97 Erw. 3b; Urteil BGer 2C_292/2017 vom 
8.3.2018 Erw. 4.2). Fehlt bei einem der Eheleute der Ehewille, ist jeweils auf-
grund sämtlicher Umstände und in Würdigung aller Indizien im Einzelfall zu be-
stimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche Gemeinschaft als definitiv aufgelöst 
zu gelten hat (BGE 138 II 229 Erw. 2; Urteil BGer 2C_827/2017 vom 17.4.2018 
Erw. 3.2). 

3. Sachverhaltsmässig ergibt sich aus den Verfahrensakten was folgt: 

3.1 Die Beschwerdeführerin reiste am 7. September 2016 in die Schweiz ein, 
heiratete gleichentags und nahm beim Ehemann in D.________ Wohnsitz. Das 
AFM-GR erteilte ihr in der Folge im Rahmen des Familiennachzugs eine Aufent-
haltsbewilligung EU/EFTA mit Gültigkeit bis 1. Februar 2020 (AFM-act. 48).

3.2 Mittels der am 14. Mai 2019 erfolgten Adressmutation wurde das AFM-GR 
über die seit dem 8. April 2019 bestehende getrennte Wohnsitznahme der Ehe-
leute informiert. Anlässlich der fremdenpolizeilichen Befragung nach der Tren-
nung sagte der Ehemann am 6. Juni 2019 aus, die Trennung sei nicht endgültig, 
er liebe seine Frau noch immer und gebe die Hoffnung nicht auf; die Scheidung 
werde er auf gar keinen Fall einreichen; er hoffe, sie merke, dass alles ein Miss-

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verständnis gewesen sei (weil sie davon ausginge, dass er während seiner Feri-
en im Kosovo Frauenkontakte hatte) und sie wieder zurückkomme (AFM-act. 64). 
Demgegenüber führte die Beschwerdeführerin am 11. Juli 2019 aus, aus ihrer 
Sicht sei die Trennung endgültig; sie hätten wohl noch Kontakt, aber sie wolle 
nicht mehr zu ihm zurück; er bitte um Verzeihung und hoffe, dass sie zurück-
komme, dies komme für sie jedoch nicht in Frage; sie werde die Scheidung ein-
reichen (AFM-act. 72). Anlässlich einer zweiten fremdenpolizeilichen Befragung 
am 23. Januar 2020 führte der Ehemann aus, er habe in der Vergangenheit pro-
biert, die Ehe wiederaufzunehmen, was nicht funktioniert habe; er bestätige, dass 
die Trennung definitiv sei und beide die Scheidung wollten. Er habe seit ca. 1½ 
Monaten eine neue Freundin. Die Ehe werde nicht wiederaufgenommen, die 
Scheidung demnächst eingereicht (AFM-act. 93). Die Beschwerdeführerin ihrer-
seits sagte am selben Tag aus, man wohne immer noch getrennt, sie wolle die 
Ehe nicht mehr aufnehmen. Daran hielt sie auch fest, nachdem sie mit der allfäl-
ligen Konsequenz des Bewilligungswiderrufs konfrontiert wurde (AFM-act. 96). 

Mit Verfügung vom 27. Januar 2020 verweigerte das AFM-GR die Verlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung EU/EFTA der Beschwerdeführerin und sie wurde an-
gewiesen, die Schweiz bis zum 27. Februar 2020 zu verlassen (AFM-act. 104).

3.3 In der Verwaltungsbeschwerde vom 27. Februar 2020 gegen die Nichtver-
längerungsverfügung (vgl. oben Erw. 3.2) führte die Beschwerdeführerin aus, sie 
beabsichtige, mit dem Ehemann wieder zusammenzuziehen und mit der Wieder-
aufnahme der ehelichen Gemeinschaft habe sie Anspruch auf Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung. Die Voraussetzungen für den Widerruf seien nicht mehr 
erfüllt, die Dreijahresfrist sei damit nicht mehr relevant. Die kurze Trennungsdau-
er führe nicht zu einem Unterbruch der fast 2½ Jahre dauernden ehelichen Ge-
meinschaft (AFM-act. 116). 

3.4 Am 9. März 2020 berichtete die politische Gemeinde E.________ dem 
AFM-GR, der Ehemann sei per 29. Januar 2020 zugezogen und habe angege-
ben, dass er seit Februar 2019 von seiner Ehefrau freiwillig getrennt lebe; er ha-
be eine (möblierte) 1-Zimmerwohnung bezogen (AFM-act. 136, 137). 

3.5 In D.________ nach E.________ abgemeldet hatte sich die Beschwerde-
führerin am 17. März 2020 (AFM-act. 142), in E.________ zugezogen ist sie am 
18. März 2020 (AFM-act. 251). Am 4. Mai 2020 meldete sich das Ehepaar in 
E.________ wieder ab (AFM-act. 240) und am 5. Mai 2020 sprach der Ehemann 
auf der Gemeindeverwaltung G.________ vor, um sich und seine Frau anzumel-
den, wobei er darauf hingewiesen wurde, dass die Beschwerdeführerin ein Ge-
such um Kantonswechsel stellen müsse (AFM-act. 153). Bereits zuvor (am 

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22.4.2020 und 14.5.2020) ersuchte die Beschwerdeführerin im Kanton St.Gallen 
um Bewilligung des Kantonswechsels (AFM-act. 246, 249). 

Am 19. Juni 2020 informierte das AFM die Beschwerdeführerin, man sistiere das 
(im Kanton Schwyz eingereichte) Gesuch um Kantonswechsel, bis das Verfahren 
betreffend Aufenthaltsbewilligung im Kanton Graubünden abgeschlossen sei 
(AFM-act. 155). 

Gemäss Auskunft des Ehemannes bei der Gemeinde G.________ am 3. Juli 
2020 lebte die Beschwerdeführerin damals unter der Woche bei der Familie in 
H.________, da sie im Kanton Graubünden arbeite. Bei der Wohnung in 
F.________, für welche beide angemeldet waren, handelte es sich um eine bau-
rechtlich nicht bewilligte 1-Zimmerwohnung (welche der Cousin des Ehemannes 
mietete), weshalb der Ehemann durch die Gemeinde aufgefordert wurde, sich 
abzumelden (AFM-act. 152). 

Am 6. August 2020 zog die Beschwerdeführerin ihr Gesuch um Kantonswechsel 
im Kanton St.Gallen zurück (AFM-act. 238, 239). 

Am 3. September 2020 informierte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
das AFM über den Verfahrensabschluss in Graubünden und er ersuchte um 
Wiederaufnahme des Gesuchs um Kantonswechsel (AFM-act. 161, vgl. auch 
162). Am 23. Oktober 2020 (nach Eintritt der Rechtskraft der Nichtverlänge-
rungsverfügung AFM-GR; AFM-act. 166) beschied ihm das AFM, man werde das 
Gesuch ablehnen, da keine gültige Bewilligung vorliege (AFM-act. 163). Am 31. 
Oktober 2020 verlangte der Rechtsvertreter eine anfechtbare Verfügung (AFM-
act. 169). 

Aktenkundig ist sodann eine AFM-interne E-Mail, wonach der Ehemann am       
1. Oktober 2020 informierte, die Beschwerdeführerin wohne nicht mehr im selben 
Haushalt (AFM-act. 167). Am 16. November 2020 wurde ein Mietvertrag (Mietbe-
ginn 1.12.2020) für eine 3-Zimmerwohnung in I.________-strasse __ (dieselbe 
Liegenschaft wie nach dem Zuzug nach F.________) unterzeichnet, wobei als 
Mieter die Eheleute A.+C.________ und eine Drittperson aufgeführt sind (AFM-
act. 171). 

3.6 Am 19. bzw. 22. Januar 2021 gewährte das AFM der Beschwerdeführerin 
hinsichtlich der beabsichtigten Ablehnung des Gesuchs um Kantonswechsel das 
rechtliche Gehör (AFM-act. 179). Anstelle einer Stellungnahme wurde anfangs 
Februar (Eingang AFM 11.2.2021) ein neues Gesuch um Kantonswechsel Dritt-
staaten eingereicht (AFM-act. 196 ff.). Dieses weist verschiedene Unstimmigkei-
ten auf. So ist auf dem Formular der Gemeinde vermerkt, die Eheleute seien seit 
dem 1. Oktober 2020 getrennt mit separatem Wohnsitz, ohne allerdings eine 

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Adresse der Beschwerdeführerin zu nennen (AFM-act. 196). Das von der Be-
schwerdeführerin ausgefüllte Formular weist als Adresse 'I.________-strasse __' 
auf gemäss obgenanntem Mietvertrag (AFM-act. 195). Die Lohnabrechnung des 
Ehemannes Januar und Februar 2021 nennt ebenso diese Adresse wie auch die 
Prämienrechnung der Krankenkasse für die Beschwerdeführerin für die Monate 
April bis Juni 2021 (AFM-act. 184-187). Für die Lohnabrechnung Januar bis März 
2021 nennt die Beschwerdeführerin als Adresse hingegen 'J.________-strasse 
__' (AFM-act. 181-183). 

Mit Verfügung vom 30. April 2021 lehnte das AFM das Gesuch um Kantons-
wechsel (an welchem der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin explizit fest-
hielt, AFM-act. 198/199) ab, weil die Beschwerdeführerin aktuell über keine gülti-
ge Aufenthaltsbewilligung als Voraussetzung für einen Kantonswechsel verfüge 
(AFM-act. 205). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

3.7 Bereits zuvor, am 8. April 2021 reichte der Ehemann der Beschwerdeführe-
rin ein Gesuch um Familiennachzug ein (AFM-act. 201). Am 27. April 2021 wurde 
er vom AFM aufgefordert, zwecks Gesuchsprüfung bis am 11. Mai 2021 ver-
schiedene Unterlagen einzureichen (AFM-act. 202).

Am 27. Mai 2021 musste der Ehemann an die Einreichung von Unterlagen 
zwecks Prüfung des Gesuchs um Familiennachzug erinnert werden (AFM-act. 
207). Noch gleichentags reichte der Rechtsvertreter Unterlagen ein (die sich aus 
den Akten nicht ergeben; AFM-act. 208); am 7. Juni 2021 reichte er die Arbeitge-
berbestätigung nach, auf welcher für die Beschwerdeführerin als Adresse 
'J.________-strasse __' angegeben wird (AFM-act. 211). 

Am 11. Juni 2021 stellte das AFM die Einreiseerlaubnis für die Beschwerdeführe-
rin aus (AFM-act. 215) mit Zuzugsdatum 11. Juni 2021 (AFM-act. 216) und eben-
so wurde ihr eine Aufenthaltsbewilligung Familienmitglied EU/EFTA mit Berechti-
gung zur Erwerbstätigkeit mit Gültigkeit bis 23. Juli 2023 ausgestellt (AFM-act. 
217). 

3.8 Am 29. Dezember 2021 unterzeichnete der Ehemann das Meldeformular 
'Trennung', wonach die Eheleute seit dem 15. Dezember 2021 wieder voneinan-
der getrennt leben (AFM-act. 220). 

3.9 Mit Schreiben vom 24. Februar 2022 eröffnete das AFM Sachverhaltsab-
klärungen betreffend Voraussetzungen der Aufenthaltsbewilligung der Be-
schwerdeführerin, wozu ihr verschiedene Fragen unterbreitet wurden (AFM-act. 
228). Diese beantwortete die Beschwerdeführerin am 7. März 2022 (AFM-act. 
230). Demgemäss sei die Ehe endgültig aus, an eine Wiederaufnahme der eheli-

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chen Gemeinschaft sei zurzeit nicht zu denken, man habe unüberbrückbare In-
teressenkonflikte. Die Scheidung sei im gegenseitigen Einverständnis eingereicht 
worden. Und weiter:

Wir haben im September 2016 in D.________ geheiratet und haben bis April 2019 
zusammengelebt. Vorher haben wir mehrere Monate als Paar in D.________ ge-
lebt, ich war zu dieser Zeit jedoch lediglich als Touristin in der Schweiz.

Von April 2019 bis Februar 2020 haben wir uns diverse Male getroffen und über 
die vergangenen Probleme gesprochen und schliesslich im Februar 2020 diese 
auch beiseitegelegt und die Eheliche Gemeinschaft wieder aufgenommen. Diese 
haben wir bis Dezember 2022 [recte 2021] zusammen ausgelebt.

Am 29. März 2022 unterrichtete das AFM die Beschwerdeführerin unter Ge-
währung des rechtlichen Gehörs, man beabsichtige den Widerruf der Aufent-
haltsbewilligung EU/EFTA und die Wegweisung aus der Schweiz (AFM-act. 262). 
In der Stellungnahme vom 7. April 2022 führte die Beschwerdeführerin u.a. aus 
(AFM-act. 270):

Die Beziehung zu C.________ während der Zeit zwischen April 2019 und Februar 
2020 war so, dass wir nach kurzer Zeit viele Gespräche und Diskussionen hatten. 
Wir haben über sämtliche Fehlverhalten und Verbesserung Möglichkeiten gespro-
chen. Insbesondere seine Geldprobleme und seine unmotivierte Einstellung zu Ar-
beiten war ein langes Gesprächsthema. Er versprach sie drastisch zu ändern und 
seine Fehler nicht mehr zu wiederholen. Nach diversen Treffen haben wir langsam 
wieder angefangen uns als Paar zu treffen und nachdem ich den Eindruck hatte, 
dass es funktionieren könnte sind wir schliesslich im Februar 2020 wieder zusam-
mengezogen.

Während der Trennung habe ich an der Via […] in D.________ gelebt. Wir hatten 
beide nach einiger Zeit jeweils einen Schlüssel vom Partner.

Mit Urteil vom 12. Juli 2022 wurde die Ehe der Beschwerdeführerin geschieden 
(AFM-act. 275). 

3.10 Mit Verfügung vom 17. August 2022 widerrief das AFM die Aufenthaltsbe-
willigung der Beschwerdeführerin per sofort, sie wurde aus der Schweiz wegge-
wiesen und angehalten, das Land spätestens 30 Tage nach Rechtskraft der Ver-
fügung zu verlassen (AFM-act. 286). 

4.1 Dass sich die Ehegatten spätestens am 8. April 2019 trennten (und damit 
nach weniger als dreijähriger Ehegemeinschaft seit der Heirat am 7.9.2016), ist 
unbestritten. Ebenso, dass sie ab dem 18. März 2020 wieder an derselben 
Adresse gemeldet waren und sich dann am 15. Dezember 2021 erneut trennten. 
Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin hat der Regierungsrat die Zeit 
des Getrenntlebens dazwischen zu Recht nicht an die Zeit der Ehegemeinschaft 
angerechnet und auch keine Addition der beiden Phasen vorgenommen.

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4.2 Mit der Nichtverlängerungs- und Wegweisungsverfügung vom 27. Januar 
2020 stellte das AFM-GR fest, die Ehe der Beschwerdeführerin habe höchstens 
bis zum 8. April 2019 gedauert. Seit der Trennung bestehe keine eheliche Ge-
meinschaft mehr. Die Ehegemeinschaft habe damit weniger als drei Jahre ge-
dauert (AFM-act. 104). Eine dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde zog die 
Beschwerdeführerin zurück, wodurch die Verfügung in Rechtskraft erwuchs 
(AFM-act. 159). Damit stellte bereits der Kanton Graubünden rechtskräftig fest, 
dass die Ehegemeinschaft der Beschwerdeführerin am 8. April 2019 endete und 
für die Zeit danach kein gemeinsamer Ehewille mehr bestand. Damit aber konnte 
schon das AFM-GR die Zeit der Trennung nicht an die Dreijahresdauer ehelicher 
Gemeinschaft anrechnen. Ob bei dieser Ausgangslage, da das Erlöschen des 
Ehewillens mit der Trennung vom 8. April 2019 von einer kantonalen Migrations-
behörde bereits rechtskräftig festgestellt wurde, überhaupt noch Raum besteht, 
für ebendiese Periode nun festzustellen, die eheliche Gemeinschaft habe trotz 
der Trennung infolge Ehewillens und wichtigen Gründen für die Trennung weiter-
bestanden, kann offen bleiben. Denn die Vorinstanz stellte zu Recht fest, dass 
dies nicht der Fall war. 

4.3 Die Anrechnung der Phase des Getrenntlebens setzt einen durchwegs vor-
handenen, gemeinsamen Ehewillen voraus sowie einen wichtigen Grund fürs 
Getrenntsein (vgl. oben Erw. 2.3). Vorliegend fehlt es an beidem. 

Es trifft wohl zu, dass der Ehemann anlässlich der ersten Befragung nach der 
Trennung vom 8. April 2019 noch Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der eheli-
chen Gemeinschaft äusserte (vgl. oben Erw. 3.2). Dies allein genügt indes für die 
Aufrechterhaltung der ehelichen Gemeinschaft nicht, ist doch hierfür stets ein 
übereinstimmender Wille beider Ehegatten vonnöten (vgl. oben Erw. 2.5). Dies 
war vorliegend zweifelsohne nicht der Fall, führte doch die Beschwerdeführerin 
selbst in beiden fremdenpolizeilichen Befragungen (vom Juli 2019 und Januar 
2020) klar aus, sie könne sich die Wiedervereinigung nicht vorstellen, sondern 
strebe die Scheidung an. Wohl bestätigte auch sie, dass man noch in Kontakt 
stehe, gleichzeitig bekräftigte sie aber die Trennung und deren definitiven Cha-
rakter. Ihre Aussagen enthielten keinerlei Hinweise für ein Weiterbestehen eines 
Ehewillens. Und im Januar 2020 bestätigten schliesslich beide Eheleute überein-
stimmend, dass die eheliche Gemeinschaft nicht fortgesetzt werde, mithin über-
einstimmend kein gemeinsamer Ehewille bestand. Damit aber fehlen jegliche In-
dizien, dass das Getrenntsein nur vorübergehend hätte sein sollen, dass über die 
Dauer der Trennung stets beidseitig ein Wille zur Aufrechterhaltung der eheli-
chen Gemeinschaft gegeben war. In keiner Befragung führte die Beschwerdefüh-
rerin damals aus, was sie nun neu im Rahmen der Stellungnahmen zuhanden 

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des AFM vor dem Hintergrund eines drohenden Bewilligungswiderrufs ausführte 
(dass man sich regelmässig getroffen und die Probleme diskutiert habe und sich 
schliesslich in Überzeugung, die Ehe weiterzuführen, wieder zusammenschloss). 
Im Übrigen vermögen auch wiederkehrende Kontakte und Gespräche während 
einer Trennung allein einen bestehenden Ehewillen bzw. den Bestand einer 
Ehegemeinschaft nicht nachzuweisen. Belege, dass die Beschwerdeführerin und 
ihr Ehemann trotz der Trennung zumindest im Ansatz noch eine Ehegemein-
schaft bildeten, legt die Beschwerdeführerin keine vor (wie bspw. gemeinsame 
Rechnungen, Ferien, Ausflüge, gemeinsamer Kollegenkreis und -besuche etc., 
mithin Dinge, welche ein Ehepaar trotz getrenntem Wohnsitz in aller Regel aus-
zeichnen). 

Zu Recht verneinte der Regierungsrat auch das Vorliegen von 'wichtigen Grün-
den' für ein Getrenntleben der Ehegatten. Offensichtlich bestanden tiefgreifende 
Differenzen, welche die Beschwerdeführerin bewogen, den gemeinsamen Haus-
halt aufzulösen und nicht mehr in die eheliche Gemeinschaft zurückzukehren. 
Wenn sie vor Verwaltungsgericht ausführt, es sei für sie unverständlich, dass ihr 
damaliger Ehemann keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen sei und kein Er-
werbseinkommen erzielt habe, um sie bei der Bestreitung des Lebensunterhaltes 
zu unterstützen, so mag dies u.U. durchaus Grund für eine Ehekrise, gar für eine 
zeitweise oder endgültige Trennung sein. Rechtsprechungsgemäss stellen aber 
(selbst vorübergehende) Ehekrisen keinen wichtigen Grund im Sinne von Art. 49 
AIG dar, welcher die Anrechnung des Getrenntlebens rechtfertigen würde (vgl. 
oben Erw. 2.3). Damit aber fehlt es für die Anrechenbarkeit der Phase der Tren-
nung sowohl am hierfür notwendigen Willen zur Ehegemeinschaft als auch an ei-
nem wichtigen Grund für die Trennung. 

An der Nichtanrechenbarkeit der Trennungsphase ab dem 8. April 2019 ändert 
auch der Wiederzusammenzug am 18. März 2020 nichts. Es fehlen schlicht Hin-
weise, dass während des Getrenntseins ein gemeinsamer Ehewille vorhanden 
gewesen wäre. 

Sachverhaltsmässig fällt sodann auf, dass das AFM-GR Ende Januar 2020 (nach 
neuerlicher Befragung der Ehegatten) die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung EU/EFTA der Beschwerdeführerin verfügte, weil die eheliche Gemein-
schaft weniger als drei Jahre gedauert habe. Ende Februar 2020 erhob die Be-
schwerdeführerin Beschwerde und kündigte an, man werde wieder zusammen-
ziehen und zwar in E.________, am neuen Wohnort des Ehemannes. Im März 
2020 berichtete die Gemeinde E.________, der Ehemann sei Ende Januar 2020 
zugezogen in eine 1-Zimmerwohnung. Er habe zur Auskunft gegeben, dass er 
seit Februar 2019 von seiner Frau getrennt lebe; von einem Zuzug der Ehefrau 

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wisse man nichts (vgl. oben Erw. 3.3). Dieser erfolgte dann per 18. März 2020. 
Selbst wenn rein chronologisch nicht grundsätzlich ausgeschlossen ist, dass 
nach den fremdenpolizeilichen Befragungen (wo beide Ehepartner das Fehlen 
eines Ehewillens bestätigten) und nach dem Wohnortswechsel des Ehemannes 
nach E.________ und nach Erlass der Nichtverlängerungsverfügung - was alles 
Ende Januar 2020 geschah - sich die Eheleute eines Andern entschieden und 
die eheliche Gemeinschaft doch wieder aufnehmen wollten, so war dies doch al-
les derart kurzfristig und nach Erlass der Nichtverlängerungsverfügung, so dass 
keineswegs auf einen über die ganze Zeit des Getrenntlebens bestehenden 
Ehewillen geschlossen werden kann. 

Damit aber haben die Vorinstanzen die Zeit vom 8. April 2019 bis 18. März 2020 
zu Recht nicht an die Dauer der ehelichen Gemeinschaft angerechnet.

4.4 Ausgeschlossen ist vorliegendenfalls ebenso die Addition der mehreren 
Phasen eines Zusammenlebens. Wie eingangs ausgeführt (vgl. oben Erw. 2.4) 
ist das Zusammenzählen mehrerer Perioden des Zusammenwohnens in der 
Schweiz nicht grundsätzlich ausgeschlossen. Voraussetzung ist allerdings, dass 
erwiesen ist, dass die Ehegatten den Willen für eine tatsächlich gelebte Ehege-
meinschaft während der Trennung stets beibehalten haben. Wie zuvor aufge-
zeigt, fehlt es hier an diesem ausgewiesenen Willen zu einer tatsächlich gelebten 
Ehegemeinschaft über die gesamte Zeit hinweg. Entsprechend lassen sich die 
Phasen auch nicht addieren.

Nachdem die zweite Phase ohnehin nicht anzurechnen ist, kann auch offen blei-
ben, ob die Anrechnung nicht auch wegen Rechtsmissbräuchlichkeit ausge-
schlossen wäre (wofür etwa Indizien sprechen wie das plötzliche Zusammenzie-
hen nach Bewilligungs-Nichtverlängerung, das Bewohnen einer möblierten 1-
Zimmerwohnung in E.________, die Wohnsitznahme in einer 1-Zimmerwohnung 
eines Dritten in F.________, wobei die Beschwerdeführerin unter der Woche zu-
gegebenermassen ohnehin nicht da lebte, die unklare Wohnsituation ab 1. Okto-
ber 2020, die unterschiedlichen Adressen auf den Arbeitgeberbestätigungen, die 
trotz gemeinsamer Miete [zusammen mit einer Drittperson] einer 3-
Zimmerwohnung ab Dezember 2020).

4.5 Zusammenfassend ist die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und 
rechtliche Erwägung, wonach die Beschwerdeführerin keine mindestens dreijäh-
rige Ehegemeinschaft in der Schweiz nachweisen kann, wodurch kein Anspruch 
auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Auflösung der Ehegemein-
schaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG besteht, nicht zu beanstanden. 

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5. Soweit der Regierungsrat schliesslich auch noch die Verhältnismässigkeit 
der Massnahme prüfte und zum Schluss gelangte, der Bewilligungswiderruf und 
die Wegweisung aus der Schweiz seien verhältnismässig und zumutbar, so rügt 
die Beschwerdeführerin diese Beurteilung nicht als fehlerhaft. Die regierungsrät-
lichen Erwägungen hierzu sind denn auch nachvollziehbar und schlüssig. 

Die Beschwerdeführerin wurde 1991 in Serbien geboren und lebte da bis zur Ein-
reise in die Schweiz 2016. Sie verbrachte die wichtigen Kinder-, Jugend- und 
jungen Erwachsenenjahre in ihrem Herkunftsland. In Serbien absolvierte sie die 
Grundschule sowie das Gymnasium. In der Heimat trat sie ins Erwerbsleben ein 
und sammelte mehrere Jahre Berufserfahrung. Den für die Persönlichkeit prä-
genden Teil ihres Lebens verbrachte die Beschwerdeführerin somit in ihrem Her-
kunftsland. Auch aktuell bezeichnet sie ihre Beziehungen zu Serbien als gut, je-
doch ein wenig abgeflacht, seitdem sämtliche Geschwister nach Deutschland 
ausgewandert seien. Sie besuche aber regelmässig ihre nach wie vor in Serbien 
lebenden Eltern. Pro Jahr reise sie ein- bis zweimal, jedoch höchstens für eine 
Woche nach Serbien (vgl. AFM-act. 269). Die Grundlagen für eine Wiederein-
gliederung im Herkunftsland sind damit gegeben. Der Zumutbarkeit der Rückkehr 
schadet weder eine schwierigere Wirtschaftslage in der Heimat noch der Um-
stand, dass sie albanischstämmig sei. Selbst wenn sie in der Schweiz mehrheit-
lich Albanisch und Deutsch spricht, ist es nicht glaubhaft, dass sie der serbischen 
Sprache nach sechs Jahren Abwesenheit (mit regelmässigen Unterbrüchen) 
nicht einmal derart mächtig ist, dass eine Wiedereingliederung möglich erscheint. 

In der Schweiz ist die Beschwerdeführerin vom Ehemann geschieden; die Ehe 
blieb kinderlos. Die Beschwerdeführerin erwähnt zwar Verwandte in der Schweiz, 
führt dies indes nicht genauer aus. Die Bindungen können nicht derart intensiv 
sein, dass sie einen Anspruch aus Art. 8 EMRK ableiten könnte. Es ist zu Guns-
ten der Beschwerdeführerin anzuerkennen, dass sie gewillt war, sich sprachlich 
und beruflich zu integrieren und ihr dies - soweit ersichtlich - auch gelungen ist. 
Insgesamt geht dies aber nicht über ein Verhalten und eine Integration hinaus, 
wie sie von zugezogenen ausländischen Personen erwartet werden darf. Zudem 
ist ein sechsjähriger Aufenthalt (wovon mehrere Jahre mit unklarer Aufenthalts-
berechtigung) keine lange Dauer.

Zusammenfassend sind daher die öffentlichen Interessen an der Durchsetzung 
des Migrationsrechts (kein Aufenthalt ohne Anspruch auf Aufenthalt) und der 
Verfolgung einer restriktiven Einwanderungspolitik höher zu gewichten als die 
privaten Interessen der Beschwerdeführerin an einem Verbleib in der Schweiz. 

6. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 

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werden auf Fr. 1'500.-- festgesetzt und dem Ausgang entsprechend der Be-
schwerdeführerin auferlegt (§ 72 VRP). Anspruch auf Parteientschädigung be-
steht keiner. 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 1'500.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barausla-
gen) werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie hat am 12. Januar 2023 
einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, womit die Rechnung aus-
geglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, erhoben werden, sofern das Bundesrecht oder das Völker-
recht einen Bewilligungsanspruch einräumt (Art. 42 und 82ff., insbesondere 
Art. 83 lit. c Ziffer 2 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, 
SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann innert 30 Tagen seit Zustellung Verfassungsbeschwerde* 
erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt 
werden (Art. 113ff. BGG). Bei gleichzeitiger ordentlicher Beschwerde sind 
beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen.

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- das Amt für Migration (EB)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- den Regierungsrat (EB)
- und das Staatssekretariat für Migration, SEM, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 26. Januar 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

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Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

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Versand: 3. Februar 2023