# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 894d6431-fdc0-5151-ae2e-3b7e8086df14
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.10.2025 200 2025 371
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2025-371_2025-10-10.pdf

## Full Text

ALV 200 2025 371 
FRC/NUS/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil der Einzelrichterin vom 10. Oktober 2025

Verwaltungsrichterin Frey
Gerichtsschreiberin Nussbaumer

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern 
Recht und Dienste, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegner

betreffend Einspracheentscheid vom 15. Mai 2025

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 2 -

Sachverhalt:

A.

Der 1994 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich am 29. Januar 2024 beim Regionalen Ar-
beitsvermittlungszentrum (RAV) Bern-Mittelland zur Arbeitsvermittlung an 
(Akten des Amtes für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern [nachfol-
gend AVA bzw. Beschwerdegegner], Dossier RAV-Region Bern-Mittelland 
[act. IIA] 279 f.) und am 14. Februar 2024 stellte er einen Antrag auf Ar-
beitslosenentschädigung (Akten des AVA, Dossier Arbeitslosenkasse Güm-
ligen [act. II] 252 ff.). Die vom AVA, Arbeitsvermittlung, ab dem 7. Januar 
2025 zugewiesene arbeitsmarktliche Massnahme "…" (act. IIA 121 ff.) wur-
de per 15. Januar 2025 (act. IIA 107) abgebrochen. Die gleiche arbeits-
marktliche Massnahme wurde dem Versicherten ab dem 27. Januar 2025 
(act. IIA 98 ff.) erneut zugewiesen. Nachdem er diese Massnahme nicht 
angetreten hatte, wurde sie per 30. Januar 2025 (act. IIA 89) abermals ab-
gebrochen. Nach vorgängiger Möglichkeit zur Stellungnahme (act. IIA 104, 
86) stellte das AVA, Arbeitsvermittlung, den Versicherten mit zwei Verfü-
gungen vom 20. Februar 2025 (act. IIA 79 ff., 76 ff.) wegen erstmaligen 
Abbruchs einer arbeitsmarktlichen Massnahme ab dem 16. Januar 2025 für 
23 Tage und wegen erstmaligen Nichtantritts einer arbeitsmarktlichen 
Massnahme ab dem 31. Januar 2025 für 28 Tage in der Anspruchsberech-
tigung auf Arbeitslosenentschädigung ein. Die dagegen vom Versicherten 
erhobene Einsprache (act. IIA 67 ff.) wies das AVA, Rechtsdienst (heute: 
Recht und Dienste), mit Entscheid vom 15. Mai 2025 (act. IIA 18 ff.) ab.

B.

Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 4. Juni 2025 Beschwerde 
mit folgenden Rechtsbegehren:

1. Der Einspracheentscheid vom 15. Mai 2025 sei aufzuheben.
2. Die verfügten Einstelltage von 23 bzw. 28 Tagen seien ersatzlos zu 

streichen.
3. Es sei festzustellen, dass die angeordnete arbeitsmarktliche Massnah-

me unzumutbar und sachlich nicht gerechtfertigt war.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 3 -

Mit Beschwerdeantwort vom 31. Juli 2025 beantragte der Beschwerdegeg-
ner die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die 
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 
[AVIG; SR 837.0] i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung vom 31. August 
1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung [AVIV; SR 837.02]). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. Mai 
2025 (act. IIA 18 ff.). Streitig und zu prüfen ist die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung im Umfang von 23 
Tagen aufgrund erstmaligen Abbruchs und von 28 Tagen aufgrund erstma-
ligen Nichtantritts einer arbeitsmarktlichen Massnahme.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 4 -

Soweit der Beschwerdeführer beantragt, es sei festzustellen, dass die an-
geordnete arbeitsmarktliche Massnahme in seinem Fall unzumutbar sei 
(Beschwerde S. 1 Rechtsbegehren 3), ist darauf hinzuweisen, dass Fest-
stellungsbegehren eines ausgewiesenen aktuellen Feststellungsinteresses 
bedürfen und gegenüber rechtsgestaltenden Begehren subsidiär und damit 
nur zulässig sind, wenn das schutzwürdige Interesse der das Begehren 
stellenden Partei im hängigen Verfahren nicht mit einem Leistungs- oder 
Gestaltungsbegehren gewahrt werden kann (vgl. SVR 2017 FZ Nr. 1 S. 1, 
8C_438/2016 E. 2.1; MIRIAM LENDFERS, in KIESER/KRADOLFER/LENDFERS 
[Hrsg.]; Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 59 N. 11; MARKUS MÜL-
LER, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 
2020, Art. 49 N. 72 f.). Über die Frage, ob die arbeitsmarktliche Massnah-
me für den Beschwerdeführer unzumutbar war, muss indes bereits im Zu-
sammenhang mit dem Begehren um Aufhebung des Einspracheentschei-
des vom 15. Mai 2025 (act. IIA 18 ff.) und damit im Rahmen der vorliegen-
den Leistungsstreitigkeit entschieden werden, ohne dass es der vom Be-
schwerdeführer angestrebten formellen Feststellung bedürfte. Soweit es 
sich beim erwähnten Antrag (Beschwerde S. 1 Rechtsbegehren 3) um ein 
selbstständiges Feststellungsbegehren handelt, ist darauf nicht einzutreten.

1.3 Bei einer Einstelldauer von total 51 Tagen (23 und 28 Tage) und 
einem Taggeldanspruch von Fr. 159.70 (act. II 109) liegt der Streitwert mit 
Fr. 8'144.70 unter Fr. 20'000.--, womit die Beurteilung der Beschwerde in 
die einzelrichterliche Zuständigkeit fällt (Art. 57 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 5 -

In formeller Hinsicht macht der Beschwerdeführer dahingehend sinn-
gemäss eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, als dass im ange-
fochtenen Einspracheentscheid (act. IIA 18 ff.) nicht auf die im Einsprache-
verfahren vorgebrachten Argumente eingegangen und das von ihm einge-
reichte Arztzeugnis nicht erwähnt worden sei (Begründungspflicht). 

2.1

2.1.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]).

Die Verfügungen sind zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien 
nicht voll entsprechen (Art. 49 Abs. 3 ATSG). Die Begründungspflicht ist 
wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne 
von Art. 29 Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von un-
sachlichen Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Ver-
fügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, 
wenn sowohl die betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich 
über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sin-
ne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 
sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung 
stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder 
tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander-
setzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentli-
chen Gesichtspunkte beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 
180 E. 1a S. 181; in BGE 151 III 143 nicht publizierte E. 8.2 des Urteils des 
Bundesgerichts [BGer] 9C_717/2023 vom 7. August 2024, in BGE 150 V 
273 nicht publizierte E. 4.1 des Urteil des BGer 9C_385/2023 vom 8. Mai 
2024; SVR 2022 IV Nr. 37 S. 121, 8C_572/2021 E. 5.1).

2.1.2 Nach der Rechtsprechung kann eine nicht besonders schwerwie-
gende Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn die be-
troffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu 
äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprü-
fen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll aber die Ausnahme 
bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 E. 2b S. 132; SVR 2021 
IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 6 -

8C_25/2020 E. 3.3.1). Von einer Rückweisung der Sache zur Gewährung 
des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im Sinne einer Heilung des 
Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 
Gehörs abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalisti-
schen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die 
mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an 
einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären 
(BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2021 IV Nr. 43 S. 139, 9C_555/2020 
E. 4.4.1, 2020 IV Nr. 57 S. 193, 8C_25/2020 E. 3.3.1).

2.2 Der Beschwerdegegner hat sowohl in den Verfügungen vom 
20. Februar 2025 (act. IIA 79 ff., 76 ff.) als auch im Einspracheentscheid 
vom 15. Mai 2025 (act. IIA 18 ff.) die wesentlichen Überlegungen genannt, 
von denen er sich hat leiten lassen und auf welche er seinen Entscheid 
stützt, wobei er sich zulässigerweise auf die wesentlichen Gesichtspunkte 
beschränkte. So war es nicht erforderlich, die vom Beschwerdeführer im 
Zusammenhang mit seiner Anmeldung eingereichten Arztzeugnisse 
(act. II 259, 258, 198 122 f.) zu erwähnen, betrafen diese doch ohnehin 
nicht den für den Entscheid relevanten Zeitraum ab dem 8. Januar 2025. 
Auch die vom Beschwerdeführer geäusserten Hinweise auf falsche oder 
widersprüchliche Aussagen der RAV-Personalberaterin waren nicht we-
sentlich, war in dem Entscheid doch einzig die Frage nach der Verletzung 
der Teilnahmepflicht an arbeitsmarktlichen Massnahmen durch den Be-
schwerdeführer zu beantworten. Wer im Einzelfall über die anzuweisende 
arbeitsmarktliche Massnahme entscheidet und wie es sich mit der Verbind-
lichkeit der Zuweisung verhält, ist – entgegen der Ansicht des Beschwerde-
führers (Beschwerde S. 2 f. Ziff. 5) – nicht relevant. Dieser konnte die Ver-
waltungsakte denn auch sach- und zielgerichtet anfechten. Insofern ist eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs zu verneinen.

3.

3.1 Gemäss Art. 1a Abs. 2 AVIG gehört es zu den Zielen des Gesetzes, 
drohende Arbeitslosigkeit zu verhüten, bestehende Arbeitslosigkeit zu 
bekämpfen und die rasche und dauernde Eingliederung in den Arbeits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 7 -

markt zu fördern. Diesem Zweck dienen u.a. die arbeitsmarktlichen Mass-
nahmen (Art. 59 ff. AVIG).

3.2 Auf Weisung der zuständigen Amtsstelle hat die versicherte Person 
an arbeitsmarktlichen Massnahmen teilzunehmen, die ihre Vermittlungs-
fähigkeit fördern (Art. 17 Abs. 3 lit. a AVIG). Der zuständigen Amtsstelle 
kommt bei der Anordnung arbeitsmarktlicher Massnahmen ein relativ weiter 
Ermessensspielraum zu. Sie sind zu absolvieren, soweit sie der versicher-
ten Person nicht unzumutbar sind (vgl. Urteil des Eidgenössischen Versi-
cherungsgerichts [EVG; heute BGer] C 349/05 vom 20. Februar 2006 
E. 2.2.1). Nach der Rechtsprechung fallen bei der Prüfung der Zumutbar-
keit neben dem Alter und dem Gesundheitszustand unter dem Gesichts-
punkt der persönlichen Verhältnisse insbesondere die familiären Umstände 
der versicherten Person in Betracht (vgl. EVG C 349/05 E. 1; Art. 16 Abs. 2 
AVIG). 

Wenn die versicherte Person die Weisungen der zuständigen Amtsstelle 
nicht befolgt, namentlich eine arbeitsmarktliche Massnahme ohne ent-
schuldbaren Grund nicht antritt, abbricht oder deren Durchführung oder 
Zweck durch ihr Verhalten beeinträchtigt oder verunmöglicht, ist sie in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG; vgl. Staats-
sekretariat für Wirtschaft [SECO], AVIG-Praxis AMM, Rz. A72 und AVIG-
Praxis ALE, Rz. D34 [<www.arbeit.swiss>, unter: Publikationen/Weisungen/
AVIG-Praxis]; zur Bedeutung von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 
E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 
E. 4.4.2 S. 228). 

Was ein entschuldbarer Grund im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG ist, 
wird im Gesetz nicht näher definiert. Es liegt indessen nahe, einen solchen 
für das Nichtantreten eines Kurses anzuerkennen, wenn dessen Besuch 
der versicherten Person nicht zumutbar ist (ARV 1999 Nr. 9 S. 42). Dem 
Grundsatz der Zumutbarkeit kommt im Sozialversicherungsrecht im Allge-
meinen und im Arbeitslosenversicherungsrecht im Besonderen zentrale 
Bedeutung zu. Ein Kurs, zu dessen Besuch die versicherte Person ange-
wiesen wurde, ist unzumutbar, wenn er ihren persönlichen Verhältnissen 
oder ihrem Gesundheitszustand nicht angemessen ist (vgl. Art. 16 Abs. 2 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 8 -

lit. c AVIG; Urteile des EVG C 43/04 vom 25. Juni 2004 E. 2.2 und 
C 208/04 vom 6. Dezember 2004 E. 2.1; vgl. AVIG-Praxis ALE, Rz. B291).

4.

4.1 Vorliegend ist erstellt, dass sich der Beschwerdeführer von der vom 
AVA, Arbeitsvermittlung, für die Zeit vom 7. Januar 2025 bis zum 29. April 
2025 angewiesenen arbeitsmarktlichen Massnahme (act. IIA 121 ff.) am 
8. Januar 2025 krankheitsbedingt abgemeldet hat und dabei darauf hinge-
wiesen wurde, dass er nach drei Krankheitstagen ein Arztzeugnis einrei-
chen müsse (act. II 44). In den nachfolgenden Tagen meldete sich der Be-
schwerdeführer nicht mehr bei der B.________ (Anbieter der arbeitsmarkt-
lichen Massnahme, nachfolgend Durchführungsstelle), weshalb ihn diese 
am 13. Januar 2025 (act. IIA 110) verwarnte und aufforderte, sich innerhalb 
von drei Arbeitstagen bei ihr zu melden und ein Arztzeugnis einzureichen. 
Sollte der Beschwerdeführer dieser Aufforderung nicht Folge leisten, würde 
er aus der Massnahme ausgeschlossen. Da sich der Beschwerdeführer bis 
zum angegebenen Zeitpunkt weder bei der Durchführungsstelle meldete 
noch ein Arztzeugnis einreichte, wurde er per 15. Januar 2025 aus der 
Massnahme entlassen (act. IIA 105) bzw. wurde diese abgebrochen 
(act. IIA 107).

Weiter ist erstellt, dass der Beschwerdeführer die vom AVA, Arbeitsvermitt-
lung, für die Zeit vom 27. Januar 2025 bis zum 19. Mai 2025 neuerlich an-
gewiesene arbeitsmarktliche Massnahme (act. IIA 98 ff.) nicht angetreten 
hat. Die Durchführungsstelle verwarnte ihn mit Schreiben vom 27. Januar 
2025 (act. IIA 93), gab ihm wiederum drei Arbeitstage Zeit, sich bei der 
Durchführungsstelle zu melden und wies ihn darauf hin, dass er im Wider-
handlungsfall von der Massnahme ausgeschlossen werde. Da der Be-
schwerdeführer dieser Aufforderung nicht nachgekommen ist und sich nicht 
mehr bei der Durchführungsstelle meldete, wurde er per 30. Januar 2025 
aus der Massnahme entlassen (act. IIA 87) bzw. wurde diese abgebrochen 
(act. IIA 89).

4.2 Soweit der Beschwerdeführer sein Nichterscheinen ab dem 8. Ja-
nuar 2025 und sein Nichtantreten der arbeitsmarktlichen Massnahme ab 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 9 -

dem 27. Januar 2025 damit begründet, es habe ihm am Geld für die Anrei-
se und die Verpflegung gefehlt, da er in einer finanziellen Notlage gewesen 
sei (Beschwerde S. 1 Ziff. 1), ist mit dem Beschwerdegegner (vgl. 
act. IIA 21 und 23) festzuhalten, dass dies keinen entschuldbaren Grund für 
den Abbruch und/oder den Nichtantritt einer angewiesenen arbeitsmarktli-
chen Massnahme darstellt. Der Beschwerdeführer wäre vielmehr gehalten 
gewesen, sich an den Sozialdienst der Gemeinde oder für einen Kosten-
vorschuss an die Arbeitslosenkasse zu wenden. Dass die Umstände des 
Beschwerdeführers ignoriert und lediglich auf die Rückerstattung von Spe-
sen verwiesen worden wäre, geht aus den Akten nicht hervor. 

Auch das Vorbringen des Beschwerdeführers, der lange Arbeitsweg sei 
ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar (Beschwerde S. 1 f. 
Ziff. 2), stellt keinen entschuldbaren Grund dar. Gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. f 
AVIG ist ein Arbeitsweg von maximal zwei Stunden pro Weg, d.h. vier 
Stunden pro Tag, zumutbar. In den Akten findet sich kein Arztzeugnis, wel-
ches dem Beschwerdeführer die Unzumutbarkeit des Arbeitswegs von et-
was mehr als einer Stunde für die Zeit ab dem 8. Januar 2025 bescheini-
gen würde und er legt ein solches auch beschwerdeweise nicht vor. Viel-
mehr verweist er auf die Arztzeugnisse, welche er mit seiner Anmeldung 
eingereicht hat (act. II 259, 258, 198 122 f.). Hierbei übersieht der Be-
schwerdeführer, dass diese Arztzeugnisse erstens nicht den hier fraglichen 
Zeitraum betreffen und ihm zweitens damit auch keine Reiseunfähigkeit 
attestiert wurde. So hat insbesondere Dr. med. C.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie, im ausführlichen Arztzeugnis vom 5. Juni 
2024 (act. II 122 f.) hinsichtlich einer allfälligen Unzumutbarkeit eines lan-
gen Arbeitsweges nichts erwähnt und auch in den übrigen Arztzeugnissen 
wird nichts dergleichen erwähnt. Die vorliegenden Arztzeugnisse betreffen 
vielmehr die Frage nach der gesundheitlichen Zumutbarkeit seiner bis zum 
31. Januar 2024 innegehabten Arbeitsstelle, weshalb sie als Beleg für die 
Unzumutbarkeit eines längeren Arbeitsweges untauglich sind. Der Be-
schwerdeführer war im vorliegend interessierenden Zeitraum ab dem 
8. Januar 2025 aktenkundig zu 100 % arbeitsfähig (act. II 198, 61, 
act. IIA 135, 75), was er überdies auch selber so bestätigt hat (act. IIA 217, 
67). Einzig im Formular "Angaben der versicherten Person für den Monat 
Januar 2025" (act. II 34 f.) hat er angegeben vom 8. Januar bis zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 10 -

10. Januar 2025 und vom 27. Januar bis zum 28. Januar 2025 krank gewe-
sen zu sein. Unter "Bemerkungen" hält der Beschwerdeführer fest, dass für 
den ersten Krankheitsfall kein Arztzeugnis zugeschickt worden sei, da erst 
nach drei Tagen eines erforderlich sei. Das zweite Arztzeugnis könne mo-
mentan nicht zugeschickt werden, da sein Arzt erst am 3. Februar 2025 
wieder verfügbar sei. Er werde dies selbstverständlich nachreichen. Mit 
seiner Einsprache (act. IIA 57 ff.) gegen die Verfügungen (act. IIA 79 ff., 
76 ff.) reichte der Beschwerdeführer sodann das Arztzeugnis vom 21. Fe-
bruar 2025 (act. IIA 61) ein, welches ihm ab dem 1. Dezember 2024 eine 
volle Arbeitsfähigkeit attestiert und weder die krankheitsbedingten Ausfälle 
vom Januar 2025 noch die Unzumutbarkeit eines längeren Arbeitsweges 
aus gesundheitlichen Gründen erwähnt. 

Weiter scheint der Beschwerdeführer davon auszugehen, er sei der ar-
beitsmarktlichen Massnahme zugewiesen worden, weil er nicht voll arbeits-
fähig gewesen sei. Dabei übersieht er, dass dem gerade nicht so ist. Viel-
mehr wurde er der arbeitsmarktlichen Massnahme zugewiesen, um seine 
Vermittlungsfähigkeit zu verbessern. Hierfür ist unter anderem erforderlich, 
dass die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen in der Lage ist, 
eine zumutbare Arbeit anzunehmen und an Eingliederungsmassnahmen 
teilzunehmen (vgl. hierzu Art. 15 Abs. 1 AVIG). Das von der RAV-
Personalberaterin eingeforderte Arztzeugnis (act. II 64) diente somit der 
Abklärung, ob allenfalls medizinische Gründe gegen eine Vermittlungs-
fähigkeit des Beschwerdeführers sprechen. Insbesondere aufgrund der 
Rückmeldung aus der arbeitsmarktlichen Massnahme "…", dass der Be-
schwerdeführer durch seine Schlafproblematik oft schläfrig und abwesend 
wirke (act IIA 152 ff.), ist die Abklärung einer medizinischen Ursache durch 
den Beschwerdegegner nachvollziehbar und war sogar geboten.

Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, die fragliche arbeitsmarktliche 
Massnahme sei für ihn unzumutbar, da diese keinen Bezug zu seinem Be-
rufsfeld habe (Beschwerde S. 2 Ziff. 4), ist festzuhalten, dass ihm wieder-
holt von aussen klar gemacht wurde, er überzeuge im Auftritt nicht (Verhal-
ten und Hygiene; act. IIA 163, 157, 153, 147). Seine fachlichen Qualifikati-
onen wurden demgegenüber nicht in Zweifel gezogen (act. IIA 157, 147). 
Daher ist es nachvollziehbar, dass eine arbeitsmarktliche Massnahme zur 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 11 -

Förderung der Arbeitsmarktattraktivität ins Auge gefasst und nicht eine 
fachbezogene Massnahme zugewiesen wurde. Es ist zudem darauf hinzu-
weisen, dass neben dem fachlichen Wissen auch das persönliche Auftreten 
und Verhalten wichtige Bestandteile der Arbeitsmarktattraktivität sind. Dass 
der Beschwerdeführer die angewiesene Massnahme als fachlich unpas-
send erachtet, genügt überdies für die Annahme der Unzumutbarkeit nicht 
(Urteil des BGer 8C_471/2020 vom 6. Oktober 2020 E. 4.5.3). Auch wurde 
der Beschwerdeführer bereits am 11. Dezember 2024 (act. IIA 127) von der 
RAV-Personalberaterin darauf hingewiesen, dass der Kurs nicht im … sein 
werde, sondern vielmehr der Förderung der Vermittlungs- und Leistungs-
fähigkeit diene. Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, die Massnahme 
habe seine Arbeitssuche massiv beeinträchtigt. In der Rückmeldung zum 
Startgespräch vom 7. Januar 2025 (act. IIA 117 f.) wurde jedoch ausdrück-
lich festgehalten, dass am Freitagnachmittag Zeit für die Erledigung von 
Bewerbungsaktivitäten zur Verfügung stehe. Abgesehen davon ist auch 
dem Informationsblatt "Allgemeine Teilnahmebedingungen kollektive Ar-
beitsmarktliche Massnahmen" (act. IIA 123 f.) zu entnehmen, dass als 
wichtige Gründe für eine Verhinderung an der Teilnahme unter anderem 
Vorstellungsgespräche anzusehen sind. Dementsprechend stand dem Be-
schwerdeführer ausreichend Zeit für die Stellensuche zur Verfügung und 
bei allfälligen Vorstellungsgesprächen wäre er nach Rücksprache mit der 
Durchführungsstelle von der Massnahme freigestellt worden. Zudem 
scheint die eigenständige Stellensuche des Beschwerdeführers nicht ge-
fruchtet zu haben, bezog er doch bis mindestens im Mai 2025 Taggelder 
(act. II 4) und hat auch keinen Zwischenverdienst (act. II 6 f.) gemeldet.

4.3 Nach dem Dargelegten liegt keine Unzumutbarkeit der arbeitsmarkt-
lichen Massnahme im Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG vor und auch aus 
gesundheitlichen Gründen liegt kein Rechtfertigungsgrund vor. Die Einstel-
lung in der Anspruchsberechtigung (Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG) erfolgte da-
her zu Recht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 12 -

5.

Zu prüfen bleibt die Angemessenheit der Sanktion von 23 und 28 Einstell-
tagen.

5.1 Die Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung bemisst 
sich nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG) und 
nicht nach der tatsächlichen Dauer der Arbeitslosigkeit (BGE 113 V 154; 
ARV 2023 S. 279 E. 4.1). Massgebend ist das Gesamtverhalten der versi-
cherten Person, das unter Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände 
des Einzelfalls, d.h. der objektiven und subjektiven Gegebenheiten zu wür-
digen ist (BGE 141 V 365 E. 4.1 S. 369). Die Dauer der Einstellung beträgt 
1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 
60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 lit. a - c AVIV). Die Ein-
stellung gilt nur für Tage, für die die arbeitslose Person die Voraussetzun-
gen der Anspruchsberechtigung erfüllt (Art. 30 Abs. 3 Satz 1 AVIG).

Innerhalb dieses Rahmens entscheiden die Organe der Arbeitslosenversi-
cherung nach pflichtgemässem Ermessen. Das Sozialversicherungsgericht 
darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund anstelle desjenigen der Ver-
waltung setzen; es muss sich somit auf Gegebenheiten abstützen können, 
die seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 
lassen (BGE 123 V 150 E. 2 S. 152; SVR 2020 ALV Nr. 11 S. 35, 
8C_331/2019 E. 3.3; ARV 2023 S. 279 E. 4.3, S. 197 E. 5.3, 2022 S. 444 
E. 3.3).

Wird die versicherte Person wiederholt in der Anspruchsberechtigung ein-
gestellt, so wird die Einstellungsdauer angemessen verlängert. Für die Ver-
längerung werden die Einstellungen der letzten zwei Jahre berücksichtigt 
(Art. 45 Abs. 5 AVIV).

5.2 Bei der mit den beiden Verfügungen vom 20. Februar 2025 
(act. IIA 79 ff., 76 ff.) festgesetzten und im angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 15. Mai 2025 (act. IIA 18 ff.) bestätigten Einstelldauer in der 
Anspruchsberechtigung von 23 bzw. 28 Tagen geht der Beschwerdegegner 
vom mittleren Bereich des mittelschweren Verschuldens aus, was in Wür-
digung der gesamten objektiven und subjektiven Umstände einer Ermes-
sensprüfung (vgl. E. 5.1 hiervor) standhält.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 13 -

Zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2024 bereits 
wiederholt in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde (Terminver-
säumnisse [act. IIA 227 ff., 205 ff.], ungenügende Arbeitsbemühungen 
[act. IIA 232 ff.]) und die Massnahme nach Abbruch am 15. Januar 2025 
noch 104 Tage (vgl. act. IIA 125) und bei Nichtantritt am 27. Januar 2025 
noch 112 Tage (vgl. act. IIA 98) gedauert hätte. Triftige Gründe für ein ge-
richtliches Eingreifen in das Ermessen der Organe der Arbeitslosenversi-
cherung werden vom Beschwerdeführer nicht geltend gemacht und sind 
auch nicht ersichtlich. Auch korrespondiert das Sanktionsmass mit dem 
"Einstellraster" der AVIG-Praxis ALE (Rz. D79 Ziff. 3.D), wonach die 
Schwere des Verschuldens bei Nichtantritt oder Abbruch eines Kurses mit 
einer Kursdauer von mehr als zehn Wochen als mittel bis schwer zu qualifi-
zieren ist. Dabei berücksichtigte der Beschwerdegegner in pflichtgemäs-
sem Ermessen die Gesamtumstände. Die Einstellungsdauer ist folglich 
weder rechtsfehlerhaft noch unangemessen. 

6.

Nach dem Dargelegten ist der Einspracheentscheid vom 15. Mai 2025 
(act. IIA 18 ff.) weder in grundsätzlicher noch in masslicher Hinsicht zu be-
anstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen, soweit 
darauf einzutreten ist.

7.

7.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 AVIG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBI 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

7.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
AVIG i.V.m. Art. 61 lit g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Oktober 2025, ALV 200 2025 371

- 14 -

Demnach entscheidet die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Amt für Arbeitslosenversicherung des Kantons Bern, Recht und 

Dienste 
- Staatssekretariat für Wirtschaft – SECO

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.