# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e946a26-e358-5f23-9457-a82efc7dd525
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 D-5015/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5015-2006_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5015/2006/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 0 9

Richter Bendicht Tellenbach (Vorsitz), 
Richter Daniel Schmid, Richter Hans Schürch,
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A._______, Sri Lanka,
vertreten durch Rechtsanwalt Gabriel Püntener, 
Advokaturbüro, Effingerstrasse 4a, 3001 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 6. Dezember 2006 / N_______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5015/2006

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer  – ein srilankischer Staatsangehöriger ta-
milischer Ethnie  – unter der Identität B._______erstmals um Asyl er-
suchte und dabei im Wesentlichen geltend machte, wegen Unterstüt-
zung der LTTE vom September 1996 bis März 1997 inhaftiert gewesen 
und dabei misshandelt worden zu sein,

dass er auch nach seiner Freilassung immer wieder von der srilanki-
schen Armee festgenommen und befragt worden sei, letztmals im Mai 
2001, weshalb er sich vom 21. November 2001 an bis zu seiner Aus-
reise am 4. Januar 2002 in Colombo aufgehalten habe, 

dass er zur Stützung seiner Vorbringen im Rahmen des vorinstanzli-
chen  Verfahrens  eine  Geburtsurkunde  in  Kopie,  einen  C._______im 
Original, ein Bestätigungsschreiben des D.________ im Original sowie 
eine E.________ in Kopie einreichte,

dass  das  damalige  Bundesamt  für  Flüchtlinge  (BFF; neu:  BFM)  mit 
Verfügung vom 30. Juli 2003 das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
insbesondere wegen Unglaubhaftigkeit  der Vorbringen ablehnte, des-
sen  Wegweisung  anordnete  und  den  Vollzug  als  zulässig,  zumutbar 
und möglich erachtete,

dass  der  Beschwerdeführer  bei  der  damals  zuständigen  schweizeri-
schen Asylrekurskommission (ARK) eine auf den Vollzug der Wegwei-
sung  beschränkte  Beschwerde  einreichte,  welche  mit  Urteil  vom 
15. Oktober  2003 abgewiesen  wurde,  womit  die  Verfügung  des  BFF 
vom 30. Juli 2003 in Rechtskraft erwuchs,

dass der Beschwerdeführer am 23. Oktober 2006 in der Schweiz ein 
zweites  Asylgesuch stellte  und dabei  im Rahmen der  Erstbefragung 
vom  26.  Oktober  2006  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  Basel 
und der Anhörung nach Art. 29 Abs. 4 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) vom 21. November 2006 unter anderem an-
gab, im Rahmen des ersten Asylverfahrens in der Schweiz sei er unter 
der Identität seines älteren Bruders, der ohnehin bei der LTTE sei, auf-
getreten und habe daher nicht von seinen eigenen Schwierigkeiten er-
zählen können (vgl. B1 S. 3 und S.10, B12 S. 5),

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dass er aus Furcht, bei einer allfälligen Rückschaffung nach Sri Lanka 
unter seinem richtigen Namen am Flughafen festgenommen und miss-
handelt  zu werden,  auf  Anraten anderer Tamilen den Namen seines 
Bruders angegeben habe (vgl. B1 S. 3 und S. 11),

dass er in Wirklichkeit vor seiner ersten Ausreise in die Schweiz sei-
nen älteren Bruder bei seiner Tätigkeit für die LTTE unterstützt habe 
und 1996 ein erstes Mal für fünfzehn Tage festgenommen worden sei 
(vgl. B1, S. 10),

dass er nach der Verhaftung seines älteren Bruders erneut festgenom-
men und unter  Misshandlung der srilankischen Armee Informationen 
über die LTTE weitergegeben habe (vgl. B1, S. 10), 

dass er auch nach seiner Freilassung bis 2001 immer wieder von der 
srilankischen Armee kurzzeitig festgenommen worden sei,

dass sein älterer Bruder nach zirka einem Jahr Haft 1997 auf Kaution 
freigelassen worden und danach verschwunden sei, 

dass er, der Beschwerdeführer, nach Ablehnung des Asylgesuches in 
der  Schweiz  im September  2003  in  Frankreich  unter  Angabe seiner 
echten Identität und unter Angabe seiner eigenen Asylgründe erfolglos 
ein Asylverfahren durchlaufen habe,

dass er aus Furcht vor einer Rückschaffung nach Sri Lanka etwa Mitte 
Juni 2005 selbstständig und unter Verwendung von falschen Identitäts-
papieren in sein Heimatdorf zurückgekehrt sei und sich zwei Monate 
später  unter  seinem  richtigen  Namen  beim  Armee-Camp  gemeldet 
habe,

dass zirka Mitte Jahr 2006 unbekannte Männer auf einem Motorrad bei 
ihm Zuhause aufgetaucht seien und sich, da er sich unerkannt habe 
entfernen können, bei seiner Mutter und seiner Schwester unter Ge-
waltanwendung nach seinem Aufenthalt erkundigt und ein Treffen mit 
ihm bei einer Schule gewollt hätten,

dass er sich in der Folge weiterhin versteckt gehalten habe und später 
nach F._______ gezogen sei, wo er unter einer anderen Identität bis 
zum 4. Oktober 2006 in einem Laden gearbeitet habe,

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dass er einmal von zwei Angehörigen der Eelam People's Democratic 
Party (EPDP) kontrolliert  worden sei und sich diese später in seiner 
Abwesenheit  im  Laden  nach  ihm  erkundigt  hätten,  weshalb  er  sich 
nach Colombo und später in die Schweiz begeben habe, um nach Asyl 
nachzusuchen,

dass der Beschwerdeführer am 4. Dezember  2006 vom BFM ergän-
zend angehört wurde,

dass das BFM mit  – am 11. Dezember 2006 eröffneter  – Verfügung 
vom 6. Dezember 2006 in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. e des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylge-
such des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung anord-
nete und den Vollzug als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 
18. Dezember 2006 an die damals zuständige schweizerische Asylre-
kurskommission (ARK) gegen diese Verfügung Beschwerde erhob und 
dabei in verfahrensrechtlicher Hinsicht unter anderem um Einsicht in 
die Akten des abgeschlossenen ersten Asylverfahrens in der Schweiz 
und einer damit verbundenen Frist zur Beschwerdeergänzung ersuch-
te,

dass der damals zuständige Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung 
vom 20. Dezember  2006 auf  das  Erheben eines  Kostenvorschusses 
verzichtete mit dem Hinweis, auf das Gesuch um Einsicht in die Akten-
einsicht und einer damit verbundenen Frist zur Beschwerdeergänzung 
werde nach Erhalt der vorinstanzlichen Originalakten entschieden,

dass das bei der ARK eingeleitete Beschwerdeverfahren am 1. Januar 
2007  vom  Bundesverwaltungsgericht  übernommen  und  dem  Be-
schwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 17. Januar 2007 antrags-
gemäss Einsicht in die entscheidwesentlichen Akten des ersten Asyl-
verfahrens und eine damit verbundene Frist zur Beschwerdeergänzung 
bis zum 1. Februar 2007 gewährt wurde,

dass der Rechtsvertreter am 1. Februar 2007 eine Beschwerdeergän-
zung einreichte,

dass die Vorinstanz im Rahmen einer ersten Vernehmlassung mit Ver-
fügung vom 8. August  2008 in  teilweiser Wiedererwägung der ange-

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fochtenen  Verfügung  den  Beschwerdeführer  wegen  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs vorläufig in der Schweiz aufnahm,

dass der Beschwerdeführer mit Erklärung seines Rechtsvertreters vom 
25. September 2008 an seiner Beschwerde in den nicht gegenstands-
los gewordenen Punkten festhielt,

dass  der  Rechtsvertreter  im Weiteren  darauf  hinwies,  sein  Mandant 
werde  sich  darum  bemühen,  aktuelle  Gerichtsakten  hinsichtlich  des 
gegen seinen Bruder geführten Verfahrens einzureichen, 

dass mit Zwischenverfügung vom 9. April 2009 die Vorinstanz, da sich 
diese in ihrer Vernehmlassung vom 8. August 2008 darauf beschränkt 
hatte, die angefochtene Verfügung im Vollzugspunkt aufzuheben, ohne 
sich zu den Beschwerdevorbringen bezüglich Voraussetzungen eines 
Nichteintretensentscheides inhaltlich zu äussern, erneut zur Vernehm-
lassung bis zum 4. Mai 2009 ersucht wurde,

dass  das  BFM  in  seiner  Vernehmlassung  die  Abweisung  der  Be-
schwerde beantragte mit dem Hinweis, der Beschwerdeführer habe bis 
heute keines der in seiner Eingabe vom 25. September 2008 in Aus-
sicht gestellten Beweismittel eingereicht und keine näheren Angaben 
zu diesen gemacht, weshalb sich die Ansetzung einer Frist für deren 
Beschaffung erübrige,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR  172.021])  des  BFM  auf 
dem Gebiet  des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31,  32 
und  33  Bst. d  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17.  Juni  2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1  des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor dem BFM teilgenommen 
hat, durch die Nichteintretensverfügung vom 6. Dezember 2006 beson-
ders berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs.  1 
VwVG),

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dass die Beschwerde innert der gesetzlichen Frist von fünf Arbeitsta-
gen in gültiger Form eingereicht wurde (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 6 
AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG), weshalb auf diese einzutreten ist,

dass die Vorinstanz im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens mit 
Verfügung vom 8. August 2008 in teilweiser Wiedererwägung der an-
gefochtenen Verfügung den Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit 
des  Wegweisungsvollzugs  vorläufig  in  der  Schweiz  aufnahm,  womit 
das Beschwerdeverfahren im Vollzugspunkt gegenstandslos geworden 
ist,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass die vorliegend zu beurteilende Beschwerde sich gegen eine Ver-
fügung richtet, laut deren Dispositiv das BFM auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers nicht eingetreten ist (Ziffer 1 des Verfügungsdispo-
sitivs),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM der Form nach ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründet-
heit hin zu überprüfen (Art. 32-35 AsylG), die Beurteilungskompetenz 
der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob 
die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass dementsprechend die Beschwerdeinstanz, sofern sie das Nicht-
eintreten auf  das  Asylgesuch als  unrechtmässig  erachtet,  sich  einer 
selbständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Nichtein-
tretensverfügung aufhebt und die Sache zu neuer Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG auf ein Asylgesuch nicht ein-
getreten wird, wenn Asylsuchende in der Schweiz bereits ein Asylver-
fahren erfolglos durchlaufen haben oder während des hängigen Asyl-
verfahrens  in  den  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  zurückgekehrt  sind, 
ausser es gebe Hinweise, dass in der Zwischenzeit Ereignisse einge-
treten sind, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant sind,

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dass sich die Prüfung von Verfolgungshinweisen im Sinne dieser Be-
stimmung insbesondere  von der  Glaubhaftigkeitsprüfung im Rahmen 
einer  materiellen  Beurteilung  unterscheidet  und  gestützt  auf  Art.  32 
Abs. 2 Bst. e AsylG nur dann ein Nichteintretensentscheid auszufällen 
ist,  wenn  die  Unglaubhaftigkeit  der  Verfolgungshinweise  bereits  auf 
den ersten Blick erkennbar ist (vgl. EMARK 2000 Nr. 14), 

dass das Bundesamt in der angefochtenen Verfügung feststellte,  die 
vom Beschwerdeführer im Rahmen des zweiten Asylgesuchs geltend 
gemachten Asylgründe seien nicht  glaubhaft,  da zum Einen der Be-
schwerdeführer im ersten Asylverfahren ohne plausiblen Grund seine 
eigenen Verfolgungsgründe nicht genannt und stattdessen unter dem 
Namen seines Bruders in der Schweiz um Asyl ersucht habe, 

dass sich daher zum Anderen aus den Aussagen des Beschwerdefüh-
rers  auch  keine  substanziierten  Hinweise  auf  eine  tatsächliche  Mit-
gliedschaft  des  Bruders  bei  der  LTTE  entnehmen  liessen,  weshalb 
vielmehr davon auszugehen sei, der Beschwerdeführer versuche nach 
erfolglosem Ausgang  des  ersten  Asylverfahrens  neue  Vorbringen  zu 
konstruieren,

dass diese Einschätzung schliesslich durch die tatsachenwidrige Dar-
stellung  des  Beschwerdeführers,  wonach  Jaffna  im  Juli  2006  aus-
schliesslich  unter  Kontrolle  der  Armee  gestanden  habe  (vgl.  B12 
S. 16), erhärtet werde und daher eine Rückkehr des Beschwerdefüh-
rers in seinen Heimatstaat zu bezweifeln sei,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  zudem hinsichtlich  der  geltend  ge-
machten Haft im Jahre 1996, der angegebenen Anzahl der Mitglieder 
der LTTE, welche er gegenüber den Sicherheitsbehörden verraten ha-
ben will, der Anzahl der Begegnungen mit Unbekannten und schliess-
lich betreffend der Dauer des geltend gemachten Aufenthaltes in Jaff-
na in Widersprüche verstrickt habe,

dass diese vom BFM in der  angefochtenen Verfügung angegebenen 
Gründe  indessen  das  Ausfällen  eines  Nichteintretensentscheides  im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht gerechtfertigt erscheinen 
lassen,

dass zwar die Tatsache, dass der Beschwerdeführer – unabhängig da-
von, ob aus plausiblen Gründen oder nicht  – im ersten Asylverfahren 
seine eigenen Verfolgungsgründe nicht genannt und unter dem Namen 

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seines Bruders in der Schweiz um Asyl ersucht hat, grundsätzlich des-
sen Glaubwürdigkeit herabsetzt, 

dass jedoch allein aufgrund dieser Tatsache der weitere Schluss der 
Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfügung,  wonach  sich  somit  aus 
den Aussagen des Beschwerdeführers auch keine substanziierten Hin-
weise auf eine tatsächliche Mitgliedschaft  des Bruders bei  der LTTE 
ergäben, nicht zu überzeugen vermag, zumal, wie in der Beschwerde-
schrift zutreffend darauf hingewiesen wird, der Beschwerdeführer hin-
sichtlich der Verfolgungssituation seines Bruders im ersten Asylverfah-
ren mehrere, vom BFM im vorliegenden Verfahren – sowohl in der an-
gefochtenen Verfügung als auch in der Vernehmlassung  – unerwähnt 
gebliebene Beweismittel, einreichte, 

dass daher das BFM in dieser Hinsicht den Sachverhalt unvollständig 
festgestellt  hat und somit ohne hinreichende Grundlage auf eine feh-
lende  Mitgliedschaft  des  Bruders  des  Beschwerdeführers  zur  LTTE 
und  der  möglicherweise  daraus  erwachsenen  Gefährdung  des  Be-
schwerdeführers geschlossen hat,

dass deshalb auch die Feststellung der Vorinstanz, der Beschwerde-
führer versuche vielmehr nach erfolglosem Ausgang des ersten Asyl-
verfahrens  neue  Vorbringen  zu  konstruieren,  rein  spekulativer  Natur 
ist,

dass die Vorinstanz schliesslich mit  Hinweis auf  mehrere Widersprü-
che  die  vom Beschwerdeführer  geltend  gemachten  Ereignisse  nach 
Abschluss des ersten Asylverfahrens in Zweifel gezogen hat,

dass die vom BFM festgestellten Widersprüche, sollten sie überhaupt 
zutreffen, nicht derart gravierend wären, dass sich hieraus eine offen-
sichtliche Unglaubhaftigkeit ergäbe, welche die Ausfällung eines Nicht-
eintretensentscheides rechtfertigen würden,

dass diese vielmehr im Rahmen einer materiellen Beurteilung zu prü-
fen sind,

dass  somit  die  Voraussetzungen  für  einen  Nichteintretensentscheid 
nach Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG nicht erfüllt sind und die angefochtene 
Verfügung daher aufzuheben und die Sache zur vollständigen Sach-
verhaltsfeststellung und anschliessenden Neubeurteilung an die  Vor-
instanz zurückzuweisen ist, 

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dass bei  diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu 
erheben sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass dem  obsiegenden und vertretenen Beschwerdeführer sodann in 
Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
vom 21. Februar 2008 (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für 
die  ihm  notwendigerweise  erwachsenen  Parteikosten  zuzusprechen 
ist,

dass diese unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage sowie aller 
in Betracht zu ziehender Bemessungsfaktoren von Amtes wegen auf 
Fr. 2'000.– festgesetzt wird.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.
Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben und das Verfahren wird 
im Sinne der Erwägungen zum neuen Entscheid an das BFM zurück-
gewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Das BFM wird angewiesen, dem Beschwerdeführenden eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 2'000.– auszurichten.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N______(in 

Kopie)
- (....)

Der Instruktionsrichter Der Gerichtsschreiber

Bendicht Tellenbach Daniel Merkli

Versand:

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