# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 85002db9-162e-51db-b94b-c166ba11c7f0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.11.2008 C-2649/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2649-2006_2008-11-12.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2649/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 2 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Richter Jürg Kölliker (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richter Johannes Frölicher,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Beschwerdegegnerin,

IV; Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2649/2006

Sachverhalt:

A.
Frau A._______, geboren am (...) 1952, ist deutsche Staatsangehörige 
und wohnt in Deutschland. Sie ist Informatikerin und arbeitete teilweise 
in  der  Schweiz.  Aufgrund  andauernder  Schmerzen  im  rechten 
Handgelenk  musste  sich  die  Versicherte  am  27.  August  2002 
operieren lassen (act. 24). In der Folge unterzog sie sich diversen The-
rapien und medizinischen Abklärungen, insbesondere für die deutsche 
Rentenversicherung.  Die  Diagnosen  lauteten  u.a.  somatoforme 
Schmerzstörung,  Zustand  nach  Madelung-Deformität  beidseits  und 
depressive Anpassungsstörung. Am 21. Januar 2004 (Eingang bei der 
Schweizerischen  Ausgleichskasse)  meldete  sich  die  Versicherte  mit 
dem Formular  E 204 für  den Bezug von Leistungen der Schweizeri-
schen Invalidenversicherung an (act. 1).

B.
Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stelle) nahm in der Folge 
diverse wirtschaftliche und medizinische Abklärungen vor. Am 29. De-
zember  2004  verfügte  sie  die  Abweisung  des  Leistungsbegehrens 
(act. 59).  Dagegen  erhob  die  Versicherte  am  26. Januar  2005 
Einsprache und legte einen ausführlichen Bericht der Interdisziplinären 
Tagesklinik für Schmerztherapie in X._______ vom 12. April 2004 bei. 
Nach Einsicht in die Akten reichte die Versicherte am 5. Juni 2005 eine 
nachträgliche  Einsprachebegründung ein,  welche zwei  Schreiben an 
die Bundesversicherungsanstalt  für Angestellte (Bfa), eine Liste ihrer 
Gesundheitsstörungen sowie diverse Arztberichte umfasste. Sie stellte 
zudem  die  Einreichung  weiterer  ärztlicher  Gutachten  in  Aussicht 
(act. 60-78).

C.
Der  IV-Stellenarzt  Dr. med. B._______,  Psychiater  und  Psychothe-
rapeut, beurteilte am 24. Juni 2005 den Gesundheitszustand der Versi-
cherten anhand der Akten. Die Versicherte sei in einer adaptierten Tä-
tigkeit ganztägig einsetzbar (act. 80).

In einer ergänzenden Beurteilung führte Dr. B._______ aus, dass bei 
der  Versicherten  aufgrund  einer  somatoformen  Schmerzstörung, 
orthopädischer Leiden und Übergewicht eine Arbeitsunfähigkeit im an-
gestammten Beruf von 50% seit  Januar 2002 bestehe. Ebenfalls seit 

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Januar 2002 liege eine Arbeitsunfähigkeit von 0% in angepassten Ver-
weistätigkeiten vor (act. 83).

D.
Des  Weiteren  liess  die  Vorinstanz  am  15.  Juli  2005  einen  Einkom-
mensvergleich erstellen. Bei einem indexierten Valideneinkommen von 
Euro 4'448.04  und  einem  Invalideneinkommen  von  Euro 1'353.60 
(nach  einem  leidensbedingten  Abzug  von  20%)  ergab  dieser  einen 
Invaliditätsgrad von 69.57% resp. aufgerundet 70% (act. 81).

E.
Mit Einspracheentscheid vom 28. Dezember 2005 hiess die IV-Stelle 
(nachfolgend: Vorinstanz) die Einsprache teilweise gut. Sie sprach der 
Versicherten  eine  halbe  Rente  mit  Wirkung  ab  1. Januar  2003  zu 
(act. 85 und 86).

F.
Dagegen erhob die Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 
6. Februar 2006 (Poststempel) Beschwerde bei der Eidgenössischen 
Rekurskommission der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche-
rung für die im Ausland wohnenden Personen. Sie beantragte sinnge-
mäss eine ganze Invalidenrente.

G.
Die Vorinstanz reichte am 1. März 2006 ihre Vernehmlassung ein und 
beantragte die Abweisung der Beschwerde.

H.
Replicando hielt  die Beschwerdeführerin am 28. März 2006 fest, ge-
mäss  den  neu  beigelegten  ärztlichen  Attesten  leide  sie  bereits  seit 
Jahren  chronisch  an  Depressionen.  Sämtliche  medikamentösen  und 
therapeutischen  Behandlungen  seien  bisher  erfolglos  gewesen.  Die 
von  der  Vorinstanz  erwähnte  „willentliche  Schmerzüberwindung“  sei 
nicht  möglich.  Es  bestehe  eine  Chronifizierung  einer  mehrjährigen 
Krankengeschichte  trotz  konsequent  durchgeführter  ambulanter  und 
teilstationärer Behandlungsbemühungen. Zudem seien chronische Be-
gleiterkrankungen wie Schmerzen und sozialer Rückzug aus allen Be-
langen des Lebens vorhanden.

I.
In ihrer Duplik vom 3. Mai 2006 verwies die Vorinstanz auf den Bericht 
ihres ärztlichen Dienstes vom 23. April 2006 und beantragte weiterhin 

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die Abweisung der Beschwerde (act. 89). Nachdem die Beschwerde-
führerin am 30. September 2006 den Rentenbescheid der deutschen 
Rentenversicherung sowie ein erneutes Gutachten eingereicht  hatte, 
holte  die  Rekurskommission  eine  weitere  Stellungnahme  der  Vorin-
stanz ein.

In ihrer Triplik vom 10. Januar 2007 verwies die Vorinstanz auf den von 
ihrem ärztlichen Dienst neu erstellten Bericht vom 21. Dezember 2006 
(act.  94).  Der  IV-Stellenarzt  Dr. B._______  ging  weiterhin  von  einer 
50%-igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin im früheren Beruf 
(ab  10. Januar  2001)  aus.  Die  Vorinstanz  beantragte  daher  die 
Abweisung der Beschwerde.

J.
Mit Verfügung vom 24. Januar 2007 teilte das Bundesverwaltungsge-
richt den Parteien mit, dass es das vorliegende Verfahren per 1. Janu-
ar  2007  übernommen  habe.  Des  Weiteren  wurde  den  Parteien  der 
Spruchkörper bekannt gegeben. Am 27. August 2008 wurde den Par-
teien eine Änderung des Spruchkörpers mitgeteilt. Es wurden jeweils 
keine Ausstandsbegehren gestellt.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32)  beurteilt  das Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Zu den anfechtbaren Verfügungen gehören jene der IV-
Stelle für  Versicherte im Ausland, die zu den Vorinstanzen des Bun-
desverwaltungsgerichts  gehört  (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch Art. 69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 
19. Juni 1959 [IVG, SR 831.20]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet 
angeht, ist vorliegend nicht gegeben (Art. 32 VGG).

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1.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist,  die Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen 
Rekurs- oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten 
der Departemente hängigen Rechtsmittel. Dies ist vorliegend der Fall. 
Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem  Verfahrensrecht  (vgl.  Art. 53 
Abs. 2  VGG). Das  VwVG findet  keine  Anwendung  in  Sozialversiche-
rungssachen, soweit das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) an-
wendbar ist (Art. 3 Bst. dbis VwVG).

1.3 Durch den angefochtenen Einspracheentscheid ist die Beschwer-
deführerin besonders berührt. Ihr schutzwürdiges Interesse an dessen 
Änderung oder Aufhebung und damit ihre Beschwerdelegitimation sind 
zu bejahen (Art. 59 ATSG; vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG).

1.4 Die  Beschwerdeführerin  hat  fristgerecht  Beschwerde  erhoben 
(Art. 60 ATSG; vgl. auch Art. 50 VwVG). Auf das ergriffene Rechtsmit-
tel ist einzutreten.

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die  Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

2.
2.1 Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig und daher im Folgen-
den zu prüfen ist, ob die Vorinstanz der Beschwerdeführerin zu Recht 
eine halbe Rente zugesprochen und deren Anspruch auf eine ganze 
Rente verneint  hat. Nicht  umstritten ist  demgegenüber  der Zeitpunkt 
des Rentenbeginns.

2.2 Die Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige eines Mitgliedstaa-
tes  der  Europäischen  Gemeinschaft,  so  dass  vorliegend  das  am 
1. Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwi-
schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Eu-
ropäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über 
die  Freizügigkeit  (Freizügigkeitsabkommen;  FZA;  SR 0.142.112.681), 
welches die verschiedenen bis dahin geltenden bilateralen Abkommen 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den einzelnen 
Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft  insoweit  absetzt, als 
darin  derselbe  Sachbereich  geregelt  wird,  anzuwenden  ist  (Art. 20 
FZA). Soweit dieses Abkommen, insbesondere dessen Anhang II, der 

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die Koordinierung der  Systeme der  sozialen  Sicherheit  regelt  (Art. 8 
FZA), keine abweichenden Bestimmungen vorsieht, ist mangels einer 
einschlägigen  gemeinschaftsrechtlichen  bzw.  abkommensrechtlichen 
Regelung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der An-
spruchsvoraussetzungen einer schweizerischen Invalidenrente grund-
sätzlich Sache der innerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 
Erw. 2.4).  Daraus  folgt,  dass  die  Verwaltung  und  im  Beschwerdefall 
das  Gericht  den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers  gemäss 
Art. 3 Abs. 1 der Koordinierungsverordnung (EWG) Nr. 1408/71 grund-
sätzlich nach den für schweizerische Staatsangehörige geltenden Re-
geln zu beurteilen haben.

2.3 Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistun-
gen der schweizerischen Invalidenversicherung besteht, bestimmt sich 
demnach allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Für 
die Beurteilung eines Rentenanspruchs sind daher die Feststellungen 
eines  ausländischen  Versicherungsträgers  bezüglich  Invaliditätsgrad 
und  Anspruchsbeginn  für  die  rechtsanwendenden  Behörden  in  der 
Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; AHI-Praxis 1996 
S. 177 E. 1).

2.4 Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf 
die  bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen  anwendbar, 
wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungsgesetze es vorse-
hen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invali-
denversicherung  anwendbar  (Art. 1a-70),  soweit  das  IVG nicht  aus-
drücklich  eine  Abweichung  vom ATSG vorsieht.  Dabei  finden  in  for-
mellrechtlicher Hinsicht nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen 
Regeln grundsätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im 
Zeitpunkt  der  Beschwerdebeurteilung  Geltung  haben  (BGE 130 V  1 
E. 3.2).

2.5 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälli-
ger Leistungsanspruch ist  für die Zeit  vor einem Rechtswechsel auf-
grund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Nor-
men zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445). Im vorliegenden 
Verfahren finden demnach grundsätzlich jene Vorschriften Anwendung, 
die bei  Eintritt  des Versicherungsfalles, spätestens jedoch bei Erlass 
des Einspracheentscheids vom 28. Dezember 2005 in Kraft  standen; 

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weiter  aber auch solche Vorschriften,  die zu jenem Zeitpunkt  bereits 
ausser  Kraft  getreten  waren,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines 
allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (für 
das IVG: ab dem 1. Juni  2002 in  der Fassung vom 8. Oktober  1999 
[AS 2002 701, sowie AS 2002 685]; ab dem 1. Januar 2003 in der Fas-
sung  vom 6. Oktober  2000  [AS  2002  3371  und  3453]  und  ab  dem 
1. Januar  2004 in  der  Fassung vom 21. März  2003 [AS 2003 3837; 
4. IVG-Revision]). Für die Prüfung des Rentenanspruchs ab 2003 ist 
sodann das am 1. Januar 2003 in Kraft  getretene ATSG anwendbar. 
Da die darin  enthaltenen Formulierungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der 
Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Einkommensvergleichsme-
thode den bisherigen von der Rechtsprechung dazu entwickelten Be-
griffen  in  der  Invalidenversicherung  entsprechen  und  die  von  der 
Rechtsprechung  dazu  herausgebildeten  Grundsätze  unter  der  Herr-
schaft des ATSG weiterhin Geltung haben (BGE 130 V 343), wird im 
Folgenden auf die dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen.

2.6 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides  (hier: 
28. Dezember  2005)  eingetretenen  Sachverhalt  ab  (BGE  129  V  1 
E. 1.2 mit Hinweis).  Sachverhaltsänderungen, die nach dem massge-
benden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Entscheides eingetreten 
sind,  sind  im  vorliegenden  Verfahren  grundsätzlich  nicht  zu  berück-
sichtigen.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den  Sachverhalt  seither 
verändert  haben,  unter  Umständen Gegenstand einer neuen Verwal-
tungsverfügung sein (BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweisen).

3.
3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG); sie gilt als eingetreten, sobald sie die für 
die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche 
Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG).

Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der  bis  Ende 2003 gültig  gewesenen 
Fassung besteht ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 
versicherte Person zu mindestens zwei Dritteln, derjenige auf eine hal-
be Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine Vier-
telsrente, wenn sie mindestens zu 40% invalid ist. Die seit dem 1. Ja-

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nuar 2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen gemäss Art. 28 
Abs. 1 IVG geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % An-
spruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf  eine ganze 
Rente.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog. Invalideneinkommen), 
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könn-
te,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Wei-
se  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  möglichst  genau  ermittelt  und  einander  gegenüberge-
stellt  werden,  worauf  sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt. Insoweit  die fraglichen Erwerbseinkommen 
ziffernmässig  nicht  genau  ermittelt  werden  können,  sind  sie  nach 
Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die 
so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allge-
meine  Methode  des  Einkommensvergleichs;  BGE  128  V  30  E. 1, 
BGE 104 V 136 E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 
im Beschwerdeverfahren das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
der Arzt und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitsschaden zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Wei-
teren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten noch 
zugemutet  werden können. Es sind demnach nicht  nur  die Erwerbs-
möglichkeiten im angestammten Beruf,  sondern auch in  zumutbaren 
Verweisungstätigkeiten zu prüfen. Bei der Bemessung der Invalidität ist 
auf  die objektiven wirtschaftlichen Folgen der funktionellen Behinde-
rung  abzustellen,  welche  nicht  zwingend  mit  dem  vom  Arzt  festge-
legten Grad der funktionellen Einschränkung übereinstimmen müssen 
(BGE 110 V 275 E. 4a).

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3.2 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi-
cherungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 
ein  in  seinem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähiger 
Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem ande-
ren Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen und anzunehmen,  soweit 
sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, 111 V 239 
E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt 
einer IV-Stelle zu entscheiden, in welchem Ausmass ein Versicherter 
seine verbliebene Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumut-
barem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. 
Diese sogenannte Verweisungstätigkeit muss sich der Versicherte an-
rechnen  lassen  (leidensangepasste  Verweisungstätigkeit;  ZAK  1986 
S. 204 f.).

4.
Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Beschwerde vor, dass entgegen 
der Aussage der Vorinstanz keine reaktive Depression bestehe, son-
dern sie bereits ab 1998, bevor die chronischen Schmerzen im Jahr 
2002 auftraten, wegen Depressionen in Behandlung gewesen sei. Die 
chronischen Schmerzen hätten die Depression enorm verschlechtert.

4.1 Die Akten enthalten namentlich folgende Arztberichte:

- Mit  ärztlichem Gutachten  für  die  deutsche  Rentenversicherung 
hielt der Orthopäde Dr. med. C._______ am 31. März 2004 fest, 
dass  bei  den  Diagnosen  Zustand  nach  operativ  versorgter 
Madelung-Deformität  des rechten Handgelenkes,  Madelung-De-
formität des linken Handgelenkes, beginnende Coxarthrose beid-
seits,  Valgusgonarthrose  beidseits,  degeneratives  HWS-Syn-
drom, degeneratives LWS-Syndrom und chronifiziertes Schmerz-
syndrom bei  bekannter  Fibromyalgie,  aus  orthopädischer  Sicht 
für  die  Beschwerdeführerin  keinerlei  Arbeiten  von  wirtschaftli-
chem Wert auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mehr durchführbar 
seien; das bedeute, es liege eine vollständige Erwerbsunfähigkeit 
vor (act. 49 Seite 4).

- Dr. med. D._______,  Arzt  für  Neurologie  und Psychiatrie,  beur-
teilte mit Gutachten vom 12. April 2004 den Gesundheitszustand 
der  Beschwerdeführerin  dahingehend,  dass  sie  ihre  letzte 
Tätigkeit als Informatikerin noch zu 6 Stunden und mehr ausüben 
könne. Auf Grund der Depressivität sei sie subjektiv nicht belast-
bar,  objektiv  sei  sie  jedoch  ausreichend  belastbar.  Sie  könne 

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leichte  Arbeiten  in  überwiegend  sitzender  Haltung  ausüben. 
Diagnostiziert  werden  könne  eine  depressive  Anpassungsstö-
rung sowie eine somatoforme Schmerzstörung bei Zustand nach 
Madelung-Deformität beidseits. Diese Feststellungen würden seit 
dem Januar 2002 bestehen. Wegen der Schmerzsymptomatik in 
den Handgelenken müsse eine orthopädische Begutachtung er-
folgen (act. 50).

- Dr. med. E._______,  Neurologe  und  Psychiater,  hielt  in  seiner 
Stellungnahme  vom  26.  April  2005  zu  Handen  der  deutschen 
Rentenversicherung fest, dass sich die Beschwerdeführerin seit 
dem  9.  Dezember  1999  in  seiner  durchgehenden  nervenä-
rztlichen  Behandlung  befinde.  Bei  der  Beschwerdeführerin  be-
stehe eine ausgesprochen schwere depressive Symptomatik, die 
leider trotz aller medikamentöser und psychotherapeutischer Be-
handlungsversuche  einen  chronifizierten  Verlauf  genommen 
habe. Zusätzlich habe sich wie bei vielen depressiven Patienten 
ein  Ganzkörperschmerzsyndrom  auch  im  Sinne  einer  Fib-
romyalgie eingestellt. Aktuell  bestehe bei der Beschwerdeführe-
rin  eine  ausgesprochen  schwere  depressive  Symptomatik  mit 
Rückzug,  Antriebsmangel,  schweren  Insuffizienzgefühlen, 
schweren Konzentrationsstörungen und schweren Schlafstörun-
gen sowie immer wieder Suizidgedanken. Aus seiner fachärztli-
chen Sicht und unter besonderer Kenntnis des langjährigen the-
rapieresistenten Behandlungsversuchs sei die Beschwerdeführe-
rin aufgrund der depressiven Symptomatik auch für einfache Tä-
tigkeiten nur unter drei Stunden am Tag belastbar und dies bleibe 
sie unter Berücksichtigung des bisherigen Verlaufs prognostisch 
auch auf nicht absehbare Zeit (act. 71).

- Dr. med. F._______,  Praxis  für  Orthopädie,  kam  in  seinem 
Bericht vom 20. Mai 2005 zum Schluss, dass aufgrund der zahl-
reichen nachgewiesenen organischen Erkrankungen, der massi-
ven Beeinträchtigungen und des Leidensdruckes unter der Fibro-
myalgie  mit  psycho-vegetativen  Folgeerscheinungen  die  Leis-
tungsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  als  unter  zwei  Stunden 
täglich auch für  leichte Arbeiten einzustufen sei. Insgesamt sei 
die Patientin nur mit Mühe in der Lage, ihren Haushalt selbst zu 
versorgen. Eine Besserung der Leistungsfähigkeit sei nicht mög-
lich (act. 74).

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- Der  IV-Stellenarzt  Dr. med. B._______,  Psychiater  und  Psy-
chotherapeut, hielt in seiner Beurteilung vom 24. Juni 2005 fest, 
dass in den Unterlagen vielfach die Diagnose einer somatoform-
en Schmerzstörung/Fibromyalgie gestellt  werde. Sie habe zwei-
felsohne ein massives Ausmass, sei durch orthopädische Leiden 
und Übergewicht mitinduziert. Aus psychiatrischer Sicht seien die 
Schmerzen unter Aufbringung eines guten Willens überwindbar, 
weswegen die Versicherte bei einer adaptierten Tätigkeit (im Sit-
zen, die rechte Hand wenig beanspruchend, d.h. z.B. als Conci-
erge, Parkwächterin, Museumswächterin, Billetverkäuferin) ganz-
tägig einsetzbar sei (act. 80).

- Dr. B._______  ergänzte  wenige  Monate  später,  dass  sich 
aufgrund  der  Diagnose  „somatoforme  Schmerzstörung“  alleine 
keine  Arbeitsunfähigkeit  begründen  liesse,  denn  die  nötige 
selbständige  psychiatrische  Diagnose,  die  eine  psychiatrische 
Komorbidität  darstellen  würde,  liege  hier  nicht  vor.  Vielmehr 
handle es sich bei der Depression der Beschwerdeführerin  um 
eine reaktive Depression aufgrund der Schmerzen. Diese seien 
allerdings  nicht  neu  und  durch  Aufbringen  allen  guten  Willens 
überwindbar. Trotzdem beurteile er keine Arbeitsunfähigkeit  von 
0%, weil er versucht habe, dem gesamten Leidensbild gerecht zu 
werden. Die Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf liege bei 
50%  und  in  angepassten  Verweistätigkeiten  bei  0%,  je  seit 
Januar 2002 (act. 83).

- Dr. med. G._______,  Ärztin  für  Psychotherapie,  bestätigte  am 
9. Februar  2006,  dass  die  Beschwerdeführerin  vom 23. August 
1998 bis 23. Februar 1999 mit der Diagnose anhaltende affektive 
Störungen  (ICD-10: F34.1)  bei  ihr  in  ambulanter  psychothera-
peutischer Behandlung gewesen sei (Beilage zur Replik).

- Frau  H._______,  diplomierte  Psychologin,  bestätigte  am 
6. Februar  2006,  dass  die  Beschwerdeführerin  seit  November 
2004 bei  ihr  wegen anhaltender somatoformer Schmerzstörung 
(ICD-10: F45.4) und mittelgradiger bis schwerer depressiver Epi-
sode (ICD-10: F32.1) in Behandlung sei (Beilage zur Replik).

- Dr. med. I._______,  Leiterin  der  Schmerztagesklinik  des 
Krankenhauses X._______, hielt in ihrem Schreiben vom 9. März 
2006  fest,  dass  bei  den  jeweiligen  Aufenthalten  der 
Beschwerdeführerin  immer  die  Hauptdiagnose  „andauernde 

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Persönlichkeitsänderung  bei  chronischem  Schmerzsyndrom“ 
(ICD-10: F 62.80) gestellt worden sei. Die Persönlichkeitsstörung 
bedeute,  dass  die  Beschwerdeführerin  an  einem  chronischen 
Schmerzsyndrom  mit  bio-psycho-sozialen  Konsequenzen  leide. 
Dies  bedeute,  abgesehen  von  der  Chronifizität,  dass  die  Be-
schwerdeführerin sowohl auf körperlicher als auch infolgedessen 
bereits auf psychischer und sozialer Ebene einem deutlichen Lei-
densdruck ausgesetzt sei. Diese Diagnosestellung billige der Be-
schwerdeführerin zu, dass sie eine hoch chronifizierte Patientin 
sei, deren langer Leidensweg für sie bereits viele unangenehme 
und schwer bis gar nicht zu behebende Folgen auf jeder Ebene 
habe (Beilage zur Replik).

- Dr. B._______  äusserte  sich  am  23.  April  2006  zu  den  neu 
beigebrachten  Arztberichten  dahingehend,  dass  die  meisten 
nicht aussagekräftig seien, da sie lediglich bekannte Diagnosen 
nennen würden. Der Arztbericht von Dr. J._______ bestätige zu-
dem, dass zuerst die somatoformen Schmerzstörungen bestan-
den hätten und daraufhin reaktiv psychische Beeinträchtigungen 
erfolgt seien. Allgemein seien die Berichte von geringerer Quali-
tät  und  Wertigkeit  als  das  Gutachten  von  Dr. D._______  vom 
12. April 2004 (act. 89).

- Dr. med. K._______,  Neurologe,  Psychiater  und  Psychothe-
rapeut, erstellte am 9. August 2006 ein Gutachten zu Handen der 
Deutschen  Rentenversicherung.  Der  Gutachter  beschrieb  aus-
führlich die soziale und medizinische Anamnese. Nach eingehen-
der  Untersuchung  diagnostizierte  er  eine  anhaltende  somato-
forme Schmerzstörung sowie eine chronifizierte depressive Stö-
rung von mittelgradiger Ausprägung. Er hielt fest, dass bei dem 
augenblicklichen Ausprägungsgrad der depressiven Störung kei-
ne  hinreichende  Belastbarkeit  für  Tätigkeiten  auf  dem  allge-
meinen Arbeitsmarkt für regelmässig drei Stunden am Tag beste-
he. Eine hinreichende Belastbarkeit für die Tätigkeit einer Infor-
matikerin erscheine ihm längerfristig nicht gegeben. Für einfache 
Tätigkeiten  auf  dem allgemeinen Arbeitsmarkt  ohne besondere 
Anforderungen  an  die  psychophysische  Belastbarkeit  bestünde 
innerhalb des nächsten Jahres im Falle intensivierter rehabilitati-
ver Bemühungen ein Leistungsvermögen von mehr als drei Stun-
den, vermutlich aber nicht mehr als sechs Stunden täglich. Wenn 
der Versuch einer stationären Rehabilitation in  einer psychoso-

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matischen Klinik mit Schmerzabteilung keine Besserung bringe, 
sei  von  einem  dauerhaft  stark  reduzierten  Leistungsvermögen 
auszugehen (act. 91).

- Dr. B._______  hielt  in  seiner  Zusammenfassung  vom 
21. Dezember  2006  erneut  fest,  dass  keine  eigenständige 
psychiatrische Komorbidität  mit  Krankheitswert  bestehe. Es be-
stünden orthopädische Leiden und eine Adipositas, die allerdings 
alleine  keine  Arbeitsunfähigkeit  begründen  können.  Die  thera-
peutischen Massnahmen seien nicht erschöpft, daher werde der 
Beschwerdeführerin auch nur eine befristete Rente in Deutsch-
land ausgerichtet. Es bestehe keineswegs ein sozialer Rückzug 
in  allen  Belangen,  da  sie  offensichtliche  Beziehungen  zu  ihrer 
Tochter, ihren Brüdern und ihrer Mutter habe. Der im Gutachten 
vom 9. August 2006 beschriebene Psychostatus spreche eindeu-
tig von einer reaktiven Depression im Rahmen der somatoformen 
Schmerzstörung und nicht von einer eigenständigen Depression. 
Es fehle somit die eigentliche psychiatrische Komorbidität, wes-
halb der Antrag allein wegen der somatoformen Schmerzstörung 
zurückzu-weisen  wäre.  In  Anbetracht  der  ganzen  Problematik 
könne jedoch auf eine Arbeitsunfähigkeit im alten Beruf von 50% 
erkannt werden (act. 94).

4.2 Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht haben die me-
dizinischen Unterlagen nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung  –  wie  alle  anderen  Beweismittel  –  frei,  d.h.  ohne  Bindung  an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-
gen. Dies bedeutet für das Gericht,  dass es alle Beweismittel,  unab-
hängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beur-
teilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf 
es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 
und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes ei-
nes Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (An-
amnese) abgegeben worden ist,  in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Ex-

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perten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a, BGE 122 V 160 E. 1c 
mit Hinweisen; AHI 2001 S. 113 E. 3a). Der erhöhte Beweiswert um-
fasst allerdings nur medizinische Fragen, zu deren Beantwortung Ärzte 
im Sozialversicherungsverfahren beigezogen werden, nicht aber weite-
re Fragen wie z.B. die wirtschaftliche Beurteilung.

4.3 Im vorliegenden Fall ist festzuhalten, dass eine genügende medi-
zinische Dokumentation des Gesundheitszustandes der Beschwerde-
führerin  vorliegt,  welche  es  gestattet,  eine  zuverlässige  Beurteilung 
des streitigen Rentenanspruches vorzunehmen. Die erstellten Arztbe-
richte zeigen einheitlich auf, dass die Beschwerdeführerin seit länger-
em an einer somatoformen Schmerzstörung und an einer Depression 
leidet. Wie lange diese bereits bestehen und in welchem Ausmass die-
se  Beschwerden  die  Arbeitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  beein-
trächtigen, wird von den Ärzten jedoch unterschiedlich beurteilt.

5.
5.1 Die Vorinstanz stützt ihre Begründung des Einspracheentscheids 
auf  die  Berichte  ihres  medizinischen  Dienstes  ab,  wonach  die  Be-
schwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf zu 50% arbeitsunfähig 
und in Verweistätigkeiten zu 0% arbeitsunfähig sei. In der Vernehmlas-
sung führt die Vorinstanz weiter auf, dass die Depression, welche ge-
mäss den Akten verschiedentlich seit  etwa 1999 erwähnt werde, die 
Beschwerdeführerin bis Januar 2002 nicht daran gehindert habe, ihren 
Beruf  als  Informatikerin  auszuüben. Aus den Angaben der  Kranken-
kasse ergebe sich, dass durch diese Leiden keine Krankstände verur-
sacht worden seien.

5.2 Die Beschwerdeführerin stellt  sich auf  den Standpunkt,  dass sie 
als Informatikerin auch mit Hilfsmitteln nicht mehr arbeiten könne und 
auch in Verweistätigkeiten nur in sehr geringem Ausmass arbeitsfähig 
sei, so dass die Ausrichtung einer ganzen Rente angemessen sei.

5.3 Die Vorinstanz unterbreitete die Akten lediglich einem IV-Stellen-
arzt, welcher einzig aus psychiatrischer Sicht die Beurteilung vornahm. 
Die Fachmeinung eines Orthopäden oder eines zweiten IV-Stellenarz-
tes zog sie nicht bei. Der IV-Stellenarzt Dr. B._______ begründete sei-
ne Aussage, dass die Schmerzen unter Aufbringung allen guten Wil-
lens überwindbar seien, nicht näher. Des Weiteren setzte sich der IV-
Stellenarzt  mit  der  psychosomatischen  Schmerzstörung  nur  wenig 
auseinander. Er beschränkte sich auf die Begründung einer reaktiven 

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Depression. Zusammengefasst  erscheinen  die  Berichte  nicht  umfas-
send und nicht genügend substantiiert.

5.4 Die  von  den  Ärzten  Dr. C._______,  Dr. E._______  und 
Dr. F._______ bis zum Zeitpunkt des Einspracheentscheids erstellten 
neurologischen und orthopädischen  Gutachten und Berichte  berück-
sichtigen die Anamnese der Beschwerdeführerin, die diversen geklag-
ten Beschwerden. Die Ausführungen sind umfassend, nachvollziehbar 
und  schlüssig.  Ausführlich  wird  der  Gesundheitszustand  der  Be-
schwerdeführerin analysiert und werden die Folgen auf die Arbeitsfä-
higkeit in ihrer angestammten Tätigkeit sowie in einer Verweistätigkeit 
thematisiert. Die in der Rechtsprechung geforderten Voraussetzungen 
für die Beweiskraft eines Beweismittels sind demnach bei diesen Be-
richten klar  gegeben. Die genannten Ärzte sind  sich einig,  dass  die 
Beschwerdeführerin in ihrer ursprünglichen Tätigkeit nicht mehr arbei-
ten kann. Diese Ansicht wird von Dr. K._______ in seinem umfangrei-
chen Gutachten vom 9. August 2006 gestützt.

5.5 Einzig Dr. D._______ sieht aus neurologischer Sicht keine Arbeits-
unfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  in  ihrer  angestammten  Tätigkeit. 
Sie sei objektiv gesehen ausreichend belastbar, um als Informatikerin 
täglich sechs oder mehr Stunden zu arbeiten. Es bestehe zweifellos ei-
ne Beeinträchtigung und ein Leiden, die Gesamtsituation lasse jedoch 
eine Akzentuierungstendenz erkennen. Trotz der vorhandenen Belas-
tungen seien der Beschwerdeführerin leichte Tätigkeiten ganztags zu-
mutbar. Die Tätigkeit als Informatikerin wird vom Begutachter als leicht 
eingestuft (act. 50 Seite 9).

Das Gutachten von Dr. D._______ wurde mehr  als  eineinhalb  Jahre 
vor dem angefochtenen Einspracheentscheid erstellt. Zudem beruhen 
die Aussagen des Arztes auf einer kurzen Untersuchung. Die Schluss-
folgerungen werden relativiert  durch  den Umstand,  dass  er  der  Be-
schwerdeführerin noch leichte Arbeiten zumutet und die Ausübung der 
Tätigkeit einer Informatikerin dazu zählt. Wie die Beschwerdeführerin 
jedoch richtig ausführt, ist die Tätigkeit einer Informatikerin angesichts 
der  diversen Anforderungen an diesen Beruf  nicht  als  leichte  Arbeit 
einzustufen. Die Aussagen von Dr. D._______ sind deshalb nicht ohne 
weiteres schlüssig.

Der  IV-Stellenarzt  Dr. B._______  stützt  sich  hauptsächlich  auf  den 
Bericht  von  Dr. D._______.  Die  restlichen  Berichte  werden  vom  IV-

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Stellenarzt kaum gewürdigt. Dadurch hält er die Beschwerdeführerin in 
ihrer angestammten Tätigkeit zu maximal 50% arbeitsunfähig.

5.6 In ihrer Vernehmlassung vom 1. März 2006 führte die Vorinstanz 
aus,  dass in  den medizinischen Unterlagen klar  eine vorbestehende 
depressive Verstimmung beschrieben werde, jedoch in einer leichten 
Ausprägung. Ein schweres Ausmass habe die Depression erst im Zu-
sammenhang mit der Schmerzerkrankung, welche im Jahr 2002 diag-
nostiziert worden sei, angenommen.

Die  Beschwerdeführerin  bestätigt  zwar  in  ihrer  Beschwerde die  Ver-
schlechterung  der  Depression  nach  Entstehen  der  chronischen 
Schmerzen. Dennoch sei die Depression die Ersterkrankung und Me-
dikamente hätten bis anhin keine Besserung bewirkt.

5.7 In einem ersten Schritt ist die Arbeitsunfähigkeit (vgl. Art. 6 ATSG) 
der Beschwerdeführerin anhand der ärztlichen Berichte zu beurteilen.

Den Akten ist zu entnehmen, dass aus orthopädischer Sicht die Be-
schwerdeführerin keinerlei Arbeiten von wirtschaftlichem Wert auf dem 
allgemeinen  Arbeitsmarkt  mehr  durchführen  könne  (Dr. C._______) 
resp. ihre Leistungsfähigkeit  als  unter  zwei  Stunden täglich auch für 
leichte Arbeiten einzustufen sei (Dr. F._______). Wie oben ausgeführt, 
kann auf diese Arztberichte abgestützt werden.

Der  IV-Stellenarzt  äusserte  sich  in  seinen Beurteilungen  lediglich  in 
psychiatrischer und neurologischer Hinsicht, während er die orthopädi-
schen Belange nicht beurteilte. Auf dieser Basis hielt er fest, dass die 
Beschwerdeführerin noch zu 50% in ihrer angestammten Tätigkeit ar-
beiten  könne. Die  orthopädischen  Einschätzungen  statuieren  jedoch 
eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit.

Der  Argumentation  des  IV-Stellenarztes  kann  deshalb  nicht  gefolgt 
werden.  Zur  Beurteilung  sind  vielmehr  die  Berichte  der 
Dres. C._______  und  F._______ heranzuziehen. Das Gericht  kommt 
daher  zum Schluss,  dass  gemäss  dem im  Sozialversicherungsrecht 
massgeblichen  Beweisgrad  der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit 
(BGE 126 V 360 E. 5b) die Beschwerdeführerin ab 1. Januar 2003 in 
ihrer angestammten Tätigkeit zu 100% arbeitsunfähig ist.

Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin bereits aus or-

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thopädischer Sicht zu 100% arbeitsunfähig ist, kann die Frage, ob eine 
selbständige  psychiatrische  Diagnose  mit  Auswirkungen  auf  die  Ar-
beitsfähigkeit  der  Beschwerdeführerin  vorliegt  (vgl. dazu BGE 130 V 
352 E. 2.2.2), in diesem Zusammenhang offen gelassen werden.

5.8 Die Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 7 ATSG) der Beschwerdeführerin 
in Verweistätigkeiten resp. leichten Tätigkeiten beurteilen die Ärzte ver-
schieden. Dr. E._______ und Dr. F._______ sehen eine Leistungsmög-
lichkeit  von  maximal  zwei  bis  drei  Stunden  pro  Tag.  Dr. K._______ 
sieht bei  intensivierten rehabilitativen Bemühungen ein Leistungsver-
mögen  von  mehr  als  drei  Stunden,  vermutlich  aber  maximal  sechs 
Stunden. Für Dr. D._______ sind der Beschwerdeführerin leichte Tätig-
keiten sechs Stunden und mehr  täglich  zumutbar. Der  IV-Stellenarzt 
sieht eine Erwerbsunfähigkeit von 0% in Verweistätigkeiten.

5.9 Der  Umfang  der  Erwerbsfähigkeit  kann  aus  folgenden  Gründen 
ebenfalls offen gelassen werden.

Der von der Vorinstanz im Einspracheverfahren durchgeführte Einkom-
mensvergleich vom 15. Juli 2005 (act. 81) basiert auf einer Erwerbsun-
fähigkeit von 0% in Verweistätigkeiten. Kann die Beschwerdeführerin in 
einer  angepassten  Verweistätigkeit  zu  100%  erwerbstätig  sein,  so 
kann sie  ein  monatliches  Salär  von Euro 1'692.-  erzielen. Davon ist 
aufgrund ihres Alters und der Tatsache, dass sie nur leichte Tätigkei-
ten ausüben kann, ein leidensbedingter Abzug von 20% vorzunehmen. 
Dies ergibt ein Invalideneinkommen von Euro 1'353.60 pro Monat. Ver-
glichen mit dem indexierten Valideneinkommen von Euro 4'448.04 er-
gibt  sich  ein  Invaliditätsgrad von 69.57%,  was gemäss den bundes-
gerichtlichen Rundungsregelungen zu einem Invaliditätsgrad von 70% 
führt  und zum Anspruch auf  eine  ganze Rente  berechtigt  (vgl. BGE 
130 V 123 E. 3.2).

5.10 Demzufolge erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführer als 
gerechtfertigt; ihr ist mit Wirkung ab 1. Januar 2003 eine ganze Rente 
zuzusprechen. Die  Beschwerde ist  daher  gutzuheissen und die  Ein-
spracheverfügung vom 27. Dezember 2005 ist aufzuheben.

6.
Verfahrenskosten  sind  nicht  zu  erheben  (Art. 69  Abs. 2  IVG  i.V.m. 
Art. 85bis Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 über die 
Alters-  und  Hinterlassenenversicherung  [AHVG,   831.10];  Bst. c  der 

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Schlussbestimmungen  zur  Änderung  des  IVG  vom  16. Dezember 
2005).

7.
Der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin ist  keine Partei-
entschädigung zuzusprechen, da die Beschwerdeführung für sie kei-
nen  übermässigen  Aufwand  bedeutete  (Art. 64  Abs. 1  VwVG,  Art. 7 
Abs. 4  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]; BGE 127 V 205 E. 4b).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
In  Gutheissung  der  Beschwerde  wird  die  Einspracheverfügung  vom 
27. Dezember  2005  aufgehoben  und  der  Beschwerdeführerin  eine 
ganze Rente ab 1. Januar 2003 zugesprochen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (...)
- Bundesamt für Sozialversicherung

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Jürg Kölliker Christine Schori Abt

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff.,  90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [BGG,  SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Be-
weismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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