# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 72cd9d0c-931f-5dce-a3eb-adcaac65cc3d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.10.2020 200 2020 569
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-569_2020-10-20.pdf

## Full Text

200 20 569 IV
JAP/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Jakob, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Juni 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im März 2019 unter Hinweis auf eine unfallbedingte Gesund-
heitsschädigung bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum 
Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 7). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) nahm in der Folge erwerbliche und medizinische 
Erhebungen vor, insbesondere holte sie die Akten des zuständigen obliga-
torischen Unfallversicherers (Schweizerische Unfallversicherungsanstalt 
[Suva]; act. II 16.1 ff., 21.1- 22.1 ff., 25.1 ff. 29.1 ff.) ein und unterbreitete 
diese dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Beurteilung. Gestützt 
auf dessen Bericht vom 8. April 2020 (act. II 31) verneinte die IVB nach 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (act. II 33) mit Verfügung vom 
9. Juni 2020 (act. II 40) einen Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad 
von 26 %.

B.

Mit einer als "Widerspruch" betitelten Eingabe vom 30. Juni 2020 gelangte 
der Versicherte an die IVB und beantragte sinngemäss, die Verfügung sei 
aufzuheben und ihm sei eine Rente zuzusprechen. Die IVB machte den 
Versicherten daraufhin auf die Rechtsmittelbelehrung aufmerksam, ohne 
die Eingabe weiterzuleiten, worauf der Letztere diese mit Begleitschreiben 
vom 29. Juli 2020 dem Verwaltungsgericht eingereicht hat.

In der Beschwerdeantwort vom 15. September 2020 hat die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. Juni 2020 
(act. II 40). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

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3.

3.1 Bis zum Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung bil-
denden – angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 2020 (act. II 40; BGE 131 
V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im We-
sentlichen wie folgt:

3.1.1 Im ambulanten Bericht des Spitals B.________ vom 10. November 
2015 (act. II 16.44) wurde eine Handgelenksdistorsion rechts diagnostiziert. 
Der Patient habe am 16. Oktober 2015 bei der Arbeit beim Hantieren mit 
dem … mit dem rechten Handgelenk eine ungeschickte Bewegung ge-
macht, seither leide er unter Schmerzen in diesem Bereich. Das Röntgen 
ergebe keinen Hinweis auf eine frische ossäre Läsion.

3.1.2 Am 30. Mai 2018 diagnostizierte Dr. med. C.________, Facharzt für 
Chirurgie, für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie sowie 
für Handchirurgie, des Spitals D.________ ein SLAC-Wrist (scapholunate 
advanced collapse) bei scapholunärer (SL) Bandverletzung, eine DISI-
Stellung (dorsal intercalated sement instability) des Lunatum, eine Arthrose 
radioscaphoideal, ein erinnerliches Trauma vom Dezember (recte: wohl 
Oktober) 2015 und aktuell einen Sturz auf das Handgelenk am 17. April 
2018 mit Reaktivierung der Arthrose radioscaphoideal (act. II 3/4). Es liege 
eine deutliche Einschränkung der Beweglichkeit des rechten Handgelenkes 
gegenüber links (Extension/Flexion 60-0-30°, rechts 70-0-50°, radioulnare 
Bewegung 10-0-30°rechts, 20-0-40°links) vor. Die Innen- und Aussenrotati-
on sei beidseits gleich (80-0-90°). Die aktivierte Arthrose seitens des 
SLAC-Wrist werde auch weiterhin Beschwerden machen. Zu überlegen 
wäre eine Four-Corner-Fusion oder Panarthrodese des Handgelenks. Die 
Denervation werde nur wenig Beschwerdefreiheit bringen (act. II 3 S. 5). 

Im Operationsbericht der D.________ vom 21. März 2019 (act. II 21.3) über 
den durchgeführten Eingriff (Handgelenksarthroskopie, Four-Corner-
Fusion, Spongiosa vom Scaphoid und augmentiert mit Allobone, Denervie-
rung des Handgelenks durch Resektion des PIN, arthroskopischer Synovia-
lektomie partiell und arthroskopischer Glättung des Diskus) nannte 
Dr. med. C.________ als Diagnosen ein SLAC-Wrist des Handgelenks 
rechts mit ausgeprägter Arthrose des Nervus scaphoidea, korrespondie-

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rend am Os scaphoideum mit jeweils viertgradigem Knorpelschaden, 
zweitgradiger Knorpelaufrauung dorsoulnar am Os lunatum bei Impinge-
mentsymptomatik arthroskopisch, zentrale Perforation des Diskus triangu-
laris.

Am 6. September 2019 hielt Dr. med. C.________ fest, es zeige sich in den 
Röntgenaufnahmen ein Shifting der Handwurzel nach ulnar hin, in der CT-
Aufnahme zusätzlich eine Palmarverlagerung des Lunatums mit einem 
kleinen Kontakt in der Fossa lunata auf der palmaren Seite. Somit wäre 
trotz der gut gebundenen Four-Corner-Fusion bei Persistenz der Be-
schwerden eine Arthrodese durchzuführen. Der Patient sei zu 100 % ar-
beitsunfähig (act. II 25.2). 

3.1.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie 
(D), vom Spital F.________ empfahl am 2. Dezember 2019, vor einer Vol-
larthrodese eine Handgelenksdenervierung nach Wilhelm durchzuführen 
(act. II 29.7).

3.1.4 Am 30. Dezember 2019 berichtete Dr. med. C.________ über ein 
ulnares Shifting der Handwurzel mit Ausbildung einer Arthrose in der Fossa 
lunata und Minderbelastbarkeit sowie über eine anhaltende Schmerzhaftig-
keit. Es bestehe eine Besserung der Beweglichkeit im Vergleich zur Vorun-
tersuchung. Im manuell belastenden Beruf sei der Patient weiterhin zu 
100 % arbeitsunfähig bis Ende Februar 2020 (act. II 29.10).

3.1.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, der Abteilung Versicherungsme-
dizin der Suva vermerkte im Untersuchungsbericht vom 7. Februar 2020 
(act. II 29.4) als Diagnose einen Status nach Handgelenksdistorsion vom 
16. Oktober 2015 (Handgelenksarthroskopie, Four-Corner-Fusion, Dener-
vierung Handgelenk durch Resektion des PIN, arthroskopische Synovialek-
tomie partiell, arthroskopische Glättung des Diskus am 21. März 2019 bei 
SLAC-Wrist des Handgelenks rechts mit ausgeprägter Arthrose; Aktuell: 
Funktionsarme rechte Hand, welche nur noch für leichte Zuarbeiten in der 
Lage sei bei erheblicher radiocarpaler Arthrose und belastungsinduzierten 
Schmerzen, teils auch in Ruhe). Aktuell bestünden erhebliche Funktions-
einschränkungen im rechten Handgelenk. Die Restfunktion sei im Alltag 

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auch ohne Beschwerden kaum noch verwertbar (S. 5). Vorausgesetzt, die 
Operationsmassnahme sei erfolgreich, seien unabhängig von der Art der 
Operation (Handgelenksarthrodese bzw. -denervation) der Erfahrung nach 
mit der rechten Hand wieder leichte und mittelschwere Arbeiten möglich. 
Tätigkeiten, bei denen die Handgelenksfunktion erforderlich sei, wie z.B. 
bestimmte feinmotorische Tätigkeiten oder das Wegschieben und Abstüt-
zen bei extendiertem Handgelenk, seien nicht mehr möglich. Die ange-
stammte Tätigkeit als … sei auch nach erfolgreicher Operation nicht mehr 
ohne namhafte Einschränkungen durchführbar. Von konservativen Mass-
nahmen sei keine namhafte unfallbedingte Zustandsveränderung zu erwar-
ten, zumindest dauerhaft. Kurzzeitige Verbesserungen der Symptomatik 
seien möglich. Aktuell bzw. ohne operative Massnahmen sei die rechte 
Hand nur noch für leichte Zuarbeiten einsetzbar. Diese seien auch nicht 
dauerhaft möglich, prinzipiell gebe es jedoch keine zeitlichen Einschrän-
kungen, wenn die rechte Hand zwischendurch auch kurze Pausen habe 
(S. 6).

3.1.6 Im RAD-Bericht vom 8. April 2020 (act. II 31) führte med. pract. 
H.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, als Diagnose per-
sistierende belastungsabhängige Handgelenksschmerzen rechts nach 
Handgelenksdistorsion rechts vom 16. Oktober 2015 (Verdrehung mittels 
eines …) mit SLAC-Wrist bei SL-Bandverletzung, DISI-Stellung des Luna-
tum und Arthrodese radiocaphoideal auf (S. 4). Versicherungsmedizinisch 
bestehe dauerhaft eine starke Minderbelastbarkeit der dominanten rechten 
Hand für körperlich belastende Tätigkeiten seit spätestens 21. März 2019 
(Handoperation bei nachgewiesenen Verletzungen des Handgelenks und 
Handgelenksarthrose). In Übereinstimmung mit dem Suva-Arzt und den 
behandelnden Handchirurgen sei die bisherige Tätigkeit als … dauerhaft 
nicht mehr leistbar. Körperlich leichte bis ausnahmsweise mittelschwere 
manuelle Tätigkeiten mit Gebrauch der rechten Hand zum Zudienen und 
ohne monoton repetitive Belastungen in temperierten Innenräumen ganz-
tags seien ohne Leistungsminderung seit September 2019 (abgeschlosse-
ne Wundheilung, Faustschluss komplett) möglich. Zu vermeiden seien 
dauerhaft körperlich mittelschwere bis schwere manuelle Tätigkeiten, Ar-
beiten bei denen die Handgelenksfunktion rechts erforderlich sei (z.B. be-
stimmte feinmotorische Tätigkeiten, Wegschieben und Abstützen bei ex-

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tendiertem Handgelenk), kraftvolles Zupacken, Arbeiten mit häufigen 
grobmotorischen Rotationsbewegungen im Handgelenk, Arbeiten mit Sto-
ss- und Stauchungsbelastungen für das Handgelenk sowie Vibrationsbe-
lastungen für die Handgelenke durch das Bedienen von Maschinen und 
Tätigkeiten auf absturzgefährdenden Positionen. Eine Tätigkeit mit Schrei-
ben auf einer Tastatur sei weiterhin möglich. Bei Durchführung der Verstei-
fungsoperation des Handgelenks rechts sei eine Arbeitsunfähigkeit für jeg-
liche Tätigkeiten bei postoperativem Heilungsverlauf von drei bis vier Mo-
naten zu erwarten (S. 5).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-
ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

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3.3 Die Aktenbeurteilung der med. pract. H.________ vom 8. April 2020 
(act. II 31), die massgeblich als Grundlage der angefochtenen Verfügung 
vom 9. Juni 2020 (act. II 40) diente, erfüllt die vorerwähnten höchstrichterli-
chen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringt vollen Beweis. 
Dass die RAD-Ärztin auf eine klinische Exploration des Beschwerdeführers 
verzichtete, ist nicht zu beanstanden, konnte sie sich aufgrund der vorhan-
denen Unterlagen doch ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen (vgl. 
RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Die medizini-
sche Aktenlage präsentiert sich denn auch kohärent und widerspruchsfrei. 
Es ist unbestritten, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit 
als … (act. II 4/1, 5/2, 9/2 f.) nicht mehr zumutbar ist (act. II 29.10/2, 29.4/6, 
31/5). Nach den überzeugenden Beurteilungen des Orthopäden Dr. med. 
G.________ der Suva Versicherungsmedizin vom 7. Februar 2020 sowie 
der Allgemeininternistin med. pract. H.________ des RAD vom 8. April 
2020 (act. II 31) besteht (auch ohne die diskutierte Denervation bzw. Ar-
throdese) in einer leidensadaptierten Tätigkeit indes keine zeitliche Ein-
schränkung (act. II 29.4/6, 31/5). Dass die dominante rechte Hand lediglich 
noch als Zudienhand eingesetzt werden kann, ist nachvollziehbar und kor-
reliert mit den Einschätzungen des behandelnden Arztes Dr. med. 
C.________. Die RAD-Ärztin formulierte ein differenziertes Zumutbar-
keitsprofil, wonach leichte bis ausnahmsweise mittelschwere manuelle 
Tätigkeiten mit Gebrauch der rechten Hand zum Zudienen und ohne mono-
ton repetitiven Belastungen in temperierten Innenräumen ganztags ohne 
Leistungsminderung möglich sind. Dieses gilt einleuchtend ab September 
2019 (abgeschlossene Wundheilung, Faustschluss komplett; act. II 31/5, 
act. II 25.2/3). In diesem Zusammenhang scheint der Beschwerdeführer zu 
verkennen, dass von ihm nicht die Wiederaufnahme seiner Tätigkeit als … 
erwartet wird, sondern dass sich die attestierte medizinisch-theoretische 
Arbeitsfähigkeit allein auf Verweisungstätigkeiten – d.h. medizinisch noch 
mögliche und zumutbare Arbeiten – bezieht. Da bis zur den gerichtlichen 
Überprüfungszeitraum markierenden angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 
2020 (act. II 40; vgl. E. 3.1 hiervor) die andiskutierte weitere Operation 
(Denervation bzw. Arthrodese; act. II 25.2/3, 29.7, 29.10/2, 29.19, 27.2) 
nicht durchgeführt wurde, ist die prognostizierte konsekutive Arbeitsun-
fähigkeit während drei bis vier Monaten (act. II 31/5 in fine) sowie eine nach 
der Operation allenfalls zu erwartende höhere Verwendbarkeit der rechten 

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Hand irrelevant. Der medizinische Sachverhalt ist vor diesem Hintergrund 
hinreichend abgeklärt, weshalb auf weitere Beweisvorkehrungen verzichtet 
werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236, 
124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162; SVR 2017 ALV Nr. 6 S. 18 
E. 4.2). Demzufolge ist nach dem massgebenden Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) erstellt, 
dass in einer angepassten Verweisungstätigkeit ab September 2019 eine 
ganztägige Arbeitsfähigkeit besteht. Gestützt darauf ist nachfolgend der 
Invaliditätsgrad zu bemessen.

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt 
für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzu-
stellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter 
Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls 
relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 11

144 I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsge-
richts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom BFS herausge-
gebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medi-
zinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 
dürfen (SVR 2018 IV Nr. 45 S. 145 E. 2.2).

4.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Der Beschwerdeführer meldete sich im März 2019 zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 12

Leistungsbezug an (act. II 7), nachdem ihm seit (mindestens) Juni 2018 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden war (act. II 3/8; 
16.17/1 f., 16.8/2-5). Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt aufgrund der 
verspäteten Anmeldung demnach auf September 2019 (vgl. Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG [Wartezeit] bzw. Art. 29 Abs. 1 IVG [Karenzfrist]). Der Einkom-
mensvergleich ist auf diesen Zeitpunkt hin vorzunehmen (BGE 143 V 295 
E. 4.1.3 S. 300, 129 V 222).

4.4 Der Beschwerdeführer hat im Jahr 1984 in … eine Ausbildung als 
… erfolgreich absolviert (act. II 9/2 f.) und war danach bei verschiedenen 
Arbeitgebern in diesem Beruf tätig, wobei er ab dem Jahr 2015 aussch-
liesslich – und teils kurzzeitige – temporäre Beschäftigungsverhältnisse 
versah (act. II 5/2, 18/2). Zuletzt stand er ebenfalls als … in einem vom 
5. April bis 25. Mai 2018 dauernden Temporär-Arbeitsverhältnis im Einsatz. 
Nach den Angaben des Personalverleihers wurde dieses infolge Arbeits-
rückgang beim Einsatzbetrieb aufgelöst (act. II 16.30, 19). Mit Blick auf die 
Erwerbsbiographie sowie die (in der Schweiz nicht anerkannte) Ausbildung 
als … (act. II 4/1) ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde-
gegnerin bei der Ermittlung des Valideneinkommens auf den NOGA-
Wirtschaftszweig Ziff. 41-43 (Baugewerbe) und das Kompetenzniveau 2 
(Praktische Tätigkeiten wie Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Adminis-
tration/Bedienen von Maschinen und elektronischen 
Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst) der Tabelle TA1 der LSE 2018 ab-
gestellt hat. Dementsprechend ergibt sich (aufindexiert) für das Jahr 2019 
ein Valideneinkommen von Fr. 74'599.-- (Fr. 5'962.-- [LSE 2018, Tabelle 
TA1, Männer, Wirtschaftszweige Ziff. 41-43, Kompetenzniveau 2] x 12 Mo-
nate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.3 Wochenarbeitsstunden [Betriebs-
übliche Arbeitszeit {BUA} 2019, Wirtschaftszweig Ziff. 41-43] / 101.2 x 
102.2 [Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, Wirtschaftszweig Ziff. 
41-43, Index 2018 bzw. 2019]).

Der Beschwerdeführer verwertet seine medizinisch-theoretisch ganztägige 
Arbeitsfähigkeit nicht, weshalb auch für das Invalideneinkommen auf die 
LSE 2018 und dabei auf den Totalwert des Kompetenzniveaus 1 (Einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) abzustellen ist. Dies führt 
zu einem hypothetischen Bruttojahreseinkommen von Fr. 68'368.-- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 13

(Fr. 5'417.-- [LSE 2018, Tabelle TA1, Männer, Total, Kompetenzniveau 1] x 
12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [Be-
triebsübliche Arbeitszeit {BUA}, Total 2019] / 101.5 x 102.4 [Tabelle 
T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, Total, Index 2018 bzw. 2019]). Da 
beide Vergleichseinkommen auf Tabellenlöhnen beruhen und damit die 
invaliditätsfremden Faktoren (Alter, Dienstjahre, Nationa-
lität/Aufenthaltskategorie, Beschäftigungsgrad) auszuklammern sind (Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, 
E. 5), ist der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug 
von 20 % wegen der Funktionseinschränkung der rechten Hand angemes-
sen (dominante Hand als Zudienhand: vgl. SVR 2019 UV Nr. 7 S. 27 ff.), 
womit ein Invalideneinkommen von Fr. 54'694.-- (Fr. 68'368.-- / 100 x 80) 
resultiert. Selbst unter Berücksichtigung des an sich nicht gerechtfertigten 
Maximalabzugs von 25 %, bei welchem sich ein Invalideneinkommen von 
Fr. 51'276.-- (Fr. 68'368.-- / 100 x 75) ergäbe, würde die Rentenschwelle 
nicht erreicht (vgl. E. 4.5 hiernach).

4.5 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ergibt sich 
ein aufgerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) und renten-
ausschliessender (vgl. E. 2.2 hiervor) Invaliditätsgrad von 27 % 
([Fr. 74'599.-- ./. Fr. 54'694.--] / Fr. 74'599.-- x 100). Würde bei der Berech-
nung des Invalideneinkommens der maximal zulässige Abzug gewährt (vgl. 
E. 4.4 hiervor), resultierte ein ebenfalls nicht zu einem Rentenanspruch 
berechtigender Invaliditätsgrad von gerundet 31 % ([Fr. 74'599.-- ./. 
Fr. 51'276.--] / Fr. 74'599.-- x 100). Die gegen die Verfügung vom 9. Juni 
2020 (act. II 40) erhobene Beschwerde ist folglich abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 14

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Okt. 2020, IV/20/569, Seite 15

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.