# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93c7bbee-27e6-56b1-a7df-a123074c5d4c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-29
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 29.05.2008 ZF 2008 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2008-46_2008-05-29.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 29. Mai 2008/rj Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 08 46 30. Mai 2008

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Präsident Brunner

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

des X., Breil/Brigels, Kläger und Berufungskläger, und der Z., Klägerin und Beru-
fungsklägerin,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts A. vom 1. April 2008, mitgeteilt am 28. April 2008, in 
Sachen der Berufungskläger gegen die Y . , Beklagte und Berufungsbeklagte, ver-
treten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Robert K. Däppen, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, 
gegen Kläger und Berufungskläger, 

betreffend Aberkennungsklage,

2

wird nach Einsichtnahme in die Berufungserklärung vom 19. Mai 2008, in die von 
der Vorinstanz zugestellten Verfahrensakten sowie in Erwägung,

 dass X. und Z. am 24. September 2007 beim Vermittleramt des Kreises B. gegen 
die Y. zwei gleich lautende Aberkennungsklagen eingereicht haben, welche sie 
nach erfolglos verlaufener Vermittlungsverhandlung am 17. November 2007 an 
das Bezirksgericht A. prosequierten,

 dass das Bezirksgericht A. mit Urteil vom 1. April 2008 auf die Klage infolge feh-
lender örtlicher Zuständigkeit nicht eintrat,

 dass X. und Z. dagegen am 19. Mai 2008 zuhanden des Kantonsgerichts von 
Graubünden Berufung erhoben,

 dass das Bezirksgericht A. lediglich ein Prozessurteil gefällt hat, indem es auf 
die Klage nicht eingetreten ist,

 dass gemäss ständiger Praxis des Kantonsgerichts die zivilrechtliche Berufung 
gemäss Art. 218 ff. ZPO nur zulässig ist, wenn sie sich gegen ein Sachurteil 
eines Bezirksgerichts richtet und somit über die materiellrechtlichen Ansprüche 
der Parteien entschieden wurde (vgl. PKG 1997 Nr. 4, 1998 Nr. 23), 

 dass letzteres im vorliegenden Fall nicht gegeben ist, so dass auf die Berufung 
nicht eingetreten werden kann,

 dass die Eingabe der Berufungskläger auch nicht als zivilrechtliche Beschwerde 
gemäss Art. 232 ff. ZPO entgegengenommen werden kann, da diese gemäss 
Art. 233 Abs. 2 ZPO begründet werden muss und die Berufungskläger lediglich 
ein Rechtsbegehren gestellt haben, aus welchem keine hinreichende Begrün-
dung hervorgeht, aus welchen Gründen das angefochtene Urteil unrichtig sein 
sollte, 

 dass die Berufungskläger auch nicht aufgefordert werden können, die Be-
schwerde formgerecht einzureichen, da die 20-tägige Rechtsmittelfrist gemäss 
Art. 233 Abs. 1 ZPO bereits verstrichen ist,

 dass die Berufung somit offensichtlich unzulässig ist, so dass sie ohne weiteres 
Verfahren vom Vorsitzenden abgeschrieben werden kann (Art. 224 Abs. 1 ZPO),

 dass für dieses Verfahren keine Kosten erhoben werden,

3

verfügt :

1. Die Berufung wird als offensichtlich unzulässig am Geschäftsverzeichnis ab-
geschrieben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diese, einen Streitwert von mindestens 30'000 Franken betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72, Art. 74 Abs. 1 lit. b des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise 
einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und 90 ff. BGG. 

4. Mitteilung an:

__________

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden 
Der Präsident: