# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 255d60c0-6ad8-5d03-9e20-ace52ad724ad
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-12-21
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 21.12.2023 CA.2022.16
**Docket/Reference:** CA.2022.16
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2022-16_2023-12-21

## Full Text

Berufungen (teilweise) gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021
Ungetreue Amtsführung; Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung; Urkundenfälschung im Amt; Urkundenfälschung; Sich bestechen lassen; Bestechen; Strafzumessung; Entschädigung der amtlichen Verteidigung
;;Berufungen (teilweise) gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021
Ungetreue Amtsführung; Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung; Urkundenfälschung im Amt; Urkundenfälschung; Sich bestechen lassen; Bestechen; Strafzumessung; Entschädigung der amtlichen Verteidigung
;;Berufungen (teilweise) gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021
Ungetreue Amtsführung; Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung; Urkundenfälschung im Amt; Urkundenfälschung; Sich bestechen lassen; Bestechen; Strafzumessung; Entschädigung der amtlichen Verteidigung
;;Berufungen (teilweise) gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021
Ungetreue Amtsführung; Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung; Urkundenfälschung im Amt; Urkundenfälschung; Sich bestechen lassen; Bestechen; Strafzumessung; Entschädigung der amtlichen Verteidigung

Urteil vom 21. Dezember 2023 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Olivier Thormann, Vorsitzender, 
Richterinnen Petra Venetz und Brigitte Stump Wendt, 
Gerichtsschreiber David Mühlemann  

Parteien  1. A., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Lukas 
Bürge,  

 
Berufungsführer 1 / Beschuldigter 1 

  
 
2. C., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Ivo 

Harb,  

 
Berufungsführer 2 / Beschuldigter 2 

 
 
3. IVO HARB,  

Berufungsführer 3 
 
 
 
 
 
 
 

 
gegen 

  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwalt 
des Bundes Vincens Nold,       

Berufungsgegnerin 1/Anklagebehörde 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2022.16 

- 2 - 

und 
 
1. SCHWEIZERISCHE EIDGENOSSENSCHAFT, vertreten 

durch Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung 
und Forschung WBF, vertreten durch Rechtsan-
walt Fritz Rothenbühler,  

Berufungsgegnerin 2/Privatklägerin 1  
 

 
2. E. AG IN LIQUIDATION, vertreten durch Handelsre-

gister- und Konkursamt Zug, Herrn lic. iur. An-
dreas Hess,     

Berufungsgegnerin 3/Privatklägerin 2  
 
 

Gegenstand 
 

Berufungen (teilweise) gegen das Urteil der Strafkam-
mer des Bundesstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. Sep-
tember 2021 
 
Ungetreue Amtsführung; Gehilfenschaft zu ungetreuer 
Amtsführung; Urkundenfälschung im Amt; Urkundenfäl-
schung; Sich bestechen lassen; Bestechen; Strafzu-
messung; Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

  

- 3 - 

Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil 

A.1 Die Bundesanwaltschaft (BA) eröffnete am 31. Januar 2014 aufgrund einer Straf-
anzeige des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO) vom 30. Januar 2014 eine 
Strafuntersuchung gegen A. und Unbekannt wegen Verdachts der ungetreuen 
Amtsführung (Art. 314 StGB) sowie des Sich bestechen lassen (Art. 322quater 

StGB) (BA pag. 01-001-0001). Sie dehnte die Strafuntersuchung am 12. Feb-
ruar 2014 auf B. und C. und am 1. Juni 2015 auf D. je wegen Verdachts des 
Bestechens (Art. 322ter StGB) sowie der Vorteilsgewährung (Art. 322quinquies 
StGB) aus (BA pag. 01-001-0002 bzw. 01-001-0005; Verfahrensnummer 
SV.14.0100-NOL). Das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement erteilte 
am 21. Februar 2014 die Ermächtigung zur Durchführung eines Strafverfahrens 
gegen A. (BA 01-002-0004 f.). 

A.2 Mit Verfügung vom 24. Juni 2014 ordnete die Bundesanwaltschaft gestützt auf 
Art. 323 StPO die Wiederaufnahme eines am 28. November 2005 gegen A. we-
gen Verdachts der ungetreuen Amtsführung (Art. 314 StGB) sowie des Sich be-
stechen lassen (Art. 322quater StGB) eröffneten gerichtspolizeilichen Ermittlungs-
verfahrens an, welches sie mit Verfügung vom 18. Oktober 2007 eingestellt hatte 
(Verfahrensnummer EAI/7/05/1353), und vereinigte es gleichzeitig mit der Straf-
untersuchung SV.14.0100-NOL (BA pag. 01-001-0003 f.). 

A.3 Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 16. April 2014 eine weitere Strafuntersu-
chung gegen K. wegen Verdachts des Bestechens sowie der Vorteilsgewährung 
(BA 01-001-0001) und dehnte sie am 23. Juni 2015 gegen A. wegen Verdachts 
der ungetreuen Amtsführung, des Sich bestechen lassen sowie der Vorteilsan-
nahme aus (BA pag. 01-001-0002; Verfahrensnummer SV.14.0412-NOL). Am 
8. September 2015 vereinigte sie die beiden Verfahren SV.14.0100-NOL und 
SV.14.0412-NOL unter der Verfahrensnummer SV.14.0100-NOL (BA pag. 01-
003-0001 ff.). 
 

A.4 Gestützt auf ein Ersuchen der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 
30. September 2014 übernahm die Bundesanwaltschaft mit Verfügung vom 
26. Januar 2015 das Zürcher Verfahren B-3/2014/27 – nach erfolgter Verfahrens-
konsolidierung unter der Verfahrensnummer B-3/2014/27 bezogen auf die den 
Sachverhalt SECO betreffenden Beweismittel und auf die in diesem Zusammen-
hang stehenden beschuldigten Personen – gegen L.  wegen Verdachts der Geld-
wäscherei, der Urkundenfälschung, der ungetreuen Geschäftsbesorgung, des 
Bestechens sowie der Verletzung der Meldepflichten gemäss Art. 37 des Geld-
wäschereigesetzes, gegen C. wegen Verdachts des Bestechens, der Vorteilsge-
währung sowie der ungetreuen Geschäftsbesorgung, gegen B. wegen Verdachts 

- 4 - 

des Bestechens sowie der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie gegen M. we-
gen Verdachts des Bestechens und vereinigte die Strafverfolgung und Beurtei-
lung gestützt auf Art. 26 Abs. 2 StPO in der Hand der Bundesbehörden (Verfah-
rensnummer SV.14.0100-NOL; BA pag. 02-001-0104 ff.; Akten der Staatsanwalt-
schaft III des Kantons Zürich [nachfolgend: StA ZH]). 

A.5 Mit Ausdehnungsverfügungen der Bundesanwaltschaft vom 2. Juli 2015 wurde 
das Verfahren auf N. sowie O. je wegen Verdachts des Bestechens sowie der 
Vorteilsgewährung ausgedehnt (BA pag. 01-001-0006, 01-001-0007). Mit Verfü-
gung vom 13. November 2015 wurde das Verfahren gegen A. auf den Verdacht 
der Vorteilsannahme und mit Verfügung vom 29. November 2017 auf den Ver-
dacht der Urkundenfälschung im Amt (Art. 317 StGB) ausgedehnt (BA pag. 01-
001-0008, 01-001-0011). 
 
Mit Verfügungen vom 14. Februar 2019 wurde das Verfahren gegen B. und C. je 
auf den Verdacht der Gehilfenschaft zur ungetreuen Amtsführung (Art. 314 i.V.m. 
Art. 25 StGB) ausgedehnt (BA pag. 01-001-0012, 01-001-0013).  
 
Mit Verfügungen vom 28. Februar 2019 wurde das Verfahren gegen A., B. und 
C. je auf den Verdacht der Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) ausgedehnt (BA 
pag. 01-001-0014, 01-001-0015, 01-001-0016). 
 
Mit Verfügungen vom 18. April 2019 wurde das Verfahren gegen A. und B. je auf 
den Verdacht der Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) ausgedehnt (BA pag. 01-001-
0017, 01-001-0018). 

A.6 Mit Einstellungsverfügung vom 21. März 2019 wurde das Verfahren gegen M. 
wegen Bestechens (Art. 322ter StGB) eingestellt (BA pag. 03-000-0001 ff.). 

A.7 Mit Strafbefehl vom 26. März 2019 sprach die Bundesanwaltschaft O. des Beste-
chens (Art. 322ter StGB) schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingt vollziehbaren 
Geldstrafe von 100 Tagessätzen à CHF 190.-- sowie mit einer Busse von 
CHF 1'000.--, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer Freiheits-
strafe von 10 Tagen. Mangels Einsprache ist der Strafbefehl in Rechtskraft er-
wachsen (BA pag. 03-000-0026 ff.). 
 
Mit Strafbefehl vom 27. März 2019 und Berichtigung vom 29. März 2019 sprach 
die Bundesanwaltschaft L. der mehrfachen Urkundenfälschung (Art. 251 StGB), 
der mehrfachen ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB) sowie der 
Geldwäscherei (Art. 305bis StGB) schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingt voll-
ziehbaren Freiheitsstrafe von 6 Monaten. Mangels Einsprache ist der Strafbefehl 
in Rechtskraft erwachsen (BA pag. 03-000-0033 ff., -0062 f.). 
 

- 5 - 

Mit Strafbefehl vom 27. März 2019 sprach die Bundesanwaltschaft N. des Beste-
chens (Art. 322ter StGB) schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingt vollziehbaren 
Geldstrafe von 120 Tagessätzen à CHF 110.-- sowie mit einer Busse von 
CHF 1'500.--, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer Freiheits-
strafe von 15 Tagen. Mangels Einsprache ist der Strafbefehl in Rechtskraft er-
wachsen (BA pag. 03-000-0054 ff.). 
 
Mit Strafbefehl vom 4. April 2019 sprach die Bundesanwaltschaft K. des Beste-
chens (Art. 322ter StGB) schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingt vollziehbaren 
Geldstrafe von 180 Tagessätzen à CHF 40.-- sowie mit einer Busse von 
CHF 1'000.--, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer Freiheits-
strafe von 10 Tagen, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 114 Tagen. 
Mangels Einsprache ist der Strafbefehl in Rechtskraft erwachsen (BA pag. 03-
000-0064 ff.). 
 
Mit Strafbefehl vom 16. Mai 2019 sprach die Bundesanwaltschaft D. des Beste-
chens (Art. 322ter StGB) schuldig und bestrafte ihn mit einer bedingt vollziehbaren 
Geldstrafe von 120 Tagessätzen à CHF 60.-- sowie mit einer Busse von 
CHF 1'000.--, bei schuldhaftem Nichtbezahlen ersatzweise mit einer Freiheits-
strafe von 10 Tagen (BA pag. 03-000-0092 ff.). D. erhob mit Eingabe an die Bun-
desanwaltschaft vom 17. Mai 2019 Einsprache gegen den Strafbefehl und bean-
tragte einen vollumfänglichen Freispruch (BA pag. 03-000-0100). 

A.8 Die Schweizerische Eidgenossenschaft, vertreten durch das Eidgenössische De-
partement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF; Privatklägerin 1), konsti-
tuierte sich mit Eingaben vom 25. Februar, 17. März und 22. Mai 2014 als Privat-
klägerin im Straf- und Zivilpunkt ([SV.14.0100-NOL] BA pag. 15-005-0001; 
[SV.14.0412-NOL] BA 15-001-0001). Sie spezifizierte und begründete ihre zivil-
rechtlichen Ansprüche im Rahmen der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (TPF 
pag. 422.720.17 und 422.721.194 ff.). 

A.9 Die E. AG (heute: E. AG in Liquidation; Privatklägerin 2) konstituierte sich mit 
Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 27. August 2014 als Privatklägerin im Straf- 
und Zivilpunkt ([SV.14.0100-NOL] BA pag. 15-006-0006). Mit Eingabe vom 
3. August 2021 spezifizierte und begründete sie ihre zivilrechtlichen Ansprüche 
(TPF pag. 422.552.1 ff.). 
 

A.10 Die Bundesanwaltschaft erhob am 30. September 2019 beim Bundesstrafgericht 
Anklage gegen die Beschuldigten A., B., C. und D. betreffend ungetreue Amts-
führung (A.) sowie Gehilfenschaft dazu (B., C.), ungetreue Geschäftsbesorgung 
(B., C.), Urkundenfälschung im Amt (A.), Urkundenfälschung (A., B., C.), Sich 
bestechen lassen (A.), Bestechen (B., C., D.) sowie Geldwäscherei (A., B.).  
 

- 6 - 

Mit Beschluss der Strafkammer SK.2019.53 vom 27. Februar 2020 wies die Straf-
kammer die Anklage zur Ergänzung an die Bundesanwaltschaft zurück und sis-
tierte das Verfahren. 

A.11 Die Bundesanwaltschaft reichte am 31. März 2020 eine ergänzte Anklage gegen 
die Beschuldigten A., B., C. und D. betreffend die gesamthaft gleichen Straftat-
bestände wie bei der ersten Anklage ein. Das neue Verfahren wurde unter der 
Geschäftsnummer SK.2020.10 eröffnet (TPF pag. 422.100.001 ff.). 

A.12 Mit Verfügung vom 29. September 2020 entschied die Verfahrensleitung über 
prozessuale Anträge der Beschuldigten A., B. und C. betreffend Aktenordnung 
und Akteneinsicht (TPF pag. 422.255.5 ff.). Mit Verfügung vom 13. November 
2020 entschied sie über die Beweisanträge der Parteien (TPF pag. 
422.250.1 ff.). Mit Verfügung vom 27. Mai 2021 erliess sie prozessleitende An-
ordnungen, machte einen rechtlichen Würdigungsvorbehalt gemäss Art. 343 
StPO und beschied, dass zwei Zeugen in der Hauptverhandlung einvernommen 
werden. Gleichzeitig lud sie die Parteien ein, Vorfragen im Sinne von Art. 339 
Abs. 2 StPO bis zum 19. Juli 2021 schriftlich einzureichen (TPF pag. 
422.250.19 f.). Die diesbezüglichen Eingaben wurden den Parteien zur Kenntnis 
übermittelt. 

A.13 Die Verfahrensleitung ergänzte die Akten von Amtes wegen um Steuerunterla-
gen sowie um Betreibungs- und Strafregisterauszüge über die Beschuldigten und 
lud die Beschuldigten ein, mittels eines Formulars Angaben zu ihrer aktuellen 
persönlichen und finanziellen Situation zu machen (TPF pag. 422.400.1, 
422.250.19). 

A.14 Die Hauptverhandlung vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts fand vom 
2. bis 5. August 2021 am Sitz des Gerichts in Bellinzona in Anwesenheit der 
Parteien – mit Ausnahme der Privatklägerin 2, welche auf eine Teilnahme ver-
zichtet hatte – statt. Am 17. September 2021 wurde das Urteil den Parteien 
mündlich eröffnet. 

A.15 Folgende Parteien meldeten bei der Strafkammer Berufung an: C. mit Eingabe 
vom 17. September 2021, B. und D. jeweils mit Eingaben vom 22. September 
2021 sowie die Bundesanwaltschaft und A. jeweils mit Eingaben vom 24. Sep-
tember 2021 (TPF pag. 422.940.001 ff.). 

A.16 Mit Verfügung der Strafkammer vom 8. November 2021 (Geschäftsnummer 
SN.2021.21) wurde Rechtsanwalt Lukas Bürge rückwirkend per 2. November 
2021 als amtlicher Verteidiger von A. eingesetzt und Rechtsanwältin CCCCC. 
aus dem Mandat als amtliche Verteidigerin entlassen (TPF pag. 422.911.001 ff.). 

- 7 - 

A.17 Das schriftlich begründete Urteil hat die Strafkammer am 13. Juni 2022 an die 
Parteien versandt und wurde am 15. Juni 2021 von der Bundesanwaltschaft 
(CAR pag. 1.100.383), sowie von A. am 15. Juni 2022 (CAR pag. 1.100.382), B. 
am 14. Juni 2022 (CAR pag. 1.100.381), C. am 14. Juni 2022 (CAR pag. 
1.100.379) und D. am 14. Juni 2022 (CAR pag. 1.100.380) in Empfang genom-
men.  

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Mit Schreiben vom 13. Juni 2022 leitete die Strafkammer das begründete Urteil 
SK.2020.10 vom 17. September 2021 mitsamt den Berufungsanmeldungen an 
die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts weiter (CAR pag. 1.100.003 ff.).  
 
Am 14. Juni 2022 übermittelte die Strafkammer der Berufungskammer die Akten 
(CAR pag. 1.100.384). 

B.2 Mit Berufungserklärung vom 30. Juni 2022 stellte C. folgende Anträge (CAR pag. 
1.100.387 ff.): 
 
1. Das Urteil des Bundesstrafgerichts vom 17. September 2021 sei betreffend 

III (C., Urteil Seite 358 ff.), Ziff. 1.3 und Ziff. 2, V. Ziff. 6., VI, Ziff. 3 und Ziff. 
5.1, VII, Ziff. 2, Spiegelstrich 3, Ziff. 3 (Entschädigung für erbetene Vertei-
digung) und Ziff. 4 (Entschädigung und Genugtuung) sowie IX, Ziff. 3 (amt-
liche Verteidigung) aufzuheben. 
 

2. Der Beschuldigte sei freizusprechen. 
 

3. Der Beschuldigte sei für die unrechtmässig erstandene Untersuchungshaft 
mit CHF 19'600.00 sowie einer Genugtuung für die durch das Strafverfah-
ren erlittene Unbill aus der Staatskasse mit CHF 40'000.00 zu entschädi-
gen. 
 

4. Weiter seien die dem Beschuldigten entstandenen Anwaltskosten in der 
Höhe von CHF 176'830.10 zu entschädigen. 
 

5. Die sichergestellten Gelder in Schliessfach J. Nr. 1 bzw. Konto 3, damaliger 
Betrag CHF 125'000.00 seien freizugeben. 
 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates. 
 
Gleichzeitig stellte C. den folgenden Beweisergänzungsantrag: 
 

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Die beiden Leistungskontrollblätter von Rechtsanwalt OOOO. für das Strafver-
fahren STA Zürich und Strafverfahren BA seien zu den Akten zu nehmen (Beila-
gen 1a und 1b). 

B.3 Mit Eingabe vom 21. November 2023 (CAR pag. 1.300.025 ff.) zog B. seine am 
1. Juli 2022 erklärte Berufung (CAR pag. 1.100.392 ff.) zurück. Gleichzeitig er-
suchte er die Berufungskammer das Verfahren in Bezug auf seine Person abzu-
schreiben sowie die Vorladungen für die Berufungsverhandlung vom 28. Novem-
ber 2023 abzunehmen (vgl. infra lit. B.19).  

B.4  
B.4.1 Mit Berufungserklärung vom 5. Juli 2022 stellte A. folgende Anträge 

(CAR pag. 1.100.398 ff.): 
 
1. Das Urteil vom 17.09.2021 der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

(SK.2020.10) wird lediglich in Teilen angefochten. Die Berufung erstreckt 
sich 
 
1.1  auf die Schuldsprüche wegen mehrfacher Urkundenfälschung im 

Amt, des mehrfachen Sich-bestechen-Lassens sowie der Urkunden-
fälschung (Ziff. I/1.3 der Schuldsprüche);  

 
1.2  auf die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Mo-

naten sowie zu einer Geldstrafe von 130 Tagessätzen à Fr. 50.00 
(Ziff. I/2. der Verurteilung); 

 
1.3  auf die Verurteilung zur Leistung einer Ersatzforderung zugunsten 

der Eidgenossenschaft in der Höhe von Fr. 410’000.00 (Ziff. I/4. der 
Verurteilung). 

 
2. Die Abänderung des erstinstanzlichen Urteils wird wie folgt begehrt: 

 
2.1  A. sei freizusprechen von der Anschuldigung der mehrfachen Urkun-

denfälschung im Amt, des mehrfachen Sich-bestechen-Lassens so-
wie der Urkundenfälschung, angeblich begangen in der Zeit von 2004 
bis 2014;  

 
 unter Auferlegung der gesamten erst- sowie der oberinstanzlichen 

Verfahrenskosten an die Eidgenossenschaft sowie unter Ausrichtung 
einer Entschädigung in der Höhe der gesamten erst- und ober-
instanzlichen Verteidigungskosten gemäss teils noch einzureichen 
der Honorarnote und einer Genugtuung von CHF 200.00 pro ausge-
standenem Hafttag. 

 

- 9 - 

2.2  Allfällige weitere Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

B.4.2 Mit Eingabe vom 31. Oktober 2023 (CAR pag. 2.102.006 f.) teilte A. mit, dass 
das Urteil vom 17. September 2021 der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
(SK.2020.10) Iediglich noch in Bezug auf die Verurteilungen zu einer Freiheits-
strafe von 4 Jahren und 4 Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 130 Tagessät-
zen à CHF 50.-- angefochten wird. 
 
Die Abänderung des erstinstanzlichen Urteils wird insofern begehrt, als A. zu ei-
ner schuldangemessenen Strafe, bestehend aus einer teilbedingten Freiheits-
strafe (unter Anrechnung der ausgestandenen Haft) sowie einer bedingten Geld-
strafe, zu verurteilen sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

B.5 Zusammen mit der Berufungserklärung vom 5. Juli 2022 stellte A. folgendes Aus-
standsbegehren gegen den Vorsitzenden des Berufungsgerichts: 

 
Gemäss Medienberichten (bspw. Berner Zeitung vom 29.06.2022) läuft 
derzeit ein Strafverfahren gegen den Präsidenten der Berufungskammer 
des Bundesstrafgerichts, Herrn O. Thormann, Im Zusammenhang mit des-
sen früherer Tätigkeit bei der Bundesanwaltschaft. Zudem war der heutige 
Präsident der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts, Herr O. Thor-
mann, seinerzeit Vorgesetzter des Staatsanwaltes des Bundes, Herrn V. 
NoId, welcher das Strafverfahren gegen Herrn A. führte und in der Folge 
die entsprechende Anklage vor Bundesstrafgericht vertrat. Aus diesen 
Gründen wird beantragt, dass der Präsident der Berufungskammer des 
Bundesstrafgerichts, Herr O. Thormann, in casu in den Ausstand zu treten 
habe. 

 
Mit Schreiben vom 13. Juli 2022 teilte der Vorsitzende des Berufungsgerichts 
dem Rechtsanwalt des Beschuldigten A. mit, dass er zu keinem Zeitpunkt bei der 
Bundesanwaltschaft in derselben Abteilung mit und/oder als Vorgesetzter von 
Staatsanwalt des Bundes Vincens NoId tätig gewesen war und er sich deshalb 
dort zu keinem Zeitpunkt mit dem vorliegenden Verfahren auf irgendeine Weise 
befasst hatte (CAR pag. 2.102.001). 
 
Mit Eingabe vom 9. August 2022 erklärte A., dass am Ausstandsgesuch vom 
5. Juli 2022 nicht festgehalten werde (CAR pag. 2.102.009), womit es gegen-
standslos wurde. 

B.6 Mit Eingabe vom 30. Juni 2022 teilte die Bundesanwaltschaft mit, dass die Beru-
fungsanmeldung vom 24. September 2021 zurückgezogen werde (CAR pag. 
1.300.001 f.).  
 

- 10 - 

Der Beschuldigte D. erklärte mit Eingabe vom 6. Juli 2022 ebenfalls, dass die 
Berufungsanmeldung vom 22. September 2021 zurückgezogen werde (CAR: 
pag. 1.300.003). 

B.7 Mit Schreiben vom 29. Juli 2022 übermittelte die Berufungskammer den Parteien 
die Berufungserklärungen vom 30. Juni 2022, eingereicht von C., vom 1. Juli 
2022, eingereicht von B., vom 5. Juli 2022, eingereicht von A., sowie die Rück-
zugserklärungen bezüglich der Berufung der Bundesanwaltschaft vom 30. Juni 
2022 und von D. vom 6. Juli 2022. Dies mit der Einladung zur Mitteilung eines 
allfälligen Antrags auf Nichteintreten und/oder zur Erklärung der Anschlussberu-
fung (CAR pag. 1.400.001). 
 
Gleichzeitig setzte die Berufungskammer gestützt auf Art. 133 StPO die bisheri-
gen amtlichen Verteidiger als amtliche Verteidigung der Beschuldigten A., B. und 
C. für das vorliegende Berufungsverfahren ein.  

B.8 Mit Eingabe vom 9. August 2022 erklärte A., dass er auf Erhebung einer An-
schlussberufung verzichte und das Eintreten auf die übrigen Berufungserklärun-
gen ins gerichtliche Ermessen stelle (CAR pag. 1.400.003).  
 
Die Bundesanwaltschaft teilte mit Eingabe 11. August 2022 mit, dass sie bezüg-
lich der Berufungserklärungen von A., B. und C. keinen Antrag auf Nichteintreten 
stelle und auf die Erklärung einer Anschlussberufung verzichte. Zudem wies sie 
darauf hin, dass sie keine Beweisanträge stelle (CAR pag. 1.400.004). 
 
B. teilte mit Eingabe vom 16. August 2022 mit, dass keine Anträge auf Nichtein-
treten gestellt würden. Zudem erneuerte B. den Antrag aus der Berufungserklä-
rung vom 1. Juli 2022 (CAR pag. 1.100.392 ff.), dass ihm gegenüber das Verfah-
ren schriftlich durchgeführt werde. Sodann hielt er fest, dass an allen Anträgen 
der Berufungserklärung vom 1. Juli 2022 festgehalten werde (CAR pag. 
1.400.006 f.). 
 
Mit Eingabe vom 26. August 2022 teilte die Privatklägerin 1 mit, dass sie auf 
einen Nichteintretensantrag, die Erklärung der Anschlussberufung sowie das 
Stellen von Beweisanträgen verzichte (CAR pag. 1.400.008). 
 
Der Beschuldigte C. liess sich nicht vernehmen. 

B.9 Mit Eingabe vom 17. August 2022 (CAR pag. 8.101.002 ff.) beantragte C. die 
Aufhebung der Beschlagnahme der Kontoverbindung Nr. 2a, Kontokorrent und 
Depot, Iautend auf C., bei der F., X. Eventualiter werde die Überweisung des 
beschlagnahmten Kontokorrents und Depots auf das Kontokorrent und Depot bei 
der FFFFF. W., Iautend auf C., Verbindungskonto […] bzw. Depot.-Nr. 6 begehrt. 

- 11 - 

Subeventualiter sei es dem Berufungsführer zu gestatten, einen solchen Transfer 
durchzuführen. 
 
Mit Schreiben vom 7. September 2022 gewährte die Berufungskammer den üb-
rigen Parteien Gelegenheit, zu den Anträgen C.’s Stellung zu nehmen (CAR pag. 
8.101.006).  
 
Mit Eingabe vom 12. September 2022 teilte die Bundesanwaltschaft ihre Zustim-
mung mit, «dass die Beschlagnahme der Kontoverbindung Nr. 2a, Kontokorrent 
und Depot, Iautend auf C., bei der F., X., aufgehoben wird. Dies in Übereinstim-
mung mit Ziffer X.2.3 der Erwägungen im Urteil der Strafkammer des Bun-
desstrafgerichts SK.2020 10 vom 17. September 2021 bzw. mit Ziffer V.7 des 
Dispositivs dieses Urteils» (CAR pag. 8.101.008). 
 
A., mit Eingabe vom 14. September 2022 (CAR pag. 8.101.010), und B., mit Ein-
gabe vom 19. September 2022 (CAR pag. 8.101.011 f.), teilten mit, dass sie auf 
eine Stellungnahme verzichteten.  
 
Mit Beschluss der Berufungskammer CN.2022.9 vom 21. September 2022 wurde 
festgestellt, dass die C. betreffende Dispositivziffer V.7 des Urteils des Bun-
desstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021 per Entscheiddatum in 
Rechtskraft erwachsen ist (Ziffer 1). Die Bundesanwaltschaft wurde angewiesen, 
die Beschlagnahme der Kontoverbindung Nr. 2a (Kontokorrent und Depot), Iau-
tend auf C., bei der F., X., per Rechtskraft des Beschlusses aufzuheben (Ziffer 
2). Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Nebenverfahrens ist im vor-
liegenden Hauptverfahren (CA.2022.16) zu befinden.  

B.10 Mit Schreiben vom 7. September 2022 gewährte die Berufungskammer den Par-
teien Frist zur Stellungnahme zu den Anträgen von C., dass die Leistungskon-
troIIbIätter von Rechtsanwalt OOOO. für das Strafverfahren der Staatsanwalt-
schaft Zürich und das Strafverfahren der Bundesanwaltschaft zu den Akten zu 
nehmen seien. Gleichzeitig erhielten die Parteien die Gelegenheit Anträge zum 
Beweisverfahren zu stellen und begründen sowie allfällige Vorfragen mitzuteilen, 
die sie anlässlich der Berufungsverhandlung zu stellen beabsichtigen (CAR pag. 
4.200.001 f.). 
 
Den Parteien wurde mit gleichem Schreiben mitgeteilt, dass von Amtes wegen 
im Hinblick auf die Berufungsführer aktuelle Straf- und Betreibungsregister-aus-
züge sowie die letzten Steuererklärungen und -veranlagungsverfügungen der 
Berufungsführer eingeholt werden. 

B.11 Die Bundesanwaltschaft teilte mit Eingabe vom 23. September 2022 mit, dass 
sie auf eine Stellungnahme zum Antrag von C. verzichte (CAR pag. 4.200.003 f.). 
 

- 12 - 

Mit Eingabe vom 23. September 2022 teilte A. mit, dass er auf die Stellungnahme 
zum Antrag C. verzichte. Zudem reichte er das Formular über seine persönlichen 
und finanziellen Verhältnisse ein. Weitere Beweisanträge behielt er sich vor 
(CAR. pag. 4.200.005 f.). 
 
C. stellte mit Eingabe vom 26. September 2022 den Antrag auf Durchführung 
eines mündlichen Berufungsverfahrens und reichte das Formular über seine per-
sönliche und finanzielle Situation ein. Zudem ersuchte er um Fristerstreckung zur 
Stellung von Beweisanträgen (CAR pag. 4.200.010 ff.).  
 
Mit Eingabe vom 28. September 2022 teilte B. mit, dass er zum Antrag C.’s keine 
Bemerkungen habe. Zudem merkte er wiederholt an, dass er auf die Durchfüh-
rung eines mündlichen Berufungsverfahrens verzichte und es nach seinem Da-
fürhalten aufgrund des Prozessthemas nicht erforderlich sei, dass er nochmals 
befragt oder anwesend sein müsse. Für den Fall, dass ein mündliches Verfahren 
durchgeführt werde, stellte er ein Gesuch um Dispensation vom persönlichen Er-
scheinen. Schliesslich reichte er das ausgefüllte Formular über seine persönli-
chen und finanziellen Verhältnisse ein (CAR pag. 4.200.031 ff.). 

B.12 In Bezug auf die Rückzugserklärungen von D. und der Bundesanwaltschaft ver-
zichteten die weiteren Parteien auf eine Stellungnahme (vgl. oben lit. B.6). Die 
Berufungskammer trennte folglich in Bezug auf D. das Strafverfahren mit Blick 
auf Art. 5 StPO und in Anwendung von Art. 30 StPO vom Hauptverfahren 
CA.2022.16 ab und führte dieses neu unter der Verfahrensnummer CA.2022.23.  

Mit Beschluss vom 6. September 2022 trat die Berufungskammer auf die von D. 
angemeldete aber nicht erklärte Berufung im Berufungsverfahren CA.2022.16 
nicht ein (Beschluss der Berufungskammer CA.2023.23, Dispositivziffer 2.). Zu-
dem stellte die Berufungskammer den Verzicht der Bundesanwaltschaft auf das 
Rechtsmittel der Berufung fest (Beschluss der Berufungskammer CA.2023.23, 
Dispositivziffer 3.). Überdies stellte die Berufungskammer fest, dass die Disposi-
tivziffern IV.1; IV.2; VI.4; VII.1; Vll.2, vierter Spiegelstrich sowie VIII.1, vierter 
Spiegelstrich des Urteils der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2020.10 
vom 17. September 2021 per Entscheiddatum in Rechtskraft erwachsen sind 
(Beschluss der Berufungskammer CA.2023.23, Dispositivziffer 4.). 

B.13 Mit Eingabe vom 24. Oktober 2022 stellte C. folgende Beweisergänzungsanträge 
(CAR pag. 4.200.043 ff.): 
 
1. Es sei von sämtlichen, sich in den Verfahrensakten zu den einzelnen Rubri-

ken befindlichen Beilagen und Beilageordnern ein Inhaltsverzeichnis zu er-
stellen. 

 

- 13 - 

2. Es seien sämtliche, sich auf der externen Harddisk 
«HD_SK_2020_10_1/BSG» befindlichen Akten zu paginieren und sei ein 
komplettes Inhaltsverzeichnis zu erstellen. 

 
3. Eventualiter sei den Parteien ein Laptop zur Verfügung zu stellen oder eine 

anderweitige Möglichkeit zu schaffen, sodass die Parteien, v.a. der Be-
schuldigte und der Unterzeichnete sämtliche Daten auf der sich in den Ak-
ten befindlichen Harddisk «WD Elements CASA II 2018» ohne zeitlichen 
Druck lesen und studieren zu können. 

 
4. Es sei festzustellen, ob GGGGG. bei der Zusammenstellung der E1-Akten 

mitgewirkt hat. 

B.14 Mit Schreiben vom 3. November 2022 gewährte die Berufungskammer den Par-
teien Frist zur Stellungnahme zu den Beweisergänzungsanträgen von C. (CAR 
pag. 4.200.049 f.). 

B.15 Mit Eingabe vom 17. November 2022 nahm die Bundesanwaltschaft Stellung zu 
den Beweisergänzungsanträgen C.’s und beantragte diese abzulehnen (CAR 
pag. 4.200. 051 ff.). 
 
Mit Eingaben vom 18. November 2022, von A. und vom 21. November 2022, von 
B., teilten die weiteren Berufungsführer mit, dass sie auf eine Stellungnahme zu 
den Beweisergänzungsanträgen von C. verzichteten (CAR pag. 4.200.060; 
4.200.061 f.). 

B.16 Mit Verfügung über Beweismassnahmen bzw. prozessleitender Verfügung vom 
23. Dezember 2022 entschied der Vorsitzende des Berufungsgerichts wie folgt 
über die Beweisanträge bzw. Verfahrensanträge der Berufungsführer (CAR pag. 
4.200.063 ff.): 
 
1. Der Beweisantrag Ziffer 1 von Rechtsanwalt Ivo Harb des Beschuldigten C. 

vom 30. Juni 2022, es seien die beiden Leistungskontrollblätter von Rechts-
anwalt OOOO. für das Strafverfahren STA Zürich und Strafverfahren BA zu 
den Akten zu nehmen, wird abgewiesen. Die vom Beschuldigten C. elekt-
ronisch zur Einsicht eingereichten Unterlagen werden von den Akten ge-
wiesen. 
 

2. Der Antrag Ziffer 1 von Rechtsanwalt Ivo Harb des Beschuldigten C. vom 
24. Oktober 2022, es sei von sämtlichen, sich in den Verfahrensakten zu 
den einzelnen Rubriken befindlichen Beilagen und Beilagenordnern ein In-
haltsverzeichnis zu erstellen, wird abgewiesen. 
 

- 14 - 

3. Der Antrag Ziffer 2 von Rechtsanwalt Ivo Harb des Beschuldigten C. vom 
24. Oktober 2022, es seien sämtliche, sich auf der externen Harddisk 
«HD_SK_2020_10_1/BSG» befindlichen Akten zu paginieren und es sei 
komplettes Inhaltsverzeichnis zu erstellen, wird abgewiesen. 
 

4. Der als Akteneinsichtsgesuch entgegengenommene Antrag Ziffer 3 von 
Rechtsanwalt Ivo Harb des Beschuldigten C. vom 24. Oktober 2022, es sei 
eventualiter den Parteien ein Laptop zur Verfügung zu stellen oder eine 
anderweitige Möglichkeit zu schaffen, sodass die Parteien, vor allem der 
Beschuldigte C. und dessen Vertretung sämtliche Daten auf der sich in den 
Akten befindlichen Harddisk «WD Elements CASA II 2018» ohne zeitlichen 
Druck lesen und studieren können, wird wie folgt gutgeheissen: Es ist dem 
Beschuldigten C. gestützt auf Art. 102 Abs. 1 StPO eine Kopie der Fest-
platte «WD Elements CASA Il Akteneinsicht 2018» zur Verfügung zu stel-
len, welche vom Beschuldigten C. bis zum Abschluss des Beweisverfah-
rens der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts an diese zu retournie-
ren ist. 
 

5. Auf den Beweisantrag Ziffer 4 von Rechtsanwalt Ivo Harb des Beschuldig-
ten C. vom 24. Oktober 2022, es sei festzustellen, ob GGGGG. bei der 
Zusammensetzung der E1-Akten mitgewirkt hat, wird nicht eingetreten. 
 

6. Es wird das mündliche Verfahren angeordnet (Art. 405 StPO; vgl. BGE 147 
IV 127 E. 2.1-2.3). Der Antrag von Rechtsanwalt Bernhard Isenring des 
Beschuldigten B. vom 1. Juli 2022, es sei bezüglich den Beschuldigten B. 
ein schriftliches Berufungsverfahren durchzuführen und diesem somit eine 
Frist zur Berufungsbegründung anzusetzen, wird abgewiesen. 
 

7. Anlässlich der Berufungsverhandlung wird von Gesetzes wegen eine Ein-
vernahme mit den Beschuldigten (Berufungsführer) durchgeführt (Art. 341 
i.V.m. Art. 379 und Art. 405 Abs. 1 StPO). 
 

8. Das Gesuch von Rechtsanwalt Bernhard Isenring des Beschuldigten B. 
vom 28. September 2022 um Dispensation des Beschuldigten B. vom per-
sönlichen Erscheinen an einer allfälligen Berufungsverhandlung wird abge-
wiesen. 

B.17 Mit Eingabe vom 6. September 2023 informierte die Beschwerdekammer des 
Bundesstrafgericht (nachfolgend: Beschwerdekammer) die Berufungskammer, 
dass Rechtsanwalt Ivo Harb bei der Beschwerdekammer gegen die im Urteil 
SK.2020.10 vom 17. September 2021 zugesprochene Entschädigung am 
22. Juni 2022 Beschwerde erhoben habe. Gleichzeitig wies die Beschwerdekam-
mer darauf hin, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Anfech-

- 15 - 

tungsobjekt des Beschwerdeverfahrens entfalle, sobald auf die Berufung einge-
treten werde und somit die Einwände des Verteidigers im Rahmen der Berufung 
zu behandeln seien. Entsprechend ersuchte die Beschwerdekammer um Mittei-
lung, ob die Berufungskammer im vorliegenden Verfahren auf die Berufung ein-
getreten sei (CAR pag. 2.201.008 f.).  
 
Mit Schreiben vom 12. September 2023 teilte die Berufungskammer der Be-
schwerdekammer mit, dass auf die Berufung von C. im vorliegenden Verfahren 
eingetreten wurde und mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, die 
Zuständigkeit zur Behandlung der Einwände des Verteidigers gegen die Höhe 
der von der Vorinstanz zugesprochenen Entschädigung anerkannt wird (CAR 
pag. 2.201.010). 
 
Mit Beschluss BB.2022.76 vom 19. September 2023 schrieb die Beschwerde-
kammer das Beschwerdeverfahren ab und leitete die Verfahrensakten an die Be-
rufungskammer weiter (CAR pag. 2.201.011 ff.).  

B.18 Mit Eingabe vom 17. Oktober 2023 wies C. darauf hin, dass die mit Verfügung 
über die Beweismassnahmen vom 23. Dezember 2022 in Aussicht gestellte Ko-
pie der Festplatte «WD Elements CASA II Akteneinsicht 2018» noch nicht einge-
troffen sei (CAR pag. 2.104.027).  
 
Am 18. Oktober 2023 teilte die Berufungskammer C. mit, dass dieser tatsächlich 
noch nicht mit der Kopie der Festplatte «WD Elements CASA II Akteneinsicht 
2018» bedient wurde (CAR pag. 2.104.028). Die passwortgeschützte Kopie der 
Festplatte sowie das Passwort wurde am 20. Oktober 2023 an C. versandt (CAR 
pag. 2.104.029 f.). 
 
Mit Eingabe vom 25. Oktober 2023 machte C. zusammenfassend geltend, dass 
er von der Berufungskammer nicht eine Kopie der Festplatte «WD Elements» 
(TPF pag. 421.100.345) erhalten habe. Entsprechend ersuchte er um Zustellung 
der externen Festplatte «WD Elements», die er der Bundesanwaltschaft am 
29. April 2019 zurückgegeben habe (CAR pag. 2.104.031 ff.). 
 
Mit Schreiben vom 31. Oktober 2023 teilte die Berufungskammer C. mit, dass die 
am 20. Oktober 2023 verschickte Festplatte («HD_CA_2022_16_1») eine voll-
ständige Kopie der Daten der von ihm referenzierten Festplatte (TPF pag. 
421.100.345) enthielt. Diese somit inhaltlich identisch ist mit der sich bei den Ak-
ten befindlichen und in der Verfügung über Beweismassnahmen vom 23. De-
zember 2022 genannten Festplatte «WD Elements CASA Il Akteneinsicht 2018». 
 
Mit Eingabe vom 6. November 2023 teilte C. zusammenfassend mit, dass er die 
Harddisk «WD Elements» von der Bundesanwaltschaft nie erhalten und entspre-
chend auch immer wieder nachgefragt habe. Zudem sei nicht erklärbar, weshalb 

- 16 - 

eine Harddisk mit den gleichen Akten, Daten von 2.02 TB und die andere Hard-
disk mit den angeblich gleichen Akten, Daten von bloss 1.08 TB umfassen solle. 
Zudem könne der Inhalt, bzw. Aktenbestand der unterschiedlichen Festplatten 
gar nicht überprüft werden, da Eine über komplett indexierte Dokumente verfüge 
und die Andere nicht. C. ersuchte nochmals um die Zustellung der externen 
Harddisk «WD Element» mit zwölf Ordnern und einer Datenmenge von 2.02 TB 
(CAR pag. 2.104.037 ff.). 
 
Mit Schreiben vom 8. November 2023 verwies die Berufungskammer C. auf die 
Erwägung 8. zu Dispositivziffer 2/3 der Verfügung über Beweismassnahmen vom 
23. Dezember 2023, insbesondere in Bezug auf den Inhalt der einzigen externen 
Festplatte, die sich bei Akten der Berufungskammer befindet, die Festplatte «WD 
Elements CASA II Akteneinsicht 2018» (TPF pag. 421.100.345), sowie den dazu 
gemachten Abklärungen durch das Bundesstrafgericht. Daraus erschliessen sich 
auch die Unterschiede auf den jeweils spezifisch für die Akteneinsicht erstellten 
externen Festplatten. Im Weiteren nahm die Berufungskammer das erneute Er-
suchen um Zustellung einer Kopie der externen Harddisk «WD Elements» als 
vollumfängliches Akteneinsichtsgesuch entgegen und stellte C. in Aussicht, in 
elektronischer Form vollständig Einsicht in sämtliche bei der Berufungskammer 
befindlichen physischen Akten sowie der Audiodateien der Hauptverhandlung 
der Strafkammer zu erhalten. Auf eine abermalige Zustellung der elektronischen 
Sicherstellungen, mithin einer Kopie der externen Festplatte «WD Elements 
CASA II Akteneinsicht 2018» (TPF pag. 421.100.345) wurde verzichtet, da diese 
bereits am 20. Oktober 2023 ein weiteres Mal zugestellt wurde (CAR pag. 
2.104.039 f.). 
 
Am 9. November 2023 hat die Berufungskammer eine passwortgeschützte Fest-
platte mit sämtlichen bei der Berufungskammer vorhandenen Akten 
(SV.14.0100-NOL; SK.2019.53; SK.2020.10 und CA.2022.16) an C. versandt 
(CAR pag. 2.104.041 f.). 

B.19 Mit Schreiben vom 22. November 2022 teilte die Berufungskammer den Parteien 
mit, dass sie infolge Rückzugs der Berufung (vgl. supra lit. B.3) erwäge, das Ver-
fahren in Bezug auf B. abzutrennen und im separaten Verfahren über die Folgen 
des Rückzugs der Berufung zu beschliessen. Die Parteien erhielten Gelegenheit 
zu den Anträgen von B. Stellung zu nehmen, insbesondere zum Antrag, die Vor-
ladung von B. sei abzunehmen und damit verbunden der Antrag, auf die Be-
weisabnahme der Einvernahme von B. anlässlich der Berufungsverhandlung zu 
verzichten (CAR pag. 2.100.001). 
 
Je mit Eingaben vom 23. November 2023 nahmen die Bundesanwaltschaft (CAR 
pag. 2.101.062 f.), A. (CAR pag. 2.102.010), C. (CAR pag. 2.104.043 ff.) sowie 
die Privatklägerin 1 (CAR pag. 2.106.001 f.) zu den Anträgen Stellung, wobei 

- 17 - 

weder gegen die Anträge von B. noch zum angekündigten Vorgehen der Beru-
fungskammer opponiert wurde. 
 
Mit Schreiben vom 24. November 2023 hat die Berufungskammer die Vorladun-
gen vom 20. Juni 2023 bezüglich B. und dessen Verteidigung für die Hauptver-
handlung vom 28. November 2024 abgenommen (CAR pag. 2.103.007). 
 
Mit Beschluss vom 27. November 2023 trennte die Berufungskammer das Beru-
fungsverfahren im B. betreffenden Umfang vom vorliegenden Hauptberufungs-
verfahren ab und eröffnete ein neues Verfahren unter der Geschäftsnummer 
CA.2023.25. Gleichzeitig beschloss die Berufungskammer, dass über die Folgen 
des Rückzugs der Berufungserklärung vom 1. Juli 2022 im Verfahren 
CA.2023.25 separat entschieden wird. 
 
Mit Beschluss CA.2023.25 vom 19. Dezember 2023 schrieb die Berufungskam-
mer die von B. angehobene Berufung infolge Rückzugs als gegenstandslos ab. 
Überdies stellte die Berufungskammer fest, dass die B. betreffenden Dispositiv-
ziffern II.1-3; V.2.6; V.3.; V.5; VI.2; VI.5; VII.1; VII.2, zweiter Spiegelstrich; VIII.1, 
zweiter Spiegelstrich sowie IX.2 des Urteils der Strafkammer des Bundesstrafge-
richts SK.2020.10 vom 17. September 2021 rückwirkend per Entscheiddatum in 
Rechtskraft erwachsen sind. Zudem wurden aus dem vorliegenden Berufungs-
verfahren Kosten in Höhe von CHF 3'000.-- übernommen und B. auferlegt. 

B.20 Am 28. November 2023 fand die Berufungsverhandlung am Sitz des Bun-
desstrafgerichts in Bellinzona statt, in Anwesenheit der Berufungsführer A. und 
C. sowie deren Verteidiger und der BA (CAR pag. 5.100.001). Es wurden die 
Berufungsführer A. (CAR pag. 5.300.001 ff.) und C. (CAR pag. 5.300.060 ff.) ein-
vernommen.  
 
Im Rahmen seines Parteivortrags präzisierte C. seine Anträge wie folgt (CAR 
pag. 5.100.004 f.): 
 
1. Das Urteil des Bundesstrafgerichts vom 17. September 2021 gegen den 

Beschuldigten C. sei aufzuheben, soweit es nicht bereits in Rechtskraft er-
wachsen ist. 
 

2. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen. 
 

3. Der Beschuldigte sei für die unrechtmässig erstandene Untersuchungshaft 
mit CHF 19'600.00 sowie einer Genugtuung für die durch das Strafverfah-
ren erlittene Unbill mit CHF 40'000.00 aus der Staatskasse zu entschädi-
gen. 
 

- 18 - 

4. Dem Beschuldigten seien die entstandenen Anwaltskosten aus dem Man-
dat RA OOOO. in der Höhe von CHF 157'601.65 und aus dem Zürcher 
Verfahren (Mandat RA Harb.) in der Höhe von CHF 19'228.45, d.h. total 
CHF 176'830.10 zu vergüten. 
 

5. Die Abweisung der Zivilforderungen, resp. Verweisung auf den Zivilweg sei 
zu bestätigen. 
 

6. Die sichergestellten Gelder im Schliessfach der J. Nr. 1 bzw. EFV Konto 3, 
damaliger Betrag CHF 125'000.00, seien freizugeben. 
 

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 
 
A. präzisierte im Rahmen seines Parteivortrags seine Anträge wie folgt (CAR 
pag. 5.100.005 f.): 
 
1. Es sei festzustellen, dass das Urteil vom 17. September 2021 der Straf-

kammer des Bundesstrafgerichts (SK.2020.10) hinsichtlich 
− der Ziffer I./1.1 (Einstellungen); 
− der Ziffer I./1.2 (Freisprüche); 
− der Schuldsprüche wegen mehrfacher Urkundenfälschung im Amt, des 

mehrfachen Sich-bestechen-Lassens sowie der Urkundenfälschung 
(teilweise Ziff. I./1.3); 

− der Ziffer I./3 (Bestimmung des Kantons Bern als Vollzugskanton); 
− der Verurteilung zur Leistung einer Ersatzforderung zugunsten der Eid-

genossenschaft in der Höhe von CHF 410'000 (Ziff. I./4. der Verurtei-
lung); 

− der Verfügungen betreffend beschlagnahmte Gegenstände und Vermö-
genswerte (Ziff. V.); 

− der Zivilklagen (Ziff. VI./1. und VI./6.); 
− der Verfahrenskosten und Entschädigungen (Ziff. VII. und VIII.); 
− der Honorarfestsetzung der amtlichen Verteidigung (Ziff. IX.); 
in Rechtskraft erwachsen ist. 
 

2. A. sei zu verurteilen 
2.1 zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 26 Monaten, wovon 8 Monate un-
bedingt und 18 Monate bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren zu vollziehen 
seien, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 86 Tagen; 

2.2 zu einer Geldstrafe von 13 Tagen à CHF 30.00, ausmachend CHF 
390.00, bedingt erlassen auf eine Probezeit von 2 Jahren.  

 
3. Die Verfahrenskosten für das Berufungsverfahren seien der Eidgenossen-

schaft aufzuerlegen und A. eine Entschädigung für die Verteidigungskosten 

- 19 - 

im Berufungsverfahren gemäss noch einzureichender Honorarnote auszu-
richten. 
 

4. Allfällige, im Berufungsverfahren geltend gemachte Forderungen der Pri-
vatklägerschaft seien abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen. 
 

5. Allfällige weitere Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen.  
 
Die Bundesanwaltschaft stellte im Rahmen ihres Parteivortrages folgende An-
träge (CAR. pag. 5.100.006 f.): 
 
1. Es sei festzustellen, dass das Urteil der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts SK.2020.10 vom 17. September 2021 bezüglich der Dispositiv-Ziffern 
I. A., Ziffer 1. 1.1 bis 1.3, Ziffer 3., Ziffer 4., II. B., Ziffer 1. 1.1 bis 1.3, Ziffer 
2., III. C. Ziffer 1. 1.1 bis 1.2, IV. D., Ziffer 1. und Ziffer 2., V. Ziffer 1, 2, 3, 
4, 5, 7, 8, VI. Ziffer 1, 2, 4, 5. 5.2, 5.3, 5.5, 6., VII. Ziffer 1 und Ziffer 2. 
Spiegelstrich 1, 2 und 4, VIII Ziffer 1, Spiegelstrich 1, 2 und 4, Ziffer 2.; IX 
Ziffer 1., Ziffer 2 in Rechtskraft erwachsen ist.  
 

2.  A. sei mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 4 Monaten und einer Geld-
strafe von 130 Tagessätzen à CHF 50.00 unter Anrechnung der Untersu-
chungshaft von 86 Tagen zu bestrafen. Der Vollzug der Geldstrafe sei be-
dingt aufzuschieben bei einer Probezeit von 2 Jahren.  
 

3.  C. sei schuldig zu sprechen des mehrfachen Bestechens im Sinne von 
Art. 322ter StGB. 
 

4.  C. sei mit einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten und einer Geldstrafe von 
20 Tagessätzen à CHF 140.00 zu bestrafen, unter Anrechnung der Unter-
suchungshaft von 98 Tagen. Der Vollzug der Freiheitsstrafe und der Voll-
zug der Geldstrafe seien bedingt aufzuschieben bei einer Probezeit von 2 
Jahren. 
 

5.  Zur Sicherung der Durchsetzung der Verfahrenskosten gegen C. sei die 
Beschlagnahme des Betrags von CHF 125'000.00 auf Konto Nr. 3 der Bun-
desanwaltschaft (BA SV.14.0100) bei der Eidgenössischen Finanzverwal-
tung EFV aufrechtzuerhalten. 
 

6.  Die Zivilklage der Schweizerischen Eidgenossenschaft gegen C. sei auf 
den Zivilweg zu verweisen. 
 

7.  Die Zivilklage der E. AG in Liquidation gegen C. gemäss Eingabe vom 
3. August 2021 sei in Bezug auf Antrag 1 auf den Zivilweg zu verweisen. 

- 20 - 

 
8.  Die Verfahrenskosten von CHF 69'416.30 seien anteilsmässig im Umfang 

von CHF 10'592.25 C. aufzuerlegen. 
 

9.  Die Entschädigung der Privatklägerschaft Schweizerische Eidgenossen-
schaft sei auf CHF 106'421.90 festzusetzen und davon anteilsmässig C. im 
Umfang von CHF 21'284.40 aufzuerlegen. 
 

10.  C. sei für die Kosten der erbetenen Verteidigung von der Eidgenossen-
schaft mit CHF 18'000.00 zu entschädigen. 
 

11.  Im Übrigen seien keine Entschädigungen oder Genugtuungen zuzuspre-
chen. 
 

12.  Rechtsanwalt Ivo Harb sei für die amtliche Verteidigung von C. von der 
Eidgenossenschaft mit CHF 162'973.35 (inkl. MWST) zu entschädigen, ab-
züglich der geleisteten Akontozahlungen. C. sei zu verpflichten, für seine 
amtliche Verteidigung der Eidgenossenschaft CHF 81'486.65 zurückzuzah-
len.  
 

13.  Die vom Gericht für das Berufungsverfahren festzulegenden Verfahrens-
kosten seien den Beschuldigten aufzuerlegen. 
 

14.  Die weiteren Verfügungen seien von Amtes wegen zu treffen. 

B.21 Das Urteil vom 21. Dezember 2023 wurde den Parteien schriftlich im Dispositiv 
eröffnet (CAR pag. 9.100.001 ff.).  

- 21 - 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Eintretensvoraussetzungen und Fristen 

1.1 Die Berufungsanmeldungen sowie Berufungserklärungen des Beschuldigten  
A. vom 24. September 2021 bzw. vom 5. Juli 2022 und des Beschuldigten  
C. vom 17. September 2021 bzw. 30. Juni 2022 erfolgten jeweils unter Fristen-
wahrung (Art. 399 Abs. 1 - 3 StPO; vgl. TPF pag. 6.940.001; CAR pag. 1.100.039 
ff.). Die Berufung richtet sich gegen das Urteil der Strafkammer des Bundesstraf-
gerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021, mit dem das Verfahren ganz ab-
geschlossen wurde (vgl. Art. 398 Abs. 1 StPO). Aufgrund der Teilschuldsprüche, 
den verhängten Strafen, erkannten Ersatzforderungen sowie zugestandenen Zi-
vilforderungen sind die Berufungsführer durch das vorinstanzliche Urteil be-
schwert, an dessen Aufhebung oder Änderung interessiert und somit zur Berufung 
legitimiert (Art. 104 Abs. 1 lit. a, Art. 111 Abs. 1 und Art. 382 Abs. 1 StPO). 

Rechtsanwalt Ivo Harb (nachfolgend RA Harb) hat gegen die vorinstanzliche Be-
messung der Entschädigung seiner Aufwände für die amtliche Verteidigung von 
C. Beschwerde erhoben (vgl. supra lit. B.17 sowie infra E. II.8.5.1). Da gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung das Anfechtungsobjekt des Beschwerde-
verfahrens entfällt, sobald das Berufungsgericht auf die Berufung eintritt, da sie 
ein neues Urteil fällt, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt, sind die Ein-
wände des Verteidigers gegen die Höhe seiner Entschädigung mit der Berufung 
zu behandeln (BGE 139 IV 199 E. 5.6). RA Harb war zweifellos zur Einlegung 
der Beschwerde legitimiert. Die Berufungskammer ist zur Behandlung der Vor-
bringen des amtlichen Verteidigers gegen die Festsetzung seiner Entschädigung 
durch die Vorinstanz zuständig und es wird darauf eingetreten. 

1.2 Die angeklagten Delikte fallen in die Bundesgerichtsbarkeit (Art. 23 Abs. 1 lit. f 
und lit. j StPO). Die Berufungskammer des Bundesstrafgerichts ist in der Beset-
zung mit drei Richterpersonen für die Beurteilung der vorliegenden Berufung ört-
lich und sachlich zuständig (Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO; Art. 33 lit. c, Art. 38a und 
Art. 38b Bundesgesetz über die Organisation der Strafbehörden des Bundes 
[Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; SR. 173.71]). Sämtliche Eintretens-
voraussetzungen sind erfüllt. Insbesondere liegt eine Ermächtigung zur Strafver-
folgung von A. vor (Art. 15 Abs. 1 Verantwortlichkeitsgesetz [VG; SR 170.32]; BA 
pag. 01-002-0004 f.). Verfahrenshindernisse liegen keine vor. Auf die Berufung 
ist somit einzutreten. 

2. Verfahrensgegenstand und Kognition 

2.1 Die vorliegenden Berufungen richten sich gegen das Urteil der Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts SK.2020.10 vom 17. September 2021 (nachfolgend: Urteil 

- 22 - 

SK.2020.10). Sie sind teilweiser Art, wobei das vorinstanzliche Urteil von C. im 
Schuld- und Strafpunkt, betreffend auferlegten Zivilforderungen, sowie hinsicht-
lich der Kosten-/Entschädigungsfolgen angefochten wird (vgl. Anträge oben lit. 
B.2). A. seinerseits ficht das erstinstanzliche Urteil ursprünglich sowohl im 
Schuld- und Strafpunkt sowie den damit zusammenhängenden weiteren Folgen 
an (vgl. oben lit. B.4). Mit Eingabe vom 31. Oktober 2023 schränkte A. die Beru-
fungserklärung vom 5. Juli 2022 insofern ein, als nunmehr das erstinstanzliche 
Urteil lediglich hinsichtlich der Strafzumessung angefochten wird (CAR pag. 
2.102.006 f.). Die Rechtsmittelinstanz verfügt im Berufungsverfahren über volle 
Kognition (Art. 398 Abs. 3 StPO). Sie hat das erstinstanzliche Urteil im Rahmen 
der angefochtenen Punkte umfassend zu überprüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO; Art. 
404 Abs. 1 StPO). Dabei ist es naheliegend, dass weitere nicht angefochtene 
Punkte in die Überprüfung des Urteils einzubeziehen sind, wenn eine enge Kon-
nexität mit den angefochtenen Punkten besteht (Urteil der Berufungskammer des 
Bundesstrafgerichts CA.2020.11 vom 21. Januar 2022 E. I. 2.1). Bei Anfechtung 
des Schuldspruchs mit Antrag auf Freispruch gelten für den Fall der Gutheissung 
automatisch auch damit zusammenhängende Folgepunkte des Urteils, wie zum 
Beispiel Nebenfolgen von Entscheiden über Einziehungen, Zivilpunkte sowie 
Kosten- und Entschädigungsregelungen, als angefochten. Bestätigt das Beru-
fungsgericht den Schuldspruch, sind die weiteren nicht angefochtenen Urteils-
punkte bei einer Beschränkung der Berufung nicht zu überprüfen (ZIMMERLIN, 
Zürcher Kommentar, 3. Aufl. 2020, Art. 399 StPO N. 19; SCHMID, Praxiskommen-
tar StPO, 3. Aufl. 2017, Art. 399 StPO N. 18). Auch wenn das Berufungsgericht 
nur die angefochtenen Punkte neu beurteilt, fällt es am Ende ein insgesamt 
neues Urteil (Art. 408 StPO), wobei es jedoch anzugeben hat, welche Punkte 
bereits früher in Rechtskraft erwachsen sind (BGE 141 IV 244 E. 1.3.3). 

2.2 Demzufolge ist festzustellen, dass folgende Dispositivziffern des Urteils 
SK.2020.10 vom 17. September 2021 in Rechtskraft erwachsen sind: I. 1., 3. und 
4.; II. 1.-3.; III. 1.1, 1.2; IV. 1. und 2.; V. 1.-5, 7., 8.; VI. 1., 2., 4., 5.1 [B. betreffend] 
- 5.5, 6.; VII. 1., 2. (Spiegelstriche 1, 2 und 4); VIII. 1. (Spiegelstriche 1, 2, 4), 2.; 
IX. 1., 2.  

2.3 Die Bundesanwaltschaft hat vorliegend weder Berufung noch Anschlussberufung 
erklärt. Dementsprechend gilt das Verbot der reformatio in peius (Art. 391 Abs. 2 
StPO); dieses ist nicht nur bezüglich des Strafmasses, sondern auch hinsichtlich 
der rechtlichen Qualifikation zu beachten (BGE 139 IV 282 E. 2.3 ff.). Massge-
blich für die Frage, ob eine unzulässige reformatio in peius vorliegt, ist das Dis-
positiv. Sofern die Vorinstanz gewisse Einzelvorwürfe nicht als tatbestandsmäs-
sig qualifiziert hat, ist die Rechtsmittelinstanz daran gebunden. Dieser ist es hin-
gegen nicht untersagt, sich in ihren Erwägungen zur rechtlichen Qualifikation zu 
äussern, wenn das erstinstanzliche Gericht von einem anderen Sachverhalt oder 
falschen rechtlichen Überlegungen ausging (BGE 139 IV 282 E. 2.6). Jedoch 

- 23 - 

können aufgrund einer solchen unterschiedlichen rechtlichen Qualifikation durch 
die Rechtsmittelinstanz keine zusätzlichen Schuldsprüche erfolgen.  

2.4 Gegenüber C. wurde durch die Vorinstanz keine Einziehung von Vermögenswer-
ten angeordnet. Das Verbot der reformatio in peius ist in Bezug auf die Höhe der 
Strafe und die rechtliche Qualifikation anwendbar. Ungeklärt in der Lehre und 
Rechtsprechung ist jedoch, ob es sich auch auf die Einziehung und Ersatzforde-
rung erstreckt. Die Kommentatoren und die Lehrmeinungen weisen zwar darauf 
hin, dass die Frage, ob das Verbot der reformatio in peius bei der Einziehung und 
Ersatzforderung zur Anwendung gelangt, noch nicht geklärt sei. Eine vertiefte 
Stellungnahme findet sich aber in der Literatur nicht. SCHOLL bemerkt lediglich, 
dass namentlich bezüglich dieser Frage in der Fachliteratur eine Lücke klaffe, die 
noch zu füllen sei (SCHOLL, in: Ackermann [Hrsg.], Kommentar, Kriminelles Ver-
mögen, Kriminelle Organisation, Bd. 1, 2018, Art. 70 N. 103). Ansätze einer Ant-
wort lassen sich bei LIEBER finden, wobei er darauf hinweist, dass umstritten sei, 
ob das Verbot mangels pönalen Charakters bei der Sicherungseinziehung ge-
mäss Art. 69 StGB zur Anwendung komme, dies wohl aber bei der Vermö-
genseinziehung anders sei (LIEBER, in: Donatsch et al. [Hrsg.], Kommentar zur 
Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 391 StPO N. 9b). Ge-
mäss BAUMANN jedoch «unterliegt die vorgängig nicht oder in geringerem Um-
fang angeordnete Einziehung dem Verbot der reformatio in peius» (BAUMANN, in: 
Basler Kommentar, 4. Aufl. 2019, Art. 72 StGB N. 23).  

Für die Geltung des Verbots hat sich auch der deutsche Bundesgerichtshof aus-
gesprochen, als ihm das Hanseatische Oberlandgericht Hamburg die Rechts-
frage vorgelegt hat, ob das Verschlechterungsverbot die erstmalige Anordnung 
einer Einziehung durch das Berufungsgericht ausschliesse. Der deutsche Bun-
desgerichtshof berief sich insbesondere auf Sinn und Zweck des Verschlechte-
rungsverbots, da dieses «gewährleistet, dass der Angeklagte bei seiner Ent-
scheidung, ob er von einem ihm zustehenden Rechtsmittel bzw. einem Wieder-
aufnahmeantrag Gebrauch machen will, nicht durch die Besorgnis beeinträchtigt 
wird, es könne ihm durch die Einlegung ein Nachteil erwachsen» (BGH Be-
schluss 5 StR 387/18 vom 10. Januar 2019).  

Das Bundesgericht hat in Bezug auf die «anderen Massnahmen» bisher das Ver-
bot der reformatio in peius einzig für die Landesverweisung gemäss Art. 66a ff. 
StGB anerkannt, insofern, als es sich um eine Sanktion handelt (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_67/2019 vom 16. Dezember 2020 E. 8.2; BGE 146 IV 311 E. 3.7; 
BGE 146 IV 172 E. 3.3.4). In Bezug auf die Rechtsnatur der Einziehung und 
Ersatzforderung ist vom Bundesgericht jedoch keine klare Stellungnahme zu er-
kennen (vgl. dazu SCHOLL, a.a.O., Art. 70 N. 101). Die Einziehung wurde, in Be-
zug auf das Verbot der reformatio in peius, von der Rechtsprechung als sachliche 
Massnahme ohne repressiven Charakter bezeichnet, zumindest betreffend den 
bösgläubigen Erwerber bzw. Dritten (Urteile des Bundesgerichts 6B_67/2019 

- 24 - 

vom 16. Dezember 2020 E. 8.2; 6B_184/2012 vom 11. Oktober 2012 E. 1). Als 
sachliche Massnahme wurde die Einziehung mitunter qualifiziert, da diese auch 
angeordnet werden kann, ohne dass eine bestimmte Person strafbar ist (Urteile 
des Bundesgerichts 6B_67/2019 vom 16. Dezember 2020 E. 8.2; 6S.68/2004 
vom 9 August 2005 E. 6.2). In anderen Urteilen hat das Bundesgericht hingegen 
anerkannt, dass die Einziehung einen repressiven Charakter habe, insbesondere 
im Zusammenhang mit verjährungsrechtlichen Fragen (BGE 105 IV 169 E. 1c; 
BGE 117 IV 233). Ob das Verbot der reformatio in peius auch in Bezug auf die 
Einziehung oder Ersatzforderung greift, hat das Bundesgericht vielfach betont 
offengelassen (Urteile des Bundesgerichts 6B_67/2019 vom 16. Dezember 2020 
E. 8.2; 6B_98/2010 vom 8. September 2010 E. 1.3). Gleichwohl finden sich ge-
wisse Hinweise in der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wenn etwa ausge-
führt wird, dass das Verbot der reformatio in peius dann verletzt wäre, «wenn die 
von der Vorinstanz bestimmte Ersatzforderung […] höher als der erstinstanzliche 
Einziehungsbetrag wäre» (Urteil des Bundesgerichts 6B_1438/2017 E. 2.4 in 
fine). Zudem wies das Bundesgericht darauf hin, dass im Fall einer Rückweisung 
und Neubeurteilung einer Busse und allenfalls damit zusammen neu anzuord-
nenden Einziehung, der «Anspruch […] auf rechtliches Gehör sowie das Verbot 
der reformatio in peius zu beachten» sei. Die neu auszusprechende Busse dürfe 
mit der anzuordnenden Einziehung den ursprünglichen Betrag der Busse nicht 
überschreiten (BGE 119 IV 10 E. 3). Auch die Strafkammer des Bundesstrafge-
richts hat die Geltung des Verbots der reformatio in peius in Bezug auf die Ein-
ziehung angenommen, wenn in einem ersten und zweiten sachrichterlichen Ent-
scheid keine Einziehung angeordnet wurde (Urteil des Bundesstrafgerichts 
SK.2010.21 vom 13. Mai 2011 E. 3).  

2.5 Aufgrund der vorgenannten Erwägungen, erachtet die Berufungskammer sich 
auch bezüglich von der Vorinstanz nicht angeordneter Einziehungen bzw. Er-
satzforderungen an das Verbot der reformatio in peius gebunden.  

3. Ausstand Bundesstrafrichter Stephan Blättler 

3.1 Im Rahmen des Parteivortrages brachte der für die Berufungsverhandlung neu 
eingesetzte amtliche Verteidiger von A. vor, er habe beim Aktenstudium bemerkt, 
dass der von der Vorinstanz als Sachrichter eingesetzte Bundesstrafrichter Ste-
phan Blättler als Richter der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts über 
eine Beschwerde betreffend eine Beschlagnahme in Bezug auf A. geurteilt habe. 
Der Verteidiger weist darauf hin, dass der damaligen amtlichen Verteidigung die-
ser Umstand offensichtlich nicht aufgefallen sei, ansonsten sie ein Ausstandsge-
such hätte stellen müssen. Dafür sei es nunmehr zu spät. Es stelle sich aber die 
Frage, ob es sich um ein unechtes Novum handle und dementsprechend der 
ganze Fall an die Vorinstanz zwecks Neubeurteilung zurückgewiesen werden 

- 25 - 

müsse. Aus Sicht der Verteidigung stehe es im Ermessen des Gerichts zu beur-
teilen, ob eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK vorliege und daher eine Rück-
weisung zu veranlassen sei (CAR pag. 5.200.248).  

3.2 Art. 56 StPO konkretisiert die Verfassungsbestimmung von Art. 30 Abs. 1 BV 
sowie Art. 6 Abs. 1 EMRK. Danach hat jede Person Anspruch darauf, dass ihre 
Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen 
Richter unter Einschluss weiterer am Entscheid wesentlich beteiligter Gerichts-
personen (insbesondere Gerichtsschreibern) ohne Einwirken sachfremder Um-
stände entschieden wird. Die Garantie des verfassungsmässigen Richters soll zu 
der für einen korrekten und fairen Prozess erforderlichen Offenheit des Verfah-
rens im Einzelfall beitragen und damit ein gerechtes Urteil ermöglichen. Sie wird 
verletzt, wenn bei objektiver Betrachtung Gegebenheiten vorliegen, die den An-
schein der Befangenheit oder die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen 
vermögen. Solche Umstände können entweder in einem bestimmten Verhalten 
der betreffenden Gerichtsperson oder in gewissen äusseren Gegebenheiten 
funktioneller und organisatorischer Natur begründet sein (BGE 138 I 425 E. 4.2.1 
S. 428 m.w.H.). Bei der Beurteilung solcher Gegebenheiten ist nicht auf das sub-
jektive Empfinden einer Partei abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreinge-
nommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begründet erscheinen. Es ge-
nügt, wenn Umstände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der 
Befangenheit und Voreingenommenheit erwecken. Für die Ablehnung wird nicht 
verlangt, dass der Richter tatsächlich befangen ist (siehe u. a. BGE 143 IV 69 
E. 3.2; 141 IV 178 E. 3.2.1; 138 IV 142 E. 2.1 S. 144 f.; BGE 5A_701/2017 vom 
14. Mai 2018 E. 4.3; TPF 2012 37 E. 2.2 S. 38 f.). 

3.3 Gemäss Art. 56 lit. b StPO tritt eine in einer Strafbehörde tätige Person in den 
Ausstand, wenn sie in einer anderen Stellung, namentlich als Mitglied einer Be-
hörde in der gleichen Sache tätig war. Dieser Ausstandsgrund betrifft die Vorbe-
fassung einer Person aufgrund einer Tätigkeit in anderer Stellung. Das Bundes-
gericht hat sich insbesondere im Bereich des Strafverfahrens in Bezug auf Kons-
tellationen der möglichen Vorbefassung und der Vereinbarkeit mit Art. 30 Abs. 1 
BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK geäussert. Es hat unter der Geltung der alten kanto-
nalen Regelungen der Personalunion des Überweisungs- und Sachrichters (BGE 
114 Ia 50 E. 4 und 5 S. 60 ff.) sowie des Strafbefehls- und Sachrichters (BGE 
114 Ia 143 E. 7b S 151 ff.) als unzulässig erachtet, nicht hingegen die des Haft- 
und Sachrichters (BGE 117 Ia 182 E. 3b S. 184 ff.). Letztere Konstellation ist 
nach geltendem Recht gemäss Art. 18 Abs. 2 StPO zwar grundsätzlich nicht 
mehr möglich. Gleichwohl erachtet das Bundesgericht die Union von Haftrichter 
und Sachrichter, mit Verweis auf die Rechtsprechung des EGMR zu Art. 6 Ziff. 1 
EMRK, nicht unzulässig (BGE 138 I 425 E. 4.2.2 S. 430). Nach Ansicht des 
EGMR könne die Tatsache, dass ein Richter vor dem Prozess Entscheidungen 
getroffen habe, insbesondere in Bezug auf die Untersuchungshaft, für sich ge-
nommen keine Bedenken betreffend seine Unparteilichkeit rechtfertigen (Urteil 

- 26 - 

des EGMR Alony Kate gegen Spanien vom 17. Januar 2012, Nr. 5612/08, 
Ziff. 52, m.H.a. die Urteile des EGMR Hauschildt gegen Dänemark vom 24. Mai 
1989, Serie A, Band 154, Ziff. 50, und Sainte-Marie gegen Frankreich vom 
16. Dezember 1992, Serie A, Band 263-A, Ziff. 32). Die Frage nach der Anord-
nung von Untersuchungshaft sei nicht mit der Frage nach der Schuld des Be-
troffenen zu verwechseln; Verdachtsmomente dürfen nicht mit einer förmlichen 
Feststellung der Schuld gleichgesetzt werden, auch wenn besondere Umstände 
in einem bestimmten Fall zu einer anderen Schlussfolgerung führen können (Ur-
teil des EGMR Alony Kate, a.a.O., Ziff. 52; BGE 138 I 425 E. 4.2.2 S. 430). Nach 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist entscheidend, dass der Ausgang der Sa-
che nicht vorbestimmt ist, sondern vielmehr in Bezug auf die Feststellung des 
Sachverhalts und die Entscheidung der Rechtsfragen unentschieden bleibt. Ins-
besondere müssen die prozessualen Funktionen, die die Richterperson bei ihrer 
vorherigen Tätigkeit auszuüben hatte, sowie die in jedem Stadium des Verfah-
rens zu entscheidenden Fragen berücksichtigt und deren mögliche Zusammen-
hang oder gegenseitige Abhängigkeit sowie der Umfang der Entscheidungsbe-
fugnis der Richterin oder des Richters in Bezug auf diese Fragen aufgezeigt wer-
den; es kann auch gerechtfertigt sein, die Bedeutung jeder einzelnen Entschei-
dung für den weiteren Verlauf des Prozesses zu berücksichtigen (BGE 131 I 24 
E. 1.2, m.H.a. BGE 116 Ia 135 E. 3b S. 139 und die dort zitierten Urteile; dazu 
auch KELLER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 
2020, Art. 56 StPO N. 31). 

3.4 Will eine Partei den Ausstand einer in einer Strafbehörde tätigen Person verlan-
gen, so hat sie der Verfahrensleitung ohne Verzug ein entsprechendes Gesuch 
zu stellen, sobald sie vom Ausstandsgrund Kenntnis hat (Art. 58 Abs. 1 StPO). 
Nach der Rechtsprechung muss der Gesuchsteller den Ausstand in den nächs-
ten Tagen nach Kenntnis des Ausstandsgrundes verlangen. Andernfalls verwirkt 
er den Anspruch (BGE 143 V 66 E. 4.3 m.w.H.). Ein sechs bis sieben Tage nach 
Kenntnis des Ausstandsgrundes gestelltes Ausstandsgesuch ist rechtzeitig. War-
tet der Gesuchsteller damit zwei Wochen zu, ist es dagegen verspätet (Urteil des 
Bundesgerichts 1B_47/2019 vom 20. Februar 2019 E. 3.3 mit Hinweis). Bei der 
Annahme der Verwirkung des Rechts, den Ausstand zu verlangen, ist Zurückhal-
tung geboten (Urteil des Bundesgerichts 1B_418/2014 vom 15. Mai 2015 E. 4.5 
mit Hinweis; vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 1B_22/2019 vom 
17. April 2019 E. 3.2; BOOG, Basler Kommentar, 3. Auf. 2023, Art. 58 StPO N. 5 
und 7 f.). Wird der Ausstandsgrund erst nach Abschluss des Verfahrens entdeckt, 
so gelten die Bestimmungen über die Revision (Art. 60 Abs. 3 StPO).  

3.5 Bei der nachträglich entdeckten Tatsache, vorliegend beim nachträglich entdeck-
ten möglichen Ausstandsgrund, müsste es sich um ein unechtes Novum handeln, 
damit dieser berücksichtigt werden könnte (Urteil des Bundesgerichts 
6B_186/2023 vom 17. April 2023 E. 1.2.5 f.). In Anwendung der zuvor erwähnten 
Rechtsprechung (E. 3.4) ist zunächst festzuhalten, dass die Geltendmachung 

- 27 - 

des Ausstandsgrundes zu spät erfolgte. Es handelt sich auch offensichtlich nicht 
um ein unechtes Novum. Es ergibt sich aus den Akten, dass Bundesstrafrichter 
Stephan Blättler im Jahr 2014 in zwei Fällen als Vorsitzender der Beschwerde-
kammer des Bundesstrafgericht über Beschwerden gegen Entscheide der Bun-
desanwaltschaft als Verfahrensleitung am Beschluss beteiligt war (BA pag. 21-
001-0056 und 21-002-0117). Damit ergab sich der geltend gemachte Ausstands-
grund bereits bei der Mitteilung über die Zusammensetzung des Spruchkörpers 
der Vorinstanz vom 2. April 2020, mit dem ausdrücklichen Hinweis, allfällige Aus-
standsgesuche gegen ein Mitglied des Spruchkörpers ohne Verzug der Verfah-
rensleitung einzureichen (TPF pag. 422.120.001 ff.). Nach geltendem Recht sind 
jedoch sämtliche Ausstandsgründe von Amtes wegen zu berücksichtigen (BOOG, 
Basler Kommentar, Art. 56 StPO N. 6). Daher wird nachfolgend geprüft, ob be-
treffend Bundesstrafrichter Stephan Blättler ein Ausstandsgrund vorlag.  

3.6 Bundesstrafrichter Stephan Blätter hat als Vorsitzender sowohl am Beschluss 
der Beschwerdekammer BB.2014.47 vom 22. Mai 2014 als auch BB.2014.82 
vom 6. November 2014 mitgewirkt. Der erstgenannte Beschluss erging betref-
fend eine Beschwerde von B. in Sachen Einsetzung einer amtlichen Verteidi-
gung; der zweite betraf die Beschwerde von A. in Bezug auf die angeordnete 
Beschlagnahme des Alterskapital bei der Pensionskasse des Bundes. Es darf 
davon ausgegangen werden, dass Bundesstrafrichter Stephan Blätter, in Anwen-
dung der notwendigen Sorgfalt, von Amtes wegen in Ausstand getreten wäre, 
würde es sich denn um einen obligatorischen Ausstandsgrund handeln, dass er 
zuvor bereits in der Beschwerdekammer an Entscheiden in vorliegendem Ver-
fahren beteiligt war. In Anwendung der Rechtsprechung des Bundesgerichts und 
des EGMR (vgl. supra E. 3.3) ist vorliegend jedoch nochmals zu prüfen, ob Bun-
desstrafrichter Stephan Blättler durch seine Mitwirkung an diesen früheren Ent-
scheidungen sich bereits in einem Mass festgelegt hat, dass er nicht mehr als 
unvoreingenommen gilt und entsprechen das tangierte erstinstanzliche Verfah-
ren nicht mehr als offen erscheinen lässt (so auch KELLER, a.a.O., Art. 56 
StPO N.31). Die Beschwerde von B., die Bundesstrafrichter Stephan Blättler mit-
beurteilte, wurde abgewiesen (Beschluss der Beschwerdekammer BB.2014.47 
vom 22. Mai 2014; BA pag. 21-001-0056); demgegenüber diejenige von A. gut-
geheissen und die Verfügung der Bundesanwaltschaft aufgehoben und zur 
neuen Entscheidung zurückgewiesen. Die Beschlagnahme wurde jedoch nicht 
aufgehoben (vgl. Beschluss der Beschwerdekammer BB.2014.82 vom 6. No-
vember 2014 E. 6). Insgesamt gilt es jedoch festzuhalten, dass die Beschlüsse 
keine Fragen zu behandeln hatten, die eine Entscheidung in der Sache direkt 
hätten beeinflussen können. Im Verfahren BB.2014.47 ging es um den Antrag 
B.’s, der die Umwandlung seiner Wahlverteidigung in eine amtliche Verteidigung 
begehrte. Die Beschwerdekammer äusserte sich in keiner Weise zur Sache. 
Demgegenüber hatte sich Bundesstrafrichter Stephan Blätter im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens BB.2014.82 zwar mit dem Vorliegen eines konkreten Tat-
verdacht zu befassen. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass die Beschlüsse der 

- 28 - 

Beschwerdekammer in einem sehr frühen Zeitpunkt des Untersuchungsverfah-
rens ergingen und die Anforderungen an den hinreichend konkreten Tatverdacht 
praxisgemäss zu Beginn des Strafverfahrens geringer waren. Zudem stützte sich 
die Beschwerdekammer in Zusammenhang mit dem Tatverdacht auch darauf, 
dass die «Bereicherung des Beschwerdeführers [A.] im Umfange von rund 
CHF 900'000 bis zu CHF 1 Mio. unbestritten geblieben» sei (Beschluss der Be-
schwerdekammer BB.2014.82 vom 6. November 2014 E. 4). Vorliegend ist nicht 
erkennbar, dass sich Bundesstrafrichter Stephan Blätter bereits in unzulässiger 
Weise festgelegt hatte, so dass er später als Sachrichter nicht mehr unvoreinge-
nommen entscheiden konnte. Daher kann nicht eine zwingend unzulässige 
Konstellation angenommen werden, insbesondere keine Verletzung der Art. 30 
Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Es liegt vorliegend keine unzulässige Vorbe-
fassung im Sinne von Art. 56 lit. b StPO vor, weshalb das Verfahren nicht an die 
Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen ist. 

4. Verletzung des rechtlichen Gehörs und Fairnessgebot 

4.1 C. macht anlässlich der Berufungsverhandlung in verschiedener Hinsicht gel-
tend, dass sein Anspruch auf rechtliches Gehör bzw. auf ein faires Verfahren 
verletzt worden seien. Darauf ist nachfolgend einzugehen (E. I.4.3).  

4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein wesentlicher Teilgehalt des Rechts 
auf ein faires Verfahren und findet seine Grundlage in Art. 29 Abs. 2 BV sowie 
Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Zudem wird er in verschiedenen Bestimmungen der StPO 
konkretisiert. Gemäss Art. 107 StPO haben die Parteien, Anspruch auf rechtli-
ches Gehör; namentlich das Recht: Akten einzusehen (lit. a), an Verfahrenshand-
lungen teilzunehmen (lit. b), einen Rechtsbeistand beizuziehen (lit. c), sich zur 
Sache und zum Verfahren zu äussern (lit. d), sowie Beweisanträge zu stellen (lit. 
e). In Bezug auf die Teilgehalte, das Recht auf effektive Mitwirkung sowie das 
Recht auf Begründung, verlangt gemäss Bundesgericht «der Anspruch auf recht-
liches Gehör […] von der Behörde, dass sie die Vorbringen der Betroffenen tat-
sächlich hört, ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung angemessen berück-
sichtigt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistand-
punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrück-
lich widerlegt» (BGE 142 II 49, E.9.2; BGE 137 II 266, E. 3.2, je m.w.H.; vgl. auch 
STEINMANN, St. Galler Kommentar, 3. Aufl., 2014, Art. 29 BV N. 49). Aus Art. 29 
Abs. 2 BV ergibt sich zudem «das grundsätzlich uneingeschränkte Recht, in alle 
für das Verfahren wesentlichen Akten Einsicht zu nehmen». Das verfassungs-
rechtlich gewährleistete Akteneinsichtsrecht soll sicherstellen, dass eine Verfah-
renspartei von den Entscheidgrundlagen Kenntnis nehmen und sich wirksam und 
sachbezogen verteidigen kann; die «effektive Wahrnehmung dieses Anspruchs 
setzt notwendig voraus, dass die Akten vollständig sind» (BGE 129 I 85, 88 f., 
E. 4.1; BIAGGINI, BV Kommentar, Bundesverfassung der Schweizerischen Eid-
genossenschaft, 2. Aufl. 2017, Art. 29 BV N. 17). Der Anspruch auf Akteneinsicht 

- 29 - 

besteht am Sitz der Behörde und umfasst das Recht, Notizen zu machen und 
Fotokopien zu erhalten, falls dadurch kein übermässiger Aufwand für die Be-
hörde entsteht (vgl. BGE 131 V 35, 41 E. 4.2; BGE 129 V 35, 41; BGE 126 I 7, 
10). Für das Strafverfahren ist dieser Anspruch insbesondere in Art. 101 StPO 
konkretisiert.  

4.3 Akteneinsicht 

4.3.1 C. macht eine eingeschränkte Akteneinsicht und damit eine Verletzung des recht-
lichen Gehörs geltend. Anlässlich der Berufungsverhandlung hat C., wie bereits 
im erstinstanzlichen Hauptverfahren vorgebracht, dass im bisherigen Verfahren 
bereits mehrmals um Akteneinsicht ersucht worden sei. Es habe Datenträger ge-
geben, die nicht lesbar gewesen seien oder eine Spezialsoftware «NUIX» dazu 
benötigt würde. Daher sei man gezwungen gewesen, bei der Bundesanwalt-
schaft in Zürich und nach Anklageerhebung am Sitz des Bundesstrafgericht in 
Bellinzona an einzelnen Tagen Einsicht in die Akten zu nehmen. Die Bundesan-
waltschaft sei nicht bereit gewesen, die Daten in ein anderes Format zu transfor-
mieren, sowie diese elektronischen Dokumente zu paginieren. Aus diesem 
Grund sei im Berufungsverfahren ein entsprechender Beweisantrag gestellt wor-
den, der im Jahr 2022 bewilligt worden sei, jedoch beim Bundesstrafgericht un-
tergegangen sei. Am 10. November 2023 habe er die letzte Harddisk erhalten 
mit 90,3 GB, was weit entfernt vom Datenvolumen der eigentlichen Harddisk 
«WD Elements» mit 2,02 TB liege. Daraus schliesst der Berufungsführer, dass 
sich offenbar Daten in Luft aufgelöst und die Strafverfolgungsbehörden den Über-
blick «völlig» verloren hätten (CAR pag. 5.200.156 f.). 

4.3.2 Im Rahmen der Vorbereitung der Berufungsverhandlung stellte C. mit Eingabe 
vom 24. Oktober 2022 die Beweisanträge «Es seien sämtliche, sich auf der ex-
ternen Harddisk «HD_SK_2020_ 10_1/BSG» befindlichen Akten zu paginieren 
und sei ein komplettes Inhaltsverzeichnis zu stellen» (Antrag Ziffer 2) sowie es 
sei «eventualiter […] den Parteien ein Laptop zur Verfügung zu stellen oder eine 
anderweitige Möglichkeit zu schaffen, sodass die Parteien, v.a. der Beschuldigte 
und Unterzeichnete sämtliche Daten auf der sich in den Akten befindlichen Hard-
disk «WD Elements CASA II 2018» ohne zeitlichen Druck lesen und studieren zu 
können» (Antrag Ziffer 3). Die Berufungskammer wies mit Verfügung über Be-
weismassnahmen bzw. prozessleitende Verfügung vom 23. Dezember 2022 den 
Antrag Ziffer 2 ab. Antrag Ziffer 3 von C. nahm sie als Akteneinsichtsgesuch ent-
gegen und hiess diesen insofern gut, als C. eine Kopie der Festplatte «WD Ele-
ments CASA II Akteneinsicht 2018» zur Verfügung gestellt werde (CAR pag. 
4.200.063 ff.). 

4.3.3 Es trifft zu, dass C. die in der Verfügung über Beweismassnahmen vom 23. De-
zember 2022 in Aussicht gestellt Kopie der Festplatte erst auf Nachfrage mit Ein-
gabe vom 17. Oktober 2023 (CAR pag. 2.104.027) am 20. Oktober 2023 (CAR 

- 30 - 

pag. 2.104.029) erhalten hat. Wie nachfolgend dargestellt wird, hat C. bereits 
mehrmals Kopien der sich bei den Akten befindlichen externen Festplatte (TPF 
pag. 421.100.345) erhalten (vgl. etwa für das vorinstanzlichen Verfahren: TPF 
pag. 422.265.1.010 f., bzw. 422.402.001 f.). Mit Eingabe vom 25. Oktober 2023 
machte C. geltend, dass sich auf der Harddisk «WD Elements» (pag. 
421.100.345) 12 Ordner, mit einer gesamten Datenmenge von 2.02 TB, befän-
den. Die Bundesanwaltschaft habe jedoch eine neue Harddisk mit dem Namen 
«HD_SK_2020_10_1» erstellt, mit mehreren Excel-Tabellen sowie verlinkten Da-
teien. Diese Festplatte enthalte nur noch eine Datenmenge von 1.08 TB. Von der 
Berufungskammer habe er eine als «WD Elements Casa II Akteneinsicht 2018» 
bezeichnete, jedoch mit «HD_CA_2022_16_1» beschriftete Festplatte zugestellt 
erhalten, die inhaltlich mit der Harddisk «HD_SK_2020_10_1» übereinstimme. 
Der Beweisantrag habe sich jedoch klar auf die Harddisk «WD Elements» bezo-
gen und sei so auch genehmigt worden. Er ersuche daher nochmals um Zustel-
lung der Festplatte «WD Elements» mit zwölf Ordnern und Datenmenge von 2.02 
TB (CAR pag. 2.104.031 ff.). Zum Beleg der unterschiedlichen Datenstruktur so-
wie Abweichung der Datenmenge zwischen den Festplatten «WD Elements» so-
wie «HD_SK_2020_10_1» bzw. «HD_CA_2022_16_1» reichte C. drei Bild-
schirmfotos ein (CAR pag. 2.104.033 f.). Mit Eingabe vom 6. November 2023 
machte C. zudem geltend, dass er die Festplatte «WD Elements» von der Bun-
desanwaltschaft nie erhalten und daher jeweils entsprechend nachgefragt habe 
(CAR pag. 2.104.037 f.) 

4.3.4 Bereits im Vorverfahren, dann auch im erstinstanzlichen Verfahren und schliess-
lich auch im Berufungsverfahren verlangte C. Einsicht in die externe Festplatte 
«WD Elements» bzw. «WD Elements Casa II Akteneinsicht 2018» bzw. 
«HD_SK_2020_10_1/BSG» (vgl. etwa Beweisergänzungsanträge Ziffer 2. und 
3. vom 24. Oktober 2022, CAR pag. 4.200.044). Die diesbezügliche Frage der 
Akteneinsicht im vorliegenden Verfahren hatte die Vorinstanz mit prozessleiten-
der Verfügung vom 29. September 2020 (TPF pag. 422.255.005 ff.) bereits um-
fassend beantwortet. Gemäss zutreffender Feststellung der Vorinstanz, bein-
halte die sich bei den Akten befindliche externe Festplatte «WD Elements» (TPF 
pag. 421.100.345) alle elektronischen Daten, die anlässlich von Durchsuchun-
gen, Editionen und Einvernahmen sichergestellt worden seien sowie alle für das 
Verfahren der Bundesanwaltschaft relevanten Daten aus dem vom Kanton Zü-
rich übernommenen Verfahren B-3/2014/27. Die Bundesanwaltschaft habe diese 
Daten auf der Festplatte «WD Elements» in Form von mehreren Excel-Tabellen 
mit verlinkten Dateien aufbereitet. Ein detailliertes Inhaltsverzeichnis der einzel-
nen Daten bestehe nicht, jedoch ein Verzeichnis mit Angaben, woher die Daten 
in den einzelnen Excel-Tabellen stammen würden. Die Bundesanwaltschaft habe 
die Daten auf der Festplatte «WD Elements» derart aufbereitet, dass die Sich-
tung über gängige Microsoft-Programme möglich sei. Im Rahmen der Beweis-
führung habe sie auf bestimmte Metadaten (GUID und Item ID) verwiesen sowie 

- 31 - 

die als relevant erachteten Dateien bzw. Dokumente ausgedruckt und unter An-
gabe der Metadaten als Beilage zu den Berichten der Bundeskriminalpolizei 
(BKP) beigefügt (TPF pag. 422.255.006 f.).  

4.3.5 Den Inhalt betreffend ist dieser Feststellung der Vorinstanz nichts hinzuzufügen. 
C. vergleicht offenbar die Datenstruktur und -menge der ihm von der Bundesan-
waltschaft auf sein Ersuchen zugestellten Festplatte mit den Nuix-Daten und der 
Festplatte mit den Excel-Daten, die alle Parteien und die Vorinstanz erhielten. Es 
erschliesst sich von selber, dass Unterschiede in Bezug auf die Datenmenge vor-
liegen können, wenn unterschiedliche Dateiformate verglichen werden. Dass C. 
die Nuix-Version mit der Excel-Version vergleicht, ergibt sich klarerweise aus den 
eingereichten Bildschirmfotos (CAR pag. 2.104.033 f.). 

4.3.6 In Bezug auf die Akteneinsicht hielt die Vorinstanz fest, dass die Bundesanwalt-
schaft allen Parteien am 16. April 2018 eine Festplatte «WD Elements» mit sämt-
lichen elektronischen Sicherstellungen zugestellt habe (TPF pag. 422.255.007, 
m.H.a. BA pag. 20-05-0046). Am 27. November 2018 habe die Bundesanwalt-
schaft den Parteien zusätzlich einen USB-Stick mit weiteren Daten, insbeson-
dere Systemdateien, zur Verfügung gestellt, da sie festgestellt habe, dass die 
externe Festplatte «WD Elements» nicht alle elektronisch sichergestellten Daten 
enthalte. Gleichentags habe die Bundesanwaltschaft den Parteien auch mitge-
teilt, dass diese die Möglichkeit hätten, bei der Bundesanwaltschaft in Bern oder 
Zürich auf einem Laptop mit dem Programm Nuix die Daten der Festplatte gezielt 
zu durchsuchen (TPF pag. 422.255.007). Die Vorinstanz nahm betreffend die 
Akteneinsicht im Vorverfahren umfassende Abklärungen vor, insbesondere 
stellte sie am 14. Mai 2020 der Bundesanwaltschaft verschiedene Fragen (TPF 
pag. 422.265.1.007 ff.), die durch die Bundesanwaltschaft am 2. Juni 2020 be-
antwortet wurden (TPF pag. 422.265.1.015 ff.). Demnach enthalte die der Vor-
instanz eingereichte Festplatte «WD Elements – CASA II Akteneinsicht 2018» 
diejenigen Daten, die den Parteien am 16. April 2018 mit der Festplatte «WD Ele-
ments» erhalten hätten. Nicht auf der fraglichen Festplatte seien die Daten, die 
die Parteien am 27. November 2018 mit dem USB-Stick nachträglich erhalten 
hätten. Bei diesen Daten handle es sich lediglich um Systemdaten, Browser-
Caches, Log-Dateien sowie weitere inhaltlich nicht verfahrensrelevante Dateien. 
Die den Parteien am 16. April 2018 mittels Festplatte zugstellten Daten seien 
identisch mit den Daten, die die Parteien bei der Bundesanwaltschaft mittels des 
Nuix-Programms hätten einsehen können. Alle Parteien seien mit einer Fest-
platte «WD Elements» mit der Excel-Version sowie einem USB-Stick mit den 
Systemdaten bedient worden (TPF pag. 422.255.007 f.; TPF pag. 
422.265.1.015 ff.). C. habe auf Ersuchen zusätzlich eine Festplatte mit der Nuix-
Version (Festplatte WD Elements «CASAII OFFLINE CONSULTATION») erhal-
ten, jedoch ohne Lizenz für die Nuix-Software (TPF pag. 422.265.1.17; BA pag. 
16-013-0428).  

- 32 - 

4.3.7 Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Parteien in sämtliche Akten des Vor-
verfahrens, einschliesslich in den Inhalt der Festplatte «WD Elements» («Hard-
disk mit den gesamten elektronischen Sicherstellungen»), Einsicht hätten neh-
men können, und dass sie ausserdem im Besitz der entsprechenden elektroni-
schen Akten sowie eines Aktenverzeichnisses seien (TPF pag. 422.255.008). 
Diese Feststellung ist zutreffend und bedarf grundsätzlich keine weiteren Aus-
führungen. Der Vollständigkeit halber folgen weitere Klarstellungen in Bezug auf 
die unterschiedliche Bezeichnung der Kopien der sich bei den Akten befindlichen 
Festplatte (TPF pag. 421.100.345). 

4.3.8 Die sich bei den Akten befindliche Festplatte «WD Elements CASA Il Aktenein-
sicht 2018» (TPF pag. 421.100.345) wurde im Vorverfahren oder in der Anklage-
schrift entweder als «Harddisk mit den gesamten elektronischen Sicherstellun-
gen» oder als «WD Elements» bezeichnet oder mit «CASA Il Akteneinsicht 
2018» benannt. Auf Ersuchen C.’s wurde ihm von der Vorinstanz eine Kopie die-
ser Festplatte erstellt, dies unter der Bezeichnung «HD_SK_2020_10_1» (TPF 
pag. 422.402.001). Eine identische Kopie wurde C. von der Berufungskammer 
unter der Bezeichnung «HD_CA_2022_16_1» erstellt und zugestellt (CAR pag. 
2.104.029). Die gerichtsinterne IT-Abteilung verwendete zur Bezeichnung der ex-
ternen Festplatten die Kürzel «HD» für Harddisk, gefolgt von der Geschäftsnum-
mer. So lässt sich die weitere unterschiedliche Bezeichnung der verschiedenen 
Kopien der Festplatte «WD Elements CASA Il Akteneinsicht 2018» (TPF pag. 
421.100.345) erklären.  

4.3.9 In Würdigung der gesamten Umstände kann festgehalten werden, dass die Par-
teien im vorliegenden Verfahren Einsicht in alle Akten sowie weitere elektronisch 
sichergestellten Daten nehmen konnten. C. wurde – auf entsprechendes Ersu-
chen – zudem im Vorverfahren Kopien der elektronischen Sicherstellungen in der 
Nuix-Version zugstellt. Seine Anträge, in die den Akten der Vorinstanz sowie der 
Berufungskammer beiliegende externe Festplatte «WD Elements CASA Il Akten-
einsicht 2018» (TPF pag. 421.100.345) Einsicht zu nehmen, wurde jeweils ent-
sprochen und ihm wurden von der Vorinstanz sowie der Berufungskammer Ko-
pien erstellt. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch unvollständige Ak-
teneinsicht liegt nicht vor. 

4.4 Bericht SECO-Administrativuntersuchung (Bericht-Saxer) 

4.4.1 Anlässlich der Berufungsverhandlung bringt C. betreffend den Bericht «SECO 
Administrativuntersuchung, Mandatsvergaben im IT-Bereich und Überprüfung 
der Rechtmässigkeit der Beschaffungsprozesse der Ausgleichsstelle der ALV» 
vom 26. Juli 2014 von Prof. Dr. Urs Saxer (BA pag. 15-003-0015 ff.) im Wesent-
lichen vor, dass es sich dabei um ein Privatgutachten handle. Zudem macht er 
geltend, dass die Vorinstanz sein Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe, 

- 33 - 

indem sie auf seine diesbezüglichen Ausführungen anlässlich des Parteivortrags 
im Urteil nicht eingegangen sei (CAR pag. 5.200149 ff.).  

4.4.2 C. macht insbesondere geltend, dass die Privatklägerin 1 ein ihr «genehm er-
scheinender Gutachter» eingesetzt und den Umfang und Inhalt des Gutachtens 
definiert habe. Schon deshalb dürfe sich das Gericht auf dieses Gutachten nicht 
unbesehen abstützen. Jedoch hätten sich bereits die Schlussberichte der Bun-
deskriminalpolizei, ohne eigene Ermittlungen, auf den «Bericht Saxer» abge-
stützt und die Bundesanwaltschaft stütze ihre Anklageschrift auf diese Schluss-
berichte und den «Bericht Saxer» (CAR pag. 5.200.152 f.). Auch die Vorinstanz 
habe nicht überprüft, ob der «Bericht Saxer» zutreffe und werfe A. «einfach Ver-
säumnisse und die Verletzung seiner Pflichten im Zusammenhang mit den Be-
schaffungen auf der Basis des BHB 2006 [Beschaffungshandbuchs]» vor (CAR 
pag. 5.200.153). 

4.4.3 Aus Sicht C.’s sei es eine der zentralen Fragen, im Zusammenhang mit dem 
«Bericht Saxer», ob das Beschaffungshandbuch (BHB) 2006 überhaupt zur An-
wendung gelange bzw. es bei WTO-Beschaffungen über dem Schwellenwert 
nicht anwendbar sei. Zudem würde es an einer Delegationsvereinbarung mit dem 
Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) fehlen (CAR pag. 5.200.153 f.).  

4.4.4 Nach konstanter Praxis des Bundesgerichts haben Privatgutachten nicht den 
gleichen Stellenwert wie ein gerichtliches Gutachten. Den Ergebnissen kommt 
mithin die Bedeutung einer der freien Beweiswürdigung unterliegenden Parteibe-
hauptung bzw. eines Bestandteils der Parteivorbringen zu, mithin nicht die Qua-
lität eines Beweismittels (BGE 141 IV 369 E. 6.2, m.w.H.; dazu auch HEER, 
in: Basler Kommentar, 3. Aufl. 2023, Art. 189 StPO N. 6). Da Privatgutachten in 
der Regel nur eingereicht werden, wenn sie für den Auftraggeber günstig lauten, 
sind sie mit Zurückhaltung zu würdigen (DONATSCH, Kommentar zur Schweizeri-
schen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, Art. 182 StPO N. 15).  

4.4.5 In Anwendung der zuvor erwähnten Lehrmeinung sowie Rechtsprechung des 
Bundesgerichts gilt es festzuhalten, dass das Gericht zwar die Vorbringen der 
Parteien in der Entscheidung angemessen berücksichtigen muss. Die Vorinstanz 
hat zunächst die Rechtsgrundlagen des öffentlichen Beschaffungsrechts aus-
führlich dargestellt (vgl. Urteil SK.2020.10 E. I.7). Entgegen der Ansicht C.’s stützt 
sich die Vorinstanz dabei nicht nur auf die Ergebnisse des «Bericht Saxer» bzw. 
die Schlussberichte der Bundeskriminalpolizei. Vielmehr belegt die Vorinstanz 
mit einer Vielzahl an Verweisen auf Literatur ihre Erkenntnisse und es geht ins-
gesamt aus dem erstinstanzlichen Urteil klar hervor, wie sie zu diesem gelang 
ist. Die Vorbringen des Berufungsführers C. vermögen eine Verletzung des An-
spruchs auf rechtliches Gehörs nicht zu begründen. Selbst wenn eine Verletzung 
des Gehörsanspruch angenommen werden könnte, würde diese durch das Be-

- 34 - 

rufungsgericht geheilt. Der «Bericht-Saxer» befindet sich und verbleibt in den Ak-
ten des vorliegenden Verfahrens. Eine Entfernung wurde denn auch zu Recht 
von C. nicht verlangt. Die Berufungskammer würdigt den «Bericht-Saxer», in 
Übereinstimmung mit der zuvor zitierten Rechtsprechung und Lehrmeinungen, 
als Privatgutachten.  

4.5 Whistleblower 

4.5.1 Anlässlich der Berufungsverhandlung führt C. aus, dass sich weder die Bundes-
polizei noch die Bundesanwaltschaft bemüht hätten, den Whistleblower ausfindig 
zu machen. Zunächst habe er selber lange Zeit unter dem Verdacht, der Whist-
leblower zu sein, zu leiden gehabt, bis GGGGG. von verschiedenen Seiten dies-
bezüglich verdächtigt worden sei. Nach einer ersten Befragung durch die Bun-
desanwaltschaft habe die Strafkammer des Bundesstrafgerichts eine nochmalige 
Einvernahme von GGGGG. durchgeführt. Diese sei eindeutig ausgefallen und es 
bedürfe keinen weiteren Ausführungen, wer der Whistleblower gewesen sei 
(CAR pag. 5.200.148 f.). Aber die Vorinstanz erwähne in ihrem Urteil vom 
17. September 2021 den Begriff «Whistleblower» oder den Namen «GGGGG.» 
mit keiner Silbe. C. sieht darin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (CAR pag. 
5.200.157 f.). Zudem sei das Fairnessgebot in Art. 3 StPO verletzt, indem die 
Strafverfolgungsbehörden keine Anstrengungen unternommen hätten die Identi-
tät des Whistleblowers festzustellen und die (Mit-) Beschuldigten im Glauben ge-
lassen hätten, dass C. der mutmassliche Whistleblower gewesen sei (CAR pag. 
5.200.161).  

4.5.2 Bereits im Rahmen der Beweisanträge verlangte C. die Feststellung, «ob 
GGGGG. bei der Zusammenstellung der E1-Akten mitgewirkt hat» (CAR pag. 
4.200.045). Mit Verfügung über Beweismassnahmen bzw. prozessleitender Ver-
fügung vom 23. Dezember 2022 ist die Berufungskammer auf dieses Feststel-
lungbegehren nicht eingetreten. Mit Blick auf den Verfahrensgegenstand und des 
damit definierten Beweisthemas war es bereits für die Verfahrensleitung nicht 
ersichtlich, zu welchem Zweck der Berufungsführer ein solches Begehren stellte 
und was er aus der Feststellung ableiten wollte. An der Relevanz einer solchen 
Feststellung hat sich nach wie vor nichts geändert.  

4.5.3 GGGGG. bestritt in seiner Einvernahme bei der Bundesanwaltschaft vom 
16. Juni 2016, der Whistleblower zu sein und Unterlagen an die Strafverfolgungs-
behörden weitergeben zu haben (BA pag. 12-019-0051). Auf die Frage, was 
seine Funktion gewesen sei, als er mit der IIIII. die H. Beschaffungsprojekte der 
E1 aufgearbeitet habe, antwortete GGGGG. im Wesentlichen, dass er «den Leu-
ten die technischen Sachen […], z.B. auch den Ablauf eines SBO-Rabattes» er-
klärt habe (BA pag. 12-019-0038). Auch in seiner Einvernahme durch die Vo-
rinstanz wies er darauf hin, dass er nicht derjenige gewesen sei, der zur Presse 
gegangen sei (TPF pag. 422.762.003). Konkret auf das Thema Whistleblowing 

- 35 - 

angesprochen, sagte GGGGG. aus, dass er von zwei, drei Leuten gefragt wor-
den sei und er seinerseits die Leute gefragt habe. Die Informationen, über die in 
der Presse berichtet worden sei, habe er gar nicht gehabt und die Personen, die 
er gefragt habe, hätten diese Informationen auch nicht gehabt (TPF pag. 
422.762.005).  

4.5.4 Vorliegend ist es nicht relevant, ob GGGGG. der Whistleblower war oder nicht. 
Aus seinen Aussagen bei der Bundesanwaltschaft sowie anlässlich der erstin-
stanzlichen Einvernahme kann zudem nicht geschlossen werden, dass er im 
Rahmen der Aufarbeitung der H.-Beschaffungen von der E1 durch IIIII. Akten 
selektiv und unvollständig ediert hatte. Vielmehr geht deutlich hervor, dass er 
lediglich technische Fragen beantwortet hatte. Auch mit Blick auf das Aussage-
verhalten der Mitbeschuldigten ist keine Relevanz an der Identität des Whistleblo-
wers ersichtlich. Zwar wiederholte A. auf entsprechende Frage anlässlich der Be-
rufungsverhandlung, dass er anfänglich davon ausgegangen sei, C. habe die 
ganze Sache initialisiert oder in Gang gebracht. Im Verlauf des Verfahrens habe 
er jedoch seine Meinung diesbezüglich geändert. Auf entsprechende Frage in 
der Berufungsverhandlung, ob seine ursprüngliche Meinung, dass C. der Whist-
leblower gewesen sei, seine Aussagen beeinflusst habe, verneint A. hingegen 
klar (CAR pag. 5.300.012). Betreffend B. kann festgehalten werden, dass dieser 
sein Aussageverhalten über die Dauer des vorliegenden Verfahrens kaum geän-
dert hat. Zudem weist C. selber darauf hin, dass das Verhältnis zwischen B. und 
ihm bereits vor der Strafuntersuchung zumindest angespannt und nicht unbe-
dingt friedlich gewesen sei (CAR pag. 5.200.161 f.). Eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs liegt nicht vor. Auch hinsichtlich des strafprozessualen Fairnessge-
bots gemäss Art. 3 StPO kann vorliegend nicht annähernd eine Verletzung fest-
gestellt werden. 

5. Vorbringen betreffend Beschaffungshandbuch BHB 2006 

5.1 Schliesslich bringt C. unter dem Titel «Beschaffungshandbuch BHB 2006» vor, 
dass im Revisionsbericht vom 3. September 2013 (Beilage 5 zum Parteivortrag, 
CAR pag. 5.200.017 ff.), der sich in den nicht paginierten Akten befinde, festge-
halten sei, das BHB 2006 sei nicht mehr aktuell und sei als Risiko anzusehen. In 
der Folge sei das BHB 2006 Ende Jahr 2013 unter neuem Titel «Beschaffungs-
handbuch LBTC» neu strukturiert und wesentlich geändert worden. Insbeson-
dere sei im Vergleich zum BHB 2006 der Passus gestrichen worden, wonach 
Beschaffungen gemäss WTO-Richtlinien nicht Gegenstand des Beschaffungs-
handbuches seien. Daraus leitet C. ab, es sei erkannt worden, dass das BHB 
2006 für WTO-Beschaffungen gar nicht gültig sei und dies ein gravierender Feh-
ler (gewesen) sei. Weiter macht er geltend, dass GGG., damaliger Leiter TC im 
SECO, die freihändigen Vergaben ohne Publikation im SIMAP habe beibehalten 
wollen und nur auf Druck des Revisionsberichts gehandelt habe. Dies gehe auch 

- 36 - 

daraus hervor, dass der Leiter TC sowie bei grösseren Beschaffungen der Direk-
tor DA SECO von A. als Ressortleiter TCSB darüber informiert worden sei, dass 
die WTO-Richtlinien nicht eingehalten worden seien. Zudem habe III. als Zeuge 
ausgesagt, er habe eine Liste («Liste WBF-SECO vertraulich») erhalten, die ei-
nen unüblich hohen Anteil an freihändigen Vergaben ausgewiesen habe. Damit 
sei erstellt, dass namentlich III., GGG. sowie der Controller KKK. ab 2009 Kennt-
nis von der Nichtausschreibung und Nichtpublikation der freihändigen Vergaben 
sowie der Missachtung der WTO-Vorschriften gehabt hätten (CAR pag. 
5.200.173 ff.).  

5.2 Des Weiteren bringt C. vor, dass bis 2012 zusätzlich eine Delegationsvereinba-
rung zwischen dem SECO TC und dem Bundesamt für Bauten und Logistik 
(BBL), das grundsätzlich für Beschaffungen des Bundes zuständig gewesen sei, 
gefehlt habe. Somit hätten freihändig getätigte Vergaben des SECO TC, die über 
dem Schwellenwert von CHF 230'000.-- gelegen hätten, nur über das BBL erfol-
gen dürfen. Da der Leiter TC, insbesondere trotz entsprechenden Aufforderun-
gen durch die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK), keine Delegationsverein-
barung abgeschlossen gehabt habe, stelle dies eine klare Pflichtverletzung dar. 
III. und GGG. sei demnach bekannt gewesen, dass die freihändigen Vergaben 
ohne Delegationsvereinbarung zwingend hätte über das BBL erfolgen müssen. 
Dennoch hätten sie die Beschaffungen formell unterzeichnet und damit eine gra-
vierende Pflichtverletzung begangen. Daraus schliesst C., dass die Feststellung 
der Vorinstanz, wonach A. darauf vertraut habe, dass die von ihm in die Wege 
geleitete Wahl des Beschaffungsverfahrens von seinen Vorgesetzten in materi-
eller Hinsicht nicht überprüft oder in Frage gestellt werde, nicht zu treffe (CAR 
pag. 5.200.175 f.).  

5.3 In Bezug auf die Vorbringen von C. hinsichtlich des BHB 2006 kann vorliegend 
umfassend auf die Erwägungen der Vorinstanz betreffend das zum Tatzeitpunkt 
geltende Beschaffungsrecht sowie der Organisation des SECO im Bereich Ar-
beitslosenversicherung verwiesen werden (Urteil SK.2020.10 E. I.7, I.8). Die 
Rüge hinsichtlich den Führungspersonen im Bundesamt für Wirtschaft, Bildung 
und Forschung (WBF) sowie den Strafbehörden, indem C. in Raum stellt, dass 
der Leiter TC sowie der Direktor DA geschützt worden seien und deren Handeln 
und Verantwortung für Defizite im Führungsbereich beschönigt werde (vgl. etwa 
CAR pag. 5.200.177), ist nicht relevant. Im vorliegenden Verfahren geht es nicht 
um die Beurteilung der (strafrechtlichen) Verantwortlichkeit des ehemaligen Lei-
ter TC oder des ehemaligen Direktor DA im SECO.  

Sodann gilt festzuhalten, dass die internen Mängel im Bereich der Beschaffungs-
verfahren im SECO TC Gegenstand des Berichts Saxer waren und auch im Urteil 
der Vorinstanz gewürdigt werden (vgl. BA pag. 15-003-0012, 0048; Urteil 
SK.2020.10 E. II.2.1.5 f.). Aus den internen Mängeln im SECO und mangelhaften 
internen Kontrollen können A. und die Mitbeschuldigten jedoch keine Entlastung 

- 37 - 

für ihre strafrechtliche Verantwortung ableiten. Sofern, nebst den bereits in der 
Anklageschrift vorgeworfenen und im erstinstanzlichen Urteil festgehaltenen Ver-
fehlungen, weitergehendes pflichtwidriges Verhalten von A. vorliegen solle, kann 
ihn dies ohnehin nicht entlasten. A. war als Leiter TCSB verantwortlich für die 
Sicherstellung des Beschaffungswesens und die Einhaltung des Beschaffungs-
rechts im Ressort TCSB (vgl. infra E. II.3.3.5.4). Zudem sind diesbezügliche Vor-
bringen C.’s irrelevant, da, wie aufgezeigt wird, A. unbestrittenermassen in das 
Vergabeverfahren eingebunden war, ob dieses nun rechtmässig oder nicht ab-
gelaufen ist. Es erschliesst sich sodann nicht, was C. selber aus seinen zuvor 
erwähnten Ausführungen hinsichtlich seiner strafrechtlichen Verantwortung für 
sein Handeln ableiten will. Vielmehr wird nachfolgend aufzuzeigen sein, inwiefern 
diese Lücken in der internen Kontrolle bzw. Verfehlungen bei der Durchsetzung 
der beschaffungsrechtlichen Vorgaben bekannt waren und gegebenenfalls be-
wusst ausgenutzt wurden.  

II. Materielle Erwägungen 

1. Erstinstanzliches Urteil und verbleibender Anklagevorwurf  
 
A. hat seine Berufung, die ursprünglich auch auf die Schuldsprüche gerichtete 
war, dahingehend eingeschränkt, dass er nunmehr nur noch die Bemessung der 
Strafe anficht. Entsprechend sind die Schuldsprüche ihm gegenüber in Rechts-
kraft erwachsen (vgl. supra E. I.2.2). Deshalb ist nachfolgend lediglich noch auf 
die in der Anklage erhobenen Vorwürfe und die Schuldsprüche gemäss erstin-
stanzlichem Urteil gegen C. einzugehen. 

1.1 Erstinstanzliches Urteil SK.2020.10 vom 17. September 2021 betreffend C. 

1.1.1 Die Vorinstanz stellte das Verfahren in Anwendung der 15-jährigen Verjährungs-
frist in mehreren Anklagepunkten ein: 

– Anklageziffer 2.3.1.1 (Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB 
und ungetreue Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB); 

– Anklageziffer 2.3.3 (Bestechen im Sinne von Art. 322ter StGB) betreffend die 
Zuwendungen vom 3. September 2004 bis 23. Juni 2006 (Tabelle 60); 

– Anklageziffer 2.3.4 (Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung im Sinne von 
Art. 314 i.V.m. Art. 25 StGB) betreffend BIS 936. 

1.1.2 Zudem hat die Vorinstanz den Berufungsführer in verschiedenen Anklagepunk-
ten mangels objektiver Tatbestandsmässigkeit freigesprochen: 

– der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB und der ungetreuen 
Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3 StGB (Anklageziffer 
2.3.1.2); 

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– der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Anklageziffer 
2.3.2); 

– des Bestechens im Sinne von Art. 322ter StGB (Anklageziffer 2.3.3) betreffend 
die Zuwendungen vom 21. Mai 2008 (SVL 2.35) und 26. August 2012 (SVL 
3.04) sowie die Zuwendungen vom 6. Februar 2013 bis 10. September 2013 
(Tabelle 60); 

– der Gehilfenschaft zu ungetreuer Amtsführung im Sinne von Art. 314 i.V.m. 
Art. 25 StGB (Anklageziffer 2.3.4) betreffend BIS 1186 sowie SVL 9.1-9.6, 9.8, 
9.9, 9.11 (Rechnungen 45960, 46308, 46395, 46449, 46621, 46812, 46891, 
46892, 46970), SVL 9.50, 9.51, 9.52 (Rechnungen 40610, 40765, 40823). 

1.1.3 Die Einstellungen sowie Freisprüche gemäss vorinstanzlichem Urteil sind auf-
grund des Rückzugs der Berufung der BA in Rechtskraft erwachsen (vgl. supra 
E. I.2.2). Im Übrigen erachtete die Vorinstanz sämtliche Anklagevorwürfe als er-
stellt.  

1.2 Verbleibender Anklagevorwurf 

Nach zuvor erwähnten Einstellungen und Freisprüchen gemäss dem Ur-
teil SK.2020.10 sowie unter Berücksichtigung des Verbots der reformatio in peius 
verbleiben aus der Anklageschrift vom 31. März 2020 nachfolgende Vorwürfe zu 
überprüfen: 

1.2.1.1 Mehrfaches Bestechen im Sinne von Art. 322ter StGB in Anklageziffer 2.3.3 be-
treffend die Zuwendungen gemäss Tabelle 60 der Anklageschrift (TPF pag. 
422.100.324 ff.) von C. bzw. von der C. AG bzw. von C. und B. bzw. der E1 bzw. 
von B. bzw. der Q. (ausgenommen Zuwendungen vom 3. September 2004 bis 
23 Juni 2006, 21. Mai 2008, 26. August 2012 sowie vom 6. Februar 2013 bis 
10. September 2013), und für die als Gegenleistung gemäss Tabelle 61 (TPF 
pag. 422.100.373 ff.) vergebenen Aufträge an die C. AG, Q. und E1. 

1.2.1.2 Mehrfache Gehilfenschaft zur ungetreuen Amtsführung im Sinne von Art. 314 
StGB i.V.m. Art. 25 StGB in Anklageziffer 2.3.4, betreffend Verrechnung von fik-
tiven Dienstleistungen in den BIS-Dossier 1447, 1448 (ausgenommen SVL 9.50, 
9.51, 9.52 [Rechnungen 40610, 40765, 40823]), 1555, 1670, 1681, 1890, 2111 
und 2342 sowie der Lieferung der Begründung für die freihändige Vergabe von 
Aufträgen in den BIS-Dossier 2271-2273. 

2. Verhältnis Bestechungstatbestände und ungetreue Amtsführung 

2.1 Mit der Vorinstanz kann festgestellt werden, dass die Bestechungstatbestände 
der ungetreuen Amtsführung vorgehen, wenn die beiden Tatbestände von 
Art. 314 StGB und Art. 322quater StGB erfüllt sind (Urteil SK.2020.10 E. II.1.6). 

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Bereits zu den altrechtlichen Bestechungstatbeständen begründete das Bundes-
gericht zutreffend, dass der Täter einer altrechtlich qualifizierten Bestechung ge-
rade aufgrund der unrechtmässigen Zuwendung die Amtspflicht verletze. Die Be-
stechungsdelikte erfordern zwar keine konkrete Schädigung der zu wahrenden 
öffentlichen Interessen durch eine Amtspflichtverletzung. In der Regel sei dies 
jedoch der Fall. Unter Berücksichtigung, dass für die Erfüllung von Art. 314 StGB 
auch ein ideeller Schaden genüge (BGE 114 IV 135 f. E. 1b), spreche dies dafür, 
dass mit der Bestrafung wegen Sich bestechen lassen (Art. 315 Abs. 2 StGB) 
auch der Unrechtsgehalt der in der Regel damit konkurrierenden ungetreuen 
Amtsführung abgegolten sei (BGE 117 IV 286 E.4c). 

2.2 Die Literatur und Rechtsprechung hat sich bis anhin nicht zum Verhältnis des 
(aktiven) Bestechens gemäss Art. 322ter StGB und der Gehilfenschaft zur unge-
treuen Amtsführung gemäss Art. 314 StGB i.V.m. Art. 25 StGB geäussert. Be-
stechen und Sich bestechen lassen sind spiegelbildlich, sie sind die jeweiligen 
Gegenstücke zueinander. Zudem würde es zu stossenden Ergebnissen führen, 
würde zwar die ungetreue Amtsführung durch den Tatbestand des Sich beste-
chen lassen konsumiert und der Täter mit den besonderen Amtspflichten besser-
gestellt, wenn die Teilnahme an der ungetreuen Amtsführung durch das Beste-
chen nicht ebenfalls konsumiert würde. Wie die Vorinstanz richtigerweise fest-
hält, geht die Gehilfenschaft zu Art. 314 StGB in Art. 322ter StGB auf (Urteil 
SK.2020.10 E. II.1.6).  

2.3 Die Vorinstanz hatte in Anwendung des geltenden Rechts zum Zeitpunkt ihres 
Urteils und unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zwingend 
die Anordnung einer Geldstrafe gemäss Art. 314 Satz 2 StGB in Anwendung des 
Grundsatzes der Sperrwirkung des milderen Gesetzes zu beachten (Urteil 
SK.2020.10 E. II.1.6; BGE 117 IV 286 E. 4.c; STRATENWERTH, Schweizerisches 
Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 4. Aufl. 2011, §18 N. 14). Per 1. Juli 2023 ist jedoch 
das Bundesgesetz über die Harmonisierung der Strafrahmen vom 17. Dezember 
2021 (AS 2023 259) in Kraft getreten. Mit der damit einhergehenden Revision 
von Art. 314 StGB ist die zwingende Anordnung einer Geldstrafe weggefallen. In 
Anwendung des Grundsatzes des milderen Gesetzes (lex mitior) nach Art. 2 
Abs. 2 StGB ist v