# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30a12341-5323-57e7-bc13-2eacf48323c4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-09-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 09.09.2010 I/1-2009/170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2009-170_2010-09-09.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2009/170

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 02.08.2019

Entscheiddatum: 09.09.2010

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 09.09.2010
Art. 27 Abs. 1 und Art. 32 DBG (SR 642.11). Ausgaben für Steuerberatung 
können weder von den Einkünften aus selbständiger Tätigkeit noch vom 
Ertrag aus beweglichem Vermögen abgezogen werden 
(Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, 9. September 2010, I/
1-2009/170).

Präsident Nicolaus Voigt, Mitglieder Fritz Buchschacher und Markus Frei; 

Gerichtsschreiber Thomas Scherrer

In Sachen

A.u.B. X.-Y., Beschwerdeführer,

vertreten durch Philipp Hangartner, Hangartner Treuhand und Unternehmensberatung, 

Tiefenackerstrasse 57, 9450 Altstätten,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Rechtswesen, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

Direkte Bundessteuer (Einkommen 2006)

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Sachverhalt:

A.- A.u.B. X.-Y. leben im eigenen Haus in M. A.X. ist Rentner. Daneben ist er – wie auch 

die Ehefrau – bei der X. + Co. AG, S., unselbständig erwerbstätig. Zudem ist er zu 2/3 

Miteigentümer des Mehrfamilienhauses R.-Strasse 00 und Alleineigentümer der 

Mehrfamilienhäuser R.-Strasse 01 und S.-Strasse 0 in S. Die Liegenschaft an der S.-

Strasse dient unter anderem der X. + Co. AG, welche die Grundstücke im 

Auftragsverhältnis verwaltet, als Firmensitz.

B.- Für 2006 deklarierten A.u.B. X.-Y. ein steuerbares Einkommen von Fr. 164'945.--. 

Bei den Liegenschaften standen den Einkünften aus Mietzinsen samt Nebenkosten und 

dem Eigenmietwert des selbst genutzten Grundstücks von zusammen Fr. 367'515.-- 

Schuldzinsen von Fr. 28'065.-- und Unterhalts- und Verwaltungskosten von 

Fr. 202'630.--, darin enthalten Verwaltungskosten von Fr. 36'000.--, gegenüber. Bei 

den übrigen Abzügen machten die Steuerpflichtigen sodann Kosten für Steuerberatung 

von Fr. 14'799.-- geltend. Die Veranlagungsbehörde liess diese Kosten nicht zum 

Abzug zu und legte am 31. März 2009 das steuerbare Einkommen für die direkte 

Bundessteuer 2006 auf Fr. 173'500.-- fest. Die gegen diese Veranlagung erhobene 

Einsprache wies das kantonale Steueramt am 2. September 2009 ab.

C.- Gegen diesen Einsprache-Entscheid erhoben A.u.B. X.-Y. durch ihren Vertreter mit 

Eingabe vom 28. September 2009 Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission 

mit dem Antrag, unter Kosten- und Entschädigungsfolge seien die Aufwendungen für 

Beratung in Angelegenheiten Steuern/AHV/selbständiger Erwerb als steuermindernde 

Abzüge zu betrachten. Eventualiter seien sie zu aktivieren und innert 5 Jahren 

abzuschreiben. Sollten neue Berechnungen oder Begründungen, die üblicherweise 

Aufgabe der Veranlagungsbehörden sind, notwendig sein, sei die Angelegenheit an die 

Veranlagungsbehörde zurückzuweisen.

Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 2. November 2009, die 

Beschwerde sei unter Kostenfolge abzuweisen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung 

verzichtete stillschweigend auf eine Stellungnahme. Die Beschwerdeführer reichten am 

4. November 2009 die Veranlagungsberechnung für die Staats- und Gemeindesteuern 

2007 zu den Akten und nahmen am 31. Dezember 2009 (Postaufgabe) Stellung zur 

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Vernehmlassung der Vorinstanz. Diese verwies dazu am 18. Januar 2010 auf ihre 

Eingabe vom 2. November 2009.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Beschwerdeerhebung ist gegeben. Die Beschwerde vom 28. September 2009 ist 

rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 140 Abs. 2 Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten.

2.- Vorinstanz und Beschwerdeführer sind sich einzig nicht einig, ob im Jahr 2006 

getätigte Ausgaben für Steuerberatungen von Fr. 14'799.05 zur Ermittlung des 

steuerbaren Einkommens des Steuerjahres 2006 von den Einkünften abgezogen 

werden dürfen.

a) Im angefochtenen Einsprache-Entscheid begründet die Vorinstanz die Aufrechnung 

damit, dass nicht sämtliche mit der Erzielung von Einkünften in irgendeiner Beziehung 

stehenden Aufwendungen abziehbar seien. Die Abziehbarkeit setze einen qualifizierten 

Zusammenhang zwischen den Ausgaben und den erzielten Einkünften voraus. Als 

Gewinnungskosten gälten die unmittelbar zur Erzielung des Einkommens getätigten 

und in einem direkten ursächlichen Zusammenhang dazu stehenden Aufwendungen. 

Die Kosten für Steuerberatungen zählten zu den grundsätzlich nicht abziehbaren 

Lebenshaltungskosten. Auch bei den Verfahren mit der Sozialversicherungsanstalt über 

AHV-Beiträge sei "kein direkter Zusammenhang zwischen der Notwendigkeit dieser 

Auslagen und der Einkommenserzielung" nachgewiesen.

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In der Beschwerde wird geltend gemacht, entgegen eines – noch nicht rechtskräftigen 

– Entscheides des Versicherungsgerichts gingen die Sozialversicherungsanstalt und 

die Steuerbehörden davon aus, der Beschwerdeführer übe mit der Verwaltung seiner 

Liegenschaften eine selbständige Erwerbstätigkeit aus. Zum Unternehmensaufwand 

gehörten auch Beratungs-, Gründungs- und Prozesskosten. Weil der Aufwand für die 

Steuererklärung betraglich unbedeutend und die Beratung in keiner Verbindung mit der 

Höhe der zu bezahlenden Steuern stehe, seien die Ausgaben nicht in 

Geschäftsaufwand und private Kosten für die Steuerdeklaration aufzuteilen. Bei der 

Beratung gehe es um die Frage, ob die Mieterträge AHV-pflichtig seien. AHV-Beiträge 

seien zu 100% Geschäftsaufwand. Gehörten die Liegenschaften ins Privatvermögen, 

seien keine AHV-Beiträge geschuldet. Somit seien auch diesbezügliche 

Beratungskosten Geschäftsaufwand. Da die Steuern gleich hoch seien, egal ob es sich 

bei den Liegenschaften um Geschäfts- oder Privatvermögen handle, seien die 

Beratungskosten aus privater Sicht ohne Nutzen.

Die Vorinstanz bringt dagegen vor, selbst bei der Annahme von geschäftsmässig 

begründeten Aufwendungen stehe erst bei Prozessende definitiv fest, ob ein 

Geldabfluss stattgefunden habe. Da zum Entscheid des Versicherungsgerichts vom 

28. November 2008, wonach es sich bei den Liegenschaftserträgen nicht um Einkünfte 

aus selbständiger Tätigkeit handle, eine Beschwerde beim Bundesgericht hängig sei, 

habe im Jahr 2006 kein definitiver Geldabfluss stattgefunden. Obsiege der 

Beschwerdeführer beim Bundesgericht, würden ihm die geltend gemachten Kosten 

entschädigt. Nur wenn er unterliege, stehe im Zeitpunkt des Urteils fest, dass diese 

Kosten unwiderruflich entstanden seien. Schliesslich sei die persönliche Bezahlung der 

auf die X. + Co. AG lautenden Rechnungen durch den Beschwerdeführer nach wie vor 

nicht nachgewiesen.

b) aa) Den Aufwendungen von Fr. 14'799.05 liegen 3 Rechnungen (act. 2/4) zugrunde, 

nämlich 2 Rechnungen der K.F. für "steuerliche Dienstleistungen … in Sachen 

Steuerplanung" vom 10. Februar 2006 über Fr. 3'442.20 (November 2005 bis Januar 

2006, Posteinzahlung am 23. Februar 2006) und vom 29. September 2006 über 

Fr. 4'680.60 (August bis September 2006, Posteinzahlung am 5. Oktober 2006) sowie 

eine Rechnung der S. AG für "Steuerberatung gemäss beiliegendem 

Dienstleistungsrapport" vom 10. März 2006 über Fr. 6'675.25 (1. Dezember 2005 bis 

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28. Februar 2006, Posteinzahlung am 18. April 2006). Die Akten lassen den Schluss zu, 

dass die in Rechnung gestellten Kosten für Steuerberatung im Zusammenhang mit der 

Klärung der Frage, ob der Gewinn aus den Liegenschaften als Einkünfte aus 

selbständiger Erwerbstätigkeit oder als Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen zu 

behandeln und dementsprechend AHV-pflichtig sind oder nicht. Die S. AG, welcher die 

Einsprache-Entscheide vom 19. August 2005 betreffend die Veranlagungen des 

Steuerjahrs 2001 zugestellt wurden (vgl. act. 7-A/9), vertrat die Beschwerdeführer im 

Jahr 2006 in entsprechenden Verfahren vor der Verwaltungsrekurskommission 

(vgl. VRKE I/1-2005/164 und 165 vom 17. August 2006), die K.F. im 

Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht (vgl. VerwGE B 2006/167 vom 

9. Mai 2007). Dafür, dass sich insbesondere die K.F. auch um weitere Steuerbelange 

der Beschwerdeführer kümmerte, bestehen keine Anhaltspunkte in den Akten. Auf der 

am 28. März 2008 ausgefüllten Steuererklärung 2006 wird für Rückfragen die G. 

Treuhand AG angeführt.

bb) Sämtliche Rechnungen richten sich an die X. + Co. AG, welche die Liegenschaften 

im Auftragsverhältnis verwaltet (vgl. act. 7-III/1.3, 6; Beschwerde vom 7. Dezember 

2007 an das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, S. 3). Wie die Rechnungen 

in der Gesellschaft buchhalterisch behandelt wurden, lässt sich den Akten nicht 

entnehmen. Mit den Details zum Konto 4450 (act. 15/1) ist lediglich belegt, dass die 

Auslagen nicht als "div. Verwaltungskosten" verbucht wurden. Die Aufstellungen über 

die für die Liegenschaften des Beschwerdeführers in den Jahren 2006 angefallenen 

Unterhalts- und Verwaltungskosten (act. 7-I/1.2, 2-4) enthalten pauschale 

Aufwendungen für die – von der X. + Co. AG im Auftragsverhältnis erbrachte – 

"Verwaltung" von insgesamt Fr. 36'000.-- (je Fr. 12'000.-- für die Mehrfamilienhäuser 

R.-Strasse 00 und 01 sowie S.-Strasse 0). Dass mit diesen Pauschalbeträgen auch der 

bei der X. + Co. AG in Rechnung gestellte Aufwand für die Steuerberatungen 

abgegolten wurde, lässt sich anhand der vorliegenden Akten nicht ausschliessen, weil 

die Rechnungen bei der X. + Co. AG möglicherweise einem anderen Aufwandkonto 

belastet wurden, welchem die Erträge für die Liegenschaftenverwaltung von 

Fr. 36'000.-- gegenüberstehen. Damit hat der Beschwerdeführer nicht nachgewiesen, 

dass die Aufwendungen von ihm selbst bezahlt wurden.

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cc) Bei den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit werden gemäss Art. 27 

Abs. 1 DBG die geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten abgezogen. Nicht 

abziehbar sind gemäss Art. 34 lit. a DBG insbesondere die Aufwendungen für den 

Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch die berufliche 

Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand.

Unter Gewinnungskosten sind Aufwendungen zu verstehen, die unmittelbar für die 

Erzielung des Einkommens gemacht werden und in einem direkten ursächlichen 

Zusammenhang dazu stehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.252/2002 vom 

4. November 2002, E. 2.1). Dabei genügt es nach der Praxis, dass die Kosten 

wesentlich durch die Erzielung von Einkommen verursacht bzw. veranlasst worden sind 

(so genannter kausaler Gewinnungskostenbegriff; BGE 124 II 29 E. 3a). Darunter 

können auch Kosten eines Prozesses fallen, der angestrengt wird, um einen 

Einkommensanspruch durchzusetzen. Erforderlich ist ein direkter Zusammenhang des 

Anwaltsaufwands mit der Einkommenserzielung, was allgemeine Rechtsberatung 

sowie Mandate, die ausserhalb der streitigen Einkommensquelle stehen, ausschliesst 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_266/2008 vom 16. Dezember 2008, E. 5.3). Die 

Auslagen für private Verfahren zählen – wie grundsätzlich auch jene für Strafprozesse 

(ausser allenfalls solche im Bereich besonderer Berufsrisiken) – nicht zu den 

Gewinnungskosten; sie betreffen primär die Person des Steuerpflichtigen und nicht 

(oder nur mittelbar) dessen Berufstätigkeit (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2A.90/2001 

vom 25. Januar 2002, E. 6.1 mit Hinweisen; SGE 2006 Nr. 10 mit Hinweisen). 

Prozesskosten können jedenfalls dann nicht berücksichtigt werden, wenn sie das 

Privatvermögen des Unternehmers betreffen. Dies gilt ebenso für Kosten einer 

erbrechtlichen Streitigkeit, auch wenn diese Betriebsvermögen zum Gegenstand hat 

(vgl. P. Locher, Kommentar zum DBG, I. Teil, Therwil/Basel 2001, N 41 zu Art. 27 DBG 

mit Hinweisen).

Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung fallen die auf den 

Erwerbseinkünften zu entrichtenden AHV-Beiträge nicht unter die Gewinnungskosten. 

Das Entgelt für die vom selbständig Erwerbenden geleistete Arbeit stellt Bestandteil 

des steuerbaren Geschäftsertrags dar. Ein im Geschäftsabschluss enthaltener 

Eigenlohn oder verbuchte Salärzahlungen an Teilhaber eines Personenunternehmens 

sind deshalb für die Gewinnermittlung zum ausgewiesenen Ergebnis hinzuzurechnen. 

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Die persönlichen AHV-Beiträge des selbständig Erwerbenden sind folglich nach Art. 33 

Abs. 1 lit. d DBG steuersystematisch als allgemeiner Abzug – und nicht als 

Gewinnungskosten – zu berücksichtigen. Sie stellen, auch wenn sie häufig so 

behandelt werden, keine Gewinnungskosten dar. Eine Auseinandersetzung über die 

Frage, ob Einkünfte AHV-pflichtig sind oder nicht, beschlägt den Bereich der 

persönlichen Altersvorsorge. Die darüber geführten Verfahren sind damit dem privaten 

Bereich zuzuordnen und die dafür entstandenen Kosten können nicht als 

geschäftsmässig begründete Aufwendungen von den steuerbaren Einkünften in Abzug 

gebracht werden.

c) In der Beschwerde wird beantragt, die Ausgaben für die Beratung als 

Gründungskosten zu behandeln. Der Begriff der Gründungskosten wird in Art. 664 des 

Schweizerischen Obligationenrechts (SR 220, abgekürzt: OR) verwendet, der Teil der 

Bewertungsvorschriften im Abschnitt über den Geschäftsbericht der Aktiengesellschaft 

ist. Er sieht vor, dass diese Kosten bilanziert, d.h. aktiviert, und innerhalb von fünf 

Jahren abgeschrieben werden dürfen. Die handelsrechtskonforme Behandlung der 

Gründungskosten in der Handelsbilanz ist grundsätzlich auch für das Steuerrecht 

massgeblich (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 6 zu Art. 58 DBG). Bei den 

Einkünften aus der selbständigen Erwerbstätigkeit ist anhand der Generalklausel der 

Abzugsfähigkeit der "geschäfts- oder berufsmässig begründeten" Kosten zu prüfen, 

inwieweit mit der Errichtung einer Personengesellschaft oder der Aufnahme einer 

selbständigen Erwerbstätigkeit verbundene Kosten darunter fallen. Da beim 

Beschwerdeführer mangels Errichtung einer Gesellschaft keine Gründungskosten 

angefallen sind und im Rahmen der Prüfung, ob in den Auslagen für die Steuerberatung 

Gewinnungskosten zu erblicken sind, festgestellt wurde, dass sie als 

Lebenshaltungskosten nicht abzugsfähig sind, ist auch deren Aktivierung und 

sukzessive Abschreibung ausgeschlossen. Auch insoweit erweist sich die Beschwerde 

deshalb als unbegründet.

d) aa) Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, wenn die Aufwendungen nicht als 

Gewinnungskosten für die selbständige Erwerbstätigkeit zum Abzug zugelassen 

würden, müssten sie als Vermögensverwaltungskosten oder als Kosten des 

Liegenschaftsunterhalts berücksichtigt werden.

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bb) Art. 32 DBG regelt den Abzug von Gewinnungskosten beim Privatvermögen. 

Abzugsfähig sind die zur Erzielung des steuerbaren Einkommens auf beweglichem 

Privatvermögen notwendigen Gewinnungskosten. Notwendig heisst dabei nicht im 

Sinn einer Überprüfung, ob sinnvoll oder nicht. Vielmehr geht es um die zeitliche oder 

wirtschaftliche Konnexität der Aufwendungen, welche erfüllt sein muss, um überhaupt 

ein steuerbares Einkommen zu erzielen (vgl. B. Zwahlen, in: Kommentar zum 

Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, N 1 zu Art. 32 DBG). Gewinnungskosten 

dienen nur der Erhaltung des Vermögensobjekts als solchem und damit seines Werts. 

Auslagen wie Anwaltskosten, die ein Steuerpflichtiger aufwendet, um zu verhindern, 

dass er als erbunwürdig erklärt wird, Kosten bei Verlust und Kraftloserklärung von 

Wertpapieren oder der Sperrung ausländischer Vermögenswerte, sind deshalb nicht 

abzugsfähig (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 

2009, N 11 zu Art. 32 DBG). Beim beweglichen Privatvermögen sind abzugsfähig die 

Kosten für die Vermögensverwaltung von Behörden und Willensvollstreckern, jedoch 

bloss im Sinn der Verwahrung und Verwaltung von Vermögenswerten. Abzugsfähig 

sind die Kosten für Gerichte und Anwälte für die Sicherung oder Einforderung von 

beweglichem Vermögen und Vermögenserträgen, nicht aber die Kosten für Finanz- und 

Anlageberatung oder rechtliche Beratung. Die Kosten für die Finanz-, Anlage-, 

Erbschafts-, Vorsorge- und Steuerberatung, für Prozesse und für die Steuererklärung 

sind nicht abzugsfähig (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 18 ff. zu Art. 32 

DBG).

Bei Liegenschaften des Privatvermögens können nach Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG die 

Unterhaltskosten, die Versicherungsprämien und die Kosten der Verwaltung durch 

Dritte von den steuerbaren Einkünften abgezogen werden. Sie müssen aus einer 

allgemeinen, branchenüblichen Betrachtungsweise grundsätzlich geeignet sein, den 

Nutzungswert eines Liegenschaftsgutes erhalten zu können (vgl. Zwahlen, a.a.O., N 9 

zu Art. 32 DBG). Zu den Verwaltungskosten für Dritte gehören die Aufwendungen, die 

durch echte Fremdverwaltung von Drittpersonen entstehen. Auslagen für Vermietung, 

Erhebung der Mietzinse, Betreibungen, Ausweisungen und Prozesse mit Mietern aus 

dem Mietverhältnis gehören dazu. Auch die Prozesse zur Sicherung des 

Grundeigentums resp. der Nutzung gehören in diese Kategorie von abzugsfähigen 

Unterhaltskosten (vgl. Zwahlen, a.a.O., N 23 zu Art. 32 DBG). Abzugsfähig sind 

dementsprechend Kosten für rechtliche Massnahmen zur Werterhaltung des 

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Grundstücks (wie Anwaltskosten, um die wertmindernde Umzonung zu verhindern oder 

für Baueinsprachen, welche den Zweck haben, den Wert der eigenen Parzelle zu 

erhalten). Prozess- und Anwaltskosten sind allgemein als Unterhaltskosten 

abzugsfähig, sofern sie der Erhaltung des bisherigen Rechtszustands dienen (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 108 zu Art. 32 DBG). Kein Unterhalt sind 

demgegenüber Auslagen zur rechtlichen Verbesserung eines Grundstücks (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 115 zu Art. 32 DBG).

cc) Wie bereits dargelegt, diente die Steuerberatung, für die im Jahr 2006 Kosten in der 

Höhe von Fr. 14'799.-- bezahlt worden sind, in erster Linie der Klärung der Frage, ob 

es sich bei den Liegenschaften um Geschäfts- oder Privatvermögen handelt und ob die 

daraus erzielten Einkünfte dementsprechend als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit 

oder aber aus unbeweglichem Vermögen zu behandeln sind. Die Beurteilung dieser 

Frage hat Auswirkungen weder auf den Wert der Liegenschaften noch auf die Höhe der 

daraus erzielbaren Erträge.

e) Zusammenfassend ergibt sich damit, dass die Beschwerde abzuweisen ist.

3.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des Verfahrens den 

Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Entscheidgebühr von 

Fr. 800.-- ist angemessen (vgl. Art. 144 Abs. 5 DBG in Verbindung mit Art. 13 Ziff. 522 

des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

ist zu verrechnen.

Entscheid:

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  Die Beschwerdeführer bezahlen die Kosten des Verfahrens von

 Fr. 800.-- unter Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 600.--.

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