# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45a57450-f080-50e1-b5e5-457cb2cba3ea
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 05.03.2025 810 2024 222 (810 24 222)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-222_2025-03-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 5. März 2025 (810 24 222) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Verweigerung der Einreise- und Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennach-

zugs aufgrund Straffälligkeit / Verhältnismässigkeit der Massnahme 

 

 
Besetzung Präsident Pascal Leumann, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kantons-

richter Daniel Häring, Daniel Ivanov, Daniel Noll, Gerichtsschreiber i.V. 
Cedric Pfister 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
 
B.____, whft. in Kosovo, Beschwerdeführer  
 
beide vertreten durch Marc Spescha, Rechtsanwalt 

  
 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Verweigerung der nachgesuchten Einreise- und Aufenthaltsbewilligung 

(RRB Nr. 1262 vom 17. September 2024) 
 

 
 

A. Der aus dem Kosovo stammende B.____ (geb. 1980) reiste am 20. Januar 1995 in die 
Schweiz ein und wurde in die Niederlassungsbewilligung seiner Eltern miteinbezogen. Am 
30. März 2004 heiratete B.____ in seiner Heimat die kosovarische Staatsangehörige A.____ 

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(geb. 1980), welche am 25. August 2009 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein-
reiste und eine Aufenthaltsbewilligung erhielt. Die beiden Ehegatten haben zwei gemeinsame 
Kinder, C.____ (geb. 2010) und D.____ (geb. 2013). Beide Kinder verfügen über eine Nieder-
lassungsbewilligung. 
 
B. In den Jahren 2001 bis 2005 wurde B.____ mehrfach strafrechtlich verurteilt. Mit Urteil 
des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 8. Mai 2003 erfolgte eine Einweisung in die Arbeitser-
ziehungsanstalt Arxhof wegen Freiheitsberaubung, mehrfachem, teilweise versuchtem Dieb-
stahl, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfacher einfacher Körperverletzung, Tätlichkeiten, 
Drohung, Beschimpfung, mehrfachem Hausfriedensbruch sowie Widerhandlung gegen das Be-
täubungsmittelgesetz (BetmG) vom 3. Oktober 1951 zum Zwecke des Konsums. Mit Urteil des 
Strafgerichts Basel-Landschaft vom 7. Juni 2004 wurde die Massnahme infolge Unzweckmäs-
sigkeit sowie Erfolglosigkeit aufgehoben und eine bedingt vollziehbare Gefängnisstrafe von 
16 Monaten sowie eine bedingte Landesverweisung von drei Jahren bei einer Probezeit von je 
zwei Jahren ausgesprochen. 
 
C. Am 15. März 2005 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt B.____ zu einer Freiheits-
strafe von zwei Jahren und sieben Jahren Landesverweisung wegen schwerer Körperverlet-
zung, versuchter schwerer Körperverletzung, mehrfacher einfacher Körperverletzung und Tät-
lichkeit. Mit Verfügung vom 1. Februar 2006 wies die damalige Justiz-, Polizei- und Militärdirek-
tion des Kantons Basel-Landschaft B.____ aus der Schweiz aus. 
 
D. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 14. März 2006 wurden die bis zu diesem 
Datum ausgesprochenen Strafen zugunsten einer stationären Massnahme in einer Klinik für 
Suchtkranke aufgeschoben. Infolgedessen hiess der Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) mit Entscheid vom 11. März 2008 die gegen die Ausweisung von 
B.____ erhobene Beschwerde teilweise gut und drohte ihm diese lediglich an. 
 
E. Im Oktober 2013 wurde B.____ erneut straffällig und befand sich aufgrund dessen ab 
dem 18. Oktober 2013 im vorzeitigen Strafvollzug. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 
6. Mai 2014 wurde B.____ zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren wegen Raufhandels, mehr-
facher einfacher Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegenstand, Drohung sowie mehrfa-
cher Übertretung des BetmG verurteilt. Dieses Urteil wurde nach jeweils zweimaliger Beurtei-
lung durch das Appellationsgericht Basel-Stadt (Appellationsgericht) sowie das Bundesgericht 
mit Urteil des Appellationsgerichts vom 29. Oktober 2019 teilweise aufgehoben und der Be-
schuldigte von sämtlichen angeklagten Gewaltdelikten freigesprochen. 
 
F. Mit Verfügung vom 20. November 2014 wurde ein Gesuch um Haftentlassung gutge-
heissen und B.____ wurde umgehend aus der Haft entlassen. Gleichentags kam es zu einer 
tätlichen Auseinandersetzung zwischen B.____ und seiner ehemaligen Geliebten, woraufhin 
B.____ vorläufig festgenommen und mit Entscheid vom 25. November 2014 in Untersuchungs-
haft überführt wurde.  
 

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G. Am 18. Juni 2015 verurteilte das Strafgericht Basel-Stadt B.____ wegen versuchter 
schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beschimpfung sowie versuchter Nötigung zu 
einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von zwei Jahren sowie zu einer Geldstrafe von 10 Tages-
sätzen à Fr. 30.-- und einer Genugtuungszahlung in der Höhe von Fr. 15'000.-- an seine ehe-
malige Geliebte. Eine dagegen angemeldete Berufung wurde zurückgezogen, sodass das Urteil 
am 18. Juni 2015 in Rechtskraft erwuchs. 
 
H. Mit Verfügung vom 29. Juli 2016 widerrief das AFMB die Niederlassungsbewilligung 
von B.____ und wies ihn bis spätestens zum Zeitpunkt der (bedingten) Haftentlassung aus der 
Schweiz weg. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Dage-
gen erhob B.____, vertreten durch Dr. Christian von Wartburg und Elisabeth Maier, Advokaten, 
am 3. August 2016 Beschwerde beim Regierungsrat, welcher diese mit Entscheid vom 
13. Dezember 2016 abwies. Die von B.____ gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde 
wurde mit Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht (Kantonsgericht), vom 1. November 2017 (810 16 383) abgewiesen. 
 
I. Mit Entscheid vom 29. Juli 2016 verweigerte das Amt für Justizvollzug des Kantons 
Basel-Landschaft die bedingte Entlassung von B.____ aus dem Strafvollzug. 
 
J. Am 18. November 2016 wurde B.____ von der Justizvollzugsanstalt Lenzburg vom 
Strafvollzug in die Ausschaffungshaft überführt und am 5. Dezember 2016 aus der Schweiz 
ausgeschafft. 
 
K. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2016 ordnete das Staatssekretariat für Migration 
(SEM) gegen B.____ eine Einreisesperre für die Dauer von 12 Jahren an. Die von B.____ ge-
gen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 
vom 7. August 2019 (F-1858/2017) abgewiesen. 
 
L. Mit Schreiben vom 1. Juni 2023 ersuchten B.____ und A.____, nachfolgend vertreten 
durch Marc Spescha, Rechtsanwalt, um Bewilligung der Einreise von B.____ zu seiner Familie 
in die Schweiz. 
 
M. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2023 wies das AFMB das Gesuch um Familien-
nachzug ab. 
 
N. Am 22. Dezember 2023 erhoben B.____ und A.____ gegen die Verfügung des AFMB 
vom 15. Dezember 2023 Beschwerde beim Regierungsrat, welcher diese mit Entscheid vom 
17. September 2024 (RRB Nr. 2024-1262) abwies.  
 
O. Gegen diesen Entscheid erhoben B.____ und A.____ mit Eingabe vom 30. September 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht. Sie stellen das Begehren, es sei der Entscheid des 
Regierungsrats vom 17. September 2024 aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, dem 
Beschwerdeführer im Rahmen des Familiennachzugs die Einreise zur Beschwerdeführerin und 
den gemeinsamen Kindern zu bewilligen. Unter o/e-Kostenfolge, wobei den Beschwerdeführern 

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die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren sei. Am 14. November 2024 reichten die Be-
schwerdeführer die Beschwerdebegründung ein. 
 
P. Mit Vernehmlassung vom 9. Dezember 2024 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde 
sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen. 
 
Q. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 16. Dezember 2024 wurde der Fall der Kam-
mer zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit 
gegeben. Die Beschwerdeführer sind vom angefochtenen Entscheid berührt und haben ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren Prozessvoraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO e contrario). 
 
3. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Verweigerung der Erteilung 
einer Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer im Rahmen des Familiennachzugs. 
 
4.1 Nach Art. 44 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer und 
über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 kann 
ausländischen Ehegatten von Personen mit Aufenthaltsbewilligung unter gewissen Vorausset-
zungen eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden. Hierbei handelt es sich zwar grundsätzlich 
um eine Ermessensbewilligung, auf die kein Anspruch besteht. Allerdings anerkennt die Praxis 
bei Personen, die selbst einen gefestigten Anspruch auf Aufenthalt in der Schweiz haben, ge-
stützt auf Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) 
vom 4. November 1950 und Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV) vom 18. April 1999 einen Anspruch auf den Nachzug von Familienmitgliedern (Urteil 
des Bundesgerichts 2C_344/2023 vom 6. Februar 2024 E. 3.1; BGE 146 I 185 E. 6.1). Die Be-
schwerdeführerin lebt seit nunmehr über 15 Jahren in der Schweiz und die beiden Kinder verfü-
gen über eine Niederlassungsbewilligung. Demgemäss ist mit der Vorinstanz davon auszuge-

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hen, dass die Beschwerdeführerin über einen gefestigten Anspruch auf Aufenthalt in der 
Schweiz im Sinne der zitierten Rechtsprechung verfügt.   
 
4.2 Verfügt ein Ausländer über nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht 
in der Schweiz und wird die intakte familiäre Beziehung tatsächlich gelebt, kann es Art. 8 EMRK 
bzw. Art. 13 Abs. 1 BV verletzen, wenn ihm die Anwesenheit und damit das Familienleben ver-
eitelt wird, soweit die intakten, engen persönlichen und familiären Beziehungen der Familien-
mitglieder nicht problemlos andernorts gelebt werden können (Urteil des Bundesgerichts 
2C_394/2022 vom 31. Mai 2023 E. 4.2 mit Hinweisen). Der Anspruch auf Familienleben ge-
mäss Art. 8 EMRK gilt indes nicht absolut, sondern kann eingeschränkt werden, falls dies ge-
setzlich vorgesehen ist, einem legitimen Zweck entspricht und zu dessen Realisierung in einer 
demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Die Konvention ver-
langt, dass die individuellen Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des Anwesenheits-
rechts und die öffentlichen Interessen an dessen Verweigerung sorgfältig gegeneinander abge-
wogen werden, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als 
notwendig erweist (BGE 144 I 266 E. 3.7; BGE 144 I 91 E. 4.2; BGE 144 II 1 E. 6.1; BGE 143 I 
21 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 2C_473/2023 vom 21. Februar 2024 E. 5.1 mit Hinweisen). 
 
4.3.1 Eine strafrechtliche Verurteilung im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG und eine aus 
diesem Grund verfügte Entfernungsmassnahme verunmöglichen die Erteilung einer (neuen) 
Aufenthaltsbewilligung nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich nicht ein für alle 
Mal, wenn das neue Bewilligungsgesuch nicht dazu dient, rechtskräftige Entscheide immer wie-
der in Frage zu stellen (Urteile des Bundesgerichts 2C_344/2023 vom 6. Februar 2024 E. 3.3; 
2C_394/2022 vom 31. Mai 2023 E. 3.1). Soweit den hier anwesenden nahen Angehörigen des 
Betroffenen unzumutbar ist, ihm in die Heimat zu folgen und dort das Familienleben zu pflegen, 
ist eine Neubeurteilung angezeigt, falls der Betroffene sich bewährt und für eine angemessene 
Dauer in seiner Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine deliktsfreie Integration in die hiesigen 
Verhältnisse absehbar erscheint und eine allfällige Rückfallgefahr vernachlässigt werden kann. 
Das öffentliche Interesse an der Gefahrenabwehr verliert an Bedeutung, soweit die Entfer-
nungsmassnahme gegen die fehlbare Person ergriffen, durchgesetzt und für eine der Schwere 
der Tat angemessene Zeitdauer aufrechterhalten wurde (Urteil der Bundesgerichts 
2C_525/2023 vom 19. Juni 2024 E. 4.3.1 mit Hinweisen). 
 
4.3.2 Der Zeitablauf, verbunden mit der Deliktsfreiheit, kann mithin dazu führen, dass die 
Interessenabwägung anders auszufallen hat als zum Zeitpunkt der strafrechtlichen Verurteilung, 
der Entlassung aus dem Strafvollzug oder der Rechtskraft des Wegweisungsentscheids. Damit 
wird insbesondere den sich aus dem konventions- und verfassungsrechtlichen Anspruch auf 
Achtung des Familienlebens ergebenden Gesichtspunkten Rechnung getragen, wonach die seit 
der Tat verflossene Zeit und das bisherige Verhalten des Ausländers in der Interessenabwä-
gung bezüglich der Aufrechterhaltung der aufenthaltsbeendenden Massnahme mitzuberück-
sichtigen sind. Bei der prognostischen Einschätzung des Rückfallrisikos ist nach Art und Aus-
mass der möglichen Rechtsgüterverletzung zu differenzieren: Je schwerer diese wiegt, desto 
höhere Anforderungen sind an das Fehlen einer Rückfallgefahr zu stellen. Je länger ein Straftä-
ter umgekehrt deliktsfrei gelebt hat, umso eher lässt sich ihm wieder Vertrauen entgegenbrin-

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gen und kann sich die Annahme rechtfertigen, dass es zu keinen weiteren (schweren) Strafta-
ten mehr kommen wird (Urteile des Bundesgerichts 2C_525/2023 vom 19. Juni 2024 E. 4.3.2; 
2C_344/2023 vom 6. Februar 2024 E. 3.4).  
 
4.3.3 Wann die Neubeurteilung zu erfolgen hat, bestimmt sich aufgrund der Umstände im 
Einzelfall. Das Bundesgericht berücksichtigt dabei, dass die Regelhöchstdauer des Einreise-
verbots nach Art. 67 Abs. 3 AIG fünf Jahre beträgt und diese nur bei Vorliegen einer ausgepräg-
ten Gefahr ("menace caractérisée") für die öffentliche Sicherheit und Ordnung überschritten 
werden darf. Hat sich der Betroffene seit der Rechtskraft des Widerrufsentscheids und seiner 
Ausreise während fünf Jahren bewährt, ist es regelmässig angezeigt, den Anspruch auf Famili-
ennachzug neu zu prüfen. Eine frühere Beurteilung ist möglich, soweit das Einreiseverbot von 
Beginn an unter fünf Jahren angesetzt worden oder eine Änderung der Sachlage eingetreten 
ist, die derart ins Gewicht fällt, dass ein anderes Ergebnis im Bewilligungsverfahren ernstlich in 
Betracht gezogen werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_344/2023 vom 6. Februar 
2024 E. 3.5 mit Hinweisen).  
 
4.3.4 Soweit eine Neubeurteilung angezeigt ist, sind die Behörden gehalten, auf ein entspre-
chendes Gesuch einzutreten und dieses materiell neu zu prüfen (Urteile des Bundesgerichts 
2C_714/2020 vom 25. November 2020 E. 3.6; 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.4.1). Be-
steht ein Anspruch auf eine Neubeurteilung, heisst dies nicht, dass die Bewilligung auch erteilt 
werden muss. Die Gründe, welche zum Widerruf geführt haben, verlieren ihre Bedeutung 
grundsätzlich nicht (Urteil des Bundesgerichts 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3.5.2). Die 
Behörde muss vielmehr eine neue umfassende Interessenabwägung vornehmen, in welcher 
der Zeitablauf seit dem ersten Widerruf in Relation gesetzt wird zum nach wie vor bestehenden 
öffentlichen Interesse an der Fernhaltung (Urteil des Bundesgerichts 2C_714/2014 vom 15. Mai 
2015 E. 4.2). Dabei kann es nicht darum gehen, wie im Rahmen eines erstmaligen Entscheids 
über die Aufenthaltsbewilligung frei zu prüfen, ob die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Viel-
mehr ist massgebend, ob sich die Umstände seit dem früheren Widerruf in einer rechtserhebli-
chen Weise verändert haben (Urteile des Bundesgerichts 2C_344/2023 vom 6. Februar 2024  
E. 3.6; 2C_409/2017 vom 2. August 2018 E. 4.5). 
 
5.1 Der Regierungsrat erwog im angefochtenen Entscheid, aus der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung könne nicht auf einen absoluten Anspruch auf Neubeurteilung nach Ablauf von 
fünf Jahren geschlossen werden. Stattdessen bestimme sich der Zeitpunkt der Neubeurteilung 
aufgrund der Umstände im Einzelfall. Es sei das Ende der Einreisesperre abzuwarten, sofern 
keine Änderung der Sachlage eingetreten sei, welche derart ins Gewicht falle, dass ein anderes 
Ergebnis im Bewilligungsverfahren als ernstlich möglich erscheine. Eine solche sei im vorlie-
genden Fall nicht gegeben. Demnach bestehe ein Neubeurteilungsanspruch erst bei Ablauf des 
Einreiseverbotes am 18. Dezember 2028. 
 
5.2 Die Beschwerdeführer machen demgegenüber geltend, im vorliegenden Fall bestehe 
nach Ablauf von über sieben Jahren seit der Rechtskraft des Urteils des Kantonsgerichts vom 
1. November 2017 ein Anspruch auf Neubeurteilung des Aufenthaltsanspruchs.  
 

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5.3 Wie es sich damit verhält und ob im vorliegenden Fall ein Anspruch des Beschwerde-
führers auf Neubeurteilung besteht, kann letztlich offenbleiben, zumal sowohl das AFMB als 
auch die Vorinstanz eine solche vorgenommen haben. Zu prüfen ist nachfolgend somit, ob die 
Vorinstanzen gestützt auf die durchgeführte Neubeurteilung zu Recht die Erteilung einer Auf-
enthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer im Rahmen des Familiennachzugs verweigerten.  
 
6.1 Die Beschwerdeführer rügen in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs. Sie machen geltend, die Vorinstanz habe sich nicht hinreichend mit den privaten Interes-
sen, namentlich denjenigen kinderrechtlicher Natur, an der Bewilligungserteilung auseinander-
gesetzt, obschon diese im jetzigen Zeitpunkt weitaus stärker ins Gewicht fielen als im Zeitpunkt 
des Urteils des Kantonsgerichts vom 1. November 2017. Damit habe sie in Verletzung des ver-
fassungsmässigen Gehörsanspruchs der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach der 
nach fünf Jahren gegebene Anspruch auf Neuprüfung des Aufenthaltsrechts zwar nicht automa-
tisch einen Bewilligungsanspruch verschaffe, aber die Verweigerung nach entsprechendem 
Zeitablauf einer qualifizierten Begründung bedürfe, nicht Rechnung getragen.   
 
6.2 Aus dem in Art. 29 Abs. 2 BV verankerten Anspruch der Betroffenen auf rechtliches 
Gehör ergibt sich als Teilgehalt unter anderem die grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren 
Entscheid zu begründen. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den 
Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Die Begründung muss kurz die wesent-
lichen Überlegungen nennen, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr 
Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistand-
punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt  
(vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3; 129 I 232 E. 3.2; 126 I 97 E. 2b; je mit Hinweisen). 
 
6.3 Im angefochtenen Entscheid legt die Vorinstanz einlässlich dar, aus welchen Gründen 
sie die Verweigerung der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung an den Beschwerdeführer als 
gerechtfertigt erachtet. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer hat sie dabei auch die 
privaten Interessen einschliesslich der Interessen der Kinder berücksichtigt. Die Beschwerde-
führer waren gestützt darauf ohne weiteres in der Lage, den vorinstanzlichen Entscheid sachge-
recht anzufechten. Die Vorinstanz ist ihrer Begründungspflicht hinreichend nachgekommen und 
die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs erweist sich als unbegründet.  
 
7.1 In materieller Hinsicht erwog die Vorinstanz, der Beschwerdeführer sei seit seiner Aus-
reise im Dezember 2016 weder in seiner Heimat noch während seiner Besuchsaufenthalte in 
der Schweiz strafrechtlich in Erscheinung getreten, was grundsätzlich positiv zu werten sei. Die 
Tatsache allein, dass sich der Beschwerdeführer seit noch nicht ganz acht Jahren in Freiheit 
offenbar bewährt habe, spreche jedoch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit dafür, dass 
von einer deliktsfreien Zukunft auszugehen sei. Der Beschwerdeführer sei mehrfach wegen 
Gewaltdelikten verurteilt worden und habe zweimal kurz nach Entlassung aus der Haft (2004 
und 2014) erneut brutale Gewaltdelikte verübt, wobei zehn Jahre, eine stationäre Therapie und 
ein ausländerrechtliches Wegweisungsverfahren dazwischengelegen hätten. Neben einer Alko-
hol- und Kokainabhängigkeit sei dem Beschwerdeführer im psychiatrischen Gutachten aus dem 
Jahr 2015 eine dissoziale Persönlichkeitsstörung attestiert und die Rückfallgefahr als mittel bis 

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hoch eingestuft worden. Die fortgesetzte Straffälligkeit trotz Verurteilungen, Inhaftierungen, aus-
länderrechtlichen Verwarnungen und Androhungen des Landesverweises bzw. Androhungen 
des Widerrufs der Bewilligung lasse den Beschwerdeführer als uneinsichtig und unbelehrbar 
erscheinen. Angesichts der Art und des Ausmasses der möglichen Rechtsgüterverletzung wie-
ge dies schwer. Umso höher seien die Anforderungen, welche aktuell an das Fehlen einer 
Rückfallgefahr zu stellen seien. Alleine die Aussicht auf eine Festanstellung bei seinem frühe-
ren Arbeitgeber und das familiäre Netz in der Schweiz böten keine Gewähr für künftiges Wohl-
verhalten des Beschwerdeführers. So habe der Beschwerdeführer bei seiner Entlassung aus 
der stationären Therapie im Jahr 2007 auch eine Anstellung gehabt. Trotzdem sei er 2014 er-
neut straffällig geworden, wobei er in diesem Zeitpunkt bereits verheiratet gewesen sei und 
zwei Kinder gehabt habe. Wesentlicher wäre es, zu wissen, ob der Beschwerdeführer abstinent 
lebe und sich wegen seiner Sucht bzw. Gewalttätigkeit in Behandlung befinde. Immerhin sei 
kurz vor seiner Entlassung 2016 noch festgehalten worden, dass er nicht offen über sein Delikt 
spreche und keine Tataufarbeitung stattgefunden habe. Im Strafvollzug habe er keine therapeu-
tische Hilfe in Anspruch genommen. In der Vergangenheit sei es ihm zudem trotz anderthalb-
jähriger stationärer Suchtbehandlung nicht gelungen, dauerhaft abstinent zu leben. Dass es 
sich damit nun anders verhalten würde, sei nicht dargetan; entsprechende Nachweise einer 
ambulanten Suchtbehandlung oder sonstigen Therapie seien keine eingereicht worden. Dar-
über hinaus sei nicht restlos geklärt, wo sich der Beschwerdeführer seit seiner Ausreise aufge-
halten habe und welcher Erwerbstätigkeit er nachgegangen sei. Weiter sei davon auszugehen, 
dass auch die Ehefrau des Beschwerdeführers nicht arbeitstätig sei. Es gebe zudem keinen 
Anlass, von der Beurteilung des Kantonsgerichts im Urteil vom 1. November 2017 abzuwei-
chen, wonach es der Ehefrau und den Kindern zumutbar sei, das Familienleben mit dem Be-
schwerdeführer im Kosovo zu leben. Die Tatsache, dass der Sohn des Beschwerdeführers seit 
der letztmaligen Bewertung mit ADHS diagnostiziert worden sei und sich die Tochter mittlerwei-
le in der Pubertät befinde, ändere nichts an der damaligen Beurteilung. 
 
7.2 Die Beschwerdeführer machen geltend, die Vorinstanz habe mehrere massgebliche 
Beurteilungskriterien gar nicht oder nur beiläufig erwähnt, so dass sie diese im Rahmen der 
gebotenen Interessenabwägung nicht berücksichtigt und adäquat gewichtet habe. Hierzu ge-
hörten die Kindesinteressen, die heute weitaus stärker ins Gewicht fielen als vor sieben Jahren. 
Weiter habe die Vorinstanz dem zehnjährigen Wohlverhalten des Beschwerdeführers seit der 
letzten Straftat keine Bedeutung zugemessen. Die Behauptung der Vorinstanz, dass die Legal-
prognose durch den fehlenden Nachweis einer Suchtbehandlung derart getrübt sei, dass sich 
das zehnjährige Wohlverhalten nicht auf das öffentliche Interesse an der Fernhaltung auswirke, 
müsse als willkürlich qualifiziert werden. Gleichermassen willkürlich verhalte sich die Vorinstanz, 
wenn sie der Verurteilung aus dem Jahr 2005 eine Bedeutung für die heutige Legalprognose 
zumessen möchte. Weiter sei zum Zeitpunkt des Wegweisungsurteils des Kantonsgerichts da-
von ausgegangen worden, dass der Beschwerdeführer auch im Oktober 2013 straffällig gewor-
den sei, obschon er in der Folge von sämtlichen wesentlichen Anklagepunkten freigesprochen 
worden sei. Auch das Bundesverwaltungsgericht habe bei der Verhängung der bis 2028 gelten-
den Einreisesperre das Ereignis im Oktober 2013 in seine Abwägung miteinbezogen. Ebenfalls 
nicht berücksichtigt worden sei die 22-jährige Voraufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in 
der Schweiz. Der Beschwerdeführer fühle sich in der Schweiz zuhause, insbesondere aufgrund 

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seiner engen familiären Bindungen. Die beiden Kinder des Beschwerdeführers seien fest in der 
Schweiz verwurzelt und befänden sich nicht mehr in einem anpassungsfähigen Alter. Entgegen 
den Ausführungen der Vorinstanz sei es ihnen daher nicht zumutbar, in ein ihnen fremdes Land 
überzusiedeln. Dasselbe gelte für die Beschwerdeführerin. Hinzu komme, dass der Beschwer-
deführer in der Schweiz über eine ausgezeichnete Erwerbsperspektive verfüge. Er könne zu 
seinem ehemaligen Arbeitgeber in einem 100%-Pensum zurückkehren. Insgesamt sei das öf-
fentliche Fernhalterinteresse im Vergleich zum Urteilszeitpunkt vom 1. November 2017 tiefer 
und das private Bewilligungsinteresse deutlich höher zu veranschlagen. 
 
7.3 In ihrer Vernehmlassung entgegnet die Vorinstanz, die Berücksichtigung der Verurtei-
lung des Beschwerdeführers im Jahr 2005 im Zusammenhang mit der Legalprognose sei kei-
neswegs willkürlich. Bereits damals sei der Beschwerdeführer kurze Zeit nach seiner Entlas-
sung aus dem Gefängnis wieder straffällig geworden. Auch im Jahr 2014 habe der Beschwer-
deführer kurz nach seiner Entlassung aus der Haft brutale Gewaltdelikte begangen, obschon 
zehn Jahre, eine stationäre Massnahme und ein ausländerrechtliches Wegweisungsverfahren 
dazwischengelegen hätten. Zu berücksichtigen sei zudem, dass das Gesuch um bedingte Ent-
lassung vom 29. Juli 2016 abgewiesen worden sei, da sich der Beschwerdeführer nicht von der 
Tat distanziert und keine therapeutische Hilfe in Anspruch genommen habe. Weiter sei lediglich 
von einem achtjährigen deliktsfreien Zeitraum auszugehen, da sich der Beschwerdeführer zwi-
schen dem November 2014 bis zum Dezember 2016 in Haft befunden habe und ihm die Zeit im 
Gefängnis nicht als deliktsfreie Zeit zugutegehalten werden könne. Der Beschwerdeführer habe 
es sodann unterlassen, Belege für die behauptete Abstinenz einzureichen. Es sei somit nicht 
dargetan, dass er sich in suchttherapeutischer Behandlung oder in einer Suchtberatung befinde 
oder eine sonstige Therapie, in welcher er sich mit seiner gewalttätigen Vergangenheit und sei-
ner Persönlichkeitsstörung auseinandergesetzt hätte, in Angriff genommen habe. Dies sei nicht 
weiter überraschend, zumal er sich auch im Gefängnis gemäss Vollzugsentscheid vom 29. Juli 
2016 geweigert habe, über sein Delikt zu sprechen und die Tat aufzuarbeiten und keine thera-
peutische Hilfe in Anspruch genommen habe. Die geltend gemachte biographische Kehrtwende 
des Beschwerdeführers sei somit nicht mit Taten belegt und erscheine folglich nicht als glaub-
haft. Entgegen der Argumentation der Beschwerdeführer sei der Zeitablauf seit der letzten Tat-
begehung und das Wohlverhalten im angefochtenen Entscheid gewürdigt worden. Ebenfalls 
seien die privaten Interessen gewürdigt worden. Der Regierungsrat sei jedoch zum Schluss 
gekommen, dass die öffentlichen Interessen an einer Fernhaltung des Beschwerdeführers die 
privaten Interessen überwiegen würden. 
 
7.4.1 Der Beschwerdeführer ist während seines 22-jährigen Aufenthaltes in der Schweiz 
mehrfach straffällig geworden: Seit 2001 wurde er unter anderem wegen Freiheitsberaubung, 
mehrfacher Körperverletzung, Tätlichkeit, Drohung, Angriff und versuchter Nötigung zu beding-
ten Gefängnisstrafen von zwei Mal zwei Monaten und 16 Monaten verurteilt. Mit Urteil des 
Strafgerichts Basel-Stadt vom 15. März 2005 wurde der Beschwerdeführer wegen schwerer 
Körperverletzung, versuchter schwerer Körperverletzung, mehrfacher einfacher Körperverlet-
zung und Tätlichkeit zu zwei Jahren Gefängnis und zu sieben Jahren altrechtlichem Landes-
verweis verurteilt. Zu erwähnen ist, dass das Strafgericht sein Verschulden insbesondere auf-
grund seiner grossen Aggressivität, Brutalität und Gefährlichkeit als sehr schwer einstufte (Urteil 

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des Strafgerichts Basel-Stadt vom 15. März 2005 S. 7 f.). So versetzte er einem Opfer einen 
Kopfstoss und schlug mit Fäusten und Füssen auf dieses ein, auch als es schon am Boden lag; 
einem weiteren Opfer schlug er mit einer zuvor zerbrochenen Glasflasche ins Gesicht und fügte 
diesem mehrere erhebliche Schnittverletzungen zu, so dass eine operative Versorgung erfor-
derlich und mit weiteren Operationen sowie mit bleibenden Schäden, namentlich mit einer Be-
einträchtigung des Sehvermögens, zu rechnen war; ein weiteres Opfer wurde mit einem Faust-
schlag ins Gesicht traktiert, so dass es fiel, den Kopf gegen einen Tresen anschlug und das 
Bewusstsein verlor. Sodann stellte das Strafgericht fest, dass sich sowohl die für den Be-
schwerdeführer zuvor angeordnete Arbeitserziehungsmassnahme als auch die ambulante 
suchtspezifische Therapie als erfolglos erwiesen hätten. Da sich der Beschwerdeführer hin-
sichtlich seines Gewalt- und Alkoholproblems als uneinsichtig erwies, wurde eine stationäre 
Suchttherapie verworfen (Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 15. März 2005 S. 10 f.). Eine 
solche wurde jedoch nachträglich, unter Aufschub der ausgesprochenen Freiheitsstrafe, mit 
Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 14. März 2006 angeordnet. 
 
7.4.2 Von den Vorwürfen des Raufhandels, der mehrfachen einfachen Körperverletzung mit 
einem gefährlichen Gegenstand sowie der Drohung, die zu einer Verurteilung zu einer Frei-
heitsstrafe von zwei Jahren durch das Strafgericht Basel-Stadt am 6. Mai 2014 führten, wurde 
der Beschwerdeführer mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 29. Oktober 2019 
freigesprochen.  
 
7.4.3 Dagegen wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 
18. Juni 2015 wegen versuchter schwerer Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beschimpfung 
und versuchter Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Die dieser Verurtei-
lung zugrundeliegenden Delikte beging der Beschwerdeführer am Tag seiner Entlassung aus 
dem vorzeitigen Strafvollzug am 20. November 2014. Der Beschwerdeführer beschimpfte seine 
ehemalige Geliebte als Hure, würgte sie und traktierte sie mit Faustschlägen und Tritten gegen 
den Kopf, um sie davon abzuhalten, sich von ihm zu trennen. Laut Strafgericht habe er eine 
völlige Gleichgültigkeit gegenüber der körperlichen Integrität des Opfers gezeigt und es für 
möglich gehalten und in Kauf genommen, dem Opfer lebensgefährliche Verletzungen zuzufü-
gen, ein wichtiges Organ unbrauchbar zu machen oder das Gesicht des Opfers arg und blei-
bend zu entstellen (Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 18. Juni 2015, S. 21). Das Ver-
schulden des Beschwerdeführers wurde dabei als schwer qualifiziert (vgl. Urteil des Strafge-
richts Basel-Stadt vom 18. Juni 2015, S. 23). Die Rückfallgefahr wurde als mittel bis hoch ein-
geschätzt, so dass weitere Gewaltdelikte ernsthaft zu befürchten seien. Bezüglich der Anord-
nung einer Massnahme wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer leide an einer mittelschwer 
ausgeprägten Alkohol- und Kokainabhängigkeit sowie einer leicht ausgeprägten dissozialen 
Persönlichkeitsstörung, welche mit den Taten zusammenhingen. Gestützt darauf sei von einer 
Massnahmenbedürftigkeit auszugehen. Eine stationäre Massnahme werde vom Beschwerde-
führer indes komplett abgelehnt und es bestünden grosse Zweifel an einem echten Problembe-
wusstsein des Beschwerdeführers, welcher nicht zu seiner Tat stehe. Unter diesen Umständen 
bestehe keine hinreichende Wahrscheinlichkeit, dass sich die Gefahr weiterer Straftaten durch 
eine ambulante oder stationäre therapeutische Massnahme deutlich verringern lasse (Urteil des 
Strafgerichts Basel-Stadt vom 18. Juni 2015, S. 26 f.).  

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7.5.1 Gestützt auf die vorstehenden Erwägungen ist festzustellen, dass der Beschwerdefüh-
rer wiederholt wegen schwerwiegenden Delikten gegen die körperliche Integrität verurteilt wur-
de. In Bezug auf die Rückfallgefahr muss bei schweren Straftaten und bei Rückfall bzw. wie-
derholter Delinquenz selbst ein geringes Restrisiko weiterer Beeinträchtigungen der dadurch 
gefährdeten Rechtsgüter nicht in Kauf genommen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2C_332/2023 vom 9. April 2024 E. 4.4). Der Beschwerdeführer wurde im November 2016 aus 
dem Strafvollzug entlassen, womit er sich während rund achteinhalb Jahren in Freiheit wohl 
verhielt. Er macht geltend, dass er sich von seiner deliktischen Vergangenheit völlig losgelöst 
und eine biographische Kehrtwende vollzogen habe. Allerdings legt er nicht substantiiert dar, 
inwiefern er sich zwischenzeitlich ernsthaft mit seiner früheren Delinquenz auseinandergesetzt 
und bezüglich der damit zusammenhängenden Faktoren (Alkohol- und Kokainabhängigkeit, 
Persönlichkeitsstörung) ein echtes Problembewusstsein entwickelt hätte. Namentlich macht der 
Beschwerdeführer keine Angaben zu einer allfälligen psychiatrisch-psychologischen Behand-
lung und reicht in diesem Zusammenhang keinerlei Belege ein. Vor dem Hintergrund, dass der 
Beschwerdeführer in alkoholisiertem Zustand zu Gewaltdelikten neigt und eine Persönlichkeits-
störung mit impulsiven und aggressionsfördernden Anteilen aufweist (Urteil des Strafgerichts 
Basel-Stadt vom 18. Juni 2015, S. 24), wären entsprechende Angaben bzw. Nachweise jedoch 
unabdingbar, damit von einem nicht mehr entscheidrelevanten Rückfallrisiko ausgegangen 
werden könnte. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund, dass der Beschwerdeführer in der 
Vergangenheit trotz einer stationären Suchttherapie nicht in der Lage war, längerfristig absti-
nent zu bleiben und straffrei zu leben. Erschwerend kommt hinzu, dass er sich auch durch die 
Geburt seiner beiden Kinder nicht davon abhalten liess, im Jahr 2014 erneut ein Gewaltdelikt zu 
begehen. Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Schwere der Delinquenz des Be-
schwerdeführers genügt eine deliktsfreie Zeit von rund achteinhalb Jahren im vorliegenden Fall 
nicht, um von einer lediglich noch vernachlässigbaren Rückfallgefahr ausgehen zu können. 
Entsprechend ist mit der Vorinstanz von einem nach wie vor erheblichen öffentlichen Interesse 
an der Fernhaltung des Beschwerdeführers aus der Schweiz auszugehen. Dieses Ergebnis 
deckt sich mit der Gefährdungsprognose des Bundesverwaltungsgerichts, welche zur Bestäti-
gung des gegen den Beschwerdeführer verhängten Einreiseverbots von 12 Jahren führte (Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts F-1858/2017 vom 7. August 2019 E. 7.2)   
 
7.5.2 Dem öffentlichen Interesse an einer Fernhaltung sind die privaten Interessen des Be-
schwerdeführers und seiner Familie gegenüberzustellen. Zu einer künftigen Erwerbstätigkeit in 
der Schweiz macht der Beschwerdeführer geltend, er könne bei seinem ehemaligen Arbeitge-
ber, der E.____ AG, in einem 100%-Pensum arbeiten. Die diesbezügliche Bestätigung des Ar-
beitgebers vom 19. Januar 2023 wurde jedoch explizit unter Vorbehalt der Auftragslage ausge-
stellt. Die Chancen für eine erfolgreiche Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz 
können zudem mit Blick auf seine deliktische Vorgeschichte und mangels Nachweises, dass er 
diesbezüglich ein echtes Problembewusstsein entwickelt hat, entgegen seiner Auffassung nicht 
als sehr gut bezeichnet werden. Vielmehr muss offenbleiben, ob sich der Beschwerdeführer 
beruflich und wirtschaftlich in der Schweiz integrieren könnte, nachdem ihm dies in der Vergan-
genheit nicht gelungen ist. Die Tatsache, dass seine Ehefrau und die beiden Kinder in der 
Schweiz leben, begründet zweifellos ein gewichtiges privates Interesse an der Erteilung einer 

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Aufenthaltsbewilligung zugunsten des Beschwerdeführers. Indes war es sowohl der Beschwer-
deführerin als auch den Kindern bislang möglich, den Kontakt zum Beschwerdeführer mit re-
gelmässigen Besuchen und den modernen Kommunikationsmitteln aufrechtzuerhalten. Es ist 
nicht ersichtlich, dass dies künftig nicht mehr möglich wäre. Entsprechend kann insofern in Be-
zug auf die Interessen der Beschwerdeführerin und der Kinder nicht von einer rechtserhebli-
chen Änderung seit dem Urteil des Kantonsgerichts vom 1. November 2017 (810 16 383) aus-
gegangen werden (E. 4.3.4 hiervor). Der Beschwerdeführerin und den Kindern steht vielmehr 
wie bis anhin die Möglichkeit offen, den Kontakt zum Beschwerdeführer mittels Besuchsaufent-
halten im Kosovo und über die modernen Kommunikationsmittel aufrechtzuerhalten.  
 
7.5.3 Angesichts der wiederholten und schwerwiegenden Delinquenz des Beschwerdefüh-
rers ist der Schluss der Vorinstanzen, wonach das öffentliche Interesse an einer weiteren Fern-
haltung des Beschwerdeführers aus der Schweiz die privaten Interessen überwiegt, nicht zu 
beanstanden.  
 
7.6 Die Abweisung des Gesuchs um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen 
des Familiennachzugs erfolgte damit zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.  
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 2'000.-- den unterliegenden Beschwerdeführern aufzuerlegen. Die Parteikosten sind aus-
gangsgemäss wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO).  
 
8.2.1 Die Beschwerdeführer stellen das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-
führung und Verbeiständung. Die Voraussetzungen von § 22 Abs. 1 und 2 VPO sind erfüllt, 
weshalb das Gesuch zu bewilligen ist. 
 
8.2.2 Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten 
zulasten der Gerichtskasse. Dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführer ist ein Honorar aus 
unentgeltlicher Verbeiständung auszurichten. Der in der Honorarnote vom 14. November 2024 
ausgewiesene Aufwand von 18.55 Stunden erweist sich als angemessen. Ausgehend von ei-
nem Stundenansatz von Fr. 200.-- ist das Honorar demnach auf Fr. 4'212.50 (inkl. Auslagen 
und 8.1 % MWST) festzusetzen. 
 
8.2.3 Die Beschwerdeführer werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur Nach-
zahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Ge-
richtskasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind (§ 53a Abs. 1 
des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 
22. Februar 2001).  
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Den Beschwerdeführern wird für das vorliegende Verfahren die unent-

geltliche Prozessführung und Verbeiständung bewilligt. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro-
zessführung gehen die Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unent-

geltlichen Verbeiständung wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdefüh-
rer ein Honorar in der Höhe von Fr. 4'212.50 (inkl. Auslagen und 8.1 % 
MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 

 

 
Präsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

 

 

 

 

 

Gegen diesen Entscheid wurde am 7. Juli 2025 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfahrens-
nummer 2C_367/2025) erhoben.