# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1194e09b-f6c7-5c38-ad5b-bf81db7cbabc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.04.2007 E-5758/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5758-2006_2007-04-17.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5758/2006
{T 0/2}

Urteil vom 17. April 2007
Mitwirkung: Richterin Teuscher, Cotting-Schalch, Richter Huber

Gerichtsschreiber Abbühl

A._______, 
alias B._______, 
alias A._______, Staatsangehörigkeit unbekannt,
wohnhaft C._______,

Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 20. April 2006 i.S. Asyl und Wegweisung / N 

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Sachverhalt:

A. Eigenen Angaben zufolge verliess der Beschwerdeführer seinen angeblichen Hei-
matstaat Algerien Anfang November 2005 per Schiff und reiste via Italien am 18. 
Dezember 2005 illegal in die Schweiz ein, wo er am selben Tag im Empfangszen-
trum Vallorbe ein Asylgesuch stellte. Am 29. Dezember 2005 fand im Empfangs-
zentrum Chiasso die Erstbefragung statt, und am 24. Januar 2006 erfolgte die kan-
tonale Anhörung durch das Amt für Migration des Kantons D._______. Im Wesent-
lichen brachte der Beschwerdeführer vor, er sei noch minderjährig und habe bis zu 
seinem 4. Lebensjahr in Sierra Leone gelebt. Sein Vater sei während den Kriegs-
wirren gewaltsam zu Tode gekommen, worauf seine leibliche Mutter ihn nach Al-
gerien gebracht habe. Nachdem seine Mutter nahe der Grenze getötet worden sei, 
sei  er  von  einer  Frau,  E._______,  und  deren  Mann,  F._______,  aufgenommen 
worden.  Diese hätten ihn zu sich nach G._______ geholt,  einer  Zeltstadt  in der 
Nähe H._______. Er sei nie zur Schule gegangen und habe den Ort nie verlassen 
dürfen.  E._______  habe mit  ihm Englisch  gesprochen,  F._______  Englisch  und 
manchmal Arabisch. Im Jahre 1999 sei E._______ gestorben. Zu diesem Zeitpunkt 
hätten seine Probleme mit F._______ begonnen. Dieser habe ihn zwei Mal zum 
Geschlechtsverkehr gezwungen. Als er sich beim dritten Versuch gewehrt  habe, 
habe F._______ ihn mit einem Messer an Hals und Bein verletzt.  Er sei wegge-
rannt und habe geschrien, so dass viele Leute herbeigeeilt  seien. Sein Nachbar, 
I._______,  habe  ihm  schliesslich  zur  Flucht  verholfen.  Anfang  November  2005 
habe I._______ ihn mit dem Auto nach „Otschas“ gebracht, wo er ein Schiff Rich-
tung Italien bestiegen habe.

Für die übrigen Aussagen wird auf die Akten verwiesen. Aufgrund der geltend ge-
machten Minderjährigkeit  und der widersprüchlichen Angaben bezüglich des Ge-
burtsdatums  sowie  angesichts  der  Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  keine 
Identitätspapiere abgegeben hatte, wurde er am 21. Dezember 2005 einer radiolo-
gischen Knochenaltersbestimmung unterzogen. Diese ergab, dass der Beschwer-
deführer mindestens 19 Jahre alt ist. Dem Beschwerdeführer wurde dazu am 29. 
Dezember 2005 das rechtliche Gehör gewährt. In der Folge wurde deshalb darauf 
verzichtet, dem Beschwerdeführer für die Dauer des Verfahrens eine Vertrauens-
person beizuordnen.

B. Der Beschwerdeführer wurde am 3. April 2006 in Luzern mit dem Verdacht auf Ko-
kainhandel von der Polizei angehalten, wobei bei ihm eine grössere Summe Bar-
geld  sichergestellt  wurde.  Der  sichergestellte  Betrag  wurde  gestützt  auf  Art.  86 
Abs.  4  AsylG  in  Verbindung  mit  Art.  14  AsylV2  auf  das  Sicherheitskonto  Nr. 
J._______ überwiesen.

C. Mit Verfügung vom 20. April 2006 stellte das BFM fest, der Beschwerdeführer er-
fülle die Flüchtlingseigenschaft  nicht, und lehnte das Asylgesuch ab. Gleichzeitig 
ordnete es die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug an.

D. Mit Beschwerde vom 27. Mai 2006 (Poststempel) beantragte der Beschwerdefüh-
rer  sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung des BFM vom 20. 

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April 2006, die Anerkennung als Flüchtling und Gewährung von Asyl, die Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege sowie den Verzicht auf Erhebung eines Ko-
stenvorschusses. Auf die Begründung wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in 
den Erwägungen eingegangen.

E. Mit Zwischenverfügung vom 13. Juni 2006 wies die zuständige Instruktionsrichterin 
der vormals zuständigen Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) das Ge-
such um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege aufgrund der auf dem Si-
cherheitskonto  genügend  vorhandenen  Mittel  ab  und verzichtete  antragsgemäss 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses.

F. Mit  Strafverfügung  des Amtsstatthalters  Luzern  vom 28.  Dezember  2006  wurde 
der Beschwerdeführer wegen Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte 
zu 7 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt, ausgesetzt auf eine Probezeit von 2 Jah-
ren.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss Art.  31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 
173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 
nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 vorliegt. Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Dazu gehö-
ren Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31); das Bundesverwaltungsgericht entscheidet in diesem Bereich endgül-
tig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, am 1. Januar 
2007  die  Beurteilung  der  bei  der  ehemaligen  ARK  hängigen  Rechtsmittel.  Das 
neue Verfahrensrecht ist anwendbar (vgl. Art. 53 Abs. 2 VGG). Auf die am 1. Janu-
ar 2007 bereits hängigen Asylverfahren sind zudem die in Kraft getretenen Bestim-
mungen der Asylgesetzänderung vom 16. Dezember 2005 (vgl. im Einzelnen AS 
2006 4767) anwendbar (Abs. 1 der Uebergangsbestimmungen zur Aenderung vom 
16. Dezember 2005).

1.3 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessen-
heit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

1.4 Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einem vereinfachten Ver-
fahren entschieden.  Wie nachstehend aufgezeigt,  handelt  es sich vorliegend um 
eine solche, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet werden kann und der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu begründen  ist  (Art.  111 Abs.  1 und 3 
AsylG).

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2. Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der Beschwerdeführer ist le-
gitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf die Beschwerde ist mit-
hin einzutreten.

3.

3.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz grundsätzlich Flüchtlingen Asyl. 
Als Flüchtling wird eine ausländische Person anerkannt, wenn sie in ihrem Heimat-
staat oder im Land, wo sie zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-
tät,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  poli-
tischen  Anschauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gel-
ten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Freiheit sowie Massnahmen, 
die  einen  unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken;  den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen oder zumin-
dest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht,  wenn die Behörde ihr Vor-
handensein mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für gegeben hält.  Unglaubhaft 
sind insbesondere  Vorbringen,  die in  wesentlichen Punkten zu wenig  begründet 
oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeb-
lich auf gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG).

4.  

4.1 Im Wesentlichen hielt  das BFM zur Begründung seines ablehnenden Entscheids 
fest, die Vorbringen des Beschwerdeführers seien in wesentlichen Punkten tatsa-
chenwidrig  und würden der allgemeinen Erfahrung widersprechen.  So wäre vom 
Beschwerdeführer - welcher angeblich seit seinem vierten Lebensjahr in Algerien 
lebte  -  zu  erwarten  gewesen,  dass  dieser  wenigstens  durchschnittliche Landes-
kenntnisse besitze und Arabisch spreche. Er sei jedoch nicht imstande gewesen, 
zu  grundlegenden  regions-  und  länderspezifischen  Themen  Auskunft  zu  geben 
oder  auch nur  einfachste  Fragen  und Antworten  in  Arabisch  zu formulieren.  Es 
würden  somit  keine  Anhaltspunkte  dafür  existieren,  dass  der  Beschwerdeführer 
tatsächlich die letzten dreizehn Jahre in Algerien verbracht habe. Die diesbezüg-
lichen Vorbringen seien somit unglaubhaft. Der Beschwerdeführer habe zudem im 
Verlaufe des Verfahrens zu wesentlichen Punkten wiederholt widersprüchliche An-
gaben gemacht.  So habe er  beispielsweise anlässlich  der Erstbefragung ausge-
sagt, dass er in Algerien an der Küste gelebt habe, wohingegen er im Rahmen der 
kantonalen  Befragung  zu  Protokoll  gegeben  habe,  dass  sich  G._______  in  der 
Wüste  befinde.  Die  Glaubhaftigkeit  der  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers 
würde überdies durch die Verletzung seiner Mitwirkungspflicht  beeinträchtigt.  So 
sei  der  Beschwerdeführer  seiner  in  Art.  8  Abs.  1  AsylG  festgehaltenen  Mitwir-
kungspflicht bei der Feststellung des Sachverhalts, insbesondere bei der Offenle-
gung seiner Identität, nicht nachgekommen. Er habe der Aufforderung nicht Folge 
geleistet, innerhalb der angesetzten Frist rechtsgenügliche Ausweise einzureichen, 
und er habe sich auch sonst nicht vernehmen lassen. Seine Identität stehe somit 
nicht fest. Bezüglich der geltend gemachten Minderjährigkeit  führt die Vorinstanz 

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aus, dass der Beschwerdeführer die objektive Beweislast und damit die Folgen der 
Beweislosigkeit für die behauptete Minderjährigkeit trage. Vorliegend habe der Be-
schwerdeführer seine Minderjährigkeit nicht durch Identitätspapiere nachgewiesen, 
und es könne ihm nicht geglaubt werden, dass er keine solchen besessen habe 
und ohne Ausweise und ohne  jemals  kontrolliert  zu werden  von Algerien  in  die 
Schweiz habe reisen können. Ferner habe er im Verlaufe des Verfahrens verschie-
dene Geburtsdaten angegeben. Die vom BFM veranlasste radiologische Knochen-
altersanalyse vom 21. Dezember 2005 habe ein Alter von 19 und mehr Jahren er-
geben, was die Zweifel an der behaupteten Minderjährigkeit erhärtet habe. Da die 
Minderjährigkeit  somit unbewiesen sei, werde davon ausgegangen, dass der Be-
schwerdeführer  bereits  bei  Einreichung des Asylgesuchs volljährig  gewesen sei. 
Insgesamt würden die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen an 
die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG nicht genügen, weshalb die Flüchtlingsei-
genschaft zu verneinen sei. Die Asylrelevanz der Vorbringen wurde nicht geprüft.

4.2 Bezüglich der behaupteten Minderjährigkeit bringt der Beschwerdeführer in seiner 
Rechtsmitteleingabe vor, er sei am 20. November 1988 geboren und damit auch 
im Zeitpunkt des vorliegenden Beschwerdeentscheids noch minderjährig.

Ist einer unbegleiteten minderjährigen - d.h. unter 18-jährigen (vgl. Art. 1 Bst. d der 
Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999  [AsylV  1,  SR 
142.311] i.V.m. Art. 14 ZGB; vgl. auch Art. 1 des Übereinkommens über die Rech-
te des Kindes vom 20. November 1989 [KRK, SR 0.107]) - Person kein Vormund 
oder Beistand ernannt worden und sind entsprechende vormundschaftliche Mass-
nahmen seitens der zuständigen kantonalen Behörden auch nicht innert vernünf-
tiger  Frist  zu  erwarten,  so  ist  der  urteilsfähigen,  unbegleiteten  und nicht  vertre-
tenen minderjährigen Person für die Dauer des Asylverfahrens eine rechtskundige 
Vertrauensperson  beizuordnen,  bevor  die  erste  Anhörung  zu  den  Asylgründen 
(Art.  29 AsylG bzw. Art.  36 Abs. 1 AsylG) durchgeführt  wird (vgl.  Art.  17 Abs. 3 
AsylG; Art. 7 Abs. 3 und 5 AsylV 1; Art. 12 und 22 KRK). Die behördliche Untersu-
chungspflicht wird im Asylverfahren durch die der asylsuchenden Person gestützt 
auf Art. 8 AsylG auferlegte Mitwirkungspflicht eingeschränkt, wobei sie insbeson-
dere  auch ihre  Identität  offen  zu  legen und in  der  Empfangsstelle  Reisepapiere 
und Identitätsausweise abzugeben hat (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. a und b AsylG). Bei 
der  Beurteilung der  Frage,  ob das angegebene Alter  glaubhaft  erscheint,  ist  im 
Rahmen einer  Gesamtwürdigung eine Abwägung  sämtlicher  Anhaltspunkte,  wel-
che für oder gegen die Richtigkeit der betreffenden Altersangaben sprechen, vor-
zunehmen. Dabei gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 40 des 
Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [BZP, SR 
273] i.V.m. Art. 19 VwVG). Liegen keine schlüssigen Identitätsdokumente vor, fal-
len mit Blick auf die Altersfeststellung als Beweismittel sodann Abklärungsergeb-
nisse in  Betracht,  welche auf  "wissenschaftliche Methoden"  im Sinne von Art.  7 
Abs. 1 AsylV 1 abstellen. In der Praxis des BFM handelt es sich dabei in der Regel 
um so genannte  Knochenaltersanalysen.  Hinsichtlich der  Frage,  ob eine Person 
das 18. Altersjahr tatsächlich bereits erreicht hat, sind aufgrund einer Knochenal-
tersanalyse jedoch keine wissenschaftlich  zuverlässigen Aussagen möglich.  Ge-
wisse Rückschlüsse auf das Alter einer asylsuchenden Person sind allenfalls auch 
aufgrund ihres äusseren Erscheinungsbilds möglich (vgl. Art. 12 Bst. d VwVG). In-

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dessen kann aufgrund des Erscheinungsbildes das Alter meist nur sehr grob ge-
schätzt  werden.  Angesichts  des  geringen  Beweiswertes  der  beiden  zuletzt  ge-
nannten Beweismittel kommt bei der vorfrageweisen Prüfung des Alters einer ihre 
Minderjährigkeit  behauptenden asylsuchenden Person der Würdigung ihrer  eige-
nen Angaben, die sie einerseits zu ihrem Alter selbst, andererseits zur unterbliebe-
nen Abgabe von Identitätspapieren macht,  in  aller  Regel  entscheidende  Bedeu-
tung zu.  Geben sie in der Empfangsstelle  keine Identitätspapiere ab (vgl.  Art.  8 
Abs. 1 Bst. b AsylG), so haben sie zumindest vollständige und wahrheitsgemässe 
Altersangaben  zu  machen.  Eine  Verletzung  dieser  Vollständigkeits-  und  Wahr-
heitspflicht hätte in prozessualer Hinsicht als Verletzung der Mitwirkungspflicht zu 
gelten.  Bei  der vorfrageweisen Prüfung des Alters der asylsuchenden Person in 
der Empfangsstelle kann es als Indiz gewertet werden, das den Beweiswert ihrer 
Aussagen über das Alter reduziert, wenn sie neben nicht schlüssigen Aussagen zu 
den soeben genannten Punkten ganz offensichtlich unzutreffende Angaben über 
ihren Reiseweg macht oder wenn ihr elementare Kenntnisse über ihr angebliches 
Heimat- oder Herkunftsland fehlen. Kommt die asylsuchende Person ihrer Mitwir-
kungspflicht  bei  der  Erhebung der Personalien  in  der  Empfangsstelle  nicht  oder 
nur  in  ungenügendem  Masse  nach,  ist  es  grundsätzlich  nicht  zu  beanstanden, 
wenn die Behörden vor dem Entscheid über die Notwendigkeit der Beiordnung ei-
ner Vertrauensperson keine weiteren Altersabklärungen vornehmen, sondern an-
gesichts der Mitwirkungsverweigerung der betroffenen Person von der Beweislo-
sigkeit und damit - nach der Beweislastverteilungsregel von Art. 8 ZGB - von der 
Unglaubhaftigkeit  der  geltend  gemachten  Minderjährigkeit  ausgehen.  Die  nach-
trägliche Feststellung im Beschwerdeverfahren, dass die Altersangaben der betref-
fenden  Person  -  und damit  die  von  ihr  geltend  gemachte  Minderjährigkeit  -  als 
glaubhaft zu erachten sind, ihr aber vor der Anhörung zu den Asylgründen keine 
Vertrauensperson beigeordnet  worden ist,  hätte jedoch die Kassation  des vorin-
stanzlichen  Entscheids  wegen  Verletzung  des  Anspruchs  auf  rechtliches  Gehör 
und die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur Folge (vgl. zum Ganzen: 
Entscheidungen und Mitteilungen der ARK / EMARK 2004 Nr. 30 S. 208 ff. E. 5 
und 6 mit Hinweisen). 

Vorliegend ist dem Beschwerdeführer vor seiner Anhörung durch das Migrations-
amt  des  Kantons  D._______  vom  24.  Januar  2006  keine  Vertrauensperson 
ernannt  worden,  weil  die  Vorinstanz  bereits  zu  jenem  Zeitpunkt  davon 
ausgegangen war, dass er entgegen seinen Behauptungen volljährig sei. Aufgrund 
der  durchgeführten  radiologischen  Knochenaltersanalyse  sowie  angesichts  der 
völlig unsubstanziierten Altersangaben des Beschwerdeführers ist die Vorinstanz 
zu Recht von der Beweislosigkeit und damit Unglaubhaftigkeit der von ihm geltend 
gemachten  Minderjährigkeit  ausgegangen.  So  hat  der  Beschwerdeführer 
anlässlich  der  Empfangszentrumsbefragung  angegeben,  er  habe  sein 
Geburtsdatum lediglich von seiner Ziehmutter erfahren (vgl. EZ-Prot., S. 5). Zudem 
hat  er  auch  keine  nachvollziehbaren  Gründe  für  die  unterbliebene  Abgabe  von 
Identitätspapieren genannt, beschränkte er sich doch diesbezüglich auf die wenig 
plausible  Aussage,  er  habe  nie  irgendwelche  Identitätspapiere  gehabt  oder 
beantragt  (vgl  EZ-Prot.,  S.  3).  Als  Indiz  gegen  die  von  ihm  geltend  gemachte 
Minderjährigkeit ist zudem auch die vage und realitätsfremde Beschreibung seines 
Reisewegs  und  der  Umstände  seiner  Ausreise  -  angeblich  ohne  irgendwelche 

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Papiere,  ohne  jegliche  Kontrollen  und  ohne  finanzielle  Mittel  -  anzuführen. 
Besonders  ins  Gewicht  fällt  schliesslich,  dass  er  offensichtlich  tatsachenwidrige 
Angaben zu seinem angeblichen Herkunftsland Algerien gemacht hat. Angesichts 
des  angeblich  dort  verbrachten  Aufenthaltes  wären  selbst  von  einer 
minderjährigen Person substanziiertere Angaben zu erwarten.  Die Ausführungen 
des  Beschwerdeführers  anlässlich  der  Empfangszentrumsbefragung  vom  29. 
Dezember  2005,  in  deren  Rahmen  ihm  das  rechtliche  Gehör  zur 
Knochenaltersanalyse vom 21. Dezember 2005 gewährt wurde, waren schliesslich 
nicht  geeignet  die  behauptete  Minderjährigkeit  glaubhaft  zu  machen.  Auch  im 
Beschwerdeverfahren  hat  der  Beschwerdeführer  nichts  vorgebracht,  was  seine 
angebliche Minderjährigkeit  glaubhaft  erscheinen liesse,  sondern er versucht  die 
Angabe  von  unterschiedlichen  Geburtsdaten  damit  zu  erklären,  dass  dies  die 
Folge  einer  differenzierten  Betonung  anlässlich  der  verschiedenen  Befragungen 
sei.  Die  vom  Beschwerdeführer  behauptete  Minderjährigkeit  ist  nach  der 
Befragung  im  Empfangszentrum  unbewiesen  geblieben  und  auch  im  weiteren 
Verlauf  des  Asylverfahrens  nicht  glaubhaft  gemacht  worden.  Vorliegend  ist 
deshalb  nicht  zu  beanstanden,  dass  ihm  keine  Vertrauensperson  beigeordnet 
worden ist, und es liegt somit auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor.

4.3 Aus der Rechtsmitteleingabe ergibt sich als Rüge die Verletzung von Bundesrecht, 
indem zu Unrecht auf Unglaubhaftigkeit  der Vorbringen geschlossen worden sei. 
Eine  Prüfung  der  vorliegenden  Akten  lässt  das  Bundesverwaltungsgericht  zum 
Schluss kommen, dass die Vorinstanz zu Recht einen negativen Asylentscheid ge-
fällt hat. Zur Begründung seines Asylgesuches bringt der Beschwerdeführer vor, er 
sei  von seinem Ziehvater,  F._______,  sexuell  missbraucht  worden.  Dieser  habe 
versucht ihn umzubringen, als er sich gegen einen weiteren sexuellen Übergriff ge-
wehrt habe. Dabei sei er mit einem Messer an Hals und Bein verletzt worden (vgl. 
kant. Prot., S. 12). 

Wie bereits von der Vorinstanz zutreffend ausgeführt, hat auch das Bundesverwal-
tungsgericht ernsthafte Zweifel an der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer 
gemachten Aussagen. So müssen beispielsweise die Angaben betreffend seinen 
angeblichen  Wohnort  G._______und  dessen  Umgebung  als  völlig  realitätsfremd 
bezeichnet werden. Anlässlich der kantonalen Befragung sagte er aus, in der Um-
gebung von H._______ gebe es einen Hügel beziehungsweise einen Berg,  wel-
cher „Rock“ genannt werde (vgl. kant. Prot., S. 6). In Wirklichkeit liegt H._______ 
im K._______ und ist umringt von massiven Gebirgszügen. Die Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer nicht  imstande war, Auskunft  zu grundlegenden regions- oder 
länderspezifischen Themen Auskunft  zu geben oder auch nur einfachste Fragen 
und Antworten in Arabisch zu formulieren, legen den Schluss nahe, dass er sich 
nicht wie behauptet längere Zeit in dieser Region aufgehalten hat, womit auch den 
angeblich in dieser Region von seinem Ziehvater begangenen sexuellen Übergrif-
fen die Grundlage entzogen ist. Die Vorbringen in der Beschwerde, er habe aus-
schliesslich mit Flüchtlingskindern aus Sierra Leone verkehrt, weshalb er kein Ara-
bisch spreche, sind als nachgeschoben zu betrachten und können nicht geglaubt 
werden.

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann im Übrigen auf die als zutreffend er-

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achteten, umfassenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Nach dem 
Gesagten erübrigt es sich, auf die übrigen Vorbringen in der Beschwerde einzuge-
hen, zumal sie am Ergebnis nichts zu ändern vermögen.

4.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  keine  asylrele-
vante Verfolgung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft machen und nicht als Flücht-
ling  anerkannt  werden  kann.  Mangels  erfüllter  Flüchtlingseigenschaft  ist  ihm zu 
Recht das nachgesuchte Asyl nicht gewährt worden. 

5.  

5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 
es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an; da-
bei  ist  der Grundsatz der Einheit  der Familie  zu berücksichtigen (Art.  44 Abs.  1 
AsylG). Ist der Vollzug der Wegweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht zu-
mutbar,  so regelt  das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis  nach den gesetz-
lichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern (Art. 44 Abs. 
2 AsylG; Art. 14a Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung 
der Ausländer vom 26. März 1931 [ANAG, SR 142.20]).

5.2 Der Vollzug ist nicht möglich, wenn der Ausländer weder in den Herkunfts- oder in 
den Heimatstaat noch in einen Drittstaat verbracht werden kann. Er ist nicht zuläs-
sig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Aus-
länders in seinen Heimat-,  Herkunfts-  oder einen Drittstaat  entgegenstehen.  Der 
Vollzug kann insbesondere nicht zumutbar sein, wenn er für den Ausländer eine 
konkrete Gefährdung darstellt (Art. 14a Abs. 2 - 4 ANAG).

5.3 Niemand darf in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwungen werden, in 
dem sein Leib, sein Leben oder seine Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 
AsylG gefährdet sind oder in dem die Gefahr besteht, dass er zur Ausreise in ein 
solches Land gezwungen wird (Art. 5 Abs. 1 AsylG).

5.4 Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. De-
zember  1984 gegen Folter  und andere  grausame,  unmenschliche oder  erniedri-
gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 der Kon-
vention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 
1950 (EMRK, SR 0.101) darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder ernied-
rigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.

5.5 Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine fremdenpolizeiliche Aufenthaltsbe-
willigung noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde 
demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

5.6 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend darauf hin, dass 
der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, die die Flüchtlingsei-
genschaft  erfüllen (vgl.  M. Gattiker,  Das Asyl-  und Wegweisungsverfahren,  Bern 
1999, S. 89). Da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 
5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im vorlie-
genden Verfahren keine Anwendung finden.  Eine Rückkehr  des Beschwerdefüh-

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rers in seinen Heimat- oder Herkunftsstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 
5 AsylG rechtmässig.

5.7 Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus 
den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Rückkehr in seinen Hei-
mat- oder Herkunftsstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer nach Art. 3 
EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt wäre. Ge-
mäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte sowie jener des 
UN-Anti-Folterausschusses  müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr 
("real risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschie-
bung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. EMARK 2001 Nr. 
16 S. 122 m.w.H.). Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 
Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

5.8 Aus  humanitären  Gründen,  nicht  in  Erfüllung  völkerrechtlicher  Pflichten  der 
Schweiz, wird auf den Vollzug der Wegweisung auch verzichtet,  wenn die Rück-
kehr in den Heimatstaat  für den Betroffenen eine konkrete Gefährdung darstellt. 
Eine solche Gefährdung kann angesichts der im Heimatland herrschenden allge-
meinen politischen Lage, die sich durch Krieg, Bürgerkrieg oder durch eine Situati-
on  allgemeiner  Gewalt  kennzeichnet,  oder  aufgrund  anderer  Gefahrenmomente, 
wie  beispielsweise  einer  notwendigen  medizinischen  Behandlung,  angenommen 
werden (vgl. Botschaft zum Bundesbeschluss über das Asylverfahren vom 22. Juni 
1990, BBl 1990 II 668).

5.9 Vorliegend konnte der Beschwerdeführer seine behauptete Herkunft aus Algerien 
nicht glaubhaft machen, weshalb es den Asylbehörden von vornherein nicht mög-
lich ist, im tatsächlichen Heimat- oder Herkunftsstaat Abklärungen in Bezug auf die 
dort herrschenden Verhältnisse vorzunehmen. Es ist ferner nicht Aufgabe der Be-
hörden,  im Rahmen der  Zumutbarkeitsprüfung  alle  hypothetisch  möglichen Her-
kunftsländer  des  Beschwerdeführers  abzuklären.  Vor  diesem  Hintergrund  er-
scheint der Vollzug der Wegweisung nicht als unzumutbar im Sinne von Art. 14a 
Abs. 4 ANAG, und auch sonst ergeben sich keine Anhaltspunkte für eine konkrete 
Gefährdung  des  Beschwerdeführers  in  seinem  tatsächlichen  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat.

Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung somit auch als zumutbar zu 
bezeichnen.

5.10 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständigen Vertretung 
seines Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Reisedokumente zu be-
schaffen  (Art.  8  Abs.  4  AsylG),  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  auch  als 
möglich zu bezeichnen ist.

5.11 Insgesamt  ist  die durch die  Vorinstanz  verfügte  Wegweisung zu bestätigen.  Die 
Vorinstanz hat deren Vollzug zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich erach-
tet.  Nach dem Gesagten  fällt  eine  Anordnung der  vorläufigen Aufnahme ausser 
Betracht (Art. 14a Abs. 1 - 4 ANAG).

6. Aus diesen Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung  Bundes-
recht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und vollständig fest-

10

stellt  und angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Beschwerde  ist  nach  dem Ge-
sagten abzuweisen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 
16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  11.  Dezember  2006 
[VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

11

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen mittels beigelegtem Einzahlungsschein zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den  Akten 
(Ref.-Nr. N )

- das Migrationsamt des Kantons D._______ 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Marco Abbühl

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