# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8a08688d-00f2-58a5-b8e5-177629627ced
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** PA250011-O1
**Docket/Reference:** PA250011-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/PA250011-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PA250011-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller und Oberrichter Dr. M. Sarbach 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw D. Fabio

Beschluss und Urteil vom 23. Juni 2025

in Sachen

A._____, 

Beschwerdeführer

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____ 

sowie

Psychiatrische Universitätsklinik Zürich, 

Verfahrensbeteiligte

betreffend fürsorgerische Unterbringung

Beschwerde gegen ein Urteil der 10. Abteilung (Einzelgericht) des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 30. Mai 2025 (FF250104)

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Erwägungen:

I.

1.

Prozessgeschichte

1.1. A._____ (fortan Beschwerdeführer) trat am 5. Mai 2025 freiwillig auf Zuwei-

sung durch die Hausärztin in die Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) 

ein. Gleichentags ordnete Dr. med. B._____ die fürsorgerische Unterbringung des 

Beschwerdeführers an (act. 7/5/5 und 7/5/7).

1.2. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob der Beschwerdeführer am 

16. Mai 2025 Beschwerde beim Einzelgericht (10. Abteilung) des Bezirksgerichtes 

Zürich. Dieses trat mit Verfügung vom 20. Mai 2025 auf die Beschwerde zufolge 

verspäteter Einreichung nicht ein und leitete die Beschwerde zur Behandlung als 

sinngemässes Entlassungsgesuch der Klinikleitung der PUK weiter. Mit Entscheid 

vom 20. Mai 2025 wies die PUK das Entlassungsgesuch ab (act. 7/5/8). Gegen 

diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit elektronischer Eingabe vom 

23. Mai 2025 (act. 7/1) beim Einzelgericht (10. Abteilung) des Bezirksgerichts Zü-

rich (fortan Vorinstanz) Beschwerde. Die Vorinstanz leitete zunächst die Be-

schwerde irrtümlicherweise an das Obergericht des Kantons Zürich weiter. Da es 

sich bei der Weiterleitung offensichtlich um ein Versehen handelte, leitete das 

Obergericht die Beschwerde gestützt auf Art. 143 Abs. 1bis ZPO an die Vorinstanz 

zurück und schrieb das Verfahren ab (OGer ZH PA250008 vom 27. Mai 2025, 

vgl. act. 7/2). 

1.3.

In der Folge setzte die Vorinstanz mit Verfügung vom 27. Mai 2025 der 

PUK Frist zur Stellungnahme und Einreichung der wesentlichen Patientenakten 

an. Gleichzeitig lud sie zur Anhörung/Hauptverhandlung auf den 30. Mai 2025 vor, 

ordnete die Erstellung eines psychiatrischen Gutachtens über den Beschwerde-

führer an und bestellte Dr. med. C._____ als Gutachter (act. 7/3). 

1.4.

In der Stellungnahme vom 27. Mai 2025 beantragte die PUK das Festhal-

ten an der fürsorgerischen Unterbringung und überwies die angeforderten Akten 

(act. 7/5/1-11).

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1.5. Am 30. Mai 2025 fand die vorinstanzliche Anhörung/Hauptverhandlung 

statt, an welcher der Gutachter Dr. med. C._____ das Gutachten erstattete und 

der Beschwerdeführer sowie Dr. med. D._____ für die Klinik angehört wurden 

(Prot. Vi. S. 7 ff.). Mit Urteil und Verfügung vom selben Tag wies die Vorinstanz 

die Beschwerde ab und bewilligte das Gesuch des Beschwerdeführers um unent-

geltliche Rechtspflege. Der Entscheid wurde dem Beschwerdeführer vorab in un-

begründeter (act. 7/7) und hernach in begründeter Ausfertigung zugestellt 

(act. 7/8 = act. 3 = act. 6 [Aktenexemplar], fortan zitiert als act. 6). 

1.6. Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit elektronischer 

Eingabe vom 10. Juni 2025 (Datum Abgabezeitpunkt) rechtzeitig Beschwerde bei 

der Kammer (act. 2 und 5; zur Rechtzeitigkeit vgl. act. 7/9). 

1.7. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 7/1-9). Vom Einholen 

von Stellungnahmen bzw. Vernehmlassungen kann abgesehen werden. Das Ver-

fahren ist spruchreif. 

2.

Prozessuales

2.1. Der Kanton Zürich sieht für die Beurteilung der fürsorgerischen Unterbrin-

gung (Art. 426 ff. ZGB) ein zweistufiges Verfahren mit erstinstanzlicher Zuständig-

keit der Einzelgerichte der Bezirksgerichte und der zweitinstanzlichen Zuständig-

keit des Obergerichtes vor (§ 62 Abs. 1 und § 64 EG KESR; § 30 GOG). Mangels 

ausdrücklicher Regelung im Bundesrecht untersteht das zweitinstanzliche Verfah-

ren vor Obergericht dem kantonalen Recht (vgl. Art. 450f ZGB; vgl. BGer 

5A_112/2015 vom 17. Dezember 2015 E. 2.1. m.w.H.). Gemäss § 40 EG KESR 

richtet sich das Verfahren vor beiden gerichtlichen Beschwerdeinstanzen primär 

nach den Bestimmungen des ZGB und des EG KESR. Enthalten diese Gesetze 

keine Bestimmungen, gelten für die Verfahren die Bestimmungen des GOG (§ 40 

Abs. 2 EG KESR) und subsidiär die Bestimmungen der ZPO sinngemäss (§ 40 

Abs. 3 EG KESR).

2.2. Die gerichtlichen Beschwerdeinstanzen erforschen den Sachverhalt von 

Amtes wegen (sog. uneingeschränkte Untersuchungsmaxime; Art. 446 Abs. 1 

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ZGB i.V.m. § 65 EG KESR). Bei der Prüfung, ob die Voraussetzungen der fürsor-

gerischen Unterbringung erfüllt sind, verfügt die Beschwerdeinstanz über volle 

Kognition. Im Rahmen der fürsorgerischen Unterbringung geht es damit nicht 

bloss um die Rechtskontrolle des vorinstanzlichen Entscheids. Vielmehr hat die 

zweite Beschwerdeinstanz selbstständig zu prüfen, ob die Voraussetzungen für 

eine Massnahme nach den Art. 426 ff. ZGB erfüllt sind (OGer ZH PA220001 vom 

14. Januar 2022 E. 2.2).

2.3. Nach Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen gestützt auf 

ein Gutachten einer sachverständigen Person entschieden werden. Das in Beach-

tung von Art. 450e Abs. 3 ZGB einzuholende Gutachten hat es der Beschwerdein-

stanz zu ermöglichen, die sich aus Art. 426 Abs. 1 ZGB ergebenden Rechtsfragen 

zu beantworten. Das Gutachten hat sich insbesondere über den Gesundheitszu-

stand der betroffenen Person, aber auch darüber zu äussern, wie sich allfällige 

gesundheitliche Störungen hinsichtlich der Gefahr einer Selbst- bzw. Drittgefähr-

dung oder einer Verwahrlosung auswirken können und ob sich daraus ein Hand-

lungsbedarf ergibt. Im Weiteren hat die begutachtende Person Antwort darauf zu 

geben, ob aufgrund des festgestellten Handlungsbedarfs eine stationäre Behand-

lung bzw. Betreuung unerlässlich ist. Dabei ist auch darüber Auskunft zu geben, 

ob die betroffene Person über glaubwürdige Krankheits- und Behandlungseinsicht 

verfügt und ob ein geeigneter Behandlungsplan sowie eine geeignete Einrichtung 

vorhanden sind (BGE 143 III 189 E. 3.3).

3.

Fürsorgerische Unterbringung

3.1. Eine (natürliche) Person, die an einer psychischen Störung oder an geisti-

ger Behinderung leidet oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Ein-

richtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht 

anderweitig erfolgen kann (Art. 426 Abs. 1 ZGB). Dabei sind auch die Belastung 

und der Schutz von Angehörigen und Dritten zu berücksichtigen. Die betroffene 

Person muss entlassen werden, sobald die Voraussetzungen für die Unterbrin-

gung nicht mehr erfüllt sind (Art. 426 Abs. 2 und Abs. 3 ZGB). 

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3.2. Eine fürsorgerische Unterbringung verlangt somit (1) einen materiellen Ein-

weisungsgrund, d.h. einen Schwächezustand, (2) eine besondere Schutzbedürf-

tigkeit, die eine nur in einer Einrichtung erbringbare Behandlung und Betreuung 

erforderlich macht, (3) die Verhältnismässigkeit der Massnahme sowie (4) das 

Vorhandensein einer geeigneten Einrichtung (BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, 

7. Aufl. 2023, Art. 426 N 7; BGE 140 III 101 [= Pra 104 (2015) Nr. 2] E. 6.2.3).

3.3. Schwächezustand

3.3.1. Erste Voraussetzung der fürsorgerischen Unterbringung ist das Vorliegen 

eines Schwächezustands. Die möglichen Schwächezustände werden in Art. 426 

Abs. 1 ZGB abschliessend aufgeführt, nämlich psychische Störung, geistige Be-

hinderung oder schwere Verwahrlosung (Art. 426 Abs. 1 ZGB; BSK ZGB I-GEI-

SER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 12). Damit von einer psychischen Störung im 

Sinne der genannten Bestimmung gesprochen werden kann, muss zum einen ein 

entsprechendes Krankheitsbild (Syndrom) vorliegen und muss dieses zum ande-

ren erhebliche Auswirkungen auf das soziale Funktionieren des Patienten haben 

(BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 15).

3.3.2. Die Vorinstanz erachtete das Vorliegen einer psychischen Störung im Sinne 

des Gesetzes gestützt auf die Ausführungen des Gutachters und die Diagnose 

der PUK als gegeben (act. 6 E. II./2.3). 

3.3.3. Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines Schwächezustandes 

im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB und insbesondere das Vorliegen einer katatoni-

schen Schizophrenie. Er beanstandet, dass bei ihm lediglich eine Verdachtsdia-

gnose hinsichtlich einer katatonen Schizophrenie bestehe, welche durch Bildge-

bungsverfahren aber nicht habe bestätigt werden können. Zwar zeige er einzelne 

katatone Symptome, klinisch entspreche er aber nicht wirklich dem Krankheits-

bild. Weder leide er unter psychomotorischen Störungen oder höre er Stimmen, 

noch habe er einen Wahn oder Sprachstörungen. Sein etwas renitentes Verhalten 

im Zusammenhang mit seinen Blockaden sei vermutlich eher ein angeeigneter 

Stress- und Konfliktbewältigungsmechanismus im Zusammenhang mit seiner Per-

sönlichkeit, der Autismusspektrumsstörung und dem ADS (act. 2 Rz. 5). 

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3.3.4. Die PUK diagnostizierte beim Beschwerdeführer – wie bereits in seinen frü-

heren Aufenthalten – eine katatonische Schizophrenie (vgl. act. 7/5/5, act. 7/5/6 

sowie act. 7/5/1 bis 7/5/3). Weiter nannte die PUK die Diagnosen Tachykardie 

(ICD-10: R00.0), Adipositas, Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Le-

bensbewältigung (ICD-10: Z73) sowie Atypischer Autismus (ICD-10: F84.1). In ih-

rer Stellungnahme vom 27. Mai 2025 hielt sie fest, der Beschwerdeführer habe 

beim Eintritt in die Klinik am 5. Mai 2025 vor allem von Anspannungszuständen 

berichtet. Er merke, dass er sich in gewissen Momenten wie innerlich leer fühle 

und wie "Aussetzer" erlebe, in denen er sich und seine Emotionen nicht unter 

Kontrolle habe. Im Verlauf des stationären Aufenthaltes sei es zeitweise mehrfach 

täglich zu dissoziativen bzw. blockierten Zuständen mit erhaltener willkürlicher 

Motorik gekommen, in welchen der Beschwerdeführer raptusartig in Räumlichkei-

ten des Pflegepersonals gestürmt sei, diffus Medikation eingefordert und sich 

auch teilweise verbal drohend gezeigt habe. Weiter sei es zu mehrfachen Fremd-

aggressions-Ereignissen mit physischer Schädigung von mehreren Mitarbeiten-

den der Pflege und zu gezielten Morddrohungen gegen die diensthabende Ärztin 

gekommen, sodass geschlossene Zimmerisolationen und ein Übertritt auf eine 

andere Station zum Schutze der Mitarbeitenden notwendig geworden seien. Aktu-

ell bestehe bei fehlender Zustandsänderung weiterhin die dringende Notwendig-

keit einer fürsorgerischen Unterbringung (act. 7/5/6).

3.3.5. Der von der Vorinstanz bestellte Gutachter führte anlässlich der vorinstanz-

lichen Verhandlung aus, dass beim Beschwerdeführer wahrscheinlich eine katato-

nische Schizophrenie vorliege. Die genaue diagnostische Einordnung sei jedoch 

erschwert, zumal einige Komponenten hinzukämen (Prot. Vi. S. 13 f.). Symptoma-

tisch würden beim Beschwerdeführer "Blockaden" im Vordergrund stehen, in de-

nen er sich kaum bewegen könne, sthenisch Dinge, meistens Medikamente, ein-

fordere und auf Dritte erheblich bedrohlich wirke. Da die medikamentöse Einstel-

lung des Beschwerdeführers noch nicht abgeschlossen sei, habe er auch noch 

jüngst deutliche Krankheitsanzeichen gezeigt, welche sich vor allem in diesen 

"Blockaden" zeigen würden. Weiter sprach der Gutachter von einem Abhängig-

keitssyndrom von Benzodiazepinen. Die Autismus-Diagnose der Klinik nannte er 

indes eine Fantasiediagnose (Prot. Vi. S. 14). 

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3.3.6. Obwohl der Gutachter lediglich davon spricht, dass wahrscheinlich eine ka-

tatonische Schizophrenie vorliege, bestätigt er aufgrund der vorliegenden Sym-

ptomatik klar das Vorliegen einer psychischen Störung in der Kategorie Schizo-

phrenie (F20-F29) nach der internationalen statistischen Klassifikation ICD (Inter-

national Statistical Classification of Disease and Related Health Problems). 

Ebenso lassen die Darstellung der Klinik sowie die zahlreichen bereits in der Ver-

gangenheit erfolgten stationären Aufenthalte, in welchen die Klinik beim Be-

schwerdeführer wiederholt eine katatone Schizophrenie diagnostizierte (vgl. 

act. 7/5/1-7/5/3), am Vorhandensein einer psychischen Störungen keine Zweifel 

offen. Auch wenn der Beschwerdeführer geltend macht, dass lediglich eine Ver-

dachtsdiagnose bestehe, gab er zu, gewisse katatone Symptome aufzuweisen. 

Zudem stellte er die auftretenden "Blockaden" sowie die Notwendigkeit einer me-

dikamentösen Behandlung nicht in Abrede (vgl. act. 2 Rz. 7 ff.). Folglich ist in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz sowie gestützt auf die obigen Erwägungen 

vom Vorliegen einer psychischen Störung in Form einer schizoaffektiven Störung 

und damit von einem Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB auszu-

gehen. Offen bleiben kann hingegen, ob die weiteren Diagnosen der Klinik zutref-

fen, zumal die oben genannte Beeinträchtigung bereits den Schwächezustand im 

Sinne des Gesetzes zu begründen vermag. 

3.4. Schutzbedürfnis und Verhältnismässigkeit 

3.4.1. Weiter wird für die Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung voraus-

gesetzt, dass die Betreuung oder die Behandlung der betroffenen Person nötig ist 

(vgl. Art. 426 Abs. 1 ZGB). Mit anderen Worten muss die betroffene Person eines 

besonderen Schutzes bedürfen, der eben nur mit einer Freiheitsentziehung er-

bracht werden kann; die Unterbringung muss die persönliche Fürsorge für die be-

troffene Person sicherstellen. Diese umfasst einerseits therapeutische Massnah-

men und andererseits jede Form von Betreuung, deren eine Person für ein men-

schenwürdiges Dasein bedarf. Darunter fallen so elementare Bedürfnisse wie Es-

sen, Körperpflege, Kleidung, usw. Dem Schutz der Umgebung kommt nur, aber 

immerhin, eine subsidiäre Bedeutung zu (vgl. Art. 426 Abs. 2 ZGB). Eine Fremd-

gefährdung ist damit weder eine Unterbringungsvoraussetzung, noch vermag sie 

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für sich alleine eine fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Der Schutz 

und die Belastung anderer Personen darf jedoch in die Beurteilung miteinbezogen 

werden (vgl. zum Ganzen BSK ZGB I-GEISER/ETZENSBERGER, Art. 426 N 8, 10 

und N 41 ff.; BGE 145 III 441 E. 8.3 f. m.w.H.; BGE 138 III 593 E. 5.2).

3.4.2. Zudem muss die Massnahme verhältnismässig sein. Das angestrebte Ziel 

muss voraussichtlich erreicht werden können (Geeignetheit der Massnahme). Die 

Massnahme soll in erster Linie der Wiedererlangung der Selbstständigkeit und der 

Eigenverantwortung dienen. Ist eine Besserung des Zustandes ausgeschlossen, 

muss die Massnahme die notwendige persönliche Betreuung ermöglichen, um 

der betroffenen Person ein menschenwürdiges Leben zu sichern. Ferner darf 

keine weniger einschneidende Massnahme zur Verfügung stehen, die genügend 

Schutz bietet (Erforderlichkeit der Massnahme). Mit anderen Worten darf die Be-

treuung oder Behandlung der betroffenen Person nicht anders, namentlich mit 

leichteren Massnahmen, als durch die fürsorgerische Unterbringung erfolgen kön-

nen (vgl. zum GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N 22 ff.). Bei der Verhältnis-

mässigkeitsprüfung sind die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Drit-

ten zu berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB). Der Schutz Dritter kann für sich al-

lein aber nicht ausschlaggebend sein (vgl. Botschaft vom 28. Juni 2006 zur Ände-

rung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, BBl 2006 S. 7001 ff., S. 7062 f.).

3.4.3. Die Vorinstanz erwog, sowohl infolge der Einschätzung der Klinik als auch 

des Gutachters stehe ausser Frage, dass der Beschwerdeführer wegen seiner 

psychischen Störung derzeit einer Behandlung bedürfe. Die Chronifizierung der 

psychischen Störung sei bereits im Gange bzw. fortgeschritten. Ferner sei der Be-

schwerdeführer nicht vollständig behandlungseinsichtig. So stehe für ihn nicht 

eine eigentliche Behandlung seiner psychischen Krankheit, sondern das Vermei-

den von ihm unliebsamen Symptomen wie Gedämpftheit oder Verwirrtheit sowie 

die grundsätzliche Verbesserung seiner Stimmung im Vordergrund. Im Falle einer 

sofortigen Entlassung sei damit zu rechnen, dass der Beschwerdeführer einen 

entsprechenden ambulanten Behandlungsplan nicht befolgen würde, sondern 

stattdessen bei seiner Hausärztin die gemäss seiner Einschätzung "guten" Medi-

kamente, welche kontraindiziert seien, beziehen und sich verabreichen würde. 

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Dabei käme es wohl zu einer weiteren Chronifizierung der Krankheit bzw. Ver-

schlechterung der katatonischen Symptome und nicht zuletzt zu einer weiteren 

Senkung des Funktionsniveaus des Beschwerdeführers. Diese Gefahr bestehe 

umso mehr, als beim Beschwerdeführer im Falle einer unzureichenden Behand-

lung nach wie vor ein nicht unerhebliches fremdaggressives Verhalten zu befürch-

ten sei. Nach dem Gesagten bestehe vorliegend eine akute Selbstgefährdung, 

welcher nur mit einer medikamentösen Behandlung erfolgreich begegnet werden 

könne, wobei eine solche zum jetzigen Zeitpunkt einzig im stationären Rahmen in 

einer Klinik zielführend durchgeführt werden könne (act. 6 E. II./3.7 f.). Ferner er-

weise sich die fürsorgerische Unterbringung auch mit Blick auf die im Raum ste-

henden Risiken für die Gesundheit des Beschwerdeführers sowie für Dritte im Zu-

sammenhang mit fremdaggressiven Verhalten, die im Fall einer Entlassung droh-

ten, als verhältnismässig. Es sei nicht ersichtlich, wie mildere Massnahmen den 

notwendigen Schutz des Beschwerdeführers gewährleisten könnten (act. 6 

E. II./3.9). 

3.4.4. Die PUK führte aus, dass gestützt auf die genannten psychopathologischen 

Befunde, die fehlende Krankheitseinsicht und die Selbst- bzw. Fremdaggression 

klar eine Behandlungsbedürftigkeit bestehe. Die Behandlung könne aktuell nur mit 

einer medikamentösen antipsychotischen Therapie erfolgen und habe zum Ziel 

eine (Teil-)Remission der affektiven und psychotischen Symptomatik zu erwirken. 

Ausserdem sei zusätzlich eine therapeutische Behandlung der Anspannungszu-

stände notwendig. Dies habe vom Beschwerdeführer bisher nicht umgesetzt wer-

den können. Das therapeutische Arbeiten sei durch massive Fremdaggression 

auf der Station B1 so erschwert gewesen, dass ein Stationswechsel habe stattfin-

den müssen. Zurzeit bestehe keine andere weniger einschneidende Massnahme 

als eine Klinikeinweisung zur Sicherstellung der Behandlung und zur Abwendung 

von Fremdgefährdung (bspw. Familie) sowie zur Abwendung von Selbstgefähr-

dung bei formaler Obdachlosigkeit (act. 7/5/6). 

3.4.5. Dr. med. D._____ von der PUK schilderte anlässlich der Verhandlung vom 

30. Mai 2025, dass beim Beschwerdeführer ein deutliches Fremdgefährdungspo-

tential bestehe, auch in Anbetracht eines Ereignisses in der Klinik, wo er das Pfle-

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gepersonal angegriffen und dabei ein T-Shirt zerrissen habe (Prot. Vi. S. 24). Wei-

ter bestehe auch eine Selbstgefährdung, da eine geeignete Anschlusslösung 

nach einem Austritt noch nicht gewährleistet sei. Das familiäre Umfeld sei durch 

die aggressiven Ausbrüche stark belastet, weshalb eine Rückkehr ins familiäre 

Umfeld aktuell nicht möglich sei (Prot. Vi. S. 25). 

3.4.6. Der Gutachter erachtete den einstweiligen Verbleib des Beschwerdeführers 

in der Klinik als dringend angezeigt. Seiner Ansicht nach rechtfertige das aktuelle 

Zustandsbild des Beschwerdeführers keine Entlassung. Noch sei die medikamen-

töse Einstellung nicht abgeschlossen. Problematisch sei insbesondere, dass der 

Beschwerdeführer mehr Medikamente einfordere, als ihm verschrieben worden 

sei. Bei einer Entlassung würde er bezüglich der medikamentösen Behandlung 

höchstwahrscheinlich eigene Vorstellungen durchsetzen wollen, wobei er die Me-

dikamente wahrscheinlich von seiner Hausärztin erhalten würde. Darüber hinaus 

sei keineswegs sicher, ob der Beschwerdeführer in die von ihm angestrebte 

Wohngemeinschaft "E._____" einziehen könne. Das sei lediglich eine Idee von 

ihm. Zwar sei ein Umzug in eine institutionelle Einrichtung sinnvoll, jedoch müsse 

dies noch genauer abgeklärt werden. Ein Umweg über Familienangehörige würde 

nicht funktionieren und sei auch nicht angezeigt. Weiter könne er nicht zu seiner 

Mutter zurückkehren, da aus den Akten entnommen werden könne, dass diese 

dies ablehne. Zwar habe er (der Gutachter) die Mutter vor der Verhandlung telefo-

nisch nicht erreichen können. Er habe aber bereits in der Vergangenheit mehr-

mals mit der Mutter gesprochen und sie habe ihm schon damals berichtet, sie sei 

mit ihrer Kompensationsfähigkeit ziemlich am Ende. Der Umzug zu seinem Vater 

sei bestenfalls eher eine Notlösung, aber nichts, was den Beschwerdeführer the-

rapeutisch vorwärts bringe. Weiter bestehe das Risiko, dass bald ein erneuter 

Eintritt in die Klinik notwendig sein werde, wenn dieser ohne therapeutisches Kon-

zept und ohne vernünftige Medikation aus der Klinik entlassen werde. Seiner An-

sicht nach bräuchte es grundsätzlich ein anderes Therapieregime mit einer ver-

nünftigen medikamentösen Behandlung und einer gewissen Einsicht vom Be-

schwerdeführer. Insbesondere müsste eine neue Medikation, zum Beispiel 

Leponex, ganz vorsichtig eingestellt werden. Ferner seien regelmässige Blutbild-

kontrollen notwendig und beim Beschwerdeführer müsse die Bereitschaft zur re-

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gelmässigen Einnahme einer bestimmten Dosis bestehen. Daher komme eine or-

dentliche Entlassung aus seiner gutachterlichen Sicht lediglich nach einer psycho-

pathologischen Zustandsverbesserung in Frage. Nach Hause sollte der Be-

schwerdeführer nicht mehr gehen, weil die Eltern es nicht mehr wollten und die 

Eltern die Therapien nicht geben könnten. Zudem wären die Eltern nicht in der 

Lage, mit den derzeitigen auftretenden katatonischen Zuständen umzugehen 

(Prot. Vi. S. 13 ff.). 

3.4.7. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er Zweifel daran habe, dass der 

Gutachter ausgesagt habe, dass es bei einer Entlassung zu einer weiteren Chro-

nifizierung der Krankheit bzw. Verschlechterung der katatonischen Symptome und 

zu einer weiteren Senkung des Funktionsniveaus kommen würde. Da das Proto-

koll der vorinstanzlichen Verhandlung im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung 

nicht vorgelegen habe, könne er dies nicht abschliessend sagen. Gemäss seiner 

Erinnerung habe der Gutachter auf die Frage, ob bei einer Entlassung mit einer 

Verschlechterung der Krankheit gerechnet werden müsse, geantwortet, dass je-

denfalls keine Verbesserung des Zustands zu erwarten wäre. Der Gutachter habe 

daher gerade nicht geäussert, dass es zu einer Verschlechterung der katatoni-

schen Symptome und einer weiteren Senkung des Funktionsniveaus kommen 

würde. Vielmehr sei seine Hauptsorge gewesen, dass der Beschwerdeführer in 

Freiheit vermutlich durch seine Hausärztin medikamentös falsch eingestellt und 

bald wieder in der Klinik landen würde. Für die Aufrechterhaltung einer fürsorgeri-

schen Unterbringen reiche es aber nicht aus, dass der Beschwerdeführer bei ei-

ner Entlassung einen ambulanten Behandlungsplan nicht befolgen würde. Hinzu 

komme, dass ein besonders schwerer Grundrechtseingriff vorliege. Die Reaktion 

auf die "Blockaden" des Beschwerdeführers bestehe nämlich jeweils darin, dass 

man ihn zwangsweise in ein Isolationszimmer verbringe und ihn tagelang dort al-

leine eingesperrt lasse, obwohl offensichtlich sei, dass er einfach etwas Aufmerk-

samkeit und Zuneigung wolle. Zudem habe der Gutachter auf entsprechende 

Nachfrage, wie man mit den "Blockaden" des Beschwerdeführers korrekterweise 

umgehen müsse, geantwortet, man müsse sich abgrenzen und in einen anderen 

Raum gehen. Obwohl dieser Mechanismus für die Eltern belastend sein könne, 

sei das in einer Güterabwägung aber besser als die Isolationspraxis der Klinik. 

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Schliesslich sei zu berücksichtigen, dass das Risiko einer erneuten Anordnung ei-

ner fürsorgerischen Unterbringung in Zukunft und das Risiko, dass sich der Zu-

stand des Beschwerdeführers nicht verbessere, im konkreten Fall den Grund-

rechtseingriff nicht rechtfertige. Im Ergebnis sei der Beschwerdeführer aus der für-

sorgerischen Unterbringung zu entlassen. Sein Vater habe sich dazu bereit er-

klärt, ihn bis zum Eintreten in ein betreutes Wohnen bei sich aufzunehmen (act. 2 

S. 3 ff.). 

3.4.8. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog, kann unter Berücksichtigung der über-

einstimmenden und nachvollziehbaren Ausführungen der Fachpersonen festge-

stellt werden, dass der Beschwerdeführer aufgrund der Erkrankung und der zur-

zeit bestehenden Symptomatik behandlungs- und betreuungsbedürftig ist. Insbe-

sondere ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer nach Einschätzung 

des Gutachters medikamentös nicht richtig eingestellt ist und dass er ein anderes 

Therapieregime mit einer vernünftigen medikamentösen Behandlung bräuchte. 

Eine sofortige Entlassung ohne vernünftige Medikation bzw. Therapie kann unter 

diesem Umständen nicht gerechtfertigt werden. Zum einen lässt es der derzeitige 

Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers aufgrund der wiederholt vorkom-

menden "Blockaden" nicht zu. Zum anderen kann den Eltern aufgrund des zurzeit 

bestehenden Aggressionspotentials des Beschwerdeführers und der drohenden 

Fremdgefährdung eine Aufnahme des Beschwerdeführers nicht zugemutet wer-

den. Wie der Gutachter ausführte, ist das familiäre Umfeld bereits ausserordent-

lich belastet, weshalb eine Rückkehr ins familiäre Umfeld nicht möglich ist. Zwar 

hat sich der Vater bereit erklärt, den Beschwerdeführer bei sich zu Hause aufzu-

nehmen. Dennoch ist diese Lösung in Anbetracht der drohenden Selbst- und 

Fremdgefährdung in Übereinstimmung mit den Fachpersonen abzulehnen. Auch 

wenn der Beschwerdeführer der Ansicht ist, dass der Aufenthalt bei seinem Vater 

besser für ihn wäre, kann ihm nicht gefolgt werden. Eine Verbesserung seines 

Gesundheitszustandes kann vielmehr nur mit einem stationären Aufenthalt und 

mit einer auf ihn zugeschnittenen medikamentösen und therapeutischen Behand-

lung in der Klinik erzielt werden. Andernfalls ist bald mit einer erneuten Einwei-

sung zu rechnen. Weiter ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Beschwerde-

führer bei einer Beendigung der fürsorgerischen Unterbringung aufgrund der teil-

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weise fehlenden Behandlungseinsicht einen ambulanten Behandlungsplan 

höchstwahrscheinlich nicht befolgen würde, was wiederum dazu führen würde, 

dass sich sein Zustand nicht verbessern würde. Aufgrund des Gesagten ist von 

einer besonderen Schutzbedürftigkeit bzw. einer Behandlungs- und Betreuungs-

bedürftigkeit des Beschwerdeführers auszugehen, die im gegenwärtigen Zeit-

punkt nicht in anderer bzw. milderer Weise als durch eine fürsorgerische Unter-

bringung sichergestellt werden kann. Sobald der Beschwerdeführer medikamen-

tös richtig eingestellt ist und sich die Eigen- und Fremdgefährdung reduziert ha-

ben, kann ferner eine konkrete Anschlusslösung, insbesondere die Unterbringung 

in ein betreutes Wohnen, in die Wege geleitet werden, was vom Beschwerdefüh-

rer auch gewünscht wird (vgl. act. 7/5/6). 

3.4.9. Auch im Rahmen der Verhältnismässigkeit ist festzuhalten, dass bei einer 

Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung aufgrund der medizinisch un-

genügend behandelten Störung (nach wie vor) eine akute Gefahr der Eigen- und 

Fremdgefährdung droht. Aufgrund der anhaltenden "Blockaden" bzw. katatoni-

schen Symptome, dem wiederholten fremdaggressiven Verhalten, der teilweise 

fehlenden Behandlungsbereitschaft sowie der gesamten Lebensumstände erweist 

sich eine stationäre Behandlung im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung 

als geeignet und erforderlich, um eine Stabilisierung bzw. Verbesserung des 

Krankheitsbildes herbeizuführen. Die Betreuung oder Behandlung des Beschwer-

deführers kann zurzeit auch nicht mit leichteren Massnahmen erfolgen, weshalb 

sich die fürsorgerische Unterbringung als verhältnismässig erweist. 

3.5. Eignung der Einrichtung

3.5.1. Schliesslich ist die Geeignetheit der Einrichtung zu prüfen (vgl. OGer ZH 

PA150024 vom 16. November 2015 E. 3.3.1). Es muss sich um eine Institution 

handeln, die mit den ihr zur Verfügung stehenden organisatorischen und perso-

nellen Mitteln in der Lage ist, die wesentlichen Bedürfnisse der eingewiesenen 

Person bezüglich Behandlung und Betreuung zu befriedigen (vgl. BGer 

5A_257/2015 vom 23. April 2015 E. 3.1 m.w.H.).

- 14 -

3.5.2. Die PUK ist eine psychiatrische Klinik, welche auf die Behandlung von psy-

chischen Störungen spezialisiert ist und vom Gutachter als absolut geeignet er-

achtet wurde (Prot. Vi. S. 15). Sie ist vor allem geeignet, dem Beschwerdeführer 

die nötige persönliche Fürsorge zu gewähren und durch adäquate medikamen-

töse und therapeutische Massnahmen die Auswirkungen der psychischen Stö-

rung zu mildern. Die PUK ist daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt die geeignete 

Einrichtung, um die notwendige Betreuung und Behandlung des Beschwerdefüh-

rers sicherzustellen. 

4.

Fazit

4.1. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis festzuhalten, dass die Voraussetzun-

gen der fürsorgerischen Unterbringung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB (nach 

wie vor) gegeben sind. Folglich ist die Beschwerde abzuweisen. 

4.2. Die PUK ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass der Be-

schwerdeführer gestützt auf Art. 426 Abs. 3 ZGB umgehend aus der fürsorgeri-

schen Unterbringung zu entlassen ist, sollten die Voraussetzungen der fürsorgeri-

schen Unterbringung nicht mehr erfüllt sein. Wann eine hinreichende Stabilisie-

rung bzw. Zustandsverbesserung erreicht sein wird, ist im jetzigen Zeitpunkt je-

doch nicht abschätzbar.

5.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

5.1. Umständehalber sind für das obergerichtliche Verfahren keine Gerichtskos-

ten zu erheben. Dementsprechend erweist sich das Gesuch des Beschwerdefüh-

rers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege im Hinblick auf die Kosten-

befreiung als gegenstandslos und ist daher abzuschreiben. Es bleibt das Gesuch 

des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-

dung zu beurteilen.

5.2. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie nicht 

über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos 

erscheint (Art. 117 lit. a und b ZPO). Diese umfasst auch die gerichtliche Bestel-

lung einer Rechtsbeiständin oder eines Rechtsbeistands, falls dies zur Wahrung 

- 15 -

der Rechte notwendig ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Bedürftig ist, wer die erfor-

derlichen Gerichts- und Parteikosten nur bezahlen kann, indem er die Mittel her-

anzieht, die er eigentlich zur Deckung des Grundbedarfs für sich und seine Fami-

lie braucht (ZK ZPO-EMMEL, 4. Aufl. 2025, Art. 117 N 4; BGE 128 I 225). Die Be-

dürftigkeit ist zu verneinen, wenn der verbleibende Überschuss es ermöglicht, die 

Prozesskosten bei weniger aufwändigen Prozessen innert eines Jahres und in an-

deren Fällen innert zwei Jahren zu tilgen (ZK ZPO-EMMEL, a.a.O., Art. 117 N 12; 

BGE 135 I 221 E. 5.1).

5.3. Der Beschwerdeführer erhält gemäss seinen Angaben vor der Vorinstanz 

eine 100% IV-Rente. Weder verfüge er über weiteres Einkommen noch über Ver-

mögen (Prot. Vi. S. 12). Angesichts dieser Umstände ist von einer finanziellen Be-

dürftigkeit auszugehen. Ferner vertrat der Beschwerdeführer im Beschwerdever-

fahren keinen von vornherein aussichtslosen Standpunkt und der Beizug eines 

Rechtsbeistands erscheint geboten. Dem Beschwerdeführer ist daher für das Be-

schwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen. Ihm ist in der 

Person von MLaw X._____ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen; dies 

unter Hinweis auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO. 

5.4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand ersucht um Entschädigung in Höhe von 

Fr. 951.30 für vier Stunden à Fr. 220.– pro Stunde inklusive 8.1 % Mehrwertsteuer 

(act. 2 S. 5). Die zuzusprechende Gebühr für den unentgeltlichen Rechtsbeistand 

richtet sich nach der kantonalen Verordnung über die Anwaltsgebühren (§ 23 

Abs. 1 AnwGebV). Für die Vertretung im Verfahren der fürsorgerischen Freiheits-

entziehung beträgt die Grundgebühr in der Regel Fr. 100.– bis Fr. 2'000.– (§ 7 

AnwGebV). Dies gilt auch für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren (§ 13 

Abs. 1 AnwGebV). Der geltend gemacht Zeitaufwand ist bei dieser pauschalierten 

Vorgehensweise nur bedingt massgebend (vgl. dazu OGer ZH PA220026 vom 

31. August 2022 E. 2.2.3 und OGer ZH PA200004 vom 22. April 2020 E. 3.1–3.3, 

je mit weiteren Hinweisen). Eine systematische Kontrollrechnung mit einem Stun-

densatz von Fr. 180.– ist nicht nötig, sofern bei der Festsetzung der Pauschale 

auf die konkreten Verhältnisse des jeweiligen Falls gebührend Rücksicht genom-

men wird und diese im Einzelfall nicht ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnis-

- 16 -

ses zu den vom Rechtsbeistand geleisteten Diensten steht (OGer ZH PA200004 

vom 22. April 2020 E. 4.4). Zu berücksichtigen ist insbesondere die Schwierigkeit 

des Falls (§ 2 Abs. 1 lit. e AnwGebV). Der vorliegende Fall ist in tatsächlicher und 

rechtlicher Hinsicht als durchschnittlich schwierig einzustufen, was eine Gebühr 

ungefähr in der Mitte des Gebührenrahmens rechtfertigen würde. Folglich er-

scheint die vom unentgeltlichen Rechtsbeistand geltend gemachte Entschädigung 

von Fr. 951.30 (inkl. 8.1 % Mehrwertsteuer) als angemessen. 

5.5. Eine Parteientschädigung ist dem Beschwerdeführer bei diesem Verfah-

rensausgang nicht zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1.

Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Kostenbefreiung) für das Beschwerdeverfahren wird als ge-

genstandslos geworden abgeschrieben.

2.

Das Gesuch des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren wird 

gutgeheissen.

3.

Dem Beschwerdeführer wird für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren 

Rechtsanwalt MLaw X._____ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt.

4.

Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung gemäss nachfolgendem 

Erkenntnis.

Es wird erkannt:

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Kosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

1.

2.

3.

- 17 -

4.

Rechsanwalt MLaw X._____ wird für seine Bemühungen als unentgeltlicher 

Rechtsbeistand des Beschwerdeführers im vorliegenden Beschwerdeverfah-

ren aus der Gerichtskasse mit Fr. 951.30 entschädigt.

Die Nachzahlungspflicht des Beschwerdeführers gemäss Art. 123 ZPO 

bleibt vorbehalten.

5.

Schriftliche Mitteilung an Rechtsanwalt MLaw X._____ im Doppel für sich 

und zuhanden des Beschwerdeführers, an die verfahrensbeteiligte Klinik, an 

das Einzelgericht (10. Abteilung) des Bezirksgerichts Zürich sowie an die 

Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw D. Fabio

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