# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6c3cb1c9-94aa-5443-a77c-2ad2d58333d0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-01-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.01.2011 C-1421/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1421-2010_2011-01-05.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III
C-1421/2010

Urteil vom 5. Januar 2011

Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz),
Richter Andreas Trommer, Richter Jean-Daniel Dubey,
Gerichtsschreiber Daniel Brand.

Parteien S._______, 
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Verweigerung der Einreisebewilligung in Bezug auf
T._______.

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Sachverhalt:

A. 
Am 17. Juni 2009 beantragte die aus der Dominikanischen Republik 
stammende, 1991 geborene T._______ (nachfolgend: Gesuchstellerin 
bzw. Eingeladene) bei der Schweizerischen Botschaft in Santo Domingo 
die Erteilung eines Einreisevisums für die Dauer von zwei Monaten, um 
bei dieser Gelegenheit auch ihre im Kanton Zürich wohnhafte Mutter 
S._______ (nachfolgend: Gastgeberin bzw. Beschwerdeführerin) 
besuchen zu können.

Nach Verweigerung der Visumserteilung in eigener Kompetenz übermittelte die Schweizerische Vertretung 
das Gesuch zur Prüfung und zum Entscheid an die Vorinstanz. Gleichzeitig wies sie darauf hin, dass die 
Eingeladene ihre Mutter in der Schweiz besuchen und anschliessend an einem Sprachkurs in Malta 
teilnehmen möchte.

B. 
Nachdem die Migrationsbehörde des Kantons Zürich bei der Gastgeberin 
ergänzende Auskünfte eingeholt und an das BFM weitergeleitet hatte, 
wies die Vorinstanz das Einreisegesuch mit Verfügung vom 11. Februar 
2010 ab. Dies im Wesentlichen mit der Begründung, die anstandslose 
und fristgerechte Wiederausreise nach einem Besuchsaufenthalt könne 
nicht als gesichert betrachtet werden. Die Gesuchstellerin lebe in einer 
Region, aus der als Folge der dort herrschenden wirtschaftlichen 
Verhältnisse ein anhaltend starker Zuwanderungsdruck festzustellen sei. 
Der Eingeladenen – jung, ledig und in keinem festen Arbeitsverhältnis 
stehend – oblägen im Heimatland weder zwingende berufliche 
Verpflichtungen noch familiäre Verantwortlichkeiten, die gegebenenfalls 
Gewähr für eine fristgerechte Rückkehr bieten könnten.

C. 
Mit Rechtsmitteleingabe vom 8. März 2010 beantragt die 
Beschwerdeführerin sinngemäss die Aufhebung der vorinstanzlichen 
Verfügung und die Erteilung des gewünschten Einreisevisums. Zur 
Begründung bringt sie im Wesentlichen vor, sie habe nicht nur sämtliche, 
von den Behörden einverlangte Unterlagen ordnungsgemäss eingereicht, 
sondern ebenso die Verpflichtung betreffend fristgerechter 
Wiederausreise der Gesuchstellerin abgegeben. Die Vorinstanz gehe zu 
Unrecht davon aus, die Wiederausreise ihrer Tochter nach einem 
Besuchsaufenthalt wäre nicht gesichert, absolviere diese doch in Santo 
Domingo ein Architekturstudium. Dort befinde sich, nicht zuletzt auch 
wegen ihrer Schwester und der Familie, ihr Lebensmittelpunkt. Zudem sei 

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sie – als  Gastgeberin – bereit, eine finanzielle Sicherstellung zu leisten. 
Im Weitern betont die Beschwerdeführerin, dass der Hauptzweck der 
Reise ihrer Tochter dem geplanten Sprachaufenthalt in Malta diene, sei 
es doch verständlich, dass junge Studentinnen für ihre berufliche Zukunft 
Sprachkenntnisse erwerben sollten und wollten.

Der Eingabe war unter anderem eine die Gesuchstellerin betreffende Studienbescheinigung beigelegt.

D. 
In ihrer Vernehmlassung vom 26. April 2010 spricht sich die Vorinstanz 
unter Erläuterung der bereits genannten Gründe für die Abweisung der 
Beschwerde aus. Ergänzend wird ausgeführt, gemäss den im 
vorinstanzlichen Verfahren gemachten Angaben der Beschwerdeführerin 
studiere die Eingeladene im ersten Semester Architektur. 
Erfahrungsgemäss vermöge unter den genannten persönlichen 
Umständen ein Studium in einem so frühen Stadium nicht derart 
verpflichtend zu wirken, dass es einem allfälligen Migrationswillen 
wirksam entgegen stehen würde; deshalb seien auch keine weiteren 
Belege eingefordert worden. Die auf Beschwerdeebene nachgereichten 
Unterlagen bestätigten lediglich die Einschreibung der Gesuchstellerin an 
der "Universidad Autonoma" von Santo Domingo bzw. die Bezahlung der 
Semestergebühr.

E. 
In ihrer Replik vom 1. Juni 2010 hält die Beschwerdeführerin an ihren 
Anträgen und deren Begründung vollumfänglich fest und bezeichnet die 
Abweisung des Einreisebegehrens angesichts der aufgezeigten 
familiären und persönlichen Bindungen ihrer Tochter im Heimatland als 
willkürlich.

F. 
Auf den weiteren Akteninhalt wird, soweit rechtserheblich, in den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1.  Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 

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Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer in Art. 33 VGG aufgeführten Behörde erlassen wurden. Darunter 
fallen u.a. Verfügungen des BFM betreffend Verweigerung der 
Einreisebewilligung, welche vom Bundesverwaltungsgericht endgültig 
beurteilt werden (Art. 83 Bst. c Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.  Sofern das Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt, 
richtet sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem 
VwVG (Art. 37 VGG).

1.3.  Die Beschwerdeführerin ist gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG zur 
Beschwerde berechtigt. Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten (Art. 50 und 52 VwVG).

2. 
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhaltes und – sofern nicht eine kantonale 
Behörde als Beschwerdeinstanz verfügt hat – die Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist 
gemäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten Gründen gutheissen oder abweisen. Massgebend ist 
grundsätzlich die Rechts- und Sachlage zum Zeitpunkt seines 
Entscheides (vgl. E. 1.2 des Urteils 2A.451/2002 vom 28. März 2003, 
teilweise publiziert in BGE 129 II 215).

3. 
Das schweizerische Ausländerrecht kennt weder ein allgemeines Recht 
auf Einreise noch gewährt es einen besonderen Anspruch auf Erteilung 
eines Visums. Die Schweiz ist daher – wie andere Staaten auch – 
grundsätzlich nicht gehalten, Ausländerinnen und Ausländern die Einreise 
zu gestatten. Vorbehältlich völkerrechtlicher Verpflichtungen handelt es 
sich dabei um einen autonomen Entscheid (vgl. Botschaft zum 
Bundesgesetz über Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, 
BBl 2002 3774; BGE 135 II 1 E. 1.1 mit Hinweisen).

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4. 
Die inländischen Bestimmungen über das Visumsverfahren und über die 
Ein- und Ausreise finden Anwendung, sofern die Schengen-
Assoziierungsabkommen keine abweichenden Bestimmungen enthalten 
(vgl. Art. 2 Abs. 4 und 5 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 
über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]).

5. 

5.1.  Angehörige von Drittstaaten benötigen zur Einreise in die Schweiz 
bzw. den Schengenraum für einen Aufenthalt von höchstens drei 
Monaten gültige Reisedokumente, die zum Grenzübertritt berechtigen, 
und ein Visum, sofern dieses erforderlich ist (vgl. Art. 5 Abs. 1 Bst. a AuG 
sowie Art. 2 Abs. 1 der Verordnung vom 22. Oktober 2008 über die 
Einreise und die Visumerteilung [VEV, SR 142.204] i.V.m. Art. 5 Abs. 1 
Bst. a und b der Verordnung [EG] Nr. 562/2006 des Europäischen 
Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen 
Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen 
[nachfolgend: Schengener Grenzkodex, SGK, ABl. L 105 vom 
13.04.2006, S. 1–32] und Art. 2 der Verordnung [EU] Nr. 265/2010 des 
Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. März 2010 zur 
Änderung des Übereinkommens zur Durchführung des Übereinkommens 
von Schengen und der Verordnung [EG] Nr. 562/2006 in Bezug auf den 
Verkehr von Personen mit einem Visum für einen längerfristigen 
Aufenthalt [ABl. L 85 vom 31.03.2010, S. 1–4]).

5.2.  Im Weiteren müssen Drittstaatsangehörige den Zweck und die 
Umstände ihres beabsichtigten Aufenthalts belegen und hierfür über 
ausreichende finanzielle Mittel verfügen (Art. 5 Abs. 1 Bst. b AuG, Art. 5 
Abs. 1 Bst. c SGK und Art. 14 Abs. 1 Bst. a - c der Verordnung [EG] 
Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 
2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft [nachfolgend: Visakodex, 
ABl. L 243 vom 15.09.2009, S. 1–58]). Namentlich haben sie zu belegen, 
dass sie den Schengenraum vor Ablauf der Gültigkeitsdauer des 
beantragten Visums wieder verlassen bzw. Gewähr für ihre fristgerechte 
Wiederausreise zu bieten (Art. 14 Abs. 1 Bst. d und Art. 21 Abs. 1 
Visakodex sowie Art. 5 Abs. 2 AuG). Ferner dürfen Drittstaatsangehörige 
nicht im Schengener Informationssystem (SIS) zur Einreiseverweigerung 
ausgeschrieben sein und keine Gefahr für die öffentliche Ordnung, die 
innere Sicherheit, die öffentliche Gesundheit oder die internationalen 

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Beziehungen eines Mitgliedstaats darstellen (Art. 5 Abs. 1 Bst. c AuG, 
Art. 5 Abs. 1 Bst. d und e SGK).

6. 
Anhang I zur Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 
2001 listet diejenigen Staaten auf, deren Staatsangehörige beim 
Überschreiten der Aussengrenzen der Schengen-Mitgliedstaaten im 
Besitze eines Visums sein müssen (ABl. L 81 vom 21.03.2001, S. 1–7, 
zum vollständigen Quellennachweis vgl. Fussnote zu Art. 4 Abs. 1 VEV). 
Da die Dominikanische Republik zu diesen Staaten zählt, unterliegt die 
Gesuchstellerin der Visumspflicht.

7. 

7.1.  Zur Prüfung des Kriteriums der gesicherten Wiederausreise muss 
ein zukünftiges Verhalten beurteilt werden. Dazu lassen sich in der Regel 
keine gesicherten Feststellungen, sondern lediglich Voraussagen 
machen. Dabei sind sämtliche Umstände des konkreten Einzelfalles zu 
würdigen.

7.2.  Anhaltspunkte zur Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise 
können sich aus der allgemeinen Lage im Herkunftsland der Besucherin 
oder des Besuchers ergeben.

Die Gesuchstellerin stammt aus der Dominikanischen Republik. Die Wirtschaft dieses Landes konnte sich 
zwar nach einer durch den Zusammenbruch dreier grosser Geschäftsbanken im Jahre 2003 verursachten 
schweren Krise – dank der Konsolidierungspolitik des im August 2004 gewählten (und im Mai 2008 
wiedergewählten) Staatspräsidenten und Regierungschefs Leonel Fernández Reyna – in beeindruckender 
Kürze erholen. Beleg dafür ist, anknüpfend an die hohen Wachstumsraten in den 90er Jahren, das seit 
2005 anhaltende Wirtschaftswachstum, welches – bei einer verhältnismässig niedrigen Inflationsrate von 
5% – im Jahre 2006 10,7% betrug. Mit diesem Erfolg gilt die Dominikanische Republik als wirtschaftliches 
Mittellohnland, was allerdings an der hohen Arbeitslosigkeit von rund 16% (Stand 2008) nichts geändert 
hat. Zudem hat sich die dominikanische Wirtschaft seit 2007, beeinflusst von der sich abschwächenden 
Weltwirtschaft, leicht abgekühlt. Festzustellen ist auch, dass die Transferzahlungen von im Ausland 
lebenden Staatsbürgern mit einem beträchtlichen Anteil – im Jahr 2008 waren es 6,8% – zum 
Bruttoinlandprodukt beitragen (Quellen: Webseite des deutschen Auswärtigen Amtes: www.auswaertiges-
amt.de, Aussen- und Europapolitik > Länderinformationen > Dominikanische Republik > Wirtschaft, Stand: 
September 2010; Webseite der Weltbank: www.worldbank.org, countries > Dominican Republic > Data & 
Statistics > Country Data Profile, beide Seiten besucht im Dezember 2010; vgl. auch Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts C-3710/2010 vom 7. Oktober 2010 E. 6.2).

http://www.auswaertiges-amt.de/
http://www.auswaertiges-amt.de/
http://www.worldbank.org/

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Die Tendenz zur Auswanderung aus der Dominikanischen Republik ist – wohl nicht zuletzt aufgrund der 
angespannten Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt – insbesondere in Kreisen der jüngeren, arbeitsfähigen 
Bevölkerung ungebrochen. Dabei gelten vor allem Nordamerika und Europa als Wunschdestinationen. Im 
Falle der Schweiz wird dabei nicht selten versucht, sich ein soziales Beziehungsnetz (Verwandte oder 
Freunde) zunutze zu machen, wo ein solches bereits besteht.

7.3.  Hinsichtlich der Rüge der Pauschalisierung ist der 
Beschwerdeführerin zwar insoweit zuzustimmen, als es zu schematisch 
und nicht haltbar wäre, generell und ohne spezifische Anhaltspunkte 
ausschliesslich aufgrund der allgemeinen Lage in der Herkunftsregion auf 
eine nicht hinreichend gesicherte Wiederausreise zu schliessen. Im 
Rahmen einer Gesamtwürdigung können jedoch aus der allgemeinen 
Lage im Herkunftsland und der Zuwanderungssituation Anhaltspunkte zur 
Beurteilung der fristgerechten Wiederausreise gewonnen werden. So 
können insbesondere Einreisegesuche von Bürgerinnen und Bürgern aus 
Staaten bzw. Regionen mit politisch oder wirtschaftlich vergleichsweise 
ungünstigen Verhältnissen darauf hindeuten, dass die persönliche 
Interessenlage in solchen Fällen nicht mit dem Ziel und Zweck einer 
zeitlich befristeten Einreisebewilligung in Einklang steht.

7.4.  Die eben genannten Umstände entbinden die Vorinstanz daher nicht 
von einer einzelfallbezogenen Beurteilung. Namentlich können berufliche, 
gesellschaftliche oder familiäre Verpflichtungen die Prognose für eine 
anstandslose Wiederausreise begünstigen. Andererseits muss bei 
Gesuchstellerinnen und Gesuchstellern, die in ihrer Heimat keine 
besonderen Verpflichtungen haben, die sie von einer möglichen 
Emigration abhalten könnten, aufgrund entsprechender Erfahrungen das 
Risiko eines fremdenpolizeilich nicht vorschriftsgemässen Verhaltens 
(nach bewilligter Einreise zu einem Besuchsaufenthalt) hoch eingeschätzt 
werden.

8. 

8.1.  Bei der Gesuchstellerin handelt es sich um eine 19-jährige, 
unverheiratete und kinderlose Frau. Gemäss den Angaben der 
Beschwerdeführerin gegenüber dem Migrationsamt des Kantons Zürich 
soll die Eingeladene zusammen mit ihrer Schwester bei der Grossmutter 
in Santo Domingo leben. Irgendwelche Indizien für das Bestehen eines 
besonderen Betreuungsbedarfs, der nur durch die Gesuchstellerin selbst 
abgedeckt werden könnte, sind aus den Akten allerdings nicht ersichtlich 
und werden von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Es 

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kann demnach nicht davon ausgegangen werden, im persönlichen oder 
familiären Umfeld der Eingeladenen seien Verpflichtungen oder gar 
Abhängigkeiten vorhanden, die besondere Gewähr für eine Rückkehr ins 
Heimatland bieten könnten. Tritt hinzu, dass in Situationen angespannter 
wirtschaftlicher und/oder politischer Verhältnisse selbst zurückbleibende 
nahe Angehörige regelmässig nicht verlässlich davon abhalten können, 
den Entscheid für eine Emigration zu fällen; sei dies etwa in der 
Hoffnung, die Zurückgebliebenen aus dem Ausland wirtschaftlich 
effizienter unterstützen zu können.

8.2.  Entsprechend grosse Bedeutung kommt deshalb den 
wirtschaftlichen Verhältnissen zu, in denen sich die Gesuchstellerin 
befindet. Im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung ging die Eingeladene 
keiner Erwerbstätigkeit nach, gab sie doch an, Studentin zu sein (vgl. Ziff. 
19 und 20 des persönlichen Einreisegesuches). Gegenüber der 
kantonalen Migrationsbehörde wies die Beschwerdeführerin darauf hin, 
ihre Tochter studiere Architektur im 1. Semester an der "Universidad 
Autonoma de Santo Domingo", und reichte auf Beschwerdeebene eine 
Immatrikulations-Bescheinigung sowie einen Stundenplan zu den Akten. 
Da die Gesuchstellerin ihr Studium erst vor kurzem aufgenommen hat, 
lässt sich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht abschätzen, welche 
beruflichen und wirtschaftlichen Perspektiven sie haben wird. Vor diesem 
Hintergrund müssen die Vorbringen auf Beschwerdeebene, wonach 
genügend Garantien für eine fristgerechte Wiederausreise vorhanden 
seien, als nicht ausschlaggebend bezeichnet werden.

8.3.  Für die Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gilt im 
Verwaltungsverfahren zwar grundsätzlich die Untersuchungsmaxime. 
Diese wird jedoch relativiert durch die Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. 
Art. 13 VwVG), welche namentlich insoweit greift, als eine Partei das 
Verfahren durch eigenes Begehren eingeleitet hat oder darin eigene 
Rechte geltend macht. Die Mitwirkungspflicht gilt vorab gerade für solche 
Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörden und welche 
diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand 
erheben können. Im vorliegenden Zusammenhang trifft das insbesondere 
auf die von der Beschwerdeführerin angerufenen Umstände – namentlich 
persönlicher Art – in der Heimat der Gesuchstellerin zu; solche Tatsachen 
lassen sich erfahrungsgemäss von den schweizerischen Behörden, wenn 
überhaupt, nur mit erhöhtem Aufwand abklären (BGE 124 II 361 E. 2b S. 
365, vgl. auch BGE 128 II 139 E. 2b S. 142 f.).

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Vorliegend wurde das erstinstanzliche Verfahren auf Antrag der Gesuchstellerin eingeleitet. Dass der 
Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise grosse Bedeutung zukommt, liegt bei einem Einreisevisum 
zu Besuchszwecken respektive zu einem Sprachaufenthalt in der Natur der Sache und muss nicht speziell 
hervorgehoben werden. Die Eingeladene hatte allen Anlass, ihre Verhältnisse – insbesondere in beruflicher 
und familiärer Hinsicht – möglichst vollständig offenzulegen und nach Möglichkeit auszuweisen. Die 
Vorinstanz stützte ihren anschliessenden negativen Entscheid denn auch auf die vorhandenen 
Visumsakten ab. Hingegen war sie nicht gehalten, die Beteiligten vorgängig zur Einreichung besonderer 
Nachweise aufzufordern, welche eine anstandslose und fristgerechte Wiederausreise als wahrscheinlich 
erscheinen liessen (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-1800/2006 vom 26. Juni 2008 E. 4.6 mit 
Hinweis). Die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach ihrer Tochter vor Erlass der Verfügung hätte 
Gelegenheit gegeben werden müssen, eine Studienbescheinigung nachzureichen, erweist sich somit als 
unbegründet.

9. 

9.1.  Aufgrund dieser Erwägungen durfte die Vorinstanz zu Recht davon 
ausgehen, die fristgerechte Wiederausreise sei nicht hinreichend 
gewährleistet. Zwar lässt sich diese Prognose nicht zu einer gesicherten 
Feststellung verdichten; sie genügt indessen, um die Erteilung einer 
Einreisebewilligung, auf welche ohnehin kein Rechtsanspruch besteht, 
abzulehnen.

An dieser Risikoeinschätzung vermag auch der Hinweis auf die von der Beschwerdeführerin als 
Gastgeberin verlangten Erklärungen und Garantien nichts zu ändern. Diese stellen zwar eine wesentliche, 
aber nicht die einzige Voraussetzung für die Visumerteilung dar. Bei fehlenden finanziellen Garantien wäre 
allerdings das Einreisebegehren allein schon aus diesem Grunde abzulehnen, weshalb sich eine 
Überprüfung dieser Garantien im Rahmen des formellen Verfahrens weder als willkürlich noch als 
überflüssig erweist. Zu betonen gilt es jedoch, dass die Integrität der Beschwerdeführerin in ihrer 
Eigenschaft als Gastgeberin nicht in Zweifel gezogen wird. In diesem Sinne kann auch ihre Zusicherung 
betreffend fristgerechter Rückkehr des Gastes nicht entscheidend sein: Bei der Abwägung des Risikos 
einer nicht fristgerechten Wiederausreise sind nämlich nicht so sehr die Einstellung und die Absichten der 
Gastgeberin, sondern in erster Linie das mögliche Verhalten des Gastes selbst von Bedeutung. Nur 
Letzterer ist in der Lage, hinreichend Gewähr für eine fristgerechte und anstandslose Wiederausreise zu 
bieten. Die Gastgeberin kann – wie dies in casu mit der Unterzeichnung einer Verpflichtungserklärung 
geschehen ist – zwar für gewisse finanzielle Risiken (Lebensunterhaltskosten während des 
Besuchsaufenthaltes, allfällige Kosten für Unfall und Krankheit sowie Rückreisekosten) Garantie leisten, 
nicht aber – mangels rechtlicher und faktischer Durchsetzbarkeit – für ein bestimmtes Verhalten des 
Gastes (vgl. BVGE 2009/27 E. 9). Die Gewähr für eine fristgerechte Wiederausreise kann insbesondere 
nicht durch die Leistung einer finanziellen Sicherstellung oder Kaution, welche die Beschwerdeführerin 
anbietet, ersetzt werden.

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Der (durchaus verständliche) Wunsch der Beschwerdeführerin, der eingeladenen Tochter ihr Lebensumfeld 
in der Schweiz zeigen zu können, hat demnach in den Hintergrund zu treten, zumal zu Recht nicht geltend 
gemacht wird, die Wahrnehmung familiärer Kontakte könne in zumutbarer Weise nur durch Besuche der 
Eingeladenen in der Schweiz verwirklicht werden. Der Beschwerdeführerin bleibt es unbenommen, ihre 
Tochter sowie die übrigen Verwandten in der Dominikanischen Republik zu besuchen.

9.2.  Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich vorbringt, andere junge 
Frauen im vergleichbaren Alter wie ihre Tochter erhielten von der 
Schweizerischen Botschaft in Santo Domingo problemlos ein 
Einreisevisum, gilt es darauf hinzuweisen, dass sich mangels näherer 
Angaben einerseits nicht eruieren lässt, unter welchen Umständen den 
nicht namentlich bezeichneten Personen in der Vergangenheit ein Visum 
erteilt wurde. Andererseits weist jeder Einzelfall – wie vorliegend belegt – 
eine ihm eigene und spezifische Konstellation auf, so dass er nicht ohne 
weiteres mit anderen, angeblich gleich gelagerten Fällen verglichen 
werden kann.

10. 
Aus den dargelegten Gründen ist daher nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz das öffentliche Interesse sowie die Beachtung der geltenden 
Bestimmungen entsprechend gewichtete und der Gesuchstellerin die 
Einreise verweigerte. Die angefochtene Verfügung ist somit im Ergebnis 
rechtmässig (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist demzufolge 
abzuweisen.

11. 
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens wird die unterliegende 
Beschwerdeführerin kostenpflichtig (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die 
Verfahrenskosten sind auf Fr. 700.- festzusetzen (Art. 1 ff. des 
Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 
173.320.2]).

Dispositiv Seite 12

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Seite 11

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Seite 12

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 700.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Sie werden mit dem am 23. März 2010 geleisteten 
Kostenvorschuss gleicher Höhe verrechnet.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref-Nr. […] zurück)
– das Migrationsamt des Kantons Zürich (ad ZH […])

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Daniel Brand

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