# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 30581c23-212c-55f0-922f-bbdc82d39769
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-10
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 10.02.2021 LF210012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LF210012_2021-02-10.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LF210012-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichterin lic. iur. R. Bantli Keller sowie 

Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Kröger 

Beschluss vom 10. Februar 2021 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller und Berufungskläger, 

 

gegen 

 

B._____ [Personalvorsorge], 
Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, 

 
betreffend Bauhandwerkerpfandrecht 

 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes Audienz des Bezirksgerichts Zürich 
vom 13. Januar 2021 (ES210002) 
 

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Erwägungen: 

1. 

1.1. Die B._____ (Gesuchsgegnerin) ist Eigentümerin der Liegenschaft Kat. Nr. 1, 

GBBl. Nr. 2, C._____-strasse … in … Zürich (act. 3/42). Die D._____ GmbH ist Mie-

terin von Räumlichkeiten an dieser Adresse (vgl. act. 14/45). A._____ (Gesuchsteller) 

ist Inhaber des Einzelunternehmens E._____ und nahm im Auftrag der Mieterin In-

nenausbau-Arbeiten vor (namentlich Arbeiten an Küche, Sanitär- und Elektroanla-

gen, Verlegung von Vinylböden, Erstellung von Trennwänden, Schreiner-, Gipser- 

und Malerarbeiten; vgl. act. 14/1-4). Am 24. März und 7. Juli 2020 leistete die 

D._____ GmbH je eine Akontozahlung von Fr. 30'000.– (act. 14/38-39). Am 16. No-

vember 2020 erhob der Gesuchsteller unter Hinweis auf die Schlussabrechnung vom 

9. September 2020 Betreibung für eine Restforderung von Fr. 36'277.90 nebst Zins 

(act. 14 A). Am 19. November 2020 leistete die D._____ GmbH eine Restzahlung 

von Fr. 18'000.– (act. 14/40). 

1.2. Am 11. Januar 2021 stellte der Gesuchsteller beim Einzelgericht des Bezirksge-

richtes Zürich (Vorinstanz) ein Gesuch um (superprovisorische) Eintragung eines 

Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin für eine For-

derung von Fr. 18'277.90 nebst Zins (act. 9/1-2). Mit Urteil vom 13. Januar 2021 wies 

die Vorinstanz das Gesuch ab (act. 11 [= act. 13 = act. 4]).  

1.3. Dagegen erhob der Gesuchsteller am 3. Februar 2021 Berufung beim Oberge-

richt. Er beantragt, sein Gesuch um (superprovisorische) Eintragung des Bauhand-

werkerpfandrechts sei gutzuheissen; der Rechtsvorschlag sei zu beseitigen und 

Rechtsöffnung zu erteilen (act. 12).  

1.4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1–9). Das Verfahren ist 

spruchreif. Soweit der Gesuchsteller eine superprovisorische Eintragung im Beru-

fungsverfahren beantragt, wird das Gesuch mit dem heute auszufällenden Endent-

scheid gegenstandslos. 

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2. 

2.1. Mit der Berufung kann unrichtige Rechtsanwendung oder unrichtige Feststel-

lung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Neue Tatsachen und 

Beweismittel (Noven) werden im Berufungsverfahren nur berücksichtigt, wenn sie 

ohne Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor ers-

ter Instanz hätten vorgebracht werden können (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Wird wie hier 

ein im summarischen Verfahren ergangener Entscheid angefochten, ist die Berufung 

innert zehn Tagen seit Zustellung des angefochtenen Entscheids einzureichen (Art. 

321 Abs. 2 ZPO). 

2.2. Gemäss Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO gilt eine eingeschriebene Postsendung, die 

nicht abgeholt wurde, am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch als 

zugestellt, sofern der Adressat mit einer Zustellung rechnen musste (sog. Zustellfikti-

on). Letzteres ist der Fall beim Gesuchsteller, der das Verfahren einleitete. Der Ge-

suchsteller hatte in seinem Gesuch zwei Adressen der E._____ angegeben; im bei-

gelegten Formular wurde nur noch die Adresse an der F._____-gasse … in G._____ 

genannt (act. 1-2). Die Vorinstanz sandte den angefochtenen Entscheid an die im 

Handelsregister eingetragene Domiziladresse des Einzelunternehmens am H._____-

weg … in I._____. Die Sendung wurde dem Gesuchsteller am 16. Januar 2021 an 

dieser Adresse zur Abholung gemeldet und nach der am 23. Januar 2021 abgelaufe-

nen Abholfrist an die Vorinstanz retourniert (act. 6). Am 28. Januar 2021 erkundigte 

sich der Gesuchsteller bei der Vorinstanz nach dem Stand des Verfahrens und er-

klärte, an der im Handelsregister eingetragenen Adresse halte sich niemand auf, 

weshalb im Gesuch die Adresse F._____-gasse … in G._____ angegeben worden 

sei (act. 7). Am 29. Januar 2021 stellte die Vorinstanz den Entscheid dem Gesuch-

steller nochmals an der angegebenen Adresse zu mit dem Hinweis auf die Zustellfik-

tion nach Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO. Würde auf die erste Zustellung abgestellt, wäre 

die Berufungsfrist am 2. Februar 2021 abgelaufen und die am 3. Februar 2021 bei 

der Post aufgegebene Berufung verspätet. Welche Zustellung hier massgebend ist, 

kann aber letztlich offen bleiben, da auch dann nicht auf die Berufung eingetreten 

werden kann, wenn diese rechtzeitig war. 

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2.3. Gestützt auf Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 und Art. 839 ZGB können Handwerker oder 

Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder zu anderen Werken, zu Ab-

brucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Material 

und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben, ein Pfandrecht auf diesem Grundstück 

eintragen lassen (sog. Bauhandwerkerpfandrecht). Die Eintragung hat bis spätestens 

vier Monate nach Vollendung der Arbeiten zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Belas-

tet wird das Grundstück, auf dem die Bauarbeiten erfolgten. Der Anspruch auf Errich-

tung eines Bauhandwerkerpfandrechtes richtet sich deshalb gegen den Eigentümer 

des Grundstücks, auch wenn die Leistungen nicht in seinem Auftrag erbracht worden 

sind. Voraussetzung ist aber, dass der Grundeigentümer seine Zustimmung zur Aus-

führung der Arbeiten erteilt hat (Art. 837 Abs. 2 ZGB).  

2.4. Die Vorinstanz wies das Gesuch um Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-

rechts ab, da der Gesuchsteller weder ausgeführt noch belegt hatte, dass die Ge-

suchsgegnerin als Grundeigentümerin ihre Zustimmung zu den Arbeiten erteilt hatte 

(act. 12). Der Gesuchsteller reicht mit seiner Berufung eine E-Mail der Gesuchsgeg-

nerin nach, gemäss welcher die Mieterin zum Innenausbau berechtigt gewesen sei 

(act. 14/45). Er ersucht unter Hinweis darauf um Eintragung des Bauhandwerker-

pfandrechts (act. 12).  

2.5. Es ist nicht ersichtlich, dass es dem Gesuchsteller nicht möglich gewesen wäre, 

dies bereits mit seinem Gesuch vor Vorinstanz vorzubringen. Die neue Beilage kann 

daher im Berufungsverfahren nicht mehr berücksichtigt werden (act. 317 Abs. 1 ZPO, 

E. 2.1.). Im Übrigen äussert sich der Gesuchsteller nicht zu den Ausführungen der 

Vorinstanz im angefochtenen Entscheid. Auf die Berufung ist daher nicht einzutreten. 

Im Rahmen der vorläufigen Eintragung des Pfandrechts wird weiter noch nicht über 

den Bestand der Forderung gegenüber der D._____ GmbH entschieden, sondern es 

muss als Voraussetzung für die Eintragung des Pfandrechts nur glaubhaft gemacht 

werden, dass eine Forderung besteht. Auf die Begehren um Beseitigung des 

Rechtsvorschlags bzw. Rechtsöffnung kann daher in diesem Verfahren ebenfalls 

nicht eingetreten werden.  

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2.6. Der Gesuchsteller ist darauf hinzuweisen, dass er sein Gesuch um Eintragung 

des Bauhandwerkerpfandrechts mit einer ergänzten Begründung und weiteren Beila-

gen bei der Vorinstanz erneut einreichen kann. Wie die Vorinstanz bereits ausgeführt 

hat, sind die Voraussetzungen des Anspruchs auf Eintragung glaubhaft zu machen, 

wobei keine allzu strengen Anforderungen gestellt werden (Art. 261 Abs. 1 ZPO; Art. 

961 Abs. 3 ZGB; act. 11 E. 2.2.). Der Gesuchsteller muss sein Gesuch aber begrün-

den und soweit möglich mit Unterlagen dokumentieren. Dartun muss er (neben der 

bereits erwähnten Zustimmung des Grundeigentümers) insbesondere die von ihm 

geltend gemachte Forderung, welche (letzten) Arbeiten er ausgeführt hat, und dass 

seit Vollendung der Arbeiten noch keine vier Monate verstrichen sind. Die Ausfüh-

rungen sind (soweit möglich) mit den massgeblichen Grundbuchauszügen, Werkver-

trägen, schriftlichen Aufträgen, Arbeitsrapporten, Rechnungen sowie allenfalls E-

Mails und Briefen zu belegen. Zu beachten ist ausserdem, dass die viermonatige 

Frist für die Eintragung nicht mit der Stellung des Gesuchs, sondern nur mit dem ef-

fektiven Eintrag im Grundbuch gewahrt ist. Es empfiehlt sich deshalb, das Gesuch 

einige Tage vor Ablauf der Frist zu stellen, damit das Gericht Zeit zur Bearbeitung 

hat. Daran ändert eine Abwesenheit nichts, wie sie der Gesuchsteller mit der Beru-

fung für die zweite Hälfte des laufenden Kalendermonats ankündigt (act. 14 S.4). Wie 

bereits die Vorinstanz festhielt sind die Unterlagen überdies leserlich und vollständig 

einzureichen (act. 11 E. 3.).  

3. 

Ausgangsgemäss sind die Kosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 

ZPO). Der Gegenpartei ist mangels Umtrieben im vorliegenden Verfahren keine Par-

teientschädigung zuzusprechen.  

 

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Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 

2. Das Gesuch um superprovisorische Eintragung wird abgeschrieben. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt und dem 

Gesuchsteller auferlegt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage 

von act. 12, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die 

Vorinstanz, je gegen Empfangsschein und an die Obergerichtskasse 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 18'277.90. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Kröger 
 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 10. Februar 2021
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
	2. Das Gesuch um superprovisorische Eintragung wird abgeschrieben.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt und dem Gesuchsteller auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchsgegnerin unter Beilage von act. 12, sowie – unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein und an die Obergerichtskasse
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...