# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3852cc8d-6ada-5ffc-8927-9fccd042233a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.07.2023 D-3723/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3723-2023_2023-07-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3723/2023 

law/fes 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J u l i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter David R. Wenger; 

Gerichtsschreiberin Sarah Ferreyra. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei, 

(…), 

Beschwerdeführer,  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Flüchtlingseigenschaft und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 30. Mai 2023 / N (…). 

 

 

 

D-3723/2023 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge im November 2021 

die Türkei legal mit dem Flugzeug und seinem eigenen Reisepass Rich-

tung Serbien verliess, ihm von dort aber die Weiterreise nicht gelang, wes-

halb er mit einem Auto über eine offiziellen Grenzübergang wieder in die 

Türkei zurückkehrte, einen Schlepper organisierte, am 14. Dezember 2021 

seine Heimat definitiv verliess und am 17. Dezember 2021 in die Schweiz 

einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Anhörung vom 1. Februar 2022 zur Begründung sei-

nes Asylgesuches geltend machte, er stamme aus einer politischen Familie 

aus B._______, sein Onkel habe sich politisch betätigt und sei in den 

1990er-Jahren verschwunden, sein Vater und ein anderer Onkel seien 

Sympathisanten der HDP (Halklarln Demokratik Partisi, zu Deutsch Demo-

kratische Partei der Völker) ohne spezielle Funktion gewesen, weshalb sie 

in den 1990er-Jahren verhaftet, während einer Woche festgehalten, be-

fragt und gefoltert, jedoch im (…) 1994 vom Vorwurf der illegalen Aktivitä-

ten freigesprochen worden seien, 

dass seine Mutter von 2013 bis 2016 (…) der HDP ihres Wohnquartieres 

gewesen sei und er sie gelegentlich an deren Sitzungen bei der HDP be-

gleitet habe, 

dass während der Tätigkeit seiner Mutter wiederholt Razzien bei ihnen zu-

hause stattgefunden hätten, 

dass er kein offizielles Mitglied der HDP gewesen sei, jedoch im Jahre 2015 

im Vorfeld der damaligen Wahlen für deren Anliegen geworben habe, 

dass er im selben Jahr von Polizisten angehalten und angefragt worden 

sei, für sie als Informant zu arbeiten, und sie ihn, als er eine Zusammenar-

beit abgelehnt habe, bedroht hätten, woraufhin er sich in Bezug auf politi-

sche Aktivitäten zurückgenommen habe, 

dass er im Jahr 2018 seinen Eltern, welche als Urnenbeauftragte fungiert 

hätten, behilflich gewesen sei, wobei er keine eigentlichen eigenen Aktivi-

täten ausgeübt habe, 

dass er ab 2015 regimekritische Posts in den sozialen Medien platziert 

habe, deswegen jedoch keine Probleme mit den Behörden gehabt habe, 

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dass gegen ihn jedoch ein Verfahren im Zusammenhang mit dem Konsum 

von Marihuana eröffnet worden sei, 

dass er im Oktober 2021 von maskierten Personen, vermutlich Polizisten 

angehalten und erneut zur Mitarbeit als Informant aufgefordert worden sei, 

wobei er auch auf die politischen Aktivitäten seiner Verwandten und seiner 

Verlobten angesprochen worden sei, 

dass er das Angebot erneut ausgeschlagen habe, woraufhin er bedroht 

worden sei und die Auflage erhalten habe, sich nach Ablauf von 15 Tagen 

bei den Behörden zu melden, 

dass ihm sein Vater vor diesem Hintergrund zur Ausreise geraten habe, er 

dem Wunsch des Vaters umso lieber nachgekommen sei, als seine Ver-

lobte aufgrund ihres politischen Engagements für die HDP im Jahre 2019 

zu Unrecht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden sei, 

dass er nach seiner Ausreise von den Behörden zuhause gesucht worden 

sei, was nach seiner Ansicht im Zusammenhang mit seinen exilpolitischen 

Aktivitäten in der Schweiz stehen könnte, 

dass er wiederholt einen kurdischen Verein ([…]) besucht und regimekriti-

sche Posts auf Twitter platziert habe, zudem im Januar 2022 öffentlich da-

für geworben habe, dass die PKK (Partiya Karkerên Kurdistanê, zu 

Deutsch Arbeiterpartei Kurdistans) in einigen Ländern von der Liste der ter-

roristischen Organisationen gestrichen werde, der Aufruf gefilmt und in den 

Onlinezeitungen (…) und (…) erschienen sei, 

dass er Gerichtsdokumente betreffend seine Verwandte und seine Ver-

lobte, einen Zivilregisterauszug, Fotos von ihm an HDP-Kundgebungen im 

Zeitraum 2015-2018, eine Liste mit Links inklusive Video auf einem USB-

Stick zu seinen exilpolitischen Aktivitäten und diverse Auszüge von Posts 

von seinem Twitter-Account einreichte, 

dass der Beschwerdeführer am 8. Februar 2022 dem erweiterten Verfah-

ren und dem Kanton C._______ zugewiesen wurde, 

dass das SEM am 16. November 2022 den Beschwerdeführer aufforderte, 

Dokumente betreffend seine exilpolitischen Tätigkeiten inklusive Überset-

zungen einzureichen, 

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. Dezember 2022 die ge-

forderten Dokumente und einen USB-Stick mit einem Video einreichte, 

dass das SEM mit Verfügung vom 30. Mai 2023 – eröffnet am 1. Juni 2023 

– feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, 

sein Asylgesuch vom 17. Dezember 2021 ablehnte, die Wegweisung aus 

der Schweiz verfügte und den Vollzug der Wegweisung anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Juli 2023 gegen diesen 

Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und bean-

tragte, er sei als Flüchtling anzuerkennen und vorläufig aufzunehmen, 

eventualiter sei die Sache an das SEM zur vollständigen Sachverhaltsfest-

stellung zurückzuweisen, 

dass er zudem in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, es sei ihm die 

unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, von der Erhebung eines Kos-

tenvorschusses abzusehen und ihm ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu 

bestellen, 

dass mit der Beschwerde eine Fürsorgebestätigung vom 3. Juli 2023 und 

ein Foto des Beschwerdeführers an einer Kundgebung vom (…) 2022 in 

C._______ eingereicht wurden, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls in der Regel 

– so auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen 

(Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 

Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass in der Beschwerde die Asylgewährung nicht beantragt wird und sich 

deren Begründung nur auf das exilpolitische Engagement des Beschwer-

deführers bezieht, 

dass die Frage der Asylgewährung mithin nicht Gegenstand des Be-

schwerdeverfahrens bildet und vorliegend einzig zu prüfen ist, ob der Be-

schwerdeführer wegen subjektiver Nachfluchtgründe als Flüchtling vorläu-

fig aufzunehmen ist oder nicht, 

dass der Eventualantrag, die Sache sei zur vollständigen Sachverhaltsab-

klärung an das SEM zurückzuweisen, nicht begründet wird, und die Durch-

sicht der Akten ergibt, dass das SEM den Sachverhalt hinreichend erstellt 

hat, weshalb der Rückweisungsantrag abzuweisen ist, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass subjektive Nachfluchtgründe im Sinne von Art. 54 AsylG geltend 

macht, wer sich darauf beruft, durch sein Verhalten nach der Ausreise aus 

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dem Heimat- oder Herkunftsstaat eine Gefährdungssituation erst geschaf-

fen worden ist, 

dass subjektive Nachfluchtgründe zwar die Flüchtlingseigenschaft im 

Sinne von Art. 3 AsylG begründen, jedoch gemäss Art. 54 AsylG zum Aus-

schluss des Asyls führen, unabhängig davon, ob sie missbräuchlich oder 

nicht missbräuchlich gesetzt wurden, 

dass stattdessen Personen, welche subjektive Nachfluchtgründe nachwei-

sen oder glaubhaft machen können, als Flüchtlinge vorläufig aufgenom-

men werden (vgl. BVGE 2009/29 E. 5.1, 2009/28 E. 7.1 m.w.H.), 

dass das SEM in der Verfügung zutreffend ausführt, die geltend gemachten 

Besuche in einem kurdischen Verein in der Schweiz habe der Beschwer-

deführer nicht stichhaltig belegt, was auch für die geltend gemachte Teil-

nahme an einer Kundgebung in D._______, an der nach eigenen Angaben 

keine spezielle Aufgabe wahrgenommen und mit 200 bis 300 anderen Per-

sonen teilgenommen habe, gelte, 

dass in Bezug auf die von ihm angeführte Unterschriftensammlung in 

E._______ im Januar 2022 zwar ein entsprechender Beitrag auch in den 

(…) gesendet worden sei, seine Rede beziehungsweise sein Beitrag darin 

jedoch lediglich wenige Sekunden gedauert habe, 

dass der Beschwerdeführer aufgrund der geltend gemachten exilpoliti-

schen Aktivitäten in der Schweiz kein herausragendes politisches Profil be-

gründen könne, welches ein weitergehendes Verfolgungsinteresse der tür-

kischen Behörden an seiner Person nach sich ziehe, was auch für seine 

Posts gelte, welche er in den sozialen Medien platziert habe, 

dass seine Posts zum einen inhaltlich gesehen keinen sonderlich regime-

kritischen Inhalt aufweisen würden, zum anderen konkrete Hinweise fehlen 

würden, dass er mit seinen Aktivitäten in den sozialen Medien aus der Sicht 

ein Profil generiert haben könnte, welches ein weitergehendes Interesse 

der türkischen Behörden an seiner Person zu generieren vermöge, 

dass beim Vorbringen, er sei zwischenzeitlich von den Behörden zuhause 

gesucht worden, und er vermute, diese Suche hänge mit seinem exilpoliti-

schen Engagement im Ausland zusammen, um eine reine Mutmassung 

seinerseits handle, welche er mit keinen stichhaltigen Beweismitteln belegt 

habe, 

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dass in Bezug auf seine angeführten, bereits in der Türkei ab 2015 plat-

zierten, unter anderem auch regimekritischen Posts in den sozialen Medien 

einerseits konkrete Nachweise für eine solche Aktivität fehlen würden und 

er andererseits gemäss eigenen Angaben in diesem Zusammenhang keine 

Probleme mit den Behörden gehabt habe, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 3. Juli 2023 im Wesent-

lichen bereits Bekanntes wiederholt, indem er geltend macht, er sei seit 

seiner Einreise in die Schweiz politisch in der Kurdensache aktiv, und er 

sei nicht bloss ein einfacher Teilnehmer, sondern habe Unterschriften ge-

sammelt, eine Rede vor der Kamera gehalten und sei auf Fotos in Online-

Zeitungen abgebildet gewesen, 

dass er indessen keine Argumente vorbringt, die allenfalls geeignet wären, 

das durch seine exilpolitischen Aktivitäten generierte politische Profil an-

ders als das SEM in der angefochtenen Verfügung einzuschätzen, 

dass hinsichtlich der neuerlichen Behauptung in der Beschwerde, die tür-

kischen Behörden würden offensichtlich nach ihm suchen, sie hätten die 

seine Familie bereits zweimal aufgesucht, um ihn zu finden, und es sei 

eindeutig, dass die türkischen Behörden von seinen Aktivitäten Kenntnis 

erlangt und mit Sicherheit bereits eine Untersuchung eingeleitet hätten, 

festzuhalten ist, dass der Beschwerdeführer weiterhin keine Belege ein-

reicht, welche seine Mutmassungen belegen würden, 

dass er auf dem mit der Beschwerde eingereichten Foto gemäss seinen 

Angaben auf dem (…) in C._______, als ein Demonstrationsteilnehmer un-

ter vielen zu sehen ist und er als Person nicht besonders ins Auge sticht, 

weshalb nicht davon auszugehen ist, die türkischen Behörden würden des-

wegen in ihm eine Gefahr für das türkische Regime erblicken, 

dass der Beschwerdeführer darüber hinaus nichts vorbringt, was hinsicht-

lich der Flüchtlingseigenschaft aufgrund von exilpolitischen Tätigkeiten zu 

einer von derjenigen des SEM abweichenden Beurteilung führen könnte 

und auf die zutreffende Begründung in der angefochtenen Verfügung ver-

wiesen werden kann, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft wegen subjektiven Nachfluchtgründen im Sinne von Art. 54 AsylG 

nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, 

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dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung mit zutreffender Begrün-

dung dargelegt hat, weshalb keine Wegweisungsvollzughindernisse vorlie-

gen, und auf diese verwiesen werden kann, zumal den diesbezüglich Er-

wägungen des SEM in der Beschwerde nichts entgegengehalten wird, 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass der Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ver-

zichten, mit dem vorliegenden Urteil in der Sache als gegenstandslos er-

weist, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung ungeachtet der prozessualen Bedürftigkeit des Be-

schwerdeführers abzuweisen sind, da sich die Beschwerdebegehren ent-

sprechend den vorstehenden Erwägungen von vornherein als aussichtlos 

erwiesen haben, 

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Seite 9 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 750.–  

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.–  werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Walter Lang Sarah Ferreyra