# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0dea16d7-10af-54bd-b50a-1d7cd277d6e7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2019 B-3236/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3236-2019_2019-08-13.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-3236/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 1 9  

Besetzung 
 Richter Ronald Flury (Vorsitz), 

Richter Pietro Angeli-Busi, Richter Francesco Brentani,  

Richter Stephan Breitenmoser, Richter Pascal Richard; 

Gerichtsschreiber Davide Giampaolo. 
 

 
 

Parteien 
 X._______,  

vertreten durch Dr. iur. Stefan Kohler, Rechtsanwalt,  

Vischer AG,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

FMH, Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte, 

Einsprachekommission Weiterbildungstitel,  

handelnd durch Schweizerisches Institut für 

ärztliche Weiter- und Fortbildung SIWF, 

Beschwerdegegnerin.  

 

Gegenstand 
 Kostenentscheid im Verfahren B-3706/2014  

nach Rückweisung durch das Bundesgericht  

(Urteil 2C_39/2018 vom 18. Juni 2019). 

B-3236/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass X._______ am 2. Juli 2012 bei der Titelkommission des Schweizeri-

schen Instituts für ärztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) ein Gesuch um 

Erteilung des Schwerpunkttitels «Reproduktionsmedizin und gynäkologi-

sche Endokrinologie» stellte, 

dass die Titelkommission des SIWF mit Entscheid vom 5. Juli 2013 dieses 

Gesuch abwies, 

dass die Einsprachekommission Weiterbildungstitel des SIWF die von 

X._______ dagegen erhobene Einsprache mit Entscheid vom 28. Mai 

2014 abwies, 

dass sich X._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer) hiergegen mit 

Beschwerde vom 2. Juli 2014 an das Bundesverwaltungsgericht wandte 

(Verfahren B-3706/2014) und dabei die Aufhebung des Entscheids der Ein-

sprachekommission vom 28. Mai 2014 und die Erteilung des Schwerpunkt-

titels «Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrinologie», even-

tualiter die Rückweisung der Sache an die Einsprachekommission zur Neu-

beurteilung beantragte, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil B-3706/2014 vom 

28. November 2017 die Beschwerde guthiess, den Entscheid der Ein-

sprachekommission vom 28. Mai 2014 aufhob und die Angelegenheit zur 

Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Einsprachekommission 

zurückwies, 

dass das Bundesgericht die von der Verbindung der Schweizer Ärztinnen 

und Ärzte (FMH), handelnd durch das SIWF, dagegen geführte 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit Urteil 

2C_39/2018 vom 18. Juni 2019 guthiess und das Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts B-3706/2014 vom 28. November 2017 aufhob (Dispositiv-

Ziff. 1), 

dass das Bundesgericht unter anderem erwog, dass die Erteilung des 

Schwerpunkttitels «Reproduktionsmedizin und gynäkologische Endokrino-

logie» eine privatrechtliche Tätigkeit der (durch das SIWF handelnden) 

FMH darstelle, weshalb das Bundesverwaltungsgericht – in Ermangelung 

einer zulässigen Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. h des Verwaltungs-

gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32 [«Organisationen 

B-3236/2019 

Seite 3 

ausserhalb der Bundesverwaltung, die in Erfüllung ihnen übertragener öf-

fentlich-rechtlicher Aufgaben des Bundes verfügen»]) – zu Unrecht auf die 

Beschwerde eingetreten sei, 

dass das Bundesgericht die Sache zur Neuverlegung der Kosten und Ent-

schädigungen des Verfahrens vor Bundesverwaltungsgericht an dieses 

zurückwies (Dispositiv-Ziff. 4), 

dass daher über die Kosten und Entschädigungen im Verfahren 

B-3706/2014 neu zu befinden ist, wobei in prozessualer Hinsicht die (durch 

das SIWF handelnde) FMH entsprechend den nachinstanzlichen Erwägun-

gen nicht als Vorinstanz, sondern als Beschwerdegegnerin zu behandeln 

ist (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), 

dass sich die Gerichtsgebühr nach Umfang und Schwierigkeit der Streit-

sache, Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien bestimmt 

(Art. 63 Abs. 4bis des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 

1968 [VwVG, SR172.021]; Art. 2 Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass unter Berücksichtigung der Komplexität der Streitsache und des – un-

abhängig vom Ergebnis entstandenen – Verfahrensaufwands die Gerichts-

gebühr für das Verfahren B-3706/2014 auf Fr. 2'000.– festzusetzen ist, 

dass nach Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Regel die unterliegende Partei die 

Verfahrenskosten zu tragen hat, 

dass eine Partei als unterliegend gilt, wenn ihren Begehren aus formellen 

oder materiellen Gründen nicht entsprochen wird, wobei praxisgemäss die 

Anträge der beschwerdeführenden Partei und das Ergebnis der Anfech-

tung des vorinstanzlichen Entscheids verglichen werden (vgl. BGE 123 V 

156 E. 3c; 123 V 159 E. 4b; MARCEL MAILLARD, in: Waldmann/Weissenber-

ger [Hrsg.], Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 63 VwVG N. 14), 

dass entsprechend dem nachinstanzlichen Urteil der Beschwerdeführer 

hinsichtlich des Kostenpunkts im Verfahren B-3706/2014 so zu behandeln 

ist, wie wenn das Bundesverwaltungsgericht auf seine Beschwerde nicht 

eingetreten wäre,  

dass er daher so zu stellen ist, wie wenn seinen Rechtsbegehren (aus 

formellen Gründen) nicht entsprochen wird, 

B-3236/2019 

Seite 4 

dass mithin der Beschwerdeführer im Verfahren B-3706/2014 als unter-

liegend zu betrachten ist, weshalb ihm die Verfahrenskosten von 

Fr. 2'000.– aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass demgegenüber die nunmehr im Verfahren B-3706/2014 als ob-

siegend zu betrachtende Beschwerdegegnerin keine Verfahrenskosten zu 

tragen hat (Art. 63 Abs. 1 und 3 VwVG), 

dass gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG (i.V.m. Art. 7 ff. VGKE) obsiegenden 

und anwaltlich vertretenen Parteien von Amtes wegen oder auf Begehren 

hin eine Parteientschädigung für die ihnen erwachsenen notwendigen und 

verhältnismässig hohen Kosten zuzusprechen ist, 

dass die Beschwerdegegnerin im Verfahren B-3706/2014 nicht anwaltlich 

vertreten war, 

dass im Übrigen weder ersichtlich noch von der Beschwerdegegnerin 

geltend gemacht worden ist, dass ihr zur Wahrung ihrer Interessen im Ver-

fahren B-3706/2014 Umtriebe entstanden sind, welche den Rahmen 

dessen überschreiten, was üblicher- und zumutbarerweise von einer Ver-

fahrenspartei erwartet werden kann (vgl. BGE 125 II 518 E. 5; WEISSEN-

BERGER/HIRZEL, in: Walmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar 

VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 7 VGKE N. 5 m.w.H.), 

dass daher der Beschwerdegegnerin für das Verfahren B-3706/2014 keine 

Parteientschädigung zuzusprechen ist, 

dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung hat (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE), 

dass für den vorliegenden Kostenentscheid (Verfahren B-3236/2019) von 

der Auferlegung von Verfahrenskosten und der Zusprechung von Partei-

entschädigungen abzusehen ist (Art. 6 Bst. b und Art. 7 Abs. 4 VGKE). 

 

  

B-3236/2019 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Für das Verfahren B-3706/2014 werden dem Beschwerdeführer 

Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 2'000.– auferlegt. Nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Entscheids wird dieser Betrag dem im 

Verfahren B-3706/2014 geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe 

entnommen. 

2.  

Für das Verfahren B-3706/2014 werden keine Parteientschädigungen 

zugesprochen. 

3.  

Für das vorliegende Verfahren B-3236/2019 werden keine Verfahrens-

kosten erhoben und es werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Rechtsvertreter; Gerichtsurkunde); 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde); 

– das Eidgenössische Departement des Innern EDI (Gerichtsurkunde). 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Ronald Flury Davide Giampaolo 

  

B-3236/2019 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-

richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Frist ist ge-

wahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bun-

desgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post 

oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertre-

tung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 19. August 2019