# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3eff44b-d537-5445-84dc-189597e92b48
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-23
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 23.03.2021 110 2020 148
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2020-148_2021-03-23.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2020/148

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 23. März 2021

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt A.________

und

Herrn F.________
Beschwerdegegner

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt G.________

sowie

Regierungsstatthalteramt Emmental, Amthaus, Dorfstrasse 21, 3550 Langnau im Emmental

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Kirchberg, Gemeindeverwaltung, 
Solothurnstrasse 2, 3422 Kirchberg BE

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) des Kantons Bern, Waldabteilung Mittelland, 
Molkereistrasse 25, 3052 Zollikofen

betreffend die Verfügung des Regierungsstatthalteramtes Emmental vom 15. Juli 2020 
(bbew 214/2019; Silos) sowie die Verfügung des Amts für Gemeinden und Raumordnung (AGR) 
vom 27. April 2020 (G.-Nr. 2019.JGK.1739)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner reichte am 15. Juli 2019 bei der Gemeinde Kirchberg (BE) ein 
Baugesuch ein für den Neubau eines Milchviehlaufstalles für 75 Kühe mit Laufhof und 
überdachten Aussenliegeboxen, einer Güllegrube, einer Mistplatte, zwei Kraftfuttersilos und einer 
Hochsiloanlage mit sieben Silos auf der Parzelle Kirchberg (BE) Grundbuchblatt Nr B.________. 
Die Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone. Sie gehört zum Weiler D.________, der mehrere 

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denkmalgeschützte Bauten aufweist und die Baugruppe H «Kirchberg, D.________» bildet. 
Zusammen mit dem Baugesuch reichte der Beschwerdegegner ein Ausnahmegesuch für das 
Bauen in Waldnähe sowie ein Ausnahmegesuch für die Überschreitung der maximal zulässigen 
Silohöhe und einen Erläuterungsbericht «Standort, Landschaft, Gestaltung» ein. Gegen das 
Bauvorhaben erhob der Beschwerdeführer Einsprache.

Nachdem die Kantonale Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK) mit Bericht 
vom 23. Oktober 2019 Anpassungen forderte, reichte der Beschwerdegegner überarbeitete Pläne 
ein. Mit Bericht vom 17. Dezember 2019 forderte die OLK erneut die Anpassung einiger weiterer 
Punkte. Daraufhin reichte der Beschwerdegegner erneut angepasste Pläne ein. Mit Bericht vom 
20. Februar 2020 hielt die OLK fest, das Vorhaben könne mit Auflagen bewilligt werden. Das AGR 
stellte anschliessend mit Verfügung vom 27. April 2020 fest, das Bauvorhaben sei zonenkonform. 
Mit Gesamtentscheid vom 15. Juli 2020 erteilte das Regierungsstatthalteramt Emmental die 
Baubewilligung sowie Ausnahmebewilligungen für die Überschreitung der maximal zulässigen 
Silohöhe und für das Bauen in Waldnähe.

2. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 14. August 2020 Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er beantragte, der Gesamtentscheid vom 15. Juli 
2020 sei insoweit aufzuheben, als dem Beschwerdegegner die Baubewilligung für das Aufstellen 
von sieben Hochsilos erteilt wurde. Für das Aufstellen der sieben Hochsilos sei der Bauabschlag 
zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 
Der Beschwerdeführer machte insbesondere geltend, er habe im vorinstanzlichen Verfahren einen 
Alternativstandort für die sieben Hochsilos vorgeschlagen und beantragt, dieser Vorschlag sei der 
OLK zur Beurteilung vorzulegen. Die Vorinstanz sei auf diesen Antrag und seine Ausführungen 
dazu nicht eingegangen. Die entsprechende Begründung im angefochtenen Entscheid sei 
unzureichend und verletze die Begründungspflicht. Zudem hätte die Vorinstanz keine 
Ausnahmebewilligung für die Überschreitung der maximal zulässigen Silohöhe erteilen dürfen. Es 
lägen keine Ausnahmegründe vor. Hinzu komme, dass die Hochsilos am geplanten Standort den 
gesetzlichen Waldabstand nicht einhielten.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Der Beschwerdegegner, das 
Regierungsstatthalteramt Emmental und das AGR beantragten die Abweisung der Beschwerde. 
Das AWN hielt in seiner Stellungnahme fest, aus waldrechtlicher Sicht sei die Beschwerde 
unbegründet. Die Gemeinde Kirchberg verwies auf ihren Amtsbericht vom 12. November 2019 
und ihre Stellungnahme vom 2. April 2020.

4. Das Rechtsamt holte anschliessend einen Zusatzbericht des Amtes für Landwirtschaft und 
Natur (LANAT) zur Frage der Notwendigkeit des Volumens der Silos ein. Das LANAT kam in 
seinem Bericht vom 16. Dezember 2020 zum Schluss, sechs Silos der vorgesehenen Kubatur 
könnten als landwirtschaftlich begründet beurteilt werden. Der Beschwerdegegner reichte 
daraufhin am 18. Januar 2021 eine Projektänderung ein, mit der er die Anzahl der Hochsilos von 
sieben auf sechs reduzierte. Das Rechtsamt gab den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, zur 
Projektänderung Stellung zu nehmen und Schlussbemerkungen einzureichen. 

Das AWN hielt in seiner Stellungnahme fest, der Waldabstand bleibe bei der Projektänderung 
gleich. Daher behalte der Amtsbericht vom 21. Oktober 2019 unverändert seine Gültigkeit. Das 
Regierungsstatthalteramt und das AGR erachten die Projektänderung als bewilligungsfähig. Die 
Gemeinde Kirchberg führt in ihrer Stellungnahme aus, sie stehe der Projektänderung positiv 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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gegenüber. Der Beschwerdeführer zog seine Beschwerde zurück und ersuchte darum, es sei bei 
der Kostenverlegung zu berücksichtigen, dass der Beschwerdegegner sich mit der 
Projektänderung der Beschwerde in mehrfacher Hinsicht unterzogen habe. Auf die 
Rechtsschriften und den Fachbericht des LANAT wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

II. Erwägungen

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Der Entscheid des Regierungsstatthalteramts Emmental ist ein Gesamtentscheid im Sinne 
von Art. 9 Abs. 1 KoG2, die Verfügung des AGR eine weitere Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 
Bst. b KoG. Beide sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1 KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit 
Beschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG3 bei der BVD anfechtbar. Diese ist somit zur Beurteilung 
der Beschwerde zuständig.

b) Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die 
Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG i.V.m. 
Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer, dessen Einsprache abgewiesen wurde, ist durch 
den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert und war daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert. Die BVD ist deshalb auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde 
eingetreten.

2. Projektänderung

a) Der Beschwerdegegner reichte am 18. Januar 2021 eine Projektänderung ein, mit der er die 
Anzahl der Hochsilos von sieben auf sechs reduzierte. Im Übrigen ist das Bauvorhaben 
unverändert geblieben. Gleich geblieben ist auch die Lage der sechs verbleibenden Hochsilos 
sowie ihre Höhe und ihr Durchmesser (Plan Situation vom 11. Januar 2021, 1:500; Plan Grundriss 
EG vom 11. Januar 2021, 1:100; Plan Grundriss OG vom 11. Januar 2021, 1:100; Plan Ansichten 
Nord, Süd vom 11. Januar 2021, 1:100; Plan Ansichten Ost, West vom 11. Januar 2021, 1:100; 
Plan Schnitt vom 11. Januar 2021, 1:100; alle mit Stempel der BVD vom 19. Januar 2021). 

b) Laut Art. 43 BewD4 kann die Baugesuchstellerin oder der Baugesuchsteller während eines 
Baubewilligungsverfahrens oder eines nachfolgenden Beschwerdeverfahrens bei der BVD eine 
Projektänderung einreichen, ohne dass deshalb ein neues Baubewilligungsverfahren eingeleitet 
werden muss. Eine Projektänderung liegt vor, wenn das Bauvorhaben in seinen Grundzügen 
gleich bleibt. Erfolgt die Projektänderung im Beschwerdeverfahren, sind die Gemeinde, die 
Gegenpartei und die von der Projektänderung zusätzlich berührten Dritten anzuhören. Die 
Beschwerdeinstanz ist befugt, die Sache zur Weiterbehandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen 
(Art. 43 Abs. 3 BewD), kann aber auch selbst über die Projektänderung entscheiden. Das 
geänderte Projekt tritt an die Stelle des ursprünglichen Bauvorhabens.5 

2 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
4 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
5 Vgl. BVR 2012 S. 463 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen

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c) Das Bauvorhaben bleibt in seinen Grundzügen gleich. Die Reduktion der Anzahl der 
Hochsilos von sieben auf sechs ist nur eine geringfügige Änderung. Das geänderte Vorhaben 
gemäss den Plänen vom 11. Januar 2021 kann deshalb als Projektänderung behandelt werden. 
Die Projektänderung bzw. der Verzicht auf ein Hochsilo berührt keine zusätzlichen öffentlichen 
oder wesentlichen nachbarlichen Interessen; im Gegenteil. Der Beschwerdeführer und die übrigen 
Verfahrensbeteiligte wurden angehört. Auf eine Publikation oder eine Anhörung Dritter konnte 
daher verzichtet werden. Gegenstand des Verfahrens ist nur noch das Vorhaben gemäss der 
Projektänderung vom 19. Januar 2021 mit Plänen vom 11. Januar 2021. 

d) Der Beschwerdeführer hat nach der Projektänderung seine Beschwerde vollumfänglich 
zurückgezogen. Das rechtserhebliche Interesse des Beschwerdeführers am Erlass eines 
Entscheides ist daher weggefallen (Art. 39 Abs. 1 VRPG6). Das Beschwerdeverfahren ist insoweit 
gegenstandslos geworden. Es kann aber nicht abgeschrieben werden, da von Amtes wegen zu 
prüfen bleibt, ob die Projektänderung bewilligt werden kann. 

3. Anwendbares Recht

a) Soweit das Bundesrecht nicht anderes bestimmt, sind Bauvorhaben nach dem zur Zeit der 
Einreichung des Baugesuchs geltenden Recht zu beurteilen (Art. 36 Abs. 1 BauG). Der Entscheid 
ist jedoch zurückzustellen und es ist nach Art. 62a Abs. 3 BauG vorzugehen, wenn das 
Bauvorhaben Nutzungsplänen widerspricht, die bei der Gesuchseinreichung öffentlich aufgelegen 
haben (Art. 36 Abs. 2 BauG). Baugesuche, die im Hinblick auf vorgesehene neue Vorschriften 
oder Pläne eingereicht werden, sind nach deren Genehmigung aufgrund dieser Vorschriften oder 
Pläne zu beurteilen, sofern die Baubewilligung nicht vorzeitig erteilt werden kann (Art. 36 Abs. 2 
BauG).

b) Der geplante Milchviehlaufstall hat eine Länge von 42.32 Metern. Das im Zeitpunkt der 
Baugesuchseinreichung im Juli 2019 geltende Baureglement der Gemeinde Kirchberg vom 
24. Februar 2003 sah vor, dass in der Landwirtschaftszone für landwirtschaftliche Bauten 
dieselben Vorschriften gelten wie in der Dorfzone D3 (Art. 26 Abs. 2 aGBR). In der Dorfzone D3 
beträgt die maximale Gebäudelänge 40 Meter (Art. 37 Abs. 1 aGBR und Art. 39 Abs. 1 nGBR7). 
Gemäss den bei Einreichung des Baugesuchs geltenden Bestimmungen würde der Stall somit die 
zulässige Gebäudelänge überschreiten. 

Die Gemeindeversammlung von Kirchberg hat allerdings bereits am 18. März 2019 ein neues 
Baureglement beschlossen. Nach dem Gemeindeversammlungsbeschluss gab es noch 
geringfügige Änderungen, die der Gemeinderat am 13. Januar 2020 beschloss. Das AGR hat 
beides am 2. Oktober 2020 genehmigt. Das neue Baureglement sieht in der Landwirtschaftszone 
keine Längenbeschränkung mehr vor (Art. 27 GBR, vgl. Erläuterung in der Fussnote zu Abs. 1). 
Das Baugesuch vom 15. Juli 2019 wurde im Hinblick auf das neue Recht eingereicht. Das AGR, 
Abteilung Orts- und Regionalplanung, hat auf Gesuch des Beschwerdegegners mit Amtsbericht 
vom 27. Mai 2020 festgehalten, die Zustimmung zur vorzeitigen Baubewilligung nach Art. 37 BauG 
könne erteilt werden. Das Regierungsstatthalteramt hat deshalb das Bauvorhaben aufgrund des 
neuen GBR beurteilt. Da auf das gleiche Baugesuch nicht teils altes und teils neues Recht 
angewendet werden darf, sind sämtliche in diesem Verfahren zu prüfenden Fragen gestützt auf 
das neue Recht zu beurteilen.8 

6 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21
7 Baureglement der Gemeinde Kirchberg vom 18. März 2019, genehmigt durch das AGR am 2. Oktober 2020
8 BVR 1997 S. 23 E. 2 mit Hinweisen; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 
Band I, 5. Aufl. 2020, Art. 36 N. 2a Bst. c

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4. Zonenkonformität

a) In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur 
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a 
Abs. 1 Satz 1 RPG9). Ebenfalls zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die der inneren 
Aufstockung eines landwirtschaftlichen oder eines dem produzierenden Gartenbau zugehörigen 
Betriebs dienen (Art. 16a Abs. 2 Satz 1 RPG). Die Anforderungen an die Zonenkonformität von 
Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone werden in der RPV10 präzisiert. Danach sind unter 
anderem Bauten und Anlagen zonenkonform, die der bodenabhängigen Bewirtschaftung oder der 
inneren Aufstockung dienen, namentlich wenn sie für die Produktion verwertbarer Erzeugnisse 
aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung oder der Bewirtschaftung naturnaher Flächen verwendet 
werden (Art. 34 Abs. 1 RPV). Als bodenabhängig gilt die Bewirtschaftung, wenn ein enger Bezug 
zum natürlichen Boden besteht, wie etwa beim Acker- und Gemüsebau. Die Tierhaltung erfolgt 
dann bodenabhängig, wenn die Tiere im Wesentlichen auf der Grundlage der auf dem Betrieb 
produzierten Futtermittel ernährt werden.11 Zonenkonform sind weiter Bauten und Anlagen, die 
der Aufbereitung, Lagerung und dem Verkauf landwirtschaftlicher oder gartenbaulicher Produkte 
im von Art. 34 Abs. 2 RPV näher bestimmten Umfang dienen. Die Bewilligung für neue Bauten 
und Anlagen darf nur erteilt werden, wenn diese für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig 
sind (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV), ihnen am vorgesehenen Standort keine überwiegenden 
Interessen entgegenstehen (Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig 
bestehen kann (Art. 34 Abs. 4 Bst. c RPV). Die Baute oder Anlage muss an die objektiven 
Bedürfnisse des Betriebs angepasst sein, namentlich mit Bezug auf ihre Grösse, und darf 
insbesondere nicht überdimensioniert sein.12

b) Der Beschwerdegegner betreibt im Weiler Vielbringen einen landwirtschaftlichen Betrieb, 
der auf Milchwirtschaft und Ackerbau ausgerichtet ist. Er umfasst rund 20 ha Eigenland und 0.5 ha 
Pachtland. Da der bisherige Stall den Anforderungen der Tierschutzgesetzgebung nicht mehr 
genügt, will der Beschwerdegegner einen neuen Laufstall für maximal 75 Milchkühe erstellen. Er 
hat zudem mit Herrn E.________ eine Betriebsgemeinschaft gegründet. Der entsprechende 
Vertrag ist per 1. Januar 2020 in Kraft getreten und dauert vorläufig bis Ende 2034.13 Die 
Betriebsgemeinschaft bewirtschaftet rund 35.5 ha Eigenland und 9.5 ha Pachtland.14 Sie 
bezweckt die Haltung von Rindvieh und die Zusammenlegung der dafür notwendigen 
Futterproduktion. Im neu geplanten Stall auf dem Betrieb des Beschwerdegegners sollen die 
Milchkühe eingestallt werden, während auf dem Hof H.________ die Kälber und Rinder 
aufgezogen werden sollen. Laut dem Betriebsvoranschlag sollen 73 Milchkühe, 39 Stück 
Jungvieh, 44 Aufzuchtrinder und 7 Stiere gehalten werden und neben der Bewirtschaftung von 
Grünland (Weiden und Wiesen) sollen Silomais, Weizen, Gerste, Zuckerrüben und Kartoffeln 
angebaut werden.

c) Beim Betrieb des Beschwerdegegners handelt es sich um ein landwirtschaftliches Gewerbe 
im Sinne des BGBB15. Das LANAT und das AGR kamen im vorinstanzlichen Verfahren zum 
Schluss, die Betriebsgemeinschaft mit Herrn H.________ vorausgesetzt, produziere der 
Beschwerdegegner bzw. die Betriebsgemeinschaft das für die vorgesehene Tierhaltung benötigte 

9 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
10 Raumplanungsverordnung des Bundesrates vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1)
11 BGE 133 II 370 E. 4.2; Ruch/Muggli, in Praxiskommentar RPG, Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 16a 
N. 30 f.
12 BGE 129 II 413 E. 3.2 S. 416, 125 II 278 E. 3a S. 281, E. 3 S. 133 f.
13 Vertrag vom 12. Juli 2019, Vorakten bbew 214/2019, p. 236 ff.
14 Vgl. Beilage (Auszug Betvor vom 9. Mai 2019) zum Bericht des LANAT vom 16. Dezember 2020
15 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11).

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Futter auf den vorhandenen landwirtschaftlichen Nutzflächen zu überwiegenden Teilen selber. Die 
geplante Milchviehhaltung gelte daher als bodenabhängige Bewirtschaftungsform und sei nach 
Art. 16a Abs. 1 RPG landwirtschaftlich begründet.16 Dies war nie bestritten und ist aufgrund der 
Akten ohne Weiteres nachvollziehbar: Laut Betriebsvoranschlag haben die oben genannten Tiere 
einen Trockensubstanz(TS)-Verbrauch von insgesamt 5735 dT TS. Die Betriebsgemeinschaft 
bewirtschaftet laut Betriebsvoranschlag 23.94 ha Grünland und baut auf 7 ha Silomais an. In 
Zukunft soll zudem der Zuckerrübenanbau reduziert und der Maisanbau ausgebaut werden. Der 
gesamte Feldertrag beträgt gemäss Betriebsvoranschlag 4158 dT TS; berücksichtigt man nur den 
Ertrag aus den Grünlandflächen und dem Maisanbau, ergeben sich 3764 dT TS. Mit dem 
geplanten Ausbau der Maisproduktion kann zudem der auf eigenem Land erzielbare Futtertrag 
um 1493 dT TS auf insgesamt 5257 dT TS erhöht werden. Das von den Tieren benötigte Futter 
kann somit zum überwiegenden Teil auf dem Land der Betriebsgemeinschaft selbst produziert 
werden.17 Der Bau eines Stalles für die Milchviehhaltung ist daher zonenkonform im Sinne von 
Art. 16a Abs. 1 RPG.

d) Um die Tiere ganzjährig mit Futter versorgen zu können, ist es notwendig, einen Teil des 
Ertrages der Grünlandflächen und den Silomais einlagern zu können. Die Silos, die der Lagerung 
landwirtschaftlicher Produkte dienen, die überwiegend auf dem Land der Betriebsgemeinschaft 
produziert werden, sind daher ebenfalls zonenkonform (Art. 34 Abs. 2 RPV). Es bleibt aber zu 
prüfen, ob auch die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 4 RPV erfüllt sind, d.h. ob das Volumen 
der Silos bzw. deren Anzahl für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig sind (Bst. a), ob dem 
Vorhaben überwiegende Interessen entgegenstehen (Bst. b), ob der Betrieb voraussichtlich 
längerfristig bestehen kann (Bst. c) und ob die Grösse der Silos den Bestimmungen des 
Baureglements der Gemeinde Kirchberg entspricht. 

5. Notwendigkeit der Silos

a) Laut Projektänderungsunterlagen will der Beschwerdegegner sechs Hochsilos à je 240 m3 
erstellen. Das LANAT, Fachstelle Boden, führte dazu in seinem Bericht vom 16. Dezember 2020 
aus, gemäss Betriebsvoranschlag der Betriebszweiggemeinschaft F.________ und H.________ 
würden auf den beiden Betrieben 23.94 ha Grünland bewirtschaftet und auf einer Fläche von 7 ha 
Silomais angebaut. Es sei geplant, rund zwei Drittel des Ertrages der Grünlandflächen (Weiden 
ausgenommen) einzusilieren. In Zukunft solle ausserdem die Maisanbaufläche auf dem Betrieb 
des Beschwerdegegners ausgedehnt werden. Anstelle von 1.8 ha Zuckerrüben solle künftig Mais 
angebaut werden. Die beiden Betriebe würden gemäss Betriebsvoranschlag zur Zeit 1190 dt TS 
Silomais produzieren. Durch die vorgesehene Ausweitung der Maisanbaufläche um 1.8 ha könne 
der Ertrag auf 1493 dT TS ausgebaut werden. Für den Siloraumbedarf der Maissilage ergebe sich 
ein Volumen von 638 m3. Für die Lagerung dieser Maissilage ergebe sich somit ein Bedarf von 
drei Hochsilos (à je 240 m3, mit 82 m3 Reserve). Die von der Betriebsgemeinschaft eingereichte 
Berechnung gehe von einem Lagerraumbedarf für die Maissilage von 776 m3 aus. Die dafür 
verwendete Menge von 504 417 kg FS Maissilage pro Jahr sei jedoch aufgrund der vorliegenden 
Zahlen (Anbaufläche der Betriebsgemeinschaft, kein Zukauf von Silomais) nicht nachvollziehbar. 
Als Grassilage würden 1165 dT TS des Grünlandertrages verfüttert. Für den Siloraumbedarf von 
Grassilage ergebe sich ein Volumen von 497 m3. Dies entspreche einem Bedarf von 2.07 Silos à 
240 m3. Laut Angaben des Beschwerdegegners würden von den beiden Betrieben rund 70 Tonnen 
Zuckerrübenschnitzel für die Fütterung zugekauft. Dies solle auch in Zukunft so bleiben und die 
Schnitzel würden ebenfalls in den Silos gelagert werden. Zudem solle die Möglichkeit bestehen, 

16 Bericht LANAT vom 15. April 2019 (Vorakten p. 084 ff.) und Berichte des AGR vom 31. Oktober 2019 (Vorakten 
bbew 214/2019, p. 081 ff.) und 3. März 2020 (Vorakten bbew 214/2019, p. 074 ff.)
17 Vgl. zum Ganzen Bericht des LANAT vom 16. Dezember 2020 und die Beilagen dazu (Betriebsvoranschlag)

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das minderwertige Herbstfutter separat einzusilieren und dann bei der Fütterung dazu zu mischen. 
Insgesamt könnten nach Beurteilung des LANAT sechs Silos à je 240 m3, die flexibel für die 
Lagerung von Maissilage, Grassilage und Zuckerrübenschnitzel eingesetzt werden, als 
landwirtschaftlich begründet für den Betrieb beurteilt werden. Bei dieser Einschätzung seien die 
Volumenreduktion durch die Silofräse, die Möglichkeit von Zweifachnutzungen, das separate 
Lagern von Herbstsilage und Reserven mitberücksichtigt.

b) Die Beurteilung des LANAT ist nachvollziehbar und überzeugend. Die notwendige 
Lagerraumfläche für die Mais- und Grassilage beträgt insgesamt 1135 m3. Die geplanten 
Hochsilos haben ein Volumen von je 240m3. Für die Mais- und Grassilage sind daher fünf solcher 
Silos notwendig. Da ein zusätzlicher Lagerraumbedarf für die Lagerung von Zuckerrübenschnitzel 
besteht und das separate Lagern verschiedener Silagen und eine gewisse Reserve mit zu 
berücksichtigen sind, sind sechs Silos à 240 m3 erforderlich. Weder vom Beschwerdeführer noch 
von den Behörden in Frage gestellt ist zudem, dass der geplante Stall für die in Frage stehende 
Bewirtschaftung notwendig ist. Es sind auch keine Anhaltspunkte ersichtlich, die für etwas 
Anderes sprechen. Die Voraussetzungen von Art. 34 Abs. 2 Bst. a RPV sind daher erfüllt. 

6. Standortwahl

a) Für die Bewilligung der Projektänderung ist weiter erforderlich, dass den geplanten Bauten 
und Anlagen am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen 
(Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV). Bei der Standortwahl für Bauten in der Landwirtschaftszone ist der 
Bauherr nicht frei, sondern er muss nachweisen, dass die geplante Baute am vorgesehenen 
Standort objektiv notwendig ist, d.h. ein schutzwürdiges Interesse daran besteht, sie am 
gewählten Ort zu errichten und, nach Abwägung aller Interessen, kein anderer, besser geeigneter 
Standort in Betracht kommt.18 Dabei ist nicht erforderlich, dass überhaupt kein anderer Standort 
in Betracht fällt. Es müssen aber wichtige und objektive Gründe vorliegen, die den vorgesehenen 
Standort gegenüber andern Standorten als viel vorteilhafter erscheinen lassen. Die Evaluation von 
Alternativstandorten hat aufgrund einer tauglichen und nicht bloss einer Pro-forma-Prüfung zu 
erfolgen. Zwar ist kein strikter Beweis dafür verlangt, dass überhaupt kein besser geeigneter 
Alternativstandort vorhanden ist. Ein solcher Beweis wäre kaum je zu erbringen, denn 
grundsätzlich lässt sich jeder Standort mit dem Argument in Frage stellen, dass sich ein noch 
besserer finden liesse. Erforderlich ist aber, dass konkrete, realistische Alternativstandorte 
aufgrund einer Interessenabwägung nicht besser geeignet erscheinen als der gewählte Standort. 
Wie jede Interessenabwägung hat die Evaluation von Alternativstandorten als standardisierter 
Denkprozess den Sinn, die Ausübung von Handlungsspielräumen plausibel, nachvollziehbar und 
überprüfbar zu machen.19

Die erforderliche Interessenabwägung hat sich an den Zielen und Grundsätzen der Raumplanung 
zu orientieren (Art. 1 und 3 RPG). Dabei ist auf die rationelle Bewirtschaftung des Bodens, 
insbesondere die Einfügung in die bestehende Betriebsstruktur, die vorhandene Erschliessung, 
den raumplanerisch gebotenen Schutz des Orts- und Landschaftsbilds, die Erhaltung genügender 
Fruchtfolgeflächen, die Belange des Natur- und Heimatschutzes sowie allenfalls den 
Immissionsschutz Rücksicht zu nehmen.20 Die Landwirtschaftszone soll von Überbauungen aller 
Art möglichst frei gehalten werden (Art. 16 Abs. 1 RPG). Es ist deshalb in erster Linie zu prüfen, 
ob die vorgesehene Nutzung in einer bereits vorhandenen Baute möglich ist oder ob Neubauten 
als Ersatzbauten an Stelle der bisherigen, nicht mehr benötigten Bauten errichtet werden 

18 BGer 1C_165/2016 vom 27. März 2017 E. 3.2, mit weiteren Hinweisen
19 VGE 2010/419 vom 6. April 2011, E. 4.2 mit weiteren Hinweisen
20 BGer 1C_165/2016 vom 27.3.2017 E. 3.2, mit weiteren Hinweisen

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können.21 Zudem gilt der Konzentrationsgrundsatz: Landwirtschaftliche Bauten sind soweit 
möglich zu gruppieren, unter Berücksichtigung des Standorts des Wohnhauses.22 Das öffentliche 
Interesse an der Vermeidung der Zersiedelung gebietet, landwirtschaftliche Ökonomiebauten 
möglichst beim Betriebszentrum zu errichten.23

b) Die Bauparzelle befindet sich im Weiler D.________ in der Landwirtschaftszone. Der Weiler 
besteht aus landwirtschaftlichen Gebäuden, von denen mehrere denkmalgeschützt sind, und er 
bildet die Baugruppe H «Kirchberg, D.________». Die Gebäude sind um eine Wegkreuzung 
gruppiert und befinden sich südwestlich eines bewaldeten Hanges. Nordwestlich und südöstlich 
des Weilers erstrecken sich landwirtschaftlich bewirtschaftete Flächen. Südwestlich grenzt der 
Weiler an die Bauzone. In der nordwestlichen Ecke der Bauparzelle steht an der Wegkreuzung 
des Weilers das als schützenswert inventarisiertes Bauernhaus des Beschwerdegegners aus dem 
Jahre 1795/96 (Gebäude Nr. 6/6a). Östlich davon befindet sich ein nicht geschütztes Gebäude, 
der bisherige kleine Stall (Gebäude Nr. 6b) und südlich dieser Gebäude steht ein Bienenhaus 
(Gebäude Nr. 6c), das im Bauinventar als erhaltenswert eingestuft ist. Südöstlich des 
Bauernhauses befindet sich zudem ein Garten, der im Objektblatt des Bauernhauses als 
«hübscher frontseitiger Garten» speziell erwähnt ist. Westlich des Bauernhauses steht auf der 
Parzelle Nr. I.________ ein schützenswerter Speicher von 1697 (Gebäude Nr. 4), der zum 
Bauernhaus gehört.

Der projektierte Stall soll am östlichen Rand des Weilers zwischen den erwähnten Gebäuden und 
dem bewaldeten Hang erstellt werden. Die Silos sollen östlich des Stalls, parallel zu diesem, 
zwischen Stall und Wald in einer Reihe aufgestellt werden. Der projektierte Stall weist ein 
Satteldach mit einer Neigung von 16° auf und hat eine Firsthöhe von 9.2 Metern, eine Länge von 
42.32 Metern und eine Breite von 24.95 Metern. Auf der Südwestseite des Stalls befinden sich ein 
Laufhof und überdachte Aussenliegeplätze. Die Fassaden des Stalls sollen aus Holz erstellt und 
das Dach mit grauen Sandwichpaneelen gedeckt (RAL 7016) werden. Die sechs geplanten 
Hochsilos sind 19 Meter hoch und haben einen Durchmesser von je 4.5 Meter.

c) Der Beschwerdegegner hat für den neuen Stall in Absprache mit der Kantonalen 
Denkmalpflege (KDP) einen Standort am nordöstlichen Rand der Baugruppe gewählt, der sich 
direkt bei seinem Betriebszentrum befindet, rund 10 Meter neben dem bestehenden Stall, sowie 
nahe einer bestehenden Strasse und der bestehenden Hofzufahrt. Im Süden grenzt der Stall an 
eine grosse Weidefläche. Er ist so ausgerichtet, dass die Aussenbereiche für die Tiere auf der 
besonnten Südwestseite liegen, die Fressplätze und die Silos dagegen auf der Nordostseite, wo 
die Silos nahe bei der Hofzufahrt stehen. Der Standort des Stalls ist damit für eine rationelle 
Bewirtschaftung vom bestehenden Betriebszentrum aus (kurze Wege für die Bewirtschaftung und 
die Kontrolle der Tiere) und hinsichtlich des Tierwohls (besonnter Aussenbereich, Weidezugang) 
bestmöglich gewählt. Er berücksichtigt zudem die Interessen der Raumplanung, in dem der Stall 
sehr gut in die bestehende Betriebsstruktur eingegliedert wird, das Konzentrationsprinzip beachtet 
wird und der Stall nahe der bestehenden Erschliessung erstellt wird. Ein Standort des Stalls auf 
einer anderen Parzelle des Beschwerdegegners wäre eine deutlich schlechtere Wahl oder nicht 
möglich: Dem Beschwerdegegner gehören eine Waldparzelle und eine Wegparzelle (Kirchberg 
Gbbl. Nr. M.________ und Nr. J.________), auf denen der Stall nicht erstellt werden kann, sowie 
zwei Parzellen, die in einer deutlichen Distanz zum Betriebszentrum im freien Feld liegen 
(Kirchberg Gbbl. Nr. N.________ und Nr. K.________). Die Erstellung eines Stalls auf diesen 
Parzellen würde dem Konzentrationsprinzip, dem Gebot der Vermeidung der Zersiedelung und 
dem Interesse an einer rationellen Bewirtschaftung widersprechen. Das Gleiche würde für die 

21 BGE 129 II 413 E. 3.2; BGer 1C_565/2008 vom 19.6.2009 E. 5.5
22 Zum Ganzen BGer 1C_429/2015 vom 28.9.2016 E. 5.1
23 BGer 1C_165/2016 vom 27. März 2017 E. 3

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Erstellung des Stalls auf einem anderen, weiter südöstlich gelegenen Teil der grossen Bauparzelle 
gelten. Es bestehen somit wichtige und objektive Gründe, die den vorgesehenen Standort des 
Stalls und der Silos gegenüber andern Standorten als viel vorteilhafter erscheinen lassen. Für die 
Einstallung der Milchkühe kann zudem nicht eine bereits bestehende Baute genutzt werden. Der 
bestehende Stall (Gebäude Nr. 6b) entspricht für Milchkühe nicht mehr der 
Tierschutzgesetzgebung und die anderen Gebäude haben eine andere Nutzung bzw. sind als Stall 
nicht geeignet (Wohnhaus, kleiner Speicher, Bienenhaus). Der Stall könnte aus Platzgründen 
auch kaum als Ersatzbau anstelle des bisherigen kleinen Stalls erstellt werden. Der alte, kleine 
Stall soll zudem als Stall für die Tränkekälber weiter benutzt werden.24 Der projektierte Stall und 
die dazugehörenden Silos sind daher am vorgesehenen Standort objektiv notwendig. Zu prüfen 
bleibt, ob überwiegende Interessen des Ortsbild- und Landschaftsschutzes oder des Waldes 
gegen den gewählten Standort sprechen.

7. Orts- und Landschaftsbild

a) Bauten, Anlagen, Reklamen, Anschriften und Bemalungen dürfen Landschaften, Orts- und 
Strassenbilder nicht beeinträchtigen (Art. 9 Abs. 1 BauG). Diese Vorschrift stellt die „ästhetische 
Generalklausel“ im Sinne eines allgemeinen Beeinträchtigungsverbots dar. Eine Beeinträchtigung 
liegt vor, wenn ein Bauvorhaben einen Gegensatz zur bestehenden Überbauung schafft, der 
erheblich stört. Die Gemeinden dürfen eigene Ästhetikvorschriften erlassen, die über die 
kantonalen Vorschriften hinausgehen können. Derartige Vorschriften müssen, um selbständige 
Bedeutung zu erlangen, konkreter gefasst sein als die Anordnungen des kantonalen Rechts, sie 
dürfen Letztere nicht bloss allgemein anders formulieren.25 Gemäss dem neuen Baureglement der 
Gemeinde Kirchberg sind Bauten und Anlagen und die Umgebungsgestaltung so zu gestalten, 
dass sie hinsichtlich ihrer Gesamterscheinung (Volumen, Lage, Proportionen, Dach-, Kamin- und 
Fassadengestaltung, Material- und Farbwahl) sowie in der Detailgestaltung (betrachtet vom 
öffentlichen Raum resp. Aussichtslagen aus) zusammen mit der bestehenden Umgebung eine 
gute Gesamtwirkung ergeben und die Schönheit oder erhaltenswerte Eigenart des Strassen-, 
Orts- und Landschaftsbildes (bestehende Gliederungen von Häusern, Plätzen etc.) gewahrt bleibt 
(Art. 8 Abs. 1 GBR). In Baugruppen dürfen zudem gestalterische Veränderungen die 
Gesamtwirkung innerhalb der Baugruppe nicht stören und sie haben sich dem Charakter des 
Bestehenden unterzuordnen. Bauliche Massnahmen sind dort bezüglich Stellung, Volumen und 
Gestaltung (Fassaden, Dach, Aussenräume, Materialisierung, Farbgebung) besonders sorgfältig 
in das Ortsbild einzufügen (Art. 35 Abs. 2 GBR). Diese Bestimmungen gehen weiter als Art. 9 
Abs. 1 BauG; ihnen kommt daher selbständige Bedeutung zu.

Der Begriff „gute Gesamtwirkung“ stellt einen unbestimmten kommunalen Gesetzesbegriff dar, bei 
dessen Auslegung die kommunalen Behörden einen gewissen Beurteilungsspielraum haben. 
Jedoch dürfen auch an das Erfordernis der guten Gesamtwirkung nicht unverhältnismässig hohe 
Ansprüche gestellt werden. Die gute Gesamtwirkung ist weder an geringen noch an besonders 
hohen architektonischen Qualitäten zu messen. Das bedeutet bei durchschnittlichen örtlichen 
Gegebenheiten, dass das Mittelmass der Umgebung nicht gestört werden darf und sich eine neue 
Baute oder Anlage an den qualitativ hochwertigeren Bauten und Anlagen der Umgebung zu 
orientieren hat.26 Neben den erwähnten Ästhetikbestimmungen ist Art. 10b Abs. 1 BauG zu 

24 Vgl. Erläuterungsbericht «Standort, Landschaft, Gestaltung» der georegio ag vom November 2019, S. 12 oben 
(Vorakten bbew 214/2019, p. 274)
25 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 N. 4 
und 13; BVR 2009 S. 328 E. 5.2 mit Hinweisen
26 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 9-10 
N. 4a; BVR 2009 S. 329 E. 5.3, BVR 2006 S. 491 E. 6.3.1

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beachten, wonach Baudenkmäler durch Veränderungen in ihrer Umgebung nicht beeinträchtigt 
werden dürfen. 

b) Da dem Beschwerdegegner bewusst war, dass der Weiler Vielbringen eine Baugruppe 
bildet, in der für den Bau und die Platzierung neuer Anlagen überdurchschnittliche Anforderungen 
gelten, suchte er frühzeitig den Kontakt mit der KDP, liess von der georegio ag einen 
Erläuterungsbericht "Standort, Landschaft, Gestaltung"27 verfassen und reichte beim 
Regierungsstatthalteramt Emmental eine Voranfrage ein. Die mit der Voranfrage eingereichten 
Pläne sahen einen rund 47 Meter langen und 21 Meter breiten Stall mit zwei gegeneinander in der 
Höhe leicht versetzten Pultdächern vor. Für die Lagerung der Silage wurden in der Voranfrage 
zwei Varianten vorgeschlagen, entweder acht Silos mit einem Durchmesser von 4.0 Metern oder 
ein Fahrsilo mit einer Länge von 40 Metern und einer Breite von 5.8 Metern. Die Standorte für den 
Stall und die Silos waren grundsätzlich die gleichen wie beim aktuellen Projekt, allerdings war die 
Stallbaute etwa 10 bis 12 Meter näher zur im Nordwesten verlaufenden Strasse hin vorgesehen. 
Die OLK hielt dazu mit Bericht vom 4. April 2020 Folgendes fest:

«Der in Rücksprache mit der Denkmalpflege gewählte Standort ist aus Sicht der OLK für eine Hoferweiterung 
denkbar. Am vorgesehenen Standort gliedert sich der Bau an die bestehende Bebauung an und setzt durch 
seine Ausrichtung das bestehende Baumuster fort, ohne die einzelnen Gehöfte zusammen wachsen zu 
lassen, die Ansicht der Gebäudegruppe von Süden und Osten zu behindern oder Einzelbauten in ihrer 
Erscheinung massgeblich zu beeinträchtigen. Der Bau wird innerhalb des Weilers mit seinen beachtlichen 
Abmessung zum Gebäude mit dem grössten Fussabdruck und weist - trotz geringer Dachneigung - mit einer 
Höhe von über 8 m ein beträchtliches Volumen auf, das insbesondere die Ansicht des Weilers von Süden 
und Osten her wesentlich mitprägen wird. Auf eine entsprechend sorgfältige Bau- und 
Umgebungsgestaltung ist Wert zu legen, damit sich das Volumen so gut wie möglich ins Siedlungs- und 
Landschaftsbild integriert. 

Empfehlung
Das Projekt kann auf Basis der Standortwahl und der bestehenden Pläne weiter bearbeitet werden. Die 
genaue Position und die Anschlüsse an das bestehende Terrain sind zu präzisieren. Der Bau soll so nah 
wie möglich an die Strasse gerückt werden und Veränderungen in der Terrainmodellierung sind möglichst 
gering zu halten und natürlich zu gestalten. Es sind sowohl die Anschlüsse an den nach Norden 
ansteigenden Geländeverlauf, den Übergang nach Osten in die offene Landschaft, sowie die Anschlüsse an 
die bestehende Bebauung aufzuzeigen. Es hängt primär von der Qualität von diesen Übergängen und 
Anschlüssen ab, ob sich der Bau genügend ins Orts- und Landschaftsbild integrieren lässt. Die 
Verkehrsflächen sind in der Ausdehnung möglichst gering zu halten und versickerungsfähig zu konzipieren. 
Im vorgelegten Planungsstand ist für die OLK insbesondere unklar, ob und in welchem Mass 
Verkehrsflächen im Bereich der südöstlichen Schmalseite betrieblich notwendig sind. Diese haben ebenfalls 
einen hohen Einfluss auf die Integration des Bauvorhabens ins Landschaftsbild. Es ist auf eine ruhige 
Fassadengestaltung zu achten. Die Fassaden sind als sägerohe, unbehandelte Holzfassaden auszubilden. 
Für eine gute Integration des Baus in die bestehende Gebäudegruppe ist für die Eindeckung der 
Dachflächen das in der Baugruppe vorherrschende Material Faserzement zu wählen. Es ist zu prüfen, ob 
mit der gezielten Setzung von Hochstammfeldobstbäumen, beispielsweise entlang des Laufhofs, der 
Dominanz des Gebäudes im Orts- und Landschaftsbild entgegengewirkt werden könnte. Es wird zudem auf 
das Merkblatt des AGR mit Gestaltungsgrundsätzen zu Art. 16a RPG - Landwirtschaftliche 
Ökonomiegebäude verwiesen."

c) Nachdem der Beschwerdegegner im Juli 2019 sein Baugesuch eingereicht hatte, nahm die 
OLK mit Bericht vom 23. Oktober 2019 erneut eine Beurteilung vor. Sie hielt fest, das Projekt sei 
in wesentlichen Punkten überarbeitet worden und habe eine Verschlechterung erfahren. Die OLK 

27 Vorakten bvor6 /2019, p. 329 ff. und Vorakten bbew 214 /219, p. 263 ff.

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kritisierte insbesondere, die Setzung des Stalls sei verändert worden, er weise neu einen Abstand 
von rund 25 m zur Strasse auf. Damit greife der Stall mit 10 bis 12 m deutlicher weiter als das 
Vorprojekt ins offene Kulturland aus. Die OLK forderte eine Anpassung des Projekts und verlangte 
im Wesentlichen, das Stallgebäude sei so nah wie möglich zur Strasse zu rücken, die Anordnung 
der versetzten Pultdachflächen sei zu drehen und die Dachneigung auf das Minimum zu 
reduzieren und für die Silos sei ein dunkler Farbton zu wählen. 

Daraufhin liess der Beschwerdegegner der OLK überarbeitete Pläne, ein Konzept für die 
Umgebungsgestaltung und Material- und Farbmuster zukommen. In diesen Plänen war die 
Setzung des Baus unverändert, für das Dach aber zwei Varianten vorgeschlagen (Satteldach oder 
versetzte Dachflächen, in der von der OLK verlangten Anordnung). Die OLK hielt dazu fest, es 
seien beide rewVarianten der Dachform möglich. Die Fassaden seien klar gegliedert und die 
notwendigen Terrainveränderungen lägen in einem vertretbaren Rahmen. Die Profilierung der 
Sandwichpaneele für die Dacheindeckung und deren Farbton seien gut gewählt. Der Baukörper 
erfülle die gestalterischen Anforderungen an diesem Ort. Die OLK kritisierte aber den Standort 
des Stalls als nach wie vor unbefriedigend und forderte eine Verschiebung des Stalls weiter nach 
Nordwesten. Zur Siloanlage hielt sie fest, diese müsse nicht verschoben werden. Der für die Silos 
vorgeschlagene Farbton Farngrün RAL 6025 könne sich zu gewissen Jahreszeiten gut in die 
dahinter liegende Waldsilhouette einfügen. Im Jahresdurchschnitt sei der Farbton Kobaltblau RAL 
5013 wohl zurückhaltender. Die Standorte für die Pflanzung neuer Bäume sei zu präzisieren. Eine 
markante Baumgruppe zwischen Bauernhausgarten und dem Neubau halte sie für ein gutes 
Mittel, um den Neubau an die Hofgruppe anzubinden. Auf die Baumreihen südwestlich des 
Wohnhauses und südöstlich des Neubaus könne hingegen verzichtet werden. Eine zweite 
Baumgruppe nordöstlich der Siloanlage sei zu prüfen. Für die Siloanlage sei der Farbton 
Kobaltblau RAL 5013 zu wählen.

In der Folge reichte die Bauherrschaft ein überarbeitetes Projekt ein und erläuterte, eine 
Verschiebung des Stalls Richtung Nordwesten sei wegen der bestehenden denkmalgeschützten 
Hocheinfahrt des Gebäudes Nr. 6a nicht möglich und würde die Bewirtschaftung des neuen Stalls 
erheblich erschweren. Die nordwestliche Ecke des Stalls sei bereits sehr nahe der bestehenden 
Hocheinfahrt vorgesehen. Dies erschwere die Bewirtschaftung des neuen Laufstalles 
massgeblich, vor allem in Bezug auf die Güllelochzufahrt, die Milchlieferungen und die Versorgung 
der Kälber. Die Hocheinfahrt werde weiterhin regelmässig genutzt; so befänden sich das Heu- und 
Strohlager oben auf der Heubühne. Wenn der Stall wie von der OLK gefordert, verschoben würde, 
müsse die Böschung der Hocheinfahrt zu grossen Teilen abgetragen und mit einer 
Betonstützmauer gesichert werden. Dies sei hinsichtlich des Erhalts der bestehenden Baustruktur 
und Ästhetik nicht im Sinne der Denkmalpflege. Daraufhin hielt die OLK in ihrem abschliessenden 
Bericht vom 20. Februar 2020 fest, die von der Bauherrschaft vorgebrachten Argumente seien für 
die OLK nachvollziehbar. Das Baugesuch gemäss den Projektplänen vom 20. Januar 2020 könne 
mit Auflagen bewilligt werden (Sandwichpaneele gemäss Bemusterung in Grau antik RAL 7016, 
Farbton Kobaltblau RAL 5013 für die Siloanlage, Anschlüsse an das gewachsene Terrain 
möglichst natürlich modellieren, Baumgruppe aus Hochstammbäumen zwischen 
Bauernhausgaren und Neubau, Beizug eines Fachmanns für die Umgebungsgestaltung).

d) Die OLK hat überzeugend dargelegt, dass das Bauvorhaben die gestalterischen 
Anforderungen an ein Ökonomiegebäude am geplanten Ort erfüllt und das bestehende 
Bebauungsmuster fortsetzt, ohne die bestehenden Bauten zu beeinträchtigen. Der projektierte 
Stall hat eine klare einfache und damit ruhige Fassadengliederung mit einer Materialisierung aus 
rohem Holz sowie eine dunkelgraue Dacheindeckung und hat die gleiche Ausrichtung wie das 
angrenzende grosse Bauernhaus (Gebäude Nr. 6). Er fügt sich daher trotz dem relativ grossen 
Bauvolumen in die bestehende Umgebung ein. Da er am Rande des Weilers erstellt wird und die 
Ausrichtung des Gebäudes Nr. 6 aufnimmt, ist er zwar einerseits gut an die bestehende Bebauung 

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angebunden, bedrängt diese aber nicht. Wie die OLK festhält, führt zudem die zwischen dem 
Stallgebäude und dem Bauernhausgarten geplante Gruppe von Hochstammbäumen zu einer 
guten Integration des Vorhabens in die bestehende Hofgruppe, die bereits heute von Bäumen 
umgeben ist. Mit den geplanten Bäumen kommt es einerseits zu einer Verbindung des 
Neubauvorhabens mit der bestehenden Hofgruppe, andererseits wird auch die optische Wirkung 
bzw. die Einsehbarkeit des Neubaus gemindert.

Der Standort zwischen dem bestehenden Hof und dem bewaldeten Hang ist gut gewählt, da so 
der Stall und die Hochsilos aus jenen Richtungen, aus denen der Weiler am besten einsehbar ist 
(Südosten bis Westen) deutlich weniger prominent wahrgenommen werden, als wenn sie in einer 
offenen Ebene stünden. Der Effekt, dass das Bauvorhaben vor dem bewaldeten Hügel 
«verschwindet», wird durch die dunklen Farben des Stalldachs und der Silos noch verstärkt. 
Zudem wird aus den genannten Richtungen das Vorhaben immer neben oder hinter der 
bestehenden Hofgruppe wahrgenommen und verdeckt daher die Sicht auf die 
denkmalgeschützten Gebäude nicht. Andere Standorte auf der Bauparzelle hätten dagegen 
deutlich negativere Auswirkungen. Würden der neue Stall und das Silo weiter weg vom 
bewaldeten Hang erstellt, würden sie freier im offenen Kulturland stehen, wodurch sie aus 
mehreren Richtungen viel prominenter in Erscheinung träten und/oder die Sicht auf die 
denkmalgeschützten Gebäude beeinträchtigen würden. Würde das Bauvorhaben beispielsweise 
südöstlich des Bauernhauses Nr. 6 realisiert – wie vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen 
Verfahren vorgeschlagen – würde es von vielen Seiten sehr prominent sichtbar auf der offenen 
Weidefläche stehen und aus südlicher und südöstlicher Richtung die Sicht auf die Hauptfassade 
des schützenswerten Bauernhauses verdecken. Die Vorinstanz verzichtete daher im Rahmen 
einer antizipierten Beweiswürdigung zu Recht darauf, diesen Standort näher zu prüfen bzw. der 
OLK zur Beurteilung vorzulegen und hat dies entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 
auch ausreichend begründet.

Der gewählte Standort ist daher hinsichtlich Orts- und Landschaftsbild sowie Denkmalschutz der 
beste. Wie die OLK in ihren Berichten ausführte, wäre es zwar noch optimaler, wenn der geplante 
Stall vom projektierten Standort noch einige Meter gegen Nordwesten zur Strasse hin verschoben 
würde. Wie der Beschwerdegegner aber überzeugend erläuterte, ist dies wegen der bestehenden 
Hocheinfahrt des Gebäudes Nr. 6/6a nicht möglich.28

e) Zusammengefasst ergibt sich, dass die projektierten Bauten am Rande des Weilers 
D.________ die benachbarten Baudenkmäler trotz ihrer Grösse nicht beeinträchtigen und die 
Gesamtwirkung der Bauten innerhalb der Baugruppe nicht stören. Die Stellung der Bauten, deren 
Fassaden- und Dachgestaltung, ihre Materialisierung und Farbgebung sowie die 
Umgebungsgestaltung sind so gewählt, dass sich das Vorhaben ins Ortsbild einfügt. Es bestehen 
daher keine überwiegenden Interessen des Schutzes des Orts- und Landschaftsbildes und des 
Denkmalschutzes, die gegen den gewählten Standort sprechen.  

8. Waldabstand

a) Bauten und Anlage in Waldesnähe sind nur zulässig, wenn sie die Erhaltung, Pflege und 
Nutzung des Waldes nicht beeinträchtigen (Art. 17 Abs. 1 WaG29). Die Kantone haben daher einen 
angemessenen Mindestabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand vorzusehen (Art. 17 Abs. 
2 WaG). Der Kanton Bern hat in seiner Waldgesetzgebung einen Waldabstand von 30 Metern 

28 Vgl. Erläuterungen mit Fotodokumentation vom 27. Dezember 2019, Vorakten bbew 214/2019, p. 148 ff.
29 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991über den Wald (Waldgesetz, WaG; SR 921.0)

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festgelegt (Art. 25 KWaG30). Die zuständige Waldabteilung des Amtes für Wald und Naturgefahren 
der Volkswirtschaftsdirektion (heute Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion) kann beim 
Vorliegen besonderer Verhältnisse Ausnahmen von der Einhaltung des Waldabstandes bewilligen 
(Art. 26 Abs. 1 KWaG i.V.m Art. 34 Abs. 2 KWaV31). Der gesetzliche Waldabstand gilt 
grundsätzlich für alle baubewilligungspflichtigen Vorhaben, Art. 34 Abs. 1 KWaV nimmt aber einige 
Vorhaben von der Geltung des Waldabstandes aus. So sind nach Art. 34 Abs. 1 Bst. e KWaV vom 
Waldabstand Bauten ausgenommen, die nicht für den Aufenthalt von Menschen bestimmt sind 
sowie Lagergebäude und ähnliche Anlagen, sofern ein minimaler Waldabstand von 15 Metern 
eingehalten wird und die Zustimmung der betroffenen Waldeigentümerin oder des 
Waldeigentümers vorliegt. 

b) Nördlich bzw. nordöstlich der Bauparzelle befindet sich eine Waldparzelle, die dem 
Beschwerdeführer gehört. Der nördliche Eckbereich des Milchviehlaufstalles sowie fünf der sechs 
projektierten Hochsilos unterschreiten den Waldabstand von 30 Metern, halten aber alle einen 
Abstand von mindestens 15 Metern ein. Da es sich um Bauten handelt, die nicht für den Aufenthalt 
von Menschen bestimmt sind, wären sie somit gemäss Art. 34 Abs. 1 Bst. e KWaV von der Geltung 
des Waldabstandes ausgenommen, sofern die Zustimmung des Waldeigentümers vorliegen 
würde. Diese liegt allerdings nicht vor; der Beschwerdeführer als Waldeigentümer hat dem 
Vorhaben nicht zugestimmt. Daher gilt für das Bauvorhaben der ordentliche Waldabstand von 
30 Metern. Der Beschwerdegegner reichte deshalb zusammen mit seinem Baugesuch ein 
Ausnahmegesuch für das Bauen in Waldnähe ein. 

c) Das AWN hielt seinem Amtsbericht vom 21. Oktober 2019 fest, die beantragte 
Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes könne erteilt werden. Trotz 
Unterschreitung des Waldabstandes sei nur mit einer geringen Beeinträchtigung der Hygiene und 
Sicherheit der Bauten zu rechnen. Die Waldfunktionen würden zwar tangiert, aber nicht 
entscheidend beeinträchtigt. Die Walderhaltung bleibe gewährleistet. Nachdem der 
Beschwerdeführer Einsprache erhoben hatte, reichte das AWN am 22. April 2020 eine 
ausführliche Stellungnahme ein. Es hielt darin unter anderem fest, bei Ausnahmegesuchen sei 
das Vorliegen besonderer Verhältnisse zu prüfen und ob die Sicherheit und Hygiene der Bauten 
durch die Lage im Waldabstand beeinträchtigt werde und ob damit auf Grund von 
Folgemassnahmen im Wald eine Einschränkung der Waldfunktionen zu erwarten sei. Vorliegend 
sei der Standort des Vorhabens aus betrieblichen Bedürfnissen (Nähe zum Hof) und aufgrund 
einer mit der OLK evaluierten Standortgebundenheit gegeben. Es seien daher besondere 
Verhältnisse vorhanden. Aufgrund der Lage des Waldes am Hang oberhalb der geplanten Bauten 
sei durch die entsprechende Kronenbildung an der Hangunterseite mit einer höhten 
Beeinträchtigung der Sicherheit der Bauten zu rechnen (die Wahrscheinlichkeit, dass Bäume 
hangabwärts stürzen sei grösser als hangaufwärts). Der Wald befinde sich aber auf der Nordseite 
des Bauvorhabens und damit der Hauptwindrichtung hinterliegend. Dies dämpfe die 
Wahrscheinlichkeit eines Baumfalls ab. Es sei aufgrund der Nordlage auch mit nur wenig 
Schattenwurf zu rechnen. Insofern sei nur mit einer geringen Beeinträchtigung der Bauten zu 
rechnen. Da aber nicht ganz ausgeschlossen werden könne, dass Folgemassnahmen im Wald 
geltend gemacht würden und vorliegend ein erhöhtes Schutzinteresse am Wald bestehe 
(Schutzwald gegen Hangmuren) müssten allfällige Folgemassnahmen eingedämmt werden. Dies 
erfolge durch die Formulierung von Auflagen. Im Amtsbericht vom 21. Oktober 2019 sei als 
Auflage festgehalten, dass der bestehende Waldrand nicht zurückgedrängt werden dürfe und 
aufgrund seiner Schutzfunktion nicht niedergehalten werden dürfe.

30 Kantonales Waldgesetz vom 5. Mai 1997 (KWaG; BSG 921.11)
31 Kantonale Waldverordnung vom 29. Oktober 1997 (KWaV; BSG 921.111)

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d) Der gewählte Standort für das Bauvorhaben in der Nähe des Waldes ist aus 
raumplanerischer und ästhetischer Sicht der beste (vgl. E. 6 und E. 7). Um einen Abstand von 30 
Metern zum Wald einzuhalten, müssten der Stall und die Silos nach Süden oder Südosten 
verschoben werden, d.h. vom bestehenden Hof weiter weg ins offene Feld oder südöstlich vor das 
Bauernhaus (Gebäude Nr. 6). Eine solche Verschiebung würde das Landschaftsbild und die 
Ansicht der denkmalgeschützten Gebäude stark tangieren und einen längeren Zufahrtsbereich 
erfordern, was zu mehr Kulturlandverlust führen würde. All dies ist aus raumplanerischer Sicht 
und aus Sicht des Denkmalschutzes unerwünscht. Es liegen deshalb besondere Verhältnisse vor, 
die eine Ausnahme zur Unterschreitung des Waldabstandes rechtfertigen. Dabei ist auch zu 
berücksichtigen, dass der Kanton Bern den gesetzlichen Waldabstand mit 30 Metern im Vergleich 
mit anderen Kantonen relativ hoch angesetzt hat und die für den Wald zuständigen kantonalen 
Behörden generell weniger strenge Anforderungen an die "besonderen Verhältnisse" nach Art. 26 
Abs. 1 KWaG stellen als dies die Praxis bei Art. 26 BauG verlangt. Die besonderen Verhältnisse, 
welche eine Ausnahmebewilligung rechtfertigen, werden bereits darin gesehen, dass das konkrete 
Vorhaben weder den Zweck noch die Anliegen bedroht oder vereitelt, welche mit der gesetzlichen 
Regelung des Waldabstandes verfolgt werden.32 Das Bauvorhaben bedroht oder vereitelt diese 
Anliegen nicht. Laut Beurteilung des AWN wird die Bewirtschaftung und Pflege des Waldes nicht 
beeinträchtigt: Zwischen dem Wald und der geplanten Siloanlage bzw. dem Stall befindet sich ein 
Erschliessungsweg, der für die maschinelle Waldbewirtschaftung genutzt werden kann. Auch 
oberhalb des bewaldeten Hang verläuft ein maschinenfahrbarer Weg, welcher der 
Bewirtschaftung des Waldes dienen kann. Auch die Schutzfunktion des Waldes (Schutz gegen 
Hangmuren) wird durch Bauvorhaben nicht beeinträchtigt, da das Vorhaben nicht in den Wald 
eingreift. Um sicherzustellen, dass dies auch künftig nicht der Fall sein wird, hat die Vorinstanz 
zudem mittels Auflage verfügt, der bestehende Waldrand dürfe nicht zurückgedrängt werden und 
dürfe nicht niedergehalten werden. 

Die Nähe des Bauvorhabens zum Wald, der an einem steilen Hang steht, hat einzig den Nachteil, 
dass fallende Bäume die geplanten Bauten beschädigen könnten. Das AWN beurteilt aber die 
möglichen Nachteile als gering. Dies zu Recht. Nur ein Silo hat einen Minimalabstand von 15 
Metern, die anderen Silos halten einen deutlich grössen Abstand zum Wald ein. Der Stall selbst 
hält zum grössten Teil sogar den ordentlichen Waldabstand von 30 Metern ein, nur eine Ecke 
unterschreitet diesen Abstand. Allfällige Schäden durch fallende Bäume dürften daher gering sein. 
Zudem hat der Beschwerdegegner durch Unterzeichnung des Formulars 4.2 «Bauten nach 
Waldgesetz» akzeptiert, auf den Ersatz von Schäden an seinen Bauten durch den Forstbetrieb 
oder Naturereignisse zu verzichten (vgl. auch Art. 27 KWaG). Die Vorinstanz hat daher zu Recht 
eine Ausnahme für das Bauen in Waldnähe erteilt.

e) Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass auch die Interessen an der 
Walderhaltung dem Standort des Bauvorhabens nicht entgegenstehen. Die Voraussetzungen von 
Art. 34 Abs. 4 Bst. b RPV sind daher erfüllt. Das gleiche gilt hinsichtlich Art. 34 Abs. 2 Bst. c RPV, 
da unbestrittenermassen nichts darauf hindeutet, dass der Betrieb des Beschwerdegegners bzw. 
der Betriebsgemeinschaft nicht längerfristig bestehen könnte. 

9. Höhe der Silos

a) Die geplanten Hochsilos sind 19 Meter hoch. Das neue, hier anwendbare neue 
Baureglement der Gemeinde Kirchberg enthält keine Bestimmungen über die maximale Höhe von 
Silos in der Landwirtschaftszone. Die Vorinstanz kam daher zur Auffassung, es sei Art. 18 Abs. 4 

32 Vgl. dazu: BVR 2003 S. 257 E. 10d, mit Hinweisen; VGE 20894 vom 5. Oktober 2000; VGE 21266 vom 21. September 
2001 und Stellungnahme des Amtes für Wald und Naturgefahren vom 14. September 2020

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NBRD33 anwendbar, wonach landwirtschaftliche Silobauten maximal 13 Meter hoch sein dürfen. 
Da die geplanten Silos diese Höhe überschreiten, sei eine Ausnahmebewilligung notwendig. Die 
Vorinstanz hat eine entsprechende Ausnahme bewilligt. Ob dies zu Recht erfolgte, braucht 
allerdings nicht näher geprüft zu werden, da die Silos – wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen 
– die zulässige Höhe nicht überschreiten.

b) Das frühere Baureglement der Gemeinde Kirchberg legte für Silos Maximalhöhen fest. So 
durften Silos für Gewerbe- und Industriebauten in der Industriezone maximal 4 Meter höher sein 
als die Gebäudehöhe (Art. 21 Abs. 4 aGBR). Für Silobauten in der Landwirtschaftszone bis zu 
einer Grundfläche von 30 m2 betrug die Maximalhöhe 14 Meter (Art. 26 Abs. 2 aGBR). Im Rahmen 
der letzten Ortsplanungsrevision behielt die Gemeinde ihre Regelung für Silos in der Industriezone 
bei (vgl. Art. 22 Abs. 3 GBR; Überschreitung der Fassadenhöhe um maximal 4 Meter), verzichtete 
aber auf eine Regelung der Maximalhöhe von landwirtschaftlichen Silos. Das neue Baureglement 
sieht generell nur für die Bauzone bestimmte baupolizeiliche Masse vor (Art. 39 GBR). Für die 
Landwirtschaftszone übernahm die Gemeinde dagegen die Regelung von Art. 241 des kantonalen 
Musterbaureglements34 und hielt in Art. 27 GBR fest: «In der Landwirtschaftszone richten sich die 
Nutzung und das Bauen nach den Vorschriften des eidgenössischen und des kantonalen Rechts.» 
Der Kommentar im GBR hält dazu – übereinstimmend mit dem Musterbaureglement – fest: «Für 
die Landwirtschaftszone gelten keine baupolizeilichen Masse. Die Gebäudemasse werden im 
Einzelfall entsprechend den Bedürfnissen aufgrund der einschlägigen Normen der 
Forschungsanstalt Tänikon (sog. FAT-Normen) im Baubewilligungsverfahren festgelegt.» Die 
Gemeinde hielt dazu in ihrem Amtsbericht vom 12. November 201935 fest: "Im jetzt noch gültigen 
Baureglement regelt Kirchberg die Silohöhe mit 14 m (Art. 26 GBR), im neuen, noch nicht 
genehmigten GBR gelten für die LWZ keine baurechtlichen Masse." Weiter führte sie aus, die im 
NBRD aus dem Jahre 1970 vorgesehene Höhe von 13 Metern sei nicht mehr zeitgemäss, aus 
diesem Grunde seien im neuen GBR keine Masse mehr festgelegt. Es sei eine Anpassung an die 
heutigen Gegebenheiten und Anforderungen in der Landwirtschaft nötig. Daraus ergibt sich, dass 
die Gemeinde bewusst die Regelung des Musterbaureglements übernommen und auf eine 
Festlegung der Maximalhöhe für Silos in der Landwirtschaftszone verzichtet hat. Entgegen der 
Auffassung der Vorinstanz weist das Baureglement der Gemeinde Kirchberg somit hinsichtlich der 
Höhe von Silos keine Lücke auf; Art. 18 Abs. 4 NBRD gelangt daher nicht zur Anwendung. Dies 
entspricht im Übrigen auch den Zielen des Musterbaureglements, hält dieses doch unter dem Titel 
«Übergeordnetes Recht» fest: «Regelt das BR einen Sachverhalt nicht oder nur lückenhaft, gilt 
ersatzweise das dispositive öffentliche Recht des Kantons. Ausgenommen ist die 
Landwirtschaftszone, wo bewusst auf Bauvorschriften verzichtet wird und die Dimensionen im 
Einzelfall festgelegt werden».

c) Der Kommentar zum Musterbaureglement36 erläutert die Bestimmung von Art. 241, welche 
die Gemeinde Kirchberg übernommen hat, wie folgt: «Das MBR verzichtet in der 
Landwirtschaftszone auf Bauvorschriften. Die zonenkonformen Bauvorhaben decken je nach 
Betriebsgrösse und -art unterschiedliche, sich ständig wandelnde Bedürfnisse ab und lassen sich 
deshalb nicht in genereller Weise zweckmässig regeln. Art. 16a RPG und Art. 34 ff. RPV sowie 
die darauf gestützte Praxis ermöglichen bedürfnisgerechte und massvolle Dimensionierung 
zonenkonformer Bauvorhaben. Zu beachten bleibt, dass sich alle Bauten und Anlagen in ihre 
Umgebung einpassen müssen». Die zulässige Grösse zonenkonformer Silos in der 
Landwirtschaftszone ist daher im Einzelfall anhand der für die in Frage stehende Bewirtschaftung 
notwendige Kubatur (Art. 34 Abs. 4 Bst. a RPV) und der technischen und betrieblichen 

33 Dekret vom 10. Februar 1970 über das Normalbaureglement (NBRD; BSG 723.13)
34 Einsehbar unter: www.jgk.be.ch / Raumplanung / Arbeitshilfen (AHOP) / Musterbaureglement (MBR)
35 Vorakten bbew 2014/2019, p. 036 ff.
36 Einsehbar unter: www.jgk.be.ch / Raumplanung / Arbeitshilfen (AHOP) / Musterbaureglement (MBR)

http://www.jgk.be.ch
http://www.jgk.be.ch

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Möglichkeiten und Bedürfnisse zu beurteilen, wobei die Planungsgrundsätze von Art 3 Abs. 2 RPG 
zu beachten sind, insbesondere die Ziele der Erhaltung von Kulturland (Bst. a) und der Einordnung 
in die Landschaft (Bst. b).

d) Laut Beurteilung des LANAT ist die Kubatur der mit der Projektänderung vorgesehenen 
Hochsilos betrieblich notwendig. Werden wie geplant Silos mit einer Höhe von 19 Metern erstellt, 
genügen sechs Hochsilos um das notwendige Lagervolumen abzudecken. Würden weniger hohe 
Silos realisiert, wären mehr als sechs Silos notwendig und es würde deutlich mehr Bodenfläche 
beansprucht, was zu mehr Kulturlandverlust führen würde. Das gleiche wäre bei der Erstellung 
eines Fahrsilos der Fall: Das im Voranfrageverfahren als Variante vorgesehene Fahrsilos hätte 
eine Bodenfläche von 224 m2 beansprucht (40 m x 5.6 m), die sechs Hochsilos benötigen dagegen 
knapp 124 m2. Die Höhe der Silos von 19 Metern ist daher aus betrieblicher und raumplanerischer 
Sicht gerechtfertigt bzw. sogar notwendig. Die OLK hat die Silos hinsichtlich der Einordnung in die 
Landschaft nicht bemängelt. Die Höhe der Silos von 19 Metern ist daher gemäss Art. 27 GBR 
zulässig. 

10. Zusammenfassung und Kosten

a) Das gemäss Projektänderungsgesuch geplante Bauvorhaben des Beschwerdegegners ist 
zonenkonform im Sinne von Art. 16a Abs. 1 RPG und erfüllt die Voraussetzungen von Art. 34 
Abs. 4 RPV, d.h. die geplanten Bauten und Anlagen sind für die in Frage stehenden 
Bewirtschaftung notwendig und es stehen dem Vorhaben keine überwiegenden Interessen 
entgegen. Die Höhe der geplanten Silos entspricht den Vorschriften des Gemeindebaureglements 
und die Ausnahmebewilligung zur Unterschreitung des Waldabstandes wurde zu Recht erteilt. Die 
Projektänderung vom 18. Januar 2021 mit Plänen vom 11. Januar 2020 ist daher zu bewilligen. 
Im Übrigen ist das Beschwerdeverfahren gegenstandslos geworden, da der Beschwerdeführer 
seine Beschwerde vollständig zurückgezogen hat.

b) Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände 
rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Der Beschwerdeführer 
gilt aufgrund des Beschwerderückzugs grundsätzlich als unterliegend. Allerdings hat der 
Beschwerdegegner eine Projektänderung eingereicht, was bei den Kosten zu berücksichtigen ist. 
Es rechtfertigt sich, den Beschwerdeführer als zu einem Drittel und den Beschwerdegegner als zu 
zwei Drittel unterliegend zu betrachten. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf eine Pauschalgebühr 
von CHF 2100.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV37), werden somit dem 
Beschwerdeführer zu einem Drittel, ausmachend CHF 700.–, und dem Beschwerdegegner zu 
zwei Dritteln, ausmachend CHF 1400.– auferlegt.

c) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern nicht 
deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung oder 
Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als gerechtfertigt 
erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Der Beschwerdeführer unterliegt zu zwei Drittel. Er hat daher 
dem Beschwerdegegner zwei Drittel der Parteikosten zu ersetzen. Der Beschwerdegegner 
unterliegt zu einem Drittel und hat dem Beschwerdeführer ein Drittel der Parteikosten zu ersetzen.

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht Kosten in der Höhe von CHF 4926.75, jener 
des Beschwerdegegners solche von CHF 6100.25 geltend (je inkl. Auslagen und 

37 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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Mehrwertsteuern). Die Kostennoten der Anwälte geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Der 
Beschwerdeführer hat somit dem Beschwerdegegner Parteikosten von CHF 2033.40 zu ersetzen; 
der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer Parteikosten von CHF 3284.50 zu erstatten.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde ist gegenstandslos geworden. Insoweit wird das Verfahren als erledigt 
abgeschrieben.

2. Die Projektänderung vom 18. Januar 2021 wird bewilligt. Massgebend sind folgende Pläne:
- Plan Situation vom 11. Januar 2021, 1:500, mit Stempel der BVD vom 19. Januar 2021
- Plan Grundriss EG vom 11. Januar 2021, 1:100, mit Stempel der BVD vom 19. Januar 

2021
- Plan Grundriss OG vom 11. Januar 2021, 1:100, mit Stempel der BVD vom 19. Januar 

2021
- Plan Ansichten Nord, Süd vom 11. Januar 2021, 1:100, mit Stempel der BVD vom 

19. Januar 2021
- Plan Ansichten Ost, West vom 11. Januar 2021, 1:100, mit Stempel der BVD vom 

19. Januar 2021
- Plan Schnitt vom 11. Januar 2021, 1:100, mit Stempel der BVD vom 19. Januar 2021
- Plan Entwässerung vom 20. Januar 2020, 1:500, mit Stempel des 

Regierungsstatthalteramts Emmental vom 15. Juli 2020

Im Übrigen werden der Gesamtentscheid des Regierungsstatthalteramtes Emmental vom 
15. Juli 2020 und die Verfügung des AGR vom 27. April 2020 bestätigt. 

3. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 700.– auferlegt. 

Dem Beschwerdegegner werden Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1400.– auferlegt. 

Separate Zahlungseinladungen folgen sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen 
ist.

4. Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner Parteikosten im Betrag von 
CHF 2033.40 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen. 

Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer Parteikosten im Betrag von 
CHF 3284.50 (inkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

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IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt A.________, eingeschrieben
- Herrn Rechtsanwalt G.________, mit einem Satz der vom Rechtsamt am 19. Januar 2021 

gestempelten Projektänderungsplänen, eingeschrieben
- Regierungsstatthalteramt Emmental, per E-Mail
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Kirchberg, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per E-Mail 
- Amt für Wald und Naturgefahren (AWN) des Kantons Bern, Waldabteilung Mittelland, per E-

Mail
- LANAT, Fachstelle Boden, Frau Dina Schnell, zur Kenntnis

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in sechs Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.