# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c0ba9c2-2d6e-5469-bc66-229efa1554a5
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 25.02.2016 B 2015/153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2015-153_2016-02-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2015/153

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.02.2016

Entscheiddatum: 25.02.2016

Entscheid Verwaltungsgericht, 25.02.2016
Hundepolizei. Art. 6 und 9 HG (sGS 456.1). Der Beschwerdeführer kam seiner 
Sorgfaltspflicht nicht nach, als er es seinem Rotweilerrüden ermöglichte, 
sich vom privaten Grundstück zu entfernen und sein Revier auf der 
unmittelbar angrenzenden öffentlichen Strasse gegenüber einem anderen 
Rüden, der dort von einer Passantin an der Leine spazieren geführt wurde, 
zu verteidigen. Nach diesem Vorfall, bei dem die Passantin verletzt wurde, 
durfte der Stadtrat gestützt auf die Empfehlungen der amtlichen 
Hundeexperten vom Beschwerdeführer verlangen, dass dieser den Hund an 
einem Ort ohne Sichtkontakt zu den Passanten auf der öffentlichen Strasse 
zu halten habe. Dass der Stadtrat wegen der mangelnden Bereitschaft zur 
Einhaltung der verlangten Massnahme davon absah, den einstweilen in 
einem Tierheim untergebrachten Hund dem Beschwerdeführer 
zurückzugeben, ist nicht zu beanstanden (Verwaltungsgericht, B 
2015/153). Entscheid vom 25. Februar 2016

Besetzung

 

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Bietenharder, Zindel; a.o. 

Gerichtsschreiber Tschumi

 

Verfahrensbeteiligte

A.A.,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter, Schützenwiese 8, 9451 Kriessern,

gegen

Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

Politische Gemeinde X., Stadtrat,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Unterbringung des Rottweilerrüden "Nero"

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.           A.A. ist Halter des Rottweilerrüden C.B. (geb. 8. April 2012, Chip-Nr. 000 000 

000 000 000, fortan „Nero“), den er als Wachhund auf seinem Hof in X. hielt. Gemäss 

dem Strafbefehl des Kantonalen Untersuchungsamts vom 19. Februar 2013 gegen A.A. 

(act. Vi/6.2/1) belästigte „Nero“ auf der am Hof vorbeiführenden Strasse mehrere Male 

einen Radfahrer, indem er diesen zähnefletschend und knurrend verfolgt und an den 

Beinen zu schnappen versucht habe. Im Weiteren liess sich „Nero“ am 28. Dezember 

2014 gemäss der Verfügung der Kantonspolizei vom 28. Dezember 2014 (act. Vi/6.2/3) 

einen Beissvorfall zum Schaden einer Passantin, die mit einem Hund (Rhodesian 

Ridgeback Rüde) auf der öffentlichen Strasse am Hof von A.A. vorbeispazierte, „zu 

Schulden kommen“. Gleichentags wurde „Nero“ auf Anordnung der Polizei im 

Einverständnis des zuständigen Staatsanwalts vorübergehend sichergestellt und ins 

Tierheim in Y. verbracht. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2014 (act. Vi/6.2/5) verfügte 

die Stadt X. unter anderem, dass „Nero“ bis zur Vornahme einer Wesensprüfung sowie 

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weiterer Abklärungen und dem Entscheid über weitere Massnahmen beschlagnahmt 

bleibe, auferlegte A.A. die Kosten für den Wesenstest und für die Unterbringung des 

Rüden und entzog einem allfälligen Rekurs die aufschiebende Wirkung.

In der Folge liess die Stadt X. am 9. Januar 2015 durch das Amt für Verbraucherschutz 

und Veterinärwesen (AVSV) eine Verhaltensabklärung durchführen. Die Fachexperten 

empfahlen, „Nero“ umzuplatzieren oder unter bestimmten Auflagen betreffend die 

Hundehaltung auf dem Hof an A.A. zurückzugeben (act. Vi/6.2/13).

Mit Anordnung vom 25. Februar 2015 (act. Vi/6.2/20) verfügte der Stadtrat X., der 

Rottweilerrüde „Nero“ werde A.A. entzogen und umplatziert (Ziff. 1), auferlegte A.A. die 

amtlichen Kosten samt Barauslagen (Ziff. 2 und 3) und verneinte einen Anspruch auf 

Entschädigung der ausseramtlichen Kosten (Ziff. 4). Die Umplatzierung „Neros“ wurde 

im Wesentlichen damit begründet, dass A.A. nicht bereit sei, die fachlich begründeten 

Auflagen einzuhalten.

Gegen diese Verfügung erhob A.A. durch Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter mit 

Eingabe vom 10. März 2015 (act. Vi/2) Rekurs beim AVSV. Er beantragte, die Verfügung 

des Stadtrats X. vom 25. Februar 2015 sei aufzuheben (Ziff. 1); der Rottweilerrüde 

„Nero“ sei dem Rekurrenten unter bestimmten Auflagen zurückzugeben (Ziff. 2); „Nero“ 

sei A.A. für die Dauer des Verfahrens unter bestimmten Auflagen zurückzugeben 

(Ziff. 3); unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (Ziff. 4). Mit Schreiben vom 19. März 

2015 (act. Vi/1) leitete das AVSV die Rekurseingabe samt Beilagen 

zuständigkeitshalber an das Gesundheitsdepartement weiter.

Mit Verfügung vom 8. April 2015 (act. Vi/6.1) entzog der Stadtrat X. dem Rekurs die 

aufschiebende Wirkung. Mit Zwischenentscheid des Gesundheitsdepartements vom 

7. Mai 2015 (act. Vi/10) wurde das Gesuch von A.A. um Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung und mit Entscheid des Gesundheitsdepartements vom 

10. August 2015 (act. 2) wurde der Rekurs in der Sache abgewiesen.

 

B.           Gegen diesen Entscheid erhob A.A. (Beschwerdeführer), vertreten durch 

Rechtsanwalt Dr. iur. André Hutter, mit Eingabe vom 17. August 2015 (act. 1) 

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Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er beantragte, der angefochtene Entscheid und 

die Verfügung des Stadtrats X. vom 25. Februar 2015 seien aufzuheben (Ziff. 1); der 

Rottweilerrüde „Nero“ sei dem Beschwerdeführer unter Auflagen im Sinne der in der 

Beschwerdeschrift angestellten Erwägungen zurückzugeben (Ziff. 2); eventualiter sei 

der Rüde dem Beschwerdeführer unter vom Gericht zu bestimmenden recht- und 

verhältnismässigen Auflagen zurückzugeben (Ziff. 3); unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (Ziff. 4).

Mit Schreiben vom 8. September 2015 (act. 8) beantragte die Vorinstanz Abweisung 

der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Eingabe vom 24. September 

2015 (act. 12) auf Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge.

Auf die Vorbringen von Beschwerdeführer und Beschwerdegegnerin, den 

angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit erforderlich – in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59

Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der 

Beschwerdeführer ist als Adressat des angefochtenen Entscheids und als Halter des 

Hundes zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 

VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 18. August 2015 (act. 1) rechtzeitig 

erhoben und erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf 

die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die 

Beschwerde, soweit damit die Aufhebung der Verfügung des Stadtrats X. vom 

25. Februar 2015 beantragt wird. Diese ist durch den angefochtenen Entscheid ersetzt 

worden bzw. gilt inhaltlich als mitangefochten (sogenannter Devolutiveffekt, vgl. BGer 

2C_17/2012 vom 24. Januar 2012 E. 2.1).

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2.            Umstritten ist vorliegend die Frage, ob die Vorinstanz das Begehren des 

Beschwerdeführers um Rückgabe von „Nero“ zu Recht abgewiesen bzw. dessen 

Umplatzierung zu Recht bestätigt hat. Die Vorinstanz begründete ihren abschlägigen 

Entscheid im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer mit den 

vorgeschlagenen Auflagen, welche mittels Abklärung durch Fachexperten erarbeitet 

worden seien, zu Unrecht nicht einverstanden gewesen sei bzw. deren 

Rechtmässigkeit bestritten habe. Ohne diese Auflagen könne nicht ausgeschlossen 

werden, dass „Nero“ erneut ein Verhalten entwickle wie jenes, das zum Beissvorfall 

vom 28. Dezember 2014 geführt habe. Daran ändere nichts, dass der 

Beschwerdeführer beabsichtige, „Nero“ seinem Sohn B.B. bzw. dessen Partnerin C.C. 

zu übertragen, weil auch sie offenbar mit den von den Fachexperten empfohlenen 

Auflagen nicht einverstanden seien.

2.1.        Gemäss Art. 23 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes vom 16. Dezember 2005 (SR 

455, TSchG) kann die zuständige Behörde insbesondere das Halten von Tieren auf 

bestimmte oder unbestimmte Zeit den Personen verbieten, die wegen wiederholter 

oder schwerer Zuwiderhandlung gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes und seiner 

Ausführungserlasse oder gegen Verfügungen bestraft worden sind (lit. a) oder die aus 

anderen Gründen unfähig sind, Tiere zu halten oder zu züchten (lit. b). Ein solches von 

einem Kanton ausgesprochenes Verbot ist in der ganzen Schweiz gültig (Art. 23 Abs. 2 

TSchG). Wird festgestellt, dass Tiere vernachlässigt oder unter völlig ungeeigneten 

Bedingungen gehalten werden, so schreitet die zuständige Behörde unverzüglich ein. 

Sie kann die Tiere vorsorglich beschlagnahmen und auf Kosten der Halterin/des Halters 

an einem geeigneten Ort unterbringen; wenn nötig, lässt sie die Tiere verkaufen oder 

töten (Art. 24 Abs. 1 TSchG).

Art. 68 ff. der eidgenössischen Tierschutzverordnung vom 23. April 2008 (SR 455.1, 

TSchV) enthalten nähere Vorschriften über die Hundehaltung. Einzelne Bestimmungen 

verfolgen dabei das Ziel der Sicherheit von Menschen und Tieren (Art. 77–79 TSchV). 

Wer einen Hund hält, hat die nötigen Vorkehrungen zu treffen, dass der Hund 

Menschen und Tiere nicht gefährdet (Art. 77 TSchV). Für Feststellungen über Hunde, 

die Menschen oder Tiere erheblich verletzt haben oder ein übermässiges 

Aggressionsverhalten zeigen, besteht eine Meldepflicht zuhanden der zuständigen 

kantonalen Stelle, welche die "erforderlichen Massnahmen" anzuordnen hat (vgl. 

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Art. 78 und Art. 79 TSchV). Zuständig für den Erlass und die Anwendung von 

Vorschriften, welche die Hundehaltung aus Gründen der öffentlichen Sicherheit 

beschränken, sind die Kantone (zum Ganzen siehe BGer 2C_545/2014 vom 9. Januar 

2015 E. 2.2; BGer 2C_1200/2012 vom 3. Juni 2013 E. 4.1; BGer 2C_386/2008 vom 31. 

Oktober 2008 E. 2.1).

Die Bestimmungen des kantonalen Hundegesetzes (sGS 456.1, HG) über die 

Hundehaltung bezwecken in erster Linie den Schutz von Mensch und Tier vor 

Beeinträchtigungen durch eine mangelhafte Hundehaltung. Art. 6 HG weist die 

Hundehalterin und den Hundehalter im Sinn eines allgemeinen Gebots an, den Hund so 

zu halten, dass er Menschen und Tiere nicht gefährdet oder belästigt und fremdes 

Eigentum nicht beschädigt. Die die Hundehalterin und den Hundehalter treffende 

Beaufsichtigungspflicht wird bestimmt durch den Charakter und das Verhalten des 

Hundes. Hunde, die Anlass zu Befürchtungen geben, dass sie Menschen oder Tiere 

gefährden könnten, müssen streng beaufsichtigt werden. Die Verantwortung für den 

Hund liegt bei der Hundehalterin und beim Hundehalter. Kann nicht ausgeschlossen 

werden, dass ein Hund Menschen oder Tiere beisst, darf die Halterin oder der Halter 

den Hund nicht unbeaufsichtigt lassen, und sie oder er muss die geeigneten Vorkehren 

treffen, damit der Hund keine Verletzungen zufügen kann (Botschaft und Entwurf der 

Regierung Nachtragsgesetz zum Hundegesetz vom 5. März 2002, in: ABl 2002 S. 586 

ff., S. 589). Gemäss Art. 9 Abs. 1 HG ordnet die politische Gemeinde die erforderlichen 

Massnahmen an, wenn der Halter den Pflichten nach Art. 6 HG nicht nachkommt, 

wobei Art. 9 Abs. 2 HG einen nicht abschliessenden Katalog möglicher Massnahmen 

enthält. Demnach kann die politische Gemeinde insbesondere:

 

·         Weisungen über Erziehung, Beaufsichtigung, Pflege, Unterbringung oder 

Haftpflichtversicherung des Hundes erlassen (lit. a);

·         zu einem Hundeerziehungskurs aufbieten (lit. b);

·         verfügen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung an der Leine zu führen ist (lit. 

c);

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·         verfügen, dass der Hund ausserhalb der Wohnung einen Maulkorb zu tragen hat 

(lit. d);

·         verbieten, den Hund bestimmten Personen anzuvertrauen (lit. e);

·         bauliche Massnahmen verlangen, welche Dritte vor Angriffen des Hundes 

schützen (lit. f);

·         einen Wesenstest des Hundes durch eine Fachperson anordnen (lit. g);

·         verbieten, mehr als einen Hund zu halten (lit. h);

·         verbieten, bestimmte Hunderassen zu halten (lit. i);

·         die Beseitigung des Hundes anordnen (lit. k);

·         die Hundehaltung verbieten (lit. l).

 

Gemäss Art. 9 Abs. 3 HG werden die Beseitigung des Hundes und das Verbot der 

Hundehaltung nur angeordnet, wenn der Halter mildere Massnahmen missachtet oder 

der Hund Mensch und Tier ernstlich gefährdet.

Eine auf Art. 6 in Verbindung mit Art. 9 HG gestützte hundepolizeiliche Verfügung ist in 

den meisten Fällen dann zu erlassen, wenn sich ein Vorfall, der auf eine pflichtwidrige 

Hundehaltung schliessen lässt (Angriff eines Hundes, Bissverletzung), zugetragen hat. 

Zwar ist nach dem Wortlaut des Gesetzes auch schon einzuschreiten, wenn der Hund 

Mensch und Tier „nur“ belästigt. Doch müssen die Belästigungen eine gewisse 

Intensität aufweisen und im Streitfall nachgewiesen werden, um Grundlage für eine 

einschränkende Verfügung zu bilden. Auch eine präventive Massnahme ist 

grundsätzlich möglich, wenn der Hund Mensch oder Tier gefährdet, was gemäss der 

Botschaft der Regierung jedoch schwierig nachzuweisen ist, solange der Hund 

niemanden angegriffen hat (zum Ganzen ABl 2002 S. 586 ff., S. 593).

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2.2.        Bei der Anordnung und Auswahl der erforderlichen Massnahmen steht der 

Vollzugsbehörde ein weites Ermessen zu. Dies bedeutet nicht, dass die 

Vollzugsbehörde in ihrer Entscheidung, welche Massnahme zu treffen ist, völlig frei ist. 

Vielmehr hat sie das ihr zustehende Ermessen pflichtgemäss auszuüben. Dies bedeutet 

insbesondere, dass sie das Rechtsgleichheitsgebot, das Verhältnismässigkeitsprinzip, 

die Pflicht zur Wahrung der öffentlichen Interessen sowie das Gebot von Treu und 

Glauben zu befolgen hat und dass die Ermessensausübung unter dem Blickwinkel des 

Sinns der gesetzlichen Ordnung zweckmässig sein muss (vgl. Ulrich Häfelin/Georg 

Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., 2010, Rz. 441).

Die Entziehung und Umplatzierung eines Hundes stellt einen Eingriff in die 

Eigentumsfreiheit (Art. 26 der Bundesverfassung [SR 101, BV]) und, soweit der Halter 

eine enge emotionale Beziehung zum Hund hat, unter Umständen auch einen Eingriff in 

das Grundrecht der persönlichen Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) dar (BGE 134 I 293 E. 5.2). 

Einschränkungen von Grundrechten müssen durch ein öffentliches Interesse oder 

durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfertigt und verhältnismässig sein 

(Art. 36 Abs. 2 und 3 BV). Die gegenüber dem Beschwerdeführer getroffenen 

Massnahmen müssen damit zur Verwirklichung eines im öffentlichen Interesse 

liegenden Ziels geeignet, erforderlich und zumutbar sein. Eine Massnahme ist dann 

nicht erforderlich, wenn eine gleich geeignete, aber mildere Massnahme für den 

angestrebten Erfolg ausreicht. Schliesslich verlangt das Kriterium der Zumutbarkeit, 

dass der angestrebte Zweck in einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen 

steht, die dem Privaten auferlegt werden (Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 581 ff.).

2.3.        Das Verwaltungsgericht überprüft eine angefochtene Entscheidung nicht mit 

voller Kognition (Art. 61 VRP). Es ist lediglich zur Rechts- und Sachverhaltskontrolle 

befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Das Verwaltungsgericht schreitet damit nur ein, 

wenn die Rekursinstanz das ihr zustehende Ermessen überschritten oder missbraucht 

(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 

740), eine andere Rechtsverletzung begangen oder den Sachverhalt nicht richtig oder 

unvollständig festgestellt hat.

3.           

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3.1.        Der Beschwerdeführer macht geltend, die angefochtene Entscheidung beruhe 

auf einer falschen und unvollständigen Sachverhaltsfeststellung. Es sei unklar und 

unbewiesen, welcher Hund – „Nero“ oder der von der Passantin mitgeführte Rhodesian 

Ridgeback Rüde – die Passantin beim Beissvorfall vom 28. Dezember 2014 in den Arm 

gebissen habe. Der Beschwerdeführer habe bereits anlässlich seiner Einvernahme 

durch die Staatsanwaltschaft am 27. Januar 2015 bestritten, dass die Bisswunden von 

„Nero“ stammen würden. Überdies habe es sich bei der Kopfverletzung des Opfers 

gemäss einer mündlichen Mitteilung durch die Polizei um eine Verletzung aus stumpfer 

Gewalt und nicht um einen Biss gehandelt. Ein von der Staatsanwaltschaft auf Antrag 

des Beschwerdeführers in Auftrag gegebenes Gutachten, das sich mit diesen 

Unklarheiten befassen sollte, liege bislang nicht vor. Auch verweigere ihm der 

zuständige Staatsanwalt bislang jede Akteneinsicht.

3.2.        Es ist unbestritten, dass „Nero“ bereits mehrfach einen Radfahrer auf der an 

den Hof des Beschwerdeführers angrenzenden öffentlichen Strasse in gefährlicher 

Weise bedrängt hat. Auch zieht der Beschwerdeführer nicht in Zweifel, dass dem 

Beissvorfall vom 28. Dezember 2014 auf der öffentlichen Strasse ein Angriff „Neros“ 

gegen die Passantin bzw. den Rhodesian Ridgeback Rüden vorausging (vgl. 

Rekursschrift, S. 5, act. Vi/2). Ob der Angriff in erster Linie der Passantin selbst oder 

deren Hund galt, spielt keine entscheidende Rolle. Der Beschwerdeführer kam seiner 

Sorgfaltspflicht nicht nach, als er es seinem Hund ermöglichte, sich vom privaten 

Grundstück zu entfernen und sein Revier auf der unmittelbar angrenzenden öffentlichen 

Strasse gegenüber einem anderen Rüden, der dort an der Leine spazieren geführt 

wurde, zu verteidigen (VerwGE B 2010/82 vom 24. August 2010 E. 3.2., 

www.gerichte.sg.ch). Zu Recht hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die 

hundepolizeilichen Vorschriften sowohl dem Schutz von Menschen als auch 

demjenigen von Tieren vor Beeinträchtigungen durch eine mangelhafte Hundehaltung 

dienen. Unter diesen Umständen kann als hinreichend erstellt gelten, dass „Nero“ in 

seiner bisherigen Haltung bereits mehrfach eine Gefahr für Menschen bzw. Tiere im 

Sinn von Art. 6 HG darstellte. Es kann der Vorinstanz in dieser Hinsicht keine falsche 

oder unvollständige Sachverhaltsermittlung vorgeworfen werden. Die Unklarheiten 

darüber, ob die Bissverletzungen der Passantin – wie diese im Polizeirapport (act. Vi/

6.2/3) zu Protokoll gab – tatsächlich von „Nero“ stammten oder ob der Passantin die 

Bissverletzungen in der Hitze des Hundekampfes vom eigenen Hund zugefügt wurden, 

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ändern daran nichts. Unerheblich mit Blick auf das vorliegende Beschwerdeverfahren 

ist ferner, ob das von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebene Gutachten bereits 

vorliegt bzw. ob dem Beschwerdeführer ein Recht auf Akteneinsicht im Verfahren vor 

der Staatsanwaltschaft zusteht.

4.            Aus dem Gesagten wird klar, dass die Entziehung und Umplatzierung von 

„Nero“ dem Schutz der öffentlichen Sicherheit bzw. Gesundheit und mithin legitimen 

öffentlichen Interessen dient. Konkret soll mit der Massnahme die Sicherheit und 

Unversehrtheit von Passanten (Fussgänger und Velofahrer) und von anderen Tieren, 

insbesondere Hunden, gewährleistet werden.

5.            Der Beschwerdeführer bringt vor, die Entziehung und Umplatzierung von 

„Nero“ sei aus mehreren Gründen unverhältnismässig.

5.1.        Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, er habe von Anfang an klar 

gemacht, dass er gewillt sei, alle (rechtmässigen) Auflagen zu akzeptieren, die ihm 

hinsichtlich der Hundehaltung gemacht würden. Nicht verhältnismässig und damit nicht 

rechtmässig sei indes die Auflage, dass „Nero“ in einem Zwinger zu halten sei und er 

sich nicht mehr im Stalleingangsbereich aufhalten solle. Im Stall lebten rund 150 

Mastmunis. Überall seien Tierquäler, Schelme, Vandalen und andere dunkle Gestalten 

unterwegs. Der Hof liege abgelegen. Ein grosser Hofhund in der Nähe des 

Stalleingangsbereichs sei der beste Schutz gegen unberechtigte Eindringlinge. „Nero“ 

müsse daher vor dem Stalleingang platziert werden. Entgegen der Meinung der 

Vorinstanz verlangten die Experten gar nicht ausschliesslich den Bau eines Zwingers 

neben dem Stall. Vielmehr bestehe mit dem Vorschlag des Beschwerdeführers, den 

Hund nicht mehr an einer starren Kette zu halten, sondern ihm ein Anbindesystem mit 

Laufbandrolle zur Verfügung zu stellen und dadurch den Bewegungskreis des Hundes 

deutlich zu erweitern, eine mildere Massnahme, welcher gegenüber der Zwingerhaltung 

der Vorzug zu geben sei.

5.1.1.    In ihrem Bericht vom 11. Januar 2015 zur Verhaltensabklärung von „Nero“ (act. 

Vi/6.2/13) kamen die amtlichen Fachexperten Hundewesen Dr. D.D., Amtstierärztin SG, 

und E.E., Chef Diensthundewesen Kapo SG, zum Schluss, dass es sich beim 

Rotweilerrüden „Nero“ um einen typischen Vertreter seiner Rasse handle, bei welchem 

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anlässlich der Wesensabklärung keine übermässige oder krankhafte Aggression habe 

festgestellt werden können. Der übergewichtige „Nero“ sei von sicherem Wesen, offen 

und mit Menschen gut sozialisiert. Auch wenn „Nero“ als nicht gefährlicher als jeder 

Hund dieser Masse und Grösse eingeschätzt werde, sei festzuhalten, dass er in der 

bisherigen Haltung zur Gefahr geworden sei. Durch das Halten an einer starren Kette, 

die mangelnde Erziehung und die Erwartungshaltung der Familie, dass „Nero“ als 

Schutz dienen sollte, sei er in seinem Verhalten nicht korrigiert worden. Dieses 

Territorialverhalten sei in der heutigen Gesellschaft untragbar. Die Fachexperten 

äusserten die Vermutung, dass der Beissvorfall vom 28. Dezember 2014 ursprünglich 

durch eine früher aufgebaute Aggression des angeketteten „Nero“ gegenüber dem 

vorbeispazierenden Rhodesian Ridgeback Rüden ausgelöst worden sei. Es sei 

durchaus möglich, dass dieses Verhalten „Neros“ auch gegenüber anderen Hunden 

oder Menschen aufgebaut werden könnte, sofern er in der bisherigen Haltung bleibe. 

Die Fachexperten waren im Weiteren der Ansicht, dass der Rüde angesichts seiner 

Masse, des ungenügenden Gehorsams und seiner Vorgeschichte nicht unkontrolliert 

frei laufen gelassen werden dürfe. Sie empfahlen, Nero sei entweder umzuplatzieren 

oder die Haltung „Neros“ beim Beschwerdegegner sei nur unter bestimmten Auflagen 

zu gewähren. Diesbezüglich schlugen sie vor:

 

·         „Der Hund darf nicht mehr vor dem Stall an einer starren Kette gehalten und 

ohne Kontrolle frei laufen gelassen werden.

·         Es sind bauliche Massnahmen zu treffen. Beispielsweise könnte ein grosser 

Zwingerauslauf neben dem Stall (ohne Sicht zum Vorplatz und Strasse) errichtet 

werden (Tierschutzgesetzgebung).

·         Im geschlossenen Stall soll er weiterhin frei laufen können. Allenfalls wäre auch 

zu überlegen, ob der Hund nicht teilweise im Haus gehalten werden könnte.

·         Der massige Rüde kann von Frau C.C. und auch Herrn B.B. nur kontrolliert 

ausgeführt werden, wenn erzieherische Massnahmen ergriffen werden. Das heisst: es 

ist während mindestens einem halben Jahr regelmässig ein- bis zweimal wöchentlich 

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eine Hundeschule für Alltagshunde zu besuchen. Mit dem Ziel, das Hochspringen 

abzugewöhnen und eine klare Führung zu erlernen.

·         Frau C.C. muss den SKN Kurs in Theorie absolvieren.

·         Der Besuch des praktischen Kurses sollte beiden Personen auferlegt werden.“

 

5.1.2.    Aus dem Fachbericht geht hervor, dass die amtlichen Sachverständigen eine 

Ursache des problematischen Verhaltens „Neros“ darin verorteten, dass der Hund 

angekettet und in Sichtkontakt mit den auf der öffentlichen Strasse vorbeigehenden 

Passanten gehalten wurde. Die Vorinstanz hielt in ihrer Stellungnahme vom 

8. September 2015 (act. 8) mit Recht fest, dass die Fachexperten unter anderem den 

Ort der Haltung „Neros“ offensichtlich als wesentlich erachteten. Die von der 

Beschwerdegegnerin als Voraussetzung für eine allfällige Rückgabe verlangte Auflage, 

dass „Nero“ an einem Ort ohne Sicht zum Vorplatz und der Strasse zu halten sei, 

erscheint unter diesen Umständen als zweckmässig und nachvollziehbar. Es soll 

nämlich damit verhindert werden, dass der Rüde weiterhin durch die visuelle 

Wahrnehmung der auf der öffentlichen Strasse vorbeigehenden Menschen und Tiere in 

Aufregung versetzt wird. Dass dadurch die Gefahr, dass „Nero“ erneut ein aggressives, 

nicht mehr gemeinverträgliches Verhalten entwickelt, verringert wird, ist durchaus 

plausibel.

Angesichts dessen erweist sich die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene alternative 

Hundehaltung in einem Anbindesystem mit Laufbandrolle vor dem Stall offensichtlich 

als weniger geeignet, um bei „Nero“ den Aufbau gefährlicher Aggressionen künftig zu 

vermeiden. Dass die vom Beschwerdeführer vorgeschlagene Haltung im Einklang mit 

den Vorschriften des Tierschutzgesetzes sein mag, führt nicht zu einem anderen 

Ergebnis. Ebenso gilt dies für die zutreffende Bemerkung des Beschwerdeführers, dass 

die Experten den Bau eines Zwingers nur als Beispiel zu treffender baulicher 

Massnahmen vorschlugen. Der Beschwerdeführer verkennt im Übrigen die von den 

Fachexperten zum Ausdruck gebrachte Bedeutung des Sichtkontakts zur öffentlichen 

Strasse, wenn er vorbringt, sein Vorschlag decke alles ab, was gemäss den 

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Fachexperten zur Verbesserung der Verhältnisse und zur Verhinderung einer 

neuerlichen Fehlentwicklung vorgeschlagen worden sei.

5.1.3.    Des Weiteren vermag der Beschwerdeführer aus seinem Vorbringen, er würde 

„Nero“ in Zukunft stets unter Kontrolle halten, nicht herzuleiten, dass die verlangte 

Zwingerhaltung ohne Sicht zur Strasse eine unverhältnismässige Massnahme darstellt. 

Wenn er geltend macht, der Hund werde verlässlich auf Kommandos reagieren, sobald 

die von den Fachexperten empfohlenen erzieherischen Massnahmen abgeschlossen 

seien, übersieht er, dass der von den Fachexperten vorgeschlagene Besuch der 

Hundeschule mindestens ein halbes Jahr dauern würde. Daraus folgt, dass der 

Beschwerdeführer unmittelbar nach einer Rückgabe „Neros“ die Kontrolle über den 

Hund selbst nach seiner eigenen Darstellung noch nicht hinreichend gewährleisten 

könnte, sondern erst nachdem der empfohlene Besuch der Hundeschule 

abgeschlossen wäre. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer die Absicht hat, 

„Nero“ nach seiner allfälligen Rückgabe während den Arbeiten im Garten, im Stall und 

um den Stall als Begleiter bei sich zu haben, ohne ihn anzuleinen. Mit Blick darauf hat 

die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 8. September 2015 (act. 8) zutreffend 

bemerkt, dass es dem Beschwerdeführer dabei nicht möglich wäre, den Hund dauernd 

zu überwachen bzw. die Kontrolle über ihn auszuüben.

5.1.4.    Der Beschwerdeführer bringt sodann sinngemäss vor, die verlangte 

Zwingerhaltung „Neros“ sei insofern unverhältnismässig, als die von „Nero“ 

ausgehende Gefahr für Tier und Mensch bereits mit den vorgeschlagenen 

Erziehungsmassnahmen (Besuch der Hundeschule) auf ein gesellschaftsverträgliches 

Mass reduziert werden könne. Dem Beschwerdeführer ist zwar darin beizupflichten, 

dass die von den Fachexperten vorgeschlagenen Erziehungsmassnahmen darauf 

abzielen, ein Weiterleben von „Nero“ auf dem Hof des Beschwerdeführers zu 

ermöglichen. Nicht gefolgt werden kann ihm aber, wenn er sich auf den Standpunkt 

stellt, dass die Fachexperten die vorgeschlagenen erzieherischen Massnahmen für sich 

allein als ausreichend erachteten, um die von „Nero“ ausgehende Gefahr für Mensch 

und Tier auf ein akzeptables Mass herabzusetzen. Angesichts der Formulierung der 

Empfehlungen sowie des inneren Zusammenhangs des Fachberichts ist in 

Übereinstimmung mit der Vorinstanz vielmehr davon auszugehen, dass dem 

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Beschwerdeführer nach Ansicht der Fachexperten sämtliche vorgeschlagenen 

Massnahmen je einzeln kumulativ auferlegt werden sollten.

5.1.5.    Schliesslich ist die verlangte Zwingerhaltung als zumutbar zu beurteilen: Zwar 

steht auf der einen Seite ein privates Interesse des Beschwerdeführers, „Nero“ nach 

seinen Vorstellungen auf dem Hof zu halten. Auf der anderen Seite besteht jedoch ein 

gewichtiges öffentliches Interesse, die Passanten und andere Hunde vor Angriffen 

„Neros“ zu schützen. Angesichts der konkret nachgewiesenen Gefährlichkeit „Neros“ 

besteht im vorliegenden Fall kein Missverhältnis zwischen den privaten Interessen und 

dem Schutz der Bevölkerung, zumal der Schutz der Gebäude auf dem Hofgelände 

auch mit anderen Vorkehren wie z.B. mit der Installation von Alarmanlagen 

gewährleistet werden kann.

5.1.6.    Somit erweist sich die an die Rückgabe „Neros“ geknüpfte Bedingung, wonach 

der Beschwerdeführer „Nero“ auf dem Hofgelände in einem Zwinger ohne Sichtkontakt 

zur angrenzenden öffentliche Strasse zu halten hat, weder als unverhältnismässig noch 

als ermessensmissbräuchlich, zumal diese Bedingung den von den Fachexperten im 

Fachbericht vorgeschlagenen Massnahmen entspricht und der Fachbericht selbst 

schlüssig ist.

5.2.        Weiter ist nicht erkennbar, was der Beschwerdeführer aus seiner zutreffenden 

Feststellung, es bliebe ihm mit der blossen Umplatzierung „Neros“ unbenommen, 

sofort einen anderen Hund derselben Grösse anzuschaffen und ihn im 

Stalleingangsbereich zu platzieren, zu seinen Gunsten abzuleiten vermöchte. Es 

versteht sich von selbst, dass der Beschwerdeführer auch in einem solchen Fall nicht 

darum herumkäme, die Vorgaben von Art. 6 HG einzuhalten, d.h. auch der neu 

angeschaffte Hund wäre so zu halten, dass er Menschen und Tiere nicht gefährdet 

oder belästigt. Dies war bei der Haltung „Neros“ gerade nicht der Fall.

5.3.        Aufgrund des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers durfte die 

Vorinstanz – wie auch die Beschwerdegegnerin als erstverfügende Behörde – davon 

ausgehen, dass der Beschwerdeführer im Falle einer Rückgabe „Neros“ die zur 

künftigen Gefahrenabwehr erforderlichen Auflagen nicht einhalten würde. Dass die 

Vorinstanzen aus dieser Überlegung bislang von einer Rückgabe „Neros“ an den 

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Beschwerdeführer abgesehen haben, ist nicht zu beanstanden. Wenn der 

Beschwerdeführer dies verneint, indem er vorbringt, dass ihm die Vorinstanz zu 

Unrecht Uneinsichtigkeit vorgeworfen habe und dass der Entzug „Neros“ zu einer 

Entfremdung zwischen Tier und Halter führe und gerade die von den Fachexperten 

empfohlenen erzieherischen Massnahmen erschwere, übersieht er offensichtlich, dass 

der Zweck der hundepolizeilichen Gefahrenabwehr durch eine Rückgabe „Neros“ unter 

den gegebenen Umständen vereitelt worden wäre.

5.4.        Schliesslich ist der Beschwerdeführer der Ansicht, die Weigerung der 

Behörden, „Nero“ dem Beschwerdeführer zurückzugeben, sei deshalb 

unverhältnismässig, weil für ihn dadurch monatliche Kosten von mehr als CHF 1‘500 

Franken entstünden. Mit diesem Vorbringen übersieht der Beschwerdeführer, dass die 

Ursache für die auswärtige Unterbringung „Neros“ ihm selbst zuzurechnen ist, weil er 

seinen Pflichten als Hundehalter aus Art. 6 HG nicht ausreichend nachgekommen ist. 

Gemäss dem in Art. 94 Abs. 1 VRP verankerten Verursacherprinzip hat derjenige, der 

eine Amtshandlung zum eigenen Vorteil oder durch sein Verhalten veranlasst, die 

vorgeschriebene Gebühr zu entrichten und kann überdies zum Ersatz der Barauslagen 

der Behörde verpflichtet werden. In den Kosten, die dem Beschwerdeführer für die 

auswärtige Unterbringung „Neros“ auferlegt wurden, kann folglich kein Umstand 

erkannt werden, welcher zur Unverhältnismässigkeit der Massnahme führen würde. 

Daran ändert nichts, dass es dem Beschwerdeführer – wie er zutreffend vorbringt – 

unbenommen ist, die verlangten Auflagen auf dem Rechtsmittelweg anzufechten. Das 

Risiko allfälliger durch die Anfechtung entstehender Mehrkosten für die länger 

dauernde auswärtige Unterbringung hat er aufgrund des Verursacherprinzips allerdings 

selbst zu tragen.

5.5.        Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den Behörden kein rechtswidriges 

Verhalten vorgeworfen werden kann, insofern sie „Nero“ nicht an den 

Beschwerdeführer zurückgegeben haben.

6.            Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer überdies, wenn er zur Beurteilung 

des von ihm vorgeschlagenen Anbindesystems einen zusätzlichen Bericht der 

Hundeexperten oder eine Drittexpertise verlangt. Wie bereits dargelegt durfte die 

Vorinstanz gestützt auf den bereits erwähnten Bericht der Fachexperten die Auffassung 

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vertreten, dass der Gefahr erneuter Angriffe „Neros“ gegenüber Mensch und Tier mit 

der vom Beschwerdeführer vorgeschlagenen Haltung nur unzureichend begegnet 

werden kann. Mangels Erforderlichkeit weiterer diesbezüglicher Abklärungen kann 

weder der Vorinstanz noch der Beschwerdegegnerin zum Vorwurf gemacht werden, 

dass sie zur konkreten Frage, ob das vom Beschwerdeführer vorgeschlagene 

Anbindesystem auch ein gangbarer Weg sei, keine weitere Fachmeinung eingeholt 

haben. Eine Verletzung der behördlichen Untersuchungspflicht ist nicht erkennbar, 

weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

7.            (…).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten ist.

 

2.            Die amtlichen Kosten von CHF 2‘000 bezahlt der Beschwerdeführer unter 

Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe.

 

3.            Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Präsident                    Der a.o. Gerichtsschreiber

Eugster                              Tschumi

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 25.02.2016
	Hundepolizei. Art. 6 und 9 HG (sGS 456.1). Der Beschwerdeführer kam seiner Sorgfaltspflicht nicht nach, als er es seinem Rotweilerrüden ermöglichte, sich vom privaten Grundstück zu entfernen und sein Revier auf der unmittelbar angrenzenden öffentlichen Strasse gegenüber einem anderen Rüden, der dort von einer Passantin an der Leine spazieren geführt wurde, zu verteidigen. Nach diesem Vorfall, bei dem die Passantin verletzt wurde, durfte der Stadtrat gestützt auf die Empfehlungen der amtlichen Hundeexperten vom Beschwerdeführer verlangen, dass dieser den Hund an einem Ort ohne Sichtkontakt zu den Passanten auf der öffentlichen Strasse zu halten habe. Dass der Stadtrat wegen der mangelnden Bereitschaft zur Einhaltung der verlangten Massnahme davon absah, den einstweilen in einem Tierheim untergebrachten Hund dem Beschwerdeführer zurückzugeben, ist nicht zu beanstanden (Verwaltungsgericht, B 2015/153). Entscheid vom 25. Februar 2016

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