# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** edf5775b-e841-51f2-bbe9-649375f4bf49
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 06.01.2022 UV 2020/70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-70_2022-01-06.pdf

## Full Text

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Fall-Nr.: UV 2020/70

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 10.05.2022

Entscheiddatum: 06.01.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2022
Art. 18 und 24 UVG: Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und der 
Höhe des Integritätsschadens bzw. der Integritätsentschädigung. 
Verneinung des Rentenanspruchs und Abweisung der Beschwerde gegen 
die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2022, UV 
2020/70).

Entscheid vom 6. Januar 2022

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Karin 

Kobelt

Geschäftsnr.

UV 2020/70

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5,

Postfach 48, 9620 Lichtensteig,

gegen

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AXA Versicherungen AG, General-Guisan-Strasse 40, Postfach 357, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte) war mit 70%igem Arbeitspensum als 

Berufsbildnerin Detailhandel bei der B.___ AG (nachfolgend: Arbeitgeberin) angestellt 

und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: Axa) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert. Seit einem Unfall vom 16. Juni 2011 bezog die Versicherte 

Leistungen von der Axa aus der Unfallversicherung (vgl. UV-act. A7 i.V.m. A8, von der 

Axa "Fall 9" genannt) und ab Oktober 2014 in Zusammenhang mit einer 

Rückenproblematik aus der Kollektiven Krankentaggeldversicherung (vgl. UV-act. A8, 

von der Axa "Fall 24" genannt, sowie A2). Mit Schadenmeldung UVG vom 18. 

September 2014 liess sie der Axa durch ihre Arbeitgeberin melden, dass sie am 

30. August 2014 "beim Gehen nach aussen weggeknickt" sei. Die Erstbehandlung 

habe bei ihrem Hausarzt Dr. med. C.___ stattgefunden, die Folgebehandlung bei Dr. 

med. D.___, Orthopädie E.___. Seit dem 30. August 2014 sei sie vollständig 

arbeitsunfähig (UV-act. A1; von der Axa "Fall 25" genannt, vgl. UV-act. A8). Die Suva 

übernahm die Kosten der Heilbehandlung und richtete der Versicherten ein 29%iges 

Taggeld aus. Dies vor dem Hintergrund, dass die Axa bereits vor dem Unfall eine 

krankheitsbedingte 71%ige Arbeitsunfähigkeit mittels Krankentaggelds ausgeglichen 

hatte (vgl. UV-act. A22, A25 und A39).

A.a. 

Am 20. Oktober 2014 berichtete Dr. D.___ der Axa, die Erstbehandlung bei ihm 

nach dem Unfall vom 30. August 2014 habe am 12. September 2014 stattgefunden. 

Die Versicherte gebe eine Unsicherheit im rechten oberen Sprunggelenk (OSG) im 

Rahmen einer grossen Rückenoperation vom 18. August 2014 an. In der Folge sei eine 

Distorsion aufgetreten. Als Befund nannte er unter anderem eine deutliche Druckdolenz 

A.b. 

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über dem fibulotalaren Bandapparat und als vorläufige Diagnose eine fibulotalare 

Bandläsion am OSG rechts (UV-act. M1).

Die Axa liess auch Prof. Dr. med. F.___, Facharzt FMH für Neurochirurgie, 

Wirbelsäulenzentrum G.___, einen Fragebogen betreffend das Ereignis vom 30. August 

2014 zukommen. In dem von ihm am 4. Dezember 2014 verfassten Bericht und in der 

diesem beigelegten Krankengeschichte betreffend die Versicherte bezog er sich auf die 

Rückenproblematik der Versicherten und machte keine Angaben betreffend deren OSG 

rechts (UV-act. M2).

A.c. 

Dr. D.___ überwies die Versicherte für eine MRI-Untersuchung mit der Frage nach 

einer Peronealsehnenläsion rechts (vgl. Eintrag in der Krankengeschichte vom 23. 

Oktober 2014, UV-act. M4 S. 2) an das Röntgeninstitut H.___. Die Untersuchung fand 

am 24. Oktober 2014 durch Dr. med. I.___, Facharzt für Radiologie, statt, der in der 

Beurteilung im gleichentags verfassten Bericht einen Status nach Partialruptur des 

ATFL (Anterior talofibular Ligament) sowie allenfalls Status nach niedriggradiger 

Partialruptur der kurzen Peronealsehne sowie geringe Peritendinitis der 

Peronealsehnen festhielt (UV-act. M5).

A.d. 

Einem Bericht von Dr. D.___ vom 27. Januar 2015 sind folgende Diagnosen zu 

entnehmen: "OSG R: Partialläsion der Peroneus brevis Sehne, St. n. Partialruptur ATFL; 

OSG L: Restbeschwerden nach OSG-Arthroskopie rechtes OSG vom 24. Oktober 2014 

(Rodiag Wil), St. n. abgelaufener lateraler Bandläsion, Partialruptur der Peroneus 

brevis-Sehne mit Peritendinitis". Weiter hielt Dr. D.___ fest, dass wegen lateral betonter 

Unterschenkelschmerzen eine Abklärung einer tiefen Venenthrombose erfolgt und eine 

solche ausgeschlossen worden sei. Es bestehe eine Druckdolenz im Verlauf der 

Peronealsehne sowie in der Muskulatur. Die Wade sei weich und indolent. Am OSG 

bestehe eine leichte Druckdolenz anterolateral (UV-act. M3).

A.e. 

Am 12. Februar 2016 wurde auf Veranlassung von Dr. D.___ hin (vgl. UV-act. M9) 

eine MRI-Untersuchung des OSG rechts nativ von der Radiologie J.___ (nachfolgend: 

RIS), vorgenommen. Dr. med. K.___, Facharzt für Radiologie, beurteilte die Bildgebung 

dahingehend, dass er eine aktivierte Synchondrose bei Os tibiale externum und geringe 

Ansatztendinitis der Tibialis posterior Sehne feststellte. Auch sah er eine hochgradige 

A.f. 

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Ausdünnung und narbige Veränderungen am vorderen talofibularen Ligament und 

einen Reizzustand/Dystrophie des Deltabandes mit kleiner lokaler Ossifikation, DD alter 

knöcherner Ausriss, eine Chondropahtie Grad 2-3 im medialen tibiolateralen 

Kompartiment des OSG und kleine lokale Randosteophyten (UV-act. M6).

Am 29. Februar 2016 notierte Dr. med. L.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie, als beratender Arzt der Axa, es handle sich offensichtlich um eine frisch 

erlittene Bandläsion im rechten OSG evtl. unter Mitbeteiligung der Peronealsehne im 

Sinne der Partialläsion. Es sei damit klar eine unfallähnliche Körperschädigung 

vorhanden (UV-act. M7).

A.g. 

Am 7. März 2016 nannte Dr. D.___ unter Berücksichtigung des MRI vom 12. 

Februar 2016 als Diagnose eine OSG-Instabilität mit/bei medialer und lateraler 

Bandinsuffizienz, Partialläsion der Peroneus brevis Sehne, eher varischem Rückfuss. 

Die Versicherte sei seit der letzten Beurteilung Ende 2014 nie beschwerdefrei gewesen. 

Dies anterolateral sowie im Verlauf der Peronealsehnen. Es lägen eine zunehmende 

Unsicherheit und rezidivierende kleinere Traumata vor. Da eine gewisse 

Schmerzhaftigkeit beim Os tibiale externum vorliege, solle dieses noch infiltriert werden 

(UV-act. M9). Am 25. April 2016 berichtete Dr. D.___, die Infiltration habe die 

Beschwerden nicht beeinflusst. Grundsätzlich habe sich die Versicherte nun zu einem 

operativen Vorgehen entschlossen (UV-act. M10).

A.h. 

Am 23. Mai 2016 wurden bei der Versicherten durch Dr. D.___ in der Klinik M.___ 

am OSG rechts eine valgisierende Calcaneusosteotomie, eine Bandrekonstruktion 

lateral und eine Revision der Peronealsehnen sowie eine Bandnaht medial durchgeführt 

(UV-act. M11; vgl. Austrittsbericht in UV-act. M12 sowie Arztbericht UVG vom 6. Juni 

2016 in UV-act. M13). Am 19. November 2016 berichtete Dr. D.___, die Versicherte 

gebe an, vom Eingriff zu profitieren. Die Beschwerden seien regredient und das Gelenk 

sei stabil. Sie klage jedoch über die Unmöglichkeit, die Ferse zu belasten. 

Möglicherweise seien die Schrauben (welche im Rahmen der valigisierenden 

Calcaneusosteotomie an der rechten Ferse angebracht worden waren [UV-act. M11]) 

doch eine relevante Teilursache der Beschwerden, weshalb die Indikation zur 

Schraubenentfernung gegeben sei (UV-act. M19).

A.i. 

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Am 13. Dezember 2016 wurde bei der Versicherten durch Dr. med. N.___, Facharzt 

für Dermatologie u. Venerologie, eine tiefe Venenthrombose festgestellt (vgl. UV-act. 

M23).

A.j. 

Am 5. April 2017 berichtete die Versicherte Dr. D.___ bezüglich des 

Fersenschmerzes, sie habe teilweise von der zwischenzeitlich durchgeführten 

Schraubenentfernung vom 20. Februar 2017 profitiert. Nach wie vor bestünden jedoch 

Anlaufschmerzen sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit (UV-act. M27).

A.k. 

Am 21. April 2017 informierte Dr. D.___ die Axa darüber, dass für stehende 

Tätigkeiten eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Mit einer sitzenden Tätigkeit 

habe eine teilweise Arbeitsfähigkeit erzielt werden können (UV-act. M28).

A.l. 

Am 15. Mai 2017 notierte Dr. L.___ als beratender Arzt der Axa, es bestünden 

nach wie vor eine schmerzhafte Funktionsstörung und Belastungseinschränkung des 

OSG rechts. Das Ganze habe mit der Traumatisierung bzw. Instabilitätskomponente zu 

tun, zusätzlich erschwert durch die ursprüngliche Rückfuss-Varuskomponente. Der 

medizinische Endzustand könne erst nach der evtl. OSG-Arthroskopie beurteilt werden 

(UV-act. M29).

A.m. 

Nach einer Nachkontrolle vom 7. Juni 2017 hielt Dr. D.___ fest, die Versicherte 

gebe an, von der Schraubenentfernung profitiert zu haben. Sie habe nun eher im 

Bereich der Plantarfaszie Schmerzen. Sie sei wegen einer erneuten tiefen 

Venenthrombose antikoaguliert (UV-act. M30). Anlässlich der nächsten Kontrolle vom 

9. August 2017 berichtete die Versicherte Dr. D.___ über unveränderte 

belastungsabhängige Schmerzen im Verlauf der Plantarfaszie und der Achillessehne. 

Subjektiv sei das Gelenk stabil. Am 10. August 2017 hielt Dr. D.___ unter "Beurteilung 

und Procedere" fest, es liege eine signifikante Verkürzung der Flexoren mit knapp 

erreichter orthograder Stellung vor. Dies führe zu einer vermehrten Belastung der 

Achillessehne und der Plantarfaszie, was die aktuellen Beschwerden erkläre. Für eine 

stehende Tätigkeit bestehe seitens des Fusses nach wie vor eine Arbeitsunfähigkeit, 

wobei die Versicherte aufgrund des Rückenleidens sowieso zu 80 % arbeitsunfähig sei 

(UV-act. M32).

A.n. 

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Mit Schreiben vom 10. August 2017 teilte die Axa der Versicherten mit, dass es ihr 

(der Versicherten) laut Dr. D.___ zumutbar sei, eine sitzende Tätigkeit auszuüben. Auch 

Dr. L.___ sei der Meinung, dass in einer adaptierten Tätigkeit, mehrheitlich sitzend bzw. 

nur für kurze Zeit gehend oder stehend, eine annähernd volle Arbeitsfähigkeit vorliegen 

dürfte. Es sei der Versicherten demzufolge möglich, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt 

eine solche Tätigkeit auszuüben. Unter Gewährung einer Übergangsfrist von ca. drei 

Monaten werde sie ab dem 1. November 2017 keine Taggeldleistungen mehr erbringen 

(UV-act. A39). Mit Schreiben vom 29. August 2017 ergänzte die Axa, dass bezüglich 

des Fusses für eine sitzende Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit erreicht werden könnte. 

Andere Faktoren, welche eine Stellensuche erschwerten, seien bei der Beurteilung des 

Anspruchs der Unfallversicherung nicht relevant, auch der unfallfremde gesundheitliche 

Zustand der Versicherten nicht (UV-act. A41; vgl. auch Ausführungen im Schreiben 

vom 21. Dezember 2017 in UV-act. A46).

A.o. 

Per 1. November 2017 schlossen die Versicherte und ihre Arbeitgeberin einen 

neuen Arbeitsvertrag ab: Die Versicherte wurde nunmehr als kaufmännische 

Mitarbeiterin mit einem 30%igen Arbeitspensum angestellt (UV-act. A60.2).

A.p. 

Am 8. November 2017 berichtete die Versicherte Dr. D.___ von eher zunehmenden 

Schmerzen sowohl im Verlauf der Plantarfaszie, am Ansatz der Achillessehne als auch 

am ventralen Gelenksrecessus. Ein MRI-Befund vom 30. Oktober 2017 zeigte laut Dr. 

D.___ keine osteochondrale Läsion und keine Sehnenläsion, jedoch ein mögliches 

ventromediales Impingement (UV-act. M34). Nach einer am 29. November 2017 

durchgeführten Infiltration verspürte die Versicherte laut Dr. D.___s Bericht vom 

17. Januar 2018 initial vermehrt Schmerzen und war dann für drei Tage praktisch 

beschwerdefrei. Der Facharzt hielt unter Berücksichtigung eines radiologischen 

Befunds vom 11. Januar 2018 und eines CT vom 15. Januar 2018 (UV-act. M39) fest, 

klinisch wie auch radiologisch dürfte eine Impingement-Problematik insbesondere 

ventromedial am OSG vorliegen. Aufgrund der erheblichen Beschwerden wünsche die 

Versicherte die Durchführung einer OSG-Arthroskopie und ggf. einer Mini-open 

Cheilektomie (UV-act. M37).

A.q. 

Am 12. Februar 2018 unterzog sich die Versicherte einer diagnostischen OSG-

Arthroskopie und einer arthroskopischen Arthrolyse und medialen Cheilektomie bei Dr. 

A.r. 

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D.___ in der Klinik M.___ (UV-act. M40). Am 10. Juli 2018 wurde ein MRI des OSG 

rechts und des Vorfusses rechts angefertigt und durch Dr. med. K.___, Fachärztin für 

Radiologie, J.___, beurteilt (UV-act. M49 und M50). Anlässlich der Sprechstunden bei 

Dr. D.___ vom 13. Juli und 13. September 2018 standen die neu aufgetretenen 

Beschwerden im Vorfuss rechts im Vordergrund. Dr. D.___ diagnostizierte eine 

Metatarsalgie Dig II und III Fuss rechts (vgl. Berichte in UV-act. M53 und M54).

Die Axa unterbreitete das Dossier erneut Dr. L.___. Dieser zog mit Bericht vom 15. 

Oktober 2018 den Schluss, dass die Versicherte in einer den Beschwerden 

angepassten Tätigkeit jetzt 100 % arbeitsfähig sein dürfte. Es seien noch eine 

Einlagenversorgung und weiter Physiotherapie vorgesehen sowie eine Infiltration und 

evtl. eine BV-Untersuchung. Seines Erachtens dürfte innerhalb der nächsten drei 

Monate der Endzustand erreicht werden (UV-act. M56). Am 16. Oktober 2018 teilte die 

Axa der Versicherten die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung ihres beratenden Arztes mit und 

hielt weiter fest, dass ihr bereits ab August 2017 eine Übergangsfrist von drei Monaten 

gewährt worden sei. Unter Hinweis auf das Schreiben vom 10. August 2017 würden ab 

1. November 2018 keine Taggelder mehr ausgerichtet (UV-act. A55).

A.s. 

Mit Unfallmeldung vom 15. November 2018 teilte die Arbeitgeberin der Axa mit, die 

Versicherte habe sich am 26. Oktober 2018 "den Fuss vertreten" und sei "nach aussen 

abgeknickt" (UV-act. A63). Am 21. November 2018 wurde wiederum ein MRI des OSG 

rechts durch Dr. K.___ erstellt. Dieser hielt eine Überlastungsreaktion/Zerrung des 

Deltabandes fest, mit narbig veränderter vorderer Syndesmose und vorderem 

talofibularem Ligament, eine Ansatztendinose der Achillessehne bei angedeuteter 

Haglund Ferse, ansonsten keine erkennbaren frischen Verletzungsfolgen, insbesondere 

keine Band- oder Syndesmosenruptur, keine Tendinopathie der Peronealsehnen, einen 

Status nach Bandplastik lateral und einen Status nach Umstellungs-Osteotomie des 

Calcaneus (UV-act. M59).

A.t. 

Im Dezember 2018 passte die Axa ihre Taggeldzahlungen an ein von der 

Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) eingeholtes Gutachten an, gemäss 

welchem die Versicherte infolge krankheitsbedingter Beschwerden 10 % arbeitsunfähig 

sei: Die Axa richtete rückwirkend ab der Operation vom 12. Februar 2018 ein 100%iges 

A.u. 

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B.  

Unfalltaggeld aus und unterzog die Taggeldeinstellung per 30. Oktober 2018 einer 

Überprüfung (UV-act. A59).

Am 11. und 15. Januar 2019 teilte Dr. D.___ der Axa mit, es habe eine zweimalige 

Re-Traumatisierung stattgefunden. Aktuell bestehe eine Überlagerung durch das 

frische Trauma mit einer vollen Arbeitsunfähigkeit (UV-act. M57 und M58).

A.v. 

Am 20. März 2019 notierte Dr. L.___ als beratender Arzt der Axa, unter 

Berücksichtigung der MRI-Untersuchung vom 21. November 2018 habe nur eine 

vorübergehende Verschlechterung durch das Ereignis vom 26. Oktober 2018 

stattgefunden. Dies während einiger Wochen, ca. bis Ende November 2018. Seines 

Erachtens dürfte spätestens Ende Jahr wieder der Zustand erreicht worden sein, 

welcher vor dem Ereignis vom 26. Oktober 2018 vorgelegen habe. Entsprechend 

Tabelle 5 der Suva sei aufgrund des Unfalls vom 30. August 2014 von einer 

Integritätseinbusse von ca. 5 % auszugehen (UV-act. M60).

A.w. 

Dr. D.___ erklärte der Axa am 12. April 2019, durch die Heilbehandlung der letzten 

sechs Monate sei eine Regredienz der Beschwerden erreicht worden. Eine weitere 

physiotherapeutische Behandlung sei sinnvoll, dies insbesondere auch, um der 

Bewegungseinschränkung entgegen zu wirken (UV-act. M61).

A.x. 

Mit Verfügung vom 28. Mai 2019 teilte die Axa der Versicherten gestützt auf den 

Bericht von Dr. L.___ vom 20. März 2019 (UV-act. M60) mit, dass der Taggeldanspruch 

am 31. Dezember 2018 ende. Der medizinische Endzustand dürfte erreicht sein, 

weshalb die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen eingestellt würden. Da die 

Versicherte in leidensangepasster Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, bestehe kein Anspruch 

auf eine Invalidenrente. Sie gewähre ihr jedoch eine "Integritätsentschädigung von 5 

%". Daraus ergebe sich eine Kapitalsumme von Fr. 6'300.-- (UV-act. A74).

A.y. 

Am 28. Juni 2019 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. M. 

Roos-Niedermann, Lichtensteig, Einsprache gegen die Verfügung vom 28. Mai 2019 

und beantragte was folgt: 1. Das Dispositiv der angefochtenen Verfügung vom 28. Mai 

2019 sei in allen Punkten aufzuheben. 2. Es sei ein unabhängiges, neues medizinisches 

B.a. 

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Gutachten über den Gesundheitszustand der Versicherten anzuordnen. 3. 

Entsprechend dem Ergebnis des medizinischen Gutachtens sei der Invaliditätsgrad neu 

festzulegen. Demnach sei der Versicherten entsprechend dem Ergebnis des 

medizinischen Gutachtens eine Unfallrente aus der obligatorischen Unfallversicherung 

zuzusprechen. Ebenfalls sei der Versicherten nach Ergebnis des medizinischen 

Gutachtens eine weit höhere Integritätsentschädigung als Fr. 6'300.-- zuzusprechen. 4. 

Ferner sei der Versicherten ab 1. Januar 2019 weiterhin ein Taggeld auszuzahlen. 5. 

Der vorliegenden Einsprache sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren. 6. 

Eventualiter sei der Versicherten ein Invaliditätsgrad von mindestens 60 % festzulegen. 

Entsprechend sei der Versicherten eine Unfallrente auf der Basis eines 60%igen 

Invaliditätsgrades zuzusprechen. 7. Eventualiter sei der Versicherten eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis eines 60%igen Invaliditätsgrades zuzusprechen. 

8. Es sei der Versicherten für die vorliegende Einsprache die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung zu gewähren (UV-act. A76). Am 29. August 2019 begründete 

Rechtsanwalt Roos die Einsprache ausführlich (UV-act. A81).

Dr. med. O.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH, 

nahm am 21. Januar 2020 als beratender Arzt der Axa eine Beurteilung der Unfallfolgen 

des Ereignisses vom 30. August 2014 vor. Er kam zum Schluss, dass in der 

Gesamtbilanz die Hinweise auf eine relevante Bandschädigung am rechten 

Sprunggelenk fehlen würden, die eine Unsicherheitssymptomatik über mehr als 2 

Monate Dauer verständlich machen würden. Die wahrscheinlichste Erklärung der 

Symptomatik müsse im Zusammenhang mit einer funktionellen Instabilität gesehen 

werden, da die Versicherte mit dem chronischen Rückenleiden und der rechtsbetonten 

Schwächung und Schmerzwahrnehmung relevant in der muskulären 

Stabilisierungsfähigkeit wegen der muskulären Dysbalance, die sich chronisch 

entwickelt habe, eingeschränkt gewesen sein müsse. Das Umknickphänomen könne 

durchaus als solches wahrgenommen worden sein, es habe aber nicht zu einer 

operationswürdigen ligamentären Schädigung und Schwächung geführt. In 

Ermangelung klinischer Hinweise für eine frisch erlittene Bandläsion sowie aufgrund 

fehlender bildgebend nachgewiesener struktureller Veränderungen sei ein 

Kausalzusammenhang zwischen der beklagten Symptomatik und dem Abknickereignis 

B.b. 

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C.  

vom 30. August 2014 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegt (UV-act. M68 

S. 14).

Am 27. Mai 2020 berichtete die Versicherte dem Dr. D.___ vertretenden 

Orthopäden über eine Fussverdrehung bzw. Kontusion. Ein MRI des Vorfusses rechts 

vom 25. Mai 2020 wurde dahingehend besprochen, dass eine leichtgradige 

Reizreaktion der Kapsel-Bandstrukturen im Lisfranc Gelenk IV und V nach allfälliger 

Überlastung/Zerrung vorliege sowie eine Chondropathie Grad II MTP I und ein 

Verdacht auf ein kleines Mortonneurom im zweiten Interdigitalfach (UV-act. M67).

B.c. 

Mit Einspracheentscheid vom 10. Juli 2020 wies die Suva die Einsprache der 

Versicherten ab und bestätigte die Verfügung vom 28. Mai 2019 vollumfänglich. Sie 

vertrat den Standpunkt, dass betreffend das Ereignis vom 30. August 2014 spätestens 

ab dem 1. November 2014 infolge abgeheilter Unfallfolgen kein Leistungsanspruch aus 

der obligatorischen Unfallversicherung mehr bestanden habe, weshalb die darüber 

hinaus erbrachten Leistungen sowie die Zusprechung einer Integritätsentschädigung zu 

Unrecht erfolgt seien. Die bis 28. Mai 2019 erbrachten Heilbehandlungsleistungen und 

die bis 31. Dezember 2018 erbrachten Taggeldleistungen seien "ex nunc et pro futuro" 

eingestellt worden (UV-act. A112).

B.d. 

Am 14. September 2020 erhob Rechtsanwalt M. Roos-Niedermann für die 

Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführerin) gegen den Einspracheentscheid vom 

10. Juli 2020 Beschwerde mit folgenden Anträgen: 1. Die Verfügung der 

Unfallversicherung vom 28. Mai 2019 sowie der Einspracheentscheid vom 10. Juli 2020 

seien aufzuheben. 2. Es sei ein unabhängiges, neues medizinisches Gutachten über 

den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin anzuordnen. 3. Entsprechend dem 

Ergebnis des medizinischen Gutachtens sei der Invaliditätsgrad neu festzulegen. 

Demnach sei ihr entsprechend dem Ergebnis des medizinischen Gutachtens eine 

Unfallrente aus der obligatorischen Unfallversicherung zuzusprechen. Ebenfalls sei der 

Beschwerdeführerin nach Ergebnis des medizinischen Gutachtens eine weit höhere 

Integritätsentschädigung als Fr. 6'300.-- zuzusprechen. 4. Der vorliegenden Einsprache 

sei die aufschiebende Wirkung zu gewähren. Demnach sei der Beschwerdeführerin ab 

1. Januar 2019 weiterhin ein Taggeld auszuzahlen. 4. Eventualiter sei der 

C.a. 

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Beschwerdeführerin ein Invaliditätsgrad von mindestens 60 % festzulegen. 

Entsprechend sei der Beschwerdeführerin eine Unfallrente auf der Basis eines 60%igen 

Invaliditätsgrades zuzusprechen. 6. Eventualiter sei der Beschwerdeführerin eine 

Integritätsentschädigung auf der Basis eines 60%igen Invaliditätsgrades zuzusprechen. 

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (act. G1 I.). Zur Begründung brachte er im 

Wesentlichen vor, es handle sich um einen komplizierten Sachverhalt, bei dessen 

medizinischer Beurteilung der behandelnde Arzt keinen abschliessenden Befund habe 

liefern können. Es stehe für ihn aber ausser Zweifel, dass das Abknicken die Ursache 

für die Symptome der Beschwerdeführerin sei. Weiter sei der beratende Arzt der AXA 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schwerpunktmässig in der Schulterchirurgie tätig. 

Es erscheine deshalb nicht sachgerecht, den vorliegenden Fall, wo es um eine 

Verletzung des Fusses gehe, aufgrund des Berichts dieses Arztes zu beurteilen. Weiter 

rügte er, dass der beratende Arzt die Beschwerdeführerin nie zu einer Konsultation 

aufgeboten habe und den Sachverhalt lediglich aus den Akten kenne (act. G1 Rz. 17).

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 

16. Dezember 2020 die Abweisung der Beschwerde, verwies zur Begründung auf die 

Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid und ergänzte 

zusammenfassend, dass kein Anlass bestehe, während des Beschwerdeverfahrens 

vorübergehend weiter Kurzfristleistungen (Taggelder) zu erbringen, dass keine 

Notwendigkeit für eine Begutachtung bestehe, da davon keine neuen Erkenntnisse zu 

erwarten seien, und dass die Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

auf den Unfall zurückgeführt werden könnten (act. G9).

C.b. 

Am 7. Januar 2021 gewährte das Versicherungsgericht der Beschwerdeführerin 

die unentgeltliche Rechtsverbeiständung (act. G12).

C.c. 

Mit Entscheid vom 20. Januar 2021 lehnte das Versicherungsgericht den Antrag 

der Beschwerdeführerin auf vorsorgliche Weiterausrichtung von Taggeldern ab 1. 

Januar 2019 ab (act. G14).

C.d. 

Mit Entscheid vom 25. Januar 2021 hiess das Versicherungsgericht eine 

Beschwerde der Beschwerdeführerin betreffend Rente der Invalidenversicherung 

teilweise gut und sprach ihr für die Zeit vom 1. August 2015 bis 30. November 2015 

C.e. 

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eine ganze Rente, vom 1. Dezember 2015 bis 31. Januar 2016 eine halbe Rente und 

vom 1. August 2016 bis 28. Februar 2018 eine ganze Rente der Invalidenversicherung 

zu. Hinsichtlich eines weiteren Rentenanspruchs wies es die Beschwerde unter 

Bejahung der Beweiskraft eines Gutachtens der Neuroinstitut St. Gallen GmbH, IME - 

Interdisziplinäre Medizinische Expertisen (nachfolgend: IME-Gutachten) vom 5. Januar 

2018 bei einem Invaliditätsgrad von 10 % ab (IV 2018/306).

In der Replik vom 15. April 2021 wiederholte die Beschwerdeführerin ihre 

Rechtsbegehren gemäss Beschwerde, wobei sie nunmehr auf das Begehren um 

Weiterausrichtung von Taggeldern ab dem 1. Januar 2019 verzichtete (act. G21).

C.f. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 7. Mai 2021 unter Verweis auf den 

Einspracheentscheid vom 10. Juli 2020 und die Beschwerdeantwort vom 16. 

Dezember 2020 auf die Erstattung einer ausführlichen Duplik (act. G23).

C.g. 

Am 25. Oktober 2021 zog das Gericht die Akten der IV-Stelle St. Gallen bei (act. 

G27), darunter das bidisziplinäre (orthopädische und psychiatrische) IME-Gutachten 

(IV-act. 105), welches im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren die 

Beweisgrundlage hinsichtlich Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin bildete (vgl. 

vorgenannten Entscheid des Versicherungsgerichts, IV 2018/306, E. 2 und 3). Die 

Gutachter nannten als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein 

chronisches lumbosakrales Schmerzsyndrom und eine Bewegungs- und 

Belastungseinschränkung im Bereich des rechten OSG nach im Mai 2016 erfolgter 

valgisierender Calcaneusosteotomie nebst lateraler Bandrekonstruktion, Revision der 

Peronealsehnen mit medialer Bandnaht und postoperativ aufgetretener Verkürzung der 

Achillessehne mit resultierendem Streckdefizit des OSG um 30° (IV-act. 105-2). Aus 

orthopädischer Sicht wurde der Beschwerdeführerin unter Würdigung diverser 

qualitativer Schonkriterien in einer leidensadaptierten, körperlich leichten wechselnd 

belastenden, überwiegend sitzend ausgeführten Tätigkeit rein quantitativ eine 100%ige 

Arbeitsfähigkeit attestiert. Eine Einschränkung von 10 % ergebe sich infolge der 

reduzierten Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, vermehrter Pausen sowie reduzierter 

Arbeitsschnelligkeit (IV-act. 105-4).

C.h. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/20

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Erwägungen

1.  

2.  

Mit Schreiben vom 12. November 2021 unterrichtete das Gericht die Parteien über 

den Beizug der Akten der IV-Stelle St. Gallen und gewährte ihnen eine Frist zur Einsicht 

in diese Akten und zur allfälligen Stellungnahme (act. G29). Beide Parteien verzichteten 

stillschweigend auf Akteneinsicht und Stellungnahme.

C.i. 

Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren bildet der Einspracheentscheid 

vom 10. Juli 2020 (UV-act. A112). Diesem liegt die Verfügung vom 28. Mai 2019 (UV-

act. A74) zugrunde, mit welcher die Beschwerdegegnerin die 

Heilbehandlungsleistungen per Verfügungsdatum und die Taggelder per 31. Dezember 

2018 einstellte, den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente verneinte 

und dieser eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritätsschaden von 5 

% zusprach. Während die Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 14. September 

2020 noch den Antrag gestellt hatte, "der vorliegenden Einsprache sei die 

aufschiebende Wirkung zu gewähren. Demnach sei der Beschwerdeführerin ab 

01.01.2019 weiterhin ein Taggeld auszuzahlen." (act. G 1), hielt sie an diesem Antrag in 

der Replik vom 15. April 2021 nicht länger fest (act. G21). Die Beschwerdeführerin 

verwahrt sich also einzig gegen die Abweisung des Rentengesuchs und die Höhe der 

gewährten Integritätsentschädigung. Die Einstellung der vorübergehenden Leistungen 

(Taggeld und Heilbehandlung) bleibt - angesichts der medizinischen Aktenlage zu 

Recht – unbestritten. Zu prüfen gilt es im Folgenden also in sachlicher Hinsicht einzig 

den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente und auf eine höhere als 

die ihr von der Beschwerdegegnerin zugestandene Integritätsentschädigung. In 

zeitlicher Hinsicht ist darauf hinzuweisen, dass anscheinend im Frühjahr 2020 eine 

neuerliche Fussverdrehung/Kontusion erfolgte (vgl. UV-act. M67). Im angefochtenen 

Einspracheentscheid (UV-act. A112) wurde jedoch ein entsprechendes Unfallereignis 

nicht beurteilt. Überhaupt ist auch eine diesbezügliche Schadenmeldung nicht 

aktenkundig. Der Streitgegenstand kann sich damit nicht auf einen allfällig erlittenen 

neuerlichen Unfall/Rückfall beziehen, auch wenn dies rein zeitlich möglich wäre, da der 

Einspracheentscheid erst am 10. Juli 2020 erlassen wurde.

1.1. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls mindestens zu 10 % invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

2.1. 

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Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahme durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen).

Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche 

Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie 

Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die 

Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein 

Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 

24 Abs. 2 UVG).

2.2. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 

lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen 

und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen 

und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Bezüglich Beweiswert eines 

Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Auch den Berichten beratender Ärzte und Ärztinnen von Versicherungen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, solange nicht konkrete 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Auf das Ergebnis von 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/20

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3.  

Abklärungen beratender Ärzte und Ärztinnen kann nicht abgestellt werden, wenn auch 

nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (BGE 139 V 

229 E. 5.2, 135 V 469 f. E. 4.4 und 471 E. 4.7; Urteil des Bundesgerichts vom 16. 

September 2014, 8C_385/2014, E. 4.2.2). Die Rechtsprechung erachtet sodann 

Aktengutachten als zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, 

Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. 

Voraussetzung ist ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte bzw. die 

Expertin imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild 

zu verschaffen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1 

mit Hinweis).

Um den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin einer Prüfung unterziehen zu 

können, gilt es zunächst zu prüfen, ob die medizinische Situation und die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin hinreichend abgeklärt wurden. Im IME wurde 

die Beschwerdeführerin am 8. Dezember 2017 umfassend orthopädisch und 

psychiatrisch abgeklärt (IV-act. 105). Die Gutachter nannten als Diagnosen mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbosakrales Schmerzsyndrom 

und eine Bewegungs- und Belastungseinschränkung im Bereich des rechten OSG 

nach im Mai 2016 erfolgter valgisierender Calcaneusosteotomie nebst lateraler 

Bandrekonstruktion, Revision der Peronealsehnen und medialer Bandnaht mit 

postoperativ aufgetretener Verkürzung der Achillessehne mit resultierendem 

Streckdefizit des OSG um 30° (IV-act. 105-2). Aus orthopädischer Sicht wurde der 

Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung zahlreicher Schonkriterien in einer 

leidensadaptierten, körperlich leichten, wechselnd belastenden, überwiegend sitzend 

ausgeführten Tätigkeit rein quantitativ eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Eine 

Einschränkung von 10 % ergebe sich infolge der reduzierten Belastbarkeit und 

Durchhaltefähigkeit, vermehrter Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit (IV-act. 

105-4). Dieses Gutachten wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 25. Januar 2021 

im Verfahren IV 2018/306 als beweiskräftig erachtet. Das Gericht erwog, sowohl im 

orthopädischen als auch im psychiatrischen Gutachten fänden sich keinerlei Hinweise, 

die auf eine fehlende Beweiskraft schliessen liessen. Die Gutachter berücksichtigten 

die Vorakten sowie die geklagten Beschwerden und führten eine gründliche 

Befunderhebung durch. Diese wurde insbesondere von Dr. P.___ im orthopädischen 

Teilgutachten exakt und ausführlich dokumentiert. Zudem erscheinen die 

Schlussfolgerungen nachvollziehbar und berücksichtigen die gültigen Vorgaben (a.a.O., 

E. 2.7). Folglich ist auch im vorliegenden Verfahren davon auszugehen, dass die 

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/20

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Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch ein chronisches lumbosakrales 

Schmerzsyndrom und eine Bewegungs- und Belastungseinschränkung im Bereich des 

rechten OSG beeinflusst wird. Neben den formulierten Leistungseinschränkungen in 

qualitativer Hinsicht (betreffend Schwerst- und Schwerarbeiten, ständige mittelschwere 

Arbeiten, Heben und Tragen von Lasten körperfern über 5 kg ohne technische 

Hilfsmittel, Heben und Tragen von Lasten körpernah über 10 kg ohne technische 

Hilfsmittel, repetitive stereotype Bewegungsabläufe, Tätigkeiten mit repetitivem 

Bücken, Kauern und Hocken, das mehr als gelegentliche Arbeiten in Zwangshaltungen, 

Tätigkeiten mit vermehrter Vibrationsbelastung, Tätigkeiten mit Pressen oder Stemmen, 

welche zu einer intraspinalen Druckerhöhung führen, das mehr als gelegentliche Heben 

von Lasten über die Horizontale [Hyperlordosierung der LWS], das Besteigen von 

Leitern, Gerüsten und schrägen Ebenen, Tätigkeiten auf unebenem Untergrund, 

Tätigkeiten mit länger währender Einnahme nur einer Körperposition, Tätigkeiten, 

welche kniend sowie im Hocksitz durchgeführt werden, Tätigkeiten im Freien, ohne 

Schutz vor Kälte, Zugluft, Nässe sowie Tätigkeiten auf regen- und eisglattem 

Untergrund; IV-act. 105-3) wurde einzig eine quantitative Einschränkung von 10 % 

formuliert, welche laut Gutachten auf eine reduzierte Belastbarkeit und 

Durchhaltefähigkeit, einen vermehrten Pausenbedarf sowie eine reduzierte 

Arbeitsschnelligkeit zurückzuführen ist (IV-act. 105-4). Diese Einschränkung trägt 

jedoch nicht nur den vorliegend interessierenden Beschwerden am rechten OSG der 

Beschwerdeführerin, sondern auch deren unbestrittenermassen krankheitsbedingten 

Einschränkungen aufgrund eines lumbosakralen Schmerzsyndroms Rechnung. Da eine 

leidensadaptierte Tätigkeit laut positivem Leistungsbild ohnehin körperlich leicht, 

wechselnd belastend und überwiegend sitzend ausführbar sein muss (IV-act. 105-4) 

und laut negativem Leistungsbild unter anderem Tätigkeiten mit Heben und Tragen von 

Lasten körperfern über 5 kg ohne technische Hilfsmittel und körpernah über 10 kg 

ohne technische Hilfsmittel sowie mit einem mehr als gelegentlichen Heben von Lasten 

über die Horizontale (Hyperlordosierung der LWS) ausgenommen sind (IV-act. 105-3), 

ist davon auszugehen, dass die reduzierte Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, der 

vermehrte Pausenbedarf sowie die Arbeitsschnelligkeit insbesondere auf die 

Rückenproblematik zurückzuführen sind. Folglich kann nur unter Berücksichtigung des 

rechten OSG lediglich von einer Leistungseinschränkung von unter 10 % ausgegangen 

werden. Davon, dass nach der Begutachtung durch die IME eine anhaltende 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin eingetreten sein 

könnte, kann mit Blick auf die Ausführungen von Dr. L.___ und Dr. O.___ nicht 

ausgegangen werden (vgl. UV-act. M56, M60, M68). Solches macht denn auch die 

Beschwerdeführerin nicht geltend (act. G1, G21). Von weiteren medizinischen 

Abklärungen sind sodann in antizipierender Beweiswürdigung angesichts der klaren 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/20

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4.

Weiter ist die Höhe der der Beschwerdeführerin zugesprochenen 

Integritätsentschädigung zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin sprach ihr gestützt auf 

die Beurteilung von Dr. L.___ eine solche basierend auf einem Integritätsschaden von 5 

% zu (Suva-act. 317). Die Beschwerdeführerin fordert eine Integritätsentschädigung 

basierend auf einem Integritätsschaden von 60 % (act. G1).

medizinischen Aktenlage keine neuen objektiven entscheidrelevanten Erkenntnisse zu 

erwarten. Den Nachteil der Beweislosigkeit im Sinne des fehlenden Nachweises einer 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 10 % hat die Beschwerdeführerin 

zu tragen (vgl. BGE 139 V 563 E. 8.1).

Basierend auf einer Arbeitsfähigkeit von über 90 % in einer adaptierten Tätigkeit 

(vgl. vorstehend E. 3.1) ist im Rahmen eines Einkommensvergleichs (vgl. E. 2.1) der 

Invaliditätsgrad zu ermitteln. Aufgrund der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs in der 

Invaliden- und Unfallversicherung hat die Schätzung der Invalidität mit Bezug auf den 

gleichen Gesundheitsschaden in beiden Bereichen prinzipiell denselben 

Invaliditätsgrad zu ergeben, soweit nicht die unterschiedliche gesetzliche Regelung 

oder Rechtspraxis in den einzelnen Versicherungszweigen zu einer abweichenden 

Invaliditätsbemessung führen. Es besteht jedoch keine Bindungswirkung der 

Invaliditätsschätzung des einen Versicherers für den jeweils anderen 

Sozialversicherungszweig (Urteil des Bundesgerichts vom 25. August 2011, 

8C_543/2011, E. 3 mit Hinweisen). 

3.2. 

Das Versicherungsgericht kam im Entscheid vom 25. Januar 2021, IV 2018/306 E. 

5.3 mit Hinweisen, zum Schluss, dass zur Bestimmung des Invaliditätsgrades ein 

Prozentvergleich erfolgen könne und der Invaliditätsgrad demnach dem Grad der 

Arbeitsunfähigkeit entspreche, da kein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt sei. An 

dieser Invaliditätsbemessung ist nichts zu beanstanden, weshalb der Invaliditätsgrad 

der Beschwerdeführerin im Rahmen der Unfallversicherung unter 10 % zu liegen 

kommt und folglich zu keinem Rentenanspruch zu führen vermag.

3.3. 

Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der 

Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift 

bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich 

während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, 

wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/20

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augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der 

Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Fallen mehrere körperliche 

oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird 

die Integritätsentschädigung gemäss Abs. 3 nach der gesamten Beeinträchtigung 

festgesetzt. Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der 

Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht 

abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische 

Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Die medizinische 

Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala weitere 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von 

der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind 

für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV 

bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für 

den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben 

ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die 

Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem 

Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 32 E. 1c, 116 V 157 E. 3a). Die Höhe der 

Integritätsentschädigung stellt eine typische Ermessensfrage dar. Das 

Versicherungsgericht darf sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle 

desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich auf Gegebenheiten abstützen 

können, welche eine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen 

lassen (vgl. BGE 137 V 71 E. 5.1, 126 V 75 E. 6).

Dr. L.___ erachtete einen Integritätsschaden aufgrund einer degenerativen 

Veränderung nach Traumatisierung im OSG rechts sowie aufgrund eines chronischen 

Schmerzsyndroms als gegeben (UV-act. M56 S. 2) und legte ihn anhand der 

Feinrastertabelle 5 der Suva bei ca. 5 % fest (UV-act. M60 S. 2). Diese Tabelle listet 

den "Integritätsschaden bei Arthrosen" auf und sieht dabei für mässige OSG-Arthrosen 

einen Integritätsschaden von 5 - 15 % vor. Dr. L.___ hat, obwohl radiologisch noch 

keine Arthrose im OSG nachweisbar war, in Analogie zu einer mässiggradigen Arthrose 

den Integritätsschaden unter Berücksichtigung der Schmerzsymptomatik auf 5 % 

geschätzt. Dies ist nachvollziehbar und die Beschwerdeführerin vermochte keine 

Zweifel an dieser Einschätzung zu erwecken. Der Vollständigkeit halber ist darauf 

hinzuweisen, dass sich die Schwere des Integritätsschadens einzig nach dem 

medizinischen Befund beurteilt. Allfällige individuelle Besonderheiten der versicherten 

Person bleiben unberücksichtigt (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 221 E. 4b mit Hinweisen; 

KOSS UVG-Thomas Frei, N 3 f. zu Art. 25). Dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf 

die nachvollziehbare Einschätzung von Dr. L.___ eine Integritätsentschädigung auf 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/20

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5.  

Entscheid

Basis eines Integritätsschadens von nicht mehr als 5 % zusprach, ist nach dem 

Gesagten vertretbar und nicht zu beanstanden.

Die Beschwerde gegen die Höhe der Integritätsentschädigung ist daher ebenfalls 

abzuweisen.

4.3. 

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vollumfänglich 

abzuweisen.

5.1. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 82a ATSG noch 

anwendbaren Fassung).

5.2. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Ihr wurde jedoch die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 

bewilligt. Der Staat ist mithin zu verpflichten, für die Kosten ihrer Rechtsvertretung 

aufzukommen. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt 

und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach 

der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der 

Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 22 

Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 

15'000.--. In der hier zu beurteilenden Angelegenheit erscheint die für durchschnittliche 

Fälle vorgesehene pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- angemessen. Diese 

ist um einen Fünftel zu kürzen (Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes [AnwG; sGS 

963.70]). Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin pauschal mit 

Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5.3. 

Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt wurde, ist zur 

Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

5.4. 

Da die Gerichtsschreiberin verhindert ist, wird der Entscheid für diese 

stellvertretend von einer mitwirkenden Richterin unterzeichnet (Art. 39  Abs. 2 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]).

5.5. 
ter

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/20

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zufolge 

unentgeltlicher Rechtsverbeiständung mit Fr. 3'200.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.01.2022
	Art. 18 und 24 UVG: Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und der Höhe des Integritätsschadens bzw. der Integritätsentschädigung. Verneinung des Rentenanspruchs und Abweisung der Beschwerde gegen die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. Januar 2022, UV 2020/70).

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