# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f54a43f3-0c56-50ed-9bf1-10edc04bb58a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-07-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 14.07.2008 UV 2008/15
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-15_2008-07-14.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/15

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 14.07.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 14.07.2008
Art. 6 UVG; Art. 11 UVV; Frage, ob von einem fortdauernden Grundfall oder 
einem Rückfall auszugehen ist, kann offen gelassen werden, da auf Grund 
der Beweiswürdigung bzw. der Ungereimtheiten in den Arztberichten kein 
Sachverhalt zu ermitteln ist, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich 
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 14. Juli 2008, UV 2008/15).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Karin Huber-Studerus; Gerichtsschreiberin Vera Holenstein Werz

Entscheid vom 14. Juli 2008

in Sachen

U.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Bruno Häfliger, Schwanenplatz 7, 6000 Luzern 5,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.                       

A.a                  Der 1952 geborene U.___ war als Schweisser bei der A.___ tätig und 

dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 17. Mai 2004 erlitt 

der Versicherte einen Arbeitsunfall. Laut Bagatellunfallmeldung klemmte er sich in der 

Werkstatt zwischen einem U-Profil und der Hebebühne das linke Fussgelenk ein (Suva-

act. 1). Dr. med. B.___ bestätigte im Arztzeugnis vom 23. März 2005 eine 

Erstbehandlung am 17. Mai 2004 am Unfallort. Laut Angaben des Versicherten habe es 

sich um einen Arbeitsunfall mit Strom gehandelt. Er sei mit dem Fuss in den Stromkreis 

geraten und habe sich diesen in einer Rampe eingeklemmt. Dr. B.___ erhob im Bereich 

des linken Fusses und Unterschenkels eine Rötung und Verbrennung 1. - 2. Grades 

entlang des Fussrandes beidseits sowie mässige perifokale Ödeme und diagnostizierte 

einen Stromunfall mit Verbrennung Fuss links 1. -2. Grades sowie einen psychischen 

Schockzustand. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht vermerkt (Suva-act. 2). Die Suva 

kam für die Kosten der Heilbehandlung auf.

A.b                  Am 4. Februar 2005 erfolgte durch die Arbeitgeberin eine als Rückfall 

zum Unfall vom 17. Juni (gemeint Mai) 2004 bezeichnete Schadensmeldung (Suva-act. 

3). Dr. B.___ diagnostizierte im Arztzeugnis vom 4. März 2005 eine Parese und 

Schwäche des linken Fusses und Unterschenkels nach Stromunfall vom 17. Mai 2004 

und bejahte das ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen (Suva-act. 4). Er attestierte 

dem Versicherten vom 24. Januar 2005 bis 28. Januar 2005 eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 2.1). Nachdem sich der Kreisarzt der Suva am 6. April 

2005 ebenfalls für eine Kausalität der neu geklagten Beschwerden zum fraglichen 

Unfall ausgesprochen hatte (Suva-act. 5), erbrachte die Suva wiederum die 

gesetzlichen Leistungen.

A.c                  Am 1. Juni 2007 meldete die Arbeitgeberin erneut einen Schadenfall zum 

Unfall vom 17. Mai 2004 (Suva-act. 6). Dr. B.___ diagnostizierte im Arztzeugnis vom 27. 

Juni 2007 einen Status nach Stromunfall Fuss rechts mit nachträglichen lähmenden 

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Schmerzen im Bein rechts im Sinne einer Lumboischialgie. Er bejahte auch dieses Mal 

das ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen und vermerkte ab 7. Mai 2007 eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit auf unbestimmte Zeit (Suva-act. 7).

A.d                  Nach Einholung einer kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. C.___ 

vom 12. Juli 2007 (Suva-act. 9) eröffnete die Suva dem Versicherten mit Verfügung 

vom 18. Juli 2007, dass kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang 

zwischen den gemeldeten Fussbeschwerden und dem Unfall vom 17. Mai 2004 

bestehe. Die Suva sei demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 14).

B.                    

Die gegen diese Verfügung durch den Vertreter des Versicherten, Rechtsanwalt Dr. iur. 

B. Häfliger, Luzern, am 20. Juli 2007 erhobene Einsprache (Suva-act. 15) wies die Suva 

mit Einspracheentscheid vom 14. Januar 2008 (Suva-act. 18) ab.

C.                      

C.a                 Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte mit Eingabe 

vom 14. Februar 2008 Beschwerde erheben. Darin wird beantragt, der 

Einspracheentscheid vom 14. Januar 2008 sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin habe aus dem Unfallereignis vom 17. Mai 2004 Leistungen zu 

erbringen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

C.b                 In der Beschwerdeantwort vom 12. März 2008 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

C.c                 Mit Replik vom 17. April 2008 hielt der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers an seinen Anträgen und Standpunkten fest. Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

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1.         

1.1    Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Bestimmung über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zutreffend dar. Gleiches 

gilt in Bezug auf die Ausführungen über die gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltende 

Voraussetzung des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis 

und dem Gesundheitsschaden (BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen). Darauf ist zu 

verweisen.

1.2    Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt, wobei 

Rückfälle und Spätfolgen besondere revisionsrechtliche Tatbestände im Sinn von 

Art. 22 UVG darstellen (vgl. BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). 

Praxisgemäss handelt es sich bei einem Rückfall um das Wiederaufflackern einer 

vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich geheilter Unfallfolgen, so dass es zu 

ärztlicher Behandlung, möglicherweise zu einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt, 

während von Spätfolgen dann gesprochen wird, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden 

im Lauf längerer Zeit organische oder psychische Folgen bewirkt, die zu einem 

andersgearteten Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen 

folglich begrifflich an ein in der Vergangenheit bestandenes Unfallereignis an. 

Dementsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damals haftbaren 

Unfallversicherers) nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten 

Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 296 

f. E. 2c).

1.3    Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch 

die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner 

Beweiswürdigung auch Gutachten folgen, welche der Unfallversicherer im 

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Administrativverfahren einholt, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3bb/cc; RKUV 2000 Nr. U 

377 S. 186 E. 4a). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten, wie sie 

vorliegend von Dr. C.___ am 12. Juli 2007 (act. 9) erstellt wurde, ist nicht an sich 

unzuverlässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist 

ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund 

der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (PVG 1996, 265 Erw. 

3b; RKUV 1988 Nr. U 56 S. 371).

1.4    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich 

greift diese obgenannte Beweisregel erst dann Platz, wenn die Verwaltung und - im 

Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b).

2.         

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Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen des Grundfalls die Leistungspflicht für das 

Unfallereignis vom 17. Mai 2004 anerkannt und ist für die Heilbehandlung bei Dr. B.___ 

aufgekommen. Offensichtlich infolge Behandlungsabschlusses wurden die 

Versicherungsleistungen eingestellt. Aus den Akten ist jedoch nicht ersichtlich, dass 

diesbezüglich eine schriftliche Mitteilung im Sinn von Art. 51 Abs. 2 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) oder eine schriftliche Verfügung ergangen ist (Art. 49 Abs. 1 ATSG). 

Grundsätzlich wurde damit kein rechtskonformer Abschluss des Grundfalls 

vorgenommen (vgl. BGE 132 V 412 und 134 V 145). Am 4. Februar 2005 erfolgte eine 

weitere Schadensmeldung durch die Arbeitgeberin unter Hinweis auf das Unfallereignis 

vom 17. Mai 2004. Der Beschwerdeführer hatte am 21. Januar 2005 Dr. B.___ 

konsultiert und war gemäss Angaben der Arbeitgeberin ab diesem Datum zu 100% 

arbeitsunfähig gewesen (Suva-act. 3, 4). Die Beschwerdegegnerin anerkannte erneut 

ihre Leistungspflicht. Am 31. Januar 2005 nahm der Versicherte seine Arbeit wieder auf 

(Suva-act. 3) und es ist davon auszugehen, dass auch hinsichtlich dieses Schadenfalls 

ein Behandlungsabschluss stattgefunden hat. Der Fall wurde dementsprechend 

abgeschlossen, jedoch abermals formlos. - Während die eben dargelegte Sachlage für 

einen fortdauernden Grundfall spricht, ist demgegenüber zu beachten, dass von der 

zweiten Schadensmeldung weg bis zur hier streitigen Schadensmeldung vom 1. Juni 

2007 rund zwei Jahre vergingen. Dieser zeitliche Ablauf liesse es wiederum als 

gerechtfertigt erscheinen, von einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu Franz Schlauri, 

Verfahrensfragen in der Sozialversicherung, in: René Schaffhauser/Franz Schlauri 

[Hrsg.], Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für Verwaltungskurse, Band 

40, S. 57). Gemäss Verfügungswortlaut vom 18. Juli 2007 (Suva-act. 14) betrachtete 

die Beschwerdegegnerin die Schadensmeldung vom 1. Juni 2007 ebenfalls als 

Rückfall. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage, ob im 

vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall auszugehen 

ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben. 

Denn die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat, stellt sich 

erst, wenn es sich tatsächlich als unmöglich erweisen sollte, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

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entsprechen (vgl. Erw. 1.4), was vorliegend - wie zu zeigen sein wird - noch nicht 

zutrifft.

3.         

3.1    Laut Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 27. Juni 2007 hat sich der Beschwerdeführer 

am 7. Mai 2007 bei diesem in Behandlung begeben. Dr. B.___ attestierte dem 

Beschwerdeführer ab diesem Datum eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und stellte 

folgende Diagnose: Status nach Stromunfall Fuss rechts mit nachträglichen lähmenden 

Schmerzen im Bein rechts im Sinne einer Lumboischialgie (Suva-act. 7). Die 

Beschwerdegegnerin hat im angefochtenen Einspracheentscheid vom 14. Januar 2008 

die Kausalität zwischen den Beschwerden im rechten Bein und dem Unfallereignis vom 

17. Mai 2004 bzw. der damals erlittenen Verletzung am linken Fuss und Unterschenkel 

verneint. Der Beschwerdeführer macht demgegenüber beschwerdeweise geltend, er 

leide nach wie vor unter den Folgen des Eingeklemmtseins des linken Fusses. Der Fuss 

fühle sich oftmals wie gelähmt an.

3.2     

3.2.1             Sowohl in der Bagatellunfallmeldung betreffend den Grundfall (Suva-act. 

1) und der Schadensmeldung vom 4. Februar 2005 (Suva-act. 3) als auch in der im 

vorliegenden Fall streitigen Schadensmeldung vom 1. Juni 2007 (Suva-act. 6) ist 

jeweils als betroffener Körperteil das linke Fussgelenk, als Unfallbeschreibung ein 

Einklemmen des Fusses und als Art der Schädigung eine Prellung vermerkt. Im 

Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 23. März 2005 betreffend die Erstbehandlung vom 17. 

Mai 2004 sind jedoch keinerlei Befunde notiert, die auf das Geschehen einer Prellung 

hinweisen würden. Dr. B.___ erhob im Bereich des linken Fusses und Unterschenkels 

eine Rötung und Verbrennung 1. - 2. Grades entlang des Fussrands beidseits sowie 

mässige perifokale Ödeme. Laut eigenen Angaben habe der Beschwerdeführer am 17. 

Mai 2004 einen Arbeitsunfall mit Strom erlitten bzw. sei mit dem Fuss in den Stromkreis 

geraten und habe sich dabei seinen Fuss in einer Rampe eingeklemmt. Dr. B.___ 

diagnostizierte einen Stromunfall mit Verbrennung des linken Fusses 1. - 2. Grades und 

einen psychischen Schockzustand (Suva-act. 2). Der Unfallbeschrieb im Arztzeugnis 

von Dr. B.___ vom 4. März 2005 betreffend die zweite Schadensmeldung vom 4. 

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Februar 2005 beinhaltet gleichfalls den Kontakt mit elektrischem Strom und nennt ein 

Einklemmen des linken Fusses mit der Folge einer Verletzung (Suva-act. 4). - Wenn nun 

der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers geltend macht, das Augenmerk sei 

fälschlicherweise auf einen Stromunfall gelegt worden, die Hauptverletzung sei durch 

das Einklemmen des linken Fusses erfolgt bzw. stelle eine Prellung dar, vermag dies 

mit Blick auf die zuvor dargelegten Arztzeugnisse von Dr. B.___, die gegenüber den 

Vermerken in den Unfallmeldungen eher massgebend sind, nicht zu überzeugen. Zwar 

kann eine Prellung durchaus durch Einklemmung entstehen, doch hatte diese im 

vorliegenden Fall offensichtlich keine typischen Prellungsmarken mit entsprechenden 

Symptomen, sondern eine Verbrennung zur Folge; dies nachvollziehbarerweise infolge 

der Verknüpfung mit elektrischem Strom.

3.2.2             Im Arztzeugnis vom 27. Juni 2007 (Suva-ct. 7) zur hier streitigen 

Schadensmeldung vom 1. Juni 2007 (Suva-act. 6) erhob Dr. B.___ als Befunde eine 

Lähmung und Schmerzen im ganzen rechten Bein sowie Druckschmerzen auf Höhe der 

unteren Lendenwirbelsegmente im Sinn einer Lumboischialgie. Die Diagnose lautete: 

Status nach Stromunfall Fuss rechts mit nachträglichen lähmenden Schmerzen im Bein 

rechts im Sinne einer Lumboischialgie. - Entgegen der Auffassung des Rechtsvertreters 

des Beschwerdeführers kann nicht davon ausgegangen werden, dass Dr. B.___ mit der 

Formulierung "im Sinne einer Lumboischialgie" lediglich einen damit vergleichbaren 

Schmerz bzw. keinen mit dem Rücken, sondern mit dem Fuss in Zusammenhang 

stehenden Schmerz, beschreibt. Dagegen spricht zum einen der diesbezüglich 

erhobene Befund von Druckschmerzen auf Höhe der unteren 

Lendenwirbelsäulensegmente und zum anderen der von Dr. B.___ durchgeführte 

Lasegue-Test, der eine klinische Untersuchungsmethode zur Feststellung einer 

Lumboischialgie darstellt (vgl. Alfred M. Debrunner, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl., Bern 2002, s. 881). Im weiteren sind Lähmungserscheinungen und 

Schmerzen in den Beinen typische Symptome einer Lumboischialgie (vgl. dazu Alfred 

M. Debrunner, a.a.O., S. 859, 880 ff.). Die Feststellung der Beschwerdegegnerin, Dr. 

B.___ habe die neu aufgetretenen Gesundheitsprobleme im LWS-Bereich lokalisiert, 

dieser sei jedoch beim Unfall vom 17. Mai 2004 in keiner Weise betroffen gewesen, ist 

damit grundsätzlich nachvollziehbar. Dennoch erscheint es mit Blick auf die 

nachfolgenden Erwägungen zweifelhaft, das Vorliegen natürlich kausaler Restfolgen 

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des Unfalls vom 17. Mai 2004 mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ohne weiteres zu verneinen.

3.2.3             Dr. B.___ erhob zwar im Arztzeugnis vom 27. Juni 2007 als Befunde eine 

Lähmung sowie Schmerzen im rechten Bein und wiederholte den betroffenen 

Körperteil in der Diagnose. In dieser hielt er jedoch auch eindeutig unzutreffend einen 

Status nach Stromunfall Fuss rechts anstatt links fest. Es ist durchaus denkbar, dass 

im Fall des Beschwerdeführers eine Rückenproblematik – allenfalls zurückzuführen auf 

einen Auffahrunfall vom 20. Mai 2005 - besteht (vgl. dazu auch Suva-act. 8, 10, 11). Die 

Frage, welche Körperseite nun aber aktuell wirklich betroffen ist - die linke, rechte oder 

allenfalls beide -, erscheint dennoch unbeantwortet. Beschwerdeweise werden 

zumindest Beschwerden im Bereich des linken Fusses geklagt. Es fällt zudem auf, dass 

die in Bezug auf die vorherige Schadensmeldung vom 4. Februar 2005 erhobenen 

Befunde - Druckschmerzen und Schwäche bis Parese (Suva-act. 4) - mit den im 

Arztzeugnis vom 27. Juni 2007 erhobenen Symptomen vollständig harmonieren, auch 

wenn sie einst bezogen auf den linken Fuss und Unterschenkel und nicht verbunden 

mit dem rechten Bein festgehalten wurden. Damals ging die Beschwerdegegnerin von 

Unfallfolgen aus (Suva-act. 5). Zu berücksichtigen ist auch, dass die Körperbereiche 

Bein, Unterschenkel, Fuss fliessend ineinander über gehen bzw. das Bein den vom 

Unfall vom 17. Mai 2004 betroffenen Unterschenkel und Fuss umfasst. Letzterer wird 

von Dr. B.___ im Arztzeugnis vom 27. Juni 2007 zudem auch erwähnt. Unklar wird die 

Sachlage schliesslich vorallem auch durch den Umstand, dass Dr. B.___ im 

Arztzeugnis vom 27. Juni 2007 die Unfallkausalität hinsichtlich der von ihm am 7. Mai 

2007 erhobenen Befunde eindeutig bejahte.

3.3    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aus den Akten nicht widerspruchsfrei 

festgestellt werden kann, ob hinsichtlich des am 1. Juni 2007 gemeldeten Schadens 

zum Unfall vom 17. Mai 2004 eine Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers 

gegenüber der Beschwerdegegnerin besteht. Die Beurteilung von Dr. C.___ vom 12. 

Juli 2007 (Suva-act. 9) vermag hinsichtlich dieser Frage keine zuverlässige Grundlage 

zu bilden. Der Kreisarzt weist einzig auf den Umstand hin, dass eine Lumboischialgie 

keine Folge der am 17. Mai 2004 erlittenen peripheren Verletzung am linken 

Unterschenkel sein könne. Isoliert betrachtet, kann dieser Beurteilung kaum 

widersprochen werden. Die in Erw. 3.2.3 dargelegten Ungereimtheiten, insbesondere 

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mit Blick auf die Arztzeugnisse von Dr. B.___, wurden jedoch von Dr. C.___ in keiner 

Weise angesprochen, womit seine Schlussfolgerung gesamthaft betrachtet nicht 

einleuchtet und sich einer nachvollziehbaren Begründung als unzulänglich erweist. Die 

Streitsache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie eine 

umfassende medizinische Begutachtung - zweckmässigerweise bei einem externen 

Sachverständigen - veranlasse.

4.

Entsprechend ist die Beschwerde unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 

14. Januar 2008 teilweise gutzuheissen und die Streitsache zur Durchführung 

ergänzender medizinischer Abklärungen über die Anspruchsberechtigung hinsichtlich 

des am 1. Juni 2007 gemeldeten Schadens an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen 

hat der Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang Anspruch auf eine 

Parteientschädigung nach Ermessen des Gerichts (Art. 61 lit. g ATSG). Eine 

Entschädigung von pauschal Fr. 3'600.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) 

erscheint angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 

14. Januar 2008 aufgehoben und die Streitsache zur Durchführung ergänzender 

medizinischer Abklärungen und anschliessender neuer Entscheidung über die 

Anspruchsberechtigung hinsichtlich des am 1. Juni 2007 gemeldeten Schadens an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.        Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'600.--.

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