# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 936aa9be-ae97-52c3-9c3f-6b07d7bde96f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.02.2025 200 2024 649
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-649_2025-02-26.pdf

## Full Text

IV 200 2024 649 
FRC/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Februar 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. August 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

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Sachverhalt:

A.

Der 1975 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer), ... Staatsangehöriger, reiste am TT. MM 2013 in die 
Schweiz ein und meldete sich im Juni 2022 unter Verweis auf Rücken-
schmerzen, eine Depression sowie Schlaf- und Nasenprobleme bei der IV-
Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungs-
bezug an (Akten der IVB [act. II] 1). In der Folge tätigte die IVB erwerbliche 
und medizinische Abklärungen. Insbesondere holte sie bei den Dres. med. 
B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, und C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, ein bidisziplinäres orthopädisch-psychiatrisches Gutachten 
vom 8. April 2024 ein (act. II 79.1 ff.). Mit Vorbescheid vom 16. April 2024 
(act. II 81) stellte die IVB in Aussicht, bei Invaliditätsgraden von 16 % bis 
zum 31. Dezember 2023 und 24 % ab dem 1. Januar 2024 den Anspruch 
auf eine Invalidenrente zu verneinen. Nach dagegen erhobenen Einwänden 
(act. II 82, 88) holte die IVB eine ergänzende gutachterliche Stellungnahme 
vom 7. August 2024 (act. II 93) ein und verfügte am 26. August 2024 (act. II 
95) dem Vorbescheid entsprechend. 

B.

Mit Eingabe vom 20. September 2024 (Postaufgabe vom 23. September 
2024 [vgl. Sendungsverfolgung der Schweizerischen Post {in den Gericht-
akten}]) erhob der Beschwerdeführer dagegen Beschwerde. Er beantragt 
die Veranlassung weiterer medizinischer Abklärungen.

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 
2024 auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 26. August 2024 
(act. II 95). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere die Frage, ob der medizinische Sachverhalt 
rechtsgenüglich abgeklärt wurde. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1

2.1.1 Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperli-
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit 
zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem an-
deren Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Invalidität 
ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 
teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 
auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 
Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu 
berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus 
objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Dabei ist dem 
klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu 
tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungsweise von der 
grundsätzlichen "Validität" der versicherten Person auszugehen ist (BGE 
141 V 281 E. 3.7.2 S. 295).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob 
ein psychischer Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität 
zu bewirken vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen 
Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). 
Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 
S. 429).

2.1.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jah-

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res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). 

2.2 Ausländische Staatsangehörige sind, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 
IVG, nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnli-
chen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben und sofern sie bei 
Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge ge-
leistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz auf-
gehalten haben. (Art. 6 Abs. 2 Satz 1 IVG). 

Die besonderen Voraussetzungen des Anspruchs auf eine ordentliche Ren-
te setzen unter anderem voraus, dass die versicherte Person bei Eintritt der 
Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet hat (Art. 36 
Abs. 1 IVG; vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts [BGer] 8C_237/2020 
vom 23. Juli 2020 E. 5.1). Im Fall einer Rente gilt die Invalidität in dem 
Zeitpunkt eingetreten, in dem der Anspruch nach Art. 8 Abs. 1 ATSG und 
Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 28 ff. IVG entsteht, d.h. frühestens, wenn die versi-
cherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durch-
schnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen und 
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % bleibend oder für längere 
Zeit erwerbsunfähig (Art. 7 und 8 ATSG) ist (vgl. zum Ganzen BGE 137 V 
417; BGer 8C_237/2020 E. 5.2, Urteil des BGer 8C_58/2019 vom 22. Mai 
2019 E. 2.3 und 8C_167/2014 vom 8. August 2014 E. 4; vgl. Urteil des 
BGer 9C_711/2015 vom 21. März 2016 E. 6.3.2 in fine). 

2.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

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3.

3.1 Ob die in den Unterlagen neben anderen Leiden aufgeführten Dia-
gnosen einer Depression und Posttraumatischen Belastungsstörung 
(PTBS) bereits bei der Einreise in die Schweiz am TT. MM 2013 bestanden 
(vgl. etwa act. II 58) und diesbezüglich damals seit über einem Jahr eine 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % vorlag, mithin die versicherungs-
mässigen Voraussetzungen für den Anspruch auf eine ordentliche Rente 
der Invalidenversicherung infolgedessen nicht erfüllt wären (E. 2.2 hiervor), 
kann mit Blick auf das Ergebnis (vgl. E. 4.7 f. hiernach) offen gelassen 
werden.

3.2 Was den Gesundheitszustand betrifft, ist den Akten im Wesentli-
chen das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Im bidisziplinären orthopädisch-psychiatrischen Gutachten der 
Dres. med. B.________ und C.________ vom 8. April 2024 (act. II 79.1) 
wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnosen gestellt 
(S. 6 Ziff. 4.3 lit. b):

1. Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradi-
ge Episode (ICD-10 F33.00/F33.10)

2. Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende Diagnosen gestellt 
(Ziff. 4.3 lit. c):

1. Chronisches lumbosakrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.4)
- Radiologisch leichtgradige Osteochondrose und Diskusprotrusion 

LWK4/5 mit möglicher Affektion der Nervenwurzel L5 beidseits und 
unauffällige Iliosakralgelenke (MRI vom 15. November 2021)

2. Seit etwa zwei Monaten bestehende Schulterbeschwerden links (ICD-
10 M79.61)
- Bildgebend Tendinose der ansatznahen Supraspinatussehne (Rönt-

gen und Sonographie vom 25. Januar 2024)
3. PTBS (ICD-10 F43.1)

Der Beschwerdeführer habe vorwiegend über Rückenschmerzen berichtet, 
weshalb er seit zwei Jahren nicht mehr arbeiten könne. Bei der orthopädi-
schen Untersuchung seien ein chronisches lumobsakrales Schmerzsyn-
drom bei radiologisch nachgewiesener leichtgradiger Osteochondrose 
LWK4/5 sowie seit etwa zwei Monaten bestehende Schulterschmerzen 

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links bei einer Tendinose der Supraspinatussehne diagnostiziert worden. 
Die körperliche Belastbarkeit sei dadurch etwas eingeschränkt, wobei bei 
den leichten Tätigkeiten, wie sie der Beschwerdeführer ausgeübt habe, kei-
ne verstärkte Beschwerdeexazerbation gegenüber den Alltagsaktivitäten zu 
erwarten sei. Die von ihm angegebenen Einschränkungen der Arbeitsfähig-
keit seien aus orthopädischer Sicht nicht nachvollziehbar. Bei der psychia-
trischen Untersuchung sei eine leicht- bis mittelgradige depressive Sympto-
matik festgestellt worden. Die depressive Störung sei gemäss den ana-
mnestischen Angaben rezidivierend. Zusätzlich bestehe auch eine anhal-
tende somatoforme Schmerzstörung, welche sich in Einschränkungen äus-
sere, die somatisch nicht hinreichend objektiviert werden könnten. Durch 
die depressiven Verstimmungen mit verminderter Freude, erhöhter Ermüd-
barkeit und Insuffizienzgefühlen sowie die auslösenden Schmerzen beste-
he aus psychiatrischer Sicht eine leichte Leistungseinschränkung für jegli-
che Tätigkeiten. Eine PTBS könne zwar diagnostiziert werden, wirke sich 
aber nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus, da die Symptomatik nur leichtgradig 
ausgeprägt sei (Ziff. 4.3 lit. a). Die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit 
für jegliche Tätigkeit seien begründet mit den psychischen Befunden. Aus 
orthopädischer Sicht ergebe sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit 
für Tätigkeiten, wie sie der Beschwerdeführer in letzter Zeit ausgeübt habe 
oder ähnlich gelagerte Tätigkeiten (S. 7 Ziff. 4.5). Die zuletzt ausgeübte 
leichte, wechselbelastende Tätigkeit als ... entspreche einer der Behinde-
rung optimal angepassten Tätigkeit. Eine solche Tätigkeit sei dem Be-
schwerdeführer an acht bis achteinhalb Stunden täglich zumutbar. Dabei 
bestehe eine leicht reduzierte Leistungsfähigkeit bei etwas erhöhtem Pau-
senbedarf und reduziertem Rendement. Bezogen auf ein Vollzeitpensum 
bestehe in einer solchen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bzw. eine 
Arbeitsunfähigkeit von 20 %. Dies gelte seit der Krankschreibung im Febru-
ar 2022. Eine länger dauernde, höhergradige Arbeitsunfähigkeit könne we-
der vorher noch seither zugeordnet werden (Ziff. 4.6 f.). 

3.2.2 Mit dem gegen den Vorbescheid vom 16. April 2024 (act. II 81) er-
hobenen Einwand vom 21. Mai 2024 (act. II 88) wurden folgende medizini-
schen Unterlagen eingereicht:

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Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie sowie Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte im Be-
richt vom 6. April 2024 (act. II 88/6) ein Impingement-Syndrom der linken 
Schulter. Etwa im Januar 2024 seien relativ plötzlich Schmerzen der linken 
Schulter aufgetreten, welche sich nicht besserten. Wegen der starken 
Schmerzen sei eine systematische Untersuchung nicht möglich gewesen. 
Anamnese und Befunde würden für eine länger bestehende degenerative 
Erkrankung des linken Schultergelenkes sprechen. Einerseits bestehe radi-
ologisch und sonografisch ein Impingement des linken Schultergelenkes. 
Andererseits liege eine extreme muskuläre Schwäche durch die allgemeine 
Dekonditionierung vor. Die Befunde und der Verlauf würden ausführlich mit 
dem Beschwerdeführer besprochen. Aus orthopädischer Sicht bestehe ei-
ne Indikation zur lokalen Infiltration. Nach Information des Beschwerdefüh-
rers über die Behandlungsalternativen (Abwarten, Physiotherapie, Infiltrati-
on) mit den entsprechenden Risiken sowie Vor- und Nachteilen habe sich 
dieser für eine Physiotherapie entschieden. Bei ausbleibendem Erfolg wäre 
er mit einer lokalen Infiltration einverstanden.

Dr. rer. medic. E.________, Psychologische Psychotherapeutin, führte in 
ihrer Stellungnahme vom 2. Mai 2024 (act. II 88/5) aus, der Beschwerde-
führer leide seit Kindheit an Dyslexie und Dyskalkulie. Er sei mehrfach be-
straft und traumatisiert worden für seine Unfähigkeit, das Gelesene zu ver-
stehen und mathematische Aufgaben zu lösen. Seine Deutschkenntnisse 
seien sehr beschränkt. Es sei sehr wenig wahrscheinlich, dass er diese 
noch verbessern könne. Deswegen kämen keine Erwerbstätigkeiten in 
Frage, die mit Textverständnis oder Kalkulationen zusammenhingen. Hinzu 
kämen eine extreme Vergesslichkeit, Ruhelosigkeit, Impulsivität und Des-
organisation. Die Symptome entsprächen einer Aktivitäts- und Aufmerk-
samkeitsstörung (ICD-10 F90.0). Der Beschwerdeführer habe aufgrund der 
schwierigen psychosozialen Situation mit fehlender positiver Verstärkung 
eine depressive Störung entwickelt. Aktuell sei diese mindestens eine mit-
telgradige bis schwere Episode. In diesem Zustand sei eine Erwerbstätig-
keit sehr problematisch. 

3.2.3 Die Dres. med. B.________ und C.________ äusserten sich in der 
ergänzenden gutachterlichen Stellungnahme vom 7. August 2024 (act. II 

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93/2) zu den im Vorbescheidverfahren erhobenen Einwänden und einge-
reichten medizinischen Berichten. Teilleistungsstörungen würden quantita-
tiv mit einer entsprechenden neuropsychologischen Testuntersuchung er-
fasst. Menschen mit Teilleistungsstörungen seien aber in der Regel in ent-
sprechenden lebenspraktischen Tätigkeiten arbeitsfähig, worauf bereits im 
psychiatrischen Teilgutachten hingewiesen worden sei. Die von Dr. rer. 
medic. E.________ aufgezählten Symptome extreme Vergesslichkeit, Un-
aufmerksamkeit, Ruhelosigkeit, Impulsivität und Desorganisation, welche 
diese einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 
F90.0) zuordne, hätten anlässlich des gutachterlichen klinischen Untersu-
chungsgesprächs nicht festgestellt werden können. Zudem führe Dr. rer. 
medic. E.________ zur These, es liege aktuell mindestens eine mittelgra-
dige bis schwere depressive Episode vor, keinen psychopathologischen 
Befund auf, sondern weise auf die schwierige psychosoziale Situation hin. 
Die Diagnose rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis 
mittelgradige Episode (ICD-10 F33.00/F33.10), anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und PTBS (ICD-10 F43.1) seien im psych-
iatrischen Teilgutachten begründet worden. Ebenfalls sei die eingeschätzte 
Arbeitsfähigkeit nach den geltenden versicherungsmedizinischen Kriterien 
begründet worden. Aufgrund des Schreibens von Dr. rer. medic. 
E.________ vom 2. Mai 2024 ergebe sich keine Veranlassung, am psych-
iatrischen Teilgutachten etwas zu ändern und an Letzterem könne auch 
weiterhin vollumfänglich festgehalten werden. Bezüglich des Berichts von 
Dr. med. D.________ vom 6. April 2024 sei zu betonen, dass die festgehal-
tenen anamnestischen Schilderungen gut mit den im orthopädischen Teil-
gutachten dokumentierten Angaben übereinstimmten. Auch im Rahmen der 
gutachterlichen Untersuchung sei eine differenzierte funktionelle Prüfung 
der linken Schulter angesichts des Schmerzgebarens des Beschwerdefüh-
rers kaum gelungen. Die anamnestisch angegebene Schonung sei ange-
sichts der im Seitenvergleich fehlenden Atrophie der linken oberen Extre-
mität aber nicht nachvollziehbar. Der Beschwerdeführer habe anlässlich 
der gutachterlichen Exploration die Extremität spontan, wiederholt und 
kraftvoll im Rahmen von Lagewechseln eingesetzt. Bezüglich des Ein-
wandschreibens auf den Vorbescheid vom 16. April 2024 sei das Vorbrin-
gen, wonach der grösste Teil des Arbeitstages des Beschwerdeführers in 
der ... stattfinde, doch etwas lebensfremd. Ein ... müsse typischerweise nur 

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kürzere Strecken überwinden und dazwischen die zu liefernde Ware ent-
gegennehmen und abgeben. Überdies habe der Beschwerdeführer berich-
tet, durchaus vierzig Minuten lang ein Auto steuern und dies nach einer 
Pause fortsetzen zu können. Zusammenfassend sei festzuhalten, dass an 
der gutachterlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auch unter Berück-
sichtigung der genannten Einwände klar festzuhalten sei. 

3.2.4 In dem mit der Beschwerde eingereichten Konsultationsbericht von 
Dr. med. D.________ vom 8. Juli 2024 (Akten des Beschwerdeführers 
[act. I] 3) diagnostizierte dieser zusätzlich zur früheren Diagnose eines Im-
pingement-Syndroms der linken Schulter eine Lumbo-Ischialgie links bei 
Diskushernien L4/L5 links mit Reizung der Wurzel L5 links. Die Schulterbe-
schwerden links hätten sich gebessert. Aktuell bestünden starke Be-
schwerden der LWS mit Ausstrahlung in das linke Bein. Lähmungen oder 
Blasen- und Mastdarmstörungen bestünden keine. Anamnese und Befund 
sprächen unverändert für eine länger bestehende degenerative Erkrankung 
des linken Schultergelenkes. Einerseits bestehe radiologisch und sonogra-
fisch ein Impingement des linken Schultergelenkes. Andererseits eine ex-
treme muskuläre Schwäche durch die allgemeine Dekonditionierung. Die 
Befunde und der Verlauf würden ausführlich mit dem Beschwerdeführer be-
sprochen. Aus orthopädischer Sicht bestehe bei aktueller Besserung der 
Beschwerden keine Indikation zur lokalen Infiltration. Nach Information des 
Beschwerdeführers über die Behandlungsalternativen (Abwarten, Physio-
therapie, Infiltration) mit den entsprechenden Risiken sowie Vor- und Nach-
teilen entscheide sich der Beschwerdeführer für die Fortführung der Phy-
siotherapie. Es sei mit einer weiteren Verbesserung zu rechnen. Wegen 
der Lumbo-Ischialgie links sollte die Indikation zur operativen Intervention 
überprüft werden. Die letzte Infiltration L4/L5 links habe ca. zwei Wochen 
geholfen. Dem stehe allerdings die grosse Angst des Beschwerdeführers 
entgegen. Deshalb bleibe aktuell nur die Fortsetzung der Schmerztherapie. 

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-

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dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezial-
ärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen 
sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswür-
digung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien ge-
gen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4 
S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2020 IV 
Nr. 71 S. 246, 8C_260/2020 E. 2.2).

3.4 Das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. B.________ und 
C.________ vom 8. April 2024 (act. II 79.1 ff.) und die ergänzende gutach-
terliche Stellungnahme vom 7. August 2024 (act. II 93) erbringen vollen 
Beweis und überzeugen. Die Feststellungen der Gutachter beruhen auf 
eigenen spezialärztlichen Abklärungen und persönlichen Untersuchungen 
und sind in Kenntnis der Vorakten (act. II 79.2) sowie unter Berücksichti-
gung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Gutachter haben 
ihre Befunde und Diagnosen im Rahmen einer interdisziplinären Beurtei-
lung diskutiert und darauf basierend das Leistungsprofil erstellt. Auf das 
Gutachten ist somit in der Folge grundsätzlich abzustellen. Den übrigen 
Berichten der behandelnden Ärzte sind – wie nachfolgend dargelegt – kei-

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ne wesentlichen neuen Aspekte zu entnehmen, welche begründete Zweifel 
am Gutachten zu wecken vermöchten. Das gleiche gilt in Bezug auf die 
vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwendungen:

3.4.1 Soweit der Beschwerdeführer mit der Beschwerde erstmals vor-
bringt, der orthopädische Gutachter habe sich unhöflich verhalten, kann da-
raus kein Mangel am Gutachten abgeleitet werden. Ein solches Verhalten, 
wurde vom Beschwerdeführer weder unmittelbar im Anschluss an die Ex-
ploration noch im Rahmen des Vorbescheidverfahrens thematisiert. Das 
Gutachten ist sachlich, nachvollziehbar und überzeugend verfasst und wird 
im Übrigen auch nicht von anderen Fachärzten in Frage gestellt. Anhalts-
punkte für das angeblich unhöfliche Verhalten finden sich nirgends. Nur der 
Vollständigkeit halber ist zudem darauf hinzuweisen, dass der Beschwerde-
führer selbst auf Tonaufnahmen während der Begutachtung verzichtet hat 
(act. II 69), so dass die Untersuchung vom Gericht auch nicht abgehört 
werden kann. 

Anders als beschwerdeweise geltend gemacht wird, wurde der "Arbeitsun-
fall" aus dem Jahre "2015-2016" bzw. dessen Folgen im Gutachten sehr 
wohl berücksichtigt (vgl. etwa act. II 79.4/2 Ziff. 3.1, 79.4/6 Ziff. 6.1). Die 
von Dr. med. D.________ erstellten Berichte begründen keine Zweifel an 
den orthopädischen gutachterlichen Schlussfolgerungen. Bezüglich dessen 
Bericht vom 6. April 2024 (act. II 88/6) äusserte sich der orthopädischen 
Gutachter in der ergänzenden Stellungnahme vom 7. August 2024 dahin-
gehend, dass auch in der gutachterlichen Exploration eine differenzierte 
funktionelle Prüfung der linken Schulter angesichts des Schmerzgebarens 
des Beschwerdeführers kaum gelungen, jedoch die anamnestisch angege-
bene Schonung angesichts der im Seitenvergleich fehlenden Atrophie der 
linken oberen Extremität nicht nachvollziehbar gewesen sei und der Be-
schwerdeführer die Extremität spontan, wiederholt und kraftvoll im Rahmen 
von Lagewechseln eingesetzt habe (act. II 93/3; vgl. diesbezüglich bereits 
Ausführungen im orthopädischen Teilgutachten [act. II 79.4/7 Ziff. 6.2.1]). 
Im Gutachten wurden die geklagten Schulterbeschwerden berücksichtigt 
(act. II 79.4/2 Ziff. 3.1, 79.4/4 ff. Ziff. 4.3, 79.4/8 Ziff. 6.3), ihnen jedoch kein 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen (act. II 79.4/8 Ziff. 6.3). So-
weit den Konsultationsbericht von Dr. med. D.________ vom 8. Juli 2024 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-13-

(act. I 3) betreffend, werden darin in Bezug auf die Schulter mit der Aus-
nahme, dass sich die entsprechenden Beschwerden gebessert hätten, kei-
ne neuen Erkenntnisse dargelegt. Die neu von Dr. med. D.________ dia-
gnostizierte Lumbo-Ischialgie links bei Diskushernie L4/L5 mit Reizung der 
Wurzel L5 links wurde bereits in früheren Berichten diagnostiziert (vgl. Be-
richte des Spitals F.________ vom 17. Oktober 2017 [act. II 24/6] und der 
Klinik G.________ vom 20. Januar 2023 [act. II 39/3]) und auch von den 
Gutachtern berücksichtigt (act. II 79.2/2 ff. Ziff. 1, 79.2/4 f. Ziff. 2, 79.1/5 
Ziff. 4.1, 79.4/2 Ziff. 3.1). Zudem werden im besagten Bericht bezüglich 
Diskushernie weder objektive Befunde aufgelistet noch die Beurteilung des 
Gutachtens in Frage gestellt. Bezüglich der übrigen somatischen Berichte 
wurden diese ebenfalls gutachterlich berücksichtigt und der orthopädische 
Gutachter hat nachvollziehbar dargelegt, weshalb und wieweit davon ab-
gewichen wird (act. II 79.4/7 f. Ziff. 6.2.3). 

Aufgrund des Dargelegten ist auf das orthopädische Teilgutachten 
(act. II 79.4) vollumfänglich abzustellen und es ist für körperlich leichte Ver-
richtungen – wie der zuletzt ausgeführten Tätigkeit als … im … – eine un-
eingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit erstellt. 

3.4.2 Soweit der Beschwerdeführer die fachärztliche Qualifikation des 
psychiatrischen Gutachters in Zweifel zieht, ist ihm nicht zu folgen. Gemäss 
den Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der 
Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP; 
abrufbar unter: <https://www.swiss-insurance-medicine.ch/de/fachwissen-
und-tools/medizinische-gutachten/leitlinien-medizinische-begutachtung>) ist 
die einzige fachliche Voraussetzung zur Erstellung eines versicherungspsy-
chiatrischen Gutachtens ein Facharzttitel in Psychiatrie und Psychotherapie 
(S. 4). Weitergehende fachliche Anforderungen insbesondere Spezialisie-
rungen werden nicht verlangt und es bestehen auch mit Blick auf den vor-
liegenden Fall keinerlei Anzeichen dafür, dass eine Begutachtung durch ei-
nen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie nicht genügen würde. 
Auch die höchstrichterliche Rechtsprechung anerkennt einen Facharzttitel 
in Psychiatrie und Psychotherapie als ausreichende Qualifikation für die 
Beurteilung eines psychischen Gesundheitszustandes (Entscheid des BGer 
9C_683/2019 vom 6. Januar 2020 E. 3.4.2). Einen solchen besitzt der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-14-

psychiatrische Gutachter gemäss dem Medizinalberuferegister (MedReg; 
<www.medregom.admin.ch>). Dass dieser – wie vom Beschwerdeführer 
verlangt (Beschwerde S. 2) – "Erfahrung in der Behandlung von Kriegsteil-
nehmern mit PTBS" hat, ist nicht notwendig. 

Nichts am Beweiswert des Gutachtens ändern die Ausführungen der 
Dr. rer. medic. E.________. In der ergänzenden gutachterlichen Stellung-
nahme vom 7. April 2024 wurde überzeugend dargelegt, dass die von Dr. 
rer. medic. E.________ aufgezählten Symptome (extreme Vergesslichkeit, 
Unaufmerksamkeit, Ruhelosigkeit, Impulsivität und Desorganisation), wel-
che diese einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 
F90.0) zuordne, anlässlich des gutachterlichen klinischen Untersuchungs-
gesprächs nicht festgestellt werden konnten. Auch führte Dr. rer. medic. 
E.________ zur These, es liege aktuell mindestens eine mittelgradige bis 
schwere depressive Episode vor, keinen psychopathologischen Befund auf, 
sondern wies auf die schwierige psychosoziale Situation des Beschwerde-
führers hin (act. II 93/2). Dagegen hat der psychiatrische Gutachter insbe-
sondere gestützt auf den eigenen fachärztlich erhobenen psychiatrischen 
Befund (act. II 79.3/5 f. Ziff. 4) die Herleitung und Würdigung der gestellten 
Diagnosen rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mit-
telgradige Episode (ICD-10 F33.00/F33.10), anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10 F43.1) sowie PTBS (ICD-10 F43.1) hinlänglich 
begründet (act. II 79.3/7 f. Ziff. 6.3). Bei Dr. rer. medic. E.________ handelt 
es sich schliesslich auch nicht um eine Fachärztin für Psychiatrie und Psy-
chotherapie. Gemäss der höchstrichterlichen Rechtsprechung (Entscheid 
des BGer 9C_458/2021 vom 15. November 2021 E. 3.3) kann eine 
fachärztliche Beurteilung wie das vorliegende psychiatrische Teilgutachten 
grundsätzlich nur gestützt auf eine ebenfalls fachärztlich abweichende Be-
urteilung entkräftet werden. Damit liegen keine ärztlichen, geschweige 
denn fachärztlichen Berichte vor, welche die gutachterliche psychiatrische 
Beurteilung (act. II 79.3/9 f. Ziff. 8) in irgendeiner Form in Zweifel zu ziehen 
vermöchten. 

Was schliesslich die in den medizinischen Akten aufgelistete (vgl. etwa Be-
richte von Dr. med. H.________, Facharzt für Urologie, vom 19. Juni 2014 
[act. II 58/15 Ziff. 2], Dr. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere 

http://www.medregom.admin.ch

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-15-

Medizin, vom 17. September 2022 [act. II 35/4 Ziff. 2.5], der Klinik 
G.________ vom 20. Januar 2023 [act. II 39/3], von med. pract. 
J.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie vom 3. Novem-
ber 2023 [act. II 57/3 Ziff. 2.5]) und insbesondere auch von Dr. rer. medic. 
E.________ (vgl. Bericht vom 20. Juni 2023 [act. II 43/2]) gestellte (Ver-
dachts)Diagnose einer PTBS betrifft, wurde gutachterlich festgehalten, 
dass eine solche zwar diagnostiziert werden könne, sie sich aber nicht auf 
die Arbeitsfähigkeit auswirke, da die Symptomatik nur leichtgradig ausge-
prägt sei (act. II 79.1/6 Ziff. 4.3 lit. a und c). Eine schwere PTBS – so der 
psychiatrische Gutachter – bestehe nicht. Der Beschwerdeführer leide zwar 
unter Albträumen, habe aber gut auf die erlebten Traumatisierungen ange-
sprochen werden können, habe dabei nicht irgendwie emotional abge-
stumpft gewirkt, habe auch keinen Erregungszustand gezeigt, insbesonde-
re sei es ihm möglich gewesen, trotz der erlebten Traumatisierungen mit 
voller Leistung zu arbeiten. Der psychiatrische Gutachter führte weiter aus, 
die in den Akten aufgeführte PTBS sei nicht deutlich ausgeprägt und könne 
nicht als mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit angegeben werden (act. II 
79.3/7 Ziff. 6.2.3, 79.3/8 Ziff. 6.3 lit. a). Damit hat der psychiatrische Gut-
achter mit Verweis auf die Befundlage überzeugend dargelegt, dass eine 
PTBS mit massgeblichen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht mehr 
attestiert werden kann, wofür auch der Umstand spricht, dass der Be-
schwerdeführer während zweier Jahre (2019 und 2020) hochprozentig ar-
beiten konnte (act. II 8). Dazu kommt, dass gemäss den diagnostischen 
Leitlinien (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifika-
tion psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], klinisch-diagnostische 
Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 207 f.) eine PTBS, wenn sie nicht abheilt, 
grundsätzlich in eine Persönlichkeitsstörung übergeht. Eine solche wurde 
gutachterlich mit Verweis auf den Längsverlauf mit vor der Erkrankung 
sonst normaler Sozialisation und voller Leistungsfähigkeit nachvollziehbar 
verneint (act. II 79.3/8 Ziff. 6.3 lit. a).

Das psychiatrische Teilgutachten (act. II 79.3) erfüllt daher – jedenfalls was 
Befunderhebung und Diagnostik betrifft – die rechtsprechungsgemässen 
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidung (vgl. E. 
3.3 hiervor) und es ist grundsätzlich darauf abzustellen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-16-

3.4.3 Aufgrund des Dargelegten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erstellt, dass seit der Krankschreibung im Februar 2022 und bezogen auf 
ein Vollzeitpensum mindestens eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 
80 % besteht. Eine länger dauernde höhergradige Arbeitsunfähigkeit kann 
weder vorher noch seither zugeordnet werden. Die Beschwerdegegnerin 
hat mit der Einholung des vollumfänglich beweiskräftigen bidisziplinären or-
thopädisch-psychiatrischen Gutachtens der Dres. med. B.________ und 
C.________ vom 8. April 2024 (act. II 79.1 ff.) und der ergänzenden Stel-
lungnahme vom 7. August 2024 (act. II 93/2) den medizinischen Sachver-
halt hinreichend erstellt. Weitere Abklärungen, insbesondere die beantragte 
erneute medizinische Begutachtung, sind nicht nötig. 

3.4.4 Nachfolgend ist zu prüfen, ob die einzig aus psychiatrischer Sicht 
attestierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % der rechtlichen 
Prüfung anhand des strukturierten normativen Prüfungsrasters (vgl. 
E. 2.1.1 hiervor) standhält und ihr invalidenversicherungsrechtliche Rele-
vanz zukommt, wobei die versicherte Person hierfür die materielle Beweis-
last trägt (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 S. 416). 

Die Prüfung der ersten Ebene schliesst mangels Vorliegen von Ausschluss-
gründen (BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287; SVR 2021 IV Nr. 76 S. 
256, 8C_165/2021 E. 4.2.1) einen invalidisierenden Gesundheitsschaden 
nicht aus, womit auf der zweiten Ebene die ergebnisoffene symmetrische 
Beurteilung des tatsächlich erreichbaren Leistungsvermögens zu prüfen ist. 

Es wurde eine bloss leichte bis mittelgradige depressive Episode diagnosti-
ziert (act. II 79.3/8 Ziff. 6.3 lit. b), wobei aus den Laborwerten klar hervor-
geht, dass der Beschwerdeführer seine Medikamente nicht regelmässig 
einnimmt (act. II 79.3/8 Ziff. 7.1). Die Psychiaterin med. pract. J.________, 
welche den Beschwerdeführer im September 2023 untersucht hat, hielt 
fest, dass sie Zweifel an den Schilderungen des Beschwerdeführers hege 
und es den Anschein erwecke, dass er durch sein Leiden einen Krankheits-
gewinn erziele (act. II 57/3 Ziff. 2.4). Grundsätzlich kann nur eine schwere 
psychische Störung invalidisierend im Rechtssinne sein (BGE 143 V 418 
E. 5.2.2 S. 425, 141 V 281 E. 4.3.1.2 S. 299). Im vorliegenden Fall beste-
hen überdies keine nennenswerten Interferenzen durch psychiatrische Ko-
morbiditäten. Ob der medizinisch-psychiatrischen Folgenabschätzung die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-17-

rechtliche Massgeblichkeit zu versagen wäre (BGE 148 V 49 E. 6.2.2 
S. 55), braucht mit Blick auf den Umstand, dass aus einer Indikatorenprü-
fung keine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren kann als die medizinisch 
attestierte (vgl. Entscheid des BGer 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 
E. 3.2.1) und ein Rentenanspruch auch unter Berücksichtigung einer Leis-
tungseinschränkung von 20 % zu verneinen ist (vgl. E. 4.7 f. hiernach), 
nicht abschliessend geklärt zu werden.

Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass aus psychiatrischer Sicht 
bezogen auf ein Vollzeitpensum maximal eine Einschränkung von 20 % be-
steht.

4.

Es bleibt die Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs-
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar-
beitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

Soweit für die Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statisti-
sche Werte herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstruktur-
erhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) massgebend. Andere 
statistische Werte können beigezogen werden, sofern das Einkommen im 
Einzelfall nicht in der LSE abgebildet ist. Es sind altersunabhängige und 
geschlechtsspezifische Werte zu verwenden (Art. 25 Abs. 3 der Verord-
nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 
831.201]). Die statistischen Werte nach Abs. 3 sind an die betriebsübliche 
Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwick-
lung anzupassen (Art. 25 Abs. 4 IVV).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-18-

4.2 Für die Ermittlung des Einkommens ohne Invalidität (Validenein-
kommen; Art. 16 ATSG) ist entscheidend, was die versicherte Person im 
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte 
(BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325). Das Valideneinkommen bestimmt sich an-
hand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität tatsächlich erzielten Erwerbsein-
kommens (Art. 26 Abs. 1 Satz 1 IVV). 

Liegt das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen 5 % oder mehr unterhalb 
des branchenüblichen Zentralwertes der LSE nach Art. 25 Abs. 3 IVV, so 
entspricht gemäss Art. 26 Abs. 2 IVV das Einkommen ohne Invalidität 95 % 
dieses Zentralwertes.

4.3 Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein Er-
werbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 
ATSG) angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leis-
tungsfähigkeit in Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmög-
lich verwertet (Art. 26bis Abs. 1 IVV). Liegt kein anrechenbares Erwerbsein-
kommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach statistischen Wer-
ten gemäss Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt.

4.3.1 Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit 
einer funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % 
oder weniger tätig sein, so werden vom statistisch bestimmten Wert 10 % 
für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis 31. Dezember 
2023 gültig gewesenen Fassung).

Soweit aufgrund der gegebenen Fallumstände, bei Beachtung von Art. 26 
Abs. 2 und Art. 26bis Abs. 3 IVV sowie der nach Art. 49 Abs. 1bis IVV ärztlich 
festgelegten qualitativen und quantitativen Leistungsfähigkeit Bedarf an 
weitergehender Korrektur besteht, ist, was die zu berücksichtigenden Fak-
toren und deren Gewichtung beim leidensbedingten Abzug angeht, ergän-
zend auf die bisherigen Rechtsprechungsgrundsätze zurückzugreifen (Ur-
teil des BGer 8C_823/2023 vom 8. Juli 2024 E. 10.6, zur Publikation vorge-
sehen). 

4.3.2 Vom statistisch bestimmten Wert nach Abs. 2 werden 10 % abgezo-
gen. Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit ei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-19-

ner funktionellen Leistungsfähigkeit nach Art. 49 Abs. 1bis IVV von 50 % 
oder weniger tätig sein, so werden 20 % abgezogen. Weitere Abzüge sind 
nicht zulässig (Art. 26bis Abs. 3 IVV in der seit dem 1. Januar 2024 gültigen 
Fassung).

4.4 Frühestmöglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
sechsmonatigen Karenzfrist von Art. 29 Abs. 1 IVG und der Leistungsan-
meldung vom 27. Juni 2022 (act. ll 1) der 1. Dezember 2022 (Art. 29 Abs. 3 
IVG). Ob bei einer durchgehenden Arbeitsfähigkeit von mindestens 80 % in 
der angestammten Tätigkeit das Wartejahr überhaupt erfüllt werden konn-
te, braucht hier nicht abschliessend beurteilt zu werden.

4.5 Seit der Einreise in die Schweiz am TT. MM 2013 (act. II 1/1 Ziff. 
1.4) war der Beschwerdeführer während Jahren nicht bzw. aufgrund der im 
Individuellen Konto (IK; act. II 8) verbuchten kleinen Einkommen mit weni-
gen Ausnahmen nur tiefprozentig bzw. kurzzeitig bei diversen Arbeitgebern 
arbeitstätig. Nach erfolgtem zweimonatigen Arbeitslosentaggeldbezug war 
er ab Januar 2019 als ... bzw. als Mitarbeiter in der ... im … tätig (vgl. etwa 
act. II 13/2). In den Jahren 2019 und 2020 erzielte er dabei je ein Einkom-
men von Fr. 48'000.--, was auf eine (vgl. diesbezüglich auch seine Anga-
ben gegenüber dem psychiatrischen Gutachter [act. II 79.3/3 Ziff. 3.2]) 
100 %ige Anstellung hindeutet. Er hat dann gesundheitliche Einschränkun-
gen geltend gemacht, die Tätigkeit in reduziertem Pensum weitergeführt 
(vgl. etwa act. II 13/2) bzw. beendet und Taggelder der Kollektivkranken-
taggeldversicherung und Arbeitslosenversicherung bezogen (vgl. etwa act. 
II 12/2, 79.3/7 Ziff. 6.1, 105). Seit dem 1. April 2022 wird er vollumfänglich 
vom Sozialdienst unterstützt (act. II 32/1). Damit kann mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdefüh-
rer die Tätigkeit im … (Hilfsarbeiten in der ... und im ...) weiterhin ausführen 
würde. Dass er diese Tätigkeit aufgrund nicht zutreffender eigener Über-
zeugung zum Gesundheitszustand aufgegeben hat, ändert daran nichts. 

Im Jahr 2020 erzielte der Beschwerdeführer in der besagten Tätigkeit ein 
Einkommen von Fr. 48'000.-- (act. II 8). Angepasst an die Nominallohnent-
wicklung per 2022 ergibt dies einen Jahreslohn von Fr. 48'384.-- 
(Fr. 48'000.-- / 100 x 100.8 [Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, 
2021-2023, Ziff. 55/56 {Beherbergung und Gastronomie}]). Zur Prüfung, ob 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-20-

der Beschwerdeführer ein unterdurchschnittliches Einkommen erzielt hat, 
hat die Beschwerdeführerin in der angefochtenen Verfügung vom 26. Au-
gust 2024 (act. II 95) auf die LSE 2020 abgestellt. Es ist darauf hinzuwei-
sen, dass rechtsprechungsgemäss immer die im Verfügungszeitpunkt in 
Bezug auf den Rentenbeginn aktuellsten veröffentlichten statistischen Da-
ten zu verwenden sind (BGE 150 V 67 E. 4.2 S. 70). Im Zeitpunkt des Ver-
fügungserlasses lag die LSE 2022 bereits vor (die entsprechend hier mass-
gebende Tabelle TA1_tirage_skill_level wurde am 29. Mai 2024 publiziert; 
<www.bfs.admin.ch/asset/de/31606968>) und ist entsprechend anstelle der 
LSE 2020 anzuwenden. Danach verdienten Männer im Jahr 2022 Gast-
gewerbe im hier massgebenden Kompetenzniveau 1 ein monatliches Ein-
kommen von Fr. 4'110.-- (Tabelle TA1_tirage_skill_level, Ziff. 55-56 [Gast-
gewerbe/Beherbergung u. Gastronomie]). Aufgerechnet auf ein Jahr und 
angepasst an die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 42.4 Stun-
den (vgl. Ziff. 56 [Gastronomie] der Tabelle Betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche) ergibt sich einen bran-
chenüblichen Lohn im Gastgewerbe von Fr. 52'279.20 (Fr. 4'110.-- x 12 
Monate / 40 Stunden x 42.4 Stunden). Damit lag der effektiv bezogene 
Lohn mehr als 5 %, im konkreten rund 7.5 % unterhalb des branchenübli-
chen Lohnes. Damit ergibt sich in Anwendung von Art. 25 Abs. 3 IVV (vgl. 
E. 4.2 hiervor) ein hier zur Anwendung zu bringendes massgebendes Vali-
deneinkommen von Fr. 49'665.25 (Fr. 52'279.20 x 0.95).

4.6 Der Beschwerdeführer verwertet seine zumutbare Restarbeitsfähig-
keit nicht, weshalb das Invalideneinkommen aufgrund statistischer Werte 
zu bestimmen ist (vgl. E. 4.3 hiervor). Dabei ist auf den Totalwert der Ta-
belle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022, Männer, Kompetenzniveau 1, 
abzustellen, was unter Berücksichtigung einer Arbeits- und Leistungsfähig-
keit von 80% ein Invalideneinkommen von Fr. 53‘092.45 (Fr. 5'305.-- 
x 12 Monate/40 Stunden x 41.7 Stunden [vgl. Totalwert der Tabelle Be-
triebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Wo-
che] x 80 %) ergibt. Ein leidensbedingter Abzug vom lohnstatistisch ermit-
telten Invalideneinkommen ist vorliegend nicht angezeigt (vgl. dazu IV-
Rundschreiben des BSV Nr. 445 vom 26. August 2024; BGer 8C_823/2023 
vom 8. Juli 2024 [zur Publikation vorgesehen]). Die gesundheitlichen Ein-
schränkungen wurden allesamt im Zumutbarkeitsprofil sowie bei der Festle-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

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gung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit genügend berücksichtigt und dür-
fen nicht ein weiteres Mal angerechnet werden (BGE 148 V 174 E. 6.3 
S. 182, 146 V 16 E. 4.1 S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 63, 8C_332/2022 
E. 5.2.1.1), was denn zu Recht vom Beschwerdeführer nicht beantragt 
wird. Die übrigen Einzelfallkriterien (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent-
haltskategorie und Beschäftigungsgrad; BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182, 135 
V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2024 UV Nr. 14 S. 58, 
8C_706/2022 E. 6.1.2, 2018 IV Nr. 46 S. 147, 8C_211/2018 E. 3.3) recht-
fertigen vorliegend ebenfalls keinen Abzug, da, wenn sowohl Validen- als 
auch Invalideneinkommen aufgrund der LSE-Zahlen bestimmt werden, bei-
de Vergleichseinkommen auf statistischen Grössen beruhen, und deshalb 
diese Einzelfallkriterien bei beiden Einkommen zu berücksichtigen wären 
(Entscheid des BGer 8C_42/2008 vom 19. Januar 2009 E. 5). Ein Abzug 
von 10 % vom statistisch bestimmten Invalideneinkommen gemäss 
Art. 26bis Abs. 3 IVV in der bis am 31. Dezember 2023 gültigen gewesenen 
Fassung rechtfertigt sich mangels genügender Einschränkung (vgl. E. 4.3.1 
hiervor) ebenfalls nicht.

4.7 Ab 1. Dezember 2022 besteht damit bei einem Valideneinkommen 
von Fr. 49'665.25 (vgl. E. 4.5 hiervor) und einem Invalideneinkommen von 
Fr. 53‘092.45 (vgl. E. 4.6 hiervor) keine Einkommenseinbusse und damit 
per se auch keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad. 

4.8 Mit Blick auf den seit dem 1. Januar 2024 vorzunehmenden 
10% igen Abzug vom – anhand von statistischer Werte bestimmten – Inva-
lideneinkommen nach Art. 26bis Abs. 3 IVV (vgl. E. 4.3.2 hiervor) ergibt sich 
per 2024 folgende neue Berechnung: Unter Berücksichtigung der Nominal-
lohnentwicklung beläuft sich das Valideneinkommen per 1. Januar 2024 auf 
Fr. 50'650.65 (Fr. 49'665.25 / 100.8 x 102.8 [vgl.Tabelle T1.1.20, Nominal-
lohnindex, Männer, 2021-2023, Ziff. 55/56 {Beherbergung und Gastrono-
mie}]), das Invalideneinkommen unter zusätzlicher Berücksichtigung eines 
10%igen Abzuges auf Fr. 48'593.10 (Fr. 53‘092.45 / 100.3 x 102.0 
[vgl.Tabelle T1.1.20, Nominallohnindex, Männer, 2021-2023, Totalwert] x 
90 %). Die Zahlen der Nominallohnentwicklung für das Jahr 2024 liegen 
noch nicht vor. Eine Berücksichtigung der Quartalsschätzung der Nominal-
lohnentwicklung (vgl. Tabelle Quartalschätzung der Nominallohnentwick-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-22-

lung, Veränderung in % gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres) 
erübrigt sich aus mathematischer Sicht, da sowohl beim Validen- als auch 
beim Invalideneinkommen der selbe Wert zu berücksichtigen wäre. Damit 
besteht bei einer Einkommenseinbusse von Fr. 2'057.55 per 2024 weiterhin 
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von abgerundet 4 % 
(Fr. 2'057.55 / Fr. 50'650.65 x 100). 

5.

Aufgrund des Dargelegten ist die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 
26. August 2024 (act. II 95) im Ergebnis nicht zu beanstanden und die da-
gegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Februar 2025, IV 200 2024 649

-23-

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.