# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbf98da8-b253-5ec0-9042-b25ee463b9ee
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-03
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 03.03.2025 V 2019 4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2019-4_2025-03-03.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: MLaw Patrick Trütsch, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter, lic. iur. Adrian Willimann
Dr. iur. Diana Oswald und Ersatzrichter lic. iur. Roger Grünvogel
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 3. März 2025 [rechtskräftig] 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

1.   Einwohnergemeinde Cham, Mandelhof, 6300 Cham
2.   A.________ AG

Nr. 2 vertreten durch RA MLaw Daniel Villiger, Neese Stalder Villiger
Rechtsanwälte und Notare, Baarerstrasse 78, 6300 Zug

3.   B.________ AG
4.   C.________ AG
5.   D.________
6.   E.________
7.   F.________
8.   G.________

Nrn. 4–8 vertreten durch RA Dr. iur. Cornelio Zgraggen, Zgraggen
Rechtsanwälte AG, Alpenstrasse 7, 6004 Luzern

9.   H.________
10. I.________

Nrn. 9 und 10 vertreten durch RA Dr. iur. Martin Neese, LL.M., Neese Stalder
Villiger Rechtsanwälte und Notare, Baarerstrasse 78, 6300 Zug
Beschwerdeführer

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug, Regierungsgebäude, 6301 Zug 
Beschwerdegegner 

betreffend

Denkmalschutz
(Unterschutzstellung der Siedlung Alpenblick, Mehrfamilienhäuser und Schul-
haus, Cham)

V 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Aa. Die Hochhaussiedlung Alpenblick liegt östlich von Cham an der Grenze zu Zug, 
nahe dem Ufer des Zugersees. Sie wird von der Zugerstrasse im Norden und der Bahnli-
nie im Süden umschlossen. Südöstlich grenzt sie an die Landschafts- und Naturschutz-
zone sowie an einen Waldstreifen entlang des Dorfbachs Steinhausen, der eine Grenze 
zum Sumpf nach Zug und zur Lorzenebene bildet. Bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhun-
derts blieb das östliche Gemeindegebiet locker bebaut, einzig entlang der Zugerstrasse im 
Bereich des Quartiers Städtli reihten sich Bauten aus der Zeit Ende des 19. und Anfang 
des 20. Jahrhunderts aneinander. So wurde das Duggeli-Quartier zwischen den späten 
1930er- und den frühen 1960er-Jahren bebaut. Zu dieser typischen Bebauung mit Ein- 
und Mehrfamilienhäusern am Stadtrand bildete die Hochhaussiedlung Alpenblick in den 
1960er-Jahren einen Gegenentwurf, und sie prägt seither aus Richtung Zug und Steinhau-
sen den Ortseingang von Cham. Seit 2014 ergänzen zwei weitere Hochhäuser nördlich 
der Siedlung die Silhouette (Bebauungsplan Alpenblick II, genehmigt 2009).

Durch die notwendige Schaffung von neuem Wohnraum in den frühen 1960er-Jahren und 
die Befürchtung, durch dichte Bebauung den Blick auf den See zu versperren, wurde der 
Bebauungsplan Alpenblick mit in Höhe und Lage gestaffelten zehn Hochhäusern in vier 
Gruppen ausgearbeitet und am 15. November 1961 vom Gemeinderat Cham festgesetzt 
(Genehmigung durch den Regierungsrat am 18. Januar 1962).

Die Siedlung Alpenblick wurde zwischen 1962 und 1971 in zwei Etappen realisiert. Der Ar-
chitekt Josef Stöckli erstellte die erste Etappe 1962/63; 1968 folgte das Schulhaus. Die 
zweite Etappe erbauten 1971 Erich Weber (Alpenblick 2) und Ralph Schmid (Alpenblick 3 
und 5) nach Stöcklis Konzept. Gartenarchitekt Adolf Zürcher war für die Umgebungsge-
staltung verantwortlich.

Die zehn Hochhausbauten, welche fünf bis zwölf Geschosse aufweisen mit insgesamt 
rund 250 Wohnungen, sind in vier Häusergruppen um eine mittlere, das Grundstück diago-
nal durchquerende Erschliessungsachse angeordnet. Die Hochhäuser sind versetzt zuein-
ander platziert. Ihre Längsfassaden mit Balkonen und Fensterbändern sind nach Süden 
ausgerichtet. Von Josef Stöckli waren grundsätzlich zwei Bautypen geplant: Typ A mit 
zwei Wohnungen pro Etage, südlich der Erschliessungsachse; Typ B mit drei Wohnungen 
pro Etage, nördlich der Erschliessungsachse. Die Wohnungen schliessen abwechslungs-
weise an das eine oder andere Podest eines zentralen Treppenhauses an. So entstehen 
zwei beziehungsweise drei aneinandergefügte Volumen, die um ein halbes Geschoss ver-
setzt und im Grundriss leicht verschoben sind. Seitlich werden die Volumen mit Mauer-

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

scheiben in Sichtbackstein abgeschlossen. Dazwischen liegen durchgehende Fensterbän-
der mit Betonbrüstungen, die sich teilweise über die Gebäudeecken ziehen. In der Mitte 
beziehungsweise zwischen den aneinandergefügten Volumen fassen Backsteinmauern 
den inneren Kern mit Treppenhaus, Lift, Leitungen und Luftschächten sowie Bädern ein. 
Die Dachterrassen sind als Dachgärten ausgebaut, die ursprünglich zum Teil mit 
Schwimmbädern ergänzt waren. Die Fassaden werden charakterisiert durch die rotbrau-
nen Sichtbackstein-Mauern (Zweischalenmauerwerk mit belüftetem Hohlraum) als senk-
rechte Dominante, die Brüstungen und Balkone aus Beton sowie die zu durchlaufenden 
Bändern zusammengefassten Fenster, welche an der Nord- und Südfassade jeweils ein 
horizontales Raster bilden. Simse, Rollladenkästen und Verkleidungen sind in Kupfer aus-
geführt, dessen Farbe sich dem Backstein angleicht. Abgesehen von nachträglich einge-
bauten Balkonverglasungen (gemäss Vorschrift der Ergänzung des Bebauungsplans vom 
19. Mai 1987) sowie von Fassadensanierungen (Betonsanierung und Fensterersatz) prä-
sentiert sich das Äussere der Siedlung Alpenblick in seinem bauzeitlichen Erscheinungs-
bild. Für die Bauzeit typische Sträucher binden Infrastrukturbauten und ein Wegsystem 
ein, über das man zu den einzelnen Wohnhäusern gelangt. Bei einigen Wohnblocks ist die 
bauzeitliche Eingangssituation erhalten: Vordach aus teilweise weit vorkragender, auf 
Stützen und Mauer aus Sichtbackstein aufliegender Betonplatte, Glastüren mit Türrahmen 
aus Aluminium und eingestanzten Adressen sowie dazu passende Briefkästen aus Alumi-
nium. Eine Verbindung zwischen dem Innen- und Aussenbereich schafft der mit geschliffe-
nem Natursteinteppich ausgelegte Boden des Treppenhauses, ein Pendant zu den 
Waschbetonplatten im Aussenbereich bildend. Die Brüstungen der Treppengeländer im In-
nern waren ursprünglich wohl bei einer Mehrheit der Häuser aus demselben Holz gefertigt 
wie die Wandschrankfront und die Zimmertüren in den Wohnbereichen (heute beispiels-
weise beim Wohnblock Alpenblick 6 noch erhalten). In jüngster Zeit wurden die Treppen-
brüstungen durch neue ersetzt, teilweise aus Klarglas-Scheiben. Die Wände in den Trep-
penhäusern sind in Sichtbackstein belassen. Die Wohnungstüren scheinen überall moder-
nisiert beziehungsweise ersetzt worden zu sein. Beim Ausbau der Wohnungen achtete Ar-
chitekt Josef Stöckli auf eine gute Schallisolation, Besonnung, Aussicht, keine Einblicke 
sowie auf einen stützenfreien Grundriss. Nebst dem Einbau von schwimmenden Böden 
wurden Küche und Bad als Pufferzone gegen das Treppenhaus hin verlegt. Zwischen dem 
Wohn- und Schlafbereich wie auch zwischen der Küche und dem Wohnbereich stand bei 
einer Mehrzahl der von Stöckli erbauten Häuser ursprünglich eine Wandschrankfront aus 
naturbehandeltem Holz, unabhängig von der Tragkonstruktion. Der Zwischenraum zwi-
schen Wohn- und Schlafbereich war mit einem Glasoberlicht ausgefüllt, welches Licht in 
den Vorplatz des Schlafbereiches führte. Die gemauerten Wände waren mit einem für die 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Bauzeit typischen körnigen Putz versehen, teilweise wurde die Mauer aus rotbraunem 
Sichtbackstein auch sichtbar belassen. Im Rahmen von in jüngerer Zeit durchgeführten In-
nensanierungen wurden teilweise Grundrissveränderungen vorgenommen und/oder die In-
nenausstattung und Materialisierung der Oberflächen (Wandschrank, Böden, Bäder, 
Küchen etc.) komplett erneuert. 

Das eingeschossige, flachgedeckte Kleinschulhaus bettet sich im Zentrum der Siedlung in 
die nordöstliche Häusergruppe ein, wird aber durch die umgebenden Bäume etwas sepa-
riert. Das Gebäude übernimmt die Elemente Backstein, Beton und Fenster in Kupferein-
fassungen der Hochhäuser, wendet sie aber leicht anders an. Es übernimmt auch die Stu-
fung der Baukörper wie auch die Fassadenstruktur der Wohnhäuser. An den Eingangsbe-
reich mit Garderobe und Toiletten schliessen im Norden zwei Schulräume an, südwestlich 
liegt ein Pausenraum für die Lehrerinnen und Lehrer. Die Fassaden zeigen Sichtbackstein 
und schliessen nach oben mit einem Band in Sichtbeton ab. Geprägt ist die Aussenansicht 
zusätzlich durch Fensterpfosten, die lamellenartig vorspringen. Ursprünglich als Kindergar-
ten und Schulhaus für das erste Schuljahr der Kinder der Alpenblick-Siedlung errichtet, 
dient das Kleinschulhaus heute als Sonderschule der Gemeinden Cham und Hünenberg. 
In den Jahren 2019–2020 sanierte die Einwohnergemeinde Cham als Eigentümerin das 
Schulhaus unter Begleitung der Denkmalpflege, wobei auch die Anforderungen an Behin-
dertengerechtigkeit erfüllt und energetische Verbesserungen erreicht werden konnten.

Ab. Für die Grundstücke der Siedlung Alpenblick gilt eine Bebauungsplanpflicht. Der 
bestehende Bebauungsplan datiert aus dem Jahr 1961 (mit ergänzenden Vorschriften von 
1987). Dieser regelt die Baulinien, die Grenz- und Gebäudeabstände, die Stellung der 
Bauten sowie die Führung und die Breite der Quartierstrasse sowie die Parkplätze. Die 
Baukuben sowie deren Form und Grösse wurden gemäss Bebauungsplan durch das 
Richtmodell in Relief vom Architekten Josef Stöckli festgelegt. Abweichungen bezüglich 
Haustypen und Stellung der Häuser kann der Gemeinderat bewilligen, sofern die einheitli-
che Wirkung des Quartiers durch die Änderung nicht beeinträchtigt und die lockere Bebau-
ung beibehalten wird. Zur Gestaltung der Wohnhäuser mit vier bis maximal zwölf Wohnge-
schossen hält der Bebauungsplan fest, dass diese einheitlich durchzuführen sei. Die Bau-
ten erhielten Flachdächer. Zur Wahrung eines feinen Massstabes seien die Baukörper zu 
gliedern. Bei der Wahl der Materialien, Formen und Farben sei auf die Gesamtwirkung des 
Quartiers zu achten. Terrainauffüllungen, Abgrabungen, Stützmauern und dergleichen 
seien nur zulässig, wenn sich diese durch die Überbauung nach dem Gesamtüberbau-
ungsplan ergeben würden. Bei der Bepflanzung sei auf die Freihaltung der Durchblicke 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

und auf die freie Sicht von der Kantonsstrasse zum See zu achten. Einfriedungen der 
Grundstücke durch Zäune oder Mauern seien untersagt.

Ac. Die Siedlung Alpenblick ist im Inventar der schützenswerten Denkmäler des Kan-
tons Zug enthalten. Die J.________ AG reichte als damalige Eigentümerin der Liegen-
schaft Alpenblick K.________, Assek.-Nr. L.________, GS Nr. M.________ (heutige Ei-
gentümerin: B.________ AG) am 18. Dezember 2015 ein Baugesuch für einen Abbruch 
und Neubau des Mehrfamilienhauses ein. Das Baugesuch sah den Ersatz des bestehen-
den Gebäudes mit einem Neubau vor, der sich an das bisherige Erscheinungsbild (Volu-
men, Architektursprache, Fassadengestaltung, Grundrisse und Materialisierung) anlehnte 
und den heutigen Normen und Standards (Wohnungsgrundrisse inklusive Aussenraum, 
energetische und statische Standards) entsprechen sollte. Aufgrund des Inventareintrags 
für die Wohnsiedlung Alpenblick und der damit deklarierten vermuteten denkmalpflegeri-
schen Bedeutung der Bauten musste vor der Behandlung des Baugesuchs die Schutzwür-
digkeit definitiv geklärt werden (§ 24 ff. DMSG).

Mit Beschluss vom 4. Dezember 2018 stellte der Regierungsrat des Kantons Zug die 
Mehrfamilienhäuser und das Schulhaus der Siedlung Alpenblick als Baudenkmäler von re-
gionaler Bedeutung unter kantonalen Schutz (ADA-act. 41), nachdem er u.a. ein Gutach-
ten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege (EKD) eingeholt hatte (Gutachten 
vom 14. Juni 2017; ADA-act. 19).

B. Gegen den Beschluss vom 4. Dezember 2018 erhoben die Einwohnergemeinde 
Cham am 20. Dezember 2018 (Verfahren V 2018 119), die A.________ AG am 31. De-
zember 2018 (Verfahren V 2019 2) und die J.________ AG et al., darunter die 
C.________ AG, am 4. Januar 2019 (V 2019 4) Verwaltungsgerichtsbeschwerde (alle Be-
schwerden je act. 1). Sie verlangten im Wesentlichen, unter Aufhebung des Entscheids 
des Regierungsrats vom 4. Dezember 2018 seien die Mehrfamilienhäuser und das Schul-
haus der Siedlung Alpenblick, Cham, nicht unter Schutz zu stellen und aus dem Inventar 
der schützenswerten Denkmäler zu entlassen. Die A.________ AG liess zudem beantra-
gen, es sei ein Augenschein durchzuführen. Zudem sei zur Frage der Schutzwürdigkeit 
der Siedlung Alpenblick ein gerichtliches Gutachten einzuholen. Weiter beantragten die 
Beschwerdeführer der Verfahren V 2019 2 und V 2019 4, die entsprechenden Verfahren 
seien zu sistieren, bis der Regierungsrat über die von ihnen am 31. Dezember 2018 bzw. 
4. Januar 2019 eingereichten Wiedererwägungsgesuche entschieden habe.

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Ca. Mit Verfügung vom 1. Februar 2019 sistierte das Gericht alle drei Beschwerdever-
fahren bis zum Entscheid über die Wiedererwägungsgesuche bzw. – im Falle der Ableh-
nung der Wiedererwägungsgesuche – bis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der damals 
laufenden Revision des Denkmalschutzgesetzes (V 2019 4 act. 4). 

Mit Beschlüssen vom 26. Februar 2019 trat der Regierungsrat auf die Wiedererwägungs-
gesuche nicht ein (V 2019 2 act. 5, V 2019 4 act. 5).

Cb. Am 14. Dezember 2019 trat das revidierte Denkmalschutzgesetz (DMSG) in Kraft. 
Die Beschwerdeführer in den Verfahren V 2019 2 und V 2019 4 unterbreiteten daher glei-
chentags dem Regierungsrat ein Wiedererwägungsgesuch und beantragten beim Gericht 
die Aufrechterhaltung der Verfahrenssistierung (V 2019 2 act. 6, V 2019 4 act. 6).

Mit Verfügung vom 23. Dezember 2019 entschied das Gericht, die Beschwerdeverfahren 
V 2018 119, V 2019 2 und V 2019 4 würden bis zum Entscheid über die von den Be-
schwerdeführern in den Verfahren V 2019 2 und V 2019 4 beim Regierungsrat eingereich-
ten Wiedererwägungsgesuche sistiert (V 2019 4 act. 7).

Mit Beschluss vom 7. Juli 2020 sistierte der Regierungsrat das Wiedererwägungsverfah-
ren bis zum Entscheid des Bundesgerichts in der Rechtsstreitigkeit 1C_43/2020 (Ände-
rung des DMSG).

Am 1. April 2021 hiess das Bundesgericht die Beschwerde gegen die Änderung des 
DMSG teilweise gut und hob § 25 Abs. 4 DMSG auf. Im Übrigen wies das Bundesgericht 
die Beschwerde ab (BGer 1C_43/2020 bzw. BGE 147 I 308).

Cc. Nach Rückfrage bei der EKD (vgl. deren Bericht vom 14. Juli 2021, DI-act. 06.12) 
hob der Regierungsrat seinen Beschluss vom 4. Dezember 2018 über die Unterschutzstel-
lung der Siedlung Alpenblick in Cham auf und ersetzte ihn mit dem Beschluss vom 30. No-
vember 2021, die Mehrfamilienhäuser und das Schulhaus der Siedlung Alpenblick, Cham, 
als Baudenkmäler von regionaler Bedeutung [erneut] unter Schutz zu stellen. Der Schutz-
umfang betreffe im Sinne der Erwägungen [weiterhin] den Standort der Gebäude, die his-
torische Baustruktur sowie ihre äussere Erscheinung inklusive der verwendeten Materi-
alien und der Farbgebung. Im Innern betreffe der Schutzumfang neben der tragenden 
Grundstruktur bei den Wohnblöcken auch die Treppenhäuser mit geschliffenen Betonplat-
ten und Sichtbacksteinwänden, beim Schulhaus zusätzlich die noch erhaltenen originalen 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Ausstattungselemente und Oberflächen wie die geschliffenen Betonplatten im Eingangs-
bereich, die Sichtbacksteinwände, die Tragkonstruktion inklusive der Unterzüge aus Sicht-
beton sowie die Fensterbänke. Die Freiraumgestaltung sei als Bestandteil des Gesamten-
sembles in ihren charakteristischen Eigenschaften und einheitlichen Gestaltungsprinzipien 
(Materialien und zeittypische Einzelelemente) im Sinne der Erwägungen zu erhalten 
(V 2019 4 act. 11).

D. Mit Schreiben vom 7. Januar 2022 teilte das Gericht den Parteien der Verfahren 
V 2018 119, V 2019 2 und V 2019 4 mit, dass aus seiner Sicht der inhaltlich unveränderte 
neue Beschluss des Regierungsrats vom 30. November 2021 als durch die bereits früher 
eingereichten Beschwerden gegen den (aufgehobenen) Beschluss vom 4. Dezember 
2018 als rechtskräftig angefochten gelte. Eine erneute Anfechtung sei somit nicht erforder-
lich. Insbesondere werde ohne gegenteilige Erklärung auch davon ausgegangen, dass die 
B.________ AG anstelle der J.________ AG als deren Rechtsnachfolgerin in das hängige 
Verfahren V 2019 4 eintrete. Gleichzeitig hob das Gericht die Verfahrenssistierung in den 
drei Verfahren auf und ersuchte die Beschwerdeführer, dem Verwaltungsgericht eine Stel-
lungnahme zum Wiedererwägungsentscheid bzw. allfällige Ergänzungen ihrer Beschwer-
den zukommen zu lassen (V 2019 4 act. 16).

E. Im weiteren Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen fest. Auf die 
konkreten Vorbringen wird in den Erwägungen eingegangen.

F. Am 6. Mai 2024 führte das Gericht in Anwesenheit von Vertreterinnen und Vertre-
tern aller Parteien der Verfahren V 2018 119, V 2019 2 und V 2019 4 – mit Ausnahme der 
Beschwerdeführerin Nr. 3 – einen Augenschein durch (siehe Augenscheinprotokoll V 2019 
4 act. 77).

G. Zwischen dem 6. Juni 2024 und dem 10. Januar 2025 machten die Parteien wei-
tere Eingaben.

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht ausnahms-
weise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor; § 39 Abs. 1 des Denkmal-
schutzgesetzes (DMSG; BGS 423.11) statuiert im Gegenteil die Beschwerdemöglichkeit 
beim Verwaltungsgericht ausdrücklich. Als Eigentümer sind die Beschwerdeführer durch 
den Entscheid des Regierungsrats besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Inter-
esse an dessen Aufhebung oder Änderung (§ 62 VRG). Sie sind somit ohne Weiteres be-
rechtigt, gegen diesen Entscheid vor Verwaltungsgericht Beschwerde zu führen. Die Be-
schwerden wurden zudem frist- und formgerecht eingereicht, weshalb sie vom Verwal-
tungsgericht zu prüfen sind.

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsord-
nung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.3 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann gemäss § 63 VRG jede Rechtsver-
letzung gerügt werden. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige Anwen-
dung eines Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der Miss-
brauch oder die Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen Ver-
fahrensvorschrift sowie Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt werden kann 
aber die unrichtige Handhabung des Ermessens. Dies gilt insbesondere auch dann, wenn 
der Regierungsrat nicht im Rahmen eines Verwaltungsbeschwerdeverfahrens, sondern – 
wie hier – erstinstanzlich entschieden hat (vgl. etwa VGer ZG V 2020 28 E. 1.2). Überdies 
kann jede für den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des 
Sachverhalts angefochten werden. Auch die Verfassung verschafft keinen Anspruch auf 
gerichtliche Angemessenheitskontrolle (vgl. Bernhard Waldmann, in: Basler Kommentar 
BV, 2015, Art. 29a N 14), was bei der Beurteilung der Schutzwürdigkeit gemäss § 25 
Abs. 1 lit. a DMSG zu beachten ist.

Anspruch besteht hingegen auf freie gerichtliche Prüfung der Verhältnismässigkeit eines 
Grundrechtseingriffs, handelt es sich dabei doch um allgemeine Prinzipien der Bundesver-

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fassung, die durch das Gericht mit uneingeschränkter Kognition anzuwenden und zu kon-
kretisieren sind. Dies betrifft insbesondere die Frage nach der Zumutbarkeit einer Ein-
schränkung der Eigentumsfreiheit (vgl. dazu etwa Marco Donatsch, Kommentar zum VRG 
des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 50 N 33 mit Hinweisen; siehe auch VGer ZG V 2007 
23 E. 4b).

1.4 Aus Gründen der Prozessökonomie ist die Vereinigung der Verfahren V 2018 119, 
V 2019 2 und V 2019 4 sinnvoll, da in allen drei Verfahren der gleiche Beschluss ange-
fochten ist und die Begehren in den drei Beschwerden praktisch identisch sind. Zudem 
wurde ein gemeinsamer Augenschein durchgeführt.

2. Im Regierungsratsbeschluss vom 30. November 2021 wurde in Dispositiv-Ziffer 1 
der Beschluss vom 4. Dezember 2018 aufgehoben, wie dies in den Gesuchen um Wieder-
erwägung vom 14. und 17. Dezember 2019 mindestens sinngemäss verlangt worden war. 
Der bereits angefochtene Beschluss vom 4. Dezember 2018 wurde somit während des 
beim Verwaltungsgericht hängigen Verfahrens aufgehoben. Der Antrag der Beschwerde-
führer auf Aufhebung des Beschlusses vom 30. November 2021 könnte bei Gutheissung 
somit nicht zur Folge haben, dass der Beschluss vom 4. Dezember 2018 wieder aufleben 
würde, umso weniger, als der Beschluss vom 30. November 2021 weitgehend mit denjeni-
gen vom 4. Dezember 2018 identisch ist. Damit ist Letzterer als Anfechtungsobjekt im Be-
schwerdeverfahren entfallen. Insofern sind die Beschwerdeführer nicht mehr beschwert 
und ist das Verfahren als gegenstandslos geworden abzuschreiben (dazu 
BGer 2P.110/2002 vom 6. August 2003 E. 2). Vorliegend kann es darum nur noch um die 
Aufhebung des Entscheids vom 30. November 2021 gehen, wie in den Rechtsschriften der 
Beschwerdeführer von Januar, Februar und Juni 2022 verlangt, wenngleich nach Anord-
nung des Verwaltungsgerichts auch die früheren Rechtsschriften für die Frage der Unter-
schutzstellung zu berücksichtigen sind (siehe V 2019 4 act. 16.)

3.
3.1 Ein Teil der Beschwerdeführer macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gel-
tend, weil der Regierungsrat seiner Pflicht zur Prüfung und Würdigung der von ihnen vor-
getragenen Einwände nicht nachgekommen sei. Die von den Grundeigentümern vorgeleg-
ten Fachgutachten seien lediglich mit einem summarischen Verweis auf die eigene Stel-
lungnahme sowie das Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege 
(EKD) weggewischt worden. Eine eigentliche Stellungnahme zu der namens der Grundei-
gentümerschaft Alpenblick K.________ eingereichten Rechtsschrift und insbesondere zum 

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Gutachten von Q.________, dipl. Architekt ETH/SIA, Planer FSU und den weiteren Gut-
achten R.________ AG sowie S.________ AG habe nicht stattgefunden. Der Regierungs-
rat wäre verpflichtet gewesen, die zu den Akten gereichte Rechtsschrift samt den einge-
reichten Gutachten eingehend zu würdigen und zu prüfen, ob die Gutachten in rechtser-
heblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen der übrigen vorliegenden 
Gutachten und Stellungnahmen derart zu erschüttern vermöchten, dass davon abzuwei-
chen sei. Das sei nicht geschehen. Zudem sei im angefochtenen Entscheid der Antrag der 
Eigentümer der Gebäude Alpenblick T.________ und U.________ auf Durchführung eines 
Augenscheins abgewiesen und dadurch der Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt wor-
den. Ein Augenschein hätte dem Regierungsrat bei seiner Entscheidfindung im Interesse 
der Sache und im Interesse aller betroffenen Eigentümer vor Augen geführt, dass die Qua-
litäten der Siedlung nicht in der Bausubstanz, sondern in der Anordnung von volumetrisch 
differenzierten Bauten in einem grossen Park und im einheitlichen Erscheinungsbild lägen 
und dass eine Unterschutzstellung weder notwendig noch verhältnismässig sei. 

3.1.1 Aus der Garantie des rechtlichen Gehörs nach Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich die 
behördliche Begründungspflicht sowie der Anspruch auf Auseinandersetzung mit den ge-
stellten Anträgen und den relevanten Sachvorbringen. Die Behörde muss die Vorbringen 
der am Verfahren Beteiligten sorgfältig und ernsthaft prüfen und beim Entscheid berück-
sichtigen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie sich mit jeder tatbeständlichen Behaup-
tung, mit jedem rechtlichen Einwand und jedem Beweismittel auseinandersetzen muss. 
Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschrän-
ken (BGE 149 IV 325 E. 4.3; BGer 8C_279/2023 vom 30. April 2024 E. 4.1; 9C_34/2020 
vom 21. Oktober 2021 E. 2). Die Begründung muss so abgefasst sein, dass der Entscheid 
sachgerecht angefochten werden kann. Das ist nur möglich, wenn sich der Betroffene wie 
auch die Rechtsmittelinstanzen über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen kön-
nen (vgl. BGer 5A_535/2020 vom 27. Januar 2021 E. 3.4.1). Eine Verletzung des rechtli-
chen Gehörs führt grundsätzlich ungeachtet der materiellen Begründetheit des Rechtsmit-
tels zur Aufhebung des Entscheids und zur Rückweisung an die verfügende Behörde. Eine 
ausnahmsweise Heilung der Gehörsverletzung ist denkbar in denjenigen Fällen, in wel-
chen die Rechtsmittelinstanz über die gleich weite Kognition wie die Vorinstanz verfügt.

3.1.2 Der Regierungsrat hat in seinen Beschlüssen vom 4. Dezember 2018 und 30. No-
vember 2021 an mehreren Stellen auf die von der Rechtsvorgängerin der Beschwerdefüh-
rerin 3 im Unterschutzstellungsverfahren eingereichten Berichte Bezug genommen. Er hat 
zudem seine Entscheide einlässlich begründet. Nachdem die Beschwerdeführerin 3 bzw. 

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ihre Rechtsvorgängerin selbst im Rahmen des Unterstellungsverfahrens nur an wenigen 
Stellen Aussagen aus der Stellungnahme von Q.________ vom 29. Mai 2018 (ADA-
act. 38) und der Beurteilung der S.________ AG (ADA-act. 36) zitiert und den Bericht der 
R.________ AG (ADA-act. 37) nur in allgemeiner Weise erwähnt hatte (Stellungnahme 
vom 29. Mai 2018 zum Entwurf der Unterstellungsverfügung, S. 8; ADA-act. 39), war der 
Regierungsrat nicht gehalten, in den Privatgutachten mit einer eingehenden, allenfalls so-
gar gutachterlichen Untersuchung nach Anhaltspunkten zu forschen, welche die eigene, 
vom Amt für Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Zug (ADA) und von der EKD 
fachlich vorbereitete Qualifikation der Angelegenheit, auf welche sich der Regierungsrat 
stützen durfte (Kaspar Plüss, Kommentar zum VRG des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 
N 67), erschüttern würden. Am ausführlichsten befasste sich der Regierungsrat mit der 
Beurteilung der S.________ AG (z.B. RRB vom 4. Dezember 2018, S. 18; RRB vom 30. 
November 2021, S. 23), was darauf zurückzuführen ist, dass auch die Beschwerdeführerin 
stärker darauf Bezug genommen hatte (Stellungnahme vom 29. Mai 2018 zum Entwurf der 
Unterstellungsverfügung, z.B. S. 9 f.) als auf die Stellungnahme von Q.________ (und den 
Bericht der R.________ AG). Der Vorwurf, der Regierungsrat habe sich nicht in genügen-
der Weise mit den Argumenten der Beschwerdeführer auseinandergesetzt, ist haltlos. 
Auch eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs muss daher verneint werden. Der Antrag 
der Beschwerdeführer, den regierungsrätlichen Entscheid bereits wegen Verletzung des 
rechtlichen Gehörs aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an den Regierungsrat 
zurückzuweisen, ist abzuweisen.

3.1.3 Das Gleiche gilt bezüglich des Vorwurfs, der Regierungsrat habe zu Unrecht den 
im Unterschutzstellungsverfahren gestellten Antrag auf Durchführung eines Augenscheins 
abgewiesen und dadurch den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Der Entscheid 
darüber, ob ein Augenschein angeordnet wird, steht im pflichtgemässen Ermessen der an-
ordnenden Behörde. Die Durchführung eines Augenscheins ist dann geboten, wenn die 
tatsächlichen Verhältnisse unklar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermöchten 
durch ihre Darlegungen vor Ort Wesentliches zur Erhellung der sachlichen Grundlagen 
des Rechtsstreits beizutragen. Der Verzicht auf die Durchführung eines Augenscheins ist 
zulässig, wenn die Akten eine hinreichende Entscheidgrundlage darstellen. Eine Pflicht zur 
Durchführung eines Augenscheins besteht jedenfalls nur dann, wenn die tatsächlichen 
Verhältnisse auf andere Weise nicht abgeklärt werden können (BGer 1C_129/2021 vom 
9. Februar 2022 E. 3.3; 1C_578/2016 vom 28. Juni 2017 E. 2.2). Am 7. Oktober 2016 hat-
ten die – zwischenzeitlich aufgrund der Teilrevision des Denkmalschutzgesetzes (DMSG) 
aufgehobene – kantonale Denkmalkommission und am 23. Februar 2017 die Direktion des 

13

Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Innern je einen Augenschein vor Ort durchgeführt (ADA-act. 8 und ADA-act. 19, Hinweis 
S. 2 oben). Ausserdem lagen mit den eingeholten Fachberichten und Gutachten sowie 
den zahlreichen Bildaufnahmen und Plänen die wesentlichen Entscheidgrundlagen vor. 
Der Regierungsrat durfte daher zu Recht von einem zusätzlichen Augenschein absehen.

3.2
3.2.1 Ein weiterer Teil der Beschwerdeführer macht auch aus folgenden Gründen eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend: Der Regierungsrat verweise im angefochtenen 
Beschluss vom 30. November 2021 im Wesentlichen auf eine Zuschrift der EKD vom 
14. Juli 2021 an die Direktion des Innern, wonach der im EKD-Gutachten vom 14. Juni 
2017 ausgewiesene "sehr hohe Wert" auch einem "äusserst hohen" Wert bzw. dem Begriff 
"herausragend" entspreche. Eine weitergehende Begründung und Auseinandersetzung 
mit der neusten Gesetzgebung lasse der Regierungsrat aber vermissen. Stattdessen ver-
weise er pauschal auf das Bundesgerichtsurteil 1C_43/2020 vom 1. April 2021, welches 
die Rechtmässigkeit von § 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und § 25 Abs. 1 lit. a DMSG im Rahmen ei-
ner abstrakten Normenkontrolle beurteilt habe. Im Übrigen wiederhole der Regierungsrat 
die Erwägungen des ursprünglichen Beschlusses vom 4. Dezember 2018 grossmehrheit-
lich wörtlich. Er halte fest, es gäbe keinerlei Gründe, von der Einschätzung des ADA, der 
kantonalen Denkmalkommission sowie der EKD abzuweichen. Eine einlässliche Abhand-
lung der von der Beschwerdeführerin 4 vorgebrachten Argumente infolge der Gesetzesre-
vision und des damit verbundenen revidierten Gesetzestextes wäre dringend angezeigt 
gewesen. Die unzureichenden Ausführungen des Regierungsrats vermöchten die Unter-
schutzstellung nicht aufrechtzuerhalten, zumal die Voraussetzungen an die Unterstellung 
mit der Gesetzesrevision im Kanton Zug offensichtlich – obschon das Bundesgericht die 
revidierten Bestimmungen teilweise für ungültig erklärt habe – nachweislich zugenommen 
hätten.

Weiter sei der Regierungsrat durchaus befugt gewesen, im Wiedererwägungsverfahren 
ein neues Beweisverfahren durchzuführen. Indem er mit der Begründung, die Verfahrens-
herrschaft liege beim Verwaltungsgericht, die von den Gesuchstellern beantragten Be-
weisabnahmen abgelehnt (und gleichwohl ein Ergänzungsgutachten bei der EKD einge-
holt) habe, habe der Regierungsrat das rechtliche Gehör der Gesuchsteller/Beschwerde-
führer verletzt. Selbst wenn das Gericht die Begründung des Regierungsrats stützen 
würde, so hätte der Regierungsrat aber jedenfalls auch keine eigenen neuen Beweise (Er-
gänzungsgutachten EKD) einholen dürfen. Das Ergänzungsgutachten hätte den Gesuch-

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

stellern/Beschwerdeführern zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zwingend vorgelegt wer-
den müssen.

3.2.2 Der Regierungsrat bzw. die Direktion des Innern gelangte im Rahmen des zweiten 
Wiedererwägungsverfahrens an die EKD und bat diese darum, in Ergänzung des EDK-
Gutachtens vom 14. Juni 2017 mitzuteilen, ob das fragliche Denkmalschutzobjekt die mitt-
lerweile gesetzlich verschärften Voraussetzungen einer Unterschutzstellung erfülle bzw. 
ob die Wohnsiedlung Cham-Alpenblick auch über einen äusserst hohen wissenschaftli-
chen, kulturellen und heimatkundlichen Wert i.S.v. § 2 Abs. 1 und § 25 Abs. 1 lit. a DMSG 
verfüge und somit nach wie vor schutzwürdig sei (DI-act. 06.11). Dies bestätigte der Er-
gänzungsbericht der EKD vom 14. Juli 2021 (DI-act. 06.12).

3.2.3 Was die Frage der nicht abgenommenen Beweise betrifft, ist zu erwägen, dass die 
Wiedererwägungsinstanz wohl zumindest bis zum Eingang der Vernehmlassung im Be-
schwerdeverfahren ihren Entscheid in Wiedererwägung ziehen kann. Die Verfahrensho-
heit über das Beschwerdeverfahren bleibt indessen bei der Rechtsmittelinstanz, diejenige 
über das Wiedererwägungsverfahren bei der Vorinstanz. Jedoch hat die Beschwerdein-
stanz den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Die Vorinstanz 
bzw. in casu der Regierungsrat darf daher keine weiteren oder zusätzlichen Abklärungen 
vornehmen, die den Streitgegenstand betreffen und die auf eine allfällige Änderung der 
angefochtenen Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen. Punktuelle Abklärungen wie 
etwa das Einholen von Bestätigungen und Bescheinigungen werden jedoch als zulässig 
erachtet (Andrea Pfleiderer, in: Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz [VwVG], 
2. Aufl. 2016, Art. 58 N 36, 41 f.; August Mächler, in: Kommentar VwVG, 2. Aufl. 2019, 
Art. 58 N 12; Wiederkehr/Plüss, Praxis des öffentlichen Verfahrensrechts, 2020, Rz. 3906; 
BGE 127 V 228 E. 2b/bb). Der Ergänzungsbericht der EKD vom 14. Juli 2021, der im We-
sentlichen bekräftigte, dass das Schutzobjekt die gesetzlichen Anforderungen auch nach 
der Verschärfung des DMSG erfüllt, ist als eine solche zulässige punktuelle Abklärung zu 
erachten. Der Regierungsrat hat daher kein Recht verletzt, indem er bei der EKD den er-
wähnten Bericht einholte. 

Hingegen wäre es angezeigt gewesen, den Ergänzungsbericht der EKD vom 14. Juli 2021 
den Parteien zuzustellen, was nicht gemacht wurde. Die damit verbundene Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ist allerdings nicht besonders schwerwiegend. Die Gehörsverletzung 
wurde geheilt, denn die Parteien haben inzwischen unbestritten Kenntnis vom Inhalt des 
EKD-Berichts.

15

Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

4.
4.1 Paragraf 2 DMSG umschreibt nach den am 14. Dezember 2019 in Kraft getrete-
nen Gesetzesänderungen vom 31. Januar 2019 den Begriff des Denkmals. Danach sind 
Denkmäler Siedlungsteile, Gebäudegruppen, gestaltete Freiräume, Verkehrsanlagen, Ein-
zelbauten, archäologische Stätten und Funde sowie in einer engen Beziehung hiezu ste-
hende bewegliche Objekte, die einen äusserst hohen wissenschaftlichen, kulturellen oder 
heimatkundlichen Wert darstellen (zwei von drei Kriterien müssen kumulativ erfüllt sein). 
Objekte, deren Schutz erwogen wird, sind im Inventar der schützenswerten Denkmäler 
festzuhalten (§ 5 und § 21 Abs. 1 Satz 1 DMSG). Objekte, an deren Erhaltung ein äusserst 
hohes öffentliches Interesse besteht, werden unter kantonalen Schutz gestellt und in das 
Verzeichnis der geschützten Denkmäler eingetragen (§ 4 DMSG). Der Regierungsrat ent-
scheidet über die Unterschutzstellung eines Denkmals, falls der Schutz des Denkmals 
nicht einvernehmlich durch öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der Eigentümerschaft zu-
stande kommt (§ 10 Abs. 1 lit. a DMSG). Gestützt auf § 25 Abs. 1 DMSG beschliesst er 
über die Unterschutzstellung und den Schutzumfang, wenn a) das Denkmal von äusserst 
hohem wissenschaftlichem, kulturellem oder heimatkundlichem Wert ist (zwei von drei Kri-
terien müssen kumulativ erfüllt sein); b) das öffentliche Interesse an dessen Erhaltung all-
fällige entgegenstehende Privatinteressen oder anderweitige öffentliche Interessen über-
wiegt; c) die Massnahme verhältnismässig ist und eine langfristige Nutzung ermöglicht 
wird; d) die dem Gemeinwesen entstehenden Kosten auch auf Dauer tragbar erscheinen.

4.2 Das Bundesgericht hatte sich in BGE 147 I 308 mit einer Beschwerde gegen die 
am 31. Januar 2019 beschlossene Teilrevision des Zuger Denkmalschutzgesetzes zu be-
fassen. Es hielt fest, es sei mit dem Übereinkommen vom 3. Oktober 1985 zum Schutz 
des baugeschichtlichen Erbes in Europa (sog. Granada-Übereinkommen; SR 0.440.4) 
grundsätzlich vereinbar, dass das Zuger Recht neu ein "äusserst" statt wie bisher ein "sehr 
hohes" öffentliches Interesse an der Erhaltung eines Objekts voraussetzt, weil das Gesetz 
insofern konventionskonform ausgelegt werden könne (BGE 147 I 308 E. 7.3). Ebenfalls 
liege kein Verstoss gegen höherrangiges Recht vor, soweit zwei der drei Kriterien des wis-
senschaftlichen, kulturellen und heimatkundlichen Werts kumulativ erfüllt sein müssen, 
weil sich in jedem schutzwürdigen Fall zwei der drei in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG genannten 
Kriterien überlagern dürften (BGE 147 I 308 E. 7.4). Hingegen hob das Bundesgericht § 25 
Abs. 4 DMSG auf. Gemäss dieser Bestimmung konnten Objekte von lokaler Bedeutung, 
die jünger als 70 Jahre alt sind, nicht gegen den Willen der Eigentümerschaft unter Schutz 
gestellt werden (BGE 147 I 308 E. 7.5).

16

Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

4.3 Bei den Qualifikationen gemäss § 25 Abs. 1 lit. a DMSG handelt es sich um unbe-
stimmte Rechtsbegriffe. Davon spricht man, wenn eine gesetzliche Bestimmung die Vor-
aussetzungen einer Rechtsfolge in offener, unbestimmter Weise umschreibt. Jede offen 
formulierte Norm räumt einen gewissen Ermessensspielraum ein. Die Ausübung des Er-
messens kann jedoch im Verwaltungsgerichtsverfahren dann nicht überprüft werden, 
wenn Entscheide des Regierungsrates zu beurteilen sind. Auch bei der Überprüfung der 
Anwendung von unbestimmten Rechtsbegriffen ist nach herrschender Lehre und Recht-
sprechung eine gewisse Zurückhaltung durch eine gerichtliche Instanz angezeigt. Auch 
das Bundesgericht übt in diesen Fällen Zurückhaltung und billigt den Verwaltungsbehör-
den einen gewissen Beurteilungsspielraum zu, wenn der Entscheid besonderes Fachwis-
sen oder Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen voraussetzt und soweit die für 
den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen 
sorgfältig und umfassend durchgeführt wurden (vgl. BGE 135 II 384 E. 2.2.2). Das Bun-
desgericht hat mehrfach festgehalten (vgl. BGer 1C_128/2019, 1C_134/2019 vom 25. Au-
gust 2020 E. 5.1; 1C_555/2010 vom 23. Februar 2011 E. 2.1; 1C_543/2009 vom 15. März 
2010 E. 2.3), dass "bei der Prüfung der Frage, ob ein Objekt Schutz verdient, eine sachli-
che, auf wissenschaftliche Kriterien abgestützte Gesamtbeurteilung Platz zu greifen hat, 
welche den kulturellen und städtebaulichen Zusammenhang eines Bauwerks berücksich-
tigt. Eine Baute soll als Zeitzeuge und Ausdruck einer historischen, gesellschaftlichen, wis-
senschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben. Da Denkmalschutzmassnah-
men oftmals mit schwerwiegenden Eigentumseingriffen verbunden sind, dürfen sie aber 
nicht lediglich im Interesse eines begrenzten Kreises von Fachleuten erlassen werden. Sie 
müssen breiter abgestützt sein und von einem grösseren Teil der Bevölkerung befürwortet 
werden, um Anspruch auf eine gewisse Allgemeingültigkeit erheben zu können. Schliess-
lich gilt auch für Denkmalschutzmassnahmen der Grundsatz der Verhältnismässigkeit". 
Verhältnismässigkeit bedeutet, dass der Eingriff in das Grundrecht des Privaten für das Er-
reichen des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels geeignet, notwendig und für den Be-
troffenen zumutbar ist. Dabei ist aber festzuhalten, dass rein finanzielle Interessen bei 
ausgewiesener Schutzbedürftigkeit für sich genommen nicht ausschlaggebend sein kön-
nen. Je schutzwürdiger eine Baute ist, umso geringer sind Rentabilitätsüberlegungen zu 
gewichten (BGer 1C_55/2011 vom 1. April 2011 E. 7.1 mit Verweisen). Im Bericht und An-
trag des Regierungsrates vom 22. Januar 2008 (Vorlage Nr. 1629.1, Laufnummer 12598) 
führte dieser unter Ziff. 3.2 aus, dass jede Unterschutzstellung eine ermessensweise Beur-
teilung verlange. Er gehe davon aus, dass den erhöhten Anforderungen für eine Unter-
schutzstellung speziell in denjenigen Fällen Bedeutung zukomme, in denen die Eigentü-

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

merschaft und die Standortgemeinde gegen eine Unterschutzstellung seien. Anderseits 
müsse eine den höheren Anforderungen entsprechende Unterschutzstellung bei triftigen 
Gründen auch gegen den Willen der Grundeigentümerin bzw. des Grundeigentümers und 
der Standortgemeinde durchsetzbar sein (VGer ZG V 2016 122 E. 3b).

5.
5.1 Zum Zeitpunkt, als der Regierungsrat seinen Unterschutzstellungsbeschluss vom 
4. Dezember 2018 fällte, konnte er noch Unterschutzstellungen beschliessen, wenn das 
Denkmal von sehr hohem wissenschaftlichem, kulturellem oder heimatkundlichem Wert 
war (lit. a); das öffentliche Interesse an dessen Erhaltung allfällige entgegenstehende Pri-
vatinteressen überwog (lit. b); die Massnahme verhältnismässig war (lit. c); die dem Ge-
meinwesen entstehenden Kosten auch auf Dauer tragbar erschienen (lit. d; § 25 Abs. 1 
DMSG in der bis zum 13. Dezember 2019 in Kraft stehenden Version). 

5.2 Der Regierungsrat begründete seinen Beschluss vom 4. Dezember 2018 zusam-
mengefasst wie folgt, wobei er sich im Grundsatz am Befund des ADA zum denkmalpfle-
gerischen Wert orientierte und auch die Stellungnahmen der kantonalen Denkmalkommis-
sion, das Gutachten der EKD sowie ein Gutachten des Amts für Raumplanung (heute Amt 
für Raum und Verkehr des Kantons Zug) berücksichtigte: 

"Zu § 25 Abs. 1 lit. a DMSG (sehr hoher wissenschaftlicher, kultureller oder heimatkundlicher Wert):

Der kulturelle Wert betrifft die bautypologische, die baukünstlerische, die sozial-, wirtschafts- oder tech-
nikgeschichtliche Bedeutung eines Baudenkmals, das heisst dessen Wert für die Kunst- und Kulturge-
schichte der Gemeinde, der Region oder des ganzen Kantons. 

Die beigezogenen Gutachten, Stellungnahmen und Fachberichte zeigen klar auf, dass die in zeittypi-
scher Stufung zur Hochhauslandschaft gefügte Siedlung Alpenblick als erste Hochhaussiedlung des 
Kantons Zug zu den wichtigsten Zeugen der Nachkriegsmoderne gehört. Sie ist als gestalterische Ein-
heit konzipiert und in zwei Etappen realisiert worden, von denen die erste Josef Stöckli selber, die 
zweite 1971 Erich Weber (Alpenblick 2) und Ralph Schmid (Alpenblick 3, 5) nach Stöcklis Konzept er-
bauten. Dabei ist auf die ausgeprägten Landschaftselemente eingegangen worden. Architekt Josef 
Stöckli und Gartenarchitekt Adolf Zürcher betteten die Baukörper in einen von Bäumen besetzten, 
grosszügigen Grünraum, der eine Fortführung des von grossflächigen, naturnahen Uferpartien gepräg-
ten Ufers des Zugersees bildet, und erreichten so eine optimale Einbindung der Hochhausgruppen in 
das Landschaftsbild. Gleichzeitig bilden die grossen Baumgruppen ein Gegengewicht zu den Bauten 
und diese wiederum profitieren stark von den angrenzenden Freiräumen (Uferzone, Sumpfgebiet, Lor-
zenebene und See). Auch durch die gestuften Baukörper und deren gestaffelte Anordnung erreichte der 
Architekt eine optimale Einbettung in die Uferlandschaft, und es entstanden spannende Zwischen-
räume, Ruhebereiche, Spielplätze sowie Sichtachsen. Eine konventionelle Bebauung mit üblichen 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Mehrfamilienhäusern hätte nur den vordersten Bauten die freie Sicht ermöglicht und eine geschlossene 
Front gegenüber der Uferzone gebildet. Die Hochhaussiedlung Alpenblick hingegen folgt dem Gebot 
zur Verdichtung durch Massstabsvergrösserung und Stapelung der Gebäudekörper anstelle der schlich-
ten Zeilenstrukturen mit geringer Dichte, wie sie in den 1940er- und 1950er-Jahren entstanden sind. Sie 
wartet auf mit offenen, weiten Rasenflächen als Pendant zu den grossen Baukuben, bewegten Topo-
grafien mit hügelartigen Erhebungen, die als Raumteiler und Grossskulpturen ihre Wirkung entfalten, 
und mit einem reduzierten, dafür in grossen Gruppen angeordneten Pflanzensortiment. Die Gestaltung 
mit klaren Linien, abstrakten Grossformen und funktionalistischen Raumkonzepten ist ein typisches Bei-
spiel der Grünflächen der Moderne der 1960er-Jahre.

Die Siedlung Alpenblick zählt zu den Hauptwerken des damals noch jungen Architekten Josef Stöckli, 
der Cham ab 1960 wesentlich mitgeprägt hat (siehe Werkübersicht: Josef Stöckli, Werkgeschichte ei-
nes Architekten, Zug 2017). Nach einer Lehre als Hochbauzeichner, dem Architekturstudium am Re-
gent Street Polytechnics in London und einer Assistenten-Zeit bei Professor Sir Basil Spence gründete 
er 1959 sein eigenes Architekturbüro in Zug. Seine geleistete Arbeit für eine Hebung der Wohn- bezie-
hungsweise Lebensqualität innerhalb der Gemeinde Cham wurde 2010 mit dem Anerkennungspreis der 
Bürgergemeinde Cham geehrt. Stöckli schuf Bauwerke, welche durch ihre hohe architektonische Qua-
lität und ihren städtebaulichen Wert hervortreten. Seine Bauten sind geprägt von einer gelungenen Ein-
bettung in die Topographie, einer klaren und strengen Fassadengliederung, insbesondere Rasterung 
durch Fenster, und insgesamt einem sachlichen Baustil, der durch wenige Elemente definiert wird – 
Charakteristika, die bereits bei der Siedlung Alpenblick deutlich hervortreten. Durch die einheitliche Ge-
staltung der Volumen und Fassaden und die reduzierte Formensprache mit der kontrastreichen Mate-
rial- und Farbwahl gewinnen die Hochhäuser ihre prägnante grafische Erscheinung. Die von Josef 
Stöckli sorgfältig geplante und präzise umgesetzte architektonische Differenzierung zwischen Wohn-
flächen und Servicepartien mit Treppe, Lift, Leitungen, Luftschächten und Bädern prägt das äussere Er-
scheinungsbild: Die Wohnflächen, offen mit Fensterbändern über von Mauer zu Mauer gespannten Be-
tonbrüstungen, bilden die horizontale Komponente, der geschlossene Serviceteil mit tragenden, 
aussteifenden, gemauerten Prismen bildet die vertikale Dominante. Die rationale Fassadengestaltung 
mit Sichtbackstein und Beton ist für die Bauzeit modern und überzeugt in ihrer architektonischen Präzi-
sion. Diese qualitativ hochstehende Architektur besitzt bis heute Vorzeigecharakter.

Alle diese Qualitäten bezüglich Einbettung in die Landschaft in Verbindung mit der spezifischen Archi-
tektur machen die Wohnsiedlung Alpenblick nicht nur zu einem Hauptwerk Stöcklis, sondern sind im 
ganzen Kanton einzigartig. Dies zeigt nicht zuletzt auch die Rezeptionsgeschichte der Siedlung auf, wie 
sie im EKD-Gutachten Ziff. 3.4 dokumentiert ist.

Was den Vorwurf einer Reduktion der Argumentation auf die Vita des Architekten betrifft, so ist darauf 
hinzuweisen, dass Josef Stöckli mit seinem Wirken die Baukultur im Kanton Zug und in der Gemeinde 
Cham während Jahrzehnten prägte. Insofern ist sein Werk von sehr hoher architekturhistorischer sowie 
ortsgeschichtlicher und somit kultureller und heimatkundlicher Bedeutung. Die Siedlung Alpenblick ist 
eine herausragende Zeugin seines Werks im Sinne der oben ausgeführten Erläuterungen sowie der 
nachfolgend aufgeführten Vergleichsbeispiele. Die Einbettung der Siedlung Alpenblick in den Kontext 
weiterer Werke Stöcklis dient dazu, den Stellenwert der Siedlung Alpenblick im Werk des Architekten zu 
eruieren. Bei dieser Vorgehensweise handelt es sich um die übliche wissenschaftliche Methodik der 
Kunstwissenschaft, um die Bedeutung eines Werks einer Architektin bzw. eines Architekten oder einer 

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Künstlerin bzw. eines Künstlers bewerten und einordnen zu können. Ohne Kontextualisierung ist eine 
präzise und sorgfältige Analyse von Architektur und Kunstwerken und deren Bedeutung nicht möglich – 
das gilt sowohl für das Heranziehen von vergleichbaren Bauten aus der Zeit als auch von Bauten aus 
dem Gesamtwerk des Architekten. Ausserdem zu erwähnen ist, dass der Backstein als Baumaterial 
sehr typisch für die Architektur von Josef Stöckli ist. Zahlreiche seiner Bauten realisierte er mit diesem 
Material, dem er grosse Aufmerksamkeit schenkte und von dem er in seiner Autobiographie (siehe 
Werkübersicht: Josef Stöckli, Werkgeschichte eines Architekten, Zug 2017, S. 148) schwärmt: 'Der 
Backstein war beim Bearbeiten der Werkpläne ein zuverlässiger Begleiter, sein Modul bestimmte alle 
Masse und konnte alle Details bewältigen. Auch konnte er ein ruhiges Ambiente und ein Gefühl von Ge-
borgenheit vermitteln. Es ist das einheitliche Material, welches der Gesamtanlage [Cham, Röhrliberg] 
trotz ihrer unterschiedlichen Baukörper die harmonische Ausstrahlung vermittelt.".

Als Vergleichsbeispiel für die Siedlung Alpenblick und deren charakteristische Elemente sei hier auf das 
Ende der 1960er-Jahre erbaute Schulhaus Röhrliberg in Cham verwiesen (geschützt), bei dem Stöckli 
ebenfalls geschickt auf die Umgebung reagiert und die roten Sichtbacksteinbauten des Schulhauses um 
einen Pausenplatz auf dem Moränenrücken gruppiert hat, während er die Sportanlage auf der Ried-
fläche oberhalb, umgeben von grosszügigen Baumgruppen, angelegt hat. Mit Abwinklungen der 
Baukörper, mit Niveauunterschieden und Raumverschränkungen erreicht die Architektur Josef Stöcklis 
beim Schulhaus Röhrliberg einen plastischen Ausdruck. Prägend für das Erscheinungsbild sind auch 
hier die präzise eingesetzten, kontrastreichen Materialien und Farben. Im Röhrliberg setzt Stöckli im 
Schulbau um, was sich wenige Jahre vorher im Alpenblick bewährt hatte.

Damit wird auch klar, dass es bei der Schutzwürdigkeit der Siedlung Alpenblick nicht nur um das Ge-
samtkonzept und das Gestaltungsprinzip geht, sondern sehr stark auch um die Substanz und Materiali-
sierung. Wie oben ausgeführt, gewinnen die Hochhäuser ihre prägende grafische Erscheinung durch 
die kontrastreiche Material- und Farbwahl. Die Fassadengestaltung mit Sichtbackstein und Beton ist 
äusserst qualitätsvoll und präzise ausgestaltet. Das architektonische Gesamtkonzept und Erschei-
nungsbild ist von der Materialisierung und Bausubstanz nicht zu trennen. Die charakteristische Struktur 
der Häuser entsteht durch Materialien und Bauweise. Die architektonische Bedeutung der Siedlung ist 
denn auch untrennbar mit der Bausubstanz verbunden. 

Bezüglich der bereits erfolgten Veränderungen kann festgestellt werden, dass diese die Schutzwürdig-
keit der Siedlung nicht in Frage stellen. Diese gründet wesentlich im Standort der Gebäude, ihrer histori-
schen Baustruktur sowie der äusseren Erscheinung inklusive der verwendeten Materialien und der Fa-
rbgebung. Im Innern gehören die tragende Grundstruktur sowie die Treppenhäuser mit geschliffenen 
Betonplatten und Sichtbacksteinwänden zum schützenswerten Bestand. Die ursprünglichen Wohnungs-
grundrisse zeugen, wo noch vorhanden, zwar von der Qualität von Stöcklis Entwurf, sind aber für die 
Schutzwürdigkeit der Siedlung als Ganzes nicht unverzichtbar. Auch die Neubauten Alpenblick II stellen 
keine wesentliche Beeinträchtigung für die historische Siedlung Alpenblick dar, sind sie doch am nördli-
chen Rand platziert und setzen sich in der Architektursprache klar von diesen ab. So führt denn auch 
die EKD in ihrem Gutachten diese nicht als Störfaktor auf. Als Argument gegen das Vorhandensein ei-
nes sehr hohen wissenschaftlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Werts kann auch nicht angeführt 
werden, dass ein solcher Wert bei der Sanierung der Wohnhäuser Alpenblick T.________ und 
U.________ vor einigen Jahren nicht festgestellt worden sei: die Gebäude waren damals noch nicht in-

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ventarisiert (lnventaraufnahme 2016) und die Denkmalpflege war infolgedessen nicht in diese Bauvor-
haben involviert.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Wohnsiedlung Alpenblick als städtebaulich und architekto-
nisch herausragende Siedlung, die bis heute Vorzeigecharakter hat und für die Epoche der 1960er- und 
1970er-Jahre im Kanton Zug einzigartig ist, über einen sehr hohen kulturellen Wert verfügt.

Der heimatkundliche Wert betrifft die identitätsstiftende Bedeutung, die ein Bauwerk aufgrund seines 
prägenden Standorts oder seines Zeugniswerts für einen Ort oder eine Region hat.

Als Wahrzeichen der Nachkriegsmoderne und als städtebaulicher, ortsbildprägender Merkpunkt am 
Ufer des Zugersees hat die Siedlung eine hohe identitätsstiftende Bedeutung für Cham und den Kanton 
Zug. Die Bebauung Alpenblick hat in diesem Sinne einen sehr hohen heimatkundlichen Wert. Sie ver-
körpert ausserdem siedlungsgeschichtlich den von der Hochkonjunktur geprägten und mit dem damit 
verbundenen Bauboom einhergehenden Ausbau des Gemeindegebietes Cham während der 1960er-
Jahre, den die Gemeinde mit diesem Projekt gerade in den sensiblen Ufergebieten auf vorbildliche und 
weitsichtige Weise steuerte. Hochhausplanungen standen damals auch in Zusammenhang mit dem zu-
nehmenden Verkehr in den Städten und dem Bau der Nationalstrasse. Am Rand von Siedlungsgebie-
ten, Städten und Agglomerationen entstanden Hochhaussiedlungen von ortsbildprägender Bedeutung, 
so beispielsweise in der Deutschschweiz die Grosssiedlung Tscharnergut in Bern-Bümpliz, die 1958–
1968 nach Plänen einer Architektengruppe um Hans und Gret Reinhard erbaut wurde.

Als mit der Siedlung Alpenblick vergleichbare, am Rand von Siedlungsgebieten entstandene Hochhaus-
siedlungen der 1960er- und 1970er-Jahre im Kanton Zug sind zu nennen: in der Stadt Zug die Siedlun-
gen Fridbach (Hafner Wiederkehr, 1963 erbaut), Leimatt (Stucky Meuli, 1960 erbaut) und Letzistrasse 
(Gysin Flüeler, 1965 erbaut), in Baar die Siedlung Peikert an der Rigistrasse 155–169 (Peikert Bau AG, 
1965–1968 erbaut), in Rotkreuz die Häuser an der Berchtwilerstrasse 1–5 (Zeffinio Bigliotti, 1972 er-
baut) und in Steinhausen die Siedlung am Hasenberg (Doswald Aebi, 1973 erbaut). Im Vergleich zu 
den genannten Beispielen weist die Siedlung Alpenblick eine herausragende architektonische Qualität 
auf und ist für ihre Zeit absolut pionierhaft. Die Mehrheit der Vergleichsbeispiele wurde in jüngerer Zeit 
sehr stark umgebaut, wodurch deren schutzwürdiger Charakter und die historisch wertvolle Substanz 
verloren gingen. Als materielle Zeugin dieser Siedlungsentwicklung ist die Siedlung Alpenblick daher 
einzigartig.

Gerade der Vergleich mit diesen anderen Siedlungen zeigt, dass die Siedlung Alpenblick hinsichtlich 
Konzept, Umgebungsgestaltung und samt Materialisierung im Äusseren sowie im Innern nicht nur eine 
äusserst typische Zeugin einer Hochhaussiedlung ihrer Zeit ist, sondern eine von herausragender archi-
tektonischer Qualität. Dies nicht zuletzt deshalb, weil die Siedlung in ihrer städtebaulichen und konzep-
tuellen Ausführung am Seeufer der Gemeinde Cham pionierhaft war und in ihrer bauzeitlichen Substanz 
bis heute sehr gut erhalten ist.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Mehrfamilienhäuser der Siedlung Alpenblick, Cham, über 
einen sehr hohen kulturellen und heimatkundlichen Wert verfügen.

Zu § 25 Abs. 1 Bst. b und c DMSG (Interessenabwägung und Verhältnismässigkeit):

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Die vorliegende Gebäudesubstanz ist bezüglich Statik beziehungsweise tragender Struktur grundsätz-
lich in einem guten baulichen Zustand. Bezeichnenderweise stellt denn auch die vor kurzem erschie-
nene Publikation über den Architekten Josef Stöckli fest, dass das Backsteinmauerwerk nach 55 Jahren 
noch kerngesund sei (siehe Werkübersicht: Josef Stöckli, Werkgeschichte eines Architekten, Zug 2017, 
S. 122). In Bezug auf den Verweis der Eigentümerschaft von Alpenblick T.________ und U.________ 
im Schreiben vom 29. Mai 2018, dass es beim Schulhaus Röhrliberg in Cham aufgrund der damaligen, 
unzureichenden Bautechnik zu erheblichen Schäden und Baumängeln gekommen sei, was aus der Au-
tobiographie des Architekten hervorginge (siehe Werkübersicht: Josef Stöckli, Werkgeschichte eines Ar-
chitekten, Zug 2017, S. 147) ist Folgendes richtigzustellen: Stöckli führt bei der von der Eigentümer-
schaft Alpenblick T.________ und U.________ zitierten Stelle in seiner Autobiographie aus, dass die 
Oberflächen von diversen Backsteinen abgeplatzt seien. Man sei über die Qualität der Backsteine ent-
täuscht. Doch man müsse gerecht sein, auch dem Material gegenüber. 'Die Ursache des Malheurs liegt 
nicht bei den Backsteinen, sondern beim Unterhalt. Durch die Durchbiegung der Betondecke unter Be-
lastung und den temperaturbedingten Bewegungen in den Lagerfugen würden kleinste Haarrisse ent-
stehen. Deshalb wurden die horizontalen Fugen im Mauerwerk ober- und unterhalb der Betondecke mit 
Kittfugen abgedichtet. Man weiss, dass solche Fugen vor allem durch Sonneneinstrahlung mit der Zeit 
brüchig werden. Deshalb sind sie alle zehn Jahre zu prüfen und meistens nach etwa 20–30 Jahren zu 
erneuern. Das hat man leider nicht getan. Die Kittfugen sind brüchig geworden und sind stellenweise 
nicht mehr vorhanden.' (siehe Werkübersicht: Josef Stöckli, Werkgeschichte eines Architekten, Zug 
2017, S. 148.) Mangelnder Unterhalt aber darf kein Grund sein, auf eine Unterschutzstellung eines 
grundsätzlich sanierbaren Gebäudes zu verzichten.

Zu den Themen Erdbeben, Bauphysik, Brandschutz und Behindertengerechtigkeit ist zunächst festzu-
halten, dass im Falle sich widersprechender Normen oder Interessenlagen nach dem Grundsatz der 
Verhältnismässigkeit eine Interessenabwägung zu treffen ist. So enthält zum Beispiel das Bundesge-
setz über die Beseitigung von Nachteilen von Menschen mit Behinderung (BehiG; SR 151.3) in Art. 11 
Abs. 1b einen entsprechenden Vorbehalt für Interessen des Natur- und Heimatschutzes. Auch die 
Lärmschutz-Verordnung (LSV; SR 814.41) enthält in Art. 10 Abs. 3b eine entsprechende Bestimmung 
bei 'überwiegenden Interessen des Ortsbildschutzes oder der Denkmalpflege'. Das Bundesgericht 
nimmt bei der Anwendung von Sicherheitsnormen ebenfalls unter Berücksichtigung der konkreten Um-
stände eine Interessenabwägung vor. Die Einholung von Stellungnahmen anderer Fachstellen ist daher 
zum heutigen Zeitpunkt verfrüht. Sie wird beim Stellen eines konkreten Baugesuchs veranlasst. Dann 
können alle Interessen geprüft und in einem koordinierten Verfahren gegeneinander abgewogen wer-
den.

Aus bauphysikalischer Sicht können mit dem Bestand durchaus Verbesserungen erzielt werden, was in 
den Berichten der S.________ AG zum Teil bereits aufgezeigt wurde und im Gebäude Alpen-
blick V.________ bereits auch erfolgt ist. Die Erfahrungen aus dem Sanierungsprojekt des geschützten 
Schulhauses Röhrliberg in Cham zeigen, dass auch bei Backsteinbauten eine partielle Ertüchtigung 
möglich ist und wesentliche Verbesserungen bringt. Die Statik wurde nicht bemängelt, sie ist nicht 
schadhaft, hängt aber auch von der weiteren Nutzung ab. Das erstellte Lärmgutachten ist knapp gehal-
ten und bezieht sich auf einen Neubau. Hinsichtlich des im Ergänzungsbericht von S.________ vom 30. 
April 2018 ausgewiesenen Heizwärmebedarfs ist festzuhalten, dass diese Berechnung ein einseitiges 
Bild zeichnet. So fand beispielsweise keine Gegenüberstellung des Energieverbrauchs durch die Hei-

22

Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

zung mit dem Energieverbrauch für den Abbruch, die Entsorgung des Baumaterials und für die Herstel-
lung des neuen Baumaterials sowie das Erstellen einer neuen Hochhaussiedlung statt. Eine Abwägung 
hinsichtlich Nachhaltigkeit bei einem Erhalt bzw. einer Sanierung von Altbauten fand nicht statt.

Bezüglich Erdbebensicherheit führt die Eigentümerschaft von Alpenblick K.________ aus, dass die tra-
gende Struktur des Gebäudes konstruktiv ungenügend sei und nicht hinreichend ertüchtigt werden 
könne, um den Bestand des Gebäudes langfristig zu sichern. Gleichzeitig stellt sie aber fest (Gutachten 
Q.________, S. 7), dass anhand des heutigen Wissensstands die Beurteilung der Tragstruktur nicht zu-
verlässig festgestellt werden könne. Die Kosten für die Erdbebenertüchtigung wären allerdings klar un-
verhältnismässig, wie im Ergänzungsbericht der R.________ AG vom 25. Mai 2018 nachgewiesen wor-
den sei. Der Ergänzungsbericht basiert neu auf der Annahme, dass der Baugrund von Alpenblick 
K.________ der Baugrundklasse F angehöre (im Bericht vom 29. September 2015 ging man von der 
Baugrundklasse D aus), der schlechtesten aller Baugrundklassen, für die gemäss SIA-Norm besondere 
Untersuchungen zur Bestimmung der Erdbebeneinwirkung erforderlich seien. Die Eigentümerschaft 
geht von der Annahme aus, dass – aufgrund der neuen Erkenntnis bezüglich der Baugrundklasse – αeff 
klar unter den unteren Schwellenwert von αmin = 0,25 falle. Bei der ersten Stellungnahme hatten die In-
genieure für das Gebäude noch einen minimalen Erfüllungsfaktor von αeff = 0,32 festgestellt.

Hierzu ist festzuhalten, dass aufgrund dessen, dass nach den neusten Erkenntnissen die Erdbebenein-
wirkung ohne besondere Untersuchungen unbekannt ist ('Für die Baugrundklasse F sowie für Stand-
orte, deren Baugrundverhältnisse nicht gemäss Tabelle 24 eingeordnet werden können, sind besondere 
Untersuchungen zur Bestimmung der Erdbebeneinwirkung erforderlich.'), keine belastbare Aussage zur 
Erdbebensicherheit gemacht werden kann. Damit ist unklar, ob Massnahmen hinsichtlich Erdbebensi-
cherheit überhaupt erforderlich und, wenn ja, auch verhältnismässig sind. Weiterhin wäre gemäss der 
seit dem 1. Dezember 2017 gültigen Norm SIA 269/8 (das beim Ergänzungsbericht vom 25. Mai 2018 
verwendete Merkblatt SIA 2018 ist nicht mehr gültig) die Abwägung der Verhältnismässigkeit von Erd-
bebensicherheitsmassnahmen im Dialog zwischen Eigentümerschaften, Denkmalpflege und Planerin-
nen bzw. Planer vorzunehmen. Inwiefern der Bestand ertüchtigt werden kann, hängt vor allem von den 
Verbindungen zwischen Decken und Aussenwänden ab. Aufgrund der heutigen Kenntnis des Baube-
stands kann davon ausgegangen werden, dass eine Verbesserung der Erdbebensicherheit auch unter 
Berücksichtigung des Schutzumfangs machbar ist.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 
Erhaltung der Gebäude – auch mit Hilfe von Sanierungen – nicht mehr möglich wäre. Die Unterschutz-
stellung ist somit geeignet, den Erhalt der Gebäude sicherzustellen.

Auf die Bedeutung der originalen Bausubstanz für den Denkmalwert wurde bereits hingewiesen. Denk-
mäler sind bestimmt durch ihre überlieferte Materie, diese macht deren Authentizität aus (Leitsätze zur 
Denkmalpflege in der Schweiz, hrsg. von der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege, Zürich 
2007, S. 13 f.). Für die Zeugenschaft eines Denkmals ist nicht nur der Erhalt des Erscheinungsbildes 
wichtig, sondern auch die authentische Überlieferung in seiner originalen Materialität.

Dass der Erhalt von ortsbildprägenden Bauten in ihrer äusseren Form und ihrem Charakter nicht durch 
Ersatzneubauten und mittels raumplanerischen Instrumenten (Bebauungsplan, Ortsbildschutzzone) rea-
lisierbar ist, bestätigte unlängst das Bundesgericht mit Entscheid vom 16. August 2018 (Ur-

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

teil 1C_626/2017). Nutzungsplanerische Instrumente gewährleisten keinen genügenden Schutz von 
Bauten, selbst wenn es nur um die äussere Form und den Charakter einer Baute geht. Eine zu schüt-
zende Baute muss vielmehr auch von ihrer besonderen Gestaltung und Erscheinung her (Fassaden, 
Fenster, Dachflächen usw.) sowie hinsichtlich der vorhandenen Bausubstanz zur prägenden Wirkung 
beitragen. Raumplanerische Instrumente sind nicht darauf ausgerichtet, Baudenkmäler zu schützen, 
weder zur Erhaltung des Eigen- noch des Situationswerts. Es widerspricht dem Sinn und Zweck des 
Denkmalschutzes, diese Aufgabe an das Raumplanungsrecht zu delegieren. Ersatzneubauten werden 
nie dasselbe Erscheinungsbild aufweisen wie die Altbauten. Die Unterschutzstellung ist deshalb auch 
erforderlich, denn nur mit der Unterschutzstellung kann im vorliegenden Fall sichergestellt werden, dass 
die Gebäude mit ihrer wertvollen historischen Bausubstanz erhalten bleiben.

Nur Bauteile, die noch vorhanden sind, werden unter Schutz gestellt, und grundsätzlich ist es auch im 
Interesse der Denkmalpflege, dass historische Wohnbauten längerfristig bewohnbar und attraktiv blei-
ben. Bei der Definition des Schutzumfangs wurde deshalb darauf geachtet, dass nur das unter Schutz 
gestellt wird, was schützens- und erhaltenswert ist. Der Schutzumfang betrifft den Standort der Ge-
bäude sowie ihre äussere Erscheinung: Form, Proportionen, verwendete Materialien und Farbgebung. 
Dies betrifft die Längsfassaden bestehend aus horizontalem Raster mit Balkonen in Beton und Fenster-
bändern mit Betonbrüstungen, Fensteröffnungen und deren Einteilung; die vertikalen Mauerscheiben in 
rotbraunem Sichtbackstein; die Verkleidungen in Kupfer; die Eingangssituationen in ihrer spezifischen 
Ausbildung; wo vorhanden die Vordächer aus weit vorkragender, auf Stützen und Mauer aus Sichtback-
stein aufliegender Betonplatte sowie die Glastüren. Aufgrund zahlreicher, in jüngerer Zeit erfolgter Um-
bauten der Wohnungen in einer Mehrheit der Gebäude kann dem Innern der Bauten keine besondere 
typologische oder baukünstlerische Zeugenschaft zugesprochen werden. Der Schutzumfang für das In-
nere beschränkt sich daher bei den Wohnbauten auf die Tragstruktur und die Treppenhäuser, soweit 
noch vorhanden mit geschliffenen Betonplatten und Sichtbacksteinwänden. Im Innern des Schulhauses 
sind ausserdem die noch erhaltenen originalen Ausstattungselemente und Oberflächen zu erhalten: ge-
schliffene Betonplatten im Eingangsbereich, Sichtbacksteinwände, Tragkonstruktion inklusive der Unter-
züge aus Sichtbeton sowie die Fensterbänke.

Für die ganze Siedlung gilt, dass statische oder wärmetechnische Ertüchtigungen vorzugsweise durch 
Verstärkung oder Ergänzung der originalen, bauzeitlichen Bauteile erfolgen sollen. Wo ein Ersatz un-
umgänglich ist, müssen die neuen Bauteile dem Bestand in Materialisierung und Farbwahl möglichst 
nahe kommen. Die Treppengeländer sollen, wo eine Erneuerung bzw. Ergänzung nötig ist, in Material 
und Gestaltung nahe am Bestand erneuert werden.

Die Freiraumgestaltung ist integraler Bestandteil des Gesamtensembles der Siedlung und daher eben-
falls in ihren charakteristischen Eigenschaften zu erhalten. Unter Wahrung des Gesamteindrucks sind 
jedoch Anpassungen möglich. Erhalten werden müssen das städtebauliche Gefüge mit gruppierter An-
ordnung der höhengestaffelten Gebäude mit zentraler, tieferliegender Erschliessungsachse und Park-
landschaft, in der die Silhouette der Gebäude mit der bewegten Silhouette der Bäume korrespondiert; 
weitläufig modellierte Rasenflächen, räumlich strukturiert durch grossvolumige Baumgruppen und So-
litärbäume sowie intensivierter Gestaltung entlang der Erschliessungsachse; Sichtbeziehungen aus den 
Gebäuden auf den See und visuelle Durchlässigkeit auf Erdgeschossniveau. Um den einheitlichen Ge-
samteindruck zu erhalten, müssen einheitliche Gestaltungsprinzipien Verwendung finden: durchlaufen-
der, modellierter Rasenteppich und die Orientierung an den originalen Materialien und Elementen wie 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

zum Beispiel Waschbeton (Fusswege und Blockstufen), Findlinge, Beton-Pflanztröge, einheimische und 
exotische Bäume als Gruppen oder Solitäre an ausgewählten Orten, zeittypische Ziersträucher und Be-
leuchtung als zeittypische Ausstattungselemente.

Zusammenfassend kann also festgehalten werden, dass die vorhandene Struktur der Häuser flexibel 
ist. Weiter ist auch nach der Unterschutzstellung eine bauliche Veränderung im Innern der Häuser mög-
lich, soweit die historische Bausubstanz respektiert wird. Eine künftige Ausnützung der Bauten und die 
Anpassung an moderne Raumnutzungsbedürfnisse sind somit möglich. Im Weiteren verunmöglicht die 
Unterschutzstellung den Eigentümerschaften insbesondere nicht, eine Nutzung der Gebäude im heuti-
gen Rahmen weiterzuführen oder die Gebäude im Innern umbauen zu können. Die Unterschutzstellung 
erweist sich somit auch insoweit als verhältnismässig.

Ob eine (entschädigungspflichtige) materielle Enteignung vorliegt, ist nicht Gegenstand dieses Verfah-
rens, sondern wäre in einem separaten Verfahren zu prüfen. Allerdings ist davon auszugehen, dass der 
in Kauf zu nehmende Ausnützungsverlust gegenüber der Grundordnung (Wohnzone W4, Ausnüt-
zung 0,65), falls denn einer besteht, nicht sehr hoch ist. Die von der Eigentümerschaft von Alpenblick 
K.________ eingereichte Verkehrswertschätzung zum Bestand geht von einer "kleinen Reserve" aus, 
die für die Schätzung nicht relevant sei, weshalb bei der Schätzung 'von einer voll ausgenutzten Liegen-
schaft ausgegangen' werde. Dies mag bei einigen (grösseren) Grundstücken etwas anders aussehen, 
während sehr kleine Grundstücke (z.B. GS Nr. N.________) gemäss der Grundordnung wohl heute 
übernutzt sind. Mit einer Revision des Bebauungsplans könnte zwar theoretisch über das Gesamte eine 
etwas höhere Ausnützung erzielt werden. Allerdings darf diese nicht stark von der Grundordnung ab-
weichen. Gleichzeitig müssen für die Festsetzung eines Bebauungsplans Bauten, Anlagen und Frei-
räume architektonisch besonders gut gestaltet sein und es muss eine besonders gute städtebauliche 
Einordnung in das Siedlungs- und Landschaftsbild erzielt werden.

Mit der erwähnten Verkehrswertschätzung betreffend die bestehende Liegenschaft sowie einer zweiten 
zu einem möglichen Ersatzneubau errechnet die Eigentümerschaft von Alpenblick K.________ einen 
Wert in der Grössenordnung von 5,5 Millionen Franken, der durch die Unterschutzstellung und die da-
mit einhergehende Verhinderung eines Ersatzbaus nicht realisierbar wäre.

Zu den finanziellen Folgen einer Unterschutzstellung hält das Bundesgericht in seiner Rechtsprechung 
fest, dass rein finanzielle Interessen der Grundeigentümerschaft an einer möglichst gewinnbringenden 
Ausnutzung ihrer Liegenschaft das öffentliche Interesse an einer Eigentumsbeschränkung grundsätzlich 
nicht überwiegen vermögen. Eine Unterschutzstellung von Bauten, deren Schutzwürdigkeit erwiesen 
sei, wäre sonst in Stadtzentren oder an guter Geschäftslage illusorisch (BGer 1P.79/2005 vom 13. Sep-
tember 2005 E. 4.8; BGE 126 I 219 E. 2e; 118 la 384 E. 5e; 109 la 263 E. 5d). Nur wenn die Unter-
schutzstellung für die Eigentümerin oder den Eigentümer unzumutbare finanzielle Folgen nach sich 
ziehe, fehle es an einem vernünftigen Verhältnis zwischen dem Interesse an der Unterschutzstellung 
und dem Interesse der Eigentümerschaft. Als Faustregel gilt gemäss Bundesgericht, dass die Unter-
schutzstellung verhältnismässig ist, solange sie die künftige Ausnützung der Baute und die Anpassung 
an moderne Raumnutzungsbedürfnisse nicht schlechterdings verunmöglicht (vgl. BGE 120 la 270 
S. 283 f., in: ZBI 2000, S. 99 ff., 106; 118 la 394). Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass im Jahr 2018 
in der Liegenschaft Alpenblick V.________ eine 4,5-Zimmer-Wohnung (110 m2) in der 11. Etage für 
1'450'000 Franken zum Verkauf ausgeschrieben war. Die Verkehrswertschätzung betreffend die beste-

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

hende Liegenschaft Alpenblick K.________ (insgesamt 11 Wohnungen) geht von einem Verkehrswert 
(= Ertragswert) von 3'943'500 Franken bzw. von 1'630'000 Franken (bereinigter Wert nach Abzug Rück-
stellungsmanko/technische Altersentwertung) aus und steht in frappantem Widerspruch zum kürzlich 
ausgeschriebenen Verkaufswert der 4,5-Zimmer-Wohnung im Alpenblick V.________ von 1'450'000 
Franken.

Bei der oben geschilderten Sachlage und vor dem Hintergrund der zitierten bundesgerichtlichen Recht-
sprechung sowie des ausgewiesenen sehr hohen kulturellen und heimatkundlichen Wertes überwiegt 
das öffentliche Interesse an der Erhaltung die entgegenstehenden Privatinteressen. Zudem sind die fi-
nanziellen Folgen für die Eigentümerschaft nicht unzumutbar. Die Unterschutzstellung erweist sich als 
verhältnismässig."

5.3 Am 14. Dezember 2019 trat die in E. 4.1 hiervor dargelegte Revision des DMSG in 
Kraft. Mit dieser Teilrevision wurden die in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG aufgeführten Voraus-
setzungen zur Unterschutzstellung verschärft. In Wiedererwägung seines Entscheides 
vom 4. Dezember 2018 beschloss der Regierungsrat am 30. November 2021, der Be-
schluss des Regierungsrates vom 4. Dezember 2018 über die Unterschutzstellung der 
Siedlung Alpenblick in Cham werde aufgehoben. Gleichzeitig ersetzte er diesen Beschluss 
mit dem Beschluss, die Mehrfamilienhäuser und das Schulhaus der Siedlung Alpenblick, 
Cham, als Baudenkmäler von regionaler Bedeutung unter Schutz zu stellen. Der Schutz-
umfang blieb 1:1 der gleiche wie im Beschluss vom 4. Dezember 2018.

5.4 Zur Begründung führte der Regierungsrat fast wortwörtlich aus, was er schon in 
seinem Entscheid vom 4. Dezember 2018 erwogen hatte (siehe diesbezüglich E. 5.2 hier-
vor). Er ergänzte im Wesentlichen einzig Folgendes: Wiederwägungsweise sei zu prüfen 
und zu entscheiden, ob und inwiefern die Siedlung Alpenblick auch die verschärften Anfor-
derungen an ein Schutzobjekt erfülle. Dabei habe sich die Anwendung der teilrevidierten 
Bestimmungen auch am Urteil 1C_43/2020 des Bundesgerichtes zu orientieren: Die Be-
schwerdeführer im bundesgerichtlichen Verfahren hätten unter anderem die neuen Vor-
aussetzungen der "äusserst" hohen Denkmalwerte, des "äusserst" hohen öffentlichen In-
teresse sowie der kumulativ zu erfüllenden (zwei von drei) Kriterien eines äusserst hohen 
wissenschaftlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Wertes (§ 2 Abs. 1, § 4 Abs. 1 und 
§ 25 Abs. 1 lit. a DMSG) als bundesverfassungswidrig gerügt. Zusammenfassend habe 
das Bundesgericht diese Bestimmungen deshalb nicht aufgehoben, weil sie sich in Über-
einstimmung mit der Verfassung bzw. dem höherstufigen Bundesrecht auslegen und an-
wenden liessen (BGer 1C_43/2020 E. 3): Der "äusserst" hohe Denkmalwert und das "äus-
serst" hohe öffentliche Interesse dürften nicht restriktiver ausgelegt werden als der im Gra-
nada-Übereinkommen (Übereinkommen zum Schutz des baugeschichtlichen Erbes in Eur-

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

opa vom 3. Oktober 1985; SR 0.440.4) in der deutschen Fassung verwendete Begriff des 
"herausragenden Interesses" (und zwar im Sinne von "monuments … particulièrement re-
marquables" bzw. "monuments of conspicious … interest" in der massgeblichen Original-
fassung) (a.a.O. E. 7.3). Auch was das Erfordernis der kumulativen Erfüllung von mindes-
tens zwei der drei Kriterien angehe, halte das Bundesgericht dafür, dass es in Überein-
stimmung mit dem Granada-Übereinkommen angewendet werden könne: Zwar seien 
nach dem Übereinkommen alle Bauwerke von herausragendem geschichtlichem, archäo-
logischem, künstlerischem, wissenschaftlichem, sozialem oder technischem Interesse zu 
schützen, es sei jedoch davon auszugehen, "dass sich ohnehin in jedem schutzwürdigem 
Fall zumindest zwei der drei in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG genannten Kriterien" überlagerten: 
"So ist ein kulturell oder heimatkundlich interessantes Objekt zwangsläufig auch von wis-
senschaftlichem bzw. ein heimatkundliches von kulturellem Interesse und umgekehrt" 
(a.a.O. E. 7.4).

Mit Zuschrift vom 14. Juli 2021 habe die EKD bestätigt, dass der Siedlung Alpenblick auch 
unter Zugrundelegung der neuen Terminologie des Denkmalschutzgesetzes ein äusserst 
hoher, herausragender Denkmalwert zukomme und weiterhin von einem Abbruch der Bau-
ten ebenso abzusehen sei wie von einer baulichen Verdichtung des Quartiers. Weil es, 
wovon die EKD in Übereinstimmung mit dem Bundesgericht ausgehe, nicht auf "die kon-
krete Wortwahl" ankomme (BGer 1C_43/2020 E. 7.3), sondern auf den materiellen Inhalt, 
wiesen ebenso die kantonalen Fachberichte und Einschätzungen den herausragenden 
Denkmalwert entsprechend der neuen Begrifflichkeit des Gesetzes nach. Es bestünden 
demzufolge, auch unter Berücksichtigung der durch die Gesetzesnovelle verschärften Vor-
aussetzungen einer Unterschutzstellung, keinerlei Gründe, von der Einschätzung des 
ADA, der kantonalen Denkmalkommission sowie der EKD abzuweichen. 

Wenn, wie aufgezeigt, die Siedlung Alpenblick einen äusserst hohen kulturellen und hei-
matkundlichen Wert aufweise, so der Regierungsrat weiter, sei auch das Interesse am 
Substanzerhalt des Denkmals äusserst hoch. In ihren Wiedererwägungsgesuchen hätten 
die Gesuchsteller darauf hingewiesen, dass nach der revidierten Bestimmung von § 25 
Abs. 1 lit. b DMSG das öffentliche Interesse an der Erhaltung eines Denkmalobjekts neben 
entgegenstehenden privaten Interessen auch anderweitige öffentliche Interessen überwie-
gen müsse. Genau besehen stelle dies keine neue Anforderung an eine Unterschutzstel-
lung dar, denn methodisch korrekt müsse eine Interessenabwägung immer schon in einem 
ersten Schritt sämtliche relevanten Interessen ermitteln (zu denen neben privaten Interes-
sen immer auch andere öffentliche Interessen gehören) und dies (alle) in einem zweiten 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

Schritt beurteilen und gewichten, um zum Schluss die gewichteten relevanten Interessen 
gegeneinander abzuwägen und eine adäquate Lösung zu bestimmen. 

In den Wiedererwägungsgesuchen vom 14. und 17. Dezember 2019 werde auf die neue 
Bestimmung in § 25 Abs. 1 lit. c DMSG hingewiesen, wonach eine Unterschutzstellung 
eine langfristige Nutzung des Denkmals ermöglichen müsse. Dies sei, so die Gesuchstel-
ler, bezüglich der Siedlung Alpenblick nicht gewährleistet, weil die Wohnungen nicht auf 
den heutigen Ausbaustandard verbessert werden könnten. Die Ermöglichung einer lang-
fristigen Nutzung sei im Denkmalschutz eine bekannte Fragestellung, die sich regelmässig 
bei einer Unterschutzstellung von Ökonomiegebäuden oder Gewerbebauten (beispiels-
weise von Industriehallen oder, in Anbetracht des anwachsenden Online-Handels, von 
Warenhäusern) oder auch von Kirchen ergebe. In diesen Fällen sollten mit der angerufe-
nen Bestimmung ein aufgezwungener Leerstand oder der Abschluss einer Nutzung ver-
mieden werden. Es gehe nun aber bei dieser Frage nicht darum, wie die Beschwerdefüh-
rer vorbrächten, eine Unterschutzstellung mit der langfristigen Nutzung des Objektes in 
dem Sinne "vereinbar" zu halten, dass eine Unterschutzstellung immer dann ausgeschlos-
sen wäre, wenn ein Neubau einen besseren Standard verspräche. Andernfalls könnten 
gar keine Bauten vergangener Zeiten unter Schutz gestellt werden. Die Wohnungen in der 
Siedlung Alpenblick seien langfristig nutzbar. 

Bei der oben geschilderten Sachlage und vor dem Hintergrund der zitierten bundesgericht-
lichen Rechtsprechung sowie des ausgewiesenen äusserst hohen kulturellen und heimat-
kundlichen Wertes überwiege das öffentliche Interesse an der Erhaltung die entgegenste-
henden Privatinteressen und andere öffentliche Interessen deutlich. Zudem seien die fi-
nanziellen Folgen für die Eigentümerschaft nicht unzumutbar. Die Unterschutzstellung er-
weise sich somit als verhältnismässig.

6.
6.1 Von einzelnen Beschwerdeführern wird vorgebracht, es stelle sich vorliegend be-
reits die Frage, ob eine Siedlung überhaupt gesamthaft den Denkmalbegriff erfüllen und 
als Ganzes unter Denkmalschutz gestellt werden könne. Das DMSG unterscheide in § 2 
Abs. 1 unter anderem Siedlungsteile und Gebäudegruppen. Wie der Regierungsrat jedoch 
selbst festhalte, werde mit dem angefochtenen Entscheid die Siedlung Alpenblick unter 
Schutz gestellt. Eine ganze Siedlung indes könne den Denkmalbegriff gemäss § 2 Abs. 1 
DMSG a priori nicht erfüllen. Mithin sei der angefochtene Entscheid bereits aus diesem 
Grunde aufzuheben. Würde das Gericht wider Erwarten zum Schluss kommen, dass auch 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

eine ganze Siedlung den Denkmalbegriff von § 2 Abs. 1 DMSG erfüllen könne, verstünde 
sich jedoch von selbst, dass in einem solchen Ausnahmefall (betroffen seien 250 Wohnun-
gen!) die Prüfung der Voraussetzungen gemäss § 25 Abs. 1 DMSG besonders streng zu 
sein habe. Es müssten alle drei Qualitäten gemäss § 25 Abs. 1 lit. a DMSG in herausra-
gendem Masse vorliegen und es müssten auch erhöhte Anforderungen an die Verhältnis-
mässigkeit gestellt werden. Diese Anforderungen würden vorliegend nicht erfüllt.

6.2 Nach § 2 Abs. 1 DMSG sind nicht nur Siedlungsteile, sondern – neben weiteren – 
auch Gebäudegruppen, gestaltete Freiräume oder Einzelbauten Denkmäler. Eine "Gebäu-
degruppe" bzw. ein "Ensemble" ist eine "Gruppe von Gebäuden und Aussenräumen", die 
im Zusammenhang eine besondere städtebauliche Qualität haben und als Gruppe wahr-
genommen werden. Das Erscheinungsbild des Ensembles wird geprägt durch die einzel-
nen Elemente und ihr räumliches Zusammenspiel. Besondere Anforderungen für die Un-
terschutzstellung liegen darin, dass ein Erhalt lediglich ausgewählter Objekte (aus dem 
Ensemble) die Gesamtanlage nicht hinreichend zu bezeugen vermöchte (Marco Koletsis, 
Baudenkmal – Voraussetzungen der Unterschutzstellung, 2022, Rz. 74, 157; VGer 
ZH VB.2011.00135 vom 4. Mai 2011 E. 5.4.1). Dass diese Voraussetzungen vorliegen, be-
streiten auch die Beschwerdeführer nicht. Der Schutz der gesamten Siedlung Alpenblick 
ist nach der gesetzlichen Regelung daher durchaus möglich, auch wenn der Begriff der 
"Siedlung" dabei nicht im rechtstechnischen Sinn verwendet wird. Im Übrigen ist darauf 
hinzuweisen, dass das Bundesgericht in seinem Urteil BGE 147 I 308 E. 2.3 die einzelnen 
Gebäude des Alpenblicks Cham als "Teile einer Siedlungsgruppe" bezeichnet, was eben-
falls darauf hindeutet, dass vorliegend der Begriffsbestimmung keine besonders hohe Be-
deutung zugesprochen werden muss. Und auch Q.________ führt in seinem zweiten Gut-
achten vom 11. Dezember 2019 (DI-act. 00.02, S. 3) aus, die Siedlung Alpenblick gehöre 
zur Kategorie "Siedlungsteile" gemäss § 2 Abs. 1 DMSG und könne deshalb grundsätzlich 
als Denkmal eingestuft werden.

7. Beim Unterschutzstellungsentscheid stützte sich der Regierungsrat zulässiger-
weise auf die Einschätzungen des Amts für Denkmalpflege und Archäologie sowie der 
EKD. In seinen Entscheid vom 4. Dezember 2018 floss auch die Ansicht der (damals noch 
bestehenden) kantonalen Denkmalkommission ein. Auf den Sachverstand der eigenen 
Ämter (sowie der EKD) abzustellen, macht aus Kostenüberlegungen wie auch aus Grün-
den der Verfahrensdauer Sinn (vgl. BGer 1C_225/2011 vom 8. September 2011 E. 2.4), 
soweit deren Beurteilung genügend grosse Aussagekraft zukommt. Amtsberichte einer 
fachkundigen Amtsstelle sind zwar keine eigentlichen Gutachten; es soll ihnen indessen 

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Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

die gleiche Beweiskraft zukommen (Marco Donatsch, in: Kommentar zum VRG des Kan-
tons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 60 N 14). Die hiervor genannten Behördenstellen verfügen 
zweifellos über die erforderliche Sachkunde. Eine andere Frage ist, ob deren Stellungnah-
men in der beschwerdeweisen Überprüfung zu überzeugen vermögen. Wie oben ausge-
führt (E. 1.3), steht dem Gericht bezüglich der Frage der Schutzwürdigkeit nur die Rechts-
kontrolle zu. Soweit sich die Frage stellt, ob die wissenschaftlichen, kulturellen oder hei-
matkundlichen Werte im geforderten Mass gegeben sind, kann dies die Fachkompetenz 
des Gerichts sprengen. Wo ausgesprochenes "technisches" Fachwissen gefordert ist, be-
darf es daher häufig eines Gutachtens. Die Einholung eines gerichtlichen Gutachtens zur 
Frage der Schutzwürdigkeit der Siedlung Alpenblick verlangt denn auch eine der Be-
schwerdeführerinnen. Es gehört aber zum Aufgabenbereich des Gerichts zu prüfen und zu 
erkennen, ob die Begründungen eines Entscheids nachvollziehbar, überzeugend und ins-
gesamt schlüssig sind. Vorliegend erachtet das Gericht das Einholen eines zusätzlichen 
Gutachtens nicht als notwendig, zumal es sich beim Augenschein ein eigenes Bild von 
den Streitobjekten machen konnte. 

8. Zunächst ist auf die Begründung und die Einwände bezüglich des denkmalpflege-
rischen Wertes einzugehen, wobei die vom Regierungsrat vorgenommene Begründung 
des Unterstellungsentscheids insbesondere E. 5.2 und E. 5.4 hiervor entnommen werden 
kann. Dabei ist zu prüfen, ob der Regierungsrat in korrekter Anwendung des Denkmal-
schutzgesetzes die Siedlung Alpenblick unter Denkmalschutz gestellt hat, d.h. ob die ge-
setzlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind. Es ist grundsätzlich auf den wissen-
schaftlichen, kulturellen und heimatkundlichen Wert der Bauwerke bzw. des Ensembles 
einzugehen, wobei sogleich darauf hinzuweisen ist, dass der Regierungsrat der Siedlung 
Alpenblick einen wissenschaftlichen Wert nicht ausdrücklich attestiert. Das schadet jedoch 
nicht, da von den in § 2 Abs. 1 und § 25 Abs. 1 lit. a DMSG genannten drei Kriterien nur 
(aber immerhin) zwei kumulativ erfüllt sein müssen. Und zudem erwog das Bundesgericht 
in BGE 147 I 308 E. 7.4, dass ein kulturell oder heimatkundlich interessantes Objekt 
zwangsläufig auch von wissenschaftlichem bzw. ein heimatkundliches von kulturellem In-
teresse und umgekehrt ist.

8.1 Kultureller Wert

8.1.1 Der Regierungsrat hält diesbezüglich zusammenfassend fest, dass die Wohnsied-
lung Alpenblick als städtebaulich und architektonisch herausragende Siedlung, die bis 

30

Urteil 2018 119 / V 2019 2 / V 2019 4

heute Vorzeigecharakter habe und für die Epoche der 1960er- und 1970er-Jahre im Kan-
ton Zug einzigartig sei, über einen äusserst hohen kulturellen Wert verfüge.

8.1.2 Die Beschwerdeführer hingegen sind der Ansicht, die Siedlung Alpenblick möge 
wohl einen gewissen kulturellen Wert aufweisen, jedoch sei dieser Wert nicht in dem Mass 
gegeben, wie es der Regierungsrat darlege. Die in den Häusern effektiv bestehende Bau-
substanz sei nicht wertvoll. Sie trage nichts zur Qualität der Siedlung bei und sei im Ge-
genteil deren grosse Hypothek. Sie müsse in besserer Qualität (z.B. mit besserem Beton 
und mit hinreichender Isolation) ersetzt werden, was nur mit Ersatzbauten möglich sei. 
Das ausführlich begründete Gutachten von Q.________ vom 29. Mai 2018 weise detailliert 
nach, weshalb der kulturelle Wert der Liegenschaft Alpenblick weder als "äusserst hoch" 
noch als "sehr hoch" einzustufen sei. Der Gutachter komme in seiner Expertise unter an-
derem zum Schluss, dass bei der Siedlung Alpenblick die spezielle Eigenart der Siedlung 
als Ganzes, nicht jedoch die Bausubstanz schützenswert sei. Eine Schutzanordnung mit 
Pflicht zur Erhaltung der Bausubtanz sei weder sachlich begründet noch erforderlich. Sie 
würde das angestrebte Ziel, die Siedlung Alpenblick langfristig zu erhalten, nicht erreichen, 
sondern in Frage stellen, weil die grundlegenden Mängel der Häuser auch mit grossen In-
vestitionen nicht nachhaltig korrigiert werden könnten. Statt sich mit diesem Gutachten 
auseinanderzusetzen, verweise der Regierungsrat pauschal auf das untaugliche Gutach-
ten der EKD und die Stellungnahme der Denkmalschutzkommission.

In den Ausführungen des Regierungsrats zum kulturellen Wert der Siedlung Alpenblick 
falle auf, dass sich diese zu einem grossen Teil auf die räumliche Einordnung, die Umge-
bungsgestaltung und die Vita des Architekten Josef Stöckli bezögen. Ein sehr wichtiges 
Merkmal der Einordnung und der Anordnung der Bauten seien die Durchlässigkeit und die 
Durchsichtmöglichkeiten der ganzen Siedlung gewesen. Diese Qualitäten seien durch die 
kürzlich nördlich der Siedlung erstellten Hochhäuser zerstört worden. Die massgeblichen 
Qualitäten der Siedlung Alpenblick seien daher nicht mehr vorhanden und daher a priori 
nicht mehr schützenswert. Man habe ferner bereits vor der Vorinstanz gerügt, dass die 
Vita des Architekten Josef Stöckli materiell irrelevant sei und nicht zur Erfüllung des Denk-
malbegriffs im vorliegenden Fall beitragen könne. Es sei das jeweilige Objekt selbst, das 
den Denkmalbegriff erfüllen müsse, und nicht der dahinterstehende Architekt. Die Aus-
führungen zum Lebenslauf des Architekten und zu seinen weiteren Werken seien daher 
für die Beurteilung des kulturellen Werts der Siedlung Alpenblick unbeachtlich. Den langen 
Ausführungen zum Gesamtkonzept und zum Gestaltungsprinzip stehe im angefochtenen 
Entscheid des Regierungsrats lediglich ein kleiner Absatz zur Schutzwürdigkeit der Bau-

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substanz und Materialisierung entgegen (vgl. Erwägung C.1., S. 14, 3. Absatz). Anstelle 
einer detaillierten und nachvollziehbaren Abhandlung werde die Schutzwürdigkeit der Bau-
substanz lediglich mit einem pauschalen Verweis auf die Vita des Architekten und das 
Schulhaus Röhrliberg begründet. In Anbetracht der Tatsache, dass gerade die Unter-
schutzstellung der historischen Bausubstanz den grössten Eingriff in die Eigentumsrechte 
der Grundeigentümer darstelle, erweise sich diese Begründung als ungenügend. Der an-
gefochtene Entscheid sei daher nicht nur inhaltlich, sondern auch formell fehlerhaft. Der 
Siedlung Alpenblick möge ein gewisser kultureller Wert zukommen, jedoch sei dieser Wert 
nicht in dem Masse gegeben, wie es die Vorinstanz darlege.

8.1.3 Mit dem Regierungsrat ist davon auszugehen, dass der kulturelle Wert die bauty-
pologische, die baukünstlerische, die sozial-, wirtschafts- oder technikgeschichtliche Be-
deutung eines Baudenkmals umfasst. Er betrifft mit anderen Worten dessen Wert für die 
Kunst- und Kulturgeschichte der Gemeinde, der Region oder des ganzen Kantons. Zweck 
der Unterschutzstellung muss zusammengefasst also die Erhaltung des baukulturellen Er-
bes sein, und zwar im Hinblick auf die Geschichte, Architektur, Archäologie oder Kultur der 
Gemeinde oder Region. Ein Denkmal hat insbesondere dann einen kulturellen Wert, wenn 
es einen wichtigen Zeugen für die lokale oder überregionale Kunst- und Kulturgeschichte 
darstellt. Dies kann der Fall sein, wenn es beispielsweise über eine bemerkenswerte 
handwerkliche Ausstattung oder künstlerisch wertvollen Bauschmuck verfügt. Ein kulturel-
ler Wert kann auch gegeben sein, wenn es sich bei einem Denkmal um einen sehr frühen 
oder ausgeprägten Vertreter eines bestimmten Bautyps handelt (vgl. VGer ZG V 2021 30 
vom 11. April 2022 E. 4.3.1).

8.1.4 Bezüglich der Siedlung Alpenblick muss auch nach Überzeugung des Gerichts 
von einem äusserst hohen kulturellen Wert ausgegangen werden. Als erste Hochhaus-
siedlung des Kantons Zug, die das Ortsbild von Cham in erheblichem Masse prägt, gehört 
sie zu den wichtigsten Zeugen der Nachkriegsmoderne. Mit der vom Architekten Josef 
Stöckli und dem Gartenarchitekten Adolf Zürcher vorgenommenen Einbettung der Baukör-
per in den grosszügigen Grünraum wurden die Hochhausgruppen optimal in das Land-
schaftsbild eingebunden. Diese optimale Einbettung in die Uferlandschaft entstand auch 
durch die gestuften Baukörper und deren gestaffelte Anordnung, wodurch spannende Zwi-
schenräume, Ruhebereiche, Sitzplätze sowie Sichtachsen geschaffen wurden. Die klar 
und streng gegliederten Häuserfassaden sind durch vertikale, geschlossene Mauerschei-
ben in Sichtbackstein und horizontale helle Brüstungsbänder aus Beton sowie insbeson-
dere durch die Rasterung der Fenster charakterisiert. Die Material- und Farbauswahl ist 

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kontrastreich, der Baustil sachlich und durch wenige Elemente definiert. Auch die Be-
schwerdeführer stellen fest, dass die besondere Eigenart der Siedlung Alpenblick in der 
Anordnung der Bauten in einem baumbestandenen Park ohne innere Grenzen, in der vo-
lumetrischen Gliederung der Baukörper und im einheitlichen Konzept für Gestaltung und 
Materialisierung der Bauten liegt (Gutachten Q.________ vom 11. Dezember 2019, Titel-
seite). Q.________ stellt zudem positiv fest, dass im vorliegenden Fall die Gliederung der 
Baukörper zu dem von Josef Stöckli geforderten "feinen Massstab" geführt hat 
(Q.________, a.a.O., S. 6 i.V.m. S. 8 e contrario). Die Beschwerdeführer attestieren der 
hier in Frage stehenden Häusergruppe zudem eine gewisse historische Bedeutung für die 
Entwicklung der Agglomeration Zug. Die gewählte Architektur kann denn auch ohne Wei-
teres als konsequent und stimmig bezeichnet werden. Das architektonische Gesamtkon-
zept und das Gestaltungsprinzip der Siedlung Alpenblick sowie die Material- und Farbwahl 
finden allseits Anerkennung (z.B. Q.________, a.a.O., S. 10). Diese Qualitäten sind im 
ganzen Kanton Zug einzigartig und beispielhaft. Auch in der Architekturbibliothek (online 
einsehbar unter: https://www.architekturbibliothek.ch/bauwerk/ueberbauung-alpenblick, zu-
letzt besucht am 3. Februar 2025) wird die Überbauung Alpenblick als Pionierprojekt und 
massgebender Grundstein für eine Hochhauskultur im Kanton Zug bezeichnet, ferner als 
aussergewöhnlicher, aufsehenerregender Beitrag zum Wohnungsbau der Nachkriegsmo-
derne. 

Dass die Gebäude des in Frage stehenden Schutzobjekts naturgemäss nicht frei von Wit-
terungseinflüssen sind und schon altershalber gewisse Verschleissspuren aufweisen, an-
erkennt auch der Regierungsrat und ist denn auch eine Selbstverständlichkeit. Insbeson-
dere der Augenschein hat aber aufgezeigt, dass die Bauten gemessen an ihrer Zweckbe-
stimmung betriebstüchtig sind und sich die Objekte in einem Zustand befinden, in dem ihre 
Bausubstanz ohne Weiteres erhalten werden kann. Baumängel und Sanierungsbedarf 
sprechen nicht gegen die Zeitzeugeneigenschaft; der Renovationsbedarf eines Gebäudes 
betrifft den Grad der Schutzwürdigkeit bzw. die Denkmaleigenschaft an sich nicht, weil 
sonst die baugeschichtliche Bedeutung eines Gebäudes mit fortschreitendem Alter regel-
mässig dahinfallen würde (BGer 1C_514/2020 vom 5. Mai 2021 E. 4.7; 1C_128/2019 vom 
25. August 2020 E. 3.2). Auch sind vorliegend die tragenden Konstruktionen mehrheitlich 
intakt. Die Beschwerdeführer haben nicht aufgezeigt, dass die Statik der Häuser derart 
wäre, dass sie eine Bedrohung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Gebäude sowie 
der übrigen Bevölkerung darstellen würde. Ob die Kosten für die unbestrittenermassen an-
fallenden substanzerhaltenden Sanierungsmassnahmen verhältnismässig sind, wird weiter 

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unten zu prüfen sein, wie auch die Frage, wie weit ein allenfalls festzulegender Substanz-
erhalt gehen soll.

Auch die Erstellung der beiden Hochhäuser Alpenblick II am nördlichen Rand der Siedlung 
Alpenblick im Jahr 2014 vermag nichts am äusserst hohen Wert der streitbetroffenen Sied-
lung zu ändern. Die neuen Häuser haben eine andere Architektursprache, beeinträchtigen 
aber den einheitlichen Charakter der Gebäude der historischen Siedlung Alpenblick nicht. 
Die Aussicht aus allen Wohnungen der zehn Häuser auf den See ist weiterhin gegeben, 
und die Durchlässigkeit und die Durchsichtsmöglichkeiten, die wie ausgeführt vorliegend 
besonders wertvoll sind, wurden nicht grundsätzlich beeinträchtigt, einzig in ganz gerin-
gem Ausmass von der Kantonsstrasse und von der Arbeitszone Hinterberg her, was je-
doch vernachlässigt werden kann. Zudem bilden die Hochhäuser Alpenblick II einen Rie-
gel gegenüber dem Verkehrslärm auf der Kantonsstrasse im Norden.

Schliesslich ist den Beschwerdeführern zu widersprechen, wenn sie geltend machen, die 
Vita des Architekten Josef Stöckli habe im Zusammenhang mit dem kulturellen Wert der 
Siedlung Alpenblick keine Bedeutung. Gemäss der Rechtsprechung des Bundesgerichts 
darf bei der Beurteilung der kulturellen und künstlerischen Bedeutung eines Bauwerks die 
Person der Architektin bzw. des Architekten und der Stellenwert des Gebäudes in ihrem 
Schaffen als Kriterium berücksichtigt werden (BGer 1C_514/2020 vom 5. Mai 2021 E. 4.6, 
4.7 und 6.4; BGE 120 Ia 270 E. 5c). Immerhin ist darauf hinzuweisen, dass Josef Stöckli 
mit seinem Wirken die Baukultur im Kanton Zug und in der Gemeinde Cham während 
Jahrzehnten prägte. Die von Josef Stöckli geschaffene Siedlung Alpenblick erfuhr durch 
ihre sensible Einpassung in die Landschaft und ihre sehr gute Gestaltung eine breite Re-
zeption. So wurde sie bis zum Abschluss der ersten Bauetappe 1969 in wichtigen Schwei-
zer Fachzeitschriften wie "Werk", "Bauen und Wohnen" sowie "Anthos" vorgestellt und ge-
würdigt. Die Siedlung Alpenblick wird in der Folge auch oft in der Literatur zu Cham er-
wähnt und gewürdigt. So wird z.B. in der Broschüre "Cham am See" der "Alpenblick, das 
Chamer 'Mini-Manhattan'" als "Wohnquartier von bemerkenswerter architektonischer Ge-
schlossenheit" beschrieben. Der Schweizerische Kunstführer zu Cham von 1991, als 
Cham mit dem Wakkerpreis geehrt wurde, würdigt die "gelungenen Wohnblöcke mit Back-
stein- und Betonfassaden", die "überlegt gruppiert" sind. Gar eine Doppelseite wird dem 
"Manhattan von Cham" 1995 in der Publikation "Cham. Vom Städtli zur Stadt" gewidmet 
und zum Ende der Beschreibung festgestellt: "Diese erste Hochhaussiedlung im Kanton 
Zug wird einmal genau so schützenswert erscheinen wie ein gewachsenes 'historisches 
Ortsbild'". Und in der 2009 publizierten Ortschronik wird festgestellt, dass der Alpenblick 

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"in mancher Hinsicht eine neue Aera" eingeläutet hat und Cham mit dieser Siedlung "ein 
aufsehenerregendes Portal, das […] in der Fachwelt weitherum Beachtung fand", erhielt 
(zum Ganzen: EKD-Gutachten, S. 9; Weiteres darin zu Josef Stöckli [und Adolf Zürcher]: 
S. 9 f.).

8.2 Heimatkundlicher Wert

8.2.1 Der heimatkundliche Wert betrifft die identitätsstiftende Bedeutung, die ein Bau-
werk aufgrund seines prägenden Standorts oder seines Zeugniswerts für einen Ort oder 
eine Region hat. Dies ist der Fall, wenn das Denkmal das Ortsbild oder die Landschaft 
prägt, wenn es an ein historisches Ereignis oder an eine Persönlichkeit erinnert, die für 
den Ort sehr wichtig waren (VGer ZG V 2021 30 vom 11. April 2022 E. 4.3.1).

8.2.2 Der Regierungsrat stellt sich auf den Standpunkt, dass die Mehrfamilienhäuser der 
Siedlung Alpenblick Cham auch über einen äusserst hohen heimatkundlichen Wert verfü-
gen.

8.2.3 Die Beschwerdeführer bringen diesbezüglich vor, möge der Siedlung Alpenblick 
auch ein gewisser heimatkundlicher Wert nicht abzusprechen sein, gebe es aber keine 
Anhaltspunkte, die Note "sehr hoch" oder sogar "äusserst hoch" zu verteilen. Für die Be-
hauptung, dass die Siedlung Alpenblick aus der Masse der vergleichbaren Hochhaussied-
lungen herausragen solle, bleibe der Regierungsrat jede Begründung schuldig. Der allfäl-
lige heimatkundliche Wert bleibe zudem auf die Anordnung der Bauten und das äussere 
Erscheinungsbild begrenzt. Die Bausubstanz selbst weise keinerlei heimatkundlichen Wert 
auf, sie lasse sich ohne Einbusse in besserer Qualität ersetzen. Dies gelte es bei der Prü-
fung der Erfüllung der Voraussetzungen von § 25 Abs. 1 lit. a DMSG sowie bei der nach-
folgenden Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen.

8.2.4 Das Gericht misst der Siedlung Alpenblick in Übereinstimmung mit dem Regie-
rungsrat einen äusserst hohen heimatkundlichen Wert zu. Es handelt sich um ein Wahr-
zeichen der Nachkriegsmoderne, das mit seinem markanten Standort am Ufer des Zuger-
sees und am östlichen Eingang von Cham dessen Ortsbild prägt. Auch städtebaulich hat 
die Siedlung Alpenblick, welche ihren einheitlichen Charakter bewahrt hat, eine hohe Be-
deutung. Die Gemeinde Cham hat mit diesem Projekt gerade in den sensiblen Ufergebie-
ten den in der damaligen Hochkonjunktur vorhandenen Bauboom und den damit einherge-
henden Ausbau des Gemeindegebietes während der 1960er-Jahre auf vorbildliche und 

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weitsichtige Weise gesteuert. Die Siedlung Alpenblick ist hinsichtlich Konzept, Umge-
bungsgestaltung und Materialisierung eine äusserst typische Zeugin und sogar ein Vorbild 
einer Hochhaussiedlung ihrer Zeit; sie könnte aber durchaus auch als gutes Beispiel für 
den Bau heutiger Hochhäuser dienen. Sie hat als Ganzes eine starke und stringente, zeit-
gemässe Strahlkraft. Mit ihrer auffälligen Silhouette und ihrer pionierhaften architektoni-
schen Qualität hat sie weitherum Berühmtheit erlangt und besticht als Ensemble. Die Sied-
lung Alpenblick ist längst zu einem kaum mehr wegzudenkenden Bestandteil von Cham 
geworden. Die Hochhäuser prägen ganz offensichtlich das Erscheinungsbild von Cham im 
Sinne einer eindrücklichen Visitenkarte. Abgesehen von nachträglichen Balkonverglasun-
gen und dem teilweisen Ersatz von Fenstern präsentiert sich das Äussere der Bauten 
weitgehend im Originalzustand. Ein Abbruch der Gebäudegruppe würde von einer breiten 
Öffentlichkeit zweifellos als unwiederbringlicher Verlust von eigener Identität und Ge-
schichtlichkeit wahrgenommen. 

Allfällige raumplanerische Massnahmen wie etwa ein angepasster Bebauungsplan oder 
eine Ortsbildschutzzone, aufgrund deren Neubauten in Anlehnung an das bisherige Er-
scheinungsbild erstellt würden, genügen nicht, um das hier vorhandene Denkmal mit sei-
nen spezifischen Merkmalen zu sichern. In BGer 1C_626/2017 und 1C_628/2017 vom 
16. August 2018, in welchem es grundsätzlich um die Frage ging, ob Art. 24c des Bundes-
gesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)