# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9e660347-b4be-5c18-af9f-90fa104e5640
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** LA250021-O2
**Docket/Reference:** LA250021-O2
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/LA250021-O2.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer 

Geschäfts-Nr.: LA250021-O/U

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, Oberrichterin 

lic. iur. N. Jeker und Oberrichterin lic. iur. R. Hürlimann 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw N. Paszehr

Urteil vom 17. September 2025

in Sachen

A._____, 

Kläger und Berufungskläger

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

gegen

B._____ AG, 

Beklagte und Berufungsbeklagte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____, 

betreffend arbeitsrechtliche Forderung

Berufung gegen einen Beschluss des Einzelgerichts im vereinfachten 

Verfahren am Arbeitsgericht Dietikon vom 17. Juni 2025 (AN240006-M)

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Erwägungen:

1.1. Am  30.  September  2024  (Datum  Poststempel)  erhob  der  Kläger  und  Beru-

fungskläger (fortan Kläger) bei der Vorinstanz unter Beilage der Klagebewilligung 

des Friedensrichteramts C._____ vom 30. Mai 2024 (Urk. 1) eine arbeitsrechtliche 

Klage mit folgenden Rechtsbegehren (Urk. 2 S. 2):

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 65'714.40 zzgl. 5% 

Zins seit 1. Januar 2023 zu bezahlen.

 2. Es sind dem Kläger die Einzahlungen der Sozialabgaben nachzu-

weisen. 

 3.  Es sind dem Kläger die Lohnausweise zuzustellen.

 4. Es sei dem Kläger ein angemessenes Arbeitszeugnis aus- und zu-

zustellen.

 5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inklusive Mehrwert-

steuer von 8.1% zu Lasten der Beklagten."

Die Beklagte und Berufungsbeklagte (fortan Beklagte) erhob im Rahmen ihrer Kla-

geantwort  die  Einrede  der  sachlichen  Unzuständigkeit  des  Arbeitsgerichts 

(Urk. 18), worauf die Vorinstanz das Verfahren mit Verfügung vom 10. März 2025 

auf die Frage der sachlichen Zuständigkeit beschränkte und dem Kläger Frist an-

setzte, eine schriftliche Replik zu dieser Frage einzureichen (Urk. 21). Nach deren 

Eingang am 2. April 2025 (Urk. 23) fällte die Vorinstanz am 17. Juni 2025 folgenden 

Entscheid (Urk. 25 S. 14 = Urk. 28 S. 14):

"1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.

 2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 3'500.00 festgesetzt.

 3. Die  Gerichtskosten  werden  dem  Kläger  auferlegt.  Diese  werden 
einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Der Kläger wird auf 
die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen.

 4. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine reduzierte Partei-

entschädigung von Fr. 4'600.00 zu bezahlen.

 5.

 6.

(Schriftliche Mitteilung)

(Rechtsmittel: Berufung, Frist: 30 Tage)"

1.2. Dagegen erhob der Kläger mit Eingabe vom 22. August 2025 fristgerecht (vgl. 

Art. 311 Abs. 1 ZPO und Urk. 26/2) Berufung mit folgenden Anträgen (Urk. 27 S. 2):

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"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 17. Juni 2025 

aufzuheben.

2.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen inklusive Mehr-
wertsteuer von 8.1% zu Lasten der Beklagten."

1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1–26). Da sich die Beru-

fung – wie nachfolgend aufgezeigt wird – sogleich als offensichtlich unbegründet 

erweist,  kann  auf  weitere  Prozesshandlungen  verzichtet  werden  (vgl.  Art.  312 

Abs. 1 ZPO).

2.1. Die Berufungsschrift muss konkrete Anträge enthalten. Das Rechtsbegehren 

muss so bestimmt sein, dass es im Fall der Gutheissung des Rechtsmittels zum 

Urteil erhoben werden könnte (BGE 137 III 617 E. 4.3). Es ist fraglich, ob der Antrag 

des – anwaltlich vertretenen – Klägers genügt, der einzig auf Aufhebung des vor-

instanzlichen Entscheids lautet (Urk. 27 S. 2). Wie noch zu zeigen sein wird, ist der 

Berufung  aber  ohnehin  kein  Erfolg  beschieden,  sodass  offengelassen  werden 

kann, ob ein genügender Berufungsantrag vorliegt.

2.2. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch die 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die  Berufungsinstanz  verfügt  über  unbeschränkte  Kognition  bezüglich  Tat-  und 

Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-

senheitsprüfung; BGer 5A_184/ 2013 vom 26. April 2013 E. 3.1). Die Berufung ist 

schriftlich  und  begründet  einzureichen  (Art. 311  Abs.  1  ZPO).  Zu  dieser  Begrün-

dungsanforderung gehört, dass in der Berufungsschrift hinreichend genau aufge-

zeigt wird, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten 

als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das 

setzt  (im  Sinne  einer  von  Amtes  wegen  zu  prüfenden  Eintretensvoraussetzung) 

voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die 

er  anficht,  sich  argumentativ  mit  diesen  auseinandersetzt  und  mittels  genügend 

präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptun-

gen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen 

Aktenstellen  sich  der  geltend  gemachte  Berufungsgrund  ergeben  soll.  Die  pau-

schale Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genü-

gen  nicht  (vgl.  BGE  141  III  569  E. 2.3.3;  BGE 138  III  374  E. 4.3.1;  BGer 

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5A_751/2014 vom 28. Mai 2015 E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzli-

chen  Begründungsanforderungen  entsprechenden  Weise  beanstandet  wird, 

braucht  von  der  Rechtsmittelinstanz  nicht  überprüft  zu  werden;  diese  hat  sich  – 

abgesehen  von  offensichtlichen  Mängeln  – grundsätzlich  auf  die  Beurteilung der 

Beanstandungen zu beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht 

gegen  den  erstinstanzlichen  Entscheid  erhoben  werden  (vgl.  BGE  142  III  413 

E. 2.2.4 m.w.H.; BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016 E. 5.3). 

2.3. Unter  Vorbehalt  der  im  vorliegenden  Berufungsverfahren  nicht  relevanten 

Ausnahme von Art. 317 Abs. 1bis ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel 

(Noven) im Berufungsverfahren nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 

1 ZPO berücksichtigt werden, d.h. wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht 

wurden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorge-

bracht  werden  konnten  (lit. b).  Wer  sich  auf  (unechte)  Noven  beruft  oder  solche 

vorträgt, hat deren Zulässigkeit darzutun und ihre Voraussetzungen notwendigen-

falls zu beweisen (BGE 143 III 42 E. 4.1; BGer 5A_86/2016 vom 5. September 2016 

E. 2.1; je m.w.H.). Werden Tatsachenbehauptungen oder Beweisanträge im Beru-

fungsverfahren bloss erneuert, ist unter Hinweis auf konkrete Aktenstellen aufzu-

zeigen,  dass  und  wo  sie  bereits  vor  Vorinstanz  eingebracht  wurden;  andernfalls 

gelten sie als neu (OGer ZH LB210053 vom 8. Dezember 2021 E. III. 4).

3.

Zur  Prüfung  der  sachlichen  Zuständigkeit  bei  doppeltrelevanten  Tatsachen 

sowie  zur  Abgrenzung  zwischen  Arbeitsvertrag  (Art.  319  ff.  OR)  und  Auftrag 

(Art. 394 ff.  OR)  kann  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 28 E. B.3 und E. D.3).

4.1.1. Die Vorinstanz erwog, es sei unbestritten, dass der Kläger ab 1. Mai 2019 

bis im Oktober 2022 für die Beklagte mit der Aufgabe tätig gewesen sei, Besuche 

resp. Schulungen in Apotheken für die Produkte der Beklagten durchzuführen, was 

aber noch keinen Schluss in Bezug auf die Vertragsqualifikation zulasse. Daher sei 

zu untersuchen, ob bei der Zusammenarbeit der Parteien ein Subordinationsver-

hältnis vorgelegen habe (Urk. 28 E. D.4.1). Der Kläger bringe vor, er sei gegenüber 

der Beklagten umfassend weisungsgebunden gewesen, habe Broschüren gemäss 

ihren Weisungen angefertigt und ihm seien Weisungen dazu erteilt worden, in wel-

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chen Apotheken die Schulungen stattfinden müssten und wie er vor Ort die Pro-

dukte zu präsentieren habe. Er habe einzig seine Arbeitszeiten relativ frei festlegen 

können. Diese Vorgaben der Beklagten liessen den Schluss auf eine gewisse Wei-

sungsgebundenheit des Klägers bei der Arbeitsverrichtung zu. Gleichzeitig bringe 

er nicht vor, dass ihm von der Beklagen Vorgaben dazu gemacht worden wären, 

ob  überhaupt und wie  viele  Schulungen  durchzuführen gewesen  seien.  Entspre-

chend  beschränkten  sich  die  Weisungen  der  Beklagten  auf  die  konkrete  Umset-

zung der Leistung, während der Entscheid, ob überhaupt eine Leistung zu erbrin-

gen gewesen sei, vom Kläger habe frei getroffen werden können. Es entspreche 

nicht dem Wesen eines Arbeitsvertrags, dass ein Arbeitnehmer ohne Vorgaben sei-

tens des Arbeitgebers frei entscheiden könne, ob er überhaupt eine Arbeitsleistung 

erbringe. Da der Kläger in Bezug auf diesen essenziellen Aspekt gerade nicht wei-

sungsgebunden gewesen sei, spreche das Mass der Weisungsgebundenheit ins-

gesamt gegen die Annahme eines Arbeitsverhältnisses (Urk. 28 E. D.4.2) 

4.1.2. Der Kläger macht mit seiner Berufung geltend, es sei korrekt, dass er wei-

sungsgebunden gewesen sei; und dies umfassend. Entgegen der Auffassung der 

Vorinstanz sei festgehalten worden, dass Schulungen hätten durchgeführt werden 

müssen. Dabei sei eine Zielgrösse von 40 Schulungen definiert worden. Dies sei 

von der Beklagten in der Klageantwort vom 3. Februar 2025 denn auch so bestätigt 

worden (in Randziffern 11 und 22). Er habe somit nicht entscheiden können, ob er 

überhaupt Leistungen erbringe. Alle Leistungen hätten in der betriebseigenen Soft-

ware erfasst werden müssen, damit eine permanente Kontrolle der Arbeit möglich 

gewesen sei. Er sei damit umfassend weisungsgebunden gewesen (Urk. 27 S. 3 

Rz. 4).

4.1.3. Der  Kläger  zeigt  nicht  auf,  wo  er  diese  Behauptungen  bereits  vor  Vorin-

stanz aufstellte. Insbesondere unterlässt er es, die konkrete Aktenstelle zu nennen, 

wo  er  behauptet  habe,  dass  festgehalten  worden  sei,  dass  Schulungen  hätten 

durchgeführt  werden  müssen.  Damit  genügt  er  den  Begründungsanforderungen 

nicht (vgl. oben E. 2.2). Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, die Rechts-

schriften des vorinstanzlichen Verfahrens zu durchforsten, um festzustellen,  was 

welche  Partei  wo  ausgeführt  hat  (OGer  ZH  LB210053  vom  8. Dezember  2021 

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E. III. 3.1).  Ebenso  genügen  seine  pauschalen  Behauptungen,  er  sei  umfassend 

weisungsgebunden  gewesen,  nicht,  stellt  er  damit  doch  einzig  seine  Sichtweise 

dar.

Entgegen  seinem  Vorbringen  bestätigte  die  Beklagte  in  ihrer  Klageantwort  vom 

3. Februar 2025 (Urk. 18) denn auch nicht, dass der Kläger zur Durchführung von 

Schulungen verpflichtet gewesen sei. In Randziffer 11 führte sie aus, der Auftrag 

habe die Möglichkeit zur Durchführung von maximal 40 Schulungen oder Produk-

tepräsentationen pro Monat bei bestehenden sowie potentiellen Kunden vorgese-

hen (Urk. 18 Rz. 11). Eine Möglichkeit ist keine Pflicht. In Randziffer 22 machte die 

Beklagte geltend, es sei nicht vorgeschrieben gewesen, welche Kunden der Kläger 

habe besuchen müssen oder wann diese Besuche zu erfolgen hätten. Er sei dies-

bezüglich  unabhängig  gewesen  (Urk.  18  Rz. 22).  Auch  daraus  ergibt  sich  keine 

Pflicht, überhaupt für die Beklagte tätig zu werden. 

Zur Zulässigkeit seines Vorbringens, alle Leistungen hätten in der betriebseigenen 

Software  erfasst  werden  müssen,  schweigt  sich  der  Kläger  ebenfalls  aus.  Es  ist 

nach dem Dargelegten (oben E. 2.3) unbeachtlich.

Damit hat es in Bezug auf die Weisungsgebundenheit des Klägers beim vorinstanz-

lichen Entscheid zu bleiben, wobei dieses Kriterium – wie die Vorinstanz zutreffend 

ausführte – gegen die Annahme eines Arbeitsverhältnisses spricht.

4.2.1. Die Vorinstanz erwog weiter, in Bezug auf das vereinbarte Entgelt für die 

Erbringung  seiner  Dienstleistungen  führe  der  Kläger  aus,  dass  er  pro  Monat  ca. 

40 Besuche  durchgeführt  und  dafür  einen  "Lohn"  von  Fr. 3'000.–  erhalten  habe, 

bzw. er unabhängig von der Anzahl durchgeführter Schulungen meist, aber nicht 

immer Fr. 3'000.– als Entschädigung erhalten habe. Dass eine feste Vergütung in 

dieser Höhe zwischen den Parteien vereinbart worden wäre, behaupte der Kläger 

allerdings nicht. Dies spreche folglich gegen das Vorliegen eines Arbeitsverhältnis-

ses (Urk. 28 E. D.4.3).

4.2.2. Der Kläger rügt, es sei entgegen der Auffassung der Vorinstanz eine Ver-

gütung fixiert worden. Er habe stets Fr. 3'000.– erhalten, unabhängig von der An-

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zahl der erledigten Besuche bzw. Schulungen. Das Soll habe bei 40 Besuchen pro 

Monat im Durchschnitt gelegen. Nur für den Mai und den Juni 2022 habe er die 

Hälfte des vereinbarten Lohnes erhalten. Damit sei er nicht einverstanden gewe-

sen. Wäre gemäss Auffassung der Vorinstanz kein fixer Lohn vereinbart worden, 

so würden sich alle monatlichen Zahlungen jeweils in den Beträgen unterscheiden. 

Dies sei vorliegend jedoch nicht der Fall. Es sei stets eine fixe Vergütung ausbe-

zahlt worden, was für ein Arbeitsverhältnis spreche (Urk. 27 Rz. 5).

4.2.3. Der Kläger unterlässt es auch diesbezüglich, aufzuzeigen, wo er die ent-

sprechenden  Behauptungen  bereits  in  das  vorinstanzliche  Verfahren  einbrachte. 

Auch zur Zulässigkeit seiner Vorbringen, sollten sie im Berufungsverfahren neu ein-

gebracht sein, schweigt sich der Kläger aus. So behauptete er vor Vorinstanz noch, 

er  habe meist,  aber  nicht  immer  Fr. 3'000.–  als  Entschädigung  erhalten  (Urk. 23 

Rz. 6).  Auch  die  von  ihm  im  vorliegenden  Verfahren  als  Beweismittel  offerierte 

Lohnzahlungsliste (Urk. 27 Rz. 5; Urk. 30/2), gilt mangels Verweis, wo sie bereits 

vor  Vorinstanz  anerboten  wurde,  als  neu  und  sind  daher  unbeachtlich.  Entspre-

chend hat es auch diesbezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid zu bleiben.

4.3.1. Die  Vorinstanz  erwog,  der  Kläger  mache  weiter  geltend,  dass  er  für  die 

Verrichtung seiner Tätigkeit stets seinen eigenen Computer resp. Laptop und Dru-

cker  benutzt  und  die  Telefonkosten  selbst  getragen  habe.  Zumindest  implizit  – 

durch den Antrag auf Zusprechung einer Kilometerentschädigung – mache er auch 

geltend, jeweils das eigene Fahrzeug benutzt zu haben. Diese Indizien sprächen 

gegen das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses. Daran ändere auch nichts, dass 

der Kläger im vorliegenden Verfahren rückwirkend entsprechende Entschädigun-

gen verlange, da dies keinen Schluss darauf zulasse, wie das Vertragsverhältnis 

von den Parteien zum Zeitpunkt seines Bestands tatsächlich verstanden und gelebt 

worden sei (Urk. 28 E. D.4.4).

4.3.2. Der Kläger moniert, die Benutzung des eigenen Fahrzeuges sowie von wei-

teren persönlichen Gegenständen (z.B. Handy) weise keinesfalls auf das Vorliegen 

eines Auftragsverhältnisses hin. Es sei heutzutage üblich und weit verbreitet, dass 

Mitarbeitende das eigene Fahrzeug für Kundentermine benutzten und danach eine 

Kilometerentschädigung erhielten. Dasselbe gelte für das private Handy oder den 

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privaten Computer. Festzuhalten sei auch, dass die Beklagte über keine eigenen 

Büroräumlichkeiten verfüge. Das Büro des Inhabers befinde sich in dessen privaten 

Wohnung (Urk. 27 Rz. 6).

4.3.3. Dem Kläger ist zwar insofern zuzustimmen, dass auch bei der Verwendung 

eigener  Arbeitsmittel  ein  Arbeitsverhältnis  vorliegen  kann;  wie  die  Vorinstanz  je-

doch zutreffend ausführte, spricht die Nutzung eigener Geräte tendenziell gegen 

ein solches. Denn die Ausstattung mit Arbeitsmitteln ist regelmässig ein Indiz für 

die Eingliederung in eine fremde Arbeitsorganisation – ein wesentliches Merkmal 

eines  Arbeitsverhältnisses  (Portmann/Wildhaber/Rudolph,  Schweizerisches  Ar-

beitsrecht, Zürich/St. Gallen 2024, N 13; CHK-Emmel, Art. 319 N 6; OFK-Grebski, 

Art. 319 N 10; BGer 4A_64/2020 vom 6. August 2020 E. 6.3.3, m.w.H.).

Weiter zeigt der Kläger nicht auf, wo er vor Vorinstanz behauptete, die Beklagte 

verfüge über keine Büroräumlichkeiten und das Büro des Inhabers befinde sich in 

dessen Privatwohnung, oder weshalb es ihm nicht möglich gewesen war, dies be-

reits in den erstinstanzlichen Prozess einzubringen. Die entsprechenden Vorbrin-

gen haben daher unberücksichtigt zu bleiben.

4.4.1. Die Vorinstanz erwog weiter, der Kläger stütze sich auf die sozialversiche-

rungsrechtliche  Qualifikation  als  unselbständig  erwerbstätige  Person  durch  die 

SVA des Kantons Zürich und deren Anerkennung durch die Beklagte. Diese for-

mellen Aspekte seien als Indizien für das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses zu 

werten (Urk. 28 E. D.4.6).

4.4.2. Der Kläger rügt, es könne nicht angehen, dass zwei Behörden im Kanton 

Zürich  das  Vertragsverhältnis  unterschiedlich  beurteilten.  Der  verwaltungsrechtli-

che Grundsatz des Vertrauensschutzes bedeute, dass der Bürger Anspruch darauf 

habe, in seinem berechtigten Vertrauen in behördliche Zusicherungen oder in an-

deres, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden geschützt 

zu werden. Es werde das individuelle Vertrauen einzelner Bürger in eine konkrete 

Rechtslage geschützt. Dass nun zwei Behörden im gleichen Kanton unterschiedli-

che Entscheide erliessen, verstosse gegen den Grundsatz des Vertrauensschut-

zes. Schliesslich sei die nicht bestrittene und aktenkundige E-Mail der Beklagten 

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vom 29. September 2022 zu berücksichtigen, worin diese das Vorliegen eines Ar-

beitsverhältnisses anerkannt habe. Erst als die Beklagte gemerkt habe, dass Kos-

ten auf sie zukommen könnten, habe sie sich wieder auf ein Auftragsverhältnis be-

rufen (Urk. 27 Rz. 7).

4.4.3. Wie die Vorinstanz zutreffend ausführte (Urk. 28 E. D.3.2), haben neben 

den vorgenannten materiellen Merkmalen die formellen Kriterien, wozu die Einstu-

fung der Tätigkeit als unselbständige Erwerbstätigkeit im Steuer- oder Sozialversi-

cherungsrecht oder andere Qualifikationen durch das übrige öffentliche Recht ge-

hört, nur eine untergeordnete Bedeutung. Die Qualifikation aus diesen Rechtsge-

bieten ist schon daher nicht massgeblich, weil dort von eigenen Begriffsumschrei-

bungen ausgegangen wird (BGer 4A_64/2020 vom 6. August 2020 E. 6.4, m.w.H.). 

Die klägerischen Rügen zielen damit ins Leere. Die Qualifikation durch die SVA des 

Kantons Zürich ist nur ein – untergeordnetes – Kriterium, das für ein Arbeitsverhält-

nis zwischen dem Kläger und der Beklagten spricht.

4.5. Soweit der Kläger weiter moniert, es sei nicht gewichtet worden, dass er wäh-

rend seiner Tätigkeit bei der Beklagten keine anderen ,,Arbeitgeber" bzw. ,,Auftrag-

geber" gehabt habe, und es sich stets um ein Arbeitsverhältnis handle, wenn Per-

sonen nur für eine Firma arbeiteten (Urk. 27 Rz. 8), zeigt er erneut nicht auf, wo er 

dies bereits vor Vorinstanz vorbrachte. Damit kommt er seinen Begründungsanfor-

derungen nicht nach. Es ist nicht weiter darauf einzugehen.

4.6.1. Die Vorinstanz kam resümierend zum Schluss, dass in Bezug auf die Wei-

sungsgebundenheit dem Umstand, dass es im freien Ermessen des Klägers ge-

standen habe, ob er überhaupt eine Leistung für die Beklagte erbringe, entschei-

dendes  Gewicht  zukomme.  Auch  die  weiteren  materiellen  Kriterien,  d.h.  die  feh-

lende Absprache einer festen Vergütung, die vollständige Nutzung eigener Arbeits-

mittel (Auto, Laptop, Drucker und Telefon) und die mangelnde wirtschaftliche Ab-

hängigkeit  seien  als  Indizien  gegen  das  Vorliegen  eines  Arbeitsverhältnisses  zu 

würdigen. Als Indizien für das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses seien die for-

mellen Kriterien, d.h. die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation des Vertrags-

verhältnisses und deren Anerkennung durch die Beklagte, zu würdigen. Im Rah-

men einer Gesamtbetrachtung überwiegten die materiellen Kriterien, welche ein-

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heitlich gegen das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses sprächen, die formellen Kri-

terien, welche für das Vorliegen eines Arbeitsverhältnisses sprächen, zumal Letz-

teren ohnehin bloss eine untergeordnete Bedeutung zukomme. Das Vertragsver-

hältnis zwischen den Parteien könne folglich selbst unter der Annahme, dass die 

klägerischen Tatsachenbehauptungen zuträfen, nicht als Arbeitsvertrag qualifiziert 

werden (Urk. 28 E. D.4.7).

4.6.2. Wie gezeigt, genügt die Berufung des Klägers über weite Strecken den An-

forderungen  an  eine  Berufungsbegründung  nicht.  Es  gelingt  ihm  insbesondere 

nicht, aufzuzeigen, dass die Vorinstanz zu Unrecht davon ausging, dass es in sei-

nem  freien  Ermessen  stand,  ob  er  überhaupt  eine  Leistung  für  die  Beklagte  er-

bringt. Entgegen seiner Ansicht (Urk. 27 Rz. 8) konnte er diejenigen Punkte, welche 

auf ein Auftragsverhältnis hindeuteten, mit seiner Berufung nicht entkräften. Ein of-

fenkundiger  Mangel  (vgl.  oben  E.  2.2)  liegt  ebenfalls  nicht  vor.  Die  Berufung  ist 

deshalb abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann, und der vorinstanzli-

che Entscheid ist zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO). 

5.1. Der Streitwert beträgt Fr. 65'174.40 (Urk. 28 E. G.2). Die Entscheidgebühr für 

das zweitinstanzliche Verfahren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und Abs. 2 in 

Verbindung mit § 4 Abs. 1 und Abs. 2 GebV OG auf Fr. 1'500.– festzusetzen und 

ausgangsgemäss dem Kläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Parteientschä-

digungen sind keine zuzusprechen, dem Kläger zufolge seines Unterliegens, der 

Beklagten  mangels  relevanter  Umtriebe  (vgl.  Art. 95  Abs.  3  und  Art.  106  Abs.  1 

ZPO).

5.2. Lediglich  der  Vollständigkeit  halber  ist  festzuhalten,  dass  der  Kläger  –  wel-

chem  für  das  vorinstanzliche  Verfahren  die  unentgeltliche  Rechtspflege  gewährt 

wurde (u.a. Urk. 12) – für das Berufungsverfahren nicht um Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege ersuchte (vgl. Urk. 27; Art. 119 Abs. 5 ZPO). Ein solches 

Gesuch wäre (wie vorstehende Erwägungen zeigen) wegen Aussichtslosigkeit oh-

nehin abzuweisen gewesen. 

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Es wird erkannt:

1.

Die Berufung wird abgewiesen, soweit auf sie eingetreten wird und der Be-

schluss des Arbeitsgerichts Dietikon vom 17. Juni 2025 wird bestätigt.

2.

3.

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt.

Die  Gerichtskosten  für  das  zweitinstanzliche  Verfahren  werden  dem  Kläger 

auferlegt.

4.

Für das zweitinstanzliche Verfahren werden keine Parteientschädigungen zu-

gesprochen.

5.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte unter Beilage der Dop-

pel von Urk. 27, Urk. 29 und Urk. 30/2–3, sowie an die Vorinstanz, je gegen 

Empfangsschein.

Nach  unbenutztem  Ablauf  der  Rechtsmittelfrist  gehen  die  erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück.

6.

Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30  Tagen  von  der  Zustellung  an  beim  Schweizerischen  Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14,  einzureichen.  Zulässigkeit  und  Form  einer  solchen  Be-

schwerde  richten  sich  nach  Art. 72 ff.  (Beschwerde  in  Zivilsachen)  oder 

Art. 113 ff.  (subsidiäre  Verfassungsbeschwerde)  in  Verbindung  mit  Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 

Es  handelt  sich  um  eine  vermögensrechtliche  Angelegenheit.  Der  Streitwert  beträgt 
Fr. 65'174.40.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG.

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Zürich, 17. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer

Der Vorsitzende:

Die Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Huizinga

MLaw N. Paszehr

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