# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 861f8652-ed64-58cd-8bfe-6ca846ba0e61
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-04-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.04.2020 E-2396/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2396-2017_2020-04-29.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2396/2017 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 9 .  A p r i l  2 0 2 0   

Besetzung 
 Richter Lorenz Noli (Vorsitz), 

Richter Gérald Bovier,  

Richterin Christa Luterbacher,  

Gerichtsschreiberin Annina Mondgenast. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,   

vertreten durch Ass. iur. Christian Hoffs,  

HEKS Rechtsberatungsstelle für Asylsuchende Thurgau, 

(…),  

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 24. März 2017. 

 

 

 

E-2396/2017 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer ersuchte am 9. Juni 2016 in der Schweiz um Asyl. 

Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 29. Juni 2016 und der An-

hörung vom 4. Januar 2017 (im Beisein seiner Vertrauensperson) führte er 

im Wesentlichen aus, eritreischer Staatsangehöriger tygrinischer Ethnie zu 

sein und zuletzt in B._______ (Sub Zoba C._______, Zoba D._______) 

gelebt zu haben. Die Schule habe er in der neunten Klasse abbrechen 

müssen, da sein Vater zufolge seiner Zugehörigkeit zur Pfingstgemeinde 

inhaftiert worden und seine Mutter krank geworden sei. Er habe deshalb 

zu Hause helfen müssen. In Asmara habe er am Bahnhof Taschentücher 

und Kaugummis verkauft. Bei einer Razzia, anlässlich welcher obdachlose 

Personen festgenommen worden seien, sei er ebenfalls mitgenommen 

worden. Er sei nach E._______ transportiert worden und habe dort auf ei-

ner Plantage arbeiten müssen. Zufolge seiner Minderjährigkeit sei er nicht 

militärisch ausgebildet worden. Nach zwei Monaten in E._______ habe er 

wegen einer Blinddarmentzündung und einer Niereninfektion zuerst in ei-

nem Spital in F._______ und danach in G._______ behandelt sowie ope-

riert werden müssen. Nach der Behandlung habe er für 20 Tage Heimur-

laub erhalten. Er sei jedoch zwei Monate lang zu Hause geblieben, um 

seine kranke Mutter zu pflegen. Von Milizen sei er dann abgeholt und ins 

Gefängnis H._______ gebracht worden. Dort sei er fünf Tage inhaftiert ge-

wesen und danach wieder nach E._______ verlegt worden. Fünf Monate 

später sei seine Mutter gestorben, weshalb er Urlaub erhalten haben. Zu 

diesem Zeitpunkt sei jedoch niemand mehr zu Hause gewesen (Vater in-

haftiert, Mutter verstorben, Schwester in I._______) und er habe entschie-

den, ins Ausland zu gehen. Zusammen mit drei Kollegen sei er über den 

Sudan illegal ausgereist und von dort weiter über Libyen und Italien in die 

Schweiz eingereist.  

Als Beweismittel reichte er eine Kopie der Einwohnerkarte und der Identi-

tätskarte seiner Schwester, ein Zertifikat für den Besuch eines Computer-

kurses sowie eine Bestätigung des Vereins der eritreischen Jugendlichen 

und Studenten für einen Mal- und Zeichenkurs ein.  

B.  

Mit Verfügung vom 24. März 2017, eröffnet am 28. März 2017, verneinte 

die Vorinstanz die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte 

sein Asylgesuch ab und verfügte die Wegweisung aus der Schweiz sowie 

den Wegweisungsvollzug.  

E-2396/2017 

Seite 3 

C.  

Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 25. April 2017 

beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte die Aufhe-

bung der vorinstanzlichen Verfügung. Seine Flüchtlingseigenschaft sei 

festzustellen und ihm sei Asyl zu gewähren. Eventualiter sei er als Flücht-

ling anzuerkennen und zufolge der Unzulässigkeit des Wegweisungsvoll-

zugs vorläufig aufzunehmen. Subeventualiter sei er zufolge der Unzuläs-

sigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs als Ausländer vor-

läufig aufzunehmen beziehungsweise sei die Sache zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses und um Beiordnung des rubrizierten 

Rechtsvertreters als amtlichen Rechtsbeistand.  

Mit der Beschwerde legte er zwei Fotos während seiner Zeit im National-

dienst, eine Auskunft der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) zu Eritrea 

mit dem Titel "Rekrutierung von Minderjährigen" vom 21. Januar 2015, eine 

E-Mail der SFH vom 5. April 2017, verschiedene Satellitenaufnahmen und 

einen Bericht der Kantonsschule J._______ zu den Akten.  

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 3. Mai 2017 hiess das Bundesverwaltungsge-

richt die Gesuche um unentgeltliche Prozessführung und um amtliche 

Rechtsverbeiständung gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und ordnete den rubrizierten Rechtsvertreter als amtlichen 

Rechtsbeistand bei. Die Vorinstanz wurde zur Einreichung einer Vernehm-

lassung eingeladen.  

E.  

Am 30. Mai 2017 reichte die Vorinstanz eine Vernehmlassung ein und 

führte aus, die Beschwerdeschrift würde weder neue erhebliche Tatsachen 

noch neue Beweismittel enthalten, welche eine Änderung ihres Standpunk-

tes rechtfertigen könnten. An ihren Erwägungen in der Verfügung hielt sie 

vollumfänglich fest.  

F.  

Mit Eingaben vom 5. Juli 2017, 17. Juli 2018, 14. August 2018 und 18. Juli 

2019 reichte der Beschwerdeführer Arztberichte der (…) in J._______ vom 

27. Juni 2017 und 31. Juli 2018, zwei Berichte verschiedener Lehrperso-

nen der Kantonsschule J._______ vom 16. Juli 2018 und dem Jahr 2019 

sowie Schulzeugnisse der Schuljahre 2018 und 2019 ein.  

E-2396/2017 

Seite 4 

G.  

Mit Zwischenverfügung vom 3. September 2019 wurde die Vorinstanz zur 

weiteren Vernehmlassung eingeladen. Mit Eingabe vom 19. September 

2019 liess sich die Vorinstanz vernehmen und der Beschwerdeführer repli-

zierte am 3. Oktober 2019. Mit Eingabe vom 27. November 2019 reichte er 

einen aktuellen Arztbericht vom 4. November 2019 ein.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Am 1. März 2019 ist die Teilrevision des AsylG vom 26. Juni 1998 (AS 2016 

3101; SR 142.31) in Kraft getreten. Für das vorliegende Verfahren gilt das 

bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung 

des AsylG vom 25. September 2015).  

2.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend – 

endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Der Beschwerdeführer 

ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

3.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG.  

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

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Seite 5 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

5.  

5.1 Zur Begründung des ablehnenden Asylentscheids qualifizierte die Vor-

instanz die Verfolgungsvorbringen des Beschwerdeführers als nicht glaub-

haft, weshalb er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle. Jugendliche wür-

den zwar in Razzien auch ausserhalb der Schule festgenommen und zu-

weilen in Erziehungsanstalten zwecks Vorbereitung für den Nationaldienst 

platziert werden; dies habe der Beschwerdeführer jedoch nicht geltend ge-

macht. Einen Zusammenhang zwischen seiner Festnahme und derjenigen 

seines Vaters habe er verneint, weshalb eine Bestrafung aufgrund eines 

politischen Motivs nicht in Betracht komme. Widersprüchlich ausgefallen 

sei seine Aussage, er sei zufolge seiner Minderjährigkeit nicht militärisch 

ausgebildet worden, habe jedoch im Rahmen des Militärdienstes in 

E._______ arbeiten müssen. Seine Ausführungen zu E._______ würden 

zwar Realkennzeichen enthalten, sein persönlicher Bericht darüber falle 

jedoch stereotyp aus. Die Lage von E._______ habe er nur oberflächliche 

beschrieben und mit Nachträgen relativiert. Er habe weder den Rang sei-

nes Vorgesetzten noch dessen vollständigen Namen angeben können und 

auch zum Verwalter von E._______ habe er keine Angaben machen kön-

nen. Seine Beschreibung der Unterkünfte in E._______ stimme nicht mit 

Satellitenaufnahmen von bing.com überein. Entgegen seinen Aussagen 

gebe es innerhalb von E._______ einen Fluss. Zu persönlichen Erinnerun-

gen während seiner Zeit in E._______ befragt, habe er spontan nur den 

Tod seiner Mutter genannt. Positive Erlebnisse habe er keine abrufen kön-

nen. Weiter habe er ausgeführt, das Gefängnis H._______ befinde sich auf 

dem Gelände von F._______ in der Nähe der Ortes Enda K._______; frü-

her seien an diesem Ort Offiziere stationiert gewesen, heute Personen des 

Ausbildungsprogramms "L._______". Dieses Wissen deute auf eine hö-

here Schulbildung hin, über welche der Beschwerdeführer jedoch nicht ver-

füge. Seine Kenntnisse darüber müssten deshalb als dazugelernt gelten. 

Aufgrund seiner behaupteten Arbeit in einer Bäckerei während seiner In-

haftierung im Gefängnis hätten ihm weitere Gebäude auffallen müssen, die 

er jedoch nicht genannt habe. Seine Beschreibung des Gefängnisses in 

F._______ stimme hinsichtlich der Grösse und der Anzahl der Zellen nicht 

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Seite 6 

mit einer Quelle aus dem Jahr 2006 sowie hinsichtlich der Grösse der An-

lage und der Anzahl Hallen nicht mit Satellitenbildern auf google.com über-

ein. Zu seiner Freilassung aus dem Gefängnis habe er keine weiteren In-

formationen geben können. Insgesamt sei sein Wissen über E._______ 

und F._______ zwar detailliert ausgefallen, dieses beruhe jedoch mehr auf 

Fakten als auf Erlebnissen, weshalb der geltend gemachte Nationaldienst 

in E._______ und die Haft in F._______ als konstruiert erscheinen würden. 

Nicht ausgeschlossen werden könne, dass er in einem anderen Zusam-

menhang dort gewesen sei; er habe es jedoch unterlassen, dies überzeu-

gend geltend zu machen. Es sei nicht anzunehmen, dass er jemals im Na-

tionaldienst gewesen sei, diesen verweigert oder aus diesem desertiert sei.  

Seine Schilderungen zur illegalen Ausreise würden mehr persönliche Inter-

aktionen enthalten, weshalb eher von Erlebtem ausgegangen werden 

müsse. Zufolge der fehlenden Asylrelevanz müsse die Glaubhaftigkeit der 

illegalen Ausreise jedoch nicht geprüft werden. Bei einer Rückkehr sei nicht 

mit einer Bestrafung zu rechnen und er habe auch nicht gegen die "Procla-

mation on National Service" von 1995 verstossen. Die Anforderungen an 

die Feststellung einer begründeten Furch vor zukünftiger Verfolgung seien 

insgesamt nicht erfüllt.  

5.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe seine Erlebnisse in 

E._______ mit zahlreichen Realkennzeichen geschildert. In Gesprächsver-

lauf habe er völlig natürlich Militärgegebenheiten genannt und es seien 

auch keine Übertreibungen oder Steigerungen ersichtlich. Die Angaben in 

der BzP und der Anhörung seien widerspruchsfrei erfolgt. In einem Ge-

samtbild seien seine Schilderungen stimmig und würden nicht als konstru-

iert erscheinen. Nicht gefolgt werden könne der Vorinstanz, wenn sie be-

haupte, sein Wissen sei mehr fakten- als erlebnisbasiert. Sie lasse sodann 

offen, wie er sich diese Kenntnisse hätte aneignen können. Ganta-Führer 

in E._______ hätten nicht immer einen militärischen Rang und er habe den 

Namen seines Ganta-Führers (Vorgesetzter) nennen können. Die Zeit in 

E._______ sei für ihn schlimm gewesen, weshalb er keine positiven Erin-

nerungen genannt habe. Sein Cousin habe ihm vom Ausbildungspro-

gramm "L._______" erzählt, deshalb habe er Kenntnis davon. Die Vo-

rinstanz belege nicht, weshalb er in eine Erziehungsanstalt hätte gebracht 

werden sollen. Zufolge seines Alters habe er keine militärische Ausbildung 

in F._______ absolvieren müssen, sondern sei als Zwangsarbeiter auf der 

Plantage eingesetzt worden. Der Nationaldienst in Eritrea setze sich aus 

dem zivilen Nationaldienst und dem Militärdienst zusammen, weshalb dies-

bezüglich kein Widerspruch vorliege. Weiter gebe es auch die Volksarmee, 

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in welche Personen zwangsrekrutiert würden, die derzeit nicht im National-

dienst aktiv seien. Er habe beschrieben, dass die Arbeiter der Plantage in 

drei grossen Hallen untergebracht gewesen seien und die Begleiter und 

Betreuer in einer anderen Halle. Der Fachspezialist habe darauf keine 

Nachfrage gestellt. Weiter habe er angegeben, dass es zwischen 

E._______ und F._______ einen Fluss gebe, der jedoch an E._______ vor-

beifliesse. Dies stimme mit Satellitenbildern überein. Auch das Gefängnis 

habe er detailliert und in Übereinstimmung mit Satellitenbildern beschrie-

ben. Die Quellen der Vorinstanz würden aus dem Jahr 2006 stammen und 

die Gefängnisanlage habe sich seitdem verändert. Glaubhaft habe er dar-

gelegt, für den Nationaldienst rekrutiert und in E._______ als Zwangsar-

beiter eingesetzt worden zu sein sowie in F._______ im Gefängnis gewe-

sen zu sein. Er sei aus dem Nationaldienst desertiert und ihm sei deshalb 

Asyl zu gewähren. Allenfalls sei ihm aufgrund von subjektiven Nachflucht-

gründen die Flüchtlingseigenschaft zuzuerkennen und er sei vorläufig auf-

zunehmen; nebst seiner illegalen Ausreise verfüge er durch seinen Kontakt 

mit den Militärbehörden über weitere Anknüpfungspunkte, die zu Schär-

fung seines Profils führen würden.  

5.3 In ihren Vernehmlassungen führt die Vorinstanz aus, die Beschwerde-

schrift und die Beweismittel würden keine neuen erheblichen Tatsachen 

enthalten, die eine Änderung ihres Standpunktes rechtfertigen würden. 

Zwar sei von einem Aufenthalt in E._______/F._______ auszugehen, je-

doch nicht in dem vom Beschwerdeführer geltend gemachten Zusammen-

hang. Es sei nicht anzunehmen, dass er sich bereits im Nationaldienst be-

funden habe. Die kurze Haft sei eher als Kontrollhaft zu werten. Sowohl die 

Spitalaufenthalte wie auch die zwei Urlaube, die er wegen seiner Mutter 

erhalten habe, würden eher gegen eine Umerziehung im Zusammenhang 

mit der Arbeit auf der Plantage sprechen. Gemäss Bericht der SFH würden 

minderjährige Schulabbrecher, die in Razzien zur Umerziehung aufgegrif-

fen würden, zu Ausbildungszwecken nach Wia geschickt. Die Vorbringen 

des Beschwerdeführers würden keine profilschärfenden Risikofaktoren im 

Zusammenhang mit dem Nationaldienst aufweisen. Gemäss dem Arztbe-

richt vom 31. Juli 2018 habe der Beschwerdeführer aufgrund der gelunge-

nen Integration seine (…) stabilisieren können. Entscheidend für seine psy-

chische Verfassung sei gemäss Arztbericht jedoch der Ausgang des Asyl-

verfahrens. Dabei werde von krisenhafter (…) gesprochen, die im Zusam-

menhang mit dem Vollzug der Wegweisung zu prüfen sei. In Asmara be-

stehe die Möglichkeit einer Behandlung durch einen Facharzt für (…), nicht 

jedoch durch einen (…). Aus den Akten gehe jedoch nicht hervor, welche 

medizinische Behandlung der Beschwerdeführer momentan in Anspruch 

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nehme. Der Beschwerdeführer habe (…) Jahre in Eritrea gelebt, verfüge 

dort über ein dünnes Beziehungsnetz sowie über Hab und Gut. Es bestehe 

keine konkrete Gefahr, dass die mit einem Vollzug der Wegweisung ver-

bundene Entwurzelung aus dem gewachsenen sozialen Umfeld in der 

Schweiz zu einer starken Belastung führe.  

5.4 Replizierend macht der Beschwerdeführer geltend, die Argumente der 

Vorinstanz in der Vernehmlassung zur Haft und zur Arbeit auf der Plantage 

vermöchten nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz halte selbst fest, eine (…) 

Behandlung beziehungsweise eine (…), sei in Eritrea beziehungsweise in 

Asmara nicht erhältlich. Sie habe ausserdem zugegeben, dass sein Bezie-

hungsnetz dünn sei. In der Beschwerde habe er dargelegt, dass er über 

keine tragfähigen Beziehungen in Eritrea verfüge und ein Wegweisungs-

vollzug bereits deshalb unzumutbar sei.  

6.  

6.1 E._______ ist ein nördlich des Militärlagers F._______ gelegenes 

Landwirtschaftgebiet am Fluss F._______. Die Plantage in E._______ wird 

von der M._______ verwaltet und es werden unter anderem Tomaten für 

die Banatom-Alebu und Afhimbol Tomato Paste Fabriken angebaut (vgl. 

< http://www.shabait.com/(…) >; < http://www.shabait.com/(…) >, abgeru-

fen am 07.04.2020). Bei Bedarf unterstützen die Schüler von F._______ 

am Wochenende die Arbeiter der Plantage in E._______ (vgl. Human 

Rights Watch [HRW], "They Are Making Us into Slaves, Not Educating Us" 

– How Indefinite Conscription Restricts Young People's Rights, Access to 

Education in Eritrea, 08.2019). Der Beschwerdeführer hat seinen Aufent-

halt in E._______ detailliert wiedergegeben und seine Beschreibungen der 

Örtlichkeiten stimmen mit Satellitenbildern von Google Maps (Koordinaten 

[…]" Nord/ […]" Ost, abgerufen am 07.04.2020) überein. Entgegen der An-

sicht der Vorinstanz fliesst der Fluss F._______ nicht durch E._______ hin-

durch, sondern an E._______ vorbei. Der Beschwerdeführer führte weiter 

aus, die Arbeiter seien in E._______ in drei Hallen untergebracht gewesen, 

die Begleiter sowie Betreuer in einer anderen Halle (vgl. SEM-Akten act. 

A26 F97 f.). Aus dem Protokoll wird ersichtlich, dass der Fachspezialist 

nicht nachgefragt hat, um allfällige Unklarheiten diesbezüglich auszuräu-

men. Die von der Vorinstanz angegebene Quelle (Satellitenaufnahme auf 

bing.com) lässt sich mangels Angaben der Koordinaten nicht überprüfen. 

Detailliert schilderte der Beschwerdeführer seinen Alltag in E._______ (vgl. 

act. A26 F109 ff.) und nannte die Lebensmittel, die dort angepflanzt werden 

(insbesondere Bananen und Tomaten für die Firma Banatom; vgl. act. A26 

F92). Er erzählte ausserdem, dass am Wochenende jeweils Rekruten aus 

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Seite 9 

F._______ auf der Plantage gearbeitet hätten (vgl. act. A26 F96, F113 f. 

und F118). Diese Angaben stimmen mit den vorgenannten Quellen über-

ein. Die schlimmsten Erlebnisse während der Zeit in E._______ waren für 

den Beschwerdeführer der Tod seiner Mutter, die langen Arbeitszeiten und 

der Umstand, dass nur bei Krankheit ein Urlaub gewährt worden sei (vgl. 

act. A26 F129 f. und S. 23 zu F130). Der von der Vorinstanz angeführte 

Widerspruch bezüglich seines Urlaubs zufolge Krankheit wird mit der Be-

richtigung anlässlich der Rückübersetzung ausgeräumt. Der Beschwerde-

führer hielt sich nicht freiwillig in E._______ auf und musste Zwangsarbeit 

verrichten. Als er von seinem Urlaub nach seiner Krankheit nicht freiwillig 

zurückkehrte, wurde er zu Hause abgeholt und zurückgebracht. Es gab für 

ihn offenbar keine positiven Erinnerungen an E._______, weshalb er auch 

keine nannte. Weiter erklärte er, seine Kenntnisse über die frühere Unter-

bringung von Offizieren in K._______ und über das Ausbildungsprogramm 

"L._______" würden von seinem Cousin stammen, der eine Ausbildung in 

F._______ gemacht habe (vgl. act. A26 F149 f.). Unklar bleibt, welche Aus-

sagen die Vorinstanz zu den näheren Umständen der Freilassung aus der 

Haft erwartet hätte. Der Beschwerdeführer konnte darüber nicht selbst ent-

scheiden und er wurde nicht über die Beweggründe informiert. Der Fach-

spezialist fragte anlässlich der Anhörung sodann auch nicht nach, wie ge-

nau die Freilassung von statten ging, sondern wollte wissen, weshalb der 

Beschwerdeführer freigelassen worden sei (vgl. act. A26 F151). Die Vo-

rinstanz räumt selbst ein, das Wissen des Beschwerdeführers über 

E._______ sei detailliert ausgefallen, was von einer Person, die nie dort 

gewesen sei, kaum abzurufen wäre. Weiter führt sie aus, dieses Wissen 

würde jedoch eher auf Fakten als auf Erlebnissen basieren und sie 

schliesst dennoch gleichzeitig nicht aus, dass er in einem anderen, unbe-

kannten Zusammenhang dort gewesen sei. Damit widerspricht sich die  

Vorinstanz im Resultat selbst.  

Die Beschreibung des Beschwerdeführers zum Gefängnis H._______ 

stimmt mit Satellitenaufnahmen des UN Operational Satellite Applications 

Programme (UNOSAT; Koordinaten […]" Nord/ […]" Ost) überein. Die Vo-

rinstanz stützt sich unter anderem auf eine Zeugenaussage eines Gefan-

genen aus dem Jahre 2006. Auf Satellitenbildern vom 2. September 2005 

und 3. April 2015 ist jedoch ersichtlich, dass sich das Gefängnis in dieser 

Zeit verändert hat (UNOSAT Report in Support of OHCHR Commission of 

Inquiry on Human Rights in Eritrea vom 03.06.2015). Die Quellenangabe 

der Vorinstanz (google.com-Satellitenbilder) kann mangels Präzisierung 

nicht überprüft werden. Weiter führt sie nicht aus, worin genau die angeb-

lich tatsachenwidrigen Angaben des Beschwerdeführers hinsichtlich 

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Grösse der Anlage und Anzahl Hallen bestehen würden; dies wird auch 

aus dem angegebenen Report des Human Rights Council vom 5. Juni 

2015 nicht klar. Vom Beschwerdeführer kann sodann nicht verlangt wer-

den, dass er die gesamte Gefängnisanlage detailliert beschreiben kann, 

sondern nur denjenigen Teil, in welchem er inhaftiert gewesen war. 

Die Vorinstanz führt weiter aus, dass Jugendliche, die in Razzien aus-

serhalb der Schule festgenommen würden, zuweilen in Erziehungsanstal-

ten platziert würden. Dies impliziert gerade, dass dies nicht immer der Fall 

sein muss. Weshalb der Beschwerdeführer bei der Razzia von Obdachlo-

sen mitgenommen wurde, obwohl er selbst nicht obdachlos gewesen sei, 

kann ihm nicht angelastet werden; über die Beweggründe von Dritten kann 

er keine Ausführungen machen. Er machte sodann nie geltend, in den Mi-

litärdienst eingezogen worden zu sein. Vielmehr führte er aus, keine militä-

rische Ausbildung erhalten zu haben. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz 

liegt diesbezüglich kein Widerspruch in seinen Ausführungen vor.  

6.2 Die illegale Ausreise schilderte der Beschwerdeführer detailliert und mit 

Realkennzeichen versehen. Er nannte die Dauer der Reise, erzählte, wie 

er und seine drei Kollegen in einem Dorf an der Grenze eine Mitfahrgele-

genheit gefunden hätten und er diese nicht habe bezahlen müssen, da die 

anderen drei bezahlt hätten. Weiter erklärte er, wie sie sich an einem Berg 

an der Grenze orientiert hätten, um in den Sudan zu gelangen (vgl. 

act. A26 F46–51, F70–88).  

6.3 In einer Gesamtwürdigung ist aufgrund der detaillierten und mit Satel-

litenbildern übereinstimmenden Ausführungen des Beschwerdeführers da-

von auszugehen, dass er anlässlich einer Razzia aufgegriffen wurde, nach 

E._______ gebracht wurde und dort auf einer Plantage hat arbeiten müs-

sen. Glaubhaft sind auch sein Gefängnisaufenthalt in F._______ und seine 

illegale Ausreise.  

7.  

7.1 Dienstverweigerung und Desertion werden in Eritrea unverhältnismäs-

sig streng bestraft. Die Furcht vor einer Bestrafung wegen Dienstverweige-

rung oder Desertion ist dann begründet, wenn die betroffene Person in ei-

nem konkreten Kontakt zu den Militärbehörden stand. Ein solcher Kontakt 

ist regelmässig anzunehmen, wenn die betroffene Person im aktiven 

Dienst stand und desertierte. Darüber hinaus ist jeglicher Kontakt zu den 

Behörden relevant, aus dem erkennbar wird, dass die betroffene Person 

rekrutiert werden sollte (z.B. Erhalt eines Marschbefehls). In diesen Fällen 

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droht grundsätzlich nicht allein eine Haftstrafe, sondern eine Inhaftierung 

unter unmenschlichen Bedingungen und Folter, wobei Deserteure regel-

mässig der Willkür ihrer Vorgesetzten ausgesetzt sind. Die Desertion wird 

von den eritreischen Behörden als Ausdruck der Regimefeindlichkeit auf-

gefasst. Demzufolge sind Personen, die begründete Furcht haben, einer 

solchen Bestrafung ausgesetzt zu werden, als Flüchtlinge im Sinn von 

Art. 1A Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung 

der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und Art. 3 Abs. 1–3 AsylG anzuerkennen 

(vgl. zum Ganzen Entscheidungen und Mitteilungen der ehemaligen Asyl-

rekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 3; bestätigt beispielsweise im Urteil 

des BVGer E-1740/2016 vom 9. Februar 2018 E. 5.1).  

7.2 E._______ wird – wie erwähnt – von der M._______ verwaltet. Die 

Plantage gehört der Regierung und wird von einem Militäroffizier verwaltet 

(UN Human Rights Council, Report of the detailed findings of the Commis-

sion of Inquiry on Human Rights in Eritrea [A/HRC/29/CRP.1) vom 

05.06.2015; < http://www.shabait.com/(…) >, abgerufen am 07.04.2020). 

In Eritrea wird die Wirtschaft weitgehend durch den Staat – über die Re-

gierungspartei People's Front for Democracy and Justice (PFDJ) und die 

Armee – kontrolliert. Es existieren nur wenige Firmen, die nicht im Besitz 

der PFDJ oder der Armee sind (vgl. Bertelsmann Stiftung, BTI 2018 

Country Report – Eritrea, 2018). Aus den verfügbaren Quellen geht nicht 

hervor, ob Arbeitseinsätze auf der Plantage E._______ in jedem Fall Teil 

des Nationaldienstes sind und falls ja, ob sie Teil der militärischen oder 

zivilen Komponente des Nationaldienstes sind. Die Quellenlage in diesem 

Kontext ist schlicht zu dünn und die verfügbaren Informationen zu lücken-

haft, weshalb Verallgemeinerungen nicht möglich sind. Nicht ausgeschlos-

sen werden kann überdies, dass die Arbeit auf E._______ allenfalls eine 

Vorstufe zum regulären Nationaldienst darstellt (vgl. UN Human Rights 

Council, Report of the detailed findings of the Commission of Inquiry on 

Human Rights in Eritrea [A/HRC/29/CRP.1] vom 05.06.2015).  

7.3 Unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer nicht freiwillig in 

E._______ aufgehalten hat. Er wurde als Minderjähriger anlässlich einer 

Razzia aufgegriffen und musste auf der Plantage in E._______ arbeiten, 

obwohl er noch nicht im nationaldienstpflichtigen Alter war und eigentlich 

wieder hätte nach Hause gebracht werden müssen. Dadurch hat er bereits 

eine willkürliche Verfolgungsmassnahme erlebt. Nach seinem Spitalaufent-

halt kehrte er nicht freiwillig nach E._______ zurück. Deshalb wurde er zu 

Hause aufgegriffen, mitgenommen und inhaftiert. Die Zwangsarbeit und 

sein Aufenthalt in E._______ sind vorliegend aufgrund seines Alters zwar 

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noch nicht als regulärer Nationaldienst, aber als allfällige Vorstufe hierzu 

einzustufen, weshalb ihm bei unerlaubten Verlassens der Zwangsarbeit 

möglicherweise dieselben Folgen drohen könnten. Im vorliegenden Fall 

wurde dem Beschwerdeführer für die Beerdigung seiner Mutter Urlaub ge-

währt (vgl. act. A26 F44). Nach dem bewilligten Urlaub kehrte er nicht nach 

E._______ zurück, sondern reiste illegal aus. Aufgrund der einzelfallspezi-

fischen Gesamtumstände kann insgesamt nicht ausgeschlossen werden, 

dass der Beschwerdeführer als Deserteur eingestuft würde und hierdurch 

eine hohe Wahrscheinlichkeit bestünde, dass ihm seitens der eritreischen 

Regierung eine regimefeindliche Haltung unterstellt würde. Dies umso 

mehr, als der Vater des Beschwerdeführers zufolge dessen Zugehörigkeit 

zur Pfingstgemeinde festgenommen wurde und unbekannten Aufenthalt-

sortes ist. Vor diesem Hintergrund ist im vorliegenden Einzelfall eine objek-

tiv begründete Furcht des Beschwerdeführers, im Falle einer Rückkehr 

nach Eritrea ernsthaften Nachteilen im Sinne von Art. 3 AsylG ausgesetzt 

zu werden, zu bejahen.  

7.4 Zusammenfassend erfüllt der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigen-

schaft im Sinne von Art. 3 AsylG. Den Akten sind keinerlei Hinweise auf 

das Vorliegen von Asylausschlussgründen im Sinne von Art. 53 AsylG zu 

entnehmen. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen. Die angefochtene 

Verfügung ist aufzuheben und die Vorinstanz anzuweisen, die Flüchtlings-

eigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm Asyl zu gewäh-

ren. 

8.   

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten zu erheben 

(Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

8.2 Dem vertretenen Beschwerdeführer ist angesichts seines Obsiegens 

in Anwendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihm 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen.  

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 3. Oktober 2019 

eine aktualisierte Kostennote ein. Der darin für seine Bemühungen ausge-

wiesene Aufwand von 12 Stunden erscheint angemessen. Auch der Stun-

denansatz von Fr. 200.– ist angesichts des Ausgangs des Verfahrens nicht 

zu beanstanden (vgl. Art. 10 Abs. 2 VGKE). Unter Hinzurechnung der aus-

gewiesenen Auslagen im Umfang von Fr. 101.– beläuft sich das Honorar 

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des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers auf Fr. 2'501.–. Die Vor-

instanz ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

in genannter Höhe auszurichten.  

(Dispositiv nächste Seite)  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2.  

Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben. Das SEM wird angewiesen, 

die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und ihm 

Asyl zu gewähren. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 2'501.– zu entrichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Lorenz Noli Annina Mondgenast 

 

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