# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a03be90e-3e1d-5648-9860-bc137e1d1595
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.08.2010 IV 2009/138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-138_2010-08-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/138

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.07.2020

Entscheiddatum: 20.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2010
Art. 28 IVG. Bei anderer Aufteilung der Arbeitszeit (zweimal drei Stunden 
statt vier Stunden am Stück) ist die Beschwerdeführerin in der Lage, ein 
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. August 2010, IV 
2009/138).

Entscheid Versicherungsgericht, 20.08.2010

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Andrea Keller

Entscheid vom 20. August 2010

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.      

A.a M.___ meldete sich am 12. Oktober 2004 zum Bezug von IV-Leistungen 

(Umschulung, Rente) an, da sie seit Anfang 2000 unter Rückenbeschwerden leide (act. 

G 4.1). Im Arztbericht vom 16. November 2004 diagnostizierte Dr. med. A.___, FMH 

Allgemeine Medizin, bei der Versicherten unter Beilage diverser anderer Arztberichte 

chronische Lumboischialgien bei Status nach Mikrodiscektomie L4/5 rechts Mai 01 mit 

möglicher L5-Wurzelverkürzung und muskulärer Dysbalance. In der angestammten 

Tätigkeit als Büroangestellte sei die Versicherte seit 20. März 2003 zu 50% 

arbeitsunfähig. Bezüglich angepasster Arbeiten sehe er keine Alternativen, da die 

Versicherte bei ihrer Bürotätigkeit körperlich kaum belastet sei (act. G 4.10).

A.b Vom 2. bis 5. Januar 2007 wurde die Versicherte durch das Zentrum für 

Medizinische Begutachtung in Basel (nachfolgend: ZMB) internistisch, orthopädisch, 

neurologisch und psychiatrisch untersucht und begutachtet. Im Gutachten vom 20. 

Februar 2007 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

gestellt: 1. ein chronisches lumbospondylogenes Syndrom; 2. ein Status nach 

rechtsseitiger Discushernie L4/L5 mit L5-Radiculopathie; 3. ein Status nach 

Microdiscektomie 05/2001; 4. ein residuelles Reizsyndrom L5 rechts; 5. eine morbide 

Adipositas (BMI 43) sowie 6. eine konversionsneurotische Störung. Als ohne Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter ein mittelschweres Carpaltunnelsyndrom 

rechts sowie eine Oligo-/Hypo-menorrhö unklarer Ätiologie fest. Die 

Beschwerdeführerin wäre in der Lage, in ihrer aktuellen Tätigkeit in einem 

Buchhaltungsbüro zweimal drei Stunden (pro Tag) zu arbeiten; dasselbe gelte für 

anderweitige Tätigkeiten (act. G 4.36).

A.c In der Folge wurde die Versicherte schwanger, weshalb die IV-Stelle den Fall am 

12. Oktober 2007 bis zur Geburt des Kindes sistierte (act. G 4.45). Nachdem die 

Versicherte einen Sohn zur Welt gebracht hatte, fand am 8. Mai 2008 eine Abklärung in 

ihrem Haushalt statt. Im entsprechenden Protokoll hielt die Abklärungsperson fest, die 

Versicherte würde im Gesundheitsfall einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachgehen 

(act. G 4.55).

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A.d Im Schlussbericht vom 11. Juli 2008 hielt die Eingliederungsberaterin fest, die 

Versicherte betrachte ihren Arbeitsplatz als bestmöglich an ihre gesundheitlichen 

Einschränkungen angepasst und wolle diesbezüglich von einer Unterstützung der IV 

keinen Gebrauch machen. Subjektiv fühle sie sich aus gesundheitlichen Gründen 

bereits beim aktuellen Arbeitspensum überfordert. Es erscheine ihr unmöglich, eine 

höhere Arbeitsleistung zu erbringen (act. G 4.61).

A.e Im Verlaufsbericht vom 28. Oktober 2008 gab Dr. A.___ an, der 

Gesundheitszustand der Versicherten sei stationär. Bezüglich der Diagnosen hätten 

sich keine Änderungen ergeben (act. G 4.69).

B.      

B.a Mit Vorbescheiden vom 24. und 25. November 2008 stellte die IV-Stelle der 

Versicherten in Aussicht, dass sie weder Anspruch auf berufliche Massnahmen (act. G 

4.72) noch auf eine Invalidenrente (act. G 4.75) habe. Am 18. Dezember 2008 erhob die 

Versicherte Einwand gegen den Rentenvorbescheid und beantragte sinngemäss die 

Zusprache einer halben Invalidenrente. Ihr Gesundheitszustand habe sich rapid 

verschlimmert und werde jeden Tag schlimmer. Bei ihrem jetzigen Arbeitseinsatz von 

vier Stunden täglich werde die Grenze des Ertragbaren bereits oft überschritten (act. G 

4.76). In der Folge reichte sie ein Schreiben von Dr. A.___ vom 7. Januar 2009 ein, 

wonach die aus gutachterlicher Sicht zumutbare Arbeitsbelastung von zweimal drei 

Stunden täglich nicht realisierbar sei (act. G 4.77).

B.b Mit Verfügung vom 27. Januar 2009 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf 

berufliche Massnahmen, da die Versicherte angemessen eingegliedert sei (act. G 4.78).

B.c Am 5. März 2009 holte die IV-Stelle bei der Versicherten und bei Dr. A.___ weitere 

Auskünfte im Zusammenhang mit den geltend gemachten Einwänden ein (act. G 4.83 

ff.).

B.d Mit Verfügung vom 25. März 2009 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren der 

Versicherten ab, wobei sie einen Invaliditätsgrad von 25% ermittelte (act. G 4.87).

C.      

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C.a Mit Eingabe vom 23. April 2009 erhebt die Versicherte Beschwerde und verlangt 

sinngemäss die Zusprache einer halben Invalidenrente. Zur Begründung bringt sie im 

Wesentlichen vor, es sei ihr nicht möglich, die im ZMB-Gutachten festgestellte 

zumutbare Arbeitsfähigkeit von zweimal drei Stunden täglich zu realisieren. Bereits 

beim momentanen Pensum von 50% bzw. vier Stunden täglich habe sie sehr starke 

Schmerzen; teilweise könne sie nicht einmal diese vier Stunden absolvieren. Derzeit 

seien medizinisch-operative Massnahmen vorgesehen, von denen sie sich eine 

Linderung der Schmerzen erhoffe (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 23. Juni 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie im Wesentlichen aus, für die 

Bemessung der Invalidität könne nicht darauf abgestellt werden, in welchem Ausmass 

sich die versicherte Person selbst als arbeitsfähig erachte. Massgebend sei die 

medizinische Einschätzung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten, die der 

Gesundheitsbeeinträchtigung angepasst seien. Diesbezüglich könne auf das ZMB-

Gutachten abgestellt werden. Bezüglich des Invalideneinkommens könne davon 

ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin ihr derzeitiges Arbeitspensum von 

50% auf 80% aufstocken und dadurch einen Jahreslohn von Fr. 43'680.-- erzielen 

könne. Der Einkommensvergleich führe zu einem Invaliditätsgrad von 20% (act. G 4).

C.c Mit Replik vom 31. August 2009 hält die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag fest. 

In der Zwischenzeit sei die angekündigte medizinisch-operative Massnahme 

durchgeführt worden. Gemäss Angaben von Dr. A.___ sei mit einer Arbeitsunfähigkeit 

von 50% für mindestens zwei Jahre zu rechnen (act. G 6).

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf das Einreichen einer Duplik (act. G 8).

C.e Am 15. April bzw. 20. Mai 2010 unterbreitet das Gericht dem ZMB 

Ergänzungsfragen zum Gutachten vom 20. Februar 2007 und erkundigt sich 

insbesondere nach der Begründung für die von der Beurteilung von Dr. A.___ 

abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch das 

ZMB, nachdem sich die Gutachter hierzu nicht explizit geäussert hatten (act. G 10 f.). 

Die Stellungnahme des ZMB erfolgt am 22. Juni 2010 (act. G 12); am 28. Juni 2010 

wird den Parteien diesbezüglich das rechtliche Gehör gewährt (act. G 13). Während die 

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Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. Juli 2010 an ihrem Antrag festhält bzw. weitere 

Abklärungen für angezeigt hält (act. G 15), verzichtet die Beschwerdegegnerin auf eine 

Stellungnahme.

Erwägungen:

1.       

Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des 

Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung über 

die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, 

dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den 

materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 467 E. 

1, 126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging am 25. März 

2009, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten 

Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und 

aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch 

nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals 

geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-

Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1).

2.       

2.1   Unter Invalidität wird die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit verstanden (Art. 8 ATSG). Erwerbsunfähigkeit 

ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). Der Grad der für 

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einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird gemäss Art. 16 ATSG 

durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das Einkommen, das die 

versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der Durchführung der 

notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in Beziehung 

gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie 

nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70%, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein 

Invaliditätsgrad von mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

und bei einem IV-Grad von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

2.2   Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, sind die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des streitigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Dies 

bedeutet nicht, dass Parteigutachten durch den Umstand allein, dass sie von einer 

Partei eingeholt und in das Verfahren eingebracht wurden, ohne weiteres minder 

beweiskräftig sind. Denn auch sie können nützliche Äusserungen zum medizinischen 

Sachverhalt enthalten. Daraus folgt wiederum nicht, dass sie den gleichen Rang wie ein 

vom Gericht oder vom Sozialversicherer nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht 

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eingeholtes Gutachten besitzen. Relevant werden sie nur, wenn ihre Aussagen die 

Auffassungen und Schlussfolgerungen des förmlich bestellten Gutachtens in 

rechtserheblichen Fragen derart zu erschüttern vermögen, dass davon abzuweichen 

wäre (BGE 125 V 351 E. 3c). Was Berichte von Hausärzten angeht, muss die 

Erfahrungstatsache mitberücksichtigt werden, dass Hausärzte mitunter aufgrund ihrer 

auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher dazu neigen, zu Gunsten 

ihrer Patienten auszusagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Bei der Abschätzung des 

Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung dürfen 

allerdings auch die potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht 

vergessen werden. Der Umstand allein, dass eine Einschätzung vom behandelnden 

Mediziner stammt, darf nicht dazu führen, sie als von vornherein unbeachtlich 

einzustufen; die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Betreuung 

durch behandelnde Ärzte bringt oft wertvolle Erkenntnisse hervor. Auf der anderen 

Seite lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch 

tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 

fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- 

oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen 

zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen 

gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung 

aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige - und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 

unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 

2007, I 514/06, E. 2.2.1 mit Hinweisen).

3.       

3.1   In medizinischer Hinsicht stützt sich die angefochtene Verfügung auf das ZMB-

Gutachten vom 20. Februar 2007 (act. G 4.36). Die Beschwerdeführerin wendet ein, die 

von den Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit von zweimal drei Stunden pro Tag sei 

nicht realisierbar, da sie sehr grosse Schmerzen habe. Dieser Auffassung sei auch Dr. 

A.___. Die Schmerzproblematik wurde im Gutachten jedoch berücksichtigt und ist 

insoweit auch in die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit miteingeflossen. So haben die 

Gutachter die von der Beschwerdeführerin beklagten Beschwerden ausführlich 

thematisiert. Sie haben die betreffenden Äusserungen der Beschwerdeführerin als 

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glaubwürdig taxiert und keine Anzeichen für Aggravation oder Simulation festgestellt, 

ihre Kollaboration sei einwandfrei. Im Rahmen der Gesamtwürdigung hielten die 

Gutachter fest, bei der Beschwerdeführerin bestehe ein komplexes Krankheitsbild. 

Einerseits habe sie im somatischen Bereich zwei Haupterkrankungen, nämlich ein 

chronisches Lumbovertebralsyndrom wie auch eine morbide Adipositas. Andererseits 

habe sie im psychiatrischen Bereich eine konversionsneurotische Störung. Sie (die 

Gutachter) seien der Ansicht, dass diese drei Erkrankungen miteinander interferierten. 

Insgesamt verursachten diese eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit als Büroangestellte. Die Beschwerdeführerin sei in 

der Lage, zweimal drei Stunden in ihrer aktuellen Tätigkeit zu arbeiten.

Auf Anfrage des Gerichts (act. G 10) begründeten die Gutachter die - im Vergleich zur 

Beurteilung von Dr. A.___ - höhere Arbeitsfähigkeitsschätzung damit, dass angesichts 

der diversen gesundheitlichen Störungen der Beschwerdeführerin eine halbtägige 

Tätigkeit mit vier Stunden am Stück nicht die idealen Voraussetzungen erfülle, um der 

eingeschränkten Belastbarkeit der Wirbelsäule Rechnung zu tragen. Eine Aufteilung der 

Tätigkeit in zwei Stücke wäre besser, wobei der Beschwerdeführerin ein dreistündiges 

Pensum pro Halbtag zuzumuten sei. Aufgrund der Kombination des chronischen 

Lumbovertebralsyndroms und der morbiden Adipositas sei eine längere Pause mit der 

Möglichkeit, sich zu bewegen, sicher indiziert. Ferner sei darauf hinzuweisen, dass Dr. 

A.___ der Beschwerdeführerin seit 2002 dauernd eine 50%ige Arbeitsfähigkeit 

diagnostiziere, dass jedoch eine solche Beurteilung in den darauf folgenden Jahren von 

anderen beurteilenden Ärzten nicht übernommen worden sei. Nach der 

Rehabilitationskur in der Klinik Valens sei der Beschwerdeführerin bei Entlassung eine 

reduzierte Arbeitsfähigkeit attestiert worden, doch sei darauf hingewiesen worden, 

dass eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit in den darauf folgenden Wochen zu erwarten 

sei. Die vom ZMB attestierte Arbeitsfähigkeit von zweimal drei Stunden pro Tag könne 

aufgrund der Akten auf 1. Januar 2004 zurückdatiert werden (act. G 12).

Diese Ausführungen sind nachvollziehbar und überzeugend. Es ist somit davon 

auszugehen, dass es sich bei der Einschätzung von Dr. A.___ um eine Beurteilung 

desselben Sachverhalts handelt, die vorliegend nicht geeignet ist, die Ergebnisse der 

interdisziplinären Untersuchung in Zweifel zu ziehen, zumal Dr. A.___ keine konkrete 

Kritik am Gutachten übt.

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3.2   Soweit die Beschwerdeführerin im Rahmen der Replik vorbringt, in der 

Zwischenzeit hätten die angekündigten medizinisch-operativen Massnahmen 

durchgeführt werden können, und es sei mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50% für 

mindestens zwei Jahre zu rechnen (act. G 6), kann darauf im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren nicht eingegangen werden, da das Gericht in zeitlicher Hinsicht 

lediglich den Sachverhalt beurteilen kann, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses 

der angefochtenen Verfügung entwickelt hat. Dasselbe gilt für die Ausführungen der 

Beschwerdeführerin in der Stellungnahme vom 6. Juli 2010 (act. G 15), soweit sie sich 

auf die Entwicklung (auch in Bezug auf das Arbeitsverhältnis) nach dem Zeitpunkt des 

Erlasses der angefochtenen Verfügung beziehen. Sollte sich der Gesundheitszustand 

der Beschwerdeführerin in der Zwischenzeit verschlechtert haben, steht ihr die 

Möglichkeit offen, sich gestützt darauf erneut zum Bezug von IV-Leistungen 

anzumelden. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, eine Aufteilung ihres 

Arbeitstags in zwei Halbtage bringe für sie in erster Linie doppelten Aufwand (doppelter 

Arbeitsweg, mehr Stress), kann ihr nicht gefolgt werden, sollte sie die freie Zeit doch 

gemäss Gutachtern zur allgemeinen Mobilisation und einem adäquaten Muskeltraining 

nutzen.

3.3   Zusammengefasst bleibt damit festzuhalten, dass für die Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit auf das ZMB-Gutachten vom 20. Februar 2007 (act. G 4.36) abgestellt 

werden kann, wonach die Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als 

Büroangestellte (ebenso wie eine andere adaptierte Tätigkeit) während zweimal drei 

Stunden pro Tag ausüben kann.

4.       

Zu prüfen bleibt damit, wie sich die Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit auf die 

erwerbliche Situation der Beschwerdeführerin auswirken. Bezüglich des 

Valideneinkommens wurde in der angefochtenen Verfügung zu Recht auf das 

Einkommen abgestellt, das die Beschwerdeführerin gemäss Angaben ihrer 

Arbeitgeberin im Jahr 2004 (Zeitpunkt des allfälligen Rentenbeginns) verdient hätte (vgl. 

act. G 4.9); dies wird von der Beschwerdeführerin auch gar nicht bestritten. Was das 

Invalideneinkommen anbelangt, wurde in der angefochtenen Verfügung auf das effektiv 

erzielte Einkommen der Beschwerdeführerin abgestellt, wobei dieses auf ein 75%-

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Pensum aufgerechnet wurde. In der Beschwerdeantwort macht die 

Beschwerdegegnerin geltend, die von den Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit 

entspreche einem 80%-Pensum, womit sich der Invaliditätsgrad auf 20% reduziere. 

Dies trifft jedoch nicht zu. Gemäss Angaben der Arbeitgeberin der Beschwerdeführerin 

beträgt das normale Arbeitspensum acht Stunden pro Tag (act. G 4.9); die der 

Beschwerdeführerin zumutbare Restarbeitsfähigkeit von zweimal drei Stunden 

entspricht somit einem 75%-Pensum. Der der angefochtenen Verfügung zugrunde 

gelegte Einkommensvergleich ist somit grundsätzlich korrekt. Selbst wenn in diesem 

Zusammenhang die Annahme der Beschwerdegegnerin, wonach davon ausgegangen 

werden könne, dass die Beschwerdeführerin ihr derzeitiges Arbeitspensum (bei 

derselben Arbeitgeberin) von 50% auf 80% (richtig: 75%) aufstocken könne, nicht 

zutreffen sollte, wäre davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch bei einer 

anderen Arbeitgeberin in der Lage wäre, ein Einkommen in der (im Rahmen der 

angefochtenen Verfügung) angenommenen Grössenordnung von Fr. 40'950.-- zu 

erzielen, entspricht dieses doch in etwa dem LSE-Tabellenlohn für Frauen im 

Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt) für das Jahr 2004. 

Damit hat die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren der Beschwerdeführerin zu 

Recht abgelehnt.

5.      

5.1   Im Sinn der obigen Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

5.2   Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, 

ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1  IVG in 

der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung) und ermessensweise auf Fr. 

600.-- anzusetzen. Zwar unterliegt die Beschwerdeführerin, doch war der Sachverhalt 

im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung insofern zu wenig abgeklärt, 

als dem ZMB-Gutachten keine Begründung für die von Dr. A.___ abweichende 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung entnommen werden konnte, so dass das Gericht 

gezwungen war, Ergänzungsfragen an die Gutachter zu richten. Entsprechend hat die 

Beschwerdeführerin die Verfügung vom 25. März 2009 zu Recht angefochten; das 

Gericht hätte diese Verfügung auch aufheben und die Sache zu ergänzenden 

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Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückweisen können. Unter diesen 

Umständen rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen. Diese wird zudem für die entstandenen Abklärungskosten in Höhe von 

Fr. 886.20 aufzukommen haben (vgl. act. G 14). Der Beschwerdeführerin ist der 

geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- zurückzuerstatten.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin bezahlt die Verfahrenskosten von Fr. 1'486.20. Der 

Beschwerdeführerin wird der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

zurückerstattet.

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