# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 406d609f-4279-567b-950a-a86d3c15c2c8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.11.2022 SB210317
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210317_2022-11-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer   
 

 

Geschäfts-Nr.: SB210317-O/U/nm-as 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Ersatzoberrichter 

lic. iur. Vesely und Ersatzoberrichterin lic. iur. Tschudi sowie Ge-

richtsschreiberin MLaw Boese 

Urteil vom 11. November 2022 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Anklägerin und Erstberufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Zweitberufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

 

betreffend gewerbs- und bandenmässigen Diebstahl etc. und Widerruf 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 
17. März 2021 (DG200227) 
 

  

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 10. November 2020 

(HD Urk. 23) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz:  

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB, 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, 

− der mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB, 

− der mehrfachen Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 

und 3 StGB, 

− des mehrfachen, teilweise versuchten betrügerischen Missbrauchs ei-

ner Datenverarbeitungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, teil-

weise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− der mehrfachen, teilweise geringfügigen Sachbeschädigung im Sinne 

von Art. 144 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 172ter StGB, 

− des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs im Sinne 

von Art. 186 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− des mehrfachen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g 

(i.V.m. lit. c und d) des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG), 

− des mehrfachen Vergehens im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a des Waf-

fengesetzes, 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. a und b SVG, 

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− des Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 

lit. a und b SVG, 

− der versuchten Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der 

Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− der Hinderung einer Amtshandlung im Sinne von Art. 286 StGB sowie 

− der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 des Betäu-

bungsmittelgesetzes (BetmG). 

2. Das Verfahren betreffend mehrfache Übertretung im Sinne von Art. 19a 

Ziff. 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG) vor dem 17. März 2018 wird 

eingestellt. 

3. Der bedingte Vollzug des Anteils von 100 Tagessätzen zu je Fr. 30.– bezüg-

lich der mit Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 22. April 2014 teilbedingt 

ausgefällten Geldstrafe wird widerrufen. 

4. Der Beschuldigte wird bestraft mit 44 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 441 Tage durch Untersuchungs- und Sicherheitshaft erstan-

den sind, sowie unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit einer Geldstrafe 

von 110 Tagessätzen zu je Fr. 30.– als Gesamtstrafe, teilweise als Zusatz-

strafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, 

Zweigstelle Flughafen, vom 21. März 2019 ausgefällten Strafe, und mit einer 

Busse von Fr. 600.–. 

5. Die Freiheitsstrafe sowie die Geldstrafe werden vollzogen. 

6. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 6 Tagen. 

7. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. c StGB für die 

Dauer von 9 Jahren aus dem Gebiet der Schweiz verwiesen. 

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Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informati-

onssystem (SIS) angeordnet. 

8. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern ver-

pflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____ AG) den Betrag von Fr. 66'693.15 als 

Schadenersatz zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegeh-

ren auf den Zivilweg verwiesen. 

9. a) Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung in solidarischer Haf-

tung mit allfälligen Mittätern verpflichtet, der Privatklägerin 2 (C._____) den 

Betrag von Fr. 3'500.–, zuzüglich 5 % Zins ab 8. März 2019, als Schadener-

satz zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den 

Zivilweg verwiesen. 

b) Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin 2 (C._____) wird abgewie-

sen. 

10. a) Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin 3 

(D._____) aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadener-

satzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadener-

satzanspruches wird die Privatklägerin 3 auf den Zivilweg verwiesen. 

b) Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin 3 (D._____) wird abgewie-

sen. 

11. a) Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern 

verpflichtet, dem Privatkläger 4 (E._____) den Betrag von Fr. 20'650.10, zu-

züglich 5 % Zins ab 17. Juni 2019, als Schadenersatz zu bezahlen. Es wird 

davon Vormerk genommen, dass diese Schadenersatzforderung ganz oder 

teilweise durch die B._____ AG gedeckt ist. Im Mehrbetrag wird das Scha-

denersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen. 

b) Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 4 (E._____) wird abgewie-

sen. 

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12. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern ver-

pflichtet, der Privatklägerin 5 (F._____ AG) den Betrag von Fr. 200.–, zuzüg-

lich 5 % Zins ab 7. April 2019, als Schadenersatz zu bezahlen. 

13. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern ver-

pflichtet, der Privatklägerin 7 (B._____ AG) den Betrag von Fr. 299'810.– als 

Schadenersatz zu bezahlen. 

14. a) Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern 

verpflichtet, der Privatklägerin 8 (G._____ GmbH) den Betrag von 

Fr. 2'156.20, zuzüglich 5 % Zins ab 10. Februar 2019, als Schadenersatz zu 

bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg 

verwiesen. 

b) Das Genugtuungsbegehren der Privatklägerin 8 (G._____ GmbH) wird 

abgewiesen. 

15. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern ver-

pflichtet, der Privatklägerin 9 (H._____ Versicherungen) den Betrag von 

Fr. 2'011.20 als Schadenersatz zu bezahlen. 

16. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 10 (I._____ Stadt Zü-

rich) den Betrag von Fr. 300.– als Schadenersatz zu bezahlen. 

17. Der Beschuldigte wird in solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern ver-

pflichtet, der Privatklägerin 11 (J._____ Versicherungen) den Betrag von 

Fr. 15'709.– als Schadenersatz zu bezahlen. 

18. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin 12 (K._____ …) den 

Betrag von Fr. 100.– als Schadenersatz zu bezahlen. 

19. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Juni 2020 be-

schlagnahmte Barschaft in der Höhe von Fr. 275.40 (Quittung 1, 2 und 3) 

wird zur teilweisen Deckung der Verfahrenskosten verwendet. 

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20. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. 

bzw. 10. Juni 2020 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich la-

gernden Gegenstände werden dem Beschuldigten auf erstes Verlangen 

herausgegeben und andernfalls nach Ablauf von drei Monaten nach Eintritt 

der Rechtskraft dieses Urteils vernichtet: 

− Winterjacke (Asservat-Nr. A012'448'010), 
− Kapuzenpullover (Asservat-Nr. A012'448'123), 
− 1 Mobiltelefon, HTC (Asservat-Nr. A009'076'306), 
− 1 Mobiltelefon, Samsung (Asservat-Nr. A009'076'679), 
− 1 Mobiltelefon, Nokia (Asservat-Nr. A009'076'726), 
− 1 Mobiltelefon, Apple, iPhone (Asservat-Nr. A009'076'748), 
− 1 Mobiltelefon, inkl. SIM-Karte, Samsung (Asservat-Nr. A009'076'817), 
− 1 Mobiltelefon, Apple, iPhone (Asservat-Nr. A009'076'851), 
− 1 Laptop, MacBook Air (Asservat-Nr. A009'076'908), 
− 1 Mobiltelefon, Apple, iPhone (Asservat-Nr. A009'076'839), 
− 1 Tablet, Huawei (Asservat-Nr. A009'076'884), 
− 1 Computer, Acer (Asservat-Nr. A009'076'920), 
− 5 Festplatten / Sticks (Asservat-Nr. A009'076'953), 
− 1 Mobiltelefon, inkl. SIM-Karte, Apple, iPhone (Asservat-Nr. 

A009'074'275), 
− 1 SIM-Karte, Yallo (Asservat-Nr. A009'074'300), 
− 2 SIM-Karten, Lebara und Yallo (Asservat-Nr. A009'074'311), 
− 1 Mobiltelefon, Sci i9+++ (Asservat-Nr. A009'775'308), 
− Verpackung zu iPhone 6 Plus (Asservat-Nr. A009'775'353), 
− 1 Lautsprecher, JBL, Flip 3 (Asservat-Nr. A009'775'375), 
− 1 Mobiltelefon, inkl. SIM-Karte, Apple, iPhone 6 Plus (Asservat-Nr. 

A009'658'440), 
− 1 Mobiltelefon, inkl. SIM-Karte, Apple, iPhone 5 (Asservat-Nr. 

A009'658'564), 
− 1 schwarzes Notizbuch (Asservat-Nr. A009'076'191), 
− 1 Schlüsselbund mit 7 Schlüsseln (Asservat-Nr. A009'077'116), 
− 1 Schlüsselbund mit div. Schlüsseln (Asservat-Nr. A009'774'918), 
− 1 Schlüsselring mit vier Schlüsseln (Asservat-Nr. A009'774'930), 
− 1 Schlüsselbund mit Schlüssel (Asservat-Nr. A011'453'068), 

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− 1 Rucksack (Asservat-Nr. A009'075'405), 
− 1 Rucksack, Gym-Bag (Asservat-Nr. A009'661'192), 
− 1 Bluejeans, Two Denim (Asservat-Nr. A009'794'621), 
− 1 Bluejeans, Behype (Asservat-Nr. A009'794'632), 
− 1 Jacke, Rocket Rugged (Asservat-Nr. A009'794'643), 
− 1 Weste, Forty Five Rpm Denim (Asservat-Nr. A009'794'654). 

21. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Juni 2020 be-

schlagnahmte und bei der Kantonspolizei Zürich lagernde Mobiltelefon (App-

le, iPhone 6, Asservat-Nr. A009'768'723) wird L._____ nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils auf erstes Verlangen herausgegeben und andern-

falls nach Ablauf von drei Monaten vernichtet. 

22. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Juni 

2020 beschlagnahmten und bei der Stadtpolizei Zürich unter den BM Lager-

Nrn. S00559-2016, S00560-2016, S00566-2016, S01972-2016, B05048-

2016 sowie S00958-2018 lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmit-

telutensilien werden eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der 

Rechtskraft dieses Urteils zur Vernichtung überlassen: 

− 1 Minigrip Kokain, brutto 2.2 Gramm (Asservat-Nr. A009'074'253), 
− 2 Minigrip Marihuana, brutto 6.9 Gramm (Asservat-Nr. A009'074'366), 
− 3 Portionen Kokain, brutto 3.3 Gramm (Asservat-Nr. A009'076'986), 
− 1 Portion Streckmittel, brutto 1.4 Gramm (Asservat-Nr. A009'076'997), 
− 1 Portion Streckmittel, brutto 8.6 Gramm (Asservat-Nr. A009'077'003), 
− 1 Portion Marihuana, brutto 18 Gramm (Asservat-Nr. A009'077'014), 
− 1 Feinwaage Swiss Check200 (Asservat-Nr. A009'077'036), 
− 1 Feinwaage Myco (Asservat-Nr. A009'077'069), 
− Div. Betäubungsmittel-Verpackungsmaterial (Asservat-Nr. 

A009'077'070), 
− 1 Mörser (Asservat-Nr. A009'077'092), 
− 1 Vakuumiermaschine (Asservat-Nr. A009'077'105), 
− 5 Portionen Marihuana, netto 18.1 Gramm (Asservat-Nr. 

A009'569'497), 
− 10 Portionen Kokain, netto 7.9 Gramm (Asservat-Nr. A009'569'511), 
− 1 Portion Kokain, netto 4.6 Gramm (Asservat-Nr. A009'569'533), 

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− 2 Portionen Haschisch (Asservat-Nr. A009'775'659), 
− 1 Spritze (Asservat-Nr. A009'794'665), 
− 1 Minigrip Marihuana, brutto 0.9 Gramm (Asservat-Nr. A009'794'687), 
− 1 Bong Glas (Asservat-Nr. A009'794'698), 
− 1 Minigrip Marihuana, brutto 3.3 Gramm (Asservat-Nr. A009'794'701), 
− 1 Hanfmühle (Asservat-Nr. A009'794'712), 
− 1 Minigrip Marihuana, brutto 4.8 Gramm (Asservat-Nr. A009'794'723), 
− 3 Ampullen Amphetamine (Asservat-Nr. A009'794'734), 
− Minigrip Verpackungsmaterial (Asservat-Nr. A011'453'057), 
− 11 Portionen Kokain, netto 6.3 Gramm (Asservat-Nr. A011'453'046), 
− 12 Portionen Kokain, netto 6.0 Gramm (Asservat-Nr. A011'496'121), 
− 1 Herrentasche, Marke Louis Vuitton (Asservat-Nr. A011'453'002). 

23. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Juni 

2020 beschlagnahmten und bei der Kantonspolizei Zürich unter der Polis-

Geschäfts-Nr. 65991062 lagernden Waffen und Waffenzubehöre werden 

eingezogen und der Lagerbehörde nach Eintritt der Rechtskraft dieses Ur-

teils zur Vernichtung überlassen: 

− 1 Butterfly Messer (Asservat-Nr. A009'075'187), 
− 1 automatisches Klappmesser (Asservat-Nr. A009'075'201), 
− 1 CO2 Revolver, Phyton 357 (Asservat-Nr. A009'075'267), 
− 1 Teleskopschlagstock (Asservat-Nr. A009'074'264), 
− 1 Pistole, Marke Walther (Asservat-Nr. A009'075'041), 
− 1 Magazin leer, Walter PPK (Asservat-Nr. A009'075'052), 
− 1 Schachtel Patronen, Browning (Asservat-Nr. A009'075'165), 
− 1 Sturmhaube (Asservat-Nr. A009'775'671). 

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24. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 7'500.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 18'000.00  Gebühr für das Vorverfahren 
Fr. 13'183.35  drei Gutachten FOR und drei Gutachten IRM 
Fr. 3'600.00  Telefonkontrolle (RTI) 
Fr. 321.20  Auslagen Notfalltüröffnung 

Fr. 
 

3'650.45 
 

 Anteil Auslagen Polizei/FOR Berichte/IRM Berichte 
 "AS._____" 

Fr. 40.00  Transportkosten, Regionalgefängnis Bern 
Fr. 1'200.00  Gebühr OGZ; Geschäfts-Nr. UB200109-O 
Fr. 
 

28'940.05 
 

 amtliche Verteidigung Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 
(inkl. Barauslagen und Mwst) 

Fr. 24'059.70  amtliche Verteidigung Rechtsanwalt lic. iur. X1._____  (inkl. Barauslagen und Mwst) 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

25. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auf-

erlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

26. Der Beschuldigte wird in solidarischer Verpflichtung mit allfälligen Mittätern 

verpflichtet, der Privatklägerin 6 (L._____ AG) für das gesamte Verfahren 

eine Prozess- bzw. Umtriebsentschädigung in der Höhe von Fr. 20'513.50 

(inkl. Barauslagen und Mwst) zu bezahlen. 

  

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Berufungsanträge: 

a) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl:  

(Urk. 82 S. 2; Urk. 147 S. 2) 

1. Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs. 

2. Bestätigung des vorinstanzlichen Widerrufs des bedingten Vollzugs 

des Anteils von 100 Tagessätzen zu Fr. 30.– bezüglich der mit Urteil 

des Bezirksgerichts Zürich vom 22. April 2014 teilbedingt ausgefällten 

Geldstrafe. 

3. Bestrafung des Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren 

und unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit einer Geldstrafe von 

110 Tagessätzen zu Fr. 30.–, als Gesamtstrafe und Zusatzstrafe zum 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft WInterthur/Unterland, Zweigstelle 

Flughafen, vom 21. März 2019, sowie mit einer Busse von Fr. 600.–. 

4. Bestätigung des Vollzugs der Freiheits- und Geldstrafe. 

5. Bestätigung der Bezahlung der Busse. 

6. Anordnung einer Landesverweisung von 12 Jahren und deren Aus-

schreibung im Schengener Informationssystem (SIS). 

7. Im Übrigen Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

8. Unter Kostenfolgen des zweitinstanzlichen Verfahrens zulasten des 

Beschuldigten. 

b) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____: 

(Urk. 84 S. 2 f.; Urk. 145 S. 1 f.; Prot. II S. 55) 

1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf des banden- und gewerbsmässigen 

Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 und 2 

StGB freizusprechen. 

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2. Er sei unter Einbezug der widerrufenen Strafe mit 18 Monaten Frei-

heitsstrafe sowie mit einer Busse von Fr. 600.– zu bestrafen.  

3. Es sei dem Beschuldigten der bedingte Strafvollzug zu gewähren, un-

ter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren. 

4. Von einer obligatorischen Landesverweisung sei in Anwendung von 

Art. 66a Abs. 2 StGB abzusehen. 

5. Die Zivilforderungen gemäss der Dispositivziffern 11a, 13 und 26 seien 

auf den Zivilweg zu verweisen. 

 

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Erwägungen: 

I. Verfahrensverlauf 

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung unnötiger Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 80 S. 9 ff.). 

2. Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, 

vom 17. März 2021 im Sinne des eingangs wiedergegebenen Dispositivs schuldig 

gesprochen und bestraft. Das Urteil wurde gleichentags mündlich sowie schriftlich 

im Dispositiv eröffnet (Urk. 65; Prot. I S. 20 ff.). Die Staatsanwaltschaft meldete 

am 22. März 2021 und die Verteidigung des Beschuldigten am 25. März 2021 

rechtzeitig Berufung an (Urk. 70 und Urk. 71; Art. 399 Abs. 1 StPO). Das begrün-

dete Urteil (Urk. 74 bzw. Urk. 80) wurde den Parteien am 1., 2., 4. und 9. Juni 

2021 zugestellt (Urk. 79/1-13), woraufhin die Staatsanwaltschaft mit Schreiben 

vom 14. Juni 2021 und die amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 21. Juni 2021 

innert Frist die Berufungserklärung beim hiesigen Gericht einreichten (Urk. 82 und 

Urk. 84; Art. 399 Abs. 3 StPO).  

3. Innert der angesetzten Frist gemäss Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO (Urk. 86) 

wurde keine Anschlussberufung erhoben.  

4. Mit Eingabe vom 16. Februar 2022 liess der Beschuldigte den Antrag stel-

len, es sei ihm der direkte Übertritt ins EM-Backdoor zu gewähren. Eventualiter 

sei er in den offenen Vollzug zu versetzen (Urk. 97). Mit Präsidialverfügung vom 

23. März 2022 wurde auf den Hauptantrag des Beschuldigten betreffend Übertritt 

ins EM-Backdoor nicht eingetreten. Der Eventualantrag wurde abgewiesen 

(Urk. 114). Eine dagegen erhobene Beschwerde in Strafsachen wies das Bun-

desgericht ab, soweit es darauf eintrat (Urk. 138).  

5. Am 18. Mai 2022 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 11. November 

2022 vorgeladen (Urk. 130).  

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6. Zusammen mit einem Vollzugsbericht vom 4. Mai 2022 und dem Insassen-

Stammblatt leitete die Justizvollzugsanstalt Pöschwies dem hiesigen Gericht ein 

Gesuch des Beschuldigten persönlich um bedingte Entlassung aus dem vorzeiti-

gen Strafvollzug weiter (Eingang: 9. Mai 2022; Urk. 124 bis Urk.126). Mit Eingabe 

vom 19. Mai 2022 stellte auch die amtliche Verteidigung ein gleichlautendes Ge-

such (Urk. 131). Am 25. Mai 2022 wurde die Entlassung des Beschuldigten aus 

dem vorzeitigen Strafvollzug per 9. Juni 2022 verfügt und der Antrag der Staats-

anwaltschaft, dass der Beschuldigte zur Sicherung der bevorstehenden Beru-

fungsverhandlung in Sicherheitshaft zu versetzen sei, abgewiesen (Urk. 140). Am 

9. Juni 2022 wurde der Beschuldigte aus der Haft entlassen und auf freien Fuss 

gesetzt (Urk. 143). 

7. Am 11. November 2022 fand die Berufungsverhandlung in Anwesenheit des 

Beschuldigten, des amtlichen Verteidigers und des Vertreters der Staatsanwalt-

schaft statt (Prot. II S. 9 ff.). Vorfragen waren keine zu entscheiden und – abgese-

hen von der Einvernahme des Beschuldigten (Prot. II S. 15 ff. und S. 31 ff.) – auch 

keine Beweise abzunehmen. Das Urteil erging im Anschluss an die Berufungsver-

handlung und wurde den Parteien schriftlich eröffnet (Prot. II S. 68; Urk. 154/1-16). 

II. Prozessuales 

1. Rechtskraft / Nichteintreten 

1.1. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechts-

kraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Art. 399 

Abs. 3 Satz 2 StPO sieht vor, dass diejenige Partei, die Berufung angemeldet hat, 

in der Berufungserklärung anzugeben hat, ob sie das erstinstanzliche Urteil voll-

umfänglich oder nur in Teilen anficht. Ist Letzteres der Fall, hat sie in der Beru-

fungserklärung zudem verbindlich darzulegen, auf welche Teile des angefochte-

nen Urteils sich die Berufung beschränkt (Art. 399 Abs. 4 StPO). Während eine 

nachträgliche Einschränkung der Berufung auch anlässlich der mündlichen Beru-

fungsverhandlung noch erklärt werden kann, ist eine Ausdehnung der Berufungs-

anträge auf bisher nicht angefochtene Teile des Urteils nach Ablauf der gesetzli-

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chen Frist gemäss Art. 399 Abs. 3 Satz 1 StPO nicht mehr zulässig (BSK StPO – 

EUGSTER, N 3 und N 6 zu Art. 399 StPO). 

1.2. Die Staatsanwaltschaft ficht die Dispositivziffern 4 (Strafe) und 7 (Landes-

verweisung) an (Urk. 82 S. 1 f.; Urk. 147 S. 2). Mit der Berufungserklärung liess 

der Beschuldigte die Dispositivziffern 1 teilweise (Schuldspruch wegen gewerbs- 

und bandenmässigen Diebstahls, mehrfacher Hehlerei, mehrfachen Vergehens 

gegen das Betäubungsmittelgesetz und Hinderung einer Amtshandlung), 3 bis 

6 (Widerruf, Strafe und Vollzug), 7 (Landesverweisung) sowie 8 bis 18 (Zivilforde-

rungen) anfechten (Urk. 84 S. 2 f.). Mit Eingabe vom 8. November 2022 und an-

lässlich der Berufungsverhandlung schränkte die amtliche Verteidigung die Beru-

fung des Beschuldigten teilweise ein (Urk. 145 S. 1 f.; Prot. II S. 55). Dies ist wie 

gezeigt ohne Weiteres möglich. Angefochten sind gemäss den neu gestellten An-

trägen die Dispositivziffern 1 Lemma 1 (Schuldspruch wegen gewerbs- und ban-

denmässigen Diebstahls), 3 (Widerruf), 4 bis 6 (Strafe und Vollzug), ferner die 

Dispositivziffern 7 (Landesverweisung), 11.a) und 13 (Zivilforderungen) sowie 

26 (Prozessentschädigung). 

1.3. Unangefochten blieben somit die Dispositivziffern 1 (mit Ausnahme des 

Schuldspruchs wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls), 2 (Einstellung 

des Verfahrens betreffend Übertretungen des Betäubungsmittelgesetzes vor dem 

17. März 2018), 8 bis 10, 11.b), 12 und 14 bis 18 (Zivilforderungen), 19 bis 23 

(beschlagnahmte Gegenstände), 24 und 25 (Kostendispositiv). Entsprechend ist 

vorab mittels Beschluss festzustellen, dass das vorinstanzliche Urteil in diesem 

Umfang in Rechtskraft erwachsen ist. 

1.4. Hinsichtlich der Dispositivziffer 26 (Prozessentschädigung) ist festzuhalten, 

dass die amtliche Verteidigung erst anlässlich der Berufungsverhandlung und 

damit nach Ablauf der 20-tägigen Frist zur Berufungserklärung vorbrachte, das 

erstinstanzliche Urteil in diesem Punkt anzufechten. Damit dehnte sie die Beru-

fungsanträge auf einen bisher nicht angefochtenen Teil aus (vgl. Urk. 84 S. 2 f.), 

was unzulässig ist. Auf die Berufung des Beschuldigten ist folglich in Bezug auf 

die Dispositivziffer 26 (Prozessentschädigung) nicht einzutreten. 

- 15 - 

2. Beweisanträge 

Die amtliche Verteidigung beantragte mit der Berufungserklärung, dass die 

Schuldfähigkeit des Beschuldigten durch eine sachverständige Person gemäss 

Art. 182 ff. StPO abzuklären sei. Dieser Person sei zudem die Frage vorzulegen, 

ob die Anordnung einer Massnahme für den Beschuldigten angezeigt sei. Weiter 

seien C._____, E._____, N._____ und O._____, eine Angestellte von E._____, 

P._____, Q._____, R._____, S._____, T._____, "U.________" (Verkäufer des 

Natels) sowie die Polizeibeamten, welche die Hausdurchsuchung durchführten, 

zu befragen. Schliesslich sei eine Schätzung der Brosche und Anhänger betref-

fend Dossier 4 vorzunehmen (Urk. 84 S. 6 ff.). Anlässlich der Berufungsverhand-

lung hielt die Verteidigung an diesen Beweisanträgen fest (Prot. II S. 15; Urk. 145 

S. 3 ff. und S. 8). Darüber hinaus beantragte sie, es seien sämtliche Verfahrens-

akten sowie die bereits ergangenen Urteile betreffend die weiteren Beschuldigten 

beizuziehen (Urk. 145 S. 11 und S. 13 f.; Prot. II S. 55 ff.). Diese Beweisanträge 

sind aus folgenden Gründen abzuweisen. 

2.1. Einholung eines psychiatrischen Gutachtens über den Beschuldigten 

2.1.1.  Vorliegend besteht kein Anlass, an der Schuldfähigkeit des Beschuldigten 

hinsichtlich der ihm vorgeworfenen Taten zu zweifeln. Der Beschuldigte hat un-

zählige Delikte begangen, was er teilweise eingestanden hat und – wie nachfol-

gend aufzuzeigen sein wird – auch nachgewiesen ist. Dabei handelt es sich unter 

anderem um mehrere Einbruchdiebstähle, die der Beschuldigte zusammen mit di-

versen, immer wieder wechselnden Personengruppen ausführte. Diese Taten be-

durften teilweise einer sorgfältigen Planung und Absprache zwischen den Beteilig-

ten und Dritten (Tippgebern). Die Tatobjekte wurden zum Teil vorgängig ausge-

kundschaftet und die Einbrüche planmässig ausgeführt. Für die Begehung solcher 

Taten braucht es nicht nur die entsprechenden kognitiven Fähigkeiten, um die Ab-

läufe und Aufgaben der einzelnen Täter zu verstehen, sondern auch die soziale 

Kompetenz, um mit den anderen Personen zusammenzuarbeiten, sich an die 

Abmachungen zu halten, zu vereinbarten Zeiten "bereit" zu sein etc. Es erhellt 

von selber, dass die übrigen Täter sicherlich nicht mit dem Beschuldigten zu-

sammengearbeitet hätten, wenn dieser nicht körperlich und geistig dazu fähig und 

- 16 - 

auch verlässlich gewesen wäre. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass 

der Beschuldigte überwiegend Wache hielt und dafür zu sorgen hatte, die weite-

ren Tatbeteiligten rechtzeitig vor Gefahren zu warnen, damit diese vor ihrer Ent-

deckung noch hätten flüchten können. Er hatte insofern eine verantwortungsvolle 

Aufgabe für den reibungslosen Ablauf der Einbruchdiebstähle. Dass die Mitbetei-

ligten den Beschuldigten in "abnormer" Weise beeinflusst hätten – so die Vertei-

digung in Urk. 84 S. 7 – kann auf Grund der jeweiligen Tatbegehungen ausge-

schlossen werden. Im Gegenteil zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass der 

Beschuldigte kooperativ und koordinativ handelte. Er war keineswegs ein "willen-

loses, von Sucht geprägtes Werkzeug" der weiteren Tatbeteiligten. Zudem beging 

der Beschuldigte auch alleine, ohne Mittäter, diverse weitere Delikte, was eine 

Beeinflussung ausschliesst. Diese Delikte benötigten ebenfalls kognitive Fähigkei-

ten: So fälschte der Beschuldigte u.a. einen Betreibungsregisterauszug, wofür ei-

nerseits die intellektuelle Kapazität, zu wissen, was ein solcher darstellt und wofür 

er verwendet wird, sowie die Fähigkeit, einen solchen zu fälschen, notwendig 

sind.  

2.1.2.  Weiter zeigen die Einvernahmen bei der Polizei und der Staatsanwalt-

schaft – anlässlich welchen der Beschuldigte zudem immer verteidigt war – dass 

er jeweils in der Lage war, den Befragungen zu folgen und auch aktiv daran teil-

zunehmen. Es kann auf die umfangreichen Einvernahmeprotokolle verwiesen 

werden (vgl. u.a. HD Urk. 3/1-11; D1 Urk. 2/27, D1 Urk. 2/30-33). Der Beschuldig-

te erinnerte sich an die einzelnen Vorfälle, konnte diese räumlich sowie zeitlich 

einordnen, und nahm zu diesen auch Stellung. Zudem fertigte er Skizzen an. 

Exemplarisch führte der Beschuldigte z.B. zum Sachverhalt L aus, dass N._____ 
einen Tipp bekommen habe, wonach am Tatort eine Plantage sei. Sie seien ein-

mal das Ganze anschauen gegangen, wie es dort sei. Dementsprechend habe 

dann für diesen Tag einen Lieferwagen gemietet. Sie seien dann dorthin gefah-

ren. Er habe im Treppenhaus gewartet, sei hoch gegangen und bis zur Plantage 

durchgedrungen. Als er gemerkt habe, dass dort jemand aufgepasst habe, seien 

sie alle rausgegangen. Die angetroffene Situation zeichnete der Beschuldigte so-

dann auf (HD Urk. 3/11 F/A 96 ff.). Solch ein Erinnern des Auskundschaftens, der 

Planung und des örtlichen sowie zeitlichen Wahrnehmens setzt kognitive Fähig-

- 17 - 

keiten und intellektuelle Möglichkeiten voraus. Weiter erklärte der Beschuldigte 

während des Vorverfahrens verschiedentlich auf entsprechende Fragen, dass es 

ihm gesundheitlich gut gehe und er der Befragung folgen könne (vgl. u.a. D1 Urk. 

2/27 S. 1 f. und D1 Urk. 2/30 S. 1 f.). Die Vorinstanz hat zudem zu Recht darauf 

hingewiesen (vgl. Urk. 80 S. 21 ff.), dass dem Beschuldigten die Unterscheidung 

von Mein und Dein klar war. Er wusste, dass er nicht einbrechen, nicht fremde 

Sachen wegnehmen, nicht Dokumente fälschen, nicht ohne Berechtigung Auto 

fahren und nicht mit Kokain zu tun haben durfte. Diese trivialen Lebensgebote 

einzuhalten erfordert denn auch keine komplexen intellektuellen Leistungen.  

Auch anlässlich der Hauptverhandlung vor Vorinstanz zeigten sich keine Anzei-

chen für eine Einschränkung der Schuldfähigkeit des Beschuldigten. Dieser konn-

te der Einvernahme folgen und auf sämtliche Fragen – auch konkrete – Antworten 

geben. So antwortete er auf die Frage, warum er die Vorhalte nicht sämtlich aner-

kenne, dass die Deliktssummen nicht stimmen würden (Urk. 61 S. 10). Für eine 

solche Einschätzung musste der Beschuldigte nicht nur wissen, welche Delikte er 

begangen hatte, sondern er musste sich auch an die erbeuteten Deliktsgegen-

stände erinnern und deren Wert einschätzen können, was intellektuelle Kompe-

tenzen voraussetzt. Der Beschuldigte bestätigte anlässlich der Hauptverhandlung 

ausserdem, dass es ihm gut gehe (Urk. 61 S. 1 f.). Auch die Verteidigung, welche 

im Vorfeld der erstinstanzlichen Hauptverhandlung noch die Abklärung der Ver-

handlungsfähigkeit des Beschuldigten beantragt hatte (Eingabe vom 18. Dezem-

ber 2020; Urk. 42 S. 8), erklärte am 11. März 2021, dass die Verhandlungsfähig-

keit "derzeit" kein Thema mehr sei. Der Beschuldigte sei medikamentös "neu" 

eingestellt und daher gesundheitlich stabiler (Urk. 60A S. 4). Anlässlich der Beru-

fungsverhandlung erklärte der Beschuldigte wiederum auf entsprechende Frage, 

dass es ihm jetzt besser gehe. Er verspüre keine Beeinträchtigungen mehr. Aktu-

ell versuche er sogar, seine Medikamente komplett abzusetzen (Prot. II S. 22 und 

S. 44). Während seiner Befragung zeigten sich keinerlei Anzeichen für kognitive 

Einschränkungen. Vielmehr konnte sich der Beschuldigte konkret und anschaulich 

zu denjenigen Tatvorwürfen äussern, welche noch Gegenstand des Berufungs-

verfahrens bilden, diese räumlich und zeitlich einordnen sowie Vorbehalte hin-

sichtlich einzelner Sachverhaltselemente anbringen (Prot. II S. 32 ff.). Dass er 

- 18 - 

sich auch anlässlich der Berufungsverhandlung und damit mehrere Jahre nach 

Begehung der einzelnen Taten noch an seine Mitbeteiligten, die jeweiligen Abläu-

fe und seine Wahrnehmungen erinnern kann, spricht gegen die Annahme einer 

eingeschränkten Schuldunfähigkeit zum damaligen Zeitpunkt.  

2.1.3.  Dass der Beschuldigte im Zeitraum der begangenen Delikte eine Abhän-

gigkeitsproblematik betreffend Cannabis und Kokain aufwies (vgl. die Verteidi-

gung in Urk. 84 S. 6 und Urk. 145 S. 4), ist unbestritten und wurde durch die Vor-

instanz auch im Rahmen der Strafzumessung strafmindernd berücksichtigt 

(Urk. 80 S. 60). Dass es günstig wäre, wenn der Beschuldigte sich regelmässig 

psychotherapeutisch behandeln lassen könnte (was scheinbar sein Wunsch ist, 

vgl. Urk. 84 S. 8 und Prot. II S. 44 f.), ändert indes nichts daran, dass sich auf-

grund der gesamten Aktenlage keine Zweifel an seiner Schuldfähigkeit zu den je-

weiligen Tatzeitpunkten ergeben. Der Antrag auf Einholung eines psychiatrischen 

Gutachtens lässt sich aus verteidigungstaktischen Überlegungen nachvollziehen, 

findet indes weder in der Art der Tatverübungen noch in den Untersuchungsakten 

eine Grundlage. Die Begutachtung des Beschuldigten durch eine sachverständige 

Person ist mithin nicht angezeigt. Die von der Verteidigung eingereichte "Vorprü-

fung relevanter Arztakten" durch Prof. Dr. med. V._____ vom 23. Februar 2021 

führt zu keinem anderen Ergebnis (Urk. 85/2). Zu verweisen ist insbesondere auf 

das von diesem zitierte psychiatrische Gutachten, wonach sich eine paranoide 

Symptomatik in der Untersuchung nicht habe verifizieren lassen und die Ent-

scheidungs- sowie Urteilsfähigkeit des Beschuldigten im Wesentlichen gegeben 

sei. Des Weiteren sehe man keine schwer gestörte Persönlichkeitsstruktur (Urk. 

85/2 S. 2 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung konnte der Beschuldigte auf 

entsprechende Nachfrage nicht angeben, ob inzwischen eine schwere psychische 

Störung bei ihm diagnostiziert worden sei (Prot. II S. 44). Dabei wäre zu erwarten 

gewesen, dass die Gesprächstherapie, welche der Beschuldigte bereits seit eini-

ger Zeit in Anspruch nimmt, eine abschliessende Diagnose darüber ergeben hät-

te, dass er neben der anhaltenden Polytoxikomanie während des Deliktszeit-

raums auch an einer weiteren psychischen Erkrankung litt. Es trifft zwar zu, dass 

diverse mit dem Beschuldigten befasste Ärzte und Psychotherapeuten den Ver-

dacht auf eine Störung aus dem schizophrenen Formenkreis äusserten. Diese 

- 19 - 

Einschätzungen lassen sich allerdings darauf zurückführen, dass es im Verlaufe 

der Inhaftierung des Beschuldigten zu einer Verschlechterung seines psychischen 

Zustands kam, welche durch das Haftregime ausgelöst worden sein dürfte und in 

der Zwischenzeit – gemäss den eigenen Angaben des Beschuldigten – nun im 

Wesentlichen behoben ist (Prot. II S. 44 f.; vgl. auch Urk. 145 S. 23). Daraus lässt 

sich nichts für eine allenfalls eingeschränkte Schuldfähigkeit des Beschuldigten im 

Zeitpunkt der einzelnen Taten ableiten. 

2.1.4.  Ergänzend ist darauf hinzuweisen, dass sich der Beschuldigte auch vor 

den in diesem Strafverfahren zu beurteilenden Taten einer Mehrzahl von Delikten 

schuldig gemacht hat. Diese Vorstrafen sind teilweise einschlägig. Es kann auf 

die Erwägungen unter V.4.2. verwiesen werden. Die Delinquenz des Beschuldig-

ten begann mithin nicht erst mit dem Vorfall vom Jahre 2015, welcher jedoch vom 

Beschuldigten und seiner Verteidigung als Ursache für seine Arbeitslosigkeit und 

die Suchtproblematik angeführt wird (vgl. dazu das Urteil des Obergerichts des 

Kantons Zürich vom 22. April 2016, Geschäfts-Nr. SB150469; Urk. 18/11). Als 

Grund für die einschlägigen Vorstrafen gibt der Beschuldigte an, dass diese aus 

Dummheit geschehen seien und auch, weil er den falschen Freundeskreis gehabt 

habe (Urk. 61 S. 7). An dieser Stelle ist sodann anzumerken, dass diverse der im 

aktuellen Strafverfahren zu beurteilenden Taten gar keinen Zusammenhang mit 

dem Vorfall im Jahr 2015 aufweisen, so die Urkundenfälschungen, die Vergehen 

gegen das Waffengesetz sowie die Delikte gegen das Strassenverkehrsgesetz. 

2.2. Konfrontationseinvernahmen 

2.2.1.  Zu den beantragten Konfrontationseinvernahmen kann einleitend auf die 

ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 80 S. 19 ff.). 

Das Konfrontationsrecht nach Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK stellt ein Recht und keine 

Pflicht der beschuldigten Person dar (vgl. BSK StPO – SCHLEIMINGER METTLER, 

N 7 zu Art. 147 StPO). Auf die Teilnahme resp. Konfrontation kann vorgängig  

oder auch im Nachhinein ausdrücklich oder stillschweigend verzichtet werden, 

wobei der Verzicht der beschuldigten Person auch von ihrer Verteidigung ausge-

hen kann. Diese kann den Behörden nach ständiger Rechtsprechung grundsätz-

lich nicht vorwerfen, gewisse Personen zwecks Konfrontation nicht vorgeladen zu 

- 20 - 

haben, wenn sie es unterlässt, rechtzeitig und formgerecht entsprechende Anträ-

ge zu stellen (BGer 6B_1320/2020 vom 12. Januar 2022 E. 4.2.3 mit Hinweisen). 

2.2.2.  Hervorzuheben ist, dass der Beschuldigte am 18. Mai 2020 – nachdem 

die verlangte Konfrontationseinvernahme mit O._____ stattgefunden hatte – aus-

drücklich auf weitere Konfrontationseinvernahmen verzichtete, dies in Anwesen-

heit seines damaligen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ (HD Urk. 3/9 

F/A 396). Auch in der Folge wurden trotz entsprechender Aufforderung durch die 

Staatsanwaltschaft keine diesbezüglichen Anträge gestellt (HD Urk. 16/30). Erst 

später, nämlich mit Schreiben vom 7. Oktober 2020, stellte der (neue) Verteidiger, 

Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ zwar Beweisergänzungsanträge (HD Urk. 16/67-

68), Konfrontationseinvernahmen wurden indes keine beantragt. Dies gilt auch für 

den Beweisergänzungsantrag der amtlichen Verteidigung vom 18. Dezember 

2020 (Urk. 42). Damit verzichteten sowohl der Beschuldigte als auch seine Ver-

teidigung im Verlaufe des Vorverfahrens auf das Recht auf Konfrontation. Erst an-

lässlich der Hauptverhandlung beantragte die Verteidigung die Einvernahme zahl-

reicher, namentlich aufgeführter Personen, in Anwesenheit des Beschuldigten 

(Urk. 63 S. 4 ff.). Diesen Antrag wiederholte sie in der Berufungserklärung sowie 

anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 84 S. 8 f.; Prot. II S. Urk. 145 S. 8). 

Nachdem jedoch während des Vorverfahrens trotz wiederholter Gelegenheit nie 

Konfrontationseinvernahmen verlangt wurden, erweist sich dieser Beweisantrag 

klar als verspätet und ist daher abzuweisen.  

2.2.3.  Soweit die Befragung derjenigen Polizeibeamten, welche die Hausdurch-

suchung durchführten, sowie von "U.________" beantragt wird (Sachverhalte N 
und U betreffend Hehlerei; Urk. 63 S. 9), ist der Vollständigkeit halber darauf hin-
zuweisen, dass der Beschuldigte den Sachverhalt N – mit Ausnahme der subjek-
tiven Komponenten – anerkannte. Die beantragte Einvernahme von Polizeibeam-

ten könnte nichts zur Erstellung des subjektiven Anklagesachverhalts beitragen. 

Es ist auf die entsprechenden Erwägungen unter III.1.5. zu verweisen. Hinzu 

kommt, dass der Beschuldigte beim Sachverhalt U die Identität der Person na-
mens "U.________" nicht bekannt gab, weshalb dessen Einvernahme gar nicht 

möglich wäre. Ohnehin hat der Beschuldigte seine Berufung in Bezug auf den vo-

- 21 - 

rinstanzlichen Schuldspruch wegen mehrfacher Hehlerei zurückgezogen, weshalb 

die Sachverhalte N und U im Berufungsverfahren nicht mehr zu erstellen sind. 

2.3. Schätzung Brosche und Anhänger 

Nachdem der Beschuldigte den Sachverhalt A mit Ausnahme der Höhe des De-
liktsbetrags anerkannte und anlässlich der Berufungsverhandlung sein Rechtsmit-

tel gegen die Dispositivziffer 9 zurückziehen liess, das erstinstanzliche Urteil somit 

hinsichtlich der Zivilforderungen der Privatklägerin 2 (C._____) in Rechtskraft er-

wachsen ist, erweist sich der Beweisantrag auf Schätzung der entwendeten Bro-

sche und des Anhängers als obsolet. Gleich verhält es sich mit der beantragten 

Einvernahme von C._____ in Anwesenheit des Beschuldigten. Diese Beweisan-

träge sind folglich abzuweisen. 

2.4. Beizug sämtlicher Verfahrensakten und der bereits ergangenen Urteile 
betreffend die weiteren Beschuldigten 

2.4.1.  Die Verteidigung des Beschuldigten beantragt, es seien die Verfahrensak-

ten sowie die bereits ergangenen Urteile sämtlicher Mitbeschuldigter beizuziehen. 

Diesen Antrag begründet sie im Wesentlichen mit der Gefahr widersprüchlicher 

Urteile und dem Anliegen, das Aussageverhalten der mitbeschuldigten Personen 

analysieren zu können (Urk. 145 S. 11 und S. 13 f.).  

2.4.2.  Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, hat der Beschuldigte die ihm vor-

geworfenen Taten weitestgehend eingestanden. Sodann liegen diverse objektive 

Beweismittel vor wie insbesondere die Auswertung der Randdaten seiner Mobilte-

lefonnummer, weshalb für die Erstellung der bestrittenen Sachverhaltselemente 

ein Abstellen auf die Aussagen der weiteren Tatbeteiligten nicht erforderlich ist. 

Ohnehin decken sich diese grösstenteils mit den Angaben des Beschuldigten. 

Sodann ist nicht ersichtlich, worin die Verteidigung eine Gefahr widersprüchlicher 

Urteil erkennt. Die vorliegend zu beurteilenden Einbruchdiebstähle beging der Be-

schuldigte jeweils zusammen mit verschiedenen anderen Personen. Wie nachfol-

gend aufzuzeigen sein wird, ist sein Tatbeitrag als Mittäterschaft zu qualifizieren 

(E. IV.2.) und hat er sich insofern auch die Tatbeiträge seiner Komplizen anrech-

nen zu lassen, auch wenn er beispielsweise nicht selber in die betroffenen Lie-

- 22 - 

genschaften eindrang oder Türen durch Aufbrechen beschädigte. Darin besteht 

gerade die Rechtsfolge von mittäterschaftlicher Tatbegehung. Eine Gefahr wider-

sprüchlicher Urteile ist nicht ersichtlich. Der Beizug der ergangenen Urteile betref-

fend die Mitbeschuldigten ist auch im Hinblick auf die Strafzumessung nicht not-

wendig. Die Strafe ist aufgrund des Verschuldens des jeweiligen Täters zu be-

messen. Sodann sind das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse und die Wir-

kung der Strafe auf das Leben des Täters zu berücksichtigen (Art. 47 Abs. 1 

StGB). Bei der Bemessung einer angemessenen Strafe im vorliegenden Verfah-

ren ist deshalb in erster Linie auf die relevanten Strafzumessungsfaktoren in Be-

zug auf den Beschuldigten abzustellen und nicht auf die Strafen der anderen Tat-

beteiligten. Mit Ausnahme von N._____ haben die weiteren Täter nur teilweise 

und zudem in unterschiedlichen Komplexen mitgewirkt; untereinander bestehen 

zum Teil keine direkten Beziehungen. Die Quantität und Qualität der Handlungen 

der übrigen Täter stehen mithin in keinem konkreten Verhältnis zu den Handlun-

gen, welche dem Beschuldigten vorgeworfen werden. Weiter können geständige 

Beschuldigte bzw. Urteile im abgekürzten Verfahren nicht als Referenzwerte für 

das vorliegende Verfahren dienen. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass es der 

Verteidigung im Rahmen des Prinzips der Öffentlichkeit von Strafverfahren ohne 

Weiteres möglich gewesen wäre, an die gewünschten Informationen zu gelangen. 

Es an dieser Stelle nochmals darauf hinzuweisen, dass die Verteidigung auch 

vom Recht, an den Konfrontationseinvernahmen der Mittäter teilzunehmen, kei-

nen Gebrauch gemacht hat (E. II.2.2.).  

III. Sachverhalt 

1. Grundlagen / Verwertbarkeit 

1.1. Die Vorinstanz hat sich korrekt mit den Grundsätzen der Beweiswürdi-

gung, insbesondere mit der Würdigung von Aussagen, der Glaubwürdigkeit der 

einvernommenen Personen und der Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen befasst, so 

dass darauf vollumfänglich verwiesen werden kann (Urk. 80 S. 19 ff. und S. 25 ff.; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Sie ist auch auf die durch die Verteidigung geltend gemach-

te Unverwertbarkeit der belastenden Aussagen der Beteiligten eingegangen (Urk. 

- 23 - 

80 S. 19 ff.). Mit der Vorinstanz kann festgehalten werden, dass diese Kritik unbe-

rechtigt ist. Wie vorstehend bereits aufgezeigt wurde (vgl. E. II.2.2.), verzichteten 

der Beschuldigte bzw. seine Verteidigung auf das dem Beschuldigten zustehende 

Recht auf eine Konfrontation mit den Beteiligten, nachdem die Konfrontationsein-

vernahme mit O._____ stattgefunden hatte (vgl. Urk. 3/9 F/A 396). Im Verlaufe 

des Vorverfahrens wurde keine weitere Konfrontation mit mitbeschuldigten Per-

sonen verlangt. Vor Vorinstanz wurden ebenfalls bis zum Plädoyer keine entspre-

chenden Anträge gestellt. Das Konfrontationsrecht stellt ein Recht der beschuldig-

ten Person dar (vgl. BSK StPO – SCHLEIMINGER METTLER, N 7 zu Art. 147 StPO). 

Wird es nicht ausgeübt, können daraus nicht Unverwertbarkeiten abgeleitet wer-

den. Somit sind sämtliche Aussagen der Beteiligten sowohl zugunsten wie auch 

zulasten des Beschuldigten verwertbar. Es kann – um unnötige Wiederholungen 

zu vermeiden – vollumfänglich auf die ausführlichen und zutreffenden Erwägun-

gen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 80 S. 19 ff.).  

1.2. Die Vorinstanz hat die verschiedenen Sachverhalte gemäss der Anklage-

schrift mit den Buchstaben A bis Z sowie AA versehen (Urk. 80 S. 12 ff.). Dieser 

Einteilung wird zur einfacheren Nachvollziehbarkeit auch im Berufungsverfahren 

gefolgt. Zunächst ist festzuhalten, dass vor Vorinstanz ausschliesslich die objekti-

ven und subjektiven Sachverhalte betreffend die Komplexe B, C, I, J, K, U, W und 
X bestritten waren (Urk. 80 S. 29 ff.). Daran hat sich im Berufungsverfahren nur 
insoweit etwas geändert, als die amtliche Verteidigung die Berufung des Beschul-

digten auf den Schuldspruch wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls 

einschränkte (Urk. 145 S. 1). Bezüglich der Komplexe B, C, I, J und K hat dies 
zur Folge, dass der Sachverhalt nur hinsichtlich dieses Tatvorwurfes zu erstellen 

ist, nachdem die in diesem Zusammenhang verübten Sachbeschädigungen und 

Hausfriedensbrüche unangefochten blieben (Urk. 84 S. 2 f.; Urk. 145 S. 1). Hin-

sichtlich der Komplexe U, W und X ist der Sachverhalt nicht zu erstellen, da die 
Schuldsprüche wegen Hehlerei, mehrfachen Vergehens gegen das Betäubungs-

mittelgesetz und Hinderung einer Amtshandlung infolge der Einschränkung der 

Berufung nicht mehr Gegenstand dieses Verfahrens bilden.  

- 24 - 

1.3. Die folgenden Sachverhaltskomplexe anerkannte der Beschuldigte an-

lässlich der staatsanwaltschaftlichen Schlusseinvernahmen vom 18. Mai 2020 

(HD Urk. 3/9 F/A 298 ff.) und vom 24. September 2020 (HD Urk. 3/11 S. 3 ff.) so-

wie sinngemäss an der Hauptverhandlung (Urk. 61 S. 8 ff.):  

A: Dossier 4 (S-4/2019/30761): Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedens-
bruch zum Nachteil der D._____, C._____ (HD Urk. 3/11 F/A 8 ff.) 

D: Dossier 10 (S-4/2019/30761): Betrügerischer Missbrauch einer Datenverarbei-
tungsanlage zum Nachteil des Gemeinschaftszentrums W._____ (HD Urk. 3/11 

F/A 24 ff.) 

E: Dossier 10 (S-4/2019/30761): Versuchter betrügerischer Missbrauch einer Da-
tenverarbeitungsanlage zum Nachteil des Gemeinschaftszentrums W._____ (HD 

Urk. 3/11 F/A 24 ff.) 

F: Dossier 17 (S-4/2019/30761): Versuchter Diebstahl, Sachbeschädigung und 
Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz (Anstalten treffen) zum Nachteil 

von AA._____ (HD Urk. 3/11 F/A 39 ff.) 

G: Dossier 21 (S-4/2019/30761): Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfrie-
densbruch zum Nachteil von E._____ (HD Urk. 3/11 F/A 42 ff.) 

H: Dossier 22 (S-4/2019/30761): Versuchter Diebstahl und Sachbeschädigung 
zum Nachteil von AB._____ (HD Urk. 3/11 F/A 49 f.) 

L: Dossier 32 (S-4/2019/30761): Versuchter Diebstahl, geringfügige Sachbeschä-
digung, versuchter Hausfriedensbruch, Vergehen gegen das Betäubungsmittelge-

setz (Anstalten Treffen) zum Nachteil der AC._____ GmbH und der AD._____ 

GmbH (HD Urk. 3/11 F/A 96 ff.) 

M: Dossier 36 (S-4/2019/30761): Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfrie-
densbruch zum Nachteil der G._____ GmbH und der H._____ Versicherungen 

(HD Urk. 3/11 F/A 108 ff.) 

N: Dossier 1 (S-4/2019/30761): Hehlerei zum Nachteil der AE._____ GmbH und 
der B._____ AG (HD Urk. 3/11 F/A 124 ff.) 

- 25 - 

O: Dossier 37 (S-4/2019/30761): Mehrfaches Führen eines Motorfahrzeuges ohne 
Führerausweis (HD Urk. 3/11 F/A 132 f.) 

P: Dossier 37 (S-4/2019/30761): Führen eines Motorfahrzeuges ohne Führeraus-
weis (HD Urk. 3/11 F/A 134 ff.) 

Q: Dossier 38 (S-4/2019/30761): Geringfügige Sachbeschädigung zum Nachteil 
der I._____ der Stadt Zürich (HD Urk. 3/9 F/A 298 ff.) 

R: (S-4/2019/30761): Mehrfache Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes nach 
Art. 19a Ziff. 1 BetmG (HD Urk. 3/11 F/A 114 ff.) 

S: Dossier 4 (S-3/2016/7675): Diebstahl und Hausfriedensbruch zum Nachteil der 
AF._____ GmbH (HD Urk. 3/11 F/A 145 ff.) 

T: Dossier 7 (S-3/2016/7675): Diebstahl zum Nachteil der K._____ Genossen-
schaft (HD Urk. 3/11 F/A 155 ff.)  

V: Dossier 9 (S-3/2016/7675): Mehrfache Urkundenfälschung (HD Urk. 3/11 
F/A 149) 

Y: Dossier 1 (S-3/2016/7675): Mehrfaches vorsätzliches Vergehen gegen das 
Waffengesetz (HD Urk. 3/11 F/A 146 f.) 

Z: Dossier 5 (S-3/2016/7675): Mehrfaches vorsätzliches Fahren ohne Berechti-
gung (HD Urk. 3/11 F/A 148) 

AA: Dossier 8 (S-3/2016/7675): Vorsätzliches Fahren ohne Berechtigung, vor-
sätzliches Fahren in fahrunfähigem Zustand (Alkohol und Betäubungsmittel) und 

versuchte Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit 

(HD Urk. 3/11 F/A 156). 

1.4. Diese Anerkennungen stimmen mit den Untersuchungsergebnissen über-

ein, weshalb die entsprechenden Sachverhalte erstellt sind.  

1.5. Die amtliche Verteidigung macht bei zwei Komplexen Vorbehalte in subjek-

tiver Hinsicht geltend (der objektive Sachverhalt ist unbestritten): Beim Sachver-

halt H (Dossier 22, S-4/2019/30761: Versuchter Diebstahl und Sachbeschädigung 
zum Nachteil von AB._____) fehle der über die Sachbeschädigung hinausgehen-

de Vorsatz des Beschuldigten. Dieser habe einzig beabsichtigt, den Tresor der 

- 26 - 

Boutique E._____ aufzubrechen und das darin befindliche Bargeld sowie allfällige 

weitere Wertgegenstände zu entwenden. Weil der Tresor nicht gleich habe ge-

funden werden können, seien diverse Türen aufgebrochen worden, wobei der Be-

schuldigte nicht realisiert habe, dass diese nicht alle zur Boutique E._____ gehört 

hätten (Urk. 63 S. 7; Urk. 145 S. 14 f.). In Bezug auf den Anklagesachverhalt N 
(Dossier 1, S-4/2019/30761: Hehlerei zum Nachteil der AE._____ GmbH und der 

B._____ AG) habe der Beschuldigte nicht gewusst, dass es sich bei den gelager-

ten Gegenständen um Diebesgut gehandelt habe. Diese seien bereits gebraucht 

gewesen (Urk. 63 S. 9; Urk. 145 S. 15 f.).  

Diesen Einwendungen kann nicht gefolgt werden. So kann nicht ernstlich in Abre-

de gestellt werden, dass der Beschuldigte und N._____ beim Anklagesachverhalt 

H – wenn ihnen das Aufbrechen der Eingangstür zur AB._____ gelungen wäre – 
nach Deliktsgut gesucht und Wertgegenstände entwendet hätten. Daran ändert 

nichts, dass sie kurz zuvor den Einbruch gemäss Sachverhalt G zum Nachteil von 
E._____ verübt und dort einen mit Bargeld gefüllten Tresor gestohlen hatten, wie 

es auch ihr Plan infolge des Hinweises von O._____ gewesen war (HD Urk. 3/11 

F/A 42 ff.; Prot. II S. 35 ff.). Der Beschuldigte und N._____ waren nach wie vor auf 

einen möglichst grossen Deliktserlös aus (vgl. Prot. II S. 36).  

In Bezug auf Anklagesachverhalt N sagte der Beschuldigte selber aus, dass er 
nicht begeistert gewesen sei, als N._____ ihn gefragt habe, ob er etwas für ein 

paar Tage im Keller lagern könne, da dort seine Freundin wohne und er nicht ge-

wollt habe, dass diese Probleme bekomme (HD Urk. 3/11 F/A 124). Schon diese 

Aussage zeigt, dass der Beschuldigte sehr wohl wusste, dass es dabei um ge-

stohlene Gegenstände ging, zumal er zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Einbruch-

diebstähle zusammen mit N._____ verübt hatte (Sachverhalte A und M). Hätte es 
sich um "legale" Waren gehandelt, so hätte der Beschuldigte nicht Probleme für 

seine Freundin befürchten müssen. Zudem gab der Beschuldigte an, er habe im 

Verlauf des Abends im Keller nachgeschaut und gesehen, was dort drin gewesen 

sei (HD Urk. 3/11 F/A 124). Spätestens ab diesem Zeitpunkt wusste er, dass es 

sich bei der gelagerten Ware um Diebesgut handelte, wollte er diese doch ge-

- 27 - 

mäss seinen Aussagen "nicht im Keller haben" (HD Urk. 3/11 F/A 124). Die Sach-

verhalte H und N sind somit erstellt.  

2. Anklagesachverhalt B (Dossier 9; S-4/2019/30761): Diebstahl zum 
Nachteil von AG._____ (HD Urk. 23 S. 4 f.) 

2.1. Die Vorinstanz erstellte den (Alternativ-) Sachverhalt so, wie er in der An-

klageschrift umschrieben ist (Urk. 80 S. 35 ff.): Nachdem N._____ und der Be-

schuldigte zur Liegenschaft … in AH._____ gefahren waren, verschaffte sich 

N._____ durch die unverschlossene Eingangstür Zutritt zum Keller, ging zum Kel-

lerabteil des Geschädigten AG._____, zog die Gittertüren auseinander und trat 

ohne Berechtigung in das Kellerabteil hinein, um dieses nach Bargeld und Wert-

gegenständen zu durchsuchen. Dabei behändigte er zulasten des Geschädigten 

AG._____ einen Tresor im Wert von Fr. 75.95, beinhaltend ein Militärdienstbüch-

lein, einen Ausweis für Zivilschutzpersonal, eine Travel Cash Karte sowie Bargeld 

in diversen Fremdwährungen (Bath, Dirham und USD; umgerechnet insgesamt 

ca. Fr. 100.–), sowie einen Koffer der Marke RIMOWA im Wert von ca. Fr. 490.–. 

Der Beschuldigte hielt zwischenzeitlich beim Fluchtfahrzeug Wache, um N._____ 

über mögliche Gefahren warnen zu können. In der Folge verliessen der Beschul-

digte und N._____ den Tatort mit dem Deliktsgut und brachen den entwendeten 

Tresor auf, wodurch zulasten des Geschädigten AG._____ ein Sachschaden in 

der Höhe von Fr. 75.95 entstand. Dem aufgebrochenen Tresor entnahmen die 

Täter das Bargeld in Fremdwährungen, tauschten dieses um und teilten es unter 

sich auf. 

2.2. Die Verteidigung macht geltend, dass der Beschuldigte zwar vor Ort ge-

wesen sei, er sich aber am Einbruch nicht beteiligt und folgerichtig auch keinen 

Anteil an der Beute erhalten habe. Die Beteiligten seien zudem spontan und leid-

lich dilettantisch vorgegangen (Urk. 63 S. 4 f.). Die Vorinstanz verkenne die spon-

tane Dynamik, die dieser Tat zugrunde gelegen sei: Man habe sich getroffen, Un-

gutes konsumiert und ein Teil der Partygruppe sei dann auf die rissige Idee ge-

kommen, vor Ort einzubrechen (Urk. 145 S. 9). 

- 28 - 

2.3. Der Beschuldigte selber räumte ein, dass er an jenem Abend dabei ge-

wesen sei. Er sei indes nicht ins Kellerabteil gegangen. Er habe draussen gewar-

tet, aber es sei nicht so, dass er Wache gestanden habe. Dies ergebe sich aus 

der Tatsache, dass er N._____ sowieso nicht hätte vorwarnen können, da es im 

Untergeschoss keinen Handy-Empfang gehabt habe. Er habe auch nichts vom 

Deliktsgut erhalten (HD Urk. 3/11 F/A 15 ff.; Prot. II S. 32 f.). 

2.4. Diese Ausführungen erweisen sich als unglaubhaft. Schon von Vornhe-

rein ist unlogisch, dass der Beschuldigte, welcher doch mit den Delikten Geld ver-

dienen wollte, um – wie er selber geltend machte – seine Drogensucht zu finan-

zieren, zu einem Einbruch mitfuhr, im Fahrzeug wartete, indes keine Aufpasser-

funktion übernommen haben will und sich dennoch dem Risiko aussetzte, von der 

Polizei erwischt zu werden und mithin für die Taten von N._____ gerade stehen 

zu müssen. Dem Beschuldigten blieb gar nichts anderes übrig, als einzuräumen, 

dass er zum Tatzeitpunkt mit N._____ am Tatort war, ergab doch die rückwirken-

de Teilnehmeridentifikation, dass sich der Beschuldigte und N._____ jeweils in 

unmittelbarer Tatortnähe sowie beim Fundort des Tresors befanden (S-

4/2019/30761: D9 Urk. 2 S. 4 und Urk. 12). Seine Behauptung, nicht einmal Wa-

che gestanden zu haben, ist somit als nachträgliche Schutzbehauptung zu wer-

ten. Daran ändert nichts, wenn zugunsten des Beschuldigten von einem sponta-

nen Tatentschluss ausgegangen wird, da auch dann ein Aufpasser, welcher vor 

der Liegenschaft beim Fluchtfahrzeug wartete und nach möglichen Gefahren 

Ausschau hielt, zum erfolgreichen Gelingen des Einbruchdiebstahls beitragen 

konnte. Und wenn der Beschuldigte im Sinne einer Erklärung seines Standpunkts 

geltend macht, dass es im Keller keinen Empfang gehabt habe, so ist hierzu aus-

zuführen, dass er – um dies so auszusagen – ja einen (vergeblichen) Anruf hätte 

getätigt haben müssen – ansonsten er nicht gewusst haben konnte, dass kein 

Mobilfunkempfang möglich war. Und solch ein Anruf wäre ausserdem nur dann 

notwendig gewesen, wenn der Beschuldigte auch eine Aufgabe bei der Delikts-

verübung übernommen hatte. Ganz abgesehen von den Erklärungsversuchen 

des Beschuldigten ist nicht nachvollziehbar, weshalb er N._____ sowohl zum Tat-

ort eines Einbruches als auch zum Ort, wo der entwendete Tresor (vgl. nachfol-

- 29 - 

gend auch die Ausführungen zum Sachverhalt C) schliesslich aufgebrochen wur-
de, hätte begleiten sollen, wenn er nicht an der Tatbegehung beteiligt war. Denn 

die Gefahr, mit dem Tresor erwischt zu werden, war immanent. Schliesslich war 

der Beschuldigte am Abend des 29. April 2019 nachgewiesenermassen im 

AI._____, wo das aus dem Tresor gestohlene Bargeld bzw. die Fremdwährungen 

umgetauscht wurden (Auswertung der Randdaten seiner Mobiltelefonnummer; 

vgl. HD Urk. 3/11 F/A 20 f.; S-4/2019/30761: D9 Urk. 12a; Urk. 80 S. 35 f.). Die 

Behauptung des Beschuldigten, dass er "vielleicht" wegen des iPhones im 

AJ._____ des AI._____ gewesen sei (HD Urk. 3/11 F/A 22), ist unglaubhaft. Es 

bestehen daher keine vernünftigen Zweifel daran, dass der Beschuldigte zusam-

men mit N._____ zum Tatort fuhr, um zusammen mit diesem den Einbruchdieb-

stahl zum Nachteil von AG._____ zu begehen, indem er ausserhalb der betroffe-

nen Liegenschaft Wache hielt, was er auch wollte. Der objektive und subjektive 

(Alternativ-) Sachverhalt ist somit erstellt. 

3. Anklagesachverhalt C (Dossier 10; S-4/2019/30761): Diebstahl zum 
Nachteil des Gemeinschaftszentrums W._____ (HD Urk. 23 S. 5 ff.) 

3.1. Die Vorinstanz erstellte den (Alternativ-) Sachverhalt, wie er in der Ankla-

geschrift umschrieben ist (Urk. 80 S. 36 f.): N._____ und zwei weitere, nicht näher 

bekannte Personen brachen am 29. April 2019 zwischen ca. 02:30 Uhr und 04:00 

Uhr mit einem mitgebrachten Flachwerkzeug das Fenster zu den Büroräumlich-

keiten des geschädigten Gemeinschaftszentrums W._____ an der … in … Zürich 

auf und stiegen durch dieses ohne Berechtigung in die Büroräumlichkeiten hinein, 

um diese nach Bargeld und Wertgegenständen zu durchsuchen. Bei der Durch-

suchung der Büroräumlichkeiten brachen sie einen Einbauschrank sowie einen 

Schlüsseltresor auf, wodurch zulasten des Gemeinschaftszentrums W._____ – 

zusammen mit dem aufgebrochenen Fenster – ein Sachschaden in der Gesamt-

höhe von ca. Fr. 2'160.– entstand. In den Büroräumlichkeiten behändigten die Tä-

ter zulasten des geschädigten Gemeinschaftszentrums W._____ zwei Tresore im 

Wert von Fr. 1'084.– bzw. Fr. 1'380.–, welche diverse Gegenstände (u.a. Bank-

karten, Bargeld) im Gesamtwert von ca. Fr. 10'510.– beinhalteten. Währenddes-

sen hielt der Beschuldigte für N._____ und die weiteren zwei unbekannten Täter 

- 30 - 

ausserhalb der Liegenschaft Wache, um diese über mögliche Gefahren (Polizei, 

Sicherheitsdienst etc.) warnen zu können. In der Folge verliessen die vier Perso-

nen gemeinsam den Tatort, brachen die Tresore auf, entsorgten diese und teilten 

das Deliktsgut untereinander auf.  

3.2. Die Verteidigung führt zu diesem Tatvorwurf sinngemäss aus, dass der 

Beschuldigte beim Einbruchdiebstahl nicht beteiligt gewesen sei, sondern nur 

draussen gewartet habe. Daran ändere nichts, dass der Beschuldigte rund 

10 Stunden später anwesend gewesen sei, als einer der am Einbruchdiebstahl 

beteiligten Täter mit einer entwendeten Bankkarte aus einem Bankomaten 

Fr. 1'000.– bezogen habe, wovon ihm Fr. 500.– für seinen Kokainkonsum über-

lassen worden seien (Urk. 63 S. 5 f.). Seine Anwesenheit sei entgegen der Vor-

instanz stimmig, wenn man bedenke, dass die Tat nicht von langer Hand geplant 

worden, sondern spontan zustande gekommen sei: Man habe sich getroffen, Un-

gutes konsumiert und ein Teil der Partygruppe sei dann auf die rissige Idee ge-

kommen, vor Ort einzubrechen (Urk. 145 S. 9). 

3.3. Der Beschuldigte räumte ein, dass er zusammen mit N._____ zum Ge-

meinschaftszentrum W._____ gegangen sei, wo dann zwei weitere Kollegen dazu 

gekommen seien. Seine drei Kollegen seien auf die Idee gekommen, dort einzu-

brechen, er selber habe nicht mitmachen wollen, weil er dort öfters verkehre und 

gewusst habe, dass dort die Securitas patrouilliere. Er habe draussen gewartet 

("gehängt") und habe gekifft, gekokst und getrunken. Aufgepasst und Wache ge-

halten habe er nicht, da man schon von Weitem gesehen hätte, wenn jemand ge-

kommen wäre. Die anderen drei seien dann mit den Tresoren herausgekommen. 

Mit diesen Tresoren seien sie zum Fluss gegangen und hätten diese aufgebro-

chen (HD Urk. 3/11 F/A 23 ff.; Prot. II S. 33 f.). 

3.4. Dass der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt mit N._____ am Tatort und da-

nach beim Fundort der Tresore war, ist gemäss rückwirkender Teilnehmeridentifi-

kation erstellt (S-4/2019/30761: D10 Urk. 2 S. 5 und Urk. 15) und auch wie oben 

ausgeführt eingestanden. Die oben dargestellten Behauptungen des Beschuldig-

ten sind unglaubhaft und als klare Ausreden zu werten. Wie beim Anklagesach-

verhalt B macht es auch hier keinen Sinn, ohne eine Funktion bei einem Ein-

- 31 - 

bruchdiebstahl dabei zu sein, zumal der Beschuldigte ja sogar behauptete, dass 

das Objekt von der Securitas beschützt werde. N._____ und die zwei weiteren 

Tatbeteiligten wären diesfalls ganz besonders auf jemanden angewiesen gewe-

sen, der sie vor einer allfälligen Entdeckung durch den Sicherheitsdienst hätte 

warnen können. Da sie sich in den Büroräumlichkeiten des Gemeinschaftszent-

rums befanden und diese durchsuchten, hätten sie patrouillierende Securitas-

Mitarbeiter gerade nicht schon von Weitem sehen können. Abgesehen davon ist 

es logischerweise nicht zu erklären, warum der Beschuldigte die Gefahr, ertappt 

zu werden, auf sich nehmen sollte, obwohl er keine Funktion für die Tatbegehung 

wahrnahm. Seine Behauptung, er habe sich einfach so positioniert, dass er sich, 

sollte etwas passieren, aus dem Staub hätte machen können (HD Urk. 3/1 

F/A 24), ist daher als Schutzbehauptung zu werten, denn in diesem Fall hätte er 

sich einen anderen Platz zum "abhängen" suchen können. Ebenso unglaubhaft 

ist, dass er für dieses Nichtstun auch noch belohnt worden sein soll. Denn er par-

tizipierte an der Beute, indem er – dies ist eingestanden (HD Urk. 3/11 F/A 24; 

Prot. II S. 34) – zusammen mit N._____ eine entwendete Bankkarte zur Abhe-

bung von Bargeld verwendete und Fr. 500.– ausgehändigt bekam. Es bestehen 

daher keine vernünftigen Zweifel daran, dass der Beschuldigte wollte, dass der 

Einbruchdiebstahl stattfand und bei dessen Ausführung half, indem er Schmiere 

stand, um die anderen Täter über mögliche Gefahren warnen zu können. Der (Al-

ternativ-) Anklagesachverhalt ist somit in objektiver und subjektiver Hinsicht er-

stellt. 

4. Anklagesachverhalt I (Dossier 28; S-4/2019/30761): Diebstahl zum 
Nachteil der F._____ AG, M._____ AG und der B._____ AG (HD Urk. 23 
S. 10 f.) 

4.1. Die Vorinstanz erstellte den Sachverhalt, wie er in der Anklageschrift um-

schrieben ist (Urk. 80 S. 37 ff.): Am 7. April 2019 betraten N._____, P._____, 

Q._____, R._____ und ein nicht näher bekannter "AK._____" die Lagerhalle der 

Geschädigten F._____ AG, nachdem N._____ die Eingangstüre mit einem 

Flachwerkzeug aufgebrochen hatte. Währenddessen hielt der Beschuldigte vor 

der Liegenschaft bei den Fluchtfahrzeugen Wache. In den Räumlichkeiten der 

Lagerhalle behändigten die Einbrecher zulasten der Geschädigten M._____ AG – 

- 32 - 

unter anderem – CBD-Blüten und Verpackungsmaterial im Gesamtwert von 

Fr. 300'810.–, womit sie den Tatort verliessen und das Deliktsgut in einem vom 

Beschuldigten gemieteten Raum in Zürich zwischenzeitlich lagerten. Später teilten 

die Täter die Beute untereinander auf.  

4.2. Die Verteidigung macht geltend, dass der Beschuldigte zwar am Tatort 

gewesen sei, indes lediglich, um einen Hund zu beaufsichtigen. Die Idee, in 

AL._____ auf den Hund aufzupassen, sei ihm gar nicht gekommen. Das Hunde-

sitten vor Ort sei keine Gehilfenschaft zu einem Diebstahl (Urk. 63 S. 7 f.; vgl. 

auch Urk. 145 S. 11).  

Die Verteidigung rügt sodann, dass das erbeutete Deliktsgut und dessen Wert 

nicht belegt und folglich nicht in der angeklagten Höhe erstellt sei. Abgesehen von 

einer undatierten Eingabe der Geschädigten, aus welcher der Verfasser nicht 

hervorgehe, würden keinerlei Angaben zur Menge und Qualität der gestohlenen 

Ware, über den Kilopreis im Ankauf, die Marge etc. vorliegen. Folglich werde der 

in der Anklageschrift aufgeführte Deliktsbetrag von Fr. 300'810.– bestritten 

(Urk. 145 S. 12). 

4.3. Der Beschuldigte räumte auch bei diesem Sachverhalt ein, dabei gewe-

sen zu sein. Er habe jedoch nicht von Anfang an gewusst, wofür sie weggefahren 

seien. Es habe zuerst geheissen, dass Q._____ bei etwas helfen müsse und er 

während dieser Zeit auf ihren Hund schauen solle. Er sei somit nicht mitgegan-

gen, um einzubrechen, sondern um auf den Hund von Q._____ aufzupassen. Es 

sei eine Dummheit gewesen, dass er mitgegangen sei. Er habe weder Schmiere 

gestanden noch sei er beim Umladen des Deliktsguts in die Transporter beteiligt 

gewesen. Er habe nicht mitmachen wollen, da er gedacht habe, dass das Gebäu-

de besser, beispielsweise mit einer Alarmanlage, geschützt sei. Es stimme, dass 

das Deliktsgut nachher während einem Tag bei ihm bzw. in seinem angemieteten 

Raum aufbewahrt worden sei, er habe indes nur widerwillig zugestimmt. Für die-

ses Aufbewahren habe er sechs oder sieben Kilogramm vom Deliktsgut erhalten 

(HD Urk. 3/11 F/A 51 ff.; Prot. II S. 37 ff.). 

- 33 - 

4.4. Auch diese Aussagen bzw. Behauptungen des Beschuldigten erweisen 

sich als unglaubhaft: So steht fest, dass er zusammen mit N._____ , R._____ und 

P._____ in der Nacht vom 5. auf den 6. April. 2019 die Örtlichkeit rekognoszierte 

(S-4/2019/30761: D28 Urk. 37, D28 Urk. 21 F/A 106 ff.). Eingeräumt und erstellt 

ist zudem, dass der Beschuldigte am Tatort war und bei den Fahrzeugen wartete, 

dass das Deliktsgut nach der Tat bei ihm gelagert wurde und er an der Beute par-

tizipierte. All diese Umstände lassen vernünftigerweise keinen anderen Schluss 

zu, als dass der Beschuldigte am Einbruchdiebstahl teilnahm und dies auch woll-

te. Es wäre wiederum völlig lebensfremd, dass der Beschuldigte an diesem Ein-

bruchdiebstahl teilnahm und sich der Gefahr einer Verhaftung aussetzte, wenn er 

die Tat tatsächlich gar nicht wollte. Die Behauptung des Beschuldigten, er sei zur 

Betreuung des Hundes von Q._____ an den Tatort mitgegangen, lässt sich nur 

unter verteidigungstaktischen Überlegungen würdigen, wobei ihr eine gewisse 

Originalität nicht abzusprechen ist. Dass dieses Vorgehen den schlechten Geis-

teszustand des Beschuldigten zeigen soll, da ja der Hund auch an seinem Zuhau-

se hätte gehütet werden können (vgl. Urk. 63 S. 7), trägt ebenfalls nicht zur Ent-

lastung des Beschuldigten bei. Denn dann hätten sich ja sämtliche Mittäter in der-

selben verminderten Verfassung befunden, was angesichts der genauen Planung, 

Vorbereitung und zielstrebigen Ausführung der Tat gänzlich ausgeschlossen wer-

den kann. Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Hund von Q._____ zur Tar-

nung mitgenommen wurde, damit die wachestehende Person kein Aufsehen 

durch ihre Anwesenheit beim Herumstehen erregen würde. Der Beschuldigte hät-

te glaubhaft versichern können, diesen Hund kurz auszuführen. Hierzu gab der 

Beschuldigte im Übrigen an, dass er gedacht habe, die Polizei würde ihn eh nicht 

erwischen, da er ja einfach mit dem Hund hätte weggehen können, wenn die Poli-

zei gekommen wäre. Die Polizisten hätten dann gedacht, dass er einfach ein 

Passant sei (HD Urk. 3/11 F/A 53). Damit legte der Beschuldigten selber seine 

Aufgaben und seine Handlungsweise bei diesem Einbruchdiebstahl dar und eben-

falls, warum der Hund dabei war. Es bestehen somit keine vernünftigen Zweifel 

daran, dass sich der Sachverhalt wie angeklagt ereignet hat und der Beschuldigte 

Wache hielt, während die weiteren Tatbeteiligten in die Lagerhalle der Geschädig-

ten F._____ AG eindrangen und mehrere Kilogramm CBD-Blüten und Verpa-

- 34 - 

ckungsmaterial von dort entwendeten, was er auch wollte. Der objektive und sub-

jektive Anklagesachverhalt ist somit erstellt. 

4.5. Hinsichtlich des Deliktsbetrags ist festzuhalten, dass dieser zur Sachver-

haltserstellung nicht abschliessend beziffert werden muss. Fest steht, dass die 

weiteren Tatbeteiligten zahlreiche Kisten, welche allesamt mit CBD-Blüten, Bio-

masse und Verpackungsmaterial gefüllt waren, aus dem Lagerraum der Geschä-

digten F._____ AG entwendeten, während der Beschuldigte aufpasste, um vor all-

fälligen Gefahren warnen zu können. Für die grosse Menge an Deliktsgut spricht 

denn auch, dass die Täter im Hinblick auf den Abtransport einen zweiten Liefer-

wagen organisierten (vgl. Prot. II S. 38). Besonders die CBD-Blüten und das Ver-

packungsmaterial hatten in der entwendeten Menge einen entsprechend hohen 

Warenwert, welcher letztlich jedoch offen bleiben kann. 

5. Anklagesachverhalt J: (Dossier 29; S-4/2019/30761): Versuchter Dieb-
stahl zum Nachteil von S._____ (HD Urk. 23 S. 11 f.) und Anklagesach-
verhalt K: (Dossier 31; S-4/2019/30761): Diebstahl zum Nachteil der 
AM._____ AG und AN._____ (HD Urk. 23 S. 12 f.) 

5.1. Die Vorinstanz erstellte den Sachverhalt, wie er in der Anklageschrift um-

schrieben ist (Urk. 80 S. 39 ff.): Nachdem N._____ die Eingangstür der Liegen-

schaft an der …. in AO._____ mit einem mitgebrachten Flachwerkzeug aufgebro-

chen hatte, wodurch zulasten der Geschädigten AM._____ AG ein Sachschaden 

in der Höhe von ca. Fr. 250.– entstand (Schartenspuren am Türrahmen), betraten 

N._____ und Q._____ ohne Berechtigung die Liegenschaft und begaben sich an-

schliessend zum Keller des Geschädigten AN._____. Mit dem mitgebrachten 

Flachwerkzeug brach N._____ daraufhin die Kellertür auf, wodurch zulasten der 

Geschädigten AM._____ AG ein Sachschaden in der Höhe von ca. Fr. 250.– ent-

stand. Anschliessend betraten N._____ und Q._____ ohne Berechtigung den Kel-

ler des Geschädigten AN._____ und behändigten zu dessen Lasten eine Motor-

radfahrerbekleidung im Wert von ca. Fr. 1'450.– sowie ein Reisetaschenset im 

Wert von ca. Fr. 680.–. Daraufhin begaben sich N._____ und Q._____ zur Gara-

gentür, welche N._____ mit dem mitgebrachten Flachwerkzeug aufbrach, 

wodurch zulasten der Geschädigten AM._____ AG ein Sachschaden in der Höhe 

- 35 - 

von ca. Fr. 150.– entstand. N._____ und Q._____ betraten die Garage, um diese 

nach Bargeld und weiteren Wertgegenständen zu durchsuchen, verliessen den 

Ort jedoch ohne Deliktsgut wieder. In der Folgen trugen N._____ und Q._____ die 

vorgenannten Gegenstände aus dem Keller des Geschädigten AN._____ zum 

Beschuldigten ins Fluchtfahrzeug, der draussen Wache gehalten hatte.  

Anschliessend begaben sich N._____ und Q._____ wieder nach draussen unter 

den Balkon der Wohnung der Geschädigten S._____, wo Q._____ mit Körperkraft 

("Bubenleiter") N._____ dabei half, auf den Balkon zu steigen und diesen ohne 

Berechtigung zu betreten, während der Beschuldigte im Fluchtfahrzeug weiterhin 

Wache hielt. N._____, Q._____ und der Beschuldigte handelten in der Absicht, in 

die Wohnung der Geschädigten S._____ einzubrechen und dort nach Bargeld 

und Wertgegenständen zu suchen, von welchem Vorhaben sie jedoch ablassen 

mussten, weil sie von der Geschädigten S._____ dabei gestört wurden. 

5.2. Die Verteidigung macht geltend, dass sich hier eine Beteiligung des Be-

schuldigten nicht erstellen lasse. Zudem habe der Beschuldigte nicht bei jeder 

Handlung von N._____ gleich von einer Straftat ausgehen müssen, nur weil die-

ser in der Vergangenheit bereits Einbruchdiebstähle begangen habe. Entspre-

chend habe er in Bezug auf die Dossiers 29 und 31 nicht vom strafbaren Vorha-

ben seines Kollegen gewusst und könne deshalb auch keinen diesbezüglichen 

Vorsatz mitgetragen haben (Urk. 63 S. 8; Urk. 145 S. 13).  

5.3. Der Beschuldigte führte aus, dass N._____ das Auto seiner Verlobten 

AP._____ ausgeliehen habe, um "etwas anschauen" zu gehen. Er, der Beschul-

digte, habe nicht gewollt, dass dieser alleine mit dem Auto fahre und sei daher 

mitgegangen. Er habe nicht gewollt, dass N._____ mit dem Auto "Scheisse" baue. 

Es stimme, dass er am Tatort gewesen sei, indes habe er nicht Wache gehalten. 

Er habe nicht einmal den Tatort sehen können, geschweige denn, was N._____ 

dort gemacht habe. Es seien Wohnblöcke dazwischen gewesen. Der Ablauf sei 

wie folgt gewesen: Sie hätten zunächst Q._____ abgeholt und seien dann nach 

AO._____ gefahren. Am Tatort habe ihn N._____ gefragt, ob er Handschuhe im 

Auto habe, was er bejaht habe. N._____ habe diese genommen und sei mit 

Q._____ ausgestiegen und zwischen zwei Blöcken verschwunden. Er habe sich 

- 36 - 

schon gefragt, für was dieser die Handschuhe brauche. Er habe sich gedacht, 

dass er vielleicht an einer Türe rütteln wolle oder so. Als die beiden zurückge-

kommen seien, habe ihm N._____ erzählt, was sie gemacht hätten (HD Urk. 3/11 

F/A 72 ff.; Prot. II S. 39 f.). 

5.4. Die Behauptung des Beschuldigten, mitgegangen zu sein, um auf das Au-

to aufzupassen, ist als Schutzbehauptung zu würdigen. Denn es war seine Ver-

lobte, welche N._____ das Fahrzeug auslieh, und nicht er. Es gab für ihn somit 

keinerlei Grund, zum Tatort mitzufahren. In einer Wohngegend am helllichten Tag 

bedarf es auch keines Schutzes für ein Auto. Weiter wurde eine Kartonverpa-

ckung für Gartenhandschuhe am Standort des Tatfahrzeuges (Sachverhalt J) si-
chergestellt, worauf sich DNA-Spuren sowohl vom Beschuldigten als auch von 

N._____ befanden (S-4/2019/30761: D29 Urk. 7). Diesbezüglich blieb dem Be-

schuldigten denn auch nichts anderes übrig, als die Verwendung der Handschuhe 

einzugestehen. Wofür anderes als für einen Einbruchdiebstahl er diese Hand-

schuhe N._____ überlassen haben will, führten denn auch weder der Beschuldig-

te noch seine Verteidigung aus. Die Behauptung des Beschuldigten, er habe ge-

dacht, dass N._____ vielleicht an einer Türe rütteln wolle oder so, ist unglaubhaft, 

denn bei guten Absichten bedarf es für das Anfassen einer Türe keiner Hand-

schuhe. Solche sind – dies ist notorisch – notwendig, um keine Fingerabdrücke zu 

hinterlassen. Und das Vermeiden von Fingerabdrücken macht wiederum nur dann 

Sinn, wenn die Begehung von Delikten geplant ist. Es bestehen daher keine ver-

nünftigen Zweifel daran, dass der Beschuldigte wusste, dass N._____ , Q._____ 

und er zusammen einen Einbruch begingen, und dies auch wollte. Ebenso lässt 

sich logischerweise keine andere Funktion des Beschuldigten ableiten, als dass 

er im bzw. beim Fluchtfahrzeug Wache hielt, so wie er es bereits bei früheren 

Einbruchdiebstählen getan hatte. Aus all diesen Umständen ergibt sich kein ande-

rer Schluss, als dass der Beschuldigte zusammen mit N._____ und Q._____ die 

Einbruchdiebstähle gemäss den Dossiers 29 und 31 ausführte und die Handlun-

gen seiner Tatbeteiligten wollte oder zumindest in Kauf nahm, womit sowohl der 

objektive als auch der subjektive Anklagesachverhalt der Abschnitte J und K er-
stellt ist. Zu Gunsten des Beschuldigten ist indes davon auszugehen, dass die Tä-

ter bei beiden Sachverhalte kein Deliktsgut erbeuteten. Dies sagte einerseits der 

- 37 - 

Beschuldigte selber so aus ("Sie kamen wirklich ohne Diebesgut zurück", 

HD Urk. 3/11 F/A 73) und wurde auch im Strafverfahren gegen Q._____ mit der 

Vorinstanz so angenommen (Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 

11. November 2022, Geschäfts-Nr. SB210111, S. 16 f.).  

IV. Rechtliche Würdigung 

1. Vorbemerkungen 

1.1. Bestritten ist einzig die rechtliche Würdigung der Sachverhalte A, B, C, F, 
G, H, I, J, K, L und M als gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl im Sinne von 
Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB.  

1.2. Die Verteidigung führt hierzu aus, dass es in Einzelfällen zutreffend sein 

könne, dass die Aufgabe des "Schmiere-Stehens" lediglich derjenigen Person in 

der Gruppierung zukomme, der man vertraue und auf die man sich verlassen 

könne. Für die vorliegend zu beurteilenden Delikte gelte diese Überlegung jedoch 

nicht. Die Attribute Zuverlässigkeit oder Verlässlichkeit bringe man mit dem Be-

schuldigten nicht in Verbindung. Grund dafür seien seine Drogenprobleme. Der 

Beschuldigte habe bei den angeklagten Diebstählen aus dem jeweiligen Moment 

heraus gehandelt. Es seien spontane Einzelentschlüsse gewesen, getrieben von 

der sich bietenden Gelegenheit und entsprechend auch in wechselnder Zusam-

mensetzung. Dies je nachdem, wer da gewesen sei und ihm habe behilflich sein 

können, unmittelbar zu Mitteln für seinen Betäubungsmittelkonsum zu gelangen 

und mit ihm zu konsumieren. Es habe keine über den unmittelbaren Konsum hin-

ausreichende Perspektive bestanden. Folglich sei zumindest der Beschuldigte 

nicht Teil einer festen Gruppe gewesen, welche sich jeweils für die Deliktsbege-

hungen getroffen habe. Für die Annahme der Gewerbsmässigkeit fehle es an der 

erforderlichen Intensität. Schliesslich sei zu konstatieren, dass der Beschuldigte 

nicht die treibende Kraft hinter den Delikten gewesen sei. Sein Beitrag sei oftmals 

nicht über blosse "Handlangerdienste" hinausgegangen und insofern für die Aus-

führung des Tatplans nicht massgeblich gewesen. Der Beschuldigte habe die 

- 38 - 

Durchführung der Tat nie beherrscht (Urk. 63 S. 6, S. 8 sowie S. 10 f.; Urk. 84 

S. 3; Urk. 145 S. 16 ff.). 

2. Gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl (Anklagesachverhalte A, B, C, 
F, G, H, I, J, K, L und M) 

2.1. Den Einwendungen der Verteidigung kann aus folgenden Gründen nicht 

gefolgt werden: Die Vorinstanz hat zunächst zu Recht die Beteiligung des Be-

schuldigten als Mittäter und nicht nur als Gehilfe gewürdigt (Urk. 80 S. 45 f.). Es 

kann daher – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – vorab auf die korrek-

ten rechtlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der 

Entschliessung, Planung oder Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in mass-

gebender Weise mit anderen Tätern zusammenwirkt, so dass er als Hauptbetei-

ligter dasteht. Dabei kommt es darauf an, ob der Tatbeitrag nach den Umständen 

des konkreten Falles und dem Tatplan für die Ausführung des Deliktes so wesent-

lich ist, dass sie mit ihm steht oder fällt. In objektiver Hinsicht wird keine direkte 

Beteiligung an der Ausführung der konkreten Straftat verlangt, sondern auch die 

massgebliche, (Mit-) Tatherrschaft begründende Beteiligung an der Entschluss-

fassung bzw. Planung oder Koordination kann genügen. Jedem Mittäter werden 

dabei in den Grenzen seines Vorsatzes die kausalen Tatbeiträge der anderen Mit-

täter angerechnet und die Beiträge müssen sich in ihrer Gesamtheit kausal aus-

wirken (BGE 143 IV 361 E. 4.10; BGE 135 IV 152 E. 2.3.1; BGE 133 IV 76 E. 2.7; 

BGer 6B_1437/2020 vom 22. September 2021 E. 1.2.2; BGer 6B_338/2020 vom 

3. Februar 2021 E. 3.2.4; je mit Hinweisen). 

2.2. Der Beschuldigte war bei 11 – teilweise versuchten – Diebstählen betei-

ligt. Dabei war er nicht blosser "Handlanger" der übrigen Täter, sondern brach 

zum Teil auch selber in die entsprechenden Liegenschaften ein, um an Deliktsgut 

zu gelangen und hielt ansonsten Wache. Auch in den Fällen, als er "Schmiere" 

stand, war sein Tatbeitrag wesentlich, hat eine solche Person doch eine wichtige 

Aufgabe, nämlich auf die übrigen Beteiligten aufzupassen und sie vor Gefahren 

zu warnen, damit sie – falls sie entdeckt werden oder Verdacht erregen – vorher 

flüchten können und nicht geschnappt werden. Weiter bietet eine solche Person 

- 39 - 

psychische Unterstützung, indem sie den übrigen Tätern die notwendige Sicher-

heit verschafft, um ihren Aufgaben nachzugehen. Ein "Wächter" muss somit auf-

merksam die Gegend beobachten und abschätzen können, ob Gefahr herrscht  

oder eben nicht. An ihm hängt wesentlich der reibungslose Ablauf des Einbruch-

diebstahls. Denn wenn er die übrigen Beteiligten nicht oder zu spät warnt, werden 

diese erwischt, und wenn er einen Fehlalarm verursacht, vereitelt er die zu erwer-

bende Beute. Einem "Schmiere-Steher" müssen die übrigen Täter somit voll und 

ganz vertrauen. Zudem hat seine Aufgabe den Vorteil, dass er bei Gefahr (auch 

ohne die übrigen Beteiligten) flüchten und sich somit der Entdeckung und allen-

falls der Strafverfolgung – zumindest wenn ihn die übrigen Täter nicht verraten – 

entziehen könnte. Der Aufpasser kann zudem z.B. eine Privatperson ablenken 

oder ihr eine Ausrede für die Anwesenheit der übrigen Täter geben. Der Tatbei-

trag des Beschuldigten geht somit klar über denjenigen eines Gehilfen hinaus, 

zumal er – wie vorstehend bereits ausgeführt – teilweise auch selber am eigentli-

chen Einbruchdiebstahl teilnahm, indem er in die betroffenen Liegenschaften ein-

drang und von dort Deliktsgut entwendete. Die vorliegend zu beurteilenden Taten 

weisen zudem in örtlicher und zeitlicher Hinsicht einen engen Zusammenhang auf 

und wurden in jeweils fast gleicher Besetzung durchgeführt. Daher ist die Beteili-

gung des Beschuldigten in Bezug auf alle Straftaten gesamthaft zu würdigen, 

selbst wenn seine Handlungen nicht immer exakt dieselben waren (vgl. BGer 

6B_688/2019 vom 26. September 2019 E. 3.3; BSK StGB – NIGGLI/RIEDO, N 113 

zu Art. 139 StGB). Indem der Beschuldigte die beschriebenen Rollen (Teilnehmer, 

"Schmiere-Steher", psychische Unterstützung, Gewährleistung allenfalls nötiger 

Rückendeckung für die übrigen Täter) übernahm, hat er einen wesentlichen Tat-

beitrag geleistet und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammenge-

wirkt. Entsprechend werden ihm die strafbaren Handlungen der übrigen Beteilig-

ten wie seine eigenen angerechnet.  

2.3. Hinsichtlich der Definition der Bandenmässigkeit und der diesbezüglich 

vom Bundesgericht entwickelten Rechtsprechung kann zunächst auf die zutref-

fenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 80 S. 46 f.; Art. 82 

Abs. 4 StPO). Bandenmässigkeit ist gegeben, wenn zwei oder mehrere Täter mit 

dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen zusammenfinden, inskünf-

- 40 - 

tig zur Verübung mehrerer selbständiger, im Einzelnen möglicherweise noch un-

bestimmter Straftaten zusammenzuwirken, wobei bereits der Zusammenschluss 

von zwei Personen genügt (vgl. BGE 124 IV 86 E. 2.b; BGer 6B_1302/2020 vom 

3. Februar 2021 E. 2.4.2; BSK StGB – NIGGLI/RIEDO, N 124 f. zu Art. 139 StGB). 

Es genügt bereits sowohl der konkludent manifestierte Wille für die "Bandenabre-

de" (BGE 124 IV 86 E. 2.b; BGE 100 IV 219 E. 1) als auch der konkludent geäus-

serte Wille zur inskünftigen Verübung im Einzelnen möglicherweise noch unbe-

stimmter Diebstähle (BGE 100 IV 291 E. 1; BGer 6B_745/2017 vom 12. März 

2018 E. 2.5). Ob der Täter konkludent den Willen zur bandenmässigen Tatbege-

hung manifestierte, ist – bei Fehlen eines Geständnisses des Beschuldigten wie 

im vorliegenden Fall – anhand der konkreten Tatumstände aufzuzeigen (BGer 

6B_1145/2017 vom 7. April 2017 E. 1.4.b).  

2.4. Die Einbruchdiebstähle der Anklagesachverhalte A, B, C, F, G, H, I, J, K, 
L und M wurden zwar in unterschiedlich grossen Gruppen und durch verschiede-
ne Mittäter begangen. Stets an der Deliktsverübung beteiligt waren hingegen der 

Beschuldigte und N._____ . Gestützt auf die erstellten Sachverhalte ergibt sich 

ein bewährtes Vorgehen bzw. ein Deliktsmechanismus der beiden Komplizen. So 

erscheint N._____ jeweils für das "Grobe" zuständig gewesen zu sein, indem er 

jeweils die Türen zu den betroffenen Liegenschaften mit einem mitgebrachten 

Flachwerkzeug aufbrach und so den unberechtigten Zutritt ermöglichte. Bei der 

anschliessenden Durchsuchung der Räumlichkeiten und der Entwendung des De-

liktsguts handelte N._____ entweder zu zweit mit dem Beschuldigten zusammen 

oder mit einer meist grösseren Gruppe von Mittätern. Im zweiten Fall blieb der 

Beschuldigte jeweils draussen vor der betroffenen Liegenschaft bzw. beim Flucht-

fahrzeug und hielt Wache, um N._____ und die weiteren Tatbeteiligten vor allfälli-

gen Gefahren warnen zu können. Es bestehen keine Anzeichen, dass der Be-

schuldigte und N._____ ihr bewährtes Vorgehen hätten aufgeben wollen. Viel-

mehr lassen mehrere Tatumstände darauf schliessen, dass die beiden Mittäter 

auch in Zukunft zusammen weitere Diebstähle hätten begehen wollen: So zeigen 

die Kadenz der bereits verübten Delikte sowie die jeweiligen Lebensumstände, 

dass N._____ und der Beschuldigte ihren Lebensunterhalt mit den Einbruchdieb-

stählen bestritten (vgl. auch die nachfolgenden Ausführungen zur Gewerbsmäs-

- 41 - 

sigkeit). Der Beschuldigte finanzierte zudem seinen intensiven Drogenkonsum 

aus den Deliktserlösen, was ihm mit legalen Einnahmequellen nicht möglich ge-

wesen wäre. Die beiden Mittäter hatten sich zur erfolgreichen Verübung ihrer 

Straftaten auch organisiert, so wurden Liegenschaften ausgekundschaftet, Fahr-

zeuge beschafft und Lagerräume organisiert. Das bewährte Deliktsmuster, das 

Netzwerk von weiteren Mittätern und die aus den Delikten resultierenden Einkünf-

te hätten der Beschuldigte und N._____ aller Voraussicht nach nicht aufgegeben, 

wenn es nicht zu ihren Verhaftungen gekommen wäre. Die beiden Mittäter stan-

den in einer gewissen Abhängigkeit zueinander, waren doch die Einbruchdieb-

stähle als Einzeltäter nicht bzw. nur erschwert durchzuführen. In subjektiver Hin-

sicht steht ausser Frage, dass sich der Beschuldigte des Zusammenschlusses mit 

N._____ und der Zielrichtung ihres gemeinsamen Handelns bewusst war. So be-

stätigte er selbst, dass er grundsätzlich davon ausgegangen sei, dass Einbruch-

diebstähle oder Ähnliches verübt würden, wenn er mit N._____ unterwegs gewe-

sen sei. Meistens sei es um solche dummen Sachen gegangen (Prot. II S. 40). 

Aufgrund der erstellten Beteiligung des Beschuldigten an den angeklagten Ein-

bruchdiebstählen und den vorgenannten weiteren Umständen steht sodann fest, 

dass sein Wille auf die gemeinsame Verübung einer Mehrzahl von Delikten ge-

richtet war, welche im Einzelnen noch unbestimmt waren und sich teilweise erst 

spontan ergaben. Die bandenmässige Tatbegehung im Sinne von Art. 139 Ziff. 3 

Abs. 1 und 2 StGB ist damit erfüllt. 

2.5. Das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit im Sinne von Art. 139 

Ziff. 2 StGB ist erfüllt, wenn der Dieb seine deliktische Tätigkeit nach der Art eines 

Berufes ausübt. Letzteres ergibt sich aus der Zeit und den Mitteln, die er dafür 

aufwendet, aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeit-

raums sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften. Wesentlich ist, dass 

der Täter sich darauf einrichtet, durch sein deliktisches Handeln relativ regelmäs-

sige Einnahmen zu erzielen, die einen namhaften Beitrag an die Kosten seiner 

Lebensgestaltung darstellen. Zudem muss er die Tat bereits mehrfach begangen 

haben und es muss aufgrund der Taten geschlossen werden, er sei zu einer Viel-

zahl von unter den fraglichen Tatbestand fallenden Handlungen bereit gewesen 

(BGE 129 IV 188 E. 3.1.2; BGE 119 IV 129 E. 3.a; BGer 6B_550/2016 vom 

- 42 - 

10. August 2016 E. 2.3; je mit Hinweisen). Hinsichtlich des angestrebten Ein-

kommens setzt die bundesgerichtliche Praxis die Schwelle zur Gewerbsmässig-

keit allerdings niedrig an. So genügt bereits eine quasi "nebenberufliche" delikti-

sche Tätigkeit für die Annahme gewerbsmässigen Handelns im Sinne von Art. 

139 Ziff. 2 StGB (BGE 119 IV 129 E. 3.a; vgl. auch BSK StGB – NIGGLI/ RIEDO, N 

98 zu Art. 139 StGB). 

2.6. Diese Voraussetzungen sind vorliegend gegeben. Der Beschuldigte ver-

fügte über keine legale Erwerbstätigkeit und finanzierte seinen Lebensunterhalt 

und insbesondere seinen Drogenkonsum über den Deliktserlös aus den verübten 

Diebstählen. So sagte er selber aus, dass er die Delikte in der Absicht verübt ha-

be, möglichst viel Geld daran zu verdienen, um unter anderem seine Drogensucht 

finanzieren zu können. Er habe sehr wenig Geld bekommen und auch die Miete 

bezahlen müssen. Es sei nicht viel übrig geblieben und Drogen seien nicht güns-

tig (HD Urk. 3/11 F/A 114 ff.). Die Täter handelten – wie schon ausgeführt – re-

gelmässig und in hoher Kadenz deliktisch. Für die Verübung der einzelnen Taten 

wendeten sie vergleichsweise viel Zeit und Sorgfalt auf. So wurden die Ein-

bruchsorte teilweise ausgekundschaftet, Fahrzeuge und Lagerräume organisiert 

und die Tatbegehung bzw. Umsetzung des gefassten Plans in die Nacht gelegt. 

Um die Einbruchdiebstähle mittels Beizugs von verschiedenen Personen erfolg-

reich begehen zu können, mussten sich die Beteiligten auch untereinander ab-

sprechen und zusammenarbeiten. Der Beschuldigte übte die deliktische Tätigkeit 

nach der Art eines Berufes aus, eine "legale" Erwerbstätigkeit übte er nicht aus. 

Folglich ist auch das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit erfüllt.  

2.7. Trifft die bandenmässige Tatbegehung gemäss Art. 139 Ziff. 3 Abs. 1 

und 2 StGB mit dem Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässigkeit im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 2 StGB zusammen, so ist von echter Idealkonkurrenz auszugehen 

(vgl. BSK StGB – NIGGLI/RIEDO, N 136 zu Art. 139 StGB).  

- 43 - 

3. Fazit 

Neben den bereits in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüchen ist der Beschul-

digte ferner des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 

Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB schuldig zu sprechen. 

V. Strafzumessung 

1. Vorbemerkungen 

1.1. Die Vorinstanz fällte eine Freiheitsstrafe von 44 Monaten und unter Ein-

bezug der widerrufenden Strafe gemäss Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 

22. April 2014 eine Geldstrafe von 110 Tagessätzen zu Fr. 30.– als Gesamtstrafe, 

teilweise als Zusatzstrafe zu der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Win-

terthur/Unterland, Zweigstelle Flughafen, vom 21. März 2019 ausgefällten Strafe, 

sowie eine Busse von Fr. 600.– aus (Urk. 80 S. 56 ff., S. 73, S. 74 f. sowie S. 77).  

1.2. Die Verteidigung fordert eine deutlich mildere Bestrafung des Beschuldig-

ten. Unter Einbezug der widerrufenen Strafe sei eine Freiheitsstrafe von 18 Mona-

ten sowie eine Busse von Fr. 600.– angemessen (Urk. 84 S. 3; Urk. 145 S. 1). Vor 

Vorinstanz machte die Verteidigung geltend, dass der Beschuldigte bei den zu 

beurteilenden Delikten aus dem Moment heraus gehandelt habe. Es seien Ein-

zelentschlüsse gewesen, welche sich aus den sich bietenden Gelegenheiten und 

seiner schweren Drogensucht ergeben hätten. Sodann sei festzuhalten, dass der 

Beschuldigte nicht die treibende Kraft hinter den Taten gewesen sei. Seine Betei-

ligung gehe oftmals nicht über blosse "Handlangerdienste" hinaus. Zur Täterkom-

ponente führte die Verteidigung aus, dass der Beschuldigte zwar Vorstrafen auf-

weise. Diese würden jedoch keine schweren Delikte betreffen und seien als 

Grenzübertretungen im Rahmen der Adoleszenz zu werten. Im Jahre 2015 habe 

jemand dem Beschuldigten eine Eisenstange über den Kopf geschlagen und ihn 

mit Fusstritten traktiert, was einen Schädelbruch, ein Koma und ein Schädel-Hirn-

Trauma zur Folge gehabt habe. Damit sei eine Wesensänderung einher gegan-

gen. So halte das polydisziplinäre Gutachten vom 20. Dezember 2017 fest, dass 

das Schädel-Hirn-Trauma beim Beschuldigten zu einer deutlichen Wesensände-

- 44 - 

rung mit gesteigerter Impulsivität und Aggressivität geführt habe und dieser ver-

gesslicher geworden sei. Weiter werde im neuropsychologischen Teilgutachten 

vom 21. Juni 2017 ausgeführt, dass neuropsychologische Funktionen beim Be-

schuldigten leicht bis sehr deutlich eingeschränkt gewesen seien, vor allem Ge-

dächtnisleistungen, komplexere sprachliche Aufnahme- und Verarbeitungspro-

zesse sowie die Ein- und Umstellfähigkeit. Zudem hätten sich beim Beschuldigten 

Ermüdungserscheinungen gezeigt, die mit Kopfschmerzen sowie deutlichen Auf-

merksamkeits- und Konzentrationseinbussen einhergegangen seien. Dies deute 

auf mittelgradig ausgeprägte neuropsychologische Defizite hin, die mit den Folgen 

eines schweren Schädel-Hirn-Traumas vereinbar seien. Das psychiatrische Gut-

achten prognostiziere dem Beschuldigten ein erhöhtes Ausmass an zwischen-

menschlichen Problemen, eine Einschränkung bei der Anpassung an Regeln und 

Routinen, anhaltende Polytoxikomanie etc. Seine Entscheidungs- und Urteilsfä-

higkeit sei im Wesentlichen eingeschränkt. Die Erfassung der Persönlichkeit des 

Beschuldigten sei überlagert durch Auffälligkeiten, bedingt durch die Polytoxiko-

manie. Das Schreiben des medizinischen Zentrums Geissberg vom 4. Oktober 

2020 führe als Diagnosen eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung, impul-

siver Typ, eine Cannabis-Abhängigkeit und Kokain-Missbrauch auf. Im Austritts-

bericht der Station Etoine vom 21. Januar 2021 werde der Verdacht auf eine Stö-

rung aus dem schizophrenen Formenkreis, differentialdiagnostisch organische 

schizophrenieforme Störung, formuliert und auf eine Cannabis-Abhängigkeit, Ko-

kain-Missbrauch und eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsi-

ven Typus verwiesen. Von Seiten der Behandler sei die Empfehlung erfolgt, den 

Beschuldigten forensisch begutachten zu lassen. Es bestehe der Verdacht auf ein 

posttraumatisches organisches Psychosyndrom.  

Aus diesen Feststellungen zieht die Verteidigung für das vorliegende Strafverfah-

ren den Schluss, dass eine Abhängigkeitsproblematik hinsichtlich Cannabis und 

Kokain vorgelegen habe, welche die Urteilsfähigkeit des Beschuldigten erheblich 

herabgesetzt habe. Zudem könnte der Beschuldigte auch wegen schizophre-

niebedingter Defizite delinquiert haben und von seinen Mittätern in abnormer 

Weise beeinflusst worden sein. Zu Gunsten des Beschuldigten sei bei der Straf-

zumessung zu würdigen, dass er sich freiwillig der Polizei gestellt habe und auch 

- 45 - 

Mitbeteiligte sowie Hintermänner belastet habe. Der Beschuldigte wolle reinen 

Tisch machen und mit seiner Vergangenheit abschliessen, um in ein deliktsfreies 

Familienleben zu starten. Dies zeuge von Einsicht und Reue (Urk. 63 S. 10 ff.). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung brachte die Verteidigung sodann vor, dass 

die zeitlichen Verzögerungen während des Berufungsverfahrens und damit eine 

Verletzung des Beschleunigungsgebots deutlich strafmindernd zu berücksichtigen 

seien (Urk. 145 S. 19 ff.)  

1.3. Die Staatsanwaltschaft fordert eine höhere Freiheitsstrafe für den Be-

schuldigten von 7 Jahren, unter Bestätigung der durch die Vorinstanz ausgefällten 

Geldstrafe und Busse (Urk. 82 S. 2; Urk. 147 S. 2). Vor Berufungsinstanz führte 

sie hierzu zusammengefasst aus, dass die von der Vorinstanz vorgenommene 

Strafzumessung im Quervergleich mit den Urteilen betreffend die weiteren Betei-

ligten deutlich zu mild sei. So habe sie die Einsatzstrafe für den banden- und ge-

werbsmässigen Diebstahl deutlich zu tief angesetzt und sei auch bei der folgen-

den Asperation der Einzelstrafen für die weiteren Straftaten viel zu grosszügig 

gewesen. In Bezug auf die Täterkomponente moniert die Staatsanwaltschaft die 

von der Vorinstanz gewährte erhebliche Strafminderung für das Nachtatverhalten 

des Beschuldigten und weist darauf hin, dass dessen Geständnis vom 24. Sep-

tember 2020 keineswegs zu einer massgeblichen Erleichterung des weiteren Ver-

fahrensgangs geführt habe, da die Strafuntersuchung zu jenem Zeitpunkt schon 

längstens vollständig abgeschlossen gewesen sei (Urk. 147 S. 4 ff.).  

1.4. Die Vorinstanz hat die Grundsätze, nach welchen eine Strafe zuzumes-

sen ist, sowie die massgebenden Strafrahmen, innerhalb welcher die Strafen 

festzulegen sind, richtig dargestellt (Urk. 80 S. 54). Zur leichteren Nachvollzieh-

barkeit der nachfolgenden Strafzumessung werden die entsprechenden Strafrah-

men nachfolgend noch einmal wiedergegeben: Die schwerste vom Beschuldigten 

begangene Straftat ist der gewerbs- und bandenmässige Diebstahl im Sinne von 

Art. 139 Ziff. 1, Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB. Der Strafrahmen reicht hier-

für von sechs Monaten bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe. Ferner hat sich der Be-

schuldigte des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, der 

mehrfachen Hehlerei im Sinne von Art. 160 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Urkun-

- 46 - 

denfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 Abs. 2 und 3 StGB sowie des mehrfa-

chen, teilweise versuchten betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbei-

tungsanlage im Sinne von Art. 147 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB, schuldig gemacht. Für diese Delikte lautet die abstrakte 

Strafandrohung auf Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Überdies 

hat sich der Beschuldigte der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von 

Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs 

im Sinne von Art. 186 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, des 

mehrfachen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c, d und g (in Verbindung 

mit lit. c und d) des Betäubungsmittelgesetzes, des mehrfachen Vergehens im 

Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a des Waffengesetzes, des mehrfachen Fahrens oh-

ne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a und teilweise lit. b SVG, des 

Fahrens in fahrunfähigem Zustand im Sinne von Art. 91 Abs. 2 lit. a und b SVG 

sowie der versuchten Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrun-

fähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB 

schuldig gemacht. Für diese Delikte lautet die abstrakte Strafandrohung auf Frei-

heitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. 

1.5. Das Gericht bemisst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Dar-

über hinaus berücksichtigt es das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des 

Täters sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben (Art. 47 Abs. 1 StGB). Hat 

der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere 

gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht gemäss Art. 49 Abs. 1 

StGB zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen.  

Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung wiederholt dargelegt 

(BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt für die Bildung der 

Einsatz- und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des As-

perationsprinzips (BGE 144 IV 217 E. 2 f.; BGE 141 IV 61 E. 6.1.2; BGE 132 IV 

102 E. 8 f.). Darauf kann einleitend verwiesen werden. Es ist hervorzuheben, 

dass das Bundesgericht unter Hinweis auf den Willen des Gesetzgebers wieder-

holt festgehalten hat, dass die Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 

StGB nur dann zulässig ist, wenn für jede einzelne verübte Straftat unter Anwen-

- 47 - 

dung der konkreten Methode dieselbe Strafart auszufällen ist. Dass die anzuwen-

denden Strafbestimmungen abstrakt gleichartige Strafen vorsehen, genügt nicht. 

Geldstrafe und Freiheitsstrafe sind keine gleichartigen Strafen (BGE 144 IV 313 

E. 1.1.1; BGE 144 IV 217 E. 2.2, 3.3 und E. 3.4).  

Zum methodischen Vorgehen präzisiert das Bundesgericht, dass in einem ersten 

Schritt (hypothetische) Einzelstrafen für die einzelnen Delikte innerhalb ihres or-

dentlichen Strafrahmens festzulegen sind. Dabei ist auch für jede der mehreren 

Straftaten die Art der Strafe zu bestimmen. Bei der Wahl der Sanktionsart ist als 

wichtiges Kriterium die Zweckmässigkeit einer bestimmten Sanktion, ihre Auswir-

kungen auf den Täter und sein soziales Umfeld sowie ihre präventive Effizienz zu 

berücksichtigen (BGE 147 IV 241 E. 3.2; BGE 134 IV 97 E. 4.2; je mit Hinweisen). 

Nach dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll nach konstanter Rechtsprechung 

bei alternativ zur Verfügung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs 

äquivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark 

in die persönliche Freiheit des Betroffenen eingreift (BGE 144 IV 313 E. 1.1.1; 

BGE 138 IV 120 E. 5.2; BGer 6B_125/2018 vom 14. Juni 2018 E. 1.3.2; je mit 

Hinweisen). Der Gesetzgeber hat für den Bereich der leichteren und mittleren 

Kriminalität die Geldstrafe als die der Freiheitsstrafe vorgehende Regelsanktion 

vorgesehen (vgl. Art. 41 Abs. 1 StGB; BGE 134 IV 82 E. 4.1). Das Bundesgericht 

bekräftigt auch in seiner neueren Rechtsprechung den Vorrang der Geldstrafe 

gegenüber der Freiheitsstrafe im Strafbereich bis 180 Tagessätzen bzw. sechs 

Monaten (BGE 144 IV 313 E. 1.1.1; BGE 144 IV 217 E. 3.3.3; BGer 6B_93/2022 

vom 24. November 2022 E. 1.3.1, 1.3.2 und E. 1.3.7; je mit Hinweisen). Allerdings 

darf auch nach der neuesten bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Gesamt-

freiheitsstrafe ausgesprochen werden, wenn viele Einzeltaten zeitlich sowie sach-

lich eng miteinander verknüpft sind und eine blosse Geldstrafe bei keinem der in 

einem engen Zusammenhang stehenden Delikte geeignet ist, in genügendem 

Masse präventiv auf den Täter einzuwirken. Das Gericht kann somit bei der Wahl 

der Strafart auch die mehrfache und kontinuierliche gleichartige Delinquenz be-

rücksichtigen (BGer 6B_93/2022 vom 24. November 2022 E. 1.3.5; BGer 

6B_141/2021 vom 23. Juni 2021 E. 1.3.2; je mit Hinweisen).  

- 48 - 

1.6. Stehen die (hypothetischen) Einzelstrafen für sämtliche Normverstösse fest 

und sind diese – zumindest teilweise – gleicher Art, hat das Gericht in einem 

zweiten Schritt in Anwendung des Asperationsprinzips nach Art. 49 Abs. 1 StGB 

eine Gesamtstrafe zu bilden. Ausgangspunkt ist die Einsatzstrafe des schwersten 

Delikts, welches um die Strafen der weiteren Delikte an