# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0ea7587-bc0d-5949-9e4f-d2533fab3672
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-23
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 23.09.2025 I 2025 9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2025-9_2025-09-23.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2025 9

Entscheid vom 23. September 2025 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Präsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien Erbengemeinschaft A.________ bestehend aus:
1. B.________
2. C.________
3. D.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. F.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Pflegeleistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ sel. (1956 - 2020) verursachte am 19. Februar 2015 einen 
Verkehrsunfall (Vi-act. 3). Er war im Unfallzeitpunkt als Baufacharbeiter über die 
Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch unfallversichert, welche in der Folge 
Versicherungsleistungen erbrachte (Vi-act. 49), wobei berücksichtigt wurde, dass 
A.________ nach einem Hirnschlag vom 3. April 2014 im Unfallzeitpunkt krank-
heitsbedingt arbeitsunfähig und krankentaggeldbeziehend, resp. ab 1. April 2015 
IV-rentenberechtigt war (Vi-act. 61, 73, 115). Der Erstversorgung im Spital 
E.________ (Vi-act. 36) und Akutversorgung am Universitätsspital G.________ 
(Vi-act. 47, 48, 119), wo u.a. die Diagnose einer inkompletten Tetraplegie C5 
ASIA A gestellt wurde (Vi-act. 47), folgte am 2. März 2015 bis 6. August 2015 ei-
ne stationäre Rehabilitation in der Universitätsklinik H.________ (Vi-act. 99, 114; 
Diagnose inkomplette Tetraplegie sub C3 AIS C), von wo aus der Übertritt ins 
Pflegeheim I.________ erfolgte (Vi-act. 116), wofür die Suva für 4 Monate bis 
zum Auffinden einer neuen Familienwohnung Kostengutsprache erteilte. Im De-
zember 2015 erfolgte die Rückkehr aus dem Pflegeheim I.________ in eine neue 
Familienwohnung in J.________ mit Spitexunterstützung. Nachdem die Situation 
zu Hause indes eskalierte, erfolgte (nach einem Aufenthalt in der psychiatrischen 
Klinik K.________ [25.3.2016 - 18.4.2016; Vi-act. 203, 231]) am 24. März 2016 
die Verlegung in das Pflegeheim L.________, vorerst (nach Austritt Klinik 
K.________ am 18.4.2016) als Entlastungsaufenthalt, dann definitiv (Vi-act. 184, 
195, 409; vgl. zur Chronologie insb. auch Vi-act. 205). 

Nach erfolgter Abklärung der Pflegeleistungen und Hilflosigkeit von A.________ 
(Vi-act. 121, 133, 134-137, 147, 151, 161) verfügte die Suva am 3. Februar 2016 
bei einer Hilflosigkeit schweren Grades ab 1. Januar 2016 eine Hilflosenentschä-
digung von Fr. 2'436/Mt sowie von Fr. 931/Mt für vom Arzt angeordnete Haus-
pflege durch zugelassenes Personal (Art. 18 Abs. 1 der Verordnung über die Un-
fallversicherung [UVV; SR 832.202] vom 20.12.1982 in der bis zum 31.12.2016 
geltenden Version) sowie Fr. 1'758/Mt für vom Arzt angeordnete Hauspflege 
durch eine nicht zugelassene Person (Art. 18 Abs. 2 UVV in der bis zum 
31.12.2016 geltenden Version), d.h. total Fr. 2'689 monatlich für Pflegeleistungen 
(Vi-act. 167, 369). Diese Verfügung blieb unangefochten.

B. Mit neurologischer Beurteilung vom 27. März 2018 gelangte der Neurologe 
der Suva zum Schluss, der medizinische Endzustand sei erreicht und der Fallab-
schluss angezeigt (Vi-act. 332, 333). Er fasste die medizinischen Berichte per 27. 
März 2018 wie folgt zusammen:

Im Endzustand liegt eine inkomplette Tetraplegie sub C5 ASIA C vor. Bei Durch-
sicht der Dokumentation der letzten physiotherapeutischen und ergotherapeuti-

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schen Berichte ist ersichtlich, dass der Versicherte mittlerweile wieder frei sitzen 
kann und mit leichter Unterstützung am Handlauf gehen kann bei Kraftgraden von 
M 3 bzw. 4 und grösser in den Beinen, ausweislich Physiotherapiebefund vom 
21.04.2017 und zuletzt vom 20.12.2017. Dem Befund der oberen Extremitäten ist 
aus dem Ergotherapiebericht vom 15.02.2018 zu entnehmen, dass der Versicherte 
angelehnt stehen könne und Dinge mit der rechten Hand anreichen könne und sich 
festhalten könne. Neurologischerseits ist dieser Funktionsfähigkeit zu entnehmen, 
dass ein Transfer Bett-Rollstuhl selbstständig möglich ist entsprechend auch den 
physiotherapeutischen Befunden mit beidseits guter Kraft in den Beinen, links 
mehr als rechts. Eine Atemhilfe ist nicht nötig.  

Hierauf sprach die Suva A.________ mit Verfügung vom 24. April 2018 ab 1. Mai 
2018 eine volle IV-Rente von Fr. 4'543.30/Mt als Komplementärrente nach Art. 
20 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) 
vom 20. März 1981 zu sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integrität-
seinbusse von 90%; Pflegeleistungen und Hilflosenentschädigung wurden im 
selben Umfang (Pflegeleistungen per 1.4.2017 Fr. 2'966/Mt; Vi-act. 280) weiter 
zugesichert (Vi-act. 340, 341, 345, 367). 

Am 7. Mai 2018 erhob A.________ gegen die Verfügung vom 24. April 2018 Ein-
sprache (ergänzt am 7.6.2018) und beantragte eine ungekürzte Integritätsent-
schädigung (Vi-act. 352, 360). Mit Entscheid vom 20. November 2018 wurde die 
Einsprache abgewiesen (Vi-act. 366), was unangefochten blieb.

C. Mit Schreiben vom 29. Oktober 2018 ersuchte A.________ um Revision 
der Pflegeentschädigung, nachdem er nach der Verfügung vom 3. Februar 2016 
ins Pflegeheim eingetreten und per 1. Januar 2017 die Teilrevision von Art. 18 
UVV in Kraft getreten sei (Suva-act. 365). In der Folge veranlasste die Suva im 
Dezember 2018 eine neuerliche Überprüfung der Pflegeleistungen (Vi-act. 371 f., 
374, 376, 377, 378, 380, 400-405). Am 12. April 2019 verfügte die Suva, ab dem 
24. März 2016 (Eintritt Pflegeheim) werde unter dem Titel Art. 18 Abs. 1 und Abs. 
2 lit. b UVV ein Betrag von Fr. 5'848 monatlich ausgerichtet sowie ein Betrag von 
Fr. 69/Mt unter dem Titel Art. 18 Abs. 2 lit. a und lit. b UVV, total Fr. 5'917/Mt; 
vom ursprünglich berechneten Betrag von Fr. 9'313 werde der von der Gemeinde 
monatlich bezahlte Betrag abgezogen; sollte dies nicht mehr der Fall sein, wür-
den die Pflegeleistungen um Fr. 3'396 (Fr. 113.20 x 30) erhöht (Vi-act. 419). 
Hiergegen wurde am 25. April 2019 (ergänzt am 14.6.2019) Einsprache erhoben 
(Vi-act. 423, 426). 

Am 14. September 2020 musste A.________ durch den Rettungsdienst aus dem 
Pflegeheim notfallmässig ins Spital E.________ überführt werden, wo er am 15. 
September 2020 verstarb (Vi-act. 448, 449, 470).

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D. Mit Verfügung vom 16. November 2020 informierte die Suva die Witwe 
B.________ über die Einstellung der Rentenleistungen per Ende September 
2020. Es bestehe eine Rückforderung z.G. der Suva von Fr. 25'792.60 an zu Un-
recht geleisteten Renten-, Hilflosenentschädigungs- und Pflegeleistungszahlun-
gen für Oktober/November 2020 (Vi-act. 454). Auch hiergegen reichte die Erben-
gemeinschaft am 1. Dezember 2020 vorsorgliche Einsprache ein (Vi-act. 457). 
Am 3. Dezember 2020 legte die Suva eine Abrechnung der Rückforderung vor, 
dergemäss unter Verrechnung der Rückforderung gemäss Verfügung vom 16. 
November 2020 mit Nachzahlungen eine offene Rückforderung von noch 
Fr. 7'300.95 verbleibe (Vi-act. 460). Mit Entscheid vom 12. August 2022 wies die 
Suva die Einsprache gegen die Rückforderungsverfügung vom 16. November 
2020 ab (Vi-act. 509), was unangefochten blieb.

E. Ebenfalls am 3. Dezember 2020 erliess die Suva eine Verfügung, mit wel-
cher sie die Verfügung vom 12. April 2019 zurücknahm und die Einsprache vom 
25. April 2019 als formlos erledigt betrachtete (Vi-act. 462; vgl. Ingress Bst. C). 
Ab dem 24. März 2016 werde unter dem Titel Art. 18 Abs. 1 UVV ein Betrag von 
Fr. 6'199/Mt ausgerichtet, unter dem Titel Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV ein Betrag von 
Fr. 18/Mt und unter dem Titel Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV ein Betrag von Fr. 50/Mt, 
total Fr. 6'267/Mt. Keine Pflegeleistungen würden für die Zeit während der Spital-
aufenthalte ausgerichtet (25.3.2016-18.4.2016; 16.6.2016-25.6.2016, 
14.10.2016-21.10.2016). Gegen diese Verfügung erhob die Erbengemeinschaft 
am 8. Dezember 2020 Einsprache (Vi-act. 466). 

F. Am 15. Januar 2021 ersuchte die Witwe um Ausrichtung einer Hinterlasse-
nenrente, da der Unfall letztlich eine Teilursache für den vorzeitigen Tod des 
Ehemannes gewesen sei (Vi-act. 477). Nach einer Kurzbeurteilung der Versiche-
rungsmedizin vom 22. Januar 2021 (Vi-act. 480) anerkannte die Suva mit Verfü-
gung vom 22. März 2021 einen Anspruch der Witwe auf Hinterlassenenrente von 
Fr. 2'710.70/Mt ab dem 1. Oktober 2020 (Vi-act. 504). 

G. Am 25. März 2021 reichte die Erbengemeinschaft die Ergänzung zur Ein-
sprache vom 8. Dezember 2020 ein (Vi-act. 505). Am 22. Dezember 2021 nahm 
die Suva die Verfügung vom 3. Dezember 2020 zurück und stellte einen neuen 
Entscheid über den Leistungsanspruch in Aussicht (Vi-act. 507; Ingress Bst. E). 

Mit neuer Verfügung vom 6. Dezember 2023 gelangte die Suva zum Schluss, 
insgesamt Fr. 73'537.70 zu viel Pflegekosten vergütet zu haben; dieser Betrag 
sei der Suva zurückzuerstatten (Vi-act. 529). Hiergegen erhob die Erbengemein-
schaft am 18. Dezember 2023 Einsprache mit dem Antrag, auf die Rückerstat-
tung des geltend gemachten Betrages sei zu verzichten bzw. sei der Betrag zu 

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erlassen, sollte er überhaupt geschuldet sein (Vi-act. 530). Am 18. Januar 2024 
wurde die Einsprachebegründung ergänzt (Vi-act. 534). Mit Einspracheentscheid 
vom 3. Januar 2025 hiess die Suva die Einsprache teilweise gut und setzte den 
Rückforderungsbetrag neu auf Fr. 41'467.30 fest (Vi-act. 540).

H. Die Erbengemeinschaft liess am 3. Februar 2025 beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Es sei der Einspracheentscheid der SUVA vom 03.01.2025 (ES08108/2023 - 
15.20337.15.2) aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die 
beantragten Pflegeleistungen i.S.v. Art. 18 UVV vollumfänglich zu vergüten.

2. Eventuell sei der Einspracheentscheid der Suva vom 03.01.2025 
(ES08108/2023 - 15.20337.15.2) aufzuheben und die Angelegenheit im Sinne 
der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin. 

Die Beschwerdeführerin beantragt sodann die Durchführung einer mündlichen 
Verhandlung sowie die gutachterliche Beurteilung strittiger Fragen. 

I. Mit Vernehmlassung vom 26. Februar 2025 beantragt die Suva, die Be-
schwerde sei - soweit darauf einzutreten sei - abzuweisen und der Einspra-
cheentscheid vom 3. Januar 2025 sei zu bestätigen.

Mit Replik vom 19. März 2025 hält die Beschwerdeführerin an den Beschwerde-
anträgen fest und beantragt zusätzlich die Befragung von namentlich bezeichne-
ten Zeugen. Hierzu nimmt die Suva am 11. April 2025 Stellung. 

J. Am 15. September 2025 wird die mündliche Verhandlung mit Befragung 
der Beschwerdeführerin durchgeführt, wobei die Suva schriftlich auf eine Teil-
nahme verzichtete. Anlässlich der Verhandlung stellt die Beschwerdeführerin die 
Anträge:

Aufhebung des angefochtenen Entscheides und reformatorische Bestimmung der 
beantragten Leistungspflicht der Suva mit Wirkung ab 6. August 2015.

Eventuell, wenn es der Anspruch auf beförderliche Entscheidung zulässt, Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheides und Rückweisung der Angelegenheit im 
Sinne der Erwägungen.

Verpflichtung der Suva zur Bezahlung einer Parteientschädigung von Fr. 10'000 
und Übernahme der Kosten der Pflegebegutachtung von Fr. 5'000.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Mit Verfügung vom 6. Dezember 2023 forderte die Suva von den Erben des 
Versicherten einen Betrag von Fr. 73'537.70 an seit dem 1. Januar 2017 zu viel 
vergüteten Pflegeleistungen zurück (Ingress Bst. G). Mit dem angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 3. Januar 2025 bestätigte die Suva diese Berechnung 
sowohl was die Anspruchsgrundlagen als auch die Werte der Leistungen anbe-
langt, reduzierte aber die Rückforderung infolge teilweiser Verjährung auf noch 
Fr. 41'467.30. Dies gemäss folgender Berechnung:

Die Suva ermittelte Gesamtkosten der gegenüber dem Versicherten im Zeitraum 
vom 1. Januar 2017 bis 14. September 2020 erbrachten Pflegeleistungen von 
Fr. 301'654.30, bestehend aus Fr. 271'548.10 Pflegekosten Pflegeheim (auf-
grund der Pflegeheim-Taxordnung und Debitor-/Bewohnerkonto Pflegeheim) so-
wie aus Fr. 30'106.20 für Angehörigenpflege zu Hause. Weiter rechnete die Suva 
unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung 85% der Hilflosenent-
schädigung (85% von Fr. 2'436 = Fr. 2'070.60 pro Monat) an die nichtmedizini-
sche Hilfe zu Hause im Sinne von Art. 18 Abs. 2 lit. b der Verordnung über die 
Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 an, was bei ei-
ner Leistungsdauer von 45 Monaten einen Betrag von Fr. 93'177 (45 x 
Fr. 2'070.60) ergab. Dies führte zu einem Übertrag zugunsten der Suva von 
Fr. 73'537.70, nämlich:

Gesamtkostenbetrag für Pflege des Versicherten Fr. 301'654.30
./. Anrechnung Hilflosenentschädigung Fr. 93'177.00
Anspruch auf Pflegeleistungen 1.1.2017 bis 14.9.2020 Fr. 208'477.30
./. Effektiv geleistete Pflegeleistungen Fr. 6'267/Mt Fr. 282'015.00
Übertrag zugunsten Suva Fr. - 73'537.70

Des Weitern stellte die Suva im angefochtenen Entscheid fest, der Rückforde-
rungsanspruch nach Art. 25 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 erlösche drei 
Jahre nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten habe, 
spätestens aber fünf Jahre seit der Auszahlung der einzelnen Leistung. Die an-
gefochtene Verfügung datiere vom 6. Dezember 2023; Leistungen vor dem 6. 
Dezember 2018 könnten aufgrund der absoluten Verwirkung von fünf Jahren 
nicht zurückgefordert werden. Massgeblich sei somit der Zeitraum vom 7. De-
zember 2018 bis 14. September 2020, d.h. 22 Monate. Hieraus ergab sich die 
definitive Berechnung von zu viel vergüteten Pflegeleistungen von:

Gesamtkostenbetrag für Pflege des Versicherten Fr. 141'959.90
./. Anrechnung Hilflosenentschädigung Fr. 45'553.20
Anspruch auf Pflegeleistungen 7.12.2018 bis 14.9.2020 Fr. 96'406.70
./. Effektiv geleistete Pflegeleistungen Fr. 6'267/Mt Fr. 137'874.00

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Total zu viel vergütete Pflegeleistungen Fr. - 41'467.30

Entsprechend hiess die Suva die Einsprache teilweise gut; der Rückforderungs-
anspruch der Suva gegenüber den Erben des Versicherten betrage neu 
Fr. 41'467.30. 

1.2 Die Beschwerdeführerin zeigt sich mit dieser Berechnung aus mehreren 
Gründen nicht einverstanden: Die Suva lasse die Leistungspflicht für unfallbe-
dingt benötigte Mittel und Gegenstände sowie Pflegenebenkosten unberücksich-
tigt und berechne zu Unrecht nur die Kosten der Pflegedienstleistungen (Be-
schwerde Ziff. 3). Zu Unrecht anerkenne die Suva lediglich die von den Angehö-
rigen zu Hause, nicht aber im Pflegeheim erbrachten, unfallbedingten Versor-
gungsleistungen in Form von Pflegeleistungen und nichtmedizinischem Hilfebe-
darf, wobei die Suva auch die Aufenthaltsdauer zu Hause falsch ermittelt habe 
(Beschwerde Ziff. 4). Weiter lege die Suva die Höhe der Entschädigung gemäss 
Art. 18 Abs. 1 UVV zu Unrecht nach Massgabe der Pflegeheimtaxen des Pflege-
heims fest (Beschwerde Ziff. 5a) und auch die Stundenansätze für die Pflegeleis-
tungen der Angehörigen (Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV) seien falsch (Beschwerde Ziff. 
5b). Auch die Hilflosenentschädigung rechne die Suva falsch an, indem der Ab-
zug nicht nur von dem monetären Wert der nichtmedizinischen Hilfeleistungen 
vorgenommen worden sei. Die nichtmedizinischen Hilfeleistungen im Sinne von 
Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV seien sodann mindestens mit den Ansätzen zu bewer-
ten, die für den IV-Assistenzbeitrag gelten würden (Beschwerde Ziff. 5c).

1.3 Vernehmlassend widerspricht die Suva der beschwerdeführerischen Dar-
stellung und bekräftigt die Korrektheit ihrer Berechnung der Rückforderung an zu 
viel erbrachten Pflegeleistungen. Mit Replik vom 19. März 2025 hält die Be-
schwerdeführerin an ihren Tatsachenschilderung und der rechtlichen Begrün-
dung der Beschwerde vom 3. Februar 2025 fest.

1.4 Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 15. September 2025 wirft die 
Beschwerdeführerin der Suva Rechtsverzögerung und Rechtsverweigerung vor. 
Die versicherte Person sei am 6. August 2015 aus der Rehaklinik ausgetreten. 
Ab diesem Zeitpunkt schulde die Suva Pflegeleistungen. Sie habe aber lediglich 
über den Anspruch bzw. die Leistungspflicht für den Zeitraum ab 1. Januar 2017 
entschieden und sich zum Zeitraum davor (ab 6.8.2015) nicht geäussert, ge-
schweige darüber entschieden. Die von der Beschwerdeführerin erhobenen Ein-
sprachen gegen die Leistungsverfügungen seien nie beurteilt worden. Entspre-
chend stellte die Beschwerdeführerin an der mündlichen Verhandlung mit ihrer 
Triplik den Antrag auf reformatorische Bestimmung der beantragten Leistungs-
pflicht der Suva mit Wirkung ab 6. August 2015 (vgl. oben Ingress Bst. J). 

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2. Vorab gilt es, in einem ersten Punkt den Vorwurf der Rechtsverweige-
rung/Rechtsverzögerung bzw. den Streitgegenstand zu klären, wobei allein der 
Anspruch auf Pflegeleistungen nach Art. 18 UVV massgeblich ist. 

2.1.1 Der Versicherte verunfallte am 19. Februar 2015; die Suva anerkannte ihre 
Leistungspflicht. Am 6. August 2015 endete die stationäre Rehabilitation und er 
trat ins Pflegeheim über bis die Familie eine neue, behindertengerechte Woh-
nung fand und er am 15. Dezember 2015 da einziehen konnte, wo er von der 
Familie und der Spitex gepflegt wurde. Am 24. März 2016 erfolgte der Eintritt ins 
Pflegeheim L.________, vorerst als Entlastungsaufenthalt (Vi-act. 184, 195), 
später definitiv (vgl. Ingress Bst. A). 

2.1.2 Mit Verfügung vom 3. Februar 2016 sprach die Suva dem Versicherten ab 
dem 1. Januar 2016 Pflegeleistungen zu, nämlich einen Betrag von Fr. 931/Mt 
nach Art. 18 Abs. 1 aUVV (d.h. in der bis am 31.12.2016 geltenden Fassung) und 
Fr. 1'758/Mt nach Art. 18 Abs. 2 aUVV, total Fr. 2'689 für monatliche Pflegeleis-
tungen (Vi-act. 167, 172). Diese Verfügung trat unangefochten in Rechtskraft.

Mit Schreiben vom 24. März 2016 informierte die Suva die Angehörigen des Ver-
sicherten, dass die Kosten für den Entlastungsaufenthalt im Pflegeheim (ab 
24.3.2016), Zimmer und Verpflegung voll zu ihren Lasten gingen; sollten die Ver-
sicherungsleistungen nicht ausreichen, könne bei der Suva nachgefragt werden 
(Vi-act. 185). Diese Situation wurde anlässlich einer Besprechung den Angehöri-
gen am 27. April 2016 und am 3. Mai 2016 gegenüber der Krankenversicherung 
schriftlich bestätigt (Vi-act. 195, 197). 

Mit Schreiben vom 19. Juni 2017 informierte die Suva, aufgrund einer Taxanpas-
sung würden ab 1. April 2017 Pflegeleistungen von Fr. 2'966/Mt ausgerichtet (Vi-
act. 280). Anlässlich des Abschlussgesprächs (nach Zusprache einer Rente und 
Integritätsentschädigung) vom 26. April 2018 wurde die weitere Ausrichtung der 
bisherigen Pflegeleistungen zugesichert (Vi-act. 345). 

2.1.3 Mit Schreiben vom 8. Mai 2018 informierte der Rechtsvertreter des Versi-
cherten die Suva über sein Mandat. Er sei beauftragt, einerseits zu überprüfen, 
ob die bisher ausgerichteten Versicherungsleistungen korrekt seien und anderer-
seits allfällige Versicherungsleistungen, welche der Klient noch geltend machen 
könne, einzufordern (Vi-act. 352).

Im nachfolgenden Schreiben vom 29. Oktober 2018 verwies der Rechtsvertreter 
auf die Verfügung vom 3. Februar 2016 mit Pflegeleistungen von Fr. 2'689/Mt. Da 
der Versicherte mittlerweile ins Pflegezentrum übersiedelt sei und die Teilrevision 
von Art. 18 UVV am 1. Januar 2017 in Kraft getreten sei, werde die Suva um Re-

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vision der Pflegeentschädigung ersucht (Vi-act. 365). Am 26. November 2018 in-
formierte die Suva, die Pflegeleistungen seien per 1. April 2017 auf Fr. 2'966/Mt 
angepasst worden (Vi-act. 367). Mit Schreiben vom 3. Dezember 2018 insistierte 
der Rechtsvertreter auf der Beantwortung der aufgeworfenen Fragen, insbeson-
dere beantworte die Suva nicht, weshalb sie nicht die Vollkosten pro Pflegestun-
de vergütet habe und die nichtmedizinische Hilfe gemäss Art. 18 Abs. 2 UVV sei 
nicht berücksichtigt (Vi-act. 368). Am 14. Dezember 2018 stellte die Suva eine 
Überprüfung der Pflegeleistungen in Aussicht (Vi-act. 372).

2.1.4 Am 12. April 2019 stellte die Suva dem Rechtsvertreter eine Abrechnung 
über die Pflegeleistungen vom 24. März 2016 bis 30. April 2019 zu, aus welcher 
eine Sofortzahlung (Nachzahlung) an den Versicherten von Fr. 25'388 resultierte 
(Vi-act. 418). In der Verfügung desselben Tages wurde begründet, der Versicher-
te sei am 24. März 2016 in ein Pflegeheim eingetreten, weshalb man die Pflege-
leistungen nach Art. 18 UVV revisionsweise überprüft und festgestellt habe, dass 
diese rückwirkend erhöht werden könnten (Vi-act. 419). Der Versicherte habe ab 
24. März 2016 Anspruch auf erhöhte Beiträge, nämlich unter dem Titel Art. 18 
Abs. 1 und Abs. 2 lit. b UVV auf Fr. 5'848/Mt und unter dem Titel Art. 18 Abs. 2 
lit. a und b UVV auf Fr. 69/Mt. Gesamthaft werde der Pflegebeitrag von Fr. 2'689 
auf Fr. 5'917 pro Monat erhöht. Sollte sich die Gemeinde an den Pflegeheimkos-
ten nicht beteiligen, würden die Pflegeleistungen um Fr. 3'396 (30xFr. 113.20) 
auf Fr. 9'313 erhöht. Kein Leistungsanspruch bestehe während eines Aufenthal-
tes in einer Heilanstalt (d.h. vom 25.03.2016-18.04.2016, 16.06.2016-25.06.2016 
und 14.10.2016-21.10.2016). 

Gegen diese Verfügung wurde am 25. April 2019 Einsprache erhoben (Vi-act. 
423). In der Einsprachebegründung vom 14. Juni 2019 wurde eine fehlerhafte 
Ermittlung des täglichen Pflegeaufwandes, die Höhe des Stundenansatzes sowie 
der Abzug der Gemeindesubvention moniert und die Auszahlung von 
Fr. 9'313/Mt zzgl. Rente und Hilflosenentschädigung gefordert, auf jeden Fall die 
prov. Auszahlung der unbestrittenen Pflegeentschädigung von Fr. 5'917/Mt (Vi-
act. 426).

Mit Schreiben vom 12. März 2020 machte die Suva beliebt, das Verfahren zu sis-
tieren, bis Klarheit bestehe bezüglich Anwendbarkeit des revidierten Art. 18 UVV 
auf Unfälle, die sich vor dem 1.1.2017 ereignet haben (Vi-act. 442). Dem Vor-
schlag stimmte der Rechtsvertreter des Versicherten zu (Vi-act. 443).

2.1.5 Mit Verfügung vom 3. Dezember 2020 widerrief die Suva ihre Verfügung 
vom 12. April 2019; die Einsprache vom 25. April 2019 wurde als formlos erledigt 
erachtet (Vi-act. 462). Gleichzeitig wurden die Pflegeleistungen wiederum ab 24. 

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März 2016 neu festgesetzt, nämlich auf Fr. 6'199/Mt unter dem Titel Art. 18 Abs. 
1 UVV, Fr. 18/Mt unter dem Titel Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV sowie Fr. 50/Mt unter 
dem Titel Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV gemäss neuem Recht, d.h. total Fr. 6'267 ab 
24. März 2016. Während Spitalaufenthalten bestehe kein Anspruch auf Pflege-
leistungen. 

Gleichzeitig forderte die Suva eine Zahlung von Fr. 7'300.95 zurück, indem die 
Rückforderung für im Oktober/November 2020 unbegründet bezahlte Rente, Hilf-
losenentschädigung, Pflegeleistung (=Fr. 25'792.60) mit Nachzahlung Pflegeleis-
tungen ab 24.3.2016 (=Fr. 18'491.65) verrechnet wurden. Die Nachzahlung Pfle-
geleistungen berechnete die Suva mit Fr. 6'267 (vgl. Absatz zuvor) - Fr. 5'917 
(vgl. E. 2.1.4) = Fr. 350/Mt = Fr. 11.65/Tag (vgl. Vi-act. 460, 490, 495). 

Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin am 8. Dezember 2020 Einsprache (Vi-
act. 466). In der Einsprachebegründung vom 25. März 2021 monierte die Be-
schwerdeführerin eine unzutreffende Abrechnung durch das Pflegeheim, fehler-
hafte Höhe des versicherten Pflegebedarfs, eine unzutreffende Qualifikation der 
Grundpflege als nichtmedizinische Hilfe, eine fehlerhafte Höhe der Pflegeent-
schädigung und sie äusserte sich zu den Auszahlungsmodalitäten (Vi-act. 505). 

Am 22. Dezember 2021 widerrief die Suva die Verfügung vom 3. Dezember 2020 
unter Verweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung.

2.1.6 Mit neuer Verfügung vom 6. Dezember 2023 prüfte die Suva, "in welchem 
Ausmass Herrn A.________ Leistungen bezüglich Hilfe und Pflege zu Hause 
nach Art. 18 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 1. Januar 
2017 bis 14. September 2020 zugestanden haben" und sie berechnete den An-
spruch neu (Vi-act. 528). Sie ermittelte den Anspruch Pflegeleistungen 
(Fr. 301'654.30), zog hiervon die Beteiligung Hilflosenentschädigung (Fr. 93'177) 
ab und setzte das Ergebnis (zu vergütende Pflegeleistungen Fr. 208'477.30) den 
in diesem Zeitraum bereits übernommenen Pflegeleistungen (Fr. 282'015) ge-
genüber, was eine Rückforderung der Suva von Fr. 73'537.70 ergab. 

Am 18. Dezember 2023 erhob die Beschwerdeführerin Einsprache (Vi-act. 530), 
welche am 18. Januar 2024 ergänzt wurde (Vi-act. 534). Im Einspracheentscheid 
vom 3. Januar 2025 bestätigte die Suva den Rückforderungsbetrag von 
Fr. 73'537.70 für im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 14. September 2020 zu viel 
erbrachter Pflegeleistungen. Wegen der Verwirkungsregelung nach Art. 25 
Abs. 2 ATSG könnten indes nur Fr. 41'467.30 an zu viel vergüteten Pflegeleis-
tungen zurückgefordert werden. 

2.2 Zusammengefasst heisst dies: 

11

- Die Suva sprach am 3. Februar 2016 ab 1. Januar 2016 Pflegeleistungen über 
Fr. 2'689/Mt (ab 1.4.2017 Fr. 2'966/Mt), was rechtskräftig wurde.

- Am 29. Oktober 2018 ersuchte der Versicherte um Revision der Pflegeleis-
tung, da er "mittlerweile" ins Pflegezentrum übersiedelt sei und die Teilrevision 
von Art. 18 UVV am 1. Januar 2017 in Kraft getreten sei.

- Am 12. April 2019 wurde der Leistungsanspruch per 24. März 2016 revisions-
weise geändert auf Fr. 5'917/Mt; hiergegen wurde Einsprache erhoben. Am 3. 
Dezember 2020 wurde die Verfügung vom 12. April 2019 widerrufen und das 
Einspracheverfahren abgeschrieben. 

- In derselben Verfügung vom 3. Dezember 2020 wurde neu ein Anspruch auf 
Pflegeleistungen ab 24. März 2016 von total Fr. 6'267/Mt (Art. 18 Abs. 1 UVV 
Fr. 6'199/Mt; Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV Fr. 18/Mt; Art. 18 Abs. 2 lit. b Fr. 50/Mt) 
anerkannt; hiergegen wurde Einsprache erhoben. Am 22. Dezember 2021 wi-
derrief die Suva die Verfügung vom 3. Dezember 2020.

- Mit Verfügung vom 6. Dezember 2020 ermittelte die Suva den Anspruch auf 
Pflegeleistungen ab 1. Januar 2017 neu, was unter Berücksichtigung der ab 
dann bereits erbrachter Leistungen einen Rückforderungsanspruch der Suva 
von Fr. 73'537.70 ergab. Auf Einsprache hin wurde der Rückforderungsan-
spruch (aufgrund von Art. 25 Abs. 2 ATSG) auf Fr. 41'467.30 reduziert.

In der Beschwerde vom 3. Februar 2025 beantragt die Beschwerdeführerin Auf-
hebung des Einspracheentscheides vom 3. Januar 2025 und Vergütung der 
Pflegeleistungen i.S.v. Art. 18 UVV. Konkret wird ausgeführt: "Umstritten und 
vom Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zu überprüfen ist die Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin für die unfallbedingten Versorgungsleistungen, 
welche im Pflegeheim und von den Angehörigen im Zeitraum Juli 2016 bis Sep-
tember 2020 erbracht worden sind" (Beschwerde Rz. 10). 

2.3 Damit steht fest, dass die Suva am 3. Februar 2016 über den Anspruch auf 
Pflegeleistungen nach Art. 18 aUVV (d.h. in der bis 31. Dezember 2016 gelten-
den Fassung) verfügt hatte, was unangefochten in Rechtskraft trat. 

Am 29. Oktober 2018 ersuchte der Versicherte um Revision, da er "mittlerweile" 
fest im Pflegeheim wohne und per 1. Januar 2017 der revidierte Art. 18 UVV in 
Kraft getreten sei. Die Suva bestätigte, den Anspruch neu zu prüfen. In der Folge 
wurden mehrere Verfügungen erlassen, angefochten und widerrufen. In der ak-
tuellsten Verfügung (vom 6.12.2023) wurde der Anspruch ab 1. Januar 2017 bis 
14. September 2020 neu ermittelt anhand des revidierten Art. 18 UVV. Dies be-
deutet, dass der Anspruch auf Pflegeleistungen für die Zeit vor dem 1. Januar 
2017 formell nicht revidiert wurde. 

12

2.4 Mit BGE 146 V 364 hielt das Bundesgericht fest, der per 1. Januar 2017 re-
vidierte Art. 18 Abs. 2 UVV finde (ex nunc et pro futuro) auch auf Unfälle Anwen-
dung, die sich vor der Rechtsänderung ereignet hätten. Gestützt auf einen 
rechtskräftigen Entscheid zugesprochene Leistungen seien im Lichte dieser neu-
en Verordnungsbestimmung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. 

Mit der Verfügung vom 6. Dezember 2023, bestätigt mit dem angefochtenen Ein-
spracheentscheid vom 3. Januar 2025, hat die Suva in Befolgung dieser Recht-
sprechung die unter altem Recht ergangene und in Rechtskraft erwachsene Ver-
fügung über die Pflegeleistungen vom 3. Februar 2016 revidiert.

2.5 Um Revision des Pflegeleistungsanspruchs ersuchte der Versicherte im 
Oktober 2018 auch, weil er "mittlerweile", d.h. nach Erlass der Verfügung vom 3. 
Februar 2016 ins Pflegeheim eingetreten sei. 

Jede formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes wegen 
oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu 
Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat (Art. 17 Abs. 2 
ATSG). Bei den Pflegeleistungen nach Art. 18 UVV handelt es sich um eine 
Dauerleistung, welche der Revision nach Art. 17 Abs. 2 ATSG offensteht (BGE 
146 V 364 E. 4.1).

Der Verfügung vom 3. Februar 2016 liegt der Sachverhalt zu Grunde, dass der 
Versicherte in der Familienwohnung lebt und von der Familie mit Unterstützung 
der Spitex gepflegt wird und Hilfe erhält. An diesem Sachverhalt änderte der Ein-
tritt ins Pflegeheim im Sinne eines Entlastungsaufenthaltes nichts (vgl. oben 
E. 2.1.2). Im Rahmen einer Besprechung vom 27. April 2016 wurde die Situation 
mit dem Heimaufenthalt aus Sicht der Familie als optimal bezeichnet, nicht aber 
aus Sicht des Versicherten. Die Familie hoffte indes, dass er schliesslich doch in 
einen definitiven Eintritt ins Pflegeheim einwillige (Vi-act. 195). Wann dieser defi-
nitive Eintritt erfolgt ist, erhellt aus den Akten nicht. Die Suva geht vom 1. Juli 
2016 aus und begründet dies mit einem Bericht der Uniklinik H.________ vom 
21. Juli 2016 (Vi-act. 236), welcher indes lediglich erstmals das Heim als Wohn-
adresse bezeichnet, im Übrigen aber keine Ausführungen zur Wohnsituation 
enthält. Die Beschwerdeführerin nennt kein anderes Eintrittsdatum, verweist in 
der Beschwerde (Rz. 10) selber auf Juli 2016. Auch in der mündlich vorgetrage-
nen Triplik wird der 1. Juli 2016 als Termin des Heimeintritts bestätigt. In Anbe-
tracht der Tatsache, dass die Wohnsituation Ende April als noch unklar bezeich-
net wurde und der Versicherte im Juni 2016 noch hospitalisiert war (Vi-act. 221), 
kann von einem definitiven Heimeintritt per Juli 2016 ausgegangen werden. Es 
stellt dies eine erhebliche Änderung des für den Pflegeleistungsanspruch rele-

13

vanten Sachverhaltes dar, weshalb die Verfügung vom 3. Februar 2016 per Juli 
2016 gestützt auf Art. 17 ATSG zu revidieren wäre. 

Der Zeitraum 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 bildete unbestrittenermassen 
nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 6. Dezember 2023/des an-
gefochtenen Einspracheentscheides vom 3. Januar 2025. Die Verfügungen vom 
12. April 2019 und 3. Dezember 2020 wiederum, mit welchen über den Leis-
tungsanspruch ab 24. März 2016 entschieden wurde, wurden widerrufen und tra-
ten somit nie in Rechtskraft. Rechtskräftig wäre somit für diesen Zeitraum nach 
wie vor einzig die Verfügung vom 3. Februar 2016, welche aber - wie erwähnt - 
aufgrund des relevant geänderten Sachverhaltes ab Juli 2016 zu revidieren ist. 
Den in den Akten liegenden Abrechnungen ist allerdings zu entnehmen, dass 
faktisch ab dem 24. März 2016 monatliche Pflegeleistungen auf Basis von 
Fr. 5'917/Mt entsprechend der (später widerrufenen) Verfügung vom 12. April 
2019 geleistet (bzw. nachbezahlt) wurden (Vi-act. 418, 454; oben E. 2.1.4), d.h. 
nicht mehr der Betrag gemäss Verfügung vom 3. Februar 2016. 

2.6 Nach dem Revisionsgesuch vom 29. Oktober 2018 überprüfte die Suva 
den Anspruch ab 24. März 2016 neu. Erst in der letzten Verfügung vom 6. De-
zember 2023 bildete nur noch die Zeit ab 1. Januar 2017 Gegenstand. In der da-
gegen erhobenen Einsprache wurde dies nicht moniert (Vi-act. 530, 534). Auch 
sonst ergibt sich aus den Akten nicht, dass die Beschwerdeführerin gegenüber 
der Suva vorgebracht hätte, sie habe zu Unrecht nur über den Zeitraum vom 1. 
Januar 2017 bis 14. September 2020 entschieden und über die Zeit ab Heimein-
tritt noch nicht verfügt. Eine entsprechende Verfügung wurde nicht verlangt. Erst 
vor Verwaltungsgericht (und zwar erst anlässlich der mündlichen Verhandlung) 
wird dies vorgetragen. Auch ergibt sich aus den Akten nicht, dass die Suva sich 
ausdrücklich geweigert hätte, über den Anspruch ab Heimeintritt (und nicht erst 
ab 1.1.2017) zu befinden. Damit aber erweist sich die Rüge der Rechtsverweige-
rung/Rechtsverzögerung als unbegründet.

2.7 Soweit die Beschwerdeführerin mit der Triplik anlässlich der mündlichen 
Verhandlung vom 15. September 2025 nun höhere Pflegeleistungen ab dem 6. 
August 2015 beantragt, so ist hierauf nicht einzutreten. Mit Beschwerde vom 3. 
Februar 2025 wurde ausdrücklich der Leistungsanspruch ab dem Zeitraum ab 
Juli 2016 als strittig und durch das Gericht zu überprüfen definiert. Allein dies bil-
det Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. Eine Erweiterung des Streit-
gegenstandes nach abgeschlossenem zweifachem Schriftenwechsel anlässlich 
der mündlichen Verhandlung, ohne dass Ausführungen der Suva in Vernehmlas-
sung und/oder Duplik hierfür Anlass gegeben hätten, ist nicht zulässig und hat 

14

entsprechend unberücksichtigt zu bleiben (vgl. BGE 144 II 359 E. 4.3; Urteil 
BGer 8C_770/2021 vom 6.9.2022 E. 3.2.2).

2.8 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die Suva am 3. 
Februar 2016 über den Anspruch auf Pflegeleistungen der versicherten Person 
ab 1. Januar 2016 verfügt hatte, was unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Am 
29. Oktober 2019 ersuchte der Versicherte um Revision aufgrund relevant ver-
ändertem Sachverhalt (Heimeintritt) und infolge Rechtsänderung (Art. 18 UVV 
per 1.1.2017). In der Folge ergingen mehrere Verfügungen, welche indes bis auf 
die letzte vom 6. Dezember 2023 widerrufen wurden. In dieser Verfügung wurde 
über den Anspruch auf Pflegeleistungen vom 1. Januar 2017 bis 14. September 
2020 befunden, was im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Januar 2025 
bestätigt wurde. Über den Zeitraum Heimeintritt (1.7.2016) bis 31. Dezember 
2016 liegt noch keine förmliche Revisionsverfügung vor, wobei die Pflegebeiträge 
gemäss Verfügung 3. Februar 2016 faktisch (ab 24.3.2016) durch höhere Beiträ-
ge gemäss (später widerrufener) Verfügung vom 12. April 2019 ersetzt wurden. 
Beides bildet Gegenstand der nachfolgenden gerichtlichen Überprüfung, wobei 
zuerst die Rechtmässigkeit der Rückforderung gemäss angefochtenem Einspra-
cheentscheid, resp. der Anspruch auf Pflegeleistungen für den Zeitraum ab dem 
1. Januar 2017 bis 14. September 2020 geprüft wird (vgl. E. 5-12) und danach 
der Zeitraum vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 (vgl. E. 13). 

3. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Suva aufgrund der Ver-
jährung gemäss Art. 25 Abs. 2 ATSG nur seit dem 7. Dezember 2018 bis zum 
14. September 2020 zu Unrecht erbrachte Leistungen zurückfordern kann und 
dass sie in diesem Zeitraum Pflegeleistungen im Betrag von Fr. 6'267 pro Monat, 
total Fr. 137'874 erbracht bzw. ihrer Berechnung diesen Pflegebeitrag zu Grunde 
gelegt hatte.

Strittig und nachfolgend zu prüfen ist hingegen die Berechnung der von der Suva 
geschuldeten Pflegeleistungen im Sinne von Art. 18 UVV (medizinische Pflege 
und nichtmedizinische Hilfe) seit dem 7. Dezember 2018 resp. 1. Januar 2017.

Unbestritten ist dabei, dass auf die hier strittige Frage das Recht von Art. 10 UVG 
und Art. 18 UVV in der ab 1. Januar 2017 geltenden Fassung Anwendung findet, 
auch wenn sich der anerkannte Unfall am 19. Februar 2015 ereignet hat (BGE 
146 V 364 E. 9). 

3.1 Die versicherte Person hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 
der Unfallfolgen, nämlich auf (a) die ambulante Behandlung durch den Arzt, den 
Zahnarzt oder auf deren Anordnung durch eine medizinische Hilfsperson sowie 
durch den Chiropraktor und die ambulante Behandlung in einem Spital; (b) die 

15

vom Arzt oder Zahnarzt verordneten Arzneimittel und Analysen; (c) die Behand-
lung, Verpflegung und Unterkunft in der allgemeinen Abteilung eines Spitals; (d) 
die ärztlich verordneten Nach- und Badekuren und (e) die der Heilung dienlichen 
Mittel und Gegenstände. Sie kann dabei den Arzt, den Zahnarzt, den Chiroprak-
tor, die Apotheke, das Spital und die Kuranstalt frei wählen. Der Bundesrat kann 
die Leistungspflicht der Versicherung näher umschreiben und die Kostenver-
gütung für Behandlung im Ausland begrenzen. Er kann festlegen, unter welchen 
Voraussetzungen die versicherte Person Anspruch auf Hilfe und Pflege zu Hause 
hat (Art. 10 UVG). So hat die versicherte Person Anspruch auf ärztlich angeord-
nete medizinische Pflege zu Hause, sofern diese durch eine nach den Art. 49 
und Art. 51 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) 
vom 27. Juni 1995 zugelassene Person oder Organisation durchgeführt wird (Art. 
18 Abs. 1 UVV). Der Versicherer leistet zudem einen Beitrag an (a) ärztlich an-
geordnete medizinische Pflege zu Hause durch eine nicht zugelassene Person, 
sofern diese Pflege fachgerecht ausgeführt wird, und (b) nichtmedizinische Hilfe 
zu Hause, soweit diese nicht durch die Hilflosenentschädigung nach Art. 26 UVG 
abgegolten ist (Art. 18 Abs. 2 UVV). 

3.2 Gemäss Art. 18 UVV ist zu unterscheiden zwischen dem medizinischen 
Pflegebedarf, der die ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu Hause, die 
durch eine zugelassene Person oder Organisation durchgeführt wird (Abs. 1), 
sowie die ärztlich angeordnete medizinischen Pflege zu Hause durch eine nicht 
zugelassene Person (Abs. 2 lit. a) umfasst, und der nichtmedizinischen Hilfe zu 
Hause (Abs. 2 lit. b). Die Pflege, die einer versicherten Person in einem Pflege-
heim erbracht wird, ist dabei ebenso als Hilfe und Pflege zu Hause im Sinne von 
Art. 10 Abs. 3 UVG i.V.m. Art. 18 UVV einzustufen. D.h. Art. 18 UVV umfasst 
nicht nur die Pflege zu Hause, sondern auch jene im Pflegeheim.

3.2.1 Der Begriff medizinische Pflege gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV umfasst so-
wohl die zu Hause applizierte Heilanwendung mit therapeutischer Zielrichtung 
wie auch die medizinische Betreuung, wobei als ärztlich angeordnet die medizi-
nisch indizierten Vorkehren gelten (BGE 116 V 41). 

3.2.2 Der Versicherer ist sodann gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV verpflichtet, ei-
nen Beitrag an medizinische Pflege zu Hause durch eine nicht zugelassene Per-
son (wie namentlich Verwandte) zu leisten, sofern sie fachgerecht ausgeführt 
wird. 

3.2.3 Auch für nichtmedizinische Hilfe zu Hause hat der Versicherer nach Art. 18 
Abs. 2 lit. b UVV einen Beitrag zu leisten, soweit dieser nicht durch die Hilflosen-
entschädigung (Art. 26 UVG) abgegolten ist. Der Beitrag nach Art. 18 Abs. 2 lit. b 

16

UVV ist subsidiär zur Hilflosenentschädigung. Es ist vom gesamthaft zu erhe-
benden zeitlichen Bedarf an nichtmedizinischen Unterstützungsleistungen (be-
sonderer Überwachungsbedarf; Unterstützung in den alltäglichen Lebensverrich-
tungen, soweit sie nicht lokal-räumlich ausscheidet) bzw. von der gestützt darauf 
zu ermittelnden Abgeltung die Hilflosenentschädigung in Abzug zu bringen. Da-
bei gilt es dem lokal-räumlichen Rahmen Nachachtung zu verschaffen, indem 
nicht die gesamte Hilflosenentschädigung abgezogen wird. Das hat mittels Aus-
scheidung einer Quote für die alltägliche Lebensverrichtung Fortbewegung "aus-
serhalb des Hauses" und dessen naher Umgebung zu geschehen, die ausge-
hend von insgesamt sechs alltäglichen Lebensverrichtungen sowie eines Anteils 
für dauernde Pflege oder Überwachung auf 15% festzulegen ist. Demgemäss ge-
langen 85% der Hilflosenentschädigung von der ermittelten Abgeltung gemäss 
Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV zum Abzug (BGE 148 V 28 E. 6.5.2; BGE 147 V 35 = 
Pra 2021 Nr. 13 E. 5.2.3).

3.3 Soweit der obligatorische Unfallversicherer seine Leistungen in Form von 
Naturalleistungen zu erbringen hat, muss er für die medizinische Pflege gemäss 
Art. 18 Abs. 1 UVV grundsätzlich die effektiven Vollkosten der versicherten Pfle-
geleistungen übernehmen; er hat somit die effektiven Vollkosten der medizini-
schen Pflege zu Hause zurückzuerstatten, die von einer zugelassenen Person 
oder Organisation durchgeführt wird (BGE 147 V 35 = Pra 2021 Nr. 13 E. 
5.2.1.2). Dass es sich beim Leistungserbringer um eine Tarifvertragsorganisation 
handelt, ist keine Voraussetzung, wobei der Leistungserbringer in Bezug auf Ta-
rifhöhe und Berechnung eine Abrechnung nach dem bestehenden Tarifvertrag 
hinzunehmen hat (BGE 148 V 311 E. 6.4, 7.2).

Anders als in Art. 18 Abs. 1 UVV (wo der Versicherer die Leistungen ohne Kos-
tenbeteiligung der versicherten Person erbringt) hat der Versicherer für die Leis-
tungen nach Abs. 2 nur - aber immerhin - einen Beitrag zu leisten (BGE 147 V 35 
= Pra 2021 Nr. 13 E. 7). Über die Beitragshöhe sagt die Bestimmung dabei nichts 
aus. Sie kann sich nach Massgabe der von der versicherten Person zu tragen-
den effektiven Kosten richten, sich am tatsächlichen Erwerbsausfall der pflegen-
den Person orientieren, oder unabhängig von diesen beiden Kriterien an den 
Kosten, welche die Pflege bei marktgerechter Entlöhnung einer Person verursa-
chen würde; gemäss Ad-hoc-Kommission Schaden UVG, Nr. 01/2022 Hilfe und 
Pflege zu Hause soll der Stundenansatz der aktuellen LSE-Tabelle 1, Pos. 86-88 
(Gesundheits- und Sozialwesen), Kompetenzniveau 2 (für Leistungen nach Abs. 
2 lit. a) resp. Kompetenzniveau 1 (für Leistungen nach Abs. 2 lit. b) angewendet 
werden. 

17

4. Vorab ist die Berechnung der Suva, wie sie sowohl dem angefochtenen 
Einspracheentscheid vom 3. Januar 2025, aber auch der Verfügung vom 6. De-
zember 2023 (welche sich ja einzig bezüglich Rückforderungsbetrag aufgrund 
der Verjährung unterscheidet) zugrunde liegt, darzustellen (vgl. Vi-act. 529). 

4.1 Gemäss Suva beschränkt sich der auf Art. 18 UVV abgestützte Anspruch 
der versicherten Person auf die Vergütung der medizinischen Pflege sowie der 
nichtmedizinischen Hilfe (soweit diese nicht durch die Hilflosenentschädigung 
abgegolten ist), eine Entschädigung von Betreuungskosten sehe das Gesetz 
nicht vor. 

Bezüglich Anrechnung Hilflosenentschädigung (der Versicherte erhielt unbestrit-
tenermassen seit 1.1.2016 eine Hilflosenentschädigung bei Hilflosigkeit schwe-
ren Grades von Fr. 2'436/Mt; Vi-act. 167) stellte die Suva fest, der Versicherte sei 
gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 148 V 28) verpflichtet, 
sich mit 85% der Hilflosenentschädigung (d.h. Fr. 2'070.60/Mt) an den Kosten der 
Grundpflege zu beteiligen. 

4.2 Für die Berechnung der zu vergütenden Pflegekosten zog die Suva das 
Debitor-/Bewohnerkonto des Pflegeheims für die Jahre 2016 - 2020 bei (Vi-act. 
513). Darin aufgeführt sind pro Monat die Pflegestufe des Versicherten (Pflege-
stufe 10 bis 15.5.2018, danach Pflegestufe 9) sowie alle vom Pflegeheim in 
Rechnung gestellten Leistungen. Hieraus lässt sich die Anzahl Tage ermitteln, 
welche der Versicherte pro Monat im Pflegeheim verbracht hatte (Pflegekos-
ten/Pflegetaxe = Tage oder MiGeL-Pauschale/Pauschalbetrag = Tage).

In die Berechnung der zu vergütenden Pflegekosten übernahm die Suva aus 
dem Konto die Pflegeanteile Versicherer, Bewohner sowie Restfinanzierer 
gemäss Taxordnung des Pflegeheims (Vi-act. 515), d.h. die Positionen 10.1, 10.2 
und 10.4, nicht aber die Heimtaxe (Pos. 1.1), die MiGeL Pauschale (Pos. 10.7) 
sowie alle übrigen Leistungen der Positionen 30 und 40. 

Dies ergab in der Summe Gesamtkosten Pflegeheim von Fr. 271'548.10 (vgl. Vi-
act. 529 S. 7).

4.3 Weiter ging die Suva davon aus, dass der Versicherte an den vom Pflege-
heim nicht in Rechnung gestellten Tagen zu Hause war und die Pflegeleistungen 
von den Angehörigen erbracht wurden. Die von den Angehörigen zu erbringen-
den Leistungen kategorisierte die Suva in medizinische Pflege (B) und nichtme-
dizinische Hilfe, die ihrerseits unterschieden wurde in nichtmedizinische Hilfe mit 
Beteiligung Hilflosenentschädigung (C) und solche ohne Beteiligung Hilflosen-
entschädigung (CC). Jede Leistung wurde einer Kategorie zugeordnet und der 

18

Minutenbedarf pro Tag ermittelt. Im Ergebnis führte dies zu einem Bedarf von 
129.6'/Tag Kategorie B, 260.71'/Tag Kategorie C und 102.00'/Tag Kategorie CC, 
d.h. für nichtmedizinische Hilfe (Kat. C und CC) total 362.71'/Tag resp. für tägli-
che Pflege und Hilfe (Kat. B, C und CC) insgesamt 492.31' (Vi-act. 529 S. 5).

Für die Zeit bis 31. März 2020 wurde für die medizinische Pflege ein Ansatz von 
Fr. 30/h angewendet und für die nichtmedizinische Hilfe ein Ansatz von Fr. 27/h; 
ab dem 1. April 2020 Ansätze von Fr. 30.80/h resp. Fr. 28.80/h. Bei dem ermittel-
ten Bedarf ergab dies Pflegeleistungen durch Angehörige pro Tag von Fr. 228 bis 
31. März 2020 resp. Fr. 240.60 ab 1. April 2020. 

Diese Tagesansätze multiplizierte die Suva schliesslich mit der Anzahl Tage, für 
welche das Pflegeheim keine Rechnung stellte (= Tage zu Hause), was im Er-
gebnis die Kosten Pflege zu Hause durch Angehörige ergab, nämlich total 
Fr. 30'106.20. Für die Tage während des Heimaufenthaltes anerkannte die Suva 
somit keinen Vergütungsanspruch für von Angehörigen erbrachte Leistungen. 

4.4 Die Kosten Pflegeheim (Fr. 271'548.10) sowie die Kosten Pflege und Hilfe 
Angehöriger (Fr. 30'106.20) zusammen ergaben die Gesamtkosten von 
Fr. 301'654.30. 85% der von Januar 2017 bis September 2020 bezahlten Hilflo-
senentschädigung ergab eine Summe von Fr. 93'177; die im selben Zeitraum 
ausgerichteten Pflegeleistungen Fr. 375'192, d.h. einen Gesamtbetrag ausgerich-
teter Leistungen von Fr. 375'192. Aus der Gegenüberstellung zu den ermittelten 
Gesamtkosten (Fr. 301'654.30) resultierte die verfügte Rückforderungssumme 
von Fr. 73'537.70, resp. unter Berücksichtigung der Verjährung die Rückforde-
rung gemäss Einspracheentscheid von Fr. 41'467.30 (vgl. oben E. 1.1).

5.1.1 Gemäss Beschwerdeführerin ist es rechtlich nicht haltbar, dass die Suva 
während des Pflegeheimaufenthaltes keine Vergütung für Pflegeleistungen durch 
Angehörige anerkannt hat. Die Suva ermittle Angehörige-Pflegeleistungen von 
492.31'/Tag (~8.2h/Tag). Das Pflegeheim habe die Pflegestufe 10 resp. 9 abge-
rechnet, was 181-200 Min/Tag resp. 161-180 Min/Tag entspreche. Damit aner-
kenne die Suva, dass im Heim tagtäglich rund 5.2 Stunden Pflegeleistungen 
durch Angehörige erbracht worden seien. Es sei nicht gerechtfertigt, die von den 
Angehörigen im Heim zur Entlastung des Personals übernommenen Pflegeleis-
tungen nicht zu berücksichtigen; hätte das Pflegeheim den gesamten unfallbe-
dingten Pflegebedarf übernommen, hätte es die Pflegestufe 12 in Rechnung stel-
len müssen. Die Differenz, d.h. die von den Angehörigen im Pflegeheim erbrach-
ten Pflegeleistungen sei ihnen daher auch zu vergüten.

5.1.2 Die Suva hält dem entgegen, die einzige Argumentation der Beschwerde-
führerin liege in der Differenz zwischen Pflegestufe 10 bzw. 9 und dem Bedarf zu 

19

Hause. Die so geltend gemachten 5.2h/Tag Pflegeleistungen der Angehörigen im 
Heim mute geradezu abenteuerlich an. Für diese Leistungen würde nicht der ge-
ringste Nachweis erbracht. 

5.1.3 Replizierend betont die Beschwerdeführerin, aufgrund der schweren Be-
hinderung und kontinuierlichen Verschlechterung sei es offensichtlich, dass beim 
Versicherten nicht nur ein Pflegebedarf entsprechend Pflegestufe 9 bzw. 10 ge-
rechtfertigt gewesen sei. Warum das Heim unrichtig eingestuft habe, könne die 
Beschwerdeführerin nicht beurteilen; es seien diesbezüglich ggf. Befragungen 
angezeigt, sowie eine gutachterliche Feststellung des Pflegebedarfs im streitbe-
fangenen Zeitraum, was anhand der Akten ohne Weiteres rückwirkend und mit 
hinreichender Genauigkeit möglich sei. Auch anlässlich der mündlichen Verhand-
lung bestreitet die Beschwerdeführerin die Richtigkeit der Bedarfserhebung durch 
das Pflegeheim. In der Befragung gibt die Witwe an, den Versicherten eigentlich 
täglich ab Nachmittag im Heim aufgesucht und ihn da gepflegt zu haben, d.h. et-
wa Medikamente verabreicht, Urinbeutel geleert, beim Essen unterstützt oder 
umgelagert/transferiert zu haben oder sie sei mit ihm spazieren gegangen; dies, 
bis er abends ins Bett gegangen sei. Nach der Arbeit seien auch die Kinder ins 
Heim gekommen und hätten mitgeholfen. Man sei fast jeden Tag im Heim gewe-
sen. Man habe sehr viel Arbeit übernommen, weil das Heim zu wenig Personal 
gehabt habe oder der Ansicht gewesen sei, wenn schon die Angehörigen da sei-
en, könnten sie gleich das Abendessen geben. Sie hätten auch Pflegeleistungen 
erbracht, weil sie mit vielem nicht einverstanden gewesen seien, weil das Heim 
nur das Nötigste getan habe und er dann Beschwerden bekommen habe. Er ha-
be seine Ansprüche dann ihnen gegenüber klar zum Ausdruck gebracht. 

5.2 Der Argumentation der Beschwerdeführerin ist nicht zu folgen. Der Versi-
cherte trat im März 2016 ins Pflegeheim ein (vorerst nur als Entlastungsaufent-
halt). Die Aufnahme erfolgte in die Pflegestufe 10. Dass dies nach einer nicht 
fachgerechten Beurteilung erfolgt sein soll, kann bei einem anerkannten Pflege-
heim nicht angenommen werden. Zudem erfolgte per 16. Mai 2018 eine Herab-
stufung auf Pflegestufe 9. Warum diese Veränderung ohne Reduktion des Pfle-
geaufwandes hätte vorgenommen werden sollen, ist nicht erklärbar. Hingegen ist 
eine Veränderung des Aufwandes im 'Formular Pflegethemen in Minuten und 
Pfegebedarfsstufe' sehr wohl ausgewiesen und entsprechend nachvollziehbar 
(vgl. Vi-act. 378). Zudem weist die Suva zu Recht darauf hin, dass über all die 
Jahre und namentlich auch bei Reduktion auf Pflegestufe 9 weder seitens des 
Versicherten noch der Angehörigen je ein Hinweis auf eine fehlerhafte Einstufung 
oder auf mangelhafte Pflege gemacht wurde, was aber anzunehmen wäre, wenn 
die geleistete Pflege ungenügend gewesen wäre. Nichts anderes ergibt sich aus 

20

der Befragung, in welcher die Angehörigen zwar berichteten, nicht immer zufrie-
den gewesen zu sein, aber nicht aufzeigen konnten, inwiefern das Heim eigentli-
che Pflegeleistungen unterlassen hätte. Des Weitern fällt auf, dass der Pflegebe-
darf mehrfach erhoben wurde. Hierzu hatte namentlich auch das Pflegeheim im 
Januar 2019 einen ausführlichen Bericht einzureichen (vgl. Vi-act. 376 ff.). Aus 
diesem können detailliert die zu erbringenden Pflegeleistungen und der Tagesab-
lauf des Versicherten entnommen werden. Ein einziges Mal ist vermerkt, dass die 
Angehörigen Leistungen erbringen, indem das Abendessen teilweise von An-
gehörigen eingegeben werde (Vi-act. 377 S. 3). Ansonsten ergibt sich aus dem 
Bericht aber auch, dass es Zeiten mit familiärem Streit und entsprechend weni-
ger Besuch gab (Vi-act. 376 S. 13), was gegen eine verlässliche Angehörigen-
pflege während des Pflegeheimaufenthaltes spricht. Die vom Sohn mit dem Ver-
sicherten des Öftern vorgenommenen Ausflüge mit dem Auto wiederum stellen 
keine zu vergütende Pflegeleistungen dar. Hinweise, dass seitens der Angehöri-
gen relevante Pflegeleistungen während des Heimaufenthalts erbracht wurden, 
finden sich in diesen Berichten nicht. Im Februar 2019 fand sodann eine Ab-
klärung der Pflegeleistungen im Auftrag der Suva durch N.________ statt, an-
lässlich welcher auch die Familie des Versicherten sowie in deren Auftrag eine 
Vertreterin von M.________ GmbH anwesend waren (Vi-act. 403, 405). In dieser 
Erhebung der Pflegeleistungen wird explizit unterschieden, ob eine Leistung 
durch das Pflegepersonal oder durch die Familie erbracht wird. Demgemäss ver-
abreichte die Familie einmal wöchentlich abends die Medikamente oral und es 
werden Leistungen erwähnt, welche die Familie erbringt, wenn er nach Hause 
geht (Urinsack leeren; Dekubitusprophylaxe). Hierzu wird explizit festgehalten, 
gemäss Aussage der Tochter des Versicherten gehe dieser 5-6 Tage pro Monat 
(Samstag und/oder Sonntag) von 15.00 Uhr bis ca. 20.00 nach Hause (Vi-act. 
403). Diese Bemerkung wurde nicht als fehlerhaft moniert. Im Übrigen fehlen 
auch in diesem Bericht Hinweise auf eine darüber hinausgehende Angehörigen-
pflege im Heim, was aber bei einer derartigen Erhebung - unter Mitwirkung der 
Angehörigen - zu erwarten wäre, wenn sie relevant ins Gewicht fallen würde. Die 
ebenfalls anwesende Vertreterin der M.________ GmbH erstellte ihrerseits einen 
eigenen Bericht (Vi-act. 425). Sie bestätigte, an den Wochenenden würden die 
Angehörigen den Versicherten in regelmässigen Abständen für ein paar Stunden 
nach Hause holen. Und weiter wurde konkret dokumentiert: "Die Auflistung des 
aktuellen Pflegeaufwandes zeigt, dass A.________ bei praktisch allen Verrich-
tungen des täglichen Lebens auf Hilfe angewiesen und der zeitliche Aufwand von 
beträchtlicher Höhe ist. Im Falle von A.________ übernimmt das Pflegepersonal 
des Wohn- und Pflegezentrums L.________ die gesamte pflegerische Betreu-
ung. Wenn er an den Wochenenden stundenweise zu Hause ist, leisten die Fa-

21

milienmitglieder die pflegerischen Tätigkeiten" (Vi-act. 425 S. 7). Mithin enthält 
auch dieser Bericht keine Hinweise, dass Angehörige während des Heimaufent-
haltes relevante Leistungen zusätzlich zum Pflegepersonal erbracht hätten. 
Vielmehr wird der Bericht der N.________ bestätigt. Und schliesslich nahm die 
M.________ GmbH auch noch einen Vergleich der zwei erwähnten Bedarfsein-
schätzungen vor (Vi-act. 506). Dieser erst im März 2021 erstellte Bericht nennt 
basierend auf den Aussagen von Sohn und Tochter des Versicherten u.a. die 
Tage, an welchen die Pflege und Betreuung zu Hause durch die Familie erfolgt 
sei (vgl. dazu unten). Hingegen wird auch in diesem Bericht nicht erwähnt, dass 
Pflegeleistungen im Heim auch von Angehörigen erbracht worden wären.

Damit werden die Ausführungen der Angehörigen anlässlich der Befragung nicht 
in Frage gestellt. Es ist glaubhaft, dass die Witwe ihren Ehemann fast täglich 
aufsuchte. Glaubhaft ist dabei ebenso, dass sie während ihres Aufenthaltes im 
Heim nicht tatenlos war, sondern ihrem Ehemann Medikamente oder das Essen 
verabreichte, bei der Lagerung behilflich war, den Urinbeutel entleerte oder ande-
re Unterstützung bot, namentlich wenn der Ehemann darum ersuchte. Nachvoll-
ziehbar ist ebenso die Aussage, das Pflegepersonal habe etwa das Abendessen 
bei Anwesenheit von Angehörigen nur hingestellt mit dem Hinweis, diesfalls 
könnten doch gleich sie das Essen verabreichen. Zum einen aber sind all diese 
Leistungen bereits in der Bedarfserhebung miterfasst und zum andern stellte die 
familiäre Unterstützung aus Sicht des Heimes kein verbindliches oder verlässli-
ches Angebot in dem Sinne dar, dass das Heim die Leistungen nicht einberech-
nen und erbringen musste. Denn wie sich aus den Unterlagen ergibt und die An-
gehörigen auch bestätigten, gab es durchaus auch Zeiten ohne oder mit unre-
gelmässigem Besuch, in welchen das Heim die Leistungen gleichwohl sicherstel-
len musste. So hilfreich und wertvoll die Unterstützung der Familienangehörigen 
war, die Sicherstellung der durch den Unfall notwendigen Pflege erfolgte durch 
das Pflegeheim und einzig diese gilt es abzugelten. Dieser Bedarf wurde durch 
das Pflegeheim nachvollziehbar erhoben, sichergestellt und erbracht sowie in 
Rechnung gestellt.

Es besteht daher keine Veranlassung, den vom Pflegeheim selbst ermittelten 
und in Rechnung gestellten Pflegebedarf in Frage zu stellen und darüber hinaus 
für die Zeit des Heimaufenthaltes auch noch Pflegeleistungen von Angehörigen 
anzuerkennen. Es liegen zur Pflege im Heim mehrere unabhängige Berichte vor, 
bei deren Erstellung die Angehörigen teilweise mitwirkten. Kein Bericht lässt den 
Schluss zu, dass erstens der vom Pflegeheim ermittelte Pflegebedarf im Heim 
falsch gewesen wäre und zweitens die Angehörigen während des Heimaufent-
haltes zusätzlich noch relevante Pflegeleistungen erbracht hätten. Von einer Be-
fragung von Auskunftspersonen, wie von der Beschwerdeführerin beantragt, 

22

kann derweil abgesehen werden. Zum einen wurde der Pflegeaufwand mehrfach 
erhoben, wobei explizit auch Leistungen der Familie aufgeführt sind. Dass den-
noch relevante Leistungen nicht erfasst worden sein sollen, nun aber - Jahre da-
nach - Auskunftspersonen abweichende Angaben machen sollten, ist nicht anzu-
nehmen. Zum andern ist sehr wohl davon auszugehen, dass Familienangehörige 
bei Besuchen des Versicherten im Heim auch unterstützend tätig waren, indem 
sie etwa beim Essen und Trinken mithalfen oder auch Medikamente verabreicht 
haben. Dass dies im Rahmen einer relevanten und verlässlichen Pflegeleistung 
durchwegs erfolgt sein soll, muss in Anbetracht der Berichtslage ausgeschlossen 
werden. An dieser Überzeugung könnte auch eine Befragung Jahre später nichts 
ändern. 

6.1.1 Die Beschwerdeführerin rügt sodann, die Suva berücksichtige lediglich die 
von den Angehörigen erbrachten Pflegeleistungen, nicht aber die übrigen unfall-
bedingten Versorgungsleistungen (Betreuung und Überwachung ohne hauswirt-
schaftliche Hilfe). Korrekterweise sei ihnen auch für die zusätzlich zu den Pflege-
leistungen von rund 8.2h/Tag (zu Hause) resp. 5.2h/Tag (im Pflegeheim) er-
brachten, nichtmedizinischen Hilfeleistungen eine Entschädigung nach Art. 18 
Abs. 2 lit. b UVV zu leisten, wobei der entsprechende Bedarf gutachterlich fest-
zustellen sei.

6.1.2 Grundlage für die Unterscheidung zwischen medizinischer Behandlungs-
pflege und nichtmedizinischer Hilfe (Grundpflege) bildet gemäss Suva der Leis-
tungskatalog von Art. 7 Abs. 2 lit. b und c KLV, auch wenn gewisse einzelne 
Massnahmen der Grundpflege unter den Begriff der medizinischen Pflege fallen 
könnten (BGE 148 V 28 E. 6.3). Was die Beschwerdeführerin unter 'Betreuung 
und Überwachung ohne hauswirtschaftliche Hilfe' verstehe, bleibe unklar und 
dürfte zum grössten Teil durch die Hilflosenentschädigung abgedeckt sein. 

6.1.3 Die Beschwerdeführerin verweist auf die Rechtsprechung, wonach der so-
genannt akzessorische Grundpflegebedarf ebenfalls unter den Begriff der medi-
zinischen Pflege i.S.v. Art. 18 Abs. 1 und Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV falle. Als ak-
zessorischen Grundpflegebedarf würden Grundpflegeleistungen qualifiziert, die 
notwendig seien, um die Behandlungspflege vollständig ausführen zu können. 
Diese Sichtweise sei mit der Neufassung der Tarifverträge Spitex bzw. freiberufli-
che Pflegefachpersonen ab 2019 überwunden; seither gelte die Pflege von Art. 7 
Abs. 2 lit. a-c KLV tarifvertragsrechtlich als medizinische Pflege im Sinne des 
UVG/UVV. Die Beschwerdeführerin gehe davon aus, dass aufgrund einer gel-
tungszeitlichen Auslegung des Begriffs der medizinischen Pflege sämtliche im 
Geltungsbereich der OKP obligatorisch versicherten Pflegeleistungen unter den 

23

Begriff der medizinischen Pflege i.S.v. Art. 18 Abs. 1 bzw. Art. 18 Abs. 2 lit. a 
UVV fallen würden. Das Verständnis der Suva hätte hingegen zur Folge, dass 
der Krankenversicherer als Folge der subsidiären Leistungspflicht die vom Un-
fallversicherer nicht zu vergütenden Grundpflegeleistungen zu entschädigen hät-
te, was keinen Sinn mache. Daher sei der juristische Begriff der medizinischen 
Pflege nicht anders als der krankenversicherungsrechtliche Pflegebegriff zu ver-
stehen. 

6.2 Für die Verfügung vom 6. Dezember 2023 hat die Suva die Pflegeleistun-
gen erhoben und kategorisiert (vgl. oben E. 4.3). Die Beschwerdeführerin setzt 
sich mit dieser Auflistung gar nicht auseinander, sondern rügt in allgemeiner, 
nicht nachvollzieh- oder überprüfbarer Weise, die Suva berücksichtige nicht 
sämtliche unfallbedingten Versorgungsleistungen. Sie bezeichnet auch nicht ge-
nauer, was sie unter Betreuung und Überwachung ohne hauswirtschaftliche Hilfe 
verlangt und inwiefern die Angehörigen entsprechende Leistungen erbracht hät-
ten. Dem Bericht des Pflegeheims mit konzisen Tagesablauf- und Leistungsbe-
schrieben (Vi-act. 376) kann sodann kein spezieller Betreuungs- und/oder Über-
wachungsbedarf entnommen werden, welcher über die Betreuung/Überwachung 
im Rahmen der medizinischen Pflegeleistungen oder nichtmedizinischen Hilfe 
hinausginge. Soweit die Pflege und Hilfe erbracht waren, besuchte der Versicher-
te die Physio- oder Ergotherapie oder schaute fern oder bewegte sich selbstän-
dig mit dem Elektrorollstuhl. Sodann stand dem Versicherten stets eine Glocke 
zur Verfügung, mit welcher er sich selber melden konnte. Mithin war er insoweit 
selbständig und weder aus somatischer noch psychischer Sicht auf ständige 
Überwachung und Begleitung angewiesen. Kommt hinzu, dass die M.________ 
GmbH im Auftrag des Versicherten einen Aufwand für nichtmedizinische Hilfe 
von 363.57'/Tag ermittelt hat (Vi-act. 425) und die Suva selbst einen solchen von 
362.7'/Tag berücksichtigte (Vi-act. 529) und damit einen schier identischen Auf-
wand wie den vom Versicherten ins Recht gelegte. Wohl erwähnt dieser Bericht, 
nicht aufgelistet sei der Betreuungs- und Begleitaufwand; so sehe das Pflegeper-
sonal etwa stündlich nach dem Versicherten, wenn sich dieser selbständig im 
Garten aufhalte. Offensichtlich sah aber auch diese Berichterstatterin keine Not-
wendigkeit zur spezifischen Quantifizierung dieses Aufwandes. Kommt hinzu, 
dass namentlich beim ständigen Wohnen im Pflegeheim während Besuchen zu 
Hause bei den Angehörigen von diesen auch familienrechtliche Unterstützungs-
pflichten ohne Versicherungsabgeltung gerade im Bereich Betreuung und Beglei-
tung erwartet werden kann. Dies gilt auch, soweit anlässlich der mündlichen Ver-
handlung auf die Kontaktgrundrechte verwiesen wurde. Es ist nicht anzuzweifeln, 
dass die Familie den Versicherten unterstützt hat in seinem Verlangen nach zwi-
schenmenschlichen Kontakten, dass etwa der Sohn den Vater ausgefahren hat, 

24

ihn zu Treffpunkten führte, was den Austausch mit Bekannten und Verwandten 
ermöglichte. Es stellen dies zweifellos Beiträge zu Gunsten des Wohlbefindens 
des Beschwerdeführers dar, die es zu würdigen gilt. Es geht dies aber nicht über 
das hinaus, was von Familienangehörigen auch erwartet werden kann und stellt 
keine unfallbedingt notwendige, abgeltungspflichtige Versorgungsleistung dar. 
Insgesamt besteht daher keine Veranlassung, von den übereinstimmend erfass-
ten Pflegeleistungen abzuweichen und einen zusätzlichen Aufwand der Angehö-
rigen abzugelten. Da auch eine sachverständige Person im heutigen Zeitpunkt, 
d.h. Jahre nach Beendigung der Pflege, nur auf den vorliegenden Berichten ba-
sieren könnte, ist von einer Begutachtung kein anderes Ergebnis zu erwarten. 
Und selbst wenn ein Anteil Betreuung und Überwachung erkannt würde, so blie-
be es dabei, dass Art. 18 Abs. 2 lit. a und b UVV Anspruch auf einen Beitrag und 
keine volle Kostenabgeltung vorsieht und von Angehörigen im Rahmen der 
Schadenminderungspflicht sowie den familienrechtlichen Unterstützungspflichten 
Betreuungs- und Überwachungsleistungen unentgeltlich erwartet werden dürfen.

7.1.1 Gemäss Beschwerdeführerin hat die Suva zu Unrecht und ohne weitere 
Begründung nur 130 Tage zu Hause berücksichtigt, wogegen sich aus dem Be-
richt M.________ GmbH (Vi-act. 506) ergebe, dass es 174 Aufenthaltstage zu 
Hause und entsprechend 174 Pflegetage zu Hause gewesen seien. 

7.1.2 Die Tage zu Hause ergeben sich laut Suva dadurch, dass der im Debitor-
/Bewohnerkonto aufgeführte Betrag MiGeL-Pauschale (z.B. Fr. 58 im Januar 
2017) dividiert durch die Pauschale (Fr. 2/Tag) die Anzahl Heimtage ergebe 
(58/2=29 Tage), die Differenz zu den Kalendertagen eines Monats die Tage zu 
Hause (31-29 = 2 Tage).

7.1.3 Die Beschwerdeführerin bestreitet dies und macht replizierend geltend, es 
seien auch überschneidende Tage zu berücksichtigen, während welchen sich der 
Versicherte sowohl im Heim als auch zu Hause aufgehalten habe. Es seien die 
im Heim für den Versicherten verantwortlichen Personen zu befragen, welche 
über das Betreuungs- und Pflegeverhältnis durch die Angehörigen bestens Aus-
kunft geben könnten.

7.2.1 Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass der Versicherte grundsätz-
lich Heimbewohner war, aber auch Zeit zu Hause verbrachte und während dieser 
Zeit Pflege und Hilfe im Sinne von Art. 18 UVV durch die Angehörigen erhielt. 

Da sich die strittige Rückforderung auf die Zeit vom 7. Dezember 2018 bis 14. 
September 2020 beschränkt, ist die Frage des Aufenthaltes zu Hause ebenfalls 
auf diesen Zeitraum zu beschränken.

25

7.2.2 Fürs Jahr 2019 macht die Beschwerdeführerin 35 Ferientage mit Pflege 
und Hilfe zu Hause geltend, nämlich vom 7. Juli bis 11. August 2025 (Vi-act. 
506). Gemäss Abrechnung des Pflegeheims (Vi-act. 513) wurden im Juli 7 Tage 
und im August 21 Tage abgerechnet, d.h. je den Ab- resp. Anreisetag inklusive; 
entsprechend wurden in den beiden Monaten total 34 Tage nicht abgerechnet. 
Es bleibt zur Suva-Rechnung die Differenz von einem Tag. Im Jahr 2020 macht 
die Beschwerdeführerin gar keine ganzen Tage zu Hause geltend; gemäss Pfle-
geheimabrechnung wurden drei Tage nicht in Rechnung gestellt, von der Suva 
als 'zu Hause-Tage' angerechnet. Aus den Akten ergibt sich jedoch, dass der 
Versicherte im Mai 2020 vom 4. bis zum 8. Mai 2020 im Spital hospitalisiert war 
(Vi-act. 446), mithin keine Pflege und Hilfe zu Hause erhielt und für diese Zeit 
kein Anspruch auf Leistungen aus Art. 18 UVV besteht. Die von der Suva ange-
rechneten, aber nicht erbrachten Pflegetage zu Hause im Jahr 2020 wiegen so-
mit eine etwaige Differenz im Jahr 2019 infolge An-/Abreise mehr als auf. Mithin 
bleibt es bei den 37 Tagen, welche die versicherte Person im fraglichen Zeitraum 
zu Hause verbrachte. Damit aber ist es auch korrekt, für die gesamte Zeit ab 1. 
Januar 2017 die Tage, welche der Versicherte ganz zu Hause verbrachte, an-
hand der vom Heim nicht verrechneten Tage zu bestimmen, was für die gesamte 
Zeit 130 Tagen entspricht (auch im Jahr 2017 wurden 5 Spitaltage als Tage zu 
Hause angerechnet; Vi-act. 264, 529).

7.2.3 Weiter listet der Bericht der M.________ GmbH fürs Jahr 2019 92 Wo-
chenendtage zu Hause à mindestens 9h auf, im Jahr 2020 26 Wochenendtage à 
9h (Januar bis März, danach Lockdown Covid-19). Der Versicherte sei am Wo-
chenende nach dem Frühstück im Heim nach Hause gegangen bis nach dem 
Abendessen und habe während dieser Zeit Pflege und Hilfe zu Hause erhalten. 
Für Juni/Juli 2020 werden weitere 16 Tage à 4h geltend gemacht. Die Pflege und 
Hilfe der Angehörigen an diesen Tagen könne nicht genau beurteilt werden; 
gemäss Berichterstatterin würde es Sinn machen, an diesen Tagen den ermittel-
ten Bedarf für medizinische Pflege und nichtmedizinische Hilfe zu halbieren (Vi-
act. 506).

Dieser Bericht basiert auf den Angaben von Sohn und Tochter des Versicherten 
und wurde im März 2021 erstellt. Er fordert in allen Jahren 2017 bis 2020 die 
entsprechenden Wochenenden zu Hause à 9h ein (94, 92, 92 Tage und im Jahr 
2020 die erwähnten 26 Tage à 9h zzgl. 16 Tage à 4h). Im Jahr 2019 wurde der 
Pflegebedarf erhoben unter Beteiligung von M.________ GmbH, der Tochter, 
des Pflegeheims und N.________. Damals, d.h. noch während des Heimaufent-
haltes und damit zeitnah, wurde aufgrund von deren echtzeitlichen Angaben do-
kumentiert, der Versicherte gehe pro Monat 5 bis 6 Mal (Samstag und/oder 

26

Sonntag) nach Hause von 15 Uhr bis ca. 20 Uhr (Vi-act. 403, 404). Auch der da-
malige M.________ GmbH-Bericht spricht übereinstimmend von Wochenenden 
in regelmässigen Abständen und zu Hause für ein paar Stunden (Vi-act. 425). 
Dieser zeitnahen Dokumentation unter Mitwirkung verschiedener Beteiligter ist 
mehr Gewicht einzuräumen als dem erst später erstellten Bericht gestützt auf 
Parteiangaben. Dies bestätigen auch die Ausführungen anlässlich der Befra-
gung. Es wurde bestätigt, dass die Besuche regelmässig und erst am Nachmittag 
erfolgt sind und nicht über das ganze Wochenende. Mithin ist von 5-6 Tagen/Mt 
zu Hause à 5h auszugehen. Während dieser Zeit entstand für die Angehörigen 
zweifelsohne ein Aufwand für Pflege und Hilfe, wobei M.________ GmbH bei-
zupflichten ist, dass dieser Aufwand nicht genau beurteilt werden kann. Anhalts-
punkte liefert die Erhebung des Pflegeaufwandes 2019 (Vi-act. 403), der auch 
die von der Familie erbrachten Leistungen ausdrücklich aufführt. So wird festge-
halten, einmal wöchentlich verabreiche die Familie abends die Medikamente, 
fünfmal monatlich leere die Familie den Urinsack und ebenso lagere die Familie 
den Versicherten zu Hause als Massnahme der Dekubitusprophylaxe. Weitere 
medizinische Pflegeleistungen oder nichtmedizinische Hilfe wird den Angehöri-
gen für die Zeit zu Hause in dem Bericht nicht zugeordnet und von den Angehö-
rigen entsprechend auch nicht gefordert. Auch wenn es schlüssig erscheint, dass 
die wesentlichen Pflegeleistungen noch bzw. erst nach Rückkehr im Heim durch 
das Pflegepersonal erbracht wurden, so dürfte sich die Pflege und Hilfe zu Hause 
dennoch nicht auf diese wenigen im Bericht erfassten Minuten beschränkt haben. 
Anlässlich der Befragung wird als zu Hause erbrachte Leistungen auf die bereits 
erwähnten verwiesen wie Medikamente verabreichen, Essen geben, Lagerung, 
Urinsack leeren. Zieht man die Berechnung der Pflegeleistungen nach Art. 18 
UVV der Suva (=Anhang zur Verfügung 6.12.2023; Vi-act. 529) heran, so handelt 
es sich um Leistungen wie Unterstützung beim Trinken und Essen (10301, 
10302), Pflege/Überwachung Blasenkatheter (u.a. Urinsack leeren; 10406), 
eventuell aktive/passive Bewegungsunterstützung tagsüber/abends (10506), 
Verabreichung gerichtete Medikamente (10602) und Massnahmen zur Dekubi-
tusprophylaxe (10616), wovon einzig die Verabreichung der Medikamente sowie 
Pflege/Überwachung Blasenkatheter zur medizinischen Pflege gezählt werden, 
die übrigen Leistungen sind nichtmedizinische Hilfe (Kategorie C und CC). In der 
Summe bedürfen diese Leistungen einen Zeitaufwand von ca. 1.5h (unter 
Berücksichtigung, dass die Tochter für die Lagerung zu Hause 20' angab, Vi-act. 
403). Berücksichtigt man 5-6 Aufenthalte zu Hause pro Monat und einen Monat 
Ferien im Jahr 2019 sowie die fünf Monate mit Besuchen im Jahr 2020 (vgl. Vi-
act. 506), so können für die Zeit ab 7. Dezember 2018 rund 94 Besuchstage zu 

27

Hause angenommen werden (17 Monate x 5.5) à einem Pflegeaufwand von rund 
1.5h, was ein Total von 141h ergäbe. 

Ginge man von derselben Anzahl Besuchstage (94) aus und würde für den Auf-
enthalt zu Hause à 5h vom Gesamtpflegebedarf von 8.2h/Tag 1/3 anrechnen, er-
gäbe dies einen Aufwand von 2.8h/Aufenthaltstag zu Hause, resp. ein Total von 
rund 262h. Von der Hälfte des Gesamtpflegeaufwandes (4.1h/Tag) auszugehen, 
wie dies der Bericht 2021 vorschlägt, erscheint bei einem fünfstündigen Aufent-
halt sowie der Tatsache, dass die Hauptleistungen und zwei Mahlzeiten im Heim 
erbracht wurden, als nicht realistisch und ist daher zu verwerfen. 

Um mehr Zeit für Pflege und Hilfe zu Hause anzurechnen, besteht keine Grund-
lage. Wie aufgezeigt, ist gestützt auf den echtzeitlichen Bericht 2019 von 5-6 
Aufenthalten zu Hause à einigen Stunden auszugehen, wobei in dieser Zeit nur 
vereinzelte Pflegeleistungen zu erbringen waren (Vi-act. 403, 425). Für ein Ab-
stellen auf die Festhaltungen im Bericht 2021 (Vi-act. 506), dessen Parteiaussa-
gen der echtzeitlichen Erhebung 2019 und ebenso teilweise den Ausführungen 
anlässlich der Befragung widersprechen, besteht keine Veranlassung. Eine Be-
gutachtung ist auch hier nicht angezeigt. Eine eigentliche Erhebung ist im heuti-
gen Zeitpunkt nicht mehr möglich. Schon der Bericht M.________ GmbH besagt, 
der Aufwand könne nicht genau beurteilt werden. Mithin wird es immer bei einer 
Schätzung bleiben. Diese wird auf den echtzeitlichen Aussagen basieren, wie es 
auch obige Schätzung macht. 

7.2.4 Im Ergebnis können (für den Zeitraum vom 7.12.2018 bis 14.12.2020) zu 
den anerkannten 37 Tagen keine zusätzlichen ganzen Pflegetage zu Hause 
(ausserhalb des Heimes) berücksichtigt werden. Hingegen ist anzuerkennen, 
dass gemäss echtzeitlicher Erhebung der Versicherte pro Monat 5 bis 6 Tage 
stundenweise zu Hause verbrachte und die Angehörigen während dieser Zeit 
Pflege und Hilfe im Sinne von Art. 18 UVV leisteten. Der genaue Bedarf bzw. 
Aufwand lässt sich nicht eruieren, auch nicht mehr durch Befragungen oder Gut-
achten (wie von der Beschwerdeführerin beantragt), so dass es bei einer reinen 
Schätzung bleiben muss. Bei massgeblichen 17 Monaten im Heim mit Besuchen 
zu Hause im Zeitraum vom 7. Dezember 2018 bis 14. September 2020 und Be-
suchszeiten zu Hause 5 bis 6 mal pro Monat à rund 5h sowie einem eher hoch 
geschätzten Aufwand von 1/3 eines Tagesaufwandes (d.h. 2.8h) ergibt dies an-
zurechnende Pflegeleistungen von geschätzt total 262h. Für den Zeitraum ab 
1. Januar 2017 ergibt dies bis 14. September 2020 209 Besuchstage zu Hause 
(gesamthaft 45 Monate abzüglich Ferienmonate und Covid-Zeit = 38 Monate à 
5.5 Besuchstage/Mt) resp. anzurechnende Pflegeleistungen von 585h (209 x 
2.8h). Hiervon handelt es sich - geschätzt auf Basis der Berechnung der Pflege-

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leistungen nach Art. 18 UVV (Anhang zur Verfügung vom 6.12.2023) sowie den 
Berichten zur Pflege der Angehörigen - um 1/4 medizinische Pflegeleistungen 
und 3/4 nichtmedizinische Hilfe. 

8.1.1 Die Beschwerdeführerin rügt eine fehlerhafte monetäre Bewertung der 
Pflegeleistungen gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV. Die Anwendung der Pflegeheimta-
xen sei falsch, da in casu das UVG und nicht die krankenversicherungsrechtli-
chen Vorgaben (plafonierter Tarif) anzuwenden sei. Gemäss Art. 18 UVV habe 
der Unfallversicherungsträger einen Stundentarif auf Vollkostenbasis zu ver-
güten. Hieran ändere die Tatsache, dass die Suva auch die Pflegeanteile des 
Restfinanzierers übernehme, nichts, da diese auf Basis der Pflegestufe (10 resp. 
9) basieren würden. Die Suva sei verpflichtet, die gesamten, tatsächlichen Kos-
ten der unfallbedingten Pflegeleistungen zu vergüten. Da im fraglichen Zeitraum 
kein MTK-Tarifvertrag für Pflegeheimleistungen gegolten habe, sei der MTK-
Spitex-Tarif für den Pflegebedarf von 8.2h/Tag (davon 2.16h Behandlungspflege) 
analog anzuwenden. Dies ergebe bei entsprechenden Tarifen (Fr. 99.96/h Be-
handlungspflege und Fr. 90/h Grundpflege) einen jährlichen Betrag von 
Fr. 78'810.65 Behandlungspflege resp. Fr. 198'414 Grundpflege. Zudem aner-
kenne die Suva mit Bezug auf die Pflegeleistungen im Pflegeheim eine integrale 
Vergütung für die Grundpflege als medizinische Pflegeleistung. Bei den Angehö-
rigen differenziere sie demgegenüber zwischen Leistungen nach Art. 18 Abs. 2 
lit. a UVV (medizinische Pflege) und Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV (nichtmedizinische 
Hilfe), was nicht gerechtfertigt sei. Wie beim Pflegeheim seien auch für die An-
gehörigen alle Leistungen nach Art. 18 Abs. 1 lit. a UVV zu vergüten (vgl. auch E. 
5.1.3).

8.1.2 Gemäss Suva ist es nicht massgeblich, welche Pflegestufe bzw. welchen 
Tarif das Pflegeheim nach Auffassung der Beschwerdeführerin hätte anwenden 
sollen; entscheidend sei allein, welche Pflegekosten das Heim effektiv in Rech-
nung gestellt habe. In die Berechnung eingeflossen seien die effektiven Pflege-
kosten. Die Kosten zulasten Suva, Gemeinde und Versichertem würden von der 
Beschwerdeführerin rein betragsmässig ja nicht in Zweifel gezogen. 

8.1.3 Die Beschwerdeführerin hält entgegen, problematisch seien nicht die Fi-
nanzierungsströme; die Suva habe aber für die tatsächlich im Heim erbrachten 
Pflegeleistungen die Vollkosten zu übernehmen. Dies sei offensichtlich nicht der 
Fall, da die Pflegeeinstufung im Heim unzutreffend gewesen sei.

8.2 Dass die vom Pflegeheim berücksichtigte Pflegestufe (10 resp. 9) nicht in 
Frage zu stellen ist, wurde bereits aufgezeigt; das Heim ermittelte den Pflegebe-
darf, welcher die unfallbedingt notwendige Versorgung des Versicherten sicher-

29

stellte (vgl. oben E. 5.2). Des Weiteren hat das Pflegeheim die Kosten für diese 
Pflegestufen nach den Taxen des Pflegeheimes in Rechnung gestellt (vgl. Vi-act. 
515 i.V.m. Vi-act. 513). Diese Kosten berücksichtigt bzw. rechnet die Suva zu 
100% an. Es besteht keine Grundlage, Kosten, welche vom Pflegeheim nicht in 
Rechnung gestellt wurden, anzurechnen oder dem Versicherten Pflegeleistungen 
auszubezahlen zu einem Tarif, der über dem Tarif liegt, welchen das Pflegeheim 
in Rechnung gestellt hat. Zudem ist davon auszugehen, dass die Suva die Voll-
kosten trägt, indem sie nicht nur den Pflegeanteil des Versicherers, sondern auch 
die Anteile des Versicherten sowie des Restfinanzierers übernimmt, mithin die 
gesamten Kosten aller Pflegeanteile. Indem die Suva die Kosten der gesamten 
vom Pflegeheim in Rechnung gestellten Pflegeanteile übernimmt, muss sich der 
Versicherte an den Kosten nach Art. 18 Abs. 1 UVV nicht beteiligen, womit der 
gesetzlichen Regelung genüge getan ist. 

9.1.1 Weiter zeigt sich die Beschwerdeführerin mit der Höhe der Entschädigung 
für die medizinische Pflege der Angehörigen nicht einverstanden. Die Fr. 30/h re-
sp. Fr. 30.80 für Behandlungspflegeleistungen (Art. 7 Abs. 2 lit. b KLV) und Fr. 27 
resp. Fr. 28.80 für Grundpflegeleistungen (Art. 7 Abs. 2 lit. c KLV) würden von 
der Suva nicht begründet. Zudem macht die Beschwerdeführerin geltend, als 
Folge der Austauschbefugnis sei mindestens der für solche Pflegeleistungen be-
zahlte Lohn anzuerkennen. Es seien die Löhne für Fachangestellte Gesundheit 
zu vergüten, wobei für die Grundpflegeleistungen tiefere Ansätze gerechtfertigt 
seien, solange sie marktkonform seien, ansonsten versicherte Personen die 
Pflege nicht bezahlen könnten, wenn Angehörige wegfallen würden. Auch dies-
bezüglich sei ein Gutachten durchzuführen. Gemäss Salarium würden Pflege-
fachpersonen resp. Fachangestellte Gesundheit in der Zentralschweiz als Be-
rufseinsteigerinnen Fr. 6'642x13 resp. Fr. 5'601x13 verdienen, umgerechnet brut-
to Fr. 39.54/h bzw. Fr. 34.34/h, wobei zusätzlich die Sozialversicherungsbeiträge 
des Arbeitgebers und die Stellvertretungskosten zu berücksichtigen seien. Die 
Ansätze der Suva seien nicht marktkonform; der Versicherte müsse in der Lage 
sein, jederzeit eine Pflegefachperson entlöhnen zu können. Es seien die Brutto-
Bruttokosten unter Einschluss der Stellvertretungskosten massgeblich. Zudem 
sei darauf hinzuweisen, dass gemäss Art. 69 Abs. 2 ATSG der tatsächliche Er-
werbsausfall der pflegenden Angehörigenperson bei der Überprüfung der Übe-
rentschädigungsfrage zu berücksichtigen sei, weshalb die monetäre Bewertung 
im Zusammenhang mit Art. 18 Abs. 2 UVV in jedem Fall so hoch anzusetzen sei, 
dass auch der Erwerbsausfall abgedeckt sei. Das Bundesgericht habe schon im 
Jahr 2000 Fr. 35/h für Angehörigenleistungen angewendet; das Kantonsgericht 
GR Fr. 38.36/h fürs Jahr 2005; einzig hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen 
würden in ständiger Rechtsprechung mit einem Ansatz von Fr. 30 vergütet. Wei-

30

ter verweist die Beschwerdeführerin auf eine BASS-Studie 2014 sowie einen Be-
richt des BfS von 2002, welche für höhere Ansätze sprächen. Unter Berücksich-
tigung der Nominal- und Reallohnentwicklung seien im strittigen Zeitraum höhere 
Ansätze angezeigt. Das Gericht solle den Wert der von Angehörigen erbrachten 
Versorgungsleistungen gutachterlich feststellen.

9.1.2 Dem hält die Suva entgegen, der Stundentarif für die von Angehörigen er-
brachten Pflegeleistungen würde sich nach den Vorgaben des Bundesgerichts 
(BGE 147 V 35 E. 5.2.3.2; Urteil BGer 8C_81/2021 vom 27.10.2021 E. 7.2 f.) 
bzw. nach Information von Koordination Schweiz (https://www.koordination.ch/ 
de/online-handbuch/uvg/hilfe-und-pflege-zu-hause/) richten, wovon nicht abgewi-
chen werden könne.

9.2 Der Gesetzgeber verlangt vom Unfallversicherer, dass er einen Beitrag an 
die medizinische Pflege und nichtmedizinische Hilfe leistet (vgl. Art. 18 Abs. 2 
UVV). Es besteht ein Anspruch der versicherten Person auf einen Kostenbeitrag, 
wobei es sich aber um eine partielle Kostenvergütung handelt (BGE 148 V 28 E. 
6.2.4; BGE 147 V 35 = Pra 2021 Nr. 13 E. 7.4). Über die Höhe des Beitrages 
sagt die Verordnung nichts aus; in der Praxis sind verschiedene Berechnungen 
der Abgeltung des Aufwandes der Angehörigen möglich (vgl. oben E. 3.3). 

Die Suva richtete sich für die Bestimmung des Angehörigentarifs an die Empfeh-
lung der Ad-hoc-Kommission UVG Nr. 01/2022, wonach sich der Stundenansatz 
aus der aktuellen LSE-Tabelle ergibt (vgl. oben E. 2.3). Entsprechend wandte sie 
bis zum 31. März 2020 für medizinische Pflegeleistungen einen Satz von 
Fr. 30/h, danach von Fr. 30.80/h an, sowie für nichtmedizinische Hilfe einen Satz 
von Fr. 27/h, danach von Fr. 28.80/h. 

Im Fall, welcher BGE 147 V 35 (=Pra 2021 Nr. 13) zugrunde lag, rechnete der 
Versicherer ebenfalls gestützt auf die Empfehlung der Ad-hoc-Kommission UVG 
mit diesen Stundenansätzen ab. Der Versicherte machte demgegenüber geltend, 
seine Ehefrau sei selber Pflegefachfrau in einem Spital und beim Roten Kreuz 
registriert, weshalb der gleiche Tarif wie für die Spitex anzuwenden sei. Das 
Bundesgericht erachtete die Rüge als unbegründet und bestätigte die vom Versi-
cherer angewandten Stundenansätze. Auch BGE 148 V 28 lag ein Sachverhalt 
zu Grunde, bei dem die nichtmedizinische Hilfe der Ehefrau mit einem Stunden-
ansatz von Fr. 27 abgegolten wurde. 

Der Stundenansatz für Angehörige gemäss Empfehlung Ad-hoc-Kommission 
UVG ist auch im vorliegenden Fall gerechtfertigt. Die Beschwerdeführerin macht 
schon gar nicht geltend, bei den Angehörigen, welche die Leistungen erbracht 
haben, handle es sich um Pflegefachpersonen. Ebenso wenig behauptet sie oder 

31

weist sie nach, dass die Angehörigen durch die geleistete Pflege und Hilfe einen 
Erwerbsausfall erlitten hätten, welchen es auszugleichen gelte (anlässlich der 
Befragung wurde erklärt, die Witwe sei nicht berufstätig gewesen, jedoch die 
Kinder, sie hätten den Vater jeweils nach der Arbeit besucht, womit kein Arbeits-
ausfall gegeben ist). Schliesslich verfängt auch das Argument nicht, dass bei 
Wegfall der Angehörigenpflege der Versicherte professionelle Pflegeleistungen 
hätte in Anspruch nehmen müssen, woran sich die Versicherungsleistung zu 
richten habe. Denn der Versicherte nahm zu Hause keine professionellen Pflege-
leistungen in Anspruch resp. diese war durch das Heim sichergestellt. Ob die 
Suva bei Wegfall der Angehörigenpflege z.B. für vermehrte Spitex-Leistungen zu 
Hause mit entsprechendem Tarif aufgekommen wäre, ist weder strittig noch zu 
prüfen, da solche - wie dargelegt - weder bezogen noch beabsichtigt waren. Und 
nur weil die Suva ggf. bei professioneller Hilfe zu Hause höhere Tarife angewen-
det hätte, haben die Angehörigen für die von ihnen erbrachten Leistungen - die 
zumindest teilweise zu ihrer Beistandspflicht gehören - nicht auch Anspruch auf 
den Tarif von Pflegefachpersonen. 

10.1 Der Versicherte habe gemäss Beschwerdeführerin Anspruch nicht nur für 
die unfallbedingten Pflegeleistungen, sondern die darüber hinaus zu Hause 
benötigten unfallbedingten Versorgungsleistungen (Betreuung und Überwachung 
mit Ausnahme der hauswirtschaftlichen Versorgung). Dies gelte aufgrund des 
verfassungsmässigen Gleichbehandlungsgebotes auch für Versicherte, die sich 
im Pflegeheim aufhalten würden; auch sie hätten Anspruch auf eine Entschädi-
gung gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV für die im Pflegeheim zusätzlich zu den 
Pflegeleistungen benötigten Versorgungsleistungen. 

10.2 Wie bereits ausgeführt, zeigt die Beschwerdeführerin nicht auf, welche 
konkret erbrachten Leistungen die Suva bei ihrer Berechnung der Pflegeleistun-
gen unberücksichtigt gelassen hat; mit ihrem allgemein gehaltenen Vorbringen 
vermag sie keinen Anspruch auf einen erweiterten Kostenbeitrag zu begründen 
oder nur schon die Notwendigkeit des Einholens eines Sachverständigenberichts 
aufzuzeigen. Kommt hinzu, dass sich - wie aufgezeigt - aus den echtzeitlichen 
Bedarfsabklärungsberichten während des Pflegeheimaufenthalts keine relevan-
ten Leistungen der Angehörigen ergeben und das Pflegeheim seinerseits seine 
Aufwendungen umfassend in Rechnung gestellt und abgegolten erhalten hat. 
Was die Angehörigenpflege zu Hause anbelangt, so können diese Leistungen 
auch gemäss Bericht der M.________ GmbH nicht genau bestimmt werden. 
Geht man - wie dargelegt - für eine Schätzung an Tagen zu Hause bei einem 
Aufenthalt von rund 5h von einem Bedarf an Angehörigenpflege von 1/3 eines 
Tagesbedarfs aus, d.h. von 2.8h (1/3 von 8.2h), also mehr als der Hälfte der Zeit 

32

des Aufenthaltes (vgl. oben E. 7.2.3), so gelten allfällige (durch die Beschwerde-
führerin nicht weiter spezifizierte) Betreuungs- und Überwachungsaufgaben als 
darin eingeschlossen. Ein weitergehender Anspruch lässt sich nicht begründen.

11.1.1 Die Beschwerdeführerin rügt, dass die Grundpflegeleistungen integral 
als medizinische Pflegeleistungen im Sinne von Art. 18 Abs. 1 UVV bzw. Art. 18 
Abs. 2 lit. a UVV zu qualifizieren seien. Das Bundesgericht habe klar bestätigt, 
dass zwischen der Grundpflegeentschädigung und der Hilflosenentschädigung 
weder eine sachliche noch eine funktionale Kongruenz bestehe (Urteil BGer 
9C_480/2022 vom 29.8.2024). Entsprechend sei die Suva nicht berechtigt, die 
Hilflosenentschädigung im Umfang von 85% von den anteiligen Grundpflegeleis-
tungen in Abzug zu bringen. Korrekt sei, dass pauschal 85% der Hilflosenent-
schädigung im Geltungsbereich von Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV zum Abzug zu brin-
gen seien. Der Abzug dürfe aber nur von dem monetären Wert der nichtmedizini-
schen Hilfeleistung vorgenommen werden, also nicht von den unfallbedingten 
Pflegeleistungen (Behandlungs- und Grundpflege). In Analogie zum IV-
Assistenzbeitrag seien die nichtmedizinischen Hilfeleistungen Art. 18 Abs. 2 lit. b 
UVV mindestens mit den Ansätzen für den Assistenzbeitrag der IV zu bewerten. 
Gemäss Bundesgericht scheide in der UV ein Assistenzbeitrag aus, weil die Ver-
sicherten mit Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV eine äquivalente Entschädigung beanspru-
chen könnten. Ergo schulde die Suva mindestens den Assistenzbeitrag.

11.1.2 Gemäss Suva hat das Bundesgericht im Leitentscheid BGE 148 V 28 
E. 6.5.2 klar festgelegt, in welcher Weise und welchem Ausmass die Hilflosen-
entschädigung an die Pflegeleistungen anzurechnen seien. Darüber hinaus ver-
weist sie auf Ziff. 5.4.2 der Empfehlung Ad-hoc-Kommission Schaden UVG Nr. 
01/2022 vom 21. Juni 2022. Der Assistenzbeitrag wiederum sei ein Institut der 
Invalidenversicherung und komme im vorliegenden Unfallversicherungsfall nicht 
zum Tragen.

11.1.3 Replizierend bestätigt die Beschwerdeführerin, mit BGE 148 V 28 ha-
be das Bundesgericht eine Anrechnung im Umfang von 85% - bei schwerer Hilf-
losigkeit - an einen Teil der Grundpflegeleistungen, die fälschlicherweise als 
nichtmedizinische Hilfe qualifiziert worden sei, erwogen. Mit neuem Leitentscheid 
Urteil BGer 9C_480/2022 vom 29. August 2024 (=BGE 151 V 1) habe es explizit 
eine Praxisänderung vorgenommen und festgestellt, dass die Hilflosen- und 
Grundpflegeentschädigung nicht nur nicht gleichartig, sondern auch nicht sach-
lich kongruent seien und entsprechend die Hilflosenentschädigung nicht an die 
Grundpflegeentschädigung angerechnet werden könne; BGE 148 V 28 sei über-

33

holt. Diese Überzeugung wird auch anlässlich der mündlichen Verhandlung be-
kräftigt.

11.2.1 Der von der Beschwerdeführerin in ihrer Argumentation herangezo-
gene Bundesgerichtsentscheid (BGE 151 V 1) behandelt die Frage des Überent-
schädigungsrechts nach Art. 69 Abs. 1 und Abs. 2 ATSG im Zusammentreffen 
von KVG-Pflegebeiträgen und Hilflosenentschädigung nach IVG (intersystemi-
sche Koordination). Vorliegend jedoch geht es um die vom ATSG nicht erfasste 
intrasystemische Koordination von Pflegebeitrag nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV 
und Hilflosenentschädigung nach Art. 26 UVG, weshalb die genannte Rechtspre-
chung so nicht einschlägig ist (vgl. auch BGE 148 V 28 E. 6.2.2).

11.2.2 Mit dem Verhältnis des Beitrags des Versicherers an nichtmedizini-
sche Hilfe zu Hause (Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV) zur Hilflosenentschädigung hat 
sich BGE 148 V 28 befasst. Das Bundesgericht stellte hierzu fest, der Beitrag 
des Versicherers an die nichtmedizinische Hilfe sei subsidiär zur Hilflosenent-
schädigung (E. 6.2.2). Sodann erscheint wesentlich, dass die Hilflosenentschädi-
gung als Geldleistung im Sinne einer Pauschalvergütung unbesehen vom realen 
Umfang der tatsächlich geleisteten/zu leistenden Hilfe zur freien Verfügung der 
versicherten Person ausgerichtet wird und die Hilflosenentschädigung explizit 
auch für Leistungen ausserhalb des Hauses gedacht ist, also keine umfassende 
sachliche Kongruenz besteht (E. 6.2.4). Aus diesem Grunde bedarf es nament-
lich auch für die Koordination des Beitrages für nichtmedizinische Hilfe und der 
Hilflosenentschädigung einer genauen Erhebung nicht nur des zeitlichen Auf-
wands, sondern im Hinblick auf die rechtliche Zuordnung ebenso der Art und des 
Inhalts der konkret anfallenden Verrichtungen, soweit diese "zu Hause" erbracht 
werden (E. 6.3, 6.5). Vom gesamthaft erhobenen zeitlichen Bedarf an nichtmedi-
zinischen Unterstützungsleistungen bzw. von der gestützt darauf ermittelten Ab-
geltung Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV ist die Hilflosenentschädigung ohne einen Anteil 
von 15% für die alltägliche Lebensverrichtung Fortbewegung ausserhalb des 
Hauses in Abzug zu bringen. D.h. 85% der Hilflosenentschädigung ist von der 
ermittelten Abgeltung nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV abzuziehen (E. 6.5.2). 

11.2.3 85% der zugesprochenen Hilflosenentschädigung entsprechen vor-
liegend Fr. 2'070.60, was unbestritten ist. Dieser Betrag ist nach dem Gesagten 
von der Abgeltung nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV, d.h. von der Abgeltung für die 
nichtmedizinische Hilfe in Abzug zu bringen. Diese Subsidiarität der Hilflosenent-
schädigung bezieht sich nach dem klaren Gesetzeswortlaut einzig auf Art. 18 
Abs. 2 lit. B UVV, nicht aber auf die Abgeltung für medizinische Pflege zu Hause 
durch eine nicht zugelassene Person (Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV) und schon gar 

34

nicht für die Abgeltung für die medizinische Pflege zu Hause durch zugelassene 
Personen oder Organisationen (Art. 18 Abs. 1 UVV).

11.2.4 Die Pflegeleistungen berechnete die Suva, indem sie die Gesamtkos-
ten des Pflegeheims um die Kosten Pflege und Betreuung zu Hause ergänzte 
und hiervon 85% der Hilflosenentschädigung abzog. Damit aber koordinierte sie 
die Hilflosenentschädigung nicht bloss mit dem Beitrag der nichtmedizinischen 
Hilfe nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV, sondern mit den Pflegeleistungen nach 
Art. 18 UVV insgesamt, wofür keine gesetzliche Grundlage besteht. Der Anteil 
von 85% der Hilflosenentschädigung ist allein von der Abgeltung nach Art. 18 
Abs. 2 lit. b UVV abzuziehen. Sollte diese Abgeltung kleiner sein als die 85% Hilf-
losenentschädigung, ist zwar kein Beitrag für nichtmedizinische Hilfe geschuldet, 
aber der Restbetrag der Hilflosenentschädigung ist der versicherten Person aus-
zubezahlen. Denn hierbei handelt es sich um eine Geldleistung zur freien Verfü-
gung der versicherten Person, welche ihr unabhängig der erbrachten Unterstüt-
zung in den betroffenen Lebensverrichtungen zusteht. 

11.2.5 Dies bedeutet, dass die Suva die 85% Hilflosenentschädigung nicht 
nur nicht von den Gesamtkosten Pflegeheim abziehen darf, sondern ebenso we-
nig vom Beitrag für medizinische Pflege durch Angehörige zu Hause nach Art. 18 
Abs. 2 lit. a UVV. Aber auch hinsichtlich der nichtmedizinischen Hilfe zu Hause ist 
eine Anrechnung der Hilflosenentschädigung nur insoweit möglich, als diese Hilfe 
durch die Hilflosenentschädigung bereits abgegolten ist (vgl. Art. 18 Abs. 2 lit. b 
UVV). In der Berechnung der Pflegeleistungen nach Art. 18 UVV unterteilt die 
Suva selbst die nichtmedizinische Hilfe noch in eine Kategorie Massnahmen der 
Grundpflege (C) und Massnahmen der Grundpflege durch Hilflosenentschädi-
gung nicht gedeckt (CC) (vgl. oben E. 4.3). Soweit es sich um Massnahmen der 
Grundpflege handelt, die durch die Hilflosenentschädigung nicht gedeckt sind, 
lässt sich auch diesbezüglich eine Anrechnung daher nicht rechtfertigen. Denn 
diese Leistungen sind nicht bereits durch die Hilflosenentschädigung abgegolten, 
es besteht keine Subsidiarität (vgl. hierzu auch BGE 151 V 1 E. 6.6.1). 

11.2.6 Die Suva ermittelte eine nichtmedizinische Hilfe zu Hause, welche 
durch die Hilflosenentschädigung nicht gedeckt ist (Kategorie CC), von 102'/Tag 
und für die durch die Hilflosenentschädigung gedeckte nichtmedizinische Hilfe 
(Kategorie C) einen Bedarf von 260.71'/Tag (vgl. Vi-act. 529 S. 5). Einzig letztere 
steht einer Anrechnung der Hilflosenentschädigung offen. Der Bedarf entspricht 
bis am 31. März 2020 einer Monatsentschädigung von Fr. 3'568.53, was eine 
Tagesentschädigung von Fr. 117.30 ergibt (Monatsentschädigung x 12/365); ab 
dem 1. April 2020 eine Monatsentschädigung von Fr. 3'806.43 resp. Tagesent-

35

schädigung von Fr. 125.15 (vgl. Vi-act. 529). Dies ergibt bei 37 Tagen (vgl. oben 
E. 7.2.2) nicht medizinische Hilfe zu Hause ab dem 7. Dezember 2018 einen Be-
trag von Fr. 3'988.20 (34x Fr. 117.30) plus Fr. 375.45 (3x Fr. 125.15), total 
Fr. 4'363.65; für den gesamten Zeitraum ab 1. Januar 2017 ergibt es einen Be-
trag von Fr. 15'272.55 (127x Fr. 117.30 plus 3x Fr. 125.15). 

Hinzu kommt die Abgeltung für die stundenweise nichtmedizinische Hilfe zu 
Hause. Die gesamte Pflege und Hilfe an den Tagen, die der Versicherte stun-
denweise zu Hause verbrachte, wurde für den Zeitraum vom 7. Dezember 2018 
bis 14. September 2020 auf 262h und jenen vom 1. Januar 2017 bis 14. Sep-
tember 2020 auf 585h geschätzt (vgl. oben E. 7.2.3 f.). Auch hier kann die Hilflo-
senentschädigung nur angerechnet werden, soweit es sich um nichtmedizinische 
Hilfe handelt und die erbrachten Leistungen durch diese bereits abgegolten sind 
(Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV). Hierfür kann erneut auf die Berechnung der Pflegeleis-
tungen der Suva abgestellt werden, d.h. relevant sind einzig die Leistungen Ka-
tegorie C (Massnahmen der Grundpflege, durch Hilflosenentschädigung ge-
deckt). Gemäss Bedarfserhebung 2019 haben die Angehörigen während den 
Stunden zu Hause aus dieser Kategorie einzig Leistungen im Zusammenhang 
mit Essen und Trinken erbracht (die weiteren Leistungen wie Pfle-
ge/Überwachung Blasenkatheter oder Verabreichung Medikamente oder Lage-
rung sind der medizinischen Pflege [Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV] oder der Grund-
pflege durch Hilflosenentschädigung nicht gedeckt [Kategorie CC] zuzuordnen). 
Bei einem geschätzten Gesamtaufwand Pflege zu Hause von 2.8h/Tag können 
der Anteil Kategorie C (Massnahmen der Grundpflege, durch Hilflosenentschädi-
gung gedeckt) aufgrund der vorliegenden Berichte rund 45'/Tag zugeordnet wer-
den resp. bei 94 Besuchstagen (vom 7.12.2018-14.9.2020) 70.5 Stunden, was 
einer Abgeltung von Fr. 1'918.35 entspricht (83 Tage à 45' à Fr. 27 bis 30.4.2020 
und 11 Tage à 45' à Fr. 28.80) resp. im Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 14. 
September 2020 Fr. 4'247 (total 209 Besuchstage). 

11.2.7 In der Summe ergibt dies für die Zeit vom 7. Dezember 2018 bis 14. 
September 2020 eine Abgeltung für nichtmedizinische Hilfe, die bereits durch 
Hilflosenentschädigung abgegolten ist, von Fr. 6'282, resp. für die Zeit vom 1. 
Januar 2017 bis 14. September 2020 von Fr. 19'519.55. Hilflosenentschädigung 
kann nur bis zu diesem Betrag an die Kosten für Pflegeleistungen angerechnet 
werden, da nur in diesem Umfang Subsidiarität besteht.

12. Zusammenfassend bedeutet dies, dass die Berechnung der Suva in der 
Verfügung vom 6. Dezember 2023 resp. dem angefochtenen Einspracheent-
scheid vom 3. Januar 2025 für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 14. Sep-
tember 2020 teilweise fehlerhaft ist (vgl. oben E. 4).

36

- Die Berücksichtigung der Gesamtkosten Pflegeheim von Fr. 271'548.10 ist 
nicht zu beanstanden (vgl. oben E. 4.2 und E. 5).

- Die Nichtanrechnung von Kosten für Pflege und Hilfe von Angehörigen 
während des Pflegeheimaufenthaltes ist nicht zu beanstanden (vgl. oben E. 
4.3 und E. 5 und 6).

- Die Tage, welche der Versicherte zu Hause bei Pflege und Hilfe durch die An-
gehörigen verbrachte, entsprechen den vom Pflegeheim nicht verrechneten 
Tagen (130 Tage Ferien); auch der Gesamtbetrag von Fr. 30'106.20 ist nicht 
zu beanstanden (vgl. Vi-act. 506, 529 S. 7; oben E. 4.3; E. 7.2.2, E. 7.2.4).

- Zu Unrecht unberücksichtigt liess die Suva die Kosten für Pflege und Hilfe 
durch Angehörige zu Hause stundenweise an Wochenendtagen. Diesbezüg-
lich ist von 5 bis 6 Tagen pro Monat à 5h auszugehen, wobei während diesen 
Stunden 2.8h Pflegeleistungen erbracht wurden, aufgeteilt auf ¼ medizinische 
Pflegeleistungen und ¾ nichtmedizinische Hilfe (vgl. oben E. 7.2.4). Bei 38 
Monaten (1.1.2017-14.9.2020, abzüglich 3 Ferienmonate [2017, 2018, 2019] 
und 4 Monate der Covid-Pandemie ohne Aufenthalt zu Hause; Vi-act. 506, 
529) ergibt dies 209 Besuche zu Hause (38x5.5) bzw. total 585 Stunden Pfle-
ge und Hilfe zu Hause, aufgeteilt in 146h medizinische Pflegeleistungen und 
439h nichtmedizinische Hilfe. Dies ergibt einen Pflegebeitrag von zusätzlich 
total Fr. 16'281 ([146hxFr. 30 plus 439h"Fr. 27] zzgl. Tariferhöhung für die 
beiden Monate Juni/Juli 2020 [11 Besuche à 2.8h]; vgl. oben E. 7.2.4, 9.2).

- Schliesslich hat die Suva zu Unrecht 85% der Hilflosenentschädigung an die 
Gesamt-Pflegeleistungen angerechnet; eine Anrechnung kann nur an die 
nichtmedizinische Hilfe zu Hause, welche durch die Hilflosenentschädigung 
gedeckt ist (Kategorie C) erfolgen (vgl. oben E. 11.2.3 f., insb. E. 11.2.6). Bei 
den seit 1. Januar 2017 ganz zu Hause verbrachten 130 Tagen steht bei einer 
Tagesentschädigung (Kategorie C) von Fr. 117.30 ein Betrag von 
Fr. 15'272.55 (vgl. oben E. 11.2.6) für die Anrechnung zur Verfügung. Hinzu 
kommt die Abgeltung für die stundenweise nichtmedizinische Hilfe bei Be-
suchstagen zu Hause, nämlich bei 209 Besuchen und 45'/Tag Pflege Katego-
rie C Fr. 4'247 (45'x209xFr. 27 zuzüglich Tariferhöhung Juni/Juli 2020 an 11 
Besuchstagen; vgl. oben 10.2.6). Hilflosenentschädigung kann somit insge-
samt nur in der Höhe von Fr. 19'519.55 angerechnet werden.

Dies ergibt folgende Zusammenstellung für den Zeitraum 1. Januar 2017 bis 14. 
September 2020 mit einem Restanspruch aus Pflegeleistungen der Beschwerde-
führerin von Fr. 16'400.75:

Kosten Pflegeheim Fr. 271'548.10

37

Kosten Angehörigenpflege ganze Tage zu Hause Fr. 30'106.20
Kosten Angehörigenpflege Besuchstage zu Hause Fr. 16'281.00
./. Anrechnung Hilflosenentschädigung Fr. -19'519.55
Anspruch auf Pflegeleistung Fr. 298'415.75
./. Effektiv geleistete Pflegeleistungen Fr. 6'267/Mt Fr. 282'015.00
Restanspruch Beschwerdeführerin Fr. 16'400.75

13. Was die Zeit vom 1. Juli 2016 bis 31. Dezember 2016 anbelangt, für wel-
che ebenfalls Revision verlangt wurde (vgl. oben 2.8), so kann folgendes festge-
halten werden:

13.1 Auf die Zeit bis 31. Dezember 2016 kommt Art. 18 aUVV in der bis am 31. 
Dezember 2016 geltenden Fassung zur Anwendung (vgl. BGE 146 V 364). 

13.2 Gestützt auf das alte, damals anwendbare Recht verfügte die Suva am 3. 
Februar 2016 einen Anspruch auf Pflegeleistungen ab dem 1. Januar 2016 von 
Fr. 2'689 pro Monat. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.

13.3 Nach dem Revisionsgesuch berechnete die Suva die Pflegeleistungen neu 
und verfügte am 12. April 2019 einen Leistungsanspruch ab 24. März 2016 von 
Fr. 5'917 pro Monat (Vi-act. 419). Diese Berechnung erfolgte bereits gestützt auf 
das neue Recht, obwohl dieses bis Ende 2016 keine Anwendung fand. Nachdem 
das alte Recht im Ergebnis zu tieferen Pflegeleistungen führte als das neue, ge-
reichte diese Neuberechnung anhand des neuen Rechts für die Zeit ab 24. März 
2016 zum Vorteil der Beschwerdeführerin (vgl. auch Urteil BGer 8C_591/2020 
vom 3.2.2021 E. 2.2).

13.4 Dem Beleg Vi-act. 418 kann entnommen werden, dass die Suva dem Ver-
sicherten im April 2019 gestützt auf die Verfügung vom 12. April 2019 eine Nach-
zahlung leistete. Mithin erbrachte die Suva dem Versicherten effektiv bereits ab 
dem 24. März 2016 erhöhte Leistungen aufgrund des revidierten Rechts. Total 
leistete sie Pflegeleistungen Juli bis Dezember 2016 von rund Fr. 33'325; zuzüg-
lich rund Fr. 6'