# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 208cc21f-b390-576d-b1c3-253b9c229ec5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 19.03.2025 ZR1 2024 234
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-234_2025-03-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 18. März 2025

Referenz ZR1 24 234

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Michael Dürst und Schmid Christoffel
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

gegen

B._____
Beschwerdegegner

in Sachen

C._____

D._____

Gegenstand Erinnerungskontakte, Weisungen

Anfechtungsobj. Entscheid Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, 
Zweigstelle Mittelbünden/Moesa, vom 6. November 2024, 
mitgeteilt am 6. November 2024 

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Sachverhalt

A. A._____ und B._____ sind die geschiedenen Eltern von C._____ 
(nachfolgend: C._____), geboren am _____ 2014, und D._____ (nachfolgend: 
D._____), geboren am _____ 2016.

B. Für beide Kinder errichtete die KESB Graubünden, Zweigstelle 
Mittelbünden/Moesa (nachfolgend: KESB), eine Beistandschaft nach 
Kindesschutzrecht. Mit der Mandatsführung ist seit 1. Januar 2023 E._____ 
beauftragt.

C. Mit Entscheid vom 12. Juli 2023 erteilte die KESB den Parteien die Weisung, 
vor den Kindern jegliche Aussagen über den anderen Elternteil vollständig zu 
unterlassen, sich bis zum 31. August 2023 bei den Klinik A._____ zur 
interventionsorientierten Begutachtung anzumelden und dafür besorgt zu sein, die 
begonnene ambulante Psychotherapie für D._____ in der Kinder- und 
Jugendpsychiatrie weiterzuführen.

D. Am 29. Januar 2024 erstattete Dr. med. F._____ das psychiatrische 
Gutachten über die Eltern. Am 4. Juli 2024 ging das von Dr. med. G._____ und 
H._____ erstellte Gutachten vom 2. Juli 2024 über die Kinder ein. In der Folge lud 
die KESB die Parteien zu einer Anhörung betreffend die Empfehlungen im 
Gutachten zu Erinnerungskontakten, Weisungen und Weiterführung der 
Beistandschaft ein. Die Anhörung der Mutter erfolgte am 24. Juli 2024, diejenige 
des Vaters am 14. August 2024.

E. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Mittelbünden/Moesa vom 
6. November 2024, gleichentags mitgeteilt, wurde was folgt festgelegt:

1. Die KESB verfügt:

a. Die Beistandschaften für D._____ und C._____ werden unverändert 
weitergeführt.

b. Das Besuchsrecht zwischen D._____ und C._____ und ihrem Vater gemäss 
Entscheid des Regionalgerichts Viamala vom 21. November 2021 Ziff. 4 wird 
aufgehoben.

c. Es werden dreimal jährliche Erinnerungskontakte zwischen D._____ und 
C._____ und B._____ (Vater) bei dem Ambulatorium für Kinder- und 
Jugendpsychiatrie der Klinik A._____ angeordnet.

d. A._____ (Mutter) werden die Weisungen erteilt (Art. 273 Abs. 2 ZGB):

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1. D._____ und C._____ im Sinne der Erwägungen dem Ambulatorium für 
Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik A._____ zur Durchführung der 
Erinnerungskontakte nach deren Vorgaben zu übergeben;

2. sich im Sinne der Erwägungen für eine Psychotherapie innert 30 Tagen 
nach Vollstreckbarkeit dieses Entscheides anzumelden, aktiv 
mitzuarbeiten und die KESB Graubünden, Zweigstelle Mittelbünden/Moesa 
unverzüglich über die Anmeldung und den ersten Termin zu informieren.

e. Im Widerhandlungsfall gegen die Weisungen gemäss Ziff. 1 lit. d wird A._____ 
(Mutter) eine Ungehorsamstrafe gemäss Art. 292 StGB angedroht, wonach 
mit Busse bis Fr. 10'000.— bestraft wird, wer von einer zuständigen Behörde 
oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafandrohung 
dieses Artikels einer an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.

f. Das Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik A._____ wird 
beauftragt:

1. dreimal jährliche Erinnerungskontakte durchzuführen, wobei der erste 
Erinnerungskontakt innert zwei Monaten nach Vollstreckbarkeit dieses 
Entscheides zu erfolgen hat;

2. die Zweigstelle Mittelbünden/Moesa unverzüglich darüber zu informieren, 
sollte ein Termin nicht von den Eltern wahrgenommen werden.

2. D._____ und C._____ A._____ (Mutter) und B._____ (Vater) wird die folgende 
Weisung erteilt (Art. 307 Abs. 3 ZGB):

Die ambulante Psychotherapie für D._____ und C._____ im Sinne der 
Erwägungen weiterzuführen.

3. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:

a. Die Kosten im vorliegenden Verfahren werden auf Fr. 1'000.— (inkl. 
Drittkosten Bericht von Fr. 95.— Gutachten der Klinik A._____ für B._____ Fr. 
6'639.50, A._____ Fr. 5'650.15, D._____ Fr. 10'144.05 und C._____ Fr. 
10'177.45)festgesetzt.

b. Auf die Erhebung des hälftigen Kostenanteils des Vaters wird verzichtet.

c. Der hälftige Kostenanteil der Mutter wird beim Fall belassen.

4. (Rechtsmittelbelehrung)

5. (Mitteilung)

F. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 29. 
November 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Graubünden. Sie beantragte die 
Aufhebung von Ziff. 1 lit. f Ziff. 1 betreffend die Zeitpunkte der Erinnerungkontakte 
dahingehend, dass die Zeitpunkte unter Berückichtigung der Bereitschaft der Kinder 
festzulegen seien. Des Weiteren erkenne sie eine Ungleichbehandlung zwischen 
Mutter und Vater betreffend die bei ihr angeordnete Psychotherapie, weshalb der 
Vater ebenfalls zu einer Psychotherapie zu verpflichten sei. Zudem brachte die 

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Beschwerdeführerin weitere Schlussbemerkungen zu den Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid vor. 

G. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Dezember 2024 beantragte die KESB die 
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne.

H. Mit Beschwerdeantwort vom 5. Januar 2024 beantragte B._____ 
(nachfolgend Beschwerdegegner) sinngemäss die Abweisung der Beschwerde und 
deren Anträge. 

I. Die Beschwerdeführerin reichte am 24. Januar 2025, am 5. Februar 2025 
und am 5. März 2025 weitere Stellungnahmen und Unterlagen ein. 

J. Die Verfahrensakten wurden beigezogen. Die Sache ist spruchreif.

Erwägungen

1. Eintretensvoraussetzungen

1.1. Anfechtungsobjekt ist ein Entscheid der Kollegialbehörde der KESB 
Mittelbünden/Moesa vom 6. November 2024 (act. E.1), worin der bisherige 
persönliche Verkehr zwischen den Kinder D._____ und C._____ und dem 
Beschwerdegegner aufgehoben wurde, Erinnerungskontakte angeordnet sowie 
Weisungen erteilt wurden.

1.2. Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gestützt auf 
Art. 450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden, wobei 
dieser Bestimmung auch in kindesrechtlichen Belangen Geltung zukommt (Art. 314 
Abs. 1 ZGB). Nach Art. 60 Abs. 1 EGzZGB (BR 210.100) ist das Obergericht von 
Graubünden die einzige kantonale Beschwerdeinstanz (per 1. Januar 2025 ging im 
Rahmen der erfolgten Zusammenführung der beiden oberen kantonalen Gerichte 
zum Obergericht des Kantons Graubünden die Zuständigkeit zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde vom Kantonsgericht auf das Obergericht über). Innerhalb 
des Obergerichts ist die Erste zivilrechtliche Kammer zuständig (Art. 9 OGV [BR 
173.010]). Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids 
schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (vgl. Art. 450b 
Abs. 1 i.V.m. Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in formeller Hinsicht keine hohen 
Anforderungen gestellt werden dürfen (vgl. Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und 
Kindesrecht] vom 28. Juni 2006 [zit. Botschaft KESR], BBl 2006 S. 7001 ff., S. 7085; 

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DROESE, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450 N. 42).

Der Entscheid der KESB Mittelbünden/Moesa datiert vom 6. November 2024 und 
wurde der Beschwerdeführerin gleichentags mitgeteilt (act. E.1). Mit Eingabe vom 
29. November 2024 (Poststempel) hat die Beschwerdeführerin ihre Beschwerde 
fristgemäss und begründet beim Kantonsgericht eingereicht.

1.3. Zur Beschwerde legitimiert sind die am Verfahren beteiligten Personen und 
damit in erster Linie die von der behördlichen Massnahme betroffenen Personen. 
Dabei handelt es sich um natürliche Personen, die von der behördlichen 
Massnahme unmittelbar berührt sind (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB; vgl. DROESE, 
a.a.O., zu Art. 450 N. 11a m.H.a. Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. 
März 2013 E. 6). Dazu zählen im Kindesschutzverfahren neben dem Kind selbst in 
aller Regel auch die Eltern (Urteil des Bundesgerichts 5A_979/2013 vom 28. März 
2014 E. 6). Vorliegend tritt die Mutter als Beschwerdeführerin auf. Sie ist durch den 
angefochtenen Entscheid betroffen und daher als Verfahrensbeteiligte im Sinne von 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB ohne Weiteres beschwerdelegitimiert.

2. Verfahrensbestimmungen

2.1. Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär die 
bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB (Art. 450 ff. in Verbindung 
mit Art. 314 Abs. 1 ZGB) und subsidiär die vom Kanton erlassenen 
Verfahrensbestimmungen. Sofern weder das ZGB noch das EGzZGB eine 
Regelung enthalten, ist die ZPO sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Gemäss 
Art. 60 Abs. 5 EGzZGB gelten neben den kantonalen Ausführungsbestimmungen 
die Regelungen für die zivilprozessuale Berufung sinngemäss, soweit das 
übergeordnete Recht nichts Anderes vorsieht. Demnach kann die 
Rechtsmittelinstanz gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO aufgrund der Akten und ohne 
Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden.

2.2. Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (vgl. Art. 
443 ff. ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden 
Vorschriften enthält (vgl. DROESE, a.a.O., Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die 
in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze 
bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und 

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Erwachsenenschutzbehörde und erstreckt sich nach dem Grundsatz der Einheit 
des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz, 
wobei es im kantonalen Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen 
kommt. So kommt etwa die Offizialmaxime nur im Rahmen des 
Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. 
Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 446 N. 1 f. sowie N. 40 ff). 

3. Rügegründe

3.1. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB 
Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt 
werden. Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das 
erstinstanzliche Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft 
werden kann (vgl. Botschaft KESR, a.a.O., S. 7085; SCHMID, Erwachsenenschutz 
Kommentar, Zürich 2010, Art. 450a N. 1). Dennoch ergibt sich aus der Aufzählung 
der Rügegründe insofern eine Einschränkung der Untersuchungs- und 
Offizialmaxime, als eine Überprüfung des erstinstanzlichen Entscheids eine 
förmliche Beschwerde voraussetzt und die Beschwerdeinstanz sich primär auf die 
geltend gemachten Rügen und Anträge konzentrieren darf (vgl. DROESE, a.a.O., N 
5 zu Art. 450a ZGB).

3.2. Der Begriff der Rechtsverletzung umfasst jede unrichtige Anwendung und 
Auslegung des eidgenössischen oder kantonalen Rechts sowie falsche Anwendung 
oder Nichtanwendung ausländischen Rechts. Gegenstand der Rechtskontrolle ist 
auch die Prüfung, ob die Schranken des Ermessens eingehalten sind, und die 
Prüfung der Verhältnismässigkeit (DROESE, a.a.O., Art. 450a N. 10 f. m.w.H.; 
SCHMID, a.a.O., Art. 450a N. 3).

3.3. Die Rüge der unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des 
rechtserheblichen Sachverhalts erlaubt eine umfassende Überprüfung des 
Sachverhalts, ohne auf die Willkürrüge beschränkt zu sein. Im Vordergrund stehen 
Rügen von aktenwidrigen Feststellungen. Beruht eine tatsächliche Feststellung auf 
unrichtiger Rechtsanwendung, kommt der Rügegrund der Rechtsverletzung zur 
Anwendung (DROESE, a.a.O., Art. 450a N. 12 f.).

3.4. Die Rüge der Unangemessenheit gemäss Art. 450a Abs. 1 Ziff. 3 ZGB 
ermöglicht es der gerichtlichen Beschwerdeinstanz, die Handhabung des 
Ermessens durch die Vorinstanz vollumfänglich zu überprüfen. Sie kann 

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gegebenenfalls auch einfache Ermessensfehler, d.h. dem Einzelfall nicht genügend 
angepasste, unbefriedigende Entscheidungen, die nicht schlechthin unhaltbar und 
deshalb nicht willkürlich sein müssen, korrigieren. Die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz nimmt dabei eine Ermessenskontrolle innerhalb der rechtlichen 
Ermessensgrenzen vor. Darunter fällt auch die Beurteilung der Zweckmässigkeit 
oder der Angemessenheit der angefochtenen Anordnung, d.h. die 
Angemessenheitskontrolle (DROESE, a.a.O., zu Art. 450a N. 14). Indessen dürfen 
sich bei der Überprüfung unbestimmter Rechtsbegriffe auch die kantonalen 
Rechtsmittelinstanzen, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, zurückhalten 
(BGE 135 II 384 E. 3.4.2). So hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der volle 
Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspielraum der 
Vorinstanz zu respektieren. Wenn es um die Beurteilung technischer oder 
wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein besonderes 
Fachwissen verfügt, kann den Rechtsmittelinstanzen zugebilligt werden, nicht ohne 
Not von der Auffassung der Vorinstanz abzuweichen, wobei das allerdings dort nicht 
gilt, wo von der Rechtsmittelinstanz verlangt werden kann, über vergleichbare 
Fachkenntnisse wie die Vorinstanz zu verfügen (BGE 133 II 35 E. 3; DROESE, 
a.a.O., Art. 450a N. 19). Folglich übt sich das Obergericht bei der 
Angemessenheitsprüfung des angefochtenen Entscheids aufgrund des 
spezifischen Fachwissens sowie der umfassenden Sachverhaltskenntnis der KESB 
grundsätzlich in Zurückhaltung. Allerdings gilt das nicht unbeschränkt, ist es doch 
gerade Sinn und Zweck der Beschwerde gegen Entscheide der KESB, dass der 
Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt und somit auch die Rüge der 
Unangemessenheit erhoben werden kann (vgl. Art. 450a Abs. 1 ZGB).

4. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens

4.1. In der schriftlichen Eingabe vom 29. November 2024 hat die 
Beschwerdeführerin Ziff. 1. lit. f Ziff. 1 des Entscheids vom 6. November 2024 
angefochten, und zwar lediglich hinsichtlich des Zeitpunkts der 
Erinnerungskontakte. Nicht beanstandet wurden die Dispositiv-Ziffern 1 lit. a – e und 
f Ziff. 2 sowie die Ziff. 2 und 3, womit der Entscheid im Übrigen diesbezüglich in 
Rechtskraft erwachsen ist. 

4.2. Betreffend die weiteren Ausführungen der Beschwerdeführerin sowohl in der 
Eingabe vom 29. November 2024 als auch vom 24. Januar 2025, 5. Februar 2025 
und 5. März 2025 werden diese soweit berücksichtigt, als sie für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren relevant sind. Dasselbe gilt auch für die Eingaben des 
Beschwerdegegners sowie der KESB.

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5. Zum angefochtenen Zeitpunkt der Erinnerungskontakte

5.1. Die Beschwerdeführerin beantragt die Anpassung von Ziff. 1 lit. f Ziff. 1 des 
Entscheids dahingehend, als dass die von der KESB festgelegten 
Erinnerungskontakte individuell unter Berücksichtigung der Bereitschaft und der 
Entwicklung pro Kind und in Absprache mit den involvierten Psychotherapeutinnen 
und Psychotherapeuten festzulegen seien und nicht bereits zwei Monate seit 
Vollstreckbarkeit des Entscheides beginnen würden. Zur Begründung verweist die 
Beschwerdeführerin auf den Entscheid der KESB und führt aus, die KESB habe 
festgehalten, dass eine zwangsweise Durchsetzung des Besuchsrechts vorliegend 
nicht mit dem Kindeswohl vereinbar erscheine. Es sei davon auszugehen, dass 
erzwungene Besuche die Einstellung der Kinder zu ihrem Vater in keiner Weise 
fördern würden. Die Kinder weigerten sich, ihren Vater zu sehen, und hätten dies 
auch im Rahmen der Begutachtung der Klinik A._____ mitgeteilt. Beide Kinder 
hätten diese Ablehnung in verschiedenen Situationen wiederholt geäussert, was auf 
eine gewisse Stabilität in ihrem Willen hinweise. Momentan sei die Gegenwehr von 
C._____ und D._____ so gross, dass es nicht möglich sei, sie zu einem Termin mit 
ihrem Vater zu bringen. Die Beschwerdeführerin habe die Weigerung der Kinder 
und ihre Überforderung mit der aktuellen Situation anlässlich der Anhörung vor der 
KESB geschildert. Das entsprechende Tondokument liege bei und zeige deutlich 
die Abwehrhaltung und Verzweiflung der Kinder bezüglich eines anstehenden 
Treffens mit dem Vater. Als Massnahme zur Entspannung der aktuellen Situation 
sei die Weiterführung der ambulanten Therapie für die Kinder und der 
Psychotherapie für die Beschwerdeführerin nachvollziehbar. Diese Therapien 
würden jedoch eine gewisse Zeit benötigen. Einen ersten Termin zu einem 
Erinnerungskontakt bereits zwei Monate nach Vollstreckbarkeit des Entscheids 
vorzuschreiben, sei deshalb unrealistisch und würde vorhersehbar zu einer nicht 
förderlichen und zwangsweisen Umsetzung führen, insbesondere da im 
Widerhandlungsfalle gegen die Weisung eine Ungehorsamstrafe ausgesprochen 
würde. Die Beschwerdeführerin ist der Auffassung, dass die Entwicklung der Kinder 
und deren Bereitschaft für ein Treffen unterschiedlich verlaufen würden. Diese 
Individualität des Verhaltens der Kinder sei deshalb beim weiteren Vorgehen 
unbedingt zu berücksichtigen. Die Terminansetzungen für die Erinnerungskontakte, 
insbesondere des ersten Termins, hätten deshalb in Absprache mit den involvierten 
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten und individuell unter 
Berücksichtigung der Entwicklung pro Kind zu erfolgen, damit dem Therapieverlauf 
Rechnung getragen werden könne (act. A.1 S. 1 und 2).

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5.2. Der Beschwerdegegner hält im Wesentlichen dagegen, es gehe der 
Beschwerdeführerin nur darum, ihm Schaden zuzufügen. Das Ziel sei es, dass er 
freiwillig auf Kontakte zu den Kindern verzichte, was nie der Fall sein werde (act. 
A.3 S. 2).

5.3. Im angefochtenen Entscheid hob die KESB das im Scheidungsurteil des 
Regionalgerichts Viamala vom 24. November 2021 festgelegte Besuchsrecht 
zwischen D._____ und C._____ und dem Beschwerdegegner auf und ersetzte es 
durch Erinnerungskontakte, welche drei Mal jährlich beim Ambulatorium für Kinder- 
und Jugendpsychiatrie der Klinik A._____ durchzuführen seien. Drei 
Erinnerungskontakte pro Jahr seien angezeigt, damit die Kinder ihr Bild über ihren 
Vater auffrischen und mit der Realität abgleichen könnten. Solche Begegnungen 
könnten es D._____ und C._____ in einem späteren Zeitpunkt erlauben oder 
vereinfachen, einen Kontakt zum Vater wiederaufzunehmen. Die 
Erinnerungskontakte würden in einem geschützten und durch eine Fachperson 
begleiteten Rahmen, die bei Regelverletzungen interveniere, stattfinden. Damit sei 
das Setting kindesgerecht, womit dem Wohl der Kinder Rechnung getragen werde. 
Das Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie wurde beauftragt, den ersten 
Erinnerungskontakt innert zwei Monaten nach Vollstreckbarkeit durchzuführen, 
wobei die KESB die aufschiebende Wirkung der Beschwerde nicht entzogen hat 
(vgl. Dispositiv-Ziffer 4 des angefochtenen Entscheids). Nachdem bis anhin keine 
Einsicht der Mutter in eine entwicklungsfördernde Wirkung von Kontakten zwischen 
D._____ und C._____ und ihrem Vater erkennbar sei, sei sie zu verpflichten, 
D._____ und C._____ dem Ambulatorium der Kinder- und Jugendpsychiatrie der 
Klinik A._____ nach deren Vorgaben zur Durchführung der Erinnerungskontakte zu 
übergeben (act. E.1 E. 3 S. 11). Die Umsetzung wurde mit einer Ungehorsamstrafe 
verbunden.

5.4. Gemäss Art. 273 Abs. 1 ZGB haben Eltern, denen die elterliche Sorge oder 
Obhut nicht zusteht, und das minderjährige Kind gegenseitig Anspruch auf 
angemessenen persönlichen Verkehr. Das Umgangsrecht steht den Eltern und dem 
Kind um ihrer Persönlichkeit willen zu (BGE 142 III 502 E. 2.4.1). Es handelt sich 
um ein gegenseitiges Pflichtrecht, das in erster Linie den Interessen des Kindes 
dient (BGE 127 III 295 E. 4a; 122 III 404 E. 3a). Oberste Richtschnur für die 
Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs ist das Kindeswohl (BGE 141 III 328 E. 
5.4; vgl. auch BGE 131 III 209 E. 5). Das Gericht hat sich an den Bedürfnissen des 
Kindes zu orientieren. Die Interessen der Eltern haben zurückzustehen (BGE 130 
III 585 E. 2.1). In diesem Sinn hat auch der persönliche Verkehr zum Zweck, die 
positive Entwicklung des Kindes zu gewährleisten und zu fördern. In der 

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Entwicklung des Kindes sind seine Beziehungen zu beiden Elternteilen wichtig, da 
sie bei seiner Identitätsfindung eine entscheidende Rolle spielen können (BGE 131 
III 209 E. 4; 130 III 585 E. 2.2.2; 123 III 445 E. 3c). Der obhutsberechtigte Elternteil 
hat das Kind daher aktiv auf die Kontakte vorzubereiten und es für den Umgang mit 
dem andern Elternteil zu motivieren (BGE 130 III 585 E. 2.2.1), und zwar nicht nur, 
wenn das Kind den Kontakt selbst will (Urteil des Bundesgerichts 5A_210/2018 vom 
14. Dezember 2018 E. 2.1). Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen 
Verkehr gefährdet, üben die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht 
ernsthaft um das Kind gekümmert oder liegen andere wichtige Gründe vor, so kann 
den Eltern das Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden 
(Art. 274 Abs. 2 ZGB). Das Wohl des Kindes ist gefährdet, wenn seine ungestörte 
körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenztes 
Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist (BGE 122 III 
404 E. 3b). Bei einer auf Art. 274 Abs. 2 ZGB gestützten Beschränkung des 
persönlichen Verkehrs ist das Gebot der Verhältnismässigkeit zu beachten (Urteile 
des Bundesgerichts 5A_400/2023 vom 11. Januar 2024 E. 3.3.1 und 5A_875/2017 
vom 6. November 2018 E. 3.3 mit Hinweisen;). Ist das Wohl des Kindes gefährdet 
und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe oder sind sie dazu ausserstande, 
so trifft die Kindesschutzbehörde gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB die geeigneten 
Massnahmen zum Schutz des Kindes. Bei Konflikten zwischen den Eltern und wenn 
das Kindeswohl gefährdet ist, kann die KESB das Besuchsrecht einschränken oder 
verweigern. Die Eltern werden in diesem Fall angehalten, ihre Konflikte beizulegen, 
um eine gesunde Beziehung zu den Kindern aufrechtzuerhalten. 
Zusammenfassend ist die KESB verpflichtet, den Kontakt unter Berücksichtigung 
der Bedürfnisse und des Wohls des Kindes zu regeln und die Interessen der Eltern 
in den Hintergrund zu stellen.

5.5.  Vorliegend konnte der dem Beschwerdegegner gemäss Scheidungsurteil 
vom 24. November 2021 zustehende Anspruch auf ein Besuchsrecht alle 14 Tage 
(KESB-act. 396) nicht eingehalten werden. Die Eltern wurden daher mit Entscheid 
der KESB vom 21. September 2022 angewiesen, alles daran zu setzen, dass der 
minimal geregelte persönliche Kontakt zwischen den Kindern D._____ und C._____ 
und ihrem Vater weitergeführt werden könne. Des Weiteren wurde auch ein durch 
eine sozialpädagogische Familienbegleitung (SPF) begleitetes 14-tägiges 
Besuchsrecht angeordnet. Die Beschwerdeführerin wurde angewiesen, die 
Besuche zu ermöglichen (KESB-act. 288). Der Beschwerdegegner ersuchte die 
KESB am 14. März 2023 um eine Überprüfung der Weisung vom 21. September 
2022 und um eine Umsetzung der Strafandrohung, woraufhin die KESB ein 
Abklärungsverfahren einleitete und separate Gespräche mit den Eltern führte. Am 

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21. April 2023 reichte die Beiständin ein Attest ein, welches beinhaltete, dass 
D._____ einen kinderpsychiatrischen Beistand benötige und dass bis zur 
Beurteilung durch kinderpsychiatrische Fachärzte die Besuche beim Vater pausiert 
werden sollen (KESB-act. 184). Aufgrund des Verlaufs sowie einer Meldung der 
Beschwerdeführerin, in welcher sie mitteilte, dass die Kinder unter der aktuellen 
Situation erheblich leiden würden und D._____ suizidiale Gedanken geäussert 
habe, leitete die KESB am 11. Mai 2023 ein Abklärungsverfahren ein (vgl. KESB-
act. 174 und 175). Die KESB kam in ihrer Abklärung zum Schluss, dass sich die 
Umsetzung der Weisung vom 21. September 2022 negativ auf das Kindswohl 
auswirken würde, namentlich negative Auswirkungen auf die emotionale 
Gesundheitsentwicklung der Kinder zur Folge habe. 

Mit Entscheid vom 12. Juli 2023 hielt die KESB fest, dass sich ein widersprüchlicher 
Wille bei den Kindern zeige, indem sie äusserten, ihren Vater besuchen zu wollen, 
jedoch die Wahrnehmung der Besuche verweigern würden. Wie von den 
involvierten Fachpersonen klar festgehalten worden sei, zeuge dieses Verhalten 
von einem massiven Loyalitätskonflikt der Kinder gegenüber den Eltern. Die KESB 
stellte zudem fest, dass das Familiensystem ganzheitlich abgeklärt werden solle. 
Dazu sollte mittels einer Begutachtung ein geeignetes Besuchsrechtssetting 
festgelegt werden. Infolgedessen wurde die Weisung vom 21. September 2022 
aufgehoben und die Eltern wurden angewiesen, vor den Kindern jegliche Aussagen 
über den anderen Elternteil zu unterlassen, sich bis zum 31. August 2023 bei den 
Klinik A._____ zur interventionsorientierten Begutachtung anzumelden und dafür 
besorgt zu sein, die begonnene ambulante Psychotherapie für D._____ und 
C._____ weiterzuführen (KESB-act. 127). 

5.6. Im Recht liegen nun verschiedene Gutachten, nämlich die psychiatrischen 
Gutachten von Dr. med. F._____ vom 29. Januar 2024 über den Beschwerdegegner 
und die Beschwerdeführerin (KESB-act. 58 und 59) sowie das Gutachten von Dr. 
med. G._____ und H._____ vom 2. Juli 2024 betreffend die Erziehungsfähigkeit der 
Eltern (KESB-act. 39). Im Gutachten von Dr. med. G._____ und H._____ wurde 
empfohlen, die Obhut der Kinder bei der Beschwerdeführerin zu belassen, da ihre 
Erziehungsfähigkeit trotz Defiziten als ausreichend beurteilt wurde und diese ein 
stabiles Umfeld bieten würde (KESB-act. 39 S. 68, Antwort auf Frage 11). Des 
Weiteren wurde empfohlen, bis mindestens zum 16. Altersjahr dreimal jährliche 
Erinnerungskontakte, begleitet von einer Fachperson, zwischen D._____ und 
C._____ und dem Beschwerdegegner zu ermöglichen, damit sie eine realistische 
Wahrnehmung ihres Vaters entwickeln können (KESB-act. 39 S. 68 Antwort auf 
Frage 12). 

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5.7. Die Anordnung auf Durchführung von Erinnerungskontakten und auch die 
Organisation durch das Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik 
A._____ werden von der Beschwerdeführerin nicht bestritten. Die 
Erinnerungskontakte sind folglich durchzuführen. Bestritten ist nur der Beginn 
derselben – gemäss dem angefochtenen Entscheid spätestens zwei Monate nach 
Vollstreckbarkeit des Entscheids. Die Beschwerdeführerin möchte die 
Durchführung individuell und unter Berücksichtigung der Bereitschaft und 
Entwicklung pro Kind und in Absprache mit den involvierten Psychotherapeutinnen 
und Psychotherapeuten vornehmen lassen.

Das Begehren der Beschwerdeführerin ist abzuweisen. Aus dem Gutachten von Dr. 
med. G._____ und H._____ geht klar hervor, dass die Ablehnung der 
Besuchskontakte wesentlich der ungenügenden Bindungstoleranz der 
Beschwerdeführerin geschuldet ist und dass die Beschwerdeführerin die Haltung 
vertritt, dass die Kinder eigenständig entscheiden sollen (KESB-act. 39 S. 62 ff.). 
Diese Haltung widerspiegelt sich im Antrag der Beschwerdeführerin, wonach bei 
der Durchführung der Erinnerungskontakte unter anderem auf die Bereitschaft der 
Kinder abzustellen sei. Wie bereits erwähnt, ist es jedoch das Ziel der 
Erinnerungskontakte, den Bezug der Kinder zum Vater aufrechtzuerhalten. Dazu 
haben die Gutachterinnen empfohlen, dass die Kontakte durch Fachpersonen 
durchzuführen sind (KESB-act. 39 S. 68 Antwort auf Frage 12). Diesem Anliegen 
ist die KESB im angefochtenen Entscheid nachgekommen, wenn sie das 
Ambulatorium für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik A._____ mit der 
Durchführung der Erinnerungskontakte nach deren Vorgaben beauftragte. 
Angesichts der in den Gutachten beschriebenen fehlenden Bindungstoleranz der 
Beschwerdeführerin und der Ablehnungshaltung hat die KESB die Verantwortung 
für den Entscheid über den Zeitpunkt der Erinnerungskontakte richtigerweise 
gerade nicht den Kindern – und auch anderen, ebenfalls noch beizuziehenden 
Personen – überlassen. Die von der Beschwerdeführerin implizit geltend gemachte 
Kindswohlgefährdung durch die behördliche Festsetzung des Termins ist bei der 
gewählten Vorgehensweise nicht ersichtlich. Die Erinnerungskontakte erfolgen in 
einem geschützten und durch eine Fachperson begleiteten Rahmen und nehmen 
auf die Bedürfnisse der Kinder Rücksicht. Die zeitliche Anordnung der 
Erinnerungskontakte ist namentlich in Anbetracht der Erkenntnisse aus dem 
Gutachten – nämlich der im Kindeswohl liegenden Aufrechterhaltung der Kontakte 
zum Beschwerdegegner – ohne Weiteres nachvollziehbar. Um diese von den 
Gutachtern beschriebenen Ziele zu erreichen, kann es aufgrund des bisherigen 
Verlaufs gerade nicht angehen, dass der Zeitpunkt der Kontakte den Kindern sowie 
weiteren Umständen und Personen überlassen werden soll. Es ist aufgrund der 

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Erkenntnisse im Gutachten offensichtlich, dass angesichts des Elternkonflikts und 
der fehlenden Bindungstoleranz der Beschwerdeführerin eine solche Planung zum 
Vornherein nicht funktionieren und letztlich nur zum weiteren Hinauszögern der 
Kontakte führen wird. Es geht aus den Akten insbesondere nicht hervor, aus 
welchem Grund ein erster Erinnerungskontakt nicht innert zweier Monate nach 
Vollstreckbarkeit des Entscheids erfolgen könnte. Dies gilt umso weniger, als die für 
das Beschwerdeverfahren benötigte Zeit aufgrund der aufschiebenden Wirkung zu 
weiteren Unterbrechnungen der Kontakte der Kinder zu ihrem Vater geführt hat. 
Vielmehr erweist sich der Entscheid der KESB in diesem Punkt aufgrund der 
Ausführungen im Gutachten vom 2. Juli 2024 (KESB-act. 39) als nachvollziehbar. 
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern die KESB den Beginn der Erinnerungskontakte in 
einer unangemessenen oder gar rechtswidrigen Weise entschieden hätte. Daran 
ändern auch die von der Beschwerdeführerin in ihren Eingaben vom 24. Januar 
2025 (act. A.4), 5. Februar 2025 (act. A.5) und 5. März 2025 (act. D.7) ins Recht 
gelegten Unterlagen nichts, welche vor allem den starken Elternkonflikt der Parteien 
dokumentieren. Die gegen die Festlegung des Zeitpunkts des ersten 
Erinnerungskontakts erhobene Beschwerde ist folglich abzuweisen. 

6. Zur Rüge der Ungleichbehandlung betreffend Psychotherapie

6.1. Die Beschwerdeführerin beantragt des Weiteren, dem Beschwerdegegner 
unter Androhung einer Ungehorsamstrafe die Weisung zu erteilen, sich innert 30 
Tagen nach Vollstreckbarkeit des Entscheides für eine Psychotherapie anzumelden 
und diesen zu verpflichten, aktiv über die Anmeldung und den ersten Termin zu 
informieren. Begründend bringt die Beschwerdeführerin vor, es sei aus ihrer Sicht 
verwunderlich, dass der Beschwerdegegner nicht ebenfalls für eine Psychotherapie 
zum Thema Aggressionsverhalten und Konfliktbewältigung verpflichtet worden sei. 
Dies nicht nur im Umgang mit der Beschwerdeführerin, sondern auch mit Dritten. 
Sein unangemessenes und aggressives Verhalten sei von den Kindern mehrfach 
erwähnt worden. Das Verhalten des Beschwerdegegners trage seinen Teil dazu 
bei, dass die Kinder sich weigern würden, ihn zu sehen. Mediationen betreffend die 
Konfliktlösung zwischen den Eltern seien denn auch allesamt gescheitert und es 
wurde von den Fachpersonen zudem bezweifelt, ob dies zum Erfolg führen würde. 
Da eine Konflitklösung auf Erwachsenenebene offensichtlich nicht möglich sei, solle 
der Beschwerdegegner jedoch mittels psychologischer Unterstützung in die Lage 
versetzt werden, sein Konfliktverhalten so anzupassen, dass bestehende Konflikte 
nicht direkt oder indirekt auf die Kinder übertragen und sie verunsichern würden. Im 
Vordergrund stehe das Kindeswohl und alle Parteien hätten an die Problemlösung 
beizutragen. Es genüge nicht, nur der Beschwerdeführerin und den Kindern eine 

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Psychotherapie zu verordnen. Der Beschwerdegegner müsse seine Aggressionen 
in den Griff bekommen. Dieses Verhalten hätte sich auch im Antwortschreiben 
gezeigt (act. A.1)

6.2. Vorab ist festzuhalten, dass die Anordnung zum Besuch einer 
Psychotherapie des Beschwerdegegners nicht Gegenstand des angefochtenen 
Entscheids ist. Es ist daher fraglich, ob auf den Antrag der Beschwerdeführerin – 
auch mangels Beschwer – überhaupt eingetreten werden kann. Diese Frage 
braucht jedoch nicht weiter beantwortet zu werden, da die Beschwerde in diesem 
Punkt ohnehin abzuweisen ist.

6.3. Das Bundesgericht hat im Urteil 5A_457/2009 vom 9. Dezember 2009 E. 4.3 
mit ausführlicher Begründung und Verweis auf die Lehre festgehalten, die 
Vormundschaftsbehörde bzw. nunmehr die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde (KESB) sei befugt, den Eltern auf Grund von Art. 307 
ZGB die Weisung zur Durchführung einer Therapie zu erteilen, wenn die Wahrung 
des Kindeswohls dies erfordert. Art. 307 Abs. 3 ZGB bildet für die Anordnung einer 
Beratung, Mediation oder Therapie grundsätzlich eine genügende Rechtsgrundlage 
(vgl. auch BGE 142 III 201 E. 3.7). Die Anordnung von Beratungen, Mediationen 
und Therapien ist inzwischen feste Praxis der KESB (vgl. CANTIENI/ BIDERPOST, 
Reform der elterlichen Sorge aus Sicht der Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde [KESB] – erste Erfahrungen und Klippen, in: 
FamPra.ch, 2016, S. 790). Nicht ausgeleuchtet ist allerdings, wie weit die 
Anordnungen gehen dürfen und mit welchen Sanktionen deren Nichtbefolgung 
belegt werden kann. Die Regelung hat dem Kindeswohl zu entsprechen und dient 
nicht der Sanktionierung eines Elternteils (BGE 142 III 197 E. 3.7). Die Einhaltung 
einer Weisung kann indes mit strafrechtlichen Mitteln erzwungen werden (Art. 292 
StGB, Art. 343 ZPO). Die Anordnung einer Weisung im Sinne von Art. 307 Abs. 3 
ZGB unterliegt dem Verhältnismässigkeitsprinzip. Sie darf nur dann angeordnet 
werden, wenn vorausschauendes Handeln angezeigt ist (Prinzip der Prävention), 
wenn Eltern die ihnen obliegenden Pflichten nicht oder nicht ausreichend 
wahrnehmen (Prinzip der Subsidiarität), allfällige elterliche Defizite kompensiert 
werden (Prinzip der Komplementarität). Schliesslich kommt gemäss dem Grundsatz 
der Proportionalität nur die mildeste Massnahme in Frage (BREITSCHMID, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
307 N. 4 ff.).

6.4. Vorliegend fehlt es beim Beschwerdegegner an den Voraussetzungen für die 
Anordnung einer Psychotherapie. Aus dem über den Beschwerdegegner 
eingeholten psychiatrischen Gutachten ist ersichtlich, dass keine 

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personenbezogenen Empfehlungen abgegeben bzw. keine Massnahmen 
empfohlen wurden. Der Beschwerdegegner leide weder unter einer psychischen 
Erkrankung noch fehle ihm grundsätzliches Wissen über die Kindererziehung 
(KESB-act. 58 S. 30). Im Besuchsrechtskonflikt mit der Beschwerdeführerin zeige 
er allerdings ein stereotypes Konfliktverhalten, das sich in impulsiven und 
aggressiven Restriktionen bei Konfrontationen äussere. Dieses Verhalten stelle 
jedoch eine Reaktion auf emotionale Überforderung und erhebliche Hilflosigkeit dar 
und sei nicht ein Zeichen einer psychischen Erkrankung. Seine Reaktionen stünden 
mit dem subjektiv empfundenen Gefühl der Provokation in Verbindung, wobei er in 
der Vergangenheit wiederholt verbal aggressiv und unangemessen reagiert habe. 
Diese Verhaltenstendenz scheine jedoch ausschliesslich in den Konfliktsituationen 
mit der Beschwerdeführerin aufzutreten, in anderen Lebensbereichen bestünden 
keine Hinweise auf dysfunktionale Konfliktmuster. Trotz des bestehenden Konflikts 
mit der Beschwerdeführerin zeige der Vater Interesse an der Beziehung zu seinen 
Kindern, wenngleich er eine resignierte Haltung einnehme, da er keinen 
Lösungsweg zur Umsetzung des Besuchsrechts gemäss dem Gerichtsurteil sehe 
(vgl. auch KESB-act. 58 S. 29)

6.5. Die KESB bezog sich in ihrem Entscheid auf die Ausführungen aus dem 
Gutachten, ist dem Gutachten betreffend die Erinnerungskontakte gefolgt und sah 
keinen Anlass, eine Psychotherapie für den Beschwerdegegner anzuordnen. Dies 
erscheint angemessen. Die Erinnerungskontakte sind zwecks Verhinderung eines 
Kontaktabbruchs angeordnet worden und werden in einem professionellem 
Rahmen stattfinden, wobei der bestehenden Konfliktsituation der Eltern – auch 
unter Beizug von Fachpersonen – Rechnung getragen wird. Dieses Setting ist nach 
Auffassung des Obergerichts im Rahmen und unter Berücksichtigung des 
Kindswohls erfolgt und für die Durchführung der Kontakte geeignet. Die 
Einwirkungen des Beschwerdegegners auf die Kinder sind in diesem Setting zudem 
gering (vgl. auch KESB-act. 58 Antwort auf Frage 5). Es fällt dabei ins Gewicht, 
dass das Konfliktverhalten des Beschwerdegegners gemäss den Ausführungen im 
Gutachten nicht etwa in einem mit einer Psychotherapie zu behebenden Verhalten 
gegenüber den Kindern besteht, sondern im Umgang mit der Beschwerdeführerin, 
was sich durchaus in den vielen im Recht liegenden Korrespondenzen zeigt. In 
Berücksichtigung dieser Erkenntnisse ist nicht ersichtlich, welchen Zweck die 
Anordnung einer Therapie in vorliegender Angelegenheit mit Blick auf die 
Durchführung der angeordneten Erinnerungskontakte bezwecken würde. Dem 
Obergericht erschliesst sich nicht, was mit der Anordnung einer Psychotherapie für 
den Beschwerdegegner gewonnen wird. Allein der Umstand, dass eine 
entsprechende Weisung der Beschwerdeführerin erteilt wurde, rechtfertigt eine 

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gleiche Weisung an den Beschwerdegegner nicht. Insbesondere stellt dieser 
Umstand auch keine Ungleichbehandlung mit der Beschwerdeführerin dar. Die 
(unbestrittene) Anordnung der Psychotherapie bei der Beschwerdeführerin ist 
vielmehr aus einer ganz anderen Ausgangslage heraus erforderlich, weil die 
Beschwerdeführerin einerseits die elterliche Obhut innehat und andererseits die 
emotionalen und psychologischen Bedürfnisse der Kinder im Alltag zu 
berücksichtigen hat. Solches ist beim Beschwerdegegner, welchem lediglich drei 
Erinnerungskontakte jährlich zur Verfügung stehen, nicht der Fall. Die Anordnung 
einer Psychotherapie erweist sich für ihn aus den oberwähnten Gründen gerade 
nicht als notwendig. Daher ist die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen.

7. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass sich der Entscheid der 
Vorinstanz aufgrund der Umstände nicht als unangemessen oder gar rechtswidrig 
erweist. Die gegen den Entscheid der KESB Mittelbünden/Moesa vom 6. November 
2024 erhobene Beschwerde ist daher vollumfänglich abzuweisen.

8. Soweit die Beschwerdeführerin in ihren Schlussbemerkungen noch Bezug 
auf weitere Erwägungen der Vorinstanz nimmt und diese als falsch bzw. 
unvollständig rügt, ist darauf – da diese nicht die angefochtenen Punkte des 
vorinstanzlichen Entscheids betreffen – nicht einzutreten.

9. Beim vorliegenden Verfahrensausgang gehen die Gerichtskosten, 
umfassend die auf CHF 1'500.00 festgelegte Entscheidgebühr, vollumfänglich 
zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 60 Abs. 5 EGzZGB und Art. 450f ZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Von einem Verzicht auf die Kostenerhebung gemäss Art. 63 
Abs. 3 EGzZGB ist abzusehen, zumal aus den Steuerunterlagen der 
Beschwerdeführerin hervorgeht, dass sie über die finanziellen Mittel zur 
Kostentragung verfügt (KESB-act. 14 und 26) und auf die Kostenbelehrung vom 10. 
Dezember 2024 (act. D.2) hin kein Gesuch eingegangen ist. 

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 1'500.00 gehen zu 
Lasten von A._____.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

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