# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13a3e32e-a3d6-5f59-9627-339d6dc1e6a1
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 28.11.2022 V 2021 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-34_2022-11-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Adrian Willimann und lic. iur. Roger Grünvogel
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 28. November  2022 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA B.________

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

weiter verfahrensbeteiligt:
Stadtrat von Zug

betreffend

Denkmalschutz 
(Unterschutzstellung Wohnhaus mit Werkstatt, C.________strasse, Zug)

V 2021 34

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Urteil V 2021 34

A. A.________ ist Eigentümerin des Wohnhauses mit Werkstatt, C.________strasse, 
Zug, Assek. Nr. D.________, GS E.________. Das Haus ist Teil einer Gruppe von drei 
Wohn-, Geschäfts- und Verwaltungsbauten aus dem ersten Jahrzehnt des 
20. Jahrhunderts auf den Parzellen zwischen C.________strasse und SBB-Bahnlinie 
nördlich des F.________, welche alle drei im Inventar der schützenswerten Denkmäler 
aufgenommen sind. Die Liegenschaften befinden sich in der Kernzone C, in der 
Ortsbildschutzzone und in der Zone mit überlagernden Bestimmungen zu archäologischen 
Fundstätten. Das GS E.________ ist zusammen mit den Nachbargrundstücken 
GS G.________, H.________ und I.________ Teil des Bebauungsplanes Nr. J.________ 
(vom Regierungsrat genehmigt am 23. März 1999). Zudem ist das Haus auf dem 
GS E.________ im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von 
nationaler Bedeutung (ISOS) als Teil der Baugruppe 9.4 (repräsentative Bauzeile mit 
dekorativen Wohn- und Verwaltungsbauten) in der höchsten Aufnahmekategorie "A" und 
dem Erhaltungsziel "A" (Erhalten der Bausubstanz) erfasst.

Mit Antrag vom 9. April 2019 ersuchten die Eigentümer der drei Liegenschaften 
GS G.________, H.________ und E.________ das Amt für Denkmalpflege und 
Archäologie (ADA), die Schutzwürdigkeit ihrer Liegenschaften definitiv abzuklären resp. 
verlangten die Entlassung ihrer Liegenschaften aus dem Inventar der schützenswerten 
Denkmäler. Am 22. August 2019 führte die – zwischenzeitlich aufgrund der Teilrevision 
des Denkmalschutzgesetzes (DMSG) aufgehobene – kantonale Denkmalkommission 
einen Augenschein vor Ort durch. In der Folge empfahl sie die Unterschutzstellung des 
hier strittigen Objekts C.________strasse 12. Es habe eine sehr hohe heimatkundliche 
Bedeutung und sei von hohem kulturellem und sehr hohem wissenschaftlichem Interesse. 

Am 24. November 2019 stimmte die Zuger Stimmbevölkerung mit einer Mehrheit von rund 
zwei Dritteln einer Teilrevision des DMSG zu, welche vor allem Änderungen des 
Verfahrens zur Abklärung der Schutzwürdigkeit eines Objekts und der Anforderungen für 
die Annahme der Schutzwürdigkeit zum Inhalt hatte. Am 14. Dezember 2019 trat der neue 
Erlass in Kraft. Ein aufgrund der neuen Bestimmungen möglicher Abschluss eines 
verwaltungsrechtlichen Vertrags betreffend die Unterschutzstellung des Wohnhauses mit 
Werkstatt auf dem GS E.________ zwischen der Eigentümerin und dem Kanton kam in 
der Folge nicht zustande. Die Eigentümerin beantragte daraufhin am 19. November 2020 
den vollständigen Verzicht auf eine Unterschutzstellung ihrer Liegenschaft, zeigte sich 
aber auch bereit, in einen eingeschränkten Schutzumfang einzuwilligen. Der Stadtrat von 
Zug stimmte mit Beschluss vom 1. Dezember 2020 der Unterschutzstellung zu. 

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Urteil V 2021 34

Mit Beschluss vom 23. März 2021 stellte der Regierungsrat das Wohnhaus mit Werkstatt, 
Assek. Nr. D.________, GS E.________, als Baudenkmal von regionaler Bedeutung unter 
kantonalen Denkmalschutz. Der Schutzumfang betreffe den Standort des Gebäudes, 
seine äussere Erscheinung, die historische Baustruktur (tragende Wände, Decken und 
Böden), die wesentlichen Teile der Ausstattung sowie die schmiedeeiserne Einfriedung mit 
Steinsäule im Sinne der Erwägungen. Der vom Regierungsrat verfügte Schutzumfang 
entspricht vollumfänglich dem vom ADA vorgelegten Vertragsentwurf. 

B. Gegen den Beschluss des Regierungsrates liess A.________ am 22. April 2021 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde einreichen mit den Anträgen, der angefochtene 
Entscheid sei dahingehend abzuändern, dass die Werkstatt (Verlängerung nach Osten) 
gemäss dessen Ziff. 1 nicht zum Schutzumfang gehöre und aus dem Denkmalschutz zu 
entlassen sei und dass der Schutzumfang gemäss Ziff. 2 dahingehend anzupassen sei, 
dass Ausstattungselemente im Innern des Gebäudes (mit Ausnahme des Treppenhauses, 
der stuckierten Decken, Radiatoren und Wandtäfer) nicht zum Schutzumfang gehörten. 
Eventualiter sei der Beschluss aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der 
Vorinstanz. Zur Begründung wurde zusammengefasst vorgebracht, dass die Liegenschaft 
C.________strasse 12 zum Perimeter des Bebauungsplanes Nr. J.________ gehöre. 
Darin sei das Haupthaus, nicht aber die Werkstatt-Verlängerung als "Gebäude bestehend 
zu erhalten" eingetragen. Seit dem 17. März 2011 sei das Gebäude im Inventar der 
schützenswerten Denkmäler eingetragen. Der Vater der Beschwerdeführerin als 
vormaliger Eigentümer habe noch vor der Inventarisierung eine Vielzahl von 
Veränderungen im Innern des Wohnhauses vorgenommen. Im Dachgeschoss sei eine 
Wohnung neu eingebaut worden, und die Wohnungen im zweiten und dritten 
Obergeschoss seien einer Totalsanierung unterzogen worden. Die Wohnung im ersten 
Obergeschoss sei früher an ein Anwaltsbüro vermietet und gewerblich genutzt worden, 
werde jetzt aber von der Beschwerdeführerin mit ihrer Familie selber bewohnt. Die 
Beschwerdeführerin anerkenne den Schutzumfang ihrer Liegenschaft in weiten Teilen, 
nicht aber den nunmehr beschlossenen Schutzumfang für Böden, Wandschränke, Türen 
und Türfutter. An diesem ausgedehnten Schutzumfang bestehe weder ein öffentliches 
Interesse noch sei er verhältnismässig. Er erfülle auch die denkmalpflegerischen 
Voraussetzungen nicht. Gemäss Revision des DMSG müssten die wissenschaftlichen, 
kulturellen oder heimatkundlichen Werte nun in einem "äusserst hohen" Mass erfüllt sein; 
es werde geradezu Einmaligkeit verlangt. Grundsätzlich sei die Unterschutzstellung in 

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einem verwaltungsrechtlichen Vertrag zu regeln, was bedeute, dass eine 
Unterschutzstellung gegen den Willen des Eigentümers die absolute Ausnahme darstellen 
solle. Vorliegend wichtig sei die wesentliche Ergänzung des DMSG durch die Absätze 1a 
und 2a von § 30. Diese Bestimmungen sollten es dem Grundeigentümer eines 
geschützten Hauses ermöglichen, wenigstens im Innern weitgehende Freiheiten bei 
Renovationen und Umbauten zu haben. Das ADA verhindere mit seiner Haltung 
berechtigte Anliegen der Gebäudeeigentümer, ohne dass solch einschränkende 
Massnahmen nötig wären, und verursache damit eine Vielzahl von 
Auseinandersetzungen.

Es möge zutreffen, dass das Gebäude als frühes Werk des Zuger Architekten Dagobert 
Keiser bereits typische architektonische Merkmale aufweise, die sich bei späteren 
Objekten wiederholten. Es treffe wohl auch zu, dass die noch vorhandene 
Inneneinrichtung zeittypisch für ein bürgerliches Wohnhaus sei. Das heisse aber nicht, 
dass ihr damit ein besonderer, ja aussergewöhnlicher Wert zukomme. Sie sei keine 
Seltenheit und könne gerade im vorliegenden Fall, in welchem die Böden in einem derart 
schlechten Zustand seien, nichts zur Wissenschaft beitragen. Der kulturelle Wert ergebe 
sich aus dem Haupthaus, welches sich tatsächlich in das Ensemble C.________strasse 6 
und 10 einfüge. Dies gelte aber nicht für die ostseitige, rückwärtige Verlängerung der 
Werkstatt, welche weder zeittypisch sei noch das Heimatstilhaus präge. Soweit 
Ausstattungselemente auf den damaligen Bauherrn, den Ur-Grossvater der 
Beschwerdeführerin hinweisen würden, werde deren Schutz respektiert. Die restliche 
Ausstattung stehe aber weder im Kontext zum Bauherrn noch zum Architekten; sie sei 
weder etwas Besonderes und schon gar nicht einmalig. Die Beschwerdeführerin 
respektiere die vom ADA beschriebene Innenausstattung weitestgehend, auch wenn 
deren denkmalpflegerischen Werte nicht anerkannt werden könnten. Die gut erhaltenen 
Wandtäfer, die dekorativen Radiatoren sowie die Stuckaturen verleihten dem Haus 
Charme. Sie sei bereit, diese beizubehalten, soweit sie baulich in gutem Zustand seien 
und den heutigen Wohnbedürfnissen nicht entgegenstünden. Das gelte aber nicht für die 
Böden, Türen und Türgewänder, welche teilweise in sehr schlechtem Zustand seien. 
Insgesamt komme der Innenausstattung im Gesamtkontext kein besonderer kultureller 
Wert zu. Der heimatkundliche Wert des Hauses, wie er entlang der C.________strasse 
wahrgenommen werde, werde anerkannt. Aufgrund der geringen Bedeutung der 
C.________strasse seien jedoch die hohen Kriterien des DMSG nicht erfüllt. Keinen 
besonderen heimatkundlichen Wert habe dagegen die Innenausstattung, da sie von der 
Öffentlichkeit gar nicht wahrgenommen werden könne.

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Die denkmalpflegerischen Werte seien insgesamt nicht in dem vom neuen, geltenden 
Gesetz geforderten Ausmass erfüllt. Dies gelte erst recht für die Verlängerung der 
Werkstatt. Die denkmalpflegerischen Werte des Haupthauses würden durch den Rückbau 
der Werkstatt nicht beeinträchtigt. Im Bebauungsplan sei das Hauptgebäude als 
bedeutender Teil des C.________strassen-Ensembles enthalten, nicht aber die Werkstatt, 
die im Bebauungsplan, der im Rechtssetzungsverfahren entstanden sei, explizit nicht zum 
Erhalt vorgesehen sei. Daraus müsse geschlossen werden, dass ein öffentliches Interesse 
am Erhalt der Werkstatt fehle. Das ADA könne im Rahmen des Vollzugsverfahrens kein 
öffentliches Interesse ableiten, wenn dies im Gesetzgebungsverfahren explizit nicht 
vorgesehen sei. Ein solches könne auch nicht für die Innenausstattung begründet werden. 

Es werde nicht bestritten, dass die Bausubstanz des Haupthauses erhalten werden könne. 
Die Beschwerdeführerin habe in den jüngsten Umbau viel Geld investiert und schon ihr 
Rechtsvorgänger habe eine Vielzahl von Um- und Ausbauten vorgenommen. Die 
Werkstatt-Verlängerung und die Innenausstattung seien hingegen nicht in einem guten 
baulichen Zustand. Die Beschwerdeführerin nehme mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass der 
Regierungsrat den Bau eines Balkonturms auf der ostseitigen Terrasse vor dem 
Hintergrund der zeitgemässen Wohnbedürfnisse zulasse. Dabei sei aber zu beachten, 
dass das Dach der Werkstatt-Verlängerung nicht tragend sei. Wolle die 
Beschwerdeführerin die Wohnungen in den Obergeschossen durch einen zeitgemässen 
Balkonanbau erweitern, müsse die Werkstatt-Verlängerung zurückgebaut oder das Dach 
mit unverhältnismässigem Aufwand verstärkt werden. Ebenfalls unverhältnismässig – und 
letztlich auch Ursache für die Auseinandersetzung mit dem ADA und Ursache dieses 
Verfahrens – sei die Forderung, dass Ausstattungselemente (insb. Böden) zwingend zu 
erhalten seien. Die privaten Interessen der Eigentümerschaft seien nicht oder ungenügend 
berücksichtigt. Die Vorinstanz begründe die Verhältnismässigkeit und Zumutbarkeit des 
angeordneten Schutzumfangs damit, dass keine Rekonstruktion, sondern "nur" die 
Belassung des heutigen Zustands gefordert werde. Soweit die Ausstattung – heute – in 
einem baulich guten Zustand sei, stelle deren Erhalt kein Problem dar. Namentlich 
Wandtäfer, die Radiatoren und die stuckierten Decken könnten mit grösserem Aufwand 
saniert werden, sie schränkten die Bewohnbarkeit jedoch nicht gross ein. Das sei aber 
nicht der Fall bei den Parkettböden, den Wandschränken, den Türen und den 
Türgewändern. Anpassungen in der inneren Bausubstanz seien zu bewilligen, sofern nicht 
schwerwiegende denkmalpflegerische Interessen entgegenstünden. Gemäss den neuen 
Gesetzesbestimmungen (§ 30 Abs. 1a und 2a DMSG) seien Veränderungen im 

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Innenraum nur in absoluten Ausnahmefällen verboten resp. bilde die Zumutbarkeit der 
Unterschutzstellung die Ausnahme. Beim angeordneten Schutzumfang wäre zukünftig 
sogar das Auswechseln einer defekten Türe bewilligungspflichtig. Der Zustand des alten 
Parketts im Westteil sei sehr schlecht (gerissen, einzelne Bretter schon früher ersetzt, 
wellig, aufgeworfen, uneben, knarrend). Schalldämmung sei mit diesem Boden nicht 
möglich. Im Ostteil der Wohnung im ersten OG sei das Parkett bereits durch einen neuen 
mit eingegossenem Beton als Unterlage ersetzt worden. Im Vorfeld zum 
Unterschutzstellungsverfahren habe das ADA zwei Vorgehensweisen vorgeschlagen: 
Restaurierung oder Abdecken mit neuem, reversiblem Bodenbelag. Trotz der behaupteten 
Wichtigkeit müsse der Boden offenbar nicht gezeigt werden. Betreffend Restaurierung 
habe ein vom ADA beigezogener Spezialist den Schluss gezogen, dass eine Sanierung – 
Ausbau des Parketts und Erstellen einer Unterkonstruktion – möglich sei und rund 
Fr. 60'000.– kosten würde. Eben dieser Experte habe aber auf Anfrage der 
Beschwerdeführerin, ob er die Sanierung unter Garantie ausführen würde, aus 
Zeitgründen abgelehnt. Ein Gutachter der Beschwerdeführerin sei dagegen der Meinung, 
dass eine Sanierung, wie sie der ADA-Experte vorschlage, nicht möglich sei. Zu diesen 
beiden abweichenden Meinungen komme dazu, dass die Kosten für ein neues Parkett 
rund Fr. 20'000.– und damit dreimal weniger betragen würden. Das Gleiche würde, wenn 
auch im Moment nicht aktuell, mit den Türen und Türfuttern sowie den Wandschränken 
passieren. Für diese Ausstattungselemente sei der Nachweis der Verhältnismässigkeit 
nicht erbracht worden. Dies schon gar nicht vor dem Hintergrund von § 30 Abs. 2a DMSG, 
welche Bestimmung der Regierungsrat gar nicht angewendet habe. 

Die Frage der denkmalpflegerischen Bedeutung der Werkstatt-Verlängerung und 
insbesondere der umstrittenen Ausstattungselemente müsse zwingend vor Ort 
begutachtet werden, weshalb die Durchführung eines Augenscheins beantragt werde. 

C. Die Beschwerdeführerin leistete fristgerecht den von ihr verlangten 
Kostenvorschuss von Fr. 2'000.–.

D. Der Stadtrat von Zug, vertreten durch das Baudepartement, verzichtete mit 
Stellungnahme vom 2. Juni 2021 auf das Stellen von eigenen Anträgen. Zur Begründung 
meinte er, die Rolle der Stadt sei in Belangen des Unterschutzstellungsverfahrens keine 
tragende. Insbesondere sei sie nicht zuständig, eine inhaltliche Beurteilung der 
Voraussetzungen einer Unterschutzstellung vorzunehmen. 

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E. Der archäologische Verein Zug, das Bauforum Zug, der historische Verein des 
Kantons Zug, der Verein Industriepfad Lorze, die Militärhistorische Stiftung des Kantons 
Zug sowie der Zuger Heimatschutz als die im Verfahren der Unterschutzstellung von 
Denkmälern beschwerdeberechtigten kantonalen Vereinigungen verzichteten auf eine 
Teilnahme am verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren. 

F. Mit Vernehmlassung vom 4. August 2021 beantragte die Direktion des Innern 
namens des Regierungsrates des Kantons Zug die vollumfängliche Abweisung der 
Beschwerde unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Zur Begründung 
verwies sie auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid. Ergänzend wurde 
vorgebracht, die Beschwerdeführerin gehe fehl in der Annahme, dass der Möglichkeit des 
Abschlusses eines verwaltungsrechtlichen Vertrages betreffend Unterschutzstellung die 
Bedeutung zukomme, dass eine Unterschutzstellung gegen den Willen des 
Grundeigentümers die absolute Ausnahme darstellen solle. Der prioritären Nennung der 
vertraglichen vor der verfügten Unterschutzstellung komme kein normativer Inhalt 
hinsichtlich der Kriterien betreffend gesetzliche Schutzwürdigkeit zu. Motivation sei 
lediglich, dass ein Vertrag regelmässig dem Objekt und den Interessen der 
Eigentümerschaft besser gerecht werden könne und auf bessere Akzeptanz stosse. 
Vorliegend sei ein Schutzvertrag bedauerlicherweise nicht zustande gekommen. 

Die Beschwerdeführerin gehe unzutreffend davon aus, dass der Bebauungsplan 
C.________strasse Süd Ost von 1999 die Schutzwürdigkeit des Gebäudes 
C.________strasse 12 und dessen Schutzumfang präjudiziere, weshalb die Werkstatt im 
Erdgeschoss nicht unter Schutz gestellt werden könne, soweit sie rückwärtig aus der 
Fassadenflucht der Obergeschosse herausrage. Mit dem Bebauungsplan werde das 
Siedlungsbild in Rücksicht auf die besondere ortsbauliche Qualität im Planperimeter resp. 
das ortsbildverträgliche Weiterbauen geordnet. Der Bebauungsplan definiere aber weder 
die Denkmalobjekte noch deren Schutzumfang. Abgesehen davon gehe der im kantonalen 
Gesetz geregelte Denkmalschutz als übergeordnetes Recht einem kommunalen 
Bebauungsplan vor. 

Die Beschwerdeführerin anerkenne die Schutzwürdigkeit des von ihr so bezeichneten 
"Hauptgebäudes" C.________strasse 12, wolle aber die "Werkstatt-Verlängerung" 
ausgenommen wissen. Diese sei aber keine eigenständige Baute, sondern ziehe sich mit 
den beiden ursprünglichen "Bureaux" an der C.________strasse durch das ganze 
Erdgeschoss (dazu Baueingabepläne 1905–1906 im Fachbericht der ADA vom 6. August 

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2019). Sie sei Bestandteil des "Hauptgebäudes" und präge dieses als Ganzes auch im 
Äusseren mit den grossen Rundbogenfenstern entlang der C.________strassen- und 
Südfassaden. In Beachtung des Verhältnismässigkeitsgebotes sei das Errichten eines 
Balkonturms über dem vorstehenden Teil der Werkstatt zulässig. 

Mit der Revision des DMSG seien die Anforderungen an ein Schutzobjekt erhöht worden. 
Es treffe aber nicht zu, dass damit eine Unterschutzstellung nur für absolut einmalige 
Objekte im Sinne einer ultimo ratio in Frage kommen könne. Der äusserst hohe Wert sei 
nach den geltenden Grundsätzen wie vom Bundesgericht entwickelt und in ständiger 
Praxis angewendet qualitativ und objektbezogen zu ermitteln. Sei ein Gebäude ein 
qualifiziertes Schutzobjekt, sei es als Ganzes und in seiner Substanz zu schützen. Der 
Schutz erfasse beispielsweise auch Räume, die "weniger bedeutungsvoll" seien. Die 
materielle Substanz umfasse nicht nur die Fassade (Stichwort Attrappenkult), sondern 
auch das Innere mache die Zeugenhaftigkeit des Denkmals aus. Vorliegend sei dargelegt, 
dass die innere Ausstattung dem Gebäude als Ganzem entspreche und damit zur 
Denkmalaussage massgebend beitrage. Die Beschwerdeführerin wende sich gegen die 
Pflicht zur Erhaltung der Parkettböden, der Wandschränke, der Türen und der 
Türgewänder gestützt auf § 30 Abs. 2a DMSG. Daraus wolle sie den Grundsatz ableiten, 
dass Veränderungen im Innern nur in absoluten Ausnahmefällen untersagt werden 
dürften. Diese Annahme sei nicht gerechtfertigt und werde auch nicht begründet. Sie 
erkläre selber, dass der Erhalt der Wandtäfer, der dekorativen Radiatoren und der 
Stuckaturen dem Wohnkomfort nicht entgegenstünden. Inwiefern der Erhalt des Parketts, 
der Wandschränke, der Türen und der Türgewänder dem zeitgemässen Wohnstandard 
widerspreche, lege sie nicht dar. Dass das Abdecken des Parketts zugelassen werde, 
schmälere die denkmalpflegerische Bedeutung nicht, weil die Abdeckung reversibel sei. 
Erfahrungsgemäss seien denkmalverträgliche Massnahmen für zeitgemässe 
Brandsicherheit, Schallschutz, Energie und Wohnhygiene verfügbar. 

Unerheblich sei, dass die Veränderung der Innenausstattung von der Öffentlichkeit nicht 
wahrgenommen werden könne. Die allgemeine Sichtbarkeit sei kein Kriterium für die 
Schutzwürdigkeit. Betreffend Qualität der streitigen Parkettböden habe das ADA andere 
Erkenntnisse als die von der Beschwerdeführerin eingeholte Einschätzung. Das 
Buchenholz-Parkett sei ein Vollholz-Parkett und qualitativ besser als die heute üblichen 
Dreischicht-Böden. Eine Dämmschicht könne angebracht werden. Der von der 
Beschwerdeführerin vorgebrachte Kostenvergleich sei nicht nachvollziehbar, da nicht 
aufgezeigt worden sei, welches der andernorts eingebrachte Vergleichsboden sei. Bei 

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geschützten, nicht sanierungsfähigen Bauteilen werde ein Ersatz in gleichem Material und 
Konstruktion gefordert, was mit Beiträgen der öffentlichen Hand unterstützt werde. Die 
Darstellung des baulichen Zustandes im Gebäudeinnern scheine nicht in allen Teilen 
zutreffend. Stark umgebaut seien die Wohnungen im 3. und 4. Obergeschoss. Die 
Wohnung im 2. Obergeschoss weise wie die Wohnung im 1. Obergeschoss noch viel 
ursprüngliche Ausstattung auf. 

G. Mit Eingabe vom 1. September 2021 wies die Beschwerdeführerin darauf hin, 
dass der Bebauungsplan zwar nicht die Schutzwürdigkeit eines Objektes definiere, 
hingegen liessen sich daraus die öffentlichen Interessen ableiten. Der Gesetzgeber habe 
auf den Erhalt der Werkstatt verzichtet – und dieser Verzicht sei immerhin vom gleichen 
Regierungsrat, der nun denkmalpflegerische Massnahmen anordnen wolle, genehmigt 
worden. Im Rahmen der Verhältnismässigkeit sei zu prüfen, ob den im Schutzumfang 
definierten Teilen tatsächlich ein erhöhter Wert zukomme, sodass der Eigentümer gegen 
seinen Willen damit leben müsse. Insbesondere betreffend die Beurteilung der 
Verhältnismässigkeit dränge sich die Durchführung eines Augenscheins auf. Die Direktion 
des Innern teilte am 29. September 2021 mit, dass der Regierungsrat auf eine Duplik 
verzichte.

H. Am 1. Juni 2022 führte das Verwaltungsgericht einen Augenschein durch. 
Besichtigt wurden die äussere Erscheinung des Gebäudes sowie die von der 
Beschwerdeführerin selbst bewohnte Wohnung im ersten Obergeschoss. Nach Erhalt des 
Augenscheinprotokolls erhielten die Parteien Gelegenheit zu einer abschliessenden 
Stellungnahme, wovon beide Gebrauch machten. Die Ausführungen der 
Beschwerdeführerin veranlassten die Direktion des Innern zu einer weiteren 
Stellungnahme. Weitere Eingaben erfolgten daraufhin nicht mehr. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist gegen Verwaltungsentscheide des Regierungsrats die Beschwerde an das 
Verwaltungsgericht zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 

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ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt hier nicht vor; § 39 Abs. 1 des 
Denkmal-schutzgesetzes (DMSG; BGS 423.11) statuiert im Gegenteil die 
Beschwerdemöglichkeit beim Verwaltungsgericht ausdrücklich. Als Eigentümerin ist die 
Beschwerdeführerin durch den Entscheid des Regierungsrats besonders berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (§ 62 VRG). Sie ist 
somit ohne weiteres berechtigt, gegen diesen Entscheid vor Verwaltungsgericht 
Beschwerde zu führen. Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht, 
weshalb sie vom Verwaltungsgericht zu prüfen ist.

1.2 Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.3 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann gemäss § 63 VRG jede 
Rechtsverletzung gerügt werden. Als solche gelten die Nichtanwendung und die unrichtige 
Anwendung eines Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache, der 
Missbrauch oder die Überschreitung des Ermessens, die Verletzung einer wesentlichen 
Verfahrensvorschrift sowie die Rechtsverweigerung und -verzögerung. Nicht gerügt 
werden kann aber die unrichtige Handhabung des Ermessens. Dies gilt insbesondere 
auch dann, wenn der Regierungsrat nicht im Rahmen eines 
Verwaltungsbeschwerdeverfahrens, sondern – wie hier – erstinstanzlich entschieden hat 
(vgl. Bernhard Waldmann, in: Basler Kommentar BV, 2015, Art. 29a N 14). Überdies kann 
jede für den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende Feststellung des 
Sachverhalts angefochten werden.

2.
2.1 Paragraph 2 DMSG umschreibt nach den am 14. Dezember 2019 in Kraft 
getretenen Gesetzesänderungen vom 31. Januar 2019 den Begriff des Denkmals. Danach 
sind Denkmäler Siedlungsteile, Gebäudegruppen, gestaltete Freiräume, Verkehrsanlagen, 
Einzelbauten, archäologische Stätten und Funde sowie in einer engen Beziehung hiezu 
stehende bewegliche Objekte, die einen äusserst hohen wissenschaftlichen, kulturellen 
oder heimatkundlichen Wert darstellen (zwei von drei Kriterien müssen kumulativ erfüllt 
sein). Objekte, deren Schutz erwogen wird, sind im Inventar der schützenswerten 
Denkmäler festzuhalten (§ 5 und § 21 Abs. 1 Satz 1 DMSG). Objekte, an deren Erhaltung 
ein äusserst hohes öffentliches Interesse besteht, werden unter kantonalen Schutz gestellt 
und in das Verzeichnis der geschützten Denkmäler eingetragen (§ 4 DMSG). Der 
Regierungsrat entscheidet über die Unterschutzstellung eines Denkmals, falls der Schutz 

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des Denkmals nicht einvernehmlich durch öffentlich-rechtlichen Vertrag mit der 
Eigentümerschaft zustande kommt (§ 10 Abs. 1 lit. a DMSG). Gestützt auf § 25 Abs. 1 
DMSG beschliesst er über die Unterschutzstellung und den Schutzumfang, wenn das 
Denkmal von äusserst hohem wissenschaftlichem, kulturellem oder heimatkundlichem 
Wert ist (zwei von drei Kriterien müssen kumulativ erfüllt sein; lit. a), das öffentliche 
Interesse an dessen Erhaltung allfällige entgegenstehende Privatinteressen oder 
anderweitige öffentliche Interessen überwiegt (lit. b), die Massnahme verhältnismässig ist 
und eine langfristige Nutzung ermöglich wird (lit. c), die dem Gemeinwesen entstehenden 
Kosten auch auf Dauer tragbar erscheinen (lit. d).

2.2
2.2.1 Die Revision des DMSG per 14. Dezember 2019 führte nach der im Jahr 2008 
durchgeführten Revision, welche damals gegenüber der vormaligen Fassung erhöhte 
Anforderungen an die Schutzwürdigkeit eines Objekts bestimmte (vgl. Bericht und Antrag 
des Regierungsrats zur Revision vom 22. Januar 2008, Vorlage Nr. 1629.1, Laufnummer 
12598), bezüglich der Unterschutzstellungsvoraussetzungen nochmals zu einer 
Verschärfung. Neu muss der in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG formulierte Wert eines Objekts 
äusserst hoch sein. Ziel der Revision war, im Rahmen der kantonalen Zuständigkeit 
strengere Voraussetzungen für den Schutz eines Objektes festzusetzen und dabei die 
Interessen der betroffenen Grundeigentümer stärker zu berücksichtigen. Das Gesetz 
enthält keine genauere Umschreibung der bei der Rechtsanwendung zu beachtenden 
Massstäbe.

2.2.2 Auf Beschwerde von Privatpersonen hatte sich das Bundesgericht mit dem 
teilrevidierten DMSG zu befassen. Mit Urteil 1C_43/2020 vom 1. April 2021 (BGE 
147 I 308) hob es in teilweiser Gutheissung der Beschwerde § 25 Abs. 4 DMSG 
(Altersvorgabe für die Unterschutzstellung eines Objekts gegen den Willen der 
Eigentümerschaft) auf, wies die Beschwerde im Übrigen aber ab. Es stellte fest, dass sich 
die Gesetzesnovellen konform mit dem übergeordneten Bundes- und Konventionsrecht, 
namentlich mit dem Übereinkommen vom 3. Oktober 1985 zum Schutz des 
baugeschichtlichen Erbes in Europa (sog. Granada-Übereinkommen, SR 0.440.4; für die 
Schweiz am 1. Juli 1996 in Kraft getreten), auslegen liessen. Das Granada-
Übereinkommen definiere lediglich einen Minimalstandard und überlasse dem 
Gesetzgeber einen Handlungsspielraum, solange die Kriterien für die Unterschutzstellung 
den Zweck des Übereinkommens erfüllten bzw. damit nicht in Widerspruch träten oder 
diesen unterliefen. Nach Art. 1 Ziff. 1 der Granada-Konvention in der deutschsprachigen 

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Fassung seien Baudenkmäler von "herausragendem … Interesse" zu schützen. Gemäss 
der Schlussbemerkung des Abkommens seien allerdings gleichermassen die französisch- 
und englischsprachigen Originalfassungen und nicht die deutsche Übersetzung 
verbindlich. Danach seien "monuments … particulièrement remarquables" bzw. 
"monuments of conspicuous … interest" zu schützen. Diese Formulierungen indizierten 
weniger strikte Anforderungen als die deutschsprachige Version. Das in der 
Gesetzesnovelle des Kantons Zug mehrfach verwendete Wort "äusserst" dürfe demnach 
nicht restriktiver ausgelegt werden als der anhand der Originalfassungen des Granada-
Abkommens zu verstehende Begriff "herausragend". Der Zuger Gesetzgeber habe an sich 
keinen Hehl daraus gemacht, die gesetzliche Regelung mit der wiederholten Verwendung 
des Wortes "äusserst" und insbesondere der entsprechenden Ersetzung des Wortes 
"sehr" in der bisherigen Fassung von § 4 Abs. 1 DMSG verschärfen zu wollen. Bei einer 
freien Prüfung des Gesetzestexts wäre das möglicherweise von Belang. Mit Blick auf die 
erforderliche Völkerrechtskonformität sei jedoch lediglich zu prüfen, ob das neue Gesetz 
anhand der Granada-Konvention und deren Massstab ausgelegt werden könne, woran die 
konkrete Wortwahl nichts ändere. Es erscheine insoweit nicht ausgeschlossen, die neuen 
Bestimmungen, in denen das Wort "äusserst" vorkomme, im Sinne des Granada-
Abkommens zu verstehen, auch wenn dadurch der gesetzgeberische Wille abgeschwächt 
werde. Insofern könne die Gesetzesnovelle demnach konventionskonform ausgelegt 
werden und verletze sie Bundesrecht nicht (BGE E. 7.2 f.).

Auch bezüglich der Vorgabe, dass für die Anerkennung von Schutzwürdigkeit kumulativ 
mindestens zwei der in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG definierten Kriterien erfüllt sein müssen, 
liegt gemäss dem Bundesgericht kein Verstoss gegen höherrangiges Recht vor. Das 
Bundesgericht begründet dies damit, dass gemäss Art. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 3 Ziff. 2 und Art. 
4 Ziff. 2 der Granada-Konvention alle Bauwerke von herausragendem geschichtlichem, 
archäologischem, wissenschaftlichem, sozialem oder technischem Interesse zu schützen 
seien. Dies werde erhärtet durch den Explanatory Report to the Convention for the 
Protection of the Architectural Heritage of Europe, wonach lediglich die "compliance with 
one or more of the[se] criteria" erforderlich sei (S. 5 des Reports). Es sei jedoch davon 
auszugehen, dass sich ohnehin in jedem schutzwürdigen Fall zumindest jeweils zwei der 
drei in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG genannten Kriterien überlagerten. So sei ein kulturell oder 
heimatkundlich interessantes Objekt zwangsläufig auch von wissenschaftlichem bzw. ein 
heimatkundliches von kulturellem Interesse und umgekehrt. Das Kumulationserfordernis 
stosse insofern ins Leere und vermöge eine Schutzwürdigkeit nicht zu verhindern. Auch 

13

Urteil V 2021 34

die fragliche Bestimmung lasse sich daher in diesem Sinne völker- und 
bundesrechtskonform auslegen.

2.2.3 Das Verwaltungsgericht schliesst aus dem BGE 147 I 308, dass das 
Bundesgericht anerkennt, dass der Gesetzgeber des Kantons Zug im Rahmen der 
kantonalen Zuständigkeit strengere Voraussetzungen für den Schutz eines Objekts 
festsetzen und dabei die Interessen der betroffenen Grundeigentümer stärker 
berücksichtigen wollte. Der Kantonsrat hat im Übrigen der Gesetzesänderung im Wissen 
darum zugestimmt, dass die vorberatende Kommission diese damit begründete, es solle 
eine Fokussierung auf Objekte stattfinden, die einen ausgesprochen hohen 
wissenschaftlichen, kulturellen oder heimatkundlichen Wert aufweisen und das Gesetz in 
dieser Hinsicht verschärft werden (Bericht und Antrag der vorberatenden Kommission vom 
25. Juni 2018, Vorlage Nr. 2823.3, Laufnummer 15810). Eine restriktivere Anwendung des 
Denkmalbegriffs bzw. eine Erhöhung der Voraussetzungen für eine Unterschutzstellung ist 
somit gewollt und durch die Zustimmung der Stimmbevölkerung demokratisch als auch 
rechtlich legitimiert. Für das Verwaltungsgericht bedeutet dies auf der einen Seite, dass 
seit der Gesetzesrevision nur Objekte in das Verzeichnis der geschützten Denkmäler 
einzutragen sind, bei denen das öffentliche Interesse an ihrem Erhalt höher als sehr hoch 
ist. Auf der anderen Seite hat das Bundesgericht festgehalten, dass das Wort "äusserst" 
nicht restriktiver ausgelegt werden darf als der anhand der Originalfassungen des 
Granada-Abkommens zu verstehende Begriff "herausragend". Dieser Richtschnur ist zu 
folgen. 

2.3 Gemäss § 25 Abs. 1 lit. b und c DMSG muss das öffentliche Interesse an der 
Erhaltung des Denkmals allfällige entgegenstehende Privatinteressen oder anderweitige 
öffentliche Interessen überwiegen und die Massnahme verhältnismässig sein. Als 
allgemeines Verfassungsprinzip nach Art. 5 Abs. 2 BV unterliegt die Verhältnismässigkeit 
an sich der uneingeschränkten Kognition. Verlangt aber bereits die Anwendung einer 
Gesetzesvorschrift gestützt auf unbestimmte Rechtsbegriffe eine Abwägung, hat das 
Gericht diese gegenüber dem Entscheid der Vorinstanz mit Zurückhaltung zu beurteilen 
(vgl. Marco Donatsch, in: Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons 
Zürich, 3. Aufl., § 50 N 34). Die Verhältnismässigkeit und Zumutbarkeit einer 
Unterschutzstellung kann umso eher bejaht werden, je höher die Schutzwürdigkeit eines 
Objektes zu gewichten ist. Das öffentliche Interesse verlangt, dass ein Baudenkmal recht 
eigentlich aus anderen Objekten herausragt und von bedeutendem kulturellem Wert ist 
(vgl. Walter Engeler, Das Baudenkmal im schweizerischen Recht, 2008, S. 48 f., 205 f.). 

14

Urteil V 2021 34

Ein Gegenstand der Vergangenheit mit besonderem Zeugnischarakter wird durch das 
erkennende Betrachten der Gesellschaft zum Denkmal (vgl. Eidgenössische Kommission 
für Denkmalpflege, Leitsätze zur Denkmalpflege in der Schweiz, 2007, S. 13). Bei den für 
die Denkmalwürdigkeit in § 25 Abs. 1 lit. a DMSG geforderten Qualifikationen der sehr 
hohen resp. neu äusserst hohen Werthaltigkeit handelt es sich um einen unbestimmten 
Rechtsbegriff. Davon spricht man, wenn eine gesetzliche Bestimmung die 
Voraussetzungen einer Rechtsfolge in offener unbestimmter Weise umschreibt. Jede offen 
formulierte Norm räumt einen gewissen Ermessensspielraum ein. Die Ausübung des 
Ermessens kann jedoch im Verwaltungsgerichtsverfahren dann nicht überprüft werden, 
wenn Entscheide des Regierungsrates zu beurteilen sind. Bei der Überprüfung der 
Anwendung von unbestimmten Rechtsbegriffen ist nach herrschender Lehre und 
Rechtsprechung ebenfalls eine gewisse Zurückhaltung durch eine gerichtliche Instanz 
angezeigt. Auch das Bundesgericht übt in diesen Fällen Zurückhaltung und billigt den 
Verwaltungsbehörden einen gewissen Beurteilungsspielraum zu, wenn der Entscheid 
besonderes Fachwissen oder Vertrautheit mit den tatsächlichen Verhältnissen voraussetzt 
und soweit die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die 
erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt wurden (BGE 135 II 
384 E. 2.2.2). Es hat mehrfach festgehalten (vgl. BGer 1C_555/2010 vom 23. Februar 
2011 E. 2.1; 1C_543/2009 vom 15. März 2010 E. 2.3), dass "bei der Prüfung der Frage, 
ob ein Objekt Schutz verdient, eine sachliche, auf wissenschaftliche Kriterien abgestützte 
Gesamtbeurteilung Platz zu greifen hat, welche den kulturellen, geschichtlichen, 
künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines Bauwerks berücksichtigt. Eine 
Baute soll als Zeuge und Ausdruck einer historischen, gesellschaftlichen, 
wissenschaftlichen und technischen Situation erhalten bleiben. Da 
Denkmalschutzmassnahmen oftmals mit schwerwiegenden Eigentumseingriffen 
verbunden sind, dürfen sie aber nicht lediglich im Interesse eines begrenzten Kreises von 
Fachleuten erlassen werden. Sie müssen breiter abgestützt sein und von einem grösseren 
Teil der Bevölkerung befürwortet werden, um Anspruch auf eine gewisse 
Allgemeingültigkeit erheben zu können. Schliesslich gilt auch für 
Denkmalschutzmassnahmen der Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Danach müssen 
staatliche Hoheitsakte für das Erreichen eines im übergeordneten öffentlichen Interesse 
liegenden Zieles geeignet, notwendig und dem Betroffenen zumutbar sein. Ein 
Grundrechtseingriff ist namentlich dann unverhältnismässig, wenn eine ebenso geeignete 
mildere Anordnung für den angestrebten Erfolg ausreicht." Dabei ist aber festzuhalten, 
dass rein finanzielle Interessen bei ausgewiesener Schutzbedürftigkeit für sich genommen 
nicht ausschlaggebend sein können. Je schutzwürdiger eine Baute ist, umso geringer sind 

15

Urteil V 2021 34

Rentabilitätsüberlegungen zu gewichten (BGer 1C_55/2011 vom 1. April 2011 E. 7.1 mit 
Verweisen).

2.4 Paragraph 30 DMSG regelt die Erneuerung und Veränderung von Denkmälern. 
Gemäss dessen Abs. 1a können geschützte Baudenkmäler nach den Bedürfnissen des 
heutigen Lebens und Wohnens für bisherige oder passende neue Zwecke genutzt und 
unter Berücksichtigung ihres Wertes verändert werden. Nach Abs. 2a werden 
Anpassungen der inneren Bausubstanz, welche eine alters- und behindertengerechte 
Nutzung oder einen zeitgemässen Wohnstandard bezwecken, bewilligt, sofern diesen 
nicht schwerwiegende denkmalpflegerische Interessen entgegenstehen.  

3.
3.1 Die Beschwerdeführerin akzeptiert im Grundsatz die Unterschutzstellung des 
Haupthauses, wobei sie in ihrer Begründung dennoch die denkmalpflegerischen Werte 
des ganzen Gebäudes als nicht im vom Gesetz geforderten Mass als erfüllt betrachtet. 
Ihre Anerkennung gründet offensichtlich in der Tatsache, dass das Haupthaus gemäss 
geltendem Bebauungsplan zu erhalten ist und sie keine Umbau- oder Neubauabsichten 
hegt. Hingegen beantragt sie formell die Aufhebung der Unterschutzstellung der 
rückwärtigen Werkstatt des "Haupthauses". 

3.1.1 Die Liegenschaft der Beschwerdeführerin ist zusammen mit den beiden Häusern 
GS G.________ und H.________ (C.________strasse 6 und 10) im Bundesinventar der 
schützenswerten Ortsbilder Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) verzeichnet. Die 
drei dekorreichen Wohn- und Verwaltungsbauten bilden gemäss ISOS-Eintrag eine 
repräsentative Bauzeile; die Häuser sind mit dem Ziel A grundsätzlich integral in ihrer 
Substanz zu erhalten. Durch die Aufnahme eines Objektes in ein Inventar des Bundes 
wird dargetan, dass es in besonderem Mass die ungeschmälerte Erhaltung, jedenfalls 
aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen Ersatzmassnahmen 
die grösstmögliche Schonung verdient (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Natur- 
und Heimatschutz, NHG; SR 451). Diese Schutzbestimmung gilt zwar in unmittelbarer 
Weise nur bei der Erfüllung von Bundesaufgaben, da verfassungsrechtlich gemäss Art 78 
Abs. 1 BV die Kantone für den Natur- und Heimatschutz – und damit auch für den 
Denkmalschutz – zuständig sind. Hingegen haben die Kantone die Bundesanliegen bei 
ihren Aufgaben zu berücksichtigen (vgl. etwa BGer 1C_474/2016 vom 1. Juni 2017 E. 

16

Urteil V 2021 34

3.2). Die Kantone dürfen grundsätzlich von den Zielen des ISOS abweichen, wenn 
überwiegende Interessen bestehen. Die Anliegen des Ortsbildschutzes und des 
Denkmalschutzes sind zwar nicht gleichzusetzen, überlagern sich aber in gewissen Teilen. 
Es ist daher nicht zu verkennen, dass das Erhaltungsziel A des ISOS, womit die 
Substanzerhaltung angestrebt wird, mit den Mitteln des Denkmalschutzes auf die 
(rechtlich) einfachste und nachhaltigste Weise gesichert werden kann.

3.1.2 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Beschluss die Liegenschaft der 
Beschwerdeführerin eingehend beschrieben. So hat er die Zusammenarbeit des 
planenden Architekten Dagobert Keiser mit dem Bauherrn, dem Bau- und Kunstschlosser 
K.________, die innere und äussere Gestaltung des Hauses als ausgezeichnetes Beispiel 
aus der Epoche des Heimatstils und die örtliche Situierung dargelegt und damit das 
Vorliegen der für eine Unterschutzstellung geforderten Kriterien begründet. Seine 
Erwägungen stützen sich auf die Empfehlung der kantonalen Denkmalkommission vom 
22. August 2019, diese basierend auf dem Fachbericht des ADA vom 6. August 2019, und 
stehen im Einklang mit dem ISOS-Eintrag. Auf diese Begründungen kann hier umfassend 
verwiesen und die Schutzwürdigkeit ohne weiteres bejaht werden. Der summarische 
Verweis auf den angefochtenen Entscheid kann hier genügen, da die Beschwerdeführerin 
dem Gericht zum Nachweis ihres Standpunktes im Wesentlichen dieselben Argumente 
wie im Vorverfahren darlegte und der Beschwerdegegner sich mit diesen 
auseinandersetzte. 

Soweit die Beschwerdeführerin zwar bezweifelt, dass die für den Denkmalschutz 
vorausgesetzten Kriterien im erforderlichen Mass vorliegen, die Unterschutzstellung des 
Haupthauses, nicht aber diejenige der Werkstatt, dennoch explizit akzeptiert, verhält sie 
sich widersprüchlich. Eine Unterschutzstellung löst nicht nur Pflichten und Rechte des 
Eigentümers, sondern eben auch solche der öffentlichen Hand aus; sie darf daher nicht 
auf blossen Wunsch oder Einverständnis des privaten Betroffenen bezüglich des für ihn 
genehmen Teils erfolgen. Vorliegend ist das Sockelgeschoss auf der Südseite 
durchgehend mit einheitlicher Fassaden- und Fenstergestaltung konzipiert und gebaut. Es 
ist daher nicht massgeblich, ob der Werkstattanbau von Anfang an geplant war oder nicht, 
oder ob das Haupthaus auch ohne Werkstatt bestehen könnte, wie die 
Beschwerdeführerin zur Untermauerung ihres Strandpunktes geltend macht. Eine 
separate Einschätzung des Werkstattanbaus rechtfertigt sich daher nicht (vgl. auch BGer 
1C_514/2020 vom 5. Mai 2021 E. 6.3, wonach nach den heute praktizierten Grundsätzen 

17

Urteil V 2021 34

der Denkmalpflege ein Bauwerk grundsätzlich als Ganzes betrachtet wird, zu dem auch 
weniger bedeutungsvolle Räume gehören). 

3.2 Mit der Feststellung, dass auch der Werkstattanbau die Kriterien gemäss § 25 
Abs. 1 lit. a DMSG erfüllt, ist noch nicht entschieden, ob er auch erhalten bleiben muss. 
Wie erläutert gebietet auch der ISOS-Eintrag nicht zwingend die Substanzerhaltung. 
Verlangt wird, dass das öffentliche Interesse an dessen Erhalt allfällige entgegenstehende 
private Interessen überwiegt. Die Beschwerdeführerin verweist in diesem Zusammenhang 
auf den Bebauungsplan von 1999, welcher bloss den Erhalt des Haupthauses 
vorschreibe. Diesem Plan gemäss bildet die Ostfassade der zwei südlich gelegenen, 
ebenfalls zu erhaltenden Liegenschaften zusammen mit der Ostfassade des Haupthauses 
der Beschwerdeführerin eine gerade Linie und eröffnet diese entlang bis zu den jeweiligen 
Grundstücksgrenzen an der SBB-Linie Gestaltungsmöglichkeiten. Damit, so die 
Beschwerdeführerin, sei entschieden worden, dass jedenfalls die Öffentlichkeit kein 
Interesse am Erhalt des Anbaus habe, die Schutzwürdigkeit in der gegebenen 
Hinterhofsituation offenbar nicht augenfällig gewesen sei. Dieser Einwand ist nicht ganz 
von der Hand zu weisen. Allerdings ist mit dem Beschwerdegegner festzuhalten, dass mit 
Bebauungsplänen eine gute städtebauliche Einordnung bezweckt und mögliche 
Bebauungen rechtsverbindlich innerhalb eines genau definierten Gebietes geregelt 
werden sollen (vgl. § 32 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes, PBG; BGS 721.11). 
Damit wird eine andere Zielrichtung als mit dem Denkmalschutz verfolgt. Das Faktum, 
dass der Regierungsrat somit im Jahr 1999 einen Bebauungsplan genehmigte, der nur 
den Erhalt des Haupthauses vorschrieb, lässt nicht den Schluss zu, dass er die 
Schutzwürdigkeit und damit die Erhaltung der ostseitigen Werkstattverlängerung 
verbindlich verneinte. Es gibt zudem keine Anhaltspunkte, dass der vom Stadtbauamt Zug 
dem Regierungsrat zur Genehmigung vorgelegte Bebauungsplan unter Einbezug des 
damaligen Dankmalschutzamtes erarbeitet worden wäre. 

Dem öffentlichen Interesse am integralen Erhalt des denkmalgeschützten Objekts sind die 
Privatinteressen gegenüberzustellen und zu gewichten. Die Beschwerdeführerin will sich 
die Möglichkeit eines Neubaus der Werkstatt offenhalten, womit auch die 
Betriebsbedingungen der eingemieteten Velowerkstätte verbessert werden könnten. 
Zudem will sie – heutigen Wohnbedürfnissen entsprechend – Balkone für die oberen 
Wohnungen erstellen. Zwar erlaube der Beschwerdegegner den Bau eines Balkonturms 
auf dem Dach des ostseitigen Anbaus, doch sei dieses nicht tragfähig und müsste mit 
unverhältnismässigem Aufwand saniert werden.  

18

Urteil V 2021 34

3.2.1 Betreffend den bewilligten Balkonturm kann vorab erkannt werden, dass gemäss 
§ 30 Abs. 1a DMSG geschützte Baudenkmäler nach den Bedürfnissen des heutigen 
Lebens und Wohnens unter Berücksichtigung ihres Werts verändert werden dürfen. 
Gestützt darauf hat der Beschwerdegegner zu Recht den Anbau eines Balkonturms bis 
zur Traufkante genehmigt. Eine Rechtsverletzung ist nicht zu sehen. 

3.2.2 Beim Augenschein konnte das Gericht selber feststellen, dass das Dach der 
Werkstatt, welches als Terrasse der Wohnung im 1. Obergeschoss genutzt wird, beim 
Begehen federt. Die Bedenken der Beschwerdeführerin, dass es nicht genügend stabil für 
einen Balkonturm ist, sind durchaus glaubwürdig und wurden auch seitens des ADA nicht 
ernsthaft bestritten. Wie und mit welchen Massnahmen das Dach verstärkt werden könnte, 
ob die Aussenwände der Werkstatt allein genug belastbar wären oder ob es zusätzliche 
tragende Mauern brauchen würde, wurde bisher nicht abgeklärt. Es liegen dazu keinerlei 
Kostenschätzungen vor. Fakt ist auch, dass der Bau des im Grundsatz von der Vorinstanz 
erlaubten, aber in seiner Ausgestaltung (Ausmass, Materialisierung) weder geplanten 
noch baurechtlich beurteilten Balkonturms massive bauliche Eingriffe in die Ostfassade 
zur Folge (Verankerung in der Fassade, Türeinschnitte etc.) haben wird. Die optische 
Wirkung der Ostfassade wird auch bei der gebotenen Sorgfalt durch den Balkonturm 
fraglos erheblich verändert werden. Weiter darf als gegeben betrachtet werden, dass mit 
heutiger Bautechnik sowohl das Werkstattdach verstärkt werden kann, dass aber auch der 
ostseitige Anbau abgebrochen werden könnte, ohne dass das "Haupthaus" in seinem 
Bestehen gefährdet würde. Gemäss § 30 DMSG dürfen Denkmäler mit entsprechender 
Bewilligung erneuert oder verändert werden, was auch einen Abbruch von Teilen 
miteinschliesst. Paragraph 31 DMSG erlaubt die Änderung oder gar die Aufhebung des 
Schutzes oder Anpassungen in Teilen. Aufgrund fehlender Studien zu Machbarkeit und 
Kosten der erlaubten – und nicht mehr in Erwägung zu ziehenden – Anpassungen sieht 
sich das Gericht nicht in der Lage zu beurteilen, wieweit die "Verunklärungen" der 
Ostfassade das Haus in seiner Schutzwürdigkeit tangieren, ob ein Neubau nicht 
insgesamt vorteilhafter wäre und wieweit die der Beschwerdeführerin verbleibenden 
Kosten trotz Beteiligung der öffentlichen Hand zumutbar sind. Ebenfalls nicht geklärt 
wurde, ob die Bedürfnisse des eingemieteten Gewerbebetriebes auf die Dauer in den 
bestehenden Lokalitäten gedeckt sind; zweifellos liegt der Erhalt von Gewerbebetrieben im 
städtischen Raum auch im hohen öffentlichen Interesse. 

19

Urteil V 2021 34

3.3 Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass das ganze Haus inklusive 
Werkstatt in seiner äusseren Erscheinung die wissenschaftlichen, kulturellen und 
heimatkundlichen Werte im Sinne von § 25 Abs. 1 DMSG erfüllt, dass aber betreffend den 
ostseitigen Werkstattanbau die Grundlagen für die Beurteilung der Privatinteressen der 
Beschwerdeführerin resp. der Verhältnismässigkeit nicht ausreichend sind. Eine fundierte 
Interessenabwägung ist nicht möglich. Bei Vorlage von verlässlichen Studien oder 
allenfalls einem konkreten Projekt wird entschieden werden müssen, ob das ADA 
weiterhin an der Unterschutzstellung festhält und ob allenfalls vertragliche Vereinbarungen 
getroffen werden können. Eine Entlassung der Werkstatt aus dem Denkmalschutzbereich 
rechtfertigt sich aber bei dieser Sachlage noch nicht. 

4.
4.1 Die Beschwerdeführerin beantragt weiter die Entlassung der 
Ausstattungselemente im Innern des Gebäudes mit Ausnahme des Treppenhauses, der 
stuckierten Decken, der Radiatoren und der Wandtäfer. Der vom Beschwerdegegner 
verfügte Schutzumfang betrifft nebst dem Treppenhaus die historische Ausgestaltung in 
den Wohnungen im 1. und 2. Obergeschoss. Gemäss den Erwägungen im angefochtenen 
Beschluss handelt es sich dabei nebst den von der Beschwerdeführerin akzeptierten 
Elementen um Türgewände, Türen mit dekorierten Beschlägen sowie um die 
Parkettböden. Nicht eingeschlossen im Schutzumfang sind die darüber liegenden 
Wohnungen im Dachgeschoss. Die Beschwerdeführerin beanstandet nicht, dass die 
Grundrissorganisation der Wohnungen bestehen bleibt. Ihr Interesse fokussiert sich 
aufgrund ihrer Eingaben insbesondere auf den angeordneten Erhalt des originalen 
Parketts, soweit er nicht schon ohnehin ersetzt worden sei. 

4.1.1 Gemäss Aktennotiz des ADA vom 18. Juli 2019 wurde bei einer Begehung der 
Wohnung im 1. Obergeschoss festgestellt, dass in vier Zimmern noch das originale 
Buchenparkett liege, welches widerstandsfähig und langlebig sei. Grundsätzlich müsse es 
bloss überschliffen und geölt werden. Damit das Knarren der Böden eliminiert werden 
könne, könnte das Parkett ausgebaut, eine neue Unterkonstruktion errichtet, dann 
austariert und rückseitig kalibriert wieder eingebaut werden. Der vom ADA dazu 
beigezogene Fachmann, Restaurator Holzbau und Antikschreiner, schätzte die Kosten 
laut seinem Schreiben vom 29. Juli 2019 auf ca. Fr. 895.–/m2, was bei rund 70 m2 
Sanierungskosten von über Fr. 60'000.– ergäbe. Ein von der Beschwerdeführerin 
angefragter Parkettbauer erachtete das Buchenparkett auf diese Weise als nicht mehr zu 
retten, da beim Ausbau viel Material wegbrechen werde. Nach den Ausführungen der 

20

Urteil V 2021 34

Beschwerdeführerin würden die Kosten für der Einbau eines neuen Parketts rund 
Fr. 20'000.– betragen. Das Gericht besichtigte am 1. Juni 2022 die Wohnung im 
1. Obergeschoss. Dabei konnte festgestellt werden, dass in den vier strassenseitig 
gelegenen Zimmern noch das originale Parkett liegt, während die Böden in den übrigen 
Räumen neu und teilweise durch Eichenparkett ersetzt sind. Die Niveauunterschiede 
zwischen den neuen und den alten Böden betragen rund 5 cm. Der Augenschein 
bestätigte die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Mängel, so etwa Risse, 
Unebenheiten, Flickstellen und Knarren des Parketts. Weiter brachte die Eigentümerin vor, 
dass im nordwestlichen, direkt über dem Treppenhaus gelegenen Zimmer der 
Temperaturunterschied aufgrund der fehlenden Dämmung im Vergleich zu den übrigen 
Zimmern rund 6 Grad betrage. Auch diese Aussage wurde nicht bestritten und erscheint 
glaubhaft. Die Vertreterin des ADA verwies auf die schon vorgängig vertretene Meinung, 
wie die anerkannten Probleme beseitigt werden könnten, so entweder die von ihrem 
beigezogenen Holzfachmann vorgeschlagene Massnahme oder das Abdecken des 
Parketts mittels eines neuen Belages, den man aber wieder ohne Beschädigung des 
originalen Parketts zurückbauen können müsste. Betreffend das nordwestliche Zimmer 
über dem Treppenhaus könne sie sich vorstellen, dass auf eine Unterschutzstellung des 
Parketts verzichtet werden könnte. Das herausgebrochene Holz könnte dann nach ihrer 
Vorstellung für die Restauration der übrigen Parkettböden dienen. 

4.1.2 Das Bundesgericht hat wiederholt festgehalten, dass beim Schutz einzelner 
Bauteile das Zusammenwirken von Innerem und Äusserem zu beurteilen sei. Bei der 
Beurteilung der Schutzwürdigkeit einzelner Teile sei deren Bedeutung für das Verständnis 
und die Kohärenz des Ganzen einzubeziehen. So könne berücksichtigt werden, dass eine 
Wohneinheit ohne bestimmte Bauelemente der Innenausstattung in ihrer Wirkung als 
Gesamtanlage nicht vollständig zur Geltung käme (vgl. BGer 1C_514/2020 vom 5. Mai 
2021 E. 6.3 m.H.). Gemäss § 30 Abs. 2a DMSG werden Anpassungen der inneren 
Bausubstanz, welche eine alters- und behindertengerechte Nutzung oder einen 
zeitgemässen Wohnstandard bezwecken, bewilligt, sofern diesen nicht schwerwiegende 
denkmalpflegerische Interessen entgegenstehen. Mit dieser Bestimmung erhalten die 
privaten Interessen ein höheres Gewicht und sollen damit auch eine (verbesserte) 
Akzeptanz des Denkmalschutzes bewirken. Diese Regelung, welche im Übrigen vom 
Bundesgericht nicht korrigiert wurde, lässt zu, dass Denkmalschutzinteressen den privaten 
Interessen untergeordnet werden, sofern sie damit nicht schwer beeinträchtigt werden. Zu 
fordern ist in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur, dass das 
Denkmal in seiner Zeugenhaftigkeit und Aussagekraft Bestand behält. 

21

Urteil V 2021 34

Vorliegend ist erkennbar, dass die Beschwerdeführerin in respektvoller Weise die 
historischen, gut erhaltenen und gepflegten Ausstattungselemente, die ja durchaus Teil 
ihrer eigenen Familiengeschichte darstellen, schützen will. Verständlich ist dagegen ihr 
Wunsch, die Böden ihrer Wohnung mit einheitlichem Parkett zu bedecken, was einerseits 
schwellenfreie (und damit auch altersgerechte) Übergänge in die Zimmer schafft, 
anderseits auch in die doch nicht allzu grossräumige Wohnung eine optische Ruhe bringt. 
Zudem sind gedämmte Böden energetisch fraglos von grosser Bedeutung. Ihr hohes 
privates Interesse an der Gestaltungsfreiheit in ihrer eigenen Wohnung ist gegeben. 
Demgegenüber stellt sich die Frage, ob die Interessen des Denkmalschutzes, sofern ihr 
diese Freiheit gewährt wird, schwerwiegend missachtet werden. Dies darf vorliegend 
verneint werden. Mit den Ausstattungselementen, die sie als schützenswert akzeptiert, 
besteht keine Gefahr des vom ADA befürchteten Attrappenkults. Dass mit einem neuen 
Bodenbelag die Zeugenhaftigkeit des Baudenkmals verloren ginge, nachdem das alte 
Parkett im Einverständnis des ADA auch versteckt werden darf, ist nicht erkennbar. 
Essentiell erscheint dem Gericht, dass die Wohnungen im 1. und 2. Obergeschoss in ihrer 
Grundstruktur substantiell erhalten bleiben und die historischen Elemente, so sie noch gut 
erhalten sind und dem zeigemässen Wohnen nicht entgegenstehen, als Zeitzeugen 
dienen. In diesem Zusammenhang darf nach Erachten des Gerichts beachtet werden, 
dass die Öffentlichkeit tatsächlich keinen Zugang in die Privaträume der 
Beschwerdeführerin hat und dass nach ihren verständlichen Wohnbedürfnissen lebende 
Privateigentümer den Erhalt von Baudenkmälern letztlich langfristig sichern. Mit dieser 
Einschätzung erübrigt sich die Prüfung der Frage, ob die Mehrkosten für die Sanierung für 
die Beschwerdeführerin auch unter Abzug der Beiträge der öffentlichen Hand zumutbar 
wären, eine Frage, die im Übrigen auch vom Beschwerdegegner nicht beurteilt wurde, da 
ihm aus nicht bekannten Gründen die Kostenschätzungen nicht vorlagen. 

Mit einbezogen in den Schutzumfang wurden Türgewände und Türen. Diese fanden beim 
Augenschein keine besondere Beachtung. Auch die Vertreterin des ADA unterliess es, auf 
Besonderheiten hinzuweisen. Angesichts der Tatsache, dass die Wohnungen in ihrer 
Grundstruktur zu erhalten sind, besteht keine Gefahr, dass Türgewände und Türen nicht 
die notwendige und mögliche Pflege durch die Beschwerdeführerin erhalten, zumal sie 
dies glaubhaft zugesichert hat. Eine Notwendigkeit, diese somit gegen deren Willen unter 
Schutz zu stellen, ist daher nicht ersichtlich. 

22

Urteil V 2021 34

4.2 Damit ergibt sich, dass der Schutzumfang im Innern antragsgemäss auf das 
Treppenhaus, die stuckierten Decken, die Radiatoren und die Wandtäfer zu beschränken 
ist. 

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. 
Konkret ist betreffend den Werkstattanbau festzustellen, dass der Sachverhalt 
ungenügend geklärt ist, womit die Grundlagen für die Prüfung der Verhältnismässigkeit 
und für die Abwägung der Interessen des Denkmalschutzes und der Privatinteressen nicht 
ausreichend vorhanden sind. Dies stellt eine Rechtsverletzung dar (§ 63 Abs. 2 VRG). Ob 
die Werkstatt aus dem Schutzumfang zu entlassen ist, wird spätestens dann zu 
entscheiden sein, wenn die Beschwerdeführerin mit einem konkreten Projekt vorstellig 
wird, welches aber vorzugsweise unter Einbezug des ADA entwickelt werden sollte. Der 
Antrag der Beschwerdeführerin auf Beschränkung des Schutzumfanges im Innern wird 
vollumfänglich gutgeheissen. Der Beschwerdegegner hat, wiewohl er zwar selber festhielt, 
dass der Schutz des Innern einen stärkeren Eingriff in die Eigentumsrechte des 
Betroffenen darstellt als derjenige des Äusseren, nicht rechtsgenügend zu begründen 
vermocht, weshalb die Anliegen der Beschwerdeführerin das Denkmal in 
schwerwiegender Weise beeinträchtigen. Entgegen der Bestimmung von § 30 Abs. 2a 
DMSG hat er ihr die Möglichkeiten für Anpassungen versagt. Dies ist als Rechtsverletzung 
zu qualifizieren.

6. Mit diesem Entscheid obsiegt die Beschwerdeführerin in weiten Teilen resp. 
unterliegt in geringem Mass. Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG trägt die unterliegende 
Partei im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Kosten. Hat keine Partei ganz 
obsiegt, sind die Kosten in dem Verhältnis zu teilen, in welchem die Parteien unterlegen 
sind (§ 23 Abs. 2 VRG). Obwohl der Beschwerdegegner überwiegend unterliegt, sind ihm 
in Anwendung von § 24 Abs. 1 VRG keine Kosten zu belasten. Im vorinstanzlichen 
Verfahren verzichtete er unter Verweis auf § 25 VRG, der Beschwerdeführerin Kosten 
aufzuerlegen. Diese Erwägungen können auf das verwaltungsgerichtliche Verfahren 
übernommen werden, so dass der Beschwerdeführerin keine Kosten in Rechnung gestellt 
werden. Hingegen hat sie gestützt auf § 28 Abs. 2 VRG Anspruch auf eine 
Parteientschädigung zulasten des Regierungsrats, welche in Anbetracht ihres nicht 
vollumfänglichen Obsiegens auf Fr. 3'000.– (inkl. MWST und Barauslagen) festgelegt wird.

23

Urteil V 2021 34

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Entscheid 
insoweit abgeändert, als
1.1 der Schutzumfang im Innern auf die von der Beschwerdeführerin anerkannten 
Ausstattungselemente (Treppenhaus, stuckierte Decken, Radiatoren, Wandtäfer) 
beschränkt wird und
1.2 die ostseitige Verlängerung (Werkstatt) nicht unter Schutz gestellt wird, 
sondern im Inventar der schützenswerten Denkmäler verbleibt.

2. Es werden keine Kosten erhoben. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– wird ihr zurückerstattet.

3. Der Beschwerdegegner hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'000.– (inkl. MWST und Barauslagen) 
zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an den 
Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach), an den Stadtrat von Zug und zum 
Vollzug von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug (nur 
Rubrum und Dispositiv) sowie zur Kenntnis an Bauforum Zug, Historischer Verein 
des Kantons Zug, Militärhistorische Stiftung des Kantons Zug, Archäologischer 
Verein Zug, Industriepfad Lorze und Zuger Heimatschutz.

Zug, 28. November 2022
Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber
versandt am