# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3abfb19-1acc-5901-9824-e27f0da19511
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-06-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.06.2019 D-3097/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3097-2019_2019-06-26.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-3097/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 6 .  J u n i  2 0 1 9  

Besetzung 
 Einzelrichter Jürg Marcel Tiefenthal, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher, 

Gerichtsschreiber Daniel Merkli 

 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

dessen Ehefrau B._______,  

geboren am (…), 

und deren Kinder C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

und E._______, geboren am (…), 

Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik, 

alle vertreten durch Stephan Nüesch, Anwaltsbüro Nüesch, 

(…)  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung 

(Beschwerde gegen Wiedererwägungsentscheid); 

Verfügung des SEM vom 23. Mai 2019. 

 

 

D-3097/2019 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden am 18. Mai 2015 (Beschwerdeführer) be-

ziehungsweise am 8. Februar 2016 (Beschwerdeführerin und gemeinsame 

Kinder) in der Schweiz um Asyl nachsuchten, 

dass der Beschwerdeführer geltend machte, albanischer Ethnie zu sein 

und aus F._______ zu stammen, 

dass er nach Absolvierung der Polizeischule und mehreren Jahren Tätig-

keit als Kriminalitätsfahnder 1994 zum Hauptverantwortlichen im operati-

ven Dienst von F._______ ernannt worden sei, berufsbegleitend die juristi-

sche Hochschule in G._______ absolviert habe und von 2001 bis 2002 als 

Drogenfahnder tätig gewesen sei,  

dass er während der Kriegszeit des Terrorismus beschuldigt worden und 

vom 16. April 2002 bis 31. Oktober 2002 in Untersuchungshaft gewesen 

und misshandelt worden sei,  

dass er nach Kontaktierung mehrerer amtlichen Stellen (u.a. Justizminister, 

Innenminister, Ombudsmann) schliesslich von allen Anschuldigungen frei-

gesprochen worden sei, 

dass sich während seiner Tätigkeit als Manager bei einer Sicherheitsagen-

tur ein bewaffneter Übergriff auf die Sicherheitsmitarbeiter ereignet habe 

und er im Rahmen eines Gerichtsverfahrens von jeglicher Mitschuld frei-

gesprochen worden sei,  

dass er von 2007 bis 2014 im Justizministerium als Gerichtsvollzieher tätig 

gewesen sei und im Jahre 2011 unter Alkoholeinfluss einen Autounfall ver-

ursacht habe, wobei das anschliessende Verfahren, da es sich bei den Ge-

schädigten um ethnische Mazedonier gehandelt habe, nicht rechtskonform 

verlaufen sei (Zahlung einer Busse von 500 Euro), 

dass er trotz Kündigung im Dezember 2014 wegen seines grossen Leis-

tungsausweises auf Geheiss des Direktors weiter angestellt gewesen sei, 

jedoch schliesslich auf Druck des staatlichen Geheimdienstes entlassen 

worden sei, 

dass im Jahre 2005 ein Strafverfahren gegen fünf Personen, politische 

Funktionäre und Hauptverantwortliche des Geheimdienstes, welche die 

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Seite 3 

fingierte Anklage wegen Terrorismus gegen ihn eingereicht hätten, einge-

leitet worden sei, welches immer noch hängig sei, 

dass dieses Verfahren lediglich dazu diene, gegenüber Europa den An-

schein eines funktionierenden mazedonischen Rechtsstaates zu erwe-

cken, und die Angeklagten ihn als Zeugen und Geschädigten bis zu seiner 

Ausreise immer wieder bedroht hätten, 

dass er während seiner polizeilichen Karriere immer wieder Zeuge der Zu-

sammenarbeit der Behörden mit Kriminellen geworden sei und ihn deswe-

gen der Geheimdienst eliminieren wolle,  

dass er sich aufgrund des permanenten Druckes zur Ausreise entschlos-

sen habe, wobei sein Bruder in der Folge von Angehörigen einer kriminel-

len Splittergruppe einer Regierungspartei nach seinem Verbleib befragt 

und schwer misshandelt worden sei, 

dass er, der Beschwerdeführer, sich seit dem 14. Dezember 2017 in fach-

ärztlicher psychotherapeutischer Behandlung befinde und an einer post-

traumatischen Belastungsstörung (PTBS) und einer schweren depressiven 

Episode mit suizidalen Tendenzen leide (vgl. ärztlicher Bericht vom 9. Ja-

nuar 2018), 

dass die Beschwerdeführerin die Angaben des Beschwerdeführers bestä-

tigte und ihrerseits geltend machte, als Polizistin erfahren zu haben, dass 

statt die Täter der misshandelte Bruder ihres Ehemannes auf Druck hin zu 

einer Haftstrafe verurteilt worden sei, 

dass dieser in der Zwischenzeit Mazedonien verlassen und sie ihrem Ehe-

mann die Verfahrensakten in Kopie übermittelt habe, weshalb sie nun be-

fürchte, bei einer Rückkehr wegen der Aktenübermittlung in Mazedonien 

zu einer Freiheitsstrafe verurteilt zu werden, 

dass sie an verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden leide (Schild-

drüsenfunktionsstörung, Blutarmut, Diabetes), 

dass die Beschwerdeführenden zur Stützung ihrer Vorbringen mehrere Do-

kumente einreichten (u.a. Beschluss der Staatsanwaltschaft vom (…), Be-

stätigungsschreiben (…), Urteil vom […]), 

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Seite 4 

dass das SEM mit Verfügung vom 28. März 2018 die Asylgesuche der Be-

schwerdeführenden abwies, deren Wegweisung aus der Schweiz anord-

nete und den Vollzug als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,  

dass es zur Begründung des ablehnenden Entscheides festhielt, dass die 

Vorbringen der Beschwerdeführenden weder glaubhaft (fehlende Substan-

ziierung) noch asylrelevant seien (Strafverfahren gemeinrechtlicher Natur, 

keine Anzeichen für Politmalus, bestehende Schutzfähigkeit, fehlender 

Kausalzusammenhang), 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil D-2059/2018 vom 10. Okto-

ber 2018 die gegen den Entscheid des SEM vom 28. März 2018 erhobene 

Beschwerde abwies, womit dieser in Rechtskraft erwuchs,  

dass es unter anderem darauf hinwies, dass Mazedonien als Safe Country 

im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (SR 142.31) gelte und es den 

Beschwerdeführenden nicht gelinge, diese gesetzliche Regelvermutung 

umzustossen, 

dass die Beziehungen zwischen den beiden grössten Bevölkerungsgrup-

pen Mazedoniens, den ethnischen Mazedoniern und Albanern, zwar als 

angespannt zu bezeichnen seien, indessen nicht von einer staatlichen oder 

gar systematischen Diskriminierung der albanischen Bevölkerungsgruppe 

von staatlicher Seite beziehungsweise von einem ungenügenden Schutz-

willen oder fehlender Schutzfähigkeit der staatlichen Behörden gesprochen 

werden könne, 

dass es hinsichtlich der psychischen Schwierigkeiten des Beschwerdefüh-

rers auf die Möglichkeit hinwies, nötigenfalls geeignete Massnahmen zu 

ergreifen mit dem Ziel, allfällige suizidale Tendenzen im Zusammenhang 

mit der Ausschaffung zu verhindern,  

dass das SEM das an die zuständigen kantonalen Behörden gerichtete, 

zuständigkeitshalber weitergeleitete Schreiben der Beschwerdeführenden 

vom Januar 2019 als sinngemässes Wiedererwägungsgesuch entgegen-

nahm, 

dass der Beschwerdeführer geltend machte, er sei für die mazedonische 

Partei VMRO DPMNE (Internal Macedonian Revolutionary Organization – 

Democratic Party for Macedonian National Unity) ein dauerhaftes Ziel, weil 

er nachhaltig mitgeholfen habe, nationalistische Projekte gegen die albani-

sche Minderheit zu unterbinden, 

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Seite 5 

dass Angehörige der Partei VMRO DPME für den Tod seines Bruders, der 

beim Versuch, Mazedonien zu verlassen, an Stelle von ihm selbst zu Tode 

geprügelt worden sei, verantwortlich seien, 

dass er auch der Bedrohung durch den Anführer der albanischen Partei 

PDSH (Demokratische Partei Albaniens) ausgesetzt sei, da er wiederholt 

«kriminell-korrupte Projekte und Geschäfte dieser Partei» aufgedeckt 

habe», 

dass er im Weiteren Behelligungen durch Angehörige der albanischen Par-

tei DUI (Demokratische Union für Integration), Kriminelle und den Geheim-

dienst befürchte, 

dass nicht auszuschliessen sei, dass die schweizerischen Behörden ihre 

Asylakten den mazedonischen Behörden übermittelten,  

dass im Weiteren ein ärztliches Zeugnis vom 2. November 2018 einge-

reicht wurde, in welchem dem Beschwerdeführer das Vorliegen einer post-

traumatischen Belastungsstörung (PTBS), einer anhaltenden depressiven 

Symptomatik und einer generalisierten Angststörung attestiert wird, 

dass schliesslich mit auf den 20. Februar 2019 datierter Eingabe beim SEM 

ein Schreiben der Mutter des Beschwerdeführers eingereicht wurde, worin 

diese bestätigt, dass sich zwei Personen in Zivil bei ihr nach seinem Auf-

enthalt erkundigt hätten, 

dass das SEM mit Entscheid vom 23. Mai 2019 das sinngemässe Wieder-

erwägungsgesuch abwies, seine Verfügung vom 28. März 2018 als rechts-

kräftig und vollstreckbar erklärte und eine Gebühr in der Höhe von Fr. 600.– 

erhob, 

dass es im Weiteren feststellte, einer allfälligen Beschwerde komme keine 

aufschiebende Wirkung zu, 

dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 

19. Juni 2018 an das Bundesverwaltungsgericht unter Beilage mehrerer 

Dokumente (ärztliche Berichte des […] H._______ vom 18. Februar 2019, 

12. März 2019, 17. April 2019 und vom 23. April 2019, Stellungnahme der 

behandelnden Ärzte vom 5. Juni 2019) gegen diese Verfügung Be-

schwerde erhoben,  

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Seite 6 

dass die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die Gewährung 

von Asyl und in verfahrensrechtlicher Hinsicht die Erteilung der aufschie-

benden Wirkung der Beschwerde im Sinne einer vorsorglichen Mass-

nahme beantragt wurde, 

 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

[SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass für das vorliegende Verfahren das bisherige Recht gilt (vgl. Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 

2015), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten,  

dass in Anwendung von Art. 111 Abs. 1 AsylG auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet wurde,  

dass sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist und im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten 

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Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin (Art. 111 Bst. e AsylG) 

ohne Weiterungen und mit summarischer Begründung zu behandeln ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass das Wiedererwägungsverfahren im Asylrecht spezialgesetzlich gere-

gelt ist (Art. 111b ff. AsylG) und ein entsprechendes Gesuch dem SEM in-

nert 30 Tagen nach Entdeckung des Wiedererwägungsgrundes schriftlich 

und begründet einzureichen ist,  

dass sich im Übrigen das Verfahren nach den revisionsrechtlichen Bestim-

mungen von Art. 66–68 VwVG (aArt. 111b Abs. 1 AsylG) richtet, 

dass das Wiederwägungsgesuch in seiner praktisch relevantesten Form 

die Änderung einer ursprünglich fehlerfreien Verfügung aufgrund einer 

nachträglich eingetretenen erheblichen Veränderung der Sachlage be-

zweckt (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asyl-

rekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 21 E. 1 S. 202 ff.) und  gemäss herr-

schender Lehre und ständiger Praxis des Bundesgerichts aus Art. 29 BV 

unter bestimmten Voraussetzungen ein verfassungsmässiger Anspruch 

auf Wiedererwägung abgeleitet wird (vgl. BGE 127 I 133 E. 6 S. 137 f. 

m.w.H.), 

dass danach auf ein Wiedererwägungsgesuch einzutreten ist, wenn sich 

der rechtserhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid be-

ziehungsweise seit dem Urteil der mit Beschwerde angerufenen Rechts-

mittelinstanz in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüng-

liche (fehlerfreie) Verfügung an nachträglich eingetretenen Veränderungen 

der Sachlage anzupassen ist, 

dass, falls die abzuändernde Verfügung unangefochten blieb oder ein ein-

geleitetes Beschwerdeverfahren mit einem blossen Prozessentscheid ab-

geschlossen wurde, auch Revisionsgründe einen Anspruch auf Wiederer-

wägung begründen (zum sogenannten «qualifizierten Wiedererwägungs-

gesuch» vgl. etwa EMARK 2003 Nr. 17 E. 2.a S. 103 f. m.w.H.), 

dass ebenfalls im Rahmen einer Wiedererwägung Beweismittel geprüft 

werden können, die erst nach einem materiellen Beschwerdeentscheid des 

Bundesverwaltungsgerichts entstanden sind und daher revisionsrechtlich 

nicht von Relevanz sein können (vgl. BVGE 2013/22 E. 12.3), 

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dass im Wiedererwägungsgesuch, wie vom SEM in der angefochtenen 

Verfügung zutreffend ausgeführt, die bereits geprüften und als nicht glaub-

haft erachteten Vorbringen verstärkt im politischen Kontext Mazedoniens 

zu verorten versucht werden, ohne diese indessen näher zu substanziie-

ren, 

dass die Beweiskraft des mit dem Wiedererwägungsgesuch eingereichten 

Bestätigungsschreibens der Mutter des Beschwerdeführers, worin diese 

bestätigt, dass sich zwei Personen in Zivil bei ihr nach seinem Aufenthalt 

erkundigt hätten, vor dem Hintergrund der Unglaubhaftigkeit der Vorbrin-

gen und der naheliegenden Möglichkeit, dass es sich um ein blosses Ge-

fälligkeitsschrieben handelt, als gering einzustufen ist, 

dass an dieser Einschätzung die Entgegnung in der Beschwerde, wonach 

die Verfasserin des Schreibens keine plausible Veranlassung gehabt habe, 

die Unwahrheit zu sagen, nichts daran zu ändern vermag, 

dass im ärztlichen Bericht vom 2. November 2018 unter anderem festge-

halten wird, dass sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers nach dem ablehnenden Asylentscheid verschlechtert und dieser 

einen Suizidversuch unternommen habe, 

dass hierzu festzuhalten ist, dass der wegweisende Staat gemäss Praxis 

des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) nicht ver-

pflichtet ist, vom Vollzug der Ausweisung Abstand zu nehmen, falls Auslän-

der für den Fall des Vollzugs des Wegweisungsentscheids mit Suizid dro-

hen, 

dass die Ausschaffung, ergreift der wegweisende Staat Massnahmen, um 

die Umsetzung einer Suiziddrohung zu verhindern, nicht gegen Art. 3 

EMRK zu verstossen vermag (vgl. die Entscheide des EGMR vom 30. Juni 

2015 i.S. A.S. gegen die Schweiz, Nr. 39350/13, und vom 7. Oktober 2004 

i.S. Dragan und andere gegen Deutschland, Nr. 33743/03, letzteres ange-

führt in EMARK 2005 Nr. 23 E. 5.1 S. 212, Urteil des BGer 2C_856/2015 

vom 10. Oktober 2015 E. 3.2.1), 

dass es der Vollzugsbehörde obliegt und im konkreten Fall Gewähr dafür 

besteht, dass nötigenfalls geeignete Massnahmen ergriffen werden könn-

ten mit dem Ziel, allfällige suizidale Tendenzen beim Beschwerdeführer im 

Zusammenhang mit der Ausschaffung zu verhindern, 

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Seite 9 

dass im Weiteren auf die Behandelbarkeit der psychischen Schwierigkei-

ten des Beschwerdeführers im Heimatstaat verwiesen werden kann, 

dass mit der Beschwerde mehrere ärztliche Berichte eingereicht wurden, 

aus denen hervorgeht, dass der Beschwerdeführer in der Zwischenzeit we-

gen chronischer Entzündung der Nasenschleimhaut im […] H._______ 

operativ behandelt wurde, 

dass in der Beschwerde geltend gemacht wird, dass durch die eingereich-

ten ärztlichen Berichte aufgezeigt werde, dass die genannte chronische 

Krankheit von schweren Gesichtsverletzungen im Jahre 2002 herrühre, 

dass diese Gesichtsverletzungen nur von Folterung und Misshandlung her-

rühren könnten, welche vom Beschwerdeführer glaubhaft dargelegt wor-

den seien,  

dass es ohne Weiteres möglich sei, aufgrund eines medizinischen Gutach-

tens den Zusammenhang zwischen der Körperverletzung im Nasenbereich 

und der durchgeführten Operation zweifelsfrei herzustellen, weshalb ein 

solches Gutachten durch das […] H._______ zu erstellen sei, 

dass der Rechtsvertreter damit sinngemäss den Nachweis der im Be-

schwerdeverfahren unbewiesen gebliebenen Tatsache der Misshandlung 

des Beschwerdeführers während der Untersuchungshaft zu erbringen ver-

sucht, 

dass indessen die eingereichten ärztlichen Berichte zum Nachweis der 

Misshandlungen in der geltend gemachten Form nicht geeignet sind, steht 

doch durch diese nicht zwingend fest, dass die chronische Entzündung der 

Nasenschleimhaut tatsächlich von Gesichtsverletzungen herrührt, 

dass selbst unter der Annahme, dass die Nasenbeschwerden von Ge-

sichtsverletzungen herrührten, kein Nachweis dafür bestünde, dass die 

Gesichtsverletzungen dem Beschwerdeführer im behaupteten Rahmen zu-

gefügt worden wären,  

dass bei dieser Sachlage der Antrag in der Beschwerde, es sei ein diesbe-

zügliches medizinisches Gutachten durch das Kantonsspital H._______ zu 

erstellen, mangels Notwendigkeit abzuweisen ist, 

dass folglich keine neuen entscheidenden Beweismittel im Sinne des Re-

visionsgrundes von Art. 123 Abs. 2 Bst. a BGG vorliegen (vgl. MOSER/ 

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Seite 10 

BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 

2. Aufl. 2013, S. 307 f. Rz. 5.51), 

dass sich die übrigen Argumente in der Beschwerde in blossen Behaup-

tungen und einer Wiederholung der bereits im Rahmen des vorangegan-

genen Asylverfahrens geltend gemachten Vorbringen erschöpfen,  

dass aufgrund der Behandelbarkeit der medizinischen Schwierigkeiten des 

Beschwerdeführers im Heimatstaat auch im jetzigen Zeitpunkt von der Zu-

mutbarkeit des Wegweisungsvollzugs der Beschwerdeführenden nach Ma-

zedonien auszugehen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig oder vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit dem Ent-

scheid in der Hauptsache gegenstandslos wird,  

dass bei diesem Ausgang die Kosten von Fr. 750.– (Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den Beschwerde-

führenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

 

  

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Seite 11 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 

Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

 

Der Einzelrichter:    Der Gerichtsschreiber 

 

 

Jürg Marcel Tiefenthal   Daniel Merkli 

 

 

 

Versand: