# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83227b85-3b0f-5d1e-a5c7-a9794e40437a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-10-10
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 10.10.2018 B 2017/261
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2017-261_2018-10-10.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2017/261

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 10.10.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 10.10.2018
Gebühr für Bewilligung eines Plakatwerbeträgers. Art. 32 Abs. 1 EV zum SVG 
(sGS 711.1), Art. 94 Abs. 1 VRP, Art. 3 Abs. 1 und Art. 11 VGV (sGS 821.1), 
Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip. Es ist nicht notwendig, dass die 
Gebühren für die Bewilligung eines Plakatwerbeträgers in jedem Fall genau 
dem Verwaltungsaufwand entsprechen. Sie sollen aber nach sachlich 
vertretbaren Kriterien bemessen sein. Bei der Erhebung der Gebühren ist 
nicht nur das Ziel der Kostendeckung zu beachten, sondern auch ein 
kostenabhängiger Vorteilsausgleich, welchem der Beschwerdeführerin 
durch Erteilung der Bewilligung entsteht. Durch Nutzung des 
Plakatwerbeträgers kann Beschwerdeführerin finanzielle Vorteile erzielen. 
Die erhobene Gebühr überschreitet den gesetzlich festgesetzten 
Gebührenrahmen nicht. Innerhalb dieses Gebührenrahmens kommt der 
Vorinstanz ein erheblicher Ermessenspielraum zu. Im vorliegenden Fall ist 
keine Verletzung der Grundsätze des Kostendeckungs- sowie des 
Äquivalenzprinzips festzustellen. Abweisung der Beschwerde 
(Verwaltungsgericht, B 2017/261).

Entscheid vom 10. Oktober 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungsrichter Zogg; 

Gerichtsschreiberin Schambeck

Verfahrensbeteiligte

X.__ AG,

Beschwerdeführerin,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. David Brunner, Advokaturbüro Brunner Geiser 

Dudli, Hinterlauben 12, 9000 St. Gallen,

gegen

Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

Kantonspolizei St. Gallen, Klosterhof 12, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Reklamegesuch Plakatwerbeträger für wechselnde Fremdwerbung (Gebühr)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

a. Die X.__AG reichte am 17. Februar 2016 bei der Baukommission der Gemeinde R.__ 

ein Baugesuch zur Erstellung eines freistehenden, doppelseitigen und unbeleuchteten 

Plakatwerbeträgers Soleil F12 mit den Massen 268,5 x 128 cm für wechselnde 

Fremdwerbung beim Einkaufscenter S.__, Q.__-strasse (Kantonsstrasse), in R.__ 

(Parzelle Nr.__) ein. Mit Verfügung vom 30. November 2016 erteilte das kantonale 

Strasseninspektorat für das Aufstellen der Reklameanlage auf dem Grundstück Nr. __ 

eine Ausnahmebewilligung betreffend Strassenabstand mit einer Gebühr von CHF 250. 

Am 9. Dezember 2016 bewilligte die Kantonspolizei die Strassenreklame mit 

wechselnder Fremdwerbung unter Auflagen und Bedingungen und erhob dafür eine 

Gebühr von CHF 2‘610. Der Gemeinderat R.__ bewilligte das Bauvorhaben im 

Bauentscheid vom 23. Dezember 2016 im vereinfachten Verfahren, mit einer Gebühr 

von CHF 330.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

b. Gegen die Bewilligung der Strassenreklame mit wechselnder Fremdwerbung der 

Kantonspolizei vom 9. Dezember 2016 erhob die X.__ AG durch ihren Rechtsvertreter 

am 10. Januar 2017 bzw. mit Ergänzung vom 19. Januar 2017 Rekurs. Sie zeigte sich 

mit der erhobenen Gebühr nicht einverstanden. Mit Entscheid vom 4. Dezember 2017 

wies das Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs ab. Es gelangte zum Schluss, 

dass die erhobene Gebühr nach pflichtgemässen Ermessen erhoben worden sei und 

nicht unverhältnismässig erscheine.

B. Die X.__ AG (Beschwerdeführerin) erhob mit Eingabe vom 20. Dezember 2017 und 

Ergänzung vom 9. Februar 2018 durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde gegen den 

Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) beim 

Verwaltungsgericht. Sie stellte den Antrag auf Aufhebung des Entscheids und auf 

angemessene Herabsetzung der Gebühr auf maximal CHF 750 unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge.

Mit Vernehmlassung vom 26. Februar 2018 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der 

Beschwerde und verzichtete auf ergänzende Bemerkungen. Die Kantonspolizei 

(Beschwerdegegnerin) liess sich am 15. März 2018 vernehmen und beantragte 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die 

Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Beschwerdeführerin 

ist die X.__ AG mit Hauptsitz in T.__. Sie betreibt unter anderem in V.__ eine 

Zweigniederlassung. Eine solche Zweigniederlassung ist rechtlich Teil der 

Hauptunternehmung ohne eigene Rechtspersönlichkeit (vgl. BGer 4A_510/2016 vom 

26. Januar 2017 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 120 III 11 E. 1a und weitere 

bundesgerichtliche Rechtsprechung), die jedoch als Vertreterin der juristischen Person 

handeln kann (vgl. BGer 4P.184/2003 vom 2. Februar 2004 E. 2.2.2; Art. 460 Abs. 1 des 

Schweizerischen Obligationenrechts, SR 220, OR). Eine Berichtigung der 

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Parteibezeichnung ist demnach zulässig und kann von Amtes wegen entsprechend 

vorgenommen werden, indem anstatt der Zweigniederlassung die Hauptniederlassung 

aufgeführt wird (BGer 4A_510/2016 vom 26. Januar 2017 E. 3.2). Die 

Beschwerdeführerin ist somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 20. 

Dezember 2017 rechtzeitig erhoben und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 9. 

Februar 2018 formal wie inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist 

daher einzutreten.

2. Strittig ist im vorliegenden Verfahren einzig, ob mit der für die Bewilligung des 

Plakatwerbeträgers von der Kantonspolizei erhobenen Gebühr das Kostendeckungs- 

und Äquivalenzprinzip eingehalten wird. Die andern beiden unter lit. A.a. erwähnten 

Gebühren wurden nicht angefochten.

2.1. Bei der für das Reklamegesuch erhobenen Gebühr handelt es sich um eine 

Verwaltungsgebühr. Das Polizeikommando bewilligt Strassenreklamen im Bereich von 

National- und Kantonsstrassen (Art. 32 Abs. 1 der Einführungsverordnung zum 

Bundesgesetz über den Strassenverkehr, sGS 711.1, EV zum SVG). Nach Art. 94 Abs. 

1 VRP hat die vorgeschriebene Gebühr zu entrichten, wer eine Amtshandlung zum 

eigenen Vorteil oder durch sein Verhalten veranlasst. Er kann überdies zum Ersatz der 

Barauslagen der Behörde verpflichtet werden. Die Gebührenansätze richten sich nach 

dem Gebührentarif für die Staats- und Gemeindeverwaltung und nach besonderen 

Gebührentarifen, die von der Regierung erlassen werden (Art. 3 Abs. 1 der Verordnung 

über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren, 

Verwaltungsgebührenverordnung, sGS 821.1, VGV). Besteht für die Gebühr ein 

Mindest- und ein Höchstansatz, so ist sie innerhalb dieses Rahmens nach dem Wert 

und der Bedeutung der Amtshandlung, dem Zeit- und Arbeitsaufwand und der 

erforderlichen Sachkenntnis zu bemessen (Art. 11 VGV). In Ziff. 27.51 des 

Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5, GebT) ist für die 

Bewilligung von Strassenreklamen nach Art. 32 EV zum SVG ein Kostenrahmen von 

CHF 100 bis 3‘000 vorgesehen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.2. Die Vorinstanz verwies auf das Äquivalenzprinzip und erwog, dass der bewilligte 

Reklameträger der Beschwerdeführerin unbefristet kommerziell zur Nutzung offen 

stehe, weshalb nicht beanstandet werden könne, dass der objektive Wert dieser 

Leistung durch die Gebühr angemessen ausgeglichen werden solle. Die laut internen 

Richtlinien vom 12. November 2012 zum GebT bestehenden Kriterien würden eine 

sachlich vertretbare Grundlage für die Erhebung der Gebühren darstellen und mit der 

kommerziellen Nutzung durch die Betroffenen auch betragsmässig in unmittelbarem 

Zusammenhang stehen. Die Beschwerdeführerin offeriere die fragliche Werbefläche 

per Ende 2017 für 21 Tage mit einem Betrag von CHF 527. Die erhobene Gebühr von 

CHF 2‘610 entspreche rein betragsmässig den der Beschwerdeführerin über einen 

Zeitraum von lediglich rund 3,5 Monaten erwachsenden Werbeeinnahmen. Die gestützt 

auf gesetzliche Grundlagen und Richtlinien nach pflichtgemässen Ermessen erhobene 

Gebühr erscheine damit nicht als unverhältnismässig.

2.3. Die Beschwerdeführerin weist hingegen im Wesentlichen darauf hin, dass der von 

der Vorinstanz unter Verletzung des rechtlichen Gehörs der Parteien konsultierte Tarif 

von CHF 527 nur ein Bruttotarif sei, bei dem es verschiedene Rabatte gebe. Weiter 

müsse auch mit Leerständen gerechnet werden. Hinzu können Kosten für die 

Standortakquisition, die Standortmiete für den Grundeigentümer, die weiteren 

Baubewilligungskosten und -gebühren, die Kosten für den Plakatwerbeträger und 

dessen Montage und die eigentlichen Betriebskosten mit der Vermarktung, dem 

Plakatkleben etc. Daher gehe es nicht an, die verrechnete Gebühr mit der verrechneten 

Bruttomiete für einen gewissen Zeitraum in Relation zu bringen. Die Bruttomiete 

entspreche nicht ansatzweise dem wirtschaftlichen Wert eines Plakatwerbeträgers. 

Dieser Wert ergäbe sich höchstens aus der Gewinnmarge nach Abzug aller Kosten, 

welcher einem Bruchteil der Bruttomiete entspreche. Die schlussendlich kleine 

Gewinnmarge eines einzelnen Plakatwerbeträgers rechtfertige in keiner Art und Weise 

eine Gebühr in Höhe des 3,5-fachen Verwaltungsaufwandes von grosszügig 

gerechneten CHF 750. Es könne nicht angehen, dass sie irgendwelche andere 

Tätigkeiten oder Projekte der Verkehrstechnik quersubventionieren müsse.

3.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.1. Bei der konkreten Festsetzung einer Verwaltungsgebühr muss das Gemeinwesen 

die beiden Grundsätze des Kostendeckungsprinzips sowie des Äquivalenzprinzips 

berücksichtigen. Nach dem Kostendeckungsprinzip soll der Ertrag der Gebühren die 

gesamten Kosten des betreffenden Verwaltungszweigs nicht oder nur geringfügig 

übersteigen, was eine gewisse Schematisierung oder Pauschalisierung der Abgabe 

nicht ausschliesst (BGE 126 I 180 E. 3a/aa, BGE 141 I 105 E. 3.2.2). Zum 

Gesamtaufwand zählen nicht nur die laufenden Ausgaben des betreffenden 

Verwaltungszweiges (wie z.B. Porti, Telefonkosten, Löhne und Mietzinse), sondern 

auch angemessene Rückstellungen, Abschreibungen und Reserven (BGer 

2C_404/2010 vom 12. Februar 2012 E. 6.3, Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen 

Verwaltungsrechts, Band II, Bern 2014, Rz. 686).

3.2. Das Äquivalenzprinzip konkretisiert das Verhältnismässigkeitsprinzip sowie das 

Willkürverbot (Art. 5 Abs. 2 und Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft, SR 101, BV; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 2785). Es bestimmt, dass die erhobene Abgabe im 

Einzelfall nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum objektiven Wert der 

staatlichen Leistung stehen darf und sich in vernünftigen Grenzen bewegen muss. Der 

Wert der Leistung bemisst sich nach dem Nutzen, den sie dem Pflichtigen bringt, oder 

nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis zum 

gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs, wobei schematische, auf 

Wahrscheinlichkeit und Durchschnittserfahrungen beruhende Massstäbe angelegt 

werden dürfen (BGE 141 I 105 E. 3.2.2, Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines 

Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 58 N. 19 ff.). Es ist nicht notwendig, dass die 

Gebühren in jedem Fall genau dem Verwaltungsaufwand entsprechen; sie sollen 

indessen nach sachlich vertretbaren Kriterien bemessen sein und nicht 

Unterscheidungen treffen, für die keine vernünftigen Gründe ersichtlich sind (BGE 139 

III 334 E. 3.2.4). Bei der Festsetzung von Verwaltungsgebühren darf deshalb innerhalb 

eines gewissen Rahmens auch der wirtschaftlichen Situation des Pflichtigen und 

dessen Interesse am abzugeltenden Akt Rechnung getragen werden (BGE 141 I 105 

E. 3.2.2, Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 2788). Das Äquivalenzprinzip bezieht sich 

somit grundsätzlich auf das Verhältnis von Abgabe und Leistung im konkreten Fall 

(Individualäquivalenz; Häfelin/Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 2786, 2794).

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=%C4quivalenzprinzips&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-I-180%3Ade&number_of_ranks=0#page180

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.3. Bei Gebühren ist demnach nicht nur das Ziel der Kostendeckung zu beachten, 

sondern auch der kostenabhängige Vorteilsausgleich, welcher der Beschwerdeführerin 

durch die Erteilung der Bewilligung entsteht (vgl. D. Wyss, Kausalabgaben, Diss. Basel 

2009, S. 97).Die Beschwerdeführerin wendet zwar grundsätzlich zu Recht ein, dass die 

von der Vorinstanz angegebene Berechnung der zu erwartenden Einnahmen aus der 

Werbefläche rein den Bruttotarif ausweise und daher nicht als massgebende Grösse 

herangezogen werden könne. Unbestritten ist jedoch, dass die Beschwerdeführerin ein 

gewinnorientiertes Unternehmen ist (vgl. Geschäfts- und Finanzberichte 2017: https://

www.apgsga.ch/de/ unter Investor Relations/Finanzberichte: starke Leistungswerte für 

Aussenwerbung) und durch die Bewilligung des Plakatwerbeträgers bzw. das 

Aufhängen von Plakaten einen finanziellen Gewinn erwirtschaftet. Selbst wenn der von 

der Vorinstanz angegebene Bruttotarif von CHF 527 für 21 Tage daher nicht ohne 

weiteres herangezogen werden kann, ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin 

den Plakatwerbeträger zeitlich unbefristet nutzen und mit der Vermietung des 

Plakatwerbeträgers einen Gewinn erzielen kann. Die Berechnung der Vorinstanz diente 

also lediglich dazu, beispielhaft aufzuzeigen, dass innerhalb weniger Monate der 

wirtschaftliche Nutzen der Beschwerdeführerin deutlich über den reinen Aufwendungen 

(Personalkosten, Sachkosten und Gemeinkostenzuschlag) von CHF 750 liegen wird. 

Ausschlaggebend ist demnach die unbegrenzte Zeitdauer, in welcher die 

Beschwerdeführerin durch die Nutzung des Plakatwerbeträgers finanzielle Vorteile 

erzielen kann (vgl. BGE 2C_322/2010 vom 22. August 2011 E. 3). Die Gebühr wurde 

demnach nach sachlich vertretbaren Gründen bemessen und muss - wie ausgeführt - 

nicht genau dem Verwaltungsaufwand entsprechen (vgl. BGE 141 I 105 E. 3.3.2, 139 III 

334 E. 3.2.4).

Insgesamt überschreitet die erhobene Gebühr von CHF 2‘610 den in der gesetzlichen 

Grundlage (Ziff. 27.51 GebT) festgesetzten Gebührenrahmen von CHF 100 bis 

CHF 3‘000 nicht. Innerhalb dieses Gebührenrahmens kommt der Vorinstanz ein 

erheblicher Ermessenspielraum zu (Wiederkehr/Richli, a.a.O., Rz. 570, BVGer 

A-3606/2011 vom 25. Oktober 2011 E. 4.1). Die Beschwerdegegnerin erliess am 

14. November 2012 interne Richtlinien zur Festlegung der Gebühren für 

Strassenreklamen. Unter Anwendung dieser Richtlinien lässt sich die Gebühr anhand 

der Grösse und der beidseitigen Beschriftung des Plakatwerbeträgers nachvollziehbar 

berechnen. Eine schematisierte, auf Pauschalabgaben beruhende Gebührenordnung, 

https://www.apgsga.ch/de/
https://www.apgsga.ch/de/

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die bestimmte Gruppen von Verwaltungstätigkeiten den gleichen Abgaben unterwirft, 

ist zulässig und kann im Einzelfall dazu führen, dass die zu erhebende Gebühr den 

konkret geleisteten Aufwand übersteigt (Wiederkehr/Richli, a.a.O., Rz. 565, BVGer 

C-1858/2011 vom 23. September 2013 E. 6.1.3). Gestützt auf das Äquivalenzprinzip 

trug die Vorinstanz den finanziellen Interessen der Beschwerdeführerin am 

abzugeltenden Akt zu Recht Rechnung. Die erhobene Gebühr von CHF 2‘610 liegt 

daher im Rahmen des der Vorinstanz zugestandenen Ermessens und verletzt die für 

die Gebühren massgebenden Grundsätze des Kostendeckungsprinzips sowie des 

Äquivalenzprinzips nicht. Nicht gerügt wurde und daher offen gelassen werden kann, 

ob die Belastung der für das Baugesuch zur Erstellung des Plakatwerbeträgers 

insgesamt angefallenen Gebühren, also inklusive die nicht angefochtenen Gebühren für 

die Ausnahmebewilligung Strassenabstand und den Bauentscheid, gesamthaft hätten 

betrachtet und beurteilt werden müssen. Die Beschwerde erweist sich daher als 

unbegründet und ist abzuweisen.

4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der 

Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von 

CHF 2‘000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, 

GKV). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 2‘000 zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind bei diesem Verfahrensausgang nicht zu entschädigen (Art. 

98 Abs. 1 und Art. 98  VRP).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2‘000 bezahlt die 

Beschwerdeführerin unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher 

Höhe.

3. Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

Der Abteilungspräsident                        Die Gerichtsschreiberin

Eugster                                                  Schambeck

bis

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 10.10.2018
	Gebühr für Bewilligung eines Plakatwerbeträgers. Art. 32 Abs. 1 EV zum SVG (sGS 711.1), Art. 94 Abs. 1 VRP, Art. 3 Abs. 1 und Art. 11 VGV (sGS 821.1), Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip. Es ist nicht notwendig, dass die Gebühren für die Bewilligung eines Plakatwerbeträgers in jedem Fall genau dem Verwaltungsaufwand entsprechen. Sie sollen aber nach sachlich vertretbaren Kriterien bemessen sein. Bei der Erhebung der Gebühren ist nicht nur das Ziel der Kostendeckung zu beachten, sondern auch ein kostenabhängiger Vorteilsausgleich, welchem der Beschwerdeführerin durch Erteilung der Bewilligung entsteht. Durch Nutzung des Plakatwerbeträgers kann Beschwerdeführerin finanzielle Vorteile erzielen. Die erhobene Gebühr überschreitet den gesetzlich festgesetzten Gebührenrahmen nicht. Innerhalb dieses Gebührenrahmens kommt der Vorinstanz ein erheblicher Ermessenspielraum zu. Im vorliegenden Fall ist keine Verletzung der Grundsätze des Kostendeckungs- sowie des Äquivalenzprinzips festzustellen. Abweisung der Beschwerde (Verwaltungsgericht, B 2017/261).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T05:34:59+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen