# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 309eccc0-6687-596c-b875-9a70d0ef2f4c
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Obergericht 3. Abteilung O3V-24-23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_OG_003_O3V-24-23_nodate.pdf

## Full Text

Beschwerdeführerin AA. 

 

vertreten durch: RA AA:  

 

 

Vorinstanz BB. 

 

vertreten durch: RA BB. 

 

 

Gegenstand Leistungen der Unfallversicherung  

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der BB. vom 21. 

Mai 2024 

 

Obergericht Appenzell Ausserrhoden  
3. Abteilung 

 

Urteil vom 21. Januar 2025   
 

 

 

Mitwirkende Obergerichtsvizepräsident M. Hüsser 

Oberrichterinnen K. Schindler-Pfister, S. Scheidegger 

Oberrichter H.P. Fischer, W. Kobler 

Obergerichtsschreiber M. Giger 

 

 

Verfahren Nr. O3V 24 23 

 

 

Ort des Entscheids Trogen 

 

 

Seite 2 

Rechtsbegehren 

 

I. der Beschwerdeführerin: 

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 21. Mai 2024 aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen 

Leistungen zu erbringen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

II. der Vorinstanz: 

 Die Beschwerde sei abzuweisen. 

 
 
 

Sachverhalt 

 

A. Die am XX.XX.XXXX geborene AA. (nachfolgend: die Versicherte oder Beschwerdeführerin), 

war seit dem 1. Juli 2013 als Leiterin Pflege und Betreuung bei der Einrichtung "CC." 

angestellt und dadurch bei der BB. (fortan: BB. oder Vorinstanz) gegen Berufskrankheiten 

versichert. Mittels des Formulars UVG teilte die Arbeitgeberin der Versicherten am 18. 

Dezember 2020 der BB. mit, dass die Versicherte seit dem 2. November 2020 zufolge einer 

Infizierung mit Covid-19 zu 100 % arbeitsunfähig sei (act. 6/A1). Die BB. liess der 

Versicherten folglich das "Formular zum Ereignis" zukommen, welches diese am 29. 

Dezember 2020 ausfüllte (act. 6/A4). In einem Schreiben an die Versicherte vom 6. Januar 

2021 verneinte die BB. das Vorliegen einer Berufskrankheit nach UVG. Ein qualifizierter 

Kausalzusammenhang zwischen der Ansteckung mit Covid-19/SARS-CoV-2 sei nicht 

überwiegend wahrscheinlich (act. 6/A5). Auf eine durch die Versicherte veranlasste 

Intervention der DD. hin erklärte die BB. in einem Schreiben vom 28. Juni 2021 gegenüber 

jener, obwohl bei summarischer Prüfung der bisher vorliegenden Informationen der 

Nachweis einer beruflichen Ansteckung nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 

erbracht worden sei, übernehme sie in diesem Fall dennoch vorläufig alle gesetzlich 

festgelegten Versicherungsleistungen, ohne die Leistungsvoraussetzungen im Zusammen-

hang mit dem Vorliegen einer Berufskrankheit näher zu prüfen. Sie behalte sich aber vor, 

den Anspruch auf Versicherungsleistungen später zu prüfen. Auf bis zu jenem Zeitpunkt 

bereits ausgerichtete oder zugesicherte Leistungen werde diese Überprüfung keinen Einfluss 

haben (act. 6/A13). Am 13. Dezember 2022 teilte die BB. der Versicherten mit, sie komme 

auf ihren Entscheid vom 28. Juni 2021 zurück und prüfe den Leistungsanspruch. Im Rahmen 

der folgenden Beurteilung kam sie zum Schluss, es sei nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass die Infektion mit SARS-CoV2 mit 

mindestens 75%iger Wahrscheinlichkeit durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden sei. 

 

Seite 3 

Ein Leistungsanspruch nach UVG entfiele selbst bei anerkannter Berufskrankheit, in 

Ermangelung eines hinreichend nachgewiesenen Kausalzusammenhanges. Auf die 

Rückforderung bereits erbrachter Leistung werde verzichtet (act. 6/A95). Die von der 

Versicherten folglich beigezogene Rechtsanwältin RA AA. zeigte sich damit in einer Eingabe 

vom 27. Januar 2023 an die BB. nicht einverstanden und forderte den Erlass einer 

anfechtbaren Verfügung (act. 6/A112). Am 14. November 2023 bestätigte die BB. 

verfügungsweise ihre Beurteilung und hielt an dieser auch auf erhobene Einsprache hin fest 

(act. 6/A145, A148, A155). 

 

B. Gegen letzteren Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde der durch RA AA. 

vertretenen Versicherten vom 21. Juni 2024, mit dem eingangs zitierten Rechtsbegehren 

(act. 1). Die Vernehmlassung der von RA BB. vertretenen Vorinstanz mit dem Antrag auf 

Beschwerdeabweisung wurde am 23. August 2024 erstattet (act. 4). Mit Replik vom 15. 

Oktober 2024 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Rechtsbegehren fest (act. 9), des 

Gleichen die Vorinstanz in ihrer Duplik vom 8. November 2024 (act. 11). 

 
 
 
 

Erwägungen 

 

1. 1.1 

 Der angefochtene Entscheid regelt einen Anspruch gegenüber der Unfallversicherung, ist 

mithin in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen. Zuständig für die Beurteilung 

von sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten ist gemäss Art. 58 Abs. 1 des Bundesge-

setzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Per-

son zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Da die Beschwerdeführerin in 

Lutzenberg AR wohnt, ist die Zuständigkeit des ausserrhodischen Versicherungsgerichts 

gegeben.  

 

1.2 

Gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes vom 13. September 

2010 (bGS 145.31) beurteilt das Obergericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwer-

den aus dem Bereich der Sozialversicherungen. Das Gesamtgericht hat Beschwerden in 

Sozialversicherungssachen der 3. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (so publiziert im 

aktuellen Staatskalender des Kantons Appenzell Ausserrhoden [https://staatskalen-

der.ar.ch/organizations/pdf], Ziff. 2.6.1.2), weshalb diese zur Beurteilung der vorliegenden 

Beschwerdesache zuständig ist.  

 

Seite 4 

 

1.3 

Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen  

ergibt, dass diese sowohl in Bezug auf die Beschwerdeberechtigung auf Seiten der  

beschwerdeführenden Person als auch hinsichtlich der zu beachtenden Form- und Frister-

fordernisse erfüllt sind (insbesondere Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 

über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b 

ATSG). 

 

1.4 

Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 

 

 

2.  2.1.  

Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt  die 

Versicherungsleistungen nebst Berufsunfällen und Nichtberufsunfällen auch bei 

Berufskrankheiten gewährt. Dabei sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem 

Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald der Betroffene erstmals 

ärztlicher Behandlung bedarf oder arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) ist (Art. 9 Abs. 3 UVG).  

 

2.2.  

2.2.1 

Als Berufskrankheiten gelten jene Krankheiten (Art. 3 ATSG), die bei der beruflichen Tätigkeit 

ausschliesslich oder vorwiegend durch schädigende Stoffe oder bestimmte Arbeiten 

verursacht worden sind. Der Bundesrat erstellt die Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der 

arbeitsbedingten Erkrankungen (Art. 9 Abs. 1 UVG). Auf der Grundlage dieser 

Gesetzesdelegation und gestützt auf Art. 14 UVV hat der Bundesrat in Anhang I zur UVV 

eine Liste dieser Stoffe und Arbeiten sowie der arbeitsbedingten Erkrankungen aufgestellt. 

Gemäss der Rechtsprechung ist das Erfordernis eines Kausalzusammenhanges erfüllt, wenn 

die Krankheit zu mehr als 50 % durch einen im Anhang I zur UVV erwähnten schädigenden 

Stoff oder die schädigende Arbeit verursacht worden ist (Urteil des Versicherungsgerichts 

des Kantons Aargau VBE.2022.113 vom 24. August 2022 E. 2.2.1, mit Verweisen).  

 

2.2.2. Gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG gelten als Berufskrankheiten auch andere Krankheiten, von 

denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder stark überwiegend durch berufliche 

Tätigkeit verursacht worden sind. Die Voraussetzung des ausschliesslichen oder stark 

überwiegenden Zusammenhanges ist nach ständiger Rechtsprechung erfüllt, wenn die 

Berufskrankheit mindestens zu 75 % durch die berufliche Tätigkeit verursacht worden ist. Die 

 

Seite 5 

Anerkennung von Beschwerden im Rahmen dieser von der Rechtsprechung als 

"Generalklausel" bezeichneten Anspruchsgrundlage ist an relativ strenge Beweis-

anforderungen gebunden. Verlangt wird, dass die versicherte Person für eine gewisse Dauer 

einem typischen Berufsrisiko ausgesetzt ist. Die einmalige gesundheitliche Schädigung, die 

gleichzeitig mit der Berufsausübung eintritt, genügt nicht. Für die Beurteilung der Exposition 

(oder Arbeitsdauer) ist die gesamte, gegebenenfalls auch die schon vor dem 1. Januar 1984 

(Inkrafttreten des UVG) ausgeübte Berufstätigkeit zu berücksichtigen (Urteil des 

Versicherungsgerichts des Kantons Aargau VBE.2022.113 vom 24. August 2022 E. 2.2.2, 

mit Verweisen). 

 

2.3.  

2.3.1 Sowohl bei Fällen nach Art. 9 Abs. 1 als auch Abs. 2 UVG spielt es angesichts des 

empirischen Charakters der medizinischen Wissenschaft für den Kausalitätsbeweis im 

Einzelfall eine entscheidende Rolle, ob und inwieweit die Medizin je nach ihrem 

Wissensstand in der fraglichen Disziplin  über die Genese einer Krankheit im Allgemeinen 

Auskunft zu geben oder (noch) nicht zu geben vermag. Besteht aufgrund medizinischer 

Forschungsergebnisse ein Erfahrungswert dafür, dass eine berufsbedingte Entstehung eines 

bestimmten Leidens von seiner Natur her nicht nachgewiesen werden kann, dann schliesst 

dies den (positiven) Beweis auf eine Ursächlichkeit im Einzelfall aus. Sofern der Nachweis 

des erforderlichen überwiegenden Kausalzusammenhanges nach der medizinischen 

Empirie allgemein nicht geleistet werden kann, scheidet folglich die Anerkennung im 

Einzelfall aus. Sind andererseits die allgemeinen medizinischen Erkenntnisse mit dem 

gesetzlichen Erfordernis einer stark überwiegenden (bis ausschliesslichen) Verursachung 

des Leidens durch eine (bestimmte) berufliche Tätigkeit vereinbar, besteht Raum für nähere 

Abklärungen zwecks Nachweises des qualifizierten Kausalzusammenhanges im Einzelfall 

(Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau VBE.2022.113 vom 24. August 2022 

E. 2.3.1, mit Verweisen). 

 

2.3.2 

Kann die zur Beurteilung stehende Gesundheitsbeeinträchtigung verschiedene Ursachen 

haben und tritt sie auch nicht berufsbedingt auf, lässt die Rechtsprechung den gestützt auf 

epidemiologische Studien zu erbringenden Nachweis einer vorwiegend berufsbedingten 

Verursachung einer Erkrankung zu. Abgestellt wird dabei auf das sogenannte relative Risiko, 

d.h. auf das Verhältnis der Erkrankungswahrscheinlichkeit zwischen exponierten und nicht 

exponierten Personen innerhalb einer bestimmten Bevölkerung und Zeiteinheit. Für die 

Wahrscheinlichkeitsbeurteilung aufgrund epidemiologischer Untersuchungsergebnisse ist 

demnach massgebend, inwieweit das Erkrankungsrisiko aufgrund der Exposition gegenüber 

bestimmten schädigenden Stoffen oder bestimmten Arbeiten erhöht ist. Art. 9  

 

Seite 6 

Abs. 1 UVG verlangt ein relatives Risiko von mehr als zwei und Art. 9 Abs. 2 UVG von mehr 

als vier (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau VBE.2022.113 vom 

24. August 2022 E. 2.3.2, mit Verweisen). 

 

2.4.  

Gemäss Anhang I Ziff. 2 lit. b der UVV gelten Infektionskrankheiten bei "Arbeiten in Spitälern, 

Laboratorien, Versuchsanstalten und dergleichen" als arbeitsbedingte Erkrankungen im 

Sinne von Art 9 Abs. 1 UVG. Die ad-hoc Kommission UVG hält diesbezüglich in ihrer 

letztmals am 23. Dezember 2020 revidierten Empfehlung Nr. 1/2003 "Erkrankungen im Sinne 

von Anhang 1 Ziffer 2 lit. b UVV" insbesondere fest, dass bei Infektionskrankheiten das 

"entscheidende Merkmal der berufsbedingten Exposition" darin bestehe, dass "die konkrete 

Tätigkeit entweder Arbeiten mit infizierten Patienten (Spitäler) oder Arbeiten mit einer stark 

infizierten/infizierenden oder kontaminierten Umgebung (Laboratorien/Versuchsanstalten) 

bedingt bzw. umfasst". Das versicherte Gesundheits- und Pflegepersonal ambulanter und 

stationärer Einrichtungen sowie der Pflegeeinrichtungen sei daher dem Spitalpersonal 

gleichgestellt, "soweit es einem spezifischen beruflichen Expositionsrisiko ausgesetzt ist, 

indem es direkt infizierte Patienten wegen der Infektion in diesen Einrichtungen behandelt 

und pflegt" (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau VBE.2022.113 vom 

24. August 2022 E. 2.4, mit Verweisen). 

 

2.5 

Gemäss einem neuen bundesgerichtlichen Urteil (8C_582/2022 vom 12. Juli 2024) fällt eine 

Leistungspflicht des Unfallversicherers im Fall einer in einer Klinik tätigen Psychologin ausser 

Betracht, wenn sie keine akut am Covid-19-Virus erkrankten Patienten betreute. Das 

Bundesgericht erwog, dass die Zusammenhangsfrage - entsprechend dem Wortlaut der 

Doppelliste von Ziff. 2 lit. b des Anhangs 1 zur UVV - vom Verordnungsgeber aufgrund 

arbeitsmedizinischer Erkenntnisse vorentschieden ist. Es besteht in beweisrechtlicher 

Hinsicht praxisgemäss (unter Vorbehalt des schlüssigen Gegenbeweises) die natürliche 

Vermutung, dass eine Berufskrankheit vorliegt, wenn eine der dort aufgelisteten Krankheiten 

aufgetreten ist und der Versicherte die entsprechende im UVV-Anhang umschriebene 

Tätigkeit verrichtet. Die Vermutung, dass eine Infektionskrankheit durch die Arbeit im Spital 

verursacht wurde, rechtfertigt sich indessen nur dann, wenn es sich dabei um eine Tätigkeit 

mit dem spezifischen Risiko des vom Verordnungsgeber als gesundheitsgefährdend 

definierten Arbeitsplatzes handelt. Nicht jegliche Tätigkeit in einem Spital oder Laboratorium 

oder in einer Versuchsanstalt kann somit als gesundheitsgefährdend gelten (vgl. dazu Urteil 

des Bundesgerichts 8C_378/2024 vom 30. Oktober 2024 E. 5.1). 

 

 

 

Seite 7 

3. 3.1 

Zwischen den Parteien zu Recht unbestritten ist, dass die Infektion mit dem Coronavirus 

vorliegend keinen Unfall i.S.v. Art. 4 ATSG darstellt. Infektionen gelten nicht als Unfall, 

sondern als Krankheiten, wenn der Krankheitserreger in für die betreffende Krankheit 

typischer Weise ins Körperinnere gelangt (vgl. UELI KIESER, Kommentar zum ATSG, 4. Aufl. 

2020, N. 62 zu Art. 4 ATSG). Streitig ist derweil aber, ob eine Berufskrankheit i.S.v. Art. 9 

Abs. 1 oder Abs. 2 UVG vorliegt. 

 

3.2 

Covid-19 ist nicht auf der Liste in Anhang 1 zur UVV aufgeführt. Aufgelistet sind jedoch 

Infektionskrankheiten bei Arbeiten in Spitälern, Laboratorien, Versuchsanstalten und 

dergleichen. Gemäss Rechtsprechung ist der ursächliche Zusammenhang zwischen der 

beruflichen Tätigkeit der Beschwerdeführerin und ihrer Covid-19-Erkrankung ein 

vorwiegender, wenn ihre Arbeit ein grösserer Kausalanteil als alle anderen mitbeteiligten 

Ursachen hatte bzw. wenn ihre Arbeit im gesamten Ursachenspektrum mehr als 50 % 

ausgemacht hat (vgl. dazu ANDREAS TRAUB, in: Basler Kommentar, Unfallversicherungsrecht, 

2019, N. 37 zu Art. 9 UVG). Weil eine vorwiegende Verursachung im Sinne von Art. 9 

Abs. 1 UVG nur besteht, wenn die schädigende Arbeit am gesamten Ursachenspektrum 

mehr als 50 % ausmacht, bedarf es eines relativen Risikos von mehr als 2 (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_457/2021 vom 28. April 2022, E. 3.2; vgl. auch TRAUB, a.a.O., N. 38 zu 

Art. 9 UVG). Zu unterscheiden sind der Ursachenanteil und der Beweisgrad. Der erforderliche 

Anteil von mehr als 50 % muss mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (THOMAS 

FLÜCKIGER, Kommentar zum Schweizerischen Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz 

über die Unfallversicherung, 2018, N. 24 zu Art. 9 UVG; vgl. zum Ganzen Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Bern 200 2022 276 vom 23. März 2023 E. 4). 

 

3.3 

3.3.1 

Aus dem Formular Unfallmeldung UVG geht im Wesentlichen hervor, dass die 

Beschwerdeführerin seit dem 1. Juli 2013 als Leiterin Pflege in der Einrichtung CC. angestellt 

war. Bei dieser Einrichtung handelt es sich um ein Altersheim.  Unter der Rubrik "Unfalldaten" 

ist sodann angegeben, dass die Versicherte am 2. November 2020 positiv auf Covid-19 

getestet wurde (act. 6/A1). Im "Formular zum Ereignis" hatte die Beschwerdeführerin 

konkretisiert, ihr obliege die Leitung Pflege und Betreuung, vor allem administrative 

Führungsfunktion. Situativ obliege ihr die direkte Pflege und Betreuung. Es komme täglich 

zu Kontakten mit BewohnerInnen und zu Kontakten mit Mitarbeitenden im 

Gemeinschaftsbüro. Am 31. Oktober 2020 seien bei ihr erstmals Symptome aufgetreten.  Am 

1. November 2020 habe sie sich im Spital EE. testen lassen und am 2. November 2020 habe 

 

Seite 8 

das positive Testergebnis festgestanden. Befragt nach dem Grund für die Ansteckung nannte 

die Beschwerdeführerin den Kontakt mit noch symptomfreien Mitarbeitenden oder 

BewohnerInnen im Rahmen ihrer Arbeit im Altersheim (act. 6/A4). 

 

3.3.2 

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren lässt die Versicherte ausführen, sie habe ab dem 

23. Oktober 2020 Ferien gehabt und sei am Montagabend, dem 26. Oktober 2020 von der 

Heimleiterin informiert worden, dass diese an COVID-19 erkrankt sei und deshalb die 

nächste Woche nicht arbeiten könne. Sie (die Beschwerdeführerin) habe aus diesem Grund 

ihre Ferien, welche sie zuhause verbracht habe, abbrechen und in stellvertretender Funktion 

die Leitung des Heims übernehmen müssen. Am 27. Oktober 2020 habe sie daher die Arbeit 

wieder angetreten und habe in ihrer Funktion jeden einzelnen Bewohner über den Covid-19-

Ausbruch im Heim persönlich informieren müssen. Die Bewohner des Alters- und 

Pflegeheims hätten grosse Angst vor dieser neuen gefährlichen ominösen Krankheit gehabt 

und hätten getröstet werden müssen. Viele hätten auch ihre Angehörigen nicht mehr treffen 

können, was sie besonders schwer getroffen habe. Viele der Bewohner hätten auch an 

Demenz gelitten und die angeordneten Schutzmassnahmen nicht verstanden oder sich nicht 

mehr daran erinnert und seien wiederholt aus ihren Zimmern gekommen. Die 

Abstandsregeln hätten bei den direkten Gesprächen nicht eingehalten werden können. Die 

Durch- und Umsetzung der für die eigene Gesundheit notwendigen Schutzmassnahmen bei 

den Bewohnern habe sich aus diesen Gründen als äusserst schwierig erwiesen. So habe sie 

(die Versicherte) engen Kontakt gehabt mit zwei infizierten, jedoch zu jenem Zeitpunkt noch 

nicht positiv getesteten Heimbewohnern. Beide hätten keine Maske getragen. Am Abend des 

31. Oktobers 2020 habe sie die ersten Symptome aufgewiesen, und am 1. November 2020 

sei sie dann positiv auf Covid-19 getestet worden (act. 1). 

 

3.4 

Während die Beschwerdeführerin geltend macht, die vorliegende Infektion sei unter Ziff. 2 

lit. b Anhang I UVV zu subsumieren, verneint dies die BB., da ein spezifisches Infektionsrisiko 

und die vorwiegende Verursachung durch die Arbeit nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nachweisbar seien. Gegenüber der Allgemeinheit könne nicht von einem 

signifikant erhöhten Risiko ausgegangen werden. Vorliegend ist festzuhalten, dass eine 

Krankheit, damit sie als Berufskrankheit gilt, durch eine für die berufliche Tätigkeit 

charakteristische Belastung verursacht sein muss. Entsprechend ist auch das Listensystem 

von Anhang I der UVV aufgebaut, welches in Ziff. 2 lit. b gewisse Gruppen von Erkrankungen 

mit arbeitsspezifischen Substanzen verbindet und in Ziff. 1 Substanzen gerade deshalb 

aufführt, weil sie bei bestimmten schadensgeneigten Arbeiten verwendet werden oder diese 

typischerweise begleiten und somit für diese Arbeiten charakteristisch sind. Das 

 

Seite 9 

Listensystem bildet damit Kausalverläufe ab, die einem typischen Berufsrisiko entsprechen. 

Die Gesetzessystematik spricht folglich dafür, Belastungen, die bei Gelegenheit der 

beruflichen Tätigkeit auftreten, aber keinen typischen inhaltlichen Konnex zu ihr aufweisen, 

nicht als massgebliche Ursachen anzusehen. Der Gesetzgeber hat es bei der Schaffung des 

UVG explizit abgelehnt, das System der Versicherung von Berufskrankheiten "so weit zu 

fassen, dass alle Krankheiten darunter fallen, die durch die Arbeit verursacht werden" 

(Botschaft des Bundesrats zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. August 

1976 [Botschaft UVG], BBl 1976 III 157) und weiterhin das Listensystem beibehalten 

(Botschaft UVG, S. 165 f.). Eine solche Ausweitung der Versicherungsdeckung erscheint 

zudem mit dem aktuellen vorwiegend risikobasierten Prämiensystem der Unfallversicherung 

(Art. 92 Abs. 1 UVG) unvereinbar (Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau 

VBE 2023.431 vom 25. März 2024 E. 4.2, mit weiteren Verweisen). 

 

3.5 

Nach dem eben Dargelegten bedingt die Qualifikation einer Krankheit als Berufskrankheit 

eine für die berufliche Tätigkeit charakteristische Belastung als Ursache. Vor diesem 

Hintergrund erweist sich die vorerwähnte Empfehlung 1/2003 der ad-hoc-Kommission UVG 

mit Voraussetzung einer berufsbedingten Exposition in Form von Arbeiten mit infizierten 

Patienten oder in einer stark infizierten/infizierenden oder kontaminierten Umgebung 

(vgl. vorne E. 2.4) als eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der 

anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen, weshalb im Sinne einer Mitberücksichtigung 

grundsätzlich darauf abgestellt werden kann (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons Aargau VBE 2023.431 vom 25. März 2024 E. 4.2, mit Verweisen). Im hier zu 

beurteilenden Fall hat die Beschwerdeführerin in einem Altersheim gearbeitet, wo zum einen 

nicht typischerweise infizierte PatientInnen behandelt wurden und zum anderen nicht "wegen 

der Infektion". Es ist möglich, dass ein Teil der PatientInnen mit dem Coronavirus infiziert 

gewesen ist, das Behandeln oder Pflegen mit direkt infizierten PatientInnen wegen der 

Infektion war jedoch nicht charakteristisch. Aufgrund des Kontakts zu PatientInnen besteht 

zwar ein Ansteckungsrisiko. Dieses ist jedoch ebenfalls bei diversen anderen Berufen mit 

Kundenkontakt gegeben. Das Risiko, bei der Arbeit mit Personen, die mit dem Coronavirus 

infiziert sind, in Kontakt zu kommen, ist in einem Altersheim nicht signifikant grösser als in 

anderen Berufen, in denen Kontakt zu PatientInnen bzw. KundInnen etc. besteht (vgl. dazu 

Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau VBE 2023.431 vom 25. März 2024 

E. 4.3; der betreffende Entscheid wurde vom Bundesgericht mit Urteil 8C_378/2024 vom 

30. Oktober 2024 bestätigt). Wie die Versicherte unter Verweis auf bestimmte Publikationen 

darlegt, mag es sein, dass in gemeinschaftlichen Wohnformen, wie sie für Altersheime 

typisch sind, das Risiko einer Infizierung erhöht ist. Das ändert aber nichts daran, dass es – 

was das Alterspflege-Personal angeht – an einer für die berufliche Tätigkeit 

 

Seite 10 

charakteristischen Belastung fehlt. Erwähnt sei überdies, dass ein Altersheim gar nicht über 

die Mittel verfügt, um Altersinsassen mit schwereren Covid-Verläufen adäquat zu behandeln. 

Gesamthaft ergibt sich gemäss diesen Erwägungen, dass eine allfällige Infektion mit dem 

Coronavirus am Arbeitsplatz im vorliegenden Fall keine Verwirklichung eines typischen 

Berufsrisikos darstellt. Eine Berufskrankheit im Sinne von Ziff. 2 lit. b des Anhangs I der UVV 

ist dementsprechend zu verneinen. Anzumerken ist im Übrigen noch, dass bestimmte 

Widersprüche im Aussageverhalten der Versicherten auszumachen sind. Gemäss den 

Ausführungen in ihrer Beschwerdeschrift scheint die Beschwerdeführerin ihre Infizierung mit 

Covid-19 ohne Zweifel mit dem Kontakt mit Insassen des Altersheims in Verbindung zu 

bringen. Aus den Angaben im "Formular zum Ereignis" (act. 6/A4) ergibt sich indes, dass die 

Beschwerdeführerin als Grund für ihre Ansteckung damals auch den Kontakt mit "noch 

symptomfreien Mitarbeitenden" in Erwägung zog. Diesfalls fehlte es indes selbstredend 

ebenfalls am Erfordernis der für die berufliche Tätigkeit charakteristischen Belastung 

(vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2022 vom 12. Juli 2024 E. 4.7). Davon 

abgesehen kann dem "Formular zum Ereignis" – anders als der Beschwerdeschrift – nicht 

entnommen werden, dass Mindestabstände nicht hätten eingehalten werden können oder 

bestimmte PatientInnen beim Gespräch mit der Versicherten keine Schutzmaske getragen 

hätten. Im "Formular zum Ereignis" erklärte die Versicherte sowohl im Zusammenhang mit 

der Frage "Hatten Sie direkten Kontakt mit einer Covid-19 infizierten Person" als auch der 

Frage "Hatten Sie auch Kontakt zu infizierten Arbeitskollegen und Kolleginnen", es seien die 

normalen Schutzmassnahmen gemäss Vorgaben des BAG und des Gesundheits-

departementes des Kantons St. Gallen getroffen worden. 

 

3.6 

Soweit sich noch die Frage stellt, ob eine Berufskrankheit gemäss Art. 9 Abs. 2 UVG vorliegt, 

sei wörtlich auf das Urteil des Bundesgerichts 8C_582/2022 vom 12. Juli 2024 E. 4.9 

verwiesen. Die sogenannte Generalklausel greift nur dann, wenn "andere Krankheiten" als 

die gemäss Abs. 1 vom Bundesrat bestimmten als Ursache einer beruflichen Tätigkeit in 

Betracht fallen. Die Generalklausel bezweckt, allfällige Lücken zu schliessen, die dadurch 

entstehen, dass die bundesrätliche Liste gemäss Anhang I zur UVV eine Krankheit nicht 

aufführt, die durch die Arbeit verursacht wurde (oder einen schädigenden Stoff, der eine 

Krankheit verursachen kann, BGE 114 V 109 E. 2b; Botschaft des Bundesrates zum 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. August 1976, BBl 1976 III 141 ff., 166). 

Infektionskrankheiten wie die vorliegend zu beurteilende sind jedoch in der Doppelliste 

ausdrücklich aufgezählt. Sind die Voraussetzungen für eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers nicht erfüllt, weil es am zweiten Erfordernis der schädigenden Tätigkeit in 

Spitälern, Laboratorien, Versuchsanstalten und dergleichen fehlt, liegt von vornherein kein 

 

Seite 11 

Anwendungsfall von Art. 9 Abs. 2 UVG vor und ist eine Leistungspflicht gestützt darauf daher 

ausgeschlossen.  

 

3.7 

In medizinischer Hinsicht sei noch auf eine Beurteilung des vertrauensärztlichen Dienstes 

der BB. vom 1. November 2023 hingewiesen. In der betreffenden Stellungnahme kommt der 

zuständige Arzt zum Schluss, es lasse sich nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit objektiv nachweisen, dass die gesundheitlichen Beschwerden, welche 

über die akuten Folgen der Covid-Infektion hinausgingen, im Zusammenhang mit der 

Infektion vom November 2020 stünden (act. 6/M76). Eine nähere Auseinandersetzung mit 

der fraglichen Beurteilung erübrigt sich indes. Dies deshalb, weil eben die Covid-Erkrankung 

ohnehin nicht als Berufskrankheit zu qualifizieren ist und somit offen bleiben kann, welche 

Folgen die damalige Covid-Infektion heute noch zeitigt. Ebenso wenig von Relevanz ist, dass 

die IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden der Beschwerdeführerin am 14. Februar 2024 

Rentenleistungen vorbeschieden hat (vgl. act. 2.3), letzteres namentlich auf der Basis einer 

Stellungnahme des Regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 28. September 2023, wo von 

einer Long-Covid-Symptomatik die Rede ist, welche aus arbeitsmedizinischer Sicht in 

diesem Fall "glasklar" als Berufskrankheit zu betrachten sei. Diesbezüglich ist festzustellen, 

dass sich der RAD mit der UVG-spezifischen Definition der Berufskrankheit gar nicht 

auseinandergesetzt hat. Zu betonen ist auch, dass es in der IV als rein finaler Versicherung 

nicht darauf ankommt, auf welche Ursachen das zur Invalidität führende gesundheitliche 

Leiden zurückgeht. Im Unterschied zur Unfallversicherung hat die IV sämtliche Leiden der 

versicherten Person unabhängig eines bestimmten versicherten Ereignisses wie Krankheit 

oder Unfall zu berücksichtigen (vgl. z.B. BGE 124 V 174 E. 3b). 

 

3.8 

Zusammenfassend wird im angefochtenen Entscheid das Vorliegen einer Berufskrankheit 

mit Recht verneint. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 

 

 

4.    4.1  

Bei Streitigkeiten über Leistungen ist das Verfahren kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen 

Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht bei solchen 

Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, 

Gerichtskosten auferlegen (Art. 61 lit. fbis ATSG). Vorliegend hat man es mit einer 

Leistungsstreitigkeit zu tun. Das UVG legt keine Kostenpflicht für das Beschwerdeverfahren 

fest. Leichtsinnigkeit oder Mutwilligkeit einer Partei liegt nicht vor. Entsprechend ist dieses 

Verfahren kostenlos. 

 

Seite 12 

4.2  

Der unterliegenden Beschwerdeführerin steht keine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g 

ATSG e contrario). Für die Zusprechung einer Parteientschädigung an die obsiegende 

Vorinstanz fehlt eine gesetzliche Grundlage (KIESER, a.a.O, N. 218 f. zu Art. 61 ATSG; 

SUSANNE BOLLINGER, in: Basler Kommentar, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 

2020, N. 77 zu Art. 61 ATSG). 

 

 
 
 
 
  

 

Seite 13 

Das Obergericht erkennt: 
 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
 
2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 
 
 
3. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.  
 
 
4. Rechtsmittel:  
 Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit der Zustellung Beschwerde in öffentlich-recht-

lichen Angelegenheiten erhoben werden. Die Zulässigkeit einer solchen Beschwerde richtet 
sich nach Art. 82 ff. Bundesgerichtsgesetz (BGG, SR 173.110). Die Beschwerde ist beim 
Schweizerischen Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, schriftlich einzureichen. 
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel 
und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel 
angerufenen Urkunden sind - soweit vorhanden - beizulegen (Art. 42 BGG). Die Beschwerde 
hat in der Regel keine aufschiebende Wirkung (Art. 103 BGG). 

 
 

5. Mitteilung an: 

- RA AA., mit Gerichtsurkunde 

- RA BB., mit Gerichtsurkunde 

- Bundesamt für Sozialversicherungen, mit Gerichtsurkunde 
 
 

Im Namen der 3. Abteilung des Obergerichts 
 
 

Der Obergerichtsvizepräsident: 

 

 

Dr. iur. Manuel Hüsser 

Der Obergerichtsschreiber: 

 

 

lic. iur. Marc Giger 

 
 
 
versandt am:24. Januar 2025