# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4035c3f9-19a1-5a62-ad35-0aaada7ffe01
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.11.2025 E-7490/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-7490-2025_2025-11-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-7490/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regina Derrer, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger,    

Gerichtsschreiberin Flavia Mark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sri Lanka,   

vertreten durch lic. iur. Dominik Löhrer,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 16. September 2025 / N (…). 

 

 

 

E-7490/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.   

A.a Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben 

zufolge am (…) 2023 und suchte am 8. November 2023 in der Schweiz um 

Asyl nach.  

A.b Zum Nachweis seiner Identität reichte er seine Identitätskarte im Ori-

ginal sowie eine Kopie seiner Geburtsurkunde zu den Akten.  

A.c Am 30. November 2023 wurde er zu seinen Asylgründen befragt und 

am 19. August 2025 wurde eine ergänzende Anhörung durchgeführt. An-

lässlich dieser Anhörungen brachte er im Wesentlichen vor, dass er im Juli 

2022 beim Gelände der Universität beziehungsweise an der (…) gegen die 

damalige Regierung demonstriert habe. Sicherheitskräfte hätten interve-

niert und ein Kollege von ihm sei erschossen worden. Er (Beschwerdefüh-

rer) selbst sei gemeinsam mit anderen Demonstrierenden festgenommen 

und für zwei Tagen inhaftiert worden. Während der Haft sei er sexuellen 

Übergriffen vonseiten der singhalesischen Beamten ausgesetzt gewesen. 

Bei seiner Entlassung seien seine Personalien und seine Kontaktdaten 

aufgenommen worden. Zudem sei ihm mit dem Tod gedroht worden, falls 

er jemandem von den erlebten Folterungen berichten würde, weshalb er 

weder seinen Lehrern noch seinen Freunden oder seiner Familie von den 

Geschehnissen während der Haft erzählt habe. Dennoch sei danach je-

weils dreimal pro Woche bei seinen Eltern nach ihm gesucht worden.  Ein-

mal seien die Behörden auch zur Universität gekommen, hätten dort aber 

einfach eine Kontrolle gemacht und nicht gezeigt, dass sie wegen ihm ge-

kommen seien. Im (…) 2023 habe er schliesslich sein letztes Jahr an der 

Universität beendet. Daraufhin sei er zu einem Verwandten nach 

B._______ gegangen, von wo aus er (…) Monate später ausgereist sei.  

Auf seine Furcht vor Verfolgung bei einer allfälliger Rückkehr nach Sri 

Lanka angesprochen, gab der Beschwerdeführer an, dass er wiederum 

Probleme vonseiten der Behörden zu befürchten hätte. Die neue Regie-

rung in Sri Lanka habe Listen von gesuchten Personen erstellt. Sein Name 

sei zwar nicht auf einer solchen Liste aufgeführt, es könne aber sein, dass 

er später noch auf einer solchen erscheine. Sein Vater sei früher bei den 

Liberation Tigers of Tamil Eelam (LTTE) gewesen und die Behörden wür-

den dessen Name mit ihm im Verbindung bringen.  

A.d Im Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens reichte der Beschwerdefüh-

rer diverse Arztberichte zu den Akten. Diesen ist zu entnehmen, dass er 

aufgrund einer (…) auf eine Medikation mit dem Wirkstoff (…) angewiesen 

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Seite 3 

ist. Zudem kam es aufgrund eines (…) und (…) zu mehreren operativen 

Eingriffen. In naher Zukunft seien in diesem Zusammenhang (…) Verlaufs-

kontrollen geplant. Gemäss dem letzten (…) vom (…) 2025 würden keine 

Hinweise auf eine (…) mehr vorliegen.   

B.  

Mit Verfügung vom 16. September 2025 – gleichentags eröffnet – verneinte 

das SEM die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers, lehnte sein 

Asylgesuch ab und ordnete seine Wegweisung aus der Schweiz sowie den 

Vollzug an.  

C.  

Mit Eingabe vom 30. September 2025 erhob der Beschwerdeführer beim 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde und beantragte, die angefochtene 

Verfügung sei aufzuheben und ihm sei unter Anerkennung der Flüchtlings-

eigenschaft Asyl zu gewähren, eventualiter sei die Unzulässigkeit, allen-

falls die Unzumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung festzustellen und 

die Vorinstanz anzuweisen, die vorläufige Aufnahme anzuordnen. In ver-

fahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung, um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

und um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands in der Person 

des rubrizierten Rechtsvertreters.  

Der Beschwerde beigelegt waren die angefochtene Verfügung, eine Unter-

stützungsbestätigung vom 26. September 2025 und die Kostennote des 

rubrizierten Rechtsvertreters. 

D.  

Am 1. Oktober 2025 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Ein-

gang der Beschwerde.  

E.  

Mit Zwischenverfügung vom 15. Oktober 2025 wies die Instruktionsrichte-

rin die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

um Beiordnung eines amtlichen Rechtsbeistandes ab und setzte dem Be-

schwerdeführer Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe 

von Fr. 1'000.– bis zum 30. Oktober 2025, verbunden mit dem Hinweis, auf 

die Beschwerde werde nicht eingetreten, wenn der Kostenvorschuss innert 

Frist nicht bezahlt werde.  

F.  

Der Kostenvorschuss wurde am 28. Oktober 2025 überwiesen.  

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Seite 4 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG).  

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der Be-

schwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 2 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Nachdem auch 

der eingeforderte Kostenvorschuss rechtzeitig überwiesen wurde, ist auf 

die Beschwerde einzutreten.  

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist deshalb 

im Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zwei-

ten Richters beziehungsweise einer zweiten Richterin ohne Durchführung 

eines Schriftenwechsels und mit summarischer Begründung zu behandeln 

(Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.   

4.1 Die Vorinstanz führt in der angefochtenen Verfügung zunächst aus, der 

Beschwerdeführer habe im Verlauf seines Asylverfahrens wiederholt da-

rauf hingewiesen, dass er sich an viele Geschehnisse nicht mehr gut erin-

nern könne. Zudem habe er anlässlich der ergänzenden Anhörung mehr-

fach angegeben, dass er die Geschehnisse vergessen wolle und es ihm 

nicht gut gehe, wenn er sich an das Erlebte erinnern müsse. Es solle nicht 

in Abrede gestellt werden, so das SEM, dass Opfer von Gewalttaten oder 

traumatisierte Personen Erinnerungslücken aufweisen und Schwierigkei-

ten bekunden könnten, über Erlebtes zu berichten. Darüber hinaus könn-

ten bei neurologischen Krankheitsbildern Erinnerungslücken oder Amne-

sien (Gedächtnisstörungen) auftreten. Bei traumatisierenden Erlebnissen 

sei die Fachwelt hingegen geteilter Meinung: Während einerseits die 

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Ansicht vertreten werde, dass in Situationen höchster Belastung Informati-

onen nicht mehr wie gewohnt im Gehirn abgespeichert werden könnten, 

würden andererseits belastende Ereignisse als besonders gut abspeicher- 

und erinnerbar erachtet. Bei dieser Sachlage gehe das SEM davon aus, 

dass in den Aussagen von Personen, die unter einer Traumafolgestörung 

leiden, durchaus gewisse Unstimmigkeiten und Lücken auftreten könnten. 

Bei sich diametral widersprechenden Aussagen oder Aussagen von tiefer 

Qualität zum Kerngeschehen könne hingegen nicht leichthin von einem Er-

lebnisbezug ausgegangen werden. Den Asylakten sei in diesem Zusam-

menhang zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer nicht nur die Be-

schreibung der geltend gemachten Gewalterfahrung gemieden, sondern 

auch damit kausal zusammenhängende Ereignisse nicht ausführlich und 

differenziert geschildert habe. Zudem falle auf, dass er keine überzeu-

gende Erklärung zu seiner Verfolgungsfurcht habe abgeben können, ob-

wohl dies auch mit Blick auf allenfalls vorhandene Gedächtnislücken zu 

erwarten gewesen wäre. Angesichts dessen liege es nahe, seine Vorbrin-

gen einer Glaubhaftigkeitsprüfung im Sinne von Art. 7 AsylG zu unterzie-

hen. Dabei sei, so das SEM, festzustellen, dass die Aussagen des Be-

schwerdeführers nicht überzeugend ausgefallen seien, obwohl er im Rah-

men zweier Anhörungen die Gelegenheit gehabt habe, seine Erlebnisse 

am Tag der Demonstration ausführlich zu beschreiben und ihm zahlreiche 

Rückfragen zu den Ereignissen gestellt worden seien. Seine Schilderun-

gen seien allgemein, oberflächlich und teilweise ausweichend ausgefallen, 

so dass insgesamt nicht davon auszugehen sei, dass er sich tatsächlich in 

besagter Situation befunden habe. So habe er nicht erlebnisgeprägt von 

seinen persönlichen Eindrücken berichten können, weder hinsichtlich des 

Ablaufs der Demonstration noch bezüglich der Interventionen der Polizei, 

seiner Festnahme oder der Erschiessung seines Kollegen. Bei letzterem 

Ereignis habe er erwähnt, dass es sich bei der getöteten Person um einen 

guten Kollegen von ihm gehandelt habe, der während des Protests neben 

ihm gestanden habe. Auf Nachfrage habe er dessen Namen jedoch nicht 

mehr nennen können und darauf verwiesen, dass die Ereignisse bereits 

drei Jahre zurückliegen würden. Zusätzlich sei erwähnt, dass sowohl der 

medialen Berichterstattung als auch den Berichten von Menschenrechts-

organisationen zu entnehmen sei, dass die Demonstration der Studenten 

in C._______ im (…) 2022 stattgefunden habe. Dabei seien Wasserwerfer 

und Tränengas eingesetzt worden, es gäbe jedoch keine Berichte von To-

desopfern. Sowohl die unsubstantiierten Angaben zur Demonstration und 

somit zum Auslöser seiner Inhaftierung als auch die Tatsachenwidrigkeit 

der geltend gemachten Protestumstände würden zum Schluss führen, 

dass nicht davon ausgegangen werden könne, dass er während einer 

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Demonstration verhaftet und inhaftiert worden sei. Es könne deshalb da-

rauf verzichtet werden, ausführlich auf seine Schilderungen zu den Erleb-

nissen während ebendieser angeblichen Inhaftierung einzugehen.  

Des Weiteren ergebe sich auch bezüglich der Ausführungen des Be-

schwerdeführers zu seiner konkreten Verfolgungsfurcht im Zeitpunkt der 

Ausreise kein stimmiges Bild. So habe er nach seiner angeblichen Haftent-

lassung noch weit über ein Jahr lang in Sri Lanka gelebt und davon wäh-

rend circa (…) Monaten, bis im (…) 2023, an der Universität weiterstudiert. 

Es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Behörden ihn derart intensiv und 

wiederholt bei seinen Eltern gesucht haben sollten, wenn er während meh-

reren Monaten weiterhin als Student an der Universität C._______ aktiv 

gewesen sei und somit ohne Weiteres direkt dort hätte kontaktiert werden 

können. Auch der Hinweis des Beschwerdeführers, wonach die neue Re-

gierung in Sri Lanka Listen von gesuchten Personen erstellt habe, er je-

doch (noch) nicht auf einer solchen Liste stehe, deute nicht darauf hin, dass 

er sich im Zeitpunkt der Ausreise in der von ihm beschriebenen Zwangs-

lage befunden habe.  

4.2 In der Rechtsmitteleingabe wird dagegen im Wesentlichen eingewen-

det, dem Anhörungsprotokoll könne an diversen Stellen entnommen wer-

den, dass der Beschwerdeführer geltend gemacht habe, in Gefangen-

schaft Opfer von Missbräuchen, insbesondere sexueller Gewalt durch Si-

cherheitskräfte, geworden zu sein. Das SEM unterstelle dem Beschwerde-

führer in diesem Zusammenhang, die Beschreibung der geltend gemach-

ten Gewalterfahrungen vermieden zu haben mit dem Hinweis, sich an viele 

Geschehnisse nicht mehr gut erinnern zu können. Tatsächlich habe er je-

doch viele detaillierte Angaben zu den Übergriffen gemacht und die dies-

bezüglichen Ausführungen seien sogar als besonders glaubhaft vorgetra-

gen einzustufen. Es sei denn auch nicht die Erinnerung gewesen, welche 

ihn davon abgehalten habe, weiter ins Detail zu gehen, sondern die 

Scham, was nicht erstaunlich sei. Auch das SEM sei nicht bereit gewesen, 

die sexuellen Gewalterfahrungen in der Sachverhaltszusammenfassung 

der angefochtenen Verfügung konkret wiederzugeben, weshalb unweiger-

lich der Verdacht aufkomme, dass auch das SEM bei der Formulierung von 

Asylentscheiden eine gewisse Schamgrenze kenne. Die entsprechenden 

Vorbringen mit Bezug zur erlebten Folter und den sexuellen Übergriffen in 

der Haft seien daher als glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG einzustufen 

und als asylrelevant zu werten.  

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5.  

5.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens und der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken.  

5.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

6.   

6.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zur Er-

kenntnis, dass das SEM in zutreffender Weise darauf hingewiesen hat, 

dass die Schilderungen des Beschwerdeführers zum Ablauf der Demonst-

ration und den Interventionen der Polizei allgemein und oberflächlich ge-

blieben sind und er nicht erlebnisgeprägt von diesem Ereignis berichten 

konnte. Die Zweifel an den Vorbringen des Beschwerdeführers erhärten 

sich sodann dadurch, dass seine Darlegungen der medialen Berichterstat-

tung zu ebendieser Demonstration widersprechen. Das SEM hat zu Recht 

festgestellt, dass die Demonstration der Studenten in C._______ im (…) 

2022 stattgefunden hat und dabei zwar Wasserwerfer und Tränengas ein-

gesetzt wurden, es entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers 

jedoch keine Berichte von Todesopfern gab (vgl. […]). Dem Beschwerde-

führer ist es daher nicht gelungen glaubhaft darzulegen, dass er während 

einer im Juli 2022 stattgefunden Demonstration festgenommen und inhaf-

tiert wurde, womit auch die durch ihn geltend gemachten Misshandlungen 

nicht in dem von ihm beschriebenen Zusammenhang stattgefunden haben 

können. Daran vermögen auch die Ausführungen in der Beschwerdeschrift 

nichts zu ändern. Diese erschöpfen sich darin, aufzuzeigen, inwiefern die 

Misshandlungen glaubhaft gemacht wurden, ohne sich jedoch zu den auf-

geführten Unglaubhaftigkeitslelementen betreffend die Demonstration zu 

äussern. Dass der Beschwerdeführer sodann kognitiv nicht in der Lage 

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gewesen sein soll, die ihm gestellten Fragen zu verstehen, findet keine 

Grundlage in den Akten.  

Ferner ist den Akten auch nicht zu entnehmen, dass die Behörden ein 

ernsthaftes und nachhaltiges Verfolgungsinteresse an der Person des Be-

schwerdeführers gehabt hätten, zumal er sich nach dem geschilderten Vor-

fall eigenen Angaben zufolge noch über ein Jahr in Sri Lanka aufgehalten 

und weiterhin die Universität besucht habe. Es ist davon auszugehen, dass 

der Beschwerdeführer, hätte er tatsächlich mit weiteren Problemen seitens 

der Behörden gerechnet, Sri Lanka bereits vor Abschluss seines Studiums 

verlassen hätte. Die Vorinstanz hat in diesem Zusammenhang denn auch 

zu Recht darauf hingewiesen, dass seine Angaben, die Behörden hätten 

ihn wiederholt bei seinen Eltern gesucht, nicht zu überzeugen vermögen. 

Da er sein Studium an der Universität eigenen Angaben zufolge fortgesetzt 

habe, hätte er, wäre er tatsächlich im Fokus der Behörden gestanden, von 

diesen ohne Weiteres direkt dort kontaktiert werden können. Schliesslich 

lassen sich den Akten auch keine Anhaltspunkte entnehmen, dass er auf-

grund seines Vaters in den Fokus der Behörden geraten ist und deswegen 

bei einer Rückkehr ernsthafte Nachteile zu befürchten hätte, zumal er sel-

ber über kein einschlägiges politisches Profil verfügt.  

6.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Beschwerdeführer 

nicht gelungen ist, eine im Sinne von Art. 3 AsylG relevante Verfolgungs-

gefahr nachzuweisen oder glaubhaft darzutun. Die Vorinstanz hat das Asyl-

gesuch des Beschwerdeführers demzufolge zu Recht abgelehnt.  

7.  

7.1 Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so 

verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den 

Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie 

(Art. 44 AsylG).  

7.2 Der Beschwerdeführer verfügt insbesondere weder über eine auslän-

derrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Ertei-

lung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach ebenfalls zu Recht 

angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

8.   

8.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

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Seite 9 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

8.2 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG).  

8.2.1 So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 

gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).  

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 

1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedri-

gende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender 

Strafe oder Behandlung unterworfen werden.  

8.2.2 Das SEM weist in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 

hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur Per-

sonen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Heimatstaat ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.  

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss der Praxis des Europäischen Gerichtshofes für 

Menschenrechte (EGMR) sowie jener des UN-Anti-Folterausschusses 

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müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr («real risk») nachwei-

sen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 

oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Urteil des EGMR 

Saadi gegen Italien vom 28. Februar 2008, Grosse Kammer 37201/06, 

§§ 124–127 m.w.H.). Nach den vorstehenden Ausführungen gelingt ihm 

dies – auch mit Blick auf seinen Gesundheitszustand (vgl. hierzu nachfol-

gend E. 8.3.3) – nicht. Auch die allgemeine Menschenrechtssituation im 

Heimatstaat lässt den Wegweisungsvollzug zum heutigen Zeitpunkt nicht 

als unzulässig erscheinen, zumal sich aus den Akten keine konkreten An-

haltspunkte dafür ergeben, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr 

nach Sri Lanka mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Massnahmen zu be-

fürchten hätte, die über einen sogenannten «Background Check» (Befra-

gung und Überprüfung von Tätigkeiten im In- und Ausland) hinausgehen 

würden, oder dass er persönlich gefährdet wäre. 

8.2.3 Nach dem Gesagten ist der Vollzug der Wegweisung sowohl im 

Sinne der asyl- als auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

8.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt oder me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren.  

8.3.1 Der bewaffnete Konflikt zwischen der sri-lankischen Regierung und 

den LTTE ist im Mai 2009 zu Ende gegangen. Aktuell herrscht in Sri Lanka 

weder Krieg noch eine Situation allgemeiner Gewalt. Gemäss gefestigter 

Rechtsprechung ist der Wegweisungsvollzug in die Ost- und Nordprovinz 

weiterhin als zumutbar zu erachten, sofern das Vorliegen der individuellen 

Zumutbarkeitskriterien (insbesondere Existenz eines tragfähigen familiä-

ren oder sozialen Beziehungsnetzes sowie Aussichten auf eine gesicherte 

Einkommens- und Wohnsituation) bejaht werden können (Referenzurteile 

des BVGer D-3619/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 9.5 und E-1866/2015 

vom 15. Juli 2016 E. 13.2). An dieser Einschätzung vermag die seit einiger 

Zeit in weiten Teilen Sri Lankas herrschende angespannte Lage (Regie-

rungs-, Wirtschafts- und Finanzkrise) grundsätzlich nichts zu ändern, zu-

mal die Krise die ganze sri-lankische Bevölkerung betrifft (Urteil des BVGer 

D-6472/2019 vom 23. September 2024 E. 9.4.2. m.w.H.). Nach der schwe-

ren Wirtschaftskrise wurde am 22. September 2024 Anura Kumara 

Dissanayake zum Präsidenten Sri Lankas gewählt, der Vorsitzender der 

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Seite 11 

kommunistischen Partei «Janatha Vimukthi Peramuna» ist. Damit wurde 

ein Präsident gewählt, der nicht den bisherigen etablierten Parteien ange-

hört. Bei der Parlamentswahl von Mitte November 2024 kam ein Links-

bündnis, die «National People’s Power» (NPP), auf einen Stimmenanteil 

von 61%. Aktuell ist noch nicht absehbar, wie sich diese jüngsten Entwick-

lungen auf die politische und allgemeine Lage in Sri Lanka auswirken wer-

den. Es ist indessen nicht davon auszugehen, dass sich die allgemeine 

Situation für Rückkehrende tamilischer Ethnie durch den Regierungswech-

sel verschärft hätte (vgl. Urteile des BVGer D-3443/2021 vom 25. Juni 2025 

E. 11.2.3 und E-4262/2022 vom 1. Mai 2025 E. 8.3.3).  

8.3.2 Auch in individueller Hinsicht sind keine Gründe ersichtlich, die gegen 

die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen. Beim Beschwerde-

führer handelt es sich um einen jungen Mann im erwerbsfähigen Alter, der 

im (…) 2023 einen universitären Diplomkurs als (…) abgeschlossen hat. 

Zudem verfügt er insbesondere durch seine Eltern und Geschwister über 

ein tragfähiges verwandtschaftliches Beziehungsnetz, das ihn bei Bedarf 

bei der Reintegration in seinem Heimatstaat unterstützen kann.   

8.3.3 Aus medizinischen Gründen kann sodann nur dann auf Unzumutbar-

keit des Wegweisungsvollzugs geschlossen werden, wenn eine notwen-

dige Behandlung im Heimatland nicht zur Verfügung steht und die fehlende 

Möglichkeit der (Weiter-)Behandlung bei einer Rückkehr zu einer raschen 

und lebensgefährdenden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der 

betroffenen Person führt. Dabei wird diejenige allgemeine und dringende 

medizinische Behandlung als relevant erachtet, die zur Gewährleistung ei-

ner menschenwürdigen Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit 

liegt nicht alleine deshalb vor, weil im Heimat- oder Herkunftsstaat eine 

nicht dem schweizerischen Standard entsprechende medizinische Be-

handlung möglich ist (vgl. BVGE 2017 VI/7 E. 6; BVGE 2011/50 E. 8.3, je 

m.w.H.).  

In seinem Referenzurteil E-737/2020 vom 27. Februar 2023 setzte sich das 

Bundesverwaltungsgericht umfassend mit der Gesundheitsversorgung in 

Sri Lanka in Zusammenhang mit der herrschenden Wirtschafts- und Ver-

sorgungskrise auseinander. Trotz einer Verschlechterung der Versor-

gungslage ging es davon aus, dass eine Grundversorgung gewährleistet 

sei. Es sei im Einzelfall abzuklären, welcher Behandlung, Betreuung und 

Medikation eine zurückzuführende Person bedürfe (vgl. a.a.O., E. 10.2.6). 

Im Urteil E-2426/2020 vom 5. Juni 2024 wurde festgestellt, dass die medi-

zinische Versorgungslage in Sri Lanka eine Entspannung erfahren habe. 

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Gängige psychiatrisch-psychologische Behandlungen seien verfügbar 

(vgl. a.a.O., E. 13.3.4.2, S. 30).   

Gemäss den vorliegenden Akten wurde beim Beschwerdeführer bereits in 

Sri Lanka (…) diagnostiziert, welcher gemäss seinen Angaben im Jahr (…) 

operativ behandelt wurde. Es liegen keine Hinweise auf eine (…) mehr vor, 

weshalb diesbezüglich in naher Zukunft nur noch Verlaufskontrollen vorge-

sehen sind. Diese können auch in Sri Lanka durchgeführt werden. Zudem 

leidet der Beschwerdeführer an (…). Die diesbezüglich erforderlichen (…) 

Verlaufskontrollen können ebenfalls in Sri Lanka in Anspruch genommen 

werden. Der Wirkstoff (…), auf den der Beschwerdeführer infolge seiner 

(…) angewiesen ist, ist sodann auf der National Medicines Regulatory Au-

thority Sri Lanka (NRMA) abrufbar und in Sri Lanka erhältlich (Registered 

Medicines [nmra.gov.lk], […]). Was die auf Beschwerdeebene vorge-

brachte psychische Belastung aufgrund der Ereignisse während seiner In-

haftierung anbelangt, ist nach dem zuvor Gesagten davon auszugehen, 

dass diesen psychischen Leiden auch in Sri Lanka Rechnung getragen 

werden kann. Demnach führen auch die vorgebrachten gesundheitlichen 

Beschwerden nicht zur Annahme der Unzumutbarkeit des Wegweisungs-

vollzugs.   

8.3.4 Nach dem Gesagten erweist sich der Vollzug der Wegweisung auch 

als zumutbar.  

8.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für die Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu 

bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AIG).  

8.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1-4 AIG).  

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

10.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem 

E-7490/2025 

Seite 13 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt 

Fr. 1’000.– festzusetzen (Art. 1 Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 

2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der am 28. Oktober 2025 in gleicher Höhe 

geleistete Kostenvorschuss ist zur Bezahlung der Verfahrenskosten zu ver-

wenden  

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-7490/2025 

Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss wird zu deren Be-

zahlung verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die Einzelrichterin:  Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regina Derrer Flavia Mark 

 

 

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