# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a211d9b3-1b81-560e-9d89-359642b85dbb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-14
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 14.07.2023 UV 2022/47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2022-47_2023-07-14.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/47

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 29.08.2023

Entscheiddatum: 14.07.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 14.07.2023
Art. 17 Abs. 1 ATSG, Revision einer Invalidenrente. Relevante 
Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers – trotz 
missverständlicher Formulierung der Antworten zu den fallspezifischen 
Fragen der SVA in einem im Rahmen des IV-Verfahrens eingeholten 
Gutachtens – bejaht. Die rechte Hand war gemäss kreisärztlicher 
Beurteilung im Zeitpunkt der Rentenzusprache trotz deutlicher 
Einschränkungen (welche sich auch im formulierten Zumutbarkeitsprofil 
niedergeschlagen haben) noch "deutlich mehr als nur als Hilfshand zu 
benutzen". Gemäss Gutachten der SMAB rund vier Jahre später ist nunmehr 
jedoch von einer linksseitigen Einhändigkeit auszugehen und auch in einer 
optimal angepassten Tätigkeit sind keinerlei Anforderungen an die rechte 
Hand mehr zu stellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 14. Juli 2023, UV 2022/47).

Entscheid vom 14. Juli 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

UV 2022/47

Parteien

A.___,

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Michael Walder, Studer Zahner Anwälte AG, 

Neugasse 40, Postfach 2020, 9000 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Invalidenrente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war aufgrund seiner Tätigkeit als Bauarbeiter für 

die B.___ obligatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) 

gegen die Folgen von Berufsunfällen versichert, als er sich am 16. Juni 2007 mit einer 

Baufräse am rechten Handgelenk verletzte. Dabei wurden mehrere Sehnen und der 

Nervus medianus durchtrennt. Die Suva erbrachte in der Folge die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen und sprach dem Versicherten letztlich mit Verfügung vom 

14. Dezember 2010 eine Integritätsentschädigung basierend auf einer 

Integritätseinbusse von 11 % zu (vgl. zum Ganzen: Akten der Suva zum Schaden Nr. 

X.___ [act. G 5.1; nachfolgend: 2007-Suva-act.], insbesondere act. 205 und 211).

A.a. 

Am 19. März 2013 erlitt der Versicherte erneut einen Berufsunfall, bei dem er sich 

eine Quetschverletzung des rechten Mittelfingers mit offener Querfraktur der distalen 

Phalanx Dig III zuzog. Es kam zu einer Arthrodese des DIP III rechts. Auch für die 

Folgen dieses Unfallereignisses war er – aufgrund seiner Tätigkeit als Bauarbeiter für 

die C.___ AG – obligatorisch bei der Suva versichert. Nachdem der Versicherte seine 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Arbeit am 17. Februar 2014 wieder vollumfänglich aufgenommen hatte, erhöhte die 

Suva die Integritätsentschädigung für die Einschränkungen der rechten Hand des 

Versicherten mit Verfügung vom 26. Februar 2015 auf gesamthaft 15 % (vgl. zum 

Ganzen: Akten der Suva zum Schaden Nr. Y.___ [act. G 5.2; nachfolgend: 2013-Suva-

act.], insbesondere act. 1, 14 und 17, sowie 2007-Suva-act. 247).

Der Versicherte war weiterhin für die C.___ AG tätig und dadurch bei der Suva 

unfallversichert, als er sich am 24. März 2017 während der Arbeit erneut den rechten 

Mittelfinger einklemmte. Dabei kam es zu einem Arthrodesenbruch DIP III rechts. Es 

erfolgte eine Re-Arthrodese und später eine Osteosynthesenmaterialentfernung (vgl. 

zum Ganzen: Akten der Suva zum Schaden Nr. Z.___ [act. G 5.3; nachfolgend: 2017-

Suva-act.], insbesondere act. 1, 9 und 18). Am 29. November 2017 erfolgte eine 

kreisärztliche Abschlussuntersuchung bei Dr. med. D.___, Fachärztin für Chirurgie. In 

ihrem Bericht vom 5. Dezember 2017 zu dieser Untersuchung hielt Dr. D.___ unter 

anderem fest, hinsichtlich der zehn Jahre zurückliegenden Verletzung im 

Medianusgebiet sei die Gesamtsituation – aufgrund der weiterhin bestehenden 

Beschwerden/Einschränkungen – natürlich nicht zufriedenstellend. Der Versicherte 

könne die Hand aber zumindest noch einsetzen. Sie sei deutlich mehr als nur als 

Hilfshand zu benutzen, was der Beschwerdeführer ja auch in den vergangenen Jahren 

auf dem Bau gut gezeigt habe. Die Tätigkeit auf dem Bau sei aber weiterhin nicht 

zumutbar. Das Zumutbarkeitsprofil definierte Dr. D.___ im Ergebnis wie folgt: Zumutbar 

sei eine ganztägige leichte bis sehr selten mittelschwere Arbeit (bis maximal 15 kg), das 

Tragen von Lasten sei entsprechend eingeschränkt. Feinmechanische und auch 

grobmotorische Tätigkeiten sowie Haltetätigkeiten seien nicht zumutbar. Das Besteigen 

von Leitern und Gerüsten sei nicht zumutbar. Auf Schläge und Vibrationen solle 

betreffend der rechten oberen Extremität unbedingt verzichtet werden. Zudem solle auf 

Arbeiten in kalter Umgebung verzichtet werden (2007-Suva-act. 249-8).

A.c. 

Mit Verfügung vom 14. März 2018 sprach die Suva dem Versicherten eine 

Invalidenrente, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 19 %, zu. Dabei ging sie von 

einem Valideneinkommen als Bauarbeiter von Fr. 70'850.-- und einem 

Invalideneinkommen von Fr. 57'412.-- aus, welches sie offenbar gestützt auf die 

Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) ermittelt hatte. Gleichzeitig gewährte sie dem 

Versicherten – gestützt auf eine zuvor eingeholte interne medizinische Beurteilung des 

A.d. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Integritätsschadens (2017-Suva-act. 47) – nochmals eine zusätzliche 

Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 5 % (2007-Suva-

act. 258). Diese Verfügung erwuchs in Rechtskraft.

Am 28. Februar 2020 berichtete Dr. med. E.___, Facharzt für Plastische, 

Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Chirurgie und Handchirurgie, der Suva über 

den aktuellen gesundheitlichen Zustand des Versicherten. Dieser sei am Vortag 

gestolpert und gestürzt, wobei er ein Distorsionstrauma des rechten Handgelenks 

erlitten habe. An der rechten Hand würden sich geschlossene Weichteile zeigen, 

jedoch sei die Hand geschwollen. Die schon vorbestehende Schmerzsituation sowie 

die Bewegungseinschränkung des Handgelenks und der Langfinger hätten sich durch 

den Sturz noch verstärkt (2017-Suva-act. 69). Am 14. Mai 2020 teilte der Versicherte 

der Suva telefonisch unter anderem mit, dass er einen Infekt am rechten Daumen 

erlitten und am 12. Mai 2020 notfallmässig durch Dr. E.___ habe operiert werden 

müssen (2007-Suva-act. 261). Auf Verlangen der Suva (2013-Suva-act. 159) reichte Dr. 

E.___ in der Folge die komplette Krankengeschichte des Versicherten seit dem 28. 

Februar 2020 ein (2013-Suva-act. 163 und 168). Aus den entsprechenden Unterlagen 

ergibt sich im Wesentlichen Folgendes: Am 12. Mai 2020 hat sich der Versicherte bei 

Dr. E.___ vorgestellt. Klinisch habe sich das Bild einer Handinfektion gezeigt und eine 

dringliche OP-Indikation bestanden. Sehr wahrscheinlich sei es durch eine 

Mikroverletzung der durch den Unfall im Jahr 2013 sensibilitäts-reduzierten Hand zu 

einem Infekt gekommen. Aus diesem Grund scheine der Kausalzusammenhang zur 

Vorverletzung gegeben (2013-Suva-act. 168-4). Am 12. Mai 2020 führte Dr. E.___ 

entsprechend ein Infektdebridement der Hohlhand rechts inklusive Daumen durch (vgl. 

den entsprechenden Operationsbericht [2013-Suva-act. 168-3]). In den postoperativen 

Verlaufskontrollen zwischen dem 15. und 20. Mai 2020 habe sich an der rechten Hand 

eine Schwellungsrückbildung und klinisch eine Beruhigung des Infekts gezeigt (2013-

Suva-act. 168-2). Im Bericht zu den Verlaufskontrollen zwischen dem 26. und 28. Mai 

2020 hielt Dr. E.___ überdies fest, der Infekt an der vorverletzten rechten Hand habe zu 

einer weiteren Funktionseinschränkung geführt, welche sich nun langsam bessere 

(2013-Suva-act. 163-1). Im Verlaufsbericht vom 6. August 2020 führte Dr. E.___ aus, 

bei erheblichem Vorschaden der rechten Hand und den neu hinzugekommenen 

Verletzungen (Radiusfraktur, Distorsionstrauma, Handinfekt) zeige sich nun im 

A.e. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zeitlichen Verlauf eine langsame Verschlechterung an der rechten oberen Extremität, 

welche sich natürlich auch in den Schmerzen bemerkbar mache (2013-Suva-act. 169). 

Im Verlaufsbericht vom 4. September 2020 hielt Dr. E.___ sodann fest, die 

Funktionsstörungen würden nach wie vor persistieren. In der Summe bestehe nach wie 

vor ein Beharrungszustand auf niedrigem Niveau, welcher weder chirurgisch noch 

konservativ zu behandeln sei (2007-Suva-act. 268).

Am 5. Juli 2021 erfolgte auf Anordnung der Sozialversicherungsanstalt des 

Kantons St. Gallen (bei der sich der Versicherte ebenfalls zum Leistungsbezug 

angemeldet hatte, vgl. dazu 2007-Suva-act. 271) eine handchirurgische Begutachtung 

durch die SMAB AG St. Gallen (nachfolgend: SMAB). Im entsprechenden Gutachten 

vom 16. August 2021 hielten die Gutachter unter anderem fest, nach einem Unfall am 

16. Juni 2007 mit schwerer Verletzung der rechten Hand bestehe zum jetzigen 

Zeitpunkt ein Endzustand an der rechten Hand mit chronischem neuropathischem 

Schmerzsyndrom, aufgehobener Sensibilität im Versorgungsgebiet des Nervus 

medianus sowie erheblicher Einschränkung jeglicher Greif-, Halte- und Hantierfunktion. 

Die handchirurgischen Therapieoptionen seien ausgeschöpft, es liege ein Endzustand 

mit der Konsequenz einer linksseitigen Einhändigkeit bei dem ursprünglich 

rechtshändigen Versicherten vor. In einer optimal angepassten Tätigkeit seien keinerlei 

Anforderungen an die Funktion der rechten Hand zu stellen. Jegliche handwerkliche 

Tätigkeit mit Anforderungen an die beidhändige Funktion seien ausgeschlossen. Somit 

seien jegliche links einhändig zu verrichtenden Tätigkeiten bei angestammter 

Rechtshändigkeit des Versicherten möglich, wie z. B. Kontrollfunktionen, Telefondienst, 

Verkehrsdienst oder die vom Versicherten vorstellbare Tätigkeit als Hundetrainer. In 

einer solchen Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ohne 

Leistungseinschränkung. Diese Einschätzung gelte ab Abheilung der Handphlegmone 

rechts im Juli 2020. Mit Blick auf die fallspezifischen Fragen der SVA als Auftraggeberin 

hielten die Gutachter der SMAB fest, die Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit 

habe sich im Verlauf der letzten vier Jahre seit kreisärztlicher Feststellung eines 

Endzustands nicht geändert. Dies gelte auch für entsprechende angepasste 

Tätigkeiten. Hinsichtlich allfälliger Veränderungen des Gesundheitszustands seit Herbst 

2019 hielten sie überdies fest, dass sich nach Abheilung der im Mai 2020 entwickelten 

Hohlhandphlegmone – durch die verbleibenden narbigen Veränderungen – die 

A.f. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

vorbestehende Bewegungseinschränkung verstärkt habe. Die Frage, ob sich durch die 

genannten Veränderungen die Arbeitsfähigkeit in angestammter und/oder in 

angepasster Tätigkeit verändert habe, verneinten die Gutachter (zumindest 

sinngemäss; 2007-Suva-ct. 276).

Am 27. Oktober 2021 stellte der anwaltlich vertretene Versicherte – unter anderem 

mit Verweis auf das vorerwähnte handchirurgische Gutachten der SMAB – ein 

Rentenrevisionsgesuch an die Suva. Es liege – im Vergleich zum Zeitpunkt der 

Verfügung vom 14. März 2018 – eine rechtserhebliche Verschlechterung des Zustands 

der dominanten rechten Hand vor. Die Kreisärztin sei damals noch von einem relativ 

weitgehenden Zumutbarkeitsprofil ausgegangen. Im SMAB-Gutachten sei man nun zu 

dem Schluss gekommen, dass eine funktionelle Einhändigkeit vorliege. Der Versicherte 

beantragte in der Folge sinngemäss, es sei aufgrund dieses Umstands bei der 

Neuermittlung des Invaliditätsgrads ein Tabellenlohnabzug von 20 bis 25 % vom 

Invalideneinkommen vorzunehmen (2017-Suva-act. 75).

A.g. 

Am 13. Januar 2022 nahm der Versicherungsmediziner Dr. med. F.___, Facharzt 

für Chirurgie, spez. Unfallchirurgie, im Auftrag der Suva Stellung zur medizinischen 

Situation. Dabei verwies er hinsichtlich des Gesundheitszustands des Versicherten auf 

das Gutachten der SMAB, welches korrekt, umfassend, schlüssig und grundsätzlich 

nicht zusätzlich medizinisch suva-intern zu beurteilen sei. Der Rechtsvertreter des 

Versicherten würde das Gutachten aber nicht korrekt zitieren, weil darin explizit 

festgehalten werde, dass zum Zeitpunkt des kreisärztlichen Untersuchs vom 

29. November 2017 ein medizinischer Endzustand vorgelegen habe, der sich eben 

gerade seither bis zur gutachterlichen Untersuchung nicht verändert habe (2007-Suva-

act. 281).

A.h. 

Mit Verfügung vom 9. Februar 2022 lehnte die Suva eine Rentenerhöhung mit der 

Begründung ab, der Gutachter habe angegeben, die Arbeitsfähigkeit für die 

angestammte Tätigkeit wie auch für eine angepasste Tätigkeit habe sich seit der 

versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 29. November 2017 (vgl. dazu 2007-

Suva-act. 249) nicht verändert. Zwar habe sich seither nach einer Entwicklung einer 

Hohlhandphlegmone im Mai 2020 die vorbestehende Bewegungseinschränkung 

verstärkt. Der Gutachter habe aber festgehalten, dass sich die Arbeitsfähigkeit dadurch 

A.i. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

C.  

nicht verändert habe. Folglich könne auch nicht von einer vermehrt ins Gewicht 

fallenden Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit gesprochen werden. Rein 

unfallbedingt sollte der Versicherte in der Lage sein, im Rahmen der zugesprochenen 

Rente erwerbstätig zu sein (2017-Suva-act. 77).

Der Versicherte erhob am 14. März 2022 Einsprache gegen die vorerwähnte 

Verfügung. Darin beantragte er, ihm seien revisionsweise die ihm zustehenden 

gesetzlichen Versicherungsleistungen (Rente von mindestens 29 %) auszurichten und 

es seien weitere Abklärungen bezüglich einer allfälligen Erhöhung der 

Integritätsentschädigung vorzunehmen (2017-Suva-act. 78).

B.a. 

Die Suva wies die Einsprache des Versicherten mit Einspracheentscheid vom 

28. Juli 2022 ab. Zur Begründung hielt sie weiterhin daran fest, dass keine erhebliche 

Verschlechterung des Gesundheitszustands des Versicherten eingetreten sei. Auf das 

Begehren betreffend Integritätsentschädigung trat sie mangels eines gültigen 

Anfechtungsobjekts nicht ein (2007-Suva-act. 292).

B.b. 

Am 8. September 2022 erhob der weiterhin durch Rechtsanwalt MLaw Michael 

Walder, St. Gallen, vertretene Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 28. Juli 2022. Er beantragte die 

Aufhebung desselben und die Zusprache der ihm zustehenden gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Invalidenrente von mindestens 29 %); eventualiter sei die 

Angelegenheit zur revisionsweisen Festlegung des Invaliditätsgrads unter 

Berücksichtigung eines angemessenen Tabellenlohnabzuges an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin; act. G 1).

C.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. November 

2022 die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des Einspracheentscheids. 

Zur Begründung verwies sie insbesondere auf die Ausführungen auf S. 16 des 

Gutachtens der SMAB (2007-Suva-ct. 276), wonach sich die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit in den letzten vier Jahren nicht verändert habe und Gleiches 

C.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

auch für die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten gelte. Zudem seien die 

Gutachter von einem Endzustand – und somit keiner wesentlichen Befundänderung – 

seit der kreisärztlichen Untersuchung am 30. (richtig: 29.) November 2017 

ausgegangen. Trotz der gutachterlich festgestellten Verstärkung der deutlich 

vorbestehenden Bewegungseinschränkungen an der rechten Hand durch den Infekt an 

der rechten Hand nach Bagatellverletzung am Daumen im Mai 2020 sei somit keine als 

Revisionsvoraussetzung genügende gesundheitliche Veränderung des 

Gesundheitszustands ersichtlich. Die gutachterliche Einschätzung des (somit seit 

30. [richtig: 29.] November 2017 definierten) Zumutbarkeitsprofils, wonach von einer 

linksseitigen Einhändigkeit ausgegangen werde, stelle eine unterschiedliche 

Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sachverhalts dar und 

müsse demnach unter revisionsrechtlichem Gesichtspunkt unberücksichtigt bleiben. 

Die Schlussfolgerung von Dr. F.___, wonach seit der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung 2017 ein medizinischer Endzustand vorgelegen habe, der sich 

seither nicht erheblich verschlimmert habe, sei folglich nicht zu beanstanden (act. G 5, 

insbesondere S. 4 Ziff. 4.4 ff.).

Der Beschwerdeführer hielt am 13. Januar 2023 replikweise daran fest, dass eine 

erhebliche bzw. anspruchsrelevante Änderung des Gesundheitszustands vorliege (G 7).

C.c. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 30. Januar 2023 – zufolge fehlender 

neuer Gesichtspunkte in der Replik – auf eine umfassende Duplik und hielt weiterhin an 

ihrem Standpunkt fest (G 9).

C.d. 

Da aus den Akten der Beschwerdegegnerin hervorgeht, dass die Ermittlung des 

Invalideneinkommens im Rahmen der ursprünglichen Rentenzusprache gestützt auf 

einen DAP-Lohnvergleich erfolgt war, ersuchte das Versicherungsgericht des Kantons 

St. Gallen die Beschwerdegegnerin – unter Verweis auf die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung hinsichtlich der Anforderungen an eine Invaliditätsberechnung 

gestützt auf die DAP – mit Schreiben vom 12. Mai 2023 um Zustellung der damals 

ausgewählten (mindestens fünf) DAP-Blätter sowie Angaben zur Gesamtzahl der 

aufgrund der gegebenen Einschränkungen in Frage kommenden dokumentierten 

Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn oder den Durchschnittslohn der 

C.e. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.  

entsprechenden Gruppe. Die entsprechenden Unterlagen würden sich in den 

eingereichten Akten nicht finden (act. G 11).

Mit Schreiben vom 31. Mai 2023 teilte die Beschwerdegegnerin mit, dass sie die 

vorhandenen Suva-Akten der digital geführten Dossiers vollumfänglich dem Gericht 

zugestellt habe. Es würden keine internen Akten existieren und die Dokumente seien 

auch nicht irrtümlicherweise in einem anderen Schadendossier abgelegt worden. Auch 

im originalen Papierdossier zum Unfallereignis vom 16. Juni 2010 (richtig: 2007; 

Schaden Nr. X.___) fänden sich keine weiteren, als die zugestellten Akten. Die 

gewünschten Aktenstücke seien demnach nicht vorhanden. Eine nachträgliche 

Erstellung der gewünschten DAP-Beispiele sei nicht möglich, da die DAP-

Dokumentation nicht mehr existiere. Allerdings seien die angeforderten Unterlagen für 

die Prüfung des Vorliegens eines Revisionsgrundes nicht von Relevanz. Entscheidend 

sei vielmehr das medizinische Zumutbarkeitsprofil, wie es im kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchungsbericht definiert worden sei und auf welches sich die 

Rentenverfügung vom 14. März 2018 gestützt habe. Dass und weshalb seither keine 

anspruchsrelevante Veränderung des Sachverhalts im Sinne einer 

revisionsbegründenden, erheblichen Gesundheitsveränderung eingetreten sei, hätten 

sie bereits im angefochtenen Einspracheentscheid, der Beschwerdeantwort und der 

Duplik erläutert. Daran werde festgehalten (act. G 12).

C.f. 

Mit Schreiben vom 6. Juni 2023 stellte das Versicherungsgericht des Kantons St. 

Gallen dem Beschwerdeführer die Eingabe der Beschwerdegegnerin zur 

Kenntnisnahme zu (act. G 13).

C.g. 

Vorliegend strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine 

Rentenrevision i. S. v. Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) sowie gegebenenfalls der Umfang 

des Rentenanspruchs. In diesem Zusammenhang war zwischen den Parteien im 

vorinstanzlichen Verfahren hauptsächlich strittig, ob sich der Gesundheitszustand des 

Beschwerdeführers seit der rechtskräftigen Zusprechung der Teilinvalidenrente im 

Umfang von 19 % mit Verfügung vom 14. März 2018 (2007-Suva-act. 258) bis zum 

1.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erlass des Einspracheentscheids vom 28. Juli 2022 (2007-Suva-act. 292) in 

revisionsrechtlich erheblicher Weise verändert hat. Eine Revision aus erwerblichen 

Gründen wurde von den Parteien zu Recht nicht geltend gemacht bzw. in Betracht 

gezogen.

Auch wenn zwischen den Parteien im Wesentlichen die Voraussetzung des 

Vorliegens eines Revisionsgrundes umstritten ist bzw. war und die 

Beschwerdegegnerin die Erheblichkeit eines allenfalls veränderten Rentenanspruchs 

aufgrund des Verneinens der ersten (kumulativen) Voraussetzung folgerichtig nicht 

weiter geprüft hat, ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Frage nach dem 

Anspruch auf eine Rentenrevision um einen klaren, unteilbaren Leistungsanspruch 

handelt. Auch wenn die Beschwerdegegnerin im vorinstanzlichen Verfahren mithin 

keine Neuberechnung des Invaliditätsgrads vorgenommen hatte, darf das angerufene 

Gericht – sollte nachfolgend ein Revisionsgrund bejaht werden – auch den (neuen) 

Invaliditätsgrad berechnen bzw. einen entsprechenden Einkommensvergleich 

vornehmen, sofern ihm die notwendigen Entscheidgrundlagen dafür vorliegen. 

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort (act. 

G 5 S. 5 Ziff. 4.8) erfolgt dadurch keine unzulässige Ausdehnung des 

Anfechtungsgegenstands bzw. fehlt es in dieser Hinsicht nicht an einer 

Sachurteilsvoraussetzung, da der Anspruch auf eine Rentenrevision als Ganzes 

Gegenstand der Verfügung vom 9. Februar 2022 war. In diesem Zusammenhang ist 

auch darauf hinzuweisen, dass es der Beschwerdegegnerin freigestanden hätte, sich 

im vorliegenden Verfahren – im Sinne einer Eventualbegründung – zur 

Invaliditätsbemessung und insbesondere dem vom Beschwerdeführer geltend 

gemachten Tabellenlohnabzug zu äussern, zumal der Beschwerdeführer dies sowohl 

im vorinstanzlichen als auch im vorliegenden Verfahren wiederholt getan und mit 

seinen Beschwerdeanträgen (act. G 1) zum Ausdruck gebracht hat, dass er eine 

umfassende gerichtliche Beurteilung wünscht. Zudem hatte die Beschwerdegegnerin 

im angefochtenen Einspracheentscheid in E. 4.1 selber festgehalten, es sei zu prüfen, 

ob "sich der Gesundheitszustand des Versicherten [...] inzwischen wesentlich 

verschlechtert hat [...] und falls ja, ob demzufolge ein höherer Invaliditätsgrad 

resultiert" (2007-Suva-act. 292). Entsprechend ist bzw. war auch der 

Beschwerdegegnerin bewusst, dass es sich bei der Frage nach der Verschlechterung 

des Gesundheitszustands nur um eine von mehreren (kumulativen) Voraussetzungen 

handelt, welche – im Rahmen des als Ganzes zu beurteilenden 

Rentenrevisionsanspruchs – zu prüfen sind.

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  

Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren geltend 

gemachten Anpassung der Integritätsentschädigung ist festzuhalten, dass der 

Beschwerdeführer im Rahmen des vorliegenden Verfahrens auf die Geltendmachung 

einer solchen verzichtete, nachdem die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid zutreffend dargelegt hatte, dass auf den entsprechenden Antrag 

des Beschwerdeführers im Rahmen des Einspracheverfahren nicht einzutreten sei (vgl. 

2007-Suva-ct. 292 E. 2). Darauf ist mithin im vorliegenden Verfahren nicht weiter 

einzugehen.

1.3. 

Soweit der Beschwerdeführer sodann die Zusprache der "gesetzlichen 

Leistungen" und lediglich als Klammerbemerkung eine "Invalidenrente von mindestens 

29 %" beantragt (act. G 1), ist darauf hinzuweisen, dass die Prüfung eines Anspruchs 

auf anderweitige Versicherungsleistungen im Rahmen des vorliegenden Verfahrens 

insofern ausser Betracht fällt, als solche nicht Gegenstand des Einspracheentscheids 

vom 28. Juli 2022 und der diesem zugrundeliegenden Verfügung vom 9. Februar 2022 

bildeten (vgl. 2007-Suva-act. 292 und 2017-Suva-act. 77) und mithin in dieser Hinsicht 

kein gültiger Anfechtungsgegenstand vorliegt (BGE 131 V 164 f. E. 2.1 mit Hinweis). Im 

Übrigen macht der Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren auch keinerlei 

Ausführungen zu Art und Umfang allfälliger weiterer ihm zustehenden Ansprüchen.

1.4. 

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (zum Begriff der Erwerbsunfähigkeit siehe Art. 7 Abs. 1 und 2 

ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.1. 

Ändert sich der Invaliditätsgrad einer rentenbeziehenden Person erheblich, so wird 

die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben (aArt. 17 Abs. 1 ATSG in der hier anwendbaren, bis 

Ende 2021 geltenden Fassung; materielle Revision). Anlass zur Rentenrevision gibt jede 

wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. 

Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands 

revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, 

veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung. 

Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich 

gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 10 

f. E. 2.3 mit Hinweisen; Thomas Flückiger, N 20 ff. zu Art. 17, in: Ghislaine Frésard-

Fellay/Barbara Klett/Susanne Leuzinger [Hrsg.], Allgemeiner Teil des 

Sozialversicherungsrechts, Basler Kommentar, 2019). Weder eine im Vergleich zu 

früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine 

unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt 

somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu 

schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte 

Befundlage. Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist – in einem zweiten Schritt 

– der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, 

wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht. Als Vergleichsbasis für die 

Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine 

anspruchserhebliche Änderung des Invaliditätsgrads eingetreten ist, dient die letzte 

rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs 

mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines 

Einkommensvergleichs beruht (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Mai 2022, 

9C_26/2022, E. 2.1 f., mit Hinweisen). Im Bereich der obligatorischen 

Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung 

gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE 140 V 87 E. 4.3; 

nunmehr normiert in Art. 17 Abs. 1 lit. a ATSG in der aktuellen, seit 1. Januar 2022 

anwendbaren Fassung).

Im Sozialversicherungsrecht gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. 

c ATSG; BGE 122 V 158 E. 1a). Rechtserheblich sind alle Tatsachen, von deren 

Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden 

ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Sozialversicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (BGE 117 V 282 f. E. 

4a).

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.  

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt im Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3).

2.4. 

Die Verwaltung bzw. das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 

annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht 

hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 

vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 

blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 

nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 

möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 360 

E. 5b mit Hinweisen).

2.5. 

Zunächst ist somit zu prüfen, ob ein Revisionsgrund im Sinne einer wesentlichen 

Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vorliegt. Dabei ist vorliegend der 

Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten rentenzusprechenden rechtskräftigen 

Entscheidung vom 14. März 2018 (2007-Suva-act. 258) mit demjenigen im Zeitpunkt 

des strittigen Einspracheentscheids vom 28. Juli 2022 (2007-Suva-act. 292) zu 

vergleichen. Entscheidend ist, ob sich aus diesem Vergleich eine Verschlechterung des 

unfallkausalen Gesundheitszustands mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ergibt.

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die ursprüngliche Rentenzusprache basierte in medizinischer Hinsicht im 

Wesentlichen auf der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 29. November 2017 

(2007-Suva-act. 249; vgl. vorstehend Sachverhalt A.c). Der Beschwerdeführer beruft 

sich hinsichtlich des Vorliegens eines veränderten Gesundheitszustands im 

Wesentlichen auf das handchirurgische Gutachten der SMAB vom 16. August 2021 

(2007-Suva-act. 276; vgl. vorstehend Sachverhalt A.f). Der Beweiswert dieses – wenn 

auch durch die Invalidenversicherung eingeholten – externen fachmedizinischen 

Gutachtens wird von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten, zumal dessen 

Aussagekraft auch durch den Versicherungsmediziner Dr. F.___ bestätigt wurde (vgl. 

2007-Suva-act. 281). Vielmehr stützen beide Parteien ihre jeweilige Argumentation auf 

die Ausführungen in diesem Gutachten. Vorliegend liegen denn auch keine konkreten 

Indizien gegen die Zuverlässigkeit bzw. den Beweiswert dieser Expertise vor, weshalb 

auf das Gutachten der SMAB grundsätzlich abgestellt werden kann (BGE 137 V 227 

E. 1.3.4; vgl. auch: Thomas Flückiger, Medizinische, insbesondere hausärztliche 

Berichte und ihre Beweiskraft – mit einem Seitenblick auf die medizinischen Gutachten, 

in: Kieser/Lendfers [Hrsg.], Sozialversicherungsrechtstagung 2013, St. Gallen 2014, S. 

138 ff.).

3.2. 

Vergleicht man die von den Gutachtern der SMAB erhobenen Befunde bzw. die 

dazugehörigen Beurteilungen mit denjenigen der Kreisärztin vier Jahre zuvor, zeigt sich 

offensichtlich eine Verschlechterung der objektiven Befundlage. So ergab die 

gutachterliche Untersuchung der SMAB am 5. Juli 2021 ein Bewegungsausmass des 

rechten Handgelenks für Flexion und Extension von 30/0/35° (2007-Suva-act. 276-10), 

wohingegen das entsprechende Bewegungsausmass für Dorsalextension/

Palmarflexion anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 29. November 

2017 noch 40/0/50° betragen hatte (2007-Suva-act. 249-6). Entsprechend hielten die 

Gutachter der SMAB auch im Rahmen ihrer Beurteilung nochmals explizit fest, dass 

sich die Bewegungseinschränkungen an der rechten Hand des Beschwerdeführers 

verstärkt hätten (2007-Suva-act. 276-13). Eine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands wurde im Übrigen bereits am 6. August 2020 durch Dr. E.___ 

(2013-Suva-act. 169) und – gemäss dem Aktenauszug im Gutachten der SMAB – am 

18. September 2020 durch den RAD bestätigt (vgl. 2007-Suva-act. 276-46).

3.3. 

Die Beschwerdegegnerin stellt sich jedoch auf den Standpunkt, dass die 

eingetretene Verschlechterung keine erhebliche Auswirkung auf die Arbeits- und mithin 

Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers hatte und demnach auch nicht zu einer 

erheblichen Veränderung des Invaliditätsgrads führen könne (act. G 5-3 f. Ziff. 4.3 f.). 

Dabei beruft sie sich auf die Ausführungen der Gutachter zur ersten bzw. vierten 

3.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

fallspezifischen Frage gemäss dem Auftrag der SVA. In diesen hielten die Gutachter 

hinsichtlich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit fest, die Arbeitsfähigkeit in angestammter 

Tätigkeit habe sich in den letzten vier Jahren seit der kreisärztlichen Feststellung eines 

Endzustands nicht geändert und dies gelte auch für entsprechende angepasste 

Tätigkeiten. Ausserdem verneinten sie eine Veränderung der Arbeitsunfähigkeit in 

angestammter sowie angepasster Tätigkeit aufgrund der Veränderung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers (2007-Suva-act. 276-17).

Zwar verneinen die Gutachter der SMAB im Rahmen der Beantwortung der 

fallspezifischen Fragen der SVA tatsächlich eine Veränderung der Arbeitsunfähigkeit. 

Jedoch ist angesichts der erhobenen Befunde bzw. vorhergehenden Beurteilung, 

wonach eine Verschlechterung des Gesundheitszustands vorliegt, davon auszugehen, 

dass mit dieser Aussage lediglich der Grad der Arbeits(un)fähigkeit, mithin das 

quantitative Ausmass derselben, gemeint ist. Die Arbeitsfähigkeit in einer optimal 

angepassten Tätigkeit hat sich nämlich unstrittig – trotz der Verschlechterung des 

Gesundheitszustands – nicht verändert und beträgt weiterhin 100 %. Aus der 

(allgemeinen) Beurteilung der Gutachter (welche vor Beantwortung der fallspezifischen 

Fragen erfolgte) ergibt sich jedoch klar, dass die rechte Hand auch in einer optimal 

angepassten Tätigkeit nunmehr überhaupt nicht mehr eingesetzt werden kann, d. h. 

auch nicht als Hilfs-/Zudienhand. Entsprechend beurteilten die Gutachter das 

Zumutbarkeitsprofil, d. h. das qualitative Ausmass der verbleibenden Arbeitsfähigkeit, 

neu dahingehend, dass auch bei einer optimal angepassten Tätigkeit keinerlei 

Anforderungen an die rechte Hand zu stellen seien. Entgegen der Ansicht der 

Beschwerdegegnerin handelt es sich dabei – angesichts der veränderten Befundlage – 

nicht nur um eine neue Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 

Sachverhalts. Das Zumutbarkeitsprofil gemäss der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung vom 29. November 2017 schloss zwar bereits eine Vielzahl 

von Tätigkeiten mit der rechten Hand aus (z. B. fein- und grobmotorische sowie 

Haltetätigkeiten und Arbeiten mit Schlägen und Vibrationen betreffend den rechten 

Arm). Ein Einsatz der rechten Hand als Hilfs-/ Zudienhand wurde gemäss 

kreisärztlichem Zumutbarkeitsprofil – im Unterschied zu demjenigen der SMAB vom 16. 

August 2021 – aber eben nicht vollumfänglich ausgeschlossen, da die Kreisärztin 

festgestellt hatte, dass die Hand noch deutlich mehr, als nur als Hilfshand einsetzbar 

war (2007-Suva-act. 249-8).

3.5. 

Im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in angepasster 

Tätigkeit hielten die Gutachter – worauf auch der Beschwerdeführer korrekt hinweist – 

überdies fest, ihre Einschätzung gelte ab Abheilung der Handphlegmone rechts im Juli 

3.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2020. Wären die Gutachter – im Sinne der Auslegung der Beschwerdegegnerin – davon 

ausgegangen, dass sich die Arbeitsfähigkeit auch qualitativ, d. h. im Sinne des 

Zumutbarkeitsprofils, nicht verändert habe, hätten sie an dieser Stelle aber festhalten 

müssen, dass die Arbeitsfähigkeit in dieser Form bereits seit dem kreisärztlichen 

Abschlussuntersuch vier Jahre zuvor besteht; wie sie dies im Zusammenhang mit der 

Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit auch gemacht haben (2007-Suva-act. 

276-15 f.).

Mithin ergibt sich aus der gutachterlichen Beurteilung, dass sich zwar der Grad der 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit seit der ursprünglichen Rentenzusprache nicht 

verändert hat, es wohl aber die Anforderungen an eine solche Tätigkeit haben, indem 

nunmehr von einer faktischen Einhändigkeit auszugehen ist und sämtliche Tätigkeiten 

mit Anforderungen an die Funktion der rechten Hand zw. beidhändige Funktion 

ausgeschlossen werden.

3.7. 

Vor diesem Hintergrund vermag die Einschätzung von Dr. F.___ vom 13. Januar 

2022, wonach sich der Gesundheitszustand seit der kreisärztlichen 

Abschlussuntersuchung im Jahr 2017 bis zur gutachterlichen Untersuchung nicht 

verändert habe (2007-Suva-act. 281), nicht zu überzeugen. Soweit Dr. F.___ zudem das 

Vorliegen eines Endzustands im Jahr 2017 erwähnt, kann daraus nicht geschlossen 

werden, dass zwischenzeitlich keine Verschlimmerung – und mithin ein "neuer" 

Endzustand – eingetreten ist, ansonsten auch keine Rückfälle und/oder Spätfolgen 

auftreten könnten, wie dies vorliegend nach den erneuten Verletzungen der rechten 

Hand und insbesondere der Infektion offenbar der Fall war (2007 Suva act. 276 14 f.).

3.8. 

Angesichts der kreisärztlichen Abschlussbeurteilung, welche den Einsatz der 

rechten Hand noch beschränkt zuliess, ist vorliegend auch nicht davon auszugehen, 

dass die Beschwerdegegnerin bei der ursprünglichen Rentenzusprache bzw. Auswahl 

der DAP-Profile bereits von einer faktischen Einhändigkeit ausgegangen ist (d. h. 

sämtliche Profile mit Anforderungen an die rechte Hand bzw. beidhändige Tätigkeiten 

ausgeschlossen wurden) und aus diesem Grund im Ergebnis nicht von einer 

Veränderung der Grundlagen zur Rentenberechnung ausgegangen werden könnte. Da 

die für die ursprüngliche Rentenberechnung herangezogenen DAP-Profile nicht mehr 

ermittelt werden können (vgl. Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 31. Mai 2023, 

act. G 12), wäre im Übrigen Entsprechendes so oder anders nicht mehr nachweisbar.

3.9. 

Zusammengefasst ist eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des 

Beschwerdeführers mit Auswirkung auf die Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit 

überwiegend wahrscheinlich nachgewiesen und damit ein Revisionsgrund nach Art. 17 

3.10. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.

Hinsichtlich des Anpassungszeitpunkts hat das Bundesgericht im Bereich der 

Unfallversicherung festgehalten, dass eine Rentenerhöhung bei Rückfällen und 

Spätfolgen grundsätzlich frühestens auf den Zeitpunkt des Abschlusses der ärztlichen 

Heilbehandlung erfolgen kann. Wenn jedoch keine weitere Heilbehandlung erfolgt, von 

deren Abschluss der Beginn des (angepassten) Rentenanspruchs abhängig gemacht 

werden kann, sei auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (bzw. Rückfallmeldung) 

abzustellen, da der Unfallversicherer in diesem Moment in die Lage versetzt werde, das 

entsprechende Abklärungsverfahren zeitnah durchzuführen (BGE 144 V 255 E. 6.4 mit 

Hinweisen; vgl. sinngemäss auch das Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 

8C_878/2018, insbesondere E. 4.5.3, in welchem das Bundesgericht eine 

Rentenrevision aufgrund einer erwerblichen Veränderung zu überprüfen hatte). Nach 

Gesagtem ist vorliegend für den Zeitpunkt der Anpassung der Rente die Einreichung 

des Revisionsgesuchs, d. h. der 27. Oktober 2021 (vgl. vorstehend Sachverhalt A.g), 

massgebend bzw. wäre eine allfällige Anpassung der Rente per 1. Oktober 2021 

vorzunehmen. Der nachfolgende Einkommensvergleich bezieht sich mithin auf diesen 

Zeitpunkt.

5.

Bei der Bestimmung des Valideneinkommens wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige 

Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteile des Bundesgerichts vom 3. Mai 

2022, 8C_528/2021, E. 4.2.2, und vom 11. September 2019, 9C_225/2019, E. 4.2.1, je 

mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer hätte – gemäss den Angaben der C.___ AG – 

bei seiner letzten Tätigkeit als Bauarbeiter im Jahr 2017 ein Einkommen von Fr. 

5'450.-- monatlich bzw. Fr. 70'850.-- jährlich (x13) erzielt (2013-Suva-act. 135-2). Auf 

diesem Wert basierte auch die Berechnung des Valideneinkommens der 

Beschwerdegegnerin im Rahmen der ursprünglichen Rentenzusprache gemäss 

Abs. 1 ATSG gegeben. Demnach ist im Weiteren der Rentenanspruch in tatsächlicher 

und rechtlicher Hinsicht allseitig und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen 

(BGE 141 V 11 E. 2.3). Der dabei neu errechnete Invaliditätsgrad bzw. Rentenanspruch 

ist anschliessend mit dem bisherigen Invaliditätsgrad von 19 % zu vergleichen. Nur 

wenn die Veränderung mindestens 5 % beträgt, ist diese erheblich und entsprechend 

eine Rentenanpassung vorzunehmen (vgl. vorstehende E. 2.2).

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Verfügung vom 14. März 2018 (2007-Suva-act. 258). Vorliegend sind keine Gründe 

ersichtlich, weshalb von der entsprechenden Berechnung abgewichen werden sollte, 

zumal der Beschwerdeführer diese weder im Rahmen der ursprünglichen 

Rentenzusprache noch im vorliegenden Verfahren beanstandet, sondern vielmehr 

ebenfalls auf diese abgestellt hat (act. G 1 S. 8 Ziff. 11.1). Demnach ist – bezogen auf 

das Jahr 2017 – von einem Valideneinkommen als Bauarbeiter von Fr. 70'850.-- 

auszugehen. Angepasst an den Nominallohnindex bis 2021 (2018: +0.5 %; 2019: 

+0.9 %; 2020: +0.8 %; 2021: –0.2 %) ergibt sich ein Valideneinkommen von Fr. 

72'275.--.

6.  

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Da der 

Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit nachgeht (vielmehr wird er vom Sozialamt 

unterstützt, vgl. 2007-Suva-act. 274-1) und mithin kein tatsächlich erzieltes 

Erwerbseinkommen vorliegt, ist das Invalideneinkommen gestützt auf statistische 

Werte zu bestimmen. Da die DAP von der Beschwerdegegnerin seit 2019 nicht mehr 

fortgeführt wird (vgl. dazu auch das Urteil des Bundesgerichts vom 24. September 

2020, 8C_315/2020, E. 3.2), ist das Invalideneinkommen rechtsprechungsgemäss 

anhand der LSE-Tabellenlöhne zu berechnen. Gemäss der LSE-Tabelle TA1 2020 

beträgt im Total der Lohn für Männer im Kompetenzniveau 1 Fr. 5'261.-- monatlich, 

d. h. Fr. 63'132.-- jährlich (x12) bzw. unter Berücksichtigung der Veränderung des 

Nominallohnindexes (–0.2 %) per Oktober 2021 Fr. 63'005.75. Da die Werte gemäss 

LSE-Tabelle auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden basieren, ist zudem 

eine Aufrechnung auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit für das Total 

aller Wirtschaftszweige – welche im Jahr 2021 41.7 Stunden betrug (vgl. dazu die 

Tabelle "Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen (NOGA 2008), in 

Stunden pro Woche", abrufbar unter: www.bfs.admin.ch [zuletzt abgerufen am 20. Juni 

2023]) – vorzunehmen. Demnach ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von 

Fr. 65'683.50 (Fr. 63'005.75 / 40 x 41.7).

6.1. 

Zu prüfen bleibt, ob von diesem LSE-Tabellenlohn – wie vom Beschwerdeführer 

geltend gemacht – ein Abzug vorzunehmen ist.

6.2. 

Mit dem Tabellenlohnabzug soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass 

persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach 

6.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 

einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem 

Erfolg verwerten kann. Ohne für jedes zur Anwendung gelangende Merkmal separat 

quantifizierte Abzüge vorzunehmen, ist der Einfluss aller Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen. Der Abzug darf 25 % nicht 

übersteigen (vgl. anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 2018, 

8C_58/2018, E. 3.1.1 mit Hinweisen). Gemäss der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung vermag eine faktische Einhändigkeit oder Beschränkung der 

dominanten Hand als Zudienhand einen Abzug von 20 bis 25 % zu rechtfertigen. 

Obwohl genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten für derartig beeinträchtigte 

Personen bestehen, ist nämlich dennoch anzunehmen, dass sie gegenüber gesunden 

Mitbewerbern lohnmässig deutlich benachteiligt werden können (vgl. anstelle vieler: 

Urteil des Bundesgerichts vom 21. November 2012, 8C_527/2012, E. 4.2.2.3 und vom 

15. Juli 2020, 8C_151/2020, E. 6.1, je mit Hinweisen). Das Bundesgericht hat bei 

funktioneller Einarmigkeit oder Einhändigkeit aber auch schon Abzüge von (nur) 10 % 

als angemessen bezeichnet (vgl. dazu: Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juni 2018, 

8C_800/2017, E. 6 mit Hinweisen).

Vorliegend ist aufgrund des SMAB-Gutachtens vom 16. August 2021 (2007-

Suva-act. 276) eine faktische linksseitige Einhändigkeit beim ursprünglich 

rechtshändigen Beschwerdeführer nachgewiesen, weshalb auch bei ihm anzunehmen 

ist, dass er aufgrund seiner Invalidität lohnmässig benachteiligt werden könnte. Die 

vom Beschwerdeführer geltend gemachte lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, ein 

Branchenwechsel nach langer Tätigkeit in derselben Branche und/oder der Wechsel 

von stark körperlich orientierten Tätigkeiten in ein neues Tätigkeitsgebiet bei 

Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 wirken sich rechtsprechungsgemäss nur geringfügig 

aus (Urteil des Bundesgerichts vom 14. August 2014, 8C_351/2014, E. 5.2.4.2). Weitere 

Umstände, welche einen Tabellenlohnabzug rechtfertigen würden, sind nicht 

ersichtlich. In Würdigung dieser Umstände erscheint vorliegend ein Tabellenlohnabzug 

von 20 % als angemessen.

6.2.2. 

Unter Berücksichtigung des Tabellenlohnabzugs von 20 % resultiert demnach 

ein Invalideneinkommen von rund Fr. 52'546.80 (Fr. 65'683.50 x 0.8).

6.2.3. 

Bei einem Valideneinkommen von Fr. 72'275.-- und einem Invalideneinkommen 

von Fr. 52'546.80 resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 19'728.  bzw. ein 

Invaliditätsgrad von 27 % ([Fr. 19'728.20 / Fr. 72'275.--] x 100).

6.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

7.  

Entscheid

Die Veränderung des Invaliditätsgrads (von 19 % auf 27 %) beträgt nach 

Gesagtem mehr als 5 % und ist somit erheblich. Es ist entsprechend eine Anpassung 

der Invalidenrente des Beschwerdeführers dahingehend vorzunehmen, dass ihm ab 

dem 1. Oktober 2021 eine Invalidenrente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 

27 % auszurichten ist.

6.4. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 8. September 

2022 (act. G 1) unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 28. Juli 2022 (2007-

Suva-act. 292) dahingehend gutzuheissen, dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet 

wird, dem Beschwerdeführer ab dem 1. Oktober 2021 eine Rente basierend auf einem 

Invaliditätsgrad von 27 % auszurichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung der 

Rentenleistung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Soweit der 

Beschwerdeführer einen höheren Invaliditätsgrad geltend macht, ist die Beschwerde 

abzuweisen. Soweit der Beschwerdeführer zudem die Ausrichtung anderweitiger 

Leistungen beantragt, ist darauf mangels Anfechtungsobjekts nicht einzutreten (vgl. 

dazu nochmals vorstehende E. 1.4).

7.1. 

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

7.2. 
bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Zwar wird die Beschwerde vorliegend nicht 

vollständig gutgeheissen, jedoch obsiegt der Beschwerdeführer im Wesentlichen mit 

seinem Antrag auf Revision bzw. Erhöhung seiner Invalidenrente. Unter den gegebenen 

Umständen rechtfertigt es sich mithin von einem vollständigen Obsiegen des 

Beschwerdeführers auszugehen. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

den eingeschränkten Streitgegenstand und den notwendigen Aufwand für die 

Beschwerdeführung eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

7.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/21

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 28. Juli 

2022 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer ab 

dem 1. Oktober 2021 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 27 % 

auszurichten. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 14.07.2023
	Art. 17 Abs. 1 ATSG, Revision einer Invalidenrente. Relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers – trotz missverständlicher Formulierung der Antworten zu den fallspezifischen Fragen der SVA in einem im Rahmen des IV-Verfahrens eingeholten Gutachtens – bejaht. Die rechte Hand war gemäss kreisärztlicher Beurteilung im Zeitpunkt der Rentenzusprache trotz deutlicher Einschränkungen (welche sich auch im formulierten Zumutbarkeitsprofil niedergeschlagen haben) noch "deutlich mehr als nur als Hilfshand zu benutzen". Gemäss Gutachten der SMAB rund vier Jahre später ist nunmehr jedoch von einer linksseitigen Einhändigkeit auszugehen und auch in einer optimal angepassten Tätigkeit sind keinerlei Anforderungen an die rechte Hand mehr zu stellen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. Juli 2023, UV 2022/47).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2024-05-26T20:36:28+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen