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**Case Identifier:** f4814d0e-2669-5502-b520-db7380a2c169
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.08.2025 725 2023 260 (725 23 260)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2023-260_2025-08-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. August 2025 (725 23 260) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch der Angehörigen für die von ihnen zuhause erbrachten Pflegeleistungen ge-

stützt auf Art. 18 UVV  

 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Andreas Blattner, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Christian Haag, Rechts-
anwalt, Häfliger Haag Häfliger AG, Schwanenplatz 7, Postfach, 
6002 Luzern 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, 
8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A.1 A.____ zog sich bei einem Arbeitsunfall im Januar 2013 ein schweres Schädelhirn-
trauma zu (vgl. Unfallmeldung vom 22. Januar 2013). Seither leidet er insbesondere an einer 
motorisch betonten Aphasie, einer Blasenfunktionsstörung, neurokognitiven Defiziten und einem 
Frontalhirnsyndrom mit pathologischem Weinen und Lachen (vgl. Bericht von Dr. med. B.____, 

 

 
 
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Klinik C.____, vom 28. Juni 2016). Im Zeitpunkt des Unfallereignisses war er bei der SWICA 
Versicherungen AG (SWICA) obligatorisch gegen Unfälle versichert. Die SWICA anerkannte in 
der Folge ihre Leistungspflicht. Nachdem sie zunächst die Kosten der Heilbehandlung übernom-
men und ein Taggeld ausgerichtet hatte, sprach sie dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad 
von 100 % mit Verfügung vom 28. Oktober 2014 ab 1. Juli 2014 eine Komplementärrente im Be-
trag von Fr. 3'390.-- monatlich zu, bejahte ab 1. Juli 2014 den Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung basierend auf einer Hilflosigkeit schweren Grades im Betrag von monatlich Fr. 2'076.-
- und richtete eine Integritätsentschädigung im Umfang von Fr. 126'000.-- aus. Von Januar 2014 
bis April 2020 bezog A.____ ausserdem eine ganze Rente der Schweizerischen Invalidenversi-
cherung (IV). Seit Mai 2020 ist er Bezüger einer AHV-Altersrente. Er lebt zuhause, wo er von 
seiner Ehefrau und einem seiner beiden Söhne betreut wird. Per 1. Januar 2016 passte die 
SWICA die Hilflosenentschädigung an die Teuerung an und setzte den Betrag auf monatlich Fr. 
2'436.-- fest. 
 
A.2 Mit E-Mail vom 20. Februar 2020 beantragte Rechtsanwalt Christian Haag im Namen 
und im Auftrag des Versicherten bei der SWICA die rückwirkende Zusprache von Beiträgen ge-
mäss Art. 18 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 
in Verbindung mit Art. 66 UVV. Er wies darauf hin, dass sein Klient seit dem 15. Dezember 2013 
von den Angehörigen zuhause gepflegt werde. In der Folge leitete die SWICA die entsprechen-
den Abklärungsmassnahmen ein. Am 22. Juni 2020 wurde vom SAHB Hilfsmittelzentrum (SAHB) 
eine Pflegeleistungsabklärung durchgeführt. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2020 eröffnete die 
SWICA dem Rechtsvertreter, sie werde dem Versicherten gestützt auf den Bericht des SAHB 
vom 27. Juli 2020 pro Monat Fr. 875.10 ausrichten. In Berücksichtigung von Art. 24 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom  
6. Oktober 2000 werde sie ausserdem rückwirkend ab 1. Januar 2015 einen Beitrag von insge-
samt Fr. 50'304.60 ausbezahlen. Mit E-Mail vom 5. November 2020 rügte der Rechtsvertreter 
diese Leistungen als zu tief. Die medizinische Notwendigkeit der 24-stündigen Betreuung sei 
ausgewiesen, weshalb Beiträge für eine 24-stündige Hauspflege als Folge der Überwachung ge-
schuldet seien. In der Folge liess die SWICA den Pflegeaufwand und die Überwachung des Ver-
sicherten nochmals abklären. Die Abklärung fand am 13. August 2021 statt und wurde ebenfalls 
von einer Fachperson des SAHB vorgenommen. Mit E-Mail vom 30. November 2021 teilte die 
SWICA dem Rechtsvertreter mit, dass sie eine Nachzahlung im Betrag von Fr. 153'095.40 für die 
gestützt auf Art. 18 Abs. 2 UVV in den Jahren 2015 bis 2021 geschuldeten Leistungen auslösen 
werde. Bis Dezember 2021 werde sie monatlich einen Beitrag von Fr. 875.10 und ab Januar 2022 
von Fr. 3'028.60 ausrichten. Mit dieser Berechnung erklärte sich der Rechtsvertreter in der Folge 
erneut nicht einverstanden und beantragte unter Hinweis auf ein Rechtsgutachten von Prof. Dr. 
iur. D.____ vom 8. Juni 2022 die Zusprache erheblich höherer Leistungen.  
 
A.3 Mit Verfügung vom 4. Januar 2023 hielt die SWICA grundsätzlich an ihrer Auffassung 
fest, sprach A.____ nun aber auch ab Januar 2015 einen monatlichen Beitrag von Fr. 3'028.60 
zu. Sie führte aus, dass die Nachzahlung der Leistungen für die Periode Januar 2015 bis Dezem-
ber 2021 im Betrag von Fr. 153'095.40 bereits im November 2021 getätigt worden sei. Die Nach-
zahlung der Leistungen von Januar 2022 bis Januar 2023 über den Betrag von Fr. 39'371.80 
werde demnächst erfolgen. Das Gutachten von Prof. D.____ habe nicht aufgrund ungenügender 

 

 
 
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Abklärungen erstellt werden müssen, weshalb es nicht entschädigt werde. Die dagegen vom Ver-
sicherten mit Eingabe vom 6. Januar 2023 erhobene Einsprache wies die SWICA mit Einsprache-
entscheid vom 10. August 2023 vollumfänglich ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Christian Haag, mit Ein-
gabe vom 23. August 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte unter o/e-Kostenfolge, es sei der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 10. August 2023 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin habe 
dem Beschwerdeführer ab dem Unfall für die ärztlich angeordnete medizinische Pflege sowie die 
nichtmedizinische Hilfe zu Hause inkl. Betreuung und Überwachung, während total 24 Stunden 
pro Tag, einen angemessenen Stundenansatz von Fr. 36.50, mindestens aber Fr. 33.50 (oder 
eventualiter mindestens gemäss Gutachten von Prof. D.____) im Rahmen von Art. 18 UVV zu 
bezahlen, monatlich somit Fr. 24'647.40, zzgl. Nachzahlung von Zins. Zudem werde beantragt, 
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten des Gutachtens 
von Prof. D.____ im Betrag von Fr. 6'462.-- zurückzuerstatten. 
 
C. Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 9. Oktober 2023 die Ab-
weisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Verfügung der instruierenden Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungsrecht 
des Kantonsgerichts vom 25. Oktober 2023 wurde die Angelegenheit dem Dreiergericht zur Be-
urteilung überwiesen. 
 
E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren Anträgen und 
Begründungen fest (vgl. Replik vom 1. November 2023 und Duplik vom 4. Dezember 2023). 
 
F. Die instruierende Präsidentin der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsge-
richts überwies die Angelegenheit mit Verfügung vom 5. Dezember 2023 erneut der Dreierkam-
mer zur Beurteilung. 
 
G. Anlässlich der Urteilsberatung vom 1. Februar 2024 gelangte das Kantonsgericht zum 
Schluss, dass der Entscheid auszustellen sei (vgl. Beschluss vom 1. Februar 2024). In Erwägung 
9 hielt es zusammenfassend fest, es ziehe in Betracht, die Beschwerde teilweise gutzuheissen, 
den angefochtenen Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen, damit sie für die Festsetzung ihrer Leistungspflicht vom 1. Februar 
2015 bis 31. Dezember 2016 neue Abklärungen im Sinne der Erwägungen treffe und anschlies-
send den Anspruch des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 18 Abs. 2 UVV in der Version, wie 
sie bis 31. Dezember 2016 in Kraft gewesen sei, neu berechne und verfüge. Für den Anspruch 
ab 1. Januar 2017 werde beabsichtigt, die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwer-
deführer in Anwendung von Art. 18 Abs. 2 lit. a und b UVV in der Version, wie sie ab 1. Januar 
2017 gültig sei, monatlich einen Beitrag von Fr. 13'023.20 zu bezahlen. Mit der beabsichtigten 
Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids und der Rückweisung der Angelegenheit 
zur weiteren Abklärung und anschliessenden Neuentscheidung an die Beschwerdegegnerin wä-
ren Bestand und Umfang des Anspruchs des Beschwerdeführers bis 31. Dezember 2016 wieder 

 

 
 
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offen, weshalb ihm nach erneuter Abklärung durch die Beschwerdegegnerin und dem Erlass ei-
ner neuen Verfügung diesbezüglich allenfalls eine Verschlechterung seiner Rechtsposition dro-
hen könnte. Aus diesem Grund werde dem Beschwerdeführer gemäss bundesgerichtlicher Praxis 
die Gelegenheit eingeräumt, seine Beschwerde zurückzuziehen. 
 
H. Mit Eingabe vom 18. März 2024 liess der Beschwerdeführer mitteilen, dass er seine Be-
schwerde bezüglich der Periode Januar 2015 bis Dezember 2016 zurückziehe, falls die Zulässig-
keit eines Teilrückzuges bejaht werde. Für den Fall, dass das Kantonsgericht seine Auffassung 
der Zulässigkeit eines Teilrückzuges nicht teile, werde diesbezüglich der Erlass eines anfechtba-
ren Zwischenentscheids beantragt. Ansonsten halte er an der Beschwerde fest. In materieller 
Hinsicht sei festzuhalten, dass bis Ende 2014 keine Verwirkung des Leistungsanspruchs einge-
treten sei. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Auf die frist- und formgerecht beim örtlich wie sachlich zuständigen Kantonsgericht er-
hobene Beschwerde vom 23. August 2023 trat das Kantonsgericht bereits anlässlich der ersten 
Urteilsberatung ein. 
 
2.1 Die versicherte Person hat nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallver-
sicherung (UVG) vom 20. März 1981 Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfol-
gen. Der Bundesrat kann gemäss Art. 10 Abs. 3 UVG festlegen, unter welchen Voraussetzungen 
die versicherte Person Anspruch auf Hilfe und Pflege zu Hause hat. 
 
2.2 Art. 18 Abs. 1 UVV in der Fassung, wie sie bis 31. Dezember 2016 in Kraft stand (nach-
folgend Art. 18 Abs. 1 aUVV), sah unter dem Titel "Hauspflege" vor, dass die versicherte Person 
Anspruch auf eine ärztlich angeordnete Hauspflege hat, sofern diese durch eine nach den Art. 49 
und 51 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV) vom 27. Juni 1995 zugelassene 
Person oder Organisation durchgeführt wird. Gemäss Art. 18 Abs. 2 aUVV kann der Versicherer 
ausnahmsweise auch Beiträge an eine Hauspflege durch eine nicht zugelassene Person gewäh-
ren (vgl. auch BGE 116 V 41 E. 2). Diese Regelung stand im Widerspruch zu den internationalen 
und von der Schweiz unterzeichneten Abkommen. Gemäss der Europäischen Ordnung der So-
zialen Sicherheit (EOSS) und dem Übereinkommen Nr. 102 der Internationalen Arbeitsorganisa-
tion über die Mindestnormen der Sozialen Sicherheit umfasst die medizinische Betreuung die 
Krankenpflege, und zwar unabhängig davon, ob diese zu Hause, im Spital oder in einer anderen 
medizinischen Einrichtung erfolgt. In der Folge wurde die Verordnungsbestimmung vom Bundes-
rat geändert. Art. 18 Abs. 1 UVV in der seit 1. Januar 2017 in Kraft stehenden Fassung sieht 
deshalb unter dem Titel "Hilfe und Pflege zu Hause" vor, dass die versicherte Person Anspruch 
auf ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu Hause hat, sofern diese durch eine nach den 
Art. 49 und 51 KVV zugelassene Person oder Organisation durchgeführt wird. Art. 18 Abs. 2 UVV 
hält fest, dass der Versicherer einen Beitrag an ärztlich angeordnete medizinische Pflege zu 
Hause durch eine nicht zugelassene Person zu leisten hat, sofern diese Pflege fachgerecht aus-
geführt wird (lit. a). Der Versicherer hat ausserdem einen Beitrag zu leisten an nichtmedizinische 

 

 
 
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Hilfe zu Hause, soweit diese nicht bereits durch die Hilflosenentschädigung nach Art. 26 UVG 
abgegolten ist (lit. b). In BGE 146 V 364 entschied das Bundesgericht, dass die neue Bestimmung 
auch auf Unfälle Anwendung findet, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben.  
 
2.3 Zwischen den Parteien sind Leistungen umstritten, die ausschliesslich von den Angehö-
rigen des Beschwerdeführers erbracht werden. Es geht deshalb nachfolgend einzig um Leistun-
gen gestützt auf Art. 18 Abs. 2 aUVV bzw. Art. 18 Abs. 2 lit. a und b UVV. Nachdem die Bestim-
mung von Art. 18 UVV per 1. Januar 2017 nicht nur sprachlich, sondern auch inhaltlich geändert 
wurde, ist es angezeigt, das vorliegende Rechtsverhältnis in zwei unterschiedliche Zeitphasen zu 
unterteilen: in eine erste Phase bis 31. Dezember 2016 und eine zweite ab 1. Januar 2017. 
 
3. Der Beschwerdeführer beantragt die Ausrichtung von Leistungen ab Unfalltag. Da er 
sich zwischen dem Unfallereignis im Januar 2013 bis zu seiner Entlassung aus der Klinik E.___ 
per 15. Dezember 2013 dauernd stationär in einer Heil- oder Pflegeeinrichtung befand, und die 
vorgenannten Bestimmungen vorsehen, dass die Pflege und Hilfe zu Hause erbracht werden 
muss, damit die versicherte Person Leistungen der Beschwerdegegnerin beantragen kann (vgl. 
Art. 18 aUVV: "Hauspflege"; Art 18 UVV: "Hilfe und Pflege zu Hause"), ist ein Anspruch des Be-
schwerdeführers auf Leistungen bis und mit 14. Dezember 2013 zu verneinen. 

 
4.1 Zunächst ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer seine Beschwerde betreffend die mo-
natlichen Pflegeleistungen für die Zeitperiode von Januar 2015 bis Dezember 2016 zurückziehen 
kann mit der Folge, dass der angefochtene Einspracheentscheid diesbezüglich in Rechtskraft 
erwachsen würde. In seiner Stellungnahme vom 18. März 2024 führte er aus, dass das Kantons-
gericht den Anspruch aufgrund der per 1. Januar 2017 geänderten Rechtslage in zwei Phasen 
aufgeteilt habe. Es sei richtig, dass es beabsichtige, den Fall betreffend die erste Phase für neue 
Abklärungen, eine Neuberechnung des Anspruchs und eine neue Verfügung gestützt auf Art. 18 
Abs. 2 aUVV an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und ab Januar 2017 ein materielles 
Urteil vorsehe. Die Berücksichtigung der nichtmedizinischen Hilfeleistung für die erste Phase sei 
wegen der Veränderung der Rechtslage kein einzelnes Element, das sich auf die Beurteilung des 
Anspruchs in der zweiten Phase auswirken könne. Es handle sich beim Anspruch bis Ende 2016 
deshalb nicht bloss um einen Teilaspekt desjenigen ab 2017, sondern es bestehe für den An-
spruch bis Ende 2016 ein selbständiges Rechtsverhältnis, das separat beurteilt werden könne. 
Der Anspruch für die erste Phase sei deshalb einer separaten Rechtskraft zugänglich, weshalb 
ein entsprechender Teilrückzug möglich sei und er die Beschwerde betreffend die erste Phase 
(1. Januar 2015 bis Ende 2016) zurückziehe, womit das Verfahren diesbezüglich gegenstandslos 
und der Einspracheentscheid rechtskräftig würde. Betreffend den Anspruch für die zweite Phase 
ab Januar 2017 halte er an der Beschwerde fest. 
 
4.2 Die Beantwortung dieser Frage hängt davon ab, was Streitgegenstand des vorliegenden 
Verfahrens ist. Unter dem Begriff Streitgegenstand ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung das Rechtsverhältnis zu verstehen, das den aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv 
angefochtenen Gegenstand der Verfügung bzw. des Einspracheentscheids bildet. Der Streitge-
genstand umfasst immer ein ganzes Rechtsverhältnis und nicht lediglich einen Teilaspekt des-
selben (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 11. August 2016, 9C_179/2016, E. 3.1). Einzelne 

 

 
 
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Teilaspekte des Rechtsverhältnisses oder die bestimmenden Elemente bzw. Anspruchsvoraus-
setzungen des Rechtsverhältnisses machen in der Regel deshalb weder Anfechtungs- noch 
Streitgegenstand aus (vgl. ULRICH MEYER, Verfahrensfragen / Der Streitgegenstand im Streit – 
Erläuterungen zu BGE 125 V 413, in: Ulrich Meyer – Ausgewählte Schriften, Thomas Gächter 
(Hrsg.), Zürich 2013, S. 400). Sie bilden nur Begründungselemente des Streitgegenstands und 
können daher im Rahmen der Rechtsanwendung von Amtes wegen von einer Beschwer-
deinstanz anders beurteilt werden als von der verfügenden Behörde, auch wenn sie nicht bestrit-
ten worden sind, und sie können erst als rechtskräftig beurteilt und damit der richterlichen Über-
prüfung entzogen gelten, wenn über den Streitgegenstand, also das Rechtsverhältnis, insgesamt 
rechtskräftig entschieden worden ist. Zu den Begründungselementen gehören zum Beispiel die 
Höhe des versicherten Verdienstes, der Rentenbeginn, die versicherungsmässigen Vorausset-
zungen sowie die einzelnen Faktoren für die massliche und zeitliche Festsetzung der entspre-
chenden Leistung (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 25. September 2018, 8C_819/2017, E. 
4.3, und vom 27. Februar 2008, 8C_690/2007, E. 2.3.1, 2.3.2. und E. 3.1). Kann über einzelne 
Teile, Aspekte oder Begründungselemente eines Rechtsverhältnisses nicht einzeln rechtskräftig 
entschieden werden, ist diesbezüglich auch kein Teilrückzug möglich. Anders sieht es aus, wenn 
verschiedene separat beurteilbare Rechtsverhältnisse vorliegen, die einer eigenen Rechtskraft 
zugänglich sind, weshalb ein entsprechender Teilrückzug der Beschwerde möglich ist. 
 
4.3 Das Dispositiv des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids lautet auf Abwei-
sung der Einsprache, auf Verzicht der Erhebung von Verfahrenskosten sowie auf Verzicht der 
Zusprechung einer Parteientschädigung. In der dem Einspracheentscheid zugrundliegenden Ver-
fügung vom 4. Januar 2023 erliess die Beschwerdegegnerin kein Dispositiv im klassischen Sinne. 
Stattdessen hielt sie auf Seite 3 fest, dass das Gutachten von Prof. D.____ nicht infolge ungenü-
gender Abklärungen ihrerseits habe erstellt werden müssen. Das Gutachten sei deshalb unnötig 
gewesen und werde nicht entschädigt. Weiter führte sie aus, dass eine Nachzahlung der Leistun-
gen für die Periode von Januar 2015 bis Dezember 2021 über Fr. 153'095.40 bereits im Novem-
ber 2021 getätigt worden sei. Die Nachzahlung der Leistungen von Januar 2022 bis Januar 2023 
werde innerhalb der nächsten Tage erfolgen. Diesem "Dispositiv" sind somit zwei Rechtsverhält-
nisse zu entnehmen: einerseits der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Entschädigung für 
die ihm entstandenen Kosten des Gutachtens von Prof. D.____, andererseits der Anspruch des 
Beschwerdeführers auf Entschädigung des Aufwands für die Pflegeleistungen durch seine Ange-
hörigen von Januar 2015 bis auf Weiteres. Es handelt sich diesbezüglich um eine Dauerleistung, 
die als Einheit zu verstehen ist, vergleichbar mit der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuf-
ten und/oder befristeten Invalidenrente. Der Umstand, dass die gesetzliche Regelung von Art. 18 
UVV per 1. Januar 2017 inhaltlich geändert wurde, führt nicht zu zwei unterschiedlichen Rechts-
verhältnissen. Stattdessen liegt ein komplexes, im Wesentlichen jedoch einzig durch die Höhe 
der Leistung und die Anspruchsperioden definiertes Rechtsverhältnis vor. Dass der Umfang und 
die Dauer des Leistungsanspruchs über den verfügungsweise bzw. einspracheweise geregelten 
Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständlichem Gesichtswinkel ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht von Bedeutung. Es liegt ein Rechtsverhältnis 
vor, das im Falle einer Beschwerdeerhebung den Streitgegenstand abgibt, weshalb es der versi-
cherten Person nicht möglich ist, nur einen Teil des Rechtsverhältnisses anzufechten und das 

 

 
 
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Rechtsbegehren dementsprechend lediglich auf die Anfechtung einer Anspruchsperiode zu be-
schränken (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d). 
 
4.4 Der Beschwerdeführer fordert die frühere Zusprechung der Pflegeleistungen sowie eine 
höhere Entschädigung derselben. Der Anspruch auf Pflegeleistungen unterliegt deshalb insge-
samt der uneingeschränkten richterlichen Überprüfung. Die entsprechende Zeitspanne bis De-
zember 2016 macht nur einen Teil des Leistungsanspruchs aus und stellt damit lediglich einen 
Teilaspekt der streitgegenständlichen Pflegeleistungen und nicht ein separat beurteilbares 
Rechtsverhältnis dar. Damit kann der Rückzug nur bezüglich der gesamten Beschwerde, bezüg-
lich des Antrags auf Zahlung der Gutachterkosten oder bezüglich des Anspruchs auf Ausrichtung 
von Pflegeleistungen erfolgen. Der Anspruch vom 1. Januar 2015 bis Ende Dezember 2016 da-
gegen ist keiner separaten Rechtskraft zugänglich, weshalb auch kein entsprechender Teilrück-
zug durch den Beschwerdeführer für diese Zeitspanne möglich ist. Soweit der Beschwerdeführer 
in seiner Stellungnahme vom 18. März 2024 auf das Urteil des Versicherungsgerichts des Kan-
tons Solothurn vom 28. August 2014, VSBES.2013.225, hinweist, kann er daraus nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. In diesem Urteil gelangte das kantonale Gericht zwar zum Schluss, dass die 
Beschränkung eines Rechtsbegehrens im Laufe des Einspracheverfahrens grundsätzlich zuläs-
sig sei und im Ergebnis einem Teilrückzug entspreche mit der Folge, dass die angefochtene Ver-
fügung diesbezüglich in Rechtskraft erwachse. Da es sich im betreffenden Fall aber um einen 
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung handelte, der ein selbständiges Rechtsverhältnis und 
nicht nur ein einzelnes Element eines Anspruchs darstellt, ist er einer separaten Rechtskraft zu-
gänglich. Folglich ist auch ein entsprechender Teilrückzug der Beschwerde möglich. 
 
4.5 Der Beschwerdeführer ersuchte in der Eingabe vom 18. März 2024 um Erlass einer an-
fechtbaren Zwischenverfügung für den Fall, dass das Kantonsgericht einen Teilrückzug als un-
zulässig erachten sollte. Zwischenverfügungen stellen einen Schritt auf dem Weg zur Verfah-
renserledigung dar und sind insofern ein (rein) organisatorisches Instrument zur Verfahrenslei-
tung. In Anbetracht des Umstands, dass mit dem vorliegenden Urteil direkt in der Hauptsache 
entschieden wird, wird das Gesuch um Erlass einer Zwischenverfügung gegenstandslos. Eine 
Zwischenverfügung ist ausserdem obsolet, da der Beschwerdeführer bereits mitteilen liess, er 
werde an seiner Beschwerde integral festhalten, falls eine Splittung nicht als möglich erachtet 
werde. 
 
5.1 Zu prüfen ist der vom Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. März 2024 erhobene Ein-
wand, es sei für die Phase vom 15. Dezember 2013 bis 31. Januar 2015 noch keine Verwirkung 
eingetreten. 
 
5.2 Gemäss Art. 24 Abs. 1 ATSG erlischt der Anspruch auf Nachzahlung von ausstehenden 
Leistungen fünf Jahre nach Ende des Monats, für welchen die Leistung geschuldet war. Es han-
delt sich hierbei um eine gesetzliche Verwirkungsfrist, was bedeutet, dass der Anspruch nach 
Ablauf der Frist untergeht. Bei den vorliegend umstrittenen Pflegeleistungen handelt es sich um 
periodische Geldleistungen. Dies hat zur Folge, dass nur die einzelnen monatlichen Leistungen 
durch Zeitablauf untergehen können. Der Eintritt der Verwirkung führt zum vollständigen Erlö-
schen des subjektiven Rechts und ist vom Gericht – anders als derjenige einer Verjährung – von 

 

 
 
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Amtes wegen festzustellen (vgl. MARCO REICHMUTH, in: Kommentar zum Bundesgesetz über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG, Kieser/Kradolfer/ 
Lendfers [Hrsg.], 5., vollständig revidierte Auflage, Zürich 2024, N 18 zu Art. 24). Durch eine 
rechtzeitige Anmeldung wird die Frist von Art. 24 Abs. 1 ATSG grundsätzlich gewahrt.  
 
5.3 Der Beschwerdeführer weist zunächst darauf hin, dass BGE 146 V 364 erst am 28. Au-
gust 2020 gefällt worden sei. Bis zu diesem Zeitpunkt habe nicht festgestanden, dass der per 1. 
Januar 2017 revidierte Art. 18 Abs. 2 UVV auch auf Unfälle anwendbar sei, die sich vor der 
Rechtsänderung ereignet hätten, weshalb er keinen Anlass gehabt habe, entsprechende Leis-
tungen zu beantragen. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Im Unfallzeitpunkt war 
Art. 18 Abs. 2 aUVV bereits in Kraft. Es existierte somit bereits damals schon eine gesetzliche 
Bestimmung, um bei der Beschwerdegegnerin einen Antrag auf Ausrichtung eines Beitrags für 
die durch die Angehörigen erbrachte Hauspflege zu stellen. 
 
5.4 Weiter bringt der Beschwerdeführer vor, dass die Verwirkung seitens der Beschwerde-
gegnerin weder in der Verfügung noch im Einspracheentscheid oder im Schriftenwechsel vor dem 
Kantonsgericht ein Thema gewesen sei, weshalb es formaljuristisch sei, wenn das Kantonsge-
richt mangels eines expliziten Antrags die Verwirkung eines Teils des Anspruchs bejahe. Auch 
diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Aus den Unterlagen der Beschwerdegegnerin geht 
hervor, dass sie dem Rechtsvertreter bereits im Rahmen der ersten Berechnung der Pflegeleis-
tungen unter Hinweis auf Art. 24 ATSG eine Nachzahlung der Leistungen erst ab 1. Januar 2015 
in Aussicht stellte (vgl. Schreiben vom 15. Oktober 2020, SWICA-act. 303). In der Folge meldete 
sich der Rechtsvertreter, bestritt den Eintritt der Verjährung und forderte eine Entschädigung auch 
für das Jahr 2014. Die Sachbearbeiterin wies den Rechtsvertreter nach Rücksprache mit dem 
Vorgesetzten erneut auf Art. 24 ATSG hin. Der Rechtsvertreter teilte mit, dass der Haftpflichtver-
sicherer eventuell das Jahr 2014 bezahlen werde (vgl. verschiedene Telefonnotizen der Be-
schwerdegegnerin, SWICA-act. 315).  
 
5.5 Auch der Hinweis des Beschwerdeführers auf das Urteil des Bundesgerichts vom 
12. Dezember 2023, 4A_183/2023, E. 5, verfängt nicht, da sich die vorliegende Konstellation 
grundlegend vom Sachverhalt unterscheidet, den das Bundesgericht im zitierten Entscheid zu 
beurteilen hatte. Darin ging es um eine privatrechtliche Streitigkeit zwischen einer versicherten 
Person und einer Versicherung in Anwendung der Bestimmungen des Bundesgesetzes über den 
Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz, VVG) vom 2. April 1908 und der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung (ZPO) vom 19. Dezember 2008, weshalb es dem kantonalen Versi-
cherungsgericht eigentlich verwehrt gewesen wäre, von sich aus eine Versicherungsklausel zu 
berücksichtigen, auf die sich keine der Parteien berief und die auch nicht der Verteidigungslinie 
einer der Parteien entsprach. Vielmehr wäre es Sache der betreffenden Partei gewesen, zu be-
haupten (und zu beweisen), dass die Versicherungsklausel anzuwenden und gestützt darauf 
keine Leistung geschuldet sei. 
 
5.6.1 Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass sich aus den Unterlagen ein formeller, 
mindestens aber materieller, eventualiter konkludent gestellter Antrag auf Leistungen und damit 
eine rechtzeitige Anmeldung ergebe. So habe die Beschwerdegegnerin bereits am  

 

 
 
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28. August 2013 anlässlich eines Telefonats mit dem Sozialdienst der Klinik E.____ Kenntnis 
davon erlangt, dass der Beschwerdeführer zu Hause eins zu eins betreut werden müsse. Der 
Sozialdienst habe nach finanziellen Möglichkeiten der Unfallversicherung bei Pflege und Betreu-
ung zuhause angefragt. Dies könne als Antrag auf entsprechende Leistungen nach Art. 18 UVV 
verstanden werden. Aufgrund der Anmeldung Hilflosenentschädigung IV habe die Beschwerde-
gegnerin erneut erfahren, dass selbständiges Wohnen nicht möglich sei und der Beschwerdefüh-
rer im Rahmen einer schweren Hilflosigkeit rund um die Uhr Hilfestellung und Überwachung be-
nötige. Auch im Fragebogen zur Festsetzung der Hilflosigkeit vom 23. Januar 2014 sei für die 
Beschwerdegegnerin die Notwendigkeit von 24 Stunden Betreuung, Pflege und Überwachung 
offensichtlich gewesen, die durch die Ehefrau und den Sohn geleistet würden. Trotz all dieser 
Hinweise habe die Beschwerdegegnerin die Leistungen nach Art. 18 UVV nicht geprüft, obschon 
sie dazu gemäss Art. 27 und 43 ATSG von Amtes wegen verpflichtet gewesen wäre. 
 
5.6.2 Wie vom Beschwerdeführer dargelegt, wahrt die versicherte Person gemäss bundesge-
richtlicher Praxis mit ihrer Anmeldung beim Versicherungsträger nicht nur diejenigen Ansprüche, 
die sie ausdrücklich auf dem Anmeldeformular aufzählt. Vielmehr umfasst die Anmeldung alle 
Ansprüche, die nach Treu und Glauben mit dem angemeldeten Risikoeintritt in Zusammenhang 
stehen. Die im Anschluss an ein Leistungsgesuch durchzuführenden Abklärungen des Versiche-
rungsträgers erstrecken sich jedoch nur auf die vernünftigerweise mit dem vorgetragenen Sach-
verhalt und allfälligen bisherigen oder neuen Akten im Zusammenhang stehenden Leistungen. 
Wird später geltend gemacht, es bestehe noch Anspruch auf eine andere Versicherungsleistung, 
so ist nach den gesamten Umständen des Einzelfalles im Lichte von Treu und Glauben zu prüfen, 
ob jene frühere ungenaue Anmeldung auch den zweiten, allenfalls später substanziierten An-
spruch umfasst. Dabei ist ein solcher Zusammenhang relativ grosszügig anzunehmen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 20. Februar 2013, 8C_888/2012, E. 3.4). Selbst wenn nun aber ein 
Versicherungsträger eine hinreichend substanziierte Anmeldung übersieht, ist gemäss gefestig-
ter Praxis des Bundesgerichts jedoch eine fünfjährige Nachzahlungsfrist, rückwärts gerechnet ab 
dem Zeitpunkt der Neuanmeldung, zu beachten. Eine weitergehende Nachzahlung ist hingegen 
ausgeschlossen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Dezember 2023, 8C_103/2023, E. 3.2.2 
mit weiteren Hinweisen; vgl. auch vgl. MARCO REICHMUTH, a.a.O., N 36 zu Art. 24).  
 
5.6.3 Der Sachverhalt zeigt sich wie folgt: Gemäss einer Aktennotiz vom 30. August 2013 habe 
der Sozialdienst der Klinik E.____ darüber informiert, dass der Versicherte nach der Entlassung 
aus der Rehabilitation zuhause eine eins zu eins Betreuung benötigen werde, die nicht durch die 
Ehefrau alleine abgedeckt werden könne, weshalb man sich erkundige, welche finanziellen Mög-
lichkeiten der Unfallversicherer bieten könne, um auf externe Hilfe zurückgreifen zu können. In 
der Folge wurde vereinbart, dass sich die Klinik E.____ um die Einholung einer Offerte für die 
Pflege- und Betreuungsunterstützung kümmern und der Beschwerdegegnerin zukommen lassen 
werde (vgl. SWICA-act. 60). Mit Schreiben vom 30. September 2013 stellte die damalige Rechts-
vertreterin des Beschwerdeführers, Advokatin F.____, der Beschwerdegegnerin eine Kopie der 
von der Klinik E.____ am 20. September 2013 zuhanden der IV ausgefüllten Anmeldung betref-
fend Hilflosenentschädigung zu, worin festgehalten wurde, dass der Versicherte seit dem 18. Ja-
nuar 2013 während 24 Stunden auf eine eins zu eins Betreuung angewiesen sei (vgl. SWICA-
act. 63 ff.). Mit E-Mail vom 10. Oktober 2013 teilte die SWICA der Rechtsvertreterin mit, dass 

 

 
 
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derzeit kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung bestehe, da sich der Versicherte noch in 
einer Heilanstalt aufhalte. Laut Anmeldung könne von einer schweren Hilflosigkeit ausgegangen 
werden (vgl. SWICA-act. 74). Im Rahmen eines Telefongesprächs am 18. November 2013 infor-
mierte der Sohn über die baldige Entlassung des Vaters aus der Reha. Die Familie wolle ihn nicht 
in ein Pflegeheim geben, weshalb er die Pflege des Vaters mit seiner Mutter teilen werde. Er 
wohne noch zuhause (vgl. SWICA-act. 88). Mit E-Mail vom 22. Januar 2014 teilte die Rechtsver-
treterin der Beschwerdegegnerin mit, dass der Versicherte seit dem 15. Dezember 2013 wieder 
zu Hause wohne und dort gepflegt werde. Weiter bat sie um Ausrichtung der Hilflosenentschädi-
gung ab 15. Dezember 2013 (vgl. SWICA-act. 152). Dem Bericht vom 27. Januar 2014 ist zu 
entnehmen, dass die Angehörigen im Rahmen des Gesprächs vom 24. Januar 2014 mitgeteilt 
hätten, dass sie den Vater rund um die Uhr pflegen und betreuen müssten und selber an den 
Anschlag kommen würden. Sie würden eine Person benötigen, die sie in der Betreuung und 
Überwachung ablösen könne. Als Ziele und Massnahmen wurden vereinbart, zusätzliche Perso-
nen zu organisieren, die bei der Pflege unterstützen und die Familie entlasten könnten, geeignete 
Therapien zu prüfen, den Kontakt mit der IV wegen der Rente zu suchen und den regelmässigen 
Kontakt mit der Anwältin zu pflegen. Im Rahmen dieser Abklärung wurde auch der Fragebogen 
zur Festsetzung der Hilflosigkeit ausgefüllt. Daraus geht unter anderem hervor, dass der Versi-
cherte während 24 Stunden pro Tag Hilfe brauche und überwacht werden müsse (vgl. SWICA-
act. 155 ff.). In zwei internen E-Mails der Beschwerdegegnerin vom 5. bzw. 6. Februar 2014 
wurde festgehalten, dass die Spitex die Pflege nicht übernehmen könne, da der Aufwand zu gross 
sei. Die Familie könne sich nicht vorstellen, den Versicherten in ein Heim zu geben (vgl. SWICA-
act. 163 f.). Mit Schreiben vom  
21. Juli 2014 gewährte die Beschwerdegegnerin der Rechtsvertreterin das rechtliche Gehör be-
treffend die Rechtsverhältnisse, die sie zu regeln beabsichtigte. Es handelte sich um die Einstel-
lung der Übernahme der Heilbehandlungskosten im Rahmen von Art. 21 UVG, die UVG-Rente, 
die Hilflosenentschädigung sowie die Integritätsentschädigung (vgl. SWICA-act. 197 ff.). In der 
Folge nahm die Rechtsvertreterin mit Schreiben vom 18. August 2014 die Möglichkeit zur Stel-
lungnahme wahr und monierte die Einstellung der Übernahme der Heilbehandlungskosten. In 
diesem Zusammenhang wies sie darauf hin, dass die Familie zur Entlastung Hilfe bei der medi-
zinischen Pflege des Versicherten benötigen werde. Diese Kosten müssten von der Unfallversi-
cherung vergütet werden (vgl. SWICA-act. 205 f.). Mit Schreiben vom 28. Oktober 2014 hielt die 
Beschwerdegegnerin fest, dass sie bereit sei, in Zukunft die Übernahme weitere Behandlungs-
kosten zu prüfen (vgl. SWICA-act. 212). Mit dieser Ergänzung erklärte sich die Rechtsvertreterin 
in der Folge einverstanden (vgl. SWICA-act. 213 f.). Mit Verfügung vom 20. November 2014 re-
gelte die Beschwerdegegnerin die Integritätsentschädigung, die Rente, die Hilflosenentschädi-
gung und die Übernahme zukünftiger Behandlungskosten (vgl. SWICA-act. 215 ff.). In der Folge 
erwuchs die Verfügung in Rechtskraft. Im Jahr 2015 wurde dem Beschwerdeführer ein neuer 
Rollstuhl zugesprochen. Zudem wurde per 1. Januar 2016 der monatliche Anspruch auf Hilflo-
senentschädigung teuerungsbedingt auf Fr. 2'436.-- pro Monat erhöht (vgl. SWICA-act. 238). 
Weiter wurde im November 2017 die Übernahme einer Narkose für eine Zahnbehandlung im Jahr 
2017 beantragt (vgl. SWICA-act. 246 ff.). Schliesslich gab Rechtsanwalt Christian Haag der Be-
schwerdegegnerin mit E-Mail vom 28. Juni 2018 bekannt, dass er am 19. Juni 2018 die Rechts-
vertretung des Beschwerdeführers übernommen habe (vgl. SWICA-act. 249 ff.). Mit E-Mail vom 

 

 
 
Seite 11    

20. Februar 2020 wandte er sich erstmals wieder an die Beschwerdegegnerin und beantragte die 
rückwirkende Zusprache von Beiträgen gestützt auf Art. 18 Abs. 2 UVV (vgl. SWICA-act. 270). 
 
5.6.4 Obwohl sich in den vorgenannten Aktenstücken aufgrund der medizinischen Unterlagen 
und der Abklärungen vor Ort zuhause, insbesondere im Zusammenhang mit der Sachverhaltser-
hebung bezüglich der Hilflosenentschädigung, konkrete Hinweise auf eine umfassende Betreu-
ung des Beschwerdeführers durch seine Ehefrau und einen seiner Söhne zuhause finden lassen, 
erfolgte bis zum Zeitpunkt der E-Mail des Rechtsvertreters vom 20. Februar 2020 weder eine 
Geltendmachung des Anspruchs durch die Rechtsvertreter des Beschwerdeführers noch nahm 
die Beschwerdegegnerin selbst die Abklärung des Anspruchs auf Pflegeleistungen gestützt auf 
Art. 18 Abs. 2 UVV an Hand. Abgeklärt wurde hingegen auf Ersuchen der ehemaligen Rechts-
vertreterin der Beizug der Spitex oder von anderen Leistungserbringern zur Unterstützung und 
Entlastung der Angehörigen zuhause. Derartige Massnahmen wurden aber aufgrund der beson-
deren Umstände im vorliegenden Fall allesamt verworfen. Ebenfalls sicherte die Beschwerde-
gegnerin die Übernahme weiterer Behandlungskosten zu. Ob sich die Beschwerdegegnerin in 
Anbetracht dieser speziellen Ausgangslage im Lichte von Treu und Glauben dazu hätte veran-
lasst sehen müssen zu prüfen, ob sie ausnahmsweise einen Beitrag an die Hauspflege der An-
gehörigen gemäss Art. 18 Abs. 2 aUVV gewähren soll, kann offengelassen werden. Denn selbst 
wenn davon ausgegangen würde, dass die Beschwerdegegnerin eine hinreichend substanziierte 
Anmeldung übersehen hätte, was zu einem Unterbruch der fünfjährigen Verwirkungsfrist führen 
würde, ist gestützt auf die Praxis des Bundesgerichts in jedem Fall eine fünfjährige Nachzah-
lungsfrist, rückwärts gerechnet ab dem Zeitpunkt der Neuanmeldung vom 20. Februar 2020, zu 
beachten. Weiter zurückliegende Pflegeleistungen sind deshalb aufgrund des Zeitablaufs von der 
Beschwerdegegnerin ohnehin nicht mehr auszurichten. Damit richtete die Beschwerdegegnerin 
zu Recht erst ab 1. Januar 2015 Pflegeleistungen aus, weshalb die Beschwerde in diesem Punkt 
abzuweisen ist. 
 
6.1 Den medizinischen Unterlagen ist zu entnehmen, dass der Gesundheitszustand des Be-
schwerdeführers seit dem 15. Dezember 2013 mehr oder weniger stationär geblieben ist. Dem-
entsprechend ist davon auszugehen, dass die medizinischen und nichtmedizinischen Hilfeleis-
tungen, die von den Angehörigen geleistet werden, ebenfalls über die ganze Zeit in etwa gleich-
geblieben sind, weshalb zunächst auf die zwischen den Parteien umstrittene Frage einzugehen 
ist, ob der Beschwerdeführer während 24 Stunden pro Tag betreut und überwacht werden muss, 
wobei insbesondere strittig ist, ob rund um die Uhr eine medizinische Überwachungsbedürftigkeit 
besteht. 
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der Verfügung auf den Standpunkt, gestützt auf 
die Abklärungen sei keine ständige Anwesenheit der Angehörigen ausgewiesen, insbesondere 
nicht während der Nacht. Eine Lohnzahlungspflicht für 24 Stunden pro Tag sei deshalb nicht 
angebracht. Im angefochtenen Einspracheentscheid legte sie zudem dar, dass der vorliegende 
Sachverhalt nicht mit demjenigen des Urteils des Bundesgerichts vom 5. September 2014, 
8C_457/2014, vergleichbar sei. Der zeitliche Bedarf an nichtmedizinischen Unterstützungsleis-
tungen (besonderer Überwachungsbedarf, Unterstützung in den alltäglichen Lebensverrichtun-
gen) sei in der Beurteilung des SAHB vom 31. August 2021 erfasst worden. Aus diesem Bericht 

 

 
 
Seite 12    

gehe nicht hervor, dass der Versicherte ohne Unterbruch einer aktiven Überwachung bedürfe. Er 
sei nicht auf medizinische Vorkehren angewiesen, die einer ständigen Überwachung bedürften, 
sondern benötige in der Nacht nur Hilfe bei einem zweimaligen Toilettengang. Es sei den Ange-
hörigen möglich, während der restlichen Nacht zu schlafen. Auch in Anbetracht der ehelichen 
Unterstützungspflicht sei ein zusätzlicher Abzug zu berücksichtigen. Eine Entschädigungspflicht 
für 24 Stunden pro Tag sei daher nicht angebracht. In der Vernehmlassung und in der Duplik hielt 
die Beschwerdegegnerin an ihrer Auffassung fest. 
 
6.3 In der Beschwerde wird geltend gemacht, das SAHB habe anerkannt, dass der Be-
schwerdeführer faktisch ein Kleinkind sei, bei dem behinderungsbedingt eine Selbstgefährdung 
bestehe. Daher sei die ständige Anwesenheit einer Bezugsperson erforderlich, um zwar nicht 
unbedingt einen ständigen lebensbedrohlichen Zustand, aber doch eine Selbstgefährdung, die 
auch lebensbedrohliche Ausmasse annehmen könne, abwenden zu können. Niemand käme auf 
die Idee, ein zweijähriges Kleinkind während über 20 Stunden täglich sich alleine zu überlassen. 
Der Beschwerdeführer könne jederzeit stürzen, ohnmächtig werden, ein medizinisches Problem 
erleiden oder versuchen, etwas zu trinken oder zu essen und sich dabei verschlucken. Analog 
des Urteils des Bundesgerichts vom 5. September 2024, 8C_457/2014, sei bei einem solchen 
Problem sofort Intervention notwendig, um Lebensgefahr abzuwenden. Somit sei nicht nur der 
besondere Überwachungsbedarf, sondern auch die Zeit der passiven Überwachung zu berück-
sichtigen. Dies entspreche auch der bundesgerichtlichen Praxis im Bereich des KVG und des 
IVG: dort habe das Bundesgericht entschieden, dass auch die Wartezeiten, die anfallen würden, 
um gegebenenfalls einen lebensbedrohlichen Zustand abwenden zu können, vollumfänglich als 
Pflege zu qualifizieren und dementsprechend zu vergüten seien. Hinzu komme, dass die Be-
schwerdegegnerin eine gewinnorientierte private Unfallversicherung sei. Es sei nicht einzusehen, 
wieso ihre Leistungspflicht weniger weit gehen sollte als jene der nicht gewinnorientierten Invali-
denversicherung. Die eheliche Beistandspflicht und die familienrechtliche Unterstützungspflicht 
würden nicht so weit gehen, dass von der Ehefrau und/oder vom 44 Jahre alten Sohn eine 24-
stündige Pflege, Betreuung und Überwachung verlangt werden könne. Die massiv über die Zu-
mutbarkeit und die familienrechtliche Beistands- und Unterstützungspflicht hinausgehenden, in 
Zeit und Umfang singulären Engagements von Ehefrau und Sohn zugunsten des Vaters dürften 
nicht zu einer Reduktion der Leistungspflicht der Unfallversicherung führen. Ausserdem würden 
die Ehefrau und der Sohn die hauswirtschaftliche Versorgung des Versicherten gewährleisten. 
Hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen im Rahmen von Art. 18 Abs. 2 UVV gänzlich mit dem 
Argument auszublenden, dies betreffe keine nichtmedizinische Pflege, verletze die Behinderten-
rechtskonvention, weil sie im Ergebnis ein selbstbestimmtes Wohnen in den eigenen vier Wänden 
verunmögliche. Diese konventionsrechtlichen Garantien wären nicht gewährleistet, wenn der Be-
schwerdeführer während über 20 Stunden pro Tag sich selber überlassen würde, weil die nicht-
medizinische Hilfeleistung (Pflege und Betreuung, inkl. passiver Überwachung) durch Ehefrau 
und Sohn nicht im Rahmen von Art. 18 Abs. 2 UVV übernommen würde. Zudem sei der Be-
schwerdeführer dem Goodwill seiner Angehörigen ausgeliefert, was mit dem Anspruch auf 
Selbstbestimmung des Lebens (Art. 19 BRK) nicht vereinbar sei. Internationale Konventionen 
seien justiziabel. Es bestehe punkte Behindertenrechtskonvention eine Umsetzungspflicht für alle 
staatlichen Instanzen, also auch für obligatorische Sozialversicherungen wie die Beschwerde-
gegnerin. Im Hinblick auf die Vorgaben der BRK müsse das schweizerische 

 

 
 
Seite 13    

Sozialversicherungssystem sicherstellen, dass eine behinderte Person die realistische Möglich-
keit habe, sich ausserhalb eines institutionellen Umfelds aufhalten zu können. Wenn dem aber 
so sei, müsse der Gesetzgeber sicherstellen, dass die versicherte Person hinreichende finanzi-
elle Versicherungsleistungen erhalte, um diese (selbstgewählte) Versorgungsmöglichkeit auch 
umsetzen zu können. Dies sei bei der Plafonierung gemäss Beschwerdegegnerin und der Nicht-
berücksichtigung der 24/7 nötigen passiven Überwachung nicht gewährleistet, sei es, dass man 
diese rechtlich mangels Anspruchs, gesetzlicher Einschränkung und/oder Zumutbarkeit aus-
blende, sei es spätestens dann, wenn Ehefrau und/oder Sohn des Beschwerdeführers die Pflege, 
Betreuung, Hilfe und Überwachung nicht mehr während 24 Stunden täglich leisten könnten und 
wollten. Darüber hinaus sei der Ausschluss von hauswirtschaftlichen Versorgungsleistungen, 
welche die existenziellen Bedürfnisse des Versicherten abdecken würden, nicht verhältnismässig 
im Sinne von Art. 36 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 
18. April 1999 und verletze Art. 8 Abs. 2 BV und Art. 10 Abs. 2 BV. 
 
Mit Replik vom 1. November 2023 führte der Beschwerdeführer ausserdem aus, dass auch eine 
passive Überwachung nichtmedizinische Hilfe im Sinne von Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV darstelle. 
Das von den Angehörigen erforderliche Ausmass der Überwachung und Betreuung insbesondere 
in der Nacht übersteige das sozial Übliche oder einen punktuellen Einsatz bei Weitem. Es sei 
praktisch eine dauernde persönliche Anwesenheit notwendig, vergleichbar mit einer Sitzwache 
in einem Spital. 24 Stunden pro Tag abzüglich des laut Beschwerdegegnerin entschädigungs-
würdigen Aufwands für Pflegeleistungen von 9.44 Stunden pro Tag ergebe eine Differenz von 
14.56 Stunden täglich. Diese Differenz wolle die Beschwerdegegnerin nicht entschädigen, 
obschon der Beschwerdeführer 24 Stunden pro Tag überwacht und betreut werden müsse. Die-
ses Ausmass gehe weit über die Zumutbarkeit und damit über die innerfamiliäre Schadenminde-
rungspflicht hinaus. Das zeige ein Blick in die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung SAKE 2020, 
Frauen in Paarhaushalten, Haushaltstyp 2. Demnach würden nichterwerbstätige Frauen in Paar-
haushalten im Alterssegment 45-64 Jahre pro Woche Haus- und Familienarbeit von insgesamt 
27.9 Stunden, ab Alter 65 noch 26.7 Stunden leisten. Dies seien täglich 3.98 Stunden resp. 3.81 
Stunden. In der Rubrik Betreuung pflegebedürftiger Haushaltsmitglieder zeige die Statistik gar 
einen Aufwand von lediglich 10.9/7.7/8.3 Stunden pro Woche. Dies seien täglich 1.52 respektive 
1.1 Stunden. 
 
6.4.1 Zur Beurteilung dieser Frage liegen die IV-Anmeldung der Klinik E.____ vom 20. Sep-
tember 2013 (vgl. SWICA-act. 64 ff.), der Bericht des SAHB Hilfsmittelzentrums vom 27. Juli 2020 
betreffend die Abklärung vom 22. Juni 2020 (vgl. SWICA-act. 280 ff.), die Unterlagen der Klinik 
E.____ betreffend den Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 29. April 2021 bis 19. Mai 2021 
(vgl. SWICA-act. 345 ff.) sowie der Bericht des SAHB Hilfsmittelzentrums vom 31. August 2021 
betreffend die Abklärung vor Ort vom 28. August 2021 (vgl. SWICA-act. 394 ff.) vor. Hinsichtlich 
des Beweiswerts derartiger Abklärungsberichte sind – analog zur Rechtsprechung zur Beweis-
kraft von Arztberichten – verschiedene Faktoren zu beachten. Eine Abklärung vor Ort ist beweis-
kräftig, wenn sie durch eine qualifizierte Person erfolgt, welche Kenntnis der örtlichen und räum-
lichen Verhältnisse sowie der Beeinträchtigungen und Behinderungen hat, die sich aus den me-
dizinischen Diagnosen ergeben. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksich-
tigen, wobei divergierende Meinungen der beteiligten Personen im Bericht aufzuzeigen sind. 

 

 
 
Seite 14    

Schliesslich muss der Berichtstext plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der 
einzelnen Einschränkungen sein sowie in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen 
Angaben stehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 16. Juni 2021, 9C_80/2021, E. 3.2 mit Hin-
weisen). Die vorgenannten Berichte der qualifizierten Fachpersonen erfüllen allesamt diese Be-
dingungen, was im vorliegenden Beschwerdeverfahren von den Parteien auch nicht mehr in 
Frage gestellt wird. In Berücksichtigung des Untersuchungsgrundsatzes sowie des Grundsatzes 
der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) ist mit den Parteien deshalb davon auszugehen, 
dass insbesondere die Berichte des SAHB Hilfsmittelzentrums eine verlässliche Basis zur Beur-
teilung des Pflegeaufwands der Angehörigen bilden. 
 
6.4.2 Der Abklärungsbericht vom 27. Juli 2020 wurde mithilfe des Erhebungsblatts für Hilflo-
senentschädigung erstellt. Gestützt darauf stellte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdefüh-
rer im Schreiben vom 15. Oktober 2020 in Aussicht, ab 1. Januar 2015 einen Aufwand von rund 
einer Stunde pro Tag für die Lagerung, Hilfe beim Verrichten der Notdurft sowie der Bereitstellung 
und Verabreichung der Medikamente zu übernehmen (vgl. SWICA-act. 303). Nachdem sich der 
Beschwerdeführer mit der Höhe der Leistungen nicht einverstanden erklärt und eine 24-stündige 
Überwachung pro Tag geltend gemacht hatte (vgl. E-Mail vom 5. November 2020, SWICA-act. 
324 f.), liess die Beschwerdegegnerin am 28. August 2021 eine zweite Abklärung durch das 
SAHB durchführen. Dort wurden detailliert alle Hilfestellungen der Angehörigen chronologisch 
aufgelistet, der entsprechende Zeitbedarf erfasst und dieser – anders als noch im Bericht vom 
27. Juli 2020 – einer der drei Kategorien von Art. 7 Abs. 2 der Verordnung des EDI über Leistun-
gen in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (KLV) vom 29. September 1995 zugeteilt 
(vgl. SWICA-act. 394 ff.). In Bezug auf die Überwachung wurde festgehalten, dass der Versi-
cherte an einem schweren kognitiven Defizit leide, vergleichbar mit einem Kleinkind. Alle Tätig-
keiten müssten für ihn vollständig übernommen werden. Anleitungen könne er nur beschränkt 
verstehen und umsetzen. Er trage Pants. Verbal könne er sich nicht äussern. Einzige verbale 
Ausdrucksform sei ein Schreien. Die Familie lese die Körpersprache und Mimik, um seine Be-
dürfnisse zu erfassen. Er könne nicht allein gelassen werden, wiederum vergleichbar mit einem 
Kleinkind, sei er der Umwelt hilflos ausgeliefert. Er könne Situationen nicht erfassen und darauf 
entsprechend reagieren. Er sei nicht fähig sich selber, ohne äussere Impulse und Führung, fort-
zubewegen. Es bestehe eine Selbstgefährdung, eine komplette Hilflosigkeit und ein Versorgungs-
defizit. Aufgrund des schweren kognitiven und körperlichen Defizits müsse jemand während 24 
Stunden anwesend sein. Der Versicherte könne auf keine Weise für sich selber sorgen, sei es, 
sich melden, eine Situation verstehen und einschätzen, aufstehen, laufen, selber trinken und es-
sen. Auch von den Fachpersonen der Klinik E.____ wurde anlässlich der stationären Abklärungen 
eine stete Hilfeleistung durch die Angehörigen berichtet. Im Rahmen der Abklärung der Hilflo-
senentschädigung im September 2013 wurde in den Ziffern 4.4, 5.2 f. ebenfalls vermerkt, dass 
der Versicherte aufgrund der Sturzgefahr und der Selbstgefährdung persönlich Tag und Nacht 
überwacht werden müsse und während 24 Stunden auf eine eins zu eins Betreuung angewiesen 
sei.  
 
6.4.3 Die Stellungnahmen der spezialisierten Einrichtungen zeigen somit widerspruchsfrei und 
in nachvollziehbarer Weise auf, dass der Beschwerdeführer Tag und Nacht auf die Hilfe seiner 
Angehörigen angewiesen ist und während 24 Stunden eine umfassende Betreuung im Sinne 

 

 
 
Seite 15    

einer Überwachung benötigt. Von der Ehefrau und dem Sohn wird aufgrund der Gesamtheit der 
somatischen und psychischen bzw. geistigen Einschränkungen des Beschwerdeführers eine 
überdurchschnittlich hohe Aufmerksamkeit und eine ständige Interventionsbereitschaft gefordert. 
Dies bedeutet, dass sich jemand von den Familienangehörigen permanent in unmittelbarer Nähe 
des Beschwerdeführers aufhalten muss, da dauernd die Möglichkeit eintreten könnte, dass sich 
der Beschwerdeführer selbst gefährdet. Aufgrund dieser intensiven Betreuung kann sich die be-
treuende Person kaum anderen Aktivitäten widmen. Damit ist auch die "passive" Überwachung, 
bei der keine aktive Pflegehandlung oder Hilfeleistung getätigt wird, zu berücksichtigen. 
 
6.4.4 Die Beschwerdegegnerin setzte sich weder in der Verfügung noch im Einspracheent-
scheid detailliert mit den Feststellungen der Abklärungsfachpersonen auseinander, sondern hielt 
fest, dass keine ständige Anwesenheit notwendig sei. Sie setzte sich damit über die Beurteilun-
gen der Fachpersonen hinweg, ohne aber den Beweiswert der Abklärungen in Frage zu stellen. 
Stattdessen wurde behauptet, aus dem Bericht des SAHB gehe nicht hervor, dass der Versicherte 
ohne Unterbruch einer aktiven Überwachung bedürfe. Der Versicherte benötige während der 
Nacht zwei Mal beim Toilettengang Hilfe, es sei den Angehörigen jedoch möglich, während der 
restlichen Nacht zu schlafen. Eine derartige Feststellung lässt sich aber in den Berichten des 
SAHB nicht finden. Darüber hinaus ändert der Umstand, dass die Person, die die Überwachung 
übernommen hat, zwischendurch auch für kürzere Phasen schlafen kann, am Erfordernis der 24-
stündigen Überwachung nichts, da die dauernde Anwesenheit dennoch erforderlich ist. 
 
6.4.5 Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung geht aber aus den Unterlagen 
kein 24-stündiger medizinischer Pflegebedarf hervor. Gerade der Vergleich mit dem Zustand ei-
nes Kleinkinds zeigt, dass der Beschwerdeführer zwar nicht alleine gelassen werden kann, es 
aber keine medizinischen Pflegeleistungen während 24 Stunden pro Tag braucht. Soweit der 
Beschwerdeführer auf das Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2014, 8C_457/2014, 
hinweist, unterscheidet sich der dort geschilderte Sachverhalt wesentlich vom vorliegend zu be-
urteilenden. Im zitierten Entscheid musste die dauernde Überwachung durch medizinisch ge-
schultes Personal sichergestellt werden, da es aufgrund des Gesundheitszustands der versicher-
ten Person (vollständige Lähmung und konstante Beatmung) notwendig war, dass die überwa-
chende Person im Falle eines Problems mit dem Beatmungsgerät oder einer Sekretbildung in der 
Kanüle sofort intervenieren konnte. Es ging im Entscheid um die Notwendigkeit einer dauerhaften 
medizinischen Interventionsmöglichkeit, weshalb das Bundesgericht einen medizinischen Über-
wachungsbedarf von 24 Stunden guthiess. Vorliegend handelt es sich zwar um eine Dauerüber-
wachung, die von den Angehörigen geleistet wird. Diese ist aber nicht durchwegs medizinisch-
pflegerisch indiziert. 
 
6.5 Da das Erfordernis einer 24 Stunden Überwachung bejaht wird, braucht vorliegend nicht 
näher geprüft zu werden, wie es sich mit den Rügen des Beschwerdeführers, wonach eine feh-
lende Berücksichtigung der Überwachung seine Rechte gemäss der BV und der Behinderten-
rechtskonvention verletze, verhält.  
 
7.1 Zu berechnen bleibt die Höhe der monatlichen Entschädigung. Die Beschwerdegegnerin 
erstellte basierend auf der zweiten Erhebung des SAHB vom 31. August 2021 am 20. Oktober 

 

 
 
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2021 eine Berechnung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf Pflegeleistungen. Darin über-
nahm sie die von der Abklärungsperson des SAHB gewählte Einteilung der Hilfeleistungen in die 
Kategorien der Art. 7 Abs. 2 lit. a KLV (Massnahmen der der Abklärung, Beratung und Koordina-
tion), Art. 7 Abs. 2 lit. b KLV (Leistungen der Untersuchung und Behandlung) und Art. 7 Abs. 2 lit. 
c KLV (Massnahmen der Grundpflege) mittels des RAI-HC-Instruments und teilte die einzelnen 
Unterstützungsmassnahmen den medizinischen Leistungen nach Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV und 
den nichtmedizinischen Hilfeleistungen gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV zu (vgl. SWICA-act 514). 
Diese Zuteilung der einzelnen Tätigkeiten in eine der Kategorien ist schlüssig und nachvollzieh-
bar. Ein Vergleich der Berechnungstabelle mit dem Bericht des SAHB zeigt keine Widersprüche 
oder Unklarheiten. Auch der Beschwerdeführer zieht die Richtigkeit der Aufstellung nicht in Zwei-
fel. Damit ist auf die Tabelle der Beschwerdegegnerin vom 20. Oktober 2021 abzustellen, um den 
zu entschädigenden Aufwand zu berechnen. Es hat sich aber insofern ein Fehler in der Aufstel-
lung eingeschlichen, als der erhobene Aufwand betreffend die Begleitung zum Toilettengang (Nr. 
11, 10419) im Umfang von 27.88 Stunden pro Monat in der Endabrechnung von der Beschwer-
degegnerin vergessen wurde. Dieses Versäumnis ist zu korrigieren und der Aufwand ist zum 
Beitrag gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV zu addieren. 
 
7.2.1 Zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers ab 1. Januar 2017. Für diese Zeitpe-
riode schuldet die Unfallversicherung auch für nichtmedizinische Hilfeleistungen der Angehörigen 
zu Hause Beiträge. Wie bereits in Erwägung 6.4.5 hiervor dargelegt, ist zwar nicht davon auszu-
gehen, dass der Beschwerdeführer während 24 Stunden pro Tag medizinische Hilfe-massnah-
men benötigt. Es ist aber erstellt, dass er während 24 Stunden pro Tag betreut und überwacht 
werden muss. Von dieser 24-stündigen Anwesenheit abzuziehen sind nun die kla- 
rerweise nicht zu entschädigenden Haushaltstätigkeiten, die die Angehörigen so oder so erledi-
gen müssen. Ebenfalls unberücksichtigt gelassen werden müssen die ausserhäuslichen Pflege-
leistungen, da diese ja nicht "zu Hause" erbracht werden. Die übrigen Stunden der Überwachung 
und Anwesenheit sind von der Beschwerdegegnerin hingegen zu entschädigen. 
 
7.2.2 In Anbetracht des Umstands, dass der Unfall vor mehr als elf Jahren stattfand und der 
Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Einspracheentscheids bereits seit mehr als neun Jahren zu-
hause bei gleichbleibendem Aufwand gepflegt und unterstützt wird, erscheint es als unrealistisch, 
heute abklären zu wollen, welche Arbeiten die Ehefrau in den letzten Jahren ausgeführt hätte, 
wäre es nicht zum Unfall des Ehemannes gekommen. Es würde sich um eine hypothetische Ein-
schätzung handeln, die zu keinem grossen Mehrwert führen würde. Wie vom Beschwerdeführer 
in der Replik vom 26. Oktober 2023 vorgetragen, ist daher zur Ermittlung der nicht zu entschädi-
genden Haushaltstätigkeiten auf die Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE) 2020 abzu-
stellen. Dieser Erhebung entsprechend sind nichterwerbstätige Frauen zwischen 45 und 64 Jah-
ren in Paarhaushalten während 27.9 Stunden pro Woche mit dem Haushalt beschäftigt. Das ent-
spricht, wie auch in der Replik angeführt, pro Tag einem Aufwand von 3.98 Stunden (27.9 Std. 
durch 7 Tage). Dieser Aufwand ist von der 24-stündigen Überwachung abzuziehen. Weiter in 
Abzug zu bringen sind die ausserhäuslichen Hilfeleistungen, die nicht unter Art. 18 UVV fallen. 
Diese wurden vom SAHB erhoben und von der Beschwerdegegnerin in der Tabelle vom 20. Ok-
tober 2021 ebenfalls aufgeführt. Es handelt sich um insgesamt 83.67 Stunden pro Monat. Pro 
Tag ergibt sich somit ein zusätzlicher Abzug von 2.75 Stunden (83.67 Std. durch 30.4 Tage). 

 

 
 
Seite 17    

Wenn nun von den 24 Stunden der Betrag von insgesamt 6.732 Stunden (3.98 Std. + 2.75 Std.) 
abgezogen wird, verbleiben 17.27 Stunden pro Tag, die von der Beschwerdegegnerin zu ent-
schädigen sind. Klar ist gestützt auf die Ziffern 101 und 102 der Aufstellung der Beschwerdegeg-
nerin weiter, dass davon insgesamt 48.46 Stunden pro Monat bzw. 1.59 Stunden täglich als me-
dizinische Pflege einzustufen und gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV zu einem höheren Stundentarif 
zu vergüten sind. Die konkrete Bewertung dieses Aufwands als pflegerische Leistungen wird vom 
Beschwerdeführer nicht in Frage gestellt. Damit bleibt ein täglicher Aufwand von insgesamt 15.68 
Stunden, der unter dem Titel "nichtmedizinische Hilfe zu Hause" von der Beschwerdegegnerin zu 
entschädigen ist. Pro Monat ergibt sich somit ein Aufwand von insgesamt 476.67 Stunden im 
Sinne von Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV. 
 
7.2.3 Zwischen den Parteien ist weiter strittig, zu welchem Tarif bzw. Stundenansatz die Mas-
snahmen zu entschädigen sind. Die Beschwerdegegnerin berief sich im angefochtenen Ein-
spracheentscheid auf die Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG vom 21. Juni 2022 
(Nr. 01/22: Hilfe und Pflege zu Hause) und veranschlagte für die medizinischen Hilfeleistungen 
einen Stundenansatz von Fr. 30.15 und für die nichtmedizinischen Massnahmen einen Stunden-
ansatz von Fr. 28.60. Sie berücksichtigte dabei die Ergebnisse der Schweizerischen Lohnstruk-
turerhebung (LSE) 2018, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Pos. 86-88 (Gesundheits- und Sozial-
wesen), Kompetenzniveau 1, und wies darauf hin, dass es sich bei Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV nicht 
um eine Vollkostendeckung der Unfallversicherung handle. In BGE 147 V 35 habe das Bundes-
gericht eine Entschädigung von Fr. 30.-- für Pflegeleistungen nach Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV und 
von Fr. 27.-- für Leistungen nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV als zulässig erachtet. Der Beschwer-
deführer rügt die Höhe dieser Stundenansätze als zu tief und beantragt einen Stundenansatz von 
Fr. 36.50, mindestens aber von Fr. 33.50 oder eventualiter einen solchen gemäss Einschätzung 
von Prof. D.____. Er weist darauf hin, dass es fraglich sei, Stundenansätze heranzuziehen, die 
unter den Ansätzen für den Assistenzbeitrag liegen würden. Art. 39f der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sehe einen Ansatz von Fr. 34.30 für unqualifi-
zierte Arbeiten vor. Die Plafonierung auf das Kompetenzniveau 1 gemäss Empfehlung der Ad-
hoc-Kommission Schaden UVG überzeuge nicht, da die Ehefrau und der Sohn hoch spezialisiert 
seien. Die Erbringung dieses ausgewiesenen, teils hochqualifizierten Pflegebedarfs, regelmässig 
auch nachts und am Wochenende, rechtfertige es, den Stundenansatz einer hypothetischen Er-
satzkraft mindestens mit Befähigung eines Fachangestellten für Gesundheit zugrunde zu legen. 
Dies spreche für die Anwendung des Kompetenzniveaus 2. Art. 18 Abs. 2 UVV sehe keine Be-
schränkung auf einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art vor, wie sie dem Kom-
petenzniveau 1 der TA1 zugrunde liegen würden. Ergänzend sei anzumerken, dass die Betreu-
ung, Pflege, nichtmedizinische Hilfe und Überwachung durch die Angehörigen zu Hause für die 
Beschwerdegegnerin, die Versichertengemeinschaft der zuständigen Sozialversicherungen und 
die steuerzahlende Bevölkerung gesamthaft betrachtet günstiger sei als ein Aufenthalt in einem 
Pflegeheim, jedenfalls wenn die effektiven Totalkosten mitgerechnet würden. 
 
7.2.4 Wie von der Beschwerdegegnerin erwähnt, prüfte das Bundesgericht in BGE 147 V 35 
die von der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG in der zum damaligen Zeitpunkt anwendbaren 
Empfehlung vom 23. Juni 2017 (Nr. 07/90) verwendeten Ansätze von Fr. 30.-- für Pflegeleistun-
gen nach Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV und von Fr. 27.-- für Leistungen nach Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV, 

 

 
 
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die auf der LSE beruhen. Es erachtete sowohl die Höhe der Stundenlöhne als auch die gewählte 
Ermittlungsmethode als zulässig. Im Lichte dieses Entscheids sowie in Anbetracht des Umstands, 
dass die Unfallversicherung einen Beitrag an die Leistungen der Angehörigen leisten muss, es 
sich aber nicht um eine Vollkostenrechnung handelt, worauf die Beschwerdegegnerin zu Recht 
hinweist, erscheinen die von der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall festgelegten Stun-
denansätze als angemessen. 
 
7.3 Unbestritten ist zwischen den Parteien, dass der Anspruch der versicherten Personen 
auf einen Beitrag für die nicht medizinische Hilfe nur so weit gilt, als diese nicht durch eine Hilflo-
senentschädigung abgegolten wird (Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV). Der Beschwerdeführer hat seit dem 
1. Juli 2014 gegenüber der Beschwerdegegnerin Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung 
schweren Grades, die seit dem 1. Januar 2016 monatlich Fr. 2'436.-- beträgt. Gemäss bundes-
gerichtlicher Praxis sind in einem derartigen Fall von der Abgeltung für die nicht medizinische 
Hilfe 85 % der Hilflosenentschädigung abzuziehen (vgl. BGE 148 V 28 E. 6.5.2). 
 
7.4 Ab dem 1. Januar 2017 ergibt sich somit folgende Berechnung: 
 

• monatliche Entschädigung für medizinische Hilfe gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. a UVV: 

48.46 Stunden à Fr. 30.15 = Fr. 1'461.05 

• monatliche Entschädigung für nichtmedizinische Hilfe gemäss Art. 18 Abs. 2 lit. b UVV: 

476.67 Stunden à Fr. 28.60 = Fr. 13'632.75 

• monatlicher Anspruch vor Abzug von 85 % der Hilflosenentschädigung: 

Fr. 1'461.05 + Fr. 13'632.75 = Fr. 15'093.80 

• monatlicher Anspruch nach Abzug von 85 % (= Fr. 2'070.60) der Hilflosenentschädigung: 

Fr. 15'093.80 – Fr. 2'070.60 = Fr. 13'023.20 

 

Damit hat der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 18 Abs. 2 lit. a und lit. b UVV rückwirkend ab 1. 
Januar 2017 monatlich Anspruch auf einen Beitrag in der Höhe von Fr. 13'023.20. Soweit die 
Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer einen monatlichen Beitrag von Fr. 3'028.60 zu-
sprach, erfolgte dies zu Unrecht. 
 
8.1 Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers für die Phase bis 31. Dezember 
2016 gestützt auf Art. 18 aUVV. 
 
8.2 Hauspflege im Sinne von Art. 18 aUVV umfasst die Heilanwendungen mit therapeuti-
scher Zielrichtung, die von einer Ärztin oder einem Arzt vollzogen oder angeordnet werden, und 
die medizinische Pflege im Sinne der Krankenpflege, wobei hier behandlungspflegerische Ver-
richtungen und damit zusammenhängende grundpflegerische Massnahmen gemeint sind. Der 
Begriff der Hauspflege ist in Art. 18 Abs. 1 und Abs. 2 aUVV identisch. Nicht von Art. 18 aUVV 
abgedeckt ist hingegen die nichtmedizinische Pflege, sei es an der betroffenen Person selber in 
Form von Hilfeleistungen bei alltäglichen Lebensverrichtungen, sei es als Hilfestellungen in ihrer 
Umgebung durch Führung des Haushalts oder Besorgung der alltäglichen Angelegenheiten (vgl. 
BGE 147 V 16 E. 8.2.2). Derartige Unterstützungsleistungen müssen und dürfen vom Unfallver-
sicherer nicht übernommen werden, unabhängig von der Frage, wer die Leistungen erbringt (vgl. 

 

 
 
Seite 19    

BGE 147 V 16 E. 8.2.3). Weiter ist davon auszugehen, dass Art. 18 Abs. 1 aUVV der versicherten 
Person einen Rechtsanspruch auf Beiträge an die medizinische Hauspflege gewährt, wenn diese 
von zugelassenen Personen ausgeführt wird. Die Gewährung eines Beitrags an die medizinische 
Hauspflege, die von nicht zugelassenen Personen ausgeführt wird, liegt dagegen gemäss Art. 18 
Abs. 2 aUVV im Ermessen des Unfallversicherers. 
 
8.3 Wie in Erwägung 6.4.5 hiervor dargelegt, benötigt der Beschwerdeführer zwar eine 24-
stündige Überwachung durch seine Angehörigen. Es handelt sich dabei aber nicht um eine me-
dizinische Hilfeleistung. Da die nichtmedizinische Hilfeleistung der Angehörigen von Art. 18 Abs. 
2 aUVV nicht erfasst wird, steht eine Entschädigung für die 24-stündige Überwachung in dieser 
Zeitspanne nicht zur Diskussion. Eine Ausrichtung derartiger Beiträge liegt auch nicht im Ermes-
sen der Beschwerdegegnerin. 
 
8.4 Die Beschwerdegegnerin berechnete gestützt auf die Tabelle vom 20. Oktober 2021 
auch vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016 einen Anspruch des Beschwerdeführers in der 
Höhe von monatlich Fr. 3'028.60. Sie sah somit davon ab, die altrechtlichen Bestimmungen an-
zuwenden und berücksichtigte auch die nichtmedizinischen Hilfeleistungen der Angehörigen bei 
der Berechnung des monatlichen Anspruchs. In Anbetracht des Umstands, dass im Verfahren 
vor dem kantonalen Versicherungsgericht das Gebot der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
gilt, hat das Kantonsgericht das geltende Recht auf den erhobenen Sachverhalt anzuwenden, 
ohne dabei an die Begehren der Parteien gebunden zu sein (vgl. BGE 143 V 295 E. 4.1.5). In 
diesem Punkt hat demzufolge ebenfalls eine Korrektur des angefochtenen Einspracheentscheids 
zu erfolgen. Die Beschwerdegegnerin wird eine neue Berechnung ohne den Aufwand für nicht-
medizinische Hilfeleistungen zu erstellen haben. Im Rahmen der Neuberechnung wird sie zudem 
zu berücksichtigen haben, dass in dieser Zeitperiode kein Abzug im Betrag von 85 % der Hilflo-
senentschädigung (= Fr. 2'070.60) erfolgen darf. Da die nichtmedizinischen Hilfeleistungen unter 
dem alten Recht nicht zu entschädigen sind und bei der Berechnung des Beitrags unberücksich-
tigt gelassen werden müssen, gibt es keine Überschneidung mit der Hilflosenentschädigung. Ein 
Abzug ist daher nicht gerechtfertigt. 
 

9. Der Beschwerdeführer beantragt im Weiteren die Bezahlung von Verzugszinsen auf die 
Nachzahlung. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversicherungen, sofern die versi-
cherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist, für ihre Leistungen 
nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate 
nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig. Der Satz für den Verzugszins beträgt nach 
Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) 
vom 11. September 2002 5 % im Jahr. Der Anspruch des Beschwerdeführers ist vorliegend am 
15. Dezember 2013 entstanden. Zudem ist er seiner Mitwirkungspflicht immer vollumfänglich 
nachgekommen. Die Geltendmachung erfolgte am 20. Februar 2020, weshalb die ausstehenden 
Pflegeleistungen ab 20. Februar 2021 nach den Grundsätzen von Art. 26 Abs. 2 ATSG zu 5 % 
zu verzinsen sind. 
 
10. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
10. August 2023 aufgehoben wird. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem 

 

 
 
Seite 20    

Beschwerdeführer in Anwendung von Art. 18 Abs. 2 lit. a und b UVV ab dem 1. Januar 2017 
monatlich einen Beitrag von Fr. 13'023.20 für die von den Angehörigen erbrachten Pflege- und 
Hilfeleistungen zu bezahlen und ab 20. Februar 2021 nach den Grundsätzen von Art. 26 Abs. 2 
ATSG zu 5 % zu verzinsen. Betreffend die Zeitspanne vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 
2016 wird die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie den Sach-
verhalt gemäss den in Erwägung 8.4 hievor dargelegten Grundsätzen nochmals abklärt und an-
schliessend über die Höhe der monatlichen Entschädigung und die Höhe einer allfälligen Nach-
zahlung neu verfügt. Die Beschwerde ist in diesem Sinne teilweise gutzuheissen. 
 
11.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzliche 
Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
11.2.1 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist dem Beschwerde-
führer deshalb eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen. 
 
11.2.2 Der Beschwerdeführer beantragt in Ziffer 3 der Rechtsbegehren, die Beschwerdegeg-
nerin habe ihm die Kosten des Gutachtens von Prof. D.____ vom 8. Juni 2022 im Betrag von Fr. 
6'462.-- zurückzuerstatten und führte aus, dass die Beschwerdegegnerin die rechtlichen Grund-
lagen falsch interpretiert habe. Zwar habe sie die rechtliche Argumentation von Prof. D.____ im 
Einspracheentscheid nicht übernommen. Im Falle der Gutheissung der Beschwerde erweise sich 
das Gutachten allerdings als notwendig für den Beschwerdeführer, um zu seinem Recht zu kom-
men. Diesfalls habe die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer die Kosten zu ersetzen. 
Die Beschwerdegegnerin führte dazu in der Vernehmlassung vom 9. Oktober 2023 unter Hinweis 
auf Art. 52 Abs. 3 ATSG aus, dass das Gutachten für die Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit nicht massgebend gewesen sei. 
 
11.2.3 Nach der Rechtsprechung können der obsiegenden Beschwerde führenden Partei unter 
dem Titel der Parteientschädigung auch die Kosten eines privat eingeholten Gutachtens vergütet 
werden, soweit die Parteiexpertise für die Entscheidfindung unerlässlich war (vgl. BGE 115 V 62 
E. 5c). Dieser Grundsatz ist für das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG 
festgehalten. Gestützt darauf hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu überneh-
men, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so über-
nimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs un-
erlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Dies ist vorlie-
gend nicht der Fall. Beim Rechtsgutachten von Prof. D.____ handelt es sich nicht um eine Mas-
snahme, die der Abklärung des Sachverhalts diente. Stattdessen lieferte das Gutachten dem Be-
schwerdeführer rechtliche Argumente, um seinen Anspruch geltend zu machen. Hinzu kommt, 
dass die Ausführungen von Prof. D.____ nicht unerlässlich waren, um die vorliegende Angele-
genheit beurteilen zu können. Unter diesen Umständen sind die Kosten des Parteigutachtens 
nicht der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 

 

 
 
Seite 21    

11.3 Der Beschwerdeführer lässt zudem in Ziffer 4 der Beschwerde die Zusprache einer Par-
teientschädigung beantragen. Der Rechtsvertreter machte in seiner Honorarnote vom 7. Dezem-
ber 2023 einen Zeitaufwand von 24,85 Stunden sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 48.10 gel-
tend. Dieser Aufwand ist nicht zu beanstanden. Hinzu kommt der Aufwand für die Eingabe vom 
18. März 2024, der mit vier Stunden zu veranschlagen ist. Entgegen des in der Kostennote vom 
7. Dezember 2023 geltend gemachten Stundenansatzes von Fr. 280.-- sind die entsprechenden 
Bemühungen zu dem in Sozialversicherungsprozessen zur Anwendung gelangenden Stunden-
ansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Dem Beschwerdeführer ist demnach für das vorliegende 
Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 7'823.60 (24,85 
Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 48.10 zuzüglich 7,7 % Mehrwertsteuer und vier Stun-
den à Fr. 250.-- zuzüglich 8,1 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzuspre-
chen. 
 
12. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid 
handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn 
eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den 
in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet 
das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrückli-
chen Vorbehalt. 
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

 ://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 10. August 2023 aufgehoben wird.  
 

 

 
 
Seite 22    

 2. Die Angelegenheit wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, da-
mit sie für die Anspruchsperiode vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 
2016 neue Abklärungen im Sinne der Erwägungen trifft und anschlies-
send ihre Leistungen gestützt auf Art. 18 Abs. 2 aUVV für diese Zeitdauer 
neu berechnet und über eine allfällige Nachzahlung erneut verfügt. 
 

 3. Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer in An-
wendung von Art. 18 Abs. 2 lit. a und b UVV ab 1. Januar 2017 monatlich 
einen Beitrag von Fr. 13'023.20 zu bezahlen und ab dem 20. Februar 
2021 nach den Grundsätzen von Art. 26 Abs. 2 ATSG zu 5 % zu verzin-
sen. 
 

 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  
 

 5. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschä-
digung in der Höhe von Fr. 7'823.60 (inkl. 7,7 % bzw. 8,1 % Mehrwert-
steuer) zu bezahlen. 
 

 6. Die Beschwerdegegnerin erhält eine Kopie der Eingabe des Beschwer-
deführers vom 18. März 2024 zur Kenntnisnahme zugestellt. 

 
 
 
 
 
 
Gegen dieses Urteil erhoben der Beschwerdeführer am 11. September 2025 (8C_503/2025) 
und die Beschwerdegegnerin am 29. September 2025 (8C_562/2025) Beschwerde beim Bun-
desgericht.