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**Case Identifier:** 11b28c8c-f204-59bb-9401-16c1ef94da06
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 19.10.2023 ZOR.2022.46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2022-46_2023-10-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 2. Kammer 

 

 

ZOR.2022.46 
(OF.2019.85)  

 

 

Urteil vom 19. Oktober 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Six, Präsident 

Oberrichterin Vasvary 

Oberrichter Giese 

Gerichtsschreiberin M. Stierli 

 

 
   

Klägerin   A._____,  

geboren am tt.mm.1984, von Q._____, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Sandro Imhof,  

[…] 

 

 
    

Beklagter   B._____,  

geboren am tt.mm.1981, von Serbien, 

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Iwan Bucher,  

[…] 

 

 
 

Gegenstand  Ehescheidung 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die Parteien haben am tt.mm.2007 in R._____ (Serbien) geheiratet. Aus 

der Ehe sind die beiden Kinder C._____, geboren am tt.mm.2010, und 

D._____, geboren am tt.mm.2014, hervorgegangen. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 28. Mai 2019 reichten die Parteien ein gemeinsames 

Scheidungsbegehren beim Bezirksgericht Bremgarten ein und beantrag-

ten, dass das Gericht über die Scheidungsfolgen befinden soll. 

 

2.2. 

Mit Eheschutzentscheid SF.2021.3 vom 12. Mai 2021 erhob der Präsident 

des Bezirksgerichts Bremgarten den Vergleich der Parteien vom 12. Mai 

2021, mit dem die beiden gemeinsamen Kinder unter die Obhut der 

Klägerin gestellt und das Besuchsrecht des Beklagten geregelt wurde, zum 

Entscheid und ordnete eine Besuchsrechtsbeistandschaft für die beiden 

Kinder an. 

 

2.3. 

Mit Teilvereinbarungen vom 19. Februar 2020 und vom 31. März 2022 

einigten sich die Parteien über gewisse strittige Scheidungsnebenfolgen. 

 

2.4. 

Der Präsident des Bezirksgerichts Bremgarten fällte am 20. Mai 2022 

folgendes Urteil: 

 
1. 
Die Ehe der Gesuchsteller wird in Gutheissung ihres gemeinsamen Scheidungsbegehrens 
geschieden. 
 
2. 
Die beigehefteten und vom Gerichtspräsidium Bremgarten abgestempelten Teil-
Vereinbarungen der Gesuchsteller über die Scheidungsfolgen werden in folgenden Ziffern 
genehmigt und damit Bestandteil des Entscheiddispositivs: 
 
- Teil-Vereinbarung vom 19.02.2020 in der Ziffer 2 [gemeinsame elterliche Sorge] 
- Teil-Vereinbarung vom 31.03.2022 in den Ziffern 1 und 2 [Güterrecht] 
 
3. 
Die Obhut über die gemeinsamen Kinder C._____, geboren am tt.mm.2010, und D._____, 
geboren am tt.mm.2014, wird der Gesuchstellerin zugeteilt. 
 
4. 
Die AHV-Erziehungsgutschriften stehen der Gesuchstellerin zu. 
 

 - 3 - 

 

 

 

5. 
5.1. 
Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, D._____ jedes zweite Wochenende von 
Freitagabend, 17:00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen. 
 
5.2. 
5.2.1. 
Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, C._____ jedes zweite Wochenende von 
Samstagabend, 17:00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen. 
 
5.2.2. 
Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, C._____ ab Juli 2022 jedes zweite 
Wochenende von Freitagabend, 17:00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, zu sich auf 
Besuch zu nehmen. 
 
5.3. 
Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, jährlich mit den gemeinsamen Kindern auf 
eigene Kosten drei Wochen Ferien zu verbringen (hiervon zwei Wochen am Stück während 
der Sommerferien). Die Ferienwunschdaten sind der Gesuchstellerin mindestens zwei 
Monate im Voraus bekannt zu geben. 
 
5.4. 
Der Gesuchsteller wird für berechtigt erklärt, die gemeinsamen Kinder an folgenden 
Feiertagen zu sich auf Besuch zu nehmen: 
 
- In Jahren mit gerader Jahreszahl: über die Silvesterfeiertage (30. Dezember bis 

1. Januar) und von Karfreitag bis Ostermontag und am 6. Januar, von 17-21 Uhr 
 
- In Jahren mit ungerader Jahreszahl: über die Weihnachtsfeiertage (24. Dezember bis 

26. Dezember) und von Pfingstsamstag bis Pfingstmontag und am 7. Januar, von 17-
21 Uhr 

 
5.5. 
Ein weitergehendes Besuchs- und Ferienrecht sei unter Berücksichtigung des Kindeswohls 
der Absprache der Gesuchsteller vorzubehalten. 
 
6. 
Die für C._____ und D._____ bestehende Besuchsrechtsbeistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 
2 ZGB gemäss Entscheid des Familiengerichts Bremgarten (Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde) vom 09.06.2021 wird unverändert weitergeführt. 
 
7. 
7.1. 
Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin ab Teil-Rechtskraft des 
Scheidungsurteils betreffend den Scheidungspunkt bis zum Abschluss einer angemesse-
nen Erstausbildung, mindestens aber bis zur Volljährigkeit, an den Unterhalt der Kinder 
monatlich vorschüssig folgende Beiträge zzgl. allfällig bezogener Kinderzulagen zu 
bezahlen: 
 
- bis 31.07.2024:  für D._____   Fr. 860.00 
    (davon Fr. 65.00 Betreuungsunterhalt) 
    für C._____   Fr. 800.00 
    (davon Fr. 65.00 Betreuungsunterhalt) 
 
- bis 28.02.2026:  für D._____   Fr. 1'030.00 
    (davon Fr. 285.00 Betreuungsunterhalt) 
    für C._____   Fr. 1'030.00 

 - 4 - 

 

 

 

    (davon Fr. 285.00 Betreuungsunterhalt) 
 
- bis 31.07.2027:  für D._____   Fr. 1'325.00 
    (davon Fr. 570.00 Betreuungsunterhalt) 
    für C._____   Fr. 705.00 
 
- bis 31.12.2030:  für D._____   Fr. 960.00 
    für C._____   Fr. 910.00 
 
- ab 01.01.2031:  für D._____   Fr. 1'055.00 
    für C._____   Fr. 1'055.00 
 
7.2. 
Die Unterhaltsbeiträge (UHB) gemäss vorstehender Ziffer 7.1. basieren auf dem Landes-
index der Konsumentenpreise (LIK) per April 2022 mit 103.3 Punkten (Basis Dezember 
2020 = 100 Punkte). Sie werden jährlich auf den 1. Januar dem Indexstand per Ende 
November des Vorjahres angepasst, erstmals auf den 01.01.2023, es sei denn, der 
Unterhaltsschuldner beweist, dass sein Einkommen nicht mit der Teuerung Schritt gehalten 
hat, und die Indexanpassung daher nur im entsprechend reduzierten Umfang möglich ist. 
Die neuen Unterhaltsbeiträge sind wie folgt zu berechnen und jeweils auf ganze Franken 
aufzurunden: 
 

Neuer Unterhaltsbeitrag = 

ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x Index November des Vorjahres 

103.3 

 
7.3. 
Es wurde von folgenden Werten ausgegangen: 
 
- Einkommen Gesuchstellerin (netto, 50%, inkl. Trinkgeld, selbstständig): 

Fr. 2'400.00 
 
- Einkommen Gesuchsteller (netto, 100%, inkl. 13 ML, exkl. Spesen [ausser Auto]):
       Fr. 5'795.00 
 
8. 
[keine nachehelichen Unterhaltsbeiträge] 
 
9. 
[Teilung der beruflichen Vorsorge] 
 
10. 
[Güterrecht] 
 
11. 
Soweit die Gesuchsteller anderes oder mehr verlangen, werden die Begehren abgewiesen, 
soweit darauf eingetreten werden kann. 
 
12. 
12.1. 
Die Gerichtskosten bestehen aus der Entscheidgebühr für das Dispositiv von Fr. 6'665.00. 
 
12.2. 
Die Gerichtskosten werden den Gesuchstellern in solidarischer Haftbarkeit je zur Hälfte mit 
Fr. 3'332.50 auferlegt und mit ihren Vorschüssen von je Fr. 1'000.00 verrechnet. Die 
Gesuchstellerin hat dem Gericht die Restanz von Fr. 832.50 (nach Abzug der bereits 

 - 5 - 

 

 

 

bezahlten Fr. 1'500.00 gemäss Entscheiddispositiv) nachzuzahlen. Der Gesuchsteller hat 
dem Gericht Fr. 2'332.50 nachzuzahlen. 
 
13. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

3. 

3.1. 

Der Beklagte erhob am 15. September 2022 Berufung gegen das ihm am 

16. August 2022 zugestellte begründete Urteil und beantragte:  

 
1. 
In Abänderung von Ziff. 3 des Entscheides des Bezirksgerichts Bremgarten vom 20. Mai 
2022, Geschäfts-Nr.: OF.2019.85, sei die Tochter C._____, geb. tt.mm.2010, sowie der 
Sohn D._____, geb. tt.mm.2014, unter der gemeinsamen Obhut der Parteien in 
wechselnder Betreuung zu belassen, wobei der Hauptwohnsitz bei der Gesuchstellerin/ 
Berufungsbeklagte[n] verbleiben soll; 
 
2. 
In Abänderung von Ziff. 5 des Entscheides des Bezirksgerichts Bremgarten vom 20. Mai 
2022, Geschäfts-Nr.: OF.2019.85, sei dem Gesuchsgegner/ Berufungskläger die Tochter 
C._____, geb. tt.mm.2010, sowie der Sohn D._____, geb. tt.mm.2014, folgenden 
Betreuungsanteil einzuräumen: 
 
- Jeden Donnerstag nach Schulschluss bis Freitag, 17.00 Uhr; 

- Jeden zweiten Freitag ab 17.00 Uhr bis Sonntagabend 18.00 Uhr; 

- Während fünf Wochen Schulferien pro Jahr, wobei jedes Jahr mit ungerader Jahres-
zahl 3 zusammenhängende Wochen während der Sommerschulferien; 

- In Jahren mit gerader Jahreszahl: über die Silvesterfeiertage (30. Dezember bis 
1. Januar) und von Gründonnerstag 17.00 Uhr bis Ostermontag; 

- In Jahren mit ungerader Jahreszahl: über die Weihnachtsfeiertage (24. Dezember bis 
26. Dezember) sowie, sofern der serbisch-orthodoxe Weihnachtstag nicht bereits in 
[seine] Betreuungszeiten [fällt], vom 6. Januar von 10.00 Uhr (bzw. Schulschluss falls 
Schultag) bis am darauffolgenden Tag 7. Januar bis Schulbeginn (falls Schultag) bzw. 
21.00 Uhr (falls Schulfrei) und von Pfingstsamstag 9.00 Uhr bis Pfingstmontag 18.00 
Uhr; 

 
In der übrigen Zeit seien die Kinder durch die Gesuchstellerin / Berufungsbeklagte zu 
betreuen; 
 
3. 
In Abänderung von Ziff. 7.1. des Entscheides des Bezirksgerichts Bremgarten vom 20. Mai 
2022 sei die Unterhaltsverpflichtung des Gesuchsgegners / Berufungsklägers für die 
Kinder C._____, geb. tt.mm.2010, und D._____, geb. tt.mm.2014 ab Rechtskraft des 
Entscheides über die Zuteilung der alternierenden Obhut in wechselnder Betreuung neu 
festzulegen; 
 
4. 
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt). 
 

In prozessualer Hinsicht beantragte er ausserdem, die Kinder C._____ und 

D._____ seien durch das Gericht anzuhören. 

 

 - 6 - 

 

 

 

3.2. 

Mit Berufungsantwort vom 4. November 2022 beantragte die Klägerin die 

vollumfängliche Abweisung der Berufung und Bestätigung des vorinstanzli-

chen Urteils, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu 

Lasten des Beklagten. 

 

3.3. 

Am 21. November 2022 und am 30. November 2022 reichte der Beklagte 

eine freigestellte Stellungnahme ein. 

 

3.4. 

Am 5. Dezember 2022 reichte die Klägerin eine freigestellte Stellungnahme 

ein. 

 

3.5. 

Am 16. August 2023 fand eine Kinderanhörung von C._____ und D._____ 

durch den Präsidenten der 2. Zivilkammer statt. 

 

3.6. 

Die Parteien nahmen mit Eingaben vom 4. September 2023 und 6. Oktober 

2023 bzw. vom 18. September 2023 dazu Stellung. 

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Die Berufung des Beklagten richtet sich gegen die Zuteilung der alleinigen 

Obhut über C._____ und D._____ an die Klägerin und das für ihn 

festgesetzte Besuchsrecht sowie – für den Fall der von ihm beantragten 

alternierenden Obhut – die Kindesunterhaltsbeiträge. 

 

2. 

2.1. 

Die Vorinstanz erwog, während des Zusammenlebens und während der 

Trennung sei die Klägerin der hauptbetreuende Elternteil und damit Haupt-

bezugsperson der beiden Kinder gewesen. Insbesondere für das Verhält-

nis von C._____ und dem Beklagten sei es wichtig, den Kontakt und das 

Vertrauen erst wiederaufzubauen, wozu Stabilität und Kontinuität äusserst 

wichtig seien. Das Zerwürfnis zwischen C._____ und dem Beklagten 

erscheine als zu gross, um eine funktionierende alternierende Obhut zu 

gewährleisten, da diese auch von der Kooperation der Kinder abhänge, 

welche bei C._____ fehle. Im Übrigen funktioniere das bisher gelebte 

Modell mit vorläufiger Obhutszuteilung an die Klägerin gemäss Eheschutz-

entscheid vom 12. Mai 2021 nach Angabe der Parteien gut, weshalb daran 

festzuhalten sei. Es seien denn auch keine Indizien ersichtlich, dass sich 

die Kinder unter der Obhut der Klägerin geistig-psychisch, körperlich und 

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sozial nicht altersgerecht entwickeln könnten. Die Obhut über C._____ und 

D._____ sei daher der Klägerin zu übertragen (vorinstanzliches Urteil 

E. 4.1). 

 

Auch betreffend das Besuchsrecht würden die Parteien und die Kinder mit 

dem gelebten, auf den Wiederaufbau des Besuchsrechts ausgerichteten 

Modell gemäss Eheschutzentscheid vom 12. Mai 2021 gut zurecht zu 

kommen zu scheinen, weshalb davon nicht abzuweichen sei. Der Beklagte 

sei damit für berechtigt zu erklären, D._____ jedes zweite Wochenende von 

Freitagabend, 17:00 Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, zu sich auf Besuch 

zu nehmen. Für C._____ sei ein Besuchsrecht von Samstagabend, 17:00 

Uhr, bis Sonntagabend, 18:00 Uhr, anzuordnen. Ab Juli 2022 soll auch für 

C._____ ein Besuchsrecht wie für D._____ gelten. Die Feriendauer der 

Kinder beim Beklagten werde bei drei Wochen belassen, was bereits 

überdurchschnittlich sei, da dem nicht-obhutsberechtigten Elternteil in der 

Regel zwei Wochen zugesprochen würden. Die Feiertags- und 

Ferienregelung sei im Vergleich zum Eheschutzentscheid vom 12. Mai 

2021 dahingehend anzupassen, als die serbisch-orthodoxen 

Weihnachtsfeiertage zu regeln seien. Eine weitergehende Regelung lasse 

sich aufgrund der teilweise immer noch eher schwierigen Beziehung des 

Beklagten zu seinen Kindern, insbesondere zu C._____, nicht 

rechtfertigen. Da jedoch ein weitergehendes Besuchs- und Ferienrecht 

unter Berücksichtigung des Kindeswohls der Absprache der Parteien 

vorzubehalten sei, sei es zukünftig dennoch möglich, dass sich bei einer 

Verbesserung der Vater-Kind-Beziehung und bei entsprechendem Wunsch 

der Kinder eine weitergehende Betreuung anbieten würde. Die Klägerin sei 

anzuhalten, entsprechenden Wünschen der Kinder Raum zu geben 

(vorinstanzliches Urteil E. 4.2). 

 

2.2. 

Der Beklagte bringt dagegen mit Berufung im Wesentlichen vor, es sei nicht 

zutreffend, dass die Klägerin schon während des Zusammenlebens und 

während der Trennung hauptbetreuender Elternteil und Hauptbezugs-

person der beiden Kinder gewesen sei. Beide Parteien hätten sich bis zur 

Trennung massgeblich an der Kinderbetreuung beteiligt, zumal auch die 

Klägerin während des Zusammenlebens immer gearbeitet habe. Das mit 

Eheschutzentscheid vom 12. Mai 2021 festgelegte minimale Besuchsrecht 

sei nur für die Dauer des Verfahrens und lediglich aufgrund der Unterbin-

dung der persönlichen Beziehungen der Kinder zum Vater durch die Kläge-

rin durchgesetzt worden. Die Klägerin habe die persönlichen Kontakte 

zwischen ihm und den Kindern über ein Jahr lang aktiv und böswillig 

verhindert. Der Klägerin sei in Bezug auf die Bereitschaft, die Beziehung 

zum anderen Elternteil zuzulassen, die Erziehungsfähigkeit abzusprechen. 

Seine Beziehung zu C._____ habe sich im letzten Jahr normalisiert und 

beide Kinder würden sich mehr Kontakt zu ihm wünschen. In Bezug auf die 

serbisch-orthodoxen Weihnachtsfeiertage habe er eine Regelung wie am 

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24. und 25. Dezember beantragt, weil es sich um einen Doppelfeiertag 

handle. Die von der Vorinstanz getroffene Regelung bringe ihm nichts und 

stelle eine nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung gegenüber der 

Klägerin dar. 

 

2.3. 

Die Klägerin macht mit Berufungsantwort im Wesentlichen geltend, sie sei 

die Hauptbezugsperson der beiden Kinder gewesen und sei dies noch 

immer. Zudem sei bereits aufgrund der fehlenden bzw. mangelhaften 

Kommunikation zwischen den Parteien die Anordnung der alternierenden 

Obhut nicht angezeigt. Die Beziehung zwischen dem Beklagten und den 

Kindern sei noch immer belastet. Es treffe nicht zu, dass sie die Kontakte 

zwischen den Kindern und dem Beklagten verhindert habe. Sie habe im 

Gegenteil die Kinder immer ermuntert, die Besuche beim Vater wahrzuneh-

men. Einer Übernachtung der Kinder beim Beklagten über die serbisch-

orthodoxen Feiertage stehe sodann der anstehende Schulbesuch im 

Wege, da die Schulferien in der Regel am 6./7. Januar bereits zu Ende 

gegangen seien. 

 

3. 

3.1. 

Bei gemeinsamer elterlicher Sorge prüft das Gericht im Sinne des Kindes-

wohls die Möglichkeit einer alternierenden Obhut, wenn ein Elternteil oder 

das Kind dies verlangt (Art. 298 Abs. 2ter ZGB). Anders als dies bei der 

gemeinsamen elterlichen Sorge der Fall ist (Art. 296 Abs. 2 ZGB, Art. 298 

Abs. 1 ZGB, Art. 298b Abs. 2 ZGB), handelt es sich bei der alternierenden 

Obhut nicht um den vom Gesetz vorgegebenen Regelfall (Urteil des 

Bundesgerichts 5A_800/2022 vom 28. März 2023 E. 5.4.2). Unabhängig 

davon, ob sich die Eltern auf eine alternierende Obhut geeinigt haben, 

muss das mit dieser Frage befasste Gericht auf Verlangen eines Elternteils 

prüfen, ob dieses Betreuungsmodell möglich und mit dem Wohl des Kindes 

vereinbar ist. Denn nach der Rechtsprechung gilt das Kindeswohl als 

oberste Maxime des Kindesrechts; es ist für die Regelung des Eltern-Kind-

Verhältnisses demnach immer der entscheidende Faktor, während die 

Interessen und Wünsche der Eltern in den Hintergrund zu treten haben. Ob 

die alternierende Obhut in Frage kommt und ob sie sich mit dem Kindes-

wohl verträgt, hängt von den konkreten Umständen ab (BGE 142 III 612 E. 

4.2). Jedenfalls ist erforderlich, dass beide Eltern erziehungsfähig sowie 

fähig und bereit sind, in den Kinderbelangen miteinander zu kommunizieren 

und zu kooperieren. Zu berücksichtigen ist ferner die geographische 

Situation, namentlich die Distanz zwischen den Wohnungen der beiden 

Eltern, und die Stabilität, welche die Weiterführung der bisherigen Rege-

lung für das Kind gegebenenfalls mit sich bringt. Weitere Gesichtspunkte 

sind die Möglichkeit der Eltern, das Kind persönlich zu betreuen, das Alter 

des Kindes, seine Beziehungen zu (Halb- oder Stief-) Geschwistern und 

seine Einbettung in ein weiteres soziales Umfeld. Auch dem Wunsch des 

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Kindes ist Beachtung zu schenken, selbst wenn es bezüglich der Frage der 

Betreuungsregelung noch nicht urteilsfähig ist (ausführlich zum Ganzen 

BGE 142 III 612 E. 4.3). 

 

Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das 

minderjährige Kind haben gegenseitig Anspruch auf angemessenen 

persönlichen Verkehr (Art. 273 Abs. 1 ZGB). Dabei handelt es sich um ein 

gegenseitiges Pflichtrecht, das in erster Linie dem Interesse des Kindes 

dient. Oberste Richtschnur ist auch hier das Kindeswohl (BGE 131 III 209 

E. 5; BGE 130 III 585 E. 2.1). 

 

3.2. 

Soweit sich der Beklagte auf nicht genügende oder fehlende Behauptungen 

und Bestreitungen der Klägerin im vorinstanzlichen Verfahren beruft, ist 

darauf hinzuweisen, dass das Gericht den Sachverhalt in Bezug auf 

Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten von Amtes wegen 

erforscht (Art. 296 Abs. 1 ZPO) und weder an den von den Parteien geltend 

gemachten Sachverhalt noch an unbestrittene Tatsachen noch an die von 

den Parteien eingereichten Beweismittel gebunden ist (vgl. BGE 128 III 411 

E. 3.2.1; Urteil des Bundesgerichts 5A_357/2015 vom 19. August 2015 

E. 4.2). 

 

3.3. 

Vorab ist festzuhalten, dass sich beide Parteien als erziehungsfähig erwei-

sen. Entgegen den Vorbringen des Beklagten sind keine Hinweise dafür 

ersichtlich, dass die Klägerin die Beziehung der Kinder zum Beklagten nicht 

zulassen würde. So haben beide Parteien anlässlich der vorinstanzlichen 

Hauptverhandlung am 31. März 2022 bestätigt, dass die im Eheschutz-

entscheid festgehaltene Besuchsregelung grundsätzlich funktioniere 

(act. 237, 242), und auch im Berufungsverfahren hat der Beklagte ausge-

führt, er pflege eine intakte und gute Beziehung zu beiden Kindern, wolle 

jedoch ausgedehntere, über die momentane «Ist-Minimal-Regelung» 

hinausgehende persönliche Kontakte (Berufung Rz. 21). Weiter ist nicht 

davon auszugehen, dass die Kommunikationsschwierigkeiten der Parteien 

in Bezug auf die bisherige Besuchsrechtsregelung (vgl. act. 238 f., 242; 

Berufungsbeilage 5; Eingabe der Klägerin vom 30. November 2022) einer 

alternierenden Obhut oder einem ausgedehnteren Besuchsrecht entge-

genstünden, zumal die Kommunikation auch schriftlich oder durch Vermitt-

lung durch die Beiständin erfolgen kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

5A_800/2022 vom 28. März 2023 E. 5.1 mit Hinweisen). Die Parteien 

wohnen zudem beide in Q._____. Eine alternierende Obhut oder ein 

ausgedehnteres Besuchsrecht unter der Woche wären unter diesen Um-

ständen grundsätzlich möglich. 

 

Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Stabilität und Kontinuität des 

Betreuungsmodells sowie der Wünsche der Kinder ist jedoch davon 

https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/7aa1a382-6fae-49e6-a041-693adbed0b24?citationId=33822d58-36e6-4738-9a50-e29446626e3d&source=document-link&SP=25|45hjzh
https://www.swisslex.ch/Doc/ShowDocComingFromCitation/7aa1a382-6fae-49e6-a041-693adbed0b24?citationId=33822d58-36e6-4738-9a50-e29446626e3d&source=document-link&SP=25|45hjzh

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auszugehen, dass die von der Vorinstanz festgelegte und im Rahmen des 

Eheschutzentscheids bisher gelebte Obhuts- und Besuchsrechtregelung 

dem Kindeswohl von C._____ und D._____ besser dient als die vom 

Beklagten beantragte Regelung. Die beiden Kinder leben seit der Trennung 

der Parteien bei der Klägerin und werden die meiste Zeit durch sie betreut 

(Klage Rz. 8; Klageantwort Rz. 8). Auch während des Zusammenlebens ist 

aufgrund des Umstands, dass der Beklagte Vollzeit und die Klägerin 

Teilzeit gearbeitet hat (vgl. Klage Rz. 20, 46; Klageantwort Rz. 24, 57 ff.), 

davon auszugehen, dass die Klägerin die Kinder zum grössten Teil betreut 

hat. Mit der Vorinstanz ist die Klägerin als hauptbetreuender Elternteil und 

Hauptbezugsperson der beiden Kinder anzusehen. Weiter hat der Be-

klagte, der in einem Vollzeitpensum als Elektromonteur auf Baustellen 

arbeitet und sich auswärtig verpflegt (Duplik Rz. 27, 34 f.; act. 246), weder 

im vorinstanzlichen Verfahren noch im Berufungsverfahren dargelegt, wie 

er die Betreuung der Kinder, insbesondere des achtjährigen D._____, der 

aufgrund seines Alters noch einer engeren Betreuung bedarf, zu den 

Randzeiten vor und nach der Schule sowie über Mittag gewährleisten 

würde. Das Obergericht hat die beiden Kinder am 16. August 2023 sodann 

persönlich angehört und konnte einen Eindruck über ihre Wünsche und 

Vorstellungen gewinnen. Dabei hat sich gezeigt, dass die vom Beklagten 

beantragte Regelung nicht dem Wunsch der Kinder entspricht und sie die 

bisher gelebte und von der Vorinstanz festgehaltene Regelung bevorzu-

gen. So hat der achtjährige D._____ freudig von den kürzlich je mit der 

Mutter und dem Vater verbrachten Ferien, vom Alltag bei der Mutter und 

den Besuchswochenenden beim Vater erzählt und ausgeführt, die aktuelle 

Besuchsregelung sei für ihn gut und wenn er selbst entscheiden könnte, 

würde er alles so lassen, wie es ist. Gerne würde er aber eine Woche 

Ferien mehr mit dem Vater machen und ihn auch einmal spontan für zwei 

Stunden besuchen, wenn er Lust habe. Jeweils schon am Donnerstag-

abend zum Vater zu gehen, wäre etwas kompliziert, weil dieser um 06:00 

oder 07:00 Uhr aufstehen müsse und bis 17:00 Uhr arbeite. Die 13-jährige 

C._____ hat erklärt, sie sei nicht mehr nur auf die Eltern fixiert, sondern 

wolle auch mit Freundinnen etwas unternehmen und habe viel für die 

Schule zu tun. Es gefalle ihr bei der Mutter, sie wolle aber auch den Kontakt 

zum Vater nicht verlieren. Eine fixe Besuchsregelung empfinde sie als 

unnötig. Sie wolle den Vater lieber spontan, z.B. für zwei, drei Stunden am 

Abend unter der Woche oder tagsüber an einem Samstag oder Sonntag, 

besuchen. Insgesamt sind beide Kinder grundsätzlich mit der aktuellen 

Regelung zufrieden, wobei sich bei D._____ der Wunsch nach mehr 

Flexibilität hinsichtlich zusätzlicher Ferien oder Besuche beim Vater und bei 

C._____ hinsichtlich weniger resp. kürzerer Besuche beim Vater gezeigt 

hat. Die beiden Kinder haben ihre Wünsche im persönlichen Gespräch 

altersentsprechend erklärt und es bestehen – entgegen der Ansicht des 

Beklagten – keine Hinweise auf eine unzulässige Einflussnahme durch die 

Klägerin. Vielmehr ist zu beachten, dass wenn der Umfang der Betreuung 

zwischen den Eltern im Streit steht, es in der Natur der Sache liegt, dass 

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die Eltern darüber – zumindest ab einem gewissen Alter der Kinder – auch 

mit den Kindern sprechen, kann dem Kindeswohl doch nur gebührend 

Rechnung getragen werden, wenn die Eltern um die Befindlichkeiten und 

Wünsche der Kinder wissen und sich dafür interessieren. Damit geht 

selbstredend auch eine Meinungsbildung der Kinder einher, ohne dass 

deshalb auf eine unzulässige Einflussnahme, wie dies z.B. bei einer 

eigentlichen Verteufelung des anderen Elternteils der Fall sein könnte, zu 

schliessen wäre. Eine Umstellung des Bereuungsmodells rechtfertigt sich 

unter den vorliegenden Umständen nicht und mit der Vorinstanz sind die 

beiden Kinder D._____ und C._____ unter die Obhut der Klägerin zu 

stellen. Nach dem Ausgeführten sowie unter Berücksichtigung des 

Umstands, dass trotz des Wunschs der Kinder nach mehr Flexibilität für 

den Fall zukünftiger Kommunikationsprobleme der Parteien nicht gänzlich 

auf die Festsetzung einer Besuchsregelung verzichtet werden kann, drängt 

sich auch keine Anpassung des vorinstanzlich festgehaltenen, 

angemessenen Besuchsrechts des Beklagten auf. Die Parteien sind jedoch 

dazu angehalten, dem Wunsch der Kinder nach mehr Flexibilität bezüglich 

der Ausgestaltung der Besuche unter Berücksichtigung des Kindeswohls 

Rechnung zu tragen. 

 

4. 

Nachdem der Beklagte eine Abänderung seiner Unterhaltsverpflichtung für 

C._____ und D._____ nur für den Fall der Erteilung der alternierenden 

Obhut beantragt und begründet hat (Berufung Rz. 40 ff.) und es bei der 

alleinigen Obhut der Klägerin über die beiden Kinder und einem 

Besuchsrecht des Beklagten bleibt, ist auf die vorinstanzlich festgesetzten 

Kindesunterhaltsbeiträge nicht zurückzukommen. 

 

5. 

Insgesamt ist die Berufung des Beklagten damit abzuweisen. 

 

6. 

6.1. 

Die Kosten für das Berufungsverfahren sind auf Fr. 3'000.00 festzusetzen 

(§ 7 Abs. 4 VKD i.V.m. § 11 Abs. 1 VKD) und ausgangsgemäss dem 

Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

 

6.2. 

Der Beklagte ist zudem zu verpflichten, der Klägerin die Parteikosten für 

das Berufungsverfahren zu ersetzen. Gemäss § 3 Abs. 1 lit. b und d AnwT 

berechnet sich die Parteientschädigung nach dem mutmasslichen Aufwand 

des Anwalts und nach der Bedeutung und der Schwierigkeit des Falls. Die 

Grundentschädigung ist im Hinblick auf den beschränkten Gegenstand des 

Verfahrens auf Fr. 3'000.00 festzusetzen. Unter Berücksichtigung eines 

Abzugs von 20 % für die entfallene Verhandlung (§ 6 Abs. 2 AnwT) und 

eines Rechtsmittelabzugs von 25 % (§ 8 AnwT) sowie des pauschalen 

 - 12 - 

 

 

 

Auslagenersatzes von 3 % (§ 13 Abs. 1 AnwT) und der gesetzlichen Mehr-

wertsteuer von 7.7 % resultiert eine Parteientschädigung von gerundet 

Fr. 2'000.00. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Berufung wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3'000.00 werden dem 

Beklagten auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in 

derselben Höhe verrechnet. 

 

3. 

Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für das Berufungsverfahren 

eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.00 (inkl. Auslagen und Mehrwert-

steuer) zu bezahlen. 

 

 
 

    

Zustellung an: 

[…] 

 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

 - 13 - 

 

 

 

 
   

Aarau, 19. Oktober 2023 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 2. Kammer 

Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

 

Six     M. Stierli