# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 330ccc7a-58ff-5951-aa6e-7c3e9d53680a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.09.2014 200 2014 224
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-224_2014-09-09.pdf

## Full Text

200 14 224 IV
SCI/COC/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. September 2014

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Januar 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/14/224, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1978 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 9. November 2011 unter Hinweis auf Hüftbeschwerden, 
eine Verknorpelung in beiden Hüftgelenken sowie eine Arthrose beidseits 
bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV, 
Antwortbeilage [AB] 1). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) medizinische und erwerbliche Erhebungen durch.

B.

Am 25. März 2012 erlitt der Versicherte bei einem Sprung von einem ca. 
zwei Meter hohen Dach eine Calcaneus-Fraktur rechts (AB 27.2 S. 48 und 
54). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), bei welcher 
der Versicherte als Arbeitsloser gegen die Folgen von Berufs- und Nichtbe-
rufsunfällen versichert war, richtete bezüglich dieses Ereignisses die ge-
setzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) aus (vgl. u.a. AB 27.2 
S. 50 – 52). Im weiteren Verlauf fand eine Untersuchung durch den Kreisa-
rzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
statt (AB 29). Daraufhin stellte die SUVA die Taggeldzahlungen mit Mittei-
lung vom 5. Oktober 2012 (AB 30) ab dem 1. Dezember 2012 ein. Gleich-
zeitig wies sie darauf hin, dass sie für die Kosten der unfallbedingt noch 
notwendigen Behandlungen weiterhin aufkommen werde.

C.

Am 28. August 2012 (AB 26) gewährte die IVB dem Versicherten Beratung 
und Unterstützung bei der Stellensuche. Ferner fand vom 7. Januar 2013 
bis am 31. März 2013 eine berufliche Abklärung in der Abklärungsstelle 
D.________ statt (AB 34, 45).

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Nach weiteren medizinischen Erhebungen stellte die IVB dem Versicherten 
mit Vorbescheid vom 6. September 2013 (AB 56) bei einem ermittelten 
Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 10% die Abweisung des Rentenbegehrens in 
Aussicht. Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden und liess 
Einwand erheben (AB 57 und 66). Zudem liess er ein Gesuch um unent-
geltliche Verbeiständung im Verwaltungsverfahren stellen (AB 66), welches 
von der IVB mit Verfügung vom 27. Januar 2014 (AB 70) abgewiesen wur-
de.

Am 28. Januar 2014 (AB 71) verfügte die IVB wie im Vorbescheid vom 
6. September 2013 angekündigt und wies das Rentenbegehren ab.

D.

Hiergegen liess der Versicherte am 6. März 2014 Beschwerde erheben und 
folgende Anträge stellen:

1. Die Verfügung vom 28. Januar 2014 sei aufzuheben. 
2. Dem Beschwerdeführer seien die ihm rechtmässig zustehenden 

IV-Leistungen, insbesondere Berufsberatung und Umschulung, zu-
zusprechen.

3. Eventualiter: Der rechtserhebliche Sachverhalt sei weiter abzu-
klären und im Anschluss daran sei erneut über den Anspruch des 
Beschwerdeführers auf IV-Leistungen zu entscheiden.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

Mit prozessleitender Verfügung vom 7. März 2014 forderte der Instruktions-
richter die Beschwerdegegnerin auf, einen Zustellnachweis betreffend die 
angefochtene Verfügung einzureichen, um die Rechtzeitigkeit der Be-
schwerdeerhebung zu belegen. Eine entsprechende Stellungnahme samt 
Zustellnachweis ging am 12. März 2014 beim Gericht ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 14. April 2014 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf überhaupt einge-
treten werden könne. Letzteres betreffend führte sie aus, der Beschwerde-

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führer verlange die Erhöhung des IV-Grades von 10% auf 32.5%, womit ein 
Rechtschutzinteresse an der Beschwerde fehle.

Mit Replik vom 29. April 2014 sowie Duplik vom 21. Mai 2014 bestätigten 
die Parteien die gestellten Rechtsbegehren.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
setzes über die Invalidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; 
SR 831.20]). Ferner sind auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG; 
vgl. Zustellnachweis vom 10. März 2014; in den Gerichtsakten) sowie Form 
(Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes 
über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) 
eingehalten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. Januar 2014 
(AB 71), in welcher die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine IV-Rente verneint hat. 

1.2.1 Soweit die Zusprechung von beruflichen Massnahmen (insbesonde-
re Berufsberatung und Umschulung) beantragt wird, ist auf die Beschwerde 
nicht einzutreten. Denn diese bilden nicht Teil des Anfechtungsobjekts und 
somit auch nicht Teil des vorliegenden Verfahrens. Der Auffassung des 
Beschwerdeführers (Replik S. 1 f.), die Beschwerdegegnerin habe es zu 

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Unrecht unterlassen, über die beruflichen Massnahmen zu befinden, wes-
halb es sich rechtfertige, das Verfahren auf diese Frage auszudehnen, 
kann nicht gefolgt werden. Beratung und Unterstützung bei der Stellensu-
che (Arbeitsvermittlung) wurde ihm nämlich mit Mitteilung vom 24. August 
2012 (AB 26) gewährt. Dies wurde bis anhin nicht widerrufen, weshalb die 
Zusprache weiterhin Gültigkeit hat (vgl. AB 52). 

Darüber, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Umschulungsmassnah-
men hat, hat die Beschwerdegegnerin bis anhin nicht entschieden. Hierü-
ber ist damit im vorliegenden Verfahren ebenfalls nicht zu befinden. Über 
den geltend gemachten Anspruch auf Umschulung wird die Beschwerde-
gegnerin zu gegebener Zeit zu verfügen haben (vgl. zudem auch E. 1.2.2 
hiernach).

1.2.2 Wenn der Beschwerdeführer hinsichtlich des Rentenanspruchs die 
Korrektur des von der Beschwerdegegnerin festgelegten, nicht rentenbe-
gründenden IV-Grades von 10% (AB 71 S. 2) in einen ebenfalls nicht ren-
tenbegründenden IV-Grad von 32.5% verlangt (Beschwerde S. 7 Ziff. 2) 
und einen Antrag auf Ausrichtung einer IV-Rente auch gar nicht stellt, an-
erkennt er, dass (zurzeit) kein Rentenanspruch besteht. Insofern könnte auf 
die Beschwerde mangels eines aktuellen Rechtsschutzinteresses nicht 
eingetreten werden. Gemäss Rechtsprechung ist es der Beschwerdegeg-
nerin zudem erlaubt, wenn – wie hier (vgl. E. 4.3 hiernach) – klarerweise 
kein Rentenanspruch besteht, d.h. die Beurteilung des Rentenanspruchs 
nicht vom Ergebnis allfälliger beruflicher Massnahmen abhängt, hierüber 
vorab zu entscheiden (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 25. Sep-
tember 2012, 9C_575/2012, E. 3). 

Wie es sich mit dem Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers an der 
Anfechtung der Verfügung abschliessend verhält, braucht jedoch letztlich 
nicht geprüft zu werden, da selbst wenn auf die Beschwerde hinsichtlich 
des Rentenanspruchs eingetreten werden könnte, diese – wie nachfolgend 
dargelegt wird – abzuweisen wäre.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

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welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

3.1 Bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh-
rers finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben: 

3.1.1 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Bericht vom 6. Januar 2012 
(AB 8) – und damit noch vor dem Unfall vom 25. März 2012 – auf der Basis 
diverser Berichte des Spitals F.________ (S. 7 ff.) mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit ein femoro-acetabuläres Impingement beidseits mit 
Status nach Offset-Korrektur über OCM-Zugang Hüfte rechts am 16. Au-
gust 2006 sowie eine beginnende Coxathrose zentral beidseits (S. 1 

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Ziff. 1.1). In einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer in vol-
lem Umfang arbeitsfähig (S. 2 Ziff. 1.6). Langes Stehen und das Tragen 
von schweren Lasten führten zu Schmerzen. Dies führe zu einem anstei-
genden Schmerzmittelkonsum und zu Arbeitsausfällen. Wünschenswert sei 
ein Arbeitsplatz, der auf die Einschränkungen des Beschwerdeführers 
Rücksicht nehme (geschützter Arbeitsplatz; S. 3 Ziff. 1.7 f.).

3.1.2 Am 30. Januar 2012 wurde im Spitals F.________ eine Hüft-
arthroskopie mit Knorpeldebridement, Labrumresektion und eine Os aceta-
buli Entfernung links durchgeführt (AB 10). 

Im Bericht des Spitals F.________ vom 22. März 2012 (AB 18) wurde mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Früharthrose Hüfte beidseits bei 
femoro-acetabulärem Impingement bestehend seit 2006 diagnostiziert. Der 
Beschwerdeführer sei mit dem (Heilungs-)Verlauf zufrieden. Objektiv 
bestünden noch eine eingeschränkte Hüftgelenksbeweglichkeit beidseits 
sowie links postoperativ eine noch in Heilung befindliche, entzündliche 
Schmerzkomponente. Vom 31. Januar bis am 23. März 2012 wurde eine 
100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Der Beschwerdeführer sei beim Sit-
zen und beim Gehen eingeschränkt, weshalb eine Auswirkung auf die Ar-
beit als … naheliegend sei. Ab sofort könne diese Arbeit zu 50% bis 80% 
wieder aufgenommen werden (S. 1). Unter Berücksichtigung der gesund-
heitlichen Einschränkungen sei eine wechselbelastende Tätigkeit ganztags 
zumutbar zu sechs bis acht Stunden pro Tag (S. 2). 

3.1.3 Nachdem der Beschwerdeführer am 25. März 2012 bei einem 
Sprung von einem … eine Calcaneus-Fraktur rechts erlitten hatte, wurde 
diese am 3. April 2012 operativ versorgt. Im Bericht des Spitals 
G.________ vom 21. Juni 2012 (AB 25) wurde eine Wundheilungsstörung 
bei Status nach Osteosynthese Calcaneus rechts diagnostiziert, welche 
zwischenzeitlich regredient sei. Es bestehe ein reizloser Wundgrund. Die 
Stellung des Rückfusses sei gut. 

3.1.4 Der SUVA Kreisarzt Dr. med. C.________ diagnostizierte nach ei-
gener Untersuchung im Bericht vom 4. Oktober 2012 (AB 29) eine Calca-
neus-Trümmerfraktur rechts (S. 5). Er erachtete mit Bezug auf die unfall-
kausalen Beschwerden eine wechselbelastende Tätigkeit (Ge-

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hen/Stehen/Sitzen) mit der Möglichkeit, diese Positionen immer wechseln 
zu können, als zumutbar. Dagegen dürften ausschliesslich stehende oder 
gehende Tätigkeiten unzumutbar bleiben. Ein Lastentragen über 15kg solle 
nicht über längere Strecken sowie andauernd erfolgen, ein Lastenheben 
bis 25kg sei problemlos möglich. Ein Lastentragen und Balancieren auf 
Treppen und Leitern, Gerüsten sowie Gehen in abschüssigem oder unebe-
nem Gelände sei als ungünstig zu bezeichnen. Im Rahmen dieses Zumut-
barkeitsprofils sei aus unfallbedingten Gründen wiederum eine zeitlich un-
eingeschränkte Arbeitsplatzpräsenz zu erreichen. Bezüglich der Hüftsitua-
tion führte der Kreisarzt an, erfahrungsgemäss bestünden bezüglich Belas-
tung und gehender resp. stehender Tätigkeit meist ähnliche Einschränkun-
gen (S. 6). 

3.1.5 Vom 26. bis 29. März 2013 war der Beschwerdeführer im Spital 
F.________ hospitalisiert, wobei eine Hüftarthroskopie rechts durchgeführt 
wurde. Im Austrittsbericht vom 29. März 2013 (AB 44) wurde insbesondere 
eine Labrumläsion mit chondrolabraler Separation anterior-superiorer 
Pfannenrand bei femoro-acetabulärem Rest-Impingement diagnostiziert 
(S. 1). Der intra- und postoperative Verlauf wurde als komplikationslos be-
zeichnet. Die postoperative Mobilisation mit Vollbelastung habe sich pro-
blemlos gestaltet (S. 2). 

3.1.6 Der RAD-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, führte im Bericht vom 21. Mai 2013 (AB 47) unter Hinweis 
auf den Bericht des Kreisarztes vom 4. Oktober 2012 aus, in einer ange-
passten Tätigkeit seien nach dem arthroskopischen Eingriff vom 26. März 
2013 mittelfristig keine erheblichen Einschränkungen zu erwarten. Auch die 
Plattenentfernung führe in der Regel lediglich zu einer vorübergehenden 
Arbeitsunfähigkeit (S. 1).

3.1.7 Im Bericht des Spitals F.________ vom 3. Juli 2013 (AB 51) wurde 
ein Status nach Hüftarthroskopie rechts diagnostiziert und es wurde bis zur 
gleichentags erfolgten Untersuchung eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit at-
testiert (S. 1). Drei Monate nach Hüftarthroskopie rechts präsentiere sich 
ein zufriedener Patient mit regredienter Beschwerdesymptomatik. Jedoch 
bestünden noch Restbeschwerden, dies vor allem beim Gehen in uneben-
em Gelände und beim Treppensteigen. Klinisch würden eine endgradig 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/14/224, Seite 10

schmerzhafte Innenrotation und eine eingeschränkte Flexion auffallen. Das 
Gangbild sei harmonisch. Aus orthopädischer Sicht könne mit beruflichen 
Reintegrationsmassnahmen begonnen werden. Dies unter Berücksichti-
gung der eingeschränkten Gehfähigkeit auf unebenem Grund (Dyskomfort 
nach 15 – 30 Min. Gehen in der rechten Leiste), der eingeschränkten Be-
lastbarkeit beim Treppensteigen und dem teilweisen Dyskomfort in der 
rechten Hüfte bei längerem Sitzen. Auf das Tragen von Lasten von über 
10kg solle verzichtet werden. Empfehlenswert sei eine Tätigkeit mit leichter 
Belastung (weniger als 10kg) teils sitzend, teils stehend/gehend (S. 2).

Im Bericht des Spitals F.________ vom 22. November 2013 (AB 68) wur-
den aktuell intermittierende Schmerzen der rechten Hüfte, der rechten Leis-
te, im rechten ventralen Oberschenkel und im rechten Knie, teilweise mus-
kulär reaktiv bedingt, festgehalten. Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
habe hauptsächlich und aktuell die Hüftgelenksdegeneration rechts, mit 
Auswirkungen auch auf das rechte Knie und das gesamte Bewegungsmus-
ter. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde auf 100% bei einer 
um 25% reduzierten Arbeitsleistung eingeschätzt. Zumutbar seien leichte 
Tätigkeiten, die abwechselnd Sitzen und Gehen beinhalten würden. Ein 
zwischenzeitliches Heben von 15 – 20kg schweren Lasten sei möglich, 
jedoch dürfe dies keine Dauerbelastung darstellen. Die zurzeit ausgeübte 
Tätigkeit als u.a. … scheine sehr geeignet. Weiter wurde der Gesundheits-
zustand des Beschwerdeführers als stabil erachtet. Aus jetziger Sicht sei 
es nicht realistisch, durch weitere medizinische Interventionen eine länger-
fristige Verbesserung des momentanen Gesundheitszustandes zu erzielen 
und dadurch auch eine Verbesserung der Eingliederungsfähigkeit zu errei-
chen (S. 4).

3.2 Aus den vorliegenden medizinischen Akten geht hervor, dass der 
Beschwerdeführer, welcher insbesondere an einem femoro-acetabulären 
Impingement beidseits und an einer beginnenden Coxathrose leidet (vgl. 
u.a. AB 8 und 18), in einer angepassten wechselbelastenden Tätigkeit zeit-
lich uneingeschränkt arbeitsfähig ist. So attestierte bereits Dr. med. 
E.________ im Bericht vom 6. Januar 2012 in einer angepassten Tätigkeit 
eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit (AB 8 S. 2 Ziff. 1.6). Dass die Hausärztin 
einen „geschützten Arbeitsplatz“ als wünschenswert erachtete (S. 3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/14/224, Seite 11

Ziff. 1.8), hat keine medizinische Grundlage und ist damit vorliegend nicht 
von Bedeutung. Denn es ist nicht ersichtlich, weshalb die dem Beschwer-
deführer durchaus noch möglichen verschiedensten Tätigkeiten auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht nachgefragt würden. 

Auch im weiteren Verlauf wurden keine weitergehenden Einschränkungen 
der Arbeitsfähigkeit attestiert. Im Bericht des Spitals F.________ vom 
22. März 2012 (AB 18) wurde – nach der am 30. Januar 2012 durchgeführ-
ten Hüftarthroskopie links – eine angepasste wechselbelastende Tätigkeit 
als ganztags (sechs bis acht Stunden) zumutbar erachtet (S. 2). Der Unfall 
vom 25. März 2012, bei welchem der Beschwerdeführer eine Calcaneus-
Fraktur rechts erlitten hatte, führte zu keinem massgeblichen und auf Dauer 
ausgerichteten weitergehenden Gesundheitsschaden. Der Kreisarzt 
Dr. med. C.________ attestierte im Bericht vom 4. Oktober 2012 (AB 29) in 
einer angepassten wechselbelastenden Tätigkeit (keine ausschliesslich 
stehende oder gehende Tätigkeit, Lastentragen über 15kg nicht über länge-
re Strecken, ohne Lastentragen und Balancieren auf Treppen und Leitern, 
Gerüsten sowie Gehen in abschüssigem oder unebenem Gelände, Lasten-
heben bis 25kg) wiederum eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit. Ferner hielt er 
fest, dass erfahrungsgemäss die sich aus der Calcaneus-Fraktur ergeben-
den Beschränkungen denjenigen, die sich aus der Hüftproblematik ergä-
ben, entsprächen (S. 6). Auch nach der am 26. März 2013 durchgeführten 
Hüftarthroskopie rechts postulierten die behandelnden Ärzte des Spitals 
F.________ keine Einschränkungen in zeitlicher Hinsicht bei Tätigkeiten 
mit leichter Belastung, teils sitzend, teils stehend/gehend (eingeschränkte 
Gehfähigkeit über unebenen Grund, eingeschränkte Belastbarkeit beim 
Treppensteigen; AB 51 S. 2). 

Ferner bestätigte sich das von den Ärzten gezeichnete Zumutbarkeitsprofil 
letztlich auch anlässlich der beruflichen Abklärung bei der Abklärungsstelle 
D.________. In dieser konnte (bei eher leichten Arbeiten) eine Präsenz von 
100% erreicht werden (AB 45 S. 3), wobei hinsichtlich der Leistung in der 
praktischen Erprobung ein Defizit von 20% – 30% festgestellt wurde, 
gleichzeitig aber auch festgehalten wurde, wenn der Beschwerdeführer 
sich besser auf die Aufgabe konzentrieren würde, könnte eine Leistungs-
steigerung eintreten (S. 5).

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Medizinisch wurde erstmals (und einzig) im Bericht des Spitals F.________ 
vom 22. November 2013 (AB 68) die Leistungsfähigkeit in einer angepass-
ten wechselbelastenden Tätigkeit – bei einer 100%-igen Arbeitsfähigkeit – 
auf 75% beschränkt. Ob sich die Leistungseinschränkung in einer hinrei-
chend angepassten Tätigkeit tatsächlich bemerkbar machen würde, er-
scheint unter Berücksichtigung der Ergebnisse der beruflichen Abklärung 
fraglich. Da eine grössere Einschränkung der Leistungsfähigkeit als 25% 
auf der Basis der gesamten medizinischen Akten nicht ausgewiesen ist, 
muss dies vorliegend jedoch nicht näher geprüft werden. Denn selbst unter 
Berücksichtigung einer 25%-igen Einschränkung der Leistungsfähigkeit 
besteht – wie nachfolgend dargelegt wird – kein Anspruch auf eine Rente.

Nachfolgend ist der IV-Grad mittels Einkommensvergleich zu ermitteln.

4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt zu berücksichtigen, dass ge-
sundheitlich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeiter-

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tätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und ent-
sprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und 
deshalb in der Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen 
müssen. Diesem Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rech-
nung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). 
Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, 
hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen des konkre-
ten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Na-
tionalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämt-
licher Merkmale auf das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem 
Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchs-
tens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 
S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). Unter 
Berücksichtigung des Wartejahres und der Anmeldung im November 2011 
(AB 1) ist der frühest mögliche Rentenbeginn hier in Anwendung von 
Art. 28 Abs. 1 i.V.m. Art. 29 Abs. 1 IVG auf das Jahr 2012 festzusetzen. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich durchzuführen. 

4.2.1 Der Beschwerdeführer hat eine Anlehre als … im Jahr 1997 abge-
schlossen (AB 3). Nach dieser Anlehre war er jedoch während Jahren 
(ausserhalb des Bereichs seiner Anlehre) in Berufsfeldern tätig, die in kör-
perlicher Hinsicht mindestens genau so hohe Anforderungen stellen, wie 
die Tätigkeit in der Küche. So arbeitete er u.a. als …, als … und als … (vgl. 
AB 7.1 und 7.2). Es ist damit – entgegen der Auffassung in der Replik 
(S. 2) – nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass er den Bereich seiner Anlehre aus gesundheitlichen Gründen verlas-
sen hat. 

Da der Beschwerdeführer in den letzten Jahren durchwegs als … (vgl. 
AB 7.1 und 7.2) tätig war, ist davon auszugehen, dass er als Gesunder 
auch weiterhin nicht in der angelernten Tätigkeit in der …, sondern als … 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/14/224, Seite 14

tätig wäre. Seine letzte Arbeitsstelle als … hat er aus invaliditätsfremden 
Gründen verloren (…; vgl. AB 7.2 S. 2). Deshalb ist das Valideneinkommen 
anhand von Tabellenlöhnen (LSE 2010) zu ermitteln. Dabei ist angesichts 
der Tatsache, dass er – gemäss Aktenlage – keine Ausbildung zum … ab-
geschlossen hat resp. über keine entsprechende … verfügt (insbesondere 
…), auf das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Arbeiten) der 
Ziffer 53 (Post-, Kurier- und Expressdienste) der Tabelle TA1 abzustellen. 
Der massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer beträgt dabei 
Fr. 3‘876.--. Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 42 Stunden 
(Bundesamt für Statistik [BFS], Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, lit. H Ziff. 53) und auf das massgebende Jahr 2012 
aufgerechnet, resultiert daraus ein jährliches Einkommen von Fr. 49‘521.35 
(Fr. 3‘876.-- : 40 x 42 x 12 : 100 x 101.4; vgl. BFS, Nominallöhne 2010 – 
2013, Tabelle T1.1.10, lit. H Ziff. 49 – 53). 

Dieses Einkommen korrespondiert im Längsschnitt im Übrigen in etwa mit 
den im Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; AB 6) ausgewie-
senen Einkommen.

4.2.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen ebenfalls gestützt 
auf die LSE 2010 zu ermitteln (vgl. E. 4.1.2 hiervor).

Dem Beschwerdeführer ist eine angepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar 
mit einer Leistungseinschränkung von (maximal) 25% (vgl. E. 3.2 hiervor). 
Deshalb ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das 
Invalideneinkommen gestützt auf das Total des Anforderungsniveaus 4 
(einfache und repetitive Tätigkeiten) der Tabelle TA1 festgelegt hat. Der 
massgebliche monatliche Bruttolohn für Männer beträgt dabei Fr. 4'901.--. 
Auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Be-
triebsübliche Wochenarbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Total) und 
auf das massgebende Jahr 2012 aufgerechnet, resultiert daraus ein jährli-
ches Einkommen von Fr. 62'353.80 (Fr. 4'901.-- : 40 x 41.7 x 12 : 100 x 
101.7; vgl. BFS, Nominallöhne 2010 – 2013, Tabelle T1.1.10, Total). Unter 
Berücksichtigung der 75%-igen Leistungsfähigkeit, ergibt dies ein Einkom-
men von mindestens Fr. 46‘765.35 (Fr. 62'353.80 x 0.75) im Jahr.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/14/224, Seite 15

Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. E. 4.1.2 hiervor) ist hier nicht 
gerechtfertigt. Die behinderungsbedingten Einschränkungen sind bereits im 
Rahmen der – in einer effektiv angepassten Tätigkeit kaum vorhandenen – 
eingeschränkten Leistungsfähigkeit von 25% berücksichtigt und allfällige 
invaliditätsfremde Gründe (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie, Beschäftigungsgrad) wären bei beiden Einkommen zu berück-
sichtigen (Entscheid des Bundesgerichts vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). 

4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 49‘521.35 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 46‘765.35 resultiert ein IV-Grad von gerundet 
maximal 6% (zur Rundung: BGE 130 V 121 S. 123 E. 3.2 und 3.3). Es be-
steht folglich kein Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 hiervor). 

Die angefochtene rentenabweisende Verfügung ist damit offensichtlich 
nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist, soweit 
darauf einzutreten ist.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1‘000.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Sept. 2014, IV/14/224, Seite 16

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 1‘000.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin lic. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.