# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6a60cbe2-d364-55e3-abef-8c1caff6f777
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-07-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.07.2018 SK.2018.29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2018-29_2018-07-10.pdf

## Full Text

Verfügung vom 10. Juli 2018 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stefan Heimgartner, Einzelrichter 

Gerichtsschreiberin Anne Kathrin Herzog  

Parteien  1. BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Luci-

enne Fauquex, Leiterin Rechtsdienst,  

 

und 

 

2. EIDGENÖSSISCHES FINANZDEPARTEMENT, 

Generalsekretariat EFD, vertreten durch Fritz Am-

mann, Leiter Rechtsdienst,  

 
gegen 

 

  
A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwalt Alexander 

Eckenstein, 

 

 

Gegenstand  
Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2018.29 

 

 

Der Einzelrichter erwägt, dass 

 

- das Eidgenössische Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD (nachfolgend: 

EFD), mit Strafverfügung gemäss Art. 70 VStrR vom 24. April 2018, empfangen am 

25. April 2018, A. wegen Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung (Art. 44 Abs. 

1 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 BEHG), begangen in der Zeit vom 24. November 

2010 bis am 12. August 2014, zu einer bedingten Geldstrafe von 230 Tagessätzen à 

Fr. 190.--, zu einer Busse von Fr. 9‘500.-- und zur Bezahlung der Verfahrenskosten 

von Fr. 3‘220.-- verurteilte (TPF pag. 10.100.7 ff.;…-28 f.); 

- A. das EFD mit Schreiben vom 3. Mai 2018 um gerichtliche Beurteilung der 

Strafverfügung ersuchte (TPF pag. 10.100.5); 

- das EFD in Anwendung von Art. 50 Abs. 2 FINMAG die Akten zusammen mit der 

Strafverfügung an die Bundesanwaltschaft übermittelte, wobei sie, abweichend von 

der Strafverfügung vom 24. April 2018, A. eventualiter die fahrlässige Tätigkeit als 

Effektenhändler ohne Bewilligung (Art. 44 Abs. 1 und 2 FINMAG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 

BEHG), begangen im Zeitraum vom 24. November 2010 bis zum 12. August 2014, 

vorwirft (TPF pag. 10.100.3 f.); 

- die Bundesanwaltschaft die Akten des EFD zusammen mit dem Begehren um 

gerichtliche Beurteilung am 8. Juni 2018 dem Bundesstrafgericht überwies (TPF pag. 

10.100.1 ff.), wobei die Überweisung als Anklage gilt (Art. 50 Abs. 2 FINMAG i.V.m. 

Art. 73 Abs. 2 VStrR); 

- das Gericht prüft, ob ein rechtzeitig eingereichtes Begehren um gerichtliche 

Beurteilung vorliegt (Art. 75 Abs. 1 VStrR); 

- das Begehren um gerichtliche Beurteilung vom 3. Mai 2018 form- und fristgerecht 

erfolgte (Art. 72 Abs. 1 und Abs. 2 VStrR); 

- der Beschuldigte das Gesuch um gerichtliche Beurteilung zurückziehen kann, 

solange das Urteil erster Instanz noch nicht eröffnet ist (Art. 78 Abs. 2 i.V.m. 

Abs. 1 VStrR); 

- die Parteien mit Schreiben vom 26. Juni 2018 zum Stellen von Beweisanträgen 

eingeladen wurden und das Gericht mögliche Termine für die Hauptverhandlung 

sowie weitere Beweismassnahmen ankündigte (TPF pag. 10.400.1); 

- A. das Begehren um gerichtliche Beurteilung mit Schreiben vom 3. Juli 2018 

zurückzieht (TPF pag. 10.521.1);  

 

 

- die Strafverfügung des EFD gegen A. vom 24. April 2018 somit einem rechtskräftigen 

Urteil gleichsteht (Art. 72 Abs. 3 VStrR) und das Verfahren SK.2018.29 infolgedessen 

eingestellt wird (Art. 78 Abs. 3 VStrR);  

- sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach 

Art. 73 – 81 VStrR bestimmen (Art. 82 VStrR); 

- die Kosten des gerichtlichen Verfahrens diejenige Partei zu tragen hat, welche den 

Rückzug erklärt und damit die Einstellung des gerichtlichen Verfahrens herbeigeführt 

hat (Art. 78 Abs. 4 VStrR; vgl. u.a. Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2016.37 

vom 1. Februar 2017);  

- A. die Einstellung des Verfahrens durch den Rückzug seines Begehrens um 

gerichtliche Beurteilung beantragt und demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen 

hat; 

- neben den in der (nun rechtskräftigen) Strafverfügung auferlegten Verfahrenskosten 

zusätzlich die Kosten für die nach dem Stellen des Begehrens um gerichtliche 

Beurteilung vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen;  

- der Rückzug der Einsprache frühzeitig erfolgte und das Gericht im Rahmen der 

Prozessvorbereitung noch keine wesentlichen Kosten und Auslagen hatte; 

- in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die 

Organisation der Strafbehörden des Bundes (StBOG; SR 173.71) i.V.m. Art. 1 Abs. 4, 

Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 

über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; 

SR 173.713.162) eine Pauschalgebühr von Fr. 200.-- festzusetzen ist. 

 

  

 

 

Der Einzelrichter verfügt: 

1. Das Verfahren SK.2018.29 wird infolge Rückzugs des Begehrens um gerichtliche 

Beurteilung eingestellt. 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird A. auferlegt. 

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet.  

 

 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

 

Der Einzelrichter Die Gerichtsschreiberin 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
Geht an 

 Bundesanwaltschaft, Frau Lucienne Fauquex, Leiterin Rechtsdienst, 

 Eidg. Finanzdepartement, Herrn Fritz Ammann, Leiter Rechtsdienst,  

 Herrn Rechtsanwalt Alexander Eckenstein, Verteidiger von A. 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

 Eidgenössisches Finanzdepartement, Generalsekretariat EFD, als Vollzugsbe-

hörde (vollständig) (Art. 90 Abs. 1 VStrR) 

  

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

 
Beschwerde an das Bundesgericht 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Ausfertigung Beschwerde 

eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 
Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 lit. a und b 
BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder 

 

 

auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
Versand: 10. Juli 2018