# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1a2c0541-6959-50ab-9578-5b18397601f4
**Source:** Basel-Landschaft (entscheidsuche) (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.09.2025 725 24 359 (725 2024 359)
**Docket/Reference:** 725 24 359
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-24-359_2025-09-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 18. September 2025 (725 24 359) 
 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Fehlen der für eine Leistungsausrichtung erforderlichen Unfallkausalität. Keine Zweifel, 
aufgrund welcher die vertrauensärztliche Beurteilung in Frage zu stellen wäre. 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Andreas Blattner, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advo-
katin, Advokatur Biaggi, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 AXA Versicherungen AG, Rechtsdienst, General Guisan-Strasse 
40, Postfach 357, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1965 geborene A.____ war seit Oktober 2006 in einem Pensum von 80% angestellt 
und in dieser Eigenschaft bei der AXA Versicherungen AG (AXA) gegen Berufs- und Nichtberufs-
unfälle versichert. Am 4. August 2023 liess sie der AXA einen Nichtberufsunfall melden, wonach 
sie am 2. August 2023 bei der Verrichtung privater Gartenarbeiten ausgerutscht sei und sich da-
bei das linke Fussgelenk gebrochen habe. Im Nachgang einer in der Folge diagnostizierten 

 

 
 
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Trimmalleolar-Luxationsfraktur des linken oberen Sprunggelenks (OSG) wurde noch am 2. Au-
gust 2023 durch Dr. med. B.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, eine offene Reposition und eine Plattenosteosynthese am linken OSG durch-
geführt. Die AXA erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen. 
 
B. Nach einem zunächst komplikationslosen Verlauf und einer Wiederaufnahme der beruf-
lichen Tätigkeit unter Vollbelastung beklagte die Versicherte vermehrte Beschwerden im linken 
Grosszehengrundgelenk. Eine am 2. Februar 2024 erfolgte MR-Abklärung zeigte eine deutlich 
aktivierte Arthrose im Grosszehengrundgelenk, eine Ruptur und Auffaserung der plantaren Platte, 
eine Aktivierung des zweigeteilten Os sesamoideum mediale bipartitum sowie ein marginal er-
fasstes Markraumödem. In der Folge wurde die Indikation zur Arhrotomie des I. MTP-Gelenks mit 
Knorpelglättung und Mikrofrakturierung bzw. Arthrodese bei zu ausgeprägtem Knorpelschaden 
gestellt und vorgeschlagen, parallel zu diesem Eingriff sogleich auch das Osteosynthesematerial 
am Sprunggelenk zu entfernen. Der entsprechende Eingriff erfolgte am 8. April 2024.  

 
C. Nach Abklärung der gesundheitlichen Verhältnisse, namentlich gestützt auf eine Beur-
teilung ihres Vertrauensarztes Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 28. März 
2024 teilte die AXA der Versicherten am 28. März 2024 mit formlosem Schreiben die Leistungs-
ablehnung aus der obligatorischen Unfallversicherung betreffend die Behandlungen am linken 
Grosszehengrundgelenk mit. Daran hielt sie nach einer erneuten Rücksprache mit Dr. C.____ 
auf Einwand der Versicherten hin mit Verfügung vom 23. April 2024 fest. Eine hiergegen erho-
bene Einsprache wies sie gestützt auf eine neuerliche Aktenbeurteilung ihres Vertrauensarztes 
vom 30. Juni 2024 mit Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2024 ab.  

 
D. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 19. No-
vember 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung Sozi-
alversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es seien ihr in Aufhebung des angefoch-
tenen Entscheids die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gutachten zur 
Beurteilung der Unfallkausalität einzuholen bzw. es sei die Angelegenheit zur ergänzenden me-
dizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zusammenfassend liess sie 
geltend machen, dass sie sich am 2. August 2023 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nebst 
der OSG-Fraktur auch eine Fraktur des linken Grosszehengrundgelenks zugezogen habe. Der 
Beurteilung des behandelnden Operateurs Dr. B.____ stehe einzig die Aktenbeurteilung des Ver-
trauensarztes der AXA entgegen. Dr. C.____ lasse jedoch unbeachtet, dass Dr. B.____ von einer 
in Fehlstellung verheilten Fraktur ausgehe. Auch gehe der Vertrauensarzt nicht darauf ein, dass 
die entsprechenden Beschwerden am Grosszehengrundgelenk als Folge der Vollbelastung erst 
nachträglich entstanden seien, weil zuvor noch die Verletzung am OSG und dessen Schwellung 
im Vordergrund gestanden hätten. Es sei daher nachvollziehbar, dass der frische Bruch des 
Grosszehengrundgelenks anfänglich nicht erkannt worden sei. 

 
E. Mit Vernehmlassung vom 5. Februar 2025 schloss die AXA auf Abweisung der Be-
schwerde. Die These einer unfallkausalen Schädigung des Grosszehengrundgelenks oder gar 
einer konkreten Fraktur lasse sich aufgrund der echtzeitlichen Akten nicht nachweisen. 
 

 

 
 
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F. Mit verfahrensleitender Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts vom 13. Feb-
ruar 2025 wurde die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. 

 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen 
Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. 
Vorliegend wohnt die Beschwerdeführerin im Kanton Basel-Landschaft, weshalb die örtliche Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit 
auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Streitigkeit zuständig. Auf die im Übrigen frist- 
und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 19. November 2024 ist demnach einzutreten. 
 
2. Materiell zu prüfen ist einzig die Leistungspflicht der AXA im Zusammenhang mit den 
Beschwerden am linken Grosszehengrundgelenk der Versicherten. Umstritten ist dabei nament-
lich, ob die dortigen Gesundheitsschäden mit dem am 2. August 2023 erlittenen Unfallereignis in 
einem rechtsgenüglichen natürlichen Kausalzusammenhang stehen. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Versicherer in der obligatorischen Unfallversicherung, 
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, seine Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versi-
cherten Person Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). 
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie ge-
mäss Art. 16 Abs. 1 UVG zudem Anspruch auf ein Taggeld. 
 
2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass 
ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt da-
her, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten 

 

 
 
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nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung ent-
fiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines Beschwerdebilds genügt mithin eine 
Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des obligatorischen 
Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen erstreckt (Urteil des Bundesge-
richts vom 24. März 2016, 8C_620/2015, E. 3.1). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und 
einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im 
Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 
E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest und ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewie-
sen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die na-
türliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, Letzterer also ausschliesslich 
nur noch auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder 
aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor-
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist 
(Kranken- und Unfallversicherung - Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1994 Nr. U 
206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungsbe-
gründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 
mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Aus-
wirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallver-
sicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 E. 2.2). Diese Beweislastverteilung bezüglich des Wegfalls der Un-
fallkausalität gilt allerdings nur für Schäden, welche bei der Anerkennung einer Leistungspflicht 
des Unfallversicherers auch wirklich bereits zur Diskussion gestanden sind. Der Nachweis des 
Dahinfallens der Unfallkausalität von Beschwerden, welche im Rahmen einer Leistungsanerken-
nung noch nicht thematisiert worden sind bzw. für welche noch keine (zumindest vorläufige) An-
erkennung einer Leistungspflicht für (vorübergehende) Heilbehandlungen oder Taggeldleistun-
gen erfolgt ist, trifft demnach nicht den Unfallversicherer, sondern die versicherte Person (Urteil 
des Bundesgerichts vom 4. August 2017, 8C_819/2016, E. 6.2). Diesfalls hat deshalb wiederum 
jene Partei die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen, welche ihrerseits Rechte aus 
einem behaupteten Sachverhalt ableiten wollte.  
 
3.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 

 

 
 
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dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2).  
 
3.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Be-
weisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozial-
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arzt-
berichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf all-
seitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). 
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 f.). So kommt beispielsweise den Berichten und Gutachten versicherungs-
interner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG 
eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An die 
Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur ge-
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit 
Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3).  
 
4.1 Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2024 stützte sich die AXA auf 
zwei versicherungsinterne Aktenbeurteilungen ihres Vertrauensarztes. Gemäss Besprechungs-
notiz vom 28. März 2024 hält Dr. C.____ dafür, dass der Knorpelschaden am Grosszehengrund-
gelenk nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 
2. August 2023 stehe. Die Problematik sei erstmals am 30. November 2023 in den medizinischen 
Akten erwähnt worden. Aufgrund des Unfallgeschehens sei eine Verletzung am Grosszehen-
grundgelenk nicht plausibel. Die durch die Trimalleolar-Luxationsfraktur indizierte Metallentfer-
nung könne grundsätzlich ambulant durchgeführt werden. Man sei aber bereit, die Kostengut-
sprache für maximal eine Nacht zu erteilen. Eine Arbeitsunfähigkeit als Folge der Metallentfer-
nung könne für die Dauer von maximal zwei Wochen im Umfang von 100% akzeptiert werden. 

 

 
 
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Anschliessend sei eine allfällige Arbeitsunfähigkeit der Grundzehenproblematik zuzuschreiben 
und damit krankheitsbedingt (Akten der Beschwerdegegnerin, M17).  
 
4.2 In seiner vertrauensärztlichen Aktenbeurteilung vom 30. Juni 2024 fasst Dr. C.____ zu-
nächst die Aktenlage zusammen. Sodann hält er fest, dass in Bezug auf die objektivierbaren 
Befunde anlässlich der klinischen Untersuchung durch die Klinik D.____ am Unfalltag eine sicht-
bare Deformierung der Gelenkkonturen am linken OSG sowie Schmerzen und eine aufgehobene 
Beweglichkeit im OSG erhoben, im Übrigen aber keine Druckdolenzen über dem restlichen Fuss 
und dem Unterschenkel festgestellt worden seien. Gleichentags angefertigte Röntgenbilder hät-
ten eine Trimalleolar-Luxationsfraktur links gezeigt. Noch am 2. August 2023 habe Dr. B.____ 
eine operative lntervention am linken Rückfuss durchgeführt. Dabei habe er klinisch eine Druck-
dolenz im Bereich des medialen bzw. lateralen Malleolus und eine Schwellung Grad + bis ++ bei 
im Übrigen normaler Sensibilität und Durchblutung des Fusses festgehalten. Der Operateur habe 
dabei explizit keine Druckdolenzen im Mittel- und Vorfussbereich, im Calcaneus oder im Bereich 
des Knies festgestellt. Auch radiologisch habe sich eine Trimalleolar-Luxationsfraktur des OSG 
links gezeigt. Zusammenfassend sei am Unfalltag demnach eine differenziert klinische und radi-
ologische Untersuchung des gesamten linken Fusses erfolgt. Diese habe eine Trimalleolar-Luxa-
tionsfraktur links ergeben, welche die von der Versicherten beklagten Beschwerden am linken 
Rückfuss vollumfänglich erklären würde. Im übrigen Bereich des linken Fusses hätten sich jedoch 
keine Hinweise auf zusätzliche Verletzungen erkennen lassen. So habe Dr. B.____ in seinem 
damaligen Operationsbericht auch explizit darauf hingewiesen, dass eine normale Sensibilität 
und eine normale Durchblutung des Fusses festgestellt worden seien. Im Mittel- und Vorfussbe-
reich seien insbesondere auch keine Druckdolenzen erhoben worden. Die Versicherte habe somit 
ausschliesslich im Rückfuss Beschwerden verspürt, was eine frische Verletzung im Vorfuss aber 
weitestgehend ausschliesse. Eine solche Verletzung wäre zumindest bei der spezifischen Unter-
suchung fast zwingend symptomatisch gewesen und wäre Dr. B.____ unter Berücksichtigung 
seiner jahrelangen klinischen Erfahrung bei der Behandlung von Fuss-Pathologien sowie unter 
der Annahme einer seriösen Ausübung seiner Tätigkeit auch mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit umgehend aufgefallen. Die Gesundheit der Versicherten sei ausserdem schon vor 
dem fraglichen Ereignis beeinträchtigt gewesen. Gemäss den Angaben im Bericht der Klinik 
D.____ vom 2. August 2023 habe sich die Versicherte bereits im Jahr 1993 am linken Rückfuss 
eine Bimalleolarfraktur zugezogen, die operativ versorgt worden sei. Weitere Angaben hierzu lä-
gen keine vor. In den Röntgenbildern des Unfalltags würden sich darauf zurückzuführende ossäre 
Residuen nur erahnen, nicht aber ganz eindeutig identifizieren lassen. Im Operationsbericht von 
Dr. B.____ sei zudem zu lesen, dass der Zugang zum medialen Malleolus über der bestehenden 
Narbe erfolgt sei, wohingegen für die laterale Seite nichts Derartiges zu lesen sei. lm Rahmen 
einer Kontrolle bei Dr. B.____ am 30. November 2023 rund vier Monate seit dem fraglichen Er-
eignis vom 2. August 2023  habe die Versicherte neben residuellen Beschwerden am Rückfuss 
namentlich in Form einer Schwellungsneigung seit zwei Wochen bestehende Beschwerden im 
Grosszehengrundgelenk beklagt. Das anschliessend am 2. Februar 2024 durchgeführte MRT 
habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine rein chronisch-degenerativ entstandene Patho-
logie gezeigt. Hinweise auf ein stattgehabtes Trauma hätten sich nicht objektivieren lassen. Glei-
chentags zusätzlich angefertigte Röntgenbilder hätten diese Befunde bestätigt und ebenfalls kei-
nen Hinweis auf eine objektivierbare traumatische Komponente gezeigt. Zusammenfassend habe 

 

 
 
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bei der Versicherten somit ein Status nach Bimalleolarfraktur links aus dem Jahre 1993 vorgele-
gen, welche operativ versorgt worden sei. Davon hätten sich im Rahmen der Abklärungen nach 
dem hier fraglichen Ereignis vom 2. August 2023 noch gewisse Residuen abgrenzen lassen, die 
jedoch keinen Einfluss auf die neuerliche Verletzung gehabt hätten. Die ab Mitte November 2023 
beklagten Beschwerden der Versicherten am Grosszehengrundgelenk seien auf eine Arthrose 
zurückzuführen. Diese habe sich überwiegend wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum ent-
wickelt, habe auch beim Ereignis vom 2. August 2023 schon vorgelegen, sei dazumal offenbar 
jedoch noch nicht symptomatisch gewesen. Hinweise auf eine dort an der gleichen Stelle frisch 
entstandene Verletzung seien nicht objektivierbar. Auch anlässlich der umfassenden Untersu-
chung des linken Fusses am 2. August 2023 seien keine Hinweise auf eine Verletzung an Mittel- 
und Vorfuss zu erkennen gewesen. Das gleichentags stattgehabte Ereignis habe daher überwie-
gend wahrscheinlich keinen Einfluss auf den erwähnten pathologischen Vorzustand am Grossze-
hengrundgelenk gehabt. Somit sei diesbezüglich schon von Anfang weg ein Status quo sine er-
reicht gewesen, wie er auch ohne den erlitten Sturz in der genau gleichen Weise vorgelegen 
hätte. 
 
Betrachte man den MRT-Bericht vom 2. Februar 2024, so der Vertrauensarzt, würden sich nicht 
die geringsten Hinweise auf eine stattgehabte Fraktur am Grosszehengrundgelenk ergeben, wie 
sie von Dr. B.____ postuliert worden seien. Auch sonst seien keine morphologischen Alterationen 
zu finden, die überwiegend wahrscheinlich anlässlich des Ereignisses vom 2. August 2023 ent-
standen seien. Der gesamte Befund in diesem Bereich sei als rein unfallfremd zu bewerten. Dem 
Konsultationsbericht von Dr. B.____ vom 19. Oktober 2023 rund zweieinhalb Monate nach dem 
Unfall sei zu entnehmen, dass die Versicherte seit einer Woche die Vollbelastung erreicht habe. 
Sie verspüre ab und zu noch ein intermittierend auftretendes Zwicken im Sprunggelenk und habe 
noch deutliche Schwellungsneigungen. Obwohl die Versicherte zu diesem Zeitpunkt den operier-
ten linken Fuss gemäss eigenen Angaben bereits seit einer Woche voll belastet habe, habe sie 
offenbar noch keinerlei schmerzhafte Symptomatik an ihrem linken Grosszehengrundgelenk ver-
spürt. Vielmehr habe sie darüber erst anlässlich einer weiteren Konsultation bei Dr. B.____ am 
30. November 2023 berichtet, wonach die entsprechenden Beschwerden seit etwa Mitte Novem-
ber 2023 bestünden. Die nunmehr vorgebrachte Aussage der Versicherten in deren Einsprache, 
wonach die Beschwerden am linken Grosszehengrundgelenk just in jenem Zeitpunkt aufgetreten 
seien, in dem das normale Abrollen wieder möglich resp. erlaubt gewesen sei, lasse sich mit den 
zeitnah verfassten Dokumenten deshalb nicht in Übereinstimmung bringen. 
 
Auf der Basis der zeitnah erstellten Dokumente bestünden jedenfalls keine Hinweise, dass sich 
die Versicherte am 2. August 2023 mit Ausnahme der Trimalleolar-Luxationsfraktur eine weitere 
Verletzung am linken Fuss zuzogen habe. Die abweichende Argumentation der Versicherten ba-
siere im Wesentlichen auf der subjektiven Meinung von Dr. B.____, welche sich allerdings durch 
keinen klinischen oder bildgebenden Befund schlüssig begründen lasse. Es sei darauf hinzuwei-
sen, dass die grosse Mehrheit der Pathologien am Grosszehengrundgelenk krankheitsbedingt 
seien. Auch würde eine übermässige mechanische Beanspruchung des Grosszehengrundge-
lenks, wie beispielsweise Sport, aber auch das Tragen von Schuhen mit erhöhten Absätzen, das 
Auftreten von solchen Pathologien begünstigen. Diese seien dann nicht als eigentliche Erkran-
kung, sondern lediglich als Abnutzung zu werten. Trotz detaillierter klinischer Untersuchung habe 

 

 
 
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sich kein klinisches Korrelat für eine Mittel- oder Vorfussverletzung finden lassen. Auch die später 
erfolgte Abklärung bildgebender Natur habe keinen überwiegend wahrscheinlich traumatisch be-
dingten Schaden ergeben. Vielmehr sei das typische Bild einer Arthrose mit Knorpelschaden und 
mit subchondralen Knochenzysten ersichtlich gewesen (Akten der Beschwerdegegnerin, M21). 
 
4.3.1 Dem Verlaufseintrag von Dr. B.____ vom 19. Oktober 2023 zufolge habe die Versicherte 
seit einer Woche wieder die Vollbelastung erreicht. Sie spüre ab und zu noch ein intermittierendes 
Zwicken im Sprunggelenk und habe noch deutliche Schwellungsneigungen. Die Vollbelastung 
sei ohne wesentliche Beschwerden möglich, festzustellen sei aber noch ein hinkendes Gangbild. 
Der Röntgenbefund zeige ein kongruentes OSG. Die Fraktur sei in korrekter Stellung verheilt. 
Dem anschliessenden Verlaufseintrag des behandelnden Arztes vom 30. November 2023 kann 
entnommen werden, dass die Patientin seit etwa zwei Wochen seit der Vollbelastung nun ver-
mehrt Beschwerden im Grosszehengrundgelenk beklage. Sie habe noch etwas Schwellungsnei-
gungen, auch im Bereich des l. MTP-Gelenks bestehe etwas eine Schwellung. Die Beschwerden 
im l. MTP-Gelenk könnten mit einer Knorpelläsion im Zusammenhang stehen. Es sei durchaus 
möglich, dass aufgrund der vorrangigen Beschwerden und der Diagnose im Sprunggelenk die 
Knorpelläsion im I. MTP-Gelenk nicht beachtet worden sei (Akten der Beschwerdegegnerin, M9). 
 
4.3.2 Gemäss dem radiologischen Bericht der Klinik D.____ vom 2. Februar 2024 zeige die 
MRT-Aufnahme des linken Grosszehens ein MT l-Köpfchen mit einer zentral gegen medial bis 
einen Zentimeter durchmessenden osteochondralen Läsion mit freiliegender, teilweise irregulärer 
und diskontinuierlicher Grenzlamelle sowie subchondral deutlichem Markraumödem bei fokalem 
Knorpelverlust Grad lV. Das Os sesamoideum mediale bipartitum sei im distalen Ossikel akzen-
tuiert ödematös. Die plantare Platte sei ausgedünnt, aufgefasert und rupturiert. Die Beuge- und 
Strecksehnen, die Kollateralbänder, die übrige Kapsel und der Bandapparat seien intakt. Das 
perifokale Ödem des MT I erstrecke sich bis in den Übergang des Köpfchens zur Diaphyse. Das 
lP l-Gelenk sei unauffällig. Der Beurteilung zufolge bestehe eine deutlich aktivierte Arthrose im 
Grosszehengrundgelenk mit grösserem, osteochondralem Defekt im zentralen und medialen Um-
fang des MT I-Köpfchens (Gelenkfläche, Grad lV) sowie mit einem reaktiven Ödem des Mark-
raums, eine Ruptur bzw. Auffaserung der plantaren Platte (DD chronisch/degenerativ), eine Ak-
tivierung des zweigeteilten Os sesamoideum mediale bipartitum (Osteochondritis) sowie ein mar-
ginal erfasstes Markraumödem verschiedener Tarsalia (Akten der Beschwerdegegnerin, M13). 
 
4.3.3  Gemäss Röntgenbericht der Klinik D.____ vom 2. Februar 2024 betreffend den linken 
Fuss zeige sich konventionell-radiologisch eine achsgerechte Stellung im Bereich Strahl l-V. Es 
bestehe eine leichte zystische Aufhellung zentral im Metatarsus 1. Die Gelenkspaltweiten in den 
Metatarsophalangealgelenken l-V seien im Rahmen der Norm. Die Lisfranc'schen Gelenklinien 
seien gut erhalten, zeigten allerdings Zeichen einer initialen Arthrose (Akten der Beschwerdegeg-
nerin, M15).  
 
4.3.4 Dem Verlaufseintrag von Dr. B.____ vom 2. Februar 2024 zufolge habe die Versicherte 
auch eine Traumatisierung des l. MTP-Gelenks bei der Verletzung am 2. August 2023 erlitten. 
Zuvor habe sie nie Probleme mit dem Grosszehengrundgelenk gehabt. Es hätten sich auch 

 

 
 
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radiologisch keinerlei degenerative Veränderungen, sondern nur die umschriebene Knorpelläsion 
gezeigt (Akten der Beschwerdegegnerin, M14). 
 
4.3.5 In seinem ärztlichen Zeugnis vom 27. Februar 2024 bestätigt Dr. B.____ sodann erneut, 
dass die Kausalität zwischen dem Knorpelschaden des linken Grosszehengrundgelenks und der 
Verletzung vom 2. August 2023 sehr wahrscheinlich zu bejahen sei. Die Versicherte habe vor der 
Verletzung nie Probleme mit dem linken Grosszehengrundgelenk beklagt und der umschriebene 
Knorpelschaden liege zentral am Köpfchen des Metatarsale I ohne jegliche Hinweise für eine 
degenerative Veränderung. Degenerative Veränderungen des Grosszehengrundgelenks würden 
dorsal entstehen und sich mit der Zeit nach zentral fortsetzen. Die Patientin habe im dorsalen 
Bereich des Metatarsale I-Köpfchens jedoch einen intakten Knorpel (Akten der Beschwerdegeg-
nerin, M16). 
 
4.3.6 Dem Operationsbericht von Dr. B.____ vom 8. April 2024 zufolge habe die Versicherte 
am 2. August 2023 eine Verletzung des linken Sprunggelenks und des linken Grosszehengrund-
gelenks erlitten. Es handle sich um eine Trimalleolar-Luxationsfraktur, welche sogleich notfall-
mässig operativ versorgt worden sei. Aufgrund des Ausmasses der Verletzung am Sprunggelenk 
sei die Verletzung im l. MTP-Gelenk jedoch nicht erfasst worden. Die Beschwerden im Grossze-
hengrundgelenk seien erst sekundär beim Wiederaufbau der Funktion unter Vollbelastung auf-
getreten. Weitere Abklärungen hätten in der Folge die umschriebene Knorpelläsion mit dem um-
schriebenen Knochenmarksödem plantar-medial zentral am Metatarsale l-Köpfchen ergeben. Es 
zeigten sich keine degenerativen Veränderungen im MRI des l. MTP-Gelenks. Bei der Operation 
habe sich eine Knorpelläsion plantar-medialseits von etwa 12 x 4 Millimetern mit einer lmpression 
des subchondralen Knochens und eine Knochenläsion plantar-medial gezeigt. Die instabilen 
Knorpelanteile seien komplett entfernt worden. Es sei nur randständig stabiler Knorpel zurückge-
blieben. Ansonsten hätten sich keine degenerativen Veränderungen im Grosszehengrundgelenk 
gezeigt (Akten der Beschwerdegegnerin, M18). 
 
4.3.7 In seiner E-Mail an die Rechtsvertreterin der Versicherten vom 4. November 2024 hielt 
Dr. B.____ fest, dass er bei seiner Aussage bleibe. Eine Impressionsfraktur unter dem Metatar-
sale I-Köpfchen sei keine häufige Fraktur und könne auch einem erfahrenem Fuss-Orthopäden 
bei Vorliegen einer Trimalleolarfraktur am gleichen Fuss kaschiert bleiben, bis sich die Beschwer-
den durch eine Vollbelastung erst im weiteren Verlauf bemerkbar machen würden (Beilage 3 zur 
Beschwerdebegründung).   
 
5.1 Wie bereits erwähnt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen, 
wenn ein Versicherungsfall wie hier ohne die Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit von 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind deshalb ergänzende Abklärungen vorzu-
nehmen (oben, E. 3.3 hiervor und die dortigen Rechtsprechungshinweise). Solche Zweifel an der 
Schlüssigkeit der vertrauensärztlichen Beurteilung von Dr. C.____ vom 22. April 2024, auf welche 
die AXA in ihrem Entscheid abgestellt hat, liegen hier jedoch keine vor. Gestützt darauf argumen-
tiert die AXA, dass der erlittene Bruch des linken OSG am 2. August 2023 keine strukturellen 
Läsionen am linken Grosszehengrundgelenk zur Folge gehabt habe. Es sei vielmehr von einem 

 

 
 
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krankhaft-degenerativen Vorzustand auszugehen, welcher symptomatisch geworden sei. Diese 
Schlussfolgerung von Dr. C.____ basiert auf einer umfassenden Beurteilung aller wesentlichen 
medizinischen Akten sowie insbesondere den bildgebenden Abklärungen. Der Vertrauensarzt 
kommt bei deren Analyse zum Ergebnis, dass die ab Mitte November 2023 beklagten Beschwer-
den der Versicherten am Grosszehengrundgelenk auf eine Arthrose zurückzuführen und damit 
ausschliesslich krankhafter Genese sind. Diese Auffassung ist nachvollziehbar und schlüssig. Sie 
beruht in erster Linie auf der Bildgebung der Klinik D.____ vom 2. Februar 2024, wonach eine 
deutlich aktivierte Arthrose im Grosszehengrundgelenk mit grösserem osteochondralem Defekt 
im zentralen und medialen Umfang des MT 1 Köpfchens befundet worden war (oben, Erwägung 
4.3.2). Wenn der behandelnde Arzt Dr. B.____ in seinem gleichentags erstellten Verlaufseintrag 
vom 2. Februar 2024 davon spricht, dass sich radiologisch keinerlei degenerative Veränderun-
gen, sondern einzig eine Knorpelläsion im Bereich des I. MTP-Gelenks gezeigt hätten, erweist 
sich seine Aussage als aktenwidrig. Dies gilt umso mehr, als gemäss dem Röntgenbericht der 
Klinik D.____ vom 2. Februar 2024 die Lisfranc'schen Gelenklinien am linken Fuss ebenfalls Zei-
chen einer initialen Arthrose gezeigt haben (oben, Erwägung 4.3.3).  
 
5.2 Wenn der behandelnde Arzt in seinem ärztlichen Zeugnis vom 27. Februar 2024 sodann 
argumentiert, der umschriebene Knorpelschaden liege ohne jegliche Hinweise für eine degene-
rative Veränderung zentral am Köpfchen des Metatarsale I, widerspricht auch diese Aussage 
schon rein sprachlich der radiologischen Beurteilung im Bericht der Klinik D.____ vom 2. Februar 
2024, wonach die deutlich aktivierte Arthrose im Grosszehengrundgelenk nämlich just unter an-
derem im zentralen Umfang des MT I-Köpfchens verortet worden war. Dass degenerative Verän-
derungen am Grosszehengrundgelenk – so die Argumentation des behandelnden Arztes weiter 
– dorsal entstünden und sich erst mit der Zeit nach zentral fortsetzen würden, spricht bei diesem 
letztlich erhobenen radiologischen Befund mithin nicht gegen, sondern vielmehr für die bereits 
zuvor bildgebend erhobene Genese degenerativer Natur. Daran vermag nichts zu ändern, dass 
der Auffassung von Dr. B.____ zufolge der dorsale Bereich des Metatarsale I-Köpfchens einen 
intakten Knorpel aufgewiesen habe. Massgebend ist vielmehr, dass auch der behandelnde Arzt 
davon ausgeht, dass degenerative Veränderungen, welche sich naturgemäss schleichend entwi-
ckeln, sich sehr wohl zentral und damit letztlich an jener Stelle festsetzen, an welcher die Bildge-
bung gemäss Bericht der Klinik D.____ vom 2. Februar 2024 auch die Arthrose im Grosszehen-
grundgelenk der Versicherten verortet hat.  
 
5.3 Die im Operationsbericht von Dr. B.____ vom 8. April 2024 erneut vertretene Auffassung, 
wonach sich keine degenerativen Veränderungen im MRI des l. MTP-Gelenks zeigen würden, 
widerspricht demnach ebenfalls der radiologischen Beurteilung der Klinik D.____ vom 2. Februar 
2024. Soweit der behandelnde Operateur in diesem Bericht sodann erwähnt, dass sich bei der 
Operation eine Knorpelläsion plantar-medialseits von etwa 12 x 4 Millimetern mit einer lmpression 
des subchondralen Knochens und eine Knochenläsion plantar-medial gezeigt habe,  erweist sich 
sein Befund im Ergebnis mit der bereits zuvor im MRI vom 2. Februar 2024 beurteilten Bildgebung 
als kongruent. Wenn Dr. B.____ schliesslich davon spricht, dass nach der Entfernung instabiler 
Knorpelanteile anlässlich der Operation vom 8. April 2024 nur randständig stabiler Knorpel zu-
rückgeblieben sei, sich «ansonsten» jedoch keine degenerativen Veränderungen im 

 

 
 
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Grosszehengrundgelenk gezeigt hätten, impliziert auch seine eigene Aussage, dass offenbar 
sehr wohl degenerative Veränderungen vorgelegen haben. 
 
5.4 Dr. B.____ argumentiert in seinem ärztlichen Zeugnis vom 27. Februar 2024 schliesslich 
damit, dass die Versicherte zuvor nie irgendwelche Probleme am Grosszehengrundgelenk be-
klagt habe. Diese Auffassung entspricht der unzulässigen Beweisregel «post ergo propter hoc». 
Demnach ist die blosse Annahme, die Beschwerden müssten alleine deshalb unfallbedingt sein, 
weil eine allenfalls vorbestehende Erkrankung bis hin zum erlittenen Unfall bisher schmerzfrei 
war, medizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich deshalb unzulässig (Urteil des Bundesgerichts 
vom 25. August 2016, 8C_359/2016, E. 5.2; BGE 119 V 335 E. 2b). Eine gesundheitliche Schä-
digung gilt mit anderen Worten nicht schon deshalb durch den Unfall verursacht, weil sie nach 
diesem aufgetreten ist oder weiterhin andauert. Nicht anders verhält es sich im hier vorliegenden 
Fall. Es ist an dieser Stelle in Erinnerung zu rufen, dass die Beweislast des Kausalitätsnachwei-
ses hinsichtlich der ursprünglich nicht beklagten Beschwerden am Grosszehengrundgelenk bei 
der Versicherten liegt (oben, Erwägung 2.3 a. E.). Der Umstand, dass der behandelnde Arzt in 
seinem ärztlichen Zeugnis vom 27. Februar 2024 die Auffassung vertritt, dass die Unfallkausalität 
deshalb zu bejahen sei, weil die Versicherte am Grosszehengrundgelenk bisher keinerlei Be-
schwerden zu beklagen hatte, sagt mit anderen Worten nichts über den im Unfallversicherungs-
recht erforderlichen Kausalitätsnachweis aus. 
 
5.5 Es mag zwar zutreffen, dass eine unfallkausale Impressionsfraktur unter dem Metatar-
sale I-Köpfchen eine seltene Fraktur darstellt und eine entsprechend traumatisch bedingte Ver-
letzung bei zeitgleichem Vorliegen einer Trimalleolarfraktur kaschiert bleiben kann, bis sich die 
Beschwerden erst durch eine Vollbelastung im Verlauf bemerkbar machen (oben, Erwägung 
4.3.7). Bei dieser von Dr. B.____ selbstkritisch statuierten Auffassung handelt es sich jedoch 
lediglich um eine These, deren Möglichkeit mit Blick auf die bildgebend erhobene Degeneration 
den hier massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht erreicht. Es tritt 
hinzu, dass Dr. B.____ erstmals in seiner Mail vom 4. November 2024 an die Rechtsvertreterin 
der Versicherten überhaupt von einer Impressionsfraktur unter dem Metatarsale I-Köpfchen 
spricht, demgegenüber er in seinen vorangehenden Berichterstattungen von einer möglichen 
Knorpelläsion mit anliegendem Knochenmarksödem ausgegangen ist. Diese erst spät im Nach-
gang mit allen anderen medizinischen Unterlagen divergierende Diagnose vermag zusätzliche 
Zweifel an der Auffassung des Behandlers zu begründen. In diesem Zusammenhang erweist sich 
vielmehr die vertrauensärztliche Argumentation als überzeugend, wonach gegen eine unfallbe-
dingte Verletzung am Grosszehengrundgelenk namentlich der Umstand spreche, dass anlässlich 
der eingehenden Initialuntersuchung kein akutes Trauma festgestellt werden konnte. Dem Ver-
trauensarzt der Beschwerdegegnerin ist beizupflichten, dass sich auch sonst keine konkreten 
Hinweise aus den Akten ergeben, wonach sich die Versicherte am 2. August 2023 ausser der 
Trimalleolar-Luxationsfraktur links eine weitere Verletzung am linken Fuss zuzogen hätte. Inso-
fern kann vor dem Hintergrund der rund vier Monate nach dem erlittenen Unfall am 30. November 
2023 erstmals dokumentierten Zehenproblematik eine allfällige Unfallkausalität alleine wegen der 
langen zeitlichen Latenz nicht als überwiegend wahrscheinlich bezeichnet werden. Daran vermag 
nichts zu ändern, dass die Versicherte die Vollbelastung bereits schon vor Ende November 2023 
erreicht hatte. Entgegen der von ihr nunmehr vertretenen Auffassung trifft es auch nicht zu, dass 

 

 
 
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sich der Vertrauensarzt nicht mit dem Einwand auseinandersetzt habe, dass die Beschwerden 
an der Zehe erst durch die Vollbelastung entstanden seien. Dr. C.____ legt in seiner vertrauens-
ärztlichen Stellungnahme mit Blick auf den Konsultationsbericht des behandelnden Arztes vom 
19. Oktober 2023 nämlich zutreffend dar, dass die Versicherte bereits kurz vor Mitte Oktober 
2023 die Vollbelastung erreicht, in diesem frühen Zeitpunkt jedoch noch keine Schmerzen be-
klagte hat. Berücksichtigt man die Aussage der Versicherten anlässlich der Folgekonsultation bei 
Dr. B.____ vom 30. November 2023, wonach die Beschwerden am Grosszehengrundgelenk seit 
etwa Mitte November 2023 bestanden haben, resultiert vielmehr, dass die Versicherte während 
einer Zeitspanne von rund fünf Wochen unter Vollbelastung keine entsprechenden Beschwerden 
zu beklagen hatte. Dieser Umstand spricht mithin ebenfalls gegen die These des Behandlers, 
dass die Fraktur des Grosszehengrundgelenks zunächst übersehen und erst im Rahmen der 
Vollbelastung manifest geworden sei. Dass die Beschwerden der Versicherten am linken 
Grosszehengrundgelenk just in jenem Zeitpunkt aufgetreten seien, in dem wieder das normale 
Abrollen möglich und erlaubt gewesen sei, lässt sich mit den zeitnah verfassten Dokumenten 
jedenfalls nicht in Übereinstimmung bringen. 
 
5.6 Die isolierte Grosszehengrundgelenk-Problematik, welche am 8. April 2024 operativ sa-
niert worden ist, kann gestützt auf die schlüssige vertrauensärztliche Auffassung somit nicht als 
unfallkausale Folge des am 2. August 2023 erlittenen Ereignisses anerkannt werden. Daran ver-
mag auch nichts zu ändern, dass die Versicherte nicht persönlich durch den Vertrauensarzt un-
tersucht worden ist. Hintergrund bildet der Umstand, dass sich eine reine Aktenbeurteilung ins-
besondere dann als zulässig erweist, sofern die vorhandenen medizinischen Unterlagen ein voll-
ständiges Bild über Anamnese, Verlauf und den gegenwärtigen Status ergeben, so dass sich die 
oder der Sachverständige ein lückenloses Bild zu machen in der Lage ist (Kranken- und Unfall-
versicherung – Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 1988, Nr. U 56 S. 370 E. 5b). 
Eine solche Konstellation liegt hier mit Blick auf die bereits bildgebend erhobenen Verhältnisse 
ohne Weiteres vor.  
 

5.7 Soweit die Beschwerdeführerin schliesslich sinngemäss geltend macht, die AXA habe 
die Kausalitätsfrage in medizinischer Hinsicht nur ungenügend abgeklärt und sei damit dem Un-
tersuchungsgrundsatz im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht nachgekommen, ist auf das bereits 
Dargelegte zu verweisen (oben, Erwägung 3.2 hiervor). Sofern die im Rahmen des Untersu-
chungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger 
oder das Gericht bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdi-
gung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur Überzeugung führen, ein bestimmter Sachverhalt sei überwie-
gend wahrscheinlich oder eben nicht (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen), 
und es könnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr än-
dern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 S. 27 E. 4 S. 28; BGE 
124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, je mit Hinweisen). Vorliegend beruhen die vertrauensärztliche 
Einschätzung der medizinischen Situation und die Beurteilung der strittigen Kausalitätsfrage auf 
einer umfassenden Würdigung aller relevanten Vorakten. Die entsprechenden Schlussfolgerun-
gen führen insgesamt zu einem nachvollziehbaren Ergebnis. In den medizinischen Akten des 
Behandlers befinden sich insbesondere keine Anhaltspunkte, welche die versicherungsinternen 

 

 
 
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Schlussfolgerungen ernsthaft in Zweifel ziehen oder gar in überzeugender Art und Weise für das 
Vorliegen einer Unfallkausalität hinsichtlich der erst nachträglich aufgetretenen Beschwerden am 
Grosszehengrundgelenk der Versicherten sprechen würden. Aufgrund dessen ist dem Untersu-
chungsgrundsatz im hier vorliegenden Fall somit Genüge getan. Zumal von zusätzlichen Unter-
suchungsmassnahmen keine neuen Kenntnisse zu erwarten sind, weil namentlich eine ergän-
zende Bildgebung keine Aussage mehr zulassen würde, ob und in welcher Form die Grossze-
hengrundproblematik in degenerativer Form ursprünglich noch nicht vorgelegen hat, kann in an-
tizipierter Beweiswürdigung demnach von weiteren Abklärungen abgesehen werden (BGE 136 I 
229 E. 5.). 
 
5.8 Hinzuweisen bleibt allerdings auf den Umstand, dass anlässlich des Eingriffs vom 8. Ap-
ril 2024 nicht nur das Grosszehengrundgelenk operativ saniert, sondern zugleich auch das Oste-
osynthesematerial am unbestritten unfallkausal in Mitleidenschaft gezogenen Sprunggelenk ent-
fernt worden ist. Vor diesem Hintergrund wird die AXA gehalten sein, die Behandlungskosten für 
diesen Eingriff aufzuteilen und diese in Bezug auf die unfallkausale Folgebehandlung des ur-
sprünglich in Mitleidenschaft gezogenen OSG zumindest teilweise zu übernehmen.  
 
6. Zusammengefasst greifen die Argumente der Beschwerdeführerin nicht. Es erweist sich 
im Gegenteil als schlüssig, dass hinsichtlich der Beschwerden am Grosszehengrundgelenk vom 
Fehlen der für eine Leistungsausrichtung erforderlichen Unfallkausalität ausgegangen werden 
muss. Auch wenn an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen sind, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll, liegen hier 
keine Zweifel vor, aufgrund welcher die vertrauensärztliche Beurteilung in Frage zu stellen wäre. 
Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis abzuweisen. 
 
7. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. Laut Art. 61 lit. g ATSG hat nur die obsiegende Beschwerde führende 
Person Anspruch auf Ersatz ihrer Parteikosten. Der unterliegenden Beschwerdeführerin kann da-
her keine Parteientschädigung zugesprochen werden.  
  

 

 
 
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Demgemäss wird   e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.