# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b519eb65-7a7c-568a-a3f6-95b2688db8dc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.12.2008 D-8064/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8064-2008_2008-12-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-8064/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;
Gerichtsschreiberin Anna Dürmüller.

A._______, geboren _______,
Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 8. Dezember 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-8064/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer, ein nigerianischer Staatsangehöriger und 
ethnischer Igbo mit letztem Wohnsitz in B._______ (Anambra State), 
sein  Heimatland  eigenen  Angaben  zufolge  Anfang  September  2008 
verliess  und  am  7.  Oktober  2008  von  ihm  unbekannten  Ländern 
herkommend illegal  in  die  Schweiz  einreiste,  wo er  gleichentags  im 
Empfangs- und Verfahrenszentrum C._______ um Asyl nachsuchte,

dass  er  dort  am  14.  Oktober  2008  summarisch  befragt  und  in  der 
Folge  für  die  Dauer  des  Verfahrens  dem  Kanton  D._______ 
zugewiesen wurde,

dass  das  Bundesamt  den  Beschwerdeführer  am 3.  Dezember  2008 
gestützt  auf  Art.  29  Abs.  1  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) ausführlich zu seinen Asylgründen befragte,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Befragungen  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  die  Gemeinde  habe  seinen  Vater 
enteignen wollen, um das Grundstück als Marktplatz zu benutzen,

dass sein Vater von der Gemeinde eine Kompensation verlangt habe, 
was diese jedoch abgelehnt habe,

dass die Vorsteher der Gemeinde seinem Vater verboten hätten, sein 
Land zu betreten,

dass sich sein Vater jedoch nicht an das Verbot gehalten habe, da er 
auf die landwirtschaftlichen Erträge angewiesen gewesen sei,

dass  sein  Vater  deswegen  am 20.  Mai  2008  auf  dem Feld  von  der 
Dorfjugend umgebracht worden sei,

dass die Jugendlichen ausserdem sein Haus in Brand gesetzt hätten,

dass er zu diesem Zeitpunkt bei einem Nachbarn gewesen sei,

dass  er  sich,  als  er  von  dem  Vorfall  erfahren  habe,  umgehend  bei 
seinem  Nachbarn  eine  Waffe  geborgt  und  damit  den  Anführer  der 
Dorfjugend sowie zwei weitere Personen erschossen habe,

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dass  er  anschliessend  bei  einem  anderen  Nachbar  Schutz  gesucht 
habe, dieser ihm jedoch aus Angst jegliche Hilfe verweigert habe,

dass er in der Folge von der Dorfjugend angegriffen, schwer verletzt 
worden und schliesslich bewusstlos geworden sei,

dass er drei Wochen später im Krankenhaus wieder zu sich gekommen 
sei,

dass er im Krankenhaus Besuch von Pastor J. erhalten habe, welcher 
ihm gesagt habe, die Dorfältesten und die Dorfjugend planten, ihn im 
Krankenhaus aufzusuchen und umzubringen,

dass  der  Pastor  ihn  daher  nach  Lagos  gebracht  habe  und  er  dort 
vorübergehend bei einem Freund des Pastors geblieben sei,

dass dieser seine Ausreise per Schiff organisiert habe und er so in der 
ersten Septemberwoche 2008 aus seinem Heimatland ausgereist sei,

dass er gesucht werde, sein Leben in Nigeria in Gefahr sei und er dort 
niemanden habe, der ihn schützen könnte,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Verlaufe  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens  weder  Identitäts-  oder  Reisepapiere  noch  anderweitige 
Beweismittel zu den Akten reichte,

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit 
Verfügung vom 8. Dezember 2008 - eröffnet am 10. Dezember 2008 - 
in  Anwendung von Art. 32  Abs. 2 Bst. a  AsylG nicht  eintrat  und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  seines  Entscheids  im  Wesentlichen 
ausführte,  es  lägen  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das 
Nichteinreichen  von  Identitäts-  oder  Reisepapieren  vor,  zumal  das 
Vorbringen, wonach der Beschwerdeführer die Reise von Nigeria bis in 
die Schweiz ohne jegliche Ausweispapiere und ohne jemals kontrolliert 
worden zu sein, unternommen habe, unglaubhaft sei,

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dass die Asylvorbringen des Beschwerdeführers widersprüchlich und 
realitätsfremd ausgefallen seien,

dass er ausserdem wesentliche Vorbringen erst in der Direktanhörung 
geltend gemacht habe,

dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  daher  nicht  glaubhaft 
seien,

dass  für  den  weiteren  Inhalt  der  vorinstanzlichen  Verfügung  auf  die 
Akten zu verweisen ist,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Dezember 2008 an 
das  Bundesverwaltungsgericht  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde 
erhob  und  dabei  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei 
aufzuheben,  es  sei  auf  das  Asylgesuch  einzutreten,  es  sei  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen und Asyl  zu  gewähren,  eventuell 
sei  er  infolge Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und Unmöglichkeit  des 
Vollzugs vorläufig aufzunehmen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  eventuelle  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  der  Beschwerde,  um  Gewährung  der 
vollumfänglichen unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses ersucht wurde,

dass  ausserdem  beantragt  wurde,  die  zuständige  Behörde  sei 
vorsorglich anzuweisen,  die Kontaktaufnahme mit  den Behörden des 
Heimatstaates  sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  denselben  zu 
unterlassen  und  bei  bereits  erfolgter  Datenweitergabe  den 
Beschwerdeführer entsprechend zu informieren,

dass  auf  die  Beschwerdebegründung  -  soweit  wesentlich  -  in  den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass  der  Sozialdienst  des  Kantons  D._______  eine 
Unterstützungsbedürftigkeitserklärung  vom  16.  Dezember  2008 
einreichte,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  17.  Dezember  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])  des BFM 
auf  dem  Gebiet  des  Asylrechts  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung 
der  Beschwerde  legitimiert  ist  (Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 48  Abs. 1 
VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG 
i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  sowie  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beurteilung  von  Beschwerden  gegen  Nichteintretensent-
scheide praxisgemäss auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, 
ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz  zurückgehen  zu  lassen  (vgl.  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK] 
2004 Nr. 34 E. 21 S. 240 f.),

dass  daher  auf  das  Begehren,  es  sei  Asyl  zu  gewähren,  nicht 
einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
dagegen  bereits  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

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dass  auf  das  Gesuch,  es  sei  gegebenenfalls  die  aufschiebende 
Wirkung  (der  Beschwerde)  wiederherzustellen  (vgl.  Ziff.  5  der 
Rechtsbegehren)  nicht  einzutreten  ist,  da  die  Vorinstanz  die  der 
Beschwerde  von  Gesetzes  wegen  (vgl.  Art.  55  Abs.  1  VwVG) 
zukommende aufschiebende Wirkung nicht entzogen hat,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters 
entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie 
nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innert 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs 
Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG),

dass  diese  Bestimmung  jedoch  keine  Anwendung  findet,  wenn 
Asylsuchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus 
entschuldbaren  Gründen  nicht  in  der  Lage  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG), oder wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 
und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Bst. b), oder 
wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Bst. c),

dass  der  Beschwerdeführer  bis  heute  keine  Identitäts-  oder 
Reisepapiere zu den Akten gereicht hat,

dass er  im Verlauf  der  Anhörungen erklärte,  er  besitze weder  einen 
Reisepass noch eine Identitätskarte und sei ohne jegliche Papiere mit 
einem Schiff aus Nigeria ausgereist,

dass diese Aussage stereotyp und realitätsfremd erscheint,

dass auch das Vorbringen, wonach er selber für die Reise nichts habe 
bezahlen müssen, realitätsfremd ist,

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dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  zu  seiner  Reise  in  die 
Schweiz  keine  substanziierten  Angaben  machen  konnte  und 
insbesondere nicht in der Lage war anzugeben, durch welche Länder 
er gereist sei,

dass es dem Beschwerdeführer  aus diesen Gründen nicht  gelungen 
ist, entschuldbare Gründe für die Nichteinreichung von Identitäts- oder 
Reisepapieren glaubhaft zu machen,

dass  demnach  zu  prüfen  bleibt,  ob  das  BFM  zu  Recht  davon 
ausgegangen ist, die Flüchtlingseigenschaft sei nicht gegeben und es 
bestehe  aufgrund  der  Anhörung  keine  Notwendigkeit  zur  Vornahme 
von weiteren Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses,

dass  die  Auffassung  des  BFM,  wonach  die  Asylvorbringen  des 
Beschwerdeführers unglaubhaft seien, zu bestätigen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  seine  Asylgründe  widersprüchlich 
schilderte,

dass  er  beispielsweise  zunächst  vorbrachte,  er  habe  nicht  selber 
gesehen, wie sein Vater umgebracht worden sei, man habe ihm aber 
gesagt, er sei mit Macheten getötet worden (vgl. A4, S. 6),

dass  er  demgegenüber  in  der  Direktanhörung  aussagte,  er  habe 
gesehen, wie sein Vater von der Dorfjugend mit Macheten umgebracht 
worden sei (vgl. A10, S. 5),

dass er  in der Erstbefragung darlegte, als er sein Haus in Flammen 
gesehen  habe,  sei  er  zu  seinem  Nachbarn  gelaufen,  um  sich  eine 
Waffe zu holen (vgl. A4, S. 5),

dass er diesen Sachverhaltsabschnitt in der Direktanhörung indessen 
anders schilderte und erklärte, er sei, nachdem er das Haus brennen 
gesehen habe,  zunächst  zum Feld gelaufen,  wo er  seinen getöteten 
Vater gesehen habe,

dass er erst danach zum Nachbarn gegangen sei, um sich eine Waffe 
zu beschaffen (vgl. A10, S. 5),

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dass  der  Beschwerdeführer  im  Weiteren  in  der  Empfangsstelle 
aussagte,  die  Krankenschwester  habe  ihm  erzählt,  wie  er  ins 
Krankenhaus  gekommen  und  was  mit  ihm  geschehen  sei  (vgl.  A4, 
S. 5),

dass er  in  der Direktanhörung dagegen vorbrachte,  die Ärzte hätten 
ihm dies erzählt (vgl. A10, S. 5),

dass sein Einwand in der Beschwerde, wonach der Dolmetscher seine 
Aussagen nicht präzise übersetzt habe, nicht gehört werden kann, da 
er bei den Anhörungen jeweils erklärte, er habe den Dolmetscher gut 
verstanden,  und  er  ausserdem  mit  seiner  Unterschrift  die 
Vollständigkeit  und  Richtigkeit  der  ihm  rückübersetzten  Protokolle 
bestätigte (vgl. A4, S. 8 sowie A10, S. 2 und 14),

dass  der  Beschwerdeführer  erst  in  der  Direktanhörung  -  auf 
entsprechenden  Vorhalt  hin  -  nachschob,  er  habe  zwischen  dem 
Austritt  aus  dem Krankenhaus  und  dem kurzen  Aufenthalt  in  Lagos 
zwei  Monate im Haus des Pastors verbracht,  welches sich in  seiner 
Heimatstadt befinde (vgl. A10, S. 13),

dass  die  Verfolgungsvorbringen  bereits  aus  diesen  Gründen 
zweifelhaft erscheinen,

dass  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  zu  entnehmen  ist,  die 
Dorfvorsteher respektive die Dorfjugend hätten erst nach ungefähr drei 
Wochen von seinem Krankenhausaufenthalt erfahren (vgl. A10, S. 10 
und 12),

dass dieses Vorbringen indessen realitätsfremd erscheint,  zumal das 
Krankenhaus den Angaben des Beschwerdeführers zufolge in seinem 
Wohnquartier lag (vgl. A4, S. 5),

dass  es  im  Weiteren  nicht  nachvollziehbar  ist,  weshalb  der 
Beschwerdeführer  nicht  in  Lagos  geblieben  ist,  da  aufgrund  der 
Aktenlage  nicht  ersichtlich  ist,  wie  die  Dorfbewohner  ihn  in  dieser 
Grossstadt hätten ausfindig machen können, wenn sie nicht einmal in 
der Lage waren, ihn während seines zweimonatigen Aufenthaltes beim 
Pastor, welcher ebenfalls in seiner Heimatstadt leben soll, aufzuspüren 
(vgl. A10, S. 13),

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dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde vorbringt, gemäss den 
in  seinem  Dorf  geltenden  Gesetze  habe  er  eine  Enthauptung  zu 
gewärtigen,

dass er  anlässlich der Anhörungen indessen nie vorbrachte, er  solle 
enthauptet werden,

dass  die  Verfolgungsvorbringen  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf 
die vorstehenden Erwägungen offensichtlich unglaubhaft sind,

dass den geltend gemachten Verfolgungshandlungen im Übrigen auch 
kein Motiv im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG zugrunde liegt, weshalb 
die  Vorbringen  ohnehin  als  nicht  asylrelevant  qualifiziert  werden 
müssen,

dass das Bestehen der Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers 
somit  ohne  weiteres  ausgeschlossen  werden  kann  und  auch  keine 
zusätzlichen  Abklärungen  hinsichtlich  der  Frage  des 
Wegweisungsvollzugs notwendig erscheinen,

dass darauf verzichtet werden kann, auf die weiteren Vorbringen in der 
Beschwerde  näher  einzugehen,  da  sie  an  der  vorstehenden 
Einschätzung nichts zu ändern vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 
Bst.  a  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  zur  Folge hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG), 
vorliegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und 
zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 
keine Anwendung findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Nigeria noch individuelle Gründe 
auf  eine  konkrete  Gefährdung  im  Falle  einer  Rückkehr  schliessen 
lassen,

dass es sich beim Beschwerdeführer um einen jungen Mann handelt, 
der  vor  der  Ausreise  im familieneigenen Landwirtschaftsbetrieb  tätig 
war,

dass der Beschwerdeführer (in wenig überzeugender Weise) geltend 
macht, er habe keine lebenden Angehörigen mehr,

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dass  indessen  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen  ist,  er 
verfüge in seiner Heimatregion über ein Beziehungsnetz, auf welches 
er bei Bedarf zurückgreifen kann,

dass er sich beispielsweise bei Bedarf an den Pastor wenden könnte, 
welcher ihm bereits bei der Ausreise behilflich war, oder allenfalls auch 
die  Nachbarn  um  Unterstützung  bitten  könnte,  bei  welchen  er  seit 
seiner Kindheit ein- und ausging (vgl. A10, S. 9 und 10),

dass in der Beschwerde vorgebracht wird, der Beschwerdeführer sei 
verwirrt und benötige einen Arzt,

dass jedoch keine konkreten Hinweise auf  das Bestehen ernsthafter 
medizinischer Probleme vorliegen, weshalb darauf verzichtet wird, den 
Gesundheitszustand  des  Beschwerdeführers  näher  abklären  zu 
lassen,

dass nach dem Gesagten nicht zu erwarten ist, der Beschwerdeführer 
würde  bei  einer  Rückkehr  nach  Nigeria  in  eine  existenzbedrohende 
Situation  geraten,  weshalb  der  Vollzug der  Wegweisung im heutigen 
Zeitpunkt insgesamt als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (vgl. Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  das  Gesuch  um  Erlass  vorsorglicher  Massnahmen  im 
Zusammenhang  mit  der  vom  Beschwerdeführer  befürchteten 
Datenweitergabe angesichts des vorliegenden, direkten Entscheids in 
der Hauptsache gegenstandslos wird, weshalb darauf nicht einzutreten 
ist,

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dass  den  Akten  keine  Hinweise  auf  eine  bereits  erfolgte 
Datenweitergabe durch das BFM zu entnehmen sind, weshalb auf das 
Gesuch,  der  Beschwerdeführer  sei  darüber  mittels  separater 
Verfügung zu informieren,  mangels  Rechtsschutzinteresses ebenfalls 
nicht einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der vollumfänglichen unentgeltlichen 
Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG) abzuweisen ist, da sich die 
Beschwerde nach dem Gesagten als aussichtslos erwies,

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses angesichts des vorliegenden, direkten Entscheids 
in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  vollumfänglichen  unentgeltlichen 
Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 

Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- das _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Anna Dürmüller

Versand:

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