# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 655d9f80-e3ee-5884-85e9-0834d050f0a9
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.09.2020 S 2020 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2020-2_2020-09-15.pdf

## Full Text

Mitgeteilt am

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 2
ang

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti
RichterIn von Salis, Audétat 
Aktuar Gross

URTEIL

vom 15. September 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Peter Portmann,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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1. A._____, geb. 1975, war zuletzt als Plattenleger und Geschäftsführer bei 

der B._____ AG tätig. Am 19. Oktober 2016 erlitt er in den Ferien einen 

Verkehrsunfall mit einem Quad-Fahrzeug (vgl. Schadenmeldung UVG vom 

28. Oktober 2016). Die Erstbehandlung erfolgte durch den Hausarzt, Dr. 

med. C._____, am 24. Oktober 2016, welcher gestützt auf seine 

Untersuchung, den unauffälligen Röntgenbefund der HWS sowie die CT 

des Schädels und der HWS, welche keine intracranielle Blutung oder 

Frakturen zeigte, u.a. eine commotio cerebri und eine HWS-Distorsion 

diagnostizierte und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigte. Der 

Neurologe Dr. med. D._____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 19. 

Januar 2017 namentlich eine LTHV (= leichte traumatische Hirnverletzung) 

bei Verkehrsunfall, persistierende Kopfschmerzen sowie subjektiv 

Raumunsicherheit und Gedächtnisprobleme. Nachdem das am 23. Januar 

2017 durchgeführte MRI des Kopfes keinerlei posttraumatische Läsionen 

gezeigt hatte, befürwortete Dr. med. D._____ am 27. Januar 2017 im 

Prinzip einen langsamen beruflichen Wiedereinstieg in nächster Zukunft. 

Im Zwischenbericht vom 19. Juni 2017 stellte Dr. med. C._____ bei 

diagnostizierten chronisch anhaltenden anfallsartigen 

Spannungskopfschmerzen und Schwindelbeschwerden gesamthaft einen 

stark zögerlichen Heilungsverlauf fest. Langfristig dürfte die Prognose aber 

trotzdem gut sein. In ihrer neuropsychologischen Abklärung vom 

16. November 2017 diagnostizierten die Dres. phil. E.____ und F._____ 

unspezifische, nicht valide qualifizierbare kognitive Defizite bei Vorliegen 

einer nicht-authentischen Leistungspräsentation. Im Bericht vom 16. 

Februar 2018 führte Dr. med. D._____ aus, er sei hinsichtlich der 

Kopfschmerzen mit der Einschätzung der Rehaklinik G._____, dass hier 

eine über Gebrauchs-Analgesie vorliege (MÜKS), einverstanden. In 

weiteren Untersuchungen fand er keine Hinweise für eine epileptische 

Störung.

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2. Im Juli 2018 meldete sich A._____ unter Hinweis auf chronifizierte 

Kopfschmerzen und Vergesslichkeit bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an. In dem von der IV-Stelle eingeholten 

Abklärungsbericht vom 30. August 2018 wies Dr. med. D._____ keine 

Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aus und ordnete die 

Kopfschmerzen jenen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu. Die 

Prognose erachtete er als gut. Dagegen stellte Dr. med. C._____ in seinem 

Abklärungsbericht vom 17. September 2018 folgende Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: LTHV bei persistierenden, teils 

migräneartigen Kopfschmerzen, subjektiv Gedächtnisprobleme (Kurzzeit- 

und Langzeitgedächtnis) sowie anfallweise nächtlich auftretende Form von 

Schlaflähmung. Zudem wies er eine seit 31. Oktober 2017 bestehende 

70%ige Arbeitsunfähigkeit aus.

3. In ihrem Bericht vom 4. Oktober 2018 diagnostizierte Dr. med. H._____ 

Parasomnien, ein Restless Legs-Syndrom, eine bekannte Schlafapnoe 

sowie multifaktorielle Durchschlafstörungen. Im folgenden Bericht vom 

8. November 2018 wies sie nach der durchgeführten Polysomnographie 

eine vorwiegend obstruktive Schlafapnoe schweren Grades und nur noch 

einen Verdacht auf ein Restless Legs-Syndrom aus. In dem von der IV-

Stelle eingeholten Verlaufsbericht vom 18. Januar 2019 stellte Dr. med. 

H._____ einen stationären Gesundheitszustand fest und wies darauf hin, 

dass die Schlafapnoe Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, solange sie 

nicht erfolgreich behandelt werde. Bei erfolgreicher Behandlung sei indes 

von keiner Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit auszugehen. Auch 

seien Tätigkeiten, die nicht monoton seien und nicht mit dem Steuern 

schwerer Maschinen zu tun hätten, zumutbar. Hausarzt Dr. med. C._____ 

wies schliesslich im Verlaufsbericht vom 5. Juni 2019 bei 

gleichgebliebenem Gesundheitszustand (2 bis 3mal wöchentlich akute 

Kopfschmerzepisoden, anlässlich derer Spedifen eingenommen würden, 

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und Vergesslichkeit) aus, dass die CPAP-Behandlung konsequent 

fortgeführt werde und dabei ein durchgehender Schlaf von sieben Stunden 

erreicht werde. Die Arbeitsfähigkeit liege im Schnitt bei max. 50 %.

4. Mit Verfügung vom 21. Mai 2019 stellte die Schweizerische 

Unfallversicherungsanstalt (SUVA) die Versicherungsleistungen mangels 

Adäquanz der organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden 

ein.

5. Am 3. Oktober 2019 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid und stellte die 

Abweisung des Leistungsbegehrens (kein Anspruch auf eine 

Invalidenrente) in Aussicht. Gleichentags teilte sie A._____ mit, dass kein 

Anspruch auf berufliche Massnahmen bestehe.

6. Mit Verfügung vom 18. November 2019 verneinte die IV-Stelle mit der 

Begründung, aus versicherungsmedizinischer Sicht liege seit mindestens 

November 2018 basierend auf den medizinischen Unterlagen kein 

Gesundheitsschaden mit wesentlicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 

(mehr) vor, einen Anspruch auf eine Invalidenrente ab 1. Januar 2019.

7. Dagegen liess A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 3. Januar 

2020 beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde 

erheben und neben der Aufhebung der Verfügung vom 18. November 2019 

beantragen, ihm sei bei einem Invaliditätsgrad von 50 % die ihm 

zustehenden Renten- und Entschädigungsleistungen gemäss 

Invalidengesetzgebung auszurichten. Eventuell sei die Angelegenheit an 

die IV-Stelle zur Neubeurteilung zurückzuweisen. Subeventuell sei eine 

umfassende Expertise über die erlittene Gehirnverletzung (insbesondere 

den Schweregrad) einzuholen sowie bezüglich der von ihm beschriebenen 

Kopfschmerzen und weiteren Symptome bzw. deren Auswirkungen auf die 

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Arbeitsfähigkeit und Leistungsfähigkeit, alles unter Einschluss einer 

sorgfältigen Plausibilitätsprüfung. Neben einer Verletzung des rechtlichen 

Gehörs und einer Widersprüchlichkeit im Vergleich zur Verfügung der 

SUVA vom 21. Mai 2019 monierte der Beschwerdeführer im Wesentlichen, 

die IV-Stelle habe die Plausibilität der beschriebenen Leiden und 

Symptome (erhebliche persistierende Kopfschmerzen, subjektive 

Raumunsicherheit, Schwindelgefühle sowie Konzentrations- und 

Erinnerungsschwächen) bzw. deren Auswirkungen auf seine Tätigkeit als 

Plattenleger und Geschäftsführer nicht hinreichend abgeklärt.

8. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in der 

Vernehmlassung vom 22. Januar 2020 auf Abweisung der Beschwerde. 

Der Beschwerdeführer replizierte am 3. Februar 2020 und vertiefte bzw. 

ergänzte seinen Standpunkt punktuell. Die Beschwerdegegnerin 

verzichtete am 10. Februar 2020 auf die Einreichung einer umfangreichen 

Duplik.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle 

des Kantons Graubünden vom 18. November 2019. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. 

a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 

sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-

gericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Als kantonales Versicherungsge-

richt ist das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden für die Beurtei-

lung der vorliegenden Beschwerde sowohl örtlich als auch sachlich zustän-

dig (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] und Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 

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370.100]). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der Beschwerdeführer 

durch diese berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Auf-

hebung oder Änderung auf, weshalb er zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 

1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

(Art. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) eingereichte Beschwerde 

ist demnach einzutreten.

1.2. Streitgegenstand bildet in Anbetracht der im Juli 2018 erfolgten Anmeldung 

nach Art. 29 IVG die Frage, ob die Beschwerdegegnerin den Rentenan-

spruch des Beschwerdeführers ab 1. Januar 2019 zu Recht verneint hat. 

Streitig ist das Vorliegen eines Gesundheitsschadens mit Auswirkungen 

auf die Arbeitsfähigkeit für den Zeitraum ab besagtem Zeitpunkt.

1.3. Soweit der Beschwerdeführer in seinen Rechtsbegehren u.a. beantragte, 

ihm sei bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % die ihm 

zustehenden Entschädigungsleistungen gemäss Invalidengesetzgebung 

zuzusprechen, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, zumal weder 

begründet wird, worin diese bestehen sollen, noch eine allfällige 

Hilflosenentschädigung – für welche ohnehin keine Anhaltspunkte 

bestehen – Thema der angefochtenen Verfügung bildete. Am 

Streitgegenstand vorbei zielen des Weiteren die weitschweifigen 

Ausführungen und zahlreichen Vorbringen des Beschwerdeführers zum 

adäquaten Kausalzusammenhang bzw. zur Unfallkausalität gewisser 

Beschwerden, zur Einordnung von Unfällen mit psychischen Folgeschäden 

sowie zur Einholung einer fachärztlichen Expertise zu diesen Fragen. 

Diesbezüglich bringt die Beschwerdegegnerin zu Recht vor, dass die 

Invalidenversicherung final ausgerichtet ist, d.h. dass sie den gesamten 

Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen hat und 

demnach stets sowohl unfallbedingte als auch unfallfremde Beschwerden 

zu berücksichtigen hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_7/2008 vom 18. 

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September 2008 E.5 und Urteil des Verwaltungsgerichts S 11 106 vom 28. 

August 2012 E.4d). Schliesslich ist auch die beschwerdeführerische Kritik 

am Entscheid der SUVA über die Leistungseinstellung und die damit 

verbundene Gehörsrüge im vorliegenden Verfahren nicht zu hören. 

2.1. Zunächst ist die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Verletzung des 

rechtlichen Gehörs zu prüfen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist das 

zentrale Mitwirkungsrecht der Parteien im Verwaltungsverfahren. Es dient 

einerseits der Sachaufklärung und stellt andererseits zugleich ein persön-

lichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien dar (vgl. HÄFELIN/MÜL-

LER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 

2020, Rz. 1001 S. 225 mit Hinweis auf BGE 144 I 11 E.5.3, 140 I 99 E.3.4 

und 135 II 286 E.5.1).

2.2. Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, die Beschwerdegegnerin habe die 

angefochtene Verfügung gar nicht begründet und sich offenbar nicht mit 

den eigenen Akten auseinandergesetzt, sondern vielmehr auf den nicht 

rechtskräftigen SUVA-Entscheid abgestellt, vermag er nicht 

durchzudringen. Vorab ist der Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, 

dass der Beschwerdeführer keinen Einwand gegen den Vorbescheid vom 

3. Oktober 2019 erhoben hat, weshalb sich eine einlässlichere Begründung 

nicht aufdrängte. Ebenfalls geht das Vorbringen fehl, die 

Beschwerdegegnerin habe nicht dargetan, ab welchem Zeitpunkt die 

bestehenden Beeinträchtigungen verschwunden sein sollten. Vielmehr 

geht aus der Verfügung diesbezüglich ausdrücklich hervor, dass aus 

versicherungsmedizinischer Sicht bereits gestützt auf die medizinischen 

Unterlagen seit mindestens November 2018 kein Gesundheitsschaden mit 

wesentlicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (mehr) vorliege. Entgegen 

der Auffassung des Beschwerdeführers finden sich in der angefochtenen 

Verfügung auch keine Anhaltspunkte dafür, dass sich die 

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Beschwerdegegnerin auf den Entscheid der SUVA vom 21. Mai 2019 

abgestützt hätte, weist sie darin doch auf die aktenkundigen medizinischen 

Beurteilungen hin. Insgesamt können die Überlegungen, von denen sich 

die Beschwerdegegnerin leiten liess, auch wenn sie nur knapp 

wiedergegeben wurden, zumindest im Kern nachvollzogen werden. Die 

Pflicht zur Entscheidbegründung bezweckt denn auch, dass sich der 

Betroffene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und 

diesen in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen 

kann, falls er damit nicht einverstanden ist (BGE 142 III 433 E.4.3.2). Weil 

vorliegend die Motive der Beschwerdegegnerin mit genügender Klarheit 

aus der angefochtenen Verfügung hervorgehen, war der Beschwerdeführer 

denn auch in der Lage, den Entscheid vom 18. November 2019 

sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung der Begrünungspflicht ist 

demnach nicht auszumachen.

2.3. Soweit sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang zusätzlich 

auf den Umstand beruft, dass er bis zum 31. Mai 2019 Taggelder der 

Unfallversicherung bezogen hat, vermag er daraus nichts zu seinen 

Gunsten abzuleiten. In BGE 133 V 549 E.6.1 hat das Bundesgericht zwar 

den Grundsatz der Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs (BGE 126 V 288) 

wiederholt, wonach bei gleichem Gesundheitsschaden die 

Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung, der 

Unfallversicherung und der Militärversicherung denselben Invaliditätsgrad 

ergeben soll. Eine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung der 

Unfallversicherung für die Invalidenversicherung hat es aber verneint (vgl. 

anstatt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_594/2016 vom 18. November 

2016 E.2.4 mit Hinweisen). Triftige Gründe für eine Abkehr von dieser 

Rechtsprechung werden in der Beschwerde weder geltend gemacht noch 

sind solche ersichtlich. Vielmehr weist die Beschwerdegegnerin zu Recht 

auf die Praxis des Bundesgerichts hin, wonach der Versicherungsträger bei 

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der erstmaligen Zusprechung von Dauerleistungen seine Leistungspflicht 

neu überprüfen kann, ohne dass der Entscheid durch die faktische 

Erbringung vorübergehender Leistungen – wozu auch UV-Taggelder 

zählen (vgl. BGE 135 V 287 E.4.2) – präjudiziert wird (Urteil des 

Bundesgerichts 8C_1/2016 vom 22. Februar 2016 E.4.5.3 mit Hinweisen). 

Insofern sind keine Gründe ersichtlich, den vorliegenden Entscheid 

aufzuschieben.

3.1. Als Invalidität gilt die durch einen körperlichen oder geistigen Gesundheits-

schaden verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-

ernde Erwerbsunfähigkeit (vgl. Art. 8 ATSG i.V.m. Art. 4 IVG). Bei erwerbs-

tätigen Versicherten erfolgt die Ermittlung der Invalidität in der Regel nach 

der Methode des Einkommensvergleichs (Art. 16 ATSG; Art. 28a Abs. 1 

IVG). Ist eine versicherte Person danach mindestens 40 % invalid, so hat 

sie Anspruch auf eine Viertelsrente, bei mindestens 50 % auf eine halbe 

Rente, bei mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und ab 70 % auf 

eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).

3.2. Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig-

keiten einem Versicherten noch oder überhaupt eine Erwerbstätigkeit zu-

gemutet werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall an-

gerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenen-

falls andere Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-

Stellen und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen 

Ärztlichen Dienste (Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der be-

handelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische Sachver-

ständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes besteht 

darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und seine Entwicklung im 

Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher 

Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden Be-

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funde zu erheben und gestützt darauf eine Diagnose zu stellen. Hiermit 

erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür die Verwaltung und im Streit-

fall das Gericht nicht kompetent sind (BGE 140 V 193 E.3.2; Urteile des 

Bundesgerichts 8C_559/2019 vom 20. Januar 2020 E.5.2.1 und 

9C_850/2013 vom 12. Juni 2014 E.3.2). 

3.3. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu wür-

digen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbe-

schwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach 

haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 

frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, 

dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam-

men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren 

Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizini-

schen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweis-

material zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine 

und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 143 V 124 

E.2.2.2, 125 V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberich-

tes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 

ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-

den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-

den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-

gerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 

E.3a). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 143 V 124 E.2.2.2, 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). Dennoch hat 

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es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 

und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 

V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a). Den im Rahmen des Verwal-

tungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, wel-

che aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Be-

funde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung 

volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 

Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.1.3.4, 

125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll 

der Richter auch der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass 

Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel-

lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 

V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch 

Berichten/Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-

spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objekti-

vität oder Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-

stände, die das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv 

als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, 

welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die 

Unparteilichkeit des Gutachters jedoch ein strenger Massstab anzulegen 

(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_718/2019 vom 13. August 2020 E.2.3; 

BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch bloss geringe Zwei-

fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt-

lichen Feststellungen, so sind allerdings ergänzende Abklärungen vorzu-

nehmen (BGE 142 V 58 E.5.1, 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.3.2 und E. 

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4.4; Urteile des Bundesgerichtes 8C_338/2018 vom 3. September 2018 

E.2.2 sowie 9C_415/2017 vom 21. September 2017 E.3.2).

4.1. Zur Beurteilung des Gesundheitszustands bzw. der Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers sind im konkreten Fall im Wesentlichen die folgenden 

medizinischen Berichte und Untersuchungen zu berücksichtigen:

4.1.1. Anlässlich der Erstbehandlung am 24. Oktober 2016 diagnostizierte Haus-

arzt Dr. med. C._____ gestützt auf seine Untersuchung, den unauffälligen 

Röntgenbefund der HWS sowie die CT des Schädels und der HWS, welche 

keine intracranielle Blutung oder Frakturen zeigte, u.a. eine commotio ce-

rebri und eine HWS-Distorsion (vgl. Akten der Beschwerdegegnerin [Bg-

act.] 16/1). 

4.1.2. Im Zwischenbericht vom 21. Dezember 2016 wies Dr. med. C._____ bei 

den bekannten Diagnosen darauf hin, dass der Beschwerdeführer 

anhaltende Dauerkopfschmerzen, deren Intensität jedoch abgenommen 

habe, sowie Gedächtnisprobleme beklage. Klinisch neurologisch seien 

keine Auffälligkeiten objektivierbar; bekanntlich sei die durchgeführte CT 

des Schädels am 25. Oktober 2016 unauffällig gewesen (Bg-act. 16/2).

4.1.3. Dr. med. D._____, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte am 19. Januar 

2017 namentlich eine LTHV (= leichte traumatische Hirnverletzung) bei 

Verkehrsunfall, persistierende Kopfschmerzen sowie subjektiv 

Raumunsicherheit und Gedächtnisprobleme. Dazu hielt er fest, aufgrund 

der Persistenz der Beschwerden, der kleinen, aber bemerkbaren Defizite 

in der klinischen Untersuchung sowie der Auffälligkeiten im EEG, sei eine 

MR-Diagnostik durchzuführen. Die Schlafproblematik wirke eher wie eine 

Schlaflähmung (bei dissoziiertem Erwachen). Diesbezüglich sei nach dem 

MRI zu entscheiden (Bg-act. 16/10).

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4.1.4. Im am 23. Januar 2017 durchgeführten MRI des Schädels beurteilte 

Dr. med. I._____ das Gross- und Kleinhirn als unauffällig ohne fokale 

Atrophie, Hämosiderinartefakte oder Glioseherde und ohne Hinweise für 

ein stattgehabtes Subduralhämatom; auch die übrigen Befunde seien 

regelrecht (Bg-act. 16/5).

4.1.5. Am 27. Januar 2017 führte Dr. med. D._____ in seinem Bericht aus, 

erfreulicherweise seien im MRI des Kopfes vom 23. Januar 2017 auch 

kleinere strukturelle Verletzungen ausgeschlossen worden, weshalb die 

Prognose sehr gut sei. Der Beschwerdeführer sei nach dem sehr positiven 

MRI-Ergebnis gelöster gewesen. Dr. med. D._____ befürwortete im Prinzip 

einen langsamen beruflichen Wiedereinstieg in nächster Zukunft (Bg-act. 

16/6 f.). 

4.1.6. Im Bericht vom 2. März 2017 stellte Dr. med. J._____, Facharzt für Hals-, 

Nasen- und Ohrenkrankheiten, eine Normakusis sowie keine 

Anhaltspunkte für peripher-vestibuläre Funktionsstörungen fest. Insgesamt 

lasse sich eine Störung weder im peripher-vestibulären noch im cochleären 

System in den durchgeführten Untersuchungen finden. Aufgrund der 

Anamanese und der Vorgeschichte handle es sich am ehesten um ein post-

commotionelles Syndrom. Da der Patient über eine langsame Besserung 

berichte, sei davon auszugehen, dass sich dieses in den nächsten ein bis 

zwei Monaten bessern sollte. Daneben bestehe noch ein 

Unsicherheitsgefühl und Hinweise für einen Höhenschwindel, den der 

Beschwerdeführer zuvor nie gehabt hätte. Eine organische Störung liege 

in diesem Sinne nicht vor. Es handle sich eher um eine Angststörung, die 

möglicherweise durch das Unfallereignis ausgelöst worden sei (Bg-act. 

16/11 f.).

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4.1.7. In einer biomechanischen Kurzbeurteilung vom 20. März 2017 hielten die 

Dres. K._____, L._____ und N._____ zum Unfallereignis fest, aus 

biomechanischer Seite ergebe sich, dass die anschliessend an das 

Ereignis festgestellten von der HWS ausgehenden Beschwerden und 

Befunde durch die Kollisionseinwirkung eher erklärbar seien (Bg-act. 

15/75).

4.1.8. Im Zwischenbericht vom 16. Mai 2017 berichtete Dr. med. C._____, dass 

der Beschwerdeführer anlässlich der Kontrolle vom 8. Mai 2017 immer 

noch über anhaltende Kopfschmerzen, insbesondere auch nachts 

auftretend, geklagt habe. Daneben bestünden gelegentlich auch etwas 

Schwindelbeschwerden. Am 27. März 2017 habe der Beschwerdeführer 

die Arbeit zu 50 % aufgenommen. Da die Prognose langfristig doch gut sein 

werde und therapeutisch keine weiteren Optionen ausser einer rein 

symptomatischen Therapie bestünden, hätten Dr. med. C._____ und der 

Beschwerdeführer entschieden, dass Letzterer ab dem 9. Mai 2017 die 

Arbeit wieder zu 100 % aufnehme (Bg-act. 16/16).

4.1.9. Weil sich im Verlauf aber wieder anhaltend akut auftretende, migräneartige 

Kopfschmerzen gezeigt hatten, hielt Dr. med. C._____ in seiner 

Stellungnahme vom 14. Juni 2017 eine volle Arbeitsfähigkeit für nicht 

möglich. Der Beschwerdeführer müsse jeweils drei- bis viermal wöchentlich 

den Arbeitsort wegen hochakuten Kopfschmerzen verlassen und sich für 

Stunden wieder hinlegen. Demnach bestehe wieder eine Arbeitsfähigkeit 

von 50 % (Bg-act. 16/17).

4.1.10. Gemäss Zwischenbericht von Dr. med. C._____ vom 19. Juni 2017 müsse 

bei diagnostizierten chronisch anhaltenden anfallsartigen Spannungskopf-

schmerzen und Schwindelbeschwerden gesamthaft von einem stark 

zögerlichen Heilungsverlauf betreffend den Folgeschäden im 

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Zusammenhang mit der erlittenen commotio cerebri gesprochen werden. 

Langfristig dürfte die Prognose aber trotzdem gut sein (Bg-act. 16/18).

4.1.11. In ihrem neuropsychologischen Bericht vom 16. November 2017 führten 

die Dres. phil. E._____ und F._____ in anamnestischer Hinsicht aus, der 

Beschwerdeführer berichte von chronischen Kopfschmerzen. Sie würden 

jeweils unmittelbar beginnen, träten aber bei kognitiver Anstrengung 

vermehrt auf. In der Regel könne er sie mittels Einnahme von Analgetika 

gut kontrollieren. Falls keine Medikamente zur Verfügung stünden, komme 

es zu schmerzbedingter Übelkeit, manchmal gefolgt von Erbrechen. Die 

Auftretenshäufigkeit der Kopfschmerzen habe sich in den letzten ein bis 

zwei Monaten etwas verbessert. So nehme er seit ein bis zwei Monaten 

nur noch zwei- bis dreimal pro Woche Analgetika ein. Wenn er bei der 

Arbeit schwere Dinge heben müsse, komme es zu einem Schwindelgefühl 

und nach zwei bis drei Arbeitstagen öfters zu einem Gefühl der 

Überforderung. Kognitive Einschränkungen bestünden bei Schmerzen. So 

könne er sich dann schlecht konzentrieren. Seine Ehefrau bemerke 

ausserdem, dass sein Gedächtnis seit dem Unfall schlechter sei. Zur 

Symptomvalidierung führten die Dres. phil. E._____ und F._____ aus, in 

einem von zwei durchgeführten Verfahren zur Überprüfung der 

Leistungsmotivation sei es zu einer Überschreitung des Grenzwertes 

gekommen. Zudem hätten sich klinisch Auffälligkeiten (Tendenz zum 

frühzeitigen Aufgeben, Weiterführung der Aufgaben trotz berichteter 

zunehmender Kopfschmerzen problemlos möglich) sowie 

Leistungsschwankungen in der formalen Prüfung (z.B. deutlich 

schwankende Reaktionszeiten in einer einfachen Reaktionsaufgabe) 

gezeigt. In ihrer Beurteilung führten die Dres. phil. E._____ und F._____ 

aus, formal fänden sich schwankende Leistungen und teilweise 

mittelschwere bis schwere Defizite in Teilbereichen der Aufmerksamkeits-, 

Gedächtnis- und exekutiven Funktionen. Im Zusammenhang mit einem 

- 16 -

auffälligen Resultat in einem Performancevalidierungsverfahren sowie in 

Tests eingebettetem Indikator für eine reduzierte Leistungsmotivation seien 

die obigen Resultate jedoch als nicht valide und nicht repräsentativ für die 

effektive kognitive Leistungsfähigkeit zu betrachten. Die vorliegenden 

medizinischen Befunde (CT und MRI) wiesen auf keine durch den Unfall 

bedingte hirnorganische Schädigung hin. Die Prognose einer leichten 

traumatischen Hirnverletzung (LTHV) sei üblicherweise gut; in der Mehrheit 

der Fälle bildeten sich die kognitiven Defizite nach spätestens drei Monaten 

vollständig zurück. Anamnestisch ergäben sich keine psychischen 

Faktoren, welche die persistierenden Beschwerden erklären könnten. Die 

Dres. phil. E._____ und F._____ diagnostizierten unspezifische, nicht 

valide qualifizierbare kognitive Defizite bei Vorliegen einer nicht-

authentischen Leistungspräsentation. Die Funktionsfähigkeit im Alltag und 

Beruf hielten sie für nicht beurteilbar. Sie empfahlen bei über 13 Monate 

lang andauernden Kopfschmerzen bei bis vor Kurzem täglichem Konsum 

von Schmerzmedikation, bei der arzneimittelinduzierte Kopfschmerzen 

(MÜKS; F55.2) möglich seien, einen ärztlich betreuten Analgetika-Entzug. 

Daneben befürworteten sie eine ambulante psychotherapeutische 

Behandlung (Bg-act. 16/34 ff.).

4.1.12. Im ergotherpeutischen Bericht vom 3. Januar 2018 der Rehaklinik G._____ 

wird berichtet, dass der Beschwerdeführer am Morgen der Abklärung mit 

Kopfschmerzen aufgewacht sei. Trotz dieser Kopfschmerzen sei die Fahrt 

mit dem Auto von 80 Minuten gut gegangen. Bevor das ergotherapeutische 

Interview habe gestartet werden könne, habe der Beschwerdeführer ein 

Glas Wasser verlangt, wobei er sehr demonstrativ ein wasserlösliches 

Schmerzmedikament gegen seine Kopfschmerzen eingenommen habe 

und dazu erklärte, dass er ohne diese nicht an der Abklärung teilnehmen 

könne. Weshalb aber der Beschwerdeführer bis um 8.00 Uhr nach fast 1 ½ 

Stunden mit der Einnahme gewartet habe, sei – wie die Ergotherapeutin 

- 17 -

bemerkte – unklar. Der Beschwerdeführer habe folgende subjektiven 

Beschwerden genannt: Kopfschmerzen und Schmerzen im 

Nackenbereich, wobei diese schwankend seien und durchschnittlich bei 2 

oder 3/10 VAS lägen, nächtliche Lähmungen und Vergesslichkeit. Die 

Beschwerden hätten in den Abklärungen aber nur teilweise beobachtet 

werden können und seien schwierig zu objektivieren. Eine 50%ige 

Arbeitsfähigkeit sei zurzeit angemessen, wobei eine Steigerung angestrebt 

werden sollte (Bg-act. 16/20 ff.).

4.1.13. In ihrem neurologischen Bericht vom 3. Januar 2018 diagnostizierte 

Dr. med. O._____, Fachärztin für Neurologie, eine LTHV und wies darauf 

hin, dass im aktuellen Verlauf die chronischen Kopfschmerzen und die 

Vergesslichkeit im Vordergrund stünden. Bezüglich Kopfschmerzen 

bestehe der Verdacht auf das Vorliegen von Medikamentenübergebrauch 

(MÜKS). Es empfehle sich ein Absetzen unter ärztlicher Kontrolle. Vom 

Patienten werde der Wunsch geäussert, das Arbeitspensum zu steigern, 

weshalb eine physio- und psychotherapeutische Behandlung empfohlen 

werde. Bezüglich der Episoden mit starrem Daliegen in der Nacht sei ein 

EEG anzuvisieren (Bg-act. 16/29 ff.).

4.1.14. Im Bericht vom 16. Februar 2018 führte Dr. med. D._____ aus, er sei 

hinsichtlich der Kopfschmerzen mit der Einschätzung der Rehaklinik 

G._____, dass hier eine über Gebrauchs-Analgesie vorliege (MÜKS), 

einverstanden. Günstig sei hier auch hinsichtlich der Schlaflähmung die 

Einführung eines trizyklischen Antidepressivums, insbesondere Anafranil 

(Clominpramin à 10mg). Das heutige EEG sei in selber Weise ausgefallen 

wie zuvor, nämlich mit einer zunächst guten modulierten Aktivität und 

immer wieder eingestreuten v.a. zentral bis linksparietal Theta, ohne dass 

typische Zeichen einer elektroenzephalogischen Übererregbarkeit 

- 18 -

erkennbar gewesen seien. Empfohlen werde ein Schlafentzugs-EEG (Bg-

act. 16/40 f.).

4.1.15. Am 21. Februar 2018 berichtete Dr. med. D._____ sodann, dass auch nach 

einem modifizierten Schlafentzugs-EEG als Provokationsmittel keine 

eindeutige epilepsietypische Konstellation habe gefunden werden können. 

Da keine Hinweise für eine epileptische Störung bestünden, sei als weiterer 

Schritt eine Abklärung im Schlaflabor angezeigt (Bg-act. 16/43).

4.1.16. In seinem Schreiben vom 18. Juni 2018 an Dr. med. D._____ führte 

Dr. med. C._____ aus, der Beschwerdeführer klage unverändert über eine 

allgemeine, sich verstärkende Vergesslichkeit und chronisch rezidivierend 

auftretende migräneartige Kopfschmerzen, welche aber unverändert recht 

gut auf Spedifen ansprächen. Phasenweise könne er hinsichtlich der 

Kopfschmerzen eine Woche beschwerdefrei sein. Dann komme es aber 

wieder gehäuft drei- bis viermal wöchentlich zu den beschriebenen 

Kopfschmerzen. Die Arbeitsfähigkeit liege weiterhin bei nur 30 % (Bg-act. 

4).

4.1.17. Dr. med. D._____ stellte am 6. Juli 2018 u.a. fest, dass nach wie vor eine 

Medikation mit Spedifen bestehe. Neben der Veranlassung einer 

schlafmedizinischen Abklärung zur Feststellung, ob eine Störung der REM-

Schlaf-Architektur mit dissoziiertem Erwachen vorliege, gab er dem 

Beschwerdeführer eine Rezeptur für Trimipramin ab, um zu schauen, ob 

dieses Antidepressivum eine Besserung der Kopfschmerzen und der 

affektiven Situation bringe. Zudem wies er auf die in der 

neuropsychologischen Testung festgestellte leichte Antwortverzerrung hin 

(Bg-act. 24/28 f.).

- 19 -

4.1.18. In dem von der IV-Stelle eingeholten Abklärungsbericht vom 30. August 

2018 wies Dr. med. D._____ keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit aus und ordnete die Kopfschmerzen jenen ohne Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit zu. Die Prognose erachtete er als gut. Falls sich 

eine narkoleptische Erkrankung bestätige, bestünden Zweifel ob der 

Fahreignung (Bg-act. 20/3-4).

4.1.19. Im Abklärungsbericht vom 17. September 2018 wies Dr. med. C._____ eine 

seit 31. Oktober 2017 bestehende 70%ige Arbeitsunfähigkeit aus und 

stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: LTHV 

bei persistierenden, teils migräneartigen Kopfschmerzen, subjektive 

Gedächtnisprobleme (Kurzzeit- und Langzeitgedächtnis) sowie anfallweise 

nächtlich auftretende Form von Schlaflähmung. Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit erachtete Dr. med. C._____ u.a. eine leicht- bis 

mittelschwere obstruktive Schlafapnoe, eine langjährige Migräne sowie 

anamnestisch Panikattacken. Auf die Frage, wie viele Stunden pro Tag die 

bisherige Tätigkeit zumutbar sei, antwortete Dr. med. C._____ mit aktuell 

maximal 50 % (Bg-act. 24/6).

4.1.20. In ihrem Bericht vom 4. Oktober 2018 diagnostizierte Dr. med. H._____ 

Parasomnien, ein Restless Legs-Syndrom, eine bekannte Schlafapnoe 

sowie multifaktorielle Durchschlafstörungen. Der Beschwerdeführer 

schildere diverse Symptome, welche den Schlaf beeinträchtigten. Der 

berichtete Bewegungsdrang assoziiert mit sensiblen Störungen, 

ausschliesslich in Ruhe und Entspannung, die Besserung durch Bewegung 

und die Betonung am Abend erfüllten die vier obligaten Kriterien für ein 

Restless Legs-Syndrom. Die geäusserten Lähmungen entsprächen 

Schlaflähmungen. Es handle sich dabei um zumeist harmlose 

Schlafphänomene, die kein Handlungsbedarf benötigten und durch 

Insomnie begünstigt würden. Deswegen sei auf eine gute Schlafhygiene zu 

achten. Die Durchschlafstörung sei am ehesten auf die bekannte 

- 20 -

Schlafapnoe zurückzuführen. Für weitere Abklärungen sei eine 

Polysomnographie geplant (Bg-act. 34/5).

4.1.21. Nach der durchgeführten Polysomnographie wies Dr. med. H._____ im 

Bericht vom 8. November 2018 eine vorwiegend obstruktive Schlafapnoe 

schweren Grades und nur noch ein Verdacht auf ein Restless Legs-

Syndrom aus. Im Wachzustand bestünden vermehrte Beinbewegungen die 

suggestiv für ein RLS seien. Ungewöhnlich für diese Diagnose sei jedoch 

das Fehlen von PLMS. Hinweise für weitere Parasomnien hätten sich nicht 

ergeben. In Anbetracht der Symptomatik sowie der Kopfschmerzen sei ein 

erneuter Versuch mit einer CPAP-Therapie gerechtfertigt. Falls diese 

Therapie nicht toleriert werden sollte, könnte bei starker 

Rückenlageassoziation auch eine Lagetherapie mit ggf. 

Zahnprotrusionsschiene versucht werden (Bg-act. 37/7).

4.1.22. Im Verlaufsbericht vom 18. Januar 2019 stellte Dr. med. H._____ sodann 

einen stationären Gesundheitszustand (bei letzter ärztlicher Kontrolle am 

8. November 2018) fest und wies darauf hin, dass die Schlafapnoe wegen 

der damit einhergehenden Müdigkeit und Schläfrigkeit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit habe, solange sie nicht erfolgreich behandelt werde. Bei 

erfolgreicher Behandlung sei indes von keiner Einschränkung in der 

bisherigen Tätigkeit auszugehen. Auch seien Tätigkeiten, die nicht 

monoton seien und nicht mit dem Steuern schwerer Maschinen zu tun 

hätten, zumutbar (Bg-act. 37/4).

4.1.23. Der Hausarzt Dr. med. C._____ wies im Verlaufsbericht vom 5. Juni 2019 

einen gleichgebliebenen Gesundheitszustand aus. Nach wie vor komme es 

anfallsweise, so zwei- bis dreimal pro Woche, zu akuten 

Kopfschmerzepisoden. Der Beschwerdeführer sei dann nicht in der Lage 

zu arbeiten. Bezüglich der früher beschriebenen Vergesslichkeit habe sich 

- 21 -

keine Änderung ergeben. Spedifen werde ausschliesslich gegen die 

Kopfwehattacken eingenommen. Es werde keine Dauertherapie mit 

Spedifen durchgeführt. Der Beschwerdeführer habe versucht, auf Spedifen 

zu verzichten, was aber wegen der doch massiven Kopfschmerzen und 

dem guten Ansprechen darauf nicht möglich gewesen sei. Die CPAP-

Behandlung werde konsequent fortgeführt und dabei ein durchgehender 

Schlaf von sieben Stunden erreicht. Die Arbeitsfähigkeit liege im Schnitt bei 

maximal 50 % (Bg-act. 43/2).

4.2. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 18. November 2019 einen Rentenanspruch mit der 

Begründung, gestützt auf die medizinischen Unterlagen liege seit 

mindestens November 2018 kein Gesundheitsschaden mit wesentlicher 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (mehr) vor. Dabei stützte sie sich 

gemäss ihrer Vernehmlassung namentlich auf die Abschlussbeurteilung der 

RAD-Ärztin Dr. med. P._____ vom 19. August 2019 ab (Case Report [CR] 

Bg-act. 59/20). Darin führte sie aus, das Ergebnis der – wegen vom 

Versicherten beklagter Vergesslichkeit durchgeführten – neurokognitiven 

Untersuchung in der Rehaklinik G._____ habe wegen nicht authentischer 

Leistungspräsentation nicht gewertet werden können. Der im Juni 2019 

vorgelegte Bericht des Hausarztes Dr. med. C._____, welcher auch die 

Testate für die Arbeitsunfähigkeit ausstelle, sei in sich bezüglich der 

Begründung der Arbeitsunfähigkeit unklar und in der Wertung der Diagnose 

widersprüchlich. Deshalb sei auf die Berichte der Fachärzte für Neurologie 

abzustellen. Dr. med. D._____ habe in seinen neurologisch ambulanten 

Abklärungen vom 19. Januar 2017 bis zuletzt am 16. Februar 2018 keine 

neurologische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit finden 

können. Laut Abklärungsbericht der Neurologin Dr. med. H._____ vom 18. 

Januar 2019 (Stand November 2018) sei dem Versicherten die 

angestammte Tätigkeit weiterhin zumutbar. Es sei eine CPAP-Therapie 

- 22 -

geplant. Wenn diese erfolge, sei der Versicherte wieder voll arbeitsfähig. 

Gemäss Abklärungsbericht von Dr. med. C._____ vom 5. Juni 2019 (Stand 

März 2019) werde das CPAP-Gerät vom Versicherten regelmässig 

angewendet und es sei dadurch eine nächtliche Schlafdauer von sieben 

Stunden erreicht worden. Somit sei der Versicherte nach Aussage der 

Neurologin Dr. med. H._____ voll arbeitsfähig. Aus 

versicherungsmedizinischer Sicht lasse sich kein Gesundheitsschaden mit 

wesentlicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erkennen. Der Versicherte 

sei suffizient abgeklärt worden. Die Behandlung mit Ibuprofen (recte: 

Spedifen) bei Kopfschmerzen und einem CPAP-Gerät bei Schlaf-Apnoe sei 

suffizient und wirksam (CR Bg-act. 59/20).

4.2.1. Im Folgenden ist deshalb zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht 

auf die RAD-Abschlussbeurteilung abgestellt hat oder ob die übrige 

Aktenlage diese RAD-Beurteilung in Zweifel zu ziehen vermag.

4.2.2. In seiner Beschwerde brachte der Beschwerdeführer namentlich vor, er 

habe in seiner Anmeldung am 9. Juli 2018 geltend gemacht, infolge 

chronischer Kopfschmerzen und Vergesslichkeit gesundheitlich und damit 

in einer Tätigkeit als Plattenleger und Geschäftsführer beeinträchtigt zu 

sein. Seither hätten sich die Kopfschmerzen verschlimmert. Sie träten teils 

unverhofft und in unregelmässigen Frequenzen auf, als eigentliche 

Attacken, so dass er sofort die Arbeit niederlegen und für mehrere Stunden 

pausieren müsse. Die Kopfschmerzen seien als Cluster-Kopfschmerzen zu 

beschreiben. Insbesondere träten die Attacken immer häufiger auch nachts 

auf. Durch das beeinträchtigte Raumgefühl und die Schwindelgefühle 

könne er kaum noch als Handwerker Fassadenarbeiten vornehmen. 

Solche Arbeiten könne er als Geschäftsführer auch nicht anweisen oder 

überprüfen, denn hierfür bedürfe es einer Tritt- und Bewegungssicherheit 

auf Baugerüsten. Die Aufgaben als Geschäftsführer (u.a. Aufträge 

- 23 -

annehmen, Besprechungen mit Bauherrschaften führen, Besichtigungen 

vor Ort vornehmen, Werkverträge abschliessen etc.) würden eine 

verlässliche und ständige geistige Präsenz erfordern. Diese werde durch 

die persistierenden Kopfschmerzattacken sowie die einsetzende 

Vergesslichkeit sowie die steten Konzentrationsschwierigkeiten erschwert.

4.2.3. Hinsichtlich der beklagten Kopfschmerzen und kognitiven 

Einschränkungen ist der Beschwerdegegnerin darin beizupflichten, dass 

diese Beschwerden trotz zahlreicher Untersuchungen nicht objektiviert 

bzw. hinreichend organisch nachgewiesen werden konnten. Insbesondere 

ergaben die neurologischen Untersuchungen und bildgebenden 

Abklärungen allesamt unauffällige Befunde. So konnten v.a. im MRI des 

Kopfes vom 23. Januar 2017 (Bg-act. 16/5) keinerlei posttraumatische 

Läsionen festgestellt werden (vgl. dazu z.B. Abklärungsbericht Dr. med. 

D._____ vom 27. Januar 2017 [Bg-act. 16/6 f.]) und auch klinisch 

neurologisch seien laut Dr. med. C._____ keine Auffälligkeiten 

objektivierbar (vgl. Zwischenbericht vom 21. Dezember 2016 [Bg-act. 16/2], 

ferner ergotherapeutischer Bericht vom 3. Januar 2018 [Bg-act. 16/20 ff.]). 

Insgesamt sei die Prognose deshalb gut (vgl. Abklärungsberichte von Dr. 

med. D._____ vom 27. Januar 2017 [Bg-act. 16/6 f.] und vom 30. August 

2018 [Bg-act. 20] sowie neuropsychologischer Bericht vom 16. November 

2017 [Bg-act. 16/38]). Auch werden die vom Beschwerdeführer nicht weiter 

mit fachärztlichen Berichten belegten Cluster-Kopfschmerzen nirgends in 

den Akten diagnostiziert. Aufgrund der Einnahme der Schmerzmedikation 

über viele Monate erachteten mehrere Fachpersonen – entgegen der 

Auffassung des Beschwerdeführers – das Vorliegen von 

arzneimittelinduzierten Kopfschmerzen (MÜKS) für wahrscheinlich, 

weshalb ein ärztlich betreuter Analgetika-Entzug und eine Umstellung auf 

ein trizyklisches Antidepressivum empfohlen wurden (vgl. 

neuropsychologischer Bericht Dres. phil. E._____ und F._____ vom 16. 

- 24 -

November 2017 [Bg-act. 16/38 f.], neurologischer Bericht Dr. med. O._____ 

vom 3. Januar 2018 [Bg-act. 16/29 ff.] sowie Abklärungsbericht Dr. med. 

D._____ vom 16. Februar 2018 [Bg-act. 16/40 f.]). Diesem Vorgehen wurde 

jedoch nachweislich nicht nachgelebt (vgl. Abklärungsbericht Dr. med. 

C._____ vom 17. September 2018 [Bg-act. 24/3] und Schreiben desselben 

vom 18. Juni 2018 [Bg-act. 4]). Begründend wurde dazu ausgeführt, der 

Beschwerdeführer spreche gut auf Spedifen an (Verlaufsbericht Dr. med. 

C._____ vom 5. Juni 2019 [Bg-act. 43], vgl. ferner Schreiben desselben 

vom 18. Juni 2018 [Bg-act. 4]). So gab der Beschwerdeführer denn auch 

selbst anlässlich der neuropsychologischen Abklärung in der Rehaklinik 

G._____ an, die Kopfschmerzen könne er in der Regel mittels Einnahme 

von Analgetika gut kontrollieren (neurologischer Bericht vom 16. November 

2017 [Bg-act. 16/35]). Auch im Rahmen der ergotherapeutischen 

Abklärung führte er aus, die Kopfschmerzen und Schmerzen im Nacken 

seien schwankend und lägen durchschnittlich bei 2 oder 3/10 VAS 

(ergotherapeutischer Bericht vom 3. Januar 2018 [Bg-act. 16/20 ff.]), womit 

nicht ein sehr hoher Wert auf der Schmerzskala ausgewiesen wurde. 

Ausserdem hielt Dr. med. C._____ fest, der Beschwerdeführer sei 

phasenweise hinsichtlich der Kopfschmerzen gar eine Woche 

beschwerdefrei (Schreiben vom 18. Juni 2018 [Bg-act. 4]). Überdies war es 

dem Beschwerdeführer entgegen seiner Ansicht nachweislich möglich, 

trotz beklagter Kopfschmerzen eine relativ weite Strecke alleine mit dem 

Auto zu den Untersuchungen in der Rehaklinik G._____ zurückzulegen 

(vgl. ergotherapeutischen Bericht vom 3. Januar 2018 [Bg-act. 16/20 ff.]). 

Vor diesem Hintergrund leuchtet es ein, wenn Dr. med. D._____ in seinem 

Bericht vom 30. August 2018 keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit stellen konnte und die Kopfschmerzen lediglich jenen 

zuordnete, die keinen Einfluss darauf hätten (Bg-act. 20/3). Dasselbe gilt 

hinsichtlich der beklagten kognitiven Defizite, wiesen die Dres. phil. 

E._____ und F._____ anhand der auffälligen Resultate in den 

- 25 -

Performancevalidierungstests, den klinischen Auffälligkeiten und den 

deutlichen Leistungsschwankungen in der formalen Prüfung plausibel 

darauf hin, dass sie bei nicht-authentischer Leistungspräsentation nicht auf 

die effektive kognitive Leistungsfähigkeit schliessen liessen (vgl. 

neurologischer Bericht vom 16. November 2017 [Bg-act. 16/38]). Mithin ist 

nicht ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer in seinen Tätigkeiten als 

Geschäftsführer wesentlichen beeinträchtigt sein soll.

4.2.4. Wenn nun Dr. med. C._____ den Beschwerdeführer aufgrund der 

Kopfschmerzen und der Vergesslichkeit zuletzt im Schnitt zu maximal 50 

% arbeitsfähig erachtete (vgl. Verlaufsbericht vom 5. Juni 2019 [Bg-act. 

43/2]), ist dem sich darauf abstützenden Beschwerdeführer 

entgegenzuhalten, dass es einer Erfahrungstatsache entspricht, dass 

behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten 

aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2, 4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a/3b; 

Urteile des Bundesgerichts 8C_673/2018 vom 13. Dezember 2018 E.3.4 

und 8C_8/2018 vom 23. April 2018 E.3.2). Zudem wies die RAD-Ärztin Dr. 

med. P._____ in ihrer Abschlussbeurteilung zu Recht darauf hin, dass Dr. 

med. C._____ bezüglich der Begründung der Arbeitsunfähigkeit unklar und 

in der Wertung der Diagnose widersprüchlich sei (CR Bg-act. 59/20). So wies 

Dr. med. C._____ in seinem letzten Bericht vom 5. Juni 2019 neben der 

bekannten Vergesslichkeit insbesondere auf die beim Beschwerdeführer 

nach wie vor zwei bis drei Mal wöchentlich auftretenden, anfallsweisen 

akuten Kopfschmerzepisoden hin, die mit Spedifen behandelt würden, auf 

das der Beschwerdeführer gut anspreche (Bg-act. 43/1). Inwiefern sich 

daraus (nur) eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 % ableiten lässt, 

begründet Dr. med. C._____ genauso wenig wie den Umstand, dass er im 

Bericht vom 17. September 2018 eine seit 31. Oktober 2017 bestehende 

70%ige Arbeitsunfähigkeit auswies, den Beschwerdeführer jedoch aktuell zu 

- 26 -

50 % arbeitsfähig in der bisherigen Tätigkeit erachtete (Bg-act. 24/6). Zudem 

wies er im Bericht vom 5. Juni 2019 darauf hin, dass sich die Diagnosen nicht 

verändert hätten (Bg-act. 43/1). Sein Verlaufsbericht vom 17. September 

2018 ist in diagnostischer Hinsicht jedoch auch insoweit widersprüchlich, als 

er darin die persistierenden und teils migräneartigen Kopfschmerzen zum 

einen als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufführt, 

gleichzeitig aber die langjährige Migräne unter die Diagnose ohne Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit einordnet (Bg-act. 24/3 f.). Daher ist nicht zu 

beanstanden, wenn die RAD-Ärztin für die Beurteilung des 

Gesundheitsschadens und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

auf die Berichte der Fachärzte für Neurologie abstellte (CR Bg-act. 59/20).

4.2.5. Soweit der Beschwerdeführer die persistierenden Beschwerden auf eine 

contusio cerebri zurückführt, wird dies nicht näher belegt und es findet sich 

auch kein Anhalt dafür in den Akten. Vielmehr diagnostizierte sein Hausarzt 

Dr. med. C._____ bereits anlässlich der Erstbehandlung am 24. Oktober 

2016 gestützt auf seine Untersuchung, den unauffälligen Röntgenbefund 

der HWS sowie die CT des Kopfes und der HWS, welche keine 

intracranielle Blutung oder Frakturen zeigte, eine commotio cerebri (Bg-act. 

16/1). Daran hielt er entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers 

auch fest, als die Symptome fortdauerten. So führte er im Zwischenbericht 

vom 19. Juni 2017 aus, bei den diagnostizierten chronisch anhaltenden 

anfallsartigen Spannungskopfschmerzen und Schwindelbeschwerden 

müsse gesamthaft von einem stark zögerlichen Heilungsverlauf betreffend 

Folgeschäden im Zusammenhang mit der erlittenen commotio cerebri 

gesprochen werden (Bg-act. 16/18). Im Übrigen bestätigte auch Dr. med. 

D._____ bereits am 27. Januar 2017, dass im MRI des Kopfes vom 23. 

Januar 2017 (Dr. med. I._____) auch kleinere strukturelle Verletzungen 

erfreulicherweise ausgeschlossen worden seien, weshalb die Prognose 

sehr gut sei (Bg-act. 16/6 f.).

- 27 -

4.2.6. Zu der vom Beschwerdeführer beklagten Schwindelproblematik wurden 

ebenfalls medizinische Abklärungen vorgenommen. So stellte Dr. med. 

J._____ in seinem Bericht vom 2. März 2017 eine Normakusis fest und 

verneinte Anhaltspunkte für peripher-vestibuläre Funktionsstörungen. 

Auch hinsichtlich des Unsicherheitsgefühls und des Höhenschwindels 

konnte keine organische Störung eruiert werden. Zudem habe der 

Beschwerdeführer auch über eine langsame Besserung berichtet, weshalb 

eine gute Prognose gestellt worden war (Bg-act. 16/11 f.). Soweit Dr. med. 

J._____ eine unfallbedingte Anpassungsstörung vermutete, nahm der 

Beschwerdeführer die empfohlene psychotherapeutische Behandlung 

nachweislich nicht in Anspruch. Dass der Schwindel nicht im Vordergrund 

steht, bestätigte denn auch Dr. med. C._____ in seinem Zwischenbericht 

vom 16. Mai 2017, indem er ausführte, neben den Kopfschmerzen würden 

gelegentlich auch etwas Schwindelbeschwerden bestehen (Bg-act. 16/16). 

Ausserdem räumte der Beschwerdeführer anlässlich der neurologischen 

Abklärung in der Rehaklinik G._____ selbst ein, aktuell seien die 

Schwindelepisoden deutlich rückläufig und träten nur noch ca. ein- bis 

zweimal in der Woche für ca. fünf Minuten auf (vgl. neurologischen Bericht 

vom 3. Januar 2018 [Bg-act. 16/30]). Vor diesem Hintergrund ist auch 

hinsichtlich dieser Beschwerden nicht ersichtlich, inwiefern sie sich 

wesentlich auf die Tätigkeit des Beschwerdeführers als Plattenleger 

auswirken sollten.

4.2.7. Schliesslich wurde aus medizinischer Sicht auch der beklagten 

Schlafproblematik nachgegangen. Während Dr. med. D._____ in seinem 

Bericht vom 21. Februar 2018 nach Vornahme eines modifizierten 

Schlafentzugs-EEG über fehlende Hinweise für eine epileptische Störung 

berichtete (Bg-act. 16/43), wies Dr. med. H._____ zu den aufgetretenen 

Schlaflähmungen darauf hin, dass es sich hierbei meist um harmlose 

- 28 -

Schlafphänomene ohne Handlungsbedarf handelte (vgl. Bericht vom 

4. Oktober 2018 [Bg-act. 34/5]). Obschon sie in der Folge beim 

Beschwerdeführer nach durchgeführter Polysomnographie eine 

vorwiegend obstruktive Schlafapnoe schweren Grades diagnostizierte (vgl. 

Bericht vom 8. November 2018 [Bg-act. 37/6]), welche aufgrund der damit 

einhergehenden Müdigkeit und Schläfrigkeit durchaus Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit haben könne, wies sie zugleich darauf hin, dass bei 

erfolgreicher Behandlung (mittels CPAP-Therapie) von keiner 

Einschränkung in der bisherigen Tätigkeit auszugehen sei (vgl. 

Verlaufsbericht vom 18. Januar 2019 [Bg-act. 37/1]). Angesichts der 

Umstände, dass sich diese Prognose auf die letzte ärztliche Kontrolle durch 

Dr. med. H._____ am 8. November 2018 bezog, der Beschwerdeführer 

sich bereits damals mit einer CPAP-Therapie einverstanden erklärt hatte, 

die Geräteversorgung mit direktem Aufgebot durch die Lungenliga 

Graubünden sowie einer Erstkontrolle nach ein bis zwei Wochen 

umgehend aufgegleist wurde (Bericht vom 8. November 2018 [Bg-act. 

37/6]) und sich daraufhin bei konsequent fortgeführter CPAP-Behandlung 

durch den Beschwerdeführer ein durchgehender Schlaf von sieben 

Stunden einstellen konnte (vgl. Verlaufsbericht Dr. med. C._____ vom 5. 

Juni 2019 [Bg-act. 43/2]), ist nicht zu beanstanden, wenn die RAD-Ärztin 

auf die von Dr. med. H._____ ausgewiesene volle Arbeitsfähigkeit bei 

erfolgreicher Behandlung abstellte, zumal die Schlafapnoe suffizient und 

wirksam behandelt erschien (CR Bg-act. 59/20). So erachtete der 

Beschwerdeführer in der Beschwerde die Schlafapnoe denn auch selbst 

als inzwischen therapiert (Beschwerde S. 4 Ziff. 7).

4.2.8. Insgesamt ergibt sich somit, dass die Vorbringen des Beschwerdeführers 

und die von ihm beigebrachten medizinischen Stellungnahmen nicht 

geeignet sind, auch nur geringe Zweifel an der RAD-Abschlussbeurteilung 

vom 19. August 2019 zu wecken. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn 

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die Beschwerdegegnerin für den hier massgeblichen Zeitraum ab dem 1. 

Januar 2019 davon ausging, es liege kein Gesundheitsschaden mit 

wesentlicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Dabei ist nicht 

ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht 

nachgekommen sein soll. Eine Rückweisung an sie zur Einholung eines 

Gutachtens erübrigt sich daher. Auch im vorliegenden gerichtlichen 

Verfahren kann auf die beantragte Einholung einer umfassenden Expertise 

zur erlittenen Gehirnverletzung genauso wie auf die Edition der Akten im 

Verfahren S 19 130 verzichtet werden (die SUVA-Akten wurden denn auch 

bereits von der IV-Stelle ediert [Bg-act. 13]), zumal das streitberufene 

Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung 

gebildet hat und annehmen kann, dass diese Überzeugung durch weitere 

Beweiserhebungen nicht geändert würde (siehe zur antizipierten 

Beweiswürdigung: BGE 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 E.5.3).

5.1. Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen, 

soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann (vgl. dazu vorne E.1.3).

5.2. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die 

Verweigerung von Leistungen aus der Invalidenversicherung vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in 

denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die 

Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf Fr. 

700.-- fest. Diese sind nach Art. 73 Abs. 1 VRG vom unterliegenden 

Beschwerdeführer zu tragen. 

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5.3. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kan-

tons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]