# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1de96db0-d183-5f23-87e3-7e65c54a9848
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-02-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.02.2013 IV 2011/100
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-100_2013-02-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/100

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 28.02.2013

Entscheiddatum: 28.02.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 28.02.2013
Art. 28 Abs. 2 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV. (Befristete) Rente. Es kann auf das 
medizinische Gutachten abgestellt werden, wonach in einer 
leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90 % besteht. Mithin 
resultiert kein unbefristeter Anspruch auf eine Invalidenrente. Während der 
Rehabilitationsphase bestand jedoch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in 
sämtlichen Tätigkeiten, so dass für diese Zeit ein befristeter Anspruch auf 
eine ganze Rente besteht (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 28. Februar 2013, IV 2011/100).

Vizepräsidentin Marie-Theres Rüegg Haltinner, a.o. Versicherungsrichterin Gertrud 

Condamin-Voney, Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Jürg 

Schutzbach

 

Entscheid vom 28. Februar 2013

in Sachen

A.____,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, St. Leonhard-Strasse 20, 

Postfach, 9001 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

 

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ meldete sich am 17. März 2009 zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Er gab an, unter Rückenbeschwerden (Bandscheibenvorfall) 

zu leiden (act. G 28.1/116). Der Hausarzt, Dr. med. B.___, Facharzt für Innere Medizin, 

gab in seinem Bericht vom 14. Mai 2009 an, es bestehe ein Status nach Isthmotomie 

L5 links und Sequesterentfernung am 13. Januar 2009, eine aktuelle Diskopathie mit 

Hernie L5/S1 und Wurzelkompression sowie ein Status nach chronischen Lumbalgien. 

Eine erneute Rückenoperation werde erwogen bei Rezidivhernie (act. G 28.1/105.1 ff.). 

Mit Verlaufsbericht vom 17. Juli 2009 hielt Dr. B.___ zusätzlich einen Status nach 

transforaminaler lumbaler intrakorporeller Fusion L5/S1 am 11. Mai 2009 fest. Es 

bestehe vorläufig eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit (act. G 28.1/82.1). Vom 21. 

September bis 8. Oktober 2009 absolvierte der Versicherte eine stationäre 

Rehabilitationsbehandlung in der Klinik Valens. Diese legte sich nicht auf eine 

endgültige Arbeitsfähigkeitsschätzung fest, hielt den Versicherten aber grundsätzlich 

noch am bisherigen Arbeitsplatz als Schlosser/Schweisser für arbeitsfähig. Dabei 

bestehe eine um 20 - 30 % verminderte Leistungsfähigkeit. Zudem seien längere 

statische Arbeitshaltungen und das Hantieren von Lasten über 20 kg zu vermeiden (act. 

G 28.1/73.2 f.). Nachdem sich der Versicherte subjektiv als nicht arbeitsfähig sah und 

auch die Arbeitgeberin C.___ AG keine Möglichkeit einer Umplatzierung anbieten 

konnte, schloss die Eingliederungsverantwortliche die Frühinterventionsphase ab. Dem 

Versicherten wurde am 10. März 2010 mitgeteilt, dass eine Arbeitsvermittlung bzw. 

eine Unterstützung zum Erhalt des jetzigen Arbeitsplatzes zur Zeit nicht möglich sei 

(act. G 28.1/62 und 64).

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A.b  In der Folge holte die IV-Stelle St. Gallen weitere Verlaufsberichte der 

behandelnden Ärzte Dr. B.___ und Dr. med. D.___, Klinik für Neurochirurgie am 

Kantonsspital St. Gallen, ein. Dabei gab Dr. B.___ an, der Gesundheitszustand habe 

sich verschlechtert, indem sich die Lumboischialgie links weiter chronifiziert habe. Die 

Prognose betreffend körperlich mittelschwerer und schwerer Arbeit sei ungünstig 

(Verlaufsbericht vom 29. März 2010 [act. G 28.1/59.1 f.]). Dr. D.___ gab in seinem 

Bericht vom 14. April 2010 an, es habe sich ein chronisches stark ausgeweitetes 

lumbosakrales Schmerzsyndrom entwickelt. Es bestehe eine depressiv überlagerte 

Anpassungsstörung. An eine Wiederaufnahme der Arbeit sei momentan nicht zu 

denken. Der Versicherte sei 100 % arbeitsunfähig (act. G 28.1/58). In der Folge ordnete 

die IV-Stelle St. Gallen auf Vorschlag des RAD Ostschweiz ein orthopädisch-

psychiatrisches Gutachten an (G 28.1/55 f.).

A.c  Am 23. Juni 2010 wurde der Versicherte durch das Medizinische 

Gutachtenzentrum St. Gallen (Dr. med. E.___, Spezialarzt Orthopädie FMH, und Dr. 

med. F.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) begutachtet. Diese Experten 

diagnostizierten (mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) eine Schmerzpersistenz bei 

Status nach Isthmotomie L5 links und Sequestrektomie 01/2009 sowie transforaminaler 

lumbaler interkorporeller Fusion L5/S1 mit Capestone-Cages und Sextant-Zweisystem 

05/2009, eine Präadipositas sowie Anpassungsstörungen mit längerer depressiver 

Reaktion (F43.21), bestehend seit etwa Mai 2009. Die Arbeitsfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit als Schlosser veranschlagten sie bei voller Stundenpräsenz 

auf 25 %, bestehend seit März 2010. Für den Zeitraum von Januar 2009 bis März 2010 

bestehe im Rahmen der postoperativen Rehabilitation eine volle Arbeitsunfähigkeit. 

Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die abwechslungsweise sitzend 

und stehend ausgeübt werden könnten, ohne dass dabei häufig inklinierte und 

reklinierte sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 5 kg 

gehoben oder getragen werden müssten, sowie Arbeiten ohne erhöhte emotionale 

Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität und ohne 

überdurchschnittliche Dauerbelastung könnten gesamthaft bei voller Stundenpräsenz 

seit März 2010 zu 90 % zugemutet werden. Vorher bestehe seit Januar 2009 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit (Gutachten vom 6. August 2010, act. G 28.1/51.1 ff. insbesondere 

19 f.).

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A.d  Mit Vorbescheid vom 15. November 2010 gab die IV-Stelle dem Versicherten 

bekannt, er habe bei einem Invaliditätsgrad von 26 % keinen Anspruch auf eine Rente 

(act. G 28.1/45). Mit Einwand vom 29. November 2010 und Ergänzungen vom 14. 

Dezember 2010 und 5. Januar 2011 machte der Versicherte geltend, es sei ihm eine 

volle (gemeint: ganze) Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter seien weitere 

medizinische Abklärungen vorzunehmen. Subeventualiter sei ihm eine Viertelsrente 

zuzusprechen. Im Wesentlichen wurde geltend gemacht, die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter sei nicht plausibel, nachdem die 

behandelnden Ärzte von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgingen. Dem 

Beschwerdeführer sei sodann ein Leidens- und Teilzeitabzug von insgesamt 25 % zu 

gewähren, da er auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit stark eingeschränkt und nur 

noch zu 90 % einsetzbar sei (act. G 28.1/36, 39 und 42). Mit Verfügung vom 31. Januar 

2011 wies die IV-Stelle St. Gallen das Rentengesuch ab, da keine neuen medizinischen 

Fakten vorgebracht würden und korrekterweise auf den Tabellenlohn abgestellt worden 

sei (act. G 28.1/33.1).

B.      

B.a  Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 4. März 2011 

und die - nach Einholung weiterer medizinischer Unterlagen - vorgenommene 

Ergänzung vom 27. Februar 2012 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung. Dem Beschwerdeführer sei sodann eine ganze Rente entsprechend einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 70 % zuzusprechen. Eventualiter sei die Angelegenheit 

zur weiteren medizinischen Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, das Gutachten vom 6. August 

2010, auf das sich die Beschwerdegegnerin stütze, weise zahlreiche Mängel auf und 

sei deshalb nicht beweistauglich. So sei das Gutachten nicht in Kenntnis sämtlicher 

Vorakten erstellt worden. Es fehle darin etwa die Nennung des Berichtes von Dr. med. 

G.___, Neurologie FMH, vom 19. September 2008. Zudem finde sich der im Gutachten 

erwähnte Bericht der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 13. April 2010 

nicht in den Akten. Der darin erwähnte Bericht der Neurologie finde sich ebenfalls nicht 

in den Akten. Fraglich sei ferner, auf welche bildgebenden bzw. Röntgenbefunde sich 

die Gutachter überhaupt stützten, werde doch in der orthopädischen Befunderhebung 

kein einziges Röntgenbild erwähnt. Es sei davon auszugehen, dass den Gutachtern 

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kein CT oder MRI vorgelegen habe, sondern lediglich die Berichte dazu. Im Weiteren 

verkenne das Gutachten die neurologische Problematik beim Beschwerdeführer, die 

erstmals von der Neurologin Dr. G.___ in ihrem Bericht vom 19. September 2008 

erwähnt werde. Auch der Bericht der Neurochirurgie vom 13. April 2010 verweise auf 

eine konsiliarische neurologische Untersuchung, die eine Radikulopathie L5 links 

festhalte. Letztmals habe zudem Dr. med. H.___, Neurochirurgie des Herz-Neuro-

Zentrums Bodensee, im Bericht vom 30. Juni 2010 eine neurologische Untersuchung 

empfohlen. Dies bestätige, dass die Gutachter mangels weiterer neurologischer 

Abklärungen die neurologische Problematik gar nicht zuverlässig hätten beurteilen 

können. Im Weiteren setze sich das Gutachten nicht bzw. nur oberflächlich mit früheren 

fachärztlichen Einschätzungen auseinander. So betrachteten die behandelnden Ärzte 

den Beschwerdeführer auch in einer adaptierten (bzw. leichten) Tätigkeit nicht für 

arbeitsfähig. Die Beschwerdegegnerin ignoriere schliesslich die nach der Erstattung 

des Gutachtens eingetretene Verschlechterung des Gesundheitszustands. Betreffend 

Invaliditätsbemessung sei grundsätzlich auf die im Einwand gemachten Ausführungen 

zu verweisen. Zu ergänzen sei, dass das Valideneinkommen mit dem letzten 

Monatslohn von Fr. 4'760.-- zu niedrig sei. Der Beschwerdeführer hätte zudem die 

Chance gehabt, nach der Operation Werkstattchef zu werden, was auf Grund der 

Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht mehr möglich gewesen sei (act. 

G 25).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 27. April 2012 beantragt die Verwaltung Abweisung 

der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie im Wesentlichen auf den RAD-Bericht 

vom 14. März 2012. Darin wird vermerkt, dass der Bericht von Dr. G.___ nicht mehr 

relevant sei, da dieser vor den Operationen verfasst worden sei. Der Bericht der 

Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen vom 13. April 2010 sei von Dr. E.___ 

selbst angefordert und im Gutachten berücksichtigt worden. Die im Bericht genannte 

Radikulopathie L5 links sei von Dr. E.___ bestätigt worden. Demgemäss seien die 

geklagten Schmerzen im linken Bein mit Ausstrahlung in den Fussrücken damit 

vereinbar. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer bei Dr. H.___ eine Taubheit im 

linken Gesäss und im linken Bein sowie streng begrenzt auf der linken Bauch-/

Rumpfseite angegeben, was dieser durch die vorliegenden Wirbelsäulenpathologien 

nicht habe erklären können. Wenn Dr. H.___ weitere neurologische Abklärungen 

vorgeschlagen habe, sei dies offensichtlich ohne Kenntnis der Voruntersuchungen 

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erfolgt, seien diese doch bereits im März 2010 vom Kantonsspital St. Gallen 

durchgeführt worden (act. G 28.1/2). Im Weiteren habe der Beschwerdeführer zwar 

gegenüber der Eingliederungsberaterin erklärt, mit dem Lohn unzufrieden gewesen zu 

sein. Von einer Lohnerhöhung oder gar einer möglichen Beförderung sei indessen nicht 

die Rede gewesen. Auch sei ein Leidensabzug nicht angezeigt (act. G 28). Der 

Beschwerdeführer verzichtet auf eine Replik (act. G 34).

 

Erwägungen:

1.      

1.1   Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG (in der 

ab 1. Januar 2008 gültigen Fassung), wenn die versicherte Person mindestens zu 70 

%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60 % invalid ist. Liegt 

ein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % vor, wird eine halbe Rente und bei einem 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente zugesprochen. Eine Invalidität 

von weniger als 40 % wird von der Invalidenversicherung rentenmässig nicht 

entschädigt.

1.2   Um den Grad der Arbeitsunfähigkeit und der Erwerbsunfähigkeit bemessen zu 

können, sind Verwaltung und Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe der 

ärztlichen Sachverständigen ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu 

Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

2.       

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2.1   Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, das Gutachten sei nicht in 

Kenntnis sämtlicher Vorakten erstellt worden. Insbesondere seien die neurologischen 

Vorabklärungen durch die Neurologin Dr. G.___ und die Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen nicht berücksichtigt worden. Unter den fallrelevanten 

Dokumenten werde der Bericht der Neurochirurgie vom 13. April 2010 aufgeführt. Darin 

werde eine Myelographie bzw. ein Myelo-CT vom 20. Oktober 2009 (recte: 22. Oktober 

2009) erwähnt, wonach die Schraube in LWK 5 links knapp die rezessale Nervenwurzel 

L5 tangiere. Dieser Bericht sei in den Akten nicht zu finden. Der Arztbericht berufe sich 

weiter auf Kollegen der Neurologie, die in der Elektromyographie/Elektroneurographie 

Hinweise auf eine Radikulopathie L5 links gefunden hätten, wobei eine Polyneuropathie 

ausgeschlossen werden konnte. Der entsprechende Bericht finde sich ebenfalls nicht in 

den Akten. Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, es sei unklar, auf welche 

bildgebenden bzw. Röntgenbefunde sich die Gutachter stützten. Im Gutachten werde 

lediglich erwähnt, dass angesichts der erst kürzlich erfolgten auswärtigen Abklärung 

auf Röntgenuntersuchungen verzichtet werde. Da in der orthopädischen 

Befunderhebung kein einziges Röntgenbild erwähnt werde, sei davon auszugehen, 

dass den Gutachtern keine bildgebenden Dokumente vorgelegen hätten. Ohne dieses 

Material sei eine zuverlässige Beurteilung aber nicht bzw. nur eingeschränkt möglich.

2.2   Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass der objektive Sachverhalt in Bezug auf 

das Rückenleiden grundsätzlich abgeklärt ist. So geht Dr. E.___ von einer 

Schmerzpersistenz bei Status nach Isthmotomie L5 links und Sequestrektomie sowie 

transforaminaler lumbaler interkorporeller Fusion L5/S1 mit Capestone-Cages und 

Sextant-Zweisystem aus (act. G 28.1/51.6). Im genannten Bericht der Neurochirurgie 

vom 13. April 2010 diagnostizierten die behandelnden Ärzte ein persistierendes 

lumbales bis lumbosakrales Schmerzsyndrom mit belastungsabhängigem radikulären 

Schmerzsyndrom L5 beidseits (distal betont) sowie sensiblem Ausfallsyndrom L5/S1 

links. Zudem diagnostizierten sie einen Verdacht auf ein neuropathisches 

Schmerzsyndrom L5 links. Im MRI der LWS vom Eintrittstag (25. März 2010) habe sich 

mit Ausnahme einer (asymptomatischen) Diskushernie BWK12/LWK1 rechts rezessal 

keine Nervenwurzelkompression gezeigt. Das Ganglion der Wurzel L5 links sei 

ödematös aufgetrieben. Im CT der LWS habe es keine Osteolysen gegeben, die 

Schraubenlage sei unverändert, die Schraube in LWK5 links tangiere unverändert die 

Nervenwurzel L5 links rezessal. Die Kollegen der Neurologie hätten in der 

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Elektromyographie/Elektroneurographie Hinweise auf eine Radikulopathie L5 links 

gefunden, eine Polyneuropathie habe dagegen ausgeschlossen werden können. Beim 

Austritt konstatierten die behandelnden Ärzte Hypästhesien an der Oberschenkel- und 

Unterschenkelaussen- und -hinterseite sowie am linken Fuss. Für das weitere 

Prozedere wurde lediglich die Dosis der - nebst der Schmerzmedikation 

durchgeführten - antidepressiven Medikation (Trazodon) gesteigert (act. 

G 28.1/10.2 ff.). Wie aus dem Gutachten ersichtlich ist, war Dr. E.___ dieser Bericht 

bekannt (act. G 28.1/51.3). Er nahm auch die Hyposensibilität am linken Ober- und 

Unterschenkel und am linken Fuss auf. Er befasste sich mit deren Ursache und kam 

zum Schluss, dass die Schmerzen links mit Ausstrahlung in den Fussrücken links 

entsprechend dem Dermatom mit der im MRI vom März 2010 aufgetriebenen 

Nervenwurzel L5 links bei im CT sichtbarer, die Nervenwurzel L5 links rezessal 

tangierender Schraube L5 links vereinbar sei. Bei fehlender Pathologie rechts könnten 

die Ausstrahlung der Schmerzen in den rechten Unterschenkel und bei einzig einer L5 

links vorliegenden Radikulopathie auch die Hyposensibilität des gesamten linken Beins 

nicht plausibilisiert werden. Mithin liegt die medizinische Beurteilung von Dr. E.___ nicht 

im Widerspruch zu derjenigen der behandelnden Ärzte - insbesondere der letzten, vor 

dem Gutachten ergangenen Untersuchung vom März/April 2010 - sodass 

diesbezüglich nicht von einem mangelhaften Gutachten ausgegangen werden kann.

2.3   Im Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, das Gutachten verkenne die 

neurologische Problematik, die erstmals von Dr. G.___ in ihrem Bericht vom 19. 

September 2008 erwähnt werde. Letztmals habe Dr. H.___ in seinem Bericht vom 

30. Juni 2010 auf eine untere Quadrantenhypästhesie und -hypalgesie hingewiesen, die 

am Abdomen paramedian begrenzt und mit einer relativ scharfen Grenze bis etwa Th10 

reiche. Dr. H.___ empfehle daher zur Validierung eine neurologische Untersuchung des 

angegebenen sensiblen Quadrantendefizits links eventuell mit Messung der langen 

Rückenmarksbahnen. Diese Empfehlung bestätige, dass die Gutachter mangels 

weiterer neurologischer Abklärungen die neurologische Problematik nicht zuverlässig 

beurteilen könnten. Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass nach Erstellung des 

Gutachtens - aber vor Erlass der angefochtenen Verfügung - vom 2. bis 7. Dezember 

2010 ein weiterer Aufenthalt in der Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen 

erfolgte. Im entsprechenden Bericht vom 10. Dezember 2010 wird das bereits 

bekannte persistierende lumbale bis lumbosakrale Schmerzsyndrom mit 

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belastungsabhängigem radikulärem Schmerzsyndrom S1 links sowie sensiblem 

Ausfallsyndrom diffus im ganzen linken Bein, am ausgeprägtesten im Dermatom S1 

links diagnostiziert. Aktuell bestehe eine Schmerzexazerbation der bekannten 

Lumboischialgie links im L5/S1-Dermatom mit begleitendem Schwindel und 

Kopfschmerzen parietal median, eine leichte depressive Anpassungsstörung bei 

psychosozialer Belastung sowie Kopfschmerzen vom Spannungstyp. Am 3. Dezember 

2010 wurden sodann neue CT- und MRI-Aufnahmen der Lendenwirbelsäule 

angefertigt. Die MRI-Aufnahme zeigte im Vergleich zur Voruntersuchung vom 25. 

Oktober 2010 (richtig wohl 25. März 2010) einen unveränderten Zustand nach dorsaler 

Spondylodese LWK5/SWK1 mit unveränderter ödematöser Schwellung des Ganglions 

L5 links foraminal ohne Nachweis einer Kompression. Es fand sich eine normale Weite 

des Spinalkanals und kein Nachweis einer Kompression nervaler Strukturen. In der CT-

Aufnahme fand sich ein lagestationäres und intaktes Osteosynthesematerial bei 

stattgehabter dorsaler Spondylodese und Cageinterponat LWK5/SWK1 sowie Lamin­

ektomie LWK5/SWK1 links. Die linke Pedikelschraube LWK5 sei weiterhin leichtgradig 

in Richtung des Spinalkanals medialisiert. Es bestehe eine zirkuläre 

Bandscheibenhernie LWK2/3 ohne höhergradige Einengung des Spinalkanals. Es 

bestehe weiterhin kein Hinweis auf eine Kompression nervaler Strukturen (act. G 

28.1/37.2 ff.). Mithin lag auch zu diesem Zeitpunkt ein unveränderter Zustand vor, der 

nicht geeignet ist, die Gültigkeit des orthopädischen Gutachtens zu schmälern. 

Schliesslich vermag auch der Bericht von Dr. H.___ vom 30. Juni 2010 zu keiner 

anderen Beurteilung zu führen, geht doch dieser Arzt ebenfalls vom selben Zustand in 

LWK5 aus wie die behandelnden Ärzte und der Gutachter. Er erwähnt explizit, dass an 

diesem Wirbel keine Raumforderung und keine Kompression der hier verlaufenden 

Nervenwurzel beständen. Der übrige myelographische Befund sei unauffällig. Der 

Beschrieb des Befundes stimmt im Wesentlichen mit den übrigen medizinischen 

Unterlagen überein (Taubheit im Gesäss links im Ober- und Unterschenkel). 

Insbesondere waren die Fusspulse sämtlich regelrecht. Es zeigten sich keine 

pathologischen ASR- und PSR-Reflexe (Achillessehnenreflex, Patellarsehnenreflex). 

Der TSR (Trizepssehnenreflex) habe nicht ausgelöst werden können (act. G 25.2). 

Schliesslich konnte der von Dr. H.___ beschriebene Befund einer 

Quadrantenhypästhesie in der späteren Untersuchung vom Dezember 2010 in der 

Neurochirurgie des Kantonsspitals St. Gallen im genannten Umfang nicht bestätigt 

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werden. Vielmehr beschrieb der Beschwerdeführer hier wiederum - wie auch schon am 

28. Juli 2010 anlässlich der Untersuchung in der Kopfschmerz-Sprechstunde in der 

Klinik für Neurologie am Kantonsspital St. Gallen, die einen unauffälligen 

neurologischen Untersuchungsbefund ergab (act. G 28.1/37.11) - die bekannte 

Hyposensibilität im linken Bein sowie am linken Fuss (act. G 28.1/37.3). Nachdem nicht 

von einer Verschlechterung der Verhältnisse ausgegangen werden kann, ist eine 

erneute neurologische Untersuchung somit nicht angezeigt.

2.4   Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, das Gutachten setze sich nicht 

bzw. nur ungenügend mit den früheren fachärztlichen Einschätzungen auseinander. So 

führe der Gutachter aus, dass die von der Klinik Valens attestierte Leistungseinbusse 

von 20 - 30 % auf Grund der vorliegenden Befunde aus gutachterlicher Sicht nicht 

nachvollzogen werden könne. Der Gutachter weiche auch von der Einschätzung des 

Internisten Dr. B.___ ab, wenn er davon ausgehe, auch in der bisherigen Tätigkeit 

könnten leichtere Arbeiten in deutlich reduziertem Umfang durchaus erledigt werden. 

Der Gutachter gebe für diese Differenz keine Begründung an. Keine Erwähnung finde 

sodann, dass Dr. D.___ in seinem Bericht vom 14. April 2010 ausdrücklich festgehalten 

habe, der Beschwerdeführer sei weder in der angestammten noch in einer anderen 

Tätigkeit arbeitsfähig. Als Operateur könne Dr. D.___ seine Beurteilung immerhin auf 

einen langen Behandlungszeitraum sowie Hospitalisationen und konsiliarische, 

neurologische Untersuchungen stützen. Dies werde ferner dadurch bestätigt, dass 

auch Dr. B.___ den Beschwerdeführer selbst für leichtere Tätigkeiten als nicht arbeits­

fähig betrachte, was er letztmals im Bericht vom 3. Januar 2011 bestätigt habe. Mit den 

Dres. D.___ und B.___ sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen.

2.5   Zur Arbeitsfähigkeitsschätzung der Klinik Valens ist zunächst festzustellen, dass 

dieses Institut von einer zumutbaren mittelschweren Tätigkeit in Wechselbelastung mit 

Hantieren von Lasten bis 20 kg ausgegangen war (act. G 28.1/73.6). Bei dieser 

Prämisse erscheint die angenommene Einschränkung von 20 - 30 % nicht von 

vornherein als nicht nachvollziehbar. Demgegenüber geht der orthopädische Gutachter 

von einer körperlich leichten Tätigkeit in temperierten Räumen aus, die 

abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden könne, ohne dass dabei 

häufig inklinierte und reklinierte sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen und 

Gegenstände über 5 kg gehoben oder getragen werden müssten. Eine solche Tätigkeit 

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könne bei voller Stundenpräsenz seit März 2010 vollumfänglich zugemutet werden. 

Während der postoperativen Rehabilitation bestehe ab Januar 2009 bis Februar 2010 

(recte wohl bis März 2010 bzw. bis 1. April 2010 [Ende Aufenthalt Neurochirurgie, 

act. G 28.1/10.2]) eine volle Arbeitsunfähigkeit (act. G 28.1/51.7). In psychiatrischer 

Hinsicht ist gemäss Gutachten zusätzlich zu beachten, dass die Tätigkeit keine erhöhte 

emotionale oder Stressbelastung aufweist, keine gesteigerte Flexibilität erfordert und 

zu keiner überdurchschnittlichen Dauerbelastung führt. In einer solchen Tätigkeit 

betrage die Arbeitsfähigkeit bei voller Stundenpräsenz 90 % (act. G 28.1/51.20). 

Obwohl eine leichte depressive Störung rechtsprechungsgemäss nicht zu einer 

rentenrechtlich verwertbaren Invalidität führt und der psychiatrische Gutachter selber 

von einer zumutbaren Überwindbarkeit der Störung ausgeht (act. G 28.1/51.36), 

besteht beim vorliegenden Verfahrensausgang kein Korrekturbedarf, zumal auch die 

Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsfähigkeit von 90 % ausgeht. Jedenfalls ist bei 

der vorgeschlagenen leichten Tätigkeit nicht mit über das attestierte Ausmass 

hinausgehenden Einschränkungen zu rechnen. Wie der RAD Ostschweiz zu Recht 

anmerkt, führten die behandelnden Ärzte Dres. B.___ und D.___ in ihren 

Stellungnahmen vom 3. Januar 2011 bzw. vom 14. April 2010 die von ihnen 

angegebene Arbeitsunfähigkeit von 100 % in sämtlichen Tätigkeiten auf die depressiv 

überlagerte Anpassungsstörung bzw. das chronische Schmerzsyndrom zurück (act. 

G 28.1/37.1 und 58.2; act. G 28.1/2.2). Im Übrigen schloss Dr. B.___ in seinem Bericht 

vom 29. März 2010 eine adaptierte Tätigkeit nicht generell aus (act. G 28.1/59.1). Nach 

dem Gesagten erscheint die Schlussfolgerung der Gutachter plausibel, so dass auf 

deren Arbeitsfähigkeitsschätzung abzustellen ist. 

2.6   Schliesslich wird vom Beschwerdeführer die Berechnung des Invaliditätsgrades 

bestritten. So sei anzumerken, dass der letzte Monatslohn von Fr. 4'760.-- zu niedrig 

gewesen sei, was der Beschwerdeführer bereits mit seinem Vorgesetzten besprochen 

habe. Der Beschwerdeführer hätte zudem nach der Operation die Chance gehabt, 

Werkstattchef zu werden, was jedoch auf Grund der Verschlechterung des 

Gesundheitszustands nicht mehr möglich gewesen sei. Auf Grund der erwähnten 

Umstände sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer kurz davor gestanden 

habe, ein wesentlich höheres Valideneinkommen zu erzielen. Dazu ist zunächst 

festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung gestützt 

auf den IK-Auszug (Lohn 2007 von Fr. 72'472.--, vgl. act. G 28.1/112.2) bereits von 

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einem wesentlich höheren Valideneinkommen ausgegangen ist (Fr. 72'726.--; 2009 

[act. G 28.1/33 und 47]), wohingegen der vom Beschwerdeführer genannte Betrag 

bestenfalls ein jährliches Einkommen von Fr. 61'880.-- ergeben würde (Fr. 4'760.-- x 13 

[gemäss Arbeitgeberbescheinigung: Fr. 4'760.-- x 12 zuzügl. Gratifikation Fr. 4'200.-- = 

Fr. Fr. 61'320.--; act. G 28.1/108.3]). Der Beschwerdeführer erklärte sich denn im 

Einwand vom 5. Januar 2011 ausdrücklich mit dem von der Beschwerdegegnerin 

verwendeten Valideneinkommen einverstanden (act. G 28.1/36.4). Mit der 

Beschwerdegegnerin ist festzustellen, dass der erstmals im Beschwerdeverfahren 

geltend gemachte Karriereschritt und damit die Verwendung eines (noch) höheren 

Valideneinkommens nicht ausgewiesen ist. Für das Invalideneinkommen stellte die 

Beschwerdegegnerin auf die LSE ab. Dabei verwendete sie Tabelle TA1, Männer, 

Niveau 4, betriebsübliche Arbeitszeit (gemäss Anhang 2 zur IVG-Ausgabe der 

Informationsstelle AHV/IV), wobei sie fälschlicherweise vom Jahr 2008 anstatt 2009 

ausging. Da der korrekte Wert Fr. 55'116.-- (Fr. 61'240.-- x 90 %) beträgt, ergibt sich 

allerdings ein geringerer Invaliditätsgrad von 24,2 % ([Fr. 72'726.-- - Fr. 55'116.--] : 

Fr. 72'726.-- x 100). Selbst ein zusätzlicher Lohnabzug von 20 % ergäbe noch keinen 

rentenbegründenden Invaliditätsgrad (39,37 %). Da der maximale Abzug von 25 % 

ohnehin nicht angezeigt ist, erübrigt sich dessen genaue Festlegung. Es besteht 

demnach kein Rentenanspruch ab August 2010 (vgl. nachstehende Erwägung).

2.7   Obwohl nicht beantragt, bleibt von Amtes wegen zu prüfen, ob der 

Beschwerdeführer allenfalls Anspruch auf eine befristete Rente hat. So gehen die 

Gutachter davon aus, dass während der Zeit der postoperativen Rehabilitation eine 

vollständige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten bestand. Dabei beziffern sie 

den massgebenden Zeitraum mit Januar 2009 bis März 2010 (Ausführungen zur 

bisherigen Tätigkeit) bzw. Februar 2010 (Ausführungen des orthopädischen Gutachters 

zur leidensangepassten Tätigkeit [act. G 28.1/51.7 und 19 f.]). Nachdem der 

Beschwerdeführer vom 25. März bis 1. April 2010 erneut in der Neurochirurgie des 

Kantonsspitals St. Gallen hospitalisiert war, rechtfertigt es sich, das Entlassungsdatum 

als Ende der postoperativen Rehabilitationsphase anzusehen. Nachdem sich der 

Beschwerdeführer am 17. März 2009 zum Leistungsbezug angemeldet hat, besteht 

gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab September 2009 ein Anspruch. Zu diesem 

Zeitpunkt war der Beschwerdeführer gemäss Angaben von Dr. B.___ seit mehr als 

einem Jahr arbeitsunfähig, und zwar - betreffend den Zeitraum September 2008 bis 

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August 2009 - vom 1. September bis 19. Oktober 2008 zu 50 %, vom 20. Oktober 

2008 bis 3. Januar 2009 zu 25 %, vom 4. Januar bis 18. März 2009 zu 100 %, vom 19. 

März bis 21. April 2009 zu 70 % sowie vom 22. April bis 31. August 2009 zu 100 % 

(act. G 28.1/105.2 [vgl. auch act. G 28.1/107.1]). Dies ergibt eine durchschnittliche 

Arbeitsunfähigkeit von 75 % (1,63 Mte. à 50 %; 2,47 Mte. à 25 %; 2,5 Mte. à 100 %; 

1,1 Mte. à 70 % und 4,3 Mte. à 100 %). Nachdem der Beschwerdeführer in der bis 1. 

April 2010 dauernden Rehabilitationsphase noch nicht eingliederungsfähig war, hat er 

unter Berücksichtigung der für die Rentenanpassung gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV 

geltenden dreimonatigen Wartefrist für den Zeitraum von September 2009 bis Juli 2010 

Anspruch auf eine ganze Rente.

3.       

3.1   Die Beschwerde ist in dem Sinn teilweise gutzuheissen, als dem 

Beschwerdeführer befristet für den Zeitraum vom 1. September 2009 bis zum 31. Juli 

2010 eine ganze Rente zuzusprechen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

Die Sache ist zur Rentenberechnung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 

Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- 

erscheint als angemessen. Beim vorliegenden Verfahrensausgang, wo der 

Beschwerdeführer im Hauptpunkt zwar unterliegt, sich die zugesprochene befristete 

Rente wirtschaftlich aber immerhin nicht ganz unerheblich auswirkt, rechtfertigt es sich, 

die Gerichtsgebühr dem Beschwerdeführer im Umfang von drei Fünfteln aufzuerlegen. 

Der Beschwerdeführer bezahlt demnach Fr. 360.--. Den Restbetrag von Fr. 240.-- hat 

die Beschwerdegegnerin zu bezahlen; dem Beschwerdeführer ist in diesem Umfang 

der geleistete Kostenvorschuss zurückzuerstatten.

3.3   Da der Beschwerdeführer teilweise obsiegt, hat er einen reduzierten Anspruch auf 

eine Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist. Bei vollständigem Obsiegen wäre praxisgemäss eine Parteientschädigung von 

Fr. 3‘500.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Wegen des nur 

bis

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teilweisen Obsiegens von zwei Fünfteln erscheint eine Parteientschädigung von 

Fr. 1'400.-- als gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer 

somit eine Parteientschädigung von Fr. 1'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwert­

steuer) zu bezahlen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 

31. Januar 2011 aufgehoben und dem Beschwerdeführer befristet für den Zeitraum 

vom 1. September 2009 bis zum 31. Juli 2010 eine ganze Rente zugesprochen. Im 

Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen. Die Sache wird zur Rentenberechnung an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- bezahlen die Beschwerdegegnerin im Umfang 

von Fr. 240.--, der Beschwerdeführer im Umfang von Fr. 360.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer daran angerechnet und im 

Umfang von Fr. 240.-- zurückerstattet.

3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 1'400.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.02.2013
	Art. 28 Abs. 2 IVG. Art. 88a Abs. 1 IVV. (Befristete) Rente. Es kann auf das medizinische Gutachten abgestellt werden, wonach in einer leidensadaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 90 % besteht. Mithin resultiert kein unbefristeter Anspruch auf eine Invalidenrente. Während der Rehabilitationsphase bestand jedoch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten, so dass für diese Zeit ein befristeter Anspruch auf eine ganze Rente besteht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Februar 2013, IV 2011/100).

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