# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84d21d40-164e-5311-93ad-92bb5fa13448
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-07-12
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 12.07.2007 RR.2007.30
**Docket/Reference:** RR.2007.30
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2007-30_2007-07-12

## Full Text

Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG);;Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an Deutschland
Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e Abs. 2 lit. a IRSG)

Entscheid vom 12. Juli 2007 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Bernard Bertossa, Vorsitz, 
Roy Garré und Cornelia Cova,     
Gerichtsschreiberin Brigitte Brun  

   
 
Parteien 

  
1. A.,  
 
2. B.,  
 
3. C. CORP.,  
 

alle vertreten durch Rechtsanwälte Christoph M. 
Pestalozzi und Daniele Favalli,  

Beschwerdeführer  
 

 gegen 
   

STAATSANWALTSCHAFT I DES KANTONS  
ZÜRICH,  

Beschwerdegegnerin 
 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 
Deutschland 
 

Beschlagnahme von Vermögenswerten (Art. 80e 
Abs. 2 lit. a IRSG) 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2007.30 / RR.2007.54 
 

 

 

- 2 - 

 

 

 
Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 
− die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen A. u.v.w. ein Strafverfahren wegen 

des Verdachts des Vorenthaltens und der Veruntreuung von Arbeitsentgelt, 
der unrichtigen Angaben zur Beschaffung von Aufenthaltstiteln und des Ein-
schleusens von Ausländern führt; 

− die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend "Staatsanwalt-
schaft") gestützt auf ein telefonisch durch die Staatsanwaltschaft Stuttgart in 
Aussicht gestelltes Rechtshilfeersuchen am 19. Februar 2007 die vorsorgli-
che Sperre von Konten der C. Corp. (inklusive Konten an denen A. formell 
oder zumindest wirtschaftlich berechtigt erscheint) bei der Bank D. in Zürich 
im Maximalbetrag von EUR 8'848'609.-- verfügte und diese Vermögenssper-
re auf 60 Tage befristete, innert welcher die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein 
Rechtshilfeersuchen stellen sollte, ansonsten die Kontensperre aufgehoben 
würde (RR.2007.30, act. 1.2); 

− die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 1. März 2007 bei der II. Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichtes Beschwerde gegen die vorerwähnte 
Verfügung einreichten mit dem Antrag, es sei die vorsorgliche Kontosperre 
aufzuheben oder eventualiter auf EUR 2'382'855.-- zu reduzieren 
(RR.2007.30, act. 1); 

− die Staatsanwaltschaft Stuttgart innert der mit Verfügung vom 19. Februar 
2007 gesetzten Frist mit formellem Rechtshilfeersuchen vom 23. März 2007 
u.a. um Sicherstellung der Vermögenswerte der C. Corp. bei der Bank D. im 
Höchstbetrag von EUR 10'769'730.50 ersuchte (Verfahrensakten REC B-
3/2007/090, act. 7); 

− die Staatsanwaltschaft daraufhin mit Eintretens- und Zwischenverfügung 
vom 27. März 2007 die Verfügung vom 19. Februar 2007 aufhob und mit der 
Anordnung ersetzte, wonach die Vermögenswerte auf Konten, die auf die C. 
Corp. lauten (inklusive Konten an denen diese formell oder zumindest wirt-
schaftlich berechtigt erscheint) bei der Bank D. im Maximalbetrag von 
EUR 10'769'730.50 gesperrt werden (Verfahrensakten REC B-3/2007/090, 
act. 9); 

− die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. April 2007 bei der II. Beschwer-
dekammer des Bundesstrafgerichtes Beschwerde gegen die Eintretens- und 
Zwischenverfügung vom 27. März 2007 erhoben mit dem Antrag, es sei die 
Kontosperre aufzuheben oder eventualiter auf EUR 4'589'985.58 zu reduzie-
ren (RR.2007.54, act. 1); 

- 3 - 

 

 

− die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2007 ihre Beschwerde vom 
10. April 2007 zurückzogen (RR.2007.54, act. 10); 

− demnach das Verfahren RR.2007.30 als gegenstandslos geworden und das 
Verfahren RR.2007.54 zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt abzu-
schreiben sind; 

− den Beschwerdeführern die (reduzierten) Kosten des Verfahrens 
RR.2007.54 aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b 
SGG); 

− die Gebühr für das Verfahren RR.2007.54 auf Fr. 500.-- festzusetzen ist 
(Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor 
dem Bundesstrafgericht, SR 173.711.32), unter Anrechnung des geleisteten 
Kostenvorschusses von Fr. 5'000.--, wobei die Bundesstrafgerichtskasse an-
zuweisen ist, den Beschwerdeführern den Restbetrag von Fr. 4'500.-- zu-
rückzuerstatten; 

 

- 4 - 

 

 

und erkennt: 
 
1. Das Verfahren RR.2007.30 wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 
 
2. Das Verfahren RR.2007.54 wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-

digt abgeschrieben. 
 

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird den Beschwerdeführern auferlegt, un-
ter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 5'000.--. Die 
Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, den Beschwerdeführern den 
Restbetrag von Fr. 4'500.-- zurückzuerstatten. 

 
 

Bellinzona, 12. Juli 2007 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Der Präsident:    Die Gerichtsschreiberin:  
 
 
 
 
 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwälte Christoph M. Pestalozzi und Daniele Favalli 
- Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 
- Bundesamt für Justiz Abt. Internationale Rechtshilfe 
 
 
Rechtsmittelbelehrung 

Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind Vor- und Zwischenentscheide 
nicht beim Bundesgericht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide über 
die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenstän-
den, sofern die Vor- und Zwischenentscheide einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewir-
ken können, oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen 
und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren 
ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Die Beschwerdefrist beträgt zehn Tage (Art. 100 Abs. 
2 lit. b BGG).