# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2e9d0451-6661-59b3-9962-da6a13d60785
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.11.2010 C-4723/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4723-2008_2010-11-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-4723/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz), 
Richter Antonio Imoberdorf, Richter Bernard Vaudan, 
Gerichtsschreiber Rudolf Grun.

N._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Wehrle, 
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-4723/2008

Sachverhalt:

A.
Die  aus  Marokko  stammende  N._______  (Beschwerdeführerin,  geb. 
1966) war von 1990 bis 1995 (oder von 1991 bis 1993) in erster Ehe 
mit  dem tunesischen Staatsangehörigen B._______ (geb. 1967)  ver-
heiratet. Dieser Ehe entsprang die Tochter S._______ (geb. 1993). In 
zweiter  Ehe  war  sie  mit  dem  marokkanischen  Staatsangehörigen 
L._______ (geb. 1966) verheiratet. Diese Ehe wurde am 25. Dezember 
1997 geschieden.

Nachdem die Beschwerdeführerin in der Folge als Cabarettänzerin in 
der  Schweiz gearbeitet  hatte,  meldete sie  sich per  27. August  1998 
von Marokko kommend in Burgdorf an und heiratete am 11. Dezember 
1998 den Schweizer Bürger A._______ (geb. 1939).

B.
Gestützt auf diese Ehe ersuchte die Beschwerdeführerin am 12. April  
2003  um  erleichterte  Einbürgerung  nach  Art.  27  des  Bürgerrechts-
gesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0).

Zu  Handen  des  Einbürgerungsverfahrens  unterzeichneten  die  Ehe-
gatten am 10. Juni 2004 eine gemeinsame Erklärung, wonach sie in 
einer tatsächlichen, ungetrennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft an 
derselben  Adresse  zusammenlebten  und  weder  Trennungs-  noch 
Scheidungsabsichten  bestünden.  Ferner  nahmen  sie  unterschriftlich 
zur  Kenntnis,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  ist, 
wenn vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehe-
gatten die Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsäch-
liche  eheliche  Gemeinschaft  mehr  besteht,  und  dass  die  Ver-
heimlichung dieser  Umstände zur  Nichtigerklärung der Einbürgerung 
nach Art. 41 BüG führen kann.

Am 21. Oktober  2004 wurde die  Beschwerdeführerin  erleichtert  ein-
gebürgert  und erwarb die Bürgerrechte des Kantons Zürich und der 
Gemeinde X._______.

Am 7. November  2004 gelangte die Tochter der  Beschwerdeführerin 
S._______  im  Rahmen  des  Familiennachzuges  in  die  Schweiz  und 
erhielt die Niederlassungsbewilligung.

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C.
Am 20. September 2005 reichten die Ehegatten beim Kreisgericht  V 
Burgdorf-Fraubrunnen ein  Begehren auf  Scheidung der  Ehe ein. Mit 
Urteil vom 7. Juni 2006 (in Rechtskraft seit 20. Juni 2006) wurde die 
Ehe geschieden.

D.
Am 16. Februar 2007 stellte der frühere Ehemann (B._______) bei der 
Schweizer Botschaft in Tunis einen Antrag auf Erteilung eines Visums 
für  die  Einreise  in  die  Schweiz  zwecks  Heirat  mit  der  Be-
schwerdeführerin.  Zudem  übermittelte  die  Schweizer  Botschaft  ein 
Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung vom 21. Februar 2007 an 
das Eidgenössische Amt für das Zivilstandswesen.

E.
Aufgrund dieser Umstände eröffnete die Vorinstanz am 29. Mai 2007 
ein  Verfahren  auf  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung 
gemäss  Art.  41  BüG.  Im  Rahmen  dieses  Verfahrens  hatte  die  Be-
schwerdeführerin  verschiedentlich  Gelegenheit  zur  Stellungnahme. 
Ferner  nahm  das  BFM  Einsicht  in  die  Akten  des  Kreisgerichts  V 
Burgdorf-Fraubrunnen  betreffend  Ehescheidung  sowie  des 
Migrationsdienstes des Kantons Bern betreffend Familiennachzug von 
S._______  und  B._______.  Auf  Veranlassung  der  Vorinstanz  wurde 
der  schweizerische  Ex-Ehemann  von  der  Kantonspolizei  Bern  am 
9. Oktober  2007  zur  ehelichen  Gemeinschaft,  zur  erleichterten  Ein-
bürgerung  und  zu  den  Umständen  der  Ehescheidung  befragt.  Am 
23. April 2008 lud die Vorinstanz die Beschwerdeführerin zu einer ab-
schliessenden Stellungnahme ein. Von dieser Möglichkeit machte sie 
innert dazu angesetzter Frist keinen Gebrauch. 

F.
Am 5. Mai 2008 erteilte der Kanton Zürich als Heimatkanton der Be-
schwerdeführerin  die  Zustimmung  zur  Nichtigerklärung  der  er-
leichterten Einbürgerung.

G.
Mit Verfügung vom 6. Juni 2008 erklärte die Vorinstanz die erleichterte 
Einbürgerung der Beschwerdeführerin für nichtig.

H.
Mit Rechtsmitteleingabe vom 14. Juli 2008 beantragt die Beschwerde-
führerin  in  der  Hauptsache  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Ver-

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fügung  und  rügt  dabei  u.a. eine Verletzung  des  rechtlichen Gehörs, 
weil  die  Aktenstücke  der  Verwaltung  nicht  in  einer  Sprache  aus-
gefertigt  worden  seien,  deren  die  Beschwerdeführerin  mächtig  sei 
(arabisch oder französisch).

I.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 7. Oktober 2008 
auf Abweisung der Beschwerde.

J.
Die  Beschwerdeführerin  hält  mit  Replik  vom  4.  November  2008  an 
ihrem Rechtsmittel und dessen Begründung fest.

K.
Auf den weiteren Akteninhalt und die mit der Replik eingereichten Be-
lege und Bestätigungsschreiben wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter 
Vorbehalt der in Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden ge-
gen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), welche von 
einer der in Art. 33 VGG aufgeführten Behörden erlassen wurden. Da-
runter  fallen gemäss Art. 51  Abs. 1  BüG Verfügungen des BFM be-
treffend Nichtigerklärung einer erleichterten Einbürgerung nach Art. 41 
Abs. 1 BüG.

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, sofern das Verwaltungsgerichts-
gesetz nichts anderes bestimmt.

1.3 Als Adressatin der angefochtenen Verfügung ist die Beschwerde-
führerin zu deren Anfechtung legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die 
frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde ist  daher einzutreten 
(Art. 50 und 52 VwVG).

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2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum Zeitpunkt  seines  Ent -
scheids  (vgl.  E.  1.2  des  Urteils  2A.451/2002  vom  28.  März  2003, 
teilweise publiziert in BGE 129 II 215).

3.
3.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person er-
leichtert  eingebürgert  werden,  wenn sie insgesamt fünf  Jahre in  der 
Schweiz gewohnt hat, seit einem Jahr hier wohnt und seit drei Jahren 
in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger lebt. Nach dem 
Wortlaut  und  Wortsinn  der  Bestimmung  müssen  sämtliche  Voraus-
setzungen sowohl im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung als auch an-
lässlich der Einbürgerungsverfügung erfüllt sein (BGE 135 II 161 E. 2  
S. 165 mit  Hinweisen). Fehlt  es im Zeitpunkt  des Einbürgerungsent-
scheids  an  der  ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die  erleichterte  Ein-
bürgerung nicht ausgesprochen werden (BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403 
mit Hinweisen).

3.2 Der Begriff  der  ehelichen Gemeinschaft  bedeutet  nach der  bun-
desgerichtlichen Rechtsprechung mehr als nur das formelle Bestehen 
einer  Ehe. Verlangt  wird  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft,  ge-
tragen vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 135 
II 161 E. 2 S. 165 mit Hinweisen). Der Gesetzgeber wollte dem aus-
ländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers  die  erleichterte  Ein-
bürgerung  ermöglichen,  um  die  Einheit  des  Bürgerrechts  der  Ehe-
gatten im Hinblick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (Botschaft 
des Bundesrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. Au-
gust  1987, BBl 1987 III  293 ff.,  S. 310). Zweifel  am Willen der Ehe-
gatten,  die  eheliche  Gemeinschaft  aufrecht  zu  erhalten,  sind  bei-
spielsweise angebracht,  wenn kurze Zeit  nach der erleichterten Ein-

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bürgerung  die  Trennung  erfolgt  oder  das  Scheidungsverfahren  ein-
geleitet wird (BGE 135 II 161 E. 2 S. 165 mit Hinweisen).

3.3 Gemäss Art. 41 Abs. 1 BüG kann die erleichterte Einbürgerung mit 
Zustimmung der Behörde des Heimatkantons innert fünf Jahren nichtig 
erklärt werden, wenn sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung 
erheblicher  Tatsachen  „erschlichen“,  d.h.  mit  einem unlauteren  oder 
täuschenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des straf-
rechtlichen Betrugstatbestandes wird nicht verlangt. Es genügt, wenn 
der Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die Behörde be-
wusst  in  einem falschen Glauben lässt  und so den Vorwurf  auf  sich 
zieht, es unterlassen zu haben, die Behörde über eine erhebliche Tat-
sache zu informieren (vgl. BGE 135 II 161 E. 2 S. 165 mit Hinweisen).

4.
4.1 In der Bundesverwaltungsrechtspflege gilt der Grundsatz der frei -
en Beweiswürdigung (Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes 
vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273]). 
Frei ist die Beweiswürdigung darin, dass sie nicht an bestimmte, starre 
Beweisregeln gebunden ist, welche der Behörde genau vorschreiben, 
wie ein gültiger Beweis zustande kommt und welchen Beweiswert die 
einzelnen Beweismittel  zueinander haben. Freie Beweiswürdigung ist 
aber nicht mit freiem Ermessen zu verwechseln (FRITZ GYGI,  Bundes-
verwaltungsrechtspflege,  2. Aufl. Bern  1983,  S. 278/279; zu den Be-
weismitteln: BGE 130 II 169 E. 2.3.2 ff.). Wenn ein Entscheid – wie im 
vorliegenden Fall – zum Nachteil des Betroffenen in seine Rechte ein -
greift, liegt die Beweislast bei der Behörde.

4.2 Im  Zusammenhang  mit  der  Nichtigerklärung  einer  erleichterten 
Einbürgerung ist  von der Verwaltung zu untersuchen, ob die Ehe im 
Zeitpunkt  der  Gesuchseinreichung und  der  Einbürgerung  tatsächlich 
gelebt  wurde. Hierbei  geht  es im Wesentlichen um innere Vorgänge, 
die der Behörde oft nicht bekannt und schwierig zu beweisen sind. In  
derartigen Situationen ist es zulässig, von bekannten Tatsachen (Ver-
mutungsbasis) auf unbekannte (Vermutungsfolge) zu schliessen (BGE 
135  II  161  E.  3  S.  166  mit  Hinweisen).  Solche  tatsächlichen  Ver-
mutungen können sich in  allen Bereichen der  Rechtsanwendung er-
geben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um 
Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  aufgrund  der  Lebenserfahrung 
gezogen werden (ULRICH HÄFELIN,  Vermutungen im öffentlichen Recht, 
in: Festschrift für Kurt Eichenberger, Basel 1982, S. 625 ff., S. 626; vgl. 

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auch  PETER SUTTER,  Die  Beweislastregeln  unter  besonderer  Berück-
sichtigung  des  verwaltungsrechtlichen  Streitverfahrens,  Diss.  Zürich 
1988, S. 56 ff. und 178 ff., und  GYGI, a.a.O., S. 282 ff.; zu Art. 8 ZGB 
vgl. MAX KUMMER, Berner Kommentar, N. 362 f.).

4.3 Als  Problem  der  Beweiswürdigung  berührt  die  tatsächliche  Ver-
mutung weder die Beweislast noch die das Verwaltungsverfahren be-
herrschende Untersuchungsmaxime. Letztere gebietet zwar, dass die 
Verwaltung  auch  nach  entlastenden,  das  heisst  die  Vermutung  er-
schütternden Elementen sucht. Bei Konstellationen im Zusammenhang 
mit  der  erleichterten  Einbürgerung  liegt  es  aber  in  der  Natur  der 
Sache,  dass  solche  entlastenden  Elemente  der  Verwaltung  oft  nicht 
bekannt sein dürften und nur die Betroffenen darüber Bescheid wissen 
können. Es  obliegt  daher  dem erleichtert  Eingebürgerten,  der  dazu 
nicht nur aufgrund seiner Mitwirkungspflicht (Art. 13 VwVG) verpflichtet 
ist,  sondern  daran  auch  ein  Eigeninteresse  haben  muss,  die  Ver-
mutung durch den Gegenbeweis bzw. durch erhebliche Zweifel umzu-
stürzen,  indem  er  Gründe  oder  Sachumstände  aufzeigt,  die  es  als 
überzeugend  (nachvollziehbar)  erscheinen  lassen,  dass  er  im  Zeit -
punkt  der  Erklärung  betreffend  die  eheliche  Gemeinschaft  bzw. der 
Einbürgerung  in  einer  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  lebte.  Ein 
solcher  Grund  kann  ein  ausserordentliches  Ereignis  sein,  das  zum 
raschen Zerfall des Ehewillens führte. Der Betroffene kann aber auch 
aufzeigen, dass er die Schwere der ehelichen Probleme nicht erkannte 
und in einer stabilen ehelichen Gemeinschaft zu leben glaubte (BGE 
135 II 161 E. 3 S. 166 mit Hinweisen).

5.
Die  erleichterte  Einbürgerung  der  Beschwerdeführerin  wurde  innert 
der gesetzlichen Frist  von fünf Jahren und mit Zustimmung des Hei -
matkantons Zürich für  nichtig erklärt. Die formellen Voraussetzungen 
des Art. 41 Abs. 1 BüG für eine Nichtigerklärung sind somit erfüllt.

6.
6.1 Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den 
Standpunkt,  dass  bei  der  Beschwerdeführerin  im  Zeitpunkt  der  er-
leichterten Einbürgerung kein uneingeschränkter und auf die Zukunft 
gerichteter  Ehewille vorhanden gewesen sei. So seien die Aussagen 
der Ehegatten zu den Gründen, welche zur Scheidung der Ehe geführt 
hätten,  widersprüchlich.  Während  die  Beschwerdeführerin  vorab  auf 
ihren vom Ex-Ehemann nicht geteilten Kinderwunsch und psychische 

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Probleme  des  Ex-Ehemannes  verweise,  sehe  der  Ex-Ehemann  den 
Hauptanlass  in  Schwierigkeiten,  die  nach  dem Familiennachzug  der 
Tochter entstanden seien. Die Vorinstanz geht ferner davon aus, dass 
die  Beschwerdeführerin  bereits  während  der  Ehe  mit  dem 
schweizerischen  Ehemann  engere  Kontakte  mit  B._______ 
unterhalten  habe.  Die  Umstände  der  Eheschliessung  legten  zudem 
den Verdacht  nahe,  dass  sie  sich  dabei  von zweckfremden Motiven 
habe leiten lassen. Hierfür spreche der Umstand, dass sie sich vor der 
Heirat lediglich als Cabarettänzerin in der Schweiz aufgehalten habe, 
wenige Monate vor der Anmeldung in Burgdorf noch im Herkunftsland 
mit einem marokkanischen Staatsangehörigen verheiratet gewesen sei 
und  zwischen  ihr  und  dem  schweizerischen  Ehemann  ein  ausser-
gewöhnlich grosser Altersunterschied von 27 Jahren bestehe.

6.2 Die  Beschwerdeführerin  hält  in  der  Rechtsmitteileingabe  vom 
14. Juli  2008 im Wesentlichen dagegen,  die  von der  Vorinstanz vor-
gebrachten Argumente würden keinen Beweis dafür  erbringen,  dass 
sie  im  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  der  gemeinsamen  Erklärung 
bewusst falsche Angaben gemacht oder für  die Einbürgerung erheb-
liche Tatsachen verheimlicht  habe. Ausserdem sei  die Ehescheidung 
erst  18  Monate  nach  der  Einbürgerung  erfolgt.  Angesichts  der 
heutigen  Situation  im  zwischenmenschlichen  Zusammenleben  und 
angesichts  der  Scheidungsstatistiken sei  es  nicht  aussergewöhnlich, 
wenn  sich  Ehegatten  innert  eines  halben  Jahres  derart  aus-
einanderlebten,  dass die Ehe geschieden werden müsse. Insgesamt 
würden nicht genügend objektive Elemente vorliegen, die den Schluss 
erlaubten, die Beschwerdeführerin sei ihre Ehe im Jahre 1998 primär 
zur Erlangung des Schweizer Bürgerrechts eingegangen. Im Weiteren 
rügt sie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, indem sämtliche im 
Verfahren  relevanten  Dokumente  und  Befragungen  in  deutscher 
Sprache  verfasst  oder  durchgeführt  worden  seien.  Da  sie 
marokkanischer  Herkunft  sei  und  neben  Arabisch  nur  noch  die 
französische Sprache beherrsche,  habe sie nicht  ausführen können, 
dass sie den Familiennachzug des ersten Ehemannes nur darum in 
Betracht gezogen habe, weil sie gedacht habe, es ginge ihr mit der in 
der Schweiz lebenden Tochter besser, wenn deren Vater auch hier sei. 
Heute sei sie überzeugt, dass dies nicht der Fall sei und sie wünsche 
kein Zusammenleben mit dem ersten Ehemann mehr.

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7.
7.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Bescherdeführerin ihren Ex-
Ehemann etwa im Sommer 1997 zu einem Zeitpunkt kennenlernte, als 
sie noch mit ihrem zweiten Ehemann verheiratet war und in St. Gallen 
als Cabarettänzerin arbeitete. Nachdem sich die beiden etwa ein Jahr 
später entschlossen hatten, eine gemeinsame Wohnung zu beziehen, 
meldete sich die Beschwerdeführerin per 27. August 1998 in Burgdorf 
an  und  heiratete  am 11.  Dezember  1998  den  um 27  Jahre  älteren 
Schweizer Bürger A._______. Gestützt auf diese Heirat wurde sie am 
21. Oktober 2004 erleichtert eingebürgert. Am 7. November 2004 liess 
sie  ihre  Tochter (aus der  ersten Ehe der Beschwerdeführerin)  nach-
kommen. Am 20. September 2005 (elf Monate nach der erleichterten 
Einbürgerung) reichten die Ehegatten ein Begehren auf Scheidung ein. 
Mit Urteil vom 7. Juni 2006 wurde die Ehe geschieden. Am 16. Februar 
2007 stellte dann der erste Ehemann und Vater der inzwischen nach-
gezogenen  Tochter  einen  Antrag  auf  Erteilung  eines  Visums für  die 
Einreise in die Schweiz zwecks Heirat mit der Beschwerdeführerin.

7.2 Die dargelegten Eckdaten (Heirat vor dem Hintergrund eines nicht 
dauerhaft gefestigten Aufenthalts als Cabarettänzerin in der Schweiz; 
Einleitung  der  Scheidung  elf  Monate  nach  der  erleichterten  Ein-
bürgerung;  Absicht,  ihren  ersten  Ehemann  wieder  zu  heiraten  und 
nachziehen  zu  lassen  nur  wenige  Monate  nach  der  Scheidung)  be-
gründen eine tatsächliche Vermutung dafür, die Ehe sei schon vor dem 
Zeitpunkt der Erklärung betreffend eheliche Gemeinschaft bzw. der er-
leichterten Einbürgerung nicht intakt und nicht auf eine gemeinsame 
Zukunft  ausgerichtet  gewesen und  die  erleichterte  Einbürgerung  sei 
somit  erschlichen  worden.  Die  Vermutung  wird  bestärkt  durch  eine 
Anzahl  von  Indizien.  Es  sind  dies  namentlich  die  zum  Teil  wider-
sprüchlichen  Ausführungen  der  Beteiligten  selbst,  auf  die  im 
Folgenden  noch  einzugehen  ist,  und  nicht  zuletzt  der  Altersunter-
schied der Beschwerdeführerin gegenüber dem um 27 Jahre älteren 
schweizerischen  Ex-Ehemann,  nachdem  sie  zuvor  mit  Männern  in 
ihrem Alter und aus ihrem Kulturkreis verheiratet war.

7.3 Besteht aufgrund der Ereignisabläufe die tatsächliche Vermutung, 
die Einbürgerung sei erschlichen worden, obliegt es dem Betroffenen, 
die Vermutung durch den Gegenbeweis bzw. durch erhebliche Zweifel 
umzustossen, indem Gründe bzw. Sachumstände aufgezeigt werden, 
die es als überzeugend bzw. nachvollziehbar erscheinen lassen, dass 
eine angeblich noch weniger als ein Jahr zuvor bestehende tatsäch-

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liche,  ungetrennte  eheliche  Gemeinschaft  in  der  Zwischenzeit  der-
gestalt in die Brüche gegangen ist, dass es zur Scheidung kam (vgl. 
BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486).

7.4 Dementsprechend  stellt  sich  die  Frage,  ob  die  von  der  Be-
schwerdeführerin  vorgebrachten  Argumente  geeignet  sind,  die  eben 
beschriebene tatsächliche Vermutung umzustossen.

8.
8.1 Noch in der Rechtsmitteleingabe vom 14. Juli 2008 macht die Be-
schwerdeführerin  lediglich  geltend,  dass  es  nicht  aussergewöhnlich 
sei,  wenn  sich  Ehegatten  innert  eines  halben  Jahres  derart  aus-
einanderlebten, dass die Ehe geschieden werden müsse, nennt aber 
kein ausserordentliches Ereignis, welches nach der erleichterten Ein-
bürgerung innert kurzer Zeit zur Scheidung geführt habe. In ihrer Re-
plik vom 4. November 2008 bringt sie vor, dass der Ausschlag für die  
Scheidung  die  Krankheit  des  schweizerischen  Ex-Ehemannes  ge-
wesen  sei  (vgl.  Abrechnung  der  Krankenkasse  vom 17.  März  2005 
über  eine  ambulante  Behandlung  zwischen  dem 6. Dezember  2004 
und dem 25. Januar 2005, Aufgebot von der Klinik für Neurochirurgie 
des Inselspitals Bern zur MRI-Untersuchung vom 29. März 2005). Als 
letzterer erfahren habe, dass er an einem Gehirntumor erkrankt  sei, 
sei für ihn eine Welt zusammengebrochen. In einer Panikreaktion habe 
er  auf  die  Scheidung  gedrängt.  Die  Möglichkeit  sei  sehr  gross  ge-
wesen, dass er nach der Operation zu einem Pflegefall würde, was er 
seiner  Frau  nicht  habe  zumuten  wollen  (vgl.  Bestätigungsschreiben 
des schweizerischen Ex-Ehemannes vom 28. Oktober 2008).
Die  Beschwerdeführerin  selber  führte  in  ihrer  Stellungnahme  vom 
27. Juni 2007 die ehelichen Differenzen, welche zur Scheidung geführt  
hätten, hauptsächlich auf ihren Kinderwunsch zurück, welcher vom Ex-
Ehemann nicht geteilt worden sei. Daneben erwähnte sie noch seine 
zunehmenden psychischen Probleme. Anlässlich  der  Befragung vom 
9. Oktober 2007 gab der Ex-Ehemann hingegen als  Hauptgrund der 
Scheidung die Probleme mit der nach der erleichterten Einbürgerung 
zugezogenen Tochter der Beschwerdeführerin an.

8.2 Allein schon diese unterschiedlichen Versionen zum Hauptgrund 
der  ehelichen  Probleme  und  als  angebliche  Auslöser  der  nach-
folgenden  Scheidung  lassen  darauf  schliessen,  dass  es  sich  bei 
keinem dieser Gründe um ein aussergewöhnliches Ereignis handelte, 
welches  erst  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  zur  Scheidung 

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führte,  sonst  wäre  –  wie  die  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Ver-
fügung zutreffend festhielt  –  die  Beschwerdeführerin  nicht  erst  nach 
Ende  März  2007  (acht  Monate  nach  der  Scheidung)  aus  der  ge-
meinsamen  Wohnung  ausgezogen  und  hätte  nicht  mit  dem  Ex-
Ehemann noch im September 2007 eine Reise nach Marokko unter-
nommen.  Ferner  musste  der  Beschwerdeführerin  angesichts  des 
Alters ihres Ex-Ehemannes lange vor der erleichterten Einbürgerung 
klar  gewesen  sein,  dass  dieser  keine  Kinder  mehr  haben  möchte. 
Völlig unglaubhaft  ist  schliesslich die erst in der Replik vorgebrachte 
Version,  wonach  die  Einreichung  der  Scheidung  eine  Kurzschluss-
handlung  als  Folge  des  Aufgebots  zu  einer  MRI-Untersuchung  vom 
16. September  2005 und anschliessender  Besprechung mit  dem be-
handelnden  Arzt  vom  26. September  2005  gewesen  sein  soll. 
Einerseits  stellte  der  schweizerische  Ex-Ehemann noch  bei  der  Be-
fragung vom 9. Oktober 2007 den Entschluss zur Scheidung als Folge 
eines  längerdauernden  Prozesses  mit  zunehmenden Problemen dar 
(insbesondere  wegen  der  Tochter  der  Beschwerdeführerin). 
Andererseits  hätten  sie  das gemeinsame Scheidungsbegehren  nicht 
gerade am 20. September 2005 und somit  vor der Besprechung mit 
dem  Arzt  über  eine  allfällige  Operation  des  Ex-Ehemannes  ein-
gereicht,  wenn  die  Operation,  deren  Durchführung  vor  der  Be-
sprechung gar noch nicht sicher sein konnte, Auslöser der Scheidung 
war. Zudem hätten sie das Scheidungsbegehren zurückziehen können, 
wenn wirklich  die  Angst  des Ex-Ehemannes,  nach der  Operation  zu 
einem Pflegefall  zu werden, für  die Scheidung ausschlaggebend ge-
wesen  sein  soll.  Denn  offensichtlich  ist  er  nicht  zu  einem Pflegefall 
geworden und konnte der Beschwerdeführerin danach an zwei Tagen 
in der  Woche bei  der Führung ihrer  Bar  aushelfen (vgl. Befragungs-
protokoll vom 9. Oktober 2007 S. 4).

8.3 Im Weiteren kann der Beschwerdeführerin nicht geglaubt werden, 
dass sie den Familiennachzug des ersten Ehemannes nur deshalb in 
Betracht gezogen habe, weil sie sich eine Verbesserung bei der Be-
treuung  und  Erziehung  der  in  der  Schweiz  lebenden  Tochter 
S._______ erhofft habe, wenn deren Vater ebenfalls hier sei. Gemäss 
ihren  Angaben  in  der  Stellungnahme  vom 4.  Februar  2008  soll  die 
Tochter zu keiner Zeit Kontakt zu ihrem Vater gehabt haben. Auch soll 
sie  von ihrem Vater nie  Unterhaltszahlungen bekommen haben (vgl. 
Schreiben  der  Beschwerdeführerin  des  Ex-Ehemannes  vom 
24. August 2004 an den Migrationsdienst des Kantons Bern). Zu Recht 
führte die Vorinstanz in der Vernehmlassung aus, dass es nicht nach-

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vollziehbar  ist,  welche  Verbesserung  die  Beschwerdeführerin  dies-
bezüglich  durch  die  Anwesenheit  des  Vaters  ihrer  Tochter  hätte  er-
warten  können.  Noch  in  ihrer  Stellungnahme  vom  27.  Juni  2007 
machte  die  Beschwerdeführerin  geltend,  der  Kontakt  zum  ersten 
Ehemann, mit welchem sie eine Heirat wünsche, habe sich in letzter 
Zeit intensiviert. Sie hätten die gleichen Interessen. Auch er habe den 
Wunsch,  mit  ihr  eine  Familie  zu  gründen,  und  er  könnte  ihr  beim 
weiteren  Aufbau  ihrer  selbständigen  Erwerbstätigkeit  behilflich  sein. 
Tatsächlich weist  der Umstand, dass der erste Ehemann nur gerade 
acht Monate nach der Scheidung der Beschwerdeführerin ein Gesuch 
um Einreise zwecks Heirat der Beschwerdeführerin einreichte, darauf 
hin, dass zwischen ihm und der Beschwerdeführerin bereits während 
der Ehe mit A._______ engere Kontakte bestanden haben müssen.

8.4 Was die insbesondere im Zusammenhang mit dem Familiennach-
zug  des  ersten  Ehemannes  vorgebrachte  Rüge  der  Verletzung  des 
rechtlichen Gehörs anbelangt  (Dokumente  und Befragungen im Ver-
fahren  wurden  nicht  in  einer  der  Beschwerdeführerin  mächtigen 
Sprache verfasst oder durchgeführt), so ist festzuhalten, dass die Be-
schwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt des vorinstanzlichen Verfahrens 
einen Wechsel  der Verfahrenssprache oder Übersetzungen einzelner 
Dokumente verlangt hat. Sämtliche von ihr unterzeichneten Eingaben 
– auch wenn sie vom schweizerischen Ex-Ehemann verfasst worden 
sind – wurden in deutscher Sprache eingereicht. Auch sonst ergeben 
sich keine Hinweise aus den Akten, dass sie etwas nicht oder falsch 
verstanden  hätte.  Ein  Anspruch  auf  Schriftverkehr  in  ihrer  Mutter-
sprache mit der Vorinstanz stand der Beschwerdeführerin klar nicht zu 
(vgl. Urteil  des Bundesgerichts  5A.20/2002 vom 27. November  2002 
E. 2). Schliesslich wäre es ihr auch frei  gestanden, ihre Eingaben in 
französischer Sprache einzureichen. Im Übrigen gilt die Rüge ohnehin 
als verspätet, da die Beschwerdeführerin nach Treu und Glauben ge-
halten gewesen wäre, den Anspruch auf rechtliches Gehör in Bezug 
auf die Verfahrenssprache bereits zu einem früheren Zeitpunkt geltend 
zu machen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A.17/2004 vom 16. August 
2004 E. 2.1 mit Hinweis).

9.
Das Bundesverwaltungsgericht teilt  demnach die Auffassung der Vor-
instanz, dass es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, die natür -
liche Vermutung in Frage zu stellen, wonach schon vor dem Zeitpunkt 
der  erleichterten  Einbürgerung  zwischen  ihr  und  ihrem 

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schweizerischen  Ehemann  keine  stabile  und  auf  Zukunft  gerichtete 
eheliche Gemeinschaft bestanden hat. Daran vermögen auch die mit 
der  Replik  vom  4.  November  2008  eingereichten  Unterstützungs-
schreiben von Drittpersonen (Arbeitskollegen des schweizerischen Ex-
Ehemannes) nichts zu ändern. So versteht sich von selbst und bedarf 
keiner weiteren Erläuterung, dass damit der Beweis einer intakten, auf 
Zukunft gerichteten Ehe nicht zu erbringen ist. Vielmehr beschränken 
sich  diesbezügliche  Aussagen  –  wie  auch  im  vorliegenden  Fall  – 
naturgemäss  auf  die  Wahrnehmung  eines  äusseren  Erscheinungs-
bildes. Für die Beurteilung der hier wesentlichen Frage, ob die Ehe im 
fraglichen Zeitpunkt stabil und auf die Zukunft gerichtet war, erweisen 
sich  solche  Bestätigungen  regelmässig  nicht  als  besonders  auf-
schlussreich (vgl. Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C-3464/2007 
vom 24. August 2009 E. 8.2.1 mit Hinweisen).
Indem  die  Beschwerdeführerin  in  der  gemeinsamen  Erklärung  den 
Bestand einer intakten und stabilen Ehe versicherte bzw. gegenüber 
der  Einbürgerungsbehörde  ihre  tatsächlichen  Lebensverhältnisse 
verheimlichte,  hat  sie  die  Behörde  über  wesentliche  Tatsachen  ge-
täuscht und die erleichterte Einbürgerung im Sinne von Art. 41 Abs. 1 
BüG  erschlichen.  Die  materiellen  Voraussetzungen  für  die  Nichtig-
erklärung der erleichterten Einbürgerung sind somit ebenfalls erfüllt.

10.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 
Verfügung rechtmässig ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist daher 
abzuweisen.

11.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  die  unterliegende 
Beschwerdeführerin  kostenpflichtig  (Art.  63  Abs.  1  VwVG).  Die  Ver-
fahrenskosten sind auf Fr. 1'000.- festzusetzen (Art. 1, Art. 2 und Art. 3 
Bst.  b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt  und  mit  dem  am  18.  August  2008  geleisteten  Kostenvor-
schuss gleicher Höhe verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die  Vorinstanz  (gegen  Empfangsbestätigung;  Akten  Ref-Nr.  [...] 

zurück)
- das Gemeindeamt des Kantons Zürich, Abteilung Einbürgerungen, 

Postfach, 8090 Zürich

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Teuscher Rudolf Grun

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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