# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 495c7bc9-102e-5850-a3f1-083aaf93a5ff
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 27.01.2023 SB220114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB220114_2023-01-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB220114-O/U/ad-cs 
 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. Ohnjec, Präsidentin, Ersatzoberrichterin lic. iur. 

Laufer und Ersatzoberrichter lic. iur. Hoffmann sowie Gerichts-

schreiberin lic. iur. Schwarzenbach-Oswald 

 

Urteil vom 27. Januar 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Staatsanwältin lic. iur. Brunner,  

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 

betreffend Nötigung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung - Ein-
zelgericht, vom 25. November 2021 (GG210306) 
 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 21. September 

2021 (Urk. 13) ist diesem Urteil beigeheftet.  

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 

Fr. 300.– (insgesamt Fr. 54'000.–) sowie mit einer Busse von Fr. 9'000.–.  

3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen. 

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 StGB für die Dauer 

von 3 Jahren ab Rechtskraft dieses Entscheides verboten, 

− mit der Privatklägerin B._____ direkt oder über Drittpersonen Kontakt 

aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elekt-

ronischem Weg (SMS, E-Mail etc.), 

− sich der Privatklägerin, wo immer sie sich aufhält, auf unter 50 Meter 

zu nähern, 

und er wird verpflichtet, 

− sich bei allfälligen Begegnungen mit der Privatklägerin unverzüglich 

aus dem Radius von 50 Metern zu entfernen. 

Missachtet der Beschuldigte dieses Kontakt- und Annäherungsverbot, kann 

er im Sinne von Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr 

oder Geldstrafe bestraft werden. 

  

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6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf 

Fr. 2'400.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'500.–   Gebühr für das Vorverfahren 
Fr. 6.20   Entschädigung Zeuge. 

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten. 

7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 45 S. 2) 

1. Ziff. 1 bis Ziff. 5 sowie Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 

25. November 2021 seien aufzuheben. 

2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 

StGB vollumfänglich freizusprechen. 

3. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens und des Berufungsverfah-

rens seien auf die Staatskasse zu nehmen. Dem Beschuldigten sei für 

das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung im Umfang von 

Fr. 28'594.55 (inkl. 7.7% MwSt) sowie eine Entschädigung für das Be-

rufungsverfahren im Umfang von Fr. 11'946.75 (inkl. 7.7% MwSt) zuzu-

sprechen." 

b) Der Privatklägerin:  

(Urk. 33, schriftlich) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

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Erwägungen: 

I. Prozessgeschichte / Umfang der Berufung 

1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Vermei-

dung von unnötigen Wiederholungen auf die Erwägungen der Vorinstanz im an-

gefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 26 S. 3 f.). 

2. Das begründete Urteil wurde dem Beschuldigten am 16. Februar 2022 zu-

gestellt (Urk. 25/2). Der Beschuldigte liess mit Eingabe vom 1. März 2022 innert 

Frist die Berufungserklärung erstatten, worin er die eingangs wiedergegebenen 

Anträge stellen liess (Urk. 28). Mit Eingabe vom 9. März 2022 erklärte die Staats-

anwaltschaft Anschlussberufung (Urk. 32). Die Privatklägerin verzichtete auf An-

schlussberufung (Urk. 33). Mit Schreiben vom 4. April 2022 zog die Staatsanwalt-

schaft die Anschlussberufung zurück (Urk. 38), wovon Vormerk zu nehmen ist. 

3. Am 27. Januar 2023 fand die Berufungsverhandlung statt, zu welcher der 

Beschuldigte in Begleitung seines Verteidigers sowie die Privatklägerin erschie-

nen sind (Prot. II S. 4). 

4. Der Beschuldigte hat faktisch seine Berufung nicht beschränkt. 

II. Sachverhalt 

1.1 Hinsichtlich des Anklagevorwurfs und des Standpunktes des Beschuldigten 

kann auf die Anklage sowie die sehr ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz 

verwiesen werden (Urk. 13 und Urk. 26 S. 5-9). 

1.2 Ferner kann hinsichtlich der Grundsätze der Beweiswürdigung, die Auflis-

tung der genannten Beweise sowie deren Verwertbarkeit auf die vorinstanzlichen 

Ausführungen verwiesen werden (Urk. 26 S. 9-11). 

Die Verteidigung machte anlässlich der Berufungsverhandlung geltend, die Aus-

sagen der Privatklägerin in Bezug auf die Vorfälle Nr. 3-33, Nr. 35-59 sowie 

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Nr. 61-64 seien nicht verwertbar, da das Teilnahmerecht des Beschuldigten nicht 

gewahrt worden sei (Urk. 45 S. 3-15 und S. 17-18).  

Es ist darauf hinzuweisen, dass vor Eröffnung einer Untersuchung durch die 

Staatsanwaltschaft der Anspruch auf Parteiöffentlichkeit nicht besteht. Bei Be-

weiserhebungen durch die Polizei, etwa bei polizeilichen Einvernahmen von Aus-

kunftspersonen gestützt auf Art. 306 Abs. 2 lit. b StPO, sind die Parteien nicht zur 

Teilnahme berechtigt (Art. 147 Abs. 1 StPO e contrario; Urteil des Bundesgerichts 

6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 E. 1.3.2). Es trifft zwar zu, dass bei der Wiederho-

lung einer Einvernahme oder bei der Durchführung einer Konfrontationseinver-

nahme die Strafbehörden nicht auf Ergebnisse der früheren Einvernahmen zu-

rückgreifen können, wenn diese einem Beweisverwertungsverbot unterlägen, wie 

dies von der Verteidigung geltend gemacht wird (Urk. 45 S. 4 f.). Vorliegend wur-

de bei den Einvernahmen der Privatklägerin durch die Polizei, welche vor Eröff-

nung der Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft stattfanden, aber eben ge-

rade das Teilnahmerecht des Beschuldigten nicht verletzt, weshalb sie keinem 

Beweisverwertungsverbot unterliegen, sondern grundsätzlich verwertbar sind. 

Dies gilt im Übrigen – entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 45 S. 19) – 

auch für die polizeiliche Befragung von C._____ vom 15. Februar 2021 (Urk. 5/1). 

Kommt hinzu, dass das Recht des Beschuldigten auf Konfrontation gewahrt wur-

de. Der Beschuldigte muss wenigstens einmal während des Verfahrens ange-

messene und hinreichende Gelegenheit haben, eine belastende Zeugenaussage 

in Zweifel zu ziehen und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen. Dies gilt 

auch betreffend die Einvernahme von Auskunftspersonen. Damit die Verteidi-

gungsrechte gewahrt sind, muss der Beschuldigte in der Lage sein, die Glaubhaf-

tigkeit einer Aussage zu prüfen und den Beweiswert in kontradiktorischer Weise 

auf die Probe und infrage stellen zu können. Dies setzt in aller Regel voraus, dass 

sich der Einvernommene in Anwesenheit des Beschuldigten (nochmals) zur Sa-

che äussert. Die Frage, ob bei widersprüchlichen Aussagen oder späteren Erinne-

rungslücken auf die ersten, in Abwesenheit des Beschuldigten erfolgten Aussa-

gen abgestellt werden kann, betrifft nicht die Verwertbarkeit, sondern die Würdi-

gung der Beweise. Beschränkt sich die Wiederholung der Einvernahme aber im 

Wesentlichen auf eine formale Bestätigung der früheren Aussagen, wird es dem 

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Beschuldigten verunmöglicht, seine Verteidigungsrechte wirksam wahrzunehmen 

(Urteil des Bundesgerichts 6B_14/2021 vom 28. Juli 2021 E. 1.3.4). An der Ein-

vernahme der Privatklägerin bei der Staatsanwaltschaft vom 14. Juni 2021 nahm 

der Verteidiger des Beschuldigten teil. Der Beschuldigte selber verzichtete auf ei-

ne Teilnahme (Urk. 4/5 S. 1). Entgegen der Auffassung der Verteidigung be-

schränkte sich die Einvernahme nicht auf eine formale Bestätigung der früheren 

Aussagen. Vielmehr erzählte die Privatklägerin über mehrere Seiten hinweg frei 

(Urk. 45 S. 4 ff.). Weiter beantwortete sie diverse Detailfragen zu den ihr vorge-

haltenen Vorfällen (Urk. 45 S. 16 ff.). Schliesslich beantwortete sie neun Ergän-

zungsfragen der Verteidigung (Urk. 45 S. 46 ff.). Der Beschuldigte wusste aus 

seinen eigenen Einvernahmen vom 12. Februar 2021 (Urk. 3/1) und vom 18. Mai 

2021 (Urk. 3/4), was ihm vorgeworfen wird, so dass es ihm bzw. seinem Verteidi-

ger bei der Einvernahme der Privatklägerin vom 14. Juni 2021, anlässlich welcher 

sie sich nochmals ausführlich und substanziell zur Sache äusserte, durchaus 

möglich war, ihre Aussagen in Zweifel zu ziehen und ihr Fragen zu stellen. Die 

Teilnahmerechte und Verteidigungsrechte wurden gewahrt und die Aussagen der 

Privatklägerin sind allesamt als Beweismittel verwertbar. 

Hinsichtlich des von der Privatklägerin erstellten Tagesprotokolls, dessen Ver-

wertbarkeit von der Verteidigung verneint wird (Urk. 45 S. 15-17), ist ergänzend 

festzuhalten, dass auch dessen Verwertung als Urkunde nichts im Wege steht 

(vgl. BSK StPO-Bürgisser, 2. Aufl., Art. 192 N 5, wonach jedes Schriftstück mit 

entsprechendem gedanklichen Informationsgehalt, das beweisbildend ist, als Ur-

kunde gilt, wie etwa Briefe, Tagebücher usw.; vgl. auch Donatsch in: Do-

natsch/Hansjakob/Lieber, 2. Aufl., Art. 192 N 5). Die Strafprozessordnung kennt 

ausserdem ohnehin keinen numerus clausus der Beweismittel. Sowohl das Füh-

ren wie auch das Einreichen des Protokolls als Beweismittel war rechtlich zuläs-

sig. Das Tagesprotokoll verfasste die Privatklägerin sodann nicht im Hinblick auf 

eine Einvernahme, mit dem Ziel, an der Einvernahme nur noch auf das Protokoll 

verweisen zu können. Vielmehr informierte sie sich bereits im August 2020 im In-

ternet, was sie als Opfer von Stalking tun könnte, und erfuhr, dass es hilfreich 

sein könnte, ein Protokoll zu führen (vgl. Urk. 4/2 S. 4). Das Tagesprotokoll lag 

bereits bei Erstellung des Polizeirapportes vom 15. Februar 2021 vor (Urk. 1 und 

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Urk. 2/1). Der Beschuldigte hatte somit genügend Gelegenheit, hierzu Stellung zu 

nehmen und der Privatklägerin im Rahmen ihrer Einvernahme vom 14. Juni 2021 

Ergänzungsfragen zu stellen (Urk. 4/5). Damit ist das Protokoll verwertbar, wobei 

darauf hinzuweisen ist, dass das Protokoll vorliegend eines von vielen Beweismit-

teln ist, und insbesondere die Aussagen der Privatklägerin anlässlich der Einver-

nahmen sowie die WhatsApp- und SMS-Nachrichten für die Sachverhaltserstel-

lung massgebend sind. 

Ferner ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass die bei den Akten liegenden Video- 

und Bildaufnahmen (Urk. 6) für die Beurteilung des Sachverhaltes nicht erheblich 

sind. 

2.1 Hinsichtlich der konkreten Beweiswürdigung kann ebenfalls auf die sehr 

sorgfältigen und ausführlichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 26 S. 12-24; Art. 82 Abs. 4 StPO). Die folgenden Ausführungen dienen da-

her nur noch der Ergänzung und Verdeutlichung. 

2.2 Was die Aussagen des Beschuldigten betrifft, so ist vorab darauf hinzuwei-

sen, dass von seiner Seite Urheberschaft und Inhalt der in den Akten liegenden 

WhatsApp- und SMS-Nachrichten nicht in Zweifel gezogen werden. 

Sodann weist die Vorinstanz zu Recht darauf hin, dass es nicht nachvollziehbar 

ist, wenn der Beschuldigte behauptet, die WhatsApp- und SMS-Unterhaltungen 

seien nur ein kleiner Teil der Kommunikation zwischen ihm und der Privatklägerin 

gewesen. Hätte diese tatsächlich Interesse daran gehabt, den Kontakt zum Be-

schuldigten zu pflegen, hätte sie auch auf dessen Textnachrichten geantwortet, 

zumal sie das anfänglich noch getan hatte. Vor diesem Hintergrund wäre es mit 

den Worten der Vorinstanz schlicht absurd, wenn die Privatklägerin den Kontakt 

zum Beschuldigten gerade und ausschliesslich ausserhalb der Chat-Nachrichten 

gesucht hätte. Insbesondere wäre es absurd anzunehmen, sie pflege auf den 

elektronischen Medien einen konsequent anderen Umgang als im direkten per-

sönlichen Kontakt. 

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Zwischen dem 3. Mai 2019 und dem 27. Oktober 2020 hat die Privatklägerin dem 

Beschuldigten lediglich drei Nachrichten zukommen lassen. Diese stammen vom 

9. Juni 2019, 17. Mai 2020 und vom 8. August 2020. Während der Beschuldigte 

der Privatklägerin in diesem Zeitraum sehr zahlreiche Nachrichten schickte, 

schickte sie ihm während mehr als einem Jahr im Abstand von jeweils mehreren 

Monaten nur äusserst wenige, inhaltlich sehr geharnischte und absolut unmiss-

verständliche Nachrichten (Urk. 2/2). 

Ausserdem schilderte der Beschuldigte selber, dass die Privatklägerin am 

8. August 2020 mit C._____ "geturtelt" habe und er der Ansicht sei, dass sie ver-

sucht habe, von C._____ einen Kuss zu bekommen (Urk. 3/1 F/A 24). Noch am 

selben Abend drohte die Privatklägerin dem Beschuldigten an, zur Polizei zu ge-

hen (Urk. 2/2 Nachricht vom 08.08.20, 20:44 Uhr), was doch bereits eine sehr 

drastische Massnahme ist. Gerade - aber nicht nur - im Lichte des 8. August 2020 

erscheinen die Schilderungen des Beschuldigten, die Privatklägerin habe den 

Kontakt zu ihm gewünscht, schlicht abwegig. In diesem Fall wäre auch nicht 

nachvollziehbar, weshalb die Privatklägerin den Beschuldigten im Januar 2021 

hätte anzeigen sollen (Urk. 1). 

Auch im Übrigen überzeugen die Aussagen des Beschuldigten nicht. Sofern der 

Beschuldigte nicht angab, sich nicht zu erinnern (vgl. z.B. Urk. 3/1 F/A 49), die 

Aussage nicht verweigerte (vgl. z.B. Urk. 3/1 F/A 89) oder die an ihn gerichteten 

Vorwürfe nicht pauschal bestritt (Urk. 3/1 F/A 139), stützen seine Ausführungen 

indirekt den Anklagevorwurf. So fällt auf, dass der Beschuldigte keine Situation, 

keine Nachricht und kein Gespräch schilderte, aus dem man folgern könnte, die 

Privatklägerin hätte an ihm ein (über einen allenfalls kollegialen Umgang hinaus-

gehendes) Interesse geäussert oder sonst irgendwie kundgetan. So sagte der 

Beschuldigte auch selber aus, die Privatklägerin und er hätten nie über eine Be-

ziehung gesprochen und sie seien nie ein Paar gewesen (Urk. 3/4 F/A 38 und 42). 

Sämtliche Situationen, die der Beschuldigte schilderte, um zu belegen, dass die 

Privatklägerin an ihm Interesse gehabt habe oder ihn habe provozieren wollen, 

sind offenkundig Alltagssituationen von unzähligen Menschen, die in derselben 

Gegend wohnen und/oder arbeiten. Nicht nachvollziehbar ist, dass der Beschul-

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digte offenbar viele völlig alltägliche Handlungen der Privatklägerin auf sich bezog 

und ihnen eine versteckte, seinen Wünschen entsprechende Botschaft andichte-

te; so wenn die Privatklägerin z.B. jeweils gewohnheitsmässig einen bestimmten 

Zug zur Arbeit nahm (vgl. z.B. Urk. 3/1 F/A 97 oder F/A 155, Urk. 3/5 F/A 31), im 

selben Geschäft wie der Beschuldigte und zahllose andere Menschen einkaufte 

(vgl. z.B. Urk. 3/1 F/A 110, Urk 3/4 F/A 58 und 59, Urk. 3/5 F/A 31) oder im selben 

Gym trainierte und dort auch ihren Freund traf (Urk. 3/1 F/A 181). Besonders au-

genfällig ist die Aussage des Beschuldigten, die Privatklägerin habe mit ihrem 

Freund "geturtelt" und habe einen Kuss von ihm gewollt, weil er - der Beschuldig-

te - ihr geschrieben habe, dass ihn das verletze (Urk. 3/1 F/A 24). Dass sich die 

Privatklägerin eventuell einfach mit ihrem Freund vergnügen wollte und sich nicht 

alle ihre Handlungen um ihn - den Beschuldigten - drehten, blendete er offenbar 

aus. Gleichzeitig kann ihm dies zumindest aufgrund der klaren Kommunikation 

seitens der Privatklägerin nicht entgangen sein. 

Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass, selbst wenn man den Schilderungen 

des Beschuldigten zu den äusseren Handlungsabläufen folgen würde (was die 

Privatklägerin dachte und wollte, kann der Beschuldigte nicht wissen), sich daraus 

nichts ergibt, was ein Interesse der Privatklägerin belegen würde, das über ein 

kollegiales Verhältnis hinausgehen würde (wenn überhaupt). Im Übrigen würde 

das Pflegen eines vordergründig kollegialen Umgangs nicht ausschliessen, dass 

sich die Privatklägerin hätte belästigt fühlen können, zumal wenn sie dem Be-

schuldigten aufgrund ihrer Arbeits- und Wohnsituation nur mit Mühe hätte auswei-

chen können. 

2.3 Wie die Vorinstanz richtig erwägt, sagte die Privatklägerin sehr detailliert, zu-

rückhaltend und plausibel aus. Aus ihren Depositionen kann die Entwicklung der 

Geschehnisse zwanglos nachverfolgt werden. Zudem schilderte die Privatklägerin 

nebst dem äusseren Sachverhalt situationsgerecht auch ihre Empfindungen und 

Gedanken. Hierzu kann auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden 

(Urk. 26 S. 19-22). 

Hinsichtlich des von der Privatklägerin erstellten "Protokolls" (Urk. 2/1) ist entge-

gen der Ansicht der Vorinstanz auszuführen, dass dieses nicht einer Würdigung 

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zugänglich ist wie eine Aussage. Es ist nicht bekannt, wann, wie, von wem und 

unter welchen Umständen das "Protokoll" erstellt wurde. Das Erstellen eines sol-

chen Protokolls könnte sogar den Schluss zulassen, dass die danach gemachten 

und darauf basierten Aussagen einstudiert sein könnten. 

Das ist vorliegend jedoch nicht der Fall. Die Aussagen der Privatklägerin wirken 

gerade nicht stereotyp und einstudiert. Vielfach konnte sie sich nicht erinnern, 

was sie im "Protokoll" festgehalten hatte (vgl. z.B. Urk. 4/2 F/A 47), was zudem ihr 

zurückhaltendes Aussageverhalten belegt. 

Das "Protokoll" selber ist zwar kein Tagebuch im üblichen Sinne. Ein Tagebuch 

wird normalerweise um der späteren Erinnerung willen geführt und nicht im Sinne 

eines Beweismittels oder einer Gedankenstütze für ein späteres Verfahren. Das 

vorliegende "Protokoll" wurde dagegen offensichtlich geführt, um später in einem 

Verfahren konkrete Ereignisse vorbringen zu können. Das könnte an sich dessen 

Glaubhaftigkeit deutlich schmälern. Im vorliegenden Fall jedoch fällt die Annahme 

eines zu Unrecht fabrizierten Konstruktes ausser Betracht. Hätte die Privatkläge-

rin ein solches erstellt, um dem Beschuldigten zu schaden und es bei der Polizei 

zu verwenden, hätte sie ihn kaum zu einer Änderung seines Verhaltens aufgefor-

dert und ihn darauf aufmerksam gemacht, dass sie andernfalls in Erwägung zie-

he, eine Anzeige zu erstatten, und dies nota bene rund ein halbes Jahr vor der 

tatsächlichen Anzeigeerstattung. Dazu passt denn auch, dass die Aufzeichnun-

gen des "Protokolls" erst mit der Androhung der Anzeige bei der Polizei beginnen. 

Ein erlogenes Protokoll hätte angesichts der Aussagen der Privatklägern auf je-

den Fall zeitlich viel früher angesetzt. 

Sodann kann den vorinstanzlichen Ausführungen zur Würdigung des "Protokolls" 

zustimmend gefolgt werden (Urk. 26 S. 20 f.). 

2.4 Die Verteidigung führte anlässlich der Berufungsverhandlung aus, die Vorfäl-

le Nr. 0, 1, 1a, 2, 34 und 60 liessen sich nicht erstellen (Urk. 45 S. 20-30). 

Betreffend den Vorfall Nr. 0 ergeben – entgegen der Auffassung der Verteidigung, 

wonach unbekannt sei, wie lange der Beschuldigte vor der Wohnung der Privat-

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klägerin gewartet habe (Urk. 45 S. 20) – die WhatsApp-Nachrichten des Beschul-

digten an die Privatklägerin vom 1. Juni 2019, dass der Beschuldigte um 19:09 

Uhr begann, auf die Privatklägerin zu warten und bis um 20:04 Uhr am Warten 

war (vgl. Urk. 2/2) und dies, obwohl er von der Privatklägerin keine Antworten er-

hielt und auch nicht mit ihr verabredet war. Von einem kurzen Warten kann dem-

nach nicht die Rede sein. Und es ist durchaus unüblich, auf jemanden eine Stun-

de lang zu warten, wenn man nicht verabredet ist, selbst wenn man (noch) nicht 

weiss, dass diese Person grundsätzlich nicht mehr an gemeinsamen Treffen inte-

ressiert ist. Es ist deshalb glaubhaft, dass die Privatklägerin dies als sehr unan-

genehm empfand und das Haus durch den Keller verliess, und nachvollziehbar, 

dass dieser Vorfall für sie ein Schlüsselmoment war (vgl. Urk. 4/5 F/A 32 und F/A 

59). 

Entgegen der Auffassung der Verteidigung, dass davon ausgegangen werden 

müsse, dass sich die Privatklägerin durch den Vorfall Nr. 1 nicht bedrängt und 

beängstigt gefühlt habe (Urk. 45 S. 23), ergeben die WhatsApp-Nachrichten der 

Privatklägerin an den Beschuldigten vom 17. Mai 2020, dass sie nicht wollte, dass 

dieser ihr auflauert oder ihr schreibt, und dass ihr dies unheimlich war und ihr 

Angst machte (vgl. Urk. 2/2). 

Die Privatklägerin erwähnte den Vorfall Nr. 1a zwar im Zusammenhang mit der 

Frage der Staatsanwaltschaft nach "Schlüsselmomenten", führte diesen Vorfall 

von Mitte Juli 2020 aber bei der Aufzählung von "kleineren Events" auf (vgl. 

Urk. 4/5 F/A 59). Dass sich die Privatklägerin nicht an das genaue Datum erinnern 

konnte und diesen Vorfall erst anlässlich der Einvernahme bei der Staatsanwalt-

schaft erwähnte, ist bei der hohen Anzahl von Vorfällen, die sie dem Beschuldig-

ten vorwirft, nicht ungewöhnlich und spricht – entgegen der Auffassung der Ver-

teidigung (Urk. 45 S. 24 f.) – nicht gegen die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen. 

Was den Vorfall Nr. 2 betrifft, so wird die Nötigungshandlung – entgegen der Auf-

fassung der Verteidigung (Urk. 45 S. 26-27) – von der Privatklägerin glaubhaft 

umschrieben, nämlich, dass ihr der Beschuldigte im Pool zweimal sehr nahe kam, 

sie das als sehr unangenehm empfand und sie sich dadurch veranlasst sah, die 

Flucht zu ergreifen, obwohl sie und ihr Freund ohne diesen Vorfall noch länger 

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geblieben wären (Urk. 4/2 F/A 37-45; Urk. 4/5 F/A 72-74). Ob der Beschuldigte 

bereits vor ihr im Pool war oder ihr dorthin folgte, spielt keine Rolle, da entschei-

dend ist, was dann im Pool geschah. Ausserdem kann der Verteidigung nicht da-

hingehend gefolgt werden, dass davon auszugehen sei, dass aufgrund der da-

mals vorherrschenden Corona-Pandemie der Abstand mindestens zwei Meter be-

tragen habe (Urk. 45 S. 27), führte die Privatklägerin doch aus, dass sich der Be-

schuldigte im Pool nicht an die wegen Corona angebrachten Markierungen gehal-

ten habe (Urk. 4/2 F/A 39). 

Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 45 S. 28) liegen betreffend den 

Handlungsablauf bezüglich des Vorfalls Nr. 34 durchaus substanzielle Angaben 

der Privatklägerin vor. Nicht nur aus ihrem Protokoll (Urk. 4/3) ergeben sich De-

tails, sondern auch in ihren Einvernahmen führte sie detailliert und glaubhaft aus, 

was am 31. Oktober 2020 im Fitnessstudio geschehen war (Urk. 4/2 F/A 25-26 

und F/A 136-141; Urk. 4/5 F/A 159-162). Ausserdem bestätigte der Zeuge Justin 

D._____, dass die Privatklägerin ihm gesagt habe, dass der Beschuldigte sie be-

dränge und verfolge, und ihn darum gebeten habe, dem Beschuldigten zu sagen, 

er solle damit aufhören (Urk. 5/4 F/A 12), was die Aussagen der Privatklägerin un-

termauert. 

Betreffend den Vorfall Nr. 60 ist darauf hinzuweisen, dass es für den Beschuldig-

ten "nichts mehr zu klären" und "keinen Schlussstrich zu ziehen" gab, wie die Ver-

teidigung geltend macht (Urk. 45 S. 29). Vor dem 25. Januar 2021 hatte die Pri-

vatklägerin den Beschuldigten schon mehrfach darauf hingewiesen, dass sie 

nichts mehr mit ihm zu tun haben wolle und er sie in Ruhe lassen solle. Sie fühlte 

sich von ihm bedrängt, unabhängig davon, was seine Absicht war. 

Zusammenfassend lassen sich auch die Vorfälle Nr. 0-2, 34 und 60 erstellen. 

2.5 Zutreffend führte die Vorinstanz sodann aus, dass kein Grund ersichtlich ist, 

an den Aussagen der Zeugen C._____, E._____ und D._____ zu zweifeln (Urk. 

26 S. 22 f.). Hinweise, dass sich die Zeugen mit der Privatklägerin und/oder un-

tereinander abgesprochen hätten, liegen nicht vor. 

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3.1 Schliesslich kann hinsichtlich der Gesamtwürdigung abermals auf die Aus-

führungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 26 S. 23 f.). Ergänzend und 

bestätigend ist auszuführen, dass die Schilderungen der Privatklägern ein in sich 

schlüssiges Bild der Geschehnisse ergeben. Sie werden nahtlos gestützt und er-

gänzt durch die bei den Akten liegenden WhatsApp- und SMS-Nachrichten, den 

E-Mail-Verkehr und das "Protokoll" der Privatklägerin. Die WhatsApp- und SMS-

Nachrichten weisen – entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 45 S. 31 

ff.) – durchaus einen Bezug zu den angeklagten Vorfällen auf. So stimmt bei-

spielsweise die WhatsApp-Nachricht des Beschuldigten vom 1. Juni 2019, wo-

nach er vor der Wohnung der Privatklägerin warte, mit dem Vorfall Nr. 0 überein. 

Ebenso nahtlos fügen sich die Aussagen der Zeugen C._____, E._____ und 

D._____ in das von der Privatklägerin gezeichnete Bild. Gerade aus den Aussa-

gen der Zeugen, der Nachricht der Privatklägerin an den Beschuldigten vom 

8. August 2020 und der E-Mail von C._____ an den Beschuldigten vom 

11. August 2020 (Urk. 2/7) – also unmittelbar nach dem Vorfall vom 8. August 

2020 und nach der Androhung einer Anzeige durch die Privatklägerin – ist ersicht-

lich, dass es die Privatklägerin und ihr Partner C._____ gerade nicht darauf anleg-

ten, eine Anzeige zu erstatten. C._____ bot dem Beschuldigten im genannten E-

Mail sogar schlichtend ein Gespräch zur Klärung der Situation an. Ziel war offen-

kundig eine Verhaltensänderung des Beschuldigten und kein (ungerechtfertigtes) 

Strafverfahren. 

3.2 Gesamthaft betrachtet ist das objektive Geschehen hinsichtlich des Verhal-

tens des Beschuldigten und in der Folge des Verhaltens der Privatklägerin (Än-

dern des Arbeitsweges, Umwege machen etc.) gemäss Anklage zweifelsfrei er-

stellt. 

3.3 In subjektiver Hinsicht gibt es zwar Anzeichen, dass der Beschuldigte seine 

eigene Einschätzung des Verhaltens der Privatklägerin für richtig hält oder hielt 

(vgl. z.B. Urk. 2/2 und Urk. 2/8). Diesbezüglich ist jedoch festzuhalten, dass beim 

Beschuldigten keine Anzeichen für eine psychische Störung vorliegen und er da-

mit als urteilsfähige, intelligente Person hätte ohne Weiteres erkennen können 

und müssen, dass sein Verhalten bei der Privatklägerin höchst unerwünscht war, 

- 14 - 

und er hätte ebenso erkennen können und müssen, dass seine Interpretationen 

des Verhaltens der Privatklägerin bestenfalls als eigenwillig und unwahrscheinlich 

bezeichnet werden müssen. Er musste mithin erkennen, dass die Privatklägerin 

z.B. einfach nur einkaufte, wenn sie einkaufte, und dass sie z.B. einfach nur auf 

den Zug wartete, wenn sie auf den Zug wartete. Ebenso musste ihm klar sein, 

dass es nichts mit ihm zu tun hatte, wenn sie sich mit ihrem Freund im Pool ver-

gnügte. Wenn er eine andere, viel weniger wahrscheinliche, ja weitgehend absur-

de Annahme traf, nahm er somit in Kauf, die Privatklägerin zu belästigen. Ausge-

hend von der Vielzahl seiner Kontaktversuche zur Privatklägerin auf verschiede-

nen Kanälen und aufgrund des erstellten Verhaltens der Privatklägerin nahm er 

zumindest in Kauf, dass letztere sich gezwungen sah, ihre Lebensgewohnheiten 

zu ändern. 

III. Rechtliche Würdigung 

1. Auch hinsichtlich der rechtlichen Würdigung kann auf die sehr ausführlichen 

und korrekten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 26 S. 25-28; 

Art. 82 Abs. 4 StPO). 

2. Hinsichtlich des Vorwurfs der Nötigung geht die Vorinstanz zu Recht davon 

aus, dass nur die Tatbestandsvariante der "anderen Beschränkung der Hand-

lungsfreiheit" im Raume steht, als welche auch das sogenannte "Stalking" in Fra-

ge kommt. 

3. Die Vorinstanz weist zu Recht auf die grosse Anzahl verschiedener Belästi-

gungshandlungen hin (Urk. 26 S. 26), die je einzeln betrachtet zwar harmlos er-

scheinen mögen, in ihrer grossen Summe über mehr als 1.5 Jahre hinweg jedoch 

einen schwer erträglichen Leidensdruck erzeugen können und vorliegend erstell-

termassen und für den Beschuldigten erkennbar auch tatsächlich erzeugt haben. 

4. Die Vorinstanz geht richtigerweise davon aus, dass keine mehrfache Tatbe-

gehung vorliegt. Auch wenn sich die Tat über längere Zeit erstreckte und aus vie-

len Teilhandlungen bestand, so lag ihr grundsätzlich nur ein Vorsatz zugrunde. 

Ausserdem vermochte jede einzelne Handlung alleine den Tatbestand nicht zu er-

- 15 - 

füllen. Erst in ihrer Summe erreichten sie die Intensität, die die Tatbestandsmäs-

sigkeit begründete. 

5. Der Beschuldigte ist der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB schuldig zu 

sprechen. 

IV. Strafzumessung 

1. Die von der Vorinstanz korrekt ausgeführten Grundsätze der Strafzumes-

sung müssen nicht wiederholt werden. 

2.1 Hinsichtlich der objektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass der Beschuldi-

ge weder Gewalt angewendet hat noch der Privatklägerin gedroht hat. Er handel-

te jedoch über eine relativ lange Zeit hinweg und liess sich auch dann von seinem 

Vorhaben nicht abbringen, wenn ihn die Privatklägerin explizit ersuchte, aufzuhö-

ren. Selbst die Androhung, die Polizei einzuschalten, und das Gesprächsangebot 

des Freundes der Privatklägerin nahm der Beschuldigte nicht zum Anlassen, von 

weiteren Belästigungen abzusehen. In objektiver Hinsicht ist schliesslich zu be-

rücksichtigen, dass der Beschuldigte die Privatklägerin in ihrem Sicherheitsgefühl 

über längere Zeit erheblich erschütterte, was sie ihm - erfolglos - auch zu verste-

hen gab. 

2.2 In subjektiver Hinsicht muss zugunsten des Beschuldigten davon ausgegan-

gen werden, dass er nur eventualvorsätzlich handelte und der Privatklägerin di-

rekt keinen Schaden zufügen wollte. Ausserdem wird er mutmasslich aus einer 

heftigen emotionalen Bewegung heraus gehandelt haben, wobei es erstaunt, wie 

lange diese andauerte. Letztlich aber handelte er seinen eigenen Bedürfnissen 

folgend und respektlos gegenüber den Wünschen der Privatklägerin, die zu lieben 

er vorgab. 

3. Insgesamt erscheint die Einschätzung der Vorinstanz richtig, dass das Ver-

schulden des Beschuldigten nicht mehr leicht wiegt und eine Einsatzstrafe bei 

acht Monaten zu veranschlagen ist. 

- 16 - 

4.1 Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft (Urk. 44), was sich auf die Strafzumes-

sung neutral auswirkt. 

4.2 Hinsichtlich des Nachtatverhaltens ist zu berücksichtigen, dass der Beschul-

digte bezüglich des äusseren Geschehens teilweise geständig war. Allerdings ist 

auch zu berücksichtigen, dass die Ausführungen des Beschuldigten nie Ausdruck 

von Einsicht und Reue waren, sondern vielmehr als Rechtfertigungen herangezo-

gen wurden. Dies ist ihm zwar nicht anzulasten, relativiert aber die auf seinem 

Geständnis basierende Strafreduktion. Sodann ist entgegen der Ansicht der Vor-

instanz dem Beschuldigten sein Wohlverhalten nach Erlass von Gewaltschutz-

massnahmen nicht zugute zu halten. Vielmehr ist dies als normales und damit 

neutral zu wertendes Verhalten anzusehen. Es rechtfertigt sich damit insgesamt 

eine Reduktion der Einsatzstrafe auf sieben Monate. 

4.3 In persönlicher Hinsicht ist aufgrund seiner eigenen Angaben vom Beschul-

digten bekannt, dass er in …, Deutschland, aufwuchs. In München studierte er 

Physik und Informatik und kam 2008 in die Schweiz, wo er an der ETH bis 2014 

doktorierte. Er arbeitet in einer Bank als leitender Angestellter in der IT und ist 

verantwortlich für das Handelssystem. Dabei erzielt er ein Einkommen von 

Fr. 165'000.– brutto jährlich bzw. Fr. 12'195.65 monatlich. Er ist Eigentümer einer 

Wohnung in Deutschland und verfügt über Wertschriften im Wert von ca. 

Fr. 700'000.– bzw. ein Vermögen von Fr. 1'130'000.–. Der sportlich aktive Be-

schuldigte ist ledig, lebt allein und hat keine Kinder (Prot. I S. 8-10; Urk. 35/1-6; 

Prot. II S. 6 f.). Diesen persönlichen Verhältnissen ist nichts strafzumessungsrele-

vantes zu entnehmen. 

5. Im Ergebnis ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass eine Strafe von sieben 

Monaten dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldig-

ten an sich angemessen wäre. Dafür käme als Strafart nur eine Freiheitsstrafe in 

Frage (Art. 34 Abs. 1 StGB), wie die Vorinstanz richtig erkannt hat. Eine weitere 

Reduktion der Strafe nur, um den Beschuldigten mit einer Geldstrafe bestrafen zu 

können, ist an sich nicht angezeigt und findet im Gesetz keine Grundlage, aber 

aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) hat es bei der 

Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 300.– zu bleiben. 

- 17 - 

Damit ist der Beschuldigte mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 300.– 

zu bestrafen. 

6. Gemäss Art. 42 Abs. 4 StGB kann eine bedingte Strafe mit einer Busse 

nach Art. 106 StGB verbunden werden (Verbindungsstrafe). Die Bestimmung 

dient in erster Linie dazu, die sog. Schnittstellenproblematik zwischen der Busse 

(für Übertretungen) und der bedingten Geldstrafe (für Vergehen) zu entschärfen. 

Auf Massendelikte, die im untersten Bereich bloss mit Bussen geahndet werden, 

soll – auch – mit einer unbedingten Sanktion reagiert werden können, wenn sie 

die Schwelle zum Vergehen überschreiten (BSK StGB-Schneider/Garré, Art. 42 

N 102 f. mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Da vorliegend die klassische 

Schnittstellenproblematik im Rahmen von Massendelikten nicht gegeben ist, ist 

auf die Ausfällung einer Verbindungsbusse zu verzichten. Auch wenn die Geld-

strafe bedingt ausgesprochen wird, ist es sodann nicht notwendig, eine Busse 

auszusprechen, um der Strafe genügend Nachdruck zu verleihen, entstanden 

dem Beschuldigten doch auch noch Kosten aus den Gerichtsverfahren und seiner 

anwaltlichen Verteidigung. 

V. Vollzug 

Die Vorinstanz hat zu Recht festgehalten, dass beim Beschuldigten aufgrund sei-

ner Vorstrafenlosigkeit die gute Prognose zu vermuten ist. Umstände, die diese 

Prognose umstossen könnten, liegen nicht vor. Dem Beschuldigten ist daher der 

bedingte Strafvollzug zu gewähren. Allerdings bestehen doch gewisse Bedenken, 

zeigt sich der Beschuldigte doch weder einsichtig und reuig und schrieb er der 

Privatklägerin am 17. November 2021, also wenige Tage vor der Hauptverhand-

lung am Bezirksgericht, erneut eine E-Mail mit der Bitte um ein Gespräch 

(Urk 19). Diesen Bedenken wäre an sich mit einer längeren Probezeit Rechnung 

zu tragen. Aufgrund des Verschlechterungsverbots (Art. 391 Abs. 2 StPO) hat es 

aber bei der Probezeit von zwei Jahren zu bleiben. 

- 18 - 

VI. Massnahme 

1. Die Vorinstanz hat gegen den Beschuldigten ein Kontakt- und Rayonverbot 

im Sinne von Art. 67b StGB ausgesprochen. Hat jemand Vergehen gegen eine 

bestimmte Person begangen und besteht die Gefahr, dass er bei einem Kontakt 

zu dieser Person weitere Verbrechen oder Vergehen begehen wird, so kann das 

Gericht ein Kontakt- und Rayonverbot für die Dauer von bis zu fünf Jahre verhän-

gen (Art. 67b Abs. 1 StGB). 

2. Der Beschuldigte hat eine Nötigung begangen, welcher die Privatklägerin 

zum Opfer fiel. Er stalkte die Privatklägerin immer wieder und über einen langen 

Zeitraum hinweg, obwohl sie ihn mehrfach darauf hingewiesen hatte, sie ihn Ruhe 

zu lassen, und sogar mit einer Anzeige bei der Polizei gedroht hatte. Auch als die 

Strafuntersuchung lief, kurz vor der Hauptverhandlung am Bezirksgericht, liess 

sich der Beschuldigte dadurch nicht davon abhalten, der Privatklägerin erneut ei-

ne E-Mail zu schreiben (Urk. 19). Einsichtig zeigte sich der Beschuldigte sodann 

nie. Unter diesen Umständen bestehen Restbedenken, eine Nötigung des Be-

schuldigten gegenüber der Privatklägerin könnte sich wiederholen. Ein Kontakt-

und Annäherungsverbot, wie es die Vorinstanz angeordnet hat, erweist sich als 

erforderlich und geeignet, um dies zu verhindern, und erweist sich in dieser Form 

als verhältnismässig. 

3. Es ist daher dem Beschuldigten zu verbieten, mit der Privatklägerin direkt 

oder über Drittpersonen Kontakt aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, 

schriftlichem oder elektronischem Weg (SMS, E-Mail etc.). Ebenso ist dem Be-

schuldigten zu verbieten, sich der Privatklägerin, wo immer sie sich aufhält, auf 

unter 50 Meter zu nähern. Der Beschuldigte ist schliesslich anzuhalten, den Radi-

us von 50 Metern um die Privatklägerin unverzüglich zu verlassen, sollte er ihr zu-

fällig begegnen. 

4. Angesichts des langen Tatzeitraumes rechtfertigt es sich vorliegend, das 

Kontakt- und Annährungsverbot auf drei Jahre zu befristen. 

- 19 - 

5. Der Beschuldigte ist darauf aufmerksam zu machen, dass er bei einer Miss-

achtung dieses Kontakt- und Annäherungsverbots im Sinne von Art. 294 Abs. 2 

StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft werden kann. 

VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Da der Beschuldigte weitestgehend unterliegt – nur die vorinstanzlich aus-

gesprochene Busse fällt weg –, wird er für das erst- und zweitinstanzliche Verfah-

ren kostenpflichtig (Art. 426 Abs. 1 Satz 1 StPO). Ausgangsgemäss ist deshalb 

das vorinstanzlichen Kostendispositiv (Ziff. 6 und 7) zu bestätigen und sind dem 

Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen. Entsprechend 

ist ihm keine Entschädigung zuzusprechen. 

2. Die Höhe der Gerichtsgebühr bemisst sich gestützt auf § 199 Abs. 1 GOG 

nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 

[GebV OG]. In Anwendung von § 14 Abs. 1 und § 16 Abs. 1 GebV OG und unter 

Berücksichtigung des Zeitaufwandes des Gerichts sowie der Schwierigkeit des 

Falls ist die Gerichtsgebühr auf Fr. 3'000.– festzusetzen. 

Es wird beschlossen: 

1. Vom Rückzug der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft wird Vormerk 

genommen. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

3. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 20 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu 

Fr. 300.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Von der Ausfällung einer Busse wird abgesehen. 

5. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 StGB für die Dauer 

von 3 Jahren ab Rechtskraft dieses Entscheides verboten, 

− mit der Privatklägerin B._____ direkt oder über Drittpersonen Kontakt 

aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elekt-

ronischem Weg (SMS, E-Mail etc.), 

− sich der Privatklägerin, wo immer sie sich aufhält, auf unter 50 Meter 

zu nähern, 

und er wird verpflichtet, 

− sich bei allfälligen Begegnungen mit der Privatklägerin unverzüglich 

aus dem Radius von 50 Metern zu entfernen. 

Missachtet der Beschuldigte dieses Kontakt- und Annäherungsverbot, kann 

er im Sinne von Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr 

oder Geldstrafe bestraft werden. 

6. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 6 und 7) wird bestätigt. 

7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–. 

- 21 - 

8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

9. Dem Beschuldigten wird keine Prozessentschädigung zugesprochen. 

10. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− den Vertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerin 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  
− den Vertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der 

Privatklägerin 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Kommando der Kantonspolizei Zürich 
− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A. 

11. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

  

- 22 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

II. Strafkammer 
 
 

Zürich, 27. Januar 2023 
 
 

Die Präsidentin: 
 
 
 

Oberrichterin lic. iur. Ohnjec 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Schwarzenbach-Oswald 
 

 
 

	Urteil vom 27. Januar 2023
	 Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 300.– (insgesamt Fr. 54'000.–) sowie mit einer Busse von Fr. 9'000.–.
	3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 30 Tagen.
	4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 StGB für die Dauer von 3 Jahren ab Rechtskraft dieses Entscheides verboten,
	 mit der Privatklägerin B._____ direkt oder über Drittpersonen Kontakt aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elektronischem Weg (SMS, E-Mail etc.),
	 sich der Privatklägerin, wo immer sie sich aufhält, auf unter 50 Meter zu nähern,
	und er wird verpflichtet,
	 sich bei allfälligen Begegnungen mit der Privatklägerin unverzüglich aus dem Radius von 50 Metern zu entfernen.

	Missachtet der Beschuldigte dieses Kontakt- und Annäherungsverbot, kann er im Sinne von Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft werden.
	6. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
	Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
	7. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Berufungsanträge:
	1. Ziff. 1 bis Ziff. 5 sowie Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 25. November 2021 seien aufzuheben.
	2. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB vollumfänglich freizusprechen.
	3. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens und des Berufungsverfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen. Dem Beschuldigten sei für das erstinstanzliche Verfahren eine Entschädigung im Umfang von Fr. 28'594.55 (inkl. 7.7% MwSt) sowie eine Entsch...
	Erwägungen:
	I. Prozessgeschichte / Umfang der Berufung
	II. Sachverhalt
	III. Rechtliche Würdigung
	IV. Strafzumessung
	V. Vollzug
	VI. Massnahme
	VII. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	2. Die Höhe der Gerichtsgebühr bemisst sich gestützt auf § 199 Abs. 1 GOG nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 [GebV OG]. In Anwendung von § 14 Abs. 1 und § 16 Abs. 1 GebV OG und unter Berücksichtigung des Zeitaufwandes d...
	Es wird beschlossen:
	1. Vom Rückzug der Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft wird Vormerk genommen.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	3. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 300.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Von der Ausfällung einer Busse wird abgesehen.
	5. Dem Beschuldigten wird im Sinne von Art. 67b Abs. 2 StGB für die Dauer von 3 Jahren ab Rechtskraft dieses Entscheides verboten,
	 mit der Privatklägerin B._____ direkt oder über Drittpersonen Kontakt aufzunehmen, namentlich auf telefonischem, schriftlichem oder elektronischem Weg (SMS, E-Mail etc.),
	 sich der Privatklägerin, wo immer sie sich aufhält, auf unter 50 Meter zu nähern,
	und er wird verpflichtet,
	 sich bei allfälligen Begegnungen mit der Privatklägerin unverzüglich aus dem Radius von 50 Metern zu entfernen.

	Missachtet der Beschuldigte dieses Kontakt- und Annäherungsverbot, kann er im Sinne von Art. 294 Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe bestraft werden.
	6. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 6 und 7) wird bestätigt.
	7. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'000.–.
	8. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	9. Dem Beschuldigten wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
	10. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Vertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Vertreter der Privatklägerin im Doppel für sich und zuhanden der Privatklägerin
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Kommando der Kantonspolizei Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A.

	11. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.