# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2aaa2ca1-3959-59c6-8efc-79919495ea4a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-10-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.10.2014 100 2014 275
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2014-275_2014-10-17.pdf

## Full Text

Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten ist das Bundesgericht am 28. Oktober 2014 nicht eingetreten 
(2C_981/2014).

100.2014.275U
HAT/ROC/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 17. Oktober 2014

Verwaltungsrichter Häberli
Gerichtsschreiber Röthlisberger Brandenburg

A.________
zzt. Regionalgefängnis Burgdorf, Dunantstrasse 9, 3400 Burgdorf
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern
Migrationsdienst, Eigerstrasse 73, 3011 Bern

und

Kantonales Zwangsmassnahmengericht
Hodlerstrasse 7, 3011 Bern

betreffend Verlängerung der Ausschaffungshaft (Entscheid des kantonalen 
Zwangsmassnahmengerichts vom 2. Oktober 2014; KZM 14 1338)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der algerische Staatsangehörige A.________, geb. … 1980, reiste nach eigenen 
Angaben am 19. März 2002 illegal in die Schweiz ein und stellte unter falschem Namen 
ein Asylgesuch, das am 28. Oktober 2002 (rechtskräftig) abgewiesen wurde. Am 
30. November 2007 heiratete A.________ eine Schweizer Bürgerin, mit welcher er 
eine gemeinsame Tochter hat (geb. ...2008). Gestützt auf diese Ehe erhielt er eine 
Aufenthaltsbewilligung, die aber – nach Aufhebung der Familiengemeinschaft im 
Juli 2010 (seit Anfang 2013 ist die Ehe rechtskräftig geschieden und die Tochter der 
Sorge und Obhut der Mutter unterstellt) – nicht mehr verlängert wurde: Am 13. Januar 
2012 verweigerte das Bundesamt für Migration (BFM) die Zustimmung zur 
Verlängerung und wies den mehrfach straffällig gewordenen A.________ aus der 
Schweiz weg. Die hiergegen erhobene Beschwerde wies das 
Bundesverwaltungsgericht mit unangefochten gebliebenem Urteil vom 17. Oktober 
2013 ab (BVGer C-824/2012). Am 30. Juni 2014 wurde A.________, der seit dem 
17. Januar 2014 als untergetaucht galt, in Bern polizeilich angehalten und zum 
Verbüssen von sieben Tagen Ersatzfreiheitsstrafe in das Regionalgefängnis Bern 
eingewiesen. Am 4. Juli 2014 versetzte ihn das Amt für Migration und Personenstand 
des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), auf das Ende des Strafvollzugs am 
7. Juli 2014 in Ausschaffungshaft. Mit Entscheid vom 7. Juli 2014 bestätigte das 
kantonale Zwangsmassnahmengericht (ZMG) die Ausschaffungshaft bis zum 
6. Oktober 2014. Die dagegen erhobenen Rechtsmittel wurden zunächst vom 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern (VGE 2014/188 vom 11.7.2014) und 
anschliessend vom Bundesgericht (BGer 2C_664/2014 vom 23.7.2014) abgewiesen. In 
der Folge stellte A.________ erfolglos ein Haftentlassungsgesuch (Entscheid des ZMG 
vom 7.8.2014, vom Verwaltungsgericht auf Beschwerde hin bestätigt mit 
VGE 2014/238 vom 4.9. 2014).

B.

Mit Entscheid vom 2. Oktober 2014 bestätigte das ZMG nach Durchführung einer 
mündlichen Verhandlung die vom MIDI am 1. Oktober 2014 verfügte Verlängerung der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 3

Ausschaffungshaft um drei Monate, d.h. bis zum 6. Januar 2015 (Verfahren 
KZM 14 1338).

C.

Hiergegen hat A.________ am 5. Oktober 2014 Verwaltungsgerichtsbeschwerde (beim 
Verwaltungsgericht eingegangen am 10.10.2014) erhoben mit dem sinngemässen 
Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und er sei aus der Haft zu 
entlassen. 

Mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 hat der Instruktionsrichter die Beschwerde den 
übrigen Verfahrensbeteiligten zur Kenntnisnahme zugestellt. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 12 
Abs. 2 des Einführungsgesetzes vom 20. Januar 2009 zum Ausländer- und Asylgesetz 
[EG AuG und AsylG; BSG 122.20]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 
Abs. 1 VRPG).

1.2 Gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG müssen Parteieingaben unter anderem einen 
Antrag und eine Begründung enthalten. An die Begründung werden praxisgemäss – 
und insbesondere bei Laieneingaben – keine hohen Anforderungen gestellt (BVR 2006 
S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 32 N. 15). Auf dem Gebiet der ausländerrechtlichen Zwangsmassnahmen ist auf 
Laieneingaben grosszügig einzutreten und der angefochtene Entscheid dahin gehend 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 4

zu untersuchen, ob die Haftgenehmigung Bundesrecht verletzt (BGE 122 I 275 E. 3b). 
Immerhin wird verlangt, dass die betroffene ausländische Person in gedrängter Form 
darlegt, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Dies setzt voraus, dass 
sie sich wenigstens kurz mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid auseinan-
dersetzt (zum Ganzen VGE 2013/2 vom 7.1.2013, E. 1.2, 2012/345 vom 16.10.2012, 
E. 1.3). – Der Beschwerdeführer äussert sich in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde in 
erster Linie zu seiner familiären Situation und bringt im Wesentlichen vor, er sei nicht 
bereit, die Schweiz ohne seine Tochter zu verlassen. Gründe, die für seinen Verbleib in 
der Schweiz oder gegen seine Wegweisung nach Algerien sprechen, können jedoch im 
vorliegenden Haftprüfungsverfahren grundsätzlich nicht berücksichtigt werden. Mit dem 
angefochtenen Entscheid, in dem die Voraussetzungen zur Verlängerung der 
Ausschaffungshaft geprüft und bejaht wurden, setzt sich der Beschwerdeführer 
höchstens ganz am Rand auseinander. Ob die Beschwerde damit den geschilderten 
minimalen Begründungsanforderungen genügt, erscheint fraglich, kann mit Blick auf 
die folgenden Erwägungen indes offen bleiben.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG i.V.m. Art. 12 Abs. 3 EG AuG und AsylG).

1.4 Der vorliegende Entscheid fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 
Abs. 2 Bst. e des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

2.

2.1 Im Rahmen eines Haftverlängerungsverfahrens sind erneut alle Haft-
voraussetzungen zu überprüfen, da die erste Haftgenehmigung nicht in dem Sinn in 
materielle Rechtskraft erwächst, als einzelne Aspekte nicht mehr 
Verfahrensgegenstand bildeten und unabänderlich entschieden wären. Bei der 
Beurteilung der Haftverlängerung ist daher – selbst wenn die ausländische Person den 
ursprünglichen Haftgenehmigungsentscheid nicht angefochten hat – auch zu prüfen, 
ob der Haftgrund nach wie vor besteht bzw. tatsächlich gegeben ist; es kann dabei 
indessen auf die Begründung im Haftgenehmigungsentscheid Bezug genommen 
werden (BGE 122 I 275 E. 3b; Thomas Hugi Yar, Zwangsmassnahmen im 

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Ausländerrecht, in Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, N. 10.33; 
VGE 2014/228 vom 27.8.2014, E. 2.1).

2.2 Wurde ein erstinstanzlicher (nicht notwendigerweise auch rechtskräftiger) Weg- 
oder Ausweisungsentscheid eröffnet, kann die zuständige Behörde zur Sicherstellung 
des Vollzugs die ausländische Person in Ausschaffungshaft nehmen bzw. sie in dieser 
belassen, wenn die Voraussetzungen von Art. 76 des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) erfüllt 
sind. Dabei muss einer der in Art. 76 Abs. 1 AuG genannten Haftgründe bestehen und 
der Vollzug der Wegweisung mit dem nötigen Nachdruck verfolgt werden 
(Beschleunigungsgebot; Art. 76 Abs. 4 AuG). Die Administrativhaft hat insgesamt den 
sich aus dem Verhältnismässigkeitsprinzip ergebenden Erfordernissen zu genügen 
(Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung [BV; SR 101]; Art. 28 Abs. 3 der Verfassung des 
Kantons Bern [KV; BSG 101.1]), es dürfen keine Haftbeendigungsgründe vorliegen 
(Art. 80 Abs. 6 AuG) und es ist die maximal zulässige Haftdauer zu beachten (Art. 79 
AuG).

3.

Das BFM wies den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. Januar 2012 aus der 
Schweiz weg. Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bun-
desverwaltungsgericht am 17. Oktober 2013 ab (vorne Bst. A). Nachdem dieser 
Entscheid unangefochten blieb, liegt ein rechtskräftiger Wegweisungsentscheid im 
Sinn von Art. 76 Abs. 1 AuG vor, dessen Vollzug mit der Ausschaffungshaft 
sichergestellt werden kann (vgl. zum Ganzen bereits VGE 2014/188 vom 11.7.2014, 
E. 4 [bestätigt durch BGer 2C_664/2014 vom 23.7.2014]).

4.

Das ZMG hat sowohl in seinem Haftgenehmigungsentscheid vom 7. Juli 2014 als auch 
anlässlich der Überprüfung des Haftentlassungsgesuchs vom 4. August 2014 (vgl. 
Bst. A vorne; unpag. Haftakten ZMG 14 963 bzw. 14 1100) die Haftgründe gemäss 
Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 1 i.V.m. Art. 75 Abs. 1 Bst. h AuG (Verurteilung wegen eines 
Verbrechens) und Art. 76 Abs. 1 Bst. b Ziff. 3 und Ziff. 4 AuG (tatsächliche 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 6

Untertauchensgefahr) als erfüllt erachtet. Diese Entscheide sind vom 
Verwaltungsgericht bzw. Bundesgericht bestätigt worden (vgl. Bst. A vorne; 
VGE 2014/188 vom 11.7.2014 [bestätigt durch BGer 2C_664/2014 vom 23.7.2014] 
bzw. VGE 2014/238 vom 4.9.2014). Auf die betreffenden Erwägungen verweist das 
ZMG im hier angefochtenen Entscheid vom 2. Oktober 2014 und stellt fest, dass die 
Haftgründe weiterhin bestehen. Dies ist nicht zu beanstanden, haben sich die 
haftbegründenden Umstände doch seither nicht verändert und ist eine entsprechende 
Bezugnahme auf das Haftgenehmigungsverfahren zulässig (vgl. E. 2.1 hiervor). Der 
Beschwerdeführer ist mit insgesamt 36 Einträgen im Strafregister erheblich straffällig 
geworden und insbesondere auch mehrfach wegen Verbrechen verurteilt worden (vgl. 
Strafregisterauszug vom 2.7.2014 [unpag. Haftakten ZMG 14 963]). Er ist sodann in 
einem leerstehenden Gebäude untergetaucht, wo ihn die Polizei nur durch Zufall hat 
aufgreifen können (vgl. Anhaltungsrapport vom 30.6.2014 [unpag. Haftakten ZMG 
14 963]). Zudem hat er mit den Behörden bisher nicht kooperiert und wiederholt 
bekräftigt, nicht nach Algerien zurückkehren zu wollen (vgl. zum Ganzen 
VGE 2014/188, E. 5.1 und 5.3 sowie 2014/238 E. 4.2). Daran hat sich seither nichts 
geändert, zeigt er sich doch nach wie vor unkooperativ und hat auch noch anlässlich 
der letzten Verhandlung vor dem ZMG vom 2. Oktober 2014 nachdrücklich betont, 
nicht ausreisen zu wollen. Er knüpft seine Bereitschaft, die Schweiz zu verlassen, 
vielmehr an unerfüllbare Forderungen, etwa die Auszahlung von Fr. 20'000.-- (für den 
Kauf eines Autos zwecks Betätigung als Taxifahrer in der Heimat) oder auch die 
Mitnahme seiner Tochter nach Algerien (vgl. Schreiben vom 18.7.2014 und 
Verhandlungsprotokoll, S. 2 f. [unpag. Haftakten ZMG 14 1338] sowie die 
Ausführungen in der Beschwerdeschrift).

5.

Zu prüfen bleiben die Einhaltung des Beschleunigungsgebots, die Verhältnismässigkeit 
der Ausschaffungshaft, die Beachtung der maximalen Haftdauer sowie das Vorliegen 
von Haftbeendigungsgründen.

5.1 Nach Art. 76 Abs. 4 AuG sind die für den Vollzug der Weg- oder Ausweisung 
notwendigen Vorkehren umgehend zu treffen. Gemäss der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung gilt das Beschleunigungsgebot als verletzt, wenn während mehr als 
zwei Monaten keinerlei Vorkehren mehr im Hinblick auf die Ausschaffung getroffen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 7

wurden (Untätigkeit der Behörden), ohne dass die Verzögerung in erster Linie auf das 
Verhalten ausländischer Behörden oder der bzw. des Betroffenen selber zurückgeht 
(BGE 139 I 206 E. 2.1, 124 II 49 E. 3a, je mit Hinweisen). Die Schweizer Behörden 
sind nicht gehalten, schematisch bestimmte Handlungen vorzunehmen. Geboten sind 
bloss Vorkehrungen, die unter den konkreten Umständen die 
Ausschaffungsbemühungen zu beschleunigen vermögen. Massgeblich sind neben 
dem Verhalten der bzw. des Betroffenen auch die Erfahrungen mit den 
entsprechenden ausländischen Behörden; von Nachfragen bei diesen kann – im 
Interesse einer erspriesslichen Zusammenarbeit – vielfach nur mit Zurückhaltung 
Gebrauch gemacht werden. Den mit dem Vollzug von Wegweisungen betrauten 
schweizerischen Behörden kommt deshalb ein gewisser Beurteilungsspielraum bei der 
Wahl ihres Vorgehens zu. So ist zwar innert nützlicher Frist an die ausländischen 
Behörden zu gelangen, der Kontakt mit ihnen aber anschliessend bloss im Rahmen 
vertretbarer zeitlicher Abstände aufrechtzuerhalten (vgl. Thomas Hugi Yar, a.a.O., 
N. 10.102; BGer 2C_101/2013 vom 21.2.2013, E. 2.2.4, 2C_9/2008 vom 24.1.2008, 
E. 2.3.1, 2A.87/2003 vom 17.3.2003, E. 3.1.2, 2A.149/2002 vom 10.4.2002, E. 3, 
2A.489/1999 vom 7.10.1999, E. 2a).

5.2 Vorliegend hat das BFM am 10. April 2014 und mithin schon vor der 
Inhaftierung des Beschwerdeführers am 30. Juni bzw. 7. Juli 2014 (vgl. vorne Bst. A) 
ein Identifikationsgesuch beim algerischen Generalkonsulat gestellt sowie ein «Laisser-
passer» beantragt. Ende August 2014 hat sich das MIP dann beim BFM nach dem 
Stand der Dinge erkundigt, worauf dieses erklärte, von den algerischen Behörden noch 
keine Antwort erhalten zu haben (vgl. VGE 2014/238, E. 4.4). Damit ist zwar – soweit 
ersichtlich – seit mehr als zwei Monaten keine weitere konkrete Vorkehrung mehr im 
Hinblick auf die Ausschaffung getroffen worden. Daraus lässt sich aber noch nicht auf 
einer Verletzung des Beschleunigungsgebots schliessen. Nachdem die kantonalen 
Behörden zur Vornahme der nötigen Abklärungen bei den ausländischen Behörden 
das BFM beigezogen haben, ist es grundsätzlich Sache des BFM als Fachbehörde 
einzuschätzen, in welchen zeitlichen Abständen ein Nachfragen beim algerischen 
Generalkonsulat sinnvoll erscheint, zumal mit der Anfrage vom 10. April 2014 die 
erfolgversprechendste Massnahme frühzeitig ergriffen worden ist (vgl. zum Ganzen 
vorne E. 5.1; BGer 2A.87/2003 vom 17.3.2003, E. 3.1.2 und 3.2.3). Hinzu kommt, dass 
den Schweizer Behörden mit Blick auf das Untertauchen des Beschwerdeführers bis 
Ende Juni 2014 (vgl. vorne Bst. A) keine Untätigkeit vorgeworfen werden kann, sind 
diese doch nicht gehalten, Massnahmen im Hinblick auf die Ausschaffung zu ergreifen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 8

wenn die ausländische Person ihnen nicht zur Verfügung steht (vgl. BGer 2A.87/2003 
vom 17.3.2003, E. 3.1.3). Zu beachten ist auch, dass bei einer Freilassung des 
Beschwerdeführers angesichts dessen bisherigen Verhaltens ernsthaft mit einem 
weiteren Untertauchen zu rechnen wäre. Mithin erschiene es mit Blick auf das 
erhebliche öffentliche Interesse an einer Ausschaffung unverhältnismässig, heute die 
Weiterführung der Ausschaffungshaft zu untersagen, zumal sich der Beschwerdeführer 
erst seit rund drei Monaten in Ausschaffungshaft befindet. Die Schweizer Behörden 
sind allerdings gehalten, weitere Vorkehren zu treffen, sollte die Antwort des 
algerischen Generalkonsulats nicht demnächst eintreffen.

5.3 Im Zusammenhang mit der Verhältnismässigkeitsprüfung (vgl. vorne E. 2.2) ist 
namentlich den familiären Verhältnissen der inhaftierten Person und den Umständen 
des Haftvollzugs Rechnung zu tragen (Art. 80 Abs. 4 AuG). – Der Beschwerdeführer 
betont, dass seine Tochter ihn als Vater brauche; zudem sei deren Mutter krank. 
Weiter bezeichnet der Beschwerdeführer seinen Gesundheitszustand – anders als 
noch im Haftüberprüfungsverfahren (VGE 2014/238, E. 4.3) – nicht mehr als «super 
gut», sondern beklagt Rückenschmerzen, zumal sich trotz Verlangen kein Arzt um ihn 
kümmere (vgl. Verhandlungsprotokoll, S. 2 [unpag. Haftakten ZMG 14 1338]). Sowohl 
im Haftgenehmigungs- als auch im Haftüberprüfungsverfahren wurde bereits 
ausgeführt, dass die haftbedingte Erschwerung des Besuchsrechts, die Haft nicht als 
rechtswidrig erscheinen lässt. Auf die diesbezüglichen Erwägungen des 
Verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts kann verwiesen werden (VGE 2014/188, 
E. 6.1 [bestätigt durch BGer 2C_664/2014, E. 2.2], 2014/238, E. 4.3). Gleiches gilt für 
die angebliche Krankheit der Mutter, zumal keinerlei konkrete Anhaltspunkte für eine 
solche vorliegen. Soweit es die Hafterstehungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu 
beurteilten gilt, lassen die behaupteten Rückenschmerzen allein die Haft jedenfalls 
nicht als unzumutbar erscheinen. Das Regionalgefängnis hat aber für die erforderliche 
medizinische Betreuung zu sorgen. Andere Gründe, welche die Haft als 
unverhältnismässig erscheinen lassen könnten, sind nicht ersichtlich.

5.4 Des Weiteren überschreitet die Haft die Dauer von sechs Monaten nicht (vgl. 
Art. 79 Abs. 1 AuG). Haftbeendigungsgründe sind weder geltend gemacht noch 
erkennbar (Art. 80 Abs. 6 Bst. a AuG). Wie bereits in den vorangegangen Verfahren 
festgestellt, ist grundsätzlich davon auszugehen, dass eine Rückführung des 
Beschwerdeführers nach Algerien in absehbarer Zeit möglich sein wird, zumal dieser 
immerhin im Besitz einer Passkopie ist (vgl. VGE 2014/188, E. 6.2 und 2014/238, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 9

E. 4.4 mit Hinweisen). Eine andere Beurteilung drängt sich trotz allfälligen 
Verzögerungen seitens der algerischen Behörden (vgl. vorne E. 5.2) zumindest im 
jetzigen Zeitpunkt nicht auf, nimmt doch die Zusammenarbeit mit gewissen ausländi-
schen Behörden erfahrungsgemäss viel Zeit in Anspruch.

6.

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende 
Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu 
sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Mit Blick auf diesen Verfahrensausgang konnte auf das Einholen einer Stellungnahme 
des MIDI und des ZMG verzichtet werden.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 800.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- dem Amt für Migration und Personenstand des Kantons Bern
- dem kantonalen Zwangsmassnahmengericht
- dem Bundesamt für Migration

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17.10.2014, Nr. 100.2014.275U, Seite 10

und mitzuteilen:
- dem Regionalgefängnis Burgdorf

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.