# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ae77bdcd-7072-5f63-ad64-0e2d132ce4d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2008 B-701/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-701-2008_2008-12-15.pdf

## Full Text

Abtei lung II
B-701/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Stephan Breitenmoser (Vorsitz), 
Francesco Brentani und Jean-Luc Baechler; 
Gerichtsschreiberin Kinga Jonas;

1. Aestas Plan AG (in Liquidation), 
Rorschacherstrasse 135, 9000 St. Gallen,
vertreten durch Fürsprecher Marcel Hostettler, 
Grüninger Hunziker Roth Rechtsanwälte, 
Bahnhofstrasse 64, Postfach 3268, 8021 Zürich,
Beschwerdeführerin,

2. A._______, 
vertreten durch Rechtsanwalt Jörg Gaissmayer, 
DE-86156 Augsburg,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Bankenkommission (EBK),
Schwanengasse 12, Postfach, 3001 Bern,
Vorinstanz;

Konkurseröffnung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

B-701/2008

Sachverhalt:

A.
Aufgrund des Verdachts der  unerlaubten Entgegennahme von Publi-
kumseinlagen  betraute  die  Vorinstanz  mit  superprovisorischer  Verfü-
gung  vom 23. August  2007  Untersuchungsbeauftragte  mit  Abklärun-
gen zur Geschäftstätigkeit der Aestas Plan AG (Beschwerdeführerin).

Mit Verfügung vom 20. Dezember 2007 stellte die Vorinstanz fest, dass 
die Beschwerdeführerin gewerbsmässig Publikumseinlagen entgegen-
nehme und eröffnete auf  den 21. Dezember 2007 den Konkurs über 
die  Gesellschaft.  Gleichzeitig  setzte  sie  die  zuständigen  Untersu-
chungsbeauftragten  als  Konkursliquidatoren  ein.  A._______  (Be-
schwerdeführer), Geschäftsführer der Aestas, wurde unter Strafandro-
hung mit sofortiger Wirkung generell verboten, Publikumseinlagen ge-
werbsmässig entgegenzunehmen sowie selbst oder über Dritte für die 
Entgegennahme  von  Publikumseinlagen  Werbung  zu  betreiben.  Die 
Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 15'000.- wurden der Beschwer-
deführerin  und dem Beschwerdeführer  solidarisch  auferlegt. Zur  Be-
gründung wurde angeführt,  die Beschwerdeführerin sei  gemäss dem 
von den Untersuchungsbeauftragten erstellten Vermögensstatus bes-
tenfalls leicht, allenfalls sogar massiv überschuldet.

B.
Gegen diese Verfügung ging mit Eingabe per Fax vom 4. Februar 2008 
eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein, gezeichnet von 
Rechtsanwalt Jörg Gaissmayer, "namens und im Auftrag unserer Man-
dantin Aestas Plan AG, sowie A._______". Darin wurde beantragt, der 
über  die Beschwerdeführerin  verhängte Konkurs  sei  aufzuheben,  da 
die Gesellschaft weder drohend noch tatsächlich überschuldet sei. Zu-
dem seien  dem Beschwerdeführer  für  das  vorinstanzliche  Verfahren 
keine  Kosten  aufzuerlegen.  Zur  Begründung  wurde  ausgeführt,  die 
Vorinstanz habe den Sachverhalt  nicht  ausreichend ermittelt,  sämtli-
che Kunden der Gesellschaft seien befriedigt worden, und es bestün-
den keinerlei Verbindlichkeiten der Gesellschaft mehr gegenüber Akti-
enkapitalanlegern. Auch gegenüber dem Verein "Color für Kinder" be-
stehe  keinerlei  Verpflichtung mehr;  die  Summe von EUR 615'459.90 
sei dem Verein vollständig zurückerstattet worden, da die Beschwerde-
führerin  von einer Geschäftsbeziehung mit  diesem abgesehen habe. 
Des Weiteren bestehe eine werthaltige Forderung der Beschwerdefüh-
rerin in der Höhe von EUR 34'071.66 gegenüber dem Beschwerdefüh-

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rer. Die Zahlung der Summe von EUR 81'940.- auf das Konto des Be-
schwerdeführers stehe weder bilanz- noch insolvenzrechtlich in einem 
Zusammenhang mit der Beschwerdeführerin. Es handle sich dabei im 
Wesentlichen um Beratungshonorare des Beschwerdeführers.

C.
Mit Zwischenverfügung vom 7. Februar 2008 ersuchte das Bundesver-
waltungsgericht  die  Beschwerdeführerin  und  den  Beschwerdeführer, 
sich unter Beilage entsprechender Beweismittel einzeln zu der Frage 
der Rechtzeitigkeit der Beschwerde zu äussern und ein Exemplar der 
angefochtenen  Verfügung  nachzureichen. Zudem wurde  der  Rechts-
vertreter aufgefordert, sich mittels rechtsgültiger Vollmachten über die 
Vertretungsverhältnisse auszuweisen.

Mit Schreiben vom 25. Februar 2008 führte Rechtsanwalt Gaissmayer 
aus, die angefochtene Verfügung sei ihm als Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers  am 4. Januar  2008  zugestellt  worden,  weshalb  die 
Beschwerdefrist am 4. Februar 2008 abgelaufen sei. In Bezug auf das 
Vertretungsverhältnis  zu  der  Beschwerdeführerin  könne  keine  Voll-
macht  eingereicht  werden,  da  der  Beschwerdeführer  als  ehemaliger 
Geschäftsführer der Gesellschaft nicht mehr handlungsbefugt sei. Die 
Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers ergebe sich aus dem 
Umstand, dass diesem Kosten für das vorinstanzliche Verfahren aufer-
legt worden seien. Ginge man davon aus, dass das Konkursverfahren 
über  die  Beschwerdeführerin  zu  Unrecht  eröffnet  worden  sei,  seien 
dem Beschwerdeführer unrechtmässig Kosten auferlegt worden.

D.
In ihrer Vernehmlassung vom 27. März 2008 beantragt die Vorinstanz, 
auf  die  Beschwerde  sei  nicht  einzutreten,  eventualiter  sei  sie  unter 
Kostenfolge abzuweisen. Zur Begründung bringt sie vor, die Beschwer-
de der Beschwerdeführerin sei verspätet. Die angefochtene Verfügung 
gelte als der Gesellschaft am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen 
Zustellungsversuch an das einzige Verwaltungsratsmitglied am 24. De-
zember 2007 zugestellt. Die Beschwerdefrist habe damit am 3. Januar 
2008 zu laufen begonnen und sei entsprechend am 1. Februar abge-
laufen.  Was  die  Einreichung  der  Beschwerde  in  Form  eines  Fax-
Schreibens angehe, so sei darauf nach der Praxis des Bundesgerichts 
nicht  einzutreten. Von einer  rechtsgenüglichen Eingabe sei  allenfalls 
dann auszugehen, falls die Beschwerdeschrift  nebst der Eingabe per 
Fax fristgerecht zu Handen der schweizerischen Post eingereicht oder 

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einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 
übergeben worden wäre. Es sei festzuhalten, dass nicht bestritten wer-
de,  dass  die  Beschwerdeführerin  unerlaubt  gewerbsmässig  Publi-
kumseinlagen entgegengenommen habe. Ebensowenig werde das ge-
gen  den  Beschwerdeführer  ausgesprochene  Werbeverbot  beanstan-
det. Die Darlehensforderung der Beschwerdeführerin gegenüber dem 
Beschwerdeführer sei  kaum werthaltig,  da dieser auch nach mehrfa-
cher Mahnung durch die Untersuchungsbeauftragten keine Anstalten 
gemacht  habe,  die  längst  fällige  Forderung  zu  begleichen.  Was  die 
Zahlung der Summe von EUR 81'940.- auf das Konto des Beschwer-
deführers angehe, so lägen immer noch keine Belege dafür vor, dass 
es sich dabei tatsächlich um Beratungshonorare gehandelt habe. Zu-
dem seien am 14. Dezember 2007 EUR 100'000.- vom Konto des Be-
schwerdeführers  auf  ein  Konto  der  Beschwerdeführerin  überwiesen 
worden. Bei diesen Konten handle es sich um dieselben, auf die die 
Kunden der Beschwerdeführerin ihre Anlagegelder eingezahlt  hätten. 
Aus diesen Gründen sei nach wie vor davon auszugehen, dass es sich 
zumindest beim Betrag von EUR 100'000.- um Kundengelder handle. 
In Bezug auf die Rückzahlung von EUR 615'459.90 an den Verein "Co-
lor für Kinder" sei davon auszugehen, dass diese erst nach Konkurser-
öffnung erfolgt  sei. Sollte  die  Rückzahlung vor Konkurseröffnung er-
folgt  sein,  sei  darauf  hinzuweisen,  dass  die  Beschwerdeführer  sich 
erst in der Beschwerde darauf beriefen. Was die Abklärung des Sach-
verhalts  angehe,  so  hätten  es  die  Organe  der  Beschwerdeführerin 
über weite Strecken unterlassen, bei der Sachverhaltsfindung ordent-
lich  mitzuwirken.  Die  Sachverhaltsfindung  sei  durch  die  involvierten 
Personen nicht nur verzögert, sondern auch erheblich erschwert wor-
den. Gemäss einer  Übersicht  der  Konkursliquidatoren vom 26. März 
2008 sei mittlerweile ein grosser Teil der entgegengenommenen Gel-
der offenbar von Dritten an die Anleger zurückerstattet worden. Woher 
diese Gelder stammten, sei unklar. Sollte sich im Laufe des Konkurs-
verfahrens herausstellen, dass die Voraussetzungen für einen Konkurs 
mit der nachträglichen Rückzahlung der Anlagegelder sowie der Zah-
lung an den Verein "Color für Kinder" nicht mehr gegeben seien, sei es 
an der Vorinstanz als Konkursrichterin, zu prüfen, ob der Konkurs wi-
derrufen werden könne. Zu der Frage der Auferlegung von Verfahrens-
kosten  zu Lasten des  Beschwerdeführers  sei  anzumerken,  dass  die 
Anordnung der Liquidation der Beschwerdeführerin in jedem Fall un-
umgänglich  gewesen  sei,  da  die  Erteilung  einer  Bankbewilligung 
ausser  Frage  gestanden  habe  und  eine  Fortführung  der  Geschäfte 
nicht  möglich  gewesen  sei.  Wäre  die  Beschwerdeführerin  demnach 

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zum  Zeitpunkt  der  Konkurseröffnung  nicht  überschuldet  gewesen, 
wäre die Liquidation – und nicht  die Konkursliquidation – der Gesell-
schaft verfügt worden. Auch in diesem Fall wäre das Werbeverbot ge-
gen den Beschwerdeführer ausgesprochen worden, und es wären ihm 
Verfahrenskosten von Fr. 15'000.- solidarisch mit der Gesellschaft auf-
erlegt worden.

In  der  Replik  vom  13. Mai  2008  führt  der  Rechtsvertreter  des  Be-
schwerdeführers aus, für die Feststellung, ob die Darlehensforderung 
der Beschwerdeführerin gegenüber dem Beschwerdeführer werthaltig 
sei, wäre ein Zahlungsbefehlsverfahren sachdienlich. Die Überweisung 
von EUR 100'000.- vom Konto des Beschwerdeführers auf das Konto 
der  Beschwerdeführerin  sei  deshalb  erfolgt,  weil  Beratungshonorare 
für  Beratungsmandate  der  Beschwerdeführerin  in  der  Höhe  von 
EUR 81'194.- fälschlicherweise auf dessen Konto eingegangen seien. 
Deshalb habe der Beschwerdeführer EUR 100'000.- auf das Konto der 
Gesellschaft  überwiesen  und  dieser  den  Differenzbetrag  zur  freien 
Verfügung überlassen. Schliesslich sei  eine Bestätigung des Vereins 
"Color für Kinder" zu den Akten zu nehmen, wonach die Rückzahlung 
des in Frage stehenden Betrags zwischen dem 14. Juni und 24. Juli 
2007 vollständig erfolgt sei.

In ihrer Duplik vom 30. Juni 2008 hält die Vorinstanz fest, aus dem Ti-
telblatt  der  Replik  gehe hervor,  dass Rechtsanwalt  Jörg Gaissmayer 
nunmehr nur noch die Interessen des Beschwerdeführers vertrete. Auf 
Grund  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  seien  Organe  einer 
Gesellschaft,  denen  von  der  EBK  die  Handlungsbefugnis  entzogen 
worden sei, zur Beschwerde im Namen der betreffenden Gesellschaft 
legitimiert.  Des  Weiteren  würden  keine  Dokumente  beigebracht,  die 
die Behauptung betreffend die Summe von EUR 100'000.- bestätigen 
würden.  Zudem  bleibe  unklar,  weshalb  der  diesbezügliche  Einwand 
erst im Beschwerdeverfahren geltend gemacht werde. Dieser Umstand 
deute auf  eine Schutzbehauptung hin. Was die Rückzahlung an den 
Verein "Color für Kinder" angehe, so sei ebenfalls unklar, weshalb die-
se nicht bereits früher erwähnt worden sei. Die Vorinstanz habe zum 
Zeitpunkt der Konkurseröffnung auf Grund der ihr zur Verfügung ste-
henden Akten entschieden und sei entsprechend zu Recht von einer 
bestehenden Schuld ausgegangen.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen vorliegen und auf  eine Beschwerde 
einzutreten ist,  hat  das Bundesverwaltungsgericht  von Amtes wegen 
und mit freier Kognition zu prüfen (BGVE 2007/6 E. 1 S. 45).

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt das Bun-
desverwaltungsgericht  Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5 
des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. Dezem-
ber 1968 (VwVG, SR 172.021). Dazu zählen Verfügungen der Vorins-
tanz (Art. 33 Bst. f VGG). 

Die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 20. Dezember 2007 
kann mit  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht angefochten 
werden (Art. 31 VGG); ein Ausschlussgrund gemäss Art. 32 VGG liegt 
nicht vor.

1.2 Die  vorliegend  zu  beurteilende  Beschwerde  ist  am  4. Februar 
2008 mit Eingabe per Fax beim Bundesverwaltungsgericht eingegan-
gen. Sie ist gezeichnet von Rechtsanwalt  Jörg Gaissmayer, "namens 
und im Auftrag unserer Mandantin Aestas Plan AG, sowie Dr. Elmar 
Spranger".  Seitens  des  Beschwerdeführers  liegt  dem  Gericht  eine 
rechtsgültige Ermächtigung an den Rechtsvertreter vor. In der Eingabe 
vom 25. Februar 2008 führt der Rechtsvertreter aus, in Bezug auf das 
Vertretungsverhältnis gegenüber der Beschwerdeführerin könne keine 
Vollmacht eingereicht werden, da der Beschwerdeführer als ehemali-
ger Geschäftsführer nicht mehr handlungsbefugt sei. 

Aus dem Titelblatt der Replik vom 13. Mai 2008 geht demgegenüber 
hervor, dass Rechtsanwalt Jörg Gaissmayer nur den Beschwerdefüh-
rer vertritt. Die Gesellschaft wird als durch die Konkursliquidatoren ver-
treten bezeichnet. Damit ist nicht restlos klar, ob der Beschwerdeführer 
nur  im  eigenen  Namen  oder  auch  im  Namen  der  Gesellschaft  Be-
schwerde gegen die angefochtene Verfügung zu erheben beabsichtigt 
hat.

Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  sind Organe  einer 
durch die Vorinstanz in Liquidation oder in Konkurs gesetzten Gesell-
schaft  trotz  Entzugs  oder  Dahinfallens  der  Vertretungsbefugnis  be-
rechtigt,  die  entsprechende  Verfügung  in  deren  Namen anzufechten 

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(BGE 132 II 382  E. 1.1;  BGE 131 II 306  E. 1.2,  mit  weiteren  Hinwei-
sen). 

Gemäss  Handelsregistereintrag  war  der  Beschwerdeführer  einzel-
zeichnungsberechtigter  Geschäftsführer und damit nicht formelles Or-
gan der  Gesellschaft. Ob er  zur  Beschwerde im Namen der  Gesell-
schaft dennoch auf Grund einer faktischen Organstellung legitimiert ist 
(vgl. BGE 128 III 29 E. 3), braucht aus nachfolgenden Erwägungen je-
doch nicht geprüft zu werden.

1.3 Eine  Beschwerde  ist  dem  Bundesverwaltungsgericht  gemäss 
Art. 50 Abs. 1 VwVG innert 30 Tage nach Eröffnung der angefochtenen 
Verfügung einzureichen. Hierbei handelt  es sich um eine gesetzliche 
Frist, welche nicht erstreckbar ist (Art. 22 Abs. 1 VwVG), sich nach Ta-
gen berechnet und somit einen Tag nach Mitteilung an die Parteien zu 
laufen beginnt (Art. 20 Abs. 1 VwVG). Eine Mitteilung, die nur gegen 
Unterschrift  des Adressaten oder einer anderen berechtigten Person 
überbracht wird, gilt  spätestens am siebten Tag nach dem ersten er-
folglosen Zustellungsversuch als erfolgt (Art. 20 Abs. 2bis VwVG).

Aus den Akten geht hervor, dass die Vorinstanz mit Postaufgabe vom 
21. Dezember vergeblich versucht hat, die angefochtene Verfügung an 
das  einzige  Verwaltungsratsmitglied  der  Beschwerdeführerin,  Anna-
Lisa  Spranger  (Route  de  Bertigny  23,  1700  Fribourg)  zuzustellen 
(pag. 612 Vorakten). In dem Umstand, dass die Vorinstanz die Verfü-
gung nicht an den Sitz der Gesellschaft, sondern an die Adresse eines 
Verwaltungsratsmitglieds  gesandt  hat,  ist  kein  Eröffnungsmangel  zu 
erblicken. Ein solcher wurde von den Parteien denn auch nicht geltend 
gemacht. Von Bedeutung ist einzig, dass die angefochtene Verfügung 
gemäss Art. 20 Abs. 2bis VwVG am 28. Dezember 2007 als einem zur 
Vertretung der Gesellschaft befugten Organ zugestellt gilt. Damit wur-
de  die  Verfügung  gegenüber  der  Gesellschaft  mit  diesem  Zeitpunkt 
rechtswirksam eröffnet (vgl. JÜRG STADELWIESER, Die Eröffnung von Verfü-
gungen,  Diss., St. Gallen  1994,  S. 35  und 121). Folglich  hat  die  Be-
schwerdefrist  für  die  Gesellschaft  unter  Beachtung  des  Fristenstill-
stands gemäss Art. 22a Abs. 1 Bst. c VwVG am 3. Januar 2008 zu lau-
fen  begonnen  und  ist  am  1. Februar  2008  abgelaufen.  Aus  diesen 
Gründen ist eine am 4. Februar 2008 im Namen der Gesellschaft ein-
gereichte  Beschwerde  als  verspätet  zu  betrachten,  weshalb  darauf 
nicht einzutreten ist  (Art. 50 Abs. 1 VwVG).  Es ist anzumerken, dass 
kein  Gesuch  um Wiederherstellung  dieser  Frist  i.S.v. Art.  24  Abs. 1 

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VwVG eingereicht wurde.

Demgegenüber wurde die angefochtene Verfügung dem Rechtsvertre-
ter des Beschwerdeführers erst am 4. Januar 2008 durch die Deutsche 
Bundesanstalt  für  Finanzdienstleistungsaufsicht  über  den  Amtshilfe-
weg zugestellt (pag. 599 Vorakten). Es ist diesbezüglich darauf hinzu-
weisen,  dass  die  Beschwerdefrist  mit  dieser  späteren  Eröffnung  an 
den Beschwerdeführer selbst dann nicht neu zu laufen beginnen bzw. 
verlängert  würde, wenn der Beschwerdeführer als Organ der Gesell-
schaft qualifiziert würde (vgl. E. 1.2 hiervor). Der massgebende Eröff-
nungszeitpunkt und damit der Beginn der Rechtsmittelfrist für die Ge-
sellschaft wurden in jedem Fall durch die zeitlich zuerst erfolgte Zustel-
lung an ein zur Vertretung berechtigtes Organ festgelegt. Auch als ein 
im Namen der Gesellschaft Beschwerde führendes Organ müsste sich 
der Beschwerdeführer die vorgängige fristauslösende Eröffnung an die 
Gesellschaft  entgegen halten lassen. Die vom Beschwerdeführer am 
4. Februar 2008, dem letzten Tag der Beschwerdefrist, im eigenen Na-
men eingereichte Beschwerde gilt jedoch als rechtzeitig (Art. 20 Abs. 1 
und 3 i.V.m. Art. 50 Abs. 1 VwVG).

1.4 Der  Beschwerdeführer  reichte  seine  Beschwerde  zunächst  mit 
Eingabe per Fax ein.

Die  Beschwerdeschrift  hat  unter  anderem  die  Unterschrift  des  Be-
schwerdeführers  oder  seines  Vertreters  zu  enthalten  (Art.  52  Abs. 1 
VwVG). Diesem Erfordernis genügt eine Eingabe per Fax nicht, wobei 
es sich beim Fehlen der Unterschrift  um einen verbesserungsfähigen 
Mangel handelt (Art. 52 Abs. 2 VwVG). Vorliegend hat der Beschwer-
deführer am 14. Februar ein Original der Beschwerdeschrift  per Post 
nachgereicht und damit seine Eingabe per Fax verbessert. Seine Be-
schwerde ist  damit  als  rechtmässig zu qualifizieren,  weshalb auf  sie 
grundsätzlich eingetreten werden kann.

1.5 Soweit der Beschwerdeführer selbst Adressat der angefochtenen 
Verfügung ist, ist er durch die angeordneten Massnahmen offensicht-
lich berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
oder Änderung. In diesem Umfang ist er daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert  (Art. 48  Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37  VGG). Demgegenüber 
ist der Beschwerdeführer insofern, als er auch die Aufhebung derjeni-
gen Teile der angefochtenen Verfügung beantragt, die sich gegen die 
Gesellschaft richten (Dispositiv Ziff. 2 - 9), nicht legitimiert, dies in  ei-

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genem Namen zu tun, da er durch den angefochtenen Entscheid nicht 
in  eigenen  schutzwürdigen  Interessen  betroffen  ist  (BGE 131  II 306 
E. 1.2.2,  mit  weiteren  Hinweisen,  sowie  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.721/2006 vom 19. März 2007 E. 2.1 und 2.2). 

Deshalb kann auf Vorbringen des Beschwerdeführers im eigenen Na-
men nur  insoweit  eingetreten werden,  als  sie  sich  gegen diejenigen 
Teile der angefochtenen Verfügung richten, welche ihn selbst betreffen. 

Das gegen ihn in den Ziffern 10 bis 12 des Verfügungsdispositivs aus-
gesprochene  Werbeverbot  beanstandet  der  Beschwerdeführer  nicht, 
weshalb  dieses  nicht  Streitgegenstand  des  vorliegenden  Verfahrens 
bildet.  Damit ist auf die Beschwerde nur insoweit einzutreten, als sie 
sich gegen die solidarische Auferlegung der Verfahrenskosten zu Las-
ten des Beschwerdeführers und der Gesellschaft in Ziffer 14 des Dis-
positivs der Verfügung vom 20. Dezember 2007 richtet.

2.
Der Beschwerdeführer bringt einzig vor, dass, falls man davon ausgin-
ge, das Konkursverfahren über die Gesellschaft sei zu Unrecht eröff-
net worden, ihm für das vorinstanzliche Verfahren zu Unrecht Kosten 
auferlegt worden seien.

Der Beschwerdeführer stützt seine Rüge betreffend Verfahrenskosten 
ohne  weitere  Begründung  auf  die  –  von  ihm verneinte  –  Frage  der 
Rechtmässigkeit  der  Konkurseröffnung  über  die  Gesellschaft.  Damit 
stellt  er  auf  eine  Frage  ab,  die  mangels  rechtzeitiger  Anfechtung  in 
Rechtskraft erwachsen und nicht mehr abänderbar ist. 

Damit erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet und 
ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwer-
deführer  die  Verfahrenskosten  zu  tragen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG, 
Art. 1 ff. des  Reglements  über  die  Kosten und  Entschädigungen vor 
dem  Bundesverwaltungsgericht  vom  21. Februar  2008  [VGKE, 
SR 173.320.3]),  und  es  steht  ihm  keine  Parteientschädigung  zu 
(Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 VGKE).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von Fr. 2'000.-  werden  dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 3'000.-  verrechnet.  Der  Restbetrag  von  Fr. 1'000.-  wird  dem  Be-
schwerdeführer nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 
aus der Gerichtskasse zurückerstattet.

3.
Es wird keine Parteientschädigung gesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  (mit  diplomatischer  Post;  Beilage: Rückfor-
derungsformular);

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde);
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 31169; Gerichtsurkunde).

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Stephan Breitenmoser Kinga Jonas

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30  Tage  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

Versand: 18. Dezember 2008

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