# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39cfe02b-d9b4-59ac-97f2-4eb8c74e944a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2010 D-7752/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7752-2008_2010-09-14.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7752/2008
D-7753/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Bendicht Tellenbach
mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni; 
Gerichtsschreiber Daniel Merkli.

A.________ und dessen Lebenspartnerin 
B._______ Mongolei,
beide vertreten durch Monica Capelli, Bündner 
Beratungsstelle für Asylsuchende, 
Beschwerdeführende,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügungen des BFM 
vom 3. November 2008 / N _______ und N________

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7752/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass  die  Beschwerdeführenden  am 4. Dezember  2007  ohne  Einrei-
chung von rechtsgenüglichen Identitätsdokumenten in der Schweiz um 
Asyl nachsuchten,

dass sie  im C._______  am 27. Dezember  2007  einer  Erstbefragung 
unterzogen und am 2. Juni 2008 nach Art. 29 Abs. 1 des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) angehört wurden,

dass sie dabei  unter anderem angaben, am (...)  (Beschwerdeführer) 
beziehungsweise (...)  (Beschwerdeführerin)  geboren und damit  noch 
minderjährig zu sein, 

dass  das  BFM den  Beschwerdeführenden  aufgrund  der  geltend  ge-
machten  Minderjährigkeit  unter  Berücksichtigung  von  Art. 17  Abs. 3 
Bst. b AsylG i.V.m. Art. 7  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311) und der diesbezüglichen 
Rechtsprechung (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweize-
rischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  1998  Nr. 13)  am 30. Januar 
2008 eine Vertrauensperson beiordnete,

dass die Beschwerdeführenden zur Begründung ihrer Asylgesuche im 
Wesentlichen geltend machten, der Onkel D._______ des Beschwer-
deführers  beziehungsweise  der  Halbbruder  der  Beschwerdeführerin, 
welcher in seiner Funktion als Sicherheitsbeamter bei einer Goldfirma 
einen Diebstahl beobachtet habe, sei deswegen von drei Unbekannten 
bei sich Zuhause gesucht worden,

dass die Unbekannten am 2. August 2006 vom Beschwerdeführer, wel-
cher im selben Haus wie sein Onkel D._______ gewohnt habe, dessen 
Aufenthaltsort hätten erfahren wollen und ihm dabei, da er keine Aus-
kunft habe geben können, das Handgelenk gebrochen hätten, worauf 
der Vorfall der Polizei zur Anzeige gebracht worden sei, 

dass am 21. August 2006 die gleichen Personen den Beschwerdefüh-
rer erneut geschlagen und die Beschwerdeführerin vergewaltigt hätten, 
nachdem sie  auch  diesmal  den  Aufenthaltsort  von  D._______  nicht 
hätten in Erfahrung bringen können, 

dass sie sich in der Folge in ärztliche Behandlung begeben hätten, 

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dass sie  danach zusammen mit  D._______ nach E._______ gereist 
seien, wo sie sich bis zu ihrer Ausreise am 2. November 2007 aufge-
halten hätten, 

dass für weitere Einzelheiten auf die angefochtene Verfügung und die 
vorinstanzlichen Akten verwiesen werden kann (vgl. Art. 111a Abs. 2 
AsylG),

dass das BFM mit  – am 4. November 2008 eröffneten  – Entscheiden 
vom 3.  November  2008  die  Asylgesuche  der  Beschwerdeführenden 
vom 4. Dezember 2007 abwies, die Wegweisung anordnete und den 
Vollzug als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass das Asylgesuch des mitgereisten D._______ vom (...) Entscheid 
des BFM vom 7. November 2008 ebenfalls abgewiesen wurde,

dass  D._______  nach  Ablauf  der  Beschwerdefrist  mit  Eingabe  vom 
18. Dezember 2008 an das Bundesverwaltungsgericht  gelangte,  wel-
ches diese Eingabe dem BFM zur weiteren Behandlung überwies,

dass die  Beschwerdeführenden mit  Eingaben ihrer  Rechtsvertreterin 
vom 2. Dezember und 3. Dezember 2008 an das Bundesverwaltungs-
gericht gegen diese Entscheide Beschwerde erhoben und dabei in ver-
fahrensrechtlicher Hinsicht unter anderem darum ersuchten, es sei ih -
nen die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 
VwVG des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021) zu gewähren,

dass  der  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung  vom 
15.  Dezember  2008  die  beiden  Verfahren  D-7752/2008  und 
D-7753/2008 vereinigte,  das Gesuch um Gewährung der  unentgeltli-
chen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG guthiess und auf 
das Erheben eines Kostenvorschusses verzichtete,

dass  der  Rechtsvertreterin  gleichzeitig  bis  zum 20.  Dezember  2008 
Gelegenheit  zur allfälligen Präzisierung des Gesuchs um unentgelt li-
che Rechtsverbeiständung gemäss Art. 65 Abs. 2 VwVG gegeben wur-
de, unter Hinweis auf die erfolgte Beiordnung einer Vertrauensperson 
für ihre Mandanten sowie das gesetzliche Erfordernis einer Zulassung 
als Anwältin, wobei nach ungenutztem Fristablauf vom Rückzug dieses 
Antrags ausgegangen werde, 

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dass die Rechtsvertreterin mit  Eingabe vom 23. Dezember 2008 das 
Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtsverbeiständung 
nach Art. 65 Abs. 2 VwVG zurückzog, 

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 25. Februar 2009 die 
Abweisung der Beschwerde beantragte, 

dass die Rechtsvertreterin mit Replik vom 24. März 2009 auf die vorin-
stanzlichen Argumente in der Vernehmlassung Stellung bezog, 

dass mit Eingabe der Rechtsvertreterin vom 17. April 2009 zwei ärzt li-
che Berichte betreffend die Beschwerdeführenden eingereicht wurden, 

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass die Beschwerdeführenden durch die angefochtenen Verfügungen 
besonders berührt sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhe-
bung  beziehungsweise  Änderung  haben  und  daher  zur  Einreichung 
der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden 
einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG;  Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG),

dass es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um solche han-
delt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen 

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ist, wobei auf die Erwägungen in den angefochtenen Verfügungen ver-
wiesen werden kann,

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Vorinstanz in den angefochtenen Verfügungen feststellte, die 
Vorbringen  der  Beschwerdeführenden,  wegen  D.______von  Unbe-
kannten  behelligt  worden  zu  sein,  seien  aufgrund  widersprüchlicher 
Angaben nicht glaubhaft,

dass im Weiteren die geltend gemachten Vorbringen auch nicht asyl re-
levant seien, könne doch davon ausgegangen werden, dass der mon-
golische Staat sowohl schutzwillig als auch schutzfähig sei,

dass die Rechtsvertreterin in ihren Beschwerden auf die festgestellten 
Unglaubhaftigkeitselemente Stellung bezog und zur Stützung der Vor-
bringen der Beschwerdeführenden Berichte über deren ärztliche Be-
handlung in einem Spital in F._______ in Kopie einreichte,

dass sie im Weiteren mit Hinweis auf einen Auszug aus einem Bericht 
der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom Februar 2007 den Schutzwil-
len und die Schutzfähigkeit des mongolischen Staates in Frage stellte, 

dass sie schliesslich hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs  der  – zum damaligen  Zeitpunkt  noch  minderjährigen  – Be-
schwerdeführenden  darauf  hinwies,  zwar  lebe  die  Mutter  der  Be-
schwerdeführerin noch, jedoch sei sie schwer krank, 

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dass ein entsprechendes ärztliches Zeugnis nachgereicht werde, 

dass am 10. Juli 2008 das gemeinsame Kind der Beschwerdeführen-
den tot geboren sei und die Ergebnisse diesbezüglicher ärzt licher Un-
tersuchungen noch nicht feststünden,

dass die Vorinstanz in ihren Vernehmlassungen vom 25. Februar 2009 
festhielt,  das  in  Aussicht  gestellte  ärztliche  Zeugnis  hinsichtlich  des 
Gesundheitszustands der Mutter der Beschwerdeführerin sei bis zum 
jetzigen Zeitpunkt beim BFM nicht eingegangen, 

dass sowohl das ärztliche Zeugnis hinsichtlich der Behandlung der Be-
schwerdeführerin  vom 22.  August  2006  als  auch  dasjenige  die  Be-
handlung des Beschwerdeführers vom 3. August 2006 betreffend nur 
in Kopie vorlägen und es sich hierbei nach den Angaben in der Be-
schwerde um Arztberichte eines Spitals in F._______ handle, obwohl 
die  Beschwerdeführenden  angegeben  hätten,  in  einem  Spital  in 
G._______  behandelt  worden  zu  sein  (vgl.  BFM-Protokoll  A1,  S.  5; 
A22, S.7),

dass  die  Rechtsvertreterin  in  ihrer  Replik  vom 24.  März  2009  unter 
Einreichung eines ärztlichen Berichts  hinsichtlich der Mutter  der Be-
schwerdeführerin festhielt, das Original des ärztlichen Berichts sei im 
Rahmen des Verfahrens von D._______ (...) mit Eingabe vom 18. De-
zember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht worden, 

dass  die  ärztlichen  Berichte  hinsichtlich  der  Behandlung  der  Be-
schwerdeführenden entgegen der  – wegen eines Missverständnisses 
unzutreffenden  – Angabe  in  der  Beschwerde  von  einem  Spital  in 
G._______ ausgestellt worden seien,

dass die Rechtsvertreterin mit Eingabe vom 17. April 2009 angab, die 
Originale der  – bereits in Kopie eingereichten  – ärztlichen Zeugnisse 
betreffend die Beschwerdeführenden einzureichen,

dass sie im Übrigen auf medizinische Untersuchungen betreffend der 
erlittenen Totgeburt des Kindes der Beschwerdeführerin hinwies, 

dass das Bundesamt zu Recht und mit im Ergebnis zutreffender Be-
gründung die  Vorbringen der  Beschwerdeführenden sowohl  als  nicht 
glaubhaft als auch nicht asylrelevant erachtet hat,

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dass zum einen der Beschwerdeführer, wie von der Vorinstanz zutref-
fend festgehalten, in Abweichung der Angabe anlässlich der Erstbefra-
gung,  den  ersten  Vorfall  mit  den  Unbekannten  zusammen  mit 
D.______ einem Polizisten gemeldet zu haben (vgl. A1, S. 6), anläss-
lich der Anhörung geltend machte, die Schwiegermutter habe den Vor-
fall der Polizei gemeldet (vgl. A22, S. 6),

dass er zum anderen abweichend von der Angabe anlässlich der Erst -
befragung,  wonach er  den zweiten Vorfall  der  Polizei  nicht  gemeldet 
habe (vgl. A1, S. 6), im Rahmen der Anhörung geltend machte, eine 
Anzeige gemacht zu haben (vgl. A22, S. 6),

dass er im Weiteren im Widerspruch zur Angabe anlässlich der Erstbe-
fragung, in E.______keine Schwierigkeiten gehabt zu haben (vgl. A1, 
S. 6), an der Anhörung geltend machte, Leute hätten nach dem Bruder 
gefragt, weshalb sie E.______ verlassen hätten (vgl. A22, S. 7),

dass mit den Behauptungen in der Beschwerde, wonach alle gemein-
sam den ersten Vorfall bei der Polizei gemeldet hätten beziehungswei-
se  der  Beschwerdeführer  auch  den  zweiten  Vorfall  zur  Anzeige  ge-
bracht habe, die diesbezüglichen widersprüchlichen Angaben des Be-
schwerdeführers nicht plausibel erklärt werden können, 

dass schliesslich der weitere Erklärungsversuch, der Beschwerdefüh-
rer habe mit der Aussage, auch in E.______ Probleme gehabt zu ha-
ben, die Probleme gemeint, vor welchen er geflüchtet sei, keineswegs 
zu überzeugen vermag, 

dass auch die Angaben der Beschwerdeführerin widersprüchlich aus-
gefallen sind, 

dass diese, wie von der Vorinstanz zutreffend festgehalten, in Abwei-
chung der Angabe anlässlich der Erstbefragung, am 21. August 2006 
vergewaltigt worden zu sein, im Rahmen der Anhörung den Zeitpunkt 
der geltend gemachten Vergewaltigung mit 21. August 2007 bezeich-
nete,

dass sie  im Weiteren im Widerspruch zur  Angabe an der  Erstbefra-
gung,  die  Vergewaltigung nicht  zur  Anzeige gebracht  zu  haben (vgl. 
A1, S. 5), im Rahmen der Anhörung geltend machte, den Vorfall  der 
Polizei gemeldet zu haben (vgl. A22, S. 7),

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dass die  Erklärungsversuche in der  Beschwerde,  wonach die wider-
sprüchlichen Aussagen hinsichtlich des Zeitpunkts der Vergewaltigung 
auf einen Versprecher zurückzuführen seien beziehungsweise die Be-
schwerdeführerin heute darauf beharre, den Vorfall bei der Polizei ge-
meldet zu haben und anlässlich der Erstbefragung lediglich zum Aus-
druck habe bringen wollen, die Vergewaltiger hätten sie gewarnt, zur 
Polizei  zu  gehen,  ganz offensichtlich  nicht  zu  überzeugen vermögen 
und daher unbehelflich sind,

dass der Beweiswert der im Verlauf des Beschwerdeverfahrens im Ori-
ginal  eingereichten  ärztlichen Zeugnisse aus  der  Mongolei  aufgrund 
ihrer fraglichen Herkunft und Beschaffenheit und vor dem Hintergrund 
der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen als gering einzustufen ist,

dass schliesslich die Angaben der Beschwerdeführenden zu ihren Vor-
bringen auch auffallend unbestimmt ausgefallen sind, 

dass somit  die  Einschätzung der  Vorinstanz,  wonach die Vorbringen 
der Beschwerdeführenden als unglaubhaft  zu erachten seien, zu be-
stätigen ist,

dass indessen die Vorbringen der Beschwerdeführenden unabhängig 
von deren Glaubhaftigkeit  ohnehin als nicht asylrelevant zu erachten 
sind, ist doch zum einen entgegen der Auffassung in der Beschwerde 
vom Schutzwillen  und  der  Schutzfähigkeit  der  mongolischen Sicher-
heitsbehörden auszugehen und mangelt es zum Anderen den behaup-
teten Übergriffen Dritter, bei  denen es sich um kriminelle  Akte ohne 
politischen  Hintergrund  handelt,  an  der  spezifisch  flüchtlingsrechtli-
chen Motivation,

dass daher die Vorinstanz die Asylgesuche der Beschwerdeführenden 
zu Recht abgewiesen hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu be-
stätigen ist,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 3  AuG, 
SR 142.20),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation,  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK), der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft 
gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich 
ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER 
STÖCKLI,  Asyl,  in:  Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht, 
2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht li-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asyl recht-
lich erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtli-
chen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November 
1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, 
SR 0.101) ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  unter  Berücksichtigung  der  politischen,  sicherheitstechnischen 
und wirtschaftlichen Verhältnisse in der Mongolei keine Anhaltspunkte 
dafür ersichtlich sind, dass die Beschwerdeführenden bei einer Rück-
führung in ihren Heimatstaat heute einer konkreten Gefährdung ausge-
setzt wären,

dass  auch  keine  individuellen  Gründe  vorliegen,  welche  gegen  den 
Wegweisungsvollzug  der  in  der  Zwischenzeit  volljährig  gewordenen 
Beschwerdeführenden, welche in Gestalt der Brüder der Beschwerde-
führerin (vgl. A1, S. 2; A22, S. 4) und des wieder in die Mongolei zu-
rückgekehrten Halbbruders D.______ über ein Beziehungsnetz verfü-
gen, sprechen würden,

dass an dieser Einschätzung die erlittene Fehlgeburt, welche nun be-
reits  zwei  Jahre  zurückliegt,  nichts  ändert,  zumal,  wenn  notwendig, 
von einer diesbezüglichen hinreichenden medizinischen Betreuung der 
Beschwerdeführerin in ihrem Heimatstaat ausgegangen werden kann,

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch als  grundsätzlich 
möglich (Art. 83 Abs. 2 AuG) erscheint, 

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzu-
tun, inwiefern die angefochtenen Verfügungen Bundesrecht verletzen, 
den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  fest-
stellen oder  unangemessen  sind  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Be-
schwerden abzuweisen sind, 

dass die Verfahrenskosten grundsätzlich der unterliegenden Partei auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwvG), indessen mit Zwischen-
verfügung vom 15. Dezember  2008 das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutge-
heissen  wurde,  weshalb  auf  die  Erhebung  von  Verfahrenskosten  zu 
verzichten ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerden werden abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.
Dieses Urteil geht an:

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführenden (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt, mit den Akten Ref.-Nr. N______ und 

N______ (per Kurier; in Kopie)
- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Bendicht Tellenbach Daniel Merkli

Versand: 

Seite 11