# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42a889ee-31c8-576f-9739-9e3be2694bf2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-06-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.06.2010 UV 2009/73
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-73_2010-06-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/73

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 03.04.2020

Entscheiddatum: 15.06.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 15.06.2010
Art. 6 UVG: Verneinung der natürlichen Kausalität zwischen Unfallereignis 
und Beschwerden im Handgelenk (Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt) (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2010, UV 2009/73).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; a.o. Gerichtsschreiber Adrian Zogg

Entscheid vom 15. Juni 2010

in Sachen

E.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

Helsana Unfall AG, Postfach, 8081 Zürich Helsana,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen (natürlicher Kausalzusammenhang)

Sachverhalt:

A.       

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A.a   E.___, geb. 1950, war seit September 2007 bei A.___ als Raumpflegerin tätig und 

dadurch bei der Helsana Unfall AG, Zürich (nachfolgend Helsana), obligatorisch gegen 

Unfälle versichert. Am 14. November 2007 stürzte sie während eines Treppenaufstiegs 

und schlug dabei mit dem Knie auf einer Treppenkante auf. Die Bagatellunfall-Meldung 

erfolgte am 19. Juni 2008 und die Schadenmeldung am 18. September 2008 (UV-act. K 

1, 5). Dr. med. B.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, bestätigte im Arztzeugnis vom 

22. September 2008, dass er am 23. April 2008 eine Erstbehandlung durchgeführt und 

eine chronische Bursitis praepatellaris rechts sowie ein chronisches posttraumatisches 

femoro-patellares Schmerzsyndrom rechts diagnostiziert habe (UV-act. M 1). Im 

Bericht vom 24. März 2009 erwähnte er, dass die Versicherte bereits bei der ersten 

Konsultation im April 2008 über Schmerzen und eine Schwellung im Handbereich 

rechts, insbesondere Daumengrundgelenk rechts, geklagt habe. Ein Unfallereignis sei 

seitens der Versicherten hierfür jedoch nicht angegeben worden. Dr. B.___ 

interpretierte die Beschwerden als eine Entzündung im Sattelgelenk rechts sowie eine 

umgebende Tendovaginitis. Therapeutisch sei eine intraartikuläre Injektion 

durchgeführt worden. Ausserdem habe die Versicherte eine Handgelenkschiene 

erhalten. Anlässlich der Kontrollen vom 29. April und 10. Juni 2008 sei dann von der 

Versicherten eine leichte Besserung der Schmerzen im Handgelenk angegeben 

worden, jedoch keine Beschwerdefreiheit (UV-act. M 12). Mit Schreiben vom 6. Juli 

2009 teilte Dr. B.___ dem Versicherer mit, dass die Versicherte letztmals am 22. August 

2008 bei ihm in der Sprechstunde war (UV-act. M 14). Für die weitere Behandlung 

überwies er sie an Dr. med. C.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH (UV-act. 

M 9, 12).

A.b   Dr. C.___ attestierte der Versicherten für den Zeitraum vom 21. August 2008 bis 

13. Oktober 2008 eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 % (UV-act. M 5). Im 

Bericht vom 19. November 2008 erwähnte er, dass die Versicherte anlässlich einer 

Verlaufskontrolle am 27. Oktober 2008 betreffend die Knieverletzung über 

posttraumatische Schmerzen im rechten Handgelenk geklagt habe, die auf einen Sturz 

im April 2007 zurückzuführen seien. Zum Zeitpunkt des Unfalls sei jedoch keine 

Abklärung der Handgelenkschmerzen erfolgt. Die Röntgenuntersuchung des rechten 

Handgelenks habe ergeben, dass der Processus styloideus ulnae eine etwas 

unregelmässige Knochenstruktur zeige und auch ein wenig verdickt sei. Ansonsten 

seien ein normaler Gelenkspalt und ein normaler Carpus dargestellt (UV-act. M 7). Im 

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Arztzeugnis vom 11. März 2009 äusserte Dr. C.___ im Zusammenhang mit dem 

Unfallereignis vom 14. November 2007 den Verdacht einer posttraumatischen 

Carpusarthrose rechts. Das Handgelenk sei leicht angeschwollen. Die Beschwerden 

seien von der Versicherten erst nachträglich beklagt worden. Ausserdem lehne die 

Versicherte die empfohlene Infiltration der rechten Mittelhand ab. Der 

Behandlungsabschluss sei am 28. Januar 2009 erfolgt (UV-act. M 11).

A.c   Der beratende Arzt des Versicherers, Dr. med. D.___, Praktischer Arzt FMH mit 

Fachausweisen als Vertrauensarzt FMH und für manuelle Medizin FMH, hielt in seiner 

Stellungnahme vom 5. Dezember 2008 fest, dass die Versicherte mit dem Unfall vom 

14. November 2007 ein geeignetes Ereignis erlitten habe, um allenfalls einen 

Vorzustand an der Kniescheibe traumatisieren zu können. Die primäre Übernahme sei 

gerechtfertigt. Bezüglich der Schmerzen im rechten Handgelenk äusserte sich der 

beratende Arzt dahingehend, dass ein Zusammenhang mit dem Unfallereignis lediglich 

als möglich bezeichnet werden könne (UV-act. M 8).

A.d   Die Helsana teilte der Versicherten mit Verfügung vom 19. Januar 2009 unter 

anderem mit, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den aktuell 

vorliegenden Schmerzen im rechten Handgelenk und dem Ereignis im April 2007 nur 

als möglich bezeichnet werden könne. Die bestehenden gesundheitlichen 

Beeinträchtigungen würden deshalb auf unfallfremde Faktoren zurückgeführt. Die 

Heilbehandlung für das rechte Handgelenk werde nicht übernommen (UV-act. K 21).

B.     

Mit Schreiben vom 12. Februar 2009 erhob die Versicherte Einsprache gegen die 

Verfügung vom 19. Januar 2009. Sie wies darauf hin, dass Dr. C.___ nochmals drei 

Röntgenbilder angefertigt habe (UV-act. K 24). Mit Einspracheentscheid vom 13. Mai 

2009 wies die Helsana die Einsprache ab (UV-act. K 29).

C.       

C.a   Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte am 9. Juni / 13. Juli 2009 

Beschwerde mit dem Antrag, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die 

Handverletzung als Unfall zu anerkennen und allfällige Behandlungs- und 

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Arbeitsausfallkosten zu übernehmen, da ein Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 

14. November 2007 und den Handbeschwerden gegeben sei. Zur Begründung führte 

sie unter anderem aus, dass sie sofort nach dem Sturz heftige Schmerzen im rechten 

Handgelenk und in der Kniescheibe gehabt habe. Da diese nur kurz angedauert und 

nicht zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt hätten, habe sie damals auf einen Arztbesuch 

und eine Unfallmeldung verzichtet. Erst im April 2008 als die Schmerzen am 

Handgelenk und an der Kniescheibe unerträglich geworden seien, habe sie einen Arzt 

konsultiert und die Unfallmeldung nachgeholt. Weil der folgende Arbeitsunterbruch 

primär auf die Kniebeschwerden zurückzuführen gewesen sei, habe man sich damals 

aufs Knie fokussiert und die Hand in der Unfallmeldung vorerst nicht erwähnt. Aufgrund 

der in der Folge immer stärker werdenden Schmerzen habe sie diverse Fachärzte 

konsultiert, wie z.B. Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH. Diese Ärzte sähen 

einen Zusammenhang zwischen den Beschwerden in der Hand und dem Unfall vom 

14. November 2007. Schliesslich erwähnte die Beschwerdeführerin, dass sie vor dem 

Unfall betreffend das Handgelenk beschwerdefrei gewesen sei (act. G 3).

C.b   Mit Beschwerdeantwort vom 8. September 2009 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Zur 

Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Einspracheentscheid 

und führte unter anderem aus, dass die Sturzfolgen bagatellär gewesen sein müssten, 

da die Beschwerdeführerin nur kurze Zeit Beschwerden hatte und sie auch keinen Arzt 

aufgesucht habe. Es sei zwar möglich, dass sich Arthrosen und dergleichen als 

posttraumatische Spätfolgen aus unfallverursachten Verletzungen ausbildeten, doch 

würden derartige Entwicklungen einige Jahre benötigen und nicht bloss fünf Monate. 

Weiter könne die Beschwerdeführerin aus der Beschwerdefreiheit vor dem Unfall nichts 

herleiten. Zudem sprächen die Diagnose einer Entzündung im Sattelgelenk und einer 

umgebenden Tendovaginitis für ein rein entzündliches, krankhaftes Geschehen. Auch 

sei ein natürlicher Kausalzusammenhang gemäss Stellungnahme vom 5. Dezember 

2008 des beratenden Arztes nur "möglich", aber nicht "überwiegend wahrscheinlich". 

Schliesslich sei die Beschwerdeführerin erst seit 19. September 2007 bei der 

Beschwerdegegnerin versichert. Daher sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, falls 

die Handbeschwerden auf einen Sturz vom April 2007 zurückzuführen seien, wie dies 

Dr. C.___ im Bericht vom 19. November 2008 ausgeführt habe (act. G 5).

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C.c   Mit Replik vom 5. Oktober 2009 präzisierte die Beschwerdeführerin den 

Sachverhalt dahingehend, dass die Schmerzen im Handgelenk auf den Unfall vom 

14. November 2007 zurückzuführen seien und nicht auf denjenigen im April 2007. 

Ausserdem erwähnte sie nochmals, dass sie vor dem Unfallereignis bezüglich des 

Handgelenks nie Schmerzen gehabt hätte. Zudem sei bereits bei der ersten 

Arztkonsultation vom 23. April 2008 eine Behandlung der Hand erfolgt und nicht erst im 

November 2008, wie dies die Beschwerdegegnerin festhalte. Die Behandlung sei 

damals von Dr. B.___ der Krankenkasse zugeordnet worden. Bei der erstmaligen 

Konsultation von Dr. C.___ Ende August 2008 habe dieser von den Handbeschwerden 

lediglich kurz Notiz genommen, sei jedoch nicht weiter darauf eingegangen, da das 

Hauptaugenmerk damals der Kniebehandlung gegolten habe (act. G 7).

C.d   Mit Schreiben vom 20. Oktober 2009 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

eine ausführliche Duplik und hielt am Antrag gemäss Beschwerdeantwort fest. 

Zusätzlich hob sie nochmals hervor, dass bereits der erstbehandelnde Arzt die 

Beschwerden einem krankhaften Geschehen zugeordnet habe und nicht einem 

Unfallereignis. Daher habe er die Behandlung zulasten des Krankenversicherers 

abgewickelt (act. G 9).

C.e   Auf die weiteren Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie den Inhalt 

der übrigen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.        

1.1    Die Beschwerdeführerin erlitt durch einen Sturz am 14. November 2007 eine 

Verletzung am rechten Knie (chronische Bursitis praepatellaris sowie ein chronisches 

posttraumatisches femoro-patellares Schmerzsyndrom). Die Beschwerdegegnerin 

anerkannte ihre Leistungspflicht für dieses unbestrittenermassen als Unfall geltende 

Ereignis. Streitig bleibt, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden im rechten Handgelenk und dem 

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Unfallereignis vom 14. November 2007 verneint und deshalb keine 

Versicherungsleistungen erbringt.

1.2    Eventualiter beantragt die Beschwerdegegnerin, dass auf die Beschwerde nicht 

einzutreten sei, falls die Schmerzen im Handgelenk auf einen Unfall vom April 2007 

zurückzuführen seien, da zu diesem Zeitpunkt mit der Beschwerdeführerin noch kein 

Versicherungsverhältnis bestanden habe. Dieser Aspekt ist vorab zu prüfen:

1.3    Im ärztlichen Bericht vom 19. November 2008 erwähnte Dr. C.___, dass die 

Beschwerdeführerin über posttraumatische Schmerzen im rechten Handgelenk geklagt 

habe, die angeblich auf einem Sturz im April 2007 zurückzuführen seien (UV-act. M 7). 

In den Zeugnissen vom 11. März 2009 und 23. Juni 2009 hingegen bezog er sich dann 

betreffend die Handbeschwerden nur noch auf das Unfallereignis vom 14. November 

2007 (UV-act. M 11, 13). Auch gemäss Interpretation des beratenden Arztes handelt es 

sich beim Unfalldatum um den 14. November 2007 (UV-act. M 8). Schliesslich 

präzisierte die Beschwerdeführerin in der Replik den Sachverhalt dahingehend, dass 

die Beschwerden im Handgelenk auf den Unfall vom 14. November 2007 zu beziehen 

seien, da sie unmittelbar danach starke Schmerzen verspürt habe (act. G 7). Sie 

äusserte sich diesbezüglich bereits in einem Schreiben an die Beschwerdegegnerin 

vom 9. Juni 2009 und in der Beschwerde vom 13. Juli 2009 (UV-act. K 33, 38). 

Aufgrund der Arztberichte und der Aussage der Beschwerdeführerin kann davon 

ausgegangen werden, dass es sich beim bezüglich der Handbeschwerden in Frage 

stehenden Unfallereignis um dasjenige vom 14. November 2007 handelt. Dieses 

ereignete sich unbestritten während der Tätigkeit für den Arbeitgeber und war daher 

durch die Unfallversicherung bei der Beschwerdegegnerin gedeckt. Das vorliegende 

Verfahren hat demnach den Streitpunkt gemäss Erwägung 1.1 zum Gegenstand.

2.        

2.1    Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

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zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181). 

Weiter haftet ein Unfallversicherer sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall 

ausserdem adäquat kausal zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die 

subjektive, sondern die objektive Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs 

entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14, 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang 

dann, wenn ein Ereignis nach dem natürlichen bzw. gewöhnlichen Lauf der Dinge und 

der allgemeinen Erfahrung geeignet ist, den eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass 

an andere Ursachen vernünftigerweise nicht zu denken ist (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 

181; BGE 117 V 359). Während es Aufgabe des Arztes ist, den natürlichen 

Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110). Der natürliche 

Kausalzusammenhang muss mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse 

Möglichkeit der ursächlichen Auswirkungen eines Unfalls genügt nicht. Da es sich 

hierbei vorliegend um eine leistungsbegründende Tatfrage handelt, liegt die 

entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsaufhebender 

natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht beim Unfallversicherer, sondern 

bei der versicherten Person. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als 

auch bei Rückfällen und Spätfolgen (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen) 

und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend.

2.2    Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach haben die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (vgl. BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; BGE 130 I 180 E. 

3.2 S. 183 f.; BGE 125 V 193 E. 2 S. 195 und BGE 122 V 157 E. 1a S. 158 je mit Hin­

weisen). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinn der 

Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen 

mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Selbstverständlich kommt die obgenannte 

Beweisregel erst dann zur Anwendung, wenn die Verwaltung und - im Beschwerdefall - 

das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich nachgekommen sind bzw. 

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es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 

einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 

Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 121 V 204 E. 6b 

S. 208; BGE 117 V 261 E. 3b S. 264 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 

3b).

3.        

Die Beschwerdeführerin meldete der Beschwerdegegnerin den Unfall vom 

14. November 2007 mit Schadenmeldung vom 19. Juni 2008. Als betroffener Körperteil 

wurde lediglich das Knie rechts angegeben (UV-act. K 1). Die Beschwerdegegnerin 

anerkannte ihre Leistungspflicht für dieses unbestrittenermassen als Unfall geltende 

Grundereignis. So wurde in der Verfügung vom 19. Januar 2009 lediglich die 

Leistungspflicht bezüglich der rechten Hand abgelehnt (UV-act. K 21). Dr. C.___ hatte 

die Behandlung laut Zeugnis vom 11. März 2009 offensichtlich am 28. Januar 2009 

abgeschlossen (UV-act. M 11). Am 23. Juni 2009 berichtete er jedoch, dass die 

Patientin gemäss telefonischer Mitteilung vom 22. Juni 2009 immer noch Beschwerden 

am rechten Knie habe und sich betreffend eine weitere Konsultation melden werde 

(UV-act. M 13). Ob es sich aufgrund des andersgelagerten Beschwerdebilds im rechten 

Handgelenk um einen neuen Versicherungsfall, einen fortdauernden Grundfall oder 

einen Rückfall handelt, ist für die Folgen einer Beweislosigkeit von Bedeutung. Dies 

kann vorliegend jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen offen bleiben.

4.        

4.1    Die Frage, ob die Kosten im Zusammenhang mit den Schmerzen im rechten 

Handgelenk zulasten der Beschwerdegegnerin gehen, bzw. ob zwischen dem 

Unfallereignis vom 14. November 2007 und den gemeldeten Handgelenkbeschwerden 

ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, wird von der Beschwerdegegnerin 

gestützt auf die Beurteilung des beratenden Arztes vom 5. Dezember 2008 verneint 

(UV-act. M 8). Die Beschwerdeführerin macht demgegenüber geltend, dass die von ihr 

konsultierten Fachärzte einen Zusammenhang zwischen dem Sturz vom 14. November 

2007 und den Schmerzen in der Hand in Erwägung zögen (act. G 3). Im Folgenden sind 

die entscheidrelevanten Inhalte der einzelnen Arztberichte zu prüfen:

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4.2    Dr. B.___ erwähnte im Arztzeugnis vom 22. September 2008 die 

Handgelenkbeschwerden nicht, sondern lediglich die Beeinträchtigungen im 

Zusammenhang mit dem Knie (UV-act. M 1). Erst im ärztlichen Bericht vom 24. März 

2009 wies er darauf hin, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Erstkonsultation 

vom 23. April 2008 über Schmerzen und eine Schwellung im Handbereich rechts, 

insbesondere Daumengelenk rechts, berichtet habe und zwar ohne Angabe eines 

Unfallereignisses. Den Unfall vom 14. November 2007 habe sie anlässlich derselben 

Konsultation nur im Zusammenhang mit den Kniebeschwerden erwähnt. Dr. B.___ 

stellte betreffend das Handgelenk eine Entzündung des Sattelgelenks rechts sowie 

eine umgebende Tendovaginitis fest (UV-act. M 12). Keiner seiner Berichte 

(insbesondere auch keiner der nachträglich von der Beschwerdegegnerin 

angeforderten) enthält einen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen dem 

Unfallereignis vom 14. November 2007 und den Handgelenkbeschwerden. Die gestellte 

Diagnose sowie die Tatsache, dass die Kosten der Krankenkasse belastet worden sind, 

sprechen dafür, dass die Beschwerden am Handgelenk für Dr. B.___ eine 

Krankheitsursache hatten.

4.3    Von ärztlicher Seite erstmals erwähnt werden die Handgelenkbeschwerden im 

Bericht vom 19. November 2008 von Dr. C.___. Ihm gegenüber klagte die 

Beschwerdeführerin offensichtlich erst anlässlich einer Kontrolle vom 27. Oktober 2008 

im Zusammenhang mit dem Knie über Restbeschwerden im rechten Handgelenk (UV-

act. M 7). Dr. C.___ äusserte erst im Arztzeugnis vom 11. März 2009 einen Verdacht auf 

eine posttraumatische Carpusarthrose rechts (UV-act. M 11).

4.4    Der beratende Arzt, Dr. D.___, stützte seine Stellungnahme auf die ihm 

vorliegenden Akten und kam zum Schluss, dass bezüglich der 

Handgelenkbeschwerden rechts ein Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

14. November 2007 lediglich möglich sei und somit ein natürlicher 

Kausalzusammenhang nur als möglich bezeichnet werden könne (UV-act. M 8).

4.5    Gemäss Angabe der Beschwerdeführerin würden die behandelnden Ärzte wie 

Dr. F.___ einen Zusammenhang zwischen dem Unfall und den Beschwerden im 

Handgelenk in Erwägung ziehen (act. G 3). Die Akten geben diesbezüglich keinen 

Aufschluss. Da die Beschwerde aufgrund der Stellungnahmen der beiden 

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behandelnden Ärzte und des beratenden Arztes sowie der restlichen Akten beurteilt 

werden kann und ein Bericht von Dr. F.___ die Faktenlage bezüglich der 

Handgelenkbeschwerden zeitnah zum Ereignis vom 14. November 2007 nicht zu 

erhellen vermöchte, ist auf die Einholung eines solchen zu verzichten.

4.6    Zusammenfassend ist festzuhalten, dass keiner der beiden behandelnden Ärzte 

einen Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 14. November 2007 und den 

Handgelenkbeschwerden als überwiegend wahrscheinlich einstufte. Während Dr. B.___ 

gar keinen Zusammenhang sah, äusserte Dr. C.___ lediglich einen Verdacht auf eine 

posttraumatische Carpusarthrose rechts. Dr. D.___ beurteilte einen Zusammenhang mit 

dem Unfall nur als möglich, jedoch nicht als überwiegend wahrscheinlich. Da nicht 

anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des 

vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet 

werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157 und Urteil des 

Bundesgerichts 8C_956/2009 vom 9. März 2010 E. 4.2 je mit Hinweisen).

5.        

5.1    Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass bei ihr unmittelbar nach dem Sturz 

starke Schmerzen im Handgelenk und in der Kniescheibe aufgetreten seien, die nur 

kurz angedauert hätten (act. G 3, 7). Es stellt sich die Frage, wieso die 

Beschwerdeführerin anlässlich des ersten Arztbesuchs fünf Monate nach dem 

Unfallereignis den Zusammenhang zwischen dem Sturz und dem Handgelenk nicht 

hergestellt hat. Die zu Beginn angeblich starken Schmerzen hätten der Erinnerung an 

den Sturz auf die Hand zumindest förderlich sein müssen. Bei der Erstkonsultation 

stand angeblich der Unfall vom 14. November 2007 im Zentrum. Dadurch dass Dr. 

B.___ vom Unfall Kenntnis hatte, kann davon ausgegangen werden, dass er im Zuge 

der Aufnahme der Anamnese von sich aus einen Zusammenhang zwischen den 

Handbeschwerden und dem Unfall hergestellt hätte, falls dafür Verdachtsmomente 

vorhanden gewesen wären. Die von ihm gestellte Diagnose deutet jedoch darauf hin, 

dass es für ihn keine Anhaltspunkte für eine Unfallursache gab.

5.2    Am 8. September 2009 reichte der Arbeitgeber eine Schadenmeldung ein, die 

von der Beschwerdeführerin mitunterzeichnet worden war. Diese mit Rückfall 

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bezeichnete Schadenmeldung wurde von der Beschwerdegegnerin eingefordert, weil 

sie für die Bearbeitung des Falles Lohnangaben brauchte. Auch diese 

Schadenmeldung enthielt als betroffenen Körperteil lediglich das Knie rechts (UV-act. K 

4, 5), und mit dem Unfall vom 14. November 2007 vermeintlich in Zusammenhang 

stehende Handgelenkbeschwerden wurden erneut nicht erwähnt.

5.3    Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie vor dem Unfall am 

14. November 2007 keine Beschwerden am Handgelenk hatte (act. G 3, 7). Der 

Umstand, dass vor dem Unfall keine relevanten entsprechenden Beschwerden 

vorhanden gewesen seien, vermag für sich nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis 

keinen Beweis für eine Unfallkausalität zu erbringen, da der zeitliche Aspekt allein keine 

medizinisch genügende Erklärung liefert. Andernfalls würde man sich mit dem blossen 

Anschein eines Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen, und davon 

ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den Unfall 

verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn 1205; BGE 119 V 335 E. 2b/bb 

S. 241 f.; SVR 2009 UV Nr. 13 E. 7.2.4 S. 54 mit Hinweisen).

6.        

6.1    Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die natürliche Kausalität zwischen 

dem Unfall vom 14. November 2007 und den Handgelenkbeschwerden mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu verneinen und diesbezüglich ein 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf Versicherungsleistungen der 

Beschwerdegegnerin abzulehnen.

6.2 Die Beschwerde ist unter Bestätigung des angefochtenen Einspracheentscheids 

vom 13. Mai 2009 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

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1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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		2025-07-19T13:42:42+0200
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