# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b3d4244-5dcf-5225-a8d1-33b68a34e45b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.03.2016 200 2015 655
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-655_2016-03-01.pdf

## Full Text

200 15 655 IV
ACT/SCC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. März 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Juni 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
arbeitete vom 1. Oktober 2000 bis 30. September 2009 als … für die 
C.________ (Dossier der IVB, Antwortbeilage [AB] 13 S. 3). Vom 1. De-
zember 2010 bis 31. Mai 2012 war er als … im Innen- und Aussendienst für 
die D.________ tätig (AB 2 S. 4, 28.1 S. 8, 29 S. 2 ff.). Er meldete sich we-
gen HWS-Beschleunigungstrauma, Schmerzen in Schulter und Arm (Ope-
ration C5/C6 am 17. Juli 2009, Operation C5/C6, C6/C7 am 10 Juni 2011 
[AB 2 S. 5]) erstmals im Juli 2011 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 
an (AB 2). Nach Einholung von Arztberichten gewährte die IVB Beratung 
und Unterstützung für berufliche Massnahmen (AB 26). Ab dem 1. Januar 
2013 war der Versicherte als … tätig (AB 43 S. 2; AB 55 S. 5) und die be-
ruflichen Massnahmen wurden eingestellt (AB 45). Nach Einholung eines 
Verlaufsberichts des Hausarztes (AB 52) und nach durchgeführtem Vorbe-
scheidverfahren (AB 53) verfügte die IVB am 21. Oktober 2013 die Zuspre-
chung einer halben Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 50 %, befristet 
vom 1. bis 31. Dezember 2012 (AB 55).

B.

Die im Januar 2013 begonnene Stelle bei der E.________ wurde per 31. 
Dezember 2013 gekündigt (AB 56 S. 3). Der Versicherte meldete sich im 
Dezember 2013 erneut bei der IVB an (AB 56 S. 1; AB 62). Diese holte 
Arztberichte (AB 69, 74, 75) ein und veranlasste bei Dr. med. F.________, 
Fachärztin für Orthopädie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), den Bericht 
vom 26. September 2014 (AB 80 S. 3 ff.). Am 19. Dezember 2014 gewähr-
te sie Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (AB 87). Mit Verfü-
gung vom 12. Dezember 2015 übernahm sie die Kosten für einen Arbeits-
versuch vom 1. Februar bis 30. April 2015 (AB 98). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 3

Mit Vorbescheid vom 18. Februar 2015 stellte die IVB die Abweisung des 
Rentenanspruchs bei einem Invaliditätsgrad von 34 % in Aussicht 
(AB 103). Hiergegen erhob der Versicherte Einwände (AB 107). Nachdem 
die IVB eine Stellungnahme des RAD vom 13. Mai 2015 (AB 134 S. 3 ff.) 
eingeholt hatte, lehnte sie mit Verfügung vom 9. Juni 2015 nach Ermittlung 
eines Invaliditätsgrads von 34 % den Anspruch auf eine Rente ab (AB 137).

C.

Am 10. Juli 2015 erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher 
B.________, Beschwerde. Er stellt die folgenden Anträge:

1. Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. Juni 2015 sei aufzuheben und dem Be-
schwerdeführer sei mindestens eine halbe Invalidenrente ab dem 1. Dezember 
2014 zuzusprechen.
Eventuell: Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. Juni 2015 sei aufzuheben und 
dem Beschwerdeführer sei eine IV-Rente in gerichtlich zu bestimmendem Umfang 
seit wann rechtens zuzusprechen.
Subeventuell: Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. Juni 2015 sei aufzuheben 
und die Rechtssache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 25. August 2015 beantragt die IVB die Abwei-
sung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 

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und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.3 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

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und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.3

2.3.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn 
angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invalidenrente (oder 
deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände 
als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2). Diese Eintre-
tensvoraussetzung soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder 
mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung 
des Sachverhalts darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 
V 108 E. 5.3.1 S. 112).

2.3.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache 
materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten 
Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch 
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei ei-
nem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 
2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie 
das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die 
festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 

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obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.3.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.3.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 

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dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

3.1 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 9. Juni 2015 
(AB 137), mit welcher die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch nach 
Neuanmeldung abgewiesen hat. Da die Verwaltung auf die Neuanmeldung 
von Dezember 2013 (AB 62) eingetreten ist, ist die Eintretensfrage nicht 
richterlich zu beurteilen (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Streitig ist der An-
spruch auf eine Invalidenrente. Vorab ist zu prüfen, ob eine wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet 
ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen 
(E. 2.3 hiervor). Dabei ist der Sachverhalt zur Zeit der eine befristete Rente 
zusprechenden Verfügung vom 21. Oktober 2013 (AB 55) mit demjenigen, 
der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 2015 
(AB 137) entwickelt hat, zu vergleichen (E. 2.3.3 hiervor).

3.2 Im Rahmen der Abklärung bezüglich der Verfügung vom 21. Okto-
ber 2013 (AB 55) hat die Verwaltung das ab Januar 2013 massgebende 
Invalideneinkommen aufgrund des damals effektiv erzielten Lohnes von 
Fr. 74‘100.-- festgelegt (AB 55 S. 5 respektive Protokoll vom 26. Februar 
2013, S. 6 [Fr. 5‘700.-- x 13]; in den Gerichtsakten). Da der Beschwerde-
führer diese Stelle per Ende Dezember 2013 verloren hat (AB 56 S. 3; 
AB 62), kann die Invaliditätsbemessung nicht mehr auf dieser Basis durch-
geführt werden, so dass ein erwerblicher Revisionsgrund besteht, der eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 8

freie Überprüfung des Rentenanspruch zur Folge hat (vgl. E. 2.3.4 hiervor). 
Ob sich auch der Gesundheitszustand im massgebenden Zeitraum geän-
dert hat, kann offen bleiben.

3.3

3.3.1 Im Bericht vom 31. Januar 2014 diagnostizierte der Hausarzt Dr. 
med. G.________, Allgemeine Innere Medizin FMH, mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine Lumboischialgie mit Wadenschmerzen rechts seit 5. 
Dezember 2013, einen Status nach Diskushernienoperation L5/S1 links 
2005 und eine depressive Verstimmung (AB 69 S. 1). Er attestierte eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100 % ab dem 5. Dezember 2013 und von 50 % ab 
dem 6. Januar 2014 (AB 69 S. 2). Unter körperlich belastender Arbeit wür-
den Lendenschmerzen auftreten; es bestünden auch zervikal ab und zu 
Beschwerden (AB 69 S. 3). Im Verlaufsbericht vom 3. Juli 2014 hielt der 
Hausarzt fest, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (AB 74 S. 
1). In einer angepassten Tätigkeit sei ein Pensum von 50 % möglich (AB 74 
S. 3).

3.3.2 In der Beurteilung vom 8. April 2014 führte Dr. med. H.________, 
Klinik I.________, aus, es liege eine rechtskonvexe torsionsskoliotische 
Fehlhaltung der LWS vor. Es bestehe eine beginnende Osteochondrose 
des Segmentes LWK5/S1. Es seien keine Frakturen sichtbar in der stehen-
den Neutralposition und es bestehe kein Nachweis entzündlicher ISG-
Veränderungen (AB 90 S. 5).

3.3.3 Im Bericht vom 25. Juli 2014 hielt Dr. med. J.________, Spezialarzt 
für Neurochirurgie FMH, fest, er habe den Beschwerdeführer im Halswir-
belsäulenbereich operiert und letztmals am 9. Juli 2014 die vorgeschriebe-
ne Bandscheibenprothesenkontrolle nach fünf Jahren vorgenommen. Die 
geklagten multilokulären und wechselnden Beschwerden seien aus seiner 
Sicht schwer einzuordnen. Es bestehe sicherlich auch ein Hang zu über-
mässiger Selbstbeobachtung; eine konklusive ganzheitliche Beurteilung 
scheine aus seiner Sicht kaum möglich (AB 75 S. 2).

3.3.4 Nach einem MRT der LWS mit MR-Myelographie hielt Dr. med. 
K.________, Klinik I.________, im Bericht vom 6. Dezember 2014 fest, 
verglichen mit der Voruntersuchung aus dem Jahr 2012 sei kein signifikan-

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ter Befundwandel vorhanden. Es liege ein Zustand nach linksseitiger Lami-
nektomie in Höhe L5/S1 vor. Es liege kein Nachweis einer Rezidivdiskus-
hernie und relevanter narbiger Veränderungen vor. Es sei eine stationäre 
Darstellung der kleinen Läsion im Os ilium rechts, angrenzend an die ISG-
Fuge, gut vereinbar mit einer degenerativen Veränderung, z.B. Geröllzyste, 
ersichtlich (AB 90 S. 4).

3.3.5 Im Bericht vom 26. September 2014 diagnostizierte die RAD-Ärztin 
Dr. med. F.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine zervikale 
Diskushernie C5/6 rechts, einen Status nach Mikrodiskektomie am 1. Juni 
2005, ein Diskushernienrezidiv mit erneuter Mikrodiskektomie C5/6 rechts 
und Unkoforaminotomie sowie Arthroplastik mittels Bryanprothese, einen 
Status nach Mikrodiskektomie wegen lumbaler Diskushernie L5/S1 links 
am 8. September 2005 sowie einen Status nach Spondylodese C 6/7 im 
Jahr 2012 (AB 80 S. 5). In der angestammten Tätigkeit sei von einer 
50 %igen Arbeitsfähigkeit seit dem 6. Januar 2014 auszugehen. In einer 
angepassten wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Heben und Tragen von 
mittelschweren und schweren Lasten, ohne Zwangshaltungen wie häufiges 
Bücken, Knien oder Kauern, ohne Umwelteinflüsse wie Zugluft, Kälte oder 
Nässe, ohne vorwiegende Überkopfarbeit, ohne absturzgefährdetes Arbei-
ten und Steigen auf Gerüsten, Leitern und Dächern, ohne dauerhaften 
Handeinsatz über Brusthöhe, ohne repetitive Rumpfrotation im Sit-
zen/Stehen und ohne ständiges Begehen von Treppen bestehe eine volle 
Arbeitsfähigkeit; diese Einschätzung gelte drei Monate ab der letzten Wir-
belsäulen-OP im Jahr 2012 (AB 80 S. 6).

3.3.6 Im Verlaufsbericht vom 20. Januar 2015 hielt der Hausarzt fest, es 
bestünden nun auch Beschwerden rechtsseitig mit ISG-Problematik. Er 
attestierte eine 50 %ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 
(AB 90).

3.3.7 Im Bericht vom 13. Mai 2015 hielt die RAD-Ärztin Dr. med. 
F.________ fest, der Beschwerdeführer habe unbestritten diverse operati-
ve Eingriffe an der Wirbelsäule über sich ergehen lassen. Alle Operationen 
seien technisch einwandfrei durchgeführt worden und es habe keine post-
operativen Komplikationen gegeben. Aufgrund dieser Operationen seien 
alle Tätigkeiten mit hohem körperlichem Einsatz nicht mehr zu 100 %, son-

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dern nur noch zu 50 % möglich. Die geschilderten Schmerzen und Blockie-
rungen könnten bei jedem Rückengesunden oder jüngeren Versicherten 
ebenso auftreten; sie hätten keine Bedeutung für eine dauerhafte Ein-
schränkung der Gesundheit. Im formulierten Zumutbarkeitsprofil seien be-
reits alle durch Befundberichte belegten Einschränkungen berücksichtigt 
worden. Es seien keine IV-relevanten neuen Gesundheitsschäden aufge-
treten. Es bestehe eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit ohne Leistungsminde-
rung in einer angepassten Tätigkeit (AB 134 S. 4 f.).

3.4 Die Berichte der RAD-Ärztin Dr. med. F.________ vom 26. Sep-
tember 2014 (AB 80 S. 2) und 13. Mai 2015 (AB 134 S. 3) erfüllen die Vor-
aussetzungen der Rechtsprechung an ärztliche Berichte (E. 2.5 hiervor) 
und überzeugen. Dass die RAD-Ärztin keine eigene Untersuchung durch-
geführt hat, schadet nicht, denn nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt der RAD für 
die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan-
spruchs nur „bei Bedarf“ selber ärztliche Untersuchungen durch. In den 
übrigen Fällen stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen 
Unterlagen ab; somit ist das Absehen von eigenen Untersuchungen an sich 
kein Grund, um einen RAD-Bericht in Frage zu stellen, was insbesondere 
gilt, wenn es – wie hier – im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest-
stehenden medizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Be-
fassung mit dem Versicherten in den Hintergrund rückt (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 25. März 2011, 9C_58/2011, E. 2.2). Die Be-
richte des Hausarztes Dr. med. G.________ enthalten kein Indiz, das ge-
gen die Zuverlässigkeit der Einschätzung der RAD-Ärztin sprechen würde, 
so begründet der Hausarzt denn auch nicht, warum seines Erachtens in 
einer angepassten Tätigkeit allein eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % vor-
liegen sollte (Berichte vom 3. Juli 2014 [AB 74 S. 3] sowie vom 20. Januar 
2015 [AB 90 S. 2 f.]), während er im Bericht von 30. Januar 2014 noch an-
genommen hatte, es werde „schwierig werden“, den Beschwerdeführer „in 
seinem angestammten Beruf mehr als 50 % einzusetzen“ (AB 69 S. 4). 
Anders als in der Beschwerde (S. 8 lit. f) angenommen, hat die RAD-Ärztin 
im Zumutbarkeitsprofil das Heben und Tragen von mittelschweren und 
schweren Lasten ebenfalls ausgeschlossen (AB 80 S. 6 f.). In der Folge ist 
eine vollständige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit 
erstellt (AB 80 S. 6 f.). Die in der Beschwerde (S. 4 f.) erwähnten Probleme 

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bezüglich Heben und Tragen von Lasten sind dabei im Leistungsprofil 
berücksichtigt.

3.5 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei 
ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können 
nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. 
An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen 
zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 
E. 5.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die 
invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver-
werten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen 
vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b).

Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 5) ist die Restarbeitsfähig-
keit im massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt ver-
wertbar; es ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der mit dem Zumutbar-
keitsprofil zu vereinbarenden Arbeit nicht zwingend um einen Handwerks-
beruf handeln muss, sondern dass auch leichte Überwachungs- und Sor-
tiertätigkeiten in Fabriken zumutbar sind. Auf diese zumutbaren Tätigkeiten 
wird für die Festsetzung des Invalideneinkommens abgestellt, nicht auf die 
bisherige Arbeit als … (vgl. Beschwerde S. 6 ff.).

4.

4.1 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 

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Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222). 

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des EVG vom 30. 
Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.3

4.3.1 Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruktur-
erhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; 
SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 E. 7.1). Da den Tabellenlöhnen generell eine 
Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu Grunde liegt, ist eine Umrechnung 
auf eine betriebsübliche durchschnittliche Wochenarbeitszeit erforderlich 
(BGE 126 V 75 E. 3b bb S. 76).

4.3.2 Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Per-
sonen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im 
Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeit-
nehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unter-
durchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit 
einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 13

E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persön-
lichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidens-
bedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltska-
tegorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das 
Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 
schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 
ist (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2015 IV 
Nr. 1 S. 1 E. 2.2).

4.4 Frühest möglicher Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
Sechsmonatsfrist des Art. 29 Abs. 1 IVG und der Anmeldung im Dezember 
2013 (AB 62) Juni 2014. Ob das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG 
in diesem Zeitpunkt bereits erfüllt gewesen ist, kann offen bleiben (gemäss 
Bericht des Dr. med. G.________ vom 30. Januar 2014 besteht eine Ein-
schränkung in der Arbeitsfähigkeit ab Dezember 2013 [AB 69 S. 2]). 

4.5 Der Beschwerdeführer war bis zur Kündigung aus wirtschaftlichen 
Gründen per 31. März 2009 als … für die C.________ tätig (AB 13 S. 3). 
Diese letzte, ohne Gesundheitsschaden ausgeübte Tätigkeit hat er aus 
invaliditätsfremden Gründen verloren, so dass er auch im Gesundheitsfall 
nicht mehr an diesem Arbeitsplatz tätig wäre. In der Folge ist das Validen-
einkommen gestützt auf die Zahlen der Schweizerischen Lohnstrukturerhe-
bung zu bestimmen. Gestützt auf die LSE 2012, Monatlicher Bruttolohn 
(Zentralwert) nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, 
Privater Sektor, Tabelle TA1, Kompetenzniveau 3, Zeile 27 Herstellung von 
elektrischen Ausrüstungen, Männer, von Fr. 7‘438.--, angepasst an die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,3 Stunden (Die Volkswirt-
schaft, Heft 12, 2014, Tabelle B9.2, Zeile C Verarbeitendes Gewer-
be/Herstellung von Waren), aufgerechnet auf ein Jahr und indexiert auf das 
Jahr 2014 (Lohnentwicklung 2014, BFS 2015, Tabelle T1.1.10 Nominal-
lohnindex, Männer, 2012-2014, Zeile C Verarbeitendes Gewer-
be/Herstellung von Waren, Veränderung gegenüber den Vorjahren von 0,8 
% und 1,1 %) resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 93‘915.90 
(Fr. 7‘438.-- / 40 x 41,3 x 12 + 0,8 % + 1,1 %). Unter Berücksichtigung des 
Endresultats (E. 4.7 hiernach) kann offen bleiben, ob hier tatsächlich das 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 14

Kompetenzniveau 3 – und nicht Kompetenzniveau 2, was zu einem tieferen 
Valideneinkommen (und damit zu einem tieferen Invaliditätsgrad) führen 
würde  – anwendbar ist.

4.6 Da der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht verwertet, 
ist das Invalideneinkommen ebenfalls aufgrund der Zahlen der LSE 2012 
festzulegen. Massgebend ist dabei praxisgemäss Tabelle TA1 (Urteil des 
Verwaltungsgerichts vom 29. Juni 2015, IV 200.2015.105, E. 4.2.2 [zur 
Publikation in der BVR vorgesehen]; vgl. Beschwerde S. 8 f.). Gestützt auf 
die LSE 2012, Monatlicher Bruttolohn (Zentralwert) nach Wirtschaftszwei-
gen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Tabelle TA1, 
Kompetenzniveau 1, Männer, Total, von Fr. 5‘210.--, angepasst an die be-
triebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirt-
schaft, Heft 12, 2014, Tabelle B9.2, Total), aufgerechnet auf ein Jahr und 
indexiert auf das Jahr 2014 (Lohnentwicklung 2014, BFS 2015, Tabelle 
T1.1.10 Nominallohnindex, Männer, 2012-2014, Total 2014, Veränderung 
gegenüber den Vorjahren von 0,8 % und 0,7 %) ergibt dies ein Invaliden-
einkommen von Fr. 66‘158.40 (Fr. 5‘210.-- / 40 x 41,7 x 12 + 0,8 % + 0,7 
%). Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers (Beschwerde S. 9) ist 
bei einer vollständigen Restarbeitsfähigkeit (E. 3.4 hiervor) der gesamte 
Betrag zu berücksichtigen. Der behinderungsbedingte Abzug von 10 % 
gemäss der angefochtenen Verfügung vom 9. Juni 2015 (AB 137 S. 2) ist 
nicht zu beanstanden. Nicht zu berücksichtigen sind invaliditätsfremde Ge-
sichtspunkte (Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie, Beschäf-
tigungsgrad), da diese auch bei der Festsetzung des – ebenfalls statistisch 
erhobenen – Valideneinkommens zu berücksichtigen wären (Entscheid des 
Bundesgerichts vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5). Damit resultiert 
ein Invalideneinkommen von Fr. 59‘542.55.

4.7 Die Gegenüberstellung des Validen- (Fr. 93‘915.90) und des Invali-
deneinkommens (Fr. 59‘542.55) ergibt eine Einbusse von Fr. 34‘373.35 
und damit einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von höchstens 
37 % (Fr. 34‘373.35 / Fr. 93‘915.90 x 100 = 36,6 %)

Damit erweist sich die angefochtene Verfügung vom 9. Juni 2015 (AB 137) 
als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 15

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens 
hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfahrenskosten, gerichtlich 
bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden 
dem geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung 
zuzusprechen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 1. März 2016, IV/15/655, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.