# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 028d8e00-9637-5ba6-9ab8-8e58d52183b4
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-09-23
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 23.09.2020 SK.2020.37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_SK-2020-37_2020-09-23.pdf

## Full Text

Verfügung vom 23. September 2020 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichterin Joséphine Contu Albrizio  

Gerichtsschreiberin Fiona Krummenacher  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  

Staatsanwältin des Bundes Simone Meyer-Burger,  

 

  

 
gegen 

  A. 

Gegenstand  
Rückzug der Einsprache; Abschreibung des  

Verfahrens 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t  

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: SK.2020.37 

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SK.2020.37 

Die Einzelrichterin erwägt, dass: 

–  die Bundesanwaltschaft mit Strafbefehl vom 27. April 2020 A. wegen Hinderung einer 

Amtshandlung (Art. 286 StGB) und Ruhestörung (§ 7 lit. b StJVG) zu einer bedingten 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen à Fr. 50.-- bei einer Probezeit von zwei Jahren, zu 

einer Verbindungsbusse von Fr. 200.--, zu einer Übertretungsbusse von Fr. 100.-- 

und zur Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 500.-- verurteilte (BA 3.0.1 ff.); 

– A. mit Schreiben vom 24. Mai 2020 gegen den Strafbefehl Einsprache erhob 

(BA 3.0.5); 

– die Bundesanwaltschaft am Strafbefehl festhielt (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und am 

31. August 2020 dem hiesigen Gericht den Strafbefehl als Anklageschrift zwecks 

Durchführung eines Hauptverfahrens überwies (Art. 356 Abs. 1 StPO);  

– das Gericht vorfrageweise über die Gültigkeit des Strafbefehls und der Einsprache 

entscheidet (Art. 356 Abs. 2 StPO); 

– der Strafbefehl vom 27. April 2020 die in Art. 353 Abs. 1 StPO aufgelisteten Kriterien 

beinhaltet und gemäss Art. 353 Abs. 3 StPO formgerecht eröffnet wurde; 

– die Einsprache vom 24. Mai 2020 form- und fristgerecht erfolgte (Art. 354 Abs. 1 lit. a 

und Abs. 2 StPO);  

– die Einsprache bis zum Schluss der Parteivorträge zurückgezogen werden kann 

(Art. 356 Abs. 3 StPO) und diesfalls der Strafbefehl zum Urteil wird und in Rechtskraft 

erwächst (RIKLIN, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 356 StPO N. 4);  

– A. mit Schreiben vom 10. September 2020 die Einsprache innert vorgenanntem Zeit-

raum zurückzog (SK 2.521.001);  

– der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 27. April 2020 somit zum Urteil wird und 

in Rechtskraft erwächst;  

– das Verfahren SK.2020.37 infolgedessen als gegenstandslos abzuschreiben ist;  

– sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach 

den Art. 422 - 428 StPO bestimmen; 

– zur Regelung der Kostenfolge bei der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens grund-

sätzlich auf das allgemeine Kriterium abzustellen ist, wonach die entstandenen Ver-

fahrenskosten von jener Partei zu tragen sind, die das gegenstandslos gewordene 

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SK.2020.37 

Verfahren verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_237/2009 vom 28. Sep-

tember 2009 E. 3.3);  

– A. durch den Rückzug der Einsprache die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

SK.2020.37 verursacht hat;  

– wenn der Einspracherückzug nach Überweisung der Akten an das erstinstanzliche 

Gericht erfolgt (Art. 356 Abs. 1 StPO), die Rückzug erklärende Person die Kosten zu 

tragen hat (statt vieler: Verfügung der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 

SK.2016.49 vom 20. Januar 2017; DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der 

Schweizerischen Strafprozessordnung, Diss. 2012, S. 626; GILLIÉRON/KILLIAS, Com-

mentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Auflage 2019, Art. 356 StPO 

N. 14);  

– A. demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat;  

– neben den im (nun rechtskräftigen) Strafbefehl auferlegten Kosten für das Strafbe-

fehlsverfahren zusätzlich die Kosten für die nach der Einspracheerhebung vorgenom-

menen Verfahrensschritte hinzukommen (DAPHINOFF, a.a.O., S. 626);  

– in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organisa-

tion der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71) i.V.m. 

Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren (BStKR; SR 173.713.162) eine minimale Pauschalgebühr von Fr. 200.-- 

festzusetzen ist. 

 

  

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SK.2020.37 

Die Einzelrichterin erkennt: 

1. Das Verfahren SK.2020.37 wird infolge Rückzugs der Einsprache als gegenstandslos 

abgeschrieben.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden A. auferlegt. 

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet.  

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Die Einzelrichterin Die Gerichtsschreiberin 

 

 

 

 

Geht an: 

- Bundesanwaltschaft, Frau Simone Meyer-Burger, Staatsanwältin des Bundes,  

- Herrn A. 

 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

    Versand: 23. September 2020