# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bea318e7-f075-5dad-a42c-865d3370d819
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-11-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.11.2018 A-3275/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-3275-2018_2018-11-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-3275/2018, A-3276/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  N o v e m b e r  2 0 1 8  

Besetzung 
 Richterin Sonja Bossart Meier (Vorsitz), 

Richter Daniel Riedo, Richter Michael Beusch, 

Gerichtsschreiberin Anna Strässle. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, 

(…), 

2. B._______ LIMITED, 

(…), 

 

beide vertreten durch 

Dr. Walter Frei, Rechtsanwalt, 

MME Legal / Tax / Compliance, 

(…), 

Beschwerdeführende, 

 
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV, 

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Eigerstrasse 65, 3003 Bern, 

Vorinstanz, 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-SE). 

 

 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 10. November 2017 reichte die Swedish Tax Agency, International Tax 

Office, Stockholm (nachfolgend: STA oder ersuchende Behörde), gestützt 

auf Art. 27 des Abkommens vom 7. Mai 1965 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Vermeidung 

der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und 

vom Vermögen (SR 0.672.971.41; nachfolgend: DBA CH-SE) bei der Eid-

genössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: ESTV) ein Amtshilfeersu-

chen ein. Als betroffene Personen waren A._______, die C._______ AB 

und die B._______ LIMITED genannt. Die STA verlangte darin Informatio-

nen über alle Konten lautend auf den Namen der B._______ LIMITED, ein-

schliesslich – aber nicht beschränkt auf – das Bankkonto mit der Nummer 

CH (…) bei der Bank D._______ AG, in (Ort) und alle Konten bei der Bank 

D._______ AG, welche A._______ besitzt oder für welche er eine Voll-

macht aufweist (alleine oder gemeinsam); und zwar für den Zeitraum vom 

1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2016. Es werde vermutet, dass 

A._______ aufgrund seiner engen Beziehung zu Schweden in Schweden 

unbeschränkt steuerpflichtig sei. Die ersuchten Informationen seien für die 

Besteuerung von A._______ in Schweden voraussichtlich erheblich. Die 

STA bittet um Übermittlung folgender Unterlagen in Bezug auf oben ge-

nannte und allfällige andere Konten: 

a) Account opening form or other forms showing account holder and signa-

tories/authorised persons to operate the account/-s; 

b) Copies of bank statements 

c) Any available underlying documents regarding every transfer both from 

and to the account/-s; 

d) Is/has any banking card been linked to the account/-s during whole or part 

of the period? Please specify the name of the user and the period. Please 

provide copies of all bank statements concerning the transactions of the 

banking card/s for the period. 

B.  

Am 20. November 2017 erliess die ESTV gegenüber der Bank D._______ 

AG eine Editionsverfügung und bat sie, die im Ausland ansässigen be-

troffenen Personen über das Amtshilfeverfahren zu informieren. Am 1. De-

zember 2017 kam die Bank D._______ AG der Aufforderung zur Aktenedi-

tion nach. Die betroffenen und die beschwerdeberechtigten Personen hatte 

sie mit Schreiben vom 30. November 2017 und 14. Dezember 2017 infor-

miert. 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 3 

C.  

Am 20. Dezember 2017 bzw. 19. Februar 2018 beantragte der Vertreter 

von A._______, der B._______ LIMITED und der C._______ AB Aktenein-

sicht. 

D.  

Mit Schreiben vom 30. Januar 2018 und vom 15. März 2018 gewährte die 

ESTV dem Vertreter Akteneinsicht und setzte eine Frist von zehn Tagen 

zur Einreichung einer Stellungnahme an. Mit Schreiben vom 15. März 2018 

gewährte die ESTV sodann ergänzende Akteneinsicht. 

E.  

Am 8. Februar 2018 bzw. 20. März 2018 reichte der Vertreter von 

A._______, der B._______ LIMITED und der C._______ AB eine Stellung-

nahme ein, welche er mit Schreiben vom 12. April 2018 ergänzte. Er 

wehrte sich gegen die Leistung von Amtshilfe insbesondere mit den Argu-

menten, die verlangten Informationen seien voraussichtlich nicht erheblich 

bzw. es sei deren Unerheblichkeit offensichtlich. Bezüglich der B._______ 

LIMITED und A._______ handle es sich um eine unzulässige «fishing ex-

pedition». A._______ sei nach 2003 nie mehr nach Schweden zurückge-

kehrt, sei im Jahr 2011 irrtümlich ins [nicht näher definierte] Register ein-

getragen worden und habe sich während der Untersuchungsperiode auch 

nicht regelmässig in Schweden aufgehalten. Die schwedische Steuerbe-

hörde habe bereits Bankunterlagen mit Kreditkartenabrechnungen und 

wisse daher, wie lange sich A._______ in Schweden aufgehalten habe. 

Insgesamt seien die schweizerischen Bankunterlagen zur Klärung der 

schwedischen Steuerpflicht untauglich. Es gebe auch keine «starken Bin-

dungen» zu Schweden. 

F.  

Am 28. März 2018 trat die ESTV mit der STA zur Klärung der Ein- bzw. 

Austragung in einem Register und deren Auswirkung auf die Ansässigkeit 

bzw. unbeschränkte Steuerpflicht in Schweden in Kontakt. Am 29. März 

2018 versicherte die STA, dass unter bestimmten Voraussetzungen eine 

ehemals in Schweden wohnhafte Person auch nach Löschung im Einwoh-

nerregister («population register») steuerpflichtig sein könne, da ein Unter-

schied zwischen «wohnhaft sein» und steuerlicher Ansässigkeit bestünde. 

Die im Ersuchen dargestellte enge Verbindung zum schwedischen Staat 

könne eine Einkommensbesteuerung rechtfertigen. Wie im Ersuchen be-

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 4 

reits ausgeführt, werde vermutet, dass A._______ in Schweden unbe-

schränkt steuerpflichtig sei. Die verlangten Informationen würden helfen, 

die Steuerpflicht definitiv festzustellen. 

G.  

Am 3. Mai 2018 erliess die ESTV [weitgehend identische] Schlussverfü-

gungen u.a. betreffend A._______ und der B._______ LIMITED. Die ESTV 

kam darin zum Schluss, der STA sei betreffend A._______, der B._______ 

LIMITED und der C._______ AB Amtshilfe zu leisten. Die Informationen, 

die sie der STA übermitteln wollte, entsprachen den ersuchten Informatio-

nen (vgl. Sachverhalt Bst. A). Dies u.a. mit der Begründung, entscheidend 

sei einzig, ob die von der ersuchenden Behörde gelieferten Anhaltspunkte 

für eine Einkommenssteuerpflicht im ersuchenden Staat von vornherein 

entkräftet werden könnten. Die STA sei mit dem Ziel an die ESTV gelangt, 

ihre Vermutung mithilfe der ersuchten Informationen und Unterlagen stüt-

zen bzw. belegen zu können. Die dargelegte enge Beziehung zum schwe-

dischen Staat könne eine Einkommensbesteuerung rechtfertigen, wozu die 

angefragten Bankunterlagen benötigt würden. Die STA habe im Ersuchen 

die Grundlagen für die Informationsbeschaffung ausreichend dargelegt; ein 

Konnex zwischen dem Sachverhalt und den verlangten Informationen sei 

vorhanden. Die Glaubhaftigkeit der Darstellung des ersuchenden Staates, 

der die Ansässigkeit der betroffenen Person in seinem Staatsgebiet be-

hauptet, werde durch eine (allfällige) Ansässigkeit dieser Person in einem 

anderen Staat nicht entkräftet. Auch liege es nicht im Zuständigkeitsbe-

reich des ersuchten Staates, einen möglichen Konflikt hinsichtlich der An-

sässigkeit im Amtshilfeverfahren zu klären. Zudem seien alle innerstaatlich 

vorgesehenen üblichen Mittel ausgeschöpft worden und das Subsidiari-

tätsprinzip somit nicht verletzt. 

H.  

Gegen diese Schlussverfügungen erhoben A._______ und die B._______ 

LIMITED (nachfolgend: die Beschwerdeführenden) am 4. Juni 2018 (eine) 

Beschwerde ans Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragen sinngemäss, 

die Schlussverfügungen der ESTV vom 3. Mai 2018 seien aufzuheben und 

der STA sei keine Amtshilfe zu leisten; unter Kosten- und Entschädigungs-

folge zuzüglich Mehrwertsteuern zu Lasten der ESTV. Die Beschwerdefüh-

renden bringen vor, die schweizerischen Bankunterlagen vermöchten nie 

den beabsichtigten Zweck – die Etablierung der schwedischen Steuer-

pflicht – zu erreichen. Solange keine Steuerpflicht von A._______ in 

Schweden rechtskräftig festgestellt sei, könne es nicht angehen, Bankun-

terlagen von einem ausländischen Bankkunden bei einer Schweizer Bank 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 5 

zu verlangen. Diese Bankunterlagen seien zur Klärung der schwedischen 

Steuerpflicht untauglich und das Ersuchen sei eine unzulässige «fishing 

expedition». Die STA bringe in ihrem Ersuchen keine Anknüpfungspunkte 

vor, welche eine schwedische Steuerpflicht begründen würden. Da sich die 

STA die für die Beurteilung notwendigen Informationen bzgl. der 

C._______ AB auf eigenem Territorium beschaffen könne, verletze das Er-

suchen das Gebot der Subsidiarität. 

I.  

Die ESTV (nachfolgend auch: Vorinstanz) beantragt in ihren Vernehmlas-

sungen vom 3. August 2018, die Beschwerde kostenpflichtig abzuweisen. 

Sie hält dagegen, es sei entscheidend, ob die von der ersuchenden Be-

hörde gelieferten Anhaltspunkte für eine Einkommenssteuerpflicht im ersu-

chenden Staat von vornherein entkräftet werden könnten. Die ersuchende 

Behörde erkläre, dass sie aufgrund der engen Beziehung von A._______ 

zu Schweden von einer Steuerpflicht ausgehe bzw. seine Ansässigkeit ver-

mute; in diesem Zusammenhang seien keine Gründe ersichtlich, die gegen 

eine Amtshilfeleistung sprechen würden. Welche Informationen bzw. wel-

che Beweise zur Erhärtung des konkreten Verdachts erforderlich seien, 

liege alleine im Ermessen der ersuchenden Behörde. Es könne nicht von 

vornherein davon ausgegangen werden, dass die Bankunterlagen uner-

heblich seien, da sie beispielsweise diverse inländische (schwedische) 

Zahlungen aufdecken könnten und für eine etwaige Steuerveranlagung be-

nötigt würden. Die Beschwerdeführenden könnten die Untauglichkeit der 

ersuchten Bankinformationen zur Ermittlung des Besteuerungsortes nicht 

nachweisen. Vorliegend zeige das Ersuchen ausreichend präzis und fun-

diert, für welche Zwecke die Informationen gebraucht würden, weshalb zu 

Recht darauf eingetreten worden sei. Sodann könnten die Informationen 

gerade nicht aus den eingereichten Unterlagen der C._______ AB in Er-

fahrung gebracht werden. 

J.  

Auf die weiteren Vorbringen in den Eingaben der Parteien wird – sofern sie 

entscheidwesentlich sind – im Rahmen der folgenden Erwägungen einge-

gangen. 

  

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 6 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Die Verfahren A-3275/2018 und A-3276/2018 betreffen dasselbe Amts-

hilfeersuchen und es stellen sich die gleichen Rechtsfragen. Auch die 

Schlussverfügungen sind weitgehend identisch und es wurde für beide Be-

schwerdeführende nur eine Beschwerde eingereicht. Vor diesem Hinter-

grund rechtfertigt es sich, die beiden Verfahren zu vereinigen und über die 

Beschwerde in einem einzigen Urteil zu befinden (vgl. Urteile des BVGer 

A-5652/2017, A-5659/2017 vom 19. Juli 2018 E. 1.1 und A-197/2018, 

A-200/2018 vom 2. Mai 2018 E. 1.1, je mit Hinweisen). 

1.2 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen der STA ge-

stützt auf das DBA CH-SE zugrunde, welches am 10. November 2017 ein-

gereicht wurde. Das Verfahren richtet sich nach dem am 1. Februar 2013 

in Kraft getretenen Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die inter-

nationale Amtshilfe in Steuersachen (StAhiG, SR 672.5; Art. 1 Abs. 1  

StAhiG und Art. 24 StAhiG e contrario), soweit dem DBA CH-SE nichts an-

deres zu entnehmen ist (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). 

1.3 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Das 

Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden gegen 

Schlussverfügungen der ESTV betreffend die Amtshilfe gestützt auf das 

DBA CH-SE zuständig (Art. 19 Abs. 1 und 5 StAhiG i.V.m. Art. 31-33 VGG). 

1.4 Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren teil-

genommen und sind mit Blick auf die sie betreffenden, nach der angefoch-

tenen Schlussverfügung an die STA zu übermittelnden Informationen ma-

teriell beschwert. Sie sind damit und als Adressaten der angefochtenen 

Verfügung zur Beschwerdeführung berechtigt (vgl. Art. 19 Abs. 2 StAhiG 

i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die form- und fristgerecht (vgl. Art. 50 

Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Die Beschwerdeführenden können neben der 

Verletzung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen  

oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 

(Art. 49 Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c 

VwVG; ANDRÉ MOSER et al., Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 2.149 ff.; ULRICH HÄFELIN et al., Allgemeines Ver-

waltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 1146 ff.). 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 7 

2.  

2.1 Die (aktuell geltende und Art. 26 des OECD-Musterabkommens ent-

sprechende) Amtshilfeklausel von Art. 27 DBA CH-SE und die dazu verein-

barte Ziff. 4 des Protokolls zum DBA CH-SE, welches anlässlich der Unter-

zeichnung des DBA CH-SE vereinbart worden ist und integrierenden Be-

standteil desselben bildet, sind seit dem 5. August 2012 in Kraft (vgl. 

Art. XIII des Protokolls vom 28. Februar 2011 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Änderung 

des Abkommens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete 

der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen [AS 2012 4155 ff.; nach-

folgend: Änderungsprotokoll]). Diese Bestimmungen sind auf das streitbe-

troffene Amtshilfeersuchen vom 10. November 2017, mit welchem Informa-

tionen über die Steuerperiode 2012-2016 verlangt werden, anwendbar 

(«Kalenderjahre […], die am oder nach dem 1. Januar des auf die Unter-

zeichnung dieses Protokolls [am 28. Februar 2011] folgenden Jahres be-

ginnen.», Art. XV Ziff. 2 Bst. d Änderungsprotokoll [AS 2012 4166 f.]; vgl. 

ausführlich: Urteil des BVGer A-1414/2015 vom 31. März 2016 E. 5.1). 

2.2 Ein wichtiges Element der internationalen Behördenzusammenarbeit 

bildet der Grundsatz, wonach – ausser bei offenbarem Rechtsmissbrauch 

oder bei berechtigten Fragen im Zusammenhang mit den in Art. 7 StAhiG 

genannten Konstellationen – prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachver-

haltsdarstellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völ-

kerrechtliches Vertrauensprinzip; BGE 144 II 206 E. 4.4, BGE 142 II 218 

E. 3.3, BGE 142 II 161 E. 2.1.3 f.; Urteil des BVGer A-4992/2016 vom 

29. November 2016 E. 4.3). Auf diesem Vertrauen gründet letztlich das 

ganze Amtshilfeverfahren. Dementsprechend ist die ESTV an die Darstel-

lung des Sachverhalts im Ersuchen insoweit gebunden, als diese nicht we-

gen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprüche sofort entkräftet 

werden kann (vgl. statt vieler: BGE 128 II 407 E. 5.2.1; Urteile des BVGer 

A-381/2018 vom 21. November 2018 E. 4.2 und A-7622/2016 vom 23. Mai 

2017 E. 2.3, mit weiteren Hinweisen). Gleiches gilt für die vom ersuchen-

den Staat abgegebenen Erklärungen. Werden diese sofort entkräftet, kann 

der ersuchte Staat ihnen nicht mehr vertrauen (Urteil des BVGer 

A-3716/2015 vom 16. Februar 2016 E. 3.5). 

2.3  

2.3.1 Der Umstand, dass eine Person in einem Staat als steuerlich ansäs-

sig gilt, schliesst nicht aus, dass diese Ansässigkeit von einem anderen 

Staat in Abrede gestellt wird oder dass in anderen Staaten eine be-

schränkte Steuerpflicht gegeben ist (Urteil des BVGer A-2548/2016 vom 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 8 

15. September 2016 E. 2.2 und E. 3.3.3). Gemäss höchstrichterlicher 

Rechtsprechung hat der ersuchte Staat aufgrund des Vertrauensprinzips 

nur zu prüfen, ob dem Ersuchen Kriterien dafür zu entnehmen sind, dass 

im ersuchenden Staat gemäss Abkommen eine Steuerpflicht bestehen 

könnte. Ein möglicher Ansässigkeitskonflikt ist nicht im Rahmen eines 

Amtshilfeverfahrens, sondern eines Verständigungsverfahrens zu lösen. 

Ein Amtshilfeersuchen kann dem ersuchenden Staat auch dazu dienen, 

Argumente für die Lösung des Ansässigkeitskonflikts zu erhalten (BGE 142 

II 218 E. 3.1 und E. 3.6 f., BGE 142 II 161 E. 2.2.2 und E. 2.4; Urteile des 

BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.4.1 und A-4157/2016 vom 

15. März 2017 E. 3.5.3.1 f.). Damit nicht davon ausgegangen wird, ein 

Amtshilfeersuchen sei willkürlich gestellt worden, genügt also bereits, dass 

der ersuchende Staat Anhaltspunkte nennt, die eine (je nachdem be-

schränkte oder unbeschränkte) Steuerpflicht der betroffenen Person in die-

sem Staat begründen könnten (Urteil des BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 

2017 E. 2.4.1). 

2.3.2 Somit genügt es, wenn der ersuchende Staat erklärt, warum er davon 

ausgeht, die betroffene Person könne auf seinem Staatsgebiet ansässig 

sein. Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips ist der ersuchte 

Staat an diese Ausführungen des ersuchenden Staats gebunden. Das all-

gemein zum Amtshilfeersuchen Ausgeführte (E. 2.2) gilt auch hier: Solange 

der Sachverhalt nicht offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche 

enthält bzw. die betroffene Person sofort beweisen kann, dass die Vorbrin-

gen des ersuchenden Staats falsch sind, ist auf den im Ersuchen darge-

stellten Sachverhalt abzustellen, auch in Bezug auf die Frage der Ansäs-

sigkeit. Es genügt bei der Frage der Ansässigkeit bzw. der Steuerpflicht 

nicht, wenn eine betroffene Person nachzuweisen versucht, dass sie in ei-

nem anderen Staat ansässig ist, damit von einer unrichtigen Sachverhalts-

darstellung ausgegangen werden kann (Urteil des BVGer A-7622/2016 

vom 23. Mai 2017 E. 2.4.2). 

2.4 Gemäss Art. 27 Abs. 1 Satz 1 DBA CH-SE tauschen die zuständigen 

Behörden der Vertragsstaaten diejenigen Informationen aus, die zur 

Durchführung dieses Abkommens oder zur Anwendung oder Durchset-

zung des innerstaatlichen Rechts betreffend Steuern jeder Art und Be-

zeichnung, die für Rechnung der Vertragsstaaten, ihrer politischen Unter-

abteilungen oder ihrer lokalen Körperschaften erhoben werden, voraus-

sichtlich erheblich sind, soweit die diesem Recht entsprechende Besteue-

rung nicht dem Abkommen widerspricht. Der Informationsaustausch ist 

durch die Artikel 1 DBA CH-SE (persönlicher Geltungsbereich; vgl. hierzu: 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 9 

E. 2.3) und 2 DBA CH-SE (sachlicher Geltungsbereich) nicht einge-

schränkt (Art. 27 Abs. 1 Satz 2 DBA CH-SE). 

2.4.1 Gemäss Ziff. 4 Bst. a des Protokolls zum DBA CH-SE (vgl. auch 

Art. 6 Abs. 2 Bst. g StAhiG) stellt der ersuchende Vertragsstaat ein Begeh-

ren um Austausch von Informationen erst dann, wenn er alle in seinem in-

nerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel zur Beschaf-

fung der Informationen ausgeschöpft hat (vgl. ausführlich zum Begriff «üb-

liche Mittel»: Urteil des BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.2.3; vgl. 

auch Urteil des BVGer A-1414/2015 vom 31. März 2016 E. 5.2.2). 

Ziff. 4 Bst. c des Protokolls zum DBA CH-SE führt die Angaben auf, welche 

die Steuerbehörden des ersuchenden Staates bei der Stellung eines Amts-

hilfeersuchens zu liefern haben (Art. 6 Abs. 2 StAhiG ist aufgrund der in 

Ziff. 4 Bst. c des Protokolls zum DBA CH-SE statuierten Regelung nicht 

einschlägig, soweit er strengere Anforderungen aufstellt [Art. 1 Abs. 2  

StAhiG; vgl. BGE 142 II 218 E. 3.4, BGE 142 II 161 E. 2.1.4; Urteile des 

BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.5 und A-6102/2016 vom 

15. März 2017 E. 2.3]). 

2.4.2 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

«voraussichtlich erheblich» gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, damit eine in diesem Staat steuerpflichtige Person 

korrekt besteuert werden kann (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.1 und BGE 141 

II 436 E. 4.4.3; Urteile des BVGer A-2830/2018 vom 17. September 2018 

E. 2.1.1 und A-272/2017 vom 5. Dezember 2017 E. 2.2, je mit weiteren 

Hinweisen). 

2.4.3 Gemäss Ziff. 4 Bst. b des Protokolls zum DBA CH-SE sind sich die 

Vertragsparteien in Bezug auf Art. 27 DBA CH-SE einig darüber, «dass der 

Zweck der Verweisung auf Informationen, die voraussichtlich erheblich 

sind, darin besteht, einen möglichst weit gehenden Informationsaustausch 

in Steuerbelangen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlau-

ben, ‹fishing expeditions› zu betreiben oder um Informationen zu ersuchen, 

deren Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steu-

erpflichtigen Person unwahrscheinlich ist. […]». Ferner wird mit dieser 

Klausel festgehalten, dass Ziff. 4 Bst. c des Protokolls zum DBA CH-SE 

wichtige verfahrenstechnische Anforderungen enthält, welche «fishing ex-

peditions» vermeiden sollen (Satz 2 erster Teil). Zugleich wird bestimmt, 

dass die Unterabsätze von Ziff. 4 Bst. c des Protokolls zum DBA CH-SE so 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 10 

auszulegen sind, dass sie einen wirksamen Informationsaustausch nicht 

behindern (Satz 2 zweiter Teil). 

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass keine «fishing expe-

dition» vorliegt, wenn einer ersuchenden Behörde eine Kontonummer vor-

liegt und diese Behörde auch nach anderen Konten fragt, die die betroffene 

Person bei der Bank, bei der das Konto mit der vorgenannten Nummer 

gehalten wird, hält bzw. an denen sie berechtigt ist. Es handelt sich gerade 

nicht um eine grundlose Anfrage «ins Blaue», sondern um eine konkrete 

Frage, in Bezug auf eine identifizierte (bzw. identifizierbare) Person im Zu-

sammenhang mit einer laufenden Untersuchung. In einem solchen Fall 

kann von einer «fishing expedition» keine Rede sein (Urteile des BVGer 

A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.5 und A-1230/2016 vom 10. Novem-

ber 2016 E. 4.2.1). 

2.4.4 Die «voraussichtliche Erheblichkeit» von geforderten Informationen 

muss sich bereits aus dem Amtshilfeersuchen ergeben. Würde dies nicht 

verlangt, könnten Ersuchen aufs Geratewohl gestellt werden und die er-

suchte Behörde müsste die Unterlagen auch dann zur Verfügung stellen, 

wenn sie erst nach deren Erhebung deren voraussichtliche Erheblichkeit 

feststellen würde. Auch nach der Edition der verlangten Unterlagen hat die 

Steuerverwaltung des ersuchten Staates zu prüfen, ob die betreffenden In-

formationen für die Erhebung der Steuer voraussichtlich erheblich sind (vgl. 

zum Ganzen: BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Dem «voraussichtlich» kommt so-

mit eine doppelte Bedeutung zu: Zum einen bezieht es sich darauf, dass 

der ersuchende Staat die Erheblichkeit voraussehen und diese dem Amts-

hilfeersuchen zu entnehmen sein muss (wobei im Einklang mit dem völker-

rechtlichen Vertrauensprinzip [E. 2.2] vermutet wird, dass der ersuchende 

Staat nach Treu und Glauben handelt). Zum anderen sind nur solche Infor-

mationen zu übermitteln, die tatsächlich voraussichtlich erheblich sind (vgl. 

BGE 143 II 185 E. 3.3.2; Urteile des BVGer A-2830/2018 vom 17. Septem-

ber 2018 E. 2.1.2 und A-4331/2017 vom 16. November 2017 E. 4.1, mit 

weiteren Hinweisen). 

Die Voraussetzung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im 

Zeitpunkt der Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Mög-

lichkeit besteht, dass sich die verlangten Informationen als erheblich erwei-

sen werden (BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich diese 

Informationen letzten Endes als nicht erheblich herausstellen (vgl. 

BGE 142 II 161 E. 2.1.1). Ob eine Information tatsächlich erheblich ist, 

kann in der Regel nur der ersuchende Staat abschliessend feststellen 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 11 

(BGE 142 II 161 E. 2.1.1 f.; BGE 139 II 404 E. 7.2.2; statt vieler: Urteil des 

BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1). Die Rolle des ersuchten 

Staates bei der Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit beschränkt 

sich somit darauf, zu überprüfen, ob die vom ersuchenden Staat verlangten 

Informationen und Dokumente mit dem im Ersuchen dargestellten Sach-

verhalt zusammenhängen und ob sie möglicherweise dazu geeignet sind, 

im ausländischen Verfahren verwendet zu werden (BGE 142 II 161 

E. 2.1.1; vgl. Urteile des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1 

und A-197/2018 und A-200/2018 vom 2. Mai 2018 E. 2.3, je mit weiteren 

Hinweisen). Vor diesem Hintergrund darf der ersuchte Staat Auskünfte – 

mit der Begründung, die verlangten Informationen seien nicht «voraus-

sichtlich erheblich» im Sinne von Art. 27 Abs. 1 Satz 1 DBA CH-SE – nur 

verweigern, wenn ein Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben 

und der im ersuchenden Staat durchgeführten Untersuchung wenig wahr-

scheinlich bzw. unwahrscheinlich erscheint (E. 2.4.3; vgl. Ziff. 4 Bst. b des 

Protokolls zum DBA CH-SE; BGE 143 II 185 E. 3.3.2 und BGE 141 II 436 

E. 4.4.3; vgl. Urteile des BVGer A-4218/2017 vom 28. Mai 2018 E. 2.3.1 

und A-4353/2016 vom 27. Februar 2017 E. 2.2.2; vgl. auch die vereinzelt 

uneinheitliche – [v.a.] französischsprachige – Rechtsprechung des Bun-

desgerichts, welche verlangt, dass ein Zusammenhang zwischen den ver-

langten Angaben und der Untersuchung mit Sicherheit [«avec certitude»] 

nicht besteht: BGE 144 II 29 E. 4.2.2 und BGE 142 II 161 E. 2.1.1; vgl. dazu 

Urteil des BVGer A-2830/2018 vom 17. September 2018 E. 2.1.3, mit wei-

terem Hinweis). In letzterem Sinne ist auch Art. 17 Abs. 2 StAhiG zu ver-

stehen, wonach Informationen, welche voraussichtlich nicht erheblich sind, 

nicht übermittelt werden dürfen und von der ESTV auszusondern oder un-

kenntlich zu machen sind (vgl. statt vieler: Urteil des BVGer A-2830/2018 

vom 17. September 2018 E. 2.1.3, mit weiterem Hinweis). 

2.4.5 Soweit die Behörden des ersuchenden Staates verpflichtet sind, den 

massgeblichen Sachverhalt darzulegen, kann von ihnen nicht erwartet 

werden, dass sie dies bereits lückenlos und völlig widerspruchsfrei tun. 

Dies wäre mit dem Sinn und Zweck der Amtshilfe (wie mit jenem der 

Rechtshilfe) nicht vereinbar, sollen doch aufgrund von Informationen und 

Unterlagen, die sich im ersuchten Staat befinden, bisher im Dunkeln ge-

bliebene Punkte erst noch geklärt werden (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1; 

BVGE 2011/14 E. 2; statt vieler: Urteil des BVGer A-7596/2016 vom 

23. Februar 2018 E. 2.7). Daher verlangt die Rechtsprechung von der er-

suchenden Behörde nicht den strikten Beweis des Sachverhalts, sondern 

sie muss nur (aber immerhin) hinreichende Verdachtsmomente für dessen 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 12 

Vorliegen dartun (BGE 139 II 451 E. 2.1 und E. 2.2.1 sowie BGE 139 II 404 

E. 7.2.2; Urteil des BVGer A-6102/2016 vom 15. März 2017 E. 2.5). 

2.5 Gemäss Art. 7 StAhiG ist auf ein Amtshilfeersuchen nicht einzutreten, 

wenn es zum Zwecke der Beweisausforschung gestellt worden ist (Bst. a), 

wenn Informationen verlangt werden, die von den Amtshilfebestimmungen 

des anwendbaren Abkommens nicht erfasst sind (Bst. b), oder wenn es 

den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt (Bst. c). 

3.  

Im vorliegenden Verfahren ist aufgrund der Vorbringen der Beschwerde-

führenden darauf einzugehen, ob die schwedischen innerstaatlichen Mittel 

in genügender Weise ausgeschöpft wurden (E. 3.1), ob A._______ daraus, 

dass er geltend macht, in Schweden keiner unbeschränkten Steuerpflicht 

zu unterliegen, etwas für sich ableiten kann (E. 3.2), ob es sich beim Ersu-

chen der STA um eine «fishing expedition» handelt (E. 3.3) und ob die Un-

terlagen, die die ESTV der STA übermitteln möchte, voraussichtlich erheb-

lich sind (E. 3.4). 

3.1  

3.1.1 Die Beschwerdeführenden machen geltend, die ersuchende Behörde 

hätte nicht alle innerstaatlichen Mittel ausgeschöpft, um an die verlangten 

Informationen zu gelangen. Die geschäftsmässige Begründetheit von Auf-

wendungen bei der C._______ AB oder Zahlungen von der C._______ AB 

an die B._______ LIMITED liessen sich problemlos und ausschliesslich mit 

den bei Ersterer vorhandenen Unterlagen belegen. Als steuermindernder 

Umstand habe dies die C._______ AB nachzuweisen und trage die Folgen 

der Beweislosigkeit. Die Bankauszüge bei B._______ LIMITED seien hier-

für völlig irrelevant und daher voraussichtlich nicht erheblich. Da sich die 

STA die für die Beurteilung notwendigen Informationen auf eigenem Terri-

torium beschaffen könne, verletze das Ersuchen das Gebot der Subsidia-

rität (vgl. Sachverhalt Bst. H). 

Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Schlussverfügung, das Amtshilfeersu-

chen enthalte eine Bestätigung, wonach alle innerstaatlich vorgesehenen 

üblichen Mittel ausgeschöpft worden seien. Da bereits im Jahr 2013 durch 

die STA divergierende Kostenaufstellungen in den Unterlagen der 

C._______ AB und der B._______ LIMITED festgestellt worden seien, 

könne keineswegs von einer Irrelevanz der zu übermittelnden Bankunter-

lagen ausgegangen werden. Um eine korrekte Besteuerung der 

C._______ AB beurteilen zu können, seien die ersuchten Informationen 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 13 

notwendig. Das Subsidiaritätsprinzip sei also eingehalten worden (vgl. 

Sachverhalt Bst. G). Sie hält in ihrer Vernehmlassung weiterhin dafür, die 

Informationen könnten gerade nicht aus den eingereichten Unterlagen der 

C._______ AB und somit auf eigenem Territorium in Erfahrung gebracht 

werden, da ja bereits Divergenzen in den Unterlagen festgestellt worden 

seien. Laut dem Grundsatz des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips gebe 

es prinzipiell keinen Anlass, an der Richtigkeit der Bestätigung, wonach alle 

innerstaatlichen Mittel ausgeschöpft worden seien, zu zweifeln; insbeson-

dere, da keine Fehler, Lücken oder Widersprüche offensichtlicher Art be-

stünden (vgl. Sachverhalt Bst. I). 

3.1.2 Es ist der Vorinstanz beizupflichten, dass aufgrund des völkerrechtli-

chen Vertrauensprinzips für die ESTV unter den gegebenen Umständen 

keine Veranlassung bestand, an der Erklärung der STA, alle innerstaatli-

chen Massnahmen seien ausgeschöpft worden, zu zweifeln. Vorliegend 

gelingt es den Beschwerdeführenden hingegen nicht, diese Erklärung so-

fort zu entkräften, sodass nicht mehr von deren Richtigkeit ausgegangen 

werden könnte (E. 2.2) und die Folgen dieser Erkenntnis auf das Amtshil-

feverfahren zu prüfen wären. 

Wie dargelegt hat die ersuchende Behörde das Amtshilfeersuchen ja ge-

rade deshalb gestellt, weil bei Untersuchungen durch die STA festgestellt 

wurde, dass betreffend Zahlungen von der C._______ AB an die 

B._______ LIMITED die beiden Gesellschaften unterschiedliche Beträge 

verbucht bzw. deklariert haben. Entgegen der Ansicht der Beschwerdefüh-

renden kann die ersuchende Behörde folglich die notwendigen Informatio-

nen für die Festsetzung der Steuern nicht auf eigenem Territorium bzw. von 

der C._______ AB beschaffen und hat folglich nicht gegen das Subsidiari-

tätsprinzip verstossen. 

3.2  

3.2.1 A._______ versucht, die Anknüpfungspunkte, welche die STA für die 

von ihr angenommene steuerliche Ansässigkeit in Schweden nennt (vgl. 

dazu unten: E. 3.2.2), zu entkräften bzw. den Gegenbeweis zu erbringen, 

dass er nicht in Schweden als ansässig und damit steuerpflichtig zu gelten 

hat. Er bringt diesbezüglich vor, es bedürfe zwar keiner Ansässigkeit in 

Schweden, die Steuerpflicht im ersuchenden Staat müsse aber wahr-

scheinlich sein, woraus folge, dass im Ersuchen Anknüpfungspunkte für 

die Steuerpflicht in Schweden geltend gemacht werden müssten. Solche 

bringe die STA aber nicht vor, da Kreditkartenbewegungen keine schwedi-

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 14 

sche Steuerpflicht begründen würden und der Umstand, dass seine Fami-

lie in Schweden lebe, nicht bedeute, dass sein Lebensmittelpunkt dort sei 

(vgl. Sachverhalt Bst. H). 

3.2.2 Vorauszuschicken ist, dass die Frage eines möglichen Ansässigkeits-

konflikts nicht im Amtshilfeverfahren zu klären ist, sondern allenfalls in ei-

nem Verständigungsverfahren unter den vorliegend direkt beteiligten Län-

dern (E. 2.3.1). 

Für das vorliegende Verfahren kann festgehalten werden, dass die STA 

verschiedene relevante Anknüpfungspunkte nennt, die eine unbeschränkte 

Steuerpflicht in Schweden begründen können. Dazu erklärt sie Folgendes: 

Aufgrund der engen Beziehung von A._______ zu Schweden sei von einer 

Steuerpflicht auszugehen. Es könne anhand von Kreditkartentransaktio-

nen nachgewiesen werden, dass er sich öfters auf schwedischem Staats-

gebiet aufgehalten habe. Weiter sei bekannt, dass seine Frau und seine 

Kinder in Schweden ansässig seien. Zudem bestehe eine Verbindung zu 

schwedischen Gesellschaften, A._______ sei nämlich für die Gesellschaft 

C._______ AB tätig, welche ihren Sitz in Schweden habe. Er halte über die 

B._______ LIMITED Anteile der C._______ AB und arbeite bei Letzterer 

als Berater, wobei die Rechnungen über die B._______ LIMITED verrech-

net würden. 

Dem Ersuchen sind somit genügend Kriterien zu entnehmen, dass im er-

suchenden Staat eine unbeschränkte Steuerpflicht bestehen könnte. 

3.2.3 Aufgrund des im Völkerrecht geltenden Vertrauensprinzips kann 

A._______ diese Hinweise nur widerlegen, indem er sofort belegt, dass die 

Sachverhaltsdarstellung der STA offensichtlich fehler-, lückenhaft oder wi-

dersprüchlich ist (E. 2.2 und E. 2.3.2). Hierzu bringt er in seiner Be-

schwerde und in seiner Stellungnahme vom 8. Februar 2018 (vgl. Sach-

verhalt Bst. E) Folgendes vor: 

3.2.3.1 Hinsichtlich seiner Tätigkeit für die Gesellschaft C._______ AB sei 

anzumerken, dass er ausschliesslich mit Bezug auf deren ausländisches 

Geschäft berate, wobei er dieses Geschäft ausserhalb von Schweden tä-

tige. Sein Auftrag sei gewesen, den internationalen Vertrieb des Unterneh-

mens auszubauen. Die C._______ AB verfüge über acht Aktionäre, wovon 

lediglich zwei in Schweden domiziliert seien. 

A._______ bestätigt hiermit, für die schwedische Gesellschaft C._______ 

AB beratend tätig zu sein, und damit die Sachverhaltsdarstellung der STA. 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 15 

3.2.3.2 Seine Kinder – so A._______ – seien alle erwachsen. Seine Ehe-

frau habe sich im Jahr 2010 von ihm getrennt und sei nach Schweden zu-

rückgekehrt. Von starken Bindungen könne somit keine Rede sein. Über-

dies sei tendenziös und unpräzis zu behaupten, er habe sich während der 

Untersuchungsperiode regelmässig in Schweden aufgehalten. Er habe 

sich nie länger als 45 Tage – meistens zwischen 20 bis 30 Tagen – pro Jahr 

in Schweden aufgehalten. 

Mit seiner nicht belegten Parteibehauptung gelingt es A._______ nicht, den 

Hinweis der STA zu widerlegen bzw. sofort zu belegen, dass die Sachver-

haltsdarstellung der STA offensichtlich fehler-, lückenhaft oder wider-

sprüchlich ist. 

3.2.3.3 Auch das Vorbringen von A._______ bzgl. der Ein- bzw. Austra-

gung im Einwohnerregister vermag die vorliegend relevanten Anknüp-

fungspunkte, die eine Steuerpflicht in Schweden begründen können, nicht 

zu widerlegen. Die Registrierung im schwedischen Einwohnerregister 

(«population register») ist für die steuerliche Ansässigkeit in Schweden 

nicht relevant (vgl. hierzu: Sachverhalt Bst. F). 

3.2.4 Insgesamt gelingt es A._______ nicht, die Darstellung des Sachver-

halts im Ersuchen wegen offensichtlicher Fehler, Lücken oder Widersprü-

che sofort zu entkräften oder nur schon ernsthafte Zweifel an der rechtser-

heblichen Sachverhaltsdarstellung der STA insgesamt zu wecken.  

3.3  

3.3.1 Die Beschwerdeführenden sind der Meinung, das Ersuchen stelle 

eine unzulässige «fishing expedition» dar (vgl. ausführlich Sachverhalt 

Bst. H). Hierzu entgegnet die Vorinstanz, sie sei zu Recht auf das Ersuchen 

eingetreten, da es ausreichend präzis und fundiert zeige, für welche Zwe-

cke die Informationen gebraucht würden (vgl. ausführlich Sachverhalt 

Bst. G und Bst. I). 

3.3.2 Das Amtshilfeersuchen der STA liefert alle in Ziff. 4 Bst. c des Proto-

kolls zum DBA CH-SE genannten Angaben (E. 2.4.1). Anderes behaupten 

auch die Beschwerdeführenden nicht. Schon dieser Umstand allein deutet 

darauf hin, dass das vorliegende Amtshilfeersuchen keine «fishing expedi-

tion» darstellt, sondern einen klaren, auf vorangehender Untersuchung ba-

sierenden Sachverhalt wiedergibt (E. 2.4.3; vgl. Urteile des BVGer 

A-381/2018 vom 21. November 2018 E. 5.3 und A-7622/2016 vom 23. Mai 

2017 E. 3.3). 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 16 

Vorliegend schadet auch nicht, dass die STA nicht nur Informationen zum 

konkret genannten Bankkonto der B._______ LIMITED, sondern auch zu 

anderen Konten, welche diese bei der Bank D._______ AG hält, erhalten 

möchte. Wie aufgezeigt stellt dies alleine keine «fishing expedition» dar 

(E. 2.4.3). Die STA ersucht überdies um Informationen von Konten, die 

A._______ möglicherweise bei derselben Bank hält. Gemäss Amtshilfeer-

suchen ist A._______ der alleinige Inhaber der B._______ LIMITED 

(«A._______ is the sole owner of B._______ Ltd […]»). Dies lässt die STA 

vermuten, dass nicht nur die B._______ LIMITED, sondern auch 

A._______ im Besitze eines Kontos in seinem eigenen Namen bei dersel-

ben Bank sei. Da die STA gerade die unbeschränkte Steuerpflicht von 

A._______ vermutet, kann auch hier nicht von einer grundlosen Anfrage 

«ins Blaue» gesprochen werden (vgl. zur Lieferung entsprechender Daten 

in ähnlichen Konstellationen: BGE 141 II 436 E. 4.6 und Urteil des BVGer 

A-5066/2016 vom 17. Mai 2018 E. 2.3.3). Somit liegt keine «fishing expe-

dition» vor. 

3.4 Damit ist schliesslich auf die voraussichtliche Erheblichkeit der Infor-

mationen einzugehen. 

Grundsätzlich ist es Sache des ersuchenden Staats – wie ebenfalls die 

Vorinstanz zu Recht festhält – zu bestimmen, welche Informationen für die 

Besteuerung voraussichtlich erheblich sind. Es ist der ESTV beizupflichten, 

dass Bankauszüge jedenfalls Informationen enthalten, die für die Besteu-

erung einer Person, die das Konto hält, erheblich sind. Es ist auch nicht 

ausgeschlossen, dass sie Informationen enthalten, die für die Beantwor-

tung der Frage der Ansässigkeit einer Person in einem bestimmten Staat 

erheblich sind. Mit ihren Ausführungen gelingt es den Beschwerdeführen-

den nicht, den Umstand, dass die Ausführungen der STA in rechtserhebli-

cher Weise falsch sind, zu beweisen (vgl. E. 2.2). Die Kontoinformationen 

sind demnach der STA zu übermitteln (vgl. Urteil des BVGer A-7622/2016 

vom 23. Mai 2017 E. 3.4.1). 

3.5 Im vorliegenden Verfahren sind somit die Daten der STA, wie von der 

ESTV in den Schlussverfügungen vom 3. Mai 2018 vorgesehen, zu über-

mitteln und die Beschwerde ist abzuweisen. 

4.  

Ausgangsgemäss haben die unterliegenden Beschwerdeführenden die 

Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf 

Fr. 5‘000.-- festzusetzen (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 17 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die einbezahlten Kosten-

vorschüsse in Höhe von insgesamt Fr. 7‘500.-- sind zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten zu verwenden; der Restbetrag von Fr. 2‘500.-- ist den Be-

schwerdeführenden nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzu-

erstatten. 

Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 VwVG 

e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 VGKE). 

5.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h BGG innerhalb von 10 Tagen nur dann 

mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-

gericht weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätz-

licher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinn von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet 

das Bundesgericht. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 5‘000.-- werden den Beschwerde-

führenden auferlegt. Die einbezahlten Kostenvorschüsse in Höhe von ins-

gesamt Fr. 7‘500.-- werden zur Bezahlung der Verfahrenskosten verwen-

det; der Restbetrag von Fr. 2‘500.-- wird den Beschwerdeführenden nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

A-3275/2018, A-3276/2018 

Seite 18 

 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Sonja Bossart Meier Anna Strässle 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). 

In der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung 

erfüllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen 

und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 

die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-

mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-

zulegen (Art. 42 BGG). 

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