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**Case Identifier:** 764c740a-8e69-5cfe-a966-d1f25d4b82e0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-10-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.10.2020 200 2020 465
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-465_2020-10-19.pdf

## Full Text

200 20 465 UV
ACT/BOC/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. Oktober 2020

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
vertreten durch Fürsprecher C.________
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 12. Mai 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/465, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1990 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) war über ihre Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Mobiliar 
Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar bzw. Beschwerde-
gegnerin) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufs-
krankheiten versichert. Mit Unfallmeldung vom 18. Juni 2018 machte sie 
geltend, am 15. Juni 2018 bei einem … bei einem Misstritt den linken Mit-
telfussknochen gebrochen zu haben (Akten der Mobiliar, Antwortbeilage 
[act. IIa] M1). Die Mobiliar erbrachte zunächst die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen, teilte aber am 8. Januar 2019 (act. IIa K1) die rückwirken-
de Leistungseinstellung per Mitte August 2018 mit. Auf Ersuchen der 
Versicherten hin erliess die Mobiliar am 21. Januar 2019 eine entsprechen-
de Verfügung (act. IIa K3 f.). Dagegen erhoben sowohl die Versicherte als 
auch deren Krankenversicherer Einsprachen (act. IIa K6, K8 f., K12). Am 
20. März 2019 unterzog sich die Versicherte zudem einer Operation am 
linken Fuss (act. IIa M14). Nachdem die Mobiliar bei Dr. med. D.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, und Dr. med. E.________, Facharzt für Radiologie, Aktengut-
achten eingeholt hatte (Expertisen vom 7. und 10. März 2020 [act. IIa M24 
f.]), hiess sie die Einsprachen mit Einspracheentscheid vom 12. Mai 2020 
(act. IIa K27) teilweise gut und lehnte in Abänderung der Verfügung vom 
21. Januar 2019 weitere Versicherungsleistungen ab dem 13. November 
2018 ab. 

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. 
F.________, LL.M., von der B.________, am 15. Juni 2020 Beschwerde. 
Sie beantragt, unter Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheides 
seien ihr die Versicherungsleistungen auch nach dem 12. November 2018 
zuzusprechen, unter Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegne-
rin.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/465, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Juli 2020 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin, vertreten durch Fürsprecher C.________, die Abweisung der Be-
schwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2020 (act. IIa 
K27). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Unfallver-
sicherung und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin den An-
spruch auf Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 15. Juni 2018 zu Recht ab dem 13. November 2018 verneint.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

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2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV Nr. 
30 S. 122 E. 5.2).

2.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 
438, 129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entwe-
der der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 55).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-

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sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 S. 56).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

2.6 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 
2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in 
die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen las-
sen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutach-

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ters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee 
S. 354).

2.7 Nach der Praxis sind Aktengutachten nicht zu beanstanden, wenn 
die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärti-
gen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Der Untersu-
chungsbefund muss lückenlos vorliegen. Der Experte muss sich aufgrund 
vorhandener Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen können 
(RKUV 2006 U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b).

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1 Im Bericht des Zentrums G.________ vom 15. Juni 2018 (act. IIa 
M3) wurde die folgende Diagnose aufgeführt:

 Metatarsale IV Basisfraktur links

Die behandelnden Ärzte gaben an, die Beschwerdeführerin habe sich heu-
te beim … den Fuss verdreht. Sie habe abrupt gebremst und dabei das 
Gefühl gehabt, der Fuss sei im Schuh nach vorne und dann wieder nach 
hinten gerutscht. Sie sei nicht gestürzt, könne aber seither den Fuss kaum 
mehr belasten. 

3.2 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führ-
te im Bericht vom 19. Oktober 2018 (act. IIa M6) als Diagnose (bzw. Zu-
weisungsgrund) Folgendes auf:

 Fusswurzelbeschwerden links bei Status nach Basisfraktur Metatarsale IV links 
und Spongiosafraktur Os cuneiforme

Dr. med. H.________ hielt fest, die Beschwerdeführerin habe beim … am 
15. Juni 2018 während des Rennens einen akuten Schmerz im linken Mit-
telfuss erlitten. Sie habe abrupt abbremsen müssen und sei mit dem Fuss 
nach vorne gerutscht und habe ein Knacken verspürt. Radiologisch habe 
sich keine Dislokation im Bereich der Basis des Metatarsale IV links erge-

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ben. Mitte Juli habe die Beschwerdeführerin eine Schwellung im Bereich 
des Os cuneiforme links beklagt. Am 8. August 2018 habe nach wie vor 
eine Schwellung im medialen Fusswurzelbereich bestanden. Gehen sei 
mehr oder weniger schmerzfrei möglich gewesen. Aufgrund der eigenarti-
gen Schwellung habe er ein MRI veranlasst, das eine Spongiosafraktur im 
Cuboid gezeigt habe. Es sei keine Läsion der Bänder vorhanden gewesen. 
In der Folge sei die Beschwerdeführerin weiter in die Physiotherapie ge-
gangen und dann Ende August auf eine Trekking-Tour und habe erfolg-
reich den … (richtig: … [act. IIa K21]) besteigen können. Zur Beurteilung 
führte Dr. med. H.________ aus, es bestünden Restbeschwerden bei Sta-
tus nach Basisfraktur Metatarsale IV links und Spongiosafraktur Os cuboi-
deum. Die Beschwerden im Bereich der Fraktur seien verschwunden. 
Störend sei immer noch die Asymmetrie mit einer Pronationstendenz im 
Fusswurzelbereich links.

3.3 Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin Dr. med. I.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
appartes sowie für Chirurgie, hielt in der Beurteilung vom 9. Dezember 
2018 (act. IIa M9) die folgende Diagnose fest:

 Fraktur der Basis des vierten Mittelfussknochens links

Weiter gab er an, es sei nicht bekannt, ob Vorzustände bestünden. Die 
gesundheitlichen Störungen gingen überwiegend wahrscheinlich auf das 
Ereignis vom 15. Juni 2018 im Sinne einer Allein- oder Teilursache zurück. 
Die Fraktur sei zeitgerecht zur Ausheilung gekommen. Längstens acht Wo-
chen nach dem Unfall sei die unfallkausale Behandlung abgeschlossen. 
Die Beschwerdeführerin habe Ende August 2018 erfolgreich den … (richtig: 
… [act. IIa K21]) bestiegen. 

3.4 Im Bericht vom 30. Januar 2019 (act. IIa M11) führte PD Dr. med. 
J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsappartes, die folgende Diagnose auf:

 Verdacht auf verpasste Lisfranc-Verletzung links

PD Dr. med. J.________ gab an, nach erneuter Durchsicht der MRI-Bilder 
sowie der Angabe eines Blutergusses im Längsgewölbe sei der Verdacht 

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einer primär ligamentären Lisfrancverletzung mit MT-4-Basisfraktur zu äus-
sern. Die aktuellen Beschwerden seien gesamthaft Traumafolge, nicht als 
krankheitsbedingte Arthrose des Mittelfusses zu werten.

3.5 In der Zweitbeurteilung führte der beratende Arzt der Beschwerde-
gegnerin, Dr. med. I.________, am 2. März 2019 (act. IIa M13) aus, offen-
sichtlich werde jetzt eine Chopart- und Lisfranc-Luxationsfraktur angeführt. 
Eine solche Verletzung habe mit Sicherheit nicht vorgelegen. Es handle 
sich hierbei um seltene, sehr schwere Fussverletzungen, die ausnahmslos 
aufgrund starker Schwellung, erheblicher Schmerzen und Verlust der Geh-
fähigkeit zur notfaIlmässigen ärztlichen Behandlung führten. Häufig träten 
solche Verletzungen im Rahmen von Polytraumatisierungen und Hochra-
sanzverletzungen auf. Die Beschwerdeführerin habe sich bei einem Miss-
tritt eine nicht verschobene MFK 4-Basisfraktur zugezogen, eine solche sei 
weder als Chopart- oder Lisfranc-Luxationsfraktur zu bezeichnen noch mit 
dermassen gearteten Verletzungen zu vergleichen. Eine nicht dislozierte 
MFK-Basisfraktur sei sicher nach acht Wochen ausgeheilt. Wie die Be-
hauptung zustande komme, dass Beschwerden bis mindestens ein Jahr als 
unfallkausal anzunehmen seien, bleibe völlig im Dunkeln und werde nicht 
begründet. Es bleibe darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin im 
Sommer 2018 erfolgreich eine Trekking-Tour mit Besteigung des … (rich-
tig: … [act. IIa K21]) habe absolvieren können. Dies sei mit der behaupte-
ten Lisfranc-Verletzung oder gar Chopart- und Lisfranc-Luxationsfraktur 
schlichtweg nicht möglich.

3.6

3.6.1 Im Bericht vom 4. März 2019 (act. II M12) hielt PD Dr. med. 
K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, die folgende Diagnose fest: 

 Chronische Lisfranc-Verletzung links

Bezüglich der Kausalität führte er aus, diese sei zweifellos gegeben und 
auf das Ereignis vom Juni 2018 rückzuführen. 

3.6.2 PD Dr. med. K.________ hielt im Bericht vom 17. Mai 2019 (act. IIa 
M21.1) fest, er teile die Einschätzung von PD Dr. med. J.________ vom 

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24. Januar 2019: Auf den MRT-Bildern sei ein Bluterguss zu sehen, was 
den Verdacht einer primären ligamentären Lisfranc'schen Gelenksverlet-
zung nahelege. Wie auch in seinem Schreiben vom 14. Februar 2019 aus-
geführt, zeige sich eine Inkongruenz auf den belasteten Computertomo-
grafieaufnahmen. Zusammen mit der Anamnese seien diese vereinbar mit 
dem Trauma aus dem Jahr 2018. 

3.6.3 Im Bericht vom 29. Mai 2019 (act. IIa M21) gab PD Dr. med. 
K.________ an, auf dem MRT vom 18. August 2018 zeige sich eine Flüs-
sigkeitskollektion im Bereich der Lisfranc'schen Gelenkslinie, dies sei ein 
Indiz für eine frische Verletzung dieses Gelenkes. 

3.6.4 Im Bericht vom 4. November 2019 (act. IIa M22) führte PD Dr. med. 
K.________ die folgende Diagnose auf:

 Anhaltende Restbeschwerden bei Status nach sekundärer Rekonstruktion der 
Lisfranc'schen Gelenkslinie Mittelfuss links am 20. März 2019

Der Arzt gab an, es bestehe ein protrahierter Heilungsverlauf. Aufgrund der 
anhaltenden Restbeschwerden werde geplant, ein MRT durchzuführen, 
dies zum Ausschluss einer Irritation der Tibialis anterior-Sehne sowie zur 
Bestandsaufnahme an der Lisfranc'schen Gelenkslinie. Die Beschwerden 
seien eindeutig auf den Unfall vom 15. Juni 2018 zurückzuführen. Die Be-
schwerdeführerin habe im September den … bestiegen. Sie gebe an, dass 
die Beschwerden durch diese Belastung weder zu- noch abgenommen 
hätten. Diese Tour habe keinen Einfluss auf den natürlichen Heilungsver-
lauf gehabt, insbesondere sei sie nicht als beschwerdekausal zu sehen.

3.7 Der orthopädische Chirurg Dr. med. D.________ gab im Aktengut-
achten vom 7. März 2020 (act. IIa M25) die folgenden unfallrelevanten or-
thopädisch-/traumatologischen Diagnosen an:

 Status nach Ermüdungsfraktur Metatarsale IV links
 Alte traumatisch bedingte Läsion des Lisfranc-Bandes links
 Status nach Avulsionsfraktur des lateralen Bandapparates OSG mit Ossikel 

am Malleolus lateralis links

Dr. med. D.________ führte aus, anfänglich seien die behandelnden Ärzte 
aufgrund der klinischen und bildgebenden Befunde von einer kaum dislo-

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zierten Fraktur der Basis des Metatarsale IV ohne Gelenkbeteiligung aus-
gegangen. Erst in einem MRI vom 9. August 2018 würden neben der Meta-
tarsale IV Fraktur auch Spongiosa-Frakturen im Os cuneiforme laterale 
ohne Hinweis auf eine Bandverletzung beschrieben. Mitte Juli 2018 habe 
die Beschwerdeführerin eine Schwellung im Bereich des Os cuneiforme 
links beklagt. Das Ereignis vom 15. Juni 2018 sei ohne Zweifel nicht geeig-
net gewesen, eine Verletzung im Bereich des Lisfranc-Gelenkes verursa-
chen zu können. Das gelte entsprechend auch für die Metatarsale IV-
Fraktur. Das Verhalten der Beschwerdeführerin, die etwa Mitte/Ende 
August 2018 an einer Trekking-Tour im … (richtig: auf den … [act. IIa K21]) 
teilnehme, sei unter der Annahme einer relativ frischen Metatarsale Fraktur 
IV und/oder einer Fraktur im Lisfranc-Gelenk medizinisch nicht vorstellbar. 
Die erst Mitte Juli 2018 auftretende Schwellung über dem os cuneiforme 
mediale sei mit einer frischen Spongiosafraktur des Lisfranc-Gelenkes vom 
15. Juni 2018 nicht zu erklären. Die Aussagen der behandelnden Ärzte 
seien hinsichtlich der Kausalität und des Heilverlaufes nicht plausibel und 
würden etliche Fragen aufwerfen. Wären sie nach der diagnostisch bildge-
benden Abklärung vom 9. August 2018 von einer Spongiosafraktur des 
Lisfranc-Gelenkes überzeugt gewesen, hätten sie von einer geplanten 
Trekking-Tour in den … (richtig: auf den … [act. IIa K21]) sicher abraten 
müssen. Nach Kenntnis der radiologischen Zweitbeurteilung habe sich nun 
ergeben, dass zum Zeitpunkt des 15. Juni 2018 keine frische Metatarsale 
IV Basisfraktur vorliege, sondern eine ältere Ermüdungs-/Stressfraktur des 
Metatarsale IV links. Das gleiche gelte auch für die Lisfranc-Läsion, die sich 
aus radiologischer Sicht als alte traumatisch bedingte Verletzung des Lis-
franc-Bandes mit narbigen Veränderungen und Verkalkungen herausstelle. 
Aus gutachterlicher Sicht habe das Ereignis vom 15. Juni 2018 nachweis-
lich des oben beschriebenen Verhaltens der Beschwerdeführerin und der 
behandelnden Ärzte sowie der bildgebenden Befunde zu keiner frischen 
strukturellen Läsion am linken Fuss geführt. Die Metatarsale-Fraktur IV 
stelle sich als eine Ermüdungsfraktur (Stressfraktur) heraus, das Ossikel 
am Malleolus lateralis könne aufgrund der bildgebenden Befunde aus dem 
Jahre 2003 als Vorzustand bzw. Folge früherer Verletzungen eingeschätzt 
werden. Die Veränderungen des Lisfranc-Bandes mit narbigen Verände-
rungen und Verkalkungen könnten auf eine längere Zeit vor dem am 
15. Juni 2018 erlittenen Trauma datiert werden. Das Ereignis vom 15. Juni 

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2018 habe zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustan-
des (Ermüdungsfraktur metatarsale IV und Ruptur des Lisfranc-Bandes, 
Ossikel Malleolus lateralis) am linken Fuss geführt. Der Status quo sine sei 
spätestens am 12. November 2018 erreicht. Die Operation vom 20. März 
2019 sei nicht unfallkausal.

3.8 Der Radiologe Dr. med. E.________ hielt im Aktengutachten vom 
10. März 2020 (act. IIa M24) zur Frage, welche Befunde sich in den zur 
Verfügung stehenden Aufnahmen nachweisen liessen, fest, es zeigten sich 
eine wahrscheinlich ermüdungsbedingte Fraktur der proximalen Metaphyse 
und der Basis des Os metatarsale IV, ein Zustand nach dorsalbetonter par-
tieller Ruptur des Lisfranc-Bandes, ein Zustand nach Avulsionsfraktur des 
knöchernen Ursprungs des lateralen Bandapparates des oberen Sprungge-
lenkes mit konsekutiver Ausbildung zweier Ossikel unterhalb des Malleolus 
lateralis und narbiger Veränderungen der entsprechenden Bänder. Die 
Frage, ob Läsionen vorlägen, die aus radiologischer Sicht eher als frisch 
und traumatisch bedingt zu werten seien, und falls ja, welche, bejahte Dr. 
med. E.________ und hielt fest, die am 13. März 2003 nachgewiesene 
Avulsion des knöchernen Ursprungs des lateralen Bandapparates des obe-
ren Sprunggelenkes und die konsekutiven narbigen Veränderungen der 
Ligamenta fibulotalaria anterius et posterius sowie des Ligamentum calca-
neofibulare und auch die narbigen Veränderungen und Verkalkungen des 
Lisfranc-Bandes seien mit Sicherheit traumatisch. Die Läsionen im Bereich 
des Malleolus lateralis seien aber irgendwann kurz vor dem 13. März 2003 
oder am 13. März 2003 und diejenigen des Lisfranc-Bandes irgendwann 
längere Zeit vor dem 15. Juni 2018 entstanden. Auch die Frage, ob Verän-
derungen vorlägen, die aus radiologischer Sicht eher degenerativ oder 
krankheitsbedingt zu werten seien, und falls ja, welche, bejahte der Experte 
und gab an, die am 15. Juni 2018 erstmals nachgewiesene und damals 
bereits ältere Fraktur der proximalen Metaphyse und der Basis des Os me-
tatarsale IV sei am ehesten als Ermüdungsfraktur zu werten. Und auch die 
zwischen dem 9. August 2018 und dem 12. November 2018 progredienten 
oder neuen ödemartigen Knochenmarkveränderungen im Os cuneiforme 
mediale und in der Basis ossis metatarsalis I seien am ehesten auf eine 
Überbeanspruchung zurückzuführen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/465, Seite 13

4.

4.1 Die Gutachten der Dres. med. D.________ und E.________ vom 
7. resp. 10. März 2020 (act. IIa M24 f.) sind nicht im Verfahren gemäss Art. 
44 ATSG ergangen und haben damit den gleichen Beweiswert wie Berichte 
versicherungsinterner Ärzte (vgl. Entscheid des BGer vom 12. August 
2020, 9C_280/2020, E. 2.2); es kann offen bleiben, ob Dr. med. 
D.________ beratender Arzt der Beschwerdegegnerin ist oder nicht (vgl. 
den entsprechenden Hinweis im Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 
14. April 2020; act. IIa K26). Nicht zu beanstanden ist dabei, dass es sich 
um Aktengutachten handelt, denn die Akten ergeben ein vollständiges Bild 
über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status und diese Daten sind 
unbestritten, so dass sich die beiden Ärzte ein gesamthaft lückenloses Bild 
machen konnten (vgl. E. 2.7 hiervor).

Dr. med. E.________ legt überzeugend dar, dass die bildgebend nachge-
wiesenen Veränderungen im Lisfranc-Band nicht innerhalb der kurzen Zeit 
zwischen dem Ereignis von Juni 2018 (act. IIa M1) und der bildgebenden 
Untersuchung erfolgt sein konnten, sondern vorbestehend waren (act. IIa 
M24, S. 7 Mitte, vgl. auch S. 5). Auch wenn PD Dr. med. K.________ im 
Bericht vom 4. März 2019 (act. II M12) bezüglich der Kausalität ausführt, 
diese sei zweifellos gegeben und auf das Ereignis vom Juni 2018 zurück-
zuführen bzw. im Bericht vom 4. November 2019 (act. IIa M22) angibt, die 
Beschwerden seien eindeutig auf den Unfall vom 15. Juni 2018 zurückzu-
führen, so vermag dies die Auffassung von Dr. med. E.________ nicht 
(auch nur gering) in Zweifel zu ziehen. Denn in den beiden Berichten wird 
diese Auffassung nicht medizinisch begründet und in den weiteren Berich-
ten vom 17. und 29. Mai 2019 (act. IIa M21.1 und M21) äussert sich PD Dr. 
med. K.________ nicht zur zeitlichen Komponente der Veränderungen. 
Überdies spricht er einzig davon, dass ein Bluterguss "den Verdacht" einer 
entsprechenden Verletzung "nahelegt" (act. IIa M21.1) resp. dass die 
"Flüssigkeitskollektion im Bereich der Lisfranc'schen Gelenkslinie ... ein 
Indiz für eine frische Verletzung" sei (act. II M21), was nicht dem notwendi-
gen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entspricht, sondern 
nur eine Möglichkeit darstellt (vgl. E. 2.4 hiervor). Für eine richtunggebende 
Verschlimmerung dieses Vorzustandes durch das Ereignis von Juni 2018 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/465, Seite 14

(act. IIa M1) finden sich keine Anhaltspunkte in den Akten, vielmehr wird 
eine solche logisch ausgeschlossen, indem bildgebend ja alte – nicht neue 
– Veränderungen vorlagen. In der Folge ist auf die jedenfalls nicht zu Un-
gunsten der Beschwerdeführerin ausgefallene Einschätzung des Dr. med. 
D.________ abzustellen, wonach die Folgen der vorübergehenden Ver-
schlimmerung spätestens am 12. November 2018 abgeheilt waren (act. II 
M25, S. 6 unten), hat doch Dr. med. I.________, beratender Arzt der Be-
schwerdegegnerin, im Kurzbericht vom 9. Dezember 2018 eine unfallbe-
dingte Heilungszeit von längestens acht Wochen angenommen (act. IIa M9 
Ziff. 8). Es kann deshalb offen bleiben, ob die Trekking-Tour auf den … (… 
M.ü.M.) – welche trotz der relativierenden Darstellung in der Beschwerde, 
S. 4 f. Ziff. 12 f., (unabhängig der gewählten Route) mehrtägig lange Wan-
derungen und am "Gipfeltag" einen mehrstündigen Auf- und Abstieg ab-
seits von Wanderwegen beinhaltet, was nicht nur anstrengend, sondern mit 
Sicherheit auch stark belastend für den Fuss war – eine zusätzliche und 
unfallfremde Verschlimmerung verursacht hat. 

4.2 Da die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen einzig für die Zukunft 
eingestellt hat und keine Rückforderung geltend macht, kann offen bleiben, 
ob das Ereignis vom 15. Juni 2018 (act. IIa M1; vgl. auch act. IIa M3 und 
M6, vgl. E. 3.1 und 3.2 hiervor) den rechtlichen Unfallbegriff überhaupt er-
füllt (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

4.3 Nach dem Dargelegten ist es nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 15. Juni 2018 
den Anspruch auf Versicherungsleistungen ab dem 13. November 2018 
verneint hat. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Okt. 2020, UV/20/465, Seite 15

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Fürsprecher C.________ z.H. der Beschwerdegegnerin 
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.