# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b8b7e96-7dea-5f7a-af0a-457fef2a07f5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-06-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.06.2009 C-3590/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3590-2007_2009-06-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3590/2007/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  J u n i  2 0 0 9

Einzelrichter Johannes Frölicher, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

A._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

AHV, einmalige Abfindung (Einspracheentscheid vom 
24. April 2007).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3590/2007

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der am 30. Dezember 1941 geborene, in seiner Heimat Kosovo 
wohnende, A._______ in den Jahren 1971 bis 1981 als Saisonnier in 
der  Schweiz  gearbeitet  und  Beiträge  an  die  schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV) entrichtet  hat 
(SAK-Akt. 29),

dass  sich  A._______ am 6. November  2006 zum Bezug einer  AHV-
Altersrente angemeldet hat (SAK-Akt. 5),

dass  die  für  die  Abklärung  zuständige  Schweizerische  Ausgleichs-
kasse  (SAK)  dem  Gesuchsteller  mit  Schreiben  vom  5. Januar  2007 
mitteilte, er habe die Wahlmöglichkeit zwischen einer einmaligen Abfin-
dung von Fr. 76'651.- und einer monatlichen Rente von Fr. 312.- (SAK-
Akt. 24),

dass dieser mit Datum vom 23. Januar 2007 bekannt gab, er wünsche 
eine einmalige Abfindung (SAK-Akt. 39),

dass die SAK mit Verfügung vom 2. Februar 2007 feststellte, es beste-
he ein Anspruch auf eine einmalige Abfindung von Fr. 76'651.- und als 
Berechnungsgrundlagen  eine  anrechenbare  Beitragsdauer  von  acht 
Jahren und sieben Monaten und ein massgebliches durchschnittliches 
Jahreseinkommen von Fr. 42'432.- anführte, es sei die Rentenskala 8 
anwendbar (SAK-Akt. 45),

dass  Rechtsanwalt  Franklin  Sedaj  und  A._______  mit  Eingabe  vom 
5. April 2007 Einsprache erhoben und sinngemäss beantragten, es sei 
eine höhere Abfindung auszurichten, weil die anrechenbare Beitrags-
dauer und das Einkommen höher seien (SAK-Akt. 51), 

dass  die  SAK mit  Einspracheentscheid  vom 24. April  2007  die  Ein-
sprache  abwies  und  die  Berechnungsgrundsätze  sowie  die  im 
konkreten Fall massgebende Berechnung erläuterte (SAK-Akt. 54),

dass  Rechtsanwalt  Franklin  Sedaj  und  A._______  mit  Datum  vom 
21. Mai 2007 (Eingang 25. Mai 2007) Beschwerde erhoben, eine Erhö-
hung der Abfindung, einen Zins von 4 % auf die Nachzahlung sowie 
eine Parteientschädigung von Fr. 500.- beantragten (Akt. 1),

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dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32] in Verbindung 
mit  Art. 85bis Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1946 
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG, SR 831.10) 
für die Beurteilung von Beschwerden von Personen im Ausland betref-
fend Alters- und Hinterlassenenversicherung zuständig ist, 

dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nach dem 
Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021) richtet, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz 
nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG), wobei die besonderen Bestim-
mungen des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemei-
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) vorbehalten 
bleiben (Art. 3 Bst. dbis VwVG),

dass die Parteien der Beschwerdeinstanz ihren Wohnsitz oder Sitz an-
zugeben und,  wenn sie im Ausland wohnen, in der Schweiz ein Zu-
stelldomizil zu bezeichnen haben, es sei denn, das Völkerrecht gestat-
te  der  Beschwerdeinstanz,  Mitteilungen  im betreffenden  Staat  durch 
die Post zuzustellen (Art. 11b VwVG), 

dass die Schweiz mit Kosovo kein entsprechendes Abkommen abge-
schlossen hat  und auch das Abkommen vom 8. Juni 1962 zwischen 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksre-
publik Jugoslawien über Sozialversicherung (SR 0.831.109.818.1 [im 
Folgenden:  Sozialversicherungsabkommen])  und  die  Verwaltungsver-
einbarung  vom  5.  Juli  1963  betreffend  die  Durchführung  des  Ab-
kommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft  und der 
Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung 
(0.831.109.818.12) keine direkte postalische Zustellung von Gerichts-
akten an die Beschwerdeführenden vorsehen, 

dass dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Juni 2007 mitgeteilt 
wurde,  dass  er  ein  Zustelldomizil  in  der  Schweiz  bekannt  zu  geben 
habe  (Akt. 2),  worauf  dieser  mit  Eingabe  vom  8. Juni  2007  an  der 
Zustellung an seine Adresse in Kosovo festhielt (Akt. 3),

dass der  Beschwerdeführer mit  Verfügung vom 15. Juni  2007 aufge-
fordert  wurde,  innert  30  Tagen  nach  Empfang  dieser  Verfügung  ein 
Zustelldomizil  in  der  Schweiz  zu  bezeichnen,  ansonsten  künftige 
Anordnungen  und  Entscheide  in  der  vorliegenden  Sache  gemäss 

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Art. 36 Bst. b VwVG durch Publikation im Bundesblatt eröffnet würden 
(Akt. 4), 

dass dem Beschwerdeführer diese Verfügung auf dem diplomatischen 
Weg  über  das  Verbindungsbüro  in  Kosovo  am  26. November  2008 
zugestellt wurde (Akt. 9),

dass  der  Beschwerdeführer  innerhalb  der  angesetzten  Frist  kein 
Zustelldomizil  verzeigt  hat,  weshalb  das  vorliegende  Urteil  –  im 
Dispositiv – durch Publikation im Bundesblatt eröffnet wird,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 1. Juni 2007 und Verfü-
gung  vom  15. Juni  2007  zudem  darauf  hingewiesen  wurde,  dass 
Rechtsanwalt Franklin Sedaj nicht als Vertreter zu qualifizieren sei,

dass die Vorinstanz in ihrer  Vernehmlassung vom 18. März 2009 die 
Abweisung der Beschwerde beantragt und die Berechnung der Rente 
bzw. der Abfindung eingehend erläutert hat (Akt. 11),

dass sich der Beschwerdeführer innerhalb der für die Replik angesetz-
ten Frist (vgl. Akt. 13) nicht vernehmen liess,

dass gemäss Art. 7 Bst. a des Sozialversicherungsabkommens jugo-
slawischen Staatsangehörigen, die sich nicht in der Schweiz aufhalten, 
bei  einem Anspruch auf eine ordentliche Teilrente, die höchstens ein 
Zehntel  der  entsprechenden  ordentlichen  Vollrente  beträgt,  statt  der 
Teilrente eine Abfindung in der Höhe des Barwertes der geschuldeten 
Rente gewährt wird,

dass  diese  Personen  zudem zwischen  der  Ausrichtung  einer  Abfin-
dung und der Teilrente wählen können, sofern die ordentliche Teilrente 
mehr als ein Zehntel, aber höchstens ein Fünftel der entsprechenden 
ordentlichen Vollrente beträgt, 

dass  der  Beschwerdeführer  –  wie  bereits  in  der  Einsprache  –  vor-
bringt, es seien die Beitragsdauer und das Einkommen für die Berech-
nung der Rente bzw. für  die massgebende Rentenskala nicht  richtig 
ermittelt worden,

dass  gemäss  Art. 21  Abs. 1  Bst. a  in  Verbindung  mit  Art. 29  Abs. 1 
AHVG  Männer  Anspruch  auf  eine  ordentliche  Altersrente  haben, 
sofern sie das 65. Altersjahr vollendet und ihnen mindestens ein volles 

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Jahr Einkommen, Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften angerech-
net werden können, 

dass  ordentliche  Renten  als  Vollrenten  (für  Versicherte  mit  vollstän-
diger  Beitragsdauer)  oder  als  Teilrenten  (für  Versicherte  mit  unvoll-
ständiger Beitragsdauer) ausgerichtet werden (Art. 29 Abs. 2 AHVG),

dass sich die Beitragsdauer in der Regel nach den Einträgen in den 
individuellen  Konten  der  versicherten  Person  bestimmt  (Art. 30ter 

Abs. 1 AHVG) und eine vollständige Beitragsdauer dann vorliegt, wenn 
eine  Person  gleich  viele  Beitragsjahre  aufweist  wie  ihr  Jahrgang 
(Art. 29ter Abs. 1 AHVG),

dass Teilrenten in  Prozenten einer Vollrente,  entsprechend dem Ver-
hältnis  zwischen  den  vollen  Beitragsjahren  der  versicherten  Person 
und denjenigen ihres Jahrgangs abgestuft werden (Art. 52 AHVV),

dass als Beitragsjahre gemäss Art. 29ter Abs. 2 AHVG Zeiten gelten, in 
welchen eine Person Beiträge geleistet hat (Bst. a) oder der Ehegatte 
gemäss Art. 3 Abs. 3 AHVG mindestens den doppelten Mindestbeitrag 
entrichtet hat (Bst. b) sowie Zeiten,  für die Erziehungs- oder Betreu-
ungsgutschriften angerechnet werden können (Bst. c),

dass  ein  volles  Beitragsjahr  vorliegt,  wenn  eine  Person  insgesamt 
länger als elf Monate im Sinne von Art. 1a oder Art. 2 AHVG versichert 
war  und  während  dieser  Zeit  den  Mindestbeitrag  bezahlt  hat  oder 
Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter Abs. 2 Bst. b und Bst. c AHVG 
aufweist (Art. 50 AHVV),

dass die Vorinstanz – entgegen den Vorbringen in der Beschwerde – 
berücksichtigt hat, dass der Beschwerdeführer in den Jahren 1971 bis 
1981 Beiträge geleistet hat,

dass  dieser  jedoch  als  Saisonnier  regelmässig  keine  vollständigen 
Beitragsjahre aufweist,

dass  dies  auch aus  der  Verfügung vom 2. Februar  2007 hervorgeht 
und die ermittelte Beitragsdauer von acht Jahren und sieben Monaten 
weder  mit  den  Einträgen  im  individuellen  Konto  (IK-Auszug,  SAK-
Akt. 29)  noch  mit  der  Wohnsitzbestätigung  (SAK-Akt. 20)  im  Wider-
spruch steht, 

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dass der Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug in den Jahren 1971 bis 
1981 ein Einkommen von insgesamt Fr. 192'618.- erzielt hat, 

dass  die  Voraussetzungen  für  eine  Berichtigung  gemäss  Art. 141 
Abs. 3 AHVG (offensichtliche Unrichtigkeit  oder  Erbringen des vollen 
Beweises; vgl. auch BGE 117 V 261 E. 3a mit Hinweisen, BGE 130 V 
335 E. 4.1) nicht erfüllt sind, weshalb von der Richtigkeit des IK-Aus-
zuges auszugehen ist,

dass somit die Rentenskala 8 anwendbar ist (vgl. zum Ganzen auch 
Rententabellen  2007  des  Bundesamtes  für  Sozialversicherung)  und 
das gemäss Art. 30 Abs. 1 in  Verbindung mit  Art. 33ter AHVG aufge-
wertete Erwerbseinkommen Fr. 234'609.- beträgt,

dass  das  durchschnittliche  Jahreseinkommen  (vgl.  Art. 30  Abs. 2 
AHVG)  von  Fr. 40'859.-  korrekt,  unter  Berücksichtigung  der  Erzie-
hungsgutschriften, ermittelt wurde,

dass im Übrigen auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz im 
Einspracheentscheid  –  mit  welchen  sich  der  Beschwerdeführer  in 
seiner Beschwerde in keiner Weise auseinandersetzt – sowie auf die 
ausführlichen Erläuterungen in der Vernehmlassung zu verweisen ist,

dass  festzustellen  ist,  dass  sowohl  die  Berechnung der  monatlichen 
Altersrente von Fr. 312.- als auch die Kapitalisierung der Rente (Bar-
wert) den massgebenden Bestimmungen entsprechen,

dass  die  Beschwerde  offensichtlich  unbegründet  ist,  weshalb  sie 
gemäss Art. 85bis Abs. 3 AHVG in Verbindung mit Art. 23 Abs. 2 VGG 
im einzelrichterlichen Verfahren abzuweisen ist,

dass das Verfahren kostenlos ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG), 

dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist  (vgl. Art. 64 Abs. 1 
VwVG, Art.7 Abs. 3  des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).  

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Eröffnung durch Publikation des Dispositvs 
im Bundesblatt)

- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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