# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 90e1374b-4b76-5157-8e1f-31c1c53fa9cc
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.12.2014 UV 2013/41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-41_2014-12-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/41

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.12.2014

Entscheiddatum: 23.12.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 23.12.2014
Art. 77 UVG, Art. 100 Abs. 2 UVV: Zuständigkeit und Leistungspflicht des für 
den erneuten Unfall zuständigen Versicherers, solange noch eine Kausalität 
zu einem der beiden Unfälle besteht, auch wenn der zweite Unfall schon 
wieder abgeheilt ist. Art. 18 UVG: Anspruch auf eine Invalidenrente 
abgelehnt. Rentenausschliessendes Einkommen in einer optimal 
angepassten Tätigkeit erzielbar. Derzeitige Arbeitstätigkeit nicht optimal 
leidensangepasst (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 23. Dezember 2014, UV 2013/41).Bestätigt durch Urteil des 
Bundesgerichts 8C_123/2015

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider und

Monika Gehrer-Hug; Gerichtsschreiber Peter Wohnlich

Entscheid vom 23. Dezember 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. rer. publ. Michael B. Graf, GN Rechtsanwälte, 

St. Leonhard-Strasse 20, Postfach 728, 9001 St. Gallen,

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG, Bundesgasse 35, 

Postfach, 3001 Bern,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente

Sachverhalt:

A.      

A.a  A.___ war bei der B.___ AG im Büro und im Weinlager tätig und in dieser Funktion 

bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von 

Unfällen versichert, als sie am 26. Januar 1998 beim Herunterheben eines 

Weinharasses rückwärts stolperte und mit dem Weinharass in der Hand zu Boden fiel 

(Suva-act. 1). Das am 24. März 1998 im Röntgeninstitut Dr. med. C.___ angefertigte 

Computertomogramm des lumbalen Spinalkanals zeigte eine mediolateral rechtsseitige 

Diskushernie der Höhe L5/S1 in Protrusion auf Niveau und Luxat nach distal sowie eine 

kleine mediane Protrusion der Höhe L3/L4 ohne Luxat bei normal weitem Spinalkanal 

und ohne Neoplasiehinweis (Suva-act. 4). Die Versicherte war vom 23. Februar bis 2. 

März 1998 und ab 20. März bis 19. April 1998 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 3). Ab 

20. April 1998 konnte sie ihre Tätigkeit wieder zu 50% aufnehmen, war aber vom 

Heben von Lasten befreit. Das Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin auf Ende 

Januar 1999 aufgelöst, da eine vollzeitliche Beschäftigung notwendig und das der 

Versicherten gemäss Arztzeugnis nicht mehr zumutbare Heben von Holzkisten und 

ähnlichem für die ausgeübte Tätigkeit unerlässlich sei (Suva-act. 21). Die Suva richtete 

Taggelder aus und kam für die Kosten der ärztlichen Behandlungen auf.

A.b  Mit Verfügung vom 6. April 2000 teilte die Suva der Versicherten mit, dass sie 

aufgrund des Berichts des Kantonsspitals St. Gallen (Suva-act. 65) ab 1. Februar 2000 

von einer Arbeitsfähigkeit von 75% und ab 1. Juni 2000 von 100% ausgehe. Ab 

1. Februar 2000 gelte sie auch als voll vermittlungsfähig. Das Unfalltaggeld werde ab 

1. Juni 2000 eingestellt (Suva-act. 66). Diese Verfügung ist unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen.

B.       

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B.a  Am 19. Juni 2002 stolperte die Versicherte bei ihrer Tätigkeit im Service auf einer 

Stufe. Beim Vermeiden eines Sturzes verdrehte sie den Oberkörper und litt danach 

unter vermehrten Schmerzen im Rücken. Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, 

diagnostizierte eine posttraumatische Lumboischialgie rechts und bestätigte ab 1. Juli 

bis 18. August 2002 eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Die Behandlung habe am 16. 

August 2002 abgeschlossen werden können (UV act. M 1). Die Mobiliar 

Versicherungsgesellschaft (nachfolgend Mobiliar) erbrachte als Unfallversicherer des 

Arbeitgebers die gesetzlichen Leistungen und teilte der Versicherten mit Schreiben 

vom 25. April 2003 mit, dass sie den Fall im Hinblick auf den von Dr. D.___ bestätigten 

Behandlungsabschluss abschliesse (UV-act. K 8). Dies nachdem Dr. E.___ am 11. April 

2003 zu den zusätzlich von der Suva zur Verfügung gestellten medizinischen Akten 

Stellung genommen und ausgeführt hatte, dass der Unfall vom 19. Juni 2002 zwar zu 

einer vorübergehenden Verschlechterung des Vorzustandes geführt habe, ab Ende 

Januar 2003 indes der status quo ante eingetreten sei (UV-act. M 6).

B.b  Mit Verfügung vom 3. Oktober 2003 hielt die Mobiliar fest, sie habe für den Unfall 

vom 30. (richtig 19.; vgl. UV act. M1) Juni 2002 die gesetzlichen Leistungen erbracht. 

Im Einzelnen hielt sie fest, dass sie die Rechnungen für die Konsultationen bei Dr. 

D.___ am 20., 21., 24., 27. Juni 2002, 1., 5., 12. Juli 2002, sowie 7. und 16. August 

2002 und die Rechnungen für neun Sitzungen Physiotherapie zwischen dem 2. Juli und 

dem 13. August 2003 bezahlt sowie Taggeldleistungen zu 50% vom 1. Juli 2002 bis 18. 

August 2002 ausgerichtet habe. Nachdem Dr. D.___ ab 19. August 2002 keine 

Arbeitsunfähigkeit mehr bestätigt und die Behandlung per 16. August 2002 als 

abgeschlossen bezeichnet habe, bestehe für sie weder Anlass zu weiteren 

Abklärungen noch zur Ausrichtung weiterer Leistungen (UV-act. K 23).

B.c  In der dagegen von der Winterthur-Arag Rechtsschutz für die Versicherte 

erhobenen Einsprache wurde, bis zu einer Einigung mit der Suva über die 

Leistungspflicht, die Sistierung des Verfahrens beantragt (UV-act. K 25).

B.d  Am 30. Oktober 2003 erhob auch die Suva vorsorglich Einsprache gegen die 

verfügte Leistungseinstellung. Im vorliegenden Fall sei der status quo ante zum Suva-

versicherten Unfall vom 26. Januar 1998 noch nicht erreicht. Die Mobiliar sei daher für 

die Folgen des bei ihr versicherten Unfalls vom 30. (richtig 19.; UV-act. M 1) Juni 2002 

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weiterhin leistungspflichtig. Für die genaue Beurteilung der medizinischen Situation 

schlage sie vor, die Versicherte durch den kreisärztlichen Dienst in St. Gallen 

untersuchen zu lassen (UV-act. K 27). Am 12. November 2003 teilte die Mobiliar der 

Suva mit, dass sie auf die Einsprache nicht eintreten werde. Da die angefochtene 

Verfügung keine Auswirkungen auf die Leistungspflicht der Suva habe, fehle es ihr an 

der Einspracheberechtigung (UV-act. K 31).

B.e  Mit Schreiben vom 11. November 2003 stellte die Mobiliar der Swica 

Krankenversicherung AG, Winterthur (nachfolgend Swica) in deren Funktion als 

Krankenversicherer der Versicherten die Verfügung zu und wies darauf hin, dass sie 

aufgrund der momentanen Aktenlage keine weiteren Heilungskosten übernehmen 

könne. Der Krankenversicherer habe deshalb Vorleistungen zu erbringen (UV-act. K 

30). Die Swica erhob am 24. November 2003 Einsprache (UV-act. K 32), welche sie 

nach Einsicht in die Akten am 19. Dezember 2003 begründete (UV-act. K 39).

B.f   Mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 (UV-act. K 50) wies die Mobiliar 

die Einsprachen der Versicherten und der Swica ab.

C.    

C.a  Die Swica erhob am 6. Mai 2004 und die Versicherte am 10. Mai 2004 

Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 (UV-act. K 65; K 

71).

C.b  Mit Schreiben vom 7. Juni 2004 teilte die Mobiliar dem Versicherungsgericht mit 

Bezug auf beide in der Sache hängigen Verfahren mit, dass sie in Zusammenarbeit mit 

der Suva und den beschwerdeführenden Parteien eine medizinische Abklärung der 

Versicherten durchführen wolle und daher eine Sistierung des Gerichtsverfahrens 

beantrage (UV-act. K 76). Der Gerichtspräsident verfügte die beantragte Sistierung am 

30. November 2004 (UV-act. K 155).

C.c  Mit Schreiben vom 6. März 2007 reichte die Mobiliar das mittlerweile vorliegende 

medizinische Gutachten der Klinik F.___vom 25. August 2006 (UV-act. M 16) ein und 

beantragte die Fortführung des Verfahrens, da sich die Parteien und die Suva nicht 

über die Leistungspflicht hätten einigen können (UV-act. K 194). Die Sistierung beider 

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Verfahren wurde vom Gericht mit Verfügung vom 18. April 2007 aufgehoben (UV-act.

K 199).

C.d  Mit Schreiben vom 13. August 2008 wurde die Suva darauf aufmerksam gemacht, 

dass das Gericht beabsichtige, die beiden Verfahren UV 2004/33 SWICA gegen 

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft und UV 2004/36 A.___ gegen 

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft zu vereinigen und in einem Urteil zu 

entscheiden. Die Beiladung der Suva zum Verfahren UV 2004/36 werde damit auch im 

Verfahren UV 2004/33 wirksam sein (UV-act. K 218). Die Suva nahm am 26. August 

2008 kurz Stellung und erneuerte ihre Vorbringen vom 17. November 2004, wonach im 

vorliegenden Prozess ihre Leistungspflicht nicht Streitgegenstand sei und das Urteil 

des vorliegenden Prozesses ihr gegenüber keinerlei Bindungswirkung haben werde 

(UV-act. K 219).

C.e  Mit Entscheid vom 15. Oktober 2008 hob das Versicherungsgericht in 

Gutheissung der Beschwerden den Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 auf 

und wies die Streitsache zur Abklärung und Festlegung der weiteren Leistungen 

aufgrund des Unfalles vom 26. Januar 1998 an die Mobiliar zurück (UV-act. K 221).

D.    

Mit Bericht vom 5. November 2008 gab Dr. med. G.___, Facharzt FMH für

Orthopädische Chirurgie, Versicherungsmedizin Suva, auf der Grundlage der 

vorliegenden medizinischen Akten eine ärztliche Beurteilung ab (UV-act. K 230). Darin 

hielt er fest, dass aufgrund der ihm vorliegenden Kernspintomographien bestätigt 

werden könne, dass ein Vergleich von vor und nach der Operation keine wesentlichen 

Unterschiede bezüglich Grösse und Ausmass der Hernie ergeben würde. Es sei somit 

nicht anzunehmen, dass eine Rezidivheni vorliege oder vorgelegen habe. 

Diskushernien würden zudem praktisch nie durch ein einmaliges traumatisches 

Ereignis entstehen. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sei die Versicherte schon vor dem 

Ereignis vom 26. Januar 1998 Trägerin einer Bandscheibenprotrusion gewesen. Dass 

sie vorzeitigen Bandscheibendegenerationen unterworfen gewesen sei, zeige nicht 

zuletzt auch die Entwicklung an der Bandscheibe L3/L4, welche deutlich degeneriert 

sei, dies ohne jeglichen Zusammenhang mit den beiden genannten Unfallereignissen. 

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Die Annahme von Dr. med. H.___, Klinik F.___, treffe somit zu, dass beide Ereignisse zu 

Beschwerden geführt hätten, dasjenige vom 26. Januar 1998 zu erstmaligen, dasjenige 

vom 19. Juni 2002 zu verstärkten mit neuen Symptomen lediglich im linken Bein. Beide 

Ereignisse hätten ein grundsätzlich unfallfremdes degeneratives Bandscheibenleiden 

angetroffen und beide hätten nicht zu einer objektiv fassbaren dauernden 

Verschlimmerung geführt. Verantwortlich für die derzeitigen Befunde an den 

Bandscheiben und die diesen zugeordneten radikulären Symptomen sei somit ein 

degeneratives Bandscheibenleiden (UV-act. K 230). 

E.    

Mit Eingabe vom 20. November 2008 legte die Suva Beschwerde beim Bundesgericht 

ein und beantragte, der Entscheid des Versicherungsgerichts vom 15. Oktober 2008 

sei aufzuheben (UV-act. K 227). Mit Urteil vom 2. März 2009 trat das Bundesgericht 

nicht auf die Beschwerde der Suva ein (UV-act. K 239).

F.    

F.a   Am 28. und 29. Juni 2010 wurde im Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und 

Hygiene Zürich (AEH) eine funktionsorientierte medizinische Abklärung (FOMA) 

durchgeführt (UV-act. M 18). Gestützt darauf verfügte die Mobiliar am 15. März 2012 

die

Abweisung des Anspruches auf eine Invalidenrente UVG. Daneben sprach sie der 

Versicherten einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung von Fr. 24'300.-- (25% 

von Fr. 97'200.--) sowie ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und ohne Präjudiz ohne 

weitere Abklärungen ein Unfalltaggeld zu 30% vom 17. November 2009 bis 5. 

Dezember 2011 und zu 100% vom 6. Dezember 2011 bis 29. Februar 2012 zu (UV-act. 

K 255).

F.b  Zuvor hatte die Arbeitgeberin mit Schreiben vom 16. Februar 2012 gegenüber der 

Versicherten 30% ihres Arbeitsverhältnisses als Kleinbusfahrerin auf den 31. Mai 2012 

gekündigt und gleichzeitig festgehalten, dass gemäss der neuesten Mitteilung die 

Versicherte wieder zu 70% arbeitsfähig sei und sie sie gerne weiterhin mit einem 

Pensum von 70% einsetzen würde (UV-act. K 258/Beilage 3).

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G.   

G.a  Mit Eingabe vom 30. April 2012 erhob die Versicherte, vertreten durch 

Rechtsanwalt Michael B. Graf, St. Gallen, Einsprache gegen die Verfügung der Mobiliar 

vom 15. März 2012 und beantragte, die angefochtene Verfügung sei im Bezug auf die 

Invalidenrente aufzuheben und der Versicherten sei ab 1. März 2012 eine Invalidenrente 

auszurichten (UV-act. K 258). Am 29. Mai 2012 reichte der Vertreter der Versicherten 

zudem eine Ergänzung der Einsprache vom 30. April 2012 ein (UV- act. K 260).

G.b Am 18. April 2013 reichte die Versicherte der Mobiliar einen Bericht des 

behandelnden Wirbelsäulen-Chirurgen vom 4. April 2013 (UV-act. M 32) und ein 

dazugehöriges Arztzeugnis (UV-act. M 31) ein und wies die Mobiliar darauf hin, dass 

nun therapeutische Infiltrationen vorgenommen werden müssten. Die repetitiv 

auftretenden Lähmungserscheinungen würden immer wieder zu Tagen mit einer 

vollständigen Arbeitsunfähigkeit führen. Derzeit bestehe keine Möglichkeit, die 

Belastbarkeit über die aktuellen 70% hinaus zu steigern. Diesbezüglich gelte es 

allerdings zu beachten, dass das Arbeitspensum von 70% nicht durchgehend 

eingehalten werden könne, sondern dass es wegen der repetitiven 

Lähmungserscheinungen immer wieder zu vollständigen Ausfällen komme (UV-act. K 

278).

G.c  In einem Bericht zu Handen von Dr. med. I.___, Facharzt FMH für orthopädische 

Chirurgie, führte Dr. med. J.___, Radiologie K.___, aus, es bestünden bei der 

Versicherten eine mässiggradige Degeneration und Dehydration der Bandscheibe L3/

L4 mit kleiner Protrusion ohne Nervenkompression; eine leichtgradige Spondylarthrose 

L4/L5, korrekte postoperative Verhältnisse L5/S1 nach translaminärer Verschraubung, 

speziell kein Nachweis einer Spinalkanalstenose und keine mechanische 

Nervenkompression (UV-act K 279).

G.d Mit Entscheid vom 28. Mai 2013 wies die Mobiliar die Einsprache der Versicherten 

ab (act. G 1.2).

H.       

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H.a  Gegen den Einspracheentscheid vom 28. Mai 2013 (act. G 1.2) liess die 

Versicherte durch Rechtsanwalt Michael B. Graf, St. Gallen, mit Eingabe vom 28. Juni 

2013 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Einspracheentscheid sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 

ab 1. März 2012 eine Invalidenrente nach UVG von mindestens Fr. 2'533.-- 

auszurichten (act. G 1). Am 18. Juli 2013 reichte die Beschwerdeführerin zudem eine 

Ergänzung zur Beschwerde vom 28. Juni 2013 sowie einen Bericht und eine 

Honorarrechnung von Dr. I.___ vom 11. Juli 2013 ein (act. G 3; 3.1).

H.b  Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 11. September 

2013 die Abweisung der Beschwerde (act. G 7).

H.c  Mit Replik vom 14. Oktober 2013 hielt die Beschwerdeführerin unverändert an den 

gestellten Anträgen fest (act. G 11).

H.d  Im Sinne einer Duplik teilte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 18. 

November 2013 mit, dass sie auf eine ausführliche Stellungnahme verzichten würde 

und verwies auf ihre Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid sowie in der 

Beschwerdeantwort (act. G 13).

H.e  Mit Schreiben vom 23. Dezember 2013 teilte das Versicherungsgericht den 

Abschluss des Schriftenwechsels mit (act. G 14). Auf die Begründungen in den 

einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in den medizinischen Akten wird, 

soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen:

1.       

Die Frage der Zuständigkeit des Versicherungsgerichts für die vorliegende Streitsache 

wurde bereits im Rückweisungsentscheid vom 15. Oktober 2008 eingehend geprüft 

(vgl. Entscheid UV 2004/33/36, Erw. 3). Wie darin ausgeführt wurde, schliesst Art. 78a 

UVG gemäss BGE 125 V 324 E. 1b S. 327 nicht aus, dass der Unfallversicherer 

gegenüber dem Ansprecher seine Leistungspflicht mit Verfügung und 

Einspracheentscheid ablehnt und dies mit der – seiner Ansicht nach fehlenden – 

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Zuständigkeit begründet. Die Mobiliar hat mit der Verfügung vom 15. März 2012 (act. G 

1.12) erneut diesen Weg gewählt und anstatt über Art. 78a UVG, der bei vermeintlicher 

Unzuständigkeit zwischen zwei Versicherern weiterführen würde, materiell ihre 

Leistungspflicht abgelehnt, was nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

zulässig ist. Damit liegt kein klassischer Fall für die Anrufung des BAG vor. Ebenfalls 

wurde die Zuständigkeit des Versicherungsgerichts für das vorliegende Verfahren von 

den Parteien nicht bestritten. Entsprechend sieht das Gericht keine Veranlassung zur 

direkten Überweisung der Akten an das Bundesamt.

2.        

2.1   Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens und zu prüfen ist die Frage, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 

Invalidenrente der Unfallversicherung abgelehnt hat.

2.2   Wie bereits im Rückweisungsentscheid vom 15. Oktober 2008 ausgeführt wurde, 

ist beim Ereignis vom 19. Juni 2002 von einem Berufsunfall gemäss Art. 7 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) auszugehen (vgl. 

Entscheid UV 2004/33/36, Erw. 5). Wie in diesem Entscheid ebenfalls festgestellt 

wurde, liegt ein Anwendungsfall von Art. 100 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vor und die Beschwerdegegnerin hat als für den 

zweiten Unfall vom 19. Juni 2002 gemäss Art. 77 Abs. 1 des Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zuständiger Versicherer auch die Leistungen für 

den früheren Unfall vom 26. Januar 1998 zu übernehmen. Eine abweichende 

Vereinbarung der beiden Unfallversicherer über die Zuständigkeit gemäss 3. Satz von 

Art. 100 Abs. 2 UVV liegt nicht vor (vgl. Entscheid UV 2004/33/36, Erw. 6).

2.3   Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG setzt 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein 

natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ob zwischen dem 

schädigenden Ereignis und dem Gesundheitsschaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht 

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(BGE 119 V 335 E. 1 S. 337f. mit Hinweisen). Wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss auch der Wegfall eines ursächlichen Zusammenhangs 

zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Weil es sich dabei um eine 

anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, 

ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 

beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1/2000 U 363 S. 45ff. E. 2 S. 

46 und 1994 U 206 S. 326ff. E. 3b S. 328). Vorliegend geht es einerseits um die 

Kausalität zum Ereignis vom 19. Juni 2002 und andererseits zu demjenigen vom 26. 

Januar 1998. Wie bereits im Entscheid vom 15. Oktober 2008 (UV 2004/33/36) 

ausgeführt, bleibt die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig, solange nicht die 

natürliche Kausalität zu beiden Ereignissen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

weggefallen ist.

3.       

3.1   Bereits im Rückweisungsentscheid vom 15. Oktober 2008 wurde auf der 

Grundlage des Gutachtens von Prof. Dr. med. L.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie 

und Psychotherapie, und Dr. H.___, Spezialarzt für orthopädische Chirurgie, vom 25. 

August 2006 (UV-act. M 16) sowie der übrigen medizinischen Aktenlage das Vorliegen 

einer ursprünglichen und andauernden Kausalität der Diskushernie L5/S1 zum Unfall 

vom Januar 1998 festgestellt. Ebenfalls wurde ausgeführt, ein nachträglicher Wegfall 

dieser Kausalität sei keinesfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Weiter 

wurde festgehalten, dass die Frage, in welchem Ausmass noch eine Kausalität zum 

Unfall vom 19. Juni 2002 bestehe, sich nicht allein gestützt auf das vorgenannte 

Gutachten vom 25. August 2006 beantworten lasse. Jedoch sei aufgrund der 

Tatsachen, dass es sich beim zweiten Unfall vom Juni 2002 um ein banales Ereignis 

handelte, dass die ärztliche Behandlung nach zwei Monaten abgeschlossen werden 

konnte und die Arbeitsfähigkeit wie vor dem zweiten Ereignis wieder hergestellt 

gewesen sei (Arztzeugnis Dr. D.___ vom 30. Januar 2003, UV-act. M 1), sowie aufgrund 

der in der unfallmedizinischen Literatur (vgl. E. Bär, Prellung, Verstauchung oder 

Zerrung der Wirbelsäule. Ein Update. in Suva – Medizinische Mitteilungen Nr. 79/2008 

S. 100ff. und dort zitierte weitere medizinische Literatur) angeführten Erfahrungswerte, 

eben mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Folgen des 

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Unfalles vom 19. Juni 2002 bereits im Herbst 2002 abgeheilt gewesen seien und die 

weiteren Beschwerden der Beschwerdeführerin nur noch auf den Unfall vom Januar 

1998 zurückzuführen seien. Abschliessend wurde festgestellt, dass der erneute Unfall 

vom Juni 2002 mit wesentlich geringeren Folgen als das erste Ereignis vom Januar 

1998 sich (nachträglich) als klassische Ausgangssituation für eine Abmachung gemäss 

Art. 100 Abs. 2 3. Satz UVV zeige. Nachdem keine solche vorliege, bleibe die 

Beschwerdegegnerin für sämtliche Unfallfolgen – auch für solche des Unfalls vom 26. 

Januar 1998 – leistungspflichtig; für letztere mit Rückgriffsrecht auf die Suva (vgl. 

Entscheid UV 2004/33/36, Erw. 7).

3.2   Die Unfallkausalität der vorliegenden Beschwerden wurde somit durch den 

Entscheid UV 2004/33/36 festgestellt. Dieser wurde durch die in dem damaligen 

Verfahren unterlegene Beschwerdegegnerin nicht angefochten und auch in den im 

vorliegenden Verfahren eingereichten Rechtsschriften wurde die Unfallkausalität nicht 

in Frage gestellt. Es kann auf die im Verfahren UV 2004/33/36 vorgenommene 

Beurteilung und die dort festgestellte Unfallkausalität abgestellt werden.

4.       

4.1   Aufgrund der ungenügenden Aktenlage nicht spruchreif war die Angelegenheit in 

den vereinigten Verfahren UV 2004/33 und UV 2004/36 hingegen in Bezug auf den 

Umfang der Leistungen an die Versicherte über die am 3. Oktober 2003 verfügte und 

mit Einspracheentscheid vom 11. Februar 2004 bestätigte Einstellung per 18. August 

2002 hinaus. Die Streitsache wurde aus diesem Grund zur Abklärung der 

Erwerbseinbusse sowie zur Verfügung einer allfälligen Invalidenrente und der 

Integritätsentschädigung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. Die in der Folge 

mit Verfügung vom 15. März 2012 (UV-act. K 255; act. G 1.12) zugesprochene 

Integritätsentschädigung von Fr. 24'300.-- sowie die zugesprochenen Taggelder 

blieben unbestritten und sind unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage nicht zu 

beanstanden. Die Beschwerde richtet sich jedoch gegen die Ablehnung des 

Anspruches auf eine Invalidenrente. Der Antrag der Beschwerdeführerin lautet auf eine 

Rente der Invalidenversicherung ab dem 1. März 2012 (vgl. Beschwerdeschrift vom 28. 

Juni 2012, act. G 1). Anfechtungsgegenstand ist dabei der Einspracheentscheid vom 

28. Mai 2013. Diesem liegt die Verfügung vom 15. März 2012 zu Grunde (UV-act. K 

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255). Da sich der Rentenanspruch auf die Zeit nach dem 1. März 2012 bezieht, findet 

das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) auf die vorliegende Streitsache 

Anwendung.

4.2   Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, 

wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen).

5.     

5.1   Das Valideneinkommen bestimmte die Beschwerdegegnerin anhand des effektiv 

bei der Arbeitgeberin erzielten Gehalts von Fr. 39'390.-- (13 Monate à Fr. 3'030.--), 

aufgerechnet unter Berücksichtung der Nominallohnentwicklung auf das Jahr 2010. 

Daraus resultierte ein Valideneinkommen von Fr. 46'882.10. Dabei stützte die 

Beschwerdegegnerin sich auf die Angaben der Arbeitgeberin in der Unfallmeldung an 

die SUVA vom 14. April 1998 (Suva-act. 1).

5.1.1         Die Beschwerdeführerin brachte hierzu in der Einsprache vom 30. April 2012 

vor, es sei nach allgemeiner Lebenserfahrung davon auszugehen, dass wenn die Ver­

sicherte nicht invalid geworden wäre, sie nach wie vor auf ihrem erlernten Beruf tätig 

geblieben wäre. Die Löhne im kaufmännischen Bereich seien ziemlich stark genormt. 

Insbesondere gebe es Salärempfehlungen des kaufmännischen Vereins, an welche 

sich die Sozialpartner halten würden. Diese sähen für kaufmännische Angestellte mit 

abgeschlossener Berufslehre und den Qualifikationen der Beschwerdeführerin ein 

jährliches Bruttosalär von Fr. 78'680.-- vor. Die Lohnberechnungen des 

Schweizerischen Gewerkschaftsbundes würden in der Ostschweiz für kaufmännische 

Angestellte ohne Kaderfunktion, welche im Detailhandel kaufmännische Tätigkeiten 

verrichteten, einen monatlichen Bruttolohn im Medianwert von Fr. 6'010.-- vorsehen, 

was ein Jahreseinkommen gemäss LSE 2008 von Fr. 72'120.-- ergebe. Angepasst an 

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die Nominallohnentwicklung auf das Jahr 2010 sei somit von einem Valideneinkommen 

von Fr. 74'429.-- auszugehen (vgl. Einsprache vom 30. April 2012, S. 3, UV-act. K 258). 

In der ergänzenden Einsprachebegründung vom 29. Mai 2012 (UV-act. K 260) brachte 

die Beschwerdeführerin sodann vor, dem Auszug aus dem individuellen Konto der 

Versicherten (nachfolgend: IK-Auszug) sei zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin 

bei ihrer ursprünglichen Arbeitgeberin vom Beginn des Arbeitsverhältnisses bis zum 

Austritt erhebliche Lohnsteigerungen erzielt habe. Im ersten ganzen Jahr, dem Jahr 

1990, habe die Beschwerdeführerin ein Bruttoeinkommen von Fr. 31'887.-- erhalten. 

Dieses sei im folgenden Jahr um Fr. 3'000.-- und anschliessend regelmässig um rund 

Fr. 1'000.-- gestiegen, bis die Beschwerdeführerin im Jahr 1998 Fr. 39'390.-- erzielt 

hätte, wenn der Unfall nicht eingetreten wäre. Die Lohnsteigerungen hätten damit über 

der Entwicklung des Nominallohnindexes gelegen. Es sei zu vermuten, dass der Lohn 

der Beschwerdeführerin den branchenüblichen Salären gefolgt wäre, welche aus den 

Salärempfehlungen des kaufmännischen Verbandes ersichtlich seien (vgl. UV-act. K 

260, S. 2 f.). An dieser Position und einem Valideneinkommen von Fr. 74'429.-- hielt die 

Beschwerdeführerin auch im Beschwerdeverfahren fest (vgl. Beschwerdeschrift vom 

28. Juni 2013, S. 8; act. G 1).

5.1.2         Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die 

versicherte Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird 

in der Regel am zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die 

bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 

224, E. 4.3.1, mit Hinweisen). Weiter hat das Bundesgericht in seinem Urteil 

8C_654/2012 vom 21. Februar 2013 festgehalten, dass in der Regel auf das zuletzt 

erzielte Einkommen gemäss IK-Auszug, bei stärkeren Schwankungen auf einen 

Durchschnittsverdienst während einer längeren Zeitspanne abzustellen sei (E. 6.2).

5.1.3          Es ist vorliegend davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne 

Eintritt des Unfallereignisses am 26. Januar 1998 weiterhin für die Arbeitgeberin tätig 

gewesen wäre. Dies wird von keiner der Parteien bestritten und auch aus den Akten 

ergeben sich keine gegenteiligen Hinweise. Somit ist bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens, wie voranstehend ausgeführt, auf den zuletzt von der 

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Beschwerdeführerin erzielten Lohn abzustellen. Hierzu liegt die Angabe der 

Arbeitgeberin in der Unfallmeldung vom 14. April 1998 vor, worin ein monatlicher 

Grundlohn von Fr. 3'030.-- angegeben wurde (SUVA-act. 1). Dieser ergibt sich auch 

aus dem IK-Auszug der Beschwerdeführerin, worin für das Jahr 1998 ein Einkommen 

von Fr. 39'390.-- (13 x Fr. 3'030.--) ausgewiesen ist (UV-act. K 245). Dieses 

Einkommen ist der Nominallohnentwicklung anzupassen. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin kann einzig daraus, dass der Lohn vor Eintritt des 

Unfallereignisses stärker als die Nominallohnentwicklung angestiegen war, noch nicht 

darauf geschlossen werden, dass dies auch nach dem Unfallereignis der Fall gewesen 

wäre. Vielmehr kann nicht davon ausgegangen werden, dass die doch erheblichen 

jährlichen Lohnsteigerungen von Fr. 1'000.-- pro Jahr ohne Weiteres so weiter 

gegangen wären. Hinweise darauf, dass sich der Lohn der Beschwerdeführerin bei 

einem Wegfall des Unfallereignisses in den Jahren nach 1998 stärker als die 

Nominallohnentwicklung entwickelt hätte, liegen nicht vor. Die durch die 

Beschwerdegegnerin vorgenommene Anpassung an die Nominallohnentwicklung bis 

2010 und das daraus resultierende Valideneinkommen von Fr. 47'426.15 ist daher nicht 

zu beanstanden.

5.2   Als Invalideneinkommen ist zu berücksichtigen, was die versicherte Person trotz 

gesundheitlicher Beeinträchtigung in zumutbarer Weise durch eine Tätigkeit bei 

ausgeglichener Marktlage noch zu realisieren vermag. Übt eine versicherte Person 

nach dem Unfall weiterhin eine Erwerbstätigkeit aus, wie vorliegend, kann gemäss 

Rechtsprechung unter gewissen Umständen das tatsächlich erzielte Einkommen dem 

Invalideneinkommen gleichgesetzt werden. Hierzu wird vorausgesetzt, dass es sich um 

ein besonders stabiles Arbeitsverhältnis handelt, das eine Bezugnahme auf den 

allgemeinen Arbeitsmarkt praktisch erübrigt. Weiter muss die versicherte Person eine 

Tätigkeit ausüben, bei der anzunehmen ist, dass sie ihre verbliebene Erwerbskraft in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft. Und schliesslich ist erforderlich, dass das 

Einkommen den Arbeitsleistungen entspricht, also keine Soziallohnkomponente 

enthalten ist (vgl. BGE 117 V 18 E. 2c aa).

5.2.1         Die Beschwerdegegnerin führte im Einspracheentscheid vom 28. Mai 2013 

aus, vorliegend könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin 

ihre verbleibende Resterwerbsfähigkeit in der Tätigkeit als Busfahrerin im 

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Regionalverkehr bei der M.___ AG voll ausschöpfe. Die Arbeitgeberin habe in einem 

Schreiben vom 30. Januar 2012 festgehalten, dass man zwar versuche, die 

Beschwerdeführerin gemäss den ärztlichen Vorgaben einzuteilen, es in Ausnahmefällen 

aber dennoch vorkommen könne, dass keine Kurzpausen möglich seien und dass man 

letztlich nicht in der Lage sei, der Beschwerdeführerin einen ihren Fähigkeiten und 

Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz anzubieten. Gemäss dem Bericht des AEH 

sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer leidensangepassten 

leichten Tätigkeit voll arbeiten könne (vgl. Einspracheentscheid vom 28. Mai 2013, act. 

G 1.2).

5.2.2         Die Beschwerdeführerin brachte hierzu in der Beschwerdeschrift vom 28. 

Juni 2013 (act. G 1) vor, die Leistungsbereitschaft im Rahmen der im AEH 

durchgeführten Abklärung sei zuverlässig und die Testkonsistenz gut gewesen. Die 

Beschwerdeführerin sei zum damaligen Zeitpunkt seit dem 17. November 2009 

lediglich in einem Umfang von 70% arbeitsfähig gewesen. Eine höhere Arbeitsfähigkeit 

sei der Beschwerdeführerin als Busfahrerin nicht zumutbar, obwohl diese Tätigkeit in 

der tatsächlich ausgeübten Form als optimal leidensangepasst zu beurteilen sei. 

Entsprechend sei es nicht nachvollziehbar, dass das AEH aus medizinisch-

theoretischer Sicht eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ganztags als 

zumutbar erachtet habe, gleichwohl aber einen vermehrten Pausenbedarf von 1 Stunde 

pro Tag als erforderlich erachtet hätte. Die quantitative Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit durch das AEH, wonach eine wechselbelastende Tätigkeit ganztags 

zumutbar sei, sei demnach nicht nachvollziehbar. Vielmehr sei auch in einer 

leidensangepassten, wechselbelastenden Tätigkeit von einer starken Einschränkung 

auszugehen. Auch die Gutachter des AEH hätten scheinbar nicht daran gezweifelt, 

dass eine Steigerung der aktuellen Tätigkeit über das Ausmass von 70% nicht möglich 

sei. Die AEH-Gutachter hätten die Beschwerden der Beschwerdeführerin als glaubhaft 

und die gezeigte Leistung als konsistent beurteilt. Damit sei der Beschwerdegegnerin 

der Nachweis nicht gelungen, dass die Beschwerdeführerin die ihr zumutbare 

Arbeitsfähigkeit nicht voll ausgeschöpft hätte und damit mehr verdienen könnte, als 

das aktuelle Invalideneinkommen. Es sei erstellt, dass die Beschwerdeführerin 

aufgrund der unfallbedingten Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit eine 

Erwerbseinbusse erleide. Auf der Basis der statistischen Angaben und der allgemeinen 

Lebenserfahrung sei davon auszugehen, dass sie als kaufmännische Angestellte heute 

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einen Bruttolohn von rund 76'000.-- verdienen würde. Verglichen mit dem aktuell noch 

zumutbaren Bruttoeinkommen von Fr. 38'000.-- ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 

50%.

5.2.3         Für die Bestimmung des Invalideneinkommens der Beschwerdeführerin ist 

entscheidend, ob die Leistungsfähigkeit in der 70%-igen Tätigkeit als Busfahrerin 

bestmöglich verwertet wird oder ob der Beschwerdeführerin eine andere, optimal 

angepasste Tätigkeit zu 100% zumutbar ist. Im Zentrum der Beurteilung steht dabei 

die beim AEH am 28./29. Juni 2010 durchgeführte funktionsorientierte medizinische 

Abklärung (FOMA). In ihrem Bericht vom 17. August 2010 hielten die beurteilenden 

Ärzte fest, die Beschwerdeführerin leide unter einem multifaktoriell bedingten 

lumbospondylogenen Syndrom bei Status nach den beiden Unfällen und operativen 

Eingriffen. Einerseits würden sich myofaszial bedingte Schmerzanteile bei 

Ansatztendinosen der Rückenmuskulatur am Beckenkamm, muskulärem Hypertonus 

paravertebral tieflumbal und Triggerpunkten im M. gluteus medius rechts finden. 

Daneben würde sich auch eine chronische, radikuläre Reizkomponente S1 rechts 

zeigen, welche sich beim repetitiven Hantieren von Gewichten in der EFL manifestiere. 

Als Ursache derselben würden sie am ehesten narbige Verklebungen der Nervenwurzel 

S1 rechts, welche im Jahr 2004 auch schon hätten gelöst werden müssen, sehen. Es 

bestehe weiterhin ein residuelles sensibles Ausfallsyndrom S1 rechts und ein ASR-

Ausfall rechts. Die EFL habe zudem Hinweise auf eine verminderte muskuläre 

Stabilisationsfähigkeit der Lendenwirbelsäule und eine allgemeine Dekonditionierung 

ergeben. Das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in einer verminderten 

Belastungstoleranz der Lendenwirbelsäule sowie der unteren Brustwirbelsäule, 

einhergehend mit einem radikulären Reizsyndrom v.a. bei wiederholten 

Gewichtsbelastungen. Zudem seien Zeichen einer verminderten allgemeinen 

Kraftausdauer beobachtet worden, was sich durch einen raschen und hohen Anstieg 

der Herzfrequenz gezeigt hätte. Weiterhin würden eine verminderte Armkraft sowie eine 

verminderte Kraft der Rumpfmuskulatur bestehen. In Bezug auf die derzeit durch die 

Beschwerdeführerin ausgeübte Tätigkeit führten die begutachtenden Ärzte aus, die 

Tätigkeit als Busfahrerin entspreche im Wesentlichen der körperlichen Belastbarkeit 

der Beschwerdeführerin. Einschränkungen würden lediglich bei den längeren 

Bustouren ohne die Möglichkeit, das längere Sitzen zu unterbrechen, bestehen. Eine 

prozentuale Angabe der entsprechenden Leistungseinbusse sei ihnen aber nicht 

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möglich. Angaben zu einer anderen adaptierten Tätigkeit enthielt der Bericht nicht (UV-

act. M 18).

5.2.4         In seinem Schreiben an Dr. med. N.___, Arzt für allgemeine Medizin, vom 27. 

Dezember 2011 hielt Dr. I.___ fest, die Beschwerdeführerin leide wieder unter 

zunehmenden Beschwerden. Bei Belastung werde das rechte Bein plötzlich 

unkontrollierbar. Die Schmerzen würden lumbal links beginnen, strahlten dann in das 

linke und rechte Bein aus. Sie sei jetzt wegen der möglichen Auswirkungen auf die 

Fahrtätigkeit seit dem 6. Dezember 2011 arbeitsunfähig geschrieben. Trotz 

mehrmaliger entsprechender Arbeitszeugnisse gelinge es der Arbeitgeberin nicht, den 

Arbeitseinsatz der Beschwerdeführerin im Rahmen des vom Rücken diktierten 

festzulegen. Wiederholt müsse sie Fahrdienste leisten, wo sie vier und mehr Stunden 

nie aus dem Fahrzeug aussteigen könne. Nachdem es der Arbeitgeberin nicht gelinge, 

der Beschwerdeführerin eine der Behinderung angepasste Einteilung in den Fahrdienst 

zu gewährleisten, müsse man sie zumindest vorübergehend aus dem Fahrdienst 

entfernen (UV-act. M 26). In seinem Bericht zu Handen der Beschwerdegegnerin vom 

16. Februar 2012 führte Dr. I.___ sodann aus, die Beschwerdeführerin weise eine 

eingeschränkte Rumpfbeweglichkeit bei Zustand nach dorso-lateraler Spondylodese 

L5/S1 auf. Bei verlängertem Sitzen und Stehen zunehmende Rückenschmerzen, dann 

Ausstrahlung vorwiegend rechts gluteal dorso-lateral über den Oberschenkel, 

Kontrollverlust des rechten Beines. Eigentliche Lähmungen seien nie beobachtet 

worden. Unter einer 70%-igen Arbeitsfähigkeit hätten diese Symptome bis 

Spätsommer 2011 stabil gehalten werden können. Nach erhöhter Belastung im Herbst 

2011, wegen im Frühjahr 2011 akquirierter Minusstunden, sei es zu einer deutlichen 

Verschlechterung der Beschwerden gekommen, so dass die Patientin am 6. Dezember 

2011 habe gänzlich arbeitsunfähig geschrieben werden müssen. Dieser Umstand der 

Verschlechterung unter Vollbelastung begründe medizinisch die attestierte 

Leistungsfähigkeit von 70%, welche im Übrigen auch mit einer Beurteilung der Klinik 

F.___ überein zu stimmen scheine (UV-act. M 27b). Mit Arztzeugnis vom 2. April 2013 

hielt Dr. I.___ am 28. Februar 2013, am 13. März 2013, vom 22. März 2013 bis zum 25. 

März 2013 sowie am 2. April 2013 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit fest (UV-act. M 

31).

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5.2.5         Aus dem Bericht des AEH vom 17. August 2010 (UV-act. M 18) sowie auch 

aus den vorzitierten Schreiben von Dr. I.___ geht hervor, dass der Beschwerdeführerin 

insbesondere das längere Sitzen an einem Ort, ohne Möglichkeit zur 

Wechselbelastung, Mühe bereitet. Aus diesem Grund wird der Beschwerdeführerin nur 

eine 70%-ige Arbeitsfähigkeit in ihrer derzeit ausgeübten Tätigkeit als Busfahrerin 

attestiert. Der Bericht der AEH enthält eine detaillierte Beschreibung der 

leidensangepassten Tätigkeit, die die Beschwerdeführerin zu 100%, d.h. ganztags und 

8 Stunden pro Tag, ausüben könnte. Als spezielle Einschränkungen bestehen demnach 

Gewichtsbelastungen bis max. 10 kg und selten am Tag, längeres Stehen und Sitzen 

sollte unterbrochen werden können, Stehen vorgeneigt sei manchmal möglich (bis 

max. 3 Stunden am Tag). Als Busfahrerin ist die Beschwerdeführerin nicht in der Lage, 

spontan ihre Haltung zu wechseln oder aufzustehen. Sie ist während der Fahrten zum 

Sitzen gezwungen. Es kann daher der Beschwerdegegnerin gefolgt werden, die 

ausführte, seit der Arbeitsaufnahme als Busfahrerin im Juli 2007 habe sich gezeigt, 

dass gerade die gesundheitsbedingten Einschränkungen nicht hinreichend hätten 

berücksichtigt werden können und der Busbetrieb mit den einzuhaltenden Fahrplänen, 

vorgegebenen Fahrstrecken und dem offensichtlich auch nicht gleichmässig 

anfallenden Arbeitspensum die notwendige Flexibilität im Hinblick auf das 

Rückenleiden der Beschwerdeführerin nicht geboten habe. Dementsprechend wurde 

auch von Seiten des AEH und auch von Dr. I.___ eine höchstens 70%-ige 

Arbeitsfähigkeit in der derzeitigen Tätigkeit als Busfahrerin attestiert. Aus dem 

Schreiben der Arbeitgeberin vom 30. Januar 2012 ist zudem zu entnehmen, dass man 

zwar versuche, die Beschwerdeführerin gemäss den ärztlichen Vorgaben einzuteilen, 

es in Ausnahmefällen aber dennoch vorkommen könne, dass keine Kurzpausen 

möglich seien und dass man letztlich nicht in der Lage sei, der Beschwerdeführerin 

einen ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechenden Arbeitsplatz anzubieten 

(UV-act. K 251). Die derzeit ausgeübte Tätigkeit als Busfahrerin ist damit nicht als 

optimal leidensangepasst einzustufen. Insbesondere fehlt es an der Möglichkeit zur 

Wechselbelastung. Damit ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin mit der derzeit 

ausgeübten Tätigkeit ihre Resterwerbsfähigkeit nicht bestmöglich ausschöpft. Aus 

diesem Grund kann auch nicht auf das mit einem 70%-Pensum erzielte Einkommen als 

Invalideneinkommen abgestellt werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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5.2.6         Da somit nicht auf die tatsächlich ausgeübte Tätigkeit zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens abgestellt werden kann, sind hilfsweise die 

Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen. Dem 

Bericht des AEH nach der durchgeführten FOMA ist zu entnehmen, dass eine 

körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ganztags zumutbar, gleichwohl aber ein 

vermehrter Pausenbedarf von einer Stunde pro Tag erforderlich sei. Dieser Feststellung 

der Arbeitsfähigkeit liegt eine umfassende FOMA zu Grunde. Eine solche beinhaltet ein 

strukturiertes Interview, eine klinische Untersuchung, eine angepasste Form der 

Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit EFL (verteilt auf zwei 

Tage) sowie die Beurteilung der vorliegenden bildgebenden Untersuchungen und 

Akten. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung des AEH beruht somit auf allseitigen 

Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und erging in Kenntnis 

und unter Berücksichtigung der Vorakten. Damit genügt diese gutachterliche 

Einschätzung den durch das Bundesgericht aufgestellten Anforderungen (vgl. BGE 125 

V 352 E. 3a, mit Hinweisen). Ebenfalls erscheint der Bericht des AEH schlüssig und 

nachvollziehbar. In den übrigen medizinischen Akten sind sodann keine Hinweise 

enthalten, die eine Abweichung von der durch das AEH vorgenommenen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung rechtfertigen würden. Es ist somit auf diese abzustellen. 

Unter Berücksichtigung des vermehrten Pausenbedarfs resultiert folglich eine 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit von 87.5%. 

Eine Bürotätigkeit, wie die vor dem Unfall im Jahre 1998 ausgeübte, könnte als 

leidensangepasste Tätigkeit in Betracht gezogen werden. In einem Büro kann längeres 

Sitzen unterbrochen und auch die Haltung öfter gewechselt werden. Die 

Beschwerdeführerin ist jedoch seit ihrem ersten Unfall im Jahr 1998 nicht mehr in 

diesem Bereich tätig gewesen und es dürfte daher schwierig sein, darin erneut Fuss zu 

fassen. Aus diesem Grund rechtfertigt es sich nicht, bei der Bestimmung des 

Invalideneinkommens die Tabellenlöhne für kaufmännisch-administrative Tätigkeiten 

heranzuziehen. Gerade auch im Hinblick auf die bestehenden Einschränkungen und die 

lange Abstinenz von der Bürotätigkeit ist nicht davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin über den Lohn für eine Hilfsarbeitertätigkeit hinauskommt. Es ist 

als Invalideneinkommen somit von einem Jahreseinkommen bei 100% gemäss LSE 

von Fr. 52'790.-- auszugehen (vgl. IVG-Ausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Anhang 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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2). Bei Berücksichtigung der festgestellten lediglich 87.5%-igen Arbeitsfähigkeit 

resultiert ein Jahreseinkommen von 46'191.25.

5.2.7         Nach der Rechtsprechung hängen die Fragen, ob und in welchem Ausmass 

Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen und beruflichen 

Umständen des konkreten Einzelfalls ab (etwa leidensbedingte Einschränkung, Alter 

und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu 

schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine 

schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b 

und 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin ging trotz ihrer Unfälle 

ununterbrochen einer Erwerbstätigkeit nach und war damit die ganze Zeit im 

Erwerbsleben integriert. Ebenfalls ist der Beschwerdeführerin eine ganztägige 

leidensangepasste Tätigkeit zumutbar. Aus diesen Gründen rechtfertigt sich kein 

Abzug vom Tabellenlohn. Damit beläuft sich das anzunehmende Invalideneinkommen 

der Beschwerdeführerin auf Fr. 46'191.25.--. Selbst wenn jedoch ein 

Tabellenlohnabzug berücksichtigt würde, müsste dieser auf über 5% festgesetzt 

werden, um einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin entstehen zu lassen. 

Hierfür liegen vorliegend keine genügenden Anhaltspunkte vor.

5.3   Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades steht somit einem Valideneinkommen von 

Fr. 47'426.15 ein Invalideneinkommen von Fr. 46'191.25.-- gegenüber, woraus sich 

kein rentenbegründender Invaliditätsgrad ergibt. Die Verfügung der 

Beschwerdegegnerin vom 15. März 2012 bzw. der Einspracheentscheid vom 28. Mai 

2013 sind damit nicht zu beanstanden. 

6.       

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

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1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.12.2014
	Art. 77 UVG, Art. 100 Abs. 2 UVV: Zuständigkeit und Leistungspflicht des für den erneuten Unfall zuständigen Versicherers, solange noch eine Kausalität zu einem der beiden Unfälle besteht, auch wenn der zweite Unfall schon wieder abgeheilt ist. Art. 18 UVG: Anspruch auf eine Invalidenrente abgelehnt. Rentenausschliessendes Einkommen in einer optimal angepassten Tätigkeit erzielbar. Derzeitige Arbeitstätigkeit nicht optimal leidensangepasst (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Dezember 2014, UV 2013/41).Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_123/2015

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