# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 86125f05-5412-5218-bc36-104f30803ca7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2007-04-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.04.2007 E-2260/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2260-2007_2007-04-10.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2260/2007
{T 0/2}

Urteil vom 10. April 2007

Mitwirkung: Richterin Schenker Senn, Richter Huber, Badoud 
Gerichtsschreiber David

X._______, unbekannter Staatsangehörigkeit, (angeblich Simbabwe),
Beschwerdeführer

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz

betreffend

Verfügung vom 16. März 2007 i.S. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
/ N _______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer laut eigenen Angaben am 5. Oktober 2005 in die Schweiz 
einreiste und gleichentags ein Asylgesuch stellte,  wobei er sich als Staatsangehöriger 
Simbabwes zu erkennen gab,

dass  er  das  Gesuch  anlässlich  der  durchgeführten  Kurzbefragung  vom  13.  Oktober 
2005 im Empfangszentrum A._______, der Anhörung vom 2.  Februar 2006 durch die 
kantonale Behörde und der ergänzenden Anhörung vom 11. Mai 2006 durch das BFM 
mit  einer  vom  Heimatstaat  ausgehenden  und  gegen  seine  Person  gerichteten 
Verfolgung begründete,

dass er  seine Eltern nicht  kenne,  nur Englisch spreche und in einem Waisenhaus im 
Dorf  B._______ aufgewachsen sei,  wo man ihm später  sein Geburtsdatum und seine 
Ethnie C._______ mitgeteilt habe, ohne dass er jedoch deren Sprache beherrsche,

dass er in einem Alter zwischen etwa neun und zwölf Jahren das Waisenhaus in Rich-
tung D._______ verlassen habe,  in der Absicht,  seine Familie zu suchen beziehungs-
weise eine eigene Familie zu gründen,

dass er alsbald nach E._______ weitergezogen sei, wo er von einem weissen Farmer 
aufgenommen und in der Folge wie dessen eigener Sohn behandelt worden sei,

dass Anfang 2004 ein neues Gesetz in Simbabwe in Kraft getreten sei, gemäss dem alle 
weissen Farmer ihre Besitztümer und das Land zu verlassen hätten,

dass sich der Beschwerdeführer mit weiteren Personen gegen die auf dem Grundstück 
seines "Vaters" anrückenden Polizisten habe zur Wehr setzen wollen, ihm dabei aber 
ein Polizist ins Bein geschossen habe,

dass er in der Folge im Dorfspital aufgewacht und behandelt worden sei,

dass er das Spital im Juli 2004 verlassen, sich zu einem Freund in E._______ begeben 
und sich dort sowie in der Umgebung des Dorfes versteckt habe, da er von der Polizei, 
die ihn zunächst tot geglaubt habe, als Rebell und Verräter gesucht worden sei,

dass ein Freund seines seit der Vertreibung im Jahre 2004 unauffindbaren "Vaters" den 
Beschwerdeführer aufgesucht und am 10. September 2005 dessen Ausreise ermöglicht 
habe,

dass er mit einem Boot und später auf dem Landweg via ihm unbekannte Länder in die 
Schweiz gelangt sei, ohne hierzu im Besitze irgendwelcher Papiere gewesen zu sein, 
Grenzkontrollen passiert zu haben oder die Reiseumstände näher beschreiben zu kön-
nen,

dass er im Verlaufe des vorinstanzlichen Verfahrens wiederholt auf seine nicht ausge-
heilte Beinverletzung aufmerksam machte und medizinische Behandlung in der Schweiz 
wünschte,

dass der Beschwerdeführer  als Beweismittel  diverse Fotos betreffend seine erwähnte 
Hospitalisierung zu den Akten gab,

dass er ferner einen fachärztlichen Bericht vom F._______ einreichen liess, in dem eine 

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"G._______"  diagnostiziert  wird,  für  deren  Behandlung  eine  aufwendige,  risikoreiche 
und  teure  operative  Infektsanierung  mit  nicht  vorhersehbarem  Erfolg  oder 
schlussendlich eine Unterschenkelamputation ins Auge zu fassen seien, wogegen eine 
minimale operative Versorgung keine Schmerzbesserung herbeiführe,

dass im Bericht der Entscheid über das weitere Prozedere vom Ausgang des Asylver-
fahrens abhängig gemacht wird,

dass der Beschwerdeführer trotz mehrfacher Aufforderung und Hinweisen auf die ihm 
obliegende Mitwirkungspflicht keine Identitäts- oder Reisepapiere einreichte und hierzu 
erklärte, er habe in seinem ganzen Leben nie ein Dokument dieser Art besessen oder 
benötigt, werde sich aber gleichwohl um ein solches bemühen, wozu er jedoch Zeit be-
nötige,

dass das BFM aufgrund der ihm zweifelhaft erschienenen Identitäts- und Herkunftsan-
gaben des Beschwerdeführers ein "Lingua"-Sprachgutachten erstellen liess, welches mit 
Sicherheit eine geografisch-sprachliche Zuordnung des Beschwerdeführers zu Westafri-
ka ergab, wobei das Herkunftsland mit hoher Wahrscheinlichkeit Nigeria oder allenfalls 
Kamerun sei,

dass gemäss dem Gutachten eine Herkunft aus Simbabwe auszuschliessen sei,

dass das BFM dem Beschwerdeführer am 20. November 2006 das rechtliche Gehör in 
schriftlicher Form zum Ergebnis der "Lingua"-Analyse gewährte, bei welcher Gelegen-
heit  dieser an seiner  behaupteten Herkunft  aus Simbabwe festhielt  und seine auf  die 
Primarschule beschränkte Bildung zur Erklärung seiner einfachen Sprache anführte,

dass er ferner bekräftigte, sich um die Beschaffung von Identitätspapieren bemühen zu 
wollen, hierfür aber Zeit benötige,

dass er auf seine gesundheitlichen Probleme aufmerksam machte, sich über mangelnde 
ärztliche Hilfe in der Schweiz beklagte und seine Angst vor einem Verlust seines Beines 
kund tat, 

dass der Beschwerdeführer am 19. Januar 2007 nach einer polizeilichen Hausdurchsu-
chung  und  Personenkontrolle  eine  Anzeige  wegen  Widerhandlung  gegen  das  Betäu-
bungsmittelgesetz erwirkte,

dass das BFM mit Verfügung vom 16. März 2007 - eröffnet am 20. März 2007 - auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes 
vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und dessen Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung im Wesentlichen festhielt, der Beschwerdeführer 
habe in Anbetracht des Ergebnisses der "Lingua"-Analyse bezüglich seiner angeblichen 
Herkunft aus Simbabwe und mithin seiner Identität getäuscht, beispielsweise könne er 
keine Fernsehsendungen aus Simbabwe nennen und kein C._______ sprechen,

dass  seine im Rahmen des rechtlichen Gehörs  vorgebrachten Einwände  unbehelflich 
seien,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides darstelle und - 
auch aufgrund seiner erwiesenen Identitätstäuschung - keine Gründe ersichtlich seien, 
die auf Unzulässigkeit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges 
schliessen lassen könnten,

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dass  insbesondere  keine  hinreichenden  Anhaltspunkte  ersichtlich  seien,  wonach  die 
Beinverletzung eine negative Entwicklung nehmen und ein Vollzugshindernis begründen 
würde,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  an  das  Bundesverwaltungsgericht  vom 
26. März  2007  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  erhob  und dabei  dessen  Aufhe-
bung, Eintreten auf das Asylgesuch sowie in prozessualer Hinsicht die Gewährung der 
aufschiebenden Wirkung und der unentgeltlichen Rechtspflege beantragt,

dass er in der Begründung geltend macht,  gemäss Praxis habe eine "Lingua"-Analyse 
nicht  die  Qualität  eines  Gutachtens,  und  der  Entscheid  dürfe  daher  nicht  einzig  auf 
dieses Dokument und allenfalls noch auf den Hinweis der Nichtbeherrschung der Spra-
che der C._______ abgestützt werden, zumal es heute keine Seltenheit darstelle, wenn 
Afrikaner aus ländlichen Gebieten das lokale Idiom nicht beherrschten,

dass es in seinen Erzählungen durchaus verschiedene Anhaltspunkte für eine Herkunft 
aus Simbabwe und für  die Wahrheit  seiner  Verfolgungsvorbringen gebe,  welche aber 
vom BFM bei der Entscheidfindung nicht in Betracht gezogen worden seien,

dass ferner seine Beinverletzung noch nicht abschliessend beurteilt worden und er der-
zeit bei einem Spezialisten in Behandlung sei, dessen aktuelles Arztzeugnis er in Kürze 
einreichen werde,

dass er somit Anspruch auf Eintreten auf das Asylgesuch beziehungsweise auf Feststel-
lung der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges habe,

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. März 2007 beim Bundesverwaltungsgericht ein-
trafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  im  Übrigen  vorliegend  hinsichtlich  Sachverhaltsfeststellung  und  Verfahrensgang 
auf die Akten und den Inhalt der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

und zieht in Erwägung,

dass das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen 
(Art.  5  des  Verwaltungsverfahrensgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  [VwVG,  SR 
172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des Verwaltungsge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass auf den prozessualen Antrag um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Be-
schwerde nicht einzutreten ist, da gemäss Art. 42 Abs. 1 AsylG ein Asylsuchender sich 
bis zum Abschluss des Verfahrens in der Schweiz aufhalten kann und der vorliegenden 
Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen wurde,

dass der Beschwerdeführer im Übrigen legitimiert ist, weshalb auf die frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde einzutreten ist (Art. 108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 48 und 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Verletzung  von  Bundes-

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recht,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachver-
halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht 
eingetreten ist,

dass bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen ist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
EMARK 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz  demgegenüber  die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht einzig diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass die vorliegende Beschwerde - wie sich aus den nachstehenden Erwägungen er-
gibt - offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel verzichtet wer-
den kann und der Beschwerdeentscheid lediglich summarisch zu begründen ist (Art. 111 
Abs. 1 und 3 AsylG; vereinfachtes Verfahren),

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn 
der Asylsuchende die Behörden über seine Identität täuscht und diese Täuschung auf-
grund der Ergebnisse der erkennungsdienstlichen Behandlung oder anderer Beweismit-
tel  feststeht,  wobei  der  Begriff  der  Identität  Namen,  Vornamen,  Staatsangehörigkeit, 
Ethnie,  Geburtsdatum,  Geburtsort  und  Geschlecht  des  Asylsuchenden  umfasst  (vgl. 
Art. 1 Bst. a AsylV 1),

dass  es  aufgrund  dieser  Beweislastregelung  und  gemäss  der  Praxis  der  vormaligen 
Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK),  welche vorliegend vom Bundesverwal-
tungsgericht  übernommen wird  (vgl.  insbesondere  EMARK 2003 Nr.  27,  mit  weiteren 
Hinweisen), nicht genügt, dass die gegenüber den schweizerischen Behörden gemach-
ten Angaben zur Identität unwahrscheinlich oder unplausibel erscheinen, sondern viel-
mehr nachweislich feststehen muss, dass sie falsch sind,

dass die Behörde den Nachweis der Täuschung eines Asylsuchenden über seine Identi-
tät im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu erbringen hat und vom Vorliegen einer 
Identitätstäuschung im Sinne der genannten Nichteintretensbestimmung nur ausgegan-
gen werden kann, wenn dies aufgrund der vorhandenen Beweismittel wie beispielsweise 
Herkunftsanalysen der BFM-Fachstelle Lingua, sichergestellten Ausweispapieren, Zeu-
genaussagen oder Eingeständnissen ohne vernünftigen Zweifel feststeht (vgl. wiederum 
EMARK 2003 Nr. 27, E. 4a und dort erwähnte Urteile),

dass die "Lingua"-Analysen des BFM in ihrer formalen Qualität praxisgemäss nicht als 
Sachverständigengutachten (im Sinne von Art. 12 Bst. e VwVG und Art. 57 ff. des Bun-
desgesetzes über den Bundeszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [BZP, SR 273] i.V.m. 
Art. 19 VwVG), sondern als schriftliche Auskünfte einer Drittperson (im Sinne von Art. 12 
Bst. c VwVG beziehungsweise Art. 49 BZP i.V.m. Art. 19 VwVG) anerkannt sind, ihnen 
indessen - sofern bestimmte Anforderungen an die fachliche Qualifikation,  Objektivität 
und Neutralität des Experten wie auch an die inhaltliche Schlüssigkeit und Nachvollzieh-
barkeit der Analyse erfüllt  werden - erhöhter Beweiswert zuzumessen ist (vgl. EMARK 
2003 Nr. 14 E. 7 S. 89; 1998 Nr. 34 S. 284 ff.),

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dass die vorliegende, ausführlich begründete "Lingua"-Analyse einen nachvollziehbaren, 
überzeugenden und ausgewogenen Eindruck hinterlässt und zu keinen Beanstandungen 
Anlass gibt,

dass auch hinsichtlich Qualifikation, Objektivität und Neutralität des Experten keine Ein-
wände ersichtlich sind oder geltend gemacht werden,

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des ihm gewährten rechtlichen Gehörs zur "Lin-
gua"-Analyse die vorinstanzlichen Schlussfolgerungen offensichtlich nicht zu widerlegen 
vermochte,  und  insbesondere  das  Argument  einer  auf  die  Primarschule  reduzierten 
Schulbildung  nicht  tauglich  ist,  die  Feststellung einer  auf  sprachlichen  Kriterien  beru-
henden Zuordnung einer Person zu einem Land oder Gebiet zu entkräften,

dass dies ebenso für das Argument der angeblichen Herkunft aus einer ländlichen Ge-
gend zutrifft,

dass der Beschwerdeführer die im Rahmen des rechtlichen Gehörs und der Beschwer-
deeingabe mehrfach erhobene Rüge, wonach aus den Akten durchaus auch Anhalts-
punkte zugunsten des Wahrheitsgehaltes seiner behaupteten Herkunft  aus Simbabwe 
hervorgingen, im gesamten bisherigen Verfahren nie zu konkretisieren vermochte,

dass diesbezüglich weder den Beschwerdeakten noch den vorinstanzlichen Anhörungs-
protokollen konkrete Anhaltspunkte entnommen werden können,

dass aus den Anhörungsprotokollen und den weiteren Akten vielmehr ein missbräuch-
liches Verhalten des Beschwerdeführers insofern hervorgeht, als dieser den ihm oblie-
genden  Pflichten  nach Art.  8  AsylG betreffend Offenlegung  der  Identität,  Einreichung 
von  Identitätsdokumenten  und  Preisgabe  der  Reiseumstände  nicht  nur  nicht  nach-
kommt, sondern diesbezüglich augenfälligerweise eine Verschleierungs- und Verzöge-
rungsstrategie gegenüber den Asylbehörden betreibt,

dass er gesamthaft gesehen einen erheblich unglaubwürdigen Eindruck hinterlässt,

dass aus den in der angefochtenen Verfügung zutreffend erwogenen Gründen und nach 
dem Gesagten von einer mit genügender Sicherheit  feststehenden Identitätstäuschung 
auszugehen  ist  (vgl.  EMARK  1999  Nr. 19,  S.  125  f.,  E. 3d;  2002  Nr.  14  und  2003 
Nr. 27),

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. b AsylG zu Recht auf das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Wegweisung  aus  der 
Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilli-
gung besitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen 
ist  (Art.  44 Abs.  1 AsylG,  Art.  32 Bst.  a  der  Asylverordnung  1 vom 11.  August  1999 
[AsylV 1]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegen-
stehen,  da im Fall  eines unzulässigen,  unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das 
Anwesenheitsverhältnis nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt 
und Niederlassung der Ausländer vom 26. März 1931 (ANAG, SR 142.20) über die vor-
läufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Wegweisungsvollzug  mangels  anderweitiger  gegenteiliger  Anhaltspunkte  als 

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zulässig, zumutbar und möglich im Sinne von Art. 14a ANAG zu betrachten und in Be-
achtung der massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen insbesondere 
deshalb zulässig ist, weil keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behand-
lung ersichtlich sind (Art. 14a Abs. 3 ANAG),

dass aus den gesamten vorliegenden Akten und Umständen keine Vollzugshindernisse 
allgemeiner  oder  individueller  Art  hervorgehen  und  insbesondere  der  Beinverletzung 
kein vollzugshinderliches Ausmass zukommt,

dass  zwar  das  öffentliche  Gesundheitswesen  im  vermuteten  Herkunftsstaat  des  Be-
schwerdeführers  (Nigeria)  ein  bescheidenes  qualitatives  und infrastrukturelles  Niveau 
aufweist und es - trotz Etablierung einer nationalen Krankenversicherung - noch weitge-
hend von einem Selbstzahlersystem geprägt ist,

dass das Angebot medizinischer Dienstleistungen durch private und gemeinnützige In-
stitutionen und Organisationen demgegenüber qualitativ deutlich besser, aber für grosse 
Teile der Bevölkerung aus finanziellen, geografischen oder logistischen Gründen schwer 
zugänglich ist,

dass  ein  tieferer  medizinischer  Standard  im  Herkunftsland  gegenüber  jenem  in  der 
Schweiz  einen  Vollzug  noch  keineswegs  unzumutbar  macht,  sondern  damit  eine  Le-
bensbedrohung verbunden sein muss (EMARK 2003 Nr. 24, E. 5b; 2004 Nr. 7, E. 5d),

dass die Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs (Art. 44 Abs. 2 AsylG 
i.V.m. Art. 14a ANAG) zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen sind, diese Unter-
suchungspflicht jedoch nach Treu und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht 
der Beschwerde führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die auch die Substanziierungs-
last trägt (Art. 7 AsylG),

dass vorliegend aufgrund des Erwogenen nicht nur eine Identitätstäuschung durch den 
Beschwerdeführer feststeht, sondern er - wie bereits erwähnt - darüber hinaus die Mit-
wirkungspflicht hinsichtlich Offenlegung seiner wahren Identität und Herkunft nicht zu er-
füllen gewillt ist und damit Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie die medizi-
nischen Verhältnisse am tatsächlichen Herkunftsort nicht eruierbar sind,

dass daher beim gegenwärtigen Stand der Akten keinerlei vollzugshinderliche Umstände 
unter dem Aspekt der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Wegweisungsvoll-
zuges ersichtlich oder einer näheren Abklärung zugänglich sind,

dass das in Aussicht gestellte Arztzeugnis in Anbetracht des Erwogenen nicht abzuwar-
ten ist,  zumal  das Beweismittel  vom Beschwerdeführer,  der sich seit  dem 5.  Oktober 
2005  in  der  Schweiz  aufhält,  bereits  früher  hätte  beigebracht  werden  können  und er 
dieses auch nicht innert der von ihm selber gesetzten Frist ("noch diese Woche") ein-
reichte,

dass es dem Beschwerdeführer, dessen Schussverletzung am Bein in früheren Jahren 
in seinem Heimatland behandelt wurde, unbenommen ist, die Vorinstanz um Gewährung 
medizinischer Rückkehrhilfe zu ersuchen,

dass im Übrigen vorliegend auf  die zu bestätigenden Erwägungen gemäss angefoch-
tener Verfügung verwiesen werden kann und kein Anlass zur Vornahme weiterer Abklä-
rungen besteht,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, inwiefern die an-

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gefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechtserheblichen Sachverhalt unrich-
tig oder unvollständig feststelle oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die 
Beschwerde abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 
Abs. 1 VwVG ungeachtet der Frage der prozessualen Bedürftigkeit wegen von vornhe-
rein bestandener Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.--  (Art.  16  Abs.  1 
Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem Bundesverwaltungsgericht  vom 11.  Dezember  2006  [VGKE,  SR 173.320.2]) 
dem Beschwerdeführern aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.

4. Dieses Urteil geht an:

- den Beschwerdeführer (eingeschrieben; Beilage: Einzahlungsschein)

- die Vorinstanz, Abteilung Aufenthalt  und Rückkehrförderung, mit deren Akten 
(Ref.-Nr. N _______)

- H._______ des Kantons I._______ (per Telefax)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

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