# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b43180b-41e7-531f-934e-95f45d392410
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 04.06.2024 RR.2024.42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2024-42_2024-06-04.pdf

## Full Text

Entscheid vom 4. Juni 2024 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Roy Garré, Vorsitz, 

Giorgio Bomio-Giovanascini und Felix Ulrich,  

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 

Parteien 

  

A., zzt. in Auslieferungshaft im Kanton Zürich,  

vertreten durch Rechtsanwalt Theodor G. Seitz, 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, Fachbereich Ausliefe-

rung, 

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Österreich 

 

Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG); akzessorisches 

Haftentlassungsgesuch (Art. 50 Abs. 3 IRSG); unent-

geltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 
 
 
 

Geschäftsnummer: RR.2024.42 

Nebenverfahren: RP.2024.4  

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Mit vorab per E-Mail übermitteltem Schreiben vom 14. Februar 2024 er-

suchte das Bundesministerium für Justiz der Republik Österreich das Bun-

desamt für Justiz (nachfolgend «BJ») um Verhaftung und Auslieferung des 

nepalesischen Staatsangehörigen A. zur Strafverfolgung wegen Suchtgift-

handels und Vorbereitung von Suchtgifthandel gestützt auf die vom Landes-

gericht für Strafsachen Wien bewilligten Anordnung der Staatsanwaltschaft 

Wien der Festnahme vom 7. Februar 2024 (act. 4.1 und 4.2). 

 

 

B. Das BJ erliess am 14. Februar 2024 einen Auslieferungshaftbefehl gegen 

den in Kanton Zürich wohnhaften A. (act. 4.4). Gestützt auf den Ausliefe-

rungshaftbefehl wurde A. am 19. Februar 2024 festgenommen und zum for-

mellen Auslieferungsersuchen einvernommen (act. 4.6). Dabei erklärte er, 

mit einer Auslieferung an Österreich nicht einverstanden zu sein (act. 4.6 

S. 4). 

 

 

C. Mit Verfügung vom 28. Februar 2024 ernannte das BJ Rechtsanwalt Theo-

dor G. Seitz auf entsprechendes Gesuch zum unentgeltlichen Rechtsbei-

stand von A. (act. 4.10).  

 

 

D. Mit Schreiben vom 4. März 2024 reichte der Rechtsvertreter für A. eine Stel-

lungnahme zum Auslieferungsersuchen ein (act. 4.11). 

 

 

E. Mit Auslieferungsentscheid vom 22. März 2024 bewilligte das BJ die Auslie-

ferung von A. an Österreich für die im Auslieferungsersuchen des Bundes-

ministeriums für Justiz der Republik Österreich vom 14. Februar 2024 zu-

grundeliegenden Straftaten (act. 4.13). 

 

 

F. Gegen den Auslieferungsentscheid erhebt A. durch seinen Rechtsvertreter 

mit Eingabe vom 25. April 2024 an die Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts Beschwerde (act. 1). Er beantragt zur Hauptsache die Aufhebung 

des Auslieferungsentscheides und sofortige Haftentlassung, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse (act. 1 S. 2). Eventu-

aliter sei der «Auslieferungshaftbefehl vom 22. März 2024 nicht zu vollziehen 

und die Strafverfolgung durch schweizerische Strafverfolgungsbehörden zu 

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übernehmen». Zudem stellt er das Gesuch um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung und Rechtsvertretung. 

 

 

G. Das BJ beantragt in seiner Beschwerdeantwort vom 1. Mai 2024 die Abwei-

sung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf seine Erwägungen 

im Auslieferungsentscheid (act. 4 S. 2). Mit Schreiben vom 2. Mai 2024 

wurde die Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zur Kenntnis ge-

bracht (act. 5).  

 

 

H. Mit Schreiben vom 23. Mai 2024 (Eingang am 27. Mai 2024) retournierte der 

Rechtsvertreter von A. das Formular betreffend unentgeltliche Rechtspflege 

(RP.2024.4, act. 4). 

 

 

I. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 

wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen.  

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1 Für den Auslieferungsverkehr zwischen der Schweiz und Österreich sind pri-

mär das Europäische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 

1957 (EAUe; SR 0.353.1), sowie die am 17. März 1978, am 10. November 

2010 und am 20. September 2012 ergangenen Zusatzprotokolle (ZP II; 

SR 0.353.12; ZP III EAUe; SR 0.353.13; ZP IV EAUe; SR.0353.14), denen 

beide Staaten beigetreten sind, sowie der Vertrag vom 13. Juni 1972 zwi-

schen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Österreich 

über die Ergänzung des EAUe und die Erleichterung seiner Anwendung (ZV, 

SR 0.353.916.31) massgebend.  

 

Überdies anwendbar sind das Schengener Durchführungsübereinkommen 

vom 14. Juni 1985 (SDÜ; CELEX-Nr. 42000A0922(02); ABl. L 239 vom  

22. September 2000, S. 19-62; Text nicht publiziert in der SR, jedoch abruf-

bar auf der Webseite der Schweizerischen Eidgenossenschaft unter 

«Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen mit der EU», 

8.1 Anhang A; https://www.admin.ch/opc/de/european-union/international-

agreements/008.html) i.V.m. dem Beschluss des Rates 2007/533/JI vom  

12. Juni 2007 über die Einrichtung, den Betrieb und die Nutzung des SIS der 

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zweiten Generation (SIS II), namentlich Art. 26-31 (CELEX-Nr. 32007D0533; 

ABl. L 205 vom 7. August 2007, S. 63-84; abrufbar unter «Rechtssammlung 

zu den sektoriellen Abkommen mit der EU», 8.4 Weiterentwicklungen des 

Schengen-Besitzstands), sowie diejenigen Bestimmungen des Übereinkom-

mens vom 27. September 1996 über die Auslieferung zwischen den Mitglied-

staaten der Europäischen Union (EU-Auslieferungsübereinkommen; 

CELEX-Nr. 41996A1023(02); Abl. C 313 vom 23. Oktober 1996, S. 12–23), 

welche gemäss dem Beschluss des Rates 2003/169/JI vom 27. Februar 

2003 (CELEX-Nr. 32003D0169; Abl. L 67 vom 12. März 2003, S. 25 f.; ab-

rufbar unter «Rechtssammlung zu den sektoriellen Abkommen mit der EU», 

8.2 Anhang B) eine Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands darstel-

len (d.h. die Art. 2, 6, 8, 9 und 13 des EU-Auslieferungsübereinkommens 

sowie dessen Art.1, soweit er für die anderen Artikel relevant ist). Die zwi-

schen den Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen auf-

grund bilateraler oder multilateraler Abkommen bleiben unberührt (Art. 59 

Abs. 2 SDÜ; Art. 1 Abs. 2 EU-Auslieferungsübereinkommen).  

 

1.2 Soweit diese Staatsverträge und die Zusatzprotokolle nichts anderes bestim-

men, findet ausschliesslich das Recht des ersuchten Staates Anwendung 

(Art. 22 EAUe), vorliegend also das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über 

internationale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfegesetz, IRSG; 

SR 351.1) und die dazugehörige Verordnung vom 24. Februar 1982 (Rechts-

hilfeverordnung, IRSV; SR 351.11). Das innerstaatliche Recht gelangt nach 

dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn es geringere An-

forderungen an die Auslieferung stellt (BGE 142 IV 250 E. 3 S. 255; 140 IV 

123 E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2; 136 IV 82 E. 3.1). Vorbehalten bleibt die Wah-

rung der Menschenrechte (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c; 

TPF 2008 24 E. 1.1 S. 26).  

 

1.3 Für das Beschwerdeverfahren gelten zudem die Bestimmungen des Bun-

desgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Ver-

waltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021; vgl. Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. 

Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die 

Organisation des Strafbehörden des Bundes [Strafbehördenorganisations-

gesetz, StBOG; SR 173.71]). 

 

 

2.  

2.1 Gegen Auslieferungsentscheide des BJ kann innert 30 Tagen seit der Eröff-

nung des Entscheides bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Beschwerde geführt werden (Art. 55 Abs. 3 IRSG i.V.m. Art. 25 Abs. 1 IRSG 

und Art. 50 Abs. 1 VwVG). 

- 5 - 

 

 

2.2 Als Verfolgter (vgl. Art. 11 Abs. 1 IRSG) ist der Beschwerdeführer zur Einrei-

chung der vorliegenden Beschwerde legitimiert. Auf die form- und fristge-

recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  

 

 

3.  

3.1 Die Beschwerdekammer ist nicht an die Begehren der Parteien gebunden 

(Art. 25 Abs. 6 IRSG). Sie prüft die Auslieferungsvoraussetzungen grund-

sätzlich mit freier Kognition. Die Beschwerdekammer befasst sich jedoch nur 

mit Tat- und Rechtsfragen, die Streitgegenstand der Beschwerde bilden 

(BGE 132 II 81 E. 1.4; 130 II 337 E. 1.4; TPF 2011 97 E. 5).  

 

3.2 Ausserdem muss sich die Beschwerdeinstanz nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinander-

setzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Sie kann 

sich auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken, und es 

genügt, wenn die Behörde wenigstens kurz die Überlegungen nennt, von 

denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE 141 

IV 249 E. 1.3.1; 139 IV 179 E. 2.2). 

 

 

4.  

4.1 Der Beschwerdeführer rügt, eine rechtliche Würdigung bzw. eine Auseinan-

dersetzung der Vorinstanz habe zu den von ihm aufgeführten Punkten nicht 

stattgefunden. Dies verstosse gegen die Verfassungsgrundsätze der Fair-

nessmaxime, der persönlichen Freiheit und des rechtlichen Gehörs. Sie sei 

willkürlich (act. 1 S. 7 ff.).  

 

4.2 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers hat sich der Beschwerde-

gegner im angefochtenen Auslieferungsentscheid mit den bereits im Auslie-

ferungsverfahren erhobenen Einwendungen im Einzelnen auseinanderge-

setzt (act. 4.13 S. 4 ff.). Die Rüge des Beschwerdeführers beruht demnach 

nicht auf Tatsachen und es erübrigen sich folgerichtig weitere Ausführungen 

dazu. 

 

 

5.  

5.1 Der Beschwerdeführer wendet ein, das Auslieferungsersuchen erfülle nicht 

die Formerfordernisse von Art. 12 EAUe (act. 1 S. 5 f.). 

 

Er rügt, der Beschluss des Landesgerichts Wien komme ohne Rechtskraft-

bescheinigung daher und liege nicht im Original vor. Es würden sodann die 

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Akten zur Überprüfung der Ausführungen der Staatsanwaltschaft fehlen. Er 

kritisiert weiter, dass die Anordnung der Festnahme der Staatsanwaltschaft 

Wien und der Beschluss des Landesgerichtes Wien vom 7. Februar 2024 

datieren würden und in einem Dokument ausgefertigt worden seien. Nach 

seiner Ansicht fehle es an einem vollstreckbaren Strafentscheid, einem Haft-

befehl oder einer anderen Urkunde (act. 1 S. 5 f.).  

 

5.2 Dem Auslieferungsersuchen ist eine Urschrift oder eine beglaubigte Ab-

schrift eines vollstreckbaren verurteilenden Erkenntnisses, eines Haftbefehls 

oder jeder anderen, nach den Formvorschriften des ersuchenden Staates 

ausgestellten Urkunde mit gleicher Rechtswirkung beizufügen (Art. 12 Ziff. 2 

lit. a EAUe). Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers sind daher 

dem Auslieferungsersuchen im Allgemeinen keine weiteren Akten beizule-

gen. Für Staaten wie die Schweiz und Österreich, die dem vierten Zusatz-

protokoll beigetreten sind (vgl. supra E. 1.1), gilt ausserdem Art. 2 ZP IV. 

Danach sind dem Ersuchen eine Abschrift eines vollstreckbaren verurteilen-

den Erkenntnisses, eines Haftbefehls oder jeder anderen, nach den Form-

vorschriften der ersuchenden Vertragspartei ausgestellten Urkunde mit glei-

cher Rechtswirkung beizufügen (Art. 2 Ziff. 2 lit. a ZP IV). Gemäss Art. 6 

Ziff. 4 ZP IV können für den Zweck des Übereinkommens Mitteilungen durch 

elektronische oder andere Mittel, die einen schriftlichen Nachweis ermögli-

chen, unter Bedingungen, die den Vertragsparteien die Feststellung ihrer 

Echtheit erlauben, übersandt werden. In jedem Falle übersendet die betref-

fende Vertragspartei die Unterlagen auf Ersuchen und jederzeit im Original 

oder in beglaubigter Abschrift. 

 

5.3 Dem österreichischen Auslieferungsersuchen vom 14. Februar 2024 sind die 

Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien der Festnahme des Beschwerde-

führers vom 7. Februar 2024 und der Beschluss des Landesgerichts für 

Strafsachen Wien vom 7. Februar 2024 beigelegt, mit welchem die Anord-

nung der Staatsanwaltschaft Wien bewilligt wurde (act. 4.1 und 4.2). Das 

Auslieferungsersuchen samt den genannten Beilagen wurde dem Beschwer-

degegner vorab per E-Mail und in der Folge zusätzlich per Post übermittelt. 

Mit den Stempeln des österreichischen Landgerichts samt Unterschrift der 

ausstellenden Gerichtsperson auf den Beilagen wurde ausserdem beglau-

bigt, dass die Fotokopie ein vollständiges Lichtbild der Hauptschrift und die 

Hauptschrift eine Urschrift ist. Damit erfüllt das Auslieferungsersuchen offen-

sichtlich die formellen Voraussetzungen von Art. 12 Ziff. 2 lit. a EAUe. Der 

Beschwerdeführer legt nicht dar und es ist auch nicht nachvollziehbar, wes-

halb seine Kritik an der Ausfertigungsweise der österreichischen Entscheide, 

seine Schlussfolgerung rechtfertigen soll, in den Auslieferungsunterlagen 

würde ein Haftbefehl oder eine andere Urkunde mit gleicher Rechtswirkung 

- 7 - 

 

 

fehlen. Zusammenfassend steht fest, dass die Einwendungen des Be-

schwerdeführers an der Sache vorbei zielen.  

 

 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer bestreitet die Gültigkeit der österreichischen Ent-

scheide, welche dem Auslieferungsersuchen zugrunde liegen (act. 1 S. 5 f.). 

 

Er bringt vor, die Anordnung der Festnahme und der Beschluss des Landes-

gerichtes Wien würden auf den 7. Februar 2024 datieren und seien in einem 

Dokument ausgefertigt worden, was den Schluss der fehlenden Unabhän-

gigkeit und Transparenz zulasse. Der Beschluss des Landgerichtes Wien 

enthalte keine rechtliche Argumentation (act. 1 S. 5). Der Haftbefehl sei man-

gels rechtsgültiger Genehmigung und mangels rechtsgültiger Zustellung 

nicht gültig (act. 1 S. 6). 

 

6.2 Was die Gültigkeit von solchen ausländischen Verfahrensentscheiden anbe-

langt, so wird diese nach der Praxis nur ausnahmsweise, wenn besonders 

schwere Verletzungen des ausländischen Rechts vorliegen, überprüft. Dies 

ist der Fall, wenn das Auslieferungsersuchen rechtsmissbräuchlich erscheint 

und Zweifel aufkommen, ob die grundsätzlichen Verteidigungsrechte im aus-

ländischen Verfahren gewahrt werden bzw. gewahrt worden sind (Urteile des 

Bundesgerichts 1A.118/2004 vom 3. August 2004 E. 3.8; 1A.15/2002 vom 

5. März 2002 E. 3.2; Entscheide des Bundesstrafgerichts RH.2014.3 vom 

5. März 2014 E. 9.4; RR.2013.89 vom 25. Juni 2013 E. 4.5; RR.2012.259 

vom 28. Mai 2013 E. 5.3). Wie aus den nachstehenden Erwägungen hervor-

gehen wird, bestehen vorliegend keine Anhaltspunkte hiefür, weshalb sich 

nach dem Gesagten die Rüge als unbegründet erweist.  

 

 

7.  

7.1 Der Beschwerdeführer rügt, das Auslieferungsersuchen erfülle nicht Art. 12 

Ziff. 2 lit. b EAUe und die Sachverhaltsdarstellung im Auslieferungsersuchen 

sei ungenügend (act 1 S. 6).  

 

Im Einzelnen wendet er ein, es sei widersprüchlich auszuführen, der Rein-

heitsgehalt müsse zuerst noch festgestellt werden, um in der Folge festzu-

halten, es handle sich um einen Reinheitsgehalt von 40 % (act. 1 S. 8). Das 

Auslieferungsersuchen enthalte auch keine rechtliche Argumentation, ge-

stützt auf welche rechtlichen Bestimmungen und gestützt auf welchen 

rechtserheblichen und substantiierten Sachverhalt die Auslieferung verlangt 

werde. Zeit, Ort und Umstände der fraglichen Delikte seien nicht so genau 

- 8 - 

 

 

wie möglich angegeben worden. Es fehle an einer substantiierten rechtsge-

nügenden Sachverhaltsdarstellung und es fehle an einer substantiierten 

rechtlichen Beurteilung der mutmasslichen Tat. Im Auslieferungsersuchen 

werde dem Beschwerdeführer Suchtmittelhandel und die Vorbereitung von 

Suchtgifthandel vorgeworfen, die Umstände und die Begehung der mut-

masslichen Delikte seien aber nicht wiedergeben. So sei nicht ersichtlich, 

wie der Beschwerdeführer den B. GmbH Mitarbeiter dazu bestimmt haben 

soll. Nähere Angaben zur logistischen Unterstützung würden im Ersuchen 

nicht gemacht (act. 1 S. 6). Es werde in keiner Weise substantiiert oder auch 

nur glaubhaft dargetan, dass die mutmasslichen Straftaten dem Beschwer-

deführer zuzuordnen seien. Es sei nicht dokumentiert oder durch ein Gericht 

verifiziert worden, ob die Darstellung der Staatsanwaltschaft Wien zutreffe. 

Es sei eine Tatsache, dass die österreichischen Behörden den Sachverhalt 

nicht oder nur unvollständig, allenfalls tatsachenwidrig, festgestellt hätten 

(act. 1 S. 7). Der Beschwerdeführer macht schliesslich geltend, er könne Tri-

vial- und Alibibeweise vorbringen. Er sei nicht an den von den österreichi-

schen Behörden bezeichneten Orten zu den bezeichneten Zeitpunkten ge-

wesen (act. 1 S. 9). 

 

7.2 Gemäss Art. 28 Abs. 3 lit. a IRSG bzw. Art. 12 Ziff. 2 lit. b EAUe hat das 

Auslieferungsersuchen eine Darstellung der Handlungen, derentwegen um 

Auslieferung ersucht wird, zu enthalten. Zeit und Ort ihrer Begehung sowie 

ihre rechtliche Würdigung unter Bezugnahme auf die anwendbaren Geset-

zesbestimmungen sind so genau wie möglich anzugeben. Unter dem Ge-

sichtspunkt des hier massgebenden Art. 12 EAUe reicht es in der Regel aus, 

wenn die Angaben im Rechtshilfeersuchen sowie in dessen Ergänzungen 

und Beilagen es den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prüfen, ob 

ausreichende Anhaltspunkte für eine auslieferungsfähige Straftat vorliegen, 

ob Verweigerungsgründe gegeben sind bzw. für welche mutmasslichen De-

likte dem Begehren allenfalls zu entsprechen ist. Entgegen der Argumenta-

tion des Beschwerdeführers kann nicht verlangt werden, dass die ersu-

chende Behörde die Tatvorwürfe bereits abschliessend mit Beweisen belegt. 

Das wäre mit dem Sinn und Zweck des Auslieferungsverfahrens unverein-

bar. Die ersuchte schweizerische Behörde hat sich beim Entscheid über ein 

ausländisches Auslieferungsersuchen nicht dazu auszusprechen, ob die da-

rin angeführten Tatsachen zutreffen oder nicht. Sie hat somit weder Tat- 

noch Schuldfragen zu prüfen und grundsätzlich auch keine Beweiswürdi-

gung vorzunehmen. Sie ist vielmehr an die Darstellung des Sachverhalts im 

Ersuchen gebunden, soweit diese nicht durch offensichtliche Fehler, Lücken 

oder Widersprüche entkräftet wird (vgl. BGE 133 IV 76 E. 2.2 S. 79; 132 II 

81 E. 2.1 S. 83 f.; Urteile des Bundesgerichts 1C_205/2007 vom 

- 9 - 

 

 

18 Dezember 2007 E. 3.2; 1A.297/2005 vom 13. Januar 2006 E. 2.3 und 3.5, 

je m.w.H.).  

 

Ausnahmen von diesem Grundsatz rechtfertigen sich nur, wenn es darum 

geht, einer offensichtlich unschuldigen Person die Unbill des Strafverfahrens 

zu ersparen (BGE 122 II 373 E. 1c; 109 Ib 60 E. 5a und 317 E. 11b). Dafür 

ist der besondere Fall des Alibibeweises in Art. 53 IRSG vorgesehen 

(BGE 123 II 279 E. 2b): Behauptet der Verfolgte, beweisen zu können, dass 

er zur Zeit der Tat nicht am Tatort war, so nimmt das Bundesamt die gebo-

tenen Abklärungen vor (Art. 53 Abs. 1 IRSG). In klaren Fällen wird die Aus-

lieferung verweigert. Andernfalls wird der ersuchende Staat unter Vorlage 

der entlastenden Beweise aufgefordert, innert kurzer Frist zu erklären, ob er 

das Ersuchen aufrechterhalten will (Art. 53 Abs. 2 IRSG). Den Alibibeweis 

können Verfolgte nur mit dem Nachweis führen, dass sie zur fraglichen Zeit 

überhaupt nicht am Tatort waren oder dass es sich um einen Irrtum in der 

Person handelt (BGE 123 II 282 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts 

1C_559/2011 vom 7. März 2012 E. 6.2). 

 

7.3 Dem österreichischen Auslieferungsersuchen, welches sich auf die Anord-

nung der Festnahme der Staatsanwaltschaft Wien und den Beschluss des 

Landesgerichts für Strafsachen Wien stützt, ist folgender Sachverhaltsvor-

wurf zu entnehmen (act. 4.1 und 4.2): 

 

Laut den Berichten des Landeskriminalamtes Niederösterreich wird der Be-

schwerdeführer verdächtigt, als Mitglied einer kriminellen Vereinigung in Z. 

(Österrreich) und anderen Orten im Bundesgebiet vorsatzlos handelnde Mit-

arbeiter der B. GmbH dazu bestimmt und zu bestimmen versucht zu haben, 

vorschriftswidrig Suchtgift 

 

a) in einer das 15-fache der Grenzmenge übersteigenden Menge zu beför-

dern, indem er sie mit dem Vorsatz, dass es in Verkehr gesetzt werde, damit 

beauftragt habe, das Suchtgift vom jeweiligen inländischen Übergabeort zur 

Transitzone eines Flughafens im Bundesgebiet zu transportierten, und zwar 

1.) am 27. März 2023 in Z. (Österreich) 150 g Kokain mit einem noch festzu-

stellenden Reinheitsgehalt, zumindest 40 %, Cocain; 

2.) am 31. Januar 2024 in Vorarlberg 1.000 g Ecstasy mit einem Reinheits-

gehalt von 80 % MDMA, wobei es nur deshalb beim Versuch geblieben sei, 

weil das Suchtgift nach Übergabe an Berechtigte der B. GmbH von Beamten 

des Landeskriminalamtes Vorarlberg habe sichergestellt werden können;  

 

b) in einer das 25-fache der Grenzmenge übersteigenden Menge aus Öster-

reich aus- und nach Australien einzuführen, indem er sie damit beauftragt 

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habe, das unter Punkt a) genannte Suchtgift auf dem Luftweg von der Tran-

sitzone am inländischen Flughafen nach Australien zu befördern. 

 

Der Tatverdacht gründe sich auf die Berichte des Landeskriminalamtes, ins-

besondere die von den australischen Behörden übermittelten sowie von B. 

GmbH zu Verfügung gestellten Unterlagen, sowie den Wahrnehmungen der 

Zollbeamten. 

 

Durch das unter Punkt a) geschilderte Verhalten habe der Beschwerdeführer 

das Verbrechen der Vorbereitung von Suchtgifthandel nach §§ 12 zweite 

Alt., 15 StGB, § 28 Abs. 1 dritter Fall, Abs. 2 und 3 Suchtmittelgesetz SMG 

begangen. 

 

Durch das unter Punkt b) geschilderte Verhalten habe der Beschwerdeführer 

das Verbrechen des Suchtgifthandels nach §§ 12 zweite Alt., 15 StGB, § 28a 

Abs. 1 zweiter und dritter Fall, Abs. 2 Z 2, Abs. 4 Z 3 Suchtmittelgesetz SMG 

begangen. 

 

In den Auslieferungsunterlagen wurden § 12 (Behandlung aller Beteiligten 

als Täter) und § 15 (Strafbarkeit des Versuches) des österreichischen Straf-

gesetzbuches wiedergegeben. Ebenso wurden die betreffenden strafrechtli-

chen Bestimmungen des Suchtmittelgesetzes aufgeführt: § 28 (Vorbereitung 

von Suchtgifthandel) und § 28a (Suchtgifthandel). 

 

7.4 Der Beschwerdeführer zeigt mit seiner Kritik keine Mängel im Sinne der er-

läuterten Rechtsprechung auf, welche den vorstehend wiedergegebenen 

Sachverhaltsvorwurf der ersuchenden Behörde sofort entkräften würden. 

Solche Mängel sind auch nicht ersichtlich. Was der Beschwerdeführer als 

Widerspruch bezeichnet, stellt keinen Widerspruch dar. So können aufgrund 

von weiteren Umständen Aussagen zu einem Mindestreinheitsgrad durch-

aus vor einer detaillierten Analyse gemacht werden. Mit seinen Einwendun-

gen, es fehle an einer «substantiierten rechtsgenügenden» «glaubhaft dar-

gelegten» Sachverhaltsdarstellung, verkennt der Beschwerdeführer ausser-

dem, dass das Rechtshilfegericht weder Tat- noch Schuldfragen zu prüfen 

hat und dass es in der Regel ausreicht, wenn die Auslieferungsunterlagen 

den schweizerischen Behörden ermöglichen zu prüfen, ob ausreichende An-

haltspunkte für eine auslieferungsfähige Straftat vorliegen. Dass diese Prü-

fung vorliegend nicht möglich wäre, zeigt er nicht auf und ist auch nicht er-

sichtlich. Der Beschwerdeführer hat den Alibibeweis weder gegenüber dem 

Beschwerdegegner noch im vorliegenden Verfahren erbracht. Die Rügen 

des Beschwerdeführers erweisen sich auch hier allesamt als unbegründet. 

 

- 11 - 

 

 

8.  

8.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, die rechtliche Würdigung der österrei-

chischen Behörden gehe fehl und bestehe nur daraus, die österreichischen 

Gesetzesbestimmungen zu zitieren (act. 1 S. 8). 

 

8.2 Für die Frage der beidseitigen Strafbarkeit nach schweizerischem Recht ist 

der im Ersuchen dargelegte Sachverhalt so zu subsumieren, wie wenn die 

Schweiz wegen des analogen Sachverhalts ein Strafverfahren eingeleitet 

hätte (BGE 132 II 81 E. 2.7.2 S. 90). Der Rechtshilferichter prüft daher bloss 

«prima facie», ob der im Ausland verübte inkriminierte Sachverhalt, sofern 

er – analog – in der Schweiz begangen worden wäre, die Tatbestandsmerk-

male einer schweizerischen Strafnorm erfüllen würde (Entscheid des Bun-

desstrafgerichts RR.2009.257 vom 29. März 2010 E. 3.2 mit Hinweisen). Die 

Strafnormen brauchen nach den Rechtssystemen der Schweiz und des er-

suchenden Staates nicht identisch zu sein (Urteil des Bundesgerichts 

1A.125/2006 vom 10. August 2006 E. 2.1 m.w.H.). Die richtige Qualifikation 

nach ausländischem Recht stellt kein formelles Gültigkeitserfordernis dar 

und ist vom Auslieferungsrichter daher nicht zu überprüfen, wenn feststeht, 

dass der in den Auslieferungsunterlagen umschriebene Sachverhalt den Tat-

bestand eines Auslieferungsdeliktes erfüllt (vgl. BGE 101 Ia 405 E. 4 S. 410 

m.w.H.).  

 

8.3 Da nach dem Gesagten die richtige Qualifikation nach ausländischem Recht 

nicht zu überprüfen ist, erübrigen sich weitere Erwägungen zu den Vorbrin-

gen des Beschwerdeführers, welche bei dieser Sachlage von Beginn weg 

ins Leere zielen.  

 

 

9.   

9.1 Der Beschwerdeführer erhebt diverse Einwände gegen das bisher in Öster-

reich durchgeführte Strafverfahren (act. 1 S. 8 ff., S. 6). 

 

Namentlich führt er aus, die österreichischen Untersuchungs- und Gerichts-

behörden hätten es während der gesamten Verfahrensdauer unterlassen, 

ihm die Vorhalte und Beweise in einer ihm leicht zugänglichen Sprache zu 

erklären und in Englisch zu übersetzen (act. 1 S. 6). Somit sei das Prinzip 

der effektiven Verteidigung verletzt worden. Das Landgericht Wien habe sich 

mit der vorliegenden Angelegenheit nicht ausführlich auseinandergesetzt 

(act. 1 S. 9). 

 

9.2 Die Schweiz prüft die Auslieferungsvoraussetzungen des EAUe auch unter 

dem Blickwinkel ihrer grundrechtlichen völkerrechtlichen Verpflichtungen 

- 12 - 

 

 

(vgl. Art. 2 IRSG). Gemäss Art. 2 lit. a IRSG wird einem Ersuchen um Zu-

sammenarbeit in Strafsachen nicht entsprochen, wenn Gründe für die An-

nahme bestehen, dass das Verfahren im Ausland den in der EMRK oder im 

Internationalen Pakt vom 16. Dezember 1966 über bürgerliche und politische 

Rechte (UNO-Pakt II; SR 0.103.2) festgelegten Verfahrensgrundsätzen nicht 

entspricht. Art. 2 IRSG soll verhindern, dass die Schweiz die Durchführung 

von Strafverfahren oder den Vollzug von Strafen unterstützt, in welchen den 

Personen die ihnen in einem Rechtsstaat zustehenden und insbesondere 

durch die EMRK und den UNO-Pakt II umschriebenen Minimalgarantien 

nicht gewährt werden oder welche den internationalen Ordre public verletzen 

(BGE 130 II 217 E. 8.1 S. 227; 129 II 268 E. 6.1 A. 271, je m.w.H.).  

 

Aus dieser Zielsetzung ergibt sich, dass einzelne Verfahrensverstösse im 

ausländischen Untersuchungsverfahren für sich allein nicht genügen, um die 

Rechtshilfe auszuschliessen; es ist in erster Linie Aufgabe der Rechtsmitte-

linstanzen des ersuchenden Staates, solche Verfahrensfehler zu korrigieren 

und sicherzustellen, dass dem Beschuldigten trotzdem ein faires Strafver-

fahren garantiert wird. Der Ausschluss der Rechtshilfe rechtfertigt sich nur, 

wenn das ausländische Strafverfahren insgesamt die durch die EMRK und 

den UNO-Pakt II umschriebenen Minimalgarantien nicht erfüllt (Urteil des 

Bundesgerichts 1A.226/2000 vom 6. November 2000 E. 3b). 

 

Der im ausländischen Strafverfahren Beschuldigte muss glaubhaft machen, 

dass er objektiv und ernsthaft eine schwerwiegende Verletzung der Men-

schenrechte im ersuchenden Staat zu befürchten hat (BGE 130 II 217 E. 8). 

Abstrakte Behauptungen genügen nicht. Der Beschwerdeführer muss seine 

Vorbringen im Einzelnen präzisieren (Urteil des Bundesgerichts 

1A.210/1999 vom 12. Dezember 1999 E. 8b).  

 

9.3 Nach dem völkerrechtlichen Vertrauensprinzip wird vermutet, dass ein Staat 

wie Österreich, welcher die EMRK sowie den UNO-Pakt II ratifiziert hat, ein 

Mitgliedsstaat der Europäischen Union und mit der Schweiz durch das EAUe 

verbunden ist, seine völkerrechtlichen Verpflichtungen wahrnimmt (Urteile 

des Bundesgerichts 1C_9/2015 vom 8. Januar 2015 E. 1.3; 1C_260/2013 

vom 19. März 2013 E. 1.4; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2018.72 

vom 29. März 2018 E. 5.4; jeweils m.w.H.). Es ist auch von einem wirksamen 

Rechtsschutz in Österreich auszugehen. Wie der Beschwerdegegner im 

Auslieferungsentscheid zutreffend festhält (act. 4.13 S. 8), vermag der Be-

schwerdeführer mit seinen Ausführungen auch nicht konkret aufzuzeigen, 

dass die österreichische Festnahmeanordnung nicht unter Einhaltung der in 

der EMRK garantierten Mindestgarantien ergangen wäre. Zu Recht weist der 

Beschwerdegegner ausserdem darauf hin, dass der Beschwerdeführer 

- 13 - 

 

 

allfällige Verletzungen seiner Verfahrensrechte in Österreich vor den über-

geordneten Instanzen geltend machen kann. Es ist nach dem Gesagten ge-

stützt auf das völkerrechtliche Vertrauensprinzip davon auszugehen, dass 

das österreichische Strafverfahren insgesamt die durch die EMRK und den 

UNO-Pakt II umschriebenen Minimalgarantien erfüllt. Die vorgenannten Rü-

gen des Beschwerdeführers sind daher unbegründet. 

 

 

10.  

10.1 Der Beschwerdeführer argumentiert, in seinem Fall sei eine stellvertretende 

Strafverfolgung angezeigt (act. 1 S. 11).  

 

Er sei vor einem Jahr in die Schweiz eingereist und besitze den Aufenthalts-

titel B. Er sei einer ordentlichen Arbeit nachgegangen. Er habe keinerlei Be-

zug zu Österreich. Zudem habe er keine Freunde oder Bekannte in Öster-

reich, jedoch habe er in der Schweiz eine Ehefrau, Freunde und Bekannte. 

Mit anderen Worten könnten ihn seine Ehefrau und Freunde bei einer Aus-

lieferung nicht besuchen (act 1 S. 10). Er messe den schweizerischen Be-

hörden ein hohes Vertrauen zu und fühle sich deshalb in der Schweiz sicher 

aufgehoben. Er habe aufgrund der Ereignisse gesundheitliche und psychi-

sche Probleme. Bei einer Auslieferung bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, 

dass sich dieser Zustand verschlechtern werde. Schliesslich sei auch sein 

Leben gefährdet, da er zu befürchten habe, dass die österreichischen Be-

hörden nicht für seine Sicherheit und körperliche Unversehrtheit Sorge tra-

gen könnten, weil die Hintermänner überall organisiert seien (act. 1 S. 11).   

 

10.2 Die Auslieferung kann lediglich aus Gründen verweigert werden, welche das 

Auslieferungsrecht ausdrücklich vorsieht (Urteil des Bundesgerichts 

1C_22/2011 vom 21. Januar 2011 E. 1.3). Weder das EAUe noch das IRSG 

sehen eine drohende Gefahr für den Beschwerdeführer, welche von Dritten 

– und nicht vom ersuchenden Staat – ausgehen könnte, als Auslieferungs-

hindernis vor (vgl. Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2011.10 vom 

16. Februar 2011 E. 3.2). Soweit der Beschwerdeführer Vergeltungsmass-

nahmen durch Dritte befürchtet, ist ihm entgegen zu halten, dass dies nach 

dem Gesagten kein Auslieferungshindernis darstellt. Abgesehen davon wur-

den seine Befürchtungen auch nicht im Ansatz substantiiert, geschweige 

denn glaubhaft gemacht. Es besteht kein Grund zur Annahme, dass im Falle 

des Beschwerdeführers besondere Schutzmassnahmen notwendig wären. 

Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass der ersuchende Staat seiner 

besonderen Fürsorgepflicht in den Strafvollzugsanstalten Rechnung tragen 

wird (s. zum Ganzen GARRÉ, Basler Kommentar, 2015, Art. 37 IRSG N. 11). 

Dafür, dass Österreich die allenfalls notwendigen Massnahmen zum Schutz 

- 14 - 

 

 

der körperlichen Unversehrtheit und Gesundheit des Beschwerdeführers 

nicht ergreifen würde, bestehen keine konkreten Anhaltspunkte.  

 

10.3 Gemäss Art. 37 Abs. 1 IRSG kann die Auslieferung abgelehnt werden, wenn 

die Schweiz die Verfolgung der Tat oder die Vollstreckung des ausländi-

schen Strafentscheides übernehmen kann und dies im Hinblick auf die sozi-

ale Wiedereingliederung des Verfolgten angezeigt erscheint. Jedoch kann 

eine Auslieferung nach ständiger Rechtsprechung in Fällen, in welchen – wie 

vorliegend – das EAUe Anwendung findet, nicht gestützt auf Art. 37 Abs. 1 

IRSG verweigert werden (BGE 129 II 100 E. 3.1; 123 II 279 E. 2d S. 283; 

122 II 485 E. 3a und 3b; vgl. auch den Entscheid des Bundesstrafgerichts 

RR.2023.67 vom 12. Juli 2023 E. 4.2.1 [bestätigt mit Urteil des Bundesge-

richts 1C_364/2023 vom 9. August 2023 E. 2.5]). Lediglich in Ausnahmefäl-

len kann der grundrechtliche Schutz des Familienlebens (Art. 8 EMRK, 

Art. 13 Abs. 1 BV) sogar ohne förmliches Ersuchen und auch im Ausliefe-

rungsverkehr mit Vertragsstaaten des EAUe die Abweisung des Ausliefe-

rungsersuchens und die stellvertretende Strafverfolgung in der Schweiz ge-

bieten (BGE 129 II 100 E. 3.5; Urteil des Bundesgerichts 1C_420/2022 vom 

29. Juli 2022 E. 2.3; TPF 2020 81 E. 2.3.1). Der Beschwerdeführer bringt 

keine Gründe für die Annahme eines Ausnahmefalls vor, in welchem der 

grundrechtliche Schutz des Familienlebens die stellvertretende Strafverfol-

gung sogar im Auslieferungsverkehr mit Vertragsstaaten des EAUe und 

ohne förmliches Ersuchen gebieten würde (vgl. hierzu u.a. den Entscheid 

des Bundesstrafgerichts RR.2023.53 vom 31. Mai 2023 E. 6.2.2 m.w.H.).  

 

10.4 Soweit der Beschwerdeführer sich formell ausschliesslich auf Art. 85 Abs. 2 

IRSG beruft (act. 1 S. 10), ist ergänzend festzuhalten, dass in Art. 85 ff. IRSG 

die Voraussetzungen der stellvertretenden Strafverfolgung nach innerstaat-

lichem Recht festgelegt sind, wenn ein ausländischer Staat die Schweiz da-

rum ersucht, an seiner Stelle die Strafgewalt auszuüben (s. zum Ganzen 

ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 

5. Aufl. 2019, N. 738 ff.; LUDWICZAK GLASSEY, Petit commentaire EIMP, 

Art. 85 N. 1 ff., N. 4). Hier haben die österreichischen Behörden der Schweiz 

aber gerade nicht ein Ersuchen um stellvertretende Strafverfolgung des Be-

schwerdeführers, sondern vielmehr um dessen Auslieferung eingereicht, 

weshalb kein Anwendungsfall von Art. 85 IRSG vorliegt. Darüber hinaus 

könnte eine Auslieferung gestützt auf Art. 85 Abs. 2 IRSG, gleich wie bei 

Art. 37 Abs. 1 IRSG, nach ständiger Rechtsprechung ohnehin nicht verwei-

gert werden in Fällen, in welchen – wie vorliegend – eine staatsvertragliche 

Pflicht zur Auslieferung nach EAUe besteht und somit das Prinzip des Vor-

rangs des Völkerrechts zum Tragen kommt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1A.262/2004 vom 7. Dezember 2004 E. 4.3 m.w.H.).  

- 15 - 

 

 

11. Andere Auslieferungshindernisse werden weder geltend gemacht noch sind 

solche ersichtlich. Die Auslieferung des Beschwerdeführers an Österreich ist 

daher zulässig 

 

 

12.   

12.1 Mit Auslieferungshaftbefehl vom 14. Februar 2024 wurde die Auslieferungs-

haft über den Beschwerdeführer angeordnet. Diese Verfügung blieb in der 

Folge unangefochten (act. 4.5). Mit Stellungnahme vom 4. März 2024 bean-

tragte der Beschwerdeführer, 1.) der Auslieferungshaftbefehl vom 14. Feb-

ruar 2024 sei nicht zu vollziehen, der Auslieferungshaftbefehl vom 14. Feb-

ruar 2024 sei aufzuheben und 2.) im Fall der Entlassung aus der «Untersu-

chungshaft» sei ihm als Ersatzmassnahme eine angemessene Kaution auf-

zuerlegen (act. 4.11). Mit Disp. Ziff. 2 des Auslieferungsentscheids vom 

22. März 2024 wurde das Haftentlassungsgesuch abgelehnt und diesbezüg-

lich als Rechtsmittel die Beschwerde innert 10 Tagen gemäss Art. 48 Abs. 2 

IRSG angegeben. Die vorliegende Beschwerde datiert vom 25. April 2024 

und richtet sich explizit ausschliesslich gegen Disp. Ziff. 1 des Auslieferungs-

entscheids. Auf die Einwendungen des Beschwerdeführers gegen den ab-

weisenden Haftentlassungsentscheid ist nicht einzugehen. Der Antrag in der 

Beschwerde auf umgehende Haftentlassung ist daher als akzessorisches 

Haftentlassungsgesuch entgegenzunehmen (s. nachfolgend).  

 

12.2 Die Beschwerdekammer kann ausnahmsweise im Zusammenhang mit einer 

Beschwerde gegen einen Auslieferungsentscheid in erster Instanz über ein 

Haftentlassungsgesuch befinden, wenn sich aus einer allfälligen Verweige-

rung der Auslieferung als unmittelbare Folge auch die Entlassung aus der 

Auslieferungshaft ergibt und das Haftentlassungsgesuch insofern rein ak-

zessorischer Natur ist (Urteil des Bundesgerichts 1A.13/2007 vom 9. März 

2007 E. 1.2; Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2008.59 vom 19. Juni 

2008 E. 2.2). 

 

12.3 Da die Auslieferung des Beschwerdeführers vorliegend gewährt werden 

kann (s. E. 11), ist auch das akzessorische Haftentlassungsgesuch abzuwei-

sen.  

 

 

13.  

13.1 Der Beschwerdeführer ersucht um Gewährung der unentgeltlichen Prozess-

führung und Rechtsvertretung (RP.2024.4, act. 1).   

 

- 16 - 

 

 

13.2 Mit Schreiben vom 29. April 2024 wurde der Gesuchsteller ersucht, das bei-

gelegte Formular betreffend die unentgeltliche Rechtspflege vollständig und 

wahrheitsgetreu auszufüllen und inklusive der im Formular genannten Un-

terlagen innerhalb der angesetzten Frist zu retournieren (RP.2024.4, act. 2). 

Im Formular wurde namentlich festgehalten, dass alle Angaben zu den fi-

nanziellen Verhältnissen zu belegen sind und unvollständig ausgefüllte oder 

nicht mit den erforderlichen Beilagen versehene Gesuche ohne weiteres ab-

gewiesen werden können. 

 

Innert bis am 24. Mai 2024 erstreckter Frist liess der Gesuchsteller das un-

vollständig ausgefüllte und am 3. Mai 2024 unterzeichnete Formular einrei-

chen (RP.2024.4, act. 6 und 6.1). Darin erklärte der 23-jährige Gesuchsteller, 

als Chefkoch bei der C. GmbH zu arbeiten, zusammen mit seiner 32-jährigen 

slowenischen Ehefrau in Y. (Schweiz) zu wohnen und keine Kinder zu ha-

ben. Das Feld zu Beruf der Ehefrau und deren Arbeitgeber füllte er nicht aus 

(RP.2024.4, act. 6.1 S. 1). Zum Vermögen gab er an, dass ein D.-Konto be-

stehe. Ob dieses dem Gesuchsteller, dessen Ehefrau oder beiden gemein-

sam gehöre, wurde nicht spezifiziert. Das Feld zum Kontostand blieb aus-

serdem unausgefüllt. Der Gesuchsteller erklärte weiter, Schulden in der 

Höhe von Fr. 8'000.-- zu haben. Das Feld zu den Gläubigern dieser Schulden 

wurde wiederum nicht ausgefüllt (RP.2024.4, act. 6.1 S. 3). Zu den Auslagen 

wurde ein Mietzins von Fr. 1'700.-- für den Gesuchsteller und Fr. 1'700.-- für 

dessen Ehefrau angegeben. Die Krankenkassenprämien sollen für den Ge-

suchsteller Fr. 230.-- und für dessen Ehefrau Fr. 280.-- betragen. Die «sons-

tigen Auslagen» des Gesuchstellers wurden auf Fr. 1'100.-- beziffert, was zu 

Auslagen des Gesuchstellers pro Monat von Fr. 3'130.-- führe. Das Feld zum 

Total der monatlichen Auslagen der Ehefrau wurde nicht ausgefüllt 

(RP.2024.4, act. 6.1 S. 4). Der Gesuchsteller gab abschliessend an, einen 

monatlichen Nettolohn von Fr. 3'500.-- zu verdienen. Zum Einkommen sei-

ner Ehefrau machte der Gesuchsteller keine Angaben; alle entsprechenden 

Felder wurden nicht ausgefüllt (RP.2024.4, act. 6.1 S. 5). Beilagen zum For-

mular betreffend unentgeltliche Rechtspflege wurden nicht eingereicht. 

 

Der Rechtsvertreter des Gesuchstellers führte zu dessen wirtschaftlichen 

Verhältnissen aus, dieser befinde sich seit dem 19. Februar 2024 in Auslie-

ferungshaft und verfüge seitdem auch über kein Einkommen. Zudem habe 

er durch die Inhaftierung keine Möglichkeit, die erforderlichen Dokumente, 

wie z.B. Lohnausweise, Versicherungsprämie, Schulden etc., vorzulegen 

(RP.2024.4, act. 6 S. 2).  

 

13.3 Die Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderlichen 

Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern 

- 17 - 

 

 

ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt 

dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist 

(Art. 65 Abs. 2 VwVG). Diese Regelung ist Ausfluss von Art. 29 Abs. 3 BV. 

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Prozessbegehren 

als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten beträchtlich gerin-

ger erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Begehren nicht als 

aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr 

die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend 

ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger 

Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde (BGE 139 III 475 E. 2.2 

S. 476 f.; 139 III 396 E. 1.2; 138 III 217 E. 2.2.4). Bedürftig ist eine Partei, 

welche die Leistung der erforderlichen Prozess- und Parteikosten nur erbrin-

gen kann, wenn sie die Mittel angreift, die sie zur Deckung des Grundbedarfs 

für sich und ihre Familie benötigt (BGE 127 I 202 E. 3b S. 205; 125 IV 161 

E. 4a S. 164, je m.w.H.). Zu berücksichtigen sind dabei auch die Mittel un-

terstützungspflichtiger Personen, insbesondere jene des Ehegatten. Die 

Pflicht des Staats, der bedürftigen Partei die unentgeltliche Rechtspflege zu 

gewähren, geht der Beistands- und Beitragspflicht aus Familienrecht nach 

(vgl. BGE 127 I 202 E. 3b S. 205 mit Hinweisen; Entscheide des Bundesstraf-

gerichts BH.2011.7+BP.2011.71 vom 19. Dezember 2011 E. 9; BP.2010.69 

vom 3. Dezember 2010 S. 4). 

 

13.4 Vorstehende Erwägungen (s. supra E. 4 ff.) machen deutlich, dass die im 

Beschwerdeverfahren im Einzelnen erhobenen Rügen ständiger Rechtspre-

chung zuwiderlaufen und sich somit allesamt als offensichtlich unbegründet 

erweisen. Die im vorliegenden Beschwerdeverfahren formulierten Rügen 

entsprechen im Wesentlichen auch den bereits im erstinstanzlichen vorge-

brachten und vom Beschwerdegegner mit Hinweis auf die einschlägige Pra-

xis verworfenen Argumenten. Die Beschwerde muss daher als aussichtslos 

im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG bezeichnet werden. Bereits aus diesem 

Grund ist das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertre-

tung abzuweisen.  

 

Der Gesuchsteller ist ausserdem seinen Verfahrenspflichten nicht vollstän-

dig nachgekommen und er hat seine Bedürftigkeit nicht nachgewiesen 

(s. supra E. 13.2). Weshalb der vor seiner Inhaftierung in der Schweiz mit 

seiner Ehefrau wohnhafte und arbeitstätige Gesuchsteller nicht in der Lage 

sein soll, zunächst seine wirtschaftlichen Verhältnisse klar sowie vollständig 

darzulegen und sodann die notwendigen Beilagen innerhalb der ihm gerade 

deswegen erstreckten Frist (vgl. RP.2024.4, act. 3 f.) organisieren zu lassen, 

zeigt sein Rechtsvertreter nicht auf. Die finanzielle Situation des Gesuchstel-

lers und dessen grundsätzlich unterstützungspflichtigen Ehefrau bleiben 

- 18 - 

 

 

unklar. Sollte, wie vom Gesuchsteller angegeben, der Mietzins für die ge-

meinsame Wohnung gesamthaft Fr. 3‘400.-- betragen, ist im Übrigen nicht 

ersichtlich, wie das Ehepaar vor der Inhaftierung die im Ergebnis geltend ge-

machten gemeinsamen Auslagen von über Fr. 5’000.-- pro Monat alleine mit 

dem angegebenen Einkommen des Gesuchstellers von Fr. 3‘500.-- bestrit-

ten haben will.  

 

 

14. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten dem Be-

schwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühr ist 

auf Fr. 3‘000.-- festzusetzen (vgl. Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG 

sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a BStKR). 

- 19 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechts-

vertretung wird abgewiesen. 

  

3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 5. Juni 2024 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Theodor G. Seitz 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). Eingaben müssen spätestens am letzten Tag 
der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 
einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden (Art. 48 
Abs. 1 BGG). Im Falle der elektronischen Einreichung ist für die Wahrung einer Frist der Zeitpunkt 
massgebend, in dem die Quittung ausgestellt wird, die bestätigt, dass alle Schritte abgeschlossen 
sind, die auf der Seite der Partei für die Übermittlung notwendig sind (Art. 48 Abs. 2 BGG). 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).