# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 48b974eb-3a67-5e01-a4a5-bcbb865d005b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.09.2018 100 2017 260
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-260_2018-09-05.pdf

## Full Text

100.2017.260U
DAM/MAL/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. September 2018

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Verwaltungsrichter Daum
Gerichtsschreiberin Marti

A.________
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3001 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Straffälligkeit; Ermessensbewilligung (Entscheid der Polizei- und 
Militärdirektion des Kantons Bern vom 8. August 2017; 2016.POM.690)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________, geboren am … April 1980, Staatsangehöriger von Mazedo-
nien, reiste am 13. August 1995 im Rahmen des Familiennachzugs in die 
Schweiz ein. Er erhielt eine Aufenthaltsbewilligung, welche nach Erreichen 
der Volljährigkeit jährlich ermessensweise verlängert wurde, zuletzt bis am 
9. Mai 2016. 

Weil A.________ straffällig geworden war, verwarnte ihn die Einwohnerge-
meinde (EG) Bern am 17. Juli 2000. In den Jahren 2003, 2004, 2006 und 
2007 wurde die Aufenthaltsbewilligung wegen Verschuldung nur unter 
Auflagen verlängert. Am 5. Februar 2016 verurteilte ihn das Obergericht 
des Kantons Bern (nachfolgend: Obergericht) wegen schwerer Körperver-
letzung zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 20 Monaten bei einer Probe-
zeit von zwei Jahren. 

Mit Verfügung vom 4. November 2016 verweigerte die EG Bern, Einwoh-
nerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), die Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung und wies A.________ aus der Schweiz weg.

B.

Hiergegen erhob A.________ am 7. Dezember 2016 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Mit Entscheid vom 
8. August 2017 wies diese das Rechtsmittel ab und setzte ihm eine Ausrei-
sefrist bis zum 19. September 2017. 

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 8. September 2017 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der angefoch-
tene Entscheid sei aufzuheben und die Gemeinde (EMF) sei anzuweisen, 
seine Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Er hat zudem die Sistierung 

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des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens bis zum rechtskräftigen Entscheid 
über das gleichentags beim Obergericht eingereichte Revisionsgesuch be-
treffend das Strafurteil vom 5. Februar 2016 beantragt. Am 21. September 
2017 hat A.________ zudem ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt gestellt. 

Die POM und die EG Bern haben am 29. September bzw. 9. Oktober 2017 
die Abweisung der Beschwerde beantragt. 

Der Instruktionsrichter hat das Beschwerdeverfahren in der Folge antrags-
gemäss sistiert. Nachdem A.________ am 22. März 2018 darüber orientiert 
hat, dass das Obergericht mit Beschluss vom 8. März 2018 das Revisions-
gesuch abgewiesen hatte, hat der Instruktionsrichter das Beschwerdever-
fahren am 23. März 2018 wieder aufgenommen. 

Die POM hält mit Stellungnahme vom 1. Mai 2018 an ihrem Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde fest. A.________ hat mit Eingabe vom 31. Mai 
2018 von der Gelegenheit zu ergänzenden Bemerkungen Gebrauch ge-
macht, weitere Unterlagen sowie eine redaktionell bereinigte Beschwerde-
schrift eingereicht. Er hält an seiner Beschwerde fest. Die POM hat am 
25. Juni 2018 ihren Antrag auf Beschwerdeabweisung bestätigt. Die 
EG Bern hat sich nicht mehr vernehmen lassen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 

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oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen 
einschliesslich Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 80 
Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des Be-
schwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Wird in der Schweiz ein Aufenthalt mit Erwerbstätigkeit oder ein 
mehr als dreimonatiger Aufenthalt ohne Erwerbstätigkeit beabsichtigt, so ist 
dafür eine Bewilligung erforderlich (Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; 
SR 142.20]). Die Aufenthaltsbewilligung wird für Aufenthalte mit einer 
Dauer von mehr als einem Jahr erteilt (Art. 33 Abs. 1 AuG). Sie ist befristet 
und kann verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 
Abs. 1 AuG vorliegen (Art. 33 Abs. 3 AuG). Demnach besteht grundsätzlich 
kein Anspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung einer Aufenthaltsbewilli-
gung, es sei denn, die um eine Bewilligung ersuchende Person oder ihre in 
der Schweiz lebenden Angehörigen könnten sich auf eine besondere Norm 
des Bundesrechts (einschliesslich Bundesverfassungsrecht) oder eines 
Staatsvertrags berufen (BGE 133 I 185 E. 2.3). Andernfalls entscheidet die 
zuständige Behörde nach pflichtgemässem Ermessen über die Bewilli-
gungserteilung oder -verlängerung (vgl. Art. 3, Art. 33 Abs. 3 sowie Art. 96 
AuG). Das AuG unterscheidet demnach zwischen Bewilligungen, auf deren 
Erteilung ein Rechtsanspruch besteht (sog. Anspruchsbewilligung), und 
Bewilligungen, über welche die Behörde ermessensgeprägt entscheidet 
(sog. Ermessensbewilligung; BVR 2013 S. 73 E. 2.2, 2010 S. 481 E. 2.1). 

2.2 Dem Beschwerdeführer wurde der Aufenthalt in der Schweiz zu-
nächst im Rahmen des Familiennachzugs bewilligt (vgl. Akten EG Bern 

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pag. 525 ff., 521, 518, 515). Nach Erreichen der Volljährigkeit hat die 
EG Bern seinen Aufenthalt jeweils jährlich und teilweise unter Auflagen 
verlängert (vgl. Akten EG Bern pag. 510, 499, 497, 494, 461, 459, 444 f., 
433, 431, 346, 336, 333, 322, 320, 294, 292 f., 288, 264, 248, 245, 209, 
205, 197, 181, 172, 164, 145, 129). Ein Aufenthaltsanspruch wird vom Be-
schwerdeführer nicht geltend gemacht. Insbesondere bringt er nicht vor, die 
POM habe einen solchen Anspruch aus dem Recht auf Achtung des Privat- 
und Familienlebens gemäss Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskon-
vention (EMRK; SR 0.101) bzw. Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; 
SR 101) zu Unrecht verneint (vgl. angefochtener Entscheid E. 2b). Die fa-
miliären Beziehungen zum Bruder und dessen Familie mit dem heute 15-
jährigen Neffen (vgl. Beschwerde S. 5; Beschwerdebeilage [BB] 9) fallen 
nicht unter die erwähnten Garantien, da sie nicht die Kernfamilie betreffen 
und kein besonderes Abhängigkeitsverhältnis besteht, das über die nor-
malen affektiven Beziehungen hinausgeht (vgl. dazu BGE 144 II 1 E. 6.1, 
137 I 154 E. 3.4.2; BVR 2003 S. 193 E. 1d). Im Folgenden ist zu prüfen, ob 
dem Beschwerdeführer die ermessensweise Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung zu Recht verweigert wurde.

3.

3.1 Die Praxis der bernischen Behörden bei Ermessensbewilligungen 
bezweckt in erster Linie das Vermeiden schwerwiegender persönlicher 
Härtefälle (BVR 2013 S. 73 E. 3.4 mit Hinweisen). Wegleitend ist dabei 
Art. 30 Abs. 1 Bst. b AuG, wonach von den Zulassungsvoraussetzungen 
abgewichen werden kann, um schwerwiegenden persönlichen Härtefällen 
oder wichtigen öffentlichen Interessen Rechnung zu tragen. Bei der Beur-
teilung sind insbesondere die Integration, die Respektierung der Rechts-
ordnung, die Familienverhältnisse, die finanziellen Verhältnisse sowie der 
Wille zur Teilhabe am Wirtschaftsleben und zum Erwerb von Bildung, die 
Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, der Gesundheitszustand und die 
Möglichkeiten für eine Wiedereingliederung im Herkunftsstaat zu berück-
sichtigen (Art. 31 Abs. 1 Bst. a-g der Verordnung vom 24. Oktober 2007 
über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201]). Die 
Annahme eines schwerwiegenden persönlichen Härtefalls setzt voraus, 

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dass sich die betreffende ausländische Person in einer persönlichen Not-
lage befindet bzw. ihre Lebens- und Existenzbedingungen, gemessen am 
durchschnittlichen Schicksal von anderen ausländischen Personen in einer 
vergleichbaren Situation, in gesteigertem Mass in Frage gestellt sind und 
die Verweigerung einer Ausnahme für sie schwere Nachteile zur Folge 
hätte. Geprüft wird, ob es der ausländischen Person in persönlicher, wirt-
schaftlicher und sozialer Hinsicht zuzumuten ist, in ihre Heimat zurückzu-
kehren und sich dort aufzuhalten. Zu diesem Zweck ist ihre zukünftige Si-
tuation im Ausland ihren persönlichen Verhältnissen in der Schweiz gegen-
überzustellen (Weisungen des SEM vom 25.10.2013, Stand 1.7.2018, 
Ausländerbereich [Weisungen AuG], Ziff. 5.6.1, einsehbar unter 
<www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service», «Weisungen 
und Kreisschreiben», «I. Ausländerbereich»). Die Ausländerbehörden dür-
fen diese Voraussetzungen zur Anerkennung eines Härtefalls in Anbetracht 
des öffentlichen Interesses an einer restriktiven Einwanderungspolitik 
streng handhaben. Insbesondere begründen selbst eine langdauernde An-
wesenheit und eine gute Integration sowie klagloses Verhalten für sich al-
lein noch keinen Härtefall (BVR 2016 S. 369 E. 3.3, 2013 S. 73 E. 3.4 mit 
Hinweis auf BGE 137 II 1 E. 4.1, 130 II 39 E. 3 [Pra 93/2004 Nr. 140]).

3.2 Bei der Frage, ob eine Bewilligung ermessensweise zu verlängern 
ist, kommt der Bewilligungsbehörde ein grosser Spielraum zu, den sie 
pflichtgemäss, d.h. im Rahmen von Verfassung und Gesetz nach sachli-
chen Grundsätzen auszufüllen hat. Namentlich sind Sinn und Zweck der 
gesetzlichen Ordnung und die dort angelegten öffentlichen Interessen, das 
Gebot der rechtsgleichen Behandlung, die Verhältnismässigkeit und das 
Willkürverbot zu beachten. Als gesetzliche Leitlinie sind die persönlichen 
Verhältnisse, der Grad der Integration und das bisherige Verhalten der 
ausländischen Person zu berücksichtigen (Art. 96 Abs. 1 AuG; BVR 2015 
S. 105 E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.1, 2010 S. 481 E. 6.1; vgl. auch BVR 2018 
S. 63 E. 3.3 betreffend Erteilung der Niederlassungsbewilligung). 

3.3 Die Gemeinde hat die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Beschwerdeführers mit Hinweis auf das Vorliegen des Widerrufsgrunds 
nach Art. 62 Bst. b und c AuG in der damaligen Fassung verweigert (Ver-
urteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe und Gefährdung oder Ver-

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letzung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung; heute: Art. 62 Abs. 1 
Bst. b und c AuG; vgl. Akten EG Bern pag. 20). Wie die POM zutreffend 
klargestellt hat (angefochtener Entscheid E. 3), ist in der vorliegenden 
Konstellation (Ermessensbewilligung) ein Widerrufsgrund indes nicht Vo-
raussetzung: Aus Art. 33 Abs. 3 AuG, wonach die Aufenthaltsbewilligung 
verlängert werden kann, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 
AuG vorliegen, lässt sich nicht schliessen, die Verweigerung einer ermes-
sensweisen Bewilligungsverlängerung erfordere zwingend das Vorliegen 
eines Widerrufsgrunds. Vielmehr kann die Nichtverlängerung auch dann 
zulässig sein, wenn kein Widerrufsgrund ersichtlich oder diskutabel ist, ob 
ein solcher vorliegt. Denn die Verweigerung der Ermessensbewilligung 
misst sich nach weniger strengen Anforderungen als bei der Anspruchsbe-
willigung und die Behörde kann auch aus anderen Gründen von einer er-
messensweisen Bewilligungsverlängerung absehen (BVR 2013 S. 73 
E. 3.3). – Der Beschwerdeführer wurde am 5. Februar 2016 rechtskräftig zu 
einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten verurteilt (vgl. Akten EG Bern pag. 85-
116 [Urteilsbegründung] und 120-123 [Urteilsdispositiv]). Gegen dieses 
Urteil hat er am 8. September 2017 ein Revisionsgesuch eingereicht, wel-
ches das Obergericht mit Beschluss vom 8. März 2018 abgewiesen hat 
(BB 13; act. 8A/14). Wenn der Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheits-
strafe von Art. 62 Abs. 1 Bst. b AuG erfüllt ist, erscheint die Nichtverlänge-
rung einer Ermessensbewilligung umso eher begründet. In einer derartigen 
Konstellation müssen daher bedeutende Umstände vorliegen, um die Er-
messensausübung der Behörde als rechtsfehlerhaft darstellen zu lassen 
(vgl. etwa VGE 2013/225 vom 19.6.2014 E. 3.2). 

3.4 Unabhängig davon, ob die Behörde die ermessensweise Bewilli-
gungsverlängerung wegen eines Widerrufsgrunds oder aus anderen Grün-
den verweigert, hat sie ihr Ermessen pflichtgemäss im Sinn von Art. 96 
AuG auszuüben und muss sich die Bewilligungsverweigerung insbeson-
dere als verhältnismässig erweisen (vorne E. 3.1). Das Verwaltungsgericht 
beschränkt sich im Beschwerdefall nebst der Sachverhaltskontrolle auf die 
bei Ermessensentscheiden massgebliche Rechtskontrolle (vgl. vorne 
E. 1.2): Es überprüft die Ermessensausübung und die damit verbundene 
Interessenabwägung vorab unter methodischen Gesichtspunkten, d.h. es 
überprüft, ob die Vorinstanz die allgemeinen Rechtsprinzipien zur Ermes-

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sensausübung missachtet oder gegen materielle oder formelle Rechtsre-
geln verstossen hat. Dabei ist es namentlich aufgrund der grösseren Sach-
nähe in erster Linie an der beschwerdeführenden Person, im Einzelnen 
darzutun, inwiefern der angefochtene Entscheid ihrem konkreten Einzelfall 
in rechtsfehlerhafter Weise ungenügend Rechnung trägt (BVR 2015 S. 105 
E. 2.2, 2013 S. 73 E. 3.3).

4.

4.1 Die Vorinstanz hat nach einer umfassenden Interessenabwägung 
die Verfügung der EMF bestätigt, die es abgelehnt hat, die Aufenthaltsbe-
willigung des Beschwerdeführers zu verlängern. Sie ist mit Blick auf das 
strafbare Verhalten und die Verschuldung von einem erheblichen öffentli-
chen Interesse an der Entfernungsmassnahme ausgegangen. Gegen den 
Beschwerdeführer spreche, dass er sein Verhalten trotz wiederholter frem-
denpolizeilicher Ermahnung nicht geändert und laufend neue Schulden 
eingegangen sei sowie sein strafbares Verhalten über einen längeren Zeit-
raum fortgesetzt habe. Sodann sei der Beschwerdeführer lediglich befristet 
angestellt, weshalb mit einer dauerhaften Konsolidierung seiner finanziellen 
Verhältnisse nicht ohne weiteres gerechnet werden könne. Zwar scheine 
der Beschwerdeführer insgesamt bemüht zu sein, eine nachhaltige Verän-
derung anzustreben; dies genüge aber nicht, um eine Rückfallgefahr gänz-
lich auszuschliessen. Der ungebundene Beschwerdeführer habe die ersten 
15 Lebensjahre in seiner Heimat verbracht und auch während seines Auf-
enthalts in der Schweiz stets Kontakt zu Landsleuten gehabt. Die POM 
erachtet die Rückkehr- und Integrationsmöglichkeiten als intakt, auch wenn 
es dem Beschwerdeführer schwerfallen dürfte, sich in Mazedonien einzu-
gliedern (angefochtener Entscheid E. 5). 

4.2 Hinsichtlich des rechtskräftigen Schuldspruchs wegen schwerer 
Körperverletzung hat die POM zu Recht festgehalten, dass der Beschwer-
deführer mit diesem Verhalten eine Anlasstat im Sinn von Art. 121 Abs. 3 
und 4 BV i.V.m. Art. 66a Abs. 1 Bst. b des Schweizerischen Strafgesetzbu-
ches (StGB; SR 311.0) begangen hat, die grundsätzlich obligatorisch zu 
einer strafrechtlichen Landesverweisung führt. Auch wenn die entspre-

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chende Bestimmung im vorliegenden Fall keine Anwendung findet, ist der 
darin zum Ausdruck gebrachten verfassungs- und gesetzgeberischen 
Wertung im Rahmen der ausländerrechtlichen Interessenabwägung Rech-
nung zu tragen (vgl. BGE 141 II 297 E. 5.5.3, 139 I 31 E. 2.3.2; 
VGE 2016/187 vom 28.6.2017 [bestätigt durch BGer 2C_666/2017 vom 
1.2.2018] E. 3.2.3). Soweit der Beschwerdeführer um Edition der Strafakten 
des Regionalgerichts Bern-Mittelland ersucht (Beschwerde S. 9), kann da-
rauf verzichtet werden. Hiervon sind mit Blick auf die ausführliche schriftli-
che Urteilsbegründung des Obergerichts (vgl. Akten EG Bern pag. 85-116) 
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, die für das vorliegende ausländer-
rechtliche Verfahren wesentlich wären. Der Beweisantrag wird abgewiesen 
(vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung etwa BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, 
2011 S. 97 E. 4.2.1).

4.3 Der Beschwerdeführer kritisiert die Würdigung der POM, wonach 
die Rückfallgefahr nicht gänzlich ausgeschlossen werden könne.

4.3.1 Vor der Verurteilung durch das Obergericht vom 5. Februar 2016 
wegen schwerer Körperverletzung (begangen am 30.10.2010) hat der Be-
schwerdeführer wie folgt gegen die Rechtsordnung verstossen (vgl. Auszug 
aus dem Schweizerischen Strafregister vom 1.2.2007 und 9.6.2016, Akten 
EG Bern pag. 249, 173, 72 f.):

– Urteil des Untersuchungsrichteramts III Bern-Mittelland vom 28. April 
2000 wegen Angriffs (begangen am 30.1.2000): Gefängnis 20 Tage 
(bedingt vollziehbar, Probezeit 2 Jahre); 

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts III Bern-Mittelland vom 
24. Juli 2003 wegen Raufhandels (begangen am 2.3.2003) und Über-
tretungen gegen das (inzwischen aufgehobene) Transportgesetz (be-
gangen am 29.4.2003): Gefängnis 20 Tage (bedingt vollziehbar, Pro-
bezeit 2 Jahre) und Busse von Fr. 90.--;

– Strafmandat des Untersuchungsrichteramts III Bern-Mittelland vom 
27. Dezember 2006 wegen Hehlerei (begangen in der Zeit vom 11.8. 
bis 20.8.2006): Gefängnis 5 Tage (bedingt vollziehbar, Probezeit 
2 Jahre; Verlängerung der Probezeit um ein Jahr am 12.2.2009; Akten 
EG Bern pag. 80);

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– Urteil des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen vom 12. Februar 2009 we-
gen einfacher Körperverletzung (begangen am 26.1.2007): Geldstrafe 
von 20 Tagessätzen zu Fr. 70.--;

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-
Mittelland, vom 19. Oktober 2012 wegen Urkundenfälschung und ver-
suchten Betrugs (begangen im Januar 2012): Geldstrafe von 
60 Tagessätzen zu Fr. 110.-- (bedingt vollziehbar, Probezeit 3 Jahre) 
und Busse von Fr. 1ʹ100.-- (Akten EG Bern pag. 81); 

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-
Mittelland, vom 12. September 2013 wegen Widerhandlung gegen das 
Personenbeförderungsgesetz (mehrfach begangen am 12.6.2013 und 
17.6.2013): Busse von Fr. 150.-- (Akten EG Bern pag. 82);

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-
Mittelland, vom 26. Mai 2014 wegen unanständigen Benehmens und 
Nachtruhestörung (begangen am 4.5.2014): Busse von Fr. 150.-- (Ak-
ten EG Bern pag. 79);

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-
Mittelland, vom 3. September 2014 wegen Nichttragens der Sicher-
heitsgurten durch die Mitfahrerin oder den Mitfahrer (begangen am 
27.5.2014): Busse von Fr. 60.-- (Akten EG Bern pag. 78);

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-
Mittelland, vom 20. April 2015 wegen Widerhandlung gegen das Per-
sonenbeförderungsgesetz (begangen am 26.1.2015): Busse von 
Fr. 200.-- (Akten EG Bern pag. 75);

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland vom 11. August 
2015 wegen Raufhandels (begangen am 5.12.2014): Geldstrafe von 
40 Tagessätzen zu Fr. 30.-- (Akten EG Bern pag. 76);

– Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-
Mittelland, vom 8. Dezember 2015 wegen Widerhandlung gegen das 
Personenbeförderungsgesetz (begangen am 13.9.2015): Busse von 
Fr. 200.-- (Akten EG Bern pag. 74); 

Im Zeitraum von April 2000 bis Juli 2007 sind folgende Übertretungen ak-
tenkundig (Akten EG Bern pag. 224-228):

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– über 20 Verurteilungen wegen Widerhandlungen gegen das (inzwi-
schen aufgehobene) Transportgesetz wegen Reisens ohne gültigen 
Fahrausweis: Bussen zwischen Fr. 60.-- und 200.--;

– 4 Verurteilungen wegen Nichttragens der Sicherheitsgurten durch die 
Mitfahrerin oder den Mitfahrer: Busse zu je Fr. 60.--.

4.3.2 Der Beschwerdeführer ist der Ansicht, dass er seit dem Vorfall vom 
5. Dezember 2014 (Raufhandel) sein Leben «komplett umgekrempelt» hat. 
Er sei frei von Drogen und habe sich vom früheren, belasteten Kollegen-
kreis, von der Ausgangsszene und von Alkoholexzessen glaubhaft distan-
ziert (vgl. Beschwerde S. 4 und 10; act. 13). – Ins Gewicht fällt vorab, dass 
der Beschwerdeführer auch nach der Tat vom 30. Oktober 2010, welche 
dem Urteil des Obergerichts vom 5. Februar 2016 zugrunde liegt, erneut 
delinquiert und sieben Strafbefehle erwirkt hat. Bei diesen Verurteilungen 
handelt es sich, anders als er meint, keineswegs bloss um sehr unterge-
ordnete Verfehlungen (vgl. Beschwerde S. 4 und 10). Unter anderem 
wurde er wegen Urkundenfälschung und versuchten Betrugs (beides be-
gangen im Januar 2012) zu einer Geldstrafe verurteilt (Akten EG Bern 
pag. 81). Am 5. Dezember 2014 nahm er an einer wechselseitigen tätlichen 
Auseinandersetzung teil, in deren Verlauf einer der Beteiligten einen 
Durchschuss am Oberschenkel erlitt (Akten EG Bern pag. 76). Auch das 
Obergericht hat die Delinquenz während des laufenden Verfahrens negativ 
gewichtet und als Geringschätzung der hiesigen Rechtsordnung gewürdigt 
(Akten EG Bern pag. 109). Im Jahr 2015 war er zweimal ohne gültigen 
Fahrausweis unterwegs (Akten EG Bern pag. 74 f.), was in Anbetracht der 
zahlreichen früheren Verurteilungen auf eine erhebliche Einsichtslosigkeit 
und Gleichgültigkeit gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung 
schliessen lässt. Nicht zu überzeugen vermag der Einwand des Beschwer-
deführers, er sei «seit zwei Jahren» in eine unterstützende Freundes- und 
Familiengemeinschaft eingebettet und werde aus diesem Grund nicht mehr 
delinquieren (vgl. act. 13). Mit seinem Bruder bzw. mit dessen Familie 
wohnt er offenbar bereits seit über 15 Jahren im selben Haushalt (BB 9). 
Für den Beschwerdeführer, der seit dem Jahr 2000 immer wieder Strafta-
ten beging (vgl. E. 4.3.1 hiervor), waren diese familiären Beziehungen wäh-
rend langer Zeit nicht Grund genug, sich rechtens zu verhalten. Dass der 
Beschwerdeführer eine «biographische Kehrtwende» vollzogen hätte, die 

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für das Ausbleiben weiterer Straftaten sprechen könnte (vgl. jüngst etwa 
BGer 2C_532/2017 vom 26.3.2018 E. 5.1 f.), ist nach dem Gesagten weder 
plausibel noch nachvollziehbar dargelegt.

4.3.3 Im Übrigen gibt die Prognose über künftiges Wohlverhalten bei der 
Interessenabwägung, wie sie im Rahmen ausländerrechtlicher Nichtverlän-
gerungs- oder Widerrufsverfahren geboten ist, nicht den Ausschlag. Da der 
Beschwerdeführer Drittstaatsangehöriger ist und überdies eine schwere 
Straftat begangen hat, dürfen generalpräventive Überlegungen miteinbezo-
gen werden (vgl. BGE 136 II 5 E. 4.2 [im Umkehrschluss]; jüngst etwa 
BGer 2C_864/2017 vom 15.6.2018 E. 4.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1, 2011 
S. 289 E. 5.3.1 mit Hinweisen). Bei diesen Gegebenheiten bedarf es keines 
ärztlichen Berichts zur im Jahr 2016 begonnen psychotherapeutischen und 
medikamentösen Stütztherapie und zur Rückfallgefahr (vgl. dazu 
BGer 2C_40/2016 vom 14.7.2016 E. 3.3); der im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren erneut gestellte Beweisantrag des Beschwerdeführers wird ab-
gewiesen (Beschwerde S. 5). 

4.4 Der Beschwerdeführer stellt die Feststellung der Vorinstanz (E. 4), 
wonach seine Verschuldung in der Vergangenheit teilweise trotz Auflagen 
der EG Bern stetig angewachsen ist, nicht substanziiert in Frage (vgl. Be-
schwerde S. 4). Er ist jedoch der Meinung, seine Schuldensituation stelle 
keinen Grund dar, um seine Aufenthaltsbewilligung nicht mehr zu verlän-
gern (vgl. Beschwerde S. 10). – Wie die POM zutreffend festgehalten hat, 
war der Beschwerdeführer per 20. Mai 2015 mit 32 Betreibungen im Ge-
samtbetrag von Fr. 31ʹ097.-- sowie mit 58 offenen Verlustscheinen von 
insgesamt Fr. 42ʹ057.40 im Betreibungsregister verzeichnet (Akten 
EG Bern pag. 133). Das im Verfahren vor der POM vorgelegte Verlust-
schein-Journal vom 7. Juni 2017 enthält 65 offene Verlustscheine im Be-
trag von insgesamt Fr. 53ʹ464.50 (Beilage 8 zur Beschwerde an die POM 
[act. 4A]). Ob die Anzahl Betreibungen ebenfalls zugenommen hat, ist aus 
diesen Unterlagen nicht ersichtlich. Demgegenüber ist aktenkundig, dass 
ab März 2017 eine Lohnpfändung bestand und bis Ende August 2017 ins-
gesamt Fr. 7ʹ902.-- des Einkommens gepfändet wurden (Beschwerde S. 4 
mit BB 3; Beilage 9 zur Beschwerde an die POM [act. 4A]). Ob das Ein-
kommen des Beschwerdeführers, welcher seither mindestens einmal die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
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Stelle gewechselt hat (vgl. Beschwerde S. 3 und act. 13A/17), weiterhin 
einer Lohnpfändung unterliegt oder dieser von sich aus Schulden zurück-
zahlt, ist unklar. Denn der Beschwerdeführer hat auch im verwaltungsge-
richtlichen Verfahren darauf verzichtet, genaue und aktuelle Angaben zu 
seiner Schuldensituation vorzulegen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4). 
Nach dem Gesagten ist es nicht rechtsfehlerhaft, dass die POM auch in der 
erheblichen Verschuldung des Beschwerdeführers ein öffentliches Inte-
resse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung gesehen hat. 

4.5 Hinsichtlich der privaten Interessen hielt die Vorinstanz dem Be-
schwerdeführer die lange Aufenthaltsdauer und seine Bemühungen um 
berufliche Integration zu Gute. Allerdings sei es dem Beschwerdeführer 
nicht gelungen, eine stabile und existenzsichernde Erwerbssituation zu 
schaffen. – Wie nachfolgend zu zeigen ist, teilt das Verwaltungsgericht 
diese Einschätzung: Im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung (September 
2017) gab der Beschwerdeführer an, als Gerüstmonteur befristet bis zum 
31. Dezember 2017 angestellt zu sein, wobei er hoffe, sein Arbeitsverhält-
nis werde in ein unbefristetes umgewandelt. Andernfalls habe er bereits 
eine Zusicherung einer sofortigen Festanstellung durch ein anderes Ge-
rüstbauunternehmen per 1. Januar 2018 (vgl. Beschwerde S. 3; BB 4 und 
5). In seiner Eingabe vom 31. Mai 2018 wies er darauf hin, dass er am 
17. April 2018 einen Arbeitsvertrag als «Isolateur» mit Arbeitsbeginn per 
1. Mai 2018 abgeschlossen habe (act. 13A/17). Ob der Beschwerdeführer 
zwischen Herbst 2017 und Frühjahr 2018 ununterbrochen einer Erwerbstä-
tigkeit nachgegangen ist, erschliesst sich aus diesen knappen Angaben 
nicht. Dazu kommt, dass er in der Vergangenheit zahlreiche Stellenwechsel 
hatte und zeitweise arbeitslos war. Eine gefestigte berufliche Situation ist 
daher zu verneinen. 

4.6 Der Beschwerdeführer kritisiert weiter die vorinstanzliche Würdi-
gung zu seiner Integration, wonach sein ausserfamiliäres Beziehungsnetz 
im Wesentlichen aus Personen aus dem gleichen Kulturkreis bestehe und 
unter diesen Umständen eine nennenswerte Verbundenheit mit der hiesi-
gen Gesellschaft nicht anzunehmen sei (angefochtener Entscheid E. 5b). 
Wie der Beschwerdeführer unter anderem mit verschiedenen ins Recht 
gelegten (Referenz-)Schreiben plausibel darlegt (vgl. BB 7, 8, 10 und 11), 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
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sind seine besten Freunde Schweizerbürger und einige von ihnen weisen 
keinerlei Bezug zum mazedonischen Kulturkreis auf. Für eine gewisse Ver-
bundenheit mit den hiesigen Verhältnissen spricht vorab auch die über 20-
jährige Anwesenheitsdauer. Hingegen weist die Vorinstanz zu Recht darauf 
hin, dass die Respektierung der rechtsstaatlichen Ordnung ein zentraler 
Aspekt jeglicher Integration ist (vgl. Art. 4 Bst. a der Verordnung vom 
24. Oktober 2007 über die Integration von Ausländerinnen und Ausländern 
[VIntA; SR 142.205]). Dieses Ziel hat der Beschwerdeführer in Anbetracht 
seiner über einen langen Zeitraum verübten Straftaten verfehlt, weshalb – 
entgegen seiner Auffassung (Beschwerde S. 11) – insgesamt nicht von 
einer erfolgreichen Integration gesprochen werden kann. Soweit der Be-
schwerdeführer den Beweisantrag stellt, es seien seine zwei besten 
Freunde als Zeugen einzuvernehmen (vgl. Beschwerde S. 11), wird dieser 
abgewiesen; es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Beweismassnahme zu 
einem anderen Ergebnis führen könnte (vgl. zur antizipierten Beweiswürdi-
gung auch vorne E. 4.2).

4.7 Hinsichtlich der Rückkehr nach Mazedonien ist mit der Vorinstanz 
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer mit der Kultur und den 
Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist, auch wenn er nach eigenen An-
gaben in den letzten 15 Jahren lediglich zweimal in seine Heimat gereist 
sein soll (vgl. Beschwerde S. 5). Wie die POM schlüssig festhält, ist der 
Beschwerdeführer noch jung und in der Lage, in seiner Heimat neue Kon-
takte zu knüpfen (angefochtener Entscheid E. 5b); weshalb es sich anders 
verhalten sollte, legt er nicht näher dar. Weiter verfügt er über vielseitige 
Berufserfahrungen in unterschiedlichen Branchen (vgl. Beschwerde S. 3; 
BB 2 und 4), welche ihm die berufliche Eingliederung erleichtern dürften. 
Auch wenn die Arbeitslosigkeit in Mazedonien hoch ist (vgl. Beschwerde 
S. 11), liegen darin keine spezifischen persönlichen Umstände, welche eine 
Ausreise als unzumutbar erscheinen liessen, zumal hiervon nicht allein der 
Beschwerdeführer, sondern die gesamte dort lebende Bevölkerung betrof-
fen ist (vgl. für diese Würdigung statt vieler BGer 2C_515/2017 vom 
22.11.2017 E. 3.2.2; VGE 2016 vom 20.12.2016 E. 5.6). Dass die hier 
wohnenden Familienangehörigen angeblich nicht in der Lage sind, ihn fi-
nanziell zu unterstützen (vgl. Beschwerde S. 11), ändert nichts daran, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
Seite 15

dem Beschwerdeführer eine Rückkehr nach Mazedonien möglich und zu-
mutbar ist. 

4.8 Andere Gründe, welche die Entfernungsmassnahme im Sinn der bei 
Ermessensentscheiden massgeblichen Härtefallpraxis als unverhältnis-
mässig erscheinen lassen könnten, sind weder dargetan noch ersichtlich. 
Der Beschwerdeführer ist weder verheiratet noch hat er Kinder. In familiä-
rer Hinsicht ist ihm zwar insoweit beizupflichten, als durch die Wegweisung 
die persönlichen Kontakte zu seinem Bruder, dessen Ehefrau und Kinder 
sowie zur Familie seines Vaters erschwert würden (vgl. Beschwerde S. 5; 
BB 9; dazu auch vorne E. 2.2). Die Kontakte können anhand von Besuchs-
aufenthalten oder mittels der üblichen Kommunikationsmittel in einem ge-
wissen Rahmen auch vom Ausland aus gepflegt werden (vgl. z.B. 
BVR 2013 S. 543 E. 5.4).

4.9 Insgesamt hat die POM alle massgebenden Umstände und Interes-
sen berücksichtigt, diese zutreffend gewichtet und bei ihrer Würdigung ge-
gen keine Rechtsprinzipien verstossen. Ihre Interessensabwägung hält 
demnach der Rechtskontrolle stand. Die Beschwerde erweist sich als un-
begründet und ist abzuweisen. Da die von der POM angesetzte Ausreise-
frist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue anzusetzen.

5.

5.1 Bei diesem Verfahrensausgang wird der unterliegende Beschwerde-
führer an sich kostenpflichtig; Anspruch auf Parteikostenersatz hat er nicht 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 VPRG). Er hat aber um unentgeltliche Rechtspflege 
unter Beiordnung seines Rechtsvertreters als amtlicher Anwalt ersucht.

5.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel 
verfügt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 
Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Unter den 
gleichen Voraussetzungen kann einer Partei überdies eine Anwältin oder 
ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
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Verhältnisse es rechtfertigen (Art. 111 Abs. 2 VRPG). Ein Prozess ist nicht 
aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb austra-
gen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1, 2015 S. 487 
E. 7.1; BGE 142 III 138 E. 5.1).

5.3 Zunächst ist mit der POM festzuhalten, dass der Beschwerdeführer 
nie im Besitz einer Niederlassungsbewilligung gelangt ist und keinen kon-
ventions- bzw. verfassungsrechtlichen oder gesetzlichen Anspruch auf An-
wesenheit in der Schweiz hat. Die Nichtverlängerung einer Ermessensbe-
willigung kann, wie dargelegt, auch dann zulässig sein, wenn kein Wider-
rufsgrund ersichtlich oder diskutabel ist, ob ein solcher vorliegt (vgl. vorne 
E. 3.2). Im Gesuchszeitpunkt war das Urteil des Obergerichts wegen 
schwerer Körperverletzung rechtskräftig. Mit Blick darauf, dass der Be-
schwerdeführer über einen Zeitraum von 15 Jahren delinquiert und fortlau-
fend neue Schulden angehäuft hat, besteht ein wesentliches öffentliches 
Interesse an der Entfernungsmassnahme. Demgegenüber stehen auf pri-
vater Seite keine bedeutenden Interessen gegenüber. Der Beschwerdefüh-
rer ist weder verheiratet noch hat er Kinder; die Rückkehr- und Eingliede-
rungsaussichten im Heimatland sind durchaus intakt. Seine Aufenthalts-
dauer fällt zwar lang aus, gleichwohl hat er sich nur ungenügend in die hie-
sigen Verhältnisse integrieren können. Weiter hat die Vorinstanz im ange-
fochtenen Entscheid die hier massgebliche Praxis richtig wiedergegeben 
und begründet, weshalb die aufenthaltsbeendende Massnahme verhält-
nismässig ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen Rechts-
pflege im oberinstanzlichen Beschwerdeverfahren berücksichtigt werden 
(vgl. BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Gegen die vorinstanzlichen 
Erwägungen bringt der Beschwerdeführer nichts wesentlich Neues vor. Er 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
Seite 17

kritisiert, wie bereits vor der POM, die Verhältnismässigkeit der aufent-
haltsbeendenden Massnahme wenig substanziiert und hat insbesondere 
abermals darauf verzichtet, seine aktuelle Schuldensituation darzustellen 
(vgl. vorne E. 5.4). Das gleichzeitig mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
beim Obergericht eingereichte Revisionsgesuch war nicht geeignet, die 
Erfolgsaussichten massgeblich zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Denn 
mit Blick auf die massgeblichen Faktoren (Ermessensbewilligung, Mehr-
fachdelinquenz, Verschuldung, keine bedeutenden privaten Interessen) 
kann nicht gesagt werden, dass sich zum Zeitpunkt der Gesuchseinrei-
chung im verwaltungsgerichtlichen Verfahren die Gewinn- und Verlustaus-
sichten ungefähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren 
als diese. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist somit abzuwei-
sen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.

5.4 Da über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erst im End-
entscheid befunden wird und der Beschwerdeführer deshalb keine Gele-
genheit hatte, sein Rechtsmittel nach Abweisung dieses Begehrens zu-
rückzuziehen und damit Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss 
im Rahmen der üblichen Abschreibungsgebühren zu erheben (BVR 2014 
S. 437 E. 7.9). 

5.5 Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 
VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist gesetzt auf 22. Oktober 2018.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine reduzierte Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwer-
deführer auferlegt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.09.2018, Nr. 100.2017.260U, 
Seite 18

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 39 ff. und 
113 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; 
SR 173.110) geführt werden.