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**Case Identifier:** 440d382d-7cf2-577b-8a66-ffc481aec85c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.04.2014 200 2014 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-34_2014-04-16.pdf

## Full Text

200 14 34 IV
MAW/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. April 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________ 
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1964 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 24. Januar 2011 unter Hinweis auf eine krankheitsbeding-
te Schrumpfniere, Nervenprobleme mit Einschlafen und kraftlosen Händen, 
Bluthochdruck, Magenprobleme und Rückenschmerzen – nach vorgängiger 
Anmeldung zur Früherfassung (Akten der Invalidenversicherung [act. II] 1) 
– bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (act. II 6). Nach 
Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht, insbesondere der 
Einholung eines Gutachtens bei der C.________ (MEDAS) vom 15. No-
vember 2011 (act. II 32.1 - 32.3), sowie Durchführung des Vorbescheidver-
fahrens (act. II 36, Akten der Invalidenversicherung [act. IIA] 45, 48 S. 1 - 3) 
sprach die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) der Versicherten 
mit Verfügung vom 22. Januar 2013 (act. IIA 52) bei einem Invaliditätsgrad 
(IV-Grad) von 100 % vom 1. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012 eine be-
fristete ganze Rente zu. Dabei erwog sie, dass sich der Gesundheitszu-
stand der Versicherten ab Dezember 2011 verbessern sollte und ihr eine 
körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere rückenadaptierte Tätigkeit 
zumutbar sei; der IV-Grad betrage lediglich noch 31 %. Die dagegen erho-
bene Beschwerde der Versicherten hiess das Verwaltungsgericht des Kan-
tons Bern aufgrund eines gemeinsamen Antrags der Parteien mit Urteil 
vom 18. April 2013, IV/2013/152 (act. IIA 63 S. 1 - 5), gut und wies die Ak-
ten zur Vornahme weiterer Abklärungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung betreffend die Verhältnisse ab 1. Dezember 2011 an die Beschwer-
degegnerin zurück.

Nach Veranlassung eines Folgegutachtens der MEDAS vom 18. Septem-
ber 2013 (act. IIA 78.1 - 78.4), hierzu eingereichter Stellungnahme der Ver-
sicherten (act. IIA 82 S. 1 - 3) und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD, act. IIA 84) verfügte die IVB am 3. Dezember 2013 bei 
einem IV-Grad von 35 % die Abweisung des Rentenanspruchs ab Dezem-
ber 2011 bzw. bestätigte die Aufhebung des Rentenanspruchs per 29. Fe-
bruar 2012 (act. IIA 85).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 3

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 10. Januar 2014 Beschwerde und stellte die folgenden Anträge:

1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.

1. Der Beschwerdeführerin sei eine volle, eventuell eine 
Teil-Rente im Sinn der Erwägungen mit Wirkung ab 
29. Februar 2012 zuzusprechen.

2. Eventuell sei die Sache an die Vorinstanz zur Durch-
führung einer praktischen Abklärung in einer geschützten 
Werkstatt und einer Haushaltsabklärung zurückzuweisen.

3. Der Beschwerdeführerin sei das Recht auf unentgeltliche 
Rechtspflege zu gewähren, und der unterzeichnete An-
walt sei ihr amtlich beizuordnen.

– unter Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 12. Februar 2014 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Am 26. Februar 2014 reichte Fürsprecher B.________ aufforderungs-
gemäss seine auf das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht beschränkte, 
detaillierte Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 3. Dezember 2013 (act. IIA 85). 
Dabei ist festzuhalten, dass mit dem Urteil IV/2013/152 vom 18. April 2013 
(act. IIA 63 S. 1 - 5) einzig und allein festgehalten worden war, dass die 
unbestritten gebliebene ganze Rente mindestens für den Zeitraum vom 
1. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012 zu Recht zugesprochen worden war. 
Streitig und zu prüfen sind die gesundheitlichen Verhältnisse der Be-
schwerdeführerin ab 1. Dezember 2011 und anschliessend ist die Frage zu 
entscheiden, ob die Beschwerdeführerin auch nach dem 29. Februar 2012 
Anspruch auf eine Rente (gehabt) hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Obschon von der Beschwerdeführerin nicht gerügt, hat das Sozial-
versicherungsgericht von Amtes wegen zu überprüfen, ob durch das Nicht-
Erlassen eines Vorbescheids durch die Beschwerdegegnerin (vgl. Be-
schwerdeantwort S. 2) der Anspruch auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 29 
Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101]) verletzt wurde. Anlass zur 
Aufhebung eines Entscheides von Amtes wegen geben indessen nur Ver-

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letzungen wesentlicher Verfahrensvorschriften (BGE 120 V 357 E. 2a 
S. 362; SVR 1999 UV Nr. 25 S. 75 E. 1a).

2.2 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, ander-
seits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Verfah-
rensbeteiligten beim Erlass von Verfügungen dar, die ihre Rechtsstellung 
betreffen. Dazu gehört insbesondere das Recht der Betroffenen, sich vor 
Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 
äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu neh-
men, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhe-
bung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu 
beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 S. 371; SVR 2008 UV Nr. 1 S. 2 
E. 3.2).

2.3 Gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG teilt die IV-Stelle der versicherten Per-
son den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren oder den 
Entzug oder die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung mittels 
Vorbescheid mit. Die Parteien können innerhalb einer Frist von 30 Tagen 
Einwände zum Vorbescheid vorbringen (Art. 73ter Abs. 1 der Verordnung 
über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). 

Das Vorbescheidverfahren im Sinne von Art. 73ter IVV bezweckt – nebst der 
Entlastung der Verwaltungsrechtspflegeorgane – der betroffenen Partei 
den Anspruch auf rechtliches Gehör zu gewährleisten (BGE 124 V 180 
E. 1c S. 182; vgl. dazu auch Art. 29 Abs. 2 BV) und damit die Akzeptanz 
des Entscheids zu verbessern (vgl. BGE 134 V 97 E. 2.7 S. 106). Bei der 
Anhörung soll die betroffene Partei sämtliche Anträge und Einwendungen 
bezüglich der geplanten Erledigung – von der Abklärung der Verhältnisse 
bis hin zur beabsichtigten Rechtsanwendung – vorbringen können. Die 
Regelung in Art. 73ter IVV geht insoweit über den in Art. 29 Abs. 2 BV 
garantierten Mindestanspruch hinaus, als die betroffene Partei nicht nur zu 
den erhobenen Beweisen, sondern auch zur geplanten Rechtsanwendung 
Stellung nehmen kann (BGE 125 V 401 E. 3e S. 405; Entscheid des 
Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht 
{BGer}] vom 24. Juli 2002, I 584/01, E. 3a).

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2.4 Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör führt ungeachtet der Erfolgsaussich-
ten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen 
Entscheids. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die An-
hörung im konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentschei-
dung von Bedeutung ist, d.h. die Behörde zu einer Änderung ihres Ent-
scheides veranlasst wird oder nicht (BGE 127 V 431 E. 3d aa S. 437; 
SVR 2013 IV Nr. 26 S. 75 E. 4.2). Nach der Rechtsprechung kann eine 
nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs als 
geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor 
einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie die 
Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines allfälligen Mangels soll 
aber die Ausnahme bleiben (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197, 126 V 130 
E. 2b S. 132; SVR 2013 IV Nr. 26 S. 76 E. 4.2). Von einer Rückweisung der 
Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im 
Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwerwiegenden Verlet-
zung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn und soweit die Rückwei-
sung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzöge-
rungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interes-
se der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache 
nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 S. 197; SVR 2013 IV 
Nr. 26 S. 76 E. 4.2).

2.5 Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin das Folgegutachten der 
MEDAS vom 18. September 2013 (act. IIA 78.1 - 78.4) dem Rechtsvertre-
ter der Beschwerdeführerin am 8. Oktober 2013 zur Kenntnisnahme und 
Gelegenheit zur Stellungnahme zugestellt (act. IIA 79). Mit Stellungnahme 
vom 8. November 2013 (act. IIA 82 S. 1 - 3) hat sich der Rechtsvertreter 
nicht nur zum Gutachten selbst geäussert, sondern auch die Durchführung 
einer Haushaltsabklärung und ein Arbeitstraining/Eingliederungstraining in 
einer geeigneten geschützten Werkstätte beantragt (Ziff. 6) und somit zum 
Verfahren im Allgemeinen Stellung genommen. Soweit in dieser Situation 
im Verzicht auf einen Vorbescheid eine Verletzung des Anspruchs auf 
rechtliches Gehör vorliegt, so kann diese Verletzung im vorliegenden Ver-
fahren geheilt werden. Dies umso mehr, als weder in der Beschwerde noch 
im Nachgang an die Beschwerdeantwort seitens der Beschwerdeführerin 

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die Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 3. Dezember 2013 
(act. IIA 85) wegen des fehlenden Vorbescheids beantragt wurde. Eine 
Rückweisung allein zur Durchführung des formalisierten Anhörungsverfah-
rens (Vorbescheidverfahren) bedeutete einen formalistischen Leerlauf, 
weshalb davon abzusehen ist. Aus dem Gesagten folgt, dass soweit eine 
Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliegt, diese mit diesem Verfahren 
geheilt wird. 

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

3.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

3.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-

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lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG).

3.4 Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfol-
gen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig 
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf 
sich aus der Einkommensdifferenz der IV-Grad bestimmen lässt. Insoweit 
die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt wer-
den können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstän-
de zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu 
vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 
128 V 29 E. 1 S. 30, 104 V 135 E. 2b S. 136).

3.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 9

3.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

4.

4.1 Nach der Rechtsprechung sind bei der rückwirkenden Zusprechung 
einer abgestuften oder befristeten Rente die Revisionsbestimmungen 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG; Art. 88a Abs. 1 IVV) analog anwendbar, weil noch 
vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine anspruchsbeeinflussende Än-
derung eingetreten ist mit der Folge, dass dann gleichzeitig die Änderung 
mitberücksichtigt wird (Entscheide des BGer vom 5. Mai 2011, 
9C_996/2010 / 9C_1005/2010, E. 8, und vom 16. Juni 2009, 8C_87/2009, 
E. 2.2).

4.2 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche 
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die IV-Rente ist deshalb 
nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, 
sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 10

130 V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des BGer vom 
25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind 
einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwen-
dung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzende Zeitpunkt 
der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massgebenden Vergleichs-
zeitpunkte (BGer 8C_87/2009, E. 2.2).

4.4 Bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, 
sich im Aufgabenbereich zu betätigen, ist die anspruchsbeeinflussende 
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem 
Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass 
sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 
berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Mona-
te angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV).

5.

5.1 Mit erstem interdisziplinärem Gutachten der MEDAS vom 15. No-
vember 2011 (act. II 32.1 - 32.3), mit Beurteilungen in den Fachgebieten 
Orthopädie, Innere Medizin und Psychiatrie, wurden als Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine cervicale Lymphknotentuberkulo-
se, aktuell unter Lege artis-Therapie seit ca. Ende August 2011, ein pan-
vertebrales Schmerzsyndrom sowie statisch ungünstige Platt-Knick-
Spreizfüsse festgehalten. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit wurden eine geringgradige PHS vorwiegend der rechten Schulter, 
eine spezifische isolierte Phobie F40.2 vor dunklen, geschlossenen Räu-
men, ein chronisches Bauchschmerzsyndrom bei Status nach Hysterekto-
mie 2009, anamnestisch eine Laktoseintoleranz sowie ein Status nach Be-
handlung einer Helicobakterinfektion, eine arterielle Hypertonie, behandelt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 11

und aktuell gut eingestellt, sowie eine Schrumpfniere rechts mit kompensa-
torischer Hypertrophie der linken Niere und leichter Niereninsuffizienz auf-
geführt (act. II 32.1 S. 19). Die bisherige Tätigkeit als … in einer … sei der 
Beschwerdeführerin dauerhaft nicht mehr zuzumuten. Körperlich leichte 
und gelegentlich mittelschwere rückenadaptierte Tätigkeiten (Möglichkeit 
die Arbeitsposition in freiem Ermessen zwischen Sitzen, Stehen und Um-
hergehen zu wechseln, Gewichtslimite von 15 kg bei He-
ben/Tragen/Bewegen von Lasten, Vermeidung von Arbeiten mit dem rech-
ten Arm in Überschulterhöhe) seien ab Beendigung der derzeitig internis-
tisch-infektiologisch begründeten Arbeitsunfähigkeit wegen der Nebenwir-
kungen der laufenden tuberkulostatischen Behandlung, ab Nachlassen 
dieser Nebenwirkungen – möglicherweise im Dezember 2011 – zu 100 % 
zumutbar (S. 21 f.)

5.2 Das im Nachgang zum Rückweisungsentscheid des Verwaltungsge-
richts vom 18. April 2013 (VGE IV/2013/152, act. IIA 63 S. 1 - 5) in Auftrag 
gegebene interdisziplinäre Folgegutachten der MEDAS vom 18. September 
2013 (act. IIA 78.1 - 78.4), mit Beurteilungen in den Fachgebieten Innere 
Medizin, Orthopädie/Traumatologie, Neurologie und Psychiatrie, hält als 
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein unteres Zervikalsyn-
drom rechts fest. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wur-
den ein persistierendes, panvertebrales Schmerzsyndrom (zervikal betont, 
bei muskulärem Defizit der Rumpfmuskulatur, im MRI ohne Nachweis von 
schweren degenerativen Veränderungen oder einer Neurokompression), 
eine ISG-Blockierung beidseits, Knick-/Senkfüsse beidseits, ein Status 
nach Ringbandspaltung des Daumens rechts 14. Januar 2013, unklare 
Handgelenkbeschwerden links (ohne radiologisches Korrelat), ein Status 
nach Karpaltunnelrelease und Dekompression der Loge de Guyon links am 
28. Oktober 2010, eine persistierende Schmerzsymptomatik abdominal bei 
Status nach Hysterektomie 2009, eine Appendektomie vor Jahren (mögli-
che Adhäsionen), ein Status nach Lymphknotenexzision zervikal links 
(nachgewiesene Lymphknoten-Tbc) 2011, therapiert, und eine Klaustro-
phobie F 40.2 genannt (act. IIA 78.1 S. 20 lit. E).

Die Gutachter der MEDAS gelangten übereinstimmend mit der Vorbegut-
achtung vom 15. November 2011 (act. II 32.1 S. 21 f.) zum Schluss, dass 

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die bis 2011 innegehabte, körperlich schwere Tätigkeit als … in einer … 
nicht mehr zumutbar sei. Während der sechsmonatigen tuberkulostatischen 
Therapie habe (in jeder Tätigkeit) eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit be-
standen (act. IIA 78.1 S. 21, 23). In einer körperlich leichten bis mittel-
schweren Verweistätigkeit (wechselbelastend, Gewichtslimite von 15 kg, 
unter Vermeidung langer Gehstrecken, langen Stehens, He-
ben/Tragen/Bewegen von Gewichten über 10 kg mit dem rechten Arm, 
Überkopfarbeiten und Arbeiten, die kräftiges Zupacken erfordern oder län-
geres Gestreckt- oder Festhalten voraussetzen) bestehe jedoch seit Been-
digung der tuberkulostatischen Behandlung (März 2012) eine Arbeitsfähig-
keit von 80 % bzw. von 6.5 bis 7 Stunden (act. IIA 78.1 S. 21 f., S. 23 
Ziff. 2, 7, S. 24 Ziff. 13). Die um 20 % verminderte Arbeitsfähigkeit ergebe 
sich lediglich aufgrund der neurologischen Beurteilung (act. IIA 78.1 S. 21, 
78.3 S. 5). 

5.3 Mit Stellungnahme vom 15. November 2013 (act. IIA 84) hielt die 
RAD-Ärztin med. pract. D.________, Fachärztin für Neurologie sowie 
Psychiatrie und Psychotherapie, fest, das erstellte Folgegutachten der 
MEDAS vom 18. September 2013 (act IIA 78.1 - 78.4) sei umfassend und 
konzise. Die polydisziplinäre Begutachtung würdige die Schmerzsympto-
matik speziell im neurologischen Teilgutachten und diese werde in der 
Leistungsfähigkeit mitberücksichtigt. Somit bedürfe es keiner weiteren me-
dizinischen Abklärungen, insbesondere keiner weiteren nephrologischen 
Abklärungen. Die Serumkreatininwerte und die mittelschwere chronische 
Niereninsuffizienz seien im internistischen Teil des Gutachtens berücksich-
tigt worden.

5.4 Auf die beiden Gutachten der MEDAS vom 15. November 2011 
(act. II 32.1 - 32.3) und vom 18. September 2013 (act. IIA 78.1 - 78.4) kann 
vorliegend abgestellt werden. Sie erfüllen die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestell-
ten Anforderungen (vgl. E. 3.5 hiervor) und sind beweiskräftig. Sie sind für 
die streitigen Fragen umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, 
berücksichtigen die geklagten Beschwerden, wurden in Kenntnis der Vor-
akten abgegeben und sind schlüssig und nachvollziehbar begründet. 
Während das erste Gutachten vom 15. November 2011 bezüglich der un-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 13

mittelbar vorher aufgetretenen und deshalb damals noch nicht abschlies-
send beurteilbaren Lymphknotentuberkulose lediglich auf einer Prognose 
bezüglich der künftigen Arbeitsfähigkeit beruhte (act. II 32.1 S. 22), ist das 
zweite Gutachten vom 18. September 2013 nach Abschluss der Behand-
lung erstellt worden und äussert sich nun schlüssig zur Arbeitsfähigkeit ab 
diesem Zeitpunkt (act. IIA 78.1 S. 22 - 24). Die beiden Gutachten setzen 
sich einleuchtend mit den übrigen (teilweise abweichenden) Arztberichten 
bzw. Einschätzungen auseinander (act. II 32.1 S. 21 f., act. IIA 78.1 
S. 21 f.), so dass auf die – aus neurologischer Sicht – attestierte Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % in einer angepassten Tätigkeit 
abzustellen ist. Die Gutachter legen überzeugend dar, dass die behandeln-
den Dres. med. E.________, Praktischer Arzt (act. II 37 S. 1), und 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH (act. II 40), 
ohne klares Korrelat eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigten und 
die Fakten hierzu fehlten. Im Bericht vom 30. April 2012 spreche Dr. med. 
E.________ selbst von einer möglichen Arbeitsfähigkeit zwischen 50 % 
und 100 % (act. II 44 S. 3 Ziff. 2). Im Vergleich zum ersten Gutachten der 
MEDAS vom 15. November 2011 seien keine neuen Aspekte erkennbar. 
Aus orthopädischer Sicht sei keine Verschlechterung ersichtlich. In allen 
Berichten der Spezialkliniken, insbesondere im Bericht des Spitals 
G.________ vom 26. Februar 2013 (act. IIA 78.5 S. 31 f.), werde von einer 
Arbeitsfähigkeit für körperlich leichte bis mittelschwere, rückenadaptierte 
Tätigkeiten gesprochen. Die Ärztin des RAD, med. pract. D.________, 
bestätigte, dass die von der MEDAS durchgeführten medizinischen Ab-
klärungen umfassend seien und es keiner weiterer Untersuchungen bedür-
fe (act. IIA 84). Dies hat die Ärztin insbesondere auch unter Berücksichti-
gung der nachgereichten Berichte des Spitals G.________ vom 16. Sep-
tember 2013 (act. IIA 82 S. 6 f.) und 30. Oktober 2013 (act. IIA 82 S. 4 f.) 
ausgeführt. Weiter schadet entgegen der Auffassung der Beschwerdefüh-
rerin (vgl. Beschwerde Art. 3) nicht, dass die Gutachter der MEDAS diese 
nur während einer kurzen Zeitspanne gesehen haben. Sie konnten sich 
anhand der von ihnen in vorbildlicher Art und Weise vervollständigten Ak-
ten (act. IIA 78.1 S. 12 f.; act. IIA 78.5) ein sehr gutes Bild über den Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin während des gesamten zu beur-
teilenden Zeitraums machen (vgl. Entscheid des BGer vom 29. März 2010, 
8C_942/2009, E. 5.2). Entgegen dem in der Beschwerde Vorgebrachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 14

(vgl. Beschwerde Art. 3, 5) ergibt sich aus den beiden Gutachten deutlich, 
inwiefern sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit März 
2012 gebessert hat. Die gesundheitliche Einschränkung, die zur Ausrich-
tung einer befristeten ganzen Rente geführt hat, lag in der Lymphknotentu-
berkulose und der sich aus der Behandlung derselben (Beginn der Thera-
pie ca. Ende August 2011; act. II 32.1 S. 19 lit. E Ziff. 1./1.) ergebenden 
Nebenwirkungen, welche eine Arbeitstätigkeit für den besagten Zeitraum 
unmöglich machten (act. II 32.1 S. 20, 24 Ziff. 8; act. IIA 78.1 S. 21 f., 23 
Ziff. 6). Folglich besteht gemäss den überzeugenden und beweiskräftigen 
Gutachten der MEDAS in der bisherigen Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit 
mehr (act. II 32.1 S. 22; vgl. auch act. IIA 78.1 S. 21 - 23). In einer ange-
passten Tätigkeit (körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit, Gewichts-
limite von 15 kg, wechselbelastend, unter Vermeidung langer Gehstrecken, 
langen Stehens, Tragen/Heben/Bewegen von Gewichten über 10 kg mit 
dem rechten Arm, Überkopfarbeiten und Vermeidung von kräftigem Zupa-
cken oder längerem Gestreckt- oder Festhalten; act. IIA 78.1 S. 21) ist die 
Beschwerdeführerin seit März 2012 wiederum zu 80 % arbeitsfähig 
(act. IIA 78.1 S. 22 f. Ziff. 7, 13). Somit ist nachfolgend der IV-Grad mittels 
Einkommensvergleich zu bestimmen (vgl. E. 3.3 und 3.4 hiervor).

6.

6.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325).

Für die Berücksichtigung einer beruflichen Weiterentwicklung müssen pra-
xisgemäss konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte 
Person einen beruflichen Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom-
men tatsächlich realisiert hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. So-
dann genügen blosse Absichtserklärungen der versicherten Person nicht. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 15

Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, durch konkrete 
Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prü-
fungen usw. kundgetan worden sein. Bei der Prüfung der mutmasslichen 
beruflichen Entwicklung können unter Umständen aus einer besonderen 
beruflichen Qualifizierung im Invaliditätsfall Rückschlüsse auf die hypotheti-
sche Entwicklung gezogen werden, zu der es ohne Eintritt des Gesund-
heitsschadens gekommen wäre. Nach der Rechtsprechung ist eine solche 
Annahme unter anderem dann zulässig, wenn die angestammte Tätigkeit 
weitergeführt werden kann. Indessen darf aus einer erfolgreichen Invali-
denkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgelei-
tet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare 
Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (SVR 2010 UV 
Nr. 13 S. 52 E. 4.1).

6.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 16

bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 
S. 91 E. 4.1.1).

6.3

6.3.1 Wie erwähnt, ist die ganze Rente für den Zeitraum vom 1. Oktober 
2011 bis 29. Februar 2012 zu Recht zugesprochen worden und demzufolge 
vom Rückweisungsentscheid dieses Gerichts ausgeklammert (vgl. E. 1.2 
hiervor). Sie wurde denn auch von keiner Partei in Frage gestellt und bleibt 
für das Gericht verbindlich. Dies hindert jedoch die Prüfung der korrekten 
Festlegung der Befristung in späterer zeitlicher Hinsicht nicht. Die gebes-
serte Arbeits- und Leistungsfähigkeit ab März 2012 (vgl. E. 5.4 hiervor) 
stellt einen Revisionsgrund dar (vgl. E. 4.2 hiervor) und der IV-Grad ist un-
ter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV (vgl. E. 4.4 hiervor) ab dem 
1. Juni 2012 neu zu berechnen. Somit ist nachstehend ein Einkommens-
vergleich für das Jahr 2012 vorzunehmen.  

6.3.2 Zur Bestimmung des Valideneinkommens hat die Beschwerdegeg-
nerin in ihrer Verfügung vom 3. Dezember 2013 auf das zuletzt erzielte 
Einkommen abgestellt und die entsprechende Indexierung vorgenommen 
(act. IIA 85 S. 2). Sie hat damit auf die von der Beschwerdeführerin einge-
nommene Haltung abgestellt, letztere habe die Stelle aus gesundheitlichen 
Gründen verloren (vgl. Beschwerde Art. 1; act. II 32.3 S. 3). Ob dieses Vor-
gehen korrekt ist, ist mit Blick auf die Formulierung des Kündigungsschrei-
bens (act. II 13 S. 4) fraglich, denn dort blieben die gesundheitlichen Ein-
schränkungen unerwähnt. Die Frage kann aufgrund des Ergebnisses offen 
bleiben, weil die Annahme der Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht zu 
Ungunsten der Beschwerdeführerin ausgefallen ist. Entgegen der Auffas-
sung der Beschwerdeführerin kann jedoch nicht von einer Lohnsteigerung 
infolge eines beruflichen Aufstiegs ausgegangen werden (vgl. Beschwerde 
Art. 8), weil es hierfür in den Akten keine Anhaltspunkte gibt (vgl. E. 6.1 
hiervor). Somit ist auf das durch die Beschwerdegegnerin ermittelte Vali-
deneinkommen – angepasst an die Indexierung für das Jahr 2012 – von 
Fr. 66‘797.60 (Einkommen im Jahr 2009 gemäss Fragebogen Arbeitgeber: 
Fr. 64‘816.55 [act. II 13 S. 2]; Nominallohnindex 2009/2012: Tabelle T39 
des Bundesamtes für Statistik (BFS), Entwicklung der Nominallöhne, der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 17

Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2012, Index Frauen von 
2009 [2552 Punkte] und 2012 [2630 Punkte]; abrufbar unter 
www.bfs.admin.ch) abzustellen.

6.3.3 Die Festlegung des Invalideneinkommens aufgrund der LSE 2010 
(vgl. E. 6.2 hiervor), Tabelle TA1, des BFS, Abschnitt Total, Anforderungs-
niveau 4 der Frauen, ist nicht zu beanstanden. Arbeitszeitbereinigt 
(Fr. 4‘225.-- / 40 x 41.7 [betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 
2012 gemäss BFS] = Fr. 4‘404.55 monatlich) und nach Vornahme der In-
dexierung (Fr. 4‘404.55 / 100 Punkte [2010] x 102 Punkte [2012] = 
Fr. 4‘492.65; vgl. BFS Tabelle T1.1.10) beträgt das lohnstatistische Jahres-
einkommen im Jahr 2012 bei einem Pensum von 80 % somit Fr. 43‘129.45 
(Fr. 4‘492.65 x 12 x 0.8). Der attestierten Arbeitseinschränkung wurde mit 
Zusprache einer 80 %-igen Arbeitsfähigkeit genügend Rechnung getragen, 
so dass – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. Be-
schwerde Art. 7) – kein Abzug (vgl. E. 6.2 hiervor) gerechtfertigt ist. Zumal 
das Gutachten vom 18. September 2013 (act. IIA 78.1 - 78.4) nicht so ver-
standen werden kann, dass nebst der 20 %-igen zeitlichen Einschränkung 
zusätzlich eine leistungsmässige Einschränkung zu berücksichtigen wäre. 
Folglich beträgt das Invalideneinkommen Fr. 43‘129.45.

6.3.4 Die Erwerbseinbusse beträgt Fr. 23‘668.15 (Fr. 66‘797.60 minus 
Fr. 43‘129.45), was einer Einschränkung von gerundet 35 % entspricht (zur 
Rundung vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123). Dieser IV-Grad be-
gründet keinen Anspruch mehr auf eine IV-Rente (vgl. E. 3.2 hiervor).

6.4 Eine Haushaltsabklärung ist entgegen dem Antrag der Beschwerde-
führerin nicht durchzuführen, da letztere jeweils zu 100 % gearbeitet hat, 
als ihre Kinder noch klein waren. Es ist demnach nicht davon auszugehen, 
dass sie ihren Erwerb reduziert hätte. Da insgesamt nicht mehr als 100 % 
berücksichtigt werden können (vgl. SVR 2011 IV Nr. 55 S. 165 E. 4.5.2 f.), 
kann neben der Einschränkung in der Erwerbstätigkeit nicht eine zusätzli-
che Einschränkung im Haushalt angerechnet werden.

6.5 Was den Antrag auf Durchführung einer praktischen Abklärung in 
einer geschützten Werkstatt betrifft, so kann sich die Beschwerdeführerin 
diese berufliche Abklärungen und Massnahmen betreffend direkt bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 18

Beschwerdegegnerin melden, sobald sie sich wieder in der Lage fühlt, eine 
Erwerbstätigkeit aufzunehmen und als Selbsteinschätzung nicht von einer 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausgeht.

6.6 Nach dem Dargelegten ist aufgrund des neuen Zumutbarkeitsprofils 
ab März 2012 (vgl. E. 5.4 hiervor) die per 29. Februar 2012 erfolgte Befris-
tung der ganzen Rente insoweit zu korrigieren, als sie auf Ende Mai 2012 
zu legen ist. Die Beschwerde ist deshalb teilweise gutzuheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 3. Dezember 2013 dahingehend abzuän-
dern, als der Zeitpunkt der Befristung der ganzen Rente auf den 31. Mai 
2012 zu legen ist. Ab dem 1. Juni 2012 besteht kein Rentenanspruch mehr, 
weshalb die Beschwerde soweit weitergehend abzuweisen ist.

7.

7.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Da die Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin aufgrund der Akten (Be-
schwerdebeilage [act. I] 3 - 10) ausgewiesen ist, der Prozess nicht zum 
vornherein als aussichtslos erschien und die anwaltliche Verbeiständung 
geboten war, sind die Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf 
unentgeltliche Rechtspflege vorliegend erfüllt. Das entsprechende Gesuch 
der Beschwerdeführerin ist somit, soweit es zufolge der teilweisen Gutheis-
sung der Beschwerde nicht gegenstandslos geworden ist, gutzuheissen 
und es ist ihr Fürsprecher B.________ als amtlicher Anwalt beizuordnen.

7.2 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 19

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten gerichtlich auf Fr. 700.-- 
festgesetzt. Da die Beschwerdeführerin in der Hauptsache unterliegt und 
die Beschwerde einzig insofern teilweise gutzuheissen ist, als die Ausrich-
tung der vom 1. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012 befristeten ganzen IV-
Rente bis zum 31. Mai 2012 verlängert wird, rechtfertigt es sich, der Be-
schwerdeführerin im Umfang ihres Unterliegens fünf Siebtel der Verfah-
renskosten, ausmachend Fr. 500.--, aufzuerlegen. Aufgrund der gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege wird sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungs-
pflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – von der Zahlungs-
pflicht befreit. Die Beschwerdegegnerin ihrerseits hat im Umfang ihres Un-
terliegens zwei Siebtel der Verfahrenskosten, ausmachend Fr. 200.--, zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4).

7.3

7.3.1 Nach der Rechtsprechung hat die beschwerdeführende Partei bei 
teilweisem Obsiegen mindestens Anspruch auf eine reduzierte Parteien-
tschädigung (BGE 110 V 54 E. 3a S. 57; SVR 2003 EL Nr. 5 S. 14 E. 4.1).

Mit Kostennote vom 26. Februar 2014 macht Fürsprecher B.________ ein 
Honorar von Fr. 2‘400.-- (10 Stunden x Fr. 240.--), zuzüglich Auslagen von 
Fr. 34.30 und 8 % Mehrwertsteuer von Fr. 194.75, insgesamt ausmachend 
Fr. 2‘629.05, geltend. Dies ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerdegeg-
nerin hat der Beschwerdeführerin davon zwei Siebtel (vgl. E. 7.2 hiervor), 
ausmachend Fr. 751.15, als Parteientschädigung auszurichten.

7.3.2 Es bleibt das amtliche Honorar von Fürsprecher B.________ festzu-
legen. Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 20

steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Zwei Siebtel der Parteikosten werden durch die Beschwerdegegnerin ver-
gütet (vgl. E. 7.3.1 hiervor), weshalb das amtliche Honorar auf der Basis 
der verbleibenden fünf Siebtel der Parteikosten, ausmachend Fr. 1‘877.90, 
zu berechnen ist. Dieses ist somit auf Fr. 1‘428.-- (5/7 des Aufwands von 
10 Stunden, ausmachend 7.14 Stunden, à Fr. 200.--), zuzüglich Fr. 24.50 
(5/7 von Fr. 34.30) Auslagen sowie Mehrwertsteuern von Fr. 116.20 (8 % 
auf Fr. 1‘452.50), ausmachend total Fr. 1‘568.70, festzusetzen und Für-
sprecher B.________ aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten 
bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gegenüber dem 
Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der IV-
Stelle Bern vom 3. Dezember 2013 dahingehend abgeändert, als der 
Beschwerdeführerin ab dem 1. März 2012 bis am 31. Mai 2012 eine 
ganze IV-Rente zugesprochen wird. Soweit weitergehend wird die Be-
schwerde abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von Für-
sprecher B.________ als amtlicher Anwalt wird gutgeheissen, soweit es 
nicht gegenstandslos geworden ist.

3. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden im 
Umfang von Fr. 500.-- der Beschwerdeführerin und im Umfang von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/14/34, Seite 21

Fr. 200.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt. Aufgrund der gewährten 
unentgeltlichen Rechtspflege wird die Beschwerdeführerin – unter Vor-
behalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – jedoch im Um-
fang von Fr. 500.-- von der Zahlungspflicht befreit.

4. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteien-
tschädigung, gerichtlich bestimmt auf Fr. 751.15 (inkl. Auslagen und 
MWSt.), zu ersetzen. 

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird auf 
Fr. 1‘877.90 (inkl. Auslagen und MWSt.) festgelegt. Hiervon wird Für-
sprecher B.________ für die nach Abzug der Parteikostenentschädi-
gung gemäss Ziff. 4 verbleibende Restanz ein auf Fr. 1‘568.70 festge-
setztes amtliches Honorar (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.