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**Case Identifier:** d10d989f-3412-547e-96c0-710ef6498ed2
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-12-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.12.2025 IV 2025/238
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2025-238_2025-12-09.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2025/238

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 22.01.2026

Entscheiddatum: 09.12.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 09.12.2025
Art. 13 IVG. Ziff. 405 Anh. GgV. Geburtsgebrechen. 
Autismusspektrumsstörung. Würdigung von medizinischen Berichten mit 
widersprüchlichen Untersuchungsergebnissen (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Dezember 2025, IV 
2025/238).

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Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/7 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung II 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 9. Dezember 2025 

Besetzung  Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus 
und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber Tobias Bolt  

   

Geschäftsnr.   IV 2025/238 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführerin,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenz Gmünder, Schwager  
Mätzler Schneider, Poststrasse 23, Postfach 1936, 9001 St. Gallen,  
 
 

  gegen 

  I V - S t e l l e  d e s  K a n t o n s  S t .  G a l l e n ,  Postfach 368, 
9016 St. Gallen,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  medizinische Massnahmen 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

IV 2025/238 
 

 

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Sachverhalt 
A.  

A.a A.___ wurde im Oktober 2020 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung für 
Minderjährige angemeldet (IV-act. 1). Das Ostschweizer Kinderspital berichtete am 30. November 2020 

(IV-act. 6), die Versicherte leide an einer Absencen-Epilepsie des Kindesalters. Es handle sich um ein 

Geburtsgebrechen im Sinne der Ziff. 387 Anh. GgV. Der Neuropädiater Dr. med. B.___ vom IV-internen 

regionalen ärztlichen Dienst (RAD) qualifizierte den Bericht als überzeugend (IV-act. 7). Mit einer 

Mitteilung vom 18. Dezember 2020 erteilte die IV-Stelle eine Kostengutsprache für die zur Behandlung 
des Geburtsgebrechens Ziff. 387 Anh. GgV notwendigen medizinischen Massnahmen (IV-act. 9).  

A.b Im November 2021 wurde die Versicherte zum Bezug einer Hilflosenentschädigung für 
Minderjährige angemeldet (IV-act. 10). Am 8. Dezember 2021 berichtete die Kinderpsychiaterin Dr. 

med. C.___ (IV-act. 14), die Versicherte leide an einer emotionalen Störung mit Trennungsangst des 

Kindesalters sowie an einer Ronaldo-Epilepsie. Sie habe im Verlauf der Therapie gute Fortschritte 

gemacht, sich nach einer Pause aber wieder zurückgeworfen gezeigt. Da zu vermuten gewesen sei, 

dass der therapeutische Prozess die Versicherte zu sehr aufwühle, sei die Therapie pausiert worden. 

Aufgefallen sei, dass die Verhaltensbeobachtungen je nach Lebensbereich und Bezugsperson stark 

divergiert hätten. Das Ostschweizer Kinderspital hatte der IV-Stelle am 30. November 2021 mitgeteilt, 

anamnestisch ergebe sich ein Mehraufwand aufgrund einer psychischen Einschränkung der 

Versicherten (IV-act. 19). Am 20. April 2022 führte eine Fachperson der IV-Stelle eine Abklärung in der 

Wohnung der Eltern durch. Sie berichtete (IV-act. 23), gemäss den Angaben der Mutter benötige die 

Versicherte sowohl zuhause als auch in der Schule eine sehr intensive Betreuung; sie könne nicht allein 

gelassen werden. Während der Abklärung habe sich die Versicherte nicht gezeigt. Ihre Mutter habe 
angegeben, dass sie der Versicherten ein Smartphone gegeben habe, damit diese sich ablenken und 

selbst beschäftigen könne. Mit einer Verfügung vom 29. Juni 2022 sprach die IV-Stelle der Versicherten 

mit Wirkung ab dem 23. November 2020 eine Entschädigung bei einer Hilflosigkeit mittleren Grades zu 

(IV-act. 27).  

A.c Am 20. Januar 2023 berichtete das Ostschweizer Kinderspital, im Rahmen eines stationären 
Aufenthaltes in den vergangenen vier Tagen seien anamnestisch und in der Beobachtung unter 

anderem autistische Züge aufgefallen (IV-act. 31). Am 10. Oktober 2023 wurde die Versicherte von 

ihrer Mutter unter Hinweis auf eine zwischenzeitlich diagnostizierte Autismusspektrumstörung erneut 

zum Bezug von medizinischen Massnahmen angemeldet (IV-act. 33 f.). Am 13. November 2023 

berichtete die Kinderpsychiaterin Dr. med. D.___ (IV-act. 40), die Versicherte sei in Begleitung ihrer 

Mutter zur Abklärung gekommen. Diese habe während der gesamten Untersuchung nahe bei ihr sitzen 

müssen. Die Versicherte habe ein Plüschtier auf dem Schoss gehabt, dieses umklammert und sich die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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ganze Zeit dahinter versteckt. Sie habe leise, wenig moduliert und monoton gesprochen. Sie habe nie 

spontan Informationen preisgegeben und sie habe auch auf Fragen unzureichend reagiert. Ihre 

Antworten seien einsilbig gewesen. Sie habe kaum Interesse an den Gedanken und Erfahrungen der 

Untersucherin gezeigt. Sie habe sich versteckt, sie sei dem Blickkontakt zur Untersucherin 

ausgewichen und sie habe keinen angemessenen Gesichtsausdruck an die Untersucherin gerichtet. 
Sie habe keine sozialen Annäherungsversuche gemacht. Eine wechselseitige Kommunikation sei nicht 

zustande gekommen. Die Versicherte habe die Untersucherin kaum beachtet, sodass die Untersuchung 

während eines erheblichen Zeitraums unangenehm gewesen sei. Eine Diagnostik mithilfe 

verschiedener Tests (ADI-R, FSK, ADOS-2 sowie freie Beobachtungssituationen) habe ergeben, dass 

die Versicherte an einer Autismusspektrumstörung leide. Der Cut off-Wert des Moduls 3 des ADOS-2 

von sieben Punkten sei mit einem Gesamtwert von 21 Punkten klar überschritten gewesen, was auf 

einen hohen Symptomlevel hinweise. Der Cut off-Wert des KSG (Fragebogen zur sozialen Kompetenz) 

von 15 Punkten sei mit einem Gesamtwert von 30 Punkten ebenfalls deutlich überschritten gewesen. 

Im diagnostischen Interview für Autismus (ADI-R) habe die Versicherte ebenfalls einen über dem Cut 

off liegenden Wert erreicht.  

A.d Die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienste E.___ hatten am 28. August 2023 berichtet (IV-
act. 48), insgesamt hätten neun Termine stattgefunden, nämlich ein Erstgespräch mit der Kindsmutter 

und der Versicherten, fünf Termine mit der Versicherten allein (wovon einer zur Durchführung einer 
ADOS), ein Termin mit der Kindsmutter (ADI-R), ein Telefonat mit der Lehrperson sowie ein 

Auswertungsgespräch mit beiden Eltern. Eine psychiatrische Diagnose habe nicht gestellt werden 

können. Die Versicherte verfüge über eine Intelligenz im unteren Durchschnittsbereich mit einem 

heterogenen Profil (Stärken im fluiden Denken und Wissen; Schwächen im Kurzzeitgedächtnis und in 

der visuellen Verarbeitung). Die sozial-emotionalen Fähigkeiten seien altersentsprechend. Nach 

anfänglicher Zurückhaltung habe sich die Versicherte im Kontakt offen und kommunikativ gezeigt. 

Soziale Ängste habe sie glaubwürdig verneint. Bei einigen Aufgaben habe sie überfordert gewirkt und 

sich dann passiv sowie unmotiviert gezeigt. Habe ihr eine Aufgabe entsprochen, habe sie hingegen 

lebhaft und interessiert gewirkt. Sie habe bei der Aufgabenbearbeitung Aufmerksamkeitsprobleme 

gezeigt. Gegen Ende der Sitzungen seien jeweils deutliche Ermüdungserscheinungen zu beobachten 

gewesen. Testpsychologisch und klinisch hätten keine ausreichenden Hinweise für eine 

Autismusspektrumstörung oder für eine Aktivitäts- oder Aufmerksamkeitsstörung festgestellt werden 

können. Der RAD-Arzt Dr. B.___ notierte am 9. März 2024 (IV-act. 49), die Diagnose einer 

Autismusspektrumstörung sei nicht ausreichend gesichert. Der KJPD habe dieselben Tests wie die im 
Auftrag von Dr. D.___ handelnden Psychologinnen durchgeführt, von denen allerdings eine über keine 

Qualifikation verfüge, sondern gemäss eigenen Aussagen lediglich drei Semester Psychologie im 

Ausland studiert habe und Mutter von autistischen Kindern sei. Während die Tests im Rahmen der von 

Dr. D.___ veranlassten Abklärungen hochauffällige Resultate geliefert hätten, seien die Cut off-Werte 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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in denselben Tests nicht erreicht worden, als diese vom KJPD durchgeführt worden seien. Die 

Abklärung durch den KJPD sei viel intensiver gewesen. Insgesamt hätten neun Termine stattgefunden. 

Der Bericht des KJPD sei weitaus überzeugender. Die Versicherte leide nicht an einem 

Geburtsgebrechen im Sinne der Ziff. 405 Anh. GgV. 

A.e Mit einem Vorbescheid vom 19. März 2024 teilte die IV-Stelle der Mutter der Versicherten mit (IV-
act. 51), dass sie die Abweisung des Begehrens um medizinische Massnahmen vorsehe, weil kein 

anerkanntes Geburtsgebrechen vorliege. Dagegen liess die Versicherte am 3. Mai 2024 einwenden (IV-

act. 56), der Verdacht auf das Vorliegen einer Autismusspektrumstörung sei vom Ostschweizer 

Kinderspital geäussert worden. Die sorgfältige Abklärung durch Dr. D.___ habe den Verdacht erhärtet. 

Der Bericht von Dr. D.___ überzeuge in jeder Hinsicht. Der RAD-Arzt Dr. B.___ sei kein Psychiater. 

Sein Argument, der Bericht von Dr. D.___ sei nicht hinreichend beweiskräftig, weil er auf Abklärungen 

beruhe, die von Nicht-Psychiatern durchgeführt worden seien, sei absolut unberechtigt. Die IV-Stelle 

habe ihre Untersuchungspflicht nicht erfüllt. Mit einer Mitteilung vom 7. Mai 2024 erteilte die IV-Stelle 

eine Kostengutsprache für eine ambulante Ergotherapie (IV-act. 59). Am 17. Oktober 2024 erliess die 

IV-Stelle einen weiteren Vorbescheid betreffend das Begehren um medizinische Massnahmen bei 

einem Geburtsgebrechen, nachdem sie festgestellt hatte, dass sie im Vorbescheid vom 19. März 2024 

auf eine falsche Ziffer im Anhang zur GgV verwiesen hatte (IV-act. 61). Die Versicherte liess am 18. 

November 2024 ihre Einwände vom 3. Mai 2024 sinngemäss wiederholen (IV-act. 65). Am 2. Juni 2025 
liess sie einen Bericht betreffend ihre Schwester einreichen und darauf hinweisen, dass dieser eine 

Häufung von Autismusspektrumstörungen in ihrer Familie belege (IV-act. 70). Der RAD-Arzt Dr. B.___ 

notierte am 24. Juli 2025, die neu eingereichten Berichte sowie die vom Rechtsvertreter der 

Versicherten vorgebrachten Argumente änderten nichts an seiner Beurteilung (IV-act. 71). Mit einer 

Verfügung vom 8. August 2025 wies die IV-Stelle das Begehren um medizinische Massnahmen gestützt 

auf den Art. 13 IVG und die Ziff. 405 Anh. GgV ab (IV-act. 72). 

B.  

B.a Am 15. September 2025 liess die Versicherte (nachfolgend: die Beschwerdeführerin) eine 
Beschwerde gegen die Verfügung vom 8. August 2025 erheben (act. G 1). Sie liess die Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung, die Zusprache der gesetzlichen Leistungen sowie eventualiter die 

Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen beantragen. Zur Begründung liess sie 

ausführen, mehrere Fachpersonen hätten das Vorliegen einer Autismusspektrumstörung bestätigt. Dr. 

D.___ habe eine sorgfältige Abklärung durchgeführt und die Diagnose überzeugend begründet. Auf die 

falsche, vage und unsorgfältige Abklärung des KJPD könne nicht abgestellt werden.  

B.b Die IV-Stelle (nachfolgend: die Beschwerdegegnerin) beantragte am 20. Oktober 2025 die 
Abweisung der Beschwerde (act. G 4). Zur Begründung führte sie an, sowohl der KJPD als auch Dr. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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5/7 

B.___ seien ausgewiesene Experten betreffend Autismusspektrumstörungen. Im Unterschied zum 

KJPD habe Dr. D.___ die Beschwerdeführerin nur kurz gesehen. Entsprechend sei auch die 

entscheidende Befundschilderung in ihrem Bericht sehr knapp ausgefallen. Dr. D.___ habe 

massgebend auf die von ihren Hilfspersonen erhobenen Testresultate abstellen müssen. 

B.c Die Beschwerdeführerin liess am 28. Oktober 2025 an ihren Anträgen festhalten (act. G 6). Die 
Beschwerdegegnerin hielt am 4. November 2025 ebenfalls an ihrem Antrag fest (act. G 8). 

B.d Am 17. November 2025 liess die Beschwerdeführerin die Zusprache einer Parteientschädigung 
von 2'500 Franken zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer beantragen (act. G 10). 

Erwägungen 
1.  

Der Zweck dieses Beschwerdeverfahrens erschöpft sich in der Überprüfung der angefochtenen 

Verfügung auf deren Rechtmässigkeit, weshalb sein Gegenstand jenem des vorangegangenen 

Verwaltungsverfahrens entsprechen muss. Dieses hat sich auf die Frage beschränkt, ob die 

Beschwerdeführerin an einem Geburtsgebrechen im Sinne der Ziff. 405 Anh. GgV leide, denn ihrer 

eigenen konstanten Praxis in ähnlich gelagerten Fällen gemäss hat sich die Beschwerdegegnerin hier 

zunächst nur mit diesem Teil des massgebenden Sachverhaltes befasst. Hätte sie die Frage bejaht, 

hätte sie eine Feststellungsverfügung im Sinne des Art. 49 Abs. 2 ATSG erlassen. In einem zweiten 

Schritt hätte sie anschliessend weitere Feststellungsverfügungen betreffend die sogenannten 

Durchführungsstellen erlassen und erst in einem dritten Schritt hätte sie rechtsgestaltend die Kosten 

für die einzelnen medizinischen Massnahmen vergütet. Auch dieses Beschwerdeverfahren hat sich 

folglich auf die erste Frage zu beschränken, nämlich ob die Beschwerdeführerin an einem 

Geburtsgebrechen im Sinne der Ziff. 405 Anh. GgV gelitten hat. 

2.  

Gemäss der Ziff. 405 Anh. GgV gilt eine Autismusspektrumstörung als ein anerkanntes 

Geburtsgebrechen im Sinne des Art. 13 IVG, wenn eine entsprechende Diagnose durch einen 

Kinderarzt mit der Fachrichtung Neuropädiatrie oder Entwicklungspädiatrie gestellt worden ist. Mit dem 

Bericht von Dr. D.___ scheint ein entsprechender Nachweis erbracht worden zu sein. Allerdings ist die 

Beschwerdeführerin nicht nur von Dr. D.___, sondern auch vom KJPD untersucht worden. Der KJPD 

ist zu einer anderen Schlussfolgerung als Dr. D.___ gelangt. Damit erweist sich die medizinische 

Aktenlage als widersprüchlich. Bei der Beweiswürdigung fällt entscheidend ins Gewicht, dass der KJPD 

einen wesentlich höheren Abklärungsaufwand betrieben und den massgebenden objektiven klinischen 

Befund entsprechend umfassender und sorgfältiger erhoben hat als Dr. D.___. Die im Zuge der 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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6/7 

Abklärungen vorgenommenen Tests sind von qualifizierten medizinischen Fachpersonen durchgeführt 

worden, während Dr. D.___ Hilfspersonen ohne medizinische Qualifikation beigezogen hat. Der von Dr. 

D.___ im Rahmen eines einmaligen Gesprächs mit der Beschwerdeführerin erhobene Befund hat sich 

teilweise mit jenem gedeckt, den die Fachpersonen des KJPD bezüglich der ersten Phase der 

Abklärung beschrieben haben. Dem sorgfältigen Bericht des KJPD lässt sich aber entnehmen, dass 
sich das Verhalten der Beschwerdeführerin im Lauf der Abklärung wesentlich verändert hat. Die 

Fachpersonen des KJPD haben anschaulich aufgezeigt, dass der erste Eindruck, auf den Dr. D.___ 

abgestellt hat, nicht aussagekräftig gewesen ist. Damit übereinstimmend lässt sich bereits dem Bericht 

von Dr. C.___ vom 8. Dezember 2021 entnehmen, dass die Beschwerdeführerin je nach Situation und 

Bezugsperson ein stark divergierendes Verhalten gezeigt hat. Diesem Umstand dürfte im Rahmen der 

Abklärung durch Dr. D.___ überwiegend wahrscheinlich nicht hinreichend Rechnung getragen worden 

sein, da sowohl Dr. D.___ als auch ihre Hilfspersonen die Beschwerdeführerin jeweils nur einmal und 

zudem im Beisein der Mutter untersucht haben. Die Sachverständigen des KJPD haben hingegen 

mehrere Untersuchungen ohne die Anwesenheit der Mutter durchgeführt und damit überwiegend 

wahrscheinlich das Verhalten der Beschwerdeführerin nach dem Ablegen der (als Folge der 

Anwesenheit der Mutter wohl deutlich gesteigerten) ersten Zurückhaltung und Schüchternheit 

beobachten können. Dieses Verhalten ist unauffällig in Bezug auf die zur Diskussion stehende 

Autismusspektrumstörung gewesen, wie die Fachpersonen des KJPD anschaulich aufgezeigt haben. 
Würde die Beschwerdeführerin aber tatsächlich an einer Autismusspektrumstörung leiden, liesse sich 

dieses Verhalten nicht erklären, denn dann hätte bei der Beschwerdeführerin während der ganzen Zeit 

unverändert das von Dr. D.___ (und von den Fachpersonen des KJPD bezüglich des 

Untersuchungsbeginns) beschriebene Verhalten beobachtet werden müssen. Überwiegend 

wahrscheinlich hat sich Dr. D.___ also von einem ersten Eindruck täuschen lassen, während es den 

Fachpersonen des KJPD aufgrund des weitaus grösseren Untersuchungsumfangs gelungen ist, den 

objektiven klinischen Befund zu erheben. Der erfahrene Neuropädiater Dr. B.___ vom RAD hat in seiner 

sorgfältigen und überzeugenden Aktenwürdigung anschaulich aufgezeigt, dass der Bericht des KJPD 

wesentlich beweiskräftiger als jener von Dr. D.___ ist. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, der 

dem RAD-Arzt Dr. B.___ die notwendige Expertise abgesprochen hat, hat übersehen, dass Dr. B.___ 

ein erfahrener Neuropädiater ist, der sehr wohl über die entsprechende Expertise verfügt. 

Zusammenfassend belegen der Bericht des KJPD und die Aktenwürdigung des RAD-Arztes Dr. B.___ 

mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass die 

Beschwerdeführerin nicht an einem Geburtsgebrechen im Sinne der Ziff. 405 Anh. GgV gelitten hat. 
Der Umstand, dass bei der Schwester der Beschwerdeführerin eine Autismusspektrumstörung 

diagnostiziert worden ist, ändert daran natürlich nichts, denn er könnte – wenn überhaupt – lediglich ein 

Indiz für eine innerfamiliäre Häufung von Autismusspektrumstörungen sein, das aber durch die 

Ergebnisse der sorgfältigen Untersuchungen durch den KJPD in Bezug auf die Beschwerdeführerin 

widerlegt worden ist. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

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7/7 

3.  

Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtmässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen 

ist. Die angesichts des durchschnittlichen Verfahrensaufwandes praxisgemäss auf 600 Franken 

festzusetzenden Gerichtskosten sind der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Sie sind 

durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. Die unterliegende 
Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  
Die Beschwerdeführerin hat die Gerichtskosten von 600 Franken zu bezahlen; diese sind durch den 

von ihr geleisteten Kostenvorschuss von 600 Franken gedeckt. 

3.  
Das Begehren um eine Parteientschädigung wird abgewiesen. 

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		2026-01-28T03:56:10+0100
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