# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1703fc30-2a08-56d5-a8d2-7492fe9c6ca8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-28
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 28.02.2024 V 2024 30
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2024-30_2024-02-28.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

DER HAFTRICHTER

V E R F Ü G U N G  vom 28. Februar 2024  [rechtskräftig]

in Sachen

Amt für Migration des Kantons Zug
Antragsteller

gegen

A.________, zzt. Ausschaffungshaft Zürich, Zentrum für ausländerrechtliche Admi-
nistrativhaft Zürich (ZAA), Postfach, 8058 Zürich 
Antragsgegnerin

betreffend

Überprüfung der Anordnung der Ausschaffungshaft
(Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AIG)

V 2024 30

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Haftrichterverfügung V 2024 30

A. Die Antragsgegnerin, Jahrgang 1989, kenianische Staatsangehörige, heiratete am 
28. Juli 2014 in Mombasa einen Schweizer Staatsbürger (B.________) und reiste mit die-
sem im Rahmen des Familiennachzuges am 29. Januar 2015 in die Schweiz ein, worauf-
hin ihr das Migrationsamt des Kantons Zürich eine Aufenthaltsbewilligung zwecks Ver-
bleibs beim Ehegatten erteilte. Die Bewilligung wurde jährlich verlängert. Nach einem 
Wohnsitzwechsel des Ehepaares (inkl. Kantonswechsel) von C.________ nach 
D.________ (ZG) Ende April 2018 wurde der Einwohnerkontrolle D.________ am 29. Au-
gust 2018 die Trennung zwischen der Antragsgegnerin und ihrem Ehegatten sowie der 
Wegzug der Antragsgegnerin nach E.________ gemeldet. Am 21. September 2018 er-
suchte die Antragsgegnerin das Migrationsamt des Kantons Zürich um Bewilligung des 
(erneuten) Kantonswechsels, da sie seit Mai bei ihrem neuen Freund in E.________ woh-
ne. Das Migrationsamt des Kantons Zürich wies das Gesuch mit Verfügung vom 18. De-
zember 2018 ab mit der Begründung, die Ehe zwischen der Antragsgegnerin und ihrem 
Ehegatten sei bereits vor dem 1. Februar 2018 nicht mehr in Takt gewesen und habe so-
mit weniger als drei Jahre gedauert; ein Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung bestehe 
nicht mehr. Mit Schreiben vom 4. Februar 2019 eröffnete das Migrationsamt des Kantons 
Zug (AFM) der Antragsgegnerin, welche seit 1. Februar 2019 wiederum im Kanton Zug 
(F.________) gemeldet war, dass beabsichtigt werde, eine Verlängerung der Aufenthalts-
bewilligung zu verweigern und sie aus der Schweiz und dem Schengenraum wegzuwei-
sen. Die Antragsgegnerin ersuchte daraufhin um Verfahrenssistierung, da der Ehemann 
sie zur Prostitution gezwungen und sie entsprechend Strafanzeige erhoben habe. Dem 
Sistierungsantrag wurde stattgegeben. Am 31. August 2020 informierte der Ehemann das 
AFM darüber, dass die Antragsgegnerin zum Zeitpunkt der Eheschliessung bereits mit ei-
nem britischen Staatsangehörigen (G.________) gültig verheiratet gewesen sei und die 
Ehe immer noch bestehe; mit rechtskräftigem Urteil eines kenianischen Gerichtes vom 4. 
Oktober 2019 sei die Ehe zwischen ihm und der Antragsgegnerin für nichtig erklärt wor-
den. Das Kantonsgericht Zug hat dieses Nichtigkeitsurteil vom 4. Oktober 2019 mit Ent-
scheid vom 19. August 2020 jedoch aus rein formellen Gründen nicht anerkannt. Die 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat verfügte am 27. Oktober 2020 die Einstellung des Ver-
fahrens gegen den Ehemann wegen Förderung der Prostitution (bestätigt mit Urteil des 
Obergerichts des Kantons Zürich vom 6. Oktober 2021). Mit Urteil des Bezirksgerichts Wil-
lisau vom 15. Dezember 2020 schliesslich wurde die Ehe zwischen B.________ und der 
Antragsgegnerin geschieden, woraufhin das AFM das ausländerrechtliche Verfahren wie-
der aufnahm. Am 27. Mai 2021 verfügte das AFM die Nichtverlängerung der Aufenthalts-
bewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz und dem Schengenraum mit der Be-
gründung, dass die Antragsgegnerin namentlich durch Verschweigen der vorbestehenden 

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Ehe die Behörden getäuscht und damit die Erteilung und jeweilige Verlängerung der Auf-
enthaltsbewilligung erschlichen habe. Darüber hinaus seien auch die Voraussetzungen 
nach Art. 50 Abs. 1 lit. a oder b des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Aus-
länder und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20, vor-
mals AuG) nicht gegeben. Die dagegen am 21. Juni 2021 erhobene Verwaltungsbe-
schwerde wurde vom Regierungsrat des Kantons Zug am 28. März 2023 abgewiesen mit 
Bestätigung der der Aufforderung, die Schweiz und den Schengenraum innert 30 Tagen 
nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheides zu verlassen. Es wurde der Antragsgegnerin 
eine Ausreisefrist bis spätestens 1. Juni 2023 gewährt. In der Folge war die Antragsgegne-
rin für die Behörden nicht mehr erreichbar, hielt sich jedoch offensichtlich weiterhin in der 
Schweiz auf, bis sie am 22. Februar 2024 aufgrund einer entsprechenden Meldung von 
der Zuger Polizei in stark alkoholisiertem Zustand und herumschreiend in einer Wohnung 
in H.________ aufgegriffen wurde. Es erfolgte eine vorübergehende fürsorgerische Unter-
bringung in die Klinik Zugersee. Die weiteren Abklärungen der Zuger Polizei führten 
schliesslich zur Erkenntnis des Verdachtes auf rechtswidrigen Aufenthalt; mit Strafbefehl 
vom 27. Februar 2024 wurde sie von der Staatsanwaltschaft des Kantons Zug entspre-
chend verurteilt. Bereits am 24. Februar 2024, 11:30 Uhr, übernahm das AFM das Haftre-
gime. Die formelle Eröffnung der Ausschaffungshaft gemäss Art. 76 AIG erfolgte am 27. 
Februar 2024. 

B. Am 27. Februar 2024 ersuchte das AFM das Verwaltungsgericht um Prüfung der 
Anordnung der Ausschaffungshaft nach Art. 76 AIG und beantragte, diese für die Dauer 
von drei Monaten zu stützen.

C. Am 28. Februar, 10:30 Uhr, fand in Anwesenheit der Antragsgegnerin und der 
Vertretung des AFM die gesetzlich vorgeschriebene mündliche Verhandlung unter Beizug 
eines Dolmetschers statt. Das Protokoll und die Tonaufnahme der Verhandlung einsch-
liesslich der mündlichen Eröffnung des Entscheides stehen den Parteien bis zum Eintritt 
der Rechtskraft des vorliegenden Entscheides zur Verfügung.

Der Haftrichter erwägt:

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1. Gemäss Art. 80 Abs. 2 AIG sind die Rechtmässigkeit und die Angemessenheit der 
Haft spätestens nach 96 Stunden durch eine richterliche Behörde aufgrund einer mündli-
chen Verhandlung zu überprüfen, wobei die Frist nicht erst ab Haftanordnung läuft, son-
dern sich nach dem Zeitpunkt bemisst, in dem der Betroffene aus ausländerrechtlichen 
Gründen tatsächlich festgehalten wurde (Andreas Zünd, in: Kommentar Migrationsrecht, 4. 
Aufl. 2015, AuG 80 N 2 mit Hinweisen). Kantonale richterliche Behörde im Sinne des AIG 
ist das Verwaltungsgericht, welches aus seiner Mitte den Haftrichter bezeichnet (§ 5 des 
Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und zum 
Asylgesetz [EG AuG, BGS 122.5] i.V.m. § 56 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 
[VRG, BGS 162.1] und § 3 Abs. 1 Ziff. 2 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes 
[GO VG, BGS 162.11]). Die Antragsgegnerin befindet sich auf Anordnung des AFM ge-
stützt auf Art. 76 AIG seit 24. Februar 2024, 11:30 Uhr, in Ausschaffungshaft. Mit Durch-
führung der mündlichen richterlichen Haftprüfungsverhandlung am 28. Februar 2024, 
10:30 Uhr, und unmittelbar anschliessender Entscheideröffnung ist die gesetzliche Frist für 
die Haftprüfung gewahrt.

2. Die zuständige Behörde kann einen Ausländer zur Sicherstellung des Vollzugs 
eines Weg- oder Ausweisungsentscheides in Ausschaffungshaft nehmen, soweit die 
Voraussetzungen von Art. 76 AIG erfüllt sind. Danach ist erforderlich, dass ein erstin-
stanzlicher, nicht notwendigerweise auch ein rechtskräftiger Weg- oder Ausweisungsent-
scheid vorliegt (vgl. BGE 122 II 148 E. 2b/bb), dessen Vollzug (z.B. wegen fehlender 
Reisepapiere, Unklarheiten bezüglich Identität usw.) noch nicht möglich, jedoch abseh-
bar ist. Zudem muss einer der in Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 1–5 AIG genannten Haftgründe 
gegeben sein (BGE 124 II 1 E. 1). Sodann muss die Haft verhältnismässig und die Aus-
schaffung rechtlich und tatsächlich möglich sein (Art. 80 Abs. 6 lit. a AIG; vgl. BGE 122 II 
148 E. 3). Auf Seiten der Behörden sind die für den Vollzug der Wegweisung notwendi-
gen Vorkehrungen (wie Identitäts- und Herkunftsabklärungen, Papierbeschaffung) um-
gehend zu treffen (Art. 76 Abs. 4 AIG, Beschleunigungsgebot; vgl. BGE 124 II 49 E. 3). 
Schliesslich sind die gesetzlichen Anforderungen an die Haftbedingungen zu beachten 
(z.B. geeignete Räume, geeignete Beschäftigung; vgl. Art. 81 Abs. 2 AIG). Der Betroffe-
ne muss überdies hafterstehungsfähig sein.

3. Gemäss Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AIG ist ein Haftgrund gegeben, wenn ein erstin-
stanzlicher Weg- oder Ausweisungsentscheid eröffnet wurde und das bisherige Verhalten 
des Betroffenen darauf schliessen lässt, dass er sich behördlichen Anordnungen wider-
setzt. 

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3.1 Mit Verfügung vom 27. Mai 2021 eröffnete das AFM der Antragsgegnerin via de-
ren Rechtsvertreter die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegwei-
sung aus der Schweiz und dem Gebiet der Schengener Staaten. Diese Verfügung ist am 
2. Mai 2023 in Rechtskraft erwachsen. Der erforderliche Wegweisungsentscheid liegt 
vor. 

3.2 An der Haftrichterverhandlung vom 28. Februar 2024 bestätigte die Antragsgeg-
nerin die in den Akten befindlichen Angaben ihrer Personalien. Ergänzend führte sie aus, 
sie habe eine Ausbildung in Business Management und habe auch für eine Logistikfirma 
in Kenia gearbeitet. Zur Sache stellt sie sich auf den Standpunkt, sie hätte keine Kennt-
nis davon gehabt, dass sie aus der Schweiz weggewiesen worden sei; sie hätte extra ei-
nen Anwalt eingeschaltet, welcher eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hätte 
bewirken sollen. Sie sei depressiv gewesen und habe sich für drei Monate in der Reha 
Klinik Zugersee aufgehalten. Ihre Familie in Kenia, durch welche sie auch finanziell un-
terstützt werde, sei nicht schlecht oder arm, insbesondere ihrer Mutter liege daran, dass 
sie sich auf ihre mentale Gesundheit fokussieren könne. Sie sei lesbisch, aber ihre Fami-
lie wisse nichts davon. Sie habe selbst erlebt, wie homosexuelle Menschen in Kenia 
schlecht behandelt würden und erzählt auch einen Vorfall aus dem Jahre 2010, wo ihre 
lesbische Freundin grausam misshandelt worden sei. Gesundheitlich gehe es ihr aber 
gut; ihre Depression werde nun mit den richtigen Medikamenten behandelt. Sie wolle 
nicht ausgeschafft werden, sie widerspreche aber nicht, das Land verlassen zu müssen, 
sie habe von einer Wegweisung nicht gewusst; zudem sei sie in Kenia nicht in der Lage, 
sich selbst zu sein. 

3.3 Der Vertreter der AFM begründete in der Verhandlung die Inhaftnahme mit der 
Wegweisungsverfügung aus dem Jahre 2021, welche am 2. Mai 2023 in Rechtskraft er-
wuchs, sowie dem Umstand, dass die Antragsgegnerin danach untergetaucht sei. Die 
Identität der Antragsgegnerin sei gesichert, das Staatssekretariat (SEM) sei bereits kon-
taktiert und um Unterstützung bei der Organisation von Reisepapieren gebeten worden. 
Es erfolge ein laufender Kontakt. Es gebe eine relativ vage Tabelle, wonach es bis zu 
sechs Monate dauern könne, bis die Reisepapiere vorliegen würden; er hoffe jedoch, 
dass es nicht so lange dauern werde. Mit einer aktiven Kooperation der Antragsgegnerin 
könne das Verfahren zusätzlich beschleunigt werden. Faktische oder rechtliche Hürden 
für die Ausschaffung nach Kenia seien aktuell keine bekannt. Aufgrund ihres bisherigen 
Verhaltens, insbesondere die geltend gemachte fehlende Kenntnis über die Wegweisung 

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bzw. das Untertauchen, bestehe aus Sicht des AFM für die Sicherstellung des Vollzuges 
keine andere Möglichkeit als die Haft. Die medizinische Versorgung sei auch in Zürich si-
chergesellt. Die Haft werde vorläufig für drei Monate beantragt. 

4. In Würdigung der Akten und Aussagen der Parteien ergibt sich, dass vorliegend 
die Voraussetzungen von Art. 76 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 AIG gegeben sind. Unbehelflich sind 
die Vorbringen der Antragsgegnerin, wonach sie nicht gewusst habe, dass sie aus der 
Schweiz weggewiesen worden sei bzw. sinngemäss geltend macht, der Ausweisungs-
entscheid sei ihr nicht eröffnet worden. Soweit ihr die Entscheide des Regierungsrates 
(Bestätigung der Verfügung des AFM vom 27. Mai 2021) und des AFM (Setzung der 
Ausreisefrist bis 1. Juni 2023) nicht zugegangen sein sollten, hätte sie sich dies selbst 
zuzuschreiben, hat sie doch im Rahmen ihrer Mitwirkungs- und Meldepflichten jederzeit 
sicherzustellen, dass sie über eine ordentliche Zustelladresse verfügt. Für die Anordnung 
der Ausschaffungshaft ist es jedoch ausreichend, wenn ein erstinstanzlicher Wegwei-
sungsentscheid ergangen ist und eröffnet wurde; dieser muss weder in Rechtskraft er-
wachsen noch vollstreckbar sein. Es genügt, dass mit der Haft der Vollzug sichergestellt 
werden kann, sobald die Wegweisung in Rechtskraft erwachsen wird (BGE 140 II 409 E. 
2.3.4). Und gerade bezogen auf einen solchen erstinstanzlichen Wegweisungsentscheid 
des AFM (und der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung) vom 27. Mai 2021 hat 
die Antragsgegnerin einen Anwalt mandatiert, um dagegen vorzugehen, welcher seiner-
seits mit Eingabe vom 21. Juni 2021 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Zug 
erhoben hat mit dem Antrag, die Verfügung vom 27. Mai 2021 sei aufzuheben. Der An-
tragsgegnerin wurde somit zweifellos ein erstinstanzlicher Wegweisungsentscheid eröff-
net. Nach Ablauf der Ausreisefrist verblieb sie weiterhin in der Schweiz. Trotz der laufen-
den Verfahren hat sie sich in klarer Verletzung ihrer Mitwirkungs- und Meldepflichten un-
ter dem Radar der Behörden offensichtlich an verschiedenen unbekannten Orten aufge-
halten. Eine Sachverhalts- und Aufenthaltsabklärung des AFM vom Juni 2023 blieb er-
gebnislos, bis sie per Zufall am 22. Februar 2024 in einer Wohnung in Zug polizeilich 
aufgegriffen wurde. Aufgrund ihres bisherigen Verhaltens – auch jenem im ursprüngli-
chen Bewilligungsverfahren – muss davon ausgegangen werden, dass sie auch künftig 
behördlichen Anordnungen nicht die geforderte Folge leisten wird. 

5. Die Ausschaffungshaft stellt einen schweren Eingriff in die persönliche Freiheit des 
Betroffenen dar. Anordnung und Aufrechterhaltung sind daher nur zulässig, wenn sie dem 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit und Angemessenheit zu genügen vermögen. Die An-
tragsgegnerin hat trotz ihres schon längeren Aufenthaltes keine erkennbare und zu beach-

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tende gefestigte Beziehung zu Schweiz und hätte im Übrigen durch das rechtskräftig fest-
gestellte Erschleichen der innegehabten Bewilligung auch sämtliche allenfalls aus ihrem 
bisherigen Aufenthalt zu beachtende Umstände verwirkt. Sie ist nach eigenem Bekunden 
mit behandelter Depression soweit gesund und es sind den Akten keine Hinweise zu ent-
nehmen, dass sie nicht hafterstehungsfähig sei, wobei die medizinische Versorgung ge-
richtsnotorisch auch für die weitere Haft im Zentralen Ausschaffungsgefängnis Zürich – 
welches ebenso die Vorgaben gemäss Art. 81 AIG erfüllt – jederzeit gewährleistet ist. Die 
Haftbedingungen werden nicht beanstandet. Das AFM hat in Nachachtung des Beschleu-
nigungsgebotes umgehend die notwendigen Vorkehrungen für die Ausschaffung ins Hei-
matland in die Wege geleitet, wobei eine Mitwirkung der Antragsgegnerin das Verfahren 
zusätzlich beschleunigen könnte. Mildere Massnahmen zur Sicherstellung der Wegwei-
sung sind nicht ersichtlich, zumal keine verlässlichen Anknüpfungspunkte hinsichtlich 
Wohn- und finanzielle Verhältnisse vorhanden sind. Nachdem die Antragsgegnerin aus 
der Schweiz wie auch aus dem Schengenraum ausgewiesen wurde, besteht zufolge er-
heblichem öffentlichen Interesse auch keine Handhabe, die Antragsgegnerin unkontrolliert 
irgendwohin ausreisen zu lassen. In Berücksichtigung aller Aspekte und des gewichtigen 
Interesses der Schweiz an einer geordneten und kontrollierten Ausreise erweist sich die 
Haft und deren beantragte Dauer von drei Monaten als verhältnismässig.

6. Die Antragsgegnerin wird in Nachachtung von § 10 Abs. 2 EG AuG abschliessend 
darauf hingewiesen, dass sie gemäss Art. 80 Abs. 5 AIG das Recht hat, einen Monat nach 
der Haftüberprüfung beim Haftgericht ein Haftentlassungsgesuch einzureichen. Über die-
ses Gesuch wäre wiederum aufgrund einer mündlichen Verhandlung zu entscheiden. 

7. Im Bereich der Zwangsmassnahmen werden gemäss § 14 Abs. 3 EG AuG in der 
Regel keine Verfahrenskosten erhoben. Davon abzuweichen besteht hier kein Anlass.

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Der Haftrichter verfügt:
___________________

1. Die vom Amt für Migration angeordnete Ausschaffungshaft wird für die Dauer von 
drei Monaten, d.h. bis 23. Mai 2024 bestätigt.

2. Kosten werden für dieses Verfahren nicht erhoben.

3. Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen seit der schriftlich begründeten Mit-
teilung beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffent-
lich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

4. Mitteilung in schriftlich begründeter Form (nach vorgängiger mündlicher Eröffnung 
des Dispositivs und der wesentlichen Entscheidgründe unmittelbar im Anschluss 
an die Verhandlung) an:

- A.________, c/o Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich ZAA 
(Zustellung an die Anstaltsleitung zur Aushändigung und mit der Bitte um Erläu-
terung und Rücksendung der separaten Empfangsbescheinigung)

- Anstaltsleitung Zentrum für ausländerrechtliche Administrativhaft Zürich ZAA 
(im Dispositiv)

- Amt für Migration des Kantons Zug, Aabachstrasse 1, 6301 Zug
- Staatssekretariat für Migration, Quellenweg 6, 3003 Bern-Wabern.

Zug, 28. Februar 2024
Der Haftrichter

lic. iur. Adrian Willimann

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