# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f1732e74-c64e-50f3-aff8-5acefb5a159b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-02-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.02.2021 IV 2019/68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2019-68_2021-02-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/68

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 13.01.2022

Entscheiddatum: 04.02.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 04.02.2021
Art. 8 und 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2021, IV 
2019/68).

Entscheid vom 4. Februar 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Monika Gehrer-Hug und 

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2019/68

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Aeschlimann Wirz, 

arbeitundversicherung.ch, Bahnhofstrasse 10, Postfach 106, 8700 Küsnacht ZH,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 15./29. April 2015 (IV-act. 3) zum Bezug von Leistungen der 

Invalidenversicherung an. Er habe nach der Realschule keine Ausbildung 

abgeschlossen. Von ___ 2013 bis Februar 2015 sei er als Produktionsmitarbeiter 

vollzeitlich angestellt gewesen. Seit Oktober 2014 sei er arbeitsunfähig. Er leide an 

einem psychischen Leiden, somatischen Beschwerden wie Magenbeschwerden, 

chronischer Colitis, einer Skoliose, […]-fingern, Gelenk- und Bauchschmerzen. - Die 

ehemalige Arbeitgeberin bestätigte am 5. Mai 2015 (IV-act. 8), der Versicherte sei als 

Mitarbeiter Stanzerei tätig gewesen. Nach der Erkrankung sei er nicht mehr in der Lage 

gewesen, im Schichtbetrieb zu arbeiten. Letzter effektiver Arbeitstag sei der __ Oktober 

2014 gewesen. Der Versicherte habe seit 1. Mai 2013 ein Jahreseinkommen von 

Fr. 55'380.-- erzielt (12x Fr. 4'290.-- zuzüglich Fr. 3'900.-- "13. Monatslohn").

A.a. 

Gemäss einem Bericht vom 3. Februar 2015 (Fremd-act. 1-5 f) hatte das 

Ambulatorium B.___ der Psychiatrie-Dienste Süd, Dr. med. C.___, Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, eine mittelgradige depressive Episode bei schwieriger 

psychosozialer Problematik, Probleme bei der Lebensführung und anamnestisch 

Husten, Druckschmerzen in der Brust, Dyspnoe, verstärkte Symptome bei körperlicher 

Aktivität und deutlich sichtbare Auftreibung von Fingern und Sehnengliedern ([…]-

finger) erwähnt. Wegen der starken Erschöpfung, der Müdigkeit und der 

Schlafprobleme sei er in der Psychiatrischen Klinik D.___ angemeldet worden. Am 

17. Dezember 2014 war ihm für die Zeit ab 16. Dezember 2014 eine volle 

Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Fremd-act. 1-8).

A.b. 

Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemein- und Visceralchirurgie, gab in seinem IV-

Arztbericht vom 17. Juni 2015 (IV-act. 12) an, beim Versicherten bestehe seit 2013 eine 

Rektumintussuszeption mit Beckenbodendescensus. Aus chirurgischer Sicht sei ihm 

die bisherige Tätigkeit zumutbar. Gemäss dem beigelegten Austrittsbericht der 

A.c. 

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Chirurgischen Klinik am Spital Z.___ (IV-act. 12-6 f.) war der Versicherte am 24. März 

2014 von Dr. E.___ operiert (laparoskopische Rektosigmoidresektion [52 cm] und 

Rektopexie) worden.

Dr. med. F.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, gab im IV-Arztbericht vom 

1. September 2015 (IV-act. 20-1 bis 5) an, beim Versicherten bestünden eine 

chronische mittelschwere Depression (OP-Schmerzen, Schulden), in erster Linie 

chronische Bauchbeschwerden, ausserdem chronische Verdauungsbeschwerden (seit 

der Pubertät mit ca. 15 oder 16 Jahren; sechs bis acht Stuhlentleerungen pro Tag; der 

Versicherte wiege 68 kg bei 178 cm Körpergrösse). Ohne Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit seien eine Laktoseintoleranz, ein Helicobacter pylori-Nachweis und 

chronische Rückenbeschwerden bei Skoliose. Der Versicherte sei seit (wohl:) länger als 

September 2014 voll arbeitsunfähig, auch in einer adaptierten Tätigkeit könne er zurzeit 

nicht arbeiten. Es bestünden körperliche und psychische Einschränkungen, nämlich 

eine Fatigue und psychische Limitationen. Der Versicherte sei zurzeit nicht belastbar. 

Der Arzt gab zahlreiche Beilagen zu den Akten. - So hatte etwa die Kinderchirurgische 

Klinik am Ostschweizer Kinderspital beim Versicherten nach Angaben vom 8. April 

2005 eine leichte Sternumrotation diagnostiziert. - Die HNO-Klinik am Kantonsspital 

St. Gallen hatte gemäss einem Bericht vom 21. Juni 2011 (IV-act. 20-11 f.) einen 

Peritonsillarabszess rechts festgestellt (mit eingeschränkter Mundöffnung, so dass 

lediglich Flüssigkost möglich war). Die Chirurgische Klinik am Spital G.___ hatte in der 

Folge in einem Austrittsbericht vom 9. Dezember 2013 (IV-act. 20-29 f.) ein Rezidiv 

diagnostiziert. - Am 24. Oktober 2013 (IV-act. 20-20) hatte die Medizinische Klinik 

(Gastroenterologie) am Spital G.___ erklärt, der Befund der aktuellen Koloskopie total 

könne nicht eindeutig eingeordnet werden. Möglicherweise handle es sich um ein 

solitäres Rektalulkussyndrom. Am 28. Oktober 2013 (IV-act. 20-23) hatte sie 

festgehalten, in erster Linie komme eine Rektumintussuszeption in Frage. - Das Institut 

für Radiologie am Kantonsspital St. Gallen hatte am 7. November 2013 (IV-

act. 20-27 f.) nach einer MR-Defäkographie von jenem Tag von einem schweren 

Descensus des hinteren Kompartiments während der Defäkation mit geringer anteriorer 

Rektozele und anteriorer mucosaler Intussuszeption berichtet. - Das Pathologie […] 

hatte am 1. April 2014 (IV-act. 20-45 f.) erklärt, morphologische Hinweise auf eine 

klinisch mitgeteilte Intussuszeption hätten sich rein histologisch nicht ergeben, bei der 

A.d. 

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Abklärung einer allfälligen neuronalen Dysplasie seien keine Riesenganglien und es sei 

keine entsprechende Hyperplasie oder Fehlanlage nachweisbar gewesen. - Die 

Medizinische Klinik (Gastroenterologie) am Spital G.___ hatte am 25. August 2015 (IV-

act. 20-9) eine ernährungstherapeutische Beratung des Versicherten (bei Nachweis der 

Laktoseintoleranz), eine HP-Eradikationstherapie, eine weitere Dünndarmdiagnostik 

und eventuell eine (neue) MR-Defäkographie empfohlen. - Dr. med. H.___, FMH 

Physikalische Medizin und Rehabilitation, hatte beim Versicherten am 23. Juli 2015 (IV-

act. 20-47 f.) ein myofasziales Schmerzsyndrom bei muskulärer Dysbalance und eine 

Fehlstellung der LWS und Haltungsinsuffizienz diagnostiziert. Der Versicherte beklage 

seit drei Jahren zunehmende Schmerzen mit wechselnder Lokalisation und Intensität 

(rechte Hand, Brust, Lenden, unterer Rücken, Knie; nächtlicher Schmerz mit Besserung 

durch Aufstehen), Müdigkeit und zeitweise blutige Diarrhoe. 

Dr. C.___ gab in einem IV-Arztbericht vom 23. Oktober 2015 (IV-act. 22; vgl. auch 

Bericht vom 6. März 2015, IV-act. 20-43) an, es lägen vor eine mittelgradige depressive 

Episode, pathologisches Spielen, psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, 

gegenwärtig abstinent, ein Verdacht auf eine einfache Aktivitäts- und 

Aufmerksamkeitsstörung und diverse somatische Erkrankungen. Die Behandlung 

erfolge unregelmässig seit dem 3. November 2014. Der Versicherte habe diverse 

Termine versäumt. Die letzte Konsultation sei im Mai 2015 gewesen. Vom 2. Februar 

bis 5. März 2015 sei der Versicherte in der Psychiatrischen Klinik D.___ gewesen. Im 

Oktober sei ihm auf Ende November 2014 die Stelle gekündigt worden, weil er häufig 

gefehlt habe. Die Arbeitsfähigkeit des Versicherten sei unklar. Die Einschränkungen 

würden sich durch medizinische Massnahmen vermindern lassen. Zuerst sei eine 

Abklärung der organischen Ursachen für die Erschöpfung und Müdigkeit vorzunehmen, 

daneben eine psychiatrische Behandlung. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen 

Tätigkeit könne gerechnet werden. 

A.e. 

Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung sah am 

6. November 2015 (IV-act. 24) vor, von einem Eingliederungspotenzial für eine Arbeits­

fähigkeit von 50 %, zügig auf ein Vollpensum steigerungsfähig, für eine vorwiegend im 

Sitzen auszuübende wechselbelastende, zuerst körperlich leichte, dann auch 

mittelschwere Arbeit mit der Möglichkeit, bei Bedarf eine Toilette aufzusuchen, 

auszugehen. - Die IV-Eingliederungsverantwortliche erklärte am 11. Dezember 2015 

A.f. 

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(IV-act. 28), der Versicherte habe einen verunsicherten und nervösen Eindruck 

gemacht. Seine Perspektivenlosigkeit sei deutlich wahrnehmbar gewesen. Eine 

schnelle Rückkehr in die Arbeitswelt sei wichtig. Die Motivation dazu sei beim 

Versicherten vorhanden. Am 12. Januar 2016 (IV-act. 30) wurde ein Eingliederungsplan 

Arbeitsvermittlung unterzeichnet und daraufhin diese Leistung zugesprochen (IV-

act. 32). Am 18. Juli 2016 (IV-act. 36) wurde die Unterstützung bei der beruflichen 

Integration nach Ablauf von sechs Monaten abgeschlossen. Das Regionale 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) habe dem Versicherten ein Coaching-Gespräch (am 

13. Juni 2016, IV-act. 36-3) angeboten, an dem er ohne Abmeldung nicht 

teilgenommen habe. Der Versicherte werde in drei Monaten zu seinen Eltern ziehen, da 

er die Miete nicht mehr bezahlen könne. Zurzeit sei er bis auf weiteres zu 75 % 

arbeitsunfähig geschrieben. Am 19. Juli 2016 (IV-act. 38) wurde dem Versicherten 

mitgeteilt, weitere berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt. Trotz der 

Unterstützung seit Januar 2016 sei es nicht gelungen, ihn in den Arbeitsmarkt zu 

integrieren. - Dr. F.___ hatte dem Versicherten am 24. März 2016 (IV-act. 35, IV-

act. 56-10) für die Zeit von September 2014 bis 31. März 2016 eine volle und danach 

bis vorerst 30. Juni 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 75 % attestiert. - Bei Dr. med. 

I.___ war der Versicherte gemäss Aktennotiz vom 9. August 2016 (IV-act. 39) seit 

November 2014 nicht mehr in Behandlung gewesen (er hatte Rechnungen nicht 

bezahlt). 

Dr. F.___ erklärte in einem Verlaufsbericht vom 14. September 2016 (IV-act. 42), 

dem Versicherten seien leichte Arbeiten versuchsweise zu 50 % zumutbar. Es 

bestünden eine Fruktoseintoleranz, Obstipation, nach wie vor Bauchweh, Krämpfe, 

Schleim/Durchfall, auch nachts (Mucosaprolaps-Syndrom), V. auf 

Beckenbodendysfunktion, Rücken- und Kniebeschwerden. Die Schmerzen würden 

immer intensiver. Es sei eine Defäkographie geplant. Der Versicherte sei noch ohne 

Beruf. Die Stellensuche sei noch erfolglos gewesen. Es wäre zwingend eine Lehre (z.B. 

als Informatiker) vorzusehen. Seine enge Verwandte leide an einer […]. - Die Klinik für 

Innere Medizin am Spital G.___ hatte am 4. August 2016 (IV-act. 42-6 f.) erklärt, der 

Versicherte habe berichtet, trotz Rektopexie unverändert abdominelle Beschwerden zu 

haben. Er müsse bei jedem Stuhlgang sehr stark pressen. Er habe allerdings auch 

berichtet, intermittierend etwa dreimal wöchentlich mehrmals pro Tag auch 

A.g. 

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dünnbreiigen Stuhl zu haben. Das Gewicht habe er in den letzten zwei Jahren konstant 

halten können. Die endoskopische Inspektion des unteren GI-Trakts habe lediglich im 

distalen Rektum bzw. Analkanal auffällig entzündlich ödematöse Veränderungen im 

Sinn eines Mucosaprolaps-Syndroms gezeigt, das sehr gut zum Beschwerdebild 

passen würde.

Dr. C.___ gab in einem IV-Arztbericht vom 4. Oktober 2016 (IV-act. 44) an, 

insgesamt seien bis zur letzten Kontrolle am 6. März 2016 sieben Sitzungen erfolgt. Am 

sinnvollsten erscheine für den Versicherten eine stationäre oder teilstationäre 

Behandlung (Suchttagesklinik) zu sein. Ausserdem seien organische Ursachen 

auszuschliessen. Der Versicherte habe berichtet, wenn er versuche, nicht mehr zu 

spielen, werde er nervös und aggressiv. Im Januar 2015 habe er deswegen 

Möbelstücke zerschlagen. Er trinke auch seit vier bis fünf Jahren zunehmend grössere 

Mengen Alkohols. Konzentrationsschwierigkeiten hätten seine Leistungen in der Schule 

deutlich eingeschränkt. Er habe keine Lehre abgeschlossen. Selbstwertgefühl und 

Selbstvertrauen seien beeinträchtigt. Die stationäre Behandlung sei nach kurzer Zeit 

aufgrund von mangelnder Kooperation und Anstrengungsbereitschaft abgeschlossen 

worden. - Die Klinik D.___ hatte gemäss Beilage am 5. Mai 2015 (IV-act. 47; bei den 

oben erwähnten Diagnosen) berichtet, es hätten beim Versicherten, der am 2. Februar 

2015 eingetreten sei, ausgeprägte Störungen der Vitalgefühle und eine starke innere 

Unruhe bestanden. Trotz Standortgesprächs habe der Versicherte für die Fortsetzung 

der Behandlung wiederholt keine ausreichende Anstrengungsbereitschaft gezeigt. 

Daher sei ein 14-tägiges Timeout ab dem Berichtstag nötig. Der Versicherte könne sich 

um einen Wiedereintritt bemühen. In der Zwischenzeit solle er einen Dauerauftrag für 

die Krankenkassenprämien einrichten und wieder einen Hausarzt suchen.

A.h. 

Mit Vorbescheid vom 3. Januar 2017 (IV-act. 53) teilte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem Versicherten mit, sie 

sehe eine Abweisung seines Leistungsgesuchs vor, da kein invalidisierender 

Gesundheitsschaden vorliege. Dagegen würden viele psychosoziale Faktoren wie 

Alkohol- und Spielsucht beschrieben, die nicht invalidisierend seien.

A.i. 

Am 20. Februar 2017 (IV-act. 56) liess der Versicherte einwenden, es sei ihm eine 

Rente zuzusprechen, eventualiter seien berufliche Eingliederungsmassnahmen einzu­

A.j. 

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leiten. Der Begründung des Vorbescheids könne nicht entnommen werden, weshalb 

kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegen solle. Er habe gesundheitliche 

Beschwerden, derentwegen er seit der Operation vom 24. März 2014 (vgl. IV-act. 56-2) 

bzw. seit bald zwei Jahren (vgl. IV-act. 56-3) arbeitsunfähig sei. Er habe seit 2013 

unverändert anhaltende abdominelle Beschwerden. Ein beigelegtes Arztzeugnis vom 

11. Januar 2017 (von Dr. F.___, IV-act. 56-9) weise eine Arbeitsunfähigkeit bis vorerst 

Ende Januar 2017 nach. Ebenfalls beigelegt wurde ein Bericht der Klinik für Radiologie 

und Nuklearmedizin am Kantonsspital St. Gallen vom 31. Oktober 2016 über eine MR-

Defäkographie vom betreffenden Tag. Danach zeigte sich im Vergleich zum 

7. November 2013 keine wesentliche Befundänderung (schwerer rektaler Descensus, 

moderate anteriore und geringe posteriore Rektozele, geringe Enterozele und zirkuläre 

mucosale Intussuszeption). Eine Fixierung des Rektums am Sacrum/Promontorium 

lasse sich bei der vorliegenden Sequenz nicht nachweisen. - Dr. F.___ ersuchte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle für den Versicherten am 28. März 2017 (IV-act. 60), 

die vorgesehene Entscheidung nochmals zu überdenken. Er betreue den Versicherten 

seit dem 20. Juni 2015. Dessen Leiden (Krämpfe mit imperativem Stuhldrang mit 

Entleerung, Erschöpfung wegen mehrmaliger nächtlicher Schlafunterbrüche) sei so 

dominant, dass eine Arbeitsfähigkeit nicht vorstellbar sei. Am 30. März 2017 (IV-act. 59) 

liess der Versicherte zwei weitere Berichte einreichen. Dr. med. J.___, Fachärztin für 

Dermatologie und Venerologie FMH, hatte am 6. Februar 2017 (IV-act. 60-4) erklärt, es 

lägen (nebst den Darmbeschwerden) […]-finger vor mit […]. Die Klinik für Innere 

Medizin am Spital G.___ (Dr. med. K.___) hatte am 8. Februar 2017 (IV-act. 60-3) 

angegeben, der Versicherte habe sich auf mehrere Kontaktaufnahmeversuche und ein 

Aufgebot nicht gemeldet. Eine medikamentöse Therapie sei nach seiner ärztlichen 

Erfahrung bei einem solchen Beschwerdebild nur wenig hilfreich (z.B. Mesalazin-

Präparate oder lokale Steroide). Am aussichtsreichsten scheine für ihn ein gezieltes 

Beckenbodentraining. Ob bei derzeit fehlender Fixierung des Rektums eine erneute 

Operation möglich sei, sei intern noch zu klären.

In einem Verlaufsbericht vom 4. September 2017 (IV-act. 70) gab Dr. F.___ an, der 

Versicherte leide (nebst der Laktoseintoleranz und der Skoliose) an einer chronischen 

Diarrhoe. Die transanale Rektumresektion vom 27. April 2017 habe subjektiv keine 

Besserung gebracht. Es bestünden weiterhin Bauchkrämpfe, insbesondere nachts und 

A.k. 

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postprandial. Der Versicherte habe ein Gewicht von 65 kg. Er leide an rezidivierenden 

Paronychien. Für den jungen, sehr handicapierten Versicherten müsste dringendst eine 

geeignete Ausbildung gesucht werden, allenfalls eigne sich eine Home-office-Arbeit 

(Toilette müsse in der Nähe sein). Seine enge Verwandte leide an […]. - Die 

Chirurgische Klinik am Spital G.___ gab einen Austrittsbericht vom 28. April 2017 (vgl. 

IV-act. 67, 66) über die Hospitalisation des Versicherten vom 27. bis 29. April 2017 zu 

den Akten. Danach war am 27. April 2017 eine transanale Rektumresektion 

vorgenommen worden. 

In einem IV-Arztbericht vom 12. Oktober 2017 (Eingangsdatum, IV-act. 73) gab die 

Chirurgische Klinik am Spital G.___ (Operateur Prof. Dr. med. L.___) an, beim 

Versicherten bestehe seit Jugend eine Stuhlentleerungsstörung. Es bestehe keine 

Arbeitsunfähigkeit; das Leiden habe kaum bzw. keine Auswirkungen auf die Arbeit. Zu 

empfehlen sei eine Stuhlregulation mit Abführmitteln (vgl. auch Bericht vom 

28. November 2017, IV-act. 76). - Dr. F.___ erklärte am 8. Dezember 2017 (IV-

act. 80-2), trotz des Eingriffs träten beim Versicherten mehrmals täglich Entleerungen 

auf. - Am 11. Januar 2018 (IV-act. 81) teilte der Versicherte mit, er sei sicherlich seit 

mehr als einem Jahr nicht mehr in psychiatrischer Behandlung gewesen. 

A.l. 

Am 26. Juni 2018 (IV-act. 92) erstattete das Ärztliche Begutachtungsinstitut ABI 

das in Auftrag gegebene Gutachten (Begutachtung vom 8. bis 14. Mai 2018). Darin 

wurde festgehalten, es liege als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 

chronische Defäkationsstörung vor mit Mucosaprolaps-Syndrom und 

Rektumintussuszeption, Status nach Operation mit Rektopexie am 24.03.2014 und 

erneuter Operation nach STARR [Stapled Transanale Rektum Resektion] am 

27.04.2017. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien (leicht verkürzt 

wiedergegeben: erstens) eine somatoforme autonome Funktionsstörung des unteren 

Gastrointestinaltraktes, (zweitens) chronisch intermittierende anterolaterale 

Kniebeschwerden links bei radiologisch unauffälligem Befund (Röntgen 08.05.2018) 

und klinisch reproduzierbarem Schnappen, womöglich im Rahmen eines Plica-

Syndroms, (drittens) eine konstitutionell vermehrte Bandlaxizität, (viertens) ein 

chronischer Nikotinabusus, (fünftens) eine Laktoseintoleranz, (sechstens) eine 

Fruktoseintoleranz, (siebtens) leicht erhöhte diastolische Blutdruckwerte linksseitig, 

(achtens) […]-finger unklarer Genese, (neuntens) eine Störung durch Alkohol, 

A.m. 

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gegenwärtig keine Hinweise auf übermässigen Konsum, und (zehntens) ein 

pathologisches Spielen, gegenwärtig nicht aktiv. Aus gastroenterologischer Sicht sei 

die bisherige Tätigkeit mit körperlichen Belastungen und im Schichtbetrieb nicht 

geeignet (vgl. IV-act. 92-9). Polydisziplinär bestehe dort eine Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit von 70 %, darauf reduziert wegen des erhöhten Pausenbedarfs. Der 

Versicherte sollte die Arbeit jederzeit unterbrechen können, um die Toilette 

aufzusuchen. Die zumutbare Arbeitszeit betrage sechs bis acht Stunden pro Tag. Von 

dieser Arbeitsfähigkeit könne seit einigen Jahren ausgegangen werden, wahrscheinlich 

ab dem 24. März 2014, dem Zeitpunkt der chirurgischen Intervention, sicherlich seit 

Dezember 2016. In einer körperlich leichten und intermittierend mittelschweren 

adaptierten, eher im Sitzen auszuübenden Tätigkeit ohne Schichtarbeit bestehe wegen 

des erhöhten Pausenbedarfs eine auf 90 % reduzierte Arbeitsfähigkeit, zu leisten 

während einer täglichen Arbeitszeit von acht bis achteinhalb Stunden. Diese 

Arbeitsfähigkeit liege spätestens ab der aktuellen Untersuchung vor. Eine länger 

dauernde höhergradige Arbeitsunfähigkeit könne retrospektiv nicht attestiert werden; 

seit Dezember 2016 habe sich keine wesentliche Änderung ergeben (vgl. IV-act. 92-10). 

Durch medizinische Massnahmen (bessere Behandlung der Diarrhoe durch Steigerung 

der Imodium-Dosis oder Behandlung mit Codein, Tinctura opii oder geeigneten 

Psychopharmaka und Sistierung von Movicol) könne die Arbeitsfähigkeit in 

gastroenterologischer Hinsicht verbessert werden. Bei erfolgreicher medikamentöser 

Behandlung sei innert Wochen ein Erfolg zu erwarten. Oft könne auch eine zusätzliche 

spezialisierte Physiotherapie (Sphinkter-Training) partiell erfolgreich sein (bei ca. 20 % 

der ähnlich gelagert Erkrankten würden die Beschwerden persistieren). Angesichts der 

Motivation des Versicherten könnten berufliche Massnahmen in Form einer 

Umschulung auf eine Bürotätigkeit oder eine Arbeit im IT-Bereich empfohlen werden.

Der RAD hielt am 9. Juli 2018 (IV-act. 93) dafür, die angestammte Tätigkeit sei für 

den Versicherten nicht mehr geeignet. In einer adaptierten Tätigkeit sei er ab 

"Dezember 2014" zu 10 % in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.

A.n. 

Mit Vorbescheid vom 22. August 2018 (IV-act. 97) kündigte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle wiederum eine Abweisung des Leistungsgesuchs 

an, dieses Mal bei einem Invaliditätsgrad von 10 % (Valideneinkommen Fr. 51'893.--, 

Invalideneinkommen Fr. 46'704.--).

A.o. 

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Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle stellte dem Versicherten am 30. August 

2018 (IV-act. 100) auf sein Akteneinsichtsgesuch vom 29. August 2018 (IV-act. 99) hin 

die Akten zu. - Dr. F.___ ersuchte am 4. September 2018 (IV-act. 101) um eine 

nochmalige Beurteilung. Aus hausärztlicher Sicht betrage die Arbeitsfähigkeit 

höchstens 50 %. Die Durchfälle träten nach wie vor in Form einer chronischen Diarrhoe 

auf, die auch das grenzwertige Untergewicht (BMI 20.5) begründe. Wegen der 

Reagibilität des Darms dürfe der Versicherte situativ (z.B. beim Fliegen) weder trinken 

noch essen, ein Umstand, der eine andauernde Leistungsfähigkeit ausschliesse. Dazu 

komme die behandlungsbedürftige chronische Anpassungsstörung bzw. depressive 

Entwicklung, die längerfristig andauern werde. - Die damalige Rechtsvertreterin wandte 

am 27. September 2018 (IV-act. 103) für den Versicherten ein, die Einschätzung dessen 

Arbeitsfähigkeit mit 90 % berücksichtige die nachweisbaren gesundheitlichen 

Einschränkungen nicht ausreichend, wie der Bericht von Dr. F.___ zeige. Es sei in 

Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes ein Bericht der Klinik für Innere Medizin 

am Spital G.___ (Dr. K.___) abzuwarten, wo am 5. Oktober 2018 eine Koloskopie 

erfolgen werde.

A.p. 

Am 24. Oktober 2018 (IV-act. 105-2 f.) berichtete die Klinik für Innere Medizin am 

Spital G.___ (Dr. K.___), es hätten sich erneut Zeichen eines Mucosaprolapses 

unmittelbar im Analkanalbereich bzw. im distalen Sigma gezeigt. Die 

Beschwerdeschilderung scheine jedoch nicht allein Ausdruck dieses Leidens zu sein, 

sondern auch einer Hyperreagibilität des Magendarmtrakts mit ausgeprägter 

Diarrhoeneigung schon bei Aufnahme geringster Trink- und Speisemengen. Der 

Versicherte beschreibe diese Reizmagen- und Reizdarmsymptomatik sehr extrem. Die 

medikamentösen Behandlungsversuche beispielsweise mit Imodium oder 

Opiumtropfen oder in Obstipationsphasen auch mit motilitätsfördernden Präparaten 

hätten keine Abhilfe schaffen können. Der Beschwerdeführer sei zurzeit sozial sehr 

eingeschränkt. Eine berufliche Tätigkeit über 50 % sei ihm nicht mehr zumutbar. - Das 

Institut für Pathologie am Kantonsspital St. Gallen hatte am 23. Oktober 2018 (IV-

act. 106) berichtet, die Morphologie im Rektum passe zur klinischen Angabe bzw. auch 

zu lokalen Kreislaufstörungen, und zwar im Rahmen einer lokalen Ischämie bei 

bekanntem Prolaps.

A.q. 

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B.

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwältin lic. iur. Regula Aeschlimann 

Wirz für den Betroffenen am 19. März 2019 erhobene Beschwerde. Die 

Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers beantragt, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 

die gesetzlichen Leistungen, insbesondere ab Oktober 2015 eine ganze Invalidenrente, 

auszurichten. Ausserdem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Mit 

den in den medizinischen Berichten - das Gutachten liege der Rechtsvertretung zurzeit 

noch nicht vor - beschriebenen schweren Darmproblemen bestehe ein objektivierbares 

Leiden, das die Möglichkeit des Beschwerdeführers zur Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit offensichtlich einschränke. In der (der Rechtsvertreterin bereits 

verfügbaren) Stellungnahme der Gutachter vom 17. Januar 2019 sei zu Unrecht der 

Umstand nicht diskutiert worden, dass beim Beschwerdeführer trotz zweimaliger 

Operation erneut ein Darmvorfall festgestellt worden sei. Ausserdem hätte begründet 

werden müssen, weshalb die Gutachter an ihrer von derjenigen der behandelnden 

Ärzte massiv abweichenden Einschätzung festhalten würden. Die Empfehlung der Re­

evaluation in ein bis zwei Jahren lasse spekulieren, dass der Beschwerdeführer habe 

beruhigt und auf ein neues Gesuch vertröstet werden sollen. Gar nicht berücksichtigt 

worden sei die lange Dauer seiner Erkrankung. Die Gutachter hätten deswegen 

angesichts der von ihnen erwähnten möglichen Veränderungen darauf hingewiesen 

werden müssen, dass sie die Entwicklung im Lauf der Zeit zu differenzieren hätten. Es 

Auf eine Vorlegung der Berichte von Dr. F.___ und Dr. K.___ mit ergänzenden 

Fragen (IV-act. 111) hin antwortete die Begutachtungsstelle ABI am 17. Januar 2019 

(IV-act. 112), die neuen Untersuchungsbefunde würden nicht relevant von den früheren 

abweichen. Bei chronischen Darmerkrankungen könne die Symptomatik ohne 

Änderung der Befund- und Diagnosesituation im Verlauf kurz- und längerfristig, d.h. 

über Monate bis Jahre, durchaus wechseln. Eine gewisse Schwierigkeit ergebe sich 

auch dadurch, dass die subjektiven Beschwerdeangaben wie Bauchbeschwerden oder 

Diarrhoe nicht immer sicher in Korrelation zu den Befunden zu bringen seien. Eine 

Reevaluation in ein bis zwei Jahren sei sinnvoll.

A.r. 

Mit Verfügung vom 25. Februar 2019 (IV-act. 114) wies die Sozialversicherungs­

anstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Leistungsgesuch des Versicherten vom 

29. April 2015 ab.

A.s. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/29

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wäre möglich, dass eine befristete Rente hätte zugesprochen werden können. Die 

Verfügung sei offensichtlich falsch.

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde. Im Koloskopie-Bericht des Spitals G.___ vom 24. Oktober 

2018 sei ein Vergleich zwischen den Sachlagen im Frühjahr 2014 und im April 2017 und 

bei der Untersuchung vom 19. Oktober 2018 gezogen worden. Es werde im Bericht 

nicht beschrieben, inwiefern sich der Mucosaprolaps seit dem letzten Arztbesuch 

verändert habe. Demnach habe sich keine erwähnenswerte Veränderung ergeben. Die 

Einschätzung, dass die Schmerzen (auch) auf eine Hyperreagibilität des 

Magendarmtrakts zurückzuführen seien, könne mit den Untersuchungsergebnissen 

nicht belegt werden. Zumindest fehle eine nachvollziehbare Verknüpfung zwischen 

diesen Ergebnissen und der Hyperreagibilität. Die Schmerzen des Beschwerdeführers 

würden zudem als diffus beschrieben. Die aufgeführten Analyseergebnisse bezögen 

sich auf den bereits bekannten Mucosaprolaps. Für die Annahme der genannten 

Ursache habe sich der berichtende Arzt soweit ersichtlich einzig auf die 

Beschreibungen des Beschwerdeführers gestützt. Der Gutachter habe das zumutbare 

Arbeitspensum in Kenntnis der erfolgten Operationen und der seit der letzten 

Behandlung nicht veränderten Symptomatik eingeschätzt. Es bestehe daher kein 

Anlass, von der Diagnose des Mucosaprolaps-Syndroms abzuweichen. Die 

Stellungnahme vom 17. Januar 2019 enthalte eine deutliche Begründung für das 

Festhalten an der gutachterlichen Einschätzung, nämlich jene, dass die beschriebenen 

Untersuchungsbefunde nicht relevant von den begutachteten abweichen würden. 

Weder der Gutachter noch Dr. K.___ hätten die beschriebenen Bauchbeschwerden klar 

in Korrelation zu objektiven Befunden bringen können. Bei der Begutachtung habe 

auch die bisherige Entwicklung des Sachverhalts Beachtung gefunden. Nach dem 

Gutachter führe der Zustand unverändert seit sechs bis sieben Jahren zu einer 

Arbeitsunfähigkeit von 30 % in der angestammten Tätigkeit, gemäss der 

Konsensbeurteilung seit 24. März 2014. In einer adaptierten Tätigkeit lasse sich 

zumindest seit Dezember 2016 keine wesentliche Änderung der Arbeitsfähigkeit von 

90 % erkennen. Eine längerdauernde höhergradige Arbeitsunfähigkeit könne 

retrospektiv nicht attestiert werden. Eine rückblickende Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit hätten die Gutachter somit nicht vornehmen können. Die materiell 

beweisbelastete versicherte Person trage die Folgen der Beweislosigkeit, das heisse, 

dass bei Beweislosigkeit vermutet werde, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden 

nicht invalidisierend auswirke. Denn vermutet werde gemäss BGE 139 V 547 E. 8.1 

Validität, nicht Invalidität.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/29

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D.

Mit Replik vom 15. Oktober 2019 ergänzt die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers 

dessen Antrag um denjenigen auf Zusprache beruflicher Massnahmen. Schon drei 

Monate nach der ersten Operation seien die Beschwerden wieder aufgetreten. Der 

Beschwerdeführer habe im Juni 2015 ein erneutes unspezifisches Druckgefühl und 

teilweise defäkationsabhängige Blutungen beschrieben. Dr. E.___ habe eine erneute 

Intussuszeption vermutet. Noch im Oktober 2016 seien zudem psychiatrische 

Diagnosen angegeben worden, die schon viel früher zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt 

hätten. Die Operation vom April 2017 habe kaum Linderung gebracht. Dr. F.___ habe 

im September 2017 von einem plötzlichen Entleerungsdrang beim Beschwerdeführer 

berichtet und auf Anfrage mehrmalige Stuhlentleerungen pro Tag bestätigt. Der RAD 

sei im September 2017 von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands 

ausgegangen. Die psychischen Beschwerden seien dagegen erfreulicherweise 

zurückgegangen. Im Gutachten sei die Arbeitsfähigkeit falsch eingeschätzt worden. 

Anerkannt werde einzig die fehlende Präsenz am Arbeitsplatz durch das häufige 

Aufsuchen der Toilette. In keiner Weise berücksichtigt würden aber die körperlichen 

Auswirkungen wie die Erschöpfung durch die mehrmaligen nächtlichen 

Schlafunterbrüche und die Bauchkrämpfe. Dass nur ein einmaliger Toilettengang pro 

Nacht nötig sein solle, wie im Gutachten festgehalten, werde bestritten. Der 

Beschwerdeführer sei nach wie vor untergewichtig. Plane er einen längeren Aufenthalt 

ausser Hauses, verzichte er auf Essen und Trinken, um zu vermeiden, dass er 

unterwegs von Bauchkrämpfen und Stuhldrang geplagt werde. Nur so seien auch 

längere Autofahrten wie in seine Heimat überhaupt möglich. Diese Massnahmen seien 

aber im Rahmen einer ganztägigen Erwerbstätigkeit kein tauglicher Behelf. Wie dem 

Bericht von Dr. K.___ entnommen werden könne, hätten sich die gutachterlich 

vorgeschlagenen medizinischen Massnahmen als nicht zielführend erwiesen. Die vom 

Gutachter erwarteten grossen Verbesserungen seien nicht eingetreten. Die 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit sei daher unter falschen Prämissen ergangen. Die im 

Bericht vom 19. Oktober 2018 erwähnten Einschränkungen beruhten offenbar auf 

einem erneuten Mucosaprolaps, ausserdem vermute Dr. K.___ aber auch eine extreme 

Form von Reizmagen- und Reizdarmsymptomatik. Dass lediglich eine Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit um 10 % bestehen sollte, werde bestritten. Gemäss den 

behandelnden Ärzten betrage die Arbeitsfähigkeit maximal 50 %. Am besten wäre es 

für den Beschwerdeführer, diese zuhause umsetzen zu können. Das Gutachten leide 

an diversen Mängeln. Widersprüche - betreffend Gewichtsverlust oder -konstanz und 

betreffend vorhandener oder nicht vorhandener Hilfe im Haushalt - zeigten, dass es 

unsorgfältig erstellt worden sei. Die Angabe, dass eine depressive Episode bestanden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/29

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haben könne, die punktuell auch zu einer Teilarbeitsunfähigkeit geführt haben könnte, 

sei zu unbestimmt. Es könne rentenrelevant sein, ob über einen bestimmten Zeitraum 

eine psychiatrisch bedingte Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe. Der Beschwerdeführer 

sei (nach Angaben bei der Begutachtung) mindestens einmal im Monat inkontinent. Ein 

solcher Vorfall verunsichere enorm und die Angst davor schränke den Aktionsradius 

des Beschwerdeführers ein. Weshalb bei einer Arbeitsunfähigkeit in der angestammten 

Tätigkeit von 30 % für eine angepasste Tätigkeit eine solche von nur 10 % bestehen 

solle, sei nicht nachvollziehbar, denn die Absenz vom Arbeitsplatz sei unabhängig von 

der körperlichen Beanspruchung. Ausserdem sei die Erschöpfung wie erwähnt nicht 

berücksichtigt worden. Der Gutachter der Gastroenterologie habe sich einzig mit einem 

zuversichtlichen Bericht von Prof. L.___ befasst, die vielen anderen, von seiner 

Einschätzung wesentlich abweichenden Berichte seien mit keinem Wort erwähnt 

worden. Das Gutachten sei demnach nicht für den ganzen Zeitraum ab Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit im Januar 2013 aussagekräftig und es beurteile die Situation zurzeit 

der Verfügung falsch. Die im Herbst 2018 erneut gestellte Diagnose bedeute im 

Vergleich zum Gutachten eine neue Tatsache. Die im Gutachten angenommene gute 

Prognose habe sich nicht erfüllt. Die Auswirkungen des gastroenterologischen Leidens 

(Stuhlgang, Bauchkrämpfe) seien objektivierbar. Wenn die Gutachter die 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht über den ganzen relevanten Zeitraum 

hinweg hätten beurteilen können, dürfe das nicht zulasten des Beschwerdeführers 

gehen. Es liege keine Beweislosigkeit vor. Vielmehr sei aufgrund der in den Akten 

vorhandenen Arztberichte zu urteilen, die eine klare Arbeitsunfähigkeit ausweisen 

würden. Um ein pathogenetisch-ätiologisch unklares syndromales Beschwerdebild 

ohne nachweisbare organische Grundlage handle es sich im Übrigen nicht. Ein 

Anspruch des Beschwerdeführers auf eine von den behandelnden Ärzten mehrfach 

angeregte und gutachterlich befürwortete Umschulung habe die Beschwerdegegnerin 

nicht geprüft.

E.

Am 24. Oktober 2019 ist dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen worden. - Von der ihr mit Schreiben vom 

24. Oktober 2019 eingeräumten Möglichkeit, zur Replik Stellung zu nehmen, hat die 

Beschwerdegegnerin keinen Gebrauch gemacht.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/29

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Erwägungen

1.  

2.  

Im Streit liegt die Verfügung vom 25. Februar 2019, mit welcher die 

Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom 29. April 2015, 

namentlich seinen Rentenanspruch, abgelehnt hat. - Einen vorübergehend gewährten 

Anspruch auf Arbeitsvermittlung hat die Beschwerdegegnerin am 19. Juli 2016 

eingestellt und berufliche Massnahmen abgelehnt. Der Beschwerdeführer hat am 

20. Februar 2017 (im ersten Vorbescheidverfahren) im Eventualstandpunkt berufliche 

Eingliederungsmassnahmen beantragen lassen. Es ist deshalb davon auszugehen, 

dass die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung auch den allfälligen 

Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen zu prüfen gehabt hat. 

Der Beschwerdeführer lässt die Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen, insbesondere 

einer Rente (aber auch von Eingliederungsmassnahmen), beantragen. - Ergäbe sich, 

dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage stünde, so 

gehörte zum Streitgegenstand ohnehin notwendigerweise die Frage, ob die Verwaltung 

den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht des 

Beschwerdeführers zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.

1.1. 

Da die Beschwerdegegnerin am 30. August 2018 die damaligen Akten (wohl samt 

Gutachten) eröffnet hatte, ist keine Verletzung des rechtlichen Gehörs festzustellen.

1.2. 

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.1. 

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c).

2.2. 

Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität bedrohte 

versicherte Personen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/29

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3.  

notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern 

(lit. a), und soweit die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen 

Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen unter 

anderem in den Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche 

Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, vgl. schon BGE 102 V 165). - Sämtliche 

psychischen Erkrankungen sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. 

BGE 143 V 418 E. 7.1 f.) grundsätzlich (bei Ausnahmen nach dem jeweiligen 

Beweisbedarf) einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unter­

ziehen. Für die Beurteilung des funktionellen Leistungsvermögens sind danach in der 

Regel diverse Standardindikatoren beachtlich, die in zwei Kategorien systematisiert 

werden, nämlich einerseits in der Kategorie des funktionellen Schweregrads und 

anderseits in jener der Konsistenz.

2.4. 

Der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sind im 

Mai 2018 polydisziplinär begutachtet worden.

3.1. 

Im Einzelnen ergab sich gemäss dem Gutachten vom 26. Juni 2018 in allgemein-

internistischer Hinsicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Der 

Beschwerdeführer hatte dem Gutachter der Allgemeinen Inneren Medizin angegeben, 

er leide zurzeit an fünf- bis siebenmaligen wässrigen bis schleimigen Stuhlentleerungen 

pro Tag, teilweise mit Blutbeimengung und verbunden mit Bauchkrämpfen. Die 

Beschwerden bestünden Tag und Nacht und würden nur selten für ein paar Stunden 

verschwinden. Am stärksten seien sie nach der Nahrungsaufnahme und nachts. In den 

vergangenen Monaten habe er 4 bis 5 kg Gewicht verloren und wiege zurzeit ca. 65 kg. 

Der Appetit sei schlecht; er versuche zweimal pro Tag eine Mahlzeit einzunehmen. Des 

Weiteren erwähnte der Beschwerdeführer seit acht Jahren bestehende, bei Belastung 

und beim Gehen verstärkt auftretende Kniebeschwerden rechts und seit Jahren bei 

Belastung auftretende rechtsseitige parasternale Schmerzen. Diverse Abklärungen zu 

den […]-fingern hätten keine Ursache ergeben (vgl. IV-act. 92-22 f.). Ausserdem hatte 

der Beschwerdeführer angegeben, einmal pro Nacht zu erwachen und Stuhlgang zu 

haben (vgl. IV-act. 92-24). Für eine ausserhäusliche Tätigkeit sei er nicht arbeitsfähig, 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/29

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könne sich eine Arbeit zuhause am PC jedoch durchaus vorstellen (vgl. IV-act. 92-24). 

Der Gutachter stellte u.a. ein Gewicht des Beschwerdeführers von 65 kg fest und hielt 

dafür, die von ihm beklagten Beschwerden beträfen vor allem das Abdomen und den 

Bewegungsapparat, aus allgemeininternistischer Sicht sei er beschwerdefrei (vgl. IV-

act. 92-26).

Bei der psychiatrischen Begutachtung zeigte sich ebenfalls keine Diagnose mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Es wurde indessen u.a. eine somatoforme autonome 

Funktionsstörung des unteren Gastrointestinaltrakts erwähnt. Ausserdem wurde von 

einer ausgeprägten Krankheits- und Behinderungsüberzeugung berichtet. Der 

Beschwerdeführer halte sich zurzeit für gar nicht arbeitsfähig (vgl. IV-act. 92-32). Dieser 

hatte dem Gutachter erklärt, an verstärkten, andauernden Bauchschmerzen mit 

Krämpfen, Stuhldrang nach dem Essen und auch nachts zu leiden, ausserdem an 

vermehrter Müdigkeit und an Knie- und Fingerproblemen. Deshalb könne er nicht 

arbeiten. Er sei regelmässig beim Hausarzt und in der Ernährungsberatung (vgl. IV-

act. 92-29 f.). Der Gutachter der Psychiatrie hielt fest, leichte Konzentrationsstörungen 

seien im Rahmen der somatischen Problematik mit Schmerzen durchaus möglich, 

doch sei der Beschwerdeführer während des ganzen Untersuchungsgesprächs 

aufmerksam und interessiert gewesen (vgl. IV-act. 92-33). Er erwähnte weiter den 

normalen Schulabschluss des Beschwerdeführers, die früher psychiatrisch blande 

Anamnese und die weitgehend normale Sozialisation (vgl. IV-act. 92-33).   

3.3. 

Auch die orthopädische Begutachtung ergab keine für die Arbeitsfähigkeit 

relevante Diagnose. Die Kniebeschwerden und die Bandlaxizität seien ohne Einfluss 

darauf. Der Beschwerdeführer hatte auch über schmerzende Fingerendglieder geklagt 

(vgl. IV-act. 92-36, -39). Er hatte angegeben, er würde gern von zuhause aus arbeiten 

(vgl. IV-act. 92-37).

3.4. 

Bei der gastroenterologischen Begutachtung hatte der Beschwerdeführer gemäss 

dem Gutachten wiederum beschrieben, nach dem Essen müsse er rasch zur Toilette. 

Er habe sechs- bis siebenmal täglich Stuhlgang und oft Durchfall. Davor habe er 

Bauchkrämpfe. Ca. einmal pro Monat sei er inkontinent. Die Symptomatik sei nach 

zwei Operationen weitgehend unverändert (vgl. IV-act. 92-43). Er strebe eine 

Umschulung auf eine Arbeit im IT-Bereich bzw. eine solche am PC an (vgl. IV-

act. 92-44). Der Gutachter der Gastroenterologie erklärte, es bestehe eine 

Defäkationsstörung mit Stuhlunregelmässigkeiten und Diarrhoe. Die Symptomatik der 

Rektumintussuszeption sei diagnostiziert worden, die Symptomatik habe sich aber 

trotz zweimaliger Operation mit Rektopexie nicht gebessert. Ein sonstiges organisches 

Korrelat für die Stuhlunregelmässigkeiten - abgesehen von der Rektumintussuszeption 

3.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/29

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4.  

- habe sich nicht gefunden. Es sei gut denkbar, dass die Defäkationsstörung zum Teil 

durch vermehrtes Pressen und damit provozierten häufigen Stuhlgang zustande 

komme. Die Symptome seien aber dennoch konsistent und plausibel. Zumindest ein 

Teil sei funktioneller Natur. In beruflicher Hinsicht führe die Symptomatik zu einer 

Behinderung, vor allem bei körperlich belastenden Arbeiten (vgl. IV-act. 92-45). Eine 

körperlich belastende Arbeit sei für den Versicherten wenig geeignet. Es sei eine 

Umschulung zu empfehlen (vgl. IV-act. 92-46). Anzumerken ist, dass nebst der 

Rektumintussuszeption auch ein Mucosaprolaps-Syndrom diagnostiziert worden ist 

(vgl. IV-act. 92-45).

Die Begutachtung insgesamt erfolgte in Kenntnis der Akten (vgl. IV-act. 92-14 ff.) 

und umfasste die jeweiligen Erhebungen von Anamnese und Befunden. Bei der 

orthopädischen Begutachtung wurden der schriftliche Befund eines MRI der LWS und 

des ISG vom 20. Juli 2015 und ein Röntgenbild des Knies ap vom 8. Mai 2018 

mitbeurteilt.

3.6. 

Polydisziplinär wurden die chronischen intermittierenden Kniebeschwerden links, 

die Bandlaxizität und die chronische Defäkationsstörung berücksichtigt (vgl. IV-

act. 92-9). Die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers wurde für die bisherige 

Tätigkeit auf 30 %, für eine umschriebene adaptierte Tätigkeit auf 10 % festgelegt (vgl. 

IV-act. 92-10). 

3.7. 

Gegen die Stichhaltigkeit des Gutachtens vom 26. Juni 2018 als solches lässt der 

Beschwerdeführer diverse Einwände erheben.

4.1. 

So bestreitet er etwa, dass er nachts nur einmal die Toilette aufsuchen müsse. Bei 

der allgemein-internistischen Begutachtung hatte er erklärt, er habe zurzeit fünf- bis 

siebenmalige Stuhlentleerungen pro Tag und die Beschwerden (Bauchkrämpfe) 

bestünden auch nachts, dann am stärksten (wie nach der Nahrungsaufnahme; vgl. IV-

act. 92-22). Er hatte aber gemäss der Wiedergabe im Gutachten auch erwähnt, dass er 

einmal pro Nacht erwache und Stuhlgang habe (vgl. IV-act. 92-24). Eine entsprechende 

gutachterliche Annahme lässt sich nach dieser Schilderung auf die Angabe des 

Beschwerdeführers zurückführen. Da die Symptomatik bei chronischen 

Darmerkrankungen zudem, wie in der Stellungnahme des ABI vom 17. Januar 2019 

plausibel dargelegt (vgl. dazu unten E. 6), im Verlauf kurz- und längerfristig wechseln 

kann, bietet sich kein Grund zur Beanstandung, da diese Spannweite ausreichend 

berücksichtigt wurde. Bei der gastroenterologischen Begutachtung wurde des 

Weiteren festgehalten, der Beschwerdeführer habe von einer ca. einmal monatlich 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/29

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auftretenden Inkontinenz berichtet (vgl. IV-act. 92-43). Dass solches eine Person 

verunsichert und zu einer Einschränkung des Aktionsradius veranlasst, wie der 

Beschwerdeführer vorbringt, erscheint nachvollziehbar; es ist ohne weiteres davon 

auszugehen, dass dieser Aspekt bei der fachärztlich-gutachterlichen Beurteilung nicht 

ausser Acht gelassen wurde. Der Gutachter der Gastroenterologie hielt fest, die 

Symptomatik führe zu einer Behinderung, vor allem bei körperlich belastenderen 

Arbeiten (vgl. IV-act. 92-45). Bei der (späteren) Untersuchung vom 19. Oktober 2018 

hat der Beschwerdeführer in der Folge dann Inkontinenz im Übrigen klar verneint (vgl. 

IV-act. 105-2). Es wurde vermerkt, bei den Untersuchungen von Prof. L.___ vom 

September 2018 sei eine uneingeschränkte Stuhlkontinenz vorhanden gewesen (vgl. 

IV-act. 105-2).

Der Beschwerdeführer widerspricht auch den Annahmen der Beschwerdegegnerin 

zur mangelnden Objektivierbarkeit seiner Leiden. Dazu ist zunächst einerseits zu 

erwähnen, dass seine chronische Defäkationsstörung samt Rektumintussuszeption 

aufgrund der Befunde gutachterlich bestätigt worden ist. Der Beschwerdeführer ist 

diesbezüglich auch zweimal operativ behandelt worden. Das Pathologie […] hatte 

(nach der ersten Operation) am 1. April 2014 rein histologisch keine morphologischen 

Hinweise auf eine solche Intussuszeption gefunden. Dr. K.___ hatte am 4. August 2016 

erwähnt, es hätten sich im distalen Rektum bzw. Analkanal auffällig entzündlich 

ödematöse Veränderungen im Sinn eines Mucosaprolaps-Syndroms gezeigt, das sehr 

gut zum Beschwerdebild des Beschwerdeführers passe (vgl. IV-act. 42-6). Prof. L.___ 

hatte (vor seiner Operation) am 5. April 2017 (vgl. IV-act. 76-8) auch darauf 

hingewiesen, dass der imperative Stuhldrang und die Schwierigkeit, den Stuhl zu 

entleeren, zu einer Intussuszeption passen würden. Im histopathologischen Bericht 

vom 23. Oktober 2018 (IV-act. 106) wurde ebenfalls erwähnt, dass die vorgefundene 

Morphologie zur klinischen Angabe (nämlich eines rezidivierenden Mucosaprolaps-

Syndroms und intermittierender Diarrhoe) bzw. zu lokalen Kreislaufstörungen im 

Rahmen einer lokalen Ischämie passe. - Das Mucosaprolaps-Syndrom und auch schon 

der Verdacht auf ein schweres Reizdarmsyndrom wurden entsprechend im Gutachten 

berücksichtigt. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, die Untersuchungsbefunde 

vermöchten die Hyperreagibilität bzw. Reizmagen- und Reizdarmsymptomatik nicht zu 

belegen und die Bauchbeschwerden seien nicht klar in Verbindung zu objektiven 

Befunden zu bringen, ist insofern zu relativieren. - Nichtsdestotrotz wurden auch 

Feststellungen gemacht, welche eine subjektive und eine psychosoziale Komponente 

des Leidens des Beschwerdeführers beschreiben. Zu erwähnen sind etwa die früheren 

(nach März 2016, IV-act. 44, bis zum Gutachten behobenen) Alkohol- und 

Spielprobleme des Beschwerdeführers und die schwere Erkrankung der engen 

4.3. 

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Verwandten. Der Gutachter der Psychiatrie mass den erstgenannten beiden Aspekten 

(Alkohol, zurzeit keine Hinweise auf übermässigen Konsum; und pathologisches 

Spielen, gegenwärtig nicht aktiv) keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (vgl. IV-

act. 92-31). Das gastroenterologische Gutachten schloss, zumindest ein Teil der 

Symptomatik sei funktioneller Natur (vgl. IV-act. 92-45). Diese Beurteilungen 

erscheinen nachvollziehbar. 

Der Beschwerdeführer stellt sich ferner auf den Standpunkt, es mangle an einer 

Begründung für die Differenz zwischen der Arbeitsunfähigkeitsschätzung für seine bis­

herige Tätigkeit von 30 % und derjenigen für eine adaptierte Tätigkeit von 10 %, da die 

Absenzzeiten nicht von der körperlichen Beanspruchung abhingen. Der Gutachter der 

Gastroenterologie berücksichtigte indessen, dass die körperlichen Beanspruchungen 

und die Schichtarbeit der bisherigen Tätigkeit für den Beschwerdeführer angesichts 

seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen nicht geeignet sind, was eine gewisse 

Differenz im Erholungsbedarf zu erklären und allenfalls gar auf eine insgesamt so nicht 

mehr zumutbare bisherige Arbeit zu schliessen lassen vermag (vgl. auch die RAD-

Beurteilung, IV-act. 93). Für die Annahme, die Gutachter hätten in die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung zu Unrecht einzig die leidensbedingt ausfallende 

Präsenzzeit am Arbeitsplatz, nicht aber die Erschöpfung und die Beschwerden 

(Bauchkrämpfe) des Beschwerdeführers einbezogen, gibt es keine Hinweise. 

4.4. 

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist indessen zutreffend darauf hin, 

dass das Gutachten eine Auseinandersetzung mit den von der eigenen 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung (von 30 % und 10 %) deutlich abweichenden 

Beurteilungen der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers durch den behandelnden 

Arzt Dr. F.___ vermissen lässt. Im diesbezüglich relevanten gastroenterologischen Teil 

wurde einzig auf die Beurteilung des Operateurs Prof. L.___ hingewiesen (vgl. IV-

act. 92-45), der im IV-Arztbericht vom 12. Oktober 2017 (nach der Operation vom 

27. April 2017) erklärt hatte, das Leiden des Beschwerdeführers habe kaum bzw. keine 

Auswirkungen auf die Arbeit, und der diesem lediglich eine Stuhlregulation mit 

Abführmitteln empfohlen hatte. Dieselbe Arbeitsfähigkeit (100 %) hatte nach der ersten 

Operation im Übrigen bereits der Operateur Dr. E.___ am 17. Juni 2015 abgegeben. 

Dr. F.___ dagegen hatte dem Beschwerdeführer am 1. September 2015 bzw. am 

24. März 2016 eine volle Arbeitsunfähigkeit ab September 2014 und eine solche von 

75 % ab April 2016 attestiert und am 14. September 2016 eine leichte Arbeit von 50 % 

versuchsweise als zumutbar bezeichnet. Am 28. März 2017 hatte der Arzt wegen der 

Dominanz dessen Leidens (Krämpfe, Erschöpfung) wiederum eine volle 

Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers angenommen. - Da in den Berichten von 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/29

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Dr. F.___ allerdings keine Befunde beschrieben werden, von denen anzunehmen wäre, 

dass sie im Gutachten unberücksichtigt geblieben sind, wird die Stichhaltigkeit des 

Begutachtungsergebnisses dadurch nicht relevant in Frage gestellt. - Wenn Dr. F.___ 

nach der Begutachtung, am 4. September 2018, eine Arbeitsunfähigkeit des 

Beschwerdeführers von (lediglich, aber immerhin noch) mindestens 50 % 

angenommen hat und Dr. K.___ am 24. Oktober 2018 zur gleichen 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung gelangt ist, fragt sich, ob allenfalls (in den vier bis fünf 

Monaten) nach der Begutachtung eine massgebliche Änderung im gesundheitlichen 

Zustand aufgetreten sei (vgl. dazu unten E. 6).  

Im Weiteren wendet die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein, die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Gutachter sei in der unzutreffenden Erwartung 

ergangen, dass Verbesserungen des Gesundheitszustands erreicht werden könnten. 

Im Gutachten war angenommen worden, durch eine bessere Behandlung der Diarrhoe 

(Steigerung der Imodium-Dosis, Behandlung mit Codein, Tinctura opii oder geeigneten 

Psychopharmaka und Sistierung von Movicol) könne die Arbeitsfähigkeit verbessert 

werden und bei erfolgreicher medikamentöser Behandlung sei innert Wochen ein Erfolg 

zu erwarten. Oft (bei ca. 80 % der ähnlich gelagert Erkrankten) könne auch eine 

zusätzliche spezialisierte Physiotherapie teilweise erfolgreich sein. Diesbezüglich ist 

zwar auf die aktenkundig bereits lange Dauer der gastroenterologischen 

Beeinträchtigung und entsprechende Behandlung des Beschwerdeführers 

hinzuweisen, ohne dass er eine namhafte Verbesserung empfunden hätte. Ausserdem 

hielt auch Dr. K.___ am 8. Februar 2017 dafür, eine medikamentöse Behandlung nütze 

bei einem solchen Beschwerdebild kaum etwas. Auch dieser Arzt empfahl jedoch 

seinerseits ein gezieltes Beckenbodentraining. Zudem büsst die anhand der 

objektivierenden gastroenterologischen Begutachtungsergebnisse eruierte und 

begründete Arbeitsfähigkeitsschätzung durch die geäusserte (selbst allenfalls zu) 

positive Erwartung ihre Überzeugungskraft nicht ein. In diesem Zusammenhang ist 

auch darauf hinzuweisen, dass der Gutachter für gut denkbar hielt, dass die 

Defäkationsstörung zum Teil auch durch vermehrtes Pressen und dadurch provozierten 

häufigen Stuhlgang bewirkt werde und nicht primäre Ursache der Symptomatik sei (vgl. 

IV-act. 92-45). Dem Beschwerdeführer wären allenfalls entsprechende medizinische 

Informationen nützlich. 

4.6. 

Zusammenfassend zeigt sich somit, dass für den Zeitpunkt der Begutachtung auf 

die Schlussfolgerungen des Gutachtens abgestellt werden kann. Selbst wenn es sich 

rechtfertigte, die für die bisherige Tätigkeit gutachterlich attestierte Arbeitsunfähigkeit 

von 30 % in Anbetracht der Begründung auch auf angepasste Tätigkeiten zu 

4.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/29

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5.  

übertragen, ist festzuhalten, dass eine höhere Arbeitsunfähigkeit für diesen Bereich 

keinesfalls anzunehmen ist. Die Tätigkeit hat im Übrigen den gutachterlich definierten 

Adaptationskriterien zu entsprechen.

Was den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 

der Zeit vor der Begutachtung betrifft, nimmt die Beschwerdegegnerin Beweislosigkeit 

bezüglich einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit an, deren Folgen der 

Beschwerdeführer zu tragen habe. Die Gutachter hätten keine retrospektive 

Einschätzung vornehmen können.

5.1. 

Im für die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers massgeblichen gastroentero­

logischen Teil des Gutachtens ist allerdings erklärt worden, die Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers habe sich seit sechs bis sieben Jahren nicht verändert (vgl. IV-

act. 92-46 Ziff. 8.1.4), im polydisziplinären Teil wurde angegeben, eine länger dauernde 

höhere Arbeitsunfähigkeit als zum Begutachtungszeitpunkt könne retrospektiv nicht 

angenommen werden (seit Dezember 2016 habe sich keine wesentliche Änderung 

ergeben, vgl. IV-act. 92-10 Ziff. 4.7.5).

5.2. 

Die Akten zeigen, dass der Beschwerdeführer bereits am 7. November 2013 an 

einem schweren Descensus (des Beckenbodens) mit geringer anteriorer Rektozele und 

anteriorer mucosaler Intussuszeption litt. Am 24. März 2014 erfolgten eine Rekto­

sigmoidresektion (von 52 cm) und eine Rektopexie (gemäss Pschyrembel: 

Suspensionsfixierung des Rektums). Etwa drei Monate danach traten die Beschwerden 

nach in der Replik festgehaltenen Angaben des Beschwerdeführers (vgl. schon IV-

act. 28-1) wieder auf. Im Juni 2015 habe der Beschwerdeführer erneut ein 

unspezifisches Druckgefühl und defäkationsabhängige Blutungen beschrieben. 

Dr. E.___ habe eine erneute Intussuszeption vermutet. - Der Beschwerdeführer hatte 

noch bis zur Kündigung vom Oktober 2014 weitergearbeitet. Der Operateur Dr. E.___ 

nahm im Juni 2015 wie erwähnt eine volle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in 

der bisherigen Tätigkeit an. Nachdem eine Defäkographie vom 31. Oktober 2016 erneut 

einen schweren rektalen Descensus mit moderater anteriorer und geringer posteriorer 

Rektozele, geringer Enterozele und zirkulärer mucosaler Intussuszeption gezeigt hatte 

und sich eine Fixierung des Rektums (am Sacrum/Promontorium) nicht hatte 

nachweisen lassen, wurde am 27. April 2017 die zweite Operation in Form einer 

transanalen Rektumresektion vorgenommen. Bei der Begutachtung vom Mai 2018 

wurde polydisziplinär auf Dezember 2016 hingewiesen, seit welchem Zeitpunkt keine 

wesentliche Änderung eingetreten sei.  

5.3. 

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Die oben erwähnte gutachterliche Annahme eines retrospektiv unveränderten 

Zustands erscheint - unter Berücksichtigung von anzunehmenden gewissen 

gastroenterologisch leidensinhärenten Schwankungen (vgl. die ABI-Stellungnahme 

vom 17. Januar 2019) - nachvollziehbar, da auch der Beschwerdeführer noch am 

20. Februar 2017 einen seit 2013 unveränderten Beschwerdezustand beschrieb.   

5.4. 

Im psychiatrischen Gutachten wurde ferner betreffend die frühere Zeit 

festgehalten, es sei gut möglich, dass beim Beschwerdeführer zu der Zeit, als die 

Behandlung durch Dr. C.___ erfolgt sei (somit nach der Aktenlage sieben Sitzungen 

zwischen November oder Dezember 2014 und März 2016), eine depressive Episode 

bestanden habe, die punktuell auch zu einer Teilarbeitsunfähigkeit geführt haben 

könne. Gemittelt über den Verlauf könne eine psychiatrische Arbeitsunfähigkeit aber 

nicht begründet werden (vgl. IV-act. 92-33). Die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers beanstandet diese Angabe als zu unbestimmt. Die Frage, ob eine 

relevante Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen über eine längere Zeit 

hinweg angedauert habe, ist denn auch - wie sie darlegt - nicht unerheblich. Dass die 

Frage zu bejahen wäre, ist allerdings nach der vorliegenden Aktenlage nicht 

anzunehmen. Zwar erscheint, wie der Gutachter darlegt, durchaus möglich, dass der 

Beschwerdeführer eine depressive Episode (mit Schlafstörungen) erlitt, hatte er doch 

einen Stellenverlust hinzunehmen gehabt und diverse körperliche Beeinträchtigungen 

(gastroenterologischer Art, aber auch die Finger betreffend) aufgewiesen. Er befand 

sich damals auch in den erwähnten Schwierigkeiten in der Lebensführung (Spielen, 

Schulden, Alkohol als Selbstmedikation, vgl. Fremd-act. 1-5) und war (ab 2. Februar 

2015) in der Psychiatrischen Klinik D.___ gewesen. Dort war jedoch mehrfach eine 

ungenügende Anstrengungsbereitschaft festgestellt worden. Dr. C.___ erklärte zudem 

am 23. Oktober 2015, seine Arbeitsfähigkeit sei unklar, und sie wies unter anderem 

auch auf die Erforderlichkeit einer Abklärung der organischen Ursachen hin. Während 

dem Beschwerdeführer am 11. Dezember 2015 von der IV-Eingliederungs-

verantwortlichen eine Motivation zur schnellen Rückkehr in die Arbeitswelt attestiert 

worden war, hatte auch Dr. C.___ im Übrigen erklärt, der Beschwerdeführer habe 

diverse Termine versäumt. Dr. K.___ schliesslich musste am 8. Februar 2017 berichten, 

der Beschwerdeführer habe sich auf wiederholte Kontaktaufnahmeversuche und ein 

Aufgebot hin nicht gemeldet. Gemäss der fachärztlichen Einschätzung des Gutachters 

der Psychiatrie - welcher gefolgt werden kann, auch wenn die vorhandenen 

erschwerenden Umstände ebenfalls zu berücksichtigen sind - handelte es sich bei der 

entsprechenden mangelnden Motivation und Anstrengungsbereitschaft des 

Beschwerdeführers nicht um einen medizinischen Faktor (vgl. IV-act. 92-33). - 

Insgesamt ist demnach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass beim 

5.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/29

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6.

Was eine allfällige Sachverhaltsentwicklung in der Zeit nach der Begutachtung (vom 

Mai 2018) betrifft, fand das Institut für Pathologie am Kantonsspital St. Gallen gemäss 

dem Bericht vom 23. Oktober 2018 (IV-act. 106) beim Beschwerdeführer im distalen 

Rektum (u.a.) eine polypoid gebaute Schleimhaut mit teils florider, teils granulierender 

Ulzeration. Es erklärte, die Morphologie passe zu einer lokalen Ischämie bei bekanntem 

Prolaps. Gemäss dem Bericht der Klinik für Innere Medizin am Spital G.___ vom 

24. Oktober 2018 über die Koloskopie vom 19. Oktober 2018 hatten sich bei dieser 

Untersuchung erneut Zeichen eines Mucosaprolapses gezeigt. Es scheine ausserdem 

eine Reizmagen- und Reizdarmsymptomatik (Hyperreagibiliät des Magendarmtrakts) 

mit ausgeprägter Diarrhoeneigung vorzuliegen. Die damalige Beschwerdesituation des 

Beschwerdeführers wurde vom berichtenden Dr. K.___ als extrem und sozial sehr 

einschränkend beschrieben. Sowohl Dr. K.___ wie Hausarzt Dr. F.___ (dieser am 

4. September 2018, während er vor der Zeit des Gutachtensergebnisses von einer 

vollen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen war) erachteten den Beschwerdeführer damals 

als zu mindestens 50 % arbeitsunfähig. In seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2019 

zu den ihm vorgelegten Berichten (vgl. IV-act. 111) gab das ABI an, die neuen 

Untersuchungsbefunde würden nicht relevant von den früheren abweichen, aber auch, 

bei chronischen Darmerkrankungen könne die Symptomatik im Verlauf kurz- und 

längerfristig (d.h. über Monate bis Jahre) wechseln. Demnach kann eine namhafte 

Befundänderung nicht angenommen werden, zumal wie erwähnt ein Mucosaprolaps-

Syndrom und auch schon der Verdacht auf ein schweres Reizdarmsyndrom bereits im 

Gutachten festgestellt worden sind. Eine wesentliche, anhaltende Änderung der 

Arbeitsfähigkeit nach der Begutachtung bis zum vorliegend massgeblichen Zeitpunkt 

vom 25. Februar 2019 lässt sich damit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

annehmen. Jedenfalls ist bis dahin nicht von einer Arbeitsunfähigkeit für adaptierte 

Tätigkeiten auszugehen, welche das im Gutachten für die bisherige Tätigkeit attestierte 

Ausmass von 30 % übersteigt. 

Beschwerdeführer auch in der zurückliegenden Zeit keine für einen Rentenanspruch 

(zeitlich und im Ausmass) relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus 

psychiatrischer Sicht bestand.

Es rechtfertigt sich somit, auf die gutachterliche Feststellung abzustellen, wonach 

dem Beschwerdeführer retrospektiv keine länger dauernde, höhergradige 

Arbeitsunfähigkeit als zurzeit der Begutachtung zu attestieren sei (vgl. IV-act. 92-10). 

5.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/29

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7.  

Nach Art. 16 ATSG (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG) wird für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrads das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen). 

7.1. 

Für die Bemessung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 16. Juli 2019, 

9C_247/2019 E. 4.2.1, BGE 129 V 222).

7.2. 

Der Beschwerdeführer hat die Realschule besucht (vgl. IV-act. 3). Nach Angaben 

gegenüber der IV-Eingliederungsberaterin vom 9. Dezember 2015 (vgl. IV-act. 28) hatte 

er danach keine Lehrstelle gefunden und in einer Unternehmung zu arbeiten begonnen. 

Nach zweieinhalb Jahren sei ihm gekündigt worden. Für beide Umstände nannte der 

Beschwerdeführer Gründe, welche nicht ohne weiteres auf wesentlich mitwirkende 

gesundheitliche Aspekte schliessen lassen, so dass mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit nicht von einem Sachverhalt gemäss Art. 26 IVV auszugehen ist, 

obwohl die gastroenterologischen Beschwerden bereits in der Pubertät begannen und 

beide Geschwister Ausbildungen gemacht haben. Der Beschwerdeführer erklärte 

weiter, danach habe er temporär gearbeitet und sei arbeitslos gewesen. Gemäss IK-

Auszug (IV-act. 9) war er zudem noch von Mai 2011 bis Oktober 2012 in einer 

Unternehmung angestellt gewesen. Danach hatte er von ___ 2013 bis Februar 2015 in 

der oben erwähnten weiteren Anstellung gestanden. Diese Anstellung hat er nach 

seinen Angaben vom 9. Dezember 2015 aus gesundheitlichen Gründen verloren. Bei 

diesen Gegebenheiten ist aus der Erwerbsbiographie kein Valideneinkommen 

abzulesen, das eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für sich hätte. Dieses ist somit 

anhand der statistischen Erhebungen über die Löhne (Tabellenlöhne) festzulegen.

7.3. 

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär 

von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person 

konkret steht. Ist - wie hier - kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich, weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 

oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, 

7.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 26/29

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8.

Angesichts der dem Beschwerdeführer von den Experten bei der Begutachtung 

nunmehr attestierten Motivation zur beruflichen Eingliederung (vgl. IV-act. 92-11; in 

so können nach der Rechtsprechung die genannten Tabellenlöhne (der 

Lohnstrukturerhebungen, LSE, des Bundesamtes für Statistik) herangezogen werden 

(vgl. etwa Bundesgerichtsurteil vom 19. Mai 2020, 9C_566/2019 E. 5.2, BGE 143 V 295 

E. 2.2).

Da somit als Valideneinkommen und als Ausgangswert der Bestimmung des 

Invalideneinkommens derselbe Einkommensbetrag zu wählen ist, entspricht der 

Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines 

allfälligen Abzugs (zur Ermittlung des Invalideneinkommens) gemäss BGE 126 V 75 

(vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 9. Mai 2016 8C_934/2015 E. 2.1, und vom 

20. April 2010, 9C_215/2010 E. 5.2).

7.5. 

Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich zumutbare verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug (von den Tabellenlöhnen) zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Der gesundheitlich bedingt erhöhte 

Pausenbedarf des Beschwerdeführers begründet hauptsächlich seine medizinische 

Arbeitsunfähigkeit. Qualitativ betrachtet ist für eine für ihn adaptierte Tätigkeit zudem 

erforderlich, dass sie körperlich leicht (allenfalls intermittierend mittelschwer) ist und 

eher im Sitzen ausgeübt werden kann. Schichtarbeit kommt nicht in Frage. Ausserdem 

muss der Beschwerdeführer insbesondere seine Arbeit jederzeit unterbrechen können, 

um eine Toilette aufzusuchen (vgl. IV-act. 92-10). Dass der Beschwerdeführer (nebst 

dem Ausfall im Ausmass der Arbeitsunfähigkeit) eine zusätzliche invaliditätsbedingte 

Erwerbseinbusse zu erwarten hätte, welche einen Abzug rechtfertigte, ist nicht erstellt. 

Selbst wenn aber ein Abzug von 10 % - diese wären als Maximum zu betrachten - 

anerkannt und von einer Arbeitsunfähigkeit selbst von 30 % ausgegangen werden 

könnte, ergäbe sich kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad (sondern diesfalls ein solcher 

von 37 %; 1- [0.7 x 0.9]).

7.6. 

Die verfügte Abweisung des Rentenanspruchs erweist sich demnach als recht­

mässig.

7.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 27/29

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Bezug auf die früheren Schwierigkeiten in der Lebensführung hatte er nach der 

Aktenlage im Lauf der Zeit im Übrigen eine Verbesserung erreichen können), in 

Anbetracht seiner oben dargelegten leidensbedingten Erschwernisse bei der 

Eingliederung und weil bei allzu langer Arbeitsabstinenz psychische Folgen drohen 

könnten, ist dagegen ein Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen 

grundsätzlich anzunehmen. Die Beschwerdegegnerin wird geeignete Massnahmen zu 

evaluieren und den Beschwerdeführer nach Erlass einer den Abklärungen 

entsprechenden Verfügung nach Möglichkeit damit zu unterstützen haben. 

9.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 25. Februar 2019 insofern teilweise gutzuheissen, als 

die Sache zur weiteren Abklärung und entsprechenden neuen Verfügung betreffend 

den Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungsmassnahmen im 

Sinn der Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist 

die Beschwerde abzuweisen.

9.1. 

Nach Art. 69 Abs. 1  IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1000 Franken festgelegt. Eine 

Gebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen.

9.2. bis

Nach Art. 95 Abs. 1 VRP hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die Kosten zu tragen, 

dessen Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Der Beschwerdeführer hat 

lediglich teilweise (in untergeordnetem Bereich) obsiegt, weshalb der Ausgang des 

Verfahrens rechtfertigt, ihm - ermessensweise - drei Viertel (Fr. 450.--) und der 

Beschwerdegegnerin einen Viertel der Kosten (Fr. 150.--) aufzuerlegen. Von der 

Bezahlung seines Anteils an den Gerichtskosten von Fr. 450.-- ist der 

Beschwerdeführer zufolge der am 24. Oktober 2019 gewährten unentgeltlichen 

Rechtspflege zu befreien.

9.3. 

Der Beschwerdeführer hat bei teilweisem Obsiegen auch Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, die vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung 

der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden (Art. 61 

lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP). Seine Rechtsvertreterin hat am 17. Dezember 

2019 eine Honorarnote für Arbeit an 15.09 Stunden und für Barauslagen von Fr. 90.54 

eingereicht. Die Parteientschädigung sei zuzüglich der Mehrwertsteuer festzusetzen 

(act. G 13). Da das mittlere Honorar im st. gallischen Recht Fr. 250.-- pro Stunde (vgl. 

9.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 28/29

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird im Sinn der Erwägungen unter Aufhebung der angefochtenen 

Verfügung vom 25. Februar 2019 insofern teilweise gutgeheissen, als die Sache zur 

weiteren Abklärung und neuer Verfügung betreffend den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungsmassnahmen im Sinn der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen.

2.

Der Beschwerdeführer wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung einer 

Gerichtsgebühr von Fr. 450.-- befreit.

Art. 24 Abs. 1 HonO; sGS 963.75) beträgt und der Normal-Steuersatz der 

Mehrwertsteuer gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer 

(Mehrwertsteuergesetz, MWSTG) zu vorliegend massgeblicher Zeit im Jahr 2019 (seit 

1. Januar 2018) 7.7 % ausmacht, ergibt sich hieraus ein Betrag von rund Fr. 4'160.50 

(Fr. 3'772.50 und Fr. 90.54 und Fr. 297.45). In der Verwaltungsrechtspflege vor 

Versicherungsgericht beträgt das Honorar nach Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (seit 

1. Januar 2019; üblicherweise) pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Da kein Grund 

ersichtlich ist, der es rechtfertigen würde, über die in einem Beschwerdeverfahren 

durchschnittlichen Aufwands praxisgemäss auf Fr. 3'500.-- festzulegende Pauschale 

hinauszugehen, wird die Parteientschädigung auf diesen Betrag (einschliesslich 

Barauslagen und MWST) festgesetzt. Die (anteilsmässige) Parteientschädigung ist 

demnach auf pauschal Fr. 875.-- (ein Viertel von Fr. 3'500.--) festzulegen.

Für die restlichen diesbezüglichen Kosten (von Fr. 2'625.--) hat zufolge der 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung der Staat die Rechtsvertreterin 

des Beschwerdeführers zu entschädigen, wobei das Honorar in Anwendung von Art. 

31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) um einen Fünftel 

herabzusetzen ist. Der Staat hat somit eine Entschädigung von Fr. 2'100.-- zu 

bezahlen. 

9.5. 

Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm gestatten, kann der 

Beschwerdeführer zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die 

Vertretung verpflichtet werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG). 

9.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 29/29

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3.

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 150.-- zu bezahlen.

4.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 875.-- zu bezahlen.

5.

Der Staat entschädigt die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit 

pauschal Fr. 2'100.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.02.2021
	Art. 8 und 28 IVG. Würdigung eines polydisziplinären Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Februar 2021, IV 2019/68).

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