# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 956e7e4b-1eff-55b1-95d6-357debd3aaef
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.12.2023 100 2021 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-32_2023-12-08.pdf

## Full Text

100.2021.32U
HER/MAL/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Dezember 2023

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Stohner, Verwaltungsrichter Tissot
Gerichtsschreiberin Marti

A.________ 
…, zzt. Justizvollzugsanstalt ...  
vertreten durch Rechtsanwalt ...
Beschwerdeführerin

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung bzw. Nichterteilung der 
Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung infolge Sozialhilfeabhängigkeit 
(Entscheid der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 8. Januar 
2021; 2019.POMGS. 728)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 2

Prozessgeschichte:

A.

A.________ (Jg. 1983), vormals B.________ (Ledigname ...), ist 
Staatsangehörige von Tschechien. Sie hält sich spätestens seit Ende 
2007/Anfang 2008 in der Schweiz auf, zunächst ohne Bewilligung. Am 
17. November 2010 heiratete sie den hier niedergelassenen 
vietnamesischen Staatsangehörigen C.________, nahm dessen Namen an, 
und erhielt gestützt auf die Ehe eine Aufenthaltsbewilligung. Aus der 
Beziehung mit C.________ stammt der Sohn D.________ (geb. ...2009). 
Anfang 2013 trennte sich das Ehepaar, die Ehe wurde am 7. Dezember 2016 
geschieden. Aus einer Beziehung mit einem Schweizer Bürger kam am ... 
2015 der Sohn E.________ zur Welt. D.________ und E.________ wachsen 
seit ihrer frühen Kindheit bei ihren Vätern auf. Ein dritter 2003 geborener 
Sohn wuchs bei seinem Vater im benachbarten Ausland auf.

Die Aufenthaltsbewilligung von A.________ wurde ab März 2015 unter Aner-
kennung eines nachehelichen Härtefalls jeweils jährlich verlängert. Am 
14. Februar 2017 wurde A.________ von der Einwohnergemeinde (EG) 
Bern, Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei (EMF), förmlich 
verwarnt, weil sie mehrfach straffällig geworden war, Sozialhilfe bezog, ihre 
Schulden nicht abbaute und ihre Obhuts- und Betreuungspflichten 
gegenüber den Kindern nicht wahrnahm. 

Mit Verfügung vom 18. Oktober 2019 sah die EG Bern die Voraussetzungen 
für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ nicht mehr 
als gegeben und wies sie unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der 
Schweiz weg. 

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 18. November 2019 Be-
schwerde bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern (SID). Diese wies 
die Beschwerde mit Entscheid vom 8. Januar 2021 ab und setzte 

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A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 8. März 2021. Gleichzeitig 
gewährte sie ihr die unentgeltliche Rechtspflege.

C.

Mit Eingaben vom 2. und 15. Februar 2021 hat A.________ persönlich bzw. 
vertreten durch ihren Rechtsanwalt Verwaltungsgerichtsbeschwerde erho-
ben und erstmals bekannt gegeben, dass sie am ... 2020 in Bern ihre Tochter 
F.________ zu Welt gebracht hat. Sie beantragt die Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids sowie die Verlängerung ihrer Aufenthaltsbewilli-
gung. Eventuell sei ihr eine Kurzaufenthaltsbewilligung zu erteilen, subeven-
tuell sei die Ausreisefrist zu erstrecken, sodass das Kindeswohl insbeson-
dere der jüngsten Tochter garantiert werden könne. Subsubeventuell seien 
weitere Abklärungen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen. Gleichzeitig 
ersucht A.________ für das verwaltungsgerichtliche Verfahren um 
unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung ihres Rechtsvertreters als 
amtlicher Anwalt.

Die EG Bern (EMF) und die SID beantragen mit Stellungnahme vom 8. März 
2021 bzw. mit Vernehmlassung vom 18. März 2021, die Beschwerde sei ab-
zuweisen. Zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege haben sie keine An-
träge gestellt. 

Am 3. August 2022 haben die EMF dem Verwaltungsgericht folgende Doku-
mente zur Kenntnis gebracht: Die Anklage der Staatsanwaltschaft Zürich-
Limmat vom 16. April 2021 und das am 20. September 2021 ausgefällte 
rechtskräftige Strafurteil des Bezirksgerichts Zürich. A.________ wurde 
hiermit zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten wegen Verbrechens gegen 
das Betäubungsmittelgesetz verurteilt unter Aufschub des Vollzugs im 
Umfang von 16 Monaten und einer Probezeit von zwei Jahren. Von der 
Anordnung einer Landesverweisung wurde abgesehen.

Im Rahmen der weiteren Instruktion hat die Instruktionsrichterin A.________ 
zu umfassenden Informationen angehalten. Aus diesen geht u.a. hervor, 
dass sie am 10. August 2021 G.________, Schweizer Bürger, geheiratet hat 
(unter Annahme dessen Name), und dass H.________, der Zwillingsbruder 

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von G.________, am 24. April 2022 die Vaterschaft zu F.________ 
anerkannt hat. H.________ verfügt ebenfalls über das Schweizer 
Bürgerrecht, abgeleitet von ihm auch F.________. Im Übrigen wurde 
bekannt, dass sich A.________ seit März 2023 in Halbgefangenschaft in der 
Strafanstalt ... befindet und F.________ im ... in ... platziert ist. Am 14. Juli 
2023 hat die Instruktionsrichterin weitere bei den zuständigen Behörden 
edierte Dokumente zu den Akten erkannt (Behördenauszug aus dem 
Strafregister-Informationssystem vom 11.7.2023 und Vollzugsvereinbarung 
für Halbgefangenschaft vom 3.3.2023). 

Mit Verfügung vom 19. Juli 2023 hat die Instruktionsrichterin A.________ 
u.a. die unentgeltliche Rechtspflege unter amtlicher Beiordnung des 
Rechtsvertreters bewilligt. 

Von der Gelegenheit, sich im Licht der ergänzten Akten zu äussern, haben 
A.________ und die SID je am 11. August 2023 Gebrauch gemacht. Sie 
halten an ihren Anträgen fest. Die EG Bern hat sich nicht mehr vernehmen 
lassen. A.________ hat am 14. November 2023 eine kurze 
Schlussbemerkung mit Unterlage eingereicht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind einge-
halten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist einzutre-
ten.

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1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

2.

Auf den 1. Januar 2019 ist eine Teilrevision des Bundesgesetzes vom 
16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (Ausländerge-
setz, AuG; SR 142.20) in Kraft getreten, die auch den Gesetzestitel und die 
offizielle Abkürzung ändert. Der Erlass heisst neu Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und In-
tegrationsgesetz, AIG). Das vorliegende Verfahren wurde nach Inkrafttreten 
dieser Gesetzesänderung eingeleitet (Gesuch vom 18.2.2019, vgl. hinten 
E. 3.2), weswegen das neue Recht anwendbar ist (Art. 126 Abs. 1 AIG ana-
log; BVR 2020 S. 443 E. 2, 2023 S. 255 E. 2.2). 

3.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung der Be-
schwerdeführerin und deren Wegweisung.

3.1 Der Beschwerdeführerin wurde der Aufenthalt in der Schweiz ur-
sprünglich abgeleitet aus der im Jahr 2010 geschlossenen Ehe mit 
C.________ gestattet, vietnamesischer Staatsangehöriger mit Niederlas-
sungsbewilligung. Als Staatsangehörige von Tschechien kann sich die Be-
schwerdeführerin zwar grundsätzlich auf das Freizügigkeitsabkommen 
(FZA; SR 0.142.112.681) berufen. Es ist jedoch zu Recht unbestritten, dass 
sie aus dem FZA keinen eigenständigen Aufenthaltsanspruch ableiten kann. 
Sie hatte in der Schweiz nie Arbeitnehmereigenschaft oder ausreichende fi-
nanzielle Mittel und erfüllt eine anspruchsinhärente Voraussetzung auch 
heute nicht (vgl. angefochtener Entscheid E. 2.2; Beschwerde S. 4). 

3.2 Nach Scheitern der Ehegemeinschaft mit C.________ wurde der 
Beschwerdeführerin der Aufenthalt gestützt auf Art. 50 Abs. 1 Bst. b AuG 
weiterhin jährlich bewilligt (vgl. Akten EG Bern pag. 91, 94). Ihre Aufenthalts-
bewilligung war zuletzt bis zum 19. August 2018 gültig (vgl. Akten EG Bern 

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pag. 163 und 415). Die Beschwerdeführerin reichte ihr Verlängerungsge-
such allerdings erst am 18. Februar 2019 ein (Akten EG Bern pag. 232), d.h. 
deutlich verspätet. Ein absoluter Erlöschensgrund liegt hierin gemäss den 
massgeblichen gesetzlichen Grundlagen aber nicht (Art. 61 Abs. 1 Bst. c 
AIG bzw. AuG i.V.m. Art. 59 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung vom 24. Oktober 
2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE; SR 142.201] 
sowohl in der aktuellen als auch in der bis zum 31.12.2018 geltenden Fas-
sung). Die Wiedererteilung der Bewilligung kann vielmehr geboten sein, 
wenn bei rechtzeitiger Gesuchstellung die Verlängerung bewilligt worden 
wäre (BGer 2C_896/2020 vom 11.3.2021 E. 3.2 mit Hinweisen). Von einer 
Verlängerung gingen die Vorinstanzen denn auch ohne weiteres aus (vorne 
Bst. A; Betreff und E. 2.1 des angefochtenen Entscheids). Zudem hat die 
Beschwerdeführerin während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens den 
Schweizer Bürger G.________ geheiratet (vorne Bst. C). Ein allfälliger ge-
setzlicher Aufenthaltsanspruch stützt sich seither auf Art. 42 Abs. 1 AIG. Al-
lerdings ist fraglich, ob diese zweite Ehe noch gelebt wird: Der Umstand, 
dass die Beschwerdeführerin seit März 2023 die mit Urteil vom 20. Septem-
ber 2021 ausgefällte Strafe in Halbgefangenschaft verbüsst (vgl. vorne 
Bst. C und hinten E. 5.1), könnte zwar grundsätzlich als wichtiger Grund für 
das Getrenntleben gelten (vgl. BGer 2C_432/2016 vom 16.1.2018 E. 5.3.2). 
Nach Angabe der Sozialdirektion der Stadt I.________ ist es aber wiederholt 
zu Trennungsphasen gekommen (vgl. BB 14) und laut dem Amt für Erwach-
senen- und Kindesschutz (AEK) der Stadt Bern hat sich die Beschwerdefüh-
rerin nach Konflikten im Herbst 2022 von ihm getrennt (BB 7). Im Sommer 
2023 hat sich die Beschwerdeführerin freilich dahingehend geäussert, dass 
sie nach Ende des Strafvollzugs F.________ zu sich nehmen und zu ihrem 
Ehemann nach ... ziehen wolle (Protokoll der Standortsitzung im ... vom 
19.7.2023 [act. 23A1]). Die Frage des Weiterbestands einer gelebten Ehe 
mit G.________ muss aber ebenso wenig abschliessend geklärt werden wie 
jene, ob aus der allenfalls gescheiterten Ehegemeinschaft ein nachehelicher 
Aufenthaltsanspruch resultiert. Ansprüche nach Art. 42 und 50 AIG 
erlöschen jedenfalls, wenn Widerrufsgründe nach Art. 63 oder Art. 62 AIG 
vorliegen (Art. 51 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 Bst. b AIG). 

3.3 Nach Auffassung der Vorinstanz hat die Beschwerdeführerin auf-
grund dauerhafter und erheblicher Sozialhilfeabhängigkeit, Verschuldung 

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und wiederholter Straffälligkeit die Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 
Bst. c und e AIG erfüllt (angefochtener Entscheid E. 3 und 4). Die Frage ist 
heute unter Einbezug von Art. 63 Abs. 1 AIG zu prüfen (vgl. E. 3.2 hiervor).

3.3.1 Ein Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG liegt vor, wenn die 
ausländische Person oder eine Person, für die sie zu sorgen hat, dauerhaft 
und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Vorausgesetzt ist, 
dass konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhän-
gigkeit besteht; blosse finanzielle Bedenken genügen nicht. Neben den bis-
herigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch die wahrscheinliche finan-
zielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen. Ein Widerruf fällt in Be-
tracht, wenn eine Person hohe finanzielle Unterstützungsleistungen erhalten 
hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft selber für 
ihren Lebensunterhalt wird sorgen können. Die Frage, ob und in welchem 
Ausmass ein Verschulden an der Sozialhilfeabhängigkeit besteht, betrifft 
nicht den Widerrufsgrund, sondern ist im Rahmen der Verhältnismässigkeits-
prüfung zu berücksichtigen (statt vieler BGE 149 II 1 E. 4.4; 
BGer 2C_828/2022 vom 1.6.2023 E. 4.1; VGE 2020/373 vom 16.3.2023 
E. 3.1 m.w.H.). Vergleichbares gilt nach Art. 62 Abs. 1 Bst. e AIG (ohne Vo-
raussetzung des dauerhaften und umfangmässig erheblichen Sozialhilfebe-
zugs; vgl. z.B. BGer 2C_984/2018 vom 7.4.2020 E. 5.2).

3.3.2 Die Beschwerdeführerin bezieht seit vielen Jahren Sozialhilfeleistun-
gen. Im Zeitraum Juli 2012 bis Anfang Februar 2021 leistete die EG Bern ihr 
Sozialhilfe im Betrag von rund Fr. 280ʹ000.-- (act. 5A). Dieser Betrag umfasst 
die Sozialhilfe nicht, welche ihr die Gemeinde ... zwischen Juli 2014 und 
März 2015 ausgerichtet hat (vgl. Akten EG Bern pag. 68). Seit August 2022 
bis heute wird die Beschwerdeführerin (ergänzend auch ihr zweiter 
Ehemann) von der Gemeinde I.________ finanziell unterstützt (vgl. 
Beschwerdebeilage [BB] 6 und 14). Der der Beschwerdeführerin persönlich 
ausgerichtete Betrag von rund Fr. 280ʹ000.-- erhöht sich unter Einschluss 
ihrer betragsmässig nicht aktenkundigen Sozialhilfebezüge in den 
Gemeinden ... (Juli 2014 bis März 2015), Bern (Februar 2021 bis Juli 2022) 
und I.________ (August 2022 bis heute) auf weit über Fr. 300ʹ000.--. Die 
Erheblichkeitsschwelle, an der sich die Rechtsprechung zu Art. 63 Abs. 1 
Bst. c AIG orientiert, ist klarerweise erreicht (vgl. etwa BGer 2C_813/2019 

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vom 5.2.2020 E. 2.3, 2C_263/2016 vom 10.11.2016 E. 3.1.3 mit Hinweisen). 
Abgesehen von zwei kurzzeitigen Arbeitseinsätzen im Jahr 2013 hat die Be-
schwerdeführerin während ihres Aufenthalts in der Schweiz keinen Beitrag 
an ihren Lebensunterhalt oder denjenigen ihrer Kinder geleistet (vgl. Akten 
EG Bern pag. 108, 410 ff.). Auch bestehen keine realistischen Anzeichen 
dafür, dass sie sich zufolge Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in absehbarer 
Zeit von der Sozialhilfe ablösen könnte. Eine positive Zukunftsprognose 
kann ihr insoweit nicht gestellt werden. Damit erfüllt die Beschwerdeführerin 
den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG und umso mehr jenen 
nach Art. 62 Abs. 1 Bst. e AIG. Ob die Beschwerdeführerin mit ihrer Straffäl-
ligkeit und Verschuldung weitere Widerrufsgründe gesetzt hat, kann dahin-
gestellt bleiben. Es liegt namentlich nicht ohne weiteres auf der Hand, dass 
sie mit ihrer wiederholten Delinquenz in schwerwiegender Weise gegen die 
öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinn von Art. 63 Abs. 1 Bst. b AIG 
verstossen hat (vgl. hinten E. 5.2). Die letzte rechtskräftige Verurteilung zu 
einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten wegen Verbrechens gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz (vorne Bst. C) kann nicht als Widerrufsgrund herangezo-
gen werden (Art. 63 Abs. 3 und Art. 62 Abs. 2 AIG). Das Strafgericht konnte 
einen Härtefall im Sinn von Art. 66a Abs. 2 des Schweizerischen Strafge-
setzbuches (StGB; SR 311.0) in seiner Interessenabwägung «gerade noch» 
bejahen und sah von der obligatorischen Landesverweisung nach Art. 66a 
Abs. 1 Bst. o StGB ab (Strafurteil act. 8B S. 47 ff., 53 f.). 

3.3.3 Ist jedenfalls der Widerrufsgrund dauernder und erheblicher Sozial-
hilfeabhängigkeit erfüllt (Art. 63 Abs. 1 Bst. c AIG bzw. Art. 62 Abs. 1 Bst. e 
AIG), kann sich die Beschwerdeführerin weder auf einen Aufenthaltsan-
spruch nach Art. 42 AIG noch nach Art. 50 AIG berufen.

3.4 Die Beschwerdeführerin kann sich aber als Mutter dreier hier leben-
der Kinder mit gefestigtem Anwesenheitsrecht (Niederlassungsbewilligung 
oder Schweizer Bürgerrecht) auf das Recht auf Schutz des Familienlebens 
gemäss Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; 
SR 0.101) bzw. Art. 13 der Bundesverfassung (BV; SR 101) berufen. Anru-
fen kann sie diese Garantie auch unter dem Aspekt des Rechts auf Schutz 
des Privatlebens, da sie unter Berücksichtigung des prozeduralen Aufent-

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halts den Richtwert von zehn Jahren bewilligten Aufenthalts erreicht (vgl. 
vorne Bst. A; BGE 144 I 266 E. 3.9, 149 I 207 E. 5.3.4).

4.

Umstritten ist die Verhältnismässigkeit der Entfernungsmassnahme. 

4.1 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die Wegwei-
sung sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie 
aufgrund einer Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen (Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 96 Abs. 1 AIG). Beeinträchtigt die Entfernungsmass-
nahme das Familien- oder Privatleben (Art. 8 Ziff. 1 EMRK; Art. 13 Abs. 1 
BV), bilden Grundlage der Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK bzw. 
Art. 36 BV (vgl. BGE 144 I 266 E. 3.7, 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; 
BVR 2015 S. 391 E. 4.1). Hat die betroffene Person minderjährige Kinder, 
so sind in die Beurteilung auch deren Interessen gemäss dem Übereinkom-
men vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes (Kinderrechtskon-
vention, KRK; SR 0.107) und Art. 11 BV zu berücksichtigen (BGE 143 I 21 
E. 5.5.1, 135 I 153 E. 2.2.2; BVR 2013 S. 543 E. 4.1; VGE 2021/46 vom 
17.1.2023 E. 5 [bestätigt durch BGer 2C_113/2023 vom 27.9.2023]). 

4.2 Im Rahmen der Prüfung der Verhältnismässigkeit sind die öffentli-
chen Interessen an der Entfernungsmassnahme und die privaten Interessen 
der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander 
abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen 
Umstände im Einzelfall (BGE 139 I 145 E. 2.4, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 
S. 543 E. 4.1). In der vorliegenden Konstellation sind namentlich die folgen-
den Kriterien zu berücksichtigen: die Schwere des Verschuldens an der So-
zialhilfeabhängigkeit, der Grad der Integration bzw. die Dauer der Anwesen-
heit in der Schweiz sowie die der betroffenen Person und ihrer Familie dro-
henden Nachteile. Zu beachten ist auch die Qualität der sozialen, kulturellen 
und familiären Beziehungen sowohl im Gast- wie im Heimatland (statt vieler 
BGer 2C_43/2022 vom 18.1.2023 E. 4.2). 

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5.

Hinsichtlich des öffentlichen Interesses ergibt sich Folgendes:

5.1 Die Beschwerdeführerin bezieht seit 2012 praktisch durchgehend So-
zialhilfe (vorne E. 3.3.2). Mit der SID ist davon auszugehen, dass sie den 
andauernden Sozialhilfebezug in grossen Teilen selbst zu vertreten hat (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 3.2). In den Akten finden sich zwar etliche Hin-
weise auf gewisse gesundheitliche Probleme und Suchtmittelabhängigkeit 
(vgl. Akten EG Bern pag. 108, 369 f., 408; Akten SID 6A1 Beilage 4 zur Ein-
gabe vom 31.8.2020; BB 16 S. 11, 27 f.). Eine (vollumfängliche und durch-
gehende) Arbeitsunfähigkeit wird von der Beschwerdeführerin jedoch nicht 
vorgebracht. Eine Behandlung im Zentrum ambulante Suchttherapie musste 
mangels Verbindlichkeit der Beschwerdeführerin im Juli 2016 abgebrochen 
werden. Mangels Zusammenarbeitsfähigkeit scheiterten auch verschiedene 
institutionell geführte Wohnsituationen (Akten EG Bern pag. 108, 325 f.). 
Eine förmliche Verwarnung im Jahr 2017 u.a. wegen des andauernden So-
zialhilfebezugs (Akten EG Bern pag. 162 ff., 166; vorne Bst. A) konnte die 
Beschwerdeführerin ebenfalls nicht zu einer Verhaltensänderung bewegen. 
Mit Bericht vom 12. Juli 2019 schätzte der Sozialdienst die Beschwerdefüh-
rerin als gesund und arbeitsfähig ein. In der Zusammenarbeit mit ihr hätten 
die Suchtprobleme keine Rolle mehr gespielt; spürbar seien jedoch psychi-
sche Schwankungen; die Beschwerdeführerin habe bisher aber keine Moti-
vation zu einer therapeutischen Auseinandersetzung gezeigt (Akten EG 
Bern pag. 326). Die Beschwerdeführerin gab verschiedentlich an, sie wolle 
eine Arbeit suchen (vgl. Akten EG Bern pag. 80, 408; Akten SID pag. 26). Es 
gelang ihr indes während Jahren nicht, diesen Plan umzusetzen. Selbst nie-
derschwellige Arbeitsintegrationsprogramme konnten nicht realisiert werden 
oder wurden aufgrund häufiger Absenzen wieder eingestellt (vgl. Akten EG 
Bern pag. 108, 326). Der Beschwerdeführerin standen während ihres bishe-
rigen Aufenthalts zahlreiche Unterstützungsmassnahmen (Sozialbehörden, 
Therapiestellen, begleitetes Wohnen) zur Verfügung. Diese Chancen ver-
mochte sie über all die Jahre nicht zu nutzen. Erst seit kurzem geht sie ge-
mäss der Bedingung für das Regime der Halbgefangenschaft während dreier 
Tage einer nicht entschädigten Beschäftigung in einem Arbeitsprogramm der 
Stiftung … nach (Vollzugsvereinbarung für Halbgefangenschaft, act. 18A 

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und 19A; vgl. auch BB 6). Im Ergebnis muss sich die Beschwerdeführerin 
vorhalten lassen, während ihrer Anwesenheit nicht alles Zumutbare 
unternommen zu haben, um den Bezug von Sozialhilfe zu vermeiden oder 
zu verringern. 

5.2 Gegen die Beschwerdeführerin spricht weiter ihre Verschuldung und 
Mehrfachdelinquenz. Die Verschuldung ist erheblich: Beim Betreibungsamt 
Bern-Mittelland Dienststelle Mittelland waren im Februar 2021 47 Betreibun-
gen im Gesamtbetrag von Fr. 58ʹ653.95 und 67 nicht getilgte Verlustscheine 
von insgesamt Fr. 96ʹ859.15 registriert (vgl. Akten SID 6A1 Beilage 7 zur 
Eingabe vom 31.8.2020). Auch an ihrem späteren Wohnort ... häufte die 
Beschwerdeführerin Schulden an: Im Mai 2023 waren im Betreibungsre-
gister des Betreibungsamts Emmental-Oberaargau Betreibungen von 
Fr. 10ʹ283.54 sowie 12 Verlustscheine in der Höhe von Fr. 18ʹ209.49 ver-
zeichnet (BB 12). Die Beschwerdeführerin wurde in der Schweiz zudem wie-
derholt straffällig: Aktenkundig sind eine Verurteilung wegen Gehilfenschaft 
zum Raub (begangen am ...2007) zu einer bedingten Geldstrafe von 
180 Tagessätzen (Akten EG Bern pag. 35), weiter mehrere Verurteilungen 
wegen Diebstahls und Hausfriedensbruchs (begangen in den Jahren 2015-
2017) sowie Fahrens in fahrunfähigem Zustand und Führens eines Motor-
fahrzeugs ohne erforderlichen Führerausweis (vgl. Behördenauszug aus 
dem Strafregister-Informationssystem vom 11.7.2023 [act. 17A] und Akten 
EG Bern pag. 256 ff., 298 f., 304 f.). Weiter hat die Beschwerdeführerin viel-
fach gegen die Transportgesetzgebung (Reisen ohne gültigen Fahrausweis 
oder andere Berechtigung) verstossen (vgl. Akten EG Bern pag. 273-297, 
301 f.). Die Geldstrafen und Bussen wurden in Ersatzfreiheitsstrafen umge-
wandelt (Akten EG Bern pag. 178 -181, 380 f.). Zwar können die bis zum 
Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids abgeurteilten Straftaten, wie die 
SID zutreffend bemerkt (angefochtener Entscheid E. 4.4), mehrheitlich nicht 
als schwerwiegend bezeichnet werden. Die wiederholte Straffälligkeit macht 
aber deutlich, dass die Beschwerdeführerin beträchtliche Schwierigkeiten 
hat, sich an die hiesige Rechtsordnung zu halten. Sie hat dies mit dem 
schweren Betäubungsmitteldelikt im Jahr 2020 bestätigt.

5.3 Insgesamt ist mit der Vorinstanz aufgrund der erheblichen und fort-
bestehenden Sozialhilfeabhängigkeit, der Schulden und des problemati-

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schen Legalverhaltens von einem mit Blick auf die öffentlichen Finanzen und 
die öffentliche Sicherheit und Ordnung erheblichen öffentlichen Interesse an 
der Entfernungsmassnahme auszugehen (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 5).

6. 

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integration 
in der Schweiz sowie die der Beschwerdeführerin und ihren Familienange-
hörigen drohenden Nachteile zu berücksichtigen.

6.1 Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass die Integration der 
Beschwerdeführerin insgesamt misslungen ist (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 6.1). Die Beschwerdeführerin verfügt zwar unbestrittenermassen über 
gute Deutschkenntnisse (vgl. etwa Akten EG Bern pag. 50, 326; ferner 
BB 16). Sie ging während ihres Aufenthalts aber nie einer existenzsichern-
den Erwerbstätigkeit nach und bezog Sozialhilfeleistungen in beträchtlicher 
Höhe (vorne E. 3.3.2 und E. 5.1). Zudem ist sie erheblich verschuldet und 
wurde wiederholt straffällig (vorne E. 5.2). Dass sie ausserhalb der Familie 
vertiefte soziale Kontakte zu hier ansässigen Personen pflegt, macht die Be-
schwerdeführerin nicht geltend; Anhaltspunkte dafür ergeben sich auch nicht 
aus den Akten. 

6.2 Hinsichtlich der Rückkehr nach Tschechien sind folgende unbestrit-
tenen Feststellungen der Vorinstanz von Belang: Dort ist die Beschwerde-
führerin aufgewachsen, hat die Schulen besucht und eine Ausbildung als ... 
absolviert. In die Schweiz ist sie erst im Erwachsenenalter eingereist. In ihrer 
Heimat leben heute noch ihre Adoptiveltern. Sie hat ihre Heimat wiederholt 
besucht (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.2.1 mit Aktenbelegen). Die 
Rückkehr nach Tschechien kann ihr grundsätzlich zugemutet werden, auch 
wenn die Reintegration mit Blick auf die Umstände (kaum Arbeitserfahrung, 
gesundheitliche Situation) mit Herausforderungen verbunden sein dürfte. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 13

6.3 In familiärer Hinsicht ist zunächst auf die Beziehung zu den Söhnen 
D.________ und E.________ einzugehen. 

6.3.1 Der heute 14-jährige D.________ (geb. ...2009) verfügt abgeleitet 
von seinem Vater über die Niederlassungsbewilligung (Akten SID 6A1 
Beilage 1 zur Eingabe vom 31.8.2020; vorne Bst. A). Für D.________ 
besteht seit ... 2014 eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210; vgl. Akten EG Bern 
pag. 358). Die Beistandschaft erwies sich als notwendig, weil die 
Beschwerdeführerin mit ihren eigenen Problemen stark belastet und allein 
nicht in der Lage war, D.________ adäquat zu pflegen und zu erziehen. Die 
damals zuständige Berufsbeiständin ging in ihrem Bericht vom 30. Juli 2020 
von einer ausgesprochen belasteten familiären Situation aus. Es sei immer 
wieder zu massiven Eskalationen mit Polizeieinsatz und anschliessenden 
Gefährdungsmeldungen gekommen, u.a. habe die Beschwerdeführerin in 
Anwesenheit von D.________ gewaltvolle Konflikte mit ihren Partnern 
ausgetragen (vgl. Akten SID 6A1 Beilage 4 zur Eingabe vom 31.8.2020). Im 
Sommer 2015 wurde E.________ geboren, der Halbbruder von D.________. 
Daraufhin destabilisierte sich die Gesundheit der Beschwerdeführerin weiter, 
worauf diese mit E.________ in eine Suchtinstitution eintrat. D.________ 
zog zu seinem Vater. Mit Scheidungsurteil wurde D.________ unter der 
gemeinsamen Sorge beider Eltern belassen, hingegen unter die alleinige 
Obhut des Vaters gestellt (Akten EG Bern pag. 207). Die Besuchskontakte 
zwischen D.________ und der Mutter wurden in der Folge stets durch eine 
Familienbegleiterin koordiniert und begleitet. Laut deren Bericht aus dem 
Jahr 2020 hat die Beschwerdeführerin die zwischen 2018 und Mitte 2020 
geplanten Besuchstermine trotz Erinnerungstelefonaten nur unregelmässig 
eingehalten. Der Beschwerdeführerin sei es schwergefallen, Regeln 
einzuhalten und konstant auf kindliche Bedürfnisse einzugehen (vgl. Akten 
SID 6A1 Beilage 4 zur Eingabe vom 31.8.2020). Laut dem Bericht des heute 
zuständigen Beistands vom 19. April 2023 fanden zwischen August 2020 
und Februar 2022 aufgrund von Haft, Wegzug und Geburt von F.________ 
sowie der Heirat der Beschwerdeführerin weiterhin keine konstanten 
Kontakte zwischen D.________ und seiner Mutter statt (vgl. BB 10, auch 
zum Folgenden). Im Januar 2022 wurde erneut eine Familienbegleitung 
eingesetzt. In der Folge sahen sich die Beschwerdeführerin und D.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 14

einmal monatlich; die Beschwerdeführerin habe sich verbindlich gezeigt und 
die Besuche wahrgenommen. Im Herbst 2022 kam es zu einer Öffnung des 
Besuchsrechts und D.________ übernachtete auch bei seiner Mutter. Aus 
im Bericht nicht genannten Gründen wurde D.________ dann fremdplatziert 
(d.h. er lebt nicht mehr bei seinem Vater) und Anfang 2023 nach einer 
längeren Entweichung in einer geschlossenen Institution untergebracht. Die 
Kontakte konnten deshalb nicht im bisherigen Rahmen weitergeführt 
werden. Der Beistand hält jedoch fest, dass sich die Beschwerdeführerin 
engagiere und an den Terminen im Jugendheim, auf dem AEK und bei der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) präsent sei. 

6.3.2 Der heute 8-jährige E.________ (geb. ...2015) ist Schweizer Bürger 
(Akten SID 6A1 Beilage zur Eingabe vom 9.9.2020). Die Beschwerdeführerin 
hielt sich nach dessen Geburt mit ihm in einer Mutter-Kind-
Therapiegemeinschaft auf. Wegen starken Konsums war sie dort jedoch 
nicht mehr tragbar, worauf E.________ im ... in ... platziert wurde (Akten EG 
Bern pag. 371). Für E.________ besteht ebenfalls eine Beistandschaft nach 
Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB (Akten EG Bern pag. 369 ff.). Seit Ende 2017 
wohnt E.________ bei seinem Vater in I.________ (vgl. Akten EG Bern 
pag. 374 ff.). Wie bei D.________ wurden die Besuchskontakte zwischen 
E.________ und seiner Mutter zunächst ausnahmslos durch die 
Familienbegleitung koordiniert und begleitet. Im Jahr 2020 hatte die 
Beschwerdeführerin etwa alle drei Monate persönlichen Kontakt mit ihm; 
unbegleitete Besuche wurden ihr nicht gestattet (vgl. Akten SID 6A1 
Beilagen 4 und 5 zur Beschwerde und Beilage 5 zur Eingabe vom 
31.8.2020). Inzwischen sieht die Beschwerdeführerin E.________ 
regelmässig und unbegleitet; sie trifft ihn seit März 2023 zweimal pro Monat, 
einmal allein und einmal zusammen mit F.________ (vgl. BB 11). 

6.3.3 Diese Feststellungen sind wie folgt zu würdigen: Die familiäre Bezie-
hung zwischen dem ausreisepflichtigen Elternteil und seinem Kind kann trotz 
des Sorgerechts unter dem Gesichtspunkt von Art. 8 EMRK grundsätzlich 
auch vom Ausland her gepflegt werden (vgl. BGE 143 I 21 E. 5.3; 
BGer 2C_8/2023 vom 3.5.2023 E. 3.3). Ein Recht auf Aufenthalt des nicht 
obhutsberechtigten ausländischen Elternteils, der schon bisher über eine 
Aufenthaltsbewilligung verfügte, kann sich hingegen ergeben, wenn eine 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 15

(1) in affektiver und (2) in wirtschaftlicher Hinsicht besonders enge 
Eltern-Kind-Beziehung besteht und (3) diese wegen der Distanz zwischen 
der Schweiz und dem Staat, in welchen die ausländische Person auszurei-
sen hätte, praktisch nicht mehr aufrechterhalten werden könnte, sofern 
(4) die ausreisepflichtige Person sich in der Schweiz bisher weitgehend «ta-
dellos» verhalten hat (BGE 144 I 91 E. 5.2 [Pra 108/2019 Nr. 11], 143 I 21 
E. 5.2, 142 II 35 E 6.2, 139 I 315 E. 2.2 und 2.5; BGer 2C_800/2018 vom 
12.2.2020 E. 3.2; VGE 2020/331 vom 1.7.2021 E. 7.3.1). Wie dargelegt, 
steht die Beschwerdeführerin – anders als noch im vorinstanzlichen Verfah-
ren – in mehr oder weniger regelmässigem Kontakt mit den beiden Söhnen. 
Dagegen ist unbestritten, dass diese Kontakte weit unter einem Besuchs-
recht im üblichen Umfang liegen und die Beschwerdeführerin keinen wirt-
schaftlichen Beitrag an den Unterhalt von D.________ und E.________ 
leistet. Aufgrund der langjährigen, erheblichen und mitverschuldeten 
Sozialhilfeabhängigkeit sowie ihrer Straffälligkeit kann der 
Beschwerdeführerin auch kein tadelloses Verhalten attestiert werden. Das 
Verwaltungsgericht teilt daher die Einschätzung der Vorinstanz, dass die 
Beschwerdeführerin die Kriterien nicht erfüllt, welche ihr gestützt auf die 
Beziehung zu den Söhnen ein Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu vermitteln 
vermöchten. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass im Fall einer 
Rückkehr der Beschwerdeführerin nach Tschechien die Beziehungen zu 
D.________ und E.________ in einem gewissen Rahmen mittels 
herkömmlicher Kommunikationsmittel und gegenseitiger Besuche weiter ge-
pflegt werden können (vgl. angefochtener Entscheid E. 6.2.6). 

6.4 Zur Diskussion steht weiter die Beziehung der Beschwerdeführerin 
zu ihrer Tochter F.________.

6.4.1 Die heute 3-jährige F.________ lebt seit Geburt (...2020) im Rahmen 
einer freiwilligen Platzierung in der Institution ... in .... Die 
Beschwerdeführerin trat am Ende der Schwangerschaft in die Institution ein, 
weil sie bis Ende September 2020 in Zürich inhaftiert und anschliessend 
ohne Obdach war (vgl. BB 3). Am 9. Dezember 2020 errichtete die KESB 
Bern für F.________ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB 
unter anderem mit dem Ziel, die Beschwerdeführerin zu unterstützen, die 
Betreuungssituation von F.________ zu begleiten und wenn nötig eine An-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 16

schlusslösung zu organisieren (vgl. Stellungnahme EG Bern vom 8.3.2021 
[act. 5] und Familienrechtliches Gutachten vom 1.5.2021 [BB 16 S. 7]). Die 
Beschwerdeführerin hielt sich bis Ende Februar 2022 zusammen mit ihrer 
Tochter auf der dortigen Mutter-Kind-Abteilung auf, zog dann zu ihrem Ehe-
mann nach .... F.________ blieb in der Institution und wechselte in eine 
Wohngruppe. In Absprache mit der KESB und der Institution betreut die Be-
schwerdeführerin ihre Tochter weiterhin stunden- bzw. tageweise. Im Verlauf 
des Jahres 2022 konnten die Besuche zusätzlich auf die Zeit von Freitag-
nachmittag bis Sonntagabend ausgedehnt werden, da die Zusammenarbeit 
mit der Beschwerdeführerin verbindlich war (vgl. BB 7 und 8). Seit März 2023 
verbüsst die Beschwerdeführerin den unbedingt zu vollziehenden Teil der 
Freiheitsstrafe in Halbgefangenschaft in einer Aussenwohngruppe der Jus-
tizvollzugsanstalt ...; das Strafende fällt auf den 17. Dezember 2023 
(act. 18A; vorne E. 5.1). Seither verbringt F.________ wieder alle Nächte in 
der Institution (BB 7). Die Beschwerdeführerin nimmt laut Vollzugsvereinba-
rung und Wochenplan an drei Wochentagen an einem Arbeitsprogramm der 
Stiftung … teil und verbringt an den zwei weiteren Wochentagen die 
Vormittage bis gegen 14:00 oder 15:00 im ... mit ihrer Tochter (vgl. act. 19A). 
Gemäss der am 21. März 2023 vor der Schlichtungsbehörde ... getroffenen 
Unterhaltsvereinbarung zwischen F.________ (vertreten durch den 
Berufsbeistand) und den Eltern wird sich die Fremdplatzierung von 
F.________ im Jahr 2024 nicht umgehend ändern. Die Beschwerdeführerin 
verpflichtete sich, ab 1. Juni 2024 monatlich Fr. 400.-- an den Unterhalt ihrer 
Tochter zu bezahlen. Zum Kindsvater H.________ wurde festgestellt, dass 
er aktuell und in absehbarer Zukunft nicht im Stande ist, ein für die 
Festlegung von Unterhaltsbeiträgen relevantes Einkommen zu erzielen (vgl. 
BB 15). 

6.4.2 Der Vater von F.________ ist der Zwillingsbruder des Ehemanns der 
Beschwerdeführerin (vorne Bst. C). H.________ wurde ebenfalls des Betäu-
bungsmittelhandels beschuldigt, der für die Beschwerdeführerin zu einer 
Freiheitsstrafe von 28 Monaten führte (vorne Bst. C); die beiden handelten 
gemeinschaftlich (vgl. act. 8A [Anklage] und 8B S. 39 ff. [Strafurteil vom 
20.9.2021]). Zum Zeitpunkt der Deliktsbegehung war die Beschwerdeführe-
rin schwanger mit F.________ (vgl. act. 8B S. 23 f.). Zu welcher Strafe 
H.________ verurteilt wurde, ist nicht aktenkundig (gegen ihn wurde ein 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 17

separates Verfahren geführt; act. 8A S. 2). Er hat gegen das Strafurteil 
Berufung eingelegt, muss nach Einschätzung des Bezirksgerichts Zürich 
aber gleichwohl mit einer mehrjährigen unbedingten Freiheitsstrafe rechnen 
(act. 8B S. 52; vgl. auch E. 6.4.1 am Schluss). Das am 11. Mai 2021 erstellte 
familienrechtliche Gutachten hält zum Kindsvater Folgendes fest: Bei ihm 
besteht eine langjährige Suchtmittelproblematik. Er konsumiert bereits seit 
dem Jugendalter Drogen und ist aufgrund von Einbruchdiebstählen und 
Drogendelikten wiederholt zu Freiheitsstrafen verurteilt worden (vgl. BB 16 
S. 14 f.). Er hat noch nie über längere Zeit ein geregeltes Leben geführt 
(vgl. BB 16 S. 28). Als das familienrechtliche Gutachten erstellt wurde, war 
der Kindsvater inhaftiert (vgl. BB 16 S. 13, 16). Die Beschwerdeführerin hat 
ihn zusammen mit F.________ im Gefängnis besucht (vgl. BB 16 S. 13 und 
17). Im Herbst 2022 habe H.________ – so die Beiständin von F.________ 
– den Wunsch geäussert, seine Tochter regelmässig zu sehen. Den ersten 
vereinbarten Termin habe er jedoch nicht eingehalten und er sei seither nicht 
wieder mit diesem Anliegen an die Beiständin gelangt (vgl. BB 7); seit 
Sommer dieses Jahres scheint sein Desinteresse am Kontakt zu 
F.________ festzustehen und möchte er offenbar die Vaterschaft anfechten 
(Protokoll der Standortsitzung im ... vom 19.7.2023 [act. 23A1]). Weil 
auszuschliessen ist, dass er aktuell und in absehbarer Zukunft im Stande ist, 
ein Einkommen zu erzielen, wurde H.________ bis auf Weiteres nicht zu 
Unterhaltszahlungen an seine Tochter verpflichtet (E. 6.4.1 hiervor). 
Hinsichtlich des Stiefvaters G.________ ist unklar, ob die Ehe mit der 
Beschwerdeführerin wieder gelebt wird (vgl. vorne E. 3.2). In Absprache mit 
der Institution ... darf der Stiefvater F.________ allein besuchen, wenn die 
Beschwerdeführerin krank oder verhindert ist (act. 23A S. 2).

6.4.3 Die Rechtsprechung zum sog. umgekehrten Familiennachzug betrifft 
üblicherweise den Fall, in dem das Kind mit dem anderen Elternteil zusam-
menlebt. Anders liegen die Dinge, wenn das Kind fremdplatziert werden 
muss und weder mit dem einen noch dem anderen Elternteil zusammenlebt. 
So können Eltern von fremdplatzierten Kindern ihre Beziehung zu diesen 
nicht frei gestalten, sondern hängt die Kontaktregelung vom Willen der Kin-
desschutzbehörde ab. Auch ist die Fremdplatzierung als Massnahme vo-
rübergehender Natur gedacht. Sie muss aufgehoben werden, sobald es die 
Umstände zulassen. Staatliche Massnahmen, welche eine Wiederzusam-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 18

menführung der Eltern und des betroffenen Kindes vereiteln oder ein Fami-
lienleben völlig ausschliessen, sollten nur in besonderen Ausnahmesituatio-
nen getroffen werden. Besondere Zurückhaltung ist angezeigt, wenn eine 
Wiedervereinigung nur mit jenem Elternteil in Frage kommt, dessen Aufent-
haltsberechtigung strittig ist. Die Anforderungen an das tadellose Verhalten 
sind diesfalls deutlich herabgesetzt. Nur ein relativ schwerer Verstoss gegen 
die öffentliche Ordnung und Sicherheit vermag gegenüber dem Anspruch 
des (Schweizer) Kindes zu überwiegen, mit einem seiner Eltern in der 
Schweiz zusammengeführt zu werden. Je schwerer die begangene Rechts-
gutsverletzung wiegt, desto eher vermag das öffentliche Interesse an einer 
Fernhaltung der Ausländerin oder des Ausländers selbst das Interesse eines 
Kindes zu überwiegen, mit diesem Elternteil hier aufwachsen zu können. 
Liegt kein entsprechendes Fehlverhalten vor, ist dem leiblichen Elternteil für 
die Dauer der Fremdplatzierung grundsätzlich ein Aufenthaltsrecht in der 
Schweiz zuzuerkennen. Dies jedenfalls sofern (1) noch Aussicht auf eine 
Rückübertragung der elterlichen Obhut besteht, die Fremdplatzierung also 
nicht endgültig ist, und (2) der betreffende Elternteil nicht in rechtsmiss-
bräuchlicher Weise zwecks Verlängerung seines Anwesenheitsrechts auf 
die Aufrechterhaltung der Kindesschutzmassnahme hinwirkt (zum Ganzen 
BGer 2C_726/2021 vom 8.6.2022 E. 4.7.2, 2C_707/2021 vom 2.2.2022 
E. 5.2 und 5.5 f., je mit weiteren Hinweisen; VGE 2020/362 vom 26.9.2022 
E. 4.3.2; vgl. auch BGer 2C_800/2018 vom 12.2.2020 E. 5 [betrifft VGE 
2018/19 vom 14.8.2018] und VGE 2021/79 vom 15.11.2021 E. 2.2).

6.4.4 H.________ hat F.________ anerkannt (BB 9). Die 
Beschwerdeführerin hat das alleinige Sorgerecht; das familienrechtliche 
Gutachten empfahl, die elterliche Sorge auch nach der 
Vaterschaftsanerkennung bis auf Weiteres bei der Kindsmutter zu belassen, 
da der Kindsvater mangels Kontakten gar keine Entscheidungsgrundlagen 
in Belangen von F.________ hat (BB 16 S. 38). Die KESB Bern hat für 
F.________ eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 errichtet (vorne 
E. 6.4.1) und darüber hinaus keine weiteren Kindesschutzmassnahmen 
angeordnet. Sie hat, worauf die EG Bern zu Recht hinweist (act. 5 S. 2 f.), 
insbesondere davon abgesehen, der Beschwerdeführerin das 
Aufenthaltsbestimmungsrecht über F.________ im Sinn von Art. 310 ZGB 
zu entziehen. Dies korrespondiert mit dem Grundsatz der Subsidiarität des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 19

zivilrechtlichen Kindesschutzes: Er greift nur, wenn die Eltern nicht von sich 
aus Abhilfe schaffen oder wenn sie dazu ausserstande sind (Art. 307 Abs. 1 
ZGB). Auch sollen zuerst die Möglichkeiten des freiwilligen Kindesschutzes 
ausgeschöpft werden, bevor zivilrechtliche Massnahmen angeordnet wer-
den (Christoph Häfeli, Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 3. Aufl. 2021, 
N. 1056). Haben die Eltern selbst bereits eine Pflegelösung getroffen, ist 
ihnen das Aufenthaltsbestimmungsrecht aufgrund des Subsidiaritätsprinzips 
nur zu entziehen, wenn dies mit Blick auf die künftige Entwicklung als erfor-
derlich erscheint, um unkontrollierte autonome Rücknahme zu verhindern 
(Peter Breitschmid, in Basler Kommentar, 7. Aufl. 2022, Art. 310 N. 3; vgl. 
auch Yvo Biderbost, in Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum 
Schweizer Privatrecht, 3. Aufl. 2016, Art. 310 N. 16). Aus der «freiwilligen» 
Platzierung kann folglich entgegen der EG Bern nicht der Schluss gezogen 
werden, die Beschwerdeführerin könne ihre Tochter jederzeit wieder zu sich 
in Obhut nehmen und mit ihr ausreisen (vgl. act. 5 S. 2 oben). Ob die KESB 
die Beschwerdeführerin gewähren lassen würde, ist nämlich fraglich: Ge-
mäss dem von der KESB in Auftrag gegebenen familienrechtlichen Gutach-
ten ist die Erziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in den Bereichen För-
derfähigkeit, Vorbildfähigkeit, Alltagsmanagement, Kooperationsbereitschaft 
und -fähigkeit sowie Bindungstoleranz mittelgradig eingeschränkt. Im Gut-
achten wird eine Vollzeit- oder Hauptbetreuung durch die Beschwerdeführe-
rin als dem Kindeswohl abträglich erachtet (BB 16 S. 33 ff.). Gemäss Ein-
schätzung der Gutachter sei die Beschwerdeführerin derzeit ungenügend in 
der Lage, mögliche Kindeswohlgefährdungen zu erkennen bzw. auf solche 
adäquat zu reagieren (BB 16 S. 35). Dazu kommt, dass Mutter und Tochter 
ausserhalb einer Institution noch nie für längere Zeit zusammengewohnt ha-
ben. Bis zum Antritt der Halbgefangenschaft nahm die Beschwerdeführerin 
ihre Tochter lediglich für einzelne Tage oder ein Wochenende zu sich; seit 
März 2023 verbringt F.________ auch alle Nächte wieder in der Institution 
(vorne E. 6.4.1). Die persönliche Situation der Beschwerdeführerin erwies 
sich in der Vergangenheit als höchst prekär. Die Beschwerdeführerin war 
zeitweise ohne festen Wohnsitz und trotz verschiedenen 
Unterstützungsmassnahmen (Sozialdienst, Beistandschaft, 
Familienbegleitung, Begleitetes Wohnen) ihren beiden Söhnen E.________ 
und D.________ während Jahren keine verlässliche Bezugsperson (vgl. 
vorne E. 5.1 und 6.3.1 f.; vgl. auch BB 16 S. 27). Ob die Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
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ihre Suchtproblematik erfolgreich überwunden hat, ist unklar (vgl. auch 
act. 8B S. 42 und BB 16 S. 12, 27 f.). Die Beschwerdeführerin wurde bei der 
Geburt von F.________ positiv auf Amphetamine getestet. Während des 
Aufenthalts auf der Mutter-Kind-Abteilung im ... bestanden laut der 
zuständigen Gruppenleiterin keine Hinweise auf Substanz- oder 
Alkoholkonsum. Im Fall einer Rückkehr nach Tschechien stünde die 
Beschwerdeführerin auch ohne Kind vor nicht unerheblichen Her-
ausforderungen (vorne E. 6.2). Ob sie in einer solch fragilen Situation in der 
Lage wäre, konstant die Hauptbetreuung für ein Kleinkind zu übernehmen 
und verlässlich für dessen Wohl zu sorgen, liegt mit Blick auf ihre Biografie 
nicht auf der Hand. Unter diesen Umständen wäre nach derzeitigem Stand 
eine Ausreise von F.________ mit ihrer Mutter mit den Kindesinteressen 
kaum zu vereinbaren.

6.4.5 Für einen Verbleib der Beschwerdeführerin in der Schweiz spricht 
demgegenüber Folgendes: Sie ist die einzige elterliche Bezugsperson von 
F.________. Zum Kindsvater, der zeitweise inhaftiert war und offenbar mit 
einer mehrjährigen Freiheitsstrafe rechnen muss, besteht derzeit kein 
Kontakt. Als hauptbetreuender Elternteil kommt er zumindest mittelfristig 
nicht in Frage. Vergleichbares gilt für den Ehemann der Beschwerdeführerin. 
Als Stiefvater ist er nicht sorgeberechtigt und es besteht kein Besuchsrecht 
im zivilrechtlichen Sinn (vgl. vorne E. 6.4.2). Anders als ihre Halbgeschwister 
D.________ und E.________ kann F.________ folglich nicht auf eine 
tragfähige Beziehung zum anderen Elternteil zurückgreifen. Die 
Beschwerdeführerin stellt für F.________ die primäre Bezugsperson dar. 
Zwischen Mutter und Tochter konnte sich eine tragfähige emotionale 
Beziehung entwickeln, die räumlich und zeitlich Bestand hat. Das 
familienrechtliche Gutachten beschreibt die Beziehung zwischen den beiden 
von viel Liebe, Zuwendung und körperlicher Nähe geprägt. Diese Beziehung 
stelle – so das Gutachten – derzeit den grössten Schutzfaktor im Leben von 
F.________ dar (vgl. BB 16 S. 25 f., 38 f.). Das Gutachten empfiehlt, die 
Beziehung durch häufige und kontinuierliche Kontakte weiter zu stärken 
(BB 16 S. 33 f.). Die Gutachter sehen weiter das Potenzial, dass sich die 
Beschwerdeführerin in erzieherischer Hinsicht positiv verändert und mittel- 
bis langfristig die erzieherische Hauptverantwortung für F.________ 
übernehmen kann (BB 16 S. 33). Gemäss den im verwaltungsgerichtlichen 

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Seite 21

Verfahren eingeholten Unterlagen bemüht sich die Beschwerdeführerin um 
die Tochter. Sie hält – anders als früher – Termine ein und wird als 
zuverlässig und kooperativ beschrieben (vgl. BB 6 und 7). Die enge und 
liebevolle Beziehung zwischen Mutter und Tochter konnte nach Antritt der 
Halbgefangenschaft aufrechterhalten werden. An der Standortsitzung vom 
19. Juli 2023 mit der Beiständin, einer Betreuerin von F.________ und der 
sozialpädagogischen Leiterin der Wohngruppe äusserte sich die 
Beschwerdeführerin dahingehend, dass sie sich seit dem Eintritt in ... 
persönlich weiterentwickelt habe und dank der klaren Tagesstruktur Termine 
und organisatorische Dinge besser planen und einhalten könne. Die 
Beiständin von F.________ bestätigte, dass die Beschwerdeführerin die 
Situation sehr gut gemeistert und sich an die Auflagen und Regeln gehalten 
habe. Da die Beschwerdeführerin die vereinbarten Besuchszeiten gut 
einhält, ist eine Ausweitung der Besuchszeiten geplant (angedacht sind 
Mittwoch und Samstag). Die Beschwerdeführerin möchte ihre Tochter nach 
Beendigung des Strafvollzugs wieder zu sich nehmen. Dieser Übergang soll 
gemäss den anwesenden Fachpersonen schrittweise und mit 
Familienbegleitung gestaltet werden (vgl. act. 23A1 S. 2). Somit ist denkbar, 
dass die elterliche Obhut wieder auf die Beschwerdeführerin übertragen 
werden kann. Eine Ausreise gemeinsam mit F.________ fällt weiterhin 
ausser Betracht (vorne E. 6.4.4).

6.5 Bei dieser Sachlage hat das Interesse von F.________ am Verbleib 
der Mutter in der Schweiz ein sehr hohes Gewicht. Von Belang ist auch das 
Interesse der Beschwerdeführerin, ihre Beziehung zu F.________ weiterhin 
zu pflegen und die Kontakte zu den weiteren Familienmitgliedern 
aufrechtzuerhalten; der Privatlebensschutz verleiht ihrem Bleibeinteresse 
angesichts der misslungenen Integration indes kein zusätzliches Gewicht.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
Seite 22

7.

7.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interes-
sen ergibt Folgendes:

Die Beschwerdeführerin hat seit 2012 mit einem Gesamtbetrag von über 
Fr. 300ʹ000.-- erheblich Sozialhilfe bezogen (vorne E. 3.3.2). Hinzu kommen 
Schulden mit offenen Verlustscheinen in beträchtlicher Höhe sowie wieder-
holte Delinquenz. Die Verwarnung im Jahr 2017 (vorne E. 5.1) hat offenkun-
dig keine Wirkung gezeigt. Trotz grundsätzlicher Arbeitsfähigkeit ging die Be-
schwerdeführerin nie einer Erwerbstätigkeit nach. Eine Loslösung von der 
Sozialhilfe erscheint derzeit wenig wahrscheinlich (vorne E. 5.1). Insoweit 
und mit Blick auf die weiteren negativen Faktoren (Verschuldung und Delin-
quenz; E. 5.2) besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an der Entfer-
nungsmassnahme (E. 5.3). Allerdings fallen hier die Interessen der heute 3-
jährigen Tochter der Beschwerdeführerin wesentlich ins Gewicht. Das Kin-
desinteresse ist zurzeit höher zu bewerten als die gegenläufigen öffentlichen 
Interessen. F.________ lebt seit Geburt in einer Institution, anfänglich 
zusammen mit ihrer Mutter; seit Anfang des Jahres 2022 ist sie dort freiwillig 
platziert. Die Beschwerdeführerin besucht ihre Tochter regelmässig, seit 
März 2023 (Halbgefangenschaft) verbringt sie an zwei Wochentagen 6-7 
Stunden mit ihr. Zwischen den beiden besteht eine enge und tragfähige 
Beziehung. Der Kindsvater hat dagegen keinen Kontakt zu seiner Tochter 
(vgl. vorne E. 6.4.2 und 6.4.5). Die Beschwerdeführerin ist derzeit die einzige 
verlässliche elterliche Bezugsperson von F.________. Es ist denkbar, dass 
sie ihre Tochter wieder zu sich nehmen kann (vgl. vorne E. 6.4.5). Eine 
gemeinsame Ausreise von Mutter und Tochter nach Tschechien ist 
gegenwärtig keine Option (vorne E. 6.4.4). Würde der Beschwerdeführerin 
der weitere Aufenthalt in der Schweiz verweigert, würde ihr und der Tochter 
faktisch die Chance auf die Weiterführung der Beziehung und eine spätere 
Zusammenführung genommen. Das Erfordernis des weitgehend tadellosen 
Verhaltens muss in dieser Konstellation stark relativiert werden. Die 
Entfernungsmassnahme käme zur Unzeit. 

7.2 Die Beschwerde ist demnach insofern begründet, als die Nichtverlän-
gerung des Aufenthalts der Beschwerdeführerin unverhältnismässig ist auf 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
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der Grundlage des Sachverhalts, wie er sich im verwaltungsgerichtlichen 
Verfahren erwiesen hat. 

Ist eine Massnahme begründet, aber den Umständen nicht angemessen, so 
kann die betroffene Person unter Androhung dieser Massnahme verwarnt 
werden (Art. 96 Abs. 2 AIG). Dies erscheint hier angezeigt: Für die Erteilung 
der Aufenthaltsbewilligung ist das Kindesinteresse von F.________ 
ausschlaggebend. Sollten sich in dieser Hinsicht wesentliche Änderungen 
ergeben, ist eine Überprüfung der ausländerrechtlichen Situation nicht 
ausgeschlossen. Die Beschwerdeführerin ist zudem angehalten, die ihr 
geleisteten Hilfestellungen und Auflagen (insb. Therapie) verantwortungsvoll 
zu nutzen, sich nach Beendigung des Strafvollzugs mit allen Kräften um 
beruflich-wirtschaftliche Integration zu bemühen und sich nicht weiter zu 
verschulden. Sollte die Beschwerdeführerin sich nicht signifikant und 
nachhaltig zum Positiven entwickeln können oder inskünftig erneut 
namentlich deliktisch zu schweren Klagen Anlass geben, könnte sie nicht mit 
einer weiteren Chance rechnen. Eine ausländerrechtliche 
Entfernungsmassnahme (oder eine Landesverweisung) wäre diesfalls nicht 
ausgeschlossen. 

8.

Die Beschwerde erweist sich somit in der Hauptsache (Nichtverlängerung 
der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung) als begründet und ist unter 
Aufhebung von Ziff. 1 und 2 des angefochtenen Entscheids teilweise gutzu-
heissen. Die Akten sind der EG Bern (EMF) zu übermitteln, damit diese der 
Beschwerdeführerin eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Des Weiteren ist die 
Beschwerdeführerin förmlich im Sinn der Erwägungen (E. 7.2) zu verwarnen.

9.

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Verfahrens 
vor dem Verwaltungsgericht wie folgt zu verlegen:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
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9.1.1 In der Hauptsache obsiegt die Beschwerdeführerin. Soweit sie zu ver-
warnen ist, gilt sie als unterliegend (Unterliegerprinzip gemäss Art. 108 
Abs. 1 und 3 VRPG; z.B. VGE 2019/296 vom 29.3.2022 E. 3.1; s. auch 
BGer 2C_816/2020 vom 18.5.2021 E. 3.4.1 f.). 

9.1.2 Es rechtfertigt sich praxisgemäss, von einem Obsiegen zu drei Vier-
teln auszugehen (zuletzt VGE 2020/216 vom 23.12.2022 E. 11.1). In diesem 
Umfang sind für das verwaltungsgerichtliche Verfahren keine Kosten zu er-
heben (Art. 108 Abs. 1 und 2 VRPG) und hat die Beschwerdeführerin An-
spruch auf (vollen) Ersatz ihrer Parteikosten (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 
Abs. 1 VRPG; BVR 2002 S. 526 E. 5b). Die mit Zwischenverfügung bewil-
ligte unentgeltliche Rechtspflege (act. 19; vorne Bst. C) wird insoweit gegen-
standslos (Art. 39 Abs. 1 VRPG). Das Honorar gemäss Kostennote vom 
14. November 2023 (act. 23A2) erscheint im Licht der massgebenden Krite-
rien von Art. 104 Abs. 1 VRPG i.V.m. Art. 41 Abs. 3 KAG sowie Art. 11 
Abs. 1 PKV als hoch, aber gerade noch angemessen. Der tarifmässige Par-
teikostenersatz ist entsprechend auf Fr. 6ʹ500.--, zuzüglich Fr. 259.20 Aus-
lagen und Fr. 520.45 MWSt (7,7 % von Fr. 6ʹ759.20), insgesamt 
Fr. 7ʹ279.65, festzusetzen. Davon hat der Kanton Bern der Beschwerdefüh-
rerin drei Viertel, ausmachend Fr. 5ʹ459.75, zu ersetzen.

9.1.3 Soweit die Beschwerdeführerin unterliegt (zu einem Viertel), hat sie 
die Verfahrenskosten und ihre Parteikosten grundsätzlich selbst zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 und 3 VRPG). Ihr wurde jedoch die unentgeltliche Rechts-
pflege gewährt (act. 19; vorne Bst. C). Die der Beschwerdeführerin zu einem 
Viertel aufzuerlegenden Verfahrenskosten sind demnach vorläufig vom Kan-
ton Bern zu tragen. Bei einem massgeblichen Zeitaufwand von 26 Stunden 
ist die amtliche Entschädigung auf Fr. 5ʹ200.-- (26 Std. x Fr. 200.--), zuzüg-
lich Fr. 259.20 Auslagen und Fr. 420.40 MWSt (7,7 % von Fr 5ʹ459.20), ins-
gesamt Fr. 5ʹ879.60, festzusetzen. Die Entschädigung ist dem Rechtsvertre-
ter zu einem Viertel, ausmachend Fr. 1ʹ469.90 (inkl. Auslagen und MWSt), 
zu vergüten. Der Rechtsvertreter ist vorerst aus der Gerichtskasse zu ent-
schädigen. Die Beschwerdeführerin ist gegenüber dem Kanton bzw. dem 
Rechtsvertreter zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist 
(Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 42a Abs. 2 KAG und Art. 123 ZPO).

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9.2 Zu prüfen bleibt, wie die Kosten des vorinstanzlichen Beschwerde-
verfahrens zu verlegen sind:

9.2.1 Die im vorinstanzlichen Verfahren entstandenen Kosten sind im All-
gemeinen nach dem Prozessergebnis vor dem Verwaltungsgericht zu verle-
gen. Hingegen ist nach ständiger Rechtsprechung im Fall des Obsiegens im 
verwaltungsgerichtlichen Verfahren für die Verlegung der vorinstanzlichen 
Kosten dann nicht von einem Obsiegen auszugehen, wenn der angefoch-
tene Beschwerdeentscheid aufgrund der seinerzeitigen Verhältnisse korrekt 
war (vgl. BVR 2008 S. 193 E. 9.2; VGE 2015/349 vom 21.3.2017 E. 5 mit 
präzisierter Begründung; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 7 und 35).

9.2.2 Zur (teilweisen) Gutheissung der Beschwerde führt einzig das Inte-
resse der jüngsten fremdplatzierten Tochter an der Beibehaltung des engen 
persönlichen Kontakts zu ihrer Mutter, welche ihre einzige elterliche Bezugs-
person ist. Die Beschwerdeführerin informierte die Vorinstanz allerdings we-
der über ihre Schwangerschaft noch über die Geburt ihrer Tochter im Okto-
ber 2020. Dazu wäre sie aufgrund der Mitwirkungspflicht (Art. 90 Bst. a und 
b AIG) verpflichtet gewesen. Für die Verlegung der Kosten im vorinstanzli-
chen Beschwerdeverfahren ist vor diesem Hintergrund nicht vom (teilweisen) 
Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen, weil der angefochtene Ent-
scheid nach den seinerzeitigen Verhältnisse korrekt war. Die vorinstanzliche 
Kosten- und Entschädigungsregelung (Ziff. 3-6 des angefochtenen Ent-
scheids) bleibt daher nach dem Unterliegerprinzip (Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG) unverändert.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Ziff. 1 und 2 des Entscheids 
der Sicherheitsdirektion des Kantons Bern vom 8. Januar 2021 werden 
aufgehoben. Die Akten gehen an die Einwohnergemeinde Bern, Einwoh-
nerdienste, Migration und Fremdenpolizei, zur Erteilung einer Aufenthalts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 08.12.2023, Nr. 100.2021.32U, 
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bewilligung an die Beschwerdeführerin. Im Übrigen wird die Beschwerde 
abgewiesen. 

2. Die Beschwerdeführerin wird förmlich im Sinn der Erwägungen verwarnt.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ000.--, werden der Beschwerdeführerin zu 
einem Viertel, ausmachend Fr. 750.--, auferlegt. Die restlichen Verfah-
renskosten werden nicht erhoben. Die der Beschwerdeführerin auferleg-
ten Verfahrenskosten trägt vorerst der Kanton Bern. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin. 

4. a) Der Kanton Bern (Sicherheitsdirektion) hat der Beschwerdeführerin für 
das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die Parteikosten, festge-
setzt auf Fr. 7ʹ279.65 (inkl. Auslagen und MWSt), zu drei Vierteln, aus-
machend Fr. 5ʹ459.75 (inkl. Auslagen und MWSt), zu ersetzen.

b) Im Umfang von einem Viertel wird Rechtsanwalt ..., Bern, für dieses 
Verfahren aus der Gerichtskasse eine Entschädigung von Fr. 1ʹ469.90 
(inkl. Auslagen und MWSt) vergütet. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin.

5. Die Kostenverlegung gemäss Ziff. 3-6 des Entscheids der Sicherheits-
direktion des Kantons Bern vom 8. Januar 2021 bleibt unverändert.

6. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern, Einwohnerdienste, Migration und 

Fremdenpolizei 
- Amt für Bevölkerungsdienste des Kantons Bern, Migrationsdienst
- Staatssekretariat für Migration 

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und mitzuteilen:
- Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bern
- Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern
- Sozialdirektion der Stadt I.________
- Amt für Justizvollzug, Bewährungs- und Vollzugsdienste

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.