# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2b37c0bb-9269-5937-82c2-a18793619d10
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.12.2010 E-2914/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2914-2010_2010-12-07.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2914/2010/rim
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  D e z e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker;
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______,
Syrien,
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 23. März 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-2914/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge  am 15. Novem-
ber 2007 das Heimatland über die syrisch-türkische Grenze zu Fuss 
verliess, sich in der Türkei am 4. März 2008 aufhielt und darauf über  
unbekannte Länder am 11. März 2008 in die Schweiz einreiste, wo er 
gleichentags ein Asylgesuch stellte,

dass er vom BFM am 3. April 2008 im Transitzentrum Altstätten sum-
marisch zu den Personalien und Ausreisegründen und, nach Zuteilung 
zum Kanton C._______ als Aufenthaltskanton, am 13. November 2008 
(Abbruch wegen Verständigungsschwierigkeiten mit der türkisch-kurdi-
schen Dolmetscherin) respektive am 24. Juli 2009 zu den Asylgründen 
angehört wurde, 

dass er am 13. November 2008 eine undatierte und nicht unterschrie -
bene Bestätigung der Organisation "Kurdische Demokratische Progres-
sive Partei in Syrien, Schweizerische Organisation" (Partîya Demoqratî 
Pêsverû Ya Kurd Li  Sûryê,  Rêxistina Siwîsra) einreichte,  welche ihm 
am 8. Juli 2010 (Datum des Poststempels) zugestellt worden war.

dass er im Wesentlichen in den Anhörungen geltend machte, syrischer 
Kurde zu sein und aus der Region (...) zu stammen, 

dass  er  als  Sympathisant  der  Progressiven  Syrischen  Partei  (Hizb 
Taqadummi Fi Syria) an deren Sitzungen teilgenommen und bei Tätig-
keiten wie dem Verteilen von Zeitungen und der Vorbereitung von An-
lässen mitgewirkt habe,

dass  er  beispielsweise  während  einer  Demonstration  die  kurdische 
Flagge getragen und "es lebe Kurdistan" gerufen habe,

dass (...),

dass er einen Tag nach den gewalttätigen Ereignissen in (...) vom (...)  
2004 an einer Kundgebung in (...) teilgenommen habe,

dass er drei bis vier Wochen später von Angehörigen des politischen 
Sicherheitsdienstes (Amen al-Siyasi) zu Hause verhaftet und nach kur-
zen Transitaufenthalten letztlich nach Damaskus überstellt worden sei, 
wo er (...) misshandelt worden sei,

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dass er nach (...) ins Gefängnis (...) verlegt worden sei, wo er während 
(...) Tagen misshandelt worden sei, 

dass  er  anschliessend  unter  einer  Brücke  in  Damaskus  ausgesetzt 
worden und nach Hause zurückgekehrt sei,

dass er in der Folge alle drei bis vier Monate bis zum (...) 2007 von 
Angehörigen  der  Staatssicherheit  (Amen  al-Dawla)  oder  Mitgliedern 
des  politischen  Sicherheitsdienstes  (Amen  al-Siyasi)  mitgenommen, 
vorgeladen und zur Mitarbeit aufgefordert worden sei,

dass er am (...) 2007 in (...) demonstriert habe und dabei offenbar von 
Angehörigen des Nachrichtendienstes erkannt worden sei, weil er vom 
(...)  erfahren  habe,  dass  ihn  die  Behörde  anschliessend  zu  Hause 
gesucht habe,

dass er sich deshalb bei (...) aufgehalten habe,

dass ihn der (...) zur türkisch-syrischen Grenze gebracht habe, die er 
am (...) 2007 illegal überquert habe,

dass er nach einem längeren Aufenthalt in der Türkei in die Schweiz 
gereist sei, 

dass  er  an Parteisitzungen und Kundgebungen der  schweizerischen 
Sektion der (...)-Partei teilgenommen habe,

dass bezüglich weiterer Einzelheiten auf die Protokolle bei den Akten 
zu verweisen ist,

dass das BFM am 3. August 2009 die Schweizerische Vertretung in Da-
maskus mit Abklärungen beauftragte, welche mit Schreiben vom 6. Ja-
nuar 2010 mitteilte, gemäss Abklärung des von der Botschaft  beauf-
tragten Rechtsanwalts habe der Beschwerdeführer mit seinem (...) in 
(...)  ausgestellten  syrischen  Reisepass  Nr. (...)  sein  Heimatland  am 
(...) 2008 über den Flughafen von (...) verlassen,

dass das BFM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Februar 
2010 Gelegenheit gab, zur Botschaftsantwort Stellung zu nehmen,

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 11. Februar 2010 die 
Offenlegung  aller  Aktenstücke  des  Verfahrens,  die  Bekanntgabe  der 
Vorgehensweise der Schweizerischen Botschaft und deren Unterlagen 
sowie  die  Bekanntgabe  der  Einschätzung  der  Abklärungsresultate 

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durch  das  BFM und  diverse  Präzisierungen  forderte,  andernfalls  es 
ihm unmöglich erscheine, fundiert Stellung zu nehmen,

dass er gleichzeitig um Erstreckung der Frist für eine Stellungnahme 
nachsuchte, falls das BFM den vorstehenden Antrag ablehnen würde,

dass das BFM die Anträge des Beschwerdeführers auf Einsicht in die 
Verfahrensakten vom 11. Februar 2010 und auf weitere Auskünfte mit 
Schreiben vom 17. Februar 2010 ablehnte und ihm die Frist für eine 
Stellungnahme bis 26. Februar 2010 erstreckte,

dass seine Stellungnahme vom 26. Februar 2010 datiert,

dass der (...) dem BFM am 29. Juli 2009 nach Aktenstudium mitteilte, 
nichts Staatsschutzrelevantes festgestellt zu haben,

dass das BFM das Asylgesuch vom 11. März 2010 mit Verfügung vom 
23. März 2010 – eröffnet am 25. März 2010 – abwies, die Wegweisung 
aus der Schweiz verfügte und den Vollzug anordnete, 

dass mit Eingabe vom 26. April 2010 beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde gegen diese BFM-Verfügung erhoben wurde, 

dass in der Beschwerde beantragt wurde, es sei 
– Einsicht in die Akten A8, A10, A11 und A17 zu gewähren (Antrag 1),
– eventualiter dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zum Inhalt 

der Akten A8, A10, A11 und A17 zu gewähren (Antrag 2),
– dem Beschwerdeführer nach vollumfänglicher Einsicht in die entspre-

chenden  Akten  beziehungsweise  entsprechender  Gewährung  des 
rechtlichen Gehörs  eine  angemessene  Frist  zur  Einreichung einer 
Beschwerdeergänzung anzusetzen (Antrag 3),

– die Verfügung des BFM vom 23. März 2010 aufzuheben, zur rechts-
genüglichen Abklärung und Feststellung des Sachverhalts  und zur 
Neubeurteilung zurückzuweisen (Antrag 4),

– eventualiter die Verfügung des BFM vom 23. März 2010 aufzuheben 
und dem Beschwerdeführer Asyl zu gewähren (Antrag 5),

– eventualiter die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers anzu-
erkennen und die vorläufige Aufnahme anzuordnen (Antrag 6),

– eventualiter die Verfügung vom 23. März 2010 aufzuheben und die 
Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen (Antrag 7),

– eventualiter die Verfügung vom 23. März 2010 aufzuheben und die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen (Antrag 8),

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– dem Rechtsvertreter  vor  der  Gutheissung  der  Beschwerde  bezie-
hungsweise einem anderen Endentscheid  eine angemessene Frist 
zur Einreichung einer Kostennote zur Bestimmung der Parteientschä-
digung einzuräumen (Antrag 9),

– im Falle eines negativen Ausgangs des Verfahrens im Asyl- oder im 
Wegweisungspunkt dem Beschwerdeführer eine angemessene Frist 
zur  Einreichung  eines  Arztberichtes  eines  Spezialisten  (...)  zu 
gewähren (Antrag 10), 

dass der Beschwerdeführer mit der Beschwerde eine Vielzahl von Be-
weismitteln einreichte und für  weitere Einzelheiten zu diesen Beweis-
mitteln auf die Akten zu verweisen ist, 

dass  das Bundesverwaltungsgericht  am 28. April  2010 den Eingang 
der Beschwerde der Vollzugsbehörde anzeigte,

dass der Beschwerdeführer am 9. Juni 2010 eine Beschwerdeergän-
zung nachreichte, worin er erneut um Ansetzung einer Frist zur Ein-
reichung eines Arztberichts ersuchte,

dass er mit Schreiben vom 18. Juli 2010 den Arztbericht eines (...) vom 
24. Juni 2010 einreichte,

dass  der Instruktionsrichter mit Zwischenverfügung vom 23. Juli 2010 
das  Akteneinsichtsgesuch im gesetzlich zulässigen Umfang in Bezug 
auf  die Aktenstücke  A8, A10 und A11 guthiess, den Antrag auf Ein-
sicht in die Akte  A17 und die Anträge auf Fristansetzungen zur Ein-
reichung  einer  Beschwerdeergänzung,  zur  Einreichung  eines  ärztli -
chen Zeugnisses und  einer  Honorarnote  abwies, und  einen  Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 600.– erhob mit  der Begründung, die 
Prüfung der Akten und Beweismittel habe die mutmassliche Aussichts-
losigkeit der Beschwerdeanträge ergeben, 

dass zugleich die Behandlung der übrigen Anträge auf einen späteren 
Termin verschoben wurde,

dass der mit Zwischenverfügung vom 23. Juli 2010 geforderte Kosten-
vorschuss am 5. August 2010 geleistet wurde,

dass der Beschwerdeführer mit  Schreiben vom 9. August  2010 aus-
führen liess, mit dem eingereichten Bestätigungsschreiben der Partei 
sei seine exilpolitische Tätigkeit bewiesen,

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG, SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 des Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31]  i.V.m.  Art. 31-33  des  Ver-
waltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 
Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass  sich  das  Verfahren  nach  dem  VwVG richtet,  soweit  das  VGG 
nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG), 

dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  einzu-
treten ist  (Art. 108 Abs. 1 AsylG sowie Art.  105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und 52 Abs. 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1 AsylG), wobei als Flüchtling eine ausländische Person anerkannt 
wird, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnte,  

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wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit  zu einer be-
stimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen 
ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete  Furcht  hat, 
solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf  ge-
fälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass das BFM zu den Einwänden des Beschwerdeführers in  Bezug 
auf den rechtlichen Gehörsanspruch ausführte, die Akteneinsicht wer-
de regelmässig erst nach Abschluss der Untersuchungen gewährt,

dass es zur Begründung der Gesuchsablehnung im Wesentlichen aus-
führte, erhebliche Punkte der Asylbegründung würden den Tatsachen, 
der allgemeinen Erfahrung und der Logik des Handelns widersprechen 
und seien realitätsfremd und unsubstanziiert geschildert worden, 

dass die Schilderungen des Beschwerdeführers über seine Verhaftung 
und die Haftmodalitäten keine Realkennzeichen enthalten würden und 
keine persönliche Betroffenheit des Beschwerdeführers erkennbar sei, 
weshalb  seine  Behauptungen,  namentlich  bezüglich  Haftdauer  ohne 
Einleitung eines Strafverfahrens, kaum zutreffen dürften, zumal  auch 
der  immense  Aufwand,  den  die  Sicherheitsorgane  betrieben  haben 
sollen, weder deren Vorgehensmuster entspreche noch zweckmässig 
gewesen sei,

dass  die  Ausreise  des  Beschwerdeführers  aus  Syrien  aufgrund  der 
Botschaftsabklärung  legal  und  unter  Vorweisen  seines  Reisepasses 
erfolgt sein müsse, was es sehr unwahrscheinlich mache, dass er sei -
tens der heimatlichen Behörden gesucht worden sei,

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dass die geltend gemachten exilpolitischen Aktivitäten des Beschwer-
deführers nicht  von einer  Qualität  seien,  die zu einer konkreten Ge-
fährdung bei einer Rückreise nach Syrien führen, 

dass  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  somit  unglaubhaft  seien, 
weshalb er die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und das Asylgesuch 
abzulehnen sei,

dass  bezüglich  der  Einzelheiten  auf  die  angefochtene  Verfügung 
verwiesen wird, 

dass  in  der  Beschwerde  und  den  späteren  Ergänzungen  vorab  die 
Aktenführungs-  und  Akteneditionspraxis  des  BFM  beanstandet,  die 
Verletzung seiner Untersuchungs- und Begründungspflicht behauptet, 
eine nicht  genügende Beachtung der  Verhältnismässigkeit  sowie der 
Angaben,  Anträge  und  Beweismittel  gerügt  sowie  eine  sich  auf 
Mutmassungen bewegende Begründung kritisiert werden,

dass das BFM nicht aufgezeigt habe, wie die Botschaftsresultate kon-
kret zustande gekommen sind, und die Abklärungen der Botschaft ob-
jektive Nachfluchtgründe geschaffen habe,

dass in materieller Hinsicht keine erheblichen Unglaubhaftigkeitsmerk-
male in den Angaben des Beschwerdeführers erkennbar seien, die Vor-
halte des BFM somit ungerechtfertigt seien und zudem von unrealisti -
schen Einschätzungen des BFM zeugten, 

dass der Beschwerdeführer seine Gründe glaubhaft  und nachvollzieh-
bar dargelegt habe,

dass das Bundesverwaltungsgericht die Kritik an der Verfahrensführung 
der Vorinstanz als unangebracht betrachtet,

dass der Gehörsanspruch des Beschwerdeführers vom BFM nicht  in 
einer zur Kassation der angefochtenen Verfügung führenden oder un-
zulässigen  Weise  eingeschränkt  hat,  zumal  ihm  aus  Gründen  des 
öffentlichen Interesses an der Geheimhaltung und zum Schutz der bei 
den Abklärungen involvierten Personen das in  seinem Fall  gewählte 
Vorgehen der Botschaft nicht im Detail zu schildern ist und es sich von 
selbst  versteht,  dass die Botschaft  sensible Informationen über  aus-
gewählte Vertrauenspersonen beschaffen muss,

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dass  die  auf  Beschwerdestufe erkannten formellen  Mängel  nach er-
folgter  Heilung (vgl. Zwischenverfügung vom 23. Juli  2010 und Stel -
lungnahme vom 9. August 2010) gegenstandslos geworden sind,

dass  nach  Durchsicht  aller  Behauptungen  und  Beweismittel  keine 
stichhaltigen Hinweise erkennbar  sind,  die darauf  schliessen lassen, 
dass die Botschaftsabklärungen mängelbehaftet sind, 

dass  vielmehr  festzuhalten  ist,  dass  der  für  den  Ausgang  des  Ver-
fahrens  erhebliche  Sachverhalt  hinreichend  erfasst  wurde  und  das 
BFM  die  entscheidwesentlichen  Aspekte  im  Endergebnis  in  einer 
rechtsgenüglichen Weise gewürdigt  hat,  weshalb  der  Rückweisungs-
antrag abzuweisen ist,

dass auch in materieller Hinsicht die in der Beschwerdeschrift vorge-
brachten Argumente zu verwerfen ist und die angefochtene Verfügung 
als rechtens erscheint,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  nach  der  Demonstration  vom  (...) 
2007 während fünf Monaten offenbar unbehelligt in Syrien aufgehalten 
hat, weshalb er in den Anhörungen in Erklärungsnotstand geraten sein 
dürfte,  als  er  sich  über  Zeitpunkt  und  Art  der  Ausreise  zu  erklären 
hatte,

dass er  – im Gegensatz zu seinen Behauptungen  – Syrien mit  dem 
Flugzeug und unter Benutzung seines Passes verlassen hat und sich 
demzufolge in diesem Zeitpunkt nicht mehr verfolgt gefühlt haben wird, 
da kaum ein von den syrischen Behörden tatsächlich Verfolgter unter 
eigener Identität eine Ausreise über den streng kontrollierten Flugha-
fen von Damaskus wagen würde, 

dass  die  protokollierten  Aussagen  auch  weitgehend  von  einem auf-
fälligen Mangel an so genannten Realkennzeichen geprägt sind, wes-
halb der Eindruck einer erfundenen Geschichte noch verstärkt wird, 

dass somit der Beschwerdeführer nach der Demonstration von keiner 
Verfolgung betroffen war,

dass die behaupteten exilpolitischen Betätigungen, welche mit zahlrei -
chen Dokumenten und Fotos belegt werden, keine für die Entstehung 
der  Flüchtlingseigenschaft  relevanten  subjektiven  Nachfluchtgründe 
darstellen, da in Übereinstimmung mit der vorinstanzlichen Argumen-
tation keine hervorragende Stellung des Beschwerdeführers erkennbar 

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ist, welche ihn in den Augen der heimatlichen Behörden zu einem be-
deutsamen und ernstzunehmenden Regimegegner machen würde,

dass demzufolge kein Grund zur Annahme besteht, es drohe ihm nach 
einer Rückkehr nach Syrien Verfolgung, 

dass es sich erübrigt, auf die weiteren Vorbringen und Anträge in der 
Beschwerde, den Ergänzungen und deren Beilagen und die weiteren 
Beweismittel  einzugehen, da sie an der Würdigung des vorliegenden 
Sachverhalts  nichts  zu  ändern  vermögen,  und  zur  Vermeidung  von 
Wiederholungen in Bezug auf die Ungereimtheiten und die Beurteilung 
der  Beweismittel  auf  die  überzeugenden  Erwägungen  in  der  ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  es  dem Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die  Flüchtlings-
eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, wes-
halb das BFM das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung 
aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der 
Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  auch  kein  An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht, weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen steht  und 
demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche 
Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie 
sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls 
wenigstens glaubhaft zu machen, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person zur Ausreise in ein Land gezwungen werden darf, in 
dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art.  3 
Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in 
ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 
Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung dieser massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist,  da es dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Ge-
fährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen,  weshalb  das  in 
Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refou-
lements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet und keine 
konkreten Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der Beschwerdeführer erstmals in der Beschwerdeschrift gesund-
heitliche Probleme geltend macht, welche in einem fachärztlichen Be-
richt vom 24. Juni 2010 als (...) diagnostiziert worden sind,

dass er in der ersten Anhörung die Frage, ob nach den angeblich er-
littenen Misshandlungen eine ärztliche Behandlung notwendig gewor-
den sei  und es  noch  andere Gründe gegeben  habe,  Syrien zu ver-
lassen, verneinte und keinen Hinweis auf ein (...)leiden gab (A1 S. 5),  
und auch anlässlich der Anhörung vom 24. Juli 2009, also nach ärzt-
lichem Erkennen des (...), sich auf die Antwort beschränkte, er habe 
nach den angeblichen Misshandlungen den Gang zum Arzt nicht als 
notwendig  empfunden (A13 F60),  ohne auf  seine mittlerweile  in  der 
Schweiz erfolgten ärztlichen Kontrollen hinzuweisen,

dass der festgestellte (...)fehler gemäss ärztlichem Bericht nicht ope-
rierbar ist, zurzeit keine medikamentöse Therapie nötig ist und ledig-
lich  eine  jährliche  Grippeimpfung,  eine  (...)-Impfung,  (...),  gute 
Dentalhygiene und Prophylaxe zur Vermeidung einer Entzündung (...) 
sowie eine Kontrolle in sechs Monaten empfohlen wird,

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dass damit  kein erhebliches Gesundheitsrisiko  für  den Patienten er-
kennbar ist, das einem Wegweisungsvollzug entgegenstehen könnte,

dass es sich beim Beschwerdeführer zudem um eine Person mit Er-
fahrungen  im  (...)bereich  (A13  F16)  und  einem  intakten,  breit 
gefächerten Beziehungsnetz im Heimatstaat handelt, was ihm bei der 
Rückkehr in sein Heimatland von Nutzen sein wird,

dass somit weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat 
des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine glaubhafte 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  und  es  dem Beschwerdeführer,  der  eine 
syrische Identitätskarte abgegeben hat und wohl auch noch über sei-
nen für die Ausreise benutzten Reisepass verfügt, obliegt, bei der Be-
schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den  rechtserheb-
lichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten des Beschwer-
deverfahrens von Fr. 600.– (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 
2008 über  die  Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzu-
erlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG)  und  mit  dem  am  5.  August  2010 
geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen sind. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem am 5. August 2010 geleisteten Kostenvorschuss 
in derselben Höhe verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, das 
BFM und die zuständige kantonale Migrationsbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Stöckli Thomas Hardegger

Versand:

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