# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f525488-53fb-5b16-9693-51ebc861e43d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.03.2025 200 2024 450
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-450_2025-03-19.pdf

## Full Text

UV 200 2024 450 publiziert in BVR S. 336
FUE/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. März 2025

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichterin Mauerhofer 
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar B.________
Beschwerdeführer

gegen

Visana Versicherungen AG  
Leistungszentrum UVG, Weltpoststrasse 19, Postfach 253, 3000 Bern 16
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Mai 2024 (Unfall-Nr.: …)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-2-

Sachverhalt:

A.

Der 1970 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Visana Versicherungen AG (Visana bzw. 
Beschwerdegegnerin) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung UVG wurde er 
am ... … 2022 in …, während dem Motorradfahren von einem weiteren 
Motorradfahrer erfasst und erlitt dabei einen Bruch des linken Unterschen-
kels, des linken Handgelenks und der linken Schulter (Akten der Visana 
[act. II] 1). Die Visana erbrachte die gesetzlichen Unfallversicherungsleis-
tungen (Heilbehandlung und Taggeld; vgl. act. II 17, 236 ff.), kürzte jedoch 
mit Verfügung vom 5. Juni 2023 die Geldleistungen um 50 % mit der Be-
gründung, der Unfall sei auf ein absolutes Wagnis zurückzuführen 
(act. II 124-126). Auf Einsprache hin (act. II 209-221) hielt die Visana mit 
Entscheid vom 21. Mai 2024 daran fest (act. II 326-332).

B.

Mit Eingabe vom 20. Juni 2024 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt und Notar B.________, Beschwerde. Er beantragte, der Ein-
spracheentscheid vom 21. Mai 2024 zur Verfügung vom 5. Juni 2023 sei 
aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die Geldleistungen im vollen 
Umfang zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2024 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit Schreiben vom 31. Oktober 2024 ersuchte der Instruktionsrichter den 
vom Beschwerdeführer als Zeuge genannten C.________ mittels Fragebo-
gen um Auskunft. Der beantwortete Fragebogen kam am 11. November 
2024 (inkl. Begleitschreiben vom 8. November 2024) dem Gericht zu (im 
Gerichtsdossier) und wurde gleichentags den Parteien zugestellt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-3-

Mit Replik vom 9. Dezember 2024 hielt der Beschwerdeführer an seinen 
bisherigen Standpunkten und Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 21. Mai 
2024 (act. II 326-332). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegne-
rin zu Recht die Geldleistungen wegen eines absoluten Wagnisses um 
50 % kürzte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-4-

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]) sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hangs zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
148 V 356 E. 3 S. 358, 147 V 161 E. 3.1 S. 162, 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 
S. 181).

2.2 Der Versicherte hat Anspruch auf die zweckmässige Behandlung 
der Unfallfolgen (Art. 10 Abs. 1 UVG). Ist der Versicherte infolge des Unfal-
les voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf 
ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG).

2.3 Der Bundesrat kann aussergewöhnliche Gefahren und Wagnisse 
bezeichnen, die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweige-
rung sämtlicher Leistungen oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. 
Die Verweigerung oder Kürzung kann er in Abweichung von Art. 21 Abs. 1 - 
3 ATSG ordnen (Art. 39 UVG). Von dieser Kompetenzdelegation hat der 
Bundesrat in Art. 49 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Un-
fallversicherung (UVV; SR 832.202; betreffend aussergewöhnliche Gefah-
ren) und Art. 50 UVV (betreffend Wagnisse) Gebrauch gemacht. Bei Nicht-
berufsunfällen, die auf ein Wagnis zurückgehen, werden die Geldleistungen 
um die Hälfte gekürzt und in besonders schweren Fällen verweigert (Art. 50 
Abs. 1 UVV). Wagnisse sind Handlungen, mit denen sich der Versicherte 
einer besonders grossen Gefahr aussetzt, ohne die Vorkehren zu treffen 
oder treffen zu können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschrän-
ken; Rettungshandlungen zugunsten von Personen sind indessen auch 
dann versichert, wenn sie an sich als Wagnisse zu betrachten sind (Art. 50 
Abs. 2 UVV; SVR 2016 UV Nr. 47 S. 155, 8C_638/2015 E. 2.1).

2.4 Lehre und Rechtsprechung unterscheiden zwischen absoluten und 
relativen Wagnissen. Ein absolutes Wagnis liegt vor, wenn eine gefährliche 
Handlung nicht schützenswert ist oder wenn die Handlung mit so grossen 
Gefahren für Leib und Leben verbunden ist, dass sich diese auch unter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-5-

günstigsten Umständen nicht auf ein vernünftiges Mass reduzieren lassen. 
Ein relatives Wagnis ist gegeben, wenn es die versicherte Person unterlas-
sen hat, die objektiv vorhandenen Risiken und Gefahren auf ein vertretba-
res Mass herabzusetzen, obwohl dies möglich gewesen wäre (BGE 141 V 
37 E. 2.3 S. 38).

2.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn 
sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat 
das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt die-
sen Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachver-
haltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen 
als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429; SVR 2022 
UV Nr. 41 S. 161, 8C_457/2021 E. 3.3).

3.

3.1 Es ist zu Recht unbestritten, dass in Bezug auf das Ereignis vom 
... … 2022 die kumulativen Tatbestandselemente des Unfallbegriffs (Art. 4 
ATSG) erfüllt sind. Ebenso ist die Versicherungsdeckung für den hier vor-
liegenden Nichtberufsunfall gegeben (Art. 8 UVG). Es besteht eine natürli-
che und adäquate Kausalität zwischen dem Motorradunfall vom .... … 2022 
und dem Polytrauma mit Frakturen an der Tibia, dem Radius und der Cla-
vikula links (act. II 6; vgl. E. 2.1 hiervor); die Beschwerdegegnerin aner-
kannte denn auch ihre Leistungspflicht (act. II 26 f.) und erbrachte vorüber-
gehende Leistungen (Heilbehandlung und [gekürztes] Taggeld; vgl. E. 2.2 
hiervor).

Umstritten ist hingegen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die Kürzung 
der Geldleistungen um 50 % anordnete, wobei sie dies mit dem Vorliegen 
eines absoluten Wagnisses (Art. 39 UVG i.V.m. Art. 50 UVV; vgl. E. 2.3 f. 
hiervor) begründete, da sich der Unfall vom ... … 2022 anlässlich eines 
Sportfahrertrainings auf der Rennstrecke in … ereignet habe (act. II 330 f. 
Ziff. 7 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-6-

Der Beschwerdeführer macht dagegen zusammenfassend geltend, dass er 
am ... … 2022 an einem Fahrsicherheitskurs bzw. -training teilgenommen 
habe, mit dem ausschliesslichen Ziel der Steigerung der Sicherheit und 
Fahrzeugbeherrschung im Strassenverkehr, womit er eben gerade kein 
absolutes Wagnis eingegangen sei (Beschwerde S. 4-6 Art. 2, S. 10 Art. 3, 
S. 14 ff. Art. 5; Replik S. 3 Rz. 3, S. 5 Rz. 12).

3.2 Zum Unfallgeschehen vom ... … 2022 ergibt sich aus den Akten im 
Wesentlichen das Folgende:

3.2.1 Gemäss der Schadenmeldung UVG vom 7. Oktober 2022 ist der 
Beschwerdeführer am ... … 2022 in … während dem Motorradfahren von 
einem weiteren Motorradfahrer erfasst worden (act. II 1).

3.2.2 Im medizinischen Flugbericht der … vom ... … 2022 wurde ein Poly-
trauma bei Motorradunfall am ... … 2022 mit/bei geschlossener mehrfach 
fragmentierter Tibiafraktur links (…), Clavikularfraktur links, Radiusfraktur 
links, ein akutes Kompartmentsyndrom Unterschenkel rechts am ... … 2022 
(…), eine postoperative transfusionsbedürftige Anämie (…) und eine Bla-
senkathetereinlage am ... … 2022 diagnostiziert. Der Beschwerdeführer sei 
mit ca. 290 km/h auf einer Rennstrecke in eine Kollision von hinten verwi-
ckelt worden; mit Helm und Schutzanzug. Eine Bewusstlosigkeit sei ver-
neint worden (act. II 6).

3.2.3 In dem von der Beschwerdegegnerin einverlangten Fragebogen 
vom 8. Mai 2023 zum Unfallhergang (act. II 173) erwähnte der Beschwer-
deführer, am .... … 2022 sei er während der Fahrt von einem Teilnehmer 
von hinten erfasst worden (Ziff. 1). Bei der Veranstaltung habe es sich um 
ein Fahrsicherheitstraining mit Instruktor gehandelt (Ziff. 2); dieses habe in 
… stattgefunden.

3.2.4 In dem vom Gericht bei C.________, "D.________", einverlangten 
Fragebogen vom 8. November 2024 (im Gerichtsdossier) führte dieser aus, 
der Anlass vom ... … 2022 sei als "E.________ …" bezeichnet worden. Es 
habe sich um ein Sportfahrertraining für … der … E.________ gehandelt 
(Ziff. 1). Die Fahrten (Turns) seien in vier Gruppen gefahren worden: "… / 
… … / … … / …". Der Unfall habe sich in der Gruppe "…" ereignet (Ziff. 2). 
Ein "Turn" habe 20 min. gedauert. Pro "Turn" ergebe das etwa acht Run-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-7-

den (Ziff. 3). In der Gruppe "…" hätten die Teilnehmenden ab dem zweiten 
"Turn" frei fahren dürfen. Die Instruktoren hätten das Geschehen über-
wacht (Ziff. 4). In der Gruppe "…" seien etwa 33 Teilnehmer eingeteilt und 
gleichzeitig auf der Strecke gewesen. Dies auf einer Strecke von ... km 
Länge (Ziff. 5). Überholen sei gestattet gewesen (Ziff. 6). Gegenseitige 
Rücksichtnahme sei oberstes Gebot gewesen. Somit sei ein "Respekt-
Abstand" gefordert gewesen (Ziff. 7). Eine Geschwindigkeitsbegrenzung 
habe nicht gegolten; auf dem … gebe es keine Geschwindigkeitslimite 
(Ziff. 8). Der … sei sehr übersichtlich. Es gebe keine Hindernisse, die die 
Sicht einschränkten (Ziff. 9).

Im Begleitschreiben zum beantworteten Fragebogen vom 8. November 
2024 hielt C.________ fest, er möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass 
Kurszweck aller Trainings von "D.________" die Verbesserung der Fahr-
zeugbeherrschung zur Steigerung der Sicherheit sei, kein Training als 
Wettkampf- oder Rennveranstaltung durchgeführt werde und ein Verbot 
jeglicher Art von Rundenzeitmessung gelte (im Gerichtsdossier).

3.2.5 Gemäss den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von 
C.________, "D.________", sei Ziel aller Kurse die Verbesserung der 
Fahrzeugbeherrschung zur Steigerung der Sicherheit. Kein Kurs werde als 
Wettkampf- oder Rennveranstaltung durchgeführt (Kurszweck). Zu den 
Kursregeln wird u.a. ausgeführt, oberstes Gebot sei die gegenseitige Rück-
sichtnahme, die an den Fahrtrainings teilnehmenden Motorräder müssten 
immatrikuliert (haftpflichtversichert) sein, komplette Schutzausrüstung mit 
Integral- oder Klapphelm, protektorengeschützte Jacke und Hose, gute 
Handschuhe und Motorrad-Stiefeln seien bei allen Veranstaltungen obliga-
torisch. Jegliche Art von Rundenzeitmessung sei verboten (act. II 231; vgl. 
<www.D.________.ch>, unter: AGB).

3.2.6 In der "Webseiten"-Beschreibung von C.________, "D.________", 
zum "E.________ …" wird u.a. erwähnt, bei diesem Training zähle der … 
und nicht die gefahrene Rundenzeit. Ziel sei es, maximalen … … … zu 
haben. Um dieses Ziel zu erreichen, stehe allen Teilnehmern die seit Jah-
ren erfahrene Instruktoren-Crew der "D.________" kostenlos zur Verfü-
gung. Gefahren werde in vier Gruppen im 20-Minuten-Turnus. Die Strecke 
habe eine Länge von … m, eine Breite von … bis … m, umfasse … Kur-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-8-

ven, davon … rechts und … links und die Länge der Gegengerade betrage 
… m (<www….org, unter: D.________.ch//E.________ …; vgl. auch aktuell 
<www.D.________.ch>, unter: E.________ …). In der "Webseiten"-
Beschreibung von C.________ zum "…" werden diese Angaben im We-
sentlichen bestätigt (act. I 4; vgl. auch <www.D.________.ch>, unter: …).

3.3 Aufgrund des instruktionsrichterlich eingeholten Fragebogens von 
C.________, der im Einklang mit den übrigen Akten steht, ist erstellt, dass 
es sich am ... September… 2022 – als es zur Kollision des (motorradfah-
renden) Beschwerdeführers mit einem anderen Motorradfahrer kam (vgl. 
act. II 1, 173) – um ein Sportfahrertraining für … der … E.________ auf 
einer kurvenreichen (Rund-)Rennstrecke mit einer Länge von … m handel-
te. Im Rahmen dieses als "E.________ …" bezeichneten Anlasses wurde 
während jeweils 20 Minuten in Gruppen gefahren. Der Beschwerdeführer 
befand sich in derjenigen "…" mit rund 33 Teilnehmenden, wobei keine 
Geschwindigkeitsbegrenzung und kein Überholverbot galten und kein be-
stimmter Abstand (einzig ein "Respekt-Abstand") eingehalten werden 
musste sowie ab der zweiten Runde frei gefahren werden konnte mit 
Überwachung durch Instruktoren (Fragebogen vom 8. November 2024 
Ziff. 1-8; im Gerichtsdossier). In der "Webseiten"-Beschreibung des Veran-
stalters zu besagter Veranstaltung wird ferner erwähnt, dass bei diesem 
Training der … zähle und nicht die gefahrene Rundenzeit bzw. Ziel der 
maximale … … … sei (vgl. E. 3.2.6 in fine hiervor). Damit ist gleichzeitig 
widerlegt, dass es sich, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, um 
ein(en) Strassensicherheitstraining bzw. -kurs handelte. Daran ändern das 
geltend gemachte (angebliche) Verbot des Kurvenschneidens und der pau-
schale Hinweis auf durchgeführte Übungen nichts (Beschwerde S. 16 f. 
Art. 5 Rz. 40 und 44). In den Akten finden sich denn auch keinerlei Hinwei-
se auf die Durchführung gezielt der Sicherheit im ordentlichen Strassenver-
kehr dienender Übungen während den 20 Minuten dauernden "Turns" (u.a. 
zur Lenk- und Bremstechnik, Sitzposition, Geschwindigkeitsgestaltung, 
zum Blickverhalten etc. im Strassenverkehr [vgl. hierzu etwa Handbuch für 
die freiwilligen Weiterbildungskurse Motorfahrzeuge des Schweizerischen 
Verkehrssicherheitsrates, <htt-
ps://www.vsr.ch/fileadmin/documents/01_Kursveranstal-
ter/Handbuecher/Handbuecher_Deutsch/Handbuch_Motorfahrzeuge/Hand-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-9-

buch_Moto_D_2016_ohne_Anhang_01.pdf>). Der Durchführung entspre-
chender Übungen stünden zudem die unbegrenzte Geschwindigkeit, das 
erlaubte Überholen, der unbestimmte Abstand (einzig "Respekt-Abstand") 
und das "freie" Fahren ab dem zweiten "Turn" (Fragebogen vom 8. No-
vember 2024 Ziff. 4, 6-8; im Gerichtsdossier) entgegen. Eine unter diesen 
Bedingungen durchgeführte Veranstaltung ist – trotz Überwachung durch 
Instruktoren (Fragebogen vom 8. November 2024 Ziff. 4 [im Gerichtsdossi-
er]; Beschwerde S. 5 Art. 2 Rz. 12) – in keiner Art und Weise mit einem 
Fahrsicherheitskurs gleichzusetzen. Gemäss dem Veranstalter handelte es 
sich beim Anlass vom ... … 2022 denn auch nicht um einen Fahrsicher-
heitskurs für den ordentlichen Strassenverkehr, sondern, wie zuvor er-
wähnt, um ein Sportfahrertraining für … der … E.________ mit dem Ziel, 
maximalen … … … zu haben (Fragebogen vom 8. November 2024 Ziff. 1 
[im Gerichtsdossier]; vgl. auch E. 3.2.6 hiervor). Das postulierte – nur in 
allgemeiner bzw. unbestimmter Weise formulierte – Ziel der "Verbesserung 
der Fahrzeugbeherrschung" (Beschwerde S. 15 f. Art. 5 Rz. 38, 40; Be-
gleitschreiben vom 8. November 2024 zum Fragebogen [im Gerichtsdossi-
er]; act. II 231; Replik S. 3 Ziff. III Rz. 3) ändert daran nichts.

3.4 Die Teilnehmerzahl am ... … 2022 von rund 33 Motorradfahrenden 
in der Gruppe "…" des Beschwerdeführers, die gleichzeitig auf dem … m 
langen Rundrennkurs fuhren, ermöglichte einen theoretischen Abstand von 
ca. 112 m zwischen den Teilnehmenden. Angesichts der hohen Geschwin-
digkeiten, die auf einer Rennstrecke – insbesondere mit einer Geraden von 
… m Länge – erreicht werden können, ist ein grosser Abstand erforderlich. 
Selbst wenn sich der Beschwerdeführer laut seinen eigenen Angaben je-
derzeit an die vereinbarten Regeln hielt (Beschwerde S. 16 Rz. 40, S. 19 
Rz. 48), wurde ein ausreichender Abstand zwischen den Teilnehmenden 
auf der Rennstrecke offensichtlich nicht eingehalten, kam es doch zur Kolli-
sion mit dem Beschwerdeführer. Es ist denn auch höchst unwahrscheinlich 
bzw. geradezu illusorisch, dass während eines 20-minütigen "Turns", bei 
dem weder eine Geschwindigkeitsbegrenzung noch ein Überholverbot 
noch ein bestimmter Abstand (ausser "Respekt-Abstand") galten, über die 
gesamte Dauer ein konstant ausreichender Abstand hätte aufrechterhalten 
werden können. Des Weiteren hindert das Verbot jeglicher Rundenzeiten-
messung (act. II 231; vgl. E. 3.2.4 in fine und E.3.2.5 hiervor) die Teilneh-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-10-

menden keineswegs daran, ihre eigenen Grenzen und diejenigen ihrer Ma-
schinen auszuloten sowie nach Geschwindigkeit zu streben. Dies zumal sie 
auf der Rennstrecke – abseits des ordentlichen Strassenverkehrs – keine 
strassenverkehrsrechtlichen Massnahmen zu befürchten hatten. Auch 
wenn es sich beim "E.________ …" vom ... … 2022 nicht um eine Wett-
kampf- oder Rennveranstaltung handelte (vgl. Begleitschreiben vom 8. No-
vember 2024 zum Fragebogen [im Gerichtsdossier]; act. II 231; Beschwer-
de S. 4 Art. 2 Rz. 9, S. 18 Art. 5 Rz. 45; Replik S. 3 Ziff. III Rz. 2), war das 
Fahren auf einer Rennstrecke in einer 33 Motorradfahrer umfassenden 
Gruppe durchaus geeignet, einen gewissen Wettkampfgeist zu wecken und 
sogar zu fördern und es so u.a. zu geringen Abständen, Überholmanövern, 
starken Beschleunigungen sowie hohen Geschwindigkeiten kommen konn-
te. Im Bericht der … vom ... … 2022 wird denn auch erwähnt, dass sich die 
Kollision von hinten am ... … 2022 mit ca. 290 km/h zugetragen habe 
(act. II 6). Auch wenn diese exakte Geschwindigkeitsangabe nicht gesichert 
ist und vom Beschwerdeführer, soweit ihn selber betreffend, in Frage ge-
stellt wird (vgl. Beschwerde S. 7 Art. 2 Ziff. 15 f.), so ist jedenfalls zu Recht 
unbestritten, dass leistungsstarke Motorräder, wie sie beim hier interessie-
renden "E.________ …" verwendet wurden (vgl. Akten der Beschwerde-
gegnerin [act. IIA 2]; <www.D.________.ch>, unter: … [alle Alben anse-
hen], verlinkt mit <https.D.________.ch>, unter: … …-… 2022), auf dem … 
Geschwindigkeiten von deutlich über 200 km/h erreichen können, dies zu-
mal auf der langen Geraden, an deren Ende sich der Unfall des Beschwer-
deführers den unwidersprochenen Angaben der Beschwerdegegnerin zu-
folge (vgl. Beschwerdeantwort S. 5) ereignet hat. Im Übrigen ist auch aus 
abrufbaren Aufzeichnungen des Veranstalters ersichtlich, dass anlässlich 
solcher Anlässe auf der Rennstrecke von … mit teils hohen Geschwindig-
keiten und wenig Abstand gefahren wird (vgl. etwa <www.youtube.com/
@C.________>). Das Kollisions- bzw. Sturzrisiko war damit – selbst für 
erfahrene Teilnehmer – keineswegs zu vernachlässigen. Sind viele Motor-
radfahrer mit teils geringem Abstand und hohen Geschwindigkeiten ge-
meinsam auf der Rennstrecke unterwegs, stellt eine Kollision bzw. ein 
Sturz eine besonders grosse Gefahr dar, vor allem für die Betroffenen, die 
Gefahr laufen, direkt erfasst zu werden, und dann für die unmittelbar nach-
folgenden Fahrer, die ebenfalls sturzgefährdet sind. Eine solche Gefahr 
konnte weder von den Teilnehmenden noch den Betreuenden kontrolliert 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-11-

werden. Die geltend gemachte engmaschige Überwachung der Veranstal-
tung durch Instruktoren (Beschwerde S. 5 Art. 2 Ziff. 2, S. 20 Art. 5 Rz. 52; 
vgl. auch Fragebogen vom 8. November 2024 Ziff. 4 [im Gerichtsdossier]; 
Replik S.3 Ziff. III Rz. 2) erlaubte nämlich erst ein Eingreifen mit einer ge-
wissen zeitlichen Verzögerung. Abgesehen davon zeugen diese Vorkeh-
rungen für die von den Teilnehmenden eingegangenen erheblichen Risi-
ken. Unerheblich ist, dass der Beschwerdeführer wie auch die anderen 
Teilnehmenden mit (immatrikulierten) Strassenmotorrädern fuhren (Be-
schwerde S. 17 Art. 5 Ziff. 43; act. II 129, 194, 231), ermöglichen doch 
auch diese starke Beschleunigungen und hohe Geschwindigkeiten.

3.5 Der Sachverhalt ist gestützt auf die vorliegenden Akten hinreichend 
geklärt, weshalb es weiterer Beweiserhebungen, namentlich der beantrag-
ten gerichtlichen Edition des Überwachungsvideos sowie Zeugenbefragun-
gen (Beschwerde S. 8 Ziff. III Art. 2 Rz. 19 f.; Beschwerdeantwort S. 6 
Rz. 13; Replik S. 6 Ziff. 3 Rz. 13 f.), nicht bedarf (antizipierte Beweiswürdi-
gung; BGE 144 V 361 E. 6.5 S. 368, 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d 
S. 162; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 9C_298/2024 vom 14. August 
2024 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; SVR 2019 IV Nr. 50 S. 162, 
9C_296/2018 E. 4). Dieser Sachverhalt ist – entgegen der Ansicht des Be-
schwerdeführers (Beschwerde S. 18 Art. 5 Rz. 46) – ohne weiteres ver-
gleichbar mit jenen, die namentlich den Urteilen des BGer 8C_472/2011 
vom 27. Januar 2012 (= SVR 2012 UV Nr. 21 S. 77), 8C_217/2018 vom 
26. März 2019 (= SVR 2019 UV Nr. 33 S. 123), und 8C_81/2020 vom 
3. August 2020 zugrunde lagen. All diesen Fällen gemeinsam ist nament-
lich, dass eine Vielzahl von Teilnehmenden gleichzeitig auf einer Rennstre-
cke fuhr, das Fahren frei war sowie keine Geschwindigkeitsbegrenzung 
und kein Überholverbot galten, mithin ein konstanter und hinreichender 
Abstand zwischen den Teilnehmenden nicht aufrechterhalten werden konn-
te. In diesen Fällen bejahte das BGer das Vorliegen eines absoluten Wag-
nisses.

3.6 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich der Unfall vom ... … 
2022 anlässlich eines Sportfahrertrainings auf einer Rennstrecke ereignete, 
welches entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 3.5 
in fine hiervor) als absolutes Wagnis zu qualifizieren ist. Die von der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-12-

schwerdegegnerin vorgenommene Kürzung der Geldleistungen um 50 % 
ist damit rechtens (vgl. E. 2.3 hiervor). Der Einspracheentscheid vom 
24. Mai 2024 (act. II 326-332) ist nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

4.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Visana Versicherungen AG (samt Replik vom 9. Dezember 2024)
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. März 2025, UV 200 2024 450

-13-

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.