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**Case Identifier:** 14e223a5-7ee5-5a50-839b-bfdab54234ae
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 06.02.2025 715 24 130 (715 2024 130)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-24-130_2025-02-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 6. Februar 2025 (715 24 130) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Zeitpunkt der Aufgabe der arbeitgeberähnlichen Stellung im Betrieb / Nachweis des 

Lohnflusses 

 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Margit Campell 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Holger Hügel, Rechtsan-
walt, Lange Gasse 90, 4052 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Unia Arbeitslosenkasse, Kompetenzzentrum D-CH West, Monbi-
joustrasse 61, Postfach 3398, 3001 Bern, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ablehnung der Anspruchsberechtigung  

 
 
 
A. Der 1993 geborene A.____ arbeitete ab 12. Februar 2016 als leitender Projektleiter und 
Mitglied der Geschäftsleitung bei der B.____ GmbH. Dieses Arbeitsverhältnis wurde von der Ar-
beitgeberin aus wirtschaftlichen Gründen am 31. März 2023 per Ende Juni 2023 aufgelöst. 
A.____ meldete sich am 12. Juli 2023 beim zuständigen Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum 
(RAV) zur Arbeitsvermittlung an und am 27. Juli 2023 reichte er bei der Unia Arbeitslosenkasse 
(Kasse) einen Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Juli 2023 ein. Am 5. September 2023 

 

 
 
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wurde A.____ in seiner bisherigen Eigenschaft als Gesellschafter und Geschäftsführer der 
B.____ GmbH aus dem Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft (Handelsregister) ge-
löscht. Nach Abklärung der erwerblichen Verhältnisse des Versicherten lehnte die Kasse mit Ver-
fügung vom 9. November 2023 seinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab 12. Juli 2023 
ab. Zur Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, dass im Zusammenhang mit der arbeitge-
berähnlichen Stellung bei der B.____ GmbH kein Lohnfluss habe nachgewiesen werden können. 
An dieser Argumentation hielt sie im Ergebnis auch auf Einsprache des Versicherten hin mit Ent-
scheid vom 11. April 2024 fest. Mit Blick auf das im Rahmen des Einspracheverfahrens einge-
reichte Schreiben des Handelsregisters vom 22. August 2023, wonach am 7. August 2023 die 
Anmeldung zur Löschung des Handelsregistereintrags des Versicherten erfolgt sei, sei ab diesem 
Datum kaum mehr von einer Missbrauchsgefahr betreffend die arbeitgeberähnliche Stellung im 
Betrieb auszugehen, weshalb ein Anspruch auf Arbeitslosentaggelder geltend gemacht werden 
könne. In der Folge verneinte die Kasse jedoch den Lohnfluss ab diesem Datum und wies die 
Einsprache ab.  
 
B. Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Holger Hügel, am 13. Mai 
2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht 
(Kantonsgericht). Er beantragte, es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
11. April 2024 aufzuheben und die Kasse zu verpflichten, ihm ab dem 26. Juli 2023 Arbeitslosen-
taggelder auszurichten. Eventualiter sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 
11. April 2024 aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vor-
gebracht, dass der Anspruchsbeginn und der Beginn der Rahmenfrist für den Leistungsbezug auf 
den 25. Juli 2023 zu datieren seien. Zudem sei der Lohnfluss ausgewiesen. In verfahrensrechtli-
cher Hinsicht beantragte er, es seien die vollständigen Akten der Beschwerdegegnerin einzuho-
len und ihm zu Handen des Rechtsvertreters zuzustellen. Zudem sei ihm eine angemessene Frist 
zur Beschwerdebegründung zu gewähren. Weiter seien ein zweiter Schriftenwechsel und eine 
öffentliche mündliche Parteiverhandlung durchzuführen. 
 
C. Mit Verfügung vom 15. Mai 2024 lehnte das instruierende Präsidium des Kantonsge-
richts den Antrag des Beschwerdeführers auf Ergänzung der Beschwerdeschrift ab. Es wurde 
ihm jedoch in Aussicht gestellt, sich nach Eingang der Vernehmlassung der Kasse im Rahmen 
der Replik äussern zu können.  
 
D. Am 28. Mai 2024 ging die Vernehmlassung der Kasse ein. Sie beantragte unter Hinweis 
auf ihre Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung der Beschwerde. 
Gleichzeitig reichte sie 86 Aktenstücke ein. 
 
E. In seiner Replik vom 3. September 2024 hielt der Beschwerdeführer an den bereits ge-
stellten Anträgen fest. Zudem liess er dem Kantonsgericht Kontoauszüge für das Jahr 2022 zu-
kommen, aus welchen sich der Lohnfluss nachweisen lasse, und brachte vor, dass die von der 
Kasse beim Kantonsgericht eingereichten Akten unvollständig seien.  
 

 

 
 
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F. Mit Duplik vom 3. Oktober 2024 bestätigte die Kasse ihren Abweisungsantrag und ihre 
Standpunkte und stellte die vom Beschwerdeführer monierten vollständigen Akten zu. Der Be-
schwerdeführer verzichtete in der Folge mit Schreiben vom 8. November 2024 auf eine weitere 
Stellungnahme und hielt an der bisherigen Begründung fest.  
 
G. An der heutigen Parteiverhandlung nahmen der Beschwerdeführer sowie sein Rechtsver-
treter teil. Der Beschwerdeführer hielt an den bisherigen Vorbringen fest. Als Zeuge wurde C.____ 
in seiner Funktion als Treuhänder/Buchhalter der B.____ GmbH befragt.  
 
Auf die Ausführungen im Rahmen der Parteiverhandlung wird – soweit erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversi-
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit Art. 56 f. 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 
6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversiche-
rung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zuständig ist 
nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a und Abs. 
2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädi-
gung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die ver-
sicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorliegend kam der 
Versicherte seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, weshalb die örtliche Zu-
ständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kan-
tonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden 
gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG, weshalb auch die 
sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde vom 13. Mai 2024 ist demnach einzutreten.  
 

2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerde-
führers auf Arbeitslosenentschädigung ab 1. Juli 2023 zu Recht ablehnte. Massgeblich ist der 
Sachverhalt, wie er sich bis zum Erlass des vorliegend angefochtenen Einspracheentscheids (11. 
April 2024) entwickelt hat (BGE 129 V 1). 
 
3.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG haben Personen, die in ihrer Eigenschaft als Gesell-
schafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines obersten betrieblichen Ent-
scheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmen oder massgeblich beein-
flussen können, sowie ihre mitarbeitenden Ehegatten keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschä-
digung. Praxisgemäss ist diese der Vermeidung von Missbräuchen dienende Bestimmung analog 
auf arbeitgeberähnliche Personen und deren Ehegatten anzuwenden, die Arbeitslosenentschä-
digung verlangen (BGE 145 V 200 E. 4.1 mit Hinweisen). 

 

 
 
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3.2 Damit eine versicherte Person in arbeitgeberähnlicher Stellung Anspruch auf Arbeitslo-
senentschädigung hat, muss sie mit dem Ausscheiden aus dem Betrieb definitiv auch die arbeit-
geberähnliche Stellung verlieren. Behält sie nach der Auflösung des Arbeitsverhältnisses jedoch 
ihre arbeitgeberähnliche Stellung im Betrieb bei und kann sie dadurch die Entscheidungen des 
Arbeitgebers weiterhin bestimmen oder massgeblich beeinflussen, verfügt sie nach wie vor über 
die unternehmerische Dispositionsfreiheit, den Betrieb jederzeit zu reaktivieren und sich bei Be-
darf erneut als Arbeitnehmer einzustellen. Ein solches Vorgehen läuft auf eine rechtsmissbräuch-
liche Umgehung der Regelung des Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG hinaus, welche ihrem Sinn nach der 
Missbrauchsverhütung dient und in diesem Rahmen insbesondere dem Umstand Rechnung tra-
gen will, dass der Arbeitsausfall von arbeitgeberähnlichen Personen praktisch unkontrollierbar 
ist, weil sie ihn aufgrund ihrer Stellung bestimmen oder massgeblich beeinflussen können. Diese 
Rechtsprechung will nicht bloss dem ausgewiesenen Missbrauch an sich begegnen, sondern be-
reits dem Risiko eines solchen, welches der Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung an ar-
beitgeberähnliche Personen inhärent ist (Urteil des Bundesgerichts vom 21. März 2018, 
8C_102/2018, E. 6.2 mit Hinweisen; vgl. auch BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung, 5. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2019, S. 267 ff. 
mit Hinweisen zur Rechtsprechung).  
 
3.3 Zu beachten gilt es gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung weiter, dass von der 
Anspruchsberechtigung im Sinne von Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG nur arbeitgeberähnliche Personen 
selbst und deren im Betrieb mitarbeitende Ehegatten, nicht jedoch andere Verwandte ausge-
schlossen sind (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: III. 
und IV. öffentlich-rechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 28. November 2006, C 146/06, 
E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).  
 
3.4 Das geforderte Ausscheiden aus dem Betrieb muss anhand eindeutiger Kriterien ge-
messen werden können, welche keinen Zweifel am definitiven Austritt aus der Firma übriglassen. 
Die Rechtsprechung hat wiederholt darauf abgestellt, ob der Eintrag der betreffenden Person im 
Handelsregister gelöscht worden ist. Denn erst mit der Löschung des Eintrags ist das Ausschei-
den der arbeitgeberähnlichen Person aus der Firma für aussenstehende Dritte erkennbar (Urteil 
des EVG vom 3. April 2006, C 267/04, E. 4.2 mit Hinweisen). Widersprechen die tatsächlichen 
Gegebenheiten eindeutig und nachweislich dem Handelsregistereintrag, ist von ersteren auszu-
gehen. Kann z.B. der tatsächliche Rücktritt in zeitlicher Hinsicht anhand eines Beschlusses der 
Generalversammlung (Rücktritt aus dem Verwaltungsrat) oder einer notariellen Urkunde (z. B. 
Übertragung der GmbH-Stammanteile an Drittperson) nachgewiesen werden, ist bereits dieser 
Zeitpunkt für das definitive Ausscheiden entscheidend (Weisung "AVIG-Praxis ALE" des Staats-
sekretariats für Wirtschaft [SECO] B28). 
 
4.1 Die arbeitgeberähnliche Stellung kann auf drei Gründen beruhen: Auf der Eigenschaft 
als Gesellschafter, auf einer finanziellen Beteiligung am Betrieb oder auf der Teilhabe an der 
Betriebsleitung. Was insbesondere die Teilhabe an der Betriebsleitung betrifft, fallen nicht nur die 
formellen Organe eines Arbeitgebers unter den Betriff des Mitglieds eines obersten, betrieblichen 

 

 
 
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Gremiums. Es ist vielmehr von einem materiellen Organbegriff auszugehen, wonach jeweils im 
Einzelfall zu prüfen ist, welche Entscheidungsbefugnisse dem Betroffenen aufgrund der betrieb-
lichen Struktur tatsächlich zukommen (BGE 122 V 270 E. 3). Massgebend ist mithin die faktische 
Einflussmöglichkeit im konkreten Betrieb. Keine Prüfung des Einzelfalls ist erforderlich, wenn sich 
die massgebliche Entscheidungsbefugnis bereits aus dem Gesetz selbst (zwingend) ergibt. Dies 
gilt insbesondere für die Gesellschafter einer GmbH (Art. 804 ff. des Schweizerischen Obligatio-
nenrechts [OR] vom 30. März 1911) sowie die (mitarbeitenden) Verwaltungsräte einer AG, für 
welche das Gesetz in der Eigenschaft als Verwaltungsrat in Art. 716-716b OR verschiedene, nicht 
übertrag- und entziehbare, die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmende oder massgeblich 
beeinflussende Aufgaben vorschreibt (BGE 145 V 200 E. 4.2 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
4.2 Umgekehrt ist bei kleineren Betrieben mit wenig ausgeprägten Organisationsstrukturen 
unter Umständen ein massgebender Einfluss auf die Entscheidungen eines Unternehmens auch 
ohne formelle Zeichnungsberechtigung und ohne Handelsregistereintrag möglich. Allerdings ist 
in diesen Einzelfällen eine tatsächliche und insbesondere immer auch massgebende Einfluss-
nahme (Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG) konkret nachzuweisen. Sie kann beispielsweise nicht schon 
alleine aufgrund der verwandtschaftlichen Verhältnisse angenommen werden. So verneinte bei-
spielsweise das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich in einem Urteil vom 13. August 
2008 (AL 2008.00169) das Vorliegen einer massgebenden Einflussnahme der Mutter, die ihre 
Stammeinlagen auf ihre beiden Söhne übertragen hatte, mit der Argumentation, dass aufgrund 
der konkreten Verhältnisse keine Mitbeteiligung dargetan sei. Auch im Fall einer versicherten 
Person, deren Sohn Präsident des Verwaltungsrats und Geschäftsführer war, sah das Sozialver-
sicherungsgericht des Kantons Zürich keinen Anlass, aufgrund verwandtschaftlicher Verflechtun-
gen eine arbeitgeberähnliche Stellung der Mutter anzunehmen, obschon der ihr entrichtete Mo-
natslohn für Sekretariatsarbeiten mit Fr. 6'950.-- relativ hoch bemessen und sie phasenweise gar 
die einzige Lohnbezügerin gewesen zu sein schien (Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich 
vom 22. März 2010, AL 2008.00295). 
 
5.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerde- 
verfahren ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. Danach haben Versicherungsträger und 
Gerichte von Amtes wegen für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen 
Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 144 V 427 E. 3.2). Mass-
nahmen zur Klärung des rechtserheblichen Sachverhalts müssen vorgenommen oder veranlasst 
werden, wenn dazu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender 
Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Rechtserheblich sind dabei alle Tatsachen, von de-
ren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder anders zu entscheiden ist 
(Urteil des Bundesgerichts vom 26. Oktober 2021, 8C_288/2021, E. 3.2.1 mit Hinweisen). Die 
Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Sozialversicherungsrecht - Rechtspre-
chung [SVR] 2020 MV Nr. 3, E. 3.3.1). 
 
5.2 Das Gericht darf im Beschwerdefall eine Tatsache als bewiesen annehmen, wenn es 
von ihrem Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 
Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 
die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt 
(BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
5.3 Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus, da es nach dem vorstehend Gesagten Sache des Sozialversicherungs-
gerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweisma-
terials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel 
eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener 
Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese 
Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Un-
tersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der 
zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 
E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen). 
 
6.1 Zunächst ist im vorliegenden Verfahren zu prüfen, ab welchem Zeitpunkt der Beschwer-
deführer seine arbeitgeberähnliche Stellung aufgegeben hat. 
 
6.2 Die Beschwerdegegnerin stützte sich diesbezüglich auf ein im Rahmen des Einsprache-
verfahrens eingereichtes Schreiben des Handelsregisters vom 22. August 2023. Demnach sei 
am 7. August 2023 die Anmeldung zur Löschung des Handelsregistereintrags des Beschwerde-
führers erfolgt. Deshalb sei ab diesem Zeitpunkt eine Missbrauchsgefahr praktisch ausgeschlos-
sen, weshalb der Anspruch auf Taggelder ab diesem Tag entstehen könnte. Der Beschwerde-
führer widersprach dieser Auffassung und hielt fest, dass nicht erst das Datum des Eingangs des 
Antrags auf Löschung seiner Zeichnungsberechtigung beim Handelsregister zur endgültigen Auf-
gabe der arbeitsgeberähnlichen Stellung in der B.____ GmbH geführt habe. Diese sei mit dem 
Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 25. Juli 2023 zur Übertragung der Stammanteile 
und zur Löschung seiner Zeichnungsbefugnis zusammen mit dem bereits zuvor erfolgten fakti-
schen Ausscheiden aus der B.____ GmbH per 30. Juni 2023 erfolgt. 
 
6.3 Den Auszügen aus dem Handelsregister ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
bis zur Löschung des Eintrags am 5. September 2023 Gesellschafter und Geschäftsführer mit 
Kollektivunterschrift zu zweien der B.____ GmbH war (act. 307). Gestützt auf die vorstehenden 
Ausführungen, wonach der Eintrag im Handelsregister ein einfach zu prüfendes Indiz für den 
Bestand einer arbeitgeberähnlichen Position im Betrieb darstellt, wäre demnach spätestens ab 
diesem Zeitpunkt (Löschung des Eintrags im Handelsregister) von einem definitiven Ausscheiden 
des Beschwerdeführers aus der B.____ GmbH auszugehen. Die Beschwerdegegnerin ging vor-
liegend bereits ab dem Zeitpunkt der Anmeldung zur Löschung des Handelsregistereintrags des 
Beschwerdeführers vom 7. August 2023 davon aus, dass keine Missbrauchsgefahr mehr be-
stünde. Sie stellte sich damit auf den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer, dessen Arbeits-
vertrag per 30. Juni 2023 gekündigt worden war, ab 7. August 2023 definitiv auch die arbeitge-
berähnliche Stellung verloren hat. Dieser Auffassung kann auch unter Berücksichtigung der stren-
gen Rechtsprechung des Bundesgerichts, welche nicht nur dem ausgewiesenen Missbrauch, 

 

 
 
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sondern auch dem Risiko eines solchen zu verhindern begegnen will, gefolgt werden. So kann 
die Anmeldung zur Löschung des Eintrags im Handelsregister als eindeutiges Kriterium für das 
Ausscheiden des Beschwerdeführers aus der Firma verstanden werden. Aufgrund dieser Erwä-
gungen kann der Auffassung des Beschwerdeführers, wonach er bereits nach der Gesellschaf-
terversammlung vom 25. Juli 2023 definitiv aus der B.____ GmbH ausgeschieden sei, nicht ge-
folgt werden. Dies umso mehr, als der schriftliche Gesellschafterbeschluss vom 25. Juli 2023 
nicht ins Recht gelegt wurde.  
 
6.4 Zusammenfassend steht fest, dass der Beschwerdeführer seine arbeitgeberähnliche 
Stellung in der B.____ GmbH per 7. August 2023 aufgegeben hat. Frühestens ab diesem Zeit-
punkt hat er – sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind – Anspruch auf Taggelder der 
Arbeitslosenversicherung. 
 
7.1 Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichts-
punkt der erfüllten Beitragszeit nach Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG in Verbindung mit Art. 13 
Abs. 1 AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung wäh-
rend der geforderten Dauer von mindestens zwölf Beitragsmonaten innerhalb der hier massge-
benden Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 7. August 2021 bis 6. August 2023 (vgl. Art. 9 Abs. 
1 und 3 AVIG). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein. Dem Nachweis tatsächlicher 
Lohnzahlung kommt dabei nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl 
aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden 
Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung. Soweit eine solche Beschäfti-
gung nachgewiesen, der exakte ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben ist, hat eine Korrektur 
über den versicherten Verdienst (Art. 23 AVIG) zu erfolgen (BGE 131 V 444 E. 3; 
Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2019, 8C_749/2018, E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). 
 

7.2 Die Kasse stellte anhand der Akten fest, dass der Beschwerdeführer von 2016 bis Mitte 
2023 für die B.____ GmbH gearbeitet hat. Soweit sie in der Folge den Anspruch des Beschwer-
deführers auf Arbeitslosenentschädigung verneinte, weil der Lohnfluss im behaupteten Umfang 
nicht nachgewiesen und deshalb die Betragszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG nicht erfüllt sei, 
erklärte sie letztlich den Nachweis der Lohnzahlung zur Anspruchsvoraussetzung, was der Recht-
sprechung zuwiderläuft (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2019, 8C_749/2018, E. 5.3). 
Folglich ist von einer beitragspflichtigen Beschäftigung während der Rahmenfrist für die Beitrags-
zeit vom 7. August 2021 bis 6. August 2023 auszugehen. Neben der Ausübung einer beitrags-
pflichtigen Beschäftigung ist erforderlich, dass Lohn tatsächlich bezogen worden ist, damit der 
versicherte Verdienst zur Festlegung der Höhe des Taggelds bestimmt werden kann. 
 
8.1 Bei der Ermittlung des versicherten Verdiensts gemäss Art. 23 Abs. 1 AVIG ist der im 
Bemessungszeitraum tatsächlich bezogene Lohn massgebend; eine davon abweichende Lohn-
abrede zwischen Arbeitgeberin und Arbeitnehmer hat grundsätzlich unbeachtet zu bleiben (BGE 
128 V 190 E. 3a/aa). Bei Art. 23 AVIG handelt es sich im Unterschied zu Art. 13 AVIG (in Verbin-
dung mit Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG) um eine Bemessungsnorm. Sie bekommt nur dann die Bedeu-
tung einer negativen Anspruchsvoraussetzung, wenn der Mindestbetrag für den versicherten Ver-
dienst von monatlich Fr. 500.-- nach Art. 40 AVIV über den Bemessungszeitraum gemittelt nicht 

 

 
 
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erreicht wird. Das Abstellen auf den tatsächlich ausgerichteten Lohn anstatt auf den vereinbarten 
Lohn wirkt sich allenfalls auf die Höhe des Taggeldes aus (Art. 22 Abs. 1 AVIG), berührt somit 
nicht den Anspruch an sich. Der versicherte Verdienst nach Art. 23 Abs. 1 AVIG bildet ein Kor-
rektiv bei allfälligen missbräuchlichen Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitge-
berin, indem grundsätzlich die tatsächlichen Lohnbezüge im Bemessungszeitraum massgebend 
sind. Die Höhe des Entgelts bestimmt sich danach, was vereinbart wurde oder üblich ist unter 
Berücksichtigung allfälliger zwingender gesetzlicher Vorschriften (BGE 131 V 444 E. 3.2 ff). 
Rechtsprechungsgemäss führt die mangelnde Bestimmbarkeit der Lohnhöhe dazu, dass sich ein 
versicherter Verdienst im Sinne von Art. 23 Abs. 1 AVIG nicht hinreichend zuverlässig festlegen 
lässt. Ist der Mindestbetrag für den versicherten Verdienst von monatlich Fr. 500.-- nach Art. 40 
AVIV über den Bemessungszeitraum gemittelt nicht nachgewiesen, besteht kein Anspruch auf 
Arbeitslosenentschädigung (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2019, 8C_749/2018, E. 
5.4 mit weiteren Hinweisen). 
 
8.2 Die Beschwerdegegnerin hat vor dem Hintergrund, dass das Arbeitsverhältnis zwischen 
dem Beschwerdeführer und der B.____ GmbH per 30. Juni 2023 aufgelöst wurde, den Bemes-
sungszeitraum für den versicherten Verdienst auf den Zeitraum vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 
festgelegt, was mit Blick auf die entsprechenden gesetzlichen Grundlagen in Art. 23 AVIG und 
Art. 37 AVIV nicht zu beanstanden ist. 
 
8.3 Es ist somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer einen Lohnbezug nachweisen kann. 
Die Form der Lohnzahlung ist grundsätzlich frei. Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss ge-
nügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers lauten-
des Post- oder Bankkonto (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Juni 2021, 8C_194/2021, E. 4.5). 
Bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbei-
tenden (allenfalls in Form von Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche 
Lohnzahlung bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer unterzeichnete Lohnab-
rechnungen, Steuererklärungen sowie Eintragungen im Individuellen Konto (IK; vgl. auch Urteil 
des Bundesgerichts vom 7. April 2006, C 173/05, E.1 mit Hinweis auf BGE 131 V 444 E. 1.2; 
Urteil des Sozialversicherungsgerichts Zürich vom 12. November 2021, AL.2021.00234, E. 1.3). 
 
8.4.1 Die Beschwerdegegnerin führte in ihrem Einspracheentscheid aus (N. 23), dass der Be-
schwerdeführer laut Angaben in der Arbeitgeberbescheinigung ab 12. Februar 2026 (recte: 2016) 
bis 30. Juni 2023 als leitender Projektleiter/Mitglied der Geschäftsleitung bei der B.____ GmbH 
gearbeitet habe. Betreffend den Lohnfluss Juli 2022 bis Dezember 2022 hielt sie fest, dass er 
unter Berücksichtigung der Lohnabrechnungen 2022 insgesamt einen Bruttolohn von 
Fr. 130'000.-- jährlich erzielt habe, welcher mit dem Einkommen gemäss IK-Auszug und den 
Lohnmeldungen an die Suva übereinstimme. Auch entspreche der jährliche Nettolohn von 
Fr. 114'251.-- gemäss Lohnausweis 2022 dem deklarierten Einkommen in der Steuererklärung 
2022. Weiter sei der Nettolohn von Fr. 114'251.-- gemäss den Kontoblättern des Kontokorrent-
Kontos 2120 des Beschwerdeführers und des Geschäftskontos 5000 am 31. Dezember 2022 
verbucht worden. Dennoch könne als nachgewiesener Lohnfluss "mit letzter Bestimmtheit" nur 
anerkannt werden, wenn die auf dem Kontokorrent-Konto 2120 des Beschwerdeführers verbuch-
ten Beträge effektiv per Bankkonto bezahlt oder die Löhne nachweislich oder nachvollziehbar als 

 

 
 
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Barauslagen verbucht worden wären. Gemäss den Buchhaltungsunterlagen sei der Lohn nicht 
per Bankkonto ausbezahlt worden. Aufgrund der Angaben in der Bilanz 2021 bestünde kein Konto 
Kasse (Barguthaben), über welches Löhne verbucht worden wären. Weitere Buchhaltungsunter-
lagen, welche den Lohn für das Jahr 2022 belegen würden, lägen der Kasse nicht vor. Auch die 
Gutschriften der Arbeitgeberin auf das Privatkonto des Beschwerdeführers bei der D.____ von 
insgesamt Fr. 50'210.-- könnten nicht eindeutig als Lohn erkannt werden. Da als Nachweis für 
den Lohnfluss weder Arbeitsverträge noch Lohnabrechnungen noch Lohnquittungen noch AHV-
Lohnblätter oder Steuererklärungen geeignet seien, sei eine tatsächlich erfolgte Lohnentrichtung 
nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit erstellt und der Lohnfluss für den Zeitraum vom 1. 
Juli 2022 bis 31. Dezember 2022 sei nicht schlüssig nachgewiesen.  
 
In Bezug auf den Lohnfluss von Januar 2023 bis Juni 2023 stehe fest, dass ihr der Lohnausweis 
2023 vorliege, welcher einen Lohn von Fr. 72'000.-- und eine Bonuszahlung von Fr. 316'853.28 
bescheinige. Der Lohn in Höhe von Fr. 72'000.-- stimme mit den Lohnabrechnungen Januar 2023 
bis Juni 2023 überein. Die Bonuszahlung in Höhe von Fr. 316'853.28 könne den Lohnabrechnun-
gen hingegen nicht entnommen werden. Dem eingereichten Kontoauszug des Privatkontos des 
Beschwerdeführers bei der D.____ könnten fürs Jahr 2023 zwar Gutschriften seitens der B.____ 
GmbH entnommen werden, namentlich insgesamt Fr. 344'971.33. Diese würden aber nicht mit 
den Auszahlungsbeträgen gemäss den Lohnabrechnungen übereinstimmen. Sie seien somit 
nicht eindeutig Lohnüberweisungen und könnten dem Nachweis des Lohnflusses nicht zugrunde 
gelegt werden. Zudem seien diese Überweisungen nicht als Löhne deklariert worden und es sei 
unklar, für welche Monate diese ausbezahlt worden seien. Es lägen damit keine Nachweise für 
den Lohnfluss für das Jahr 2023 (keine Buchhaltungsunterlagen, kein Einkommen im IK-Auszug) 
vor, welche die überwiesenen Beträge mit einem entsprechenden Gegenkonto belegen würden. 
Da auch die auf das Privatkonto des Beschwerdeführers einbezahlten Gutschriften der Arbeitge-
berin nicht eindeutig als Löhne erkannt werden könnten, sei der Lohnfluss für das Jahr 2023 nicht 
nachgewiesen. 
 
Zusammenfassend sei nicht erstellt, dass tatsächlich Lohn entrichtet worden und der Lohnfluss 
schlüssig nachgewiesen sei. Folglich könne innerhalb des Bemessungszeitraums für den versi-
cherten Verdienst vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 kein Lohn angerechnet werden, weshalb 
der versicherte Verdienst Fr. 0.-- betrage.  
 
8.4.2 Der Beschwerdeführer stellte sich dagegen auf den Standpunkt, dass ein Lohnfluss zu 
bejahen sei. Er habe eine Kreditkarte des Geschäfts besessen und damit seine privaten Auslagen 
bezahlt. Die privaten Rechnungen habe er über das Bankkonto der B.____ GmbH beglichen. 
Zudem seien alle Zahlungen privater Natur – wie auch der Nettolohn – buchhalterisch auf sein 
Kontokorrent-Konto 2120 verbucht worden. Dieser Modus bestätige das Vorliegen des Netto-
lohns. In Rahmen der Replik reichte der Beschwerdeführer einen Auszug im Umfang von 32 Sei-
ten des Kontokorrent-Kontos 2120 ein und machte geltend, dass daraus mehr Buchungen er-
sichtlich seien, welche als Lohn angesehen werden können. Auch während der Parteiverhand-
lung hielt der Beschwerdeführer an seinen Ausführungen betreffend die Lohnbezüge fest und 
liess auf Befragung verlauten, dass er nach der Matura ein Wirtschaftsstudium an der E.____ 
begonnen, aber nicht abgeschlossen habe. Zusammen mit seinem Vater habe er die B.____ 

 

 
 
Seite 10    

GmbH gegründet. Er sei vor allem in der Projekt- und Einsatzplanung auf Baustellen tätig gewe-
sen. Die Firma habe sich gut entwickelt und habe auch wegen der Corona-Pandemie keinen 
kompletten Einbruch erlitten. Zur Lohnerhöhung im Jahr 2021 äusserte er, dass die Firma im 
Rahmen einer Geschäftstätigkeit mit der F.____ AG einen grossen Gewinn erzielt habe, welcher 
die Lohnerhöhung gerechtfertigt habe. Ob sein Kontokorrent-Konto 2120 bei seinem Austritt aus 
der Firma Ende Juni 2023 saldiert worden sei, wisse er nicht genau. Er habe nach dem 1. Juli 
2023 weder Zugriff auf die Geschäftskonten noch Einblick auf die Geschäftstätigkeit gehabt. Des-
halb könne er nicht sagen, ob die Abschlüsse der Jahre 2022 und 2023 zwischenzeitlich vorliegen 
würden.  
 
8.4.3 Im Rahmen der Parteiverhandlung wurde auch der ehemalige Buchhalter der B.____ 
GmbH, C.____, als Zeuge befragt. Er äusserte sich sinngemäss dahingehend, dass er den Ge-
schäftsabschluss des Jahres 2020 gemacht habe. Danach habe er nicht mehr für die Firma 
B.____ GmbH gearbeitet. Die Buchhaltung sei ab 2021 durch die G.____ erledigt worden. Zur 
Geschäftsentwicklung könne er nicht viel sagen, die Tendenz sei aber eher positiv gewesen.  
 
8.5 Zu prüfen ist, ob der Lohnfluss mit Bank- oder Postbelegen nachgewiesen werden kann. 
Diesbezüglich ist vorweg auf den zwischen der B.____ GmbH und dem Beschwerdeführer ge-
schlossenen und ab 1. Januar 2022 gültigen Arbeitsvertrag hinzuweisen. Dem Vertrag ist unter 
anderem zu entnehmen, dass der Lohn dem Kontokorrent-Konto des Beschwerdeführers gutge-
schrieben werde. Dieser verfüge über eine Bankkarte der Arbeitgeberin, welche er während dem 
jeweiligen Geschäftsjahr für private Bezüge einsetzen dürfe. Diese Bezüge würden buchhalte-
risch dem Kontokorrent-Konto des Beschwerdeführers belastet. Von den Lohnzahlungen würden 
die Prämien der gesetzlich vorgeschriebenen Sozialversicherungen (AHV/IV/EO, ALV, BVG) so-
wie die Prämie für die Nichtberufsunfallversicherung abgezogen. Diese Angaben im Arbeitsver-
trag wurden auch vom Treuhandbüro G.____ am 4. Januar 2024 gegenüber der Beschwerde-
gegnerin bestätigt. Die Buchhalterin H.____ betonte, dass der Beschwerdeführer eine Kreditkarte 
von der B.____ GmbH besessen habe, mit welcher er seine privaten Auslagen habe begleichen 
können. Zusätzlich seien auch private Rechnungen über das Bankkonto des Geschäfts beglichen 
worden. Sämtliche Zahlungen privater Natur seien buchhalterisch auf das Kontokorrent-Konto 
des Beschwerdeführers verbucht worden. Auch der Nettolohn sei – gemäss den beigeschlosse-
nen Lohnübersichten – jeweils Ende Jahr auf dieses Konto verbucht worden. 
 
8.6.1 Gemäss den Lohnabrechnungen für das Jahr 2022 verdiente der Beschwerdeführer 
brutto Fr. 130'000.-- (bzw. Fr. 10'833.34 pro Monat) und netto Fr. 114'251.-- (bzw. Fr. 9'520.93 
pro Monat). Der Bruttolohn von Fr. 130'000.-- entspricht den Angaben im schriftlichen Arbeitsver-
trag betreffend den Bruttojahreslohn ab 1. Januar 2022 (vgl. act. 274). Zum Nachweis des Lohn-
flusses reichte der Beschwerdeführer Auszüge seines Kontokorrent-Kontos 2120 für den Zeit-
raum vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 ein. Daraus geht hervor, dass am 31. Dezember 2022 
der Betrag von Fr. 114'251.-- (Nettolohn) vom Geschäftskonto der B.____ GmbH 5000 – wie im 
Arbeitsvertrag explizit aufgeführt – auf das Kontokorrent-Konto 2120 des Beschwerdeführers 
übertragen wurde. Dieser Eingang stimmt mit dem damaligen Lohn gemäss Lohnabrechnungen 
von Juli 2022 bis Dezember 2022 überein. Unter Ziffer 29 des angefochtenen Einspracheent-
scheids anerkannte auch die Beschwerdegegnerin, dass diese Löhne mit dem entsprechenden 

 

 
 
Seite 11    

Eintrag im IK-Auszug sowie den Lohnmeldungen bei der Suva und der Vorsorgeeinrichtung über-
einstimmten. Soweit die Kasse an gleicher Stelle ausführte, dass der Nettolohn von Fr. 114'251.-
- gemäss den Kontoblättern des Kontokorrent-Kontos 2120 und des Geschäftskontos 5000 am 
31. Dezember 2022 verbucht worden sei, so trifft diese Aussage nur bezüglich der Buchung auf 
das Kontokorrent-Konto 2120 zu. Eine Verbuchung dieses Betrags auf dem Kontoblatt des Ge-
schäftskontos 5000 ist hingegen nicht ersichtlich. Weiter finden sich in den Akten Gutschriften auf 
das Privatkonto des Beschwerdeführers bei der D.____. Demnach überwies die B.____ GmbH 
dem Beschwerdeführer am 16. November 2022 den Betrag von Fr. 50'000.-- und am 22. Novem-
ber 2022 einen solchen von Fr. 210.--. Der Beschwerdeführer wies weiter auf unterschiedliche 
Positionen im Kontokorrent-Konto 2120 hin, welche den Lohnfluss bestätigten, wie zum Beispiel 
die Bezahlung eines Arzthonorars am 10. Juni 2022 oder einen Einkauf bei I.____ am 18. Juli 
2022 und eine Überweisung ans J.____ am 30. August 2022.  
 
8.6.2 Im Jahr 2023 (Januar 2023 bis Juni 2023) bezog der Beschwerdeführer einen Monats-
lohn von brutto Fr. 12'000.-- bzw. Fr. 10'755.30 netto. Im Lohnausweis 2023 wird der Bruttolohn 
auf Fr. 12'000.-- beziffert. Weiter ist im Lohnausweis 2023 eine Bonuszahlung von Fr. 316'853.-- 
festgehalten. Gemäss Auszug des Privatkontos bei der D.____ überwies die B.____ GmbH dem 
Beschwerdeführer am 22. Februar 2023 Fr. 5'000.--, am 29. März 2023 Fr. 5'000.--, am 29. Juni 
2023 Fr. 300'000.-- und am 30. Juni 2023 Fr. 971.33; gesamthaft bezahlte die B.____ GmbH dem 
Beschwerdeführer im ersten Halbjahr 2023 einen Betrag von Fr. 310'971.23. Weitere Bankunter-
lagen sind für diesen Zeitabschnitt nicht eingereicht worden.  
 
9.1 Gestützt auf diese Angaben kann der Auffassung der Beschwerdegegnerin, wonach 
nicht erstellt sei, dass tatsächlich Lohn entrichtet worden und der Lohnfluss schlüssig nachge-
wiesen sei, nicht gefolgt werden. Sie nimmt unter diesen Umständen an, dass innerhalb des Be-
messungszeitraums für den versicherten Verdienst vom 1. Juli 2022 bis 30. Juni 2023 kein Lohn 
entrichtet worden sei und der versicherte Verdienst Fr. 0.-- betrage. Damit stellte sie sich letztlich 
auf den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer auf den Lohn verzichtet habe, was gemäss 
Rechtsprechung aber nicht leichtfertig angenommen werden kann (BGE 131 V 444 E. 3.3). Sie 
vertrat diesbezüglich sinngemäss die Meinung, dass die Zahlungsüberweisungen an den Be-
schwerdeführer nicht explizit als Lohnzahlungen deklariert, nicht en bloc jeweils Ende Monat, 
sondern erst Ende Jahr und der Nettolohn 2023 nicht mit dem Lohnausweis 2023 übereinstimmt. 
Es trifft zu, dass die Überweisungen der B.____ GmbH nicht explizit als Lohn bezeichnet worden 
sind. Die Beschwerdegegnerin verkennt dabei jedoch, dass die Deklaration des Zahlungsgrunds 
für Überweisungen nicht obligatorisch ist. Zudem darf wohl davon ausgegangen werden, dass 
Überweisungen der Arbeitgeberin an den Arbeitnehmer vermutungsweise als Lohn gelten. Dies 
auch dann, wenn der Betrag nicht "en bloc" Ende Monat, sondern Ende Jahr überwiesen wird. 
Der Lohn muss lediglich überprüfbar sein, was aufgrund der eingereichten Bankbelege aber wei-
testgehend möglich ist. Damit gilt der Lohnfluss als nachgewiesen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 15. Juni 2021, 8C_194/2021, E. 4.5). Überdies stellen der aktuelle IK-Auszug und die Steu-
ererklärungen 2022 starke Indizien dafür dar, dass Lohn bezogen worden ist. Bei dieser Beweis-
lage ist es nicht Sache des Beschwerdeführers, einen weitergehenden Nachweis zu erbringen, 
dass es sich bei den überwiesenen Beträgen um Lohnzahlungen handelt. Vielmehr wäre die 
Kasse verpflichtet gewesen, näher darzulegen, welchen anderen Zweck die Zahlungen gehabt 

 

 
 
Seite 12    

haben sollen. Ein konkreter anderer Zahlungszweck wird aber von der Kasse nicht bezeichnet 
und ist auch nicht ersichtlich.  
 
9.2 Festzuhalten ist, dass die dem Beschwerdeführer von der B.____ GmbH überwiesenen 
Beträge teilweise nicht kongruent mit dem vertraglich vereinbarten Lohn und den Angaben in den 
Lohnausweisen sind. Diese Unstimmigkeiten sind gegebenenfalls über den versicherten Ver-
dienst auszugleichen (BGE 131 V 444 E. 3.2.3). Die Quantifizierung des versicherten Verdiensts 
ist jedoch nicht im vorliegenden Verfahren durch das Kantonsgericht vorzunehmen, sondern 
durch die Vorinstanz. Dabei ist zu beachten, dass die Beschwerdegegnerin im Einspracheent-
scheid den Lohnfluss als nicht nachgewiesen erachtete, nachdem sie die von der zuständigen 
Treuhandfirma eingeforderten Buchhaltungsunterlagen wie zum Beispiel die Bilanz- und Erfolgs-
rechnung der Jahre 2022 und 2023 nicht innert Frist erhalten hatte. Auch zu den im vorliegenden 
Beschwerdeverfahren durch den Beschwerdeführer eingereichten 32 Seiten seines Kontokor-
rent-Kontos 2120, durch welche der Lohnfluss nachgewiesen werden sollte, liess sich die Be-
schwerdegegnerin mit keinem Wort vernehmen. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die 
Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese im Rahmen der ihr obliegenden 
Abklärungspflicht (Art, 43 ATSG) die Höhe den versicherten Verdienst eruiert. Sie wird dabei 
sämtliche erforderlichen Unterlagen wie zum Beispiel die Abschlüsse der Jahre 2022 und 2023 
mit Bilanz und Erfolgsrechnung bei der B.____ GmbH bzw. bei deren Treuhandfirma einholen 
und den versicherten Verdienst neu berechnen müssen. 
 
9.3 Aus dem Gesagten folgt entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin, dass der 
Beschwerdeführer innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 7. August 2021 bis 6. Au-
gust 2023 einer beitragspflichtigen Beschäftigung bei der B.____ GmbH nachgegangen ist und 
dafür nachgewiesenermassen Lohn bezogen hat. Die Beschwerde wird folglich in diesem Sinne 
gutgeheissen und die Angelegenheit zur Berechnung des versicherten Verdiensts und zur Prü-
fung der weiteren Anspruchsvoraussetzungen an die Kasse zurückgewiesen. 
 

10.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das AVIG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben (vgl. auch § 20 Abs. 2 VPO).  
 
10.2 Die obsiegende Beschwerde führende Partei hat Anspruch auf Ersatz der Parteikosten 
(Art. 61 lit. g ATSG und § 21 Abs. 1 VPO). Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für 
den bundesrechtlichen Anspruch auf eine Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in 
dem Sinne, dass der Beschwerde führenden Person durch die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und der Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen 
Beurteilung alle Rechte im Hinblick auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 
215 E. 6.2). Nachdem die Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur neuen Verfügung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung aus-
zurichten. Gemäss Honorarnote vom 6. Februar 2025 macht der Rechtsvertreter des Beschwer-
deführers bei einem Aufwand von 23,92 Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen (inkl. Fahrspesen und 
Kleinspesenpauschale von 3 %) von insgesamt Fr. 200.20 zuzüglich 8.1 % Mehrwertsteuer ein 

 

 
 
Seite 13    

Honorar von Fr. 6'679.90 geltend, was nicht zu beanstanden ist. Die Kasse hat demnach dem 
Beschwerdeführer eine Entschädigung in der Höhe von Fr. 6'679.90 auszurichten. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a 
BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und 
damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren er-
sparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt 
es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und 
anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-rechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
Seite 14    

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid vom 11. April 2024 aufgehoben und die Angelegenheit zur 
weiteren Abklärung des Sachverhalts im Sinne der Erwägungen und 
zum Erlass einer neuen Verfügung an die Unia Arbeitslosenkasse zu-
rückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Unia Arbeitslosenkasse hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 6'679.90 (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer) auszurichten.