# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3686893b-f5d4-53a7-a7de-ee276c3320c0
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-09-29
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 29.09.2021 S 2020 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-38_2021-09-29.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und Dr. iur. Matthias Suter 
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 29. September 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführerin
vertreten durch RA lic. iur. B.________

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Leistungen)

S 2020 38

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Urteil S 2020 38

A. Die 1971 geborene Versicherte, A.________, meldete sich am 6. November 2015 
bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an. Sie war seit dem 13. Mai 2015 wegen 
beidseitiger Schulterproblemen zu 50 % und seit dem 24. September 2015 zu 100 % 
arbeitsunfähig (IV-act. 4). Die IV-Stelle holte daraufhin bei den behandelnden Ärzten 
aktuelle Berichte ein, zog die Akten der Krankentaggeldversicherung bei und legte das 
Dossier dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor. Mit Vorbescheid vom 23. August 
2018 gab die IV-Stelle der Versicherten bekannt, dass sie vorsähe, ihr vom 1. Mai bis zum 
31. August 2016 eine halbe Rente, vom 1. Februar bis zum 30. Juni 2017 eine ganze 
Rente und vom 1. bis zum 31. Juli 2017 wiederum eine halbe Rente zuzusprechen. Ab 
dem 1. August 2017 bestehe bei einem Invaliditätsgrad von 35 % kein Rentenanspruch 
mehr (IV-act. 61). Mit Verfügung vom 10. Februar 2020 hielt die IV-Stelle vollumfänglich 
an ihrem Vorbescheid fest und verneinte einen Rentenanspruch der Versicherten über den 
31. Juli 2017 hinaus (IV-act. 95 und 98). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 12. März 2020 liess A.________ 
beantragen, die Verfügung vom 10. Februar 2020 sei aufzuheben und die Angelegenheit 
sei zur Einholung eines externen interdisziplinären Gutachtens und darauf beruhender 
erneuter Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei ihr 
mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur Begründung stellte sich 
die Beschwerdeführerin im Wesentlichen auf den Standpunkt, die Einschätzungen des 
RAD-Arztes Dr. C.________ seien nicht geeignet, um als Grundlage der Verweigerung 
einer Rente ab dem 1. August 2017 zu dienen (act. 1). 

C. Der mit Verfügung vom 16. März 2020 verlangte Kostenvorschuss von Fr. 800.– 
wurde von der Beschwerdeführerin fristgerecht bezahlt (act. 2 f.).

D. Mit Vernehmlassung vom 19. Mai 2020 beantragte die IV-Stelle die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Begründend wurde im Wesentlichen 
ausgeführt, die behandelnden Ärzte würden von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
körperlich leichten, die Schulter schonenden Tätigkeit ausgehen (act. 5). 

E. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
jeweiligen Anträgen fest (act. 10 und 12). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein.

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Urteil S 2020 38

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (in casu: 
10. Februar 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1). 

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Dementsprechend sieht Art. 82a ATSG vor, dass für im 
Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen 
Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende 
Beschwerde wurde am 12. März 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 31. Dezember 
2020 gültigen Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in 
dieser Fassung zitiert werden. 

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die 
Invalidenversicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 
des Kantons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos 
gegeben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 10. Februar 2020; diese ging am 
11. Februar 2020 beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein. In Anwendung von 
Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG ist dagegen direkt Beschwerde beim zuständigen Versicherungs-
gericht einzureichen. Die Beschwerdeschrift wurde am 12. März 2020 der Post übergeben. 
Die gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit 
gewahrt. Die Beschwerdeführerin ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen 
und zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begrün-
dung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 

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Urteil S 2020 38

einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der 
Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11). 

3.
3.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die 
ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern 
können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Bei einer Invalidität 
von 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, ab 50 % auf eine halbe, ab 60 % auf 
eine Dreiviertels- und ab 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 

3.2 Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder länge-
re Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Bei erwerbstätigen Versicher-
ten wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; sog. Einkommensvergleich). 

3.3 Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer 
Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und 
andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass 
Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der 
Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 
121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd mit Hinweis). Ob eine für den 
Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für 
die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich 
durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des 
Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung 
der Rente. Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und 
wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht 
eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur 

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Urteil S 2020 38

Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung 
ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung 
hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum 
und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen 
(EVG I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).

3.4 Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die 
anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung 
von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie 
voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem 
sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich 
weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit.

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der 
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in 
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 
Person noch zugemutet werden können (AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc mit weiteren Hinweisen). 

4. Zum Gesundheitszustand und zur Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit der 
Beschwerdeführerin lässt sich den Akten im Wesentlichen Folgendes entnehmen:

4.1 Mit Bericht vom 8. Juli 2015 hielt Dr. med. D.________, Leitender Arzt Orthopädie 
und Traumatologie des Kantonsspitals E.________, folgende Diagnosen fest:

- Schulter rechts: Progrediente Rotatorenmanschetten-Ruptur (Supraspinatus/Infra-
spinatus, AC-Gelenksarthropathie, Bizepstendinopathie);

- Schulter links: ventrale bursalseitige Partialruptur der Supraspinatussehne, 
Bizepstendinopathie sowie AC-Gelenksarthropathie.

Anamnestisch wurde darauf hingewiesen, dass die Schulterschmerzen zunächst nur 
rechtsseitig vorhanden und bereits mit Physiotherapie und Infiltration erfolglos behandelt 
worden seien. Neu bestünden auch Beschwerden auf der linken Seite. Es bestehe ein 

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Ruhe- sowie Nachtschmerz. Ein Liegen auf beiden Schultern sei unangenehm. Die 
Schmerzen würden beim Heben des Armes über die Horizontale zunehmen und belastete 
Arbeiten würden schwerfallen. Dies schränke stark ein bei der Arbeit als Köchin. Hier sei 
aktuell eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Da im Vergleichs-MRI eine 
Progredienz sichtbar war, empfahl Dr. D.________ die Schultergelenksarthroskopie, 
Bizepstenotomie/Tenodese, subacromiale Dekompression sowie AC-Gelenksresektion 
und Refixation der Rotatorenmanschette (IV-act. 8 S. 4 f.). Die genannte Operation 
erfolgte am 23. September 2015 (IV-act. 8 S. 6 f.), woraufhin der Versicherten eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (IV-act. 8 S. 3). Der postoperative Verlauf der 
rechten Schulter zeigte sich in der Folge erfreulich, weshalb die Versicherte ab Februar 
2016 wieder zu arbeiten begann, zunächst zu 20 %, dann zu 50 % (IV-act. 15). Daraufhin 
zeigten sich die Schmerzen in der linken Schulter jedoch deutlich progredient, sodass 
diese von nun an im Vordergrund standen (IV-act. 17). 

4.2 Mit Stellungnahmen vom 5. April und 10. Mai 2016 kam die damals zuständige 
RAD-Ärztin Dr. med. F.________, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, Fachärztin für 
Arbeitsmedizin, zum Schluss, dass die Versicherte aufgrund ihrer Schulterbeschwerden in 
ihrer bisherigen Tätigkeit dauerhaft zu 50 % eingeschränkt sei. In einer körperlich 
angepassten Tätigkeit – leichte Tätigkeit inkl. rein stehende Tätigkeiten ohne 
Überkopfarbeiten und ohne das Heben und Tragen von Lasten über 10 kg – hielt sie die 
Versicherte zu 100 % arbeitsfähig (IV-act. 21 f.). 

4.3 Am 23. November 2016 wurde auch die linke Schulter operiert (IV-act. 32 S. 1 f.), 
woraufhin wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestand (IV-act. 34). Auch bezüglich 
linker Schulter zeigte sich ein korrekter postoperativer Verlauf mit persistierenden 
Schmerzen über dem AC-Gelenk, weshalb ab April 2017 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für 
leichtere Tätigkeiten unter der Horizontalen bescheinigt wurde (IV-act. 38). Am 20. Juli 
2017 wurde eine Infiltration durchgeführt. Danach zeigte sich eine Besserung der 
Beschwerdesymptomatik (IV-act. 47 S. 1). Unter der forcierten Physiotherapie kam es 
sodann auch zu einer deutlichen Verbesserung der aktiven sowie passiven Beweglichkeit 
(IV-act. 53 S. 3). Vorübergehend wurde die Arbeitsunfähigkeit daher ab dem 23. Oktober 
2017 auf 25 % herabgesetzt, bevor ab dem 29. November 2017 wiederum eine 50%ige 
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (IV-act. 53 S. 1 ff.). 

4.4 Am 27. April 2018 nahm die neu zuständige RAD-Ärztin G.________, Fachärztin 
Physikalische Medizin und Rehabilitation, zu den Neuakten Stellung. Dabei führte sie aus, 

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dass die Funktionalität beider Schultern, vor allem in glenohumeraler Abduktion 
(Überkopfarbeit) massgeblich eingeschränkt sei. Aus diesem Grund sei die Versicherte 
seit dem 13. Mai 2015 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Hilfsköchin in unterschiedlichem 
Ausmass nur eingeschränkt arbeitsfähig. Seit dem 29. November 2017 bestehe eine 
dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von 50 %. Hingegen sei der Versicherten seit dem 23. Mai 
2017 in einer leidensangepassten Tätigkeit (Verweis auf das ergonomische Profil vom 
5. April 2016) ein 100%iges Arbeitspensum ohne Leistungseinbusse zumutbar (IV-
act. 54). 

4.5 In der Zwischenzeit stellte sich die Versicherte in der Uniklinik H.________ vor. Mit 
Bericht vom 28. Mai 2018 berichtete Dr. med. I.________, Assistenzärztin Orthopädie der 
Universitätsklinik H.________, über die Erstuntersuchung vom 20. April 2018. Dabei führte 
die untersuchende Orthopädin aus, dass die Tätigkeit als Köchin eine körperlich 
anstrengende Tätigkeit sei, welche sich vor allem auf die schmerzhafte linke Schulter 
problematisch auswirke. Betreffend Funktionseinschränkungen wurde darauf hingewiesen, 
dass die Patientin eine starke Schmerzproblematik habe. Zudem zeige sich eine 
ausgeprägte Druckdolenz über dem AC-Gelenk. Jegliche Tests der Rotatorenmanschette 
hätten sich im Vergleich zur Gegenseite abgeschwächt gezeigt. Dies könne auch 
schmerzbedingt sein. Dadurch verliere die linke Schulter sicher an Funktion, sodass die 
Patientin in ihrer körperlich anstrengenden Tätigkeit aktuell nur zu 50 % arbeitsfähig sei. 
Aufgrund der Schmerzproblematik an der linken Schulter sei die Patientin vor allem bei 
körperlich anstrengenden Tätigkeiten, beispielsweise auch bei Überkopftätigkeiten, 
eingeschränkt (IV-act. 57). 

4.6 Nachdem die Versicherte gegen den Vorbescheid vom 23. August 2018 (IV-
act. 61) Einwand erhoben hatte (IV-act. 65 und 73), holte die IV-Stelle bei den 
behandelnden Fachärzten weitere Berichte ein (IV-act. 74 ff.).

Mit Sprechstundenbericht vom 20. Juli 2018 hielt PD Dr. med. J.________, Leitender Arzt 
Schulterchirurgie der Universitätsklinik H.________, umschriebene Restschmerzen im 
Bereich des Coracoids/Claviculavorderrands der linken Schulter fest. Er wies darauf hin, 
dass gleichentags eine Infiltration durchgeführt worden sei mit direkt im Anschluss 
verschwundenen Beschwerden. Sollte die Patientin durch diese Infiltration einen positiven 
Effekt verspüren, werde eine offene Revision der wahrscheinlich narbeninduzierten 
Schmerzen diskutiert (IV-act. 79 S. 3 f.). Am 3. August 2018 berichtete PD Dr. J.________ 
über eine unveränderte Druckdolenz im Bereich des resizierten AC-Gelenkes. Ansonsten 

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sei die Schulteruntersuchung unauffällig gewesen. Die periphere Durchblutung, Motorik 
und Sensibilität seien intakt. Leider habe die durchgeführte lokale Infiltration nur sehr 
beschränkt gewirkt (IV-act. 79 S. 1 f.).  

Dem Sprechstundenbericht von Dr. D.________ vom 14. November 2018 kann 
entnommen werden, dass sich die Versicherte infolge der persistierenden Schmerzen 
linksseitig zur empfohlenen Narbenrevision entschieden hat (IV-act. 77). 

Aus dem Sprechstundenbericht der Rheumatologie des Kantonsspitals E.________ vom 
7. Dezember 2018 ergibt sich, dass die Zuweisung durch den Hausarzt bei Verdacht auf 
eine axiale und periphere Spondylarthritis erfolgte. Vom 28. November bis zum 4. Dezem-
ber 2018 wurde daher eine Steroidstosstherapie durchgeführt. Hierdurch sei es zur 
vollständigen Regredienz der Morgensteifigkeit im Bereich der Hände und Hüftregionen 
gekommen; zudem zu einer vollständigen Schmerzregredienz der Epicondylen. Auch die 
Schmerzen im Bereich der Hände hätten sich vollständig regredient gezeigt, in der 
Hüftgegend lediglich zu 50 %. Im Bereich der Patellasehnen habe sich ein diskrepanter 
Befund mit nicht vollständigem Ansprechen gezeigt. Die Schulter- sowie die 
Rückenschmerzen seien durch die Steroidtherapie unverändert geblieben. Im Bereich der 
schmerzhaften BWS-Regionen hätten sich jedoch Myogelosen als nicht-entzündliche 
Erklärung für die Beschwerden gezeigt. Es sei daher eine NSAR-Therapie etabliert 
worden (IV-act. 78 S. 4 ff.). Am 2. Mai 2019 berichteten die Rheumatologinnen des 
Kantonsspitals E.________ über die mehrmalig durchgeführten NSAR-Rotationen, welche 
jeweils nur ein insuffizientes Ansprechen mit nur partieller Regredienz sämtlicher 
Beschwerden erwirkt hätten. Bezüglich der myofaszialen Befunde zeige sich eine leichte 
Regredienz unter Physiotherapie. Die Schulterschmerzen seien unverändert. Aufgrund 
dessen bestehe nun die Indikation zu einer Therapie mit einem TNF-Blocker. Die 
Versicherte werde vorerst auf die angedachte lokale Narbenrevision der linken Schulter 
verzichten und zunächst eine gute Krankheitskontrolle des entzündlichen Zustandes 
anstreben (IV-act. 78 S. 1 ff.). 

4.7 Am 5. August 2019 nahm RAD-Arzt Dr. med. C.________, Facharzt Allgemeine 
Innere Medizin FMH, zu den Neuakten Stellung und kam zum Schluss, dass angesichts 
der neu eingeleiteten Behandlung mit einem TNF-Blocker noch kein stabiler 
Gesundheitszustand vorliege. Er schlug der IV-Stelle deshalb vor, bei den behandelnden 
Fachärzten Verlaufsberichte einzuholen und die von ihm gestellten Fragen zu Diagnose, 

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Verlauf, Befund und Arbeitsfähigkeit etc. zu beantworten (IV-act. 80), was die IV-Stelle in 
der Folge tat (IV-act. 81 ff.).

Doktor D.________ teilte daraufhin Anfangs September 2019 mit, dass er die Patientin 
nach dem 14. November 2018 nicht mehr gesehen habe, sodass er keine Angaben 
machen könne (IV-act. 84). 

Die behandelnden Rheumatologinnen des Kantonsspitals E.________ nahmen zu den 
Fragen der IV-Stelle am 12. September 2019 Stellung, wobei sie betreffend die 
Diagnosen, den klinischen Verlauf und die aktuelle Behandlung auf die beigelegten 
Sprechstundenberichte vom 2. Mai und 6. August 2019 verwiesen. Im 
Sprechstundenbericht vom 6. August 2019 wurde neu eine chronische Hepatitis B-
Infektion (ED 30. April 2019) diagnostiziert. Diesbezüglich sei eine sonografische 
Beurteilung erfolgt, wobei sich jedoch kein Hinweis für eine moderate oder fortgeschrittene 
Hepatopathie bzw. Fibrose gezeigt habe. Die Leberbiopsie habe diesen Befund bestätigt. 
Die Leberfunktionswerte seien normwertig. Als Ergänzung zu den genannten 
Sprechstundenberichten führten die Rheumatologinnen aus, dass aufgrund des noch 
unveränderten Beschwerdebilds eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als 
Köchin bestehe. Angesichts der persistierenden Beschwerden sei das Heben von Lasten 
über 5 bis 10 kg, auch ohne Arbeit über der Schulterebene und/oder mit ständigem 
Armvorhalten, weiterhin nicht bzw. nur sehr eingeschränkt zumutbar. Sie würden sich 
durch die neu etablierte Therapie mit dem TNF-alpha-Blocker eine Beschwerdebesserung 
erhoffen. Ansonsten sei weiterhin eine leichte körperliche Arbeit zumutbar, jedoch sollten 
repetitive Tätigkeiten vermieden werden (IV-act. 85).

Am 25. September 2019 berichtete die Universitätsklinik H.________, dass die 
Schulteruntersuchung aufgrund der Befunde anlässlich der letzten Verlaufskontrolle vom 
3. August 2018 bis auf die umschriebene Druckdolenz im Bereich des resezierten AC-
Gelenkes unauffällig gewesen sei. Die periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität 
seien intakt. Biomechanisch bestünden keine Einschränkungen der Belastbarkeit der 
Schulter. Beim Heben schwerer Gegenstände sowie Elevation über die Horizontale oder 
Body-Cross-Bewegungen sei allerdings eine Beschwerdezunahme zu erwarten. Die 
seitens der IV-Stelle beschriebene körperlich leichte Tätigkeit ohne Hebe- oder 
Tragebelastungen über 5 bis 10 kg und ohne Arbeiten über der Schulterebene oder in 
ständiger Armvorhalte hielt der behandelnde Orthopäde für leidensangepasst. Je nach 

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Verlauf innerhalb des letzten Jahres könnte in diesem Rahmen eine volle Arbeitsfähigkeit 
vorliegen (IV-act. 87). 

4.8 Am 15. Oktober 2019 nahm RAD-Arzt Dr. C.________ erneut Stellung. Dabei 
merkte er einleitend an, dass die von ihm formulierten Fragen fachärztlicherseits nur 
unvollständig beantwortet worden seien. Bezogen auf eine angepasste körperlich leichte 
Tätigkeit ohne Hebe- und Tragbelastungen über 5 bis 10 kg, ohne Arbeiten Überkopf oder 
in ständiger Armvorhalte seien die Behandler indes denn auch von einer medizinisch 
theoretischen vollschichtigen Arbeitsfähigkeit ausgegangen. Hieran ändere auch die neu 
diagnostizierte chronische Hepatitis B-Infektion nichts. Angesichts dessen könne daher 
unverändert auf die Beurteilung gemäss RAD-Stellungnahme vom 27. April 2018 
abgestützt werden (IV-act. 89)

4.9 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin den 
Bericht von Dr. med. K.________, Oberärztin mbF der Rheumatologie des Kantonsspitals 
E.________, vom 25. Juni 2020 zu den Akten. Doktor K.________ führte darin aus, dass 
aufgrund der verschiedenen Beschwerden eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit bestehe. 
Einerseits bestehe ein Status nach operativer Behandlung der Schultern beidseits 
andererseits seien auch degenerative Veränderungen zumindest im linken Knie bekannt. 
Zudem könne eine zumindest intermittierend entzündliche Komponente einer axialen und 
peripheren Spondyloarthritis mit positivem Nachweis des HLB B 27 Genes nicht 
ausgeschlossen werden. Aufgrund der multifaktoriellen Ätiologie der Beschwerden mit nun 
auch begleitender depressiver Stimmungslage wäre ein interdisziplinäres Gutachten mit 
Beteiligung eines Rheumatologen, Orthopäden und Psychiaters, allenfalls ergänzt durch 
eine EFL zur genaueren Feststellung der Arbeitsfähigkeit sinnvoll (Bf-act. 3).

5.
5.1 Diese medizinischen Unterlagen gilt es nun nach dem im 
Sozialversicherungsrecht geltenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung zu werten, 
d.h. der Richter ist grundsätzlich an keine förmlichen Beweisregeln gebunden. Zu 
beachten ist dabei jedoch, dass der Sozialversicherungsrichter bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen darf, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine 
und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 
Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

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Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. 
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung aber als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen 
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen. 
So ist namentlich den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung 
grundsätzlich volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die 
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Demgegenüber darf und soll der Richter in Bezug 
auf Berichte von Hausärzten – wie auch von behandelnden Fachärzten (EVG I 655/05 
vom 20. März 2006 E. 5.4) – der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher 
zugunsten ihrer Patienten aussagen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind 
Berichte der behandelnden Ärzte aufgrund der Verschiedenheit von Expertise und 
Therapie grundsätzlich mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den allgemein 
praktizierenden Hausarzt, den behandelnden Spezialarzt und namentlich für den 
therapeutischen Psychiater mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis zum Patienten, 
welcher die geklagten Beschwerden als Faktum hinzunehmen hat (BGer 9C_420/2008 
vom 23. September 2008 E. 3 mit Hinweisen). Immerhin verpflichtet aber jede 
substanziiert vorgetragene Einwendung den Richter, den von der Rechtsprechung 
aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend zu prüfen, ob sie in 
rechtserheblichen Fragen die Auffassungen und Schlussfolgerungen eines vom Gericht 
oder von der Verwaltung förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, 
dass davon abzuweichen ist (vgl. zum Ganzen BGE 125 V 351 E. 3 mit zahlreichen 
Hinweisen). 

5.2 Bei Berichten des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 3 IVV – um solche handelt es 
sich bei den vorliegenden Stellungnahmen des RAD Zentralschweiz – ist zu beachten, 
dass es sich dabei weder um medizinische Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG noch 
um Untersuchungsberichte gemäss Art. 49 Abs. 2 IVV handelt. Ihre Funktion besteht ein-
zig darin, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen. Dazu ge-

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hört auch, bei sich widersprechenden medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen 
und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zu-
sätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Solchen Berichten nach Art. 49 Abs. 3 IVV kann 
zwar ein gewisser Beweiswert zugemessen werden und es ist nach der Rechtsprechung 
dem Sozialversicherungsgericht grundsätzlich auch nicht verwehrt, gestützt auf im We-
sentlichen oder sogar ausschliesslich vom am Recht stehenden Versicherungsträger in-
tern eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind an die Be-
weiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch nur 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind (BGer 9C_341/2007 vom 16. November 2007 
E. 4.1 mit Hinweis auf BGE 122 V 157 E. 1d). 

6.
6.1 Wie sich aus den medizinischen Akten ergibt, ist die Beschwerdeführerin aufgrund 
beidseitiger Schulterprobleme seit dem 13. Mai 2015 in ihrer Arbeitsfähigkeit erheblich 
eingeschränkt. Während seit dem 23. September 2015 infolge einer Operation der rechten 
Schulter vorübergehend eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit galt, bestand bei Ablauf der 
einjährigen Wartezeit eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem 30. Mai 2016 wurde diese 
Arbeitsunfähigkeit schliesslich auf 25 % reduziert, bevor ab dem 23. November 2016 
infolge einer Schulteroperation links vorübergehend bis zum 2. April 2017 wiederum eine 
100%ige Arbeitsunfähigkeit galt. Ab dem 3. April 2017 wurde behandlerseits wiederum die 
zuvor geltende 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Spricht die Beschwerdegegnerin der 
Beschwerdeführerin ausgehend von den soeben dargelegten Arbeitsunfähigkeiten eine 
halbe Rente vom 1. Mai bis 31. August 2016, eine ganze Rente vom 1. Februar bis 
30. Juni 2017 und wiederum eine halbe Rente ab dem 1. Juli 2017 zu, ist dies nicht zu 
beanstanden. Völlig zu Recht wird dies denn auch seitens der Beschwerdeführerin nicht 
gerügt. 

6.2 Streitig ist hingegen die Rentenbefristung per 31. Juli 2017. Während sich die IV-
Stelle diesbezüglich im Wesentlichen auf die Stellungnahme des RAD vom 27. April 2018 
stützt, wonach die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit – körperlich leichte 
Tätigkeit, die keine Überkopfarbeiten erfordert und bei der die Beschwerdeführerin keine 
Lasten über 10 kg heben muss (IV-act. 21) – ab dem 23. Mai 2017 (sechs Monate nach 
der Operation an der linken Schulter vom 23. November 2016) zu 100 % arbeitsfähig ist 
(IV-act. 54), ihr mithin ab 1. August 2017 kein Rentenanspruch mehr zusteht, stellt sich die 
Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, der RAD-Beurteilung könne in dieser Hinsicht 

13

Urteil S 2020 38

nicht gefolgt werden. Vielmehr sei sowohl in der angestammten als auch in einer 
angepassten Tätigkeit von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Wie 
nachfolgend aufzuzeigen sein wird, kann dieser Ansicht der Beschwerdeführerin indes 
nicht gefolgt werden.

6.2.1 Unter Hinweis auf Erwägung 5.2 ist noch einmal in Erinnerung zu rufen, dass es 
grundsätzlich zulässig ist, im Wesentlichen oder sogar ausschliesslich gestützt auf intern 
eingeholte medizinische Unterlagen zu entscheiden. In solchen Fällen sind jedoch strenge 
Anforderungen an die Beweiswürdigung in diesem Sinne zu stellen, dass bei auch nur 
geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen sind. Vorliegend bestehen für das Gericht jedoch 
gerade keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Beurteilungen. 

6.2.1.1 Fest steht, dass die Funktionalität beider Schultern der Beschwerdeführerin vor 
allem bei Überkopfarbeit eingeschränkt ist und sich diese Gesundheitsproblematik auf ihre 
Arbeitsfähigkeit auswirkt. Dementsprechend nahmen die zum damaligen Zeitpunkt 
zuständigen RAD-Ärztinnen Dr. F.________ und G.________ – und mit ihr auch die 
Beschwerdegegnerin – eine dauerhaft eingeschränkte Arbeitsfähigkeit in der 
angestammten Tätigkeit als Köchin im Umfang von 50 % an (vgl. RAD-Stellungnahmen 
vom 10. Mai 2016 [IV-act. 22] und 27. April 2018 [IV-act. 54]). Den beidseitigen 
Schulterbeschwerden hat Dr. F.________ sodann auch im Rahmen des von ihr 
formulierten ergonomischen Profils Rechnung getragen, indem nur noch körperlich leichte 
Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten und ohne das Heben und Tragen von Lasten über 10 
kg zugemutet wurden (vgl. RAD-Stellungnahme vom 5. April 2016 [IV-act. 21 S. 2]). 
Inwiefern der Beschwerdeführerin aber selbst eine körperlich leichte, die Schultern 
schonende Tätigkeit nicht zumutbar sein sollte, ist nicht ersichtlich. Zunächst ist darauf 
hinzuweisen, dass die Einschätzung von Dr. F.________ im Einklang mit der seitens der 
Krankentaggeldversicherung in Auftrag gegebenen medizinischen Beurteilung durch 
Dr. med. L.________, Chirurgie und Traumatologie FMH, vom 15. April 2016 steht, ging 
der versicherungsinterne Arzt unter Berücksichtigung der beidseitigen 
Schulterbeschwerden doch ebenfalls von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit aus (vgl. IV-act. 19 S. 24 f.). Sodann bestätigte auch die 
Universitätsklinik H.________ im Bericht vom 28. Mai 2018, dass die Beschwerdeführerin 
aufgrund der Schmerzproblematik an der linken Schulter vor allem bei körperlich 
anstrengenden Tätigkeiten, wie beispielsweise auch Überkopftätigkeiten, eingeschränkt 
sei (vgl. IV-act. 57 S. 4 Ziff. 4.5). Weitergehende Funktionseinschränkungen wurden im 

14

Urteil S 2020 38

besagten Bericht hingegen nicht festgehalten. Insofern kann die Beschwerdeführerin aus 
dem Umstand, dass die Universitätsklinik H.________ im Hinblick auf die Frage der 
Arbeitsfähigkeit in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit (Ziff. 4.2) auf die in der 
angestammten Tätigkeit attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit verwies (Ziff. 4.1), nichts zu 
ihren Gunsten ableiten, zumal diese Auffassung nicht weiter begründet wurde. Eine 
medizinisch objektivierbare Grundlage, auch angepasste Tätigkeiten nur noch in einem 
Umfang von 50 % zuzulassen, ist jedenfalls nicht erkennbar. Auf Nachfrage der IV-Stelle 
bestätigte die Universitätsklinik H.________ mit Bericht vom 25. September 2019 zudem, 
dass eine körperlich leichte Tätigkeit, bei der die Beschwerdeführerin keine Gewichte über 
5 bis 10 kg heben und tragen sowie keine Arbeiten über der Schulterebene oder in 
ständiger Armvorhalte ausüben müsse, als leidensangepasst anzusehen sei. In einer 
solch angepassten Tätigkeit wird seitens der Orthopäden der Universitätsklinik 
H.________ je nach Verlauf innerhalb des letzten Jahres eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 
angenommen (vgl. IV-act. 87). Die letzte Verlaufskontrolle der Universitätsklinik 
H.________ fand am 3. August 2018 statt. Zum damaligen Zeitpunkt war die 
Schulteruntersuchung abgesehen von der umschriebenen Druckdolenz im Bereich des 
resizierten AC-Gelenkes unauffällig. Die periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität 
waren intakt (vgl. IV-act. 79 S. 1). Dies im Unterschied zur Erstuntersuchung vom 20. April 
2018, bei der sich jegliche Tests der linken Rotatorenmanschette abgeschwächt zeigten 
(vgl. IV-act. 57 S. 2). Entsprechend ist es nachvollziehbar, wenn die Ärzte der 
Universitätsklinik H.________ biomechanisch keine Einschränkungen der Belastbarkeit 
der Schulter annahmen. Im Bericht vom 3. August 2018 wurde sodann darauf 
hingewiesen, dass sich die Beschwerdeführerin im Falle einer Beschwerdezunahme bzw. 
Zunahme des Leidensdruckes erneut melden solle (vgl. IV-act. 79 S. 2). Nachdem dies in 
der Folge nicht geschehen ist und sich die Beschwerdeführerin auch bei Dr. D.________ 
nicht mehr gemeldet hat – er hat die Patientin zuletzt am 14. November 2018 gesehen 
(vgl. IV-act. 84) –, kann nicht von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit 
der letzten Verlaufskontrolle vom 3. August 2018 ausgegangen werden. Entsprechend ist 
es auch nicht zu beanstanden, wenn sich die Ärzte der Universitätsklinik H.________ bei 
der Beantwortung der Fragen der IV-Stelle am 25. September 2019 auf den am 3. August 
2018 erhobenen Befund abstützten. Angesichts der Tatsache schliesslich, dass seit der 
letzten Verlaufskontrolle von einem stationären Verlauf auszugehen ist, kann die unter 
Vorbehalt geäusserte 100%ige Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Hinsicht angenommen 
werden. Mit der Beschwerdegegnerin ist jedenfalls nicht ersichtlich, weshalb die 
Beschwerdeführerin aufgrund des Untersuchungsbefundes vom 3. August 2018 in einer 
die Schultern schonende Tätigkeit nur noch zu 50 % arbeitsfähig sein sollte. 

15

Urteil S 2020 38

6.2.1.2 In rheumatologischer Hinsicht ist zu beachten, dass die Verdachtsdiagnose einer 
axialen und peripheren Spondylarthritis gestellt wurde (vgl. IV-act. 73 S. 8 ff.), woraufhin 
die Beschwerdegegnerin beim Kantonsspital E.________ die entsprechenden 
Sprechstundenberichte einholte (vgl. IV-act. 75). Wie RAD-Arzt Dr. C.________ mit 
Stellungnahme vom 5. August 2019 (IV-act. 80) indes zutreffend darauf hingewiesen hat, 
lassen sich den Sprechstundenberichten vom 7. Dezember 2018 (IV-act. 78 S. 4 ff.) und 
2. Mai 2019 (IV-act. 78 S. 1 ff.) keine funktionellen Einschränkungen entnehmen, die über 
die bisherigen hinausgehen würden. Sodann finden sich in den genannten Berichten auch 
keine Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Zur Arbeitsfähigkeit 
äusserten sich die behandelnden Rheumatologinnen des Kantonsspitals E.________ 
hingegen auf Anfrage der IV-Stelle im Verlaufsbericht vom 12. September 2019 (IV-act. 85 
S. 1). Stellt sich die Beschwerdeführerin diesbezüglich auf den Standpunkt, die 
behandelnden Rheumatologinnen hätten dabei nicht sämtliche Beschwerden 
berücksichtigt, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Beschwerdeführerin übersieht, dass die 
Rheumatologinnen in der angestammten Tätigkeit als Köchin gerade eine relevante 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annahmen und sie der Beschwerdeführerin auch im 
Hinblick auf eine angepasste Tätigkeit gewisse Einschränkungen zugestanden. So kamen 
die Rheumatologinnen zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin das Heben von Lasten 
über 5 bis 10 kg, Arbeiten über der Schulterebene und/oder mit ständigem Armvorhalten 
sowie repetitive körperlich leichte Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Als Begründung 
hierfür wurden persistierende Beschwerden genannt und auf die beigelegten 
Sprechstundenberichte vom 2. Mai 2019 (IV-act. 85 S. 5 ff.) und 6. August 2019 (IV-
act. 85 S. 2 ff.) verwiesen. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festgestellt hat, geht 
aus diesen Berichten wie auch aus dem Sprechstundenbericht vom 7. Dezember 2018 
(IV-act. 78 S. 4 ff.) gerade hervor, dass die Beschwerdeführerin wegen Schmerzen in den 
Knien, Ellbogen, Schultern, Hüften, Rücken und Handbereich in rheumatologischer 
Behandlung steht. Dementsprechend setzten sich die behandelnden Rheumatologinnen 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin sehr wohl mit den soeben dargelegten 
Einschränkungen auseinander und berücksichtigten diese auch bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit. Den genannten Berichten kann sodann nicht entnommen werden, dass 
eine rein stehende (oder sitzende) Tätigkeit aufgrund der Knie- und Hüftproblematik nicht 
mehr zumutbar wäre. Wie bereits dargelegt, sahen die Rheumatologinnen lediglich 
Tätigkeiten mit Heben von Lasten über 5 bis 10 kg, Arbeiten über der Schulterebene 
und/oder mit ständigem Armvorhalten sowie repetitive körperlich leichte Tätigkeiten als 
unzumutbar an. Ansonsten gingen die behandelnden Rheumatologinnen von einer 

16

Urteil S 2020 38

vollschichtigen Arbeitsfähigkeit für leichte körperliche Tätigkeiten aus. Inwiefern diese 
Stellungnahme der behandelnden Ärzte nicht geeignet sein sollte, um als Grundlage für 
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus rheumatologischer 
Sicht zu dienen, erschliesst sich dem Gericht nicht. Entsprechend ist es nicht zu 
beanstanden, wenn RAD-Arzt Dr. C.________ mit Stellungnahme vom 15. Oktober 2019 
(IV-act. 89) auch in Kenntnis der rheumatologischen Abklärungen unverändert auf die 
Beurteilung vom 27. April 2018 (IV-act. 54) – 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten körperlich leichten Tätigkeit – abstellte. Dabei berücksichtige Dr. C.________ 
nicht nur die Verdachtsdiagnose der axialen und peripheren Spondylarthritis, sondern 
auch die am 30. April 2019 diagnostizierte chronische Hepatitis B-Infektion. Angesichts der 
Tatsache aber, dass keine Hinweise für eine moderate oder fortgeschrittene 
Hepatopathie/Fibrose vorlagen und die Leberfunktionswerte normwertig waren (vgl. IV-
act. 85 S. 2 f.), vermochte auch diese neu hinzugekommene Diagnose nichts an seiner 
bisherigen Beurteilung zu ändern, was nachvollziehbar erscheint. 

6.2.1.3 Im Übrigen kann die Beurteilung von Dr. C.________ auch nicht mit der 
Begründung, es handle sich bei diesem um einen Allgemeinmediziner und eine 
persönliche Untersuchung habe ebenfalls nicht stattgefunden, diskreditiert werden. Zu 
berücksichtigen ist, dass es sich bei Dr. C.________ um einen RAD-Arzt mit langjähriger 
Erfahrung handelt, dem ja gerade sämtliche Berichte aus rheumatologischer und 
orthopädischer Hinsicht vorlagen. Stützte er sich bei seiner Beurteilung auf diese 
fachärztlichen Berichte ab, kann die Beschwerdeführerin aus der Tatsache, dass 
Dr. C.________ "nur" Facharzt für Allgemeine Innere Medizin ist, nichts zu ihren Gunsten 
ableiten, wurde behandlerseits doch sowohl aus rheumatologischer als auch aus 
orthopädischer Hinsicht bezogen auf eine angepasste körperlich leichte Tätigkeit eine 
100%ige Arbeitsfähigkeit angenommen. Indem sich Dr. C.________ auf die vorhandenen 
Dokumente abstützen konnte und er seine Stellungnahme offensichtlich in Kenntnis 
sämtlicher vorliegender medizinischer Berichte abgegeben hat, erscheint auch eine 
persönliche Untersuchung durch ihn als unnötig. Gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung können auch nicht auf eigenen Untersuchungen beruhende Berichte und 
Stellungnahmen der RAD-Ärzte beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 
und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden 
medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte fachärztliche Befassung mit der 
versicherten Person in den Hintergrund rückt (BGer 9C_25/2015 vom 1. Mai 2015 E. 4.1), 
was vorliegend klarerweise der Fall ist. 

17

Urteil S 2020 38

6.2.1.4 Zu guter Letzt ist der während des laufenden Beschwerdeverfahrens zu Händen 
der Beschwerdeführerin ausgestellte Bericht von Dr. K.________ vom 25. Juni 2020 (Bf-
act. 3) ebenfalls nicht geeignet, um an der Beurteilung des RAD auch nur geringe Zweifel 
hervorzurufen. Es trifft zwar zu, dass Dr. K.________ darin von einer relevant 
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgeht. Dem genannten 
Bericht kann jedoch nicht entnommen werden, ob sich diese Aussage auf eine angepasste 
oder nicht vielmehr auf die angestammte Tätigkeit der Beschwerdeführerin bezieht. Sollte 
es sich um eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Hinblick auf eine angepasste Tätigkeit 
handeln, begründet die behandelnde Rheumatologin sodann nicht weiter, weshalb sie in 
Abweichung zu ihrer vorangegangenen Stellungnahme vom 12. September 2019 (IV-
act. 85 S. 1) nun dennoch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit annimmt. Darüber 
hinaus darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass gewisse funktionelle Einschränkungen 
auch seitens der Beschwerdegegnerin akzeptiert werden (körperlich schwere und 
überwiegend mittelschwere Tätigkeiten, Arbeiten Überkopf und/oder in ständiger 
Armvorhalte) und der Beschwerdeführerin deshalb gerade nicht mehr sämtliche 
Tätigkeiten zugemutet werden. Weshalb der Beschwerdeführerin aber selbst eine 
körperlich leichte angepasste Tätigkeit nicht mehr zumutbar sein sollte, ist für das Gericht 
auch unter Berücksichtigung des genannten Berichts von Dr. K.________ nicht ersichtlich, 
zumal der Bericht – abgesehen von der depressiven Stimmungslage – keine 
Gesundheitsbeeinträchtigungen erwähnt, die bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und 
der Formulierung des ergonomischen Profils unberücksichtigt geblieben wären. Was 
schliesslich den Umstand anbelangt, dass die Beschwerdeführerin inzwischen offenbar 
unter einer depressiven Stimmungslage leidet, ist darauf hinzuweisen, dass psychische 
Probleme bis zum vorliegend massgebenden Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 
10. Februar 2020 (vgl. zum massgebenden Sachverhalt E. 1 vorstehend) kein Thema 
waren, sodass darauf – zumindest was das vorliegende Verfahren anbelangt – nicht weiter 
einzugehen ist. Insoweit sich eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes ergeben 
haben sollte, ist die Beschwerdeführerin auf den Weg der Neuanmeldung zu verweisen.

6.2.2 Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass die 
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Stellungnahme ihrer RAD-Ärzte sechs Monate nach 
der Operation an der linken Schulter, d.h. ab Mai 2017 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in 
einer körperlich angepassten Tätigkeit der Beschwerdeführerin ausgehen durfte. Sowohl 
die Einwände der Beschwerdeführerin als auch die in den Akten liegenden Arztberichte 
führen jedenfalls nicht dazu, dass auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

18

Urteil S 2020 38

Schlüssigkeit der RAD-Beurteilung erweckt werden und nicht darauf abgestellt werden 
konnte, sondern die Beschwerdegegnerin weitere Abklärungen hätte durchführen müssen.

7.
7.1 Betreffend die Berechnung des Invaliditätsgrades ist anzumerken, dass das von 
der IV-Stelle angenommene Valideneinkommen in der Höhe von Fr. 80'092.– (vgl. IV-
act. 62 S. 9) einer summarischen Überprüfung seitens des Gerichts standhält und die 
Berechnung im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet wird, sodass 
sich Weiterungen hierzu erübrigen.

7.2 Bezüglich des Invalideneinkommens ging die Beschwerdegegnerin vom 
Durchschnittslohn der Frauen, Tabelle TA1, ganzer privater Sektor, Kompetenzniveau 1 
aus. Bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von wöchentlich 41,7 Stunden und angepasst 
an die Nominallohnentwicklung sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten 
Abzugs in der Höhe von 5 % ergab sich ein Invalideneinkommen von Fr. 51'870.– (vgl. IV-
act. 62 S. 9). Die Beschwerdeführerin bestreitet das gestützt auf die LSE 2014 ermittelte 
Invalideneinkommen grundsätzlich nicht. Sie ist hingegen der Ansicht, es sei ein 
Leidensabzug von 15 % vorzunehmen. Begründend verweist die Beschwerdeführerin in 
diesem Zusammenhang auf die ihrer Auffassung nach vielen bestehenden 
Einschränkungen, weshalb davon auszugehen sei, dass sie wesentlich schlechter entlöhnt 
werde, als gesunde, in ihren Körperfunktionen nicht eingeschränkte Mitarbeiter. Dem kann 
indessen nicht gefolgt werden. Zunächst ist zu bedenken, dass die Höhe des Abzuges – 
im Gegensatz zur Frage, ob überhaupt ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist – eine 
Ermessensfrage darstellt und das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzt (BGE 126 V 75 E. 6). Des 
Weiteren ist festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin mit dem gewährten Abzug von 
5 % der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin keine körperlich schwere Tätigkeit mehr 
ausüben kann und repetitive Tätigkeiten vermieden werden sollen, mithin das 
Zumutbarkeitsprofil gewisse besondere Bedingungen vorsieht, Rechnung getragen hat. 
Darüber hinaus sind im vorliegenden Fall weder Alter, Dienstalter, Beschäftigungsgrad 
noch Nationalität für einen Abzug relevant, zumal Stellen des Kompetenzniveaus 1 
grundsätzlich unbesehen von Alter, Nationalität und Dienstjahren vergeben werden. 
Dementsprechend besteht kein Anlass, in das diesbezügliche Ermessen der Verwaltung 
einzugreifen, zumal selbst bei Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % – eine 
weitere Erhöhung drängt sich jedenfalls nicht auf – kein rentenbegründender 
Invaliditätsgrad resultieren würde. Nach dem Dargelegten kann jedenfalls nicht gesagt 

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werden, in der Gewährung eines Abzugs von 5 % liege ein Ermessensmissbrauch oder 
eine Ermessensüber- oder -unterschreitung, weshalb sich der von der 
Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug als korrekt erweist. Damit ist auch 
das von der Beschwerdegegnerin errechnete Invalideneinkommen von Fr. 51'870.– nicht 
zu beanstanden.

7.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'092.– und einem Invalideneinkommen 
von Fr. 51'870.– ergibt sich ein Minderverdienst von Fr. 28'222.– und somit ein 
Invaliditätsgrad von gerundet 35 %. Bei einem Invaliditätsgrad von weniger als 40 % 
besteht nach einer dreimonatigen Wartezeit per 31. Juli 2017 kein Rentenanspruch mehr. 
Dementsprechend erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist vollumfänglich 
abzuweisen. 

8. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung 
und/oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein 
bestimmter Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen 
könnten an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme 
weiterer Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 
E. 1d).

In Berücksichtigung sämtlicher Akten ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin 
ausreichend medizinisch abgeklärt wurde, konnten aus den entsprechenden 
medizinischen Unterlagen doch Schlussfolgerungen gezogen werden, die in ihrer 
Begründung zu überzeugen vermögen. Schon für die IV-Stelle gab es keinen Grund, 
weitere Abklärungen einzuholen, durfte sie doch – wie oben ausführlich dargelegt – auf die 
RAD-Stellungnahmen abstellen, weshalb es keiner externen Begutachtung bedarf und der 
Beschwerdegegnerin keine Verletzung der Abklärungspflicht gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG 
vorzuwerfen ist. Dem Antrag auf Rückweisung der Angelegenheit an die 
Beschwerdegegnerin zur Einholung eines externen interdisziplinären Gutachtens ist somit 
in zulässiger Anwendung der antizipierten Beweiswürdigung nicht stattzugeben. 

9. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten gestützt auf Art. 69 
Abs. 1bis IVG der Beschwerdeführerin aufzuerlegen, wobei eine Spruchgebühr von 
Fr. 800.– dem angefallenen Verfahrensaufwand angemessen erscheint. Eine 
Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht zuzusprechen.

20

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21

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Der Beschwerdeführerin wird eine Spruchgebühr von Fr. 800.– auferlegt, die mit 
dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 29. September 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am