# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 27365ab3-ddd2-55a7-900c-88e298cd4aba
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.04.2007 UV 2006/27
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-27_2007-04-02.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/27

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 02.04.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 02.04.2007
Art. 6 UVG: Auftreten von Nackenschmerzen nach Auffahrunfall: Verneinung 
der Kausalität bzw. einer klar ausgewiesenen organischen Unfallfolge, einer 
über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung andauernden vorübergehenden 
Verschlimmerung eines Vorzustandes sowie einer 
Schleudertraumaverletzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 2. April 2007, UV 2006/27).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Susanne Bertschler

Entscheid vom 2. April 2007

In Sachen

S.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Niedermann, Neugasse 55, 9000 St. 

Gallen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) Der 1950 geborene S.___ war bei der A.___, als Maurer-Vorarbeiter tätig und 

dadurch bei der SUVA unfallversichert, als er am 6. August 2004 in einen Verkehrsunfall 

verwickelt wurde. Der Versicherte stand als angegurteter Lenker eines kleinen 

Lieferwagens der A.___ vor einem Lichtsignal, als plötzlich eine Lenkerin mit ihrem 

Personenwagen auf das Heck auffuhr (SUVA-act. 1, 2, 4.2). Am 22. Januar 2005 suchte 

der Versicherte erstmals nach dem Unfall seinen Hausarzt Dr. med. B.___, Arzt für 

Allgemeine Medizin FMH auf. Dr. B.___ erhob in seinem Arztzeugnis vom 6. Februar 

2005 als Befunde eine gewisse Druckdolenz und Verspannungen im unteren 

Halswirbelsäulen- (nachfolgend: HWS) und oberen Brustwirbelsäulenbereich sowie 

eine gewisse Druckdolenz der Vertebra prominens, stellte jedoch relativ gute HWS-

Bewegungen und keine neurologischen Ausfälle fest. Die Röntgenuntersuchung der 

HWS seitlich zeigte eine leichte Kyphosierung mit Knick der HWS auf Höhe C3/4 mit 

Anterolisthesis von C3 gegenüber C4 um ca. 3-4 mm, auf Höhe C2/3 und C4/5 um gut 

1 mm. Die Reklinationsaufnahme zeigte eine schöne Lordosierung ohne Stufenbildung. 

Dr. B.___ hielt sodann fest, dass nach dem Unfall eine fragliche kurze Bewusstlosigkeit 

bestanden habe. Wesentliche andere Beschwerden habe der Versicherte ansonsten 

aber zunächst keine verspürt. Zirka drei bis vier Wochen nach dem Unfall seien 

Schmerzen (Nackenschmerzen [SUVA-act. 5]) und ein Einschlafgefühl im Bereich der 

Vertebra prominens aufgetreten. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde keine attestiert. Dr. 

B.___ stellte schliesslich die Diagnose posttraumatische oder traumatisierte 

degenerative HWS-Veränderungen mit leichter Instabilität und bejahte das 

ausschliessliche Vorliegen von Unfallfolgen (SUVA-act. 2). Am 23. Februar 2005 liess 

der Versicherte den Verkehrsunfall vom 6. August 2004 bei der SUVA melden (SUVA-

act. 1).

b) Gestützt auf eine Kausalitätsbeurteilung ihres Kreisarztes Dr. med. C.___ vom 13. 

April 2005 (SUVA-act. 7) eröffnete die SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom 28. 

April 2005, dass zwischen dem Unfall vom 6. August 2004 und den am 23. Februar 

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2005 gemeldeten Nackenschmerzen kein sicherer oder wahrscheinlicher 

Kausalzusammenhang bestehe. Es könnten daher keine Versicherungsleistungen 

erbracht werden (SUVA-act. 10).

B.- a) Gegen diese Verfügung erhoben sowohl die SWICA Gesundheitsorganisation 

(nachfolgend: SWICA) als Krankenversicherung des Betroffenen als auch dieser selbst, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. P. Jans, St. Gallen, am 9. bzw. 20. Mai 2005 

Einsprache (SUVA-act. 11, 13). Die SWICA beantragte die Übernahme der 

Heilungskosten. Der Rechtsvertreter des Versicherten beantragte in der nachgereichten 

Einsprachebegründung vom 8. Juli 2005, die SUVA sei zu verpflichten, ihre gesetzliche 

Leistungspflicht anzuerkennen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an 

die Verwaltung zurückzuweisen (SUVA-act. 17).

b) Auf Veranlassung des Kreisarztes Dr.C.___ (SUVA-act. 18) wurde der Versicherte 

sodann am 5. September 2005 einer vertebro-spinalen kernspintomographischen 

Untersuchung der HWS im Röntgeninstitut Dr. med. D.___ unterzogen (SUVA-act. 21). 

Auf das Untersuchungsergebnis wird, soweit entscheidnotwendig, im Rahmen der 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Mit Schreiben vom 11. Januar 2006 nahm 

der Rechtsvertreter des Versicherten zum Untersuchungsergebnis Stellung und reichte 

überdies einen Auszug aus einer Krankengeschichte von Dr. B.___ betreffend einen 

vom Versicherten im Jahr 1991 erlittenen Unfall mit Beeinträchtigung der HWS ein 

(SUVA-act. 31). Die SWICA liess sich zum neuen Aktenstand nicht vernehmen.

c) Mit Entscheid vom 16. Januar 2006 wies die SUVA die Einsprachen der SWICA und 

des Versicherten ab (SUVA-act. 32).

C.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter mit Eingabe vom 18. April 2006 Beschwerde erheben mit den 

Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid vom 16. Januar 2006 und mit ihm die 

Verfügung vom 28. April 2005 seien vollumfänglich aufzuheben. Die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihre gesetzliche Leistungspflicht 

anzuerkennen. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Verwaltung 

zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

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b) Mit Schreiben vom 19. Mai 2006 ersuchte die Beschwerdegegnerin um Sistierung 

des Verfahrens mit der Begründung, dass ihres Erachtens weitere medizinische 

Abklärungen nötig seien. Sie beabsichtige, den Schadenfall nochmals ihrer Abteilung 

Versicherungsmedizin zu unterbreiten (act. G 3). Mit Schreiben vom 2. Juni 2006 

bewilligte das Versicherungsgericht das Sistierungsgesuch (act. G 4). Nach Vorliegen 

der ärztlichen Beurteilung der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA betreffend 

beschwerdefreie Latenzzeit von Nackenbeschwerden, verfasst von Dr. med. E.___, 

Facharzt FMH für Chirurgie, vom 31. Mai 2006 (SUVA-act. 33) wurde das 

Beschwerdeverfahren fortgesetzt.

c) In der Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2006 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde.

d) Mit Schreiben vom 29. September 2006 teilte Rechtsanwalt Jans dem 

Versicherungsgericht mit, dass der Beschwerdeführer fortan durch Rechtsanwalt lic. 

iur. R. Niedermann, St. Gallen, vertreten werde (act. G 13).

e) Mit Replik und Duplik vom 31. Oktober bzw. 23. November 2006 hielten die Parteien 

unverändert an ihren Anträgen fest.

f) Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Beide Parteien 

haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verzichtet.

II.

1.- a) Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall auftretendes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Nicht erforderlich ist, dass der Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 

gesundheitlicher Störungen ist. Es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen 

mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten 

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Person beeinträchtigt hat und mithin eine Teilursache für gesundheitliche Störungen 

darstellt. Gemäss Art. 36 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die Taggelder und 

Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die Gesundheitsschädigung nur 

teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des 

Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein Gesundheitsschaden durch das 

Zusammenwirken konkurrierender, teils unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen 

bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom 18. Februar 2003 i/S S., E. 4.4 [U 287/02]). Der 

Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 S. 

45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den 

eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht 

zu denken ist (vgl. BGE 129 V 181 E. 3.2 und 3.3 mit Hinweisen). Während es Aufgabe 

des Arztes oder der Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, 

obliegt es dem Gericht, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu 

beantworten (BGE 123 III 110 E. 3a; PVG 1984 Nr. 82, 174).

b) Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen. Sind 

dagegen Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, bewirkt die Bejahung der 

natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung der adäquaten Kausalität, 

können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst 

werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, 

bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die 

versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, 

gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben 

die Abklärungen dagegen, dass die versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung 

erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen 

Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 

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psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend, andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a und 382 E. 4b 

festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit Hinweisen). Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b). Bei blossen Klagen über diffuse Beschwerden, das heisst gesundheitliche 

Beeinträchtigungen, die weder klinisch fassbar sind noch ein organisches Substrat im 

Sinne nachweisbarer struktureller Veränderungen haben, gebricht es bereits an der 

natürlichen Kausalität, womit sich eine Adäquanzbeurteilung erübrigt (vgl. dazu BGE 

119 V 340 f.).

c) Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts 

eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 

begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist somit grundsätzlich weder 

die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten. Insofern sind auch 

Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen bzw. beratenden Ärzten einholen, 

beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird 

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(BGE 125 V 352 E. 3). Auch Berichte aufgrund der Akten, wie sie vorliegend von 

Dr.C.___ und Dr. E.___ erstellt wurden, sind nicht an sich unzuverlässig, wenn 

genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1993 Nr. U 

167 S. 95).

d) Die ärztliche Beurteilung der Abteilung Versicherungsmedizin der SUVA betreffend 

beschwerdefreie Latenzzeit von Nackenbeschwerden, verfasst von Dr. E.___, vom 31. 

Mai 2006 (SUVA-act. 33) wurde von der Beschwerdegegnerin während des laufenden 

Beschwerdeverfahrens, das heisst pendente lite, eingeholt. Grundsätzlich kommt der 

Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht als ordentlichem Rechtsmittel 

Devolutiveffekt zu; die Behandlung der Sache geht also mit Einreichung der 

Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es dem Versicherungsträger 

grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde weitere oder zusätzliche 

Abklärungen vorzunehmen; nach der Rechtsprechung sind lediglich punktuelle 

Abklärungen (wie z.B. Einholen von Bestätigungen oder Rückfragen) zugelassen (vgl. 

BGE 127 V 232 f.; U. KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 2003, Art. 61 Rz. 65). Die 

Abteilung Versicherungsmedizin ist ein eigener ärztlicher Dienst der SUVA, den diese 

häufig zur Überprüfung kreisärztlicher Beurteilungen heranzieht. Im konkreten Fall 

wollte sich die Beschwerdegegnerin ausserdem ihre im angefochtenen 

Einspracheentscheid dargelegte Praxis betreffend beschwerdefreie Latenzzeit von 

Nackenbeschwerden von ärztlicher Seite nochmals differenzierter darlegen und 

bestätigen lassen. Die fragliche Abklärung durch Dr. E.___ war damit zulässig und 

kommt keiner Missachtung des Devolutiveffekts gleich. Der Beschwerdeführer konnte 

sich sodann nachträglich zur ärztlichen Beurteilung von Dr. E.___ im Rahmen des vom 

Versicherungsgericht angeordneten zweiten Schriftenwechsels äussern, womit auch 

dem Anspruch auf rechtliches Gehör Genüge getan ist (vgl. dazu Urteil des EVG vom 

29. April 2003 i/S B., E. 1.3 [I 679/02]). Die ärztliche Beurteilung von Dr. E.___ kann 

demzufolge formellrechtlich berücksichtigt werden.

2.- Vorliegend ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer am 6. August 2004 einen 

Verkehrsunfall erlitten hat, indem er mit einem kleinen Lieferwagen vor einem 

Lichtsignal stand und eine Lenkerin mit ihrem Personenwagen auf das Heck auffuhr. 

Nach dem Unfall traten beim Beschwerdeführer insbesondere Nackenschmerzen auf, 

welche er ärztlich behandeln lassen musste. Der Rechtsvertreter des 

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Beschwerdeführers betrachtet die geklagten Nackenschmerzen als natürlich kausale 

Unfallfolge des Unfalls vom 6. August 2004 und erwägt dabei drei 

Kausalitätsbegründungen. Die vom Beschwerdeführer geklagten Nackenschmerzen 

gingen allein auf den Unfall vom 4. August 2004 zurück. Die Beschwerden hätten sich 

aus dem fraglichen Unfall bei einer bestehenden unfallbedingten Vorschädigung aus 

dem Jahr 1991 ergeben oder die Beschwerden hätten sich aus dem fraglichen Unfall 

auf der Basis eines degenerativen Vorzustandes ergeben. Durch den Unfall aus dem 

Jahr 2004 habe sich eine spürbare Verschlechterung des Vorzustandes ergeben. In 

allen drei Fällen sei die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig. Die 

Beschwerdegegnerin verneint demgegenüber das Vorliegen unfallkausaler 

Nackenbeschwerden.

3.- a) Laut medizinischen Akten weist der Beschwerdeführer im Bereich der HWS 

unbestrittenermassen radiologisch sichtbare Gesundheitsschäden auf. Gemäss 

radiologischem Untersuchungsbefund von Dr. B.___ vom 22. Januar 2005 liess sich 

beim Beschwerdeführer eine leichte Kyphosierung mit Knick der HWS auf Höhe C3/4 

mit Anterolisthesis von C3 gegenüber C4 um ca. 3-4 mm und auf Höhe C2/3 sowie 

C4/5 um gut 1 mm feststellen (SUVA-act. 2). Die im Röntgeninstitut Dr. med. D.___ am 

5. September 2005 durchgeführte vertebro-spinale Kernspintomographie ergab eine 

mässige linkskonvexe skoliotische Fehlhaltung der HWS, Gegenkrümmung thorakal 

sowie eine Kyphosierung von C3-C6 mit diskreter Anteroposition von C3 gegenüber C4 

um 2-3 mm (DD Normvariante, Pseudospondylolisthesis). Ansonsten zeigte sich ein 

normales Alignement der Wirbelkörperhinterkanten (SUVA-act. 21). Fest steht somit 

insbesondere der radiologische Befund einer Anterolisthesis, d.h. einer so genannten 

HWS-Instabilität. Laut Dr.C.___ ist grundsätzlich sowohl eine degenerativ bedingte, 

aber auch eine unfallbedingte Anterolisthesis denkbar (SUVA-act. 7). Das Gericht hat 

seinen Entscheid, von welcher Kausalität letztlich auszugehen ist, wie bereits erwähnt, 

nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 

Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 

Vielmehr ist jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen 

Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 117 V 360 E. 4a mit 

Hinweisen).

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b) Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zunächst erwogene rein 

unfallbedingte HWS-Instabilität bzw. klar ausgewiesene organische Unfallfolge im 

Sinne einer strukturellen Veränderung ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu verneinen. Dr. C.___ legt in seiner Kausalitätsbeurteilung vom 13. 

April 2005 dar, es imponiere tatsächlich radiologisch eine Anterolisthesis, die bei der 

radiologischen Vergrösserung eindrücklich sei, jedoch ausgemessen sich grenzwertig 

von Relevanz zeigen dürfte. Wäre diese so genannte Instabilität beim Unfallereignis 

durch eine ligamentäre Läsion zustande gekommen, hätte der Beschwerdeführer nach 

dem Unfall sofortige Schmerzen beklagt. Er sei jedoch weder arbeitsunfähig gewesen 

noch seien umgehend, sondern erst nach Wochen Beschwerden aufgetreten. Somit sei 

dieser radiologische Befund - da auch kein Vorzustand bekannt sei (trotz auch hier 

radiologisch vorhandenen degenerativen Zeichen) - ohne klinische Relevanz und 

unwahrscheinlich aus dem Unfall herrührend. In seinem Kommentar vom 9. September 

2005 zum Ergebnis der im Röntgeninstitut Dr. D.___ am 5. September 2005 

durchgeführten kernspintomographischen Untersuchung lehnte Dr. C.___ eine 

Reevaluation seiner Beurteilung ab, verneinte das Vorliegen von Traumafolgen und 

bestätigte demgegenüber das Vorhandensein rein degenerativer Bandscheiben (SUVA-

act. 22). Dr. E.___ bestätigt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 31. Mai 2006 die 

Korrektheit der Kausalitätsbeurteilung von Dr. C.___ in jeder Hinsicht. Er weist darauf 

hin, dass die von Dr. B.___ und im Röntgeninstitut Dr. D.___ erhobene Anterolisthesis 

von 3 bzw. 2.5 mm im Normbereich liege, letztere sogar lediglich diskret sei (SUVA-act. 

33).

c) Aus den ärztlichen Beurteilungen geht somit hervor, dass eine Anterolisthesis nicht in 

jedem Fall unfallkausal sein muss, sondern auch durch eine radiologisch ebenfalls 

sichtbare diskoligamentäre Läsion zustande kommen kann. Nachdem jedoch in den 

medizinischen Akten - auch im Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 6. Februar 2005, der 

zwar das Vorliegen von Unfallfolgen bejaht - keinerlei Anhaltspunkte für eine solche 

Verletzung vorhanden sind (SUVA-act. 2, 7, 21, 33), erscheint eine unfallkausale 

Anterolisthesis nicht überwiegend wahrscheinlich. Damit stimmt sodann der Umstand 

überein, dass der fragliche Gesundheitsschaden noch im Normbereich liegt bzw. nur 

diskret ist. Die von Dr. B.___ gestellte Diagnose einer posttraumatischen oder 

traumatisierten degenerativen HWS-Veränderung mit leichter Instabilität spricht 

ebenfalls gegen eine unfallkausale Anterolisthesis. Gleiches gilt für die zeitliche 

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Komponente in Bezug auf die erst drei bis vier Wochen nach dem Unfall aufgetretenen 

Nackenschmerzen (SUVA-act. 2, 5). Im Einzelfall ist es zwar denkbar, dass sich auch 

eine strukturelle Verletzung im Ereigniszeitpunkt nicht derart schmerzhaft zeigt, dass 

sie eine weitere Körperbewegung vollkommen ausschliesst und demzufolge erst in 

einem späteren Zeitpunkt ärztlich festgestellt bzw. behandelt wird. Dass gar keine 

Schmerzen auftreten, ist jedoch bei einer traumatischen Verletzung eher 

unwahrscheinlich und muss insofern als weiteres massgebendes Indiz für das Fehlen 

einer damals erfolgten traumatischen Anterolisthesis gewertet werden. Schliesslich ist 

festzustellen, dass auch der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nichts Konkretes 

für eine überwiegend wahrscheinlich unfallkausale Anterolisthesis anzuführen vermag, 

sondern einzig deren grundsätzliche Möglichkeit anführt. Zusammenfassend ist damit 

festzuhalten, dass die im Rahmen der Bild gebenden Untersuchungen festgestellte 

Anterolisthesis nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch 

den Unfall vom 6. August 2004 verursacht wurde. Die erforderliche Wahrscheinlichkeit 

einer Unfallkausalität ist angesichts der obigen Darlegungen zu verneinen, womit die 

Anterolisthesis nachfolgend als Vorzustand zu behandeln ist. Die Frage, ob dieser 

Vorzustand unfallkausal (Unfall aus dem Jahr 1991) oder degenerativ bedingt ist, muss 

nicht beurteilt werden, nachdem im vorliegenden Fall einzig die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin in Bezug auf den Verkehrsunfall vom 6. August 2004 zu prüfen ist

d) Indem also der Beschwerdeführer anlässlich des Unfalls vom 6. August 2004 keine 

neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn eines pathologischen bzw. 

organischen Befundes erlitten hat, kommt nur eine Auslösung oder vorübergehende 

Verschlimmerung des Vorzustandes im Bereich der HWS - auch der überdies 

festgestellten Skoliose (SUVA-act. 21) - durch eine Traumatisierung in Betracht, womit 

dem fraglichen Unfall eine Teilursächlichkeit zukäme. Die Unfallversicherung übernimmt 

dabei den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 

379 S. 193 E. 2a mit Hinweisen). Eine Teilursächlichkeit des fraglichen Unfallereignisses 

durch die Auslösung oder vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes ist in 

Bezug auf den vorliegenden Fall von Anfang an zweifelhaft. Selbst wenn jedoch von 

einer solchen ausgegangen wird, gilt es sie zumindest mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit im Zeitpunkt der Behandlungsbedürftigkeit der 

Nackenschmerzen (22. Januar 2005) - eine Arbeitsunfähigkeit hatten diese keine zur 

Folge - zu verneinen. Im Rahmen der Kausalitätsbeurteilung ist zunächst allgemein von 

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Bedeutung, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den 

Unfall verursacht gelten kann, wenn sie zeitlich nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 

341 f.). Es ist sodann eine medizinische Erfahrungstatsache, dass harmlose Traumen 

mit fehlenden strukturellen Schädigungen der Gelenke und Knochen, wie 

beispielsweise Prellungen, normalerweise innert kurzer Zeit folgenlos abheilen. Eine 

augenfällige Traumatisierung der HWS geht zunächst aus den Akten keine hervor 

(SUVA-act. 5). Nach dem Gesagten ist vorliegend auch beachtlich, dass die 

Nackenschmerzen des Beschwerdeführers erst drei bis vier Wochen nach dem Unfall 

aufgetreten sind und sogar erst rund ein halbes Jahr später einer ärztlichen 

Behandlung bedurften. Gerade diese zeitliche Komponente lässt die natürliche 

Kausalität zwischen den geklagten Nackenschmerzen und dem Unfallereignis vom 6. 

August 2004 nicht als überwiegend wahrscheinlich erscheinen. Eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustandes im Bereich der Wirbelsäule zeichnet sich im 

Regelfall durch ein sofortiges Einsetzen der Beschwerden und für den 

nachkommenden natürlichen Verlauf durch eine stetige Besserung des unfallkausalen 

Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu BÄR/KIENER, Prellung, Verstauchung oder Zerrung 

der Wirbelsäule, Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der SUVA, S. 45 ff.; WoLFGANG 

MEIER, Lumbale Diskushernie und Unfall, Medizinische Mitteilungen der SUVA Nr. 68, 

S. 17). Dass nach einer längeren Latenzzeit neu auftretende Schmerzen Folge eines 

vorangegangenen Unfalls sind, erscheint damit nicht überwiegend wahrscheinlich. 

Entsprechend ist davon auszugehen, dass zumindest im Zeitpunkt der hausärztlichen 

Erstbehandlung eine allfällige Auslösung oder vorübergehende Verschlimmerung des 

Vorzustandes des Beschwerdeführers schon ausgeheilt war. Eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin lässt sich demzufolge auch daraus nicht begründen.

4.- a) Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist schliesslich bekannt, 

dass bei Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Distorsionen der HWS (vgl. 

dazu RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b) auch ohne nachweisbare pathologische bzw. 

organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster 

Art auftreten können. Dabei ist es nicht entscheidend, ob die im Anschluss an solche 

Verletzungen geklagten Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder 

psychischer Natur bezeichnet werden, zumal diese Differenzierung angesichts des 

komplexen Beschwerdebildes gelegentlich grosse Schwierigkeiten bereitet. Der 

Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine Distorsion der HWS typischen 

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Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

b) Distorsionen der HWS sind Folgen von Beschleunigungskräften, die im Sinn einer 

Überdehnung und Überbiegung auf die HWS einwirken und mit einem Kopfanprall 

verbunden sein können. Ein eigentliches Schleudertrauma liegt nur dann vor, wenn bei 

der Auffahrkollision durch die plötzliche Beschleunigung des getroffenen Fahrzeugs der 

Kopf des Insassen - ohne anzuprallen - zuerst nach hinten zu knicken scheint und 

anschliessend nach vorne beschleunigt wird. Führt der Beschleunigungsmechanismus 

zu einem Kopfanprall, sollte nicht von einem Schleudertrauma, sondern von einer 

HWS-Distorsion gesprochen werden (vgl. diesbezüglich THOMAS LOCHER, HWS-

Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in die Rechtslage nach schweizerischem 

Recht, in:

MURER/NIEDERER/RADANOV/RUMO-JUNGO/STURZENEGGER/WALZ [Hrsg.], Das 

so genannte "Schleudertrauma" - medizinische, biomechanische und rechtliche 

Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2001, 31 f.).

c) Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert 

und liegt - wie dies konkret der Fall ist - kein fassbarer pathologischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vorliegen (BGE 117 V 359 E. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e). Nach der aktuellen 

Rechtsprechung des EVG müssen bei einem HWS-Schleudertrauma oder einer 

schleudertraumaähnlichen Verletzung zudem die Beschwerden und medizinischen 

Befunde in der Halsregion oder an der HWS innert 24 bis höchstens 72 Stunden nach 

dem Unfall auftreten, damit sie diesem zugerechnet werden können (Urteil des EVG 

vom 29. März 2006 i/S P. [U 308/05]; 23. November 2006 i/S M. [U 369/05]; 20. 

Dezember 2006 i/S R. [U 338/06]; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29).

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d) Angesichts der Darlegungen in Erwägung Ziff. 4b wäre bezogen auf das streitige 

Ereignis bzw. den fraglichen Unfallmechanismus - ein nachfolgender Personenwagen 

fuhr mit der Front gegen das Heck des stehenden Lieferwagens des 

Beschwerdeführers (SUVA-act. 5) - eher ein eigentliches Schleudertrauma in Betracht 

zu ziehen. Aufgrund der vorhandenen Arztberichte kann jedoch ein solches nicht als 

durch zuverlässige ärztliche Angaben gesichert gelten. So wurde weder von Dr. B.___ 

noch von Dr. C.___ eine entsprechende Diagnose gestellt. (SUVA-act. 2, 7). Selbst 

wenn jedoch angenommen würde, dass der Beschwerdeführer eine Verletzung im 

HWS-Bereich erlitten hat, ohne dass sich diese, wie in Erwägung Ziff. 3 dargelegt, als 

unfallkausale strukturelle Veränderung zeigte, würde es aber jedenfalls an einer 

Häufung von für eine solche Verletzung typischen Beschwerden fehlen. Von Seiten des 

Beschwerdeführers wurden wiederholt Schmerzen im Bereich des Vertebra prominens 

bzw. des Nackens beklagt (SUVA-act. 2, 5, 6). Im Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 6. 

Februar 2005 ist im weiteren ein Einschlafgefühl im Bereich der Vertebra prominens 

vermerkt (SUVA-act. 2), das der Beschwerdeführer jedoch gegenüber der 

Beschwerdegegnerin am 4. April 2005 als nicht mehr bestehend bezeichnete. 

Hingegen gab er an, nachts hie und da ein Einschlafgefühl in den Fingern III bis V der 

linken Hand zu verspüren (SUVA-act. 6). Im Nachgang zum streitigen Unfall standen 

damit offensichtlich zu jedem Zeitpunkt einzig die Nackenschmerzen im Vordergrund. 

Von einer Häufung schleudertraumatypischer Beschwerden kann damit sinngemäss 

sicher nicht gesprochen werden (vgl. Urteile des EVG vom 2. März 2005 i/S, E. 4.2 [U 

309/03]; 23. November 2004 i/S B., E. 2.2 [U 109/04]; 12. Juli 2002 i/S M., E. 3b/aa [U 

34/02]; 7. Februar 2002 i/S J., E. 3a [U 431/00]). Entsprechend ist die natürliche 

Kausalität der Nackenschmerzen bezogen auf ein Schleudertrauma der HWS oder eine 

äquivalente Verletzung zu verneinen. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

gegen die Rechtsprechung des EVG betreffend Latenzzeit erhobenen Einwände 

müssen damit nicht näher geprüft werden. Der Vollständigkeit halber ist dennoch auf 

Folgendes hinzuweisen: Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist darin 

zuzustimmen, dass schleudertraumatypische Beschwerden grundsätzlich auch 

ausserhalb der vom Eidgenössischen Versicherungsgericht maximal zugelassenen 

Latenzzeit auftreten können. Nach einer Latenzzeit von 8 bis 30 Tagen traten jedoch 

Beschwerden nur noch bei 6%, nach einer Latenzzeit von mehr als 30 Tagen gar nur 

noch bei 1% der Patienten auf (HANS SCHMID/JÜRG SENN: Schleudertrauma - 

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neuester Stand: Medizin, Biomechanik, Recht und Case Management, Zürich 2004, S. 

65). Angesichts dieser niedrigen Prozentzahlen, aber auch in Anbetracht dessen, dass 

Nackenschmerzen ausgeprägte Sofortbeschwerden sind und der Beschwerdeführer 

laut eigenen Angaben schon vor dem Unfall unter Nackenschmerzen litt, muss die im 

Fall des Beschwerdeführers gegebene lange Latenzzeit als zusätzlicher massgebender 

Hinweis gegen eine durch den Unfall vom 6. August 2004 erlittene 

Schleudertraumaverletzung gelten.

e) Weitere medizinische Abklärungen wären mit Blick auf die dargelegten Umstände 

nicht geeignet, zu einem anderen Ergebnis zu führen. Dies umso weniger, als auch die 

Adäquanz - wie nachstehend zu zeigen sein wird - verneint werden müsste, selbst 

wenn der natürliche Kausalzusammenhang im erwähnten Sinn zu bejahen wäre. Wenn 

wie vorliegend keinerlei Anhaltspunkte für eine psychische Komponente gegeben sind 

bzw. psychische Probleme im Vergleich zur physischen Problematik gesamthaft 

gesehen nicht im Vordergrund standen bzw. weiterhin bestehen, käme grundsätzlich 

die Rechtsprechung, wonach bei der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen 

psychisch und physisch bedingten Beschwerden nicht unterschieden wird (RKUV 1999 

Nr. U 341 S. 407 E. 3b), zur Anwendung.

f) Beim streitigen Unfall handelt es sich um eine Auffahrkollision, bei welcher der 

Beschwerdeführer mit seinem kleinen Lieferwagen vor einem Lichtsignal stand als ihm 

ein nachfolgender Personenwagen auf das Heck auffuhr. Im Verkehrsunfall-Bericht 

vom 6. August 2004, verfasst von den Unfallbeteiligten, sind in Bezug auf die 

beteiligten Fahrzeuge keine sichtbaren Schäden aufgeführt und die Unfallbeteiligten 

erachteten es offensichtlich nicht für notwendig, die Polizei herbeizuziehen. Bei der im 

Rahmen der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs vorzunehmenden 

Katalogisierung des Unfallereignisses aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs 

sowie mit Blick auf die entsprechende Kasuistik (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Zürich 2003, S. 55 ff.; BGE 117 V 366 E. 6a) ist der Unfall des Beschwerdeführers den 

mittelschweren Unfällen zuzuordnen. Die Frage nach der genauen Zuteilung des 

Unfalls innerhalb der mittelschweren Unfälle braucht sodann vorliegend nicht 

beantwortet zu werden, weil die folgende Beurteilung zeigt, dass keines der nach der 

Rechtsprechung bei den mittelschweren Unfällen einzubeziehenden Kriterien 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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(besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls; 

Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungewöhnlich lange Dauer 

der ärztlichen Behandlung; körperliche Dauerschmerzen; ärztliche Fehlbehandlung, 

welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und 

erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunfähigkeit; BGE 117 367 E. 6a 

und b) erfüllt ist.

g) Aus den oben erwähnten Begebenheiten lassen sich zunächst keine besonders 

dramatischen Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unfalls 

ableiten. Insbesondere war der Unfallablauf ein sehr kurzes Ereignis und der 

Beschwerdeführer war angegurtet (vgl. die Kasuistik zu diesem Kriterium in RUMO-

JUNGO, a.a.O., S. 58-64, sowie Urteile des EVG vom 23. November 2004 i/S B., E. 2.3 

[U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., E. 5.1 [U 309/03]). Eine Verletzung, die durch 

ihre Schwere oder besondere Art charakterisiert wäre, hat der Beschwerdeführer 

ebenfalls keine erlitten (vgl. SUVA-act.

5). Die Beurteilungskriterien der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung 

sowie des schwierigen Heilungsverlaufs oder erheblicher Komplikationen sind auch 

nicht mit der erforderlichen Intensität erfüllt. So sind den Akten keine Anhaltspunkte für 

die Durchführung intensiver Therapien zu entnehmen. Erfolgt sind offensichtlich zum 

einen sporadische Konsultationen beim Hausarzt. Nach einer zudem durchgeführten 

zweimonatigen Physiotherapie sprach der Beschwerdeführer sodann bereits von einer 

wesentlichen Besserung im Nacken, auch wenn er noch nicht schmerzfrei sei. Der 

Beschwerdeführer äusserte sodann gegenüber der Beschwerdegegnerin, er spüre die 

Nackenschmerzen noch, wenn er den Kopf nach oben hebe und Überkopfarbeiten 

ausführe und vor allem auch dann, wenn er den Kopf nach rechts drehe. Drei Finger 

der linken Hand würden ihm hie und da noch einschlafen. Dauerschmerzen werden 

jedoch von seiner Seite nicht geltend gemacht. Auch von einer ärztlichen 

Fehlbehandlung kann im Weiteren nicht ausgegangen werden. Eine Arbeitsunfähigkeit 

lag schliesslich zu keinem Zeitpunkt vor. Bei dieser Sachlage ist in Bezug auf den 

streitigen Unfall festzuhalten, dass, selbst wenn ein typisches Beschwerdebild zu 

bejahen wäre, keines der Kriterien als erfüllt betrachtet werden könnte. Die 

Voraussetzung des gehäuften Auftretens der Kriterien bzw. des Auftretens eines 

Kriteriums in auffallender Weise (BGE 117 V 359 E. 6b) ist nicht erfüllt. Unter diesen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Umständen lässt sich die Verneinung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers 

aus dem Unfall vom 6. August 2004 nicht beanstanden.

5.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 16. Januar 2006 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.04.2007
	Art. 6 UVG: Auftreten von Nackenschmerzen nach Auffahrunfall: Verneinung der Kausalität bzw. einer klar ausgewiesenen organischen Unfallfolge, einer über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung andauernden vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes sowie einer Schleudertraumaverletzung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. April 2007, UV 2006/27).

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