# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3bbd1e0a-7189-56a7-bc55-9c1a9a61e804
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-02-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.02.2015 E-4236/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4236-2013_2015-02-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-4236/2013 

 

 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  F e b r u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richterin Christa Luterbacher (Vorsitz), 

Richter Bendicht Tellenbach, Richter Walter Stöckli,    

Gerichtsschreiberin Natasa Stankovic. 

   Parteien 
 

A._______, geboren am (…), 

und deren Kinder 

B._______, geboren am (…), 

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

F._______, geboren am (…), 

alle Eritrea,   

alle vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, (…),  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Flüchtlingseigenschaft und Asyl (ohne Wegweisungsvollzug); 

Verfügung des BFM vom 25. Juni 2013 / N (…). 

 

 

E-4236/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführenden verliessen eigenen Angaben zufolge ihr Hei-

matland am 2. Juli 2011 und reisten über den Sudan am 11. Oktober 2011 

in die Schweiz ein, wo sie gleichentags im Empfangs- und Verfahrens-zent-

rum (EVZ) (…) um Asyl nachsuchten. Die Beschwerdeführerin und ihr äl-

tester Sohn wurden jeweils am 26. Oktober 2011 summarisch befragt so-

wie am 8. März 2013 einlässlich zu ihren Ausreise- und Asylgründen ange-

hört.  

Dabei trug die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, sie stamme aus 

Asmara, wo sie zeitlebens gewohnt habe. Zuerst habe sie im Viertel 

G._______ gelebt, wo sie auch zur Schule gegangen sei. Im Jahr (…) habe 

sie geheiratet und sei dann in das Quartier H._______ gezogen, wo sie 

Hausfrau gewesen sei. Ihr Ehemann sei (…) der (…)-Versammlung gewe-

sen und habe sich dafür eingesetzt, dass die (…) als ethnische Gruppe 

anerkannt würden. Wegen seiner Aktivitäten sei er im Jahr (…) seitens der 

eritreischen Regierung verhaftet und ins Gefängnis I._______ gesteckt 

worden, wo die Beschwerdeführerin ihm drei Monate lang Essen habe lie-

fern können, ohne ihn jedoch sehen zu dürfen. In der Folge habe sie nicht 

mehr dorthin gehen dürfen und als sie nach dem Grund gefragt habe, habe 

man ihr lediglich gesagt, sie solle keine Fragen stellen, ansonsten man sie 

ebenfalls verhaften würde. Seither wisse sie nichts mehr über den Verbleib 

ihres Ehemannes. Sie habe die Kinder aus der Schule genommen und sei 

etwa [einige] Monate vor der Ausreise in ein anderes Haus im gleichen 

Quartier gezogen, wo der Mietzins tiefer gewesen sei. Aus Angst vor einer 

Verhaftung ihrer Kinder sei sie am 2. Juli 2011 gemeinsam mit ihnen sowie 

mit ihrer betagten Mutter und einem Bruder in den Sudan gereist. Die 

Grenze hätten sie illegal mit Hilfe eines Schleppers überquert. Von Khar-

tum aus sei sie mit sieben ihrer neun Kinder (vgl. Beschwerdeverfahren E-

4235/2013 betreffend J._______ sowie die beiden K._______ betreffenden 

abgeschlossenen Verfahren E-4314/2013 und E-4818/2013) mit Hilfe ei-

nes Schleppers per Flugzeug in die Schweiz gereist. Ihre Mutter und ihr 

Bruder würden mit den übrigen beiden Kindern im Sudan bei einem Onkel 

wohnen. Im Übrigen habe sie ihre Originaldokumente und die der Kinder 

im Sudan am Flughafen verloren.  

Der Beschwerdeführer B._______ trug insbesondere vor, er sei in Asmara 

geboren und aufgewachsen. Er habe mit seiner Familie im Quartier 

H._______ gewohnt und während [einigen] Jahren die Schule L._______ 

E-4236/2013 

Seite 3 

besucht. Nachdem sein Vater im Jahr (…) verhaftet worden sei, weil er sich 

für die (…) eingesetzt habe, habe der Beschwerdeführer die Schule abbre-

chen müssen und das Haus kaum mehr verlassen. Die Familie habe ge-

hungert und Angst gehabt, dass er und seine Brüder von den Behörden 

verhaftet würden. Deswegen sei er zusammen mit seiner Mutter, den Ge-

schwistern, der Grossmutter und einem Onkel in den Sudan gereist.    

Zum Beleg der geltend gemachten Vorbringen wurden folgende Doku-

mente eingereicht: die Identitätskarte der Mutter der Beschwerdeführerin 

im Original (inkl. Übersetzung) sowie Fax-Schreiben, auf welchen drei erit-

reische Identitätskarten abgebildet seien betreffend die Mutter, den Vater 

sowie die Schwester der Beschwerdeführerin (schlechte Qualität der Ko-

pien). 

B.  

Mit Verfügung vom 25. Juni 2013 – am darauffolgenden Tag eröffnet – wies 

das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ab, verfügte ihre 

Wegweisung aus der Schweiz und schob den Vollzug der Wegweisung in-

folge Unzumutbarkeit zugunsten einer vorläufigen Aufnahme auf.  

Das BFM führte zur Begründung seines ablehnenden Entscheids im We-

sentlichen aus, dass die Asylvorbringen der Beschwerdeführerin insge-

samt lebensfremd wirken würden und nicht logisch seien. Auf unsubstanti-

ierte Art und Weise mache sie Gründe geltend, ohne den Eindruck zu er-

wecken, die Geschichte selber erlebt zu haben. So könne sie sich weder 

an den Tag noch an den Monat der Verhaftung ihres Ehemannes erinnern 

(A4/13 S. 3; A14/19 S. 7 f.). Weiter habe sie anlässlich der Kurzbefragung 

ausgeführt, weshalb sie über die Hintergründe seiner Verhaftung nichts 

wisse (A4/13 S. 10). In der Anhörung habe sie jedoch angegeben, dass der 

angebliche Grund für seine Verhaftung sein Engagement für die (…) ge-

wesen sei (A14/19 S. 7 f.). Weshalb die Beschwerdeführerin den angebli-

chen Grund, der zur Verhaftung ihres Ehemannes geführt habe, nicht be-

reits in der Kurzbefragung habe angeben können, sondern ihn gemäss eig-

nen Angaben erst von ihrem Vater erfahren habe, als sie sich bereits in der 

Schweiz befunden habe (A14/19 S. 8), bleibe unbegründet. Ferner könne 

sie zu den angeblichen Tätigkeiten ihres Ehemannes auch auf Nachfragen 

hin keine genauen Angaben machen. Namentlich wisse sie nicht über die 

Versammlungen Bescheid, könne nicht ausführlich erklären, was die Tätig-

keiten und Ziele des Ehemannes gewesen seien, und bleibe bei den Ant-

worten vage (A14/19 S. 8). Auch über das Geschäft ihres Ehemannes, in 

welchem er angeblich verhaftet worden sei, könne sie nichts aussagen. Sie 

E-4236/2013 

Seite 4 

könne insbesondere weder über die genaue Lokalisierung noch den Na-

men oder den Verdienst des Ehemannes Auskunft geben (A14/19 S. 6). 

Sodann sei es nicht nachvollziehbar, wieso die Beschwerdeführerin in Be-

zug auf die Verhaftung ihres Ehemannes nicht weitere Abklärungen getrof-

fen habe. So könne sie nicht erklären, weshalb sie die Besitzer der [Ge-

schäfte] in unmittelbarer Nähe zum Geschäft ihres Ehemannes nicht nach 

den Ereignissen gefragt habe (A14/19 S. 9). Ausserdem könne sie nicht 

ausführlich begründen, warum sie ihren Ehemann gerade im Gefängnis 

I._______ aufgesucht und nicht auf einer Polizeistation oder in einem an-

deren Gefängnis nach ihm gefragt habe (A14/19 S. 10). Überdies habe sie 

im Rahmen der Anhörung angegeben, die Behörden hätten ihr angedroht, 

sie und ihre Kinder zu verhaften (A14/19 S. 13). Diese angebliche Drohung 

habe sie aber anlässlich der Kurzbefragung nicht erwähnt, sondern dort 

lediglich zu Protokoll gegeben, Angst gehabt zu haben, dass man ihr die 

Kinder wegnehmen und sie verhaften könnte (A4/13 S. 10). Sodann habe 

sie in der Kurzbefragung behauptet, ihrem Mann während einem Monat 

einmal pro Woche Essen ins Gefängnis gebracht zu haben (A4/13 S. 9), 

indes sie in der Anhörung erklärt habe, ihrem Ehemann während drei Mo-

naten Essen ins Gefängnis gebracht zu haben; danach habe man ihr ver-

boten, weiterhin zu kommen (A14/19 S. 7). Bezüglich der grossen zeitli-

chen Differenz zwischen der Verhaftung des Ehemannes im Jahr (…) und 

der Ausreise der Familie im Juli 2011 habe sie lediglich angegeben, sie 

hätten kein Geld gehabt (A14/19 S. 13). Auch auf Nachfragen hin gebe sie 

lediglich die Reiseorganisation und kein anderes Ereignis als Grund für die 

Ausreise an (A14/19 S. 14). Somit habe kein sachlicher Zusammenhang 

zwischen den geltend gemachten Ereignissen und der Ausreise nachvoll-

ziehbar geltend gemacht werden können. Schliesslich könne sie auch die 

Ausreise aus Eritrea in keiner Weise substantiiert darlegen. Insbesondere 

habe sie – selbst auf Nachfragen hin – weder die Zeitdauer der einzelnen 

Reiseabschnitte, noch Ortschaften oder persönliche Beobachtungen an 

der Grenze beschreiben können (A14/19 S. 15), weshalb die geltend ge-

machte illegale Ausreise aus Eritrea nicht geglaubt werden könne.  

Des Weiteren könnten die Ausführungen des Beschwerdeführers zum All-

tag in Eritrea aufgrund der teilweisen Unvereinbarkeiten mit den Länder-

kenntnissen der Vorinstanz nicht geglaubt werden. Insbesondere habe er 

angegeben, dass "Fiat" die Bezeichnung für den Brunnen "May Jah Jah" 

sei und sich dieser in der Nähe seines Hauses, welches im Quartier 

H._______ gewesen sei, befunden habe (A15/14 S. 3). Der "May Jah Jah" 

befinde sich jedoch einerseits in einem anderen als dem angegebenen 

Quartier in Asmara und andererseits handle es sich beim Ort, welcher Fiat 

E-4236/2013 

Seite 5 

genannt werde, um ein Gebäude. Auch auf Nachfragen hin habe der Be-

schwerdeführer den Springbrunnen als "Fiat" bezeichnet (A15/14 S. 3). Er 

habe erklärt, "Fiat" (…) passiert zu haben (A15/14 S. 6), weshalb er wissen 

müsse, um was es sich dabei handle. Weiter würden seine Kenntnisse 

über Eritrea sowie die Stadt Asmara auswendig gelernt und stereotyp wir-

ken. Sodann habe er in Bezug auf Wegbeschreibungen ungenaue Anga-

ben gemacht. So kenne er nur die Bezeichnung der Busstation vor der 

Schule, nicht aber den Namen der Busstation, bei welcher er jeweils den 

Bus bestiegen habe (A15/14 S. 6). Seine Kenntnisse würden im Übrigen 

nicht über die Gebäudebezeichnungen hinausgehen. Namentlich könne er 

keine weiteren Schulen in Asmara nennen (A15/14 S. 6) und lediglich drei 

weitere Quartiere angeben (A15/14 S. 7). Dies sei erstaunlich, habe er 

doch (…) verschiedene Quartiere passieren müssen. Ferner gebe er an, in 

der Schule jeweils nur das Fest (…) gefeiert zu haben (A15/14 S. 7). Es 

sei aber nicht nachvollziehbar, dass er während [mehreren] Schuljahren 

nie an anderen Feiern zugegen gewesen sei. Zwar könne er sich auf Nach-

frage hin an ein Fest erinnern, anlässlich dessen der Anfang von Eritrea 

gefeiert werde, jedoch kenne er das Datum nicht (A15/14 S. 7). Gemäss 

den Länderkenntnissen der Vorinstanz würden an eritreischen Schulen 

jährlich die Feiern zur eritreischen Unabhängigkeit abgehalten; das Datum 

sei wichtiger Bestandteil des Geschichtsunterrichts und könne als kollekti-

ves Wissen vorausgesetzt werden.  

Im Übrigen würden die Asylvorbringen des Beschwerdeführers insgesamt 

lebensfremd und nicht logisch wirken, zumal er auf unsubstantiierte Art und 

Weise seine Gründe geltend mache, ohne den Eindruck zu erwecken, die 

Geschichte selber erlebt zu haben. Die Fragen nach der Verhaftung seines 

Vaters und dessen Verbleib habe er nur mit wenigen Worten beantwortet, 

ohne dabei konkrete Erinnerungen zu beschreiben (A15/14 S. 8 ff.). Statt-

dessen habe er eine vage Geschichte, die weder Realkennzeichen noch 

eine individuelle Färbung enthalte, erzählt. Namentlich könne er seine ei-

gene Reaktion und die der Familie auf die Verhaftung des Vaters nicht er-

lebnisgeprägt schildern. Zudem könne er weder über [Geschäft] des Vaters 

berichten, noch das Gefängnis angeben, in welchem dieser sich angeblich 

aufhalte (A15/14 S. 9 f.). Die Fragen zu seinen persönlichen Ängsten habe 

er sodann ohne weitere Ausführungen oder einen Realitätsbezug beant-

wortet (A15/14 S. 10). Überdies könne er die genauen Gründe, die zu einer 

Ausreise (…) Jahre nach den angeblich fluchtrelevanten Ereignissen ge-

führt haben sollten, nur sehr allgemein und oberflächlich beschreiben. 

Diese würden insbesondere deswegen auswendig gelernt wirken, weil der 

Beschwerdeführer gesagt habe, selber nie Probleme mit den eritreischen 

E-4236/2013 

Seite 6 

Behörden gehabt zu haben (A15/14 S. 10). Der angeblich lebenslange Auf-

enthalt in Eritrea könne ihm aufgrund der dürftigen Länderkenntnisse nicht 

geglaubt werden. Im Übrigen würden zwischen den Schilderungen seiner 

Familienangehörigen und seiner eigenen Darstellung Widersprüche beste-

hen. Da deren Vorbringen betreffend den angeblichen Aufenthalt in Eritrea 

ebenso unglaubhaft seien, erübrige es sich, auf diese Widersprüche ein-

zugehen. Ebenso seien die Ausführungen zu seiner Ausreise aus Eritrea 

in den Sudan unsubstantiiert ausgefallen und würden jeglicher erlebnisge-

prägter Schilderungen entbehren. Obschon die Fahrt tagsüber stattgefun-

den habe, habe er behauptet, weder die angeblich passierte Ortschaft 

M._______ noch die Grenze gesehen zu haben (A15/14 S. 11). Zwar habe 

er diesbezüglich erklärt, Angst gehabt zu haben, erwischt zu werden. Je-

doch habe er nicht angeben können, was mit ihm geschehen wäre, wenn 

er tatsächlich erwischt worden wäre, weshalb die geltend gemachte Angst 

unglaubhaft erscheine und der Eindruck bestärkt werde, dass er diese 

Reise nicht erlebt habe. 

Ferner könne angesichts der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen auf eine 

eingehende Würdigung der ins Recht gelegten Dokumente verzichtet wer-

den. Festzuhalten sei aber, dass die eingereichte eritreische Identitäts-

karte, welche angeblich der Mutter der Beschwerdeführerin gehöre, im Ge-

samtkontext des Gesuchs beurteilt werden müsse und aufgrund obiger 

Ausführungen von reduziertem Beweiswert sei. Weiter sei die Beziehung 

zwischen der Person auf der Identitätskarte und der Beschwerdeführerin 

unklar beziehungsweise nicht nachgewiesen. Auch sei nicht nachvollzieh-

bar, warum die Beschwerdeführerin dieses Dokument die Mutter betreffend 

eingereicht habe, eigene Dokumente oder Identitätsausweise jedoch nicht 

vorhanden sein sollten beziehungsweise auf derselben Reise, an der auch 

die besagte Mutter der Beschwerdeführerin anwesend gewesen sein soll, 

abhandengekommen seien. Schliesslich komme dem eingereichten Fax-

Schreiben mit Kopien von drei verschiedenen Identitätskarten keinerlei Be-

weiswert zu.  

C.  

Mit Eingabe vom 25. Juli 2013 erhob der Rechtsvertreter namens und im 

Auftrag der Beschwerdeführenden beim Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerde und beantragte, die Dispositivziffern 1 bis 3 der angefochtenen 

Verfügung seien aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft der Be-

schwerdeführenden festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren. In verfah-

E-4236/2013 

Seite 7 

rensrechtlicher Hinsicht wurde um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung, inklusive Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses, 

sowie der unentgeltlichen Verbeiständung ersucht. 

Zur Begründung wurde der Argumentation in der angefochtenen Verfügung 

im Wesentlichen entgegengehalten, wenn die Vorinstanz ausführe, die Be-

schwerdeführerin könne sich weder an den Tag noch an den Monat der 

Verhaftung ihres Ehemannes erinnern, berücksichtige sie ihre Kultur sowie 

Lebensumstände nicht. Es sei verständlich, dass eine Hausfrau ohne viel 

Bildung nicht immer wisse, welcher Monat gerade sei. Sie könne immerhin 

angeben, dass ihr Ehemann nach dem Ramadan (…) verhaftet worden sei. 

Ferner habe sie in der Anhörung erklärt, weshalb sie sich nicht bereits in 

der Erstbefragung zu seinen politischen Aktivitäten geäussert und den 

Grund seiner Verhaftung angegeben habe: Sie habe dies schlicht nicht ge-

wusst und davon erst später durch ihren Vater erfahren. Es sei in Eritrea 

üblich, dass die Männer die Politik machen und die Frauen nicht viel davon 

verstehen würden. Daher erscheine es nur logisch, dass ihr Vater besser 

über die politischen Aktivitäten des Ehemannes informiert gewesen sei als 

sie. Sie wisse zumindest, dass sich die (…) – ihr Ehemann sei (…) einer 

Versammlung für die Rechte der (…) gewesen – (…) versammelt hätten 

und auch ihr Ehemann zu den Treffen gegangen sei. Sodann sei bezüglich 

ihrer Angaben hinsichtlich des Geschäfts ihres Ehemannes anzumerken, 

dass es nicht so sei, dass sie den Namen des Geschäfts nicht kenne. Viel-

mehr habe [Geschäft] gar keinen Namen gehabt, da (…) Teil (…) gewesen 

sei, womit im Übrigen auch die Lokalisation des [Geschäfts] geklärt sei. 

Ausserdem sei es üblich, dass [Geschäfte dort] keinen Namen tragen wür-

den. Auch sei es nicht ungewöhnlich, dass eine Hausfrau nicht wisse, wie 

viel ihr Mann verdiene. Sie könne jedoch angeben, dass sie pro Woche 

etwa 200 Nakfa für Einkäufe zur Verfügung gehabt habe. Zudem habe sie 

die anderen [Besitzer] nicht nach dem Verbleib ihres Ehemannes fragen 

können; als sie nämlich – nachdem dieser nach der Arbeit nicht wie sonst 

nach Hause gekommen sei – [dorthin] gegangen sei, um ihn zu suchen, 

seien die [Geschäfte], (…), alle geschlossen gewesen. Sie habe auch 

keine [Besitzer] mehr angetroffen. Eine Bekannte ihres Ehemannes sei al-

lerdings zufällig in der Nähe gewesen und habe ihr mitgeteilt, dass die Po-

lizei ihn [im Geschäft] verhaftet habe. Daraufhin sei sie zur Polizeistation 

I._______ gegangen, wo man ihr bestätigt habe, dass er sich dort befinde. 

Sie habe ihm in der Folge drei Monate lang wöchentlich Essen gebracht, 

wobei sie ihn aber nie habe kontaktieren dürfen. Weiter seien ihre Aussa-

gen – sie habe Angst davor gehabt, dass ihre Kinder verhaftet würden 

E-4236/2013 

Seite 8 

(Erstbefragung) und die Behörden hätten sie konkret damit bedroht (Anhö-

rung) – nicht widersprüchlich ausgefallen. Es handle sich lediglich um eine 

nachträgliche Konkretisierung anlässlich der Anhörung hinsichtlich der 

Gründe ihrer Angst vor einer Verhaftung; ohnehin betreffe diese Frage kei-

nen wesentlichen Punkt des Sachverhalts. Überdies verkenne die Vo-

rinstanz die tatsächlichen Lebensumstände der Familie, wenn sie be-

haupte, zwischen der Verhaftung des Ehemannes und der Ausreise be-

stehe wegen der langen Zeitdauer kein sachlicher Zusammenhang mehr. 

Die Beschwerdeführenden hätten sich bereits seit der Verhaftung auf die 

Flucht vorbereitet – wobei lange die Hoffnung bestanden habe, dass der 

Ehemann beziehungsweise Vater doch noch frei komme – und seien be-

reits früh untergetaucht. Sie seien innerhalb des Quartiers H._______ 

umgezogen, um sich so eine Weile zu verstecken und Geld zu sparen, zu-

mal eine elfköpfige Familie sehr viel Geld für die Ausreise brauche. Dieses 

Geld habe zuerst vom in [EU-Raum] lebenden [Verwandter] verdient wer-

den müssen. Im Übrigen seien die Ortskenntnisse der Beschwerdeführerin 

einwandfrei (A14/19 S. 4). Was die Ausreise aus Eritrea betreffe, sei fest-

zuhalten, dass die Beschwerdeführerin hierzu zahlreiche Angaben (Wie-

dergabe von verschiedenen, auch kleineren Ortschaften und Zeitdauer der 

Reise) gemacht habe (A14/19 S. 15). Ausserdem sei dem Umstand, dass 

sie mit neun Kindern und ihrer betagten Mutter gereist sei, Rechnung zu 

tragen.  

In Bezug auf die Ortskenntnisse des Beschwerdeführers gehe aus den Be-

fragungsprotokollen hervor, dass er lediglich gesagt habe, es gebe dort 

(beim "Fiat") einen Springbrunnen. Erst auf die suggestive Nachfrage der 

Vorinstanz, ob er den Springbrunnen selbst als "Fiat" bezeichne, habe er 

zugestimmt. Die Vorinstanz werfe ihm zudem vor, er habe den Springbrun-

nen "May Jah Jah" genannt, was jedoch nicht zutreffe, weil dies der Namen 

eines anderen Springbrunnens (…) sei. Allerdings sei dem Protokoll gar 

nicht zu entnehmen, ob der Beschwerdeführer dies tatsächlich gesagt 

habe, weil "May Jah Jah" lediglich in Klammern stehe (vgl. A15/14 S. 3) 

und alle anderen Bemerkungen im Protokoll, die nach einer Antwort in 

Klammern stehen würden, jeweils Anmerkungen der Vorinstanz und nicht 

des Beschwerdeführers seien. Es liege somit die Vermutung nahe, dass 

auch hier eine falsche Ergänzung durch die Vorinstanz vorgenommen wor-

den sei, was keinesfalls dem Beschwerdeführer entgegengehalten werden 

könne. Ferner möge es zutreffen, dass er nicht alle Quartiere in Asmara 

kenne, er könne jedoch jene aufzählen, in denen er sich täglich bewegt 

habe. Überdies habe er zahlreiche Strassen und Distanzen korrekt benen-

nen können (vgl. A15/14 S. 6 f.) und wisse, wie man von einem Ort zum 

E-4236/2013 

Seite 9 

anderen komme. So könne er auch den Weg zum "Fiat" beschreiben und 

kenne die Adresse, an welcher die Familie während Jahren gewohnt habe. 

Ausserdem wisse er, dass sein Vater im Gefängnis sei und dort vermutlich 

schlimme Sachen geschehen würden. Auch müsse beachtet werden, dass 

er unter psychischen Problemen seit der Verhaftung seines Vaters leide 

und es ihm sehr schwer falle, über das Erlebte zu reden. Im Übrigen habe 

er auch den Reiseweg – anders als vom BFM behauptet – substantiiert 

geschildert (A15/14 S. 11). Er habe ständig Angst gehabt, überführt zu wer-

den. Dass er nicht genau darlegen könne, was mit ihm passiert wäre, wenn 

die Behörden ihn erwischt hätten, sei unter den gegebenen Umständen 

verständlich.  

Des Weiteren habe sich die Vorinstanz mit der Asylrelevanz der Vorbringen 

gar nicht erst auseinandergesetzt, obwohl jene zweifelsfrei gegeben sei. 

Die drohende Reflexverfolgung sei politisch sowie ethnisch motiviert und 

gefährde die Beschwerdeführenden konkret an Leib und Leben. Ange-

sichts der notorischen Menschenrechtsverletzungen durch eritreische Ge-

heimdienste – insbesondere gegenüber Oppositionellen – sei dies nicht zu 

bezweifeln. Überdies sei zu betonen, wie schmerzlich die (psychischen) 

Folgen für die Familien von Verschwundenen seien.  

Im Übrigen würden die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigenschaft 

aufgrund ihrer illegalen Ausreise aus Eritrea erfüllen.   

Schliesslich sei auf die Frage Nr. 144 anlässlich der Anhörung hinzuweisen 

(A15/14 S. 11); hier habe die Vorinstanz wissen wollen, ob er alles habe 

sagen können, was für sein Asylgesuch wichtig sei. Der Beschwerdeführer 

habe diese Frage verneint und angefügt, dass er zu Beginn die Geburtsorte 

seiner Eltern verwechselt habe. Diese offenbar nicht passende Antwort auf 

die Frage sowie das Versäumnis der Vorinstanz, nochmals nachzufragen, 

zeige auf, dass es bei der Befragung offensichtlich Schwierigkeiten mit der 

Übersetzung gegeben und die Vorinstanz nicht genügend nachgefragt 

habe, um diese Übersetzungsprobleme zu beheben.  

Zur Stützung der geltend gemachten Vorbringen wurde auf diverse Inter-

net-Links beziehungsweise Berichte verwiesen.  

D.  

Mit Verfügung vom 30. Juli 2013 hielt das Bundesverwaltungsgericht fest, 

die Beschwerdeführenden könnten den Ausgang des Verfahrens in der 

Schweiz abwarten, über das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

E-4236/2013 

Seite 10 

Prozessführung werde zu einem späteren Zeitpunkt befunden, auf die Er-

hebung eines Kostenvorschusses werde verzichtet und das Gesuch um 

unentgeltliche Verbeiständung werde abgewiesen.  

E.  

In seiner Vernehmlassung vom 9. August 2013 hielt die Vorinstanz fest, die 

Beschwerdeschrift enthalte keine neuen erheblichen Tatsachen oder Be-

weismittel, welche eine Änderung des vorinstanzlichen Standpunktes zu 

rechtfertigen vermöchten. Aufgrund der Unglaubhaftigkeitselemente habe 

sie darauf verzichtet, die asylrechtliche Relevanz der Vorbringen zu prüfen. 

Der zeitliche Zusammenhang zwischen den vorgebrachten Ereignissen, 

die zur Flucht geführt hätten (Inhaftierung des Ehemannes beziehungs-

weise Vaters im Jahr (…)), und dem Zeitpunkt der Flucht im Juli 2011 sei 

in keiner Weise gegeben. So hätten sich die Beschwerdeführenden nach 

den entscheidenden Ereignissen [einige] Jahre lang im Land aufgehalten, 

ohne Schwierigkeiten mit den eritreischen Behörden gehabt zu haben. Sie 

hätten ferner angegeben, immer mit den beiden erwachsenen Söhnen be-

ziehungsweise Brüdern (vgl. Beschwerdeverfahren E-4235/2013 betref-

fend J._______ sowie die abgeschlossenen Verfahren E-4314/2013 und 

E-4818/2013 betreffend K._______) gelebt zu haben. Aus diesem Grunde 

sei das vorliegende Asylverfahren gleichzeitig mit den beiden Verfahren 

der Söhne beziehungsweise Brüder bearbeitet worden. Die Lektüre dieser 

Dossiers und der entsprechenden Verfügungen verdeutliche das Abklä-

rungsergebnis der Vorinstanz, dass der langjährige Aufenthalt der Familie 

in Eritrea und somit die Vorbringen insgesamt als unglaubhaft einzuschät-

zen seien. Aufgrund der Aussagen der Beschwerdeführenden sei davon 

auszugehen, dass sie weder in jüngster Zeit noch über einen längeren Zeit-

raum bis ins Jahr 2011 in Asmara wohnhaft gewesen seien. Hierfür seien 

ihre Kenntnisse über ihr Heimatland, ihren Wohnort sowie die eritreische 

Gesellschaft weder genügend substantiiert noch aktuell. Zudem liessen 

ihre Erzählungen jegliche erlebnisgeprägten Merkmale vermissen, so dass 

ihre Aussagen leicht zugänglichen und allgemein bekannten Angaben ent-

sprechen würden. Zwar sei sehr wohl davon auszugehen, dass die Be-

schwerdeführerin Asmara aus erster Hand kenne und vermutlich vor län-

gerer Zeit dort wohnhaft gewesen sei. Da aber ihren beiden ältesten Söh-

nen sowie dem Beschwerdeführer die Angaben zum angeblichen Aufent-

halt in Asmara nicht geglaubt werden könnten, sei anzunehmen, dass die 

Beschwerdeführerin das Land vermutlich kurz vor oder nach der Unabhän-

gigkeit verlassen habe. Im Übrigen sei aufgrund der Anordnung einer vor-

läufigen Aufnahme infolge Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auf 

E-4236/2013 

Seite 11 

weitere Abklärungen zur Feststellung der tatsächlichen Herkunft der Be-

schwerdeführenden (beispielsweise mittels Lingua-Gutachtens) verzichtet 

worden. Des Weiteren seien die Angaben der Beschwerdeführerin zur an-

geblichen Ausreise aus Eritrea unsubstantiiert und nicht erlebnisgeprägt. 

Ausserdem würden die Schilderungen zur zeitlichen Dauer der Reise jeg-

licher Logik entbehren und den Länderkenntnissen des BFM widerspre-

chen. Auf ein spezifisches Consulting sei infolge der zahlreich vorhande-

nen Unglaubhaftigkeitselemente auch in diesem Punkt bewusst verzichtet 

worden. Überdies seien die mangelnden Länderkenntnisse des Beschwer-

deführers mit seiner schlechten psychischen Verfassung erklärt worden. 

Darüber habe er sich allerdings gegenüber der Vorinstanz an keiner Stelle 

geäussert. Somit sei diese Erklärung als nachgeschobene Argumentation, 

welche jeglicher Grundlage entbehre, zu betrachten. Die Ausführungen in 

der Beschwerdeeingabe betreffend die mangelnden Kenntnisse zu Asmara 

und die wichtigsten Gebäude (namentlich "Fiat") seien jedenfalls nicht 

nachvollziehbar. So sei die Antwort des Beschwerdeführers auf die Frage, 

was "Fiat" sei, grundsätzlich falsch, zumal sich beim besagten Gebäude 

weder ein Springbrunnen (in Tigrinya phonetisch "May Jah Jah") noch ein 

gewöhnlicher Brunnen oder ein anderes Gewässer befinden würden (…). 

Sodann entbehre die Erklärung, er habe die Geburtsorte seiner Eltern ver-

wechselt, ebenfalls jeglicher Logik. So habe er bei dieser Gelegenheit ei-

nen Widerspruch selbständig auflösen können und zudem die Gelegenheit 

erhalten, weitere Ergänzungen anzubringen. In Bezug auf die in der Be-

schwerde geltend gemachten Mängel anlässlich der Anhörung sei festzu-

halten, dass die Anmerkungen in Klammern dem phonetischen Nieder-

schreiben der vom Beschwerdeführer verwendeten Worte in Tigrinya ent-

sprechen würden. Auch habe die Hilfswerksvertretung weder beim Be-

schwerdeführer noch bei der Beschwerdeführerin diesbezüglich etwas be-

anstandet, weshalb die Anhörung als korrekt abgelaufen zu betrachten sei. 

Darüber hinaus hätten die Beschwerdeführenden die Übereinstimmung 

der Angaben der Protokolle durch ihre Unterschrift bestätigt, so dass sie 

sich darauf behaften lassen müssten.   

F.  

Mit Verfügung vom 12. August 2013 räumte das Bundesverwaltungsgericht 

den Beschwerdeführenden die Möglichkeit zur Einreichung einer Replik 

ein.  

G.  

In der Replik vom 27. August 2013 wurde vorgetragen, die Gründe für die 

E-4236/2013 

Seite 12 

zeitliche Diskrepanz zwischen der Verhaftung und der Ausreise seien be-

reits in der Beschwerdeschrift klar festgehalten worden (Geldprobleme, 

Hoffnung auf Freilassung des Ehemannes bzw. Vaters). Die Familie habe 

grosse Angst gehabt vor den eritreischen Behörden, sei deshalb unterge-

taucht und habe niemandem ihre neue Adresse angegeben. Vor allem die 

Kinder hätten unter diesem Zustand schwer gelitten und in totaler Isolation 

gelebt. Es könne daher keinesfalls die Rede davon sein, dass die Familie 

"ohne Probleme" in Eritrea habe leben können. Somit sei ein klarer zeitli-

cher und kausaler Zusammenhang zwischen der Inhaftierung des Ehe-

mannes beziehungsweise Vaters und der Flucht ersichtlich. Weiter sei es 

zwar logisch und gut, dass die Vorinstanz die Asylgesuche der gesamten 

Familie gleichzeitig bearbeite, trotzdem habe es jeden Fall einzeln anzu-

schauen und zu prüfen. Es könne nicht von der Lektüre zweier anderer 

Dossiers auf den vorliegenden Fall geschlossen werden. Dies umso weni-

ger, als dass nicht einmal gesagt werde, was denn bei dieser Lektüre für 

die Unglaubhaftigkeit der Vorbringen spreche. Ausserdem sei mit dieser 

Argumentation auch der Grundsatz der Waffengleichheit verletzt, da sich 

die Vorinstanz auf Unterlagen berufe, in welche die Beschwerdeführenden 

keine Einsicht hätten. Im Übrigen bestehe kein Grund anzunehmen, dass 

aufgrund der angeblich ungenügenden Ortskenntnisse der Kinder – sie 

würden Eritrea sehr wohl kennen und über die wichtigsten Lebensum-

stände dort Bescheid wissen, allerdings hätten sie in Asmara während [ei-

nigen] Jahren in Isolation gelebt und das Haus nie verlassen können – die 

Beschwerdeführerin das Land schon vor langer Zeit verlassen habe. Es sei 

sehr unwahrscheinlich, dass die Kinder ohne die Mutter in einem fremden 

Land gelebt hätten. Aufgrund der hervorragenden Kenntnisse der Be-

schwerdeführerin sei vielmehr darauf zu schliessen, dass auch die Kinder 

aus Eritrea stammen würden. Seit ihrer Einreise seien zudem wiederum 

einige Jahre vergangen, weshalb es verständlich sei, wenn sie nicht mehr 

jedes Detail wissen würden. Die Ausführungen betreffend die Kenntnisse 

der Gebäude und Springbrunnen würden aber durchaus den realen Bege-

benheiten entsprechen. "Fiat" sei ein grosses und markantes Gebäude in 

der Nähe der ehemaligen Adresse der Beschwerdeführenden; unmittelbar 

vor diesem Gebäude befinde sich ein Springbrunnen (vgl. beigelegte Fo-

tographie). Der Springbrunnen "May Jah Jah" sei nie vom Beschwerdefüh-

rer genannt worden, sondern von der Vorinstanz als Ergänzung in Klam-

mern hinzugefügt worden, was dem Beschwerdeführer nicht vorgehalten 

werden könne. Überdies könne es bei einer Befragung passieren, dass 

man die Geburtsorte der Eltern verwechsle. Sodann würden die Vorbringen 

zur Ausreise mit den geographischen Gegebenheiten in Eritrea überein-

stimmen. 

E-4236/2013 

Seite 13 

Ferner werde an der Kritik bezüglich Sorgfalt der Befragung festgehalten. 

Die Vorinstanz habe auch in ihrer Vernehmlassung nicht erklären können, 

weshalb sie auf die offensichtlich unpassende Antwort "Nein, ich habe nur 

am Anfang die Geburtsorte meiner Eltern verwechselt" zur Frage Nr. 144 

nicht weitere Fragen gestellt habe. Offenbar hätten bei der Anhörung 

Schwierigkeiten bei der Übersetzung bestanden, was durch die nun von 

der Vorinstanz vorgebrachte Erklärung (das in Klammern stehende Wort 

sei Tigrinya phonetisch) unterstrichen werde. So seien in derselben Befra-

gung alle anderen in Klammern geschriebenen Sachen Bemerkungen der 

Vorinstanz (vgl. Fragen Nr. 23, 27, 56, 76 und 77).  

Sodann seien die psychischen Probleme nicht etwas, was man bei der ers-

ten Befragung sofort vorbringe; insbesondere dann nicht, wenn man nicht 

danach gefragt werde. Die Argumentation sei jedenfalls keinesfalls nach-

geschoben, sondern könne erst zum jetzigen Zeitpunkt mit medizinischen 

Gutachten – wobei sich die psychischen Probleme gar verschlimmert hät-

ten – belegt werden. Die Beschwerdeführenden legten indessen keine ent-

sprechenden ärztlichen Zeugnisse o.ä. vor. 

Dass schliesslich keine weiteren Abklärungen zur Feststellung der tatsäch-

lichen Identität getroffen worden seien, sei insofern klar, als dass die Her-

kunft der Beschwerdeführenden unbestritten sei.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 

20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021). Das BFM beziehungsweise 

SEM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vor-

instanz des Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende 

Ausnahme i.S. von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsge-

richt ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend 

– endgültig (Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, 

SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 

2005 [BGG, SR 173.110]).  

E-4236/2013 

Seite 14 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, sind 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung bzw. Änderung; sie sind da-

her zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 1 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). Auf die Beschwerde ist 

einzutreten. 

1.3 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG und das 

AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.4 Die Schweizerische Bundesversammlung hat am 14. Dezember 2012 

eine Revision des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AS 2013 4375) 

verabschiedet, welche am 1. Februar 2014 in Kraft getreten ist. Gemäss 

Art. 1 der diesbezüglichen Übergangsbestimmungen gilt für die im 

Zeitpunkt des Inkrafttretens hängigen Asylverfahren das neue Recht. 

2.  

Mit Beschwerde kann im Asylbereich die Verletzung von Bundesrecht (ein-

schliesslich Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die un-

richtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-

halts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

3.  

3.1 In der Beschwerdeschrift wurde in formeller Hinsicht Kritik bezüglich 

der Sorgfalt der Befragung ausgeübt. Die Vorinstanz habe auf die offen-

sichtlich unpassende Antwort "Nein, ich habe nur am Anfang die Geburts-

orte meiner Eltern verwechselt" zur Frage Nr. 144 (A15/14 S. 12) keine 

weiteren Fragen gestellt. Offenbar hätten bei der Anhörung Schwierigkei-

ten bei der Übersetzung bestanden, was durch die von der Vorinstanz vor-

gebrachte Erklärung (das in Klammern stehende Wort sei Tigrinya phone-

tisch) unterstrichen werde. So seien in derselben Befragung alle anderen 

in Klammern geschriebenen Wörter Bemerkungen der Vorinstanz (vgl. Fra-

gen Nr. 23, 27, 56, 76 und 77).  

Ferner wurde beanstandet, dass der Grundsatz der Waffengleichheit ver-

letzt sei, da sich die Vorinstanz auf Unterlagen berufe, in welche die Be-

schwerdeführenden keine Einsicht hätten. 

3.2 In Bezug auf diese verfahrensrechtlichen Rügen ist festzuhalten, dass 

aus den Akten nicht hervorgeht, dass der Beschwerdeführer in den beiden 

E-4236/2013 

Seite 15 

Befragungen Übersetzungsschwierigkeiten beanstandet hat; vielmehr er-

klärte er, den/die Dolmetscher/in gut verstanden zu haben (A5/9 S. 2; 

A15/14 S. 4), weshalb von keinen Verständigungsproblemen auszugehen 

ist. Ausserdem war die Anhörung umfassend. Die Bemerkung des Be-

schwerdeführers am Schluss der Anhörung lässt nicht darauf schliessen, 

dass er nicht alles zu Protokoll geben konnte, was in Bezug auf sein Asyl-

gesuch wesentlich ist. Somit geben sowohl die Befragung als auch die An-

hörung zu keinen Beanstandungen Anlass, weshalb sie durchaus verwert-

bar sind. 

Zudem ist hinsichtlich des Grundsatzes der Waffengleichheit festzuhalten, 

dass der Rechtsvertreter die betreffenden Familienmitglieder vertritt und 

somit Akteneinsicht in alle Verfahren gehabt hat. Im Übrigen wird zur Be-

gründung des vorliegenden Urteils auf keine Querverweise zu den Aussa-

gen der volljährigen Söhne beziehungsweise Brüder abgestellt. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge im Sinne von Art. 3 AsylG sind Personen, die in 

ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer 

Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen 

Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachtei-

len ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen 

ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Ge-

fährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, 

die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken; frauenspezifischen 

Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen. Aufgrund der Subsidiarität des 

flüchtlingsrechtlichen Schutzes setzt die Anerkennung der Flüchtlingseigen-

schaft ausserdem voraus, dass die betroffene Person in ihrem Heimat- oder 

Herkunftsstaat keinen ausreichenden Schutz finden kann (vgl. BVGE 

2008/12 E.7.2.6.2, 2008/4 E. 5.2, 2011/51 E. 6). Massgeblich für die Beur-

teilung der Flüchtlingseigenschaft ist die Situation im Zeitpunkt des Ent-

scheides – nicht diejenige im Zeitpunkt der Ausreise –, wobei allerdings 

erlittene Verfolgung oder im Zeitpunkt der Ausreise bestehende begrün-

dete Furcht vor Verfolgung auf andauernde Gefährdung hinweisen kann. 

Veränderungen der Situation im Heimatstaat zwischen Ausreise und Asyl-

entscheid sind zu Gunsten und zu Lasten der asylsuchenden Person zu 

berücksichtigen (BVGE 2010/57 E. 2, BVGE 2010/9 E. 5.2, BVGE 2007/31 

E. 5.3 f., jeweils m.w.H.). 

E-4236/2013 

Seite 16 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält (Art. 7 AsylG). Vorbringen sind dann glaubhaft, wenn sie genü-

gend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind; sie dürfen sich 

nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht 

widersprüchlich sein oder der inneren Logik entbehren und auch nicht den 

Tatsachen oder der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus 

muss die asylsuchende Person persönlich glaubwürdig erscheinen, was 

insbesondere dann nicht der Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf ge-

fälschte oder verfälschte Beweismittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG). 

Entscheidend ist, ob eine Gesamtwürdigung der Vorbringen ergibt, dass 

die Gründe, die für die Richtigkeit der Sachverhaltsdarstellung der asylsu-

chenden Person sprechen, überwiegen oder nicht (vgl. BVGE 2010/57 E. 

2.6, Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurs-

kommission [EMARK] 2004 Nr. 1 E. 5, m.w.H.). 

5.  

5.1 Die Durchsicht der Akten ergibt, dass es den Beschwerdeführenden 

nicht gelungen ist aufzuzeigen, dass sie im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus 

ihrem Heimatland aufgrund der geltend gemachten Verhaftung des Ehe-

mannes beziehungsweise Vaters im Fokus der eritreischen Sicherheits-

kräfte standen und bei einer allfälligen Rückkehr mit ernsthaften Nachteilen 

im Sinne von Art. 3 AsylG rechnen müssten.  

Das vorgebrachte Ereignis im Jahr (…) – die angebliche Gefangennahme 

des Ehemannes beziehungsweise Vaters – ist mangels zeitlicher und sach-

licher Kausalität ohnehin als asylrechtlich irrelevant zu bezeichnen. Im Üb-

rigen bestehen Ungereimtheiten hinsichtlich des Zeitpunktes, wann die Be-

schwerdeführerin ihren Ehemann zuletzt gesehen habe: Während sie er-

klärte, dies sei seit seiner Verhaftung nicht mehr der Fall gewesen (A14/19 

S. 11), gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, seine Mutter habe seinen 

Vater nach dessen Verhaftung wieder gesehen (A15/14 S. 10). Dass die 

Beschwerdeführerin bereits kurz nach der Verhaftung ihres Ehemannes – 

insbesondere nachdem man ihr angeblich gedroht habe, sie und ihre Kin-

der ebenfalls festzunehmen – darüber nachgedacht habe, ihr Heimatland 

zu verlassen, jedoch lange Zeit kein Geld gehabt habe, um die Ausreise zu 

finanzieren (A14/19 S. 14), vermag obige Erwägung nicht umzustossen, 

zumal jedenfalls feststeht, dass die Beschwerdeführenden nie zu Hause 

aufgesucht worden sind. Damit bestand zum Zeitpunkt ihrer Ausreise auch 

E-4236/2013 

Seite 17 

keine Gefahr einer Reflexverfolgung wegen des Ehemannes beziehungs-

weise Vaters.  

Weiter ist – wie die Vorinstanz zutreffend festhielt – grundsätzlich anzuneh-

men, dass die Beschwerdeführerin Asmara aus erster Hand kennt, da sie 

hinsichtlich ihrer Herkunft detaillierte Angaben zu Protokoll gab (A14/19 S. 

3 f., 6, 16). In Bezug auf den von der Vorinstanz bestrittenen Aufenthalt des 

Beschwerdeführers in Asmara ist festzustellen, dass er zwar teilweise 

durchaus korrekte Angaben machte; insbesondere konnte er bezüglich des 

geltend gemachten Wohnorts grundsätzlich Auskunft geben (A15/14 S. 4) 

und den Namen seiner Schule nennen (A15/14 S. 5). Zutreffend gab er 

ferner auch an, dass die Universität in Asmara geschlossen gewesen sei 

(A15/14 S. 6). Dennoch weist er auffällige und nicht nachvollziehbare Wis-

senslücken auf, und seine Angaben fallen überwiegend unsubstantiiert 

aus. Namentlich ist anzuführen, dass er zwar den Namen der Busstation 

nennen kann, bei welcher er jeweils ausgestiegen sei, um in die Schule zu 

gehen, jedoch kennt er nicht den Namen derjenigen Busstation, bei der er 

von zu Hause aus eingestiegen sei (A15/14 S. 6). Ausserdem kennt er nur 

den Namen seiner eigenen Schule und kann keine weiteren Schulen in 

Asmara aufzählen (A15/14 S. 6). Sodann gibt er an, in der Schule jeweils 

das Fest (…) und den Schulanfang gefeiert zu haben (A15/14 S. 7). Auf 

mehrfaches Nachfragen hin gab er zu Protokoll, er könne sich an ein Fest 

erinnern, anlässlich dessen der Anfang von Eritrea gefeiert werde, aller-

dings kenne er das Datum nicht (A15/14 S. 8). Dies erstaunt insofern, als 

das Wissen bezüglich des Datums, wann Eritrea seine Unabhängigkeit er-

langt hat, – wie die Vorinstanz richtig ausführte – für jemanden, der in Erit-

rea die Schule besucht habe, vorausgesetzt werden kann. Die grössten-

teils mangelnden Länderkenntnisse des Beschwerdeführers lediglich mit 

seiner schlechten psychischen Verfassung zu erklären, erscheint indes 

nicht plausibel. Ungereimtheiten zwischen den Angaben bestehen über-

dies hinsichtlich der familiären Wohnsituation: Während die Beschwerde-

führerin angab, mit ihrem Ehemann, allen neun Kindern sowie ihrer Mutter 

im Quartier H._______ gelebt zu habe (A14/19 S. 4), erklärte der Be-

schwerdeführer, lediglich mit seinen Geschwistern und seiner Mutter dort 

gelebt zu haben. Auf die Frage hin, ob nicht weitere Verwandten an dieser 

Adresse gelebt hätten, gab er zu Protokoll, er glaube nicht. Zudem gab er 

zunächst an, nicht zu wissen, wo die Grossmutter mütterlicherseits lebe; 

erst auf Nachfrage hin, wo sie denn vor der Ausreise gewohnt habe, ant-

wortete er schliesslich, sie habe kurze Zeit mit ihnen gelebt (A15/14 S. 4).  

E-4236/2013 

Seite 18 

Gestützt werden die Zweifel an den geltend gemachten Vorbringen 

dadurch, dass die Beschwerdeführenden im Verlauf des Asylverfahrens 

keine rechtsgenüglichen eigenen Identitätsdokumente eingereicht haben. 

Dabei vermag die Erklärung der Beschwerdeführerin zum Verbleib ihrer 

Identitätskarte sowie der Geburtsurkunden ihrer Kinder – sie habe im Su-

dan am Flughafen ihre braune Tasche mit allen Dokumenten verloren 

(A14/19 S. 2) – nicht zu überzeugen.  

Nach dem Gesagten ist zwar anzunehmen, dass die Beschwerdeführerin 

zu einem nicht näher bestimmbaren Zeitpunkt in ihrem Leben in Asmara 

gewohnt hat. Aufgrund obiger Erwägungen kann gleichwohl nicht davon 

ausgegangen werden, dass ihre Kinder dort sozialisiert worden sind und 

die Beschwerdeführenden das Land illegal verlassen haben. Diese Ein-

schätzung vermögen auch die übrigen Beweismittel sowie Ausführungen 

auf Beschwerdestufe nicht umzustossen. 

5.2 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es den Beschwerdeführen-

den nicht gelungen ist, eine im Zeitpunkt ihrer Ausreise aus Eritrea beste-

hende oder drohende, asylrechtlich relevante Gefährdung glaubhaft zu 

machen. Ferner ist nicht davon auszugehen, dass sie ihr Heimatland illegal 

verlassen haben. Die Vorinstanz hat somit zu Recht zwar ihre eritreische 

Staatsangehörigkeit bejaht, ihre Flüchtlingseigenschaft jedoch zu Recht 

verneint und die Asylgesuche zu Recht abgewiesen. 

6.  

6.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, 

so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 Abs. 1 AsylG). 

6.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrecht-

liche Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 

den gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Aus-

ländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. 

E-4236/2013 

Seite 19 

Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 

142.20]). 

7.2 Die Vorinstanz hat die Beschwerdeführenden in der angefochtenen 

Verfügung vom 25. Juni 2013 wegen Unzumutbarkeit des Vollzugs der 

Wegweisung vorläufig aufgenommen. Praxisgemäss stellen sich in diesem 

Zusammenhang keine weiteren Fragen mehr, zumal die Wegweisungsvoll-

zugshindernisse alternativer Natur sind und bei Vorliegen eines dieser Hin-

dernisse der Vollzug als nicht durchführbar gilt. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

und vollständig feststellt (Art. 106 AsylG). Die Beschwerde ist nach dem 

Gesagten abzuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den Beschwerde-

führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG).  

Nachdem mit Verfügung vom 30. Juli 2013 das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Prozessführung auf einem späteren Zeitpunkt verschoben 

wurde, ist im Urteilszeitpunkt darüber zu befinden. Das Gesuch um unent-

geltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG ist gutzuheissen, 

nachdem die Rechtsbegehren nicht aussichtlos waren und aufgrund der 

Akten von der prozessuale Bedürftigkeit der Beschwerdeführenden auszu-

gehen ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

E-4236/2013 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird gutgeheissen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die zustän-

dige kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Luterbacher Natasa Stankovic 

 

 

Versand: