# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df298c63-42ff-5e44-b7f2-964ecc5c4657
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-10-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.10.2011 E-5733/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5733-2011_2011-10-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­5733/2011

U r t e i l   v om   2 0 .   O k t ob e r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Muriel Beck Kadima,
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo;  
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

Parteien A._______, geboren am (…),
Marokko, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 
(Dublinverfahren); Verfügung des BFM vom 7. Oktober 2011 
/ N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge seit  zirka 1998  in 
Italien  gelebt  hat,  wo  er  über  eine  Aufenthaltsbewilligung 
(Arbeitsbewilligung) verfügte,

dass er nach einer Rückkehr in sein Heimatland im Jahre 2008 wiederum 
nach Italien gelangt sei,

dass  er  am  22.  Juni  2011  Italien  verlassen  habe  und  in  die  Schweiz 
gelangt sei, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass  er  am  7.  Juli  2011  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ) 
B._______  summarisch  zu  seinen  Asylgründen  befragt  wurde  und  ihm 
gleichzeitig  das  rechtliche  Gehör  zu  einer  allfälligen Wegweisung  nach 
Italien gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  summarischen Befragung  im 
Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe  in  seinem  Heimatland  keine 
Schwierigkeiten mit den Behörden gehabt, sondern er sei  lediglich nach 
Europa gekommen, um ein besseres Leben zu führen, zu arbeiten und zu 
heiraten,

dass er in Italien gearbeitet, jedoch kein Asylgesuch gestellt habe,

dass er Italien schliesslich verlassen habe, weil er keine Arbeit und keine 
Unterkunft mehr gehabt habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  7.  Oktober  2011  –  eröffnet  am 
11. Oktober  2011  –  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  2  Bst.  d  des 
Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz nach Italien sowie den 
Vollzug  anordnete,  wobei  es  festhielt,  einer  allfälligen  Beschwerde 
komme keine aufschiebende Wirkung zu,

dass der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, die Schweiz spätestens 
am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen,

dass  dem  Beschwerdeführer  gleichzeitig  die  editionspflichtigen  Akten 
gemäss  Aktenverzeichnis  ausgehändigt  und  der  Kanton  C._______ mit 
dem Vollzug der Wegweisung beauftragt wurde,

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dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der 
Beschwerdeführer  verfüge  eigenen  Angaben  zufolge  über  eine 
Aufenthaltsbewilligung  in  Italien,  wobei  es  auf  die  einschlägigen 
staatsvertraglichen  Bestimmungen  (Abkommen  vom  26.  Oktober  2004 
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Europäischen 
Gemeinschaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des 
zuständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder  in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrages  [Dublin­Assoziierungsabkommen, 
SR  0.142.392.68];  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des  Rates  vom  18. 
Februar  2003  zur  Festlegung  von  Kriterien  und  Verfahren  zur 
Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung  eines  Asylantrags 
zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines  Drittlandes  in  einem 
Mitgliedstaat  gestellt  hat  [Dublin­II­VO]; Verordnung  [EG] Nr.  1560/2003 
der  Kommission  vom  2.  September  2003  mit 
Durchführungsbestimmungen  zur  Verordnung  [EG]  Nr.  343/2003  des 
Rates [DVO Dublin]) hinwies, 

dass am 4. August 2011 die  italienischen Behörden um Übernahme des 
Beschwerdeführers im Sinne von Art. 9 Abs. 1 VO ersucht worden seien,

dass  die  italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  zum 
Übernahmeersuchen  des  BFM  keine  Stellung  genommen  hätten,  somit 
gemäss DAA und unter Anwendung von Art. 18 Abs. 7 Dublin­II­VO die 
Zuständigkeit,  das Asyl­  und Wegweisungsverfahren durchzuführen,  am 
5. Oktober 2011 an Italien übergegangen sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 12. Oktober 2011 (Eingang 
beim  BFM  am  17.  Oktober  2011  respektive  beim 
Bundesverwaltungsgericht am 18. Oktober 2011) gegen diesen Entscheid 
beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei 
sinngemäss  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  beantragte, 
wobei ihm in der Schweiz Asyl zu gewähren sei,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  18.  Oktober  2011  beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 

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20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines 
Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  AsylG  i. V. m. 
Art. 31 – 33  des Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde – 
vorbehältlich  nachfolgende  Erwägung  –  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2 
AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32 – 35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  – sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet –  einer 
selbstständigen materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung 

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aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist (vgl. BVGE 2007/8 E.2.1 mit weiteren Hinweisen),

dass  deshalb  auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten  ist,  soweit  darin 
beantragt  wird,  es  sei  dem  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz  Asyl  zu 
gewähren,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  welcher  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG; sogenannte Dublin­Verfahren),

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens  indessen  systembedingt  kein 
Raum bleibt  für Ersatzmassnahmen  im Sinne  von Art.  44 Abs.  2 AsylG 
i.V.m. Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20;  vgl.  das  zur 
Publikation  vorgesehene  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  E­
7221/2009 vom 10. Mai 2011 E. 5),

dass  dementsprechend  die  Anordnung  von  Ersatzmassnahmen  (die 
vorläufige  Aufnahme)  respektive  die  Feststellung  von  diesen 
zugrundeliegenden  Vollzugshindernissen  der  Wegweisung  in  den 
Heimatstaat  auch  nicht  Gegenstand  des  vorliegenden 
Beschwerdeverfahrens sein kann,

dass  eine  entsprechende  Prüfung  allfälliger  Überstellungshindernisse  in 
den  Dublinmitgliedstaat  soweit  notwendig  bereits  im  Rahmen  des 
Nichteintretensentscheides stattfinden muss,

dass  sich  aus  den  Aussagen  des  Beschwerdeführers  ergibt,  dass  er 
während  zirka  zehn  Jahren  in  Italien  gelebt  und  von  den  italienischen 
Behörden eine Aufenthaltsbewilligung  (Arbeitsbewilligung) erhalten habe 
(vgl. Akte A10, S. 6),

dass  die  Vorinstanz  daher  zu Recht  Italien  für  die  Prüfung  des  am  22. 
Juni  2011  in  der  Schweiz  eingereichten  Asylgesuchs  des 
Beschwerdeführers  erachtet  hat  (Art.  9  Abs.  1  Dublin­II­VO),  was  vom 
Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird (vgl. Akte A10, S. 7),

dass dieses Land auf ein entsprechendes Aufnahmegesuch seitens der 
Schweiz  nicht  geantwortet  hat,  so  dass  davon  ausgegangen  werden 

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kann,  es  habe  die  Wiederaufnahme  im  Sinne  der  Dublin­Verordnung 
akzeptiert (Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO),

dass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerde  vorgebracht  hat,  er 
habe in Italien weder eine Wohnung noch eine Arbeit, 

dass diese Einwände an der Zuständigkeit  Italiens  für die Durchführung 
des  Asyl­  und Wegweisungsverfahrens  nichts  ändern  und  auch  keinen 
Anlass zur Ausübung des Selbsteintrittsrechts der Schweiz (Art. 3 Abs. 2 
Dublin­II­VO, Art. 29a Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]) begründen,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  vorliegend  festhält,  dass  Italien 
sowohl  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30),  der  Konvention  vom 
4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  und  des  Übereinkommens  vom 
10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 
oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) ist und keine 
konkreten  Hinweise  dafür  bestehen,  dieses  Land  werde  sich  im 
vorliegenden  Fall  nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen 
Verpflichtungen halten, 

dass  folglich  keine  menschenrechtlichen  Bedenken  offenkundig  gegen 
die Wegweisung  nach  Italien  sprechen,  auch  wenn  nicht  zu  verkennen 
ist, dass die Aufnahmebedingungen in Italien schwierig sind,

dass keine ernsthaften Zweifel daran bestehen, dass Italien die Richtlinie 
Nr. 2005/85/EG des Rates vom 1. Dezember 2005 über Mindestnormen 
für Verfahren  in den Mitgliedstaaten zur Zuerkennung und Aberkennung 
der Flüchtlingseigenschaft (Amtsblatt Nr. L 326 vom 13/12/2005 S. 0013 
– 0034) respektiert,

dass  die  italienischen  Behörden  seit  geraumer  Zeit  mit  einer  grossen 
Anzahl  von  Einwanderern  aus  nordafrikanischen  Staaten  konfrontiert 
sind,  was  immer  wieder  zu  Kapazitätsengpässen  bei  den 
Aufnahmezentren führen kann,

dass  indessen  das  Gericht  auch  in  Berücksichtigung  der  mit  den 
Kapazitätsengpässen  im  Zusammenhang  stehenden  schwierigen 
Aufenthalts­  und  Lebensbedingungen  –  eine  Betreuung  durch  die 
italienischen Behörden oder durch die privaten karitativen Organisationen 

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sei nicht  in  jedem Fall gewährleistet – nicht zum Schluss gelangt,  Italien 
verletze  nachgewiesenermassen  in  systematischer  Weise  die  Richtlinie 
Nr.  2003/9/EG  des  Rates  vom  27.  Januar  2003  zur  Festlegung  von 
Mindestnormen  für  die  Aufnahme  von  Asylbewerbern  in  den 
Mitgliedstaaten (Amtsblatt Nr. L 031 vom 06/02/2003 S. 0018 – 0025),

dass  angesichts  dieser  Sachlage  keine  Veranlassung  besteht,  die 
Regelvermutung  in  Frage  zu  stellen,  wonach  sich  Italien  an  die 
massgebenden  völkerrechtlichen  Bestimmungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot  oder  die  einschlägigen  Normen  der  EMRK  und 
der FoK, hält (BVGE 2010/45 E. 7.5. und 7.7.), 

dass  diese  Regelvermutung  umgestossen  werden  kann,  wenn  im 
konkreten  Einzelfall  ernsthafte  Indizien  dafür  vorliegen,  dass  die 
Behörden des betreffenden Signatarstaates Völkerrecht verletzen (BVGE 
2010/45 a.a.O.),

dass es dem Beschwerdeführer weder in der Befragung vom 7. Juli 2011 
noch  in  der  Beschwerdeschrift  gelungen  ist,  eine  einzelfallspezifische 
besondere  Verletzlichkeit  nachzuweisen,  aufgrund  derer  geschlossen 
werden könnte, es drohe  ihm  in  Italien eine unmenschliche Behandlung 
oder  ein  Refoulement  in  sein  Heimatland  bzw.  es  würden  humanitäre 
Gründe  im  Sinne  von  Art.  29a  Abs.  3  AsylV 1)  vorliegen,  die  einen 
Selbsteintritt  gemäss  Art. 3  Abs. 2  Dublin­II­VO  als  notwendig  oder 
angezeigt erscheinen lassen,

dass  für  den  Fall,  dass  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der 
Aufenthaltsbedingungen  tatsächlich  nicht  in  der  Lage  gewesen  sein 
sollte, in Italien ein menschenwürdiges Leben zu führen, es an ihm liegen 
wird,  seine  Rechte  bei  den  italienischen  Behörden  respektive  beim 
Europäischen Gerichtshof  oder  beim EGMR geltend  zu machen  (BVGE 
2010/45 E. 7.6.4),

dass das BFM demnach  in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der 
zuständige  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem 
kein  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50 
E. 9), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen 

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Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin­Verfahrens,  wie  oben  erwähnt, 
systembedingt  kein  Raum  bleibt  für  Ersatzmassnahmen  im  Sinne  von 
Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  Abs. 1  AuG,  weshalb  eine 
entsprechende Prüfung,  soweit  notwendig,  vielmehr  bereits  im Rahmen 
des  Nichteintretensentscheides  stattzufinden  hat  (vgl.  BVGE  2010/45 
E. 10.2),

dass  in diesem Sinne die Vorinstanz den Vollzug der Wegweisung nach 
Italien zu Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet hat,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Muriel Beck Kadima Alexandra Püntener

Versand: