# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d41d5f0c-b38c-5a43-a28f-53a6ec5b874b
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 16.04.2014 SK2 2014 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2014-11_2014-04-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 16. April 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
SK2 14 11 23. April 2014

Verfügung
II. Strafkammer

Vorsitz Pritzi
Aktuar Nydegger

In der strafrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, und der Y._____, Beschwerdeführerin, beide 
vertreten durch die Z._____AG,

gegen

die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 26. 
Februar 2014, mitgeteilt am 26. Februar 2014, in Sachen der Z._____AG gegen 
lic. iur. A._____, Dr. iur. B._____, und lic. iur. C._____, Beschwerdegegner,

betreffend Urkundenfälschung etc.,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am 5. Dezember 2013 reichten die Z._____AG bzw. X._____ bei der 
Staatsanwaltschaft Graubünden Strafanträge bzw. eine Strafanzeige gegen 
Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B._____, Rechtsanwalt C._____ sowie Rechts-
anwalt und Notar A._____ ein. Die Anzeige steht im Zusammenhang mit der Erb-
schaftssache D._____. Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B._____ hatte am 1. März 
2007 einen Erbvertrag zwischen dem Erblasser und dessen Sohn beurkundet. 
Rechtsanwalt C._____ wurde als Willensvollstrecker eingesetzt. In der Anzeige 
wurde im Wesentlichen vorgebracht, mit dem Erbvertrag seien frühere Verträge 
abgeändert und Urkundendelikte begangen worden. Rechtsanwalt und Notar Dr. 
iur. B._____ soll zudem den Sohn E._____ begünstigt und Hilfe zur "Erbschleiche-
rei" betrieben haben. Am 13. Januar 2014, am 21. Januar 2014, am 5. Februar 
2014 sowie am 24. Februar 2014 machten die Z._____AG bzw. X._____ weitere 
Eingaben, denen diverse Unterlagen beigelegt waren, um die Vorwürfe zu unter-
mauern. In der Eingabe vom 5. Februar 2014 wurde zudem der Vorwurf der 
(mehrfachen) Berufsgeheimnisverletzung erhoben.

B. Mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 26. Februar 2014, gleichentags mit-
geteilt, entschied die Staatsanwaltschaft Graubünden, dass kein Strafverfahren an 
die Hand genommen würde. Begründend wurde ausgeführt, die Z._____AG als 
Anzeigeerstatterin werfe den drei vorerwähnten Personen sinngemäss Urkunden-
fälschung im Amt und Urkundenunterdrückung vor. Was die behauptete Urkun-
denfälschung betreffe, so habe Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B._____ mit der 
am 1. März 2007 erfolgten Beurkundung des Erbvertrages bestätigt, dass der Erb-
vertrag nach dem Willen der Parteien aufgesetzt, von diesen gelesen und in An-
wesenheit der Zeugen unterzeichnet worden sowie dass die Beurkundung ohne 
Unterbrechung in O.1_____ erfolgt sei. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern diese 
Punkte unwahr sein sollten. Die Anzeigeerstatterin zweifle zwar die Handlungs-
fähigkeit des Erblassers an; die Umstände, die sie dabei geltend mache, würden 
jedoch nicht automatisch bedeuten, dass er handlungsunfähig sei, und reichten für 
die Eröffnung eines Strafverfahrens nicht aus. Auch die Behauptung, der Erbver-
trag sei mit früheren Abmachungen nicht vereinbar, genüge nicht, um dem Notar 
eine strafbare Falschbeurkundung anzulasten. Denn darüber sei mit der Beurkun-
dung gerade keine Aussage getroffen worden. Auch was die geltend gemachte 
Urkundenunterdrückung betreffe, sei nicht ersichtlich, inwiefern die beanzeigten 
Personen eine solche begangen hätten. Im Übrigen würden sich die Eingaben und 
Beilagen der Anzeigeerstatterin anscheinend auf die Umstände, die sich im Zu-

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sammenhang mit einer Erbteilung ergeben haben, und damit auf eine Zivilsache 
beziehen, deren Beurteilung nicht den Strafverfolgungsbehörden obliege. In der 
Eingabe vom 5. Februar 2014 seien ausserdem Berufsgeheimnisverletzungen im 
Sinne von Art. 321 StGB geltend gemacht worden. Bei diesem Straftatbestand 
handle es sich um ein Antragsdelikt. Die Anzeigeerstatterin lege nicht dar und es 
sei nicht ersichtlich, inwiefern und gestützt auf welche Bestimmung sie zur Stel-
lung des Strafantrags berechtigt sein sollte. Zudem sei ein Strafantrag innert drei 
Monaten einzureichen. Diese Frist sei verstrichen. Es fehle demnach an einer 
Prozessvoraussetzung. Was sodann den beanzeigten Rechtsanwalt und Notaren 
A._____ betreffe, sei die Anzeigeerstatterin ersucht worden, ihre Vorwürfe zu ver-
deutlichen. Dies sei nicht getan worden. Folglich fehle es an einem genügenden 
Anfangsverdacht, um weitere Ermittlungen einzuleiten. Da Anhaltspunkte dafür 
fehlten, dass sich die von der Anzeigeerstatterin genannten Personen eines straf-
baren Verhaltens verdächtig gemacht haben könnten, werde die Eröffnung einer 
Strafuntersuchung abgelehnt.

C. Mit Eingabe vom 8. März 2014 (Datum Poststempel) gelangten X._____ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) und Y._____ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) 
mit Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden. Darin machten sie im 
Wesentlichen geltend, die Staatsanwaltschaft habe in ihrer Verfügung einen völlig 
falschen Sachverhalt bzw. diesen unvollständig festgestellt. So seien zahlreiche 
Umstände unerwähnt geblieben, die namentlich das Zustandekommen des am 1. 
März 2007 abgeschlossenen Erbvertrages beträfen. Insbesondere habe Rechts-
anwalt und Notar Dr. iur. B._____ die drei zuvor errichteten öffentlichen Testamen-
te nicht berücksichtigt bzw. durch den Erbvertrag verändert. Mit seinem als Wil-
lensvollstrecker eingesetzten Sohn sei der Erbvertrag dann "vollzogen" worden.

D. Mit Eingabe vom 12. März 2014 beantragte Rechtsanwalt C._____ (nach-
folgend: Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge 
zulasten der Beschwerdeführer.

E. Mit Vernehmlassung vom 13. März 2014 beantragte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden das kostenfällige Nichteintreten auf die Beschwerde.

F. Mit Eingabe vom 17. März 2014 beantragte Rechtsanwalt und Notar 
A._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde, so-
weit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdeführer.

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G. Mit Eingabe vom 18. März 2014 beantragte Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. 
B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) Nichteintreten, eventuell Abweisung 
der Beschwerde unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer.

H. Mit Eingabe vom 25. März 2014 reichten die Beschwerdeführer weitere 
Beweismittel ein.

I. Auf die Begründung der Anträge in den Rechtsschriften sowie auf die Er-
wägungen in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a der Schweizerischen Strafprozessordnung 
(StPO; SR 312) kann gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Polizei, 
der Staatsanwaltschaft und der Übertretungsstrafbehörden Beschwerde geführt 
werden. Die Beschwerde ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzurei-
chen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Zuständigkeit der II. Strafkammer des Kantons-
gerichts von Graubünden als Beschwerdeinstanz ergibt sich im vorliegenden Fall, 
zumal keine Ausnahme im Sinne von Art. 395 StPO vorliegt, gestützt auf Art. 22 
des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; 
BR 350.100) und Art. 10 Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung (KGV; BR 
173.110). Die von den Beschwerdeführern erhobene Beschwerde richtet sich ge-
gen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
26. Februar 2014 und damit gegen ein taugliches Anfechtungsobjekt.

2. a) Mit Beschwerde können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO sowohl Rechtsver-
letzungen, einschliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, 
Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), als auch die unvollständige 
oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) gerügt werden. Ferner kann 
die Rüge der Unangemessenheit (lit. c) erhoben werden. Gemäss Beschwerdefrist 
wird Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung erhoben, "weil darin ein 
völlig falscher Sachverhalt festgehalten wird, falls vom Staatsanwalt überhaupt ein 
Sachverhalt sinngemäss festgestellt wurde" (Beschwerde [act. I. 1.], S. 1). Geltend 
gemacht wird damit eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts durch die 
Staatsanwaltschaft, was im Rahmen der Beschwerde zulässig ist.

b) Gemäss Art. 396 Abs. 1 StPO ist die Beschwerde sodann zu begründen. 
Die beschwerdeführende Partei hat dabei genau anzugeben, welche Punkte des 

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Entscheides bzw. der Verfügung sie anficht (Art. 385 Abs. 1 lit. a StPO), welche 
Gründe einen anderen Entscheid nahelegen (Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO) und wel-
che Beweismittel sie anruft (Art. 385 Abs. 1 lit. c StPO). Erfüllt die Eingabe diese 
Anforderungen nicht, so weist die Beschwerdeinstanz sie zur Verbesserung inner-
halb einer kurzen Nachfrist zurück (Art. 385 Abs. 2 Satz 1 StPO). In der Be-
schwerdefrist werden zahlreiche Gegebenheiten geschildert, die in der Nichtan-
handnahmeverfügung nicht berücksichtigt worden seien. Die Ausführungen bezie-
hen sich dabei auf die angeblichen Urkundendelikte, welche vom Beschwerdefüh-
rer bzw. der Z._____AG der Staatsanwaltschaft mittels mehrerer Eingaben zur 
Kenntnis gebracht wurden. Gerügt wird insofern, wie bereits ausgeführt, dass die 
Staatsanwaltschaft einen falschen Sachverhalt festgestellt habe, wobei angeführt 
wird, welche Umstände nach Ansicht der Beschwerdeführer hätten berücksichtigt 
werden sollen. Obwohl von den Beschwerdeführern nicht explizit erwähnt, kann 
daraus geschlossen werden, dass ihrer Ansicht nach durch die Berücksichtigung 
ebendieser Umstände ein entsprechendes Strafverfahren von der Staatsanwalt-
schaft hätte eröffnet werden müssen. Die Anforderungen an die Begründungs-
pflicht sind damit erfüllt. Unerwähnt bleiben in der Beschwerdeschrift demgegenü-
ber die mittels Eingabe des Beschwerdeführers bzw. der Z._____AG vom 5. Fe-
bruar 2014 erhobenen Vorwürfe der Berufsgeheimnisverletzung gemäss Art. 321 
StGB. Mithin fehlt auch eine Auseinandersetzung mit den entsprechenden Erwä-
gungen in der angefochtenen Verfügung, welche zur Nichtanhandnahme geführt 
haben. Diesbezüglich gilt die Nichtanhandnahmeverfügung folglich als unange-
fochten. In der Beschwerdeschrift ist schliesslich von einer "Amtsgeheimnisverlet-
zung und andere[n] Straftatbeständen dieses Gerichtspräsidenten" (Beschwerde 
[act. I. 1.], S. 4) die Rede. Diese Vorwürfe werden erstmals im Rahmen der Be-
schwerde erhoben; entsprechende konkrete Anträge finden sich diesbezüglich 
nicht, die Vorwürfe werden vielmehr nur als Frage aufgeworfen. Im Übrigen ist das 
Beschwerdeverfahren der falsche Ort, um derlei Vorbringen entgegen zu nehmen, 
weshalb sie im Folgenden nicht weiter zu beachten sind.

3. Die Legitimation zur Beschwerde ergibt sich aus Art. 382 Abs. 1 StPO. 
Demnach kann jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhe-
bung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Gemäss 
Botschaft wird nebst der beschuldigten Person und der Privatklägerschaft auch 
den anderen am Verfahren beteiligten Personen im Sinne von Art. 105 Abs. 1 
StPO die Beschwerdelegitimation zuerkannt, sofern sie ein rechtlich geschütztes 
Interesse geltend machen können (Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafpro-
zessrechts, BBl 2006, S. 1308). Dies ergibt sich auch aus Art. 105 Abs. 2 StPO, 

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wonach den weiteren Verfahrensbeteiligten die zur Wahrung ihrer Interessen er-
forderlichen Verfahrensrechte einer Partei zustehen, sofern sie in ihren Rechten 
unmittelbar betroffen sind. Dazu wird auch die Ergreifung von Rechtsmitteln ge-
zählt (Niklaus Schmid, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 2. Auf-
lage, Zürich/St. Gallen 2013, Rz. 642). Für die Beschwerdelegitimation ist deshalb 
von einem weiten Parteibegriff auszugehen (vgl. auch Viktor Lieber, in: Do-
natsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung [StPO], Zürich 2010, N 2 zu Art. 382 StPO; Niklaus Ruckstuhl/Volker 
Dittmann/Jörg Arnold, Strafprozessrecht, Zürich 2011, Rz. 1126; Schmid, a.a.O., 
Rz. 1464).

4. a) Die Staatsanwaltschaft hat in der Nichtanhandnahmeverfügung die 
Z._____AG als Strafantragsstellerin bzw. Anzeigeerstatterin angesehen und des-
halb ihr die angefochtene Verfügung zugestellt. Ob dies richtig war, ist zwar frag-
lich, kann vorliegend aber offen gelassen werden. Denn die Beschwerdelegitimati-
on ist vorliegend nicht schon deshalb zu verneinen, weil und insofern sich eine 
Person im staatsanwaltschaftlichen Verfahren nicht beteiligt hat. Es genügt, wenn 
sie von diesem berührt ist (Lieber, a.a.O., N 2 zu Art. 382 StPO; Schmid, a.a.O., 
Rz. 1458). Den Ausführungen der Beschwerdeschrift sowie den übrigen Akten 
lässt sich entnehmen, dass die behaupteten Straftaten zum Nachteil von X._____ 
und Y._____ und nicht zu demjenigen der Z._____AG begangen worden und folg-
lich auch sie vom vorliegenden Verfahren berührt seien. Zudem wurde die Be-
schwerdeschrift vorliegend von X._____ und Y._____ je einzeln unterzeichnet, 
weshalb sie als Beschwerdeführer anzusehen sind. Dass für die Beschwerde-
schrift das Briefpapier bzw. der Briefkopf der Z._____AG verwendet wurde, ändert 
daran nichts, zumal die Beschwerde wie erwähnt in Zusammenhang mit allfälligen 
Delikten steht, welche X._____ und Y._____, nicht jedoch die Z._____AG betref-
fen. Die Vorgehensweise der Beschwerdeführer ist wohl dahingehend zu verste-
hen, dass die Z._____AG als Vertreterin von X._____ und Y._____ dienen soll, 
weshalb jener der vorliegende Entscheid - in zweifacher Ausführung - zuzustellen 
ist. Die Beschwerdelegitimation ist demgegenüber in Bezug auf X._____ und 
Y._____ zu prüfen, und zwar (ausschliesslich) im Hinblick auf die angeblichen Ur-
kundendelikte. Auf die behaupteten Berufsgeheimnisverletzungen ist mangels 
entsprechender Anfechtung der Nichtanhandnahmeverfügung nicht mehr zurück-
zukommen.

b) Mit Schreiben vom 5. Dezember 2013 (StA act. 1.1) stellte der Beschwerde-
führer (X._____) bzw. die Z._____AG "Strafanträge" gegen die drei Beschwerde-
gegner. Die Berechtigung zur Stellung eines Strafantrages setzt indes voraus, 

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dass es sich bei den zur Kenntnis gebrachten Straftatbeständen überhaupt um 
Antragsdelikte handelt. Ansonsten ist ein Strafantrag als Strafanzeige im Sinne 
von Art. 301 StPO zu behandeln. Der Strafantrag nach Art. 30 ff. des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311) meint die Willenserklärung des An-
tragsberechtigten, der Schuldige solle wegen der Begehung eines Antragsdelikts 
verfolgt und bestraft werden (Christof Riedo, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler 
Kommentar, Strafrecht I, 3. Auflage, Basel 2013, N 17 vor Art. 30 StGB m.w.H. auf 
die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Die Willenserklärung muss dergestalt 
beschaffen sein, dass sie nach dem massgebenden Prozessrecht die Strafverfol-
gung auch tatsächlich in Gang bringt und das Verfahren ohne weitere Erklärung 
des Antragstellers seinen Lauf nehmen lässt (BGE 131 IV 97 E. 3.1 S. 98). Inhalt-
liche Voraussetzung des Strafantrages ist die Umschreibung des Sachverhaltes, 
für den die Strafverfolgung verlangt wird (Riedo, a.a.O., N 54 zu Art. 30 StGB 
m.w.H.). Es steht dem Antragssteller frei, den Strafantrag in tatsächlicher Hinsicht 
zu beschränken und den Sachverhalt somit nur teilweise zur Verfolgung zu stellen 
(BGE 131 IV 97 E. 3.1 S. 98). Umgekehrt sind die Strafverfolgungsbehörden an 
den geschilderten Sachverhalt insofern gebunden, als grundsätzlich nur dieser 
Gegenstand des Verfahrens sein kann. Nicht erforderlich ist demgegenüber eine 
rechtliche Würdigung durch den Antragsteller, sodass auch eine falsche rechtliche 
Qualifikation den Antrag nicht ungültig macht (BGE 131 IV 97 E. 3.1 S. 98).

c) Die Staatsanwaltschaft hat den weitschweifigen Ausführungen im als 
"Strafanträge" titulierten Schreiben des Beschwerdeführers bzw. der Z._____AG 
vom 5. Dezember 2013 in tatsächlicher Hinsicht zu Recht entnommen, dass Ur-
kundendelikte im Sinne von Art. 251 ff. bzw. Art. 317 StGB zur Anzeige und Ver-
folgung gebracht werden sollen, zumal jene selbst von "qualifizierte[n] Urkunden-
fälschungen und Urkundenunterdrückungen" spricht (vgl. StA act. 1.1, S. 2). Hin-
weise auf andere Delikte lassen sich in den Schilderungen des Beschwerdefüh-
rers bzw. der Z._____AG jedenfalls nicht finden. Bei Art. 251 StGB (Urkundenfäl-
schung), Art. 254 Abs. 1 StGB (Urkundenunterdrückung) und Art. 317 StGB (Ur-
kundenfälschung im Amt) handelt es sich allesamt um Offizialdelikte, bei denen, 
wie bereits dargelegt, kein Strafantrag gestellt werden kann bzw. ein solcher als 
Strafanzeige zu behandeln ist. Insofern hat die Staatsanwaltschaft in ihrer Nicht-
anhandnahmeverfügung die Eingabe vom 5. Dezember 2013 richtigerweise als 
"Anzeige" qualifiziert und sie als solche entgegengenommen, zumal jede Person 
berechtigt ist, eine Strafanzeige einzureichen (Art. 301 Abs. 1 StPO).

d) In strafprozessualer Hinsicht gilt als geschädigt diejenige Person, die durch 
die Straftat in ihren Rechten unmittelbar verletzt worden ist (Art. 115 StPO). Es ist 

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nicht ersichtlich und wird auch vom Beschwerdeführer bzw. von der Z._____AG 
nicht substantiiert dargelegt, inwiefern er bzw. sie selbst durch die fraglichen Delik-
te geschädigt gewesen sein sollten. Sie waren nicht Vertragspartei des erwähnten 
Erbvertrages, in dessen Zusammenhang es zu den behaupteten Urkundendelikten 
gekommen sein soll. Ist hingegen die Beeinträchtigung individueller Vermögens-
rechte nicht unmittelbare Folge des Urkundendelikts, sondern - wenn überhaupt - 
eines erst später hinzutretenden, durch einen anderen Täter begangenen Vermö-
gensdelikts, so liegt keine geschädigte Person im Zusammenhang mit dem Ur-
kundendelikt vor (Goran Mazzucchelli/Mario Postizzi, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Basel 2011, 
N 73 zu Art. 115 StPO). Selbst wenn also der Beschwerdeführer bzw. die 
Z._____AG durch die behaupteten Urkundendelikte indirekt zu Schaden gekom-
men wären, könnten sie nicht als geschädigte Person im Sinne von Art. 105 Abs. 
1 lit. a StPO und Art. 115 StPO angesehen werden. Es bleibt ihnen deshalb auch 
verwehrt, sich als Privatkläger zu konstituieren, da hierfür die Geschädigtenstel-
lung notwendige Voraussetzung ist (Art. 118 Abs. 1 StPO). Demzufolge kommen 
dem Beschwerdeführer bzw. der Z._____AG bezüglich der genannten Urkunden-
delikte weder die Stellung der Privatklägerschaft (Art. 104 Abs. 1 lit. b StPO) zu, 
noch sind sie geschädigte Personen im Sinne von Art. 105 Abs. 1 lit. a StPO. Der 
Beschwerdeführer bzw. die Z._____AG sind vielmehr als Anzeigeerstatter (Art. 
105 Abs. 1 lit. b StPO) zu behandeln.

e) Um Verfahrensrechte wahrnehmen zu können, die ansonsten nur den Par-
teien im Sinne von Art. 104 StPO zustehen, muss der Anzeigerstatter als weiterer 
Verfahrensbeteiligter in seinen Rechten unmittelbar betroffen sein (Art. 105 Abs. 2 
StPO). Inwiefern dies der Beschwerdeführer bzw. die Z._____AG durch die Nicht-
anhandnahmeverfügung sein sollten, ist nicht ersichtlich und wird von ihnen auch 
nicht geltend gemacht. Insofern haben der Beschwerdeführer bzw. die Z._____AG 
auch kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung der 
Nichtanhandnahmeverfügung, mit der Folge, dass sie zur Beschwerde nicht legi-
timiert sind (Art. 382 Abs. 1 StPO). Überhaupt ist der Anzeigeerstatter, der weder 
geschädigt noch Privatkläger ist, grundsätzlich nicht zur Beschwerde legitimiert, 
was auch in Bezug auf Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen gilt (vgl. 
Patrick Guidon, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 
Zürich/St. Gallen 2011, Rz. 293). Im Übrigen ist anzumerken, dass Rechtsmittel-
kläger für andere Personen kein Rechtsmittel erheben können. Es liegt keine Be-
schwer vor, wenn der Entscheid für andere - im vorliegenden Fall etwa für die 

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Ehefrau des Beschwerdeführers - nachteilig ist. Der Beschwerdeführer ist vorlie-
gend mithin nicht zur Beschwerde legitimiert.

f) Da die Beschwerdeführerin (Y._____) als Erbin durch den Erbvertrag und 
den damit zusammenhängenden, behaupteten Urkundendelikten jedoch direkt 
tangiert ist, kann sie diesbezüglich als allenfalls geschädigte Person im Sinne von 
Art. 115 Abs. 1 StPO angesehen werden. Sie hat sich gegenüber der Staatsan-
waltschaft jedoch nicht als Privatklägerin konstituiert, weshalb sich fragt, inwieweit 
ihr dennoch Parteirechte und damit auch die Beschwerdelegitimation einzuräumen 
sind. Da sie vorliegend jedoch noch gar keine Gelegenheit zur Abgabe der Er-
klärung nach Art. 118 Abs. 3 StPO hatte, weil gleich zu Beginn des Vorverfahrens 
eine Nichtanhandnahmeverfügung ergangen ist, ist ihr die Beschwerdelegitimation 
zuzubilligen (vgl. auch Botschaft zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, BBl 
2006, S. 1308 [Fn. 427]; Guidon, a.a.O., Rz. 280; Schmid, a.a.O., N 4 zu Art. 115 
StPO). Weiter genügt es, wenn die geschädigte Person plausibel und schlüssig 
Tatsachen behauptet, die sie - wenn zutreffend - als im Sinne des Gesetzes in 
ihren Rechten unmittelbar betroffen erscheinen lassen (Guidon, a.a.O., Rz. 243). 
Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, durch die Urkundenfälschung 
im Zusammenhang mit dem Abschluss des erwähnten Erbvertrages in Form der 
Nichtbeachtung der früheren "öffentlich-rechtlichen Urkunden" (Beschwerde, S. 2), 
sei sie in ihren Vermögensrechten beeinträchtigt worden. Ihre unmittelbare Betrof-
fenheit ist demzufolge, im Hinblick auf die vorgenannten Anforderungen, zu beja-
hen. Sie hat damit zugleich ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung 
bzw. Änderung der Nichtanhandnahmeverfügung. Die Beschwerdeführerin ist so-
mit zur Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung legitimiert, soweit sie 
die behaupteten Urkundendelikte betrifft. Wie erwähnt ändert daran auch der Um-
stand nichts, dass sie sich im staatsanwaltschaftlichen Verfahren nicht beteiligt 
hat; es genügt, wenn sie von diesem berührt ist (Lieber, a.a.O., N 2 zu Art. 382 
StPO; Schmid, a.a.O., Rz. 1458), was vorliegend zu bejahen ist.

g) Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerdeführerin 
(Y._____) hinsichtlich der geltend gemachten Urkundendelikte beschwerdelegiti-
miert ist. Auf ihre Rüge, wonach von der Staatsanwaltschaft in der Nichtanhand-
nahmeverfügung diesbezüglich ein falscher Sachverhalt festgestellt worden sei, ist 
folglich einzutreten. Bezüglich des gerügten Sachverhalts nicht beschwerdelegiti-
miert ist demgegenüber der Beschwerdeführer (X._____).

5. a) Die Beschwerdeführerin rügt mittels vorliegender Beschwerde, in der Nicht-
anhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 26. Februar 

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2014 sei hinsichtlich der angezeigten Urkundendelikte unerwähnt geblieben, dass 
durch die Beurkundung des am 1. März 2007 zwischen ihrem Vater D._____ und 
ihrem Bruder E._____ abgeschlossenen Erbvertrags drei vorbestehende "öffentli-
che Testamente" - nämlich ein Abtretungsvertrag vom 20. Mai 1983, eine öffentli-
che Urkunde Erbvorempfang vom 22. November 202 sowie eine öffentliche Ur-
kunde Erbvorempfang vom 12. Dezember 2003 - in unzulässiger Weise "verän-
dert" worden seien (vgl. Beschwerde, S. 2).

b) Da der diesbezügliche Vorwurf der Beschwerdeführerin gegen einen Nota-
ren - nämlich Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B._____ - zielt, ist vorliegend der 
Tatbestand der Urkundenfälschung im Amt (Art. 317 StGB) zu prüfen. Demnach 
macht sich insbesondere strafbar, wer als Beamter oder Person öffentlichen Glau-
bens vorsätzlich eine Urkunde fälscht oder verfälscht (Ziff. 1 Abs. 1) oder eine 
rechtlich erhebliche Tatsache vorsätzlich unrichtig beurkundet (Ziff. 1 Abs. 2). Die 
fahrlässige Begehung wird sodann in Ziff. 2 unter Strafe gestellt. Der Notar ist eine 
Person öffentlichen Glaubens im Sinne von Art. 317 StGB (Markus Boog, in: Nigg-
li/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Auflage, Basel 2013, 
N 2 zu Art. 317 StGB). Aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin 
kommt vorliegend nur eine Falschbeurkundung (Art. 317 Ziff. 1 Abs. 2 StGB) in 
Betracht. Bezüglich des tatbestandsmässigen Verhaltens gelten hier dieselben 
Regeln wie bei der Falschbeurkundung nach Art. 251 StGB (Boog, a.a.O., N 5 zu 
Art. 317 StGB). Falschbeurkunden bedeutet das Errichten einer echten, aber un-
wahren Urkunde, bei welcher der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene 
Sachverhalt nicht übereinstimmen (Boog, a.a.O., N 64 zu Art. 251 StGB m.w.H.). 
Die unrichtige Beurkundung einer rechtlich erheblichen Tatsache setzt voraus, 
dass sich die Urkunde zu dieser überhaupt äussert (BGE 133 IV 36 E. 4.2 S. 38). 
Zu fragen ist also zunächst, welche Aussage die Urkunde enthält.

c) Nach Art. 32 Abs. 1 des Notariatsgesetzes des Kantons Graubünden (BR 
210.300) hat sich die Notariatsperson über die Identität der erscheinenden Partei-
en zu vergewissern und das Ergebnis in der Beurkundungsformel festzuhalten. 
Die Notariatsperson hat eine allfällige Stellvertretung in der Beurkundungsformel 
festzuhalten und die Vollmacht als Beleg zu nehmen (Art. 30 Abs. 2 Notariatsge-
setz). Nach Art. 33 des Notariatsgesetzes müssen die erscheinenden Parteien die 
öffentliche Urkunde entweder selber lesen oder von der Notariatsperson vorgele-
sen erhalten, hierauf ausdrücklich genehmigen und dann eigenhändig mit ihrem 
Namen unterzeichnen (Abs. 1). Während der Beurkundung müssen alle mitwir-
kenden Personen anwesend sein; das Verfahren ist ohne wesentliche Unterbre-
chung durchzuführen (Abs. 2). Gemäss Art. 34 des Notariatsgesetzes besteht die 

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Beurkundung darin, dass die Notariatsperson am Schluss der öffentlichen Urkun-
de förmlich bestätigt, diese sei den Parteien zur Kenntnis gebracht worden, enthal-
te den der Notariatsperson mitgeteilten Willen der Parteien und sei von diesen 
unterzeichnet worden (Abs. 1). Die Notariatsperson setzt dieser Beurkundungs-
formel Ortsangabe, Datum, ihre Unterschrift und ihren Stempel bei (Abs. 2). Die 
Beweisfunktion einer notariellen Urkunde erstreckt sich somit insbesondere auf die 
Wiedergabe des Unterzeichnungs- und Beurkundungsvorgangs (vgl. auch BGE 
113 IV 77 E. 3 S. 79 ff.; Andreas Donatsch/Wolfgang Wohlers, Strafrecht IV, Delik-
te gegen die Allgemeinheit, 4. Auflage, Zürich 2011, S. 539).

d) Mit der Beurkundung des Erbvertrages hat Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. 
B._____ als Notar bestätigt, dass der Erbvertrag nach dem Willen der Parteien 
aufgesetzt, von diesen gelesen und in Anwesenheit der Zeugen unterzeichnet 
wurde sowie dass die Beurkundung ohne Unterbrechung in O.1_____ erfolgte. Die 
Vorgaben, die das kantonale Notariatsgesetz an die Beurkundung stellen, wurden 
damit erfüllt. Inwiefern der beurkundete Sachverhalt unwahr sein sollte, ist offen-
kundig nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin vermag denn auch nichts ande-
res darzulegen. Ihre Vorwürfe sind wohl dahingehend zu verstehen, dass der In-
halt des Erbvertrages im Hinblick auf die vorbestehenden Vereinbarungen nicht 
zulässig gewesen sei. Wie jedoch bereits die Staatsanwaltschaft in der Nichtan-
handnahmeverfügung zutreffend ausgeführt hat, erbringt eine Schrift nur Beweis 
für den in ihr bezeugten Sachverhalt, nicht jedoch für dessen tatsächliche oder 
rechtliche Voraussetzungen, auf welche bloss mittelbar aus den beurkundeten 
Tatsachen geschlossen werden kann (Boog, a.a.O., N 74 zu Art. 251 StGB). Die 
rechtliche Zulässigkeit der im Erbvertrag enthaltenen Abmachungen bzw. ihre Ver-
träglichkeit mit den vorbestehenden Vereinbarungen kann gemäss den vorstehen-
den Ausführungen nicht Gegenstand der Falschbeurkundung sein. So beschrän-
ken sich von durch Notare begangene Urkundenfälschungen im Amt etwa auf Fäl-
le, wo diese wahrheitswidrig festhielten, die Parteien hätten ihre Unterschrift 
gleichzeitig und gemeinsam sowie in ihrer Anwesenheit geleistet, wo der Notar 
eine Unterschrift falsch beglaubigte bzw. fälschlicherweise bescheinigte, der Un-
terzeichner habe seine Unterschrift persönlich anerkannt, oder bei einem Notar, 
der in der öffentlichen Urkunde nicht festgehalten hatte, dass die Vertragsparteien 
durch Vertreter gehandelt haben (vgl. zur Kasuistik Boog, a.a.O., N 14 zu Art. 317 
StGB).

d) Im Übrigen ist dem fraglichen Erbvertrag (StA act. 4.2.8) zu entnehmen, 
dass die erwähnten, vorbestehenden Vereinbarungen sehr wohl berücksichtigt 
und auch inhaltlich richtig wiedergegeben wurden (vgl. Ziff 2.-4. des Erbvertrages). 

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Inwiefern Rechtsanwalt und Notar Dr. iur. B._____ als beurkundender Notar hier 
gegen den Willen der Vertragsparteien gehandelt hat, ist nicht ersichtlich und wird 
denn auch nicht näher begründet. Ebenso unklar bleibt, worin bei dieser Sachlage 
eine Urkundenunterdrückung bestehen soll.

e) Es gelingt der Beschwerdeführerin damit nicht, die in der Beschwerde er-
hobenen Vorwürfe dahingehend zu konkretisieren, dass sich bei den angezeigten 
Personen ein Tatverdacht begründen liesse. Ein strafrechtlich relevantes Verhal-
ten der Beschwerdegegner ist demnach nicht ersichtlich. Insofern erweist sich die 
Nichtanhandnahmeverfügung als begründet und rechtens, was zur Abweisung der 
Beschwerde führt.

f) Den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist zu entnehmen, dass sie mit 
der Abwicklung des Erbgangs ihres Vaters nicht einverstanden zu sein scheint 
und glaubt, in vermögensrechtlicher Hinsicht gegenüber ihren Geschwistern be-
nachteiligt worden zu sein. Hierfür stehen ihr die entsprechenden zivilrechtlichen 
Rechtsbehelfe zur Verfügung. Gegenstand einer strafrechtlichen Beschwerde 
können derlei Vorbringen selbstredend nicht sein.

6. Da sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet erweist, entscheidet 
der Vorsitzende in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 Abs. 3 des Gerichtsorga-
nisationsgesetzes [GOG; BR 173.000]; Art. 11 Abs. 2 KGV).

7. Die Staatsanwaltschaft verfügte in der Nichtanhandnahmeverfügung die 
Kostentragung ihrer Aufwendungen durch den Staat. Insofern erübrigt es sich, im 
Beschwerdeverfahren darüber neu zu befinden (Art. 428 Abs. 3 StPO).

8. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von Art. 8 und 10 der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Strafverfahren (VGS; BR 350.201) werden die Kos-
ten des Beschwerdeverfahrens vorliegend auf Fr. 1'500.-- festgesetzt. Die beiden 
Beschwerdeführer haften hierfür solidarisch (Art. 418 Abs. 2 StPO).

b) Die Entschädigung richtet sich wie bei der Kostenauflage nach Obsiegen 
bzw. Unterliegen (Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 436 StPO). Die Staatsanwaltschaft 
hat generell keinen Anspruch auf Entschädigung (Schmid, a.a.O., N 2 zu Art. 436 
StPO), die übrigen Parteien nur, sofern sie eine solche beantragen. Eine Entschä-
digung macht vorliegend einzig Rechtsanwalt und Notar A._____ geltend. Ange-
sichts seiner kurzen Stellungnahme und seines Verweises auf die Stellungnahme 
von Rechtsanwalt C._____ ist ihm keine Entschädigung zuzusprechen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'500.-- gehen unter solida-
rischer Haftung zu Lasten von X._____ und Y._____.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; 
SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen an das Bundesgericht geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Schweizerischen Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, schriftlich innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen 
Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschrie-
benen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimati-
on, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gel-
ten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: