# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 150e9f6d-81b1-590f-a308-e4e418887bff
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-03-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.03.2014 200 2013 868
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-868_2014-03-04.pdf

## Full Text

200 13 868 IV
KOJ/REL/ALB/MAA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. März 2014

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 3. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1955 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte …, meldete sich – nachdem nach einer Krampfadernoperation im 
Jahr 1987 Komplikationen aufgetreten waren – am 29. Mai 1992 als Nich-
terwerbstätige erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug 
an und beantragte eine Rente (vgl. unpaginierte Vorakten der Invalidenver-
sicherung vor 1999, auch zum Folgenden). Nach Abklärungen in medizini-
scher und erwerblicher Hinsicht sprach die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) der Versicherten am 1. März 1993 rückwirkend ab 
1. Juni 1992 bei einem in Anwendung der gemischten Methode (Sta-
tus: 36.67% …, 63.33% Hausfrau) ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 
42% eine Viertelsrente zu. Mit Verfügung vom 2. Februar 1995 bestätigte 
die IVB den bisherigen Rentenanspruch.

Anlässlich eines Statuswechsels – Annahme einer Erwerbstätigkeit an Stel-
le der Tätigkeit in der … – wurde der Rentenanspruch der Versicherten 
erneut überprüft. Die Abklärungen ergaben einen IV-Grad von 12% (Status: 
35% Erwerbstätige, 65% Hausfrau), weshalb die Rente mit Verfügung vom 
8. Dezember 1995 per 31. Januar 1996 aufgehoben wurde. Auf ein von der 
Versicherten am 23. August 1999 gestelltes Rentenrevisionsgesuch trat die 
IVB nicht ein (Akten der Invalidenversicherung [AB] 1-5). 

B.

Mit Anmeldung vom 19. Juni 2012 (AB 11) gelangte die Versicherte (nach 
vorgängiger Früherfassung [AB 9 f.]) unter Angabe von Knieprothesenpro-
blemen erneut an die Invalidenversicherung und ersuchte um Leistungen. 
In der Folge führte die IVB medizinische und erwerbliche Erhebungen 
durch (AB 14-17, 20, 22). Insbesondere gab die IV-Stelle einen Ab-
klärungsbericht Haushalt (AB 21), die Erstellung eines Zumutbarkeitsprofils 
(AB 23) durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stellen 
Bern/Freiburg/Solothurn und gestützt darauf eine Überarbeitung des Ab-

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klärungsberichts Haushalt (AB 24) in Auftrag. Nachdem die IVB der Versi-
cherten am 14. November 2012 (AB 19) mitgeteilt hatte, dass kein An-
spruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen bestehe, stellte sie ihr 
mit Vorbescheid vom 1. Mai 2013 (AB 25) die Abweisung des Leistungsbe-
gehrens in Aussicht; bei einem ermittelten IV-Grad von 35% bestehe kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente.

Dagegen erhob die Versicherte am 21. Mai 2013 (AB 26) Einwand. Nach 
Vornahme weiterer Abklärungen (AB 28-37) hielt die IVB mit Verfügung 
vom 3. September 2013 (AB 38) an ihrem Vorbescheid vom 1. Mai 2013 
(AB 25) fest und wies das Leistungsbegehren ab.

C.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 2. Oktober 2013 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Be-
schwerde erheben und die Aufhebung des ergangenen Verwaltungsaktes 
beantragen. Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführerin rückwirkend 
ab 19. Dezember 2012 Anspruch auf eine ganze IV-Rente habe. Ausser-
dem liess sie das Gericht um eine Nachfrist zur Einreichung einer Be-
schwerdeergänzung nach Einsichtnahme in die – zum Zeitpunkt der Be-
schwerde nicht verfügbaren – IV-Akten ersuchen.

Mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2013 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Mit Eingabe vom 20. November 2013 nahm die Beschwerdeführerin die 
vom Instruktionsrichter mit prozessleitender Verfügung vom 30. Oktober 
2013 eingeräumte Gelegenheit zur Einreichung einer Beschwerdeergän-
zung wahr.

Mit Stellungnahme vom 9. Dezember 2013 beantragte die Beschwerde-
gegnerin weiterhin die Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 3. September 2013 
(AB 38). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Invalidenrente. Nicht streitig ist hingegen, dass die Beschwerde-
gegnerin auf die Neuanmeldung vom 19. Juni 2012 (AB 11) eingetreten ist 
und den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin materiell geprüft hat. 
Die Eintretensfrage ist denn auch vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 
109 V 108 E. 2b S. 114 f.).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 
Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-
mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird bei einer erwerbstätigen 
versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der Inva-
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge-
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden 
wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufga-
benbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 
zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 ATSG), wird 
für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Mass sie 
unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 28a Abs. 2 IVG; 
spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149).

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Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 
Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.4 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, 
so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die 
von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger 
Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen 
(SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit 
Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren 
hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch 
zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine ren-
tenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

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2.5 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des BGer vom 25. Juli 2013, 
8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.6 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.7 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Vorab ist zu prüfen, ob zwischen der ursprünglichen Verfügung vom 
8. Dezember 1995 – mit welcher die seit 1. Juni 1992 ausgerichtete Vier-
telsrente aufgehoben wurde – und der hier angefochtenen Verfügung vom 
3. September 2013 (AB 38) eine wesentliche Änderung in medizinischer 

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bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-Grad und 
damit den Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. hiervor E. 2.4 und 2.5)

3.2 Die Beschwerdeführerin wurde anlässlich der rentenaufhebenden 
Verfügung vom 8. Dezember 1995 zu 35% als Erwerbstätige und zu 65% 
als Hausfrau eingestuft (vgl. Abklärungsbericht vom 3. Oktober 1995). Im 
Abklärungsbericht vom 29. April 2013 (AB 24 Ziff. 3.2 f.) gab die Be-
schwerdeführerin an, zuletzt von Dezember 2010 bis April 2011 als … in 
einem Pensum von 60% und als … im Stundenlohn angestellt und seither 
nicht mehr erwerbstätig gewesen zu sein. Damit ist im massgebenden Zeit-
raum in den tatsächlichen Verhältnissen bereits in Bezug auf den Status 
eine Veränderung eingetreten, welche geeignet ist, den Rentenanspruch zu 
beeinflussen. Ob sich in medizinischer Hinsicht Veränderungen ergeben 
haben, braucht unter dem Titel des Revisionsgrundes daher nicht geprüft 
zu werden. Nachfolgend ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 
somit frei zu überprüfen, wobei nach wie vor die gemischte Methode (vgl. 
E. 2.3 hiervor) Anwendung findet. Auszugehen ist dabei vom von der Be-
schwerdegegnerin ermittelten und hier zu Recht unbestrittenen Status – 
70% Erwerbstätige, 30% Haushalt –, der auch mit den von der Beschwer-
deführerin im Abklärungsbericht vom 29. April 2013 (AB 24 S. 3 Ziff. 3.4) 
gemachten Aussagen übereinstimmt. 

4.

4.1 Bezüglich des Gesundheitszustandes sowie der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ist den medizinischen Akten im We-
sentlichen Folgendes zu entnehmen:

4.1.1 Im Austrittsbericht vom 3. September 2011 (AB 17 S. 10 f.) stellte 
Dr. med. C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, folgende Diagnosen:

1. Inlaydelamination Knie links m/b:
-Status nach Sturz 12/2010 bei Knietotalprothesenimplantation
-Status nach Knie-TP-Implantation mit Tuberositas-Osteotomie 2002 
und Valgisationsosteotomie mit Fibulaköpfchenresektion (Dr. 
L.________)

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-Thrombophlebitis medial Knie links
-Status nach Arthroskopie und Synovialbiopsie bei therapierefraktären 
Knieschmerzen bei Delaminierung des Polyaethylen links 06/2011

2. Adipositas Grad 2
-BMI: 37.3 kg/m2 (21.06.2011)

3. Arterielle Hypertonie (ED 2007)
4. Beginnende Coxarthrose bds
5. Osteochondrose L1/2, L2/3

-rezidivierende Rückenschmerzen
6. Penizillinallergie
7. Status nach CTS-OP 11/2009

Status nach Varizen-OP bds 1997
Status nach Arthrodese OSG rechts (OSG rechts 9x operiert)

Nach einem Knie-TP-Wechsel links mit Biopsieentnahme am 26. August 
2011 zeige sich ein postoperativ komplikationsloser Verlauf. Die Mobilisati-
on der Beschwerdeführerin sei unter physiotherapeutischer Anleitung pro-
blemlos gelungen. Die Röntgenkontrolle habe eine regelrechte Prothesen-
stellung bei intakter Durchblutung, Motorik und Sensibilität der unteren Ex-
tremitäten beidseits nachweisen können. Die Patientin sei in gutem Allge-
meinzustand mit reizlosen, trockenen Wundverhältnissen und selbständig 
mobilisiert entlassen worden. Im weiteren Verlauf erfolge eine Mobilisation 
an Gehstöcken mit 10kg Teilbelastung und einer Flexionslimite von 70° 
ohne aktives Anheben des Beines gegen Streckwiderstand während 8 Wo-
chen.

4.1.2 In der Verlaufskontrolle vom 10. Oktober 2011 (AB 17 S. 9) stellten 
Dr. med. D.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatolo-
gie des Bewegungsapparates FMH, und der Assistenzarzt Dr. med. 
E.________ fest, die Beschwerdeführerin sei zunehmend schmerzfrei und 
könne die verordnete Teilbelastung bisher gut einhalten. Die Röntgenauf-
nahme zeige korrekt eingebrachte Prothesenkomponenten; es bestünden 
keine Hinweise auf eine Lockerung. Die Tuberositasosteotomie sei noch 
nicht komplett ossär durchbaut. Aufgrund dessen sei eine Teilbelastung 
von 50% des Körpergewichts für vier Wochen fortzuführen und danach auf 
ca. 75% zu steigern.

Im Bericht vom 1. Mai 2012 (AB 26 S. 14) führten Dr. med. D.________ 
und Dr. med. F.________, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates FMH, aus, die Beschwerdeführerin sei 

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mit dem Verlauf zufrieden und schmerzfrei. Im Bereich der ehemaligen 
Fibulaosteotomie verspüre sie gelegentlich Schmerzen, welche spontan 
regredient seien. Ausser Haus gehe die Beschwerdeführerin noch zur Si-
cherheit mit einem Gehstock. Im Vergleich zu den Voraufnahmen zeige 
sich auf dem Röntgenbild eine unveränderte Einlage der Endoprothese und 
auch ansonsten ein gesamthaft guter Verlauf acht Monate postoperativ. In 
zwei Monaten sollte die vollständige Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt sein.

4.1.3 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht vom 10. Juli 2012 (AB 17 S. 2 ff.) 
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen Knie-TP-Wechsel im Au-
gust 2011 und Knie-TP 2002 sowie eine seit Jahren bestehende Osteo-
chondrose L1/2 und L2/3. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gab 
er eine Hypertonie und andere multiple Eingriffe an. Die Beschwerdeführe-
rin klage über Rücken- und Knieschmerzen und fehlende Kraft nach dem 
grossen Knieeingriff am 26. August 2011 und sei bei praktisch allen Tätig-
keiten beeinträchtigt. Dr. med. G.________ attestierte der Beschwerdefüh-
rerin von 25. August 2011 bis 11. Januar 2012 eine 100%ige und seit 
12. Januar 2012 bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Pro-
gnose sei eher „düster“. Mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne 
nicht gerechnet werden.

4.1.4 Im Verlaufsbericht vom 21. Dezember 2012 (AB 20) zur klinisch-
radiologischen Einjahreskontrolle führte Dr. med. D.________ aus, die Be-
schwerdeführerin berichte über einen guten postoperativen Verlauf. Rein 
subjektiv bestehe noch eine leichte Kraftminderung im Bereich des linken 
Beines. Zudem bestehe auch eine lumbale Schmerzproblematik, die unter 
hausärztlicher Behandlung sei. 

4.1.5 Dr. med. G.________ hielt in seinem Verlaufsbericht vom 20. Janu-
ar 2013 (AB 22) zum Ergebnis der MRI-Untersuchung im Dezember 2012 
(AB 26 S. 9) folgende Befunde fest: 

• Osteochondrose TH/L1 mit leichten erosiven Veränderungen. Spondylotische Ver-
änderungen am thoracolumbalen Übergang und auf Höhe L3/4. Schwere bilaterale 
Facettenarthrose L3-S1. Keine spinale Stenose. 

• Leichte degenerative Diskusveränderungen L1/2 bis L3/4 ohne Nachweis einer 
Neurokompression. Regelrechte Darstellung der Bandscheiben L4/5 und L5/S1. 
Degenerative Veränderungen der ISG.

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Damit sei die Ursache der langen lumbalen Rückenschmerzen geklärt. Be-
züglich Diagnosen verwies er auf den Bericht vom 10. Juli 2012 (AB 17 
S. 2 ff.). Subjektiv würden die Schmerzen stärker und es sei weiter eine 
relativ intensive ambulante Betreuung notwendig. Dr. med. G.________ 
attestierte erneut seit 25. August 2011 eine 100%ige und seit 12. Januar 
2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.

4.1.6 Mit Bericht vom 18. April 2013 (AB 23) stellte die RAD-Ärztin 
med. pract. H.________ folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit (S. 9):

• Status nach multiplen Eingriffen wegen Kompartmentsyndrom der Tibialis posterior 
loge rechts nach Varizenstripping 1987

• Status nach Entfernung eines Varizenkonglomerats am distalen medialen Unter-
schenkel sowie Narbenrevision 1989

• Status nach Adhäsiolyse und Verlängerung der drei langen Fuss- und Zehenflexo-
ren rechts 1990

• Status nach Triple-Arthrodese 1992
• Status nach Verlängerungstenotomie des Flexor longus Dig. II sowie Verlänge-

rungs-tenotomie für Flexor hallicus longus rechts 1992
• Status nach Hinterhornresektion links 1993
• Status nach Knie-TP-Implantation mit Tuberositas-Osteotomie 2002 und Valgisati-

onsosteotomie mit Fibulaköpfchenresektion
• Status nach Knie-TP-Wechsel links 8/2011
• Osteochondrose Th 12/L1 mit leichten erosiven Veränderungen (MRI 12/12), spon-

dylotische Veränderungen am thoracolumbalen Übergang und auf Höhe L3/4
• Schwere bilaterale Facettenarthrose L3-S1, keine spinale Stenose (MRI 12/12)
• Leichte degenerative Diskusveränderungen L1/2 bis L3/4 ohne Nachweis einer 

Neurokompression (MRI 12/12). Regelrechte Darstellung der Bandscheiben L4/5 
und L5/S1

• Degenerative Veränderungen der ISG (MRI 12/12)

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit lägen eine Adipositas Grad 2, 
eine arterielle Hypertonie und ein Status nach CTS-Operation 2009 vor 
(S. 10). Die RAD-Ärztin führte zum Zumutbarkeitsprofil aus, körperlich 
leichte Tätigkeiten in konsequenter Wechselbelastung mit einer Obergren-
ze für das Hantieren von Lasten bis zu 5kg seien möglich. Das Gehen auf 
unebenem Gelände, das Besteigen von Leitern etc. sei zu meiden. Das 
Gehen auf ebenem Boden sei nur mit Gehhilfe für kurze Strecken zumut-
bar. Die vom Hausarzt attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50% als … und im 
Haushalt sei nachvollziehbar. In angepasster Tätigkeit sei ein volles Pen-
sum zumutbar, wobei aufgrund von häufig einzunehmenden Wechselposi-

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tionen und vermehrtem Pausenbedarf eine Leistungseinbusse von 20% 
bestehe.

4.1.7 Im Bericht vom 7. März 2013 (AB 26 S. 6) diagnostizierte 
Dr. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates FMH, eine chronische Lumbalgie. Die Be-
schwerdeführerin berichte über seit längerer Zeit bestehende belastungs-
abhängige Rückenschmerzen, die aber auch nachts präsent seien. Die 
bisherige konservative Therapie, Physiotherapie und Schmerztherapie ha-
be keine langanhaltende Linderung gebracht. Es bestehe eine deutlich ein-
geschränkte Reklination und Lateralflexion mit typisch links auslösbarem 
Schmerz und ein starker Druckschmerz über dem unteren LWS-Bereich 
sowie über dem lumbosakralen Übergang mittig und paravertebral. 
Ausstrahlende Schmerzen oder sensomotorische Defizite der unteren Ex-
tremitäten würden von der Beschwerdeführerin verneint. Die Inklination sei 
wenig eingeschränkt. Die MRI-Aufnahmen zeigten eine zweitgradige De-
generation der Bandscheiben L3-S1 und ausgeprägte Facettenarthrose im 
selben Wirbelsäulenabschnitt. Eine Infiltration sei indiziert.

Im Verlaufsbericht vom 12. April 2013 (AB 26 S. 4) führt Dr. med. 
I.________ aus, nach der Facettengelenksinfiltration L4/5 und L5/S1 beid-
seits seien die Beschwerden auf der rechten Seite deutlich zurückgegan-
gen und links unverändert geblieben. Ebenso habe sich bei belastungsab-
hängigen Rückenschmerzen, insbesondere beim Heben und Bücken, keine 
Besserung eingestellt. Bei der klinischen Untersuchung zeige sich eine 
deutliche Druckdolenz links paravertebral über dem unteren und mittleren 
LWS-Bereich. Eine weitere Infiltration auf der linken Seite sei vorgesehen 
mit der Hoffnung, einen ähnlichen Effekt zu erreichen wie rechts.

4.1.8 Im RAD-Bericht vom 4. Juni 2013 (AB 28 f.) wies Dr. med. 
J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, darauf hin, dass im Bericht von med. pract. 
H.________ vom 18. April 2013 unter den Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit die degenerativen Veränderungen im Bereich der LWS aufgeführt 
und im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt worden seien. Die von Dr. med. 
G.________ im Zuweisungsschreiben vom 21. Februar 2013 (AB 26 S. 8) 
angeführte Beinschwäche links habe ihre Ursachen in der Kniegelenkspro-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 13

blematik und sei nicht auf einen segmentalen Ausfall von Seiten der LWS 
zurückzuführen. Die Beinschwäche sei nicht IV-relevant, da sie sich durch 
ein intensives Krafttraining und eine konsequente Gewichtsabnahme be-
handeln lasse. In Bezug auf die von Dr. med. I.________ erstellten Berich-
te vom 7. März 2012 (AB 26 S. 6 f.), vom 24. März 2013 (AB 26 S. 5), vom 
12. April 2013 (AB 26 S. 4) und vom 2. Mai 2013 (AB 26 S. 3) gab Dr. med. 
J.________ an, der weitere Verlauf von Seiten der LWS-Problematik sei 
unklar und müsse abgewartet werden. Es könne aber mit grosser Wahr-
scheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass sich die Situation durch 
medizinische Massnahmen verbessern lasse. Bezüglich der übrigen Pro-
bleme im Bereich des Bewegungsapparates könne uneingeschränkt auf 
das Zumutbarkeitsprofil im Bericht vom 4. Juni 2013 (AB 28) abgestellt 
werden.

4.1.9 Im Bericht von Dr. med. K.________ und Dr. med. I.________ vom 
3. Juni 2013 (AB 31 S. 2-8) führen die beiden aus, die zuletzt durchgeführte 
Facettengelenksinfiltration auf der linken Seite habe keinerlei Verbesserung 
der Schmerzsymptomatik gebracht; nun seien auch auf der rechten Seite 
Schmerzen vorhanden. Die Gesamtschmerzsituation habe sich nur leicht 
gebessert, indem nächtliches Schlafen nun möglich sei. Eine erneute Infil-
tration (diesmal epidural) könne zumindest für die rechte Seite zu einer 
kurzfristig-/mittelfristigen Verbesserung der Schmerzproblematik führen. 
Auf Wunsch der Beschwerdeführerin werde vorerst aber darauf verzichtet. 
Langfristig sei bei therapierefraktärer Schmerzproblematik ein operatives 
Vorgehen indiziert.

4.1.10 Dr. med. L.________, Fachärztin für Chirurgie FMH, diagnostizierte 
im Bericht vom 12. August 2013 (AB 33 S. 2 ff.) mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit eine chronische Lumbalgie bei multisegmentaler Band-
scheibendegeneration und Facettenarthrose. Sie empfahl eine Wiederho-
lung der Infiltration und eventuell eine Operation sowie die Fortführung der 
analgetischen Massnahmen. Wechselbelastende Tätigkeiten seien der 
Beschwerdeführerin zumutbar. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde von 
Dr. med. L.________ nicht attestiert.

4.1.11 Im Bericht vom 23. August 2013 (AB 36 f.) führt der RAD-Arzt 
Dr. med. J.________ aus, aufgrund der Ablehnung einer weiteren Infiltrati-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 14

on durch die Beschwerdeführerin gemäss Bericht von Dr. med. I.________ 
vom 3. Juni 2013 (AB 31 S. 2-8) müsse von einem geringen Leidensdruck 
ausgegangen werden. Aus dem Abklärungsbericht von 
Dr. med. K.________ und Dr. med. I.________ vom 3. Juni 2013 (AB 31 
S. 2-8) und dem Bericht von Dr. med. L.________ vom 12. August 2013 
(AB 33 ff.) ergäben sich keine relevanten medizinischen Aspekte, die 
berücksichtigt werden müssten, weswegen am bekannten Zumutbar-
keitsprofil festgehalten werden könne.

4.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

4.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 3. September 2013 massgeblich auf die Beurteilung der RAD-
Ärztin med. pract. H.________ vom 18. April 2013 (AB 23) und die ergän-
zenden Stellungnahmen des RAD-Arztes Dr. med. J.________ vom 4. Juni 
2013 (AB 29) und vom 23. August 2013 (AB 36) gestützt.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 15

Diese Berichte erfüllen die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an 
den Beweiswert eines medizinischen Berichts gestellten Anforderungen 
(vgl. E. 4.2 hiervor). Die RAD-Ärzte haben ihre Einschätzung, wonach die 
Beschwerdeführerin insbesondere an Knie- und Rückenbeschwerden leide 
(AB 23 S. 10, AB 29, 36), in Kenntnis der medizinischen Vorakten samt 
darin enthaltenen subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin gewonnen 
(AB 23 S. 3 ff., AB 29 S. 2, AB 36). Das erstellte Zumutbarkeitsprofil – vol-
les Pensum in angepasster Tätigkeit mit einer Leistungseinschränkung von 
20% aufgrund von häufig einzunehmenden Wechselpositionen und ver-
mehrtem Pausenbedarf – ist plausibel und nicht zu beanstanden: In Bezug 
auf das Knieleiden zeigen die Berichte insgesamt einen guten Heilungspro-
zess nach der Knieoperation (AB 17 S. 9 und 10 f.); die Beschwerdeführe-
rin berichtet in der Einjahreskontrolle bei Dr. med. D.________ von einem 
guten postoperativen Verlauf, wobei eine Kraftminderung im linken Bein 
bestehe (AB 20). Der RAD-Arzt Dr. med. J.________ führt diesbezüglich 
einleuchtend aus, diese sei nicht IV-relevant und lasse sich durch ein in-
tensives Krafttraining und eine konsequente Gewichtsabnahme behandeln 
(AB 28 f.). Was das Rückenleiden betrifft, so beschreiben die behandeln-
den Ärzte Dr. med. G.________, Dr. med. I.________ und 
Dr. med. L.________ zwar eine Schmerzproblematik (AB 17 S. 3, AB 22 
S. 1 und 3, AB 26 S. 4, 6 f., AB 31 S. 7 f., AB 33 S. 3), indessen attestiert 
einzig der Hausarzt Dr. med. G.________ eine Arbeitsunfähigkeit, bezieht 
diese jedoch ausdrücklich auf die Tätigkeit als … und Hausfrau (AB 17 
S. 3, AB 22 S. 2). Diese Einschätzung erachten auch die RAD-Ärzte als 
nachvollziehbar (AB 23 S. 10) und bescheinigen der Beschwerdeführerin in 
einer Verweistätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Dabei decken sich die 
nach Meinung des Hausarztes Dr. med. G.________ in einer behinde-
rungsangepassten Tätigkeit zumutbaren Arbeiten (AB 17 S. 6) sowie die 
entsprechende Einschätzung von Dr. med. L.________ (AB 33 S. 6) weit-
gehend mit der Beurteilung des RAD (vgl. AB 23 S. 10). Inwiefern die Rü-
ckenbeschwerden die Beschwerdeführerin an der Ausübung der vom RAD 
definierten angepassten Tätigkeiten hindern würden, ist – entgegen den 
Vorbringen der Beschwerdeführerin (vgl. Beschwerde vom 2. Oktober 
2013, S. 7) – nicht ersichtlich, da den zweifellos vorhandenen körperlichen 
Einschränkungen durch das definierte Zumutbarkeitsprofil mit leichten 
Tätigkeiten in Wechselbelastung, kurzer Gehstrecke und einer attestierten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 16

Leistungseinschränkung von 20% hinreichend Rechnung getragen wird 
(AB 23 S. 10).

Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, die – aufgrund jahrelanger 
Schonhaltung entstandene – Verkümmerung eines Teils der Muskulatur 
könne nicht mehr behoben werden (vgl. Beschwerde vom 2. Oktober 2013, 
S. 3), wird dies durch die vorliegenden Arztberichte nicht gestützt und kann 
ihr auch mit Blick auf die ihr obliegende Schadenminderungspflicht nicht 
gefolgt werden. Gemäss Art. 7 Abs. 1 IVG muss die versicherte Person 
alles ihr Zumutbare unternehmen, um die Dauer und das Ausmass der Ar-
beitsunfähigkeit zu verringern und den Eintritt der Invalidität zu verhindern. 
In Anbetracht des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin sind ihr 
kräftigende Übungen für die betreffenden Muskeln zuzumuten.

4.4 In Bezug auf die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit macht die 
Beschwerdeführerin geltend, eine unter Berücksichtigung der gutachterli-
chen Einschränkungen umschriebene Tätigkeit stehe auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Selbst wenn dies der Fall wäre, 
so würde eine Anstellung ein aussergewöhnliches Entgegenkommen des 
Arbeitgebers voraussetzen (vgl. Beschwerde vom 2. Oktober 2013, S. 8 
Ziff. 5 unten).

Das erstellte Zumutbarkeitsprofil sieht körperlich leichte Tätigkeiten in kon-
sequenter Wechselbelastung mit einer Obergrenze für das Hantieren von 
Lasten bis zu 5 kg vor. Zusätzlich ist das Gehen auf unebenem Gelände 
sowie das Besteigen von Leitern oder Ähnliches zu meiden. Fortbewegung 
auf ebenem Boden ist der Beschwerdeführerin nur mit Gehhilfe für kurze 
Strecken zumutbar (AB 23 S. 10). Angesichts dieser Einschränkungen ist 
mit der Beschwerdegegnerin (vgl. Stellungnahme vom 9. Dezember 2013 
[in den Gerichtsakten]) davon auszugehen, dass auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt genügend Stellen, beispielsweise Tätigkeiten mit Bedienungs- 
und Überwachungsfunktionen, vorhanden sind, welche mit dem erwähnten 
Zumutbarkeitsprofil vereinbar sind. Nicht entscheidend ist dabei, ob die 
Beschwerdeführerin auf dem realen Arbeitsmarkt eine Anstellung finden 
würde und welche Tätigkeiten sie mit ihrer Ausbildung konkret ausüben 
könnte. Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 17

zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Dabei 
ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können 
nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten 
objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. 
An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten 
sind jedoch rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen 
zu stellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2008 IV Nr. 62 S. 205 
E. 5.1). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die 
invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver-
werten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen 
vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). 
Daraus folgt, dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen 
ist, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene 
Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 
S. 291 E. 3b). Die in der Beschwerde genannten Tätigkeiten, aus welchen 
die Beschwerdeführerin die Unzumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit ableitet 
(vgl. Beschwerde vom 2. Oktober 2013 S. 8), sind denn auch allesamt un-
geeignet und entsprechen nicht dem Zumutbarkeitsprofil: Der Beruf …ist 
keine leichte Tätigkeit und ebenso mit längerem Stehen verbunden wie 
eine Arbeit im …, während die Tätigkeit als … nicht wechselbelastend ist. 

4.5 Damit ist festzuhalten, dass aus medizinischer Sicht bei der Be-
schwerdeführerin von einer Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80% aus-
zugehen ist. Ab welchem Zeitpunkt das Tätigkeitsprofil gilt, haben die RAD-
Ärzte nicht festgehalten. Aus den Akten geht hervor, dass Dr. med. 
G.________ ab 25. August 2011 (AB 17 S. 3) wegen den hiervor erwähn-
ten Beschwerden bezogen auf nicht leidensangepasste Tätigkeiten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 18

(vgl. E. 4.3) eine Arbeitsunfähigkeit attestierte. Auf diesen Zeitpunkt ist vor-
liegend abzustellen.

5.

Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit der Invalidität im Erwerbsbe-
reich verhält, wobei der IV-Grad nach der allgemeinen Methode des Ein-
kommensvergleichs zu bestimmen ist (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, 
E. 1.2).

5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 19

lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 
4.1.1).

5.3

5.3.1 Mit Blick auf die am 19. Juni 2012 erfolgte Anmeldung (AB 11), den 
Beginn der erforderlichen Einjahresfrist im August 2011 (vgl. E. 4.5 hiervor) 
und in Anwendung von Art. 29 Abs. 1 IVG und Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG fällt 
der frühestmögliche Rentenbeginn ins Jahr 2012, so dass der Einkom-
mensvergleich auf dieses Jahr vorzunehmen ist.

5.3.2 Die Beschwerdeführerin war zuletzt während der Wintersaison 
2010/2011 als … und … tätig (AB 24). Auf diese Einkommensverhältnisse 
kann nicht abgestellt werden, da es sich bei dieser Stelle lediglich um eine 
Saisonanstellung handelte.

Beide Vergleichseinkommen sind deshalb unter diesen Umständen anhand 
statistischer Werte festzusetzen, und zwar – mangels Zahlen für das Jahr 
2012 – entsprechend der LSE  2010, Frauen, Anforderungsniveau 4 (einfa-
che und repetitive Tätigkeiten), Total. Weil sowohl für das Validen- als auch 
für das Invalideneinkommen derselbe Tabellenlohn massgebend ist, erüb-
rigt sich eine genaue Ermittlung der Vergleichseinkommen; der Invaliditäts-
grad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung 
eines allfälligen Abzuges (vgl. Entscheid des EVG vom 15. April 2003, 
I 1/03, E. 5.2). Letzterer wurde von der Beschwerdegegnerin aufgrund des 
eingeschränkten Arbeitsspektrums auf 15% festgelegt (AB 24 S. 4 
Ziff. 3.7), was auch mit Blick auf das Alter der Beschwerdeführerin nicht zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 20

beanstanden ist. Aufgrund der gutachterlich festgelegten Zumutbarkeit von 
80% (volles Pensum mit einer Leistungseinschränkung von 20%; vgl. E. 4.5 
hiervor) kann die Beschwerdeführerin somit noch 68% (80 x 0.85) des LSE-
Tabellenlohnes erzielen, was einen IV-Grad von 32% (100% - 68%) ergibt. 
Bezogen auf einen Erwerbsanteil von 70% beträgt der gewichtete IV-Grad 
im Erwerbsbereich somit 22.4% (32% x 0.7).

6.

Sodann sind die Einschränkungen im Bereich Haushalt zu prüfen und der 
IV-Grad in diesem Bereich zu ermitteln (vgl. E. 2.3 hiervor).

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63; 
SVR 2012 IV Nr. 54 S. 196 E. 3.2).

Den ärztlichen Schätzungen der Arbeitsfähigkeit kommt kein genereller 
Vorrang gegenüber den Abklärungen der Invalidenversicherung im Haus-
halt zu. So wenig wie bei der Bemessungsmethode des Einkommensver-
gleichs nach Art. 16 ATSG kann beim Betätigungsvergleich nach Art. 28a 
Abs. 2 IVG auf eine medizinisch-theoretische Schätzung der Invalidität ab-
gestellt werden. Massgebend ist die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen, was unter Berücksichtigung der konkreten Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 21

hältnisse im Einzelfall festzustellen ist. Die von der Invalidenversicherung 
eingeholten Abklärungsberichte im Haushalt stellen eine geeignete und im 
Regelfall genügende Grundlage für die Invaliditätsbemessung dar. Nach 
der Rechtsprechung bedarf es des Beizuges eines Arztes, der sich zu den 
einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der 
Zumutbarkeit zu äussern hat, nur in Ausnahmefällen, insbesondere bei 
unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu 
den ärztlichen Befunden stehen (SVR 2005 IV Nr. 21 S. 84 E. 5.1.1).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt vom 29. April 2013 (AB 24), auf 
welchen sich die hier angefochtene Verfügung vom 3. September 2013 
(AB 38) stützt, wurde von der fachkundigen Abklärungsperson der Be-
schwerdegegnerin vor Ort unter Berücksichtigung der Angaben der Be-
schwerdeführerin und in Kenntnis der gesundheitsbedingten Einschrän-
kungen bzw. des entsprechenden Zumutbarkeitsprofils erhoben. Was die 
Gewichtung der einzelnen Einschränkungen anbelangt, ist der Betäti-
gungsvergleich nachvollziehbar begründet, hinreichend detailliert und 
berücksichtigt auch die Mitwirkungspflicht von Familienangehörigen im 
Rahmen der Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2 
S. 509), so insbesondere auch im von der Beschwerdeführerin beanstan-
deten Bereich der Ernährung; die Abklärungsperson nennt diverse Mass-
nahmen, mit welchen die Beschwerdeführerin die Einschränkungen mini-
mieren kann: Da die Beschwerdeführerin höchstens eine Stunde stehen 
könne, richte sie sich so ein, dass sie nicht lange stehen müsse. Die Zube-
reitung erledige sie im Sitzen und meistens oft schon am Morgen, damit sie 
vor dem Kochen eine Pause einlegen könne. Reinigungsarbeiten könne sie 
mit Unterbrüchen durchführen, wobei ihre Tochter die gründliche Küchen-
reinigung übernehme, was jedoch auch durch den im gleichen Haushalt 
lebenden Ehemann erfolgen könnte. Ausserdem habe die Familie die Vor-
ratshaltung reduziert. Es besteht somit kein Anlass, in das Ermessen der 
Verwaltung einzugreifen (vgl. E. 6.1 hiervor).

6.3 Damit ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im Be-
reich Haushalt zu 33% eingeschränkt ist (AB 24 S. 5 f. Ziff. 6), was einem 
gewichteten IV-Grad von 9.9% in diesem Bereich entspricht (33% x 0.3 
[Status]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 22

6.4 Bei einer gewichteten Einschränkung von 22.4% im Erwerbsbereich 
und einer solchen von 9.9% im Haushaltsbereich resultiert ein Gesamt-IV-
Grad von gerundet 32%. Folglich besteht kein Anspruch auf eine Invaliden-
rente (vgl. E. 2.2 hiervor).

7. Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 3. Sep-
tember 2013 (AB 38) im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die dagegen er-
hobene Beschwerde ist unbegründet und dementsprechend abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.–, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. März 2014, IV/13/868, Seite 23

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.– werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.