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**Case Identifier:** 91727916-5a42-5a1c-b4eb-3554109eb173
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 27.09.2023 460 22 216 (460 2022 216)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-22-216_2023-09-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht,  

vom 27. September 2023 (460 22 216) 

__________________________________________________________________ 
 
Strafrecht 

Urkundenfälschung  

Urkundenfälschung durch Erstellen einer unrichtigen Zwischenbilanz im Sinne von 

aArt. 820 Abs. 1 OR i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 Satz 1 OR (E. II/B/BD). 
 

Voraussetzungen für die Annahme eines Eventualvorsatzes (E. II/B/BD/a./(ii)). 

 

Strafzumessung 

Verletzung des Beschleunigungsgebotes (E. III/F). 

 

Besetzung Vizepräsident Stephan Gass, Richterin Susanne Afheldt (Ref.), 

Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Stefan Steinemann 

 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  

Hauptabteilung Wirtschaftskriminalität,  

Kriegackerstrasse 100, Postfach 960, 4132 Muttenz,  

Anklagebehörde 

 

Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft,  

Rheinstrasse 33, Postfach, 4410 Liestal,  

Verfahrensbeteiligte 

 

A._____,  

Privatkläger 

  

gegen 

 

 B._____,  

vertreten durch Advokat Dr. Matthias Aeberli,  

Freie Strasse 82, Postfach 340, 4010 Basel,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

Gegenstand Urkundenfälschung 

Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft  

vom 20. April 2022 

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A. Das Strafgericht Basel-Landschaft erkannte mit Urteil vom 20. April 2022: 

„II. B._____  

 

1. a) B._____ wird der Urkundenfälschung schuldig erklärt und verurteilt 

zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 

CHF 140.00, 

bei einer Probezeit von 2 Jahren, 

in Anwendung von Art. 251 Ziff. 1 StGB, aArt. 34 StGB, aArt. 42 Abs. 1 StGB, 

Art. 44 Abs. 1 StGB sowie Art. 6 Abs. 1 EMRK. 

 

 b) B._____ wird von der Anklage der Gläubigerschädigung durch Vermögensmin-

derung, teilweise begangen als Gehilfe oder Anstifter, sowie von der Anklage 

der Urkundenfälschung im Fall von Ziff. 2.3 der Anklageschrift freigesprochen. 

 

2.  (…) 

 

3.a) Die B._____ betreffenden Verfahrenskosten bestehen aus den Kosten des 

Vorverfahrens von CHF 7'661.30 und der anteiligen Gerichtsgebühr von 

CHF 3'000.00. 

 

B._____ trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO 20 % der ihn betreffen-

den Verfahrenskosten. 80 % dieser Verfahrenskosten gehen zu Lasten des 

Staates.  

 

(…) 

 

 b) Die Kosten des amtlichen Verteidigers von B._____, Advokat Dr. M. Aeberli, in 

Höhe von 

Rechnungsbetrag CHF 5'218.95 

Honorar HV/Nachb.:  

13.75 Std. à CHF 200.00 + 7.7 % MwSt. CHF 2'961.75 

Total  CHF 8'180.70 

(sämtliche Kosten nach Anklageerhebung) werden aus der Gerichtskasse ent-

richtet. 

 

B._____ wird dazu verpflichtet, 20 % der Verteidigungskosten an die Gerichts-

kasse zurückzuzahlen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 80 % der Verteidigungskos-

ten gehen zu Lasten des Staates. 

 

 c) Der Antrag auf Ausrichtung einer Entschädigung gemäss Art. 429 Abs. 1 StPO 

an B._____ wird abgewiesen.“ 

 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

Seite 3  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

B. Gegen dieses Urteil meldete B._____ mit Eingabe vom 29. April 2022 die Berufung an. 

Nach Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung am 1. Dezember 2022 reichte er mit Eingabe 

vom 20. Dezember 2022 die Berufungserklärung, beschränkt auf den Schuld-, Straf- und Kosten-

punkt, ein. 

C. B._____ verlangte mit schriftlicher Berufungsbegründung vom 15. März 2023 einen vollum-

fänglichen Freispruch, unter o/e-Kostenfolge.  

D. Die Staatsanwaltschaft begehrte mit Berufungsantwort vom 12. Mai 2023 die Abweisung 

der Berufung; unter o/e-Kostenfolge. 

E. Am 26. Juni 2023 wurde zur Berufungsverhandlung auf den 25. September 2023 vorgela-

den. Anlässlich derselben hielten B._____ und die Staatsanwaltschaft an ihren Anträgen fest. 

 

Erwägungen 

I. PROZESSUALES 

A. Eintreten 

(…) 

B. Gegenstand des zweitinstanzlichen Verfahrens 

1. Erfolgt eine Teilanfechtung eines Urteils des Strafgerichts, erwächst dieses hinsichtlich 

der nicht angefochtenen Punkte in Rechtskraft (JOSITSCH/SCHMID, Praxiskommentar StPO, 

4. Aufl. 2023, Art. 402 N 1). Das Berufungsgericht hat in seinem Urteil anzugeben, welche Punkte 

des erstinstanzlichen Urteils bereits in Rechtskraft erwachsen sind (BGer 6B_99/2012 vom 14. 

November 2012 E. 5.3; OGer ZH SB210347 vom 16. Dezember 2022 E. II/1; BÄHLER, Basler 

Kommentar StPO, 3. Aufl. 2023, Art. 402 N 2; ZIMMERLIN, Zürcher Kommentar StPO, 3. Aufl. 

2020, Art. 402 N 2). Dementsprechend ist vorab die Rechtskraft der betreffenden Dispositivziffern 

des erstinstanzlichen Urteils festzustellen. 

2. Nicht angefochten und somit in Rechtskraft erwachsen sind die Dispositivziffern II/1.b) 

(Freisprüche), II/2 (Rückgabe von beschlagnahmten Geschäftsunterlagen), II/3.a) Absatz 1 

(Festsetzung der Verfahrenskosten), II/3.b) Absatz 1 (Entschädigung der amtlichen Verteidigung) 

und II/3.c) (Verweigerung einer Entschädigung gemäss Art. 429 Abs. 1 StPO), was vorab festzu-

stellen ist. 

3. Nachdem mit Verfügung vom 27. September 2023 das Verfahren von B._____ von je-

nem von C._____ abgetrennt wurde, steht hier einzig die Überprüfung des angefochtenen Urteils 

in Bezug auf B._____ in den Dispositivziffern II/1.a) (Schuld- und Strafpunkt), II/3.a) Absatz 2 

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(Kostenverlegung) und II/3.b) Absatz 2 (Rückzahlungspflicht der Kosten der amtlichen Verteidi-

gung) unter dem Vorbehalt des Verschlechterungsverbotes (Art. 391 Abs. 2 StPO) zur Disposi-

tion. 

C. Allgemeines zum Berufungsverfahren 

(…) 

II. SCHULDPUNKT 

A. Allgemeine Beweisgrundsätze 

(…) 

B. Konkrete Beurteilung 

BA. Anklagevorwurf  

Unter Ziffer 2.5.2 der Anklage vom 13. Mai 2020 wird B._____ im Zusammenhang mit der Zwi-

schenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 Urkundenfälschung vorgeworfen. Der An-

klagesachverhalt lautet zusammengefasst dahingehend, dass die Präsidentin des Zivilkreisge-

richts Basel-Landschaft Ost mit Verfügung vom 15. Oktober 2015 die D._____ GmbH aufgefor-

dert habe, ihre Bilanz und Erfolgsrechnung 2014 und eine revidierte Zwischenbilanz per 6. Okto-

ber 2015 zu Fortführungs- und Veräusserungswerten einzureichen. C._____ habe alsdann 

B._____ darüber in Kenntnis gesetzt. In der Folge habe B._____ mit Schreiben vom 12. Novem-

ber 2015 dem Zivilkreisgericht eine Tabelle [bzw. einen „provisorischen Status zu Veräusserungs-

werten per 6. Oktober 2015“] zugesandt. Darin habe er entgegen den Tatsachen festgehalten, 

dass die D._____ GmbH Aktiven von insgesamt Fr. 20'725.− ([Guthaben auf] Bankkonten bei der 

E._____bank und F._____bank von total Fr. 5'660.−, Guthaben bei Dritten von Fr. 4'582.− und 

E._____ Anteilscheine [im Wert] von Fr. 10'483.−) sowie Passiven von insgesamt Fr. 368'076.− 

habe (Schulden gegenüber Dritten von Fr. 18'076.− und nicht veranlagte Steuerschulden von 

zirka über Fr. 350'000.−) und mit zirka Fr. 350'000.− überschuldet sei. Im vorerwähnten Schreiben 

habe B._____ einleitend vor der Tabelle ausgeführt, dass die Steuerforderungen an die Gesell-

schaft noch ausstehend seien, weshalb er lediglich einen provisorischen Status zu Veräusse-

rungswerten per 6. Oktober 2015 aufführen könne. Unmittelbar nach der Tabelle habe er festge-

halten, dass er eine formell revidierte Zwischenbilanz infolge der noch offenen Veranlagungen 

nicht abgeben könne. Zudem habe er angefügt, dass er über die Zulassung als Revisionsexperte 

bei der Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde (RAB) verfüge. 

B._____ habe am 12. November 2015 am Sitz der D._____ GmbH einen gleichentags aus dem 

Buchhaltungsprogramm ausgedruckten Zwischenabschluss der Letzteren erhalten und diesem 

entnommen, dass C._____ der Gesellschaft Fr. 727'712.79 schulde. Er habe gewusst oder zu-

mindest angenommen, dass Aktiven der D._____ GmbH hätten vorhanden sein müssen, mit de-

nen die Gesellschaft ihre gesamten oder zumindest einen erheblichen Teil ihrer Verbindlichkei-

ten, welche aus mit grösster Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Nach-, Straf- und Verrechnungs-

steuerforderungen in Höhe von insgesamt mindestens Fr. 600'000.−, eventuell bis zu 

Fr. 1'000'000.−, bestanden hätten, habe decken können. Zumindest habe er aber gewusst, dass 

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die D._____ GmbH über Aktiven habe verfügen müssen, mit denen sie die von ihm in seinem 

„provisorischen Status zu Veräusserungswerten per 6. Oktober 2015“ aufgeführte Steuerforde-

rung von zirka Fr. 350'000.− habe decken können. 

B._____ habe mit dem von ihm dem Zivilkreisgericht unterbreiteten „provisorischen Status zu 

Veräusserungswerten per 6. Oktober 2015“ bewirken wollen, dass das Gericht den Konkurs über 

die D._____ GmbH eröffne. Dabei habe er wissentlich und willentlich das Ziel verfolgt, die 

D._____ GmbH vor der Bezahlung ihrer Steuerverbindlichkeiten zu bewahren und der Ex-Ehefrau 

von C._____ einen finanziellen Anteil an der D._____ GmbH zu verwehren. Ausserdem habe er 

weiterhin gegen Entgelt für C._____, der ihm Fr. 260.− pro Stunde bezahlt habe, tätig sein wollen. 

BB. Erkenntnis der Vorinstanz und Standpunkt von B._____ 

1. Die Vorinstanz hat den Sachverhalt gemäss Anklageziffer 2.5.2 grundsätzlich als erstellt 

erachtet. In Abweichung von der Anklage hat sie indes lediglich das Nichtaufführen einer Forde-

rung der D._____ GmbH gegenüber C._____ von Fr. 198'957.11 in der von B._____ mit Schrei-

ben vom 12. November 2015 dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost eingereichten Zwi-

schenbilanz per 6. Oktober 2015 als erwiesen erachtet. 

2. B._____ machte anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung sinngemäss im We-

sentlichen geltend, die Feststellung der Vorinstanz, wonach C._____ der D._____ GmbH im Zeit-

punkt der Eröffnung des Konkurses über die Letztere einen Betrag von Fr. 198'957.11 schuldig 

gewesen sei, sei falsch. Denn die Vorinstanz habe es unterlassen, davon den Anspruch von 

C._____ auf Auszahlung der [im März 2015 beschlossenen] Dividende von netto Fr. 169'000.− 

und die von C._____ aufgrund der Solidarhaftung gemäss § 153 StG/BL [und Art. 177 Abs. 1 

DBG] für die D._____ GmbH beglichenen Steuerforderungen von Fr. 150'000.− bis Fr. 160'000.− 

in Abzug zu bringen. Unter dem Strich habe somit die D._____ GmbH über keine Forderung 

gegenüber C._____ verfügt. Vielmehr habe C._____ gegenüber der D._____ GmbH über ein 

Guthaben verfügt. Dementsprechend habe er bei der Ausfertigung des Schreibens vom 12. No-

vember 2015 nach seinem damaligen Wissensstand nach bestem Wissen und Gewissen gehan-

delt. Ein Vorsatz sei mithin nicht gegeben. Folgerichtig sei er vom Vorwurf der Urkundenfälschung 

freizusprechen. 

BC. Tatsächliches 

a. Beweismittel 

1. Die Vorinstanz hat die objektiven Beweismittel und die relevanten Aussagen der Be-

schuldigten B._____ und C._____ sowie der Auskunftsperson G._____ sorgfältig und korrekt zu-

sammengefasst (Urteil des Strafgerichts vom 20. April 2022 [fortan: Urt. SG] E. I/11.1 S. 24 ff.). 

Auf die betreffenden erstinstanzlichen Ausführungen kann verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 

StPO). Die nachfolgenden Ausführungen sind in erster Linie Hervorhebungen bzw. Ergänzungen 

zu den vorinstanzlichen Erwägungen. 

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2.1 Am 6. Oktober 2015 beantragte C._____ beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, es sei 

über die D._____ GmbH wegen Überschuldung der Konkurs zu eröffnen. Zum Nachweis der 

Überschuldung reichte er einen „aktuellen Statuts“ der D._____ GmbH ein (act. AA 40.20.009). 

Am 15. Oktober 2015 setzte die Präsidentin des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost C._____ 

eine Frist bis zum 15. November 2015 an, um die Bilanz und die Erfolgsrechnung der D._____ 

GmbH für das Jahr 2014 sowie eine revidierte Zwischenbilanz der Letzteren per 6. Oktober 2015 

zu Fortführungs- und Veräusserungswerten einzureichen (act. AA 40.20.010).  

Mit Schreiben vom 12. November 2015 teilte B._____ der Präsidentin des Zivilkreisgerichts Ba-

sel-Landschaft Ost im Auftrag von C._____ insbesondere mit, dass die D._____ GmbH von der 

Steuerverwaltung Basel-Landschaft einer eingehenden Buchprüfung der letzten Jahre unterzo-

gen worden sei. Dabei habe sich gezeigt, dass zahlreiche Leistungen an Bauten unvollständig 

oder falsch verbucht worden seien, die nunmehr zu Nach- und Strafsteuerforderungen führten. 

Diese Steuerforderungen seien aber noch nicht in Rechnung gestellt worden. 

Da wie erwähnt, die Steuerforderungen an die Gesellschaft noch ausstehend seien, könne er 

lediglich folgenden provisorischen Status zu Veräusserungswerten per 6. Oktober 2015 auffüh-

ren: 

AKTIVEN Fr. 

E._____bank und F._____bank 5'660.00 

Guthaben gegenüber Dritten 4'582.00 

E._____ Anteilscheine 10'483.00 

TOTAL AKTIVEN 20'725.00 

  

PASSIVEN  

Schulden gegenüber Dritten 18'076.00 

Steuerschulden noch nicht veranlagt ca. 350'000.00 

TOTAL PASSIVEN 368'076.00 

  

Passivenüberschuss ca. 350'000.00 

 

Eine formell revidierte Zwischenbilanz könne er aber infolge der noch offenen Veranlagungen 

nicht abgeben. Über die Zulassung als Revisionsexperte bei der Eidg. Revisionsaufsichtsbehörde 

(RAB) verfüge er (act. AA 40.20.011 ff.). 

2.2 Gemäss dem aus dem Buchhaltungsprogramm ausgedruckten Zwischenabschluss der 

D._____ GmbH per 12. November 2015 betrug das Kontokorrentguthaben von C._____ gegen-

über der Gesellschaft Fr. –727'712.79. Anders ausgedrückt stand der Gesellschaft eine Forde-

rung gegenüber C._____ von Fr. 727'712.79 zu (act. AA 52.10.019). 

3. Vor den Schranken des Kantonsgerichts wurde B._____ erneut zur Sache einvernom-

men. Auf Vorhalt, dass er [im Schreiben vom 12. November 2015 an das Zivilkreisgericht Basel-

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Landschaft Ost bzw. der Zwischenbilanz per 6. Oktober 2015] trotz entsprechender Kenntnis ver-

schwiegen habe, dass die D._____ GmbH über genügend Aktiven zur Deckung der Steuerforde-

rung von zirka Fr. 350'000.− verfügt habe, erwiderte B._____, dass dieser Vorhalt berechtigt 

wäre, wenn er [bei der Erstellung des Schreibens vom 12. November 2015 bzw. der Zwischenbi-

lanz per 6. Oktober 2015] über nachvollziehbare Unterlagen verfügt hätte. Ausserdem gab er an, 

den Ausdruck aus der Buchhaltung der D._____ GmbH vom 12. November 2015, gemäss wel-

chem C._____ der Gesellschaft über Fr. 700'000.− geschuldet habe, gesehen habe. In diesem 

Zusammenhang fügte er an, er habe nur gewusst, dass C._____ der Steuerverwaltung viel Geld 

geschuldet habe und die Steuerforderungen bestritten gewesen seien. Dies sei für ihn aber zweit-

rangig gewesen, weil er gewusst habe, dass C._____, wenn die Steuerforderungen Bestand hät-

ten, diese aufgrund der gesetzlichen Solidarhaftung bezahlen müsse, was auch geschehen sei. 

Hinzu komme noch die Nettodividende [von Fr. 169'000.−, welche die D._____ GmbH C._____ 

geschuldet habe]. Am Schluss kehre sich [die Schuld von C._____ gegenüber der D._____ 

GmbH] in ein Guthaben von C._____ gegenüber der D._____ GmbH in Höhe von ungefähr 

Fr. 150'000.− um (Protokoll der kantonsgerichtlichen Verhandlung vom 25. und 27. September 

2023 [fortan: Prot. KG] S. 7 ff.). 

b. Zivilrechtliche Regeln  

1. Die Geschäftsführung einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung muss gemäss aArt. 

820 Abs. 1 OR i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 Satz 1 OR eine Zwischenbilanz erstellen und diese einem 

zugelassenen Revisor zur Prüfung vorlegen, wenn begründete Besorgnis einer Überschuldung 

besteht. Ergibt sich aus der Zwischenbilanz, dass die Forderungen der Gesellschaftsgläubiger 

weder zu Fortführungs- noch zu Veräusserungswerten gedeckt sind, so hat die Geschäftsführung 

das Gericht zu benachrichtigen, sofern nicht Gesellschaftsgläubiger im Ausmass dieser Unterde-

ckung im Rang hinter alle anderen Gesellschaftsgläubiger zurücktreten (aArt. 820 Abs. 1 OR 

i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 Satz 2 und 3 OR). Eine Überschuldung im Sinne von aArt. 820 Abs. 1 OR 

i.V.m. i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 OR liegt vor, wenn die Zwischenbilanz ergibt, dass die Forderungen 

der Gesellschaftsgläubiger weder zu Fortführungs- noch zu Veräusserungswerten gedeckt sind 

(BGE 131 II 306 E. 4.3.1). 

2. Kleinere Gesellschaften mit beschränkter Haftung sind gemäss Art. 818 Abs. 1 OR i.V.m. 

Art. 727a Abs. 2-4 OR nicht in jedem Fall verpflichtet, eine Revisionsstelle zu bestimmen (Opting-

out). Die gemäss aArt. 820 Abs. 1 OR i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 OR geltende Pflicht bei begründeter 

Besorgnis einer Überschuldung, eine Zwischenbilanz zu erstellen und diese einem zugelassenen 

Revisor zur Prüfung vorzulegen, gilt auch für Gesellschaften, die über keine Revisionsstelle ver-

fügen. Gesellschaften ohne Revisionsstelle haben also gleichwohl die Zwischenbilanz einem zu-

gelassenen Revisor zur Prüfung vorzulegen. Für dessen Ernennung ist die Geschäftsführung 

zuständig (vgl. HANDSCHIN, Zürcher Kommentar OR, 3. Aufl. 2018, Art. 725 N 95; 

PETER/CAVADINI, Commentaire romand CO II, 2. Aufl. 2017, Art. 725 N 42). Die Prüfung durch 

die Revisionsstelle bezweckt einerseits, die Beschönigung der finanziellen Situation zu verhin-

dern, und andererseits, den gerichtlichen Entscheid über das weitere Vorgehen auf gesicherte 

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Zahlen abzustützen (Botschaft des Bundesrates zur Änderung des Obligationenrechts [Revisi-

onspflicht im Gesellschaftsrecht] sowie zum Bundesgesetz über die Zulassung und Beaufsichti-

gung der Revisorinnen und Revisoren vom 23. Juni 2004, BBl 2004 S. 4037). 

c. Würdigung 

(i) Objektiver Sachverhalt 

1. Gemäss dem aus dem Buchhaltungsprogramm ausgedruckten Zwischenabschluss der 

D._____ GmbH per 12. November 2015 verfügte die D._____ GmbH über eine Forderung ge-

genüber C._____ von Fr. 727'712.79. Bei der D._____ GmbH wurde im Jahr 2015 die Führung 

der Bücher unterlassen. Ausserdem sind auch die elektronischen Daten der Buchhaltung der 

D._____ GmbH für das Jahr 2015 bei den Akten nicht vorhanden. Diese sollen angeblich wegen 

einer Computerpanne bei der D._____ GmbH verloren gegangen sein (vgl. act. AA 10.01.049 ff.). 

Demnach lässt sich gestützt auf die Buchhaltung nicht nachprüfen, ob der Stand des Kontokor-

rents von C._____ bei der D._____ GmbH am 12. November 2015 tatsächlich bei Fr. –727'712.19 

gelegen ist bzw. die D._____ GmbH am 12. November 2015 eine Forderung gegenüber C._____ 

in Höhe von Fr. 727'712.79 verfügt hat. 

2. Vorliegend lässt sich jedoch rekonstruieren, wie hoch der Stand des in Rede stehenden 

Kontokorrents von C._____ bei der D._____ GmbH am 6. Oktober 2015 gewesen ist. Nachfol-

gend ist dies näher zu betrachten. 

2.1.1 Die Vorinstanz ist mit sorgfältiger Begründung zum Schluss gelangt, dass sich C._____ 

durch die Veräusserung des Grundstückes Nrn. 1._____ in H._____ mit dem Kaufvertrag vom 3. 

Februar 2015 von der D._____ GmbH an sich selbst dadurch bereicherte, dass er für das Grund-

stück einen um Fr. 29'720.− zu tiefen Preis entrichtete und die Teilsumme des Kaufpreises von 

Fr. 440'500.− am 3. und 20. Februar 2015 mit fingierten Ansprüchen verrechnete (Fall gemäss 

Anklageziffer 2.2.1). Zwecks Vermeidung unnötiger Wiederholungen kann diesbezüglich für die 

Einzelheiten auf die betreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urt. SG E. I/2 

S. 7 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Der Wert des von der D._____ GmbH veräusserten Grundstückes 

steht in einem offensichtlichen Missverhältnis zur Gegenleistung von C._____ und zur wirtschaft-

lichen Lage der D._____ GmbH. C._____ hätte der D._____ GmbH für das besagte Grundstück 

Fr. 1'029'720.− entrichten müssen. C._____ erbrachte der D._____ GmbH jedoch lediglich eine 

Gegenleistung im Wert von Fr. 559'500.−, indem er die auf dem Grundstück lastende Hypothek 

ablöste. Im Zusammenhang mit dem Kauf des fraglichen Grundstückes erlangte C._____ folglich 

einen finanziellen Vorteil von Fr. 470’220.− aus dem Vermögen der D._____ GmbH. Ein recht-

mässiger Beschluss der D._____ GmbH für diese Vorteilszuwendung an C._____ liegt nicht vor. 

Somit ergibt sich, dass sich C._____ durch eine verdeckte Gewinnausschüttung aus dem Ver-

mögen der D._____ GmbH im Umfang von Fr. 470’220.− unrechtmässig bereichert hat. Diese 

unzulässige Gewinnausschüttung führt gemäss Art. 800 OR i.V.m. aArt. 678 Abs. 2 OR zu einem 

entsprechenden Rückerstattungsanspruch der D._____ GmbH gegenüber C._____.  

2.1.2 Überdies hat die Vorinstanz zutreffend erkannt, dass C._____ zwar die der D._____ 

GmbH im Zusammenhang mit dem Bauprojekt J._____ 2._____ und 3._____ in K._____ per 31. 

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Dezember 2014 geschuldeten Fr. 601'433.95 im Umfang seiner per 31. Dezember 2014 beste-

henden Kontokorrentforderung gegenüber der D._____ GmbH im Betrag von Fr. 402'476.84 ver-

rechnete, jedoch die nach der Verrechnung gegenüber der D._____ GmbH verbleibende Rest-

schuld von Fr. 198'957.11 im Konkursverfahren verheimlichte (Fall gemäss Anklageziffer 2.2.7). 

In dieser Hinsicht kann vollumfänglich auf die überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz ver-

wiesen werden (Urt. SG E. I/6 S. 18 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Aus dem Vorstehenden folgt fraglos, 

dass C._____ am 6. Oktober 2015 der D._____ GmbH aus dem Bauprojekt J._____ J.__2._____ 

und 3._____ in K._____ noch den Restbetrag von Fr. 198'957.11 geschuldet hat. 

2.2 Im Weiteren ist nachfolgend zu beurteilen, wie es sich mit dem von B._____ behaupteten 

Dividendenanspruch von C._____ gegenüber der D._____ GmbH verhält. 

2.2.1 Im Zusammenhang mit der erwähnten Dividende gilt es zunächst vor Augen zu führen, 

dass die D._____ GmbH gemäss ihrer Jahresrechnung 2014 einen Bilanzgewinn bzw. freie Re-

serven von Fr. 263'170.76 hatte (act. AA 40.50.007). In der Zeit vom 10. bis zum 12. März 2015 

beschloss ihr Alleingesellschafter, C._____, sich eine Dividende von Fr. 260'000.− aus dem Ver-

mögen der D._____ GmbH auszuschütten (act. AA 40.05.038).  

2.2.2.1 Nach aArt. 798 Abs. 1 OR dürfen Dividenden nur aus dem Bilanzgewinn und aus hierfür 

gebildeten Reserven ausgerichtet werden. Für den Beschluss über die Dividendenausschüttung 

ist grundsätzlich die letzte, nicht länger als sechs Monate zurückliegende Bilanz massgebend. 

Lassen jedoch die Ereignisse des laufenden Geschäftsjahres auf eine Verschlechterung der Fi-

nanzlage schliessen, muss zeitnah zur Generalversammlung, anlässlich welcher über die Divi-

dende befunden wird, eine Zwischenbilanz erstellt werden. Eine Dividende darf diesfalls nur be-

schlossen werden, wenn nach der Zwischenbilanz frei verwendbares Eigenkapital vorhanden ist 

(vgl. BÖCKLI, Schweizer Aktienrecht, 5. Aufl. 2022, S. 1301 N 725). 

2.2.2.2 Wie bereits erwähnt, ist davon auszugehen, dass aufgrund der verdeckten Gewinnaus-

schüttung im Zusammenhang mit der Veräusserung des Grundstückes Nr. 1._____ in H._____ 

die D._____ GmbH aufgrund von Art. 800 OR i.V.m. aArt. 678 Abs. 2 OR über einen Rückerstat-

tungsanspruch gegenüber C._____ in Höhe von Fr. 470’220.− verfügte. Dieser Rückerstattungs-

anspruch hätte in einer Zwischenbilanz auf einen Zeitpunkt kurz vor dem in der Zeit vom 10. bis 

12. März 2015 gefällten Dividendenbeschluss unter den Aktiven als Forderung nur angesetzt 

werden dürfen, wenn die wirtschaftliche Ursache für seine Entstehung in der Zeit zwischen dem 

1. Januar 2015 und der Errichtung einer Zwischenbilanz gesetzt worden wäre und der Eintritt der 

übrigen zivilrechtlichen Entstehungsursachen mit Sicherheit zu erwarten gewesen wäre. Voraus-

setzung für die Aktivierung des Rückerstattungsanspruchs wäre dabei gewesen, dass ein Be-

schluss der D._____ GmbH zur Geltendmachung des Rückerstattungsanspruches vorgelegen 

wäre (vgl. WALTER, Verdeckte Gewinnausschüttung und Wettbewerbsverbot, 1998, S. 41). Ein 

solcher Beschluss ist aber hier nicht gefällt worden. Demgemäss kann die besagte verdeckte 

Gewinnausschüttung nicht durch einen entsprechenden Rückerstattungsanspruch als kompen-

siert gelten. Infolgedessen kann nur festgestellt werden, dass die am 3. und 20. Februar 2015 

erfolgte verdeckte Gewinnausschüttung im Zusammenhang mit dem Verkauf des Grundstückes 

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Nr. 1._____ in H._____ im Umfang von Fr. 470’220.− die freien Reserven der D._____ GmbH in 

Höhe von Fr. 263'170.76 vollständig aufgezehrt hat. Nach dieser verdeckten Gewinnausschüt-

tung hat die D._____ GmbH über keine ausschüttbaren Mittel mehr verfügt. Der in der Zeit vom 

10. bis 12. März 2015 gefällte Beschluss betreffend die Ausrichtung einer Dividende von brutto 

Fr. 260'000.− bzw. netto von Fr. 169'000.− aus dem Vermögen der D._____ GmbH ist folglich 

gemäss aArt. 798 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 808c OR i. V. m. Art. 706b Ziff. 3 OR nichtig. 

2.2.3 Selbst wenn dem Vorstehenden nicht zu folgen wäre, wäre der in Rede stehende Divi-

dendenbeschluss ebenfalls nichtig, weil die D._____ GmbH bei der Bildung der notwendigen 

Rückstellung für Steuerforderungen der Jahre 2008-2013 bereits per 31. Dezember 2014 über 

keine frei verfügbaren Reserven mehr verfügt hat. 

2.2.3.1 Rückstellungen zählen neben den Schulden zu den Verbindlichkeiten. Als solche unter-

liegen sie den allgemeinen Anforderungen für die Bilanzierung von Verbindlichkeiten gemäss Art. 

959 Abs. 5 OR, d.h. sie müssen bilanziert werden, wenn sie durch vergangene Ereignisse bewirkt 

wurden, ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist und ihre Höhe verlässlich geschätzt werden kann. 

Gemäss Art. 960e Abs. 2 OR müssen die voraussichtlich erforderlichen Rückstellungen zulasten 

der Erfolgsrechnung gebildet werden, wenn vergangene Ereignisse einen Mittelabfluss in künfti-

gen Geschäftsjahren erwarten lassen (Die beiden Bestimmungen sind im Wortlaut nicht aufei-

nander abgestimmt. Während Art. 959 Abs. 5 OR als Generalnorm für alle Verbindlichkeiten ei-

nen in der Vergangenheit bewirkten wahrscheinlichen Mittelabfluss voraussetzt, der in der Höhe 

verlässlich geschätzt werden kann, wird dieses letzte Element in Art. 960e Abs. 2 und 3 OR nicht 

genannt. Es gilt dennoch für alle Verbindlichkeiten und daher auch für Rückstellungen; BGE 147 

II 209 E. 3.1.2). Nach der Praxis sind Rückstellungen zu erfassen, wenn das Unternehmen auf-

grund von Ereignissen in der Vergangenheit davon ausgeht, dass ein Mittelabfluss in Zukunft 

eintreten wird, dieser Mittelabfluss jedoch in zeitlicher oder in betragsmässiger Hinsicht mit Unsi-

cherheiten behaftet ist. Je nach Grad der Unsicherheit ergeben sich unterschiedliche Behandlun-

gen in der Jahresrechnung. Sind Gläubiger, Betrag und Fälligkeit bekannt, handelt es sich um 

eine Verbindlichkeit, welche als solche in die Bilanz einzusetzen ist (siehe Art. 959 Abs. 5 OR). 

Ist das Eintreten der Verpflichtung wenig wahrscheinlich oder kann der Betrag des erwarteten 

Mittelabflusses unmöglich geschätzt werden, so handelt es sich um eine Eventualverbindlichkeit. 

Diese ist einzig im Anhang auszuweisen (Art. 959c Abs. 2 Ziff. 10 OR). „Dazwischen“ liegen bild-

lich gesprochen die Rückstellungen (STENZ, in: Pfaff/Glanz/Stenz/Zihler [Hrsg.], Rechnungsle-

gung nach Obligationenrecht, 2. Aufl. 2019, Art. 960e N 13). 

2.2.3.2 Im Revisionsbericht 4._____ vom 30. September 2014 stellte die Steuerverwaltung Ba-

sel-Landschaft fest, dass bei der D._____ GmbH der steuerbare Reingewinn in den Jahren 2008–

2010 um Fr. 496'182.−, im Jahr 2011 um Fr. 346'355.−, im Jahr 2012 um Fr. 196'654.− und im 

Jahr 2013 um Fr. 136'580.− zu erhöhen sei. Ebenso gab sie Korrekturen betreffend das steuer-

bare Kapital in den genannten Jahren bekannt (act. AA 60.09.001 ff.). Weiter wurden die für die 

Verrechnungssteuern relevanten Aufrechnungen von geldwerten Leistungen in den Jahren 2008-

2013 genau aufgeführt (act. AA 60.09.0122 ff.). Dieser Revisionsbericht wurde B._____ als Ver-

treter der D._____ GmbH am 2. Oktober 2014 zugestellt (act. AA 40.20.025). Aufgrund dessen 

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war es bereits am 31. Dezember 2014 hinreichend wahrscheinlich, dass von der D._____ GmbH 

für die Jahre 2008–2013 Nach- und Strafsteuern und Verrechnungssteuern erhoben werden und 

damit bei dieser Gesellschaft aufgrund von vergangenen Ereignissen ein Mittelabfluss zu erwar-

ten war. Da die betreffenden Steuerforderungen noch nicht rechtskräftig veranlagt waren, stand 

zwar deren Höhe noch nicht definitiv auf den Franken und Rappen genau fest. Der geschuldete 

Steuerbetrag konnte jedoch ohne Schwierigkeiten verlässlich geschätzt werden. Im Revisionsbe-

richt 4._____ vom 30. September 2014 legte die Steuerverwaltung Basel-Landschaft nämlich ge-

nau dar, um welche Beträge der steuerbare Reingewinn und das steuerbare Kapital der D._____ 

GmbH in den Jahren 2008–2013 zu korrigieren ist (act. AA 60.09.001 ff.). Fest steht sodann, dass 

diese Steuerforderungen am 10. März 2015, als die Jahresrechnung 2014 der D._____ GmbH 

erstellt wurde (act. AA 10.01.003), noch nicht verjährt waren, beträgt doch die Verjährungsfrist 

bei der Ertragssteuer für Nach- und Strafsteuern zehn Jahre (§ 146 Abs. 2 StG/BL, § 166 Abs. 2 

StG/BL, Art. 148 Abs. 1 lit. b DBG, Art. 152 Abs. 1 DBG) sowie die Verjährungsfrist für die Erhe-

bung von hinterzogenen Verrechnungssteuern sieben Jahre (BGer 2C_822/2021 vom 26. Januar 

2022 E. 5.1.2). Somit ist gemäss der Berechnung der Steuerverwaltung Basel-Landschaft davon 

auszugehen, dass bei der Erstellung der Jahresrechnung 2014 der D._____ GmbH offene Steu-

erforderungen in der Höhe von Fr. 880'100.− bis Fr. 1'141'100.− bestanden (act. AA 59.01.034). 

In der Bilanz der D._____ GmbH per 31. Dezember 2014 hätte daher aufgrund des Vollständig-

keits- und Vorsichtigkeitsprinzips (Art. 958c Abs. 1 Ziff. 2 und 5 OR) eine entsprechende Rück-

stellung gebildet werden müssen. Erfasst wurde in der Bilanz der D._____ GmbH per 31. Dezem-

ber 2014 unter dem Bilanzposten „Passive Rechnungsabgrenzung“ indes nur ein Betrag für Steu-

erforderungen bis zum Jahr 2014 von Fr. 335'000.− (act. AA 40.50.005, AA 60.07.008). In diesem 

Zusammenhang sei erwähnt, dass der Ansicht der Vorinstanz nicht gefolgt werden kann, wonach 

von der D._____ GmbH im Umfang von Fr. 200'000.− unter dem Bilanzposten „Garantiearbeiten“ 

für allfällige Garantien sowie im Umfang von Fr. 100'000.− unter dem Bilanzposten „Passive 

Rechnungsabgrenzung“ für allfällig noch eintreffende Rechnungen gebildeten Rückstellungen 

letztlich nicht beansprucht worden seien und daher für Steuerforderungen hätten verwendet wer-

den können. Denn selbst wenn es zutreffen sollte, dass die vorgenannten Rückstellungen 

schlussendlich nicht in Anspruch genommen wurden, bedeutet dies noch keineswegs, dass die 

Rückstellungen für Garantiefälle und allfällige Rechnungen am 31. Dezember 2014 nicht notwen-

dig waren. Davon ist umso mehr auszugehen, als die beiden vorgenannten Rückstellungen in der 

aus dem Buchhaltungsprogramm ausgedruckten Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 12. No-

vember 2015 weiterhin aufgeführt wurden (act. AA 52.11.019). Waren diese Rückstellungen per 

31. Dezember 2014 aber erforderlich, durften die vorerwähnten Rückstellungen nicht für die Steu-

erforderungen verwendet werden. Dem Gesagten zufolge kann im Ergebnis festgehalten werden, 

dass in der Bilanz der D._____ GmbH per 31. Dezember 2014 für Steuerforderungen betreffend 

die Jahre 2008–2013 noch eine zusätzliche Rückstellung von mindestens Fr. 545'100.− hätte 

vorgenommen werden müssen (Fr. 880'100.− [mindestens erforderliche Rückstellung für Steuer-

forderungen betreffend die Jahre 2008–2013] - Fr. 335'000.− [„Rückstellung“ für Steuerforderun-

gen bis zum Jahr 2014 unter dem Bilanzposten „Passive Rechnungsabgrenzung“]). Hätte die 

D._____ GmbH in ihrer Bilanz per 31. Dezember 2014 eine solche Rückstellung eingestellt, hätte 

ihr Eigenkapital höchstens Fr. –251'929.24 betragen (Fr. 293'170.76 [Eigenkapital gemäss der 

von der D._____ GmbH erstellten Bilanz 2014] – Fr. 880'100.− [mindestens erforderliche Rück-

stellung für Steuerforderungen betreffend die Jahre 2008–2013] + Fr. 335'000.− [„Rückstellung“ 

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für Steuerforderungen bis zum Jahr 2014 unter dem Bilanzposten „Passive Rechnungsabgren-

zung“]). Daran vermöchte sich auch nichts zu ändern, wenn die Rückstellung für allfällige noch 

eintreffende Rechnungen in Höhe von Fr. 100'000.− als fiktiv anzusehen wäre (vgl. act. AA 

10.01.132). Denn diesfalls wäre das Eigenkapital der D._____ GmbH per 31. Dezember 2014 bei 

Fr. –151'929.24 gelegen und damit auch negativ gewesen. Nach alledem folgt, dass die D._____ 

GmbH per 31. Dezember 2014 kein frei verfügbares Eigenkapital aufgewiesen hat. Demnach 

müsste bereits ohne Abzug des Betrages von Fr. 470’220.− vom Eigenkapital für die verdeckte 

Gewinnausschüttung vom 3. und 20. Februar 2015 im Zusammenhang mit dem Grundstück 

Nr. 1._____ in H._____ davon ausgegangen werden, dass bei der D._____ GmbH im Zeitpunkt 

des fraglichen Dividendenbeschlusses (10.-12. März 2015) kein frei verfügbares Eigenkapital vor-

handen und damit dieser Dividendenbeschluss aufgrund von aArt. 798 Abs. 1 OR i.V.m. Art. 808c 

OR i. V. m. Art. 706b Abs. 3 OR nichtig war.  

2.2.4 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der bei der D._____ GmbH in der 

Zeit vom 10. bis 12. März 2015 gefällte Dividendenbeschluss nichtig war. Infolgedessen steht 

fest, dass C._____ keinen entsprechenden Dividendenanspruch gegenüber der D._____ GmbH 

erworben hat. Der Einwand von B._____, wonach von der in Rede stehenden Forderung der 

D._____ GmbH gegenüber C._____ ein Dividendenanspruch des Letzteren gegenüber der vor-

genannten Gesellschaft von Fr. 169'000.− in Abzug zu bringen sei, geht somit fehl.  

2.3 Ferner bleibt zu beurteilen, wie es sich mit dem von B._____ anlässlich der mündlichen 

Berufungsverhandlung sinngemäss geltend gemachten Vorbringen verhält, wonach C._____ auf-

grund der in § 153 StG/BL [und Art. 177 Abs. 1 DBG] statuierten Solidarhaftung mit der D._____ 

GmbH Fr. 150'000.− bis 160'000.− Steuern bezahlt habe, was von der in Rede stehenden For-

derung der D._____ GmbH gegenüber C._____ in Abzug zu bringen sei.  

Gemäss § 153 StG/BL und Art. 177 Abs. 1 DBG haftet solidarisch für die hinterzogene Steuer, 

wer vorsätzlich zu einer Steuerhinterziehung anstiftet oder Hilfe leistet, und wer an einer solchen 

mitwirkt. Dem aufgrund von § 153 StG/BL und Art. 177 Abs. 1 DBG solidarisch haftenden Mit-

schuldner (Anstifter, Gehilfe oder Vertreter des Steuerpflichtigen) steht in analoger Anwendung 

der zivilrechtlichen Regeln über die passive Solidarität der Rückgriff auf den Steuerpflichtigen zu, 

sofern und soweit er die hinterzogenen Steuern bezahlt hat (CHILLÀ, Relation entre contribuable 

et mandataire en cas de soustraction d’impôt, in: RF 72/2017 S. 184 ff., insb. S. 195). Aufgrund 

einer Solidarhaftung gemäss § 153 StG/BL und Art. 177 Abs. 1 DBG hat C._____ bis zumindest 

am 17. November 2017 keine Steuern der D._____ GmbH bezahlt (act. AA 59.01.026 i.V.m. act. 

AA 62.20.007 und AA 62.20.026). Bereits aufgrund dessen steht fest, dass C._____ an dem hier 

interessierenden Stichtag vom 6. Oktober 2015 keine Regressansprüche gegenüber der D._____ 

GmbH erheben konnte. Das sinngemässe Vorbringen von B._____, wonach die Forderung der 

D._____ GmbH gegenüber C._____ um einen Regressanspruch des Letzteren gegenüber der 

vorgenannten Gesellschaft in Höhe von Fr. 150'000.− bis Fr. 160'000.− zu reduzieren sei, erweist 

sich somit nicht als stichhaltig. 

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2.4 Zusammenfassend ist im Einklang mit der Vorinstanz festzuhalten, dass am 6. Oktober 

2015 der D._____ GmbH im Zusammenhang mit dem Bauprojekt K._____ eine Forderung ge-

genüber C._____ von insgesamt Fr. 198'957.11 zugestanden ist. Zu diesem Zeitpunkt hat 

C._____ über keine Gegenansprüche gegenüber der D._____ GmbH verfügt. 

(ii) Subjektiver Sachverhalt 

1. Die Jahresrechnung 2014 der D._____ GmbH ist mit dem Namen B._____ versehen 

(act. AA 60.07.011 ff.), was zeigt, dass er den Abschluss dieser Jahresrechnung erstellt hat. Auf 

der Steuererklärung 2014 der D._____ GmbH vom 13. März 2015 wird angeführt, dass Rückfra-

gen an B._____ zu richten seien (act. AA 60.07.001D), was impliziert, dass B._____ diese Steu-

ererklärung ausgefüllt hat. B._____ hat sodann authentisch, konstant und damit glaubhaft einge-

standen, den Abschluss der Jahresrechnung 2014 und die Steuererklärung 2014 der D._____ 

GmbH erstellt zu haben (act. AA 10.01.003, AA 10.01.129 f.). Vor diesem Hintergrund folgt un-

zweifelhaft, dass B._____ die finanzielle Situation der D._____ GmbH im Jahr 2014 gekannt hat.  

2. B._____ hat authentisch, konstant und damit glaubhaft eingestanden, den aus dem 

Buchhaltungsprogramm ausgedruckten Zwischenabschluss per 12. November 2015 gekannt 

bzw. bei der Erstellung des Schreibens vom 12. November 2015 an das Zivilkreisgericht teilweise 

auf diesen abgestellt zu haben (act. AA 10.01.061, Prot. KG S. 8). Dafür, dass B._____ diesen 

Zwischenabschluss am 12. November 2015 gekannt hat, spricht überdies indiziell, dass B._____ 

gemäss seiner Stundenaufstellung am 12. November 2015 eine Besprechung betreffend den 

Konkurs und Status der D._____ GmbH hatte (act. AA 52.10.001). Dem Gesagten zufolge kann 

festgehalten werden, dass B._____, als er das Schreiben vom 12. November 2015 an das Zivil-

kreisgericht Basel-Landschaft Ost und die darin enthaltene Zwischenbilanz per 6. Oktober 2014 

erstellte, teilweise auf den gleichentags aus dem Buchhaltungsprogramm ausgedruckten Zwi-

schenabschluss der D._____ GmbH per 12. November 2014 abgestellt hat und ihm damit dieser 

Zwischenabschluss bekannt gewesen ist. 

BD. Urkundenfälschung 

a. Allgemeines 

(i) Objektiver Tatbestand 

1. Gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB macht sich strafbar, wer in der Absicht, jemanden am 

Vermögen oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrecht-

mässigen Vorteil zu verschaffen (Abs. 1), eine Urkunde fälscht oder verfälscht, die echte Unter-

schrift oder das echte Handzeichen eines andern zur Herstellung einer unechten Urkunde benützt 

oder eine rechtlich erhebliche Tatsache unrichtig beurkundet oder beurkunden lässt (Abs. 2). 

2.1 Die Falschbeurkundung betrifft die Errichtung einer echten, aber unwahren Urkunde, bei 

welcher der wirkliche und der in der Urkunde enthaltene Sachverhalt nicht übereinstimmen. Die 

Falschbeurkundung erfordert eine qualifizierte schriftliche Lüge. Eine solche wird nur angenom-

men, wenn dem Schriftstück eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukommt und der Adressat ihm daher 

ein besonderes Vertrauen entgegenbringt (BGE 142 IV 119 E. 2.1; 138 IV 130 E. 2.1). 

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Art. 110 Abs. 4 StGB definiert Urkunden als Schriften, die bestimmt und geeignet sind, eine Tat-

sache von rechtlicher Bedeutung zu beweisen. 

Eine Falschbeurkundung ist auch bei Urkunden gegeben, bei denen alle Angaben korrekt sind, 

jedoch die Erwähnung wichtiger Tatsachen unterlassen und dadurch ein irreführendes Bild der 

Realität vermitteln (BGE 115 IV 225 E. 2d). 

2.2 Die kaufmännische Buchführung und ihre Bestandteile (Belege, Bücher, Buchhaltungs-

auszüge über Einzelkonten, Bilanzen oder Erfolgsrechnungen) sind kraft Gesetzes (Art. 957 ff. 

OR) bestimmt und geeignet, Tatsachen von rechtlich erheblicher Bedeutung zu beweisen. Eine 

falsche Buchung erfüllt den Tatbestand der Falschbeurkundung, wenn sie ein falsches Gesamt-

bild der Buchführung zeichnet und dabei Buchungsvorschriften und -grundsätze verletzt, die er-

richtet worden sind, um die Wahrheit der Erklärung zu gewährleisten. Solche Grundsätze werden 

in den gesetzlichen Bestimmungen über die ordnungsgemässe Rechnungslegung in Art. 958a ff. 

OR aufgestellt, die den Inhalt bestimmter Schriftstücke näher festlegen (BGE 141 IV 369 E. 7.1). 

Eine falsche Buchung erfüllt den Tatbestand der Falschbeurkundung, wenn sie ein falsches Ge-

samtbild der Buchführung zeichnet und dabei Buchungsvorschriften und -grundsätze verletzt, die 

errichtet worden sind, um die Wahrheit der Erklärung zu gewährleisten. Solche Grundsätze wer-

den namentlich in den gesetzlichen Bestimmungen über die ordnungsgemässe Rechnungsle-

gung in Art. 958a ff. OR aufgestellt, die den Inhalt bestimmter Schriftstücke näher festlegen. Ge-

mäss ständiger Praxis kommt der kaufmännischen Buchführung hinsichtlich der in ihr aufgezeich-

neten wirtschaftlichen Sachverhalte erhöhte Glaubwürdigkeit zu (BGE 141 IV 369 E. 7.1). 

2.3.1 Gesetzlich nicht vorgeschriebenen Zwischenabschlüssen kann je nach Kontext ihrer 

Verwendung eine erhöhte Glaubwürdigkeit zukommen (KINZER, Commentaire romand CP II, 

1. Aufl. 2017, Art. 251 N 92). Bei Unternehmenskäufen ist die Erstellung von Zwischenabschlüs-

sen für die Ermittlung des Kaufpreises üblich, wenn der Bilanzstichtag des letzten Jahresab-

schlusses bereits längere Zeit zurückliegt oder seit der letzten Bilanz Änderungen in der Vermö-

genslage eingetreten sind. Ein Zwischenabschluss hat nach den gleichen Grundsätzen wie der 

Jahresabschluss zu erfolgen und muss ein vollständiges Bild der finanziellen Lage des Unterneh-

mens zu einem bestimmten Zeitpunkt vermitteln. Entsprechend darf ein Dritter auf dessen Rich-

tigkeit vertrauen. Einem im Kontext mit einem Unternehmenskauf verwendeten Zwischenab-

schluss wird daher nach der Rechtsprechung eine erhöhte Glaubwürdigkeit zuerkannt (BGer 

6B_541/2011 et al. vom 18. Oktober 2011 E. 4.4; 6B_827/2010 vom 24. Januar 2011 E. 2.3.5).  

2.3.2 Wenn bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung begründete Besorgnis einer Über-

schuldung besteht, muss von Gesetzes wegen eine Zwischenbilanz erstellt und diese einem zu-

gelassenen Revisor zur Prüfung vorgelegt werden. Ergibt sich aus der Zwischenbilanz, dass die 

Forderungen der Gesellschaftsgläubiger weder zu Fortführungs- noch zu Veräusserungswerten 

gedeckt sind, so hat die Geschäftsführung das Gericht zu benachrichtigen, sofern nicht Gesell-

schaftsgläubiger im Ausmass dieser Unterdeckung im Rang hinter alle anderen Gesellschafts-

gläubiger zurücktreten (aArt. 820 Abs. 1 OR i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 OR). Eine Zwischenbilanz ist 

nach denselben Prinzipien wie der Jahresabschluss zu erstellen und muss die finanzielle Lage 

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des Unternehmens am betreffenden Stichtag wahrheitsgemäss wiedergeben. Demnach darf das 

Konkursgericht auf dessen Richtigkeit vertrauen. Einer im Rahmen einer Überschuldungsanzeige 

nach aArt. 820 Abs. 1 OR i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 OR dem Konkursgericht eingereichten Zwi-

schenbilanz ist folglich eine erhöhte Glaubwürdigkeit zuzusprechen. 

(ii) Subjektiver Tatbestand 

1. Der subjektive Tatbestand der Urkundenfälschung verlangt Vorsatz hinsichtlich aller ob-

jektiven Tatbestandsmerkmale, wobei Eventualvorsatz genügt. Mithin muss sich der Täter im 

Sinne einer Laienbewertung bewusst sein, dass es sich um eine Urkunde handelt, und er muss 

wissen, dass deren Inhalt nicht der Wahrheit entspricht. Ausserdem ist vorausgesetzt, dass er 

die Urkunde als echt bzw. wahr verwenden (lassen) wollte oder dies zumindest in Kauf nahm, 

was wiederum Täuschungsabsicht verlangt (BGE 141 IV 369 E. 7.4; 135 IV 12 E. 2.2; OGer ZH 

SB200163 vom 23. März 2022 E. III/2.1).  

2.1 Vorsätzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen 

ausführt. Vorsätzlich handelt bereits, wer die Verwirklichung der Tat für möglich hält und in Kauf 

nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB; vgl. auch BGE 133 IV 1 E. 4.1, 9 E. 4.1; 131 IV 1 E. 2.2; 130 IV 58). 

Nach ständiger Rechtsprechung ist Eventualvorsatz gegeben, wenn der Täter mit der Tatbe-

standsverwirklichung rechnet, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg für den Fall seines Ein-

tritts in Kauf nimmt und sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerwünscht sein (BGE 147 IV 

439 E. 7.3.1). 

2.2 Fahrlässig begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus 

pflichtwidriger Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist 

die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den Umständen 

und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Ein Verhalten 

ist sorgfaltswidrig, wenn der Täter zum Zeitpunkt der Tat aufgrund der Umstände sowie seiner 

Kenntnisse und Fähigkeiten die damit bewirkte Gefährdung der Rechtsgüter des Opfers hätte 

erkennen können und müssen und wenn er zugleich die Grenzen des erlaubten Risikos über-

schritten hat (BGE 143 IV 138 E. 2.1; 135 IV 56 E. 2.1; 133 IV 158 E. 5.1). 

2.3 Die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrlässigkeit kann im Ein-

zelfall schwierig sein. Sowohl der eventualvorsätzlich als auch der bewusst fahrlässig handelnde 

Täter wissen um die Möglichkeit des Erfolgseintritts bzw. um das Risiko der Tatbestandsverwirk-

lichung. Hinsichtlich der Wissensseite stimmen somit beide Erscheinungsformen des subjektiven 

Tatbestandes überein. Unterschiede bestehen jedoch beim Willensmoment. Der bewusst fahr-

lässig handelnde Täter vertraut (aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit) darauf, dass der von ihm als 

möglich vorausgesehene Erfolg nicht eintreten, das Risiko der Tatbestandserfüllung sich mithin 

nicht verwirklichen werde. Demgegenüber nimmt der eventualvorsätzlich handelnde Täter den 

Eintritt des als möglich erkannten Erfolges ernst, rechnet mit ihm und findet sich mit ihm ab. Wer 

den Erfolg dergestalt in Kauf nimmt, „will“ ihn im Sinne von Art. 12 Abs. 2 StGB. Nicht erforderlich 

ist, dass er den Erfolg „billigt“. Ob der Täter die Tatbestandsverwirklichung in diesem Sinne in 

Kauf genommen hat, muss das Gericht – bei Fehlen eines Geständnisses des Beschuldigten – 

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aufgrund der Umstände entscheiden. Dazu gehören die Grösse des dem Täter bekannten Risikos 

der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggründe des 

Täters und die Art der Tathandlung. Je grösser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirkli-

chung ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto näher liegt die Schlussfolge-

rung, der Täter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen. Das Gericht darf vom 

Wissen des Täters auf den Willen schliessen, wenn sich dem Täter der Eintritt des Erfolges als 

so wahrscheinlich aufdrängte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vernünftiger-

weise nur als Inkaufnahme des Erfolges ausgelegt werden kann (BGE 147 IV 439 E. 7.3.1; 133 

IV 9 E. 4.1). 

3. Verlangt wird weiter, dass der Täter in der Absicht handelt, jemanden am Vermögen 

oder an andern Rechten zu schädigen oder sich oder einem andern einen unrechtmässigen Vor-

teil zu verschaffen (Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 StGB; BGer 6B_1270/2021 vom 2. Juni 2022 E. 4.1.5, 

nicht publ. in: BGE 148 IV 288). Bei Art. 251 Ziff. 1 StGB handelt es sich um ein abstraktes Ge-

fährdungsdelikt. Als unrechtmässiger Vorteil genügt grundsätzlich jede Besserstellung. Dessen 

Rechtswidrigkeit kann sich aus dem Gesetz, dem verfolgten Ziel oder den eingesetzten Mitteln 

ergeben; es kann daher allein aus der Tatsache abgeleitet werden, dass der Täter auf eine Fäl-

schung zurückgreift (BGer 6B_441/2016 vom 29. März 2017 E. 6.2; 6B_367/2007 vom 10. Okto-

ber 2007 E. 4.4 nicht publ. in: BGE 133 IV 303; CJ GE AARP/135/2022 vom 5. Mai 2022 E. 2.3.3). 

b. Subsumption 

(i) Objektiver Tatbestand 

1. Die D._____ GmbH unterstand zwar gemäss Erklärung der Geschäftsführung vom 

27. März 2008 keiner ordentlichen Revision und verzichtete auf eine eingeschränkte Revision 

(act. AA 40.01.001). Wie bereits in Erwägung II/B/BC/b dargelegt, musste gleichwohl die Zwi-

schenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 einem zugelassenen Revisor zur Prüfung 

vorlegt werden. B._____ hat als Revisor in dem mit Schreiben vom 12. November 2015 an das 

Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost eingereichten Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 

6. Oktober 2015 festgestellt, dass die vorgenannte Gesellschaft Aktiven zu Veräusserungswerten 

von Fr. 20'725.− ([Guthaben auf Bankkonten] bei der E._____bank und F._____bank von 

Fr. 5'660.−, Guthaben gegenüber Dritten von Fr. 4'582.− und E._____-Anteilscheine [im Wert] 

von Fr. 10'483.−), Passiven von Fr. 368'076.− (Schulden gegenüber Dritten von Fr. 18'076.− und 

noch nicht veranlagte Steuerschulden von ca. Fr. 350'000.−) und einen Passivenüberschuss von 

zirka Fr. 350'000.− aufgewiesen hat. Diese Bestätigung entspricht einer nach den Regeln von 

aArt. 820 Abs. 1 OR i.V.m. aArt. 725 Abs. 2 Satz 1 OR von einem Revisor geprüften Zwischen-

bilanz. Diese geniesst im Rechtsverkehr spezielles Vertrauen und erhöhte Glaubwürdigkeit, da 

das Gericht als Adressatin auf die fachkundig erstellte Bescheinigung in aller Regel ohne Weite-

res vertrauen darf. B._____ ist ausserdem als Aussteller der Bestätigung als Garant der Erklärung 

aus dem besagten Schreiben ersichtlich. Damit ist die Zwischenbilanz per 6. Oktober 2015 be-

stimmt und geeignet, rechtserhebliche Tatsachen zu beweisen, und bildet daher eine Urkunde im 

Sinne des Gesetzes. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass B._____ seine Einschätzung 

wegen der noch nicht veranlagten Nach- und Strafsteuern als provisorischen Status der D._____ 

GmbH zu Veräusserungswerten per 6. Oktober 2015 bezeichnete. In der Zwischenbilanz der 

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D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 stellte B._____ unter den Passiven den Posten „Steuer-

schulden noch nicht veranlagt“ mit zirka Fr. 350'000.− ein und bildete damit faktisch eine Rück-

stellung für die fraglichen Steuerforderungen. Angesichts des Umstands, dass gemäss dieser 

Zwischenbilanz ohne die Rückstellung für die Steuerforderungen lediglich ein Aktivenüberschuss 

von Fr. 2'649.− bestanden hätte, konnte der Betrachter der Zwischenbilanz grundsätzlich nur 

schliessen, dass sich an der festgestellten Überschuldung der D._____ GmbH per 6. Oktober 

2015 nichts ändern würde, wenn die definitive Festsetzung der Nach- und Strafsteuer etwas vom 

Betrag der faktischen Rückstellung für Steuerschulden abweichen würde. Sodann ist zu beach-

ten, dass B._____ in Bezug auf die in der Zwischenbilanz per 12. November 2015 aufgeführten 

Aktiven keinen Vorbehalt anbrachte, weshalb der Betrachter der Zwischenbilanz darauf vertrauen 

durfte, dass die Aktiven ausnahmslos und in vollem Umfang zu Veräusserungswerten angegeben 

wurden. Unter diesen Umständen steht fest, dass durch die Zwischenbilanz trotz der Bezeich-

nung als „provisorischer“ Status zu Veräusserungswerten per 6. Oktober 2015 eine abstrakte 

Gefährdung des Vertrauens in den Urkundenbeweis geschaffen wurde und das von B._____ ver-

fasste Schreiben vom 12. November 2015 bzw. die vom Letzteren erstellte Zwischenbilanz per 

6. Oktober 2015 bestimmt und geeignet war, die rechtserhebliche Tatsache des Nichtvorhan-

denseins von namhaften Aktiven bzw. Nichtvorhandenseins einer Forderung der D._____ GmbH 

gegenüber C._____ sowie die Überschuldung der D._____ GmbH zu erstellen und folglich Ur-

kundenqualität hat. Dies zeigt sich auch dadurch, dass die Präsidentin des Zivilkreisgerichts Ba-

sel-Landschaft Ost mit Verfügung vom 10. Dezember 2015 gestützt auf die am 15. Oktober 2015 

hinterlegte Bilanz der D._____ GmbH (recte wohl: die Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 6. 

Oktober 2015) den Konkurs über die genannte Gesellschaft eröffnete und mit Verfügung vom 6. 

Januar 2016 mangels Aktiven gemäss Art. 230 SchKG einstellte (act. AA 40.05.110, AA 

40.20.007). 

2. Die Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 war unwahr. In dieser Zwi-

schenbilanz wurden lediglich Aktiven der D._____ GmbH von Fr. 20'725.− ([Guthaben auf Bank-

konten] bei der E._____bank und der F._____bank von Fr. 5'660.−, Guthaben bei Dritten von 

Fr. 4'582.− und E._____-Anteilscheine [im Wert] von Fr. 10'483.−) aufgeführt. Dabei wurde ver-

schwiegen, dass eine Forderung der D._____ GmbH gegenüber C._____ von Fr. 198'957.11 be-

stand. Im Übrigen ist im Zusammenhang mit den Aktiven der D._____ GmbH zwar zu beachten, 

dass in der Zwischenbilanz per 6. Oktober 2015 unter den Aktiven 25 Anteilsscheine der 

E._____bank im Wert von Fr. 10'483.− aufgeführt wurden, die bereits am 3. Juli 2015 ohne Ge-

genleistung an die I._____-GmbH übertragen worden waren. Dies ändert jedoch nichts daran, 

dass in dieser Zwischenbilanz die in Rede stehende Forderung von Fr. 198'957.11 verschwiegen 

und damit – selbst wenn hiervon der Wert der 25 Anteilscheine der E._____bank abgezogen 

würde – nur ein Bruchteil des Aktivenvermögens ausgewiesen wurde und damit die Zwischenbi-

lanz unwahr war. 

3. Indem B._____ in der mit dem Schreiben vom 12. November 2015 eingereichten Zwi-

schenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015, in welcher er wahrheitswidrig die beträcht-

liche Forderung der Letzteren gegenüber der C._____ nicht aufführte, verwirklichte er die objek-

tiven Merkmale der Falschbeurkundung. Der objektive Tatbestand der Urkundenfälschung ist so-

mit erfüllt.  

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(ii) Subjektiver Tatbestand 

1.1 Gemäss dem Beweisergebnis war B._____ aufgrund des von ihm vorgenommenen Ab-

schlusses der Jahresrechnung 2014 und der Erstellung der Steuererklärung 2014 der D._____ 

GmbH mit der finanziellen Lage der Letzteren vertraut. Im Jahr 2014 wirtschaftete die D._____ 

GmbH profitabel und verfügte Ende des Jahres über Aktiven von knapp Fr. 2'000'000.−. Gemäss 

der von B._____ per 6. Oktober 2015 erstellten Zwischenbilanz stand die D._____ GmbH plötz-

lich als nahezu ohne Aktiven da. Unter diesen Umständen hätte B._____ als Revisor die finanzi-

elle Entwicklung der D._____ GmbH innerhalb der letzten rund neun Monaten kritisch hinterfra-

gen müssen. Er wäre gehalten gewesen, zu prüfen, ob die Gesellschaft, wie dies in der Praxis 

durchaus vorkommt, vor der Konkursanmeldung allenfalls ausgehöhlt worden ist. Hinzu kommt, 

dass B._____ gemäss dem Beweisergebnis den aus dem Buchhaltungsprogramm ausgedruck-

ten Zwischenabschluss der D._____ GmbH per 12. November 2015 kannte. Dabei handelt es 

sich um eine detaillierte Zwischenbilanz mit allen notwendigen Angaben, wie sie üblicherweise 

von Buchhaltungsprogrammen erzeugt wird. In dieser Zwischenbilanz wurde unter den Passiven 

das Kontokorrent C._____ mit Fr. –727'712.19 aufgeführt, was bedeutete, dass der D._____ 

GmbH eine Forderung gegenüber C._____ in der Höhe von Fr. 727'712.19 zustand. Als dipl. 

Wirtschaftsprüfer mit einer langjährigen beruflichen Erfahrung hätte B._____ aufgrund dieser Zwi-

schenbilanz per 12. November 2015 realisieren müssen, dass die im der aus dem Buchhaltungs-

programm ausgedruckten Zwischenbilanz per 12. November 2015 aufgeführten Aktiven der 

D._____ GmbH ein Vielfaches des von ihm in der Zwischenbilanz per 6. Oktober 2015 beschei-

nigten Betrages von Fr. 20'725.− ausmachten. Der im Zwischenabschluss per 12. November 

2015 ausgewiesene Stand des Kontokorrents C._____ legt klar nahe, dass am 6. Oktober 2015 

eine beträchtliche Forderung der D._____ GmbH gegenüber C._____ bestanden haben dürfte. 

B._____ wäre als Fachmann zu einer genaueren Überprüfung des Aktivenbestandes der 

D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 ohne Weiteres in der Lage gewesen. B._____ muss entge-

gengehalten werden, dass er trotz der dargestellten untrüglichen Anzeichen, dass die D._____ 

GmbH gegenüber C._____ über eine beträchtliche Forderung verfügen dürfte, bewusst davon 

abgesehen hat, die finanzielle Lage der D._____ GmbH und insbesondere den Bestand der in 

Rede stehenden Forderung der D._____ GmbH gegenüber C._____ genauer festzustellen. Wer 

sich bewusst dafür entscheidet, etwas nicht zu wissen, der kann sich nicht darauf berufen, dass 

die Tatbestandsverwirklichung für ihn nicht voraussehbar war (BGE 135 IV 12 E. 2.3.1). Vor dem 

Hintergrund des Dargestellten kann nichts Anderes geschlossen werden, als dass B._____ um 

die Unrichtigkeit der im Zwischenabschluss der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 bescheinig-

ten Überschuldung der Letzteren zumindest hätte wissen können. 

1.2 Indem B._____ als dipl. Wirtschaftsprüfer, obwohl die in der aus dem Buchhaltungspro-

gramm ausgedruckten Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 12. November 2015 aufgeführte 

Forderung der Letzteren gegenüber C._____ von Fr. 727'712.19 das Vorhandensein einer sol-

chen auch per 6. Oktober 2015 nahelegte, ohne nähere Abklärungen in der von ihm mit Schreiben 

vom 12. November 2015 dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost eingereichten Zwischenbi-

lanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 keine Forderung der Letzteren gegenüber C._____ 

aufführte, verletzte er seine Sorgfaltspflichten sehr schwer. Bei der Vornahme der notwendigen 

Prüfungen hätte er als dipl. Wirtschaftsprüfer ohne Weiteres feststellen müssen, dass die 

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D._____ GmbH am 6. Oktober 2015 über eine Forderung gegenüber C._____ von Fr. 198'957.11 

verfügte. Aufgrund der Einreichung des Schreibens vom 12. November 2015 mit der besagten 

Zwischenbilanz beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost war das Risiko der Tatbestandsver-

wirklichung sehr hoch. Der Beweggrund von B._____ kann nur darin gelegen sein, den Zugriff 

der Konkursgläubiger auf die Forderung der D._____ GmbH gegenüber C._____ zu verhindern 

sowie C._____ nicht zu brüskieren und damit die Aussicht auf weitere entgeltliche Aufträge von 

C._____ nicht zu gefährden. Wegen dieser rein pekuniären Interessen ignorierte B._____ sämt-

liche Warnzeichen und verfasste ohne nähere Abklärung das fragliche Schreiben vom 12. No-

vember 2015 bzw. die genannte Zwischenbilanz per 6. Oktober 2015. Unter diesen Umständen 

kann nur geschlossen werden, dass B._____ zumindest in Kauf genommen hat, dass die Zwi-

schenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 nicht der Wirklichkeit entspricht und das 

Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost bzw. die Konkursgläubiger dadurch über die finanziellen 

Verhältnisse der D._____ GmbH getäuscht werden. Damit ist zumindest Eventualvorsatz gege-

ben. 

2. Aufgrund der in der Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 dargestell-

ten Überschuldung musste B._____ damit rechnen, dass die Befriedigung der Konkursgläubiger 

im Umfang der verheimlichten Forderung der D._____ GmbH gegenüber C._____ in Umfang von 

Fr. 198'957.11 ausbleiben könnte. Damit nahm er eine Schädigung der Konkursgläubiger zumin-

dest in Kauf. Gleichzeitig muss er es zumindest für möglich gehalten haben, dass dadurch 

C._____ unrechtmässig bereichert werden könnte. Weiter muss sich B._____ bewusst gewesen 

sein, dass sein Verhalten der Aufrechterhaltung der Kundenbeziehung mit C._____ dient und er 

dadurch letztlich auch sich selbst rechtswidrig besserstellen könnte. Damit ist erstellt, dass 

B._____ zumindest in der Eventualabsicht gehandelt hat, Dritte zu schädigen sowie für sich und 

einen anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu erlangen. 

3. Dem Gesagten zufolge hat B._____ den subjektiven Tatbestand der Urkundenfälschung 

erfüllt. 

(iii) Fazit 

Durch sein Verhalten hat B._____ im Zusammenhang mit dem Schreiben vom 12. November 

2015 an das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost sowohl in objektiver wie auch in subjektiver 

Hinsicht den Tatbestand der Urkundenfälschung verwirklicht, weshalb er im Anklagepunkt 2.5.2 

der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu erklären ist, begangen am 

12. November 2015. 

III. STRAFE 

A. Anwendbares Recht  

(…) 

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B. Allgemeines 

BA. Grundlagen der Strafzumessung / Begründungsanforderungen 

Die Strafe ist innerhalb des anwendbaren Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters zu 

bemessen, wobei das Gericht auch das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die 

Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters berücksichtigt (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschul-

den wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes, nach 

der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach be-

stimmt, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Ge-

fährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 StGB). Dabei ist zwischen Tat- und Tä-

terkomponenten zu unterscheiden (SIMMLER/SELMAN, in: Graf [Hrsg.], StGB Annotierter Kommen-

tar, 2020, Art. 47 N 1; BGE 135 IV 137 E. 5.4; 129 IV 6 E. 6; 118 IV 21 E. 2b; 117 IV 112 E. 1). 

Bei der Tatkomponente sind das Ausmass des Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung 

dieses Erfolges, die Willensrichtung, mit welcher der Täter gehandelt hat, und die Beweggründe 

der beschuldigten Person zu beachten. Die Täterkomponente umfasst das Vorleben, die persön-

lichen Verhältnisse, das Verhalten nach der Tat und im Strafverfahren, die Strafempfindlichkeit 

sowie weitere strafmindernde und straferhöhende Aspekte (BGE 149 IV 217 E. 1.1; 141 IV 61 E. 

6.1.1 f., publ. in: Die Praxis 104/2015 Nr. 68; BStGer CA.2022.28 vom 12. Mai 2023 E. 1.1). Das 

Gericht hat die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung in 

der Urteilsbegründung festzuhalten (Art. 50 StGB). Insbesondere hat es die objektive Tatschwere 

im Rahmen einer Skala denkbarer Abstufungen nach Schweregrad (ausserordentlich schwer, 

sehr schwer, schwer, eher schwer, beträchtlich, mittel, keinesfalls leicht, nicht mehr leicht, noch 

leicht, eher leicht, leicht, sehr leicht) zu nennen und anzugeben, ob die Tatschwere aufgrund der 

subjektiven Beurteilung reduziert, bestätigt oder erhöht wird (HÜRLIMANN/VESELY, Redaktion des 

Strafurteils, 2023, S. 92 ff.; BGE 136 IV 55 E. 5.7; KGer BL 460 21 237 vom 30. Mai 2022 E. III/A; 

460 21 184 vom 1. Februar 2022 E. 7.1/g). 

BB. Wahl der Sanktionsart 

Nach aArt. 41 StGB kann das Gericht auf eine vollziehbare Freiheitsstrafe von weniger als sechs 

Monaten nur erkennen, wenn die Voraussetzungen für eine bedingte Strafe (aArt. 42 Abs. 1 

StGB) nicht gegeben sind und zu erwarten ist, dass eine Geldstrafe oder gemeinnützige Arbeit 

nicht vollzogen werden kann (Abs. 1). Es hat diese Strafform näher zu begründen (Abs. 2). Nach 

dem Prinzip der Verhältnismässigkeit soll bei alternativ zur Verfügung stehenden Sanktionen im 

Regelfall diejenige gewählt werden, die weniger stark in die persönliche Freiheit des Betroffenen 

eingreift bzw. die ihn am wenigsten hart trifft. Im Vordergrund steht daher auch bei Strafen von 

sechs Monaten bis zu einem Jahr die Geldstrafe als gegenüber der Freiheitsstrafe mildere Sank-

tion (BGE 138 IV 120 E. 5.2; 134 IV 97 E. 4.2.2, 82 E. 4.1). Mit aArt. 41 StGB hat der Gesetzgeber 

für Strafen unter sechs Monaten eine gesetzliche Prioritätsordnung zugunsten nicht freiheitsent-

ziehender Sanktionen eingeführt (BGE 134 IV 82 E. 4.1). 

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C. Strafrahmen 

Urkundenfälschung ist gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 

Geldstrafe zu sanktionieren. Es sind keine Gründe ersichtlich, die für das Verlassen dieses Straf-

rahmens sprechen würden. 

D. Tatkomponenten 

DA. Objektives Tatverschulden 

a. Gefährdung des betroffenen Rechtsgutes 

1. Bei der Urkundenfälschung handelt es sich um ein abstraktes Gefährdungsdelikt (BGE 

129 IV 53 E. 3.2). Geschütztes Rechtsgut ist das besondere Vertrauen, das im Rechtsverkehr 

einer Urkunde als Beweismittel entgegengebracht wird (BGE 148 IV 170 E. 3.5.1; 140 IV 155 

E. 3.3.3). Somit ist bei der Bestimmung des tatbestandsmässigen Erfolges das Ausmass der Ge-

fährdung des erwähnten Rechtsgutes relevant (MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2. Aufl. 

2019, S. 41 N 98). 

2. B._____ wies in der von ihm zuhanden des Zivilkreisgerichts erstellten Zwischenbilanz 

der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 eine Forderung der Gesellschaft gegenüber C._____ 

von Fr. 198'957.11 nicht aus. Damit bewirkte er eine erhebliche Gefährdung der Interessen der 

Konkursgläubiger. Das Ausmass des Taterfolges muss als beachtlich bezeichnet werden. 

b. Art der Tatausführung bzw. Verwerflichkeit des Handelns 

1. Die Art der Tatausführung ist die Realisierung des bei der Tat aufgewendeten Willens 

und daher im Bereich des Handlungsunwertes ein wesentlicher Strafzumessungsfaktor 

(SCHÄFER/SANDER/VAN GEMMERN, Praxis der Strafzumessung, 6. Aufl. 2017, S. 224 N 631). Bei 

der Urkundenfälschung betreffend die Erstellung einer Jahresrechnung können die mehr oder 

weniger raffinierte Art der Fälschung einer Jahresrechnung bedeutsam sein (vgl. 

SCHÄFER/SANDER/VAN GEMMERN, a.a.O., S. 227 N 638). 

2. B._____ verfasste am 12. November 2015 das fragliche Schreiben an das Zivilkreisge-

richt, welches die Zwischenbilanz der D._____ GmbH per 6. Oktober 2015 enthielt. Die Ausfüh-

rung der Tat an sich war eher leicht und erforderte keinen besonderen Aufwand. Mit seinem Ver-

halten legte er eine gewisse kriminelle Energie an den Tag. 

DB. Subjektives Tatverschulden 

B._____ handelte mindestens eventualvorsätzlich und aus rein egoistischen Motiven. Das Han-

deln mit Eventualvorsatz wirkt sich strafmindernd aus. Vorliegend ist jedoch zu beachten, dass je 

grösser das dem Täter bekannte Risiko der Tatbestandsverwirklichung ist, desto weniger redu-

ziert sich das Verschulden. Desgleichen wirkt sich die Sorgfaltspflichtverletzung aus: Je schwerer 

sie wiegt, desto weniger wird das Verschulden herabgesetzt. Ebenso reduziert sich das Verschul-

den in aller Regel nur noch leicht, wenn niedrige Beweggründe und eine verwerfliche Art der 

Tathandlung vorliegen (MATHYS, a.a.O., S. 92 N 250). Wie bereits ausgeführt, muss B._____ eine 

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sehr schwere Sorgfaltspflichtverletzung angelastet werden und war das Risiko der Tatbestands-

verwirklichung sehr hoch. Überdies handelte er aus rein pekuniären Gründen und damit niederen 

Motiven. Die eventualvorsätzliche Tatbegehung ist daher nur leicht strafmindernd zu veranschla-

gen. Deliktsimmanent und daher strafzumessungsneutral sind hingegen die egoistischen Beweg-

gründe zu werten. Äussere oder innere Umstände, welche es B._____ verunmöglicht hätten, sich 

rechtskonform zu verhalten, sind nicht ersichtlich. 

DC. Fazit Tatkomponente 

Im Einklang mit der Vorinstanz ist das Verschulden von B._____ als noch leicht zu qualifizieren. 

Hierfür erscheint eine Einsatzstrafe von 100 Strafeinheiten als tatangemessen.  

E. Täterkomponenten 

EA. Werdegang und persönliche Verhältnisse 

Bezüglich des Werdeganges und der persönlichen Verhältnisse von B._____ kann auf die zutref-

fenden Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen werden (Urt. SG E. III/4.3 S. 41 f., 

Art. 82 Abs. 4 StPO). Aus dem Werdegang und den persönlichen Verhältnissen lassen sich keine 

strafzumessungsrelevanten Faktoren ableiten. 

EB. Vorstrafen 

B._____ weist keine Vorstrafen auf, was keine Auswirkungen auf die Strafzumessung zeitigt (vgl. 

dazu BGE 136 IV 1 E. 2.6.4). 

EC. Nachtatverhalten 

B._____ ist nicht geständig. Echte Reue oder Einsicht hat er nicht gezeigt. Dies wirkt sich straf-

zumessungsneutral aus. 

ED. Strafempfindlichkeit 

1. Indirekte Folgen einer Straftat, wie der mögliche Verlust der beruflichen Existenz als be-

rufsrechtliche Folge einer Straftat, können bei der Strafzumessung eine Rolle spielen (vgl. BGer 

6B_1112/2014 vom 9. Juli 2015 E. 5.3; QUELOZ/MANTELLI-RODRIGUEZ, Commentaire romand CP 

I, 2. Aufl. 2021, Art. 47 N 93; SCHÄFER/SANDER/VAN GEMMERN, a.a.O., S. 266 N 738). 

2. Anlässlich der erstinstanzlichen Verhandlung machte B._____ geltend, dass er im Falle 

einer Verurteilung voraussichtlich gewisse Zulassungsbewilligungen des SECO für Personalver-

mittlung und -verleih verlieren werde. (…). Vor den Schranken des Kantonsgerichts bestätigte 

B._____ diese Aussage grundsätzlich. Ergänzend führte er aus, beruflich liege sein Schwerpunkt 

in der Steuerberatung. Die Wirtschaftsprüfung sei für ihn ein Nebengebiet (Prot. KG S. 6). Da 

B._____ demnach zur Hauptsache als Steuerberater arbeitet, sind diese Bewilligungen des 

SECO für ihn eher von untergeordneter Bedeutung. Aufgrund eines allfälligen Verlustes dieser 

Bewilligungen als Folge einer Verurteilung sind keine einschneidenden wirtschaftlichen Konse-

quenzen für B._____ zu erwarten. Davon ist umso mehr auszugehen, als dass der heute 78-

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Seite 23  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

jährige B._____ bereits im ordentlichen Pensionsalter steht und daher eine persönliche Betrof-

fenheit durch einen allfälligen Verlust der fraglichen Bewilligungen ohnehin als reduziert anzuse-

hen ist. Unter den dargestellten Umständen lässt sich eine erhöhte Strafempfindlichkeit nicht aus-

machen. 

EE. Fazit Täterkomponenten / Strafe nach Berücksichtigung der Tat- und Täterkomponenten 

Die Täterkomponenten wirken sich strafzumessungsneutral aus. Somit ist die Strafe für die Ur-

kundenfälschung aufgrund der Tat- und Täterkomponenten auf 100 Strafeinheiten festzulegen. 

F. Verletzung des Beschleunigungsgebotes 

FA. Allgemeines 

1. Das Beschleunigungsgebot gemäss Art. 6 Abs. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 1 BV verleiht 

dem Einzelnen den Anspruch, dass über eine gegen ihn erhobene strafrechtliche Anklage inner-

halb angemessener Frist verhandelt und entschieden wird. Art. 5 Abs. 1 StPO verpflichtet die 

zuständigen Behörden, Strafverfahren unverzüglich an die Hand zu nehmen und sie ohne unbe-

gründete Verzögerung zum Abschluss zu bringen. Der Beschuldigte soll nicht unnötig den Belas-

tungen eines Strafverfahrens ausgesetzt sein (BGE 133 IV 158 E. 8; 124 I 139 E. 2a). Gegen-

stand der Prüfung, ob ein Verfahren zu lange gedauert hat, ist das Verfahren in seiner Gesamt-

heit. Die Zeitspanne, deren Angemessenheit zu beurteilen ist, beginnt mit der offiziellen amtlichen 

Mitteilung der zuständigen Behörde an den Betroffenen, dass ihm die Begehung einer Straftat 

vorgeworfen werde. Von diesem Zeitpunkt der Bekanntgabe des Schuldvorwurfes an ist der Be-

troffene dem Druck und den Belastungen strafprozessualer Verfolgungsmassnahmen ausge-

setzt. Die Zeitspanne endet mit dem letzten Entscheid, der in der Sache ergeht (BGE 117 IV 124 

E. 3; BGer 6B_448/2011 vom 27. Juli 2012 E. 7.3). 

2. Eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes ist in zweierlei Hinsicht möglich: Zum ei-

nen durch eine (zeitweise) prozessordnungswidrige Untätigkeit der Strafverfolgungsorgane. Zum 

anderen können sich einzelne bedenkliche, für sich genommen aber noch hinnehmbare Prozess-

verläufe zu einer Verletzung des Beschleunigungsgebotes addieren (BAUMANNS, Der Beschleu-

nigungsgrundsatz im Strafverfahren, 2011, S. 89 mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des 

EGMR, S. 36 und S. 93; BGE 124 I 139 E. 2c). Bestimmte Zeitgrenzen, die, wenn sie überschrit-

ten sind, ohne Weiteres eine Verletzung von Art. 6 EMRK bewirken, sind vom Europäischen Ge-

richtshof für Menschenrechte nicht festgelegt worden. Jedoch kann eine besonders lange Ver-

fahrensdauer ein Anhaltspunkt für eine Verletzung des Beschleunigungsgebotes bilden (BGE 119 

Ib 311 E. 5b; KGer BL 460 20 24 vom 16. Dezember 2022 III/A/AC/d/(i)).  

FB. Konkrete Beurteilung 

Im vorliegenden Fall werden längere Bearbeitungslücken während des Verfahrens weder geltend 

gemacht noch sind solche ersichtlich. Es fragt sich indes, ob das Verfahren insgesamt überlang 

gedauert hat. B._____ nahm mit Erhalt der Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom 22. September 

2017 betreffend die Eröffnung eines Strafverfahrens erstmals Kenntnis davon, dass gegen ihn 

ein Strafverfahren geführt wird (act. PD B._____ 02.02.001). Von diesem Zeitpunkt an bis zur 

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Einreichung der Anklage beim Strafgericht am 13. Mai 2020 sind rund zweizweidrittel Jahre bzw. 

bis zum heutigen Urteil rund sechs Jahre verstrichen. Das Vorverfahren umfasst umgerechnet 

4'957 Aktenseiten, das Verfahren des Strafgerichts 400 Aktenseiten und jenes des Kantonsge-

richts rund 100 Aktenseiten, was insgesamt rund elf Bundesordnern entspricht. Das Strafverfah-

ren richtet sich gegen zwei Beschuldigte. Der untersuchte Sachverhalt hat sich ausschliesslich 

im Inland abgespielt und einen wirtschaftsstrafrechtlichen Fall von durchschnittlicher Komplexität 

betroffen. Vor diesem Hintergrund muss die Gesamtdauer des Verfahrens als klar zu lang be-

zeichnet werden. Demnach muss festgestellt werden, dass das Beschleunigungsgebot erheblich 

verletzt worden ist. Zwecks Kompensation dieser Verletzung des Beschleunigungsgebotes er-

achtet es das Kantonsgericht als angemessen, die Strafe um einen Zehntel, d.h. konkret um zehn 

Strafeinheiten zu reduzieren. 

G. Strafmass und Strafart 

1. In Würdigung der Tat- und Täterkomponenten sowie der Verletzung des Beschleuni-

gungsgebotes erweisen sich die bereits vorinstanzlich ausgesprochenen 90 Strafeinheiten als 

angemessen.  

2. Wie noch zu zeigen sein wird, sind die Voraussetzungen für den bedingten Strafvollzug 

gegeben (siehe Erwägung III/H/HB). Demnach ist aufgrund der Höhe der Strafe eine Geldstrafe 

auszufällen. Da sich die wirtschaftlichen Verhältnisse von B._____ nicht verändert haben (Prot. 

KG S. 7), bleibt es bei der von der Vorinstanz auf Fr. 140.− festgelegten Tagessatzhöhe (Urt. SG 

E. III/4.4; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

H. Vollzug 

HA. Allgemeines 

(…) 

HB. Konkrete Beurteilung 

B._____ ist nicht vorbestraft und hat sich seit dem heute zu beurteilenden Vorfall – mithin seit 

beinahe acht Jahren – wohlverhalten. Daher ist offenkundig nicht davon auszugehen, er werde 

in Zukunft erneut straffällig. Somit fällt die Legalprognose nicht negativ aus und ist ihm der be-

dingte Vollzug zu gewähren. Die Probezeit ist angesichts des Zeitablaufes seit der Tatbegehung 

auf das Minimum von zwei Jahren festzulegen. 

I. Ergebnis 

B._____ ist zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je Fr. 140.−, bei 

einer Probezeit von zwei Jahren, zu verurteilen. 

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IV. KOSTEN UND ENTSCHÄDIGUNG 

(…) 

 

 

Demnach wird erkannt: 

 

://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 20. April 2022, auszugs-

weise lautend: 

  
„II. B._____  

  
1. a) B._____ wird der Urkundenfälschung schuldig erklärt und verurteilt 

zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je 

CHF 140.−, 

bei einer Probezeit von 2 Jahren, 

in Anwendung von Art. 251 Ziff. 1 StGB, aArt. 34 StGB, aArt. 42 

Abs. 1 StGB, Art. 44 Abs. 1 StGB sowie Art. 6 Abs. 1 EMRK. 

 

  b) B._____ wird von der Anklage der Gläubigerschädigung durch Ver-

mögensminderung, teilweise begangen als Gehilfe oder Anstifter, so-

wie von der Anklage der Urkundenfälschung im Fall von Ziff. 2.3 der 

Anklageschrift freigesprochen. 

  
2. (…) 

  
3. a) Die B._____ betreffenden Verfahrenskosten bestehen aus den Kos-

ten des Vorverfahrens von CHF 7'661.30 und der anteiligen Gerichts-

gebühr von CHF 3'000.−. 

B._____ trägt in Anwendung von Art. 426 Abs. 1 StPO 20 % der ihn 

betreffenden Verfahrenskosten. 80 % dieser Verfahrenskosten gehen 

zu Lasten des Staates.  

(…) 

 

  b) Die Kosten des amtlichen Verteidigers von B._____, Advokat 

Dr. M. Aeberli, in Höhe von 

Rechnungsbetrag CHF 5'218.95 

Honorar HV/Nachb.:  

13.75 Std. à CHF 200.− + 7.7 % MwSt. CHF 2'961.75 

Total  CHF 8'180.70 

http://www.bl.ch/kantonsgericht

Seite 26  http://www.bl.ch/kantonsgericht 

(sämtliche Kosten nach Anklageerhebung) werden aus der Gerichts-

kasse entrichtet. 

B._____ wird dazu verpflichtet, 20 % der Verteidigungskosten an die 

Gerichtskasse zurückzuzahlen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 80 % der 

Verteidigungskosten gehen zu Lasten des Staates. 

 

  c) Der Antrag auf Ausrichtung einer Entschädigung gemäss Art. 429 

Abs. 1 StPO an B._____ wird abgewiesen.“ 

 

 wird in Abweisung der Berufung von B._____ in den rechtskräftigen Dispositiv-Zif-

fern II/1.b), 2, 3.a) Absatz 1, 3.b) Absatz 1 und 3.c) sowie in den Dispositiv-Ziffern 

II/1.a), 3.a) Absatz 2 und 3.b) Absatz 2 unverändert als Bestandteil dieses Urteils er-

klärt. 

II. Die Kosten des zweitinstanzlichen Verfahrens von total Fr. 3'100.− (bestehend 

aus einer Urteilsgebühr von Fr. 3'000.− und Auslagen von pauschal Fr. 100.−) 

werden B._____ auferlegt. 

III. B._____ wird für das zweitinstanzliche Verfahren keine Entschädigung aus der 

Staatskasse ausgerichtet. 

 

Vizepräsident 

 

 

 

 

 

Stephan Gass 

Gerichtsschreiber 

 

 

 

 

 

Stefan Steinemann         
 

(Dieser Entscheid ist rechtskräftig.) 

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