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**Case Identifier:** 0d6cfbbc-6276-5f86-a430-07a131913539
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.11.2017 IV 2015/181
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2015-181_2017-11-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2015/181

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 06.05.2020

Entscheiddatum: 23.11.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2017
Beweiskräftiges polydisziplinäres medizinisches Gutachten. Verwertbarkeit 
der verbliebenen vollen Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten, die mehreren 
Kriterien zu entsprechen haben, um für die Beschwerdeführerin adaptiert zu 
sein (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. 
November 2017, IV 2015/181).

Entscheid vom 23. November 2017

Besetzung

Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen 

Monika Gehrer-Hug und Lisbeth Mattle Frei; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.  

IV 2015/181

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Max Imfeld,

Grand & Nisple Rechtsanwälte, Oberer Graben 26,

9000 St. Gallen,

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gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___, Mutter zweier Kinder und seit 19__ geschieden, meldete sich am 17./21. 

August 2012 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie sei 1996 in 

die Schweiz gekommen, habe 2003 eine Ausbildung als Pflegehelferin gemacht und 

arbeite zurzeit mit einem Pensum von 40 % als Haushaltshilfe bei B.___ und 

ausserdem bei einer P.___. Seit zwei Jahren leide sie an einer Fibromyalgie.

A.b  Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der Invalidenversicherung erkundigte sich am 

12. September 2012 (IV-act. 8, 10) bei Dr. med. C.___, Facharzt Innere Medizin FMH. 

Dieser teilte mit, es bestünden eine Fibromyalgie und ein Verdacht auf ein 

Karpaltunnel-Syndrom, aktuell aber keine Hinweise für ein psychiatrisches 

Krankheitsbild. Zurzeit sei die Versicherte voll arbeitsfähig für ihre Tätigkeit. - Gemäss 

einem Bericht vom 6. August 2009 (IV-act. 7-4 ff.) hatte Dr. med. D.___, Innere Medizin 

und Rheumatologie FMH, ein chronisches cervical betontes Panvertebralsyndrom mit 

cervico-brachialer Komponente beidseits, einen Eisenmangel anamnestisch und einen 

Verdacht auf ein Restless legs-Syndrom erhoben. Für die Tätigkeiten als Haushaltshilfe 

und Reinigungsangestellte bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. Dr. med. E.___, 

Spezialarzt FMH für Ohren-, Nasen-, Halsheilkunde, Hals- und Gesichtschirurgie, hatte 

am 2. November 2009 (IV-act. 7-3) bekanntgegeben, bei den Ohrschmerzen handle es 

sich um eine Irradiationsotalgie unter anderem bei verstecktem Zervikalsyndrom. Ein 

beunruhigender pathologischer Befund sei im ORL-Status nicht zu erheben. Dr. F.___, 

Fachpsychologin für Psychotherapie, hatte am 7. August 2012 (IV-act. 7-2) mitgeteilt, 

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bei der bisherigen, der Stabilisierung dienenden Therapie seien neben Existenzängsten 

infolge des Weichteil-Rheumas auch durch traumatische Erfahrungen bedingte Ängste 

zum Vorschein gekommen. Dr. med. G.___, FMH Allgemeine Medizin, hatte Dr. C.___ 

am 12. August 2012 (IV-act. 7-1) unter anderem berichtet, es liege eine schwere 

somatoforme Schmerzstörung bei Anpassungsstörung mit Depression (Fibromyalgie) 

vor. Die Versicherte habe ihn regelmässig drei- bis viermal wöchentlich konsultiert. Die 

Beschwerden seien - mit Ausnahme einer guten Phase, nachdem sie im Herbst 2011 

endlich eine psychotherapeutische Begleitung durch Dr. F.___ akzeptiert gehabt habe - 

mehr oder weniger gleich gewesen. Fehlende Introspektionsfähigkeit führe zum 

Wunsch nach immer weiteren Abklärungen (bei chiropraktischer Behandlung, 

Physiotherapie, Auf¬suchen von Gynäkologen, Urologen usw.).

A.c  In der Arbeitgeberbescheinigung vom 20. September 2012 (IV-act. 9; B.___) wurde 

angegeben, die Versicherte stehe seit 13. Februar 2003 in ungekündigtem 

Arbeitsverhältnis.

A.d  Mit Vorbescheid vom 25. Januar 2013 (IV-act. 14 f.) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten eine 

Abweisung ihres Leistungsgesuchs in Aussicht. - Die Versicherte wandte am 14. 

Februar 2013 (IV-act. 16) ein, eine volle Erwerbsfähigkeit sei ihr wegen 

Gelenksschmerzen (namentlich in Händen und Füssen, wegen eines Fibromyalgie-

Syndroms und Arthritis), Atemproblemen (Staubmilbenallergie) und eines 

Aortenklappenvitiums nicht möglich. Beigelegt wurde ein Kurzaustrittsbericht des 

Departements Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation, am Kantonsspital St. 

Gallen vom 12. Februar 2013, wo sie vom 28. Januar bis 12. Februar 2013 hospitalisiert 

gewesen war.

A.e  Dr. C.___ gab in seinem IV-Arztbericht vom 1. April 2013 (IV-act. 24) an, die 

Versicherte sei seit 14. Dezember 2012 und noch bis 22. April 2013 voll arbeitsunfähig 

wegen eingeschränkter körperlicher und geistiger Leistungsfähigkeit bei Fibromyalgie 

und CTS beidseits (rechts operiert am 22. Februar 2013). Dann sei eine 

Wiederaufnahme der Arbeit zu 50 % geplant. - Beigelegt wurde unter anderem ein 

Bericht des Departements Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation, am 

Kantonsspital St. Gallen vom 14. Februar 2013 (IV-act. 24-9 ff.), wonach bei der 

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Versicherten ein Fibromyalgie-Syndrom, ein V.a. ein Aortenklappenvitium und ein 

hochgradiger V.a. ein OSAS (obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom) bestünden. Das 

Departement Innere Medizin, Psychosomatik, am Kantonsspital St. Gallen hatte am 6. 

März 2013 (IV-act. 24-7 f.; Dr. med. H.___) als Diagnosen eine Angst- und depressive 

Störung gemischt, einen V.a. eine posttraumatische Belastungsstörung sowie ein 

Fibromyalgie-Syndrom genannt. Mit viel Freude am erneuten therapeutischen Kontakt 

habe die Versicherte von der CTS-Operation berichtet. Sie kümmere sich nun mehr um 

ihre beiden Söhne und vor allem um sich selber. Aufgrund der Einschränkungen in der 

Beweglichkeit und den Schmerzen in den Gelenken brauche sie für einige 

Alltagsaktivitäten fast die doppelte Zeit. Unter der psychopharmakologischen 

Medikation habe sich das Schlafverhalten deutlich gebessert. Sie habe nur noch sehr 

selten ein Müdigkeitsgefühl in den Vormittagsstunden. Sie sei in ihrer Körpersprache 

viel angstfreier und aufgeschlossener geworden. - Das Departement Innere Medizin, 

Rheumatologie/Rehabilitation, gab am 3. April 2013 (IV-act. 26) an, neben den 

psychosomatischen Diagnosen liege ein Fibromyalgie-Syndrom vor, das nur zögerlich 

auf die Behandlungsmassnahmen anspreche. Im Vordergrund der Behandlung dürfte 

somit die psychosomatische Begleitung stehen. 

A.f  Am 13. Mai 2013 (IV-act. 29) wies die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle das 

Gesuch um berufliche Massnahmen ab, weil die Versicherte in einem Pensum von 40 

% arbeite.

A.g  Die Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle traf in der Folge weitere Abklärungen. So 

hatte das Departement Innere Medizin, Rheumatologie/Rehabilitation, am 

Kantonsspital St. Gallen am 8. November 2012 (IV-act. 41-4 ff.) berichtet, es lägen ein 

Fibromyalgie-Syndrom (DD chronic fatigue Syndrom), ein Karpaltunnel-Syndrom bds., 

rechtsbetont, und Mucusretentionszysten am Boden des Sinus maxillaris bds. (MRI 

Kopf 10/2012) vor. Es hatten unter anderem diverse röntgenologische Untersuchungen 

(nebst Kopf auch Thorax, HWS, Hand und Füsse) stattgefunden. Bei einer 

Echokardiographie vom 31. Oktober 2012 waren keine relevanten Klappenvitien 

gefunden worden. Auch ein ausführliches immunserologisches Screening war 

unauffällig ausgefallen. - Das Interdisziplinäre Zentrum für Schlafmedizin am 

Kantonsspital St. Gallen (der spitalinternen Abteilung Rheumatologie) gab am 22. Mai 

2013 (IV-act. 44) an, es lägen ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom, mittelgradig, 

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eine unklare nächtliche Dyspnoe und Hustenattacken, unspezifische thorakale 

Beschwerden bei Belastung, und ein Verdacht auf Aortenklappenvitium vor. Gemäss 

Bericht vom 17. Juni 2013 zeigte die CPAP-Therapie ein gutes Ergebnis (IV-act. 52). Im 

Bericht gleicher Stelle vom 19. Dezember 2013 (IV-act. 76-7 f.) wurden als 

schlafbezogene Diagnosen das obstruktive Schlaf-Apnoe-Syndrom, mittelgradig, die 

Fibromyalgie, Therapie Rheumatologie KSSG, und Adipositas angegeben. Die CPAP-

Therapie sei objektiv erfolgreich, subjektiv klage die Versicherte über einen Störeffekt 

und sei nur mit Mühe bereit, die indizierte Behandlung konsequent durchzuführen. - Dr. 

med. H.___, Psychiatrie und Psychotherapie, gab in ihrem IV-Arztbericht vom 20. 

Dezember 2013 (IV-act. 62) an, es lägen eine posttraumatische Belastungsstörung, 

eine mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom und ein 

Fibromyalgie-Syndrom vor. Sie behandle die Versicherte seit 6. März 2013 [damals im 

Departement Innere Medizin, Psychosomatik, am Kantonsspital St. Gallen, vgl. oben 

A.e], seit 2. November 2013 in der eigenen Praxis. Als Reinigungsangestellte sei die 

Versicherte seit Februar 2013 voll arbeitsunfähig. Eine dem Leiden der Versicherten 

angepasste Tätigkeit sei nicht vorstellbar.

A.h  Am 3./13. Januar 2014 (IV-act. 64) reichte die Versicherte der IV-Stelle des 

Kantons Basel Stadt eine neue Anmeldung ein, welche nach St. Gallen weitergeleitet 

wurde. - Am 17. Januar 2014 füllte sie einen Fragebogen (hauptsächlich) zur 

Haushalttätigkeit aus (IV-act. 67).

A.i In einem IV-Arztbericht vom 13. März 2014 (IV-act. 76) gab Dr. med. I.___, Innere 

Medizin FMH, an, er behandle die Versicherte seit 3. Juni 2013. Sie leide an einer 

Fibromyalgie, einer depressiven Phase, einem OSAS mit CPAP-Beatmung und einer 

chronisch behinderten Nasenatmung trotz OP 12/13 (nebst einer Hausstauballergie). 

Als B.___-Helferin sei sie seit 6. Dezember 2012 voll arbeitsunfähig. Denn das Leiden 

bewirke eine Verlangsamung und Fehleranfälligkeit.

A.j Bei einer Abklärung an Ort und Stelle vom 23. Mai 2014 (IV-act. 82) erklärte die 

Versicherte gemäss dem Bericht, ohne Gesundheitsschaden würde sie vollzeitlich einer 

Erwerbstätigkeit nachgehen. Sie habe sich bereits vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit im 

Dezember 2012 beim Arbeitgeber und im Kantonsspital um ein volles Pensum 

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beworben. Im Haushalt wurde eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 2.44 % 

festgestellt.

A.k  In einem schliesslich veranlassten Gutachten vom 27. Januar 2015 (IV-act. 92) gab 

das Ärztliche Begutachtungsinstitut (GmbH; ABI) als Diagnosen an (erstens) ein 

multilokuläres Schmerzsyndrom des Bewegungsapparates bei chronischem 

zervikospondylogenem Syndrom mit myofaszialem Nacken-Schultergürtelsyndrom, 

chronischem Lumbovertebralsyndrom, chronischen Fussschmerzen bei Fehlstatik 

beidseits, chronischen Handgelenksschmerzen bei klinisch Verdacht auf dorsales 

Handgelenksganglion beidseits sowie bei der ersten Nebendiagnose (d.h. bei V.a. 

somatoformes Zustandsbild), (zweitens) eine chronisch behinderte Nasenatmung bei 

Muschelhyperplasie bei/mit Hausstaubmilbenallergie, Zustand nach submucöser 

Turbinoplastik beidseits am 13.12.2013 und Zustand nach Returbinoplastik beidseits 

am 28.03.2014, und (drittens) ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom mit Zustand 

nach nCPAP-Therapie und Zustand nach Ton¬sillektomie und 

Uvulopalatopharyngoplastik am 28.03.2014. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

seien (erstens) ein V.a. ein somatoformes Zustandsbild, (zweitens) eine Dysthymie, 

(drittens) Adipositas, (viertens) arterielle Hypertonie, medikamentös aktuell gut 

eingestellt, (fünftens) ein 2-3/6 lautes systolisches Geräusch mit Punctum maximum 

über Erb mit TTE 26.02.2014 Kardiologie Kantonsspital St. Gallen: normale 

linksventrikuläre Funktion, kein Hinweis auf eine signifikante valvuläre oder 

hypertensive Herzkrankheit, (sechstens) eine latente Hypothyreose und (siebtens) ein 

Verdacht auf ein temporomandibuläres Schmerzsyndrom beidseits bei 

Kiefergelenksarthropathie beidseits. Für eine körperlich schwere Tätigkeit sei die 

Versicherte aus rheumatologischen Gründen nicht mehr arbeitsfähig, für körperlich 

mittelschwere Tätigkeiten bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 %, 

für die Tätigkeit im Haushalt eine solche von 10 %. Für körperlich leichte adaptierte 

Tätigkeiten unter Wechselbelastung hingegen sei die Versicherte zu 100 % arbeits- und 

leistungsfähig. Es wurden die Kriterien für adaptierte Tätigkeiten genannt. - Der RAD 

schloss sich dem Gutachten an (IV-act. 94).

A.l Mit Vorbescheid vom 10. März 2015 (IV-act. 102) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen eine Abweisung des 

Leistungsbegehrens in Aussicht. Es liege keine Invalidität vor.

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A.m Die Versicherte liess dagegen am 27. April 2015 (IV-act. 105) einwenden, der 

Invaliditätsgrad mache mindestens 40 % aus. Es sei eine DAP-Abklärung 

vorzunehmen, um festzustellen, welche Tätigkeiten bzw. Anstellungen konkret 

zumutbar seien.

A.n  Mit Verfügung vom 15. Mai 2015 (IV-act. 107) wies die Sozialversicherungsanstalt/ 

IV-Stelle das Leistungsgesuch der Versicherten ab. Den Adaptationskriterien 

entsprechen würden Tätigkeiten im Montagebereich einer Metallunternehmung oder 

Arbeiten im Bereich Verpackung. 

B. 

Gegen diese Verfügung richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Max Imfeld für die 

Betroffene am 11. Juni 2015 erhobene Beschwerde. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der 

Beschwerdeführerin sei mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen, eventualiter sei 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Es sei ihr ausserdem die 

unentgeltliche Rechtspflege samt Rechtsverbeiständung zu gewähren. Wie sich aus 

einer beigelegten Stellungnahme von Dr. H.___ vom 17. Mai 2015 ergebe, sei bei der 

Begutachtung den traumatischen Erlebnissen der Beschwerdeführerin keinerlei 

Bedeutung beigemessen worden. Es sei der Beschwerdeführerin gar verunmöglicht 

worden, darüber bei der Exploration zu sprechen. Stattdessen habe sich der Gutachter 

der Psychiatrie darauf beschränkt, festzustellen, dass deren Erfahrungen kein 

katastrophales Ausmass gehabt hätten und keine Lebensgefahr bestanden habe. Bei 

der Begutachtung sei also der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör 

krass verletzt worden. Entgegen der Annahme des Gutachters dürfe keine Rolle 

spielen, dass die Beschwerdeführerin trotz Vorliegens der diagnostizierten psychischen 

Erkrankungen während mehrerer Jahre einer Erwerbstätigkeit nachgegangen sei. Es sei 

die Protokollierung der psychiatrischen Begutachtung beim ABI edieren zu lassen. Die 

von der Beschwerdegegnerin als adaptiert bezeichneten Tätigkeiten würden das 

vielfach medizinisch eingeschränkte Anforderungsprofil nur teilweise erfüllen. Es sei bei 

beiden fraglich, ob sie nicht eine erhöhte Staubexposition beinhalteten. Bei der 

Metallmontage frage sich zudem, ob sie wirklich nur eine leichte Belastung für die 

Nacken-Schulterregion bedeute. Bei der Arbeit im Bereich Verpackung sei dies 

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eindeutig zu verneinen; das Falten von Schachteln sei diesbezüglich belastend. Des 

Weiteren sei die Anforderung der Möglichkeit zu Wechselpositionen nicht erfüllt. Allein 

dass - in der Metallmontage - täglich ein- bis zweimal Teile aus dem Lager geholt 

werden müssten, genüge hierfür einerseits nicht. Anderseits sei höchst zweifelhaft, ob 

jedem Mitarbeiter im Verpackungsbereich zwei Arbeitsplätze zur Verfügung stünden, 

damit er die Arbeit je nach körperlichem Befinden im Stehen oder im Sitzen verrichten 

könne. Überhaupt nicht berücksichtigt habe die Beschwerdegegnerin das Kriterium 

des Ausschlusses von monoton-repetitiven Haltungen und Bewegungen. Als 

klassische Fliessbandarbeiten wiesen die genannten Tätigkeiten die auszuschliessende 

Eigenschaft gerade auf. Das treffe auf die wegen fehlender Berufsbildung für die 

Beschwerdeführerin einzig in Frage kommenden Hilfstätigkeiten allgemein zu. Die 

Annahme, dass kein Invaliditätsgrad vorliege, stelle eine materielle Rechtsverweigerung 

dar, denn es sei nicht ersichtlich, wie die Beschwerdeführerin mit ihrem multiplen, 

vielschichtigen Krankheitsbild imstande sein sollte, einer Erwerbstätigkeit 

nachzugehen. Der Invaliditätsgrad betrage 100 %. Sollte das Gericht annehmen, dass 

angepasste Tätigkeiten vorhanden seien, so sei bei der Invaliditätsbemessung ein 

Leidensabzug von 25 % vorzunehmen. - In dem beigelegten Bericht vom 17. Mai 2015 

hatte Dr. H.___ unter anderem dafürgehalten, es seien alle Kriterien einer 

posttraumatischen Belastungsstörung erfüllt. Ihr transkultureller Hintergrund und ihre 

hochgradigen Scham- und Schuldgefühle würden die Beschwerdeführerin auch im 

ambulanten Setting daran hindern, über das Leiden in der Untersuchungshaft und im 

Asylheim, wo sie mit ihrem dreizehn Monate alten Sohn über ein Jahr lang gelebt habe, 

zu sprechen. Die Beschwerdeführerin sei ausserdem mittelgradig depressiv, leide an 

Durchschlafstörungen und habe eine Ess- und eine Antriebsstörung. Sie nehme ihre 

Therapietermine alle zwei Wochen wahr.

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 10./13. Juli 2015 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Im Gutachten werde nachvollziehbar dargelegt, 

weshalb aus psychiatrischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit zu stellen sei. Aus den erhobenen Befunden würden sich keine 

Hinweise auf ein erhebliches psychisches Leiden ergeben. Die Einschätzung von Dr. 

H.___ habe anlässlich der Begutachtung nicht bestätigt werden können. Nach 

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bundesgerichtlicher Rechtsprechung (Urteil I 715/2005) könne eine posttraumatische 

Belastungsstörung nur erkannt werden, wenn sie innerhalb von sechs Monaten nach 

dem traumatischen Ereignis aufgetreten sei. Auch bei grösserem zeitlichen Abstand 

könne sie diagnostiziert werden, das komme aber selten vor. Die typische Latenzzeit 

sei hier um ein Mehrfaches überschritten, weshalb die Diagnose fraglich sei. Die 

Voraussetzungen für die Stellung der Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung 

seien ebenfalls nicht vollständig erfüllt gewesen. Aus dem Gutachten ergäben sich 

auch keine Hinweise darauf, dass der Gutachter der Psychiatrie die 

Beschwerdeführerin nicht richtig angehört haben könnte. Er habe sogar festgehalten, 

das Gespräch sei weitschweifig gewesen und die Beschwerdeführerin habe sehr 

detailliert berichtet. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt umfasse sogar 

Nischenarbeitsplätze. Für das Belastungsprofil der Beschwerdeführerin bestünden 

durchaus Stellen, insbesondere im Bereich von Bedienungs- und 

Überwachungsfunktionen. Aufgrund des unterdurchschnittlichen erwerblich möglichen 

Erfolgs sei ein Abzug von maximal 10 % von den Tabellenlöhnen gerechtfertigt. Ein 

Rentenanspruch ergebe sich aber nicht.

D.

Am 14. Juli 2015 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

(Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen.

E. 

Mit Replik vom 21. Juli 2015 bringt der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin vor, die 

von der Beschwerdegegnerin als Tatsachen dargestellten Zitate aus dem Gutachten 

würden nach wie vor bestritten. Dass der begutachtende Psychiater die von der 

Beschwerdeführerin erwähnten Unzulänglichkeiten im Gutachten nicht festgehalten 

habe, überrasche nicht. Die zur Edition beantragte Protokollierung werde zur Klärung 

beitragen. Die Seltenheit einer Diagnose sei kein taugliches Argument für deren 

Vorliegen oder Nichtvorliegen. Diese Feststellung für Latenzzeiten von mehr als sechs 

Monaten finde sich im zitierten Bundesgerichtsurteil im Übrigen nicht. Das ABI-

Gutachten bedürfe durch die nach Beschwerdeerhebung bekannt gegebene 

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Praxisänderung (mit Bundesgerichtsurteil 9C_492/2014) unter psychiatrischem 

Gesichtspunkt der Ergänzung. In ihrer Absolutheit sei die Verneinung eines Einflusses 

der somatoformen Schmerzstörung auf die Arbeitsfähigkeit nicht mehr aufrecht zu 

erhalten. Jegliche Ausführungen hierzu würden fehlen. Aufgrund der Diskrepanzen 

zwischen den Diagnosen des Gutachters der Psychiatrie und denjenigen von Dr. H.___ 

sei es sinnvoll, einen nicht vorbefassten Gutachter im Sinn eines Obergutachtens mit 

der erforderlichen Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit zu betrauen. Auch im 

Dienstleistungssektor seien keine Tätigkeiten aus der Hilfsarbeitskategorie denkbar, die 

durch die zehn aufgezählten Einschränkungen nicht verunmöglicht würden. Der Begriff 

"Nischenarbeitsplatz" sei nicht einheitlich definiert. Es handle sich um einen 

Arbeitspatz im ersten oder zweiten Arbeitsmarkt für Personen mit eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit, bei dem eine geringere Wertschöpfung als an einem gewöhnlichen 

Arbeitsplatz erbracht werde. Die vom Arbeitgeber in Kauf genommenen 

Einschränkungen seien jedoch in quantitativer Hinsicht zu verstehen. Es möge, auch 

wenn bezüglich der Hilfsarbeiterstellen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auf eine 

Quelle aus dem Jahr 1991 hingewiesen werde, zutreffen, dass solche Arbeitsplätze in 

der Theorie bestünden. Von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten dürfe jedoch nicht 

ausgegangen werden. Das Bundesgericht habe (im Urteil U 425/2000) festgehalten, 

schon für Gesunde sei es schwierig, eine sich auf einfache Büroarbeiten 

beschränkende Stelle zu finden. Die Struktur der Arbeitsplätze im kaufmännischen 

Bereich habe sich zudem erheblich verändert. Aus diesen Gründen erweise sich die 

Existenz von Hilfsarbeiterstellen im Dienstleistungsbereich als wenig realistisch. Der 

Hinweis auf vorhandene Nischenarbeitsplätze löse das Problem nicht, weil es keine 

Stellen gebe, die der Beschwerdeführerin mit ihren zahlreichen Einschränkungen 

gerecht würden.

F. 

In ihrer Duplik vom 28./31. August 2015 hält die Beschwerdegegnerin dafür, auch unter 

Berücksichtigung der aktuellen bundesgerichtlichen Rechtsprechung sei die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 100 % in leidensadaptierten Tätigkeiten 

plausibel. Die hohe subjektive Beschwerdeintensität habe durch die objektivierbaren 

Befunde nicht begründet werden können. Zwischen den geschilderten Schmerzen und 

dem Verhalten der Beschwerdeführerin anlässlich der psychiatrischen Untersuchung 

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bestehe eine erhebliche Diskrepanz. Die Charakterisierung der angegebenen intensiven 

Schmerzen sei vage geblieben. Das inkonsistente Verhalten sei ein Hinweis auf 

Aggravation oder auf einen sekundären Krankheitsgewinn, also auf einen nicht 

invalidisierenden Gesundheitsschaden. Der niedrige Serumspiegel von Cymbalta lasse 

auf eine nicht optimale Compliance und auf einen nicht erheblichen Leidensdruck 

schliessen. Die Beschwerdeführerin verfüge über Ressourcen, sei sozial gut integriert 

und weise ein nicht unerhebliches Aktivitätsniveau auf. Die diagnostizierte Dysthymie 

sei nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht invalidisierend. Die 

rheumatologischen und otorhinolaryngologischen Diagnosen seien bereits 

berücksichtigt worden. Auf das Gutachten sei abzustellen.

G.

Mit Eingabe vom 20. September 2017 reicht der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin weitere Arztberichte ein, nämlich einen Bericht von Dr. med. J.___, 

Facharzt für Radiologie, vom 9. September 2016, solche von Dr. med. K.___, 

Fachärztin für Radiologie FMH, vom 21. Juli 2016 und vom 1. März 2016, einen Bericht 

von L.___, Facharzt für Radiologie FMH, vom 15. März 2017 samt Akten-CD (drei MRs 

vom 21. Juli 2016 OSG rechts, vom 9. September 2016 Hand rechts, und vom 15. 

März 2017 Schädel und Angio), alle Radiologie M.___, ein Arztzeugnis von Dr. I.___ 

vom 10. November 2016 betreffend Haushalthilfe und einen Bericht von Dr. med. 

N.___, Rheumatologie FMH, vom 5. September 2017.

H.

Die Beschwerdegegnerin hat am 26./28. September 2017 auf eine Stellungnahme 

hierzu verzichtet.

Erwägungen

1. 

1.1  Im Streit liegt die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 15. Mai 2015, mit 

welcher das Leistungsgesuch der Beschwerdeführerin, namentlich der 

Rentenanspruch, abgewiesen worden ist.

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1.2  Die Beschwerdeführerin lässt die Zusprache mindestens einer Viertelsrente, im 

Eventualstandpunkt weitere Abklärungen, beantragen. Streitgegenstand bildet 

demnach der allfällige Rentenanspruch. Berufliche Eingliederungsmassnahmen waren 

gemäss einer Mitteilung vom 13. Mai 2013 abgelehnt worden. Ergäbe sich allerdings, 

dass ohne Eingliederungsmassnahmen ein Rentenanspruch in Frage stünde, so 

gehörte zum Streitgegenstand notwendigerweise auch die Frage, ob die Verwaltung 

den Grundsatz "Eingliederung vor Rente" beachtet und eine allfällige Pflicht der 

Beschwerdeführerin zu Massnahmen korrekt in Anspruch genommen habe.

2. 

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

3. 

3.1  Der Gesundheitszustand und die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

wurden in einer polydisziplinären Begutachtung abgeklärt. Dabei wurden die Vorakten 

zur Kenntnis genommen. Nachträglich waren ein Operationsbericht der Hals-Nasen-

Ohrenklinik am Kantonsspital St. Gallen vom 28. März 2013 und eine 

Echokardiographie des selben Spitals vom 26. Februar 2014 eingegangen (IV-act. 

92-30 ff.). Die Gutachter erhoben die Anamnese und befragten die Beschwerdeführerin 

zu ihren Leiden.

3.2  In der Folge wurde ein allgemeininternistischer Status erhoben und es wurden 

Laboruntersuchungen angestellt, darunter namentlich eine Serumspiegelmessung für 

Duloxetin. Adipositas und arterielle Hypertonie würden für körperlich leichte und 

mittelschwere Tätigkeiten keine Arbeitsunfähigkeit begründen. Schichtarbeiten, das 

Bedienen von gefährlichen Maschinen und das Führen von Fahrzeugen könnten der 

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Beschwerdeführerin hingegen wegen des obstruktiven Schlaf-Apnoe-Syndroms nicht 

zugemutet werden.

3.3  Neben der allgemeininternistischen Abklärung erfolgten Beurteilungen in 

psychiatrischer, rheumatologischer und otorhinolaryngologischer Hinsicht 

(Teilgutachten). - Im rheumatologischen Teil wurde festgehalten, die 

Beschwerdeführerin habe anamnestisch ein weit verbreitetes Schmerzsyndrom des 

Bewegungsapparates mit Beteiligung des Nacken-Schultergürtels, der Wirbelsäule, 

insbesondere im Lumbalbereich, und der Hände und Füsse beschrieben. Die 

anamnestische Beschwerdecharakterisierung sei unspezifisch gewesen, sowohl 

typische Zeichen eines entzündlichen Geschehens wie einer mechanisch-

degenerativen Symptomatik oder einer neuropathischen Ursache hätten gefehlt. Das 

Beschwerdebild sei früher als chronisches zervikal betontes Panvertebralsyndrom mit 

zervikobrachialer Komponente beidseits und später als Fibromyalgie-Syndrom 

eingeordnet worden. Weder klinisch noch labormässig oder radiologisch hätten sich je 

Hinweise für ein entzündliches Geschehen oder eine andere definierte 

Rheumaerkrankung ergeben. Es seien alle Tenderpoints der Fibromyalgie druckdolent 

gewesen, aber durchwegs auch alle Kontrollpunkte. Die HWS-Bewegungen seien 

durch aktive Gegeninnervation mässig eingeschränkt gewesen. Es könnten aber 

teilweise fassbare Befunde (als Grund für die Schmerzen) gefunden werden: Im Bereich 

der Handgelenke bestehe der Verdacht auf ein dorsales Handgelenksganglion 

beidseits, an den Füssen liege eine Fehlstatik vor und im Nacken-Schultergürtelbereich 

fänden sich deutliche Myogelosen. Höhergradige pathologische Befunde seien bei der 

aktuellen Untersuchung wie bei früheren fachärztlichen Abklärungen nicht zu finden 

gewesen. Es gebe insbesondere keine Hinweise für eine rheumatologische 

Systemerkrankung oder eine neurologische Komplikation. Die hohe subjektive 

Beschwerdeintensität könne daher nicht mit objektivierbaren Befunden begründet 

werden. Funktionell liege lediglich eine mässiggradige Einschränkung der Belastbarkeit 

der Nacken-Schultergürtelregion und der allgemein-körperlichen Belastbarkeit vor. - 

Die Arbeitsfähigkeitsschätzung des Rheumatologen ist nachvollziehbar begründet. Mit 

der (allerdings älteren) Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D.___ besteht 

Übereinstimmung. Auch auf der Abteilung Rheumatologie/Rehabilitation am 

Kantonsspital St. Gallen waren umfassende Abklärungen getätigt worden; deren 

Ergebnisse sind berücksichtigt worden. 

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3.4  Unter otorhinolaryngologischem (und otoneurologischem) Aspekt hat der 

Gutachter bei der Exploration samt Endoskopie bei der Beschwerdeführerin eine 

Nasenatmungsbehinderung, ein obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom und ein 

temporomandibuläres Schmerzsyndrom bei Kiefergelenksarthropathie beidseits 

vorgefunden. Diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen würdigt der Experte als für 

die Arbeitsfähigkeit in - einzig - qualitativer Hinsicht moderat relevant. Tätigkeiten mit 

erhöhter Staubexposition seien zu meiden. Für die zusätzlichen qualitativen 

Einschränkungen durch das Schlaf-Apnoe-Syndrom verwies der Gutachter auf die 

betroffene (andere) Disziplin (vgl. oben E. 3.2).

3.5  Im psychiatrischen Teil der Begutachtung wurde keine Diagnose mit Einfluss auf 

die Arbeitsfähigkeit erhoben.

3.5.1  Dr. H.___ wandte am 17. Mai 2015 diesbezüglich ein, die Beschwerdeführerin 

habe bei der Begutachtung das Gefühl gehabt, als Simulantin betrachtet zu werden. 

Sie habe nur kurze Antworten (ja und nein) geben können. Vom Gutachter sei nicht 

erwünscht gewesen, dass sie (die Beschwerdeführerin) ihre Traumaerlebnisse 

mindestens mit einem Satz kommentiert hätte. Dr. H.___ gab allerdings auch an, auch 

im ambulanten Setting würden ihr transkultureller Hintergrund und ihre hochgradigen 

Scham- und Schuldgefühle die Beschwerdeführerin daran hindern, über ihr Leiden in 

der Gefangenschaft und im Asylheim zu sprechen. Die Ärztin brachte weiter vor, im 

Rahmen der Begutachtung habe die Beschwerdeführerin ebenfalls eine 

traumatisierende Erfahrung gemacht. Diese lässt dazu einwenden, indem ihr 

verunmöglicht worden sei, über die Erlebnisse zu sprechen, sei ihr Anspruch auf 

rechtliches Gehör verletzt worden. Es sei die Protokollierung der psychiatrischen 

Begutachtung beim ABI edieren zu lassen.

3.5.2  Dem psychiatrischen Teil des Gutachtens lässt sich entnehmen, dass der 

Gutachter die Beschwerdeführerin unter anderem zum Leiden, zur systematischen 

psychiatrischen Anamnese, zur Familienanamnese/Heredität, zur frühkindlichen 

Entwicklung und zu Verhaltensauffälligkeiten in Vorschul- und Schulzeit, zur sozialen 

Anamnese sowie zum Tagesablauf und der Freizeitgestaltung befragt hat. Nach seiner 

Auffassung hat die Beschwerdeführerin dabei zunächst etwas weitschweifig und 

pauschal berichtet, ist dann aber konkreter geworden.

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3.5.3  Der Gutachter der Psychiatrie konnte sich nicht nur mit den erfragten Angaben 

der Beschwerdeführerin und den selbst vorgefundenen Befunden, sondern auch mit 

den psychiatrischen Diagnosen und der Beurteilung der sie über einen längeren 

Zeitraum hinweg behandelnden Ärztin Dr. H.___ auseinandersetzen und hat dies getan. 

Dieser Umstand gibt seiner Beurteilung einen erheblichen Stellenwert.

3.5.4  Nach der Einschätzung des Gutachters lassen sich die betreffenden Diagnosen 

aufgrund seiner Befunde nicht bestätigen. Was die diagnostizierte posttraumatische 

Belastungsstörung im Besonderen betrifft, entsteht sie laut ICD-10 als eine verzögerte 

oder protrahierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer 

oder längerer Dauer, mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem 

Ausmass, die bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Der Beginn 

folgt dem Trauma mit einer Latenz, die wenige Wochen bis Monate dauern kann (vgl. 

IDC-10-GM, Version 2017; die Diagnose ist gegeben, wenn die Störung innerhalb von 

sechs Monaten nach einem traumatischen Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere 

aufgetreten ist; eine "wahrscheinliche" Diagnose kann auch gestellt werden, wenn der 

Abstand grösser ist, was aber voraussetzt, dass die klinischen Merkmale typisch sind 

und keine andere Diagnose gestellt werden kann, vgl. Bundesgerichtsurteil vom 15. Juli 

2010, 8C_754/2009 mit Hinweis). Der Gutachter hielt dazu fest, die Beschwerdeführerin 

habe über ihre kurze Untersuchungshaft sachlich, ohne Vermeidungshaltung und ohne 

affektive Reaktionen berichten können. Es habe (damals) auch keine lebensbedrohliche 

Situation bestanden. Die Gefangenschaft an sich entspreche ferner nicht einer 

aussergewöhnlichen Bedrohung katastrophalen Ausmasses. Ausserdem sei die 

Beschwerdeführerin danach in der Lage gewesen, während zehn Jahren einer 

beruflichen Tätigkeit nachzugehen. - Bei diesen Gegebenheiten ist die gutachterliche 

Beurteilung überzeugend begründet. Es kann davon ausgegangen werden, dass der 

Experte die Auswirkungen der berichteten - nicht zu verharmlosenden - Erlebnisse aus 

der Lebensgeschichte der Beschwerdeführerin fachgerecht erfasst hat.

3.5.5  Dass die Beschwerdeführerin nicht ausreichend angehört worden wäre, ist 

aufgrund der Ausführungen im Gutachten und derjenigen von Dr. H.___ nicht 

anzunehmen, so dass auf das Einholen von Protokollen verzichtet werden kann.

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3.5.6  Des Weiteren fand der Gutachter bei der Beschwerdeführerin zwar leichte 

Verstimmungszustände, aber keine die Diagnose einer mittelgradigen depressiven 

Episode erfüllenden Einschränkungen, etwa bezüglich Affektlabilität oder 

Antriebsstörungen. Auch eine larvierte Depression liege nicht vor. Die Fähigkeit zur 

Willensanstrengung und zur Überwindung der Beschwerden sei trotz Dysthymie 

gegeben. Der Gutachter berücksichtigte bei der Beurteilung die Einschränkungen wie 

die Ressourcen der Beschwerdeführerin.

3.5.7  Dem Ergebnis der psychiatrischen Begutachtung kann demnach gefolgt werden, 

zumal auch die Schilderungen der Beschwerdeführerin zu den Alltagsaktivitäten nicht 

dagegen sprechen. Die Diskrepanz zwischen subjektiver Krankheitsüberzeugung und 

objektivierbaren Befunden lässt sich gemäss dem stichhaltigen psychiatrischen Teil 

des Gutachtens nicht mit einer psychiatrischen Störung erklären.

3.5.8  Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen würden 

(vgl. Bundesgerichtsurteil vom 22. August 2017, 8C_158/2017 E. 4.2; BGE 137 V 210), 

sind nicht gegeben.

3.6  Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin dem 

Begutachtungsergebnis entsprechend für körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten 

uneingeschränkt arbeitsfähig ist.

4. 

4.1  Was die erwerblichen Folgen der gesundheitlichen Einschränkungen betrifft, ist 

zunächst festzuhalten, dass die Bemessung der Invalidität der Beschwerdeführerin - 

wie von der Beschwerdegegnerin angewendet - nach der allgemeinen Methode des 

Einkommensvergleichs zu erfolgen hat. Nach Art. 16 ATSG ist dabei das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität durch eine 

ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 

4.2  Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist rechtsprechungsgemäss 

entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als 

Gesunde tatsächlich verdienen würde (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 9C_422/2015 

vom 7. Dezember 2015). Die Beschwerdeführerin hatte gemäss IK-Auszug früher ein 

aus zwei Arbeitsverhältnissen kombiniertes Pensum inne. Mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit würde sie hypothetisch ohne Gesundheitsschaden ein - 

möglicherweise weiterhin zusammengesetztes - vollzeitliches Pensum erfüllen (vgl. IV-

act. 67-1). Bei der B.___-Anstellung erreichte die Beschwerdeführerin - anhand der 

aktenkundigen Angaben zum Stundenlohn 2012 berechnet - ein Lohnniveau von etwa 

Fr. 58'400.-- pro Jahr (Fr. 26.74 Stundenlohn ohne Ferien- und Feiertagsentschädigung 

bei Annahme von 2'184 Jahresarbeitsstunden [52 x 42]; bzw. Fr. 58'230.-- bei Fr. 30.14 

x 1932 [52 Wochen abzüglich rund zehn Feiertage und abzüglich vier Wochen Ferien, à 

42 Stunden]). Mindestens aber ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, 

die Beschwerdeführerin hätte als Gesunde insgesamt den statistischen 

Durchschnittslohn in den Hilfstätigkeiten aller Branchen erzielt, wird ihr ein solches 

Lohnniveau doch auch für die Verhältnisse nach Eintritt der Gesundheitsschädigung 

angerechnet, wie sich aus dem Folgenden ergibt.

5. 

5.1  Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Da 

die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitraum keine Erwerbstätigkeit mehr 

ausgeübt hat, sind rechtsprechungsgemäss (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 7. April 

2016, 9C_783/2015; BGE 139 V 592 E. 2.3) grundsätzlich statistische Werte 

(Tabellenlöhne) beizuziehen.

5.2  Der grundsätzlichen Zumutbarkeit einer Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin 

auf dem Arbeitsmarkt - als Voraussetzung für die Anrechnung eines solchen 

statistischen Einkommens - steht nach dem oben Dargelegten medizinisch nichts 

entgegen.

5.3  Die Beschwerdeführerin lässt indessen vorbringen, die ihr verbliebene 

Arbeitsfähigkeit sei nicht verwertbar.

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5.3.1  Diesbezüglich ist zunächst festzuhalten, dass bei der Invaliditätsbemessung von 

einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage ausgegangen wird (vgl. Art. 16 ATSG). Der 

ausgeglichene Arbeitsmarkt ist ein theoretischer und abstrakter Begriff (vgl. BGE 134 V 

64, BGE 129 V 480 E. 4.2.2). Er hat rein hypothetischen Charakter und dient dazu, die 

Risiken Arbeitslosigkeit und Invalidität voneinander abzugrenzen (vgl. Entscheid des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts, nunmehr Bundesgerichts, i/S C. vom 16. Juli 

2003, I 758/02; BGE 110 V 276 E. 4b). Für die Bestimmung des Invalideneinkommens 

kommt es nicht darauf an, ob eine invalide Person unter den konkreten 

Arbeitsmarktverhältnissen tatsächlich vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, 

ob und in welchem Rahmen sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich 

nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften 

entsprächen (vgl. AHI 1998 S. 287 E. 3b). Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt beinhaltet 

von seiner Struktur her sowohl bezüglich der beruflichen und intellektuellen 

Voraussetzungen als auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes einen Fächer 

verschiedenster Tätigkeiten bzw. verschiedenartiger Stellen (vgl. Bundesgerichtsurteile 

vom 9. Januar 2015, 8C_652/2014, und vom 23. September 2014, 9C_192/2014). Nach 

der Rechtsprechung des Bundesgerichts umfasst er auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit 

einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 8. Oktober 2015, 8C_582/2015, vom 28. November 2014, 

9C_485/2014, und vom 29. August 2013, 8C_514/2013). Allerdings dürfen keine 

realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten berücksichtigt werden. Insbesondere kann von 

einer zumutbaren Tätigkeit im Sinn von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, 

wo sie nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter nicht realistischem 

Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle deshalb von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 8. Oktober 2015, 8C_582/2015, und vom 28. April 2010, 

8C_1050/2009; ZAK 1991 S. 318 E. 3b).

5.3.2  Der Beschwerdeführerin sind nach der Aktenlage, wie ihr Rechtsvertreter 

zutreffend vorbringt, für die Umsetzung der attestierten vollen Arbeitsfähigkeit diverse 

medizinische Grenzen gesetzt. So kommen Schichtarbeit, das Bedienen von 

gefährlichen Maschinen und das Führen von Fahrzeugen für sie nicht in Frage. Als 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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rheumatologisch betrachtet adaptiert werden im Gutachten Tätigkeiten umschrieben, 

die körperlich leicht sind, auch nur leichte Belastungen der Nacken-

Schultergürtelregion mit sich bringen und die Möglichkeit zu Wechselpositionen bieten. 

Monoton-repetitive Haltungen oder Bewegungen und gehäufte Überkopftätigkeiten 

sollen nicht erforderlich sein. Aus ORL-Sicht sind schliesslich Tätigkeiten unter erhöhter 

Staubexposition zu meiden. - Bei diesen Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit 

handelt es sich indessen nicht um so gravierende Faktoren oder um das 

Zusammenfallen einer so weitreichenden Vielfalt an Einschränkungen, dass mit 

entsprechenden Stellen selbst auf einem als ausgeglichen fingierten Arbeitsmarkt 

realistischer Weise nicht mehr zu rechnen wäre. Dass alle Arten von Hilfstätigkeiten auf 

dem massgeblichen Arbeitsmarkt monoton-repetitiv, Wechselbelastung 

ausschliessend oder mit einer Belastung für die Nacken-Schulterregion oder einer 

Staubimmission verbunden wären, ist weder erstellt noch anzunehmen. Bei den 

Anforderungen, welche die Beschwerdeführerin an einen Arbeitsplatz zu stellen hat, ist 

vielmehr noch mit ausreichenden Arbeitsmöglichkeiten zu rechnen, etwa leichten, 

nicht-monotonen Montagetätigkeiten, Kontroll-, Lager-, Verpackungs- oder 

Speditionsarbeiten, Tätigkeiten in der Industrie oder im Dienstleistungssektor (vgl. dazu 

auch die Bundesgerichtsurteile vom 19. September 2013, 8C_348/2013, und vom 17. 

Dezember 2003, I 645/01). Es rechtfertigt sich somit, die Tabellenlöhne beizuziehen.

5.4  Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich bedingte (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur 

mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist ein Abzug von den 

Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss 

aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der 

Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % 

des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). Die 

gesundheitlich bedingten Einschränkungen der Beschwerdeführerin sind in der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung vollumfänglich zum Ausdruck gekommen. In welcher Höhe 

ein Abzug vom Tabellenlohn sachgerecht wäre, kann vorliegend dahingestellt bleiben, 

wirkte sich doch angesichts der vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin selbst 

der Maximalabzug nicht rentenrelevant aus.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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5.5  Würde ein Jahreslohn von Fr. 58'400.-- im Jahr 2012 mit einem anhand des 

Tabellenlohns 2012 bestimmten Invalideneinkommen (Fr. 51'441.--; vgl. Anhang 2 der 

Textausgabe Invalidenversicherung, Allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts, 

Gesetze und Verordnungen, 2015, herausgegeben von der Informationsstelle AHV/IV, 

S. 226, basierend auf der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung LSE des 

Bundesamtes für Statistik) bei Maximalabzug gemäss BGE 126 V 75 (Fr. 38'581.--) 

verglichen, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von rund 34 %. Wären sowohl Validen- wie 

Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellenlohn zu bestimmen, so 

entspräche der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 

Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn (vgl. Bundesgerichtsurteile 

vom 9. Mai 2016, 8C_934/2015, und vom 20. April 2010, 9C_215/2010 E. 5.2), womit 

sich der Invaliditätsgrad auf 25 % stellte.

5.6  Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin 

demnach zu Recht abgewiesen.

6. 

6.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.

6.2  Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 

Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen 

Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand 

und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200 bis 1'000 Franken festgelegt. Die 

Beschwerdeführerin ist im Verfahren unterlegen, weshalb ihr die Gerichtskosten in der 

Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen sind. Zufolge der Bewilligung der unentgeltlichen 

Prozessführung (Befreiung von den Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) durch die Gerichtsleitung am 14. Juli 2015 ist sie jedoch von 

deren Bezahlung zu befreien.

6.3  Der Staat ist aufgrund der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung zu verpflichten, 

für die Kosten der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin aufzukommen. Der 

Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand angemessen erscheint eine 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Diese ist in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS 

963.70) um einen Fünftel auf Fr. 2'800.-- zu reduzieren.

6.4  Wenn ihre wirtschaftlichen Verhältnisse es ihr gestatten, kann die 

Beschwerdeführerin zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Auslagen für die 

Vertretung verpflichtet werden (vgl. Art. 123 ZPO i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

3. 

Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 2'800.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.11.2017
	Beweiskräftiges polydisziplinäres medizinisches Gutachten. Verwertbarkeit der verbliebenen vollen Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten, die mehreren Kriterien zu entsprechen haben, um für die Beschwerdeführerin adaptiert zu sein (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. November 2017, IV 2015/181).

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