# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e090a27-3855-5dfd-8780-24776eb34217
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.01.2012 E-2298/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2298-2009_2012-01-30.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­2298/2009

U r t e i l   v om   3 0 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Kurt Gysi,
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro;  
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien A._______, geboren am (…),
B._______, geboren am (…),
Serbien,
(…)
Beschwerdeführende, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 10. März 2009 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass die Beschwerdeführenden, ethnische Serben mit  letztem Wohnsitz 
in  der  Provinz Gnjilane  in  Kosovo,  am  9.  Februar  2009  in  die  Schweiz 
gelangten und hier gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass die Beschwerdeführenden am 11. Februar 2009 im Empfangs­ und 
Verfahrenszentrum (EVZ) Kreuzlingen befragt und am 18. Februar 2009 
vom BFM zu ihren Asylgesuchen angehört wurden,

dass  sie  zur  Begründung  der  Asylgesuche  im  Wesentlichen  geltend 
machten,  sie  hätten  Kosovo  wegen  der  mangelnden  Sicherheit  für 
Angehörige der serbischen Ethnie verlassen,

dass  sie  in  ihrer  Bewegungsfreiheit  erheblich  eingeschränkt  worden 
seien,

dass  der  Beschwerdeführer  am  18.  Juni  2008  derart  verprügelt  worden 
sei, dass er sich im Spital medizinisch habe behandeln lassen müssen,

dass  er  von  Unbekannten  telefonisch  bedroht  und  aufgefordert  worden 
sei, das Land zu verlassen,

dass die Beschwerdeführenden mit weiteren erheblichen Schikanen und 
Übergriffen durch ethnische Albaner hätten rechnen müssen,

dass  sie  sich  vor  diesem  Hintergrund  entschlossen  hätten,  Kosovo  zu 
verlassen,

dass bezüglich der Vorbringen  im Einzelnen auf die Akten zu verweisen 
ist,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  10.  März  2009  feststellte,  die 
Beschwerdeführenden  erfüllten  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  die 
Asylgesuche  ablehnte,  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  verfügte  und 
den Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  anführte,  die  internationalen 
Sicherheitskräfte  und  der  KPS  (Kosovo  Police  Service),  in  dem  auch 
Angehörige der serbischen Minderheit dienten, garantierten die Sicherheit 
und den Schutz der in Kosovo ansässigen Minderheiten,

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dass  auch  die  Strafgerichtsbarkeit  und  der  Strafvollzug  grösstenteils 
funktionierten,

dass die Sicherheitskräfte regelmässig intervenierten, bei Übergriffen und 
Straftaten  gegen  Angehörige  von  Minderheiten  Ermittlungen 
aufgenommen  würden  und  von  einem  adäquaten  Schutz  durch  den 
Heimatstaat auszugehen sei, weshalb die von den Beschwerdeführenden 
geltend  gemachten  Übergriffe  vorliegend  asylrechtlich  nicht  relevant 
seien,

dass zudem für Serben aus den südlichen Bezirken im Norden Kosovos 
eine innerstaatliche Fluchtalternative bestehe,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführenden somit den Anforderungen 
an  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht  standhalten  würden  und  ihre 
Asylgesuche abzulehnen seien,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung im Rahmen der Prüfung 
der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges zur Einschätzung gelangte, 
eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführenden könne aufgrund der 
ethnischen  Zugehörigkeit  in  ihrem  Herkunftsort  nicht  ausgeschlossen 
werden,

dass  jedoch  aufgrund  der  persönlichen  Voraussetzungen  die 
Inanspruchnahme einer innerstaatlichen Aufenthaltsalternative im Norden 
Kosovos  vorliegend  zumutbar  sei,  da  die  Beschwerdeführenden  in 
Mitrovica  studiert  und  auch  gelebt  hätten  und  demnach  von  einem 
dortigen tragfähigen Beziehungsnetz ausgegangen werden könne,

dass  für  Serben  zudem  grundsätzlich  eine  Aufenthaltsalternative  in 
Serbien bestehe,

dass  Kosovo  gemäss  der  serbischen  Verfassung  vom  Jahre  2006  als 
integraler Bestandteil Serbiens gelte, weshalb Kosovo­Serben auch nach 
der  Unabhängigkeit  Kosovos  vom  serbischen  Staat  als  serbische 
Staatsangehörige  betrachtet  und  auf  den  diplomatischen  Vertretungen 
Serbiens in der Schweiz serbische Reisepapiere erhalten würden und sie 
nach Serbien einreisen könnten,

dass  das  BFM  in  individueller  Hinsicht  feststellte,  dass  der 
Beschwerdeführer  zu  Protokoll  gegeben  habe,  in  den  Jahren  2003  bis 
2005 mit  einem  serbischen Stipendium  die Mittelschule  von C._______ 

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besucht zu haben und die Beschwerdeführerin Verwandte  in D._______ 
habe,

dass der Beschwerdeführer  aufgrund  seiner Studien der Ökonomie und 
durch  den  Aufbau  eigener  Geschäfte  über  überdurchschnitliche 
Voraussetzungen  verfüge,  um  sich  eine  finanziell  unabhängige  Zukunft 
für sich und seine Frau aufzubauen, 

dass  demnach  die  Inanspruchnahme  der  Aufenthaltsalternative  in 
Serbien zumutbar sei,

dass der Vollzug der Wegweisung durchführbar sei,

dass  bezüglich  der  weiteren  Ausführungen  des  BFM  auf  die 
angefochtene Verfügung verwiesen werden kann,

dass  die  Beschwerdeführenden  mit  Eingabe  vom  8. April 2009 
(Poststempel:  10.  April 2009)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  und  beantragten,  die 
vorinstanzliche  Verfügung  aufzuheben,  die  Flüchtlingseigenschaft  der 
Beschwerdeführenden  anzuerkennen  und  von  einer  Wegweisung 
abzusehen,

dass  sie  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um  die  Gewährung  der  un­
entgeltlichen Rechtspflege ersuchten,

dass  die  Beschwerdeführenden  ihrer  Rechtsmitteleingabe  eine  um­
fangreiche,  mehrheitlich  aus  dem  Internet  stammende  Dokumentation 
betreffend  die  Situation  ethnischer  Serben  in  Kosovo  und  serbischer 
Flüchtlinge in Serbien beilegten,

dass mit Verfügung des Bundesverwaltungsgerichts  vom 20. April  2009 
das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gutgeheissen und auf die Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet 
wurde,

dass mit Schreiben vom 6. Mai 2009 die Unterstützungsbedürftigkeit der 
Beschwerdeführenden bestätigt wurde,

und zieht in Erwägung,

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dass  das  Bundesverwaltungsgericht  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  in  der 
Regel  ­  und  so  auch  vorliegend  ­  endgültig  über  Beschwerden  gegen 
Verfügungen  (Art. 5  des Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 1968  über 
das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet 
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998  [AsylG, SR 142.31]  i.V.m. 
Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführenden  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  sind,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren 
Aufhebung beziehungsweise Änderung haben und daher zur Einreichung 
der Beschwerde  legitimiert  sind  (Art. 105 AsylG  i.V.m. Art.  37 VGG und 
Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  zu 
Recht  eingetreten  wurde  (Art. 108  Abs. 1  AsylG  sowie  Art.  105  i.V.m.    
Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer  zweiten Richterin  entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG)  und  es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei als Flüchtlinge Personen gelten, die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführenden  aufgrund  der  Aktenlage  zwar  als 
Staatsangehörige der Republik Kosovo zu betrachten sind,

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dass  sie  gemäss  serbischem Gesetz  (Nr.  135/04,  21. Dezember  2004) 
aber auch die serbische Staatsangehörigkeit besitzen, da sie serbischer 
Abstammung sind und auf dem  (ehemaligen) Staatsgebiet  der Republik 
Serbien geboren wurden,

dass Serbien  die Republik  Kosovo  nicht  als  Staat  anerkennt  und  damit 
die  Staatsangehörigen  Kosovos  grundsätzlich  als  serbische 
Staatsangehörige betrachtet,

dass  Asylsuchende,  die  mehrere  Staatsangehörigkeiten  besitzen,  nicht 
auf  den Schutz  eines Drittstaates  angewiesen  sind,  sofern  sie  in  einem 
der  Staaten,  dessen  Staatsangehörigkeit  sie  besitzen,  Schutz  vor 
Verfolgung finden können,

dass  die  Beschwerdeführenden  sich  demnach  nach  Serbien  begeben 
und dort aufgrund der Niederlassungsfreiheit Wohnsitz nehmen können,

dass  keine  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  den  Beschwerdeführenden 
drohe  in  Serbien  asylrechtlich  relevante  Verfolgung,  weshalb  sie  des 
Schutzes  durch  die  Schweiz  nicht  bedürfen  (vgl.  zum  Ganzen  BVGE 
2010/41 E. 6.4. und 6.5),

dass es sich demnach erübrigt, auf die in der Beschwerde vorgebrachten 
Argumente  hinsichtlich  ihrer  Gefährdung  in  Kosovo  und  die  mit  der 
Rechtsmitteleingabe eingereichten Beweismittel einzugehen,

dass  den  befürchteten  Nachteilen  durch  Albaner  vorliegend 
flüchtlingsrechtlich  keine  entscheidwesentliche  Bedeutung  beigemessen 
werden können,

dass  die  Beschwerdeführenden  die  Flüchtlingseigenschaft  offenkundig 
nicht zu erfüllen vermögen, weshalb das Bundesamt ihre Asylgesuche zu 
Recht abgelehnt hat,

dass  die  Ablehnung  eines  Asylgesuchs  oder  das Nichteintreten  auf  ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer solchen besteht (BVGE 2009/50 E. 9 S. 733), weshalb die verfügte 
Wegweisung  im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  der  gleiche 
Beweisstandard  wie  bei  der  Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie 
sind  zu  beweisen, wenn  der  strikte  Beweis möglich  ist,  und  andernfalls 
wenigstens  glaubhaft  zu  machen  (vgl.  WALTER  STÖCKLI,  Asyl,  in: 
Uebersax/Rudin/Hugi  Yar/Geiser,  Ausländerrecht,  2. Auflage,  Basel 
2009, Rz. 11.148),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass der Vollzug der Wegweisung nach Serbien vorliegend in Beachtung 
dieser  massgeblichen  völker­  und  landesrechtlichen  Bestimmungen 
zulässig  ist,  da  nicht  ersichtlich  ist,  inwiefern  die  Beschwerdeführenden 
dort  einer  asylrechtlich  erheblichen Gefährdung  ausgesetzt  sein  sollten, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung im 
Sinne von Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten  vom  4. November  1950  (EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich 
sind, die ihnen in Serbien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage in Serbien noch individuelle Gründe auf 
eine  konkrete  Gefährdung  der  Beschwerdeführenden  im  Falle  einer 
dortigen Niederlassung schliessen lassen,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Serbien von ethnischen Serben 
mit letztem Wohnsitz in Kosovo grundsätzlich zumutbar ist,

dass die Beschwerdeführenden eine gute Ausbildung genossen, die  sie 
dazu befähigen, sich  in Serbien eine Existenz aufzubauen, weshalb der 
Vollzug  der  Wegweisung  auch  unter  individuellen  Gesichtspunkten  als 
zumutbar zu beurteilen ist,

dass  sie  bereits  vor  ihrer  Ausreise  auf  dem  Staatsgebiet  Serbiens 
offenbar problemlos soziale Anknüpfungspunkte finden konnten,

dass  insgesamt  keine  hinreichenden  Anhaltspunkte  gegeben  sind,  die 
einen Wegweisungsvollzug  als  unzumutbar  erscheinen  liessen,  und  die 
Entgegnung in der Rechtsmitteleingabe, Serbien nehme keine Flüchtlinge 
mehr auf, in entscheidwesentlicher Hinsicht nicht durchzudringen vermag,

dass vielmehr die entsprechenden Feststellungen und Folgerungen in der 
angefochtenen Verfügung des BFM zu bestätigen und zu stützen sind,

dass vor dem persönlichen Hintergrund der Beschwerdeführenden und in 
Berücksichtigung  der  gesamten  Umstände  von  ihnen  entsprechende 
Vorkehren und Anstrengungen erwartet werden können, sich  in Serbien 
einzurichten  und  eine  Existenz  aufzubauen  (vgl.  zum  Ganzen  BVGE 
2010/41 E. 8.3.3.),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführenden  nach 
Serbien  schliesslich möglich  ist,  da  keine Vollzugshindernisse  bestehen 
(Art. 83 Abs. 2 AuG),

dass es den Beschwerdeführenden demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  (Art. 1­3  des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2])  den 
Beschwerdeführenden  aufzuerlegen  wären  (Art. 63  Abs. 1  VwVG),  sie 

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infolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege  jedoch von der 
Bezahlung der Verfahrenskosten zu befreien sind (Art. 65 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  die  Beschwerdeführenden,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

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