# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2f2b2997-5604-5141-94e1-d0b7f593a87e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 05.05.2020 S 2018 111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2018-111_2020-05-05.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 111

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis
Richter Meisser, Pedretti 
Aktuarin ad hoc Strässle

URTEIL

vom 5. Mai 2020

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Christian Thöny,

Kläger
gegen 

B._____,
Beklagte

betreffend Versicherungsleistungen nach BVG

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1. A._____ (nachfolgend: Kläger) ist gelernter Autoelektriker. Er war als 

Autoelektriker bei der Firma C._____ in X._____ angestellt, als er am 18. 

März 2013 einen Unfall erlitt und sich dabei eine mehrfragmentäre 

Unterschenkelfraktur rechts zuzog. Sie wurde gleichentags 

osteosynthetisch versorgt. Er war damals bei der Suva unfallversichert und 

bei der Pensionskasse D._____ berufsvorsorgeversichert. Das 

Arbeitsverhältnis des Klägers mit der Firma C._____ endete am 31. Januar 

2015.

2. Die Suva erbrachte aufgrund des erlittenen Unfalls am 18. März 2013 ihre 

gesetzlichen Leistungen in Form von Taggeld und Heilbehandlung bis zum 

30. November 2016. Mit Verfügung vom 23. November 2016 sprach die 

Suva dem Kläger gestützt auf die kreisärztliche Untersuchung vom 

31. Oktober 2016 eine UV-Rente von monatlich Fr. 1‘306.25 ab 1. 

Dezember 2016 bei einem IV-Grad von 24 % sowie eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 9‘450 bei einer Integritätseinbusse von 

7.5 % zu. Diese Verfügung ist in Rechtskraft erwachsen.

3. Am 18. Juli 2013 meldete sich der Kläger infolge der Unterschenkelfraktur 

rechts bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden (IV-Stelle) zum Bezug 

von Leistungen an. Mit Verfügung vom 1. Juni 2018 sprach die IV-Stelle 

dem Kläger ab dem 1. März 2014 bis zum 31. August 2015 sowie ab dem 

1. Dezember 2016 eine ganze IV-Rente zu.

4. Mit Schreiben vom 23. Juli 2018 teilte die Pensionskasse D._____ dem 

Kläger mit, dass die Rentenperiode vom 1. März 2014 bis zum 31. August 

2015 in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 

18. März 2013 stehe und sie damit während dieser Dauer die 

Beitragsbefreiung von 100 % unverändert leisten würde. Hingegen lehnte 

die Pensionskasse D._____ ihre Leistungspflicht ab dem 1. Dezember 

2016 ab mit der Begründung, der IV-Rentenanspruch ab dem 1. Dezember 

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2016 gründe auf einer neuen Ursache. Aufgrund des Austritts des Klägers 

aus der bisherigen Arbeitgeberin per 31. Januar 2015 falle diese neue 

Ursache nicht mehr in ihre Versicherungsperiode. Dagegen opponierte der 

Kläger mit Schreiben vom 31. Juli 2018, wobei die Pensionskasse D._____ 

nach nochmaliger Prüfung der relevanten Akten mit Schreiben vom 

10. August 2018 die Ablehnung ihrer Leistungspflicht ab 1. Dezember 2016 

bestätigte. 

5. Am 30. August 2018 erhob der Kläger Klage gegen die Pensionskasse 

D._____ beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragte, es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger ab dem 1. März 

2014, eventuell ab dem 1. März 2015, eine IV-Rente in Höhe von monatlich 

Fr. 2‘280.40 auszurichten; unter Kosten- und Entschädigungsfolge 

zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten. Zur Begründung führte 

der Kläger im Wesentlichen aus, nach dem Unfall vom 18. März 2013 habe 

sich der Heilverlauf beträchtlich aufgrund intraoperativer Probleme und 

einer Wundheilungsstörung verzögert. Am 18. Juli 2013 habe sich der 

Kläger bei der IV angemeldet, weil krankheitsbedingte Beschwerden 

hinzugetreten seien. Der Kläger leide an Diabetes Mellitus, an einer 

arteriellen Hypertonie und im März 2014 sei eine Perfusionsstörung am 

rechten Ober- und Unterschenkel aufgetreten. Seit 2014 habe die arterielle 

Problematik die Folgen des Unfalles zunehmend in den Hintergrund treten 

lassen und sei letztlich ausschliesslich für die nun bestehende Invalidität 

ursächlich. Im Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 24. 

Januar 2017 werde die periphere arterielle Verschlusskrankheit 

diagnostiziert, bekannt seit 2014. Aus dem Bericht gehe sodann hervor, 

dass sich die Probleme verstärkt hätten und inzwischen eine 

Grosszehennekrose aufgetreten sei. Weiter machte der Kläger geltend, er 

sei seit dem Unfall in seinem erlernten und ausgeübten Beruf als 

Autoelektriker ununterbrochen ganz oder in hohem Masse arbeitsunfähig 

gewesen. Der Verlauf der gesundheitlichen Entwicklung, der 

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Arbeitsunfähigkeit und der verschiedenen Ursachen sei der kreisärztlichen 

Untersuchung vom 31. Oktober 2016 zu entnehmen. Darin zeigten sich 

auch frühe Hinweise auf die periphere Verschlusskrankheit und deren 

Folgen auf die Arbeitsfähigkeit. Die beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen der IV seien an den fehlenden 

gesundheitlichen Voraussetzungen auch für angepasste und 

wechselbelastende Tätigkeiten gescheitert und im Dezember 2015 sei die 

Arbeitsvermittlung wegen einer weiteren im Raum stehenden Operation 

sistiert worden. Seither habe sich der Gesundheitszustand des Klägers 

stetig verschlechtert. Die IV habe deshalb konsequenterweise rückwirkend 

ab 1. März 2014 eine Rente verfügt. Hingegen sei die Annahme der IV, 

wonach der Kläger ab Mai 2015 in angepasster Tätigkeit voll arbeitsfähig 

gewesen wäre, nicht zutreffend. Da die Taggeldleistungen der Suva bis 

zum 30. November 2016 aber den bestehenden Erwerbsausfall 

weitestgehend ausgeglichen hätten, habe der Kläger auf eine Beschwerde 

gegen die inzwischen rechtskräftige IV-Rentenverfügung verzichtet. 

Entgegen der Meinung der Beklagten sei im Zeitraum vom Juli 2015 bis 

November 2016 nicht massgebend, welche theoretische Arbeitsfähigkeit in 

einer anderen Arbeit bestanden hätte, da die Suva die Behandlung als noch 

nicht abgeschlossen betrachtet und somit der erlernte Beruf im Fokus 

gestanden habe. Gleichzeitig hätte die gescheiterte Eingliederung gezeigt, 

dass die Annahme einer weitgehenden Arbeitsfähigkeit in angepassten 

und wechselbelasteten Tätigkeiten nicht realistisch gewesen sei, da 

damals bereits die Folgen der Gefässschlusskrankheit dominiert und 

angepasste Tätigkeiten verhindert hätten. Der Kläger habe seit 

Beendigung seines Arbeitsverhältnisses mit der Firma C._____, mithin ab 

1. Februar 2015, keine neue Arbeitstätigkeit mehr aufgenommen bzw. 

aufnehmen können. Damit werde die Beklagte aus dem mit ihr bei Eintritt 

der Krankheit bestehenden Vorsorgeverhältnis leistungspflichtig. 

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6. Am 21. September 2018 ersuchte die B._____ um Fristerstreckung zur 

Einreichung der Klageantwort sowie um Berichtigung der 

Passivlegitimation. Zum Letztgenannten führte sie aus, die Pensionskasse 

D._____ sei eines ihrer 13 Vorsorgewerke. Die Vorsorgewerke selbst 

hätten keine eigene Rechtspersönlichkeit und seien auch nicht im 

Handelsregister eingetragen. Die B._____ sei die Rechtsträgerin der ihr 

angeschlossenen Vorsorgewerke und somit für die Pensionskasse 

D._____ ins Recht zu fassen. Aus prozessökonomischen Gründen 

verzichtete die B._____ auf eine Abweisung der Klage infolge fehlender 

Prozesslegitimation der Pensionskasse D._____, sondern ersuchte um 

entsprechende Korrektur des Rubrums. Dieses Vorgehen begrüsste auch 

der Kläger in seiner Eingabe vom 1. Oktober 2018. 

7. Mit Klageantwort vom 12. November 2018 beantragte die B._____ 

(nachfolgend: Beklagte) die vollumfängliche Abweisung der Klage. Zur 

Begründung führte sie hauptsächlich aus, es könne höchstens vermutet 

werden und sei nicht bewiesen, dass bereits zum Zeitpunkt der IV-

Anmeldung im Juli 2013 krankheitsbedingte Beschwerden hinzugetreten 

seien. Weder die Duplexsonographie (Röntgenuntersuchung) im März 

2014 noch eine perkutane transluminale Angioplastie (PTA) der Ober- und 

Unterschenkelarterien zur Verbesserung der Blutzirkulation würden 

automatisch den Beginn einer Krankheit bedeuten. Die vom Kläger 

angeführte Diskushernie sei im Bericht von Dr. med. E._____ des Spitals 

F._____ vom 3. November 2014 als leicht eingestuft worden, ohne einen 

nennenswerten Krankheitswert. Die entzündliche Veränderung des ISG, 

welche gemäss Aussage desselben Arztes am ehesten mit einer 

ankylosierenden Spondylitis vergleichbar wäre, lege ebenfalls nahe, dass 

dies lediglich eine Vermutung sei und keine klare Diagnose. Massgebend 

und relevant sei vorliegend, dass wegen den genannten Beschwerden 

während der Versicherungszeit bei der Beklagten keine ärztlich attestierte 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Im Weiteren bestritt die Beklagte, dass 

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die arterielle Problematik die massiven Unfallfolgen in den Hintergrund 

hätte treten lassen. Im Gegenteil, die Folgen und der komplizierte 

Heilungsverlauf der Unterschenkelfraktur werde in den medizinischen 

Unterlagen immer wieder dokumentiert. Die IV-Stelle habe die befristete 

Rente vom 1. März 2014 bis 31. August 2015 aufgrund der Unfallfolgen 

gesprochen. Die arterielle Erkrankung sei erstmals im Austrittsbericht des 

Kantonsspitals Graubünden vom 24. Juli 2017 diagnostiziert worden, also 

deutlich nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses bei der C._____ AG. 

Sodann ergebe sich aus dem festgehaltenen Zumutbarkeitsprofil des 

Kreisarztes der Suva in seinem Bericht vom 1. November 2016, dass eine 

angepasste Arbeitstätigkeit zu 100 % zumutbar gewesen sei. Der 

Entscheid der IV-Stelle sei massgebend für die Leistungen nach BVG. Die 

IV-Stelle habe aufgrund des Unfalls am 1. Juni 2018 für den Zeitraum vom 

1. März 2014 bis 31. August 2015 eine ganze Rente zugesprochen. Von 

Juni 2015 bis November 2016 habe in einer angepassten Tätigkeit eine 

Arbeitsfähigkeit von 100 % bestanden. Diese Verfügung sei ohne 

Anfechtung in Rechtskraft erwachsen. Die Begründung der IV-Stelle, 

wonach der Kläger ab Juni 2015 in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % 

arbeitsfähig gewesen sei, sei für die Beurteilung des vorliegenden 

Sachverhalts relevant und gemäss medizinischen Akten auch nicht 

offensichtlich falsch. Zusammenfassend sei nicht erwiesen, dass die 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt habe, während der 

Versicherungszeit bei der Beklagten aufgetreten sei. 

8. In seiner Replik vom 20. November 2018 führte der Kläger aus, 

entscheidend sei, ob der Kläger im Zeitpunkt, als er noch versichert 

gewesen sei (inklusive einmonatiger Nachdeckung im Sinne von Art. 10 

Abs. 3 BVG bis 1. März 2015) krankheitsbedingt zumindest teilweise 

arbeitsunfähig gewesen sei. Die heutige Invalidität gehe auf verschiedene 

Ursachen zurück, im Wesentlichen aber auf die periphere arterielle 

Verschlusskrankheit, welche spätestens im Jahr 2014 aufgetreten sei und 

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bereits damals einen operativen Eingriff erfordert habe. Sodann sei die 

Diskushernie im Bericht von Dr. R._____ vom 3. November 2014 nicht nur 

vermutet, sondern nachgewiesen worden. Da in jenem Zeitpunkt bereits 

aufgrund des Unfalles vom 18. März 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden habe, habe es keine Veranlassung gegeben, von den, die 

erwähnten Krankheiten behandelnden Ärzten eine 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einzufordern. Unrichtig sei, dass die 

arterielle Erkrankung erst am 24. Juli 2017 diagnostiziert worden sein soll, 

dies sei bereits im Jahr 2014 geschehen. Gestützt auf die Akten der Suva, 

welche damals eng mit der IV-Stelle zusammengearbeitet habe, sei die 

beklagtische Behauptung, der Kläger wäre ab Juni 2015 100 % arbeitsfähig 

gewesen, widerlegt. Retrospektiv betrachtet, seien die Suchbemühungen 

von G._____ AG wohl unrealistisch, da in jenem Zeitraum die aufgrund der 

Verschlusskrankheit und der Unfallfolgen kumuliert bestehenden 

Einschränkungen bereits zu gross gewesen seien, als dass der Kläger 

noch vermittelbar gewesen wäre. Unfallfremde Leiden seien immer 

dominanter geworden. Dabei habe deren Diagnose anfänglich noch nicht 

festgestanden, doch diese habe sich immer klarer als Auswirkungen der 

peripheren Verschlusskrankheit herauskristallisiert. Zusammenfassend 

hielt der Kläger fest, nach dem Unfall sei er nahtlos in seiner angestammten 

Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig und allein aufgrund der Unfallfolgen in 

einer angepassten Tätigkeit ab 1. Dezember 2016 noch teilweise 

arbeitsfähig gewesen. In der Zeit vom Juni 2015 bis November 2016 habe 

der Kläger eine stationäre Rehabilitation absolviert und zunehmend stärker 

seien die krankheitsbedingten Einschränkungen zu den unfallverursachten 

Beschwerden hinzugetreten, sodass eine mehr oder weniger grosse 

Arbeitsunfähigkeit in sämtlichen Tätigkeitsbereichen bis zur vollständigen 

Invalidität im Dezember 2016 bestanden habe.

9. In ihrer Duplik vom 18. Januar 2019 führte die Beklagte aus, die IV-Stelle 

habe in ihrer zweiten Verfügung die Rente nebst den Unfallfolgen 

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insbesondere wegen eines Krankheitsleidens gesprochen. Allein die 

Unfallfolgen hätten zu keiner weiteren Rente mehr geführt. Eine 

Arbeitsunfähigkeit aufgrund dieses Krankheitsleidens sei jedoch vor dem 

Jahr 2016 und insbesondere während der Versicherungszeit bei der 

Beklagten nicht festgestellt worden. Demnach fehle es an der zweiten 

Voraussetzung für einen Rechtsanspruch auf eine IV-Rente gemäss BVG, 

wonach die Ursache mit einer relevanten Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 20 % einhergehen müsse. Wegen dem Krankheitsleiden sei 

keine relevante Arbeitsunfähigkeit aktenkundig, weshalb der sachliche 

Konnex nicht erfüllt sei. Aus der klägerischen Behauptung, wonach es 

keine Veranlassung gegeben haben soll, von den krankheitsbehandelnden 

Ärzten eine Arbeitsunfähigkeitsbestätigung einzufordern, könne nicht der 

Umkehrschluss gezogen werden, dass eine solche bestanden habe. Die 

Arbeitsunfähigkeit müsse entweder durch ärztliche Atteste bewiesen sein, 

oder sich auch aus anderen Umständen nachweisen lassen. Das 

Krankheitsleiden sei im Jahr 2014 nach der durchgeführten PTA lediglich 

vermutet worden. Mit Sicherheit diagnostiziert, sei das Leiden erst im Jahr 

2017 worden. Für die Leistungen der Beklagten sei die Verfügung der IV-

Stelle massgebend und bindend und nicht diejenige der Suva. Die IV-Stelle 

habe den Kläger von Juni 2015 bis November 2016 als voll arbeitsfähig in 

einer angepassten Tätigkeit eingestuft. Die IV-Stelle habe sich in ihrem 

Entscheid auf beide Ursachen gestützt. Dass der Kläger keine Stelle 

gefunden habe, könne nicht zum Nachteil der Beklagten werden und eine 

Leistungspflicht begründen. Hierfür wäre die Arbeitslosenversicherung 

zuständig. Die Beklagte wäre leistungspflichtig gewesen, habe dieser 

Pflicht aber infolge Überentschädigung nicht nachkommen müssen. Durch 

die Bindungswirkung an den Entscheid der IV endete die Leistungspflicht 

der Beklagten mit der Einstellung der unfallbedingten IV-Rente per 31. 

August 2015. Beim ermittelten IV-Grad von 16.85 % ab dem 1. September 

2015 habe die Beklagte den Freizügigkeitsfall durchführen dürfen, da das 

Arbeitsverhältnis beim angeschlossenen Arbeitgeber am 31. Januar 2015 

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beendet worden und der Vorsorgeschutz erloschen sei. Die vom Kläger in 

der Replik vorgebrachten Akten änderten nichts an der Tatsache, dass sich 

der Gesundheitszustand des Klägers erst deutlich nach der 

Versicherungszeit bei der Beklagten verschlechtert habe und diese infolge 

Unterbrechung des zeitlichen Konnexes nicht mehr leistungspflichtig sei. 

Auch wenn ein Krankheitsleiden bestrittenermassen während der 

Versicherungszeit eingetreten sein sollte, müsse eine Einschränkung in der 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 20 % entstanden und nachgewiesen sein. 

Zusammenfassend hielt die Beklagte fest, dass sowohl der sachliche wie 

auch der zeitliche Konnex nicht erfüllt seien. Mangels Leistungspflicht der 

Beklagten gemäss Art. 23 lit. a BVG sei die Klage abzuweisen.

10. Mit Schreiben vom 2. April 2020 ersuchte die Instruktionsrichterin die IV-

Stelle um Zustellung der vollständigen IV-Akten. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 73 Abs. 1 und Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Berufliche 

Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) ist zur 

Beurteilung von Streitigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen und 

Versicherten über Versicherungsleistungen das Gericht des Kantons 

zuständig, in welchem der schweizerische Sitz oder Wohnsitz der 

Pensionskasse oder der Ort des Betriebes liegt, in welchem die versicherte 

Person angestellt wurde. Der Kläger war bei C._____ in X._____ im Kanton 

Graubünden angestellt, weshalb die örtliche Zuständigkeit des hiesigen 

Gerichts gestützt auf Art. 73 Abs. 3 BVG zu bejahen ist. Im Kanton 

Graubünden liegt die sachliche Zuständigkeit zur Beurteilung derartiger 

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Streitigkeiten gemäss § 63 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beim Verwaltungsgericht. 

Dieses ist demnach sachlich und örtlich zur Beurteilung der Klage vom 30. 

August 2018 zuständig. Auf die formgerecht eingereichte Klage ist damit 

einzutreten. 

2. Die Passivlegitimation der Beklagten ist erfüllt, zumal nicht die ihr 

angeschlossene Pensionskasse D._____, welche keine eigene 

Rechtspersönlichkeit hat, ins Recht zu fassen ist (vgl. Beklagtische Beilage 

[Bk-act.] 1-4; Gerichtsakten A.2 und A.3). 

3. Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Klägers auf eine Invalidenrente 

aus dem Vorsorgeverhältnis mit der Beklagten ab 1. März 2014 bzw. 

1. März 2015 gemäss Art. 23 lit. a BVG. 

4.1 Nach Art. 24 Abs. 1 BVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine volle 

Invalidenrente, wenn sie im Sinne der IV mindestens zu 70 %, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, 

wenn sie mindestens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Die obligatorische Versicherung beginnt mit 

dem Antritt des Arbeitsverhältnisses (Art. 10 Abs. 1 BVG). Die 

Versicherungspflicht endet, wenn der Anspruch auf eine Altersleistung 

entsteht, das Arbeitsverhältnis aufgelöst, der Mindestlohn unterschritten 

wird oder der Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenversicherung endet 

(Abs. 2). Für das Risiko der Invalidität bleibt der Arbeitnehmer während 

eines Monats nach Auflösung des Vorsorgeverhältnisses bei der 

bisherigen Vorsorgeeinrichtung versichert, ausser wenn während dieser 

Zeit ein neues Vorsorgeverhältnis begründet wird (Abs. 3). Da das 

Arbeitsverhältnis des Klägers mit der Firma C._____ vom 1. Januar 2003 

bis 31. Januar 2015 dauerte, besteht unter Berücksichtigung der 

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einmonatigen Nachdeckungsfrist gemäss Art. 10 Abs. 3 BVG eine 

Versicherungsdeckung vom 1. Januar 2003 bis 28. Februar 2015.

4.2 Anspruch auf Invalidenleistungen haben gemäss Art. 23 BVG Personen, 

die im Sinne der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert 

waren. Nach Art. 23 BVG versichertes Ereignis ist einzig der Eintritt der 

relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt 

und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen 

entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise auch im 

Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. Diese 

wörtliche Auslegung steht in Einklang mit Sinn und Zweck der Bestimmung, 

nämlich denjenigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 

Versicherungsschutz angedeihen zu lassen, welche nach einer längeren 

Krankheit aus dem Arbeitsverhältnis ausscheiden und erst später invalid 

werden. Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer 

aufgetretener – Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die 

Vorsorgeeinrichtung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach 

Beendigung des Vorsorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. 

Entsprechend bildet denn auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft 

kein Erlöschungsgrund (Urteil des Bundesgerichts 9C_139/2017 vom 8. 

September 2017 E.2.1).

4.3 Damit eine Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein 

Arbeitnehmer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für 

das erst nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene 

Invaliditätsrisiko aufzukommen hat, ist indes erforderlich, dass zwischen 

Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher 

Zusammenhang besteht (BGE 136 V 65 E.3.1, 130 V 270 E.4.1). In 

sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der 

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Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen 

derselbe ist, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Die Annahme eines 

engen zeitlichen Zusammenhangs setzt voraus, dass die versicherte 

Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität 

geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig war. Eine 

nachhaltige, den zeitlichen Zusammenhang unterbrechende Erholung liegt 

grundsätzlich nicht vor, solange eine Arbeitsfähigkeit von über 80 % 

weniger als drei Monate gedauert hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

9C_115/2015 vom 12. November 2015 E.2.2 mit weiteren Hinweisen). Zu 

berücksichtigen sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, 

namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische 

ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, die die versicherte Person zur 

Wiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben (Urteil des Bundesgerichts 

9C_509/2018 vom 21. Februar 2019 E.2.2).

4.4 Die Arbeitsunfähigkeit ist relevant, wenn sie mindestens 20 % beträgt und 

sich auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirkt oder ausgewirkt hat. Es 

muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person 

im bisherigen Beruf an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch 

einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar 

Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, gesundheitlich bedingte 

Arbeitsausfälle. Der Zeitpunkt des Eintritts der berufsvorsorgerechtlich 

relevanten Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit grundsätzlich 

echtzeitlich nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch 

nachträgliche Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_91/2013 vom 17. Juni 2013 E.4.1.2 mit 

Hinweisen).

4.5 Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der IV und 

demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der 

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Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und 

in der IV grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 108 E.3c mit Hinweisen). 

Im Bereich der weitergehenden Vorsorge steht es der Vorsorgeeinrichtung 

frei, den Invaliditätsbegriff in ihren Statuten oder ihren Reglementen 

abweichend zu regeln. Gemäss Ziffer 6.2.2 des Vorsorgereglements 2009, 

Zweiter Teil: Allgemeine Bestimmungen, der Beklagten in der Fassung vom 

1. Januar 2009 haben Personen Anspruch auf eine Invalidenrente, die im 

Sinne der IV zu mindestens 40 % invalid sind und bei Eintritt der 

Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, bei der 

Pensionskasse versichert waren (Bk-act. 3). Mit diesen Formulierungen 

geht die Beklagte somit vom gleichen Invaliditätsbegriff aus wie die IV.

4.6 Gehen die Vorsorgeeinrichtungen vom gleichen Invaliditätsbegriff aus, sind 

die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge an 

die Feststellungen der Organe der IV (Rentenanspruch, Rentenbeginn, 

Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit sie in das 

entsprechende IV-rechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete 

Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der IV 

entscheidend war und die IV-rechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer 

gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint 

(Urteil des Bundesgerichts 9C_333/2019 vom 24. September 2019 E.2.1 

mit weiteren Hinweisen). Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die IV-rechtliche 

Betrachtungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese 

entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf 

eine Invalidenrente entscheidend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der 

Vorsorgeversicherer im Verfahren der IV beteiligt war oder nicht. 

Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der 

Aktenlage ergibt, dass die Invaliditätsbemessung der IV offensichtlich 

unhaltbar war (BGE 130 V 270 E.3.1).

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5.1 Der Kläger macht im Wesentlichen geltend, nach dem Unfall am 18. März 

2013 sei er nahtlos in seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr 

arbeitsfähig gewesen. Allein aufgrund der Unfallfolgen sei er in einer 

angepassten Tätigkeit ab 1. Dezember 2016 noch teilweise arbeitsfähig 

gewesen. Für die nun bestehende Invalidität sei letztlich ausschliesslich die 

periphere arterielle Verschlusskrankheit ursächlich. Diese sei bereits im 

Jahr 2014 diagnostiziert worden und habe die Folgen des Unfalls 

zunehmend in den Hintergrund treten lassen. Die Annahme der IV, wonach 

der Kläger ab Mai 2015 in angepasster Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen 

wäre, treffe sodann nicht zu, so hätten die gescheiterten beruflichen 

Eingliederungsmassnahmen der IV gezeigt, dass die Annahme einer 

weitergehenden Arbeitsfähigkeit in angepassten und wechselbelastenden 

Tätigkeiten nicht realistisch gewesen sei. 

5.2 Demgegenüber stellt sich die Beklagte auf den Standpunkt, dass sowohl 

der sachliche als auch der zeitliche Konnex nicht erfüllt seien und auch 

keine relevante Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % wegen des 

Krankheitsleidens aktenkundig sei. 

6.1.1 Vorliegend sprach die IV-Stelle dem Kläger mit Verfügung vom 1. Juni 2018 

(Bk-act. 6) ab 1. März 2014 bis 31. August 2015 und erneut ab 1. Dezember 

2016 eine ganze Invalidenrente zu. Begründend hielt die IV-Stelle fest, seit 

18. März 2013 (Beginn der einjährigen Wartezeit) sei der Kläger in seiner 

Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Nach Ablauf der einjährigen 

Wartezeit am 18. März 2014 habe weiterhin eine volle Arbeitsfähigkeit 

bestanden. Gestützt auf das rheumatologische Gutachten habe festgestellt 

werden können, dass der Kläger als Autoelektriker nicht mehr arbeitsfähig 

sei. Hingegen habe dem Kläger ab Mai 2015 in einer angepassten Tätigkeit 

(körperlich leichten Tätigkeit) eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert werden 

können. Aufgrund des Einkommensvergleichs ergebe sich ab diesem 

Zeitpunkt lediglich ein Invaliditätsgrad von 16.85 %. Seit Dezember 2016 

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habe sich der Gesundheitszustand verschlechtert. Aus medizinischer Sicht 

könne der Kläger ab diesem Zeitpunkt und bis auf weiteres wieder keine 

Erwerbstätigkeit mehr ausführen. Die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit 

basiere sowohl auf den vorliegenden unfallbedingten wie auch 

krankheitsbedingten Einschränkungen. Unter Berücksichtigung der 

dreimonatigen Wartefrist ab Mai 2015 (Verbesserung) werde die ganze 

Rente ab 1. September 2015 aufgehoben, da der IV-Grad unter 40 % liege. 

Ab Dezember 2016 (Verschlechterung) könne die ganze Rente wieder 

ausgerichtet werden. 

6.1.2 Diese Verfügung wurde der Beklagten eröffnet (vgl. Bk-act. 6), was von den 

Parteien auch nicht bestritten wird. Die Beklagte erhob kein Rechtsmittel 

dagegen. Aufgrund der gegenüber der Beklagten formgültig eröffneten, 

rechtskräftigen Rentenverfügung vom 1. Juni 2018 und der Tatsache, dass 

der reglementarische Invaliditätsbegriff mit der IV-rechtlichen 

Invaliditätsdefinition im Wesentlichen übereinstimmt, besteht grundsätzlich 

eine Bindungswirkung der Beklagten an den IV-Rentenentscheid vom 1. 

Juni 2018. 

6.2.1 Die Beklagte bestreitet ihre Bindungspflicht an den Rentenentscheid vom 

1. Juni 2018 nicht. Vielmehr stellt sie auf die Begründung der IV-Stelle in 

der Verfügung vom 1. Juni 2018 ab, wonach gestützt auf das 

rheumatologische Gutachten dem Kläger ab Mai 2015 in einer 

angepassten Tätigkeit (körperlich leichten Tätigkeit) eine volle 

Arbeitsfähigkeit habe attestiert werden können (Bk-act. 6). Aufgrund 

dessen, dass die IV-Stelle von Mai 2015 bis November 2016 während 19 

Monaten in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 % 

festgestellt hat, verneint die Beklagte u.a. einen zeitlichen Zusammenhang 

zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses eingetretenen 

Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität (vgl. Klageantwort S. 5). 

- 16 -

6.2.2 Auf Seiten des Klägers steht fest, dass dieser die Verfügung vom 1. Juni 

2018 auch nicht angefochten hat (vgl. Klageschrift S. 5). Er muss sich 

deshalb grundsätzlich entgegenhalten lassen, wenn die Beklagte auf die 

IV-rechtliche Betrachtungsweise abstellt, ausser die Feststellungen der IV 

erweisen sich als offensichtlich unhaltbar (BGE 130 V 270 E.3.1). Genau 

eine solche offensichtliche Unhaltbarkeit bringt der Kläger vor, indem er 

ausführt, die IV-Stelle habe bei der Annahme einer 100%igen 

Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit zwischen Juli 2015 bis November 

2016 geirrt. Es sei unzulässig und widerspreche der medizinischen 

Aktenlage in dieser Zwischenzeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des 

Klägers auszugehen (vgl. Replik S. 4 ff.).

7.1 Aus den umfangreichen medizinischen Akten sind nachfolgend diejenigen 

Berichte auszugsweise wiederzugeben, die für die Beurteilung der 

streitgegenständlichen Fragen von Belang sind.

7.2.1 Der Kläger zog sich bei einem Unfall am 18. März 2013 eine 

mehrfragmentäre Unterschenkelfraktur rechts zu, welche gleichentags im 

Spital F._____ versorgt wurde. Intraoperativ kam es beim Versuch der 

Tibiamarknagelosteosynthese zu einem dorsalen Ausbrechen des Nagels, 

weshalb auf eine Versorgung mittels Plattenosteosynthese gewechselt 

wurde (vgl. IV-act. 7 S. 1 und S. 5). In der Folge verzögerte sich der 

Heilverlauf aufgrund einer Wundheilungsstörung beträchtlich. Im 

Austrittsbericht des Spitals F._____ vom 10. Mai 2013 betreffend 

Hospitalisation des Klägers vom 18. März 2013 bis 10. Mai 2013 (IV-act. 7 

S. 3) wurden folgende Diagnosen festgehalten: 

1) Unterschenkelfraktur rechts mit/bei 

- mehrfragmentärer Tibiaschaftfraktur und Fibulaköpfchenfraktur

- Hautnekrose im Bereich des proximalen Plattenendes 

- Ruptur des vorderen Kreuzbandes mit Distorsion des Lig. collaterale

mediale Knie 

- 17 -

- kritische Weichteilverhältnisse mit Infektionsgefahr 

2) Chronischer Nikotinabusus 

3) Makrozytäre hyperchrome Anämie bei:

- St. n. V.a. Alkoholabusus

- aktuell unter Thiamin- und Cobalaminsubstitution (seit 7. Mai 2013) 

7.2.2 Seit dem 1. Mai 2013 wurden zur Wundbehandlung eine Vakuumtherapie 

und regelmässige Débridements durchgeführt (vgl. die diesbezüglichen 

Operationsberichte IV-act. 7 S. 6, 7, 8, 10, 12, 13, 15, 20, 22, 24, 26; IV-

act. 21 S. 1 und 2). Unter dieser Behandlung ist es zu einem langsamen 

Zuwachsen des Wunddefektes gekommen, so dass Ende Juli 2013 eine 

Spalthauttransplantation vorgenommen wurde. Es kam zu einer 

Transplantatabstossung und es wurde wieder die offene Wundbehandlung 

durchgeführt. Mitte August trat alsdann ein Abszess im unteren Drittel des 

Plattenlagers auf. Es folgte ein weiterer Spitalaufenthalt des Klägers im 

Spital F._____ vom 21. August 2013 bis zum 12. Oktober 2013, während 

welchem dem Kläger u.a. das Osteosynthesematerial operativ entfernt und 

ein Fixateur externe angelegt wurde (IV-act. 27). Im Austrittsbericht des 

Spitals F._____ vom 12. Oktober 2013 (IV-act. 27 S. 3) sind alsdann 

folgende Diagnosen festgehalten:

1) Status nach Plattenosteosynthese der Tibia bei Unterschenkelfraktur rechts

(AO 42-C1) am 18. März 2013 mit/bei 

- Mehrfragmentärer Tibischaftfraktur und Fibulaköpfchenfraktur

- VKB Ruptur rechts mit Distorsion des Ligamentum collaterale mediale

- Retropatellarer traumatisch bedingter Knorpeldefekt

- Kritische Weichteilverhältnisse mit Infektgefahr

- Auftreten einer Hautnekrose am proximalen Plattenende am 1. Mai 2013

mit freiliegendem Osteosynthesematerial; regelmässiges Wund-

débridement und VAC-Behandlung

- St. n. Defektdeckung im Bereich des proximalen Plattenendes mit einem

Spalthauttransplantat am 24. Juli 2013

- Auftreten eines Infektes im distalen Plattenanteil am 13. August 2013

- Zunehmende Valgisierung

- 18 -

2) Diabetes mellitus Typ II (orale Antidiabetika/Diät; ED 09/2013)

3) Arterielle Hypertonie

4) Nikotinabusus

5) Adipositas

7.2.3 Mit Schreiben vom 10. März 2014 (IV-act. 30 S. 1 f.) überwies der leitende 

Arzt Chirurgie des Spitals F._____, Dr. med. H._____, den Kläger zur 

weiteren Behandlung an Dr. med. I._____, Chefarzt Unfall-

/Allgemeinchirurgie des Kantonsspitals Graubünden. Dem 

Überweisungsschreiben ist u.a. zu entnehmen, dass die peripheren 

Durchblutungsverhältnisse in Ordnung seien, was die arteriellen Pulse 

anging, trotzdem müsse von einer gewissen arteriosklerotischen 

Kompromittierung ausgegangen werden. Eine spezielle angiologische 

Abklärung sei bis dato nicht vorgenommen worden (IV-act. 30 S. 2). 

7.2.4 Dr. med. I._____ führte in seinem Bericht vom 17. März 2014 (IV-act. 30 

S. 4) folgende Diagnosen auf:

1) Infektpseudarthrose distaler Tibiaschaft rechts mit distaler, medialer Fistulierung:

- Zustand nach geschlossener Unterschenkelschafttorsionfraktur vom

18. März 2013 

- St.n. notfallmässiger Osteosynthese mit Marknagelversuch, Wechsel auf

eine mediale Platte vom 18. Juli 2013

- St.n. Hautnekrose am proximalen Plattenende am 1. Mai 2013 mit nach-

folgendem regelmässigem Débridement und VAC-Behandlung

- St.n. Spalthauttransplantation zur Deckung im Bereich des proximalen

Plattenendes am 24. Juli 2013

- persistierender Infekt mit Ausbreitung nach distal am 13. August 2013

- St.n. Plattenentfernung und Wechsel auf einen Fixateur externe mit

Débridement am 21. August 2013

- St.n. Modifikation des Fixateur externe am 5. Oktober 2013

- St.n. Dynamisierung/Minimalisierung des Fixateur externe im Dezember

2013

- Nachweis von Staphylococcus epidermidis sowie Propionibacterium acnes

im August 2013

- 19 -

- St.n. langzeitiger Antibiotikumbehandlung mit Vancomycin und

Clindamycin bis 31. Januar 2014

- St.n. weiterer Minimalisierung des Fixateur externe am 23. Februar 2014

- Chronische Fistelbildung am distalen Tibiaschaft seit August 2013

2) Nachweis einer möglicherweise relevanten arteriellen Verschlusskrankheit rechts

(Verdacht auf Mehretagenproblem Becken und Oberschenkel) bei:

- Chronischem Nikotinabusus (ca. 80-100py)

- Diabetes mellitus Typ II

- Aethylabusus

Im Zusammenhang mit der arteriellen Verschlusskrankheit wird im 

Arztbericht von Dr. med. I._____ auf die Angiologische Untersuchung von 

Dr. med. J._____, Leitender Arzt Angiologie am Kantonsspital 

Graubünden, vom 17. März 2014 verwiesen (IV-act. 30 S. 5). Letzterer 

führte beim Kläger am 17. März 2014 u.a. eine Duplexsonographie der 

Ober- und Unterschenkelarterien durch und hielt in seinem 

diesbezüglichen Bericht vom 18. März 2014 (Klägerische Beilage [Kl-

act.] 4) den Verdacht auf Mehretagenproblem rechts mit möglicherweise 

relevanter vorgeschalteter Beckenstenose und sicherlich relevanter 

distaler A. femoralis superficialis Stenose rechts fest. Der oszillographische 

Befund passe zu dem duplexsonographischen Befund. Diskussion einer 

Service-PTA crossover von links mit Dilatation der vermuteten 

Beckenstenose und der zusätzlich nachgewiesenen hochgradigen distalen 

A. femoralis superficialis-Stenose rechts.

Der Beurteilung von Dr. med. I._____ ist sodann zu entnehmen, dass beim 

Kläger das Bild einer infizierten Pseudarthrose am distalen Tibiaschaft 

rechts vorliege, aktuell ein Jahr nach initialem Unfall. Es handle sich 

einerseits um ein mechanisches Problem bei dem liegenden, zu wenig 

Stabilität bietenden Fixateur externe, andererseits aber auch um ein 

biologisches Problem mit lokal ungenügender Weichteildeckung sowie 

fistulierendem Infekt. Massgeblich mitbeteiligt sei vermutlich auch noch 

- 20 -

eine nun neu nachgewiesene arterielle Verschlusskrankheit im Rahmen 

der bekannten Risikofaktoren wie massiver, nicht sistierter Nikotinabusus 

und einem Diabetes mellitus Typ II. Therapeutisch müsse das Ganze 

mehrschichtig angegangen werden. Dabei wurde u.a. ein Eintritt stationär 

am 24. März 2014 mit Angiographie und allenfalls, sofern nötig, einer PTA 

der Gefässachse zur Verbesserung der Zirkulation vorgesehen (IV-act. 30 

S. 5).  

7.2.5 Aufgrund einer Stressfraktur bei medialer Instabilität am 20. März 2014 war 

der Kläger vom 20. März 2014 bis 21. März 2014 erneut im Spital F._____ 

und infolge Verlegung vom 21. März 2014 bis 19. April 2014 im 

Kantonsspital Graubünden hospitalisiert (IV-act. 32 S. 11). Dem 

Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 19. April 2014 (IV-

act. 32 S. 11 ff.) ist zu entnehmen, dass am 24. März 2014 die bereits 

vorgängig geplante Crossover PTA der mittleren A. femoralis superficialis 

und A. popliteal rechts sowie die PTA der A. iliaca communis beidseits 

erfolgte. Anschliessend habe sich ein verbessertes Resultat mit 2-Gefäss-

Run-off am rechten Unterschenkel bei verschlossener A. tibialis anterior 

gezeigt (IV-act. 32 S. 13). Als Diagnosen sind im Austrittsbericht vom 

19. April 2014 (IV-act. 32 S. 11 f.) zusätzlich zu den im Bericht vom 

17. März 2014 festgehaltenen Diagnosen die folgenden aufgeführt:

Aktuell:

- Ermüdungsfraktur der Fibula am 19. März 2014

- Nachweis von Staphylococcus epidermidis aus Probeentnahme Tibia sowie

Markraum rechts

Periphere Verschlusskrankheit ED 02/2014

- mässiggradige Stenosen iliacal beidseits und popliteal rechts

- PTA am 24. März 2014

- 2-Gefäss Run-of crural, A. tibialis anterior verschlossen, DD posttraumatisch cvRF:

anhaltender Nikotinabusus, Diabetes mellitus Typ 2

Diabetes mellitus Typ 2 ED 09/2013

- orale Antidiabetika

- 21 -

Arterielle Hypertonie

- v.a. ACE-Hemmer induzierten Reizhusten

- Coversum wegen Reizhusten selbständig sistiert

Adipositas

Verdacht auf obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSAS)

- Heavy Snoarer

- anamnestisch nächtliche Atempausen, fraglich Arousels

Verdacht auf Alkoholüberkonsum

- fremdanamnestisch

- Eigenangaben 1 Bier/Tag

Kryptorchismus rechts

- St.n. Leistenhernienoperation als Kleinkind 

Dem Kläger wurde vom 21. April 2014 bis 6. Mai 2014 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 32 S. 13).

7.2.6 Vom 6. Mai 2014 bis 17. Mai 2014 war der Kläger zwecks Semikastration 

rechts und Vasektomie links sowie zur definitiven Osteosynthese erneut im 

Kantonsspital Graubünden hospitalisiert (IV-act. 32 S. 19 f.). 

7.2.7 Vom 17. Mai 2014 bis 21. Juni 2014 war der Kläger zur muskuloskelettalen 

Rehabilitation in der Zürcher Höhenklinik Davos hospitalisiert. Dem 

Versicherungsbericht der Zürcher Höhenklinik Davos vom 7. Juli 2014 (IV-

act. 32 S. 24 f.) zuhanden der Suva sind folgende Diagnosen zu 

entnehmen: 

1) Fixateur–externe-Entfernung, definitive Osteosynthese Tibia rechts am 9. Mai 2014

2) Infektpseudarthrose distaler Tibiaschaft rechts mit distaler, medialer Fistulierung

3) Nachweis von Staphylococcus epidermidis sowie Propionibacterium acnes im

Rahmen der Dg. 2 im August 2013 

4) Chronische Fistelbildung am distalen Tibiaschaft seit August 2013

5) Ermüdungsfraktur der Fibula am 19. März 2014

6) Nachweis von Staphylococcus epidermidis aus Probeentnahme Tibia sowie

Markraum rechts

- 22 -

7) Kryptorchismus rechts

8) Verdacht auf obstruktives Schlaf-Apnoe-Syndrom (OSAS)

9) Periphere arterielle Verschlusskrankheit ED 02/2014

10) Diabetes mellitus Typ 2 ED 09/2013

11) Arterielle Hypertonie

7.2.8 Im Verlaufsbericht vom 18. Juni 2014 (IV-act. 32 S. 22 f.) berichtete Dr. 

med. I._____, der postoperative Verlauf sei sehr erfreulich. Ab dem 

heutigen Zeitpunkt könne eine Mobilisation im 4-Punktegang mit Hilfe der 

Physiotherapie begonnen werden. Weiter ist dem Bericht zu entnehmen, 

dass der Kläger im Bereich des Unterschenkels rechts annährend 

beschwerdefrei sei und lediglich über leichte Schmerzen im Bereich der 

linken Hüfte klage, welche wahrscheinlich aufgrund der Fehlbelastung 

aufgetreten seien. Ebenfalls ergibt sich aus dem Verlaufsbericht von Dr. 

med. I._____ vom 29. Juli 2014 (IV-act. 35 S. 1 f.), dass der Kläger aktuell 

von Seiten der Fraktur praktisch beschwerdefrei sei und die 

Hauptbeschwerden momentan auf die linke Hüfte lokalisiert seien. Das 

Bein rechts könne nun absolut voll belastet werden und es habe weitere 

Mobilisation mit Hilfe der Physiotherapie insbesondere auch Gangschulung 

zur Entlastung der linken Hüfte stattzufinden. 

7.2.9 Im Verlaufsbericht vom 15. September 2014 (IV-act. 35 S. 3 f.) hielt Dr. 

med. I._____ neu den Verdacht auf rezidivierende ISG-Blockade links fest 

und führte aus, die vom Kläger beschriebenen Schmerzen, die 

rezidivierend aufträten im Bereich der Hüfte links, seien für ihn eher vom 

ISG ausgehend. Am ehesten handle es sich um rezidivierende ISG-

Blockaden. Dr. med. I._____ überwies den Kläger hierzu in die 

Chiropraktoren-Praxis in Y._____. Weiter führte Dr. med. I._____ in seinem 

Bericht aus, von Seiten des Unterschenkels rechts zeigten sich regelrechte 

Verhältnisse. Die antibiotische Therapie würde nun bei trockenen 

Wundverhältnissen gestoppt. Sicherlich sei in den nächsten vier Wochen 

noch eine 100 % Arbeitsunfähigkeit vorhanden, um eine Gehschulung und 

- 23 -

ein Auftrainieren der Muskulatur mit Hilfe der Physiotherapie zu absolvieren 

(IV-act. 35 S. 4). 

7.2.10 Im Verlaufsbericht vom 22. Oktober 2014 (IV-act. 35 S. 5 f.) hielt Dr. med. 

I._____ fest, von Seiten des Unterschenkels zeigten sich regelrechte 

Verhältnisse. Von Seiten des ISG sei der Kläger noch massiv 

schmerzgeplagt. Darum finde eine Chiropraktikerbehandlung in Y._____ 

statt. Sicherlich sei der Kläger bis Ende November arbeitsunfähig. 

7.2.11 Zur Abklärung der starken Schmerzen über dem linken ISG erfolgte auf 

Zuweisung der Chiropraktikerin des Klägers, Dr. med. K._____, am 

3. November 2014 ein MRT der LWS sowie des ISG im Spital F._____. Dr. 

med. E._____, Chefarzt Radiologie des Spitals F._____, hielt in seinem 

Arztbericht vom 3. November 2014 (IV-act. 66 S. 58 f.) den Nachweis einer 

kleinen Diskushernie L4/L5 mit Kompression der Nervenwurzel L5 links im 

Recessus lateralis fest. Eine CT-gesteuerte periradikuläre Infiltration sei 

hier gut möglich. Die beschriebenen entzündlichen Veränderungen der ISG 

vor allem rechtsseitig seien am ehesten mit einer ankylosierenden 

Spondylitis vereinbar. 

7.2.12 Sodann fand am 12. Januar 2015 wegen belastungsabhängigen 

Schmerzen im Sprunggelenk rechts ein MRI im Kantonsspital Graubünden 

statt. Aus dem MRI-Bericht ergibt sich folgend Beurteilung: Keine Zeichen 

einer stattgehabten Verletzung am oberen Sprunggelenk sowie am 

restlichen Rückfuss und Vorfuss. Unauffälliges Knochenmarksignal. Keine 

osteochondrale Verletzung. Keine Zeichen einer Bandverletzung des 

Rück- und Mittelfusses (IV-act. 66 S. 62). 

7.2.13 Dem Verlaufsbericht von Dr. med. I._____ vom 26. Januar 2015 (IV-act. 47 

S. 3 f.) ist zu entnehmen, dass der Kläger über persistierende 

rezidivierende Schmerzen im Bereich des Sprunggelenkes rechts sowie 

- 24 -

rezidivierende Schmerzen im Bereich des ISG links berichtete. Dr. med. 

I._____ führte aus, die beschriebenen Schmerzen des Klägers im 

Sprunggelenk rechts könnten keinem Korrelat im MRI zugewiesen werden. 

Er empfehle weiter Aufbau mittels Physiotherapie zum Training der 

Propriozeption und Schwimmtraining. Von Seiten des ISG sei der Kläger in 

chiropraktischer Behandlung.

7.2.14 Nachdem der Kreisarzt der Suva, Dr. med. L._____, Facharzt für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 

FMH, in seiner Beurteilung vom 27. November 2014 (IV-act. 48) festhielt, 

weder das Trauma selbst noch der langwierige Verlauf sei geeignet, eine 

ISG-Problematik auszulösen und eine weitergehende rheumatologisch-

orthopädische Abklärung empfahl, gab die IV-Stelle am 26. Februar 2015 

ein rheumatologisches Gutachten inkl. Evaluation der funktionellen 

Leistungsfähigkeit (EFL) bei Dr. med. M._____, FMH für Rheumatologie, in 

Auftrag (IV-act. 52). Dieser stellte in seinem Gutachten vom 26. Mai 2015 

(IV-act. 66) folgende Diagnosen:

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 66 S. 35):

1. Residualzustand nach Unterschenkelschaftfraktur rechts mit mehrfragmentärer

Tibiaschaftfraktur und Fibulaköpfchenfraktur sowie Ruptur des vorderen Kreuz-

bandes Knie rechts bei Stolpersturz am 18. März 2013 mit/bei

- belastungsabhängigen Schmerzen im OSR rechts

- definitiver Osteosynthese mittels dorsolateralem Zugang und 

Osteosynthese mittels 11-Loch-LISS am 9. Mai 2014

- St. n. kompliziertem Heilverlauf mit postoperativem Wundinfekt, Osteosyn-

thesematerialentfernung, Fixateur extern und späterer Ermüdungsfraktur

- St. n. notfallmässiger Osteosynthese mit Marknagelversuch und Wechsel

auf eine mediale Platte am 18. März 2013

2. Rehabilitationsdefizit mit Dekonditionierung und Gewichtszunahme ca. 20kg

3. Muskuläre Gesässschmerzen links bei muskulärer Dysbalance und

iliosakal-Gelenksyndrom links anamnestisch

4. Unspezifische Rückenschmerzen bei Haltungsinsuffizienz und Fehlhaltung der

- 25 -

Wirbelsäule

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 66 S. 36):

1. Metabolisches Syndrom 

- Adipositas Grad I (BMI 32.7 kg/m2, Bauchumfang 123 cm)

- Diabetes mellitus Typ 2, ED 09/2013

- Hyperlipidämie

- Hyperurikämie

- Arterielle Hypertonie

2. Generalisierte Arteriosklerose mit/bei

- periphere arterielle Verschlusskrankheit ED 02/2014

- St. n. PTA Stenosen Aa. Femoralis, poplitealis und iliaca communis rechts

am 23. April 2014 [recte: 24. März 2014]

- Risikofaktoren: Nikotinabusus, metabolisches Syndrom

3. Periphere Polyneuropathie möglich

- DD: Diabetes mellitus Typ 2

äthylisch

monoklonale Gammopathie möglich

4. Bursitis olecrani rechts

- DD: Gicht

5. Schwerer Vitamin D-Mangel

6. Heavy Snorer anamnestisch mit

- Verdacht auf obstruktives Schlafapnoe-Syndrom

7. Alkoholabusus wahrscheinlich

Aktuell sei dem Kläger weder ein Steigen auf Lastwagen, noch Arbeiten in 

Zwangshaltung möglich, weshalb für die angestammte Tätigkeit als 

Autoelektriker eine volle Arbeitsunfähigkeit bestehe (IV-act. 66 S. 44). Zur 

Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit hielt Dr. med. 

M._____ fest, aktuell sei der Kläger in seiner körperlichen 

Leistungsfähigkeit generell eingeschränkt. Zudem bestünden 

Einschränkungen der Steh- und Gehfähigkeit. Aufgrund der klinischen 

Untersuchung sei dem Kläger jedoch eine körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit vollzeitig möglich. Die in der EFL beobachtete 

- 26 -

Leistungsfähigkeit entspreche einer leichten bis mittelschweren Arbeit. Das 

Hantieren mit Gewichten bis maximal 12.5 kg sei dem Kläger selten, d.h. 

insgesamt bis ca. ½ Stunde, zuzumuten. Gewichte, welche ihm oft, d.h. 

insgesamt drei bis sechs Stunden, zuzumuten seien, lägen bei 5 – 7.5 kg. 

Es bestünden spezielle Leistungsdefizite bezüglich Gleichgewicht, 

vorgeneigtem Stehen, Rotationen im Stehen, Hockstellung, Knien, 

wiederholten Kniebeugen und Leitersteigen. Eine körperlich leichte 

angepasste Tätigkeit sei dem Kläger per sofort möglich. Da allerdings nach 

dem rubrizierten Ereignis noch kein Endzustand vorliege und immer noch 

ein dringender Rehabilitationsbedarf bestehe, scheine eine berufliche 

Integration zurzeit verfrüht (IV-act. 66 S. 44). In prognostischer Hinsicht 

führte Dr. med. M._____ aus, er gehe davon aus, dass nach einer 

stationären Rehabilitation und einer anschliessenden intensiven 

medizinischen Trainingstherapie während etwa drei Monaten die 

Arbeitsfähigkeit sukzessive gesteigert werden könne. Dabei gehe er davon 

aus, dass dann teilweise auch mittelschwere Tätigkeiten möglich sein 

würden. Ob wieder eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf erreicht 

werden könne, müsse noch offen bleiben (IV-act. 66 S. 45).

7.2.15 Dem Bericht von Dr. med. I._____ vom 1. September 2015 (IV-act. 76 S. 20 

f.) ist zu entnehmen, dass von Seiten des Unterschenkels nun von einer 

abgeschlossenen Konsolidation gesprochen werden könne. Von Seiten der 

chronischen Schmerzen im Sprunggelenk rechts mit Ausstrahlung in den 

Vorfuss fand eine Überweisung an den Fussorthopäden im Kantonsspital 

Graubünden statt. 

7.2.16 Dr. med. N._____, Chefarzt Orthopädie/Traumatologie am Kantonspital 

Graubünden, hielt in seinem Bericht vom 30. September 2015 (IV-act. 76 

S. 18 f.) folgenden Befund fest: Weitgehend reizlose ausgeprägte 

Vernarbungen im distalen Unterschenkelbereich rechts nach 

Osteosynthese mit Folgeoperationen bei Infektpseudarthrose. Hier 

- 27 -

bestehe distal der Narbe eine ausgeprägte Druckdolenz bereits auf leichte 

Palpation, insbesondere auch um den medialen Malleolus herum, 

weitgehend im Sinne einer Allodynie. Die OSG-Beweglichkeit sei 

unbelastet ordentlich erhalten und praktisch schmerzfrei möglich. Gutes 

Achsenalignement des Rückfusses. Chopart und weiter distal keine 

wesentliche Pathologie am Fuss erkennbar. Dr. med. N._____ führte 

betreffend Beurteilung aus, anamnestisch und klinisch habe er eher nicht 

den Eindruck, dass eine wesentliche Schmerzpathogenese seitens des 

oberen Sprunggelenkes zum gesamten Beschwerdebild beitrage. Rein 

strukturell sei diesbezüglich auch wenig gefunden worden, insbesondere 

nicht im MRI vom 12. Januar 2015 und auch nicht in den konventionellen 

Verlaufsaufnahmen des oberen Sprunggelenkes von heute. Dabei sei 

anzufügen, dass auch die primäre Verletzung nicht das Sprunggelenk 

betroffen habe, dafür aber zusammen mit der Infektsituation für eine 

erhebliche Weichteilproblematik am distalen Unterschenkel geführt habe. 

Insofern betrachte er es für sehr wahrscheinlich, dass ein 

Hauptbeschwerdeproblem weichteilbedingt allenfalls auch neuropathisch 

sein dürfte bei aktuell doch deutlicher Allodynie. Auf Empfehlung von Dr. 

med. N._____ erfolgte am 30. September 2015 eine Infiltration des oberen 

Sprunggelenkes im Kantonsspital Graubünden (IV-act. 76 S. 17). 

7.2.17 Im Bericht vom 26. Oktober 2015 (IV-act. 76 S. 15 f.) hielt Dr. med. N._____ 

fest, das gute Ansprechen auf die Testinfiltration bestätige an sich einen 

erheblichen artikulären Schmerz, welcher nicht klar zugeordnet werden 

könne. Die MRI-Untersuchung vom Januar dieses Jahres habe praktisch 

einen unauffälligen Gelenksbefund ergeben. Gemäss Ansicht von Dr. med. 

N._____ habe im MRI eine leichte Verschmälerung, insbesondere des 

anterioren Gelenkknorpels/Gelenkspaltes, bestanden. 

7.2.18 Gemäss Austrittsbericht des Zürcher Reha Zentrums Davos vom 30. 

November 2015 (IV-act. 76 S. 1 ff.) betreffend stationären Aufenthalt vom 

- 28 -

13. Oktober 2015 bis 17. November 2015 zuhanden des Vertrauensarztes 

der Suva litt der Kläger beim Eintritt an stechenden Schmerzen im linken 

Hüftgelenk, beim Gehen an zunehmenden Schmerzen und 

Schwellungsgefühl im rechten Fuss sowie an Schmerzen im rechten 

Hüftgelenk. Wegen den Schmerzen im rechten Fuss sei die Gehfähigkeit 

eingeschränkt. Am 17. November 2015 habe der Kläger in gutem 

Allgemeinzustand und verbesserter Beweglichkeit entlassen werden 

können. Dem Kläger wurde bis zum 1. Dezember 2015 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert (IV-act. 76 S. 4).

7.2.19 Im Bericht vom 14. Dezember 2015 (IV-act. 79) hielt Dr. med. I._____ fest, 

die veranlasste CT-Untersuchung zeige eine kleinere Knorpelläsion die 

allfällig für die Schmerzen verantwortlich sein könnte, da insbesondere die 

Testinfiltration durch Dr. med. N._____ kurzzeitig einen Erfolg gezeigt 

habe. Ob eine OSG-Arthroskopie wirklich den gewünschten Erfolg im Sinne 

einer Schmerzreduktion bringen werde, sei aktuell sehr fraglich und mit Dr. 

med. N._____ zu besprechen. Dr. I._____ attestierte aktuell eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50 %. 

7.2.20 Im Schreiben der Suva an den Rechtsvertreter des Klägers vom 5. Februar 

2016 wird festgehalten, dass die Arbeitsunfähigkeit weiterhin 100 % 

betrage (IV-act. 88 S. 9). 

7.2.21 Im Bericht vom 9. Februar 2016 (IV-act. 86) hielt Dr. med. N._____ was 

folgt fest: Erneut an sich recht diffuse Schmerzangabe im 

Knöchelbereich/OSG-Bereich sowohl anterior wie auch perimalleolär mit 

recht ausgeprägter Druckdolenz, was insgesamt etwas atypisch sei für 

einen artikulären Schmerz. Ebenfalls etwas atypisch und diskrepant sei 

dies zum geringen Chondropathie-Befund. MRI mässig bestehe eine 

minimale Gelenkstufe und eine kleine postero-medial umschriebene 

Knorpelläsion. Sowohl die etwas ausgeprägte Symptomatik wie auch die 

- 29 -

recht diffuse Schmerzlokalisation seien etwas auffällig und diskrepant zum 

pathomorophologischen Befund. Es stelle sich auch die Frage, ob nicht 

auch gewisse metallassoziierte Restbeschwerden differenzialdiagnostisch 

zu erwägen seien.

7.2.22 Am 9. März 2016 erfolgte erneut eine Infiltration des oberen 

Sprunggelenkes (IV-act. 89 S. 7). Im Bericht vom 19. April 2016 (IV-act. 89 

S. 9 f.) führte Dr. med. N._____ sodann aus, 1.5 Monate postoperativ zeige 

sich keine wesentliche Besserung der Schmerzsymptomatik nach OSG-

Infiltration rechts. Somit könne davon ausgegangen werden, dass die 

Hauptschmerzursache nicht artikulären Ursprungs sei. Unterstützt werde 

diese These aufgrund der unauffälligen bildgebenden Untersuchung, wo 

neben den konventionell-radiologischen Aufnahmen einer MRI-

Untersuchung sowie eine Arthro-CT-Untersuchung zur Beurteilung der 

chondralen Verhältnisse durchgeführt worden sei. Diese zeigten in der 

Arthro-CT-Untersuchung eine lediglich minime Stufenbildung bei Status 

nach Volkmann-Fraktur bei unauffälligen Knorpelverhältnissen. Von dieser 

Seite her könne dem Kläger keine Verbesserung angeboten werden. Nach 

Ansicht von Dr. med. N._____ seien die Hauptbeschwerden aufgrund der 

Weichteilveränderungen sowie neurogenen Charakters. Des Weiteren 

sähen sie eine weitere mögliche Schmerzursache aufgrund der doch sehr 

rigiden Platte, welche die Flexibilität des distalen Unterschenkels sicherlich 

behindere. Es sei deshalb als nächste mögliche Option eine 

Metallentfernung zu diskutieren. 

7.2.23 Mit Mitteilung vom 22. September 2016 schloss die IV-Stelle die beruflichen 

Massnahmen ab und hielt fest, trotz intensiver Begleitung und 

Unterstützung bei der Stellensuche sei es nicht gelungen, für den Kläger 

einen Arbeitsplatz im 1. Arbeitsmarkt zu finden (IV-act. 101). 

- 30 -

7.2.24 Der Kreisarzt der Suva, Dr. med. P._____, Facharzt Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, stellte in seinem Bericht betreffend 

kreisärztliche Untersuchung vom 1. November 2016 (IV-act. 106 S. 3) 

folgende Diagnosen (IV-act. 106 S. 9): Status nach Unterschenkelfraktur 

rechts 18. März 2013 mit komplexem Verlauf inkl. Infekt und Pseudarthrose 

an der Tibia, konsolidiert; im CT nachgewiesene minimale tibiale 

Gelenkstufe im OSG rechts, radiologisch ohne Arthrose und ohne 

Progredienz der degenerativen Veränderungen; Überlagerung der 

posttraumatischen Situation durch Adipositas, Gefässkrankheit und 

metabolisches Syndrom mit möglicherweise Polyneuropathie; chronisch 

rezidivierende Rücken- und Gesässschmerzen. Versicherungstechnisch 

könne vom sogenannten Endzustand ausgegangen werden, die 

Metallentfernung werde vom Kläger abgelehnt und dieser Eingriff sei durch 

die Suva nicht zu forcieren, da der Effekt der erneuten Massnahme nicht 

vorausgesagt werden könne und da ein erhöhtes Infektrisiko bestehe. Der 

Zustand des OSG klinisch und radiologisch lasse ebenfalls die Indikation 

zur Arthrodese des Gelenks nicht zu, auch wenn die Probeinfiltration 

während Stunden gemäss Angaben des Klägers zur Beschwerdefreiheit 

geführt habe. Der Kläger klage heute vornehmlich über erhebliche 

Beschwerden ventral über dem rechten OSG, die sowohl in Ruhe als auch 

bei Belastung auftreten und die auch zu einer Schlafstörung führen würden. 

Der Kläger sei dadurch gezwungen, häufig zwischen Liegen, Sitzen, 

Stehen und Gehen abzuwechseln, auch wenn zusätzlich 

belastungsabhängige Schmerzen geschildert würden. Auffällig sei die 

Angabe „brutale Schmerzen“ und daneben die Angabe, dass der Kläger 

keine Schmerzmedikamente brauche, dass der Lagewechsel sehr viel 

schneller und vollständiger die Schmerzen beeinflussen würden als das 

Schmerzmedikament. Am rechten Bein zeigten sich reizlose Narben bei 

deutlicher Hyperpigmentation; die Beweglichkeit der angrenzenden 

Kniegelenke und im OSG sei nicht wesentlich eingeschränkt. Radiologisch 

sei die Fraktur in ganz leichter Varusfehlstellung vollständig konsolidiert, 

- 31 -

das Metall liege stabil. Trotz nachgewiesener Gelenkstufe im CT sei 

radiologisch weder eine Arthrose noch eine Progredienz der degenerativen 

Veränderungen im OSG zu erkennen. Wegen der Nebenprobleme 

(Gefässkrankheit, möglicherweise Polyneuropathie) sei die Beurteilung 

zusätzlich erschwert durch die Diskrepanz zwischen subjektiven Angaben 

und objektiven Befunden. Dies würde auch durch eine zusätzliche 

Abklärung der Gefässe oder der vermuteten Polyneuropathie nicht 

erleichtert, so dass sich aus der Sicht der Unfallversicherung die 

Notwendigkeit einer ergänzenden Abklärung nicht ergebe. Die etwas 

diffusere Beurteilung komme in dieser Situation eh dem Kläger zugute (IV-

act. 106 S. 9). Betreffend Zumutbarkeitsprofil hielt Dr. med. P._____ fest, 

eine wechselbelastende Tätigkeit sitzend, stehend und kurzzeitig gehend 

wäre vollzeitig zumutbar. Längerdauerndes Treppensteigen oder längeres 

Gehen auf unebenem Boden sei dabei nicht zumutbar. Tragen sei 

kurzstreckig 10 bis höchstens 15 kg, Heben an Ort 15 bis höchstens selten 

25 kg zumutbar (IV-act. 106 S. 10). 

7.2.25 Vom 16. Januar 2017 bis 25. Januar 2017 war der Kläger erneut im 

Kantonsspital Graubünden hospitalisiert (IV-act. 125 S. 7 ff.). Dem 

Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 26. Januar 2017 (IV-

act. 125 S. 7 ff.) ist zu entnehmen, dass die Zuweisung durch Dr. med. 

J._____ zur PTA bei hochgradiger Beckenstenose rechts und 

hochgradigen Stenosen im Bereich der linken Unterschenkelarterien links 

mit infizierter Grosszehennekrose links erfolgt sei. Der Kläger berichte, seit 

ca. sieben Wochen eine nicht heilende Wunde am linken grossen Zehen 

zu haben. Er leide unter starken Schmerzen in der Nacht, welche sich bei 

Bewegung bessern würden. Eine Schmerzsymptomatik in den Beinen beim 

Gehen werde verneint. Eine längere Gehstrecke von mehreren 100 Metern 

sei gut möglich, werde jedoch durch Schmerzen im Sprunggelenk bei 

vorbestehender, plattenfixierter Trümmerfraktur limitiert (IV-act. 125 S. 10). 

Dem Bericht ist u.a. folgende Diagnose (IV-act. 125 S. 7) zu entnehmen:

- 32 -

1. Periphere arterielle Verschlusskrankheit vom Becken- und Oberschenkeltyp rechts 

und vom Becken und Unterschenkeltyp links ED 02/2014

- 2014 PTA der A. iliaca communis beidseits sowie der A. femoralis 

superficialis und A. poplitea rechts

Aktuell

- Duplexsonogrpahie vom 13. Januar 2017: A. fibularis links proximal 

verschlossen, hochgradige Stenose der A. tibialis anterior distal, A. tibialis 

posterior distal mit amplitudenreduziertem monophasischem Flussprofil, 

hochgradige Stenose der Beckengefässe rechts

- Grosszehennekrose links am ehesten auf dem Boden einer 

neuropathischen Druckstelle

- PTA am 17. Januar 2017: Stentangioplastie AIC rechts, AIC links und distale 

ATP

- TcPO2 vom 19. Januar 2017. 17mmHg am ehesten im Rahmen des Ödems 

falsch tief

- Rx. Fuss links vom 19. Januar 2017: Keine abgrenzbaren knöchernen 

Arrosionen oder Hinweise auf Osteitis / Osteomyelitis. Keine Fraktur, keine 

Luxation

7.2.26 Sodann war der Kläger aufgrund der Diagnose Periphere arterielle 

Verschlusskrankheit vom Becken- und Oberschenkeltyp rechts und vom 

Becken und Unterschenkeltyp links ED 02/2014 vom 3. März 2017 bis 

7. März 2017 in der Wochenklinik hospitalisiert (IV-act. 116 S. 1). Im 

Wochenklinik-Austrittsbericht vom 9. März 2017 hielten die Ärzte Dres. 

med. Q._____, Stv. Leitender Arzt Angiologie, und med. R._____, 

Assistenzärztin, beide am Kantonsspital Graubünden, fest, der elektive 

Eintritt sei zur PTA eines segmentalen Re-Verschlusses der distalen ATP 

bei Grosszehennekrose links erfolgt. Bei fehlenden Kontraindikationen 

habe die Intervention wie geplant am 6. März 2017 durchgeführt werden 

können (IV-act. 116 S. 2). 

7.2.27 In seinem Bericht vom 15. Mai 2017 (IV-act. 120) diagnostizierte Dr. med. 

J._____, eine arterielle Verschlusskrankheit vom Becken- und 

- 33 -

Oberschenkeltyp rechts und vom Becken- und Unterschenkeltyp links, 

kardiovaskuläre Risikofaktoren sowie weitere Diagnosen. Er hielt fest, 

einen sicheren Fortschritt im Bereich der Demarkationslinie der Grosszehe 

links könne man nicht feststellen. Der Kläger berichte weiterhin über, 

insbesondere nachts auftretende, Ruheschmerzen, die sich regelmässig 

durch etwas Umhergehen wieder bessern würden. Duplexsonographisch 

finde sich unverändert der segmentale distale A. tibialis posterior-

Verschluss links und zusätzlich eine relevante Stenose im Übergang der 

Tibialis anterior in die Dorsalis pedis links und nachgeschaltet dann der 

bekannte kollateralisierte Verschluss der A. dorsalis pedis. Entsprechend 

sei die Perfusionssituation im Bericht der II. Zehe nach wie vor links kritisch, 

die III. Zehe zeige eine leicht bis mässig reduzierte Ruheperfusion. 

7.2.28 Im Bericht vom 29. Juni 2017 (IV-act. 122) zuhanden der IV stellte Dr. med. 

J._____ folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

Grosszehennekrose links am ehesten auf dem Boden einer 

neuropathischen Druckstelle (ED 01/2017), eine arterielle 

Verschlusskrankheit vom Unterschenkeltyp links (ED 02/2014), eine 

respiratorische Partialinsuffizienz mit sekundärer Polyglobulie sowie 

insulinpflichtiger Diabetes Mellitus (ED 2012). Dr. med. J._____ attestierte 

in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als KFZ-Mechaniker ab dem 13. Januar 

2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bis auf weiteres. 

7.2.29 Dr. med. S._____, Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt in ihrem Bericht 

vom 29. August 2017 (IV-act. 125 S. 1 ff.) zuhanden der IV anamnestisch 

fest, dass der Kläger Mitte Dezember [2016; Anm. des Gerichts] eine kleine 

Läsion im Grosszehenbereich ursprünglich ausgelöst durch eine 

Druckstelle im Schuh bemerkt habe. Dr. med. S._____ stellte in ihrem 

Bericht u.a. folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

Arterielle Verschlusskrankheit vom Becken- und Oberschenkeltyp rechts 

und vom Becken- und Unterschenkeltyp links, aktuell chronische 

- 34 -

Grosszehenendgelenk-Endgliednekrose links, Status nach 

Rekanalisationsversuch A. Tibialis posterior links mit Drug-Eluting-Stent, 

Implantation-Reverschluss zum einen Desektions bedingt aber auch durch 

Instant-Restenose; diverse weitere kathetertechnische erfolglose 

Interventionsversuche zur Rekanalisation der A. Tibialis posterior; Status 

nach PTA der Aa. iliacae communes bds. sowie der A. Femoralis 

superficialis und A. poplitea rechts 2014; vaskuläre Risikofaktoren: 

Diabetes mellitus, Verdacht auf Dyslipidemie. Weiter ist dem Bericht zu 

entnehmen, dass aufgrund der schweren peripheren arteriellen 

Verschlusskrankheit grundsätzlich eine ungünstige Prognose bestehe. Die 

Risikofaktoren Diabetes und Hypertonie seien aktuell gut behandelt. Der 

Kläger sei bisher noch nicht in der Lage, den Nikotinabusus zu sistieren. 

Dies werde sicher mit zur Verschlechterung der Wundheilung beitragen (IV-

act. 125 S. 2). Aufgrund der Schwere der Wundstörung im Zehenbereich 

sei der Kläger weiterhin und auf unabsehbare Zeit 100 % arbeitsunfähig. 

Der Kläger könne aufgrund der Ruheschmerzen nur eine kurze Gehstrecke 

zurücklegen und sich körperlich nicht wesentlich belasten. Dadurch sei 

eine vermehrte Arbeitsfähigkeit nicht gegeben. Die bisherige Tätigkeit sei 

nicht zumutbar (IV-act. 125 S. 3).

7.2.30 Im Schreiben vom 9. Januar 2018 (IV-act. 133 S. 4 f.) zuhanden des 

Rechtsvertreters des Klägers führte Dr. med. J._____ aus, als 

Hauptdiagnose aus dem angiologischen Bereich sei ganz klar die arterielle 

Verschlusskrankheit vom Beckentyp beidseits und vom Unterschenkeltyp 

links zu nennen. Der Kläger habe eine schwere diffuse Veränderung 

insbesondere der Unterschenkel- und Fussarterien links. Hierdurch sei es 

nach einem eigentlich kleinen Trauma zu einer schweren 

Durchblutungsstörung der Grosszehe links mit nachfolgendem teilweisem 

Gewebsuntergang gekommen. Diese Veränderung bestehe nun seit über 

einem Jahr und sie hätten verschiedene Versuche unternommen, die 

Durchblutungssituation im Bereich des linken Vorfusses zu verbessern, 

- 35 -

leider bisher nicht mit wirklich durchschlagendem Erfolg. Aktuell würden 

neben der teilweisen Nekrose der Grosszehe links zusätzlich auch noch 

weitere Veränderungen im Bereich des linken Fusses (Ferse und 

Fusssohle) bestehen. Hierdurch sei der Kläger arbeitsunfähig, da auch 

längeres Sitzen oder Gehen für die Wundheilung sicherlich absolut 

kontraproduktiv sei. Von daher bestehe weiterhin keine Arbeitsfähigkeit 

auch in einer angepassten leichten Tätigkeit. Dies umso mehr, als sich der 

Kläger ja auch regelmässig zu entsprechenden Wundbehandlungen in 

einem Wundambulatorium vorstellen müsse. Dr. med. J._____ hielt 

abschliessend fest, dass er den Kläger aktuell auch wegen der 

bestehenden Wunden im Bereich des linken Fusses für nicht arbeitsfähig 

halte (IV-act. 133 S. 4 f.). 

7.2.31 Am 28. März 2018 erfolgte die Amputation der Grosszehe links im Spital 

F._____ (IV-act. 160 S. 6 f.).

8. Vorliegend kann die Frage nach der Bindungswirkung des 

Rentenentscheides der IV-Stelle vom 1. Juni 2018 (Bk-act. 6; vgl. 

Erwägung 4.6 hiervor) offen bleiben, da die Klage – wie nachfolgende 

Erwägungen zeigen werden - an der Voraussetzung des sachlichen 

Zusammenhangs scheitert. 

9.1 Betreffend die Situation im Zusammenhang mit der Unterschenkelfraktur 

rechts ist den Akten zu entnehmen, dass der Kläger am 18. März 2013 

einen Unfall erlitt und sich eine mehrfragmentäre Unterschenkelfraktur 

rechts zuzog. Aufgrund intraoperativer Probleme und einer 

Wundheilungsstörung verzögerte sich der Heilverlauf beträchtlich. Die 

Unfallfolgen führten gemäss dem Bericht der kreisärztlichen Untersuchung 

von Dr. med. P._____ vom 1. November 2016 zu einer vollständigen 

Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf des Klägers als Autoelektriker 

(IV-act. 106). Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. med. P._____ wäre 

- 36 -

dem Kläger hingegen unfallbedingt eine wechselbelastende Tätigkeit 

sitzend, stehend und kurzzeitig gehend vollzeitig zumutbar. 

Längerdauerndes Treppensteigen oder längeres Gehen auf unebenem 

Boden sei dabei nicht zumutbar. Tragen sei kurzstreckig 10 bis höchstens 

15 kg und Heben an Ort 15 bis höchstens selten 25 kg zumutbar (IV-act. 

106 S. 10). In unfallversicherungsrechtlicher Hinsicht erfolgte der 

Fallabschluss per Ende November 2016. Die Suva gewährte dem Kläger 

aufgrund der Unfallfolgen und gestützt auf den Bericht von Dr. med. 

P._____ vom 1. November 2016 ab Dezember 2016 eine Invalidenrente 

auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 24 % (Kl-act. 2). Die Parteien 

sind sich einig, dass es gestützt auf die Unfallfolgen nicht zu einer Invalidität 

gekommen wäre und für die heute bestehende Invalidität (fast) 

ausschliesslich die arterielle Verschlusskrankheit ursächlich ist.

9.2 Aus den medizinischen Akten ergibt sich in Bezug auf die arterielle 

Verschlusskrankheit Folgendes: In seinem Überweisungsschreiben vom 

10. März 2014 (IV-act. 30 S. 1 f.) an Dr. med. I._____ hielt der leitende Arzt 

Chirurgie des Spitals F._____ fest, die peripheren 

Durchblutungsverhältnisse seien in Ordnung, was die arteriellen Pulse 

angingen, trotzdem müsse von einer gewissen arteriosklerotischen 

Kompromittierung ausgegangen werden. Der Nachweis einer 

möglicherweise relevanten arteriellen Verschlusskrankheit rechts 

(Verdacht auf Mehretagenproblem Becken und Oberschenkel) tauchte 

sodann erstmals im Bericht von Dr. med. I._____ des Kantonsspitals 

Graubünden vom 17. März 2014 (IV-act. 30 S. 4) auf. Dies, nachdem Dr. 

med. J._____ am 17. März 2017 eine Duplexsonographie der Ober- und 

Unterschenkelarterien durchführte und in seinem Bericht vom 18. März 

2017 (Kl-act. 4) den Verdacht auf ein Mehretagenproblem rechts mit 

möglichweise relevanter vorgeschalteter Beckenstenose und sicherlich 

relevanter distaler A. femoralis superficialis Stenose rechts äusserte. 

Daraus geht hervor, dass eine arterielle Verschlusskrankheit rechts zwar 

- 37 -

diagnostiziert wurde, allerdings in diesem Zeitpunkt unklar war, inwiefern 

diese für die beim Kläger damals vorhandenen Gesundheitsschäden 

relevant war bzw. inwiefern diese überhaupt zu Einschränkungen führte. 

So hielt Dr. med. I._____ in seinem Bericht vom 17. März 2014 fest, 

massgeblich mitbeteiligt sei vermutlich auch noch eine nun neu 

nachgewiesene arterielle Verschlusskrankheit im Rahmen der bekannten 

Risikofaktoren (IV-act. 30 S. 5) und äusserte somit eine blosse Vermutung. 

Diesbezüglich erfolgte am 24. März 2014 eine Crossover PTA der mittleren 

A. femoralis superficialis und A. poplitea rechts sowie eine PTA der A. iliaca 

communis beidseits. Anschliessend hat sich ein verbessertes Resultat mit 

2-Gefäss-Run-off am rechten Unterschenkel gezeigt (IV-act. 32 S. 13). Den 

darauf folgenden Arztberichten während der Versicherungszeit inkl. 

Nachdeckung, mithin bis Ende Februar 2015, ist alsdann nichts mehr zu 

dieser Thematik zu entnehmen. So erfolgten die weiteren Hospitalisationen 

des Klägers vom 6. Mai 2014 bis 17. Mai 2014 im Kantonsspital 

Graubünden zur definitiven Osteosynthese (IV-act. 32 S. 19 f.) und vom 17. 

Mai 2014 bis 21. Juni 2014 in der Zürcher Höhenklinik Davos zur 

muskuloskelettalen Rehabilitation (IV-act. 32 S. 24 f.). Ferner berichtete Dr. 

med. I._____ am 18. Juni 2014 (IV-act. 32 S. 22 f.), 29. Juli 2014 (IV-act. 

35 S. 1 f.), 15. September 2014 (IV-act. 35 S. 3 f.) und 22. Oktober 2014 

(IV-act. 35 S. 5 f.), dass der Kläger im Bereich des rechten Unterschenkels 

annährend/praktisch beschwerdefrei sei bzw. sich regelrechte Verhältnisse 

zeigten. Hinzutraten allerdings Schmerzen im Bereich der linken Hüfte, 

welche nicht effektiv zugeordnet werden konnten. Die Ursache der 

Schmerzen im Bereich der linken Hüfte wurden von Dr. med. I._____ im 

Juni 2014 zunächst einer Fehlbelastung zugeschrieben (vgl. IV-act. 35 S. 

1 f.). Im September 2014 äusserte dieser sodann den Verdacht auf eine 

rezidivierende ISG-Blockade links (vgl. IV-act. 35 S. 3 f.). Dr. med. R._____ 

vertritt in seinem Bericht vom 3. November 2014 (IV-act. 66 S. 58 f.) sodann 

die Ansicht, dass die entzündlichen Veränderungen der ISG vor allem 

rechtsseitig am ehesten mit einer ankylosierenden Spondylitis vereinbar 

- 38 -

seien. Eine klare Diagnose wurde diesbezüglich nicht gestellt. Auch die im 

Januar 2015 hinzugetretenen belastungsabhängigen Schmerzen im 

rechten Sprunggelenk (vgl. IV-act. 66 S. 62) konnten keinem Korrelat im 

MRI zugewiesen werden (vgl. IV-act. 47 S. 3 f.) und fehlte es diesbezüglich 

an einer Diagnose während der Versicherungszeit.

In der Zeit bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses inkl. einmonatiger 

Nachdeckung, mithin bis Ende Februar 2015, ergeben sich aus den 

medizinischen Akten überdies keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass bereits 

während der Anstellungszeit wegen der arteriellen Verschlusskrankheit 

eine relevante Arbeitsunfähigkeit eingetreten wäre. Dr. med. M._____ ist 

der erste Arzt der sich in seinem rheumatologischen Gutachten vom 26. 

Mai 2015 (IV-act. 66 S. 36) eindeutig zur Auswirkung der peripheren 

Verschlusskrankheit auf die Arbeitsfähigkeit äusserte. Dieser hielt als 

Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine generalisierte 

Arteriosklerose mit/bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit ED 

02/2014 und Status nach PTA Stenosen Aa. femoralis, poplitealis und iliaca 

communis rechts am 23. April [recte: 24. März] 2014 und den 

Risikofaktoren Nikotinabusus, metabolisches Syndrom fest. Zuvor wurde 

dem Kläger vom 21. April 2014 bis 6. Mai 2014 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestiert, nachdem er vom 20. März 2014 bis zum 19. 

April 2014 aufgrund der Stressfraktur im Kantonsspital Graubünden 

hospitalisiert war (IV-act. 32 S. 13). Eine erneute Hospitalisation des 

Klägers fand vom 6. Mai 2014 bis 17. Mai 2014 statt, wobei diese zur 

definitiven Osteosynthese erfolgte (IV-act. 32 S. 19 f.). Auch der Aufenthalt 

in der Zürcher Höhenklinik Davos vom 17. Mai 2014 bis 21. Juni 2014 

diente der muskuloskelettalen Rehabilitation und damit überwiegend 

wahrscheinlich den unfallbedingten Folgen (IV-act. 32 S. 24 f.). In seinem 

Verlaufsbericht vom 15. September 2014 stellte Dr. med. I._____ eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit sicherlich in den nächsten vier Wochen fest, 

um eine Gehschulung und ein Auftrainieren der Muskulatur mit Hilfe von 

- 39 -

Physiotherapie zu absolvieren (IV-act. 35 S. 4). Daraus geht auch keine 

Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Verschlusskrankheit hervor. Soweit der 

Kläger in diesem Zusammenhang vorbringt, dass in jenem Zeitpunkt 

bereits aufgrund des Unfalles vom 18. März 2013 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, weshalb es keine Veranlassungen 

gegeben habe, von den die Krankheiten behandelnden Ärzten eine 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung einzufordern, ist dem entgegenzuhalten, 

dass in der Regel eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit 

zum rechtsgenüglichen Nachweis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten 

Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen verlangt wird (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts B 152/06 vom 11. Februar 2008 E.6.3). Eine solche liegt 

hier aber gerade nicht vor. Im Übrigen deckt sich die Beurteilung von Dr. 

med. M._____ mit derjenigen von Dr. med. J._____ vom 29. Juni 2017 (IV-

act. 122), welcher trotz diagnostizierter arterieller Verschlusskrankheit vom 

Becken- und Oberschenkeltyp rechts und vom Becken- und 

Unterschenkeltyp links lediglich letztgenannte als Diagnose mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit nannte. 

In Würdigung der medizinischen Akten ist festzuhalten, dass nicht erstellt 

ist, ob bzw. falls ja in welchem Umfang die diagnostizierte periphere 

arterielle Verschlusskrankheit rechts für die beim Kläger während des 

Vorsorgeverhältnisses vorhandenen Gesundheitsschäden relevant war 

und die Arbeitsfähigkeit des Klägers beeinflusste. 

9.3 Erst im Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 26. Januar 

2017 (IV-act. 125 S. 8) wurde zusätzlich zur bereits im 2014 

diagnostizierten peripheren arteriellen Verschlusskrankheit vom Becken- 

und Oberschenkeltyp rechts erstmals eine periphere arterielle 

Verschlusskrankheit vom Becken- und Unterschenkeltyp links mit infizierter 

Grosszehennekrose diagnostiziert. In diesem Zusammenhang ist 

festzuhalten, dass gemäss dem Austrittsbericht der Kläger beim Gehen 

- 40 -

über keine Schmerzen in den Beinen klagte und längere Gehstrecken von 

mehreren 100 Metern gut möglich, jedoch durch Schmerzen im 

Sprunggelenk bei vorbestehender, plattenfixierter Trümmerfraktur limitiert 

waren (IV-act. 125 S. 10). Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit nannte Dr. med. J._____ in seinem Bericht von 29. Juni 

2017 (IV-act. 122) die Grosszehennekrose links am ehesten auf dem 

Boden einer neuropathischen Druckstelle, eine arterielle 

Verschlusskrankheit vom Unterschenkeltyp links, eine respiratorische 

Partialinsuffizienz mit sekundärer Polyglobulie sowie insulinpflichtiger 

Diabetes Mellitus. Die arterielle Verschlusskrankheit rechts und auch die 

arterielle Verschlusskrankheit vom Beckentyp links wurde dagegen nicht 

festgehalten. Gestützt auf diese genannten Diagnosen attestierte Dr. med. 

J._____ dem Kläger in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als KFZ-

Mechaniker ab dem 13. Januar 2017 bis auf weiteres eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit. Dass lediglich die arterielle Verschlusskrankheit vom 

Unterschenkeltyp links und nicht auch diejenige vom Becken- und 

Oberschenkeltyp rechts zur Arbeitsunfähigkeit führt, bestätigt Dr. med. 

J._____ auch in seinem Schreiben vom 9. Januar 2018, soweit er ausführt, 

aktuell bestehen neben der teilweisen Nekrose der Grosszehe links 

zusätzlich auch noch weitere Veränderungen im Bereich des linken Fusses 

(Ferse und Fusssohle). Hierdurch sei der Kläger arbeitsunfähig, da auch 

längeres Sitzen oder Gehen für die Wundheilung sicherlich absolut 

kontraproduktiv sei. Von daher bestehe weiterhin keine Arbeitsfähigkeit 

auch in einer angepassten leichten Tätigkeit. Er halte den Kläger aktuell 

auch wegen der bestehenden Wunden im Bereich des linken Fusses für 

nicht arbeitsfähig (IV-act. 133 S. 4 f.). Auch Dr. med. S._____ sieht eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit aufgrund der Schwere der Wundstörung im 

Zehenbereich und damit wegen der Zehennekrose (IV-act. 125 S. 3). 

In Würdigung dieser weiteren medizinischen Akten ist festzuhalten, dass 

erst im Jahr 2017 ärztliche Atteste vorliegen, die aufgrund der arteriellen 

- 41 -

Verschlusskrankheit links eine Arbeitsunfähigkeit ausweisen. Die 

krankheitsbedingte Erwerbsunfähigkeit ist folglich auf die Folgen der 

arteriellen Verschlusskrankheit links, mithin die Nekrose der Grosszehe 

links und die weiteren Veränderungen im Bereich des linken Fusses, 

zurückzuführen, wobei die nicht heilende Wunde am linken grossen Zehen 

erst seit Dezember 2016 bestand (IV-act. 125 S. 10). 

In seinem Schreiben vom 25. April 2017 (IV-act. 115) an die IV hält der 

Kläger alsdann selber fest, dass in den letzten Monaten zusätzliche 

schwere krankhafte Beschwerden hinzugekommen seien, das heisse in 

erster Linie die periphere arterielle Verschlusskrankheit links (der Suva-

versicherte Unfall habe das rechte Bein betroffen), welche nach Aussagen 

der Ärztin, Dr. med. S._____, seit Monaten eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten zur Folge habe. Damit geht der 

Kläger selbst davon aus, dass die arterielle Verschlusskrankheit links etwas 

Neues ist und sich erst kürzlich bemerkbar machte.

9.4 Nach dem Gesagten erübrigen sich auch die vom Beschwerdeführer 

beantragten ergänzenden Abklärungen (Edition der Suva-Akten; Einholung 

medizinischer Bericht bei Dr. med. J._____; gerichtliches Gutachten zur 

Beurteilung der gesundheitlichen Entwicklung des Klägers seit 18. März 

2013), weil davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, welche zu 

einem anderen Ergebnis führen würden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. 

BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 122 V 157 E.1d). Im Übrigen gilt im 

Klageverfahren nach BVG der durch die Mitwirkungspflichten der Parteien 

eingeschränkte Untersuchungsgrundsatz (Art. 73 Abs. 2 BVG; Urteil des 

Bundesgerichts 9C_255/2018 vom 31. Oktober 2018 E.5.3). 

9.5 Damit ist festzuhalten, dass ein sachlicher Zusammenhang zwischen dem 

während der Versichertenzeit bei der Beklagten eingetretenen 

Gesundheitsschaden und jenen Körperschädigungen, welche nachfolgend 

- 42 -

zur Invalidität führten, nur in Bezug auf die Unfallfolgen gegeben ist, nicht 

hingegen in Bezug auf die arterielle Verschlusskrankheit. Damit wäre die 

Beklagte nur für jene Invalidität zuständig, welche sich aus den Unfallfolgen 

ergibt. Da die reinen Unfallfolgen ab Dezember 2016 zu keiner 

berufsvorsorgerechtlich relevanten Invalidität führen (vgl. Kl-act. 2 und 3) 

und zuvor eine Überentschädigung resultiert, ist die Beklagte vorliegend 

nicht leistungspflichtig. 

10. Aus dem Gesagten folgt, dass der Kläger mit seinen Begehren mangels 

Vorliegens eines engen sachlichen Zusammenhangs zwischen der 

während der Versicherungsdeckung eingetretenen relevanten 

Arbeitsunfähigkeit und der Invalidität nicht durchgedrungen ist, weshalb die 

Klage abzuweisen ist. Unter diesen Umständen erübrigt sich, die weiteren 

Vorbringen der Parteien wie zeitlicher Zusammenhang und Höhe des 

Verzugszinses einer Beurteilung zu unterziehen.

11. Gestützt auf Art. 73 Abs. 2 BVG sind für das vorliegende Verfahren keine 

Kosten zu erheben. Der Beklagten steht als obsiegender 

Vorsorgeeinrichtung praxisgemäss keine Parteientschädigung zu, da dem 

Kläger weder mutwillige noch leichtsinnige Prozessführung vorzuwerfen ist 

vgl. BGE 126 V 143 E.4b; VETTER-SCHREIBER, BVG/FZG-Kommentar, 

3. Aufl., Zürich 2013, Art. 73 N 55 f.). 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

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4. [Mitteilungen]