# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3e329c96-2d15-508b-a64e-7a105581f6d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.05.2020 E-2036/2020
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2036-2020_2020-05-07.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-2036/2020 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  7 .  M a i  2 0 2 0  

Besetzung 
 Einzelrichterin Christa Luterbacher, 

mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch; 

Gerichtsschreiberin Patricia Petermann Loewe. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea, 

vertreten durch Alfred Ngoyi Wa Mwanza, 

BUCOFRAS Consultation juridique pour étrangers, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Familienzusammenführung (Asyl) zugunsten von B._______, 

geboren am (…), Eritrea; 

Verfügung des SEM vom 16. März 2020. 

 

 

 

E-2036/2020 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer A._______ ist gemäss eigenen Angaben im August 

2011 illegal aus Eritrea in den Sudan ausgereist, wo er sich anschliessend 

rund drei Jahre aufgehalten habe. Am 31. Juli 2014 sei er in die Schweiz 

eingereist, wo er tags darauf um Asyl nachsuchte (Akten N 584 886, B7 

S. 7). Mit Verfügung vom 2. Oktober 2019 anerkannte das Staatssekreta-

riat den Beschwerdeführer als Flüchtling und gewährte ihm Asyl. 

B.  

Mit Eingabe vom 21. Februar 2020 ersuchte der Beschwerdeführer ge-

stützt auf Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG (SR 142.31) beim SEM um Bewilli-

gung des Nachzugs seines Sohnes B._______, welcher sich aktuell in Äthi-

opien aufhalte und bei Bekannten wohne. 

C.  

Am 26. Februar 2020 forderte das SEM den Beschwerdeführer auf, an-

hand aufgeführten Fragen den Sachverhalt genauer darzulegen. 

D.  

Mit Eingabe vom 9. März 2020 reichte er eine diesbezügliche Stellung-

nahme ein und führte im Wesentlichen aus, dass sein Sohn erst nach sei-

ner Ausreise aus Eritrea geboren worden und hauptsächlich bei seinen 

Grosseltern mütterlicher- wie väterlicherseits aufgewachsen sei. Seit des-

sen Kindheit habe der Beschwerdeführer stets Kontakt mit ihm gehalten 

und helfe ihm – seit er als Flüchtling anerkannt worden sei – auch in finan-

zieller Weise. Die Kindsmutter und Partnerin des Beschwerdeführers 

C._______ lebe derzeit in [europäischer Staat D._______], weshalb das 

Sorgerecht noch nicht geregelt sei. Der Beschwerdeführer beteuerte je-

doch, seine Partnerin heiraten und das Sorgerecht gemeinsam ausüben 

zu wollen. 

Der Eingabe lagen – soweit ersichtlich jeweils in Kopie – folgende Unterla-

gen bei: eine Vollmacht von C._______ (geboren am […], mit derzeitigem 

Aufenthaltsort in D._______ mit Datum vom (…) März 2020; eine Bestäti-

gung der Registrierung von B._______ im (…) Camp von UNHCR (UN-

Hochkommissariat für Flüchtlinge) in Äthiopien (Tigray Region) vom 

27. November 2019; ein «Birth, Baptism, Holy Myron & Holy Communion 

Certificate» der Catholic Eparchy (…) (ohne Übersetzung); eine Seite ei-

nes Reiseausweises von D._______ von C._______ (ausgestellt am 

2. März 2017); eine Aufenthaltsgenehmigung D._______ in Form einer 

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Seite 3 

Aufenthaltserlaubnis von C._______ (ausgestellt am 2. März 2017 und gül-

tig bis am 1. März 2020); eine Bescheinigung der Kreisverwaltung (…) 

(D._______) vom 27. Februar 2020, aus der die Weitergeltung der Aufent-

haltserlaubnis von C._______ bis zum 1. März 2022 hervorgeht, sowie ver-

schiedene Fotos. 

E.  

Mit Verfügung vom 16. März 2020 – eröffnet am 18. März 2020 – verwei-

gerte das SEM die Erteilung einer Einreisebewilligung für B._______ und 

lehnte das Gesuch um Familienzusammenführung ab. 

F.  

Mit Eingabe vom 14. April 2020 (Poststempel: 15. April 2020) erhob der 

Beschwerdeführer durch seinen Rechtsvertreter Beschwerde beim Bun-

desverwaltungsgericht und beantragte, unter Aufhebung der Verfügung 

vom 16. März 2020 sei die Einreise seines Sohnes zwecks Familienzusam-

menführung zu bewilligen (Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG). Eventualiter sei die 

Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. In verfah-

rensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung einhergehend mit dem Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses sowie um Bestellung der Person des Rechtsvertreters 

als amtliche Rechtsverbeiständung. Als Beilage reichte er eine Kopie des 

Gesuchs um Familienzusammenführung zugunsten von C._______ vom 

20. März 2020 sowie eine Fürsorgebestätigung der Gemeinde (…) vom 

31. März 2020 zu den Akten. 

G.  

Am 23. April 2020 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht den Eingang 

der Beschwerde. 

H.  

Die vorinstanzlichen Akten lagen dem Bundesverwaltungsgericht am 

16. April 2020 in elektronischer Form (Gesuch um Familienzusammenfüh-

rung) und am 21. April 2020 in Papierform (Asylakten N […]) vor (vgl. 

Art. 109 Abs. 6 AsylG). 

 

  

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet. 

1.2 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht worden. Der 

Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 

durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Er ist 

daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und Art. 108 

Abs. 6 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG (vgl. BVGE 2014/26 

E. 5). 

3.  

Über offensichtlich unbegründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachste-

hend aufgezeigt, handelt es sich um eine solche, weshalb das Urteil nur 

summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG). 

Gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG wurde auf die Durchführung eines 

Schriftenwechsels verzichtet. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG werden Ehegatten von Flüchtlingen und 

ihre minderjährigen Kinder als Flüchtlinge anerkannt und erhalten Asyl, 

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Seite 5 

wenn keine besonderen Umstände dagegen sprechen. Anspruchsberech-

tigte Personen nach Art. 51 Abs. 1 AsylG haben gemäss Art. 51 Abs. 4 

AsylG einen Anspruch auf Erteilung einer Einreisebewilligung, sofern sie 

sich noch im Heimatstaat oder im Ausland aufhalten und durch die Flucht 

des in der Schweiz asylberechtigten Flüchtlings getrennt wurden (vgl. 

BVGE 2012/32 E. 5.1). Die Erteilung einer Einreisebewilligung setzt eine 

vorbestandene Familiengemeinschaft sowie die fest beabsichtigte Famili-

envereinigung in der Schweiz voraus. Zweck der Bestimmung von Art. 51 

Abs. 4 AsylG ist folglich einzig die Wiedervereinigung von im Zeitpunkt der 

Flucht aus dem Heimatstaat vorbestandenen Familiengemeinschaften 

(vgl. BVGE 2018 VI/6 E. 5.1 m.w.H.). Als «Zeitpunkt der Flucht» gilt dabei 

die asylrechtlich relevante Ausreise aus dem Heimatland. 

4.2 Die Vorinstanz begründete die Ablehnung des Familienasyls gemäss 

Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG dahingehend, dass der Beschwerdeführer im 

August 2011 und somit vor der Geburt seines Sohnes im (…) aus Eritrea 

ausgereist sei. Folglich habe für beide nie die Möglichkeit bestanden, in 

einem gemeinsamen Haushalt zu leben und eine intakte Familiengemein-

schaft zu bilden. Sein Sohn habe bis zur eigenen Ausreise bei seinen Gros-

seltern gelebt, welche auch vollumfänglich für dessen Lebensunterhalt auf-

gekommen seien. Seit der Ausreise des Beschwerdeführers aus Eritrea 

seien überdies mittlerweile neun Jahre vergangen. Aufgrund dieser langen 

Zeit, in welcher er seinen Sohn nicht gesehen habe, könne nicht von einer 

gelebten Vater-Sohn-Beziehung ausgegangen werden; der Kontakt be-

stehe erst, seit dieser vier oder fünf Jahre alt gewesen sei. Demzufolge 

könne auch die Bedingung «Trennung durch Flucht» im vorliegenden Fall 

nicht bejaht werden. 

Schliesslich wies das SEM darauf hin, dass stets die Grosseltern als Be-

zugspersonen für den Sohn gegolten hätten. Dem Kindswohl könne nicht 

Rechnung getragen werden, wenn dieser aus seinem bekannten Umfeld 

herausgerissen werde, zumal der Beschwerdeführer seinen Sohn noch nie 

gesehen habe. Weshalb der Sohn schon vor der Gewährung einer Einrei-

sebewilligung nach Äthiopien ausgereist sei, sei vorliegend nicht zu behan-

deln, weil dieser Umstand nichts an der erwähnten Sachlage ändere. 

4.3 Auf Beschwerdeebene erklärte der Beschwerdeführer, dass er seit 

dem Jahr 2010 bis zu seiner Ausreise aus Eritrea im August 2011 mit der 

Kindsmutter C._______ in einer stabilen Beziehung zusammengelebt 

habe; sie seien traditionell verheiratet gewesen («mariage coutumier»). Als 

er im August 2011 aus Eritrea ausgereist sei, sei seine Partnerin bereits mit 

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Seite 6 

dem gemeinsamen Kind schwanger gewesen. Stets habe er Kontakt zu 

seiner Partnerin und seinem Sohn gehalten. Folglich könne nicht gesagt 

werden, es habe keine Familiengemeinschaft bestanden und die Familie 

sei nicht durch seine Flucht getrennt worden. Eine Familienzusammenfüh-

rung im Sudan sei ferner aufgrund der schwierigen Umstände nicht mög-

lich gewesen. C._______ sei im Jahr 2014 aus Eritrea ausgereist; sie lebe 

heue in D._______ mit einer Aufenthaltserlaubnis. Der gemeinsame Sohn 

sei bei den Grosseltern in Eritrea geblieben; seit Oktober 2019 lebe er in 

Äthiopien in schwierigen Umständen und ohne angemessene Pflege, seit 

die Schwester des Beschwerdeführers nach Eritrea zurückgekehrt sei; in-

des werde er so gut als möglich durch den Beschwerdeführer unterstützt. 

Die Familie – bestehend aus dem Beschwerdeführer, der Kindsmutter und 

dem gemeinsamen Sohn – wolle sich nun wieder zusammenfinden und ihr 

gemeinsames Familienleben wiederaufnehmen, weshalb der Beschwerde-

führer am 20. März 2020 auch für seine Partnerin ein Gesuch um Famili-

enzusammenführung bei der Vorinstanz eingereicht habe. 

Der Beschwerdeführer bemängelte überdies in formeller Hinsicht, dass das 

SEM seine Beziehung zur Kindsmutter einerseits und zum gemeinsamen 

Sohn andererseits nur ungenügend abgeklärt habe. Ferner habe es seine 

Untersuchungspflicht verletzt, indem es versäumt habe, die schwierigen 

Umstände des Beschwerdeführers im Sudan – in dieser Zeit habe er aus 

dem Ausland ein Asylgesuch eingereicht (aArt. 20 AsylG), welches mit Ver-

fügung vom 30. Mai 2014 abgelehnt wurde – sachgerecht zu klären. 

5.  

Grundsätzlich ist die Rüge der mangelhaften Sachverhaltsabklärung vorab 

zu prüfen, da ein allenfalls ungenügend abgeklärter Sachverhalt eine ma-

terielle Behandlung verunmöglichen würde. Vorliegend kann von einer un-

zureichenden Sachverhaltserstellung durch die Vorinstanz nicht die Rede 

sein, denn die Situation des Beschwerdeführers im Sudan vor seiner Ein-

reise in die Schweiz sowie die Gründe, weshalb sich die Familie dort nicht 

habe vereinigen können, sind für das vorliegende Verfahren mit Blick auf 

Art. 51 Abs. 4 AsylG nicht massgebend. Auch ist die Beziehung des Be-

schwerdeführers zu seiner in D._______ lebenden Partnerin für das vorlie-

gende Verfahren nicht von entscheidender Bedeutung; im Vordergrund 

steht alleine die Beziehung des Beschwerdeführers zu seinem Sohn 

B._______. Das Gesuch um Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist 

folglich abzuweisen. 

  

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Seite 7 

6.  

6.1 Die Vorbringen des Beschwerdeführers zur Begründung seines Nach-

zugsgesuchs vermögen nicht zu überzeugen.  

Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer im August 2011 aus 

Eritrea ausgereist ist. Anlässlich seiner Befragung vom 14. August 2014 

brachte er vor, ledig zu sein und ein uneheliches Kind zu haben (Akten 

N 584 886, B7 S. 3), welches damals bei seiner Mutter namens C._______ 

in (…) gelebt habe (Akten N […], B7 S. 5). Von einer Ehegemeinschaft war 

nicht die Rede. Auch im Rahmen des Ausland-Asylgesuchs hatte der Be-

schwerdeführer angegeben, bei seiner Ausreise habe er seine schwangere 

Freundin («my pregnant girl-friend») in Eritrea zurückgelassen; das Kind 

sei im (…) geboren und lebe (zum Zeitpunkt des Schreibens von März 

2014) zusammen mit der Mutter bei den Grosseltern (vgl. Akten N […], A1 

und A7 S. 1). 

Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer vor der Geburt seines Sohnes 

im (…) Eritrea verlassen hat. Damit ist die Voraussetzung von Art. 51 

Abs. 4 AsylG nicht erfüllt, dass zwischen dem in der Schweiz asylberech-

tigten Flüchtling und dem Kind, für das der Einbezug beantragt wird, eine 

effektive Familiengemeinschaft vor der Flucht bestanden haben muss. 

6.2 Der implizite Einwand des Beschwerdeführers (S. 5 f. der Beschwer-

deschrift), die Familienmitglieder seien aus einem zwingenden Grund 

durch die unumgängliche Flucht des Beschwerdeführers aus Eritrea ge-

trennt worden, ist ebenfalls zu verneinen. Zwar ist es möglich, dass bei 

Familien, die bereits vor der Ausreise des asylberechtigten Mitglieds im 

Heimatstaat getrennt lebten, gleichwohl von einer vorbestandenen geleb-

ten Familiengemeinschaft auszugehen ist, wenn zwingende Gründe für 

das Getrenntleben in der Heimat vorgelegen haben (vgl. BVGE 2018 VI/6 

E. 5.2 m.H.a. Urteil BVGer D-982/2016 vom 10. September 2018 E. 5.2.1). 

Bei der Konstellation des Beschwerdeführers liegt indes, weil das Kind im 

Zeitpunkt seiner Ausreise im August 2011 noch ungeboren war und er mit 

diesem in Eritrea nie zusammenlebte, diesbezüglich keine Trennung durch 

einen zwingenden Grund im Heimatland vor. 

6.3 Zusammengefasst lag zwischen dem Beschwerdeführer und seinem 

Sohn in Eritrea kein Familienleben vor. Dieses konnte somit auch nicht 

durch eine Flucht ins Ausland getrennt werden. Die Einreisebewilligung 

dient der Wiederherstellung von Familiengemeinschaften, welche durch 

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Seite 8 

eine Flucht getrennt wurden, hingegen nicht – wie dies vorliegend der Fall 

wäre – der Aufnahme von neuen Beziehungen. 

6.4 Die Voraussetzungen der asylrechtlichen Familienzusammenführung 

sind somit nicht erfüllt und die Vorinstanz hat zu Recht das Gesuch um 

Einreisebewilligung zugunsten des Sohnes B._______ und um dessen 

Einbezug in die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers gestützt 

auf Art. 51 Abs. 1 und 4 AsylG abgelehnt. 

6.5 Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass es dem Be-

schwerdeführer offensteht, bei den dafür zuständigen kantonalen Migrati-

onsbehörden ein Gesuch um Familiennachzug gestützt auf Art. 44 AIG 

(SR 142.20) einzureichen (vgl. BVGE 2017 VI/4 E. 3.1 m.H.a. BGE 139 I 

330 E. 1.3.2 ff; Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 

Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 8 und EMARK 2002 Nr. 6). 

7.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

8.  

8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 750.– 

festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kos-

ten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

8.2 Die gestellten Rechtsbegehren erweisen sich nach dem Gesagten als 

aussichtslos, weshalb das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 

Prozessführung unabhängig von der prozessualen Bedürftigkeit des Be-

schwerdeführers abzuweisen ist (Art. 65 Abs. 1 VwVG). Mit dem Entscheid 

in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses gegenstandslos geworden. 

8.3 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeistän-

dung wäre nach Art. 65 Abs. 2 VwVG zu beurteilen (vgl. Art. 102m Abs. 2 

AsylG). 

Nachdem die Beschwerdebegehren als aussichtslos bezeichnet werden 

müssen, kommt indessen auch eine Gewährung der unentgeltlichen 

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Seite 9 

Rechtsverbeiständung nicht in Frage, und auch dieses Gesuch ist abzu-

weisen. 

 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christa Luterbacher Patricia Petermann Loewe 

 

 

Versand: