# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fb1fb553-f64e-59fa-996d-b6922d694db4
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-15
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 15.09.2015 II 2014 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2014-58_2015-09-15.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2014 58

Entscheid vom 15. September 2015 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi und Dr.iur. Frank Lampert, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

1. Gemeinderat Wangen, Postfach 264, 8855 Wangen SZ,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. C.________,

2. Wasserversorgung Wangen, Postfach 122, 8855 Wangen 
SZ,
Beschwerdegegnerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. D.________,

Gegenstand Kausalabgaben (Anschlussgebühren Wasserversorgung)

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Sachverhalt:

A. Der Gemeinderat Wangen erteilte der A.________ AG am 12. Juli 2007 die 
Baubewilligung für den Neubau einer Produktions-/ Fabrikationshalle mit Büros 
im E.________ __ in Wangen (KTN __01, GB Wangen) unter Auflagen und 
Bedingungen. Mit Verfügung vom 29. August 2007 erteilte die Wasserversorgung 
Wangen der A.________ AG die Anschlussbewilligung für Wasser und stellte ihr 
nach Massgabe der Gebäudekubatur Anschlussgebühren von Fr. 165'831.70 
(23'135 m2 zu Fr. 7.-- entsprechend Fr. 161'945.-- zuzüglich 2.4% MwSt 
entsprechend Fr. 3'886.70) in Rechnung. 

Hiergegen liess die A.________ AG am 20. September 2007 beim Gemeinderat 
Wangen Einsprache (recte: Beschwerde) erheben. Sie machte geltend, 
einerseits bestehe mit dem Reglement für Wasserabgabe vom 31. März 2007 
und dem Gebührentarif der Wasserversorgung Wangen keine genügende 
gesetzliche Grundlage für die eingeforderten Gebühren, anderseits verstosse die 
Abgabe gegen das Äquivalenzprinzip. Zudem sehe das Reglement in Art. 62 
Abs. 8 vor, dass für besondere Fälle eine Sonderregelung zu treffen sei. Ein 
solcher besonderer Fall sei aufgrund der unterdurchschnittlichen Wassernutzung 
(Fabrikation ohne Wasser; Lagernutzung der Halle; Unternutzung der 
Büroflächen) des Betriebs gegeben. Im Rahmen eines zweiten 
Schriftenwechsels machte die A.________ AG zusätzlich eine Verletzung des 
Kostendeckungsprinzips geltend. 

Mit Beschluss Nr. 529 vom 8. Oktober 2009 wies der Gemeinderat Wangen die 
Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der A.________ 
AG ab. 

Gegen diesen Beschluss liess die A.________ AG mit Eingabe vom 3. 
November 2009 beim Regierungsrat des Kantons Schwyz 
Verwaltungsbeschwerde erheben, welche mit Verfügung vom 10. November 
2009 gestützt auf § 52 der Verordnung über die Verwaltungsrechtspflege vom 6. 
Juni 1974 (VRP; SRSZ 234.110; heute Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, 
VRP) als Sprungbeschwerde zum Entscheid ans Verwaltungsgericht überwiesen 
wurde. Dieses wies die Beschwerde mit VGE II 2009 125 vom 18. März 2010 ab 
(Disp.-Ziff. 1), auferlegte die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.-- der A.________ 
AG (Disp.-Ziff. 2) und verpflichtete diese, der Wasserversorgung Wangen eine 
Parteientschädigung von Fr. 1'800.-- zu bezahlen (Disp.-Ziff. 3). 

B. Das Bundesgericht hiess die von der A.________ AG gegen den VGE II 
2009 125 vom 18. März 2010 erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-
gelegenheiten mit Urteil 2C_404/2010 vom 20. Februar 2012 gut, soweit darauf 

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einzutreten war, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur 
Neubeurteilung ans Verwaltungsgericht zurück (Disp.-Ziff. 1). 

C. Mit VGE II 2012 30 vom 6. März 2012 entschied das Verwaltungsgericht 
wie folgt:

1. In Gutheissung der Beschwerde vom 3. November 2009 (II 2009 125) wird der 
Beschluss Nr. 529 des Gemeinderats Wangen vom 8. Oktober 2009 gestützt 
auf das Bundesgerichtsurteil 2C_404/2010 vom 22. Februar 2012 aufgehoben 
und die Sache im Sinne der Erwägungen an den Gemeinderat Wangen zur 
Neubeurteilung zurückgewiesen. 

(2.-6  [Neu-]Regelung der Kosten und Parteientschädigung; Rechtsmittelbeleh-
rung; Zustellung).

D. Der Gemeinderat Wangen beauftragte die F.________, mit einer Expertise, 
die im Februar 2013 fertiggestellt (Vi-act. 7/4) und anschliessend vom Gemeinde-
rat Wangen den Verfahrensparteien zur Stellungnahme unterbreitet wurde. 

Mit Vernehmlassung vom 26. März 2013 zur Expertise liess die Wasserversor-
gung Wangen dem Gemeinderat Wangen was folgt beantragen (Vi-act. 7/6):

1. Es sei die Verfügung der Wasserversorgung Wangen betreffend Wasseran-
schluss für die Industriehalle der A.________ AG in Wangen, E.________ __, 
vom 29.8.2007, zu bestätigen.

2. Es seien hinsichtlich der Empfehlungen der F.________ in ihrem Bericht vom 
Februar 2013 betreffend zukünftiges Rechnungsmodell der Wasserversor-
gung Wangen die noch offenen Detailfragen unter Leitung des Gemeinderates 
Wangen und Einbezug der F.________ mit der Wasserversorgung Wangen 
zu klären.

Die A.________ AG liess am 8. April 2013 geltend machen, der Bericht beinhalte 
"einige Unklarheiten" (Vi-act. 7/7). Eine Stellungnahme sei erst nach der Klärung 
dieser Fragen möglich. 

Am 28. Mai 2013 fand eine Besprechung in Anwesenheit der Parteien und ihrer 
Rechtsvertreter, des Verfassers der Expertise sowie von Gemeindevertretern 
statt. Am 28. Juni 2013 reichte die A.________ AG eine Stellungnahme ein (Vi-
act. 7/10). Hierzu liess sich die Wasserversorgung Wangen am 12. Juli 2013 ver-
nehmen (Vi-act. 7/11). Die F.________ reichte auf Ersuchen des Gemeinderates 
Wangen am 19. Juli 2013 eine Stellungnahme ein (Vi-act. 7/12). Die Wasserver-
sorgung Wangen sowie die A.________ AG äusserten sich hierzu mit Eingaben 
vom 4. September 2013 bzw. 31. Oktober 2013 (Vi-act. 7/13 f.); weitere Stel-
lungnahmen erfolgten seitens der Wasserversorgung Wangen am 16. Dezember 
2013 und seitens der A.________ AG am 31. Januar 2014 (Vi-act. 7/15 f.). 

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E. Mit Beschluss (GRB) Nr. 235 vom 15. Mai 2014 wies der Gemeinderat 
Wangen die Beschwerde ab (Disp.-Ziff. 1) und auferlegte die Verfahrenskosten 
von insgesamt Fr. 20'000.-- (unter Einschluss eines Beitrages für das Gutachten 
zulasten der Wasserversorgung Wangen) der A.________ AG im Umfang von 
Fr. 5'000.-- sowie der Wasserversorgung im Umfang von Fr. 10'000.-- (Disp.-
Ziff. 2). Zudem wurde die A.________ AG verpflichtet, der beanwalteten Wasser-
versorgung Wangen eine Parteientschädigung von Fr. 700.-- zu bezahlen (Disp.-
Ziff. 3). 

F. Gegen diesen GRB (Versand am 5.6.2014; Zustellung am 10.6.2014) lässt 
die A.________ AG mit Eingabe vom 30. Juni 2014 (Postaufgabe am gleichen 
Tag) fristgerecht beim Regierungsrat des Kantons Schwyz Beschwerde erheben 
mit den folgenden Anträgen: 

1. Der Beschluss des Gemeinderats Wangen Nr. 235 vom 15.05.2014 sei 
aufzuheben.

2. Die Verfügung der Wasserversorgung Wangen betreffend Wasseranschluss 
GBN 1518, Grundbuch Wangen, sei aufzuheben und von einer 
Gebührenerhebung sei abzusehen.

3. Eventualiter ist die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz und der 
Beschwerdegegnerin.

Der Regierungsrat überwies die Beschwerde mit Verfügung vom 1. Juli 2014 ge-
stützt auf § 52 VRP als Sprungbeschwerde zum Entscheid ans Verwaltungsge-
richt.

G. Mit Vernehmlassung vom 1. September 2014 beantragt die Vorinstanz, die 
Beschwerde sei abzuweisen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin. Die Beschwerdegegnerin beantragt mit Beschwerdeant-
wort vom 2. Dezember 2014 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, 
soweit darauf eingetreten werden könne, unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen zulasten der Beschwerdeführerin.

H. Mit Eingabe vom 12. Dezember 2014 stellt die Beschwerdeführerin folgen-
de Anträge:

1. Es seien der Beschwerdeführerin die in der Vernehmlassung der 
Beschwerdegegnerin vom 02.12.2014 auf S. 40 aufgeführten Beilagen 
(Beilagen 1-5) zuzustellen.

2. Es sei der Beschwerdeführerin Frist zur Stellungnahme zu den neuen Akten 
und zu den Vernehmlassungen anzusetzen.

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Mit Stellungnahme vom 24. März 2015 hält die Beschwerdeführerin an den mit 
der Beschwerde vom 30. Juni 2014 gestellten Ausführungen und Anträgen fest. 
Hierzu reicht die Beschwerdegegnerin am 2. Juli 2015 eine Stellungnahme ein, 
wobei auch an den mit der Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2014 gestellten 
Anträgen festgehalten wird. Am 6. August 2015 reicht die Beschwerdeführerin 
eine weitere Stellungnahme ein. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die rechtlichen Grundlagen (insbesondere Konzessionsvertrag vom 
17.5.1991/ 24.11.2001 [Genehmigung durch die Hauptversammlung der Was-
serversorgung] und 2.6.1991/ 2.12.2001 [Genehmigung durch die Gemeindever-
sammlung]; vom Regierungsrat mit RRB Nr. 5/2002 vom 7.1.2002 genehmigt) für 
die Erhebung der Anschlussgebühren der Wasserversorgung wurden im VGE II 
2009 125 vom 18. März 2010 dargelegt (Erw. 1.1 bis 2.1). Hierauf kann 
grundsätzlich verwiesen werden. 

Namentlich anzuführen sind Art. 14 und Art. 16 Konzessionsvertrag. Die Wasser-
versorgung ist ermächtigt, Erschliessungsbeiträge für die Erweiterung des Haupt-
leitungsnetzes, Anschlussgebühren für den Anschluss von Bauten und Anlagen, 
Betriebsgebühren für den Wasserbezug sowie Erneuerungsgebühren für Ersatz-
investitionen zu erheben (Art. 14 Abs. 1). Erschliessungsbeiträge können von 
Grundeigentümern erhoben werden, wenn ein Anschluss die Verlängerung oder 
Verlegung der Hauptleitung erfordert oder wenn eine Hauptleitung vorsorglich 
verlängert oder verlegt wird und dadurch einzelnen Grundeigentümern ein wirt-
schaftlicher Sondervorteil erwächst (Art. 14 Abs. 2). Anschlussgebühren sind von 
jenen zu erheben, die an das Netz der Wasserversorgung angeschlossen wer-
den (Art. 14 Abs. 3). Jährliche Betriebsgebühren werden für den Bezug von 
Trink- und Brauchwasser erhoben (Art. 14 Abs. 4). Erneuerungsgebühren kön-
nen von den Grundeigentümern angeschlossener Bauten und Anlagen bei er-
heblichen Sanierungen oder bei Ersatz bestehender Wasseranlagen erhoben 
werden (Art. 14 Abs. 5). Das Reglement für die Wasserabgabe vom 31. März 
2007 (nachstehend: Reglement) kennt keine Erneuerungsgebühren (vgl. 
Art. 60 ff.). 

Gemäss Art. 16 Abs. 2 Konzessionsvertrag sind die Beiträge und Gebühren nach 
folgenden Grundsätzen festzulegen: 

- Deckung der eigenen, laufenden Betriebskosten,
- Amortisation und Verzinsung der Investitionen,

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- Bildung von angemessenen Reserven zwecks Gewährleistung einer aus-
reichenden Selbstfinanzierung,

- Erzielung eines im Gemeindevergleich üblichen wirtschaftlichen Ertrages.

1.2 Das Bundesgericht hat mit Urteil 2C_404/2010 vom 20. Februar 2012 
(Erw. 4.2) bestätigt, dass die im Konzessionsvertrag enthaltenen Bestimmungen 
über die Abgabenerhebung einem formellen Gesetz entsprechen. Des Weiteren 
hat es festgehalten, dass Art. 14 Konzessionsvertrag "unter Vorbehalt des Fol-
genden eine genügende gesetzliche Grundlage für die Erhebung der umstritte-
nen Anschlussgebühr" bildet (Erw. 5). 

Der Vorbehalt betraf die fehlende Begrenzung der Gebührenhöhe im Konzessi-
onsvertrag (Erw. 6.1). Hiervon könne indessen abgesehen werden, wenn das 
Kostendeckungs- und Äquivalenzprinzip diese Funktion übernehme (Erw. 6.2). 
Das Kostendeckungsprinzip lasse es nicht zu, dass ein Gewinn angestrebt wer-
de. Die Anschlussgebühr, welche einen wirtschaftlichen Ertrag mitumfassen soll, 
entbehre damit der erforderlichen Grundlage in einem formellen Gesetz 
(Erw. 6.3). Eine Gebührenerhebung müsse deshalb aber nicht von vornherein 
vollständig ausscheiden. Sie sei vielmehr in dem Umfang zulässig, als das Kost-
endeckungs- und Äquivalenzprinzip eingehalten und dadurch die Abgabenhöhe 
begrenzt werden könne. Es sei daher zu untersuchen, ob eine teilweise Ge-
bührenerhebung möglich sei (Erw. 6.4). Hierzu führte das Bundesgericht Folgen-
des aus: 

6.5 In der Gemeinde Wangen bildet die Wasserversorgung einen einheitlichen 
Verwaltungszweig, der seinen gesamten Aufwand mit mehreren Abgabearten 
(Erschliessungsbeiträge, Anschluss-, Betriebs- und Erneuerungsgebühren), für die 
allenfalls unterschiedliche Abgabepflichtige aufkommen müssen, finanziert (vgl. 
Art. 14 Abs. 1 und Art. 16 Abs. 2 des Konzessionsvertrages).

Das Kostendeckungsprinzip schreibt eine Aufgliederung eines 
Verwaltungszweiges in Teilbereiche nicht vor. Fehlt es an einer weiteren 
Unterteilung, bezieht sich dieses Prinzip nur auf den gesamten Verwaltungszweig. 
Es sind dann Querfinanzierungen zwischen den Teilbereichen denkbar (…). Das 
Kostendeckungsprinzip hat dabei eine abgabenbegrenzende Funktion aber nur 
bezüglich aller Abgabearten zusammen, die für die Wasserversorgung erhoben 
werden, hingegen nicht für jede einzelne Abgabenart wie z.B. die 
Wasseranschlussgebühr allein.

Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann in einer solchen Situation 
das Kostendeckungsprinzip die dem Gesetzesvorbehalt zugedachte 
Schutzfunktion für die einzelne Abgabenart — wie z.B. die Anschlussgebühren — 
jedoch nicht übernehmen, falls auch die Finanzierung des Versorgungswerks nicht 
näher abgegrenzt und auf einzelne Kategorien von Abgabepflichtigen bzw. 
Abgaben verteilt ist. Es ist dann nämlich offen, in welcher Form und in welchem 
Ausmass die jeweiligen Kategorien zur Finanzierung herangezogen werden sollen 
(…).

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6.6 Im Gebiet der Wasserversorgung Wangen sind die laufenden Betriebskosten 
durch die Betriebsgebühren zu decken (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. c und Abs. 4 sowie 
Art. 16 Abs. 2 lit. b des Konzessionsvertrages). Demgegenüber werden die 
Investitionskosten — namentlich die Amortisation und Verzinsung der Investitionen 
gemäss Art. 16 Abs. 2 lit. b des Konzessionsvertrages — mit den 
Erschliessungsbeiträgen und den Erneuerungsgebühren finanziert, soweit die 
Voraussetzungen von Art. 14 Abs. 2 bzw. Abs. 5 des Konzessionsvertrages erfüllt 
sind. Die verbleibenden Investitionskosten sind über die Anschlussgebühren zu 
finanzieren (vgl. Art. 14 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 des Konzessionsvertrages). 
Schliesslich können alle erwähnten Abgabearten zur Bildung von angemessenen 
Reserven zwecks Gewährleistung einer ausreichenden Selbstfinanzierung im 
Sinne von Art. 16 Abs. 2 lit. c des Konzessionsvertrages anteilsmässig 
herangezogen werden. Der von der Gemeindeversammlung genehmigte 
Konzessionsvertrag sieht mithin eine hinreichende Abgrenzung der verschiedenen 
Abgabearten vor.

Werden die Betriebs- und Investitionskosten einschliesslich der Reserven wie 
dargelegt definiert und auch nach anerkannten Buchhaltungsgrundsätzen präzise 
zugeordnet, ist eine Überprüfung der Einhaltung des Kostendeckungs- und 
Äquivalenzprinzips nach den jeweiligen Kategorien möglich. Dazu hat das 
Wasserwerk aber entsprechend getrennte Investitions- und Betriebsrechnungen zu 
führen. Unter diesen Vorgaben erscheint eine Überprüfung der Höhe der 
angefochtenen Anschlussgebühr im Lichte des Kostendeckungs- und 
Äquivalenzprinzips nicht zum Vornherein ausgeschlossen.

6.7 Die Vorinstanz hat — wie erwähnt — die Einhaltung des 
Kostendeckungsprinzips nur mit Blick auf die gesamte Wasserversorgung geprüft. 
Sie hat hingegen nicht untersucht, ob die Wasserversorgung ihre Rechnungen 
nach anerkannten Buchhaltungsgrundsätzen mit der erwähnten Aufgliederung 
zwischen den einzelnen Abgabearten bzw. Abgabepflichtigen erstellt hat und ob 
diese Rechnungen in Bezug auf die Anschlussgebühren insoweit richtig sind. Nur 
falls diese Zuordnungen korrekt vorgenommen wurden, kann die Einhaltung des 
Kostendeckungsprinzips anschliessend betreffend die hier streitige 
Anschlussgebühr geprüft werden bzw. ihre Höhe unter Beachtung dieses Prinzips 
neu festgesetzt werden.
(…). 

Was die Bildung allfälliger Reserven anbelangt, hat das Bundesgericht im Urteil 
2C_322/2010 vom 22. August 2011 (in Sachen Bezirk Küssnacht betr. 
Abwasserreinigungs- und Kanalisationsanschlussbeiträge) festgehalten, dass bei 
grosszügig geschätztem Investitionsbedarf nicht nochmals weitere Reserven in 
der Höhe von mehr als zwei Jahresinvestitionen anzusparen sind (Erw. 6). 

1.3 Gemäss § 57 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 
234.110) vom 6. Juni 1974  sind neue Tatsachen und Beweismittel nur zulässig, 
soweit der angefochtene Entscheid dazu Anlass gibt. Allerdings hat das 
Verwaltungsgericht in seiner Rechtsprechung darauf hingewiesen, dass sich im 
Lichte von Art. 6 Ziff. 1 EMRK ein zurückhaltender Ausschluss von Noven 
aufdrängt (vgl. VGE III 2014 44 vom 28.1.2015 Erw. 1.5.2; VGE III 2013 103 vom 

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19.2.2014 Erw. 1.2; VGE III 2011 80 vom 23.11.2011 Erw. 4.14; VGE III 2009 52 
vom 23.9.2009 Erw. 3.3; VGE III 2008 33 vom 11.7.2008 Erw. 6.1 mit Verweis 
auf Kölz/ Bosshart/ Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des 
Kt. ZH, § 52 N 11; vgl. Donatsch, in: Kommentar VRG, § 52 N 16 ff. und 26 ff.; 
Kölz/ Häner/ Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 1019-1021). 

Folglich sind entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (vgl. z.B. Stel-
lungnahme vom 2.7.2015 S. 9 Ziff. 2.3.3 f., S. 10 Ziff. 2.3.5)  grundsätzlich alle 
Vorbringen der Beschwerdeführerin, namentlich auch diejenigen in der Eingabe 
vom 24. März 2015, zu berücksichtigen. 

2. Der Gemeinderat hat im angefochtenen Beschluss die Expertise der 
F.________, welche auf den über 20 Jahre abdeckenden 
Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdegegnerin basiert, als belegt und 
schlüssig beurteilt. Es sei festgestellt worden, dass sich die Rechnungslegung 
der nicht als Gemeindewerk geltenden Beschwerdegegnerin nach den 
Bestimmungen des Obligationenrechts richte und somit nach anerkannten 
Buchhaltungsgrundsätzen (S. 8 oben). 

Bis anhin habe die Beschwerdegegnerin zwar keine von der Betriebs- bzw. 
Erfolgsrechnung getrennte Investitionsrechnung geführt; anstelle der 
Investitionsrechnung verfüge sie jedoch über detaillierte Abschreibungstabellen, 
um die Investitionen darzustellen und die Abschreibungen zu berechnen. 
Allerdings sei nur ein Teil der Investitionen in der Bilanz aktiviert und 
abgeschrieben worden, der im Zeitraum 1989 bis 2011 Fr. 6.5 Mio. betrage. Die 
nicht aktivierten Investitionen habe man im laufenden Unterhalt verbucht; dieser 
Betrag belaufe sich für die Zeit 1989 bis 2011 auf Fr. 2.7 Mio. Diesen total Fr. 9.2 
Mio. stünden Einnahmen aus Anschlussgebühren (und teils aus 
Erschliessungsbeiträgen seit 2009) von Fr. 9.5 Mio. gegenüber. Bei 
Berücksichtigung der ungedeckten Amortisations- und Zinskosten betrage der 
Überschuss noch Fr. 0.1 Mio. Im gleichen Zeitraum habe der Überschuss aus 
Betriebsgebühren Fr. 0.6 Mio. betragen. Ein Überschuss von insgesamt Fr. 0.7 
Mio über einen Zeitraum von 20 Jahren sei angesichts der Zulässigkeit der 
Bildung angemessener Reserven nicht ungewöhnlich. Da Anschlussgebühren 
und Investitionen unregelmässig und unabhängig voneinander anfielen, sei es 
wichtig, einen längeren Zeitraum zu betrachten. Bis zum Jahr 2000 seien die 
Einnahmen höher ausgefallen als die Ausgaben, habe das Nettovermögen 
zugenommen und seien Gewinne ausgewiesen worden. Seither habe sich die 
Situation gedreht. Über zwanzig Jahre zeige sich eine fast ausgeglichene 

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Situation, unabhängig davon, ob die Investitionen aktiviert oder in der 
Erfolgsrechnung verbucht worden seien (S. 7 lit. d). 

Gewahrt sei auch das Äquivalenzprinzip. Wesentlich sei, dass die 
Beschwerdeführerin erst durch den Anschluss an die Wasserleitung ein Gewerbe 
betreiben könne; gleichzeitig werde ermöglicht, dass im Brandfall genügend 
Löschwasser geliefert werden könne, was für einen Industriebetrieb von grosser 
Wichtigkeit sei. Bei Versorgungen in der Grössenordnung der 
Beschwerdegegnerin betrügen die Brandschutzkosten bis zu einem Drittel der 
Gesamtkosten. Würde auf den Versicherungswert abgestellt, was auch zulässig 
wäre, entspräche die Anschlussgebühr einem Gebührensatz von 1.8% der in der 
Bandbreite von 1 bis 2% liege (S. 9 f. lit. e). 

3.1 Die Beschwerdeführerin macht unter anderem eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs geltend. Es seien ihr nur die Jahresrechnungen der Jahre 
1998 bis 2007 zugestellt worden; sie habe jedoch nie Gelegenheit gehabt, die 
Buchhaltungsunterlagen der Jahre 1989 bis 2011 einzusehen (Stellungnahme 
vom 24.3.2015 S. 4). Die Beschwerdegegnerin erachtet diesen Antrag als 
unzulässig, weil die Beschwerdeführerin erstmals vorbringe, es müssten ihr 
sämtliche Buchhaltungsunterlagen der Jahre 1989 bis 2011 zugestellt werden 
(Stellungnahme vom 2.7.2015 S. 5 Ziff. 1.3). 

3.2.1 Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Stellungnahme vom 31. Oktober 
2013 an die Vorinstanz zum Schreiben der Gutachterin vom 19. Juli 2013 vor, es 
obliege der Beschwerdegegnerin darzulegen, dass das Kostendeckungs- und 
Äquivalenzprinzip eingehalten seien. Das gelinge ihr nicht; ihre Buchhaltung sei 
fehlerhaft und nicht aussagekräftig. Dabei sei zu vermerken, dass sich die 
Beschwerdegegnerin über mehrere Instanzen geweigert habe, ihre Bücher offen 
zu legen. Das mache sie nach wie vor "nicht ausreichend". Selbst die Gutachterin 
müsse sich "für beide Prinzipien in den Bereich der Vermutungen begeben" 
(S. 2). Einen förmlichen Antrag auf Einsichtnahme in die Buchhaltungsunterlagen 
seit 1989 stellte die Beschwerdeführerin jedoch nicht 

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Eingabe vom 15. Dezember 2013 an 
den Gemeinderat entgegen (S. 2 Ziff. II.1), die Behauptungen der 
Beschwerdeführerin entbehrten der Grundlage; die Bücher der 
Beschwerdegegnerin seien "immer offen" gewesen, vor allem auch für die 
Gutachterin. Die Beschwerdeführerin bestritt diese Darstellung mit Schreiben 
vom 31. Januar 2014 an die Vor-instanz; einen förmlichen Antrag auf Edition der 
Unterlagen bzw. Einsichtnahme in dieselben stellte sie indessen erneut nicht. 

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3.2.3 Soweit ersichtlich, formulierte die Beschwerdeführerin auch mit der 
Beschwerde vom 30. Juni 2014 keinen förmlichen Antrag auf Einsichtnahme in 
die Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdegegnerin seit 1989. Vielmehr 
beschränkte sie sich im Wesentlichen auf das (mehrfache) Bestreiten einer 
ordnungsgemässen und nach den Vorgaben des Bundesgerichts geführten 
Buchhaltung (z.B. Beschwerde S. 11 f. Ziff. 5.2.1 f.; S. 14 Ziff. 6 ["das 
buchhalterische Wirrwarr"], S. 19 unten). 

In der Stellungnahme vom 24. März 2015 macht die Beschwerdeführerin 
hingegen geltend (S. 4), um das Gutachten und die prozessrelevanten Fragen 
beurteilen zu können, sei es unabdingbar, Einblick in sämtliche 
Buchhaltungsunterlagen der Beschwerdegegnerin der Jahre 1989 bis 2011 zu 
erhalten. 

3.2.4 Mit der Eingabe vom 12. Dezember 2014 beantragte die 
Beschwerdeführerin konkret die Zustellung der von der Beschwerdegegnerin 
eingereichten Unterlagen (Beilagen 1-5; vgl. vorstehend Ingress lit. H). Diesem 
Begehren wurde mit gerichtlichem Schreiben vom 15. Dezember 2014 
stattgegeben. 

3.3 Vorab ist festzuhalten, dass kein Anlass besteht, an der Darstellung der 
Beschwerdegegnerin, wonach der Beschwerdeführerin die Einsicht in die Bücher 
(Jahresrechnungen) offen gestanden habe, zu zweifeln. Ins Gewicht fällt zudem, 
dass die Parteien die Expertise mit deren Verfasser am 28. Mai 2013 "zwecks 
Klärung offener Fragen" besprachen (angefochtener GRB S. 3 Ingress lit. F), 
wobei auch die Grundlagen des verwendeten Zahlenmaterials diskutiert werden 
konnten bzw. zumindest hätte diskutiert werden können (eine Aktennotiz oder ein 
Protokoll zu dieser Besprechung liegt - soweit ersichtlich - weder im Recht noch 
ist bekannt, ob eine solche/ein solches erstellt wurde, was grundsätzlich geboten 
ist). Vorliegend konnte die Beschwerdeführerin indes auf jeden Fall unbestritten 
in die Buchhaltungsunterlagen 1998 bis 2007 Einsicht nehmen. Für diesen 
Zeitraum (bzw. ab dem Jahr 2000) hat die Expertise einen markanten Anstieg 
des Investitionsteiles ergeben. Mit diesen den Zeitraum 1998 bis 2007 
betreffenden Zahlen setzt(e) sich die Beschwerdeführerin, soweit ersichtlich, 
weder vor noch nach der Erstellung der Expertise und auch nicht nach 
Einsichtnahme in die Expertise konkret auseinander. Sie beschränkte sich im 
Wesentlichen vielmehr auf die grundsätzliche Bestreitung, dass die Buchführung 
der Beschwerdegegnerin eine Überprüfung des Kostendeckungsprinzips 
zulasse, da die Buchführung nicht den bundesgerichtlichen Vorgaben 
entsprechend erfolgt sei. 

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Des Weiteren werden die für die Beurteilung relevanten Zahlen auch für die 
Jahre 1989 bis 1997 in der Expertise zusammengestellt bzw. transparent 
gemacht. Es besteht kein Anlass zur Annahme, dass die Gutachterin falsche 
Zahlen verwendet hat. Auch das Verwaltungsgericht hat deshalb keinen Anlass 
zu prüfen, ob die Zahlen korrekt aus den Büchern der Beschwerdegegnerin 
übertragen wurden, da weder konkrete Anhaltspunkte gegen deren Richtigkeit 
sprechen noch von der Beschwerdegegnerin substantiiert vorgetragen werden. 
Die massgebenden Daten sind somit auch der Beschwerdeführerin bekannt 
gemacht worden. Ebenso hat die Gutachterin ihr methodisches Vorgehen 
dargelegt, was auch die Interpretation des Zahlenmaterials nachvollziehbar 
macht. 

Eine Beschränkung der Akteneinsicht in inhaltlicher Hinsicht ist überdies 
grundsätzlich zulässig (Brunner, in: Auer/ Müller/ Schindler, Kommentar zum 
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, Bern 2008, Art. 27 N 16). 
Beispielsweise ist im Bereich des Submissionswesens selbst bei Einverständnis 
der Gegenpartei grundsätzlich nur in mit erheblicher Wahrscheinlichkeit ent-
scheidrelevante Angaben Einsicht zu gewähren ist (vgl. VGE III 2008 81 vom 
17.6.2008 Erw. 2.4 mit Verweis auf EGV-SZ 1999, Nr. 17, S. 60). Diese Daten 
sind vorliegend bekannt.

Vor diesem Hintergrund liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor, wenn 
im vorliegenden Verfahren von einer Edition der (vollständigen) 
Jahresrechnungen seit 1989 abgesehen wird bzw. diese der Beschwerdeführerin 
nicht mehr zur Einsichtnahme unterbreitet werden. 

4.1.1 Im Schreiben vom 19. Juli 2013 führte die Gutachterin unter anderem aus 
(S. 1), die Beschwerdegegnerin habe bis anhin keine getrennte 
Investitionsrechnung geführt. Da es sich nicht um einen Gemeindebetrieb 
handle, fänden die Rechnungsvorschriften für Gemeinden zumindest nicht direkt 
Anwendung; die Rechnungslegung richte sich nach den Bestimmungen des 
Obligationenrechts. Ein Verstoss gegen handelsrechtliche Buchführungsregeln 
wurde indes weder mit der Expertise noch mit dem erwähnten Schreiben vom 
19. Juli 2013 festgestellt oder moniert. Ein solcher ist auch nicht ersichtlich noch 
lassen sich hierfür den Vorbringen der Beschwerdeführerin substantiierte 
Anhaltspunkte entnehmen. 

Des Weiteren ist festzuhalten, dass die (als öffentlich-rechtliche Körperschaft 
konstituierte) Beschwerdegegnerin der Steuerpflicht unterliegt. Gemäss ihren 
Angaben (Vernehmlassung S. 18 f. Ziff. 5.2.1, vgl. S. 22 Ziff. 5.3.2 und 6, S. 24 
unten; Stellungnahme vom 2.7.2015 S. 7 Ziff. 2.3.2; vgl. auch Anhang der 
Expertise mit Zusammenstellung der Erfolgsrechnungen von 1989 bis 2011), an 

12

deren Richtigkeit zu zweifeln kein Anlass besteht, ist sie bis und mit dem Jahr 
2012 rechtskräftig veranlagt. Für die Steuerveranlagung einer Unternehmung 
wird grundsätzlich (vorbehältlich etwaiger steuerrechtlicher Korrekturvorschriften) 
auf den handelsrechtskonform ausgestalteten Einzelabschluss abgestellt (vgl. 
Bundesgerichtsurteil 2C_509/2013 / 2C_510/2013 vom 8.6.2014 i.S. StV/VdBST 
SZ vs. O.AG und umgekehrt Erw. 2.2.1 mit Hinweisen, u.a. auf BGE 137 II 353 
Erw. 6.2; StR 2014 S. 357 [Bundesgerichtsurteil 2C_319/2013 vom 13.3.2014 
Erw. 3.3.31]). Wenn die Beschwerdegegnerin über viele Jahre rechtskräftig 
veranlagt wurde, ist mithin auch hierin ein Indiz dafür zu sehen, dass ihre 
Buchführung den handelsrechtlichen Vorgaben entspricht. 

Es kann daher zu Recht davon ausgegangen werden, dass die Buchhaltungen 
bzw. Bilanzen und Erfolgsrechnungen der Beschwerdegegnerin den 
handelsrechtlichen Anforderungen genügen. Dies gilt auch für die nicht 
vollständige Aktivierung von Investitionen. Die Beschwerdegegnerin anerkennt, 
dass sie nur die neuen Anlagen, hingegen bestehende Leitungen, die ersetzt 
wurden, nicht aktivierte, weil sie dies als Reparatur oder Ersatz betrachtete. 
Diese nicht vollständige Aktivierung wurde denn auch von der kantonalen 
Steuerverwaltung akzeptiert (Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin S. 19 ff. 
Ziff. 5.2.1 f., S. 23 Ziff. 6.1; vgl. auch nachstehend Erw. 4.2.1 
[namentlichbetreffend Abschreibungen und Abschreibungssätze]).

4.1.2 Bis und mit dem Bundesgerichtsurteil 2C_404/2010 vom 20. Februar 2012 
bestand für die Beschwerdegegnerin kein Anlass zur Annahme, dass die als 
handelsrechtlich korrekt anerkannte Buchhaltung in kausalabgaberechtlicher 
Hinsicht nicht rechtsgenüglich sein könnte. Die diesbezügliche Notwendigkeit 
einer Modifikation ergab sich erst aufgrund des erwähnten Bundesgerichtsurteils 
bzw. der gestützt darauf erstellten Expertise, in welcher auch entsprechende 
Empfehlungen (S. 17 Ziff. 6; vgl. S. 4 unten) abgegeben werden. Der 
Beschwerdegegnerin ist daher beizupflichten, wenn sie den Standpunkt vertritt, 
bis zum fraglichen Bundesgerichtsurteil habe keine Notwendigkeit bestanden, 
getrennte Investitions- und Betriebsrechnungen zu führen (Vernehmlassung der 
Beschwerdegegnerin S. 18 f. Ziff. 5.2.1; vgl. S. 22 Ziff. 5.3.2 und 6; S. 24 unten; 
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 2.7.2015 S. 7 Ziff. 2.3.2); sie weist 
jedoch gleichzeitig darauf hin, dass bis zu diesem Zeitpunkt alle Erneuerungen 
und Reparaturen von Leitungen als Aufwand in der Erfolgsrechnung verbucht 
wurden (Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 2.7.2015 Erw. 2.3.2). 
Auch dies wurde von den Steuerbehörden offensichtlich als handelsrechtlich 
korrekt erachtet. 

13

Das Bundesgerichtsurteil kann indessen nicht bedeuten (bzw. es lässt sich 
hieraus nicht ableiten), dass eine Abgabenerhebung - jedenfalls bis zum 
Zeitpunkt des Bundesgerichtsurteils - im Grundsatz rechtswidrig ist, wenn es bei 
ansonsten handelsrechtskonformer Buchführung bloss an der formellen 
Aufgliederung nach den erwähnten Abgabearten bzw. Abgabepflichtigen fehlt, 
die diesbezügliche Abgrenzung aber materiell vorgenommen wurde und sich 
entsprechend nachträglich eruieren lässt. Es kann diesbezüglich vergleichsweise 
auf die steuerrechtliche Bewertung von Beteiligungen verwiesen werden. Nach 
ständiger Praxis des Bundesgerichts wird (gestützt auf das Kreisschreiben Nr. 28 
der Schweizerischen Steuerkonferenz vom 28.8.2008) zur Bestimmung des 
Wertes nicht kotierter Wertpapiere grundsätzlich auf die Mittelwertmethode 
(Praktikermethode) abgestellt. Dies schliesst indessen nicht aus, dass im 
Einzelfall aufgrund besserer Erkenntnisse oder mit Rücksichten auf die 
Besonderheiten des Einzelfalles vom Kreisschreiben Abstand genommen und 
eine andere Bewertungsmethode herangezogen wird (Bundesgerichtsurteil 
2C_1168/2013 vom 30.6.2014 Erw. 3.5 f. [i.S. M. AG vs. Steuerverwaltung SZ]). 
Analog muss auch vorliegend der Nachweis des Kostendeckungsprinzips noch 
möglich sein, auch wenn die Buchhaltung der Beschwerdegegnerin die vom 
Bundesgericht verlangte Aufgliederung in formeller Hinsicht noch nicht aufweist, 
zumal hierfür wie gesagt jedenfalls bis zum Bundesgerichtsurteil vom 20. Februar 
2012 auch kein (zwingender) Anlass bestand. 

4.1.3 Des Weiteren ist zu beachten, dass nach der Rechtsprechung bei der 
Bemessung der Anschlussgebühren eine gewisse Schematisierung (und 
Pauschalierung) zulässig ist (BGE 131 II 271 Erw. 7.2.4; Bundesgerichtsurteile 
2C_160/2014 vom 7.10.2014 Erw. 6.4.1; 2C_1054/2013 vom 20.9.2014 Erw. 6.1; 
2C_816/2009 vom 3.10.2011 Erw. 5.1 je mit Hinweisen).

4.1.4 Unbehelflich sind daher grundsätzlich namentlich die Vorbringen der 
Beschwerdeführerin,

- da der Konzessionsvertrag auch die Erzielung eines wirtschaftlichen Ertrages 
vorsehe, könne die Anschlussgebühr so oder anders nicht im vollen Umfang 
erhoben werden (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 4.1 f.);

- die Buchhaltung der Beschwerdegegnerin könne den bundesgerichtlichen 
Anforderungen in keiner Weise genügen (Beschwerde S. 13 f. Ziff. 5.3; 
Eingabe vom 24.3.2015 S. 5 f. Ziff. 2.2 f.); 

- das Gutachten habe zahlreiche Mängel zu Tage gefördert (Beschwerde 
S. 11 ff. Ziff. 5.2.1 f. und S. 14 Ziff. 6.1; Eingabe vom 24.3.2015 S. 6 f. 
Ziff. 2.3). 

14

4.2 Auftrag bzw. Zielsetzung der Expertise war es, auf die vom Bundesgericht 
gestellten Fragen Antworten zu geben. Zusätzlich liefert die Expertise in ihrer 
"Analyse der finanziellen Situation der Wasserversorgung verlässliche, 
vergleichbare Daten zu den wichtigsten ökonomischen Indikatoren" (S. 5 Ziff. 2). 

4.2.1 In der einleitenden Zusammenfassung der Expertise (S. 4 Ziff. 1) wird 
Folgendes festgehalten:

- Die Expertise zeige die finanzielle Situation der Beschwerdegegnerin in den 
Jahren 1989 bis 2011. 

- Weil nur ein Teil der Investitionen aktiviert und die Anschlussgebühren in der 
Erfolgsrechnung verbucht worden seien, seien eine saubere Trennung 
zwischen ordentlichem Betrieb und der Investitionstätigkeit nicht direkt aus 
den Büchern ersichtlich. 

- Eine unbereinigte Datenübernahme aus der Buchhaltung zeige eine 
Quersubventionierung der Betriebskosten über Anschluss- und 
Erschliessungsgebühren. 

- Indes habe die Wasserversorgung einen Teil der Investitionen im Unterhalt 
(Erfolgsrechnung) verbucht. Würden die Investitionen um diese 
Werterhaltungsausgaben in der Erfolgsrechnung bereinigt, zeige sich, dass 
die Investitionen und die Anschluss-/ Erschliessungsgebühren ungefähr im 
Gleichgewicht seien. 

Zur Beurteilung, ob das Kostendeckungsprinzip verletzt sei, legte die Gutachterin 
in der Expertise sowie ergänzend im Schreiben vom 19. Juli 2013 Folgendes dar:

- Die Investitionsrechnung habe bei öffentlichen Haushalten den Zweck, die in 
der Bilanz aktivierten Anlagen transparent zu machen. Die 
Investitionsrechnung sei eine Hilfsrechnung zur Bilanz.

- Die Beschwerdegegnerin führe anstelle der Investitionsrechnung detaillierte 
Abschreibungstabellen, um die Investitionen darzustellen und die 
Abschreibungen zu berechnen. Es sei jedoch nur ein Teil der Investitionen in 
der Bilanz aktiviert und abgeschrieben worden. 

- Im Zeitraum 1989 bis 2011 seien insgesamt Fr. 6.5 Mio. investiert und 
aktiviert worden. Abgeschrieben werde degressiv vom Restbuchwert, wie 
dies auch bei Gemeindebetrieben nach wie vor üblich sei. Die 
Abschreibungssätze seien im Einklang mit den Vorschriften der 
Steuerbehörden gewählt worden. Lineare Abschreibungen über die effektive 
Nutzungsdauer seien dagegen kaum verbreitet und dürften erst in einigen 
Jahren im Zuge der Umstellung des Rechnungswesens der Gemeinden auf 

15

HRM2 (Harmonisiertes Rechnungslegungsmodell 2) allmählich Verbreitung 
finden.

- Die aktivierten Investitionen seit 1989 seien aus den Abschreibungstabellen 
übernommen worden.

- Bei genauer Analyse der Erfolgsrechnung der Beschwerdegegnerin werde 
offensichtlich, dass ein Teil der Investitionen im laufenden Unterhalt verbucht 
worden sei. 

- Die in der Erfolgsrechnung verbuchten Investitionen 
(Werterhaltungsausgaben, Erneuerung und Ausbauten), welche in den 
Unterhaltskonti der Erfolgsrechnung verbucht worden seien, seien von der 
Beschwerdegegnerin für die letzten zehn Geschäftsjahre (2002 bis 2011) 
ermittelt worden. Mit diesen Angaben habe die Gutachterin eine Bereinigung 
des Unterhaltsaufwandes vorgenommen. Der Anteil Werterhaltungsausgaben 
sei zu den aktivierten Investitionen in der Bilanz hinzuaddiert worden. In 
methodischer Hinsicht habe sie "die Erfahrung aus der gängigen Praxis sowie 
das Vorgehen des Preisüberwachers bei Vorliegen von Investitionsausgaben 
in der Erfolgsrechnung" (Schreiben vom 19.7.2013 S. 2) berücksichtigt. Die 
gegenteilige Auffassung der Beschwerdeführerin, solche Ausgaben gehörten 
zum normalen Unterhalt, treffe nicht zu. 

- Für die früheren Jahre 1989 bis 2001 werde davon ausgegangen, dass die 
effektiven Kosten für den wiederkehrenden Unterhalt dem durchschnittlichen 
Niveau von 2002 bis 2011 entsprächen, d.h. bei durchschnittlich Fr. 95'000.-- 
gelegen hätten. Im Umfang, in welchem in den Jahren 1989 bis 2001 der 
Unterhaltsaufwand über dieser Schwelle gelegen habe, sei man von 
Investitionen ausgegangen; die Schwelle von Fr. 95'000.-- sei zusätzlich um 
die Teuerung bereinigt worden. 

- Insgesamt seien im Zeitraum 1989 bis 2011 Unterhaltsaufwendungen von 
Fr. 4.6 Mio. verbucht worden. Als ordentlicher Unterhalt seien Fr. 1.9 Mio. 
ermittelt worden, womit ein Investitionsanteil von Fr. 2.7 Mio. verbleibe, der 
zu den aktivierten Investitionen hinzu gezählt worden sei. Somit ergebe sich 
ein Investitionsvolumen von Fr. 9.2 Mio. (Expertise S. 12 Ziff. 5; Schreiben 
vom 19.7.2013 S. 2). 

- Die Erfolgsrechnungen der Jahre 1989 bis 2011 zeigten, dass die 
Betriebskosten über die laufenden (ordentlichen) Erträge gedeckt werden 
konnten. Als laufende Erträge seien dabei die Wasserzinsen, der Hahnentarif 
und die Zählermieten, der Ertrag aus Liegenschaften sowie die übrigen 
Erträge ohne Anschlussgebühren und Erschliessungsbeiträge und ohne 

16

Finanzertrag berücksichtigt worden. Betriebskosten (ohne Investitionsanteil) 
von Fr. 4'891'037.-- stünden laufende Erträge von Fr. 5'540'664.-- gegenüber. 
Diese bereinigte Analyse zeige, dass keine Quersubventionierung des 
Betriebes durch Anschluss- und Erschliessungsgebühren stattgefunden habe 
(Expertise S. 13 Ziff. 5.1). 

- Die Totalbeträge der Erfolgsrechnung zeigten für den Zeitraum 1989 bis 2011 
kumulierte Gewinne von Fr. 4.8 Mio. (total Aufwendungen von 
Fr. 12'503'240.--; total Erträge Fr. 17'294'893.-- entsprechend Gewinn von 
Fr. 4'791'653.--); ungefähr um diesen Betrag habe auch das Eigenkapital 
zugenommen. 

- Seit 1989 seien Fr. 6.5 Mio. in die Anlagen (Reservoire, Verteilnetz, 
Steuerungsanlage, Quellen etc.) investiert und in der Bilanz aktiviert worden. 
Die Investitionen seien je nach Nutzungsdauer mit unterschiedlichen 
Abschreibungssätzen abgeschrieben worden. Unter Berücksichtigung der in 
der Erfolgsrechnung verbuchten Investitionen (Fr. 2.7 Mio.) steige der 
Investitionsbetrag auf Fr. 9.2 Mio. Die Gegenüberstellung mit den Anschluss- 
(und Erschliessungs-)gebühren (Fr. 9.5 Mio.) zeige beinahe ein 
ausgeglichenes Bild. Insbesondere ab dem Jahr 2000 sei der 
Investitionsanteil markant angestiegen. Seit 1989 seien insgesamt Fr. 9.5 
Mio. Anschlussgebühren (und ab 2009 auch Erschliessungsgebühren) 
verrechnet worden. Der Ertragsüberschuss sei mit Fr. 0.3 Mio. gering 
(Expertise S. 15 f. Ziff. 5.3). 

4.2.2 Mit dem Schreiben vom 19. Juli 2013 nimmt der Gutachter folgende 
Berechnung anhand einer anderen Darstellungsform vor, "welche sich an die Be-
stimmungen im Konzessionsvertrag anlehnt" und welche "zu praktisch gleichen 
Ergebnissen führt"(S. 2 f.):

Gegenüberstellung Amortisation und Zinsen mit den Erschliessungsbeiträgen und 
Erneuerungsgebühren [Beträge in Mio.]

Amortisation und Zinsen der Investitionen gemäss FIBU 3.4
Erschliessungsbeiträge 0.4
Erneuerungsgebühren (wurden keine erhoben) --
Fehlbetrag (ungedeckte Amortisationen und Zinsen) 3.0

Gegenüberstellung der Investitionen mit Anschlussgebühren

Total Investitionen 9.2
abzüglich Amortisation (Abschreibung ohne Zinsen) - 3.2
= Total Investitionenskosten abzüglich Abschreibungen 6.0
zuzüglich ungedeckte Amortisationen und Zinsen (s. oben) + 3.0
= Verbleibende Investitionskosten (zu decken mit A'geb.) 9.0
Anschlussgebühren 9.1

17

Einnahmenüberschuss Anschlussgebühren 0.1

Gegenüberstellung der Betriebskosten mit Betriebsgebühren 

Total laufende Betriebsgebühren 4.9
Betriebsgebühren und übrige Erträge 5.5
Einnahmenüberschuss und übrige Erträge 0.6

Diese Übersicht zeige unter anderem, dass ohne die ungedeckten Amortisations- 
und Zinskosten der Überschuss bei der Anschlussgebühr um 3.0 Mio. Franken 
höher ausfiele. Dieser Fehlbetrag werde aber zu den übrigen Investitionen 
addiert, was im Konzessionsvertrag vorgesehen sei. Erschliessungsbeiträge 
fielen nur selten und unregelmässig an. Die Beschwerdegegnerin sei daher 
darauf angewiesen, die Amortisationen und Zinsen über andere Gebühren als 
Erschliessungsbeiträge decken zu können. Der Konzessionsvertrag beschreibe 
lediglich, dass die Erschliessungsbeiträge nicht höher als die Amortisationen und 
Zinsen sein dürften; die übrigen Investitionen dürften jedoch über 
Anschlussgebühren gedeckt werden. Zu den übrigen Investitionen gehörten auch 
ungedeckte Amortisations- und Zinskosten, da diese in direktem Zusammenhang 
mit den jeweiligen Investitionen stünden. Zudem erlaube der Konzessionsvertrag 
die Bildung von angemessenen Reserven. Ein Überschuss von rund 0.7 Mio. 
Franken in einem über 20-jährigen Zeitraum erscheine nicht als ungewöhnlich. 
Allerdings müsse auf die überdurchschnittlich komfortable Finanzierungssituation 
der Beschwerdegegnerin hingewiesen werden, wie das die Grafik zum 
Nettovermögen (Expertise S. 16) aufzeige. In den letzten Jahren sei das 
Nettovermögen durch grössere Investitionen aber wieder deutlich reduziert 
worden. 

4.3.1 Es ist unbestritten, dass die (bisherige) Buchführung der 
Beschwerdegegnerin den vom Bundesgericht verlangten Grundsätzen nicht, 
jedenfalls nicht in allen Teilen, gerecht wird. 

4.3.2 Indessen erlaubt die Buchhaltung der Beschwerdegegnerin dennoch eine 
rechtsgenügliche Beurteilung der Frage, ob das Kostendeckungsprinzip gewahrt 
ist. Wesentliche Voraussetzung hierfür ist die Tatsache, dass die 
Erfolgsrechnung eine Aufgliederung der unter dem Unterhalt verbuchten 
Aufwendungen nach den Auslagen für den eigentlichen Unterhalt sowie nach 
Auslagen mit Investitionscharakter ermöglicht. Diese Aufgliederung erfolgte 
durch die Beschwerdegegnerin nach den Vorgaben der Gutachterin, welche den 
"normalen, ordentlichen Unterhalt" sowie die "Investitionen" definierte (vgl. 
Anhang zur Expertise; Schreiben der Gutachterin vom 19.7.2013 S. 2 oben). 
Dabei berücksichtigte die Gutachterin auch das Vorgehen des Preisüberwachers 
beim Vorliegen von Investitionsausgaben in der Erfolgsrechnung (Schreiben der 

18

Gutachterin vom 19.7.2013 S. 2; vgl. hierzu 
http://www.preisueberwacher.admin.ch/the-men/ 
00019/00021/index.html?lang=de mit links auf die website Gebührenvergleich, 
Wasser, Abwasser sowie diverse Unterlagen wie z.B. Gebührenbeurteilung in 
den Bereichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung). 

Es ist nicht zu beanstanden, dass mit der angesprochenen Aufgliederung die 
Beschwerdegegnerin betraut wurde. Die Buchführung ist grundsätzlich Aufgabe 
der Beschwerdegegnerin; zudem verfügt diese über die entsprechende 
Sachnähe und das erforderliche Wissen, um die Abgrenzung der 
Buchhaltungspositionen, welche den ordentlichen Unterhalt oder Investitionen 
betreffen, gemäss den Vorgaben der Gutachterin vorzunehmen. 

4.3.3 In den Jahren vor 2002 waren die Werterhaltungsausgaben (in der 
Erfolgsrechnung) noch nicht abgegrenzt bzw. als Investitionen ausgewiesen 
worden (vgl. Expertise S. 12). Die Gutachterin hat daher auf eine 
Vergleichsmethode abgestellt, indem sie von den in der Erfolgsrechnung 
verbuchten Aufwendungen für den Unterhalt den durchschnittlichen Wert der 
Jahre 2002 bis 2011 von Fr. 95'000.-- (teuerungsbereinigt) subtrahiert und den 
Differenzbetrag als Investitionen qualifiziert hat. Im Lichte der zulässigen 
Schematisierung (und Pauschalierung) sowie des Vergleichszeitraumes von 
zehn Jahren (2002 bis 2011) kann diese Vorgehensweise, welche ohne Zweifel 
zu einer annäherungsweise korrekten Feststellung der Werterhaltungsausgaben 
führt, nicht als unzulässig bzw. rechtswidrig beurteilt werden. 

4.3.4 Des Weiteren besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 
(Beschwerde S. 15 Ziff. 6.2) auch kein Anlass, an der Vollständigkeit und 
Aussagekraft der Erstellungskosten ab 1989, wie sie von der Gutachterin aus 
den Abschreibungstabellen übernommen wurden, zu zweifeln (vgl. vorstehend 
Erw. 3.1.1). Soweit die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die vollständigen 
Investitionen aus den Tabellen hervorgehen, ist der Beschwerdegegnerin 
beizupflichten, dass nicht die (Brutto-)Erstellungskosten, sondern die 
Wiederbeschaffungswerte zentral sind, weil nicht die historischen 
Erstellungskosten, sondern die Kosten gemäss den heutigen technischen 
Anforderungen massgebend sind  (vgl. Beschwerdeantwort S. 23 f. Ziff. 6.2; 
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 2.7.2015 S. 7 Ziff. 2.3.1). Den 
Wiederbeschaffungswerten ist es dabei auch eigen, dass es sich nur um 
Annäherungswerte handelt, deren Festsetzung einen gewissen 
Ermessensspielraum beinhaltet und zwangsläufig der vorerwähnten (Erw. 3.1.3) 
zulässigen Pauschalierung bedarf - analog zur Kostenschätzung inskünftig 

19

erforderlicher Investitionen (vgl. z.B. "Investitionsplan 2012-2022" der 
Beschwerdegegnerin vom 10.2.2012 [Vi-act. 7/11/6]). 

Abgesehen davon hat die Gutachterin die (historischen) Herstellungskosten wie 
auch die aktuellen Erstellungskosten, des Weiteren die kalkulatorische 
Lebensdauer der einzelnen Anlagen(teile) sowie die sich hieraus ergebenden 
jährlichen Kosten übersichtlich tabellarisch festgehalten (vgl. Anhang 
"Anlagenbuchhaltung" zur Expertise). 

4.3.5 Der vorliegenden Beurteilung liegt ein Zeitraum von 22 Jahren (1989 bis 
2011) zu Grunde. Die im bereits erwähnten Bundesgerichtsurteil 2C_322/2010 
vom 22. August 2011 zu beurteilende Einhaltung des Kostendeckungsprinzips 
basierte auf einem Beurteilungszeitraum von 18 Jahren (2000 bis 2017). Hierzu 
hielt das Bundesgericht fest, "die Wahl eines längeren Zeithorizonts" entspreche 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (Erw. 4). Im konkreten Fall wurde 
mithin eine Dauer von 18 Jahren als genügend langer Beurteilungszeitraum 
betrachtet. Dies muss folglich erst recht auch vorliegend geltend. 

4.3.6 Mit der Expertise wurde mithin einerseits der Nachweis erbracht, dass mit 
den laufenden Erträgen (d.h. mit den Betriebsgebühren, Wasserzinsen) die 
Betriebskosten unter Einschluss der Aufwendungen für den ordentlichen 
Unterhalt gedeckt werden konnten. Anderseits wurde auch nachgewiesen, dass 
der Ertrag aus den Anschlussgebühren (und Erschliessungsgebühren) 
gemessen am Zeitraum von 20 Jahren nur geringfügig über den Investitionen 
liegt. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 15 ff.) 
ergab die Expertise mit hinreichender Sicherheit, dass das 
Kostendeckungsprinzip nicht verletzt wurde und insbesondere auch keine 
Quersubventionierung vorliegt. Dabei berücksichtigte die Expertise auch die 
Abschreibungen, deren Rechtmässigkeit nicht substantiiert in Frage gestellt 
wurde. Was das (hohe) Nettovermögen anbelangt, kann auch dies nichts daran 
ändern, dass das Kostendeckungsprinzip betreffend die der Beschwerdeführerin 
auferlegten Anschlussgebühren gewahrt bleibt. Zudem weist die 
Beschwerdegegnerin darauf hin, dass es sich beim Nettovermögen um einen 
sich dauernd ändernden Wert handelt und angesichts der bevorstehenden 
Investitionen (allein bis 2016 rund Fr. 2.46 Mio.) Reserven erforderlich sind 
(Beschwerdeantwort S. 28 f.). Anzufügen ist, dass entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 17 ff. Zif. 7; vgl. Eingabe vom 24.3.2015 
S. 8 ff. Ziff. 3) der Steueraufwand von rund Fr. 1.5 Mio. nicht zum Nettovermögen 
(bzw. gemäss der Beschwerdeführerin zu den kumulierten Gewinnen) 
hinzuzurechnen ist. Im Übrigen erklärt die Beschwerdegegnerin die Differenz 
zwischen kumulierten Gewinnen von insgesamt Fr. 4.8 Mio. und dem 

20

Überschuss von insgesamt Fr. 0.9 Mio. aus Gebühren (Fr. 0.3 Mio. 
Anschlussgebühren; Fr. 0.6 Mio. Betriebsgebühren) plausibel mit dem in der 
Bilanz 2011 noch nicht abgeschriebenem Anlagevermögen von rund Fr. 3.9 Mio. 
(Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 2.7.2015 S. 18 Ziff. 3.6). Bei einem 
Gebührenüberschuss von insgesamt Fr. 0.9 Mio. bzw. Fr. 0.3 Mio. bei den 
Anschlussgebühren bestehen auch nicht Reserven, welche im Verhältnis zum 
geplanten durchschnittlichen Investitionsvolumen der Jahre 2012 bis 2022 
(insgesamt Fr. 7.38 Mio. bzw. rund Fr. 670'000.-- pro Jahr, vgl. Vi-act. 7/11/6) zu 
hoch sind (vgl. vorstehend Erw. 1.2 i.f.). 

4.4 Zusammenfassend ergeben die ergänzenden Abklärungen, dass das 
Kostendeckungsprinzip vorliegend gewahrt ist. 

5.1.1 Nach dem aus dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und dem 
Willkürverbot abgeleiteten Äquivalenzprinzip hat die Höhe der Abgabe im 
Einzelfall in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert der staatlichen Leistung zu 
stehen. Im Unterschied zum Kostendeckungsprinzip bezieht sich das 
Äquivalenzprinzip nicht auf die Gesamtheit der Erträge und Kosten in einem 
bestimmten Verwaltungszweig, sondern immer nur auf das Verhältnis von 
Abgabe und Leistung im konkreten Einzelfall. Der Wert bemisst sich entweder 
nach dem wirtschaftlichen Nutzen, den die Leistung dem Bürger verschafft 
(nutzenorientierte Betrachtung aus der Optik des Leistungsempfängers), oder 
nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme im Verhältnis zum 
gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweigs (aufwandorientierte 
Betrachtung aus der Optik des Leistungserbringers). Beide Kriterien sind jedoch 
blosse Hilfsmittel zur Bestimmung des Wertes der staatlichen Leistung. Die 
Behörde darf sodann der wirtschaftlichen Situation des Pflichtigen und dessen 
finanziellem Interesse am abzugeltenden Akt Rechnung tragen; ebenso ist in 
beschränktem Ausmass eine Pauschalierung aus Gründen der 
Verwaltungsökonomie zulässig, so dass eine Gebühr im Einzelfall höher als die 
dafür aufgewendeten Kosten der Verwaltung bzw. des davon zu ziehenden 
Nutzens für den Pflichtigen sein kann (Wiederkehr/ Richli, Praxis des 
allgemeinen Verwaltungsrecht, Bd. II, Bern 2014, Rz. 561-565). Lässt sich der 
Wert der Leistung nur schwer beziffern, verfügt der Gesetzgeber über einen 
weiten Beurteilungsspielraum bei deren Festsetzung (Wiederkehr/ Richli, a.a.O., 
Rz. 570). Ein Vorbehalt betreffend die schematische Anwendung eines 
schematischen Bemessungskriterium (wie z.B. des Versicherungswertes) bei 
Wasseranschlussgebühren drängt sich in denjenigen Fällen auf, in welchen ein 
Gebäude im Verhältnis zum Bemessungskriterium einen extrem hohen oder 

21

extrem niedrigen Wasserverbrauch aufweist (Wiederkehr/ Richli, a.a.O., 
Rz. 584). 

5.1.2 Im Urteil 2C_101/2007 vom 22. August 2007 (vgl. auch Urteil 2C_722/2009 
vom 8.11.2010 Erw. 3.2) betreffend Kanalisationsanschlussgebühren hat das 
Bundesgericht ausgeführt (Erw. 4.4), mit dem Volumen einer Baute wachse in 
der Regel der Wert derselben und damit das Interesse des Bauherrn an deren 
korrekter Entwässerung; andererseits ergeben grössere Volumen auch grössere 
Nutzungsmöglichkeiten, was tendenziell zu mehr Abwasser führe. In solchen 
Fällen dürfte das Bemessungskriterium der Bruttogeschossfläche den 
Verhältnissen besser gerecht werden, doch bilde auch der Rauminhalt ein 
grundsätzlich taugliches Bemessungskriterium. Dem Umstand, dass Lagerhallen 
naturgemäss grosse Volumen aufweisen, ohne dass sie (vom Meteorwasser 
abgesehen) in der Regel eine ähnlich grosse Abwassermenge erzeugen wie 
gleich dimensionierte Wohngebäude oder intensiv genutzte 
Betriebsräumlichkeiten, trage im konkreten Fall das anwendbare 
Abwasserreglement dadurch Rechnung, dass es den Gebührensatz für 
Lagerhallen ab einem bestimmten Volumen (ab 500 m3) auf 30% des für andere 
Bauten geltenden Satzes reduziere (Fr. 3.25 statt Fr. 10.90 pro m3). Diese 
Berechnungsweise lasse zwar für die Berücksichtigung der Besonderheiten der 
einzelnen Arten von Lagerhallen und ihrer Nutzung keinen Raum. Es handle sich 
aber um eine auf vernünftigen Überlegungen beruhende und zu vertretbaren 
Ergebnissen führende Schematisierung, wie sie im Kausalabgaberecht aus 
Gründen der Praktikabilität zulässig sein müsse. Die seitens der 
Beschwerdeführerin dagegen erhobenen Einwendungen beruhen im 
Wesentlichen auf der - wie dargelegt - unzutreffenden Annahme, dass die 
Anschlussgebühr aufgrund des effektiven Abwasseranfalls (bzw. 
Wasserverbrauchs) nach der gegenwärtigen Nutzung des Gebäudes bemessen 
werden müsse. Stossend und unhaltbar könnte die alleinige Berücksichtigung 
des Rauminhaltes als Bemessungsgrösse höchstens bei Gebäuden sein, die aus 
besonderen Gründen über ein grosses geschlossenes Volumen verfügten, ohne 
dass dieser leere Raum zu Lager- oder anderen Zwecken genutzt werden könne; 
eine solche Ausnahmesituation, welche Anspruch auf eine korrigierende 
Härtefallregelung zu verschaffen vermöchte, sei hier nicht gegeben. Es könne 
alsdann auch nicht von einem Verstoss gegen das Äquivalenzprinzip oder von 
einer Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes gesprochen werden.

Ebenso hat das Bundesgericht im Urteil 2C_1054/2013 vom 20. September 2014 
in ähnlicher Weise erwogen (Erw. 6.3 f.), im Falle von Anschlussgebühren sei 
nicht die effektive Nutzung massgeblich, sondern diejenige, die durch den 

22

Anschluss ermöglicht werde und zwar auf Spitzenwerte ausgelegt. 
Mitberücksichtigt werden dürfe auch eine potentielle zukünftige Nutzung. Die 
Bemessung der Anschlussgebühr nach der anrechenbaren Bruttogeschossfläche 
sei zulässig. Dem Kriterium der Bruttogeschossfläche sei immanent, dass die 
Anschlussgebühr nicht zwingend proportional sei zum effektiven 
Wasserverbrauch oder Abwasseranfall. Das müsse sie auch nicht, soll doch mit 
dieser Gebühr nicht die effektive aktuelle Belastung, sondern die während der 
Lebenszeit der Infrastrukturanlage mögliche, auch zukünftige Belastung 
abgegolten werden. Somit sei die öffentliche Hand gehalten, lediglich - aber 
immerhin - unhaltbare, stossende Ergebnisse der Gebührenberechnung zu 
korrigieren. Ein solches liege im konkreten Fall nicht vor: Die Gemeinde habe der 
Besonderheit von Industrieanlagen schon im anwendbaren Reglement und - mit 
reduzierten Ansätzen - im zugehörigen Tarif Rechnung getragen. 

5.2.1 Die dargelegten Grundsätze sowie die Erwägungen der zitierten 
Bundesgerichtsurteile zum Äquivalenzprinzip lassen sich ohne weiteres auf den 
vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt übertragen. Gemäss dem Gebührentarif 
der Beschwerdegegnerin werden Gewerbebetrieben, Industrie- und 
Fabrikationsbetrieben mit überdurchschnittlich hohen Räumen pro genutztem 
Geschoss maximal 3.5 m Höhe für die Kubaturenberechnung berücksichtigt. 
Dies hat vorliegend zur Konsequenz, dass bei einer gesamten Kubatur von 
62'223.00 m3 die Anschlussgebühr nur auf der Basis einer Kubatur von 
23'135 m3 erhoben wurde (vgl. Beschwerdeantwort S. 36 f. Ziff. 10.2). Mithin 
wurden die Gebühren nur nach rund einem Drittel der Kubatur bemessen. Eine 
Verletzung des Äquivalenzprinzips ist mithin bereits aus diesem Grunde zu 
verneinen. Wie die Vorinstanz zutreffend festhält (Vernehmlassung S. 6 Ziff. 8), 
hat eine allfällige Nutzungsänderung (d.h. i.c. namentlich ein allenfalls erhöhter 
Wasserverbrauch) in der Regel keine Nachtragsverfügung zur Folge. Im 
Vergleich mit Wohnbauten liegt der Gebührenansatz mit Fr. 7.--/m3 gegenüber 
Fr. 11.--/m3 zudem um rund einen Drittel tiefer. 

5.2.2 Zu Recht führt die Beschwerdegegnerin vor dem Hintergrund des 
Äquivalenzprinzips auch die Gewährleistung des Feuerlöschdienstes (wozu sie 
gemäss Art. 8 Konzessionsvertrag verpflichtet ist) und die hierfür erforderlichen 
Vorkehren an, welche einen erheblichen Teil der Kosten ausmachen 
(Beschwerdeantwort S. 33 ff. Ziff. 8.4). Die diesbezüglichen Aufwendungen sind 
grundsätzlich von der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Brandes und der allfälligen 
Brandbelastung der Fabrikationshalle, welche laut der Beschwerdeführerin in 
ihrem Fall äusserst gering sei (Beschwerde S. 21 ff. Ziff. 8; vgl. Eingabe vom 
24.3.2015 S. 21 f. Ziff. 14), unabhängig. Die Beschwerdeführerin kann auch 

23

nichts zu ihren Gunsten aus dem allfälligen Umstand herleiten, dass die 
Leitungen seitens der G.________ erstellt und bezahlt wurden. Für den Unterhalt 
und den Ersatz der Leitungen ist die Beschwerdegegnerin zuständig, wie sich 
aus dem Konzessionsvertrag (und dem Reglement) ergibt. 

5.2.3 Die Beschwerdegegnerin hat zudem zur Überprüfung des 
Äquivalenzprinzips eine Studie durch das H.________ erarbeiten lassen (vgl. 
Beschwerdeantwort S. 8 ff. Ziff. 3.4 ff.). Teils konnte auf bekannte 
Gebäudevolumina (nach 1990 erbaute Gebäude) abgestellt werden, teils wurden 
sie durch die Statistiker hochgerechnet, wobei zwischen "Bester Schätzung" und 
"Obergrenze" unterschieden wurde. Aus dem von der F.________ ermittelten 
Wiederbeschaffungswert (Fr. 29'600'340.--) und dem Gesamtvolumen wurde der 
Quotient ermittelt. Nach beiden Berechnungsarten liegt der Gebührenansatz von 
Fr. 7.--/m3 klar unter den Durchschnittswerten von Fr. 14.90/m3 (Beste 
Schätzung) bzw. 12.50 m3 (Obergrenze) bzw. per Stichjahr 2007 (und 
indexbereinigt, indes mit der Gesamtkubatur von 2014) von Fr. 13.70 m3 bzw. 
Fr. 11.55 m3. Auch das Ergebnis dieser (aufwändigen) Berechnung spricht dafür, 
dass das Äquivalenzprinzip im vorliegenden Fall gewahrt wurde.  

5.2.4 Keine Bedeutung kommt hingegen dem von der Beschwerdeführerin ins 
Felde geführten tatsächlichen Wasserverbrauch zu, der sich seit Oktober 2008 
im Bereich von 540 m3 bis 799 m3 bewegte (Beschwerdeantwort der 
Beschwerdegegnerin S. 31; vgl. Eingabe der Beschwerdeführerin vom 24.3.2015 
S. 22). Diese werden über die Betriebsgebühren (jährliche Grundgebühr und 
Mengengebühr) abgegolten. 

5.2.5 Gemäss Art. 62 Abs. 8 des Reglements bleiben Sonderregelungen für 
besondere Ansprüche betreffend Druckverhältnisse oder Wassermengen 
vorbehalten. In diesen Fällen kann die Wasserversorgung eine 
Mindestanschlussgebühr festlegen und diese bei Bedarf angemessen erhöhen. 

Bereits im VGE II 2009 125 vom 18. März 2010 führte das Verwaltungsgericht 
aus (Erw. 5), aus dem Wortlaut dieser Bestimmung gehe hervor, dass 
Sonderregelungen allenfalls dann möglich seien, wenn dem Anschlusswilligen 
eine besondere, über die Normalinfrastruktur hinausgehende Infrastruktur 
bereitgestellt werden müsse. Angesichts der Möglichkeit der späteren Änderung 
der ursprünglichen Nutzung oder der betrieblichen Modalitäten rechtfertige es 
sich jedenfalls nicht, bereits bei den Anschlussgebühren eine Reduktion wegen 
einer behaupteten geringen benötigten Wassermenge vorzunehmen. An dieser 
Rechtsprechung ist festzuhalten. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin sind 
nicht geeignet, hiervon abzuweichen. 

24

5.3 Die Rüge der Verletzung des Äquivalenzprinzips erweist sich mithin als 
unbegründet. 

6.1 Die Kosten für den Erlass eines Entscheides oder Zwischenbescheides 
werden in der Regel der unterliegenden Partei überbunden. Unterliegt sie nur 
teilweise, werden die Kosten auf die Parteien anteilsmässig verteilt (§ 72 Abs. 2 
VRP). 

Die Gebühren für die Verwaltung unter anderem auch der Gemeinden werden - 
vorbehalten anders lautende gesetzliche Bestimmungen - in der 
Gebührenordnung für die Verwaltung und die Rechtspflege im Kanton Schwyz 
(GebO; SRSZ 173.111) vom 20. Januar 1975 geregelt. Die Verwaltungs- und 
Gerichtsgebühren sowie die Entschädigungen sind grundsätzlich gemäss den 
gesetzlichen Ansätzen festzusetzen (vgl. § 3 Abs. 1 GebO). Für den Erlass von 
Verfügungen des Gemeinderates sieht § 18 Ziff. 5 GebO eine Bandbreite von 
Fr. 60.-- bis Fr. 20'000.-- vor. 

Besteht ein Mindest- und Höchstansatz, so ist die Gebühr für den Einzelfall nach 
der Bedeutung der Sache und nach Zeitaufwand festzusetzen (§ 3 Abs. 2 Satz 1 
GebO). Der Höchstansatz darf ausnahmsweise um bis zu 50 Prozent 
überschritten werden, wenn eine Amtshandlung einen so grossen Aufwand 
erfordert, dass der Höchstansatz dazu in einem offensichtlichen Missverständnis 
steht (§ 3 Abs. 3 GebO). 

Gebühren und Auslagen können für Rechtsmittelverfahren als Pauschalbetrag 
festgesetzt werden (§ 3 Abs. 4 GebO). Barauslagen und Entschädigungen sind 
zu den Gebühren hinzuzurechnen, ausgenommen Kanzleigebühren, die in der 
Gebühr enthalten sind (§ 4 GebO). Entschädigungen sind unter anderem an 
Sachverständige vorgesehen (§ 14 GebO). 

6.2.1 Die Beschwerdeführerin ist im gemeinderätlichen Beschwerdeverfahren 
unterlegen, womit sie grundsätzlich die Verfahrenskosten zu tragen hatte. 

6.2.2 Der Gemeinderat hat unter Einschluss der Kosten für die von ihm in Auftrag 
gegebenen Expertise (deren Höhe nicht aktenkundig ist) die Verfahrenskosten 
auf Fr. 20'000.-- und somit am obersten Rand der regulären Bandbreite 
festgesetzt. Hiervon hat sie Fr. 10'000.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt, 
welche sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt bereit erklärt hatte, einen Beitrag 
an das Gutachten zu leisten. Fr. 5'000.-- hat die Gemeinde selber übernommen. 
Da angesichts des Verfahrensausganges an und für sich kein Anlass für eine 
(teilweise) Kostentragung zu Lasten der Vorinstanz sowie der 
Beschwerdegegnerin bestand, lässt sich hieraus schliessen, dass sich die 

25

Kosten für die Expertise auf mindestens Fr. 15'000.-- beliefen. Indessen sind die 
Kosten der Expertise für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Kostenauflage 
nicht von Relevanz.

6.2.3 Die der Beschwerdeführerin auferlegten Verfahrenskosten von Fr. 5'000.-- 
liegen bei einem Viertel der Obergrenze der regulären Bandbreite. Gemessen an 
der Bedeutung der Sache und dem mutmasslichen Zeitaufwand sowie auch 
angesichts der Zulässigkeit, Entschädigungen zur Gebühr hinzuzurechnen, ist 
diese Kostenhöhe nicht zu beanstanden. 

Die folgende Kontrollrechnung ergibt kein anderes Bild: Gemessen an einem 
zulässigen Ansatz von (maximal) Fr. 180.-- für die Stunde (§ 3 Abs. 2 Satz 2 
GebO) entsprechen Fr. 5'000.-- einem zeitlichen Aufwand von (minimal) 28 
Stunden. Ein Aufwand von (mindestens) rund 30 Stunden scheint angesichts des 
aktenkundigen Verfahrensablaufes, der Eingaben und Stellungnahmen, die es 
unter anderem auch im Rahmen der Expertise zu berücksichtigen gab, unter 
Einschluss der mündlichen Besprechung vom 28. Mai 2013 wie auch des 
Umfanges des angefochtenen Gemeinderatsbeschlusses keineswegs als 
überhöht. 

6.3 Im Ergebnis ist auch die Kostenverlegung des gemeinderätlichen 
Beschwerdeverfahrens unbesehen der Tatsache, dass sich die Kosten für die 
Expertise den Akten nicht entnehmen lassen, nicht zu korrigieren bzw. erweist 
sich im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben als rechtmässig. 

7. Zusammenfassend ist die Beschwerde unbegründet und daher 
abzuweisen. 

8.1 Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die Kosten des 
vorliegenden verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) in der Höhe von insgesamt Fr. 3'000.-- der 
Beschwerdeführerin auferlegt. 

8.2 Die Beschwerdeführerin hat zudem der beanwalteten Vorinstanz sowie der 
beanwalteten Beschwerdegegnerin je eine Parteientschädigung zu entrichten 
(§ 74 Abs. 1 und 2 VRP). 

Diese werden in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte 
(GebT; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 1975, der ordentlicherweise für das Ho-
norar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, 
unter Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt (je inklusive 

26

Barauslagen und MwSt) Fr. 1'500.-- (Vorinstanz) bzw. Fr. 4'000.-- (Beschwerde-
gegnerin) festgesetzt. 

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 3'000.-- festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt. 
Sie hat am 9. Juli 2014 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'500.-- geleistet. 
Die Restanz von Fr. 500.-- ist innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Ent-
scheides auf das Postkonto 60-22238-6 des Verwaltungsgerichts zu über-
weisen. 

3. Die Beschwerdeführerin hat der beanwalteten Vorinstanz eine Parteien-
tschädigung (inkl. Barauslagen und MwSt) von Fr. 1'500.-- und der bean-
walteten Beschwerdegegnerin eine solche von Fr. 4'000.-- (ebenfalls inkl. 
Barauslagen und MwSt) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von 
verfassungsmässigen Rechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an: 
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin (2/R; unter Beilage der 

Eingabe der Beschwerdeführerin vom 6. August 2015)
- den Rechtsvertreter der Vorinstanz (2/R; unter Beilage der Eingabe der 

Beschwerdeführerin vom 6. August 2015)
- den Regierungsrat (2)
- und das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst.

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

28

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 26. Oktober 2015