# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5a9edf32-e638-5174-ac37-80163c0b57bd
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 24.10.2022 VB220010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VB220010_2022-10-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 

 

Geschäfts-Nr. VB220010-O/U 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Vizepräsidentin 

lic. iur. F. Schorta, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos Würgler, 

Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga so-

wie die Gerichtsschreiberin MLaw N. Jauner 

 

Beschluss vom 24. Oktober 2022 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch B._____,  

 

gegen 

 

Politische Gemeinde C._____,  
Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-
deentscheid des Bezirksgerichts Meilen vom 10. August 2022 (BA220001-G) 
 
 

  

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 29. April 2022 

wurde A._____ (fortan: die Beschwerdeführerin) unter Androhung von 

Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfall verpflichtet, den Familiengarten 

Nr. … im Areal "D._____", E._____, bis spätestens 23. Mai 2022, 12:00 

Uhr mittags, der Beschwerdegegnerin ordnungsgemäss zu übergeben. 

Das Gemeindeammannamt Küsnacht-Zollikon-Zumikon (fortan: Gemein-

deammannamt) wurde angewiesen, diese Verpflichtung nach Ablauf der 

Auszugsfrist auf erstes Verlangen der Beschwerdegegnerin zu vollstrecken 

(act. 4/5-12). Dieses Urteil erwuchs in Rechtskraft. Das Gemeindeamman-

namt forderte die Beschwerdeführerin mit Anzeige vom 31. Mai 2022 auf, 

den Familiengarten Nr. … unverzüglich und ordnungsgemäss zu räumen 

und zu verlassen, andernfalls am 15. Juni 2022, 9:00 Uhr, die zwangswei-

se Räumung und der Abtransport der zurückgelassenen Gegenstände er-

folge (act. 4/3-3-2). Mit Eingabe vom 13. Juni 2022 erhob die Beschwerde-

führerin beim Bezirksgericht Meilen dagegen Beschwerde (act. 4/1). Das 

Bezirksgericht Meilen als untere kantonale Aufsichtsbehörde über die Ge-

meindeammannämter eröffnete in der Folge das Verfahren Geschäfts-Nr. 

BA220001-G. Das Gemeindeammannamt zog in der Folge seine Anzeige 

vom 31. Mai 2022 in Wiedererwägung. Die Zwangsräumung wurde sodann 

mit Anzeige vom 27. Juni 2022 neu auf den 24. August 2022, 9:30 Uhr, an-

gesetzt (act. 4/9-7). Gegen diese Anzeige erhob die Beschwerdeführerin 

mit Eingabe vom 17. Juli 2022 ebenfalls Beschwerde beim Bezirksgericht 

Meilen (act. 4/17-1). Das Bezirksgericht Meilen als untere kantonale Auf-

sichtsbehörde über die Gemeindeammannämter eröffnete in der Folge das 

Verfahren Geschäfts-Nr. BA220002-G und schrieb es sogleich als durch 

Vereinigung mit dem Verfahren Nr. BA220001-G vom Register ab 

(act. 4/14). Mit Beschluss des Bezirksgerichts Meilen vom 10. August 2022 

wurde die Beschwerde vom 13. Juni 2022 infolge Gegenstandslosigkeit als 

erledigt abgeschrieben, und auf die Beschwerde vom 17. Juli 2022 wurde 

- 3 - 

nicht eingetreten (act. 3). Zur Begründung hielt das Bezirksgericht im We-

sentlichen fest, dass es nicht zuständig sei, die geltend gemachte Fehler-

haftigkeit des Urteils des Einzelgerichts des Bezirks Meilen vom 29. April 

2022 zu überprüfen. Des Weiteren sei die Beschwerde vom 13. Juni 2022 

gegenstandslos geworden, nachdem das Gemeindeammannamt die der 

Beschwerde zugrundeliegende Anzeige in Wiedererwägung gezogen und 

durch die Anzeige vom 27. Juni 2022 ersetzt habe. Betreffend die Be-

schwerde vom 17. Juli 2022 führte es aus, die Beschwerdeführerin habe 

nicht ausgeführt, welche Amtspflicht oder gesetzliche Vorschrift das Ge-

meindeammannamt verletzt haben soll. Die Beschwerde enthalte mithin of-

fensichtlich keine hinreichende Begründung. Es könne weder die Verlet-

zung einer Amtspflicht oder einer gesetzlichen Vorschrift noch des dem 

Gemeindeammannamt zukommenden Ermessens erblickt werden (act. 3).  

2. Mit Eingabe vom 28. August 2022 (Datum Poststempel: 30. August 2022; 

hierorts eingegangen am 1. September 2021 [recte: 2022]; act. 2) erhob 

die Beschwerdeführerin gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Meilen 

vom 10. August 2022 Beschwerde bei der Zivilkammer des Obergerichts 

des Kantons Zürich. Die II. Zivilkammer legte ein Geschäft mit der Nummer 

PS220145 an und zog die vorinstanzlichen Akten von Amtes wegen bei. 

Da gegen aufsichtsrechtliche Beschwerdeentscheide der Bezirksgerichte 

mit Ausnahme der Beschwerdeentscheide gemäss SchKG die Verwal-

tungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich zuständig ist, wur-

de die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 28. August 2022 samt den vo-

rinstanzlichen Akten mit Verfügung der II. Zivilkammer vom 13. September 

2022 an die Verwaltungskommission überwiesen und das Verfahren Nr. 

PS220145 am Register abgeschrieben (act. 1). Die Beschwerdeführerin 

stellte die folgenden Anträge (act. 2): 

"1. Ziff. 1 und 2 des Beschlusses vom 10. August 2022 seien aufzuheben.  
"2. Es sei der Ziff. 1 und 2 die aufschiebende Wirkung zu erteilen, bis die 

Parteien auf dem aussergerichtlichen Weg um den per 24.08.22 zu-
rückgegebenen Garten vollständig und abschliessend auseinanderge-
setzt sind.  

- 4 - 

"3. Die Entscheidgebühr von Ziff. 4 über Fr. 300.– sei der Beschwerde-
gegnerin aufzuerlegen oder andernfalls durch die Staatskasse zu tra-
gen.  

"4. Der Vormerk von Ziff. 5, es sei keine Parteientschädigung verlangt 
worden, sei aufzuheben. 

"5. Alles unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Beschwerde gegen die 
Ziff. 1, 2, 3, 4 und 5 des Beschlusses vom 10. August 2022." 

 

Des Weiteren beantragte die Beschwerdeführerin eine Wiedergutmachung 

im Betrag von Fr. 3'000.– pro angebrochenem Kalendermonat seit Novem-

ber 2021 wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung, in der Höhe von Fr. 

1'500.– pro angebrochenem Kalendermonat seit der Kontaktaufnahme mit 

ihrem Noch-Ehemann F._____ durch den Bewirtschafter der Gemeinde 

C._____ sowie im Betrag von mindestens Fr. 1'000.– von November 2021 

bis zu einer aussergerichtlichen Einigung wegen ungenügend vertraulichen 

Umgangs mit ärztlichen Unterlagen. Der Bewirtschafter der Gemeinde 

C._____ sei unter Androhung rechtlicher Konsequenzen zu Stillschweigen 

innerhalb und ausserhalb der Gemeindeverwaltung zu verpflichten. Zudem 

beantragte die Beschwerdeführerin, es sei das Bezirksgericht Meilen zu 

rügen, dass es auf die ihm bekannte Verhandlungsunfähigkeit nicht Rück-

sicht genommen habe (act. 2).  

 

In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin überdies, es 

seien die Akten der Vorinstanz für das Beschwerdeverfahren beizuziehen, 

es sei die Behandlung der Beschwerde bis zum 14. September 2022 zu-

rückzustellen und es seien die bilateralen Abschlussgespräche abzuwar-

ten, wobei bei einer aussergerichtlichen Einigung die Beschwerde gegen-

standslos werden würde (act. 2). 

3. Die Verwaltungskommission eröffnete in der Folge das vorliegende Verfah-

ren.  

4. Die Beschwerdeführerin teilte am 20. September 2022 telefonisch mit, dass 

ein Rückzug im Raum stehe und das Verfahren daher noch nicht weiterin-

- 5 - 

struiert werden solle (act. 5). Eine entsprechende schriftliche Eingabe ging 

trotz Aufforderung in der Folge nicht ein. 

5. Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) 

bzw. § 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 ZPO stellt die Rechtsmittelinstanz 

die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schriftlichen Stellungnahme 

zu, es sei denn, die Beschwerde erweise sich als sofort unzulässig oder 

unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeigen sein wird – der Fall ist, 

kann auf das Einholen einer Stellungnahme der Beschwerdegegnerin ver-

zichtet werden (vgl. zum Ganzen HAUSER/SCHWERI/LIEBER, in: GOG Kom-

mentar, 2. Aufl. 2017, § 83 N 17). Aus diesem Grund erübrigt sich denn 

auch das (weitere) Abwarten einer allfälligen Eingabe der Beschwerdefüh-

rerin betreffend Rückzug der Beschwerde (act. 5). Das Verfahren erweist 

sich vielmehr als spruchreif. Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin ist 

nachfolgend einzugehen, soweit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG 

notwendig erscheint.  

6. Auf das vorliegende Verfahren sind die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss an-

wendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrichti-

ge Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, 

neue Tatsachen und neue Beweismittel sind im Beschwerdeverfahren hin-

gegen ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).  

 

II. 

1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der 

Verordnung über die Organisation des Obergerichts (OrgV OG, LS 212.51) 

übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die 

Aufsicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 

Abs. 2 GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unter-

stellten Behörden aus (HAUSER/SCHWERI/LIEBER, a.a.O., § 80 N 1 und § 84 

- 6 - 

N 1). Die Verwaltungskommission ist daher zur Behandlung der vorliegen-

den Beschwerde, welche sich gegen den Beschluss des Bezirksgerichts 

Meilen vom 10. August 2022 (Geschäfts-Nr. BA220001-G, damit vereinigt 

BA220002-G) richtet, zuständig.  

2.1. Gegen Beschwerdeentscheide der Bezirksgerichte kann gemäss § 84 

GOG innert zehn Tagen seit der Mitteilung Aufsichtsbeschwerde beim 

Obergericht erhoben werden. Dabei handelt es sich um eine gesetzliche 

Frist. Wird sie versäumt, so begibt sich die anzeigeerstattende Person ih-

res Beschwerderechts. Die Aufsichtsbehörde prüft die Rechtzeitigkeit der 

Beschwerde von Amtes wegen (HAUSER/SCHWERI/LIEBER, a.a.O., § 83 N 8 

f.; vgl. auch Beschluss der Verwaltungskommission OGer ZH vom 24. No-

vember 2014, Geschäfts-Nr. VB140014-O, E. III.2.2.; BRUNNER/VISCHER, in: 

Kurzkommentar Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, Art. 

321 N 1 und 3).  

2.2. Den Akten kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführerin der 

Beschluss des Bezirksgerichts Meilen vom 10. August 2022, Geschäfts-

Nr. BA220001-G, am 19. August 2022 zugestellt wurde (act. 4/23-3). Die 

Beschwerdefrist von zehn Tagen lief demnach am 29. August 2022 ab. Die 

Beschwerdeführerin reichte ihre Beschwerdeschrift dem Obergericht am 

30. August 2022 (Datum Poststempel) und damit nach Ablauf der zehntä-

gigen Beschwerdefrist im Sinne von § 84 GOG ein. Auf die Beschwerde ist 

somit aufgrund verspäteter Einreichung nicht einzutreten.  

3.1. Gemäss § 84 GOG i.V.m. Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde bei der 

Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen. Dabei hat sie 

konkrete Anträge zu enthalten, aus denen hervorgeht, in welchem Umfang 

der vorinstanzliche Entscheid angefochten werden soll. Bei Laien genügt 

als Antrag eine – allenfalls in der Begründung enthaltene – Formulierung, 

aus der sich mit gutem Willen herauslesen lässt, wie die Rechtsmitte-

linstanz entscheiden soll (Entscheid der II. Zivilkammer OGer ZH vom 

22. August 2011, Geschäfts-Nr. PF110034-O, E. 3.2; HUNGERBÜH-

LER/BUCHER, in: DIKE Kommentar ZPO, Art. 321 N 17 und 21 i.V.m. 

- 7 - 

Art. 311 N 30; HAUSER/SCHWERI/LIEBER, a.a.O., § 83 N 13). Im Rahmen der 

Begründung ist sodann darzulegen, an welchen Mängeln der vorinstanzli-

che Entscheid leidet. Die beschwerdeführende Partei hat sich mit dem an-

gefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen und im Einzelnen aufzuzei-

gen, aus welchen Gründen dieser falsch sei (vgl. etwa FREI-

BURGHAUS/AFHELDT, in: Zürcher Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-

zessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 321 N 15). Bei Parteien ohne anwaltliche 

Vertretung wird sowohl an die Formulierung der Anträge als auch an die 

Begründungslast ein weniger strenger Massstab gestellt als bei anwaltlich 

vertretenen Prozessbeteiligten. Es genügt, wenn zur Begründung wenigs-

tens rudimentär dargelegt wird, an welchen Mängeln der angefochtene 

Entscheid nach Auffassung der Partei leidet (Urteil der II. Zivilkammer O-

Ger ZH vom 21. Februar 2012, Geschäfts-Nr. PS110192-O, E. 5.1). Enthält 

die Beschwerde jedoch keinen rechtsgenügenden Antrag bzw. keine sol-

che Begründung, ist darauf nicht einzutreten (vgl. statt vieler: HUNGERBÜH-

LER/BUCHER, a.a.O., Art. 321 N 17 und 21 i.V.m. Art. 311 N 28 und 46). 

3.2. Die Beschwerdeführerin brachte zur Begründung ihrer Beschwerde (act. 2) 

im Wesentlichen das Folgende vor: Die Beschwerdegegnerin habe ihre ge-

sundheitlich bedingte Verhandlungsunfähigkeit nicht beachtet bzw. zu ih-

rem Vorteil ausgenutzt. Die Kündigung des Gartens sei nicht rechtmässig 

erfolgt. Die Beschwerdegegnerin habe diese Umstände ausgenutzt und ein 

Urteil erwirkt. Die Beschwerdegegnerin habe ihr wegen gesundheitlicher 

Beeinträchtigungen eine Wiedergutmachung im Betrag von Fr. 3'000.– pro 

angebrochenem Kalendermonat seit November 2021 zu bezahlen. Des 

Weiteren sei das Bezirksgericht Meilen zu rügen, dass es auf die ihm be-

kannte Verhandlungsunfähigkeit nicht Rücksicht genommen habe. Über-

dies habe der zuständige Bewirtschafter mit ihrem Noch-Ehemann Kontakt 

aufgenommen und sich ausgiebig mit ihm ausgetauscht. In der Folge sei 

ihr Noch-Ehemann widerrechtlich bei allen Schreiben ins CC genommen 

worden und es seien ihm Unterlagen zugestellt worden. Die Beschwerde-

gegnerin habe ihr daher eine Wiedergutmachung von Fr. 1'500.– pro an-

gebrochenem Kalendermonat zu leisten, und zwar seit Kontaktaufnahme 

- 8 - 

mit ihrem Noch-Ehemann. Zudem sei die Beschwerdegegnerin mit einer 

ärztlichen Stellungnahme und einem Attest nicht vertraulich umgegangen. 

Diesbezüglich sei ebenfalls eine Wiedergutmachung von mindestens Fr. 

1'000.– seit November 2021 bis zu einer aussergerichtlichen Einigung zu 

leisten. Die Beschwerdeführerin führte zudem aus, die Überwucherung der 

Gartenparzelle sei nicht durch Unterlassung der Pflege ihrerseits erfolgt, 

sondern durch herüberwachsenden Wildwuchs. Überdies rügte sie, der 

Bewirtschafter habe eine Instruktion betreffend Umpflügung und Bodenbe-

arbeitung unterlassen sowie sie im Ungewissen betreffend Fortsetzung des 

Pachtverhältnisses gelassen. 

3.3. Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Beschwerde zwar konkrete Anträge 

auf (act. 2), indem sie insbesondere die Aufhebung von Ziff. 1 und 2 des 

Beschlusses vom 10. August 2022 beantragt. Ihre Begründung erweist sich 

jedoch als sehr rudimentär und ungenügend. Die Beschwerdeführerin setzt 

sich nicht mit dem angefochtenen Beschluss vom 10. August 2022 ausei-

nander und legt auch nicht dar, an welchen Mängeln der angefochtene Be-

schluss ihrer Auffassung nach leidet. Die Beschwerdeführerin geht lediglich 

auf die Vorgeschichte ein und beschränkt sich darauf, das Verhalten der 

Beschwerdegegnerin – insbesondere im Zusammenhang mit der Kündi-

gung – zu rügen. Auf die offensichtlich keine hinreichende Begründung 

enthaltende Beschwerde vom 28. August 2022 (act. 2) ist folglich auch aus 

diesem Grund nicht einzutreten.  

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens muss über das Gesuch um Erteilung 

der aufschiebenden Wirkung nicht mehr entschieden werden.  

III. 

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, § 

20 GebV OG). An dieser Kostenauferlegung änderte sich nichts, würde die 

Beschwerdeführerin einen Rückzug der Beschwerde einreichen, da ein 

- 9 - 

Rückzug als Unterliegen gilt (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Entschädigungen 

sind entsprechend dem Verfahrensausgang keine zu entrichten.  

2. Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letzt-

instanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidge-

nössisches Rechtsmittel dagegen besteht nicht (HAUSER/SCHWERI/LIEBER, 

a.a.O., § 84 N 1; Urteil des Bundesgerichts 4A_448/2015 vom 14. Septem-

ber 2015 sowie Urteil des Bundesgerichts 5A_961/2014 vom 19. Januar 

2015). 

 

Es wird beschlossen:  

1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 500.– festgesetzt.  

3. Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt. 

4. Parteientschädigungen werden keine entrichtet. 

5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- die Beschwerdeführerin, 

- die Beschwerdegegnerin, unter Beilage einer Kopie von act. 2, sowie 

- das Bezirksgericht Meilen als untere kantonale Aufsichtsbehörde, unter  

- Beilage einer Kopie von act. 2 und unter Rücksendung der Akten  

- Nr. BA220001-G (act. 4/1-23). 

 

- 10 - 

Zürich, 24. Oktober 2022 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission 

 
Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

MLaw N. Jauner 
 
 
versandt am: 
 

 

	Beschluss vom 24. Oktober 2022
	Erwägungen:
	I.

	1. Mit Urteil des Einzelgerichts des Bezirksgerichts Meilen vom 29. April 2022 wurde A._____ (fortan: die Beschwerdeführerin) unter Androhung von Zwangsvollstreckung im Unterlassungsfall verpflichtet, den Familiengarten Nr. … im Areal "D._____", E.___...
	2. Mit Eingabe vom 28. August 2022 (Datum Poststempel: 30. August 2022; hierorts eingegangen am 1. September 2021 [recte: 2022]; act. 2) erhob die Beschwerdeführerin gegen den Beschluss des Bezirksgerichts Meilen vom 10. August 2022 Beschwerde bei der...
	"1. Ziff. 1 und 2 des Beschlusses vom 10. August 2022 seien aufzuheben.
	"2. Es sei der Ziff. 1 und 2 die aufschiebende Wirkung zu erteilen, bis die Parteien auf dem aussergerichtlichen Weg um den per 24.08.22 zurückgegebenen Garten vollständig und abschliessend auseinandergesetzt sind.
	"3. Die Entscheidgebühr von Ziff. 4 über Fr. 300.– sei der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen oder andernfalls durch die Staatskasse zu tragen.
	"4. Der Vormerk von Ziff. 5, es sei keine Parteientschädigung verlangt worden, sei aufzuheben.
	"5. Alles unter dem ausdrücklichen Vorbehalt der Beschwerde gegen die Ziff. 1, 2, 3, 4 und 5 des Beschlusses vom 10. August 2022."
	Des Weiteren beantragte die Beschwerdeführerin eine Wiedergutmachung im Betrag von Fr. 3'000.– pro angebrochenem Kalendermonat seit November 2021 wegen gesundheitlicher Beeinträchtigung, in der Höhe von Fr. 1'500.– pro angebrochenem Kalendermonat seit...
	In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin überdies, es seien die Akten der Vorinstanz für das Beschwerdeverfahren beizuziehen, es sei die Behandlung der Beschwerde bis zum 14. September 2022 zurückzustellen und es seien die bilaterale...

	3. Die Verwaltungskommission eröffnete in der Folge das vorliegende Verfahren.
	4. Die Beschwerdeführerin teilte am 20. September 2022 telefonisch mit, dass ein Rückzug im Raum stehe und das Verfahren daher noch nicht weiterinstruiert werden solle (act. 5). Eine entsprechende schriftliche Eingabe ging trotz Aufforderung in der Fo...
	5. Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) bzw. § 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 ZPO stellt die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schriftlichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde erwei...
	6. Auf das vorliegende Verfahren sind die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss anwendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Ar...
	II.
	III.

	1. Auf die Aufsichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.
	4. Parteientschädigungen werden keine entrichtet.
	5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: - die Beschwerdeführerin, - die Beschwerdegegnerin, unter Beilage einer Kopie von act. 2, sowie - das Bezirksgericht Meilen als untere kantonale Aufsichtsbehörde, unter  - Beilage einer Kopie vo...