# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 68af2c36-5f6d-52f2-a93b-bfae7665d395
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.11.2017 PQ170075
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ170075_2017-11-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PQ170075-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter Dr. P. 

Higi und Ersatzrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. K. Würsch 

Beschluss und Urteil vom 22. November 2017 

 

in Sachen 

 

A._____, 
Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

 

gegen 

 

B._____,  
Beschwerdegegner 

 

betreffend Ablehnung des Antrags auf Rückplatzierung der Kinder zur Mutter 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Uster vom 6. August 2017 i.S. 
C._____, geb. tt.mm.2013, und D._____, geb. tt.mm.2012; VO.2017.2 (Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde Uster) 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Streitgegenstand, Sachverhalt und Prozessgeschichte 

A._____ (fortan "Beschwerdeführerin" genannt) ist die Mutter von D._____, geb. 

tt.mm.2012, und C._____, geb. tt.mm.2013. Von B._____ (fortan "Beschwerde-

gegner" genannt), dem Vater der Kinder, wurde sie mit Urteil des Bezirksgerichts 

Uster vom 3. März 2016 geschieden; die Parteien üben die gemeinsame elterliche 

Sorge aus. Anfangs Februar 2015 wurden die Kinder im Einvernehmen mit den 

Parteien fremdplatziert; die Beschwerdeführerin hatte sich zuvor stationär in eine 

psychiatrische Behandlung begeben müssen. Sie ersucht nunmehr um Rückplat-

zierung der Kinder, was sowohl von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Uster (fortan "KESB" genannt) und dem Bezirksrat Uster abgelehnt worden ist. 

Gegen das Urteil des Bezirksrats vom 6. August 2017 richtet sich im vorliegenden 

Verfahren die Beschwerde der Beschwerdeführerin. Der massgebende Sachver-

halt und die Prozessgeschichte präsentieren sich wie folgt: 

1.1. Am 20. Oktober 2014 rapportierte die Kantonspolizei Zürich betreffend Tät-

lichkeiten der Beschwerdeführerin gegenüber dem Beschwerdegegner, ausge-

hend von einem verbalen Streit der Parteien um die Kinderbetreuung, unter-

schiedliche Vorstellungen der Haushaltsführung und eine angespannte finanzielle 

Situation. Die polizeilichen Erhebungen ergaben, dass die Beschwerdeführerin an 

Depressionen leide und seit Jahren in psychiatrischer Behandlung sei. Vor drei 

Monaten sei der Beschwerdegegner aus der gemeinsamen Wohnung gezogen 

und später wieder zurückgekehrt. Die Beschwerdeführerin habe nach dem Aus-

zug versucht, sich mit einem Mischkonsum von Medikamenten und Alkohol das 

Leben zu nehmen (vgl. KESB-act. 1). 

1.2. Die KESB teilte den Parteien mit Schreiben vom 17. November 2014 mit, 

dass keine Massnahmen zum Schutz der Kinder angezeigt seien (KESB-act. 7). 

Sie hatte sich zuvor telefonisch mit ihnen und der Psychiaterin der Beschwerde-

führerin in Verbindung gesetzt: Die Parteien hätten sich getrennt und die Be-

schwerdeführerin habe ihre Stelle verloren; sie erfahre in der Betreuung aber Un-

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terstützung durch eine Tagesmutter, die Grossmütter und eine Urgrossmutter der 

Kinder. Sodann begebe sie sich regelmässig in eine ambulante Psychotherapie 

(KESB-act. 2). Angesichts des Berufs als E._____ sei die Wahrnehmung des 

Kontaktrechts für den Beschwerdegegner schwierig (KESB-act. 3). Die Psychiate-

rin erachtete die Depression der Beschwerdeführerin nicht als schwerwiegende 

Erkrankung und teilte mit, die Kinder seien nicht gefährdet (KESB-act. 6). 

1.3. Am 29. Dezember 2014 wandte sich die Beschwerdeführerin an die KESB 

und stellte ein Gesuch auf Errichtung einer "Tagesfamilie". Die Situation sei der-

art, dass sie dringend eine langfristige Entlastung benötige. Der Beschwerdegeg-

ner sei seit einigen Wochen in einer Psychiatrieklinik (Burn Out, Angstzustände, 

Depressionen, Panikattacken; vgl. KESB-act. 8). Die KESB wies die Beschwerde-

führerin telefonisch darauf hin, dass mit diesem Gesuch der Kompetenzbereich 

der KESB mit jenem des Sozialamtes verwechselt werde, woraufhin die Be-

schwerdeführerin ihren Antrag zurückzog (KESB-act. 9). 

1.4. In der Folge meldete sich der Beschwerdegegner am 4. Februar 2015 beim 

kjz und ersuchte um Fremdplatzierung der beiden Kinder; die Beschwerdeführerin 

sei psychiatrisch hospitalisiert und er kurz davor. Die Kinder seien bei einer 

Gross- und Urgrossmutter untergebracht, die Betreuung sei aber nur noch kurz-

fristig sichergestellt (KESB-act. 10). Am 4. Februar 2015 wurden die beiden Kin-

der von der KESB unter Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts der Eltern 

superprovisorisch bei einer SOS-Familie platziert (KESB-act. 13, 18; vgl. auch 

das polizeiliche Ersuchen um behördliche Massnahmen vom 14. Februar 2017 

[KESB-act. 22]). Die Parteien erklärten sich anlässlich ihrer Anhörung – beide 

standen damals in stationärer psychiatrischer Behandlung – mit den behördlichen 

Massnahmen einverstanden (vgl. KESB-act. 26, 28), woraufhin die KESB ihnen 

mit Entscheid vom 18. März 2015 das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die Kin-

der entzog und eine Platzierung bei der SOS-Familie anordnete, vorab maximal 

für drei Monate. Des Weiteren bestätigte sie die ebenfalls schon superproviso-

risch errichtete Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB (KESB-act. 29). 

1.5. Am 7. Mai 2015 stellte die Beiständin einen Antrag auf sozialpädagogische 

Familienbegleitung und auf familienergänzende Betreuung der beiden Kinder der 

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Parteien (KESB-act. 42). Die Parteien hätten die Klinik verlassen können und be-

suchten derzeit je eine Tagesklinik. Eine dauerhafte Platzierung der Kinder sei 

derzeit noch kein Thema und die involvierten Fachleute seien sich einig, dass die 

Beschwerdeführerin mit flankierenden, entlastenden Massnahmen und der Mög-

lichkeit einer schrittweisen Übernahme der Betreuungs- und Erziehungsaufgaben 

die Verantwortung für ihre Kinder wieder übernehmen könne; angesichts dessen 

sei eine schrittweise Rückführung, eine sozialpädagogische Familienbegleitung 

sowie eine familienergänzende Betreuung angezeigt. Einer Aktennotiz der KESB 

vom 2. Juni 2015 ist sodann zu entnehmen, dass die geplante Rückplatzierung 

zur Beschwerdeführerin nicht durchgeführt werden könne, da sie sich per sofort 

wieder stationär in der Klinik F._____ befinde (KESB-act. 44). 

1.6. Am 18. Juni 2015 fand erneut eine Anhörung der Parteien durch die KESB 

statt, bei der es um die Undurchführbarkeit der Rückplatzierung und den Vor-

schlag der Beiständin ging, eine definitive Pflegefamilie für die Kinder zu finden. 

Beide Parteien stellten sich auf den Standpunkt, dass es keine bessere Lösung 

als jene der Fremdplatzierung gebe, da eine umfassende Eigenbetreuung derzeit 

nicht möglich sei (KESB-act. 46). Mit Schreiben vom 29. Juni 2015 beantragte die 

Beiständin in der Folge die Umplatzierung der Kinder aus folgenden Gründen: Die 

Parteien seien psychisch krank und könnten die Betreuung nicht gewährleisten; 

die Kinder seien in ihrer Entwicklung gefährdet; sie seien insbesondere noch klein 

und benötigten eine konstante und verlässliche Betreuungssituation; schliesslich 

sei die SOS-Familie nur noch bis zu den Sommerferien in der Lage, die Betreu-

ung sicherzustellen (KESB-act. 50). Aus einer Aktennotiz der KESB vom 7. Juli 

2015 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin mit der Platzierung plötzlich nicht 

mehr einverstanden sei (KESB-act. 53). Tags darauf überführte die KESB die bis-

herige Notfallplatzierung in eine Dauerplatzierung bei der Pflegefamilie G._____ 

in H._____ (KESB-act. 54). Am 10. Juli 2015 wandte sich die Beschwerdeführerin 

mit einem Schreiben an die KESB und brachte zum Ausdruck, dass sie vom Gang 

der Dinge in den letzten Wochen enttäuscht sei und sich insbesondere von der 

Vertretung der Beiständin der Kinder, I._____, frech und unbefriedigend behan-

delt fühle. Ihr Ziel sei die Rückplatzierung der Kinder bis Ende 2015 (KESB-act. 

58 und 66). I._____ wurde mit Entscheid der KESB vom 9. September 2015 auf-

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grund eines länger dauernden Arbeitsausfalls der bisherigen Beiständin als neue 

Beiständin ernannt (KESB-act. 75). 

1.7. Am 27. August 2015 leitete der Beschwerdegegner der KESB an ihn ge-

richtete SMS der Beschwerdeführerin weiter, aus denen hervorgeht, dass letztere 

den Kindern gesagt habe, sie hätten sich bei ihm zu erkundigen, weshalb sie an 

einem Ort bleiben müssten, an dem sie nicht sein wollten. Es sei schliesslich auch 

seine Schuld, deshalb sei auch er den Kindern eine Erklärung schuldig (KESB- 

act. 67). Die Pflegefamilie machte die Rückmeldung, dass sich die Beschwerde-

führerin bei der Rückkehr nach Besuchen jeweils zu lange und ausgiebig von den 

Kindern verabschiede (KESB-act. 70). Weiter hätten sie den Eindruck, die Kinder 

würden von ihr instrumentalisiert; schliesslich würden sie die Beschwerdeführerin 

instabil und zum Teil auch wirr erleben (KESB-act. 77). Die Beiständin erlebte  

die Beschwerdeführerin als manipulativ und hegte den Eindruck, sie hetze die 

Kinder gegen die Pflegefamilie auf. Die Beschwerdeführerin könne sich für eine 

begrenzte Zeit sehr gut halten, müsse danach aber irgendwo Frust ablassen. Sie 

werde ein Erziehungsgutachten über die Beschwerdeführerin beantragen (KESB-

act. 83). Sowohl die Ausübung des Besuchsrechts der Parteien, die Mitnahme 

von Drittpersonen zu Elterngesprächen als auch der Umstand, dass sich D._____ 

bei der Pflegefamilie den Finger verstauchte, boten Anlass für Spannungen im 

Verhältnis der Parteien untereinander, zur Beiständin und zur Pflegefamilie 

(KESB-act. 89-94). 

1.8. Am 18. September 2015 hörte die KESB die Beschwerdeführerin zur bean-

tragten Rückplatzierung an. Sie erklärte, sie sei nunmehr stabil, habe Hobbys und 

arbeite zu 40 %. Ferner brachte sie zwei Konzepte und zwei Notfallpläne für die 

Betreuung mit. Darin eingebunden sei auch ihr neuer Partner, nicht hingegen der 

Beschwerdeführer, da auf letzteren gar kein Verlass sei; ihr Ziel sei die alleinige 

elterliche Sorge (KESB-act. 80 f.). Am 13. Oktober 2015 ersuchte die Beiständin 

um Erstellung eines Erziehungsgutachtens (KESB-act. 87), welches mit Entscheid 

der KESB vom 20. Januar 2016 in Auftrag gegeben wurde (KESB-act. 102). Das 

Gutachten wurde am 17. Juni 2016 erstattet. Es schloss damit, es sei unwahr-

scheinlich, dass die Mutter eine verlässliche Betreuung sicherstellen könne; der 

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psychische Zustand sei fragil, die Rückfallgefahr rezidivierender depressiver Stö-

rungen sei gross und eine Stabilisierung erst in den Anfängen sichtbar. Eine mög-

liche Rückplatzierung sei vor D._____s Schuleintritt erneut zu prüfen (KESB-act. 

113 S. 57 ff.). 

1.9. Zuvor hatte die Beiständin am 1. Februar 2016 ihren Rechenschaftsbericht 

erstattet (KESB-act. 105), die Ehe der Parteien wurde mit Urteil des Bezirksge-

richts Uster vom 3. März 2016 geschieden, wobei der Antrag auf gemeinsame el-

terliche Sorge genehmigt wurde (KESB-act. 106), und die Beschwerdeführerin 

kehrte vom Nachnamen des Beschwerdegegners zum angestammten Nachnah-

men zurück (KESB-act. 109). Mit Schreiben vom 30. Mai 2016 stellte die Be-

schwerdeführerin bei der KESB das Gesuch um Rückplatzierung der Kinder bis 

spätestens Mitte August 2016. Falls nötig sei sie auch mit einer Familienbeglei-

tung einverstanden (KESB-act. 111). 

1.10. Die Beschwerdeführerin wurde am 14. Juli 2016 in Rahmen einer Anhö-

rung über den Inhalt des Gutachtens informiert; ihr wurde weiter in Aussicht ge-

stellt, dass sich die KESB beim Entscheid auf das Gutachten stützen werde.  

Die inzwischen vertretene Beschwerdeführerin erklärte, sie sei schockiert, wolle 

das Gutachten aber in Ruhe lesen und dann schriftlich Stellung nehmen (KESB-

act. 120). Sie liess sich am 8. August 2016 mit einer Eingabe zum Gutachten ver-

nehmen und hielt am Begehren um Rückplatzierung fest (KESB-act. 124). Mit ei-

ner weiteren Eingabe vom 30. September 2016 listete die Beschwerdeführerin 

zahlreiche angebliche Mängel und unsorgfältige Wiedergaben im Gutachten auf 

(KESB-act. 131). Die von ihr beantragte unentgeltliche Rechtspflege wurde offen-

bar mit Entscheid vom 5. Oktober 2016 gutgeheissen (vgl. KESB-act. 136 S. 8 mit 

einem Verweis auf separate Akten für das UP-Verfahren). Mit Entscheid vom 

7. Dezember 2016 lehnte die KESB schliesslich den Antrag der Beschwerdefüh-

rerin auf Rückplatzierung der beiden Kinder ab (KESB-act. 136).  

1.11. Mit Beschwerde vom 15. Dezember 2016 wandte sich die Beschwerdefüh-

rerin dagegen an den Bezirksrat Uster und stellte folgenden Antrag (BR-act. 1 

S. 2): 

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"Es sei Dispositiv Ziffer 1 des Entscheides der KESB Uster vom 7. Dezember 2016 (Ent-

scheid Nr.2016-1281) aufzuheben und die Rückplatzierung der Kinder C._____, geb. 

tt.mm.2013 und D._____, geb. tt.mm.2012 zur Kindsmutter A._____, geb. tt.3.1988 vorzu-

bereiten und spätestens bis anfangs Juli 2017 vorzunehmen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen" 

Die KESB liess sich mit Entscheid vom 22. Februar 2017 innert erstreckter Frist 

zur Beschwerde vernehmen (BR-act. 10). Nach Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege zu Gunsten der Beschwerdeführerin (BR-act. 12), deren Stellung-

nahme zur Vernehmlassung (BR-act. 15), einer Noveneingabe zur religiösen Er-

ziehung der Kinder (BR-act. 21 f.), einer weiteren betreffend körperliche Züchti-

gung durch die Pflegeeltern (BR act. 25 ff.) sowie einer dritten zum Gesundheits-

zustand der Beschwerdeführerin (BR-act. 28) und dem Ausbleiben einer Be-

schwerdeantwort des Beschwerdegegners – nachdem ihm die diesbezügliche 

Frist wiederhergestellt worden war (BR-act. 13 ff. und BR-act. 20) –, wies der Be-

zirksrat die Beschwerde mit Urteil vom 6. August 2017 ab (Disp. Ziff. I.) und aufer-

legte der Beschwerdeführerin die Kosten (Disp. Ziff. II.; vgl. BR-act. 31 = act. 3/1 

= act. 6). 

1.12. Am 15. September 2017 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen 

dieses Urteil mit folgenden Anträgen (act. 2 S. 3): 

"1. Es sei Dispositiv Ziffer 1 des Entscheides des Bezirksrats Uster vom 6. August 2017 

aufzuheben und es seien die Kinder C._____, geb. tt.mm.2013 und D._____, geb. 

tt.mm.2012 zur Kindsmutter A._____ rückzuplatzieren. 

2. Es sei Dispositiv Ziffer 2 des Entscheides des Bezirksrats Uster vom 6. August 2017 

aufzuheben. 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

3. Es sei der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor Obergericht die unentgeltliche 

Rechtspflege zu gewähren und Rechtsanwältin X._____ als unentgeltliche Rechtsver-

treterin einzusetzen." 

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (BR-act. = act. 7/1-34; KESB- 

act. = act. 7/11/1-146). Mit Präsidialverfügung vom 29. September 2017 wurde 

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dem Beschwerdegegner Frist zur Beschwerdeantwort und dem Bezirksrat Frist 

zur Erstattung einer Vernehmlassung angesetzt (act. 8). Letzterer verzichtete mit 

Eingabe vom 6. Oktober 2017 (act. 10). Der Beschwerdegegner erstattete die 

Antwort am 4. November 2017 (act. 14). Die KESB liess der Kammer ferner di-

verse Aktenstücke "zur Vervollständigung des Dossiers" zukommen (act. 11, 

12/137/1-3, 13/147-167). Das Verfahren ist spruchreif. Mit dem Entscheid ist der 

Beschwerdeführerin noch die Beschwerdeantwort zuzustellen. 

2. Beschwerdevoraussetzungen 

2.1. Das Urteil des Bezirksrats ist der Beschwerdeführerin am 16. August 2017 

zugestellt worden (vgl. Empfangsschein zu BR-act. 31). Die Beschwerde vom 

15. September 2017 wurde somit fristgerecht erhoben. Sie enthält schriftlich be-

gründete Anträge (Art. 450 Abs. 3 ZGB). Der Beschwerdeführerin ist als sorgebe-

rechtigte Mutter vom Entscheid der Vorinstanz unmittelbar betroffen und damit zur 

Beschwerde befugt (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Die Prozessvoraussetzungen 

sind gegeben.  

2.2. Die neue Behauptungen enthaltende Beschwerdeantwort des Beschwer-

degegners vom 4. November 2017 hingegen ist nicht fristgerecht eingereicht wor-

den (vgl. act. 8, 9/2 und 14) und damit grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. 

Trotz Anwendbarkeit des Offizial- und Untersuchungsgrundsatzes gelten im zweit-

instanzlichen Verfahren Novenschranken, analog den Regeln des Art. 317 Abs. 1 

ZPO (unter Ausschluss einer analogen Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO; vgl. 

Urteil des BGer 5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, dort E. 2 unter Verweis auf 

BGE 138 III 625 E. 2.2 S. 627 f.). Der Beschwerdegegner lässt in seiner Eingabe 

unbegründet, weshalb das Obergericht von ihm neu eingebrachte Behauptungen 

(vgl. act. 14 passim) noch zu berücksichtigen hätte; deren Zulässigkeit ist auch 

nicht ersichtlich. Auf die Eingabe ist folglich insgesamt nicht abzustellen. 

2.3. Mit der Beschwerde i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c 

ZGB können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststel-

lung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsver-

weigerung und Rechtsverzögerung gerügt werden (vgl. Art. 450a ZGB). Für das 

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zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren gilt eine Rüge- bzw. Begründungsoblie-

genheit analog derjenigen in den Art. 308 ff. bzw. Art. 319 ff. ZPO. Dies bedeutet, 

dass die Beschwerde führende Partei darzulegen hat, weshalb der angefochtene 

Entscheid des Bezirksrates unrichtig sein soll. 

3. Übersicht 

3.1. Den Parteien wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen. Sieht 

man vom Ausnahmefall des Entzugs der elterlichen Sorge im Sinne von Art. 311 

ZGB ab, handelt es sich dabei um die schwerste Kindesschutzmassnahme, die 

das Gesetz vorsieht. Dementsprechend sind hohe Voraussetzungen an diese 

Massnahme, die zutreffend als "ultima ratio" verstanden wird, zu stellen. Vorlie-

gend ist unbestritten und erstellt, dass die Voraussetzungen zum Zeitpunkt der 

Anordnung der Massnahme vorlagen. Die Beschwerdeführerin bringt nunmehr 

vor, die Verhältnisse hätten sich geändert und die Voraussetzungen seien inzwi-

schen entfallen.  

3.2. Aufgrund des Vorbringens der Beschwerdeführerin (vgl. act. 2) stellt sich 

die Frage nach dem derzeitigen Umfang der Gefährdung des Kindswohls bei ei-

ner Rückplatzierung zur Beschwerdeführerin; im Kern geht es hier um Aspekte 

der Erziehungsfähigkeit, die der Beschwerdeführerin mit Blick auf eine hohe Ge-

fahr erneuter depressiver Episoden, mangelnder Bindungstoleranz und fehlender 

Kooperation von der Vorinstanz nach wie vor abgesprochen werden. Danach ist 

zu klären, ob und welche Massnahmen angeordnet werden müssen. Die Be-

schwerdeführerin hält gemäss ihrem Antrag den Entzug des Aufenthaltsbestim-

mungsrechts jedenfalls für unverhältnismässig. 

4. Rechtsgrundlagen zum Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts 

Der Bezirksrat hat die rechtlichen Grundlagen der beiden Elemente der Schutz-

massnahme der Fremdplatzierung von Kindern gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB kor-

rekt dargelegt; darauf kann verwiesen werden (act. 6 S. 23 f.). Die Beschwerde-

führerin hielt in diesem Zusammenhang zurecht dafür, dass jede Abänderung von 

Kindesschutzmassnahmen eine Prognose über die künftige Entwicklung der mas-

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sgebenden Umstände voraussetze. Diese Prognose wird durch die Betroffenen 

unter Einbezug der konkreten Umstände massgeblich mitbestimmt (vgl. act. 2  

S. 16). 

5. Gefährdung des Kindswohls 

5.1. Psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin 

5.1.1. Der Bezirksrat erwog, die aus den Akten hervorgehenden psychiatrischen 

Befunde präsentierten eine einheitliche Befundlage zum Gesundheitszustand der 

Parteien. Der medizinische Sachverhalt sei hinreichend klar. Die Gutachterin er-

fülle zudem die Anforderungen zur Begutachtung. Einbezogen worden seien fer-

ner die gegenwärtigen Entwicklungen. Die Diagnostik im Gutachten stimme wei-

testgehend mit den vorangehenden Facharztberichten überein (act. 6 S. 26 f.). 

Der aktuellste Verlaufsbericht genüge nicht, um von einer nachhaltig stabilen psy-

chischen Verfassung der Beschwerdeführerin ausgehen zu können. Angesichts 

der grossen Rückfallwahrscheinlichkeit sei eine erneute psychotische Exazerbati-

on nicht auszuschliessen (act. 6 S. 29). 

5.1.2. Das Gutachten hält Folgendes dazu fest (KESB-act. 113 S. 54 ff.; zusam-

mengezogene Zitate): "Bei A._____ besteht eine rezidivierende depressive Stö-

rung, mit hysterischen und teilweise wahnhaften Anteilen. Dieses Krankheitsbild 

ist charakterisiert durch depressive Zustände, die wiederholt unter psychosozialen 

Belastungen auftreten, sowie durch ein Verharren auf eigenen Standpunkten und 

Umdeuten und/oder Negieren der Realität. A._____ hat seit 2007 immer wieder 

an depressiven Erkrankungen gelitten, die psychiatrische Behandlung erforderten. 

Letztmals waren langandauernde Konflikte mit dem Ehepartner, Überforderung 

mit zwei Kleinkindern und berufliche Belastungen die auslösenden Faktoren. Aus 

der Lebensgeschichte geht hervor, dass A._____ immer wieder auf psychiatrische 

Behandlung angewiesen war und diese oftmals vorzeitig (z.B. den letzten Klini-

kaufenthalt) beendet hat. Die Behandlungen erfolgten jeweils bei wechselnden 

Fachpersonen. Es besteht keine Einsicht in die bestehende psychische Erkran-

kung und ihre Behandlungsbereitschaft ist demzufolge gering. Bei einem Verbleib 

bei der Kindsmutter bzw. bei einer sofortigen Rückplatzierung würden die Kinder 

in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung gefährdet. Dies aus dem Grund, 

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weil die Lebenssituation der Kindsmutter unsicher und die Nachhaltigkeit ihrer 

momentanen Stabilisierung ungewiss ist. Die physische Entwicklung der Kinder 

wäre kaum gefährdet. A._____ kann die Kinder angemessen ernähren und nimmt 

die medizinischen Kontrollen wahr. Es ist unwahrscheinlich, dass die Kindsmutter 

eine verlässliche Betreuung sicherstellen kann. Ihr psychischer Zustand ist fragil, 

eine Stabilisierung ist erst in den Anfängen sichtbar." 

5.1.3. Die Beschwerdeführerin führt mit der Beschwerde aus, dass die Akten le-

diglich die Zeit ab 2014 dokumentieren würden, in welcher stationäre und ambu-

lante Massnahmen zur Begegnung ihrer psychischen Erkrankung vorgenommen 

worden seien. Die Betreuung der Kinder sei in der Kombination mit Belastungs-

faktoren, dem Wegfall stabilisierender Faktoren und dem Eintritt der Parteien in 

die Klinik bis zu ihrer vollen Genesung nicht gewährleistet gewesen. Die Klinikau-

fenthalte beträfen nur den Zeitraum 2014/15. Beide Elternteile hätten sich an  

die KESB gewandt und um ergänzende Hilfe ersucht. Sie sei mit der SOS-Unter-

bringung wie auch mit deren Verlängerung einverstanden gewesen und habe die 

Chance nutzen wollen, den Aufenthalt in der Klinik zu verlängern. Auch sei sie im 

Mai 2015 mit flankierenden Massnahmen im Falle der Rückplatzierung einver-

standen gewesen. Das kindswohlorientierte, kooperative und krankheitseinsichti-

ge Verhalten sei nicht berücksichtigt worden. Sie sei weder hysterisch noch 

wahnhaft, noch habe sie mehrere schwere Episoden gehabt. Es bestehe eine 

Vollremission der Depression, was auch dem aktuellsten Verlaufsbericht zu ent-

nehmen sei. Die letzte Depressionsepisode datiere von Mitte 2015 und sei bereits 

länger her. Die gutachterlichen Einschätzungen zur fehlenden Behandlungsbe-

reitschaft, Krankheitseinsicht und zur Umdeutung der Realität seien falsch. Ihre 

Depression sei behandelt und sie arbeite aktiv an der Erhaltung der Remission 

mit einer monatlichen Psychotherapiesitzung. Die gutachterlich diagnostizierte 

Rückfallwahrscheinlichkeit basiere auf falschen Tatsachen und sei nicht auf sie 

abgestimmt (act. 2 S. 8 ff., 17 ff.). 

5.1.4. Die Beschwerdeführerin litt und leidet an einer rezidivierenden depressiven 

Störung. Im Zeitpunkt der Fremdplatzierung bestand eine unmittelbare Gefähr-

dung des Kindeswohls, zumal die Beschwerdeführerin sich angesichts einer stati-

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onären Unterbringung nicht der Kindsbetreuung widmen konnte; nunmehr steht 

eine mittelbare Gefährdung im Raum, insoweit es um das Risiko eines Rückfalls 

mit erneuter stationärer Behandlung geht und eine unmittelbare, insofern die Er-

ziehungsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch ihre Diagnose generell beein-

trächtigt ist. Wie erwähnt geht die Gutachterin von einer grossen Rückfallgefahr 

aus, da es seit 2007 zu mehreren schweren Episoden gekommen sei. Dazu ist 

folgendes zu bemerken: Die Gutachterin unterscheidet bei der Rückfallgefahr den 

Schweregrad der zu erwartenden Episode nicht, weshalb offen bleibt, mit welcher 

Wahrscheinlichkeit zukünftig stationäre oder ambulante Interventionen nötig sein 

werden. Die Beschwerdeführerin weist zu Recht darauf hin, dass stationäre Be-

handlungen nur in den Jahren 2014 und 2015 nötig waren (vgl. BR-act. 3/2) und 

dort aussergewöhnliche Belastungsfaktoren (gravierender Partnerschaftskonflikt, 

Verlust der Arbeitsstelle, zwei Kleinkinder) zusammenfielen. In den im Gutachten 

wiedergegebenen Austrittsberichten der behandelnden Kliniken ist sodann 

durchwegs von mittelgradigen depressiven Episoden die Rede (vgl. KESB- 

act. 113 S. 15). Die Feststellung der Gutachterin, es sei seit 2007 zu mehreren 

schweren Episoden gekommen, ist daher nicht nachvollziehbar und aktenwidrig. 

Gleiches gilt für die von ihr diagnostizierten hysterischen und wahnhaften Anteile 

wie auch für die Annahme, die Beschwerdeführerin habe keine Krankheitseinsicht 

und eine geringe Behandlungsbereitschaft. Die Beschwerdeführerin hat sich 

durchwegs freiwillig in die psychiatrische Behandlung begeben und hat zuweilen 

die stationäre Behandlung verlängert (vgl. BR-act. 3/5). Schliesslich trifft auch die 

gutachterliche Annahme, die Beschwerdeführerin habe oftmals die Behandlung 

vorzeitig beendet, nicht zu. Einerseits führt die Gutachterin dazu nur ein Beispiel 

an, ohne dass weitere aus den Akten ersichtlich wären, andererseits hat die Be-

schwerdeführerin die Behandlung im referierten Fall nach dem Austritt aus der 

Klinik F._____ am 17. Juni 2015 nicht beendet, sondern bis dato ambulant wei-

tergeführt (KESB-act. 113 S. 17; BR-act. 3/8). Die Gutachterin hielt fest, depressi-

ve Zustände würden wiederholt unter psychosozialen Belastungen auftreten 

(KESB-act. 113 S. 54); bei der Beurteilung der Rückfallgefahr liess sie aber die 

belastenden Umstände und den Wegfall stabilisierender Faktoren in den Jahren 

2014 und 2015 im Vergleich zur heutigen Situation nicht erkennbar einfliessen. 

- 13 - 

Darauf hinzuweisen ist, dass sich die Befürchtung der Beiständin, die Beschwer-

deführerin werde wieder depressiv, so sie vom Gutachten und vom abweisenden 

Entscheid der KESB erfahre (vgl. KESB-act. 119), nicht bewahrheitet hat. In den 

knapp eineinhalb Jahren seit der Erstattung des Gutachtens war keine weitere 

depressive Episode zu verzeichnen, und es sind angesichts der Arbeitsstelle im 

...spital ... und der Partnerschaft der Beschwerdeführerin entgegen der gutachter-

lichen Einschätzung stabilisierende Faktoren auszumachen. Gleichermassen ist 

auch das zunehmende Alter der Kinder ein entlastender Umstand; D._____ be-

sucht bereits den Kindergarten. 

5.1.5. Im Vergleich zum Zeitpunkt der Anordnung der Massnahme besteht dem-

nach heute keine depressive Episode, es liegen in Form der Partnerschaft, der 

Arbeitsstelle und der ambulanten Psychotherapie stabilisierende Faktoren vor, 

und es ist zufolge Zeitablaufs und fraglicher Annahmen im Gutachten nicht länger 

von einer grossen Rückfallgefahr auszugehen (vgl. auch act. 2 S. 25 f. und 34). 

Darauf hinzuweisen ist schliesslich, dass die Beschwerdeführerin bei den Episo-

den vor rund zwei Jahren von sich aus und vorgängig die notwendige Hilfe zur 

Wahrung des Kindswohls in Anspruch nahm (Involvierung der Verwandtschaft 

des Beschwerdegegners und der KESB; Akzeptanz der SOS-Betreuung). Nach 

wie vor tangiert aber die psychische Erkrankung diverse Bereiche der Erziehungs-

fähigkeit (vgl. KESB-act. 113 S. 55).  

5.2. Bindungstoleranz / Kooperationsfähigkeit 

5.2.1. Mit Bindungstoleranz wird die Fähigkeit und Bereitschaft eines Elternteils 

bezeichnet, die Bindungen des Kindes zum anderen Elternteil, bzw. zu anderen 

wichtigen Personen, zu respektieren und zu fördern bzw. ihre Aufrechterhaltung 

wenigstens zu tolerieren. 

5.2.2. Der Bezirksrat erwog, dass neben der psychiatrischen Diagnose auch die 

fehlende Bindungstoleranz und die mangelnde Kooperationsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin massgebend seien. Im Rahmen der Begutachtung hätten sich 

Hinweise ergeben, wonach die Beschwerdeführerin selbst grundlegende Bedürf-

nisse der Kinder übergehe und sie zu eigenen Zwecken instrumentalisiere. Die 

Beschwerdeführerin habe auch ausgeführt, dass es ihr in der mit den Kindern zur 

http://de.wikimannia.org/Bindung
http://de.wikimannia.org/Kind

- 14 - 

Verfügung stehenden Zeit nicht zuzumuten sei, die Verhaltenslagen des Be-

schwerdegegners zu erörtern. Dieses Verhalten lasse darauf schliessen, dass ihr 

das aktive Mitwirken an einer tragfähigen Vater-Kind-Beziehung kein prioritäres 

Anliegen zu sein scheine. Auch die fehlende Akzeptanz der Beschwerdeführerin 

in Bezug auf die Massnahme sei problematisch und wirke einer gesunden Ent-

wicklung der Kinder entgegen (act. 6 S. 27 f.). 

5.2.3. Laut der Gutachterin habe die Beschwerdeführerin wenig Einfühlungsver-

mögen ins eigene Erleben und in die Kinder; ihre Selbsteinschätzung sei vermin-

dert und sie könne ihr Verhalten nicht selbstkritisch reflektieren. Sie deute Realitä-

ten um, wehre ihre Schwächen ab oder bagatellisiere sie. Mit ihrem überzeugen-

den Auftreten instrumentalisiere sie die Psychiaterin und manipuliere die Kinder 

gegen den Vater. Damit störe sie die Entwicklung der Kinder und dränge diese in 

Loyalitätskonflikte. Die Bindungstoleranz sei nicht gegeben. Die Beschwerdefüh-

rerin ermuntere die Kinder kaum für die Beziehung zum Vater und sei nicht in der 

Lage, deren Zweifel über die Liebe des Vaters zu beschwichtigen. Obwohl sie die 

Vaterbeziehung der Kinder vordergründig bejahe, gelinge es ihr nicht, von den ei-

genen emotionalen Verletzungen und Gekränktheiten abzusehen und die Kinder 

in der Beziehung zum Vater zu unterstützen, zu ermuntern und sie zu beruhigen. 

Es bestünden Hinweise, dass sie sich vor den Kindern kritisch und abwertend 

über den Beschwerdegegner äussere (KESB-act. 113 S. 50 und 55). 

5.2.4. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, sie sei kooperati-

onsbereit und auch bindungstolerant. So habe sie mit dem Beschwerdegegner 

zusammen in der Scheidung einen Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge ge-

stellt (act. 2 S. 6). Sie habe die KESB über ihre Diagnose orientiert und um Unter-

stützung hinsichtlich der Betreuung gebeten, der Beschwerdegegner habe im Üb-

rigen trotz akuter Schwierigkeiten mit ihr am 27. Oktober 2014 angegeben, dass 

er hinsichtlich des Besuchsrechts keine Schwierigkeiten kommen sehe (act. 2  

S. 9). Sie habe sich schon in der Vergangenheit mit flankierenden Massnahmen 

einverstanden gezeigt (act. S. 11). Sie sei auch nach wie vor mit milderen Mass-

nahmen einverstanden (act. 2 S. 34). Es sei unklar, welche Bedürfnisse der Kin-

der sie übergehe; auch das Gutachten stelle fest, dass sie ihre Kinder angemes-

- 15 - 

sen versorge, Strukturen zu geben versuche, einen kindsgerechten Tagesrhyth-

mus einhalte, auf die Ernährung achte, die Kinder zu vielseitigen Tätigkeiten er-

muntere und sie dazu anleite, altersgemässe Handlungen selbständig auszufüh-

ren. Insgesamt werde ihr attestiert, ruhig und bestimmt weitgehend kindgerecht 

mit ihnen umzugehen. Entgegen dem Bezirksrat seien grundlegende Bedürfnisse 

erfüllt und aus einer allfälligen Instrumentalisierung lasse sich keine Kindswohlge-

fährdung ableiten (act. 2 S. 24 f.). Schliesslich hätten sich ihre Besuchskontakte 

nach der neuesten Rückmeldung der Pflegefamilie gut eingespielt; die Übergänge 

liefen problemlos. Es liege sodann keine ablehnende, noch zu motivierende Hal-

tung der Kinder mit Blick auf den Kontakt zum Beschwerdegegner vor; auch die 

Übergänge der Kinder von der Pflegfamilie zu ihm seien problemlos, woraus 

nichts zu ihren Ungunsten abgeleitet werden könne. Dass ihr die Vater-Kind-

Beziehung nicht als prioritär erscheine, könne keine fehlende Bindungstoleranz 

indizieren (act. 2 S. 28 f.). 

5.2.5. Einhergehend mit der Argumentation der Beschwerdeführerin bestehen 

keine Anhaltspunkte für eine komplett fehlende Bindungstoleranz. Mitunter ange-

sichts der belasteten Trennung der Parteien sowie der Einbindung der KESB 

durch den Beschwerdegegner entgegen dem Ansinnen der Beschwerdeführerin, 

unter Hinweis bspw. auf die SMS-Kommunikation der Parteien im Herbst 2015 

(vgl. KESB-act. 89), ist hingegen ohne weiteres von einer eingeschränkten Bin-

dungstoleranz auszugehen, an welcher die Beschwerdeführerin zum Wohl der 

beiden Kinder zu arbeiten haben wird. Ein erheblicher Mangel in der Kooperation 

der Beschwerdeführerin, der sich nachteilig auf das Kindswohl auszuwirken ver-

möchte, ist ebensowenig ersichtlich. Insbesondere darf ihr der Antrag auf Rück-

platzierung der Kinder in der vorliegenden Konstellation nicht als unkooperatives 

Verhalten ausgelegt werden, auch wenn dadurch ein gewisser Loyalitätskonflikt 

der Kinder sowie eine Ungewissheit der Parteien, der Pflegefamilie und der Be-

hörden über die zukünftige Platzierung im Raum steht. Es gilt, diese Unsicherheit 

rasch einer Entscheidung zuzuführen, wie es vorliegend geschieht. Die physische 

Entwicklung der Kinder ist auch nach Einschätzung der Gutachterin kaum gefähr-

det (KESB-act. 113 S. 56). Sie verortet die Gefährdung in der emotionalen und 

sozialen Entwicklung mit Blick auf Versorgung, Schutz, Orientierung und Zuwen-

- 16 - 

dung. Über die Gefährdung angesichts der psychischen Erkrankung hinaus ist 

damit aber kein Übergehen der Bedürfnisse der Kinder durch die Beschwerdefüh-

rerin erkennbar. In diesem Sinne erfolgten auch die neuesten Rückmeldungen  

der Pflegefamilie, wonach sich die Kontakte mit den Kindseltern gut eingespielt 

hätten, die Vereinbarungen insgesamt sehr gut klappen würden, die Übergänge 

meist problemlos verliefen und beide Kinder gut unterwegs seien, einen zufriede-

nen Eindruck machen würden und keine Auffälligkeiten bestünden (KESB- 

act. 141 und 155 S. 2, act. 2 S. 24). 

5.3. Fazit 

Die Beschwerdeführerin litt und leidet an einer rezidivierenden depressiven Stö-

rung, wobei die letzte depressive Episode über zwei Jahre zurück liegt. Die Rück-

fallgefahr hängt unter anderem davon ab, inwiefern die Beschwerdeführerin psy-

chosozialen Belastungen ausgesetzt ist. Weiter liegt eine eingeschränkte Bin-

dungstoleranz vor, so dass die Anordnung resp. Beibehaltung von Kindesschutz-

massnahmen grundsätzlich als angezeigt erscheint. Im Rahmen der Verhältnis-

mässigkeitsprüfung gilt es deren Umfang zu bestimmen. 

6. Verhältnismässigkeit des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts 

6.1. Der Bezirksrat erwog zur Verhältnismässigkeit, es könne aufgrund der Um-

stände nicht mehr damit gerechnet werden, dass sich die erkannte Gefährdung 

mit ambulanten Massnahmen abwenden liesse. Angesichts der fehlenden Koope-

rationsbereitschaft sei nicht zu beanstanden, dass auf die Errichtung einer sozial-

pädagogischen Familienbegleitung und andere ambulante Massnahmen verzich-

tet worden sei. Angesichts der Empfehlung der Beiständin und der gutachterli-

chen Prüfung sei vorliegend von einer Wahrung des Verhältnismässigkeitsprin-

zips auszugehen (act. 6 S. 25). 

6.2. Im Gutachten vom 17. Juni 2016 wurde dazu festgehalten, dass sich ge-

eignete bzw. ausreichende Interventionen zum Schutz der Kinder bei einer sofor-

tigen Rückplatzierung derzeit nicht benennen liessen (KESB-act. 113 S. 56). Aus 

psychologischer Sicht empfehle sich die Fortsetzung der Fremdplatzierung; eine 

mögliche Rückplatzierung sei nach zwei Jahren zu prüfen, wobei die Beschwer-

- 17 - 

deführerin dann zunächst auf eine sozialpädagogische Erziehungshilfe und die 

Fortführung der Beistandschaft angewiesen sei (a.a.O. S. 58 f.).  

6.3. Der Beschwerdeführerin zufolge ist mit dem Wegfall des Hauptgrunds für 

die Gefährdung (Nichtgewährleistung der Betreuung durch Klinikaufenthalte) die 

Massnahme neu zu beurteilen. Entgegen der Annahme des Bezirksrats könne 

nicht von fehlender Kooperationsbereitschaft zu milderen Massnahmen gespro-

chen werden, wie bereits aus der Vorgeschichte klar hervorgehe. Schliesslich dür-

fe auch nicht von der fehlenden Akzeptanz der Fortführung der Fremdplatzierung 

auf eine fehlende Kooperationsbereitschaft zu milderen Massnahmen geschlos-

sen werden (act. 2 S. 6 f.). 

6.4. Idealerweise sind Kindesschutzmassnahmen auf die Wiedereinsetzung der 

Eltern in ihre Befugnisse ausgerichtet; dies unter der Voraussetzung, dass die Ur-

sachen behebbar sind (BREITSCHMID, in: BSK-ZGB I, 5. Aufl., Basel 2014, Art. 310 

N 10). Aus den Akten und dem Gutachten geht ohne weiteres hervor, dass der 

Beschwerdeführerin grundlegende Kompetenzen und objektive Fähigkeiten zu-

kommen, die es zur Betreuung ihrer Kinder bedarf. Sie sei pünktlich, versorge die 

Kinder an den Ferientagen angemessen, pflege einen weitgehend kindgerechten 

Umgang und weise auch situativ zurecht; sie ernähre die Kinder angemessen und 

nehme auch die medizinischen Kontrollen wahr (KESB-act. 113 S. 36,40,50 und 

56). Unter psychosozialer Belastung besteht eine erhöhte Gefahr eines Rückfalls 

und der Gefährdung des Kindeswohls. Mit einer ambulanten Unterstützung zur 

Reduktion dieser Belastungsfaktoren und der von der Beschwerdeführerin schon 

gelebten Prophylaxe (regelmässige Psychotherapiesitzungen; act. 2 S. 12) er-

scheint die Wiedereinsetzung der Beschwerdeführerin in die elterlichen Befugnis-

se nicht als unverantwortbar. 

6.5. Eine Fremdplatzierung zufolge Rückfallrisikos in der vorliegenden Situation 

führt faktisch zu einer Verunmöglichung der Wiederaufnahme der elterlichen Be-

fugnisse, wobei Eintreten und Ausmass einer zukünftigen Kindswohlgefährdung 

durch die Beschwerdeführerin ungewiss und entgegen der Annahme der Vor-

instanz mit ambulanten Massnahmen auch reduzierbar sind. Mit der Fremdplat-

zierung sind hingegen stets auch stigmatisierende und dem Kindswohl abträgliche 

- 18 - 

Aspekte verbunden. Die Beibehaltung der angeordneten Massnahme zum heuti-

gen Zeitpunkt erscheint folglich im Rahmen der Interessenabwägung als unver-

hältnismässig. 

6.6. Zufolge Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips ist die Fremdplatzie-

rung unter Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts antragsgemäss aufzu-

heben und den Parteien ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht wieder zu erteilen. 

Dem damit sinngemäss verbundenen Antrag der Beschwerdeführerin, D._____ 

und C._____ seien unter ihre Obhut zu stellen, ist ebenso statt zu geben. 

6.7. Die Rückplatzierung muss fachlich vorbereitet und begleitet werden und 

kann nicht abrupt von einem Tag auf den andern erfolgen. Hinzu kommt, dass mit 

der Obhutszuteilung an die Beschwerdeführerin die Kindesschutzbehörden am 

Wohnsitz der Beschwerdeführerin zuständig werden, die nötigen Anpassungen 

mit Blick auf das Kontaktrecht des Beschwerdegegners, die Beistandschaft und 

gegebenenfalls eine sozialpädagogische Familienbegleitung im Haushalt der Be-

schwerdeführerin zu etablieren (Art. 442 Abs. 5 ZGB). Es rechtfertigt sich, die 

Kinder erst per 10. Februar 2018, dem Semesterende und Beginn der Sportferien, 

rückzuplatzieren; vorbehalten bleibt ein anders lautender Entscheid des Bundes-

gerichts bzw. eine frühere Übergabe unter Wahrung des Kindswohls und im Ein-

verständnis mit den Parteien sowie den zuständigen Kindesschutzbehörden. 

6.8. Die von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

zusätzlich vorgebrachten Aspekte, wie bspw. zum Beweiswert des erstellten Gut-

achtens (act. 2 S. 20 ff.) oder zur religiösen Erziehung der Kinder bei der Pflege-

familie (act. 2 S. 36 f.) können demzufolge offen bleiben. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolge 

7.1. Bei diesem Verfahrensausgang ist die Entscheidgebühr der Vorinstanz den 

Parteien gemäss dem Antrag der Beschwerdeführerin (vgl. act. 2 S. 40) je zur 

Hälfte aufzuerlegen; der Anteil der Beschwerdeführerin ist angesichts der gewähr-

ten unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen. Es 

- 19 - 

rechtfertigt sich ferner, für das Beschwerdeverfahren keine Kosten zu erheben 

und keine Parteientschädigungen festzusetzen. 

7.2. Die Beschwerdeführerin hat für das vorliegende Beschwerdeverfahren  

um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. Es ist gestützt auf § 40 Abs. 3 EG KESR 

nach den dazu bestehenden Regeln der ZPO als kantonales Recht zu beurteilen. 

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie um unentgeltliche Rechtsver-

beiständung ist zufolge fehlender Aussichtslosigkeit, Untermauerung der einge-

schränkten finanziellen Verhältnisse mit den erforderlichen Unterlagen (vgl.  

act. 3/5/1-14) sowie der ausgewiesenen Notwendigkeit einer Vertretung gutzu-

heissen.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege wird 

gutgeheissen und ihr wird in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt. 

2. Schriftliche Mitteilung gemäss dem nachfolgenden Erkenntnis. 

Es wird erkannt:  

1. Die Kinder D._____, geb. tt.mm.2012, und C._____, geb.  

tt.mm.2013, werden unter die Obhut der Beschwerdeführerin gestellt.  

2. Die mit Entscheid der KESB Uster vom 18. März 2015 angeordnete und am 

8. Juli 2015 modifizierte Platzierung der Kinder D._____, geb. tt.mm.2012, 

und C._____, geb. tt.mm.2013, unter Aufhebung des elterlichen Aufent-

haltsbestimmungsrechts wird in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids 

per 10. Februar 2018 aufgehoben. 

3. Die Entscheidgebühr des bezirksrätlichen Verfahrens von Fr. 1'000.– wird 

bestätigt und den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der Anteil der Beschwer-

- 20 - 

deführerin wird zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege je-

doch unter Hinweis auf Art. 123 ZPO auf die Staatskasse genommen.  

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben. 

5. Für das Beschwerdeverfahren wird keine Parteientschädigung zugespro-

chen.  

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Bei-

lage des Doppels von act. 14, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbe-

hörden Uster und Dielsdorf, die Direktion der Justiz und des Innern (Ge-

meindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereich-

ten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen Empfangsschein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Würsch 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 22. November 2017
	Erwägungen:
	1. Streitgegenstand, Sachverhalt und Prozessgeschichte
	1.1. Am 20. Oktober 2014 rapportierte die Kantonspolizei Zürich betreffend Tätlichkeiten der Beschwerdeführerin gegenüber dem Beschwerdegegner, ausgehend von einem verbalen Streit der Parteien um die Kinderbetreuung, unterschiedliche Vorstellungen der...
	1.2. Die KESB teilte den Parteien mit Schreiben vom 17. November 2014 mit, dass keine Massnahmen zum Schutz der Kinder angezeigt seien (KESB-act. 7). Sie hatte sich zuvor telefonisch mit ihnen und der Psychiaterin der Beschwerdeführerin in Verbindung ...
	1.3. Am 29. Dezember 2014 wandte sich die Beschwerdeführerin an die KESB und stellte ein Gesuch auf Errichtung einer "Tagesfamilie". Die Situation sei derart, dass sie dringend eine langfristige Entlastung benötige. Der Beschwerdegegner sei seit einig...
	1.4. In der Folge meldete sich der Beschwerdegegner am 4. Februar 2015 beim kjz und ersuchte um Fremdplatzierung der beiden Kinder; die Beschwerdeführerin sei psychiatrisch hospitalisiert und er kurz davor. Die Kinder seien bei einer Gross- und Urgros...
	1.5. Am 7. Mai 2015 stellte die Beiständin einen Antrag auf sozialpädagogische Familienbegleitung und auf familienergänzende Betreuung der beiden Kinder der Parteien (KESB-act. 42). Die Parteien hätten die Klinik verlassen können und besuchten derzeit...
	1.6. Am 18. Juni 2015 fand erneut eine Anhörung der Parteien durch die KESB statt, bei der es um die Undurchführbarkeit der Rückplatzierung und den Vorschlag der Beiständin ging, eine definitive Pflegefamilie für die Kinder zu finden. Beide Parteien s...
	1.7. Am 27. August 2015 leitete der Beschwerdegegner der KESB an ihn gerichtete SMS der Beschwerdeführerin weiter, aus denen hervorgeht, dass letztere den Kindern gesagt habe, sie hätten sich bei ihm zu erkundigen, weshalb sie an einem Ort bleiben müs...
	1.8. Am 18. September 2015 hörte die KESB die Beschwerdeführerin zur beantragten Rückplatzierung an. Sie erklärte, sie sei nunmehr stabil, habe Hobbys und arbeite zu 40 %. Ferner brachte sie zwei Konzepte und zwei Notfallpläne für die Betreuung mit. D...
	1.9. Zuvor hatte die Beiständin am 1. Februar 2016 ihren Rechenschaftsbericht erstattet (KESB-act. 105), die Ehe der Parteien wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 3. März 2016 geschieden, wobei der Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge gene...
	1.10. Die Beschwerdeführerin wurde am 14. Juli 2016 in Rahmen einer Anhörung über den Inhalt des Gutachtens informiert; ihr wurde weiter in Aussicht gestellt, dass sich die KESB beim Entscheid auf das Gutachten stützen werde.  Die inzwischen vertreten...
	1.11. Mit Beschwerde vom 15. Dezember 2016 wandte sich die Beschwerdeführerin dagegen an den Bezirksrat Uster und stellte folgenden Antrag (BR-act. 1 S. 2):
	"Es sei Dispositiv Ziffer 1 des Entscheides der KESB Uster vom 7. Dezember 2016 (Entscheid Nr.2016-1281) aufzuheben und die Rückplatzierung der Kinder C._____, geb. tt.mm.2013 und D._____, geb. tt.mm.2012 zur Kindsmutter A._____, geb. tt.3.1988 vorzub...
	Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen"
	Die KESB liess sich mit Entscheid vom 22. Februar 2017 innert erstreckter Frist zur Beschwerde vernehmen (BR-act. 10). Nach Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege zu Gunsten der Beschwerdeführerin (BR-act. 12), deren Stellungnahme zur Vernehmlassu...
	1.12. Am 15. September 2017 erhob die Beschwerdeführerin Beschwerde gegen dieses Urteil mit folgenden Anträgen (act. 2 S. 3):
	Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (BR-act. = act. 7/1-34; KESB- act. = act. 7/11/1-146). Mit Präsidialverfügung vom 29. September 2017 wurde dem Beschwerdegegner Frist zur Beschwerdeantwort und dem Bezirksrat Frist zur Erstattung einer Vern...

	2. Beschwerdevoraussetzungen
	2.1. Das Urteil des Bezirksrats ist der Beschwerdeführerin am 16. August 2017 zugestellt worden (vgl. Empfangsschein zu BR-act. 31). Die Beschwerde vom 15. September 2017 wurde somit fristgerecht erhoben. Sie enthält schriftlich begründete Anträge (Ar...
	2.2. Die neue Behauptungen enthaltende Beschwerdeantwort des Beschwerdegegners vom 4. November 2017 hingegen ist nicht fristgerecht eingereicht worden (vgl. act. 8, 9/2 und 14) und damit grundsätzlich nicht zu berücksichtigen. Trotz Anwendbarkeit des ...
	2.3. Mit der Beschwerde i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c ZGB können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsverweigerung und Rechtsverz...

	3. Übersicht
	3.1. Den Parteien wurde das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen. Sieht man vom Ausnahmefall des Entzugs der elterlichen Sorge im Sinne von Art. 311 ZGB ab, handelt es sich dabei um die schwerste Kindesschutzmassnahme, die das Gesetz vorsieht. Dements...
	3.2. Aufgrund des Vorbringens der Beschwerdeführerin (vgl. act. 2) stellt sich die Frage nach dem derzeitigen Umfang der Gefährdung des Kindswohls bei einer Rückplatzierung zur Beschwerdeführerin; im Kern geht es hier um Aspekte der Erziehungsfähigkei...

	4. Rechtsgrundlagen zum Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts
	Der Bezirksrat hat die rechtlichen Grundlagen der beiden Elemente der Schutzmassnahme der Fremdplatzierung von Kindern gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB korrekt dargelegt; darauf kann verwiesen werden (act. 6 S. 23 f.). Die Beschwerdeführerin hielt in diesem...

	5. Gefährdung des Kindswohls
	5.1. Psychische Erkrankung der Beschwerdeführerin
	5.1.1. Der Bezirksrat erwog, die aus den Akten hervorgehenden psychiatrischen Befunde präsentierten eine einheitliche Befundlage zum Gesundheitszustand der Parteien. Der medizinische Sachverhalt sei hinreichend klar. Die Gutachterin erfülle zudem die ...
	5.1.2. Das Gutachten hält Folgendes dazu fest (KESB-act. 113 S. 54 ff.; zusammengezogene Zitate): "Bei A._____ besteht eine rezidivierende depressive Störung, mit hysterischen und teilweise wahnhaften Anteilen. Dieses Krankheitsbild ist charakterisier...
	5.1.3. Die Beschwerdeführerin führt mit der Beschwerde aus, dass die Akten lediglich die Zeit ab 2014 dokumentieren würden, in welcher stationäre und ambulante Massnahmen zur Begegnung ihrer psychischen Erkrankung vorgenommen worden seien. Die Betreuu...
	5.1.4. Die Beschwerdeführerin litt und leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung. Im Zeitpunkt der Fremdplatzierung bestand eine unmittelbare Gefährdung des Kindeswohls, zumal die Beschwerdeführerin sich angesichts einer stationären Unterbri...
	5.1.5. Im Vergleich zum Zeitpunkt der Anordnung der Massnahme besteht demnach heute keine depressive Episode, es liegen in Form der Partnerschaft, der Arbeitsstelle und der ambulanten Psychotherapie stabilisierende Faktoren vor, und es ist zufolge Zei...
	5.2. Bindungstoleranz / Kooperationsfähigkeit
	5.2.1. Mit Bindungstoleranz wird die Fähigkeit und Bereitschaft eines Elternteils bezeichnet, die Bindungen des Kindes zum anderen Elternteil, bzw. zu anderen wichtigen Personen, zu respektieren und zu fördern bzw. ihre Aufrechterhaltung wenigstens zu...
	5.2.2. Der Bezirksrat erwog, dass neben der psychiatrischen Diagnose auch die fehlende Bindungstoleranz und die mangelnde Kooperationsfähigkeit der Beschwerdeführerin massgebend seien. Im Rahmen der Begutachtung hätten sich Hinweise ergeben, wonach di...
	5.2.3. Laut der Gutachterin habe die Beschwerdeführerin wenig Einfühlungsvermögen ins eigene Erleben und in die Kinder; ihre Selbsteinschätzung sei vermindert und sie könne ihr Verhalten nicht selbstkritisch reflektieren. Sie deute Realitäten um, wehr...
	5.2.4. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, sie sei kooperationsbereit und auch bindungstolerant. So habe sie mit dem Beschwerdegegner zusammen in der Scheidung einen Antrag auf gemeinsame elterliche Sorge gestellt (act. 2 S. 6). Sie...
	5.2.5. Einhergehend mit der Argumentation der Beschwerdeführerin bestehen keine Anhaltspunkte für eine komplett fehlende Bindungstoleranz. Mitunter angesichts der belasteten Trennung der Parteien sowie der Einbindung der KESB durch den Beschwerdegegne...
	5.3. Fazit
	Die Beschwerdeführerin litt und leidet an einer rezidivierenden depressiven Störung, wobei die letzte depressive Episode über zwei Jahre zurück liegt. Die Rückfallgefahr hängt unter anderem davon ab, inwiefern die Beschwerdeführerin psychosozialen Bel...

	6. Verhältnismässigkeit des Entzugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts
	6.1. Der Bezirksrat erwog zur Verhältnismässigkeit, es könne aufgrund der Umstände nicht mehr damit gerechnet werden, dass sich die erkannte Gefährdung mit ambulanten Massnahmen abwenden liesse. Angesichts der fehlenden Kooperationsbereitschaft sei ni...
	6.2. Im Gutachten vom 17. Juni 2016 wurde dazu festgehalten, dass sich geeignete bzw. ausreichende Interventionen zum Schutz der Kinder bei einer sofortigen Rückplatzierung derzeit nicht benennen liessen (KESB-act. 113 S. 56). Aus psychologischer Sich...
	6.3. Der Beschwerdeführerin zufolge ist mit dem Wegfall des Hauptgrunds für die Gefährdung (Nichtgewährleistung der Betreuung durch Klinikaufenthalte) die Massnahme neu zu beurteilen. Entgegen der Annahme des Bezirksrats könne nicht von fehlender Koop...
	6.4. Idealerweise sind Kindesschutzmassnahmen auf die Wiedereinsetzung der Eltern in ihre Befugnisse ausgerichtet; dies unter der Voraussetzung, dass die Ursachen behebbar sind (Breitschmid, in: BSK-ZGB I, 5. Aufl., Basel 2014, Art. 310 N 10). Aus den...
	6.5. Eine Fremdplatzierung zufolge Rückfallrisikos in der vorliegenden Situation führt faktisch zu einer Verunmöglichung der Wiederaufnahme der elterlichen Befugnisse, wobei Eintreten und Ausmass einer zukünftigen Kindswohlgefährdung durch die Beschwe...
	6.6. Zufolge Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips ist die Fremdplatzierung unter Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts antragsgemäss aufzuheben und den Parteien ist das Aufenthaltsbestimmungsrecht wieder zu erteilen. Dem damit sinngemäss ...
	6.7. Die Rückplatzierung muss fachlich vorbereitet und begleitet werden und kann nicht abrupt von einem Tag auf den andern erfolgen. Hinzu kommt, dass mit der Obhutszuteilung an die Beschwerdeführerin die Kindesschutzbehörden am Wohnsitz der Beschwerd...
	6.8. Die von der Beschwerdeführerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren zusätzlich vorgebrachten Aspekte, wie bspw. zum Beweiswert des erstellten Gutachtens (act. 2 S. 20 ff.) oder zur religiösen Erziehung der Kinder bei der Pflegefamilie (act. 2 S. 3...

	7. Kosten- und Entschädigungsfolge
	7.1. Bei diesem Verfahrensausgang ist die Entscheidgebühr der Vorinstanz den Parteien gemäss dem Antrag der Beschwerdeführerin (vgl. act. 2 S. 40) je zur Hälfte aufzuerlegen; der Anteil der Beschwerdeführerin ist angesichts der gewährten unentgeltlich...
	7.2. Die Beschwerdeführerin hat für das vorliegende Beschwerdeverfahren  um unentgeltliche Rechtspflege ersucht. Es ist gestützt auf § 40 Abs. 3 EG KESR nach den dazu bestehenden Regeln der ZPO als kantonales Recht zu beurteilen. Das Gesuch um unentge...

	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen und ihr wird in der Person von Rechtsanwältin lic. iur. X._____ eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bestellt.
	2. Schriftliche Mitteilung gemäss dem nachfolgenden Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Kinder D._____, geb. tt.mm.2012, und C._____, geb.  tt.mm.2013, werden unter die Obhut der Beschwerdeführerin gestellt.
	2. Die mit Entscheid der KESB Uster vom 18. März 2015 angeordnete und am 8. Juli 2015 modifizierte Platzierung der Kinder D._____, geb. tt.mm.2012, und C._____, geb. tt.mm.2013, unter Aufhebung des elterlichen Aufenthaltsbestimmungsrechts wird in Aufh...
	3. Die Entscheidgebühr des bezirksrätlichen Verfahrens von Fr. 1'000.– wird bestätigt und den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der Anteil der Beschwerdeführerin wird zufolge der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege jedoch unter Hinweis auf Art....
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Kosten erhoben.
	5. Für das Beschwerdeverfahren wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beschwerdeführerin unter Beilage des Doppels von act. 14, an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden Uster und Dielsdorf, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sow...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...