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**Case Identifier:** 8aa77ef7-7987-5cab-b91c-5444d6c4166e
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-09
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 09.12.2022 I 2022 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2022-45_2022-12-09.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2022 45

Entscheid vom 9. Dezember 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Z.________

gegen

B.________ AG,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen; Unfallkausalität Schulterbeschwer-
den)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 19__) arbeitet seit dem 1. August 2016 bei der Bank 
D.________ AG, wodurch er bei der B.________ AG (nachfolgend B.________ 
AG) obligatorisch unfallversichert war, als er am 8. August 2020 während der Ab-
fahrt auf einem Bike-Trail im Elsass stürzte und gemäss Bagatellunfall-Meldung 
UVG vom 25. August 2020 die Schulter links prellte (Vi-act. 1). 

B. Wegen anhaltenden Schulterbeschwerden suchte A.________ am 19. Au-
gust 2020 Dr.med. F.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin) auf (Vi-act. 
16), der zur weiteren Abklärung ein Arthro-MRI der Schulter links veranlasste (Vi-
act. 10) und A.________ anschliessend zur weiteren Behandlung an Dr.med. 
G.________ (Orthopädische Chirurgie FMH) überwies (Vi-act. 5). Am 23. No-
vember 2020 erfolgte durch diesen eine Schulter-Arthroskopie links mit Dekom-
pression mit Bursektomie und Acromioplastik, Bizepstenodese sowie transossä-
rer Supraspinatussehnen-Naht (Vi-act. 81). 

C. Zur Klärung ihrer Leistungspflicht holte die B.________ AG bei Dr.med. 
C.________ (Allgemeine Innere Medizin FMH; FA Vertrauensarzt SGV) am 14. 
Januar 2021 eine Kurzbeurteilung ein (Vi-act. 22). Gestützt hierauf informierte sie 
A.________ am 22. Februar 2021, die Schulterbeschwerden links seien ab dem 
22. November 2020 nicht mit der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlich-
keit auf den Unfall vom 8. August 2020 zurückzuführen; der Status quo sine sei 
spätestens drei Monate nach Ereignis erreicht worden (Vi-act. 27). Nachdem sich 
A.________ hiermit nicht einverstanden erklärte (Vi-act. 31), holte B.________ 
AG bei Dr.med. C.________ am 16. März 2021 eine versicherungsmedizinische 
Stellungnahme ein (Vi-act. 32) und verfügte am 21. April 2021, die Schulterbe-
schwerden links stünden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Kausal-
zusammenhang zum Unfall vom 8. August 2020; es bestehe ab 22. November 
2020 keine Leistungspflicht des gesetzlichen Unfallversicherers (Vi-act. 34).

D. Am 6. Mai 2021 liess A.________ vorsorglich Einsprache erheben (Vi-act. 
62); die ergänzte Einsprache erfolgte am 31. Mai 2021 (Vi-act. 66). Dieser war 
eine chirurgisch-versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr.med. 
H.________ (Fachärztin Chirurgie, MAS Versicherungsmedizin, FA Vertrauens-
ärztin SGV) vom 22. Mai 2021 beigefügt (Vi-act. 68). Am 11. Januar 2022 beauf-
tragte die B.________ AG Dr.med. I.________ (Facharzt Physikalische Medizin 
und Rehabilitation; Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, Zertifizierter Gutachter SIM, Vertrauensarzt SGV) mit ei-
nem Aktengutachten, welches dieser am 28. Januar 2022 vorlegte (Vi-act. 93). 
Hierauf reichte A.________ ein von PD Dr.med. J.________ (Radiologie FMH) 

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am 20. Februar 2022 erstelltes radiologisches Kurzgutachten und Stellungnahme 
zum Aktengutachten von Dr.med. I.________ ein (Vi-act. 96). Am 11. Juni 2022 
erstellte Dr.med. K.________ (Facharzt Radiologie, Vertrauensarzt SGV, zertifi-
zierter Medizinischer Gutachter SIM) im Auftrag der B.________ AG eine Zweit-
beurteilung des MR-Arthrogramms Schulter links vom 14. Oktober 2020 (Vi-act. 
103). Mit Entscheid vom 10. August 2022 wies B.________ AG die Einsprache 
ab (Vi-act. 106).

E. Am 29. August 2022 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kan-
tons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben mit den Anträgen:

1. Der Einspracheentscheid vom 10.08.2022 sei aufzuheben und es seien dem 
Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen.

2. eventualiter sei ein orthopädisches und radiologisches Gutachten einzuholen 
und hernach über die Leistungen des Beschwerdeführers zu entscheiden;

unter Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.

F. Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 28. September 2022:

1. Es sei die Beschwerde des Beschwerdeführers vom 29. August 2022 betreffend 
UVG-Leistungen vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

G. Am 29. September 2022 werden dem Beschwerdeführer die Vernehmlas-
sung und die vorinstanzlichen Akten zugestellt zur freigestellten Stellungnahme 
bis 27. Oktober 2022. Am 3. Oktober 2022 sendet der Beschwerdeführer die vor-
instanzlichen Akten zurück; eine Stellungnahme zur Vernehmlassung und den 
Akten, namentlich der Zweitbeurteilung von Dr.med. K.________, geht beim Ge-
richt innert Frist keine ein.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Leistungen zu 
Recht per 22. November 2020 eingestellt hat, weil die darüber hinaus geklagten 
Schulterbeschwerden links nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 
Unfall vom 8. August 2020 zurückzuführen seien. 

1.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden Leistungen der Unfallversicherung 
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit 
das Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundes-
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 
830.1) vom 6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-

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wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, 
die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den 
Tod zur Folge hat. 

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 
UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der Versicherte durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

1.2 Gestützt auf Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer bei Vorliegen ei-
nes Unfalls für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, 
als dieser in einem natürlichen sowie adäquaten Kausalzusammenhang zum 
versicherten Ereignis steht. Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Beste-
hen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in 
der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die 
Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 
Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Re-
geln zu beurteilen ist. Die Adäquanz spielt im Bereich organisch objektiv ausge-
wiesener Unfallfolgen jedoch praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 
weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 129 V 181 Erw. 3.1; BGE 
134 V 109 Erw. 2; BGE 135 V 465).

1.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 
9.3.2020 Erw. 5.3 je mit Hinweisen). 

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1.4.1 Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, entfällt 
diese erst, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache des 
Gesundheitsschadens darstellt, der Gesundheitsschaden mit anderen Worten 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann 
zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 
dem Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch 
ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (vgl. 
BGE 146 V 51 Erw. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

1.4.2 Trifft ein Unfall auf einen vorgeschädigten Körper und steht aus ärztlicher 
Sicht fest, dass weder der Status quo ante noch der Status quo sine je wieder er-
reicht werden können, so spricht die Rechtsprechung von einer richtunggeben-
den Verschlimmerung (vgl. Rumo-Jungo/Holzer, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum UVG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2012, S. 54; Bundesgerichtsurteil 
8C_212/2015 vom 10.7.2015 Erw. 2.2.1 m.H.). Bei einer bloss vorübergehenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes entfällt die Leistungspflicht 
des Unfallversicherers bei Eintritt des Status quo sine vel ante (vgl. Urteile BGer 
8C_331/2015 Erw. 2.1.1; 8C_557/2015 vom 7.10.2015 Erw. 5.2 ff.; 8C_320/2013 
vom 5.9.2013 Erw. 3.1).

1.5 Ob zwischen dem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber 
die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie-
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs-
anspruchs nicht (vgl. BSK-Hofer, Art. 4 ATSG, Rz. 58 mit Hinweisen auf BGE 
142 V 435 Erw. 1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1; vgl. BGE 119 V 335 Erw. 1). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss 
das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die 
blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des 
Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage 
handelt, liegt die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 
leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer (vgl. BGE 146 V 51 Erw. 5.1). 

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Der Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den 
Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es dar-
um, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Ge-
sundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Ge-
sundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund-
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind 
(Urteile BGer 8C_608/2020 vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_855/2018 vom 
14.3.2019 Erw. 3.1; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 3.2).

1.6 Bei Taggeldern und Heilbehandlung handelt es sich nicht um Dauerleistun-
gen. Der Versicherungsträger kann diese ohne Berufung auf einen Wiedererwä-
gungs- oder Revisionsgrund "ex nunc und pro futuro" einstellen, wenn sich her-
ausstellt, dass die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen gar nicht erfüllt sind, 
etwa weil bei richtiger Betrachtung gar kein versichertes Ereignis vorliegt (BGE 
130 V 380 Erw. 2.3.1; Urteile BGer 8C_187/2017 vom 11.8.2017 Erw. 2.3; 
8C_176/2016 vom 17.5.2016 Erw. 3.2; 8C 249/2016 vom 1.3.2017 Erw. 3.2).

1.7.1 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Art. 61 lit. c ATSG; Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 43 Rz. 28). 
Was notwendig ist, ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärun-
gen vorzunehmen sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall 
ist. Zunächst sind die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche 
abzustecken und in der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als 
verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur 
dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 

1.7.2 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 146 V 51 Erw. 5.1). Die blosse Mög-
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. 
Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu 
folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichs-
te würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 
Erw. 2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Be-
weisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungs-
gerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung 
des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mit-
hin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Be-

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weislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem un-
bewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel 
greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 
Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 
entsprechen (BGE 144 V 427 Erw. 3.2; Urteil BGer 8C_765/2020 vom 4.3.2021 
Erw. 3.2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann ohne Verletzung des Gehör-
sanspruches des Versicherten verzichtet werden, wenn die Verwaltung oder der 
Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, der 
Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht rechtserheblich oder der an-
gebotene Beweis vermöge keine Abklärungen herbeizuführen. In der damit ver-
bundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen das rechtli-
che Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden (BGE 144 V 361 Erw. 6.5).

1.8 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

1.8.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der 
richterlichen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199). 

1.8.2 Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 

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gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 
Erw. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger al-
leine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. 
Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar-
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Ver-
sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen (BGE 145 V 97 Erw. 8.5; BGE 139 V 225 Erw. 5.2; BGE 135 V 
465 Erw. 4.4 mit Hinweisen). 

Beratende Ärzte und Vertrauensärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen 
Beurteilung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (vgl. Ur-
teil BGer 8C_646/2019 vom 6.3.2020 Erw. 4.3 m.w.H.). 

1.8.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil des BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinwei-
sen; BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätz-
lich nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezia-
lärztlich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 
27.3.2018 Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die 
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im 
Streitfall regelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abge-
stellt werden (vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit 
Hinweisen). 

1.8.4 Eine ärztliche Beurteilung aufgrund der Akten ist nicht an sich unzuverläs-
sig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, dass genügend Unterlagen von 
persönlichen Untersuchungen vorliegen (Urteil BGer 8C_582/2021 vom 
11.1.2022 Erw. 8.2 m.w.H.). Dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert 
zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt, und es im Wesentlichen nur 
um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sach-
verhaltes geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die re-
levanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben 
worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammen-
hang und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In die-
sen Fällen kann in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen 

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Meinungen erwogen und die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimm-
te Beurteilung deutlich gemacht werden (BGE 125 V 352 Erw. 3b/ee; Urteile 
BGer 8C_608/2020 vom 15.12.2020 Erw. 5.2; 8C_523/2018 vom 5.11.2018 Erw. 
5.2; 8C_540/2007 vom 27.3.2008 Erw. 3.2 mit Hinweisen).

2.1.1 Am 25. August 2020 unterbreitete die Arbeitgeberin des Beschwerdefüh-
rers der Vorinstanz eine Bagatellunfall-Meldung UVG (Vi-act. 1). Dergemäss er-
eignete sich am 8. August 2020, 15.30 Uhr, bei F-Guebwiller (MTB-Trail bei der 
Abfahrt Col de Bannstein) folgender Fahrradunfall: "Sturz bei einer Abfahrt auf 
dem Bike-Trail, Prellung mit Bluterguss in der Schulter". Als verletzter Körperteil 
wird die Schulter genannt, als Art der Verletzung eine Prellung.

2.1.2 Im Fragebogen der Vorinstanz beschrieb der Beschwerdeführer den Un-
fallhergang am 24. Januar 2021 wie folgt (Vi-act. 25):

Am Sa. 8.8.2020 / im Elsass / Region Guebwiller auf einer Abfahrt vom Col de 
Bannstein nach Guebwiller auf einem Bike-Trail durch den Wald. Bin in einer en-
gen Passage an den Wurzeln eines umgekippten Baumes hängengeblieben und 
gestürzt.

MTB-Fahren sei sein Hobby; es sei sein erster Sturz mit einer Verletzung. Keine 
speziellen Vorkommnisse. Die Beschwerden hätten sich bemerkbar gemacht, 
erst als die Muskeln und der Körper wieder abgekühlt gewesen seien. 

2.1.3 Die Erstbehandlung fand bei Dr.med. F.________ am 19. August 2020 
statt. Im ärztlichen Erstbericht (erstellt am 4.1.2021, Vi-act. 16) wird als Unfall-
hergang ein Sturz mit dem Bike am 8. August 2020 erwähnt. Der Allgemeinzu-
stand sei gut, den Heilungsverlauf ungünstig beeinflussende Umstände lägen 
keine vor. Zum objektiven Befund hielt er fest: OB, Schmerzen (zum morphologi-
schen Schadensbild); freie Schulterbeweglichkeit links (zum funktionellen Scha-
densbild), das MRI zeige eine Ruptur der Supraspinatussehne (zur Untersu-
chung/Bildgebung). Dr.med. F.________ nennt als Diagnose eine Rotatoren-
manschettenläsion linke Schulter. 

2.2 Im Auftrag von Dr.med. F.________ wurde am 14. Oktober 2020 bei klini-
scher Angabe 'Sturz auf linke Schulter am 08.08.2020. Seither Schmerzen bei 
freier Beweglichkeit' und Fragestellung nach der Pathologie ein Schulter Arthro-
MRI links gemacht. Dr.med. N.________ (Fachärztin Radiologie) berichtete 
Dr.med. F.________ (Vi-act. 10):

Rotatorenmanschettensehnen: Mindestens hochgradige Partialruptur der Supra-
spinatussehne am Footprint. Keine Tendinopathie oder Riss der Infraspinatus-, 
Subscapularis- oder Teres minor-Sehne.
Muskulatur: Kräftige Muskulatur. Keine fettige Atrophie.

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Kapsell/Rotatorenintervall: Keine Obliteration des Rotatorenintervalls. Coraco-
humerales und superiores glenohumerales Ligament normal. Axillärer Recessus 
regelrecht.
Bicepsanker/-sehne: Regelrechter Verlauf der langen Bicepssehne im Sulcus inter-
tubercularis.
Labrum: Regelrecht, keine Läsion.
Knorpel: Glenohumeraler Knorpel intakt.
Knochen: Humeruskopf zentriert. Kein Knochenmarksödem. Keine Frakturen oder 
degenerativen Veränderungen.
AC-Gelenk: Unauffällig.
Bursa subacromialis: Reizlos.

Beurteilung
Keine Voruntersuchung zum Vergleich vorliegend.
- Ruptur der Supraspinatussehne am Footprint mit V.a. noch vereinzelten durch-

gängigen Fasern im anterioren Aspekt.

2.3.1 Nach der Überweisung untersuchte Dr.med. G.________ den Beschwerde-
führer am 3. November 2020 (Vi-act. 5). Er stellte die Diagnose einer transmura-
len Supraspinatussehnen-Ruptur links nach Bike-Sturz 8.8.2020. Die transmurale 
Supraspinatussehnen-Ruptur sei MRI-mässig gesichert. Anlässlich der Sprech-
stunde zeige sich klinisch ein unauffälliger Nacken- und Schürzengriff, dann 
leicht positiver Jobe-Test mit Kraftdifferenz zur Gegenseite, Rotationsreste 
M5/M5. Dr.med. G.________ empfahl dem Beschwerdeführer eine operative Sa-
nierung aufgrund der Gesamtsituation. Als solche beschrieb er, die Sehne sei 
nicht gross retrahiert, qualitativ gut, zeige jedoch im MRI eine deutliche Spornbil-
dung subacromial mit auch Spornbildungen auf Höhe AC-Gelenk, der Beschwer-
deführer sei jüngeren Alters, sportlich und mit einer anatomischen Grundsituation 
mit etwas ungünstiger subacromialer Spornbildung.

2.3.2 Am 23. November 2020 erfolgte bei Diagnose St.n. Bikesturz mit transmu-
raler Supraspinatussehnenruptur mit Bicepstendinopathie links eine Arthroskopie 
Schulter links, offene Dekompression mit Bursektomie und Acromioplastik, Bi-
cepstenodese sowie transossäre Suprapinatus-Sehnennaht links (Vi-act. 81). Zur 
Operation führte der Operateur aus:

Glenohumeral unauffällige chondrale Situation, das Labrum zirkulär ist intakt, dann 
Verdacht auf instabile lange Bizepssehne aspektmässig, zartes Ligamentum gle-
nohumerale mediale, jedoch intakt. Dann unauffällige Subscapularissehne ohne 
Partialläsion mit intakter Verankerung am Tuberculum minus mit negativem Push 
back-Test. Deutliche Tendinopathie der langen Bizepssehne beim Übergang in 
den Sulcus intertubercularis, dann intervallnahe Supraspinatussehnen-Ruptur 
transmural mit freier Einsicht nach subacromial, die lnfraspinatussehne ist intakt, 
Axillary pouch ohne Befund. […]

Hautschnitt über dem antero-lateralen Schulterbereich, Mini open-Deltasplitt-
Zugang zur Schulter, subdeltoidale digitale Mobilisierung der Deltamuskulatur so-
wie Resektion der Bursa subacromialis, Dekompression mittels Acromioplastik im 

11

lateralen Anteil, palpatorisch nun schöner Subacromialraum, AC-Gelenk unauffällig 
palpatorisch, somit keine LCR. Somit Bestätigung der transmuralen Supraspina-
tussehnenruptur mit Beteiligung ins lntervall, so dass aufgrund der Tendinopathie 
der langen Bizepssehne sowie fraglicher SLAP-Läsion der Entscheid zur Tenode-
se gestellt wird. […].

Der postoperative Verlauf zeigte sich komplikationslos mit problemloser Mobilisa-
tion mit stets intakter pDMS. Der Beschwerdeführer konnte in gutem Allgemein-
zustand nach Hause entlassen werden. Bis 27. Dezember 2020 wurde eine 
vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Vi-act. 80).

Die Verlaufskontrolle vom 5. Januar 2021 zeigte keine Auffälligkeiten. Dr.med. 
G.________ verordnete Physiotherapie für ein intensives Remobilisieren der lin-
ken Schulter. Die Arbeitsunfähigkeit wurde stufenweise reduziert mit Erreichen 
der vollständigen Arbeitsfähigkeit ab 8. Februar 2021 (Vi-act. 26). 

2.4 In einer E-Mail vom 14. Januar 2021 teilte Dr.med. C.________ der Vor-
instanz folgende Kurzbeurteilung mit (Vi-act. 22):

RM-Läsion. Dieser Schaden ist unfallfremd, degenerativ bedingt.

Es liegt kein geeignetes Ereignis vor für das Zuziehen einer isolierten RM-Läsion. 
Kontusionen sind kein geeignetes Ereignis. Es ist nicht nachvollziehbar, dass eine 
in der Tiefe gelegene Struktur isoliert verletzt wird. Auch fehlt der sofortige Funkti-
onsverlust der Schulter. Keine zeitnahe Arztkonsultation.

Status quo sine 3 Monate nach Ereignis erreicht. Es liegen keine traumatischen 
Läsionen vor. Es wurde lediglich ein asymptomatischer Vorzustand traumatisiert. 
OP muss als degenerativ klassifiziert werden.

2.5.1 Am 22. Februar 2021 informierte die Vorinstanz den Beschwerdeführer, ihr 
beratender Arzt sei zum Schluss gekommen, die Schulterbeschwerden links sei-
en ab dem 22. November 2020 nicht mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 
auf den Unfall zurückzuführen (Vi-act. 27). 

2.5.2 Hiergegen opponierte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 25. Febru-
ar 2021. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der Sehnenabriss in seinem Alter und 
seinem Fitnessstand nicht unfallbedingt sein solle. Der Schulterspezialist Dr.med. 
G.________ und der Hausarzt Dr.med. F.________ könnten dies bestätigen. Der 
Kausalzusammenhang bestehe zu 100%. Weiter führte er aus (Vi-act. 31):

Nachfolgend führe ich nochmals gerne Details zum Unfallhergang auf: Der Bike-
Trail ging auf einem schmalen Weg durch den Wald zum Teil steil zum Teil flächer. 
Nach einer steilen Passage kam eine kurze flächere Passage, auf welchem am 
Rand des Trails zwei umgekippte, (durch Stürme) herausgerissene Bäume 
(Durchmesser ca. 1m) lagen. Der eine links und der andere rechts. Die Wurzeln 
ragten noch heraus bis über die Mitte in den Trail rein. Ich bin mit Tempo gekom-
men und musste wie ein Slalom durch diese schmale Zone gehen, hatte die Arme 
etwas auseinander (d.h. Ellenbogen gegen aussen), wie es eine professionelle Bi-

12

kerhaltung auf Trails verlangt, um die Dämpferzone zu verlängern. Dabei bin ich 
leider an einem oder mehrerer Wurzelstrang/Stränge in voller Fahrt genau auf 
Schulterhöhe hängengeblieben, bzw. es hat mich von der Wucht direkt vom Bike 
wegkatapultiert, da die Wurzeln extrem hart waren und nicht nachgegeben haben. 
Ich hatte zwar überall Wunden, welche ja dann nach entsprechender Desinfizie-
rung wieder heilen würden. Aufgrund der Schmerzen in der Schulter, habe ich 
meinen Hausarzt aufgesucht.

Da ich muskulär und körperlich sehr gut trainiert bin und ich bislang glücklicherwei-
se deshalb nie grössere Verletzungen hatte meinte der Hausarzt, dass es wahr-
scheinlich ein Bluterguss sei, welcher innert 2 Monaten heilen würde und ein MRI 
deshalb zu diesem Zeitpunkt nicht notwendig sei. Da die Schmerzen aber nicht 
weggingen, habe ich dann nochmals meinen Hausarzt aufgesucht, welcher mich 
dann für einen MRI-Termin im Spital Lachen angemeldet und mir auch einen Ter-
min beim Schulterspezialisten Hr. Dr.med. G.________, welcher alsdann auch die 
Operation durchgeführt hat, organisiert hat.

Es gab nie eine vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes, wie Sie es 
in Ihrem Schreiben erwähnen, sondern der Zustand vom Sehnenriss ist von Anbe-
ginn weg immer gleichgeblieben. Die Schürfwunden am Arm und Beine sind relativ 
schnell verheilt, was auch für meinen guten allgemeinen Gesundheitszustand 
spricht.

2.6 In einer versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 16. März 2021 hielt 
Dr.med. C.________ gestützt auf die medizinischen Akten fest, es gelte die Un-
fallkausalität eines Schadens einer Supraspinatussehenruptur sowie einer Bi-
zepstendinopathie der langen Bizepssehne zu klären. (Vi-act. 32). Als Ereignis-
mechanismus liege ein Hängenbleiben in voller Fahrt auf Schulterhöhe an Wur-
zelstrang/-stränge und Wegkatapultieren vom Bike mit Sturz mit Verletzung der 
linken Schulter vor. Im weiteren Verlauf sei eine als traumatisch klassifizierte Ro-
tatorenmanschettenläsion nachgewiesen worden. Es handle sich aber um keinen 
spezifisch traumatischen Befund. Der Unfallmechanismus sei nicht geeignet für 
eine solche Verletzung (wobei er beispielhaft verschiedene taugliche und untaug-
liche Mechanismen aufführt). Hauptmechanismus beim Versicherten sei das An-
pralltrauma durch Sturz. Jedoch fehlten eine Fraktur oder relevante Schäden an 
vorgelagerten Strukturen. Es sei nicht nachvollziehbar, dass eine in der Tiefe ge-
legene Struktur isoliert verletzt werde, wenn vorgelagerte Strukturen keine rele-
vanten Schäden aufwiesen. Auch weise die lange Bizepssehne bereits tendino-
pathische Veränderungen auf, als Hinweis für vorbestehend degenerative Ver-
änderungen. Es fehle auch der sofortige Funktionsverlust sowie eine zeitnahe 
ärztliche Konsultation. Der Nachweis einer Rotatorenmanschettenruptur nach 
Ereignis sei kein Beweis für eine traumatische Ursache. Ein Symptomatischwer-
den einer Rotatorenmanschettenruptur könne einer frischen traumatischen Rup-
tur nicht gleichgesetzt werden. Auch das Fehlen von Beschwerden vor dem Er-
eignis sei kein Beweis für eine traumatische Ursache. Gegen einen Unfall spre-

13

che auch das Alter des Beschwerdeführers. Zudem würden intraoperativ Hinwei-
se auf eine traumatische Entstehung fehlen; es lägen keine relevanten strukturel-
len Begleitverletzungen oder Hämatome vor, kein Bone Bruise, keine Fraktur. 
Entsprechend sei der Schaden an der Schulter als degenerativ zu klassifizieren. 
Damit sei der durchgeführte Eingriff unfallfremd. Es könne maximal eine vorü-
bergehende Verschlimmerung akzeptiert werden, wobei der status quo sine 
spätestens nach 3 Monaten erreicht sei. 

Mit Verfügung vom 21. April 2021 stellte die Vorinstanz die Leistungen per 
22. November 2020 ein. Die Schulterbeschwerden links stünden nicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit im Kausalzusammenhang zum Unfall vom 8. Au-
gust 2020 (Vi-act. 34).

2.7 Am 29. April 2021 äussert Dr.med. G.________ gegenüber der Vorinstanz, 
die Leistungsablehnung, bzw. die Ablehnung der Unfallfolge sei bei dem sportlich 
sehr aktiven Patienten absolut nicht nachvollziehbar. Er sei körperlich sehr fit und 
betreibe mehrere Sportarten; die Unfallkausalität sei aufgrund des hohen energe-
tischen Traumas absolut gegeben, die Ruptur sei sturzbedingt. Die zeitlich erst 
spätere Abklärung vermöge die Ablehnung des Unfallgeschehens nicht zu be-
gründen, sei doch verständlich, dass der Patient initial selber versucht habe, die 
Situation zu optimieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass nach diesem Sturzereignis 
im Rahmen einer sekundären Situation aufgrund einer allfälligen Vorschädigung 
die Sehe gemäss MRI vom 14. Oktober 2020 erst sekundär rupturiert sei, sei si-
cherlich nicht gegeben (Vi-act. 59).

2.8 Mit der Einsprache vom 31. Mai 2021 reichte der Beschwerdeführer eine 
chirurgisch-versicherungsmedizinische Beurteilung von Dr.med. H.________ 
vom 22. Mai 2021 ein (Vi-act. 68). Sie gelangte zur Beurteilung, bei dem Sturz 
auf dem Bike-Trail auf die linke Schulter mit Entwicklung eines Blutergusses 
handle es sich mit Sicherheit nicht um einen einfachen Sturz mit Prellung der lin-
ken Schulter. Der Mechanismus könne letztlich nie verlässlich rekonstruiert wer-
den. Dr.med. C.________ zitiere ältere Literatur mit verschiedenen Unfallmecha-
nismen. Hierauf könne man sich nicht verlassen; der Mechanismus sei letztlich 
nicht allein massgebend. Der vorliegende Sturz bei Durchfahrt eines Walds-
tückes mit dem Bike mit hoher Geschwindigkeit sei durchaus geeignet, eine Ro-
tatorenmanschettenläsion zu verursachen. U.a. befänden sich die Hände aktiv 
am Lenkrad; im Rahmen eines Sturzes könne es problemlos zu einer Belastung 
der Supraspinatussehne entgegen der Zugbelastung der Sehne kommen. Kor-
rekt sei, dass keine zu erwartenden Begleitverletzungen vorlägen und dass sich 
relativ rasch eine freie Beweglichkeit gezeigt habe. Bei einem sehr sportlichen 
Patienten mit kräftiger Muskulatur könne muskulär sehr gut kompensiert werden, 

14

weshalb dies vorliegend nicht gegen die Unfallkausalität spreche. Und weiter 
führt Dr.med. H.________ aus:

Es liegt hier ein Fall vor, welcher nicht ausschliesslich mit Diskussion der Literatur 
beurteilt werden kann. Vorliegend ist die Beurteilung der individuellen Bildgebung 
wichtig. Es finden sich absolut keine Hinweise für einen Verschleiss am linken 
Schultergelenk, keine Anzeichen von Tendinopathie an der Supraspinatussehne. 
Die letztlich intraoperativ dokumentierte Tendinopathie der langen Bizepssehne ist 
überwiegend wahrscheinlich auf eine mechanische Reizung im Rahmen der inter-
vallnahen Supraspinatussehnenläsion zurückzuführen. Die bildgebend dokumen-
tierte Spornbildung auf Höhe des AC-Gelenks (Schultereckgelenk) führt nicht 
überwiegend wahrscheinlich zu einer Schädigung der Supraspinatussehne in Lo-
kalisation des Footprints (Sehnenansatz). Eine Sehnenläsion auf Höhe des Foot-
prints wird in der Literatur tatsächlich eher mit einem Verschleiss in Zusammen-
hang gebracht. Es handelt sich dabei aber nicht um eine zwingende Vorausset-
zung. Die lokale Situation bei Herrn A.________ zeigt ein kräftiges Sehnenkaliber 
ohne Verdünnung (was auf einen Verschleiss hinweisen würde) und die Sehneno-
ber- und -unterflächen sind glatt und weisen ebenfalls nicht auf eine Sehnendege-
neration hin. Die Supraspinatussehne ist eng umschrieben und direkt am Knochen 
scharf abgetrennt. So sieht keine degenerative Ruptur aus.

2.9 In der Folge holte die Vorinstanz bei Dr.med. I.________ ein versiche-
rungsmedizinisches Aktengutachten ein (Vi-act. 93). Die Frage nach dem Kausa-
lzusammenhang der erhobenen Befunde zum Ereignis vom 8. August 2020 be-
antwortete Dr.med. I.________ mittels Diskussion der Indikatoren für und wider 
traumatische resp. degenerative Genese der Supraspinatussehnen-Ruptur, wel-
che am 23. November 2021 operiert wurde, wie folgt:

Bei dem heute 53-jährigen Versicherten wurde im Arthro-MRl der linken Schulter 
vom 14.10.2020 folgende Befunde gezeigt: Hochgradige Partialruptur (vereinzelt 
noch durchgängige Fasern im anterioren Aspekt) der Supraspinatussehne am 
Footprint, Keine Tendinopathie oder Riss der lnfraspinatus-, Subscapularis- oder 
Teres minor-Sehne. Kräftige Muskulatur, keine fettige Atrophie.

[…]

lndikatoren, welche für oder gegen eine traumatische Genese bzw. für oder gegen 
eine degenerative Genese der gezeigten Veränderungen sprechen:

- Unfallereignis:
Das Unfallereignis (Sturz vom Velo im Wald) war grundsätzlich geeignet, eine 
Strukturschädigung des Schultergelenkes zu verursachen.

- Funktionsverlust - Ausprägung (Verhalten nach dem Ereignis): 
Eine Pseudoparalyse lag zu keinem Zeitpunkt vor, der Funktionsverlust war stets 
geringen Ausmasses. Die leichte Funktionsstörung trat nicht unmittelbar, sondern 
erst im Verlauf ein. Dies spricht deutlich gegen die traumatische Genese und für 
eine degenerative Genese.

- Schmerzverlauf:
Hierzu gibt es keine genauen Angaben, da aber gut 3 Monate nach dem Unfal-
lereignis operiert wurde, ist eher von einem Schmerz-Crescendo auszugehen, 

15

was eher für die degenerative Genese der Beschwerden spricht, bei traumati-
scher Genese ist ein Decrescendo typisch.

- Vorzustand:
Bildgebend wurden klar degenerative Veränderungen dargestellt, namentlich eine 
subacromiale Spornbildung u.a. auf Höhe des AC-Gelenks, zudem zeigte sich in-
traoperativ eine Tendinopathie der langen Bicepssehne (es ist spekulativ (siehe 
Frau Dr. H.________), dass diese sekundär zu einer Supraspinatussehnenläsion 
aufgetreten ist, wobei ja auch zur Diskussion steht, ob die Supraspinatussehnen-
läsion nicht degenerativer Natur ist - auch ohne Supraspinatussehnenläsion kann 
eine Tendinopathie der langen Bicepssehne vorliegen, was im vorliegenden Fall 
die wahrscheinliche Erklärung ist). Diese Veränderungen sind als degenerative 
Vorzustände zu werten. 

- Exposition (beruflich/sportlich, repetitive Bewegungen und Belastungen): Der 
Versicherte berichtet, sehr regelmässig Mountain-Bike zu fahren, dies wohl seit 
Jahren. Dies kann als repetitive Belastung für das Schultergelenk gewertet wer-
den, was für eine degenerative Genese der Supraspinatussehnenläsion spricht.

- Alter:
Der Versicherte war zum Unfallzeitpunkt 51-jährig. Dies spricht weder für noch 
gegen eine traumatische oder degenerative Genese. Ein Alter unter 40 Lebens-
jahren würde für eine traumatische Genese sprechen, da in diesem Alter degene-
rative Veränderungen noch seltener sind. Ein Alter über 60 Lebensjahren würde 
im Umkehrschluss eher für eine degenerative Genese sprechen.

- Bildgebung:
Dies ist ein gewichtiger Punkt. Eine Einblutung oder ein Bone Bruise wurden 
nicht gezeigt, was gegen die traumatische Genese spricht. Es zeigte sich gemäss 
OP-Bericht um keine Retraktion, was gegen die degenerative Genese spricht, 
dahingegen zeigte sich keine fettige Degeneration, was wiederum ebenfalls ge-
gen die degenerative Genese spricht. Bildgebend zeigte sich aufgrund der Kno-
chensporne eine für eine degenerative Veränderung eher typische lmpingement-
konstellation. Letztlich kann die Bildgebung alleine im vorliegenden Fall nicht si-
cher zwischen traumatischer und degenerativer Genese unterscheiden, so dass 
die Bildgebung als neutral gewertet werden sollte.

- lntraoperativer Befund:
Eine Einblutung oder eine frische Einblutung zeigte sich nicht, was für eine trau-
matische Genese gesprochen hätte. Es zeigte sich vielmehr einerseits die o.g. 
Tendinopathie der langen Bicepssehne und ein ausgefranster Sehnenrand der 
teilrupturierten, nicht retrahierten Supraspinatussehne am Footprint, was klar für 
eine degenerative Genese spricht.

Fasst man nun die o.g. acht Punkte (8) zusammen, so spricht davon nur 1 Punkt 
(Unfallmechanismus/Ereignis) für die traumatische Genese, 2 Punkte (Alter und 
Bildgebung) sind als neutral zu werten und 5 Punkte (Funktionsverlust, Schmerz-
verlauf, Vorzustand, Exposition und intraoperativer Befund) sprechen für die dege-
nerative Genese der Sehnenschädigung (Supraspinatussehne).

Die klinisch gering ausgeprägten Befunde bzw. die Supraspinatussehnenruptur 
stehen somit nur möglicherweise in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum 
gemeldeten Unfallereignis vom 08.08.2020.

16

Gemäss Dr.med. I.________ haben degenerative Vorzustände, die anamnes-
tisch vor dem Ereignis klinisch asymptomatisch waren, mitgewirkt. Das Ereignis 
habe wahrscheinlich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der vorher 
anamnestisch klinisch stummen Vorzustände geführt. Der Status quo sine sollte 
seines Erachtens ca. 6 Wochen nach dem gemeldeten Ereignis erreicht worden 
sein. 

2.10 Hierauf beauftragte der Beschwerdeführer PD Dr.med. J.________ mit ei-
nem radiologischen Kurzgutachten und Stellungnahme zum Aktengutachten 
Dr.med. I.________ (Vi-act. 96). In seiner Beurteilung vom 20. Februar 2022 
stützte sich PD Dr.med. J.________ auf das Arthro-MRI vom 14. Oktober 2020 
(vgl. oben Erw. 2.2), da der Bildgebung für vorliegende Fragestellung eine wich-
tige Rolle zukomme. Zudem verweist er auf den Artikel von Läderman et al. (Re-
vidierte Unterscheidungskriterien 'Degenerative oder traumatische Läsionen der 
Rotatorenmanschette'. Swiss Med Forum. 2019;19(1516):260-267), dessen In-
halt und Schlussfolgerung zur bestehenden Problematik als relevante Referenzli-
teratur herangezogen werden könne. 

Nach eigener Befundung und Beurteilung der Bildgebung gelangt PD Dr.med. 
J.________ zu folgender Stellungnahme: 

Die MRT Untersuchung vom 14.10.2020 dokumentiert im vorliegenden Fall mehre-
re eindeutige Befunde, die die bestehenden Kriterien für eine traumatisch aus-
gelöste Ruptur erfüllen, und in der Summe die Schlussfolgerung einer durch das 
Trauma verursachten Ruptur der Supraspinatussehne rechtfertigen.

a. Unter Berücksichtigung der aufgeführten Kriterien in der Arbeit von Lädermann 
et al (1) finden sich

I. Eine fehlende Atrophie des M supraspinatus und keine Fettgewebseinlage-
rungen in den M. supraspinatus (Grad 0 nach Goutallier)

II. Fehlende Retraktion der Sehne bei transmuraler Ruptur (Stadium I nach 
Patte)

Weitere richtungsweisende Kriterien, die zum Gesamtbild passen, sind:

III. Lineare und weitgehend glatte Risskontur in ap-Ausdehnung

IV. 5mm breiter distaler Sehnenstumpf am Tuberculum maius im vorderen Drit-
tel. An dieser Stelle irreguläre Kontur mit leicht ausgefransten Sehnenstümp-
fen

V. Erhaltenes bzw. sogar leicht verdicktes Kaliber des proximalen Sehnen-
stumpfes

VI. Flüssigkeit in der Bursa subdeltoidea

VII. Keine wesentlichen weiteren Degenerationszeichen

b. Bei einer chronischen, degenerativ bedingten Ruptur im Rahmen einer lm-
pingementproblematik wäre eine Retraktion des proximalen Sehnenstumpfes 

17

zu erwarten (Stadium ll/lll nach Patte), ein Kaliberverlust und Ausdünnung des 
proximalen Sehnenstumpfes wären abgrenzbar, und es fände sich kein distaler 
Sehnenstumpf am Tuberculum majus. Des weiteren wäre ein Kaliberverlust mit 
Fetteinlagerungen des M. supraspinatus zu erwarten. Keines dieser Kriterien ist 
erfüllt. 
Das fehlende Kontusionsödem bzw. fehlende Muskelödem ist der Tatsache ge-
schuldet, dass die Untersuchung erst 2 Monate nach Unfallereignis durchge-
führt wurde. Es zeigt sich noch eine geringgradige, umschriebene, residuelle 
Knochenmarksreaktion, die jedoch neutral gewertet werden muss.

c. Die Akromionmorphologie als Prädisposition für eine chronisch-degenerative 
Rotatorensehnenpathologie wurde in der Vergangenheit kontrovers diskutiert 
und ist mittlerweile verworfen. Am ehesten wird noch der lateralen Extension 
des Akromions ein Stellenwert einberaumt, allerdings ist auch dies umstritten. 
lm vorliegenden Fall liegt kein nach lateral deszendierendes Akromion vor, auch 
ist es nicht nach lateral verlängert (der critical shoulder angle (CSA)> beträgt 
ca. 33°, was der Norm entspricht. Der CSA ist ein allerdings ein konventionell-
radiologischer Parameter und konnte nur approximativ in der MRT-
Untersuchung bestimmt werden.
Das Vorliegen eines subakromialen Knochenspornes im Sinne einer Fibroosto-
se wird im Rahmen des normalen Alterungsprozesses gesehen und entspricht 
nicht einer Veränderung der intrinsischen akromialen Anatomie im Sinne einer 
lmpingementprädisposition. Entgegen der Ausführung von Dr. med. I.________ 
lässt sich im vorliegenden Fall der Knochensporn vergleichbar zum Alterskrite-
rium (<60a) nicht als Argument für eine degenerative Rotatorensehnenläsion 
verwenden.

(4) Zusammenfassung

Unter Berücksichtigung der vorgängig aufgeführten bildgebenden Befunde, die 
sich schlüssig zu einem Gesamtbild zusammenfügen, liegt eine unfallkausale, 
transmurale Supraspinatussehnenruptur vor, mit dem Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit. Die Bildgebung ist im vorliegenden Streitfall als we-
sentlicher Faktor/lndikator zur Unterscheidung <traumatische versus degenerative 
Ursache> zu werten, und nicht als neutral, wie von Dr. med. I.________ vorge-
schlagen.

2.11 Nach Eingang des radiologischen Kurzgutachtens von PD Dr.med. 
J.________ holte die Vorinstanz am 25. März 2022 bei Dr.med. K.________ eine 
Beurteilung der Bildgebung und Stellungnahme zur Beurteilung von PD Dr.med. 
J.________ ein (Vi-act. 99). In seiner Zweitbeurteilung vom 11. Juni 2022 (Vi-act. 
103) erhob Dr.med. K.________ einen Befund zum Arthro-MRI vom 14. Oktober 
2020 sowie eine Beurteilung, in welcher er auch gleich ausführlich Stellung zur 
radiologischen Beurteilung von PD Dr.med. J.________ nahm. Nach Diskussion 
von dessen Beurteilung gelangte Dr.med. K.________ zum Schluss, von sämtli-
chen von PD Dr.med. J.________ vorgebrachten Argumenten bleibe kein einzi-
ges übrig, das dessen Aussage, die Läsion des Tendo musculi supraspinati sei 
auf das Ereignis vom 8. August 2020 zurückzuführen, unterstützen würde. Es sei 
klar, dass nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden könne, dass das 

18

vom Beschwerdeführer gemeldete Ereignis zu einer Läsion des sicherlich seit 
Langem und deutlich vorgeschädigten Tendo musculi supraspinati geführt habe, 
doch konkrete Hinweise dafür fehlten gänzlich. Hingegen fänden sich zahlreiche 
Befunde, die klar dafür sprächen, dass beim Versicherten bereits zum Zeitpunkt 
der Untersuchung seit geraumer Zeit- und zwar nicht nur 9 1/2 Wochen - eine re-
levante Problematik des Tendo musculi supraspinati vorgelegen haben müsse. 
Somit müsse unter Berücksichtigung sämtlicher Befunde angenommen werden, 
dass die Läsion des Tendo musculi supraspinati - und zwar nicht nur die Ablö-
sung, sondern auch der kleine Riss des ventralen ansatznahen Anteiles der 
Sehne - mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf ein Trauma, sondern auf 
eine Degeneration, am ehesten im Rahmen eines subakromialen lmpingement, 
zurückzuführen sei. Auch im Übrigen finde sich im vorliegenden MR-
Arthrogramm kein einziger Befund, der aus radiologischer Sicht mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit auf ein Trauma zurückzuführen wäre. Entsprechend be-
antwortete Dr.med. K.________ die gestellten Fragen:

1. Welche Befunde lassen sich im vorliegenden MR-Arthrogramm erkennen?

lm vorliegenden MR-Arthrogramm zeigt sich als Hauptbefund eine knapp subto-
tale Läsion des Tendo musculi supraspinati mit einer Ablösung der dorsalen 3/4 
der Sehne vom Tuberculum majus und einem ansatznahen transmuralen Riss 
des ventralen Viertels der Sehne unter Aussparung eines feinen Faserbündels 
am ventralen Rand der Sehne; innerhalb der Sehne müssen betont ventral und 
artikulärseitig Adhäsionen vorliegen. Zudem finden sich Zeichen einer deutli-
chen distal und in diskreterem Masse auch artikulärseitig betonten Tendinopa-
thie sowie einer seit langer Zeit bestehenden lnsertionstendinose des Musculus 
supraspinatus und eine leichte Atrophie desselben Muskels. Weiter finden sich 
eine vermutlich bis leicht zu weit nach laterale reichende akromiale Überda-
chung des Caput humeri, ein ähnlich einem Schuhabsatz geformter, an der Un-
terfläche des lateralen Anteiles des Acromion liegender Sporn (engl. heel-type 
acromial spur), der den allgemein relativ engen Subakromialraum relevant ein-
engt und von kranial her den Tendo musculi supraspinati komprimiert, eine 
ziemlich stark ausgeprägte Akromioklavikulararthrose mit relativ starker Hyper-
trophie des Gelenkes, das zu einer zusätzlichen kurzstreckigen, ventralen Ein-
engung des Subakromialraumes führt, Zeichen einer Bursitis subacromialis et 
subdeltoidea sowie Zeichen einer leichten proximalen Tendinopathie des Caput 
longum musculi bicipitis brachii. Als Normvariante findet sich ein Recessus sub-
labralis.

a. Liegen Läsionen vor, die aus radiologischer Sicht als eher frisch und trauma-
tisch bedingt zu werten sind, und falls ja, welche?

Nein, es lassen sich keine Befunde nachweisen, die aus radiologischer Sicht 
als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit frisch und traumatisch bedingt 
oder auch nur traumatisch bedingt zu werten wären.

b. Liegen Veränderungen vor, die aus radiologischer Sicht als eher degenera-
tiv, krankheits- oder anlagebedingt zu werten sind, und falls ja, welche?

19

Ja. Sämtliche nachgewiesenen pathologischen Befunde sind aus radiologi-
scher Sicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ bedingt 
zu werten.

2. Sind bezüglich der radiologischen Beurteilung und Stellungnahme vom 
20.02.2022 von PD Dr. med. J.________ irgendwelche Anmerkungen anzu-
bringen und falls ja, welche?

Ja. Keines der von PD Dr.med. J.________ in seiner Stellungnahme vom 
20.02.2022 angeführten Argumente, die seiner Ansicht nach den Beweis er-
bringen sollten, dass die beim Versicherten nachgewiesene Läsion des ansatz-
nahen Abschnittes des Tendo musculi supraspinati auf das gemeldete Ereignis 
vom 08.08.2020 zurückzuführen ist, kann aus radiologischer Sicht nachvollzo-
gen werden. […].

3.1 Im Anschluss an die Beurteilung von Dr.med. K.________ wies die Vor-
instanz die Einsprache mit Entscheid vom 10. August 2022 ab (Vi-act. 106). In 
der Aktenbeurteilung des MR-Arthrogrammes der linken Schulter vom 14. Okto-
ber 2020 habe Dr. K.________ detaillierte Ausführungen zu den einzelnen Bild-
sequenzen gemacht und sich über drei Seiten auch mit den Ausführungen von 
Dr. J.________ auseinandergesetzt. Seine Schlussfolgerung sei schlüssig und 
nachvollziehbar begründet. Gestützt auf die Beurteilung von Dr. K.________ sei 
unter Berücksichtigung sämtlicher Befunde anzunehmen, dass die Läsion des 
Tendo musculi supraspinati - und zwar nicht nur die Ablösung, sondern auch der 
kleine Riss des ventralen ansatznahen Anteiles der Sehne - mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit nicht auf ein Trauma, sondern auf eine Degeneration, am 
ehesten im Rahmen eines subakromialen lmpingement, zurückzuführen sei. 
Sämtliche nachgewiesenen Befunde seien folglich aus radiologischer Sicht als 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit degenerativ zu werten. Die Ausführungen 
und Schlussfolgerungen von Dr. K.________ würden überzeugen, weshalb der 
radiologischen Aktenbeurteilung von Dr. K.________ voller Beweiswert zukom-
me. Mit Blick auf die ebenfalls schlüssige Beurteilung von Dr. I.________ nach 
Schultertrauma-Check, habe das Sturzereignis beim Biken am 8. August 2020 zu 
einer vorübergehenden Verschlimmerung des anamnestisch klinisch stummen 
Vorzustands in der linken Schulter geführt. ln casu sei der Status quo sine ca. 
sechs Wochen nach dem Ereignis erreicht gewesen. Die Leistungseinstellung ab 
22. November 2020 sei demnach nicht zu beanstanden.

3.2 Vor Verwaltungsgericht verweist der Beschwerdeführer auf seinen nicht 
banalen Velosturz vom 8. August 2020. Die Erstkonsultation habe am 19. August 
2020 beim Hausarzt stattgefunden, der den sportlich aktiven Beschwerdeführer 
seit Jahrzehnten betreue und entsprechend kenne. Er habe vorerst Ruhigstellung 
und analgetische Versorgung empfohlen. Echtzeitlich habe der Beschwerdefüh-
rer eine bewegungseingeschränkte Schulter in Elevation, Innen- und Aussenrota-

20

tion beschrieben, was als Befund klassisch für Rupturen der Rotatorenmanschet-
te sei. Wegen anhaltenden Beschwerden hätten weitere Abklärungen erst später 
stattgefunden. MR-tomographisch habe sich am 14. Oktober 2020 eine transmu-
rale Ruptur der Supraspinatussehne am Footprint gezeigt, jedoch keine Tendi-
nopathie oder Riss der Infraspinatus-, Subscapularis oder Teres-minor-Sehne, 
jedoch eine kräftige Muskulatur, aber keine fettige Atrophie und die Bursa sei 
reizlos gewesen. Dr.med. C.________ habe die Unfallkausalität mit Verweis auf 
den Unfallmechanismus verneint. Aber er verkenne dabei vollumfänglich die ak-
tuelle Evidenz zu den Läsionen der Rotatorenmanschette. Die von Dr.med. 
C.________ zitierte Literatur sei völlig veraltet. Sein Einwand der schnellen Wie-
derherstellung der Schulterbeweglichkeit sei beim sehr sportlichen Beschwerde-
führer mit kräftiger, kompensierender Muskulatur so nicht haltbar. 

Gemäss Dr.med. H.________ könne der Unfall nicht als harmlos bezeichnet 
werden. Der vorliegende Unfallmechanismus - der letztlich nie verlässlich rekon-
struiert werden könne - mit Fahrt in hoher Geschwindigkeit durch den Wald mit 
Sturz sei durchaus geeignet, eine Rotatorenmanschettenläsion zu verursachen. 

PD Dr.med. J.________ komme in seiner ausführlichen Beurteilung der Bildge-
bung zum Schluss, aufgrund der objektiven Befunde müsse eindeutig von einer 
traumatischen Ruptur ausgegangen werden. Dafür spreche aus radiologischer 
Sicht die fehlende Atrophie des M supraspinatus und keine Fettgewebseinlage in 
den M. supraspinatus (Grad 0 nach Goutallier); fehlende Retraktion der Sehne 
bei transmuraler Ruptur (Stadium I nach Patte). Und weitere richtungsweisende 
Kriterien, die zum Gesamtbild passen würden, seien die lineare und weitgehend 
glatte Risskontur in ap-Ausdehnung, ein 5mm breiter distaler Sehnenstumpf am 
Tuberculum majus im vorderen Drittel sowie an dieser Stelle irreguläre Kontur mit 
leicht ausgefransten Sehnenstümpfen; ein erhaltenes bzw. sogar leicht verdick-
tes Kaliber des proximalen Sehnenstumpfes, eine Flüssigkeit in der Bursa sub-
deltoidea und keine wesentlichen weiteren Degenerationszeichen. Nach PD 
Dr.med. J.________ würden Zeichen, die auf eine degenerative Genese hinwei-
sen würden, fehlen. Radiologisch betrachtet würden sämtliche Hinweise für eine 
traumatische Ruptur der Supraspinatussehne sprechen. 

Demgegenüber sei überhaupt nicht klar, von welchen Befunden Dr.med. 
K.________ spreche. Er begnüge sich banalerweise festzuhalten, die Beweise, 
welche PD Dr.med. J.________ vorlege, könnten aus radiologischer Sicht nicht 
nachvollzogen werden. Er begnüge sich mit einer unbegründeten Bestreitung. 
Seine Beurteilung, welche dem Beschwerdeführer nicht vorliege, sei unhaltbar, 
willkürlich und als Tendenzgutachten zu qualifizieren. Die Nichtvorlage der Beur-

21

teilung stelle im Übrigen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar und man 
behalte sich nach Edition der Akten weitere Ausführungen vor. 

4.1 Die Vorinstanz stützt sich im angefochtenen Entscheid auf die Beurteilun-
gen der sie beratenden Ärzte Dr.med. I.________ und insbesondere Dr.med. 
K.________. Deren Beurteilungen kommt der Beweiswert versicherungsinterner 
ärztlicher Feststellung zu (Urteil BGer 8C_774/2020 vom 19.2.2021 Erw. 2.2), 
d.h. es kommt ihnen Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach-
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien ge-
gen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 Erw. 
3.2). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 Erw. 8.5).

4.2 Soweit der Beschwerdeführer die Beurteilung von Dr.med. K.________ als 
unhaltbare, willkürliche, unbegründete Bestreitung der nachvollziehbaren und mit 
evidenzbasierten Argumenten begründeten Beurteilung von Dr.med. J.________ 
darstellt, so kann dem nicht gefolgt werden. Zum einen lagen Dr.med. 
K.________ sämtliche medizinischen Berichte zum Gesundheitsverlauf und 
ebenso die Akten zum Unfallgeschehen sowie die verschiedenen medizinischen 
Beurteilungen vor (vgl. Vi-act. 103 S. 2 f. von 15). Entgegen der Behauptung des 
Beschwerdeführers hat Dr.med. K.________ auf Basis des MR-Arthrogrammes 
der Schulter links vom 14. Oktober 2020 einen ausführlichen Befund erhoben (Vi-
act. 103 S. 3 f. von 15). In der nachvollziehbaren und schlüssigen Beurteilung hat 
sich Dr.med. K.________ mit dem Befund, der Literatur und insbesondere auch 
mit der Beurteilung von PD Dr.med. J.________ vertieft auseinandergesetzt (Vi-
act. 103 S. 5 f. von 15). Zu jedem der von PD Dr.med. J.________ aufgeführten 
Argumente nimmt Dr.med. K.________ einzeln Stellung (Vi-act. 103 S. 7 f. von 
15). Wenn er dann zum Schluss gelangt, von sämtlichen von PD Dr. med. 
J.________ vorgebrachten Argumenten bleibe kein einziges übrig, das dessen 
Aussage der Unfallkausalität unterstützen würde, so ist dies aufgrund seiner Aus-
führungen sowohl nachvollziehbar als auch schlüssig. Das Nämliche gilt für seine 
abschliessende Beurteilung, dass sich keine Befunde nachweisen liessen, die 
aus radiologischer Sicht als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit frisch trauma-
tisch bedingt oder auch nur traumatisch bedingt zu werten wären, hingegen seien 
die nachgewiesenen pathologischen Befunde als mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit degenerativ bedingt. 

Bleibt anzufügen, dass die beschwerdeführerische Bestreitung des Beweiswertes 
der Beurteilung von Dr.med. K.________ insoweit nachvollziehbar ist, als es die 
Vorinstanz unterliess, diese für den Einspracheentscheid wesentliche Beurteilung 

22

dem Beschwerdeführer weder nach deren Vorliegen noch zusammen mit dem 
Einspracheentscheid zuzustellen. Damit aber wurde sein Anspruch auf rechtli-
ches Gehör (vgl. Art. 42 ATSG) verletzt. Hieran ändert weder die Tatsache, dass 
er die Beurteilung noch vor Beschwerdeerhebung hätte einfordern können, noch, 
dass der Mangel im Rahmen des Beschwerdeverfahrens geheilt wird, etwas. 
Dies gilt es im Rahmen der Entschädigungsfolgen zu berücksichtigen (vgl. Urteil 
BGer 1C_158/2019 vom 30.3.2020 Erw. 6).

4.3.1 Was die Berücksichtigung des Unfallmechanismus zur Klärung der hier 
strittigen Frage anbelangt, so hat Dr.med. H.________ zu Recht darauf hinge-
wiesen, dass der eigentliche Hergang wohl kaum je verbindlich wird festgestellt 
werden können. In der neueren Rechtsprechung hält das Bundesgericht zudem 
fest, dass zur Beurteilung der Unfallkausalität aufgrund der neueren medizini-
schen Literatur dem Kriterium des Unfallmechanismus bei Sehnenmanschetten-
läsionen ohnehin keine übergeordnete Bedeutung (mehr) beizumessen sei. Es 
gehe vielmehr darum, die einzelnen Kriterien, die für oder gegen eine traumati-
sche Genese der Verletzung sprächen, aus medizinischer Sicht gegeneinander 
abzuwägen und den Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlich-
keit für sich habe, der Wahrheit zu entsprechen. Dabei gelte es etwa die bildge-
benden Befunde, die Vorgeschichte, den Unfallhergang, den Primärbefund und 
den Verlauf zu berücksichtigen (vgl. Urteil BGer 8C_672/2020 vom 15.4.2021 
Erw. 4.1.3 mit Verweis auf Urteil BGer 8C 59/2020 vom 14.4.2020 Erw. 5.3 f.). 
Dem ist Dr.med. I.________ in seiner Beurteilung gefolgt (vgl. oben Erw. 2.9). Er 
hat darin auch den Unfallhergang berücksichtigt und, losgelöst ob es sich um ei-
nen banalen Unfall (wie ihn die Vorinstanz qualifiziert) oder um ein relevantes 
Unfallgeschehen handelte (wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht), festge-
stellt, das Unfallereignis (Sturz vom Velo im Wald) sei grundsätzlich geeignet, ei-
ne Strukturschädigung des Schultergelenkes zu verursachen (Vi-act. 93). 
Gemäss Dr.med. I.________ ist es vorliegend jedoch das einzige Kriterium, wel-
ches für eine traumatische Genese spricht (vgl. oben Erw. 2.9). Entscheidend 
bzw. strittig sind damit die weiteren Kriterien.

4.3.2 Wenn die Vorinstanz - gestützt auf die Beurteilungen der sie beratenden 
Ärzte - festhält, der Verlauf nach dem Unfall spreche gegen eine traumatische 
Genese, so erscheint dies schlüssig. Unfallnah werden keine funktionellen Beein-
trächtigungen dokumentiert, was bei einer traumatischen Rotatorenmanschetten-
ruptur indes zu erwarten wäre (vgl. Urteil BGer 8C_253/2021 vom 2.7.2021 Erw. 
5.3). Auch im Fragebogen erwähnt der Beschwerdeführer selbst keine Ein-
schränkungen; die Arbeitsunfähigkeit resultierte erst aus der Operation (Vi-act. 
25). Wenn er in der Beschwerde von ereignisnahen funktionellen Einschränkun-

23

gen spricht, so werden diese durch keine medizinischen Berichte bestätigt; im 
Gegenteil spricht der Hausarzt von freier Beweglichkeit (vgl. Vi-act. 10 und 16). 
Schlüssig ist ebenso die Beurteilung von Dr.med. I.________, dass bezüglich 
Schmerzen wie auch Funktionalität eher ein Crescendoverlauf vorliege, was für 
ein degeneratives Geschehen spreche (vgl. etwa Urteil BGer 8C_59/2020 vom 
14.4.2020 Erw. 5.1 und 5.3, wo dies als Indiz für eine degenerative Genese an-
erkannt wurde). Wenn dagegen der Beschwerdeführer diese Beurteilung mit dem 
Hinweis widerlegen will, seine sportliche, muskuläre Person könne vieles kom-
pensieren, so vermag dies eine traumatische Genese auf jeden Fall nicht als 
überwiegend wahrscheinlich zu begründen.

4.3.3 Schon Dr.med. C.________ wies sodann darauf hin, dass beim Beschwer-
deführer eine Fraktur oder relevante Schäden an vorgelagerten Strukturen feh-
len, die isolierte Verletzung einer in der Tiefe gelegenen Struktur hingegen nicht 
nachvollziehbar sei, weshalb von einem degenerativen Geschehen auszugehen 
sei (Vi-act. 32). Dass keine eigentlich zu erwartende Begleitverletzungen vorlie-
gen, bestätigt auch Dr.med. H.________ (Vi-act. 68); solche werden - soweit er-
sichtlich - von niemandem postuliert. Warum dies vorliegend nicht gegen eine 
Unfallkausalität sprechen soll, begründet Dr.med. H.________ nicht weiter. Auf 
jeden Fall spricht das Fehlen von Begleitverletzungen nicht für eine überwiegend 
wahrscheinliche Unfallkausalität. 

4.3.4 Zum Vorzustand des Beschwerdeführers ist nichts aktenkundig. Immerhin 
gilt es aber auf die unzulässige Beweismaxime 'post hoc ergo propter hoc' hin-
zuweisen. Die Tatsache allein, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall über 
keine Schulterbeschwerden links klagte, vermag die Unfallkausalität daher nicht 
zu beweisen (SVR 2020 UV Nr. 15 S. 56, 8C_471/2019 Erw. 5.2). Dass ein Ge-
sundheitsschaden als Vorzustand bereits vor dem Unfall vorgelegen haben kann, 
aber asymptomatisch war, ist notorisch (und erklärt etwa die Rechtsprechung zur 
Aktivierung eines stummen Vorzustandes; Urteil BGer 8C_269/2016 vom 
10.8.2016 Erw. 2.4).

Dr.med. I.________ beurteilt den Vorzustand wesentlich anhand der Bildgebung 
und intraoperativen Befunde (Vi-act. 93), wodurch er diesen Kriterien mehr Be-
deutung zuspricht. Diese Begründung teilt PD Dr.med. J.________, demgemäss 
der Bildgebung eine wichtige Rolle zuzuordnen ist (Vi-act. 96). Auch Dr.med. 
H.________ betont die Wichtigkeit der Bildgebung für den vorliegenden Fall (Vi-
act. 68, S. 3 von 4). 

4.3.5 Was die Befunde des Arthro-MRI vom 14. Oktober 2020 anbelangt, so fällt 
jener von Dr.med. K.________ wesentlich ausführlicher und detaillierter aus als 

24

der Befund von PD Dr.med. J.________. Entsprechend fraglich erscheint ein 
Vergleich der Befunde als solche; eigentliche Widersprüche sind indes keine of-
fensichtlich (vgl. Vi-act 103 und 96). Diskrepant sind hingegen die Beurteilungen 
der Befunde, wobei auch hier die Ausführungen von Dr.med. K.________ detail-
lierter ausfallen. Er begründet dabei nicht nur seine Beurteilung ausführlich und 
nachvollziehbar, sondern er geht ebenso auf die Stellungnahme von PD Dr.med. 
J.________ ein und widerlegt diese schlüssig. 

Zum einen weist Dr.med. K.________ darauf hin, dass die von PD Dr.med. 
J.________ als Referenzartikel bezeichnete Literatur in sich widersprüchlich ist 
und ihrerseits auf Literatur verweist, welche die im angeblichen Referenzartikel 
festgehaltenen Schlussfolgerungen nicht bestätigen würden. 

Zum andern setzt sich Dr.med. K.________ mit den sieben Kriterien, welche 
nach PD Dr.med. J.________ die transmurale Supraspinatussehnenruptur links 
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als unfallkausal qua-
lifizieren lassen (vgl. zu den einzelnen Kriterien oben Erw. 2.10), einzeln ausein-
ander und widerlegt sie. So liege entgegen PD Dr.med. J.________ eine leichte 
Atrophie des M supraspinatus vor (occupation ratio von 0.65). Das Fehlen einer 
Verfettung lasse keine Rückschlüsse auf die Ursache zu, da sich eine solche 
sowohl bei Degeneration als auch Trauma erst nach längerer Zeit nach Auftreten 
der Beschwerden nachweisen lasse. Das Ausmass der Retraktion eines abgelös-
ten und/oder abgerissenen Tendo musculi supraspinati erlaube keine Differenzie-
rung zwischen einer traumatischen und einer degenerativen Genese der Läsion. 
Zudem korreliere die Retraktion mit der Verfettung und da eine solche nicht vor-
handen sei, sei auch keine Retraktion zu erwarten. Zudem lägen beim Be-
schwerdeführer Adhäsionen innerhalb des Tendo musculi supraspinati vor, wes-
halb gut denkbar sei, dass die Adhäsionen eine Retraktion der Sehne verhindern 
könnten. Die Form des Sehnenrandes entlang der Ablösung oder des Risses er-
laube keine Rückschlüsse auf die Ätiologie der Läsion; ein glatter Rand spreche 
allenfalls eher dafür, dass eine Ablösung/ein Riss bereits seit längerer Zeit be-
stehe. Auch ein am Knochen haftender Sehnenstummel erlaube keine Differen-
zierung zwischen einer traumatischen und degenerativen Läsion des Tendo 
musculi supraspinati. Eine verdickte Sehne finde sich bei einem subakromialen 
Impingement signifikant häufiger als bei asymptomatischen und da die Sehne 
vorliegend leicht verdickt sei, spreche dies dafür, dass eine Problematik des 
Tendo musculi supraspinati im Sinne eines subakromialen Impingements vorlie-
gen müsse. Die Flüssigkeit in der Bursa subacromialis et subdeltoidea erlaube 
keine Differenzierung zwischen einer traumatischen und einer degenerativen Lä-
sion des Tendo musculi supraspinati. Da die Flüssigkeit vorliegend kontrastmittel-
frei sei, könne sie nicht aus dem glenohumeralen Gelenkraum in das Lumen des 

25

Schleimbeutels übergetreten sein. In Berücksichtigung der Zeit zwischen Unfall 
und Arthro-MRI (mehr als 2 Monate) müsse davon ausgegangen werden, dass 
eine Bursitis ursächlich sei. Und eine Bursitis an dieser Lokalisation sei in den 
meisten Fällen auf ein subakromiales Impingement zurückzuführen. Schliesslich 
treffe nicht zu, dass sich im Arthro-MRI keine weiteren Degenerationszeichen fin-
den würden. So bestünden Zeichen einer klaren Tendinopathie des M supraspi-
natus, ein degenerativ bedingter akromialer Sporn mit einer Form, die häufig mit 
Läsionen des Tendo musculi supraspinati assoziiert sei und eine leichte Atrophie 
des M supraspinatus. Zudem weise der proximale Abschnitt des Tendo capitis 
longi musculi bicipitis brachii Veränderungen auf, die Ausdruck einer leichten 
Tendinopathie seien, also eines Befundes, der auch relativ häufig im Zusam-
menhang mit dem subakromialen lmpingement beobachtet werde. 

Auch Dr.med. K.________ hält fest, es könne nicht mit absoluter Sicherheit aus-
geschlossen werden, dass das Unfallereignis vom 8. August 2020 zu einer Läsi-
on des sicherlich seit langem und deutlich vorgeschädigten Tendo musculi su-
praspinati geführt habe. Konkrete Hinweise hierfür würden jedoch gänzlich feh-
len; anderseits fänden sich zahlreiche Befunde, die klar dafür sprechen würden, 
dass eine relevante Problematik des Tendo musculi supraspinati schon vor dem 
Unfall vorgelegen haben müsse. Entsprechend schlüssig ist seine abschliessen-
de Beurteilung, es finde sich kein Befund, der aus radiologischer Sicht mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit auf ein Trauma zurückzuführen sei.

4.4 Zusammenfassend kommt der umfassenden Beurteilung von Dr.med. 
K.________ somit voller Beweiswert zu. Die Beurteilung von PD Dr.med. 
J.________ vermag keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken bzw. hat 
Dr.med. K.________ dessen Beurteilung nachvollziehbar entkräftet. Aufgrund 
dessen und zusammen mit den weiteren, durch Dr.med. I.________ herausgear-
beiteten Kriterien (welche nicht nur die Radiologie berücksichtigen), ist die Ge-
samtbeurteilung der Vorinstanz daher nicht zu beanstanden, wonach die am 23. 
November 2020 operativ sanierte Schulterverletzung links nicht mit dem notwen-
digen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf den Velounfall vom 
8. August 2020 zurückzuführen ist und der status quo sine ca. sechs Wochen 
nach dem Ereignis eingetreten ist, mithin kein Leistungsanspruch über den 22. 
November 2020 hinaus bestand. 

4.5 Bleibt zu ergänzen, dass diesfalls auch keine Leistungspflicht aus Art. 6 
Abs. 2 UVG besteht. Selbst wenn in der Ruptur der Supraspinatussehne eine 
Listenverletzung zu sehen ist (Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG), wäre der Entlastungsbe-
weis, dass die Ruptur vorwiegend auf Abnützung / Erkrankung zurückzuführen 
ist, dadurch erbracht, dass das Unfallereignis vom 8. August 2020 überwiegend 

26

wahrscheinlich keine auch nur geringe Teilursache der Ruptur bildet (BGE 146 V 
51 Erw. 9.2; Urteil BGer 8C_59/2020 vom 14.4.2020 Erw. 6). 

5. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuwei-
sen ist.

6.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

6.2 Die vorstehend in Erw. 4.2 festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs 
ist bei der Festlegung der Parteientschädigung zu berücksichtigen. Diese ist in 
Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411) vom 27. Januar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Ver-
waltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und 
unter Beachtung der in § 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in 
Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 1'500.-- (inkl. Bar-
auslagen und MwSt) festzusetzen.

27

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 
Fr. 1'500 (inkl. Barauslagen und MwSt) zu leisten.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit, BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 9. Dezember 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. Dezember 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I