# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0796d5d8-179f-53f9-8e35-2fa3ee8258b1
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.01.2022 I 2021 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2021-57_2022-01-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2021 57

Entscheid vom 14. Januar 2022 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Milena Pesic, a.o. Gerichtsschreiberin

Parteien A.________
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. B.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Herabsetzung einer Hilflosenentschädigung 
nach Art. 53 Abs. 1 ATSG)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. _._.19_) unterzeichnete am 11. Mai 2012 eine IV-
Anmeldung zum Bezug von Hilfsmitteln. Die gesundheitlichen Beeinträchtigun-
gen umschrieb er mit fazio-scapulo-humerale Muskeldystrophie (FSHD), seit dem 
14. Lebensjahr (vgl. IV-act. 1-4/5). Am 27. Juni 2012 teilte die IV-Stelle ihm mit, 
dass die Kosten für Bein-Orthesen nach ärztlicher Verordnung ab 1. Mai 2012 bis 
30. April 2022 übernommen werden (IV-act. 8). Eine weitere Kostengutsprache 
erfolgte am 22. November 2012 (IV-act. 20), während mit Verfügung vom 29. Ja-
nuar 2013 die Finanzierung von Orthesenschuhen abgelehnt wurde (IV-act. 23). 
Gemäss Mitteilungen vom 14. November 2014 und vom 10. Februar 2015 über-
nahm die IV-Stelle die Kosten für Fussheberorthesen (IV-act. 28 und 39).

B. Am 8. Juni 2015 meldete sich A.________ für eine Hilflosenentschädigung 
an (IV-act. 41). Am 30. Juli 2015 wurde die Hilfsbedürftigkeit vor Ort abgeklärt 
(IV-act. 50). Nach einem Vorbescheid vom 8. September 2015 (IV-act. 51), Ein-
wänden vom 7. Oktober 2015 (IV-act. 52) und einer Stellungnahme des Ab-
klärungsdienstes (IV-act. 54) hat die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Januar 
2016 A.________ mit Wirkung ab 1. Juni 2014 einen Anspruch auf eine Ent-
schädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit mit lebenspraktischer Begleitung aner-
kannt (IV-act. 55-57). 

C. Am 17. April 2018 ging bei der IV-Stelle der von A.________ ausgefüllte 
Revisionsfragebogen ein (IV-act. 61), mit welchem eine Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes vorgebracht wurde (IV-act. 61). Zudem meldete er sich 
am 15. Juni 2018 für weitere IV-Leistungen (berufliche Integration/ Rente) an (IV-
act. 66). Am 22. Juni 2018 teilte die IV-Stelle ihm mit, dass der Anspruch auf Hilf-
losenentschädigung sich nicht verändert habe (IV-act. 71). Am 24. Juli 2018 fand 
ein gemeinsames Abklärungsgespräch statt (IV-act. 105).

Am 23. August 2018 unterzeichneten A.________ und die IV-Stelle eine Einglie-
derungsvereinbarung in einem Betrieb der C.________ in D.________ für eine 
ergonomische Arbeitsplatzabklärung im Hinblick auf eine Stelle als Immobilien-
makler bei der E.________ in F.________ (IV-act. 85). Die entsprechenden Kos-
ten wurden von der IV-Stelle am 4. September 2018 übernommen (IV-act. 91). 
Am 5. Oktober 2018 teilte die IV-Stelle mit, als Frühinterventionsmassnahmen in 
Form von Anpassungen des Arbeitsplatzes würden die Kosten für einen ergono-
mischen Bürostuhl und einen höhenverstellbaren Stehtisch übernommen (IV-act. 
101). 

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D. Nach Abklärungen und Einholung von Berichten, welche sich teilweise trotz 
Ermahnung verzögerten (vgl. z.B. IV-act. 120), nahm die RAD-Fachärztin für Allg. 
Innere Medizin FMH G.________ am 27. Februar 2020 eine Würdigung der Ak-
tenlage vor (IV-act. 147). Gestützt darauf kündigte die IV-Stelle mit Vorbescheid 
vom 4. März 2020 an, ab 1. Januar 2019 eine Dreiviertelsrente sowie ab 1. Ja-
nuar 2020 eine ganze IV-Rente zu gewähren (IV-act. 150). Dieses Ergebnis wur-
de mit Verfügungen vom 9. Juni 2020 umgesetzt (IV-act. 153, 154). Nachdem 
A.________ am 6. Oktober 2020 der IV-Stelle seinen aktuellen Lohn mitgeteilt 
hatte (IV-act. 155), setzte die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Oktober 2020 vor-
sorglich den Rentenanspruch ab 1. November 2020 auf eine halbe Rente herab 
(IV-act. 157).

Mit Vorbescheid vom 1. Februar 2021 kündigte die IV-Stelle an, die bisherige 
halbe Rente auf eine Viertelsrente herabzusetzen (IV-act. 164). 

E. Im Rahmen eines Hausbesuchs vom 4. Juni 2021 wurde die aktuelle Hilfs-
bedürftigkeit von A.________ abgeklärt (IV-act. 172). Daraufhin wurde mit Vor-
bescheid vom 8. Juni 2021 angekündigt, nur noch eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades zu gewähren (IV-act. 173). Dagegen liess A.________ mit Ein-
gabe vom 6. Juli 2021 Einwände erheben (IV-act. 176). 

Mit Vorbescheid vom 22. Juli 2021 ersetzte die IV-Stelle den früheren Vorbe-
scheid vom 1. Februar 2021 und teilte sinngemäss mit, dass nach den getroffe-
nen Abklärungen eine Reduktion auf eine Viertelsrente nicht mehr angezeigt sei 
und aufgrund geänderter Einkommensverhältnisse die ganze IV-Rente per 1. Ja-
nuar 2021 wiederauflebe (IV-act. 179). 

F. Am 27. Juli 2021 verfügte die IV-Stelle, dass A.________ neu Anspruch auf 
eine Entschädigung wegen leichter Hilflosigkeit habe und die Reduktion der Hilf-
losenentschädigung auf Ende des Monats erfolge, der dem Datum der Verfügung 
folge (IV-act. 182f.).

G. Gegen diese Verfügung liess A.________ (unter Berücksichtigung des Fris-
tenstillstandes nach Art. 38 Abs. 4 lit. b ATSG i.V.m. Art. 60 ATSG) fristgerecht 
am 13. September 2021 beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den 
folgenden Rechtsbegehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27.07.2021 sei aufzuheben.

2. Dem Beschwerdeführer sei weiterhin eine Hilflosenentschädigung mittleren 
Grades zuzusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

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Mit Vernehmlassung vom 18. Oktober 2021 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Eine formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung wird von Amtes 
wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich 
der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat (Art. 
17 Abs. 2 ATSG). Ändert sich der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise, so 
finden die Art. 87-88bis IVV Anwendung (Art. 35 Abs. 2 Satz 1 IVV). Eine Revision 
der Hilflosenentschädigung wird von Amtes wegen durchgeführt, wenn sie im 
Hinblick auf eine mögliche erhebliche Änderung des Hilflosigkeitsgrades oder 
des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs bei Festset-
zung der Hilflosenentschädigung auf einen bestimmten Termin in Aussicht ge-
nommen worden ist (vgl. Art. 87 Abs. 1 lit. a IVV) oder Tatsachen bekannt oder 
Massnahmen angeordnet werden, die eine erhebliche Änderung des Grades der 
Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs 
als möglich erscheinen lassen (Art. 87 Abs. 1 lit. b IVV). Eine Verminderung der 
Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs ist 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu 
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich 
längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie 
ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich 
weiterhin andauern wird (vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV). Die Herabsetzung der Hilflo-
senentschädigung erfolgt frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung 
der Verfügung folgenden Monats an (Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV).

1.2 Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen 
beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Leistungsverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2 mit Hinweis). Eine bloss 
unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 
Sachverhalts stellt keine revisionsbegründende Tatsachenänderung dar (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 9C_894/2015 vom 25.4.2016 Erw. 3 mit Verweis auf 
BGE 112 V 371 Erw. 2b S. 372). Mit anderen Worten kann aus einer anderen, im 
Vergleich zur früheren Leistungszusprechung strengeren Beurteilung einer weit-
gehend gleich gebliebenen Situation grundsätzlich keine revisionsrechtliche Her-
absetzung oder Aufhebung einer Leistung hergeleitet werden (siehe auch VGE I 
2021 45 vom 13.12.2021 Erw. 1.1).

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1.3 Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen in 
Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs-
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel 
auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. 

Art. 53 Abs. 1 ATSG verwendet den Begriff des Entdeckens und betont damit, 
dass es sich um Tatsachen handeln muss, die im Zeitpunkt der Entscheidfällung 
bereits vorlagen, indessen (noch) nicht bekannt waren (siehe Ueli Kieser, ATSG-
Kommentar, 4. Aufl., Rz. 24 zu Art. 53 ATSG). Nach dem Wortlaut von Art. 53 
Abs. 1 ATSG muss es sich um eine erhebliche Tatsache handeln. Eine Revision 
im Sinne von Art. 53 Abs. 1 ATSG fällt grundsätzlich nur in Betracht, wenn be-
reits im ursprünglichen Verfahren die Abklärungsperson bzw. die entscheidende 
Behörde das Ermessen wegen eines neu erhobenen Befunds zwingend anders 
hätte ausüben müssen (vgl. Kieser, a.a.O. Rz. 25 zu Art. 53 ATSG). Die Revision 
nach Art. 53 Abs. 1 ATSG ist hingegen ausgeschlossen, wenn die Beibringung 
des Beweismittels zuvor möglich gewesen wäre. Damit kann nur dasjenige Be-
weismittel angerufen werden, das trotz hinreichender Sorgfalt bisher nicht be-
kannt war bzw. nicht in das Verfahren eingebracht werden konnte (mit Verweis 
auf BGE 122 V 273). Das Revisionsverfahren dient nicht dazu, eine Unterlassung 
nachzuholen, welche auf eine vermeidbare Nachlässigkeit zurückzuführen ist 
(vgl. Kieser, a.a.O. Rz. 33 zu Art. 53 ATSG).

2. Unbestritten ist, dass der Versicherte Anspruch auf eine Hilflosenentschä-
digung hat. Streitig und nachfolgend (ab Erwägung 3.1.1ff.) zu prüfen ist insbe-
sondere, ob in der angefochtenen Verfügung die bisherige Hilflosenentschädi-
gung mittleren Grades zu Recht auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades 
herabgesetzt wurde. 

Einigkeit besteht sodann im vorliegenden Verfahren, 

- dass die IV-Stelle die Herabsetzung der bisherigen Hilflosenentschädigung nicht 
mit einer Leistungsrevision nach Art. 17 ATSG begründet;

- dass Hilfsbedürftigkeit für die alltägliche Lebensverrichtung "Körperpflege" un-
verändert gegeben ist;

- und dass auch das Kriterium der "lebenspraktischen Begleitung" weiterhin erfüllt 
ist.

Nachdem diese drei vorgenannten Aspekte unbestritten sind, ist hier darauf nicht 
weiter einzugehen. In der Folge ist die strittige alltägliche Lebensverrichtung "An-
kleiden/ Auskleiden" zu untersuchen.

3.1.1  Anlässlich der erstmaligen Leistungszusprechung wurde im Abklärungsbe-
richt vom 4. August 2015 u.a. festgehalten, dass der Versicherte wöchentlich 

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zweimal in die Physiotherapie gehe, dass er bis 2011 selbständig war und seit 
2012 regelmässig Hilfe Dritter benötige (IV-act. 50-2/6 oben) und dass für die all-
täglichen Lebensverrichtungen "An-/ Auskleiden" sowie "Körperpflege" kein Hil-
febedarf bestehe (IV-act. 50-5/6, Ziff. 7.1 und 7.4).

3.1.2  Nachdem im Vorbescheid vom 8. September 2015 aufgrund des aner-
kannten Bedarfs an lebenspraktischer Begleitung eine Hilflosenentschädigung 
leichten Grades in Aussicht gestellt wurde (IV-act. 51), liess der Versicherte am 
7. Oktober 2015 unter anderem was folgt einwenden (IV-act. 52-2/3):

Nicht berücksichtigt wurde allerdings die Tatsache, dass mein Mandant sich zwar 
selbständig an- und auskleidet sowie die Körperpflege ausführt, er jedoch für diese 
beiden Lebensverrichtungen unverhältnismässig mehr Zeit benötigt, als eine kör-
perlich nicht eingeschränkte Person. Zudem ist das Ausführen dieser beiden Le-
bensverrichtungen umständlich und äusserst kräfteraubend. Ein zusätzlicher Zeit-
faktor ist das An- und Ausziehen der Orthesen. Der Zeitaufwand für die alltägliche 
Körperpflege und das An-/ Ausziehen beträgt gut zwei Stunden, wobei sporadische 
Verrichtungen wie zum Beispiel Haare waschen, Nägel schneiden etc. noch nicht 
berücksichtigt sind. (…)

3.1.3  In der Folge wurde der IV-Abklärungsdienst beauftragt, zu den Einwänden 
des Beschwerdeführers Stellung zu nehmen. Dazu äusserte sich die Ab-
klärungsperson nach einer telefonischen Rückfrage beim behandelnden Arzt wie 
folgt (IV-act. 54-4f./5, Hervorhebung in Fett- bzw. Kursivdruck nicht im Original):

Die Eigenständigkeit in einer Lebensverrichtung darf nicht mehr bejaht werden, 
wenn sie derart erschwert wird, dass sie als objektiv unzumutbar betrachtet wer-
den muss (s. Ettlin, S. 112ff.).
Aus diesem Grund wurde der behandelnde Arzt, Dr. H.________, telefonisch am 
16. Dezember 2016 angefragt, inwieweit der Versicherte in den alltäglichen Le-
bensverrichtungen eingeschränkt sei.
Dr. H.________ bestätigt, dass der Versicherte erheblich bei den genannten zwei 
Lebensverrichtungen eingeschränkt sei wegen Lähmung im Schultergürtel und in 
den Armen sowie auch Beinen. Nur dank sehr grossem Willen bei Erschöpfungs-
zuständen könne er die alltäglichen Lebensverrichtungen noch selber erledigen.
Im Telefongespräch vom 16. Dezember 2015 bestätigt der Versicherte die be-
schriebene Hilflosigkeit seit gut zwei Jahren.
Aufgrund der Diagnose und den beschriebenen Einschränkungen ist es nachvoll-
ziehbar, dass der Versicherte unverhältnismässig lange (gut zwei Stunden) braucht 
für die Verrichtung der beiden Lebensverrichtungen An-/Auskleiden und Körper-
pflege. Die beiden Lebensverrichtungen werden daher anerkannt.

3.1.4  Daraufhin anerkannte die IV-Stelle mit Verfügung vom 13. Januar 2016, 
dass eine Hilfsbedürftigkeit hinsichtlich der beiden alltäglichen Lebensverrichtun-
gen "An-/ Auskleiden" und "Körperpflege" (wofür zusammen täglich rund zwei 
Stunden benötigt werde) gegeben sei, ohne dass sie sich mit der Fragestellung 

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befasste, in welchem Umfange die vorgebrachten "täglich rund zwei Stunden" 
der einen und der anderen Lebensverrichtung zuzuordnen wären. Mit anderen 
Worten verzichtete die IV-Stelle bei der erstmaligen Leistungszusprechung dar-
auf, den tatsächlichen zeitlichen Mehraufwand des An-/ Auskleidens abzuklären. 
Obwohl gemäss den Aufzeichnungen im ersten Abklärungsbericht bekannt war, 
dass der Versicherte zweimal pro Woche Physiotherapie absolviert (IV-act. 50-
2/6), hielt die IV-Stelle damals (anders als im aktuellen Verfahren, siehe IV-act. 
180-2/3) nicht für nötig, bei der betreffenden Physiotherapeutin nachzufragen, 
wieviel Zeit der Versicherte beim regelmässigen Physiotherapiebesuch für das 
Aus-/ und Ankleiden benötige. 

3.2 Nachdem sich die Vorinstanz bei der erstmaligen Leistungszusprechung 
damit begnügte, bei den beiden genannten Lebensverrichtungen von einem pau-
schalen zeitlichen Aufwand von zusammen "täglich rund zwei Stunden" auszu-
gehen und diesbezüglich auf weitere Abklärungen zu verzichten, ist im Umstand, 
wonach die gleiche Vorinstanz im vorliegend zu beurteilenden Revisionsverfah-
ren sorgfältiger abklärte und erstmals den zeitlichen Mehraufwand des An-/ Aus-
kleidens bei der Physiotherapeutin (telefonisch) erfragte, keine Konstellation zu 
erblicken, welche eine Revision nach Art. 53 Abs. 1 ATSG rechtfertigt. Das Be-
weismittel "Angaben der Physiotherapeutin" hätte bereits damals eingeholt wer-
den können, wenn sich die Vorinstanz damals nicht darauf beschränkt hätte, den 
zeitlichen Mehraufwand für zwei Lebensverrichtungen gemeinsam und pauschal 
anzurechnen. An diesem eindeutigen Ergebnis vermögen die Ausführungen in 
der Vernehmlassung nichts zu ändern.

3.3 Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als begründet und die 
vorinstanzliche Herabsetzung der bisherigen Hilflosenentschädigung (mittleren 
Grades) ist ersatzlos aufzuheben. Diesem Ergebnis entsprechend gehen die Ver-
fahrenskosten zulasten der Vorinstanz. Zudem ist dem beanwalteten Beschwer-
deführer zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen. Das 
Honorar wird in Beachtung des Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA, 
SRSZ 280.411), welcher nach § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- 
vorsieht, sowie unter Beachtung der nach § 2 anwendbaren Kriterien (Wichtigkeit 
der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeitsleistung 
sowie dem notwendigen Zeitaufwand), und in Ausübrung des pflichtgemässen 
Ermessens auf insgesamt Fr. 2'500.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die in der angefochtenen Verfügung 
vom 27. Juli 2021 enthaltene Herabsetzung der Hilflosenentschädigung 
aufgehoben. Der Beschwerdeführer hat unverändert Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung mittleren Grades. Die Nachzahlung der entspre-
chenden Hilflosenentschädigungsleistungen ist Sache der Verwaltung.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Vorinstanz auferlegt. Dies 
wird zahlungsverkehrsmässig so umgesetzt, dass das Gericht den vom 
Beschwerdeführer bezahlten Kostenvorschuss in gleicher Höhe einbehält 
und die IV-Stelle der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers Fr. 500.-- zu 
bezahlen hat.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 2'500.-- (inkl. MwSt und Auslagen) zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- die Vertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen (A).

Schwyz, 14. Januar 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die a.o. Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 21. Januar 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I