# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c0bb077-4162-5db6-885f-73183d602e32
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 17.12.2014 B 2014/195
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-195_2014-12-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/195

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 17.12.2014

Entscheiddatum: 17.12.2014

Urteil Verwaltungsgericht, 17.12.2014
Öffentliches Beschaffungswesen, selektives Verfahren; Art. 12 Abs. 1 lit. b 
IVöB. Im Verfahren der Präqualifikation sind jene Anbieter auszuwählen, von 
denen eine wirtschaftlichere Offerte als von den anderen erwartet werden 
kann. Die Selektionskriterien müssen graduell messbare Eignungskriterien 
sein, welche indirekte Aussagen über die vom betreffenden Bieter zu 
erwartende Leistungsqualität zulassen. Eine Mehreignung, die für den in 
Frage stehenden Auftrag nutzlos bleiben wird, darf dagegen keine Rolle 
spielen. Qualifikation der Schlüsselpersonen, Qualität der Referenzobjekte 
und die Leistungsfähigkeit des Anbieters sind Kriterien, die geeignet sind, 
die Wirtschaftlichkeit eines Angebots zu beurteilen (Verwaltungsgericht, B 
2014/195).

Entscheid vom 17. Dezember 2014

Besetzung

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Scherrer

Verfahrensbeteiligte

Bayer Partner AG, Rehetobelstrasse 35a, Postfach, 9006 St. Gallen,

Beschwerdeführerin,

gegen

Politische Gemeinde Degersheim, Gemeinderat, 9113 Degersheim,

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Vorinstanz,

Gegenstand

Sanierung Oberstufenschulhaus Degersheim (Planerwahlverfahren/

Präqualifikation)

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.           Der Gemeinderat Degersheim schrieb am 25. August 2014 im selektiven 

Verfahren auf der Basis einer Machbarkeitsstudie vom 23. September 2013 (act. 3.2) 

die Architekturleistungen (Vorprojekt, Bauprojekt und Ausführung; SIA 102) für die 

Sanierung des Oberstufenschulhauses aus (ABl 2014 S. 2095/2096). Ausdrücklich zur 

Teilnahme zugelassen wurden auch die Architekturbüros Trunz & Wirth AG und Bayer 

Partner AG, die an der Ausarbeitung der Machbarkeitsstudie beteiligt waren (act. 3.2, 

insbesondere Seiten 11 ff. und 26 ff.). Mit der Präqualifikation sollten vier bis sieben 

Architekturbüros und/oder Bietergemeinschaften für die Offerteingabe ausgewählt 

werden. In den Ausschreibungsunterlagen und im Präqualifikationsformular waren für 

die Präqualifikation neben den Muss-Kriterien (Vollständigkeit des 

Bewerbungsdossiers, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit [Versicherung, 

Termineinhaltung, keine Betreibungen]) die mit maximal 600 Punkten bewerteten Soll-

Kriterien genannt, nämlich Qualität der Referenzobjekte (45 Prozent, maximal 270 

Punkte; Unterkriterien Erfahrung mit vergleichbaren Bauten [zwei der drei 

Referenzobjekte], Vergleichbarkeit der Bausumme, Qualität der nicht mehr als zehn 

Jahre alten Referenzen), Schlüsselperson (30 Prozent, maximal 180 Punkte; 

Unterkriterien Fachausbildung und Praxiserfahrung, Kompetenz, Erfahrung), 

Leistungsfähigkeit (20 Prozent, maximal 120 Punkte; Unterkriterien Personalbestand, 

Fachwissen, Grundausbildung des eingesetzten Personals, Organisationsstruktur und 

Angaben zur Firma) und Lernendenausbildung (5 Prozent, maximal 30 Punkte; Anzahl 

Lernende). Gleichzeitig wurden für den Architekturvertrag auch die Kriterien und deren 

Gewichtung für den Zuschlag bekannt gegeben, nämlich Preis/Eingabesumme (40 

Prozent), Analyse der Bauaufgabe (30 Prozent), Bauablauf/Bauorganisation (20 

Prozent) und Präsentation der Offerte/Fragenbeantwortung (zehn Prozent; act. 10/01 

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Seiten 11 und 12, act. 10/02 Seite 13). Die Ausschreibung wurde unangefochten 

rechtskräftig.

B.           Am 12. September 2014 lagen die Bewerbungen von 13 Anbietern vor. Das 

Angebot der Bayer Partner AG, die federführend für die zusammen mit der Gruner 

Wepf AG, St. Gallen, gebildete Bietergemeinschaft auftrat, erreichte mit 360 der 

maximal erzielbaren 600 Punkte den zwölften Rang. Mit Verfügung vom 22. September 

2014 legte der Gemeinderat Degersheim fest, welche sechs Anbieter – darunter auch 

das Architekturbüro Trunz & Wirth AG – nach Ablauf der Beschwerdefrist 

beziehungsweise "unter Vorbehalt einer Beschwerde" zur Abgabe eines Angebots 

eingeladen werden sollten und teilte den übrigen sieben Anbietern – darunter auch der 

Bietergemeinschaft mit der Bayer Partner AG – die Nichtberücksichtigung ihrer 

Bewerbung im weiteren Verfahren mit.

C.           Die Bayer Partner AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen die vom 

Gemeinderat der Politischen Gemeinde (Vorinstanz) am 22. September 2014 verfügte 

Nichtberücksichtigung im weiteren Verfahren mit Eingabe vom 26. September 2014 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem – sinngemässen – Begehren, nach einer 

Neubeurteilung, die alle eingereichten Kriterien berücksichtige, sei auch sie zur 

Einreichung eines Angebots einzuladen. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung 

vom 15. Oktober 2014, die Beschwerde sei abzuweisen. Die Beschwerdeführerin nahm 

dazu am 30. Oktober 2014 Stellung. Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten 

zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit wesentlich, in den 

Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 5 Abs. 

2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche 

Beschaffungswesen; sGS 841.1, EGöB). Die Beschwerdeführerin ist als federführendes 

Mitglied der von ihr zusammen mit der Gruner Wepf AG, St. Gallen, gebildeten 

Bietergemeinschaft, die von der Vorinstanz im weiteren Vergabeverfahren nicht 

berücksichtigt werden soll, zur Beschwerde legitimiert (vgl. Art. 64 in Verbindung mit 

Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 

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535 Abs. 1 und Art. 543 Abs. 3 des Schweizerischen Obligationenrechts, SR 220, OR; 

zur Wirkung für die einfache Gesellschaft oder allein für die Beschwerdeführerin 

Fellmann/Müller, in: Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Band VI/2/8, 

Bern 2006, N 207 zu Art. 543 OR). Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 22. 

September 2014 wurde mit Eingabe vom 26. September 2014 rechtzeitig erhoben und 

erfüllt die formellen und inhaltlichen Anforderungen (Art. 15 Abs. 3 der Interkantonalen 

Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.32, IVöB). Auf die 

Beschwerde ist dementsprechend einzutreten.

2.            Die Beschwerdeführerin beanstandet die Bewertung ihrer Bewerbung nach 

den Eignungskriterien in der Präqualifikation.

2.1.        Art. 12 Abs. 1 Ingress und lit. b IVöB regelt die Grundzüge des selektiven 

Verfahrens: Öffentlich ausgeschrieben wird der geplante Auftrag. Alle Anbieterinnen 

und Anbieter können einen Antrag auf Teilnahme einreichen. Die Auftraggeberin oder 

der Auftraggeber bestimmt aufgrund von Eignungskriterien die Anbieterinnen und 

Anbieter, die ein Angebot einreichen dürfen. Die Auftraggeberin oder der Auftraggeber 

kann in der Ausschreibung die Zahl der zur Angebotsabgabe eingeladenen 

Anbieterinnen und Anbieter beschränken, wenn sonst die Auftragsvergabe nicht 

effizient abgewickelt werden kann. Dabei muss ein wirksamer Wettbewerb 

gewährleistet sein. Art. 24 Abs. 1 und 2 der Verordnung über das öffentliche 

Beschaffungswesen (sGS 841.11, VöB) übernimmt diese Regelungen, konkretisiert den 

Begriff "effizient" mit "wirtschaftlich" und verlangt, dass die Zahl der Anbieter, die ein 

Angebot einreichen können, nicht kleiner als drei sein darf, soweit es nicht weniger 

geeignete Anbieter gibt.

Die Vergaberegeln sollen gemäss Art. 1 Abs. 3 IVöB insbesondere den wirksamen 

Wettbewerb unter den Anbieterinnen und Anbietern fördern (lit. a), die 

Gleichbehandlung aller Anbieterinnen und Anbieter sowie eine unparteiische Vergabe 

gewährleisten (lit. b) und die Transparenz der Vergabeverfahren sicherstellen (lit. c). Die 

Auswahl der einzuladenden Offerenten aus allen geeigneten Bewerbern hat 

dementsprechend transparent und gleichbehandelnd zu geschehen. Auszuwählen sind 

jene, von denen eine wirtschaftlichere Offerte als von den anderen erwartet werden 

kann. Das heisst, dass die Selektionskriterien bei der zahlenmässig beschränkten 

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Präqualifikation graduell messbare Eignungskriterien sein müssen, welche indirekte 

Aussagen über die vom betreffenden Bieter zu erwartende Leistungsqualität zulassen. 

Eine Mehreignung dagegen, die für den in Frage stehenden Auftrag nutzlos bleiben 

wird, darf keine Rolle spielen. Im Bundesrecht hat die Vergabebehörde die Selektion 

auf gewichtete Eignungskriterien abzustellen (Ziffer 6 Anhang 5 der Verordnung über 

das öffentliche Beschaffungswesen, SR 172.056.11; vgl. M. Beyeler, Vergaberechtliche 

Urteile 2012-2013, in: Stöckli/Beyeler, Das Vergaberecht der Schweiz, 9. Aufl. 2014, S. 

465 ff., S. 495, Bemerkung zu Entscheid 39).

2.2.        Die Beschwerdeführerin wendet sich nicht gegen die konkrete Ausgestaltung 

des selektiven Verfahrens durch die Vorinstanz. Insbesondere macht sie nicht geltend, 

im Verfahren der Präqualifikation seien die Angebote nach Kriterien bewertet worden, 

welche erst im Rahmen des Zuschlags hätten berücksichtigt werden dürfen. Diese 

Rügen wären im Übrigen gegen die mit einer Rechtsmittelbelehrung versehene 

Ausschreibung und die Ausschreibungsunterlagen, in welchen die Eignungskriterien – 

mit "Unterpunkten" – und die Zuschlagskriterien samt Gewichtung bekannt gegeben 

worden waren, zu erheben gewesen (vgl. beispielsweise VerwGer ZH VB.2012.00657 

vom 13. März 2013 E. 4.2.2, www.vgr.zh.ch; Galli/Moser/Lang/Steiner, Praxis des 

öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 389 und 1255)

Abgesehen davon sind die Kriterien, welche die Vorinstanz in der Präqualifikation 

angewendet hat, in erster Linie – wie es für Eignungskriterien üblich ist – auf den 

Anbieter bezogen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist es zudem nicht 

unzulässig, im zweiten Schritt, das heisst bei der Bewertung der Angebote, die 

gleichen Kriterien zu berücksichtigen wie im ersten Schritt, das heisst bei der 

Bewertung der Anbieter. Bei Kriterien, die graduell bewertet werden können, ist nicht 

ersichtlich, weshalb es unzulässig sein sollte, eine gewisse Mindestanforderung als 

Eignungskriterium zu verlangen, eine darüber hinausgehende Erfüllung aber als 

Zuschlagskriterium zu gewichten; es handelt sich bei dieser Vorgehensweise nicht um 

eine Doppelprüfung, sondern um eine Prüfung unter verschiedenen Aspekten. Das gilt 

in besonderem Mass für das Kriterium der Qualität, die anerkanntermassen ein 

zulässiges Kriterium im Rahmen der Wirtschaftlichkeitsprüfung ist. Es liegt auf der 

Hand, dass – jedenfalls bei Aufträgen, bei denen die Fachkompetenz eine Rolle spielt – 

die Qualität nicht getrennt vom Unternehmen und den darin tätigen Personen beurteilt 

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werden kann. Zumindest dort, wo es auf fachliche Eignung oder Erfahrung ankommt, 

ist die Berücksichtigung einer Mehreignung im Rahmen des Zuschlags zulässig (vgl. 

BGE 139 II 489 E. 2.2.4). Umgekehrt ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn bei der 

Präqualifikation eine Mehreignung bewertet wird, soweit sie Rückschlüsse auf die 

Leistungsqualität zulässt. Unzulässig können Eignungskriterien sein, die ohne 

überwiegende Interessen an der Festlegung derselben die Anzahl möglicher Anbieter 

derart einschränken, dass kein hinreichender Restwettbewerb verbleibt (vgl. BVerwGer 

B-1470/2010 vom 29. September 2010 = BVGE 2010 Nr. 58 E. 2.2).

Qualifikation der Schlüsselpersonen, Qualität der Referenzobjekte und die 

Leistungsfähigkeit des Anbieters sind Kriterien, die geeignet sind, die Wirtschaftlichkeit 

eines Angebots zu beurteilen. Dass die Vorinstanz bei der Beurteilung der 

Referenzobjekte in erster Linie auf die Projekte abstellte, die vergleichbare Gebäude 

zum Gegenstand hatten, ist mit Blick auf die Beurteilung der mutmasslichen Qualität 

keineswegs zu beanstanden. Indem die Vorinstanz sodann knapp die Hälfte der 

Bewerber zur Einreichung eines Angebots eingeladen hat, hat sie auch nicht den 

"Restwettbewerb" übermässig eingeschränkt.

2.3.        Die Beschwerdeführerin macht geltend, ausschlaggebend für die 

Nichtberücksichtigung sei offenbar die Bilddokumentation zum Referenzobjekt 

"Eisbahnstrasse 5-13, St. Gallen" gewesen, welche gegenüber anderen Anbietern nicht 

spezifisch auf das Bauvorhaben eingegangen sei. Dieses Referenzobjekt im 

Kostenumfang von 20 Millionen Franken zeige allerdings ein komplexes Bauvorhaben, 

welches bezüglich der fachlichen und terminlichen Aufgaben – unter Einbezug der 

"lebenserhaltenden Funktionen für die bewohnten Dachwohnungen" – vergleichbar mit 

den gestellten Anforderungen für die Sanierung des Oberstufenschulhauses sei. Die 

vom Auslober geforderten hohen Anforderungen für vergleichbare Referenzobjekte im 

Schulhausbau seien zu relativieren, handle es sich doch nur um eine 

Fassadensanierung, die übrigens bereits als "pfannenfertiges Konzept" der 

Ausschreibung beigelegen sei. Für diese Arbeiten seien keine spezifischen Kenntnisse 

über Schulhausbau vonnöten. Auf die weiteren Referenzobjekte "AFG Arena und 

Shopping Arena St. Gallen" (250 Millionen Franken) und "KSS Eishalle und Curlinghalle 

Schaffhausen" (11.5 Millionen Franken) sowie die Objekte des Partners der 

Bietergemeinschaft "Umbau Rathaus Trogen" (4,6 Millionen Franken) und "Neu-/Anbau 

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Turnhalle Au" (7,5 Millionen Franken) sei nicht eingegangen worden. Alle diese Objekte 

zeigten, dass sie höchst komplexe Planungen erfolgreich ausgeführt hätten.

Die Vorinstanz hält dem entgegen, als erstes Unterkriterium sei die Erfahrung im Bau 

beziehungsweise in der Sanierung von Schulhausbauten genannt worden. Die 

Sanierung müsse während des laufenden Schulbetriebes in Etappen erfolgen. Arbeiten, 

welche den Schulbetrieb verunmöglichten, müssten auf das Zeitfenster der erweiterten 

Sommerferien gelegt werden, immissionsarme Arbeiten könnten geschickt vor und 

nach diesem Zeitraum eingeplant werden. Die Referenzobjekte der Beschwerdeführerin 

hätten keinerlei Bezug zu einer Sanierung unter auch nur annähernd ähnlichen 

Bedingungen. Nach der Sanierung der Fassade seien in einer zweiten und dritten 

Etappe auch die inwendige umfassende Sanierung und die Anpassung an die 

Anforderung an einen aktuellen Schulbetrieb vorgesehen. Dazu gehöre die 

umfangreiche Instandsetzung der Haustechnik, die Erfüllung der geltenden Normen 

hinsichtlich Schallübertragung, Raumakustik, Trag- und Erdbebensicherheit, 

Behindertengerechtigkeit. Die eingereichten Referenzobjekte seien in keiner Weise mit 

den gestellten Anforderungen an die Sanierung eines Oberstufenschulhauses 

vergleichbar. Die drei illustrierten Referenzen seien gemäss den Informationen nach 

den Kriterien "Erfahrung mit Bauten für Schulzwecke", "Vergleichbarkeit der 

Bausumme", "Vergleich von Referenzen, die nicht älter als zehn Jahre sind" und 

"Qualität der Referenzobjekte" beurteilt worden. Die weiteren Referenzen seien nicht 

illustriert und dienten ausschliesslich dazu, abzuschätzen, ob die Beschwerdeführerin 

schon mehrere Projekte in ähnlichem Ausmass beziehungsweise in vergleichbarer 

Weise geplant oder realisiert habe. Für die eingereichten Referenzobjekte der 

Beschwerdeführerin seien weniger Punkte vergeben worden, weil sie nicht die im 

Programm ausgeschriebenen Leistungen SIA 102 (Architekt), sondern die Leistungen 

gemäss SIA 103 (Bauingenieur) abbildeten. Das Referenzobjekt Eisbahnstrasse 5-13 

habe geringe Punktabzüge für die Vergleichbarkeit als auch für die architektonischen 

Qualitäten erhalten.

Die Beschwerdeführerin hat dazu erwidert, mit der Sanierung erfolge kein Eingriff in die 

Gebäudestruktur. Die Arbeiten benötigten keine spezifischen Kenntnisse über "Bauten 

für Schulzwecke", sondern seien übliche und gängige Arbeitsgattungen bei 

Gebäudesanierungen jeglicher Art. Die vorgestellte Sanierung von 60 Wohnungen und 

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fünf Einfamilienhäusern an der Eisbahnstrasse in St. Gallen sei unter massiv 

schwierigeren Bedingungen durchzuführen. Die Komplexität des Bauvorhabens in 

Bezug auf die gleichzeitige Benutzung der Wohnungen durch Mieter im übrigen 

Hausteil und der Dachwohnungen – über die ganze Bauphase hinweg – sei explizit 

erwähnt worden. Gemäss der Machbarkeitsstudie, welche die Grundlage der 

Ausschreibung bilde, würden in den vorgeschlagenen Bauabläufen jeweils alle den 

Schulbetrieb störenden Arbeiten in den Schulferien ausgeführt.

2.4.        In der Präqualifikation erreichte der erste, zur Einreichung eines Angebots 

nicht mehr eingeladene Bewerber 470, die Beschwerdeführerin 360 von 600 möglichen 

Punkten. Um als siebter Bewerber in die zweite Stufe zu gelangen, müsste ihre 

Bewerbung mithin mit mehr als 110 Punkten besser bewertet werden.

Bei der von der Beschwerdeführerin beanstandeten Beurteilung der Qualität der 

Referenzobjekte bewertete die Vorinstanz ihre Bewerbung mit 90 von 270 möglichen 

Punkten. Gemäss Ziffer 4 des Präqualifikationsformulars waren drei – nicht weiter als 

zehn Jahre zurückliegende – Referenzen, wovon sich zwei auf vergleichbare Objekte 

beziehen sollten, bekannt zu geben und auf einem DIN A3-Blatt, einseitig, zu 

dokumentieren (act. 10/02 Seite 13). Die Beschwerdeführerin war frei, welche 

Referenzobjekte sie nennen und dokumentieren wollte. Insbesondere wäre es ihr auch 

möglich gewesen, eines oder mehrere der Referenzobjekte, die sie im Zusammenhang 

mit der Qualifikation der Schlüsselpersonen anführte und auf die sie sich in der 

Beschwerde bezieht, anzugeben. Angesichts der Tatsache, dass die ausgeschriebene 

Leistung auch die Architekturleistungen im Zusammenhang mit der Sanierung einer 

Turnhalle samt Garderobentrakt umfasst (vgl. Machbarkeitsstudie, act. 3.2, Seite 36), 

wäre es auch denkbar gewesen, das Projekt "Neu-/Anbau Turnhalle Au" mit Baukosten 

von 7,5 Millionen Franken anzuführen (act. 10/03 Seite 12).

Die Beschwerdeführerin hat sich entschieden, ein eigenes Projekt, nämlich die 

"Sanierung Mehrfamilienhäuser Eisbahnstrasse 5-13, St. Gallen" und zwei Projekte der 

Gruner Wepf AG, St. Gallen, nämlich die "Mehrzweckhalle Stein AR" und das 

"Berufsbildungszentrum Weinfelden", anzugeben. Einzig die letzte Referenz hatte ein 

Schulhaus zum Gegenstand. Die Bewerbung erfüllt damit die Anforderung, dass 

mindestens zwei Referenzobjekte mit einem Schulhaus vergleichbar sein sollten, nicht. 

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Zumal es sich um eine Präqualifikation handelte, hätte die Vorinstanz unter diesen 

Umständen auch einen Ausschluss der Beschwerdeführerin mangels Erfüllung des 

Eignungskriteriums prüfen können.

Hinzu kommt, dass die – einzige – Referenz der Beschwerdeführerin, die sich auf ein 

Schulhaus bezieht, nicht als Sanierung bezeichnet wird und auch aus der 

Dokumentation dazu zu schliessen ist, dass es sich in erster Linie um die Projektierung 

und Realisation eines Erweiterungsbaus handelte. Zudem wurden bei diesem Projekt 

die Ingenieurarbeiten gemäss SIA 103 und nicht die Architekturleistungen gemäss SIA 

102, wie sie die Vorinstanz ausgeschrieben hat, erbracht. Letzteres gilt im Übrigen 

auch für den Umbau der Mehrzweckhalle Stein (act. 10/03 Seiten 13/14 und Anhänge). 

Auch hinsichtlich der geschätzten Baukosten des ausgeschriebenen Projektes von 7,2 

Millionen Franken (act. 10/01 Seite 7) sind die angegebenen Projekte mit dem 

ausgeschriebenen kaum zu vergleichen. Während die Projekte "Mehrfamilienhäuser 

Eisbahnstrasse 5-13, St. Gallen" und das "Berufsbildungszentrum Weinfelden" mit 

Kosten von 20 beziehungsweise 30 Millionen Franken deutlich grösser sind, liegt das 

Volumen von vier Millionen Franken beim Umbau der Mehrzweckhalle Stein AR 

deutlich unter den geschätzten Kosten des ausgeschriebenen Projekts.

Davon ausgehend, dass bei maximal zu vergebenden 270 Punkten jede der drei 

verlangten Referenz mit maximal 90 Punkten bewertet werden kann, liegt die 

Bewertung der von der Beschwerdeführerin bezeichneten Referenzen mit insgesamt 90 

Punkten im zulässigen Ermessen der Beschwerdeführerin. So ist es gerechtfertigt, die 

beiden Referenzen, bei denen die Bietergemeinschaft nicht die Architektur-, sondern 

die Ingenieurleistungen erbrachte, nicht oder nur marginal zu berücksichtigen. Sodann 

darf beim Referenzobjekt, welches die Architekturleistungen nach SIA 102 im Rahmen 

einer Sanierung zum Gegenstand hatte und damit dem ausgeschriebenen Projekt 

hinsichtlich der Leistungen am nächsten kommt, berücksichtigt werden, dass es sich 

nicht um ein vergleichbares Objekt handelt. Eine Bewertung der von der 

Bietergemeinschaft angegebenen Referenzen mit einer – für die Aufhebung der 

Nichtzulassung erforderlichen – Punktzahl von über 200 (90 plus mehr als 110) würde 

den "Unterpunkten", welche die Vorinstanz zum Kriterium der Qualität der Referenzen 

festgesetzt hat, nicht gerecht werden.

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Die Beschwerdeführerin beanstandet die Bewertung bei der Qualifikation der 

Schlüsselpersonen nicht. Hingegen weist sie auf unterschiedliche Zeitspannen für die 

Referenzen, nämlich zehn Jahre gemäss Seite 12 der Ausschreibungsunterlagen und 

fünf Jahre gemäss Seite 8 des Präqualifikationsformulars, hin. Dabei handelt es sich 

allerdings nicht um eine Ungereimtheit in den Unterlagen. Die Frist von fünf Jahren 

bezieht sich auf Projekte der Schlüsselpersonen (act. 10/02 Seiten 8 und 12), jene von 

zehn Jahren auf die eigentlichen Referenzobjekte (act. 10/01 Seite 12 und act. 10/02 

Seite 13). Die Beschwerdeführerin ist schliesslich der Auffassung, ihre Vorarbeit 

"Sanierung Oberstufenschulhaus", welche als Grundlage der Ausschreibung gedient 

habe, hätte in die Beurteilung durch die Jury mit einbezogen werden müssen. Die 

Beteiligung an den Vorarbeiten war indessen angesichts des daraus resultierenden 

Wettbewerbsvorteils zu Recht nicht Gegenstand der Beurteilung der Bewerbungen.

3.            Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie ist 

dementsprechend abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen 

Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 

1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 

der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem von der 

Beschwerdeführerin in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens und mangels Antrags und 

Entschädigungsberechtigung der Vorinstanz sind keine ausseramtlichen Kosten zu 

entschädigen (Art. 98 Abs. 1, Art. 98bis und Art. 98ter VRP; R. Hirt, Die Regelung der 

Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S.176).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.            Die Beschwerdeführerin bezahlt die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens von CHF 2'500 unter Verrechnung mit ihrem Kostenvorschuss 

in der gleichen Höhe.

Der Präsident                        Der Gerichtsschreiber

Eugster                                  Scherrer

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