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**Case Identifier:** fd3b329f-6e2f-564c-a8e0-1f2c91767665
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.05.2025 200 2024 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-38_2025-05-08.pdf

## Full Text

IV 200 2024 38 
FRC/SHE/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Mai 2025

Verwaltungsrichterin Frey, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiber Schnyder

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern  
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 29. November 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer), der über keine berufliche Ausbildung verfügt und zuletzt 
von Juni 2002 bis März 2007 als ... tätig war, meldete sich im Dezember 
2007 unter Verweis auf ein thorakales Schmerzsyndrom mit radikulärer 
Abstrahlung sowie Diskushernien bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB 
oder Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug (Umschulung auf eine 
neue Tätigkeit) an (Akten der IVB [act. II] 1, 40/2). Die IVB tätigte in der 
Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen. Insbesondere gestützt 
auf das bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Gutachten der Dres. 
med. C.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation 
sowie Rheumatologie, und D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psy-
chotherapie, vom Februar/März 2009 (act. II 23 f.) verneinte die IVB mit 
unangefochten gebliebener Verfügung vom 9. Juni 2009 (act. II 28) bei 
einem Invaliditätsgrad von 15 % den Anspruch auf eine Invalidenrente. 

B.

Im Januar 2010 (act. II 32) beantragte der Versicherte bei der IVB Unter-
stützung bei der Stellensuche. Nach durchgeführten beruflichen Massnah-
men (act. II 36, 46, 66) veranlasste die IVB bei den Dres. med. C.________ 
und D.________ eine rheumatologisch-psychiatrische Verlaufsbegutach-
tung (act. II 90.1 ff.) und verneinte mit Verfügung vom 25. Januar 2012 
(act. II 97) bei einem Invaliditätsgrad von 15 % abermals einen Rentenan-
spruch. Die dagegen erhobene Beschwerde (act. II 98) wies das Verwal-
tungsgericht des Kantons Bern mit Urteil IV 200 2012 176 vom 24. Juni 
2013 (act. II 138) ab. Das Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Ab 
März 2012 gewährte die IVB erneut berufliche Massnahmen (act. II 100 ff.), 
welche sie, nachdem der Beschwerdeführer per 1. Dezember 2013 eine 
neue Arbeitsstelle angetreten hatte, mit Mitteilung vom 14. Januar 2014 
(act. II 150) abschloss. 

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C.

Im März 2022 (act. II 157) meldete sich der Versicherte, nachdem er zuletzt 
bis am 20. Dezember 2021 erneut als ... tätig gewesen war (act. II 185/3), 
unter Verweis auf eine schwere COVID-19-Erkrankung (COVID-
Pneumonie), ein tachykardes Vorhofflimmern, eine kardiale Globalinsuffizi-
enz NYHA IV, ein metabolisches Syndrom sowie einen Verdacht auf eine 
obstruktive Ventilationsstörung, aktenanamnestisch Asthma, erneut bei der 
IVB zum Leistungsbezug an. In der Folge tätigte die IVB berufliche und 
medizinische Abklärungen. Am 22. Juni 2022 (act. II 183) teilte sie dem 
Versicherten mit, derzeit seien aufgrund seines Gesundheitszustandes 
keine Eingliederungsmassnahmen möglich. Auf Empfehlung des Regiona-
len Ärztlichen Dienstes (RAD; vgl. Stellungnahme vom 20. Januar 2023 
[act. II 199]) führte die IVB die medizinischen Abklärungen fort (act. II 207, 
209/3, 212/2). Nach Einholen erneuter Aktenbeurteilungen beim RAD vom 
8. August 2023 (act. II 213) und 11. August 2023 (act. II 214) stellte sie 
dem Versicherten mit Vorbescheid vom 23. August 2023 (act. II 215) in 
Aussicht, bei einem Invaliditätsgrad von 0 % den Anspruch auf eine Invali-
denrente zu verneinen. Nach dagegen erhobenen Einwänden (act. II 216, 
219, 221, 225, 228) holte die IVB eine Aktenbeurteilung beim RAD vom 24. 
November 2023 (act. II 229) ein und verfügte am 29. November 2023 
(act. II 230) dem Vorbescheid entsprechend. 

D.

Mit Eingabe vom 10. Januar 2024 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. B.________, dagegen Beschwerde mit folgenden 
Rechtsbegehren:

1. Die angefochtene Verfügung vom 29. November 2023 sei aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, umfassende medizini-
sche und erwerbliche Abklärungen zu treffen, bevor sie neu entschei-
det.

2. Eventualiter sie die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Be-
schwerdegegnerin sei anzuhalten, das Mahn- und Bedenkverfahren zu 
initialisieren, bevor sie über den Rentenanspruch entscheidet.

3. Subeventualiter sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und dem 
Beschwerdeführer sei mindestens eine halbe IV-Rente zu gewähren.

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4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8.1 % Mehrwert-
steuer zu Lasten der Beschwerdegegnerin.

Nach Einholen einer weiteren RAD-Aktenbeurteilung vom 13. Februar 2024 
(act. II 234) schloss die Beschwerdegegnerin am 18. März 2024 auf teilwei-
se Gutheissung der Beschwerde. Dem Beschwerdeführer sei eine ganze 
Rente vom 1. Februar 2023 bis zum 31. Oktober 2023 zu gewähren und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Berechnung der befristeten 
Rente zurückzuweisen. Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen.

Mit Eingabe vom 26. März 2024 beantragte der Beschwerdeführer, dass 
eine öffentliche Verhandlung samt Parteibefragung durchzuführen sei. Des 
Weiteren hielt er an seinen Rechtsbegehren fest.

Mit prozessleitender Verfügung vom 25. November 2024 führte die zustän-
dige Instruktionsrichterin aus, das Bundesgericht habe mit zur Publikation 
vorgesehenem Urteil 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 seine Recht-
sprechung zum Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bei ei-
ner Adipositas angepasst. Sie gewährte der Beschwerdegegnerin Gelegen-
heit zur Einreichung einer Stellungnahme bzw. gegebenenfalls Änderung 
ihrer Rechtsbegehren. 

Mit Eingabe vom 10. Dezember 2024 verwies die Beschwerdegegnerin auf 
die in der Beschwerdeantwort gestellten Rechtsbegehren. An diesen halte 
sie vollumfänglich fest. 

Am 17. Dezember 2024 äusserte sich der Beschwerdeführer zur Eingabe 
der Beschwerdegegnerin vom 10. Dezember 2024.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-

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waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a 
des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Ge-
richtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwer-
den gegen solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzli-
chen Verfahren mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den an-
gefochtenen Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung, weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). 
Die örtliche Zuständigkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesge-
setzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG; 
SR 831.20]). Da unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes auch die 
Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. c ATSG) 
sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 29. November 
2023 (act. II 230). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerde-
führers auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 Abs. 1 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht vorab eine Verletzung der 
Begründungspflicht und damit des rechtlichen Gehörs (Beschwerde S. 2 ff. 
Ziff. 3 ff.).

2.1 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 
der Bundesverfassung [BV; SR 101]). Die Begründungspflicht ist wesentli-
cher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 
Abs. 2 BV. Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen 

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Motiven leiten lässt, und den Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gege-
benenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl die 
betroffene Person als auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite 
des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigs-
tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde 
hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Dies bedeutet 
indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Be-
hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Viel-
mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 
beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236, 124 V 180 E. 1a S. 181; Urteil 
des Bundesgerichts [BGer] 9C_717/2023 vom 7. August 2024 E. 8.2, zur 
Publikation vorgesehen; in BGE 150 V 273 nicht publ. E. 4.1 des Urteils 
des BGer 9C_385/2023 vom 8. Mai 2024; SVR 2022 IV Nr. 37 S. 121, 
8C_572/2021 E. 5.1).

2.2 Im Einwandverfahren wurden keine neuen medizinischen Berichte 
eingereicht oder konkrete Rügen vorgebracht. Vielmehr wurde – ohne 
nähere Begründung – nicht genügende medizinische Abklärungen gerügt. 
Insoweit ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur Be-
gründung des medizinischen Sachverhalts insgesamt auf die RAD-
Stellungnahme vom 24. November 2023 (act. II 229) verwies und diese 
zum integrierenden Bestandteil der Verfügung erklärte (act. II 230/2). Der 
Beschwerdeführer konnte die Verfügung vom 29. November 2023 
(act. II 230) sachgerecht anfechten und es wäre an ihm gewesen, im Vor-
bescheidverfahren zusätzliche medizinische Berichte einzureichen, was er 
nicht tat. Damit ist eine Verletzung des rechtlichen Gehörs bzw. der Be-
gründungspflicht nicht erstellt. Gleich verhält es sich, soweit der Beschwer-
deführer die Invaliditätsgradbemessung bemängelt. Lediglich der Umstand, 
dass die Beschwerdegegnerin im Gegensatz zum Neuanmeldungsverfah-
ren vom Januar 2010, nunmehr einen tieferen Invaliditätsgrad festlegte, hat 
noch nicht zur Folge, dass von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs 
bzw. der Begründungspflicht auszugehen wäre. Denn liegt in einem Revisi-
ons- bzw. Neuanmeldungsfall eine erhebliche Änderung des Sachverhalts 
vor, so ist der Rentenanspruch und damit auch die Ermittlung des Invali-
ditätsgrads in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-

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gebenden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (vgl. E. 3.5.5 hiernach); somit besteht die 
Möglichkeit, dass es dabei selbst bei einem sich verschlechterten Gesund-
heitszustand zu einem geringeren bzw. zu gar keinem Invaliditätsgrad 
kommen kann. Die Beschwerdegegnerin hat dargelegt, wie sie den Invali-
ditätsgrad von 0 % berechnet hat, und dass der damals berechnete Invali-
ditätsgrad von 15 % dadurch zustande kam, dass wegen den seinerzeit 
vorliegenden behinderungsbedingten Einschränkungen bei einem zumut-
baren Vollzeitpensum einen leidensbedingten Abzug von 15 % gewährt 
wurde (vgl. diesbezüglich auch Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 11). Bei des-
sen Höhe handelt es sich um einen Ermessensentscheid (vgl. statt vieler 
BGE 148 V 174 E. 6.5 S. 183). 

3.

3.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbs-
unfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 
und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs-
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits-
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er-
werbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Be-
einträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur 
vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

3.2 Wie bei jeder geltend gemachten gesundheitsbedingten Erwerbsun-
fähigkeit ist bei einer Adipositas im Einzelfall (einzig) danach zu fragen, ob 
und wie sich die Krankheit leistungslimitierend auswirkt. Dabei gilt die 
Schadenminderungspflicht (Art. 7 IVG), so dass von der versicherten Per-
son etwa die aktive Teilnahme an zumutbaren diätischen und medika-
mentösen Therapien resp. Verhaltenstherapien und Bewegungsprogram-
men verlangt werden kann (Art. 7 Abs. 2 lit. d IVG). Kommt sie den ihr auf-
erlegten Schadenminderungspflichten nicht nach, sondern erhält sie wil-

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lentlich den krankhaften Zustand aufrecht, ist gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 21 Abs. 4 ATSG – mithin nach entsprechender Mahnung und 
Einräumung einer Bedenkzeit – eine Verweigerung oder Kürzung der Leis-
tungen möglich (Urteil des BGer 8C_104/2024 vom 22. Oktober 2024 E. 
5.10 f., zur Publikation vorgesehen).

3.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wie-
der herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jah-
res ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % ar-
beitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. c). Eine Rente 
nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Ein-
gliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1bis und 1ter nicht ausgeschöpft sind 
(Art. 28 Abs. 1bis IVG).

3.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 180, 9C_540/2020 E. 2.3).

3.5

3.5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades be-
reits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die 
versicherte Person darin glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität 
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 
Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]).

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3.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) In-
validität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall ob-
liegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117, I 822/06 E. 2.1).

3.5.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Be-
messung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

3.5.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b). 

3.5.5 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter Be-
rücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlagge-

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benden Tatsachenspektrums, neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2021 IV Nr. 36 S. 109, 8C_280/2020 E. 3.1).

4.

4.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom März 2022 
(act. II 157) eingetreten (act. II 183), womit die Eintretensfrage hier nicht zu 
prüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114).

4.2 Vorliegend ist durch einen Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt 
der mit VGE IV 200 2012 176 (act II 138) bestätigten Verfügung vom 
25. Januar 2012 (act. II 97), mit welcher der Anspruch des 
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 
15 % abgelehnt worden war, und der hier angefochtenen Verfügung vom 
29. November 2023 (act. II 230), mit welcher bei einem Invaliditätsgrad von 
0 % abermals ein Rentenanspruch verneinte wurde, zu prüfen, ob in den 
tatsächlichen Verhältnissen eine wesentliche Änderung eingetreten ist, die 
geeignet ist, den Invaliditätsgrad in anspruchsbegründender Weise zu 
beeinflussen (vgl. E. 3.5.3).

4.2.1 Dr. med. C.________ stellte im rheumatologischen Verlaufsgutach-
ten vom 14. September 2011 (act. II 91.1) folgende Diagnosen (S. 12):

- Chronisches, thorako-lumbo-sakrales Schmerzsyndrom
- Myofasziales, zervikales Schmerzsyndrom
- Adipositas 

Es bestehe unverändert eine gewisse Minderbelastbarkeit der Lendenwir-
belsäule. Zusätzlich finde sich eine schmerzhafte Bewegungseinschrän-
kung der Halswirbelsäule, die sich allerdings im Alltag nicht sehr stark aus-
wirke. Da die frühere Arbeit als ... gemäss den Akten wahrscheinlich erheb-
lich rückenbelastend gewesen sei, sei diese dem Beschwerdeführer nicht 
mehr zumutbar. Weitere somatische Einschränkungen seien nicht erkenn-
bar. Unverändert seien sämtliche Arbeiten mit reduzierter statischer und 
dynamischer Rückenbelastung ganztags und nach Überwindung der De-
konditionierung ohne weitere Leistungseinschränkung zumutbar (S. 14 f.). 

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Dr. med. D.________ stellte im psychiatrischen Verlaufsgutachten vom 
16. September 2011 (act. II 90.1) folgende Diagnosen (S. 7):

- Leichte bis mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.0/32.1)
- Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
- Schwierige familiäre und finanzielle Situation (ICD-10 Z63, Z59)

Es bestünden psychosomatische und psychische Beeinträchtigungen. Die-
se wirkten sich negativ auf die früheren Tätigkeiten aus. Es verblieben teil-
weise eingeschränkte Funktionen sowie eine teilweise reduzierte Belast-
barkeit. Die bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer zu ca. 80 % zu-
mutbar (S. 10 f.). 

4.2.2 Aufgrund der Akten erstellt und von den Parteien zu Recht unbe-
stritten, hat sich der medizinische Sachverhalt seit dem 25. Januar 2012 
(act. II 97) erheblich verändert. So leidet der Beschwerdeführer in der Zwi-
schenzeit zusätzlich zu den früher diagnostizierten rheumatologischen/psy-
chischen Leiden an einer morbiden Adipositas, einem schweren, obstrukti-
ven Schlafapnoesyndrom, einem Asthma bronchiale, ausgeprägten sym-
metrischen Unterschenkelödemen, einer rekompensierten biventrikulären 
Herzinsuffizienz bei hypertensiver Herzkrankheit und nach Dekompensati-
on bei schwer verlaufender Viruspneumonie im Februar 2022 sowie einem 
Diabetes mellitus. Diesen Leiden werden bzw. wurden allesamt Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen und nachvollziehbar dargelegt, dass 
dem Beschwerdeführer die frühere, zuletzt bis im Dezember 2021 
(act. II 185) ausgeübte Tätigkeit als ... seit spätestens im Februar 2022 und 
auf Dauer nicht mehr zumutbar ist (vgl. zum Ganzen etwa RAD-
Aktenbeurteilungen vom 8. August 2023 [act. II 213] und 13. Februar 2024 
[act. II 234]). Damit ist ein medizinischer Revisionsgrund ausgewiesen, so 
dass eine freie Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen hat (vgl. E. 3.5.5 
hiervor).

4.3 Die angefochtene Verfügung vom 29. November 2023 (act. II 230) 
basiert im Wesentlichen auf folgenden medizinischen Unterlagen:

4.3.1 Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates vom RAD, stellte in der Aktenbe-
urteilung vom 20. Januar 2023 (act. II 199) folgende Diagnosen:

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- Schwere COVID-19-Pneumonie
- Akute Globalherzinsuffizienz NYHA IV bei rhythmogener und hypertensiver 

Kardiopathie (…)
- Tachykardes Vorhofflimmern (Erstdiagnose: 7. Februar 2022)
- Morbide Adipositas (BMI 53 kg/m2)
- Diabetes mellitus Typ 2 (…)
- Steatosis hepatis
- Unterschenkelödem mit Stauungsdermatitis (…)
- Verdacht auf obstruktive Ventilationsstörung, aktenanamnestisch Asthma
- Verdacht auf obstruktive Schlafapnoe

Die letzte Tätigkeit als ... sei dem Beschwerdeführer aufgrund seiner kardi-
alen und pulmonalen Einschränkungen objektiv nicht mehr zumutbar. 
Wenngleich sich die medizinische Situation seit den stationären Kranken-
hausaufenthalten im Februar und März 2022 inzwischen deutlich verbes-
sert habe, sei von einer bleibenden Einschränkung der körperlichen Be-
lastbarkeit auszugehen, was zu einem aufgehobenen Leistungsvermögen 
für die angestammte, körperlich schwere Tätigkeit führe. Die kardiale Situa-
tion sowie die Fragestellung nach einer möglicherweise bestehenden 
Schlafapnoe müsse zusätzlich konsiliarisch abgeklärt werden. Der Beurtei-
lung der Fachärzte des F.________ vom 1. April 2022 (act. II 184) hinsicht-
lich der Ergebnisse der Bodyplethysmographien schliesse sich der RAD an. 
Selbige widerspiegelten weder eine restriktive noch eine obstruktive Venti-
lationsstörung. Am ehesten bewirke die morbide Adipositas (BMI im März 
2022: 47.8 kg/m2) eine unspezifische grenzwertig leichte gemischt restrik-
tiv-obstruktiv imponierende Ventilationsstörung. Zur nachhaltigen Verbes-
serung der bei metabolischem Syndrom bestehenden gesundheitlichen 
Einschränkungen und körperlichen Leistungsfähigkeit sei eine Gewichtsre-
duktion erforderlich. Bei massiv erhöhtem BMI (> 50 kg/m2) müsse im Fall 
des Versagens von konservativen Massnahmen (Medikamente, 
Ernährungsberatung und Diät-Anpassung, Steigerung der körperlichen 
Aktivität) auch eine bariatrische Operation in Erwägung gezogen werden. 
Bei erheblichem Übergewicht und zwischenzeitlich weiterer Gewichtszu-
nahme und der Symptomatik einer "sofortigen Dyspnoe" bei Anstrengung 
seien weitre Abklärungen erforderlich. Im Vordergrund stünden die körper-
lichen Beeinträchtigungen aufgrund der kardialen und pulmonalen Situati-
on, in Wechselwirkung stehend mit einer Stoffwechselstörung bei metaboli-
schem Syndrom. Hinweise für eine psychische Erkrankung lägen nicht vor. 
Anhand der vorliegenden Unterlagen lasse sich derzeit kein Zumutbar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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keitsprofil erstellen, da hierfür noch aktuelle Untersuchungsberichte fehlten, 
welche konsiliarisch zu veranlassen seien. 

4.3.2 Dr. med. G.________, Fachärztin für Kardiologie sowie für Allge-
meine Innere Medizin, diagnostizierte im kardiologischen Konsiliarbericht 
vom 20. März 2023 (act. II 207) ein Zustand nach akuter biventrikulärer 
Herzinsuffizienz im Rahmen einer schweren COVID-19-Pneumonie. Unter 
Therapie und Abheilung der Pneumonie habe sich die linksventrikuläre 
Funktion verbessert und zwei Monate nach der im Februar 2022 erlittenen 
Pneumonie seien nur noch leichte Einschränkungen objektiviert worden. 
Der Beschwerdeführer habe mit der morbiden Adipositas (er habe im ver-
gangenen Jahr nochmals 30 kg zugenommen), dem metabolischen Syn-
drom, dem persistierenden Nikotinabusus, dem Bewegungsmangel und 
den ungünstigen Ernährungsgewohnheiten ein hohes kardiovaskuläres Ri-
sikoprofil. Er habe in der Fahrradergometrie beschwerdefrei seine Sollar-
beitskapazität übertroffen. Allerdings sei diese Untersuchung sitzend durch-
geführt worden, so dass das massive Übergewicht nicht habe mitgetragen 
werden müssen. Im Alltag sei dies oft anders. Die Limitation der körperli-
chen Leistungsfähigkeit sei zu einem relevanten Teil durch die Adipositas 
bedingt. 

4.3.3 Im schlafmedizinischen Konsiliarbericht des Zentrums H.________ 
am Spital I.________ vom 30. Mai 2023 (act. II 209/3) wurde ausgeführt, 
die diagnostische Polysomnografie bestätigte ein massives obstruktives 
Schlafapnoesyndrom mit einem Apnoe-Hypopnoe-Index von 108/h und ein 
Desaturationsindex von 156/h. Die Atemereignisse führten insgesamt zu 
einer im NREM-Schlaf mässigen und im REM-Schlaf schweren nächtlichen 
Hypoxämie.

Im schlafmedizinischen Verlaufsbericht vom 12. Juli 2023 (act. II 212/2) 
wurde ausgeführt, insgesamt zeige sich ein sehr erfreulicher klinisch-thera-
peutischer Verlauf mit vollständiger Korrektur der nächtlichen Atmung, bzw. 
der initial schwersten nächtlichen Atemstörung. Der Beschwerdeführer sei 
motiviert worden, die Therapie möglichst maximal anzuwenden, um noch 
einen grösseren therapeutischen Effekt zu erzielen. Bei unbedingt anzu-
strebender weiterer Gewichtsabnahme werde die Anbindung an ein Adipo-
sitas-Zentrum empfohlen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

-14-

4.3.4 Dr. med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin vom 
RAD, stellte in der Aktenbeurteilung vom 8. August 2023 (act. II 213) im 
Wesentlichen folgende allgemeininternistischen Diagnosen mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit:

- Morbide Adipositas (BMI aktuell mind. 50 kg/m2)
- Anamnestisch Asthma bronchiale 
- Ausgeprägte symmetrische Unterschenkelödeme, bekannt seit spätestens 

2020, am ehesten Lipolymphödeme
- Rekompensierte biventrikuläre Herzinsuffizienz bei hypertensiver Herz-

krankheit und nach Dekompensation bei schwer verlaufender Viruspneu-
monie im Februar 2022

- Im Februar 2022 diagnostizierte Diabetes mellitus, wahrscheinlich Typ 2, 
bisher befriedigend eingestellt. 

Als internistische Hauptdiagnose sei die morbide Adipositas mit einem BMI 
von mindestens 50 kg/m2 zu betrachten. Mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit lasse sich das jetzige Gewicht nur durch eine bariatrische Operation 
substanziell reduzieren. Medizinisch wäre dies beim Beschwerdeführer in-
diziert, er habe sich dazu jedoch bisher nicht entschliessen können. Den-
noch sei zu empfehlen, ihn zumindest zur Inanspruchnahme der Adiposi-
tasberatung anzuhalten und diesbezüglich in sechs Monaten einen Bericht 
zu verlangen. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit könne die qualitative Ein-
schätzung des früheren Hausarztes med. pract. K.________, Praktischer 
Arzt, vom 8. November 2022 (act. II 194) übernommen werden, wonach 
der Beschwerdeführer in der Lage sei, eine körperliche leichte, überwie-
gend im Sitzen auszuübende Tätigkeit zu verrichten. Klar sei, dass die frü-
here, körperlich durchgehend mindestens mittelschwere, zeitweise schwe-
re, Tätigkeit eines .../... den gesundheitlichen Verhältnissen seit spätestens 
Februar 2022 und auf Dauer nicht mehr angemessen gewesen sei bzw. 
sei. Prinzipiell wäre der Beschwerdeführer in der Lage, eine körperlich 
leichte, überwiegend im Sitzen auszuübende Tätigkeit uneingeschränkt zu 
verrichten. Nach erzielter Stabilisierung des Gesundheitszustandes wäre er 
einer erneuten Arbeitsvermittlung – wie früher durchgeführt – gewachsen. 
Auch unter ausgebauter Herzinsuffizienztherapie könne der Beschwerde-
führer keine Tätigkeit ausüben, bei der sich repetitive Kraftakte, z.B. ruckar-
tiges Hochheben oder Auffangen schwerer Lasten nicht vermeiden liessen. 
Als Folge der morbiden Adipositas sei seine Beweglichkeit dauerhaft er-
heblich eingeschränkt. Diese Tatsache mache ihn medizinisch ungeeignet 
für Tätigkeiten, bei denen häufiges oder längere Gehen, insbesondere 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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treppenauf- und treppenabwärts sowie häufiges Bücken/Aufrichten verlangt 
werde. Ebenfalls ungeeignet sei der Beschwerdeführer für Tätigkeiten, die 
längeres Verharren in sog. unphysiologischen Zwangshaltungen (Knien, 
Kauern, Vor-/Rück- und Seitneigung sowie Drehen von Rumpf und Kopf) 
einschliessten. Für sogenannte "stehende" oder überwiegend bis aussch-
liesslich "gehende" Berufe komme der Beschwerdeführer zum einen wegen 
seiner morbiden Adipositas, zum anderen auch aus Rücksicht auf seine 
Beinödeme (wahrscheinlich Lipolymphödeme) nicht mehr in Frage. Um 
ihm, einem Diabetiker, ausgewogene Ernährung und zuverlässiges Befol-
gen der ärztlichen Verordnungen zu Pharmakotherapie zu ermöglichen, 
werde von Schichteinsätzen abgeraten. Das Asthma bronchiale erfordere 
auch bei suffizienter Therapie einen Arbeitsplatz in lufthygienisch einwand-
freier Umgebung. Solange der Beschwerdeführer sein obstruktives 
Schlafapnoesyndrom nicht mindestens ein Jahr lang erwiesenermassen 
optimal behandle, sollte er berufsmässig kein Motorfahrzeug führen. Eine 
solche leidensangepasste Tätigkeit sei ihm seit der ersten Kontrolle nach 
Etablierung der Therapie bezüglich des obstruktiven Schlafapnoesyndroms 
mit dem Atemhilfegerät, d.h. seit dem 5. Juli 2023, ganztags und ohne Ein-
schränkung seiner Leistungsfähigkeit möglich. 

4.3.5 Dr. med. E.________ vom RAD diagnostizierte in der Aktenbeurtei-
lung vom 11. August 2023 (act. II 214) – ergänzend zu den von Dr. med. 
J.________ gestellten Diagnosen – mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
eine degenerative Lendenwirbelsäule mit Status nach medianer Diskusher-
nie L4/5 und L5/S1, Facettengelenksarthrose L3-S1 beidseits sowie Osteo-
chondrosis intervertebralis in allen lumbalen Segmenten. Die letzte Tätig-
keit als ... sei körperlich sehr anstrengend gewesen und sei aufgrund der 
kardialen und pulmonalen Einschränkungen objektiv nicht mehr durchführ-
bar. Orthopädisch seien Rückenbeschwerden bei dokumentierten degene-
rativen Schäden der Lendenwirbelsäule bekannt. Wenngleich die Be-
schwerden diesbezüglich medizinisch derzeit nicht im Fokus stünden, so 
bestehe dennoch objektiviert eine andauernde Minderbelastbarkeit, die im 
somatischen Zumutbarkeitsprofil Berücksichtigung finde. 

4.3.6 Dr. med. J.________ führte in der RAD-Aktenbeurteilung vom 24. 
November 2023 (act. II 229) aus, sowohl die Fachärzte des Zentrums 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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H.________ am Spital I.________ als auch die konsiliarisch beigezogene 
Kardiologin Dr. med. G.________ und der RAD hätten in der morbiden Adi-
positas das objektive medizinische Hauptproblem gesehen. Jedoch habe 
der Beschwerdeführer dem RAD seit dem 22. September 2022 keine neu-
en Berichte aus der Adipositas-Sprechstunde oder zu einer interdiszi-
plinären Fallbesprechung vor eventuell geplanter bariatrischer Operation 
geliefert. Die medizinischen Massnahmen gegen die Adipositas beschränk-
ten sich nach derzeitiger Aktenlage auf den Einsatz eines Medikaments, 
möglicherweise begleitet von Ernährungsberatung, wobei der RAD darüber 
nicht informiert worden sei. Die Folgen der akuten Lungenkrankheit vom 
Februar 2022 seien soweit abgeklungen, dass die derzeitigen Befunde dem 
Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit gemäss dem in der RAD-
Aktenbeurteilung vom 8. August 2023 formulierten Zumutbarkeitsprofil er-
laubten. Der RAD stimme weitgehend mit dem damaligen Hausarzt med. 
pract. K.________ überein, welcher im Bericht vom 8. November 2022 (act. 
II 194) mitgeteilt habe, der Beschwerdeführer könnte eine körperlich leichte 
Tätigkeit aufnehmen. Konsequenterweise habe med. pract. K.________ 
neue berufliche Massnahmen befürwortet. Seit dem 8. November 2022 
habe sich weder dieser noch ein anderer ärztlicher Grundversorger zum 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers vernehmen lassen, was eine 
erneute Verschlechterung unwahrscheinlich mache, zumal auch von ande-
rer Seite, z.B. von Ärzten des Spitals L.________ oder des Spitals 
M.________, keine zwischenzeitliche ambulante oder stationäre Interventi-
on bekannt geworden sei. Herzfunktion und Herzrhythmus hätten sich unter 
ausgebauter Therapie erwartungsgemäss normalisiert. Die Befunde der 
Bodyplethysmographie vom 5. Juli 2023 (act. II 212/2) sowie die Notwen-
digkeit einer antientzündlich-antiobstruktiven Inhalationstherapie bei fragli-
chem Asthma bronchiale seien am 8. August 2023 in die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit eingeflossen. Die bilateralen Un-
terschenkelödeme seien seit spätestens 2020, d.h. deutlich vor Eintritt der 
aktuell zur Diskussion stehenden Arbeitsunfähigkeit, bekannt und würden 
behandelt, in praktischer Hinsicht mit Hilfe der Spitex. Ihre Persistenz hin-
dere den Beschwerdeführer nicht an der Ausübung der im August 2023 
vom RAD beschriebenen angepassten Tätigkeit. Diabetische Sekundär-
komplikationen mit ungünstiger Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten 
sich nicht nachweisen lassen. Der Diabetes mellitus sei tolerabel einge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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stellt. Neuere, namentlich höhere, Werte wurden dem RAD nicht zur 
Kenntnis gebracht. Die arterielle Hypertonie, die medikamentös behandelte 
gastroösophageale Refluxkrankheit, die nicht-alkoholische Fettleber und 
frühere Hepatitis B, plantare Naevi sowie HNO-ärztlich am 24. Februar 
2022 als benigne beurteilte Einziehung am Zungenrand rechts rechtfertig-
ten keine Arbeitsunfähigkeit, denn sie schränkten weder die körperliche 
noch die geistige und psychische Leistungsfähigkeit ein. Zusammenfas-
send werde an der Einschätzung vom 8. August 2023 festgehalten. Von 
einer polydisziplinären Abklärung sei nach medizinischem Ermessen kein 
Erkenntnisgewinn zu erwarten.

4.4 Anlässlich des Beschwerdeverfahrens wurden folgende medizini-
sche Unterlagen zu den Akten gereicht:

4.4.1 Gemäss der Stellungnahme von Dr. med. N.________, Facharzt für 
Chirurgie, vom 3. November 2023 (act. I 6) habe sich der Beschwerdefüh-
rer am Tag zuvor erstmalig in der Adipositas-Sprechstunde vorgestellt. 
Beim Beschwerdeführer liege ein BMI von 50 kg/m2 bei einem Körperge-
wicht von 148 kg vor. Somit bestehe eine schwerste morbide Adipositas. In 
der Untersuchung vom 2. November 2023 habe sich ein schwer morbider 
adipöser Patient mit dem Vollbild der Komorbiditäten im Rahmen der Adi-
positaserkrankung gezeigt. Er (Dr. med. N.________) habe dem Be-
schwerdeführer seine prekäre metabolische Situation versucht nahezule-
gen. Der Beschwerdeführer wisse, dass er in seinem Allgemeinzustand 
deutlich beeinträchtigt sei. In Zusammenschau der Befunde und nach aus-
führlicher Anamnese habe er dem Beschwerdeführer dringlichst eine adipo-
sitas-chirurgische Massnahme empfohlen. Der Beschwerdeführer möchte 
zu diesem Zeitpunkt keinen operativen Eingriff durchführen lassen. Eine 
alleinige Therapie mit GLP-1 Analoga sei nicht sinnvoll und werde er 
(Dr. med. N.________) daher in Zusammenschau der ihm vorliegenden 
Befunde auch nicht rezeptieren. Eine psychologische Begleitung lehne der 
Beschwerdeführer ab und er möchte auch nur eine marginale Ernährungs-
beratung ohne ausführliche dauerhafte Begleitung. Entsprechend habe er 
dem Beschwerdeführer kein sinnvolles Therapiekonzept anbieten können 
und man werde sehen, wie sich dieser mit der organisierten Ernährungsbe-
ratung und physiotherapeutischen Begleitung in das therapeutische Kon-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

-18-

zept einfüge. Dem Beschwerdeführer habe er angeboten, einen erneuten 
Termin in sechs Monaten in seiner Sprechstunde wahrzunehmen. 

4.4.2 Der behandelnde Dr. med. O.________ führte mit als "ärztliche Stel-
lungnahme des Hausarztes gegenüber dem Entscheid der RAD (IV)" ge-
kennzeichneten Eingabe vom 5. Dezember 2023 (act. I 5) an den Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen aus, der Beschwerde-
führer gerate durch noch mehr Essen zur Überwindung der inneren Leere 
in einen "tödlichen Teufelskreis". Er sei ein leidender Mensch: polymorbid 
und extrem übergewichtig. Er trage jeden Tag die körperliche und geistige 
Anstrengung mit sich und bewahre die "Entschlossenheit", alles zu über-
winden, um für seine Familie zu sorgen. Der Beschwerdeführer sei zu 
100 % arbeitsunfähig. Die Beschwerdegegnerin habe ihren Entscheid zu 
wiederrufen.

Mit E-Mail vom 19. Dezember 2023 (act. I 7) an den Rechtsvertreter des 
Beschwerdeführers führte Dr. med. O.________ u.a. aus "ich kann die Be-
urteilung der RAD nicht nachvollziehen. Als kämme es von einer anderen 
Welt." 

4.4.3 Dr. med. J.________ vom RAD führte in der Aktenbeurteilung vom 
13. Februar 2024 (act. II 234) aus, rückblickend sei die Arbeitsunfähigkeit 
bzw. Erwerbsunfähigkeit häufig, so auch beim Beschwerdeführer, schwer 
zu quantifizieren. Sicher sei, dass dieser nach Etablierung der suffizienten 
Therapie seiner obstruktiven Schlafapnoe, d.h. ab 5. Juli 2023, die seinen 
gesundheitlichen Verhältnissen angepasste Tätigkeit uneingeschränkt aus-
üben könnte. Der damalig behandelnde Hausarzt med. pract. K.________ 
hätte in seinem Verlaufsbericht vom 8. Juli 2022 die Aufnahme einer Tätig-
keit, bei der der Beschwerdeführer sitzen könne und keine grossen körper-
lichen Anstrengungen nötig seien, für möglich erachtet, sich jedoch dazu 
einer quantitativen Aussage oder der Angabe eines Zeitpunktes enthalten. 
Vielmehr habe er Massnahmen zur beruflichen Wiedereingliederung und 
eine medizinische Abklärung für angezeigt gehalten. Aus den Abklärungen 
des RAD von 2023 habe geschlossen werden können, dass sich der Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers am 5. Juli 2023 auf einem Ni-
veau stabilisiert habe, welches ihm die Aufnahme der angepassten Tätig-
keit ermöglicht hätte. Er sei in der Zeit von Februar bis Juli 2023 auch in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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angepasster Tätigkeit als arbeitsunfähig anzusehen gewesen. Vor dem 
Nachweis der suffizienten Therapie am 5. Juli 2023 wäre eine Arbeitsfähig-
keit selbst in angepasster Tätigkeit medizinisch nicht vertretbar gewesen. 

4.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, un-
abhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situati-
on einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen In-
halt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet so-
wie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässig-
keit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2022 UV Nr. 3 S. 7, 
8C_131/2021 E. 3.2). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt 
den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxis-
gemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutach-
ten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einho-
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Be-
weiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur gerin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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ge Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinter-
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh-
men. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten Be-
richte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 145 V 97 E. 8.5 S. 105, 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469; Urteil des BGer 
8C_434/2023, 8C_436/2023 vom 10. April 2024 E. 4.3, nicht publ. in: BGE 
150 V 188, aber in: SVR 2024 UV Nr. 27 S. 107).

4.6 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 29. November 2023 (act. II 230) im Wesentlichen auf die RAD-
Aktenbeurteilungen der Dres. med. J.________ und E.________ vom 
20. Januar 2023 (act. II 199), 8. August 2023 (act. II 213), 11. August 2023 
(act. II 214) und 24. November 2023 (act. II 229) gestützt. Danach seien 
dem Beschwerdeführer seine angestammte und zuletzt bis im Dezember 
2021 ausgeübte Tätigkeit als ... nicht mehr zumutbar, jedoch eine körper-
lich leichte, überwiegend im Sitzen auszuübende Tätigkeit, dies uneinge-
schränkt. Im Beschwerdeverfahren holte die Beschwerdegegnerin eine 
weitere Aktenbeurteilung bei Dr. med. J.________ vom 13. Februar 2024 
(act. II 234) ein, wonach die uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer lei-
densangepassten Tätigkeit ab dem 6. Juli 2023 bestehe; zuvor habe nach 
Erfüllung des Wartejahres (vgl. E. 3.3 hiervor) von Februar bis 5. Juli 2023 
auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit bestanden. Wie nachfolgend dargelegt, ergeben sich aufgrund der 
Akten sowie den Vorbringen des Beschwerdeführers zumindest geringe 
Zweifel an den RAD-Aktenbeurteilungen.

4.6.1 Aufgrund der Akten erstellt und unter den Parteien unbestritten, ist 
vorliegend primär die morbide Adipositas ursächlich für die Einschränkun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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gen des Beschwerdeführers (vgl. auch Beschwerde S. 5 Ziff. 8 sowie Be-
schwerdeantwort S. 4 Ziff. 8). Es überzeugt nicht, wenn Dr. med. 
E.________ in der RAD-Aktenbeurteilung vom 20. Januar 2023 (act. II 199) 
eine angepasste Tätigkeit unter Beachtung des "unten aufgeführten" Zu-
mutbarkeitsprofils bereits "jetzt" als durchführbar sah (S. 5), in der gleichen 
Beurteilung jedoch ausführte, anhand der vorliegenden Unterlagen lasse 
sich derzeit kein Zumutbarkeitsprofil erstellen. Weiter empfahl Dr. med. 
E.________ in Bezug auf die kardiale Situation sowie die mögliche 
Schlafapnoe weitere konsiliarische Abklärungen. Soweit die Adipositas 
betreffend, beurteilte er diese als leistungseinschränkend und befürwortete 
diesbezüglich konservative Massnahmen bzw. bei deren Scheitern unter 
Umständen eine bariatrische Operation. In den alsdann erfolgten fachärztli-
chen Abklärungen wurde die Adipositas ebenfalls als massgebend für die 
Leistungseinschränkung beurteilt (vgl. kardiologischer Konsiliarbericht vom 
20. März 2023 [act. II 207]) sowie eine unbedingte Gewichtsabnahme mit 
Anbindung an ein Adipositas-Zentrum empfohlen (vgl. schlafmedizinischer 
Verlaufsbericht vom 12. Juli 2023 [act. II 212/2]). In der anschliessenden 
RAD-Aktenbeurteilung vom 8. August 2023 (act. II 213) führte Dr. med. 
J.________ die Adipositas mit einem BMI von aktuell mind. 50 kg/m2 unter 
die Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf und beurteilte sie 
als internistische Hauptdiagnose. Das jetzige Gewicht lasse sich nur durch 
eine bariatrische Operation substanziell reduzieren, was medizinisch indi-
ziert wäre, hierfür sich der Beschwerdeführer jedoch noch nicht habe ent-
schliessen können. Letztere Aussage war zum Zeitpunkt der Verfassung 
der RAD-Stellungnahme jedoch bereits über ein Jahr alt (vgl. Sprechstun-
denbericht der Medizinischen Klinik des Spitals L.________, Endokrinolo-
gie/Diabetologie vom 22. Juni 2022 [act. II 194/10]). Die Beschwerdegeg-
nerin hat es diesbezüglich unterlassen, den Beschwerdeführer auf seine 
Mitwirkungs-/Schadenminderungspflicht hinzuweisen oder bei den entspre-
chenden Behandlern aktuelle Berichte einzuverlangen (vgl. diesbezüglich 
insbesondere auch E. 4.7 hiernach). Weiter empfahl Dr. med. J.________, 
den Beschwerdeführer zur Inanspruchnahme der Adipositasberatung an-
zuhalten und hiervon in sechs Monaten einen Bericht einzuverlangen. Bei-
des geschah seitens der Beschwerdegegnerin nicht. Soweit Dr. med. 
J.________ des Weiteren ausführt, in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit könne 
auf die Einschätzung des früheren Hausarztes med. pract. K.________ 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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vom 8. November 2022 abgestellt werden, wonach der Beschwerdeführer 
in der Lage sei, eine körperlich leichte, überwiegend im Sitzen auszuüben-
de Arbeit zu verrichten (vgl. auch Beschwerdeantwort S. 3 Ziff. 6), über-
zeugt dies nicht. Der Bericht von med. pract. K.________ vom 8. Novem-
ber 2022 (act. II 194) eignet sich nicht zur Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit, zumal er nur knappe Angaben enthält, insbesondere 
sich nicht umfassend mit der von den übrigen Ärzten als Hauptdiagnose mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilten Adipositas befasst und med. 
pract. K.________ nur vage Aussagen zur Arbeitsfähigkeit macht ("wahr-
scheinlich"), im Gegensatz zu Dr. med. J.________ nur sitzende Arbeiten 
als möglich erachtet und keine Angaben zur zeitlichen Zumutbarkeit von 
leidensangepassten Tätigkeiten bzw. dabei bestehenden zusätzlichen qua-
litativen Einschränkungen macht. Er selbst war es denn auch, der eine er-
gänzende medizinische Abklärung für angezeigt hielt. So oder anders er-
weisen sich die bis und mit August 2023 verfassten RAD-Beurteilungen der 
Dres. med. E.________ und J.________ für die abschliessende Beurtei-
lung der Arbeit- und Leistungsfähigkeit als ungeeignet, zumal die Be-
schwerdegegnerin die empfohlene Adipsotiasberatung inkl. Verlaufsbericht 
nach sechs Monaten nicht veranlasste. Damit beruht insbesondere auch 
die von Dr. med. J.________ am 8. August 2023 erfolgte Beurteilung der 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit inkl. dem formulierten Zumutbarkeitsprofil 
auf einem ungenügend erhobenen medizinischen Sachverhalt und vermag 
nicht zu überzeugen. Gleich verhält es sich mit ihrer Aktenbeurteilung vom 
24. November 2023 (act. II 229), in welcher das Zumutbarkeitsprofil wie 
auch die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestätigt wurde. 
Der Umstand, dass der RAD seit dem 22. September 2022 (vgl. Sprech-
stundenbericht Endokrinologie/Diabetologie der Medizinischen Klinik des 
Spitals L.________ [act. II 194/6]) über keine Berichte aus einer Adipositas-
Sprechstunde oder zu einer interdisziplinären Fallbesprechung vor eventu-
ell geplanter bariatrischer Operation bedient wurde, ist nicht dem Be-
schwerdeführer anzulasten und darf nicht zu seinen Ungunsten Einfluss auf 
die Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nehmen. Denn aufgrund 
der Abklärungspflicht (vgl. E. 4.7) wäre es an der Beschwerdegegnerin 
gewesen, die nötigen Schritte zu veranlassen bzw. den RAD mit den ent-
sprechenden Informationen und Berichten zu bedienen. Insbesondere geht 
es nicht an, aufgrund fehlender Angaben auf eine mangelhafte bzw. Nicht-

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behandlung zu schliessen. Gleich verhält es sich mit der diesbezüglichen 
Aussage von Dr. med. J.________, seit dem 8. November 2022 (Verlaufs-
bericht von med. pract. K.________) habe sich weder med. pract. 
K.________ noch ein anderer Gesundheitsversorger zum Gesundheitszu-
stand des Beschwerdeführers vernehmen lassen, was eine Verschlechte-
rung unwahrscheinlich mache. Daran ändert auch der Umstand, dass we-
der von den Ärzten des Spitals L.________ noch des Spitals M.________ 
eine zwischenzeitlich ambulante oder stationäre Intervention bekannt ge-
worden sei, nichts. Eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geht 
nicht gezwungenermassen mit einer ambulanten oder stationären Interven-
tion seitens eines Spitals einher. Vielmehr erstaunt es und überzeugt nicht, 
dass Dr. med. J.________ trotz früherer Notwendigkeit der besagten Be-
richte nun ohne das Vorliegen derselben die Beurteilung der Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit gleichwohl vornahm und postulierte, weitere medizini-
sche Abklärungen seien nicht notwendig. Unter diesen Umständen lag dem 
RAD insgesamt kein lückenloser medizinischer Befund – insbesondere 
auch keine interdisziplinäre Beurteilung – vor, gestützt auf welchen eine 
abschliessende fachärztliche Beurteilung im Sinne der Rechtsprechung 
möglich gewesen wäre (SVR 2020 IV Nr. 38 S. 133, 9C_651/2019 E. 4.3). 
Dass nun mit dem Bericht von Dr. med. N.________ vom 3. November 
2023 (act. I 6) ein Bericht betreffend die im November 2023 stattgefundene 
Adipositas-Sprechstunde vorliegt und gemäss dem der Beschwerdeführer 
einen operativen Eingriff ablehnt und nur eine marginale Ernährungsbera-
tung ohne ausführliche dauerhafte Begleitung in Anspruch nehmen möchte, 
ändert nichts am Umstand, dass die RAD-Aktenbeurteilungen zumindest 
was die Adipositas betrifft, auf einem unvollständigen medizinischen Sach-
verhalt beruhen. So äussert sich auch dieser letzte Bericht lediglich zu den 
therapeutischen Optionen, ohne hingegen auf die Arbeitsfähigkeit im zeitli-
chen Verlauf und das sich aus der Adipositas ergebende Zumutbarkeitspro-
fil zu äussern. 

Die aktuellen medizinischen Akten erweisen sich sowohl hinsichtlich der 
Befundlage als auch betreffend die daraus abzuleitende Arbeitsfähigkeit 
(im zeitlichen Verlauf; inkl. Zumutbarkeitsprofil) als unvollständig und/oder 
widersprüchlich. Eine Aktenbeurteilung war unter diesen Umständen nicht 
zulässig und eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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des Zumutbarkeitsprofils im Zusammenhang mit der morbiden Adipositas 
nicht möglich. Insbesondere mit Blick auf die mit BGer 8C_104/2024 ange-
passte Rechtsprechung zum Anspruch auf Leistungen bei Adipositas (vgl. 
dazu E. 3.2 hiervor) vermag sich die Beschwerdegegnerin mit dem pau-
schalen Verweis auf die grundsätzliche Behandelbarkeit der Adipositas und 
die diesbezüglich unveränderte Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch den 
RAD (vgl. Beschwerdeantwort S. 3 f. Ziff. 8; Eingabe der Beschwerdegeg-
nerin vom 10. Dezember 2024) nicht von der ihr primär obliegenden Ab-
klärungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zu befreien, zumal im vorliegenden 
Fall aufgrund der Parteivorbringen wie auch den medizinischen Akten er-
gebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass für weitere Abklärungen 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). Dies auch deshalb, weil sowohl die 
Beurteilung der Behandelbarkeit im Einzelfall als auch die in diesem Zu-
sammenhang bestehende Schadenminderungslast des Versicherten den 
Bestand eines rechtsgenüglich abgeklärten medizinischen Sachverhalts 
voraussetzen. Schliesslich kann für die Beurteilung der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit (im Zusammenhang mit der Adipositas) nicht auf den offen-
kundig rein advokatorische Stellungnahme von Dr. med. O.________ vom 
5. Dezember 2023 (act. I 5; Urteil des BGer 8C_635/2022 vom 16. Februar 
2023 E. 4.8 sowie 8C_79/2018 vom 6. Juni 2018 E. 4.2) und den gegen-
wärtig ausserhalb des hier massgebenden Sachverhalts in zeitlicher Hin-
sicht liegenden Bericht des Notfallzentrums L.________ vom 22. Septem-
ber 2024 (act. I 8; BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213, 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 
130 V 138 E. 2.1 S. 140; SVR 2022 UV Nr. 46 S. 183, 8C_655/2021 
E. 6.3.1) abgestellt werden.

4.6.2 Aus psychiatrischer Sicht wurde das Vorliegen eines invalidisieren-
den Gesundheitsschadens in VGE IV 200 2012 176 verneint (E. 5.6.3). So-
weit im Rahmen des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführer geltend 
macht, dass er auch unter psychischen Problemen leide, findet dies keiner-
lei Stütze in den medizinischen Akten und es wurde auch keine psychiatri-
sche Diagnose (weder durch den Hausarzt noch von sonstigen behandeln-
den [Spezial]Ärzten) gestellt. Anzumerken bleibt jedoch, dass der Rechts-
vertreter des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 26. März 2024 diver-
se "Schicksalsschläge" aufzählt, weswegen sich der Beschwerdeführer 
"umgehend in die psychiatrische Behandlung begeben" werde (S. 2 Ziff. 6). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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Weiter wurde auch vom behandelnden Augenarzt (es liegt nur ein Bericht 
vor) festgehalten, dass aus ophthalmologischer Sicht kein Gesundheits-
schaden vorliege, weswegen auch diese beschwerdeweise vorgebrachte 
Rüge nicht zu hören ist. Das Gleiche hat bezüglich der geltend gemachten 
Rückenprobleme (Beschwerde S. 6 Ziff. 8) zu gelten. Diese wurden beim 
Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt (act. II 214/5 f.). Sollten sich jedoch im 
Rahmen der vorzunehmenden Abklärungen (vgl. E. 4.7.1 hiernach) hin-
sichtlich der vorgenannten psychischen bzw. somatischen Situation neue 
medizinische Befunde oder Hinweise für eine Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes ergeben, wäre auch dies entsprechend weiter abzu-
klären. 

4.7

4.7.1 Dem Voranstehenden zufolge erweist sich der medizinische Sach-
verhalt, insbesondere hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen, der Be-
handelbarkeit inkl. deren Zumutbarkeit, einer allfälligen Wechselwirkung 
zwischen der Adipositas und weiteren gesundheitlichen Einschränkungen 
(vgl. dazu Eingabe des Beschwerdeführers vom 17. Dezember 2024) 
gegenwärtig als unzureichend abgeklärt. Die Sache ist daher an die Ver-
waltung zurückzuweisen, damit sie vorab medizinische Akten aktualisiere 
bzw. vervollständige und hernach im Rahmen eines von ihr einzuholenden 
versicherungsexternen interdisziplinären Gutachtens nach Art. 44 ATSG 
den medizinischen Sachverhalt und das funktionelle Leistungsvermögen 
umfassend abkläre. Dabei sind – mit Blick auf die Schadenminderungs-
pflicht bzw. allfällige Auflagen (vgl. E. 4.7.2 hiernach) – neben dem Ge-
sundheitszustand sowie der sich daraus ergebenden Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit (inkl. Zumutbarkeitsprofil) im zeitlichen Verlauf insbesondere 
auch vertiefte Abklärungen betreffend Behandelbarkeit, Indikation, Zumut-
barkeit und Behandlungsoptionen in Bezug auf die Adipositas – therapeu-
tisch, medikamentös, operativ – und die daraus gegebenenfalls prognos-
tisch zu erwartende Veränderung der Arbeitsfähigkeit vorzunehmen.

4.7.2 Aufgrund des unter E. 4.6 hiervor Dargelegten wäre es an der Be-
schwerdegegnerin gelegen, den Beschwerdeführer im Rahmen des zwin-
gend durchzuführenden Mahn- und Bedenkzeitverfahrens auf seine Scha-
denminderungspflicht (im Konkreten Anbindung an eine Adipositas-Sprech-

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stunde und Bemühungen um Gewichtsreduktion) und die Folgen deren 
Nichtbeachtung aufmerksam zu machen und das besagte Verfahren einzu-
leiten, was offensichtlich während des ganzen Verwaltungsverfahrens – zu-
mindest bis zum Erlass der hier angefochtenen Verfügung – nicht geschah 
und der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bereits in seinem Einwand 
vom 11. Oktober 2023 (act. II 219) – zwar vor der Rechtsprechungsände-
rung aber immerhin – bemängelte. Die Ansicht der Beschwerdegegnerin, 
der Beschwerdeführer habe aufgrund seiner Adipositas keinen bzw. nur ei-
nen befristeten Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, wes-
halb er nicht zur Schadenminderung im Sinne einer Gewichtsreduktion 
oder einer bariatrischen Operation habe müssen, weil ohnehin keine Sank-
tionen erlassen werden könne (Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 8), erweist 
sich aufgrund der geänderten Rechtsprechung als überholt. Dies hat die 
Beschwerdegegnerin umgehend nachzuholen. Die Prüfung weiterer Mitwir-
kungs- und Schadenminderungsauflagen inkl. die Durchführung von ent-
sprechenden Mahn- und Bedenkzeitverfahren sind sodann nach Abschluss 
der medizinischen Abklärungen erneut zu evaluieren.

4.8 Nach dem Dargelegten ist in Gutheissung der Beschwerde die an-
gefochtene Verfügung vom 29. November 2023 (act. II 230) aufzuheben 
und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen neu verfüge. 

Damit erübrigen sich Ausführungen zur Invaliditätsbemessung der Be-
schwerdegegnerin, insbesondere zu den diesbezüglich von den Parteien 
getätigten Vorbringen zum Validen- und Invalideneinkommen (Beschwerde 
S. 7 f. Ziff. 13, Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 14), zum leidensbedingten Ab-
zug vom Tabellenlohn (Beschwerdeantwort S. 5 Ziff. 11), zur Verwertbar-
keit der Restarbeitsfähigkeit (Beschwerde S. 6 Ziff. 9, Beschwerdeantwort 
S. 5 Ziff. 13) sowie zum Validen- und Invalideneinkommen (Beschwerde-
antwort S. 5 Ziff. 14). Ebenfalls erübrigt sich die Durchführung einer mit 
Eingabe vom 26. März 2024 beantragten öffentlichen Verhandlung samt 
Parteibefragung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

-27-

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

5.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG).

Die Kostennote vom 26. März 2024 betreffend den Zeitraum vom 30. No-
vember 2023 bis zum 26. März 2024 ist grundsätzlich mit Ausnahme der 
geltend gemachten Barauslagen von 4 % nicht zu beanstanden. Gemäss 
Leitentscheid des Verwaltungsgerichts IV 200 2022 497 vom 4. März 2024 
(publ. in BVR 2024 S. 390 E. 4.2) beläuft sich der Ansatz für Pauschalaus-
lagen auf 3 %. Bei einem geltend gemachten Zeitaufwand von 1.34 Stun-
den bis am 31. Dezember 2023, einem Stundenansatz von Fr. 220.-- 
(Fr. 294.80 [Fr. 220.-- x 1.34 Stunden]), Pauschalspesen von Fr. 8.85 (3 % 
von Fr. 294.80) und der Mehrwertsteuer von 7.7 % (Fr. 23.40 [Fr. 303.65 x 
7.7 %]) beläuft sich die Parteientschädigung bis am 31. Dezember 2023 auf 
Fr. 327.05. Von 1. Januar bis 26. März 2024 resultiert bei einem geltend 
gemachten Zeitaufwand von 6.76 Stunden, einem Stundenansatz von 
Fr. 220.-- (Fr. 1'487.20 [Fr. 220.-- x 6.76 Stunden]), Pauschalspesen von 
Fr. 44.60 (3 % von Fr. 1'487.20) und der Mehrwertsteuer von 8.1 % 
(Fr. 124.10 [Fr. 1'531.80 x 8.1 %]) eine Parteientschädigung von 
Fr. 1'655.90. Hinsichtlich die ergänzte Kostennote vom 17. Dezember 2024 
(26. März bis 17. Dezember 2024), betrifft der vom 6. April 2024 bis und mit 
2. Oktober 2024 geltend gemachte Aufwand von insgesamt 4.45 Stunden 
nicht das vorliegende Verfahren (sondern Korrespondenzen betreffend 
Pensionskasse und Ergänzungsleistungen) und ist daher nicht entschädi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Mai 2025, IV 200 2024 38

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gungspflichtig. Der übrige geltend gemachte Zeitaufwand von 2.26 Stunden 
ist nicht zu beanstanden. Damit beläuft sich das Honorar ab dem 26. März 
2024 auf Fr. 497.20 (2.26 Stunden x Fr. 220.--), bzw. unter Berücksichti-
gung von Pauschalspesen von Fr. 14.90 (3 % von Fr. 497.20) und der 
Mehrwertsteuer von Fr. 41.50 (8.1 % auf Fr. 512.10) die Parteientschädi-
gung ab 26. März 2024 auf Fr. 553.60. Die gesamte Parteienschädigung 
beläuft sich damit auf Fr. 2'536.55. Diesen Betrag hat die Beschwerdegeg-
nerin dem Beschwerdeführer zu ersetzen. 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 29. November 2023 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2'536.55 (inkl. Auslagen und MWST), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. iur. B.________ z.H. des Beschwerdeführers (samt 

RAD-Stellungnahme vom 13. Februar 2024)
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.