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**Case Identifier:** 0d2957c3-c513-5ca7-b8f7-f377f56f38d2
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-10
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 10.02.2014 200 2013 831
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-831_2014-02-10.pdf

## Full Text

200 13 831 IV
SCJ/RUM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 10. Februar 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichterin Stirnimann
Gerichtsschreiber Rüfenacht

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2014, IV/13/831, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1963 geborene A.________ (fortan Versicherte bzw. Beschwerdeführe-
rin) meldete sich am 1. März 2010 bei der IV-Stelle Bern (fortan IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) unter Angabe einer COPD (Chronisch obstruktive 
Lungenerkrankung), einer Arthrose im Rückenbereich und einem Burnout 
zum Bezug von IV-Leistungen in Form von Umschulung auf eine neue Tä-
tigkeit und Arbeitsvermittlung an (Dossier der IVB, Antwortbeilage [AB] 2). 
Die IVB nahm die Abklärungen auf und holte medizinische sowie erwerbli-
che Unterlagen ein. Vom 3. bis 28. Mai 2010 wurde eine Arbeitsmarktliche-
Medizinische Abklärung (AMA; Abklärungsbericht vom 6. Juli 2010 [AB 45]) 
sowie vom 28. Juni 2010 bis 13. Februar 2011 in Zusammenarbeit mit 
B.________ ein Arbeitstraining bei der Hilfsmittelstelle ... und im Spital 
C.________ durchgeführt (Schlussbericht vom 17. März 2011 [AB 61]). 
Nachdem die Versicherte per 14. Februar 2011 einen Einsatzvertrag für die 
weitere Beschäftigung im Spital C.________ mit einem Arbeitspensum von 
50 % erhalten hatte (AB 61/3), beendete die IVB die berufliche Eingliede-
rung (AB 62) und wies mit Verfügung vom 7. Februar 2012 das Leistungs-
begehren betreffend einer Rente mangels invalidenversicherungsrechtlich 
relevanten Gesundheitsschadens ab (AB 75). Die von der Versicherten 
dagegen erhobene Beschwerde (AB 80/3) hiess das Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern mit Urteil vom 29. Juni 2012, VGE IV/2012/241, gut, hob 
die Verfügung der IVB vom 7. Februar 2012 auf und wies die Sache zur 
Vornahme weiterer Abklärungen und erneuten Verfügung an diese zurück 
(AB 88).

B.

Mit Schreiben vom 30. Juli (AB 90) bzw. Verfügung vom 15. August 2012 
(AB 91) zeigte die IVB der Versicherten die Einholung einer bidisziplinären 
medizinischen Begutachtung an. Mit Eingabe vom 30. Oktober 2012 liess 
die Versicherte unter Hinweis auf eine in Aussicht stehende Tätigkeit als ... 
bei D.________ ab 1. Dezember 2012 mit einem Arbeitspensum von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2014, IV/13/831, Seite 3

100 % (Arbeitsvertrag vom 9. Oktober 2012 [AB 95/2]) die Sistierung des 
Verfahrens beantragen (AB 94). Mit Antwort vom 29. November 2012 teilte 
die IVB die Abweisung des Sistierungsgesuchs mit und forderte die Versi-
cherte zur Mitwirkung bei der geplanten Begutachtung auf (AB 97), woran 
sie – auch nach einer weiteren Intervention seitens der Versicherten 
(AB 104) – mit Schreiben vom 6. Februar 2013 festhielt (AB 105). Am 
17. Mai 2013 wurden das rheumatologische Gutachten vom 13. März 2013 
und das psychiatrische Gutachten vom 3. April 2013 inkl. interdisziplinäre 
Beurteilung vom 8. April 2013 erstattet (AB 111.1, 111.2, 112.1). Mit Vor-
bescheid vom 30. Mai 2013 stellte die IVB der Versicherten die Abweisung 
des Leistungsbegehrens mangels invalidenversicherungsrechtlich re-
levanten Gesundheitsschadens in Aussicht (AB 113). Nach Einwand der 
Versicherten (AB 114, 117) wies die IVB das Leistungsbegehren mit Verfü-
gung vom 7. August 2013 – wie angekündigt – ab (AB 118).

C.

Dagegen reichte die Versicherte bei der IVB eine als Einsprache bezeich-
nete Eingabe vom 16. September 2013 ein, welche die IVB dem Verwal-
tungsgericht am 18. September 2013 zur Behandlung als Beschwerde wei-
terleitete. Die Versicherte rügt darin im Wesentlichen eine unvollständige 
Feststellung bzw. unrichtige Würdigung des medizinischen Sachverhalts.

Mit Eingabe vom 30. September 2013 stellte die Beschwerdeführerin ein 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege, weil es ihr nicht möglich sei, den 
Kostenvorschuss zu bezahlen. Auf Ersuchen des Instruktionsrichters reich-
te sie dazu mit Eingabe vom 4. November 2013 Belege ein.

In der Beschwerdeantwort vom 4. Dezember 2013 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Auf Ersuchen des Instruktionsrichters machte die Beschwerdeführerin mit 
Eingabe vom 2. Januar 2014 ergänzende Angaben zum Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege und reichte weitere Unterlagen ein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2014, IV/13/831, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-
waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist ge-
geben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 7. August 2013 (AB 118). Strei-
tig ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauern-
de ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).

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Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti-
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invali-
denversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2007 IV 
Nr. 47 S. 154 E. 2.4). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicher-
ten Person trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeits-
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. 
Dies ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 
136 V 279 E. 3.2.1 S. 281).

2.3 Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnah-
men, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder 
die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und soweit die Voraussetzungen für 
den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b).

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

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2.5 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). Der Beweiswert eines ärztlichen Be-
richts hängt davon ab, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfol-
gerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-
zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 
Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 
S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unabhän-
gig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander wi-
dersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, oh-
ne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt 
(SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.

3.1 Das Verwaltungsgericht wies mit VGE IV/2012/241 die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zur Vornahme weiterer Abklärungen im Sinne der Er-
wägungen und anschliessenden erneuten Verfügung zurück. Das Gericht 

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hielt in E. 3.4 fest, auf der Basis der (damaligen) Aktenlage könne keine ab-
schliessende Beurteilung der medizinischen Situation bzw. deren Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit vorgenommen werden. Deshalb habe die Be-
schwerdegegnerin den medizinischen Sachverhalt erneut und vollständig 
fachärztlich abklären zu lassen. Sie habe eine ergänzende psychiatrische 
Begutachtung zu veranlassen, wobei die begutachtende Fachperson sich 
darüber zu äussern haben werde, ob die Beschwerdeführerin an einer Per-
sönlichkeitsstörung schweren Ausmasses leide und wie sich diese auf die 
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auswirke. In diesem Zusammenhang werde 
auch aufzuzeigen sein, ob und gegebenenfalls mit welchen allfällig beste-
henden medikamentösen und therapeutischen Massnahmen die Beschwer-
deführerin in die Lage versetzt werden könne, ihre negativen Verhaltens-
muster (insbesondere ihre ständige Überforderung) zu erkennen und diese 
willentlich zu steuern. Zudem habe die Beschwerdegegnerin auch hinsicht-
lich der geltend gemachten Rückenbeschwerden weitere Abklärungen zu 
veranlassen.

3.2 Aus den beiden von der Beschwerdegegnerin im Anschluss an das 
Urteil des Verwaltungsgerichts eingeholten fachärztlichen Gutachten ergibt 
sich im Wesentlichen Folgendes:

3.2.1 Im Gutachten vom 13. März 2013 hielt Dr. med. E.________, Fach-
arzt für Rheumatologie FMH, als Diagnosen ein chronisch rezidivierendes 
resp. chronisches, belastungsabhängiges lumbovertebrales Schmerzsyn-
drom, ein femuro-patellares Schmerzsyndrom links, klinisch ein Hallux rigi-
dus rechts und ein beginnender Hallux valgus sowie ein Asthma bronchiale 
fest. Körperlich bestehe eine gewisse statische und dynamische Minderbe-
lastbarkeit der Lendenwirbelsäule und eine Minderbelastbarkeit des linken 
Kniegelenks. Auf die von 2006 bis 2009 ausgeübten Tätigkeiten hätten die-
se Veränderungen keinen Einfluss gehabt. Bei der aktuellen Tätigkeit als ... 
bei D.________ könnten Kreuzschmerzen bei sehr langem Sitzen auftre-
ten. Die restlichen Funktionen seien erhalten. Die Beschwerdeführerin ar-
beite aktuell 100 %, eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe dabei 
nicht. Die Beschwerdeführerin sei am 18. Juni 2009 einen Tag nach der 
Kündigung krank geschrieben worden, dies jedoch mit Sicherheit nicht aus 
somatischen Gründen. Später seien ihr in wechselndem Ausmass Arbeits-

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unfähigkeiten attestiert worden, wobei dafür keine rheumatologischen 
Gründe verantwortlich gewesen seien. Zumindest seit Dezember 2012 
(Beginn der Ausbildung) sei die Beschwerdeführerin voll arbeitsfähig. Die 
versicherte Person könne ihre verbleibenden Fähigkeiten in diversen Tätig-
keiten verwerten, die ganztags ohne Leistungseinschränkung zumutbar 
wären. Optimal wären dabei leichte, wechselnd belastende Tätigkeiten 
(AB 112.1/12 ff.).

3.2.2 Im psychiatrischen Gutachten vom 3. April 2013 hielt Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, unter Diag-
nosen eine leichtgradige depressive Episode von Mai 2010 bis Ende 2011 
(ICD-10 F32.0), seit Anfang 2012 remittiert, sowie akzentuierte Persönlich-
keitszüge mit abhängigen Anteilen (ICD-10 Z73.1) fest. Die Beschwerde-
führerin sei in schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen. Es sei 
früh zur Trennung ihrer Eltern gekommen, zudem sei sie während Jahren 
vom Stiefvater missbraucht worden. Es sei davon auszugehen, dass sie ei-
ne gewisse Milieuschädigung erlitten habe, welche ihre Persönlichkeitsent-
wicklung beeinträchtigt habe. Damit verbunden seien vermutlich die bis 
heute feststellbaren akzentuierten (abhängigen) Persönlichkeitszüge. Trotz 
chronischer Schmerzen zeige die Beschwerdeführerin keine Hinweise auf 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, weder sei sie auf die 
Schmerzen fixiert noch äussere sie hypochondrische Befürchtungen noch 
zeige sie eine Schmerzausdehnung. Im Sommer 2009 sei es zur Eskalati-
on gekommen, als die Beschwerdeführerin vom Partner geschlagen wor-
den sei und sich die Idee eines gemeinsamen Geschäfts zerschlagen ha-
be. Diese Geschehnisse hätten sie stark belastet, wobei vermutlich auch 
die Kindheitserlebnisse eine Rolle gespielt hätten. Sie habe depressiv rea-
giert und eine ambulante psychiatrische Behandlung aufgenommen. Da 
sich die Depression nicht zurückgebildet habe, sei ab Mai 2010 von einer 
depressiven Episode auszugehen. Deren Ausmass sei in der Regel leicht-
gradig gewesen. Die Depression zeige einen günstigen Verlauf, sie sei seit 
Ende 2011 am Abklingen. Eine posttraumatische Belastungsstörung könne 
nicht nachgewiesen werden, ebenso wenig eine abhängige Persönlich-
keitsstörung. Für Letzteres zeige die Beschwerdeführerin zwar einige Ver-
haltensweisen, die Kriterien nach ICD-10 seien jedoch nicht erfüllt. Es kön-
ne allenfalls von akzentuierten Persönlichkeitszügen ausgegangen werden. 

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Seit Anfang 2012 bestehe keine psychische Störung, welche sich mass-
geblich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke. Die bisherige Tätigkeit sowie an-
dere Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin in vollem Ausmass, ohne 
Leistungseinschränkung zumutbar. Von Mai 2010 bis ca. Ende 2011 sei die 
Arbeitsfähigkeit zu ca. 15 % eingeschränkt gewesen, seit Anfang 2012 be-
stehe eine volle Arbeitsfähigkeit (AB 111.1/7 ff.).

3.2.3 In der interdisziplinären Beurteilung vom 8. April 2013 verwiesen die 
Gutachter hinsichtlich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie deren Ent-
wicklung auf die Angaben im psychiatrischen Gutachten (AB 111.2, 112.2).

3.3

3.3.1 Die Gutachten der Dres. med. E.________ sowie F.________ vom 
13. März und 3. April 2013 inkl. deren interdisziplinäre Beurteilung vom 
8. April 2014 sind umfassend, beruhen auf einlässlichen anamnestischen 
Erhebungen sowie eigenen Untersuchungen, berücksichtigen die geklagten 
Beschwerden und wurden in Kenntnis sowie unter Würdigung der Vorakten 
erstellt. Die in der Darlegung der Befunde, der Diagnosen sowie der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit grundsätzlich widerspruchsfrei und nachvoll-
ziehbar begründeten Gutachten erfüllen die vom Bundesgericht an den 
Beweiswert von solchen gestellten Anforderungen und sind damit voll be-
weiskräftig (vgl. E. 2.5 hiervor).

Im Einzelnen ist Folgendes festzuhalten:

3.3.2 Die vom Verwaltungsgericht im VGE IV/2012/241 im Hinblick auf die 
ergänzende psychiatrische Begutachtung aufgeworfene Frage, ob die Be-
schwerdeführerin an einer die Arbeits- und Leistungsfähigkeit einschrän-
kenden Persönlichkeitsstörung leide (AB 88/11 E. 3.4), wird im psychiatri-
schen Gutachten vom 3. April 2013 nunmehr schlüssig verneint. Die dafür 
erforderlichen Kriterien sind gemäss den Ausführungen des Gutachters 
nicht erfüllt. Zwar beschrieb er – wie zuvor im Bericht vom 3. Januar 2012 
auch die behandelnde med. pract. G.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH (AB 73/1) – mit Hinweis auf die schwierigen 
Kindheitserlebnisse der Beschwerdeführerin die Entwicklung akzentuierter 
Persönlichkeitszüge, jedoch nachvollziehbar ohne Auswirkungen auf die Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit (AB 111.1/7-9). Denn nach ständiger bundes-

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gerichtlicher Rechtsprechung stellen Z-codierte Diagnosen wie akzentuierte 
Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) keine rechtserhebliche Gesundheitsbe-
einträchtigung dar (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 6. November 
2012, 9C_437/2012, E. 3.3 sowie SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.1). Nicht 
abgestellt werden kann aufgrund der Ausführungen im psychiatrischen Gut-
achten auf die Berichte von Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst der IV-Stellen (RAD), 
vom 7. Juni 2010 und des Spitals I.________ vom 17. Mai 2011, in wel-
chen die Diagnose einer abhängigen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 
F60.7) aufgeführt worden war (AB 41/2, 67/5). Immerhin ist darauf hinzu-
weisen, dass auch der RAD-Arzt seiner Diagnose einer Persönlichkeitss-
törung für sich allein keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Wirkung 
zugeschrieben hatte.

Nebst den (nicht invalidisierenden) akzentuierten Persönlichkeitszügen hielt 
der psychiatrische Gutachter ein leichtgradiges depressives Geschehen ab 
Sommer 2009 bzw. eine leichtgradige depressive Episode von Mai 2010 
bis Ende 2011, seit Anfang 2012 remittiert, mit einer Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit im erwähnten Zeitraum von 15 % fest (AB 111.1/8, 111.1/10). 
Das Vorliegen eines temporären leichtgradig depressiven Leidens von Juli 
2009 bis Ende 2011 ergibt sich auch aus den in den Akten liegenden echt-
zeitlichen ärztlichen Berichten (AB 30/2, 38/4, 67/2, 69//3, 73/1). Eine leich-
te depressive Episode allein ist jedoch rechtsprechungsgemäss grundsätz-
lich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität (Art. 4 Abs. 2 IVG 
i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG) zu begründen, zumal bei einem derartigen Ge-
sundheitsschaden in der Regel davon auszugehen ist, dass die versicherte 
Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit 
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu 
verwerten, abwenden könnte (vgl. Entscheide des BGer vom 25. Januar 
2010, 9C_260/2009, E. 2.3 und vom 4. April 2007, I 251/06, E. 3.3.1). Zu-
dem können psychische Störungen, welche durch soziale Umstände verur-
sacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder verschwinden, nicht 
zur Invalidenrente berechtigen (SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2; vgl. SVR 
2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2 und BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Die im 
psychiatrischen Gutachten in Übereinstimmung mit den früheren Berichten 
beschriebene leichtgradige depressive Episode, welche überdies haupt-

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sächlich auf IV-rechtlich nicht relevante psychosoziale Umstände (Streit mit 
dem Lebenspartner, Aufgabe des Projekts einer unternehmerischen Tätig-
keit, längere Phase von Arbeitsuntätigkeit sowie Existenzsorgen und Allein-
sein; AB 111.1/8-9) zurückzuführen ist, nahm aktenkundig einen befriedi-
genden Verlauf und ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit Anfang 
2012 remittiert (AB 73/1, 111.1/7 f.). Es handelt sich unter diesen Umstän-
den nach der hiervor zitierten höchstrichterlichen Rechtsprechung um keine 
invalidisierende psychische Krankheit, weshalb auf die insbesondere in den 
früheren Berichten – u.a. auch vom RAD-Arzt Dr. med. H.________ 
(AB 41/2) – attestierten Arbeitsunfähigkeiten nicht abgestellt werden kann. 
Zudem wäre auch bei Annahme der im psychiatrischen Gutachten für die 
Zeit von Mai 2010 bis Ende 2011 angegebenen Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit von 15 % die für eine Rente erforderliche Arbeitsunfähigkeit von 
durchschnittlich mindestens 40 % während eines Jahres (Art. 28 Abs. 1 
lit. b IVG) nicht gegeben.

Weitere bzw. andere psychische Leiden vermochte der psychiatrische Gut-
achter nicht festzustellen. Namentlich liessen sich der früher beschriebene 
Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (AB 67/2, 73/2) und 
die Diagnose einer Anpassungsstörung (AB 20/33) nicht bestätigen 
(AB 111.1/11).

3.3.3 Im rheumatologischen Gutachten vom 13. März 2013 wird einzig ei-
ne Minderbelastbarkeit der Lendenwirbelsäule und des Kniegelenks aufge-
führt, wobei diese gemäss den gutachterlichen Angaben weder in den bis 
2009 ausgeübten Tätigkeiten noch in derjenigen als ... bei D.________ 
eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hatten bzw. haben 
(AB 112.1/12 f.). Bereits im Abklärungsbericht AMA vom 6. Juli 2010 hielt 
der fallführende RAD-Arzt fest, bei körperlich nicht allzu belastenden Tätig-
keiten erscheine eine relevante Einschränkung der Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit durch die geklagten Lumbalgien angesichts der Vorgeschichte 
und des klinischen Befundes kaum erklärbar (AB 45/9). Aufgrund des rheu-
matologischen Gutachtens ist die volle Zumutbarkeit leichter und wech-
selnd belastender Tätigkeiten sowie der Tätigkeit bei D.________ nunmehr 
mit überwiegender Wahrscheinlich erstellt (AB 112.1/14 f. und 112.2/1). 
Nicht abgestellt werden kann damit auf die Berichterstattung von Dr. med. 

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J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, welche im 
April 2010 allein mit Verweis auf die geklagten Rückenschmerzen und 
Konzentrationsstörungen von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgegan-
gen war (AB 30/4).

Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, die bildgebenden Untersuchun-
gen zeigten eine unaufhaltsame Verschlechterung der Rückenproblematik, 
ist festzuhalten, dass der rheumatologische Gutachter den Sprechstunden-
bericht des Spitals I.________ vom 18. Mai 2012 (AB 112.3) über die da-
mals zusätzlich durchgeführten bildgebenden Untersuchungen nachträglich 
zur Kenntnis genommen und gewürdigt hat. So hielt er im Nachtrag vom 
28. März 2013 zum Gutachten fest, der Bericht ändere an der gutach-
terlichen Beurteilung nichts (AB 112.1/16). Dies ist nachvollziehbar, zumal 
dem erwähnten Bericht zu entnehmen ist, dass sowohl die zervikalen Be-
schwerden als auch die Kreuzschmerzen hauptsächlich muskulär bedingt 
seien. Der geringfügige strukturelle Befund im Bereich der Bandscheibe 
L4/5 sei weder kritisch noch für die Beurteilung der Belastungstoleranz von 
Bedeutung (AB 112.3/2). Eine Verschlechterung der Rückenproblematik ist 
somit nicht ausgewiesen.

3.3.4 Nach dem Gesagten ist aufgrund der beiden im Anschluss an VGE 
IV/2012/241 eingeholten Gutachten mit dem Beweisgrad der überwiegen-
den Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit, 
wie sie von ihr vor der Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen ausgeübt 
worden war, grundsätzlich uneingeschränkt versehen kann, weshalb keine 
Invalidität vorliegt.

Daran vermag nichts zu ändern, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum 
als ... bei D.________ per 1. Januar 2014 von 100 % auf 75 % reduziert hat 
(Beschwerdebeilage [BB] 4). Abgesehen davon, dass diese Reduktion 
nach Erlass der angefochtenen Verfügung erfolgt ist, liegt keine ärztliche 
Bestätigung vor, wonach die Reduktion medizinisch bedingt gewesen wäre. 
Zwar wurde im rheumatologischen Gutachten darauf hingewiesen, bei der 
Tätigkeit als ...  könnten „bei sehr langem Sitzen“ Kreuzschmerzen auftre-
ten; die Tätigkeit wurde jedoch, wie erwähnt, als vollumfänglich zumutbar 
bezeichnet (AB 112.1/14, 112.2/1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2014, IV/13/831, Seite 13

Die Beschwerdegegnerin hat demnach in der angefochtenen Verfügung zu 
Recht einen Anspruch auf IV-Leistungen verneint. Die Beschwerde erweist 
sich als unbegründet und ist abzuweisen.

4.

4.1

4.1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. Die Beschwerdeführerin hat damit 
grundsätzlich die Verfahrenskosten zu bezahlen, die auf Fr. 700.-- festge-
setzt werden.

4.1.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 111 Abs. 1 VRPG).

4.1.3 Die Prozessarmut der Beschwerdeführerin ist gestützt auf die von 
ihr eingereichten Unterlagen erstellt (Beschwerdebeilagen [BB] 2 ff.). Da 
weiter das Beschwerdeverfahren nicht als von vornherein aussichtslos zu 
betrachten ist, ist das am 30. September 2013 gestellte Gesuch um unent-
geltliche Rechtspflege für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht gut-
zuheissen.

4.1.4 Die Beschwerdeführerin wird damit – unter Vorbehalt der Nachzah-
lungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen 
Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272), d.h. sobald 
sie innert zehn Jahren nach Abschluss des Verfahrens zur Nachzahlung in 
der Lage ist – von der Zahlungspflicht betreffend die Verfahrenskosten be-
freit.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 10. Feb. 2014, IV/13/831, Seite 14

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht ge-
mäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.