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**Case Identifier:** d421dd38-9ab2-5295-9e7e-4a10dd87e8a9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 27.10.2015 B 2014/92, B 2014/131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2014-92--B-2014-13_2015-10-27.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2014/92, B 2014/131

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 27.10.2015

Entscheiddatum: 27.10.2015

Entscheid Verwaltungsgericht, 27.10.2015
Steuerrecht, Einkommenssteuer, Art. 29 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 16 Abs. 
1 DBG (SR 642.11).  Rechtmässigkeit von Einkommensaufrechnungen (vor 
Abzug der pauschalen Gewinnungskosten) aus selbständigem Nebenerwerb 
aufgrund der in den Jahren 2007 bis 2010 auf dem Privatkonto des 
Beschwerdeführers verbuchten Zugänge. Dem Beschwerdeführer gelang es 
nicht zu beweisen, dass es sich um steuerfreie Vermögenszuflüsse handle 
(Verwaltungsgericht, B 2014/92, B 2014/131). Entscheid vom 27. Oktober 
2015

Besetzung

 

Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder; 

Gerichtsschreiber Schmid

 

Verfahrensbeteiligte

X.Y.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Benno Lindegger, Wildeggstrasse 24, 9011 St. 

Gallen,

gegen

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Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, 

Eigerstrasse 65, 3003 Bern,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer (Einkommen 2007 

bis 2009)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.            

a. X.Y. war in den Jahren 2007 bis 2010 als Senior Financial Consultant einer 

Versicherungsgesellschaft unselbständig erwerbstätig. Im Rahmen der Veranlagung 

2006 rechnete die Steuerveranlagungsbehörde seinem steuerbaren Einkommen 

Bareinzahlungen/Vergütungen von Fr. 131'400.-- (abzüglich 15% Gewinnungskosten) 

als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit auf. In den anschliessenden 

Rechtsmittelverfahren wurde diese Aufrechnung mit Entscheid der 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen vom 19. Juni 2012 (VRKE I/

1-2011/228) bestätigt; der Entscheid erwuchs in Rechtskraft. In den Steuererklärungen 

2007 bis 2010 deklarierte X.Y. steuerbare Einkommen von Fr. 96'573.--, Fr. 92'533.--, 

Fr. 68'771.-- und Fr. 154'874.--. Mit Schreiben vom 18. September und 9. Oktober 

2012 forderte ihn das Kantonale Steueramt auf, die vollständigen Auszüge seines 

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Privatkontos bei der St. Galler Kantonalbank für die Jahre 2007 bis 2010 einzureichen. 

Die Kontoauszüge gingen am 2. Oktober 2012 beim Steueramt ein. Am 11. Oktober 

2012 liess X.Y. dem Steueramt weitere Unterlagen betreffend einzelne, im Jahr 2007 

erfolgte Bareinzahlungen zugehen und begründete die Einzahlungen (act. G 9/8 II/b-e). 

Am 7. November 2012 veranlagte die Steuerbehörde X.Y. für die direkte Bundessteuer 

bzw. die Staats- und Gemeindesteuern 2007 bis 2010 mit steuerbaren Einkommen von 

Fr. 154'400.-- bzw. Fr. 153'700.-- (2007), Fr. 126'300.-- bzw. Fr. 125'600.-- (2008), 

Fr. 86'600.-- bzw. Fr. 85'900.-- (2009) und Fr. 166'800.-- bzw. Fr. 164'300.-- (2010). Sie 

rechnete dabei Bareinzahlungen/Vergütungen von Fr. 46'577.-- (2007), Fr. 27'051.-- 

(2008), Fr. 10'115.-- (2009) und Fr. 1'870.-- (2010) dem steuerbaren Einkommen zu, 

wobei sie jeweils ermessensweise einen Kostenanteil von 15% als Abzug 

berücksichtigte (act. G 9/8 II/a, III/a, IV/a und V/a).

b. In den hiergegen erhobenen Einsprachen beantragte X.Y., auf die Aufrechnungen sei 

zu verzichten. Im Weiteren verlangte er den Ausstand des für ihn zuständigen 

Steuerkommissärs (act. G 9/8 I/c). Mit Entscheid vom 29. April 2013 wies der Leiter des 

Steueramtes das Aussstandsbegehren ab (act. G 9/8 I/d). Am 13. Juni und 11. Juli 

2013 räumte das Steueramt X.Y. Gelegenheit ein, seine Einsprachen zu ergänzen und 

zusätzliche Informationen zu den Bareinzahlungen einzureichen (act. G 9/8 I/e und I/f). 

Die in diesem Zusammenhang angesetzten Fristen liefen unbenützt ab. Mit 

Entscheiden vom 2. September 2013 wies das Steueramt die Einsprachen ab mit der 

Begründung, dass trotz mehrfacher Aufforderung ein Grund für die Bareinzahlungen 

nicht nachgewiesen worden sei (act. G 9/8 I/a und I/b). Den hiergegen erhobenen 

Rekurs (Kantons- und Gemeindesteuern; act. G 9/1 [B 2014/13]) und die Beschwerde 

(direkte Bundessteuer; act. G 9/1 [B 2014/92]) wies die Verwaltungsrekurskommission 

mit Entscheiden vom 10. April 2014 ab (act. G 2).

B.            

a. Gegen diese Entscheide erhob Rechtsanwalt lic. iur. B. Lindegger, St. Gallen, für 

X.Y. mit Eingaben vom 22. Mai (direkte Bundessteuer; B 2014/92) und 26. Juni 2014 

(Kantons- und Gemeindesteuern; B 2014/131) Beschwerde mit den Anträgen, der 

Rekurs- und der Beschwerdeentscheid, die Einspracheentscheide vom 2. September 

2013 und die Veranlagungsberechnungen mit Veranlagungsverfügungen/

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Steuerrechnungen und Zinsrechnungen vom 2. und 4. September 2013 zur direkten 

Bundessteuer 2007 bis 2010 (richtig wohl: 2009) und zur Staats- und Gemeindesteuer 

2007 bis 2009 seien vollumfänglich aufzuheben (Ziff. 1). In den 

Veranlagungsberechnungen sei das "Total der Einkünfte" in Ziff. 7 und das "Steuerbare 

Einkommen gesamt" in Ziff. 26 im Umfang der Aufrechnung der Einkünfte aus 

selbständigem Nebenerwerb wie folgt zu reduzieren: 2007 um Fr. 28'119.--, 2008 um 

Fr. 11'730.-- und 2009 um Fr. 7'650.-- (Ziff. 2). Die Veranlagungsverfügungen und 

Steuerrechnungen seien entsprechend neu festzulegen (Ziff. 3). Unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (Ziff. 4; act. G 1). Im Verfahren betreffend direkte Bundessteuer 

reichte der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 17. Juni 2014 drei schriftliche Auskünfte 

vom 5. Juni 2014 nach (act. G 5 [B 2014/92]).

b. In den Vernehmlassungen vom 24. Juni und 8. August 2014 beantragte die 

Vorinstanz Abweisung der Beschwerden. Zur Begründung verwies sie auf die 

Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheids (act. G 8). Der Beschwerdegegner 

verzichtete mit Eingaben vom 15. Juli und 26. August 2014 auf eine Vernehmlassung 

und stellte den Antrag, die Beschwerden abzuweisen (act. G 11).

c. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers in den Eingaben der vorliegenden 

Verfahren wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.            Die Vorinstanz erliess separate Urteile für die direkte Bundessteuer und die 

Kantons- und Gemeindesteuern. Nachdem die vorliegend zu entscheidenden Fragen 

im Bundesrecht und im harmonisierten kantonalen Recht gleich geregelt sind und auf 

demselben Sachverhalt (Vermögenszugänge in den Veranlagungsjahren 2007 bis 2009) 

beruhen (BGE 135 II 260 E. 1.3.1), sind die Verfahren, für welche das 

Verwaltungsgericht getrennte Dossiers anlegte (B 2014/92 und 2014/131), zu 

vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. BGE 131 V 59 E. 1 mit 

Hinweis).

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2.            Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 

1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 1 Abs. 3 und 

Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 

815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der 

Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, und seine Beschwerdeeingaben vom 

22. Mai und 26. Juni 2014 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 229 in Verbindung mit Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes [sGS 

811.1; StG] in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung 

mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist somit grundsätzlich 

einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Begehren, die Veranlagungsberechnungen und 

die Einspracheentscheide vom 2. September 2013 seien aufzuheben, da die 

angefochtenen Rekursentscheide an deren Stelle getreten sind (Devolutiveffekt; vgl. 

BGE 129 II 438 E. 1).

Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; der 

Beschwerdeführer kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung 

oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig 

festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP). Nachdem das Verwaltungsgericht im 

Steuerrecht nicht an die Begehren der Verfahrensbeteiligten gebunden ist (Art. 196 

Abs. 2 StG) und das Novenverbot im Sinne von Art. 61 Abs. 3 VRP in diesem 

Rechtsbereich nicht gilt (vgl. VerwGE B 2007/218 vom 13. März 2008, E. 2.1, B 

2013/8+9 vom 12. Februar 2014, E. 4.1 sowie B 2012/266 vom 12. Februar 2014, E. 

2.4.1; www.gerichte.sg.ch), sind die vom Beschwerdeführer nachgereichten 

schriftlichen Auskünfte vom 5. Juni 2014 (act. G 4 [B 2014/131], G 6.1 [B 2014/92] in 

die Beweiswürdigung der vorliegenden Verfahren mit einzubeziehen.

3.           

3.1.        Nach der Reinvermögenszugangstheorie gelten als Einkünfte alle 

Wirtschaftsgüter, die einem Individuum während bestimmten Zeitabschnitten zufliessen 

und die es ohne Schmälerung seines Vermögens zur Befriedigung seiner persönlichen 

Bedürfnisse und für seine laufende Wirtschaft verwenden kann (vgl. M. Reich, in: 

Zweifel/Athanas, Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht I/2a, 2. Aufl., Basel 

2008, Rz. 10 zu Art. 16 DBG). Dabei spielt es keine Rolle, ob die wirtschaftlichen 

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Vorteile dem Steuerpflichtigen von aussen zugeflossen sind bzw. am Markt 

erwirtschaftet wurden oder ob sie in seiner Vermögenssphäre entstanden. Nach dem 

aus dem Prinzip der Gesamtreineinkommenssteuer abgeleiteten 

Einkommenssteuerbegriff unterliegen alle einmaligen und wiederkehrenden Einkünfte 

der Einkommenssteuer. Entsprechend erklären Art. 29 Abs. 1 StG und Art. 16 Abs. 1 

DBG im Sinn von Generalklauseln jeden Einkommenszufluss a priori für steuerbar, 

sofern keine begriffliche oder normative Ausnahme von der Steuerpflicht besteht. Die 

(normativen) Ausnahmen werden dabei im kantonalen Steuergesetz in Art. 37 StG 

abschliessend aufgezählt (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. 

Aufl. 2014, II. Rz. 61 und 74).

3.2.         

3.2.1.    Laut den im Veranlagungsverfahren auf Aufforderung des Beschwerdegegners 

(act. G 9/8 II/b) vom Beschwerdeführer eingereichten Kontoauszügen beliefen sich die 

Zuflüsse - unter Ausklammerungen der Salärzahlungen - im Jahr 2007 auf Fr. 

18'973.68 (Vergütungen) und Fr. 35'800.-- (Bareinzahlungen). Im 2008 lassen sich den 

Kontoauszügen Bareinzahlungen von insgesamt Fr. 27'100.-- und Vergütungen 

(Provisionszahlungen) von Fr. 7'425.-- entnehmen. Für 2009 weisen die Kontoauszüge 

Bareinzahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 8'400.-- sowie eine Gutschrift von Fr. 

3'500.-- aus. Für 2010 wurde eine Bareinzahlung von Fr. 2'200.-- verbucht (act. G 9/8 

II/c). Mit Eingabe vom 11. Oktober 2012 begründete der Beschwerdeführer die 

Zugänge für 2007 (insgesamt Fr 54'773.68) stichwortartig wie folgt: Fr. 9'400.-- diverse 

Teilrückzahlungen Darlehen A.A., Fr. 3'500.-- Rückzahlung Bevorschussung B.B., 

Gewinn Casino, Fr. 10'000.-- und Fr. 2'473.68 Vergütung C.C. (zur Bezahlung ihrer 

Rechnungen während ihres Auslandaufenthalts), Fr. 1'900.-- Bezahlung Fotokamera 

durch D.D., Fr. 1'600.-- keine Begründung, Fr. 8'400.-- Teilrückzahlung diverser 

Darlehen A.A., Fr. 2'800.-- Verkauf Omega Chronograph an E.E., Fr. 3'000.-- Vorschuss 

Generalagent, Fr. 2'400.-- Gewinn Casino, Fr. 3'500.-- Rückzahlung Bevorschussung 

B.B., Gewinn Casino, Fr. 2'800.-- Restrückzahlung Darlehen A.A., Fr. 3'000.-- 

Vorschuss Generalagent (act. G 9/8 II/e). A.A. bestätigte in einem E-Mail vom 17. 

Oktober 2012 die Rückzahlung der Darlehen "in verschieden hohen Teilbeträgen 

zwischen Januar und November 2007". Sodann bestätigte C.C. am 9. Oktober 2012, 

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dem Beschwerdeführer im Jahr 2007 Fr. 12'500.-- zur Bezahlung diverser Rechnungen 

überwiesen zu haben (act. G 9/8 II/e).  

3.2.2.    Der vorinstanzliche Entscheid bestätigte die Rechtmässigkeit der 

Einkommensaufrechnungen (vor Abzug der pauschalen Gewinnungskosten) aufgrund 

der in den Jahren 2007 bis 2010 auf dem Privatkonto des Beschwerdeführers 

verbuchten Zugänge von Fr. 54'773.68 (2007), Fr. 31'825.-- (2008), Fr. 11'900.-- (2009) 

und Fr. 2'200.-- (2010). Im vorliegenden Verfahren stehen demgegenüber lediglich 

noch Einkommensaufrechnungen von Fr. 33'081.18 (2007), Fr. 13'800.-- (2008) und 

Fr. 9'000.-- (2009) im Streit (vgl. act. G 1 S. 3 und 7). Soweit der vorinstanzliche 

Entscheid darüber hinausgehend Aufrechnungen beinhaltet, blieben diese von Seiten 

des Beschwerdeführers unbestritten; dies betrifft vorab die vom Beschwerdeführer in 

den vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Uhren- und Kameraverkäufe, Ebay-

Geschäfte und Casino-Gewinne (vgl. act. G 2 S. 8 f.). Die Frage, ob - und wenn ja, in 

welchem Umfang - die streitigen Vermögenszugänge als Einkünfte aus selbständigem 

Nebenerwerb aufzurechnen sind, beantwortet sich nach Massgabe der im Steuerrecht 

geltenden Beweislastverteilung. Nach dieser trägt die Steuerbehörde die Beweislast für 

Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige 

Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/Oertli/

Hofmann, a.a.O., VI. Rz. 15, VII. Rz. 23). Beweisbelastet für den Vermögenszugang ist 

konkret somit der Beschwerdegegner. Nachdem sich die Vermögenszugänge 

(Bareinzahlungen, Vergütungen) aus den bei den Akten liegenden Kontoauszügen 

ergeben und der Beschwerdeführer die steuerfreie Herkunft der Zugänge geltend 

macht, ist er hierfür beweisbelastet (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

Handkommentar zum DBG, 2. A. 2009, Rz. 4 zu Art. 24 DBG).  

3.2.3.    Im Steuerverfahren kommt der Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung (Art. 

176 StG). Die Veranlagungsbehörde ist verpflichtet, die für die Besteuerung relevanten 

Tatsachen von Amtes wegen abzuklären (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 19), 

wobei sie die steuerpflichtige Person auffordert, die erforderlichen Sachdarstellungen 

und Beweismittel beizubringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 7 zu 

Art. 123 DBG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der 

Parteien relativiert. Eine Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung 

von Unterlagen, welche nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von 

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Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörde (vgl. Richner/Frei/

Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 123 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. 

Rz. 25). Die Mitwirkungspflicht besteht ungeachtet der Verteilung der objektiven 

Beweislast. Die steuerpflichtige Person ist auch hinsichtlich steuererhöhender 

Tatsachen mitwirkungspflichtig, obwohl hierfür die Veranlagungsbehörde die Folgen 

einer allfälligen Beweislosigkeit zu tragen hat (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, 

a.a.O., Rz. 5 zu Art. 126 DBG).

3.2.4.    Nach Art. 166 StG werden die von der steuerpflichtigen Person angebotenen 

Beweise abgenommen, soweit sie geeignet sind, die für die Veranlagung erheblichen 

Tatsachen festzustellen (vgl. auch Art. 41 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und der Gemeinden [StHG]; SR 

642.14). Der Steuerpflichtige hat Anspruch darauf, dass die Veranlagungsbehörde die 

von ihm eingereichten Belege und Unterlagen auf ihre Richtigkeit und Aussagekraft 

überprüft. Die Nichtabnahme eines angebotenen Beweises bedeutet grundsätzlich eine 

Verweigerung des rechtlichen Gehörs (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 43 mit 

Hinweis auf SGE 2009 Nr. 19 und 2004 Nr. 26). Hingegen kennt, abgesehen von 

Ausnahmen im Steuerstrafrecht, das den Zeugenbeweis ausdrücklich vorsieht (vgl. Art. 

188 Abs. 2 DBG und Art. 259 Abs. 1 StG), weder das Bundessteuerrecht noch das 

kantonale Steuerverfahrensrecht eine Zeugnispflicht. Somit fehlt es an einer 

gesetzlichen Grundlage für eine Befragung unter der Strafandrohung von Art. 307 des 

Strafgesetzbuchs (SR 311.0). Während der Zeugenbeweis im Recht der direkten 

Bundessteuer zugelassen ist (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 62 ff. zu Art. 

123 DBG), bleibt nach der Rechtsprechung für eine Anwendung des im VRP 

vorgesehenen Zeugenbeweises im kantonalen Steuerverfahren kein Raum, weshalb 

dessen Nichtabnahme keine Gehörsverweigerung darstellt (VerwGE B 2011/243 vom 

15. Oktober 2012, E. 2.1.1 mit Hinweis auf GVP 1993 Nr. 19; Zigerlig/Oertli/Hofmann, 

a.a.O., VII. Rz. 43). Damit die notwendigen Beweismittel beschafft werden können, 

auferlegt das Steuergesetz nicht nur dem Steuerpflichtigen, sondern auch 

Drittpersonen und Behörden bestimmte Mitwirkungspflichten (Zigerlig/Oertli/Hofmann, 

a.a.O., VII. Rz. 25 ff.).

3.3.         

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3.3.1.    Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, der Verzicht auf 

die Abnahme eines Zeugenbeweises stelle keine Gehörsverletzung dar. Hinzu komme, 

dass sich die Pflicht der Steuerbehörde zur Abklärung des Sachverhalts auf die 

(steuerbegründenden) Einkünfte erstrecke (Art. 12 Abs. 2 VRP). Um den Nachweis von 

steuermindernden Tatsachen zu führen, habe sich der Beschwerdegegner auf die 

Abnahme von leicht zugänglichen Beweisen beschränken dürfen. Er sei nicht 

verpflichtet gewesen, selber aufwendige Abklärungen zum Nachweis von 

steuermindernden Tatsachen vorzunehmen. Nachdem auch auf Aufforderung hin keine 

entsprechenden Beweise beigebracht worden seien, habe sich die Vorinstanz nicht mit 

jeder einzelnen Position auseinandersetzen müssen; dazu wäre sie aufgrund der 

fehlenden Unterlagen auch nicht in der Lage gewesen. Dem Beschwerdeführer wäre es 

zudem möglich gewesen, schriftliche Auskünfte der von ihm genannten Personen 

vorzulegen (Bestätigung der Arbeitgeberin über die Handhabung des 

Vorschusswesens, schriftliche Erläuterungen durch A.A. und C.C.). Dass der 

Beschwerdegegner an der Beweiskraft der eingereichten Unterlagen gezweifelt habe, 

sei nachvollziehbar, da diese die Umstände der Transaktionen nicht zu erhellen 

vermocht hätten. So stimme beispielsweise die von C.C. bestätigte Summe (Fr. 

12'500.--) nicht mit dem effektiven Überweisungsbetrag von Fr. 12'481.18, überwiesen 

in Teilbeträgen von Fr. 10'000.-- und Fr. 2'481.18 an zwei aufeinanderfolgenden Tagen, 

überein. Die Bestätigung von A.A. sei weder unterzeichnet gewesen noch sei sie von 

ihm eingesandt worden; der Absendervermerk habe auf einen anderen Namen 

gelautet. Auch seiner Erklärung seien keine Details über die Darlehenshöhe und die 

Amortisationsraten zu entnehmen. Folglich sei die Rüge der Gehörsverletzung 

unbegründet (act. G 2 S 5 f.).

Im vorliegenden Verfahren lässt der Beschwerdeführer beanstanden, die Vorinstanz 

habe den Sachverhalt unrichtig festgestellt und sich mit seinen Erklärungen überhaupt 

nicht befasst. Die Vorinstanz habe das rechtliche Gehör verletzt, indem sie sich 

hinsichtlich seiner Erörterungen zu den Aufrechnungen einzig und in pauschaler Weise 

zum Vorschusswesen bei der Arbeitgeberin geäussert habe. Im Weiteren sei das 

rechtliche Gehör verletzt worden, weil die Vorinstanz sich mit seinem Antrag, bei A.A., 

C.C. und F.F. schriftliche Auskünfte einzuholen, nicht befasst habe (act. G 1 S. 4).

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3.3.2.    Kann von einer Privatperson nach den Umständen eine Handlung oder eine 

Äusserung über Umstände, die sie besser kennt als die Behörde, erwartet werden und 

bleibt eine solche aus, so haben die Behörden nicht nach Tatsachen zu forschen, die 

nicht aktenkundig sind (vgl. BGE 130 II 493, E. 3.2, und BGE 128 II 139, E. 2b). 

Vorliegend hätte der - beweisbelastete (vgl. vorstehende E. 3.2.2) - Beschwerdeführer, 

wie die Vorinstanz zu Recht ausführte, ohne Weiteres bereits in den vorinstanzlichen 

Verfahren aussagekräftige schriftliche Bestätigungen der von ihm angeführten 

Personen beschaffen können, um seinen Standpunkt zu untermauern. Die 

Untersuchungspflicht des Beschwerdegegners tritt in einer Konstellation wie der 

vorliegenden nicht an die Stelle einer unzureichenden Mitwirkung des 

Beschwerdeführers. Eine Pflicht des Beschwerdegegners und der Vorinstanz, bei den 

vom Beschwerdeführer genannten Personen - zum Beweis von steuermindernden 

Tatsachen - schriftliche Auskünfte einzuholen, bestand aufgrund der geschilderten 

Gegebenheiten nicht, weshalb der Vorwurf der Gehörsverletzung nicht begründet ist. 

Der Beschwerdeführer war denn auch im vorliegenden Verfahren nachträglich in der 

Lage, Stellungnahmen der erwähnten Personen beizubringen (vgl. nachstehende E. 4).

3.4.        Der Beschwerdeführer lässt sodann rügen, dass sich die Vorinstanz im 

angefochtenen Entscheid nicht zureichend mit seinen Darlegungen zu den 

Aufrechnungen 2008 bis 2010 auseinandergesetzt habe. Dadurch sei das rechtliche 

Gehör verletzt worden (act. G 1 S. 4). - Die grundsätzliche Pflicht einer Behörde, ihren 

Entscheid zu begründen, folgt aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör. Dabei sind die 

Anforderungen an die Begründungsdichte unter Berücksichtigung aller Umstände des 

Einzelfalls sowie der Interessen der Betroffenen festzulegen. Die Begründung muss so 

abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht 

anfechten kann. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt 

werden, von denen sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid 

stützt. Je grösser der Spielraum der Behörde (unter anderem infolge Ermessen) und je 

stärker der Entscheid in die individuellen Rechte eingreift, desto höhere Anforderungen 

sind an dessen Begründung zu stellen (BGE 112 Ia 107 E. 2b mit Hinweisen; BGE 118 

V 58). Die Verwaltung darf sich nicht damit begnügen, die von der betroffenen Person 

vorgebrachten Einwendungen zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre 

Überlegungen auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den 

Einwendungen auseinander zu setzen oder zumindest die Gründe anzugeben, weshalb 

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sie gewisse Gesichtspunkte nicht berücksichtigen kann (BGE 124 V 180 E. 2b und BGE 

134 I 83 E. 4.1). - Die Vorinstanz begründete den angefochtenen Entscheid im 

Wesentlichen mit dem Hinweis auf die einschlägigen rechtlichen Grundlagen und dem 

massgebenden Sachverhalt. Sie zeigte die Überlegungen, von denen sie sich leiten 

liess, in zureichender Weise auf und setzte sich mit den wesentlichen Gesichtspunkten 

auseinander. Die Begründung für ihren Standpunkt bezüglich der Aufrechnungen für 

die Jahre ab 2007 ergibt sich klar aus den angefochtenen Entscheiden (act. G 2 S. 7-9). 

Eine Verpflichtung, sich mit jeder tatbeständlichen Behauptung oder jedem Einwand zu 

befassen, besteht nicht (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a und 134 I 83 E. 4.1). Ein 

Begründungsmangel ist somit nicht ersichtlich.

4.             

4.1.        Die Vorinstanz kam hinsichtlich der streitigen Aufrechnungen zum Schluss, 

den stichwortartigen Erklärungen des Beschwerdeführers zu einzelnen Positionen des 

Jahres 2007 (act. G 9/8 II/e und vorstehende E. 3.2.1) habe es an Beweiskraft gefehlt. 

Erklärungen zu den die Jahre 2008 bis 2010 betreffenden Positionen seien weder im 

Veranlagungs- noch im Einspracheverfahren eingereicht worden, obwohl der 

Beschwerdeführer dazu mit Schreiben vom 13. Juni und 11. Juli 2013 (act. G 9/8 I/e, I/

f) ausdrücklich aufgefordert worden sei. Auch im Verfahren vor der Vorinstanz sei dies 

nicht nachgeholt worden, so dass die in den Jahren 2008 bis 2010 verbuchten 

Gutschriften als nicht steuerfrei zu betrachten seien (act. G 2 S. 7 f.). Im vorliegenden 

Verfahren lässt der Beschwerdeführer unter anderem ausführen, er nehme zur 

Kenntnis, dass die Vorinstanz schriftliche Auskünfte als geeignete Beweismittel 

erachte. Er habe deshalb solche Auskünfte angefordert und zur freien 

Beweiswürdigung durch das angerufene Gericht eingereicht. Im Übrigen sei die 

Beweiswürdigung durch die Vorinstanz rechtswidrig in Verletzung der Beweislastregeln 

vorgenommen worden. Die Darlehensvergabe an A.A. entspringe einer Freundschaft 

und keinem kaufmännischen Verständnis. Zahlreiche Darlehen würden im privaten 

Bereich ohne irgendwelche Schriftlichkeiten gewährt. Für C.C. habe der 

Beschwerdeführer Zahlungsaufträge mit eigenem Geld erledigt; sie habe diese Beträge 

später an ihn zurückgeführt. Sodann habe das Vorschusswesen bei seiner 

Arbeitgeberin (Versicherung) auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Es sei davon 

auszugehen, dass F.F. (Generalagent der Versicherung) die Kompetenz besitze und um 

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die Bedeutung seines Handelns wisse, soweit er gegenüber Mitarbeitern 

Bartransaktionen vornehme (act. G 1 S. 5-7).

4.2.       

4.2.1.    Zu den in Teilbeträgen erfolgten Darlehensrückzahlungen A.A. betreffend das 

Jahr 2007 von insgesamt Fr. 20'600.-- (vgl. vorstehende E. 3.2.1) vermerkte die 

Vorinstanz, das zur Bestätigung der Rückzahlungen eingereichte E-Mail (act. G 9/8 II/e) 

sei nicht von A.A., sondern von einer anderen Person versandt und nicht unterzeichnet 

worden. Entsprechend sei seine Beweiskraft gering. Zudem erscheine es 

unglaubwürdig, dass ein Darlehen in dieser Grössenordnung formlos ausbezahlt und 

amortisiert worden sei. Unter kaufmännisch geschulten Personen sei es üblich, 

zumindest eine Quittung auszustellen. Hinzu komme, dass A.A. weder die 

Darlehensbeträge noch die Höhe der Amortisationsraten bestätigt habe, obwohl dies 

mit geringem Aufwand möglich gewesen wäre (act. G 2 S. 8).

Im vorliegenden Verfahren lässt der Beschwerdeführer die erwähnten 

Darlehensrückzahlungen 2007 (in Teilbeträgen von Fr. 9'400.--, Fr. 8'400.-- und Fr. 

2'800.--) und 2008 (Fr. 4'800.--) durch A.A. bestätigen (act. G 1 S. 3 unten). In der 

schriftlichen Auskunft vom 5. Juni 2014 erklärte A.A. unter anderem, er kenne den 

Beschwerdeführer seit Jahren und sei mit ihm eng befreundet. Er habe ihm immer 

wieder Geld zinslos zur Verfügung gestellt, welches möglichst zeitnah zurückbezahlt 

worden sei. Im Jahr 2007 habe er Beträge in mehreren Tranchen zugeführt, total etwas 

mehr als Fr. 20'000.--. Im Jahr 2008 seien es total ca. Fr. 5'000.-- gewesen. Der 

Geldfluss sei stets ohne Schriftlichkeiten erfolgt, was aufgrund des 

Vertrauensverhältnisses nicht ungewöhnlich sei. Sämtliche Zahlungen hätten zu keinem 

Zeitpunkt Einkommenscharakter gehabt (act. G 4 Beilage 1 [B 2014/131]).

4.2.2.     Zu der von C.C. am 9. Oktober 2012 (act. G 9/8 II/e Beilage und vorstehende 

E. 3.2.1) im Betrag von Fr. 12'500.-- bestätigten Rückzahlung im Jahr 2007 hielt die 

Vorinstanz fest, es seien tatsächlich nur Fr. 12'473.68 (in zwei Tranchen an zwei 

aufeinanderfolgenden Tagen) überwiesen worden. Dem Kontoauszug lasse sich nicht 

entnehmen, dass C.C. die Überweisungen getätigt habe; als Auftraggeber der 

Zahlungen sei der Beschwerdeführer aufgeführt. Ob er die Beträge in bar erhalten und 

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auf sein Konto überwiesen habe, bleibe offen. Aufgrund dieser Umstände bestünden 

erhebliche Zweifel an seinen Angaben, zumal auf dem Kontoauszug auch keine 

Vergütungen an Dritte in dieser Grössenordnung aufgeführt seien, welche Zahlungen 

im Auftrag von C.C. bestätigen könnten (act. G 2 S. 8 f.).

In der Auskunft vom 5. Juni 2014 bescheinigt C.C. unter anderem, sie habe die vom 

Beschwerdeführer als Hilfestellung erhaltenen Gelder von total etwas mehr als 

12'000.-- Franken im Frühjahr 2007 zurückbezahlt. Sie habe das Geld in bar übergeben 

oder bar überwiesen; sicher sei sie zur Zahlungsart aber nicht. Sie habe niemals für 

irgendwelche Dienste bezahlt, sondern nur für das, was der Beschwerdeführer 

freundschaftlich vorgeschossen habe (act. G 4 Beilage 2 [B 2014/131]).

4.2.3.    Hinsichtlich der geltend gemachten Vorschussgewährung führte die Vorinstanz 

im angefochtenen Entscheid aus, wenn der Beschwerdeführer einen Mitarbeiter seiner 

Arbeitgeberin nenne, der die Gewährung von Vorschüssen im Betrieb in der von ihm 

geschilderten Weise bestätigen könne, fordere er sie (die Vorinstanz) auf, diesen 

Beweis abzunehmen. Eine solche Beweisabnahme könne jedoch nur mit gehöriger 

Mitwirkung der steuerpflichtigen Person erfolgen und setze eine substantiierte 

Sachdarstellung voraus. Der Beschwerdeführer mache jedoch zum Vorschusswesen 

seiner Arbeitgeberin keine Angaben; insbesondere lege er nicht dar, weshalb 

Vorschüsse (anders als Gehaltszahlungen) in bar ausbezahlt würden. Unter diesen 

Umständen sei sie (die Vorinstanz) nicht gehalten, die dem Beschwerdeführer leicht 

zugänglichen Firmenunterlagen selbst beschaffen. Sie sei nicht verpflichtet, 

aufwändige Abklärungen zum Nachweis von steuermindernden Tatsachen 

vorzunehmen. Der Beweis sei somit auch in diesem Punkt nicht erbracht (act. G 2 S.9).

In der im vorliegenden Verfahren nachgereichten schriftlichen Auskunft bestätigte F.F., 

dass das System "Lohnvorbezug" bei ihnen über eine Kasse mit Bargeld abgelaufen 

sei, welche er persönlich verwaltet habe. Das Ganze sei stets legal gewesen. Konkret 

habe der Beschwerdeführer immer zeitnah die ihm ausbezahlten Gelder in bar 

zurückgeführt. Welche Beträge auf diese Weise geflossen seien, könne er heute nicht 

mehr sagen. Der Beschwerdeführer habe eine Zahl von Fr. 9'000.-- jährlich genannt, 

was seines Erachtens ohne Weiteres zutreffen könne. Es seien nie ausserhalb der 

Lohnerfassung Provisionen etc. ausgerichtet worden (act. G 4 Beilage 3 [B 2014/131]).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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4.3.        Die nachgereichten schriftlichen Auskünfte vom 5. Juni 2014 wurden alle mit 

demselben Datum sowie derselben Form und Schrift ausgefertigt, was darauf 

hindeutet, dass die Niederschrift (durch eine der beteiligten Personen oder durch einen 

Dritten) einheitlich für alle drei Personen erfolgt sein dürfte. Die Auskünfte wurden 

durch die im Adressfeld angeführten Personen handschriftlich unterzeichnet. Eine 

Salär-Bevorschussung erscheint aufgrund der von F.F. geschilderten Verhältnisse zwar 

grundsätzlich dargetan. Jedoch erweist sich die Auskunft von F.F. - ohne deren Inhalt 

als solchen in Frage stellen zu wollen - insofern nicht beweiskräftig, als die 

Bevorschussung von den gewährten Beträgen her nicht belegt ist. Denn F.F. 

bescheinigte lediglich, dass eine Bevorschussung von jährlich Fr. 9'000.-- "ohne 

Weiteres zutreffen" könne. Welche Beträge geflossen seien, könne er heute nicht mehr 

sagen (act. G 4 Beilage 3 [B 2014/131]). Damit können die geltend gemachten 

Barbevorschussungen in den Jahren 2008 und 2009 nicht als zureichend bewiesen 

gelten. Was sodann die in den nachträglichen Auskünften bescheinigten 

Darlehensrückzahlungen in den Jahren 2007 und 2008 durch A.A. und C.C. betrifft, so 

ist zu beachten, dass der Beschwerdeführer die entsprechenden Darlehen im 

Wertschriftenverzeichnis der Steuererklärungen 2007 (vgl. act. G 9/8 II) nicht aufführte, 

obschon er für das Folgejahr 2008 weitere Darlehensrückzahlungen durch A.A. geltend 

macht. Auch A.A. selbst deklarierte die Darlehensschulden offenbar nicht in seinen 

Steuererklärungen, denn er vermerkte in der Auskunft, dass keine Tatbestände 

vorgelegen hätten, "die jemals in meinen Steuererklärungen auszuweisen" gewesen 

seien (act. G 4 Beilage 1 [B 2014/131]); dies obschon Schulden im entsprechenden 

Verzeichnis zu deklarieren gewesen wären. Sodann blieb mit Bezug auf sämtliche 

nachträglich bestätigten Darlehensrückzahlungen unklar, zu welchem Zeitpunkt bzw. in 

welchem Jahr und welcher Höhe die Darlehen gewährt wurden. Wenn sie an C.C. vor 

2007 gewährt wurden, wären sie auch in ihren Steuererklärungen aufzuführen 

gewesen; ob dies der Fall ist, lässt sich aufgrund der Akten nicht nachprüfen. C.C. ist 

überdies nicht einmal mehr in der Lage, sich an die Zahlungsart (bar oder 

Überweisung) zu erinnern, was den Eindruck des Vorliegens von insgesamt 

unübersichtlichen, im Nachhinein nicht mehr zuverlässig eruierbaren Verhältnissen - 

insbesondere mit Bezug auf Zeitpunkt und Höhe der Beträge - verstärkt. Soweit das 

Vorbringen des Beschwerdeführers zutrifft, dass zahlreiche Darlehen im privaten 

Bereich ohne irgendwelche Schriftlichkeiten gewährt würden, führt  dies - wie 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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vorliegend - zu Situationen mit Beweisproblemen. Insgesamt erscheinen die geltend 

gemachten Darlehensrückzahlungen und Salärbevorschussungen zwar grundsätzlich 

möglich. Ein zureichender Nachweis der im Einzelnen geflossenen Beträge kann jedoch 

aufgrund der geschilderten Gegebenheiten nicht als erbracht gelten. Diese 

Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen.

4.4.        Damit lässt sich der vorinstanzliche Schluss, dass die Herkunft der auf den 

Kontoauszügen verzeichneten Gutschriften nach wie vor nicht nachvollziehbar und es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen sei zu beweisen, dass es sich dabei um 

steuerfreie Vermögenszuflüsse handle, auch nach Würdigung der nachgereichten 

schriftlichen Auskünfte vom 5. Juni 2014 nicht beanstanden. Anhaltspunkte, aufgrund 

welcher die Berücksichtigung eines pauschalen Gewinnungskostenabzuges von 15% 

in Zweifel zu ziehen wäre, werden weder geltend gemacht noch sind solche aus den 

Akten ersichtlich. Weitere Anhaltspunkte für sachverhaltsmässig unrichtige Annahmen 

lassen sich ebenfalls nicht erkennen. Die vorinstanzliche Ermessensausübung 

hinsichtlich der Aufrechnung von Geldzuflüssen hat das Verwaltungsgericht, das nach 

Art. 61 Abs. 1 VRP nur zur Rechtskontrolle befugt ist, zu respektieren. Eine 

Ermessenskontrolle steht ihm nicht zu; im Fall der Ausübung pflichtgemässen 

Ermessens ist ihm eine Korrektur verwehrt.

5.             

5.1.        (…).

5.2.        (…).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.            Die Beschwerdeverfahren B 2014/92 und B 2014/131 werden vereinigt.

2.            Die Beschwerde betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2007 bis 2009 

wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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3.            Die Beschwerde betreffend direkte Bundessteuer 2007 bis 2009 wird 

abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

4.            Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten von Fr. 3'500.--. Die 

Kostenvorschüsse in gleicher Höhe werden angerechnet.

5.            Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

Der Präsident                    Der Gerichtsschreiber

Eugster                              Schmid

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 27.10.2015
	Steuerrecht, Einkommenssteuer, Art. 29 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 16 Abs. 1 DBG (SR 642.11).  Rechtmässigkeit von Einkommensaufrechnungen (vor Abzug der pauschalen Gewinnungskosten) aus selbständigem Nebenerwerb aufgrund der in den Jahren 2007 bis 2010 auf dem Privatkonto des Beschwerdeführers verbuchten Zugänge. Dem Beschwerdeführer gelang es nicht zu beweisen, dass es sich um steuerfreie Vermögenszuflüsse handle (Verwaltungsgericht, B 2014/92, B 2014/131). Entscheid vom 27. Oktober 2015

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