# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b697084-7afa-5442-bae0-12c3a938f038
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.09.2017 UV 2016/5
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-5_2017-09-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/5

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 23.08.2019

Entscheiddatum: 06.09.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 06.09.2017
Art. 6 UVG: Die Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin erfolgte 
ungerechtfertigt. Der Nachweis des Dahinfallens des natürlichen 
Kausalzusammenhangs zwischen der Rotatorenmanschettenläsion und 
damit auch zwischen der operativen Behandlung derselben sowie dem 
Unfallereignis wurde von der Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich 
dargetan (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 
6. September 2017, UV 2016/5).

Entscheid vom 6. September 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber, Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen             

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2016/5            

Parteien

A.___

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Goran Babic, Pat. Rechtsagent, Engelgasse 2, 9400 Rorschach,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Plattenleger und Geschäftsführer bei der 

B.___ GmbH tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt 

(nachfolgend: Suva) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 25. August 

2015 einen Unfall vom 2. August 2015 mit folgendem Sachverhalt meldete: "Auf dem 

Strand wollte ich ins Wasser steigen. Die Küste war felsig. Ich rutschte auf einem 

Felsen, der halb im Wasser liegt und sehr rutschig war, plötzlich aus und fiel auf die 

rechte Seite und spürte einen Knacks und sofort einen starken Schmerz in der rechten 

Schulter, weil ich mich beim Fallen mit der rechten Hand schützen bzw. stützen wollte." 

Als Unfallort war in der Schadenmeldung Klinik C.___ in D___, als erstbehandelnder 

Arzt bzw. Spital/Klinik die Notaufnahme in C.___ und als nachbehandelnder Arzt Dr. 

med. E.___, Allgemeinarzt und FMH Chirurgie, vermerkt (Suva-act. 1, vgl. auch Suva-

act. 13). Eine Erstbehandlung bei Dr. E.___ hatte am 17. August 2015 stattgefunden 

(Suva-act. 9). Am 27. August 2015 unterzog sich der Versicherte einer MRI-

Untersuchung der rechten Schulter, welche eine ausgedehnte 

Rotatorenmanschettenruptur (3-Sehnenruptur Rotatorenmanschette, vgl. Suva-act. 19) 

rechts ergab (Suva-act. 8). An selbigem Tag sicherte die Suva dem Versicherten die 

Vergütung der Heilbehandlungskosten sowie die Entrichtung von Taggeldern zu (Suva-

act. 5).

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A.b  Auf Zuweisung von Dr. E.___ wurde der Versicherte am 2. September 2015 durch 

Dr. med. F.___, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, Leiter Orthopädie des Spitals G.___, klinisch und 

röntgenologisch untersucht. Dieser sah die Indikation für ein operatives Vorgehen 

hinsichtlich der Rotatorenmanschettenruptur als eindeutig gegeben an (Suva-act. 8). 

Am 14. September 2015 führte Dr. F.___ eine Schulteroperation rechts mit 

Rekonstruktion der Rotatorenmanschette sowie einer Acromioplastik durch (Suva-act. 

19).

A.c  Mit Schreiben vom 9. September 2015 widerrief die Suva ihre 

Übernahmezusicherung vom 27. August 2015 und kündigte dem Versicherten aufgrund 

neu bekannt gewordener Tatsachen eine Überprüfung ihrer Leistungspflicht bzw. die 

Vornahme weiterer Abklärungen an (Suva-act. 11). Am 25. September 2015 führte sie 

ein Gespräch mit dem Versicherten (Suva-act. 13). Weiter holte sie eine interne 

Stellungnahme ihres Kreisarztes Dr. med. H.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, datiert vom 6. Oktober 2015, ein 

(Suva-act. 17).

A.d  Mit Verfügung vom 7. Oktober 2015 bestätigte die Suva die Erbringung der 

gesetzlichen Versicherungsleistungen für die Folgen des Unfalls vom 2. August 2015, 

widerrief also wiederum ihr Schreiben vom 9. September 2015, und eröffnete dem 

Versicherten die Einstellung ihrer Leistungen per 13. September 2015. Zur Begründung 

führte sie an, dass die heute bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, 

sondern ausschliesslich krankhafter Natur seien. Der Zustand, wie er sich auch ohne 

den Unfall vom 2. August 2015 eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss 

kreisärztlicher Beurteilung spätestens am 13. September 2015 erreicht gewesen (Suva-

act. 18).

B.   

B.a  Am 12. Oktober 2015 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 7. Oktober 

2015 Einsprache (Suva-act. 20).

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B.b  Die Suva liess deshalb am 10. November 2015 die Terminierung der 

Versicherungsleistungen per Status quo sine durch Kreisarzt Dr. H.___ nochmals 

beurteilen (Suva-act. 23).

B.c  Mit Einspracheentscheid vom 4. Januar 2016 wies die Suva die Einsprache des 

Versicherten ab (Suva-act. 29).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), vertreten durch Goran Babic, Patentierter Rechtsagent, Rorschach, 

mit Eingabe vom 5. Februar 2016 Beschwerde mit dem Antrag, die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 13. September 

2015 die Versicherungsleistungen zu erbringen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerdeeingabe wurden 

insbesondere verschiedene medizinische Fachartikel eingereicht (act. G 1.9-G 1.11).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c Mit Replik vom 22. April 2016 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

seinem Antrag fest und reichte ein Schreiben an Dr. E.___ vom 14. März 2016 mit der 

Bitte, zu den Ausführungen von Dr. H.___ Stellung zu nehmen (act. G 5.1), sowie 

dessen Antwortschreiben vom 26. März 2016 (act. G 5.2) ein.

C.d Mit Duplik vom 13. Mai 2016 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an ihrem 

Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (act. G 7).

C.e Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die weiteren 

Ausführungen in den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den 

nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

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Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

der Leistungseinstellung per 13. September 2015 (vgl. dazu nachstehende Erwägung 

4).

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher 

die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der 

Unfallversicherung bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des 

Unfallversicherers besteht demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und 

adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen 

natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel 

auf Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat 

indessen die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang sich ergebenden Haftung des Unfallversicherers gegenüber 

dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 

118 V 291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich 

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nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das 

Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Da es sich bei der Einstellung um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast nicht beim Versicherten, sondern beim 

Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen; BGE 117 V 263 f. E. 

3b). Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso 

wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass 

kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei 

voller Gesundheit sei (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. 

Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 31. August 2001, 

U 285/00, E. 5a). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist 

unerheblich. Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind. 

Die Leistungspflicht des Unfallversicherers bei einem durch den Unfall verschlimmerten 

oder überhaupt erst manifest gewordenen krankhaften Vorzustand entfällt erst, wenn 

entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand erreicht ist, wie er unmittelbar vor dem 

Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach 

dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall 

früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine; vgl. zum Ganzen RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 328 f. E. 3b, mit Hinweisen; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 54). Im Rahmen 

der Prüfung des Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es 

mithin für die Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn 

der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache 

darstellt. Gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und 

Kostenvergütungen sowie die Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, 

wenn die Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese 

Bestimmung beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen 

ein Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

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unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des EVG vom 

18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4).

3.2  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 120 zu 

Art. 61; BGE 125 V 252 E. 3a; SVR 2010 IV Nr. 52, 9C_125/2009, E. 3.3). Hinsichtlich 

des Beweiswerts eines Arzt¬berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweis). Auch den Berichten 

versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 

sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen). Art. 

8 der Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze 

der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) geben keinen formellen 

Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung, wenn Leistungsansprüche streitig 

sind. Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gerichtsgutachtens - 

abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 471 E. 4.6; RKUV 1997 Nr. U 281 S. 281 E. 1a).

4.   

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Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im 

Zusammenhang mit dem Unfall vom 2. August 2015 und erstattete entsprechend die 

Heilkosten und richtete Taggeld aus. Streitig ist, ob sie zu Recht die 

Versicherungsleistungen per 13. September 2015 und damit vor der operativen 

Behandlung der Rotatorenmanschettenruptur rechts durch Dr. F.___ am 14. September 

2015 eingestellt hat. Die Beschwerdegegnerin wäre für eine operative Behandlung und 

sodann bis zur Heilung der unmittelbaren Operationsfolgen (Wundheilung, 

postoperative Schmerzphase, Einnahme von Medikamenten, Schonungsphase mit 

möglicher Arbeitsunfähigkeit usw.) leistungspflichtig, sofern die operative Behandlung 

einen (teilweise) unfallkausalen Gesundheitsschaden umfasst hätte. Eine 

entsprechende Unfallkausalität wird jedoch von der Beschwerdegegnerin gestützt auf 

die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. H.___ vom 6. Oktober 2015 (Suva-act. 17) und 

10. November 2015 (Suva-act. 23) verneint.

5.   

5.1  Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (13. September 2015) wies die rechte 

Rotatorenmanschette des Beschwerdeführers unbestrittenermassen radiologisch 

objektivierte retrahierte Kontinuitätsunterbrechungen in drei verschiedenen Anteilen, 

nämlich der Supraspinatus-, der Infraspinatus- sowie der Subscapularissehne, auf, 

worin ohne weiteres strukturelle Gesundheitsschädigungen zu sehen sind (vgl. Suva-

act. 19, 23-4). Die Rotatorenmanschette neigt zur Degeneration. Allerdings kann sie 

auch als Folge eines Traumas ein- oder abreissen (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, 

Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 628, 724 f., 728 ff.; ROCHE 

LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1681; PSCHYREMBEL, Klinisches 

Wörterbuch 2014, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 1870, 1939). Nachfolgend ist also zunächst 

zu prüfen, ob es sich bei der Rotatorenmanschettenläsion mit Beteiligung dreier 

Sehnen, wie sie beim Beschwerdeführer vorgelegen hat, um eine direkte 

Unfallverletzung oder einen degenerativen Vorzustand handelt.

5.2  Die Schädigung der Rotatorenmanschette rechts wurde bereits im Rahmen der 

MRI-Untersuchung vom 27. August 2015, d.h. dreieinhalb Wochen nach dem Unfall, 

erhoben (Suva-act. 8). Selbst Dr. H.___ spricht diesbezüglich von einem zeitnahen 

bildgebenden Befund (Suva-act. 17), womit nicht ausgeschlossen ist, dass die am 14. 

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September 2015 operierte Rotatorenmanschettenläsion beim Unfall passiert ist bzw. 

eine traumatische Verletzung darstellt. Die Umstände, dass gemäss dem von Dr. H.___ 

angeführten medizinischen Fachartikel bei Rotatorenmanschettenläsionen 

degenerative Veränderungen als Ursache im Mittelpunkt stehen (vgl. Suva-act. 23-5) 

und dass der Beschwerdeführer laut röntgenologischem Untersuchungsergebnis vom 

2. September 2015 eine betonte Sklerose am Tuberculum majus sowie deutliche 

Zeichen einer AC-Überlastung mit Osteophyten aufweist (Suva-act. 8), aufgrund derer 

Dr. H.___ von vorbestehenden Schäden des AC-Gelenks respektive von einer 

Impingementkonstellation spricht (vgl. Suva-act. 23-5), schliessen nicht aus, dass die 

Rotatorenmanschettenläsion im vorliegenden Fall nicht doch durch ein Trauma 

verursacht sein kann. Dies zumal sich die Annahme eines rein degenerativen Prozesses 

bei einer Häufigkeit von 25% bei Patienten mit Schulterbeschwerden zwischen dem 

40. und 56. Lebensjahr (im Zeitpunkt des Unfalls war der Beschwerdeführer 54 Jahre 

alt) in keiner Weise aufdrängt (vgl. dazu auch PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1870).

5.3  Die Feststellung von Dr. H.___ in seiner Beurteilung vom 10. November 2015 - die 

vom Beschwerdeführer glaubhaft geschilderte Symptomatologie mit einem hörbaren 

Zerreissen (Knacksen) und anschliessendem scharfen Schmerz (vgl. dazu Suva-act. 1, 

13, 20, act. G 1) sei durchaus nachvollziehbar und sei dem Augenblick der degenerativ 

bedingten Kontinuitätsunterbrechung der Rotatorenmanschette zuzuordnen (Suva-act. 

23-5) - bedeutet sodann, dass er offensichtlich von einem Zerreissen der Sehnen 

zeitgleich mit dem Sturz ausgeht. Auch dieser Umstand kann als Hinweis auf eine 

unfallbedingte Rotatorenmanschettenruptur betrachtet werden. Das Ereignis, wie es 

der Beschwerdeführer wiederholt und konsistent beschrieben hat, wird gemäss 

medizinischer Literatur als typisch für das traumatische Entstehen einer 

Rotatorenmanschette betrachtet (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 726; act. G 1.9). Sollte 

diese trotz zeitlichen Zusammentreffens mit dem Ereignis dennoch degenerativ bedingt 

sein, müsste dies als ausserordentlicher Zufall betrachtet werden, welcher im Vergleich 

zur traumatischen Verursachung weit unwahrscheinlicher erscheint. Auch wenn nicht 

von der Hand zu weisen ist, dass die in der Einsprache vom 12. Oktober 2015 (Suva-

act. 20) ausserdem beschriebene Symptomatik eines unbeweglichen Arms, in 

hängender Position neben dem Körper, eher lehrbuchmässig erscheint, ist doch zu 

sagen, dass der Beschwerdeführer gegenüber der Beschwerdegegnerin am 25. 

September 2015 typisch für eine Rotatorenmanschettenläsion schilderte, er habe den 

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Arm nicht mehr nach oben bewegen können (Suva-act. 13), womit er eine 

Pseudoparalyse bzw. eine aktive Bewegungseinschränkung beschrieb (vgl. dazu 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 728; act. G 1.9, G 1.10). Dass diese - wie von der 

Beschwerdegegnerin geltend gemacht - klinisch nicht dokumentiert sei, stimmt so 

nicht. Zwar wurde sie von Dr. E.___ im Arztzeugnis UVG vom 4. September 2015 nicht 

explizit erwähnt, doch hielt der Hausarzt jedenfalls das Vorliegen typischer Zeichen für 

eine Rotatorenmanschettenruptur Schulter rechts fest (Suva-act. 9). Im Übrigen 

vermochte der Beschwerdeführer anlässlich der klinischen Untersuchung durch Dr. 

F.___ vom 2. September 2015 den Arm aktiv nur bis zur Horizontalen zu bewegen, 

assistiv infolge Abwehrspannung mit Schmerzen verbunden (Suva-act. 8; vgl. dazu 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 728; act. G 1.9, G 1.10).

5.4  Ein massgebendes Beurteilungskriterium für die Ursächlichkeit einer 

Gesundheitsschädigung bildet im Weiteren der Unfallhergang, zu welchem sich Dr. 

H.___ in seinen Beurteilungen umfassend äusserte. Dabei ist in Übereinstimmung mit 

der Beschwerdegegnerin (act. G 3) vorwegzunehmen, dass die Ereignisanalyse, d.h. 

die Einschätzung der Eignung, eine bestimmte Verletzung zu bewirken, welche auf 

Rückschlüssen biomechanischer Modelluntersuchungen und empirischer Beobachtung 

beruht (vgl. act. G 1.9), wenn auch nicht als alleiniger Beweis, so doch in der 

Zusammenhangsbewertung als relevanter Anhaltspunkt zu betrachten ist (vgl. act. G 

1.9, S. 420). Dies zeigt sich auch darin, dass in den medizinischen Fachartikeln 

durchaus konkrete Verletzungsmechanismen beschrieben werden, welche zu einer 

traumatischen Sehnenruptur führen können. Als potenziell geeignete 

Verletzungsmechanismen werden genannt: das Abscheren des Sehnenansatzes von 

innen, sobald der maximal zulässige Rotationswinkel überschritten ist und der 

Sehnenansatz mit dem Pfannenrand in Konflikt gerät (sogenanntes inneres 

Impingement), z.B. bei einer Schulter(sub)luxation; die passive Traktion, z.B. nach 

unten (beim Versuch einen schweren fallenden Gegenstand aufzufangen), ventral oder 

medial; die exzentrische Belastung angespannter Anteile der Rotatorenmanschette, 

z.B. bei passiv forcierter Aussen- oder Innenrotation bei anliegendem oder 

abgespreiztem Arm, z.B. bei einem Sturz vom Gerüst nach vorn mit dem Versuch, den 

Fall durch Festhalten abzufangen. Die traumatische Ruptur der Rotatorenmanschette 

erfolgt also dann, wenn durch indirekte Gewalteinwirkung, selten durch ein direktes 

Anpralltrauma bzw. durch eine plötzliche körpereigene Kraftanstrengung, die 

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mechanische Belastbarkeit des Sehnengewebes überschritten wird (vgl. Suva-act. 

23-4; act. G 1.9, S. 419 f.;<http://www.gaertner-servatius.de/krankheiten/

rotatorenmanschettenruptur_leitlinien.pdf>; <https://de.wikipedia.org/wiki/

Rotatorenmanschettenruptur>, beide abgerufen am 28. August 2017). Allgemeiner, 

aber dennoch mit dem letzten der vorgenannten Verletzungsmechanismen 

übereinstimmend formuliert, findet sich in der medizinischen Literatur ein abruptes 

Abstützen bei Sturz bzw. eines Sturzes auf den ausgestreckten Arm oder Ellbogen 

(<https://gelenk-klinik.de/orthopaedischeerkrankung/schulter/ruptur-

rotatorenmanschette.html>; <http://orthopaedieunfallchirurgie.universimed.com/artikel/

die-rotatorenmanschetten ruptur-verletzung>; <http://www.orthozentrum.ch/de/

Schulter-Ellbogen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur-und-Impingementsyndrom>; 

http://www.orthozentrum.ch/de/Schulter-

Ellbogen-Hand/Rotatorenmanschettenruptur-und-Impingementsyndrom, alle abgerufen 

am 28. August 2017). Dass ein axiales Stauchungstrauma über das Ellbogengelenk 

(vgl. dazu Svua-act. 20) - wie von Dr. H.___ in seiner ärztlichen Beurteilung vom 10. 

November 2015 festgehalten (Suva-act. 23-4) - oder eine axiale Stauchung - wie von 

der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 allgemein 

angeführt (act. G 3) - keine Schädigung der Rotatorenmanschette bewirken könnte, ist 

also zu bezweifeln. Für den konkreten Fall ist damit nun aber festzustellen, dass - 

entgegen der Auffassung von Dr. H.___ - ein für eine unfallbedingte 

Rotatorenmanschettenruptur typischer Bewegungsablauf insoweit nicht 

ausgeschlossen werden kann, als im vorliegenden Fall bestimmt nur von einem Sturz 

mit direktem Aufprall der rechten Schulter auf einem Stein ausgegangen werden kann 

(vgl. dazu Suva-act. 17). Ein entsprechender Bewegungsablauf ist zwar dem 

Arztzeugnis UVG von Dr. E.___ vom 4. September 2015 (Suva-act. 9) sowie dem 

Protokoll der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2015 über die gleichentags 

geführte Besprechung mit dem Beschwerdeführer (Suva-act. 13) zu entnehmen. In der 

Schadenmeldung UVG vom 25. August 2015 wurde jedoch ausdrücklich geschrieben, 

der Beschwerdeführer habe sich beim Sturz auf die rechte Seite mit der rechten Hand 

schützen bzw. stützen wollen (Suva-act. 1). Die Deutschkenntnisse des 

Beschwerdeführers mögen zwar - wie von der Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 geltend gemacht (act. G 3) - für die 

Besprechung vom 25. September 2015 ausgereicht haben, dennoch handelt es sich 

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hier, insbesondere für einen Versicherten anderer Muttersprache, um sprachliche 

Feinheiten. Gewisse Ungenauigkeiten könnten damit durchaus erklärt werden. Dies 

zeigt sich im Übrigen anschaulich auch anhand der Berichte von Dr. F.___ vom 3. 

September 2015 (Suva-act. 8) und 24. September 2015 (Suva-act. 19), worin dieser 

einmal - einer axialen Stauchung nahe - einen "Schlag in die rechte Schulter", das 

andere Mal einen "Schlag auf die rechte Schulter" festhält. Unterstrichen wird die 

Schwierigkeit der genauen Ermittlung des Bewegungsablaufs durch das in der 

medizinischen Literatur festgehaltene schlüssige Ergebnis, dass die Richtung des 

Sturzes und der erste Kontakt des Aufpralls den Verletzten in der Regel nicht 

erinnerlich gewesen sei. Erfahrungsgemäss könnten viele Patienten verbal nicht 

zwischen einem Sturz auf den Arm oder direkt auf die Schulter unterscheiden (act. G 9, 

S. 421; act. G 1.10, S. 210). Selbst wenn von der Schilderung eines stumpfen Aufpralls 

mit der Schulter ausgegangen würde, ist es naheliegend, dass ein im Regelfall plötzlich 

und unerwartet eintretender bzw. sich schnell abspielender Sturz vom Stürzenden am 

ehesten als Kontusion bzw. stumpfer Aufprall des Körpers auf den Boden 

wahrgenommen wird. Zusammenfassend ist mithin zu sagen, dass ein Unfallereignis 

gemäss Schadenmeldung UVG vom 25. August 2015, worin ein 

Verletzungsmechanismus mit dem Potenzial für eine Schädigung der 

Rotatorenmanschette beschrieben wurde, nicht zum Vornherein unwahrscheinlicher 

erscheint, als ein ungeeigneter Verletzungsmechanismus.

5.5  Der Umstand, dass in den medizinischen Akten weder bezüglich der rechten 

Schulter noch des rechten Ellbogens klinische Zeichen einer Mitbeteiligung in Form von 

Hautabschürfungen, Hämatombildungen oder eine schmerzhafte 

Bewegungseinschränkung des rechten Ellbogens erwähnt werden, und die MRI-

Untersuchung vom 27. August 2015 keinerlei spezifische Zeichen einer relevanten 

Gewalteinwirkung wie Knochenödeme, Flüssigkeitskollektionen, Echoalterationen im 

Bereich des das Schultergelenk umgebenden Weichteilmantels oder einen 

intraartikulären Gelenkerguss gezeigt hat, stellt keinen diese Beurteilung aufhebenden 

Hinweis dar. Wie bereits erwähnt, konzentriert sich der von Dr. E.___ im Arztzeugnis 

UVG vermerkte objektive Befund nur auf die Symptome einer 

Rotatorenmanschettenruptur und dies dazu nur allgemein (Suva-act. 9). Wenn Dr. E.___ 

nun auf Nachfrage des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers in seinem Schreiben 

vom 26. März 2016 (act. G 5.2) die typischen Zeichen für die 

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Rotatorenmanschettenruptur konkretisiert, indem er festhält, an der betroffenen 

rechten Schulter sei deutlich ein Hämatom zu sehen gewesen, welches in Resorption 

begriffen gewesen sei, ist dies nicht anzuzweifeln. Grundsätzlich ist von der Richtigkeit 

einer solchen ärztlichen Angabe auszugehen, zumal es sich dabei nicht um eine 

Würdigung bzw. Schätzung mit Ermessensspielraum (beispielsweise um eine 

Arbeitsfähigkeitsschätzung) handelt. Im Übrigen ist nicht verständlich, weshalb die 

Beschwerdegegnerin in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes keine 

entsprechenden gezielten Auskünfte bei den behandelnden Ärzten eingeholt hat. 

Mangels Vorliegens eines Untersuchungsberichts über die unbestrittenermassen vor 

Ort bzw. in D.___ erfolgte Notfallbehandlung (vgl. Suva-act. 1, 13 [Übergabe einer 

entsprechenden Quittung an die Beschwerdegegnerin]) lässt sich die kreisärztliche 

Aussage betreffend äusserlich wahrnehmbarer Verletzungszeichen auch nicht 

anderswie bestätigen. Ausserdem dürfte diesbezüglich bis zur Erstbehandlung bei Dr. 

E.___ vom 17. August 2015 ein Heilungsprozess stattgefunden haben, was Dr. E.___ 

ebenfalls festgestellt hat. Allgemein bleibt anzufügen, dass laut medizinischer Literatur 

das Ausbleiben einer Blutung aus dem Rupturbereich im Sehnenansatzgebiet ein 

traumatisches Ereignis nicht ausschliesst. Deltoideus und Bursa könnten das 

Durchtreten eines Blutergusses verhindern (act. G 1.9, S. 421). Eine wissenschaftliche 

Analyse der MRI-Aufnahmen traumatischer Fälle ergab eine derart geringe Häufigkeit 

eines Knochenmarködems (in lediglich 4% der traumatischen Gruppe; act. G 1.10, S. 

211), dass auch das Fehlen eines solchen im Falle des Beschwerdeführers nicht gegen 

eine überwiegend wahrscheinlich traumatische Rotatorenmanschettenläsion spricht.

5.6  Damit verbleibt zwar die an sich überzeugende und nachvollziehbare Feststellung 

von Dr. H.___ in seiner Beurteilung vom 11. November 2015, die mehrere Sehnen 

betreffende Kontinuitätsunterbrechung der Rotatorenmanschette könne durch ein 

einzelnes Unfallereignis nicht erklärt werden, da es für die traumatische Schädigung 

einzelner Sehnenanteile der Rotatorenmanschette unterschiedlicher 

Verletzungsmechanismen bedürfe (Suva-act. 23-5). Die in den Erwägungen 5.3-5.5 

dargestellte Unfallanamnese (Unfallmechanismus in Form einer indirekten 

Gewalteinwirkung, zeitlicher Zusammenhang, hörbares Rissgeräusch, 

Beweglichkeitseinschränkung, Schmerzen) lässt sich jedoch damit nicht aufheben (vgl. 

dazu auch Erwägung 5.7). So ist beispielsweise der medizinischen Literatur auch zu 

entnehmen, dass infolge eines Traumas eine Rotatorenmanschettenruptur in 

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Kombination mit einer Läsion der Bizepssehne auftreten kann (vgl. act. G 9.1, S. 420; 

<https://de.wikipedia.org/wiki/Rotatorenmanschettenruptur>; <https://www.ksw.ch/

PortalData/1/Resources/CHI/Dokumente/Ruptur_der_Rotatorenmanschette.pdf>, 

beide abgerufen am 28. August 2017).

5.7  Im konkreten Fall erweist sich schliesslich der Hinweis der Beschwerdegegnerin im 

angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-act. 29) wie auch in der 

Beschwerdeantwort vom 4. März 2016 (act. G 3) auf den Begriff "post hoc ergo propter 

hoc" als untauglich. Allgemein vermag dieser juristisch gesehen zwar nichts über eine 

allfällige Unfallkausalität auszusagen (vgl. dazu ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Berlin 1989, S. 460 Fn 1205; KIESER, a.a.O., N 69 zu 

Art. 4; BGE 119 V 341 f. E. 2b/bb, SVR 2009 UV Nr. 13 [8C_590/2007], S. 52, E. 7.2.4, 

sowie SVR 2008 UV Nr. 11 [U 290/06], S. 34, E. 4.2.3, je mit Hinweisen). Doch ist in 

Bezug auf den konkreten Fall zu berücksichtigen, dass eine Unfallanamnese mit einem 

typischen Bewegungsablauf für eine Rotatorenmanschettenruptur, unmittelbar darauf 

aufgetretenen typischen Symptomen, weswegen der Beschwerdeführer noch während 

seiner Ferien in D.___ einen Arzt konsultierte, und mit einer unfallnah radiologisch 

erhobenen umfassenden Rotatorenmanschettenverletzung, welche nachfolgend 

operativ behandelt werden musste, nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann. Die blosse zeitliche Abfolge stellt nur 

in solchen Fällen einen ungenügenden Beweis dar, in denen das Vorliegen einer 

strukturellen Verletzung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

verneint werden kann. Eine Gesamtbetrachtung im Sinne der vorangegangenen 

Erwägungen lässt jedoch nicht die überwiegend wahrscheinliche Schlussfolgerung zu, 

dass die am 14. September 2015 operativ behandelte Rotatorenmanschettenläsion 

unfallfremd war.

5.8  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Gericht anhand der 

Ausführungen von Dr. H.___ nicht möglich ist, mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob bei der Operation vom 14. September 2015 eine 

traumatische Verletzung oder ein rein degenerativer Vorzustand behandelt worden ist.

6.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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Wenn Dr. H.___ bezüglich der Rotatorenmanschettenläsion von einem Vorzustand 

ausgeht und diesen "nur" durch eine minime Distorsion des rechten Schultergelenks 

als vorübergehend verschlimmert betrachtet (Suva-act. 23-6), könnte selbst in einem 

solchen Fall im Zeitpunkt der Leistungseinstellung nicht von einem überwiegend 

wahrscheinlichen Dahinfallen jeder (teil-)kausalen Bedeutung des Unfallereignisses vom 

2. August 2015 für die am 14. September 2015 vorgenommene Operation 

ausgegangen werden. Die Ausführungen in der Erwägung 5 sprechen auch hier gegen 

einen rein unfallfremden, d.h. restlos degenerativen Prozess.

7.   

Nach dem Gesagten lassen die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr. H.___ keinen 

Entscheid darüber zu, ob das Unfallereignis vom 2. August 2015 per 13. September 

2015 jede kausale Bedeutung hinsichtlich der am 14. September 2015 operativ 

behandelten Rotatorenmanschettenruptur verloren hat. Für eine Leistungseinstellung 

genügt eine derartige Beweislage nicht. Nachdem damit keine zuverlässige 

medizinische Beurteilungsgrundlage für die Frage des Wegfalls der Unfallkausalität per 

13. September 2015 vorliegt und von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen 

Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 2. April 2015, 8C_924/2014, E. 4.3), ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit über den 13. September 2015 hinaus von einer 

Unfallkausalität auszugehen, womit die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu 

Unrecht per vorgenanntem Datum eingestellt hat.

8.   

8.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 4. Januar 2016 (Suva-act. 29) gutzuheissen und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer über den 13. September 

2015 hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des Unfalls vom 2. August 2015 

zu erbringen.

8.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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8.3  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf eine Parteientschädigung. Die Parteientschädigung ist vom Gericht 

ermessensweise festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und 

dem Aufwand Rechnung zu tragen ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. Art. 98 ff. des 

sanktgallischen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRP; sGS 951.1]). Der 

Bedeutung und dem Aufwand der Streitsache angemessen erscheint vorliegend eine 

Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 4. Januar 2016 

aufgehoben und die Beschwerdegegnerin verpflichtet, dem Beschwerdeführer auch 

über den 13. September 2015 hinaus die gesetzlichen Leistungen für die Folgen des 

Unfalls vom 2. August 2015 zu erbringen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- zu bezahlen (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.09.2017
	Art. 6 UVG: Die Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin erfolgte ungerechtfertigt. Der Nachweis des Dahinfallens des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen der Rotatorenmanschettenläsion und damit auch zwischen der operativen Behandlung derselben sowie dem Unfallereignis wurde von der Beschwerdegegnerin nicht rechtsgenüglich dargetan (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. September 2017, UV 2016/5).

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		2025-07-19T07:00:43+0200
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