# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 78653649-2a8d-593f-a83d-1e01015d6620
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-21
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 21.08.2025 BA 2025 33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BA-2025-33_2025-08-21.pdf

## Full Text

20250711_121329_ANOM.docx

II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

BA 2025 33

Oberrichter St. Scherer, Abteilungspräsident
Oberrichter P. Huber
Oberrichter M. Siegwart
Gerichtsschreiberin D. Huber Stüdli

Urteil vom 21. August 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Cham, 

betreffend

Nichtbekanntgabe einer Betreibung an Dritte

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Sachverhalt

1. Mit Begehren vom 1. Dezember 2024 leitete B.________ (nachfolgend: Gläubigerin) beim 
Betreibungsamt Cham gegen A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) eine Betreibung 
für eine Forderung von CHF 2'700.00 ein. Der Zahlungsbefehl in der Betreibung 
Nr. C.________ wurde dem Beschwerdeführer am 16. Dezember 2024 zugestellt. Dagegen 
erhob dieser gleichentags Rechtsvorschlag (act. 3/6). 

2. Am 17. März 2025 reichte der Beschwerdeführer beim Betreibungsamt Cham gestützt auf 
Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG ein Gesuch um Nichtbekanntgabe der Betreibung Nr. C.________ 
an Dritte ein (act. 3/1). Mit Verfügung vom 24. April 2025 wies das Betreibungsamt das Ge-
such ab (act. 3/5). 

3. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. April 2025 Be-
schwerde bei der II. Beschwerdeabteilung des Obergerichts Zug als Aufsichtsbehörde über 
Schuldbetreibung und Konkurs ein und beantragte im Wesentlichen, das Gesuch um Nicht-
bekanntgabe einer Betreibung an Dritte vom 16. März 2025 sei gutzuheissen (act. 1). 

4. Auf die Einholung von Vernehmlassungen wurde verzichtet. Die amtlichen Akten wurden 
beigezogen. 

Erwägungen

1. Das Betreibungsamt Cham wies das Gesuch des Beschwerdeführers um Nichtbekanntgabe 
der Betreibung Nr. C.________ an Dritte im Wesentlichen mit der Begründung ab, die Forde-
rung (oder ein Teil davon) in dieser Betreibung sei beglichen worden. In einem solchen Kon-
text den Betreibungseintrag nicht sichtbar machen zu wollen mit der Behauptung, die Betrei-
bung sei ungerechtfertigt, stelle ein widersprüchliches Verhalten dar, das keinen Rechtschutz 
verdiene (vgl. act. 3/5). 

2. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, die Gläubigerin habe ihm vor einiger Zeit einen 
Geldbetrag ausgeliehen. Sie habe ihm mündlich erklärt, er solle ihr monatlich einfach zurück-
zahlen, was gehe; spätestens Ende 2027 (wegen der Verjährung) müsse sie das Geld 
zurückhaben. Das Darlehen sei ihm zinslos zur Verfügung gestellt worden. Somit habe er bis 
31. Dezember 2027 Zeit, das Geld zurückzuzahlen. Ebenso sei ein Verzugszins nicht ge-
rechtfertigt. Er habe dies der Gläubigerin schriftlich mitgeteilt und sie habe diesbezüglich nie 
etwas dementiert. Eine Betreibung sei daher erst gerechtfertigt, wenn er seine Gesamtschuld 
nicht bis 31. Dezember 2027 zurückbezahlt habe. Er habe bereits seit Februar 2023 Teilzah-
lungen an die Gläubigerin geleistet. Sämtliche Raten habe er nicht (wie das Betreibungsamt 
behaupte) in Anerkennung der Betreibung überwiesen, sondern um die Rückzahlung des 
Darlehens – wie mit der Gläubigerin mündlich vereinbart – einzuhalten (vgl. act. 1). 

3. Gemäss Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG geben Ämter Dritten von einer Betreibung keine Kennt-
nis, wenn der Schuldner nach Ablauf einer Frist von drei Monaten seit der Zustellung des 
Zahlungsbefehls ein entsprechendes Gesuch gestellt hat, sofern der Gläubiger nach Ablauf 
einer vom Betreibungsamt angesetzten Frist von 20 Tagen den Nachweis nicht erbringt, dass 

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rechtzeitig ein Verfahren zur Beseitigung des Rechtsvorschlages (Art. 79-84 SchKG) einge-
leitet wurde. 

3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts liegt ein (unter Umständen bloss teilweiser) 
Rückzug des Rechtsvorschlages vor, wenn der Betriebene den Forderungsbetrag trotz des 
erhobenen Rechtsvorschlages an das Betreibungsamt überweist. Soweit durch diese Zah-
lung nicht alle in Betreibung gesetzten Forderungen und Kosten beglichen sind, kann daher 
das Fortsetzungsbegehren ohne Weiteres gestellt werden (vgl. Bessenich/Fink, Basler 
Kommentar, 3. A. 2021, Art. 78 SchKG N 5 und 5a m.H.). 

3.2 Begleicht der Schuldner eine Forderung, nachdem sie in Betreibung gesetzt wurde, so kann 
er die Bekanntgabe der Betreibung an Dritte nicht mit einem Gesuch nach Art. 8a Abs. 3 lit. d 
SchKG verhindern. Der Schuldner kann sich nur auf Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG berufen, so-
lange die Forderung bestritten ist. Der Gesetzgeber schliesst aus der Begleichung einer in 
Betreibung gesetzten Forderung auf die Anerkennung einer Schuldpflicht und geht daher 
nicht von einer ungerechtfertigten Betreibung aus, deren Bekanntgabe mit einem Gesuch 
nach Art. 8a Abs. 3 lit. d SchKG verhindert werden kann (vgl. BGE 147 III 486 E. 3.4.2 und 
3.5.3). Diese Schlussfolgerung wird in der Lehre bestätigt und kommt auch in der Weisung 
Nr. 5 des Bundesamtes für Justiz, Dienststelle Oberaufsicht für Schuldbetreibung und Kon-
kurs, vom 18. Oktober 2018 bzw. 19. Oktober 2021 (Ziff. 10-12) zum Ausdruck. Begleicht der 
Schuldner die Forderung nach Einleitung der Betreibung, macht er damit deutlich, dass er 
sowohl die Forderung als auch das Recht, diese in Betreibung zu setzen, nicht bestreitet 
(zit. Weisung, a.a.O., Ziff. 9 und 10). 

3.3 Wenn der Schuldner hingegen die Forderung bereits vor der Einleitung der Betreibung be-
zahlt hat, kann er ein Gesuch um Nichtbekanntgabe der Betreibung an Dritte stellen. Mass-
gebend ist der Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls (vgl. BGE 150 III 390 E. 4.2 und 
4.4.2).  

4. Der Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er bei der Gläubigerin eine Darlehensschuld hat, 
vertritt aber die Ansicht, dass die Gesamtschuld erst per 31. Dezember 2027 zurückzuzahlen 
sei (vgl. act. 1). Wie den Akten zu entnehmen ist, leistete der Beschwerdeführer nicht nur vor 
Einleitung der Betreibung, sondern auch nach Erhalt des Zahlungsbefehls, mithin nach dem 
16. Dezember 2024, diverse Teilzahlungen zur Tilgung der Darlehensforderung der Gläubi-
gerin. So überwies er am 23. Dezember 2024, am 28. Januar 2025, am 27. Februar 2025 
und am 28. März 2025 je CHF 100.00 an die Gläubigerin (act. 1/1-2). Vor diesem Hinter-
grund kann die Betreibung gegen den Beschwerdeführer nicht als ungerechtfertigt bezeich-
net werden. Der Beschwerdeführer verhält sich widersprüchlich, wenn er einerseits die Dar-
lehensschuld nicht bestreitet und Abschlagszahlungen leistet und anderseits behauptet, die 
Darlehensschuld sei nicht fällig. Die Abweisung des Gesuchs des Beschwerdeführers um 
Nichtbekanntgabe einer Betreibung an Dritte ist somit nicht zu beanstanden.  

5. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist demnach abzu-
weisen. 

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Das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs ist 
kostenlos (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG). Parteientschädigungen sind nicht auszurichten 
(Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG). 

Urteilsspruch

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

3. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde in Zivilsachen nach den Art. 72 ff. des Bundes-
gerichtsgesetzes (BGG) zulässig; die Beschwerdegründe richten sich nach den Art. 95 ff. 
BGG. Eine allfällige Beschwerde ist innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich 
begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheids und der Be-
weismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, ein-
zureichen. Die Beschwerde hat nach Art. 103 Abs. 1 BGG in der Regel keine aufschiebende 
Wirkung.

4. Mitteilung an:
- Beschwerdeführer
- Betreibungsamt Cham
- Gläubigerin

Obergericht des Kantons Zug 
II. Beschwerdeabteilung
Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs

St. Scherer D. Huber Stüdli
Abteilungspräsident Gerichtsschreiberin

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