# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e828bd3f-d891-5c56-85be-7ce6158c2804
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-25
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 25.09.2025 D-6923/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6923-2025_2025-09-25.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-6923/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 5 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richterin Jeannine Scherrer-Bänziger;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

Kolumbien,  

(…),   

Beschwerdeführerinnen,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 4. August 2025 / N (…). 

 

 

 

D-6923/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerinnen am 14. März 2024 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchten,  

dass sie am 7. Juni 2024 und am 13. November 2024 zu ihren Gesuchs-

gründen angehört wurden,  

dass sie geltend machten, sie seien kolumbianische Staatsangehörige und 

hätten vor ihrer Ausreise in C._______ gelebt, wo sie als Supervisorin in 

einem Callcenter respektive als Datenanalystin tätig gewesen seien, 

dass sie zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend mach-

ten, sie seien aufgrund ihrer sexuellen Orientierung sowie ihrer ehrenamt-

lichen Engagements verschiedentlich durch Unbekannte beschimpft, be-

droht und angegriffen worden  

dass die Beschwerdeführerin B._______ zudem durch den Ex-Ehemann 

ihrer Mutter bedroht werde, da sie diesen wegen sexueller Übergriffe in den 

Jahren 2007 bis 2016 angezeigt habe, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 4. August 2025 – eröffnet am 

11. August 2025 – die Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerinnen 

verneinte, ihre Asylgesuche ablehnte und die Wegweisung aus der 

Schweiz sowie den Vollzug anordnete, 

dass die Beschwerdeführerinnen mit Eingabe vom 10. September 2025 

gegen diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht er-

hoben und beantragten, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben, 

ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu gewähren,  

dass sie eventualiter vorläufig aufzunehmen seien, subeventualiter sei die 

Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung (inkl. Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses) und um Bestellung eines amtlichen Rechtsbeistands ersuchten, 

dass der Beschwerde unter anderem eine Kopie einer Diebstahlsanzeige 

der Schwester respektive der Schwägerin der Beschwerdeführerinnen vom 

9. Juli 2025 beilag, 

D-6923/2025 

Seite 3 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

11. September 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 

AsylG [SR 142.31]), 

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass die Beschwerdeführerinnen als Verfügungsadressatinnen zur Einrei-

chung der Beschwerde legitimiert sind (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 

VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass das nicht weiter substantiierte Rückweisungsbegehren abzuweisen 

ist, lässt sich doch alleine aus dem Umstand, dass das SEM zu einem an-

deren Schluss gelangt, als von den Beschwerdeführerinnen erhofft, keine 

unrichtige respektive unvollständige Feststellung des Sachverhalts oder 

eine Verletzung der Begründungspflicht ableiten,  

dass die Beschwerdeführerinnen – wie sie in ihrer Rechtsmitteleingabe ein-

räumen (vgl. Beschwerde S. 3) – das auf Beschwerdeebene zu den Akten 

gereichte Beweismittel dem SEM nie vorlegten, weshalb es offensichtlich 

ist, dass die Vorinstanz dieses gar nie prüfen konnte, 

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Seite 4 

dass sich den Akten denn auch keine Hinweise auf eine mangelhafte 

Durchführung der Anhörungen beziehungsweise auf ernsthafte Zweifel an 

der Verwertbarkeit der protokollierten Aussagen ergeben, zumal die in der 

Beschwerde angedeuteten Verständigungsprobleme nachgeschoben er-

scheinen (vgl. Beschwerde S. 7),  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung zum zutreffenden 

Schluss gelangt, die Aussagen der Beschwerdeführerinnen und die einge-

reichten Beweismittel liessen weder auf eine im Heimatstaat drohende 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung schliessen noch auf die Gefahr, 

dass sich eine solche mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehba-

rer Zukunft verwirklichen würde, wobei auf die zutreffenden Ausführungen 

der Vorinstanz zu verweisen ist,  

dass sich die Beschwerdeführerinnen in ihrer Beschwerde im Kern darauf 

beschränken, ihre aus dem erstinstanzlichen Verfahren bekannten Vorbrin-

gen und Befürchtungen ausführlich zu wiederholen, und damit nichts vor-

gebracht wird, was geeignet wäre, die mangelnde Asylrelevanz ihrer Vor-

bringen aufzuwiegen,  

dass eine Verfolgung durch nichtstaatliche Dritte – wie sie die Beschwer-

deführerinnen geltend machen – aufgrund der Subsidiarität des flüchtlings-

rechtlichen Schutzes nur dann flüchtlingsrechtlich relevant ist, wenn die 

betroffene Person in ihrem Heimatland keinen ausreichenden Schutz fin-

den kann,  

dass der Schutz vor privater (beziehungsweise nichtstaatlicher) Verfolgung 

als hinreichend zu qualifizieren ist, wenn die betroffene Person effektiven 

Zugang zu einer funktionierenden und effizienten Schutzinfrastruktur hat 

und ihr die Inanspruchnahme eines solchen innerstaatlichen Schutzsys-

tems individuell zumutbar ist (vgl. zur sogenannten Schutztheorie: BVGE 

2011/51 E. 7),  

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Seite 5 

dass das Bundesverwaltungsgericht in ständiger Praxis von der grundsätz-

lichen Schutzfähigkeit und Schutzwilligkeit der kolumbianischen Strafver-

folgungs- und Justizbehörden ausgeht (vgl. statt vieler Urteile des BVGer 

E-5105/2025 vom 16. September 2025 E. 7.1.),  

dass vorliegend keine Veranlassung besteht von dieser konstanten Recht-

sprechung abzuweichen, zumal die Beschwerdeführerinnen durch ihre 

Aussagen und – deren Authentizität vorausgesetzt – die eingereichten Be-

weismittel bestätigen, dass sich diverse Stellen ihrer Anliegen annahmen, 

sie anhörten und (teilweise) Massnahmen einleiteten (vgl. A27/2; A31/11 

F37; A33/11 F35, F38, F42 ff. und Beschwerde S. 6), 

dass aus dem beschriebenen Verhalten der heimatlichen Behörden nicht 

auf eine Verweigerung der Schutzgewährung geschlossen werden kann, 

dass ohnehin keine Garantie für einen langfristigen individuellen Schutz 

vor nichtstaatlicher Verfolgung verlangt werden kann, gelingt es doch kei-

nem Staat, jederzeit und überall die absolute Sicherheit seiner Bürgerinnen 

und Bürger zu gewährleisten (vgl. Urteil des BVGer D-2738/2024 vom 

20. August 2024 m.w.H.), 

dass darüber hinaus davon auszugehen ist, dass weder der Ex-Ehemann 

der Mutter respektive Schwiegermutter der Beschwerdeführerinnen noch 

die sie bedrohenden Unbekannten (mutmasslich Angehörige krimineller 

Banden eines Wohnquartiers; vgl. A50/12 F16 und F19) über landesweite 

Strukturen verfügen und Beschwerdeführerinnen daher eine zumutbare in-

nerstaatliche Fluchtalternative in anderen Teilen ihres Heimatstaates offen-

steht, 

dass den Beschwerdeführerinnen, sofern die sie angeblich bedrohenden 

Personen nach ihrer langen Landesabwesenheit überhaupt noch ein Inte-

resse an ihnen haben sollten, auch zuzumuten ist, im Bedarfsfall den 

Schutz ihres Heimatstaates vor nichtstaatlicher Verfolgung auszuschöpfen, 

dass auch das mit der Beschwerde zu den Akten gereichte Beweismittel, 

bei welchem es sich behauptungsweise um die Anzeige eines Diebstahls 

durch die Schwester respektive Schwägerin der Beschwerdeführerinnen 

handelt (vgl. Beschwerdebeilage 2), daran nichts zu ändern vermag, da es 

keinen persönlichen Bezug zu den Beschwerdeführerinnen aufweist und 

darüber hinaus nicht geeignet ist, eine Verfolgung oder Verfolgungsfurcht 

zu begründen, 

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Seite 6 

dass es den Beschwerdeführerinnen somit nicht gelingt, die Flüchtlings- 

eigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

die Vorinstanz ihre Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da die Beschwer-

deführerinnen insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die 

Schweiz noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen 

verfügen (Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 

E. 9, je m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass der Vollzug der Wegweisung auch als zumutbar zu erkennen ist 

(Art. 83 Abs. 4 AIG), da weder die allgemeine Lage in der Heimat der 

Beschwerdeführerinnen (vgl. Urteil des BVGer E-3583/2024 vom 20. Juni 

2024) noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 

einer Rückkehr schliessen lassen und vollumfänglich auf die zutreffenden 

Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann 

(vgl. A58/11 S. 8), welchen die Beschwerdeführerinnen nichts Sub- 

stantielles entgegensetzen, 

dass es den Beschwerdeführerinnen obliegt, sich die für ihre Rückkehr al-

lenfalls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

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Seite 7 

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen sind, da sich die Be-

schwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen 

hat,  

dass den Beschwerdeführerinnen demnach die Kosten des Verfahrens – 

welche praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-6923/2025 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und amt-

lichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerinnen, das SEM und die zu-

ständige kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne