# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7a60b656-734b-5f77-b2b2-71a856f59c42
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2003-06-13
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Eidgenössische Personalrekurskommission 13.06.2003 JAAC 68.8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_012_JAAC-68-8--_2003-06-13.pdf

## Full Text

JAAC 68.8

Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission
vom 13. Juni 2003 [PRK 2003-012]

Personnel des Chemins de fer fédéraux suisses (CFF). Evaluation
de la fonction. Classification des postes. Pouvoir de cognition de la
Commission fédérale de recours en matière de personnel fédéral (CRP)
en matière de classes de traitement. Impartialité.

- Large pouvoir d’appréciation, respectivement de marge de manœuvre
du législateur pour les questions d’organisation et de traitement; des
solutions systématiques sont possibles (consid. 3b).

- Composition du salaire selon la Convention collective de travail (CCT)
des CFF; évaluation et attribution de la fonction selon la directive 140
PE 1 «classification des fonctions» de la division centrale du personnel
des CFF et le règlement R 128.1.1 «Système d’évaluation du travail pour
les divisions administratives et techniques» (consid. 3c).

- Voie de recours interne des CFF. Ni la décision attaquée n’est mal
fondée, ni l’instance intimée n’a-t-elle préjugé de l’affaire (consid. 4a).

- La CRP doit faire preuve de retenue dans l’examen de mesures
de réorganisation et de classification de postes. Ce n’est pas dans
ses attributions d’agir elle-même en tant qu’instance qualifiante.
Confirmation de l’extension de la jurisprudence quant au Statut des
fonctionnaires aux cas relevants de la CCT CFF (consid. 2 et 4b/bb).

- En l’espèce, la classification du poste du recourant fondée sur un
descriptif des postes et sur une comparaison transversale n’est pas
critiquable (consid. 4b/cc-c).

Personal der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB).
Funktionsbewertung. Stelleneinreihung. Kognition der Eidgenössischen
Personalrekurskommission (PRK) bei Besoldungseinstufungen.
Unvoreingenommenheit.

1

- Grosser Ermessens- bzw. Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers bei
Organisations- und Besoldungsfragen; schematische Lösungen sind
möglich (E. 3b).

- Lohnzusammensetzung nach dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der
SBB; Funktionsbewertung und -zuteilung nach der Richtlinie 140 PE
1 «Einreihung von Funktionen» des Zentralbereichs Personal der
SBB und dem Reglement R 128.1.1 «Arbeitsbewertungssystem für den
administrativen und technischen Bereich» (E. 3c).

- SBB-interner Instanzenzug. Weder ist der angefochtene
Beschwerdeentscheid mangelhaft begründet noch war die Vorinstanz
vorbefasst (E. 4a).

- Die PRK muss sich bei der Prüfung von Verwaltungsorganisatorischen
Fragen und von Stelleneinreihungen eine gewisse Zurückhaltung
auferlegen. Es ist nicht ihre Aufgabe, selbst als qualifizierende Instanz
tätig zu werden. Bestätigung der Anwendung der Rechtsprechung zum
Beamtengesetz auf Fälle nach GAV SBB (E. 2 und 4b/bb).

- Vorliegend ist die Einreihung der Stelle des Beschwerdeführers
aufgrund des Stellenbeschriebs und der Quervergleiche nicht zu
beanstanden (E. 4b/cc-c).

Personale delle Ferrovie federali svizzere (FFS). Valutazione della
funzione. Classificazione dei posti. Potere di cognizione della
Commissione federale di ricorso in materia di personale federale (CRP)
per l’ambito delle classi di salario. Imparzialità.

- Ampio potere di apprezzamento, rispettivamente ampio margine di
manovra del legislatore per le questioni di organizzazione e di salario;
sono possibili soluzioni sistematiche (consid. 3b).

- Composizione del salario secondo il Contratto collettivo di lavoro
(CCL) delle FFS; valutazione e attribuzione della funzione secondo
la direttiva 140 PE 1 «Classificazione delle funzioni» della divisione
centrale del personale delle FFS e il regolamento R 128.1.1 «Sistema
di valutazione del lavoro per le divisioni amministrative e tecniche»
(consid. 3c).

- Vie di ricorso interne delle FFS. La decisione impugnata non è motivata
male e l’istanza precedente non era prevenuta (consid. 4a).

- Nell’esame concernente le misure di riorganizzazione e la
classificazione dei posti, la CRP deve operare con prudenza. Fra le
sue competenze non figura quella di agire essa stessa quale istanza di
qualifica. Conferma dell’estensione della giurisprudenza relativa allo
Statuto dei funzionari ai casi inerenti il CCL FFS (consid. 2 e 4b/bb).

- Nella fattispecie, la classificazione del posto del ricorrente, fondata
su una descrizione dei posti e su un paragone trasversale, è legittima
(consid. 4b/cc-c).

2

Zusammenfassung des Sachverhalts:

A. X arbeitet bei den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in einer
Leitungsfunktion. Die Neuorganisation seiner Division im Rahmen der
Unternehmensreform 1999 der SBB führte zu einer allgemeinen Überprüfung
der Einreihungen der Stellen. X war mit der Einreihung seiner Stelle nicht
einverstanden und verlangte, dass die Einreihung verfügt werde.

B. Am 23. April 2002 erliess die Division eine Verfügung über die Einreihung
der Stelle von X; die Stelle blieb in der Funktionsstufe 17 eingereiht. Gegen
diese Verfügung führte X mit Eingabe vom 22. Mai 2002 beim Zentralbereich
Personal der SBB Beschwerde und verlangte unter Berücksichtigung der
eingetretenen Änderungen im Aufgaben- und Kompetenzbereich seit 1999 die
Einreihung seiner Stelle in der Funktionsstufe 19.

C.Mit Beschwerdeentscheid vom 10. Februar 2003 wies der Zentralbereich
Personal der SBB die Beschwerde von X vom 22. Mai 2002 ab und bestätigte
die Verfügung der Division vom 23. April 2002, mithin die Belassung der
Einreihung der Stelle von X in der Funktionsstufe 17.

D. Gegen den Entscheid des Zentralbereichs Personal der SBB vom 10. Februar
2003 führt X (Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 7. März 2003 Beschwerde
bei der Eidgenössischen Personalrekurskommission (PRK). Er beantragt, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und seine Stelle in der Funktionsstufe
19 einzureihen.

E. In seiner Vernehmlassung vom 28. März 2003 beantragt der Zentralbereich
Personal der SBB, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.

Aus den Erwägungen:

1.a. Gemäss Art. 1 Abs. 1 der Verordnung vom 20. Dezember 2000 über
die Inkraftsetzung des Bundespersonalgesetzes für die SBB und über
die Weitergeltung von Bundesrecht (Inkraftsetzungsverordnung BPG
für die SBB, SR 172.220.112) ist das Bundespersonalgesetz vom 24. März
2000 (BPG, SR 172.220.1) am 1. Januar 2001 für die SBB in Kraft getreten.
Arbeitsverhältnisse, die vor Inkrafttreten des Bundespersonalgesetzes gemäss
dem Beamtengesetz vom 30. Juni 1927 bestehen, gelten automatisch nach
dem neuen Recht, es sei denn, sie seien durch ordentliche Kündigung oder
Nichtwiederwahl gemäss altem Recht aufgelöst worden (Art. 41 Abs. 4 BPG).
Ebenfalls auf den 1. Januar 2001 in Kraft getreten ist die Rahmenverordnung
vom 20. Dezember 2000 zum Bundespersonalgesetz (Rahmenverordnung BPG,
SR 172.220.11).

b. Nach Art. 38 Abs. 1 BPG schliessen namentlich die SBB für ihren Bereich
mit den Personalverbänden einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV)[3] ab.
Schon das auf den 1. Januar 1999 im Rahmen der Bahnreform in Kraft
gesetzte neue Bundesgesetz vom 20. März 1998 über die Schweizerischen
Bundesbahnen (SBBG, SR 742.31) hält in Art. 15 Abs. 2 fest, dass der
Bundesrat die SBB ermächtigen kann, das Anstellungsverhältnis im Rahmen
von Gesamtarbeitsverträgen abweichend oder ergänzend zu regeln. In
Anwendung dieser Bestimmung hatte der Bundesrat die SBB denn auch
bereits am 16. Februar 2000 ermächtigt, einen GAV auszuarbeiten (vgl.
Art. 2a der inzwischen [vgl. Art. 3 der Verordnung des Bundesrates vom
21. November 2001 über die Inkraftsetzung des Bundespersonalgesetzes

3

für die Post und über die Weitergeltung von Bundesrecht, SR 172.220.116]
vollständig aufgehobenen Beamtenordnung 2 vom 15. März 1993, AS 1993
1098). Der GAV SBB steht seit dem 1. Januar 2001 in Kraft (vgl. Ziff. 165 Abs. 1
GAV SBB).

c. (…)

2. Die PRK entscheidet grundsätzlich mit uneingeschränkter Kognition. Gerügt
werden kann nicht nur die Verletzung von Bundesrecht, einschliesslich
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 49 Bst. a des
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren
[VwVG], SR 172.021) oder die unrichtige bzw. unvollständige Feststellung
des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 Bst. b VwVG), sondern auch die
Unangemessenheit des angefochtenen Entscheides (Art. 49 Bst. c VwVG). Bei
der Prüfung der Angemessenheit auferlegt sich die PRK indes nach ständiger
Praxis eine gewisse Zurückhaltung, soweit es um die Leistungsbeurteilung
von Bediensteten des Bundes, um verwaltungsorganisatorische Fragen
oder um Probleme der betriebsinternen Zusammenarbeit und des
Vertrauensverhältnisses geht. Sie entfernt sich insofern im Zweifel nicht
von der Auffassung der Vorinstanz und setzt nicht an deren Stelle ihr
eigenes Ermessen (Entscheide der PRK vom 25. April 1995, veröffentlicht
in VPB 60.8, E. 3 bzw. vom 20. Oktober 1999, veröffentlicht in VPB 64.32,
E. 2; vgl. auch André Moser, in: Moser/Uebersax, Prozessieren vor
eidgenössischen Rekurskommissionen, Basel und Frankfurt am Main
1998, Rz. 2.59 ff., insbesondere 2.62; Kölz/Häner, Verwaltungsverfahren
und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 617 f.;
Zimmerli/Kälin/Kiener, Grundlagen des öffentlichen Verfahrensrechts, Bern
1997, S. 91, 106 f.).

So verhält es sich nach der Rechtsprechung der PRK zum Beamtengesetz
vom 30. Juni 1927 (BtG, SR 172.221.10) auch bei der Überprüfung einer
Stelleneinreihung, sei dies einer Rückstufung oder einer Besoldungseinstufung,
sofern diese letztlich auf die Verwaltungsorganisation und die betriebliche
Zusammenarbeit zurückzuführen ist. Dabei gilt insbesondere, dass sich
eigentliche Reorganisationsmassnahmen, wozu unter anderem auch die
Neueinteilung der Ämter gehört, der gerichtlichen Überprüfung weitgehend
entziehen (vgl. unveröffentlichter Entscheid der PRK vom 29. Mai 1997
in Sachen F. [PRK 1996-056], E. 2b mit Verweisen). Die Rekurskommission
beurteilt Reorganisationsmassnahmen entsprechend nur darauf hin, ob sie auf
ernstlichen Überlegungen beruhen und nicht lediglich vorgeschoben sind, um
auf diese Weise auf ein bestimmtes Dienstverhältnis Einfluss zu nehmen (vgl.
Entscheid der PRK vom 8. März 2001 in Sachen B. [PRK 2000-036], E. 2c mit
Hinweisen; siehe auch Schroff/Gerber, Die Beendigung der Dienstverhältnisse
in Bund und Kantonen, St. Gallen 1985, Rz. 193 f. sowie 198 f. betreffend
Rückstufung des Amtes).

3.a. (…)

b. Dem Gesetzgeber kommt insbesondere in Organisations- und
Besoldungsfragen grundsätzlich ein grosser Ermessens- bzw.
Gestaltungsspielraum zu (vgl. Entscheid der PRK vom 21. Februar 2003 in
Sachen A. [PRK 2002-019], E. 3b). Die zuständigen Behörden können aus der
Vielzahl denkbarer Anknüpfungspunkte die Tatbestandselemente auswählen,
die für die Besoldung der Bediensteten massgebend sein sollen (BGE 125 II 537

4

https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150003230.pdf?ID=150003230
https://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc/150004709.pdf?ID=150004709
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_125_II_537&resolve=1

E. 5b, BGE 125 II 548 E. 5c, BGE 123 I 8 E. 6b, BGE 121 I 51, BGE 121 I 104; Urteil
des Bundesgerichts vom 21. Oktober 1997, veröffentlicht in Schweizerisches
Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht [ZBl], Jubiläumsnummer
1999, S. 43 E. 4b). Aus Gründen der Praktikabilität dürfen an sich auch
schematische Lösungen getroffen werden. Die Rechtsgleichheit darf dadurch
allerdings nicht über Gebühr strapaziert werden (Markus Müller, Lineare
Lohnkürzungen im öffentlichen Dienstrecht als Problem der Rechtsgleichheit,
in: Aktuelle Juristische Praxis [AJP] 1997, S. 843, mit Hinweisen). Die Grenze
einer zulässigen Schematisierung ist überschritten, wenn die Regelung
bezogen auf den Zweck des Rechtsinstituts zu einem unhaltbaren, mit
sachlichen Gründen schlechterdings nicht mehr haltbaren Ergebnis
führt (BGE 106 Ia 244 E. 3b; Beatrice Weber-Dürler, Verwaltungsökonomie
und Praktikabilität im Rechtsstaat, in: ZBl 1986, S. 210 ff.; Häfelin/Haller,
Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 5. Aufl., Zürich 2001, S. 215 Rz. 755).

c. Nach dem GAV SBB setzt sich der Lohn für die dem GAV unterstellten
Personen aus einem Funktionsanteil, einem Erfahrungsanteil und einem
Leistungsanteil zusammen (Art. 57 GAV SBB); jede Funktion wird bewertet
und einer der 29 Funktionsstufen zugeteilt (Art. 58 Abs. 1 GAV SBB). Die
Funktionsbewertung erfolgt analytisch aufgrund von Stellenbeschreibungen
oder mittels anderer bestehender Bewertungsinstrumente (z. B. Merkmal- und
Kriterienkataloge; Art. 58 Abs. 2 GAV SBB). Die Richtlinie 140 PE 1 «Einreihung
von Funktionen» des Zentralbereichs Personal der SBB[4] (Inkrafttreten:
1. Januar 2001) befasst sich mit der Bewertung (Einreihung) von Stellen
gemäss Art. 58 GAV SBB. Im Anhang 1 der Richtlinie sind die zulässigen
Funktionsbezeichnungen und -stufen festgelegt. Daneben existiert das
Reglement R 128.1.1 «Arbeitsbewertungssystem für den administrativen
und technischen Bereich» (R 128.1.1)[5], gültig ab 1. Januar 1973, welches drei
Komponenten umfasst: Merkmalkatalog, Gewichtung und Klassenbildung.

4. Im vorliegenden Fall beantragt der Beschwerdeführer die Einreihung seiner
Stelle in der Funktionsstufe 19. Der Anteil für die Personalrekrutierung sei
unverändert. Diesbezüglich arbeite er auch mit dem Personalbereichsleiter
zusammen. Von Doppelspurigkeiten könne dabei indes keine Rede sein. Im
Vergleich zu zwei unbestritten komplexeren Stellen sei eine Diskrepanz von
vier Stufen ungerechtfertigt. Zudem sei seine Einreihung verglichen mit
den Sachbearbeitern störend und mit den anderen Einreihungen seines
Bereichs nicht zwingend. Schliesslich seien weder seine Stellungnahme
vom 29. Juli 2002 noch diejenigen verschiedener Bereichsleiter von der
Vorinstanz berücksichtigt worden, welche auch nicht unabhängig und neutral
entschieden habe.

a. Der GAV SBB sieht in Art. 150 Abs. 6 einen SBB-internen Instanzenzug
an den Zentralbereich Personal vor, bevor die PRK als zweite und letzte
Beschwerdeinstanz entscheidet (vgl. auch Art. 35 Abs. 1 BPG). Das SBB-interne
Beschwerdeverfahren richtet sich nach dem VwVG (vgl. Art. 151 GAV SBB;
siehe auch Art. 149 GAV SBB). Dass die Vorinstanz im Bestätigungsscheiben
vom 30. Mai 2002 ausgeführt hat, sie werde die bei ihr eingereichte
Beschwerde mit der Erstinstanz bearbeiten, lässt die Vorinstanz noch nicht als
vorbefasst erscheinen. Die Eingangsbestätigung mag unglücklich formuliert
sein; das vorinstanzliche Schreiben gleichen Datums an die Erstinstanz, worin
diese zur Stellungnahme eingeladen wird, ist indessen neutral gehalten. Dies

5

http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_125_II_548&resolve=1
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_123_I_8&resolve=1
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_121_I_51&resolve=1
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_121_I_104&resolve=1
http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=BGE_106_Ia_244&resolve=1

gilt auch für deren Stellungnahme vom 19. Juni 2002, geht daraus doch nicht
hervor, dass die Stellungnahme zusammen mit der Vorinstanz abgefasst
worden wäre.

Wenn des Weiteren das Schreiben der Vorinstanz vom 10. Juli 2002,
worin ein Vergleich der Stelle des Beschwerdeführers mit derjenigen des
Personalbereichsleiters gezogen und die Abweisung der Beschwerde in
Aussicht gestellt wird, auch problematisch erscheinen mag, da damit der
Endentscheid grundsätzlich vorweg genommen wird, so wurde darin dem
Beschwerdeführer immerhin nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme
gegeben. Von dieser Möglichkeit hat der Beschwerdeführer mit Schreiben
vom 29. Juli 2002 denn auch Gebrauch gemacht. Dass die Vorinstanz
im angefochtenen Beschwerdeentscheid auf diese Stellungnahme nicht
eingegangen wäre, trifft nicht zu. In ihrer Beurteilung ist sie unter
Bezugnahme auf die Eingabe des Beschwerdeführers vom 29. Juli 2002 auf
dessen Argumente wenigstens zum Teil eingegangen; im Übrigen war sie
nicht verpflichtet, sich mit sämtlichen Einwänden des Beschwerdeführers
ausdrücklich auseinander zu setzen.

Insofern ist es auch nicht zu beanstanden, wenn die Vorinstanz in der
Beurteilung die Stellungnahmen der verschiedenen Bereichsleiter
nicht namentlich genannt hat, welche die Einreihung der Stelle des
Beschwerdeführers in der Funktionsstufe 19 unterstützt haben, hat
sie doch entgegen deren Ansicht in der Gesamtwürdigung und im
Quervergleich mit anderen Stellen einen anderen Schluss gezogen. Mit
den Einwänden, der angefochtene Beschwerdeentscheid sei mangelhaft
begründet und - sinngemäss - die Vorinstanz vorbefasst gewesen, vermag
der Beschwerdeführer demnach nicht durchzudringen.

b.aa. Die Einreihung der Stelle des Beschwerdeführers findet ihren
Ursprung in erster Linie in der Neubewertung seiner Funktion infolge der
Unternehmensreform 1999 der SBB, als auch die Division, in welcher der
Beschwerdeführer als Leiter tätig ist, neu organisiert wurde. Seine Stelle
wurde in die Funktionsstufe 17 eingereiht. In seiner Beschwerde vom 22. Mai
2002 an die Vorinstanz hielt der Beschwerdeführer zur Begründung im
Wesentlichen fest, die seit 1999 eingetretenen Änderungen, insbesondere
die anspruchsvolle Rekrutierung von externen Mitarbeitern mit Festlegung
der Vertragsbedingungen, seien nicht berücksichtigt worden. Dies gelte auch
für die Unterstellung von 17 Stellen wie den Antrag auf Höhereinreihung der
Betriebsführung vom 5. Februar 2002. Auch im Vergleich mit anderen Stellen
sei die Einreihung seiner Stelle in der Funktionsstufe 19 begründet.

bb. Gemäss Rechtsprechung und Lehre hat sich die Überprüfung einer
Stelleneinreihung auf das Vorliegen ernstlicher Überlegungen zu beschränken.
Es kann nicht Aufgabe der PRK sein, selbst als qualifizierende Instanz tätig
zu werden (vgl. auch die Entscheide der PRK vom 25. April 2002 in Sachen K.
[PRK 2002-001], E. 3b, bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 2A.264/2002
vom 23. Juli 2002; vom 20. Dezember 2000 in Sachen B. [PRK 2000-017], E. 4a,
vom 24. November 2000 in Sachen B. [PRK 2000-022], E. 3a). Es besteht denn

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auch kein Anlass, von dieser Rechtsprechung, die unter dem Geltungsbereich
des Beamtengesetzes entwickelt wurde, für Fälle, die den Geltungsbereich des
GAV SBB angehen, abzuweichen.

cc. Die Einreihung der Stelle des Beschwerdeführers erfolgte aufgrund des
Stellenbeschriebs und des R 128.1.1 sowie im Quervergleich zu weiteren
Stellen. Dass die Einreihung mithin aufgrund des R 128.1.1 erfolgt ist, welches
bereits seit 1. Januar 1973 gültig ist, und offensichtlich nicht anhand der
einschlägigen Richtlinie zur Einreihung von Funktionen, die am 1. Januar
2001 in Kraft getreten ist, ist nicht zu beanstanden. Denn dabei handelt es sich
um SBB-interne Hilfsmittel zur Arbeitsbewertung, wie sie in Art. 58 Abs. 2 GAV
SBB ausdrücklich genannt sind. Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass das
mit seinem Merkmalkatalog offenbar effizientere R 128.1.1 noch angewendet
wird, ist doch nicht ersichtlich, dass für Stellen wie die hier fraglichen einmal
das R 128.1.1 mit einer Klassen- bzw. Funktionsstufengrenze von 24 Stufen,
ein anderes Mal die genannte Richtlinie zur Anwendung gelangt; mithin ist
eine Verletzung des Gebots der Gleichbehandlung nicht erkennbar. Weitere
Grundlagen der Einreihung bilden namentlich die Stellenbeschreibungen
der Stelle des Beschwerdeführers und des Personalbereichsleiters und
Organigramme.

dd. Aufgrund der Akten ist nicht ersichtlich, weshalb die Einreihung der
Stelle, die gerade im Licht der Unternehmensreform 1999 der SBB und der
Neuorganisation der Division zu sehen ist, nicht auf ernstlichen Überlegungen
beruhen soll. Es ist davon auszugehen, dass mit der Unternehmensreform
für den Beschwerdeführer anspruchsvolle Arbeiten angefallen sind,
insbesondere im Rahmen der zwei betreffenden Projekte. Unbestritten
ist auch, dass der Beschwerdeführer und der Personalbereichsleiter bei
diesen Projekten eng zusammen arbeiten. Ob dabei der Anteil von 25%
für die Personalrekrutierung beim Beschwerdeführer kurzfristig oder
mittelfristig zutrifft und ob die Personalgeschäfte aufgrund vom Programm
«Chance imWandel», kurz «chiwa», durch den Personalbereichsleiter zu
behandeln sind oder nicht, kann letztlich offen bleiben. Dass die Stelle des
Beschwerdeführers im Hinblick auf den Stellenbeschrieb im Vergleich zur
Stelle des Personalbereichsleiters nicht ebenfalls in der Funktionsstufe 19
eingereiht ist, ist als im Rahmen des Ermessensspielraums liegend nicht zu
beanstanden. Es ist denn auch nicht ersichtlich, dass die unterschiedliche
Arbeitsbewertung der beiden Stellen nach dem Merkmalkatalog des R
128.1.1 nicht auf ernstlichen Überlegungen beruht. Daran ändert auch
die Stellungnahme des Personalbereichsleiters vom 12. Juni 2002 nichts,
welcher zwar von einer Anhebung um eine Funktionsstufe ausgegangen
ist, gesamthaft die Stelle des Beschwerdeführers im Vergleich aber als
weniger anspruchsvoll erachtet. So ist nichts dagegen einzuwenden, dass
die Vorinstanz die Tätigkeiten des Personalbereichsleiters im Vergleich zu
denjenigen des Beschwerdeführers als anspruchsvoller beurteilt hat.

ee. Was imWeiteren den Vergleich der Stelle des Beschwerdeführers mit
zwei anderen Stellen anbelangt, so räumt der Beschwerdeführer selbst
ein, dass diese beiden Stellen aufgrund der Aufgabenstellung wesentlich
komplexer seien als seine Stelle. Nach Ansicht der PRK kann nicht gesagt
werden, dass die Einreihung der Stelle des Beschwerdeführers auch
im Vergleich mit den beiden genannten Stellen nicht auf ernstlichen
Überlegungen beruht. Daran vermag auch die Stellungnahme eines Leiters

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vom 5. Februar 2002 nichts zu ändern, wonach diesbezüglich eine Differenz
von vier Funktionsstufen nicht gerechtfertigt sei. Denn es gilt nicht nur das
bereichsinterne Einreihungsgefüge zu berücksichtigen, sondern auch das
Gesamtgefüge der Stellenreihungen innerhalb der SBB zu beachten. Wenn die
Vorinstanz in einer Gesamtwürdigung zum Schluss kommt, dass die Stelle des
Beschwerdeführers im Quervergleich in der Funktionsstufe 17 einzureihen
ist, so ist von der PRK nichts dagegen einzuwenden; es ist nicht Sache der
Rekurskommission, selbst als Einstufungsinstanz tätig zu werden.

c. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Einreihung der Stelle des
Beschwerdeführers aufgrund des Stellenbeschriebs und der Quervergleiche
nicht zu beanstanden ist. Wenn die Vorinstanz selbst auch gewisse Mängel
im Bewertungssystem einräumt und ab 1. Mai 2005 ein neues System in
Aussicht stellt, so kann dies mit Blick auf die gefestigte Rechtsprechung in
Bezug auf Stelleneinreihungen, die auch für Anstellungsverhältnisse der
SBB zu gelten hat, ebenso wenig zu einer höheren Einreihung der Stelle
des Beschwerdeführers führen. Die Beschwerde erweist sich somit als
unbegründet und ist abzuweisen.

[3] Zu beziehen beim Zentralbereich Personal der SBB, Mittelstr. 43, CH-3003
Bern 65 oder per Mail an: sekretariat.pe@sbb.ch
[4] Zu beziehen beim Zentralbereich Personal der SBB, Mittelstr. 43, CH-3003
Bern 65 oder per Mail an: sekretariat.pe@sbb.ch
[5] Zu beziehen beim Zentralbereich Personal der SBB, Mittelstr. 43, CH-3003
Bern 65 oder per Mail an: sekretariat.pe@sbb.ch

Informations générales sur la Commission fédérale de recours en matière de
personnel fédéral

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http://www.admin.ch/ch/f/cf/ko/index_130.html
http://www.admin.ch/ch/f/cf/ko/index_130.html

Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

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Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 68.8 - Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 13. Juni 2003

[PRK 2003-012]

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 2004
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Band 68
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	Entscheid der Eidgenössischen Personalrekurskommission vom 13. Juni 2003 [PRK 2003-012]