# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 46b053c5-3773-5160-9cce-2eda6912f6f3
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 06.05.2024 120 2023 81
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_120-2023-81_2024-05-06.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

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3013 Bern
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www.bvd.be.ch/ra

BVD 120/2023/81

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 6. Mai 2024

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer

und

Stockwerkeigentümergemeinschaft A.________, bestehend aus:

Frau D.________
Beschwerdegegnerin 1

Frau E.________
Beschwerdegegnerin 2

Frau F.________
Beschwerdegegnerin 3

sowie

Baupolizeibehörde der Gemeinde Brenzikofen, Schulhausstrasse 2, 3671 Brenzikofen

betreffend die Verfügung der Baupolizeibehörde der Gemeinde Brenzikofen vom 28. November 
2023 (Hauptzufahrt Nordost)

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Brenzikofen Grundbuchblatt 
Nr. H.________. Diese grenzt an die Parzelle Nr. J.________ mit den Gebäuden A.________, die 
sich im Stockwerkeigentum der Beschwerdegegnerinnen befindet. Beide Parzellen liegen in der 
Landwirtschaftszone. 

Die Gemeindestrasse A.________ verläuft entlang der Nordwestseite der Parzelle 
Nr. H.________, biegt dann in einem annähernd rechten Winkel ab und verläuft weiter entlang der 
Nordostseite der Parzelle Nr. H.________ bzw. der Parzellen Nrn. J.________ und L.________. 
Die Parzelle Nr. J.________ der Beschwerdegegnerinnen ist dort an die Gemeindestrasse ange-
schlossen (im Folgenden: «Nordost-Zufahrt»). Zudem führt von der Parzelle Nr. J.________ ein 

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Weg über die Parzelle Nr. H.________ in Richtung Nordwesten und mündet dort in die Gemein-
destrasse (im Folgenden: «Nordwest-Zufahrt»). Diesbezüglich besteht ein Fuss- und Fahrweg-
recht zu Gunsten der Parzelle Nr. J.________ und zu Lasten der Parzelle Nr. H.________.

Der Beschwerdeführer zeigte dem Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland am 9. März 2022 an, 
dass die Nordwest-Zufahrt ohne Bewilligung ausgebaut worden sei und nun als Hauptzufahrt zum 
Grundstück Nr. J.________ verwendet werde, während bei der Nordost-Zufahrt massive Terrain-
veränderungen vorgenommen worden seien. Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland leitete 
die Anzeige an die Gemeinde Brenzikofen weiter. Diese hielt mit Verfügung vom 8. Februar 2023 
fest, dass keine öffentlich-rechtlichen Tatbestände betroffen seien und seitens der Gemeinde kein 
Handlungsbedarf bestehe. Dagegen führte der Beschwerdeführer Beschwerde bei der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD). Er stellte folgende Rechtsbegehren:
« 1. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Hauptzufahrt Nordost von der Gemeindestrasse zu den Ge-

bäuden Brenzikofen, A.________ sei durch die BVD zu verfügen.
2. Die Terrassierung der ursprünglichen Hauptzufahrt Nordost sei von der BVD zu beurteilen und abzu-

weisen.
3. Eventuell sei für die massiven Terrainveränderungen bei der Hauptzufahrt Nordost ein Baugesuch ein-

zureichen, um dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zur Einspracheerhebung einzuräumen.
4. Es sei keine Weganschlussbewilligung über die Nordwest Zufahrt auf die öffentliche Strasse zu erteilen; 

diese Zufahrt sei somit aufzuheben.
5. Eventuell sei die Nordwest Zufahrt auf eine maximale Breite von zwei Metern zurückzubauen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.»

Die BVD hiess die Beschwerde gut, soweit sie darauf eintrat. Sie hob die Verfügung der Gemeinde 
Brenzikofen vom 8. Februar 2023 auf und wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens im 
Sinne der Erwägungen an die Gemeinde Brenzikofen zurück (BVD 120/2023/13 vom 12. Mai 
2023).

2. Mit Eingabe vom 29. Juni 2023 beantragte der Beschwerdeführer bei der Gemeinde Bren-
zikofen den Erlass baupolizeilicher Anordnungen bezüglich des Gebäudes A.________. Er ver-
langte unter Kosten- und Entschädigungsfolge,
- dass die Wiederherstellung der ursprünglichen Primärkonstruktion im alten Wohnteil (Erd- und 

1. Obergeschoss) zu verfügen sei;
- dass der Rückbau zu verfügen sei, damit das Bauernhaus A.________ wieder als schützens-

wertes Denkmal im Bauinventar des Kantons Bern eingetragen werden könne;
- dass so oder so das ehemalige Bauernhaus A.________ als schützenswertes Denkmal im 

Bauinventar des Kantons Bern einzutragen sei;
- dass bis zum Abschluss der Wiederherstellung für sämtliche Räume im 1. Obergeschoss, in 

welchen die Fussböden angehoben und die Fensterbrüstungshöhe somit geringer wurde, ent-
sprechende Fensterabsturzsicherungen unverzüglich anzuordnen seien;

- dass eventuell für sämtliche Volumenvergrösserungen im Erdgeschoss sowie im 1. Oberge-
schoss ein nachträgliches Baugesuch einzureichen sei, um dem Beschwerdeführer die Möglich-
keit zur Einspracheerhebung einzuräumen;

Die Gemeinde Brenzikofen verfügte am 28. November 2023, dass diesbezüglich kein Handlungs-
bedarf bestehe. Sie wies die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers ab, soweit sie darauf ein-
trat.

3. Dagegen reichte der Beschwerdeführer am 18. Dezember 2023 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Er stellt folgende Anträge:
« 1. Die Verfügung der Gemeinde Brenzikofen vom 28. November 2023 sei aufzuheben (…).

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2. Die Wiederherstellung der ursprünglichen Hauptzufahrt Nordost von der Gemeindestrasse zu den Ge-
bäuden Brenzikofen, A.________ sei durch die BVD zu verfügen.

3. Die Terrassierung der ursprünglichen Hauptzufahrt Nordost sei von der BVD vor Ort zu beurteilen und 
abzuweisen.

4. Eventuell sei für die massiven Terrainveränderungen bei der Hauptzufahrt Nordost ein Baugesuch ein-
zureichen, um dem Beschwerdeführer die Möglichkeit zur Einspracheerhebung einzuräumen.

5. Es sei keine Weganschlussbewilligung über die Nordwest Zufahrt auf die öffentliche Strasse zu erteilen; 
diese Zufahrt sei somit aufzuheben.

6. Eventuell sei die Nordwest Zufahrt auf eine maximale Breite von zwei Metern zurückzubauen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.»

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, bat die Gemeinde Bren-
zikofen um Einreichung der Vorakten und einer Vernehmlassung zur Beschwerde. Es beteiligte 
die Stockwerkeigentümerinnen am Verfahren und gab ihnen Gelegenheit zur Einreichung einer 
Beschwerdeantwort. Die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 wiesen mit Eingabe vom 3. Januar 
2024 darauf hin, dass die Beschwerdeanträge bereits Gegenstand des Beschwerdeverfahrens 
BVD 120/2023/13 gebildet hätten und sie sich damals dazu geäussert hätten. Seit dem Rückwei-
sungsentscheid der BVD vom 12. Mai 2023 hätten sie in dieser Sache nichts mehr von der Ge-
meinde Brenzikofen gehört.

Die Gemeinde Brenzikofen erklärte mit Eingabe vom 16. Januar 2024, dass sich die angefochtene 
Verfügung vom 28. November 2023 in keiner Weise auf die Zufahrt zur Liegenschaft 
A.________  und die Terrassierung bei den Gebäuden beziehe. Dieses Verfahren sei nach dem 
Rückweisungsentscheid der BVD vom 12. Mai 2023 wieder bei der Gemeinde Brenzikofen hängig. 
Die Gemeinde Brenzikofen habe das Verfahren aufgrund der Komplexität des Sachverhalts und 
fehlender Ressourcen noch nicht weiterbearbeiten können. Ende November 2023 seien die ent-
sprechenden Arbeiten extern vergeben worden. Die Arbeiten seien im Gang. Eine anfechtbare 
Verfügung zu den vom Beschwerdeführer gerügten Tatbeständen stehe noch aus. Die Be-
schwerde richte sich wohl gegen das Nichtverfügen seitens der Gemeinde.

Das Rechtsamt bat die Gemeinde Brenzikofen um Mitteilung, welche Verfahrensschritte im Bau-
polizeiverfahren seit Ende November ergangen seien, und dem Rechtsamt Kopien der entspre-
chenden Aktenstücke einzureichen. Am 15. März 2024 reichte die Gemeinde Brenzikofen dem 
Rechtsamt die Kopie eines Schreibens an die Beschwerdegegnerinnen vom 14. März 2024 ein. 
Darin fasst sie die Beweislage bezüglich der Nordwest-Zufahrt zusammen und hält fest, dass hin-
sichtlich der Terrainveränderungen bei der Nordost-Zufahrt der Sachverhalt noch klärungsbedürf-
tig sei. Sie fordert die Beschwerdegegnerinnen auf, die Terrainveränderungen bzw. umgebungs-
gestaltenden Massnahmen bei der Nordost-Zufahrt zu beschreiben und darzustellen sowie mit 
Fotos o.ä. zu dokumentieren. Sie stellt in Aussicht, dass die Beschwerdegegnerinnen zum Rück-
bau der Nordwest-Zufahrt auf 2,00 m Breite mit begrüntem Mittelstreifen verpflichtet werden sol-
len, wobei die Möglichkeit eines nachträglichen Baugesuchs bestehe. Im Hinblick auf den Erlass 
einer anfechtbaren Verfügung gewährt sie den Beschwerdegegnerinnen das rechtliche Gehör. 
Der Beschwerdeführer hat die Verfügung vom 14. März 2024 in Kopie erhalten.

Das Rechtsamt gab den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit zur Einreichung von Schlussbemer-
kungen. Der Beschwerdeführer äusserte sich mit Schlussbemerkungen vom 9. April 2024. Er er-
läutert seine Einwände gegen die Terrainveränderungen bei der Nordost-Zufahrt und gegen die 
Verbreiterung der Nordwest-Zufahrt. Er hält sinngemäss an seiner Beschwerde fest. Die weiteren 
Beteiligten haben keine Schlussbemerkungen eingereicht.

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)

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II. Erwägungen

1. Eintreten

a) Die Beschwerde wendet sich gemäss Rechtsbegehren 1 gegen die Verfügung der Ge-
meinde vom 28. November 2023. 

Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG2 können baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 BauG in-
nert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVD angefochten werden. Mit der Be-
schwerde vom 18. Dezember 2023 wird die 30-tägige Beschwerdefrist eingehalten. 

Der Beschwerde lässt sich jedoch nicht entnehmen, aus welchen Gründen der Beschwerdeführer 
die Aufhebung der Verfügung vom 28. November 2023 verlangt. Nach Art. 32 Abs. 2 VRPG3 müs-
sen Rechtsmittel begründet werden. Die Begründung muss sich wenigstens in minimaler Form mit 
dem angefochtenen Entscheid auseinandersetzen und sinngemäss darauf schliessen lassen, 
weshalb dieser unrichtig sein soll.4 Werden mehrere Rechtsbegehren gestellt, so muss jedes da-
von begründet werden. Hinsichtlich nicht begründeter Anträge ist auf das Rechtsmittel nicht ein-
zutreten.5

Auf die Beschwerde ist demnach nicht einzutreten, soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung 
der Verfügung vom 28. November 2023 beantragt.

b) Über die Rechtsbegehren 2-6 hat die BVD bereits im Beschwerdeverfahren BVD 
120/2023/13 entschieden. 

Nach dem Grundsatz der materiellen Rechtskraft ist es unzulässig, über eine bereits beurteilte 
Sache ein neues ordentliches Prozessverfahren durchzuführen. Eine abgeurteilte Sache (res iu-
dicata) liegt vor, wenn der streitige Anspruch mit einem schon rechtskräftig beurteilten Anspruch 
identisch ist. Dies ist der Fall, wenn ein Anspruch aus demselben Rechtsgrund und gestützt auf 
denselben Sachverhalt erneut zur Beurteilung unterbreitet wird.6 Nur wenn das neue Verfahren 
den sachlichen Rahmen des früheren Entscheidgegenstands sprengt, ist die materielle Rechts-
kraft kein Hinderungsgrund mehr.7

Im Verfahren betreffend die Zufahrten zum Grundstück Nr. J.________ und die dortigen Terrain-
veränderungen (baupolizeiliche Anzeige des Beschwerdeführers vom 9. März 2022) ist die Verfü-
gung der Gemeinde vom 8. Februar 2023 durch die BVD aufgehoben worden. Die BVD hat im 
Entscheid BVD 120/2023/13 vom 12. Mai 2023 nicht selber in der Sache entschieden, sondern 
das Verfahren an die Gemeinde zurückgewiesen. Das Verfahren ist seither wieder bei der Ge-
meinde hängig. Die Gemeinde hat bis zur Beschwerdeeinreichung nicht erneut verfügt; die Verfü-
gung vom 28. November 2023 ist in einer anderen Sache ergangen. Im zurückgewiesenen Bau-
polizeiverfahren betreffend die Zufahrten zum Grundstück Nr. J.________ und die dortigen Ter-
rainveränderungen ist der sachliche Rahmen somit derselbe wie im Verfahren BVD 120/2023/13. 
Insoweit liegt eine abgeurteilte Sache (res iudicata) vor. Der Beschwerdeführer kann nicht verlan-
gen, dass die BVD erneut über die bereits damals streitigen Gegenstände entscheidet. Auf die 
Rechtsbegehren 2-6 ist deshalb nicht einzutreten. Diesbezügliche Sachverhaltsabklärungen, ins-

2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
4 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 22 
5 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 26 
6 BVR 2017 S. 459 E. 4.6.1
7 BVR 1999 S. 81 E. 1b

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besondere die mit Rechtsbegehren 3 beantragte Ortsbesichtigung durch die BVD, erübrigen sich 
damit.

c) Rechtsbegehren sind grundsätzlich präzise zu fassen. Mit ihnen wird der Streitgegenstand 
des Verfahrens festgelegt. Die Praxis ist jedoch, zumal bei Laieneingaben, nicht streng. Gegebe-
nenfalls sind Rechtsbegehren unter Berücksichtigung der Beschwerdebegründung auszulegen.8

Im Lichte der Beschwerdebegründung ist die Beschwerde so zu verstehen, dass der Beschwer-
deführer beanstanden will, dass die Gemeinde am 28. November 2023 nicht (auch) über die vom 
Beschwerdeführer anbegehrten baupolizeilichen Anordnungen zur Nordwest-Zufahrt und zur 
Nordost-Zufahrt bzw. zu den Terrainveränderungen verfügt hat. Auch die Gemeinde geht gemäss 
ihrer Stellungnahme vom 16. Januar 2024 davon aus, dass sich die Beschwerde gegen ihr Nicht-
verfügen betreffend die Nordwest-Zufahrt und die Nordost-Zufahrt bzw. die Terrainveränderungen 
richte. 

Die Beschwerde kann demnach als Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde 
aufgefasst werden. Eine Rechtsverweigerung liegt vor, wenn eine Behörde keine Verfügung bzw. 
keinen Entscheid trifft, obwohl sie dazu verpflichtet wäre.9 Von einer Rechtsverzögerung wird ge-
sprochen, wenn die zum Handeln verpflichtete Behörde ein Verfahren ungebührlich ver-
schleppt.10 Das Verweigern oder Verzögern einer Verfügung kann wie eine Verfügung angefoch-
ten werden (Art. 49 Abs. 2 und Art. 60 Abs. 1 Bst. a VRPG11).

Wegen Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung kann grundsätzlich jederzeit Beschwerde 
geführt werden. Gibt jedoch eine bestimmte Handlung oder Äusserung der Behörde Anlass zu 
einer Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde, so muss die Rechtsverweige-
rung oder -verzögerung innert der massgebenden Beschwerdefrist gerügt werden.12 

Der Beschwerdeführer sah sich durch die Verfügung der Gemeinde vom 28. November 2023 zur 
Beschwerde veranlasst. Er hat seine Beschwerde innert der 30-tägigen Anfechtungsfrist nach 
Art. 49 Abs. 1 BauG eingereicht. Er war im bisherigen Verfahren betreffend die Nordwest-Zufahrt 
und die Nordostzufahrt bzw. die Terrainveränderungen, einschliesslich im Beschwerdeverfahren 
BVD 120/2023/13, als Partei beteiligt. Er hat auch nach dem Rückweisungsentscheid der BVD 
Anspruch auf Beteiligung am von der Gemeinde fortzusetzenden Verfahren (vgl. Erwägung 2c). 
Damit ist er durch eine allfällige Rechtsverweigerung oder –verzögerung beschwert und folglich 
zur Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde legitimiert.

Auf die Beschwerde vom 18. Dezember 2023 ist daher einzutreten, soweit der Beschwerdeführer 
damit eine Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung geltend macht.

2. Rechtsverweigerung/-verzögerung

a) Eine Rechtsverweigerungs- oder Rechtsverzögerungsbeschwerde hat keinen Devolutivef-
fekt, d.h. die Zuständigkeit zum Entscheid in der Hauptsache geht nicht auf die Rechtsmittel-
behörde über. Die Rechtsmittelbehörde entscheidet also – abgesehen von hier nicht anwendbaren 
Ausnahmefällen – nicht in der Hauptsache. Bejaht sie das Vorliegen einer Rechtsverweigerung 

8 Michel Daum, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 32 N. 18
9 Markus Müller, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 92 
10 Markus Müller, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 96 
11 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
12 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 67 N. 15; BGer 2P.16/2002 vom 18. 
Dezember 2002 E. 2.2, mit weiteren Hinweisen; VGE 2015/189 vom 4. Dezember 2015 E. 2.2

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oder Rechtsverzögerung, so gibt sie der zuständigen Behörde Anweisungen zur unverzüglichen 
Vornahme der verweigerten oder verzögerten Verfahrensschritte.13

Es ist daher zu prüfen, ob der Gemeinde Anweisungen zu erteilen sind.

b) Der Rückweisungsentscheid der BVD ist am 12. Mai 2023 ergangen. Die BVD hat in ihren 
Entscheiderwägungen die nächsten Verfahrensschritte skizziert, die die Gemeinde in Fortsetzung 
des Verfahrens unternehmen sollte. Demnach hatte die Gemeinde bezüglich der ohne die erfor-
derliche Baubewilligung erstellten Nordwest-Zufahrt in einem Baupolizeiverfahren unter Beteili-
gung des Beschwerdeführers (Zustandsstörer) und der Beschwerdegegnerinnen (Verhaltensstö-
rerinnen) die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anzuordnen, wobei die von den 
Adressaten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu ergreifenden Massnahmen ge-
nau zu bezeichnen seien. Den Parteien sei zudem die Möglichkeit eines nachträglichen Baugesu-
ches einzuräumen (Entscheid BVD 120/2023/13 E. 4c und 6b). Hinsichtlich der vom Beschwerde-
führer geltend gemachten Terrainveränderungen bei der Nordost-Zufahrt müssten die von den 
Beschwerdegegnerinnen vorgenommenen Änderungen abgeklärt und gestützt darauf beurteilt 
werden, ob diese baubewilligungspflichtig seien. Falls ja, sei abzuklären, ob dafür eine Bewilligung 
vorliege oder ob allenfalls die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verfügt werden 
müsse (Entscheid BVD 120/2023/13 E. 5b und 6b).

Bis zur Beschwerdeeinreichung am 18. Dezember 2023, d.h. rund 7 Monate nach dem Rückwei-
sungsentscheid, hatte die Gemeinde im Verfahren betreffend Nordwest- und Nordost-Zufahrt bzw. 
Terrainveränderungen keine weiteren Schritte ergriffen. Angesichts der klaren Handlungsanwei-
sungen im Rückweisungsentscheid der BVD dauerte damit die Untätigkeit der Gemeinde unge-
bührlich lange. Eine Rechtsverzögerung liegt vor, wenn die Behörde einen anstehenden Entscheid 
nicht binnen der Frist trifft, die nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen 
Umstände noch als angemessen erscheint.14 Vorliegend wurde – auch wenn man die begrenzten 
Ressourcen der Gemeinde berücksichtigt – das angemessene Mass überschritten.

Demnach hatte der Beschwerdeführer am 18. Dezember 2023 begründeten Anlass zur Einrei-
chung einer Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde.

c) Mittlerweile ist die Gemeinde mit der Verfügung vom 14. März 2024 tätig geworden. Sie hat 
die Beschwerdegegnerinnen zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung betreffend die Terrain-
veränderungen bzw. umgebungsgestaltenden Massnahmen bei der Nordost-Zufahrt aufgefordert. 
Zudem hat sie ihnen im Hinblick auf den in Aussicht genommenen Erlass einer Wiederherstel-
lungsverfügung betreffend die Nordwest-Zufahrt das rechtliche Gehör gewährt. Damit wurde das 
Baupolizeiverfahren einen Schritt weiter getrieben.

Die Gemeinde hat es allerdings unterlassen, den Beschwerdeführer korrekt als Partei am Verfah-
ren zu beteiligen. Nachdem der Beschwerdeführer bis zum Rückweisungsentscheid der BVD vom 
12. Mai 2023 Verfahrenspartei gewesen ist, ist er auch im fortgesetzten Verfahren als Partei zu 
beteiligen. Hinzu kommt noch, dass die BVD im Rückweisungsentscheid vom 12. Mai 2023 darauf 
hingewiesen hat, dass der Beschwerdeführer nicht nur als Anzeiger, sondern auch in seiner Ei-
genschaft als Eigentümer der Parzelle Nr. H.________, über welche die Nordwest-Zufahrt verläuft 
(d.h. als Zustandsstörer), am Verfahren zu beteiligen ist. Die unterlassene Einräumung der Par-
teirechte stellt eine formelle Rechtsverweigerung zulasten des Beschwerdeführers dar.

13 Markus Müller, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 101
14 Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl. 2020, N. 1045 f. mit Hinweisen; BGer 1C_229/2017 
vom 28. September 2017 E. 2.5.1

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Die Gemeinde ist daher anzuweisen, dem Beschwerdeführer im fortgesetzten baupolizeilichen 
Verfahren sämtliche Rechte einer Verfahrenspartei einzuräumen. Verfügungen sind dem Be-
schwerdeführer nicht lediglich in Kopie zuzustellen, sondern sie müssen auch ihm als Partei eröff-
net werden. Dem Beschwerdeführer müssen auch alle sonstigen Rechte einer Verfahrenspartei 
eingeräumt werden. Er muss also insbesondere Gelegenheit erhalten, an der Sachverhaltserhe-
bung (bspw. einer allfälligen Ortsbesichtigung) mitzuwirken und sich zu erhobenen Beweisen, zu 
allfälligen Stellungnahmen von Fachbehörden und zu Verfahrenseingaben anderer Verfahrensbe-
teiligter zu äussern. 

d) Auf sonstige Anweisungen an die Gemeinde kann verzichtet werden. Es ist davon auszu-
gehen, dass die Gemeinde das Verfahren nun zielstrebig vorantreibt und zeitnah einem Abschluss 
zuführt. Inhaltliche Anweisungen über das Verfahrensergebnis verbieten sich, da es nun an der 
Gemeinde ist, das Baupolizeiverfahren weiterzuführen und den Sachverhalt zu erheben, Partei-
stellungnahmen und allenfalls Stellungnahmen von Fachbehörden einzuholen und gestützt darauf 
über die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verfügen. 

In der Wiederherstellungsverfügung sind die Beschwerdegegnerinnen auf die Möglichkeit zur Ein-
reichung eines nachträglichen Baugesuchs hinzuweisen, sofern ein solches nicht aussichtslos er-
scheint. Sollten die Beschwerdegegnerinnen bereits vor Abschluss des Baupolizeiverfahrens ein 
nachträgliches Baugesuch einreichen, so wird das Verfahren zur Wiederherstellung des recht-
mässigen Zustands zunächst aufgeschoben. Über die Wiederherstellung wird diesfalls im Rah-
men des Bauentscheids zu verfügen sein, sofern das nachträgliche Baugesuch nicht oder nicht 
vollumfänglich bewilligt werden kann (Art. 46 Abs. 2 Bst. e BauG).

3. Zusammenfassung und Kosten

a) Nach dem Gesagten kann auf die Rechtsbegehren des Beschwerdeführers insoweit einge-
treten werden, als er sinngemäss eine Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung seitens der 
Gemeinde beanstandet. Diese Beanstandung war im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung be-
gründet. Da die Gemeinde dem Beschwerdeführer bei der seither erfolgten Instruktionsverfügung 
vom 14. März 2024 nicht korrekt die Parteirechte eingeräumt hat, ist der Gemeinde diesbezüglich 
eine Anweisung zu erteilen. Weitere Anweisungen sind nicht nötig. 

Die Beschwerde ist demnach, soweit darauf einzutreten ist, teilweise begründet.

b) Die Verfahrenskosten werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von CHF 1200.– (Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV15). 

Nach Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt, es 
sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei gebietet eine andere Verlegung oder die beson-
deren Umstände rechtfertigen, keine Verfahrenskosten zu erheben. Vorliegend rechtfertigt es sich 
angesichts des Verfahrensergebnisses, dem Beschwerdeführer die Verfahrenskosten im Umfang 
von CHF 200.–, aufzuerlegen. Der Gemeinde werden gemäss Art. 108 Abs. 2 VRPG keine Ver-
fahrenskosten auferlegt. Die übrigen Verfahrenskosten werden daher vom Kanton getragen.

c) Ersatzfähige Parteikosten sind nicht angefallen.

III. Entscheid

15 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21)

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1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Gemeinde Brenzikofen angewiesen, 
dem Beschwerdeführer im Baupolizeiverfahren betreffend Ausbau der Nordwest-Zufahrt 
(über Parzelle Nr. H.________ und Anschluss an Gemeindestrasse) sowie Umgestaltung 
der Nordost-Zufahrt (Terrainveränderungen) sämtliche Rechte einer Verfahrenspartei ein-
zuräumen.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann. 

2. Dem Beschwerdeführer werden Verfahrenskosten im Umfang von CHF 200.– zur Bezah-
lung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechts-
kraft erwachsen ist. 

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn C.________, eingeschrieben
- Frau D.________, eingeschrieben
- Frau E.________, eingeschrieben
- Frau F.________, eingeschrieben
- Baupolizeibehörde der Gemeinde Brenzikofen, eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in 4 Exemplaren einzureichen ist, muss einen An-
trag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift ent-
halten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.