# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c3218736-165d-5096-a153-7c896dcddd27
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-12-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.12.2008 UV 2008/33
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-33_2008-12-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/33

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 02.12.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 02.12.2008
Art. 6 UVG. Beurteilung der Unfallkausalität von Bein- und Kniebeschwerden 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. 
Dezember 2008, UV 2008/33).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichter Martin Rutishauser und Franz 

Schlauri; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 2. Dezember 2008

in Sachen

M.___,

Beschwerdeführer,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

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A.a    M.___, geb. 1959, war bei der A.___ tätig und dadurch bei der Suva versichert, 

als er am 18. November 2004 beim Hinuntersteigen in einen Schacht, auf einer 

Eisenverstrebung stehend, auf die ca. 30 cm tiefer liegende Verstrebung rutschte. 

Hierbei konnte er sich zwar mit den Händen festhalten, verstauchte sich indessen das 

rechte obere Sprunggelenk. Dieses schwoll an und war in der Folge schmerzhaft. Er 

konnte jedoch bis 3. Januar 2005 weiter arbeiten (UV-act. 1, 2). Später gab der 

Versicherte an, im Verlauf der Zeit habe auch das Knie geschmerzt (UV-act. 6). Mit 

Schreiben vom 8. April 2005 teilte die Suva dem Versicherten mit, für die Fuss- und 

Kniebeschwerden stünden ihm Versicherungsleistungen (Heilbehandlung) zu (vgl. auch 

UV-act. 8). Aufgrund der Fuss- und Kniebeschwerden habe keine Arbeitsunfähigkeit 

bestanden, so dass eine Taggeldzahlung entfalle. Die ebenfalls behandelten 

Rückenbeschwerden stünden in keinem Zusammenhang zum Ereignis vom 

18. November 2004, weshalb hierfür keine Leistungen erbracht werden könnten (UV-

act. 10). In der Beurteilung vom 9. August 2007 hielt der Suva-Kreisarzt fest, aufgrund 

der Unfallfolgen könne von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (UV-

act. 61).

A.b   Gestützt auf eine MEDAS-Begutachtung, welche unter anderem eine 80 %ige 

Arbeitsfähigkeit des Versicherten in einer körperlich leichten, wechselbelastenden 

Tätigkeit ergeben hatte (IV-act. 57), sprach die IV-Stelle des Kantons St. Gallen dem 

Versicherten mit Verfügungen vom 9. November und 13. Dezember 2007 eine 

Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Januar 2006 auf der Basis eines IV-Grades von 42 % zu 

(UV-act. 56; vgl. auch UV-act. 67 und 70). Mit Verfügung vom 13. August 2007 hatte 

die Suva dem Rechtsvertreter des Versicherten eröffnet, die Rückenbeschwerden seien 

gemäss kreisärztlicher Beurteilung ursächlich auf krankhafte Veränderungen 

zurückzuführen; es seien überwiegend Krankheitsfolgen für den Verlauf verantwortlich. 

Aufgrund der Unfallfolgen seien keine weiteren Behandlungen mehr notwendig (UV-act. 

62). Die gegen diese Verfügung vom Rechtsvertreter des Versicherten erhobene 

Einsprache (UV-act. 63) wies die Suva mit Einsprache-Entscheid vom 14. Februar 2008 

ab.

B.        

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B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt lic. iur. LL.M. Dominik 

Gemperle, St. Gallen, für den Versicherten am 12. März 2008 Beschwerde mit den 

Anträgen, der Entscheid und die Verfügung vom 13. August 2007 seien aufzuheben. 

Dem Beschwerdeführer seien Versicherungsleistungen in der Form von 

Taggeldleistungen oder durch Zusprache einer Rente für Vollinvalidität auszurichten. 

Eventualiter sei die aktuelle Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bzw. die Kausalität 

zwischen der festgestellten Arbeitsunfähigkeit und dem Unfallereignis durch eine 

andere fachärztliche Expertise festzulegen. Ein entsprechendes Gutachten solle 

insbesondere die Frage beantworten, ob eine entsprechende Arbeitsunfähigkeit mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit als Unfallfolge zu qualifizieren sei oder ob 

krankhafte Störungen im Vordergrund stehen würden. Der behandelnde Arzt Dr. med. 

B.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, sei zur Kausalität der Beschwerden 

gutachterlich zu befragen. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung zu bewilligen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter 

anderem aus, es sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten, dass auch die 

Rückenbeschwerden in einem adäquaten und kausalen Zusammenhang mit der 

Fussverletzung bzw. mit dem Unfall vom November 2004 stehen würden. Eine 

Expertise, welche diese Frage zum Gegenstand habe, werde explizit beantragt. Der 

Beschwerdeführer leide nach wie vor an den Folgen der schweren Fussverletzungen. 

Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der direkten Unfallfolgen stark beeinträchtigt. Die 

geklagten Beschwerden müssten zumindest als Teilursache des Unfalls qualifiziert 

werden. Es liege ein eindeutiges ärztliches Attest vor, welches dies bestätige. Beim 

Beschwerdeführer lägen nach wie vor behandlungsbedürftige Unfallfolgen sowie eine 

unfallbedingte Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit vor. - Mit der Beschwerdeergänzung 

vom 28. April 2008 reichte der Rechtsvertreter ein Arztzeugnis von Dr. B.___ vom 15. 

April 2008 nach (act. G 3).

B.b In der Beschwerdeantwort vom 26. Mai 2008 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im 

angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, dauerhafte physische 

Unfallschäden hätten ärztlicherseits nie objektiviert werden können, weder am OSG 

rechts noch am Knie rechts. Die Schmerzen seien vielmehr auf (unfallfremde) 

psychische Störungen zurückzuführen. Die Rückenprobleme hätten schon lange vor 

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dem banalen Unfall vom 18. November 2004 bestanden. Sie seien unfallfremder Natur 

und psychisch überlagert. Diesbezüglich sei die Beschwerdegegnerin nicht 

leistungspflichtig.

B.c   Von der ihm mit Schreiben der Gerichtsleitung vom 28. Mai 2008 eingeräumten 

Möglichkeit zur Einreichung einer Replik und zur Einreichung der Unterlagen betreffend 

das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung (act. G 6, 7) machte der Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers keinen Gebrauch (Annahme des Nichtfesthaltens am Gesuch 

um unentgeltliche Rechtsverbeiständung; act. G 8).

B.d Am 10. Juli 2008 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein 

Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. B.___ vom 30. Juni 2008 nach (act. G 9).

B.e Das Versicherungsgericht zog die Akten der Invalidenversicherung betreffend den 

Beschwerdeführer bei (act. G 11).

B.f    Am 14. November 2008 teilte Rechtsanwalt Gemperli mit, dass er den 

Beschwerdeführer nicht mehr vertrete.

Erwägungen:

1.         

Streitig ist vorliegend, ob - und gegebenenfalls in welchem zeitlichen Rahmen - die 

Fuss- und Knieprobleme sowie die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers in 

einem adäquatkausalen Zusammenhang zum Unfall vom 18. November 2004 stehen. 

Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Entscheid die diesbezüglichen 

rechtlichen Grundlagen zutreffend dar (Erwägung 1); darauf ist zu verweisen. Die vom 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers angesprochene Frage des Rentenanspruchs 

bildete nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids. Die Rentenprüfung kann 

somit auch nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein; diesbezüglich ist auf die 

Beschwerde nicht einzutreten. - Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. B.___, welchen den 

Beschwerdeführer rund eineinhalb Monate nach dem streitigen Ereignis aufsuchte, 

diagnostizierte im Bericht vom 10. Februar 2005 eine Distorsion des lateralen OSG 

rechts und eine Distorsion des Knies mit medialen Beschwerden. Seit dem 19. Januar 

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2005 bestehe volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 3). Am 15. Februar 2005 gab der 

Beschwerdeführer unter anderem an, er habe seit kurzem starke Rückenbeschwerden. 

Er habe schon vor dem Unfall ab und zu Rückenbeschwerden gehabt. Gleich nach 

dem Unfall habe er keine Rückenschmerzen verspürt (UV-act. 4). Dr. med. C.___, 

Orthopädie am Rosenberg, stellte am 9. März 2005 die Diagnosen einer Distorsion des 

oberen Sprunggelenks rechts, von funktionellen Kniebeschwerden rechts sowie einer 

lumbalen Diskushernie links (UV-act. 5). Gegenüber dem Suva-Aussendienstmitarbeiter 

erklärte der Beschwerdeführer am 22. März 2005 unter anderem, unmittelbar nach dem 

Unfall habe er im rechten Fussgelenk Schmerzen gehabt. Er habe dennoch weiter 

gearbeitet. Im Verlauf der Zeit habe auch das Knie geschmerzt. Nach den 

Betriebsferien habe er die Arbeit am 10. Januar 2005 wieder aufgenommen. 

Zwischenzeitlich hätten sich auch Rückenschmerzen bemerkbar gemacht. Er habe 

eigentlich schon immer während der Arbeit oder nach schwerer körperlicher Tätigkeit 

leichte Rückenbeschwerden gehabt. Diese habe er dann am Abend meist selbst 

behandelt, so dass er deswegen nicht arbeitsunfähig gewesen sei (UV-act. 6). 

Gegenüber Dr. med. D.___, Orthopädie am Rosenberg, berichtete der 

Beschwerdeführer am 22. März 2005 über wechselnde lumbale Rückenbeschwerden, 

welche seit 20 Jahren bestehen würden. Der Arzt diagnostizierte eine Lumboischialgie 

rechts bei Osteochondrose L4/5 und hielt fest, die Beschwerden würden durch die 

degenerativen Veränderungen lumbal verursacht. Unfallbedingt sei es sicher zu einer 

Verschlechterung der Situation gekommen, die sich aber im Lauf der Zeit gebessert 

habe. Nach der Wiederaufnahme der Arbeit am 10. Januar 2005 sei es zu einer 

Exazerbation der lumbalen Beschwerden gekommen. Diese Verschlechterung und 

erneute Arbeitsunfähigkeit sei auf die degenerativen Veränderungen zurückzuführen; 

eine Unfallkausalität scheine ihm (dem Arzt) hier nicht vorzuliegen (UV-act. 7). Dies 

bestätigte Dr. D.___ im Bericht vom 31. März 2005 (UV-act. 11). Dr. B.___ bescheinigte 

am 3. Mai 2005 einen protrahierten Verlauf, wobei die klare Zuordnung als Unfall- oder 

Krankheitsfolge bei bekannter Lumboischialgie schwierig sei. Die Arbeitsunfähigkeit 

habe sich auf den Rücken bezogen. Als Unfallfolge sei der Patient nie arbeitsunfähig 

gewesen (UV-act. 17; vgl. auch UV-act. 21). In den Bericht vom 15. September und 23. 

Dezember 2005 bestätigte der Arzt, dass die volle Arbeitsunfähigkeit ab 19. Januar 

2005 auf das Rückenleiden zurückgehe und krankheitsbedingt sei (UV-act. 23, 27). 

Eine Begutachtung in der MEDAS Zentralschweiz ergab gemäss Bericht vom 26. April 

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2007 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 

lumbospondylogenes Syndrom, ein chronisches zervikospondylogenes Syndrom sowie 

eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Ohne Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit stellten die Gutachter die Diagnosen einer Adipositas simplex und einer 

arteriellen Hypertonie. Bezüglich der zuletzt ausgeübten, körperlich schweren und 

rückenhygienisch ungünstigen Tätigkeit als Kanalisations-Monteur werde der 

Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig erachtet, wobei vor allem die 

rheumatologischen Befunde limitierend wirken würden, viel weniger die 

psychiatrischen. Bezüglich einer körperlich leichten, wechselbelastenden Arbeit werde 

die Arbeitsfähigkeit auf 80 % der Norm veranschlagt; dies ausschliesslich aus 

psychiatrischen Gründen. Als medizinische Massnahmen wurden eine geeignete 

Psycho- und Psychopharmakatherapie im Sinn des psychiatrischen Konsiliums sowie 

eine medizinische Trainingstherapie im Sinn des rheumatologischen Konsiliums 

genannt (IV-act. 57).

2.         

2.1    Unmittelbar im Nachgang zum streitigen Unfall vom 18. November 2004 gab der 

Beschwerdeführer lediglich Fuss- und Kniebeschwerden an (UV-act. 1-3). Über 

Rückenbeschwerden berichtete er erstmals am 15. Februar 2005 (UV-act. 4); diese 

waren nach seinen Angaben im Januar 2005 aufgetreten (vgl. UV-act. 6). Angesichts 

dieser Umstände sowie des Unfallablaufs - durch das Abrutschen auf eine tiefer 

liegende Verstrebung zog er sich eine Verstauchung des rechten OSG zu (UV-act. 1, 2) 

- liegt eine unfallbedingte Einwirkung im Sinn von Art. 4 ATSG auf den Rückenbereich 

oder eine unfallähnliche Körperschädigung (etwa eine Muskelzerrung; Art. 9 Abs. 2 lit. e 

UVV) nicht offensichtlich auf der Hand. Aber selbst wenn von einer solchen 

auszugehen wäre, müsste die adäquate Unfallkausalität der Rückenbeschwerden - wie 

nachstehend darzulegen ist - verneint werden.

Nach Lage der medizinischen Akten ist beim Beschwerdeführer im Rückenbereich 

unbestrittenermassen von einem krankhaften Vorzustand (UV-act. 7, 11) auszugehen. 

Für die Frage der Unfallkausalität ist von Bedeutung, dass eine signifikante und 

dauernde Verschlimmerung einer vorbestandenen degenerativen Schädigung der 

Wirbelsäule, hervorgerufen durch einen Unfall, nur dann bewiesen ist, wenn die 

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Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel sowie das Auftreten und 

Verschlimmern von Verletzungen aufgrund eines Traumas aufzeigt (RKUV 2000, 45; vgl. 

auch Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: 

Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 3. Januar 2005 [U 332/03] 

Erw. 1 mit Hinweisen; ZBJV 1996 S. 489f; Debrunner/Ramseier, Die Begutachtung von 

Rückenschäden, Bern 1990, S. 54 ff., insbesondere S. 56). Mit Blick auf den Bericht 

des Orthopäden Dr. D.___ vom 31. März 2005 ist davon auszugehen, dass die 

gesundheitliche Verschlimmerung der Rückenbeschwerden mit Arbeitsunfähigkeit ab 

19. Januar 2005 krankheitsbedingte Ursachen hatte (UV-act. 11). Diese Beurteilung 

stimmt im Ergebnis mit den Feststellungen des Hausarztes Dr. B.___ vom 3. Juni, 15. 

September und 23. Dezember 2005 überein, wonach die volle rückenbedingte 

Arbeitsunfähigkeit ab 19. Januar 2005 nicht auf den streitigen Unfall zurückgehe, 

sondern krankheitsbedingt sei (vgl. UV-act. 17, 21, 23, 27). Aufgrund der in der Klinik 

für Orthopädie am Kantonsspital St. Gallen im März 2006 erhobenen Befunde ohne 

radikuläre Symptomatik und bei normalem Röntgenbild konnten die Beschwerden des 

Patienten nicht erklärt werden (UV-act. 32). Einer im Mai 2006 von der Klinik für 

Orthopädie vorgeschlagenen Facettengelenksinfiltration im Bereich L3/4 sowie L4/5 

(pseudoradikuläre Symptomatik) stand der Beschwerdeführer ablehnend gegenüber 

(UV-act. 43).

Erachtet das Sozialversicherungsgericht die rechtserheblichen tatsächlichen 

Entscheidgrundlagen bei pflichtgemässer Beweiswürdigung als schlüssig, darf es den 

Prozess ohne Weiterungen - insbesondere ohne Anordnung eines Gutachtens - 

abschliessen. In solchen Fällen sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 

und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (RKUV 1997, 281 Erw. 1a). Hinsichtlich der beim Beschwerdeführer im 

Januar 2005 aufgetretenen Rückenprobleme ist überwiegend wahrscheinlich von einer 

Krankheitsursache auszugehen. Dieser Schlussfolgerung entgegenstehende 

radiologische Befunde oder ein plötzliches, durch den Unfall bewirktes 

Zusammensinken der Wirbel sind nicht ausgewiesen. Bei klarer Aktenlage fehlt es an 

Anhaltspunkten, aufgrund welcher weitere Abklärungen angezeigt wären. Im übrigen 

schränken die von den MEDAS-Ärzten gestellten rückenbezogenen Diagnosen die 

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zumutbare Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit 

nicht ein.

2.2    Hinsichtlich der Fuss- und Kniebeschwerden rechts anerkannte die 

Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht und übernahm die Heilkosten. Ein 

Taggeldanspruch ergab sich nicht, da diesbezüglich ärztlicherseits keine 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden war (vgl. UV-act. 8, 61, 74). Am 31. August 2007 

bestätigte Dr. B.___, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom November 2004 

immer noch an starken Fussschmerzen leide (UV-act. 63 Beilage). Am 15. April 2008 

führte der Arzt zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers aus, die 

Schmerzen im rechten OSG und Kniebereich seien aus seiner Sicht zumindest mit 

grosser Wahrscheinlichkeit Restbeschwerden des Unfalls im Jahr 2004. Insgesamt 

bestehe durch die multiplen Beschwerden (Schwindel, Nervosität, innere Unruhe, 

"Herzbeschwerden") eine Symptomausweitung mit dringendem Verdacht auf eine 

psychogene Komponente. Der Patient sei auch ohne seine Fuss- und 

Kniebeschwerden von ihm aus gesehen in keinem Fall arbeitsfähig. Eine Erhöhung der 

Teilberentung (in der Invalidenversicherung) müsste eindeutig über eine psychiatrische 

Begutachtung versucht werden (act. G 3 Beilage).

Dazu ist festzuhalten, dass die MEDAS-Gutachter im Rahmen der psychiatrischen 

Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung unter anderem auf 

residuelle Sprunggelenk- und Knieschmerzen rechts mit Absenz von struktureller 

Pathologie verwiesen (IV-act. 57-20/42). Der konsiliarisch beigezogene Rheumatologe 

der MEDAS legte in diesem Zusammenhang im weiteren dar, bezüglich des residuellen 

Schmerzsyndroms mit Instabilitätsgefühl im rechten Sprunggelenk und Kniegelenk 

ergebe der klinische Untersuch zusammen mit den bildgebenden Untersuchungen 

keine schlüssige Erklärung. Eine wesentliche Überlagerungssymptomatik liege vor (IV-

act. 57-33/42). Die erwähnte Bestätigung von Dr. B.___ vom 31. August 2007 sowie der 

Bericht vom 15. April 2008 stellen die Ergebnisse des MEDAS-Gutachtens nicht in 

Frage. Vielmehr bestätigte Dr. B.___ explizit die psychische Erkrankung des 

Beschwerdeführers und die fehlende Unfallkausalität der Rückenprobleme. Die 

Schlussfolgerungen der MEDAS-Ärzte sind auch mit den weiteren, im Recht liegenden 

medizinischen Akten vereinbar. Die Distorsionen an der rechten unteren Extremität, 

aufgrund welchen die Beschwerdegegnerin Leistungen erbrachte (UV-act. 74), sind in 

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physischer Hinsicht längst ausgeheilt, so dass ein weiterer Behandlungsbedarf nicht 

mehr ausgewiesen ist. Der Beschwerdeführer führte auch nicht im Einzelnen aus, 

inwiefern die von ihm verlangte Begutachtung für die Beantwortung der Frage der 

Unfallkausalität erforderlich sein sollte. Diesbezügliche Anhaltspunkte sind auch aus 

den Akten nicht ersichtlich. Was eine allfällige - von den Parteien nicht diskutierte - 

Adäquanz der psychischen Beschwerden betrifft, ist festzuhalten, dass eine solche - 

ausgehend von einem höchstens mittelschweren Unfall - mit Blick auf die einschlägige 

Rechtsprechung (BGE 115 V 133) wegen Nichterfüllung der dort aufgestellten Kriterien 

(besonderes dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 

Unfalls, Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, ungewöhnlich lange 

Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche 

Fehlbehandlung, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, Grad und 

Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit) offensichtlich verneint werden 

müsste. Der angefochtene Entscheid lässt sich demgemäss nicht beanstanden.

3.         

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist, abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Am Gesuch um 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung hatte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

nicht festgehalten (vgl. act. G 8).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.12.2008
	Art. 6 UVG. Beurteilung der Unfallkausalität von Bein- und Kniebeschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. Dezember 2008, UV 2008/33).

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		2025-07-19T15:13:39+0200
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