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**Case Identifier:** 287f2995-601e-55c5-9c18-be42c7fca686
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 30.11.2018 B 2018/117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-117_2018-11-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/117

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.02.2020

Entscheiddatum: 30.11.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 30.11.2018
Baurecht, Baubewilligung Verfahren, Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 in 
Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 VRP, Art. 79 ff. und Art. 173 Abs. 3 PBG. Die 
Vorinstanz durfte den erstinstanzlichen Einspracheentscheid auf sämtliche 
Rechtsmängel hin überprüfen, auch wenn sie aufgrund des Rügeprinzips in 
Bezug auf die Überprüfung des Sachverhalts dazu nicht verpflichtet war (E. 
4.1). Kommunale Längen- und Flächenbeschränkungen zu Dachaufbauten 
sind bei Anwendung des PBG nicht mehr anwendbar sind, soweit sie nicht in 
Anwendung von Art. 84 Abs. 2 und Art. 85 Abs. 2 PBG lediglich die 
baupolizeilichen Masse (Winkelmass, Bruchteil Fassadenabschnitt) 
festlegen. Auf die Bewilligungsfähigkeit des vorliegend zu beurteilenden 
Kreuzgiebels konnte sich dies (noch) nicht auswirken, setzt doch Art. 173 
Abs. 2 PBG voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen 
Rahmennutzungspläne in Kraft sind (E. 4.2 f.), (Verwaltungsgericht, B 
2018/117).

Entscheid vom 30. November 2018

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

A.__ AG,

Beschwerdeführerin,

gegen

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Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

B.__,

C.__,

D.__ und E.__,

F.__,

Beschwerdegegner 1-4,

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Werner Rechsteiner, FRT Rechtsanwälte & 

Notare, Unterer Graben 1, Postfach 637, 9001 St. Gallen,

sowie

Politische Gemeinde X.__, Gemeinderat,

Beschwerdebeteiligte,

Gegenstand

Baubewilligung

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die A.__ AG, Y.__, ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 00_ Grundbuch X.__. Nach dem 

rechtskräftigen Zonenplan der Politischen Gemeinde X.__ liegt das Grundstück in der 

Kernzone Dorf KD. Laut dem Plan der Schutzobjekte der Schutzverordnung der 

Politischen Gemeinde X.__ befindet es sich im Ortsbildschutzgebiet Dorf X.__. Nach 

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Durchführung von zwei Vorverfahren im Jahr 2013 und im Dezember 2014 reichte die 

A.__ AG am 7. Dezember 2015 ein Baugesuch für den Abbruch des bestehenden 

Wohnhauses samt Garage und den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf Parzelle Nr. 

00_ ein. Während der öffentlichen Auflage vom 15. Februar 2016 bis 29. Februar 2016 

ging eine Einsprache von B.__, C.__, H.__ sowie J.__, dem Rechtsvorgänger von D.__ 

und E.__, ein. Deren Einspracheergänzung vom 18. April 2016/10. Mai 2016 wurde 

auch namens der Erbengemeinschaft G.__, darunter F.__, und der 

Stockwerkeigentümergemeinschaft V.__strasse 01__ eingereicht. Mit Entscheid vom 

6. September 2016 (versandt am 13. Dezember 2016) trat der Gemeinderat X.__ auf die 

Einsprache der Erbengemeinschaft G.__ und der Stockwerkeigentümergemeinschaft 

Kirchgasse 6a nicht ein. Ansonsten wies er die Einsprache ab und bewilligte das 

Bauvorhaben auf Parzelle Nr. 00_ unter Auflagen (act. 8/13/1-3, 9a f., 19, 21 und 39 f., 

act. 8/15, www.geoportal.ch).

B. Dagegen rekurrierten B.__, C.__, J.__ und F.__ am 27. Dezember 2016 an das 

Baudepartement (act. 8/1). Am 4. April 2017 verfasste das Tiefbauamt und am 

17. Mai 2017 die Denkmalpflege einen Amtsbericht (act. 8/20 und 22). Am 

28. Juni 2017 führte das Baudepartement einen Augenschein durch (act. 8/25 f.). Mit 

Entscheid vom 30. April 2018 trat es auf den Rekurs von F.__ nicht ein; den Rekurs von 

B.__, C.__ sowie von D.__ und E.__ hiess es im Sinn der Erwägungen gut und hob den 

Baubewilligungs- und Einspracheentscheid des Gemeindesrates X.__ vom 

6. September 2016 auf (act. 1/10).

C. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 30. April 2018 erhob 

die A.__ AG (Beschwerdeführerin) am 16. Mai 2018 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht (act. 1). Am 11. Juni 2018 ergänzte sie ihre Beschwerde mit einer 

Begründung und dem Sinn nach mit dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene 

Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben. Eventualiter sei die 

Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 4). Mit 

Vernehmlassung vom 22. Juni 2018 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der 

Beschwerde (act 7). Am 13. Juli 2018 nahmen B.__, C.__, D.__ und E.__ sowie F.__ 

(Beschwerdegegner 1-4) durch ihren Rechtsvertreter Stellung und beantragten, es sei 

die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen (act. 10). Die 

Politische Gemeinde X.__ (Beschwerdebeteiligte) verzichtete stillschweigend auf eine 

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Vernehmlassung. Am 29. September 2018 liess sich die Beschwerdeführerin 

vernehmen (act. 14), worauf die Beschwerdegegner am 8. Oktober 2018 abschliessend 

Stellung nahmen (act. 17 f.).

Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird, soweit wesentlich, 

in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. […]

2. Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 

6. September 2016 (act. 8/13/39 f.) und damit vor Inkrafttreten des Planungs- und 

Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049). Auf das 

vorliegend strittige Bauvorhaben bleibt somit das bis 30. September 2017 gültige 

Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, 

BauG, Neudruck September 2004, nGS 39-91, in der Fassung vom 1. Januar 2015) 

anwendbar, soweit das neue Recht für die Baugesuchsteller nicht günstiger ist 

(Art. 173 PBG).

3. Die Beschwerdeführerin stellt den Beweisantrag (act. 14, S. 2), es sei eine 

Stellungnahme der Baukommission X.__ zur Auslegung von Art. 20 des Baureglements 

der Politischen Gemeinde X.__ (BauR) einzuholen. Darauf kann verzichtet werden, weil 

es sich dabei um eine reine Rechtsfrage handelt, deren Beantwortung dem Gericht 

obliegt. Im Übrigen ergeben sich die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse 

aus den Verfahrens-akten (vgl. dazu BGer 8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6.2 

mit Hinweisen).

4. Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor (act. 4, S. 2 und 4, act. 14), eine 

Verletzung der Dachaufbautenbestimmung, auf welcher die Gutheissung des Rekurses 

beruhe, sei von den Beschwerdegegnern im Rekursverfahren nicht gerügt worden. Das 

Bauprojekt bestehe aus zwei Gebäudeteilen (Haus Nord und Haus Süd), weshalb die 

Dachaufbauten separat beurteilt werden müssten. Die Flächenklausel sei unter dem 

neuen PBG nicht mehr zulässig. Die Beschwerdebeteiligte lege Art. 20 BauR in 

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konstanter Praxis anders als die Vorinstanz aus. Ihr sei diesbezüglich eine 

Ausnahmebewilligung erteilt worden.

4.1. Wie die Vorinstanz vorweg selbst einräumt (act. 7 Ziff. II/3), haben die 

Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Rekursverfahren die Verletzung der Längen- 

und Flächenbeschränkungen nach Art. 20 Abs. 2 BauR nicht gerügt (vgl. Rekursschrift 

vom 27. Dezember 2016, act. 8/1, S. 8-10 Ziff. III/B/15-18, Eingaben vom 

2. Januar 2017, 7. August 2017 und 1. September 2017, act. 8/3, 34 und 36, sowie 

Augenscheinprotokoll vom 3. Juli 2017, act. 8/25 S. 9 Votum 23). Auch wurde dieser 

Aspekt im erstinstanzlichen Einspracheentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 

6. September 2016 (act. 8/13/39, S. 4-8 und 10) nur in Bezug auf die vorgesehenen 

Dachflächenfenster, nicht aber bezüglich des geplanten Kreuzgiebels beurteilt. 

Gestützt auf Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 VRP (vgl. 

VerwGE B 2010/105 vom 16. Dezember 2010 E. 4.4.2 mit Hinweisen, in: GVP 2010 

Nr. 36) konnte die Vorinstanz den erstinstanzlichen Einspracheentscheid indes auf 

sämtliche (und damit nicht nur auf die gerügten) Rechtsmängel hin überprüfen, auch 

wenn sie aufgrund des Rügeprinzips in Bezug auf die Überprüfung des Sachverhalts 

dazu nicht verpflichtet war (vgl. hierzu VerwGE B 2015/20 vom 23. August 2016 E. 1.2 

und VerwGE B 2011/151 vom 20. März 2012 E. 1.2.1 ff. je mit Hinweisen, 

www.gerichte.sg.ch, T. Häberli, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], Praxiskommentar 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 62 Rz. 42 f., M. Bertschi, in: 

A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 

3. Aufl. 2014, Vorbemerkungen zu §§ 19-28a Rz. 31, und Cavelti/Vögeli, 

Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 924 f.). Dies gilt 

umso mehr, als ihr volle Kognition zukam (vgl. Art. 46 VRP, Art. 33 Abs. 3 lit. b des 

Bundesgesetzes über die Raumplanung, Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG, und 

Art. 3 Abs. 2 BauG) und die Verletzung der Flächenbeschränkungen (vgl. E. 4.9 des 

angefochtenen Rekursentscheids, act. 5/10, S. 12-15) auch noch in Zusammenhang 

mit der rügeweise geltend gemachten Überschreitung der maximal zulässigen Anzahl 

Vollgeschosse (vgl. Rekurs vom 27. Dezember 2016, act. 8/1, S. 8-10 Ziff. III/B/15-18) 

stand (vgl. E. 4.2 hiernach).

4.2. Weiter steht fest, dass vorliegend als besondere Dachform ein sogenannter 

Kreuzgiebel projektiert ist (vgl. E. 4.6 des angefochtenen Entscheids, act. 5/10, S. 11, 

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und Fassadenpläne vom 11. Dezember 2015, Beilage zu act. 8/15). In Bezug auf das 

Gebäudevolumen zu prüfen ist in diesem Zusammenhang einzig (siehe daneben 

betreffend Ausnützungsziffer, Gebäude- und Firsthöhe sowie Gebäudelänge 

Art. 5 Tabelle und lit. G in Verbindung mit Art. 7 BauR sowie Art. 6 Abs. 2 und Anhang 

der Schutzverordnung der Politischen Gemeinde X.__ und Amtsberichte der 

Denkmalpflege vom 5. Januar 2016 und 17. Mai 2017, act. 8/13/5 und act. 8/22, sowie 

Einspracheentscheid vom 6. September 2016, act. 8/13/39, S. 6-8), ob dadurch die in 

der Kernzone Dorf festgelegte Höchstzahl von drei Vollgeschossen überschritten wird 

(vgl. Art. 5 BauR und zur Berechnung der Geschosszahl Art. 12 BauR). Diesbezüglich 

gestand die Vorinstanz der Beschwerdeführerin in Erwägung 4.7-4.8 des 

angefochtenen Entscheids (act. 5/10, S. 11 f.) zwar zu, dass das geplante unterste 

Geschoss als Untergeschoss (Art. 12 Abs. 2 BauR) zu qualifizieren ist und das 

projektierte Satteldach die massgebenden Kniestockhöhen (Art. 12 Abs. 3 f. BauR) 

einhält. Sie stellte sich in Erwägung 4.9 des angefochtenen Entscheids (act. 5/10, 

S. 12-15) unter Berufung auf die Verwaltungsgerichtsentscheide VerwGE B 5/1996 vom 

30. Mai 1996 (in: GVP 1996 Nr. 2) und VerwGE vom 6. Februar 1996 i.S. F.W. AG 

(recte: VerwGE B 75/1996 vom 6. Februar 1997) indes auf den Standpunkt, dass reine 

Kreuzgiebeldächer die Längen- bzw. Flächenbeschränkungen für Dachaufbauten 

einzuhalten hätten, weshalb Art. 20 Abs. 2 BauR – "Die Ausdehnung von 

Dachaufbauten, Dachflächenfenstern und Dacheinschnitten ist im Verhältnis zu der in 

der Ansicht in Erscheinung tretenden Dachfläche auf einen Fünftel beschränkt. 

Dacheinschnitte und Dachflächenfenster dürfen insgesamt in ihrer Länge höchstens 

einen Drittel der jeweiligen Gebäudeseite einnehmen." – und damit auch Art. 5 BauR 

verletzt seien.

In den von der Vorinstanz angerufenen Entscheiden kam das Verwaltungsgericht zum 

Schluss, die gewählten Kreuz- resp. Quergiebel ermöglichten eine weit grössere 

Nutzung des Dachgeschosses, als nach Sinn und Zweck der im jeweiligen 

Baureglement (Politische Gemeinden Au resp. St. Gallen) umschriebenen 

Dachaufbautenbestimmung zulässig sei. Es wäre daher widersprüchlich, die 

Vollgeschosszahl zu beschränken, gleichzeitig aber mit der Nichtanwendung der 

Dachbauvorschriften auf Kreuz- oder Quergiebel faktisch weitere Vollgeschosse zu 

gestatten. Dementsprechend wurden Kreuzgiebel gemäss der bisherigen Praxis im 

Kanton St. Gallen weder als Dachgeschoss noch als Dachaufbauten, sondern aufgrund 

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der Nutzungsmöglichkeiten als Vollgeschoss(e) qualifiziert (vgl. B. Heer, St. Gallisches 

Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 657). Daraus folgt, dass die altrechtliche 

Beurteilung der Vorinstanz nicht zu beanstanden ist, zumal die Vorinstanz in 

Erwägung 4.9.2 des angefochtenen Entscheids (act. 5/10, S. 13) nachvollziehbar 

dargetan hat, dass und weshalb das geplante Gebäude als Einheit zu betrachten ist 

(vgl. Beilagen zu act. 8/15). Zwei eigenständige Gebäudeteile sind jedenfalls nicht 

auszumachen.

4.3. Im Unterschied zum BauG legt das PBG die Regelbauweise (Bauvorschriften für 

Bauten und Bauteile) in Art. 79 ff. neu einheitlich fest. Dabei bleibt es den Gemeinden, 

abgesehen von der zwingend vorgeschriebenen Regelung der Gesamthöhe sowie des 

Grenz- und Gebäudeabstandes (Art. 79 Abs. 1 PBG), vorbehalten, in ihren 

Baureglementen zu den einzelnen Zonen oder Zonenteilen weitere 

Regelbauvorschriften (Gebäudelänge und –breite; Gebäudehöhe und Winkelmass für 

Dachraum; Fassadenhöhe; Baumassenziffer; Terrainveränderungen) aus dem kantonal 

(abschliessend) festgelegten Katalog (Art. 79 Abs. 2 PBG) vorzuschreiben und für alle 

Regelbauvorschriften die konkreten baupolizeilichen Masse festzulegen. Für Kern- und 

Schutzzonen können sie gestützt auf Art. 15 Abs. 2 und Art. 99 Abs. 2 PBG 

detailliertere Bauvorschriften (z.B. Dachformen oder Materialwahl) vorsehen (vgl. 

Botschaft und Entwurf der Regierung zum Planungs- und Baugesetz vom 

11. August 2015, in: ABl 2015 S. 2399 ff. [fortan: Botschaft], S. 2421). Ausgeschlossen 

sind Höhenbeschränkungen mittels Festlegung der maximal zulässigen Anzahl 

(Voll-)Geschosse.

Da (bisherige) kommunale Bestimmungen zur Geschossigkeit unter dem PBG neu 

wegfallen, wird an der bisherigen Rechtsprechung zu Kreuzgiebeln – Anwendbarkeit 

der Dachaufbautenbestimmung (hier: Art. 20 Abs. 2 BauR) unter anderem zur Wahrung 

der Geschossigkeit (hier: Art. 5 BauR) – nicht mehr festgehalten werden. Die 

Ausdehnung von Kreuzgiebeln richtet sich neu – neben gestalterischen Aspekten (in 

Kern- und Schutzzonen), dem vorgeschriebenen Grenz- und Gebäudeabstand (Art. 79 

Abs. 1 PBG) sowie, allenfalls, der Gebäudelänge und –breite, der Fassadenhöhe sowie 

der Baumassenziffer (vgl. Art. 79 Abs. 2 PBG) – in erster Linie nach der in Metermass 

festgelegten Gesamthöhe (Art. 83 PBG). Soweit zusätzlich die Gebäudehöhe festgelegt 

wird, gelangen überdies Art. 84 f. PBG auf Kreuzgiebel zur Anwendung. Danach ist 

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zwar das Winkelmass wenigstens für zwei Gebäudeseiten für die Bestimmung des 

Dachraums auf höchstens 60 Grad festzulegen (Art. 84 Abs. 2 PBG). Gestützt auf 

Art. 85 Abs. 2 PBG dürfen einzelne Fassadenabschnitte aber bis zu einem bestimmten 

Mass ihrer Länge bis zur Gesamthöhe reichen, was in beschränktem Umfang etwa 

fassadenbündige Dachaufbauten oder Attikageschosse – und damit unter Umständen 

auch Kreuzgiebel – erlaubt und die Bevorzugung der Giebeldächer gegenüber anderen 

Dachformen in Bezug auf die Gebäudehöhe beseitigt (Botschaft, S. 2479). Demzufolge 

ist der Beschwerdeführerin insoweit beizupflichten, als kommunale Längen- und 

Flächenbeschränkungen zu Dachaufbauten, soweit sie nicht in Anwendung von Art. 84 

Abs. 2 und Art. 85 Abs. 2 PBG lediglich die baupolizeilichen Masse (Winkelmass, 

Bruchteil Fassadenabschnitt) festlegen, bei Anwendung des PBG auf Kreuzgiebel nicht 

mehr anwendbar sind.

Auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens kann sich dies indessen (noch) nicht 

auswirken, setzt doch Art. 173 Abs. 2 PBG – Anwendung "neuen Rechts" – voraus, 

dass die ans PBG angepassten kommunalen Rahmennutzungspläne in Kraft sind (vgl. 

Botschaft, S. 2531, und allgemein zum Intertemporalrecht BGE 141 II 393 E. 2.4 mit 

Hinweisen, in: Pra 105 [2016] Nr. 52, und G. Müller, Zulässigkeit der begünstigenden 

Rückwirkung, in: ZBl 118/2017, S. 268 ff., S. 273 ff.). Allein durch den Erlass des 

kantonalen PBG und die dadurch erforderliche Anpassung der 

verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung wird der strittige Kreuzgiebel mit Blick auf 

Art. 5 und Art. 20 Abs. 2 BauR somit (noch) nicht nachträglich bewilligungsfähig. 

Vielmehr bedarf es hierzu noch weiterer Vorkehren und Anpassungen auf kommunaler 

Ebene.

4.4. Zwar hat die Baukommission der Beschwerdebeteiligten am 18. September 2018 

ausdrücklich bestätigt, auch künftige Projekte wie bis anhin – Art. 20 Abs. 2 BauR sei 

nicht auf Kreuzgiebel anwendbar – zu beurteilen (act. 15). Allerdings darf bei 

unrechtmässigen Bewilligungspraxen (vgl. hierzu die Auflistung der 

Beschwerdeführerin, act. 14, S. 2 f.) regelmässig erwartet werden, dass eine betroffene 

Gemeinde ihre diesbezügliche Praxis aufgrund des Ausganges eines 

verwaltungsgerichtlichen Verfahrens aufgibt, widrigenfalls die Aufsichtsinstanz 

einschreiten müsste (vgl. GVP 2001 Nr. 1). Folglich hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht (vgl. dazu VerwGE B 2013/49 vom 

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8. Juli 2014 E. 5.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 1C_444/2014 

vom 27. Januar 2015 E. 4.2 f.). Sodann finden sich in den Akten auch keine 

Anhaltspunkte dafür, dass die Beschwerdebeteiligte der Beschwerdeführerin 

hinsichtlich der Erstellung des geplanten Kreuzgiebels eine Ausnahmebewilligung erteilt 

hätte. Soweit sich die Beschwerdeführerin daher unter Hinweis auf den Einsprache- 

und Baubewilligungsentscheid der Beschwerdebeteiligten vom 6. September 2016 

(act. 8/13/39 f.) auf den Vertrauensschutz beruft (act. 4, S. 2 f., act. 14), kann ihr 

mangels Vertrauensgrundlage nicht gefolgt werden. Solange die Möglichkeit besteht, 

mit Rechtsmitteln gegen eine behördliche Anordnung vorzugehen, muss damit 

gerechnet werden, dass ein anderes Rechtsschutzanliegen durchdringt (vgl. A. 

Guckelberger, Der Widerruf von Verfügungen im schweizerischen Verwaltungsrecht, in: 

ZBl 108/2007, S. 293 ff., S. 309 f.).

5. Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend (act. 4, S. 3-5), die Vorinstanz wäre 

verpflichtet gewesen, sich im angefochtenen Entscheid zu den von den 

Beschwerdegegnern im Rekursverfahren erhobenen Rügen (Geschossigkeit, 

Abstellflächen für Motorfahrzeuge, Gebäudeabstand, Ortsbild, Strassenabstand, 

Ausnützungsziffer, Regelbauvorschriften) zu äussern.

5.1. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Verfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des 

Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV, und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen 

Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten; SR 0.101, EMRK) 

fliesst als Teilgehalt die Pflicht der Behörde, ihren Entscheid zu begründen (vgl. Art. 24 

Abs. 1 lit. a VRP, siehe auch Art. 112 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über das 

Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG). Sie muss wenigstens kurz 

die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sie sich hat leiten lassen. Die 

Behörde kann sich dabei auf die für den Entscheid zentralen Punkte beschränken, 

soweit die Begründung so abgefasst ist, dass sich die betroffene Person über dessen 

Tragweite Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere 

Instanz weiterziehen kann (vgl. BGer 2C_761/2017 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.1 mit 

Hinweisen). Die Begründung muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich 

auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen. Es genügt, 

wenn die Begründung kurz die wesentlichen Überlegungen nennt, die dem Entscheid 

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zugrunde liegen, damit dieser sachgerecht angefochten werden kann (vgl. 

BGer 1C_549/2017 vom 18. Mai 2018 E. 4.1 mit Hinweisen und K. Plüss, in. 

A. Griffel [Hrsg.], a.a.O., Art. 10 Rz. 24 ff.). 

5.2. Wie in Erwägung E. 4 hiervor ausgeführt, ist die Gutheissung des Rekurses, mit 

welchem die Beschwerdegegner obsiegt haben, durch das Verwaltungsgericht zu 

bestätigen. Die Vorinstanz durfte sich in der Begründung des angefochtenen 

Entscheids auf die Beurteilung der Frage der Geschossigkeit resp. der Einhaltung der 

Dachaufbautenbestimmung beschränken, wenngleich die Beschwerdegegner im 

Rekursverfahren in der Sache unter anderem die Abstellflächen für Motorfahrzeuge, 

den Gebäudeabstand, die Einfügung ins Ortsbild, den Strassenabstand und die 

Ausnützungsziffer gerügt haben (act. 8/1, S. 8 ff.). Wie die Vorinstanz in ihrer 

Vernehmlassung vom 22. Juni 2018 (act. 7 Ziff. 4) mit Hinweis auf VerwGE B 2015/14 

vom 20. Januar 2017 E. 1 (www.gerichte.sg.ch) zutreffend dargetan hat, hätte die 

Beschwerdeführerin beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens aus einer allfälligen 

Beurteilung der weiteren Rügen (selbst im Sinne eines obiter dictum) keinen Vorteil 

ziehen können, da es den Beschwerdegegnern unbenommen bliebe, diese Rügen im 

Rahmen eines neuen Projekts vorzubringen. Von Rechtsverweigerung kann bereits 

daher keine Rede sein (vgl. dazu VerwGE B 2017/176 vom 24. September 2018 E. 2 

mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).

6. […]

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 3‘500 bezahlt die 

Beschwerdeführerin unter Verrechnung mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 

gleicher Höhe.

3. Die Beschwerdeführerin entschädigt die Beschwerdegegner für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit CHF 2‘000 zuzüglich 4% Barauslagen und 

7.7% Mehrwertsteuer.

Der Abteilungspräsident                 Der Gerichtsschreiber

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Zürn                                                Bischofberger

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	Entscheid Verwaltungsgericht, 30.11.2018
	Baurecht, Baubewilligung Verfahren, Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 VRP, Art. 79 ff. und Art. 173 Abs. 3 PBG. Die Vorinstanz durfte den erstinstanzlichen Einspracheentscheid auf sämtliche Rechtsmängel hin überprüfen, auch wenn sie aufgrund des Rügeprinzips in Bezug auf die Überprüfung des Sachverhalts dazu nicht verpflichtet war (E. 4.1). Kommunale Längen- und Flächenbeschränkungen zu Dachaufbauten sind bei Anwendung des PBG nicht mehr anwendbar sind, soweit sie nicht in Anwendung von Art. 84 Abs. 2 und Art. 85 Abs. 2 PBG lediglich die baupolizeilichen Masse (Winkelmass, Bruchteil Fassadenabschnitt) festlegen. Auf die Bewilligungsfähigkeit des vorliegend zu beurteilenden Kreuzgiebels konnte sich dies (noch) nicht auswirken, setzt doch Art. 173 Abs. 2 PBG voraus, dass die ans PBG angepassten kommunalen Rahmennutzungspläne in Kraft sind (E. 4.2 f.), (Verwaltungsgericht, B 2018/117).

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