# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e0d30dd7-8873-5774-ae3b-d3fca126be53
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 19.03.2025 SB240227
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240227_2025-03-19.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240227-O/U/ad

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller, Präsidentin, Oberrichter lic. iur. 

Weder und Oberrichter lic. iur. Amsler sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Gitz

Urteil vom 19. März 2025

in Sachen

A._____,
Beschuldigter und Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin M.A. HSG in Law and Economics 

X._____

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,
Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Angriff und Widerruf

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 29. Februar 
2024 (DG230049)

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Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 22. Septem-

ber 2023 (Urk. 18) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil der Vorinstanz:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Angriffs im Sinne von Art. 134 
StGB.

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 15 

Tage durch Haft erstanden sind.

3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.

4. Der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel Stadt vom 30. September 

2021 für eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.– (entsprechend 

Fr. 2'100.–), wovon 2 Tagessätze durch Haft erstanden sind, gewährte be-

dingte Strafvollzug wird widerrufen. 

5. Es wird die Abnahme einer DNA-Probe und Erstellung eines DNA-Profils im 

Sinne von Art. 257 StPO angeordnet. Das Forensische Institut Zürich (FOR) 

wird mit dem Vollzug beauftragt und der Beschuldigte verpflichtet, innert 

30 Tagen ab Eintritt der Rechtskraft des Urteils beim Forensischen Institut 

Zürich, Polizei- & Justizzentrum PJZ, Erkennungsdienst‚ Güterstrasse 33, 

8010 Zürich, zwecks DNA-Probenahme für die DNA-Profilerstellung zu 

erscheinen. Kommt er dieser Verpflichtung unentschuldigt nicht nach, wird 

die Kantonspolizei hiermit verpflichtet, ihn – auf entsprechende Mitteilung 

des Forensischen Instituts Zürich hin – zwangsweise vorzuführen. Der Be-

schuldigte wird auf Art. 205, 207 und 417 StPO aufmerksam gemacht.

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6. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:

Fr. 3'600.00 ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 2'500.00   Gebühr für das Vorverfahren;
Fr. 692.85   Auslagen (Gutachten);

Fr. 13'955.25   Honorar amtliche Verteidigung, Rechtsanwältin   M.A. HSG X._____ (inkl. MwSt. und Barauslagen).

Fr. 20'748.10   Total

Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.

Wird auf eine schriftliche Begründung dieses Urteils verzichtet, so reduziert 

sich die Entscheidgebühr um einen Drittel. 

7. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 6 werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden indessen einstweilen auf die 

Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss 

Art. 135 Abs. 4 StPO. 

Berufungsanträge:

a) Der Verteidigung des Beschuldigten B._____:

(Urk. 48, Urk. 59 S. 1 f. in SB240207; Urk. 50 in SB240227)

[…]

b) Der Verteidigung des Beschuldigten A._____:

(Urk. 60 S. 1 in SB240207; Urk. 41 S. 1, Urk. 51 S. 1 in SB240227)

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 29. Februar 2024 

(DG230049-K) sei betreffend die Ziffern 2 und 3 aufzuheben.

2. Der Beschuldigte sei für den Schuldspruch wegen Angriffs im Sinne 

von Art. 134 StGB mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten zu bestra-

fen.

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3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei unter Ansetzung einer Probezeit von 

3 Jahren aufzuschieben.

Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.).

c) Der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich:

(Urk. 51 betr. SB240207; Urk. 46 betr. SB240227; je schriftlich)

Bestätigung der vorinstanzlichen Urteile.

_________________________________

Erwägungen:

I. Prozessgeschichte/Prozessuales

1. Verfahrensgang

1.1. Gegen das vorstehend wiedergegebene, mündlich eröffnete und schriftlich 

im Dispositiv mitgeteilte Urteil vom 29. Februar 2024 (Urk. 34) meldete die amtliche 

Verteidigung namens des Beschuldigten noch vor Schranken Berufung an (Prot. I 

S. 44). Das begründete Urteil (Urk. 35 = 39) wurde den Parteien am 23. April 2024 

zugestellt (Urk. 36/1-2). Mit Schreiben vom 10. Mai 2024 ging die Berufungserklä-

rung der amtlichen Verteidigung namens des Beschuldigten fristgerecht ein, wobei 

keine Beweisanträge gestellt wurden (Urk. 41). Mit Präsidialverfügung vom 17. Mai 

2024 wurde der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich (nachfolgend: Staatsan-

waltschaft) Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erklären oder begründet ein 

Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 44). Die Staatsanwaltschaft 

verzichtete mit Eingabe vom 23. Mai 2024 auf Anschlussberufung und beantragte 

die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 46). Am 21. Juni 2024 wurden 

die Parteien auf den 19. März 2025 zur Berufungsverhandlung vorgeladen 

(Urk. 53), wobei angesichts des Sachzusammenhangs gleichzeitig zur Berufungs-

verhandlung des Mitbeschuldigten B._____ (SB240207) vorgeladen wurde. Der 

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Geschädigte C._____ verzichtete ausdrücklich auf die Teilnahme am Verfahren als 

Privatkläger (Urk. 10/2).

1.2. Zur Berufungsverhandlung vom 19. März 2025 erschienen der Beschuldigte 

in Begleitung seiner amtlichen Verteidigerin, Rechtsanwältin M.A. HSG in Law and 

Economics X._____, und der Mitbeschuldigte B._____ in Begleitung dessen amtli-

chen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ (Prot. II S. 3). Das Urteil erging 

gleichentags nach erfolgter Beratung im Anschluss an die Berufungsverhandlung 

(Prot. II S. 50 ff.).

2. Umfang der Berufung

2.1. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung auf-

schiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im Um-

fang der Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht erfass-

ten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. BÜHLER, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger 

[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 3. Auflage 2023, 

Art. 402 N 1 f., m.w.H.). Mit der Berufungserklärung ist deshalb verbindlich anzu-

geben, auf welche Teile des angefochtenen Urteils sich die Berufung gegebenen-

falls beschränkt (Art. 399 Abs. 3 lit. a sowie Abs. 4 StPO). Gemäss Art. 399 Abs. 3 

lit. b StPO sind mit der Berufungserklärung zudem reformatorische Anträge in der 

Sache selbst zu stellen, d.h. vom Berufungskläger ist anzugeben, wie das Urteil 

nach seiner Ansicht richtigerweise lauten soll (BGE 149 IV 284 E. 2.2; 143 IV 408 

E. 6.1; Urteil des Bundesgerichts 7B_539/2023 vom 3. November 2023 E. 3.1.2). 

Die gestellten Rechtsbegehren sind dabei stets nach Treu und Glauben auszule-

gen, insbesondere im Lichte der dazu gegebenen Begründung (BGE 147 V 369 

E. 4.3.1; Urteile des Bundesgerichts 7B_293/2022 vom 6. Januar 2024 E. 2.2.1 f.; 

6B_881/2021 vom 27. Juni 2022 E. 1.2).

2.2. Die Verteidigung ficht das vorinstanzliche Urteil mit ihrer Berufung bezüglich 

der Dispositivziffern 2 und 3 an (Urk. 41 S. 1). 

2.3. Von der Berufung nicht umfasst sind somit die Dispositivziffern 1 (Schuld-

punkt), 4 (Widerruf), 5 (DNA-Probe und DNA-Profil) sowie 6 und 7 (Kostendisposi-

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tiv). Das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 29. Februar 2024 ist mithin be-

züglich jener Dispositivziffern in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Be-

schluss festzustellen ist.

3. Formelles

Auf die Argumente der Parteien ist im Rahmen der nachstehenden Erwägungen 

einzugehen. Dabei muss sich das Gericht nicht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen 

Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen; vielmehr kann es 

sich auf die für die Entscheidfindung wesentlichen Gesichtspunkte beschränken 

(BGE 147 IV 409 E. 5.3.4; 141 IV 249 E. 1.3.1, mit Hinweisen). Ferner kann das 

Gericht zur Begründung im Folgenden auf Erwägungen der Vorinstanz im ange-

fochtenen Entscheid verweisen, wenn es diesem beipflichtet (Art. 82 Abs. 4 StPO; 

BGE 141 IV 244 E. 1.2.3; Urteile des Bundesgerichts 6B_1349/2022 vom 24. Ja-

nuar 2025 E. 2.1; 6B_1087/2022 vom 16. Januar 2023 E. 4.2; je mit Hinweisen, 

sowie NYDEGGER, Der Verweis auf die Entscheidbegründung der Vorinstanz ge-

mäss Art. 82 Abs. 4 StPO, recht 2021, S. 15 ff.). Dies, zumal das strafrechtliche 

Berufungsverfahren keine Wiederholung des erstinstanzlichen Erkenntnisverfah-

rens darstellt und das Berufungsgericht auch keine Erstinstanz ist. Vielmehr knüpft 

das Berufungsverfahren an das erstinstanzliche Verfahren, namentlich die bereits 

durchgeführten Beweiserhebungen, an und baut darauf auf (BGE 143 IV 408 

E. 6.2.1; 143 IV 288 E. 1.4.1; 140 IV 196 E. 4.4.2; Urteil des Bundesgerichts 

7B_289/2023 vom 7. Februar 2025 E. 4.2.2; je mit Hinweisen).

II. Strafzumessung

1. Ausgangslage

1.1. Die Staatsanwaltschaft beantragte vor Vorinstanz die Bestrafung des Be-

schuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten (Urk. 18 S. 3; Urk. 30 S. 3). 

Im Rahmen des Berufungsverfahrens beantragt sie die Bestätigung des vorinstanz-

lichen Urteils (Urk. 46).

1.2. Die Verteidigung beantragt berufungshalber die Bestrafung des Beschuldig-

ten mit 6 Monaten Freiheitsstrafe (Urk. 41 S. 1; Urk. 51 S. 1). 

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1.3. Die Vorinstanz bestrafte den Beschuldigten mit 10 Monaten Freiheitsstrafe 

(Urk. 39 S. 12).

2. Strafzumessungsgrundsätze

2.1. Verschulden

Das Gericht misst die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu. Es berücksich-

tigt das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe 

auf das Leben des Täters (Art. 47 Abs. 1 StGB). Die Bewertung des Verschuldens 

richtet sich gemäss Art. 47 Abs. 2 StGB nach der Schwere der Verletzung oder der 

Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, 

den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach 

den inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Ver-

letzung zu vermeiden. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung 

nach Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 149 IV 217 E.  1.1; 144 IV 313 

E. 1.1; 141 IV 61 E. 6.1.2; 136 IV 55 E. 5.4; je mit Hinweisen). Darauf kann verwie-

sen werden.

2.2. Massgeblicher Strafrahmen

Angriff im Sinne von Art. 134 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder 

Geldstrafe bestraft. Ausserordentliche Gründe, die eine Erweiterung des Strafrah-

mens erforderten, sind keine gegeben.

3. Tatkomponenten 

3.1. Objektive Tatschwere 

In objektiver Hinsicht schloss sich der Beschuldigte dem Mitbeschuldigten B._____ 

an, indem er zusammen mit diesem nahe an den Geschädigten herantrat, diesen 

bedrängte und sich so positionierte, dass der Geschädigte "halb" umzingelt war und 

sich sodann nach dem kräftigen Schlag von B._____ gegen den Hals zusammen 

mit B._____ zum gestürzten Geschädigten begab, sich zu ihm hinunter beugte und 

– nachdem es diesem gelungen war, sich vom Boden aufzurappeln – von hinten 

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packte, wegzerrte und ihm Pfefferspray in die Augen sprühte, wodurch er zusätzlich 

auf den bereits verletzten Geschädigten einwirkte. Die einzelnen Tathandlungen 

sind für sich alleine betrachtet zwar nur als Tätlichkeiten zu qualifizieren, auch wenn 

sich das Sprühen von Pfefferspray in die Augen im Grenzbereich zur einfachen 

Körperverletzung befunden haben dürfte. Durch sein weiteres eigenes Einwirken 

auf den soeben mit dem harten Faustschlag gegen den Hals traktierten Geschä-

digten manifestierte der Beschuldigte aber doch eine gewisse Rücksichtslosigkeit, 

Brutalität und Heimtücke, indem der Geschädigte, auch wenn er noch aufzustehen 

vermochte, weitgehend wehrlos war, als der Beschuldigte ihn zusammen mit dem 

Mitbeschuldigten B._____ zusätzlich attackierte. Nachdem der Beschuldigte dem 

Geschädigten aber nicht selbst Verletzungen zufügte und nicht selbst mit den Tät-

lichkeiten begann, sondern sich nur aber immerhin dem Angriff des Mitbeschuldig-

ten B._____ vorbehaltlos anschloss, ist die objektive Tatschwere als nicht mehr 

leicht zu qualifizieren. Die Einsatzstrafe aufgrund des objektiven Verschuldens ist 

auf 12 Monate Freiheitsstrafe festzusetzen.

3.2. Subjektives Verschulden 

3.2.1. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte mit direktem Vorsatz hin-

sichtlich der aktiven Mitwirkung am Angriff gegen den Geschädigten. Dies bleibt 

verschuldensneutral, d.h. eine Strafminderung wegen Eventualvorsatz kommt nicht 

in Betracht.

3.2.2. Hinsichtlich des Tatmotivs brachte der Beschuldigte (vgl. u.a. Urk. 4/1 S. 2; 

Prot. II S. 43 f.) – wie auch der Mitbeschuldigte B._____ (vgl. u.a. Urk. 5/1 S. 4; 

Prot. II S. 26) – vor, aus Angst vor dem Geschädigten gehandelt zu haben, nach-

dem der Geschädigte Drohungen, u.a. bezüglich eines vermeintlich mitgeführten 

Messers, ausgestossen habe. Auf der Videoaufnahme (Urk. 2/1) ist klar ersichtlich, 

wie der Geschädigte auf einem Fahrrad sitzend mit zunächst nicht im Bild ersicht-

lichen Personen diskutiert (00:20-00:30) und anschliessend vom Fahrrad steigt, 

währendem er weiter diskutiert und gestikuliert (00:31-01:02). Daraufhin erschei-

nen der Mitbeschuldigte B._____ und der Beschuldigte im Bild und gehen auf den 

Geschädigten zu (01:03-01:08). Der Geschädigte wird vom Beschuldigten und dem 

Mitbeschuldigten B._____ bedrängt, indem sie gemeinsam unmittelbar auf den Ge-

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schädigten zugehen und sich so nahe zu ihm hinbewegen, dass dieser schliesslich 

sein Fahrrad, das er zunächst immer noch in der Hand gehalten hatte (01:04-

01:06), fallen lässt (01:09). Der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ 

suchten die Konfrontation somit aktiv. Dabei diskutierten der Beschuldigte und 

B._____ weiterhin mit dem Geschädigten, wobei der Geschädigte den Blick vom 

Mitbeschuldigten B._____ abgewandt hatte und ruhig und ohne grössere Bewe-

gung dastand (01:10- 01:11). Hierauf ist ersichtlich, wie der Mitbeschuldigte 

B._____ mit einem Bein einen Schritt zurücktritt und mit dem rechten Arm weit aus-

holt, wobei er sich leicht zur Seite dreht, und dem Geschädigten, während jener 

den Blick weiterhin vom Mitbeschuldigten B._____ ab- und dem Beschuldigten zu-

wendet, mit erheblicher Wucht den Schlag gegen den Hals versetzt (01:12). Der 

Schlag kam für den Geschädigten offensichtlich unerwartet, war er doch nicht in 

einer Kampf- oder Abwehrhaltung, sondern er hatte im Moment des Schlages seine 

Arme gesenkt. Nachdem der Geschädigte aufgrund des Faustschlags rücklings zu 

Boden gegangen war, traten der Beschuldigte und B._____ auf den am Boden sit-

zenden Geschädigten zu und bückten sich zu ihm hinunter, wobei es dem Geschä-

digten trotz deren Zugriffs gelang, wieder auf die Beine zu kommen (01:13-01:14). 

Als sich der Geschädigte wieder aufgerappelt hatte, ist zu sehen, wie er vom Be-

schuldigten von hinten gepackt und gezerrt wird. Es gelingt dem Geschädigten, den 

Beschuldigten wegzustossen (01:17). Der Beschuldigte und B._____ treten darauf-

hin erneut auf den Geschädigten zu, der ihnen von Angesicht zu Angesicht gegen-

übersteht, woraufhin er rückwärtsgehend versucht, von ihnen wegzukommen 

(01:20). Nachdem der Beschuldigte ihm mit dem Pfefferspray ins Gesicht gesprüht 

hat, gelingt ihm dies schliesslich (01:21-01:27). Anzumerken ist, dass beide Mitbe-

schuldigten jedenfalls äusserlich während des gesamten ersichtlichen Handlungs-

ablaufs nie den Eindruck erweckten, in irgendeiner Weise verängstigt oder gar in 

Panik zu sein. Vielmehr lief das Ganze bis zum Faustschlag des Mitbeschuldigten 

B._____ rein verbal und äusserlich vergleichsweise langsam ab. Auch nach den 

Tatereignissen – nachdem sich der Geschädigte entfernt hatte – gingen der Be-

schuldigte, der Mitbeschuldigte B._____ und D._____, welche nach dem Vorfall 

dazu stiess (01:29), ganz normal und ohne irgendwelche Hast lachend weg. Die 

auf der Videoaufnahme ersichtliche Körpersprache des Geschädigten zeigt eindeu-

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tig, dass dieser bis zum Fallenlassen des Fahrrads entspannt war und die Aggres-

sion ausschliesslich vom Beschuldigten und B._____ ausging. Die Behauptung des 

Beschuldigten, er sei aufgrund von Drohungen seitens des Geschädigten verängs-

tigt gewesen und habe aus dieser Gefühlsregung heraus gehandelt, erweist sich 

vor dem Hintergrund der Videoaufzeichnung als objektives Beweismittel indessen 

als Schutzbehauptung. Es kann zwar nicht ausgeschlossen werden, dass der Ge-

schädigte gegenüber dem Beschuldigten und B._____ äusserte, ein Messer mit 

sich zu führen. Auf der Videoaufnahme ist aber seitens des Geschädigten weder 

eine Aggression noch eine Bedrohung gegenüber dem Beschuldigten und dem Mit-

beschuldigten B._____ ersichtlich. So wurde seitens des Geschädigten insbeson-

dere nie ein Messer hervorgenommen oder eine entsprechende Bewegung ange-

deutet. Vielmehr gingen der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte B._____ aggres-

siv und aktiv auf den Geschädigten zu und bedrängten ihn. Ein solches Verhalten 

ist mit der vom Beschuldigten behaupteten Angst und Panik nicht vereinbar. Hätte 

der Beschuldigte effektiv Angst vor dem Geschädigten gehabt, hätte er sich schlicht 

von der Situation entfernen können. Dies tat er aber nicht, sondern er bewegte sich 

im Gegenteil auf den sich aufrappelnden Geschädigten zu, packte ihn, zerrte ihn 

weg und sprühte ihm Pfefferspray ins Gesicht. Die Tat erfolgte augenscheinlich 

spontan und aus der Situation des zunächst verbal geführten Gesprächs heraus. 

Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte bei seinem spontanen Han-

deln seine Reaktion und Gefühle nicht unter Kontrolle hatte. Das Tatmotiv bleibt 

insgesamt verschuldensneutral.

3.3. Zwischenfazit 

Unter Berücksichtigung auch des subjektiven Verschuldens bleibt es bei einem 

nicht mehr leichten Verschulden und einer Einsatzstrafe von 12 Monaten Freiheits-

strafe.

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4. Täterkomponenten 

4.1. Persönliche Verhältnisse/Vorleben

Der Beschuldigte machte sowohl im Rahmen der Untersuchung wie auch anläss-

lich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung Angaben zu seinen persönlichen Ver-

hältnissen und zu seinem Vorleben. Er wuchs zusammen mit seiner Familie als 

Ältester von vier Geschwistern in E._____ auf. Nach Absolvierung der obligatori-

schen Schulzeit machte der Beschuldigte eine Lehre als Produktionsmechaniker 

EFZ, welche er erfolgreich abschloss. In der Folge arbeitete der Beschuldigte je-

doch nicht auf seinem erlernten Beruf, sondern machte sich mit zwei Firmen zu-

sammen mit seinem Vater selbständig, wobei eine einen …[Einzelhandelsgeschäft] 

betreibt und es sich bei der anderen um eine Firma handelt, die … [Einzelhandels-

geschäfte] mit Lebensmitteln und Zeitungen beliefert (Prot. II S. 18). Im Zeitpunkt 

der vorinstanzlichen Hautverhandlung zahlte sich der Beschuldigte einen Lohn von 

rund Fr. 3'000.– pro Monat aus (Urk. 4/1 S. 11 f.; Prot. I S. 17 ff.; vgl. auch Prot. II 

S. 17 ff.). Im Rahmen der Berufungsverhandlung ergänzte der Beschuldigte, er 

zahle sich seit ca. eineinhalb bis zwei Jahren monatlich einen Lohn von Fr. 4'200.– 

aus. In Bezug auf die Halbgefangenschaft führte er aus, es sei ihm dort einerseits 

nicht gut gegangen, andererseits habe er viel daraus lernen können (Prot. II S. 19) 

und die Halbgefangenschaft sei jedenfalls nichts zum Wiederholen (Prot. II S. 20). 

Er sei früher auf dem falschen Weg gewesen, bis er die Strafe abgesessen habe 

(Prot. II S. 21). Er sei naiv gewesen und habe sich schnell provozieren lassen. Es 

habe früher einfach eine gewisse Impulskontrolle gefehlt. Das sei heute nicht mehr 

der Fall (Prot. II S. 22). Die persönlichen Verhältnisse und das Vorleben des Be-

schuldigten bleiben insgesamt zumessungsneutral. 

4.2. Vorstrafen

Der Beschuldigte weist zwei Vorstrafen auf. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

des Kantons Basel-Stadt vom 30. September 2021 wurde er wegen Vergehens 

gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. d BetmG verur-

teilt und mit einer bedingten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.–, bei einer 

Probezeit von 2 Jahren, sowie mit einer Busse von Fr. 400.– bestraft. Sodann 

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wurde der Beschuldigte mit Urteil des Jugendgerichts Winterthur vom 24. Februar 

2022 wegen mehrfacher Drohung im Sinne von Art. 180 StGB, grober Verletzung 

der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2 SVG sowie der Gehilfenschaft 

dazu, Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB, Erpressung im Sinne von 

Art. 156 Ziff. 1 StGB, mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne erforderli-

chen Führerausweis im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG sowie mehrfacher Nöti-

gung im Sinne von Art. 181 StGB verurteilt und mit einem unbedingt vollziehbaren 

Freiheitsentzug von 165 Tagen nach Jugendstrafrecht bestraft (Urk. 49). Der Be-

schuldigte wurde vorliegend am 20. März 2023, d.h. während laufender Probezeit 

und kurz bevor er seine Strafe nach Jugendstrafrecht in Halbgefangenschaft antrat, 

erneut straffällig (vgl. Prot. I S. 22; Prot. II S. 43). Die Vorstrafen und das Delinquie-

ren während laufender Probezeit sind stark straferhöhend zu berücksichtigen.

4.3. Geständnis/Reue und Einsicht

Ein Geständnis führt nicht zwingend zu einer Strafreduktion, sondern es steht wie 

bei den übrigen Strafzumessungsfaktoren im Ermessen des Sachgerichts zu beur-

teilen, ob und in welchem Ausmass das Geständnis eine strafmindernde Folge ha-

ben soll (Urteile des Bundesgerichts 6B_799/2024 vom 2. Dezember 2024 E. 3.1; 

6B_156/2023 vom 3. April 2023 E. 1.3 [nicht publ. in BGE 149 IV 161]; je mit Hin-

weisen). Dabei berücksichtigt das Gericht ein Geständnis, wenn es auf Einsicht in 

das begangene Unrecht oder auf Reue schliessen lässt oder der Täter zur Tatauf-

deckung über seinen eigenen Tatanteil hinaus beiträgt (BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). 

Hat ein Geständnis die Strafverfolgung nicht erleichtert oder ist die geständige Per-

son nur aufgrund einer erdrückenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung 

des erstinstanzlichen Urteils geständig geworden, ist eine Strafminderung nicht an-

gebracht (Urteile des Bundesgerichts 6B_1135/2023 vom 19. Februar 2025 

E. 3.5.1; 6B_156/2023 vom 3. April 2023 E. 1.3.1 [nicht publ. in BGE 149 IV 161]). 

Der Beschuldigte zeigte sich im äusseren Sachverhalt voll geständig, auch wenn 

ein Bestreiten angesichts der Videoaufzeichnung, die sämtliche relevanten Tat-

handlungen zeigt, kaum Sinn ergeben hätte, und das Geständnis im äusseren 

Sachverhalt das Verfahren damit nicht massgeblich erleichterte. Das Nachtatver-

halten bleibt daher zumessungsneutral. 

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4.4. Fazit bezüglich Täterkomponenten

Unter den Täterkomponenten ist somit ein stark straferhöhendes Zumessungskri-

terium festzustellen, während keine Strafminderungsgründe gegeben sind. Die 

nach der Tatkomponente erhaltene Einsatzstrafe ist daher aufgrund der Täterkom-

ponenten auf 18 Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen.

5. Gesamtwürdigung

5.1. Strafhöhe

Angemessen erscheint somit in Berücksichtigung sämtlicher Zumessungskriterien 

eine Bestrafung des Beschuldigten mit 18 Monaten Freiheitsstrafe. Aufgrund des 

Verbots der reformatio in peius gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO bleibt es jedoch bei 

den vorinstanzlich ausgesprochenen 10 Monaten Freiheitsstrafe.

5.2. Anrechnung von Haft

Der Beschuldigte befand sich vom 5. Juni 2023, 06.05 Uhr, bis 19. Juni 2023, 13.40 

Uhr, und damit insgesamt 15 Tage in Haft (Urk. 13/3-14). Die erstandene Haft ist 

gemäss Art. 51 StGB auf die ausgesprochene Freiheitsstrafe anzurechnen.

III. Vollzug

1. Ausgangslage

1.1. Die Vorinstanz erklärte die Strafe für vollziehbar (Urk. 39 S. 14).

1.2. Seitens der Verteidigung wird beantragt, die auszusprechende Freiheits-

strafe aufzuschieben, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren (vgl. Urk. 32 

S. 1; Urk. 41 S. 1; Urk. 51 S. 1).

1.3. Die Staatsanwaltschaft beantragt im Berufungsverfahren die Bestätigung 

des vorinstanzlichen Entscheids (Urk. 46).

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2. Rechtliche Grundlagen

2.1. Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe 

von höchstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht 

notwendig erscheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder 

Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Wurde der Täter innerhalb der letzten 

fünf Jahre vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mehr 

als sechs Monaten verurteilt, so ist der Aufschub nur zulässig, wenn besonders 

günstige Umstände vorliegen (Art. 42 Abs. 2 StGB). Unter "besonders günstigen 

Umständen" sind solche Umstände zu verstehen, die ausschliessen, dass die Vor-

tat die Prognose verschlechtert. Die Gewährung des bedingten Vollzugs ist nur 

möglich, wenn eine Gesamtwürdigung aller massgebenden Faktoren den Schluss 

zulässt, dass trotz der Vortat eine begründete Aussicht auf Bewährung besteht. 

Das trifft etwa zu, wenn die neuerliche Straftat mit der früheren Verurteilung in kei-

nerlei Zusammenhang steht oder bei einer besonders positiven Veränderung in den 

Lebensumständen des Täters. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Ge-

samtbild der Täterpersönlichkeit unerlässlich (BGE 144 IV 277 E. 3.2; 135 IV 180 

E. 2.1; 134 IV 140 E. 4.4 je mit Hinweisen). Dabei hat das Gericht eine Gesamtwür-

digung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen und insbesondere auch seit der 

Tat eingetretene positive Veränderungen (wie den Erhalt einer festen Arbeitsstelle, 

das Eingehen einer stabilen Beziehung) zu berücksichtigen. In erster Linie ist dabei 

die strafrechtliche Vorbelastung relevant, namentlich wenn der Täter sog. einschlä-

gige Vorstrafen aufweist, wobei diese erheblich zu gewichten sind. Sie schliessen 

aber den bedingten Vollzug nicht notwendig aus (BGE 145 IV 137 E. 2.2; 134 IV 1 

E. 4.2.3; Urteile des Bundesgerichts 6B_80/2024 vom 9. Januar 2025; 

6B_1153/2021 vom 29. März 2023 E. 2.3.4; 6B_617/2021 vom 8. Oktober 2021 

E. 1.3.1; je mit Hinweisen; HEIMGARTNER, in: Donatsch/Heimgartner/Isenring/Weder 

[Hrsg.], OFK Kommentar zum StGB, 21. Auflage 2022, Art. 42 StGB N 7 f. m.w.H.; 

SCHNEIDER/GARRÉ, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.] Basler Kommentar, Strafrecht I, 

4. Auflage 2019, Art. 42 StGB N 46). Besteht keinerlei Aussicht, dass der Täter sich 

durch den – ganz oder teilweise – gewährten Strafaufschub im Hinblick auf sein 

zukünftiges Legalverhalten positiv beeinflussen lässt, ist die Strafe in voller Länge 

- 15 -

zu vollziehen (BGE 144 IV 277 E. 3.1.1; 134 IV 1 E. 5.2.2 und 5.3.1; Urteil des 

Bundesgerichts 6B_962/2023 vom 26. Februar 2024 E. 2.3.2; mit Hinweisen).

2.2. Schiebt das Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so be-

stimmt es dem Verurteilten eine Probezeit von zwei bis fünf Jahren (Art. 44 Abs. 1 

StGB).

3. Subsumtion 

In objektiver Hinsicht sind die Voraussetzungen des bedingten Vollzugs erfüllt, da 

der Beschuldigte zu einer Freiheitsstrafe von weniger als zwei Jahren verurteilt 

wird. In subjektiver Hinsicht ist, nachdem der Beschuldigte nie eine Freiheitsstrafe 

von mehr als sechs Monaten zu verbüssen hatte, eine günstige Legalprognose 

grundsätzlich zu vermuten. Wie soeben dargelegt (E. II.4.2.), weist der Beschul-

digte jedoch zwei Vorstrafen auf, wobei er am 20. März 2023 während laufender 

Probezeit und kurz bevor er seine Strafe nach Jugendstrafrecht in Halbgefangen-

schaft anzutreten hatte, erneut straffällig wurde. Beide Verurteilungen lagen dabei 

lediglich rund eineinhalb bzw. gut ein Jahr vor dem vorliegend zu beurteilenden 

Delikt. Der Umstand, dass er sich während laufender Probezeit und kurz vor Antritt 

einer Freiheitsstrafe in Halbgefangenschaft befand, vermochte den Beschuldigten 

somit nicht von der Begehung eines neuerlichen Delikts abzuhalten. Allerdings hat 

der Beschuldigte in der Zwischenzeit den unbedingten Freiheitsentzug in Halbge-

fangenschaft verbüsst und befand sich im vorliegenden Verfahren 15 Tage in Haft, 

was ihn offensichtlich genügend beeindruckt hat. So ist er seit zwei Jahren straf-

rechtlich nicht mehr in Erscheinung getreten und lebt privat in stabilen Verhältnis-

sen. Ausserdem war der Vollzug der Jugendstrafe nach seinen Angaben lehrreich 

(s. vorne E. II.4.1.). Da zudem aufgrund des heute zu beurteilenden Delikts der 

Widerruf der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt festgesetzten be-

dingten Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.– angeordnet wird (vgl. Urk. 39 

S. 15), kann davon ausgegangen werden, dass sich der Beschuldigte in Zukunft 

auch ohne Anordnung des teilbedingten Vollzugs bewähren wird. Der Vollzug der 

Freiheitsstrafe ist daher aufzuschieben. Den Vorstrafen ist durch die Ansetzung ei-

ner längeren Probezeit von 4 Jahren Rechnung zu tragen.

- 16 -

IV. Kosten

1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 3'000.– zu veran-

schlagen. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterlie-

gen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). 

2. Da die Gewährung des bedingten Vollzugs unter Ansetzung einer längeren 

Probezeit anstelle des unbedingten Vollzugs auf richterlichem Ermessen beruht, 

erscheint es gerechtfertigt, dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfah-

rens, mit Ausnahme derjenigen der amtlichen Verteidigung, vollumfänglich aufzu-

erlegen, zumal der Beschuldigte praktisch vollständig unterliegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die 

diesbezügliche Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

3. Die amtliche Verteidigerin des Beschuldigten ist für das Berufungsverfahren 

mit Fr. 4'008.80 (Urk. 52) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

Es wird beschlossen:

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 

29. Februar 2024 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldpunkt), 4 (Wider-

ruf), 5 (DNA-Probe und DNA-Profil) sowie 6 und 7 (Kostendispositiv) in 

Rechtskraft erwachsen ist.

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 10 Monaten Freiheitsstrafe, wo-
von 15 Tage durch Haft erstanden sind.

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

4 Jahre festgesetzt. 

- 17 -

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

Fr. 3'000.– ; die weiteren Kosten betragen:

Fr. 4'008.80   amtliche Verteidigung (inkl. MwSt.).

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme derjenigen der amtli-

chen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse genom-

men. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten bleibt gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO vorbehalten.

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben)

 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

sowie in vollständiger Ausfertigung an

 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten

 die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an

 die Vorinstanz [mit dem Ersuchen um Vornahme der notwendigen Mit-
teilungen an die Behörden, insbesondere an das Forensische Institut 
Zürich, Erkennungsdienst, betreffend Abnahme der DNA-Probe]

 die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt, Geschäfts-
Nr. VT.2021.9310, im Dispositiv im Doppel für sich und zuhanden der 
Vollzugsbehörde betreffend Widerruf

 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 
des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks 
Vernichtung des ED-Materials

 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A und B.

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der I. strafrechtlichen Abteilung 

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des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Strafkammer

Zürich, 19. März 2025

Die Präsidentin:

Oberrichterin lic. iur. Wasser-Keller

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw Gitz