# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6de25e0a-6ec6-5bf8-a0a5-f1a90fff4e78
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-09-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.09.2025 F-6567/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-6567-2025_2025-09-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-6567/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  S e p t e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Basil Cupa als Einzelrichter, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Preisig; 

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______, geboren am (...), 

2. B._______, geboren am (...), 

3. C._______, geboren am (...), 

4. D._______, geboren am (...), 

Aserbaidschan, 

alle vertreten durch Marc Richard, 

Beschwerdeführende,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren) - Mehrfachgesuch; 

Verfügung des SEM vom 20. August 2025. 

 

 

 

F-6567/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden suchten am (...) erstmals in der Schweiz 

um Asyl nach. Ein Abgleich ihrer Fingerabdrücke mit der europäischen Fin-

gerabdruck-Datenbank (Eurodac) ergab, dass sie am 4. Januar 2025 be-

reits in Kroatien um Asyl ersucht hatten. Mit Verfügung vom 4. Februar 

2025 trat die Vorinstanz auf die Asylgesuche der Beschwerdeführenden 

nicht ein und ordnete ihre Überstellung nach Kroatien an. Die am 13. Feb-

ruar 2025 dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundesverwaltungs-

gericht mit Urteil F-984/2025 vom 19. Februar 2025 ab. 

Am 29. April 2025 wurden die Beschwerdeführenden nach Kroatien über-

stellt. 

A.b Am 16. Mai 2025 (Eingang SEM: 19. Mai 2025) reichten die Beschwer-

deführenden eine mit "Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 111b AsylG 

mit Antrag auf Aussetzung der Wegweisung, Fristerstreckung (Art. 85 

AsylG) und Berücksichtigung humanitärer Gründe" betitelte Eingabe ein, 

welches das SEM als Mehrfachgesuch im Sinne von Art. 111c AsylG ent-

gegennahm. Zur Begründung ihres Gesuchs führten sie im Wesentlichen 

aus, ihre Lebens- und Gesundheitssituation habe seit dem ersten Überstel-

lungsentscheid der Vorinstanz vom 4. Februar 2025 eine erhebliche Ver-

schlechterung erfahren. Insbesondere die unzumutbaren Bedingungen in 

Kroatien, die gesundheitliche und psychische Verschlechterung der Be-

schwerdeführerin 2, der fehlende Zugang zu medizinischer Versorgung so-

wie die fortgeschrittene Integration ihrer Kinder (Beschwerdeführende 3 

und 4) stellten relevante neue Sachverhalte dar, die geeignet seien, das 

Ergebnis des ursprünglichen Entscheides zu beeinflussen. Auch bestehe 

ein offensichtliches humanitäres Interesse an einer erneuten Prüfung, ins-

besondere mit Blick auf das Kindeswohl und die gesundheitliche Unver-

sehrtheit. Aufgrund der medizinischen Situation und der mangelnden Ver-

sorgungsstrukturen in Kroatien sei eine Rückkehr nicht zumutbar. 

A.c Am 27. Mai 2025 ersuchte die Vorinstanz die kroatischen Behörden mit 

zwei separaten Ersuchen gestützt auf Art. 18 Abs. 1 Bst. b der Verordnung 

(EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung 

des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehö-

rigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf inter-

nationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO) um Wieder-

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Seite 3 

aufnahme der Beschwerdeführenden. Am 6.  und 11. Juni 2025 stimmte 

Kroatien ihrer Wiederaufnahme gemäss Art. 20 Abs. 5 Dublin-III-VO zu. 

A.d Am 3. Juli 2025 gewährte das SEM den Beschwerdeführenden das 

rechtliche Gehör zur allfälligen Zuständigkeit Kroatiens für die Durchfüh-

rung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gemäss der Dublin-III-VO, 

zum vorgesehenen erneuten Nichteintretensentscheid gemäss Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG sowie zur vorgesehenen erneuten Wegweisung nach 

Kroatien (SEM-act. 18). Am 14. Juli 2025 reichten sie ihre Stellungnahme 

ein (vgl. SEM act. 19). 

B.  

Mit Verfügung vom 20. August 2025 – eröffnet am 26. August 2025 – trat 

das SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf 

die Asylgesuche der Beschwerdeführenden nicht ein, ordnete die Wegwei-

sung nach Kroatien an und forderte sie auf, die Schweiz spätestens am 

Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Ferner beauftragte es 

den Kanton Bern mit dem Vollzug der Wegweisung, ordnete die Aushändi-

gung der editionspflichtigen Akten an und stellte fest, einer allfälligen Be-

schwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. Sodann erhob es eine 

Gebühr von Fr. 600.–. 

C.  

Mit Eingabe vom 29. August 2025 (Eingang Bundesverwaltungsgericht: 

1. September 2025) erhoben die Beschwerdeführenden beim Bundesver-

waltungsgericht Beschwerde und beantragten, die angefochtene Verfü-

gung sei aufzuheben und die Sache sei zur erneuten Überprüfung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchten sie 

um Anordnung vorsorglicher Massnahmen und Erteilung der aufschieben-

den Wirkung der Beschwerde. Ferner sei ihnen die unentgeltliche Prozess-

führung zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschus-

ses zu verzichten. 

D.  

Mit Verfügung vom 1. September 2025 setzte der Instruktionsrichter den 

Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus. 

 

 

 

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Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG, Art. 31 und 33 

Bst. b VGG). Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet es in der Regel – und 

so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teil-

genommen, sind durch die angefochtene Verfügung berührt und haben ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG sowie Art. 52 

Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

2.3 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten 

Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-

rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 

und 2 AsylG).  

3.  

Das zweite Asylgesuch der Beschwerdeführenden vom 16. Mai 2025 

wurde von der Vorinstanz zu Recht als Mehrfachgesuch im Sinne von 

Art. 111c Abs. 1 AsylG qualifiziert. Auf die ersten Asylgesuche vom 

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13. Januar 2025 wurde mit Entscheid der Vorinstanz vom 4. Februar 2025 

nicht eingetreten (rechtskräftig bestätigt mit Urteil des BVGer F-984/2025 

vom 19. Februar 2025). Die Einreichung des schriftlichen und begründeten 

zweiten Asylgesuchs geschah damit innert fünf Jahren nach Rechtskraft 

der letzten Nichteintretensverfügung. 

4.  

4.1 Die Beschwerdeführenden rügen in formeller Hinsicht, das Vorgehen 

des SEM (fehlende Information) habe dazu geführt, dass sie ihren An-

spruch auf unentgeltlichen Rechtsschutz im Asylverfahren nicht hätten 

wahrnehmen können. Auch sei der zuständige Rechtsschutzträger (Leis-

tungserbringer) zu keinem Zeitpunkt darüber informiert worden, dass ein 

erneutes Zuständigkeitsverfahren durchgeführt werde. Da das SEM in der 

Folge das Verfahren ohne Anwesenheit der ihnen zustehenden Rechtsver-

tretung durchgeführt habe, sei ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt 

worden. Die formelle Rüge ist vorweg zu beurteilen, da sie gegebenenfalls 

geeignet ist, eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung zu bewirken. 

4.2  

4.2.1 Vorliegend hat das SEM die von den Beschwerdeführenden als "Wie-

dererwägungsgesuch gemäss Art. 111b AsylG mit Antrag auf Aussetzung 

der Wegweisung, Fristerstreckung (Art. 85 AsylG) und Berücksichtigung 

humanitärer Gründe" betitelte Eingabe vom 16. Mai 2025 zu Recht als 

Mehrfachgesuch im Sinne von Art. 111c Abs. 1 AsylG qualifiziert (vgl. E. 3 

hievor). 

4.2.2 Über Mehrfachgesuche wird grundsätzlich in einem Aktenverfahren 

ohne weitere Anhörung der Gesuchstellenden entschieden. Solche Gesu-

che können daher im Rahmen einer bestimmten Zeit nach Abschluss eines 

vorangegangenen nationalen Asylverfahrens nur noch schriftlich und be-

gründet eingereicht werden; diese Massnahme soll die Einreichung von 

missbräuchlichen Gesuchen verhindern. Art. 111c AsylG schränkt die Vor-

schrift von Art. 18 AsylG dahingehend ein, dass ein zweites oder weiteres 

Asylgesuch, das innert fünf Jahren nach Eintritt der Rechtskraft des Asyl- 

und Wegweisungsentscheides eingereicht wird, den in Art. 111c Abs. 1 

AsylG beschriebenen Formerfordernissen der Schriftlichkeit und Begrün-

detheit entsprechen muss. Diese Einschränkung ist gerechtfertigt, weil 

eine erneut asylsuchende Person mit den Abläufen des Asylverfahrens be-

reits vertraut ist (vgl. BVGE 2014/39 E. 4.3 m.w.H.). 

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4.2.3 Vor diesem Hintergrund gibt es bei Mehrfachgesuchen somit keine 

Vorbereitungsphase, und auch das getaktete Verfahren, welches bei "nor-

malen" Asylgesuchen auf die Vorbereitungsphase folgt und namentlich die 

Triage in das beschleunigte oder das erweiterte Verfahren beinhaltet, exis-

tiert bei Mehrfachverfahren nicht (vgl. dazu Urteil des BVGer D-1416/2024 

vom 28. März 2024 E. 4.2.3). Daraus folgt, dass für die Frage des der asyl-

suchenden Person in Mehrfachverfahren zustehenden Rechtsschutzes 

nicht Art. 102h AsylG einschlägig ist; vielmehr richtet sich der Rechtsschutz 

nach Art. 102l Abs. 1 AsylG. Dieser besagt, dass sich Asylsuchende nach 

Zuweisung auf den Kanton bei entscheidrelevanten Schritten im erstin-

stanzlichen Verfahren, insbesondere wenn eine zusätzliche Anhörung zu 

den Asylgründen durchgeführt wird, kostenlos an eine Rechtsberatungs-

stelle oder an die zugewiesene Rechtsvertretung wenden können. Der Um-

stand, dass im vorliegenden Verfahren keine Kantonszuweisung erfolgt ist, 

spricht nicht gegen die (analoge) Anwendbarkeit von Art. 102l AsylG; denn 

bei Mehrfachverfahren gibt es faktisch nur den Zustand "nach Zuweisung 

auf den Kanton", da bei der Einreichung eines Mehrfachgesuchs keine Auf-

nahme im Bundesasylzentrum (BAZ) erfolgt, sondern der bereits früher für 

die Person zuständige Kanton automatisch erneut zuständig wird. Die Be-

schwerdeführenden hatten demnach durchaus Anspruch auf eine kosten-

lose Rechtsvertretung im vorinstanzlichen Verfahren, wobei sie sich selber 

darum hätten bemühen müssen. Dies wäre ihnen auch ohne weiteres zu-

zumuten gewesen, zumal die Einräumung des rechtlichen Gehörs erst ein-

einhalb Monate nach ihrem Gesuch vom 16. Mai 2025 geschah. Zudem 

war den Beschwerdeführenden – nachdem sie bereits ein erstes Dublin-

Verfahren durchlaufen hatten – die Möglichkeit, eine Rechtsvertretung zu 

mandatieren, offensichtlich bekannt (vgl. SEM act. 25/6 des Dublin-Verfah-

rens). Ohnehin wäre es ihnen nicht verwehrt geblieben, sich auch noch 

nach Erhalt des SEM-Schreibens vom 3. Juli 2025 zum rechtlichen Gehör 

innerhalb der ihnen eingeräumten Frist an eine rechtskundige Person zu 

wenden (vgl. SEM act. 18 und 19). Laut Beschwerde hätten die Beschwer-

deführenden am 27. August 2025 bei der kantonalen Rechtsberatungs-

stelle vorgesprochen; es ist nicht einsichtig, weshalb ihnen dies nicht be-

reits zu einem viel früheren Zeitpunkt hätte möglich sein sollen. 

4.3 Nach dem Gesagten trifft es nicht zu, dass die Beschwerdeführenden 

aufgrund des Vorgehens des SEM daran gehindert wurden, ihren Anspruch 

auf unentgeltlichen Rechtsschutz wahrzunehmen. Die damit einherge-

hende Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs ist daher unbegründet. 

 

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Seite 7 

5.  

5.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung dieses Staates prüft das SEM die 

Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-VO. Führt diese Prüfung zur 

Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die Prüfung des Asylge-

suchs zuständig ist, tritt das SEM, nachdem der betreffende Mitgliedstaat 

einer Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt hat (respektive in-

nert Frist auf die entsprechende Anfrage nicht geantwortet hat; vgl. Art. 22 

Abs. 1 und 7 Dublin-III-VO), auf das Asylgesuch nicht ein (vgl. BVGE 2017 

VI/5 E. 6.2). 

5.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den im Kapitel III dargelegten Kri-

terien (Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. 

auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

6.  

6.1 Die kroatischen Behörden stimmten den Wiederaufnahmegesuchen 

des SEM am 6. und 11. Juni 2025 zu (vgl. SEM act. 15-17), weshalb deren 

Zuständigkeit gemäss Art. 25 Abs. 2 Dublin-III-VO grundsätzlich feststeht. 

6.2 Sodann hat das SEM korrekt erwogen, dass das kroatische Asylsystem 

rechtsprechungsgemäss keine systemischen Mängel aufweist, aufgrund 

derer die Zuständigkeit gemäss Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf die Schweiz 

überginge, und dass vorliegend keine völkerrechtlichen Vollzugshinder-

nisse ersichtlich sind, welche die Schweiz zu einem Selbsteintritt nach 

Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO verpflichten würden. Mit dem SEM ist davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführenden bei einer Überstellung kei-

nen gravierenden Menschenrechtsverletzungen im Sinne von Art. 3 EMRK 

ausgesetzt oder unter Verletzung des Non-Refoulement-Gebots in ihren 

Heimatstaat überstellt würden; auch liegen keine konkreten Hinweise dafür 

vor, dass sie bei einer Rückkehr nach Kroatien in eine existenzielle Notlage 

geraten würden. Sodann hielt das SEM fest, dass es sich bereits im voran-

gehenden Dublin-Verfahren eingehend mit der medizinischen Versorgung 

in Kroatien und dem Zugang zu derselben auseinandergesetzt hat; das 

Bundesverwaltungsgericht bestätigte in seinem Urteil F-984/2025 vom 

19. Februar 2025 die rechtsprechungskonforme Würdigung der medizini-

schen Situation. Auch im vorliegenden Verfahren hat das SEM die vorge-

brachte Veränderung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdefüh-

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Seite 8 

renden, so insbesondere derjenigen der Beschwerdeführerin 2 (namentlich 

[Nennung Leiden] , vgl. SEM act. 20), hinreichend abgeklärt und gewürdigt. 

Dabei hat es auch berücksichtigt, dass den Beschwerdeführenden in Kro-

atien der Zugang zu medizinischer Notfallversorgung und unbedingt erfor-

derlichen Behandlungen von Krankheiten – inklusive psychosozialer Be-

treuung und Unterstützung – offensteht. Auch im Lichte von Art. 3 Abs. 1 

des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des Kin-

des (KRK, SR 0.107) steht einer Überstellung nichts Entscheidendes ent-

gegen. Die Beschwerdeführenden 3 und 4 sind – wenn auch nicht aufgrund 

ihres Alters – aufgrund ihrer aktuellen persönlichen Situation beziehungs-

mässig noch relativ stark auf ihre Eltern (Beschwerdeführer 1 und Be-

schwerdeführerin 2) ausgerichtet; weiter kann angesichts der kurzen Auf-

enthaltsdauer von mehreren Monaten in der Schweiz weder von einer Ver-

wurzelung noch von einer Integration hierzulande gesprochen werden. Ein 

Vollzug der Wegweisung spricht somit nicht in ausschlaggebender Weise 

gegen das Kindeswohl. Darüber hinaus hat das SEM in rechtsfehlerfreier 

Ausübung des ihm nach Art. 17 Abs. 1 Dublin-III-VO und Art. 29a Abs. 3 

der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 (AsylV 1, SR 142.311) zukom-

menden Ermessens von einem freiwilligen Selbsteintritt der Schweiz abge-

sehen. 

6.3 Die Vorinstanz ist demnach zu Recht auf das Mehrfachgesuch der Be-

schwerdeführenden nicht eingetreten und hat deren Wegweisung nach 

Kroatien angeordnet. 

7.  

Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 

Verfügung vom 20. August 2025 nicht zu beanstanden und die Be-

schwerde abzuweisen ist. 

8.  

Mit vorliegendem Urteil wird der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung gegenstandslos und der am 1. September 2025 verfügte Voll-

zugsstopp fällt dahin. 

9.  

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen, da die Be-

gehren – wie sich aus den vorstehenden Erwägungen ergibt – als aus-

sichtslos zu bezeichnen sind und dies auch im Zeitpunkt der Gesuchstel-

lung waren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten den Be-

schwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und praxis-

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gemäss auf insgesamt Fr. 1’500.– festzusetzen (Art. 1-3 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abge-

wiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zuguns-

ten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden und die Vorinstanz. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Basil Cupa Stefan Weber 

 

 

 

Versand: