# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 225b8627-9325-522f-a8e9-47468a483560
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-03-04
**Language:** de
**Title:** Fallabschluss; volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgewiesen; Kritik an kreisärztlicher Beurteilung ist unbegründet; Rentenverneinung und Integritätseinbusse sind zu bestätigen. Abweisung.
**Docket/Reference:** UV.2017.00257
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2017.00257.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2017.00257
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Sager
Ersatzrichterin Lienhard
Gerichtsschreiberin Peter-Schwarzenberger
Urteil
vom
4.
März 2019
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller
Engelgasse 214, 9053 Teufen AR
gegen
Suva
Rechtsabteilung
Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Reto Bachmann
Lischer Zemp & Partner, Rechtsanwälte und Notare
Schwanenplatz 4, 6004 Luzern
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1988, war seit
September 2009
bei
m
Y.___
in
Z.___
als
Reifen
monteur
angestellt und damit bei der
Suva
versichert, als
er am 8. Dezember 2010 beim Anziehen einer Radschraube ausrutschte und sich eine
Lunotriquetralband
(LT-Band) Ruptur
zuzog (
vgl.
Urk.
7/1; Urk. 7/
16
; Urk. 7/59
).
Die Suva sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 12. April
2012 (Urk. 7/107) eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 5 % zu. Dagegen erhob der Versicherte am 8. Mai 2012 Einsprache (Urk. 7/115). Mit Schreiben vom 3. Juli 2012 (Urk. 7/123) hiess die Suva die Ein
sprache des Versicherten gut und zog die Verfügung vom 12. April 2012 betref
fend Integritätsentschädigung zur nochmaligen Überprüfung zurück.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erteilte dem Be
schwerdeführer am 15. August 2013 Kostengutsprache für die Umschulung zum Detailhandelsfachmann EFZ bei
der
A.___
in Zürich vom 12. August 2013 bis zum 11. August 2016 (Urk. 7/172). Der Versicherte schloss die Ausbildung zum Detailhandelsfachmann EFZ
im August
2016 erfolgreich ab (vgl. Mitteilung der IV-Stelle vom 1
0.
August 2016, Urk. 7/217/2-3).
Die Suva verneinte mit Verfügung vom 23. März
2017 (Urk. 7/260) einen Ren
tenanspruch des Versicherten und sprach ihm eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 5 % zu,
wobei ihm
letztere
bereits im
Jahr
2012
im Rahmen der nachträglich aufgehobenen Verfügung vom 12. April
2012
ausbezahlt worden
sei
(vgl. Urk. 7/107).
Die vom Versicherten am
27. April 2017
erhobene Einsprache (Urk.
7/266
) wies die
Suva mit Entscheid vom 5. Oktober 2017
(Urk.
7/
279
= Urk. 2) ab.
2.
Der
Versicherte erhob am
13. November 2017
Beschwerde gege
n den Einsprache
entscheid vom 5. Oktober 2017
(Urk. 2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, insbesondere Hei
lungskosten, eine Invalidenrente von mindestens 35 %
sowie
eine Integritätsent
schädigung von mindestens 15 %. Eventuell sei die Angelegenheit an die Suva zurückzuweisen, insbesondere auch zur Anordnung eines handchirurgischen Spe
zialgutachtens (Urk. 1 S.
2
Ziff. I.1-2
).
Die Suva beantragte mit B
eschwerdeant
wort vom
13. Dezember 2017
(Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
19. Dezember 2017
zur Kenntnis gebracht (Urk.
9
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am
8. Dezember 2010
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Er
werbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts
,
ATSG)
.
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird ge
mäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
1.4
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie An
spruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der ge
samten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchst
betrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Vo
raussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen be
rücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlim
merung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.5
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine In
tegritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG;
Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Un
fallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesge
richts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu wer
den, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitliche Bes
serung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vor
liegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditätsbe
messung der Suva gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversiche
rung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bun
desgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.
6
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Mit angefochtenem
Einspracheentscheid (Urk. 2)
führte die Beschwerdegegnerin aus, dass die zuletzt gestellte Verdachtsdiagnose eines SAPHO-Syndroms Krank
heitsfolgen betreffe,
jedoch
für Krankheitsfolgen keine Leistungen der Unfallver
sicherung erbracht werden
könnten
. Aufgrund der Akten sei sodann auch in Bezug auf die Unfallfolgen nicht ersichtlich, dass von einer Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung noch eine
wesentliche Besserung zu erwarten wäre. Der Fall
abschluss respektive insbesondere der Zeitpunkt für die Einstellung der Heilungs
kosten und die Prüfung der Rentenfrage sei also gegeben (S. 3 Ziff. 2b).
Ferner sei dem Beschwerdeführer die bisher ausgeübte Tätigkeit als Pneumonteur aufgrund der Unfallrestfolgen unbestritten nicht mehr zumutbar. Gemäss einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit in der
B.___
vom 1
9.
und 20. Dezember 2012 seien
dem Beschwerdeführer
noch leichte bis mittel
schwere Arbeiten ganztags zumutbar
, ohne repetitive Umwendbewegungen des rechten Unterarms, ohne Arbeit mit wiederholter Exposition gegenüber Vibratio
nen, ohne Schläge für das rechte Handgelenk und ohne wiederholten groben Krafteinsatz der rechten Hand.
Zwei Kreisärzte bestätigten sodann in ihren Stel
lungnahmen vom 15. April 2013 und 3. Januar 2017 die 2012 erhobene Zumut
barkeitsbeurteilung, die schlüssig und nachvollziehbar erscheine. Abweichende begründete ärztliche Beurteilungen se
ien nicht vorhanden. Soweit im Ü
brigen krankheitsbedingt aufgrund des vermuteten SAPHO-Syndroms eine erhöhte Ein
schränkung bestünde, so könnte dies ebenfalls ni
cht berücksichtigt werden. Folg
lich
könne vollumfänglich auf die zuvor genannte Zumutbarkeitsbeurteilung ab
gestellt werden. Es sei damit insbesondere auch davon auszugehen, dass die im Rahmen der Umschulung erlernte Tätigkeit als Detailhandelsfachmann EFZ voll
umfänglich zumutbar sei (S. 5 Ziff. 3b).
Daran hielt die
Beschwerdegegnerin
in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 6) grund
sätzlich fest.
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) geltend,
das SAPHO-Syndrom sei zweifellos Folge des Unfalls (S. 3 Ziff. III.4). Unabhängig von der Frage,
ob und in welchem Ausmass das SAPHO-Syndrom adäquate Un
fallfolge sei, sei die Schätzung des Integritätsschadens im Jahr 2012 verfrüht
er
folgt
(S. 3 Ziff. III.5). Ebenso wenig sei die medizinische Einschätzung abgesi
chert, wonach er in einer adaptierten Tätigkeit ein normales Arbeitspensum aus
üben könnte. Die medizinische Situation sei ungenügend abgeklärt
worden
, wes
halb diesbezüglich eine polydisziplinäre
Begutachtung inklusive handchirurgi
scher S
pe
zialabklärung beantragt werde
(S. 4 Ziff. III.6).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf
weitere Heil
behandlung,
eine Rente sowie die Höhe der Integritätsentschädigung.
3.
3.1
A
m 8. Dezember 2010
rutschte der
Beschwerdeführer
während der Arbeit
beim Anzieh
en einer Radschraube aus
und
zog
sich eine LT-Band
r
uptur zu
(vgl. Urk. 7/1; Urk. 7/16).
Am 19. April 2011 erfolgte in der
C.___
eine Rekonstruktion des LT-Bandes (Urk. 7/24; vgl. Urk. 7/25-26
) und am 28. Juni 2011 die
Kirsch
nerd
rahtentfernung (Urk. 7/40).
3.2
Kreisarzt
Dr.
med. D.___
, Facharzt für Chirurgie, berichtete am 29. März
2012 über die gleichentags erfolgte kreisärztliche Untersuchung (Urk. 7/103).
Er führte aus, dass es sich um einen Zustand nach einer LT
Bankrekonstruktion am rechten Handgelenk am 19. Mai (richtig: April) 2011 handle. Am 28. Juni 2011 seien die beiden Kirschnerdrähte entfernt worden. Infolge einer Schmerzintensi
vierung im September 2011 sei im Dezember 2011 ein MRI des rechten Handge
lenkes durchgeführt worden. Der Befund sei als horizontal verlaufende Stress
fraktur im Os hamatum interpretiert worden. Chirur
gische Konsequenzen ergäben sich dadurch nicht
(S. 4 Ziff. 5)
.
Der Beschwerdeführer klage über Schmerzen an der rechten Hand und über Ein
schränkungen der Beweglichkeit (S. 2 Ziff. 3). In der klinischen Untersuchung sei eine unauffällige rechte Hand ohne jegliche Dystrophiezeichen gefunden worden. Es bestehe eine Druckdolenz
im Bereich
des Skaphoides und Lunatum. Die Funk
tion der Langfinger und des Daumens seien nicht eingeschränkt. Das Extensions
defizit betrag
e
etwa einen Viertel, das Flexionsdefizit etwa einen Drittel der adominanten linken
gesunden Seite. Pro- und Supination seien seitengleich. Die Tro
phik a
n den oberen Extremitäten würde
keinen
nennenswerten Unterschied auf
weisen. Die Pinchgriff-Kraft sei etwa um einen Drittel, die rohe Faust
schluss
kraft um etwa die Hälfte reduziert.
Er könne das Beschwerdebild in dieser Intensität aufgrund der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Diag
nostik nicht erklären. Seines Erachtens seien die therapeutischen Mass
nahmen ausgeschöpft. Die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers als Pneumonteur sei zu schwer. Zumutbar sei eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit maximal zu hantieren
den Lasten von 10 bis 15 kg den ganzen Tag. Für feinmotorische Tätigkeiten bestünden keine Einschränkungen, ebenso wenig für repetitive Drehbewegungen (S. 4 Ziff. 5).
3.3
In der Beurteilung des Integritätsschadens vom
3. April 2012 (Urk. 7/104)
legte Kreisarzt
Dr.
D.___
dar, dass als Unfallfolge eine verminderte Funktion und Be
lastbarkeit der dominanten rechten Hand verbleibe. Das Extensionsdefizit betrage etwa einen Viertel, das Flexionsdefizit etwa einen Drittel im Handgelenk der ado
minanten linken gesunden Seite. Die Pinchgriffkraft sei etwa um einen Drittel, die rohe Faustschlusskraft um etwa die Hälfte reduziert
(S. 1)
.
Der Integritätsschaden sei im Rahmen der Funktionsstörung zu schätzen. Mass
gebend zur Schätzung des Integritätsschadens sei die
Feinrastertabelle 1.2 Integ
ritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten. Bei einer völ
ligen Gebrauchsunfähigkeit liege der Referenzwert bei 50 %. Die Funktionsstö
rung liege etwa in der Grössenordnung von 10 %, dies entspreche einem Integri
tätsschaden von 5 %. Mit dieser Einschätzung sei auch die Relation
zu einer mäs
sigen Handgelenksarthrose gewahrt, bei der die Referenzwerte zwischen 5 und 10 % lägen
(S. 1)
.
3.4
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates und für Handchirurgie, nannte in seinem Bericht vom 2. Mai 2012 (Urk. 7/111) ein residual
es
Oedem des Hamatum nach
Kontusion des Handgelenkes mit R
iss des dorsalen Anteils des LT Ligament rechts. Anläss
lich der Konsultation sei das Oedem des Hamatum klar zum Vorschein gekom
men. Dieses Geschehen sei eindeutig posttraumatisch und die Persistenz des Oedems beweise, dass der Heilungsprozess nicht abgeschlossen sei. Dies erkläre auch die heutigen residualen Schmerzen.
3.5
Kreisarzt
Dr.
D.___
führte in seiner Stellungnahme vom 26. Juni
2012 (Urk. 7/112) aus, dass der Beschwerdeführer unabhängig von den allenfalls noch vorgenommenen ergänzenden Abklärungen im Rahmen seiner Zumutbarkeitsbe
urteilung
(vgl.
vorstehend E. 3.
2
)
voll arbeitsfähig sei, es sei denn, dass sich neue relevante Aspekte ergäben, was bis jetzt nicht der Fall sei.
3.6
Die Ärzte der
B.___
führten am 1
9.
und 20. Dezember 2012 eine
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL
) durch und erstatteten den diesbezüglichen Bericht am 18. März 2013 (
Urk. 7/155)
.
Sie
legten dar, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Pneumonteur nicht
mehr
zu
mutbar sei, da die Anforderungen zu hoch seien. Eine leichte bis mittelschwere Arbeit sei ihm hingegen ganztags zumutbar, sofern diese Tätigkeit keine repeti
tive Umwendbewegungen des rech
ten Unterarmes, keine wiederholte
Exposition gegenüber Vibrationen und Schlägen für das rechte Handgelenk
und keinen wie
derholten
groben
Krafteinsatz der rechten Hand beinhalte (S. 4).
3.7
Kreisarzt
Dr.
D.___
führte in seiner Stellungnahme vom 15. April
2013 (Urk. 7/162) aus, dass seine Zumutbarkeitsbeurteilung anlässlich
der
kreisärztli
chen Untersuchung vom 29. März 2012 (vgl. vorstehend
E. 3.2
) mit der Zumut
barkeitsbeurteilung der EFL der Ärzte der
B.___
vom 18. März 2013 (vgl. vorstehend
E. 3.6
) annähernd deckungsgleich sei, weshalb seine Zumutbar
keitsbeurteilung vorläufig ihre Gültigkeit behalte (S. 1 Ziff. 1).
Diese bleibe gültig
,
bis
sich definitiv neue Aspekte ergä
ben (S. 1 Ziff. 3).
D
ie noch vorhandenen Be
schwerden
seien
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit noch unfallbedingt (S. 1 Ziff. 2).
Schliesslich erfolge eine allfällige Neueinschätzung des Integritätsscha
dens erst bei definitivem Abschluss der Behandlung (S. 2 Ziff. 5).
3.8
Eine Ärztin der
C.___
, Radiologie,
berichtete am 9. Septem
ber 2016 über die gleichentags erfolgte CT-Untersuchung des rechten Handge
lenks (Urk. 7/227) und führte aus, dass in Zusammenschau der aktuellen CT
Untersuchung mit zahlreichen CT
- und MR-Untersuchungen, zurück
reichend bis zum 18. Januar 2011, ein seit Anfang bestehendes und auch im aktuellen CT zu vermutendes Knochenmarködem des gesamten Os hamatum vorliege, dessen Ur
sache weiterhin unklar und nicht eindeutig auf ein Trauma zurückzuführen sei, da keine eindeutige Frakturlinie erkennbar gewesen sei, welche bei einem Kno
chenmarködem diesen Aus
masses zu erwarten gewesen wäre; d
ie spikulären Aus
ziehungen distal dorsal am Hamatum seien ebenfalls von Anfang an vorhanden. Im Verlauf deutlich zunehmen
d
seien wahrscheinlich die subchondral gelenksas
soziierten Veränderungen zwischen Os hamatum und Os capitatum mit Zys
ten/Ganglien, wahrscheinlich mechanisch degenerativ bedingt, also als Arthrose zu werten
. Eine abschliessende Zuordnung des Knochenmarködems beziehungs
weise der diffusen Sklerose des Os hamatum sei
weiterhin nicht möglich. Neben dem eher unwahrscheinlichen Grund eines Traumas als Ursache stehe weiterhin eine unklare Osteitis
im Raum (S. 1 f.
).
3.9
Die Ärzte der
C.___
, Abteilung für Handchirurgie, berichteten am
10.
Oktober 2016
über die gleichentags erfolgte Untersuchung
(Urk. 7/231)
und nannten folgende Diagnose (S. 1):
-
Restbeschwerden
Handgelenk rechts bei
-
progrediente
n
Ganglien Os capitatum, hamatum
und lunatum (MRI vom 5. Oktober 2016)
-
MR-tomographischer unklarer Signalalteration Os hamatum
-
Status nach Kirschnerdrahtentfernung am 28. Juni 2011
-
Status nach LT-Bandrekonstruktion mit ECU-Sehnenstreifen, Handge
lenksarthroskopie rechts vom 19. April 2011
-
Status nach Handgelenkskontusion Dezember 2010
Der
Beschwerdeführer
klage
über unverändert fortbe
stehende Beschwerden über dem u
lnaren Karpus im Vergleich zur letzten Konsultation. Es fänden sich keine neuen Erkenntnisse im Vergleich zur Voruntersuchung. MR-tomopraphisch zeige sich kein Anhalt für eine Perfusionsstörung des OS hamatum (S. 1).
3.10
Ein Arzt der
C.___
, Rheumatologie, nannte in seinem Bericht vom 24. November
2016
(Urk. 7/
236
= Urk. 7/244/4-6
)
folgende Diagnose (S. 1 f.):
-
Restbeschwerden Handgelenk rechts mit
/bei
-
Status nach Trauma Anfang Dezember 2010
-
Status nach LT-Band-Rekonstruktion mit Extensor carpi ulnaris-Seh
nenstreifen, Handgelenksarthroskopie rechts vom 19. April 2011
-
Status nach Kirschnerdrahtentfernung am 28. Juni 2011
-
Infiltrationen 3. November und 28. Dezember 2011
-
unklare Veränderungen Os hamatum Hand rechts; histologisch am ehesten v
ereinbar mit chronischer Osteom
yelitis bei keinem Nachweis von Mikroorganismen und negativen mikrobiologischen Befunden 8. August 2012
Nach wie vor liessen sich anamnestisch, systemanamnestisch sowie auch klinisch und auch familienanamnestisch keine Anhaltspunkte für eine entzündlich-rheu
matologische Grunderkrankung nachweisen (S. 3).
3.11
Kreisarzt
Dr.
med. F.___
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2017 (Urk. 7/239) aus, dass insbesondere aufgrund der Berichte der
C.___
vom 10. Oktober 2016 (vgl. vorstehend
E. 3.9) sowie vom 2
3.
(richtig: 24.
)
November
2016 (vgl. vorstehend
E. 3.10
) und im Vergleich zum kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 29. März
2012 (vgl. vorstehend
E. 3.2
) von einem weitgehend anamnestisch und klinisch konstanten Zustand auszugehen sei. Daher habe die bereits zugesprochene Integritätsentschädigung von 5 % weiterhin Gültigkeit.
3.12
Die Ärzte der
G.___
,
berichteten am 4. Apr
il 2017 über die am 2.
März 2017
erfolgte Untersu
chung (Urk. 7/271) und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
Verdacht auf partielles SAPHO-Syndrom
-
Trauma Handgelenk rechts (Dezember 2010)
-
MRI-Diagnose einer Ruptur des lunatotriquetralen Bandes dorsal der
Pars membranacea und bone bruise des Os hamatum rechts (März
2011)
-
LT-Rekonstruktion mit Extensor carpi ulnaris-Sehnenstreifen (April
2011)
-
Kirschnerdrahtentfernung (Juni 2011)
-
MRI-Diagnose einer horizontalen Stressfraktur Os hamatum rechts (Dezember 2011)
-
Histologie Os hamatum rechts: Verdacht auf chronische Osteomyelitis mit negativer Mikrobiologie (August 2012)
-
im MRI progrediente Ganglienbildung Os lunatum und capitatum und
Knochenmarköden Os Hamatum mit intraossären Ganglien (Oktober
2016)
Die Handgelenksschmerzen des Beschwerdeführers
träten
unregelmässig
auf
, bei stärkeren Belastungen der Hand immer. Bei kleineren Belastungen habe er teil
weise gar keine Beschwerde
n
, zum Teil habe er aber auch spontane Schmerzen (S. 2).
Am ehesten liege bei Osteomyelitits im rechten Os hamatum ohne Erreger
nachweis ein partielles SAPHO-Syndrom vor. Klinische Hinweise auf ein
kom
plexes regionales Schmerzsyndrom (
CRPS
)
gebe es zurzeit keine, eine Psoriasis
arthritis sei bei fehlendem Hautbefund beim Beschwerdeführer selber und blander Familienanamnese ebenfalls sehr unwahrscheinlich. Bei diesem umfassend abge
klärten Beschwerdeführer werde keine weitere Diagnostik empfohlen (S. 2).
3.13
Kreisarzt
Dr.
F.___
hielt in seiner Stellungnahme vom 16. März
2017 (Urk. 7/256) an seiner Integritätsentschädigungsbeurteilung vom 4. Januar 2017 (vgl. vorstehend E. 3.11) fest und führte ergänzend aus, dass das SAPHO-Syndrom eine entzündlich-rheumatische Erkrankung
sei, die in aller Regel nichts U
nfallkausales habe.
3.14
Kreisarzt
Dr.
med. H.___
, Facharzt für Radiologie
, führte in seiner Stel
lungnahme vom 7. Juni 2017 (Urk. 7/272) aus, dass das im Bericht der Ärzte der
G.___
erwähnte und aktuell im Zentrum stehende SAPHO-Syndrom (vgl. vorstehend E. 3.12) eine Erkrankung und nicht eine Unfallfolge sei. Und die nach
gewiesene Osteomyelitis des Os hamatum ohne Erregernachweis werde auch als Ausdruck des SAPHO-Syndroms
interpretiert. Somit könne davon ausgegangen werden,
dass bezüglich Unfall der medizinisch stabile Zustand erreicht worden sei.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer
zog sich im Dezember 2010
unbestrittenermassen
eine LT
Bandruptur zu. Im April 2011 erfolgte eine Rekonstruktion des LT-Bandes und im Juni 2011 die Kirschnerdrahtentfernung (vorstehend E. 3.1).
Zuletzt stellten die Ärzte der
I.___
im April 2017 die Verdachtsdiagnose eines
partiellen SAPHO-Syndroms (
vorstehend E. 3.12).
Aufgrund der Unfallrestfolgen ist dem Beschwerdeführer gemäss den diesbezüg
lichen übereinstimmenden medizinischen Akten die angestammte Tätigkeit als Pneumonteur nicht mehr zumutbar (vgl. vorstehend E. 3.2; E. 3.6). Dies ist unbe
stritten (vgl. vorstehend E. 2.1).
Strittig ist hingegen, ob es sich bei der Verdachts
diagnose eines partiellen SAPHO-Syndroms um eine Unfallfolge handelt
,
ob von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine wesentliche Besserung zu erwarten wäre
und in welchem Ausmass die noch bestehenden Einschränkungen die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit einschränken
(vgl. vorstehend E. 2.1-2.2).
4.2
Kreisarzt
Dr.
F.___
führte in seiner Stellungnahme vom 16. März 2017 aus, dass es sich beim SAPHO-Syndrom um eine entzündlich-rheumatische Er
krankung han
dle, die in aller Regel nichts U
nfallkausales habe
(vorstehend E. 3.13)
. Am 7. Juni 2017 legte Kreisarzt
Dr.
H.___
in seiner Stellungnahme
in nachvollziehbarer Weise
dar, dass es sich beim im Bericht der Ärzte der
G.___
erwähnte
n
und aktuell im Zentrum stehende
n
SAPHO-Syndrom
(vgl. vorste
hend E. 3.12)
um eine Erkrankung und nicht um eine Unfallfolge handle. Ausser
dem werde die nachgewiesene Osteomyelitis des Os hamatum ohne Erregernach
weis auch als Ausdruck des SAPHO-Syndroms interpretiert (vorstehend E. 3.14).
Anderslautende medizinische Berichte
, mithin solche
,
die von einer Unfallfolge ausgehen würden, finden sich nicht in den
medizinischen
Akten
. Selbst
der Be
schwerdeführer ging in seiner Einsprache vom 27. April 2017
sowie
beschwerde
weise
davon aus, dass es sich b
eim SAPHO-Syndrom um eine seltene Erkrankung aus dem Formenkreis der rheumatischen Erkrankungen
handle
(
vgl.
Urk. 1 S. 3 Ziff. III.4; Urk. 7/266
S. 3
Ziff.
III
.6).
Die vom Beschwerdeführer ohne Bezug
nahme auf eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung
erhobene
Behauptung,
beim SAPHO-Syn
drom handle es sich um eine Unfallfolge
(vorstehend E. 2.2; vgl. Urk. 1 S. 3 Ziff. III.4)
,
vermag
die überzeugende kreisärztliche Beurteilung durch
Dr.
F.___
und
Dr.
H.___
nicht in Frage zu stellen.
Demnach ging die
Beschwerdegegnerin
zu Recht davon aus, dass die gestellte Verdachtsdiagnose eines SAPHO-Syndroms keine Unfallfolge sei, für welche
sie
Leistungen e
rbringen müss
t
e.
Insbesondere sind keine Heilbehandlungen ge
schuldet.
4.3
Kreisarzt
Dr.
F.___
legte in seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2017 in nachvollziehbarer Weise dar, dass insbesondere aufgrund der Berichte der
C.___
vom 10. Oktober 2016 (vgl. vorstehend E. 3.9) sowie vom 24. November 2016 (vgl. vorstehend E. 3.10) und im Vergleich zum kreisärztli
chen Untersuchungsbericht vom 29. März 2012 (vgl. vorstehend E. 3.
2
) von einem weitgehend anamnestisch und klinisch konstanten Zustand
auszugehen sei (vorstehend E. 3.11).
Auch
Kreisarzt
Dr.
H.___
legte in seiner Stellungnahme vom 7. Juni
2017 in nachvollziehbarer Weise
dar, dass bezügl
ich des Unfalls der medizinisch
stabile Zustand erreicht worden sei, sei doch die
nachgewiesene Osteomyelitis des Os hamatum ohne Erregernachweis
durch die Ärzte der
G.___
auch als Ausdruck des SAPHO-Syndroms
interpretiert
worden (vor
stehend E. 3.14).
Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung ging die Beschwerdegegnerin zu Recht davon aus, dass in Bezug auf die Unfallfolgen nicht ersichtlich sei, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine wesentliche Besserung zu erwarten wäre.
Ausserdem waren zu diesem Zeitpunkt die Eingliederungs
massnah
men der Invalidenversicherung abgeschlossen, namentlich schloss der Beschwer
deführer im August 2016 die Ausbildung zum Detailhandelsfachmann EFZ er
folgreich ab (Urk. 7/217/2-3; vgl. vorstehend
E. 1.5
).
Die Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen ist somit nicht zu beanstanden.
4.4
Kreisarzt
Dr.
D.___
legte in seiner Stellungnahme vom 29. März 2012 dar, dass dem Beschwerdeführer eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit maximal zu hantierenden Lasten von 10 bis 15 kg den ganzen Tag zumutbar sei. Für feinmo
torische Tätigkeiten bestünden keine Einschränkungen, ebenso wenig für repeti
tive Drehbewegungen (vorstehend E. 3.2).
An dieser Einschätzung hielt er am 26. Juni 2012 fest (vorstehend E. 3.5).
Gemäss einer EFL in der
B.___
vom 1
9.
und 2
0.
Dezember 2012 sind dem Beschwerdeführer nur noch lei
chte bis mittelschwere Tätigkeiten
ganz
tags zumutbar, sofern diese Tätigkeit
en
keine repetitive Umwendbewegungen des rechten Unterarmes, keine wiederholte Exposition gegenüber Vibrationen und Schlägen für das rechte
Handgelenk und keinen wiederholten groben Kraftein
satz der rechten Hand beinhalten
(vorstehend E. 3.6
). Kreisarzt
Dr.
D.___
bestätigte sodann in seiner Stellungnahme
vom 15. April 2013
die
2012 erhobene Zumut
barkeitsbeurteilung (vorstehend E. 3.7).
Ausserdem führte Kreisarzt Dr.
F.___
in seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2017 aus, dass - auch im Vergleich zum kreisärztlichen Untersuchungsbericht vom 29. März 2012 - von einem weit
gehend anamnestisch und klinisch konstanten Zustand auszugehen sei (vorste
hend E. 3.11), womit er die 2012 erhobene Zumutbarkeitsbeurteilung bestätigte. Abweichende begründete ärztliche Beurteilungen sind in den Akten nicht vor
handen. Die vom Beschwerdeführer
behauptete
maximale 50%ige Arbeitsfähig
keit selbst im umgeschulten Beruf (vgl. Urk. 1 S. 4 Ziff. III.4)
- dabei handelt
es
sich um seine subjektive Einschätzung
-
vermag nach dem Gesagten nicht zu überzeugen, weshalb auf die vorstehend aufgeführte Zumutbarkeitsbeurteilung abgestellt werden kann. Ausserdem kann auch davon ausgegangen werden, dass dem Beschwerdeführer die im Rahmen der Umschulung erlernte Tätigkeit als Detailhandelsfachmann EFZ vollumfänglich zumutbar ist.
5.
5.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschrän
kungen aufgrund eines Einkommensvergleiches vorzunehmen.
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) be
rechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten
persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
Bei der Festsetzung des Valideneinkommens ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berücksich
tigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist aller
dings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne ge
sundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Die Absicht, beruflich wei
terzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von Prü
fungen usw. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen beruflichen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksichtigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; AHI 1998 S. 166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 97 E. 3b, U 110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_757/2010 vom 24. November 2010 E. 4.2 mit Hin
weisen).
5.3
Der Beschwerdeführer war
vor seinem Unfall am
8.
Dezember 2010 s
eit Septem
ber 2009 beim
Y.___
als Reifenmonteur tätig
. Das Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin per 31. Oktober
2011 gekündigt (Urk. 7/1; Urk. 7/59).
Der Beschwerdeführer
erzielte
beim
Y.___
zum Zeitpunkt des Unfalls ein Einkommen von
Fr. 60'075.--
(
Fr. 4'450.
-- x 13
+
Gratifikation Fr. 2'225.--
;
vgl. die Lohnabrechnungen der Monate April bis Dezember 2010, Urk. 7/215/5-13; vgl. auch Urk. 7/6). Im Jahr 2011 hätte der Beschwerdeführer gemäss Angaben des
Y.___
ein
Einkommen von
Fr. 61'100.--
(
Fr. 4'700.-- x 13
)
, im Jahr 2012 ein Einkommen von
Fr. 87
'
500
.--
(
Fr. 6'200.-- x 13
+
Gratifikation
Fr. 6'900.--
)
und im Jahr 2016 ein Einkommen von
Fr. 85'150.-- (
Fr. 6'550.-- x 13
)
e
rzielt
(Urk. 7/6; Urk. 7/213-214).
Warum
der Beschwerdeführer innerhalb eines Jahres Fr. 1'500.-- pro Monat mehr hätte verdienen können (2011: Fr. 4'700.--, 2012: Fr. 6'200.--) ist nicht nachvoll
ziehbar. Die Behauptung von
Herr
n
J.___
des
Y.___
im E-Mail vom
27. Januar 2017
, wonach die Lohnerhöhung dadurch bedingt sei, dass er den Beschwerdeführer damals zum Stellvertreter beziehungsweise zum Ge
schäftsführer habe heranziehen wollen
(Urk. 7/246; vgl. Urk. 7/242)
, überzeugt nicht, brachte
n
doch weder er noch der Beschwerdeführer
(vgl. Urk. 1 S. 5 f. Ziff. 8)
konkrete Hinweise dafür vor. Somit bestehen keine konkreten Anhalts
punkte, dass der Beschwerdeführer
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zum Geschäftsführer des
Y.___
befördert worden wäre und ein höheres Einkommen erzielt
hätte (vgl. vorstehend E. 5.2). Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zur
Ermittlung des Valideneinkommens das 2010 erzielte Einkommen von Fr. 60'075.--
herangezogen
und unter Berücksichtigung der
Nominall
ohnent
wicklung im
Bereich Handel, Instandhaltung und Reparaturen von Motorfahr
zeugen in den Jahren 2010 bis 2015 von 4.1 % und im Jahr 2016 von 0.9 % ein Valideneinkommen von
rund
Fr. 63'101.-- (Fr. 60'075.-- x 1.041 x 1.009
) für das Jahr 2016 ermittelt hat (vgl. Urk. 2 S. 7 Ziff. 3d).
5.4
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumut
bare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtspre
chung entweder Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik perio
disch herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) oder die Zahlen der Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) der Suva herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exis
tierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Dar
stellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen fest
gehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem in
ternationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funk
tions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gerichtlichen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE 139 V 592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die Suva die für die Invaliditätsbemessung im konkreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Angaben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu äussern. Allfällige Einwendungen der ver
sicherten Person bezüglich des Auswahlermessens und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im Einspracheverfahren zu erheben, damit sich die Suva im Einspracheentscheid damit auseinandersetzen kann. Ist die Suva nicht in der Lage, im Einzelfall den erwähnten Anforderungen zu genü
gen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt wer
den; die Suva hat diesfalls im Einspracheentscheid die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die Rechtskonformität der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gege
benenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP
Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzu
nehmen (BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthalts
status), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzuweisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durch
schnittslohn, sondern ein Minimum
und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
5.5
Die
A.___
teilte der
Beschwerdegegnerin
am 16. März
2017 auf entsprechende Nachfrage hin (vgl. Urk. 7/247; Urk. 7/251) mit, dass der
Be
schwerdeführer
bei einer Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung zum Detail
handelsfachmann im Jahr 2016 Fr. 41'000.-- verdient hätte (Urk. 7/254). Diese Lohnangabe
erscheint
aufgrund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer ge
mäss Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) während seiner Ausbil
du
ng bei der
A.___
im Jahr 2015 bereits ein Einkommen von Fr. 44'400.-- erzielt
e
(vgl. Urk. 7/216)
, der
Beschwerdegegnerin
folgend
(
vgl.
Urk. 2 S. 5 Ziff. 3c)
als nicht glaubwürdig.
Der diesbezügliche Einwand des
Be
schwerdeführer
s, die Differenz liege darin, dass er während der Aus
bildung neben dem Lohn noch ein
IV-Taggeld erhalten habe (Urk. 1 S. 4 Ziff. III.7), erweist sich als unbegründet, denn im IK-Auszug sind die IV-Taggelder gesondert ausgewie
sen und nicht im Lohn von Fr. 44'400.-- enthalten.
Die IV-Stelle teilte der Beschwerdegegnerin
am 17. August 2016 auf entspre
chende Nachfrage hin (vgl. Urk. 7/218) mit, dass der Beschwerdeführer nach der abgeschlossenen Ausbildung zum Detailhandelsfachmann EFZ im Jahr 2016 ein Invalideneinkommen von Fr. 60'811.--
erziel
en würde, dabei stützte sie sich
auf den Lohn im Detailhandel (Kompetenzniveau 2 / Männer) gemäss LSE Tabelle 2014 (Fr. 4'832.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.003 x 1.003); Urk. 7/219). Die Beschwer
degegnerin errechnete unter Berücksichtigung der korrekten Nominallohnent
wicklung im Detailhandel im Jahr 2015 von 0.7 % und im Jahr 2016 von 0.5 % ein Invalideneinkommen von Fr. 61'176.-- (Fr. 4'832.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.007 x 1.005) für das Jahr 2016
(Urk. 2 S. 5 Ziff. 3c). Der Beschwerdeführer machte unter Beilage einer eingereichten Internet-Lohnberechnung von «Lohncheck» gel
tend, der Durchschnittslohn im Detailhandel liege nicht bei Fr. 61'176.--, sondern bei rund Fr. 49'560.-- (Urk. 1 S. 5 Ziff. III.7; vgl. Urk. 7/266; Urk. 7/267/2). Auf welchen statistischen Grundlagen und auf welchem Paramentereingaben die ein
gereichte Internet-Lohnberechnung beruht,
wurde
vom
Beschwerdeführer
weder näher aus
geführt noch sind diese
dem Auszug
s
elber
zu entnehmen.
Die Beschwerdegegnerin wies im angefochtenen Einspracheentscheid zu Recht darauf hin, dass der Beschwerdeführer im Quervergleich unter Beizug von Lohn
angaben der DAP auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ein noch höheres Invaliden
einkommen erzielen könnte. Dabei zog die
Beschwerdegegnerin zur
Ermittlung des
hypothetischen
Invalideneinkommens
fünf DAP-Profile heran
(
Urk. 7/258) und
errechnete
dabei ein
hypothetisches Invalideneinkommen entsprechend dem Durchschnitt der fünf in den Akten liegenden dokumentierten Arbeitsplätze von Fr. 67'749.--
(Urk.
2
S. 5 f. Ziff. 3c
).
Dem Beschwerdeführer sind leichte bis mittelschwere
Tätigkeiten
ganztags, ohne repetitive Umwendbewegungen des rechten Unterarms,
ohne Arbeit mit wieder
holter Exposition gegenüber Vibrationen, ohne Schläge für das rechte Handge
lenk und ohne wiederholten groben Krafteinsatz der rechten Hand zumutbar (vor
stehend
E. 4.4
). Bei den verwendeten DAP-Profilen werden Tätigkeiten beschrie
ben, welche diese Vorgaben berücksichtigen. So handelt
es sich bei den herange
zogenen DAP-Profilen um sehr leichte bis maximal mittelschwere
Tätigkeiten, bei denen leichtes und feinmotorisches bis maximal mittleres Hantieren mit Gegen
ständen, jedoch keine Handrotationen, erforderlich ist. Es wurde d
emnach be
rücksichtigt, dass das rechte Handgelenk des Beschwerdeführers eingeschränkt ist. Die beigezogenen Tätigkeiten sind dem Beschwerdeführer trotz seiner gesund
heitlichen Einschränkungen möglich und zumutbar. Der Beschwerdeführer brachte denn auch keine Einwände vor, wonach ihm die ausgewählten Arbeits
plätze aufgrund seiner Einschränkungen nicht zumutbar seien
, sondern machte geltend, dass ihm eine ganztägige Arbeit nicht zumu
tbar sei (
Urk. 1 S. 5 Ziff. III.7). Dabei handelt es sich jedoch um Einwände bezüglich des Zumutbar
keitsprofils einer angepassten Tätigkeit, die bereits abgehandelt wurde (vgl. vor
stehend
E. 4.4
). Demnach besteht kein Grund, vorliegend nicht auf die in den Akten liegenden DAP abzustellen, zumal die Profile weitere Angaben über die Gesamtzahl der auf Grund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den Tiefstlohn sowie über den Durchschnittslohn der entsprechenden Gruppe enthalten. Die aufgezeigten Ar
beitsplätze gemäss den aufgelegten DAP erweisen sich als den Einschrän
kungen de
s Beschwerdeführers
angepasst und somit zumutbar.
5.6
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 63'101.-- (vorstehend E. 5.3) mit dem Invalideneinkommen von mindestens Fr. 61'176.-- (vorstehend E. 5.5) ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 1'925.-- und damit einen nicht anspruchsbe
gründenden Invaliditätsgrad von rund 3 %. Beim Vergleich mit dem höheren In
valideneinkommen von Fr. 67'749.-- (vorstehend E. 5.5)
resultiert
sodann gar keine Einkommenseinbusse.
Dementsprechend
hat die
Beschwerdegegnerin
einen Rentenanspruch des
Be
schwerdeführer
s zu Recht verneint
.
Die Beschwerde ist diesbezüglich abzuweisen.
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädi
gung gestützt auf e
ine Integritätseinbusse von 5
% zu
(
Urk. 2 S. 8 f. Ziff. 4b)
, wohingegen der Beschwerdeführer von einer Einbusse von
mindestens
15 % aus
ging
(
Urk.
1 S. 2 Ziff. I.1
).
6.2
Nach
Art.
24
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet (vgl. vorstehend E. 1.4).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der In
tegritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integritäts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädi
gung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
6.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätli
chen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinras
ter) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Ab
weichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewähr
leistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.4
Der Beschwerdeführer machte einen Integritätsschaden von mindestens
15 % gel
tend (vorstehend E. 6.1), ohne dies jedoch näher zu begründen (vgl. Urk. 1).
Kreisarzt
Dr.
D.___
hielt in seiner Beurteil
ung vom 3. April 2012 fest,
zur Schät
zung des Integritätsschadens sei die
Suva
Feinrastertabelle 1.2
(
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten
) massgebend
.
B
ei einer völ
ligen Gebrauchsunfähigkeit liege der Referenzwert bei 50 %. Die
vorliegende
Funktionsstörung liege etwa in der Grössenordnung von 10 %,
was
einem
Integ
ritätsschaden von 5 % entspreche.
Mit dieser Einschätzung sei auch die Relation zu einer mässigen Handgelenksarthrose gewahrt, bei der die Referenzwerte zwi
schen 5 und 10 % lägen
(vorstehend E. 3.3).
Kreisarzt Dr.
F.___
bestätigte diese Integritätsentschädigungsbeurteilung am 4. Januar und 16. März
2017 (vorstehend E. 3.11; E. 3.13). Zudem liegt keine der kreisärztlichen Einschätzung wiedersprechende ärztliche Beurteilung der Integritätseinbusse vor.
Der Einwand des Beschwerdeführers, die Schätzung des Integritätsschadens sei im Jahr 2012 verfrüht festgelegt worden (vorstehend E. 2.2), erweist sich nach dem Gesagten als unbegründet.
Es besteht damit kein Anlass, die kreisärztliche Beurteilung in Frage zu stellen. Die Beschwerde ist auch diesbezüglich abzuweisen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Daniel Ehrenzeller
-
Rechtsanwalt Reto Bachmann
-
Bundesamt für Gesundheit
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
MosimannPeter-Schwarzenberger