# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 63512f93-f63d-5172-8531-378b0588a580
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.12.2014 LY140052
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY140052_2014-12-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LY140052-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter Dr. P. Higi sowie Ge-

richtsschreiber lic. iur. D. Oehninger. 

Urteil vom 22. Dezember 2014 

in Sachen 

 

A._____,  

Gesuchstellerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____  

 

gegen 

 

B._____,  

Gesuchsteller und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____  

 

sowie 

 

C._____,  

Verfahrensbeteiligte 

 

betreffend Ehescheidung auf gemeinsames Begehren / vorsorgliche Mass-
nahmen 

Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfah-

ren des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 14. November 2014; Proz. FE130244 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Parteien haben 2006 geheiratet und stehen sich seit Dezember 2012 vor 

Vorinstanz in einem Scheidungsverfahren (FE130244-D) auf gemeinsames Be-

gehren gegenüber (vgl. act. 4/1). Ihr einziges Kind ist die heute 8-jährige C._____, 

welche die Parteien adoptiert haben und die seit 2009 bei ihren neuen Eltern lebt 

(vgl. act. 4/11/1-3 und act. 4/40). Gegenstand dieses Berufungsverfahrens ist al-

lein der Umfang der zukünftigen Besuche zwischen C._____ und dem Berufungs-

beklagten (und Gesuchsteller). Diesbezüglich sind folgende bisherige Ereignisse 

von Relevanz:  

Bereits mit Eingabe vom 13. Februar 2014 beantragte die Berufungsklägerin (und 

Gesuchstellerin) bei der Vorinstanz, C._____ sei ohne Anhörung der Gegenseite 

unter ihre Obhut zu stellen, und das Besuchsrecht des Berufungsbeklagten sei zu 

sistieren. Dem Antrag wurde mit Verfügung vom 17. Februar 2014 nicht stattge-

geben (act. 4/12). Am 20. Februar 2014 wurde C._____ ein erstes Mal gerichtlich 

angehört (Protokoll der Vorinstanz [Prot. VI] S. 7 f.). Gestützt auf eine Vereinba-

rung der Parteien (betreffend die vorsorglichen Massnahmen) anlässlich der vor-

instanzlichen Verhandlung vom 17. März 2014 (act. 4/27) wurde C._____ (mit 

Verfügung vom gleichen Tag) unter die Obhut der Berufungsklägerin gestellt 

(act. 4/29). Teil der Vereinbarung war auch ein ausgedehntes Besuchsrecht zwi-

schen C._____ und dem Berufungsbeklagten, jeweils jedes Wochenende von 

Freitagabend bis Sonntag (mit Übernachtung) sowie während der Hälfte der 

Schulferien. 

Mit Eingabe vom 21. Mai 2014 beantragte die Berufungsklägerin bei der Vor-

instanz eine Reduktion des Besuchsrechts auf nur noch jedes zweite Wochen-

ende (act. 4/34) und später (anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung vom  

1. September 2014) zusätzlich eine Reduktion der Ferienbesuche auf drei Wo-

chen pro Jahr (act. 4/63). Der Berufungsbeklagte hingegen beantragte, es sei an 

der vereinbarten Besuchsregelung festzuhalten, jedoch sei für C._____ eine Be-

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suchsbeistandschaft zu errichten (act. 4/61). Nachdem am 14. August 2014 die 

zweite gerichtliche Anhörung von C._____ stattgefunden hatte (Prot. VI S. 35-41), 

vereinbarten die Parteien anlässlich der Massnahmeverhandlung vom 

1. September 2014 für C._____ die Errichtung einer Beistandschaft nach Art. 308 

Abs. 1 und 2 ZGB (act. 4/66). Diese Beistandschaft wurde von der Vorinstanz 

gleichentags errichtet – unter Betrauung der KESB Bezirk Dielsdorf mit der prakti-

schen Umsetzung. Zugleich gab die Vorinstanz (ebenfalls mit dem Einverständnis 

der Parteien) einen Abklärungsbericht über C._____ beim D._____zentrum 

(D._____) ... in Auftrag (act. 4/67). Mit Entscheid vom 23. September 2014 setzte 

die KESB Bezirk Dielsdorf E._____ (vom D._____ ...) als Beiständin von C._____ 

nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB ein (act. 4/72). 

Mit Eingabe vom 22. Oktober 2014 beantragte die Berufungsklägerin – wiederum 

superprovisorisch – die vollumfängliche Sistierung des Besuchsrechts zwischen 

C._____ und dem Berufungsbeklagten (act. 4/73). Die Vorinstanz stellte diese 

Eingabe umgehend dem Berufungsbeklagten zur Stellungnahme innert 10 Tagen 

zu (act. 4/74), worauf die Berufungsklägerin mit Eingabe vom 6. November 2014 

ein weiteres Gesuch um superprovisorische Aussetzung der Besuche zwischen 

C._____ und dem Berufungsbeklagten stellen liess (act. 4/82). Die Vorinstanz 

verfügte am 7. November 2014 – ohne dass eine Stellungnahme des Berufungs-

beklagten eingegangen wäre bzw. ohne dass erneut eine solche eingeholt wor-

den wäre – die Suspendierung des Besuchs zwischen C._____ und dem Beru-

fungsbeklagten, welches gleichentags und bis am 9. November 2014 hätte statt-

finden sollen, und lud die Parteien auf den 14. November 2014 zu einer Instrukti-

onsverhandlung vor (act. 4/83). Anlässlich der Instruktionsverhandlung erhielten 

die Parteien die Notiz eines Gesprächs des Vorderrichters mit F._____ vom 

D._____ ... zu deren sich in Ausfertigung befindenden Abklärungsbericht (Prot. VI 

S. 67). Weiter wurden die Parteien eingehend befragt und ihre Rechtsvertreter er-

hielten Gelegenheit zur Stellungnahme (Prot. VI S. 68-128). Gestützt darauf ver-

fügte die Vorinstanz am 14. November 2014 schliesslich das Folgende (act. 3/1 = 

act. 4/92 = act. 5): 

1. Der Gesuchsteller ist berechtigt, das Kind C._____ an jedem ersten Wochen-
ende eines jeden Monats am Freitag nach Schulschluss in der Schule abzu-

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holen und zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen, erstmals vom 6. bis 8. 
Dezember 2014. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, C._____ am Sonntag-
abend, 18:00 Uhr, einer von den Parteien jeweils im Voraus bestimmten Dritt-
person oder direkt an die Gesuchstellerin zu übergeben, Übergabeort ist stets 
der … Parkplatz. 

Sodann ist der Gesuchsteller berechtigt, das Kind C._____, am 25. Dezember 
2014 von 9:00 bis 19:00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Das Ferienbesuchsrecht bleibt, wie am 17. März 2014 zwischen den Parteien 
vereinbart, grundsätzlich bestehen. Mit der Einschränkung, dass der Gesuch-
steller dieses erstmals wieder in den Sportferien 2015 ausüben darf. 

2. [Frist Stellungnahme zum gerichtlichen Vorschlag, Rechtsanwältin lic.iur. 
Z._____ als Rechtsbeiständin für C._____ zu bestellen] 

3. [Frist Stellungnahme zum gerichtlichen Vorschlag, Dr.phil. G._____ als Gut-
achter betreffend Erziehungsfähigkeit der Parteien etc. einzusetzen] 

4. [Schriftliche Mitteilung] 

5. [Berufung] 

Mit Verfügung vom 24. November 2014 entschied die Vorinstanz über die vorläu-

fige Unterhaltsregelung (act. 4/100). Am 27. November 2014 ging bei der Vor-

instanz der C._____ betreffende Abklärungsbericht des D._____ ... vom 26. No-

vember 2014 ein (act. 4/93). 

2. Gegen vorgenannte Verfügung der Vorinstanz vom 14. November 2014 er-

hob die Berufungsklägerin fristgerecht Berufung bei der Kammer und stellte fol-

gende Anträge (act. 2): 

1. Es sei Ziffer 1 des Dispositivs betreffend Besuchsrecht insoweit aufzuheben, 
als dass das Besuchsrecht des Berufungsbeklagten bis auf weiteres, d.h. bis 
zur Rechtskraft des Scheidungsurteils zu suspendieren sei. 

2. Die Kosten für das Berufungsverfahren seien dem Berufungsbeklagten auf-
zuerlegen und der Berufungsbeklagten sei zu verpflichten der Berufungsklä-
gerin eine Parteientschädigung (zuzüglich 8 % MwSt) zu bezahlen. 

Prozessualer Antrag: 

 Es sei das Besuchsrecht sofort (superprovisorisch) zu sistieren. 

Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 4/1-100). 

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Das Verfahren ist heute in sämtlichen Belangen spruchreif, weshalb auf die Ein-

holung einer Berufungsantwort verzichtet werden kann (Art. 312 Abs. 1 ZPO). Auf 

die Vorbringen der Berufungsklägerin ist in der Folge – soweit entscheidrelevant – 

einzugehen. 

II. 

1. Die Berufung gegen vorsorgliche Massnahmen hat von Gesetzes wegen 

keine aufschiebende Wirkung (Art. 315 Abs. 4 lit. b ZPO). Die Berufung ist zu be-

gründen und hat sich anhand konkreter Anträge und Rügen mit den Erwägungen 

der Vorinstanz im Einzelnen auseinander zu setzen und konkret aufzuzeigen, was 

am angefochtenen Urteil oder am Verfahren der Vorinstanz als falsch erachtet 

wird (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Gerügt werden kann auch die (blosse) Unangemes-

senheit eines Entscheides, da es sich bei der Berufung um ein vollkommenes 

Rechtsmittel handelt. Bei der Angemessenheitskontrolle hat sich die Rechtsmitte-

linstanz allerdings Zurückhaltung aufzuerlegen (vgl. u.a. Blickenstorfer, DIKE-

Komm-ZPO, Online-Stand 20. Oktober 2013, Art. 310 N 10). Für das Berufungs-

verfahren gilt die Novenbeschränkung nach Art. 317 Abs. 1 ZPO. In Fällen unter 

der Untersuchungs- und Offizialmaxime, insbesondere hinsichtlich Kinderbelan-

gen (Art. 296 Abs. 1 ZPO), gelangt demgegenüber ein offenes Novenrecht zur 

Anwendung (vgl. OGer ZH LC130019-O vom 8. Mai 2013, zugänglich über 

www.gerichte-zh.ch, Rubrik: Entscheide). 

2. Die vorliegende Berufung zum Kontakt zwischen C._____ und ihrem Vater 

(und damit in einer nicht vermögensrechtlichen Angelegenheit) wurde rechtzeitig 

erhoben, enthält konkrete Begehren und eine Begründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO). 

Daher ist darauf einzutreten. 

III. 

1. Das schweizerische Familienrecht nennt in Art. 273 ZGB den Anspruch von 

Eltern und Kindern auf persönlichen Verkehr (ausserhalb von elterlicher Sorge 

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und Obhut). Im Vordergrund steht dabei das Kindesinteresse, zu beiden Eltern ei-

ne Beziehung pflegen zu können und unbelastet auch zu dürfen. Als oberste 

Richtschnur für die Ausgestaltung des Besuchsrechtes gilt immer das Kindes-

wohl, das anhand der Umstände des konkreten Einzelfalls zu beurteilen ist. Allfäl-

lige Interessen der Eltern haben zurückzustehen (BGE 131 III 212 m.w.H.). Die 

Interessen der Eltern sind insoweit von untergeordneter Bedeutung. Der be-

suchsberechtigte Elternteil hat die sich aus dem Besuchsrecht ergebenden Unan-

nehmlichkeiten ebenso in Kauf zu nehmen wie der Inhaber der elterlichen Sorge, 

zumal es bei der Festsetzung des Besuchsrechts nicht darum geht, einen gerech-

ten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den elterlichen 

Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu organisieren (BGE 120 II 233). Für 

die Eltern gilt auch, dass sie alles zu unterlassen haben, was sich auf den persön-

lichen Verkehr des Kindes mit dem jeweils anderen Elternteil nachteilig auswirken 

kann. 

Die Vorstellungen darüber, was in durchschnittlichen Verhältnissen als angemes-

senes Besuchsrecht zu gelten hat, gehen in Lehre und Praxis auseinander (BGE 

131 III 209 ff. m.w.H.). Es sind an erster Stelle Alter, körperliche und geistige Ge-

sundheit sowie die innere Beziehung des Kindes zum nicht obhutsberechtigten El-

ternteil zu berücksichtigen (BGE 122 III 412). Die Bemessung des Besuchsrech-

tes hat aufgrund der im Einzelfall gegebenen Umstände zu erfolgen und auf die 

Bedürfnisse des Kindes sowie die Bedürfnisse und Möglichkeiten beider Eltern 

Rücksicht zu nehmen. Bei der konkreten Festsetzung der Zeiten und Modalitäten 

der Besuche kommt den Gerichten grosses Ermessen zu. 

2. Die Vorinstanz ging auf die Standpunkte und Vorbringen der Parteien ein 

und erachtete zum einen vieles davon für sich allein betrachtet als nachvollzieh-

bar, so etwa wenn die Berufungsklägerin über die Not des Kindes erzähle, in die 

es offenbar zu geraten scheine, wenn der nächste Besuch beim Vater anstehe, 

oder wenn der Berufungsbeklagte ausführe, dass das Kind, wenn es sich bei ihm 

aufhalte, unbeschwert spiele, ihm zuletzt aber zu Beginn eine gewisse Nachdenk-

lichkeit, wenn nicht gar Reserviertheit des Kindes aufgefallen sei, welche sich 

dann jedoch nach ein paar Minuten Autofahrt wieder verloren habe. Zum anderen 

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erwog die Vorinstanz, die Parteien hätten im Laufe des Verfahrens eine Fülle wei-

terer Begebenheiten und Vorfälle genannt, mit denen sie zu begründen versuch-

ten, warum der jeweils andere nicht fähig sein solle, einen kindsgerechten Um-

gang mit C._____ zu pflegen. Die gegenseitigen Vorwürfe seien zahlreich, hielten 

sich in etwa aber die Waage, seien jedoch grösstenteils nicht bewiesen oder nicht 

beweisbar (act. 3/1 = act. 4/92 = act. 5, je S. 5 f.). 

Jedenfalls stehe ungeachtet der "Schuldfrage" fest, dass die Parteien mit ihrem 

Verhalten C._____ bereits geschadet hätten. Es sei offensichtlich, dass sich das 

Kind derzeit in einem stark ausgeprägten Loyalitätskonflikt befinde. Dieser Ein-

druck sei bereits nach der zweiten Anhörung von C._____ durch das Gericht im 

August dieses Jahres entstanden. Nun habe sich dies noch verstärkt, was sich 

zum einen aus den (damals erst mündlich vorliegenden) Ausführungen des mit 

einem entsprechenden Abklärungsauftrag befassten D._____ ... ergebe (Prot. VI 

S. 67), zum anderen aber auch aus den Schilderungen der Parteien anlässlich 

der persönlichen Befragung hervorgehe. Solche Konflikte seien in Scheidungsver-

fahren nicht selten, erreichten aber nur selten eine derartige Intensität wie hier. 

Das Kind erlebe seine Eltern nur noch als Feinde. Es sei das Verhalten beider El-

tern zusammen und nicht eines Elternteils allein, welches bei C._____ diesen Lo-

yalitätskonflikt bewirkt habe und diesen aufrecht erhalte. Das Kind sehe sich 

dadurch gezwungen, Stellung zu beziehen und sich, so gut es eben gehe, mit 

dem jeweils anwesenden Elternteil zu arrangieren. Damit sei ein 8-jähriges Kind 

aber klarerweise überfordert. C._____ scheine sich in letzter Zeit nun eher auf die 

Seite der Berufungsklägerin zu schlagen (act. 3/1 = act. 4/92 = act. 5, je S. 6 f.). 

Die Parteien wären nach dem Dafürhalten der Vorinstanz eigentlich gehalten, 

dem Kind gegenüber als Einheit aufzutreten und als solche mit dem Kind zu 

kommunizieren, täten dies vorliegend aber nicht, sondern seien vielmehr damit 

beschäftigt, sich zu bekämpfen. Das Kind werde von den Parteien als Mittel zur 

Kommunikation mit dem "Gegner" und als "Spion" missbraucht, um über den an-

deren Negatives zu erfahren. Dieses gegenseitige Verhalten der Parteien müsse 

ein Ende habe, ansonsten ihnen beiden der Verlust von C._____ drohe; dies zum 

einen auf der Ebene der geistigen Verbundenheit mit ihr und zum anderen im 

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Hinblick auf einen möglichen Entzug der Obhut (in Form einer Fremdplatzierung) 

für den Fall, dass die Parteien das Kind weiterhin derart in ihren Konflikt miteinbe-

zögen (act. 3/1 = act. 4/92 = act. 5, je S. 7). 

Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass neben der Prädisposition der beiden El-

ternteile auch die ausserordentliche Dichte der vereinbarten Besuche ein Mit-

grund für die unselige Entwicklung zwischen den Parteien sei. Die ursprünglich 

vereinbarten wöchentlichen Besuche von Freitag- bis Sonntagabend entsprächen 

beinahe einer Doppelbetreuung. Eine solche bedinge aber eine einigermassen 

problemlose Beziehung der Eltern sowie eine funktionierende Kommunikation 

zwischen ihnen. Davon seien die Parteien zurzeit jedoch weit entfernt. Ausgehend 

davon erachtete es die Vorinstanz im Sinne einer Sofortmassnahme als unum-

gänglich, das Besuchsrecht auf ein für alle Beteiligten für den Moment tragbares 

Mass zu reduzieren. Dennoch sei unzweifelhaft, dass die Beziehung eines Kindes 

zu beiden Elternteilen sehr wichtig sei und bei der Identitätsfindung des Kindes 

eine entscheidende Rolle spielen könne (BGE 130 III 585 E.). Eine vollständige 

Aussetzung der Besuch beim Vater bzw. ein Obhutsentzug gegenüber der Mutter, 

wie dies von den Parteien je verlangt werde, sei daher kein gangbarer Weg, denn 

am Prinzip, dass jeder Elternteil Kontakt zum Kind haben solle, sei nicht zu rüt-

teln. Auch von einer allfälligen Fremdplatzierung sei, aufgrund der noch drasti-

scheren Folgen für C._____, einstweilen abzusehen. Stattdessen seien die bisher 

allwöchentlichen Besuche von C._____ beim Berufungsbeklagten für eine probe-

weise Phase von einigen Monaten auf ein Wochenende pro Monat zu reduzieren, 

unter Beibehaltung der bisher vereinbarten Zeiten (Freitag nach Schulschluss bis 

Sonntagabend 18:00 Uhr). Die Regelung für das Ferienbesuchsrecht sei beizu-

behalten, mit der Einschränkung, dass die hälftige Aufteilung der Ferien erst ab 

den Sportferien 2015 wieder greife. Für die Weihnachtsferien sei zur Beruhigung 

der derzeitigen Situation lediglich ein Besuch am zweiten (gemeint: ersten) Weih-

nachtsfeiertag (25. Dezember 2014) angezeigt (act. 3/1 = act. 4/92 = act. 5, je  

S. 7 f.). 

3. Die Berufungsklägerin lässt vorbringen, Abklärungen der Vorinstanz hätten 

über sie als Mutter nichts Nachteiliges ergeben, jedoch betreffend den Beru-

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fungsbeklagten gezeigt, dass C._____ Angst vor diesem habe und ihn je länger 

desto weniger besuchen möchte. Zu Unrecht sei von "gewissen Sozialarbeiterin-

nen" ohne näheren Kontakt zur Berufungsklägerin die falsche Vermutung geäus-

sert, an C._____s Angst sei einzig die Berufungsklägerin Schuld. Dennoch erge-

be sich aus den (der Vorinstanz damals erst mündlich übermittelten) Ausführun-

gen von Seiten des D._____ ..., dass C._____ unbedingt Ruhe und deshalb eine 

Sistierung des Besuchsrechts brauche, sonst sei ihr Wohl gefährdet (act. 2 S. 4). 

Der Besuch vom 5. bis 7. Dezember 2014 habe bei C._____ erneut zu einer 

grossen Belastung geführt. Es lasse sich nach diesem Wochenende erst recht 

nicht mehr mit dem Kindeswohl vereinbaren, dass das Besuchsrecht beim Vater 

weitergeführt werde. C._____ habe der Berufungsklägerin schon im Vorfeld mit-

geteilt, sie wolle nicht mehr zum Vater auf Besuch. Je näher das Besuchswo-

chenende gerückt sei, desto mehr habe sie gelitten. Nach ihrer Rückkehr habe 

C._____ der Berufungsklägerin von folgenden Aussagen des Berufungsbeklagten 

berichtet (act. 2 S. 4 f.): 

- Es sei seinem Entgegenkommen zu verdanken, dass C._____ weiterhin bei 

der Mutter wohnen dürfe. Es bestehe aber die Gefahr, dass C._____ der 

Mutter weggenommen werden müsse und dass sie dann in ein Heim kom-

me. 

- Er, der "Mann mit dem bösen Messer", komme nun. Der Berufungsbeklagte 

habe C._____ dadurch wohl Angst einflössen wollen oder seine Aussagen 

möglicherweise ironisch gemeint. Dies sei aber für die 8-jährige C._____ 

nicht erkennbar gewesen, weshalb sie durch diese Aussagen in Angst und 

Schrecken versetzt worden sei. 

- Er werde C._____ bereits am nächsten Wochenende (11. bis 13. Dezember 

2014) wieder abholen und sie müsse bei ihm vom 26. Dezember bis anfangs 

Januar die Ferien verbringen. Dadurch habe er C._____ wiederum er-

schreckt, da ihr die Mutter zuvor erklärt gehabt habe, nach dem neusten 

Entscheid des Gerichts vom 14. November 2014 müsse sie nur noch einmal 

im Monat zum Vater und ausserdem am 25. Dezember. 

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Auch habe C._____ am Sonntag, 7. Dezember 2014, die Berufungsklägerin ange-

rufen und dieser mitgeteilt, dass der Vater sie nicht wie vorgesehen um 18.00 Uhr 

am Parkplatz … abliefern werde. Sie habe gesagt, "der Papi bringt mich nicht zu-

rück", was dazu geführt habe, dass die Berufungsklägerin direkt mit dem Beru-

fungsbeklagten Kontakt aufgenommen habe, welcher jedoch auf seinem Stand-

punkt beharrte habe. Die Berufungsklägerin habe C._____ schliesslich persönlich 

beim vom Berufungsbeklagten verlangten Übergabeort, dem … in …, abgeholt. 

Gleichzeitig habe sie dem Berufungsbeklagten noch eine Kopie der Verfügung 

vom 14. November 2014 übergeben, da dieser behauptet habe, es gelte immer 

noch die alte Verfügung, da er die neue noch nicht habe. Diese hätten die Anwäl-

te der Parteien aber bereits am 26. November 2014 erhalten (act. 2 S. 5). 

Dieses Verhalten des Berufungsbeklagten zeige, dass er sich nicht um das Kin-

deswohl kümmere, sondern dass sein Verhalten darauf ausgerichtet sei, die Beru-

fungsklägerin zu zermürben und fertig zu machen. Aufgrund der neusten Entwick-

lung müsse das Besuchsrecht bis zum Scheidungsurteil sistiert werden. Nur so 

könne verhindert werden, dass C._____ weiteren psychischen Schaden erleide. 

Sollte sich vorher im Rahmen der laufenden Abklärungen eine andere Lösung er-

geben, sei eine Anpassung denkbar. C._____ selbst habe grosse Angst, sich ne-

gativ über ihren Vater zu äussern, da sie dessen Reaktion fürchte, dies ändere 

aber nichts daran, dass das Besuchsrecht des Vaters bis auf weiteres zum 

Schutz von C._____ sistiert werden müsse (act. 2 S. 5 f.). 

Zusammenfassend sei der aktenkundige Sachverhalt von der Vorinstanz unzu-

treffend gewürdigt und das Recht diesbezüglich falsch angewendet bzw. das Er-

messen falsch ausgeübt worden, was die Kammer dahingehend korrigieren müs-

se, dass das Besuchsrecht bis auf weiteres suspendiert werde. 

4.1 Aufgrund der eben wiedergegeben Standpunkte der Berufungsklägerin wird 

deutlich, dass diese ihr Berufungsbegehren im Wesentlichen mit den jüngsten Er-

eignissen vom 5. bis 7. Dezember 2014 begründet. Diese konnten dem vorin- 

stanzlichen Entscheid vom 14. November 2014 noch nicht zu Grunde liegen. Dies 

ist novenrechtlich unproblematisch, weil für C._____s Belange der Untersu-

chungsgrundsatz gilt. Betreffend die von der Vorinstanz beurteilte (frühere) Sach-

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lage fehlen, abgesehen von der noch zu erörternden Thematik der Abklärungen 

des D._____ ..., der Berufung konkrete und fundierte Rügen weitestgehend. 

Die Vorinstanz schätzte die Sachlage, wie sie sich damals präsentierte, zutreffend 

ein und zog daraus die richtigen Schlüsse: So sind es zweifellos beide Parteien, 

welche die Eskalation ihres Konfliktes, wie er sich aus den Akten präsentiert und 

auch von den diversen involvierten Stellen (Schule, Polizei, D._____ ... etc.) 

wahrgenommen wird, vorangetrieben bzw. nicht verhindert haben. Da der beste-

hende Konflikt offenkundig von beiden Parteien getragen wird und er C._____ 

stark belastet, ist es müssig an dieser Stelle die Schuldfrage zu stellen und es 

kann diesbezüglich ohne Weiterungen auf die erwähnten Erwägungen der Vo-

rinstanz dazu verwiesen werden. 

Das Augenmerk ist – mit der Vorinstanz – auf die beiden zentralen Punkte zu rich-

ten: Erstens leidet C._____ ganz offensichtlich unter dem Verhalten der Parteien. 

Die Konfliktdichte wird durch die sehr häufigen Besuche noch verstärkt. Hier ist 

eine Veränderung zum Wohle von C._____ dringend notwendig. Dies hat die Vo-

rinstanz zutreffend erkannt und folgerichtig vorerst eine Reduktion der Besuche 

ins Auge gefasst, um schnell die für C._____ nötige Entlastung zu ermöglichen. 

Dies hat, wie bereits die Vorinstanz betonte, nichts mit einer Schuldzuweisung an 

den Berufungsbeklagten zu tun, sondern erscheint derzeit schlicht als der einzige 

erfolgversprechende Weg, wenn man – worauf die Vorinstanz zu Recht verzichtet 

hat – nicht zum äusserst drastischen Mittel der Fremdplatzierung greifen will. 

Zweitens wäre der Abbruch des persönlichen Verkehrs zwischen C._____ und ih-

rem Vater ein schwerer und elementarer Eingriff in die Elternrechte, aber auch in 

die Rechte des Kindes, den es möglichst zu verhindern gilt. Auch hier hat die Vo-

rinstanz Augenmass bewahrt, indem sie die Besuche zwischen C._____ und dem 

Berufungskläger nicht einfach gänzlich unterband, sondern gezwungenermassen 

zwar einschneidend – mit Blick auf die beantragte Sistierung –, aber dennoch 

massvoll reduzierte. 

Anlässlich der Verhandlung vom 14. November 2014 lag die Einschätzung des 

D._____ erst in Form einer (die wesentlichen Erkenntnisse zusammenfassenden) 

mündlich eingeholten Auskunft durch das Gericht vor (Prot. VI S. 68), wozu die 

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Parteien Stellung nehmen konnten (Prot. VI S. 69). Die Berufungsklägerin äussert 

sich teilweise kritisch zum Resultat der Abklärungen durch das D._____ ..., stimmt 

jedoch mit der Schlussfolgerung des D._____ (Sistierung der Besuche zum Woh-

le C._____s) überein und verweist auch darauf (act. 2 S. 4). Die Argumentation 

für die vom D._____ vorgeschlagene gänzliche Aussetzung der Besuche, wie sie 

sich in der mündlich eingeholten Auskunft (Prot. VI S. 68) präsentiert, ist zwar 

nachvollziehbar, überzeugt aber, wie auch die Begründung der Berufungskläge-

rin, in ihrer Absolutheit nicht. Eine markante Reduktion, wie von der Vorinstanz 

verfügt, ermöglicht hingegen die dringend notwendige Entspannung der Situation 

unter gleichzeitiger Erhaltung des essentiell wichtigen Kontaktes zwischen 

C._____ und ihrem Vater. 

4.2 Was die Berufungsklägerin zu den Ereignissen vom 5. bis 7. Dezember 

2014 vortragen lässt, zeigt, wie nahtlos der Elternkonflikt offenbar seinen Fort-

gang nimmt, vermag aber den vorinstanzlichen Entscheid im Nachhinein nicht als 

falsch erscheinen lassen. C._____s angebliche Vorbehalte den Besuchen beim 

Vater gegenüber stehen dem persönlichen Verkehr nicht entgegen. Dies umso 

mehr, als auch die Berufungsklägerin eine gewisse Verantwortung für diese Hal-

tung des Kindes zu haben scheint. Es ist mit Nachdruck zu betonen, dass es ins-

besondere der obhutsberechtigten Berufungsklägerin obliegt, das Kind auf Besu-

che und Kontakte zu ihrem Vater positiv einzustimmen und ihr die Zusammentref-

fen mit ihrem Vater nicht durch ihr Verhalten, das seine Ursache im Paarkonflikt 

hat, unnötig zu erschweren. Umgekehrt hat der Berufungsbeklagte die Besuche 

von C._____ zu deren Wohl so regelmässig und frei vom Konflikt der Eltern zu 

gestalten wie nur möglich, so dass C._____ ihre Beziehung zu ihm unbeschwert 

erleben darf. Er hat auch alles zu unterlassen, was der obhutsbedingt mit der täg-

lichen Erziehung betrauten Mutter die entsprechenden Aufgaben erschweren 

kann. 

Weil im Zentrum des persönlichen Verkehrs das Kindesinteresse bzw. Kindes-

wohl steht, haben die Interessen der Eltern zurückzustehen. Von beiden Eltern 

wird deshalb bei der Ermöglichung und der Ausübungen des persönlichen Ver-

kehrs ein gewisses Mass an Selbstlosigkeit verlangt, Verzicht und guter Wille, un-

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ter Ausklammerung ihrer Konflikte als Paar. Es wird damit (nur) bezüglich 

C._____ von ihnen im Wesentlichen nichts anderes verlangt, als was sie ihr ge-

genüber vor dem Bruch der Paarbeziehung bereits gelebt haben. In der übrigen 

Gestaltung ihrer heutigen Beziehung sind die Parteien frei. In ihrer Beziehung zu 

C._____ ist es hingegen unumgänglich, dass sie das nötige Mass an Zusam-

menwirken und Rücksichtnahme aufbringen und sich zum Wohl ihres Kindes die-

ser Verantwortung nicht entziehen. 

Zu den jüngsten angeblichen Äusserungen des Berufungsbeklagten C._____ ge-

genüber (vgl. act. 2 S. 4 f.) ist anzumerken, dass die Gefahr einer Fremdplatzie-

rung von C._____ tatsächlich im Raum steht, sollte der Konflikt der Parteien zum 

Nachteil von C._____ weiter eskalieren. Die Vorinstanz hat darauf ausdrücklich 

hingewiesen (act. 3/1 = act. 4/92 = act. 5, je S. 7 und 8). Sollte der Berufungsbe-

klagte, wie von der Berufungsklägerin behauptet, mit C._____ darüber gespro-

chen haben, so erwiese sich dies als wenig sensibel, würde doch damit das 8-

jährige Kind jedenfalls überfordert. Gleiches gilt, wenn der Berufungsbeklagte tat-

sächlich eine Aussage im Stil von "ich bin der Mann mit dem bösen Messer" ge-

macht haben sollte; auch wenn – wie die Berufungsklägerin selber relativierend 

ausführt – die Bemerkung nur ironisch gemeint gewesen sein sollte, dürfte dies 

für die 8-jährige C._____ nicht erkennbar gewesen sein. Der angeblichen Aussa-

ge des Berufungsbeklagten, es gelte noch die alte (allwöchentliche) Besuchsrege-

lung, ist weiter nichts dramatisches zu entnehmen, lässt die Berufungsklägerin 

doch selber ausführen, der Berufungsbeklagte habe behauptet, (noch) keinen vo-

rinstanzlichen Entscheid vom 14. November 2014 erhalten zu haben, worauf ihn 

die Berufungsklägerin über die neusten Entwicklungen in Kenntnis gesetzt habe. 

Auch wenn dem Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten der Entscheid schon 

zugestellt worden war, musste sich der Berufungsbeklagte unter prozessrechtli-

chen Gesichtspunkten dessen Inhalt zwar zurechnen lassen, was indes über die 

tatsächliche Kenntnisnahme nichts aussagt. Ungeachtet des tatsächlichen dama-

ligen Wissensstandes des Berufungsbeklagten ist diese mögliche Unklarheit heu-

te jedenfalls behoben, indem die Berufungsklägerin dem Berufungsbeklagten au-

genscheinlich am 7. Dezember 2014 eine Kopie des vorinstanzlichen Entscheides 

übergab. Auch die Übergabe von C._____ fand, wenn auch ausnahmsweise nicht 

- 14 - 

am als zwingend vereinbarten und nach wie vor zwingenden Übergabeort (... 

Parkplatz), so offenbar doch mehr oder weniger zur üblichen Zeit statt (act. 2 S. 

5). Anderes lässt sich der Berufungsschrift jedenfalls nicht entnehmen. Folglich ist 

den jüngsten Ereignissen, wie sie die Berufungsklägerin schildern lässt, nichts zu 

entnehmen, das eine gänzliche Einstellung der Besuche auch nur annähernd 

rechtfertigen könnte. 

5. Demgemäss überzeugt der vorinstanzliche Entscheid vom 14. November 

2014 nach wie vor voll und ganz und ist unter keinem Punkt zu beanstanden. Die 

Berufung erweist sich als offenkundig unbegründet und ist abzuweisen. 

6. Damit wird auch dem Antrag der Berufungsklägerin auf ein superprovisori-

sches Einschreiten der Kammer die Grundlage entzogen. 

IV. 

1. Die Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens sind von Amtes wegen fest-

zusetzen (Art. 105 Abs. 1 ZPO) und nach dem Verfahrensausgang zu verteilen 

(Art. 106 ZPO). Im Rechtsmittelverfahren bestimmt sich der Streitwert nach den 

Anträgen im Rechtsmittelverfahren (§ 12 Abs. 2 GebV OG bzw. § 13 Abs. 1 An-

wGebV). Grundlage für die Festsetzung der Gebühren nach dem kantonalen Tarif 

(Art. 96 und Art. 105 Abs. 2 ZPO) bildet vorliegend der Rahmen für nichtvermö-

gensrechtliches nach § 5 Abs. 1 GebV OG. 

2. Die Berufungsklägerin unterliegt, weshalb sie für das Rechtsmittelverfahren 

nach Art. 106 Abs. 1 ZPO die Gerichtskosten zu tragen hat. Gestützt auf § 12 

Abs. 1 und 2 i.V.m. § 2 i.V.m. § 5 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 GebV OG erweist sich 

eine Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.– den Gegebenheiten und dem Aufwand des 

Rechtsmittelverfahrens als angemessen. 

3. Da der Berufungsbeklagte nicht anzuhören war, sind ihm keine notwendigen 

Auslagen bzw. Vertretungskosten entstanden, welche es zu ersetzen gälte 

(Art. 95 Abs. 1 und 3 lit. a und b ZPO). Eine Parteientschädigung ist daher nicht 

zuzusprechen. 

- 15 - 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen. Die Verfügung des Einzelgerichtes im or-

dentlichen Verfahren des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 14. November 

2014 (Proz.Nr. FE130244-D) wird bestätigt. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'500.– festgesetzt und 

der Berufungsklägerin auferlegt. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Berufungsbeklagten unter Bei-

lage des Doppels von act. 2, sowie an das Einzelgericht im ordentlichen Ver-

fahren des Bezirksgerichtes Dielsdorf, je gegen Empfangsschein, und an die 

Obergerichtskasse. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Entscheid über vorsorgliche Massnahmen im Sinne von Art. 98 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Der Gerichtsschreiber: 

 
 
 

lic. iur. D. Oehninger 
 

- 16 - 

 
versandt am: 

	Urteil vom 22. Dezember 2014
	Erwägungen:
	I.
	1. Der Gesuchsteller ist berechtigt, das Kind C._____ an jedem ersten Wochenende eines jeden Monats am Freitag nach Schulschluss in der Schule abzuholen und zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen, erstmals vom 6. bis 8. Dezember 2014. Der Gesuchst...
	Sodann ist der Gesuchsteller berechtigt, das Kind C._____, am 25. Dezember 2014 von 9:00 bis 19:00 Uhr zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
	Das Ferienbesuchsrecht bleibt, wie am 17. März 2014 zwischen den Parteien vereinbart, grundsätzlich bestehen. Mit der Einschränkung, dass der Gesuchsteller dieses erstmals wieder in den Sportferien 2015 ausüben darf.
	2. [Frist Stellungnahme zum gerichtlichen Vorschlag, Rechtsanwältin lic.iur. Z._____ als Rechtsbeiständin für C._____ zu bestellen]
	3. [Frist Stellungnahme zum gerichtlichen Vorschlag, Dr.phil. G._____ als Gutachter betreffend Erziehungsfähigkeit der Parteien etc. einzusetzen]
	4. [Schriftliche Mitteilung]
	5. [Berufung]
	1. Es sei Ziffer 1 des Dispositivs betreffend Besuchsrecht insoweit aufzuheben, als dass das Besuchsrecht des Berufungsbeklagten bis auf weiteres, d.h. bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils zu suspendieren sei.
	2. Die Kosten für das Berufungsverfahren seien dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen und der Berufungsbeklagten sei zu verpflichten der Berufungsklägerin eine Parteientschädigung (zuzüglich 8 % MwSt) zu bezahlen.
	Prozessualer Antrag:
	Es sei das Besuchsrecht sofort (superprovisorisch) zu sistieren.
	II.
	III.
	IV.
	1. Die Prozesskosten des Rechtsmittelverfahrens sind von Amtes wegen festzusetzen (Art. 105 Abs. 1 ZPO) und nach dem Verfahrensausgang zu verteilen (Art. 106 ZPO). Im Rechtsmittelverfahren bestimmt sich der Streitwert nach den Anträgen im Rechtsmittel...

	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen. Die Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 14. November 2014 (Proz.Nr. FE130244-D) wird bestätigt.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'500.– festgesetzt und der Berufungsklägerin auferlegt.
	3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Berufungsbeklagten unter Beilage des Doppels von act. 2, sowie an das Einzelgericht im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichtes Dielsdorf, je gegen Empfangsschein, und an die Obergerichtskasse.
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...