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**Case Identifier:** f81df9ab-cae5-574f-a255-111fb8c0c22e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-11-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 18.11.2009 KV 2009/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KV-2009-4_2009-11-18.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV 2009/4

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: KV - Krankenversicherung

Publikationsdatum: 25.03.2020

Entscheiddatum: 18.11.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2009
Art. 64a Abs. 1 KVG, Art. 90 KVV. Prämienausstände in der obligatorischen 
Krankenversicherung. Beendigung des Versicherungsverhältnisses bzw. der 
Prämienzahlung nach Wegzug aus der Schweiz. Rechtsöffnung (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2009, 
KV 2009/4).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

Entscheid vom 18. November 2009

in Sachen

SB.___ und FB.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch FB.___

gegen

La Caisse Vaudoise (Groupe Mutuel), Rue du Nord 5, 1920 Martigny,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Forderungen

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Sachverhalt:

A.       

A.a   Die aus Deutschland zugezogenen Eheleute SB.___ und FB.___ unterzeichneten 

am 21. bzw. 18. Mai 2007 bei der La Caisse Vaudoise (Groupe Mutuel; nachfolgend: 

Vaudoise), Martigny, eine Beitrittserklärung für die obligatorische 

Krankenpflegeversicherung per 1. Mai 2007. Die monatliche Prämienrechnung belief 

sich auf Fr. 257.80 pro Person (act. G 5.1/3). Mit Schreiben vom 4. Juni 2008 

informierte das Einwohneramt C.___, dass SB.___ die Schweiz per 3. Juni 2008 

verlassen habe und nach Deutschland zurückgekehrt sei (act. G 5.1/10). Am 6. Juni 

2008 teilte die Vaudoise der Versicherten die Kündigung ihrer Versicherungsdeckung 

per 30. Juni 2008 mit (act. G 5.1/11).

A.b   Nachdem FB.___ die Prämien für den Monat September 2007 auch nach 

zweimaliger Mahnung (act. G 5.1/19 und G 5.1/20) nicht vollständig bezahlt hatte, 

stellte die Vaudoise am 21. Juli 2008 beim Betreibungsamt D.___ ein 

Betreibungsbegehren für die ausstehende Forderung von Fr. 142.--, nebst Zins zu 5 % 

ab 20. Mai 2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 128.-- (act. G 5.1/21). 

Gegen den am 23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 

5.___ erhob der Versicherte am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag (act. G 5.1/22). Mit 

Verfügung vom 13. Oktober 2008 hob die Vaudoise den Rechtsvorschlag auf (act. 

G 5.1/23). Die gegen diese Verfügung am 12. November 2008 erhobene Einsprache 

wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 23. März 2009 ab (act. G 5.1/24).

A.c   Ebenfalls am 21. Juli 2008 stellte die Vaudoise für die nicht vollständig bezahlten 

Prämien von SB.___ für die Monate Mai, Juni, Juli, August und September 2007 beim 

Betreibungsamt D.___ ein Betreibungsbegehren über Fr. 839.30, nebst Zins zu 5 % ab 

20. Mai 2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 188.-- (act. G 5.1/41). FB.___ 

erhob gegen den am 23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der 

Betreibung Nr. 1.___ in Vertretung seiner Ehefrau am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag 

(act. G 5.1/42). Mit Verfügung vom 13. Oktober 2008 hob die Vaudoise den 

Rechtsvorschlag auf (act. G 5.1/43) und wies die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache mit Einspracheentscheid vom 23. März 2009 ab (act. G 5.1/44).

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A.d   Für die Prämien der beiden Versicherten für die Monate Januar, Februar und März 

2008 stellte die Vaudoise wiederum am 21. Juli 2008 beim Betreibungsamt D.___ ein 

Betreibungsbegehren über Fr. 1'508.40, nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 2008, sowie 

Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 188.-- (act. G 5.1/32). Gegen den am 

23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 2.___ erhob 

FB.___ am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag (act. G 5.1/33). Die Vaudoise hob den 

Rechtsvorschlag mit Verfügung vom 13. Oktober 2008 auf (act. G 5.1/34). Die gegen 

diese Verfügung am 12. November 2008 durch den Versicherten für sich selbst sowie 

seine Ehefrau erhobene Einsprache wies die Vaudoise mit Einspracheentscheid vom 

23. März 2009 ab (act. G 5.1/35).

A.e   Am 20. August 2008 stellte die Vaudoise für die Prämien der beiden Versicherten 

für die Monate April, Mai und Juni 2008 beim Betreibungsamt D.___ ein 

Betreibungsbegehren über ebenfalls Fr. 1'508.40, nebst Zins zu 5 % ab 19. August 

2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 170.-- (act. G 5.1/52). Gegen den am 

23. September 2008 zugestellten Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 4.___ erhob 

FB.___ am 2. Oktober 2008 Rechtsvorschlag (act. G 5.1/53). Mit Verfügung vom 

10. Oktober 2008 hob die Vaudoise den Rechtsvorschlag auf (act. G 5.1/54) und wies 

die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache mit Einspracheentscheid vom 

23. März 2009 ab (act. G 5.1/55).

A.f    Mit Schreiben vom 19. November 2008 reichte die Vaudoise schliesslich für die 

Prämien von FB.___ für die Monate Juli, August und September 2008 beim 

Betreibungsamt D.___ ein Betreibungsbegehren über Fr. 754.20, nebst Zins zu 5 % ab 

18. November 2008, sowie Umtriebs- und Mahnkosten von Fr. 170.-- ein (act. 

G 5.1/61). Dieser erhob auch gegen den am 11. Dezember 2008 zugestellten 

Zahlungsbefehl in der Betreibung Nr. 6.___ am 21. Dezember 2008 Rechtsvorschlag 

(act. G 5.1/62). Die Vaudoise hob den Rechtsvorschlag mit Verfügung vom 6. Januar 

2009 auf (act. G 5.1/63). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies sie mit 

Einspracheentscheid vom 23. März 2009 ab (act. G 5.1/64).

A.g   Am 28. April 2009 reichten die Versicherten beim Kreisgericht E.___ als Unterer 

Aufsichtsbehörde für das Betreibungsamt D.___ eine betreibungsrechtliche 

Beschwerde gegen die Pfändungsankündigung vom 1. April 2009 in der Betreibung 

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Nr. 3.___ ein. Zudem erhoben sie Rechtsverweigerungsbeschwerde in den 

Betreibungen Nr. 4.___, 5.___ und 2.___ (act. G 5.1/15 und G 5.1/16). Mit Entscheid 

vom 6. Mai 2009 schrieb die Untere Aufsichtsbehörde für das Betreibungswesen die 

Beschwerde bezüglich der Betreibung Nr. 3.___ wegen Bezahlung als gegenstandslos 

ab. Die Beschwerde betreffend die anderen Betreibungen wies sie ab (act. G 5.1/16).

B.       

B.a   Gegen die fünf Einspracheentscheide vom 23. März 2009 betreffend die 

Betreibungen Nr. 5.___, 2.___, 1.___, 4.___ und 6.___ richtet sich die von FB.___ für 

sich und seine Ehefrau eingereichte Beschwerde vom 7. Mai 2009 sowie die Ergänzung 

vom 17. Mai 2009. Er begründet sie im Wesentlichen damit, dass er und seine Gattin 

als Kurzaufenthalter mit einer L-Bewilligung nicht verpflichtet gewesen wären, eine 

Krankenpflegeversicherung in der Schweiz abzuschliessen. Da die Vaudoise sie jedoch 

nicht korrekt über die Möglichkeit einer Ausnahme von der Versicherungspflicht 

aufgeklärt habe, hätten sie viel höhere Prämien als bei ihrer Krankenversicherung in 

Deutschland bezahlt und dafür auch noch weniger Leistungen erhalten. Ausserdem 

habe SB.___ die Schweiz per 10. Juni 2008 verlassen und sei wieder zurück nach 

Deutschland gezogen. Damit habe die Versicherung per 10. Juni 2008 geendet. Für die 

Zeit vom 10. bis 30. Juni 2008 seien deshalb keine Prämien mehr geschuldet gewesen.

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 25. Juni 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der fünf Einspracheentscheide vom 

23. März 2009. Im Weiteren sei ihr in den Betreibungen Nr. 5.___, 2.___, 1.___, 4.___ 

und 6.___ des Betreibungskreises D.___ vollumfänglich Rechtsöffnung zu erteilen.

B.c   Am 10. September 2009 machten die Beschwerdeführer geltend, die von der 

Vaudoise eingereichten Unterlagen seien nicht vollständig und im Gegensatz zu 

anderen seien gewisse Schreiben in den Beilagen nicht unterzeichnet oder sogar 

anonym. Zudem dürften Verfügungen der Mutuel fehlen, weshalb der Beizug der 

vollständigen Akten im Original beantragt werde (act. G 10).

B.d   Mit Schreiben vom 15. September 2009 wies die Gerichtsleitung des 

Versicherungsgerichts die Beschwerdeführer darauf hin, dass allein gestützt auf eine 

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unbegründete Vermutung der Unvollständigkeit der Akten ohne Anhaltspunkte noch 

kein Anlass zur Aufforderung zur Einreichung der Originalakten durch die 

Beschwerdegegnerin bestehe und im Weiteren keine Anhaltspunkte bestünden, 

weshalb die eingereichten Kopien nicht mit den jeweiligen Originalakten 

übereinstimmen sollten (act. G 11). Im Schreiben vom 29. September 2009 hielten die 

Beschwerdeführer an ihren Anträgen zum Beizug der vollständigen Originalakten durch 

die Beschwerdegegnerin fest. Im Übrigen verzichteten sie auf die Einreichung einer 

Replik (act. G 12).

Erwägungen:

1.        

Die Beschwerdeführer beantragten sinngemäss die Vereinigung der Verfahren 

betreffend die fünf Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin vom 23. März 2009. 

Da allen fünf Verfahren im Wesentlichen derselbe Sachverhalt zu Grunde liegt, sich die 

gleichen Rechtsfragen stellen und sich in allen Verfahren die gleichen Parteien gegen­

überstehen, rechtfertigt es sich, sie zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu 

erledigen (vgl. BGE 128 V 124 E. 1 und 128 V 192 E. 1, je mit Hinweisen).

2.        

2.1    Als Anfechtungsgegenstand gilt das Objekt des angefochtenen 

Einspracheentscheids. Dieses ist abzugrenzen gegenüber Gegenständen, über welche 

im strittigen Entscheid nicht entschieden wurde. Die fünf angefochtenen 

Einspracheentscheide vom 23. März 2009 bestätigen die am 10. Oktober 2008 

(Betreibung Nr. 4.___), 13. Oktober 2008 (Betreibung Nr. 5.___, 2.___, 1.___) und 

6. Januar 2009 (Betreibung Nr. 6.___) verfügten Aufhebungen der Rechtsvorschläge 

bezüglich Prämienausständen der obligatorischen Krankenversicherung. Somit bilden 

diese den Anfechtungsgegenstand im vorliegenden Verfahren. Die Beschwerdeführer 

machen in der Beschwerde sinngemäss geltend, die Forderungen der 

Beschwerdegegnerin seien nicht gerechtfertigt, da sie von der Pflicht zur 

Krankenversicherung in der Schweiz hätten ausgenommen werden können. Strittig und 

zu prüfen ist, ob die Forderungen der Beschwerdegegnerin zu Recht bestehen und auf 

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dem Betreibungsweg eingefordert werden können (vgl. sinngemäss 

Beschwerdeanträge Ziff. 2, 3, 5, 6 und 8). Soweit die Beschwerdeführer jedoch eine 

Feststellung zur Frage ihrer Unterstellungspflicht unter das schweizerische 

Krankenversicherungssystem (vgl. Anträge Ziff. 1 und 4), die Zusprechung von 

Schadenersatz (vgl. Anträge Ziff. 7 und 9), eine Feststellung zu Fragen von 

Pfändungshandlungen bezüglich der vorliegend nicht prozessrelevanten Betreibung Nr. 

3.___ (vgl. Antrag Ziff. 10 und 11, act. G 5.1/16) sowie die Feststellung der 

Rechtswidrigkeit einer Leistungsverweigerung durch die Beschwerdegegnerin (vgl. 

Antrag Ziff. 12) geltend machen, ist auf diese Rechtsbegehren nicht einzutreten.

2.2    Die Beschwerdeführer machen schliesslich geltend, dass die Akten der 

Beschwerdegegnerin unvollständig seien und auf Grund teilweise fehlender 

Unterschriften nicht darauf abgestellt werden könne. Da sich aus den von der 

Beschwerdegegnerin eingereichten Unterlagen jedoch keinerlei Hinweise ergeben, 

welche Zweifel an deren Vollständigkeit und Echtheit aufkommen lassen würden, 

entbehrt diese Behauptung einer nachvollziehbaren Grundlage. Es besteht somit kein 

Anlass, die Beschwerdegegnerin zur Einreichung der Originalakten aufzufordern.

3.        

3.1    Das Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) schreibt 

grundsätzlich ein allgemeines Versicherungsobligatorium für die gesamte 

schweizerische Wohnbevölkerung vor (Art. 3 Abs. 1 KVG; Gebhard Eugster, 

Krankenversicherung, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Soziale Sicherheit, 

2. Aufl. 2007, Rz. 23). Die Abgrenzung der Versicherungspflicht von Personen mit 

Bezug zu einem EU- oder EFTA-Staat wird durch die Koordinationsbestimmungen im 

Freizügigkeitsabkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft sowie ihren 

Mitgliedern (FZA; SR 0.142.112.681) bzw. im Abkommen mit der Europäischen 

Freihandelsassoziation (EFTA-Abkommen; SR 0.632.31) geregelt. Gestützt darauf 

unterliegen Staatsangehörige der EU bzw. der Schweiz bezüglich der 

Versicherungspflicht grundsätzlich den Rechtsvorschriften nur eines Staates, auch 

wenn sie zugleich in mehreren Staaten arbeiten (Art. 13 Abs. 1 VO 1408/71 i.V.m. Art. 

95a KVG). Gemäss Art. 3 Abs. 1 KVG muss sich jede Person mit Wohnsitz in der 

Schweiz innert drei Monaten nach der Wohnsitznahme oder der Geburt in der Schweiz 

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für Krankenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise 

ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen. Der Bundesrat kann Ausnahmen von 

der Versicherungspflicht vorsehen, namentlich für Personen, die im Sinn von Art. 2 

Abs. 2 des Bundesgesetzes über die von der Schweiz als Gaststaat gewährten 

Vorrechte, Immunitäten und Erleichterungen sowie finanziellen Beiträge (GSG; SR 

192.12) mit Vorrechten, Immunitäten und Erleichterungen begünstigt sind (Art. 3 Abs. 2 

KVG). Nach Art. 6 Abs. 2 KVG weist die vom Kanton bezeichnete Behörde Personen, 

welche der Versicherungspflicht nicht nachkommen, einem Versicherer zu. Für die in 

der Schweiz wohnhaften Personen gilt somit der Grundsatz der Versicherungspflicht 

auf Grund von Art 3 KVG, soweit nicht ausdrücklich Ausnahmen gestützt auf Art. 3 

Abs. 2 bzw. Art. 2 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) 

oder auf Grund des FZA bzw. EFTA-Abkommens vorgesehen sind (Gebhard Eugster, 

a.a.O., Rz. 43).

3.2    Gemäss Art. 10 KVV informieren die Kantone die Bevölkerung periodisch über die 

Versicherungspflicht. Sie achten insbesondere darauf, dass Personen, die aus dem 

Ausland zuziehen, sowie Eltern von Neugeborenen rechtzeitig informiert werden. Mit 

der Information über die Versicherungspflicht von Kurzaufenthaltern und -

aufenthalterinnen, von Aufenthaltern und Aufenthalterinnen sowie von 

Niedergelassenen gelten auch deren Familienangehörige als informiert, die in einem 

Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft, in Island oder Norwegen wohnen. Das 

Gesuch zur Ausnahme von der Versicherungspflicht ist im Kanton St. Gallen gemäss 

Art. 7 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur Bundesgesetzgebung über die 

Krankenversicherung (Vo-EG; sGS 331.111) der Kontrollstelle für Krankenversicherung 

einzureichen, d.h. jener politischen Gemeinde, in der die versicherungspflichtige 

Person ihren zivilrechtlichen Wohnsitz hat (Art. 4 Abs. 1 Vo-EG).

3.3    Die Beschwerdeführer machten erstmals in ihrer Einsprache vom 12. November 

2008 geltend, dass sie gemäss einem Sozialversicherungsabkommen zwischen der 

Schweiz und Deutschland in der für sie wesentlich günstigeren freiwilligen deutschen 

Familienversicherung bei der DAK hätten versichert bleiben können und diese auch für 

die Versorgung im Krankheitsfall in der Schweiz aufgekommen wäre. Ob die 

Beschwerdeführer dem schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium von 

Beginn ihres Zuzugs an zu unterstellen waren bzw. noch sind, ist allerdings nicht 

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Gegenstand dieses Verfahrens. Tatsache ist, dass jede Person mit schweizerischem 

Wohnsitz entweder ab Wohnsitznahme oder Geburt in der Schweiz dem 

Versicherungsobligatorium untersteht, sie auf Grund des FZA oder EFTA-Abkommens 

ausschliesslich der Versicherungspflicht eines EU- oder EFTA-Mitgliedstaats untersteht 

oder sie ein Gesuch um Befreiung von der schweizerischen Versicherungspflicht 

gemäss Art. 2 Abs. 2 - 8 oder Art. 6 Abs. 3 KVV zu stellen hat. Obgleich Gesetz und 

Verordnung keine Frist vorsehen, innert welcher ein Gesuch um Befreiung vom 

Krankenversicherungsobligatorium einzureichen ist, kann die Dreimonatsfrist ab 

Wohnsitznahme in der Schweiz nach Art. 3 Abs. 1 KVG als Ordnungsfrist betrachtet 

werden, da eine neu zugezogene Person, wenn sie kein Gesuch stellt, innerhalb dieser 

Zeit ansonsten einer schweizerischen Versicherung beitreten müsste. Im zu 

beurteilenden Fall waren die Beschwerdeführer vor ihrem Zuzug in die Schweiz nach 

eigenen Aussagen freiwillig in Deutschland krankenversichert. Wie aus der Einsprache 

vom 12. November 2008 hervorgeht, haben sie diese Versicherung jedoch mit 

Versicherungsbeginn in der Schweiz gekündigt. Damit waren sie nicht mehr in einer 

anderen, dem schweizerischen Krankenversicherungsobligatorium gleichwertigen 

Versicherung für die Leistungen nach KVG gedeckt. Folglich wäre der Tatbestand einer 

Doppelbelastung nach Art. 2 Abs. 2 KVV ohnehin bereits weggefallen. Im Übrigen kann 

offen bleiben, ob für den die Prämienausstände betreffenden Zeitraum ein anderer 

Befreiungstatbestand in Frage käme - auf Grund der geltend gemachten schlechteren 

Versicherungsbedingungen in der Schweiz sowie der vorbestehenden gesundheitlichen 

Leiden von FB.___, welche den Abschluss einer Zusatzversicherung verunmöglicht 

hätten, am ehesten wohl derjenige nach Art. 2 Abs. 8 KVV -, da die Beschwerdeführer 

von Mai 2007 bis und mit Juni 2008 (SB.___) bzw. mindestens September 2008 

(FB.___) in keiner anderen Krankenversicherung versichert waren, eine rückwirkende 

Versicherung in Deutschland heute kaum mehr möglich wäre und auch nie geltend 

gemacht wurde. Vielmehr hielt der Beschwerdeführer in der Einsprache fest, dass er 

sich nach seinem Austritt aus der Krankenversicherung in Deutschland erst wieder 

nach 18 Monaten, d.h. ab November 2008 bei derselben hätte versichern lassen 

können. Damit wäre eine Befreiung vom schweizerischen 

Krankenversicherungsobligatorium zumindest für die betreffende Versicherungszeit 

nicht möglich gewesen. In der Folge ist der Antrag der Beschwerdeführer auf eine 

Rückerstattung der bereits bezahlten Versicherungsprämien denn auch nicht als 

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Gesuch um (nachträgliche) Befreiung von der Versicherungspflicht zu verstehen. 

Zudem war die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet, die Frage, ob eine Befreiung 

vom Krankenversicherungsobligatorium in der Schweiz für die Beschwerdeführer 

möglich war, gestützt auf Art. 30 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) an die zuständige Wohnsitzgemeinde 

weiterzuleiten. Ein Antrag zur Befreiung von jeglicher Versicherungs- und damit für die 

Beschwerdeführer vorliegend wohl wichtigeren Prämienzahlungspflicht würde denn 

schon fast an Rechtsmissbrauch grenzen, wenn man bedenkt, dass sowohl das 

Krankenversicherungssystem in der Schweiz als auch jene der EU-/EFTA-Staaten 

vornehmlich vom Solidaritätsgrundsatz getragen sind. Da eine rückwirkende Befreiung 

von der schweizerischen Versicherungspflicht somit nicht in Frage kommt und andere 

Gründe gegen das Zustandekommen eines Versicherungsverhältnisses zwischen der 

Beschwerdegegnerin und den Beschwerdeführern als Grundlage der vorliegenden 

Prämienforderungen ebenfalls nicht ersichtlich sind, ist auf die beiden 

Versicherungsverträge vom 21. und 18. Mai 2007 abzustellen.

3.4    Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass der Vorwurf einer Diskriminierung der 

Beschwerdeführer auf Grund ihrer Nationalität am vorliegenden Verfahrensgegenstand 

vorbeizielt. Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass darin kein Verstoss gegen ein 

gemeinschafts- bzw. abkommensrechtliches Diskriminierungsverbot (Art. 3 Abs. 1 der 

Verordnung Nr. 1408/71; Art. 2 FZA) erblickt werden kann, dass eine Person ähnlich 

den Beschwerdeführern, die keiner obligatorischen Krankenversicherung eines anderen 

Staates untersteht, ohne die Erfüllung eines gesetzlichen Ausnahmetatbestands nicht 

von der schweizerischen Krankenversicherungspflicht ausgenommen werden kann und 

dadurch gegebenenfalls einen Nachteil erleidet, weil sie sich unter dem 

schweizerischen System, dem sie neu untersteht, nicht so gut versichern kann wie vor 

der Unterstellung unter die schweizerischen Rechtsvorschriften nach einem 

ausländischen System. Denn ein solcher Nachteil ist eine Folge der mangels einer 

Harmonisierung fortbestehenden Unterschiede zwischen den nationalen Systemen der 

sozialen Sicherheit, gegen welche sich das Diskriminierungsverbot nicht richtet (vgl. 

BGE 132 V 39 E. 9.1).

4.        

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4.1    Laut der Bestätigung der Gemeindeverwaltung C.___ vom 4. Juni 2008 hatte sich 

die Beschwerdeführerin per 3. Juni 2008 in der Schweiz abgemeldet. Gestützt auf 

diese Mitteilung löste die Beschwerdegegnerin den Versicherungsvertrag mit ihr per 

30. Juni 2008 auf und forderte die Prämien entsprechend bis Ende Juni 2008 ein. 

Dagegen opponieren die Beschwerdeführer mit Bezug auf Art. 7 Abs. 3 KVV, wonach 

die Versicherung von Ausländern und Ausländerinnen mit einer 

Niederlassungsbewilligung oder einer Kurzaufenthalts- oder Aufenthaltsbewilligung am 

Tag des bei der für die Einwohnerkontrolle zuständigen Stelle gemeldeten Wegzugs 

aus der Schweiz ende, in jedem Fall aber am Tag der tatsächlichen Ausreise aus der 

Schweiz. Mit dem Ende des Versicherungsverhältnisses seien auch keine Prämien 

mehr geschuldet. Das Eidgenössische Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 

2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) hielt mit Urteil vom 14. August 

2006 i/S S. (K72/05) E. 4.3.1 und 4.4 zur Teilbarkeit der Krankenkassenprämie fest, 

dass die Prämien nach Art. 90 KVV (gültig ab 1. August 2007; entspricht in der früheren 

Fassung Art. 90 Abs. 1 KVV) im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen seien 

und der KVG-Grundversicherer die Zahlungsmodalitäten grundsätzlich frei regeln 

könne. Die gestützt auf Art. 90 KVV herausgebildete Praxis, die Beitragszahlung 

grundsätzlich für die ganze laufende, monatsweise festgesetzte Versicherungsperiode 

zu fordern, selbst wenn der Versicherungsschutz nur für einen Bruchteil dieser Zeit in 

Anspruch genommen werde, erweise sich - jedenfalls hinsichtlich des Beitritts in das 

Versicherungsverhältnis und wenn die Allgemeinen und Besonderen 

Versicherungsbedingungen keine Hinweise auf eine anders geartete Regelung 

enthalten würden - als rechtens. Nichts anderes kann somit gelten, wenn die 

Versicherungspflicht vor Ende des angefangenen Monats endet und die 

Krankenversicherung - wie vorliegend in Art. 3 Abs. 3 der Ergänzenden 

Ausführungsbestimmungen zur obligatorischen Krankenpflegeversicherung gemäss 

KVG (AVB; act. G 5.1/1) eine diese Thematik konkretisierende Regelung erlassen hat. 

Gemäss Art. 3 Abs. 3 AVB sind die Prämien für den ganzen Kalendermonat geschuldet, 

wenn die Mitgliedschaft im Verlaufe eines Kalendermonats beginnt oder endet. Folglich 

ist die Prämienforderung der Beschwerdegegnerin für den ganzen Monat Juni 2008 

gestützt auf Art. 3 Abs. 3 AVB nicht zu beanstanden.

4.2    Die Beschwerdeführer bestritten vor und während den Einspracheverfahren 

weder Höhe noch Bestand der Forderungen als solche. Erst in der Beschwerdeeingabe 

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vom 7. Mai 2009 (vgl. Ziff. j) machen sie nun geltend, alle Beiträge für das Jahr 2007 

"nach eigener Erinnerung" bereits bezahlt zu haben. Einen Beleg oder sonstigen 

Nachweis zur Bekräftigung dieser Behauptung vermögen sie jedoch nicht vorzulegen. 

Auch in den Akten befinden sich keine Anhaltspunkte, welche auf eine Abgeltung der 

Prämien für das Jahr 2007 oder andere Unrichtigkeiten und Unstimmigkeiten in der 

Rechnungsstellung bzw. der Berechnung der Prämienausstände hindeuten würden. 

Damit ist darauf abzustellen, dass die Beschwerdegegnerin die in Betreibung gesetzten 

Prämienausstände zu Recht auf Grund ihrer vertraglichen Vereinbarungen eingefordert 

hat.

4.3    Wie bereits ausgeführt sind die Prämien nach Art. 90 KVV (bzw. Art. 90 Abs. 1 

KVV der Fassung bis 31. Juli 2007) im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen. 

Bezahlt die versicherte Person fällige Prämien nicht, so hat der Versicherer sie 

schriftlich zu mahnen, ihr eine Nachfrist von dreissig Tagen einzuräumen und sie auf 

die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen (Art. 64a Abs. 1 KVG; in Kraft seit 1. 

Januar 2006). Der Versicherer muss unbezahlte fällige Prämien und 

Kostenbeteiligungen im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, 

nachdem er mindestens einmal an diese Ausstände erinnert hatte, getrennt von 

allfälligen anderen Zahlungsausständen spätestens drei Monate ab Fälligkeit schriftlich 

mahnen. Mit der Mahnung muss er der versicherten Person eine Frist von 30 Tagen zur 

nachträglichen Erfüllung ansetzen und sie auf die Folgen der Nichtbezahlung hinweisen 

(Art. 105b Abs. 1 KVV; in Kraft seit 1. August 2007 und gemäss SchlussB der Änderung 

vom 27. Juni 2007 auf vor dem 1. August 2007 fällig gewordene Prämien nicht 

anwendbar). Bezahlt die versicherte Person innerhalb der angesetzten Frist nicht, so 

muss der Versicherer die Forderung innerhalb von weiteren vier Monaten getrennt von 

allfälligen anderen Zahlungsausständen in Betreibung setzen (Art. 105b Abs. 2 KVV; in 

Kraft seit 1. August 2007 und gemäss SchlussB der Änderung vom 27. Juni 2007 auf 

vor dem 1. August 2007 fällig gewordene Prämien nicht anwendbar). Gemäss Urteil 

des Bundesgerichts vom 31. Oktober 2008 i/S P. (9C_786/2008) E. 3.2 handelt es sich 

bei Art. 105b KVV um eine reine Ordnungsvorschrift, deren Nichteinhaltung weder den 

Anspruch auf die Ausstände noch auf den der betreibungsrechtlichen Durchsetzung 

verwirkt. Die einzige Konsequenz ist, dass die Sanktionsfolgen nach Art. 64a Abs. 2 

KVG - ein Leistungsaufschub - nicht eintreten können. Verschuldet die versicherte 

Person Aufwendungen, die bei rechtzeitiger Zahlung nicht entstanden wären, so kann 

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der Versicherer angemessene Bearbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen 

allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der Versicherten eine 

entsprechende Regelung vorsieht (Art. 105b Abs. 3 KVV; in Kraft seit 1. August 2007 

und gemäss SchlussB der Änderung vom 27. Juni 2007 auf vor dem 1. August 2007 

fällig gewordene Prämien nicht anwendbar). Für fällige Beitragsforderungen sind 

gemäss Art. 26 Abs. 1 ATSG Verzugszinsen zu leisten. Der Satz für den Verzugszins 

auf fälligen Prämien nach Artikel 26 Abs. 1 ATSG beträgt 5 Prozent im Jahr (Art. 105a 

KVV; in Kraft seit 1. August 2007). Die Krankenversicherer können in den 

Versicherungsbedingungen die Fälligkeit der Prämien autonom regeln (Gerhard 

Eugster, a.a.O., Rz. 1024). Sie haben die Befugnis, mit Verfügung über den Bestand 

ihrer Forderungen gegenüber versicherten Personen zu entscheiden und einen im 

Betreibungsverfahren erhobenen Rechtsvorschlag analog zu Art. 79 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG; SR 281.1) zu beseitigen 

(vgl. BGE 121 V 109; Art. 54 Abs. 2 ATSG).

4.4    Jeweils im Nachgang zu zwei erfolglos gebliebenen Mahnungen setzte die 

Beschwerdegegnerin die Prämienbeträge betreffend den Monat September 2007 von 

Fr. 142.--, nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 2008, zuzüglich Fr. 30.-- Mahnkosten, Fr. 80.-- 

Dossiereröffnungskosten und Fr. 18.-- Zustellkosten, betreffend die Monate Mai bis 

und mit September 2007 von insgesamt Fr. 839.30, nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 

2008, zuzüglich Fr. 90.-- Mahnkosten, Fr. 80.-- Dossiereröffnungskosten und Fr. 18.-- 

Zustellkosten, betreffend die Monate Januar bis und mit März 2008 von Fr. 1'508.40, 

nebst Zins zu 5 % ab 20. Mai 2008, zuzüglich Fr. 90.-- Mahnkosten, Fr. 80.-- 

Dossiereröffnungskosten und Fr. 18.-- Zustellkosten, betreffend die Monate April bis 

und mit Juni 2008 von Fr. 1'508.40, nebst Zins zu 5 % ab 19. August 2008, zuzüglich 

Fr. 90.-- Mahnkosten und Fr. 80.-- Dossiereröffnungskosten, betreffend die Monate Juli 

bis und mit September 2008 von Fr. 754.20, nebst Zins zu 5 % ab 18. November 2008, 

zuzüglich Fr. 90.-- Mahnkosten und Fr. 80.-- Dossiereröffnungskosten in Betreibung. 

Anhaltspunkte für eine Unrichtigkeit dieser Prämienbeträge sind aus den Akten nicht 

ersichtlich. Die Erhebung angemessener Mahngebühren und Umtriebsspesen beim 

Verzug in der Zahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen ist - wie erwähnt - unter 

der Voraussetzung der schuldhaften Verursachung der (bei rechtzeitiger Zahlung 

unnötigen) Aufwendungen durch die versicherte Person im Bereich des KVG zulässig, 

sofern der Krankenversicherer in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte 

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und Pflichten der Versicherten eine entsprechende Regelung vorsieht (BGE 125 V 276). 

Eine Regelung zur Erhebung von Verzugszinsen sowie Verwaltungskosten, 

insbesondere für Mahnungen, Zahlungsaufforderungen und Betreibungen nach Ablauf 

der angesetzten Zahlungsfrist findet sich in Art. 3 Abs. 1 AVB. Die Höhe der in diesem 

Zusammenhang von der Beschwerdegegnerin geltend gemachten Mahnspesen - 

jeweils Fr. 10.-- für den ersten und Fr. 20.-- für den zweiten Mahnbrief pro Ausstand 

(act. G 5.1/19-20, G 5.1/26-31, G 5.1/37-40, G 5.1/46-51 und G 5.1/57-60), d.h. 

insgesamt Fr. 390.-- - lässt sich nicht beanstanden. Die Mahnspesen sind demgemäss 

zu Recht verfügt worden. Auch die in den Betreibungen Nr. 5.___, 2.___ und 1.___ 

aufgeführten Zustellkosten von jeweils Fr. 18.-- können als Portokosten unter den 

Begriff der Mahnkosten eingereiht werden. Dagegen lassen sich die in Betreibung 

gesetzten "Dossiereröffnungskosten" von jeweils Fr. 80.--, d.h. insgesamt Fr. 400.--, 

nicht ohne Weiteres unter die Verwaltungskosten im Sinn von Art. 3 Abs. 1 AVB 

subsumieren. Inwiefern sie mit den durch die Zahlungsausstände bedingten Umtrieben 

und Korrespondenzen (vgl. act. G 5.1/6, G 5.1/9 und G 5.1/13) begründet sind und ob 

sich ihr sachlicher Anwendungsbereich nicht mit den erwähnten Mahngebühren deckt, 

lässt sich den Akten nicht entnehmen. Mangels ausreichend bestimmter 

reglementarischer Grundlage kann der erwähnte Betrag von Fr. 400.-- nicht in die 

Rechtsöffnung mit einbezogen werden.

4.5    Die Beschwerdegegnerin machte gestützt auf Art. 3 Abs. 1 AVB Verzugszinsen 

von 5 % geltend. In Bezug auf fällige KVG-Prämienforderungen ist ein Verzugszins (Art. 

26 Abs. 1 ATSG) auch für geringe Beträge und kurzfristige Ausstände geschuldet 

(RKUV 2004 KV 306, 463 E. 5.3.4). Die Beschwerdeführer haben daher im Sinn der 

Anträge der Beschwerdegegnerin ab den jeweiligen nach Fälligkeit der Prämienbeträge 

angesetzten Daten, d.h. in den Betreibungen Nr. 5.___, 2.___, 1.___ ab 20. Mai 2008 

auf den ausstehenden Prämien von Fr. 2'489.70 (= Fr. 142.-- + Fr. 839.30 + 

Fr. 1'508.40), in der Betreibung Nr. 4.___ ab 19. August 2008 auf Fr. 1'508.40 und in 

der Betreibung Nr. 6.___ ab 18. November 2008 auf dem Betrag von Fr. 754.20 

Verzugszinsen von 5 % zu bezahlen.

5.        

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Die Beschwerde ist dementsprechend in dem Sinn abzuweisen, dass die 

Beschwerdeführer verpflichtet werden, der Beschwerdegegnerin die Beträge von Fr. 

2'753.70 (Prämien von Fr. 2'489.70, Mahngebühren von Fr. 210.-- und Zustellkosten 

von Fr. 54.--) zuzüglich Zins zu 5 % seit 20. Mai 2008 auf den ausstehenden Prämien, 

Fr. 1'598.40 (Prämien von Fr. 1'508.40 und Mahngebühren von Fr. 90.--) zuzüglich Zins 

zu 5 % seit 19. August 2008 auf den ausstehenden Prämien sowie Fr. 844.20 (Prämien 

von Fr. 754.20 und Mahngebühren von Fr. 90.--) zuzüglich Zins zu 5 % seit 

18. November 2008 auf den ausstehenden Prämien zu zahlen. In diesem Umfang sind 

die in den Betreibungen Nr. 5.___, 2.___, 1.___, 4.___ und 6.___ des Betreibungsamts 

D.___ erhobenen Rechtsvorschläge zu beseitigen.

6.

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf 

einzutreten ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn abgewiesen, dass die Beschwerdeführer 

verpflichtet werden, der Beschwerdegegnerin die Beträge von Fr. 2'753.70 (Prämien 

von Fr. 2'489.70, Mahngebühren von Fr. 210.-- und Zustellkosten von Fr. 54.--) 

zuzüglich Zins zu 5 % seit 20. Mai 2008 auf den ausstehenden Prämien, Fr. 1'598.40 

(Prämien von Fr. 1'508.40 und Mahngebühren von Fr. 90.--) zuzüglich Zins zu 5 % seit 

19. August 2008 auf den ausstehenden Prämien sowie Fr. 844.20 (Prämien von 

Fr. 754.20 und Mahngebühren von Fr. 90.--) zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. November 

2008 auf den ausstehenden Prämien zu zahlen. In diesem Umfang wird der 

Beschwerdegegnerin in den Betreibungen Nr. 4.___, 5.___, 2.___, 1.___ und 6.___ des 

Betreibungsamts D.___ definitive Rechtsöffnung erteilt.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 18.11.2009
	Art. 64a Abs. 1 KVG, Art. 90 KVV. Prämienausstände in der obligatorischen Krankenversicherung. Beendigung des Versicherungsverhältnisses bzw. der Prämienzahlung nach Wegzug aus der Schweiz. Rechtsöffnung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 18. November 2009, KV 2009/4).

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