# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08421ef2-ec62-54a7-b64b-d0318d29a436
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-19
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 19.12.2022 501 2022 79
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2022-79_2022-12-19.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2022 79

Urteil vom 19. Dezember 2022

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Catherine Overney
Ersatzrichter: Armin Sahli
Gerichtsschreiber: Samuel Gerber 

Parteien A.________, Beschuldigter und Berufungsführer, vertreten durch 
Fürsprecher Andreas Imobersteg

gegen

STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin

Gegenstand Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung, im 
Wiederholungsfall; Art. 117 Abs. 1 i.V.m. 117 Abs. 2 AlG)

Berufung vom 19. Mai 2022 gegen das Urteil der Polizeirichterin des 
Sensebezirks vom 21. Januar 2022

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Sachverhalt

A. Mit Strafbefehl vom 9. Dezember 2020 wurde der A.________ des Vergehens gegen das 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Be-
willigung, im Wiederholungsfall) für schuldig befunden. Gleichzeitig wurde die mit Strafbefehl vom 
14. Dezember 2018 wegen eines Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen 
und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung) bedingt auferlegte Geldstrafe 
widerrufen (act. 1).

B. Gegen den Strafbefehl vom 9. Dezember 2020 hat A.________ fristgerecht Einsprache 
erhoben. Nach zusätzlichen Abklärungen hat der Staatsanwalt am Strafbefehl festgehalten und die 
Angelegenheit der Polizeirichterin des Sensebezirks überwiesen (act. 2).

C. Am 29. Oktober 2021 erhob die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg Zusatzanklage 
zum Strafbefehl vom 9. Dezember 2020 wegen eines weiteren Vergehens gegen das Bundes-
gesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung; 
act. 14).

D. An der Sitzung der Polizeirichterin des Sensebezirks vom 21. Januar 2022 wurden der 
Anzeiger B.________ und C.________ als Zeugen sowie A.________, welcher anwaltlich 
vertreten war, einvernommen. Das Urteil wurde mit dem Einverständnis von A.________ schriftlich 
eröffnet (act. 1037 ff.).

E. Mit Urteil vom 21. Januar 2022 (act. 31) verurteilte die Polizeirichterin des Sensebezirks 
A.________ wegen Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer 
(Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung, im Wiederholungsfall; Art. 117 Abs. 1 i.V.m. Art. 
117 Abs. 2 AlG), begangen in der Zeit von einem unbekannten Datum bis 4. November 2019 und 
zwischen Juni 2020 und Juli 2020. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons 
Freiburg vom 14. Dezember 2018 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 40 Tagessätzen wurde 
widerrufen. Die Strafe wurde, unter Einbezug der widerrufenen Geldstrafe, auf eine unbedingte 
Geldstrafe als Gesamtstrafe von 100 Tagessätzen zu jeweils CHF 240.00 festgesetzt. 

F. Mit Berufungserklärung vom 9. Februar 2022 hat A.________ (nachfolgend: der 
Beschuldigte oder der Berufungsführer) das erstinstanzliche Urteil angefochten (act. 34). Nachdem 
der Berufungsführer darauf hingewiesen wurde, dass das Verfahren in Anwendung von Art. 406 
Abs. 1 lit. c StPO schriftlich durchgeführt werde, hat er mit Eingabe vom 18. August 2022 die 
Berufung schriftlich begründet. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg hat mit Schreiben 
vom 24. August 2022 auf eine Stellungnahme verzichtet und die Abweisung der Berufung be-
antragt, die Vorinstanz hat am 26. August 2022 auf eine Stellungnahme verzichtet.

Erwägungen

1.

1.1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 
Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Dies ist hier der 

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Fall. Als beschuldigte und erstinstanzlich auch verurteilte Person besitzt der Berufungsführer ein 
rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheids i.S.v. Art. 382 
Abs. 1 StPO und ist somit zur Berufung legitimiert. Die Berufung erfolgte frist- und formgerecht und 
entspricht den gesetzlichen Anforderungen, folglich ist darauf einzutreten.

1.2. Der Strafappellationshof verfügt bei der Überprüfung der angefochtenen Teile des 
erstinstanzlichen Urteils über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO) und ist aufgrund der alleinigen 
Berufung des Berufungsführers an das Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO 
gebunden.

1.3. Da das Urteil der Polizeirichterin vollumfänglich angefochten wurde, hat die Berufung in 
diesem Umfang aufschiebende Wirkung (Art. 402 StPO).

2. Der Berufungsführer bringt vor, der Strafbefehl vom 9. Dezember 2020 erfülle die 
Anforderungen an das Anklageprinzip nicht, da als Zeitpunkt der Begehung der vorgeworfenen Tat 
angegeben worden sei: „einem unbekannten Datum bis zum 4. November 2019“. Zudem sei nicht 
ausdrücklich präzisiert worden, worin diese Beschäftigung bestanden habe (Ziffer 1.4. der Be-
rufung vom 18. August 2022).

2.1. Eine Straftat kann nur gerichtlich beurteilt werden, wenn die Staatsanwaltschaft gegen 
eine bestimmte Person wegen eines genau umschriebenen Sachverhalts beim zuständigen Ge-
richt Anklage erhoben hat (Art. 9 Abs. 1 StPO). Hat die beschuldigte Person gegen einen 
Strafbefehl Einsprache erhoben und entschliesst sich die Staatsanwaltschaft, am Strafbefehl fest-
zuhalten, so überweist sie die Akten unverzüglich dem erstinstanzlichen Gericht zur Durchführung 
des Hauptverfahrens. Der Strafbefehl gilt in diesem Fall als Anklageschrift (Art. 356 Abs. 1 StPO). 
Die Sachverhaltsumschreibung im Strafbefehl muss den an eine Anklageschrift gestellten 
Ansprüchen vollumfänglich genügen (BGE 140 IV 188 E. 1.5).

Der notwendige Inhalt, den eine Anklageschrift haben muss, wird in den Art. 325 und 326 StPO 
umschrieben. Dieser Bestimmung zufolge sind in der Anklageschrift möglichst kurz, aber genau zu 
bezeichnen: die der beschuldigten Person vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, 
Zeit, Art und Folgen der Tatausführung (Art. 325 Abs. 1 Bst. f. StPO). 

Wie das Bundesgericht im Urteil 6B_638/2019 vom 17. Oktober 2019 festgehalten hat, bestimmt 
die Anklageschrift den Gegenstand des Gerichtsverfahrens (Umgrenzungsfunktion) nach dem aus 
Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 und 3 Bst. a und b EMRK abgeleiteten 
Anklagegrundsatz (Art. 9 und 325 StPO). Die Anklage hat darin die der beschuldigten Person 
vorgeworfenen Taten mit Beschreibung von Ort, Datum, Zeit, Art und Folgen der Tatausführung 
möglichst kurz, aber genau zu bezeichnen (Art. 325 Abs. 1 Bst. f StPO). Sodann hat die Anklage 
gemäss Art. 325 Abs. 1 Bst. g StPO die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft erfüllten 
Straftatbestände unter Angabe der anwendbaren Gesetzesbestimmungen anzugeben. Die der 
beschuldigten Person zur Last gelegten Delikte sind somit in ihrem Sachverhalt so präzise zu 
umschreiben, dass die Vorwürfe in objektiver und subjektiver Hinsicht genügend konkretisiert sind. 
Ob die zeitliche und örtliche Umschreibung ausreicht, ist nicht abstrakt, sondern zusammen mit 
dem übrigen Inhalt der Anklage zu beurteilen. Zugleich bezweckt das Anklageprinzip den Schutz 
der Verteidigungsrechte der beschuldigten Person und garantiert den Anspruch auf rechtliches 
Gehör (Informationsfunktion). Unter diesem Gesichtspunkt muss die beschuldigte Person aus der 
Anklage ersehen können, wessen sie angeklagt ist. Dies bedingt eine zureichende Umschreibung 
der Tat. Entscheidend ist, dass der Betroffene genau weiss, welcher konkreter Handlungen er 
beschuldigt und welchen Straftatbestand er durch sein Verhalten erfüllt haben soll, damit er sich in 

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seiner Verteidigung richtig vorbereiten kann (BGE 143 IV 63 E. 2.2; 141 IV 132 E. 3.4.1; 133 IV 
235 E. 6.2 f.; je mit Hinweisen). Kernstück der Anklageschrift bildet die Darstellung der dem 
Beschuldigten zur Last gelegten Tat. Die Darstellung des tatsächlichen Vorgangs ist auf den 
gesetzlichen Tatbestand auszurichten, der nach Auffassung der Anklage erfüllt zu betrachten ist, 
d.h. es ist anzugeben, welche einzelnen Vorgänge und Sachverhalte den einzelnen Merkmalen 
des Straftatbestandes entsprechen (Urteile BGer 6B_434/2019 vom 5. Juli 2019 E. 2.1 
und 6B_217/2019 vom 4. April 2019 E. 1.1; je mit Hinweisen). 

2.2. Zu beurteilen ist ein Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 
Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung) gemäss Art. 117 AlG. Im Strafbefehl 
wird in tatsächlicher Hinsicht ausgeführt, der Berufungsführer habe den ausländischen 
Staatsangehörigen D.________ ohne Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung beschäftigt. Als Ort 
wurde die E.________ - den Ort, wo D.________ am Morgen des 4. November 2019 von der 
Polizei angehalten und kontrolliert wurde - angegeben. Zudem wurde mit dem gleichen Strafbefehl 
der bedingte Vollzug einer Geldstrafe aus einem früheren Vergehen gegen das Bundesgesetz 
über die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung) 
widerrufen (act. 10000). 

2.3. Im Rahmen des als Folge der Polizeikontrolle vom 4. November 2019 eingeleiteten 
Strafverfahrens musste mithin geklärt werden, ob D.________ am 4. November 2019 für den 
Berufungsführer respektive die dem Berufungsführer gehörende Firma F.________ GmbH 
arbeitete und wenn ja, seit wann dies der Fall war. D.________ weigerte sich, bei seiner 
Befragung Aussagen zum vorgeworfenen Verhalten zu machen (act 2003), weshalb der Zeitpunkt, 
ab welchem er allenfalls für den Berufungsführer tätig war, nicht ermittelt werden konnte. Der 
Berufungsführer selber bestritt den Vorwurf und behauptete, sein Bruder C.________ habe das 
Fahrzeug, das auf den Namen seiner Firma F.________ GmbH registriert sei, D.________ 
ausgeliehen. Er weigerte sich, wie schon zuvor D.________ auch, das Einvernahmeprotokoll vom 
11. November 2019 zu unterzeichnen (act. 2014). Vor diesem Hintergrund wurde das Datum, ab 
welchem D.________ für den Berufungsführer tätig war, im Strafbefehl offengelassen. Da es sich 
um ein Dauerdelikt handelt, spielt dies bei der Erfüllung des objektiven Tatbestands keine Rolle. 
Der Vorwurf ist und bleibt der gleiche über die gesamte Dauer der Beschäftigung. 

Die Verurteilung mit Strafbefehl wegen Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Aus-
länderinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung, im Wieder-
holungsfall), begangen ab einem unbekannten Datum bis zum 4. November 2019 in G.________, 
stimmt mit den Sachverhaltsfeststellungen überein. Der Berufungsführer hat den Sachverhalts-
feststellungen zufolge die Dienste von D.________ in Anspruch genommen. Die zeitliche 
(4. November 2019) und örtliche (E.________) Umschreibung im Strafbefehl ist absolut 
ausreichend. Der Berufungsführer wusste genau, welcher konkreter Handlungen er beschuldigt 
und welchen Straftatbestand er durch sein Verhalten erfüllt haben soll. Mithin konnte er sich in 
seiner Verteidigung richtig vorbereiten. Eine Verletzung des Anklageprinzips liegt demnach nicht 
vor. 

An der vor der Polizeirichterin zusätzlich vorgebrachten Rüge, wonach mit der Zusatzanklage das 
Anklageprinzip verletzt worden sei, wird in der Berufungsbegründung nicht mehr festgehalten 
(Ziffer 2. der Berufung vom 18. August 2022).

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3.

3.1. Der Berufungsführer bestreitet seine Verurteilung wegen Vergehen gegen das Bundesge-
setz über die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung, im 
Wiederholungsfall; Art. 117 Abs. 1 i.V.m. Art. 117 Abs. 2 AlG), begangen einerseits in der Zeit von 
einem unbekannten Datum bis 4. November 2019 und andererseits zwischen Juni und Juli 2020. 
Er macht geltend, das Urteil sei rechtsfehlerhaft und die Feststellung des Sachverhalts sei 
offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung (Art. 389 Abs. 4 StPO). Er 
beantragt einen Freispruch vom Vorwurf der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung, im 
Wiederholungsfall).

3.1.1. Die Polizeirichterin gibt die Lehre und Rechtsprechung zur Anwendung von Art. 117 AlG 
sowie zur Beweiswürdigung und den Grundsatz „in dubio pro reo“ korrekt wieder, darauf kann 
verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

3.1.2. Die Polizeirichterin des Sensebezirks hielt in Erwägung III.5. des angefochtenen Urteils in 
Bezug auf die Zusatzanklage vom 29. Oktober 2021 als erstellt, dass der Berufungsführer 
D.________ im Sommer 2020 mehrfach beschäftigt hat, obwohl dieser weder über eine 
Aufenthalts- noch über eine Arbeitsbewilligung verfügte und mithin sowohl den objektiven als auch 
den subjektiven Tatbestand von Art. 117 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 117 Abs. 2 AlG erfüllt hat. 
Sodann hielt sie in Bezug auf die Anklage, welche sich aus dem Strafbefehl vom 9. Dezember 
2020 ergab, als erstellt, dass D.________ auch am 4. November 2019 für den Berufungsführer 
respektive seine Firma F.________ GmbH tätig gewesen war.

3.1.3. Der Berufungsführer äussert sich zu jeder einzelnen Erwägung der Polizeirichterin und 
macht geltend, es würden keinerlei Beweise vorliegen, die auf eine Beschäftigung von 
D.________ durch den Berufungsführer schliessen liessen. In der Folge ist zu den Ausführungen 
des Berufungsführers zu den einzelnen Erwägungen der Polizeirichterin einzugehen.

3.1.4. Vorauszuschicken gilt es allerdings, dass bereits ein rechtskräftiger Strafbefehl aus dem 
Jahre 2018 vorliegt, bei welchem ein ähnlicher Sachverhalt zwischen den gleichen Parteien zu 
beurteilen war. Mit Strafbefehl vom 14. Dezember 2018 wurde der Berufungsführer wegen 
Beschäftigen des ausländischen Staatsangehörigen D.________ ohne Aufenthalts- und 
Arbeitsbewilligung, begangen in H.________, in der Zeit vom 11. April 2018 bis zum 14. April 2018 
verurteilt. Der Berufungsführer hat gegen den Strafbefehl keine Einsprache erhoben. Ihm war oder 
ihm musste zumindest bekannt sein, dass D.________ über keine Aufenthalts- und 
Arbeitsbewilligung verfügte. Mithin war D.________ bereits im Frühling 2018 ohne Aufenthalts- 
und Arbeitsbewilligung für den Berufungsführer tätig, was bei der Beurteilung der beiden in den 
Jahren 2019 und 2020 zugetragenen Sachverhalte – ebenfalls Beschäftigen von D.________ 
ohne Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung – von Bedeutung ist.

3.1.5. Zum Sachverhalt gemäss Zusatzanklage vom 29. Oktober 2021

3.1.5.1. Der Berufungsführer anerkennt ausdrücklich, dass am 26. Juli 2020, bei der Kontrolle des 
Mobiltelefons von D.________, WhatsApp-Konversationen betreffend verschiedenen Arbeiten, 
datierend zwischen Juni und Juli 2020, mit dem Berufungsführer gefunden wurden. Es ist daher 
erstellt, dass der Berufungsführer im fraglichen Zeitpunkt mit D.________ in Kontakt stand und sie 
sich über von D.________ ausgeführten Arbeiten unterhielten respektive sich über auszuführende 
Arbeiten austauschten.

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3.1.5.2. Der Berufungsführer bestreitet die Schlussfolgerungen der Polizeirichterin aus den 
WhatsApp-Konversationen. Was er im Einzelnen vorbringt, vermag die überzeugende Begründung 
der Polizeirichterin im angefochtenen Urteil nicht zu erschüttern.

Die Polizeirichterin verweist in ihrer Begründung auf die WhatsApp-Konversation (act. 15/7, S. 4), 
gemäss welcher der Berufungsführer an einem Tag vor dem Donnerstag, 11. Juni 2020 
(Fronleichnam) gefragt hatte, ob er arbeiten kommen könne, was dieser bejaht hatte. In der Folge 
haben sie um 08.30 Uhr bei „I.________, qui fait les stores“ abgemacht. Zu dieser 
Beweiswürdigung äussert sich der Berufungsführer in seiner Berufungsschrift nicht, obwohl diese 
WhatsApp-Konversation zweifelsfrei aufzeigt, dass D.________ für den Berufungsführer arbeitete. 

Aus dem gleichen Beweisstück (act. 15/7, S. 4 und 5) ergibt sich, dass D.________ am Abend des 
11. Juni 2020 (Fronleichnam) erneut den Berufungsführer fragte, ob er am folgenden Tag, also am 
Freitag zur Arbeit erscheinen solle. Der Berufungsführer verneinte dies, sagte allerdings, er solle 
am Montag, also am 15. Juni 2020 wieder arbeiten. Am Dienstag, 16. Juni 2020 stellte 
D.________ dem Beschuldigten vier Fotoaufnahmen von sanitären Einrichtungen zu. Auch am 
29.  Juni und 13. Juli 2020 hat der Berufungsführer von D.________ Fotoaufnahmen von dessen 
Arbeitsort zugestellt erhalten. Der WhatsApp-Konversation vom 15. Juli 2020 ist zu entnehmen, 
dass es aus der Sicht des Berufungsführers wegen eines Fehlverhaltens von D.________ zu einer 
Unstimmigkeit gekommen ist. Dennoch haben die Parteien vereinbart, dass D.________ am 
nächsten Samstag wieder arbeitet. Allein diese WhatsApp-Konversationen weisen nach, dass 
D.________ im Juni und Juli 2020 für den Berufungsführer gearbeitet hat und dieser zu Recht 
wegen Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen 
eines Ausländers ohne Bewilligung, im Wiederholungsfall; Art. 117 Abs. 1 i.V.m. Art. 117 Abs. 2 
AlG), begangen im Juni 2020 verurteilt worden ist.

Ob der Einsatzort von D.________ nun in J.________ oder anderswo war, spielt für die 
Beurteilung des strafrechtlichen Vorwurfs keine Rolle. Entscheidend ist, dass aus den WhatsApp-
Konversationen klar und deutlich hervorgeht, dass D.________ für den Berufungsführer 
Sanitärarbeiten ausgeführt hat. Es ist nicht glaubwürdig, dass D.________ mit dem 
Berufungsführer korrespondiert und auch noch Fotoaufnahmen der geleisteten Arbeiten zustellt, 
wenn dieser, wie der Beschuldigte behauptet hat, im Auftrag einer Drittperson Arbeiten ausgeführt 
haben sollte.

Der Berufungsführer ist gelernter Sanitärinstallateur (act. 27/9) und Geschäftsführer der Firma 
F.________ GmbH, welche Sanitärarbeiten (act. 27/8) ausführt. D.________ ist, wie der 
Berufungsführer in einem früheren Verfahren selber erklärt hat, ebenfalls Sanitärinstallateur (Akten 
D 18 727, Einvernahmeprotokoll vom 14. April 2018, Seite 3). Es ist offensichtlich, dass 
D.________ Bilder der vom Berufungsführer in Auftrag gegebenen und von ihm ausgeführten 
Arbeiten zugestellt hat. Dieser hat entgegen der Behauptung des Berufungsführers nicht die Frage 
gestellt, ob er die Arbeiten auch so ausführen würde (act. 27/11). Die übermittelten 
Fotoaufnahmen dienten der Mitteilung, dass und welche Arbeiten ausgeführt wurden. Dafür 
brauchte es auch keine weiterführenden Erklärungen. 

Ob die Fotoaufnahmen vom Umbau der Liegenschaft des Bruders in G.________ stammen oder 
nicht, ändert an der Beurteilung ebenfalls nichts. Die Fotoaufnahmen wurden ohne ergänzende 
Kommentare zugestellt. Der Bruder des Berufungsführers war nicht in der Firma F.________ 
GmbH tätig und ist auch nicht gelernter Sanitärinstallateur (act. 27/5). Wie der Berufungsführer 
selber aussagte, hat seine Firma F.________ GmbH mitunter auch die Heizungs- und 

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Sanitärarbeiten beim Umbau des Einfamilienhauses des Bruders in G.________ ausgeführt (act. 
27/11). Sofern also die Fotoaufnahmen in der Liegenschaft des Bruders entstanden sind und 
kommentarlos zugestellt wurden, ändert dies nichts an der Sachverhaltsfeststellung, dass 
D.________ für den Berufungsführer tätig gewesen ist und von diesem Anweisungen für 
auszuführenden Arbeiten erhalten hat. Ob D.________ zusätzlich für den Bruder des 
Berufungsführers auch für „grosse Sachen, wie Spitzarbeiten“ beauftragt worden ist, kann 
offengelassen werden, zumal auf den Fotoaufnahmen im entferntesten Sinne Spitzarbeiten zu 
erkennen sind (act. 15/7). Es ist überdies aus zeitlichen Gründen völlig unglaubwürdig, wenn der 
Beschuldigte behauptet, Ende Juli 2020 D.________ während insgesamt 12 Tagen in seinem 
Haus in G.________ für grobe Spitzarbeiten beauftragt zu haben, die vier Wohnungen aber bereits 
Ende August fertiggestellt worden waren (act. 27/5 und 6).

3.1.5.3. Die Ausführungen des Berufungsführers erweisen sich als Schutzbehauptungen und 
lassen keine Zweifel an der überzeugenden Sachverhaltsfeststellung durch die Polizeirichterin 
aufkommen. Die WhatsApp-Konversation ist aussagekräftig genug, um zweifelsfrei feststellen zu 
können, dass D.________ im Juni und Juli 2020 für den Berufungsführer tätig war. Dieser war 
gehalten, die Aufenthaltspapiere sorgfältig zu kontrollieren, zumal er aus einer im Jahre 2018 
erfolgten Verurteilung Kenntnis davon hatte, dass sich D.________ illegal in der Schweiz 
aufgehalten hatte.

3.1.6. Zum Sachverhalt gemäss Strafbefehl vom 9. Dezember 2020

3.1.6.1. Der Berufungsführer ankerkennt wiederum ausdrücklich, dass D.________ am 
4. November 2019 am Steuer des Fahrzeugs VW T5, FR kkk, von der L.________ in Richtung 
G.________ unterwegs war und von der Polizei kontrolliert wurde. Anerkannt wird ebenfalls, dass 
das Fahrzeug FR kkk auf die Firma F.________ GmbH zugelassen war, deren einziger 
Gesellschafter der Berufungsführer ist.

3.1.6.2. Der Berufungsführer bestreitet die Schlussfolgerungen der Polizeirichterin, wonach 
D.________ an diesem Tag für ihn tätig gewesen sei. Seine dagegen vorgetragene Argumentation 
vermag jedoch nicht zu überzeugen. 

3.1.6.3. Bei der ersten Einvernahme am 11. November 2019 hat der Berufungsführer ausgesagt, 
sein Bruder C.________ habe D.________ das Fahrzeug ausgeliehen, was er erst am Abend 
erfahren habe. D.________ habe ein Bett transportieren wollen (act. 2016). Anlässlich seiner 
Einvernahme vor der Polizeirichterin hat C.________ als Zeuge ausgesagt (act. 27/6), D.________ 
habe ihn am Abend zuvor kontaktiert und gefragt, ob er ihm am nächsten Tag ein Auto zur 
Verfügung stellen könne, da er ein Bett („etwas Grosses“) vom Conforama nach L.________ an 
seinen Wohnort transportieren wolle. Die Idee sei gewesen, das Auto nach 2 Stunden wieder 
zurückzubringen. Seiner Aussage zufolge hätte das Auto um 09.00 bis 10.00 Uhr zurückgebracht 
werden müssen. Der Zeuge C.________ sagte aber auch aus, er habe keinen Bezug zur Firma 
F.________ GmbH und ihm sei nichts bekannt über die Arbeitsorganisation dieser Firma. Der 
Berufungsführer erklärte bei seiner Einvernahme vor der Polizeirichterin, dass sich im Fahrzeug 
VW T5 Material und Werkzeug befinde, wobei das Material jeweils ausgeladen werde, nicht aber 
das Werkzeug. Er benutze dieses Fahrzeug jeden Tag. D.________ habe er gut gekannt, 
zeitweise habe er ihn im 2 Wochen Rhythmus zu einem Kaffee getroffen (act. 27/9). 

3.1.6.4. Die Aussagen des Zeugen C.________ sind aus verschiedenen Gründen unglaubwürdig 
und erweisen sich als Schutzbehauptungen zugunsten seines Bruders. D.________ kennt sowohl 
den Berufungsführer als auch dessen Bruder C.________ gut. Letzterer ist nicht für die Firma 

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F.________ GmbH tätig und verfügt selber nur über einen Personenwagen und nicht über ein 
grösseres Fahrzeug wie einen VW T5. Dieses Fahrzeug ist unbestrittenermassen auf die Firma 
F.________ GmbH zugelassen. Es handelt sich um ein Einsatzfahrzeug, das mit den notwendigen 
Werkzeugen ausgestattet ist, um Spengler- und Sanitärarbeiten ausführen zu können. Es ist vor 
diesem Hintergrund nicht zu beanstanden, wenn die Polizeirichterin ausführt, die Aussage sei 
schon deshalb unglaubwürdig, weil D.________ nicht den Berufungsführer, sondern den Zeugen 
C.________ für ein Fahrzeug angefragt haben soll. Darüber hinaus ist es ebenso unglaubwürdig, 
wenn C.________, der über keine Kenntnisse über die Arbeitsorganisation der Firma F.________ 
GmbH verfügt, behauptet, er habe D.________ den Schlüssel zum VW T5 an einem Werktag 
übergeben dürfen, obwohl die Mitarbeiter der F.________ GmbH dieses Einsatzfahrzeug an 
Werktagen selber benötigen.

Weiter ist nicht zu beanstanden, wenn die Polizeirichterin die Aussage des Polizeibeamten, 
D.________ habe Arbeitskleider getragen, als glaubwürdig eingeschätzt hat. Immerhin wurde 
dieser vom Polizeibeamten angehalten und nach M.________ überführt. Der gleiche 
Polizeibeamte hat anschliessend die Einvernahme durchgeführt, welche rund eine Stunde dauerte 
(act. 2003). Eine halbe Stunde später hat der Beamte D.________ in das Zentralgefängnis 
überführt. Letzterer hat überdies die Aussage verweigert. Es ist unter diesen Umständen absolut 
nachvollziehbar, dass sich der Polizeibeamte an die von D.________ getragenen Arbeitskleider 
erinnern konnte, nicht aber die Frage beantworten konnte, ob sich Gegenstände im Fahrzeug 
befanden.

Wie die Polizeirichterin zu Recht festhält, wäre es zudem nicht möglich gewesen, das Fahrzeug 
spätestens um 10.00 Uhr zurück nach G.________ zu bringen. Das Geschäft Conforama in 
M.________ öffnet am Morgen erst um 09.00 Uhr. Er konnte daher mit dem aufgeladenen Bett 
frühestens um 09.30 Uhr in Richtung L.________ losfahren. Zudem war D.________ mit dem VW 
T5 auf der L.________ in Richtung G.________ unterwegs, als er von der Polizei angehalten 
wurde (act. 2001). Er entfernte sich von der N.________ und befand sich mithin nicht auf der Fahrt 
zurück an den Sitz der F.________ GmbH.

Es kann auch ausgeschlossen werden, dass D.________ nicht aufgefallen sein soll, dass es sich 
beim Fahrzeug VW T5 um ein Fahrzeug der F.________ GmbH handeln sollte, zumal sich in 
diesem Fahrzeug Werkzeuge für Spengler- und Sanitärarbeiten befanden, er bereits ein Jahr 
zuvor für diese Firma tätig war und er das Fahrzeug am Sitz dieser Gesellschaft übernommen 
hatte.

Da D.________ bei seiner Befragung die Aussage verweigerte und sich die Aussagen des 
Berufungsführers sowie des Zeugen C.________ als Schutzbehauptungen erwiesen, muss davon 
ausgegangen werden, dass D.________ am Morgen des 4. November 2019 nicht den ersten 
Arbeitseinsatz hatte. Wie viele Einsätze er für den Berufungsführer leistete und wann die Einsätze 
angefangen haben, bleibt indes ungeklärt. Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, 
wenn der Berufungsführer verurteilt wurde, D.________ ab einem unbekannten Datum bis zum 
4.  November 2019 beschäftigt zu haben.

3.1.6.5. Angesichts der Feststellungen der Polizeibeamten (mit Einsatzfahrzeug VW T5 der Firma 
F.________ GmbH unterwegs, Arbeitskleider), der Aussagen der beteiligten Personen und der im 
Jahre 2018 ausgesprochenen Vorstrafe besteht kein Zweifel daran, dass D.________ am 
4. November 2019 im Auftrag des Berufungsführers unterwegs war und für diesen Arbeiten 
erledigte. Selbst die Vorstrafe aus dem Jahre 2018 und der erneute Strafbefehl haben den 

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Berufungsführer nicht davon abgehalten, D.________ auch im Sommer 2020 zu beschäftigen. 
Obwohl der Berufungsführer wusste, dass sich D.________ im Jahre 2018 illegal in der Schweiz 
aufhielt und er regelmässigen Kontakt mit ihm pflegte (zeitweise alle 2 Wochen), musste der 
Berufungsführer davon ausgehen, dass er sich weiterhin illegal in der Schweiz aufhält, ansonsten 
ihm D.________ von sich aus die Bewilligungen vorgelegt hätte.

3.1.7. Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass der Berufungsführer wegen 
Vergehen gegen das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines 
Ausländers ohne Bewilligung, im Wiederholungsfall; Art. 117 Abs. 1 i.V.m. Art. 117 Abs. 2 AlG), 
begangen in der Zeit von einem unbekannten Datum bis zum 4. November 2019 und zwischen 
Juni 2020 und Juli 2020 verurteilt wurde.

3.2. Sodann stellt sich die Frage des Widerrufs des mit Strafbefehl vom 14. Dezember 2018 
gewährten bedingten Teils der Strafe. Der Berufungsführer rügt den Widerruf der bedingten 
Geldstrafe durch die Polizeirichterin dahingehend, diese habe keine Beurteilung der Prognose 
hinsichtlich der Verübung zukünftiger Straftaten vorgenommen habe. 

3.2.1. Nach der seit dem 1. Januar 2018 in Kraft stehenden Fassung von Art. 46 Abs. 1 StGB 
widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe, wenn der Verurteilte 
während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er 
weitere Straftaten verüben wird. Sind die widerrufene und die neue Strafe gleicher Art, so bildet es 
in sinngemässer Anwendung von Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe. Ist nicht zu erwarten, dass der 
Verurteilte weitere Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf (Art. 46 
Abs. 2 StGB). Der neue Art. 46 StGB ist in jedem Fall als milderes Recht anwendbar, da mithin 
eine gewisse Privilegierung des Probezeittäters einhergeht (vgl. BGE 145 IV 146 E. 2.4.1). 

Eine bedingte Strafe oder der bedingte Teil einer Strafe ist nur zu widerrufen, wenn von einer 
negativen Einschätzung der Bewährungsaussichten auszugehen ist, d.h. aufgrund der erneuten 
Straffälligkeit eine eigentliche Schlechtprognose besteht. Die Prüfung der Bewährungsaussichten 
des Täters ist anhand einer Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände vorzunehmen (Urteil 
BGer 6B_677/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 1.1.1). In die Beurteilung sind neben den 
Tatumständen auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen 
miteinzubeziehen, die gültige Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner 
Bewährung zulassen. Relevante Faktoren sind etwa strafrechtliche Vorbelastung, Sozialisations-
biographie und Arbeitsverhalten, soziale Bindungen, Hinweise auf Suchtgefährdungen usw. Dabei 
sind die persönlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt des Entscheids miteinzubeziehen. Wie bei 
der Strafzumessung müssen die Gründe im Urteil so wiedergegeben werden, dass sich die richtige 
Anwendung des Bundesrechts überprüfen lässt (Urteil BGer 6B_668/2019 vom 21. Oktober 2019 
E. 2.1). In die Beurteilung der Bewährungsaussichten ist auch miteinzubeziehen, ob die neue 
Strafe bedingt oder unbedingt ausgesprochen wird. Der Richter kann zum Schluss kommen, dass 
vom Widerruf des bedingten Vollzugs für die frühere Strafe abgesehen werden kann, wenn die 
neue Strafe vollzogen wird. Auch das Umgekehrte ist zulässig: Wenn die frühere Strafe widerrufen 
wird, kann unter Berücksichtigung ihres nachträglichen Vollzugs eine Schlechtprognose für die 
neue Strafe im Sinne von Art. 42 Abs. 1 StGB verneint und diese folglich bedingt ausgesprochen 
werden (Urteil BGer 6B_677/2019 vom 12. Dezember 2019 E. 1.1.1). Dem Sachgericht steht bei 
der Beurteilung der Legalprognose ein Ermessensspielraum zu (Urteil BGer 6B_677/2019 vom 
12.  Dezember 2019 E. 1.1.2).

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3.2.2. Aus dem aktuellen Strafregisterauszug des Berufungsführers geht hervor, dass er 
mehrfach vorbestraft ist. Ins Gewicht fallen insbesondere die Vorstrafen aus den Jahren 2015 und 
2018. In beiden Fällen wurde der Berufungsführer wegen Vergehen gegen das Bundesgesetz über 
die Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung) rechtskräftig 
verurteilt. In beiden Urteilen wurde eine Geldstrafe ausgesprochen, bedingt vollziehbar mit einer 
Probezeit von zwei, respektive drei Jahren. 

Im vorliegenden Fall endete die Probezeit von drei Jahren aus der Verurteilung vom 14. Dezember 
2018 am 14. Dezember 2021. Es muss somit festgestellt werden, dass der Berufungsführer die zu 
beurteilenden Delikte in der Probezeit beging und die Widerrufsfrist nach Art. 46 Abs. 5 StGB noch 
nicht abgelaufen ist. Ein Widerruf ist grundsätzlich möglich. Beim Berufungsführer handelt es sich 
somit um einen Probezeittäter, welcher während der Probezeit erneut straffällig geworden ist. Er ist 
einschlägig vorbestraft und wurde zudem wegen weiteren strafbaren Handlungen verurteilt. Die 
neu vorgeworfenen Straftaten decken sich mit den Verurteilungen aus den Jahren 2015 und 2018. 
Im November 2019 und Sommer 2020 hat er D.________ erneut beschäftigt, obwohl er bereits im 
April 2018 für die Beschäftigung des nämlichen Mitarbeiters verurteilt worden war. Hinzu kommt, 
dass er sogar während des laufenden Verfahrens D.________ erneut beschäftigt hat, weshalb es 
auch zu einer Zusatzanklage kam. Wie die Polizeirichterin zu Recht festhält, scheinen die bedingt 
ausgesprochenen Vorstrafen den Berufungsführer nicht beeindruckt zu haben. Dies belegt eine 
persistierende Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit. Die Prognose ist ausgesprochen schlecht und 
es liegen keine besonderen Umstände vor, die ein Absehen von einem Widerruf rechtfertigen 
würden. Unter diesen Umständen sind die Voraussetzungen für den Widerruf erfüllt, weshalb die 
dem Berufungsführer mit Strafbefehl vom 14. Dezember 2018 der Staatsanwaltschaft des 
Kantonsgerichts Freiburg gewährte bedingte Geldstrafe zu widerrufen ist.

3.3. Bei Widerruf des bedingten Strafvollzugs hat das Gericht nunmehr mit der widerrufenen 
und der neuen Strafe eine Gesamtstrafe zu bilden. Die Gesamtstrafenbildung setzt voraus, dass 
die widerrufene und die neue Strafe gleichartig sind. Bei der Bildung der Gesamtstrafe ist die neue 
Strafe als "Einsatzstrafe" in sinngemässer Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 StGB) 
durch die widerrufene Strafe zu erhöhen (vgl. BGE 145 IV 146 E. 2.1. bis 2.4.1). 

Der Berufungsführer äussert sich in seiner Berufung nicht zur Gesamtstrafenbildung durch die 
Vorrichterin. Er bringt lediglich vor, dass das von der Vorinstanz vorgebrachte Motiv für die Taten 
eine blosse Behauptung darstellen und sich nicht aus den Akten ergeben würde. Zudem werde 
dem Berufungsführer eine schlechte Kooperation im Strafverfahren vorgewogen, ohne darzulegen, 
worin diese besteht und wie diese straferhöhend berücksichtig werde. Es sei auch unklar, wie die 
persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten gewürdigt worden seien. Er sei dazu auch nie befragt 
worden. 

Die Polizeirichterin erachtet für die mit dem angefochtenen Urteil zu beurteilenden Straftaten aus 
den Jahren 2019 und 2020 eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen als dem Verschulden ange-
messen. Unter Einbezug der widerrufenen Geldstrafe von 40 Tagessätzen wurde die Gesamtstrafe 
auf 100 Tagessätze festgesetzt.

3.4. Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschulden des 
Täters zu. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der 
Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB 
dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des 
betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zielen 

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des Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Um-
ständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Nach Art. 50 StGB hat 
das Gericht die für die Zumessung der Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung 
festzuhalten. 

Ausgehend von der objektiven Tatschwere hat der Richter das Verschulden zu bewerten. Er hat im 
Urteil darzutun, welche verschuldensmindernden und welche verschuldenserhöhenden Gründe im 
konkreten Fall gegeben sind, um so zu einer Gesamteinschätzung des Tatverschuldens zu 
gelangen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.5). Weiter zu berücksichtigen sind das Ausmass des ver-
schuldeten Erfolges, die Art und Weise der Herbeiführung dieses Erfolges (Deliktsbetrag, 
Gefährdung/Risiko, Sachschaden etc.), die Willensrichtung, mit der der Täter gehandelt hat, das 
Mass an Entscheidungsfreiheit beim Täter sowie die sogenannte Intensität des deliktischen 
Willens. Neben den objektiven und subjektiven Tatumständen (Tatkomponente), wobei dem 
subjektiven Tatverschulden eine entscheidende Rolle zukommt (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4), sind 
auch täterbezogene Umstände (Täterkomponente) zu berücksichtigen, die mit der konkreten 
Straftat nicht im unmittelbaren Tatzusammenhang stehen (vgl. Urteil BGer 6B_1211/2015 vom 
10. November 2016 E. 1.3.3). Im Rahmen der Täterkomponente sind das Vorleben, die 
persönlichen Verhältnisse des Angeklagten sowie die Beweggründe und Ziele des Täters zu 
berücksichtigen. Zum Vorleben gehören die Lebensgeschichte des Täters zur Tatzeit, seine 
Herkunft, die Familienverhältnisse, die Erziehung, die Ausbildung und seine Haltung gegenüber 
Gesetzen.

Ist ein Urteil zu begründen, so hält das Gericht in der Begründung auch die für die Zumessung der 
Strafe erheblichen Umstände und deren Gewichtung fest (Art. 50 StGB). Der Richter muss die 
Überlegungen, die er bei der Bemessung der Strafe vorgenommen hat, in den Grundzügen 
wiedergeben, sodass die Strafzumessung nachvollziehbar ist (vgl. BGE 141 IV 244 E. 1.2.2). 
Besonders hohe Anforderungen an die Begründung der Strafzumessung werden unter anderem 
gestellt, wenn die ausgesprochene Strafe ungewöhnlich hoch oder auffallend milde ist (vgl. BGE 
134 IV 17 E. 2.1).

Das objektive Tatverschulden des Beschuldigten kann nicht mehr als leicht bezeichnet werden, hat 
er doch D.________ mehrfach in seinem Betrieb beschäftigt, ohne über die notwendigen Be-
willigungen zu verfügen. Dies, obwohl er aus früheren Verurteilungen wusste, dass letzterer über 
keine Bewilligungen verfügte. Noch während des laufenden Strafverfahrens musste im Sommer 
2020 erneut festgestellt werden, dass er D.________ wiederum illegal beschäftigt hatte. 

Bei der subjektiven Tatschwere ist zu gewichten, dass der Beschuldigte direktvorsätzlich gehandelt 
hat. Wie die Polizeirichterin festgehalten hat, handelte der Berufungsführer als Geschäftsführer 
und Inhaber der F.________ GmbH aus Eigennutz und egoistischer Gewinnsucht. Mit der illegalen 
Anstellung ausländischer Arbeitskräfte umgeht er nicht nur die dem Schutz der Arbeitnehmer 
dienenden Bestimmungen im Arbeitsgesetz und dem Gesamtarbeitsvertrag in der Schweizer-
ischen Gebäudetechnikbranche, sondern er umgeht auch seine Pflichten als Arbeitgeber im 
Bereich der Sozialversicherungen wie dem AHVG, dem IVG, dem UVG, dem BVG und dem AVIG. 
Er hätte sich ohne weiteres gesetzeskonform verhalten können.

Im Sinne eines Zwischenfazits ist folglich festzustellen, dass die objektive und die subjektive 
Tatschwere nicht leicht wiegen und eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen rechtfertigen.

Was die Täterkomponente anbelangt, so ist festzuhalten, dass der Berufungsführer am 
A.________ 1988 im K.________ geboren wurde, Staatsangehöriger von K.________ und von 

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Beruf Sanitärinstallateur ist. Er ist verheiratet mit O.________ und ist Vater von zwei kleinen 
Mädchen. Das Ehepaar ist in G.________ wohnhaft. Er erzielt ein Nettolohn von CHF 9‘000.00 pro 
Monat und Mieterträge von CHF 9‘300.00 pro Monat. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der 
F.________ GmbH mit Sitz in G.________. Er besitzt Privatkapitalien und mehrere Liegenschaften 
(act. 15/4). Dem Strafregisterauszug lässt sich entnehmen, dass er mit zwei Vorstrafen im 
Strafregister verzeichnet ist. Es ging bei beiden Verurteilungen wegen Beschäftigung von 
Ausländerinnen und Ausländern ohne Bewilligung (Art. 117 Abs. 1 AuG und 117 Abs. 2 AIG). 
Letztere Verurteilung erfolgte, weil er im April 2018 D.________ illegal beschäftigt hatte. Die 
einschlägigen Vorstrafen und das Verhalten des Berufungsführers deuten ganz klar auf gewisse 
Unbelehrbarkeit und Uneinsichtigkeit hin. Die Täterkomponente muss insgesamt straferhöhend 
berücksichtigt werden.

Strafmilderungsgründe im Sinne von Art. 48 StGB sind keine zu erkennen und werden in der 
Berufungsschrift auch nicht geltend gemacht

Unter Berücksichtigung aller Strafzumessungsgründe scheint eine Geldstrafe von 80 Tagessätzen 
als tat- und schuldangemessen.

3.5. Wie bereits gesehen (vgl. E. 3.3 supra) ist mit der widerrufenen Strafe eine Gesamtstrafe 
zu bilden. Bei der Bildung dieser Gesamtstrafe ist die neue Strafe als "Einsatzstrafe" in 
sinngemässer Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 StGB) durch die widerrufene Strafe zu 
erhöhen (vgl. BGE 145 IV 146 E. 2.1. bis 2.4.1). 

Angesichts der Einsatzstrafe von 80 Tagessätzen und der widerrufenen Strafe von 40 Tages-
sätzen ist die Festsetzung der Gesamtstrafe durch die Polizeirichterin auf eine Geldstrafe von 
100 Tagessätzen nicht zu beanstanden. Der Berufungsführer hat diese denn auch nicht 
ausdrücklich kritisiert. 

3.6. Der Berufungsführer bestreitet die Festsetzung des Tagessatzes auf CHF 240.-. Die 
Berechnung der Vorinstanz sei unklar und lasse sich nicht konkret nachvollziehen. 

3.6.1. Die Geldstrafe wird in Tagessätzen berechnet. Ein Tagessatz beträgt in der Regel 
mindestens CHF 30.- und höchstens CHF 3'000.-. Das Gericht bestimmt seine Höhe nach den 
persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, namentlich 
nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Familien- und Unterstützungs-
pflichten sowie nach dem Existenzminimum (Art. 34 Abs. 1 und 2 StGB)

3.6.2. Entgegen den Angaben des Berufungsführers wurde er zu den finanziellen Verhältnissen 
befragt, verweigerte aber diesbezüglich die Aussage bei der Polizei (act. 15/11). Bei der 
Einvernahme bei der Polizeirichterin gab er an, dass er im Jahre 2019 einen Nettolohn von 
CHF  9‘000.00 pro Monat und Mieterträge von CHF 9‘300.00 pro Monat erzielt habe. Im Jahr 2020 
sei es noch mehr gewesen. Diese Angaben decken sich auch mit der Steuerveranlagung 2019, 
welche von Amtes wegen beigezogen wurde (act. 27/2, 30). Demnach ist von einem 
Nettoeinkommen aus Arbeitserwerb und Mieterträgen von CHF 18‘300.00 pro Monat auszugehen. 
Der Berufungsführer ist verheiratet und Vater von zwei minderjährigen Töchtern. Seine Ehefrau ist 
nicht erwerbstätig. Wird der Maximalabzug (30%) für die Steuern und die Krankenkasse für den 
Beschuldigten sowie die üblichen Unterhaltsabzüge für die Ehefrau und die Kinder eingesetzt, so 
ergibt sich ein Tagessatz von knapp über CHF 240.00 (vgl. beiliegendes Berechnungsblatt). Der 
von der Polizeirichterin festgesetzte Tagesansatz von CHF 240.00 ist mithin nicht zu beanstanden.

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3.7. Vor diesem Hintergrund ist die Berufung gegen das Urteil der Polizeirichterin vom 
21. Januar 2022 vollumfänglich abzuweisen.

4.

Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 1 
StPO). Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-
gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen 
Entscheid, so befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 
428 Abs. 3 StPO). Vorliegend wurde die Berufung abgewiesen.

Der Beschuldigte wurde verurteilt, weshalb von einer neuen Verlegung der erstinstanzlichen Ver-
fahrenskosten abzusehen ist. 

Dem Ausgang des Berufungsverfahrens entsprechend werden die Kosten des Berufungs-
verfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 1'000.- (Art. 43 und 44 des 
Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]) und den pauschal festgesetzten 
Auslagen von CHF 100.- (Art. 35 JR), dem Beschuldigten auferlegt. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine Entschädigung nach Art. 429 
StPO. 

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen.

Das Urteil der Polizeirichterin des Sensebezirks vom 21. Januar 2022 wird bestätigt, dieses 
lautet wie folgt:

1. A.________ wird verurteilt wegen Vergehen gegen das Bundesgesetz über die 
Ausländerinnen und Ausländer (Beschäftigen eines Ausländers ohne Bewilligung, im 
Wiederholungsfall; Art. 117 Abs. 1 i. V. m. 117 Abs. 2 AIG), begangen in der Zeit von einem 
unbekannten Datum bis am 4. November 2019 und zwischen Juni 2020 und Juli 2020.

2. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 14. Dezember 2018 
bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 40 Tagessätzen wird widerrufen (Art. 46 Abs. 1 
StGB).

3. Die Strafe wird, unter Einbezug der in Ziffer 2 widerrufenen Geldstrafe, auf eine unbedingte 
Geldstrafe (Gesamtstrafe) von 100 Tagessätzen zu jeweils CHF 240.00 festgesetzt (Art. 
34, 46 Abs. 1, 47, 49 StGB).

4. Auf schriftliche Anfrage innerhalb von 30 Tagen an die Polizeirichterin kann der Verurteilte 
beantragen, den Vollzug der Strafe (die Bezahlung der Geldstrafe) in Form von 
gemeinnütziger Arbeit zu leisten (ausmachend 400 Stunden). Die Verfahrenskosten 
können nicht durch das Leisten von gemeinnütziger Arbeit bezahlt werden. Die 
Vollzugsmodalitäten werden zu einem späteren Zeitpunkt vom Amt für Justizvollzug und 
Bewährungshilfe festgelegt (Art. 79a Abs. 1 lit. c StGB).

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5. Wird die Geldstrafe nicht fristgemäss bezahlt und ist sie auf dem Betreibungsweg 
uneinbringlich, tritt an ihre Stelle eine Freiheitsstrafe von 100 Tagen (Art. 36 Abs. 1 StGB).

6. Es wird keine Entschädigung nach Art. 429 StPO gesprochen.

7. Die Kosten des Verfahrens von CHF 800.00 (Gebühr CHF 600.00, Auslagen CHF 200.00) 
werden A.________ auferlegt (Art. 426 Abs. 1 StPO).

II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf insgesamt CHF 1'100.- (Gerichtsgebühr 
von CHF 1'000.- und Auslagen von CHF 100.-) festgesetzt und A.________ auferlegt. 

III. Es wird keine Entschädigung nach Art. 429 StPO zugesprochen.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvor-
aussetzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen.

Freiburg, 19. Dezember 2022/hma

Der Vizepräsident: Der Gerichtsschreiber: