# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0d016f42-cca6-518f-80f1-8227962e83ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-02-16
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 16.02.2012 D-7095/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7095-2009_2012-02-16.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­7095/2009
law/rep

U r t e i l   v om   1 6 .   F e b r u a r   2 0 1 2

Besetzung Richter Walter Lang (Vorsitz),
Richter Hans Schürch, Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

Parteien A._______, geboren am (…),
Afghanistan,
vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther, Rechtsanwalt,
(…),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 13. Oktober 2009 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 
A.a Der Beschwerdeführer reiste am 24. April 2008 illegal in die Schweiz 
ein, wo er am selben Tag um Asyl nachsuchte. Am 16. Mai 2008 erhob 
das  BFM  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ)  Chiasso  seine 
Personalien und befragte ihn zu seinem Reiseweg sowie – summarisch – 
zu  seinen  Ausreisegründen.  Mit  Zwischenverfügung  vom  21. Mai  2008 
wies  ihn das Bundesamt  für  die Dauer  des Asylverfahrens dem Kanton 
B._______  zu.  Am  30. März  2009  hörte  ihn  das  BFM  in  Bern­Wabern 
einlässlich zu seinen Asylgründen an.

A.b Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer 
– eigenen Angabe zufolge ein aus der  (am 28. März 2004 gegründeten, 
als  Teil  aus  der  Provinz  C._______  hervorgegangenen)  Provinz 
D._______ stammender ethnischer Hazara – im Wesentlichen geltend, er 
habe  seine  Heimat  im  Alter  von  neun  Jahren  gemeinsam  mit  seinen 
Eltern verlassen und sei mit ihnen in den Iran gezogen. Sie hätten in der 
Ortschaft  E._______  in  Teheran  gelebt,  wo  er  die  Grundschule  bis  zur 
fünften  Klasse  besucht  habe.  In  Teheran  habe  er  sich  im  Alter  von  17 
oder  18  Jahren  in  ein Mädchen  verliebt,  das  entfernt mit  ihm  verwandt 
gewesen  sei.  In  der  Folge  habe  er  mit  ihr  geheim  ein  Liebesverhältnis 
unterhalten.  Ungefähr  im  Jahr  2005  hätten  sie  sich  zur  gemeinsamen 
Flucht entschlossen, da seine Geliebte inzwischen einem anderen Manne 
versprochen  worden  sei.  Ihre  gemeinsame  Flucht  sei  indessen 
missglückt,  nachdem  Verwandte  seiner  Freundin  diese  im  Hause  von 
Freunden,  wo  er  sie  kurzzeitig  zurückgelassen  habe,  entdeckt, 
mitgenommen und unverzüglich dem für sie bestimmten Mann übergeben 
hätten.  In  der  Folge  habe  er  ein  Jahr  lang  in  Teheran  gelebt  und  auf 
verschiedenen  Baustellen  gearbeitet.  Anschliessend  sei  er  zu  seinen 
Eltern  zurückgegangen. Bereits  zwei  Tage  später  hätten  ihn Verwandte 
seiner  früheren  Freundin  beziehungsweise  deren  Ehemannes  mit 
Stöcken  und  Messern  attackiert.  Es  sei  nur  der  Anwesenheit  von 
Nachbarn zu verdanken gewesen, dass nichts Schlimmeres passiert sei. 
Daraufhin  habe  er  sich  aus  Angst  vor  weiteren  Vergeltungshandlungen 
nach Afghanistan begeben, wo er etwa zwei Monate lang in einem Hotel 
in  Herat  gelebt  und  einmal  auch  seinen  dort  lebenden  Onkel 
mütterlicherseits und dessen Familie besucht habe. Auch in Herat hätten 
ihn  jedoch Verwandte seiner Freundin und  ihres Ehemannes aufgespürt 
und  bedroht,  weshalb  er  sich  erneut  zur  Rückkehr  in  den  Iran 
entschlossen  habe, wo  er  fortan  in  F._______  gelebt  und  als Elektriker 

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gearbeitet habe. Im März 2007 habe ihn einer seiner Verfolger an seinem 
Arbeitsplatz  mit  einer  zerbrochenen  Flasche  attackiert  und  dabei  am 
rechten  Arm  verletzt.  Er  sei  damals  nur  deswegen  mit  dem  Leben 
davongekommen, weil sein Arbeitgeber damals zugegen gewesen sei. Er 
sei  ins  Spital  gebracht  und  dort  operiert  worden.  Die  Versuche  seines 
Vaters, eine gütliche Einigung mit den verfeindeten Familien zu erreichen, 
seien  erfolglos  geblieben.  Schliesslich  sei  er  im  September  2007 
endgültig aus dem Iran ausgereist und nach längeren Aufenthalten in der 
Türkei und Griechenland am 24. April 2008 via unbekannte Länder in die 
Schweiz  gereist,  da  er  realisiert  habe,  dass  ihn  die Angehörigen  seiner 
früheren  Freundin  und  ihres  Ehemannes  sowohl  im  Iran  als  auch  in 
Afghanistan überall aufspüren würden.

A.c  Der  Beschwerdeführer  reichte  im  Rahmen  des  vorinstanzlichen 
Verfahrens  eine  am  5. Mai  2006  in  Kabul  ausgestellte  Tazkara 
(afghanische  Identitätskarte)  sowie  eine  Bestätigung  von  Dr. med. 
G._______  vom 9. März 2007 ein, wonach er wegen einer entzündeten 
Schnittwunde an der Hand und am Arm ambulant medizinisch behandelt 
worden  sei. Des Weiteren  reichte  er  eine  von Nachbarn  unterzeichnete 
und  undatierte  Zeugenbestätigung  ein,  wonach  er  vor  einem  Jahr  und 
acht  Monaten  vor  seinem  Wohnhaus  in  E._______  von  vier  Personen 
zusammengeschlagen worden sei, wobei die Täter nach dem Erscheinen 
von Nachbarn die Flucht ergriffen hätten.

B. 
Mit Verfügung  vom 13. Oktober  2009  –  eröffnet  am 14. Oktober  2009 – 
stellte  das  BFM  fest,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  dessen Asylgesuch  ab,  verfügte  die 
Wegweisung  aus  der  Schweiz  und  ordnete  deren  Vollzug  an.  Zur 
Begründung  hielt  das  BFM  fest,  die  Asylvorbringen  des 
Beschwerdeführers hielten den Anforderungen an das Glaubhaftmachen 
nicht  stand.  So  entbehre  es  unter  anderem  jeglicher  Logik,  dass  der 
Beschwerdeführer, nachdem er aufgrund der Nachstellungen seitens der 
Verwandtschaft seiner  früheren Freundin und deren Ehemannes  im  Iran 
nach Afghanistan geflohen sei, später erneut in den Iran zurückgeflüchtet 
sei.  Darüber  hinaus  lasse  auch  der  Umstand,  dass  er  trotz  des 
letztmaligen Übergriffs auf seine Person im April (recte: März) 2007 bis im 
September  2007  mit  seiner  endgültigen  Ausreise  aus  dem  Iran 
zugewartet  habe,  an  der  Glaubhaftigkeit  seiner  Gesamtvorbingen 
zweifeln. In Bezug auf den Vollzug der Wegweisung führte das BFM unter 
anderem an, die Situation in den nördlichen Provinzen Parwan, Baghlan, 

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Takhar,  Badakshan,  Balkh,  Sari  Pul  sowie  in  Kabul,  in  der  westlichen 
Provinz Herat und  in Bamiyan, der zentralen Provinz des Hazarajat,  sei 
gemäss  Einschätzung  des  BFM  weiterhin  als  grundsätzlich  sicher 
einzustufen,  weshalb  eine  Wegweisung  in  diese  Provinzen  somit 
weiterhin  als  grundsätzlich  sicher  einzustufen  beziehungsweise  ein 
Wegweisungsvollzug  in  diese  Provinzen  als  grundsätzlich  zumutbar  zu 
erachten  sei.  Darüber  hinaus  sei  festzuhalten,  dass  der 
Beschwerdeführer  gemäss  seinen Aussagen  über  einen Onkel  in Herat 
verfüge,  der  dort  ein  Lebensmittelgeschäft  führe.  In  Würdigung  aller 
Umstände erachte das Bundesamt deshalb den Vollzug der Wegweisung 
als zumutbar.

C. 
Mit Eingabe vom 13. November 2009 erhob der Beschwerdeführer gegen 
den  Entscheid  des  BFM  vom  13. Oktober  2009  beim 
Bundesverwaltungsgericht  mittels  seines  Rechtsvertreters  Beschwerde 
und  beantragte,  die  Verfügung  der  Vorinstanz  sei  vollumfänglich 
aufzuheben, es sei die Flüchtlingseigenschaft  festzustellen und ihm Asyl 
zu  gewähren.  Eventualiter  sei  die  Unzulässigkeit  oder  zumindest  die 
Unzumutbarkeit  des  Vollzugs  der  Wegweisung  festzustellen  und  die 
vorläufige  Aufnahme  anzuordnen.  In  verfahrensrechtlicher  Hinsicht 
beantragte der Beschwerdeführer, es sei eine Nachfrist von 30 Tagen für 
das Nachreichen von weiteren Beweismitteln anzusetzen. Ferner sei die 
unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und auf die Erhebung eines 
Kostenvorschusses zu verzichten.

D. 
Mit Begleitschreiben vom 25. November 2009 reichte der Rechtsvertreter 
eine  Sozialhilfeabhängigkeitsbestätigung  des  Fürsorgeamts  der 
politischen  Gemeinde  H._______  vom  23. November  2009  für  seinen 
Mandanten ein.

E. 
Mit  Instruktionsverfügung  vom  4. Dezember  2009  hielt  das 
Bundesverwaltungsgericht  fest,  der  Beschwerdeführer  dürfe  den 
Ausgang seines Verfahrens in der Schweiz abwarten. Im Weiteren hiess 
es  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im 
Sinne  von Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 172.021)  unter  Vorbehalt 
einer  nachträglichen  Veränderung  der  finanziellen  Verhältnisse  des 
Beschwerdeführers  gut  und  verzichtete  auf  die  Erhebung  eines 

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Kostenvorschusses.  Schliesslich  forderte  es  den  Beschwerdeführer  auf 
die von ihm in Aussicht gestellten Beweismittel innert 30 Tagen ab Erhalt 
dieser  Verfügung  einzureichen,  ansonsten  das  Verfahren  aufgrund  der 
Akten weitergeführt werde.

F. 
Mit  Eingabe  vom  6. Januar  2010  reichte  der  Rechtsvertreter  eine 
Fotografie  ein, worauf  sein  angeblich  in Herat  lebender Onkel mit  einer 
vom  28. Oktober  2009  datierenden  Ausgabe  der  Zeitung  I._______  in 
Händen  haltend  abgebildet  ist.  Gleichzeitig  reichte  der  Rechtsvertreter 
das  Original  der  besagten  Zeitungsausgabe  ein.  Ergänzend  hielt  der 
Rechtsvertreter  fest,  sollte  sein  Mandant  weitere  relevante  Unterlagen 
erhalten, werde er diese umgehend zu den Akten reichen.

G. 
Mit  Begleitschreiben  vom  16. Februar  2010  reichte  der  Rechtsvertreter 
zwei  medizinische  Atteste  bezüglich  J._______,  dem  Bruder  des 
Beschwerdeführers,  vom  11. November  beziehungsweise  vom 
12. November  2008  sowie  eine  Bestätigung  des  Kreisgerichts  von 
K._______  vom  13. Januar  2010  bezüglich  einer  vom  Bruder  gegen 
L._______  eingereichten  Strafklage  wegen  vorsätzlicher 
Körperverletzung,  Todesdrohung  und  ständiger  Störung  inklusive 
deutschen Übersetzungen zu den Akten.

H. 
Mit  Verfügung  vom  21. Juli  2011  lud  das  Bundesverwaltungsgericht  die 
Vorinstanz  zur  Einreichung  einer  Vernehmlassung  bis  zum  5. August 
2011 ein.

I. 
Das  BFM  beantragte  in  seiner  Vernehmlassung  vom  27. Juli  2011  die 
Abweisung  der  Beschwerde,  da  diese  keine  neuen  erheblichen 
Tatsachen  oder  Beweismittel  enthalte,  welche  eine  Änderung  seines 
Standpunktes rechtfertigen könnten. Ergänzend hielt die Vorinstanz fest, 
der Beschwerdeführer habe – wie bereits  im Asylentscheid erwähnt –  in 
Herat  ein  soziales  Beziehungsnetz.  So  befinde  sich  dort  ein  Onkel 
mütterlicherseits,  welcher  Anfang  2008  von  Griechenland  nach 
Afghanistan  zurückgeführt  worden  sei.  Zusätzlich  befinde  sich  in  Herat 
ein  weiterer  Onkel  mütterlicherseits,  der  im  Jahre  2006  vom  Iran  nach 
Afghanistan  zurückgekehrt  sei  und  den  der  Beschwerdeführer  während 
seines dortigen Aufenthalts auch besucht habe. Darüber hinaus weise die 

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Tatsache,  dass  er  problemlos  ein  Visum  für  den  Iran  und  für  Dubai 
erhalten  habe,  darauf  hin,  dass  er  offensichtlich  in  begüterten 
Verhältnissen gelebt habe.

J. 
Das  Bundesverwaltungsgericht  stellte  dem  Rechtsvertreter  die 
Vernehmlassung  des  BFM  vom  27. Juli  2011  am  4. August  2011  zur 
Kenntnisnahme  und  zur  allfälligen  Einreichung  einer  Replik  bis  am 
19. August 2011 zu.

K. 
Mit Eingabe vom 19. August 2011 reichte der Rechtsvertreter eine Replik 
ein. Darin  hielt  er  namentlich  fest,  in Herat  lebe bloss ein Onkel  seines 
Mandanten,  welcher  aber  seit  einem  Schlaganfall  körperlich  schwer 
behindert sei, in prekären finanziellen Verhältnissen lebe und überdies für 
seine Ehefrau und sieben Kinder aufkommen müsse. Dies sei auch der 
Grund, weshalb sein Mandant aktuell die Familie dieses Onkels finanziell 
unterstütze. Die Angabe des BFM, der Beschwerdeführer besitze in Herat 
zwei Onkel, gründe auf der irrigen Annahme, wonach einer der Onkel im 
Jahre  2008  aus Griechenland,  der  andere  dagegen  aus  dem  Iran  nach 
Afghanistan zurückgekehrt sei. Eine genaue Lektüre der entsprechenden 
Protokollstelle  ("Zio  materno,  espulso  quando  mi  trova  in  Grecia  inizio 
2008,  dall'  Iran  verso  l'Afghanistan,  si  trova  a  Herat.")  zeige  aber  auf, 
dass  eben  nicht  jener  Onkel,  sondern  er,  der  Beschwerdeführer,  sich 
anfangs  des  Jahres  2008  in  Griechenland  befunden  habe,  weshalb  es 
sich bei  dem von  ihm sowohl  bei  der Erst­  als auch der Zweitanhörung 
erwähnten Onkel um ein und dieselbe Person handle. Darüber hinaus sei 
vor  ungefähr  eineinhalb  Jahren  auch  der  im  Iran  lebende  Vater  des 
Beschwerdeführers verstorben, weshalb auch die engsten seiner im Iran 
lebenden  Verwandten  auf  seine  finanzielle  Unterstützung  aus  der 
Schweiz  angewiesen  seien.  So  besehen  könne  mitnichten  davon 
gesprochen  werden,  dass  sein  Mandant  in  Herat  auf  ein  tragfähiges 
familiäres Beziehungsnetz zurückgreifen könne.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

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1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 
Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet im Bereich des Asylrechts in der Regel – so auch vorliegend 
– endgültig,  (Art. 105  AsylG;  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.  Der  Beschwerdeführer  hat  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen,  ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt, 
hat ein schutzwürdiges  Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  und  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105  AsylG  i.V.m.  Art. 37  VGG  und  Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Auf  die 
frist­  und  formgerecht  (Art. 108  Abs.  1  AsylG;  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37  VGG  und  Art. 52  Abs. 1  VwVG)  eingereichte  Beschwerde  ist 
einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 
3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen psychischen Druck bewirken (vgl. Art. 3 AsylG).

3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 

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widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

4. 
4.1. Der Beschwerdeführer begründete sein Asylgesuch im Wesentlichen 
damit,  er  sei  anhaltenden  Vergeltungsmassnahmen  seitens  der 
Verwandtschaft  seiner  früheren  Freundin  und  ihres  Ehemannes 
ausgesetzt gewesen, weil er ein Liebesverhältnis zu ihr unterhalten habe.

4.2.  Unbesehen  der  Frage  der  Glaubhaftigkeit  dieser  Vorbringen  ist 
festzuhalten,  dass dem Beschwerdeführer  zweifellos bewusst war,  dass 
er  gegen  im  Iran  und  in  Afghanistan  verwurzelte  gesellschaftliche 
Wertvorstellungen  verstösst,  wenn  er  eine  aussereheliche 
Liebesbeziehung zu einer Frau unterhält, und er im Falle der Entdeckung 
dieses  Verhältnisses  ernsthafte  Probleme mit  der  Familie  der  Freundin 
und derjenigen ihres Verlobten beziehungsweise Ehemannes zu erwarten 
hätte. Den geltend gemachten Vergeltungsabsichten der Familien seiner 
früheren Freundin beziehungsweise ihres Ehemannes liegt indessen kein 
asylrechtlich  relevantes  Verfolgungsmotiv  im  Sinne  von  Art. 3  Abs. 1 
AsylG  zugrunde,  weshalb  er  aus  seinen  diesbezüglichen  Vorbringen  in 
Bezug auf die Anerkennung der Flüchtlingseigenschaft  nichts  zu seinen 
Gunsten ableiten  kann. Es erübrigt  sich daher,  auf  die Ausführungen  in 
der  Beschwerde  näher  einzugehen,  da  diese  lediglich  Aspekte  der 
Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen des Beschwerdeführers betreffen und 
deshalb nicht geeignet sind, im Hinblick auf die Flüchtlingseigenschaft zu 
einer von derjenigen des BFM abweichenden Beurteilung zu führen. Dem 
Beschwerdeführer gelingt es somit mit seinen Vorbringen nicht, eine asyl­ 
beziehungsweise  flüchtlingsrechtlich  erhebliche  Verfolgungsgefahr 
nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen. Das Bundesamt hat 
das Asylgesuch demnach im Ergebnis zu Recht abgelehnt.

5. 
5.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

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Abs. 1  AsylG;  BVGE  2008/34  E.  9.2  S. 510,  Entscheidungen  und 
Mitteilungen  der Schweizerischen Asylrekurskommission  [EMARK]  2001 
Nr. 21).

6. 
6.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

Gemäss ständiger Rechtsprechung sind die genannten drei Bedingungen 
für  einen  Verzicht  auf  den  Vollzug  der  Wegweisung  alternativer  Natur. 
Sobald  eine  davon  erfüllt  ist,  ist  der  Vollzug  als  undurchführbar  zu 
betrachten  und  die  weitere  Anwesenheit  der  betroffenen  Person  in  der 
Schweiz  gemäss  den  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  zu 
regeln.  Gegen  eine  allfällige  Aufhebung  dieser  vorläufigen  Aufnahme 
steht dem weggewiesenen Asylsuchenden wiederum die Beschwerde an 
das Bundesverwaltungsgericht  offen  (Art. 112 AuG  i.V.m. Art. 84 Abs. 2 
AuG).  In diesem Verfahren wäre dann der Vollzug der Wegweisung vor 
dem Hintergrund sämtlicher Vollzugshindernisse von Amtes wegen nach 
Massgabe der  in diesem Zeitpunkt herrschenden Verhältnisse zu prüfen 
(vgl. BVGE 2009/51 E. 5.4 S. 748, EMARK 2006 Nr. 6 E. 4.2 S. 54 f.).

6.2.  Weil  sich  vorliegend  der  Vollzug  der  Wegweisung  –  aus  den 
nachfolgend  aufgeführten  Gründen  –  als  unzumutbar  erweist,  ist 
dementsprechend  auf  eine  Erörterung  der  beiden  anderen  Kriterien  zu 
verzichten.

7. 
7.1. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsland auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter  Vorbehalt  von  Art. 83  Abs. 7  AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8. März  2002,  BBl  2002 
3818).

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7.2.  In Bezug auf die allgemeine Lage  in Afghanistan kann auf die vom 
Bundesverwaltungsgericht in BVGE 2011/7 vorgenommene Einschätzung 
der  Lage  verwiesen werden. Das Gericht  stellt  darin  zusammenfassend 
fest,  dass  in  weiten  Teilen  von  Afghanistan  –  ausser  allenfalls  in 
Grossstädten  –  eine  derart  schlechte  Sicherheitslage  und  derart 
schwierige  humanitäre  Bedingungen  bestünden,  dass  die  Situation  als 
existenzbedrohend im Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG zu qualifizieren sei. 
Von  dieser  allgemeinen  Feststellung  sei  die  Situation  in  der Hauptstadt 
Kabul  zu  unterscheiden. Angesichts  des Umstandes,  dass  sich  dort  die 
Sicherheitslage  im  Verlaufe  des  vergangenen  Jahres  nicht  weiter 
verschlechtert  habe  und  die  humanitäre  Situation  im  Vergleich  zu  den 
übrigen Gebieten  etwas weniger  dramatisch  sei,  könne  der  Vollzug  der 
Wegweisung  nach  Kabul  unter  Umständen  als  zumutbar  qualifiziert 
werden.  Solche  Umstände  könnten  grundsätzlich  namentlich  dann 
gegeben  sein,  wenn  es  sich  beim  Rückkehrer  um  einen  jungen, 
gesunden Mann handle. Angesichts der bisher aufgezeigten  konstanten 
Verschlechterung der Lage über die vergangenen Jahre hinweg und der 
auch  in  Kabul  schwierigen  Situation  verstehe  es  sich  aber  von  selbst, 
dass  die  bereits  in  EMARK  2003  Nr. 10  formulierten  strengen 
Bedingungen  in  jedem  Einzelfall  sorgfältig  geprüft  und  erfüllt  sein 
müssten,  um  einen  Wegweisungsvollzug  nach  Kabul  als  zumutbar  zu 
qualifizieren. Unabdingbar sei  in erster Linie ein soziales Netz, das sich 
im Hinblick auf die Aufnahme und Wiedereingliederung des Rückkehres 
als  tragfähig erweise. Ohne Unterstützung durch Familie oder Bekannte 
würden die schwierigen Lebensverhältnisse auch in Kabul unweigerlich in 
eine  existenzielle  beziehungsweise  lebensbedrohende  Situation  führen 
(vgl.  BVGE  2011/7  E. 9.9.1  f.  S. 104 f.).  Die  Frage,  ob  hinsichtlich  der 
Städte  Mazar­i­Sharif  und  Herat  in  Bezug  auf  die  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  Ähnliches  gesagt  werden  könne  wie  zu  Kabul, 
wurde im erwähnten Grundsatzurteil offen gelassen, weil von vornherein 
ungenügende Anknüpfungspunkte bestanden (vgl. BVGE 2011/7 E. 9.9.3 
S. 105). 

7.3.  Aufgrund  der  Akten  stellt  sich  vor  diesem  Hintergrund  einzig  die 
Frage, ob es dem Beschwerdeführer unter individuellen Gesichtspunkten 
zuzumuten  ist,  nach  Herat  zurückzukehren.  Das 
Bundesverwaltungsgericht  ist  im  Urteil  D­2312/2009  vom  28. Oktober 
2011  in Bezug auf die allgemeine Lage  in der Stadt Herat zum Schluss 
gelangt, dass die dortige Situation mit derjenigen Kabuls vergleichbar ist, 
weshalb  es  nicht  gerechtfertigt  sei,  dort  von  einer  Situation  allgemeiner 
Gewalt zu sprechen (BVGE D­2312/2009 E. 4.3.3.1).

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Zunächst  ist  aufgrund  der  Aktenlage  davon  auszugehen,  dass  der  aus 
der  Provinz  D._______  stammende  Beschwerdeführer  Afghanistan 
gemeinsam mit seinen Eltern bereits  im Kindesalter verlassen hat und – 
von  einem  mehrmonatigen  Aufenthalt  in  Herat  abgesehen  –  nie  mehr 
nach  Afghanistan  zurückgekehrt  ist,  sondern  ausschliesslich  im  Iran 
gelebt  hat,  womit  er  in  Afghanistan  nicht  sozialisiert  wurde.  Er  besitzt 
eigenen Angaben zufolge zwar einen Onkel mütterlicherseits, welcher mit 
seiner Familie (Ehefrau und fünf Kinder) seit dem Jahre 2006 in der Stadt 
Herat  lebt  und  den  er  während  seines  dortigen  zweimonatigen 
Aufenthalts im selben Jahr 2006 einmal besucht hat (vgl. act. A14 S. 6 f. 
F53 ff.).  Nach  Darstellung  des  Beschwerdeführers  lebt  dieser  Onkel 
indessen angesichts seiner grossen Familie und seiner gesundheitlichen 
Situation  (Querschnitts­  beziehungsweise  halbseitige  Lähmung  nach 
einem  Schlaganfall)  finanziell  in  einer  angespannten  Situation  und 
vermag geradewegs für den Unterhalt seiner Familie aufzukommen (vgl. 
act. A14 S. 6 F56 bis 63 und Beschwerde S. 7). So besehen scheint nicht 
hinreichend  gesichert,  dass  der  Beschwerdeführer  bei  einer  Rückkehr 
nach Herat auf ein  tragfähiges Beziehungsnetz und damit einhergehend 
auf  eine  gesicherte  Wohnsituation  zurückgreifen  könnte.  Im  Falle  des 
Beschwerdeführers sind demnach die in EMARK 2003 Nr. 10 formulierten 
Voraussetzungen  für  die  Bejahung  der  Zumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs  nach  Kabul  beziehungsweise  Herat  nicht  erfüllt 
sind,  weshalb  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  nach  Afghanistan  im 
Sinne von Art. 83 Abs. 4 AuG als unzumutbar erweist. Nachdem sich aus 
den  Akten  keine  Ausschlussgründe  im  Sinne  von  Art. 83  Abs. 7  AuG 
ergeben,  sind  die  Voraussetzungen  für  die  Anordnung  der  vorläufigen 
Aufnahme somit erfüllt.

8. 
Die  Beschwerde  ist  folgerichtig  gutzuheissen,  soweit  beantragt  wird,  es 
sei  die  Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzugs  festzustellen  und  die 
vorläufige  Aufnahme  anzuordnen;  im  Übrigen  ist  sie  abzuweisen.  Die 
Ziffern  4  und  5  des  Dispositivs  der  vorinstanzlichen  Verfügung  vom 
13. Oktober  2009  sind  demnach  aufzuheben  und  das  BFM  ist 
anzuweisen,  den  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  nach  den 
gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme zu regeln (vgl. 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 4 AuG).

9. 
9.1.  Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  ist  dem  Beschwerdeführer 
grundsätzlich  ein  reduzierter  Anteil  der  Verfahrenskosten  aufzuerlegen 

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(Art. 63  Abs. 1  und  2  VwVG).  Der  Beschwerdeführer  hat  im  Rahmen 
seiner  Beschwerde  ein  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  VwVG  gestellt,  das  vom 
Instruktionsrichter  mit  Verfügung  vom  4. Dezember  2009  –  unter 
Vorbehalt einer nachträglichen Veränderung der finanziellen Verhältnisse 
des  Beschwerdeführers  –  gutgeheissen  worden  ist.  Der 
Beschwerdeführer  geht  seit  Juni  2010  einer  Erwerbstätigkeit  als 
Mitarbeiter  im Gemüsebau nach. Es  ist  jedoch nicht davon auszugehen, 
dass  er  dadurch  Einkünfte  erzielt,  die  über  den  für  Alleinstehende 
geltenden  Grundbetrag  von  Fr. 1'100.–  hinausgehen.  Somit  ist  er  nach 
wie vor als prozessual bedürftig zu betrachten, weshalb die ihm gewährte 
unentgeltliche Rechtspflege nicht zu widerrufen  ist. Folgerichtig sind  ihm 
keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

9.2.  Gemäss  Art. 64  Abs. 1  VwVG  kann  die  Beschwerdeinstanz  der 
obsiegenden  Partei  eine  Parteientschädigung  für  die  notwendigen  und 
verhältnismässig  hohen  Kosten  zusprechen.  Angesichts  des  teilweisen 
Obsiegens  ist  dem  vertretenen  Beschwerdeführer  eine  reduzierte 
Parteientschädigung  zuzusprechen  (Art. 7  Abs. 2  des  Reglements  vom 
21. Februar  2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 173.320.2]).  Nachdem  der 
Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht hat, ist die Parteientschädigung auf 
Grund  der  Akten  festzulegen  (Art. 14  Abs. 2  in  fine  VGKE).  Unter 
Berücksichtigung der massgeblichen Bemessungsfaktoren (vgl. Art. 8 ff. VGKE) 
ist die um die Hälfte zu kürzende Parteientschädigung  auf Fr. 600.– (inkl. 
Auslagen  und Mehrwertsteuer)  festzusetzen. Das BFM  ist  anzuweisen,  dem 
Beschwerdeführer diesen Betrag als Parteientschädigung zu entrichten.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen,  soweit  die  Feststellung  der 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  und  die  Anordnung  der 
vorläufigen Aufnahme beantragt wird. Im Übrigen wird sie abgewiesen.

2. 
Die  Ziffern  4  und  5  des  Dispositivs  der  Verfügung  des  BFM  vom 
13. Oktober 2009 werden aufgehoben.

3. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  den  Beschwerdeführer  vorläufig 
aufzunehmen.

4. 
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

5. 
Das  BFM  wird  angewiesen,  dem  Beschwerdeführer  eine 
Parteientschädigung von Fr. 600.– auszurichten.

6. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

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