# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b2b6dc1-49bb-53ef-b803-333c08299f17
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2010 E-5216/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5216-2010_2010-07-23.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5216/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 1 0

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang;
Gerichtsschreiber Rudolf Raemy.

A._______,
Guinea,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 16. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5216/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Guinea etwa am 10. Mai  2010 verliess und am 13. Juni  2010 in der 
Schweiz um Asyl nachsuchte,

dass  er  dabei  angab,  ein  am  (...)  geborener  guineischer 
Staatsangehöriger zu sein, jedoch keine Identitätspapiere zu den Ak-
ten reichte,

dass eine vom BFM veranlasste Bestimmung des Knochenalters des 
Beschwerdeführers vom 17. Juni 2010 ein wahrscheinliches Alter von 
19 oder mehr Jahren ergab (vgl. vorinstanzliche Akten A 6),

dass  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  Erstbefragung  im 
B._______ vom 23. Juni 2010 und der Anhörung nach Art. 29 Abs. 1 
des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG,  SR 142.31)  durch  das 
BFM vom 30. Juni  2010  im  Wesentlichen  angab,  er  habe  diese  Al-
tersangabe nicht gemacht, damit man ihn als Minderjährigen behand-
le, sondern weil er so alt sei,

dass er nichts dagegen tun könne, wenn seine Angaben von der Vor-
instanz nicht akzeptiert würden (vgl. A 1 S. 11),

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seines Asylgesuches im 
Wesentlichen geltend machte, sein Bruder habe an einem Donnerstag, 
anfangs  Mai  2010,  einen  Mitschüler,  welcher  Sohn  eines  Sol-
daten gewesen  sei,  bei  einem  Streit  erstochen  und  sei  geflohen, 
worauf er (der Beschwerdeführer) von Soldaten und Verwandten des 
Opfers von der Schule abgeholt,  an einen ihm unbekannten Ort  ge-
bracht und dort zwei Tage lang festgehalten worden sei,

dass er aufgefordert worden sei, den Aufenthaltsort seines flüchtigen 
Bruders  ausfindig  zu  machen,  ansonsten er  nicht  mehr  freigelassen 
und anstelle seines Bruders getötet werde,

dass er nach zwei Tagen in ein Gefängnis von Conakry verlegt worden 
und  nach  einer  Woche  beziehungsweise  nach  zwei  Wochen 
zusammen mit drei  Mitinsassen von deren Eltern  freigekauft  worden 
sei,

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dass er sich tags darauf mit Hilfe dieser Eltern nach Senegal zu einem 
Freund seines Vaters begeben habe, wo er aber nach einiger Zeit von 
einer  ehemaligen  Nachbarin  aus  Guinea  erfahren  habe,  dass  das 
guineische Militär wisse, wo er sich aufhalte,

dass der Freund seines Vaters daraufhin seine Ausreise aus Senegal 
organisiert habe,

dass er auf dem Seeweg an einen ihm unbekannten Ort in Italien und 
von  dort  aus  mit  dem Zug  in  die  Schweiz  gereist  sei,  ohne  jemals 
kontrolliert worden zu sein,

dass er nie einen Reisepass oder eine Identitätskarte, sondern ledig-
lich  einen  Schülerausweis  besessen  habe,  und  es  ihm  bisher  nicht 
möglich gewesen sei, jemanden in Guinea zu kontaktieren,

dass bezüglich der weiteren Aussagen beziehungsweise der Einzelhei -
ten  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  auf  die  Anhörungsprotokolle 
verwiesen wird (vgl. A 1 und A 12),

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 16. Juli 2010 
in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der 
Schweiz sowie den Wegweisungsvollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe nach der Einreichung seines Asylgesuchs inner-
halb  der  gesetzlichen Frist  von 48 Stunden keine rechtsgenüglichen 
Reise- oder Identitätspapiere abgegeben,

dass er geltend gemacht habe, nur einen Schülerausweis besessen zu 
haben,  den er  zu  Hause  gelassen habe,  weil  er  nach  seiner  Flucht 
nicht mehr dorthin zurückgekehrt sei,

dass er erfolglos versucht habe, einen Freund aus der Nachbarschaft 
zu kontaktieren, aber alle gewählten Telefonnummern falsch gewesen 
seien,

dass er über keine Kontakte im Heimatland verfüge, so dass er nicht in 
der Lage sei, Papiere nachzureichen,

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dass  die  Vorinstanz  dazu  ausführte,  dass  das  Fehlen  jeglicher 
nachvollziehbarer Bemühungen, die Identität durch rechtsgenügliche, 
authentische  Papiere  zu  belegen,  den  Schluss  zulasse,  dass  der 
Beschwerdeführer  nicht  bereit  sei,  Ausweisdokumente  vorzulegen, 
zumal er immer in der Hauptstadt Conakry gelebt habe und in Guinea 
eine ID-Tragpflicht bestehe,

dass die Angaben des Beschwerdeführers hinsichtlich des Reisewegs 
und der Reiseumstände realitätsfremd seien und der allgemeinen Er-
fahrung widersprechen würden,

dass  solche  Aussagen  grundsätzlich  als  unglaubwürdig  einzustufen 
seien und zum Schluss führten, dass der Beschwerdeführer anders als 
in der geschilderten Weise in die Schweiz gelangt sein müsse,

dass  aufgrund  der  pflichtwidrigen  Nichtabgabe  von  entsprechenden 
Dokumenten seine Identität nicht feststehe,

dass deshalb keine entschuldbaren Gründe vorliegen würden, die es 
ihm verunmöglicht hätten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen,

dass er angegeben habe, am (...) geboren zu sein, sein  Alter gemäss 
Knochenaltersbestimmung jedoch 19 oder mehr Jahre betrage,

dass davon auszugehen sei,  es handle sich beim Beschwerdeführer 
um  eine  volljährige  Person,  die  ihre  wahre  Identität  sowie  den 
tatsächlichen Reiseweg gegenüber den Schweizer Behörden verheim-
liche,

dass seine Aussagen bei der Anhörung vom 23. Juni 2010 diese Er-
kenntnis nicht umzustossen vermöchten,

dass  der  Beschwerdeführer  überdies  die  Flüchtlingseigenschaft  ge-
mäss Art. 3 und Art. 7 AsylG nicht erfülle und zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien,

dass seine Asylgründe aufgrund stereotyper, widersprüchlicher sowie 
plakativer Vorbringen nicht glaubhaft seien und davon auszugehen sei, 
es handle sich um einen konstruierten und nicht tatsächlich erlebten 
Sachverhalt,

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dass der Vollzug der Wegweisung zudem zulässig, zumutbar und mög-
lich sei,

dass dem Beschwerdeführer mit der Eröffnung der Verfügung die editi-
onspflichtigen Akten sowie eine Kopie des vorinstanzlichen Aktenver-
zeichnisses ausgehändigt wurden,

dass er mit Eingabe vom 19. Juli 2010 gegen diesen Entscheid beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  sinngemäss  um 
Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung ersuchte,

und zieht in Erwägung,

dass  das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass der  vorliegende Entscheid  in  deutscher  Sprache ergeht,  da  im 
Beschwerdeverfahren  die  Sprache  der  angefochtenen  Verfügung 
massgebend ist (Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG), 

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent -
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist,  
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl.  
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  [BVGE] 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre-
ten wird,  wenn Asylsuchende den Behörden nicht  innert  48 Stunden 
nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben,

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei -
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass für  den  Begriff  rechtsgenüglicher  Reise-  oder  Identitätspapiere 
auf  die publizierte Rechtsprechung des Schweizerischen Bundesver-
waltungsgerichts verwiesen werden kann (in BVGE 2007/7 E. 4-6),

dass  unbestritten  ist,  dass  der  Beschwerdeführer  innert  48 Stunden 
und bis zum Vorliegen dieses Urteils keine entsprechenden Dokumen-
te eingereicht hat,

dass das BFM sodann in der angefochtenen Verfügung rechtsgenüg-
lich und – nach Prüfung der Akten auch aus Sicht des Bundesverwal-
tungsgerichts – überzeugend dargelegt hat, weshalb für das Nichtein-
reichen  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  keine  entschuldbaren 
Gründe vorliegen,

dass diesbezüglich auf die zutreffenden und zu bestätigenden vorin-
stanzlichen Erwägungen verwiesen werden kann,  zumal  die Ausfüh-
rungen in der Rechtsmitteleingabe nicht zu einer anderen Erkenntnis 
zu führen vermögen,

dass das in  der  Beschwerde  – und bereits  anlässlich  der  Anhörung 
vom 30. Juni 2010 – vorgetragene Vorbringen, wonach er keine Identi-
tätsdokumente beziehungsweise seinen Schülerausweis nicht beschaf-
fen könne, weil er mit niemandem im Heimatland einen telefonischen 
Kontakt habe herstellen können, vor dem Hintergrund der vorinstanz-
lichen Erwägungen als unbehelfliche Schutzbehauptung zu qualifizie-
ren ist,

dass in Bezug auf das Alter des Beschwerdeführers die Ausführungen 
des BFM zu stützen sind und von der Volljährigkeit des Beschwerde-
führers auszugehen ist, 

dass der Einwand des Beschwerdeführers gegen die behördliche An-
nahme seiner  Volljährigkeit,  wonach  das  von  ihm angegebene  Alter 
seinem exakten Alter entspreche und er im Übrigen zum Ergebnis der 

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Knochenaltersbestimmung grundsätzlich nichts  zu sagen habe, nicht 
geeignet ist, die diesbezüglichen Erkenntnisse des BFM umzustossen, 

dass der Beschwerdeführer somit weder die von ihm geltend gemach-
te Minderjährigkeit  glaubhaft  darzulegen noch entschuldbare  Gründe 
für  das  Versäumnis,  rechtsgenügliche  Identitätsdokumente 
einzureichen, vorzubringen vermag,

dass  überdies  das  BFM  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
seinem  Reiseweg  und  den  Reisemodalitäten  aufgrund  seiner  den 
allgemeinen  Erfahrungen  widersprechenden  Angaben  zutreffend  als 
unglaubhaft qualifiziert hat,

dass das BFM in seinen weiteren Erwägungen zu Recht erkannt hat, 
dass  die Flüchtlingseigenschaft  des Beschwerdeführers offensichtlich 
nicht  gegeben ist  und dass aufgrund der Akten keine Notwendigkeit 
zur  Vornahme  weiterer  Abklärungen  zur  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses 
besteht (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG),

dass  die  von  der  Vorinstanz  gestützt  auf  realitätsfremde und  wider-
sprüchliche  Angaben  festgestellte  Unglaubhaftigkeit  der  Vorbringen 
des  Beschwerdeführers  zu  bestätigen  und  diesbezüglich  zwecks 
Vermeidung von Wiederholungen auf die Verfügung zu verweisen ist,

dass sich der  Beschwerdeführer  in  seiner  Rechtsmitteleingabe einer 
konkreten  Stellungnahme  zu  den  zutreffenden  Vorhalten  des  BFM 
enthält  und sich mit  einer Wiederholung des zur Begründung seines 
Asylgesuches geltend gemachten Sachverhalts  und der  Behauptung 
begnügt, seine Vorbringen würden der Wahrheit entsprechen,

dass zusammenfassend der  Beschwerdeführer  den Erwägungen der 
Vorinstanz in der Rechtsmitteleingabe nichts Stichhaltiges entgegen-
zuhalten vermag, und das BFM demnach zu Recht in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol -
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-

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sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel, Rz. 11.148)

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli -
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Guinea droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Guinea noch individuelle Gründe 
auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen las-
sen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  zumutbar  er-
scheint,

dass  gestützt  auf  die  Akten  nicht  davon auszugehen  ist,  der  junge, 
alleinstehende  sowie  gesunde  Beschwerdeführer  gerate  bei  einer 
Rückkehr  in  eine  Existenz  bedrohende  Situation,  die  als  konkrete 
Gefährdung  im  Sinne  der  zu  beachtenden  Bestimmung  zu  werten 
wäre (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
der erforderlichen Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass somit der vom Bundesamt verfügte Vollzug der Wegweisung zu 
bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG) und auch diesbezüglich keine zu-
sätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  ([VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die kanto-
nale Migrationsbehörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Rudolf Raemy

Versand: 

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