# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 59a1b7ee-1fa7-5e96-b7b1-1bf8b89abee3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 25.10.2023 460 23 56 (460 2023 56)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-23-56_2023-10-25.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
25. Oktober 2023 (460 23 56) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Strafrecht 
 
 
Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Strafantragsberechtigung 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richterin Susanne Afheldt (Ref.),  

Richter Stephan Gass, Richter Daniel Häring,  
Richterin Helena Hess; Gerichtsschreiber Bryan Smith  
 
 

Parteien Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Anklagebehörde 
 
Privatklägerschaft 

  
 
gegen 
 
 

 A.____, 
vertreten durch Advokat Reto Gantner,  
Kasernenstrasse 22A, Postfach 569, 4410 Liestal,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Mehrfacher gewerbsmässiger Diebstahl etc. 
Berufung gegen das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 
25. November 2022 (300 22 76) 

 
 
 

 
 
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A. Mit Urteil der Dreierkammer des Strafgerichts Basel-Landschaft (nachfolgend: Strafge-
richt) vom 25. November 2022 (300 22 76) wurde der Beschuldigte A.____ des gewerbs-
mässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs 
sowie des mehrfachen Verweisungsbruchs schuldig erklärt und zu einer Freiheitsstrafe von 37 
Monaten verurteilt, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des vor-
zeitigen Strafvollzugs im Umfang von insgesamt 343 Tagen (Dispositiv-Ziffer 1). Die vorgenann-
te Sanktion wurde unter Einbezug der ebenfalls angeordneten Rückversetzung in den Strafvoll-
zug für eine zu vollziehende Reststrafe von 121 Tagen, resultierend aus der bedingten Ent-
lassung vom 12. Juli 2020 betreffend die Urteile des Bezirksgerichts Zürich vom 9. Januar 
2020, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 5. Februar 2020 und der Staatsanwaltschaft 
Zürich-Sihl vom 17. März 2020, als Gesamtstrafe gebildet (Dispositiv-Ziffern 1 und 3). Vom 
Vorwurf des Diebstahls im Fall 1.1 sowie von sämtlichen Vorwürfen in den Fällen 2 – 2.9 der 
Anklageschrift vom 6. April 2022 wurde der Beschuldigte freigesprochen (Dispositiv-Ziffer 2). 
Sodann wurde A.____ für die Dauer von 20 Jahren des Landes verwiesen (Dispositiv-Ziffer 4) 
und es wurde festgestellt, dass sich der Beschuldigte seit dem 11. März 2022 im vorzeitigen 
Strafvollzug befindet (Dispositiv-Ziffer 5). In Bezug auf die Verfügung über die beschlagnahmten 
Gegenstände, die Zivilforderungen sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird auf die 
Ziffern 6 - 15 des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs verwiesen.  
 
Auf die Begründung dieses Entscheides sowie der weiteren Eingaben und Anträge der Parteien 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Urteils eingegangen.  
 
B. Gegen das vorgenannte Urteil des Strafgerichts vom 25. November 2022 meldete der 
Beschuldigte, vertreten durch Advokat Reto Gantner, am 12. Dezember 2022 die Berufung an, 
worauf ihm der begründete Entscheid des Strafgerichts am 9. März 2023 zugestellt wurde.  
 
C. Mit Eingabe vom 29. März 2023 erklärte A.____ (nachfolgend: Berufungskläger), ver-
treten durch Advokat Reto Gantner, beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Straf-
recht (nachfolgend: Kantonsgericht), Berufung gegen das strafgerichtliche Urteil vom 25. No-
vember 2022 und stellte folgende Anträge:  

 
"1.  Es sei der Beschuldigte in teilweise[r] Abänderung des Urteils des Strafgerichts vom 
 25.11.2022 und dessen 
 
1.1  Ziffer 1 bzw. Ziffer 2 und Ziffer 3: 
  zu verurteilen in den Fällen gemäss Anklage: 
  -  Fall 1.1 betreffend Hausfriedensbruch; 
 -  Fällen 3 bis 7 und 10; 
 -  Fällen 8 und 9 betreffend Diebstahl und versuchten Diebstahl; 
 -  Fall 2 [recte: Ziffer 2]; 
 
 und entsprechend freizusprechen in den Fällen gemäss Anklage: 
 -  Fall 1; 

 
 
 

 
 
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 -  Fall 1.1 betreffend Diebstahl und Sachbeschädigung; 
 -  Fällen 2 bis 2.9; 
 -  Fällen 8 und 9 betreffend Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch; 
 
 zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten im Sinne einer Gesamtstrafe im Sinne von 
 Ziffer 3 des Urteils, teilbedingt vollziehbar, wobei der vollziehbare und der aufge-
 schobene Teil je 18 Monate betragen, 
 
 unter Anrechnung der vom 17. Dezember 2021 bis zum 11. März 2022 ausgestan-
 denen Untersuchungshaft sowie des seit dem 11. März 2022 ausgestandenen 
 Strafvollzugs, 
 
 im Sinne einer Gesamtstrafe unter Miteinbezug der Reststrafe nach Ziffer 3 des an-
 gefochtenen Urteils; 
 
1.2  unter Bestätigung der Ziffern 4 bis 8 des Urteils; 
 
1.3  unter teilweiser Änderung der Ziffern 9 und 10 

folgende beschlagnahmte Gegenstände nach Rechtskraft unter Aufhebung der Be-
schlagnahme an den Beschuldigten zuhanden seiner Effekten herauszugeben: 

  -  Armkette silbern, Pos 1.26 (G93668); 
  -  1 Paar Nike Schuhe Airmax, Pos 1.67 (G93686); 
  -  Armbanduhr Tag Heuer, Pos. 1.27 (G93669); 
 
1.4  unter Bestätigung der Ziffer 11, 13, 15 und 16 des Urteils; 
 
1.5  unter teilweiser Änderung der Ziffer 12, wonach: 
  -  die Zivilforderungen der B.____ AG und C.____ abzuweisen seien; 
 -  die Zivilforderungen von D.____ in Höhe von CHF 11'815.00 und von   
  E.____ im Rahmen der unbezifferten Zivilforderung auf den Zivilweg   
  zu verweisen seien; 
 
1.6  unter Anpassung der Ziffer 14 nach Berufungsergebnis. 
 
2. Es sei ein mündliches Berufungsverfahren durchzuführen und den Beschuldigten zu
 befragen. 
 
3.  Es sei ein Bericht beim Gefängnis X.____ über die Häufigkeit der Besuche der 
 Verlobten und ggf. des gemeinsamen Kinds einzuholen. 
 
4.  Unter Aufrechterhaltung der amtlichen Verteidigung durch den Unterzeichnenden 

zugunsten des Beschuldigten 
 

 
 
 

 
 
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5.  Unter o/e-Kostenfolge." 
 
D. Mit Verfügung vom 10. Mai 2023 wurde festgestellt, dass die Staatsanwaltschaft und 
die Privatkläger weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben haben. Weiter wurde dem 
Berufungskläger eine Frist zur Begründung seiner Berufungserklärung angesetzt und ihm die 
amtliche Verteidigung mit Advokat Reto Gantner für das Rechtsmittelverfahren bewilligt.  
 
E. Am 12. Juli 2023 reichte der Berufungskläger innert erstreckter Frist seine Berufungs-
begründung ein, worin er neu auch die Bestätigung der Ziffern 9 und 10 des vorinstanzlichen 
Urteils beantragte und im Übrigen an den mit Berufungserklärung vom 29. März 2023 gestellten 
Begehren festhielt.  
 
F. Auf Verfügung vom 13. Juli 2023 hin erstattete die Staatsanwaltschaft am 8. August 
2023 ihre Berufungsantwort, worin sie beantragte, die Berufung des Beschuldigten sei unter 
o/e-Kostenfolge abzuweisen, und die Staatsanwaltschaft sei von einem persönlichen Auftreten 
an der Berufungsverhandlung zu dispensieren.  
 
G. Mit Verfügung vom 9. August 2023 wurde das Begehren des Berufungsklägers, es sei 
beim Gefängnis X.____ ein amtlicher Bericht betreffend die Häufigkeit der Besuche der Verlob-
ten und des gemeinsamen Kindes einzuholen, gutgeheissen, der Antrag der Staatsanwaltschaft 
betreffend Dispensation vom persönlichen Auftreten an der mündlichen Berufungsverhandlung 
abgewiesen und der Schriftenwechsel geschlossen. 
 
H. Am 23. September 2023 reichte das Gefängnis X.____ einen Bericht betreffend die 
Häufigkeit der Besuche der Verlobten und des gemeinsamen Kindes ein.  
 
I. Zur kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung vom 25. Oktober 2023 erscheinen der Be-
schuldigte, sein Verteidiger, Advokat Reto Gantner, sowie die Vertreterin der Staatsanwalt-
schaft. Die Parteien halten im Rahmen ihrer Parteivorträge an den schriftlich gestellten Anträ-
gen fest.  
 

Erwägungen 

I. Formelles 

(…) 
 
II. Materielles 

1. Allgemeines 

1.1. Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Ur-
teil nur in den angefochtenen Punkten (vgl. auch Art. 398 Abs. 2 StPO). Im vorliegenden Fall 
liegt einzig eine Berufung des Beschuldigten vor, währenddem die Staatsanwaltschaft und die 
Privatkläger weder Berufung noch Anschlussberufung erhoben haben. Gemäss den Eingaben 

 
 
 

 
 
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des Berufungsklägers vom 29. März 2023 (Berufungserklärung) und 12. Juli 2023 (Berufungs-
begründung) ist das Urteil des Strafgerichts vom 25. November 2022 angefochten in Bezug auf 
die Schuldsprüche gemäss Ziffer 1 der Anklageschrift vom 6. April 2022 betreffend Sachbe-
schädigung und Hausfriedensbruch in den Fällen 1, 8 und 9 sowie Sachbeschädigung im Fall 
1.1. Sodann wird die vorinstanzlich ausgefällte Freiheitsstrafe beanstandet, wobei der Beschul-
digte eine teilbedingt vollziehbare Strafe begehrt (Dispositiv-Ziffern 1 - 2). Weiter ist im vor-
liegenden Rechtsmittelverfahren über das Schicksal der Zivilforderungen der B.____ AG (Fall 1) 
sowie von C.____ (Fall 1.1) zu befinden (Dispositiv-Ziffer 12) und es sind je nach Berufungser-
gebnis die Kostenfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens zu überprüfen (Dispositiv-Ziffer 14). 
Im Übrigen ist das strafgerichtliche Urteil vom 25. November 2022 hinsichtlich der weiteren 
Schuld- und Freisprüche gemäss den Dispositiv-Ziffern 1 - 2 sowie in den Dispositiv-Ziffern 3 - 
11, 13, 15 und 16 unangefochten geblieben und somit per Urteilstag in Rechtskraft erwachsen 
(Art. 399 Abs. 4 i.V.m. Art. 402, Art. 404 Abs. 1 sowie 437 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 StPO). 
 
1.2. In der Berufung ist genau anzugeben, in welchen Punkten das Dispositiv des erstin-
stanzlichen Urteils zu ändern ist. Aus der allgemeinen Vorschrift von Art. 385 Abs. 1 StPO darf 
gefolgert werden, dass es nicht genügt, in der Berufungserklärung bloss festzuhalten, das 
Rechtsmittel richte sich gegen das Strafmass oder gegen die Schuldfrage. Bei einer Anfechtung 
der Sanktion ist anzugeben, welche konkrete Anpassung des Urteilsdispositivs beantragt wird. 
Die Partei hat ihre Anträge genügend begründet und spezifiziert darzulegen (BÄHLER, Basler 
Kommentar StPO, 3. A. 2023, Art. 399 N 8). Wird die Berufung auf die Anfechtung des Schuld-
spruches beschränkt und der betreffende Antrag abgewiesen, können das Strafmass oder die 
Kosten- und Entschädigungsregelung ohne gesonderte Teilanfechtung nicht neu festgelegt 
werden (vgl. BGer Urteil 6B_1299/2018 vom 28. Januar 2019, E. 2.3; ZIMMERLIN, Zürcher 
Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 399 N 19; JOSITSCH/SCHMID, Handbuch des schweizerischen 
Strafprozessrechts, 4. A. 2023, N 1548).  
 
1.3. Laut Art. 391 Abs. 2 StPO darf die Rechtsmittelinstanz Entscheide nicht zum Nachteil 
der beschuldigten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen 
worden ist (Verbot der "reformatio in peius"). Diese Konstellation liegt hier vor, da ausschliess-
lich der Beschuldigte Berufung erhoben hat. Entsprechend kann das Kantonsgericht das vor-
instanzliche Urteil entweder bestätigen oder im Rahmen der Berufungsanträge zu Gunsten des 
Beschuldigten mildern. Demgegenüber ist es dem Berufungsgericht verwehrt, das strafgericht-
liche Urteil zu Lasten des Beschuldigten zu verschärfen. 
 
1.4. Im Rechtsmittelverfahren kann das Gericht für die tatsächliche und rechtliche 
Würdigung des angeklagten Sachverhalts auf die Begründung der Vorinstanz verweisen 
(Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Möglichkeit der Verweisung entfällt allerdings, wenn im Rechts-
mittelverfahren erhebliche Einwände vorgebracht werden, welche nicht Gegenstand des erst-
instanzlichen Verfahrens bildeten (STOHNER, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 82 N 9; 
BRÜSCHWEILER/NADIG/SCHNEEBELI, Zürcher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 82 N 10). Ein 
Verweis kommt bei strittigen Sachverhalten und in Bezug auf die rechtliche Subsumtion nur 

 
 
 

 
 
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dann in Frage, wenn die Rechtsmittelinstanz den vorinstanzlichen Erwägungen vollumfänglich 
beipflichtet (BGE 141 IV 244, E. 1.2.3). 
 
2. Ausgangslage und Standpunkte der Parteien  

2.1. Hinsichtlich der berufungsweise angefochtenen Punkte erwägt die Vorinstanz in 
ihrem Urteil vom 25. November 2022 im Wesentlichen, dass das Strafantragsrecht beim Tatbe-
stand des Hausfriedensbruchs demjenigen zukomme, der die tatsächliche Verfügungsgewalt 
über die benutzten Räume habe, was sowohl für den Eigentümer als auch den Mieter zutreffe. 
In Bezug auf den Tatbestand der Sachbeschädigung seien unabhängig von den Eigentumsver-
hältnissen jene Personen antragsberechtigt, welche die Sache nicht mehr gebrauchen könnten. 
Der Antrag könne schriftlich eingereicht oder mündlich zu Protokoll gegeben werden. Dies lasse 
sich auch in Form eines Polizeirapportes dokumentieren und bei mündlicher Strafantragstellung 
sei eine Unterzeichnung des Dokuments nicht erforderlich. Vorliegend liessen sich die Strafan-
träge in den Fällen 1, 8 und 9 aufgrund der Akten jeweils dem Anklagesachverhalt zuordnen, 
und sie seien durch die berechtigten Personen gestellt sowie formgültig protokolliert worden. 
Hinsichtlich der Fälle 1 und 1.1 habe der Berufungskläger eingeräumt, in das Mehrfamilienhaus 
eingedrungen zu sein. Das Geständnis werde durch die objektive Beweislage bestätigt, wes-
halb erstellt sei, dass der Berufungskläger sich mittels eines Flachwerkzeugs Zutritt zum Ge-
bäude verschafft und sich zumindest im Hobbyraum aufgehalten habe. Bestritten würden dem-
gegenüber der Diebstahl der Sporttasche und die Beschädigung der Kellertüre. Weil eingestan-
den sei, dass der Berufungskläger die Hauseingangstüre aufgebrochen und aus dem Kellerab-
teil zwei Matratzen herausgenommen habe, bestünden keine ernsthaften und unüberwindlichen 
Zweifel daran, dass er das besagte Kellerabteil ebenfalls mit dem bei der Hauseingangstür ver-
wendeten Flachwerkzeug aufgebrochen habe. Der Anklagesachverhalt sei für die Fälle 8 und 9 
eingestanden, wobei in Bezug auf die Deliktssumme in Übereinstimmung mit der bundesge-
richtlichen Rechtsprechung auf die durch die Polizei vorgenommene Schätzung abgestellt wer-
den könne. Der Berufungskläger habe sich im Ergebnis – soweit der Anklagesachverhalt als 
erstellt angesehen werde – des gewerbsmässigen Diebstahls, des mehrfachen Diebstahls, der 
mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen Hausfriedensbruchs sowie des mehrfachen 
Verweisungsbruchs schuldig gemacht. Hierbei habe er einen Deliktsbetrag von rund 
CHF 30'000.– erbeutet und einen Schaden im Betrag von ungefähr CHF 12'000.– verursacht. 
Unter Berücksichtigung der zahlreichen Vorstrafen sei es aus spezialpräventiven Gründen an-
gezeigt, für sämtliche Delikte eine Freiheitsstrafe auszufällen. Die schuldangemessene Ge-
samtstrafe von insgesamt 34.5 Monaten sei unbedingt zu vollziehen, weil dem Berufungskläger 
angesichts der Vorstrafenbelastung und regelmässigen Delinquenz keine besonders günstige 
Prognose im Sinne von Art. 42 Abs. 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; 
SR 311.0) gestellt werden könne. Schliesslich sei die nach bedingter Entlassung aus dem 
Strafvollzug verbleibende Reststrafe von 121 Tagen für vollziehbar zu erklären und es sei in 
Anwendung von Art. 89 Abs. 6 i.V.m. Art. 49 StGB eine Gesamtstrafe zu bilden, welche sich im 
Ergebnis auf 37 Monate belaufe.  
 

 
 
 

 
 
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2.2. Zur Begründung seiner Anträge führt der Berufungskläger mit Eingabe vom 12. Juli 
2023 zusammengefasst aus, dass es in Bezug auf den Fall 1 am erforderlichen Strafantrag 
fehle. Aus dem Formular in den Akten (act. 353) gehe nicht hinreichend hervor, dass sich der 
Antrag auf das angeklagte Ereignis beziehe. Die Vorinstanz habe hier eine Dritttäterschaft für 
den Diebstahl der Sporttasche aus dem Kellerabteil nicht ausschliessen können, weshalb sich 
auch die Sachbeschädigung an der Haupteingangstüre nicht eindeutig dem Berufungskläger 
zuordnen lasse. Dementsprechend sei die Zivilforderung der B.____ AG abzuweisen. Betref-
fend den Fall 1.1, in welchem zu Recht ein Freispruch vom Vorwurf des Diebstahls erfolgt sei, 
falle vernünftigerweise ausser Betracht, dass ein Bewohner der Liegenschaft die Sporttasche 
gestohlen habe. Somit habe sich der Dieb dieser Tasche unberechtigten Zugang zur Liegen-
schaft verschaffen müssen, weshalb er auch für die Sachbeschädigungen in Frage komme. 
Auch diesbezüglich habe somit ein Freispruch zu erfolgen und die betreffenden Zivilforde-
rungen seien abzuweisen. Hinsichtlich des Falles 8 stelle sich erneut die Frage, ob ein gültiger 
Strafantrag für die Vorwürfe der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs vorliege. Ge-
stützt auf die Akten (act. 521, 1871) sei ein Antrag der geschädigten Person nicht hinreichend 
nachgewiesen. Insbesondere liege kein vom rapportierenden Polizisten oder vom Antragsteller 
eigenhändig unterzeichnetes Dokument vor. Analoges gelte für den Fall 9 (act. 549, 1967). An-
gesichts der beantragten Freisprüche sei die Gesamtstrafe auf maximal 36 Monate festzu-
setzen. Die begehrte Strafreduktion stehe auch im Einklang mit den Strafzumessungserwä-
gungen der Vorinstanz. Weiter sei dem Berufungskläger der teilbedingte Strafvollzug zu ge-
währen. Trotz seiner mehrfachen Vorstrafen sei er nicht als unbelehrbar einzustufen. Er sei 
aufgrund der Beziehung zu seiner Verlobten und der Geburt des gemeinsamen Kindes in die 
hiesige Region gekommen und habe allein deshalb erneut delinquiert, weil er nicht in der Lage 
gewesen sei, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Er habe während des Verfahrens einen 
Lern- und Reifeprozess durchgemacht, weshalb ihm eine besonders günstige Prognose gestellt 
werden könne. Der Berufungskläger werde nicht mehr in die Schweiz zurückkehren und habe in 
der Heimat mit seinem Taxibetrieb eine Einkommensmöglichkeit. Auch angesichts der stabilisie-
renden familiären Bindungen sei nicht zu erwarten, dass er erneut straffällig werde. Trotz des 
bereits sehr langen Freiheitsentzugs halte seine Familie zu ihm, was sich in der Pflege regel-
mässiger Kontakte zeige. Insgesamt könne dem Berufungskläger somit im Sinne einer "letzten 
Chance" der teilbedingte Strafvollzug gewährt werden.  
 
2.3. Die Staatsanwaltschaft verzichtet mit Berufungsantwort vom 8. August 2023 auf wei-
tergehende Ausführungen und verweist sowohl in tatsächlicher als auch in rechtlicher Hinsicht 
auf die ihres Erachtens zutreffenden Erwägungen im strafgerichtlichen Urteil vom 25. November 
2022.          
 
2.4. Im Rahmen seines Parteivortrags vom 25. Oktober 2023 bringt der Berufungskläger 
vor den Schranken des Kantonsgerichts ergänzend vor, dass man als Anwalt stets das Vertre-
tungsverhältnis beweisen müsse und für das Stellen eines Strafantrags einer Spezialvollmacht 
bedürfe. Dies sei für den Verwalter einer Immobiliengesellschaft in Bezug auf eine konkrete 
Liegenschaft nicht anders zu beurteilen. Vorliegend hätte man mindestens den Verwaltungsver-
trag der B.____ AG beiziehen müssen, zumal diese Gesellschaft klarerweise nicht Eigentüme-

 
 
 

 
 
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rin der Liegenschaft sei. In materieller Hinsicht seien im Fall 1 die Einbruchspuren nicht doku-
mentiert und es sei auch nicht abgeklärt worden, ob diese mit dem betreffenden Werkzeug 
übereinstimmten. Im Fall 1.1 werde nicht gegen den Strafantrag opponiert, doch sei die Sach-
beschädigung hier nicht erstellt. In den Fällen 8 und 9 würden die Strafanträge auch die mini-
malsten Anforderungen an eine Unterschrift nicht erfüllen, weshalb sie ungültig seien.  
 
2.5. Die Staatsanwaltschaft führt in ihrem Plädoyer vom 25. Oktober 2023 zusammenge-
fasst aus, dass der Beschwerdeführer im Untersuchungsverfahren sowie vor Strafgericht zuge-
standen habe, die Hauseingangstüre mit einem Schraubenzieher geöffnet und beschädigt zu 
haben. Unbestritten sei auch, dass die Matratzen aus dem Kellerabteil behändigt worden seien. 
Soweit die Verteidigung in Bezug auf die Fälle 1 und 1.1 ausführe, eine Drittperson hätte die 
Sachbeschädigungen begehen können, sei somit auf die eigenen Depositionen des Beschuldig-
ten zu verweisen. Dieser habe bislang nie ausgesagt, dass die Türen bereits aufgebrochen ge-
wesen seien, als er die Liegenschaft betreten habe. Betreffend den Strafantrag im Fall 1 sei die 
Vorinstanz zu Recht der Argumentation der Verteidigung nicht gefolgt. Das Strafantragsrecht 
stehe vorliegend auch der Liegenschaftsverwaltung zu. Der gestellte Strafantrag könne sodann 
in Verbindung mit dem Polizeirapport eindeutig dem Fall 1 zugeordnet worden. In Bezug auf die 
Fälle 8 und 9 sei zu beachten, dass ein Strafantrag gemäss der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung auch in einem Polizeirapport gültig protokolliert werden könne und weder eine Un-
terschrift der geschädigten Person noch des Polizeibeamten erforderlich seien. Offensichtlich 
könne dem Beschuldigten vorliegend keine günstige Prognose gestellt werden, weshalb ein 
teilbedingter Vollzug der Strafe ausser Betracht falle. Im Übrigen werde auf die zutreffenden 
Ausführungen im vorinstanzlichen Urteil verwiesen.    
 
3. Sachverhalt und Beweiswürdigung  

3.1. Allgemeine Erwägungen zur Beweiswürdigung 

3.1.1. (…) 
 
3.2. Beschädigung von Eingangstüre und Kellerabteil (Fälle 1 und 1.1)  

3.2.1. Aus den Akten (act. 1263 ff.) folgt, dass zwischen dem 10. und dem 13. Oktober 2020 
jemand in die Liegenschaft Y.___weg 2 in Z.____ eingedrungen ist und sowohl die Hauptein-
gangstüre als auch ein Kellerabteil durch Einstechen mit einem Flachwerkzeug beschädigt hat, 
wobei ein Sachschaden von total CHF 550.– entstanden ist. Der Berufungskläger bestreitet im 
Berufungsverfahren, für die vorgenannten Beschädigungen verantwortlich zu sein. Demgegen-
über anerkennt er den Sachverhalt, wonach er sich unbefugt Zutritt zur Liegenschaft verschafft 
und im Keller zwei Matratzen behändigt habe, um sich darauf auszuruhen. Seine Anwesenheit 
an dieser Örtlichkeit ist sodann durch die DNA-Spur an einem Zigarettenstummel belegt 
(act. 1289 f.). Gemäss Aktennotiz der Staatsanwaltschaft vom 24. März 2022 (act. 1292.1) sei-
en die Matratzen aus dem Keller von F.____ behändigt worden. Anlässlich der polizeilichen 
Einvernahme als beschuldigte Person vom 4. Februar 2022 sagte der Berufungskläger aus, es 
sei möglich, dass er die Haupteingangstüre und das Kellerabteil mithilfe eines Flachwerkzeugs 
geöffnet habe, doch könne er sich nicht daran erinnern, in dieses Haus oder den Keller einge-

 
 
 

 
 
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drungen zu sein. Er habe auch nie etwas aus dem Kellerabteil entwendet. An die Matratzen 
könne er sich erinnern, doch habe er sie nicht aus dem "Keller" genommen, sondern aus einem 
"Raum" gezogen und danach unter der Treppe deponiert. Er wisse, dass er dort geschlafen 
habe und es sei möglich, dass der aufgefundene Zigarettenstummel von ihm stamme (act. 1293 
ff., act. 1317 ff.). Vor der Staatsanwaltschaft bestätigte der beschuldigte Berufungskläger am 
16. Februar 2022 sodann, dass er in die Liegenschaft Benzburgweg 2 in 4410 Liestal eingebro-
chen sei, indem er mit einem Flachwerkzeug das Schnappverschlussschloss der Hausein-
gangstüre zurückgeschoben und somit am Türrahmen einen Sachschaden von rund CHF 500.– 
verursacht habe. Die Hauseingangstüre habe er mit dem Schraubenzieher geöffnet und die 
Kellerabteiltür sei nicht verschlossen gewesen. Er habe auf den Matratzen übernachtet, wobei 
er nicht sicher sei, ob er diese vom Kellerabteil in einen anderen Raum gebracht habe 
(act. 1299 ff.). Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Strafgericht gab der Berufungskläger 
zu Protokoll, dass er sich an die Vorwürfe gemäss Anklageschrift nicht erinnern könne. Be-
treffend die Kellerräumlichkeiten könne er jedoch sagen, dass er "in dieses Blockhaus rein-
gegangen" sei und dort die Matratze geholt habe. Er habe indessen nichts mitgenommen 
(act. S 171). Vor den Schranken des Kantonsgerichts führte der Berufungskläger aus, dass er 
nicht mehr genau wisse, woher er die Matratzen behändigt habe. Es sei eine "Zelle" gewesen. 
Die Türe sei offen gestanden und er habe diese nicht mit Gewalt geöffnet. Auch die Hauptein-
gangstüre zum Treppenhaus sei offen gestanden. Er habe keine Sachen kaputt gemacht. 
Wahrscheinlich seien die Türen aufgebrochen worden, jedoch nicht von ihm. Er habe die Be-
schädigung der Haupteingangstüre zunächst eingestanden, weil er gehofft habe, er könne auf-
grund seiner Kooperation in der Haft schneller Kontakt zu seiner Familie aufnehmen. Auf Er-
gänzungsfrage der Verteidigung hin sagte der Berufungskläger schliesslich aus, dass sich die 
Matratzen in der Waschküche befunden hätten (Protokoll der kantonsgerichtlichen Hauptver-
handlung vom 25. Oktober 2023, S. 15 ff.).  
 
3.2.2. Die vorstehend zusammengefassten Depositionen, welche der Berufungskläger im 
Verlauf des Verfahrens getätigt hat, sind augenscheinlich widersprüchlich. Während er sich si-
tuativ an einzelne Elemente des Geschehens nicht erinnern konnte, gab er in Bezug auf die 
Behändigung und Verwendung der Matratzen teilweise detaillierte Aussagen zu Protokoll, die 
jedoch inhaltlich voneinander abweichen. Er soll diese Gegenstände einerseits nicht aus einem 
"Keller" behändigt, sondern aus einem "Raum gezogen", in einen anderen verbracht und 
schliesslich unter der Treppe deponiert haben. Andererseits soll er sie aus einer "Zelle" des 
Kellers genommen oder in der "Waschküche" vorgefunden haben. Weiter hat der Berufungsklä-
ger zunächst eingestanden, die Haupteingangstüre mit einem Flachwerkzeug aufgebrochen zu 
haben, während er später vorbringt, sowohl die Eingangstüre als auch das Kellerabteil seien 
offen gestanden, als er die Liegenschaft betreten habe. Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb 
dieser für die Strafbarkeit äusserst relevante Umstand vom Beschuldigten erst im Rahmen des 
Berufungsverfahrens hinreichend klar vorgebracht wird. Aufgrund der erstellten Anwesenheit 
des Berufungsklägers in der Liegenschaft zum Tatzeitpunkt, der übereinstimmenden Ein-
bruchspuren sowie den Depositionen anlässlich der Einvernahme vor der Staatsanwaltschaft 
vom 16. Februar 2022 bestehen für das Kantonsgericht keine relevanten Zweifel daran, dass 
der Berufungskläger sowohl die Haupteingangstüre als auch die Türe zum Kellerabteil von 

 
 
 

 
 
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F.____ mit einem Flachwerkzeug geöffnet, die Matratzen aus diesem Abteil herausgenommen 
und dabei den angeklagten Sachschaden verursacht hat. Die hiervon abweichenden und mehr-
fach revidierten Aussagen des Berufungsklägers sind demgegenüber als Schutzbehauptungen 
zu werten. Ergänzend kann diesbezüglich vollumfänglich auf die als zutreffend erachtete Be-
weiswürdigung der Vorinstanz (E. II.A.2.1) verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO).  
 
3.2.3. Soweit sich die Einwände des Beschuldigten gegen die vorinstanzliche Sachverhalts-
feststellung und Beweiswürdigung richten, erscheinen sie somit unbegründet, weshalb die Be-
rufung in diesem Punkt abzuweisen ist.  
 
4.  Rechtliche Würdigung  

4.1. Gültigkeit der Strafanträge (Fälle 1, 8 und 9) 

4.1.1. Hausfriedensbruch begeht und auf Antrag bestraft wird, wer gegen den Willen des Be-
rechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in 
einen unmittelbar zu einem Hause gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in ei-
nen Werkplatz unrechtmässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu 
entfernen, darin verweilt (Art. 186 StGB). Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums‑, Ge-
brauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, wird, 
auf Antrag, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 144 Abs. 1 
StGB). Gemäss Art. 30 Abs. 1 StGB kann jede Person, die durch die Tat verletzt worden ist, die 
Bestrafung des Täters beantragen. Verletzt ist, wer Träger des unmittelbar betroffenen Rechts-
guts ist. Dieser ergibt sich durch Auslegung des betreffenden Tatbestandes. In Bezug auf das 
unbefugte Eindringen in eine Liegenschaft durch Dritte ist nebst dem Mieter auch der Haus-
eigentümer antragsberechtigt (BGE 146 IV 320, E. 2). Handelt es sich nicht um höchstpersönli-
che Rechtsgüter, kann auch derjenige im Sinne von Art. 30 Abs. 1 StGB verletzt sein, in dessen 
Rechtskreis die Tat unmittelbar eingreift, sowie derjenige, dem eine besondere Verantwortung 
für die Erhaltung des Gegenstandes obliegt. Hinsichtlich der Sachbeschädigung hat das Bun-
desgericht die Antragsberechtigung in diesem Sinne auch auf den Mieter bzw. jeden Berechtig-
ten, der die Sache nicht mehr gebrauchen kann, ausgedehnt (BGE 144 IV 49, E. 1.2). Daraus 
folgt, dass vorliegend das Strafantragsrecht betreffend Hausfriedensbruch und Sachbeschädi-
gung in den Fällen 1, 8 und 9 sowohl den Eigentümern als auch den Mietern der betreffenden 
Liegenschaften zusteht.  
 

4.1.2. Der Strafantrag ist bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder der Übertretungsstraf-
behörde schriftlich einzureichen oder mündlich zu Protokoll zu geben (Art. 304 Abs. 1 StPO). 
Nach der Praxis des Bundesgerichts liegt ein gültiger Strafantrag vor, wenn die antragsberech-
tigte Person innert Frist bei der nach kantonalem Recht zuständigen Behörde und in der vorge-
schriebenen Form ihren bedingungslosen Willen zur Strafverfolgung des Täters so erklärt, dass 
das Strafverfahren ohne weitere Willenserklärung weiterläuft. Dazu ist erforderlich, dass der 
Sachverhalt, der verfolgt werden soll, zweifelsfrei umschrieben wird. Hingegen ist es nicht Sa-
che der antragsstellenden Person, den Sachverhalt rechtlich zu qualifizieren (BGer Urteil 
6B_267/2008, E. 3.1.1, m.w.H.). Ein mündlicher Strafantrag kann auch in einem Polizeirapport 

 
 
 

 
 
Seite 11   

protokolliert werden, wobei die Unterschrift des rapportierenden Polizeibeamten nicht zwingend 
ist. Entscheidend ist, dass aus dem Rapport hervorgeht, wer diesen verfasst hat. Ebenfalls nicht 
erforderlich ist, dass die Anzeige erstattende Person das Protokoll unterzeichnet (BGE 145 IV 
190, E. 1.3 und 1.4). Mit Blick auf die vorstehend zitierte Rechtsprechung ist zu konstatieren, 
dass im Fall 1 ein am 14. Oktober 2020 unterzeichnetes Formular mit einem Strafantrag gegen 
Unbekannt wegen aller in Frage kommender Delikte vorliegt (act. 353). In Verbindung mit dem 
Anzeigerapport der Polizei Basel-Landschaft vom 19. November 2020 (1263 ff.), der den De-
liktszeitraum, das Tatobjekt sowie die Person der Antragstellerin nennt, lässt sich der Strafan-
trag eindeutig dem Einbruch in die Liegenschaft am Y.___weg 2 in Z.____ zuordnen. Zumal der 
Antrag in einem Polizeirapport gültig verurkundet werden kann, ist es für die Umschreibung des 
zu verfolgenden Sachverhalts auch nicht erforderlich, dass dieser bereits im Formular vom 
14. Oktober 2020 detailliert umschrieben wird. Hinsichtlich der Fälle 8 und 9 ist zu erwägen, 
dass die polizeilich rapportierten Anträge vom 18. Dezember 2021 (act. 521, 549) in Verbindung 
mit den betreffenden Polizeirapporten vom 8. Januar 2022 (act. 1869 ff.) und 4. Februar 2022 
(act. 1965 ff.) den vorstehend genannten Formerfordernissen genügen und sowohl in zeitlicher 
wie auch in örtlicher Hinsicht den betreffenden Sachverhalten zuordenbar sind. Eine hand-
schriftliche Unterschrift ist hier gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entgegen der 
Auffassung des Beschuldigten nicht erforderlich. Somit liegen in den Fällen 1, 8 und 9 in Bezug 
auf die Tatbestände des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung gültige Strafanträge 
vor.   
 
4.1.3. Weiter ist für den Fall 1 zu prüfen, ob das Strafantragsrecht durch die B.____ AG als 
Liegenschaftsverwalterin, vertreten durch die Immobilienbewirtschafterin G.____, gültig ausge-
übt worden ist. Das Hausrecht zählt nicht zu den höchstpersönlichen Rechtsgütern und ist in 
Bezug auf die Antragsberechtigung wie ein Vermögensrecht zu behandeln. Das Recht, Strafan-
trag zu stellen, kann somit auch von einem Vertreter ausgeübt werden (Vertretung in der Erklä-
rung, Antragsbefugnis). Hierfür genügt die Erteilung einer generellen Vollmacht. Dem Vertreter 
kann darüber hinaus auch die Entscheidung übertragen werden, ob er Strafantrag stellen will 
(Vertretung im Willen). Dies gilt auch für das vom Tatbestand der Sachbeschädigung geschütz-
te Eigentumsrecht. Die Ermächtigung des Vertreters zur Antragstellung darf namentlich dann 
angenommen werden, wenn das betreffende Delikt materielle Rechtsgüter verletzt, mit deren 
Wahrung oder Verwaltung der Vertreter allgemein betraut ist. Bei juristischen Personen sind 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sodann all jene Personen berechtigt, wegen 
eines Deliktes gegen das Vermögen der juristischen Person in deren Vertretung Strafantrag zu 
stellen, die ausdrücklich oder stillschweigend damit beauftragt sind, die infrage stehenden Inte-
ressen der juristischen Person zu wahren bzw. den betreffenden Vermögenswert zu verwalten. 
Massgebend ist, dass der Strafantrag dem Willen der Gesellschaftsorgane nicht widerspricht 
und von diesen genehmigt werden kann (BGer Urteil 6B_295/2020 vom 22. Juli 2020, E. 1.4, 
m.w.H.). Liegenschaftsverwaltungen sind dazu befugt, die Interessen des Eigentümers in Be-
zug auf die Immobilie zu wahren und diesen gegenüber Drittpersonen zu vertreten. Daher be-
dürfen sie zur Stellung eines Strafantrags keiner besonderen Ermächtigung, soweit Vermögens-
rechte im Zusammenhang mit den verwalteten Liegenschaften beeinträchtigt worden sind. 
Wenn im Falle eines Einbruchdiebstahls die Liegenschaftsverwaltung Anzeige erstattet und 

 
 
 

 
 
Seite 12   

Strafantrag wegen aller in Frage kommender Delikte stellt, ist somit offensichtlich, dass dabei 
namens und im Auftrag der Eigentümerschaft gehandelt wird. Für die Gültigkeit des Strafan-
trags sind in solchen Fällen weder das Einreichen einer expliziten Vollmacht noch die Nennung 
der Person des Eigentümers auf dem Antragsformular erforderlich. Auch vom Vermieter wird 
praxisgemäss zu Recht nicht verlangt, dass er seine Antragsberechtigung durch Vorlage eines 
Mietvertrags nachweist. Ebenso wenig muss der antragstellende Ehegatte Belege zu den Ei-
gentumsverhältnissen einer ehelich bewohnten Liegenschaft beibringen. Gleichermassen kann 
von der im Namen einer Liegenschaftsverwaltung handelnden Person nicht gefordert werden, 
dass sie sich stets mittels Vorlage einer Urkunde als Vertreterin sowohl der Verwaltung als auch 
der Eigentümerschaft ausweist. So lange keine konkreten Anhaltspunkte für ein Auftreten als 
"falsus procurator" oder einen Missbrauch der Vollmacht bestehen, greift hier die natürliche 
Vermutung, dass die antragstellende Person von der Eigentümerschaft hinreichend legitimiert 
ist und in deren Interesse handelt. Somit hat vorliegend G.____ als Vertreterin der Liegen-
schaftsverwaltung (B.____ AG) mit Formular datierend vom 14. Oktober 2020 (act. 353) für die 
Eigentümerin (H.____) gültig einen Strafantrag gestellt.  
 

4.1.4. Im Ergebnis ist somit zu konstatieren, dass das Erfordernis des Strafantrags für die 
Tatbestände des Hausfriedensbruchs und der Sachbeschädigung in den Fällen 1, 8 und 9 er-
füllt ist. Daher erweist sich die Berufung des Beschuldigten in diesem Punkt als unbegründet, 
weshalb sie abzuweisen ist.  
 
4.2. Würdigung der angeklagten und erstellten Delikte  

In Bezug auf die rechtliche Würdigung des angeklagten und erstellten Sachverhalts kann vor-
liegend vollumfänglich auf die korrekten Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil (E. II.A.4) ver-
wiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Die Schuldsprüche gemäss Dispositiv-Ziffer 1 des Urteils 
des Strafgerichts vom 25. November 2022 sind somit zu bestätigen und unverändert als Be-
standteil dieses Urteils zu erklären.    
 
5. Strafzumessung 

5.1. Bemessung der Freiheitsstrafe 

Die vorinstanzliche Strafzumessung (vgl. E. III des strafgerichtlichen Urteils vom 25. November 
2022) wird vom Berufungskläger inhaltlich nicht beanstandet. Die Reduktion der Strafe wird 
einzig mit den beantragten Freisprüchen in den Fällen 1, 8 und 9 begründet. Angesichts der 
vollumfänglichen Bestätigung der vom Strafgericht ausgefällten Schuldsprüche sind die Sankti-
onswahl sowie die konkrete Bemessung der Freiheitsstrafe (Art. 41 und Art. 47 ff. StGB) man-
gels gesonderter Teilanfechtung durch das Kantonsgericht nicht zu überprüfen (vgl. vorstehen-
de E. II.1.2).  
 
5.2. Teilbedingter Vollzug der Freiheitsstrafe 

Aufgrund der Bestätigung der vorinstanzlich ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 37 Monaten 
fällt auch die vom Beschuldigten berufungsweise beantragte Gewährung des teilbedingten 

 
 
 

 
 
Seite 13   

Strafvollzugs (Art. 43 StGB) ausser Betracht. Im Sinne einer Eventualerwägung kann jedoch 
festgehalten werden, dass dem Berufungskläger angesichts der erheblichen Vorstrafenbe-
lastung sowie der Delinquenz während laufender Probezeiten (vgl. act. 5 ff.) keine günstige und 
insbesondere nicht die vorliegend gemäss Art. 42 Abs. 2 StGB geforderte "besonders günstige" 
Prognose gestellt werden kann. Die Beziehung zu seiner Verlobten sowie die Geburt des ge-
meinsamen Kindes zeigten seitens des Berufungsklägers offenbar keine hinreichend spezial-
präventive Wirkung, ansonsten er nicht ungeachtet der Schwangerschaft seiner Verlobten und 
der bevorstehenden Familiengründung weitere Einbruchdiebstähle verübt hätte. Der teilbeding-
te Vollzug könnte somit auch bei einem Strafmass von unter 36 Monaten klarerweise nicht ge-
währt werden. Die Berufung des Beschuldigten ist daher vollumfänglich abzuweisen.     
 
5.3. Anrechnung des vorzeitigen Strafvollzugs  

Das Gericht rechnet die Untersuchungshaft, die der Täter während dieses oder eines anderen 
Verfahrens ausgestanden hat, auf die Strafe an. Ein Tag Haft entspricht einem Tagessatz 
Geldstrafe (Art. 51 StGB). Nach Art. 110 Abs. 7 StGB ist Untersuchungshaft jede in einem 
Strafverfahren verhängte Untersuchungs-, Sicherheits- und Auslieferungshaft. Ohne jede Ein-
schränkung anzurechnen ist auch der vorzeitig angetretene Strafvollzug (Art. 75 Abs. 2 StGB). 
In Aktualisierung des vorinstanzlichen Urteils ist die vom 17. Dezember 2021 bis zum 11. März 
2022 ausgestandene Untersuchungshaft sowie der seit dem 11. März 2022 ausgestandene 
vorzeitige Strafvollzug im Umfang von insgesamt 678 Tagen an die Freiheitsstrafe anzurech-
nen. Dementsprechend ist Ziffer 1 des strafgerichtlichen Urteilsdispositivs vom 25. November 
2022 von Amtes wegen anzupassen.  
 
III. Kosten 

(…)

 
 
 

 
 
Seite 14   

Demnach wird erkannt: 

://: I. Das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 25. November 
2022, auszugsweise lautend: 
 
"1. A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls, des mehrfachen 

Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfa-
chen Hausfriedensbruchs sowie des mehrfachen Verweisungs-
bruchs schuldig erklärt und verurteilt, 

 
 als Gesamtstrafe unter Einbezug der durch die Rückversetzung 

in den Strafvollzug zu vollziehenden Reststrafe von 121 Tagen 
betreffend die mit Urteilen des Bezirksgerichts Zürich vom 
9. Januar 2020, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 
5. Februar 2020 und der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 
17. März 2020 ausgefällten Sanktionen (vgl. Ziff. 3 nach-
folgend), 

 
 zu einer Freiheitsstrafe von 37 Monaten,  
 
 unter Anrechnung der vom 17. Dezember 2021 bis 11. März 

2022 ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des seit dem 
11. März 2022 ausgestandenen vorzeitigen Strafvollzugs von 
insgesamt 343 Tagen, 

 
 in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 StGB (teilweise i.V.m. 

Art. 139 Ziff. 2 StGB), Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 186 StGB, 
Art. 291 Abs. 1 StGB, Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 
StGB sowie Art. 89 Abs. 1 und Abs. 6 StGB. 

 
 2.  A.____ wird in Ziff. 1 der Anklageschrift im Fall 1.1 vom Vorwurf 

des Diebstahls sowie in den Fällen 2 bis 2.9 von sämtlichen 
Vorwürfen freigesprochen. 

 
 3. In Anwendung von Art. 89 Abs. 1 StGB wird bezüglich der Rest-

strafe von 121 Tagen, welche nach der bedingten Entlassung 
vom 12. Juli 2020 betreffend die Urteile des Bezirksgerichts Zü-
rich vom 9. Januar 2020, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
vom 5. Februar 2020 und der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
vom 17. März 2020 verbleibt, die Rückversetzung von A.____ in 
den Strafvollzug angeordnet und es wird in Anwendung von 
Art. 89 Abs. 6 StGB eine Gesamtstrafe gebildet. 

 

 
 
 

 
 
Seite 15   

 4. A.____ wird in Anwendung von Art. 66a StGB und Art. 66b 
Abs. 1 StGB für die Dauer von 20 Jahren des Landes verwie-
sen. 

 
 5. Es wird festgestellt, dass sich A.____ seit dem 11. März 2022 

im vorzeitigen Strafvollzug befindet (Art. 236 StPO). 
 
 6. Folgende beschlagnahmte Gegenstände werden in Anwendung 

von Art. 69 Abs. 1 StGB und Art. 70 Abs. 1 StGB zur Verwer-
tung oder in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 und Abs. 2 StGB 
sowie teilweise zufolge Verzichts zur Vernichtung eingezogen:  

 
 - Ohrstecker, silbern, Schiffssteuerrad, Pos. 1.18 (G93667) 
 - Halskette, rosegold, mehrere Anhänger, Pos. 1.34 (G93670) 
 - Halskette, silbern, 2 Anhänger, Pos. 1.38 (G93671) 
 - Halskette, silbern, ohne Anhänger, Pos. 1.39 (G93672) 
 - Halskette, gold, ohne Anhänger, Pos. 1.44 (G93673) 
 - Halskette, gold, mit weissen Steinchen, Pos. 1.45 (G93674) 
 - Halskette, gold, mit runden Steinchen, Pos. 1.46 (G93675) 
 - Halskette, gold, mit goldenen Kugeln, Pos. 1.47 (G93676) 
 - Fingerring, gold, Pos. 1.52 (G93677) 
 - Fingerring, gold, Pos. 1.53 (G93678) 
 - Fingerring, gold, Pos. 1.54 (G93679) 
 - Fingerring, gold, mit Kreisplatte 5 mm, Pos. 1.59 (G93680) 
 - Fingerring, gold, mit Kreisplatte 9 mm, Pos. 1.60 (G93681) 
 - Fingerring, gold, Kreisring, 15 mm, Pos. 1.61 (G93682) 
 - Quittungen Lyca Mobile Plus, Pos. 1.63 (G93683) 
 - Notizzettel mit Telefonnummer «(…)», Pos. 1.64 (G93684) 
 - Schraubenzieher Wiha, Pos. 1.66 (G93685) 
 
 Die beschlagnahmten Schmuckstücke werden mangels Fest-

stellung der berechtigten Personen zur Anmeldung von Ansprü-
chen nach Art. 267 Abs. 6 StPO i.V.m. Art. 70 Abs. 4 StGB öf-
fentlich ausgeschrieben. Im Übrigen werden die Gegenstände 
vernichtet. 

 
 7. Von den beschlagnahmten Bargeldbeträgen werden in Anwen-

dung von Art. 70 Abs. 1 StGB CHF 3'400.00 sowie EUR 130.00 
eingezogen und der Geschädigten E.____ zur Wiederherstel-
lung des rechtmässigen Zustandes ausgehändigt. 

 
 Die restlichen beschlagnahmten Bargeldbeträge von 

CHF 110.00 (G93664), EUR 345.00 (G93665), tschechische 

 
 
 

 
 
Seite 16   

Krone 100.00 (G93661), tunesische Dinar 10.00 (G93662) und 
ägyptische Pfund 1.00 (G93666) bzw. deren Gegenwert in 
Schweizer Franken werden in Anwendung von Art. 442 Abs. 4 
in Verbindung mit Art. 268 StPO an die Verfahrenskosten ange-
rechnet. Sofern ein Umtausch in Schweizer Franken nicht mög-
lich sein sollte, werden die betreffenden Beträge nach Rechts-
kraft an A.____ z.H. der Effekten zurückgegeben. 

 
 8. Die beschlagnahmten Reka-Checks im Wert von CHF 200.00 

(G93663) werden nach Rechtskraft unter Aufhebung der Be-
schlagnahme an die Geschädigte E.____ herausgegeben. 

 
 9. Folgende beschlagnahmte Gegenstände werden nach Rechts-

kraft unter Aufhebung der Beschlagnahme gestützt auf Art. 267 
Abs. 1 und Abs. 3 StPO an A.____ z.H. der Effekten herausge-
geben: 

 
  - Armkette, silbern, Pos. 1.26 (G93668) 
 - 1 Paar Nike Schuhe Airmax, Pos. 1.67 (G93686) 
 
 10. Die beschlagnahmte Armbanduhr, Tag Heuer, Pos. 1.27 

(G93669) wird, sofern unzweifelhaft ein Original vorliegt, ge-
mäss Art. 268 StPO und Art. 267 Abs. 3 StPO zur Verwertung 
eingezogen. Ein allfälliger Verwertungserlös ist gemäss Art. 442 
Abs. 4 StPO an die Verfahrenskosten anzurechnen. 

 
 11. A.____ wird gemäss Art. 124 Abs. 3 StPO bei der Anerkennung 

der nachfolgend genannten Zivilforderungen behaftet: 
 
 - I.____: Zivilforderungen in Höhe von CHF 2’078.35 (Fall 5) 
 - J.____: Zivilforderung in Höhe von CHF 671.00 (Fall 9) 
 
 Die Schadenersatzmehrforderungen I.____ (Fall 5.) werden auf 

den Zivilweg verwiesen. 
 
 12. Folgende Zivilforderungen werden in Anwendung von Art. 126 

Abs. 2 lit. b StPO auf den Zivilweg verwiesen: 
 
 - B.____ AG: unbezifferte Zivilforderung (Fall 1) 
 - C.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 1.1) 
 - D.____: Zivilforderung in Höhe von CHF 11'815.00 (Fall 3) 
 - E.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 8) 
 

 
 
 

 
 
Seite 17   

 13. Folgende Zivilforderungen werden in Anwendung von Art. 126 
Abs. 1 lit. a und lit. b StPO abgewiesen: 

 
 - K.____ AG: Zivilforderung in Höhe von CHF 799.15 (Fall 2) 
 - L.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 2.2) 
 - M.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 2.3) 
 - N.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 2.5) 
 - O.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 2.6) 
 - P.____: unbezifferte Zivilforderung (Fall 2.7) 
 
 14. Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vor-

verfahrens von CHF 22'947.00, den Kosten des Zwangs-
massnahmengerichts von CHF 500.00 sowie der Gerichtsge-
bühr von CHF 8'000.00, abzüglich der anzurechnenden Vermö-
genswerte (vgl. Ziff. 7 und Ziff. 10.), gehen teilweise zufolge 
Freispruchs und im Übrigen in Anwendung von Art. 425 StPO 
sowie § 4 Abs. 3 GebT zufolge Uneinbringlichkeit vollumfänglich 
zu Lasten des Staates. 

 
 15. Das Honorar des amtlichen Verteidigers von A.____, Advokat 

Reto Gantner, in Höhe von insgesamt CHF 8'362.40 (inkl. Aus-
lagen und Mehrwertsteuer) wird aus der Gerichtskasse entrich-
tet.  

 
 16. (…)"  
 

  wird von Amtes wegen in Ziffer 1 wie folgt neu gefasst: 
 
1. A.____ wird des gewerbsmässigen Diebstahls, des mehrfachen 

Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfa-
chen Hausfriedensbruchs sowie des mehrfachen Verweisungs-
bruchs schuldig erklärt und verurteilt, 

 
 als Gesamtstrafe unter Einbezug der durch die Rückversetzung 

in den Strafvollzug zu vollziehenden Reststrafe von 121 Tagen 
betreffend die mit Urteilen des Bezirksgerichts Zürich vom 
9. Januar 2020, der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 
5. Februar 2020 und der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 
17. März 2020 ausgefällten Sanktionen (vgl. Ziff. 3 nach-
folgend), 

 
 zu einer Freiheitsstrafe von 37 Monaten,  
 

 
 
 

 
 
Seite 18   

 unter Anrechnung der vom 17. Dezember 2021 bis 11. März 
2022 ausgestandenen Untersuchungshaft sowie des seit dem 
11. März 2022 ausgestandenen vorzeitigen Strafvollzugs von 
insgesamt 678 Tagen, 

 
 in Anwendung von Art. 139 Ziff. 1 StGB (teilweise i.V.m. 

Art. 139 Ziff. 2 StGB), Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 186 StGB, 
Art. 291 Abs. 1 StGB, Art. 40 StGB, Art. 49 Abs. 1 StGB, Art. 51 
StGB sowie Art. 89 Abs. 1 und Abs. 6 StGB. 

 
  Im Übrigen wird das vorinstanzliche Urteil in Abweisung der Beru-

fung des Beschuldigten in den Dispositiv-Ziffern 1, 2, 12 und 14 
sowie in den rechtskräftigen Dispositiv-Ziffern 3 - 11, 13, 15 und 16 
vollumfänglich bestätigt und unverändert als Bestandteil dieses 
Urteils erklärt. 
 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 15'250.–, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von 
CHF  15'000.– und Auslagen von CHF 250.–, gehen zu Lasten des 
Beschuldigten. 
 

 III. Zufolge Bewilligung der amtlichen Verteidigung für das Rechts-
mittelverfahren wird dem Verteidiger des Beschuldigten, Advokat 
Reto Gantner, ein Honorar von CHF 4'109.75 (inklusive Auslagen) 
zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer von CHF 316.45, insgesamt somit 
CHF 4'426.20, aus der Gerichtskasse entrichtet. 
 
Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für 
die amtliche Verteidigung zurückzuzahlen sowie der amtlichen Vertei-
digung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem 
vollen Honorar zu erstatten, sobald es seine wirtschaftlichen Verhält-
nisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a und lit. b StPO). 
 

 IV. [Mitteilungen] 
 
  

 
 
 

 
 
Seite 19   

 

Präsident 
 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
Bryan Smith 

 

 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.