# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a31ba68b-9102-5963-a7ba-0bc819f725b4
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-12-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.12.2010 SK.2010.18
**Docket/Reference:** SK.2010.18
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2010-18_2010-12-14

## Full Text

In Umlaufsetzen falschen Geldes, Erwerben und Lagern falschen Geldes.;;In Umlaufsetzen falschen Geldes, Erwerben und Lagern falschen Geldes.;;In Umlaufsetzen falschen Geldes, Erwerben und Lagern falschen Geldes.;;In Umlaufsetzen falschen Geldes, Erwerben und Lagern falschen Geldes.

Entscheid vom 14. Dezember 2010 
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Miriam Forni, Vorsitzende, 
Stephan Blättler und Nathalie Zufferey, 
Gerichtsschreiber Thomas Held. 

Parteien  
BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch  
Hansjörg Stadler, Staatsanwalt des Bundes,  
 

 gegen 

 
 A., erbeten verteidigt durch Rechtsanwältin Séverine 

Zimmermann. 
 

Gegenstand 
 

In Umlaufsetzen falschen Geldes, Erwerben und La-
gern falschen Geldes. 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  SK.2010.18 
 

 

 

- 2 - 

Anträge der Bundesanwaltschaft (cl. 8 pag. 8.920.8-9): 

1. Der Angeklagte A. sei schuldig zu sprechen: 

– des in Umlaufsetzens falschen Geldes in der Höhe von USD 500.– (5x100) ge-
mäss Art. 242 Abs. 1 StGB, am 28. Februar 2008 in Zürich; 

– des mehrfachen Erwerbens und Lagerns falschen Geldes in der Höhe von ins-
gesamt USD 50'500.– ([500+1+4]x100) und EUR 500.– (3x100 und 1x200) ge-
mäss Art. 244 Abs. 1, evt. Abs. 2 StGB, in der Zeit einige Tage vor dem 
28. Februar 2008 bis spätestens am 17. März 2009, Z. und anderswo. 

2. Der Angeklagte sei zu verurteilen: 

–  zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten;  

– zur Bezahlung einer Ersatzforderung an den Staat im Sinne von Art. 71 Abs. 1 
StGB von EUR 2'000.–, ausmachend CHF 2'608.80 zum Tageskurs vom 
9. Dezember 2010 beziehungsweise zum heutigen Tageskurs (teilweiser Ge-
genwert für die vom Angeschuldigten an B. übergebenen beziehungsweise ver-
kauften mindestens 44'500.– falschen US-Dollar); 

– zur Bezahlung der Verfahrenskosten von CHF 18'717.80 sowie den Gerichts-
kosten in vom Gericht zu bestimmender Höhe. 

3. Die beschlagnahmten gefälschten neun 100er US-Dollar Blüten mit den Serien-
nummern L67248354A, L67248353A, J90897381G, A43545716D, B42425524E, 
E35576430F, J16601949G, J90897381G und J90897381G seien gemäss Art. 69 
Abs. 2 und Art. 249 Abs. 1 StGB zwecks Vernichtung einzuziehen. 

4. Der Staatsanwaltschaft in Memmingen (D) sei der begründete Entscheid schrift-
lich mitzuteilen. 

 

Anträge der Verteidigung (cl. 8 pag. 8.920.10): 

1. Der Angeklagte sei vollumfänglich freizusprechen. 

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. 

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Sachverhalt: 

A. Die Kantonspolizei Zürich nahm am 28. Februar 2008 Ermittlungen gegen A., der 
bis zur Namensänderung am 28. Januar 2009 mit Familienname C. hiess, wegen 
des Verdachts des in Umlaufsetzens von Falschgeld im Gesamtbetrag von 
USD 500.– (cl. 2 pag. 10.2.1 ff.) auf. Am 30. März 2008 übersandte sie ihren 
Rapport nebst der sichergestellten fünf 100-USD-Noten dem Bundesamt für Po-
lizei, Kommissariat Falschgeld (cl. 2 pag. 10.2.6). Der Rapport der Bundeskrimi-
nalpolizei ging bei der Bundesanwaltschaft am 22. April 2008 ein. Die Bundes-
anwaltschaft übertrug mit Verfügung vom 28. April 2008 das Strafverfahren der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich (cl. 1 pag. 1.1 ff.). 

B. Mit Initiativmitteilung vom 12. Januar 2009 informierte die Staatsanwaltschaft 
Memmingen (D) die Bundesanwaltschaft, dass im Rahmen eines bei ihr geführ-
ten Strafverfahrens (211Js7649/08) gegen den in Deutschland wohnhaften D. 
wegen Geldfälschungsdelikten der Verdacht bestehe, A. habe sich hieran betei-
ligt und übermittelte der Bundesanwaltschaft rechtshilfeweise Kopien  
des in Deutschland geführten Strafverfahrens zur weiteren Verwendung (cl. 1 
pag. 5.4–59). Die Bundesanwaltschaft eröffnete am 22. Januar 2009 ein ge-
richtspolizeiliches Ermittlungsverfahren gegen A. wegen des Verdachts des in 
Umlaufsetzens falschen Geldes im Sinne von Art. 242 i. V. m. Art. 250 StGB 
(cl. 1 pag. 1.1.1) und hob mit Verfügung vom 11. Februar 2009 die Delegation 
des Strafverfahrens gegen A. an den Kanton Zürich wieder auf (cl. 1 pag. 2.4 ff.).  

C. Anlässlich von zwei am 17. März 2009 durchgeführten Hausdurchsuchungen 
wurden am Wohndomizil von A. in Z. unter anderem vier mutmasslich gefälschte 
Banknoten à USD 100.– beschlagnahmt (cl. 1 pag. 8.1.23 ff.; 8.3.8 ff.). A. wurde 
anlässlich der Hausdurchsuchungen und der folgenden Befragung am 
17. März 2009 von 07.45 bis 15.15 Uhr in Polizeihaft gesetzt (cl. 1 pag. 6.1.1 ff.).  

D. Mit Verfügung vom 23. März 2009 dehnte die Bundesanwaltschaft das gerichts-
polizeiliche Ermittlungsverfahren gegen A. auf den Tatbestand des Einführens, 
Erwerbens und Lagerns falschen Geldes im Sinne von Art. 244 Abs. 1 i. V. m. 
Art. 250 StGB aus (cl. 1 pag. 1.2.1). Die Voruntersuchung gegen A. wurde am 
15. Oktober 2009 eröffnet (cl. 1 pag. 4.5 f.). Mit Verfügung vom 3. Mai 2010 be-
schlagnahmte das Eidgenössische Untersuchungsrichteramt die fünf von der 
Kantonspolizei Zürich am 28. Februar 2008 sichergestellten Banknoten à 
USD 100.– (cl. 1 pag. 8.1.36 ff.). Der Schlussbericht datiert vom 12. August 2010 
(cl. 1 pag. 4.10 ff.). 

E. Die Bundesanwaltschaft erhob am 27. August 2010 bei der Strafkammer des 
Bundesstrafgerichts Anklage gegen A. wegen in Umlaufsetzens (Art. 242 Abs. 1 

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i. V. m. Art. 250 StGB) und Lagerns falschen Geldes (Art. 244 i. V. m. Art. 250 
StGB; cl. 8 pag. 8.100.1 ff.). 

F. Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte die Strafkammer des Bundesstrafge-
richts von Amts wegen Steuerunterlagen (cl. 8 pag. 8.271.11 ff.), einen Betrei-
bungsregisterauszug (cl. 8 pag. 8.271.4 f.) sowie Strafregisterauszüge aus der 
Schweiz (cl. 8 pag. 8.231.5), Deutschland (cl. 8 pag. 8.231.7), Schweden (cl. 8 
pag. 8.231.58) und Luxemburg (cl. 8 pag. 8.231.56) lautend auf A. sowie C. ein 
und zog das von der Deutschen Bundesbank im Strafverfahren 211Js7649/08 
der Staatsanwaltschaft Memmingen (D) gegen D. erstellte Falschgeldgutachten 
bezüglich der in jenem Verfahren sichergestellten Banknoten bei (cl. 8 
pag. 8.442.12 ff.). Zudem beauftragte die Strafkammer das Bundesamt für Poli-
zei, Zentralstelle zur Bekämpfung der Falschmünzerei, mit der Analyse bezüglich 
der neun im gegenständlichen Strafverfahren sichergestellten Banknoten à 
USD 100.–. Der Bericht wurde am 29. November 2010 erstellt (cl. 8 
pag. 8.441.3 ff.). 

G. Am 6. Dezember 2010 reichte die Bundesanwaltschaft eine „Ergänzung/Ände-
rung der Anklageschrift vom 27. August 2010“ ein (cl. 8 pag. 8.110.1 ff.). Die Ver-
teidigerin des Angeklagten verzichtete mit Eingabe vom 10. Dezember 2010 auf 
eine Vernehmlassung hierzu (cl. 8 pag. 8.521.4). 

H. Die Hauptverhandlung fand am 13. und 14. Dezember 2010 in Anwesenheit der 
Parteien vor der Strafkammer des Bundesstrafgerichts am Sitz des Gerichts 
statt. Anlässlich der Hauptverhandlung informierte die Vorsitzende die Parteien, 
dass sich das Gericht vorbehalte, den dem Angeklagten vorgeworfenen Sach-
verhalt vom 28. Februar 2008 (Teil der Anklageziffer I.1 der Anklageschrift vom 
27. August 2010) nicht nur als Versuch, sondern auch als vollendetes in Umlauf-
setzen von Falschgeld zu würdigen. 

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Die Strafkammer erwägt:  

1.  Zuständigkeit 

1.1 Die dem Angeklagten von der Bundesanwaltschaft zur Last gelegten Straftat-
bestände des in Umlaufsetzens sowie des Einführens, Erwerbens und Lagerns 
von Falschgeld unterstehen der Bundesgerichtsbarkeit (Art. 336 Abs. 1 lit. e 
StGB i. V. m. Art. 26 lit. a SGG i. V. m. Art. 242 und Art. 244 StGB). Dies gilt 
auch für ausländisches Geld und Wertzeichen (Art. 250 StGB).  

1.2 Den Bestimmungen des StGB ist unterworfen, wer in der Schweiz ein Verbre-
chen oder Vergehen verübt (Art. 3 Abs. 1 StGB). Wer im Ausland ein Verbre-
chen oder Vergehen begeht, zu dessen Verfolgung sich die Schweiz durch ein 
internationales Übereinkommen verpflichtet hat, ist dem StGB unterworfen, 
wenn die Tat auch am Begehungsort strafbar ist und der Täter sich in der 
Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird (Art. 6 Abs. 1 lit. a und b StGB). 
Am 30. Dezember 1948 hat die Schweiz das internationale Abkommen zur Be-
kämpfung der Falschmünzerei (SR 0.311.51) ratifiziert, welches am 1. April 
1949 in Kraft getreten ist. Dem Abkommen beigetreten sind auch Deutschland 
und Österreich. Gemäss Art. 9 des genannten Abkommens soll ein Ausländer, 
der eine strafbare Falschgeldhandlung im Ausland begangen hat und sich im 
Gebiet eines Landes befindet, dessen Gesetzgebung als allgemeine Regel die 
Strafverfolgung von Auslandstaten zulässt, ebenso bestraft werden, wie wenn 
er die Tat im Gebiet dieses Landes begangen hätte, wobei die Pflicht zur Straf-
verfolgung nur besteht, wenn ein Ersuchen um Auslieferung gestellt worden ist, 
und der ersuchte Staat wegen eines Umstandes, der mit der Tat selbst nicht 
zusammenhängt, die Auslieferung nicht durchführen kann. 

1.2.1 Soweit die Bundesanwaltschaft dem Angeklagten in Anklageziffer I.1 der An-
klageschrift vom 27. August 2010 vorwirft, „an einem nicht näher bestimmbaren 
Datum zwischen dem 08.03.2008 und dem 17. bzw. 18.05.2008 im Grenzgebiet 
Schweiz/Deutschland/Österreich in unbestimmten Malen mindestens 443 ge-
fälschte Banknoten an B.“ übergeben zu haben, haben weder Deutschland 
noch Österreich ein Auslieferungsgesuch gestellt. Zudem sind keine Gründe für 
eine allfällige Verweigerung der Auslieferung seitens der Schweiz ersichtlich. 
Somit ist für die dem Angeklagten vorgeworfenen Handlungen, soweit er diese 
in Deutschland oder Österreich und nicht in der Schweiz begangen haben soll, 
die Zuständigkeit der schweizerischen Behörden für die Verfolgung und Beurtei-
lung nicht gegeben, weshalb das Verfahren in diesem Zusammenhang einzu-
stellen ist (Art. 168 Abs. 2 BStP). 

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2.  Ergänzung/Änderung der Anklageschrift 

2.1 Nach Anklageerhebung reichte die Bundesanwaltschaft beim Bundesstrafge-
richt mit Schreiben vom 6. Dezember 2010 eine „Ergänzung/Änderung der An-
klageschrift vom 27. August 2010“ ein (cl. 8 pag. 8.110.1 ff.). Die in der ur-
sprünglichen Anklageschrift angeklagten Sachverhalte wurden teilweise geän-
dert beziehungsweise ergänzt, oder die Sachverhalte wurden anders rechtlich 
gewürdigt. Der Angeklagte verzichtete auf eine Stellungnahme und erhob dies-
bezüglich auch anlässlich der Hauptverhandlung keine Einwendungen (cl. 8 
pag. 8.521.4 und 8.920.2). 

2.2 Der aus Art. 29 Abs. 2 und Art. 32 Abs. 2 BV sowie Art. 6 Ziff. 1 und Ziff. 3 lit. a 
und b EMRK abgeleitete Anklagegrundsatz besagt, dass die Anklage das Pro-
zessthema fixiert. Demnach können Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens 
sowie des Urteils nur Sachverhalte sein, die der beschuldigten Person in der 
Anklageschrift zur Last gelegt werden. Die Anklageschrift darf im Verlaufe des 
gerichtlichen Verfahrens grundsätzlich nicht geändert werden (Immutabili-
tätsprinzip; Urteil des Bundesgerichts 6B_1067/2009 vom 31. Mai 2010 E. 2.3). 
Erhebt die Bundesanwaltschaft im Laufe der Hauptverhandlung noch wegen ei-
ner anderen Tat des Angeklagten Anklage, so kann das Bundesstrafgericht mit 
Zustimmung des Angeklagten zugleich auch diese Tat beurteilen, wenn es zu-
ständig ist (Art. 165 BStP). Überzeugt sich der Bundesanwalt im Laufe der 
Hauptverhandlung, dass die Tat ein anderes Vergehen darstellt oder schwerer 
strafbar ist, als er angenommen hatte, so kann er die Anklage berichtigen. Das 
Gericht gibt den Parteien Gelegenheit, sich dazu zu äussern (Art. 166 BStP). 
Hingegen sehen die Vorschriften der BStP einen Anklagerückzug nicht vor, 
denn der Angeklagte hat einen Anspruch darauf, dass die gegen ihn erhobenen 
Anschuldigungen materiell oder wenigstens formell entschieden werden 
(BGE 133 IV 93 E. 2.2.3; HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, Schweizerisches Straf-
prozessrecht, Basel 2005, § 50 N. 8 f.; SCHMID, Handbuch des schweizerischen 
Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N. 213). 

2.3 Eine Berichtigung der Anklage ist demnach nur dann vorgesehen, wenn sie 
eine andere rechtliche Würdigung desselben Sachverhaltes betrifft. Ein neuer 
(oder ergänzter) Sachverhalt kann vom Gericht bei gegebener Zuständigkeit 
und Zustimmung des Angeklagten nur zusätzlich zur ursprünglichen Anklage 
beurteilt werden. Dies hat zur Folge, dass grundsätzlich alle angeklagten Sach-
verhalte zu beurteilen sind. Die rechtliche Qualifikation und Zulässigkeit der von 
der Bundesanwaltschaft anbegehrten „Änderungen und Ergänzungen“ sind je-
weils bei den einzelnen Anklagesachverhalten zu beurteilen.  

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3. Anklageschrift vom 27. August 2010; Ziffer 1, erster Abschnitt /  
Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 1 

3.1  
3.1.1 Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 28. Februar 2008 am SBB-

Geldwechselschalter im Hauptbahnhof Zürich fünf gefälschte Banknoten à 
USD 100.– zum Wechseln in Schweizerfranken an einen Schalterbeamten  
übergeben und diese Noten damit als echt oder unverfälscht in Umlauf gesetzt 
zu haben (Anklageschrift vom 27. August 2010, Ziffer 1, erster Abschnitt; cl. 8 
pag. 8.100.2). In der geänderten Anklageschrift lautet der Vorwurf auf Versuch, 
da der Schalterbeamte die Fälschung bemerkt und die Polizei gerufen habe 
(Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 1; cl. 8 
pag. 8.110.2). Der Anklagevorwurf wurde anlässlich der Hauptverhandlung von 
der Bundesanwaltschaft erneut berichtigt und eine Verurteilung wegen des voll-
endetem Delikts beantragt (cl. 8 pag. 8.920.8). 

3.1.2 Das Gericht hat nur die Tat zu beurteilen, auf die sich die Anklage bezieht 
(Art. 169 Abs. 1 BStP). Es ist jedoch nicht an die dort vertretene rechtliche 
Würdigung gebunden. Mit Eingabe vom 6. Dezember 2010 hat die Anklagebe-
hörde die gescheiterte Täuschung des Schalterbeamten umschrieben und den 
ursprünglichen Vorwurf als eine mildere Straftatsform umschrieben. Ist eine An-
klageberichtigung bei Annahme einer schweren strafbaren Tat möglich (Art. 166 
BStP), ist dies ohne Weiteres auch bei Änderung des Vorwurfes in eine mildere 
Begehungsform zulässig. Der Angeklagte verzichtete auf eine Stellungnahme 
(cl. 8 pag. 8.521.4 und 8.920.2) und eine weitere Vorbereitung der Parteien war 
nicht erforderlich.  

3.1.3 Bei der Sachverhaltsdarstellung gemäss Anklageschrift vom 6. Dezember 2010 
handelt sich nicht um eine Ergänzung der ursprünglichen Anklageschrift vom 
27. August 2010, sondern lediglich um eine abweichende rechtliche Würdigung 
der Begehungsform ein und desselben Deliktes. Das Gericht wird infolge des 
anlässlich der Hauptverhandlung vorgebrachten Vorbehalts (siehe oben lit. H), 
den Anklagesachverhalt auch als vollendetes in Umlaufsetzen von Falschgeld 
prüfen. 

3.2 Gemäss Art. 242 Abs. 1 StGB wird bestraft, wer falsches oder verfälschtes Me-
tallgeld oder Papiergeld, falsche oder verfälschte Banknoten als echt oder un-
verfälscht in Umlauf setzt. Ausländisches Geld ist dem schweizerischen gleich-
gestellt (Art. 250 StGB). 

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3.2.1 Geschützes Objekt ist jedes von einem völkerrechtlich anerkannten Staat oder 
von einer durch ihn ermächtigten Stelle ausgegebenes und mit einem gesetzli-
chen Kurswert versehenes allgemeines Zahlungsmittel (TRECHSEL/VEST, 
Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2008, 
Art. 240 StGB N. 2 mit zahlreichen Hinweisen). Für die Erfüllung des Tatbe-
standes muss es sich begriffsnotwendig um gefälschtes oder verfälschtes Geld 
handeln. Gefälscht ist ein Objekt, wenn es den Anschein erweckt, etwas Ande-
res zu sein, als es in Wirklichkeit ist, also den äusseren Anschein echten, gülti-
gen Geldes erweckt (MEILI/KELLER, Basler Kommentar, 2. Aufl., 2007, Art. 240 
StGB N. 7 und 10 mit Hinweisen).  

3.2.2 In Umlauf setzen ist jedes Verhalten, mit dem Falschgeld in Zirkulation gerät 
(TRECHSEL/VEST, a. a. O., Art. 242 StGB N. 2). Das Falschgeld muss als Zah-
lungsmittel oder zu anderen Zwecken an eine andere Person abgegeben wer-
den und somit als echt oder unverfälscht in den Geldumlauf gelangen. Das In 
Umlaufsetzen ist die vollständige Aufgabe eigenen Gewahrsams oder eigener 
Verfügungsgewalt zu Gunsten einer anderen Person, während der Empfänger 
mit dem Falschgeld in jeglicher ihm genehmer Weise verfahren kann. Irrelevant 
für die Strafbarkeit ist, ob die Weitergabe mit oder ohne Entgelt erfolgt  
(MEILI/KELLER, a. a. O., Art. 242 StGB N. 13; TRECHSEL/VEST, a. a. O., Art. 242 
StGB N. 2; STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II: 
Straftaten gegen Gemeininteressen, 6. Aufl., Bern 2008, § 33 N. 18). Die Wei-
tergabe muss an einen gutgläubigen Empfänger erfolgen. Nicht entscheidend 
ist, ob und allenfalls wann der Empfänger nach erfolgter Übernahme den Fäl-
schungscharakter des vermeintlich echten Geldes erkennt. Vollendung liegt 
auch dann vor, wenn der Empfänger die Fälschung sofort erkennt und das Geld 
unverzüglich zurückgeben will (MEILI/KELLER, a. a. O., Art. 242 StGB N. 10; 
NIGGLI, Kommentar zum schweizerischen Strafrecht, Band 6a: Fälschung  
von Geld, amtlichen Wertzeichen, amtlichen Zeichen, Mass und Gewicht, 
Art. 240–250 sowie Art. 327 und 328 StGB, Bern 2000, Art. 242 StGB N. 16 und 
25, jeweils mit Hinweisen). Hingegen erfüllt die Weitergabe von Falschgeld an 
einen Bösgläubigen den Tatbestand von Art. 242 StGB nicht. Wer das Geld als 
unecht weitergibt, macht sich nur strafbar, wenn er als Beteiligter, d. h. als Mit-
täter oder Gehilfe desjenigen anzusehen ist, der das Geld als echt weiterver-
breitet (BGE 123 IV 9 E. 2b; MEILI/KELLER, a. a. O., Art. 242 StGB N. 15 und 19; 
NIGGLI, a. a. O., Art. 242 StGB N. 23; STRATENWERTH, a. a. O., § 33 N. 19; 
a. A.: TRECHSEL/VEST, a. a. O., Art. 242 StGB N. 3). Die Weitergabe von 
Falschgeld an einen Bösgläubigen kann nicht als Versuch klassifiziert werden 
und zwar auch dann nicht, wenn der Übergeber in Kauf nimmt, dass der Über-
nehmer oder eine andere Person das Falschgeld als echt in Umlauf setzen 
wird. Versuchtes in Umlaufsetzen durch Übergabe an einen Dritten kann nur 
dann vorliegen, wenn der Täter dem Dritten die Echtheit des Geldes vortäu-

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schen will, dieser die Lage jedoch sofort erkennt und die Fälschung trotzdem 
übernimmt und seinerseits zumindest ein in Umlaufsetzen versucht (zum Gan-
zen BGE, a. a. O., E. 2b; NIGGLI, a. a. O., Art. 242 StGB N. 30; MEILI/KELLER, 
a. a. O., Art. 242 StGB N. 19 mit Hinweisen; a. A.: TRECHSEL/VEST, a. a. O., 
Art. 242 StGB N. 3).  

3.2.3 Der Angeklagte anerkennt zusammengefasst den äusseren Ablauf des ange-
klagten Sachverhalts, bestreitet jedoch gewusst zu haben, dass es sich bei  
den USD-Noten um Falschgeld gehandelt habe (cl. 3 pag. 13.1.2 f.; cl. 8 
pag. 8.930.10). Am 16. November 2010 erteilte das Gericht der Bundeskrimi-
nalpolizei u. a. in Bezug auf die fünf am 28. Februar 2008 in Zürich sicherge-
stellten USD-Noten einen Analyseauftrag. Aus dem Bericht der Bundeskrimi-
nalpolizei vom 29. November 2010 geht hervor, dass es sich bei den entspre-
chenden USD-Noten um Fälschungen handelt (cl. 8 pag. 8.441.1–11).  

3.3 Der Angeklagte hat mit der Übergabe des Falschgeldes an den in diesem Mo-
ment gutgläubigen Schalterbeamten den objektiven Tatbestand erfüllt. Die Tat-
sache, dass der Schalterbeamte bemerkte, dass die übergebenen USD-Noten 
falsch sind, hindert die Vollendung des Delikts nicht.  

3.4 Der subjektive Tatbestand setzt Vorsatz voraus, wobei Eventualvorsatz genügt. 
Dieser muss bezüglich sämtlicher objektiver Tatbestandsmerkmale vorliegen, 
also auch hinsichtlich der fehlenden Echtheit des Geldes und der Gutgläubigkeit 
des Übernehmers. Zudem muss der Täter mindestens in Kauf nehmen, dass 
der Dritte das Falschgeld als echtes verwendet und es somit als echt in Umlauf 
bringen wird (MEILI/KELLER, a. a. O., Art. 242 StGB N. 16). 

3.4.1 Hinsichtlich der Vorsatzes gibt es keine Beweismittel, die einen direkten Beweis 
zuliessen, der Angeklagte habe im Moment der Hingabe der Dollar-Noten ge-
wusst, dass es sich dabei um Falschgeld handelte. Insoweit sind sämtliche In-
dizien zu würdigen, die Rückschlüsse auf seine innere Einstellung und Wissen 
geben, namentlich sein Aussageverhalten. 

3.4.2 Der Angeklagte gab in seiner ersten Einvernahme vom 28. Februar 2008 durch 
die Kantonspolizei Zürich an, er habe das beim SBB-Schalter in Zürich einge-
reichte Falschgeld am gleichen Tag von einem spanischen Geschäftskunden 
namens „Gonzales“ erhalten. Als Repräsentant der F. Ltd. habe er „Gonzales“ 
um 13.00 Uhr im Zollfreilager Embrach getroffen. Zwischen 15.00 und 
15.30 Uhr habe er ihn dann zum Flughafen gefahren. Dort sei er von „Gonza-
les“ gebeten worden, fünf Scheine à USD 100.– gegen Fr. 500.– zu wechseln, 
was er getan habe, unwissend, dass die Noten nicht echt gewesen seien. Wei-
teres Geld habe er von diesem Mann nicht erhalten, und er besitze auch keine 

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weiteren USD in bar. Er kenne nur den Namen dieses Geschäftskunden, weite-
re Angaben könne er nicht machen, denn er habe ihn nur dieses eine Mal ge-
sehen. Auf den Rechnern der F. Ltd. in London sei jedoch eine Passkopie des 
Mannes vorhanden, welche er am nächsten Tag, wenn die Geschäftsstelle of-
fen sei, beschaffen und anschliessend der Polizei zuschicken könne (cl. 3 
pag. 13.1.1 ff.).  

Am 1. März 2008 übermittelte der Angeklagte der Kantonspolizei Zürich per  
E-Mail die gescannte Kopie eines auf G. ausgestellten Reisepasses (cl. 2 
pag. 10.2.9 f.). Auf Nachfrage der Bundeskriminalpolizei erklärte der Angeklag-
te, diese Kopie beim Londoner Büro der F. Ltd. angefragt und per E-Mail erhal-
ten zu haben. Wer genau ihm die E-Mail geschickt habe, könne er nicht sagen, 
da bei der F. Ltd. viele Leute arbeiteten. Der Mann auf der Passkopie sehe so 
ähnlich aus wie derjenige, von dem er die falschen Dollar-Noten erhalten habe. 
Dieser habe sich bei ihm als „Gonzales“ vorgestellt. Er habe selber nie Zugriff 
auf Daten der F. Ltd. in London gehabt (cl. 3 pag. 13.1.13–15 und 13.1.24). In 
derselben Befragung korrigierte er seine ursprüngliche Aussage dahingehend, 
dass er mit dem spanischen Kunden im Zollfreilager Albisrieden und nicht im 
Zollfreilager Embrach gewesen sei (cl. 3 pag. 13.1.16).  

3.4.3 Am 12. März 2008 zur Sache einvernommen erklärte G., dass es sich bei dem 
vom Angeklagten gemailten Dokument um eine Kopie seines alten Reisepas-
ses handle, den er zwei Jahre zuvor verloren und bei der Polizei als abhanden 
gekommen gemeldet habe (cl. 3 pag. 12.1.2 und 12.1.7). Er kenne weder die 
Firma F. Ltd. noch den Angeklagten und habe diesem auch kein Falschgeld 
übergeben; er habe im Übrigen auch noch nie US-Dollar besessen (cl. 3 
pag. 12.1.1 und 12.1.7). Wie der Angeklagte in den Besitz einer Passkopie von 
ihm gekommen sei, wisse er nicht. Er benötige seinen Pass ausschliesslich für 
Reisen nach Spanien und habe diesen auch keinen anderen Personen überlas-
sen oder zum Kopieren gegeben (cl. 3 pag. 12.1.8 f.). 

3.4.4 Am 4. August 2008 wurde der in Deutschland wohnhafte D. im Rahmen eines 
deutschen Ermittlungsverfahrens wegen Geldfälschung verhaftet, nachdem er 
einem verdeckten Polizeibeamten Falschgeld zum Kauf angeboten hatte (cl. 1 
pag. 5.0.48; siehe auch oben lit. B.). Anlässlich seiner Vernehmung vom 
14. Oktober 2008 erklärte D. beim Bundeskriminalamt in Kempten (D), er habe 
im März 2008 in der Nähe von Stuttgart von B. 17 bis 18 falsche Noten à USD 
100.– erhalten. B. habe ihn ersucht, sich umzuhören, ob er das Falschgeld wei-
tervermitteln beziehungsweise verkaufen könne. Nachdem er einen Interessen-
ten gefunden habe, habe ihm B. am 17. oder 18. Mai 2008 weitere falsche 
Geldnoten in einem Gesamtbetrag von USD 44'000.– bis 45'000.– gegeben 
(cl. 1 pag. 5.0.4–6). Am 20. Mai 2008 habe er sich mit B. und dessen Falsch-

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geldlieferanten, der sich „Ralf“ genannt habe, in einem Dönerladen in Ulm ge-
troffen. B. habe ihm gesagt, dass der Mann aus der Schweiz komme. Dieser 
habe nur gebrochen Deutsch gesprochen und erklärt, dass er schwedischer 
Abstammung sei. Weiter habe er angeboten, innerhalb von vier Tagen 2.5 Milli-
onen gefälschte USD zu besorgen und bei B. zu lagern. Ein paar Tage später 
habe ihm B. berichtet, dass der „Schweizer“ unterwegs sei, worauf er sich zu B. 
nach Hause (Anm.: Föhringen/D) begeben habe. Schliesslich habe der 
„Schweizer“ B. telefonisch mitgeteilt, dass seine Lieferanten, welche mit zwei 
Autos unterwegs seien, viel Polizei gesehen und deshalb Angst hätten, über die 
Grenze zu fahren. Die Lieferung sei schliesslich nicht erfolgt (cl. 1 pag. 5.0.7). 
Zwischen Mitte und Ende Juni 2008 habe er dann ein Fahrzeug gemietet und 
sei mit B. in die Schweiz nach Z. gefahren, wo er vom Falschgeldlieferanten 
„Ralf“ entweder das Falschgeld habe abholen oder die bereits geleisteten An-
zahlungen in Höhe von EUR 2'000.– habe zurückerhalten wollen. Auf der Reise 
habe er erfahren, dass der Falschgeldlieferant in Wirklichkeit nicht „Ralf“, son-
dern „Erik“ heisse. Bei „Erik“ angekommen, habe es zunächst Streit zwischen 
diesem und B. gegeben. In der Folge habe ihm „Erik“ eine gefälschte Note à 
USD 100.–, eine à EUR 200.– und drei à je EUR 100.– übergeben, damit er 
diese seinem Kaufinteressenten anbieten könne. Weiter habe „Erik“ gesagt, 
dass sie sich bezüglich der Lieferung der USD-Noten noch gedulden müssten. 
Bis zu seiner (von D.) Festnahme am 4. August 2008 sei keine Falschgeldliefe-
rung mehr erfolgt (cl. 1 pag. 5.0.8). 

Am 29. Oktober 2008 fand eine Verhandlung gegen D. vor dem Amtsgericht 
(Schöffengericht) Memmingen (D) statt. Dabei bestätigte D. seine Aussagen 
(cl. 1 pag. 5.0.42 f. und 5.0.44 f.) 

Am 17. April 2009 wurde D. aufgrund eines Rechtshilfeersuchens der Bundes-
anwaltschaft vom 24. März 2009 im Verfahren gegen den Angeklagten bei der 
Staatsanwaltschaft Memmingen als Zeuge einvernommen (cl. 3 pag. 12.4.1). Er 
bestätigte seine Aussage vom 14. Oktober 2008 und wiederholte, dass er sich 
am 20. Mai 2008 mit B. und „Ralf“ in Ulm getroffen habe, wobei B. „Ralf“ als 
Mann aus der Schweiz vorgestellt und gesagt habe, dass dieser das Falschgeld 
liefere. „Ralf“ habe erklärt, dass er schwedischer Abstammung sei. Weiter habe 
dieser gesagt, dass er die von ihm (D.) und B. gewünschten 2.5 Millionen fal-
sche USD-Noten innerhalb von 4 Tagen liefern könne. Später sei er mit einem 
Mietauto zum „Schweizer“ nach Z. gefahren und habe auf der Reise erfahren, 
dass es sich bei „Ralf“ tatsächlich um „Erik“ handeln würde. Schliesslich habe 
er eine auf C. lautende Visitenkarte erhalten (cl. 3 pag. 12.4.2). D. identifizierte 
den Angeklagten im Rahmen einer Fotowahlkonfrontation als „Ralf“ (cl. 3 
pag. 12.4.2) und führte weiter aus, das Treffen in Z. habe am 3. Juni 2008 statt-
gefunden (cl. 3 pag. 12.4.3). Vor dem Haus habe ein dunkler 7er BMW gestan-

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den. Dabei habe es sich um dasselbe Auto gehandelt, mit welchem „C.“ in Ulm 
gewesen sei. Im Haus (in Z.) habe sich das Büro rechts nach der Glastür be-
funden. Eine Frau namens H. und ein Hund hätten sich auch im Haus aufgehal-
ten. Im Büro hätten sich Datenverarbeitungs- und Telefongeräte befunden wie 
auch Bilder eines grossen Luxus-Wohnmobils, von welchem „C.“ gesagt habe, 
es habe viel gekostet. Später habe ihm „C.“ einen falschen Geldschein à 
USD 100.–, einen à EUR 200.– und drei à je EUR 100.–, übergeben und ihn 
aufgefordert, diese seinem Falschgeldabnehmer in Deutschland anzubieten 
(cl. 3 pag. 12.4.4). 

Am 30. April 2010 wurde D. beim Eidgenössischen Untersuchungsrichteramt in 
Anwesenheit des Angeklagten und dessen Verteidigers einvernommen (cl. 3 
pag. 12.4.50 ff.). D. bestätigte seine bisherigen Aussagen (cl. 3 pag. 12.4.52) 
und identifizierte den Angeklagten als die von ihm als „Ralf“ bezeichnete Person 
(cl. 3 pag. 12.4.53).  

3.5 Am 17. März 2009 wurde beim Angeklagten eine Hausdurchsuchung vorge-
nommen. Dabei wurden u.a. vier Noten à je USD 100.– sichergestellt und in der 
Folge beschlagnahmt (cl. 1 pag. 8.1.29). Auch in Bezug auf diese liess das  
Gericht eine Analyse vornehmen. Aus dem Bericht der Bundeskriminalpolizei 
vom 29. November 2010 geht hervor, dass es sich bei den entsprechenden 
USD-Noten um Fälschungen handelt (cl. 8 pag. 8.441.1–11). 

3.6 Der Angeklagte sagte aus, er kenne B. (cl. 3 pag. 13.1.17), bestritt jedoch zu-
nächst wiederholt, D. zu kennen (cl. 3 pag. 13.1.17–20 und 13.1.27). Auf Vor-
halt eines Fotos von D. erklärte der Angeklagte anlässlich einer Einvernahme 
vom 25. Juni 2009 schliesslich, vielleicht habe er diesen einmal im Haus von B. 
in Föhringen (D) gesehen (cl. 3 pag. 13.1.29 f.). Dies wiederholte er in der Fol-
ge mehrmals (cl. 3 pag. 13.1.60 und 13.1.82). D. sei nie bei ihm in Z. gewesen 
bzw. daran könne er sich nicht erinnern (cl. 3 pag. 13.1.62; 13.1.83 und 
13.1.88 f.). Der Angeklagte bestritt während der Strafuntersuchung vehement, 
B. oder D. Falschgeld übergeben zu haben (cl. 3 pag. 13.1.17 und 13.1.27). An-
lässlich der Hauptverhandlung erklärte er erstmals, er habe B. auf dessen 
Wunsch eine falsche USD-Note gegeben, nachdem er diesem vom Vorfall des 
28. Februar 2008 am SBB-Schalter erzählt habe (cl. 8 pag. 8.930.12 und 
8.930.15–16).  

- 13 - 

3.7 Die Überprüfung der Aussagen des Angeklagten brachte mehrere Ungereimt-
heiten zum Vorschein.  

3.7.1 Zunächst ergab die Auswertung des E-Mail-Verkehrs und der gespeicherten 
Daten auf dem sichergestellten Computer des Angeklagten, dass die Kopie des 
Reisepasses von G. nicht per E-Mail (von der F. Ltd. in London) auf den Com-
puter des Angeklagten gelangte, wie er behauptete hatte, sondern direkt auf 
dem Computer eingescannt worden war (cl. 2 pag. 10.1.146 und 10.1.152 f.). 
Auf die fehlende E-Mail-Zustellung des Reisepasses angesprochen meinte der 
Angeklagte zunächst, vielleicht habe nicht er, sondern ein „Herr I.“ die E-Mail 
von der F. Ltd. erhalten. Wie Herr I. die Passkopie dann ihm übergeben habe, 
wisse er nicht mehr. Er selber habe die Passkopie nicht auf seinem Computer 
eingescannt. Er wisse nicht, wie diese dorthin gekommen sei; mehrere Leute 
hätten Zugriff auf seinen Computer gehabt (cl. 3 pag. 13.1.24 f.). Anlässlich der 
Hauptverhandlung brachte der Angeklagte sodann eine neue Version: der 
Computer habe bis 2007 der F. Ltd. gehört. Auf damalige Nachfrage bei der 
F. Ltd. und bei zwei weiteren Personen sei ihm gesagt worden, dass sich die 
Kundenunterlagen auf seinem Laptop befänden (cl. 8 pag. 8.930.11).  

3.7.2 Bestätigung fand hingegen die Aussage von G. in Bezug auf seinen Reisepass. 
Polizeiliche Abklärungen ergaben, dass G. am 16. August 2006 und am 
9. Januar 2007 den Passverlust bei den städtischen und kantonalen Polizeistel-
len in Zürich gemeldet hatte (cl. 2 pag. 10.1.197 ff.).  

Abklärungen beim J. AG und beim Zollamt Embrach ergaben, dass in der fragli-
chen Zeit weder ein „Gonzales“ noch G. dort als Besucher verzeichnet waren. 
Es gibt auch keinerlei Hinweise, dass sich der Angeklagte am oder kurz vor 
dem 28. Februar 2008 in einem der beiden Zollfreilager aufgehalten hätte (cl. 1 
pag. 7.1.4 ff. und 7.1.52 f.).  

3.7.3 Nachdem am 17. März 2009 anlässlich der in der Wohnung des Angeklagten in 
Z. durchgeführten Hausdurchsuchung weitere USD-Noten sichergestellt worden 
waren, obschon er angegeben hatte, neben den am SBB-Schalter eingereich-
ten USD-Noten keine weiteren zu besitzen, gab der Angeklagte zu Protokoll, 
dass er auch diese vom spanischen Kunden der F. Ltd. (Gonzales) erhalten 
habe. Insgesamt habe er zehn Noten à USD 100.– erhalten. Die anlässlich der 
Hausdurchsuchung sichergestellten Scheine habe er zu Hause versteckt, aus 
Angst, sie seien falsch. Er habe sie vernichten wollen (cl. 3 pag. 13.1.31; 
13.1.63 und 13.1.98 f.). Anlässlich der Hauptverhandlung erklärte der Angeklag-
te schliesslich, bei „Gonzales“ habe es sich gar nicht um G. gehandelt, sondern 
um einen gewissen „K.“, einen Ungarn mit Wohnsitz in Italien. Dies wisse er von 
einem Mann, den er vor zwei Wochen zufällig in Zürich getroffen habe. Dieser 

- 14 - 

Mann habe ihm jedoch seinen Namen nicht nennen wollen (cl. 8. 
pag. 8.930.10 f. und 8.930.15). 

3.7.4 Auch die Aussage des Angeklagte zu seinen Kontakten oder mangelnden Kon-
takten zu D., sind nicht nachvollziehbar. Hingegen finden die Angaben von D. in 
vielerlei Hinsicht Bestätigung. Die durch D. erwähnte Bekanntschaft zwischen 
dem Angeklagten und B. ist unbestritten. Zutreffend sind auch die Angaben von 
D. zum Wohnort des Angeklagten in der Schweiz (cl. 2 pag. 10.1.170 ff.) und zu 
dessen schwedischer Staatsangehörigkeit. Ebenso trifft zu, dass der Angeklag-
te zur fraglichen Zeit einen 7er BMW fuhr (cl. 2 pag. 10.1.184). Der Angeklagte 
bestätigte, ein Wohnmobil besessen und eine Freundin namens H. gehabt zu 
haben (cl. 3 pag. 13.1.83–84). Die Reise von D. in die Schweiz wird durch die 
Belege der Fahrzeuganmietung, des Kreditkarteneinsatzes vom 3. Juni 2008 in 
Y./SG und der Entwertung der Autobahnvignette in Österreich untermauert 
(cl. 4 pag. 18.1.18 und 18.1.78). Weiter identifizierte D. den Angeklagten schon 
vor der Konfrontationseinvernahme anlässlich einer Fotowahlkonfrontation. 

Im Rahmen der Ermittlungen in Deutschland gegen D. wurden Telefonkontakte 
zwischen D. und dem Angeklagte überwacht, wobei D. sich mit dem Vornamen 
Osman vorstellte. Auf Vorhalt entsprechender Gespräche gab der Angeklagte 
zunächst an, er kennen keinen Osman (cl. 3 pag. 13.1.19). Später meinte er, 
beim Gesprächspartner könne es sich um einen von „Ünals“ (B.) Kollegen ge-
handelt haben (cl. 3 pag. 13.1.19 und 13.1.27 f.). Auffallend ist zudem, dass die 
falschen USD, welche der Angeklagte am 28. Februar 2008 beim SBB-Schalter 
in Zürich eingereichte, wie auch jene, die am 17. März 2009 an seinem Wohnort 
sichergestellt worden sind, dieselben Fälschungsmerkmale aufweisen, wie jene, 
die zuvor bei D. in Deutschland beschlagnahmt worden waren (cl. 2 
pag. 10.1.152). 

3.8 Die widersprüchlichen, lebensfremden und teilweise durch das Untersuchungs-
ergebnis widerlegten Aussagen des Angeklagten (so z. B. betreffend zunächst 
behauptete E-Mail-Zustellung, zunächst bestrittener Besitz von weiteren [fal-
schen] USD, geänderte Bezeichnung des Zollfreilagers, [kein] Besuchnachweis 
bei den beiden Zollfreilagern, Bezeichnung von G. bzw. später von „K.“ als 
„Gonzales“, zunächst geleugnete Weitergabe von Falschgeld an B.) sind nicht 
glaubhaft. Hingegen sind die Aussagen von D. konstant, in sich geschlossen 
und in weiten Teilen durch das Untersuchungsergebnis belegt (so in Bezug auf 
die Bekanntschaft zwischen dem Angeklagten und B., die telefonischen Kontak-
te mit dem Angeklagten, die Staatsangehörigkeit des Angeklagten, seine 
Wohnortsituation, seine Bekanntschaft mit einer I., seine Fahrzeuge und den 
Besitz von falschen USD-Noten, welche zudem die selben Fälschungsmerkma-
le aufweisen, wie jene, die D. in Deutschland verkaufen wollte). D. belastete 

- 15 - 

durch seine Aussagen nicht nur den Angeklagten sondern auch sich selbst, und 
er bestätigte seine Aussagen anlässlich der Konfrontationseinvernahme mit 
dem Angeklagten, was ebenfalls für den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen 
spricht.  

3.9 Anlässlich der Hauptverhandlung machte die Verteidigung im Rahmen des Par-
teivortrages die Unverwertbarkeit der Einvernahmen von D. geltend. Anlässlich 
der Einvernahme vom 17. April 2009 habe D. keine selbständigen Aussagen 
getätigt; ihm seien lediglich seine frühere Aussagen vorgehalten worden, die er 
dann bestätigt habe. Diese seien der Verteidigung nicht bekannt gewesen. Frü-
here Befragungstermine mit D. seien ihr von der Bundesanwaltschaft nicht mit-
geteilt worden (cl. 8 pag. 8.920.15).  

Sämtliche Einvernahmen von D., die vor dem 17. April 2009 durchgeführt wur-
den, erfolgten in dessen Verfahren bereits 2008 und damit vor Eröffnung des 
vorliegenden Strafverfahrens gegen den Angeklagten in der Schweiz. Die Frage 
der Mitwirkung des Angeklagten an diesen Verfahrenshandlungen stellte sich 
nicht. Anders verhält es sich indessen mit den Zeugeneinvernahmen vom 
17. April und 28. Mai 2009 in Deutschland, welche aufgrund eines Rechtshilfe-
gesuchs der Schweiz durchgeführt wurden. Der Angeklagte beziehungsweise 
seine Verteidigung hatten hier Anspruch auf Mitteilung und Teilnahme im Rah-
men der gesetzlichen Vorgaben des ersuchten Staates, was nicht erfolgt ist. 
Dieser Mangel wurde jedoch durch die Konfrontationseinvernahme mit D. vom 
30. April 2010 in der Schweiz geheilt und dem rechtlichen Gehör des Angeklag-
ten genüge getan (BGE 133 I 33 E. 3.1). Die Behauptung der Verteidigung, wo-
nach der Angeklagte vor dieser Konfrontationseinvernahme die früheren Aus-
sagen von D. nicht gekannt habe, ist aktenwidrig; Gegenteiliges geht aus dem 
Einvernahmeprotokoll des Angeklagten vom Vormittag des 30. April 2010 her-
vor (cl. 3 pag. 13.1.82 ff.). Der Umstand, dass D. schon zu Beginn der Konfron-
tationseinvernahme zusammengefasste Vorhalte gemacht wurden, ist zwar zu 
bemängeln, vermag aber nicht deren Unverwertbarkeit herbeizuführen. Im Üb-
rigen betraf dieses Vorgehen nur den ersten Teil der Einvernahme. D. hat 
schliesslich sehr wohl selbst formulierte Angaben zur Sache gemacht (cl. 3 
pag. 13.1.89–92).  

3.10 Zusammenfassend ist auf die Aussagen von D. abzustellen, aus welchen her-
vorgeht, dass der Angeklagte um die Fälschung der USD-Noten wusste. Somit 
hat sich der Angeklagte am 28. Februar 2008 bezüglich fünf Noten à je USD 
100.– des in Umlaufsetzen falschen Geldes im Sinne von Art. 242 Abs. 1 StGB 
schuldig gemacht. 

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4. Anklageschrift von 27. August 2010 Ziffer 1 Abschnitt 2 / 
Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 2 
erster Abschnitt 

4.1 Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in der Zeit vor dem 28. Februar bezie-
hungsweise am 28. Februar beziehungsweise spätestens am 28. März 2008 in 
Z. oder anderorts, gefälschte USD im Betrag von mindestens 50'000.– gekauft 
zu haben. In der Folge habe er dieses Geld gelagert (Änderung/Ergänzung der 
Anklageschrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 2, erster Abschnitt, cl. 8 
pag. 8.110.3). Nach dem 8. März 2008 und spätestens am 17. oder 18. Mai 
2008 habe er 443 falsche USD-Noten beziehungsweise USD im Betrag von 
mindestens 44'500.– im Grenzgebiet Schweiz/Deutschland/Österreich gegen 
Bezahlung an B. übergeben (Anklageschrift von 27. August 2010, Ziffer 1, zwei-
ter Abschnitt, cl. 8 pag. 8.100.2 und Änderung/Ergänzung der Anklageschrift 
vom 6. Dezember 2010, Ziffer 2, erster Abschnitt, cl. 8 pag. 8.110.3).  

4.2  
4.2.1 Gemäss Art. 244 StGB macht sich des Erwerbens und/oder Lagerns falschen 

Geldes schuldig, wer falsches oder verfälschtes Metallgeld oder Papiergeld, fal-
sche oder verfälschte Banknoten erwirbt oder lagert, um sie als echt oder un-
verfälscht in Umlauf zu bringen. Ausländisches Geld ist dem schweizerischen 
gleichgestellt (Art. 250 StGB). Hinsichtlich des Tatobjekt kann auf die Ausfüh-
rungen in E. 3.2.1 verwiesen werden. Erwerben setzt voraus, dass der Täter ei-
nen selbständigen Anspruch auf das Falschgeld erwirbt, die blosse Begründung 
von Gewahrsam reicht nicht aus. Lagern erfasst das Vorrätighalten von Falsch-
geld in der Absicht, es bei Gelegenheit als echt in Verkehr zu bringen. Subjektiv 
ist Vorsatz erforderlich (STRATENWERTH/WOHLERS, Schweizerisches Strafge-
setzbuch, Handkommentar, 2. Aufl., Bern 2009, Art. 244 StGB N. 1). 

4.2.2 Der Angeklagte bestreitet diese Taten. Er gab an, B. auf dessen Nachfrage 
lediglich einmal eine gefälschten USD-Note gegeben zu haben. 

4.2.3 Die Anklageschrift bezeichnet das strafbare Verhalten, dessen der Angeklagte 
beschuldigt wird, nach seinen tatsächlichen und gesetzlichen Merkmalen 
(Art. 126 Abs. 1 Ziff. 2 BStP). Sie bestimmt den Prozessgegenstand und hat die 
dem Angeklagten zur Last gelegten Straftaten in ihrem Sachverhalt so präzise 
zu umschreiben, dass die Vorwürfe genügend konkretisiert sind. Das Gericht ist 
an den in der Anklage wiedergegebenen Sachverhalt gebunden, nicht aber an 
dessen rechtliche Würdigung durch die Anklagebehörde. Bei einer mangelhaf-
ten Anklage muss nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung grundsätzlich frei-
gesprochen werden oder die Anklage zur Verbesserung zurückgewiesen wer-

- 17 - 

den, wenn sich der Angeklagte nach dem Untersuchungsergebnis eindeutig 
schuldig gemacht hat (BGE 133 IV 93, E. 2.2.2 und 2.2.3). 

4.2.4 Hinsichtlich des Vorwurf des Erwerbs und des Lagern des Falschgeldes „in Z. 
und anderorts“ ist zunächst auf das Urteil des Bundesgerichts 6B_1067/2010 
vom 31. Mai 2010 zu verweisen. Darin hat das Bundesgericht festgehalten, 
dass das Deliktsgebiet mit dem „gesamten Kanton Zürich und überall sonst 
("anderswo")“ zu unbestimmt sei und das Anklageprinzip verletze. Selbiges hat 
zu geltend bei „Z.“ und überall sonst („anderorts“). Einer Zurückweisung der An-
klage zur Verbesserung an die Bundesanwaltschaft bedurfte es vorliegend in-
dessen nicht, da der Angeklagte aus anderen rechtlichen Gründen freizuspre-
chen ist. 

Der Angeklagte bestreitet den Erwerb wie auch die Lagerung dieser Falsch-
geldnoten; Ermittlungsergebnisse in dieser Hinsicht fehlen gänzlich. Der Zeuge 
D. hat diesbezüglich keine Aussagen gemacht und wohl auch keine entspre-
chenden Kenntnisse gehabt, weshalb es keine Hinweise auf einen Erwerb oder 
eine Lagerung des Falschgelds durch den Angeklagten (in der Schweiz) gibt. 
Dies insbesondere, da gemäss D. eine weitere, aber nicht erfolgte Falschgeld-
übergabe in Deutschland hätte stattfinden sollen, mit der Absicht, das Geld bei 
B. zu lagern. Der angeklagte Erwerb und die angeklagte Lagerung im Sinne von 
Art. 244 StGB i. V. m. Art. 250 StGB von falschen USD-Noten im Betrag von 
50'000.– USD ist somit nicht erstellt. Der Angeklagte ist in diesem Punkt freizu-
sprechen. 

4.3  
4.3.1 Zum Vorwurf des in Umlaufsetzens (Verkaufs) von falschen USD-Noten im Be-

trag von 44'500.– USD im Grenzgebiet Schweiz/Deutschland/Österreich ist zu-
nächst auf die Ausführungen zur Zuständigkeit zu verweisen (E. 1.2.1). In Be-
zug auf allfällige in Deutschland oder Österreich begangene Falschgelddelikte 
besteht keine schweizerische Zuständigkeit, was insoweit eine Einstellung des 
Verfahrens nach sich zieht. 

4.3.2 Soweit dem Angeklagten eine Straftat in der Schweiz vorgeworfen wird, genügt 
die Tatortbezeichnung „Grenzgebiet Schweiz/Deutschland/Österreich“ dem An-
klageprinzip nicht. Eine Rückweisung der Anklage war jedoch nicht nötig, da 
der Angeklagte sich nach dem Untersuchungsergebnis nicht eindeutig schuldig 
gemacht und aus anderen rechtlichen Gründen freizusprechen ist (vgl. E.4.2.4). 
Zum einen erhellt sich schon aus der Formulierung der Anklage, dass der an-
gebliche Tatort nicht eruiert werden konnte. Bereits der Umstand, dass ein Tat-
ort in der Schweiz nicht rechtsgenügend erstellt ist, hat in diesem Anklagepunkt 
zu einem Freispruch zu führen. Zum anderen bestreitet der Angeklagte die Tat 

- 18 - 

gänzlich, und der angebliche Falschgeldempfänger (B.) wurde hierzu nicht be-
fragt. Der Zeuge D. nennt keinen genauen Übergabeort, gab aber an, B. (da-
mals in Deutschland wohnhaft) habe erzählt, das Geld „an der Grenze“ erhalten 
zu haben (cl. 3 pag. 12.4.3). Eine weitere (schliesslich gescheiterte) Falschgeld-
lieferung hätte nach seinen Aussagen in Deutschland stattfinden sollen. Dar-
über hinaus würde selbst ein Handlungsnachweis in der Schweiz den Straftat-
bestand des in Umlaufsetzens von Falschgeld nicht erfüllen, da der Falschgeld-
empfänger gutgläubig sein muss (zum Ganzen siehe E. 3.2., insb. E. 3.2.2). B. 
aber wusste, dass es sich bei den USD-Noten um Falschgeld handelte, wes-
halb selbst bei einer Falschgeldübergabe in der Schweiz an ihn der Straftatbe-
stand im Sinne von Art. 242 Abs. 1 StGB mangels Gutgläubigkeit nicht erfüllt 
wäre. Der Angeklagte ist vom Vorwurf des in Umlaufsetzens von falschen USD-
Noten im Betrag von 44'500.– USD in der Schweiz freizusprechen. 

5. Anklageschrift von 27. August 2010 Ziffer 1 Abschnitte 2 und 3 / 
Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 2 
zweiter Abschnitt 

5.1 Dem Angeklagten wird vorgeworfen, spätestens am 3. Juni 2008 in Z. D. eine 
gefälschte Banknote à USD 100.–, eine à EUR 200.– und drei à je EUR 100.– 
übergeben zu haben (Anklageschrift von 27. August 2010 Ziffer 1, dritter Ab-
schnitt; cl. 8 pag. 8.100.3 und Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 
6. Dezember 2010, Ziffer 2, zweiter Abschnitt; cl. 8 pag. 8.110.3).  

Der Angeklagte bestreitet den Vorwurf. Indessen erfüllt die Falschgeldübergabe 
an einen eingeweihten Empfänger den Straftatbestand von Art. 242 Abs. 1 
StGB nicht (zum Ganzen siehe oben E. 3.2., insb. E. 3.2.2). D. wusste, dass 
das Geld nicht echt war. Es hat somit ein Freispruch zu erfolgen. 

5.2 Weiter wird dem Angeklagten vorgeworfen, spätestens am 3. Juni 2008 in Z. 
oder anderorts eine falsche Banknote à USD 100.–, eine à EUR 200.– und drei 
à je EUR 100.– erworben (Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 
6. Dezember 2010, Ziffer 2, zweiter Abschnitt; cl. 8 pag. 8.110.3) und in der Zeit 
vom 28. Februar 2008 (oder früher) bis zur Übergabe an D. vom 3. Juni 2008 in 
Z. aufbewahrt zu haben (Anklageschrift von 27. August 2010, Ziffer 2, zweiter 
Abschnitt; cl. 8 pag. 8.100.3 und Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 
6. Dezember 2010, Ziffer 2, zweiter Abschnitt; cl. 8 pag. 8.110.3).  

Die Anklageschrift wirft dem Angeklagten sowohl den Erwerb, als auch das La-
gern von Falschgeld vor. Wie oben ausgeführt (E. 4.2.4) genügt die Tatortbe-
zeichnung „anderorts“ dem Anklageprinzip nicht. Die Verletzung des Anklage-

- 19 - 

grundsatzes im Punkt des Erwerbs von Falschgeld mindert den Vorwurf des 
Lagerns in keiner Weise. Das Aufbewahren von Falschgeld am Wohnort des 
Angeklagten geht aus den Aussagen von D. hervor. Demnach bewahrte der 
Angeklagte das genannte Falschgeld vor der Übergabe an D. am 3. Juni 2008 
in seinem Büro auf. In Bezug auf die Tatbestandsmerkmale des Lagerns von 
Falschgeld kann auf die obige E. 4.2.1 verwiesen werden. Dass der Angeklagte 
D. das Falschgeld als Muster übergeben hat (cl. 3 pag. 12.4.4; 12.4.53 f.; cl. 4 
pag. 18.1.10), steht seinem Vorsatz, es als echt in Umlauf zu setzen, nicht ent-
gegen. Denn auch bei einer Weitergabe als Muster besteht eine hohe Wahr-
scheinlichkeit, dass das Falschgeld früher oder später in Umlauf kommt, und 
der Angeklagte dies zumindest in Kauf nahm. Die Aussagen von D. sind kon-
stant und teilweise durch das Untersuchungsergebnis untermauert (siehe oben 
E. 3.8); zudem belastet er sich mit seinen Aussagen selbst. Einen Grund wes-
halb er dies fälschlicherweise tun sollte, ist nicht ersichtlich. Die durch ihn ge-
schilderte Falschgeldlagerung des Angeklagten ist somit glaubwürdig und er-
stellt. Der Angeklagte ist somit des Lagerns falschen Geldes im Sinne von 
Art. 244 Abs.1 StGB in Bezug auf eine falsche Banknote à USD 100.–, eine à 
EUR 200.– und drei à je EUR 100.– schuldig zu sprechen. 

6. Anklageschrift von 27. August 2010 Ziffer 2 Abschnitt 3 / 
Änderung/Ergänzung der Anklageschrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 2 
dritter Abschnitt 

6.1 Dem Angeklagten wird vorgeworfen, in der Zeit vom 28. Februar 2008 (oder 
früher) bis zum 17. März 2009 in Z. vier falsche USD-Banknoten im Betrag von 
je USD 100.– aufbewahrt zu haben (Anklageschrift von 27. August 2010 Ziffer 
2, dritter Abschnitt, cl. 8 pag. 8.100.3 f. und Änderung/Ergänzung der Anklage-
schrift vom 6. Dezember 2010, Ziffer 2, dritter Abschnitt; cl. 8 pag. 8.110.3).  

6.2 In Bezug auf die Tatbestandsmerkmale des Lagerns falschen Geldes wird auf 
die in E. 4.2.1 gemachten Ausführung verwiesen.  

6.3 Der Angeklagte anerkennt die Aufbewahrung des Falschgeldes, bestreitet je-
doch den Vorsatz. Er gibt an, er habe das Falschgeld vernichten wollen und es 
dann vergessen. Er habe das Falschgeld nach dem 28. Februar 2008 in den 
Unterlagen des spanischen Kunden „Gonzales“ gefunden. Aus Angst vor der 
Polizei beziehungsweise davor, noch mehr Probleme zu bekommen, habe er 
das Falschgeld bei sich versteckt, um es später zu vernichten (cl. 3 
pag. 13.1.1 ff.; 13.1.13 ff.; 13.1.63). Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 
17. März 2009 habe er es nicht erwähnt, da er schlicht vergessen habe, die 
Banknoten noch zu besitzen (cl. 3 pag. 13.1.32). 

- 20 - 

6.4 Gemäss der Falschgeldanalyse der Bundeskriminalpolizei vom 29. November 
2010 handelt es sich beim Geld, welches beim Angeklagten sichergestellt wur-
de, um Falschgeld (cl. 8 pag. 8.441.003 ff.). Die Falsifikate weisen dieselbe Fäl-
schungsklasse (12A16618) auf wie die im Rahmen des in Deutschland gegen 
D. geführten Strafverfahrens sichergestellten falschen 443 Dollarscheine zu je 
USD 100.– (vgl. Bericht der Bundeskriminalpolizei vom 31. März 2009; cl. 2 
pag. 10.1.153).  

Die Ausführungen des Angeklagten, das Falschgeld vernichten zu wollen, sind 
schon deshalb nicht glaubhaft, weil er das Falschgeld nicht von einem Ge-
schäftskunden – weder von „Gonzales“, noch von D. oder von „K.“ – erhalten 
hat. Seine diesbezügliche Aussage, dass er das Geld für diesen Geschäftskun-
den auf dessen Bitte hin wechselte, erwies sich als reine Schutzbehauptung. 
Auch seine Aussagen bezüglich der Anzahl der ihm übergebenen Dollarblüten 
sind nicht kohärent, sondern wie oben dargestellt in sich widersprüchlich und 
deshalb unglaubhaft (vgl. hierzu E. 3.8). Zudem wurde der Angeklagte in der 
Zeit von Februar bis Juni 2008 im Zusammenhang mit dem gegenständlichen 
Strafverfahren immer wieder mit dem Thema Falschgeld konfrontiert, und es 
wäre ein Leichtes für ihn gewesen wäre, sich des Falschgelds zu entledigen, 
wenn ihm wirklich daran gelegen wäre. Trotzdem ist die Vernichtung nicht er-
folgt. Letztlich sprechen auch der Vorfall vom 28. Februar 2008 in Zürich am 
SBB-Schalter und die Aussagen von D. gegen eine Vernichtungsabsicht. 

Nach dem Gesagten ist rechtsgenügend erstellt, dass der Angeklagte die Ab-
sicht hatte, auch das bei sich aufbewahrte Falschgeld bei sich bietender Gele-
genheit als echt in Umlauf zu setzen oder es an Abnehmer zu verkaufen, die es 
dann ihrerseits als echt in Umlauf setzen. Der Straftatbestand ist daher auch in 
subjektiver Hinsicht erstellt. 

6.5 Der Angeklagte ist des Lagerns falschen Geldes im Sinne von Art. 244 Abs. 1 
StGB in Bezug auf vier falsche Banknoten im Betrag von je USD 100.– schuldig 
zu sprechen. 

- 21 - 

7. Strafzumessung 

7.1 Der Angeklagte hat sich des in Umlaufsetzens falschen Geldes im Sinne von 
Art. 242 Abs. 1 StGB von USD im Betrag von 500.– sowie des Lagern falschen 
Geldes im Sinne von Art. 244 Abs. 1 StGB von je 500.– USD und EUR schuldig 
gemacht. Beide Straftaten werden in ihrem Grundtatbestand mit Freiheitsstrafe 
bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet. 

7.2 Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für 
mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe 
der schwersten Straftat und erhöht sie angemessen (Asperationsprinzip). Es 
darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälf-
te erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden 
(Art. 49 Abs. 1 StGB). Vorliegend erhöht sich der Strafrahmen folglich auf 4 ½ 
Jahre Freiheitsstrafe. Die Geldstrafe beträgt gemäss Art. 34 Abs. 1 StGB min-
destens einen und höchstens 360 Tagessätze.  

7.3 Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem Verschul-
den des Täters. Es berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse 
sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Die Bewertung des 
Verschuldens wird in Art. 47 Abs. 2 StGB dahingehend präzisiert, dass dieses 
nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsgu-
tes, der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und den Zielen des 
Täters sowie danach bestimmt wird, wie weit der Täter nach den inneren und 
äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu ver-
meiden. Das Gesetz führt dabei weder alle in Betracht zu ziehenden Elemente 
detailliert und abschliessend auf, noch regelt es deren exakte Auswirkungen bei 
der Bemessung der Strafe. Es liegt daher im Ermessen des Gerichts, in wel-
chem Umfang es die verschiedenen Strafzumessungsfaktoren berücksichtigt 
(BGE 134 IV 17 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_650/2007 vom 2. Mai 
2008 E. 10.1). 

7.4  
7.4.1 Der Verurteilte hat die strafbaren Handlungen innerhalb einer Zeitpanne von 

über einem Jahr (28. Februar 2008 bis 17. März 2009) und in Bezug auf 
Falschgeld im Gesamtbetrag von USD 1'000.– und EUR 500.– begangen und 
hierzu keine besondere Planungen und Ausführungskonzepte vorgenommen, 
das Verschulden ist daher als noch leicht einzustufen. 

Der Angeklagte ist in Schweden geboren und aufgewachsen, wo er nach Ab-
schluss des Gymnasiums eine Businessschule besuchte. In der Folge beteiligte 
er sich an Bauunternehmen oder war für solche in Schweden und Belgien tätig. 

- 22 - 

Im Jahre 2004 kam der Angeklagte in die Schweiz und ist seither im Verwal-
tungsrat verschiedenen Firmen tätig. Er hat Schulden bei einer panamesischen 
Firma, die im Besitze einer Stiftung seiner Familie ist, sowie bei Freunden und 
Bekannten. 2007 hat er für Fr. 1.7 Mio. eine Liegenschaft in Z. erworben, die er 
abreissen und erneuern lassen will. Hypothekarschulden hat er keine. Finan-
zielle Unterstützung erhält er von seiner Familie aus Schweden. Ende 2010 er-
folgte die Scheidung von seiner zweiten Ehefrau. Unterstützungspflichten hat er 
keine (cl. 8 pag. 8.930.2–9). Der Umstand, dass der Angeklagten aus behüteten 
Verhältnisse stammt, lässt die in Bereicherungsabsicht begangenen Straftaten 
schwerer wiegen. 

Der Angeklagte weist eine Vorstrafe auf. Er wurde am 17. März 2005 durch das 
Landgericht Stuttgart (D) wegen Betrugs und versuchten Betrugs zu einer Frei-
heitsstrafe von drei Jahren verurteilt (cl. 8 pag. 8.231.7). Im Rahmen des vorlie-
genden Strafverfahrens hat er wissentlich eine unbeteiligte Person belastet 
(G.). Diese Faktoren wirken sich im leichten bis mittleren Masse straferhöhend 
aus. In Berücksichtigung aller Strafzumessungsfaktoren ist eine Geldstrafe von 
120 Tagessätzen angemessen. 

7.4.2 Ausgangspunkt für die Bemessung der Tagessatzhöhe bildet das Einkommen, 
das dem Täter durchschnittlich an einem Tag zufliesst, ganz gleich, aus welcher 
Quelle die Einkünfte stammen. Denn massgebend ist die tatsächliche wirt-
schaftliche Leistungsfähigkeit. Müssen die Einkommensverhältnisse geschätzt 
werden, weil ihre genaue Feststellung nicht möglich ist oder der Täter dazu un-
zureichende oder ungenaue Angaben macht, ist auf den Lebenswandel als 
Hilfsargument abzustellen. Die Annahme eines erhöhten Tagessatzes ist dort 
gerechtfertigt, wo ein ersichtlich hoher Lebensaufwand mit einem auffällig tiefen 
Einkommen kontrastiert (BGE 134 IV 60 E. 6.1 und 6.3; DOLGE, Basler Kom-
mentar, 2. Aufl., 2007, Art. 34 StGB N. 55 und 67-69). 

Der Angeklagte hat in seiner Steuererklärung für 2009 einen Verdienst von 
Fr. 55'000.– ausgewiesen (cl. 8 pag. 8.271.16) und diesen anlässlich der Haupt-
verhandlung bestätigt. 2010 habe er für seine Verwaltungsratstätigkeit noch 
kein Gehalt bekommen, und es werde sich erst Ende des Jahres entscheiden, 
ob und wie viel er erhalten werde (cl. 8 pag. 8.930.4). Auf Vorhalt des sich bei 
den Akten befindlichen Betreibungsregisterauszugs (cl. 8 pag. 8.271.4 f.) gab 
der Angeklagte hierzu an, dass er (dem Gläubiger) L. im letzten Sommer den 
Betrag von EUR 1 Mio. überwiesen habe und diesem gegenüber nur noch eine 
Restschuld von Fr. 200'000.– offen sei (cl. 8 pag. 8.930.4). Er wolle die 2007 für 
Fr. 1.7 Mio. erworbenen Liegenschaft abreisen (und neu bauen), da deren Zu-
stand nicht seinen Erwartungen entspreche (cl. 8 pag. 8.930.5). Der Lebensstil 
des Angeklagten ist mit einem Jahreseinkommen von Fr. 55'000.– respektive 

- 23 - 

ohne jegliche Einnahmen nicht möglich, sondern bedarf nicht unerheblicher fi-
nanzieller Mittel. Die Tagessatzhöhe ist aufgrund eines hypothetisches Ein-
kommens, basierend auf dem (geschätzten) Lebensaufwand des Angeklagten, 
mit Fr. 200.– festzusetzen.  

7.5 Das Gericht schiebt den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger Arbeit 
oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei 
Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig er-
scheint, um den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen 
abzuhalten. Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat zu ei-
ner bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten 
oder zu einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagessätzen verurteilt, so ist der 
Aufschub nur zulässig, wenn besonders günstige Umstände vorliegen (Art. 42 
Abs. 1–3 StGB). Wenn dagegen eine ungünstige Prognose gestellt werden 
muss, weil keinerlei Aussicht besteht, der Verurteilte werde sich durch den  
– ganz oder teilweise – gewährten Strafaufschub beeinflussen lassen, ist die 
Geldstrafe unbedingt auszufällen und in voller Höhe zu vollziehen (BGE 134 IV 
60 E. 7.5). 

7.6 Ausländische Urteile sind zu berücksichtigen, wenn sie bezüglich Strafwürdig-
keit des Verhaltens, Mass der verhängten Strafe und Verfahrensgerechtigkeit 
den Grundsätzen des schweizerischen Rechts entsprechen (Botschaft des 
Bundesrates zur Änderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 
21. September 1998 [Botschaft 1998], BBl 1999 1979 S. 1984 ff., 2050; Urteil 
des Bundesgerichts 6B_623/2009 vom 5. November 2009, E. 3.2; SCHNEI-
DER/GARRÉ, Basler Kommentar, 2. Aufl., 2007, Art. 42 StGB N. 90). 

Der Angeklagte wurde mit Urteil vom 17. März 2005, rechtskräftig seit 21. April 
2005 und somit innerhalb der letzten fünf Jahre vor der Tat, in Deutschland zu 
einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt (cl. 8 pag. 8.231.7). Die Bewäh-
rungsfrist der Reststrafe lief am 30. August 2009 aus und wurde mit Wirkung 
vom 27. November 2009 erlassen (cl. 8 pag. 8.231.7). Das in Deutschland ge-
gen den Angeklagten ausgesprochene Urteil steht im Einklang mit den 
Grundsätzen des schweizerischen Rechts und ist somit bei der Gewährung des 
bedingten Vollzugs zu berücksichtigen. Besonders günstige Umstände liegen 
beim Verurteilten nicht vor. Die Vorstrafe hat ihn nicht von weiteren strafbaren 
Handlungen abgehalten, und es ist kein positiver Wandel seiner Lebensum-
stände festzustellen. Sämtliche Straftaten waren von finanziellen Motiven gelei-
tet. Der Angeklagte pflegt nach wie vor einen komfortablen Lebensstil, der über 
seinen persönlichen Einkommensverhältnissen liegt und den er sich im bedeu-
tendem Masse von Dritten – insbesondere seiner Familie – finanzieren lässt. 

- 24 - 

Dies weist auf eine gewisse Labilität im Umgang mit Geld hin. Die Strafe ist 
somit unbedingt auszusprechen.  

7.7 Der Angeklagte wurde am 17. März 2009 während 7.5 Stunden in Polizeihaft 
gesetzt (cl. 1 pag. 6.1.1 ff.), diese sind ihm als ein Tag Polizeihaft auf die Strafe 
anzurechnen. 

8. Einziehung  

Die neun im gegenständlichen Verfahren beschlagnahmten Falsifikate (cl. 1 
pag 8.1.35 und 8.2.1) sind im Sinne von Art. 249 Abs. 1 StGB einzuziehen und 
zu vernichten.  

9. Kosten  

9.1 Dem Verurteilten werden in der Regel die Kosten des Strafverfahrens ein-
schliesslich derjenigen des Ermittlungsverfahrens, der Voruntersuchung sowie 
der Anklageerhebung und -vertretung auferlegt (Art. 172 Abs. 1 BStP). Die Kos-
ten des Strafverfahrens bestehen aus den Gebühren und Auslagen des Vorver-
fahrens und der Anklagevertretung (Art. 246 Abs. 1 BStP) sowie des Gerichts-
verfahrens. Der Ersatz der bei der Bundesanwaltschaft und beim Untersu-
chungsrichteramt entstandenen Kosten bestimmt sich nach Art. 4 und 5 der 
Verordnung vom 22. Oktober 2003 über die Kosten der Bundesstrafrechtspfle-
ge (SR 312.025; nachstehend „Kostenverordnung“). Bei der Kostenfestsetzung 
sind die Bedeutung des Falles, die betroffenen finanziellen Interessen sowie der 
Zeit- und Arbeitsaufwand zu berücksichtigen (Art. 3 Abs. 1 der Kostenverord-
nung). Zu den Kosten gehören ferner Auslagen der Strafverfolgungsbehörden, 
die entsprechend den dem Bund verrechneten oder von ihm bezahlten Beträ-
gen festgelegt werden (Art. 1 und Art. 5 der Kostenverordnung). Die Gebühr für 
das gerichtliche Verfahren bemisst sich nach dem Reglement vom 11. Februar 
2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32; 
nachstehend „Gebührenreglement“). 

9.1.1 Die Bundesanwaltschaft macht eine Gebühr von Fr. 12'000.– (BKP: Fr. 7'000.–; 
BA: Fr. 5'000.–) geltend (cl. 4 pag. 24.1.1 ff.). Diese ist auf Grund der tatsächli-
chen und rechtlichen Schwierigkeiten des vorliegenden Falles, welche nicht als 
überdurchschnittlich zu werten sind und auf Grund der Tatsache, dass ein 
Grossteil der Ermittlungshandlungen durch die deutschen Strafverfolgungsbe-
hörden erledigt worden ist, nicht angemessen und auf Fr. 7'000.– zu reduzieren. 

- 25 - 

Für die Anklageerhebung der Bundesanwaltschaft vor dem Bundesstrafgericht 
ist die Gebühr mit Fr. 2'000.– anzusetzen. 

9.1.2 Die vom Untersuchungsrichteramt geltend gemachte Gebühr von Fr. 5'000.– 
(cl. 4 pag. 24.3.3) ist angemessen.  

9.1.3 Die Gebühr für das gerichtliche Verfahren ist gemäss Art. 245 Abs. 2 BStP 
Art. 2 Abs. 1 lit. b Gebührenreglement mit Fr. 4'000.– festzusetzen; Auslagen 
sind keine entstanden. 

9.1.4 Die Bundesanwaltschaft macht Ersatz eigener Auslagen von insgesamt 
Fr. 1'601.75 für das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren (cl. 4 
pag. 24.1.1 ff.) sowie für die Voruntersuchung von Fr. 116.05 (cl. 4 pag. 24.3.3) 
geltend. Hiervon abzuziehen sind die Reisekosten der Bundesanwaltschaft zur 
Einvernahme des Zeugen D. nach München in Höhe von Fr. 388.35, da die 
Verteidigung hierüber nicht informiert wurde und der Einvernahme nicht bei-
wohnen konnte und sie schliesslich in Wahrung der Parteiöffentlichkeit ein wei-
teres Mal hat durchgeführt werden müssen, sowie die Portokosten des Unter-
suchungsrichteramtes von Fr. 96.75, da diese praxisgemäss durch die Gebühr 
abgegolten sind.  

9.1.5 Die verbleibenden Verfahrenskosten (Gebühren und Auslagen) in Höhe von 
Fr. 19'232.70 sind dem Angeklagten aufgrund der in mehreren Anklagepunkten 
erfolgten Freisprüche nicht vollumfänglich aufzuerlegen. Die durch die Überga-
be von Falschgeld an B. und D. erforderlichen Ermittlungshandlungen haben 
sich nur geringfügig auf die Dauer und Kosten des gesamten Strafverfahrens 
ausgewirkt. Es rechtfertigt sich daher, dem Angeklagten Verfahrenskosten in 
Höhe von Fr. 14'000.– aufzuerlegen; die übrigen Kosten sind von der Eidge-
nossenschaft zu tragen.  

10. Entschädigung 

10.1 Nach Art. 176 BStP hat im Falle der Freisprechung das Gericht über die Ent-
schädigung an den freigesprochenen Angeklagten gemäss den Grundsätzen 
von Art. 122 Abs. 1 BStP zu entscheiden. Dieser sieht vor, dass dem Beschul-
digten, gegen den die Untersuchung eingestellt wird, auf Begehen eine Ent-
schädigung für die Untersuchungshaft und für andere Nachteile, die er erlitten 
hat, auszurichten ist. Die Entschädigung kann verweigert werden, wenn der Be-
schuldigte die Untersuchungshandlungen durch verwerfliches oder leichtfertiges 
Benehmen verschuldet oder erschwert hat.  

- 26 - 

Der Angeklagte ist erbeten verteidigt. Er wurde in rund der Hälfte der Anklage-
punkte nicht verurteilt, wobei in jenem Zusammenhang Prozesshandlungen er-
folgten, für die er zu entschädigen ist. Die Verteidigerin macht einen Gesamt-
aufwand von 45.9 Stunden geltend beziehungsweise – abzüglich der ohnehin 
anfallenden Reisezeit – von 34.3 Stunden Arbeitszeit. Es ist davon auszuge-
hen, dass ein Teil Arbeitszeit aufgrund der Falschgeldübergabe im Ausland re-
spektive an die eingeweihten B. und D. erfolgte, ohne den Zeitaufwand anhand 
der Rechnung feststellen zu können. Die für die freigesprochenen Tatbestände 
eingesetzte Arbeitszeit ist schätzweise mit 8.5 Stunden festzusetzen. Der Fall 
bot in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht keine besonderen Schwierigkeiten, 
weshalb vorliegend gemäss ständiger Praxis des Bundesstrafgerichts ein Stun-
denansatz von Fr. 230.– angemessen ist. Dementsprechend ist dem Angeklag-
ten eine Entschädigung für entstandene Verteidigerkosten in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 2'105.– (Fr. 230.– x 8.5 + MwSt) auszurichten. Eine Entschädigung 
für die ausgestandene Polizeihaft entfällt, erfolgte diese doch anlässlich einiger 
Stunden im Rahmen der Hausdurchsuchung und Erstbefragung und damit nicht 
in einem speziellen Zusammenhang mit Vorwürfen, welche nicht zu einem 
Schuldspruch geführt haben.  

11. Schriftliche Mitteilung des begründeten Entscheids an die Staatsanwalt-
schaft Memmingen (D) 

Dem Antrag der Bundesanwaltschaft auf schriftliche Mitteilung des begründeten 
Entscheids an die Staatsanwaltschaft Memmingen ist nicht nachzukommen. 
Begründete Entscheide werden ausländischen Behörden durch das Bundes-
strafgericht nicht von Amtes wegen sondern nur auf Ersuchen im Wege der 
Rechtshilfe mitgeteilt. 

- 27 - 

Das Gericht erkennt: 

I.  

1. Das Verfahren betreffend in Umlaufsetzen von Falschgeld, soweit gemäss Anklage-
schrift vom 27. August 2010 zwischen dem 8. März 2008 und 18. Mai 2008 in 
Deutschland oder Österreich begangen, wird eingestellt. 

2. A. wird freigesprochen 

2.1. vom Vorwurf des in Umlaufsetzens von Falschgeld von 443 Scheinen zu je 
USD 100.–, begangen zwischen dem 8. März 2008 und 18. Mai 2008 in der 
Schweiz, sowie von 3 Scheinen zu je EUR 100.– und jeweils eines Scheins zu 
EUR 200.– und USD 100.–, begangen am 3. Juni 2008 (Teil der Anklageziffer 
I.1 der Anklageschrift vom 27. August 2010);  

2.2. vom Vorwurf des Erwerbs und Lagerns von Falschgeld von 443 Scheinen zu je 
USD 100.–, begangen vor oder am 8. März 2008 bis 18. Mai 2008 (Teil der An-
klageziffer I.2 der Anklageschrift vom 6. Dezember 2010). 

3.  A. wird schuldig gesprochen  

3.1. des in Umlaufsetzens von Falschgeld von 5 Scheinen zu je USD 100.–, began-
gen am 28. Februar 2008 (Teil der Anklageziffer I.1 der Anklageschrift vom 
27. August 2010 [entspricht Anklageziffer I.1 der Anklageschrift vom 
6. Dezember 2010]); 

3.2. des Lagerns von Falschgeld von je einem Schein zu USD 100.– und EUR 200.– 
sowie 3 Scheinen zu je EUR 100.–, begangen zwischen dem 28. Februar 2008 
und 3. Juni 2008 sowie von 4 Scheinen zu je USD 100.–, begangen zwischen 
dem 28. Februar 2008 und 17. März 2009 (Teil der Anklageziffer I.2 der Ankla-
geschrift vom 27. August 2010 [entspricht Teil der Anklageziffer I.2 der Anklage-
schrift vom 6. Dezember 2010]). 

4. A. wird bestraft mit einer unbedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu Fr. 200.–. 
Die ausgestandene Polizeihaft von einem Tag wird auf die Strafe angerechnet. 

5. Die beschlagnahmten gefälschten Banknoten werden eingezogen und der Vernich-
tung zugeführt. 

- 28 - 

6. Die Verfahrenskosten betragen: 

 Fr. 7'000.00 Gebühr für das gerichtspolizeiliche Ermittlungsverfahren 

 Fr. 5'000.00 Gebühr für die Voruntersuchung 

 Fr. 2'000.00 Gebühr für die Anklageerhebung und -vertretung 

 Fr. 1'232.70 Auslagen Bundesanwaltschaft und Eidg. Untersuchungsrichteramt 

 Fr. 4'000.00 Gerichtsgebühr 

 Fr. 19'232.70 Total 

 Davon werden A. Fr. 14'000.– auferlegt; die übrigen Verfahrenskosten trägt die Eid-
genossenschaft. 

7. A. wird zulasten der Eidgenossenschaft eine Entschädigung von Fr. 2'105.– zuge-
sprochen. 

II. 

Dieser Entscheid wird in der Hauptverhandlung eröffnet und durch die Vorsitzende 
mündlich begründet.  

 
Eine vollständige schriftliche Ausfertigung wird zugestellt an 
- Bundesanwaltschaft 
- A. (Mandat der erbetenen Verteidigung am 23. Februar 2011 niedergelegt) 

 

Im Namen der Strafkammer 
des Bundesstrafgerichts 

Die Vorsitzende   Der Gerichtsschreiber 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an: 
- Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

- 29 - 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen verfahrensabschliessende Entscheide der Strafkammer des Bundesstrafgerichts kann beim Bundes-
gericht, 1000 Lausanne 14, innert 30 Tagen nach der Zustellung der vollständigen Urteilsausfertigung Be-
schwerde eingelegt werden (Art. 78, Art. 80 Abs. 1, Art. 90 und Art. 100 Abs. 1 BGG). 

Mit der Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht und Völkerrecht gerügt werden (Art. 95 BGG). 
Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf 
einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den 
Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Versand am: 29. Juli 2011