# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a32673ee-2103-519a-b170-2562dce43702
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2008 C-2429/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2429-2008_2008-09-24.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2429/2008/scf/shc
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino,
Richterin Madeleine Hirsig,
Gerichtsschreiberin Christine Schori Abt.

A._______,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenrente (Verfügung vom 14. März 2008).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2429/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Eidgenössische IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IV-Stel-
le) mit Verfügung vom 14. März 2008 das Gesuch des Versicherten auf 
Leistungen  der  Schweizerischen  Invalidenversicherung  ablehnte,  mit 
der Begründung, es liege keine Invalidität vor, welche einen Rentenan-
spruch zu begründen vermöge;

dass  der  Versicherte  (nachfolgend  Beschwerdeführer)  am  12. April 
2008  (der  Post  übergeben  am  15. April  2008)  beim  Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde erheben liess und beantragte, die Verfügung 
sei  aufzuheben und es sei  ihm eine ganze Invalidenrente zuzuspre-
chen oder es seien zumindest weitere Abklärungen vor Erlass des Ur-
teils vorzunehmen. Des Weiteren sei ihm die unentgeltliche Prozess-
führung zu gewähren;

dass der Beschwerdeführer seiner Beschwerde diverse neue medizini-
sche Unterlagen beilegte;

dass die IV-Stelle diese neuen medizinischen Berichte ihrem ärztlichen 
Dienst zur Beurteilung unterbreitete und dieser in seiner Stellungnah-
me vom 21. August 2008 zum Schluss kam, dass die vorgelegten Arzt-
berichte nicht für eine Beurteilung ausreichen. Die medizinischen Do-
kumente würden lediglich diverse Diagnosen ohne Angaben der klaren 
Untersuchungsbefunde enthalten. Bei den mitgeteilten Befunden kön-
ne je nach Schweregrad sowohl eine volle Arbeitsfähigkeit als auch ei-
ne  Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit  resultieren. Der  IV-Stellenarzt 
empfahl deshalb die Einholung einer ausführlichen internistischen Be-
gutachtung  komplettiert  durch  eine  Echocardiographie  inklusive  EF, 
Laborresultate  (Hämoglobin,  Blutzucker)  und  Blutgasuntersuchung. 
Vorzuziehen sei eine Untersuchung bei einem Vertrauensarzt oder evt. 
in der Schweiz;

dass die IV-Stelle am 28. August 2008 ihre Vernehmlassung einreichte 
und beantragte,  die Beschwerde sei  gutzuheissen,  die angefochtene 
Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei im Sinne der Stellung-
nahme des ärztlichen Dienstes an die Vorinstanz zurückzuweisen;

dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung 
mit  Art. 69 Abs. 1 lit. b  des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die  Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  zur  Beurteilung  von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 
34 VGG zuständig ist;

dass die  IV-Stelle  eine Vorinstanz gemäss Art. 33  lit. d  VGG ist  und 
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;

dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 48 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021),  vgl.  auch  Art. 59  des  Bundesgesetzes  vom 6. Oktober 
2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG, 
SR 830.1), beschwerdelegitimiert ist;

dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht beim Bundes-
verwaltungsgericht eingereicht wurde (Art. 52 VwVG; vgl. auch Art. 60 
ATSG) und somit darauf einzutreten ist;

dass das Bundesverwaltungsgericht aufgrund der vorliegenden Akten 
zum Schluss kommt, zur Beurteilung des Rentenanspruchs seien zu-
sätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, und es sich insbeson-
dere  nicht  veranlasst  sieht,  vom dahingehenden  übereinstimmenden 
Antrag der Vorinstanz und Eventualantrag des Beschwerdeführers ab-
zuweichen;

dass die Beschwerde demnach gutzuheissen, die Verfügung aufzuhe-
ben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erfor-
derliche  ausführliche  internistische  Begutachtung,  komplettiert  durch 
eine  Echocardiographie  inklusive  EF,  Laborresultate  (Hämoglobin, 
Blutzucker) und Blutgasuntersuchung von einem Vertrauensarzt im Ko-
sovo oder in der Schweiz durchführen zu lassen sowie in der Sache 
neu zu verfügen;

dass  das  Verfahren  gemäss  Art. 69  Abs. 1bis IVG in  Verbindung  mit 
Art. 69 Abs. 2 IVG grundsätzlich kostenpflichtig ist, dem obsiegenden 
Beschwerdeführer  wie  auch  der  Vorinstanz  jedoch  keine  Verfah-
renskosten aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG);

dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, der sich rechtlich vertreten 
liess eine Parteientschädigung zuzusprechen ist  und der Stundenan-
satz für nichtanwaltliche Vertreter CHF 100.- bis 300.- beträgt;

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dass die Parteientschädigung inkl. Auslagen auf CHF 500.- festzuset-
zen und der Vorinstanz aufzuerlegen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung 
mit  Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar  2008 über  die Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]);

dass das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung bei diesem Aus-
gang  des Verfahrens gegenstandslos  wird  und daher  abzuschreiben 
ist;

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird  gutgeheissen, und die angefochtene Verfügung 
vom 14. März 2008 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen zum weiteren Vorge-
hen im Sinne der Erwägungen, d.h. zur Einholung einer internistischen 
Begutachtung komplettiert durch eine Echocardiographie inklusive EF, 
Laborresultate  (Hämoglobin,  Blutzucker)  und  Blutgasuntersuchung 
durch einen Vertrauensarzt im Kosovo oder in der Schweiz und zur an-
schliessenden Neubeurteilung.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die  Vorinstanz  hat  dem Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung 
von CHF 500.- auszurichten.

5.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung wird als gegenstands-
los geworden abgeschrieben.

6.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (...)
- Bundesamt für Sozialversicherung

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Christine Schori Abt

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die  Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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