# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fe36a38-697d-5f60-8f95-d6a3da8094ff
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2016 A-680/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-680-2016_2016-11-02.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-680/2016, A-710/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Kathrin Dietrich (Vorsitz), 

Richterin Christine Ackermann, 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot, 

Gerichtsschreiber Oliver Herrmann. 
 

 
 

Parteien 
 Verfahren A-680/2016 

Airport Altenrhein AG, 

Flughafenstrasse 11, 9423 Altenrhein, 

vertreten durch Rechtsanwälte 

Prof. Dr. iur. Roland Müller und lic. iur. Felix Ludwig, 

ME Advocat AG, Hauptstrasse 17, 9422 Staad SG, 

Beschwerdeführerin 1, 

 
 

 
gegen 

 
 

1. Amt der Vorarlberger Landesregierung, 

Landhaus, AT-6901 Bregenz, 

2. Gemeinde Gaissau, 

Kirchstrasse 3, AT-6974 Gaissau, 

3. VCS Verkehrs-Club der Schweiz, 

vertreten durch die VCS Sektion St. Gallen-Appenzell, 

Rorschacherstrasse 21, Postfach 658, 9004 St. Gallen, 

A._______, 

[…], 9423 Altenrhein, 

B._______, 

[…], 9423 Altenrhein, 

C._______, 

[…], 9423 Altenrhein, 

alle vertreten durch MLaw Margot Benz, 

Jacober & Bialas, Rechtsanwälte & Notare, 

Oberer Graben 44, 9001 St. Gallen, 

Beschwerdegegner, 

 

und 

 

Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, 

Postfach, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

Verfahren A-710/2016 

VCS Verkehrs-Club der Schweiz, 

vertreten durch die VCS Sektion St. Gallen-Appenzell, 

Rorschacherstrasse 21, Postfach 658, 9004 St. Gallen, 

Schutzverband Aktion gegen Fluglärm AgF, 

Postfach 1, 9422 Staad SG, 

C._______, 

[…], 9423 Altenrhein, 

A._______, 

[…], 9423 Altenrhein, 

alle vertreten durch MLaw Margot Benz, 

Jacober & Bialas, Rechtsanwälte & Notare, 

Oberer Graben 44, 9001 St. Gallen, 

Beschwerdeführer 2, 

 

gegen 

 

Airport Altenrhein AG, 

Flughafenstrasse 11, 9423 Altenrhein, 

vertreten durch Rechtsanwälte 

Prof. Dr. iur. Roland Müller und lic. iur. Felix Ludwig, 

ME Advocat AG, Hauptstrasse 17, 9422 Staad SG, 

Beschwerdegegnerin, 

 

und 

 

Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL, 

Postfach, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Flugfeld St. Gallen-Altenrhein; 

Neubau Hangar C6. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 3 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Plangenehmigungsverfügungen vom 5. und 17. November 2010 ge-

nehmigte das Bundesamt für Zivilluftfahrt BAZL mit Auflagen zwei Plange-

nehmigungsgesuche der Airport Altenrhein AG, der Betreiberin des Flug-

feldes und Regionalflugplatzes St. Gallen-Altenrhein (nachfolgend auch: 

Flugplatz), betreffend den Umbau und die Erweiterung des (sich auf dem 

Gelände des Flugplatzes befindenden) Fliegermuseums Altenrhein sowie 

betreffend den Neubau Hangar C6. Das Bundesverwaltungsgericht hiess 

eine dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil A-8464/2010 vom 10. Ja-

nuar 2012 gut, namentlich weil in den vorangegangenen Plangenehmi-

gungsverfahren keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführt 

worden war, in deren Rahmen die Auswirkungen des Flugplatzes als Ge-

samtanlage auf die Umwelt geprüft worden waren. Die Durchführung einer 

UVP war erforderlich, da die Anzahl der dem Flugplatz zuzurechnenden 

Parkplätze den in Ziff. 11.4 des Anhangs der Verordnung vom 19. Oktober 

1988 über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPV, SR 814.011) vorge-

sehenen Schwellenwert überschritt. 

Im Nachgang zu diesem Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts liess 

die Airport Altenrhein AG einen Masterplan ausarbeiten, welcher die mög-

lichen Bauvorhaben innerhalb des Perimeters des Flugplatzes St. Gallen-

Altenrhein aufzeigt. Darauf basierend wurde ein Rahmen-Umweltverträg-

lichkeitsbericht (Rahmen-UVB, aktualisierte Fassung datierend vom 

30. Januar 2015) erstellt, welcher die bestehenden und zukünftigen Aus-

wirkungen des Flugplatzes auf die Umwelt aufzeigen soll. 

B.  

Am 17. Dezember 2013 unterbreitete die Airport Altenrhein AG dem BAZL 

das angepasste Plangenehmigungsgesuch für den Neubau Hangar C6. 

Am 3. März 2014 folgte das modifizierte Plangenehmigungsgesuch der 

von der Genossenschaft Fliegermuseum Altenrhein und der Airport Alten-

rhein AG bevollmächtigten Rheintal Bau AG für den Neu- und Umbau des 

Fliegermuseums. Vom 12. Januar 2015 (Datum der Einreichung der voll-

ständigen Gesuchsunterlagen) schliesslich datiert ein weiteres beim BAZL 

eingereichtes Plangenehmigungsgesuch der Airport Altenrhein AG für den 

Ersatzneubau des Betriebs der Egli Paint GmbH bzw. Egli Paint Service 

GmbH. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 4 

C.  

Das BAZL führte in der Folge betreffend alle drei Bauprojekte je ein orden-

tliches Plangenehmigungsverfahren im Sinne von Art. 37b ff. des Luftfahrt-

gesetzes (LFG, SR 748.0) durch. Den drei Projekten liegen der bereits er-

wähnte Masterplan und der gemeinsame Rahmen-UVB zugrunde. Dane-

ben liess die Airport Altenrhein AG separate Umweltverträglichkeitsbe-

richte (UVB) erstellen, die jeweils nur die projektspezifischen Auswirkun-

gen auf die Umwelt und die zu treffenden Massnahmen behandeln. Der 

UVB Hangar C6 datiert vom 30. Januar 2015 (aktualisierte Fassung). 

Während der öffentlichen Auflage der Gesuchsunterlagen erhoben unter 

anderem der Schutzverband (Verein) Aktion gegen Fluglärm AgF am 

26. Februar 2014, der Verein VCS Verkehrs-Club der Schweiz, A._______, 

B._______ und C._______ (nachfolgend: VCS und Mitbeteiligte) zusam-

men mit der Stiftung WWF Schweiz am 27. Februar 2014, das Amt der 

Vorarlberger Landesregierung am 1. April 2014 sowie die Gemeinde Gais-

sau am 2. April 2014 Einsprache gegen das Projekt Neubau Hangar C6. 

Am 10. Juni 2015 fanden zwischen Vertretern von Bund (BAZL, Bundes-

amt für Umwelt BAFU), Kanton St. Gallen und Flugplatz St. Gallen-Alten-

rhein bzw. Airport Altenrhein AG (vertreten durch den damaligen CEO) ei-

nerseits sowie namentlich dem Land Vorarlberg und der Gemeinde Gais-

sau andererseits "Gespräche im Rahmen der Espoo-Konvention" (Über-

einkommen vom 25. Februar 1991 über die Umweltverträglichkeitsprüfung 

im grenzüberschreitenden Rahmen, Übereinkommen von Espoo, 

SR 0.814.06) statt. Gemäss dem vom gleichen Tag datierenden, vom 

BAZL erstellten (und mit Nachtrag vom 31. Juli 2015 vom österreichischen 

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirt-

schaft BMLFUW gebilligten) "Beschlussprotokoll" vereinbarten die beiden 

Delegationen der Schweizerischen Eidgenossenschaft (Schweiz) und der 

Republik Österreich bzw. des Landes Vorarlberg unter anderem, dass be-

züglich der drei Bauprojekte Hangar C6, Fliegermuseum und Egli Paint 

"aufgrund der geringen Umweltauswirkungen auf Österreich auf eine Noti-

fikation nach der Espoo-Konvention verzichtet" werde sowie dass im Plan-

genehmigungsentscheid Hangar C6 einerseits die direkten Auswirkungen 

des Projekts und andererseits weitere einschlägige Umweltbelange aus 

dem Rahmen-UVB abgehandelt würden. Sodann kam man überein, in ei-

nem nachgelagerten Verfahren betreffend die Anpassung des Betriebsreg-

lements die Thematik der Auswirkungen des Flugplatzes St. Gallen-Alten-

rhein auf die Avifauna abzuhandeln, wobei Österreich in das Verfahren ein-

bezogen werden und eine Notifikation nach der Espoo-Konvention erfolgen 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 5 

soll. Zu diesem Zweck soll ein erweitertes Gutachten (formell als Ergän-

zung des Rahmen-UVB) erstellt werden, das allenfalls notwendige Mass-

nahmen zum Schutz der Avifauna aufzeigt, welche mit der Anpassung des 

Betriebsreglements umzusetzen wären. 

Das BAZL wies mit Plangenehmigungsverfügung vom 29. Dezember 2015 

die erhobenen Einsprachen zumindest teilweise ab und genehmigte den 

Neubau Hangar C6 mit Auflagen (Dispositiv-Ziff. 1 und 2). Vereinbarungs-

gemäss hatte das BAZL sämtliche sich aus dem Rahmen-UVB ergeben-

den Umweltbelange vorab in diesem Plangenehmigungsverfahren (Han-

gar C6) behandelt und verfügte entsprechend die notwendigen Auflagen 

und Sanierungsmassnahmen (Dispositiv-Ziff. 3 und 4). 

Die Gesuche für den Neu- und Umbau des Fliegermuseums sowie den 

Ersatzneubau des Betriebs der Egli Paint genehmigte das BAZL mit Plan-

genehmigungsverfügungen vom 18. Januar und 22. März 2016 jeweils mit 

Auflagen. Diese beiden Verfügungen sind inzwischen in Rechtskraft er-

wachsen (eine Beschwerde gegen den Ersatzneubau Egli Paint wies das 

Bundesverwaltungsgericht mit Urteil A-2669/2016 vom 22. August 2016 

ab, soweit es darauf eintrat). 

D.  

Gegen die Plangenehmigungsverfügung des BAZL (nachfolgend: Vorin-

stanz) vom 29. Dezember 2015 erheben die Airport Altenrhein AG (nach-

folgend: Beschwerdeführerin 1) mit Eingabe vom 1. Februar 2016 (Verfah-

ren A-680/2016) sowie der VCS, der Schutzverband AgF, C._______ und 

A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer 2) mit Eingabe vom 2. Feb-

ruar 2016 (Verfahren A-710/2016) Beschwerde beim Bundesverwaltungs-

gericht. Im von der Beschwerdeführerin 1 angehobenen Beschwerdever-

fahren werden auf ihr Ersuchen hin der VCS und Mitbeteiligte sowie das 

Amt der Vorarlberger Landesregierung und die Gemeinde Gaissau als Be-

schwerdegegner ins Verfahren einbezogen. Im Verfahren der Beschwer-

deführer 2 hat die Beschwerdeführerin 1 als Beschwerdegegnerin Partei-

stellung. 

E.  

Die Vorinstanz schliesst mit Vernehmlassungen vom 29. Februar und 

22. März 2016 auf Abweisung der Beschwerden. 

F.  

Das Amt der Vorarlberger Landesregierung reicht im Verfahren A-680/2016 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 6 

am 4. April 2016 eine Stellungnahme ein mit dem Antrag, die Beschwerde 

abzuweisen. Die Gemeinde Gaissau schliesst sich am 5. April 2016 der 

Eingabe des Amtes der Vorarlberger Landesregierung und insbesondere 

dessen Anträgen an. 

VCS und Mitbeteiligte reichen am 8. April 2016 eine Stellungnahme im Ver-

fahren A-680/2016 ein und beantragen die Abweisung der Beschwerde. 

Gleichentags ziehen die Beschwerdeführer 2 im Verfahren A-710/2016 An-

trag 6 betreffend die Anordnung einer vorsorglichen Massnahme schriftlich 

zurück. 

G.  

Die Beschwerdeführerin 1 ersucht in ihrer Beschwerdeantwort vom 22. Ap-

ril 2016 im Verfahren A-710/2016 um Abweisung der Beschwerde, soweit 

überhaupt darauf eingetreten werden könne. 

H.  

Das als Fachbehörde beigezogene BAFU nimmt am 17. und am 26. Mai 

2016 in zwei Fachberichten Stellung zu den beiden Verfahren A-680/2016 

und A-710/2016. 

I.  

Die Beschwerdeführerin 1 und die Beschwerdeführer 2 erstatten ihre Rep-

liken mit Eingaben vom 20. Juni und 11. Juli sowie vom 14. Juli 2016. 

Die Beschwerdeführerin 1 zieht dabei ihren Eventualantrag zu Rechtsbe-

gehren 1 und ihren Hauptantrag zu Rechtsbegehren 7 (Verfahren 

A-680/2016) zurück. 

J.  

Am 26. Juli 2016 reicht die Vorinstanz in beiden Beschwerdeverfahren eine 

weitere Stellungnahme ein. 

K.  

Weitere Fachberichte des BAFU datieren vom 5. (Verfahren A-680/2016) 

und vom 30. (Verfahren A-710/2016) August 2016. 

L.  

Das Amt der Vorarlberger Landesregierung nimmt am 5. August 2016 ein 

weiteres Mal Stellung zur Beschwerde A-680/2016. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 7 

M.  

Der VCS und Mitbeteiligte reichen am 5. September 2016 im Verfahren 

A-680/2016 eine Duplik mit unveränderten Anträgen ein. 

Die Beschwerdeführerin 1 reicht ihre (als "Beschwerdeantwort" bezeich-

nete) Duplik im Verfahren A-710/2016 am 8. September 2016 ein. 

N.  

Mit Schreiben vom 23. bzw. 30. September 2016 teilen die Beschwerde-

führerin 1 und die Beschwerdeführer 2 ihren Verzicht auf Schlussbemer-

kungen mit. 

O.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Den Verfahren A-680/2016 und A-710/2016 liegen dasselbe Anfechtungs-

objekt und derselbe Sachverhalt zugrunde und es stellen sich gleiche oder 

ähnliche Rechtsfragen. Sodann sind die an den Verfahren beteiligten Par-

teien weitgehend identisch. Es rechtfertigt sich daher aus prozessökono-

mischen Gründen, die beiden Verfahren unter der erstgenannten Ge-

schäfts-Nummer zu vereinigen und die Beschwerden in einem einzigen Ur-

teil zu erledigen (vgl. statt vieler Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

[BVGer] A-3116/2016 vom 22. August 2016 E. 1 m.w.H. sowie Art. 24 des 

Bundesgesetzes über den Bundeszivilprozess [BZP, SR 273] i.V.m. Art. 4 

des Verwaltungsverfahrensgesetzes [VwVG, SR 172.021] und dazu Urteile 

des BVGer C-6837/2013 vom 15. Juli 2016 E. 2 und B-4710/2014 vom 

15. März 2016 E. 1.2). 

2.  

2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Verfügung im 

Sinne von Art. 5 VwVG, die von einer Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. d 

des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) erlassen wurde. Da 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 8 

keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungs-

gericht zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 31 VGG und Art. 44 

VwVG; vgl. auch Art. 6 Abs. 1 LFG). 

Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach dem 

VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

2.2 Gemäss Art. 48 Abs. 1 VwVG ist zur Beschwerde berechtigt, wer vor 

der Vorinstanz am Verfahren teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). 

Die Beschwerdeführerin 1 ist als formelle Verfügungsadressatin ohne Wei-

teres zur Beschwerde legitimiert. Ebenfalls zu bejahen ist unstrittig die Be-

schwerdeberechtigung der Beschwerdeführer 2 (vgl. Urteil des BVGer 

A-8464/2010 vom 10. Januar 2012 E. 1.2 und insbesondere: zum sog. ide-

ellen Verbandsbeschwerderecht [VCS] Art. 55 des Umweltschutzgesetzes 

[USG, SR 814.01] i.V.m. Ziff. 20 des Anhangs der Verordnung vom 27. Juni 

1990 über die Bezeichnung der im Bereich des Umweltschutzes sowie des 

Natur- und Heimatschutzes beschwerdeberechtigten Organisationen 

[VBO, SR 814.076]; zum sog. egoistischen Verbandsbeschwerderecht 

[AgF] BGE 142 II 80 E. 1.4.2 und Urteil des BVGer A-3339/2015 vom 

22. August 2016 E. 1.2; zu den Anforderungen an die Beschwerdelegitima-

tion von Flugplatz-Anrainern [C._______, A._______] Urteile des BVGer 

A-3339/2015 vom 22. August 2016 E. 1.3.1.1, A-7248/2014 vom 27. Juni 

2016 E. 1.2.2 und A-3283/2012 vom 17. Dezember 2015 E. 1.2.2 f.; zur 

Beschwerdeberechtigung bzw. Parteistellung von Dritten und namentlich 

Gemeinden [Amt der Vorarlberger Landesregierung, Gemeinde Gaissau] 

schliesslich kann auf das Urteil des BVGer A-2669/2016 vom 22. August 

2016 E. 3.2 m.w.H. verwiesen werden). 

2.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist demnach einzutreten. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht stellt den rechtserheblichen Sachver-

halt, unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. Art. 13 und 

52 VwVG), von Amtes wegen fest (Art. 12 VwVG) und wendet das Recht 

grundsätzlich frei an, ohne an die rechtlichen Begründungen der Parteien 

gebunden zu sein (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Von den Verfahrensbeteiligten 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 9 

nicht aufgeworfene Rechtsfragen prüft es indes nur, wenn hierzu aufgrund 

der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhalts-

punkte hinreichender Anlass besteht (statt vieler Urteil des BVGer 

A-4389/2016 vom 21. September 2016 E. 2.2 m.H.). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf Rechts-

verletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Ermessens-

ausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

Bei der Angemessenheitsprüfung auferlegt sich das Bundesverwaltungs-

gericht allerdings eine gewisse Zurückhaltung und greift nicht in den Beur-

teilungsspielraum der rechtsanwendenden Behörde ein, wenn diese – wie 

vorliegend die Vorinstanz und das BAFU – den örtlichen, technischen und 

persönlichen Verhältnissen näher steht als das Bundesverwaltungsgericht. 

Es hat eine unangemessene Entscheidung zu korrigieren, muss aber der 

Vorinstanz die Wahl zwischen mehreren sachgerechten Lösungen überlas-

sen. Wenn es um die Beurteilung ausgesprochener Spezialfragen geht, in 

denen die betroffene Behörde über besonderes Fachwissen verfügt, weicht 

das Bundesverwaltungsgericht nicht ohne Not von deren Auffassung ab. 

Dies gilt jedenfalls für den Fall, dass die Vorinstanz die für den Entscheid 

wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen 

getroffen hat (BGE 139 II 185 E. 9.3; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

2C_681/2015 vom 20. Juli 2016 E. 4.5.1, zur Publikation vorgesehen; Ur-

teile des BVGer A-654/2016 vom 11. Oktober 2016 E. 2 und A-2669/2016 

vom 22. August 2016 E. 4.2, je m.w.H.). Das Gericht soll nicht aus eigenem 

Gutdünken, sondern nur aus triftigen Gründen von der Beurteilung durch 

die zuständige Fachbehörde abweichen, auch wenn ihm bei Sachverhalts-

fragen die freie Kognition zusteht. Insbesondere ist es nicht Sache der Ge-

richte, Umweltpolitik zu betreiben oder die Rolle von Aufsichtsbehörden zu 

übernehmen (Urteil des BGer 2C_1065/2015 vom 15. September 2016 

E. 4). 

4.  

Die massgebenden gesetzlichen Grundlagen zum Plangenehmigungsver-

fahren bei Flugplatzanlagen und dabei insbesondere zum vorliegend 

massgeblich gewesenen ordentlichen Verfahren hat die Vorinstanz in der 

angefochtenen Plangenehmigungsverfügung (Bst. B Ziff. 1.2 f.) zutreffend 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 10 

dargelegt (vgl. Art. 37 ff. LFG und Art. 27a ff. der Verordnung vom 23. No-

vember 1994 über die Infrastruktur der Luftfahrt [VIL, SR 748.131.1]). Da-

rauf kann verwiesen werden. 

5.  

Das Bundesverwaltungsgericht hat im Urteil vom 10. Januar 2012 festge-

halten, dass Einwirkungen gemäss Art. 8 USG sowohl einzeln als auch ge-

samthaft und nach ihrem Zusammenwirken zu beurteilen seien. Das aus 

dieser Bestimmung fliessende Prinzip der gesamtheitlichen Betrachtung 

verlange unter anderem, dass verschiedene in einem räumlichen und funk-

tionalen Zusammenhang stehende Anlagen bezüglich der Umweltrechts-

konformität gesamthaft zu beurteilen seien. Stellten einzelne Anlagen eine 

Einheit dar, wie dies zum Beispiel vom Bundesgericht bei Flugplatzanlagen 

bejaht worden sei (vgl. BGE 124 II 293 E. 26b und 124 II 75 E. 7a), müsse 

eine UVP durchgeführt werden, sofern die Anlagen gemeinsam den mass-

geblichen Schwellenwert überschritten. Eine geplante Anlageänderung – 

sei sie in Teilprojekte gegliedert oder zusammengefasst – sei in gesamt-

heitlicher Betrachtung und unter Einbezug aller Teilvorhaben, die zwar 

nicht gleichzeitig, aber doch in relativ rasch aufeinander folgenden Etappen 

verwirklicht würden, zu prüfen (Urteil A-8464/2010 E. 4.3). Diese Recht-

sprechung bestätigte das Bundesverwaltungsgericht jüngst mit Verweis auf 

BGE 142 II 20 E. 3.1 und ergänzte, die erforderlichen Emissionsbegren-

zungen nach Art. 12 USG müssten für die gesamte UVP-pflichtige Anlage 

geprüft und im Bewilligungsentscheid festgesetzt werden, das heisst nicht 

nur hinsichtlich der veränderten, sondern auch der unveränderten Be-

triebsbereiche (Urteil des BVGer A-3339/2015 vom 22. August 2016 

E. 7.3.3.2; vgl. ferner Urteil des BGer 1C_526/2015 vom 12. Oktober 2016 

E. 3.3, zur Publikation vorgesehen). 

Dementsprechend entschied das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 

10. Januar 2012 mit Blick auf die Projekte Hangar C6 und Fliegermuseum, 

bei der Prüfung einer allfälligen UVP-Pflicht aufgrund der Parkplatzzahl sei 

die Gesamtzahl der dem Flugplatz St. Gallen-Altenrhein zuzurechnenden 

Parkplätze zu klären und zu berücksichtigen. In der Folge bejahte es eine 

UVP-Pflicht für die beiden genannten Bauvorhaben, worauf die Beschwer-

deführerin 1 den Rahmen-UVB in Auftrag gab (vgl. vorstehend Bst. A). 

Das von der Vorinstanz gewählte Vorgehen, vorab im Plangenehmigungs-

verfahren Hangar C6 sämtliche Umweltbelange aus dem Rahmen-UVB, 

der auch die betrieblichen Auswirkungen der Projekte Egli Paint und Flie-

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 11 

germuseum enthält, zu behandeln und alle diesbezüglich notwendigen Auf-

lagen und Sanierungsmassnahmen zu verfügen, ist demnach nicht zu be-

anstanden und wurde im streitgegenständlichen Verfahren auch von keiner 

Partei in Frage gestellt. 

Die Vorinstanz hätte diejenigen Auflagen und Sanierungsmassnahmen, 

welche nicht ausschliesslich mit dem Hangar C6 im Zusammenhang ste-

hen, aber nur im diesbezüglichen Plangenehmigungsentscheid angeord-

net wurden, ohnehin (nochmals) zu verfügen, selbst wenn das Vorhaben 

Hangar C6 nicht realisiert und die angefochtene Plangenehmigung hinfällig 

würde (vgl. Urteil des BVGer A-2669/2016 vom 22. August 2016 E. 6.1). 

6.  

Nachfolgend ist zuerst über die Rechtsbegehren der Beschwerdeführerin 1 

(Verfahren A-680/2016) zu befinden (E. 7), anschliessend sind die Anträge 

der Beschwerdeführer 2 (Verfahren A-710/2016) zu beurteilen (E. 8). 

Sämtliche Einwände richten sich gegen den Rahmen-UVB sowie die in die-

sem Zusammenhang verfügten Auflagen und Sanierungsmassnahmen. 

Gegen den Neubau Hangar C6 an sich werden keine Rügen vorgebracht. 

7.  

Die Beschwerdeführerin 1 (in den zitierten Dispositiv-Ziffern und Rechts-

begehren jeweils als "Gesuchstellerin" bezeichnet) bringt in ihrer Be-

schwerde einleitend vor, sie verlange in den meisten Fällen lediglich Präzi-

sierungen der Auflagen im Interesse der Rechtssicherheit, damit nicht eine 

Präjudizierung der Anwendbarkeit von hier nicht anwendbaren Normen er-

folge oder neue Lärmkorsette festgelegt würden. 

7.1 Die Vorinstanz verfügte in Dispositiv-Ziff. 3 der angefochtenen Verfü-

gung: 

"Die zulässigen Lärmimmissionen werden auf der Grundlage von 

31'500 Flugbewegungen festgelegt. Die Gesuchstellerin hat innert 6 Mo-

naten nach Rechtskraft der vorliegenden Verfügung eine entsprechende 

Lärmberechnung zur Genehmigung einzureichen." 

Die Beschwerdeführerin 1 beantragt in Rechtsbegehren 1, diese Auflage 

wie folgt zu ergänzen: 

"Die zulässigen Lärmimmissionen werden gemäss Art. 37a LSV auf der 

Grundlage von 31'500 Flugbewegungen festgelegt. Die Gesuchstellerin 

hat innert sechs Monaten nach Rechtskraft der vorliegenden Verfügung 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 12 

eine entsprechende Lärmberechnung auf der Basis von 31'500 Flugbewe-

gungen und dem zukünftigen Flottenmix zur Genehmigung einzureichen. 

Die vorliegende Festlegung der zulässigen Lärmimmissionen gemäss 

Art. 37a LSV gelten neben dem gegenständlichen Vorhaben für Han-

gar C6 auch für die noch im Plangenehmigungsverfahren befindlichen Vor-

haben Fliegermuseum und Egli Paint. Jedes weitere Vorhaben, welches 

Einfluss auf die maximal gemäss SIL zulässigen Flugbewegungen von 

36'500 hat, hat im Rahmen eines neuen Plangenehmigungsverfahrens und 

einer projektbezogenen Ergänzung des Rahmen-UVB zu erfolgen und be-

darf einer neuen Festlegung der zulässigen Lärmimmissionen." 

Das Eventualbegehren 1 hat die Beschwerdeführerin 1 mit Replik vom 

11. Juli 2016 zurückgezogen. Subeventualiter beantragt sie die Rückwei-

sung von Dispositiv-Ziff. 3 zur Neubeurteilung an die Vorinstanz. 

7.1.1 Die Beschwerdeführerin 1 macht geltend, die Vorinstanz vermenge 

die Festlegung der zulässigen Lärmimmissionen mit der Festlegung der 

zulässigen Flugbewegungen. Einzuhalten seien die (auf der Grundlage 

von 31'500 Flugbewegungen festgelegten) Lärmkurven und nicht die ab-

solute Zahl von 31'500 Flugbewegungen. Letztere – und der Flottenmix – 

seien lediglich als (vorläufige) Berechnungsgrundlage für die einzuhalten-

den Lärmkurven zu qualifizieren und nicht als Vorgabe an den Betrieb des 

Flugplatzes im Sinne einer Höchstzahl von Flugbewegungen. Nur unter 

dieser Annahme habe der Vertreter der Beschwerdeführerin 1 anlässlich 

der Gespräche vom 10. Juni 2015 der Festlegung auf 31'500 Flugbewe-

gungen zugestimmt. 

7.1.2 Die Vorinstanz erwog bereits in der angefochtenen Verfügung, nach 

der Genehmigung der zulässigen Lärmimmissionen sei entscheidend, 

dass diese – und nicht die Flugbewegungen, die als Grundlage der Be-

rechnung dienten – zukünftig eingehalten würden. Eine höhere Anzahl an 

Flugbewegungen sei zulässig, solange die erlaubten Lärmimmissionen 

eingehalten würden. Eine Neubeurteilung des Lärms bzw. Neufestsetzung 

der zulässigen Lärmimmissionen, auch auf der Grundlage von mehr als 

31'500 Flugbewegungen, sei im Rahmen eines Betriebsreglements- oder 

neuen Plangenehmigungsverfahrens möglich. 

Diese Auffassung bestätigt die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung. Die be-

anstandete Dispositiv-Ziffer sei hinreichend klar, wenn man auch die Erwä-

gungen in der Plangenehmigungsverfügung berücksichtige. Die von der 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 13 

Beschwerdeführerin 1 verlangten Ergänzungen führten materiell zu kei-

nem anderen Ergebnis. 

7.1.3 Nach Ansicht von VCS und Mitbeteiligten gilt die Zahl von 

31'500 Flugbewegungen absolut; sie sei nicht bloss für die Fluglärmbe-

rechnung relevant. Andernfalls könne die Beschwerdeführerin 1 den Flot-

tenmix in ihrer Eingabe an die Vorinstanz mit grossen und lauten Flugzeu-

gen so ausgestalten, dass die Lärmkurven grosszügig festgelegt würden 

und in der Folge mit (weit) mehr als 31'500 Flugbewegungen von kleineren 

und leiseren Flugzeugen eingehalten werden könnten. 

7.1.4 Das BAFU erachtet Dispositiv-Ziff. 3 als eine aus umweltschutzrecht-

licher Sicht nicht zu beanstandende Betriebsvorschrift. Die Einschränkung 

der Anzahl Flugbewegungen sei eine mögliche Emissionsbegrenzung im 

Sinne von Art. 12 Abs. 1 USG. 

7.1.5 In Dispositiv-Ziff. 3 wird keine Höchstzahl von Flugbewegungen be-

stimmt, sondern einzig festgehalten, dass die zulässigen Lärmimmissionen 

auf der Grundlage von 31'500 Flugbewegungen festgelegt werden. Dies 

hat die Vorinstanz nicht nur während des Beschwerdeverfahrens bestätigt, 

sondern ergibt sich bereits aus dem Wortlaut der Dispositiv-Ziffer und den 

Erwägungen in der Plangenehmigung (S. 29 f.), wo im Übrigen auch die 

gesetzliche Grundlage von Art. 37a der Lärmschutz-Verordnung vom 

15. Dezember 1986 (LSV, SR 814.41) – welche die Beschwerdeführerin 1 

ins Dispositiv aufnehmen möchte – genannt wird. Für eine Anpassung der 

genannten Auflage (oder gar eine Rückweisung an die Vorinstanz) besteht 

daher kein Anlass. Dass offenbar auch das BAFU fälschlicherweise davon 

ausgegangen ist, bei den 31'500 Flugbewegungen handle es sich um eine 

Betriebsvorschrift zur Begrenzung der Anzahl Flugbewegungen, zeigt 

zwar, dass die Anordnung präziser hätte formuliert werden können. Spä-

testens mit der Klarstellung im vorliegenden Beschwerdeverfahren besteht 

diesbezüglich allerdings kein Handlungsbedarf mehr. 

Die Befürchtung von VCS und Mitbeteiligten, die Beschwerdeführerin 1 

könnte den 31'500 Flugbewegungen einen Flottenmix mit besonders lau-

ten Flugzeugen zugrunde legen, um so später die Anzahl Flugbewegungen 

mit leiseren Flugzeugen einfach erhöhen zu können (da die zulässigen 

Lärmimmissionen eingehalten werden), erweist sich als unbegründet. 

Selbstverständlich wird bei der Festlegung der zulässigen Lärmimmissio-

nen auf den tatsächlichen – aktuellen oder zu erwartenden – Flottenmix 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 14 

abzustellen sein und wird die Vorinstanz die entsprechenden von der Be-

schwerdeführerin 1 gelieferten Angaben dahingehend zu prüfen haben. 

Auf die von der Beschwerdeführerin 1 erhobene Rüge der Verletzung der 

Begründungspflicht (vgl. Rz. 32 der Beschwerde) ist bei diesem Ergebnis 

nicht näher einzugehen, nachdem jene in ihrer Replik vom 11. Juli 2016 

(Rz. 31) selbst anführt, sie habe anlässlich der Gespräche vom 10. Juni 

2015 zugestimmt, die zulässigen Lärmimmissionen auf der Grundlage von 

31'500 Flugbewegungen festzulegen. 

7.2  

7.2.1 In Dispositiv-Ziff. 4.2 ordnete die Vorinstanz zum Fluglärm an: 

"Die Massnahme LÄ-3 zum Reporting Fluglärm im Rahmen-UVB ist um-

zusetzen. Als Vergleichswert ist der genehmigte Lärm auf der Basis der 

31'500 Flugbewegungen heranzuziehen." 

Die Massnahme LÄ-3 lautet wie folgt: "Der Flugplatz verpflichtet sich zu 

einem jährlichen Monitoring betreffend Fluglärm. Dieses erfolgt anhand der 

Entwicklung der Anzahl Flugbewegungen und Flugzeugtypen im Vergleich 

zur zulässigen Fluglärmbelastung gemäss geltendem SIL Objektblatt. Das 

Reporting wird auf der Homepage des Flugplatzes veröffentlicht" (vgl. Rah-

men-UVB Ziff. 7.4.1 S. 74). 

Die Beschwerdeführerin 1 beantragt in Rechtsbegehren 2, die genannte 

Auflage wie folgt anzupassen: 

"Die Massnahmen LÄ-3 zum Reporting Fluglärm im Rahmen-UVB sind um-

zusetzen. Als Vergleichswert sind die zulässigen Lärmimmissionen 

(Art. 37a LSV) auf der Grundlage von 31'500 Flugbewegungen heranzu-

ziehen. Es ist der Gesuchstellerin überlassen, zusätzlich den Prognose-

zustand 2021 auf der Basis der SIL-konformen 36'500 Flugbewegungen 

zu reporten." 

7.2.2 Aus dem in Erwägung 7.1.5 Gesagten ergibt sich ohne Weiteres, 

dass die 31'500 Flugbewegungen lediglich die Grundlage für die Festle-

gung der zulässigen Lärmimmissionen darstellen, weshalb eine entspre-

chende Präzisierung in Dispositiv-Ziff. 4.2 nicht erforderlich ist. Für eine 

Plafonierung der Flugbewegungen (vgl. zu deren Zulässigkeit Urteil des 

BVGer A-3339/2015 vom 22. August 2016 E. 8.3 ff.) besteht denn zumin-

dest einstweilen auch kein Anlass, hat die Vorinstanz doch andere Mass-

nahmen angeordnet, welche die Einhaltung der Immissionsgrenzwerte 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 15 

(IGW) sicherstellen und dem umweltrechtlichen Vorsorgeprinzip (vgl. dazu 

nachfolgend E. 7.3.5) Rechnung tragen sollen. 

Der Beschwerdeführerin 1 ist es sodann unbenommen, zusätzlich den 

Prognosezustand 2021 auf der Basis von 36'500 Flugbewegungen auszu-

weisen. Da die Vorinstanz dies jedoch nicht verlangt, gibt es keinen Grund, 

die Auflage in dieser Hinsicht zu ergänzen. 

7.3 Zum Industrie- und Gewerbelärm verfügte die Vorinstanz in Dispositiv-

Ziff. 4.3.2: 

"Die Gesuchstellerin hat innerhalb von sechs Monaten nach Rechtskraft der 

vorliegenden Verfügung zur Einhaltung der IGW folgende Massnahmen zu 

treffen: 

- Verlegung des Triebwerkstandplatzes gemäss Masterplan; 

- Ausrichtung der Flugzeuge nach Norden; 

-  Einschränkung der Standlaufzeit von Montag–Freitag auf die Zeiten 

von 07.00–12.00 Uhr und 13.30–19.00 Uhr; 

- Einschränkung und Festlegung der Anzahl Standläufe." 

Die Beschwerdeführerin 1 verlangt in Rechtsbegehren 3, die Auflage am 

Ende mit der folgenden Anordnung zu ergänzen: 

"Die Massnahmen sind nicht kumulativ zu treffen. Es ist der Gesuchstellerin 

zudem gestattet, die Einhaltung der IGW über zusätzliche bauliche Mass-

nahmen zu erfüllen." 

Sodann sei die dritte Massnahme (Einschränkung der Standlaufzeit) zu 

streichen bzw. – eventualiter – zu ersetzen durch die Anordnung: 

"Einschränkungen der Standlaufzeit innerhalb der zulässigen Standlaufzei-

ten gemäss derzeitigem Betriebsreglement;" 

7.3.1 Die Beschwerdeführerin 1 bringt zur Begründung vor, Einschränkun-

gen bei den Betriebszeiten führten nachweislich nicht zu einer Reduktion 

der Lärmbelastung; es sei daher nicht nachvollziehbar, weshalb die Stand-

laufzeiten eingeschränkt werden sollten. Die Massnahme sei aufgrund 

(flug-)betrieblicher Notwendigkeiten weder betrieblich noch wirtschaftlich 

tragbar und schränke die Dispositionsfreiheit der Beschwerdeführerin 1 in 

unzulässiger Weise ein. Standläufe würden nie ohne entsprechende Not-

wendigkeit gemacht und sich insbesondere aus Hersteller- oder Luftauf-

sichtsbehördenvorgaben ergeben. Sie seien für den sicheren Betrieb von 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 16 

Flugzeugen zwingend erforderlich – etwa nach Triebwerkswartungen – und 

meist Bestandteil von Startvorbereitungen. Die Auflage sei willkürlich, da – 

sei es aus betrieblichen oder sicherheitstechnischen Gründen – keine Aus-

nahmen mehr möglich seien. 

Die in Dispositiv-Ziff. 4.3.2 genannten Massnahmen könne die Beschwer-

deführerin 1 alternativ treffen, was zu verdeutlichen sei. 

7.3.2 Die Vorinstanz begründet die Einschränkung der Standlaufzeiten da-

mit, dass es bei Berücksichtigung sämtlicher Triebwerkstandläufe zu den 

im Rahmen-UVB ausgewiesenen Überschreitungen der einzuhaltenden 

IGW komme, weshalb Sanierungsmassnahmen getroffen werden müss-

ten, die zu einer Verbesserung der Lärmsituation führten. Der Beschwer-

deführerin 1 stehe es frei, zur Einhaltung der IGW neben den angeordne-

ten betrieblichen Einschränkungen zusätzlich bauliche Massnahmen zu 

treffen; die Vorinstanz wolle sie aber nicht dazu verpflichten. 

Einschränkungen bei Betriebszeiten führten zwar nicht zu einer Reduktion 

der Lärmbelastung bezüglich der IGW-Überschreitungen, indes subjektiv 

zu einer deutlich wahrnehmbaren Reduktion der Lärmbelastung in den 

sensiblen Tagesrandstunden. Es sei nicht ersichtlich und werde von der 

Beschwerdeführerin 1 auch nicht dargelegt, weshalb die lärmintensiven 

Triebwerkstandläufe morgens bereits ab 06:00 Uhr und abends bis um 

22:00 Uhr erfolgen müssten. Die Massnahme sei im Sinne des umwelt-

rechtlichen Vorsorgeprinzips angezeigt und die damit verbundenen be-

trieblichen Einschränkungen durchaus vertretbar. 

Was die kumulative bzw. alternative Anwendung der in Dispositiv-Ziff. 4.3.2 

genannten Massnahmen anbelange sei festzuhalten, dass die erste und 

die zweite Massnahme (Verlegung des Triebwerkstandplatzes und Aus-

richtung der Flugzeuge nach Norden) dem eingereichten Masterplan bzw. 

dem Rahmen-UVB entsprächen, mithin von der Beschwerdeführerin 1 

selbst vorgebracht worden seien. Deshalb seien die beiden Massnahmen 

nicht als alternativ zu treffende Massnahmen zu verstehen. Dasselbe gelte 

für die dritte Massnahme (Einschränkung der Standlaufzeiten). Falls mit 

den erwähnten drei ersten Massnahmen die IGW eingehalten würden, sei 

die offen formulierte vierte Massnahme (Einschränkung und Festlegung 

der Anzahl Standläufe) nicht umzusetzen. 

7.3.3 VCS und Mitbeteiligte haben keine Einwände gegen zusätzliche bau-

liche Massnahmen, sondern fordern vielmehr selbst die Erstellung einer 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 17 

Schallschutzanlage (vgl. nachfolgend E. 8.1). Wirkungsvolle bauliche 

Massnahmen erreichten das Ziel einer Lärmreduktion besser als eine zeit-

liche Einschränkung auf die Wochentage. Trotzdem werde eine zusätzliche 

Beschränkung der Standlaufzeiten begrüsst. 

7.3.4 Das BAFU führt an, gemäss Rahmen-UVB würden durch Triebwerk-

standläufe Überschreitungen der massgebenden IGW verursacht. Die zeit-

liche Einschränkung der Standlaufzeit sei eine Betriebsvorschrift. Als sol-

che sei sie grundsätzlich eine geeignete Emissionsbegrenzung im Sinne 

von Art. 12 Abs. 1 USG. Zwar führe die Einschränkung der Betriebszeiten 

für die Triebwerkstandläufe ohne gleichzeitige Reduktion der Anzahl 

Standläufe nicht zu einer Verringerung der Lärmdosis. Dies ändere jedoch 

nichts daran, dass diese Massnahme eine geeignete Emissionsbegren-

zung im Sinne der Vorsorge darstelle, weil die Standläufe auf weniger emp-

findliche Tageszeiten verschoben würden. Dies führe in der Wahrnehmung 

der Betroffenen zu einer deutlichen Reduktion der Lärmimmissionen. 

Zur Frage, ob die in Dispositiv-Ziff. 4.3.2 verfügten Massnahmen kumulativ 

oder alternativ umgesetzt werden müssen, hält das BAFU fest, im Bereich 

des Lärmschutzes gälten die Voraussetzungen der vorsorglichen Emissi-

onsbegrenzung und der Einhaltung der massgebenden Belastungsgrenz-

werte kumulativ. Gestützt auf das Vorsorgeprinzip seien von der Vollzugs-

behörde diejenigen Massnahmen anzuordnen, die technisch und betrieb-

lich möglich und wirtschaftlich tragbar seien. Würden die massgebenden 

IGW durch die Umsetzung der vorsorglichen Emissionsbegrenzungen ein-

gehalten, müssten keine weiteren Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 11 

Abs. 3 USG umgesetzt werden. Andernfalls seien zusätzliche, verschärfte 

Emissionsbegrenzungen umzusetzen. Daraus folge, dass sich die zustän-

dige Behörde nicht darauf beschränken dürfe, der Gesuchstellerin die Aus-

wahl zwischen verschiedenen die IGW einhaltenden Massnahmen zu ge-

währen. Vielmehr habe sie sich für jene Massnahme(n) zu entscheiden, 

welche im Rahmen des Vorsorge- und des Verhältnismässigkeitsprinzips 

den besten Lärmschutz gewährleiste(ten). Dies könne auch dazu führen, 

dass verschiedene Emissionsbegrenzungen kumulativ anzuordnen seien. 

7.3.5 Der Rahmen-UVB geht betreffend die ihm zugrunde gelegten Pro-

jekte von einer wesentlichen Änderung einer ortsfesten Anlage im Sinne 

von Art. 8 LSV aus. Dementsprechend müssen die Lärmemissionen der 

neuen oder geänderten Anlageteile nach den Anordnungen der Vollzugs-

behörde so weit begrenzt werden, als dies technisch und betrieblich mög-

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 18 

lich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Abs. 1). Die Lärmemissionen der ge-

samten Anlage müssen mindestens so weit begrenzt werden, dass die 

IGW nicht überschritten werden (Abs. 2). Gemäss Rahmen-UVB werden 

die IGW des Industrie- und Gewerbelärms auf dem Flugplatz St. Gallen-

Altenrhein jedoch – was keine Partei in Abrede stellt – überschritten, wobei 

eine der Hauptursachen für die Grenzwertüberschreitung die Triebwerk-

standläufe sind. Es sind deshalb Sanierungsmassnahmen nach Art. 13 

LSV zu ergreifen. 

Das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip ist neben Art. 8 Abs. 1 LSV auch be-

reits in Art. 11 Abs. 2 USG (und für Verkehrsanlagen in Art. 18 der Luft-

reinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 1985 [LRV, SR 814.318.142.1]) 

verankert (vgl. Urteil des BGer 1C_390/2013 vom 16. Juli 2014 E. 7.2). Es 

verlangt die Prüfung vorsorglicher emissionsbegrenzender Massnahmen 

(vgl. dazu Art. 12 USG), unabhängig von der bestehenden Umweltbelas-

tung. Selbst wenn ein Projekt zu einer Erhöhung der Immissionen im nicht 

wahrnehmbaren Bereich führt, muss geprüft werden, ob vorsorgliche emis-

sionsbegrenzende Massnahmen technisch und betrieblich möglich und 

wirtschaftlich zumutbar sowie verhältnismässig sind (Urteil des BVGer 

A-3339/2015 vom 22. August 2016 E. 7.2 m.w.H.). Änderungen können 

unter dem Gesichtswinkel des Vorsorgeprinzips nach Art. 8 Abs. 1 LSV 

zwar nur mit Bezug auf die neuen oder geänderten Anlageteile verlangt 

werden. Abgesehen davon, dass Art. 11 Abs. 2 USG keine solche Ein-

schränkung vorsieht, verlangt das in Art. 8 USG niedergelegte Prinzip der 

ganzheitlichen Betrachtungsweise – insbesondere für den Bereich der 

Emissionsbegrenzung – jedoch eine gesamthafte Beurteilung aller An-

lage(-teile), die aufgrund ihres räumlichen, zeitlichen und funktionalen Zu-

sammenhangs als Gesamtanlage erscheinen. Dementsprechend müssen 

die erforderlichen Emissionsbegrenzungen nach Art. 11 f. USG für die ge-

samte UVP-pflichtige Anlage geprüft und im Bewilligungsentscheid festge-

setzt werden, mithin nicht nur hinsichtlich der veränderten, sondern auch 

der unveränderten Betriebsbereiche (BGE 142 II 20 E. 3.1 m.w.H.; Urteil 

des BVGer A-3339/2015 vom 22. August 2016 E. 7.3.3.2). 

Masterplan und Rahmen-UVB wurden denn auch mit Blick auf den ganzen 

Flugplatz erstellt und die streitgegenständlichen Massnahmen in der ange-

fochtenen Plangenehmigung unabhängig vom ihr zugrunde liegenden Pro-

jekt Hangar C6 verfügt. 

7.3.5.1 Die Parteien sind sich zu Recht einig, dass Einschränkungen bei 

den Standlaufzeiten – im Gegensatz zu einer Einschränkung der Anzahl 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 19 

Standläufe – objektiv keine Reduktion der Lärmemissionen zur Folge ha-

ben. Wie die Vorinstanz zu Recht anführt, hängt das subjektive Lärmemp-

finden jedoch erheblich davon ab, wann der Lärm auftritt. Durch die Ein-

schränkung der Betriebszeiten werden die Standläufe von empfindlicheren 

auf weniger empfindlichere Tageszeiten verschoben, weshalb dieses 

Massnahme auch nach Ansicht des BAFU eine geeignete Emissionsbe-

grenzung im Sinne von Art. 12 Abs. 1 USG darstellt (vgl. auch Urteil des 

BVGer A-775/2011 vom 24. Mai 2011 E. 12.3). 

7.3.5.2 Die Beschwerdeführerin 1 legt nicht substanziiert dar, dass bzw. in-

wiefern sie durch die vorgesehene Einschränkung der Standlaufzeiten un-

verhältnismässig in ihren wirtschaftlichen Möglichkeiten eingeschränkt 

wird. Der Rahmen-UVB prognostiziert für das Jahr 2021 bei mehr als 

30'000 Flugbewegungen eine jährliche Zahl von "nur" 271 Standläufen. Bei 

einem Standlauf (engine run) handelt es sich gemäss der von der Be-

schwerdeführerin 1 eingereichten "Vereinbarung für Standläufe" (abrufbar 

unter < http://peoplesbusinessairport.ch/en/downloads-1 >, abgerufen am 

02.11.2016) um die "Inbetriebnahme von Flugzeug- und Helikoptertrieb-

werken zu Test-, Kontroll- oder Wartungszwecken mit einer Drehzahl höher 

als Leerlauf". Standläufe sind bereits gemäss dem geltenden Betriebsreg-

lement vom 23. bzw. 24. Februar 2010 (Anhang 3) nur von Montag bis Frei-

tag zwischen 06:00 Uhr und 12:00 Uhr sowie 13:30 Uhr und 22:00 Uhr so-

wie am Samstag zwischen 07:00 Uhr und 12:00 Uhr sowie 13:30 Uhr und 

19:00 Uhr zulässig (max. fünf Hunter-Standläufe pro Jahr einzig von Mon-

tag bis Freitag zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr). 

Es ist der Beschwerdeführerin 1 zumutbar, sich bei den aus betrieblichen 

oder Sicherheitsgründen durchzuführenden Standläufen an die in Disposi-

tiv-Ziff. 4.3.2 vorgegebenen Zeiten zu halten. Dies hat nicht zur Folge, dass 

Standläufe zu unterbleiben haben, was mit Sicherheitsrisiken verbunden 

wäre, sondern lediglich, dass allenfalls gewisse Flüge verschoben werden 

müssen. Die Beschwerdeführerin 1 führt selbst aus, dass sie Standläufe 

nicht ohne Not in Randzeiten und auf Wochenenden legt, weshalb nicht 

davon auszugehen ist, dass davon eine grosse Anzahl Standläufe bzw. 

Flüge betroffen ist. Die in Dispositiv-Ziff. 4.3.2 angeordnete zeitliche Ein-

schränkung der Standlaufzeiten erscheint deshalb als angemessen und 

zulässig. 

7.3.5.3 Was die alternative oder kumulative Umsetzung der Massnahmen 

anbelangt, ist die Sichtweise der Vorinstanz nicht zu beanstanden. Im Be-

reich des Lärmschutzes gelten die Voraussetzungen der Einhaltung der 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 20 

Grenzwerte und der vorsorglichen Emissionsbegrenzung kumulativ. Auch 

wenn ein Projekt die vorgeschriebenen Grenzwerte einhält, ist deshalb an-

hand der in Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 8 Abs. 1 LSV genannten Kriterien 

zu prüfen, ob das Vorsorgeprinzip weitergehende Beschränkungen erfor-

dert. Dies kann dazu führen, dass verschiedene Lärmschutzmassnahmen 

kumulativ anzuordnen sind (vgl. BGE 124 II 517 E. 4b; Urteil des BGer 

1C_506/2008 vom 12. Mai 2009 E. 3.3; Urteil des BVGer A-3339/2015 vom 

22. August 2016 E. 7.3.2). Wie bereits erwähnt werden die massgebenden 

IGW gemäss Rahmen-UVB überschritten. Die ersten drei Massnahmen 

(Verlegung des Triebwerkstandplatzes, Ausrichtung der Flugzeuge nach 

Norden, Einschränkung der Standlaufzeiten), welche für die Beschwerde-

führerin 1 wirtschaftlich tragbar sowie technisch und betrieblich möglich 

sind, sind demnach auch nach Ansicht des BAFU kumulativ umzusetzen. 

Die Anzahl der Standläufe dagegen wird aufgrund des damit verbundenen 

erheblichen Eingriffs in die wirtschaftliche Dispositionsfreiheit der Be-

schwerdeführerin 1 nur zu reduzieren sein, falls die Massnahmen 1–3 nicht 

zur Einhaltung der IGW führen sollten. 

7.3.5.4 Im Eventualbegehren beantragt die Beschwerdeführerin 1, die 

Standlaufzeiten seien lediglich auf die gemäss Betriebsreglement zulässi-

gen Zeiten zu beschränken. An diese hat sich die Beschwerdeführerin in-

des bereits jetzt zu halten, weshalb das Eventualbegehren inhaltlich nicht 

vom Hauptbegehren abweicht. 

7.4 Mit Rechtsbegehren 4 beantragt die Beschwerdeführerin 1 entspre-

chend ihrem Rechtsbegehren 3, die Anordnung der Vorinstanz in Disposi-

tiv-Ziff. 4.3.3 – wonach es Ersterer obliegt, aus den in der Auflage 4.3.2 

erwähnten vier Massnahmen den richtigen Mix zu wählen – dahingehend 

zu präzisieren, dass die Massnahmen alternativ gewählt werden können. 

Nach dem Gesagten ist dieses Begehren abzuweisen (vgl. vorstehend 

E. 7.3.5.3). 

7.5 Gemäss der von der Beschwerdeführerin 1 nicht angefochtenen Dis-

positiv-Ziff. 4.3.4 hat sie der Vorinstanz innerhalb von neun Monaten nach 

Rechtskraft der Plangenehmigung eine neue Lärmberechnung einzu-

reichen, welche die Anzahl der Triebwerkstandläufe festhält und nachweist, 

dass keine IGW überschritten sind. Die von der Vorinstanz in Dispositiv-

Ziff. 4.3.5 verfügte Auflage lautet: 

"Falls dieser Nachweis [gemäss Dispositiv-Ziff. 4.3.4] nicht erbracht wer-

den kann, sind die Triebwerkstandläufe mit sofortiger Wirkung und bis zum 

Nachweis der Einhaltung der IGW einzustellen." 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 21 

Die Beschwerdeführerin 1 beantragt in Rechtsbegehren 5, zusätzlich den 

folgenden Vorbehalt anzubringen: 

"Triebwerkstandläufe, welche betriebs- oder sicherheitsbedingt zwingend 

notwendig sind, bleiben vorbehalten." 

7.5.1 Die Beschwerdeführerin 1 bezeichnet die Dispositiv-Ziff. 4.3.5 als "in 

dieser krassen Form willkürlich". Standläufe seien unabdingbarer Bestand-

teil der Flugzeugwartung und der Flugsicherheit. Die Umsetzung der Sank-

tionsandrohung käme faktisch einem Tätigkeitsverbot der am Flugplatz tä-

tigen Wartungsbetriebe bzw. des dort angesiedelten gewerblichen Linien-

verkehrs gleich, führte mithin zur Einstellung des Flugbetriebes sowie zur 

sofortigen Schliessung der in Altenrhein ansässigen Unterhaltsbetriebe. 

Die Konsequenzen wären Entlassungen bei Drittfirmen und bei der Be-

schwerdeführerin 1 selbst. 

7.5.2 Die Vorinstanz bringt vor, das Ansinnen der Beschwerdeführerin 1, 

weiterhin Triebwerkstandläufe im Sinne einer Ausnahmeklausel durchzu-

führen, auch wenn sie den Nachweis der Einhaltung der IGW nicht er-

bringe, sei abzulehnen, da die LSV die Einhaltung der IGW verlange. Es 

sei für die Beschwerdeführerin 1 zumutbar, innerhalb von neun Monaten 

den entsprechenden Nachweis zu erbringen. 

7.5.3 VCS und Mitbeteiligte weisen darauf hin, dass gemäss der Be-

schwerdeführerin 1 Standläufe nie ohne entsprechende Notwendigkeit ge-

macht würden. Entsprechend müsse davon ausgegangen werden, dass 

sie alle Triebwerkstandläufe als betriebs- oder sicherheitsbedingt zwingend 

notwendig erachte. 

7.5.4 Das BAFU vertritt die Ansicht, die Anordnung in Dispositiv-Ziff. 4.3.5 

sei zulässig. Für den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein als bestehende orts-

feste, private Anlage, die wesentlich geändert werde, gebe es in der Lärm-

schutzgesetzgebung des Bundes keine Bestimmung, welche bei Belastun-

gen über den massgebenden IGW die Erteilung von Erleichterungen zu-

lasse. Gemäss Art. 8 Abs. 2 LSV dürften die IGW nicht überschritten wer-

den. Es sei davon auszugehen, dass die massgebenden IGW durch die 

Umsetzung der angeordneten Massnahmen eingehalten werden könnten. 

Die angesetzte Frist von neun Monaten zum Erbringen des entsprechen-

den Nachweises sei ausreichend. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 22 

7.5.5  

7.5.5.1 Nach eigenen Angaben der Beschwerdeführerin 1 werden Stand-

läufe wegen ihrer Kostenintensität nie ohne betriebliche oder sicherheits-

bedingte Notwendigkeit durchgeführt, was angesichts der Überschreitung 

der IGW auf dem Flugplatz St. Gallen-Altenrhein angezeigt ist. Die von der 

Beschwerdeführerin verlangte Ergänzung würde daher dazu führen, dass 

die Auflage in Dispositiv-Ziff. 4.3.5 die Anzahl Standläufe überhaupt nicht 

oder jedenfalls nicht wesentlich reduzierte, da (nahezu) jeder Standlauf als 

betrieblich oder sicherheitsbedingt zwingend notwendig bezeichnet wer-

den könnte. 

7.5.5.2 Eine Massnahme ist willkürlich, wenn sie offensichtlich unhaltbar 

ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm 

oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossen-

der Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. statt vieler Urteil 

des BGer 1C_157/2016 vom 6. September 2016 E. 3.2 m.w.H.). Dies kann 

von der Auflage bzw. Sanktionsandrohung in Dispositiv-Ziff. 4.3.5 nicht ge-

sagt werden. Nachfolgend zu prüfen ist indes, ob sie verhältnismässig ist. 

7.5.5.3 Das in Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV, SR 101) verankerte 

Verhältnismässigkeitsprinzip verlangt, dass eine Massnahme für das Errei-

chen des im öffentlichen Interesse liegenden Zieles geeignet und erforder-

lich sowie bezüglich Eingriffszweck und -wirkung ausgewogen (sog. ver-

hältnismässig im engeren Sinn), mithin der betroffenen Partei zumutbar ist 

(statt vieler Urteil des BGer 8C_869/2015 vom 12. August 2016 E. 6.2; Ur-

teil des BVGer A-379/2016 vom 8. September 2016 E. 6.1). 

Mit der Auflage 4.3.5 soll die Beschwerdeführerin 1 dazu bewegt werden, 

innerhalb von neun Monaten nach Rechtskraft der Plangenehmigung die 

Einhaltung der IGW nachzuweisen. Vor allem aber soll sichergestellt wer-

den, dass die IGW zu diesem Zeitpunkt auf jeden Fall respektiert werden. 

Dazu ist die Massnahme ohne Weiteres geeignet. Auch ihre Erforderlich-

keit ist zu bejahen, da eine praktikable mildere Massnahme nicht ersichtlich 

ist. Namentlich ist es nicht zweckmässig, die Anzahl der Standläufe nur 

teilweise einzuschränken, da dies zusätzliche Berechnungen und Überprü-

fungen notwendig machen würde. Die vollständige Einstellung der Stand-

läufe wird erst erfolgen, wenn Einhaltung und Nachweis der IGW mit den 

Massnahmen gemäss Auflage 4.3.2 nicht gelingen. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 23 

Ein Verbot von Standläufen würde die Beschwerdeführerin 1 und andere 

am Flugplatz St. Gallen-Altenrhein ansässige Unternehmen zweifellos in 

ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit beeinträchtigen. Allerdings erscheinen die 

von der Beschwerdeführerin 1 geschilderten Konsequenzen als übertrie-

ben, würde das Verbot doch nur solange gelten, bis der Nachweis der Ein-

haltung der IGW doch noch erbracht wird. Ein Teil der jährlich "bloss" 

271 Standläufe könnte überdies wohl auf später verschoben oder auf an-

deren Flugplätzen durchgeführt werden, ohne dass dies mit erheblichen 

Nachteilen für die lokalen Betriebe verbunden wäre. Andere Wartungsar-

beiten, die nicht direkt mit einem Standlauf im Zusammenhang stehen, 

könnten weiterhin in Altenrhein ausgeführt werden. Es ist mithin davon aus-

zugehen, dass nur in beschränktem Ausmass Unterhaltsaufträge abwan-

dern und Flüge verschoben oder aufgehoben werden müssten. Etwas an-

deres hat die Beschwerdeführerin 1 jedenfalls weder substanziiert darge-

legt noch belegt. Schliesslich hat es die Beschwerdeführerin 1 in der eige-

nen Hand, die Sanktionierung abzuwenden, indem sie rechtzeitig die für 

die Einhaltung der IGW notwendigen Schritte unternimmt und jene nach-

weist. Die Anordnung in Dispositiv-Ziff. 4.3.5 erscheint daher auch als ver-

hältnismässig im engeren Sinn, weshalb das Rechtsbegehren 5 abzuwei-

sen ist. 

7.6 Dispositiv-Ziff. 4.9.4 der angefochtenen Verfügung bestimmt betreffend 

ein ergänzendes Gutachten zur Avifauna, welches die Beschwerdeführe-

rin 1 gemäss der unbestrittenen Dispositiv-Ziff. 4.9.3 innerhalb von drei Mo-

naten nach Rechtskraft der Plangenehmigung in Auftrag zu geben hat, Fol-

gendes: 

"Die Gesuchstellerin hat das vom Auftragnehmer erstellte Pflichtenheft mit 

Fragekatalog dem Land Vorarlberg, dem BAFU und dem BAZL zur Prüfung 

und Ergänzung zuzustellen." 

Die Beschwerdeführerin 1 beantragt mit Rechtsbegehren 6 die ersatzlose 

Streichung dieser Auflage, eventualiter die folgende Anpassung: 

"Die Gesuchstellerin hat das vom Auftragnehmer erstellte Pflichtenheft mit 

Fragekatalog dem BAFU und dem BAZL zur Prüfung und zur Ergänzung 

zuzustellen." 

Ihr Subeventualbegehren lautet: 

"Die Gesuchstellerin hat das vom Auftragnehmer erstellte Pflichtenheft mit 

Fragekatalog dem BAFU und dem BAZL zur Prüfung und zur Ergänzung 

zuzustellen. Gleichzeitig hat die Gesuchstellerin dem Land Vorarlberg das 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 24 

Pflichtenheft zur Kenntnisnahme gemäss Ziff. 5 der Rahmenvereinbarung 

(SR 078.131.916.313 [recte: SR 0.748.131.916.313]) zur Kenntnisnahme 

zuzustellen." 

Subsubeventualiter ersucht sie um Rückweisung zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz. 

7.6.1 Im Zusammenhang mit den Rechtsbegehren 6 und 7 der Beschwer-

deführerin 1 (vgl. zu Letzterem nachfolgend E. 7.7) ist vorab die Frage der 

Anwendbarkeit der Espoo-Konvention zu klären. Die Beschwerdeführe-

rin 1 verneint sie sowohl bezüglich der drei Projekte Hangar C6, Egli Paint 

und Fliegermuseum als auch hinsichtlich der Avifauna und der Anpassung 

des Betriebsreglements. 

7.6.1.1 Zur Begründung bringt sie vor, der Flugplatz St. Gallen-Altenrhein 

verfüge über keine Piste mit einer Länge von mindestens 2'100 m (vgl. 

dazu Anhang 1 Abs. 7 Espoo-Konvention). Auflagen, welche unter Bezug-

nahme auf das "Espoo-Verfahren" ergangen seien oder das zukünftige 

Verfahren in den Anwendungsbereich der Espoo-Konvention stellten, seien 

Rechtsverletzungen. Die Vorinstanz räume Österreich entgegen den kla-

ren sowie viel präziseren und detaillierteren staatsvertraglichen Regeln 

zwischen der Schweiz und Österreich über die Hintertür ein zusätzliches 

Mitspracherecht in Bezug auf die zulässigen Flugbewegungen und Lärm-

belastungen ein. 

Sowohl der Regelungsinhalt als auch die Regelungstiefe des Vertrages 

vom 23. Juli 1991 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

der Republik Österreich über die Auswirkungen des Betriebs bestehender 

grenznaher Flugplätze auf das Hoheitsgebiet des andern Vertragsstaates 

(SR 0.748.131.916.31; nachfolgend: Staatsvertrag) beinhalte exakt das, 

was die Vorinstanz aus der Generalklausel von Art. 2 Abs. 5 der Espoo-

Konvention ableiten möchte, namentlich den Einbezug Österreichs wegen 

erheblicher grenzüberschreitender Auswirkungen. Der früher abgeschlos-

sene Staatsvertrag gehe in den Regelungsbelangen viel tiefer als die spä-

ter ratifizierte bzw. in Kraft getretene Espoo-Konvention. Die (Staatsver-

trags-)Parteien hätten sich auch verpflichtet, ein anderes Verfahren anzu-

wenden. Vor diesem Hintergrund erscheine das vereinfachte und mit dem 

Staatsvertrag nicht konforme Verfahren gestützt auf die Espoo-Konvention, 

welches zu einer Festlegung der zulässigen Lärmemissionen im Be-

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 25 

schlussprotokoll vom 10. Juni 2015 geführt habe, als offensichtliche Um-

gehung der eigentlich für diesen Regelungsinhalt vorgesehenen Verfahren 

und zuständigen Gremien. 

7.6.1.2 Die Vorinstanz masse sich in rechtswidriger Weise an, über direkte 

Verhandlungen mit österreichischen Behörden Regelungen zu treffen, wel-

che über einen staatsvertraglich vereinbarten Anpassungsmechanismus 

grundsätzlich dem Gesetzgeber vorbehalten seien. 

Eine einvernehmliche Anwendung der Espoo-Konvention gemäss deren 

Art. 2 Abs. 5 verlange erhebliche grenzüberschreitende Auswirkungen, de-

ren Vorliegen sich nach den Kriterien von Anhang III der Konvention beur-

teile. Dabei handle es sich um eine verbindliche "Anleitung", nicht bloss um 

eine Empfehlung. Solche erheblichen grenzüberschreitenden Auswirkun-

gen seien für die drei Projekte Hangar C6, Egli Paint und Fliegermuseum 

nicht auszumachen. 

7.6.1.3 Die Beschwerdeführerin 1 beruft sich ferner auf den Vertrauens-

schutz. Die Vorinstanz widerspreche mit ihrem Vorgehen den Zusagen, 

welche sie selbst noch anlässlich eines Gesprächs vom 8. April 2015 ge-

genüber der Beschwerdeführerin 1 abgegeben habe. In der Aktennotiz zur 

erwähnten Besprechung (vgl. Beschwerdebeilage 5) habe die Vorinstanz 

in Aussicht gestellt, gegenüber Österreich die Nicht-Anwendung der 

Espoo-Konvention klar zum Ausdruck zu bringen. 

7.6.1.4 Selbst unter dem Anwendungsbereich der Espoo-Konvention sei 

die Dispositiv-Ziff. 4.9.5 aber widerrechtlich. Die Änderung des Betriebs-

reglements des Flugplatzes sei eine rein luftaufsichtsrechtliche Angelegen-

heit und unterstehe damit grundsätzlich nationalem Recht. Österreich 

seien in Bezug auf das Betriebsreglement im Staatsvertrag und den zuge-

hörigen Vereinbarungen umfassende Rechte gewährt worden. Allfällige 

Anpassungen am Betriebsreglement seien entsprechend diesen Bestim-

mungen vorzunehmen, sowohl in Bezug auf den materiellen Inhalt als auch 

die Vorgehensweise bzw. das Verfahren. 

Sogar wenn das streitgegenständliche Plangenehmigungsverfahren dem 

sachlichen Anwendungsbereich der Espoo-Konvention unterliegen würde, 

hätte die Vorinstanz mit ihrem Vorgehen die Konvention verletzt, da weder 

von ihr noch von Österreich die tatsächlich relevanten Konsultationsbe-

stimmungen eingehalten worden seien. Die Konvention sehe keine Mitwir-

kungsrechte vor, wie sie in der angefochtenen Plangenehmigung verfügt 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 26 

worden seien, sondern nur das Recht auf Konsultation. Dies im Gegensatz 

zum Staatsvertrag, welcher diesbezüglich klare Regeln enthalte. 

7.6.2 Die Vorinstanz führt an, sie habe die Anwendbarkeit der Espoo-Kon-

vention für das streitgegenständliche Verfahren verneint. Eine Notifikation 

der Espoo-Konvention habe für das vorliegende Plangenehmigungsverfah-

ren und somit auch für die Festlegung des zulässigen Lärms nicht stattge-

funden. Dass die Zahl von 31'500 Flugbewegungen letztlich auch die Zu-

stimmung von Österreich gefunden habe, bedeute nicht, dass sie unter An-

wendung der Espoo-Konvention festgelegt worden wäre. Die Gespräche 

"im Rahmen der Espoo-Konvention" hätten der Erarbeitung des Lösungs-

vorschlags gemäss Beschlussprotokoll vom 10. Juni 2015 gedient. Mit die-

sem pragmatischen Ansatz habe für alle Seiten eine vernünftige Lösung 

gefunden werden können. Durch die verfahrensrechtliche Trennung der 

Bauvorhaben von einem nachgelagerten Verfahren zur Anpassung des Be-

triebsreglements profitiere insbesondere die Beschwerdeführerin 1. Ohne 

eine solche Trennung wären die Bauvorhaben mindestens bis zum Vorlie-

gen des ergänzenden Gutachtens zur Avifauna blockiert geblieben. 

In der angefochtenen Plangenehmigungsverfügung seien bezüglich der 

Avifauna aber keine betrieblichen Massnahmen angeordnet worden. Diese 

seien in einem nachgelagerten Verfahren zur Anpassung des Betriebsreg-

lements zu prüfen und gegebenenfalls zu verfügen. Da im Bereich der 

Avifauna aufgrund der grossflächigen Schutzgebiete auf österreichischem 

Staatsgebiet offensichtlich erhebliche grenzüberschreitende Auswirkungen 

vorlägen, sei die Espoo-Konvention in diesem Verfahren (Avifauna) ge-

mäss deren Art. 2 Abs. 5 anzuwenden. 

7.6.3 Das Amt der Vorarlberger Landesregierung merkt an, die von 

Schweizer Seite erfolgte Zusage eines zu notifizierenden, dem streitgegen-

ständlichen Plangenehmigungsverfahren nachgelagerten Betriebsregle-

mentsverfahrens samt avifaunistischem Gutachten sei eine zentrale 

Grundlage für die Einigung aller am im Rahmen der Espoo-Konvention er-

folgten Gespräch vom 10. Juni 2015 teilnehmenden Parteien – darunter 

auch die Beschwerdeführerin 1 – gewesen. Zwischenzeitlich (nach Erge-

hen der angefochtenen Plangenehmigungsverfügung) hätten bereits Ab-

stimmungsgespräche zwischen Schweizer und österreichischen Behör-

denvertretern über die Beauftragung des avifaunistischen Gutachtens 

stattgefunden. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 27 

Das Land Vorarlberg bzw. die Republik Österreich zögen nicht in Zweifel, 

dass kein Vorhaben im Sinne von Anhang I der Espoo-Konvention vorliege. 

Vielmehr habe davon ausgegangen werden müssen, dass der gesamte 

dem Auflageverfahren zugrunde gelegte Masterplan umgesetzt werden 

solle. Daher sei davon auszugehen gewesen, die Umsetzung des Master-

plans habe kumulierende Umweltauswirkungen, die auch für das Land Vor-

arlberg erheblich sein könnten. Da Art. 2 Abs. 5 Espoo-Konvention keine 

Einschränkung auf bestimmte Projekte vorsehe, sei nicht ersichtlich, wes-

halb das Massnahmenbündel des Masterplans nicht als Gesamtprojekt an-

gesehen werden könne. Die Abhaltung des bilateralen Gesprächs im Sinne 

von Art. 2 Abs. 5 Espoo-Konvention sei folglich rechtmässig erfolgt. 

Eine Notifizierung des Betriebsreglementsverfahrens dürfe unabhängig 

vom Staatsvertrag und der gestützt darauf geschlossenen Vereinbarung 

vom 19. März 1992 zwischen dem Eidgenössischen Verkehrs- und Ener-

giewirtschaftsdepartement und dem Bundesminister für öffentliche Wirt-

schaft und Verkehr der Republik Österreich zur Durchführung des Vertrags 

zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Ös-

terreich über die Auswirkungen des Betriebs bestehender grenznaher 

Flugplätze (SR 0.748.131.916.313; nachfolgend: Verwaltungsvereinba-

rung) erfolgen. Etwas anderes ergebe sich aus der Espoo-Konvention 

nicht. Der Staatsvertrag stelle den völkerrechtlichen Rahmen dar, nach 

dem sich jegliche Vereinbarungen und Bewilligungen in Einzelgenehmi-

gungsverfahren zu richten hätten. Wenn unter Einhaltung dieses Rahmens 

die Ursprungspartei die berechtigten Interessen einer betroffenen Partei 

berücksichtige, sei darin keinerlei Unzulässigkeit zu erkennen. Vielmehr 

blieben Staatsvertrag und Verwaltungsvereinbarung davon unberührt; sie 

seien für den Umfang der behördlichen Genehmigung von Relevanz. 

Die Espoo-Konvention regle, wie aus Art. 2 hervorgehe, die Vorgehens-

weise zwischen Staaten für den Fall, dass ein geplantes Projekt voraus-

sichtlich erhebliche Umweltauswirkungen auf einen anderen Staat habe. 

Dieser Staat sei in das Verfahren einzubeziehen und es sei ihm Gelegen-

heit zu geben, seine Öffentlichkeit zu beteiligen. Staatsvertrag und Verwal-

tungsvereinbarung seien demgegenüber mit dem Ziel geschlossen wor-

den, die Voraussetzungen zu regeln, unter denen das Land Vorarlberg der 

Benützung des österreichischen Luftraumes über dem Rheindelta für An- 

und Abflüge zum und vom Flugplatz St. Gallen-Altenrhein zustimme. Darin 

geregelt seien jedoch nur Aspekte des Flugbetriebs, die für das Vorarlber-

ger Landesgebiet aufgrund von Lärmimmissionen im Zusammenhang mit 

Überflügen von Vorarlberg von Bedeutung seien. Keineswegs abgedeckt 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 28 

seien dagegen geplante Projekte – wie beispielsweise Flugplatzerweite-

rungen –, die erhebliche Umweltauswirkungen auf Vorarlberg haben könn-

ten, ohne dass im Staatsvertrag geregelte Aspekte betroffen seien. 

7.6.4 Nach Ansicht des BAFU ist die Espoo-Konvention im streitgegen-

ständlichen Plangenehmigungsverfahren nicht zwingend anwendbar. Es 

liege indes im Ermessen der zuständigen Behörde, ob sie trotzdem Ge-

spräche im Sinne von Art. 2 Abs. 5 Espoo-Konvention führen wolle. Bei der 

Prüfung der Umweltrelevanz von Vorhaben, die nicht in Anhang I der Kon-

vention aufgeführt seien, dienten die allgemeinen Kriterien in Anhang III als 

Anhaltspunkte mit empfehlendem Charakter. Wegen der grenznahen Lage 

des Flugplatzes und der von startenden und landenden Flugzeugen aus-

gehenden Auswirkungen auf Bevölkerung und Schutzgebiete sei davon 

auszugehen, dass das Verfahren zur Änderung des Betriebsreglements er-

hebliche grenzüberschreitende Auswirkungen haben werde. Es sei daher 

sachgerecht, dass die Vorinstanz in der angefochtenen Plangenehmigung 

verfügt habe, im Verfahren zur Änderung des Betriebsreglements solle das 

in der Konvention vorgesehene Notifikations- und Konsultationsverfahren 

zur Anwendung kommen. 

7.6.5  

7.6.5.1 Die am 25. Februar 1991 abgeschlossene und für die Schweiz am 

10. September 1997 in Kraft getretene Espoo-Konvention sollte eine recht-

liche Grundlage für das grenzüberschreitende Informations-, Konsulta-

tions- und Mitwirkungsverfahren betreffend die Bewilligung von Anlagen 

mit voraussichtlich erheblichen grenzüberschreitenden Auswirkungen bil-

den (Botschaft des Bundesrates vom 5. September 1995 über die Ratifi-

zierung des UNO/ECE-Übereinkommens über die Umweltverträglichkeits-

prüfung im grenzüberschreitenden Rahmen [nachfolgend: Botschaft zur 

Espoo-Konvention], BBl 1995 IV 397, 398). Neben Vorschriften zu Anhö-

rungs- und Mitwirkungsrechten bzw. -pflichten der beteiligten Parteien ent-

hält die Konvention Vorschriften zu Inhalt und Umfang der UVP selbst. Ge-

mäss Art. 2 Abs. 9 und 10 Espoo-Konvention berührt diese weder das 

Recht einzelner Parteien, strengere als die in diesem Übereinkommen fest-

gelegten Massnahmen zu ergreifen, gegebenenfalls durch bi- oder multila-

terale Übereinkünfte, noch die völkerrechtlichen Verpflichtungen der Par-

teien in Bezug auf Projekte, die grenzüberschreitende Auswirkungen tat-

sächlich haben oder wahrscheinlich haben werden. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 29 

Der von den Vertretern der Schweiz und Österreichs am 23. Juli 1991 un-

terzeichnete Staatsvertrag trat am 1. Februar 1992 in Kraft. Die Verwal-

tungsvereinbarung wurde am 19. März 1992 abgeschlossen und trat sofort 

in Kraft (vgl. Ziff. 6.1). Der Staatsvertrag regelt insbesondere die Benüt-

zung des österreichischen Luftraums über dem Rheindelta für Anflüge zum 

und für Abflüge vom Flugplatz St. Gallen-Altenrhein sowie das entspre-

chende An- und Abflugverfahren. Art. 4 des Staatsvertrages sieht vor, dass 

die aus dem Flugbetrieb des Flugplatzes entstehenden Fluglärmbelastun-

gen für schweizerisches Gebiet nach schweizerischem Recht und für ös-

terreichisches Gebiet nach österreichischem Recht ermittelt und beurteilt 

werden. Dasselbe gilt betreffend allenfalls notwendige lärmtechnische Sa-

nierungsmassnahmen. Die gestützt auf Art. 6 des Staatsvertrages erlas-

sene Verwaltungsvereinbarung enthält Bestimmungen zur im Interesse der 

Flugsicherheit errichteten sogenannten Kontrollzone, zum Lärmkorsett für 

den Flugplatz St. Gallen-Altenrhein sowie zu weiteren, namentlich zeitli-

chen Betriebsbeschränkungen. 

Nach Art. 9 des Staatsvertrages bilden die Vertragsparteien eine Ge-

mischte Kommission, welche namentlich Fragen, die sich bei der Ausle-

gung und der Anwendung des Staatsvertrages und der Verwaltungsverein-

barung ergeben, behandelt und entsprechende Massnahmen erörtert. 

Kann eine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden Vertragspar-

teien im Rahmen der Gemischten Kommission nicht beigelegt werden, so 

ist sie auf Verlangen einer der Vertragsparteien einem Schiedsgericht zu 

unterbreiten (Art. 10 Abs. 2 Staatsvertrag). Gemäss Ziff. 5 der Verwal-

tungsvereinbarung gewähren bzw. verschaffen sich die Vertragsparteien 

gegenseitig auf Ersuchen Einblick in alle Unterlagen, die mit dem Vollzug 

dieser Vereinbarung im Zusammenhang stehen. 

7.6.5.2 Staatsvertrag und Verwaltungsvereinbarung enthalten keine Be-

stimmung, welche die Espoo-Konvention (oder ein anderes Übereinkom-

men) ausschliessen würde. Die Stellungnahmen der zuständigen schwei-

zerischen und österreichischen Behörden im vorliegenden Verfahren und 

nicht zuletzt die in diesem Zusammenhang erfolgten Gespräche "im Rah-

men der Espoo-Konvention" lassen ebenfalls auf keine entsprechende Ab-

sicht schliessen, weshalb insofern ein Konsens zwischen den Vertragspar-

teien vorliegt. Nichts anderes ergibt sich aus dem Zweck des Staatsvertra-

ges. 

7.6.5.3 Zwischen den Parteien weiter unbestritten ist, dass der Flugplatz 

St. Gallen-Altenrhein die Vorgaben von Anhang I Abs. 7 Espoo-Konvention 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 30 

nicht erfüllt, da die mit Hartbelag befestigte Piste mit einer Länge von 

1'500 m die Länge von 2'100 m nach Anhang I Abs. 7 des Übereinkom-

mens unterschreitet. Eine zwingende Anwendung der Espoo-Konvention 

ist deshalb im vorliegenden Fall nicht gegeben. 

Gemäss Art. 2 Abs. 5 Espoo-Konvention können die beteiligten Parteien 

(zum Begriff vgl. Art. 1 Ziff. i–iv der Konvention) auf Veranlassung einer die-

ser Parteien jedoch Gespräche darüber aufnehmen, ob nicht in Anhang I 

aufgeführte Vorhaben erhebliche grenzüberschreitende Auswirkungen ha-

ben könnten und daher so behandelt werden sollten, als seien sie darin 

aufgeführt. Falls sich die Parteien hierauf einigen, sind die Projekte ent-

sprechend zu behandeln. Anhang III enthält eine allgemeine Anleitung zur 

Festlegung von Kriterien für die Ermittlung erheblicher, nachteiliger Auswir-

kungen. Diese Anleitung bzw. die Kriterien sind entgegen der Ansicht der 

Beschwerdeführerin 1 bloss empfehlender Natur, wie sich nicht nur aus der 

Botschaft zur Espoo-Konvention folgern lässt (BBl 1995 IV 397, 404), son-

dern auch aus dem Wortlaut von Anhang III (vgl. insbesondere die Begriffe 

"Anhaltspunkte" im Titel und "insbesondere" im Ingress von Abs. 1). Dar-

aus ergibt sich auch, dass den beteiligten Parteien bzw. Behörden ein er-

heblicher Ermessensspielraum zusteht bei der Beurteilung der Frage, ob 

ein Vorhaben erhebliche grenzüberschreitende Auswirkungen haben 

könnte. Dies gilt umso mehr, als es sich dabei lediglich um eine – naturge-

mäss unsichere – Prognose handelt bzw. es bereits ausreicht, dass solche 

Auswirkungen eintreffen könnten. Nach dem klaren Wortlaut von Art. 2 

Abs. 5 Espoo-Konvention ist dies für die Aufnahme von Gesprächen aber 

ohnehin nicht notwendig, sondern soll erst anlässlich der Gespräche ge-

klärt werden. Die Vorinstanz war daher berechtigt, mit den Vertretern der 

Republik Österreich und des Landes Vorarlberg im Hinblick auf das zu er-

stellende Avifauna-Gutachten und die vorgesehene Anpassung des Be-

triebsreglements des Flugplatzes Gespräche aufzunehmen und die An-

wendung der Espoo-Konvention zu vereinbaren. Dass diesbezüglich vom 

Flugplatz erhebliche grenzüberschreitende Auswirkungen ausgehen könn-

ten, wird im Übrigen auch von der Beschwerdeführerin 1 nicht in Abrede 

gestellt, wenn sie solche Auswirkungen (einzig) hinsichtlich der drei Pro-

jekte Hangar C6, Egli Paint und Fliegermuseum verneint (im Zusammen-

hang mit dem Avifauna-Gutachten und dem Betriebsreglementsverfahren 

soll dagegen eine gesamtheitliche Betrachtung der Umweltauswirkungen 

des Flugplatzes erfolgen). 

7.6.5.4 Der Beschwerdeführerin 1 hilft auch die Berufung auf Treu und 

Glauben bzw. den Vertrauensschutz (vgl. dazu statt vieler Urteil des BGer 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 31 

2C_514/2015 vom 18. Juli 2016 E. 4.2 und Urteil des BVGer A-6119/2015 

vom 26. Mai 2016 E. 5.2 f., je m.w.H.) nicht weiter, mangelt es doch bereits 

an einer genügenden Vertrauensgrundlage. Die Aktennotiz vom 8. April 

2015 kann allenfalls als Absichtserklärung der Vorinstanz, nicht jedoch als 

Zusicherung verstanden werden (bezeichnenderweise spricht auch die Be-

schwerdeführerin 1 von "in Aussicht stellen"). Die Beschwerdeführerin 1 

hat es ferner versäumt, nachteilige, nicht mehr rückgängig machbare Dis-

positionen zu benennen, welche sie im Vertrauen auf die Aktennotiz getrof-

fen haben will. 

7.6.5.5 Dispositiv-Ziff. 4.9.4 der angefochtenen Verfügung ist demnach zu 

bestätigen. 

7.7 Gemäss Dispositiv-Ziff. 4.9.5 hat die Beschwerdeführerin 1 bei der 

Vorinstanz nach Vorliegen des ergänzenden Avifauna-Gutachtens ein Ge-

such um Anpassung des Betriebsreglements einzureichen, welches Öster-

reich im Rahmen der Espoo-Konvention notifiziert wird. Die Beschwerde-

führerin 1 beantragt mit Rechtsbegehren 7 in drei Eventualanträgen (den 

Hauptantrag hat sie mit Replik vom 11. Juli 2016 zurückgezogen) im Er-

gebnis die Nichtanwendung der Espoo-Konvention. Nach dem soeben 

Ausgeführten ist die Auflage 4.9.5 jedoch nicht zu beanstanden. 

7.8 Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass die Beschwerde der 

Beschwerdeführerin 1 vollumfänglich abzuweisen ist, soweit das Verfahren 

A-680/2016 nicht als zufolge Rückzugs (Eventualantrag zu Rechtsbegeh-

ren 1 und Hauptantrag zu Rechtsbegehren 7) gegenstandslos geworden 

abzuschreiben ist. 

8.  

8.1 Die Beschwerdeführer 2 ihrerseits erachten den Rahmen-UVB im Be-

reich Industrie- und Gewerbelärm als unvollständig sowie nicht nachvoll-

ziehbar und stellen in diesem Zusammenhang die folgenden Anträge: 

"2. Die Beschwerdegegnerin [Beschwerdeführerin 1] sei zu verpflichten, 

die Triebwerkstandläufe ab dem Jahr 2021 in einer geschlossenen 

Lärmschutzhalle durchzuführen. 

Eventualiter sei sie zu verpflichten, bis 2021 eine Schallschutzanlage 

in Betrieb zu nehmen, die den Standlaufplatz auf drei Seiten mit schall-

absorbierenden Wänden umschliesst und die Hunterstandläufe spätes-

tens sechs Monate nach Rechtskraft des Urteils einzustellen. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 32 

[…] 

5. Eventualiter sei die Plangenehmigung an die Vorinstanz mit folgenden 

Auflagen zurückzuweisen: 

- der Rahmen-Umweltverträglichkeitsbericht, überarbeitete Fassung 

vom Januar 2015, sei mit einem Lärmgutachten zu ergänzen, wel-

ches Aufschluss über die gemessenen Lärmbelastungen der Trieb-

werkstandläufe aller Flugzeugtypen während des Standlaufbetriebs 

an empfindlichen Orten innerhalb eines Radius von 500 m gibt. Im 

Modell muss von den tatsächlichen Gebäudehöhen und ohne Be-

rücksichtigung der nicht realisierten abschirmenden neuen Ge-

bäude ausgegangen werden. Die Berechnung des Beurteilungspe-

gels gemäss Ziff. 31 Anhang 6 LSV muss detailliert ausgewiesen 

werden. Zudem hat das Gutachten zu erfassen, an welchen Tagen 

und zu welchen Zeiten die Standläufe durchgeführt werden. 

- bei der Ermittlung des Beurteilungspegels gemäss Ziff. 31 Anhang 6 

LSV sei auf die tatsächliche Dauer der Standläufe abzustellen und 

von einer Umrechnung bzw. Verdünnung des Lärms auf längere 

Zeitphasen sei abzusehen. 

- die zulässigen Lärmim[m]issionen für Industrie- und Gewerbelärm 

seien gemäss Art. 37a Abs. 1 LSV so festzulegen, dass während 

des Standlaufbetriebs die Immissionsgrenzwerte von Ziff. 2 An-

hang 6 LSV nicht überschritten werden. Um dies zu erreichen, hat 

die Vorinstanz die notwendigen Massnahmen gemäss Art. 37a 

Abs. 2 LSV zeitgleich mit der Erteilung der Plangenehmigung zu 

treffen. 

[…]" 

8.1.1  

8.1.1.1 Zur Begründung machen die Beschwerdeführer 2 geltend, die Er-

mittlung des Industrie- und Gewerbelärms nach Anhang 6 der LSV sei mit 

unrichtigen Modelleinstellungen durchgeführt worden und die tatsächlichen 

IGW-Überschreitungen seien im Rahmen-UVB nicht ermittelt worden. Die 

für die Lärmberechnung verwendeten Gebäudehöhen seien fälschlicher-

weise aufgrund des Zonenplans statt der tatsächlichen Gebäudehöhen ge-

setzt worden. Dies verfälsche das Resultat der Lärmausbreitung erheblich. 

Im Berechnungsmodell sei zudem davon ausgegangen worden, dass der 

Standlaufplatz verschoben sowie durch einen neuen Hangar im Osten und 

ein neues Parkhaus im Nordwesten eine abschirmende Wirkung erreicht 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 33 

werde. Es stehe jedoch fest, dass beide Gebäude in absehbarer Zeit nicht 

realisiert würden. Auch deshalb würden zu tiefe IGW-Überschreitungen 

dargestellt. Die Lärmberechnung sei daher unvollständig und müsse für die 

Feststellung des tatsächlichen Lärms vervollständigt werden. 

8.1.1.2 Sodann sei die Berechnung gemäss Anhang 6 der LSV im Rah-

men-UVB nicht nachvollziehbar dargestellt. Die entsprechenden Angaben 

in Anhang 7-2 des Rahmen-UVB seien unvollständig. Anhand dieser Daten 

könne die Lärmermittlung nicht nachvollzogen werden. Es falle zudem auf, 

dass für die Bezugszeit Tag 960 Minuten und für die Bezugszeit Nacht 

480 Minuten eingesetzt worden seien, was 16 bzw. 8 Stunden entspreche. 

Es sei zumindest fraglich, ob diese Bezugszeiten nicht im Widerspruch zu 

Anhang 6 Ziff. 31 LSV stünden und zu einem verfälschten Ergebnis führ-

ten. Die Beurteilungspegel seien getrennt für den Tag und für die Nacht zu 

berechnen. Die betreffenden Zeiträume würden je 12 Stunden betragen. 

Sicher unzulässig sei eine Verdünnung des effektiven Lärms auf 16 Stun-

den. 

Im Rahmen-UVB seien ferner sowohl für den Ausgangszustand (2011) als 

auch für den Prognosezustand (2021) fünf Hunter-Standläufe à 10 Minuten 

angegeben. In Anhang 7-2 zum Rahmen-UVB sei für den Prognosezu-

stand zwar auch eine Volllast von abgerundet 50 Minuten für das ganze 

Jahr (Einwirkungszeit von 0.14 Minuten/Tag) ausgewiesen; für den Aus-

gangszustand ergebe sich aus dem genannten Anhang jedoch (ausgehend 

von einer Einwirkungszeit von 0.32 Minuten täglich) eine Volllast von 

117 Minuten. 

Weiter werde im Rahmen-UVB nicht erklärt, weshalb im Prognosezustand 

keine Helikopterstandläufe mehr stattfänden. Im Ausgangszustand seien 

25 Standläufe pro Jahr aufgeführt. 

Schliesslich erfassten reine Lärmberechnungen (anstelle von Lärmmes-

sungen) die Belastung der Bevölkerung nur unzureichend. Sie suggerier-

ten die Einhaltung oder nur leichte Überschreitung von Grenzwerten, ob-

wohl der Lärm am Einwirkungsort unerträglich sei. Ein Prognosezustand 

könne zwar nicht gemessen, sondern nur berechnet werden. Die einzelnen 

Lärmbelastungen der Flugzeugtypen könnten jedoch sehr wohl gemessen 

werden. 

Aus den genannten Gründen sei ein Lärmgutachten zu erstellen, welches 

Aufschluss über die gemessenen Lärmbelastungen der Standläufe gebe. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 34 

Es sei davon auszugehen, dass mit der rechtsprechungskonformen Be-

rechnung des Beurteilungspegels die IGW weit mehr überschritten würden, 

als im Rahmen-UVB ausgewiesen werde. Entscheidend sei jedoch, dass 

die Beurteilung des Standlauf-Lärms nach Anhang 6 der LSV nicht sach-

gerecht sei und die Bevölkerung durch dessen Anwendung völlig ungenü-

gend vor übermässigem und schädlichem Standlauf-Lärm geschützt 

werde. Da für den Rahmen-UVB keine Lärmmessungen durchgeführt wor-

den seien, sei der Lärm nicht bekannt. An einigen Stellen würden die 

Alarmwerte aber deutlich überschritten. 

8.1.1.3 Um die Richtigkeit der Ergebnisse der mit dem Lärmprognosepro-

gramm CadnaA gemachten Lärmberechnungen (vgl. dazu nachfolgend 

E. 8.1.3) nachvollziehen und überprüfen zu können, sei es notwendig, im 

Rahmen-UVB genau anzugeben, mit welchen Parametern die Software 

"gefüttert" worden sei. Die CadnaA-Berechnung sei vom BAFU nicht nach-

gerechnet worden. Abgesehen von der von der Beschwerdeführerin 1 in 

Auftrag gegebenen Lärmberechnung gebe es somit nur eine Plausibilitäts-

prüfung der berechneten Werte. Dies sei in diesem komplizierten Sachge-

biet und angesichts der Tragweite der berechneten Werte absolut ungenü-

gend. Es brauche eine unabhängige Kontrolle der Lärmberechnung, umso 

mehr als die Bezugszeiten für Tag und Nacht falsch gewählt worden seien. 

8.1.1.4 Die Beschwerdeführer 2 erachten eine auch als "Lärmverdünnung" 

bezeichnete Umrechnung des Lärms als unzulässig und verweisen dazu 

auf BGE 138 II 331. Die effektive Verteilung der Standläufe sei unklar, eine 

tägliche Obergrenze sei im Betriebsreglement nicht festgelegt. Aus dem 

Rahmen-UVB gehe nicht hervor, auf wie viele Tage der Lärm der Stand-

läufe umgerechnet worden sei. Eine Umrechnung auf 271 Betriebstage 

(Anzahl Standläufe pro Jahr) oder 365 Tage sei jedenfalls nicht zulässig. 

8.1.1.5 Die Vorinstanz habe als Vollzugsbehörde im Sinne von Art. 37a 

LSV in der Plangenehmigung die zulässigen Lärmimmissionen beim In-

dustrie- und Gewerbelärm auf die Einhaltung der IGW festgelegt. Unter der 

Voraussetzung, dass diese Grenzwerte ohne "Lärmverdünnung" eingehal-

ten werden müssten, sei diese Festlegung nicht zu beanstanden. Andern-

falls müssten die Lärmemissionen im Hinblick auf das Vorsorgeprinzip ver-

ringert werden. 

Die in Dispositiv-Ziff. 4.3.2 angeordneten, ausschliesslich betrieblichen 

Massnahmen gingen klar zu wenig weit und gewährten auch kumulativ 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 35 

nicht den nötigen Schutz vor den Lärmspitzen, die während rund 102 Stun-

den pro Jahr aufträten. Notwendig sei weiterhin an erster Stelle die voll-

ständige Einhausung der Triebwerkstandläufe. Denkbar sei auch eine Teil-

verkapselung, zusammen mit dem Verzicht auf die Hunter-Standläufe oder 

einer starken Reduktion der Anzahl Standläufe pro Jahr. 

Die Vorinstanz habe die Massnahmen zur Lärmreduktion direkt zu verfü-

gen. Überlasse sie die Auswahl der Massnahmen – wie in Dispositiv-

Ziff. 4.3.3 vorgesehen – der Beschwerdeführerin 1, entziehe sie sich der 

Verantwortung, rechtzeitig sicherstellen zu können, dass die IGW einge-

halten würden. Mit der Verpflichtung der Beschwerdeführerin 1, (erst) nach 

neun Monaten eine neue Lärmberechnung einzureichen und bei Nichtein-

haltung der IGW die Triebwerkstandläufe einzustellen, würden die Be-

schwerdeführer 2 um ihr Beschwerderecht gebracht. 

8.1.2  

8.1.2.1 Nach Auffassung der Vorinstanz ist es nicht angezeigt, von vornhe-

rein bauliche Massnahmen anzuordnen, die sehr kostenintensiv seien, 

wenn die Einhaltung der IGW auch mit milderen Mitteln erreicht werden 

könne. Das von ihr gewählte Vorgehen stehe nicht im Widerspruch zum 

USG und zur LSV, weshalb Antrag und Eventualantrag 2 abzuweisen 

seien. 

8.1.2.2 Zum Antrag 5, 1. Lemma, führt die Vorinstanz an, das von den Be-

schwerdeführern 2 beantragte Lärmgutachten entspreche nicht den ge-

setzlichen Bestimmungen von Anhang 6 der LSV. Die LSV sehe für eine 

Lärmberechnung keine Lärmmessungen, sondern Lärmberechnungen vor. 

Die Vorbringen der Beschwerdeführer 2 bezüglich tatsächlicher Gebäude-

höhen und Bauten, die nicht realisiert würden, seien von der Beschwerde-

führerin 1 in der zu erstellenden Lärmberechnung zu berücksichtigen. Die 

anderweitigen Ausführungen der Beschwerdeführer 2 zu angeblich fal-

schen und für sie nicht nachvollziehbaren Modelleinstellungen und Berech-

nungsgrundlagen seien unbelegte Behauptungen. 

Die Ermittlung des Beurteilungspegels sei korrekt gemäss Anhang 6 

Ziff. 31 LSV erfolgt. Der von den Beschwerdeführern 2 zitierte Bundesge-

richtsentscheid sei wegen der unterschiedlichen Sachverhalte auf den vor-

liegenden Fall nicht anwendbar. 

Die zulässigen Lärmimmissionen für den Industrie- und Gewerbelärm 

werde die Vorinstanz nach Vorliegen der ergänzten Lärmberechnung und 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 36 

unter Einhaltung der IGW gemäss Art. 37a Abs. 1 LSV festlegen. Zum heu-

tigen Zeitpunkt liege dafür jedoch noch keine taugliche Lärmberechnung 

vor. Ebenfalls noch nicht beurteilt werden könne zurzeit, welche Massnah-

men gemäss Art. 37a Abs. 2 LSV zur Einhaltung der IGW anzuordnen 

seien. Die gewährte Frist von neun Monaten sei angemessen. Würde man 

dem Antrag der Beschwerdeführer 2 folgen, müssten die Triebwerkstand-

läufe bereits heute stark reduziert oder eingestellt werden, was angesichts 

der wirtschaftlichen und finanziellen Auswirkungen als nicht sachgerecht 

erscheine. Solange die Massnahmen noch gar nicht geprüft und umgesetzt 

sowie die neue Lärmberechnung noch nicht durchgeführt worden sei, 

könne entgegen der unbegründeten Behauptung der Beschwerdeführer 2 

nicht gesagt werden, die angeordneten Massnahmen gemäss Dispositiv-

Ziff. 4.3.2 würden zur Einhaltung der IGW nicht ausreichen. 

8.1.3 Die im Verfahren der Beschwerdeführerin 2 als Beschwerdegegnerin 

auftretende Beschwerdeführerin 1 bringt vor, die Schallausdehnungsrich-

tung ändere sich mit der Veränderung der Gebäudehöhe nicht oder nur 

unwesentlich. Die Wirkung der Verlegung des Standplatzes sei bedeutend 

höher als der angebliche Fehler in der Modellrechnung. Der Umstand, dass 

die gemäss Rahmen-UVB geplanten neuen Vorhaben eines (weiteren) 

Hangars und eines Parkhauses noch nicht realisiert worden seien, sei von 

der Vorinstanz in der Plangenehmigung berücksichtigt worden. Der mögli-

che Einfluss auf die konkrete Lärmverbreitung könne aber ohnehin nicht 

sehr gross sein, wie sich aus den Plänen (vgl. Rahmen-UVB S. 62) ergebe. 

Zudem fehle im Rahmen-UVB umgekehrt ein bereits kurz vor Bauab-

schluss befindliches Gebäude, welches sich nördlich des jetzigen Stand-

laufplatzes befinde und als Lärmriegel die Lärmimmissionen in nördlicher 

Richtung erheblich reduziere. 

Beim Lärmprognoseprogramm CadnaA (Computer Aided Noise Abate-

ment) der DataKustik GmbH handle es sich um die führende Software zur 

Berechnung, Darstellung, Beurteilung und Prognose von Umgebungslärm. 

Im Programm seien mehr als 30 nationale und internationale Berech-

nungsnormen und -richtlinien implementiert. 

Für die (Lärm-)Kategorisierung seien die Motoren- bzw. Triebwerkstypen 

relevant, nicht die Art des Luftfahrzeugs. Eine Motorenkategorie "Helikop-

ter" gebe es nicht. Abhängig vom Motorentyp der Helikopter fielen die ent-

sprechenden Standläufe in unterschiedliche Kategorien. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 37 

Dem von den Beschwerdeführern 2 angeführten Bundesgerichtsentscheid 

sei eine neue Anlage im Sinne von Art. 7 LSV zugrunde gelegen, beim 

Hangar C6 dagegen handle es sich um eine bestehende Anlage im Sinne 

von Art. 8 LSV. Deshalb seien die Massnahmen in Bezug auf den Lärm im 

vorliegenden Fall nur soweit zu begrenzen, als dies technisch und betrieb-

lich möglich sowie wirtschaftlich tragbar sei. 

8.1.4  

8.1.4.1 Das BAFU gelangt zum Schluss, beim Flugplatz St. Gallen-Alten-

rhein fänden die Triebwerkstandläufe zwar im Freien und nicht in einer 

Triebwerkstandlaufanlage statt, doch erlaube das Heranziehen von An-

hang 6 der LSV gestützt auf Anhang 5 Ziff. 1 Abs. 5 LSV eine störungsge-

rechte Beurteilung dieser Triebwerkstandläufe. 

Die Mittelung der Triebwerkstandläufe sei im vorliegenden Fall nicht zu be-

anstanden. Der von den Beschwerdeführern 2 erwähnte Bundesgerichts-

entscheid ändere daran nichts. Vorliegend wäre es nicht störungsgerecht, 

alle Standläufe zusammenzuzählen und in möglichst wenigen Betriebsta-

gen abzufertigen, weil die Standläufe verstreut über das ganze Jahr statt-

fänden und nicht während wenigen intensiven Wochen. Auf einem Flug-

platz fänden die Triebwerkstandläufe zu den Zeiten statt, welche in den 

einschlägigen technischen Normen dafür vorgegeben würden. Oft werde 

dies in der Zeit vor den Starts der Flugzeuge der Fall sein. Die Lärmspitzen 

träten damit praktisch täglich und mit einiger Regelmässigkeit auf. Es 

könne davon ausgegangen werden, dass die durch die Triebwerkstand-

läufe verursachte Lärmbelastung über das Jahr betrachtet in wiederkeh-

renden Mustern und ungefähr in einem ähnlichen Rahmen anfalle. Bei die-

ser Ausgangslage handle es sich um eine typische Situation, welche mit 

der Methode von Anhang 6 der LSV störungsgerecht beurteilt werden 

könne. 

Das BAFU gehe davon aus, dass die massgebenden IGW nach der Um-

setzung der verfügten Massnahmen eingehalten würden. Sollte die Kon-

trolle jedoch zeigen, dass die IGW weiterhin überschritten würden, wären 

die Triebwerkstandläufe gemäss Dispositiv-Ziff. 4.3.5 mit sofortiger Wir-

kung und bis zum Nachweis der Einhaltung der IGW einzustellen. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 38 

8.1.4.2 Die im Rahmen-UVB dargestellten und mit dem Programm CadnaA 

berechneten Lärmkarten zeigten grundsätzlich ein vernünftiges Bild. Man-

gels eines offensichtlichen Grundes habe das BAFU die Berechnung nicht 

nachgerechnet. 

Sollte das von der Beschwerdeführerin 1 erwähnte, im Rahmen-UVB bei 

der Lärmberechnung nicht berücksichtigte neu errichtete Gebäude eine 

Abschirmwirkung haben, wären die tatsächlichen Immissionen im betroffe-

nen Bereich tiefer als im Rahmen-UVB ausgewiesen. Die beiden geplanten 

(und im Rahmen-UVB berücksichtigten), aber bisher nicht realisierten Ge-

bäude (Parkhaus und neuer Hangar) schienen für die Lärmausbreitung 

nicht sehr bedeutsam zu sein (vgl. Rahmen-UVB Abb. 7.2.3-1 S. 63). Es 

sei daher davon auszugehen, dass die Lärmberechnung durch die Berück-

sichtigung dieser Gebäude nicht relevant beeinflusst worden sei. 

Der Einwand der Beschwerdeführer 2, die Bezugszeiten für die Beurteilung 

des Tages- und Nachtlärms seien im Rahmen-UVB mit 960 Minuten bzw. 

16 Stunden für den Tag und 480 Minuten bzw. acht Stunden für die Nacht 

falsch gewählt worden, sei gerechtfertigt. Richtigerweise hätten sie jeweils 

zwölf Stunden betragen sollen, wie sich aus Anhang 6 Ziff. 31 Abs. 1 LSV 

ergebe. 

Insgesamt weise der Rahmen-UVB mit Bezug auf den Industrie- und Ge-

werbelärm zwar gewisse Mängel auf. Da die Lärmimmissionen der Trieb-

werkstandläufe eher überschätzt würden, seien diese Mängel vorliegend 

jedoch nicht schwerwiegend. Die Erstellung eines neuen Gutachtens sei 

weder notwendig noch zielführend. Im Zusammenhang mit dem von der 

Vorinstanz verfügten Nachweis über die Einhaltung der IGW sei den er-

wähnten Mängeln jedoch Rechnung zu tragen. Im Rahmen der von der 

Vorinstanz verfügten Kontrolle zur Einhaltung der IGW seien überdies so-

wohl immissions- wie auch emissionsseitige Lärmmessungen wünschens-

wert, um die teilweise grosse Ermittlungsungenauigkeit zu verkleinern. 

8.1.4.3 Hinsichtlich der Forderung der Beschwerdeführer 2 betreffend die 

Erstellung einer Triebwerkstandlaufanlage führt das BAFU an, es könne 

davon ausgegangen werden, dass mit der Umsetzung der von der Vorin-

stanz verfügten Massnahmen die massgebenden IGW eingehalten wür-

den. Es bestehe daher für die Erstellung einer Triebwerkstandlaufanlage, 

selbst wenn sie technisch und betrieblich möglich wäre, mit Blick auf die 

wirtschaftliche Tragbarkeit bzw. Verhältnismässigkeit kein Anlass. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 39 

8.1.5  

8.1.5.1 Das in Art. 11 Abs. 2 USG und Art. 8 Abs. 1 LSV verankerte Vorsor-

geprinzip hat nicht emissionseliminierenden, sondern lediglich emissions-

begrenzenden Charakter (BGE 133 II 169 E. 3.2; Urteile des BVGer 

A-3339/2015 vom 22. August 2016 E. 7.3 und A-7248/2014 vom 27. Juni 

2016 E. 8.6.2), was namentlich dadurch zum Ausdruck gebracht wird, dass 

Lärmemissionen immerhin, aber nur so weit zu begrenzen sind, als dies für 

die betroffene Person wirtschaftlich tragbar ist. Was die von den Beschwer-

deführern 2 verlangte geschlossene Lärmschutzhalle anbelangt, hat das 

Bundesverwaltungsgericht bereits entschieden, dass eine solche Mass-

nahme, selbst wenn sie technisch und betrieblich möglich wäre, mit Blick 

auf die wirtschaftliche Tragbarkeit für die Beschwerdeführerin 1 unzumut-

bar bzw. unverhältnismässig wäre (Urteil des BVGer A-2636/2010 vom 

17. Februar 2011 E. 5.5). Daran hat sich auch in der Zwischenzeit nichts 

geändert. 

Wie es sich diesbezüglich mit einer nur teilweise geschlossenen Schall-

schutzanlage mit schallabsorbierenden Wänden auf drei Seiten verhält, 

kann vorderhand offenbleiben, durfte die Vorinstanz doch zumindest einst-

weilen nur betriebliche (mutmasslich mildere als bauliche) Massnahmen 

anordnen, um die Einhaltung der IGW zu garantieren. Die in dieser Hinsicht 

offen formulierten Art. 12 USG und Art. 8 Abs. 1 LSV lassen der Vorinstanz 

als Vollzugsbehörde einen gewissen Ermessensspielraum, wobei sie das 

Verhältnismässigkeitsprinzip (vgl. dazu vorstehend E. 7.5.5.3) zu beachten 

hat und namentlich nur die erforderlichen Massnahmen anordnen darf. 

Sollte sich nach Ablauf der in Dispositiv-Ziff. 4.3.4 angesetzten neunmona-

tigen Frist zeigen, dass die IGW immer noch überschritten werden, wäre 

die Vorinstanz gehalten, auch bauliche Massnahmen zu veranlassen, so-

fern die Einhaltung der IGW nicht mit weitergehenden betrieblichen Mass-

nahmen (vgl. dazu namentlich Dispositiv-Ziff. 4.3.5) sichergestellt werden 

könnte. Im Übrigen steht es der Beschwerdeführerin 1 frei, bereits früher 

ohne entsprechende Anordnung (auch) mit baulichen Massnahmen die 

Einhaltung der IGW zu gewährleisten. 

Für die Anordnung des von den Beschwerdeführern 2 geforderten Verbots 

von Hunter-Standläufen besteht – zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – 

ebenfalls kein Anlass, umso mehr als das Betriebsreglement in Anhang 3 

höchstens fünf (je rund zehn Minuten dauernde) Standläufe pro Jahr und 

nur von montags bis freitags zwischen 14:00 Uhr und 16:00 Uhr erlaubt. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 40 

Vorerst sind auf jeden Fall die Ergebnisse der neuen Lärmberechnung ge-

mäss Dispositiv-Ziff. 4.3.4 abzuwarten. 

8.1.5.2 Bei der Beurteilung von technischen Fragen – wie vorliegend den 

Lärmberechnungen – auferlegt sich das Bundesverwaltungsgericht Zu-

rückhaltung. Solange im konkreten Fall keine Anhaltspunkte für eine un-

richtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts bestehen und 

die spezialisierte Vorinstanz oder Fachbehörde (BAFU) die für den Ent-

scheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und ihre Abklärungen sorgfäl-

tig und umfassend vorgenommen hat, ist deshalb nur aus triftigen Gründen 

von ihrer Beurteilung abzuweichen (vgl. vorstehend E. 3.2). Es ist Aufgabe 

der Beschwerdeführer 2, den Gegenbeweis zu erbringen, indem sie erheb-

liche Zweifel an der Richtigkeit der Berechnungen wecken können (zum 

Ganzen Urteil des BGer 2C_1065/2015 vom 15. September 2016 E. 5.2 f.). 

Die Beschwerdeführer 2 substanziieren und belegen ihre Behauptungen, 

die Berechnungen gemäss Anhang 6 der LSV im Rahmen-UVB seien nicht 

nachvollziehbar bzw. unvollständig und die verwendeten Lärmparameter 

für die Software CadnaA nicht offengelegt, indes nicht näher. Die dem Rah-

men-UVB zugrundeliegenden Berechnungen wurden von der Vorinstanz 

und vom BAFU zumindest auf ihre Plausibilität hin überprüft und grund-

sätzlich für nachvollziehbar erklärt. Berechnungsparameter des Strassen- 

sowie des Industrie- und Gewerbelärms mit CadnaA ergeben sich aus An-

hang 7-2 des Rahmen-UVB. Die Beschwerdeführer 2 unterlassen es, die 

angeblich fehlenden Parameter zu bezeichnen. 

Richtig ist, dass im Rahmen-UVB offenbar mit falschen (zu hohen) Gebäu-

dehöhen gerechnet wurde, nämlich mit den gemäss Zonenplan zulässigen 

(11.5 m) statt mit den tatsächlichen (4–5 m) (vgl. Rahmen-UVB Ziff. 7.1.3 

S. 46). Zuzustimmen ist den Beschwerdeführern 2 grundsätzlich auch hin-

sichtlich der Feststellung, dass tiefere Gebäude den Lärm weniger gut ab-

schirmen. Zudem wurden bei der Lärmberechnung zwei geplante Gebäude 

(neues Parkhaus und weiterer Hangar) miteinbezogen, die bisher nicht er-

richtet wurden und nicht weiterverfolgt werden (vgl. Rahmen-UVB S. 19 

und 63). Letzteres hat die Vorinstanz beim Erlass der Plangenehmigungs-

verfügung indes berücksichtigt (vgl. Ziff. 2.14.2 S. 26 und Ziff. 2.14.4/b 

S. 31). Zudem wurde in der Zwischenzeit offenbar ein neues Gebäude er-

stellt (vgl. Beilage 6 zur Beschwerdeantwort der Beschwerdeführerin 1 

vom 22. April 2016), welches im Rahmen-UVB noch keine Berücksichti-

gung fand und allenfalls – entgegen der Meinung der Beschwerdeführer 2 

unabhängig vom Nutzungszweck – als Lärmriegel dienen kann. 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 41 

Zu Recht weisen die Beschwerdeführer 2 sodann darauf hin, dass gemäss 

Anhang 6 Ziff. 31 LSV mit zwölf Tages- und Nachtstunden (07 bis 19 Uhr 

und 19 bis 07 Uhr) zu rechnen ist, wohingegen der Rahmen-UVB mit 16 

und 8 Stunden rechnete (vgl. Anhang 7-2 S. 1 Rückseite). Ebenso trifft zu, 

dass der Rahmen-UVB – wohl versehentlich – eine falsche Einwirkzeit 

(0.32 statt 0.14 Minuten) der Hunter-Standläufe für den Ausgangszustand 

2011 enthält (vgl. Anhang 7-2 S. 4 Vorderseite). Das wirkt sich indes nicht 

zuungunsten der Beschwerdeführer 2 aus, da der Ausgangszustand da-

durch wenn schon zu laut berechnet wurde. 

Mit dem BAFU ist davon auszugehen, dass sich die im Rahmen-UVB tat-

sächlich vorhandenen Fehler in den Berechnungen insgesamt nicht we-

sentlich negativ auswirken und die Lärmimmissionen der Triebwerkstand-

läufe eher überschätzt werden. Ein neues Lärmgutachten erscheint daher 

– zumindest zum jetzigen Zeitpunkt – nicht als notwendig. Im Zusammen-

hang mit dem von der Vorinstanz verlangten Nachweis über die Einhaltung 

der IGW (vgl. Dispositiv-Ziff. 4.3.4) muss den erwähnten Mängeln jedoch 

Rechnung getragen werden. 

Das BAFU erachtet im Rahmen der von der Vorinstanz verfügten Kontrolle 

zur Einhaltung der IGW (vgl. Art. 12 und 18 LSV) sodann sowohl immissi-

ons- wie auch emissionsseitige Lärmmessungen als wünschenswert, um 

die teilweise grosse Ermittlungsungenauigkeit zu vermeiden. Das wird von 

der Vorinstanz zu berücksichtigen sein. Diese weist allerdings zu Recht 

darauf hin, dass die LSV in Anhang 6 die Berechnung, nicht die Messung 

des Lärms vorsieht. Soweit die Beschwerdeführer 2 diese Vorschriften als 

nicht sachgerecht bezeichnen, kritisieren sie die gesetzliche Regelung an 

sich, welche allerdings anzuwenden ist, zumal ein Verstoss gegen überge-

ordnetes Recht weder geltend gemacht wird noch ersichtlich ist. 

8.1.5.3 Die Mittelung oder Verdünnung des Lärms bei der Ermittlung des 

Beurteilungspegels entsprechend Anhang 6 Ziff. 31 LSV ist mit dem BAFU 

nicht zu beanstanden. Etwas anderes ergibt sich auch aus dem von den 

Beschwerdeführern 2 angeführten BGE 138 II 331 nicht (vgl. dazu auch 

Urteil des BVGer A-3339/2015 vom 22. August 2016 E. 6.2.4.2). Das Bun-

desgericht hielt dort fest, die Auslegung der Bestimmungen des USG und 

der Ausführungserlasse habe sich – neben dem Wortlaut – auch an den 

Hauptzielen des Gesetzes auszurichten, welches vorab bezwecke, Men-

schen gegen schädliche oder lästige Einwirkungen zu schützen und solche 

Einwirkungen im Sinne der Vorsorge frühzeitig zu begrenzen (vgl. Art. 1 

USG). Einem solchen Schutz dienten die Belastungsgrenzwerte. Das gelte 

A-680/2016, A-710/2016 

Seite 42 

es insbesondere bei der Umrechnung von Lärm bzw. der Anrechnung von 

die Grenzwerte überschreitenden Lärmspitzen auf Zeiten ohne oder mit 

weniger Lärmbelastung zu beachten (E. 4.2). Bei der zeitlichen Umrech-

nung des Lärms handle es sich lediglich um eine theoretische Lärmvertei-

lung, die der Realität nicht entspreche, werde die Lärmerzeugung und da-

mit -belastung als solche in den Spitzenzeiten doch nicht reduziert. Es sei 

daher anhand der Umstände des Einzelfalles zu prüfen, wie die verord-

nungsrechtliche Berechnungsformel anzuwenden sei bzw. ob es sich 

rechtfertige, dafür auf die effektive Betriebsdauer der Lärmquelle selbst 

oder des Gesamtbetriebs abzustellen (E. 4.3). Eine Lärmverdünnung habe 

das Bundesgericht dem Prinzip nach namentlich bei der Beurteilung von 

Lärmspitzen an Verkehrsachsen geschützt, was sich schon mit Blick auf 

die Sonderbestimmung von Art. 25 Abs. 3 USG (welche namentlich auch 

Flughäfen erfasst) für solche Anlagen rechtfertige. Den dabei beurteilten 

Sachverhalten sei im Übrigen weitgehend gemein, dass es einen dauern-

den oder regelmässigen Grundgeräuschpegel gebe und dass die Lärmspit-

zen praktisch täglich und dabei mit einiger Regelmässigkeit aufträten. Bei-

des bringe eine gewisse Gewöhnungswirkung mit sich (E. 4.4). 

Einen solchen Zusammenhang verneinte das Bundesgericht für das in 

BGE 138 II 331 zu beurteilende Projekt – das einen bei Bedarf zuzumie-

tenden mobilen Brecher auf einem Bauschuttaufbereitungsplatz mit einer 

vorgesehenen Betriebszeit von 285 Stunden bzw. umgerechnet "36 Tage 

oder ein paar Tage mehr" betraf –, weshalb es die erfolgte Lärmmittelung 

für unzulässig erklärte. Es führte aus, im Vergleich zu den meisten Ver-

kehrsanlagen weise das Projekt eine geografisch begrenzte Ausdehnung 

und auch in zeitlicher Hinsicht eine deutlich andere Charakteristik auf. Die 

Sachlage sei eher vergleichbar mit Fällen, in denen eine Lärmbelastung 

von vornherein nur während einer beschränkten Dauer anfalle, wie das 

etwa bei zeitlich begrenzten Kultur- oder Sportanlässen zutreffe. In solchen 

Konste