# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef4bcc48-2b21-556f-9673-2c0be5974b1f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.10.2010 C-6209/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6209-2008_2010-10-06.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6209/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.

A._______, Z._______ (Deutschland), 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jörg Prinz, 
Y._______ (Deutschland),
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
X.________,
Vorinstanz.

Invalidenrente; Verfügung der IVSTA 
vom 1. September 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6209/2008

Sachverhalt:

A.
A._______, geboren 1949, deutscher Staatsangehöriger (nachfolgend: 
Versicherter oder Beschwerdeführer), arbeitete seit Oktober 2002 bei 
der  B._______  AG  in  W._______  als  gelernter  Schreiner  und 
Allrounder und leistete Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinter -
lassenen-  und  Invalidenversicherung.  Ab  dem 23. April  2005  war  er 
aufgrund eines Bandscheibenvorfalls C3/4 bei Facettensyndrom LWS 
sowie eines Impingement-Syndroms der rechten Schulter  bei  gleich-
zeitig  bestehender  Coxarthrose  [Hüftarthrose]  (vgl.  act.  IV/1.2,  1.4, 
3.7,  5,  6)  zu  100% krank  geschrieben  und bezog ab dem 30. April 
2005  Krankentaggelder.  Das  Arbeitsverhältnis  wurde  aufgelöst  (act. 
IV/4).

B.
B.a Am 10. Juni 2007 (Posteingang: 2. Juli 2007, act. IV/1) stellte der 
Versicherte  bei  der  IV-Stelle  T._______ (IV T._______)  einen Antrag 
auf eine Schweizer Invalidenrente.

Die  IV  T._______  holte  Akten  des  letzten  Arbeitgebers  und  der 
behandelnden  Ärzte  ein (act.  IV/1.2,  1.4,  3  –  3.10,  5  –  7). Auf 
Veranlassung des regionalärztlichen Dienstes (nachfolgend: RAD, act. 
IV/8)  holte  sie  im Spital  C._______,  V._______,  ein  Gutachten  vom 
5./27. Dezember 2007 ein (nachfolgend: GA C._______; act. IV/9).

B.b Gestützt  auf  dieses  Gutachten  teilte  die  IV  T._______  dem 
Versicherten am 23. Januar 2008 mit Vorbescheid mit, aufgrund ihrer 
Abklärungen sei ihm noch die Ausübung einer wenig belastenden bis 
mittelschweren  Tätigkeit  mit  Einschränkungen  zumutbar.  Es  ergebe 
sich ein Invaliditätsgrad von 27%. Da dieser unter 40% liege, bestehe 
kein  Rentenanspruch,  weshalb  das  Leistungsbegehren  abgewiesen 
werden müsste (act. IV/10).

B.c Mit Eingabe vom 31. Januar 2008 reichte der Versicherte seinen 
Widerspruch  ein  (act.  IV/11)  und  liess  am 4.  April  2008  weiter  von 
Dr. med.  D._______,  Facharzt  für  Orthopädie,  Unfallmedizin,  Chiro-
therapie/Akupunktur und Notfallmedizin, mitteilen, in der Kürze der Zeit 
habe  der  Versicherte  keinen  Begutachtungstermin  an  einer  dritten 
unabhängigen Stelle  erhalten können,  und beantragen,  ihn  an einer 
geeigneten Stelle zur Begutachtung vorzuschlagen (act. IV/15).

Seite 2

C-6209/2008

B.d Die  IV  T._______  erstellte  den  Entwurf  der  Verfügung  und 
übermittelte ihn zuständigkeitshalber an die IV-Stelle für Versicherte im 
Ausland  IVSTA  (Vorinstanz)  mit  dem  Antrag,  die  Verfügung  zu 
unterschreiben,  zu  datieren  und  dem Versicherten  zu  eröffnen  (act. 
IV/16). Eine Kopie des Verfügungsentwurfs ging an den Versicherten.

Der Versicherte erhob am 6. Mai 2008 – vertreten durch Rechtsanwalt 
Jörg Prinz, Y._______ – gegen den Bescheid der IV T._______ beim 
Bundesverwaltungsgericht Beschwerde.

Mit Urteil vom 31. Juli 2008 trat das Bundesverwaltungsgericht infolge 
fehlenden Anfechtungsgegenstands nicht auf die Beschwerde ein (act. 
IV/24; Verfahren C-2957/2008, act. 11). 

B.e Der Beschwerdeführer reichte am 8. August 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht  ein neues ärztliches Attest  ein (act. IV/18 f.,  wel-
ches  zuständigkeitshalber  an  die  IV  T._______  weitergeleitet  wurde 
(act. IV/20). Am 21. August  2008 nahm der  RAD nochmals Stellung 
(act. IV/22). 

B.f Mit Verfügung vom 1. September 2008 lehnte die IVSTA das Leis-
tungsbegehren  ab,  da  bei  einem  ermittelten  IV-Grad  von  27% kein 
Rentenanspruch bestehe (act. IV/25).

C.
C.a Am 29. September 2008 erhob der Beschwerdeführer – wiederum 
vertreten  durch  Rechtsanwalt  Jörg  Prinz  –  gegen  diesen  Bescheid 
beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde (act. 1, 2, act. IV/30). Er 
beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 1. September 2008 und 
die Gewährung einer halben Invalidenrente, gestützt auf einen IV-Grad 
von 50%. Er begründete seine Anträge damit, dass die Ablehnung sei-
nes Rentenanspruchs ihn rechtswidrig in seinen Rechten verletze. Auf-
grund seiner bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen sei von 
einer Invalidität von 50% auszugehen, weshalb er Anspruch auf eine 
halbe Rente habe. 

C.b In  ihrer  Vernehmlassung  vom 27.  Oktober  2008  beantragte  die 
Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen und die angefochtene Ver-
fügung sei zu bestätigen. Sie bezog sich dabei auf die Ausführungen 
der IV T._______ vom 24. Oktober 2008, welche  sich vollumfänglich 
auf das Gutachten des C._______ vom 5./27. Dezember 2007 stützte. 

Seite 3

C-6209/2008

Weiter stellte die IV T._______ fest,  bezüglich des Erwerbsvergleichs 
würden keine Einwendungen vorgebracht (act. 4, 4.1 S. 4 f.).

C.c In seiner Replik vom 2. Dezember 2008 führte der Beschwerde-
führer  aus,  seine  gesundheitlichen Beeinträchtigungen  liessen keine 
vollschichtige Tätigkeit zu, auch nicht in der benannten Verweisungs-
tätigkeit.  Das  zur  Beurteilung  herangezogene  Gutachten  des 
C._______ vermöge nicht zu überzeugen. Er verwies auf das fachärzt-
liche Attest von Dr. D.________ vom 4. Juni 2006 (act. IV/18 f.) und be-
antragte  weiterhin  die  Einholung  eines  Sachverständigengutachtens. 
Daraus werde hervorgehen,  dass die von der  Vorinstanz zu Grunde 
gelegte positive Leistungsbeurteilung nicht vorliege, da der Beschwer-
deführer auch nicht in der Verweistätigkeit einzusetzen sei (act. 6, 7).

Der  Aufforderung,  einen  Kostenvorschuss  von  Fr. 400.--  zu  leisten, 
kam der Beschwerdeführer fristgemäss nach.

C.d Mit Verfügung vom 6. Januar 2009 erhielt der Beschwerdeführer 
Akteneinsicht  in  die  Vorakten  und  wurde  aufgefordert,  eine  allfällige 
Stellungnahme einzureichen.

Der Beschwerdeführer hielt  in  seiner  Ergänzung zur Replik  vom 27. 
Januar 2009 fest, seine gesundheitliche Beeinträchtigung würde eine 
vollschichtige Tätigkeit nicht mehr zulassen, weshalb er am Antrag auf 
Einholung eines Sachverständigengutachtens festhielt (act. 13).

C.e Mit Verfügung vom 5. Februar 2009 übermittelte das Bundesver-
waltungsgericht  die  Replik  der  Vorinstanz  zur  Kenntnis  und  schloss 
den Schriftenwechsel ab (act. 14). 

C.f Am  12.  Februar  2009  reichte  der  Beschwerdeführer  das  Fach-
orthopädische  Gutachten  von  Dr.  E._______,  Arzt  für  Orthopädie, 
U.________, vom 21. Januar 2009 ein. Darauf bezugnehmend stellte 
er fest, dass seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen keine weitere 
Beschäftigung  zuliessen,  weshalb  die  Beschwerde  gutzuheissen  sei 
(act. 15).

C.g Nach Einholung je  einer  weiteren Stellungnahme des RAD und 
der  IV  T._______  hielt  die  Vorinstanz  am  15.  April  2009  an  ihren 
Anträgen fest (act. 17, 17.1, 17.2).

Seite 4

C-6209/2008

C.h Das  Bundesverwaltungsgericht  liess  dem Beschwerdeführer  die 
Duplik  inklusive  die  Stellungnahme  der  IV  T._______  zur  Kenntnis 
zukommen und schloss den Schriftenwechsel am 22. April 2009 ab. 

C.i Auf weitere Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  Verwaltungsgerichtsgesetz  vom  17.  Juni  2005 
(VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art.  69 
Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung vom 
19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) sowie Art. 5 des Bundesgesetzes über 
das  Verwaltungsverfahren  vom  20.  Dezember  1968  (VwVG, 
SR 172.021) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden ge-
gen Verfügungen der IV-Stelle  für Versicherte im Ausland. Eine Aus-
nahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

1.2 Der  Beschwerdeführer  hat  am vorinstanzlichen  Verfahren  teilge-
nommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 des Bundes-
gesetzes  über  den  allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts 
vom 6. Oktober 2000 [ATSG, SR 830.1]; entsprechend: Art. 48 Abs. 1 
VwVG). Er ist daher zur Beschwerde legitimiert. Er hat mit Vollmacht 
vom 21. April 2008 Rechtsanwalt Jörg Prinz, Y._______, mit der Vertre-
tung  seiner  Interessen  beauftragt.  Die  von  Rechtsanwalt  Jörg  Prinz 
unterzeichnete  Beschwerde  vom  29.  September  2008  ist  demnach 
rechtsgültig.

1.3 Da die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht 
(Art. 60 ATSG und Art. 52 VwVG) und der Kostenvorschuss innert der 
auferlegten  Frist  gemäss  Art.  63  Abs.  4  VwVG geleistet  wurde,  ist  
darauf einzutreten.

2.
2.1 Nach  Art.  37  VGG richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem Bundes-
verwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz  (VwVG), 
soweit das VGG nichts anderes bestimmt. 

Seite 5

C-6209/2008

Indes  findet  das  Verwaltungsverfahrensgesetz  aufgrund  von  Art.  3 
Bst. dbis VwVG keine Anwendung in Sozialversicherungssachen, soweit 
das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) anwendbar ist. Nach Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestim-
mungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a – 26 bis und 
28 – 70) anwendbar, soweit  das IVG nicht  ausdrücklich eine Abwei-
chung vom ATSG vorsieht.

2.2 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in 
deren  Tätigkeitsgebiet  die  Grenzgängerin  eine  Erwerbstätigkeit  aus-
übt, zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen zuständig. Die 
Verfügungen werden von der IVSTA erlassen. 

Da der Beschwerdeführer bei Eintritt des geltend gemachten Gesund-
heitsschadens als Grenzgänger im Tätigkeitsgebiet der IV T._______ 
gearbeitet hat, war diese für die Entgegennahme und Prüfung der An-
meldung  zuständig  und  wurde  die  angefochtene  Verfügung  vom 
1. September 2008 zu Recht von der IVSTA erlassen. 

2.3
2.3.1 Der  Beschwerdeführer  ist  deutscher  Staatsangehöriger  mit 
Wohnsitz in Deutschland, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in 
Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweize-
rischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemein-
schaft  und  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit 
(nachfolgend:  FZA,  SR 0.142.112.681),  insbesondere  dessen  An-
hang II betreffend die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicher-
heit, anzuwenden ist (Art. 80a IVG). 

2.3.2 Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates 
vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicher-
heit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienange-
hörige,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern 
(SR 0.831.109.268.1),  haben  die  in  den  persönlichen  Anwendungs-
bereich der Verordnung fallenden, in einem Mitgliedstaat wohnenden 
Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats grund-
sätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staatsangehörigen 
dieses Staates.

2.3.3 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren ge-
meinschaftsrechtlichen  Rechtsakte  keine  abweichenden  Bestimmun-
gen vorsehen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die 

Seite 6

C-6209/2008

Prüfung  der  Anspruchsvoraussetzungen  einer  schweizerischen  Inva-
lidenrente  grundsätzlich  nach  der  innerstaatlichen  Rechtsordnung 
(BGE 130 V 257 E. 2.4). Allerdings werden die von den Trägern der an-
deren Staaten erhaltenen ärztlichen Unterlagen und Berichte gemäss 
Art.  40  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 574/72  des  Rates  vom 21. März 
1972  über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71 
(SR 0.831.109.268.11;  vgl.  auch  Art.  51  der  Verordnung  574/72) 
berücksichtigt. Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist 
die vom Träger eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die 
Invalidität eines Antragstellers für den Träger eines anderen betroffe-
nen Staates nur dann verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften 
dieser  Staaten  festgelegten  Tatbestandsmerkmale  der  Invalidität  in 
Anhang V dieser Verordnung als übereinstimmend anerkannt sind, was 
für das Verhältnis zwischen Deutschland und der Schweiz (ebenso wie 
für  das Verhältnis  zwischen den übrigen EU-Mitgliedstaaten und der 
Schweiz) nicht der Fall ist. 

2.3.4 Demnach bestimmt sich vorliegend der Anspruch des Beschwer-
deführers  auf  Leistungen  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
ausschliesslich nach dem innerstaatlichen schweizerischen Recht, ins-
besondere nach dem IVG sowie der Verordnung über die Invalidenver-
sicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210).

2.4 Weil  in  zeitlicher  Hinsicht  grundsätzlich  diejenigen  Rechtssätze 
massgebend sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führen-
den Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner die Gerichte im Be-
reich der Sozialversicherung bei  der Beurteilung eines Falles grund-
sätzlich  auf  den  im Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen  Ver-
waltungsaktes,  hier  der  Verfügung  vom  1.  September  2008,  ein-
getretenen Sachverhalt abstellen (BGE 130 V 329, BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweisen), werden im Folgenden die ab 1. Januar 2008 anwend-
baren  Bestimmungen des  ATSG,  des  IVG (5. IVG-Revision,  in  Kraft 
seit 1. Januar 2008, AS 2007 5129) und der IVV zitiert. Ein allfälliger 
Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel aufgrund 
der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu 
prüfen (pro rata temporis, vgl. BGE 130 V 445 E. 1). 

3.
3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 

Seite 7

C-6209/2008

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
die Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige 
und  vollständige  Abklärung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  zu 
sorgen. Dieser Grundsatz gilt  indessen nicht  unbeschränkt; er  findet 
sein Korrelat in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 
E. 2, BGE 122 V 157 E. 1a, je mit weiteren Hinweisen).

3.2.1 Im  Sozialversicherungsprozess  hat  das  Gericht  seinen  Ent-
scheid,  sofern das Gesetz nicht  etwas Abweichendes vorsieht,  nach 
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die 
blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweis-
anforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdar-
stellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als 
die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 
je mit Hinweisen).

3.2.2 Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die 
Verwaltung oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahr-
scheinlich zu betrachten und es könnten weitere Beweismassnahmen 
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so ist auf die  
Abnahme  weiterer  Beweise  zu  verzichten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; UELI KIESER, Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, 
Zürich 1999, S. 212, Rz 450; vgl. auch BGE 122 V 157 E. 1d, 122 II 
464 E. 4a, 120 Ib 224 E. 2b).

4.
Im vorliegenden Verfahren ist in der Hauptsache streitig und vom Bun-
desverwaltungsgericht zu prüfen, ob die IV-Stelle dem Beschwerdefüh-
rer zu Recht die Zusprechung einer Invalidenrente verweigert hat.

Zunächst sind jedoch die zur Beurteilung der Streitsache massgeben-
den gesetzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwic-
kelten Grundsätze darzulegen.

4.1 Anspruch  auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenver-
sicherung  hat,  wer  invalid  im  Sinn  des  Gesetzes  ist  (Art.  7,  8,  16 
ATSG; Art. 4,  28,  29  aIVG,  Art.  4,  28,  28a,  29  IVG)  und  beim Ver-
sicherungsfall mindestens während eines vollen Jahres (Art. 36 Abs. 1 

Seite 8

C-6209/2008

aIVG) bzw. während drei Jahren (Art. 36 Abs. 1 IVG) Beiträge an die 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung geleistet hat. Diese 
zwei Bedingungen müssen kumulativ erfüllt sein. 

Der Beschwerdeführer hat nachweislich ab Oktober 2002 bis mindes-
tens April  2005 Beiträge an die  schweizerische Alters-,  Hinter lasse-
nen- und Invalidenversicherung entrichtet und anschliessend Kranken-
taggelder bezogen (act. IV/4). Dabei hat er während mehr als einem 
Jahr  Beiträge  entrichtet.  Da  der  Leistungsantrag  bei  der  Invaliden-
versicherung  im  Juni  2007,  vor  der  Rechtsänderung  per  1. Januar 
2008, gestellt wurde, erfüllt  er damit die gesetzliche Mindestbeitrags-
dauer von einem Jahr. Zu prüfen bleibt nachfolgend, ob und wenn ja, in 
welchem  Grad  er  im  Sinne  des  Gesetzes  in  rentenbegründendem 
Ausmass invalid geworden ist.

4.2 Meldet sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach 
Entstehen des Anspruchs an, so werden allfällige Leistungen der Inva-
lidenversicherung lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangegange-
nen  Monate  ausgerichtet  (Art. 48  Abs. 2  aIVG). Massgebend  ist  die 
Einreichung des Gesuchs beim Versicherungsträger (hier: 2. Juli 2007, 
Posteingang, act. IV/1, unter Vorbehalt einer früheren, nicht aktenkun-
digen  Anmeldung  für  medizinische  oder  berufliche  Massnahmen), 
weshalb allfällige Leistungen grundsätzlich frühestens ab dem 2. Juli 
2006 ausgerichtet werden könnten. 

4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Der  Zeitpunkt  des  Eintritts  der  Invalidität  beurteilt  sich  nach  Art.  29 
Abs. 1  aIVG. Der  Rentenanspruch  entsteht  frühestens  in  dem Zeit-
punkt, in dem der Versicherte mindestens zu 40% bleibend erwerbs-
unfähig  geworden  ist  (Bst.  a:  Dauerinvalidität,  Art.  7  ATSG)  oder 
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens zu 40% arbeitsunfähig war (Bst. b: langdauernde Krank-
heit, Art. 6 ATSG, vgl. BGE 121 V 264 E. 6). 

4.3.1 Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen 
geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch 
auf  eine Viertelsrente,  bei  einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 
Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von 
mindestens  60  Prozent  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente  und  bei 

Seite 9

C-6209/2008

einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine 
ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 aIVG, Art. 28 Abs. 2 IVG).

4.3.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG).

4.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder  der Ärztin  ist  es dabei,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person  arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits -
leistungen  der  Person  noch  zugemutet  werden  können  (BGE 125  V 
256 E. 4 mit Hinweisen). Es sind demnach nicht nur die Erwerbsmög-
lichkeiten im angestammten Beruf, sondern auch in zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Die  –  arbeitsmedizinische  –  Aufgabe 
der Ärzte und Ärztinnen besteht darin, sich dazu zu äussern, inwiefern 
die versicherte Person in ihren körperlichen oder geistigen Funktionen 
leidensbedingt eingeschränkt ist. 

Die  Frage,  welche  konkreten  beruflichen  Tätigkeiten  auf  Grund  der 
medizinischen  Angaben  und  unter  Berücksichtigung  der  übrigen 
Fähigkeiten der versicherten Person in Frage kommen, ist demgegen-
über nicht von der Ärztin oder dem Arzt, sondern von der Verwaltung 
bzw. von der Berufsberatung zu beantworten (vgl. Urteil des Eidgenös-
sischen  Versicherungsgerichts  I 457/04  vom  26.  Oktober  2004,  in: 
SVR 2006 IV Nr. 10, E. 4.1 mit Verweis auf BGE 107 V 17 E. 2b).

4.5 Aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversicherungsrecht  geltenden 
Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ist ein in seinem bisheri-
gen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versicherter gehalten, 
innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Berufs- oder Erwerbs-
zweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie möglich und zumutbar 

Seite 10

C-6209/2008

erscheint (BGE 113 V 28 E. 4a, BGE 111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es 
am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-Stelle zu ent-
scheiden,  in  welchem  Ausmass  ein  Versicherter  seine  verbliebene 
Arbeitsfähigkeit bei zumutbarer Tätigkeit und zumutbarem Einsatz auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese sogenannte 
Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen  zu  lassen 
(leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.).

4.6 Der  Begriff  des  ausgeglichenen  Arbeitsmarktes  ist  ein  theoreti-
scher und abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich 
der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung ab-
zugrenzen. Nach der Gerichtspraxis ist für die Annahme eines ausge-
glichenen  Arbeitsmarktes  zu  prüfen,  ob  die  verbliebene  Arbeitskraft 
nutzbar wäre, würden die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an 
Arbeitskräften  entsprechen  (unveröffentlichter  Entscheid  des  Eidge-
nössischen Versicherungsgerichts vom 10. Mai 1995, E. 5a). Der aus-
geglichene  Arbeitsmarkt  kennzeichnet  sich  durch  ein  Gleichgewicht 
zwischen  Angebot  von  Stellen  und  Nachfrage  nach  solchen;  dabei 
muss  zudem  ein  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  vorliegen,  und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellek-
tuellen  Fähigkeiten wie  auch  hinsichtlich  des körperlichen  Einsatzes 
(vgl. BGE 110 V 276 E. 4b; ZAK 1991 321 E. 3B, ZAK 1989 322 E. 4a 
am  Ende;  THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts, 
3. Auflage,  Bern  2003,  S. 124,  und  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar, 
2. Auflage, Zürich 2009, Rz. 26 zu Art. 7, je mit weiteren Hinweisen). 

Massgebend ist, inwiefern sich das dem Versicherten verbliebene Lei-
stungsvermögen auf dem für ihn in Frage kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwerten lässt (BGE 110 V 276 E. 4b, ZAK 
1991 S. 321 E. 3b). Daraus folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung 
nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person unter den konkre-
ten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig 
darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nut-
zen  könnte,  wenn  die  verfügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an 
Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 291 E. 3b).

4.7 Das  Bundesrecht  schreibt  nicht  vor,  wie  die  einzelnen  Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 

Seite 11

C-6209/2008

und pflichtgemäss zu würdigen. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf  allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksich-
tigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in 
der Darlegung der Zusammenhänge und in der Beurteilung der medi-
zinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die  Schlussfolgerungen  der 
Expertinnen und Experten begründet sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert  ist  grundsätzlich  somit  weder  die  Herkunft  des  Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder als Gutachten (vgl. dazu das 
Urteil  des  Bundesgerichts  vom 26. Januar  2006  [I 268/2005] E. 1.2, 
mit  Hinweis  auf  BGE 125 V 352  E. 3a).  In  Bezug  auf  Berichte  von 
Hausärzten  darf  und  soll  der  Richter  der  Erfahrungstatsache  Rech-
nung tragen,  dass  Hausärzte  mitunter  im Hinblick auf  ihre  auftrags-
rechtliche Vertrauensstellung in  Zweifelsfällen eher  zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen. Was Parteigutachten anbelangt,  rechtfertigt  der 
Umstand  allein,  dass  eine  ärztliche  Stellungnahme von  einer  Partei 
eingeholt und in das Verfahren eingebracht wird, nicht Zweifel an ihrem 
Beweiswert (ZAK 1986 S. 189 E. 2a in fine). Den Berichten und Gut-
achten versicherungsinterner Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, 
sofern  sie  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar  begründet  sowie  in 
sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  konkreten  Indizien  gegen  ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt 
in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger  steht,  lässt 
nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schlies-
sen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erschei-
nen lassen (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und 3b, 122 V 160 E. 1c, 123 V 
178  E.  3.4  sowie  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2. Auflage,  Zürich 
2009, Art. 43 Rz. 35).

5.
Der  Beschwerdeführer  beantragt  die  Zusprache  einer  halben  Invali-
denrente. Er stützt sich dabei auf die Beurteilungen der behandelnden 
Ärzte  sowie  die  durch  ihn  veranlasste  fachorthopädische  Begutach-
tung vom 21. Januar 2009.

In  den  Akten  finden  sich  ärztliche  Atteste  und  Verlaufsberichte  des 
behandelnden Dr. F._______,  Facharzt  für  Orthopädie,  Sportmedizin 

Seite 12

C-6209/2008

und Akupunktur vom 19. August 2005 – 31. Juli 2007 (act. IV/1.2, 1.4, 
3.2 – 3.10), ein Arztbericht von Dr. G.________, Hausarzt, Internist, zu 
Handen der  IV T._______ vom 17. August  2007 (act. IV/3,  3.1),  ein 
Arztbericht zu Handen der IV T._______ von Dr. F.________ vom 12. 
September  2007  (act.  IV/7),  zwei  Berichte  von  Dr. H._________, 
Facharzt  für  Nuklearmedizin  und  Radiologie  (Kernspintomographien 
der HWS und LWS vom 14. Juni und 11. Juli  2005, act. IV/5, 6), ein 
Attest des Hausarztes vom 24. Juli 2008 (act. IV/18.1 bzw. 19.1), ein 
fachärztliches  Attest  von  Dr. D.________,  Facharzt  für  Orthopädie, 
Unfallchirurgie, Chirotherapie/Akupunktur, Notfallmedizin, vom 4. Juni 
2006 (C-2957/2008 act. 4.1), ein Schreiben von Dr. D.________ vom 4. 
April  2008  (act.  IV/15),  ein  Gutachten  des  C._______,  vom  5./27. 
Dezember  2007,  ein  fachorthopädisches  Gutachten  von  Dr. 
E._______,  Arzt  für  Orthopädie,  Sportmedizin  –  Chirotherapie, 
U._______,  vom 21. Januar 2009 (act. 15.1),  sowie Stellungnahmen 
des  RAD,  Dr. I._______  (gemäss  IV  T._______  „RAD-Facharzt  für 
Orthopädie“  vgl.  act.  4.1  S.  4,  17.1,  act.  IV/8,  22,  Beschwerdeakte 
17.2).

5.1 Dr. I.________ vom RAD stellte am 4. Oktober 2007 zu Handen 
der  IV  T._______  fest,  die  vorhandenen  Akten  genügten  zur  Beur-
teilung des Rentenbegehrens nicht, es sei eine rheumatologische Be-
gutachtung, zum Beispiel des C._______ einzuholen (act. IV/8).

5.2 Die  begutachtenden  Ärzte  des  C.________,  Dr.  J._______  und 
Dr. K._______, stützten ihr Gutachten vom 5./27. Dezember 2007 (act. 
IV/9)  auf  eine  ambulante  Untersuchung  des  Exploranden  im  Spital 
C._______,  V.________,  durch den leitenden Arzt  am 28. November 
2007  sowie  auf  die  überlassenen  Arztberichte  vom  Juni  2005  bis 
September  2007 und Röntgenbilder  bzw. MRI-Befunde von Sommer 
2005 (vgl. GA C._______ S. 2 f.).

Anlässlich der Begutachtung gab der Explorand an, er leide an wech-
selhaften,  stark  wetterabhängigen  Beschwerden  der  rechten  Schul-
tern,  des Nackens und von dort  ausgehenden Kopfschmerzen sowie 
Beschwerden des linken Knies und generalisierten Rückenschmerzen. 
Die Gehstrecke sei nicht eingeschränkt, Velofahren gehe gut. Mit sei-
nen beiden Hunden mache er regelmässige Spaziergänge (S. 3 – 5). 

Die  Gutachter  stellten  als  Diagnosen  mit  Auswirkungen  auf  die 
Arbeitsfähigkeit  ein  chronisches  zervikales  und  lumbovertebrales 

Seite 13

C-6209/2008

Schmerzsyndrom  mit  intermittierenden  Schmerzexazerbationen,  me-
chanisch  degenerativ  bedingt  und  aufgrund  multipler  degenerativer 
Veränderungen  im  Bereich  der  gesamten  Wirbelsäule,  eine  medika-
mentös therapierte arterielle Hypertonie mit Status nach hypertensiver 
Krise  2004/05,  klinisch den  Verdacht  auf  Gonarthrose [Kniegelenks-
arthrose]  beidseits,  eine radiologisch beginnende Coxarthrose [Hüft-
arthrose]  rechtsseitig  sowie  einen  Verdacht  auf  obstruktives  Schlaf-
apnoesyndrom fest. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit  nannten  sie:  Hyperurikämie  [erhöhte  Harnwerte  im  Blut], 
medikamentös therapiert,  Adipositas und eine asymptomatische Um-
bilikalhernie [Nabelbruch]. Sie hielten fest, zu den Diagnosen anderer 
Ärzte hätten sich keine divergierenden Diagnosen ergeben.

Bezüglich  der  Arbeitsfähigkeit  stellten  die Gutachter  fest,  der  Explo-
rand  sei  in  der  Durchführung  schwerer  Arbeiten  eingeschränkt.  Für 
leichtere  bis  mittelschwere  Tätigkeiten ohne repetitive  Arbeiten  über 
Kopf  bestehe  indes  aus  rheumatologischer  Sicht  keine  wesentliche 
Beeinträchtigung. Eine  massive  körperliche  Belastung  sei  auch  auf-
grund der Hypertonie (Status nach hypertensiver Krise im Jahr 2005 
mit systolischen Blutdruckwerten von bis zu 270 mmHg) zu vermeiden. 
Auch die beginnende Gonarthrose beidseits könne zu einer verminder-
ten  körperlichen  Belastbarkeit  führen,  vor  allem  bei  einer  Tätigkeit, 
welche vorwiegend mit Gehen, Stehen oder häufig mit Treppensteigen 
verbunden  sei,  insbesondere  mit  gleichzeitigem  Tragen  schwerer 
Lasten. 

Die Gutachter führten weiter aus, im angestammten Beruf mit Trans-
portieren und Heben von Türen bis zu 100 kg bestehe eine Arbeitsun-
fähigkeit von 100%. Für leichtere bis maximal mittelschwere Tätigkei-
ten ohne repetitives Heben von Lasten (über 30 kg), ohne Notwendig-
keit von repetitiven Überkopfarbeiten, welche nicht vorwiegend mit län-
gerem Gehen, dauerndem Stehen oder häufigem Treppensteigen ver-
bunden  seien  und  welche  die  Möglichkeit  zur  Einnahme  einer 
(arbeits-)ergonomisch günstigen Position beinhalten würden, bestehe 
aus  rheumatologischer  Sicht  keine  wesentliche  Einschränkung  und 
seien  solche  Tätigkeiten  in  vollem  Umfang  zumutbar. Bezüglich  der 
Angabe des behandelnden Orthopäden, Dr. F._______, der Beschwer-
deführer  dürfe  keine  Gewichte  oder  Lasten  heben  oder  tragen,  die 
Steh- und Sitzdauer sei reduziert und das Arbeitspensum betrage drei 
Stunden pro Tag, gaben sie an, dessen Beurteilung sei wahrscheinlich 
speziell  im Hinblick auf den damals aktuellen Arbeitsplatz erfolgt. Es 

Seite 14

C-6209/2008

bestehe aber keine generelle Kontraindikation zum Heben und Tragen 
von Lasten bis maximal  30 kg. Sofern die erwähnten Anforderungen 
an  den  Arbeitsplatz  erfüllt  seien,  sei  ein  volles  Arbeitspensum  von 
8 Stunden pro Tag zumutbar. Dies sei in der im Wesentlichen unauffäl-
ligen klinischen Untersuchung begründet.

Die  Gutachter  empfahlen,  es  seien  Rehabilitationsmassnahmen  mit 
intensiver  Physiotherapie  und  medizinisch-therapeutischem  Training, 
Muskelaufbautraining sowie Muskelstabilisation der gesamten Rücken-
muskulatur und Beinmuskulatur sowohl als Allgemeinmassnahme als 
auch im Sinne eines Work hardening durchzuführen. Betreffend den 
Verdacht  auf  ein obstruktives Schlafapnoesyndrom wurde dem Versi-
cherten  eine  entsprechende  Abklärung und gegebenenfalls  Behand-
lung empfohlen. 

5.3 Dr. I._______, RAD, stellte in seiner weiteren Stellungnahme vom 
21. August 2008 (act. IV/22) fest, im neu eingereichten Diagnosenblatt 
des  Hausarztes  vom  24.  Juli  2008  (act.  19.1)  werde  nicht 
aufgeschlüsselt, welche der aufgelisteten Diagnosen eine Auswirkung 
auf  die  Arbeits-  bzw. Erwerbsfähigkeit  hätten. Es  liege  jedoch  keine 
Diagnose  vor,  welche  nicht  schon  differenzierter  im  Gutachten 
C._______ aufgeführt worden sei, welches angebe, welche Diagnosen 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Aus den neuen medizini-
schen Akten seien keine Erkenntnisse ersichtlich, welche im Gutach-
ten nicht gewürdigt worden seien. Im Übrigen sei eine Hypercholeste-
rinämie kein Grund für eine Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit.

5.4 Nach Abschluss  des Schriftenwechsels  reichte der  Beschwerde-
führer ein von Dr. E._______, Arzt für Orthopädie, Sportmedizin und 
Chirotherapie,  U.________,  verfasstes  fachorthopädisches  Privatgut-
achten vom 21. Januar 2009 ein (act. 15.1). Dr. E._______ stützte sein 
Gutachten auf eine persönliche, klinische und röntgenologische Unter-
suchung des Beschwerdeführers am 12. Januar 2009 (Erstellung von 
neuen  Röntgenbildern  des  rechten  Knies,  der  Hals-  und  Lenden-
wirbelsäule, je in mehreren Ebenen) sowie das Studium der vorgeleg-
ten Aktenlage, v. a. die Stellungnahme der Invalidenversicherung be-
züglich des Invaliditätsgrades. 

Das Gutachten vom 21. Januar 2009 gibt  indes den Gesundheitszu-
stand  des  Beschwerdeführers  per  12.  Januar  2009  –  knapp  fünf 
Monate  nach  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung  –  wieder  und  ist 

Seite 15

C-6209/2008

deshalb für das vorliegende Verfahren aus dem Recht zu weisen (vgl. 
zum relevanten Prüfzeitpunkt: E. 2.4). Die Begutachtung wäre deshalb 
allenfalls  im  Rahmen  eines  neuen  Revisionsgesuches  zu  berück-
sichtigen.

6.
Die Vorinstanz stützte ihre Beurteilung des Invaliditätsgrads im Januar 
2008 (vgl. act. 9, 10) vollumfänglich auf das Gutachten C._______. Der 
Beschwerdeführer rügt, das Gutachten vermöge nicht zu überzeugen, 
ohne dies indessen weiter zu begründen. Er gab einzig an, er sei auch 
nicht in einer Verweistätigkeit einzusetzen (vgl. act. 7), es sei ihm keine 
vollschichtige Tätigkeit mehr zumutbar (act. 13) und eine weitere Be-
schäftigung, wie sie die Vorinstanz annehme, würden die gesundheit-
lichen Beeinträchtigungen in keinster Weise zulassen (act. 15).

6.1 Das elfseitige  Gutachten C._______ vom 5./27. Dezember  2007 
(act.  IV/9)  enthält  neben  einer  Anamnese  (jetziges  Leiden  inkl. 
subjektive Beeinträchtigung, Sozial-,  Familien-, Berufs- und medizini-
sche  Anamnese  und  Zukunftsvorstellung,  Selbsteinschätzung  des 
Exploranden, S. 3 – 5) Ergebnisse internistischer, ansatzweise neuro-
logischer und rheumatologischer Untersuchungen (S. 6 – 7), Diagno-
sen (S. 8) und Schlussfolgerungen (S. 9 – 11), insbesondere bezüglich 
der Arbeitsfähigkeit. Wie die Gutachter zutreffend festhalten, ergeben 
sich  aus  den  verschiedenen  Arztberichten  keine  divergierenden 
Diagnosen.

6.2 Die Gutachter  stellten anlässlich  der Untersuchung und der  vor-
handenen  MRI  vom Sommer  2005  die  Diagnose  eines  chronischen 
zervikalen und lumbovertebralen Schmerzsyndroms mit intermittieren-
den Schmerzexazerbationen aufgrund festgestellter multipler, degene-
rativer  Veränderungen  an  der  Wirbelsäule  (LWS  und  HWS),  indes 
ohne  festgestellte  relevante  Einschränkung  des  Bewegungsumfangs 
und ohne radikuläre Ausfälle  (S. 6 f.). Auch bezüglich der  Schultern 
stellten sie keine Einschränkung des Bewegungsausmasses fest. Die 
klinisch  festgestellte  Gonarthrose  beidseits  und  die  beginnende 
Coxarthrose  rechtsseitig  wurde  in  der  Beurteilung  der  Einschätzung 
der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt. 

6.3 Ergänzend  stellten  die  Gutachter  des  C.________  in 
internistischer Sicht fest, aufgrund der arteriellen Hypertonie (St. n. hy-
pertensiver Krise 04/05) könne eine massive körperliche Belastung zu 
einer  Exazerbation  [akute  Verschlimmerung]  der  Hypertonie  führen 

Seite 16

C-6209/2008

und  sollte  deshalb  vermieden  werden.  Dem  Gutachten  ist  zu 
entnehmen,  dass  die  arterielle  Hypertonie  medikamentös  behandelt 
wird (S. 5). Bezüglich des festgestellten Verdachts auf ein obstruktives 
Schlafapnoesyndrom empfahlen sie dem Exploranden,  dieses abklä-
ren und gegebenenfalls behandeln zu lassen (S. 9). 

6.4 Die Beurteilung der  Gutachter  aus  orthopädischer  Sicht,  welche 
auf  einer  eingehenden  Untersuchung  des  Exploranden  beruht  und 
auch die Beurteilungen und Atteste der behandelnden Ärzte berück-
sichtigt, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers detailliert 
und in seinen Schlussfolgerungen nachvollziehbar ausgefallen. Es wird 
klar festgehalten, dass der Beschwerdeführer mit den vorliegenden ge-
sundheitlichen Einschränkungen seine bisherige Tätigkeit  nicht  mehr 
ausüben  kann.  Indessen  wurde  ausführlich  dargelegt,  weshalb  ihm 
leichtere  bis  mittelschwere  Tätigkeiten  ohne  repetitives  Heben  von 
Lasten (über 30 kg),  ohne repetitive Arbeiten über Kopf im Rahmen 
eines vollen Pensums von 8 Stunden pro Tag zumutbar seien, solange 
diese nicht mit  überwiegendem Gehen, Stehen oder häufig mit Trep-
pensteigen  (vor  allem nicht  mit  gleichzeitigem Tragen von schweren 
Lasten)  verbunden  seien  und  die  Möglichkeit  der  Einnahme  einer 
arbeitsergonomisch günstigen Position bestehe. Allerdings empfahlen 
die Gutachter, Rehabilitationsmassnahmen zur Stärkung der Rücken- 
und Beinmuskulatur durchzuführen.

An dieser Beurteilung ändern auch die divergierenden Einschätzungen 
der  Arbeitsunfähigkeit  durch  die  behandelnden  Orthopäden  Dr. 
F._______ und Dr. D.________ nichts. Dr. F._______ definierte am 12. 
September  2007  eine  noch  zumutbare  (Verweis-)Tätigkeit  von  unter 
drei  Stunden pro Tag, mit  unüblichen Pausen, ohne jegliches Heben 
und Tragen von Gewichten und bei reduzierter Steh- und Sitzdauer in 
Verweistätigkeiten  (act.  IV/7  S.  4).  Dr.  D.________  gab  in  seinem 
Bericht vom 4. Juni 2006 aufgrund der festgestellten Einschränkungen 
der Hals- und Lendenwirbelsäule, der Coxarthrose beider Hüftgelenke 
und  einem  fixierten  Rundrücken  mit  entsprechenden  degenerativen 
Veränderungen  eine  fachorthopädisch  festgesetzte  Reduktion  der 
Arbeitsfähigkeit von 40% an (C-2957/2008 act. 4.1). Die Angaben der 
beiden Ärzte  sind hinsichtlich der verbleibenden Arbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  deutlich  weniger  eingehend  begründet  als  die 
Beurteilungen  der  Gutachter  des  C._______,  weshalb  auf  letztere 
abzustellen ist. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass Dr. F._______ 
den  Beschwerdeführer  seit  dem  Jahr  2005  behandelte,  weshalb 

Seite 17

C-6209/2008

dessen Angaben nur  bedingt  berücksichtigt  werden können (vgl. zur 
Stellung  der  behandelnden  Ärzte,  oben  E. 4.5).  Differenzen  zu  den 
weiteren  aktenkundigen  Beurteilungen  der  behandelnden  Ärzte  sind 
den Akten im Übrigen nicht zu entnehmen. Die ausführlich dargelegte 
Beurteilung der Ärzte des C.________ geht deshalb vor. Darauf ist – 
wie dies die Vorinstanz zu Recht beurteilt  hat – vollumfänglich abzu-
stützen.

Aus der Tatsache, dass die (auf  Rheumatologie spezialisierten) Gut-
achter das Schlafapnoesyndrom als behandelbar betrachten und sich 
in den weiteren Akten der behandelnden Ärzte keine Hinweise auf ein  
Schlafapnoesyndrom finden, ist  zu schliessen,  dass vorliegend nicht 
von einer schwerwiegenden Erkrankung mit dauerhaftem Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen ist. Dasselbe 
gilt für die medikamentös eingestellte Hypertonie, zu welcher auch der 
Hausarzt feststellte, diese habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit (act. IV/3). 

Unter  diesen  Umständen  ist  dem  Beschwerdeführer  eine  wechsel-
belastende  Tätigkeit  im  Sinne  der  von  den  Gutachtern  C.________ 
gemachten  Ausführungen  und  genannten  Einschränkungen  im 
Rahmen eines vollen Pensums zumutbar. Damit steht ihm ein breites 
Spektrum  an  Tätigkeiten  im  Rahmen  des  ausgeglichenen  Arbeits-
markts offen (oben E. 4.6), wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat.

6.5 Bei dieser Sachlage besteht somit auch kein Anlass, weitere Ab-
klärungen  vorzunehmen,  weshalb  der  Antrag  auf  Erstellung  eines 
Sachverständigengutachtens  in  antizipierter  Beweiswürdigung  (vgl. 
E. 3.2.2) abzuweisen ist.

6.6 Nachfolgend bleibt  zu prüfen, ob die IV T._______ aufgrund des 
von  ihr  vorgenommenen  Einkommensvergleichs  zu  Recht  auf  einen 
Invaliditätsgrad  von 27% geschlossen  hat,  der  keinen  Anspruch  auf 
eine Invalidenrente ergibt.

6.6.1 Für  die  Bestimmung  des  Invalideneinkommens  ist  primär  von 
der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi-
cherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Er-
werbseinkommen  gegeben,  namentlich  weil  die  versicherte  Person 
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr 
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit  aufgenommen hat,  so sind 
nach  der  Rechtsprechung  grundsätzlich  die  gesamtschweizerischen 

Seite 18

C-6209/2008

Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (nachfolgend: 
BFS) periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen heranzu-
ziehen  (vgl.  das  Urteil  des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts 
U 75/03  vom 12. Oktober  2006  mit  weiteren  Hinweisen). Zu  berück-
sichtigen ist dabei, dass sich die für die Invaliditätsbemessung mass-
gebenden  Vergleichseinkommen  eines  im  Ausland  wohnenden  Ver-
sicherten auf den gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die 
Unterschiede in den Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwi-
schen den Ländern nicht gestatten, einen objektiven Vergleich der in 
Frage  stehenden  Einkommen vorzunehmen (BGE 110  V  273  E.  4b, 
Urteil des Bundesgerichts I 817/05 vom 5. Februar 2007 E. 8.1, Urteil 
des  Eidgenössischen  Versicherungsgerichts  U 262/02  vom  8.  April 
2003 E. 4.4).

6.6.2 Bei  der  Festsetzung  des  Valideneinkommens  ist  vom  letzten, 
vollständig geleisteten Jahreseinkommen 2004 von Fr. 64'998.--  bzw. 
Fr. 5'416.50 pro Monat auszugehen, welches gemäss dem jeweiligen 
Index der Nominallöhne der Männer von 1975 im Jahr 2004 auf den 
Index von 2092 im Jahr 2008 (Basis: 1939 = 100, vgl. BFS, Entwick-
lung  der  Nominallöhne,  der  Konsumentenpreise  und  der  Reallöhne 
1976 – 2009) zu indexieren ist, was für das Jahr 2008 ein monatliches 
Einkommen von Fr. 5'737.38 ergibt. 

6.6.3 Der  Berechnung  des  Invalideneinkommens  sind  für  den  Be-
schwerdeführer als gelernten Schreiner aufgrund seiner Behinderung 
im Rahmen der  Be-  und Verarbeitung von Holz einerseits  noch ein-
fache und repetitive Tätigkeiten, bei Verweisungstätigkeiten im Bereich 
von  öffentlichen  und  privaten  Dienstleistungen  aufgrund  fehlender 
diesbezüglicher  Ausbildung und  Praxis,  je  Tabellenlöhne  des  Jahres 
2008 des BFS gemäss Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive 
Tätigkeiten;  Monatlicher  Bruttolohn  [Zentralwert]  nach  Wirtschafts-
zweigen, des Arbeitsplatzes und Geschlecht, Privater Sektor; vgl. BGE 
126  V  75  E. 3b/bb)  zu  Grunde  zu  legen. In  Anwendung der  Recht-
sprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts  I 655/02 vom 
16. Juli 2003 kann vom Durchschnitt dieser Werte ausgegangen wer-
den.

6.6.4 Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzu-
setzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und beruflichen Um-
ständen  des  konkreten  Einzelfalles  ab  (leidensbedingte  Einschrän-
kung,  Alter,  Dienstjahre,  Nationalität/Aufenthaltskategorie  und  Be-

Seite 19

C-6209/2008

schäftigungsgrad),  welche nach pflichtgemässem Ermessen gesamt-
haft zu schätzen sind. Dabei erlaubt ein Abzug vom statistischen Lohn 
von  insgesamt  höchstens  25%,  den  verschiedenen  Merkmalen,  die 
das Erwerbseinkommen zu beeinflussen vermögen, Rechnung zu tra-
gen. Bei der Überprüfung des gesamthaft vorzunehmenden Abzuges, 
der eine Schätzung darstellt und von der Verwaltung kurz zu begrün-
den ist, darf das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne 
triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen (BGE 
126 V 75).

Die Vorinstanz hat unter Berücksichtigung einer invaliditätsrelevanten 
Beeinträchtigung  des  Beschwerdeführers  einen  Leidensabzug  von 
15% vorgenommen. Dieser  Abzug ist  –  unter  Berücksichtigung des-
sen,  dass der Versicherte zusätzlich zur körperlichen Einschränkung 
seit  Mai  2005 nicht  mehr gearbeitet  hat  und im Zeitpunkt  der  ange-
fochtenen Verfügung 59 Jahre alt war, eher knapp angesetzt worden. 
Es ist jedoch vorliegend nicht in das Ermessen der Vorinstanz einzu-
greifen,  zumal  eine  Ermessensüberschreitung/-unterschreitung  oder 
ein  Ermessensmissbrauch  nicht  festzustellen  ist  und  sich  auch  bei 
einem leidensbedingten Abzug von 20% kein IV-Grad von mindestens 
40% ergeben würde (s. unten).

6.6.5 Indexiert auf das Jahr 2008 (Verfügung vom 1. September 2008) 
und unter  Festlegung von dem Beschwerdeführer  zumutbaren Lohn-
kategorien wird das Invalideneinkommen wie folgt berechnet: Tabellen-
löhne 2008, Männer, Kategorie 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten): 
Be- und Verarbeitung von Holz: Fr. 4'806.--,  Detailhandel  und Repa-
ratur:  Fr. 4'436.--,  Dienstleistungen  für  Unternehmen:  Fr.  4'591.--; 
Durchschnittswert:  4'611.--.  Diese  Tabellenlöhne  beziehen  sich  auf 
eine  40-Stundenwoche.  Die  übliche  mittlere  Wochenarbeitszeit  bei 
einer 100%-Beschäftigung betrug im Jahr 2008 für die Be- und Verar-
beitung von Holz: 42.2 Std./Wo., für Detailhandel und Reparatur: 41.7 
Std./Wo. und für Dienstleistungen für Unternehmen: 41.6 Std./Wo. (vgl. 
BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, in Stun-
den pro Woche, 2006 – 2009). Somit ergibt sich eine durchschnittliche 
Arbeitszeit für die oben berücksichtigten Tätigkeiten von 41.8 Std./Wo., 
und  vorliegend  einen  Durchschnittslohn  von  Fr. 4'818.50.  Abzüglich 
des Leidensabzugs von 15% beträgt das Invalideneinkommen für ein 
ganzes Pensum im Jahr 2008 Fr. 4'095.73 (4'818.50 – 15%). In  An-
wendung  dieser  Werte  ergibt  sich  ein  Invaliditätsgrad  von  gerundet 
29% ([{5'737.38 – 4'095.73} x 100]  /  5'737.38  = 28.61%). Unter Be-

Seite 20

C-6209/2008

rücksichtigung eines Leidensabzugs von 20% ergäbe sich im Übrigen 
ein  IV-Grad  von  gerundet  33%  (4'818.50 –  20% =  3'854.80  bzw. 
[{5'737.38 – 3'854.80} x 100 / 5'737.38] = 32.81%).

6.7 Da demnach  kein  Invaliditätsgrad  von  mindestens  40% besteht, 
hat  der  Beschwerdeführer keinen  Anspruch  auf  eine  Invalidenrente. 
Die  Beschwerde  ist  demnach  abzuweisen  und  die  Verfügung  vom 
1. September 2008 zu bestätigen.

7.
Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Partei -
entschädigung.

7.1 Die Verfahrenskosten werden unter Berücksichtigung des Umfan-
ges und der Schwierigkeit der Streitsache im vorliegenden Verfahren 
auf Fr. 400.-- festgesetzt (Art. 63 Abs. 4bis VwVG sowie Art. 1, 2 und 4 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 
Sie sind von der unterliegenden Partei zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 
und mit dem am 16. Dezember 2008 geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen. 

7.2 Weder der unterliegende Beschwerdeführer noch die obsiegende 
Vorinstanz  haben  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  (Art.  64 
Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten  von  Fr. 400.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.-- verrechnet.

3.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

Seite 21

C-6209/2008

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...])
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Beat Weber Susanne Flückiger

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen  gemäss  den  Art.  82  ff.,  90  ff.  und  100  des  Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 22