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**Case Identifier:** a9b59032-a3a9-5985-b95b-14fab1c029fd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-05
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 05.08.2020 IV 2018/280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2018-280_2020-08-05.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2018/280

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.12.2020

Entscheiddatum: 05.08.2020

Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2020
Art. 28 IVG. Würdigung medizinischer Berichte. Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zu 
weiteren Abklärungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit und anschliessender 
neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. 
Gallen vom 5. August 2020, IV 2018/280).

Entscheid vom 5. August 2020

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Katja Meili

Geschäftsnr.

IV 2018/280

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana, Rorschacher Strasse 21, 

Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

Nach einer Anmeldung zur Früherfassung (IV-act. 1) meldete sich A.___ am 22. 

Dezember 2015 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 6). Dr. 

med. B.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 15. Januar 2016 

über eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) und eine 

Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0). Die Versicherte sei seit 7. September 2015 zu 

100% arbeitsunfähig und befinde sich in ambulanter psychiatrischer Behandlung in der 

Klinik X.___ (IV-act. 13). Am 3. Februar 2016 ergänzte Dr. B.___, es liege zudem ein 

chronisches Schmerzsyndrom mit Kopfschmerzen, ausstrahlend in die Nacken-

Schulterregion mit einem Hitzegefühl im Kopf sowie Kribbelparästhesien peripher vor 

(IV-act. 20).

A.a. 

RAD-Arzt Dr. med. C.___ hatte am 25. Januar 2016 notiert, medizinisch-

theoretisch könne von einem gewissen Eingliederungspotential ab mindestens Ende 

Februar 2016 in Form einer Arbeitsfähigkeit von ca. 30%, steigerbar je nach Verlauf, 

ausgegangen werden. Der Arbeitsplatzerhalt in der Wäscherei der Stiftung Z.___ stehe 

im Vordergrund (IV-act. 16). Ab 1. März 2016 leistete die IV-Stelle Beiträge an 

Integrationsmassnahmen der Versicherten bei deren Arbeitgeberin (IV-act. 25 f.). 

A.b. 

Am 29. März 2016 berichteten die Ärzte des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) über 

ein Fibromyalgiesyndrom, ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom und eine Depression. 

Hinweise für eine entzündliche rheumatologische Systemerkrankung fänden sich 

aktuell keine (IV-act. 52-24 ff.). Ein am 14. Juli 2016 durchgeführtes MRT der 

Wirbelsäule ergab in der Altersnorm liegende degenerative Veränderungen und keine 

Neurokompression (IV-act. 52-11).

A.c. 

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Da die Versicherte wieder zu 100% arbeitsunfähig geschrieben wurde und eine 

stationäre psychiatrische Behandlung geplant war, wurden die 

Integrationsmassnahmen per 18. August 2016 abgebrochen (vgl. IV-act. 61-1). Vom 24. 

August bis 1. September 2016 befand sich die Versicherte stationär in der Klinik Y.___. 

Die behandelnden medizinischen Fachpersonen hielten in ihrem Kurzaustrittsbericht 

vom 2. September 2016 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.40), eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) und rezidivierende 

Blasenentzündungen fest. Für die Dauer des Aufenthaltes attestierten sie der 

Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 44).

A.d. 

Ab September 2016 arbeitete die Versicherte zu 20% bei ihrer Arbeitgeberin in der 

Reinigung und der Wäscherei (IV-act. 40). Die Arbeitgeberin kündigte das 

Arbeitsverhältnis infolge gesundheitlicher Probleme der Versicherten mit einem 

Schreiben vom 27. September 2016 per 31. Dezember 2016 (IV-act. 48).

A.e. 

Dr. B.___ hielt am 29. November 2016 als Diagnosen eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.40), ein Fibromyalgie-Syndrom und eine mittelgradige 

depressive Episode (ICD-10: F32.1) fest. Die Versicherte sei für jegliche Tätigkeit zu 

100% arbeitsunfähig (IV-act. 52-1 ff.). Dr. med. D.___, Psychiatrie und Psychotherapie 

FMH, Klinik X.___, berichtete am 30. Dezember 2016 über eine mittelgradige 

depressive Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10: F32.1), einhergehend mit 

einer vorbestehenden jahrelangen generalisierten Angststörung im Rahmen der 

Störung der Stressmodulationsfähigkeit (ICD-10: F41.1). Die Versicherte habe sich vom 

24. Oktober bis 2. Dezember 2016 in der Klinik X.___ in einer integrativen 

tagesklinischen Behandlung befunden. Sie sei zu 100% arbeitsunfähig. Mit beruflichen 

Massnahmen im Sinne eines Belastbarkeitstrainings mit einem anschliessenden 

Arbeitstraining in einem geschützten Rahmen sowie mit therapeutischen Massnahmen 

sei mit der Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit auf dem freien 

Wirtschaftsmarkt für adaptierte Tätigkeiten zu rechnen (IV-act. 58, vgl. IV-act. 88-6 ff.).

A.f. 

RAD-Arzt Dr. C.___ notierte am 7. Februar 2017, aus versicherungsmedizinischer 

Sicht bestehe ein niederschwelliges Eingliederungspotential mit Aussicht auf eine 

Arbeitsfähigkeit von mindestens 50% innerhalb von sechs bis zwölf Monaten. Sollten 

A.g. 

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berufliche Massnahmen erneut scheitern, müsste eine vertiefte medizinische Abklärung 

in Betracht gezogen werden (IV-act. 60).

Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchte die 

Versicherte im Auftrag ihrer Krankentaggeldversicherung. In seinem Gutachten vom 7. 

April 2017 führte er aus, diagnostisch handle es sich um eine rezidivierende depressive 

Störung, aktuell um eine mittelgradige Episode, die am Zurückgehen sei. Die 

Versicherte sei nach wie vor zu 100% arbeitsunfähig (Fremdakten 2).

A.h. 

Mit einer Mitteilung vom 14. Juni 2017 übernahm die IV-Stelle die Kosten für ein 

Belastbarkeitstraining vom 29. Mai bis 28. August 2017 in der Dreischiibe St. Gallen 

(IV-act. 72). Dr. med. F.___, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, Klinik X.___, 

attestierte der Versicherten vom 1. bis 31. Juli 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

(IV-act. 78). Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 26. Juli 2017 mit, das 

Belastbarkeitstraining habe aufgrund des Gesundheitszustandes per 20. Juli 2017 

abgebrochen werden müssen. Die Mitteilung vom 14. Juni 2017 werde aufgehoben (IV-

act. 82, vgl. IV-act. 79-9, 80). 

A.i. 

Dr. D.___ hielt in seinem Bericht vom 11. August 2017 als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach 

Extrembelastung (ICD-10: F62.0), einhergehend mit einer vorbestehenden jahrelangen 

generalisierten Angststörung im Rahmen der Störung der Stressmodulationsfähigkeit 

(ICD-10: F41.1), und eine anhaltende Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) fest. Derzeit sei 

keine Tätigkeit möglich (IV-act. 86). Auch Dr. B.___ attestierte der Versicherten am 24. 

August 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% (IV-act. 88-1 ff.).

A.j. 

Auf Empfehlung von RAD-Arzt Dr. C.___ (vgl. IV-act. 95) beauftragte die IV-Stelle 

die medexperts AG mit einer polydisziplinären (internistisch, neurologisch, 

orthopädisch, psychiatrisch) Begutachtung (IV-act. 97). Die abklärenden Ärzte nannten 

in ihrem Gutachten vom 26. Februar 2018 als Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive 

Episode (ICD-10: F33.0), eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: 

F45.4) und einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz. Aus internistischer und 

orthopädischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In der zuletzt 

A.k. 

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ausgeübten Tätigkeit als Mitarbeiterin in einer Wäscherei liege seit August 2017 

polydisziplinär eine Arbeitsunfähigkeit von 30% vor. Dabei sei die psychiatrische 

Beurteilung ausschlaggebend. Aus neurologischer Sicht sei die Arbeitsunfähigkeit in 

der zuletzt ausgeübten Tätigkeit mit 20% zu beziffern. Auch in einer adaptierten 

Tätigkeit liege polydisziplinär eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit vor. Aus psychiatrischer 

Sicht sei eine stationäre Schmerztherapie mit Rekonditionierung unter Entwicklung 

eines Krankheitskonzepts indiziert. Gleichzeitig sollte die Medikation, auch unter dem 

Aspekt einer schmerzmodulierenden Wirkung, evaluiert werden. Aus neurologischer 

Sicht werde eine Anbindung an ein Schmerzzentrum mit einer multidiziplinären 

Betreuung empfohlen. Regelmässiger Ausdauersport und Entspannungsübungen seien 

empfehlenswert. Zudem sollte die Versicherte mögliche Auslöser meiden (IV-act. 104).

RAD-Arzt Dr. C.___ notierte am 14. März 2018, auf das Gutachten der medexperts 

AG könne abgestützt werden. In der angestammten Tätigkeit in der Wäscherei bestehe 

seit August 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100%, in einer adaptierten Tätigkeit eine 

solche von 30% (IV-act. 110). Die zuständige Mitarbeiterin der IV-Stelle hielt am 18. 

Mai 2018 fest, gemäss dem Gutachten sei auch die angestammte Tätigkeit zu 70% 

zumutbar (IV-act. 116).

A.l. 

Am 19. April 2018 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, das Leistungsbegehren 

um berufliche Massnahmen werde abgewiesen, da sich die Versicherte nicht in der 

Lage fühle, an Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 113).

A.m. 

Mit einem Vorbescheid vom 18. Mai 2018 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens mangels eines rentenbegründenden 

Invaliditätsgrades in Aussicht (IV-act. 118). Dagegen erhob die Versicherte am 31. Mai 

2018 einen Einwand (IV-act. 119). Am 9. Juli 2018 (Posteingang IV-Stelle 25. Juli 2018) 

begründete sie ihren Einwand und sie reichte Berichte der behandelnden Ärzte Dr. 

med. G.___, Fachärztin für Allgemeinmedizin FMH, und Dr. med. H.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, ein (IV-act. 125 f.). Dr. G.___ hatte am 2. Juli 2018 

angegeben, die Versicherte habe begonnen, das Elternkaffee zu betreuen. Sie benötige 

dafür ca. einen halben Tag pro Woche, verteile die Zeit aber über die ganze Woche. Sie 

komme damit an ihre Belastungsgrenze. Wie die Versicherte fähig sein sollte, einer 

Vollbeschäftigung nachzugehen, wisse sie nicht (IV-act. 125-2 f.). Dr. H.___ hielt in 

A.n. 

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B.  

seinem Bericht vom 10. Juli 2018 als vorläufige Diagnosen eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1), 

eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41), eine Zwangsstörung (Wasch-/Desinfektionszwang; ICD-10: F42.1), eine 

komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1), eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.40), eine Fibromyalgie und 

Spondylopathien im Lumbalbereich fest. Die Versicherte stosse bei ihrer neuen 

Tätigkeit mit einem Pensum von 10% immer wieder an ihre Grenzen (IV-act. 126).

Mit einer Verfügung vom 26. Juli 2018 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren bei 

einem Invaliditätsgrad von 30% ab (IV-act. 127).

A.o. 

Gegen die Verfügung vom 26. Juli 2018 erhob die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin) am 29. August 2018 Beschwerde. Sie beantragte, die Verfügung 

sei teilweise aufzuheben. Die aktuelle medizinische Situation und die beiden von ihr 

eingereichten Arztberichte seien zu berücksichtigen. Es sei ein korrekter 

Einkommensvergleich vorzunehmen, welcher den Umstand, dass sie zum Beispiel im 

Jahr 2013 Fr. 86'687.-- verdient habe, berücksichtige. Schliesslich sei ihr die 

unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren (act. G1). Sie legte der Beschwerde die 

bereits mit ihrem Einwand eingereichten Berichte von Dr. G.___ vom 2. Juli 2018 und 

Dr. H.___ vom 10. Juli 2018 bei (act. G1.2 f.). Am 12. September 2018 liess die nun 

anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin beantragen, die Verfügung vom 26. Juli 2018 

sei aufzuheben. Ihr sei mindestens vorübergehend eine "volle" Invalidenrente 

zuzusprechen. Weiter sei ihr die unentgeltliche Prozessführung und -verbeiständung zu 

gewähren; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Beschwerdeführerin liess 

ausführen, auf das Gutachten der medexperts AG könne nicht abgestellt werden, denn 

der orthopädische Teilgutachter habe sich nicht mit dem vom KSSG diagnostizierten 

Fibromyalgiesyndrom auseinandergesetzt. Der behandelnde Psychiater habe andere 

Diagnosen als die Gutachter gestellt. Die polydisziplinäre Einschätzung einer 

Arbeitsunfähigkeit von 30% seit August 2017 sei nicht nachvollziehbar und 

widersprüchlich. Zudem seien die Akten des früheren Hausarztes Dr. med. I.___, im 

Verfahren nicht berücksichtigt worden. Schliesslich habe die IV-Stelle (nachfolgend: 

B.a. 

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Beschwerdegegnerin) das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt, indem sie 

von dieser mit dem Einwand eingereichte Arztberichte ignoriert und nicht dem RAD 

sowie allenfalls den Gutachtern vorgelegt habe. Zudem hätte die Beschwerdegegnerin 

in Bezug auf ihre Abklärungspflicht vor Erlass der Verfügung die 

Behandlungsempfehlungen der Gutachter prüfen bzw. abwarten müssen, ob diese 

wirklich zielführend seien (act. G4). Die Beschwerdeführerin liess weitere medizinische 

Akten einreichen (vgl. act. G4.3 ff.).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 26. Oktober 2018 beantragte die 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen. Sie führte aus, der 

orthopädische Teilgutachter habe keinen Anlass für die Diagnose eines Fibromyalgie-

Syndroms gesehen. Er habe die nicht objektivierbaren Schmerzen thematisiert und als 

Schmerzstörung diagnostiziert. Die von Dr. I.___ geschilderten Symptome seien von 

den Gutachtern berücksichtigt worden. Die von Dr. H.___ gestellte Diagnose einer 

PTBS vermöge nur schon deswegen nicht zu überzeugen, weil innerhalb der letzten 

sechs Monate kein traumatisierendes Ereignis von aussergewöhnlicher Schwere 

aufgetreten sei. Der psychiatrische Teilgutachter Dr. med. univ. J.___, Facharzt 

Psychiatrie und Psychotherapie, habe sich mit den abweichenden Diagnosen der 

behandelnden Ärzte auseinandergesetzt und nachvollziehbar erklärt, weshalb diese 

nicht vorlägen. Aus dem Gutachten der medexperts AG gehe klar hervor, dass die 

Beschwerdeführerin sowohl in einer angestammten als auch in einer adaptierten 

Tätigkeit zu 30% arbeitsunfähig sei. Die Beschwerdegegnerin sei in der angefochtenen 

Verfügung auf die wesentlichen Punkte des Einwandes vom 9. Juli 2018 eingegangen. 

Folglich liege keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor (act. G9).

B.b. 

Am 6. November 2018 entsprach die Verfahrensleitung dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (act. G10).

B.c. 

In ihrer Replik vom 29. November 2018 liess die Beschwerdeführerin an ihren 

Anträgen festhalten. Sie liess vorbringen, dass eine PTBS nicht innerhalb von sechs 

Monaten diagnostiziert worden sei, bedeute nicht, dass keine solche vorliege (act. 

G12). Sie liess eine Stellungnahme von Dr. H.___ vom 26. November 2018 einreichen 

(act. G12.1.1).

B.d. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und vorliegend zu prüfen ist der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente.

Die Beschwerdegegnerin liess die Frist zur Einreichung einer Duplik unbenützt 

ablaufen (act. G14 f.).

B.e. 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) wird unter Invalidität die voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit 

verstanden. Erwerbsunfähigkeit ist dabei der durch eine Beeinträchtigung der 

körperlichen oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung 

und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Der Grad der für einen allfälligen Rentenanspruch massgebenden Invalidität wird 

gemäss Art. 16 ATSG durch einen Einkommensvergleich ermittelt, bei dem das 

Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt der Invalidität und nach der 

Durchführung der notwendigen und zumutbaren Eingliederungsmassnahmen bei 

ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (zumutbares Invalideneinkommen), in 

Beziehung gesetzt wird zum Einkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen). Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) besteht Anspruch auf eine ganze 

Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, auf eine 

Dreiviertelsrente, wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von 

mindestens 50% vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem IV-Grad 

von mindestens 40% auf eine Viertelsrente.

1.1. 

Im Sozialversicherungsprozess gelten die Grundsätze der Untersuchungspflicht 

und der freien Beweiswürdigung (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Demgemäss hat der 

Versicherungsträger bzw. im Beschwerdefall das Gericht den rechtserheblichen 

Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien 

gebunden zu sein. Verwaltungsbehörden und Sozialversicherungsgerichte haben 

zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen, wenn hierzu aufgrund der 

Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte 

hinreichender Anlass besteht (BGE 110 V 53 E. 4a am Schluss, BGE 117 V 282 E. 4.a).

1.2. 

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2.

Vorab ist die Frage zu klären, ob die medizinische Situation und damit die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin rechtsgenüglich abgeklärt wurden. Die 

Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung in medizinischer 

Hinsicht im Wesentlichen auf das Gutachten der medexperts AG (IV-act. 127). Die 

Beschwerdeführerin spricht dem Gutachten die Beweiskraft ab; sie hält ihm die 

Einschätzungen behandelnder Ärzte entgegen (act. G1).

Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine 

zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen 

Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.3. 

Die Beschwerdeführerin hat sich am 22. Dezember 2015 bei der 

Beschwerdegegnerin zum Leistungsbezug angemeldet (IV-act. 6). Dr. B.___ hatte der 

Beschwerdeführerin seit 7. September 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

attestiert (IV-act. 13). Das Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG lief somit am 

1. September 2016 ab. Da in diesem Zeitpunkt mehr als sechs Monate seit der 

Anmeldung vom 22. Dezember 2015 vergangen waren (vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG), kommt 

frühestens ab 1. September 2016 ein Rentenanspruch in Betracht. Die Gutachter der 

medexperts AG haben sich lediglich zur Arbeitsfähigkeit ab August 2017 geäussert. Ab 

diesem Zeitpunkt haben sie die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit 

als Mitarbeiterin in einer Wäscherei sowie in einer adaptierten Tätigkeit als zu 30% 

arbeitsunfähig qualifiziert (vgl. IV-act. 104-51). Im Folgenden ist zu prüfen, ob für die 

Zeit vom 1. September 2016 bis Ende Juli 2017 die Arbeitsfähigkeit mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt ist.

2.1. 

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Für diesen Zeitraum lassen sich dem Gutachten keine Angaben zur 

Arbeitsfähigkeit, insbesondere nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

entnehmen. Der psychiatrische Teilgutachter Dr. J.___ hat sich zwar mit den 

Einschätzungen der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt, die attestierten 

Arbeitsunfähigkeiten aber nur teilweise für nachvollziehbar erachtet. Eine eigene 

Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in der Zeit vor August 2017 hat er nicht 

vorgenommen (vgl. IV-act. 104-27 ff.). Den weiteren medizinischen Akten ist zu 

entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin vom 24. Oktober bis 2. Dezember 2016 

in der Klinik Teufen aufgehalten hatte. Der behandelnde Dr. D.___ hatte der 

Beschwerdeführerin am 30. Dezember 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% 

attestiert; mit beruflichen Massnahmen im Sinne eines Belastbarkeitstrainings mit 

einem anschliessenden Arbeitstraining in einem geschützten Rahmen sowie mit 

therapeutischen Massnahmen sei mit der Wiederherstellung der vollen Arbeitsfähigkeit 

auf dem freien Wirtschaftsmarkt zu rechnen (IV-act. 58). RAD-Arzt Dr. C.___ hatte am 7. 

Februar 2017 notiert, es bestehe ein niederschwelliges Eingliederungspotential mit 

Aussicht auf eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50% innerhalb von sechs bis zwölf 

Monaten. Die genaue Festlegung des Pensums für die Zeit der Eingliederungsphase 

und der Modalitäten sollte unter Einbezug der eingliederungsfachlichen Information 

bzw. Einschätzung festgelegt werden. Grundsätzlich sei aufgrund des bisherigen 

Verlaufs von einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit auszugehen; sollten berufliche 

Massnahmen erneut scheitern, so müsste eine vertiefte medizinische Abklärung in 

Betracht gezogen werden (IV-act. 60). Daraus ist zu schliessen, dass sich Dr. C.___ 

nicht in der Lage gesehen hatte, die Arbeitsfähigkeit konkret festzulegen. Wie auch Dr. 

D.___ hatte er berufliche Massnahmen und danach allenfalls eine Begutachtung für 

notwendig erachtet. Dr. E.___ hatte in seinem Gutachten vom 7. April 2017 eine 

rezidivierende depressive Störung, aktuell eine mittelgradige depressive Episode, 

diagnostiziert und der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert 

(Fremdakten 2). Wie Dr. J.___ jedoch zu Recht kritisiert hat, erscheint die diagnostische 

Herleitung von Dr. E.___ wenig detailliert. Er war kaum auf die Schmerzsymptomatik 

eingegangen und hatte sich bei seiner Beurteilung von den anamnestischen Angaben 

leiten lassen. Die von Dr. E.___ attestierte Arbeitsunfähigkeit von 100% lässt sich auch 

insofern nicht nachvollziehen, als er einerseits eine rückläufige depressive Störung 

festgehalten hatte, andererseits aber ausgeführt hatte, es handle sich um eine 

chronisch verlaufende Erkrankung mit fraglich möglichem Stillstand (vgl. IV-act. 

104-29, Fremdakten 2). Nachdem die beruflichen Massnahmen am 20. Juli 2017 hatten 

abgebrochen werden müssen (vgl. IV-act. 82), hatten Dr. B.___ und Dr. D.___ der 

Beschwerdeführerin erneut eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert (vgl. IV-act. 86, 

88-1 ff.). Dr. B.___ hatte festgehalten, die Beschwerdeführerin sei durch die anhaltende 

2.2. 

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somatoforme Schmerzstörung physisch und psychisch massiv belastet und 

eingeschränkt. Eine Tätigkeit sei ihr daher nicht möglich (IV-act. 88-1 ff.). Der Verweis 

auf eine Diagnose allein macht die Arbeitsfähigkeitsschätzung jedoch nicht 

nachvollziehbar. Dr. D.___ hatte unter anderem ausgeführt, die Beschwerdeführerin 

überfordere sich schnell und habe eine deutlich verminderte Stresstoleranz. Es komme 

dann meist zur Dekompensation, so dass ihr eine Anwesenheitskonstanz kaum 

möglich sei. Ausserdem sei die Beschwerdeführerin sehr geräuschempfindlich; nach 

weniger guten Tagen mache sie sich Selbstvorwürfe und sie habe zunehmend 

Zukunftsängste (IV-act. 86). Wie RAD-Arzt Dr. C.___ am 10. November 2017 

überzeugend festgehalten hatte, war zur Klärung der Arbeitsfähigkeit sowie zur 

diagnostischen Einschätzung eine polydisziplinäre Begutachtung notwendig (vgl. IV-

act. 95). Allein anhand der vorhandenen medizinischen Berichte konnte die 

Arbeitsfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit festgelegt werden. Der 

Sachverhalt ist demnach bezüglich einer möglichen Arbeitsunfähigkeit zwischen dem 

frühestmöglichen Rentenbeginn im September 2016 und August 2017 (Beginn der 

gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsschätzung) ungenügend abgeklärt worden.

Weiter zu prüfen ist die Überzeugungskraft des Gutachtens der medexperts AG 

bezüglich der Arbeitsfähigkeit ab August 2017. Dr. J.___ hat als Diagnosen mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte 

depressive Episode (ICD-10: F33.0), und eine anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) aufgelistet (IV-act. 104-36). Er hat dazu ausgeführt, 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen bzw. in einer adaptierten Tätigkeit aus 

rein psychiatrischer Sicht anhand ihrer Funktionen und Defizite (vgl. auch das Mini-ICF) 

zu 30% arbeitsunfähig sei. Diese Einschätzung erfolge unter Berücksichtigung der 

angeführten zugrundeliegenden psychosozialen Belastungen (IV-act. 104-34). Aus 

gutachterlicher Sicht biete eine adaptierte Tätigkeit der Beschwerdeführerin die 

Möglichkeit zu niederschwelligen Pausen und sie berücksichtige den beruflichen bzw. 

schulischen Ausbildungsstand (IV-act. 104-36). Diese Ausführungen vermögen die 

Arbeitsunfähigkeitsschätzung (30%) nicht zu belegen, denn diese Defizite könnten 

ebenso gut eine höhere oder eine tiefere Arbeitsfähigkeit erklären. Der ebenfalls nicht 

weiter begründete, leicht erhöhte Pausenbedarf ist von Dr. J.___ bei den 

Adaptionskriterien berücksichtigt worden, so dass er keine Arbeitsunfähigkeit in einer 

adaptierten Tätigkeit rechtfertigt.

2.3. 

Die neurologischen Teilgutachter Dr. med. K.___, Facharzt für Neurologie, und 

med. pract. L.___, Assistenzarzt für Neurologie, haben als Diagnose mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz aufgeführt. Sie haben 

2.4. 

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festgehalten, in der angestammten sowie in einer adaptierten Tätigkeit sei die 

Beschwerdeführerin zu 80% arbeitsfähig. Sie haben dies mit einem erhöhten 

Pausenbedarf aufgrund der chronischen Kopfschmerzen begründet (IV-act. 104-45 f.). 

Der erhöhte Pausenbedarf allein vermag die Arbeitsunfähigkeitsschätzung (20%) in 

einer adaptierten Tätigkeit nicht zu belegen. Zudem lässt sich dem Gutachten nicht 

entnehmen, ob es der Beschwerdeführerin zumutbar wäre, den 

Medikamentenübergebrauch zu unterlassen, und ob sich dadurch die Arbeitsfähigkeit 

verbessern würde. Die aus internistischer und orthopädischer Sicht attestierte 

Arbeitsfähigkeit von 100% in der angestammten sowie in einer adaptierten Tätigkeit 

überzeugen (IV-act. 104-51).

Mit ihrem Einwand vom 9. Juli 2018 reichte die Beschwerdeführerin Arztberichte 

der damals behandelnden Dr. G.___ und Dr. H.___ ein. Beide Ärzte haben angegeben, 

die Beschwerdeführerin komme mit ihrem derzeitigen Arbeitspensum von 10% an ihre 

Belastungsgrenze. Dr. H.___ hat in seinem Bericht vom 10. Juli 2018 - abweichend 

vom Gutachten der medexperts AG - als vorläufige Diagnosen unter anderem eine 

chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 

F45.41), eine Zwangsstörung (Wasch-/Desinfektionszwang; ICD-10: F42.1), eine 

komplexe posttraumatische Belastungsstörung (PTBS; ICD-10: F43.1), eine 

Fibromyalgie und Spondylopathien im Lumbalbereich festgehalten (IV-act. 125 f.). Trotz 

dieser Divergenzen hat die Beschwerdegegnerin keine weiteren Abklärungen 

vorgenommen. Insbesondere hat sie die neuen Arztberichte weder dem RAD noch den 

Gutachtern der medexperts AG zur Stellungnahme vorgelegt. Am 26. Juli 2018 hat sie 

die angefochtene Verfügung erlassen und ist in dieser nicht auf die genannten 

Arztberichte eingegangen (IV-act. 127). Damit hat sie ihre Untersuchungspflicht 

verletzt.

2.5. 

Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Nach der Auffassung 

des Bundesgerichts ist eine Rückweisung an die Verwaltung dann zulässig, wenn wie 

vorliegend eine Ergänzung oder Präzisierung der Ausführungen der Gutachter 

erforderlich ist (vgl. das Urteil des Bundesgerichtes vom 15. November 2019, 

8C_525/2019 E. 3.3). Die Beschwerdegegnerin wird die Arbeitsfähigkeit für den 

Zeitraum vom 1. September 2016 bis Ende Juli 2017 abklären müssen. Dies wird 

vorzugsweise mittels einer Nachfrage bei den Gutachtern der medexperts AG erfolgen. 

Weiter wird sie bei Dr. J.___ eine Begründung für die im Gutachten abgegebene 

Arbeitsfähigkeitsschätzung einholen. Die Beschwerdegegnerin wird Dr. K.___ und med. 

pract. L.___ ebenfalls dazu auffordern, ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung zu begründen. 

Zudem wird sie bei diesen nachfragen, ob es der Beschwerdeführerin zumutbar wäre, 

2.6. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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3.  

Entscheid

den Medikamentenübergebrauch zu unterlassen, und ob sich dadurch die 

Arbeitsfähigkeit verändern würde. Die Beschwerdegegnerin wird die Berichte von Dr. 

G.___ und Dr. H.___ (IV-act. 125 f.) den Gutachtern der medexperts AG vorlegen und 

deren Stellungnahme dazu berücksichtigen. Im Rahmen der ohnehin notwendigen 

Rückfrage an die Gutachter wird die Beschwerdegegnerin diesen die mit der 

Beschwerde eingereichten Behandlungsnotizen von Dr. I.___, den Auswertungsbogen 

betreffend eine PTBS (act. G4.1.3 f.) sowie das Schreiben von Dr. H.___ vom 26. 

November 2018 (act. G12.1.1) ebenfalls zur Stellungnahme vorlegen. 

Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 26. Juli 2018 in 

Gutheissung der Beschwerde vom 29. August 2018 aufzuheben und die Sache ist an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird den Sachverhalt weiter abklären 

und anschliessend gestützt auf einen überwiegend wahrscheinlich erstellten 

Sachverhalt über das Rentenbegehren verfügen.

3.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver­

fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1‘000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.

3.2. 

bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75; in der vorliegend 

anwendbaren, seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung, siehe Art. 30  HonO) pauschal 

Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Praxisgemäss wird in durchschnittlich aufwändigen 

invalidenversicherungsrechtlichen Streitigkeiten um eine Invalidenrente ein Honorar von 

Fr. 3'000.-- bis 4'000.-- zugesprochen. In der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit erscheint mit Blick auf den gerechtfertigten Aufwand eine pauschale 

Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- angemessen.

3.3. 

bis

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Verfügung vom 26. Juli 2018 wird aufgehoben und die Sache wird zur 

Weiterführung des Verwaltungsverfahrens im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

	Publikationsplattform
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	Entscheid Versicherungsgericht, 05.08.2020
	Art. 28 IVG. Würdigung medizinischer Berichte. Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zu weiteren Abklärungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit und anschliessender neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kanton St. Gallen vom 5. August 2020, IV 2018/280).

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		2025-07-19T03:38:34+0200
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