# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ecd45d0-83ba-54d7-8638-9906fc703261
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 27.10.2025 S 2025 72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2025-72_2025-10-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Sarah Schneider und lic. iur. Judith Fischer
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 27. Oktober 2025
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA MLaw Stephanie C. Elms, schadenanwaelte AG, 
Industriestrasse 13c, Postfach, 6302 Zug

gegen

IV-Stelle Zug, Baarerstrasse 11, Postfach, 6302 Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Invalidenversicherung 
(Nichteintreten auf neues Leistungsbegehren)

S 2025 72

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Urteil S 2025 72

A. Der 1995 geborene A.________ meldete sich im Jahr 2014 wegen Depressionen 
erstmals zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Mit Verfü-
gung vom 17. September 2015 lehnte die IV-Stelle Zug die Zusprache von IV-Leistungen 
ab mit der Begründung, dass kein dauerhafter psychischer Gesundheitsschaden ausge-
wiesen sei, welcher die Arbeitsfähigkeit einschränke (IV-act. 12). 

Auf die am 9. Februar 2017 unter Angabe von Depressionen, Angstzuständen, sozialen 
Phobien, Panikattacken und übermässigem Schwitzen eingegangene Neuanmeldung (IV-
act. 13) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. März 2017 nicht ein, da eine wesentliche 
und anhaltende Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht glaubhaft gemacht 
wurde (IV-act. 21). 

Am 5. Februar 2019 [recte: 2020] meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine seit 
ca. 2009 bestehende psychische Erkrankung erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug 
an (IV-act. 23). Nachdem die IV-Stelle auf die Neuanmeldung eingetreten war, teilte sie 
dem Versicherten am 10. September 2020 die Notwendigkeit einer medizinischen Begut-
achtung mit (IV-act. 35). Der beauftragte Dr. med. B.________, Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, erstattete sein Gutachten am 31. März 2021 (IV-act. 45). Gestützt darauf 
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 14. Oktober 2021 ab (IV-
act. 64). Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons 
Zug mit Urteil S 2021 152 vom 2. Oktober 2023 ab (IV-act. 74).

Bereits kurze Zeit später erfolgte am 19. Dezember 2023 die bis dato letzte Neuanmel-
dung. RAD-Ärztin Dr. med. C.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
würdigte am 4. September 2024 (IV-act. 97) die neue medizinische Aktenlage. Gestützt 
darauf trat die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 12. September 2024 auf das neuerliche Leis-
tungsbegehren nicht ein mit der Begründung, eine Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes sei aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht glaubhaft dargelegt (IV-act. 98). 
Nachdem der Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (IV-act. 104), legte die IV-
Stelle das Dossier erneut dem RAD zur versicherungsmedizinischen Beurteilung vor (Stel-
lungnahme von RAD-Arzt D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
30. Mai 2025 [IV-act. 118]). Gestützt darauf verfügte die IV-Stelle am 4. Juni 2025 wie vor-
beschieden (IV-act. 119).

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 1. Juli 2025 liess A.________ beantra-
gen, es sei die Verfügung vom 4. Juni 2025 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei 

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Urteil S 2025 72

zu verpflichten, auf das Leistungsgesuch einzutreten und dieses materiell zu prüfen; alles 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MWST) zu Lasten der Beschwerdegegnerin. 
In prozessualer Hinsicht wurde die unentgeltliche Prozessführung und in der Person der 
Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsvertreterin verlangt (act. 1). 

C. Mit Verfügung vom 2. Juli 2025 bewilligte der Vorsitzende der sozialversicherungs-
rechtlichen Kammer des Verwaltungsgerichts das Gesuch des Beschwerdeführers um un-
entgeltliche Rechtspflege und stellte ihm für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in 
der Person von RA MLaw Stephanie C. Elms eine unentgeltliche Rechtsbeiständin bei 
(act. 2).

D. Mit Vernehmlassung vom 7. August 2025 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der 
Beschwerde (act. 3). 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] i.V.m. § 77 Abs. 1 des Verwaltungs-
rechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] und § 12 Abs. 1 lit. a des Einführungsgesetzes zu 
den Bundesgesetzen über die Alters- und Hinterlassenenversicherung und die Invaliden-
versicherung [BGS 841.1]). Die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kan-
tons Zug ist vorliegend gestützt auf Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung (IVG; SR 831.20) – Zuständigkeit am Ort der IV-Stelle – fraglos gege-
ben. Die IV-Stelle erliess die strittige Verfügung am 4. Juni 2025; diese ging am 5. Juni 
2025 bei der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein. Die Beschwerdeschrift wurde 
am 1. Juli 2025 der Post übergeben und ging tags darauf beim Verwaltungsgericht ein. Die 
gemäss Art. 60 Abs. 1 ATSG vorgesehene 30-tägige Beschwerdefrist wurde somit ge-
wahrt. Der Beschwerdeführer ist von der angefochtenen Verfügung direkt betroffen und 
zur Beschwerde legitimiert. Die Beschwerdeschrift enthält sodann Antrag und Begrün-
dung. Damit ist den formellen Anforderungen Genüge getan, weshalb auf die Beschwerde 
einzutreten ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Ge-
schäftsordnung des Verwaltungsgerichts (GO VG; BGS 162.11). 

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Urteil S 2025 72

2.
2.1 Wurde eine Rente, eine Hilflosenentschädigung oder ein Assistenzbeitrag wegen 
eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des 
zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen Assistenzbeitrag entsteht, verweigert, so 
wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) 
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Be-
stimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der 
Grad der Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreu-
ungsaufwandes oder Hilfebedarfs des Versicherten in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise geändert hat.

2.2 Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver-
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie 
dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei 
wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder 
schon längere Zeit zurückliegt, und dementsprechend an die Glaubhaftmachung höhere 
oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungs-
spielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Die Behandlung der Ein-
tretensfrage durch die Verwaltung ist deshalb vom Gericht nur zu überprüfen, wenn das 
Eintreten streitig ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit weiteren Hinweisen). 

2.3 Glaubhaftmachen im Sinne des Art. 87 Abs. 2 IVV erfordert nicht den Beweis nach 
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit. 
Die Beweisanforderungen sind vielmehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines "vollen 
Beweises" die Überzeugung der Verwaltung begründet zu werden braucht, dass seit der 
letzten rechtskräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. 
Vielmehr genügt es, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand we-
nigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit 
zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Sachverhaltsände-
rung nicht erstellen lassen (EVG I 619/04 vom 10. Februar 2005 E. 3.1 mit Hinweisen). 
Dabei spielt der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Verwaltung und das Gericht von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachver-
halts zu sorgen haben, nicht in gleichem Mass. Wird in der Neuanmeldung kein Eintre-
tenstatbestand glaubhaft gemacht, sondern bloss auf ergänzende Beweismittel hingewie-
sen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, so ist der 

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versicherten Person nach höchstrichterlicher Rechtsprechung eine angemessene Frist zur 
Einreichung der Beweismittel anzusetzen und ihr gleichzeitig anzudrohen, dass ansonsten 
gegebenenfalls auf Nichteintreten zu erkennen sei. Ergeht nach Einhaltung dieses formel-
len Vorgehens eine Nichteintretensverfügung, so legen die Gerichte ihrer beschwerdewei-
sen Überprüfung den Sachverhalt zugrunde, wie er sich der Verwaltung darbot (BGE 130 
V 64 E. 5.2.5 mit Hinweisen). Somit kommt der versicherten Person, welche die Überprü-
fung des Rentenanspruchs mittels Neuanmeldung beantragt, ausnahmsweise eine Be-
weisführungslast zu. Das Gericht hat neue, erst während des Beschwerdeverfahrens bei-
gebrachte Beweismittel grundsätzlich auch dann nicht zu berücksichtigen, wenn sie ge-
eignet sind, die Beurteilung im massgeblichen Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beein-
flussen. Nur diejenigen Beweismittel, welche die versicherte Person der Verwaltung erst 
nach Ablauf der angesetzten Frist eingereicht hat, welche die Verwaltung aber ungeachtet 
dieser Verspätung in die Beurteilung der Eintretensfrage einbezogen hat, sind auch im Ge-
richtsverfahren zu beachten (vgl. EVG I 619/04 vom 10. Februar 2005 E. 2.2).

3. Fest steht, dass sich der Beschwerdeführer in der Vergangenheit bereits mehrfach 
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug anmeldete, wobei der Rentenanspruch jeweils abge-
lehnt wurde, letztmals mit Verfügung vom 14. Oktober 2021, welche vom hiesigen Gericht 
mit Urteil S 2021 152 vom 2. Oktober 2023 bestätigt wurde. Als erstellt gilt weiter, dass die 
letzte Anmeldung am 19. Dezember 2023 erfolgte. Streitig ist, ob die vorgelegten medizi-
nischen Unterlagen eine rechtsrelevante Verschlechterung gegenüber den Verhältnissen 
vom 14. Oktober 2021 glaubhaft zu machen vermögen. Dabei sind an die Glaubhaftma-
chung erhöhte Anforderungen zu stellen, da sich der Beschwerdeführer nur kurze Zeit 
nachdem das am 11. Oktober 2023 versandte Urteil des hiesigen Gerichts vom 2. Oktober 
2023 in Rechtskraft erwachsen war, erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug ange-
meldet hat (Anmeldung vom 19. Dezember 2023). 

3.1 Der leistungsablehnenden Verfügung vom 14. Oktober 2021 lag im Wesentlichen 
das psychiatrische Gutachten von Dr. B.________ vom 31. März 2021 zu Grunde. Dieser 
führte als psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine emotional 
instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31) und eine Benzodiazepinabhängigkeit, 
ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F13.25), auf. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit nannte er eine aktenanamnestisch ausgewiesene rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4). Weiter wies er auf diverse festgestellte Inkonsisten-
zen hin, wobei er zum Schluss kam, dass die allermeisten davon Folge eines aggravativ-
simulativen Mischbildes seien. Die plausible Nachvollziehbarkeit der Zusammenhänge 

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zwischen dem Verhalten, der erkennbaren Motivationslage und den Inkonsistenzen spre-
che dagegen, dass die Inkonsistenzen Ausdruck oder Folge krankheitswertiger psychiatri-
scher Phänomene seien. Des Weiteren zeigte der Sachverständige auf, dass die vorlie-
genden psychische Störungen (seit längerem) nicht lege artis behandelt würden. Es stün-
den medizinisch sinnvolle und zumutbare Therapieoptionen zur Verfügung. Die Prognose 
sei gut genug, um eine relevante Verbesserung erwarten zu können. Der Explorand sei al-
so weit von einem medizinischen Zustand entfernt, der als vorläufig stabil beurteilt werden 
könnte. Somit seien zurzeit keine individuellen Angaben zur Arbeitsfähigkeit möglich. Die 
Angaben, welche möglich seien, seien rein theoretisch unter Berücksichtigung der häufigs-
ten Auswirkungen der festgestellten psychischen Störungen. Auf die Frage nach der Ar-
beitsfähigkeit gab der Gutachter an, dass für einen Zeitraum von über sechs Monaten eine 
psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung (drei Monate stationäre Psychotherapie 
und drei Monate tagesklinische Psychotherapie, zuzüglich vorangegangene Entzugsbe-
handlung) empfohlen werde. Während dieser Zeit könne der Versicherte nicht arbeiten. 
Wenn sich der Explorand darauf nicht einlassen könne und weniger engmaschige und 
damit weniger erfolgsversprechende oder keine therapeutischen Massnahmen stattfän-
den, dann wäre der Aufenthalt an einem geeigneten Arbeitsplatz je nach Tätigkeit über 
mehrere Stunden bis prinzipiell ganztags möglich (IV-act. 45). 

3.2 Damit übereinstimmend erwog das hiesige Gericht im Urteil S 2021 152 vom 
2. Oktober 2023, dass auf das psychiatrische Gutachten von Dr. B.________ vom 
31. März 2021 abzustellen sei. Es legte ausführlich dar, weshalb das psychiatrische Gut-
achten die von der Rechtsprechung an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ge-
stellten Anforderungen erfüllt. Dabei zeigte das Gericht einlässlich auf, dass der Sachver-
ständige auch zum Bericht der behandelnden Psychiaterin Dr. E.________ vom 30. März 
2020 Bezug nahm, die seitens der Behandlerin bisher gestellten Diagnosen ausführlich 
diskutierte und in Anlehnung an die anerkannten Klassifikationskriterien detailliert und 
nachvollziehbar darlegte, weshalb er die von ihr diagnostizierten Störungen – paranoide 
Schizophrenie, soziale Phobie, Panikstörung und dissoziative Störung – nicht diagnostizie-
ren könne. Das Gericht kam zum Schluss, dass Dr. B.________ schlüssig aufgezeigt ha-
be, weshalb die von der Psychiaterin vorgenommene Diagnosestellung nicht nachvoll-
ziehbar erscheine (E. 6). 

Des Weiteren nahm das hiesige Gericht im genannten Urteil auch zu den zwei im Nach-
gang zu der psychiatrischen Begutachtung erfolgten stationären Aufenthalte in der 
F.________ (nachfolgend: Psychiatrische Klinik F.________; 1. Hospitalisation vom 3. bis 

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6. April 2021 und 2. Hospitalisation vom 20. bis 26. April 2021 [IV-act. 59]), Bezug und 
stellte fest, dass diese kurzzeitigen Klinikaufenthalte einzig aufgrund von Alkoholexzessen 
und häuslicher Gewalt notwendig geworden seien. Übereinstimmend mit dem RAD-Arzt 
D.________ erwog das Gericht, dass die in den Austrittsberichten aufgeführten Diagnosen 
(paranoide Schizophrenie, ADHS und soziale Phobie) nicht anhand einer eigenen 
Diagnostik während des jeweiligen stationären Aufenthaltes gestellt, sondern vielmehr 
aktenanamnestisch übernommen worden seien. Daraus folgerte das Gericht, dass auch 
keine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach der Begutachtung 
ausgewiesen sei (E. 8). 

3.3 Im Rahmen der Neuanmeldung vom 19. Dezember 2023 legte der 
Beschwerdeführer die folgenden medizinischen Berichte auf:

1. Ambulanter Bericht des G.________ vom 31. März 2013 (IV-act. 83)

2. Austrittsbericht des G.________ vom 13. März 2020 über die Hospitalisation vom 9. bis 

13. März 2020 (IV-act. 82)

3. Diagnoseliste von Dr. med. H.________, Praxis für allgemeine Medizin, vom 

2. Dezember 2020 (IV-act. 81)

4. Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 8. April 2021 über die 1. 

Hospitalisation vom 3. bis 6. April 2021 (IV-act. 80)

5. Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 28. April 2021 über die 2. 

Hospitalisation vom 20. bis 26. April 2021 (IV-act. 79)

6. Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 31. Januar 2022 über die 

3. Hospitalisation vom 30. Dezember 2021 bis 6. Januar 2022 (IV-act. 78)

7. Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 16. März 2023 über die 4. 

Hospitalisation vom 29. Januar bis 1. März 2023 (IV-act. 77)

8. Austrittsbericht der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 26. Juli 2023 über die 5. 

Hospitalisation vom 20. bis 24. Juli 2023 (IV-act. 76)

9. Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. E.________ vom 22. Juni und 6. Oktober 2023 (IV-

act. 84 f.)

3.4 Am 4. September 2024 nahm RAD-Ärztin Dr. C.________ zu den Neuakten Stel-
lung und kam zum Schluss, dass keine Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus-
gewiesen sei. Der medizinische Sachverhalt entspreche dem vorbestehenden, weshalb 
auf das Verschlechterungsgesuch nicht einzutreten sei (IV-act. 97).

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3.5 Im Rahmen des Einwandverfahrens ging am 1. Oktober 2024 bei der IV-Stelle ein 
Schreiben von Dr. med. E.________, Eidg. Dipl. Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe-
rapie, vom 30. September 2024 ein. Doktor E.________ hielt darin eine Verschlechterung 
des Zustandes im Vergleich zur ersten Anmeldung (erster IV-Bericht vom 30. März 2020) 
fest, die in einer ausgeprägten Paranoia und Ängsten bestehe. Sie verwies auf mehrere 
psychiatrische Hospitalisationen sowie diverse Heimplatzierungen. Als Diagnosen nannte 
sie eine paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0), eine einfache Aktivitäts- und Aufmerk-
samkeitsstörung (ICD-10 F90.0), eine rezidivierende depressive Störung (gegenwärtig mit-
telgradige Episode; ICD-10 F33.1), eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung 
(ICD-10 F60.6), psychische und Verhaltensstörungen durch Sedativa, schädlicher Ge-
brauch (ärztlich verordnet; ICD-10 F13.1) sowie eine Adipositas Grad I (ICD-10 E66.0). 
Sie attestierte dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 9. September 
2019 bis 8. Oktober 2024 mit dem Vermerk, dass dies re-evaluiert werde (IV-act. 101). Ih-
rem Schreiben legte Dr. E.________ die bereits bekannten Austrittberichte der Psychiatri-
schen Klinik F.________ über die 1. bis 5. Hospitalisation (IV-act. 107/3–26) sowie den 
neuen Austrittsbericht vom 25. April 2024 über die 6. Hospitalisation vom 23. bis 25. April 
2024 bei (IV-act. 107/27–30). 

3.6 RAD-Arzt D.________ stellte mit Stellungnahme vom 30. Mai 2025 fest, dass 
Dr. E.________ wie auch in ihren bisherigen Berichten das Auftreten von dissoziativen 
Störungen und paranoiden Verkennungen (Stimmenhören, Wahn) beschreibe und sie die 
Arbeitsfähigkeit [recte: Arbeitsunfähigkeit] seit dem 9. September 2019, also auch schon 
vor dem Zeitpunkt der letzten angegebenen Verschlechterung im Kalenderjahr 2020, mit 
100 % beurteile. Zu den neu vorgelegten Berichten der Psychiatrischen Klinik F.________ 
führte der Arzt aus, im Rahmen der 3. Hospitalisation werde in der Hauptsache eine 
suchtmittelinduzierte Halluzinose (ICD-10 F15.4) bestätigt. Die zusätzlich aufgeführten 
psychiatrischen Diagnosen ICD-10 F40.1 und F90.0 seien nicht weiter begründet worden 
und auch nicht Gegenstand der damaligen Behandlung gewesen. Weiter liege der Bericht 
über die 4. Hospitalisation vor, in dem hauptsächlich über drogenbedingte Beeinträchti-
gungen (ICD-10 F15.5, F15.2, F13.3 und F13.2) berichtet werde. Die weiteren Diagnosen 
ICD-10 F90.0 und F40.1 seien wie im Voraufenthalt nicht weiter begründet bzw. im Rah-
men dieses Aufenthaltes geklärt worden z.B. durch eine aussagekräftige Testdiagnostik 
oder einer gezielten Verhaltensbeobachtung. Des Weiteren betreffe auch der 5. Hospitali-
sationsbericht hauptsächlich suchtmittelbedingte Probleme (ICD-10 F13.3 und F13.2). Die 
Nebendiagnosen ICD-10 F20.4 und F90.0 seien wiederum (lediglich) aus den Vorberich-
ten oder der Zuweisungsinformationen ohne weitere Abklärung übernommen worden. 

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Schliesslich betreffe auch der Bericht über die 6. Hospitalisation hauptsächlich die Be-
handlung einer Suchterkrankung (ICD-10 F13.2). Die Diagnose ICD-10 F90.0 werde wie-
derum ohne weitere Abklärung aufgeführt. RAD-Arzt D.________ hielt zusammenfassend 
fest, dass von der involvierten Behandlerin Dr. E.________ seit Jahren Diagnosen aus 
dem psychiatrischen Fachgebiet aufgeführt würden, welche sich therapeutenunabhängig 
als fachlich nicht zutreffend herausgestellt hätten. Auch im aktuellen "Verschlechterungs-
begehren" werde über ein seit Jahren unveränderter Gesundheitszustand, der sich haupt-
sächlich durch die Persönlichkeitsstörung und die Polytoxikomanie auszeichne, berichtet. 
Die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin stelle (nach wie vor nur) eine andere 
Sichtweise des unveränderten Gesundheitszustandes dar. Insofern könne keine andere 
Beurteilung wie die der RAD-Ärztin Dr. C.________ vom 4. September 2024 festgestellt 
werden (IV-act. 118). 

4.
4.1 Zunächst gilt es zu bemerken, dass es bei einer Neuanmeldung Sache der versi-
cherten Person ist, eine gesundheitliche Verschlechterung, die sich auf den Leistungsan-
spruch auswirken könnte, anhand von Arztberichten glaubhaft zu machen. Die IV-Stelle ist 
somit bis zur Glaubhaftmachung eines veränderten Gesundheitszustandes nicht verpflich-
tet, weitere Abklärungen vorzunehmen, insbesondere Berichte bei behandelnden Ärzten 
einzuholen oder eine persönliche Untersuchung durch den RAD anzuordnen. Erst wenn 
die Tatsachenänderung glaubhaft gemacht worden ist, muss die IV-Stelle weitere Ab-
klärungsmassnahmen treffen. Angesichts dessen gilt es vorliegend zu prüfen, ob es dem 
Beschwerdeführer gelingt, mit den im Rahmen der Neuanmeldung eingereichten medizini-
schen Unterlagen eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse seit dem 14. Okto-
ber 2021 glaubhaft zu machen. Hierzu liegen die Austrittsberichte der Psychiatrischen Kli-
nik F.________ über die 3., 4., 5. und 6. Hospitalisation sowie das Schreiben der behan-
delnden Psychiaterin vom 30. September 2024 vor. Im Rahmen der Neuanmeldung wur-
den zwar auch noch Berichte des G.________, eine Diagnoseliste von Dr. H.________ 
sowie die Austrittsberichte der Psychiatrischen Klinik F.________ über die 1. und 2. Hospi-
talisation aufgelegt. Diese Berichte datieren indes allesamt aus den Jahren 2013, 2020 
und 2021 und äussern sich somit zu einem Gesundheitszustand, der bereits Gegenstand 
der vormaligen Leistungsbeurteilungen, insbesondere der letztmaligen Rentenprüfung 
vom 14. Oktober 2021, war. Wie bereits aufgezeigt (vgl. E. 3.2 hiervor), nahm das hiesige 
Gericht im Urteil S 2021 152 vom 2. Oktober 2023 denn auch bereits Stellung zu den Aus-
trittsberichten der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 8. und 28. April 2021 über die 
1. und 2. Hospitalisation und legte eingehend dar, weshalb damit keine dauerhafte Ver-

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schlechterung des Gesundheitszustandes nach der Begutachtung durch Dr. B.________ 
ausgewiesen sei. Dieses Urteil blieb unangefochten. Angesichts dessen, dass die Aus-
trittsberichte bezüglich 1. und 2. Hospitalisation der Psychiatrischen Klinik F.________ be-
reits im Rahmen der letztmaligen Rentenprüfung beurteilt wurden, ist darauf im vorliegen-
den Verfahren nicht noch ein weiteres Mal einzugehen. Es besteht jedenfalls kein Raum, 
die Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit diesen Berichten geltend zu machen.

4.2 Was die Austrittsberichte der Psychiatrischen Klinik F.________ vom 31. Januar 
2022, 16. März 2023, 26. Juli 2023 sowie 25. April 2024 anbelangt, zeigt sich, dass auch 
die Hospitalisationen 3. bis 6. – wie bereits der 1. und 2. Klinikaufenthalt infolge Alkohol-
exzessen – einzig aufgrund von suchtmittelinduzierten Problemen notwendig wurden. 
Während für den 3. und 4. Klinikaufenthalt eine Focalin-induzierte Psychose ausschlagge-
bend war, erfolgte die 5. Hospitalisation auf freiwilliger Basis für einen Bezodiazepin-
Entzug. Grund für den letzten Aufenthalt war schliesslich lediglich eine Dekompensation 
der sozialen Situation im häuslichen Umfeld, was zu einer kurzzeitigen Krisenintervention 
– wiederum auf freiwilliger Basis – führte. Wie RAD-Arzt D.________ zutreffend festge-
stellt hat, war die Polytoxikomanie – neben der Persönlichkeitsstörung – bereits Gegen-
stand der letztmaligen Rentenprüfung. Doktor B.________ diagnostizierte denn auch eine 
Benzodiazepinabhängigkeit und zeigte auf, dass diese durch eine geeignete und dem Be-
schwerdeführer zumutbare Entzugstherapie therapeutisch angehbar wäre. Wie den Neu-
akten entnommen werden kann, hat eine längerfristige Entzugsbehandlung seither aber 
offensichtlich nicht stattgefunden. 

Darüber hinaus ist festzustellen, dass in den Austrittsberichten der Psychiatrischen Klinik 
F.________ über die 3. bis 6. Hospitalisation zwar zusätzlich auch noch weitere psychia-
trische Diagnosen aufgeführt (Soziale Phobien [ICD-10 F40.1], Einfache Aktivitäts- und 
Aufmerksamkeitsstörung [ICD-10 F90.0] und Postschizophrene Depression [ICD-10 
F20.4]) und diese allesamt als Nebendiagnosen bezeichnet wurden. Mit RAD-Arzt 
D.________ ist jedoch einig zu gehen, dass diese Nebendiagnosen nicht anhand einer ei-
genen Diagnostik während des jeweiligen stationären Aufenthaltes gestellt wurden. Wie 
dem Austrittsbericht vom 31. Januar 2022 über die 3. Hospitalisation entnommen werden 
kann (vgl. Beurteilung: […] "mit vorbekannter paranoider Schizophrenie, ADHS und sozia-
ler Phobie"), wurden die Nebendiagnosen als langfristig vorhanden angenommen, ohne 
diese indes zu verifizieren. Die Aufführung der Diagnosen entspricht somit ausschliesslich 
einer anamnestischen Angabe. Dies zeigt denn auch ein Vergleich mit den Austrittsberich-
ten der 1. und 2. Hospitalisation, wurden die Diagnosen ADHS, Paranoide Schizophrenie 

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und Soziale Phobien doch bereits dazumal aufgeführt. Die Wiederholung der Diagnosen 
bedeutet keinesfalls eine Erhöhung ihrer Validität. Es kann somit keine Rede von gänzlich 
neuen Diagnosen sein. Vielmehr wurden diese bereits zum Zeitpunkt der leistungsableh-
nenden Verfügung vom 14. Oktober 2021 genannt und sowohl von Dr. B.________ als 
auch vom hiesigen Gericht im Urteil S 2021 152 vom 2. Oktober 2023 gewürdigt sowie un-
ter anderem wegen der Nichtverifizierung – die Diagnosen wurden aktenanamnestisch von 
der behandelnden Psychiaterin übernommen – abgelehnt. 

4.3 Auch im Schreiben von Dr. E.________ vom 30. September 2024 ist keine Ver-
schlechterung des psychischen Gesundheitszustandes gegenüber den Verhältnissen vom 
14. Oktober 2021 auszumachen. Zunächst ist zu berücksichtigen, dass Dr. E.________ 
darin von einer Verschlechterung des Zustandes gegenüber den Verhältnissen zum Zeit-
punkt ihres Berichtes vom 30. März 2020 spricht. Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung 
einer anspruchserheblichen Änderung bildet vorliegend jedoch die rechtskräftige Verfü-
gung vom 14. Oktober 2021. Konkrete Anhaltspunkte für eine seit diesem Zeitpunkt einge-
tretene Verschlechterung lassen sich dem Schreiben sodann nicht entnehmen. Doktor 
D.________ stellte zutreffend fest, dass Dr. E.________ – wie auch in ihren bisherigen 
Berichten – weiterhin das Auftreten von dissoziativen Störungen und paranoiden Verken-
nungen (Stimmenhöhren, Wahn) beschreibt und sie die Arbeitsunfähigkeit seit dem 
9. September 2019, also seit Aufnahme der Behandlung bei ihr, durchgehend mit 100 % 
beurteilt. Zudem fällt auf, dass es sich bei den von ihr festgehaltenen Diagnosen um die 
gleichen – vom psychiatrischen Gutachten von Dr. B.________ abweichenden – Diagno-
sen handelt, wie sie bereits in der Vergangenheit gestellt und sowohl gutachterlich auch 
als gerichtlich gewürdigt worden waren (vgl. hierzu auch E. 4.2 hiervor). Es handelt sich 
somit weder um neue Diagnosen noch um eine Zunahme der Arbeitsunfähigkeit. Darüber 
hinaus ist folgendes zu beachten: Eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des 
geltend gemachten Leidens allein genügt nicht, um auf einen veränderten Gesundheitszu-
stand zu schliessen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist vielmehr eine ver-
änderte Befundlage notwendig (BGer 8C_571/2023 vom 29. Februar 2024 E. 4.2). Und 
auch wenn an die Berichte der behandelnden Ärzte zur Glaubhaftmachung einer Sachver-
haltsänderung nicht strenge Anforderungen gestellt werden dürfen, wird dennoch verlangt, 
dass sich auch solche Berichte nicht in einer Wiedergabe der Vorbringen der versicherten 
Person erschöpfen, sondern nachvollziehbar aufzeigen, aufgrund welcher Befunde die 
behandelnde Fachperson von einer (erheblichen) Verschlechterung des Gesundheitszu-
standes ausgeht. Ist demgegenüber anzunehmen, die neuen Berichte stellen bloss eine 
abweichende Würdigung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen medizinischen Sach-

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Urteil S 2025 72

verhaltes dar, so taugen diese nicht dazu, eine Verschlechterung glaubhaft zu machen 
(BGer 8C_619/2022 vom 22. Juni 2023 E. 5.1). Welche objektiven Befunde auf eine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes seit Oktober 2021 schliessen lassen sollen, 
geht aus dem Schreiben von Dr. E.________ vom 30. September 2024 nicht hervor. Hier-
bei handelt es sich (lediglich) um eine weitere – im Vergleich zur psychiatrischen Begut-
achtung vom 31. März 2021 unterschiedliche – Beurteilung des gleichen, unveränderten 
Sachverhalts. Eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes ist damit je-
denfalls nicht glaubhaft gemacht. 

5. Insgesamt ist festzustellen, dass die im Rahmen des Neuanmeldeverfahrens ein-
gereichten Berichte bloss eine abweichende Würdigung eines im Wesentlichen gleich ge-
bliebenen und gutachterlich hinlänglich abgeklärten medizinischen Sachverhaltes darstel-
len. Eine anspruchserhebliche Änderung seit der letzten materiell-rechtlichen Leistungs-
prüfung vermochte der Beschwerdeführer nicht glaubhaft zu machen. Der angefochtene 
Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin vom 4. Juni 2025 betreffend die Neu-
anmeldung vom 19. Dezember 2023 ist daher nicht zu beanstanden. Folglich ist die Be-
schwerde als unbegründet abzuweisen.

6. Da dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2. Juli 2025 die unentgeltliche 
Rechtspflege gewährt wurde, sind ihm für das vorliegende Verfahren keine Kosten aufzu-
erlegen. Eine Parteientschädigung nach Art. 61 lit. g ATSG ist nicht auszurichten. Die vom 
Beschwerdeführer beigezogene Rechtsvertreterin ist für ihren Aufwand ausgehend von ei-
nem Stundenansatz für Rechtsanwälte von Fr. 220.– und in Berücksichtigung des Um-
standes, dass nur der notwendige Aufwand verrechnet werden kann, ermessensweise mit 
Fr. 1'500.– (inkl. Barauslagen und MWST) aus der Staatskasse zu entschädigen.

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Urteil S 2025 72

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers wird für das Beschwerdeverfahren 
mit Fr. 1'500.– (inkl. Auslagen und MWST) aus der Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (im Doppel), an die IV-
Stelle Zug, an das Bundesamt für Sozialversicherungen, Bern, und zum Vollzug 
von Ziffer 3 im Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 27. Oktober 2025

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

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