# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9f411846-e5a7-5b0a-8226-588c79b5cbf5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.12.2008 C-3165/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3165-2006_2008-12-05.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3165/2006/wam
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  5 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richter Francesco Parrino, 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Gerichtsschreiber Marc Wälti.

A._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Oskar Müller, 
X._______, Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung (Berufliche Eingliederung/Rente), 
Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 
9. November 2006.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3165/2006

Sachverhalt:

A.
Der  am  _______1958  geborene  deutsche  Staatsangehörige 
A._______  (im  Folgenden:  Beschwerdeführer),  wohnhaft  in 
Deutschland,  war  seit  Mitte  der  70er-Jahre  als  Grenzgänger  in  der 
Schweiz arbeitstätig. Seit 1. Februar 2002 war er als Kundenmaler bei 
der B._______ angestellt. Daselbst arbeitete er bis am 8. September 
2002  regelmässig  während  41.25  Stunden  pro  Woche;  hernach  nur 
noch  in  den  Monaten  April  und  Mai  2003  jeweils  48  Stunden  bzw. 
56.25 Stunden (act. 4, 5 und 7 S. 8 Ziff. 9101 „Produktive Stunden“). 
Gemäss Auszug vom 27. Oktober 2003 aus dem individuellen Konto 
leistete er von Juli 1976 bis Ende Dezember 2002 zweitweise Beiträge 
an  die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenver-
sicherung (AHV/IV; act. 8). 

B.
Am  8.  Oktober  2003  (Datum  des  Posteingangs)  stellte  der  Be-
schwerdeführer  bei  der  Sozialversicherungsanstalt  des  Kantons 
Zürich, IV-Stelle C._______ (im Folgenden: IV-Stelle C._______), ein 
Gesuch  um  Bezug  von  Leistungen  (Berufsberatung,  Umschulung 
eventuell  Wiedereinschulung)  der  eidgenössischen  Invaliden-
versicherung  (IV).  Er  machte  geltend,  seit  dem  7. Mai  2003  wegen 
Rücken- und Bandscheibenproblemen arbeitsunfähig zu sein (act. 4). 
Am  24.  November  2004  teilte  ihm  die  IV-Stelle  C._______  mit,  es 
werde die Ausrichtung einer Rente geprüft (act. 28; vgl. auch act. 27, 
44, 49, 50 und 75 S. 1 oben).

C.
In  der  Folge  gewährte  die  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  (im 
Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz) dem Beschwerdeführer die Über-
nahme der Kosten für eine vom 14. November 2005 bis zum 14. Mai 
2006 dauernde Umschulung zum „D._______ Certified System Engi-
neer“ (vgl. act. 71). Mit  unangefochtener,  in Rechtskraft  erwachsener 
Verfügung vom 11. Januar 2006 sprach sie ihm zudem für die Dauer 
vom 12. August  2005 bis 14. Mai 2006 ein Taggeld von Fr. 164.-  zu 
(act. 66). Dabei stützte sie sich auf die Ermittlung der wirtschaftlichen 
und  gesundheitlichen  Verhältnisse  sowie  die  berufliche  Abklärung 
durch die IV-Stelle C._______ (act. 14, 15, 24, act. 61 bis 65 und act. 
72 bis 74); im Wesentlichen auf einen Bericht vom 11. November 2003 
des Klinikums E._______ (act. 10), ein psychiatrisches Gutachten vom 

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31. August 2005 von Dr. med. F._______ (act. 60) sowie auf diverse 
Berichte von in Deutschland auf den Gebieten der Allgemeinmedizin, 
Orthopädie,  Psychiatrie  sowie  der  Inneren  Medizin  praktizierenden 
Ärzten aus der Zeit vom 11. Mai 2000 bis 4. Februar 2005 (vgl. act. 1, 
2, 9, 11, 22, 25, 26, 30, 32, 34 und act. 40).

D.
Mit Verfügung vom 29. Juni 2006 wies die Vorinstanz das Leistungs-
begehren  des  Beschwerdeführers  ab  und  stellte  fest,  dass  kein 
Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Zur Begründung führte sie 
aus, aus medizinischer Sicht bestehe eine zumutbare Arbeitsfähigkeit 
von 100% für angepasste Tätigkeiten. Ausgehend von einem jährlichen 
Valideneinkommen von Fr. 75'400.- sowie einem Invalideneinkommen 
von  jährlich  Fr.  45'807.-  resultiere  ein  rentenausschliessender 
Invaliditätsgrad  von  39%.  Dabei  habe  sie  einen  leidensbedingten 
Abzug von 20% gewährt.  Weitere berufliche Massnahmen seien aus 
invaliditätsfremden  Gründen  nicht  mehr  möglich  (act.  81).  Die  Vor-
instanz stützte sich auf die Sachverhaltsabklärung durch die IV-Stelle 
C._______  (act.  75  und  76),  mithin  auf  die  bereits  anlässlich  der 
Gewährung  der  vorerwähnten Umschulung vorliegende medizinische 
Dokumentation  (Lit.  C  hiervor),  zwei  Arbeitsunfähigkeitsbescheini-
gungen vom 9. Mai  2006 von Dr. med. G._______ (act. 70 und 79) 
sowie ein Schreiben vom 19. April 2006 der Firma H._______ (act. 67). 

E.
Mit  Einsprache vom 30. Juli  2006 sowie ergänzender Einsprachebe-
gründung vom 1. August 2006 (im Folgenden: Einsprache) beantragte 
der Beschwerdeführer sinngemäss, in Aufhebung der Verfügung vom 
29. Juni 2006 sei die medizinische Situation erneut zu prüfen und ihm 
„eine  Wiedereingliederung  ins  Berufsleben  zu  ermöglichen“  (act.  82 
und  83).  Zur  Begründung  führte  er  im  Wesentlichen  aus,  er  leide 
hauptsächlich  an  einem  Rückenleiden.  Eine  Operation  am  23.  Juni 
2003, eine Rehabilitationsmassnahme sowie eine Schmerzbehandlung 
hätten  keinen  Erfolg  gezeitigt.  Am 2. März  2004  habe  er  sich  einer 
zweiten Operation unterziehen müssen. Da er psychisch und physisch 
angeschlagen  gewesen  sei,  habe  er  im  November  2004  keine 
Umschulung  beginnen  können.  Die  Umschulung  zum  „D._______ 
Certified  System  Engineer“  sei  trotz  seiner  Bemühungen,  den 
Anforderungen gerecht zu werden, gescheitert. Vorgängig sei ihm von 
einem Arzt  der  IV, der  von der  Operation  vom 2.  März  2004  nichts 
gewusst habe, ungerechtfertigterweise eine Arbeitsfähigkeit von 100% 

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attestiert  worden.  Er  erwarte,  von  einem Orthopäden  untersucht  zu 
werden, andernfalls wäre sein aktueller Gesundheitszustand nicht voll-
ständig abgeklärt und dokumentiert. Ferner verwies der Beschwerde-
führer auf die der Einsprache beiliegenden Berichte vom 11. Juli 2003 
und 19. März 2004 des Allgemeinen Krankenhauses I._______ (act. 
83), und stellte er die Zustellung des Berichts vom 9. August 2006 von 
Dr. med J._______ (act. 88 S. 2) in Aussicht. 

F.
Mit  Entscheid  vom  9.  November  2006  wies  die  Vorinstanz  die  Ein-
sprache des Beschwerdeführers ab, und bestätigte ihre Verfügung vom 
29.  Juni  2006.  Zur  Begründung  führte  sie  unter  anderem  aus,  die 
Einsprache beinhalte keine neuen Tatsachen, das Rückenleiden sowie 
die  psychischen Beschwerden  seien ausreichend gewürdigt  worden. 
Aus somatischer Sicht sei der Beschwerdeführer in seiner bisherigen 
Tätigkeit als Maler zwar erheblich eingeschränkt, in körperlich leichten, 
wechselbelastenden Tätigkeiten sei er dagegen voll  arbeitsfähig. Aus 
psychischen  Gründen  bestehe  laut  gutacherlicher  Abklärung  keine 
Einschränkung  der  Arbeitsfähigkeit.  Die  Umschulungsmassnahmen 
hätten aus IV-fremden Gründen nicht erfolgreich durchgeführt werden 
können (act. 92). 

G.
Am 13. Dezember  2006 erhob der Beschwerdeführer  bei  der  Eidge-
nössischen  Rekurskommission  der  Alters-,  Hinterlassenen-  und  In-
validenversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (im 
Folgenden:  REKO  AHV/IV)  Beschwerde.  Er  beantragte,  der  Ein-
spracheentscheid vom 9. November 2006 sei aufzuheben und die Vor-
instanz sei anzuweisen, ihn medizinisch interdisziplinär, insbesondere 
orthopädisch und danach beruflich  abklären zu lassen,  und alsdann 
den Anspruch auf Umschulung, eventuell auf Ausrichtung einer Rente 
erneut zu prüfen.  Eventuell  sei  er einem von der Beschwerdeinstanz 
zu  bestimmenden,  interdisziplinären  Gutachtergremium  zur  Begut-
achtung zuzuführen, danach beruflich abklären zu lassen und alsdann 
sei  der  Anspruch  auf  Umschulung,  eventuell  auf  Ausrichtung  einer 
Rente  erneut  zu  prüfen.  Subeventuell  sei  festzustellen,  dass  er 
Anspruch  auf  eine  Invalidenrente  habe,  zu  deren  Festsetzung  die 
Sache  an die  Vorinstanz  zurückzuweisen  sei.  Ferner  beantragte  der 
Beschwerdeführer,  es  sei  ihm die  unentgeltliche  Rechtspflege  unter 
Beiordnung seines Anwalts zu gewähren.

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Zur  Begründung  führte  er  sinngemäss  aus,  die  Vorinstanz  habe 
seinem  – bereits  im  vorinstanzlichen  Verfahren  bevollmächtigten  – 
Rechtsvertreter  das  in  Auftrag  gegebene  psychiatrische  Gutachten, 
die Verfügung vom 29. Juni 2006 und den angefochtenen Einsprache-
entscheid  nicht  eröffnet.  Daher  sei  vorab  zu  prüfen,  ob  der  ange-
fochtene Einspracheentscheid infolge formell falscher Eröffnung erneut 
zu eröffnen sei. 

Der Einspracheentscheid sei nicht rechtens, da er ohne die nach dem 
Scheitern  der  Umschulung  zum  „D._______  Certified  System 
Engineer“  erforderliche  somatische  medizinische  Abklärung  (insbe-
sondere  rheumatologisch-orthopädische  Abklärung)  erlassen  worden 
sei.  Die  Vorinstanz  habe  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  unge-
nügend abgeklärt und die entscheidrelevanten Akten falsch gewürdigt. 
Insbesondere  habe  sie  verkannt,  dass  er  gemäss  dem Bericht  vom 
9. August 2006 von Dr. med. J._______ (act. 88) infolge somatischer 
Beschwerden nicht nur in seinem bisherigen Beruf als Maler sondern 
auch für jede Tätigkeit im Baugewerbe vollständig arbeitsunfähig sei. 
Ferner  sei  das psychiatrische Gutachten vom 31. August  2005 (act. 
60) kein entscheidtaugliches Beweismittel, da dem Gutachter nicht alle 
medizinischen  Berichte  vorgelegen  hätten,  insbesondere  auch  nicht 
der entscheidwesentliche Bericht vom 19. März 2004 des Allgemeinen 
Krankenhauses  I._______  (act.  83  S.  4  bis  5).  Die  berufliche 
Umschulung  sei  alleine  deshalb  gescheitert,  weil  er  in  Arbeiten  im 
Informatiksektor  überfordert  gewesen  sei.  Im  Anschluss  an  die  be-
antragte  orthopädisch-rheumatologische  Abklärung  seines  Gesund-
heitszustandes sei eine berufliche Abklärung vorzunehmen, da er laut 
Beurteilung im Verlaufsprotokoll  vom 19. Mai  2006 in keiner Art  den 
Anforderungen in der freien Wirtschaft gerecht werden könne (act. 76). 

Auch  habe  die  Vorinstanz  das  jährliche  Valideneinkommen  fälsch-
licherweise  auf  Fr. 75'400.-  bestimmt. Es müsse von einem Validen-
einkommen  von  jährlich  Fr.  82'000.-  ausgegangen  werden.  Selbst 
wenn  er  zu  100%  in  einer  dem  Leiden  angepassten  Verweisungs-
tätigkeit arbeitsfähig wäre, könne er nach Massgabe der Tabellenlöhne 
für das Jahr 2002 gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 
herausgegebenen  Lohnstrukturerhebungen  (im  Folgenden: LSE) 
lediglich  ein  jährliches  Invalideneinkommen von Fr. 52'000.-  erzielen 
bzw. unter  Vornahme eines gebotenen leidensbedingten Abzugs von 
25% ein solches von jährlich maximal Fr. 39'000.-. Der Invaliditätsgrad 

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betrage  damit  mindestens  53%. Da  er  zudem  in  Deutschland  einer 
Berentung bei  einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% entgegen 
sehe,  sei  der  von der  Vorinstanz  angenommene Invaliditätsgrad von 
39% unzutreffend. 

H.
Am 1. Januar 2007 ging das Beschwerdeverfahren auf  das Bundes-
verwaltungsgericht über. 

I.
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  9.  Februar  2007  beantragte  die  Vor-
instanz die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des ange-
fochtenen Einspracheentscheides. Zur Begründung verwies sie auf die 
Stellungnahme der IV-Stelle C._______ vom 1. Februar 2007. In dieser 
wird  sinngemäss  ausgeführt,  laut  psychiatrischem  Gutachten  vom 
31. August  2005  (act.  60),  in  welchem  die entscheidwesentlichen 
somatischen  und  psychiatrischen  Berichte  kommentiert  würden,  sei 
die Alkoholabhängigkeit des Beschwerdeführers keine Krankheitsfolge. 
Aus diesem Grunde und da auch der Umschulungsversuch mit über-
wiegender Wahrscheinlichkeit „alkoholbedingt“ gescheitert sei, habe er 
keinen  Umschulungsanspruch  mehr.  Im  Bericht  des  Klinikums 
E._______ vom 18. Juli 2003 (recte: 21. August 2003 [act. 1]) sei ihm 
eine  Arbeitsfähigkeit  von  100%  in  einer  leidensangepassten  Ver-
weisungstätigkeit  nach  Ablauf  von  drei  Monaten  seit  der  ersten 
Rückenoperation am 26. Juni 2003 attestiert worden. Unterlagen über 
eine  im  Februar  2004  durchgeführte  zweite  Rückenoperation 
existierten  nicht.  Die  medizinisch/psychiatrische  Aktenlage  sei  klar, 
und es sei überwiegend wahrscheinlich, dass dem Beschwerdeführer 
infolge seiner Rückenbeschwerden weiterhin eine leidensangepasste 
Erwerbstätigkeit  zu  100%  zumutbar  sei.  Angesichts  der  erheblichen 
Einkommensschwankungen  vor  Eintritt  des  Gesundheitsschadens 
müsse  ferner  das  Valideneinkommen  anhand  des  Durchschnit-
tsverdienstes einer längeren Periode ermittelt werden. Der Beschwer-
deführer habe ab Mitte 1999 bis zum Eintrit des Gesundheitsschadens 
– unter Aufrechnung des im Jahre 1999 erzielten Einkommens von 7 
auf  12  Monate  – total  Fr.  224'124.-  verdient,  woraus  ein  der 
Lohnentwicklung  angepasstes  jährliches  Valideneinkommen  von  Fr. 
57'197.-  im  Jahre  2006  resultiere.  Das  dem  angefochtenen  Ein-
spracheentscheid zugrunde liegende jährliche Valideneinkommen von 
Fr. 75'000.- sei demnach zu hoch angesetzt gewesen. Ferner sei auch 
das  Invalideneinkommen entsprechend  zu  aktualisieren  und  betrage 

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im Jahre 2006 Fr. 47'147.-. Die Einkommenseinbusse von Fr. 10'050.- 
entspreche  einem  rentenausschliessenden  Invaliditätsgrad  von 
gerundet  20%.  Die  Beschwerde  sei  offensichtlich  aussichtslos, 
weshalb auch das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege abzuweisen sei.

J.
Mit  Replik  vom 20. April  2007  bekräftigte  der  Beschwerdeführer  die 
gestellten Anträge und führte unter anderem aus, angesichts der Be-
richte der Psychiatrischen Klinik Y._______ vom 11. Mai 2000 (act. 40, 
S. 1 bis 2) sowie des K._______ vom 17. Dezember 2004 (recte: 4. 
Februar  2005  [act.  34])  erweise  sich  die  Schlussfolgerung  der 
Vorinstanz,  es  liege  eine  invaliditätsfremde  Alkoholabhängigkeit  vor, 
als falsch und willkürlich. Abgesehen davon habe Dr. med. F._______ 
in  seinem  Gutachten  vom  31.  August  2005  (act.  60)  weder  einen 
Alkoholabusus noch eine Alkoholabhängigkeit  bestätigt. Aufgrund der 
Akten  sei  daher  keineswegs  erstellt,  dass  der  Umschulungsversuch 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit „alkoholbedingt“ gescheitert sei. 
Sodann  habe  der  Vorinstanz  der  Bericht  vom  19.  März  2004  des 
Allgemeinen Krankenhauses I._______ (act. 83 S. 4 bis 5) betreffend 
die  zweite  Rückenoperation  vorgelegen.  Die  Prognose  einer 
Arbeitsfähigkeit  von 100% in  leidensangepassten  Tätigkeiten  im Be-
richt  des  Klinikums E._______ vom 18. Juli  2003 (recte: 21. August 
2008 [act. 1]), auf den sich die Vorinstanz abstütze, sei offensichtlich 
zu optimistisch gewesen – andernfalls wäre im März 2004 kein zweiter 
operativer Eingriff erforderlich geworden. Unter diesen Umständen und 
angesichts der im Bericht vom 9. August 2006 von Dr. med. J._______ 
attestierten  Arbeitsunfähigkeit  im  Baugewerbe  (act.  88)  stelle  sich 
weiterhin die Frage nach einer leidensangepassten beruflichen Tätig-
keit und dem Bestehen eines Umschulungsbedarfs. Entgegen der Auf-
fassung der Vorinstanz sei  ferner  für  die Festlegung des Validenein-
kommens  die  Einkommensperiode  September  2001  bis  September 
2002 relevant. Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für 
das Jahr 2006 resultiere demnach ein Valideneinkommen von jährlich 
Fr. 82'000.-. Im übrigen sei von einem jährlichen Invalideneinkommen 
von Fr. 39'000.- auszugehen. 

K.
Mit  Duplik vom 21. Juni 2007 bestätigte die Vorinstanz ihre Anträge. 
Zur Begründung verwies sie auf die Stellungnahme vom 18. Juni 2007 
der IV-Stelle C._______, wonach laut Gutachten vom 31. August 2005 

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von Dr. med. F._______ zweifellos ein Suchtgeschehen vorliege. Die 
Ausführungen des Beschwerdeführers in der Replik seien unbehelflich.

L.
Mit Verfügung vom 3. Juli 2007 wurde der Schriftenwechsel geschlos-
sen  und  den  Parteien  die  Zusammensetzung  des  Spruchkörpers 
bekannt gegeben. Innert der gesetzten Frist gingen keine Ausstands-
begehren ein.

M.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten 
Akten  wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  wesentlich,  im  Rahmen 
der nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Das Bundesverwaltungsgericht übernimmt, sofern es zuständig ist, die 
Beurteilung der am 1. Januar 2007 bei den Eidgenössischen Rekurs- 
oder Schiedskommissionen oder bei den Beschwerdediensten der De-
partemente  hängigen  Rechtsmittel  (Art.  53  Abs.  2  des  Bundesge-
setzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht [VGG, 
SR 173.32]).

1.1 Laut  Art.  31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  gemäss  Art.  5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vor-
instanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. Zu 
diesen  gehört  auch  die  IVSTA,  welche  mit  Verfügungen  über  Leist-
ungsgesuche von Grenzgängern  – wie dem Beschwerdeführer  – be-
findet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetz-
es vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] 
sowie Art. 40 Abs. 2, dritter Satz und Art. 40 Abs. 3 der Verordnung 
vom  17. Januar  1961  über  die  Invalidenversicherung  [IVV,  SR 
831.201]). 

1.2 Der mit  Beschwerde angefochtene Einspracheentscheid ist  ohne 
Zweifel als Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG zu qualifizieren. Da 
zudem keine Ausnahme gemäss Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundes-

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verwaltungsgericht zur Beurteilung der Beschwerde vom 13. Dezem-
ber 2006 zuständig.

1.3 Gemäss  Art.  59  ATSG  ist  zur  Beschwerdeführung  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht legitimiert, wer durch die angefochtene Ver-
fügung  berührt  ist,  und  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Auf-
hebung oder Änderung hat (vgl. auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Der Be-
schwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  als  Partei  teilge-
nommen. Er  ist  als  Adressat  durch die  angefochtene  Verfügung be-
sonders berührt und hat an ihrer Aufhebung bzw. Änderung ein schutz-
würdiges Interesse.

1.4 Für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht wird der zu-
lässige Verfahrensgegenstand (Streitgegenstand)  durch das  Anfecht-
ungsobjekt bestimmt, vorliegend durch den Einspracheentscheid vom 
9. November 2006. Über diejenigen Punkte, welche nicht verfügungs-
weise  entschieden  wurden,  kann  die  Rechtspflegebehörde  grund-
sätzlich nicht urteilen (vgl. BGE 110 V 48 E. 3b und E. 3c). 

Mit  Einspracheentscheid vom 9. November 2006 (act. 92 und 89) be-
stätigte die Vorinstanz inhaltlich ihre Verfügung vom 29. Juni 2006 (act. 
81),  mit  der sie  das „Leistungsbegehren“ des Beschwerdeführers im 
Wesentlichen  mit  der  Begründung  abwies,  es  liege  kein  rentenbe-
gründender Invaliditätsgrad vor, weitere berufliche Massnahmen seien 
aus invaliditätsfremden Gründen nicht  mehr möglich (act. 81). Ange-
sichts  dieses  Streitgegenstandes  im vorinstanzlichen  Verfahren,  und 
zumal grundsätzlich davon auszugehen ist, dass sich eine Anmeldung 
zum Leistungsbezug  auf  sämtliche  Ansprüche  des  betreffenden  So-
zialversicherungszweigs bezieht (vgl. hierzu auch UELI KIESER, Das Ver-
waltungsverfahren in der Sozialversicherung, Zürich 1999, Rz. 395 ff.), 
gehen die vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren gestellten 
Rechtsbegehren  nicht  über  den  zulässigen  Verfahrensgegenstand 
hinaus. 

1.5 Aufgrund der Akten ist ferner davon auszugehen, dass der ange-
fochtene Einspracheentscheid dem Beschwerdeführer am 20. Novem-
ber  2006 eröffnet  wurde. Auf  die  frist-  und formgerecht  eingereichte 
Beschwerde  vom 13.  Dezember  2006  ist  daher  einzutreten  (Art.  60 
ATSG; vgl. auch Art.  20  Abs. 1,  Art.  21 Abs. 2,  Art. 50  und Art. 52 
VwVG). 

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2.
Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich im Wes-
entlichen  nach  den  Vorschriften  des  VGG,  des  VwVG  (vgl.  Art.  37 
VGG) sowie des ATSG (vgl. Art. 3 Bst. dbis  VwVG). Dabei finden nach 
den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  diejenigen  Verfahr-
ensvorschriften  Anwendung,  welche  im  Zeitpunkt  der  Beschwerde-
beurteilung  Geltung  haben  (BGE  130  V  1  E.  3.2,  vgl.  auch  Art.  53 
Abs. 2 VGG).

2.1 Mit  der  Beschwerde  kann  gerügt  werden,  die  vorinstanzliche 
Verfügung  verletze  Bundesrecht  (einschliesslich  der  Überschreitung 
oder  des  Missbrauchs  von Ermessen),  beruhe  auf  einer  unrichtigen 
oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts 
oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer Be-
gründung bestätigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (vgl. FRITZ 
GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 212).

2.3 Das  Sozialversicherungsverfahren  ist  vom  Untersuchungsgrund-
satz  beherrscht. Danach haben die Verwaltung und das Gericht  von 
Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtser-
heblichen  Sachverhalts  zu  sorgen.  Dieser  Grundsatz  gilt  indessen 
nicht  uneingeschränkt. Zum einen findet  er  sein Korrelat  in  den Mit-
wirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 193 E. 2, BGE 122 V 157 
E. 1a,  je  mit  Hinweisen); zum anderen umfasst  die  behördliche und 
richterliche  Abklärungspflicht  nicht  unbesehen  alles,  was  von  einer 
Partei behauptet oder verlangt wird. Vielmehr bezieht sie sich nur auf 
den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) 
rechtserheblichen  Sachverhalt.  Rechtserheblich  sind  alle  Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so 
oder anders zu entscheiden ist  (vgl.  GYGI,  a.a.O.,  S. 43 und 273). In 
diesem  Rahmen  haben  Verwaltungsbehörden  und  Sozialversicher-
ungsgerichte zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu ver-
anlassen,  wenn  hierzu  aufgrund  der  Parteivorbringen  oder  anderer 
sich  aus  den Akten ergebender  Anhaltspunkte  hinreichender  Anlass 
besteht (BGE 117 V 282 E. 4a mit Hinweis; Urteil des Eidgenössischen 

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Versicherungsgerichts [im Folgenden: EVG; seit  dem 1. Januar 2007 
Schweizerisches Bundesgericht] I 520/99 vom 20. Juli 2000).

2.4 Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall  – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, 
wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss 
des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 1984, S. 136).

2.4.1 Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse 
Möglichkeit  eines  bestimmten  Sachverhalts  genügt  den  Beweisan-
forderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung  zu  folgen,  die  sie  von  allen  möglichen  Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 126 V 353 
E. 5b, BGE 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen). Führen die von Amtes 
wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung oder das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimm-
ter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu betrachten und 
weitere Beweismassnahmen könnten an diesem feststehenden Ergeb-
nis nichts mehr ändern, so ist auf die Abnahme weiterer Beweise zu 
verzichten (antizipierte  Beweiswürdigung;  UELI KIESER,  a.a.O.,  S. 212, 
Rz.  450;  ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER,  Verwaltungsverfahren  und  Ver-
waltungsrechtspflege des Bundes, 2. Aufl.,  Zürich 1998, Rz. 111 und 
320; GYGI, a.a.O., S. 274; vgl. auch BGE 122 II 464 E. 4a, BGE 122 III 
219 E. 3c,  BGE 120  1b 224  E. 2b,  BGE 119  V 335 E. 3c  mit  Hin-
weisen).

2.4.2 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-
deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben Versicherungsträger  und Gerichte  die Beweise frei,  d.h. ohne 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdi-
gen.  Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend,  ob  der  Bericht  für  die  streitigen  Belange  umfassend  ist,  auf 
allseitigen Untersuchungen beruht,  auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und 
Situation einleuchtet ist, und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft des Beweismittels noch die Bezeichnung der 

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eingereichten  oder  in  Auftrag  gegebenen Stellungnahme als  Bericht 
oder als Gutachten (vgl. dazu das Urteil des EVG I 268/2005 vom 26. 
Januar 2006 E. 1.2, mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3.a).
Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi-
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten aufzustellen (vgl. hierzu BGE 125 V 351 E. 3b; AHI 2001 S. 114 
E. 3b; Urteil des EVG I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So ist den 
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten extern-
er  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen  und 
Untersuchungen  sowie  nach  Einsicht  in  die  Akten  Bericht  erstatten 
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen ge-
langen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, so-
lange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb, mit Hinweisen). 

3.
Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht, das von der IV-Stelle 
C._______  in  Auftrag  gegebene  psychiatrische  Gutachten,  die  Ver-
fügung vom 29. Juni 2006 und der angefochtene Einspracheentscheid 
seien seinem Rechtsvertreter  nicht  eröffnet  worden. Damit  macht  er 
sinngemäss eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör 
und einen Eröffnungsfehler geltend.

3.1 Gemäss  Art.  11  Abs. 2  VwVG hat  die  zuständige  Behörde  ihre 
Mitteilungen  an  den  jeweiligen  Rechtsvertreter  und  nicht  an  die 
vertretene Partei zu machen. Diese Bestimmung stellt nicht bloss eine 
Ordnungsvorschrift  dar.  Vielmehr  liegt  bei  ihrer  Missachtung  ein 
Eröffnungsfehler vor, aus dem der Partei kein Nachteil erwachsen darf 
(Art.  49  Abs.  3  ATSG;  vgl.  auch  Art.  38  VwVG;  dazu  etwa  RES 
NYFFENEGGER,  in:  Christoph  Auer/Markus  Müller/Benjamin  Schindler, 
Kommentar  zum  Bundesgesetz  über  das  Verwaltungsverfahren, 
Zürich/St. Gallen 2008, N. 24 zu Art. 11).

3.2 Das rechtliche Gehör umfasst die Rechte der Parteien auf Teilnah-
me am Verfahren  und  auf  Einflussnahme auf  den  Prozess  der  Ent-
scheidfindung. In diesem Sinne dient es einerseits der Sachabklärung, 
stellt  andererseits  aber  auch  ein  persönlichkeitsbezogenes  Mitwir-
kungsrecht  beim Erlass von Verfügungen dar,  welche in  die Rechts-
stellung des Einzelnen eingreifen (vgl. BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 121 
V 150 E. 4a;  A. KÖLZ/I. HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungs-

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rechtspflege des Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 292 ff.). Zum ver-
fassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April  1999  [BV,  SR  101]),  der  für  das  Verwaltungsverfahren  in 
Art. 26  ff. VwVG wie  auch  in  Art.  42  ATSG konkretisiert  worden  ist, 
gehören insbesondere Garantien bezüglich Beweisverfahren, Begrün-
dungspflicht der Behörden und Akteneinsicht.

Die  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  stellt  einen  formellen 
Rechtsfehler dar, der in der Regel zur Aufhebung des angefochtenen 
Verfügung  führt.  Nach  ständiger  Praxis  kann  allerdings  eine  nicht 
besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt 
werden. Die Verletzung gilt dann als geheilt,  wenn der Betroffene die 
Möglichkeit erhält,  sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die 
sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüft, wobei 
eine Heilung jedoch die Ausnahme bleiben soll (vgl. BGE 127 V 438 E. 
3d/aa, BGE 126 V 130 E. 2b, BGE 118 Ib 111 E. 4b, BGE 117 Ib 481, 
BGE 116 V 182 E. 1b; VPB 61.30 E 3.1).

3.3 Aus  den  Akten  ergibt  sich,  dass  der  Rechtsvertreter  des  Be-
schwerdeführers  der  IV-Stelle  C._______  am  29.  August  2005  eine 
Vollmacht hat zukommen lassen (act. 55 und 56). In Missachtung des 
Vertretungsverhältnisses hat die IV-Stelle C._______ in der Folge ihre 
Mitteilungen  direkt  dem  Beschwerdeführer  zugestellt.  Auch  die  Ver-
fügung  der  Vorinstanz  vom  29.  Juni  2006  und  der  angefochtene 
Einspracheentscheid  vom  9.  November  2008  wurden  dem  Be-
schwerdeführer und nicht dessen Vertreter eröffnet.  

Es ist zwar festzustellen, dass sich die Vollmacht des Rechtsvertreters 
nach ihrem Wortlaut auf die Verfahren vor der IV-Stelle C._______ und 
der Suva bezog. Aus dem Betreff (Versicherungsleistungen) ergibt sich 
aber  klar,  dass  davon  auch  jene  Verfahrensabschnitte  umfasst  sein 
sollten,  in  welchen  Kraft  gesetzlicher  Vorschrift  die  Vorinstanz  zu-
ständig war. Damit steht fest, dass sowohl die Verfügung vom 29. Juni 
2006 als auch der angefochtene Einspracheentscheid fehlerhaft eröff-
net worden sind. 

Aus  der  fehlerhaften  Eröffnung  darf  dem  Beschwerdeführer  kein 
Nachteil  erwachsen. Ein  solcher  ist  nicht  ersichtlich,  konnte er  doch 
durchaus sachgerecht selbst Einsprache erheben und seinen Vertreter 
über die Entwicklung des Verfahrens ins Bild setzen, so dass dieser 
die vorliegend zu beurteilende Beschwerde einreichen konnte. 

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3.4 Am  29.  August  2005  hat  der  Rechtsvertreter  des  Beschwerde-
führers die IV-Stelle C._______ um Akteneinsicht ersucht. Diese wurde 
ihm am 5. September 2005 gewährt  – allerdings ohne dass ihm das 
psychiatrische  Gutachten  vom  31.  August  2005  von  Dr.  med. 
F._______ zugestellt  worden wäre,  welches der  IV-Stelle  C._______ 
bereits am 2. September 2008 zugegangen war. In diesem Vorgehen 
liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs des Beschwerdeführers.

Die vorliegend festgestellte Verletzung des rechtlichen Gehörs ist nicht 
als  besonders  schwerwiegend  zu  qualifizieren,  wurde  doch  dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers auf weiteres Gesuch hin das 
fragliche  Gutachten  am  8.  Dezember  2006  per  Fax  zugestellt.  Der 
Beschwerdeführer war denn auch ohne Weiteres in der Lage, den Ein-
spracheentscheid sachgerecht anzufechten und sich vor der Rekurs-
kommission und dem Bundesverwaltungsgericht, welchen volle Kogni-
tion zukommt, umfassend zu äussern. Demzufolge ist  die Verletzung 
des rechtlichen Gehörs im Beschwerdeverfahren geheilt worden.

4.
In materieller Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mas-
sgebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes Geltung haben (BGE 130 V 329). Ein allfälliger Leistungs-
anspruch ist  für  die Zeit  vor einem Rechtswechsel aufgrund der bis-
herigen und ab diesem Zeitpunkt nach den neuen Normen zu prüfen 
(pro rata temporis; BGE 130 V 445). 

Sodann sind nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichts für 
die  richterliche  Beurteilung  grundsätzlich  die  tatsächlichen  Verhält-
nisse  zur  Zeit  des  Erlasses  des  streitigen  Einspracheentscheides 
(hier: 9. November 2006) massgebend (BGE 132 V 368 E.6.1,  BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Veränderungen des Sachverhalts, die 
nach  diesem  Zeitpunkt  eintraten,  sind  im  vorliegenden  Verfahren 
grundsätzlich nicht  zu  berücksichtigen. Allerdings können Tatsachen, 
die  den  Sachverhalt  seither  verändert  haben,  unter  Umständen 
Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 
E. 1b mit Hinweisen).

4.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger mit Wohn-
sitz  in  Deutschland,  einem Mitglied der Europäischen Gemeinschaft. 
Am 1. Juni 2002 trat das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 
schweizerischen Eidgenossenschaft  einerseits und der Europäischen 

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Gemeinschaft  mit  ihren  Mitgliedstaaten  andererseits  über  die  Frei-
zügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft, insbesondere auch dessen 
Anhang II, der die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 
regelt  (vgl.  dazu  Art.  80a IVG in  der  Fassung  gemäss  Ziff.  I  4  des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend die Bestimmung-
en  über  die  Personenfreizügigkeit  im  Abkommen  zur  Änderung  des 
Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 2002). 
Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 
14. Juni 1971 (SR 0.831. 109.268.1) haben die Personen, die im Ge-
biet eines Mitgliedstaates wohnen und für welche daher diese Verord-
nung gilt,  die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvor-
schriften eines Mitgliedstaates wie die Staatsangehörigen dieses Sta-
ates selbst, soweit besondere Bestimmungen der Verordnung 1408/71 
nichts anderes vorsehen. Für die Beurteilung des geltend gemachten 
Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung ist  somit grund-
sätzlich internes schweizerisches Recht, insbesondere das IVG sowie 
die IVV anwendbar. Die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht 
haben  mangels  diesbezüglicher  staatsvertraglicher  Regelung  beim 
Ermitteln von Leistungsansprüchen allein die schweizerischen Rechts-
vorschriften anzuwenden. 

Die Frage ob, und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  schweizerischen  Invalidenversicherung  besteht,  bestimmt  sich 
somit allein aufgrund der schweizerischen Rechtsvorschriften. Für die 
Beurteilung eines Leistungsanspruchs sind daher – entgegen der Auf-
fassung des Beschwerdeführers  – Feststellungen ausländischer  Ver-
sicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte,  insbesondere 
auch solche bezüglich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn, für  die 
rechtsanwendenden Behörden in der Schweiz nicht verbindlich (BGE 
130 V 253 E. 2.4, AHI 1996, S. 179; vgl. auch ZAK 1989 S. 320 E. 2). 
Vielmehr  unterstehen  ausländische  Beweismittel  der  freien  Beweis-
würdigung des Richters.

4.2 Im  vorliegenden  Verfahren  finden  grundsätzlich  jene  Rechtsvor-
schriften  Anwendung,  die  bei  Erlass  des  Einspracheentscheids  vom 
9. November  2006  in  Kraft  standen;  weiter  aber  auch  solche 
Vorschriften,  die  zu  jenem  Zeitpunkt  bereits  ausser  Kraft  getreten 
waren,  die  aber  für  die  Beurteilung  eines  allenfalls  früher  entstan-
denen Umschulungs- und/oder Rentenanspruchs von Belang sind (für 
das IVG: ab dem 1. Juni 2002 in der Fassung vom 8. Oktober 1999 [AS 
2002 701, sowie AS 2002 685]; ab dem 1. Januar 2003 in der Fassung 

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vom 6. Oktober 2000 [AS 2002 3371 und 3453] und ab dem 1. Januar 
2004  in  der  Fassung  vom  21. März  2003  [AS  2003  3837;  4.  IVG-
Revision]). 

Für die Prüfung eines allfälligen Leistungsanspruchs ab 2003 ist  so-
dann das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene ATSG anwendbar. Da 
die  darin  enthaltenen  Formulierungen  der  Arbeitsunfähigkeit,  der 
Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität  und  der  Einkommensvergleichs-
methode den bisherigen  von der  Rechtsprechung  dazu entwickelten 
Begriffen in der IV entsprechen, und die von der Rechtsprechung dazu 
herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin 
Geltung haben (BGE 130 V 343 E. 3.1 ff.), wird im Folgenden auf die 
dortigen Begriffsbestimmungen verwiesen. 

Die Änderungen vom 6. Oktober 2006 des IVG und des ATSG sowie 
die Änderungen vom 28. September 2007 der IVV und der Verordnung 
über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversicherungsrechts  vom  11. 
September  2002 ([ATSV, SR 830.11];  5.  IV-Revision,  AS 2007 5129 
bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) sind im vorliegenden 
Verfahren  hingegen  nicht  anwendbar,  da  der  angefochtene  Ein-
spracheentscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestimmungen 
ergangen ist  (vgl. auch  UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich, Basel, 
Genf 2003, Art. 82 Rz. 4 [im Folgenden: KIESER, ATSG]).

5.
Im Folgenden werden vorab die für die Beurteilung der Invalidität, die 
Bestimmung des Invaliditätsgrades sowie die berufliche Eingliederung 
bzw. Umschulung massgeblichen Normen und Grundsätze dargestellt.

6.
Anspruch auf  eine  Rente  der  schweizerischen  Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und beim Ein-
tritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge an 
die AHV/IV geleistet hat (Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen Fassung [AS 2007 5140]). Diese Bedingungen 
müssen kumulativ gegeben sein; fehlt  eine, so entsteht kein Renten-
anspruch, selbst wenn die andere erfüllt ist.

6.1 Der Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen während insge-
samt mehr als einem Jahr Beiträge an die AHV/IV geleistet (act. 8), so 

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dass die  Voraussetzung  der  Mindestbeitragsdauer  für  den  Anspruch 
auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist.

6.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  oder  Unmöglichkeit, 
sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art. 8 Abs. 1 und 3 
ATSG). Nach Art. 4 IVG kann die Invalidität Folge von Geburtsgebrech-
en, Krankheit oder Unfall sein (Abs. 1); sie gilt als eingetreten, sobald 
sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung 
erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Abs. 2). 

Der Begriff der Invalidität ist demnach nicht nach medizinischen Kriter-
ien definiert, sondern nach der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu er-
zielen  oder  sich  im  bisherigen  Aufgabenbereich  zu  betätigen  (BGE 
110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165). Dabei sind die Erwerbs- bzw. Ar-
beitsmöglichkeiten nicht nur im angestammten Beruf bzw. der bisherig-
en Tätigkeit,  sondern  – wenn erforderlich  – auch in zumutbaren Ver-
weisungstätigkeiten  zu  prüfen.  Der  Invaliditätsgrad  ist  also  grund-
sätzlich  nach  wirtschaftlichen  und  nicht  nach  medizinischen  Grund-
sätzen zu ermitteln. Bei der Bemessung der Invalidität kommt es somit 
einzig  auf  die  objektiven  wirtschaftlichen  Folgen  einer  funktionellen 
Behinderung an, und nicht allein auf den ärztlich festgelegten Grad der 
funktionellen Einschränkung (BGE 110 V 273; ZAK 1985 S. 459). 

Trotzdem ist  die Verwaltung  –  und im Beschwerdeverfahren das Ge-
richt  – auf  Unterlagen angewiesen,  die der  Arzt  und gegebenenfalls 
auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 
Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stell-
ung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeit-
en der Versicherte arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen 
Auskünfte  eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem  Versicherten  noch  zugemutet  werden 
können (BGE 115 V 134 E. 2, BGE 114 V 314 E. 3c mit  Hinweisen; 
ZAK 1991 S. 319 E. 1c). Die rein wirtschaftlichen und rechtlichen Beur-
teilungen,  insbesondere  in  Zusammenhang  mit  der  Bestimmung der 
Erwerbsfähigkeit, obliegen dagegen der Verwaltung und im Beschwer-
defall dem Gericht.

6.3 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG in der bis Ende 2003 gültig gewesenen 
Fassung  besteht  Anspruch  auf  eine  ganze  Invalidenrente,  wenn  die 
versicherte  Person  zu  mindestens  zwei  Dritteln,  derjenige  auf  eine 

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halbe Rente, wenn sie mindestens zur Hälfte, und derjenige auf eine 
Viertelsrente,  wenn sie  mindestens zu  40% invalid  ist. Die seit  dem 
1. Januar  2004  massgeblichen  neuen  Rentenabstufungen  gemäss 
Art. 28 Abs. 1 IVG geben bei  einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40% Anspruch auf  eine Viertelsrente,  bei  einem Invaliditätsgrad von 
mindestens 50% Anspruch auf  eine halbe Rente, bei  einem Invalidi-
tätsgrad von mindestens 60% Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und 
bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  70%  Anspruch  auf  eine 
ganze Rente.

Laut  Art. 28 Abs. 1ter  IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad 
von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz haben. Nach der  bundesgerichtlichen Rechtsprechung stellt 
Art. 28 Abs. 1ter  IVG nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern 
eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 264 E. 6c). 
Eine  Ausnahme  von  diesem  Prinzip  gilt  seit  dem  1. Juni  2002  für 
Schweizer  Bürger  und  Staatsangehörige  der  Europäischen  Gemein-
schaft,  denen bei  einem Invaliditätsgrad ab  40% eine Rente  ausge-
richtet  wird,  wenn  sie  in  einem  Mitgliedstaat  der  Europäischen  Ge-
meinschaft Wohnsitz haben.

6.4 Der Rentenanspruch nach Art. 28 IVG entsteht (gemäss den hier 
anwendbaren, bis zum 31. Dezember 2007 in Kraft gestandenen Be-
stimmungen)  frühestens  in  dem  Zeitpunkt,  in  dem  die  versicherte 
Person  mindestens  zu  40%  bleibend  erwerbsunfähig  bzw.  bleibend 
invalid geworden ist (Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG i.V.m. Art. 29 IVV; Art. 7 
ATSG)  oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch 
durchschnittlich  mindestens  zu  40%  arbeitsunfähig  war  (Wartefrist 
gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG i.V.m. Art. 29ter IVV; Art. 6 ATSG). 

Sofern sich eine versicherte Person mehr als zwölf Monate nach Ent-
stehen  des  Anspruchs  zum  Leistungsbezug  anmeldet,  werden  die 
Leistungen  lediglich  für  die  zwölf  der  Anmeldung  vorangehenden 
Monate und die folgende Zeit ausgerichtet (Art. 48 Abs. 2 IVG). 

Bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit ist die anspruchsbe-
einflussende Änderung zu berücksichtigen,  sobald sie ohne wesent-
liche Unterbrechung drei Monate angedauert hat (Art. 88a Abs. 2 IVV). 
Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist von dem Zeitpunkt an zu 
berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraus-

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sichtlich  längere  Zeit  dauern  wird.  Sie  ist  in  jedem  Fall  zu  berück-
sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 
angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a 
Abs. 1 IVV). Die vorerwähnten Bestimmungen beziehen sich in erster 
Linie auf die Revision bereits laufender Renten. Sie sind sinngemäss 
aber auch dann anzuwenden, wenn die anspruchsbeeinflussende Än-
derung des Invaliditätsgrades noch vor Erlass der ersten Rentenver-
fügung eingetreten ist  mit  der  Folge,  dass dann gleichzeitig  die  Än-
derung mitberücksichtigt wird (BGE 121 V 264 E. 6 b/dd mit Hinweis).

6.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; 
Art. 16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 
zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziff-
ernmässig möglichst  genau ermittelt  und einander gegenübergestellt 
werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad 
bestimmen  lässt.  Insoweit  die  fraglichen  Erwerbseinkommen  ziffern-
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 
der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonn-
enen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Me-
thode des Einkommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 
E. 2a und b; ZAK 1990 S. 518 E. 2).

6.6 Zu bemerken bleibt,  dass  aufgrund des im gesamten Sozialver-
sicherungsrecht  geltenden  Grundsatzes  der  Schadenminderungs-
pflicht  ein in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsun-
fähiger Versicherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem 
anderen  Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen, 
soweit sie möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, BGE 
111 V 235 E. 2a). Der Versicherte, der von seiner (Rest-)Arbeitsfähig-
keit keinen Gebrauch macht, obwohl er hierzu nach seinen persönlich-
en  Verhältnissen  und  gegebenenfalls  nach  einer  gewissen  Anpass-
ungszeit in der Lage wäre, ist nach der Tätigkeit zu beurteilen, die er 
bei gutem Willen ausüben könnte (vgl. auch ZAK 1989 S. 220 E. 5b). 
Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt einer IV-
Stelle zu beurteilen, in welchem Ausmass ein Versicherter seine ver-

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bliebene  Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätigkeit  und  zumutbarem 
Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. Diese 
sogenannte Verweisungstätigkeit  hat  sich  der  Versicherte  anrechnen 
zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 S. 204), 
wobei  es  unerheblich  ist,  ob  er  seine  Restarbeitsfähigkeit  verwertet 
oder nicht.

7.
Neben Renten gehören auch Eingliederungsmassnahmen beruflicher 
Art  (Berufsberatung,  erstmalige  berufliche  Ausbildung,  Umschulung, 
Arbeitsvermittlung;  Art. 8  Abs. 3  Bst. b  IVG)  und  Taggelder  zu  den 
Leistungen  der  Invalidenversicherung.  Gemäss  Art.  8  Abs.  1  IVG 
haben  invalide  oder  von  einer  Invalidität  unmittelbar  bedrohte  Ver-
sicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese not-
wendig  und geeignet  sind,  die  Erwerbsfähigkeit  wieder  herzustellen, 
zu erhalten oder zu verbessern (und gemäss der im Rahmen der 4. IV-
Revision wieder gestrichenen Fassung des IVG vom 5. Oktober 1967 
zudem ihre Verwertung zu fördern). Dabei ist die gesamte noch zu er-
wartende Arbeitsdauer zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 1 IVG). 

Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen entsteht, sobald solche 
im Hinblick auf Alter und Gesundheitszustand des Versicherten ange-
zeigt sind (vgl. Art. 10 Abs. 1 Satz 1 IVG). Entsprechend dem Grund-
satz „Eingliederung vor Rente“, wonach Rentenleistungen nur erbracht 
werden, wenn der Versicherte nicht oder bloss in ungenügendem Mas-
se eingegliedert werden kann, entsteht ein Rentenanspruch nicht, so-
lange der Versicherte sich Eingliederungsmassnahmen unterzieht oder 
auf  den  Beginn  bevorstehender  Eingliederungsmassnahmen  warten 
muss und dafür ein Taggeld beanspruchen kann (Art. 29 Abs. 2 IVG 
i.V.m. Art. 28 Abs. 1 IVV). Es kann somit vor der Durchführung von Ein-
gliederungsmassnahmen  und  anstelle  eines  (Warte-)Taggeldes  (Art. 
22 IVG i.V.m. Art. 17 bis 22 IVV) ein Anspruch auf eine Invalidenrente 
entstehen. Insbesondere kann einem nach Ablauf der einjährigen War-
tefrist  nicht  oder  noch nicht  eingliederungsfähigen Versicherten eine 
Rente zustehen,  selbst  wenn in  Zukunft  Eingliederungsmassnahmen 
beabsichtigt sind (BGE 121 V 190 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 116 V 
86).  Umgekehrt  schliesst  die  Ausrichtung  einer  Invalidenrente  die 
Durchführung von Eingliederungsmassnahmen nicht aus (BGE 122 V 
77  E.  2;  ULRICH MEYER-BLASER,  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts 
zum IVG, Zürich 1997, S. 223 ff.).

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Anzumerken bleibt, dass es, wie das EVG wiederholt festgestellt hat, 
primär  Sache  des  Einzelnen  ist,  sich  um  eine  angemessene  Ein-
gliederung zu bemühen. Kann ein Versicherter seine erwerbliche Be-
einträchtigung  in  zumutbarer  Weise  selber  beheben,  so  besteht  gar 
keine  Invalidität,  womit  es  an  der  unabdingbaren  Anspruchsvoraus-
setzung  für  jegliche  Leistungen  der  Invalidenversicherung  (auch  für 
Eingliederungsmassnahmen)  fehlt.  Die  Selbsteingliederung  als  Aus-
druck der allgemeinen Schadenminderungspflicht  (vgl. E 6.6 hiervor) 
geht nicht nur dem Renten-, sondern auch dem gesetzlichen Einglie-
derungsanspruch vor (BGE 113 V 22 E. 4a; AHI 2001 S. 282 E. 5a/aa).

7.1 Der  Versicherte  hat  Anspruch auf  Umschulung in  eine  neue Er-
werbstätigkeit,  wenn eine solche infolge Invalidität  notwendig ist  und 
dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder wesentlich 
verbessert werden kann (Art. 17 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezem-
ber  2003  geltenden  Fassung).  Ergänzend  ist  festzuhalten,  dass  im 
Rahmen der 4. IV-Revision per 1. Januar 2004 der Begriff „wesentlich“ 
vor „verbessert“ in Art. 17 Abs. 1 IVG (und Art. 6 Abs. 1 IVV) gestrich-
en worden ist. Gemäss bundesgerichtlicher Praxis hat diese Änderung 
jedoch keine Auswirkung auf  die  unter  der  Herrschaft  des  bis  Ende 
2003  in  Kraft  gestandenen  Rechts  entwickelten  Grundsätze  (Urteile 
des Bundesgerichts I 798/05 vom 8. Juni 2006, E. 1.2, I 210/05 vom 
10. November 2005, E. 3.3.1, und I 18/05 vom 8. Juli 2005, E. 2). Dies 
gilt  namentlich auch in Bezug auf die für den Umschulungsanspruch 
im  Sinne  eines  Richtwertes  vorausgesetzte  invaliditätsbedingte  Er-
werbseinbusse von 20% (BGE 124 V 108 E. 2b, BGE 130 V 488 E. 4.2; 
Urteil des Bundesgerichts I 588/04 vom 31. Januar 2005, E. 3.2). 

Unter  Umschulung  ist  grundsätzlich  die  Summe der  Eingliederungs-
massnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und ge-
eignet  sind, den vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewes-
enen  Versicherten  eine  ihrer  früheren  – vorab  mit  Blick  auf  die 
Verdienstmöglichkeiten – annähernd gleichwertige Erwerbsmöglichkeit 
zu vermitteln (BGE 124 V 108 E. 2a mit Hinweisen; AHI 2000 S. 61 f. 
E. 1, AHI 2002 S. 107 E. 4, ZAK 1988 S. 468 E. 2a). Der Umfang der 
zur Eingeliderung ins Erwerbsleben unmittelbar erforderlichen Vorkehr-
en lässt sich nicht in abstrakter Weise festlegen. Auszugehen ist viel-
mehr von den Umständen des konkreten Falles, wozu auch die Eig-
nung des Versicherten, d.h. seine subjektive und objektive Einglieder-
ungsfähigkeit  (Gesundheitszustand,  Leistungsvermögen,  Bildungs-
fähigkeit, Motivation usw.) gehört (vgl. Urteil des EVG I 529/01 vom 19. 

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März 2002, E. 1a mit Hinweis auf AHI 1997 S. 172 E. 3a). 

Der  beurteilende  Arzt  sich  daher  auch  darüber  zu  äussern,  ob  der 
Gesundheitszustand eine Umschulung zulässt und welche Tätigkeiten 
allenfalls  aus medizinischer Sicht  in  Betracht  fallen. Solche ärztliche 
Auskünfte  sind  auch  dann  erforderlich,  wenn  der  Versicherte  aus 
eigener  Initiative  einen  Lehrgang  begonnen  hat  und  hiefür  die 
Invalidenversicherung in  Anspruch nehmen will  (ULRICH MEYER-BLASER, 
a.a.O., S. 125).

8.
Der  Beschwerdeführer  beanstandet  im  Wesentlichen,  die  Vorinstanz 
habe  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  ungenügend  abgeklärt  und 
die entscheidrelevanten Akten falsch gewürdigt. Ob dies zutrifft,  das 
gilt es nachstehend zu beurteilen.

8.1 Der  angefochtene  Einspracheentscheid  beruht  – wie  bereits  die 
formlose  Gewährung der gescheiterten Umschulung zum „D._______ 
Certified  System  Engineer“  und  die  in  Rechtskraft  erwachsene 
Taggeldverfügung  vom  11.  Januar  2006  (act.  66  und  71)  – zur 
Hauptsache auf dem psychiatrischen Gutachten vom 31. August 2005 
von Dr. med. F._______ (act. 60) sowie auf dem Bericht des Klinikums 
E._______ vom 11. November 2003 (act. 10). Aktenkundig ist sodann, 
dass der Vorinstanz – spätestens im Zeitpunkt des Erlasses des ange-
fochtenen  Einspracheentscheids –  auch  der  Bericht  vom  19.  März 
2004 des Allgemeinen Krankenhauses I._______ (act. 83 S. 4 bis 5) 
sowie  der  orthopädische Befundbericht  vom 9. August  2006 von Dr. 
med. J._______ vorlagen (act. 88). Insbesondere diese Berichte sind, 
zumal  den  entscheidwesentlichen  Zeitraum  betreffend  (vgl.  E.  4 
hiervor), auch vorliegend zu berücksichtigen.

8.1.1 Im  Bericht  des  Klinikums E._______  vom 11. November  2003 
werden  als  Diagnosen  mit  Auswirkung  auf  die  Arbeitsfähigkeit  – ab 
26. Juni 2003 – eine dorsale Instrumentationsspondylodese L3 bis S1 
bei  Spondylolisthesis  L5/S1  sowie  ein  Zustand  nach  Bandscheiben-
vorfall  L3/4  aufgeführt;  als  Diagnosen  ohne  Auswirkung  auf  die 
Arbeitsfähigkeit ein arterieller Hypertonus und eine Depression. Dem 
Bericht  kann  entnommen  werden,  die  Ausübung  der  bisherigen 
Berufstätigkeit sei dem Beschwerdeführer ab 26. Juni 2003 nicht mehr 
zumutbar  (act. 10 S. 6). Wie  bereits  anlässlich  der  Berichterstattung 
vom  21.  August  2003  (act.  1  S.  2  bis  5)  gelangten  die  den 

Seite 22

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Gesundheitszustand beurteilenden Ärzte des Klinikums E._______ zur 
Schlussfolgerung,  „ein  weiterhin  unkomplizierter  Heilungsverlauf 
vorausgesetzt“,  sei  dem Beschwerdeführer  zirka  3  Monate  nach der 
am 26. Juni  2003  im  Allgemeinen  Krankenhaus  I._______  durchge-
führten Operation (dorsale Spondylodese L3 bis S1 [ act. 10 S. 2]) eine 
leichte,  wechselbelastende  körperliche  Verweisungstätigkeit  ohne 
Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sowie ohne häufiges Bücken, 
Sitzen oder Knien täglich während 6 Stunden und mehr bzw. „ganz-
tags“ zumutbar (act. 10 S. 3 und 6). 

Laut Bericht des Allgemeinen Krankenhauses I._______ vom 19. März 
2004 wurde allerdings der Beschwerdeführer am 4. März 2004 erneut 
operiert  (Revision  mit  Teil-ME  Fixateur  interne  [LW  III-IV],  Fora-
minotomie/Neurolyse  L5  und  S.1  links  sowie  Exstirpation  narbiges 
Konglomerat L5-S1 links [act. 83 S. 4]). Diese Operation, welche der 
Beschwerdeführer  der  IV-Stelle  C._______  am  1.  März  2004 
telefonisch angekündigt  hatte  (act. 18),  wird denn auch im Verlaufs-
bericht vom 4. Februar 2005 des K._______ unter den Diagnosen mit 
Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  aufgeführt  („Zustand  nach 
Bandscheiben OP '03 + '04 –> chron. Lumbago“ [act. 34 S. 1]) und im 
Bericht vom 9. August 2006 von Dr. med. J._______, wonach sich der 
Beschwerdeführer  mehrfach  einer  komplizierten  operativen  Therapie 
der  LWS  unterziehen  musste  und  für  eine  berufliche  Tätigkeit  im 
Baugewerbe nicht mehr einsetzbar ist,  ausdrücklich erwähnt (act. 88 
S.  2).  Ein  weiterhin  unkomplizierter  bzw.  relativ  komplikationsloser 
Heilungsverlauf  – wie  er  im  Bericht  vom  11.  November  2003  des 
Klinikums E._______ ausdrücklich vorbehalten worden war  – ist nicht 
nachgewiesen, so dass im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen 
Einspracheentscheides aus  somatischer  Sicht nicht  als  überwiegend 
wahrscheinlich  erstellt  gelten  konnte,  dass  der  Beschwerdeführer  – 
nach wie vor  – in leidensangepassten Verweisungstätigkeiten effektiv 
zu 100% arbeitsfähig war. 

8.1.2 Das  psychiatrische  Gutachten  vom  31.  August  2005  von  Dr. 
med. F._______ (act. 60), das sich auf eine persönliche Untersuchung 
des  Beschwerdeführers  und  im  Wesentlichen  auf  die  Berichte  der 
Klinik Y._______ vom 11. Mai 2000, 7. Februar 2003 und 1. Dezember 
2004 (act. 60 S. 3, act. 40 S. 1 bis 6, act. 30), den Bericht vom 11. Juli 
2003 des Allgemeinen Krankenhauses I._______ (act. 60 S. 4, act. 2), 
die Berichte des Klinikums E._______ vom 21. August 2003 und 11. 
November 2003 (act. 60 S. 4, act. 1 S. 2 bis 5, act. 9 S.10, act. 10) 

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sowie  die  Berichte  vom 10. Oktober  2004  und  4. Februar  2005 des 
K._______(act.  60  S.  5,  act.  25,  act.  34)  stützt,  schliesst  nicht  mit 
Sicherheit  aus,  dass  beim  Beschwerdeführer  zur  Zeit  ein  Alkohol-
abusus oder gar eine Alkoholabhängigkeit vorliege (act. 60 S. 8). Eine 
sekundär (z.B. aufgrund eines depressiven Syndroms) bedingte Sucht-
krankheit (Alkoholabusus) sei bloss gegenwärtig nicht feststellbar (act. 
60 S. 8). Obschon die psychischen Beschwerden laut  Berichten des 
K._______vom 18. Oktober 2004 (act. 25) und 4. Februar 2005 (act. 
34)  eine  vollständige  Arbeitsfähigkeit  in  Frage  stellten,  könne  keine 
invalidisierende  psychische  Erkrankung  festgestellt  werden. 
Insbesondere lägen weder ein manifestes depressives Syndrom, noch 
ein  dekompensierender  Alkoholabusus  oder  eine  Persönlichkeits-
störung vor. In  psychischer Hinsicht könne deshalb zur Zeit von einer 
uneingeschränkten  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  ausge-
gangen werden.

Aktenkundig ist, dass Dr. med. F._______ ohne Kenntnis des Berichtes 
des Krankenhauses I._______ vom 19. März 2004 über die am 4. März 
2004 durchgeführte  Rückenoperation  (act. 83  S. 4  bis  5)  –  also  ge-
stützt  auf  eine  unvollständige  Anamnese  –  zu  den  dargestellten 
Schlussfolgerungen gelangte (act. 60 S. 5). Allein schon aus diesem 
Grunde  kann  dem  Gutachten  von  Dr.  med.  F._______  keine  volle 
Beweiskraft  zukommen  (vgl.  E.  2.4.1  hiervor).  Die  psychiatrische 
Beurteilung  der  (Rest-)Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers 
beschränkt  sich  zudem  auf  den  Zeitpunkt  der  Erstellung  des 
Gutachtens (Ende August 2005). Eine retrospektive Beurteilung kann 
dem Gutachten trotz entsprechendem Auftrag (act. 75 S. 4) nicht ent-
nommen werden. Da frühere psychiatrische Beurteilungen teilweise zu 
abweichenden Ergebnissen gekommen waren und in diesem Zusam-
menhang mehrere Hospitalisationen bekannt sind, lässt sich aus dem 
Gutachten  von  Dr. med.  F._______  und  den  übrigen  medizinischen 
Unterlagen die Entwicklung der psychischen Beschwerden  und deren 
Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  nicht 
mit  ausreichender  Wahrscheinlichkeit  nachvollziehen.  Selbst  wenn 
beachtet  wird,  dass eine allfällige Alkoholabhängigkeit  für  sich allein 
keine  Invalidität  zu  begründen  vermag  (BGE  124  V  268  E.  3c), 
erscheint  der  Sachverhalt  in  dieser  Beziehung  als  ungenügend  ab-
geklärt.

8.1.3 Die Gesundheitsbeeinträchtigung des Beschwerdeführers (also 
die  Gesamtheit  seiner  somatischen  und  psychischen  Beschwerden 

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[vgl.  Art.  3  Abs.  1  ATSG])  stellt  zweifelsohne  keine  bleibende  Er-
werbsunfähigkeit im Sinne von Art. 29 Abs. 1 Bst. a IVG dar, so dass 
ein Rentenanspruch frühestens 12 Monate nach Eintritt der Invalidität 
entstanden sein könnte (vgl. Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG). 

Den  Akten  lässt  sich  indessen  keine  – die  somatischen  und  die 
psychischen  Beschwerden  gesamthaft  berücksichtigende  – überein-
stimmende  medizinische  Beurteilung  des  Beginns  der  Arbeits-
unfähigkeit  sowie der Zumutbarkeit von leidensangepassten Verweis-
ungstätigkeiten entnehmen. So gelangte Dr. med. L._______ in seinem 
Bericht vom 11. November 2003 aufgrund der diagnostizierten soma-
tischen und psychischen Beschwerden  (Spondylolisthesis,  Operation 
der  Spondylolisthesis  sowie  Depression)  zum  Schluss,  der  Be-
schwerdeführer  sei  ab  7. Mai  2003  im zuletzt  ausgeübten  Beruf  zu 
100% arbeitsunfähig,  die Arbeitsfähigkeit  in  leidensangepassten Ver-
weisungstätigkeiten sei  „noch nicht  absehbar“  (act. 11). Laut  Bericht 
des K._______vom 18. Oktober 2004 (act. 25) ist  er  demgegenüber 
infolge psychischer Leiden (Depression,  narzisstische Persönlichkeit, 
Alkoholabhängigkeit  [abstinent  seit  10.  September  2004])  ab  9. 
September 2004 zu 100% im zuletzt ausgeübten Beruf arbeitsunfähig, 
und  ist  ihm  ab  diesem  Zeitpunkt  eine  leidensangepasste 
Verweisungstätigkeit  ganztags  zumutbar.  Gemäss  Bericht  vom  11. 
November  2003  des  Klinikums  E._______  werden  ihm  sodann 
aufgrund der daselbst diagnostizierten somatischen Beschwerden ab 
26.  Juni  2003  eine  vollständige  Arbeitsunfähigkeit  in  der  bisherigen 
Berufstätigkeit,  und  unter  Vorbehalt  eines  unkomplizierten  Heilungs-
verlaufs  – zirka ab September 2003 – eine Arbeitsfähigkeit von 100% 
in  einer  leichten,  wechselbelastenden  Verweisungstätigkeit  attestiert 
(act. 10 S. 3 und 6 sowie E. 8.1.1 hiervor). Angesichts dieser wider-
sprüchlichen  medizinischen  Beurteilung  des  Beginns  der  Arbeits-
unfähigkeit bleibt letztendlich offen, ab wann genau (7. Mai 2004 oder 
später  eventuell  ab  26.  Juni  2004)  ein  Rentenanspruch  entstanden 
sein könnte.

8.1.4 In den Akten fehlt ferner eine nachvollziehbare medizinische Be-
urteilung  der  Frage,  ob  und  in  welchem  Umfang  der  Gesundheits-
zustand des Beschwerdeführers eine Umschulung zulässt sowie eine 
Bezeichnung der hiebei aus medizinischer Sicht in Betracht fallenden 
Tätigkeiten.  Mithin  ist  auch  keine  nachvollziehbare  Beurteilung  der 
Frage aktenkundig,  ob eine und gegebenenfalls  welche Umschulung 
angesichts  seines  Leistungsvermögens  und  seiner  Bildungsfähigkeit 

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geeignet  ist,  die  Erwerbsfähigkeit  wieder  herzustellen,  zu  erhalten 
oder zu verbessern (vgl. E. 7.1 hiervor). Gestützt auf die vage, damals 
über  ein  Jahr  zurückliegende  Feststellung  von  Dr.  med.  F._______, 
wonach  ein  Alkoholabusus  bzw.  eine  Alkoholabhängigkeit  nicht  mit 
Sicherheit  auszuschliessen war (act. 60  S.8 sowie E. 8.1.2  hiervor), 
konnte  sodann  im  Zeitpunkt  des  Erlasses  des  angefochtenen 
Einspracheentscheides  das  Vorliegen  einer  im  Rahmen  der  zumut-
baren Selbsteingliederung vermeidbaren und somit invalidenversicher-
ungsrechtlich  irrelevanten  Sucht  keineswegs  als  überwiegend  wahr-
scheinlich erstellt gelten. Insbesondere kann dem Schreiben der Firma 
H._______  vom  19.  April  2006  (act.  67)  gerade  nicht  entnommen 
werden, der Beschwerdeführer habe sich nicht bemüht, den an ihn im 
Umschulungskurs zum „D._______ Certified System Engineer“ gestel-
lten Anforderungen gerecht zu werden. Weshalb ihm im Zeitpunkt des 
Erlasses  des  angefochtenen  Einspracheentscheides  infolge  einer 
Sucht bzw. aus invaliditätsfremden Gründen (vgl. AHI 2002 S. 28 ff.) 
kein Umschulungsanspruch mehr zustand, erhellt deshalb nicht. 

8.2 Entsprechend den vorstehenden Erwägungen ist erstellt, dass es 
ohne  Vornahme  einer  ergänzenden  medizinischen  Abklärung  und 
Beurteilung  für  das  Bundesverwaltungsgericht  nicht  möglich  ist,  mit 
dem  im  Sozialversicherungsrecht  üblichen  Beweisgrad  der  über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit  (vgl. E. 2.4.1 hiervor) festzustellen, ob 
und gegebenenfalls ab wann (7. Mai 2004 oder später bzw. eventuell 
ab 26. Juni 2004) und wie lange dem Beschwerdeführer sowohl vor als 
auch nach der vom 12. August 2005 bis am 14. Mai 2006 dauernden 
Taggeldausrichtung (act. 66 und 71) ein Anspruch auf eine Invaliden-
rente zustand bzw. eventuell nach wie vor zusteht (vgl. E. 6.4 und E. 7 
hiervor). Insbesondere ist es dem Bundesverwaltungsgericht ohne Vor-
nahme einer medizinischen Abklärung sowie Ermittlung der subjektiv-
en  und  objektiven  Eingliederungs-  bzw.  Umschulungsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  und  der  übrigen  versicherungsmässigen  Voraus-
setzungen (vgl. Art. 6  IVG in  der  bis  31. Dezember  2007 geltenden 
Fassung sowie Art. 9 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung) 
auch  nicht  möglich  zu  beurteilen,  ob  dem  Beschwerdeführer  und 
gegebenenfalls  ab  wann anstelle  oder  zusätzlich  zu  einer  Invaliden-
rente ein Umschulungsanspruch zusteht (vgl. E. 7 hiervor). 

9.
Die  Vorinstanz  hat  damit  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  nicht 
vollständig festgestellt  (vgl. Art. 43 ff. ATSG sowie Art. 12 VwVG), so 

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dass  der  angefochtene  Einspracheentscheid  in  Gutheissung  der 
Beschwerde  aufzuheben  und  die  Sache  zur  Vornahme  einer  um-
fassenden,  multidisziplinären  medizinischen  Untersuchung  des  Be-
schwerdeführers  (insbesondere  in  orthopädisch-rheumatologischer 
und  psychiatrischer  Hinsicht) und  retrospektiver  Beurteilung  der 
Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit einer Verweisungstätigkeit sowie zur 
Ermittlung  der  subjektiven  und  objektiven  Eingliederungs-  bzw. 
Umschulungsfähigkeit  sowie  der  übrigen  medizinischen  und  recht-
lichen  Umschulungsvoraussetzungen  an  die  Vorinstanz  zurückzu-
weisen  ist  (Art.  61  Abs.  1  VwVG). Diese  Vorgehensweise  ist  insbe-
sondere auch deshalb gerechtfertigt,  da bis heute keine umfassende 
multidisziplinäre  medizinische  Untersuchung  des  Beschwerdeführers 
statt  fand,  mithin  die  letzte  psychiatrische  Beurteilung  seines  Ge-
sundheitszustandes mehr  als  drei  Jahre zurückliegt  (Gutachten vom 
31. August 2005 von Dr. med. F._______ [act. 60]).

10.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrens- und Parteikosten sowie 
das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege.

10.1 Der  unterliegenden  Vorinstanz  sind  keine  Verfahrenskosten 
aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG und Art. 6 Bst. b  des Reglements 
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem 
Bundesverwaltungsgericht [VGKE], SR 173.320.2).

10.2 Dem Beschwerdeführer, der sich anwaltlich vertreten liess, ist für 
die notwendigen und verhältnismässig hohen Kosten, eine Parteient-
schädigung  zuzusprechen  (Art.  64  Abs. 1  VwVG und  Art.  7  VGKE). 
Mangels  Kostennote  ist  die  Entschädigung  nach  Ermessen,  unter 
Berücksichtigung  des  gebotenen  und  aktenkundigen  Anwaltsauf-
wandes festzusetzen (Art. 65 Abs. 5 VwVG in Verbindung mit Art. 14 
Abs. 2 VGKE). Das Bundesverwaltungsgericht erachtet einen Aufwand 
von etwa 10 Stunden für geboten, der mit einem Stundenansatz von 
Fr.  230.-  zu  entschädigen  ist.  Die  Parteientschädigung  inklusive 
pauschalem  Auslagenersatz  ist  daher  auf  Fr.  2'400.-  festzusetzen, 
wobei  keine   Mehrwertsteuer  geschuldet  ist  (vgl.  Art.  5  Bst.  b  des 
Bundesgesetzes  vom  2.  September  1999  über  die  Mehrwertsteuer 
[Mehrwertsteuergesetz, MWSTG, SR 641.20] in Verbindung mit Art. 14 
Abs.  3  Bst.  c  MWSTG  und  Art.  9  Abs.  1  Bst.  c  VGKE).  Diese 
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten (Art. 64 Abs. 2 VwVG).

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10.3 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist 
damit als gegenstandslos abzuschreiben.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Einspracheentscheid vom 
9. November 2006 wird aufgehoben.

2.
Die Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen mit der Weisung, die 
erforderlichen  zusätzlichen  Abklärungen  im  Sinne  von  Erwägung  9 
vorzunehmen und anschliessend neu zu verfügen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'400.- 
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.

5.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird als 
gegenstandslos abgeschrieben.

6.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

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Stefan Mesmer Marc Wälti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und 
hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 
die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Entscheid  und  die 
Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerdeführende  Partei  in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

Seite 29