# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8233c1e5-158f-5531-b0a7-63bd9e0c6b88
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 04.05.2016 UE150357
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE150357_2016-05-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 

 

Geschäfts-Nr.: UE150357-O/U/BEE 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, und lic. iur. W. Meyer, 

Ersatzoberrichter lic. iur. A. Schärer sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. Ch. Negri  

 

Beschluss vom 4. Mai 2016 

 

in Sachen 

 

A._____,  

Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

1. B._____,  

2. C._____,  
3. Staatsanwaltschaft See/Oberland,  

Beschwerdegegner 

 

1, 2 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 
betreffend Einstellung  
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung Nr. 1 der Staatsanwaltschaft 
See/Oberland vom 8. Dezember 2015, C-3/2013/141104894 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Am 3. Juni 2013 liessen die D._____ GmbH sowie A._____, damaliger Ge-

sellschafter und Geschäftsführer der D._____ GmbH (vgl. Urk. 11/12.1), Strafan-

zeige gegen B._____ und C._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner 1 und 2) 

wegen des Verdachts auf Sachentziehung, Diebstahl, Betrug, ungetreue Ge-

schäftsbesorgung und Veruntreuung erstatten (Urk. 11/11.1). Mit Verfügung vom 

8. Dezember 2015 stellte die Staatsanwaltschaft See/Oberland (nachfolgend: 

Staatsanwaltschaft) das Strafverfahren gegen die Beschwerdegegner 1 und 2 be-

züglich der Vorwürfe ein, Güter der D._____ GmbH widerrechtlich fortgeschafft, 

Bezahlungen von Mietzinsen durch E._____ GmbH widerrechtlich veranlasst und 

ungerechtfertigt Bestellungen von Baumaterialien über die D._____ GmbH getä-

tigt zu haben (Urk. 3/1). 

2. Hiergegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) persönlich mit 

Eingabe vom 26. Dezember 2016 innert Frist Beschwerde und stellte folgende 

Anträge (Urk. 2 S. 2): 

"1. Es sei die Einstellungsverfügung Nr. 1, Ref.Nr. C-3/2013/ 
141104894 der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 8. De-
zember 2015 vollumfänglich aufzuheben und die Sache zur 
rechtskonformen Strafuntersuchung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. 

 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 
Staatskasse." 

3. Innert der mit Verfügung vom 5. Januar 2016 angesetzten Frist leistete der 

Beschwerdeführer eine Prozesskaution von Fr. 2'000.– (Urk. 5, 7). Mit Verfügung 

vom 15. Februar 2016 wurde der Staatsanwaltschaft und den Beschwerdegeg-

nern 1 und 2 Frist zur (freigestellten) Stellungnahme angesetzt (Urk. 8). Die 

Staatsanwaltschaft liess sich am 22. Februar 2016 vernehmen und beantragte 

sinngemäss die Abweisung der Beschwerde (Urk. 9). Die Beschwerdegegner 1 

und 2 liessen nach einmaliger Fristerstreckung (vgl. Urk. 12) mit Eingabe vom 

10. März 2016 auf eine Stellungnahme verzichten (Urk. 15). Nach neuerlicher 

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Fristansetzung (vgl. Urk. 17) liess sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 

1. April 2016 vernehmen (Urk. 18). Mit Verfügung vom 4. April 2016 wurde die 

Stellungnahme des Beschwerdeführers den Beschwerdegegnern 1 und 2 sowie 

der Staatsanwaltschaft zur freigestellten Äusserung übermittelt (Urk. 20). Diese 

liessen sich nicht vernehmen. 

4. Soweit erforderlich, d.h. für die Entscheidfindung notwendig, ist nachfolgend 

auf die Begründung der Staatsanwaltschaft und die Vorbringen des Beschwerde-

führers näher einzugehen.  

II.  

1. Die Beschwerdeinstanz hat von Amtes wegen zu prüfen, ob der Beschwer-

deführer zur Beschwerde legitimiert ist, da es sich bei der Legitimation um eine 

Prozessvoraussetzung handelt (Schmid, Handbuch StPO, Zürich/St. Gallen 2013, 

2. Aufl., N 318 und 321). Nach Art. 382 Abs. 1 StPO kann jede Partei, die ein 

rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entschei-

des hat, ein Rechtsmittel ergreifen. Ein solches rechtlich geschütztes Interesse 

ergibt sich daraus, dass die betreffende Person durch den angefochtenen Ent-

scheid unmittelbar in ihren Rechten betroffen, d.h. beschwert, ist; lediglich eine 

Reflexwirkung genügt nicht (Lieber, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar 

zur schweizerischen Strafprozessordnung, Zürich/Basel/Genf 2014, 2. Aufl., 

Art. 382 N 7). Geschädigt sein kann sowohl eine juristische wie auch eine natürli-

che Person, jedoch sind bei einer juristischen Person deren Mitglieder, Aktionäre, 

Organe nicht (unmittelbar) geschädigt (Schmid, a.a.O., N 684 ff.). 

2. Der Beschwerdeführer wirft den Beschwerdegegnern 1 und 2 zusammenge-

fasst vor, sie hätten zwischen dem 14. und 17. Dezember 2012 während ihrer Ar-

beitstätigkeit für die D._____ GmbH sämtliches Büroinventar aus den Räumlich-

keiten dieser Gesellschaft an der …strasse … in Winterthur, inklusive PC, Laptop, 

Drucker, Aktenschränke und dergleichen, abtransportiert. Zwischen ca. Ende No-

vember 2012 und einige Tage nach dem 17. Dezember 2012 sollen sie sodann 

Maschinen, Apparate und Vorräte aus dem Lager der D._____ GmbH an der 

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…strasse … in Winterthur in das Lager der vom Beschwerdegegner 2 neu ge-

gründeten Firma E._____ GmbH überführt haben. Zudem sollen die Beschwerde-

gegner 1 und 2 vom 29. August 2012 bis 8. Januar 2013 im Namen der D._____ 

GmbH Material bei Lieferanten bestellt haben und das erhaltene Material für Auf-

träge der neu gegründeten Firma verwendet haben. Auch hätten sie von der 

E._____ GmbH geschuldete Mietzinse vom 28. Dezember 2011 bis 9. Oktober 

2012 über das Konto der D._____ GmbH bezahlt (Urk. 3/1, 11/11.1). 

3. Die angezeigten Delikte des Diebstahls, des Betrugs, der ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung sowie der Veruntreuung schützen den Wert des Vermögens als 

Ganzes bzw. die Verfügungsmacht des Eigentümers über das Vermögen (BSK 

StGB-Niggli/Riedo, Basel 2013, 3. Aufl., Art. 138 N 7 und Art. 139 N 11; Urteil des 

Bundegerichts 6B_60/2014 vom 24. Juni 2014 E. 3.3.1).  

4. Der Beschwerdeführer führt in der Beschwerdeschrift bezüglich seiner Legi-

timation lediglich aus, er sei als Privatkläger ohne Weiteres zur Beschwerde legi-

timiert (Urk. 2 S. 3). Er hat die Beschwerde im eigenen Namen erhoben. Soweit 

es sich um Vermögenswerte der D._____ GmbH und somit nicht um Eigentum 

des Beschwerdeführers persönlich handelt, ist der Beschwerdeführer nicht unmit-

telbar in seinen Rechten betroffen. Entsprechendes hat er auch nicht vorgebracht. 

Somit ist er insofern nicht zur Beschwerde legitimiert. Beschwert ist er jedoch be-

züglich der aus den Räumlichkeiten der D._____ GmbH entwendeten Gegen-

stände, welche sich gemäss seinen Vorbringen in der Beschwerdeschrift in sei-

nem Eigentum befunden haben (Urk. 2 S. 3).  

5. Auf die Beschwerde ist somit insoweit einzutreten, als es sich um Gegen-

stände handelt, welche sich im Eigentum des Beschwerdeführers befunden ha-

ben. 

III. 

1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 StPO besteht der Zweck der Untersuchung darin, 

den Sachverhalt in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht so weit abzuklären, dass 

das Vorverfahren abgeschlossen werden kann. Bei der Verfolgung dieses Zwecks 

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steht der Staatsanwaltschaft ein gewisser Ermessensspielraum zu. Insbesondere 

hat sie diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die zur Klärung des Falles Wesentli-

ches beizutragen vermögen. Sie ist aber nicht verpflichtet, alle erdenklichen Er-

mittlungshandlungen vorzunehmen. Nach Beendigung des Untersuchungsverfah-

rens entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage 

zu erheben oder das Verfahren einzustellen sei (Art. 318 StPO). Eine vollständige 

oder teilweise Einstellung erfolgt nach Art. 319 Abs. 1 lit. a StPO, wenn sich ein 

Tatverdacht nicht in einem Mass erhärten lässt, das eine Anklage rechtfertigt.   

Eine Anklage ist in der Regel nur dann zu erheben, wenn genügend Anhaltspunk-

te vorliegen, welche es rechtfertigen, das Verfahren weiterzuführen, und die 

Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe bzw. Massnahme im 

Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält. Keine Anklage ist zu er-

heben, wenn mit Sicherheit oder grosser Wahrscheinlichkeit mit einem Freispruch 

zu rechnen ist. Des Weiteren hat eine Einstellung nach Art. 319 Abs. 1 StPO u.a. 

zu ergehen, wenn kein Straftatbestand erfüllt ist (lit. b), Rechtfertigungsgründe 

bzw. Schuldausschlussgründe einen Straftatbestand unanwendbar machen 

(lit. c), Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden können bzw. Pro-

zesshindernisse aufgetreten sind (lit. d) oder nach gesetzlicher Vorschrift auf eine 

Strafverfolgung  oder Bestrafung verzichtet werden kann (lit. e). Sinn und Zweck 

des Art. 319 StPO ist es, die beschuldigte Person vor Anklagen zu schützen, die 

mit einiger Sicherheit zu Freisprüchen führen müssten. Da die Staatsanwaltschaft 

nicht dazu berufen ist, über Recht und Unrecht zu richten, darf sie jedoch nicht 

allzu rasch, gestützt auf eigene Bedenken, zu einer Einstellung schreiten. In Zwei-

felsfällen beweismässiger oder rechtlicher Natur soll tendenziell Anklage erhoben 

werden. Der Grundsatz "in dubio pro reo" nach Art. 10 Abs. 3 StPO spielt hier 

nicht. Vielmehr gilt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung (BGE 137 IV 219 

Erw. 7; Urteil 1B_528/2011 vom 23.3.2012 Erw. 2.2, 2.3; Urteil 1B_476/2011 vom 

30. November 2011 Erw. 3.2; Urteil 1B_1/2011 vom 30. April 2011 Erw. 4; je mit 

Hinweisen) der Grundsatz "in dubio pro duriore". Die Möglichkeit einer Verfah-

renseinstellung ist allerdings nicht auf die Fälle zu beschränken, in denen eine 

Verurteilung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen er-

scheint. Eine zu restriktive Rechtsanwendung würde dazu führen, dass selbst bei 

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geringer Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung ein Anklagezwang bestünde. Der 

Grundsatz "in dubio pro duriore" verlangt lediglich, dass bei Zweifeln (über die 

Straflosigkeit bzw. betreffend Prozesshindernisse) eine gerichtliche Beurteilung 

erfolgt. Als praktischer Richtwert kann daher gelten, dass Anklage erhoben wer-

den muss, wenn eine Verurteilung wahrscheinlicher erscheint als ein Freispruch 

(Urteil 1B_528/2011 vom 23. März 2012 E. 2.3; Urteil 6B_588/ 2007 vom 11. April 

2008 E. 3.2.3 = Pra 2008 Nr. 123 S. 766; vgl. zum Ganzen: Schmid, a.a.O., 

N 1247 ff.; Schmid, StPO Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2013, 2. Aufl., 

Art. 319 N 1 ff., insbesondere N 5; Landshut/Bosshard, in: Donatsch/Hansjakob/ 

Lieber, a.a.O., Art. 308 N 1 ff., Art. 319 N 1 ff., insbesondere N 15). Stehen sich 

gegensätzliche Aussagen der Parteien gegenüber und liegen keine objektiven 

Beweise vor, kann ausnahmsweise auf eine Anklage verzichtet werden, wenn es 

nicht möglich ist, die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft 

zu bewerten und keine weiteren Beweisergebnisse zu erwarten sind (Urteil des 

Bundesgerichts 6B_918/2014 vom 2. April 2015 E. 2.1.2). 

2. Die Staatsanwaltschaft führt in der angefochtenen Einstellungsverfügung im 

Wesentlichen zusammengefasst Folgendes aus: Den eingereichten Rechnungen 

für die angeblich entwendeten Gegenstände sei zu entnehmen, dass am 22. De-

zember 2010 eine Rechnung an die D._____ GmbH von Fr. 5'692.05 betreffend 

den Toshiba Digital-Kopierer gestellt worden sei. Sodann führten Rechnungen 

des F._____ vom 24. April 2008 in der Höhe von Fr. 2'489.– bezüglich eines iMac 

und vom 12. September 2011 in der Höhe von Fr. 653.90 bezüglich eines HP-

Computers und einer dazugehörigen Eingabehilfe als Empfänger- und Rech-

nungsadresse den Beschwerdeführer auf. In den Bilanzen habe die D._____ 

GmbH für die Jahre 2008 und 2009 unter der Rubrik "Büromobiliar" und "Büroma-

schinen, EDV" Fr. 0.00 ausgewiesen. Im Jahr 2010 seien unter der Rubrik "Büro-

maschinen, EDV" Fr. 1'918.86, im Jahr 2011 Fr. 22'373.68 und im Jahr 2012 

ebenfalls Fr. 22'373.68 ausgewiesen worden. In der Rubrik "Büromobiliar" sei in 

den Jahren 2011 und 2012 jeweils Fr. 2'129.95 aufgeführt. Daraus sei zu folgern, 

dass in den Bilanzen die angeblich teuersten Anschaffungen, nämlich der iMac 

und das Kopiergerät nicht ausgewiesen worden seien, sei doch der iMac im April 

2008 und der Toshiba Digital-Kopierer am 22. Dezember 2010 angeschafft wor-

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den. Allerdings lasse sich durch Prüfung sämtlicher erhobenen Unterlagen nicht 

mehr eruieren, ob die Rechnungsadressaten identisch mit den jeweiligen Eigen-

tümern der fraglichen Gegenstände bzw. wessen Mittel beim Kauf verwendet 

worden seien. Aufgrund der unterschiedlichen Angaben der polizeilich befragten 

Personen und der vorhandenen Beweismittel könnten die Eigentumsverhältnisse 

an den von den Beschwerdegegnern 1 und 2 fortgeschafften Gegenständen somit 

nicht mehr restlos geklärt werden (Urk. 3/1 S. 5 f.). 

3. Der Beschwerdeführer bringt hierzu in der Beschwerdeschrift im Wesentli-

chen vor, die fraglichen Gegenstände hätten sich in seinem oder im Eigentum der 

D._____ GmbH befunden. Sie seien durch ihn oder die D._____ GmbH bezahlt 

worden, was ohne Weiteres nach ergänzender Befragung von ihm im Einzelnen 

bezüglich des Zahlungsflusses belegt werden könne. Dass sich der iMac in sei-

nem Privateigentum befunden habe, ergebe sich bereits aus dem Anschaffungs-

datum im April 2008. Dies könne der als Zeuge zu befragende G._____ bestäti-

gen. Sämtliche genannten Zeugen – G._____, H._____ und I._____ – könnten 

sodann bestätigen, dass er den iMac nicht dem Beschwerdegegner 1 geschenkt 

habe (Urk. 2 S. 3 f.). 

4. In der Strafanzeige vom 3. Juni 2013 war die Entwendung von Gegenstän-

den, welche im Eigentum des Beschwerdeführers gestanden haben sollen, kein 

Thema. Vielmehr ging es um den mutmasslichen Schaden der D._____ GmbH 

(Urk. 11/11.1). Auch in seiner Einvernahme vom 10. Februar 2014 machte der 

Beschwerdeführer nicht geltend, es seien in seinem Eigentum befindliche Gegen-

stände entwendet worden. Auf die Frage, wer Eigentümer des am 24. April 2008 

gekauften iMac und der am 18. August 2009 gekauften Digitalkamera sei, gab er 

zu Protokoll, er habe gar nicht gewusst, dass diese Gegenstände existierten (Urk. 

11/3.1 S. 9). Der Beschwerdegegner 1 brachte in der polizeilichen Einvernahme 

vom 28. Februar 2014 vor, der Beschwerdeführer habe ihm den Apple-Computer 

geschenkt, den HP-Computer hätten sie nicht mitgenommen (Urk. 11/2.2 S. 10). 

Der Beschwerdegegner 2 räumte in der polizeilichen Einvernahme vom 24. Feb-

ruar 2014 ein, gemäss den vorgehaltenen Rechnungen würden die abtranspor-

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tierten Gegenstände der D._____ GmbH oder dem Beschwerdeführer gehören 

(Urk. 11/2.1 S. 7).  

Der Beschwerdeführer und die Beschwerdegegner 1 und 2 haben insgesamt be-

züglich der angezeigten Vorfälle widersprüchliche Aussagen gemacht. Hinsicht-

lich des Apple-Computers macht der Beschwerdeführer in der Beschwerdeschrift 

zwar geltend, Zeugen könnten bestätigen, dass er diesen dem Beschwerdegeg-

ner 1 nicht geschenkt habe. Es ist jedoch nicht nachvollziehbar und wurde vom 

Beschwerdeführer auch nicht näher ausgeführt, inwiefern diese Zeugen etwas zur 

Klärung des Sachverhalts beizutragen vermöchten, ist doch nicht ersichtlich, wie 

sie den Einwand des Beschwerdegegners 1, er habe den Apple-Computer ge-

schenkt bekommen, entkräften könnten. Weitere entwendete Gegenstände, wel-

che in seinem Eigentum gestanden haben sollen, hat der Beschwerdeführer nicht 

genannt, insbesondere hat er bezüglich des HP-Computers keine Ausführungen 

gemacht, weshalb nicht näher darauf einzugehen ist. 

5. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass Aussage gegen Aussage 

steht. Der Kaufbeleg, wonach der fragliche iMac auf den Namen des Beschwer-

deführers gekauft wurde (Urk. 11/11.9), vermag daran nichts zu ändern, zumal 

auch der Beschwerdegegner 1 dies nicht bestreitet und geltend macht, er habe 

den iMac vom Beschwerdeführer geschenkt erhalten. Weitere Beweisergebnisse, 

welche die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft erschei-

nen liessen, sind von einem Fortführen des Strafverfahrens nicht zu erwarten. Es 

ist vorliegend mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Freispruch für die 

Beschwerdegegner 1 und 2 auszugehen, weshalb das Strafverfahren nicht wie-

deraufzunehmen ist. 

6. Bezüglich des Vorbringens des Beschwerdeführers in der Beschwerde-

schrift, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegner 1 und 2 

"nicht auch wegen Sachentziehung durch die Entwendung von Geschäftsakten 

bestraft werden sollten" (Urk. 2 S. 5), ist Folgendes festzuhalten: Der Sachentzie-

hung im Sinne von Art. 141 StGB macht sich auf Antrag strafbar, wer dem Be-

rechtigten ohne Aneignungsabsicht eine bewegliche Sache entzieht und ihm 

dadurch einen erheblichen Nachteil zufügt. Im Unterschied zu den obgenannten 

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Straftatbeständen schützt die Bestimmung nicht nur den Fahrniseigentümer, son-

dern jeden (auch nur beschränkt) dinglich Berechtigten. Auch die auf einem Ge-

brauchs- oder Nutzniessungsrecht beruhende Herrschaftsmacht über eine Sache 

ist geschützt (BSK StGB-Weissenberger, a.a.O., Art. 141 N 6, BGE 99 IV 140 

E. 2a). Dass der Beschwerdeführer Eigentümer der Geschäftsakten gewesen sei, 

hat er nicht geltend gemacht. Entsprechendes ist auch nicht ersichtlich, handelt 

es sich doch um Unterlagen der D._____ GmbH. Sodann hat er auch nicht ausge-

führt, dass bzw. ob er dinglich berechtigt ist an den fraglichen Geschäftsunterla-

gen. Soweit von einer Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers in diesem 

Punkt auszugehen ist, ist die Beschwerde jedoch abzuweisen. Die angezeigte 

Entwendung soll im Dezember 2012 erfolgt sein und der Beschwerdeführer er-

klärte in der polizeilichen Einvernahme vom 10. Februar 2014, er habe nicht direkt 

nach der Feststellung des "Diebstahls" die Polizei alarmiert, weil er über die Täter 

Bescheid gewusst habe und die Sache ohne Beizug der Polizei habe klären wol-

len (Urk. 11/3.1 S. 8). Die Strafanzeige ist jedoch erst am 3. Juni 2013, mithin 

mehr als fünf Monate später und somit nach Ablauf der dreimonatigen Strafan-

tragsfrist (vgl. Art. 31 StGB), erfolgt. Ausserdem geht aus den Ausführungen des 

Beschwerdeführers nicht hervor, weshalb bezüglich der Geschäftsakten von einer 

Sachentziehung, also einer Wegnahme bzw. einem Vorenthalten ohne Aneig-

nungsabsicht, und nicht von Diebstahl auszugehen sein sollte. Entsprechendes ist 

auch nicht ersichtlich. Bezüglich eines Diebstahls von fremden Eigentum wäre der 

Beschwerdeführer – wie bereits ausgeführt – nicht beschwerdelegitimiert.  

7. Aus obigen Ausführungen ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen, 

soweit darauf einzutreten ist. 

IV. 

1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Kosten 

des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In Anwendung von 

§ 17 Abs. 1 der Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG) ist die Ge-

richtsgebühr auf Fr. 1'000.– festzusetzen. Die Gerichtsgebühr ist mit der geleiste-

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ten Kaution zu verrechnen. Im Mehrbetrag ist die Kaution – vorbehältlich allfälliger 

Verrechnungsrechte des Staates – dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten. 

2. Mangels wesentlicher Umtriebe – die Beschwerdegegner 1 und 2 liessen 

sich nicht vernehmen – ist den Beschwerdegegnern 1 und 2 für das Beschwerde-

verfahren keine Entschädigung zuzusprechen (Art. 436 StPO in Verbindung mit 

Art. 429 StPO). 

 

Es wird beschlossen: 
 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und dem Beschwerde-

führer auferlegt. Die Gerichtsgebühr wird mit der geleisteten Kaution ver-

rechnet. Im Mehrbetrag wird die Kaution – vorbehältlich allfälliger Verrech-

nungsrechte des Staates – dem Beschwerdeführer zurückerstattet. 

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde) 

− den Rechtsvertreter der Beschwerdegegner 1 und 2, dreifach, für sich 
und die Beschwerdegegner 1 und 2 (per Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland (gegen Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland, unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 11; gegen Empfangsbestätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-

den. 
Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

- 11 - 

Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
Zürich, 4. Mai 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Negri 
 

	Beschluss vom 4. Mai 2016
	
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.

	1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'000.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt. Die Gerichtsgebühr wird mit der geleisteten Kaution verrechnet. Im Mehrbetrag wird die Kaution – vorbehältlich allfälliger Verrechnungsrechte des Staates – dem ...
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)
	 den Rechtsvertreter der Beschwerdegegner 1 und 2, dreifach, für sich und die Beschwerdegegner 1 und 2 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 11; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...