# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bc68ac7b-9397-5c98-81a0-d7460a8e0cf8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.12.2011 C-1259/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1259-2008_2011-12-07.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung III
C­1259/2008

U r t e i l   v om   7 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richterin Marianne Teuscher (Vorsitz),
Richterin Ruth Beutler, 
Richterin Elena Avenati­Carpani,
Gerichtsschreiberin Giulia Santangelo.

Parteien A._______, 
vertreten durch Fürsprecher Daniel Weber, 
Hirschengraben 8, Postfach 8813, 3001 Bern,
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Gegenstand Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.

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Sachverhalt:

A. 
Die Beschwerdeführerin  (geb.  1975),  serbische Staatsangehörige,  ist  in 
der  Bundesrepublik  Deutschland  geboren,  wo  sie  als 
Aufenthaltsberechtigte zunächst lebte. Am 11. September 1999 reiste sie 
in  die  Schweiz  ein  und  heiratete  gleichentags  einen 
niederlassungsberechtigten  Landsmann,  worauf  sie  im  Kanton  Bern  im 
Rahmen des Familiennachzugs die Aufenthaltsbewilligung erhielt. Am 1. 
Dezember 2001 wurde der gemeinsame Haushalt nach zwei Jahren und 
zweieinhalb  Monaten  Ehe  definitiv  aufgehoben.  Ungeachtet  dessen 
verlängerte  der  Migrationsdienst  des  Kantons  Bern  (nachfolgend  MIDI) 
weiterhin die Aufenthaltsbewilligung in eigener Kompetenz.

B. 
Am 7. Juli 2004 stellte die Beschwerdeführerin  ihr  jährliches Gesuch um 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und beantragte die Prüfung der 
Erteilung  einer  Niederlassungsbewilligung.  Mit  Schreiben  vom  20.  Juli 
2004 hielt der MIDI zunächst fest, die Beschwerdeführerin lebe seit dem 
1.  Dezember  2001  von  ihrem  Ehemann  getrennt,  was  zum  Erlöschen 
ihres  Anspruchs  auf  Erteilung  und  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  geführt  habe.  In  ihrem  Fall  bestehe  jedoch  die 
Bereitschaft,  die  Aufenthaltsbewilligung  ein  weiteres  Jahr  zu  bewilligen. 
Die  Erteilung  einer  Niederlassungsbewilligung  könne  frühestens  ab 
September 2009 geprüft werden. Entsprechend verlängerte der MIDI die 
Aufenthaltsbewilligung  in  den  nachfolgenden  Jahren,  letztmals  bis  zum 
24. Juli 2007.

C. 
Mit  rechtskräftigem  Urteil  vom  24.  April  2007  des  Amtsgerichts 
Kragujevac  (Serbien)  wurde  die  Ehe  zwischen  der  Beschwerdeführerin 
und  ihrem  Ehemann  einvernehmlich  geschieden.  Aus  der  Ehe  gingen 
keine Kinder hervor.

D. 
Veranlasst  durch  das  Verlängerungsgesuch  verbunden mit  dem  Antrag 
auf Namensänderung infolge Ehescheidung der Beschwerdeführerin vom 
14.  Juni  2007  unterbreitete  der  MIDI  am  29.  Juni  2007  die  erneute 
Verlängerung  der Aufenthaltsbewilligung  erstmals  der Vorinstanz. Diese 
ersuchte  den  MIDI  zunächst  mit  Schreiben  vom  5.  Juli  2007  um  eine 
ausführliche  Begründung  der  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung 
trotz  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft.  Mit  Antwortschreiben  vom 

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29. August 2007 wurde mitgeteilt, aus den Akten sei der Grund, weshalb 
die  Aufenthaltsbewilligung  trotz  Trennung  vom  Ehemann  im  Dezember 
2001 weiter verlängert worden sei, nicht mehr ersichtlich.

E. 
Die  Vorinstanz  gelangte mit  Schreiben  vom  5.  September  2007  an  die 
Beschwerdeführerin  und  teilte  ihr  mit,  sie  erwäge  die  Zustimmung  zur 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  zu  verweigern.  Unter 
Gewährung  des  rechtlichen  Gehörs  wurde  ihr  Gelegenheit  zur 
schriftlichen Stellungnahme eingeräumt. Mit Eingabe vom 19. September 
2007  hielt  die  Beschwerdeführerin  im  Wesentlichen  fest,  die 
Zuständigkeit der Vorinstanz werde bestritten, die Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung  wäre  geradezu  abwegig  und  willkürlich.  Weiter 
habe  die  Beschwerdeführerin  nie  im  Land  gelebt,  deren 
Staatsangehörigkeit sie besitze. Sie sei in Deutschland geboren und habe 
dort  bis  zu  ihrer  Übersiedlung  in  die  Schweiz  gelebt.  Nach  ihrer  Heirat 
und dem Wegzug habe sie das Aufenthaltsrecht in Deutschland verloren. 
Seit  Februar  2000  arbeite  sie  für  den  gleichen  Arbeitgeber  und  sei  in 
jeder  Hinsicht  ­  sprachlich,  sozial  und  beruflich  ­  integriert.  Am  11. 
Oktober  2007  gelangte  die  Vorinstanz  mit  ergänzenden  Fragen  an  die 
Beschwerdeführerin.  Zu  diesen  führte  sie mit Eingabe  vom 19. Oktober 
2007  aus,  sie  habe  keine  Verwandte  in  ihrem  Heimatstaat.  Die 
Grosseltern  väterlicherseits  und  mütterlicherseits  seien  gestorben  und 
alle  Onkel  und  Tanten  befänden  sich  im  Ausland.  Die  Eltern  und  ihre 
Geschwister  lebten  in  Deutschland.  Das  gegen  sie  laufende 
Strafverfahren  sei  noch  nicht  abgeschlossen,  weshalb  die 
Unschuldsvermutung zu gelten habe.

F. 
Mit Urteil des Bezirksgerichts (als Strafgericht) Uster vom 15. November 
2007 wurde  die  Beschwerdeführerin  der Gehilfenschaft  zu mehrfachem 
versuchtem Raub (begangen im April 2004) im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 
Abs. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 
(StGB, SR 311.0) in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 und 25 StGB schuldig 
gesprochen und  zu einer Freiheitsstrafe  von 6 Monaten  verurteilt,  unter 
Aufschub  bei  einer  Probezeit  von  2  Jahren.  Das  Gericht  erachtete  die 
mehrfache  Tatbeteiligung  als  strafschärfende,  die  Tatsache,  dass  die 
Delikte  nicht  vollendet  wurden  als  strafmildernde  Komponente.  Das 
Verschulden  wurde  als  nicht  mehr  leicht  gewertet.  In  Bezug  auf  ihre 
Person habe sich das Geständnis zu Beginn der Strafuntersuchung, ihre 

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diesbezügliche  Kooperation  sowie  die  gezeigte  Einsicht  strafmindernd 
ausgewirkt.

G. 
Mit  Verfügung  vom  22.  Januar  2008  verweigerte  die  Vorinstanz  ihre 
Zustimmung  zur  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  und  wies  die 
Beschwerdeführerin  weg.  Diesen  Entscheid  begründete  sie  im 
Wesentlichen damit, der Beschwerdeführerin sei eine Bewilligung zwecks 
Verbleib  beim  Ehegatten  erteilt  worden.  Das  eheliche  Zusammenleben 
sei  nach  zwei  Jahren  und  zweieinhalb  Monaten  aufgegeben  worden. 
Damit  sei  der  Anspruch  auf  Verlängerung  dahingefallen.  Eine  weitere 
Bewilligung  unterliege  nun  ihrer  Zustimmungspflicht  und  stütze  sich  auf 
gesetzliche  Bestimmungen.  Eine  Bindung  an  die  kantonale  Beurteilung 
bestehe  nicht.  Eine  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach 
Auflösung der Ehe diene in erster Linie der Vermeidung von Härtefällen. 
Im vorliegenden Fall sei  trotz des nunmehr  fast achtjährigen Aufenthalts 
in  der  Schweiz  aufgrund  der  kurzen  Dauer  des  Zusammenlebens  (gut 
zwei Jahre) ein strenger Massstab anzuwenden. Die Beschwerdeführerin 
sei praktisch immer erwerbstätig gewesen und habe nie Sozialleistungen 
bezogen. Integrationsbemühungen, die über das Normale hinaus gingen, 
seien nicht  ersichtlich, Kinder  seien  keine aus der Ehe hervorgegangen 
und Verwandte  lebten  nicht  in  der  Schweiz.  Somit  sei  keine  besonders 
enge  Beziehung  zur  Schweiz  erkennbar.  Zudem  sei  die 
Beschwerdeführerin strafrechtlich verurteilt worden. Die Zustimmung zur 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  sei  folglich  zu  verweigern.  In 
Bezug  auf  den  Wegweisungsvollzug  in  die  Republik  Serbien  wird 
festgehalten,  dieser  sei  aus  völkerrechtlicher Sicht  zulässig. Ausserdem 
weise  nichts  auf  die  Unmöglichkeit  des  Vollzugs  hin.  Unter 
Berücksichtigung  der  allgemeinen  Lage  in  der  Republik  Serbien  sei 
dieser  auch  zumutbar.  Zwar  sei  die Beschwerdeführerin  in Deutschland 
aufgewachsen und verfüge im Heimatland über kein Beziehungsnetz. Sie 
sei  jedoch  jung,  gesund  und  ohne  familiäre  Verpflichtungen.  Ihre 
Berufserfahrung  sowie  die  Sprachkenntnisse  dürften  den  Aufbau  einer 
selbständigen wirtschaftlichen Existenz im Heimatland erleichtern. 

H. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  27.  Februar  2008  beantragt  die 
Beschwerdeführerin  die  Aufhebung  der  Verfügung.  Die  Vorinstanz  sei 
anzuweisen, den Fall an den MIDI zurückzuweisen. Eventualiter sei der 
angefochtene  Entscheid  aufzuheben  und  die  Vorinstanz  anzuweisen, 
dem  Antrag  des  MIDI  auf  Zustimmung  zur  Verlängerung  der 

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Aufenthaltsbewilligung zu entsprechen. Der MIDI sei aufzufordern seinen 
Antrag  zu  begründen.  Dazu  führt  sie  im  Wesentlichen  aus,  die 
Entscheidkompetenz  liege  beim  Kanton,  die  Vorinstanz  sei  vorliegend 
nicht zuständig, womit eine Amtsanmassung vorliege. Zudem habe sie ihr 
Ermessen nicht voll ausgeschöpft und neues Recht angewendet, obwohl 
Art.  126 Abs.  1 des Ausländergesetzes  vom 16. Dezember 2005  (AuG, 
SR  142.20)  auf  die  altrechtliche  Anwendung  des  Bundesgesetzes  vom 
26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAG, 
BS 1 121) verweise, was einen Kassationsgrund darstelle. Unter Verweis 
auf  die  Ermessensregelung  in  Art.  4  ANAG  macht  sie  geltend,  eine 
Bewilligung  sei  zu  verlängern,  sofern  keine  öffentlichen  Interessen 
dagegen  sprächen. Gestützt  auf  diese  Bestimmung  sei  die  Bereitschaft 
des Kantons zur Bewilligungsverlängerung bereits gegeben. Sie verweist 
weiter  auf  ihre  in  den  Eingaben  vom  19.  September  2007  und  19. 
Oktober 2007 gemachten Ausführungen und auf die mit der Beschwerde 
eingereichten  Beweismittel,  welche  ihre  Integration  in  der  Schweiz 
belegten.

I. 
Die  Vorinstanz  beantragt  mit  Vernehmlassung  vom  2.  Mai  2008  die 
Abweisung  der  Beschwerde.  Einerseits  anerkennt  sie  für  die  materielle 
Beurteilung  die  Anwendbarkeit  der  altrechtlichen  Bestimmungen. 
Hingegen  sei  der  Beschwerdeführerin  daraus  kein  Nachteil  erwachsen. 
Das  Zustimmungserfordernis  der  Bewilligung  gelte  ohnehin  in  beiden 
Fällen. Ein Rechtsanspruch auf Zustimmung ergebe  sich überdies nicht 
aus  den  in  den  Vorjahren  erteilten  Aufenthaltsbewilligungen.  Es  seien 
auch  keine  herausragenden  Integrationsleistungen  festzustellen  und  es 
liege eine rechtskräftige Verurteilung vor.

J. 
Mit  Replik  vom  4.  Juni  2008  hält  die  Beschwerdeführerin  an  den 
gestellten Rechtsbegehren und deren Begründung fest. Sie betont, es sei 
keine  nachvollziehbare  Interessenabwägung  vorgenommen  worden, 
insbesondere sei kein öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung geltend gemacht worden. Unter den eingereichten 
Unterlagen finden sich nebst den zahlreichen Empfehlungsschreiben von 
Freunden  und  Bekannten  ein  Schreiben  der  Leiterin  eines 
gemeindeinternen  Integrationsprojekts  mit  den  diesbezüglichen 
Qualifikationen des betreuenden Pfarrers. 

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K. 
Mit  Eingabe  vom  21.  Oktober  2011  macht  die  Beschwerdeführerin  im 
Wesentlichen geltend, sie sei inzwischen noch besser integriert und habe 
sich  strafrechtlich  bewährt.  Sie  lebe  nunmehr  seit  12  Jahren  in  der 
Schweiz  und  arbeite  bereits  seit  elfeinhalb  Jahren  für  denselben 
Arbeitgeber.

L. 
Auf  den  weiteren  Akteninhalt  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den 
Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht,  unter 
Vorbehalt  der  in  Art. 32  VGG  genannten  Ausnahmen,  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), die von einer 
in  Art. 33  VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen 
Verfügungen  des  BFM  betreffend  Zustimmung  zur  Erteilung  bzw. 
Verlängerung  einer  Aufenthaltsbewilligung  und  betreffend Wegweisung. 
Sofern  kein  Anspruch  auf  Erteilung  bzw.  Verlängerung  einer 
Aufenthaltsbewilligung  besteht  und  insoweit  als  die  Verfügung  die 
Wegweisung  anordnet,  entscheidet  das  Bundesverwaltungsgericht 
endgültig  (Art. 83  Bst. c  Ziff.  2  und  Ziff. 4  des  Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2.  Gemäss  Art. 37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  VwVG,  soweit  das  Gesetz  nichts 
anderes bestimmt.

1.3.  Die  Beschwerdeführerin  ist  als  Verfügungsadressatin  zur 
Beschwerde  legitimiert  (Art. 48  Abs. 1  VwVG).  Auf  die  frist­  und 
formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist  somit  einzutreten  (Art. 49 
ff. VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 

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Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art. 62  Abs. 4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich die Sachlage zum Zeitpunkt seines Entscheides (vgl. BVGE 
2011/1 E. 2).

3. 
3.1.  Mit  Inkrafttreten  des  AuG  am  1. Januar  2008  wurde  das  ANAG 
aufgehoben (vgl. Art. 125 AuG i.V.m. Ziffer I Anhang 2 AuG). Da das der 
angefochtenen Verfügung zugrunde  liegende Verfahren vor  Inkrafttreten 
des AuG eingeleitet wurde, ist gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG in materieller 
Hinsicht  das  bisherige  Recht,  d.h.  das  ANAG  und  die  darauf 
abgestützten, per 1. Januar 2008 ebenfalls aufgehobenen Verordnungen 
(vgl.  Art. 91  der  Verordnung  vom  24. Oktober  2007  über  Zulassung, 
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE, SR 142.201]), anwendbar.

3.2. Nachdem  der  MIDI  den  vorliegenden  Fall  betreffend  Verlängerung 
der  Aufenthaltsbewilligung  zur  Zustimmung  der  Vorinstanz  unterbreitet 
hatte,  verweigerte  diese  mit  Verfügung  vom  22.  Januar  2008  ihre 
Zustimmung.  Dabei  wendete  sie  anstatt  die  Bestimmungen  des  ANAG 
irrtümlicherweise  das  neue  materielle  Recht  (AuG)  an.  Da  der 
Beschwerdeführerin daraus keine Nachteile im Sinne einer ungünstigeren 
Rechtsfolge erwachsen sind,  ist  dieser Mangel durch seine Abhandlung 
im vorliegenden Beschwerdeverfahren als geheilt zu betrachten.

4. 
4.1. Gemäss  Art.  126  Abs.  2  AuG  richtet  sich  das  Verfahren  mit  dem 
Inkrafttreten des AuG nach neuem Recht. Als Teil des  formellen Rechts 
umfasst  das  Verfahrensrecht  diejenigen  Bestimmungen,  die  das 
Zustandekommen  und  die  Anfechtung  von  Verfügungen  regeln  (vgl. 
ULRICH  HÄFELIN  /  GEORG  MÜLLER  /  FELIX  UHLMANN,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1611), wozu unter 
anderem auch Zuständigkeitsnormen zu zählen sind (vgl. ALFRED KÖLZ  / 
ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des 
Bundes, 2. Aufl., Zürich 1998, Rz. 82). Dementsprechend bestimmt sich 
die  zuständige  Behörde  zur  Erteilung  bzw.  Verweigerung  einer 

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Bewilligung sowie zur Anordnung von Vollstreckungsmassnahmen – auch 
für  bereits  hängige  Verfahren  –  seit  dem  1.  Januar  2008  grundsätzlich 
nach  neuem  Recht.  Die  Anwendung  von  neuem  Verfahrensrecht  auf 
pendente  Angelegenheiten  gilt  denn  auch  nicht  als  Rückwirkung  im 
eigentlichen Sinn  (vgl. BGE 113  Ia 412 E. 6 S. 425, HÄFELIN  / MÜLLER  / 
UHLMANN, a.a.O., Rz. 340). Diese neue Zuständigkeitsordnung entspricht 
im  Übrigen  derjenigen  unter  dem  alten  Recht  (vgl.  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts C­1872/2007 vom 20. September 2007 E. 3.1 
sowie nachstehende Erwägung 3.3).

4.2. Die Beschwerdeführerin spricht der Vorinstanz die Zuständigkeit ab, 
an  der  Verlängerung  ihrer  Aufenthaltsbewilligung  in  Gestalt  der 
Zustimmung mitzuwirken. Die Entscheidkompetenz liege gestützt auf Art. 
4  ANAG  i.V.m.  Art.  126  Abs.  1  AuG  alleine  beim  Kanton.  Diese 
Auffassung ist unzutreffend. Grundsätzlich sind die Kantone zuständig für 
die Erteilung und Verlängerung von Bewilligungen (vgl. Art. 15 Abs. 1 und 
18 ANAG sowie Art.  51  der Verordnung  vom 6. Oktober  1986 über  die 
Begrenzung der Zahl der Ausländer  [Begrenzungsverordnung, BVO, AS 
1986  1791]).  Vorbehalten  bleibt  jedoch  die  Zustimmung  durch  die 
Vorinstanz. Das Zustimmungserfordernis ergibt sich im vorliegenden Fall 
aus Art. 1 Abs. 1 Bst. a der Verordnung über das Zustimmungsverfahren 
im  Ausländerrecht  (Zustimmungsverordnung,  AS  1983  535)  in 
Verbindung  mit  den  Weisungen  und  Erläuterungen  des  BFM  über 
Einreise,  Aufenthalt  und  Arbeitsmarkt  (ANAG­Weisungen,  3.  Auflage, 
Bern,  Mai  2006).  Letztere  sehen  in  Ziffer  132.4  Bst.  f  vor,  dass  die 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  eines  Ausländers  oder  einer 
Ausländerin  nach  Auflösung  der  ehelichen  Gemeinschaft  mit  einem 
ausländischen  Ehegatten  oder  nach  dessen  Tod  der  Vorinstanz  zur 
Zustimmung zu unterbreiten ist, falls der Ausländer oder die Ausländerin 
nicht aus einem Mitgliedstaat der EFTA oder der EG stammt. Ziffer 132.4 
Bst. b der genannten Weisungen sieht schliesslich die Unterbreitung zur 
Zustimmung vor, wenn die Vorinstanz es  im Einzelfall verlangt. Gemäss 
Art.  19  Abs.  5  der  Vollziehungsverordnung  vom  1.  März  1949  zum 
Bundesgesetz über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (ANAV, 
AS  1949  228)  darf  eine  entsprechende  kantonale  Bewilligung  erst 
ausgestellt  werden,  wenn  die  Zustimmung  der  Vorinstanz  vorliegt; 
ansonsten  ist  sie  ungültig.  Die  Kompetenz  der  Vorinstanz  ist  im 
vorliegenden  Fall  gegeben.  Dies  entspricht  der  Kompetenzaufteilung 
zwischen  Bund  und  Kantonen:  Die  sich  aus  Art.  121  Abs.  1  der 
Schweizerischen  Bundesverfassung  vom  18.  April  1999  (BV;  SR  101) 
und  Art.  18  Abs.  3  ANAG  ergebende  bundesstaatliche 

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Kompetenzordnung  geht  vom  Grundsatz  aus,  dass  die  Kantone  zwar 
befugt  sind, Bewilligungen  in eigener Zuständigkeit  zu verweigern, dass 
aber bei Gutheissung eines Gesuchs um Aufenthalt und Niederlassung in 
der  Regel  zusätzlich  die  Zustimmung  des  Bundes  erforderlich  ist  (zum 
Ganzen vgl. BGE 130 II 49 E. 2.1, BGE 127 II 49 E. 3, BGE 120 Ib 6 E. 
3a; Verwaltungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 69.78 E. 12, 70.23 E. 
10). Die Rüge erweist sich als unbegründet.

5. 
5.1.  Laut  Art. 17  Abs. 2  ANAG  hat  der  Ehegatte  eines  Ausländers  mit 
Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen wohnen. Nach 
einem  ordnungsgemässen  und  ununterbrochenen  Aufenthalt  von  fünf 
Jahren,  hat  der  Ehegatte  ebenfalls  Anspruch  auf  eine 
Niederlassungsbewilligung.  Die  am  11.  September  1999  geschlossene 
Ehe wurde erst nach sieben Jahren und sieben Monaten geschieden, die 
Trennung  erfolgte  indessen  bereits  am  1.  Dezember  2001.  Diese 
Tatsache  ist  unbestritten.  Ein  Aufenthaltsanspruch  aus  Art.  17  Abs.  2 
ANAG  ist  mit  Aufgabe  des  Familienlebens  nach  zwei  Jahren  und 
zweieinhalb Monaten am 1. Dezember 2001 – wie im Schreiben vom 20. 
Juli  2004  des  Migrationsamtes  des  Kantons  Bern  richtigerweise 
festgestellt  –  erloschen.  Ein  zivilstands­unabhängiger  Anspruch  auf 
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung entsteht  indessen erst ab einer 
Ehedauer von fünf Jahren (vgl. BGE 128 II 145 E. 1.1.4 mit Hinweisen). 

5.2.  Die  Beschwerdeführerin  wertet  den  Umstand,  dass  ihre 
Aufenthaltsbewilligung während mehrerer Jahre ­ trotz Kenntnis des MIDI 
von  der  Auflösung  des  ehelichen  Haushalts  ­  verlängert  wurde,  eine 
Rechtfertigung  für  die  weitere  Erteilung  einer  Aufenthaltsbewilligung. 
Zunächst  gilt  es, wie oben unter Ziff.  4.2  ausgeführt,  die  grundsätzliche 
Bundeszuständigkeit  in Verfahren auf Erteilung bzw. Verlängerung einer 
Aufenthaltsbewilligung  zu  betonen  (vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts 
2C_140/2010  vom  17. Juni  2010  E.  5.4).  Weiter  durfte  die 
Beschwerdeführerin  zwar  davon  ausgehen,  dass  die  kantonale 
Migrationsbehörde  –  die  Amtsstelle,  die  Ansprechpartnerin  für 
ausländische  Personen  bei  allen  Fragen  den  Aufenthalt  betreffend – 
rechtskonform  handle.  Allerdings  kann  sie  daraus  keinen  Anspruch 
ableiten,  sind  doch  Aufenthaltsbewilligungen  von  Gesetzes  wegen 
befristet,  so  dass  bei  jedem  Verlängerungsgesuch  die  Möglichkeit 
besteht,  dass  dieses  abgewiesen  wird,  sofern  kein  Anspruch  auf  die 
Verlängerung besteht. Eine Bindung an die kantonale Beurteilung besteht 

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daher nicht, selbst wenn auf kantonaler Ebene ein Gericht auf Erteilung 
oder Verlängerung  der Aufenthaltsbewilligung  erkannt  haben  sollte  (vgl. 
BGE 127 II 49 E. 3c; Urteil des BVGer C­5358/2007 vom 29. Juli 2010 E. 
3.2  mit  Hinweisen).  Aus  der  vorbehaltlosen  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung während fünf Jahren kann die Beschwerdeführerin 
für die Frage des Aufenthaltsanspruchs gestützt auf Art. 17 Abs. 2 ANAG 
nichts zu ihren Gunsten ableiten.

5.3. Eine weitere Anspruchsnorm des Landes­ und Völkerrechts besteht 
nicht.  Eine  solche  kann  namentlich  auch  nicht  in  Art.  50  AuG  erblickt 
werden, der zwar neue Ansprüche auf Verlängerung nach Auflösung der 
Ehe  schafft,  auf  die  vorliegende  Streitsache  jedoch  wegen  der 
intertemporalen  Unterstellung  unter  das  alte  Recht  nicht  anwendbar  ist 
(vgl.  oben  E.  3.1,  ferner  Urteile  des  Bundesgerichts  2C_245/2008  vom 
27. März 2008 E. 2.2.2 und 2C_451/2007 vom 22. Januar 2008 E. 1.2). 
Bei  dieser  Rechtslage  liegt  der  Entscheid  über  die  Erteilung  oder 
Verweigerung  der  Zustimmung  im  pflichtgemässen  Ermessen  der 
Vorinstanz (Art. 4 ANAG). 

6. 
6.1. Der Begriff der "pflichtgemässen Ermessensausübung" impliziert die 
Beachtung  rechtlicher  Schranken  bei  der  Ausfüllung  der 
Ermessensspielräume.  Vorliegend  steht  der  Grundsatz  der 
Verhältnismässigkeit  von  Verwaltungsakten  im  Vordergrund.  Unter 
diesem  Gesichtspunkt  der  Verhältnismässigkeit  ist  eine  wertende 
Abwägung  vorzunehmen  zwischen  dem  öffentlichen  Interesse  an  der 
Verweigerung  der  Zustimmung  einerseits  und  den  durch  die 
Verweigerung  beeinträchtigten  privaten  Interessen  der  Betroffenen 
andererseits (vgl. Urteil des BVGer C­5358/2007 vom 29. Juli 2010 E. 4 
mit Hinweis; HÄFELIN / MÜLLER / UHLMANN, a.a.O., S. 129 ff.).

6.2. Was  das  öffentliche  Interesse  anbelangt,  ist  festzuhalten,  dass  die 
Schweiz  hinsichtlich  des  Aufenthaltes  von  Ausländerinnen  und 
Ausländern  aus  dem  Nicht­EU/EFTA­Raum  (nachfolgend 
Drittstaatsangehörige)  eine  restriktive Einwanderungspolitik  betreibt  (vgl. 
BGE  135  I  153  E.  2.2.1;  BGE  133  II  6  E.  6.3.1;  BGE  120  Ib  1  E.  3b; 
2C_266/2009 vom 2. Februar 2010 E. 5 und 2C_657/2007 vom 26. Mai 
2008  E.  2.2).  Diese  migrationspolitischen  Ziele  finden  ihren  Ausdruck 
insbesondere  in  den  strengen  regulatorischen 
Zulassungsbeschränkungen  der  Begrenzungsverordnung,  denen 
erwerbstätige  Drittstaatsangehörige,  namentlich  in  Gestalt  hoher 

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Anforderungen  an  die  berufliche  Qualifikation  (Art.  8  BVO)  und  der 
Höchstzahlen  (Art.  12  BVO),  unterworfen  sind.  Das  erhebliche Gewicht 
des  öffentlichen  Interesses  an  der  Durchsetzung  der  restriktiven 
Einwanderungspolitik gegenüber Drittstaatsangehörigen zeigt sich daran, 
dass  humanitäre  Gründe  in  diesem  rechtlichen  Zusammenhang  erst 
Bedeutung  erlangen,  wenn  die  Betroffenheit  des  Einzelnen  die  Grenze 
zum schwerwiegenden persönlichen Härtefall  im Sinne von Art. 13 Bst. f 
BVO  überschreitet.  Nach  Aufgabe  des  ehelichen  Zusammenwohnens, 
das  sie  von  den  restriktiven  qualitativen  und  quantitativen 
Zulassungsvoraussetzungen  der  Begrenzungsverordnung  ausnimmt, 
muss die ausländische Person dieses öffentliche Interesse grundsätzlich 
wieder gegen sich gelten  lassen, auch wenn sie gemäss Art. 12 Abs. 2 
letzter Satz BVO den Höchstzahlen nach wie vor nicht untersteht. Es  ist 
deshalb ein vergleichsweise strenger Massstab angebracht, wenn es zu 
beurteilen  gilt,  ob  nach  Wegfall  des  Privilegierungsgrundes  private 
Interessen bestehen, denen gegenüber das öffentliche  Interesse an der 
Durchsetzung  der  restriktiven  Migrationspolitik  zurückzustehen  hat. 
Dementsprechend geht das Bundesverwaltungsgericht mit der Vorinstanz 
davon  aus,  dass  die  Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  nach 
Auflösung  der  Ehe  in  erster  Linie  ein  Instrument  zur  Vermeidung  von 
Härtefällen  darstellt  (vgl.  das  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  C­
2524/2007 vom 13. August 2010 E. 4.1 mit Hinweisen). 

6.3.  Unter  dem  Aspekt  der  Verhältnismässigkeit  ist  demzufolge 
abzuklären,  ob  das  private  Interesse  der  Beschwerdeführerin  an  einem 
weiteren  Verbleib  in  der  Schweiz  höher  zu  gewichten  ist  als  das 
öffentliche  Interesse  an  der  dargelegten  restriktiven  Ausländerpolitik.  In 
Bezug auf die privaten Interessen ist zu prüfen, ob es der ausländischen 
Person  in  persönlicher,  wirtschaftlicher  und  sozialer  Hinsicht  zugemutet 
werden kann, den Aufenthalt  in der Schweiz aufzugeben,  in  ihre Heimat 
zurückzukehren und dort  zu  leben. Zu diesem Zweck  ist  ihre zukünftige 
Situation  im  Ausland  den  persönlichen  Verhältnissen  in  der  Schweiz 
gegenüber zu stellen. Dazu gehören einerseits allgemeine, von der Ehe 
unabhängige  Elemente,  wie  die  Dauer  des  Aufenthalts  in  der  Schweiz, 
der  Grad  der  sozialen  und  wirtschaftlichen  Integration  in  die  hiesigen 
Verhältnisse,  das  Alter  und  der  gesundheitliche  Zustand.  Sind  Kinder 
vorhanden,  ist deren Alter und schulische Integration mit einzubeziehen. 
Zu  berücksichtigen  sind  auch  die  Unterkunft  und  die 
Reintegrationsmöglichkeiten  in  der  Heimat.  Andererseits  sind  auch 
ehespezifische Elemente, wie die Dauer der Ehe und die Umstände, die 
zur  Trennung  geführt  haben,  zu  beachten  (vgl.  Urteil  des 

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Bundesverwaltungsgerichts  C­5358/2007  vom  29.  Juli  2010  E.  4.2; 
ferner: Ziff. 654 ANAG­Weisungen).

7. 
7.1.  Die  notwendige  Schwere  der  Betroffenheit  in  den  persönlichen 
Verhältnissen  ist  mit  Blick  auf  die  Regelung  des  Art.  17  Abs.  2  Satz  2 
ANAG  zu  beurteilen.  Diese  Bestimmung  vermittelt  ausländischen 
Ehegatten  von  Ausländern  mit  Niederlassungsbewilligung  nach  fünf 
Jahren  ordnungsgemässen  und  ununterbrochenen  Zusammenlebens  in 
der  Schweiz  einen  vom  weiteren  Zusammenwohnen  unabhängigen 
Anspruch  auf  Aufenthalt.  Trennt  sich  das  Ehepaar  vor  Ablauf  von  fünf 
Jahren,  kommt  es  darauf  an,  welche  Bedeutung  den  ehespezifischen 
Elementen im konkreten Einzelfall zukommt. Je mehr diese Elemente ins 
Gewicht  fallen,  um  so  eher  wird  man  von  einer  hinreichend  schweren 
Betroffenheit  ausgehen  können.  Umgekehrt  rechtfertigt  sich  ein  umso 
strengerer  Massstab,  als  sich  die  Härtesituation  gerade  nicht  aus  den 
oben genannten ehespezifischen Elementen ableiten lässt (vgl. Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts C­5358/2007 vom 29. Juli 2010 E. 4.3).

7.2. Die  Ehe  der  Beschwerdeführerin  dauerte  gut  zwei  Jahre  und  blieb 
kinderlos.  Gemäss  Scheidungsurteil  des  Amtsgerichts  Kragujevac  vom 
24. April 2007 haben die Ehegatten auch kein gemeinsames Vermögen 
erworben. Über die Beziehung zwischen den Ehegatten  vor der Ehe  ist 
nichts  bekannt.  Bei  einer  vergleichsweise  kurzen  Ehedauer  sowie  dem 
Fehlen weiterer ehespezifischen Elemente, welche die Anforderungen an 
die  persönliche  Betroffenheit  senken  könnten,  rechtfertigt  sich 
grundsätzlich ein vergleichsweise strenger Massstab bei der Gewichtung 
der  privaten  Interessen  an  einem  Verbleib  in  der  Schweiz.  Im 
vorliegenden Fall ist jedoch Folgendes zu beachten: Der MIDI verlängerte 
die  Aufenthaltsbewilligung  regelmässig  im  Wissen  über  die  am  1. 
Dezember 2001 erfolgte Auflösung des ehelichen Haushalts. So teilte er 
der Beschwerdeführerin, welche am 7. Juli 2004 zudem die Prüfung eines 
Anspruchs auf Erteilung einer Niederlassungsbewilligung beantragt hatte, 
mit  Schreiben  vom  20.  Juli  2004  zwar  mit,  dass  ihr  Anspruch  auf 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  mit  der  Trennung  am  1. 
Dezember  2001  erloschen  sei;  ohne  Begründung  verlängerte  er  die 
Aufenthaltsbewilligung  indessen um ein weiteres  Jahr.  In Bezug auf  die 
Erteilung  einer  Niederlassungsbewilligung  wies  er  auf  das  Erfordernis 
eines  Aufenthaltes  von  10  Jahren  hin,  weshalb  ein  diesbezüglicher 
Antrag erst ab September 2009 geprüft werden könne. Erst nachdem die 
Scheidung  im  Juni  2007  im  zentralen  Ausländerregister  (ZAR) 

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eingetragen  worden  war,  wurde  der  Antrag  auf  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung der Vorinstanz zur Zustimmung unterbreitet.

Vor diesem Hintergrund ist die eher kurze Ehedauer zu relativieren. Es ist 
davon  auszugehen,  dass  die  Einwohnerdienste  spätestens  mit  dem 
Verlängerungsantrag  Mitte  2002  in  Kenntnis  über  die  Trennung  des 
Ehepaares gesetzt wurden; sie hätten somit bereits zu diesem Zeitpunkt 
die Voraussetzungen der Bewilligungsverlängerung abklären müssen. Ist 
eine Ehe als definitiv gescheitert zu erachten und fehlt es demzufolge an 
der  Anspruchsgrundlage  für  die  weitere  Bewilligung,  hat  die  kantonale 
Behörde  unter  Umständen  die  beabsichtigte  Verlängerung  der 
Aufenthaltsbewilligung  dem  BFM  zur  Zustimmung  zu  unterbreiten  oder 
zumindest  die  ausländische  Person  über  einen  entsprechenden 
Vorbehalt  in  Kenntnis  zu  setzen  (vgl.  in  diesem  Zusammenhang 
bezüglich des neuen Rechts Art. 85 Abs. 3 VZAE). Zwar kann nicht von 
einem Verstoss gegen Treu und Glauben gesprochen werden, wenn bei 
einer  bestehenden  Ehetrennung  nicht  sofort  auf  Rechtsmissbrauch 
geschlossen,  die  Bewilligungsverlängerung  vorerst  erteilt  und  erst  zu 
einem späteren Zeitpunkt verweigert wird (vgl. auch Ziff. 5.2. a.a.O.; bzgl. 
Bewilligungswiderruf  2A.538/2006  vom  4.  Dezember  2006  E.  2.3).  Es 
erscheint  jedoch  zumindest  stossend,  wenn  nach  fünfmaliger 
Verlängerung  der  Bewilligung  die  Zustimmung mit  dem Hinweis  auf  die 
eher kurze Dauer der ehelichen Gemeinschaft verweigert wird.

8. 
8.1. In beruflicher Hinsicht ist der Beschwerdeführerin zu Gute zu halten, 
dass sie bereits kurze Zeit nach ihrer Einreise eine Anstellung fand, ihren 
finanziellen Verpflichtungen  stets  nachkam und nie Sozialhilfeleistungen 
beziehen musste.  Seit  beinahe  zwölf  Jahren  arbeitet  sie  für  denselben 
Arbeitgeber. Zwar übt sie nicht einen qualifizierten Beruf  im eigentlichen 
Sinne  aus  und  die  eingereichten  Lohnausweise  weisen  ein  Gehalt  auf, 
welches  den  üblichen Ansätzen  in  der  Logistik  zu  entsprechen  scheint. 
Dies  ist  jedoch  für  die  Frage  der  beruflichen  Integration  nicht  allein 
ausschlaggebend.  Zahlreiche Schreiben  bestätigen  ihre  grosse Einsatz­ 
und  Hilfsbereitschaft,  ihr  Fachwissen  und  die  Tatsache,  dass  sie  von 
ihrem Arbeitgeber  und Personen  in  ihrem Arbeitsumfeld  sehr  geschätzt 
wird.  Den  eingereichten  Lohnausweisen  ist  zu  entnehmen,  dass  ihr 
aufgrund  ihrer  stets  überdurchschnittlich  guten  Leistungen  kontinuierlich 
Lohnerhöhungen gewährt wurden. Mit  entsprechendem Einsatzwillen  ist 
es  ihr  somit  gelungen,  sich  eine  existenzsichernde  Stellung  innerhalb 
eines grossen Unternehmens zu erarbeiten. Damit darf sie, insbesondere 

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auch im Hinblick auf die Dauer des Anstellungsverhältnisses als beruflich 
überdurchschnittlich  integriert  gelten.  So  auch  die  aktuelle 
bundesgerichtliche  Rechtsprechung  (2C_430/2011  vom  11.  Oktober 
2011,  E.  4.2).  Integration  im  Sinne  der  Teilhabe  am  wirtschaftlichen 
Leben  setze  keine  erfolgreiche  berufliche  Laufbahn  voraus.  "L'essentiel 
en  la  matière  est  en  effet  que  l'étranger  subvienne  à  ses  besoins, 
n'émarge pas à l'aide sociale et ne s'endette pas."

8.2.  Die  heute  36  jährige  Beschwerdeführerin  lebt  nunmehr  seit  über 
zwölf  Jahren  in  der  Schweiz.  Dieser  verhältnismässig  langen 
Aufenthaltsdauer  ist  bei  der  vorliegenden  Beurteilung  entsprechend 
Rechnung  zu  tragen.  Gemäss  bundesgerichtlicher  Praxis  werden  bei 
einer sehr  langen Aufenthaltsdauer weniger hohe Anforderungen an das 
Vorliegen  besonderer  Umstände  wie  etwa  eine  überdurchschnittliche 
Integration  oder  andere  Faktoren  gestellt,  welche  die  Rückkehr  ins 
Heimatland  als  ausgesprochen  schwierig  erscheinen  lassen.  Diesem 
mildernden Umstand ist vorliegend Rechnung zu tragen

8.3.  Hinsichtlich  der  gesellschaftlichen  Integration  der 
Beschwerdeführerin  ist  den  zahlreichen  eingereichten  Stellungnahmen 
von Freunden  und Bekannten  zu  entnehmen,  dass  sie  über  eine  breite 
soziale  Vernetzung  weit  über  die  alltäglichen  Freundschaften  am 
Arbeitsplatz hinaus verfügt. Eben diese Stellungnahmen weisen auch auf 
einige bedeutende Beziehungen hin, deren Intensität als derart erheblich 
zu  bezeichnen  ist,  dass  sie  über  die  gewöhnlichen  beruflichen, 
nachbarschaftlichen  und  freundschaftlichen  Beziehungen  hinausgehen. 
Insgesamt  deutet  der  Sachverhalt  auf  eine  vertiefte  soziale  Integration 
und damit einer überdurchschnittlichen Verwurzelung hin.

8.4.  Indessen  hat  sich  die  Beschwerdeführerin  nicht  immer  klaglos 
verhalten.  Mit  Urteil  vom  15.  November  2007  wurde  sie  wegen 
Gehilfenschaft zu mehrfachem versuchtem Raub zu einer Freiheitsstrafe 
von  6  Monaten  bedingt  auf  zwei  Jahre  verurteilt.  Das  Strafurteil  blieb 
unangefochten und erwuchs in Rechtskraft; es ist darauf abzustellen. Das 
Verschulden wurde als nicht mehr  leicht gewichtet. Dementgegen wurde 
festgestellt,  dass  die  Beschwerdeführerin  lediglich  eine  untergeordnete 
Beteiligung  hatte  und  sich  nach  der  Tat  geständig,  einsichtig  und 
kooperativ  zeigte.  Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung 
verfolgen  strafrechtliche  und  fremdenpolizeiliche  Massnahmen 
unterschiedliche  Zwecke  (vgl.  BGE  120  Ib  129,  E.  5.b).  So  steht  aus 
fremdenpolizeilicher  Sicht  das  Interesse  der  öffentlichen  Ordnung  im 

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Vordergrund.  Angesichts  des  untergeordneten  Beitrags  der 
Beschwerdeführerin  an  der  Tat  sowie  der  Tatsache,  dass  sie  innerhalb 
ihres  damaligen  Bekanntenkreises  zur  Beteiligung  überredet  wurde,  ist 
sie als Mitläuferin zu bewerten. Zudem hat sie sich seither und damit seit 
mehr als acht Jahren klaglos verhalten.  Ins Gewicht  fällt auch, dass sie 
offenbar  von  jenem  Bekanntenkreis  Abstand  genommen  hat  und  sich 
heute auf  andere Freundschaften  konzentriert. Positiv  zu bewerten  sind 
zudem  die  Bemühungen  innerhalb  ihrer  Wohngemeinde.  So  hat  sie 
engagiert  an  einem  Projekt  zur  Integration  mitgearbeitet  und  die 
Gemeinde  in  Asylbelangen  unterstützt.  Im  Ergebnis  kann  der 
Beschwerdeführerin  aufgrund  ihres  bisherigen  Verhaltens  eine 
durchwegs gute Prognose gestellt werden.

8.5.  In  Bezug  auf  die  Frage  der  Wiedereingliederung  fällt  vorliegend 
massgeblich  ins  Gewicht,  dass  die  Beschwerdeführerin  nie  in  ihrem 
Heimatland  gelebt  hat  und  ihre  Eltern  sowie  die  Geschwister  in 
Deutschland  leben.  Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  ist 
entscheidend,  ob  die  persönliche,  berufliche  und  familiäre 
Wiedereingliederung als stark gefährdet zu gelten hat (BGE 2C.784/2010 
vom 26. Mai 2011 E. 3.2.3). Die Eltern der Beschwerdeführerin  sind  im 
Jahre  1973  nach  Deutschland  übersiedelt  und  haben  dort  eine  Familie 
gegründet. Die Beschwerdeführerin  ist  in Weil  am Rhein  aufgewachsen 
und  hat  dort  die  Schulen  besucht.  Somit  hat  sie  die  sozial  prägenden 
Jahre der Jugend, der Adoleszenz und des frühen Erwachsenenalters in 
Deutschland,  nahe  der  Schweizergrenze  verbracht,  wie  auch  die 
Geschwister,  die  heute  noch  dort  leben.  Hingegen  hat  sie  durch  ihre 
Heirat  und  Übersiedlung  in  die  Schweiz  die  Aufenthaltserlaubnis  in 
Deutschland  verloren.  Ihre  Rückkehrmöglichkeit  ist  damit  in  Frage 
gestellt.  Entsprechend  hat  die  Vorinstanz  bei  der  Beurteilung  eine 
Ausreise  nach  Serbien  verfügt.  Bei  dieser  Konstellation  ist  jedoch  dem 
Umstand Rechnung zu tragen, dass die Beschwerdeführerin sinngemäss 
als Ausländerin zweiter Generation zu behandeln ist. In solchen Fällen ist 
grundsätzlich  mehr  Zurückhaltung  geboten.  Ihr  gesamtes  soziales 
Beziehungsnetz,  ihre engsten Bezugspersonen und Vertrauten befinden 
sich  in der Schweiz, die nächsten Verwandten, wie bereits dargelegt,  in 
Deutschland.  Gemäss  Akten  bestehen  keine  sozialen  Kontakte  zu 
Angehörigen  in  ihrer  Heimat.  Die  möglichen  Verwandten  in  ihrem 
ursprünglichen Heimatland Serbien, wie Grosseltern, Onkel, Tanten sind 
entweder gestorben oder wie ihre Eltern ausgewandert. Somit wäre es ihr 
verwehrt,  in  ihrer Heimat auf ein  tragfähiges Beziehungsnetz zu greifen, 
das  ihr  bei  der  sozialen  und  beruflichen  Eingliederung  in  Serbien 

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behilflich  sein  könnte.  Angesichts  ihrer  langjährigen  Tätigkeit  in  der 
Logistik  eines  Schweizerunternehmens  und  der  diesbezüglichen 
Spezialisierung dürfte es für sie schwierig sein, in einem ihr unbekannten 
beruflichen  Umfeld  Fuss  zu  fassen.  Unter  Berücksichtigung  sämtlicher 
Ausführungen zur  Integrationsfrage  ist  von einer derart  starken Bindung 
zur Schweiz auszugehen, dass sie als hier  verwurzelt  zu gelten hat.  Im 
Rahmen der vorzunehmenden Interessenabwägung genügt es, wenn die 
privaten  Interessen  an  einem  weiteren  Verbleib  in  der  Schweiz  das 
öffentliche  Interesse  an  einer  restriktiven  Ausländerpolitik  klarerweise 
überwiegen. 

8.6.  In  Würdigung  sämtlicher  dargelegten  Ausführungen  (mehrmalige 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung,  Dauer  des  Aufenthalts  in  der 
Schweiz, wirtschaftliche und  soziale  Integration,  persönliches Verhalten, 
Situation  im  Falle  einer  "Rückkehr")  sind  die  privaten  Interessen  der 
Beschwerdeführerin  an  einem  Verbleib  in  der  Schweiz  höher  zu 
gewichten  als  das  entgegenstehende  öffentliche  Interesse  an  einer 
restriktiven  Migrationspolitik.  Die  Verweigerung  der  Zustimmung  zur 
Verlängerung  der  Aufenthaltsbewilligung  erweist  sich  damit  als 
unverhältnismässig (Art. 49 Bst. a VwVG).

9. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 
Verfügung Bundesrecht verletzt  (Art. 49 Bst. a VwVG). Die Beschwerde 
ist  deshalb  gutzuheissen,  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und 
die Zustimmung zur Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu erteilen.

10. 
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  keine  Kosten 
aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1  und  2  VwVG  )  und  der  geleistete 
Kostenvorschuss  ist  zurückzuerstatten.  Der  obsiegenden 
Beschwerdeführerin  ist  gestützt  auf  Art.  64  VwVG  zu  Lasten  der 
Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen. Diese ist gestützt auf 
die  Kostennote  ihres  Rechtsvertreters,  die  zu  keinen  grundsätzlichen 
Beanstandungen Anlass gibt, auf Fr. 2'782.75 (MwSt.  inkl.)  festzusetzen 
(Art.  7  ff.  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2. 
Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben, und der Verlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung wird die Zustimmung erteilt.

3. 
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  am  25.  März  2008 
geleistete Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 800.­ wird zurückerstattet.

4. 
Die  Vorinstanz  hat  die  Beschwerdeführerin  für  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht mit Fr. 2'782.75 (inkl. MwSt.) zu entschädigen.

5. 
Dieses Urteil geht an:

– die Beschwerdeführerin (Einschreiben)
– die Vorinstanz (Akten Ref­Nr. ZEMIS 2 301 599 retour)
– den Migrationsdienst des Kantons Bern (Ref­Nr. 2952261/5985578)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Marianne Teuscher Giulia Santangelo

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