# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6631a1a5-4553-5692-bb62-b45d3fedf765
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-08
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 08.06.2018 UV 2016/68
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-68_2018-06-08.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/68

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2018

Entscheiddatum: 08.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 08.06.2018
Art. 24 Abs. 1 UVG: Anspruch auf Integritätsentschädigung aufgrund in 
leichter Fehlstellung verheilter Mittelfussfrakturen verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juni 2018, UV 2016/68). 
Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_555/2018.

Entscheid vom 8. Juni 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/68      

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Debora Bilgeri, Advokaturbüros Dähler & 

Lippuner, Poststrasse 12, 9000 St. Gallen, 

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gegen

Groupe Mutuel Versicherungen AG, Rue des Cèdres 5, Postfach, 1920 Martigny,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Integritätsentschädigung

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war bei der B.___ tätig und dadurch bei der 

Groupe Mutuel Versicherungen AG (nachfolgend: GMA AG) gegen die Folgen von 

Unfällen und Berufskrankheiten obligatorisch versichert. Am 6. Juni 2011 verletzte sie 

sich beim Einsteigen in den Bus den linken Fuss. Noch am selben Tag begab sich die 

Versicherte in Behandlung bei Dr. med. C.___, Spezialarzt Orthopädie FMH. Dieser hielt 

im Bericht vom 27. September 2011 fest, dass sich die Versicherte mit einem 

Schonhinken links vorgestellt habe und der linke Vorfuss schmerzhaft und geschwollen 

gewesen sei. Er stellte ein abgeflachtes Längsgewölbe sowie eine Druckdolenz der 

Metatarsalia (MT, Plural von Mittelfussknochen) 4 und 5 mit livider Färbung fest. Eine 

Röntgenuntersuchung brachte eine subcapitale Metatarsale (MT, Singular von 

Mittelfussknochen) 5 Fraktur und eine Mehrfragmentfraktur des MT 4 bei Senkfuss 

links zur Darstellung (act. G 9.1/2; act. G 9.1/3).

A.b  Nach anfänglich konservativer Behandlung (vgl. act. G 9.1/3) hatte Dr. C.___ bei 

der Versicherten am 22. September 2011 aufgrund einer verzögerten Knochenheilung 

(vgl. act. G 9.1/4) eine Plattenosteosynthese MT 4 mittels Spongiosaplastik vom Pilon 

tibial durchgeführt (act. G 9.1/3; act. G 9.1/6). Im Austrittsbericht vom 28. September 

2011 hielt Dr. C.___ fest, dass insgesamt ein problemloser postoperativer Verlauf 

vorliege (act. G 9.1/6).

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A.c  Es folgten weitere Untersuchungen bei Dr. C.___. Am 6. Dezember 2011 

informierte er den Hausarzt der Versicherten, Dr. med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, 

darüber, dass der Patientin ein Kind auf den linken Vorfuss gefallen sei. In der Folge sei 

dieser geschwollen gewesen und habe geschmerzt. Dr. C.___ merkte an, dass die 

diversen von der Patientin beklagten Beschwerden nicht objektiviert werden könnten. 

Der Knochen sei tadellos geheilt, und bei Druck auf die MT gebe die Patientin keinen 

Schmerz an, jedoch polstere sie den Vorfuss im Schuh wegen Druckschmerzen. Auch 

sei nicht nachvollziehbar, warum sie im Bereich des oberen Sprunggelenks (OSG) kein 

Gefühl haben sollte, da auf dieser Höhe kein Trauma dokumentiert sei. In einem Bericht 

an die GMA AG vom 7. Februar 2012 hielt Dr. C.___ fest, dass ausser einem 

abgeflachten Längs- und Quergewölbe und einer Druckdolenz der MT 3-4 und deren 

Köpfchen sowie einer leichten Hyposensibilität über dem Fussrücken links ein 

unauffälliger Befund bestehe (act. G 9.1/8). Mit Schreiben vom 21. Februar 2012 

informierte Dr. C.___ Dr. D.___ darüber, dass die Versicherte mit den Einlagen nun 

recht gut laufe. Sie gebe aber an, dass sie beim Knien respektive Sitzen auf dem Fuss 

die Zehen 2-4 nicht genügend biegen könne und dann Schmerzen habe. Klinisch liege 

ein unveränderter Befund des linken Fusses mit fast symmetrisch freier 

Zehengrundgelenksbeweglichkeit vor (act. G 9.1/9). Mit Bericht vom 1. Juni 2012 

setzte Dr. C.___ die GMA AG darüber in Kenntnis, dass die Versicherte bei der 

Abschlussuntersuchung vom 19. März 2012 über eine eingeschränkte Beweglichkeit 

gewisser Gelenke am linken Fuss berichtet habe, wodurch sie etwas behindert sei, 

jedoch ohne Schmerzen. Klinisch liege links ein leichter Senk-Spreizfuss vor, und es 

bestehe eine Druckdolenz über den MT 3, 4 und 5 bei sonst unauffälligem Befund (act. 

G 9.1/10).

A.d  In einem Bericht vom 18. August 2012 diagnostiziertre Dr. D.___ einen Verdacht 

auf eine Blockierung des Illiosakralgelenks (ISG-Blockade) und eine Lumboischialgie 

links durch Fehlhaltung bzw. Fehlbelastung bei Status nach MT Fraktur 4 

(Osteosynthese) und 5 (konservativ behandelt). Dr. D.___ erachtete einen 

Kausalzusammenhang der Rückenbeschwerden zum Unfallereignis als sehr 

wahrscheinlich, da die Versicherte bis zu diesem Zeitpunkt nie wegen 

Rückenbeschwerden in Behandlung gewesen sei. Allerdings erwähnte er, dass 

betreffend Rücken eher kein bleibender Nachteil zu erwarten sei (act. G 9.1/11). Die 

GMA AG bat sodann ihren beratenden Arzt, Dr. med. E.___, Facharzt FMH Chirurgie, 

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zert. med. Gutachter, um eine diesbezügliche Einschätzung. Dieser erachtete einen 

Kausalzusammenhang lediglich als möglich (act. G 9.1/12).

A.e  Aufgrund wiederkehrender Schmerzen, Gefühlsstörungen und einer 

Hyposensibilität am linken Fuss sowie einer Hyposensibilität im Bereich des linken 

Unterschenkels wurde am 4. Dezember 2012 auf Zuweisung von Dr. C.___ eine 

neurologische und elektrophysiologische Untersuchung durch Dr. med. F.___, 

Neurologie FMH, durchgeführt. Dr. F.___ stellte klinisch zwar eine distale traumatische 

Läsion der linksseitigen Nervi peroneus und tibialis plantares fest, jedoch ergaben die 

elektrophysiologischen Untersuchungen, soweit sie durchgeführt werden konnten, 

keine Hinweise auf eine Polyneuropathie (act. G 9.1/13; vgl. auch act. G 1.3 S. 3 f.).

A.f  Am 18. Februar 2013 erfolgte eine erneute dreitägige Hospitalisation der 

Versicherten in der Klinik Z.___ für eine Narbenexzision, eine Tenolyse der 

Strecksehnen 4 und 5 sowie für die Metallentfernung (act. G 9.1/14; act. G 9 S. 4; act.  

G 1 S. 3; act. G 9.1/19 S. 4).

A.g  In der konsiliarischen Beurteilung vom 20. Juni 2013 hielt Dr. F.___ fest, dass die 

Versicherte am 13. Mai 2013 gestürzt sei und sich eine Fraktur des linken Handgelenks 

sowie des kleinen Fingers der rechten Hand zugezogen habe (act. G 9.1/17). Laut dem 

Physiotherapiebericht vom 3. Januar 2015 verlor die Versicherte aufgrund des Sturzes 

die zuvor erarbeitete Sicherheit im Gangbild. Die Versicherte habe ausgesagt, dass sie 

das Bein nicht habe kontrollieren können, als sich der Sturz ereignet habe (act. G 

9.1/24).

A.h  Für die Einholung einer Zweitmeinung wegen der Fussschmerzen begab sich die 

Versicherte am 15. Mai 2013 in Behandlung bei Dr. med. G.___, FMH Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapperats. Dr. G.___ stellte als Befund 

einen diffusen Druckschmerz am gesamten Rückfuss, an der Fusssohle und im 

Zehenbereich fest. Die Schwellung sei nur noch gering bis mässig ausgeprägt. Es 

bestehe eine reizlose Operationsnarbe, die etwas verklebt sei. Auch über dem 

anteromedialen distalen Unterschenkel befinde sich eine reizlose Operationsnarbe. 

Eine Röntgenuntersuchung machte eine radiologisch konsolidierte Fraktur der MT 5 

und MT 4 mit etwas unregelmässiger Knochenstruktur an der distalen MT 4 sichtbar. 

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Dr. G.___ veranlasste eine SPECT-CT Untersuchung sowie ein MRT am linken Fuss 

und forderte den neurologischen Bericht von Dr. F.___ an, bevor er am 5. Juni 2013 

eine erneute Beurteilung vornahm. Die SPECT-CT Untersuchung am linken Fuss habe 

keinen Hinweis auf einen Sudeck oder eine Pseudarthrosenbildung ergeben, jedoch 

eine leicht erhöhte Tracer Aufnahme MT 4, DD: Remodeling, eine leicht aktivierte 

Arthrose Metatarsus sesamoidal medial MTP (Metatarsophalangeal-Gelenk) 1, eine 

leicht aktivierte Arthrose TMT (Tarsometatarsalgelenk) 2 und einen kleinen 

Knocheninfarkt Metaphysär distale Tibia (act. G 9.1/18). Die am 24. Mai 2013 im 

Röntgeninstitut Y.___, durch Dr. med. H.___, FMH Radiologie, durchgeführte MRT-

Untersuchung hatte in leichter Fehlstellung verheilte Frakturen der MT 4 und 5, eine 

initiale Lisfranc-Arthrose, im TMT-Gelenk 2 aktiviert mit kleiner subkortikaler 

Geröllzystenbildung im Os cuneiforme 2 und perifokalem Spongiosaödem gezeigt. Im 

Übrigen hatte jedoch eine postoperativ normale Darstellung des Mittel-/Vorfusses ohne 

Nachweis einer morphologisch fassbaren Ursache für das angegebene 

Schwächegefühl bzw. die Missempfindungen im linken Mittel-/Vorfuss vorgelegen (act. 

G 9.1/16; act. G 9.1/18).

A.i   Auf Veranlassung von Dr. G.___ erfolgte am 20. Juni 2013 eine erneute 

neurologische und elektrophysiologische Untersuchung der Versicherten durch Dr. 

F.___. Elektrophysiologisch liess sich weder eine Polyneuropathie noch eine relevante 

motorische Läsion des linken Nervus peroneus nachweisen. Dr. F.___ erwähnte 

allerdings in ihrem Bericht zur Untersuchung, dass sie ein Neurom oder auch ein 

Morton Neurom nicht mit letzter Sicherheit ausschliessen könne (act. G 9.1/17).

A.j   Am 28. Januar 2014 fand eine von der GMA AG veranlasste Untersuchung der 

Versicherten durch Dr. E.___ statt. In seinem Gutachten vom 30. Januar 2014 kam 

dieser im Wesentlichen zum Schluss, dass die bisher durchgeführten bildgebenden 

Untersuchungen auf den seitlichen Aufnahmen ein prominentes Hervortreten der 

Metatarsalköpfchen 2 und 3 bei einem leicht verkürzten Strahl 4 zeigten. Die 

Konsolidation von Strahl 5 Köpfchen sei mit einer leichten dorsalen Abweichung 

erfolgt. Demnach sei die Hauptbelastung nicht wie üblich auf Strahl 1 und 5, sondern 

auf den Metatarsalköpfchen 2-4. Die von der Versicherten beklagten Schmerzen, die 

Gefühlsstörung, das Anschwellen des Fusses sowie die gelegentlich einschiessenden 

Dolenzen bis in das OSG seien durch die Fehlhaltung im Vorfussbereich erklärbar. Eine 

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weitere Erklärung für die Dekompensation des Vorfusses bestehe darin, dass bei 

längerer Ruhigstellung die Quergewölbe bildende Vorfussmuskulatur atroph werde. Die 

elektromyographisch nicht verifizierte, klinisch subjektiv empfundene Schädigung des 

Nervus peroneus sei ebenfalls auf die Vorfussdekompensation zurückzuführen. 

Sämtliche objektiven Untersuchungen hätten ein negatives Resultat gezeigt. 

Anhaltspunkte für ein komplexes regionales Schmerzsyndrom II (CRPS II) seien klinisch 

nicht nachvollziehbar. Unfallfremde Faktoren verneinte Dr. E.___ grundsätzlich. Es liege 

eine Fussdekompensation bei Inaktivität vor, die mit entsprechender Fussgymnastik 

und entsprechenden therapeutischen Massnahmen behoben werden könne. Als 

Massnahmen, von welchen noch eine Besserung erwartet werden könne, empfahl Dr. 

E.___ im Gutachten eine korrekte retrocapitale Abstützung oder allenfalls eine Helal 

Operation. Den Gesundheitszustand der Versicherten erachtete er mit Ausnahme der 

inaktivitätsbedingten Fussdeformation mit Spreizfussbildung und Überbelastung der 

Metatarsalköpfchen 2, 3 und 4 als stabil. Die Frage, ob als Folge des Unfalls vom 6. 

Juni 2011 eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität resultiere, 

verneinte er (act. G 9.1/19; act. G 15.2).

A.k  Dr. med. I.___, Klinik X.___ stellte in einem von der GMA AG eingeforderten Bericht 

vom 4. November 2014 die Diagnose Status nach Quetschtrauma Fuss links vom 6. 

Juni 2011, residuale posttraumatische Beschwerden und Schwellung sowie 

Kniebeschwerden links. Als unfallfremde Faktoren für den Heilungsverlauf erwähnte Dr. 

I.___ die posttraumatische Fuss-Deformität. Als zu erwartender bleibender Nachteil gab 

er ebenfalls die posttraumatische Deformität an (act. G 9.1/20).

A.l   Aufgrund einer Aktenbeurteilung nahm der Vertrauensarzt der GMA AG, Dr. med. 

J.___, Chirurgie FMH, Zertifizierter Gutachter SIM, in einem Bericht vom 18. November 

2014 Stellung. Er erachtete den Gesundheitszustand der Versicherten als grundsätzlich 

stabil und bezeichnete die Therapiemassnahmen als ausgeschöpft. Wegen des 

Nichtansprechens auf alle Therapiemassnahmen, der Symtomausweitung sowie der 

Diskordanz der subjektiven Symptome und der objektiven Feststellungen dränge sich 

die Vermutung von nicht organischen, unfallfremden Faktoren auf (act. G. 9.1/21).

A.m Mit Verfügung vom 25. November 2014 stellte die GMA AG die Leistungen aus der 

obligatorischen Unfallversicherung mit Ausnahme der am 8. Oktober 2014 verordneten 

Serie Physiotherapie per 30. November 2014 ein (act. G 9.1/22).

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A.n  Nachdem die Versicherte gegen diese Verfügung am 9. Januar 2015 Einsprache 

erhoben hatte, erhielt die GMA AG einen Verlaufsbericht einer 

Physiotherapiebehandlung der Versicherten. In diesem ist vermerkt, dass die 

Versicherte am 17. Juni 2014 erneut gestürzt sei und sich dabei das linke Knie geprellt 

habe, was zu einem ausgeprägten Hämatom und einer Schwellung beim Fuss und im 

Kniebereich geführt habe (act. G 9.1/24). Ferner legte die GMA AG die Akten ihrem 

Vertrauensarzt Dr. J.___ zur ergänzenden Beurteilung vor. Dieser führte in einer 

Stellungnahme vom 17. Juni 2015 aus, dass der Kausalzusammenhang zwischen einer 

Arthrose TMT 2 und dem Unfallereignis vom Juni 2011 höchstens möglich sei, weil die 

Arthrose an unterschiedlicher Lokalisation zu den Initialschäden sei. Eine 

neuralgieforme Komponente als Erklärung für die Beschwerden der Versicherten sei 

schon diskutiert, aber neurologisch nicht bestätigt worden. Das Beschwerdebild werde 

überlagert von multiplen, unfallfremden Komorbiditäten wie beispielsweise 

mehrmaligen Schulteroperationen, beidseitigen Senk-Spreizfüssen und unspezifischen 

Kniebeschwerden (act. G 15.1).

A.o  Mit Einspracheentscheid vom 19. August 2015 wies die GMA AG die Einsprache 

der Versicherten ab (act. 9.1/25). Dieser wurde nicht angefochten.

B.   

B.a  In einer Verfügung vom 4. November 2015 verneinte die GMA AG den Anspruch 

der Versicherten auf eine Integritätsentschädigung (act. G 9.1/26).

B.b  Mit Eingabe vom 1. Dezember 2015 erhob die Versicherte dagegen Einsprache 

(act. G 9.1/27). Mit Einspracheentscheid vom 29. August 2016 wies die GMA AG die 

Einsprache ab (act. G 9.1/28).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid reichte die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwältin, lic. iur. Debora Bilgeri, St. Gallen, 

mit Eingabe vom 28. September 2016 Beschwerde ein (act. G 1). Darin beantragt sie, 

dass der Einspracheentscheid vom 29. August 2016 aufzuheben und der 

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Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung von wenigstens 15 % zuzusprechen 

sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act.  G 1 S. 2).

C.b Am 29. November 2016 ersuchte die GMA AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) 

Dr. J.___ um eine Stellungnahme zur Integritätsentschädigung. Im Bericht vom 2. 

Dezember 2016 verneinte dieser eine aus dem Unfall vom 6. Juni 2011 resultierende 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität. Er beschrieb, dass das 

undifferenzierte Schmerzmuster, die Inkonsistenz zwischen dem Leidensdruck und den 

objektiven Feststellungen sowie das fehlende Ansprechen auf die 

Therapiemassnahmen über Jahre in der Regel für das Vorhandensein von 

unfallfremden Faktoren sprechen würden. Als unfallfremd bezeichnete er die 

Verminderung von Quer- und Längsgewölbe bei beidseitigem Senk-Spreizfuss sowie 

die Krallenzehen des initial nicht betroffenen Strahls 2 und 3. Als ebenfalls unfallfremd 

beschrieb er eine allfällige Arthrose im TMT 2, da weder der Strahl 2 noch das Lisfranc-

Gelenk (zwischen Fusswurzel und MT, frakturfern) initial betroffen gewesen seien (act. 

G 9.1/29).

C.c Am 31. Januar 2017 nahm Dr. J.___ nach Prüfung des zur Verfügung gestellten 

Röntgendossiers nochmals Stellung. Er kam im Wesentlichen zum Schluss, dass als 

objektivierbare Unfallrestfolge einzig eine Achsenabweichung im Mittelfussbereich im 

Sinne einer Varisierung von weniger als 10 Grad vorliege. In der Regel würden bei 

subcapitalen Frakturen im Mittelfussbereich Achsenabweichungen bis 30 Grad 

problemlos toleriert. Bei der Versicherten bestünden überdies wesentliche statische 

Störungen bei Spreiz-Senkfuss mit ausgeprägtem Hallux vulgus und Hammer-(Krallen)-

Zehen, welche das Beschwerdebild teilweise zu erklären vermöchten, jedoch 

unfallfremd seien. Eine posttraumatische Arthrose lasse sich nach eingehender Prüfung 

des Dossiers nicht bestätigen, insbesondere finde sich weder eine relevante Arthrose 

des Lisfranc noch der MTP 2-5. Eine beginnende Arthrose MP 1 (gemeint wohl MTP 1) 

sei hingegen bereits auf den Unfallbildern ersichtlich (act. G 9.1/30).

C.d Mit Eingabe vom 3. Februar 2017 reichte die Beschwerdegegnerin ihre 

Beschwerdeantwort samt Akten ein (act. G 9; act. G 9.1). Darin beantragt sie, dass die 

Beschwerde abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 29. August 2016 zu 

bestätigen sei. Jegliche anderweitigen Begehren seien abzuweisen (act. G 9 S. 15).

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C.e Die Beschwerdeführerin erstattete am 13. März 2017 Replik, in welcher sie an den 

gestellten Anträgen unverändert festhält (act. G 10 ff.).

C.f  Mit Eingabe vom 5. April 2017 reichte die Beschwerdegegnerin noch fehlende 

Unterlagen nach und erstattete die Duplik. Darin hält sie an den in der 

Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2017 gestellten Anträgen vollumfänglich fest (act. 

G 15; act. G 15.1; act. G 15.2).

C.g Eine Stellungnahme seitens der Beschwerdeführerin zur Duplik blieb aus (act. G 

16).

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 2 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Nachdem vorliegend 

ein Unfall aus dem Jahr 2011 zur Diskussion steht, sind die bis 31. Dezember 2016 

gültigen Bestimmungen anwendbar.

2.   

2.1  Mit Einspracheentscheid vom 19. August 2015 bzw. der diesem zu Grunde 

liegenden Verfügung vom 25. November 2014 hat die Beschwerdegegnerin die 

vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) aus der obligatorischen 

Unfallversicherung für den Unfall der Beschwerdeführerin vom 6. Juni 2011 

(grundsätzlich) per 30. November 2014 eingestellt (act. G 9.1/22; act. G 9.1/25). Die 

Leistungseinstellung ist im Wesentlichen damit begründet worden, dass von weiteren 

medizinischen Behandlungen keine namhafte Besserung mehr erwartet werden könne 

(act. G 9.1/25). Die Beschwerdegegnerin hat also im genannten Einspracheentscheid 

per 30. November 2014 einen Fallabschluss vorgenommen, womit sie davon 

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ausgegangen ist, der Zeitpunkt für eine Beurteilung des Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung sei erreicht (vgl. dazu Art. 19 Abs. 2 UVV; ALEXANDRA 

RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2012, S. 143 f.). Der Einspracheentscheid ist unbestrittenermassen in 

Rechtskraft erwachsen. In dessen Erwägungen ist zwar auch die Aussage zu finden, 

dass keine Integritätsentschädigung geschuldet sei (act. G 9.1/25 S. 11), jedoch kann 

weder dem Einspracheentscheid noch dem Dispositiv der diesem zugrundeliegenden 

Verfügung vom 25. November 2014 entnommen werden, dass die 

Beschwerdegegnerin tatsächlich eine Prüfung dieses Anspruchs vorgenommen hat 

(vgl. act. 9.1/22; act. 9.1/25). Von einer Ausdehnung des Streitgegenstands im 

Einspracheentscheid kann jedenfalls nicht ausgegangen werden. Daher ist nicht zu 

beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin über diesen Anspruch mit separater 

Verfügung vom 4. November 2015 bzw. mit dem im vorliegenden 

Beschwerdeverfahren angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. August 2016 

befunden hat (act. G 9.1/26; act. G 9.1/26; act. G 9.1/28). Gegenstand des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet somit der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf eine Integritätsentschädigung für die Folgen des Unfalls vom 

6. Juni 2011.

2.2  Soweit die Beschwerdegegnerin geltend macht, sie habe über einzelne 

Kausalitätsfragen (vgl. dazu nachfolgende Erwägungen 3.3 ff. und 6.4 ff.) bereits mit 

Einspracheentscheid vom 19. August 2015 rechtskräftig entschieden (act. G 9 S. 14 f.), 

ist dem entgegenzuhalten, dass die urteilende Instanz beim erstmaligen Entscheid über 

eine Dauerleistung die Leistungspflicht – trotz Übereinstimmung einzelner 

Anspruchsvoraussetzungen mit denjenigen der vorübergehenden 

Versicherungsleistungen – neu überprüfen kann, ohne dabei an den Entscheid über die 

vorübergehenden Leistungen bzw. an Begründungselemente desselben gebunden zu 

sein (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 8C_1/2016, E. 4.5.3; Urteil 

des Bundesgerichts vom 5. März 2013, 8C_666/2012, E. 4.1, nicht publ. in: BGE 139 V 

161).

3.   

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3.1  Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG besteht ein Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung, wenn die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde 

und erhebliche Schädigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität 

erleidet. Als dauernd gilt ein Integritätsschaden, wenn er voraussichtlich während des 

ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang bestehen bleibt, und als erheblich, 

wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität unabhängig von der 

Erwerbsfähigkeit augenfällig oder stark beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 UVV).

3.2  Gemäss Art. 25 UVG wird die Integritätsentschädigung in Form einer 

Kapitalleistung ausgerichtet, wobei sie entsprechend der Schwere des 

Integritätsschadens abgestuft wird. Voraussehbare Verschlimmerungen sind nach Art. 

36 Abs. 4 UVV angemessen zu berücksichtigen. Anhang 3 zur UVV enthält eine Skala 

für Integritätsentschädigungen. Die Entschädigung für spezielle, nicht in der Skala 

aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert 

abgeleitet. Integritätsschäden, welche nicht wenigstens einen Skalenwert von 5 % 

erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (zum Ganzen Anhang 3 UVV). In 

Weiterentwicklung der Skala des Anhang 3 zur UVV hat die medizinische Abteilung der 

SUVA weitere Bemessungsgrundlagen in Form von Tabellen erarbeitet, welche als 

Richtwerte dienen können (vgl. BGE 116 V 157 E. 3a). Die Bemessung der 

Integritätsentschädigung beruht auf einer medizinisch-theoretischen Einschätzung der 

Beeinträchtigung der Integrität, wobei von den individuellen Auswirkungen des 

Gesundheitsschadens zu abstrahieren ist (BGE 113 V 221 f. E. 4).

3.3  Angesichts der Gesetzesbestimmung von Art. 24 Abs. 1 UVG ist die 

Unfallkausalität Anspruchsvoraussetzung für eine Integritätsentschädigung. Eine 

Leistungspflicht des Versicherers ist somit nur für Gesundheitsschäden gegeben, die 

natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis zusammenhängen 

(vgl. Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3.1 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 53 

ff.). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Expertinnen oder Experten angewiesen (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 

125 V 352 f. E. 3). Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 ff. E. 3.2 ff.; BGE 123 III 110; BGE 

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112 V 30). Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung der Unfallversicherung hat indessen bei 

physischen Unfallfolgen praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 117 V 365 E. 5 

d/bb mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 

2).

3.4  Der im Sozialversicherungsprozess herrschende Untersuchungsgrundsatz (BGE 

122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2) schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Die Parteien tragen 

aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu 

Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt Rechte 

ableiten wollte (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 

E. 3b mit Hinweisen). Wird also auf dem Wege der Beweiserhebung das Vorliegen 

eines (leistungsbegründenden) natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem 

Beschwerdebild und dem Unfall nicht wenigstens mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse Möglichkeit genügt nicht - so hat dieses als 

unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person 

auswirkt (BGE 129 V 181 E. 3.1; BGE 117 V 360 E. 4a, je mit Hinweisen).

3.5  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, sprich ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und sämtliche Beweismittel 

unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und schliesslich danach 

zu entscheiden, ob die verfügbaren Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruchs ermöglichen (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; SVR 

2010 IV Nr. 52, 9C_125/2009, E. 3; UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/

Basel/Genf 2015, N 120 zu Art. 61 mit weiteren Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

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Fachpersonen begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Auch den 

Berichten versicherungsinterner Ärzte oder Ärztinnen kann rechtsprechungsgemäss 

Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 469 E. 4.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb und 3b/ee, je 

mit Hinweisen). Selbst reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, 

sofern der medizinischen Person, welche das Aktengutachten verfasst hat, genügend 

ärztliche Unterlagen zur Verfügung gestanden haben, die auf persönlichen 

Untersuchungen der versicherten Person beruhen, sodass sie dem Experten oder der 

Expertin ein gesamthaft lückenloses Bild zu verschaffen mögen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 31. August 2006, U 198/06, E. 3.3 mit Hinweisen).

4.   

4.1  Der Beschwerde an das kantonale Versicherungsgericht als ordentlichem 

Rechtsmittel kommt grundsätzlich Devolutiveffekt zu; die Behandlung der Sache geht 

also mit Einreichung der Beschwerde auf die Beschwerdeinstanz über. Insoweit ist es 

dem Versicherungsträger grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung der Beschwerde 

noch weitere oder zusätzliche Abklärungen vorzunehmen; nach der Rechtsprechung 

sind punktuelle Abklärungen (wie z.B. das Einholen von Bestätigungen, 

Bescheinigungen oder auch Rückfragen) zugelassen, wobei für die Frage der 

Zulässigkeit sowohl die zeitliche Intensität als auch die Bedeutung der 

Sachvervollständigung allfälliger Abklärungsmassnahmen entscheidend ist. Allerdings 

wird der Devolutiveffekt ohnehin durch das Recht auf Wiedererwägung (Art. 53 Abs. 3 

ATSG) der Verwaltungsbehörde eingeschränkt (zum Ganzen BGE 136 V 5 E. 2.5 mit 

Hinweis; BGE 127 V 231 f. E. 2b/aa mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 16. 

Dezember 2014, 8C_284/2014, E. 5.2.3).

4.2  Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin nach Beschwerdeeinreichung weitere 

Abklärungen getroffen, indem sie ergänzende Fragen an ihren beratenden Arzt Dr. 

J.___ gestellt hat. Dabei hat es sich jedoch lediglich um solche punktueller Art 

gehandelt. Die entsprechenden Antworten von Dr. J.___ sind denn auch kurz 

ausgefallen (vgl. act. G 9.1/29; act. G 9.1/30). Zudem haben die internen 

Aktenbeurteilungen grundsätzlich ohne Mitwirkung der Beschwerdeführerin (lediglich 

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Einreichung von Röntgenbildern; vgl. act. G 7) stattgefunden und zu keiner relevanten 

Verzögerung des Verfahrens geführt. Die nach Beschwerdeerhebung getroffenen 

Massnahmen seitens der Beschwerdegegnerin sind bezüglich zeitlicher Intensität somit 

unproblematisch. Inhaltlich gesehen hatte zwar Dr. J.___ in den Berichten vor 

Beschwerdeerhebung die Frage der Integritätsentschädigung noch nicht explizit 

beurteilt (vgl. act. G 9.1/21; act. G 1.5). Allerdings gibt es Überschneidungen bei den 

medizinischen Abklärungen, die für eine Leistungseinstellung wesentlich sind, und 

denjenigen, die für die Frage der Integritätsentschädigung von Bedeutung sind. 

Insoweit hatte er sich zumindest zum wesentlichen medizinischen Sachverhalt 

geäussert (vgl. act. G 9.1/21; act. G 1.5). Überdies hatte die Beschwerdegegnerin auch 

bereits Dr. E.___ explizit nach dem Bestehen eines Integritätsschadens befragt (vgl. 

act. G 1.3) und auch weitere Berichte zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts 

eingeholt (vgl. act. G 9.1/3 ff.). Es kann der Beschwerdegegnerin somit nicht 

vorgeworfen werden, dass sie die notwendigen Abklärungsmassnahmen in ein 

späteres Verfahren verschoben hat. Überdies hat sie die Berichte von Dr. J.___ vom 2. 

Dezember 2016 und 31. Januar 2017 in dem Zeitraum veranlasst, in welchem ein 

Widerruf pendente lite noch zulässig gewesen wäre. Die entsprechenden 

Aktenbeurteilungen von Dr. J.___ sind der Beschwerdeführerin bzw. ihrer 

Rechtsvertreterin sodann zugestellt worden, sodass sie die Möglichkeit erhalten haben, 

sich dazu zu äussern (vgl. act. G 12). Bezüglich dieser Berichte kann daher auch nicht 

von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs ausgegangen werden. Die Berichte von 

Dr. J.___ vom 2. Dezember 2016 und vom 31. Januar 2017 sind demnach im 

vorliegenden Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen.

5.   

5.1  Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dahingehend, 

dass im angefochtenen Einspracheentscheid auf diverse in der Einsprache 

vorgebrachte Einwände nicht eingegangen worden sei. Insbesondere befasse sich der 

Entscheid nicht damit, dass Dr. E.___ in seinem Gutachten noch diverse Massnahmen 

als erfolgversprechend empfohlen und unmissverständlich festgehalten habe, dass 

eine unfallbedingte posttraumatische Fussdekompensation vorliege (act. G 1 S. 4).

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5.2  Gemäss Art. 42 ATSG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. 

Wichtiger Bestandteil dieses Anspruchs ist die Pflicht der Behörden, einen Entscheid 

zu begründen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 41 

zu Art. 42). Art. 52 Abs. 2 ATSG statuiert die Begründungspflicht ausdrücklich auch für 

Einspracheentscheide. Diese soll verhindern, dass sich eine Behörde von unsachlichen 

Motiven leiten lässt, und den Betroffenen soll durch die Begründung ermöglicht 

werden, den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten zu können. In diesem 

Sinn müssen in der Begründung wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, 

von denen sich die Behörde leiten lassen hat und auf die sich der Entscheid stützt, 

wobei sich die Begründung aber auf die für den Entscheid wesentlichen 

Gesichtspunkte beschränken darf (zum Ganzen BGE 112 Ia 109 f. E. 2b mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 2015, 8C_608/2015, E. 3.2.2 mit 

Hinweis).

5.3  Die Beschwerdegegnerin legt im angefochtenen Einspracheentscheid die 

Standpunkte der Beschwerdeführerin ausführlich dar. Sodann fasst sie die von Dr. 

E.___ beschriebenen Diagnosen in komprimierter Form zusammen. Damit schenkt sie 

dem Argument der Beschwerdeführerin, dass Dr. E.___ gewisse Unfallfolgen 

anerkenne, Beachtung, erwähnt dann aber, dass Dr. E.___ eine 

Integritätsentschädigung verneint habe. Unter weiterer Bezugnahme auf die Berichte 

von Dr. J.___, welcher insbesondere auch den Kausalzusammenhang einer Arthrose 

TMT II verneine, kommt die Beschwerdegegnerin zum Schluss, dass die noch 

vorhandenen bzw. geltend gemachten Beschwerden keinen Anspruch auf eine 

Integritätsentschädigung gemäss den Suva-Tabellen geben würden. Mit anderen 

Worten geht die Beschwerdegegnerin sinngemäss davon aus, dass nicht genügend 

erhebliche Restunfallfolgen vorliegen, die eine Integritätsentschädigung rechtfertigen 

(vgl. act. G 1.1). Auch wenn nicht jeder ihrer Einwände im Einspracheentscheid 

eingehend behandelt worden ist, so ist dennoch nicht ersichtlich, inwiefern es der 

Beschwerdeführerin nicht möglich gewesen sein soll, den Einspracheentscheid 

sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist somit zu 

verneinen. Im Falle der Annahme einer Gehörsverletzung würde diese jedenfalls nicht 

besonders schwer wiegen, sodass sie als geheilt betrachtet werden könnte, da das 

hiesige Gericht im vorliegenden Verfahren Sachverhalt und Rechtslage frei überprüft 

und eine Rückweisung zu einer unnötigen Verfahrensverzögerung führen würde (vgl. 

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BGE 133 I 204 f. E. 2.2; Urteil des Bundesgerichts vom 16. September 2008, 

8C_424/2008, E. 2.3, je mit Hinweisen). Ergänzend sei darauf hinzuweisen, dass die 

Beschwerdeführerin aus formellen Gründen auch keinen Antrag auf Aufhebung und 

Rückweisung der Verfügung zur neuen Beurteilung gestellt hat (vgl. act. G 1 S. 2; act. 

G 13 S. 2).

6.   

6.1  Materiell-rechtlich gilt es nun vorerst zu prüfen, welche gesundheitlichen 

Restfolgen als unfallkausal zu betrachten sind und somit für die Festlegung einer 

Integritätsentschädigung überhaupt relevant sein könnten.

6.2  Die Beschwerdeführerin stellt sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass 

aufgrund der unfallbedingt zustandegekommenen Fehlstellungen der MT eine 

dauernde Schädigung der Anatomie des Vorfusses bestehe. Es würden strukturell 

anatomische Normabweichungen vorliegen, die Dr. E.___ in seinem Gutachten vom 30. 

Januar 2014 aufgeführt habe, nämlich ein prominentes Hervortreten der 

Metatarsalköpfchen 2 und 3, einen leicht verkürzten Strahl 4, eine leicht dorsale 

Abweichung von Strahl 5 Köpfchen, eine Schädigung des Nervus peroneus sowie eine 

Atrophie der Mittelfuss-Muskulatur. Weiter halte Dr. E.___ unfallbedingte funktionelle 

Auswirkungen fest, eine unphysiologische Hauptbelastung auf den Metatarsalköpfchen 

2 und 4 statt 1 und 5 sowie eine Dekompensation des Vorfusses. Die Schmerzen, die 

Gefühlsstörung und das Anschwellen im Fuss sowie die gelegentlich einschiessenden 

Schmerzen bis in das OSG habe Dr. E.___ im Gutachten sodann als Folgen der 

Fehlhaltung im Vorfuss beschrieben. Vor diesem Hintergrund sei es verwirrend und auf 

den ersten Blick nicht nachvollziehbar, dass Dr. E.___ in seinem Gutachten eine 

dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität verneine. Die Erklärung für 

diese vermeintliche Unstimmigkeit liege darin, dass er weitere Massnahmen und eine 

weitere Operation empfohlen habe, von welchen angeblich eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes hätte erwartet werden dürfen. Die Beschwerdegegnerin habe 

aber mit Verfügung vom 25. November 2014 die Versicherungsleistungen sogar mit der 

Begründung eingestellt, dass keine namhaften Besserungen mehr zu erwarten seien. 

Für die Beurteilung des Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung sei daher von 

dem im Gutachten festgehaltenen Zustand auszugehen. Die Frage nach anteilmässigen 

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unfallfremden Faktoren habe Dr. E.___ verneint. Unter Bezugnahme auf die Suva-

Tabelle 2 und unter Berücksichtigung der zu erwartenden Verschlimmerung der 

Arthrosenbildung rechtfertige sich eine Integritätsentschädigung von insgesamt 15 % 

(act. G 1).

6.3  Die Beschwerdegegnerin stellt sich insbesondere mit Verweis auf eine SPECT-CT 

Untersuchung des linken Fusses der Beschwerdeführerin und die Berichte von Dr. 

J.___ vom 2. Dezember 2016 sowie 31. Januar 2017 auf den Standpunkt, dass die 

einzig objektivierbare unfallkausale Schädigung eine distale Achsenabweichung im 

Bereich der MT der Beschwerdeführerin sei, welche allein als nicht erheblich 

einzustufen sei. Die Ausführungen von Dr. E.___ liessen ebenfalls nur den Schluss zu, 

dass eine dauerhafte, insbesondere erhebliche Schädigung nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ausgewiesen sei (act. G 9).

6.4  Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares 

Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der 

Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der Patientin 

unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-strukturellen 

Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, MRT, 

CT) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 121 f. E. 9; BGE 134 V 232 ff. E. 5.1 f. mit 

Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2).

6.5  Unbestrittenermassen hat die Beschwerdeführerin im Juni 2011 einen Unfall 

erlitten, bei welchem sie sich am linken Fuss Frakturen der MT 4 und 5 zugezogen hat. 

Ebenfalls unbestritten ist, dass die Frakturen in leichter Fehlstellung verheilt sind bzw. 

eine leichte Achsenabweichung verblieben ist (vgl. act. G 9.1/16; G 9.1/18; G 9.1/28 

ff.). Insofern besteht eine unfallkausale Restfolge. Die Beschwerdeführerin klagt über 

ein fortdauerndes Schwächegefühl sowie anhaltende Gefühlsstörungen und 

Schmerzen im linken Fuss, die teilweise bis in das OSG einschiessend seien (vgl. act. 

G 1). Zu prüfen ist nun, ob die subjektiv angegeben Beschwerden objektivierbar auf die 

vorgenannte unfallkausale Restfolge bzw. auf allfällige sekundäre Unfallfolgen 

zurückzuführen sind.

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6.6 

6.6.1      Eine am 24. Mai 2013 bei Dr. H.___ durchgeführte MRT Untersuchung des 

linken Fusses der Beschwerdeführerin zeigt neben der bereits erwähnten leichten 

Fehlstellung der MT 4 und 5 eine initiale Lisfranc-Arthrose, im TMT Gelenk 2 aktiviert 

mit kleiner subkortikaler Geröllzystenbildung im Os cuneiforme 2 und perifokalem 

Spongiosaödem. Im Übrigen liegt gemäss dem Bericht von Dr. H.___ jedoch eine 

postoperativ normale Darstellung des Mittel-/Vorfusses vor, ohne Nachweis einer 

morphologisch fassbaren Ursache für das angegebene Schwächegefühl bzw. die 

Missempfindungen im linken Mittel-/Vorfuss (act. G 9.1/16). Dr. G.___ interpretiert diese 

MRT Untersuchung dahingehend, dass eine beginnende Arthrose TMT 2 vorliege. Eine 

leicht aktivierte Arthrose TMT 2 ist laut Dr. G.___ auch der von ihm veranlassten 

SPECT-CT Untersuchung zu entnehmen. Zudem hat diese Untersuchung eine leicht 

aktivierte Arthrose Metatarsus sesamoidal medial MTP I ergeben (act. G 9.1/18 S. 2).

6.6.2      Laut Dr. J.___ zeigen die Röntgenbilder vom 15. Mai 2013 keine signifikante 

Arthrose im Lisfranc bei normaler Knochendichte. Das MRT des linken Fusses vom 24. 

Mai 2013 zeige ebenfalls keine signifikante Arthrose. Dr. J.___ kommt nach Durchsicht 

der Akten und der erwähnten bildgebenden Untersuchungen somit zum Schluss, dass 

eine posttraumatische Arthrose nicht bestätigt werden könne. Insbesondere finde sich 

keine relevante Arthrose des Lisfranc, noch der MTP 2-5 (act. G 9.1/30).

6.6.3      Wie soeben dargelegt, erkennt Dr. J.___ keine signifikante Arthrose und Dr. 

G.___ spricht von einer leicht aktivierten MTP-1 Arthrose und TMT-2 Arthrose. Im 

Bericht von Dr. H.___ ist von einer initialen Arthrose die Rede. Die Begrifflichkeiten 

„nicht signifikant“, „leicht aktiviert“ und „initial“ deuten allesamt auf ein Anfangsstadium 

einer Arthrose bzw. eine sehr leicht ausgeprägte Arthrose hin. Die beginnende Arthrose 

MP-1 (gemeint wohl MTP I) ist laut Dr. J.___ bereits auf den Unfallbildern ersichtlich 

gewesen, weshalb diese nicht unfallkausal sein kann. Auch scheint es nicht 

überwiegend wahrscheinlich, dass die TMT-2 Arthrose auf den Unfall zurückzuführen 

ist, wie Dr. J.___ nachvollziehbar dargelegt hat, da die Lokalisation der beim Unfall 

erlittenen Frakturen nicht mit derjenigen der Arthrose übereinstimmt (act. G 9.1/30). 

Entgegen dem Einwand der Beschwerdeführerin (vgl. act. G 1 S. 7), womit die 

Fachkompetenz von Dr. J.___ angezweifelt wird, handelt es sich bei diesem, wie die 

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Beschwerdegegnerin in ihrer Duplik darlegt und entsprechend belegt, um einen 

Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapperats mit 

Kernkompetenzen im Bereich der Vorfusschirurgie (vgl. act. G 15 S. 2). Soweit die 

Beschwerdeführerin weiter einwendet, dass Dr. J.___ bei seiner Begründung die sich 

aus dem Unfall ergebenden Fehlbelastungen möglicherweise ausser Acht gelassen 

habe (vgl. act. G1 S. 7), ist dem entgegenzuhalten, dass sich dem Gutachten von Dr. 

E.___ ebenfalls nicht ausdrücklich entnehmen lässt, dass die Arthrosen auf 

Fehlbelastungen zurückzuführen sind (vgl. act. G 9.1/19). Auch wenn nicht vollständig 

ausgeschlossen werden kann, dass die Arthrosen durch unfallbedingte Faktoren, wie 

allfällige Fehlbelastungen, begünstigt worden sein könnten, erscheint es zumindest 

nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sie das Ergebnis des Unfalls vom 6. Juni 2011 

sind.

6.7 

6.7.1      Als objektiv sichtbare Befunde bestehen entsprechend dem Gutachten von Dr. 

E.___ vom 30. Januar 2014 ferner ein Senk-Spreizfuss (links stärker ausgeprägt als 

rechts), eine leichte Hallux valgus Stellung sowie ein Digitus superductus 4. Aufgrund 

der zunehmenden Hallux valgus Deformation und der superductus 4 Deformation 

schliesst Dr. E.___ auf ein kollabiertes Quergewölbe bzw. eine 

Quergewölbedekompensation. Das Längsgewölbe sei auf der linken Seite gegenüber 

der rechten Seite ebenfalls mehr dekompensiert (act. G 9.1/19 S. 8 f.). Ein Senk-

Spreizfuss bzw. ein abgeflachtes Längs- und Quergewölbe ist auch von Dr. C.___ 

festgestellt worden (act. G 9.1/3; act. G 9.1/8 ff.). Dr. J.___ entnimmt dem SPECT-CT 

vom 28. Mai 2013 ebenfalls einen ausgeprägten Hallux valgus sowie die Bildung von 

Hammer(krallen)zehen 2-4 (act. G 9.1/30).

6.7.2      Bei der Beschwerdeführerin bestehen somit offensichtlich gewisse 

Deformationen beim linken Vorfuss. Dr. J.___ erachtet es jedoch nicht als überwiegend 

wahrscheinlich, dass diese unfallkausal sind. Die Krallenzehen seien beim Strahl 2 und 

3 anzusiedeln, welche vom Unfall nicht initial betroffen gewesen seien. Auch die 

Verminderung von Quer- und Längsgewölbe bzw. den Senk-Spreizfuss, welcher 

beidseitig vorhanden sei, sowie den Hallux erachtet er nicht als unfallkausal (act. G 

9.1/29; act. G 9.1/30). Dr. I.___ hat die Vorfussdeformation ebenfalls als unfallfremd 

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eingestuft (vgl. act. G 9.1/20). Dr. E.___ führt in seinem Gutachten aus, dass bei der 

Beschwerdeführerin Fehlbelastungen im Vorfussbereich bestehen würden und ihre 

Beschwerden dadurch erklärbar seien. Diese Fehlbelastungen scheint Dr. E.___ zwar 

auf die unfallkausalen Restfolgen, nämlich die leicht dorsale Abweichung von Strahl 5 

Köpfchen bzw. den verkürzten Strahl 4 zurückzuführen, jedoch erwähnt er nicht 

ausdrücklich, dass die aufgezählten Fussdeformationen eindeutig die Folge dieser 

Fehlhaltungen seien. Als weitere mögliche Erklärung für die Entstehung der 

Fussdekompensation nennt er den Umstand, dass die Muskulatur des Vorfusses bei 

Ruhigstellung atroph werden könne (act. G 1.3 S. 9 f.). Auch wenn die Ruhigstellung als 

Unfallfolge zu betrachten wäre, entsteht der Eindruck, dass Dr. E.___ lediglich nach 

möglichen Erklärungen für die Schmerzen der Beschwerdeführerin sucht, ohne diese 

als die einzig denkbaren Ursachen zu beschreiben. So verneint er denn auch nur 

„grundsätzlich“ unfallfremde Faktoren (vgl. act. G 1.5 S. 11) und erachtet die 

Schmerzen der Beschwerdeführerin lediglich als durch die Fehlbelastungen 

„erklärbar“ (vgl. act. G 1.5 S. 10). Überdies führt er die nicht objektiv verifizierte von der 

Beschwerdeführerin empfundene Schädigung des Nervus peroneus auf die 

Vorfussdekompensation zurück, ohne diese Aussage näher zu erklären (act. G 9.1/19 

S. 9 f.). Mangels anderer objektivierbarer Korrelate für die Schmerzen der 

Beschwerdeführerin scheint es nachvollziehbar, dass Dr. E.___ als einzige Erklärung für 

die Beschwerden die Vorfussdekompensationen bzw. Fehlbelastungen sieht. Allerdings 

ist seine Erklärung für die Entstehung der Vorfussdekompensationen nicht besonders 

schlüssig. Dr. E.___ legt nicht dar, ob die Ruhigstellung des Fusses oder die 

Fehlbelastungen hauptursächlich sein sollen, und lässt insbesondere ausser Acht, dass 

Vorfussdeformationen schon in den ersten Untersuchungen nach dem Unfall 

vorgelegen haben. Ein Senk-Spreizfuss bzw. ein abgeflachtes Längs- und 

Quergewölbe ist von Dr. C.___ bereits in den ersten Untersuchungen nach dem Unfall 

festgestellt worden (vgl. act. G 9.1/3; act. G 9.1/7 ff.). Gegen die Unfallkausalität des 

Senk-Spreizfusses spricht sodann, dass dieser beidseits, wenn auch in 

unterschiedlichem Ausmass, vorliegt (vgl. act. G 9.1/18 S. 8). Wie bereits erwähnt, hat 

die Röntgenaufnahme vom 6. Juni 2011 gemäss Dr. J.___ zudem eine beginnende 

Arthrose im Grosszehengrundgelenk gezeigt, welche die Entstehung eines Hallux 

bekanntermassen begünstigen kann (vgl. act. G 9.1/30 S. 1). Es erscheint demnach als 

sehr wahrscheinlich, dass ein Grossteil der Vorfussdekompensationen bereits im 

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Zeitpunkt des Unfallereignisses bestanden hatte und sich dann durch ein komplexes 

Zusammenspiel unterschiedlicher Faktoren, wie beispielsweise durch die bestehenden 

Deformationen bedingte Fehlhaltungen, möglicherweise noch verschlimmert hat. Es ist 

zwar nicht völlig ausgeschlossen, dass das Unfallereignis vom 6. Juni 2011 die 

Vorfussdeformationen bzw. -dekompensationen auf irgendeine Art und Weise 

zumindest mitbeeinflusst haben könnte. Eine (teilweise sekundäre) traumatische 

Entstehung der komplexen Vorfussproblematik erscheint jedoch zumindest nicht 

wahrscheinlicher als eine solche mit rein unfallfremden Faktoren, womit der 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfüllt ist.

6.8  Eine motorische Läsion eines Nervs oder eine Polyneuropathie ist in den 

neurologischen und elektrophysiologischen Untersuchungen von Dr. F.___ vom 4. 

Dezember 2012 und 20. Juni 2013 nicht festgestellt worden (act. G 9.1/13; act. G 

9.1/17).

6.9  Als strukturelle unfallkausale Läsion bleibt demnach die leichte Fehlstellung der 

verheilten MT 4 und 5. Dass die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 

Schmerzen, Schwächegefühle und Gefühlsstörungen Folge dieser geringen Läsion 

sind, ist angesichts des umfassenden Gesamtbildes mit degenerativen 

Gesundheitsschäden (Arthrose) und anatomischen Fehlstellungen (statische 

Fussinsuffizienz, Hallux valgus) unwahrscheinlich. Gemäss Dr. J.___ werden 

Achsenabweichungen bei subcapitalen Frakturen im Mittelfussbereich in der Regel bis 

zu 30 Grad problemlos toleriert. Vorliegend bestehe nur eine Achsenabweichung von 

ungefähr 10 Grad (zum Ganzen vgl. act. G 9.1/30). Er weist überdies darauf hin, dass 

ein undifferenziertes Schmerzmuster vorliege mit einer Inkonsistenz zwischen dem 

Leidensdruck und den objektiven Feststellungen. Auch das fehlende Ansprechen auf 

sämtliche Therapiemassnahmen über Jahre deute in der Regel auf das Vorhandensein 

unfallfremder Faktoren hin (act. G 9.1/21 act. G 9.1/29; act. G 9.1/30). Eine in Folge des 

Unfalls resultierende dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen Integrität der 

Beschwerdeführerin verneint Dr. J.___ ausdrücklich (act. G 9.1/29). Auch Dr. H.___ 

erwähnt bei der Beurteilung des MRT vom 24. Mai 2013, dass kein Nachweis einer 

morphologisch fassbaren Ursache für das angegebene Schwächegefühl bzw. die 

Missempfindungen im linken Mittel-/Vorfuss erkennbar sei (act. G 9.1/16). Er erachtet 

die in leichter Fehlstellung verheilten Frakturen demnach ebenfalls nicht als mögliche 

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Ursache für die von der Beschwerdeführerin angeführten Leiden. Dr. E.___ verneint 

zwar unfallfremde Faktoren und führt die Leiden der Beschwerdeführerin auf 

unfallbedingte Fehlhaltungen oder auf eine Inaktivität der Muskulatur zurück. Er spricht, 

wie die Beschwerdeführerin geltend macht, von einer Fussdekompensation bei 

Inaktivität posttraumatisch (vgl. act. G 1 S. 7 f.; act. G 1.5 S. 11). Wie oben dargelegt, 

ist vorliegend aber nicht davon auszugehen, dass die Fussdekompensationen 

unfallkausal sind. Überdies verneint auch Dr. E.___ das Vorliegen eines 

unfallrechtlichen Integritätsschadens (vgl. act. G 1.3 S. 11), was ebenfalls als Hinweis 

darauf zu werten ist, dass er letztlich von keiner erheblichen unfallkausalen Schädigung 

ausgeht. Sollte Dr. E.___ den Integritätsschaden allenfalls auch deswegen verneint 

haben, weil er aufgrund der von ihm vorgeschlagenen Therapiemassnahmen noch eine 

Besserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin erwartet hat, wie es 

diese geltend macht (vgl. act. G 1 S. 6 f.), würde dies an der vorstehend dargestellten 

Sachlage nichts zu ändern vermögen.

6.10       Neben dem Regelfall, dass für die Annahme von Unfallrestfolgen eine 

strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte Läsion als objektivierbares Korrelat 

verlangt wird, gibt es darüber hinaus auch anerkannte unfallkausale Schmerzsyndrome, 

wie das Complex Regional Pain Syndrome (komplexes regionales Schmerzsyndrom; 

abgekürzt CRPS; auch Morbus Sudeck genannt), die auftreten, obwohl die Verheilung 

einer strukturellen Läsion grundsätzlich günstig verlaufen ist (vgl. dazu ALFRED M. 

DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 695 ff.). 

Anhaltspunkte für ein solches Schmerzsyndrom sind vorliegend jedoch nicht 

vorhanden (vgl. act. G 1.5 S. 10; act. G 9.1/18; act. G 9.1/29; act. G 9.1/30).

6.11       Eine infolge des Unfallereignisses vom 6. Juni 2011 dauernde Schädigung der 

körperlichen Integrität der Beschwerdeführerin, welche die Erheblichkeitsgrenze für 

eine Integritätsentschädigung erreichen würde (vgl. E. 3.1), kann nach dem Gesagten 

nicht festgestellt werden. Demnach hat die Beschwerdeführerin vorliegend keinen 

Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.

7.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/23

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7.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 29. 

August 2016 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 

abzuweisen.

7.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

7.3  Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 08.06.2018
	Art. 24 Abs. 1 UVG: Anspruch auf Integritätsentschädigung aufgrund in leichter Fehlstellung verheilter Mittelfussfrakturen verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 8. Juni 2018, UV 2016/68). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_555/2018.

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