# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee1a6734-df1c-5004-a041-b2e6a533a4c6
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.01.2015 UV 2013/87
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-87_2015-01-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/87

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.01.2015

Entscheiddatum: 19.01.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2015
Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 4 ATSG. Natürliche Kausalität zwischen der 
diagnostizierten Hydromyelie und dem Unfall als Folge eines 
Schleudertraumas mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint. 
Adäquanzprüfung gemäss BGE 134 V 109. Einstufung des Ereignisses als im 
engeren Sinne mittelschwerer Unfall. Adäquate Kausalität der myofaszialen 
Schmerzen im Nackenbereich sowie der hyperästhetischen 
Missempfindungen und dem Unfall verneint (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2015, UV 
2013/87).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-
Studerus undMiriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiber Silvan 
BötschiEntscheid vom 19. Januar 2015in 
SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 
9443 Widnau,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), 
Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 
6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

A.    

A.a  A.___ (nachfolgend Versicherte) war bei der B.___ GmbH angestellt, als sie am 10. 

Juli 2008 mit einem Personenwagen in eine am Strassenrand stehende Mauer prallte 

(Suva-act. 2). Sie musste in der Folge von der Rega ins Kantonsspital St. Gallen 

geflogen werden, wo ein ischämischer Hirninfarkt und ein stumpfes Abdominaltrauma 

diagnostiziert wurden (Suva-act. 8).

A.b  Nachdem die Versicherte am 31. Juli 2008 aus der stationären Behandlung des 

Kantonsspitals St. Gallen entlassen worden war, trat sie am 6. August 2008 in das 

Rehabilitationszentrum der Kliniken Valens ein, wo sie bis 30. September 2008 zwecks 

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neuropsychologischer Therapie verblieb und ein Programm zum Aufbau 

berufspraktischer Kompetenzen durchlief (Suva-act. 30). Anschliessend wohnte sie 

wieder bei ihren Eltern in C.___ und absolvierte vom 13. Oktober 2008 bis zum 23. 

Dezember 2008 ein ambulantes berufliches Förderprogramm des 

Rehabilitationszentrums in Valens (Suva-act. 39).

A.c  Mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 kürzte die Suva die Taggeldleistungen der 

Versicherten rückwirkend ab 13. Juli 2008 um 10 %, weil sie bei der Kollision vom 10. 

Juli 2008 nachweislich keine Sicherheitsgurte getragen hatte (Suva-act. 34)

A.d  Ab Ende Februar 2009 besetzte die Versicherte im Rahmen einer 

Eingliederungsmassnahme eine Arbeitsstelle beim Verein D.___, wo sie im Textilatelier 

unter anderem Näharbeiten erledigte (Suva-act. 47). Anfangs erfüllte sie ein Pensum 

von 70 %, welches ab 24. März 2009 auf 80 % und schliesslich auf 100 % erhöht 

wurde (Suva-act. 52 und 182). Nebenbei war sie in regelmässiger 

physiotherapeutischer Behandlung (Suva-act. 53, 59, 74 und 84). Ab Mitte Juni 2009 

arbeitete die Versicherte bis Januar 2010 im second-hand-Laden des D.___, wo das 

Arbeitspensum wegen Sprach- und Konzentrationsschwierigkeiten auf 50 % reduziert 

werden musste (Suva-act. 58, 80 und 182).

A.e  Am 10. Februar 2010 trat die Versicherte eine stationäre neurologische 

Rehabilitationsbehandlung in der Rehaklinik Bellikon an (Suva-act. 90), welche bis zum 

2. Juli 2010 dauerte (Suva-act. 115).

A.f   Ab 10. August 2010 war die Versicherte im Rahmen einer erneuten 

Eingliederungsmassnahme in einem 50 %-Pensum im Textilatelier des D.___ 

beschäftigt (Suva-act. 117). Zeitgleich absolvierte sie eine Medizinische 

Trainingstherapie und war in regelmässiger logopädischer und psychotherapeutischer 

Behandlung (Suva-act. 127, 132 und 146). Da die Versicherte ihre Präsenzzeit nicht 

erhöhen konnte, gab sie ihre Tätigkeit beim D.___ per Ende 2010 auf und bemühte sich 

in der Folge um eine Beschäftigung im Lebensmittelbereich (Suva-act. 145 und 153).

A.g  Ab 24. Januar 2011 arbeitete die Versicherte probeweise jeweils halbtags in der 

Küche des Vereins E.___ (Suva-act. 150). Am 26. Januar 2011 beklagte sie sich über 

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starke Schmerzen sowohl am Rücken als auch in den Beinen und musste die Arbeit in 

der Folge für zwei Tage aussetzen. Am 3. Februar 2011 wurde der Arbeitseinsatz 

schliesslich im gegenseitigen Einverständnis beendet (Suva-act. 147 und 150).

A.h  Mangels hinreichender Erfolgsaussichten von weiteren 

Eingliederungsmassnahmen strebte die Suva ab 29. März 2011 die abschliessende 

Erledigung des Versicherungsfalls an (Suva-act. 153). Zwecks Abklärung eines 

allfälligen Rentenanspruchs der Versicherten beauftragte die Suva am 18. April 2011 

Dr. med. F.___, Facharzt für Neurologie FMH, mit der Erstellung eines neurologischen 

bzw. interdisziplinären Gutachtens (Suva-act. 157; vgl. Suva-act. 170). Mit Eingabe 

vom 31. Mai 2011 bzw. vom 20. Juli 2011 reichte die anwaltlich vertretene Versicherte 

einen Katalog mit zusätzlichen im Rahmen der Begutachtung zu stellenden Fragen ein 

(Suva-act. 161, 166 und 178).

A.i   Gemäss dem unter Leitung von Dr. F.___ erstellten interdisziplinären Gutachten 

vom 8. November 2011 ging der von der Versicherten erlittene Hirninfarkt dem 

Zusammenstoss vom 10. Juli 2008 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zeitlich 

unmittelbar voraus und löste den Unfall erst aus. Die heute bestehenden Defizite seien 

überwiegend wahrscheinlich durch den Hirninfarkt verursacht worden bzw. bereits 

vorbestehend gewesen (Suva-act. 180).

A.j   Mit Schreiben vom 21. November 2011 liess die Suva der Versicherten das 

interdisziplinäre Gutachten vom 8. November 2011 zukommen und stellte die 

Einstellung der Versicherungsleistungen per 30. November 2011 in Aussicht (Suva-

act. 184).

A.k  Am 27. April 2012 teilte die Versicherte der Suva mit, dass sie noch immer an 

Nacken-, Rücken- und Nierenbeschwerden leide, die auf den Zusammenstoss vom 10. 

Juli 2008 zurückzuführen seien. Aufgrund dieser Beschwerden sei sie mindestens 

einmal pro Monat bei ihrem Hausarzt, Dr. med. G.___, praktischer Arzt, in Behandlung 

gewesen. Als Beleg reichte sie ein entsprechendes ärztliches Zeugnis vom 3. 

Dezember 2011 ein, demzufolge sie bereits seit dem 4. August 2008 immer wieder 

über Nacken- und Rückenbeschwerden geklagt habe (Suva-act. 196).

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A.l   Mit Schreiben vom 21. Mai 2012 machte die Suva Dr. G.___ darauf aufmerksam, 

dass in dessen Zeugnis vom 3. Dezember 2011 erstmalig von Rücken- und 

Nackenbeschwerden die Rede sei. Entsprechend forderte sie ihn zur Erstellung eines 

ausführlichen Berichts auf, der Auskunft über allfällige objektivierbare Befunde gebe 

(Suva-act. 198).

A.m Am 2. Juli 2012 liess Dr. G.___ der Suva einen in seinem Auftrag erstellten Bericht 

von Dr. med. H.___, Facharzt für Neurochirurgie FMH, vom 26. Juni 2012 zukommen. 

Dessen Beurteilung zufolge sind die Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule 

(LWS) auf eine Bandscheibendegeneration zurückzuführen. Die Beschwerden im 

Bereich der Halswirbelsäule (HWS) und die hyperästhetischen Missempfindungen der 

Versicherten fänden ihr Korrelat hingegen in einer höchstwahrscheinlich 

posttraumatischen Hydromyelie im zervikothorakalen Übergang (Suva-act. 199 f.).

A.n  In der Folge liess die Suva den Bericht von Dr. H.___ durch Kreisarzt Dr. med. 

I.___, Facharzt für Chirurgie, in Bezug auf die Unfallkausalität der Beschwerden aus 

versicherungsärztlicher Sicht beurteilen (Suva-act. 202). In seinem Gutachten vom 

23. August 2012 kam Dr. I.___ zum Schluss, dass die beim Zusammenstoss erlittenen 

Milz- und Nierenverletzungen unproblematisch und deren Behandlung spätestens ab 

18. Juli 2008 abgeschlossen gewesen seien. Von Rückenschmerzen sei erstmals 

zweieinhalb Jahre nach dem Zusammenstoss die Rede und Dr. H.___ habe diese in 

seinem Bericht vom 26. Juni 2012 erstmals ärztlich dokumentiert. Im Bereich der LWS 

seien die Beschwerden auf eine Degeneration zurückzuführen, weshalb eine 

Unfallkausalität ausgeschlossen werden könne. Dies gelte auch mit Blick auf die Latenz 

der Beschwerden. Bezüglich der diagnostizierten Hydromyelie im Bereich des 

zervikothorakalen Überganges beantragte Dr. I.___ eine Überprüfung durch einen 

Versicherungsmediziner der Suva (Suva-act. 203).

A.o  Daraufhin fragte die Suva am 25. September 2012 Dr. med. J.___, Facharzt für 

Neurologie FMH des Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin der Suva, um eine 

Beurteilung der Ursache der von Dr. H.___ diagnostizierten Hydromyelie im Bereich des 

zervikothorakalen Überganges an (Suva-act. 204).

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A.p  Ab 26. November 2012 arbeitete die Versicherte vorerst probeweise und 

schliesslich als festangestellte Verkäuferin in einer Bäckerei der K.___ GmbH mit einem 

Pensum von rund 50 % (Suva-act. 209 und 218).

A.q  Am 16. April 2013 erstattete Dr. J.___ sein versicherungsmedizinisches Gutachten, 

in welchem er sich mit sämtlichen bisher durchgeführten medizinischen 

Untersuchungen auseinandersetzte, um auf dieser Grundlage die medizinische 

Beurteilung von Dr. H.___ zu überprüfen. Im Ergebnis verneinte er eine Unfallkausalität 

der diagnostizierten Hydromyelie und folglich der Schmerzen im Bereich der HWS 

aufgrund des Zeitpunkts und der Art der geäusserten Beschwerden sowie des 

typischerweise angeborenen Ursprungs der Hydromyelie bei gleichzeitigem Fehlen von 

Anzeichen, die auf deren traumatische Verursachung hindeuteten (Suva-act. 211).

A.r   Mit Verfügung vom 28. Juni 2013 stellte die Suva die Leistungen für Taggelder und 

Heilbehandlungen rückwirkend per 30. November 2011 ein, da seither keine 

Unfallfolgen mehr vorlägen. Die gegenwärtig noch beklagten Beschwerden seien nicht 

unfallkausal (Suva-act. 212).

B.   

B.a  Die Versicherte erhob am 29. Juli 2013 Einsprache gegen die Verfügung der Suva 

vom 28. Juni 2013 und beantragte deren Aufhebung unter Ausrichtung der 

gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung (Suva-act. 214). Zur Begründung 

brachte sie mit separater Eingabe vom 2. September 2013 vor, dass sie derzeit 

unfallbedingt lediglich halbtags arbeiten könne. Darüber hinaus sei sie mindestens 

einmal monatlich wegen unfallbedingter Rücken- und Nackenbeschwerden in ärztlicher 

Behandlung (Suva-act. 217).

B.b  Mit Einspracheentscheid vom 1. Oktober 2013 lehnte die Suva die Einsprache der 

Versicherten vom 29. Juli 2013 ab. Eine Unfallkausalität der Rücken- und 

Nackenbeschwerden sei mittels interdisziplinärem Gutachten und von mehreren 

Fachleuten in umfassender und schlüssiger Weise verneint worden. Die gegenteilige 

Einschätzung von Dr. H.___ habe überzeugend widerlegt werden können. Überdies 

genüge die Tatsache, dass die Beschwerden der Versicherte zeitlich erst nach dem 

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Unfallereignis aufgetreten seien, für den Nachweis einer unfallbegründenden Kausalität 

nicht (Suva-act. 220).

C.    

C.a  Mit vorliegend zu beurteilender Beschwerde vom 4. November 2013 gelangte die 

Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführerin) an das Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen und beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheids der Suva 

(nachfolgend Beschwerdegegnerin) vom 1. Oktober 2013 unter Ausrichtung der 

gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung. Eventualiter wurde die Erstellung eines 

unabhängigen, neutralen orthopädischen, neurologischen und psychologischen 

Gutachtens beantragt. Zur Begründung wird im Wesentlichen auf den Bericht von 

Dr. H.___ (Suva-act. 200) verwiesen. Das von Dr. F.___ erstellte interdisziplinäre 

Gutachten (Suva-act. 180) sowie die medizinische Beurteilung durch Dr. I.___ (Suva-

act. 203) und Dr. J.___ (Suva-act. 211) seien unvollständig und gingen von einem 

tatsachenwidrigen Sachverhalt aus (Suva-act. 240).

C.b  In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2013 bringt die 

Beschwerdegegnerin vor, die nachträglichen Behauptungen der Beschwerdeführerin 

zum Auftreten der Nacken- und Rückenschmerzen würden sich nicht mit den 

echtzeitlichen Untersuchungsbefunden decken. Aus diesem Grund komme dem 

diesbezüglichen hausärztlichen Zeugnis (Suva-act. 196) keinerlei beweismässige 

Bedeutung zu. Die geklagten Schmerzen seien unfallfremder Natur und die von Dr. 

H.___ diagnostizierte posttraumatische Hydromyelie bzw. Syringomyelie sei von Dr. 

J.___ (Suva-act. 211) in überzeugender Weise widerlegt worden (act. G 4).

C.c  Mit Replik vom 13. März 2014 hielt die Beschwerdeführerin an den Anträgen ihrer 

Beschwerdeschrift vom 4. November 2013 fest und ergänzte ihre Begründung durch 

Verweis auf weitere Sachverhaltselemente. Des weiteren bemängelte sie die 

Vollständigkeit und inhaltliche Schlüssigkeit der vorgenommenen Abklärungen sowie 

die Objektivität der Gutachter (act. G 15).

C.d  Mit separater Eingabe vom 4. April 2014 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre 

Beschwerde vom 4. November 2013 um eine Stellungnahme Dr. H.___s zum 

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Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom (act. G 17). Gemäss dieser 

Stellungnahme soll die Beschwerdeführerin bereits während ihrer 

Rehabilitationsaufenthalte über die Symptome einer Hydromyelie geklagt haben. Diese 

sei wahrscheinlich auf den Unfall zurückzuführen, was letztendlich aber wohl 

unbeweisbar bleibe (act. G 17.1).

C.e  In ihrer Duplik vom 28. April 2014 hielt die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen 

und im Wesentlichen auch an ihrer Begründung fest. Dr. H.___ habe keine eigenen 

echtzeitlichen medizinischen Erhebungen vorgenommen und seine Beurteilung beruhe 

auf einer unvollständigen und einseitigen Aktenlage. Im Endeffekt müsse die 

Beschwerdeführerin die Folgen der von ihm bestätigten Beweislosigkeit tragen (act. 

G 19).

Erwägungen:

1.     

1.1   Die Unfallversicherung gewährt Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen 

und Berufskrankheiten (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

[UVG; SR 832.20]). Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende 

Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder 

den Tod zur Folge hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1].

1.2   Zum Zeitpunkt des Zusammenstosses am 10. Juli 2008 war die 

Beschwerdeführerin aufgrund ihrer unselbständigen Anstellung erwiesenermassen 

durch die Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert 

(Suva-act. 7).

1.3   Die Beschwerdeführerin macht geltend, an den Folgen eines Unfalls im Sinne des 

Gesetzes zu leiden und erhebt einen Anspruch auf entsprechende 

Versicherungsleistungen (Suva-act. 214 und G 1). Unbestrittenermassen stellte die 

Kollision vom 10. Juli 2008 eine plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den Körper der Beschwerdeführerin dar. 

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Die Beschwerdegegnerin bestreitet hingegen, dass die gegenwärtig vorhandene 

Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin noch eine Folge dieser Kollision 

sei (Suva-act. 212 und 220).

1.4   Zur Beurteilung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist demnach zu 

prüfen, ob die nach dem 30. November 2011 noch bestehende 

Gesundheitsbeeinträchtigung der Beschwerdeführerin in kausaler Weise auf den Unfall 

vom 10. Juli 2008 zurückzuführen ist.

2.     

2.1   Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 

dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des 

natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser 

Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht 

erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne 

dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 

Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1).

2.2   Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 

adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 

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Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 

der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 

Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2).

3.     

3.1   Die Beschwerdegegnerin gelangte gemäss Einspracheentscheid gestützt auf ein 

interdisziplinäres neurologisches, neuropsychologisches und psychiatrisches 

Gutachten (Suva-act. 180 ff.) sowie zwei versicherungsmedizinische Beurteilungen 

(Suva-act. 203 und 211) und eines von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegten 

neurochirurgischen Berichts (Suva-act. 200) zum Schluss, dass seit 30. November 

2011 keine unfallbedingten Gesundheitsbeeinträchtigungen mehr vorliegen würden 

(Suva-act. 212). Die festgestellte residuelle, inkomplette sensomotorische 

Halbseitensymptomatik rechts mit latenter Hemiparese sowie die feinmotorisch-

koordinativen Defizite seien organisch als Folge des erlittenen Hirninfarkts nachweisbar 

und somit überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal. Das MRI habe keine 

Hinweise auf eine traumatische Hirnverletzung zu Tage gefördert. Die Behandlung der 

bei der Kollision vom 10. Juli 2008 zugezogenen subkapsulären Milz- und 

Nierenverletzung sei komplikationslos verlaufen und spätestens am 18. Juli 2008 

abgeschlossen gewesen. Von den einspracheweise vorgebrachten Rückenschmerzen 

(vgl. Suva-act. 217) sei erstmals in einem physiotherapeutischen Verlaufsbericht vom 

28. März 2011 (Suva-act. 155), also erst mehr als zweieinhalb Jahre nach dem 

Kollisionsereignis, die Rede gewesen. Ärztlich dokumentiert seien die 

Rückenbeschwerden erstmals in einem Bericht vom 26. Juni 2012 (Suva-act. 200). Im 

Bereich der LWS seien die Rückenbeschwerden jedoch unbestrittenermassen 

degenerativ bedingt, und eine Unfallkausalität könne schon aufgrund der Latenz der 

Beschwerden ausgeschlossen werden. Im Bereich des zervikothorakalen Überganges 

spreche ebenfalls die Latenz der Beschwerden gegen eine unfallkausale traumatische 

Syringo- bzw. Hydromyelie. Im Übrigen sei eine Hydromyelie definitionsgemäss stets 

angeborenen Ursprungs (vgl. act. G 4.1). Bezüglich einer traumatischen Syrinx-

Entwicklung fehle es an einer zeitnahen Dokumentation der charakteristischen 

klinischen Parameter, wie brennend-reissende Schmerzen lokaler Ausprägung, die 

häufig mit einer dissoziierten Sensibilitätsstörung, mit Lähmungserscheinungen und mit 

Blasenstörungen einhergingen. Die gegenwärtig geäusserten Beschwerden im Bereich 

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der HWS seien als myofasziale Schmerzen einzuordnen und deswegen nicht 

unfallkausal. Die attestierte Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. Suva-

act. 217) stehe somit in keinem Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 10. Juli 

2008 (Suva-act. 220).

3.2   Die Beschwerdeführerin bringt demgegenüber vor, bereits im Austrittsbericht des 

Kantonsspitals St. Gallen vom 4. August 2008 (Suva-act. 8) und im Austrittsbericht der 

Kliniken Valens (Suva-act. 30) sei ein Polytrauma diagnostiziert worden. Einem Bericht 

ihres Hausarztes (Suva-act. 196) zufolge habe sie erstmals am 4. August 2008 und 

seither immer wieder über Nacken- und Rückenbeschwerden geklagt. Ferner habe sie 

auch anlässlich eines Standortgesprächs am 30. Juni 2009 (Suva-act. 58) sowie der 

psychiatrischen Teilbegutachtung vom 15. August 2011 (Suva-act. 182) über Rücken- 

und Beinschmerzen bei zu langem Sitzen oder Stehen geklagt. Gleiches könne einer 

Telefonnotiz (Suva-act. 147) entnommen werden. Vor diesem Hintergrund würden die 

von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Begutachtungen (Suva-act. 180, 

203 und 211) bezüglich der Latenz der Beschwerden von einem falschen Sachverhalt 

ausgehen. Gleiches gelte für die Behauptung, sie habe sich nie über 

Lähmungserscheinungen beklagt (Suva-act. 211). Richtigerweise habe sie sich bereits 

am 10. September 2008 (Suva-act. 20) über ein Taubheitsgefühl im rechten Arm 

geäussert. Bei der psychiatrischen Teilbegutachtung vom 15. August 2011 habe sie 

zudem ausgeführt, dass sie ihre Hand "nicht mehr so wie vorher" spüre (Suva-

act. 182). Der von ihr konsultierte Neurochirurge Dr. H.___ (vgl. Suva-act. 200) vertrete 

die Ansicht, dass die hyperästethischen Missempfindungen ihr Korrelat in einer 

Hydromyelie im zervikothorakalen Übergang fänden, welche mit grösster 

Wahrscheinlichkeit posttraumatisch sei. Ein derartiges oder ähnliches Beschwerdebild 

sei im interdisziplinären Gutachten vom 8. November 2011 (Suva-act. 180) in keiner 

Weise behandelt worden, weshalb dieses ohne Beweiswert sei. Ganz allgemein sei der 

relevante Sachverhalt nicht genügend abgeklärt worden und die beauftragten 

Versicherungsmediziner aufgrund ihres Auftrags- bzw. Anstellungsverhältnisses 

befangen, weshalb ein neutrales orthopädisches und neurologisches Gutachten 

erstellen zu lassen sei (act. G 1 und G 15).

3.3   Die Beschwerdegegnerin entgegnet, dass sich die nachträgliche hausärztliche 

Bestätigung der Nacken- und Rückenbeschwerden (Suva-act. 196) nicht mit den 

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echtzeitlichen medizinischen Untersuchungsbefunden decke. Wenn dem 

interdisziplinären Gutachten vom 8. November 2011 (Suva-act. 180) keine Angaben 

betreffend Nacken- oder Rückenschmerzen entnommen werden könnten, so liege dies 

daran, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der entsprechenden Begutachtung 

nicht über solche Schmerzen geklagt habe. Ferner führe der von der 

Beschwerdeführerin beauftragte Arzt (Suva-act. 200) die Rückenbeschwerden im 

Bereich der LWS auf einen Bandscheibenvorfall zurück und äussere sich in keiner 

Weise zu einer allfälligen Unfallkausalität. Eine solche liege nicht vor, da die 

diesbezüglichen bundesgerichtlichen Voraussetzungen nicht erfüllt seien. Die 

Beschwerden im Bereich der HWS seien gemäss beschwerdeführerischem Bericht 

(Suva-act. 200) auf eine "posttraumatische" Hydromyelie beim zervikothorakalen 

Übergang zurückzuführen. Der so behauptete zeitliche Konnex ("posttraumatisch") 

bedeute aber noch keine Unfallkausalität, welche im Bericht weder beurteilt noch 

begründet werde. Die geschilderten Missempfindungen in der rechten Hand (Suva-act. 

182) stünden in keinem Zusammenhang mit der HWS-Problematik und seien 

vollständig auf den Hirninfarkt zurückzuführen. Schliesslich müsse beachtet werden, 

dass den versicherungsmedizinischen Expertisen der Suva gegenüber den hausärzt­

lichen Beurteilungen aufgrund der beruflichen und funktionellen Stellung sowie der 

Interessenlage der jeweiligen Sachverständigen rechtsprechungsgemäss eine 

vorrangige Bedeutung zukommen (act. G 4 und G 19).

3.4   Aus einer separat eingereichten Stellungnahme des von der Beschwerdeführerin 

beauftragten Arztes Dr. H.___ (act. G 17.1) geht hervor, dass sie bereits während ihrer 

Rehabilitatsionsaufenthalte über hyperästhetische, dysästhetische und brennende 

Missempfingungen sowie linksbetonte Nuchalgien geklagt habe, welche erst seit dem 

Unfall vorherrschen würden. Die MRI lasse eine Defektsituation im zentralen 

Rückenmark erkennen, wie sie gelegentlich nach einem Hyperextensionstrauma 

erkennbar sei. Angesichts der Tatsache, dass die brennenden Dysästhesien erst im 

Anschluss an die Kollision vom 10. Juli 2008 aufgetreten seien, könne auf eine 

wahrscheinlich unfallbedingte Veränderung im zervikalen Rückenmark geschlossen 

werden. Hingegen könne der kausalitätsverneinende Befund von Dr. J.___ (Suva-

act. 211) weder bewiesen noch bestätigt werden und sei eine blosse Vermutung, 

Behauptung bzw. Hypothese. Mangels magnetresonanztomographischer oder 

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elektrophysiologischer Aufzeichnungen aus der Zeit vor dem Kollisionsereignis bleibe 

die Unfallkausalität der Hydromyelie wohl auch unbeweisbar.

4.     

4.1   Das Bundesgericht misst den Berichten versicherungsinterner Ärzte vollen 

Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 

sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die 

Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf 

Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 

Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 

lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Berichterstatters 

allerdings ein strenger Massstab anzulegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_887/2009 

vom 21. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Verweis auf BGE 125 V 354 f. E. 3b/ee).

4.2   Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Person, 

mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen 

Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von 

der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig von 

behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen Fachpersonen, 

die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Da sich die 

behandelnden Ärztinnen und Ärzte zudem in erster Linie auf die Behandlung zu 

konzentrieren haben, verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den 

abschliessenden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven 

Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die 

rechtsprechungsgemäss geforderten materiellen Anforderungen an ein Gutachten. Aus 

diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im 

Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten 

ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig 

gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in 

Frage kommen (BGE 135 V 470 f. E. 4.5).

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4.3   Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von seiner Pflicht zu 

einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von der versicherten Person 

aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind. Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie 

auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen 

versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (BGE 135 V 471 E. 4.6).

5.     

5.1   Nachdem die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 30. November 2011 

eingestellt hat (Suva-act. 212), leidet die Beschwerdeführerin ihren eigenen Aussagen 

zufolge zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch immer an Rücken- und 

Nackenbeschwerden, die auf das Kollisionsereignis vom 10. Juli 2008 zurückzuführen 

seien und ihr lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 50 % ermöglichten (Suva-act. 214 und 

217).

5.2   Die von Dr. G.___ relativ allgemein als "Nacken- und Rückenbeschwerden" (Suva-

act. 196) bzw. als "Nacken- und Rückenschmerzen" (Suva-act. 199) bezeichneten 

Beschwerden wurden von Dr. H.___ anlässlich einer Untersuchung und aufgrund einer 

Magnetresonanztomographie vom 14. Juni 2012 in zwei separate Beschwerdebilder 

eingeteilt: Im Rumpf- bzw. Lendenbereich leide die Beschwerdeführerin an 

"beidseitigen, rechtsbetonten Beschwerden mit pseudoradikulären Ausstrahlungen bis 

zum rechten Knie unter Belastung" und im Nackenbereich an "linksbetonten 

Beschwerden mit hyperästhetischen Missempfindungen bei Hydromyelie im 

cervicothoracalen Übergang". Die geklagten Schmerzen im Lendenbereich fänden ihr 

Korrelat in einer "Bandscheibendegeneration im Segment L4/5". Im Nackenbereich 

fänden die Schmerzen und insbesondere die hyperästhetischen Missempfindungen ihr 

Korrelat in einer "mit grösster Wahrscheinlichkeit" posttraumatischen "Hydromyelie im 

cervicothoracalen Übergang" (Suva-act. 200). Im zentralen Myelon sei eine 

"Defektsituation, wie man sie gelegentlich nach Hyperextionstrauma und leichten 

Einblutungen in das Myelon" beobachten könne, erkennbar. Gestützt auf die Angabe 

der Beschwerdeführerin, wonach die "brennenden Dysästhesien" erst im Anschluss an 

den Zusammenstoss vom 10. Juli 2008 aufgetreten seien, gelangt Dr. H.___ zum 

"Schluss einer wahrscheinlich unfallbedingten Veränderung im cervikalen Myelon". 

Mangels magnetresonanztomographischer oder elektrophysiologischer 

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Aufzeichnungen zum einem vor dem Zusammenstoss liegenden Zeitpunkt bleibe die 

Unfallkausalität aber letztlich "unbeweisbar" (act. G 17.1).

5.3   In Würdigung der aktenkundigen Krankengeschichte der Beschwerdeführerin 

bestätigte Dr. I.___ in seinem Gutachten vom 23. August 2012 (Suva-act. 203) den 

Befund Dr. H.___s, wonach die Schmerzen im Rumpf- bzw. Lendenbereich auf eine 

unfallfremde Degeneration der LWS zurückzuführen seien, und verneinte eine 

Unfallkausalität auch im Hinblick auf die lange Latenz der Beschwerden.

5.4   In seinem Gutachten vom 16. April 2013 (Suva-act. 211) wies Dr. J.___ nach, dass 

die von Dr. H.___ aufgestellte Vermutung einer traumatischen Hydromyelie bzw. einer 

Syringomyelie aufgrund des Zeitpunkts und der Art der geäusserten Beschwerden 

sowie des typischerweise angeborenen Ursprungs der Hydromyelie bei gleichzeitigem 

Fehlen von Anzeichen auf eine traumatische Verursachung, aus medizinischer Sicht 

nicht haltbar ist.

5.5   Die verschiedenen ärztlichen Einschätzungen können dahingehend 

zusammengefasst werden und stimmen insofern überein, als dass die geltend 

gemachten Schmerzen im Bereich der LWS unbestrittenermassen auf einer 

unfallfremden Degeneration beruhen (Suva-act. 200 und 203) und eine natürliche 

Unfallkausalität der diagnostizierten Hydromyelie nicht mit dem erforderlichen 

Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bewiesen werden kann (Suva-

act. 211) und letztlich "unbeweisbar" ist (act. G 17.1). Unter diesen Umständen ist 

davon auszugehen, dass auch durch weitere Sachverhaltsabklärungen die 

Unfallkausalität der geklagten Beschwerden nicht mit dem rechtlich geforderten 

Beweismass nachgewiesen bzw. widerlegt werden kann und es erübrigt sich folglich 

die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz oder die Anordnung eines 

Gerichtsgutachtens.

6.     

6.1   Der fehlende Nachweis, dass die diagnostizierte Hydromyelie eine organisch 

objektive Folge der Kollision vom 10. Juli 2008 darstellt, schliesst die natürliche 

Unfallkausalität der geklagten myofaszialen Schmerzen im Nackenbereich sowie der 

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hyperästhetischen Missempfindungen und folglich der geltend gemachten Arbeits- 

bzw. Erwerbsunfähigkeit praxisgemäss nicht aus. Deshalb ist anlässlich einer 

besonderen Adäquanzprüfung der augenfällige Geschehensablauf unter Einbezug 

weiterer unfallbezogener Kriterien zu würdigen. Ergibt sich hierbei, dass es an der 

Adäquanz der vorgebrachten Beschwerden fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zu 

deren natürlicher Kausalität (siehe Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2009 vom 4. 

Januar 2010 E. 4.1 mit Verweis auf BGE 134 V 111 f. E. 2.1).

6.2   Das Bundesgericht verlangt für die Bejahung der Adäquanz im Einzelfall, dass 

dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bzw. 

Erwerbsunfähigkeit zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere 

aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser 

Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen 

Geschehensablauf – zwischen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren 

Unfällen andererseits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich 

unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei 

schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden 

kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht 

aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv 

erfassbare Umstände, welche mit dem Unfall unmittelbar in Zusammenhang stehen 

oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung 

einzubeziehen. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und 

abhängig davon, ob einzelne Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, 

genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder 

müssen mehrere herangezogen werden (BGE 134 V 126 f. E. 10.1 mit Hinweisen).

6.3    Bei der Beurteilung der Adäquanz von Unfällen mit Schleudertraumen der 

Halswirbelsäule ohne organisch nachweisbare Funktionsausfälle oder ähnlichen 

Verletzungsmechanismen sowie bei Unfällen mit Schädel-Hirntraumen sind dies 

folgende Kriterien: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere 

Eindrücklichkeit des Unfalls, Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, 

fortgesetzte spezifische und belastende ärztliche Behandlung, erhebliche 

Beschwerden, eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert, ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sowie 

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eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz nachgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 

127 ff. E. 10.2 und 10.3).

6.4   Dem polizeilichen Unfallrapport (Suva-act. 13) sowie einem technischem 

Gutachten zum Fahrzeugzustand (Suva-act. 17) samt Fotodossier (Suva-act. 18) ist zu 

entnehmen, dass die Beschwerdeführerin als Lenkerin eines Personenwagens auf einer 

Hauptstrasse mit signalisierter Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h vermutlich 

ungebremst seitlich-frontal in eine auf der rechten Strassenseite liegende Gartenmauer 

prallte. Dem augenfälligen Geschehensablauf entsprechend, wonach die 

Beschwerdeführerin bei mittlerer Geschwindigkeit mit einem statischen, mit dem 

Erdboden verbundenen Objekt kollidierte und daraufhin bäuchlings gegen das Lenkrad 

und mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe prallte, dabei aber im Fahrzeug 

verblieb, ist das Ereignis im Lichte der diesbezüglichen Praxis als ein im engeren Sinne 

mittelschwerer Unfall einzustufen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_711/2010 vom 

14. Juni 2011 E. 5.3 mit einem Überblick zur Kasuistik; 8C_673/2008 vom 10. Juli 2009 

E. 5.3.1; 8C_821/2007 vom 28. Juli 2008 E. 5.1).

7.     

7.1   Bei im engeren Sinne mittelschweren Unfällen ist die Adäquanz des 

Kausalzusammenhangs nur dann zu bejahen, wenn drei der gemäss BGE 134 V 127 ff. 

massgeblichen Kriterien bzw. eines der Kriterien in ausgeprägter Weise erfüllt ist (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_899/2013 vom 15. Mai 2014 E. 5.1.)

7.2   Die Beurteilung besonders dramatischer Begleitumstände oder einer besonderen 

Eindrücklichkeit des Unfalls ist anhand objektiver Kriterien und nicht aufgrund des 

subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls des Versicherten vorzunehmen. Das 

Bundesgericht bejahte dieses Kriterium etwa bei einer Massenkarambolage auf einer 

Autobahn (Urteil 8C_623/2007 vom 22. August 2008 E. 8.1; vgl. auch Urteil 

8C_633/2007 vom 7. Mai 2008 E. 6.3), bei einem Zusammenstoss zwischen einem 

Personenwagen und einem Lastwagen in einem Autobahntunnel mit mehreren sich 

anschliessenden Kollisionen mit der Tunnelwand (Urteil 8C_257/2008 vom 4. 

September 2008 E. 3.3.3), bei einem Zusammenprall zwischen einem Sattelschlepper 

und einem Personenwagen, wobei der Fahrer des Sattelschleppers die Kollision 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/21

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zunächst nicht bemerkte und den Personenwagen der versicherten Person noch auf 

einer längeren Distanz vor sich herschob, und die Insassen des Personenwagens 

verzweifelt versuchten, den Unfallverursacher auf sie aufmerksam zu machen (Urteil 

8C_508/2008 vom 22. Oktober 2008 E. 5.3), bei einem Unfall mit hoher 

Geschwindigkeit auf einer Autobahn, bei dem das Fahrzeug des Versicherten bei 

starkem Verkehr mehrmals über die Fahrbahn geschleudert wurde und sich dabei 

wiederholt überschlug (Urteil 8C_799/2008 vom 11. Februar 2009 E. 3.2.3) oder bei 

einem in der 29. Woche schwangeren Unfallopfer (Urteil 8C_590/2008 vom 3. 

Dezember 2008 E. 5.3). Die Kollision vom 10. Juli 2008 ereignete sich nicht unter solch 

anerkannten oder auch nur bloss ähnlichen Umständen. Dem Zustand, in dem die 

Beschwerdeführerin aufgefunden wurde (vgl. Suva-act. 8), ist eine gewisse Dramatik 

zutreffenderweise nicht abzusprechen. Der eigentliche Unfallhergang dauerte aber 

lediglich den Bruchteil einer Sekunde, beschränkte sich auf einen minimalen 

Strassenabschnitt und schloss aufgrund des tageszeitbedingt geringen 

Verkehrsaufkommens keine weiteren Fahrzeuge oder Personen ein (Suva-act. 8 und 

13). Alles in allem spielte sich das Ereignis also weder unter besonders dramatischen 

Begleitumständen ab, noch war es besonders eindrücklich.

7.3   Eine Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung wurde vom 

Bundesgericht in einem gleich gelagerten Fall, wo eine Hydromyelie zusammen mit 

milden traumatischen Hirnverletzung diagnostiziert worden waren, verneint (Urteil 

8C_786/2009, a.a.O., E. 5.3). Entsprechend ist dieses Kriterium vorliegend nicht erfüllt.

7.4   An das Kriterium der fortgesetzten spezifischen, belastenden ärztlichen 

Behandlung werden praxisgemäss höhere Anforderungen gestellt, als eine stationäre 

Rehabilitationstherapie gefolgt von ambulanter Physiotherapie, Medizinischer 

Trainigstherapie, Medikamenteneinnahme und psychologischer Gesprächstherapie. 

Selbst ein zweiter stationärer Rehabilitationsaufenthalt vermag daran nichts zu ändern 

(Urteil des Bundesgerichts 8C_310/2010 vom 29. Juni 2010 E. 7.4). Die medizinische 

und therapeutische Behandlung der Beschwerdeführerin zeichnet sich nicht durch 

qualifizierende Behandlungsformen aus (vgl. Suva-act. 180), weshalb das Kriterium der 

fortgesetzten spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung vorliegend nicht erfüllt 

ist.

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7.5   Die Erheblichkeit der Beschwerden beurteilt sich nach den glaubhaften 

Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die 

Beschwerden im Lebensalltag erfährt. Sie ist praxisgemäss zu verneinen, wenn die 

versicherte Person trotz ihrer Beeinträchtigungen nach dem Unfall zunächst während 

längerer Zeit mehrheitlich bei voller Arbeitsfähigkeit ihre angestammte Tätigkeit weiter 

ausüben konnte und es ihr nach Beginn der anhaltenden Teilarbeitsunfähigkeit möglich 

war, gewisse Aktivitäten zu verrichten, wie etwa die Haltung eines Hundes, 

regelmässige Spaziergänge, die Besorgung des Haushalts, die Kleiderwäsche, 

Einkäufe erledigen und dergleichen. Eine allenfalls geltend gemachte 

Wesensveränderung vermag daran nichts zu ändern (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_421/2009 vom 2. Oktober 2009 E. 5.4). Nach abgeschlossener Heilbehandlung 

baute die Beschwerdeführerin ihr Arbeitspensum vorerst kontinuierlich auf 100 % aus 

(Suva-act. 182) und besuchte parallel dazu eine Physiotherapie. Nachdem die 

Beschwerdeführerin ihre Arbeitstätigkeit aufgrund von Rücken- und Beinbeschwerden 

vorerst reduzieren und schliesslich vollständig aufgeben musste (vgl. Suva-act. 

138, 147 und 150), war es ihr gemäss eigenen Angaben nach wie vor möglich, diverse 

Hausarbeiten zu verrichten, Einkäufe zu tätigen, sich um die Gartenpflege zu kümmern, 

mit dem Hund spazieren zu gehen, das Fitnessstudio zu besuchen und auszugehen 

(Suva-act. 182). Unter diesen Umständen können ihre Beschwerden mit Blick auf die 

diesbezügliche Praxis nicht als erheblich betrachtet werden.

7.6   Das Kriterium der ärztlichen Fehlbehandlung kann vorliegend ohne Weiteres 

verneint werden.

7.7   Zur Bejahung des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und/oder der 

erheblichen Komplikationen bedarf es besonderer Gründe, welche die Heilung 

beeinträchtigt haben. Solche Gründe bestehen nicht, falls sich aus den medizinischen 

Akten nicht ergibt, dass sich die Hydromyelie in irgendeiner Weise auf den 

Heilungsprozess der geklagten Nacken- und Rückenbeschwerden ausgewirkt hätte 

(vgl. Urteil 8C_786/2009, a.a.O., E. 5.5). Die anhaltenden Nacken- und 

Rückenbeschwerden der Beschwerdeführerin wurden von Dr. G.___ anlässlich der 

regelmässig stattfindenden Nachkontrollen schmerztherapeutisch behandelt (Suva-

act. 196). Wegen denselben Beschwerden war sie gleichzeitig in physiotherapeutischer 

Behandlung bei L.___, Dipl. RM Masseur/MFR, gemäss dessen Verlaufsberichten die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/21

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anhaltenden und ausstrahlenden Schmerzen im Nackenbereich, die ausstrahlenden 

Kopfschmerzen sowie die Rückenschmerzen im Lendenbereich vorerst stark reduziert 

(Suva-act. 155) und schliesslich "vollständig" bzw. "fast zu 100 % gelöst" werden 

konnten (Suva-act. 169). Unter diesen Umständen sind keine Gründe ersichtlich, 

inwiefern sich die diagnostizierte Hydromyelie auf den Heilungsprozess der 

Beschwerdeführerin ausgewirkt haben sollte.

7.8   Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist das Kriterium der erheblichen 

Arbeitsunfähigkeit trotz nachgeweisener Anstrengung nicht – zumindest nicht in 

besonders ausgeprägter Weise – gegeben, wenn die versicherte Person, eine ihrer 

angestammten Tätigkeit vergleichbare Beschäftigung (allenfalls mit 

leidensangepasstem Aufgabenbereich) im Teilzeitpensum wieder aufnehmen kann (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_786/2009, a.a.O., E. 5.7). Ab 26. November 2012 

arbeitete die Beschwerdeführerin probeweise und seit 27. Mai 2013 als festangestellte 

Verkäuferin bei der K.___ GmbH mit einem Pensum von 50 % (Suva-act.  209 und 218). 

Zu ihrer Tätigkeit gehören die Durchführung des kompletten Backprogramms, 

Sauberhaltung und Reinigung des Ladenlokals sowie der Verkauf der Bäckereiprodukte 

(Suva-act. 218). Von den gestellten Anforderungen her verrichtet sie somit eine 

vergleichbare und ähnlich anspruchsvolle Tätigkeit wie in ihrem angestammtem Beruf 

vor dem 10. Juli 2008 (vgl. Suva-act. 182). Angesichts dieser Tatsache können die 

Einschränkungen betreffend die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht als 

erheblich eingestuft werden.

7.9   Zusammenfassend liegt keines der gemäss BGE 134 V 127 ff. massgeblichen 

Adäquanzkriterien in besonders ausgeprägter Weise vor. Selbst wenn man das 

Kriterium der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen 

zugunsten der Beschwerdeführerin als erfüllt erachten würde, so wären die Kriterien 

nicht in gehäufter Weise gegeben. Aus diesem Grund vermöchte auch die Einstufung 

des Unfallereignisses als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Ereignissen 

im Ergebnis nichts zu ändern. Die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen der 

Kollision vom 10. Juli 2008 und den über den 30. November 2011 hinaus anhaltend 

geklagten, organisch nicht im Sinne der Rechtsprechung hinreichend nachweisbaren 

Beschwerden, welche die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge an der 

Ausübung einer vollzeitigen Erwerbstätigkeit hindern, ist demnach zu verneinen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/21

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8.     

8.1   Der Kausalzusammenhang zwischen den von der Beschwerdeführerin nach dem 

30. November 2011 beklagten Nacken- und Rückenbeschwerden und dem 

Unfallereignis vom 10. Juli 2008 kann nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht 

geforderten Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 

werden.

8.2   Entsprechend der im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweislastverteilung 

trägt die Beschwerdeführerin als Leistungsansprecherin die Folgen der Beweislosigkeit 

(vgl. BGE 138 V 221 f. E. 6).

8.3    Aus diesem Grund ist die rückwirkende Leistungseinstellung der 

Beschwerdegegnerin per 30. November 2011 nicht zu beanstanden und die 

Beschwerde abzuweisen.

8.4   Gerichtskosten werden in Anwendung von Art. 61 lit. a ATSG keine erhoben.

8.5    In Anwendung von Art. 61 lit. f ATSG wurde der Beschwerdeführerin die 

vollumfängliche unentgeltliche Rechtspflege unter Befreiung von den Gerichtskosten 

und unentgeltlicher Rechtsverbeiständung gewährt (act. G 12). Nach Abschluss des 

Schriftenwechsels stellte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dem Gericht am 

5. Mai 2014 eine Honorarnote in der Höhe von Fr. 4'981.40 inkl. Barauslagen und 

Mehrwertsteuer zu (act. G 21).

8.6   In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht 

nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten 

(HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Gemäss Art. 19 HonO wird 

das Grundhonorar innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens nach den 

besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der 

Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, 

bemessen. Im hier zu beurteilenden Fall erscheint eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Diese 

ist in Anwendung von Art. 31 Abs. 3 des Anwaltsgesetzes (AnwG; sGS 963.70) um 

einen Fünftel zu kürzen. Somit hat der Staat den Rechtsvertreter der 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/21

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Beschwerdeführerin pauschal mit Fr. 3'200.-- (einschliesslich Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.      Gerichtskosten werden keine erhoben.

3.      Der Staat hat den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Fr. 3'200.--

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 19.01.2015
	Art. 6 Abs. 1 UVG; Art. 4 ATSG. Natürliche Kausalität zwischen der diagnostizierten Hydromyelie und dem Unfall als Folge eines Schleudertraumas mit überwiegender Wahrscheinlichkeit verneint. Adäquanzprüfung gemäss BGE 134 V 109. Einstufung des Ereignisses als im engeren Sinne mittelschwerer Unfall. Adäquate Kausalität der myofaszialen Schmerzen im Nackenbereich sowie der hyperästhetischen Missempfindungen und dem Unfall verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. Januar 2015, UV 2013/87).Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus undMiriam Lendfers; a.o. Gerichtsschreiber Silvan BötschiEntscheid vom 19. Januar 2015in SachenA.___,Beschwerdeführerin,vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Anwalt und Beratung GmbH, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 Widnau,gegenSchweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 6002 Luzern,Beschwerdegegnerin,betreffendVersicherungsleistungenSachverhalt:

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