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**Case Identifier:** a0ea89b6-0919-5f03-9c39-b58a8416d49a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 25.03.2021 720 20 189/86
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-189-86_2021-03-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 25. März 2021 (720 20 189 / 86) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Anpassung des leidensbedingten Abzuges im Rahmen des vorinstanzlichen Verfahrens; 

Rentenrevision 

 
 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Christina Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Simon Rosenthaler, Ad-
vokat, Hauptstrasse 12, Postfach 811, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. Mit Verfügung vom 16. Juni 2000 sprach die IV-Stelle der 1966 geborenen A.____ eine 
ganze IV-Rente vom 1. Juli 1994 bis 31. Oktober 1994 und ab 1. November 1994 eine halbe IV-
Rente gestützt auf einen IV-Grad von 58 % zu. Diese wurde revisionsweise bestätigt mit Mittei-
lungen vom 1. Oktober 2002, vom 16. August 2004 und letztmals mit Mitteilung vom 4. Dezember 
2007. Am 21. September 2010 wurde eine weitere Rentenrevision von Amtes wegen eingeleitet. 

 

 
 
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A.____ gab dabei im Revisionsfragebogen an, dass sich ihr Gesundheitszustand aufgrund einer 
Fussverletzung (Unfall vom 21. April 2009) verschlimmert habe. Nach Abklärung des medizini-
schen Sachverhalts kam die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 6. Mai 2014 zum Schluss, dass 
A.____ ab dem 22. März 2011 eine leichte, angepasste Tätigkeit im Rahmen von 80 % zumutbar 
sei. Sie ermittelte einen IV-Grad von 42 % und stellte in Aussicht, die bisherige halbe IV-Rente 
auf eine Viertelsrente herabzusetzen. Mit Einwand vom 6. Juni 2014 bestritt A.____, vertreten 
durch Advokat Simon Rosenthaler, eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und bean-
tragte, die bisherige halbe IV-Rente sei zu bestätigen. 
 
Mit neuem Vorbescheid vom 13. November 2015 ermittelte die IV-Stelle einen Anspruch von 
A.____ auf eine ganze IV-Rente ab 1. Mai 2015 bis 30. September 2015 und einen Anspruch auf 
eine Viertelsrente ab 1. Oktober 2015. Die IV-Stelle berücksichtigte beim Einkommensvergleich 
– wie bereits im Vorbescheid vom 6. Mai 2014 – beim Invalideneinkommen einen leidensbeding-
ten Abzug von 25 %. 
 
Gegen diesen Vorbescheid vom 13. November 2015 wendete A.____ durch ihren Rechtsvertreter 
am 14. Dezember 2015 ein, dass eine zuverlässige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erst nach 
einer interdisziplinären Abklärung möglich sei. In der Folge gab die IV-Stelle ein polydisziplinäres 
Gutachten bei der estimed AG, MEDAS Zug (estimed AG), in Auftrag. Im Gutachten vom 25. 
September 2017 wurde der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der angestammten 
und eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % in einer leidensangepassten Tätigkeit bescheinigt. Der RAD 
(Regionaler Ärztlicher Dienst) kam nach Prüfung des Gutachtens zum Schluss, dass weder im 
handchirurgischen Teilgutachten von Dr. med. B.____, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie, 
noch in der Gesamtbeurteilung Angaben zum zumutbaren Belastungsprofil gemacht worden 
seien. Eine diesbezügliche Nachfrage der IV-Stelle bei Prof. Dr. med. C.____, FMH Neurologie, 
blieb, nach mehrmaligen Mahnungen, inhaltlich unbeantwortet (vgl. Schreiben vom 23. August 
2018). Prof. C.____ vertrat die Auffassung, dass sich keine Antworten aufdrängten, da keine kon-
kreten Fragen gestellt worden seien. 
 
RAD-Arzt Dr. med. D.____, Facharzt für Orthopädie und Physikalische und Rehabilitative Medi-
zin, nahm mit Bericht vom 10. April 2019 zum ganzen Sachverhalt, insbesondere auch zum Gut-
achten der estimed AG, Stellung und empfahl, im Sinne einer «abschliessenden Stellungnahme 
im Rahmen des Einwands vom 14. Dezember 2015» im Verlauf nach wie vor von einer Arbeits-
unfähigkeit von 50 % auszugehen und damit die Revision 2010 abzuschliessen, da hinsichtlich 
der Handproblematik die Befunde unverändert seien. Die Schulterproblematik wirke sich lediglich 
in dem Sinne aus, dass von einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit von 100 % nach den ope-
rativen Eingriffen vom 18. Februar 2015 und vom 3. Oktober 2016 von jeweils 8 bis 10 Wochen 
auszugehen sei. Daraufhin wurde mit Vorbescheid vom 24. September 2019 derjenige vom 13. 
November 2015 annulliert und die weitere Ausrichtung der halben IV-Rente in Aussicht gestellt. 
Die von der Versicherten dagegen erhobenen Einwände wies die IV-Stelle ab und bestätigte mit 
Verfügung vom 30. März 2020 den Anspruch auf eine halbe IV-Rente gestützt auf einen IV-Grad 
von 55 %, wobei beim Invalideneinkommen nunmehr von einem leidensbedingten Abzug von 5 % 
ausgegangen worden war.  
 

 

 
 
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B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Rosenthaler, mit Eingabe vom 15. Mai 
2020 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Sie beantragte, es 
sei die Verfügung vom 30. März 2020 aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, von Mai 
2015 bis Januar 2016 eine ganze IV-Rente und ab Februar 2016 eine Dreiviertelsrente auszu-
richten. Eventualiter sei die IV-Stelle zu verpflichten, ab Mai 2015 eine Dreiviertelsrente zu leisten. 
Subeventualiter sei der Entscheid aufzuheben und die Sache zur ergänzenden Feststellung des 
Sachverhalts und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Im Einklang mit der Be-
urteilung des RAD vom 10. April 2019 sei von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepass-
ten Tätigkeit auszugehen. Hingegen könne die von der IV-Stelle vorgenommene Reduktion des 
leidensbedingten Abzuges von 25 % auf 5 % nicht akzeptiert werden. Es treffe zwar zu, dass die 
erwerbsmässigen Einschränkungen im vorliegenden Fall mit der Annahme einer 50%igen Ar-
beitsunfähigkeit teilweise abgedeckt seien. Zu berücksichtigen sei aber, dass die Versicherte we-
gen ihrer bescheidenen intellektuellen Fähigkeiten und Schulbildung nur zur Verrichtung relativ 
anspruchsloser, einfacher manueller Tätigkeiten in der Lage sei. Ferner sei die Funktionsfähigkeit 
der rechten, zudienenden Hand betroffen. Im Zusammenspiel mit allen anderen gesundheitlichen 
Problemen bedeute dies eine erhebliche Einschränkung der verbleibenden Arbeitsmöglichkeiten 
mit der Konsequenz, dass sie den Tabellenlohn für eine 50 %-Stelle nie erreichen werde. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 2. Juli 2020 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Be-
schwerde. Gemäss dem polydisziplinären Gutachten der estimed AG spreche sich einzig das 
handchirurgische Gutachten für eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus, indem 
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und eine 40%ige in einer Ver-
weistätigkeit attestiert worden seien. Die Fachärzte der Neurologie und der Psychiatrie gingen 
hingegen lediglich von einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit aus. In der strittigen 
Verfügung sei der Bemessung des IV-Grades eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit zugrunde gelegt 
worden, was letztlich zu Gunsten der Beschwerdeführerin sei. Der Versicherten seien gemäss 
Arbeitsprofil Tätigkeiten mit geringer manueller Belastung und variierbaren Bewegungsabläufen 
im Rahmen einer wechselrhythmischen Aktivität zumutbar. In Frage kämen daher sämtliche ver-
waltende, überwachende oder koordinierende Tätigkeiten, ebenso alle leichten manuellen, nicht 
repetitiv durchzuführenden Tätigkeiten. In Bezug auf dieses Arbeitsprofil sei ein leidensbedingter 
Abzug von 25 % nicht haltbar. 
 
D. Mit Replik vom 6. Oktober 2020 führte Advokat Rosenthaler im Namen seiner Mandantin 
an, dass die letzte materielle Beurteilung der Invalidität durch die IV-Stelle mit Verfügung vom 
4. Dezember 2007 stattgefunden habe. Massgeblich dürfe deshalb nur sein, inwieweit seit die-
sem Datum eine Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten sei. Insbesondere durch 
den Unfall vom 21. April 2009 (Fussverletzung rechts) sei die Arbeitsfähigkeit nachweislich zu-
sätzlich beeinträchtigt. Auch der anerkannte Status im Bereich des Handgelenkes habe sich mit 
den Jahren nicht verbessert, im Gegenteil. Die Beschwerdeführerin akzeptiere, dass ihre Arbeits-
fähigkeit mit 50 % geschätzt werde, obwohl das Gutachten der estimed AG nach Auffassung der 
IV-Stelle «nicht belastbar» sei. Hingegen sei nicht verständlich und müsse zurückgewiesen wer-
den, dass der leidensbedingte Abzug von bisher 25 % auf 5 % reduziert werde. Dafür gebe es 

 

 
 
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keine sachliche Begründung. Ferner sei von Mai 2015 bis Januar 2016 gestützt auf die Arztzeug-
nisse von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates, eine ganze IV-Rente auszurichten.  
 
E. Die IV-Stelle verzichtete auf eine Duplik. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Verfü-
gungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde der 
Versicherten vom 15. Mai 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Es ist zu prüfen, ob die Vorinstanz zurecht von einem unveränderten IV-Grad ausgegan-
gen ist und folglich die halbe IV-Rente revisionsweise nicht erhöht hat. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  

 

 
 
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2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 
4.1 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende Renten für die Zukunft zu erhöhen, herabzu-
setzen oder aufzuheben, wenn sich der IV-Grad in einer für den Anspruch erheblichen Weise 

 

 
 
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ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den IV-
Grad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreiviertelsrente, 
ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund in diesem 
Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, wozu na-
mentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in 
erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer 
anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizini-
scher Sicht allein kann somit nicht auf eine für den IV-Grad erhebliche Tatsachenänderung ge-
schlossen werden. Umgekehrt ist – bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand – eine 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung der Arbeits-
fähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 
2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). Darüber hinaus ist die Rente aber auch 
revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund-
heitszustandes erheblich verändert haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch 
dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder 
eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).  
 
4.2 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, 
die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver-
ändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurück-
zuführen (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).  
 
4.3 Liegt dagegen ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tat-
sächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht 
(vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2018, 8C_145/2018, E. 3.2). 
 
4.4 Wegen des vergleichenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des 
Erfordernisses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen ab-
zugrenzen, muss deutlich werden, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, 
neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass 
substantiell verändert haben. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetre-
tene tatsächliche Änderung ist genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen 
aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der 
Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregra-
des der Störungen geführt haben (Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 
8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
4.5 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des IV-
Grades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf 

 

 
 
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einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Be-
weiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Än-
derung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 
E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle der Versicherten mit 
Verfügung vom 16. Juni 2000 rückwirkend ab 1. Juli 1994 bis 31. Oktober 1994 eine ganze IV-
Rente und ab 1. November 1994 eine halbe IV-Rente zu. Diese wurde mehrmals revisionsweise 
mit Mitteilungen vom 1. Oktober 2002, vom 16. August 2004 und vom 4. Dezember 2007 bestä-
tigt. Am 21. September 2010 leitete die IV-Stelle eine weiteres Revisionsverfahren von Amtes 
wegen ein. Es folgte eine einlässliche materielle Prüfung des Rentenanspruchs mit einer vertief-
ten Abklärung des medizinischen Sachverhalts. Nach Vornahme medizinischer und erwerblicher 
Abklärungen bestätigte die IV-Stelle die laufende halbe IV-Rente mit Verfügung vom 20. März 
2020. 
 
4.6 Es stellt sich die Frage nach den Vergleichszeitpunkten. Die Beschwerdeführerin ist der 
Auffassung, dass von der Verfügung vom 4. Dezember 2007 auszugehen sei. Damals habe die 
IV-Stelle den Sachverhalt letztmals rechtskonform abgeklärt, indem sie einen medizinischen Ver-
laufsbericht des behandelnden Orthopäden und Handchirurgen, Dr. med. F.____, vom 21. Okto-
ber 2007 sowie Informationen zur Lohnentwicklung bei der ehemaligen Arbeitgeberin eingeholt 
habe. Die IV-Stelle äusserte sich nicht explizit zur Vergleichsbasis, lässt jedoch vermuten, dass 
sie als Ausgangspunkt des Vergleichs die ursprüngliche Verfügung vom 16. Juni 2000 annimmt, 
da sie zum damals und heute beurteilten psychiatrischen Gesundheitszustand Stellung nimmt. 
Die Verfügung vom 16. Juni 2000 basiert unbestrittenermassen auf einer grundlegenden Abklä-
rung des Sachverhalts (Gutachten des G.____ vom 8. März 1998 und von Dr. med. H.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, vom 6. Mai 2000). Fraglich ist hingegen, ob dies auch für die 
Verfügung vom 4. Dezember 2007 gilt. Mithin ist zu klären, was unter einer rechtskonformen 
Sachverhaltsabklärung zu verstehen ist. Das Bundesgericht hat Abklärungen, die lediglich in der 
Einholung von Verlaufsberichten bei den behandelnden Ärzten bestanden, als zu oberflächlich 
für eine rechtskonforme, eine taugliche Vergleichsbasis schaffende Sachverhaltserhebung beur-
teilt (Urteile des Bundesgerichts vom 23. März 2016, 9C_52/2016, E. 3.2, vom 5. November 2015, 
9C_213/2015, E. 4.3.3). Anlässlich des im September 2007 eingeleiteten Revisionsverfahrens 
bestand die medizinische Abklärung einzig in der Einholung eines Verlaufsberichts bei Dr. 
F.____, welcher einen unveränderten Zustand der rechten Hand und eine Arbeitsfähigkeit von 
50 % bestätigte, wie bereits 2002 und 2004. Dies genügt den Anforderungen an eine rechtskon-
forme Sachverhaltsabklärung nicht. Ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen einge-
treten ist, beurteilt sich demnach durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der Ver-
fügung vom 16. Juni 2000 vorgelegen hat, mit demjenigen im Zeitpunkt der vorliegend angefoch-
tenen Verfügung vom 30. März 2020. 
 
5. Es stellt sich hier die Frage, ob überhaupt ein Revisionsgrund im Sinne des Art. 17 ATSG 
gegeben ist. 
 
5.1 Voraussetzung für eine Rentenrevision bildet die Änderung des IV-Grades einer renten-
beziehenden Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass 

 

 
 
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zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zu-
sprechung der Rente, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den Anspruch zu beeinflussen 
(etwa: wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes). Für eine Rentenanpassung genügt 
nicht bereits irgendeine Veränderung im Sachverhalt. Insbesondere stellt eine hinzugetretene 
oder weggefallene Diagnose nicht per se einen Revisionsgrund dar, da damit das quantitative 
Element der (erheblichen) Gesundheitsverbesserung oder –verschlechterung nicht zwingend 
ausgewiesen ist. Eine weitere Diagnosestellung bedeutet nur dann eine revisionsrechtlich rele-
vante Gesundheitsverschlechterung oder eine weggefallene Diagnose eine verbesserte gesund-
heitliche Situation, wenn diese veränderten Umstände den Rentenanspruch berühren (Urteil des 
Bundesgerichts vom 9. Juli 2020, 9C_156/2020, E. 2.2). 
 
5.2 Basis der ersten Rentenverfügung vom 16. Juni 2000 bildeten wie bereits erwähnt das 
rheumatologische Gutachten des G.____ vom 8. März 1998 sowie das psychiatrische Gutachten 
von Dr. H.____ vom 6. Mai 2000. Als Diagnosen im rheumatologischen Bereich wurden Handge-
lenkschmerzen rechts bei Flexionsdistorsionstrauma vom 19. Mai 1993, ein Status nach dorsaler 
und dorsolulnarer Handgelenksdenervation vom 25. Oktober 1991, ein Status nach Spaltung des 
Strecksehnenfaches bei Tendovaginitis de Quervain und palmarradialer Handgelenksdenerva-
tion vom 3. März 1994 sowie ein Status nach CTS-Operation rechts vom 13. September 1995 
genannt. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, dass die aktuelle Tätigkeit als 
Teeabpackerin dem Leiden angepasst sei. Es handle sich zwar um eine repetitive, aber leichte 
Tätigkeit, die keine schwere Belastung für das rechte Handgelenk bedeute. Für diese Arbeit sei 
eine 50%ige Einsatzfähigkeit gegeben. Dr. H.____ diagnostizierte im psychiatrischen Bereich 
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit depressiv-ängstlicher Fehl-
entwicklung bei einfach strukturierter, abhängiger Persönlichkeit. In der zuletzt ausgeübten Tä-
tigkeit, wie in jeder anderen Hilfsarbeitertätigkeit, sei die Versicherte zu 40 % arbeitsunfähig.  
 
Die Gesundheitssituation blieb seit der ursprünglichen Zusprechung der Rente im Jahr 2000 in-
sofern stabil, als die halbe IV-Rente jeweils aufgrund des unveränderten Beschwerdebildes an 
der rechten Hand anlässlich der Revisionen 2002, 2004 und 2007 bestätigt wurde und zwar ge-
stützt auf die Berichte des behandelnden Orthopäden, Dr. F.____, vom 28. Februar 2002, 12. Juli 
2004 und 21. Oktober 2007. In Bezug auf die psychische Gesundheitssituation ist davon auszu-
gehen, dass sich die Situation zeitnah nach Erlass der Rentenverfügung vom 16. Juni 2000 sta-
bilisierte, denn bei den Rentenrevisionen war die psychiatrische Diagnose von 2000 offenbar kein 
Thema mehr, befinden sich diesbezüglich keine psychiatrischen Berichte in den Akten. 
 
Im Zeitpunkt der Einleitung des amtlichen Revisionsverfahrens im Jahr 2010 erklärte die Be-
schwerdeführerin im Fragebogen zur Revision, dass sich ihr Gesundheitszustand insofern ver-
schlechtert habe, als sie am 21. April 2009 einen Unfall erlitten habe. Ihr Pferd sei ihr auf den 
Fuss getreten. Anlässlich des Unfalls im April 2009 erlitt die Versicherte eine Läsion der Peroneus 
longus-Sehne rechts und eine laterale Bandinstabilität. Es folgte ein operativer Eingriff am 29. 
Juni 2010 (vgl. Bericht vom 30. Juni 2010) und ein zweiter am 6. September 2012 (vgl. Bericht 
vom 6. September 2012). Im November 2013 musste sich die Versicherte sodann einer Arthro-
skopie und Teilmeniskektomie am linken Knie unterziehen (vgl. Bericht vom 6. November 2013). 

 

 
 
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In Bezug auf die Beschwerden im rechten Handgelenk zeigte sich weiterhin eine stabile Situation 
(vgl. Berichte von Dr. F.____ vom 15. Oktober 2010 und vom 3. Juni 2014). 
 
Die Versicherte begab sich sodann am 3. Juni 2014 in die Behandlung von Dr. E.____ wegen 
Beschwerden in der rechten Schulter (vgl. Bericht vom 11. Juni 2014). Am 18. Februar 2015 folgte 
eine Schulterarthroskopie mit Kalkentfernung. Dr. E.____ attestierte der Versicherten in seinem 
Bericht vom 20. Juni 2015 eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 10. Februar 2015 bis 28. Juni 2015. 
Der Verlauf seit der Operation sei zögerlich mit einer anfänglichen Besserung und nunmehr einer 
Stagnation. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit präzisierte er, dass er diese nur in Bezug auf die 
Schulter beurteilen könne. Hier habe sich im Vergleich zu präoperativ bis jetzt keine signifikante 
Verbesserung ergeben. Für schulterbelastende Tätigkeiten bestehe aktuell eine 100%ige Arbeits-
unfähigkeit. Bei der Frage, welche Arbeiten der versicherten Person unter Berücksichtigung ihrer 
gesundheitlichen Einschränkungen in behinderungsangepasster Tätigkeit noch zumutbar seien, 
erklärte Dr. E.____, dass eine rein sitzende, wechselbelastende Arbeit möglich sei. Dagegen 
seien rein stehende oder bückende Tätigkeiten nicht zumutbar. Ferner seien Überkopfarbeiten 
nicht durchführbar, auch keine Verrichtungen mit Heben und Tragen, wobei keine Gewichtslimite 
angeben wurde. Er betonte jedoch erneut, dass sich diese Angaben ausschliesslich auf die Schul-
ter beziehen würden. Dr. E.____ attestierte mit Zeugnissen vom 25. Juni 2015, vom 11. August 
2015, vom 21. September 2015, vom 11. November 2015 sowie vom 23. November 2015 eine 
durchgehende Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Zeit vom 29. Juni 2015 bis 31. Januar 2016. 
 
Am 3. Oktober 2016 folgte eine zweite Schulterarthroskopie, da die Beschwerden in der rechten 
Schulter persistierten (vgl. Operationsbericht von Dr. E.____ vom 3. Oktober 2016). Am 15. No-
vember 2016 berichtete Dr. E.____ über den Verlauf. Nach initial kontinuierlicher Verbesserung 
stagniere der Verlauf erneut. Die Versicherte verspüre Schmerzen antero-lateral vor allem beim 
Anheben des Armes. Es bestehe ein Druckschmerz direkt über dem Sulkus, allerdings auch eine 
subakromiale Impingement-Komponente, wahrscheinlich aufgrund eines Hämatoms. Auch wenn 
eine definitive Beurteilung erst etwa in 6 Monaten möglich sei, sei doch in Anbetracht der nun 
langen Geschichte von einer Chronifizierung des Schmerzzustandes auszugehen. Schulterbe-
lastende Tätigkeiten (Heben über 3 kg, monoton-repetitive Arbeiten, längere Haltearbeiten) wür-
den wahrscheinlich nicht mehr durchführbar sein. Dr. E.____ attestierte eine volle Arbeitsunfä-
higkeit vom 1. Februar 2017 bis 30. April 2017 (vgl. Zeugnis vom 31. Januar 2017). 
 
5.3 Um einen Überblick über die gesamte Gesundheitssituation der Beschwerdeführerin zu 
erhalten, beauftragte die IV-Stelle die estimed AG, ein polydisziplinäres Gutachten zu erstellen. 
Im Ergebnis wurde aus interdisziplinärer Sicht festgehalten, dass die von Dr. B.____ vorgenom-
mene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gesamthaft Geltung habe. Es ergebe sich folglich eine 
Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 50 % und in einer Verweistätigkeit von 
40 %, diese gelte ab 1. Januar 2017. In Bezug auf die Schulteroperation vom 3. Oktober 2016 
sei von einer vollen Arbeitsunfähigkeit bis zu drei Monaten nach der Operation auszugehen. Aus-
führungen zum Belastungsprofil fehlen und wurden auch auf Nachfrage der IV-Stelle nicht gelie-
fert. Damit erweist sich das Gutachten der estimed AG in diesem Punkt als unvollständig. RAD-
Arzt Dr. D.____ empfahl anschliessend nach detaillierter Aufarbeitung des medizinischen Sach-

 

 
 
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verhalts seit 1994 und um eine abschliessende Stellungnahme zum Einwand der Beschwerde-
führerin vom 14. Dezember 2015 gegen den Vorbescheid vom 13. November 2015 (befristete 
Erhöhung der IV-Rente mit anschliessender Reduktion auf eine Viertelsrente aufgrund einer Ar-
beitsfähigkeit von 75 %) abzugeben, dass nach all den operativen Eingriffen und der Tatsache, 
dass die Situation hinsichtlich der Handproblematik gleich geblieben sei sowie der nicht «klar 
nachvollziehbaren Revisionsgrundlage», im Verlauf unverändert von einer Arbeitsunfähigkeit von 
50 % auszugehen und damit die Revision von 2010 ohne Änderung abzuschliessen sei (vgl. Be-
richt vom 10. April 2019). Damit werde auch dem wechselhaften Verlauf gebührend Rechnung 
getragen (vgl. Bericht vom 20. Januar 2020). Dem kann gefolgt werden. Die Ausführungen von 
Dr. D.____ sind schlüssig und im Ergebnis stellt die Empfehlung eine praktikable Lösung einer 
verstricken und seit zehn Jahren dauernden Abklärungssituation dar. Auch der Quervergleich mit 
dem unfallversicherungsrechtlichen Verfahren der Suva lässt die vorliegende Lösung als ange-
messen erscheinen. Die Suva richtete gemäss Akten rückwirkend ab 1. Februar 1996 eine Rente 
in Höhe von 32 % (nach Entscheid des Kantonsgerichts vom 24. April 2002) aufgrund der unfall-
bedingten Folgen der Handverletzung rechts nach Sturz im Jahr 1993 aus. Sie ging gestützt auf 
das handchirurgische Gutachten des I.____ vom 7. Dezember 1999 davon aus, dass die Versi-
cherte grundsätzlich zu 100 % für leidensadaptierte Tätigkeiten arbeitsfähig sei, aber eine Leis-
tungseinbusse von 25 % in Kauf nehmen müsse, unter anderem wegen eines erhöhten Pausen-
bedarfs. Infolge der Fussverletzung nach Unfall vom 21. April 2009 und zweier Rückfallmeldun-
gen aus dem Jahr 2012 überprüfte die Suva die Rente hinsichtlich einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes. Sie kam zum Schluss, dass keine wesentliche Schädigung mit Beein-
trächtigung der Leistungsfähigkeit zurückbleibe. Da ferner das Zumutbarkeitsprofil in Bezug auf 
die rechte Hand seit dem handchirurgischen Gutachten vom 7. Dezember 1999 gleichgeblieben 
sei, sei auch diesbezüglich nicht von einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes 
auszugehen. Zum selben Ergebnis sei schliesslich auch RAD-Arzt Dr. D.____ in seiner Beurtei-
lung vom 10. April 2019 gelangt. Auch er sei der Auffassung, dass hinsichtlich der Handproble-
matik von medizinisch unveränderten Befunden und einer unveränderten Beurteilung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit auszugehen sei. Die Rente sei demnach weiterhin in der Höhe von 32 % 
auszurichten (vgl. Einspracheenscheid der Suva vom 16. September 2019). 
 
5.4 Ausgehend vom Ergebnis, dass unverändert eine 50%igen Arbeitsfähigkeit aufgrund der 
Handgelenkbeschwerden gegeben ist, erscheint es fraglich, ob ein Revisionsgrund vorliegt. Ge-
stützt auf die medizinische Aktenlage kann weder aus psychiatrischer Sicht noch hinsichtlich der 
im Jahr 2009 erlittenen Fussverletzung und der anschliessenden Kniethematik eine massge-
bende, längerdauernde Verschlechterung des Gesundheitszustandes angenommen werden. 
Diesbezüglich kann auch auf die Akten der Suva verwiesen werden sowie auf das rheumatologi-
sche Teilgutachten von Dr. med. J.____ vom 16, November 2016, estimed AG, wonach das 
rechte Sprunggelenk völlig reizlos sei und nennenswerte, funktionelle Einschränkungen nicht hät-
ten festgestellt werden können. Das Sprunggelenk sei absolut stabil und zeige keinen Anhalt für 
eine chronische, rezidivierende Schwellung. Auch die Kniegelenke seien völlig blande, sodass 
eine Objektivierung von funktionellen Schäden nicht möglich sei. Ein Revisionsgrund wäre allen-
falls dann gegeben, wenn aufgrund der Schulterbeschwerden von einer vorübergehenden Ver-
schlechterung mit Erhöhung der Rente gesprochen werden könnte. Dies macht die Beschwerde-

 

 
 
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führerin denn auch geltend, da Dr. E.____ eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit vom 10. Feb-
ruar 2015 bis 31. Januar 2016 attestiert habe. Im Vorbescheid vom 13. November 2015 wurde 
auf die von Dr. E.____ in seinem Bericht vom 20. Juni 2015 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit 
für die Zeit vom 10. Februar 2015 bis 20. Juni 2015 abgestellt und eine vorübergehende volle IV-
Rente in Aussicht gestellt, bevor sie danach wieder auf eine Viertelsrente hätte reduziert werden 
sollen. RAD-Arzt Dr. D.____ ist dagegen der Auffassung, dass eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
über den Zeitraum vom 10. Februar 2015 bis 31. Januar 2016 nicht undifferenziert übernommen 
werden dürfe. In Bezug auf die operativen Eingriffe könne jeweils von einer postoperativen Re-
konvaleszenzzeit von 8 bis 10 Wochen ausgegangen werden. Auf die durchgängig attestierten 
Arbeitsunfähigkeiten von Dr. E.____ könne nicht abgestellt werden, da darin nicht zwischen einer 
angestammten und einer leidensangepassten Tätigkeit unterschieden werde. Ferner fehlten in 
den Unterlagen nachvollziehbare medizinische Argumente dafür, weshalb nicht zumindest eine 
Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit nach 8 bis 10-wöchiger Rekon-
valeszenzzeit möglich gewesen sein sollte. 
 
5.5 An dieser Stelle ist festzuhalten, dass lediglich die Arbeitsunfähigkeit nach dem ersten 
Schultereingriff vom 18. Februar 2015 strittig ist. In Bezug auf die Zeit nach der Schulterarthro-
skopie vom 13. Oktober 2016 wird keine längere als drei Monate dauernde Arbeitsunfähigkeit 
geltend gemacht, obwohl ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr. E.____ vom 31. Januar 2017 in 
den Akten ist, welches eine volle Arbeitsunfähigkeit auch vom 1. Februar 2017 bis 30. April 2017 
attestiert. Dies mag einerseits damit zusammenhängen, dass im Gutachten der estimed AG von 
einer bis zu drei Monaten dauernden Rekonvaleszenzzeit nach dem Schultereingriff ausgegan-
gen wird. Andererseits, dass tatsächlich eine längerdauernde volle Arbeitsunfähigkeit allgemein 
nach einem solchen Schultereingriff nicht nachvollziehbar ist. In Bezug auf die erste Schulterope-
ration ist an die Ausführungen von Dr. E.____ in seinem Bericht vom 20. Juni 2015 zu erinnern, 
dass die Atteste nur bezogen auf die rechte Schulter gelten würden, mithin eine volle Arbeitsun-
fähigkeit lediglich für schulterbelastende Tätigkeiten bestehe. In diesem Sinne kreuzte er im At-
test an, welche Tätigkeiten auch mit Schulterproblematik durchgeführt werden könnten. Das ent-
sprechende Zumutbarkeitsprofil (vgl. Bericht vom 15. November 2016) weicht denn auch nicht 
derart vom bereits bestehenden Zumutbarkeitsprofil für die rechte Hand ab, weshalb die Auffas-
sung von Dr. D.____, dass vorübergehend für längsten drei Monate eine volle Arbeitsunfähigkeit 
nach den Schultereingriffen bestanden habe, schlüssig ist.  
 
6. Zusammenfassend kann somit gesagt werden, dass äusserst fraglich ist, ob ein Revisi-
onsgrund vorliegt, da weiterhin – gemessen an den Vergleichszeitpunkten Verfügung vom 
16. Juni 2000 und Verfügung vom 20. März 2020 – Anspruch auf eine halbe IV-Rente bei unver-
änderter Arbeitsfähigkeit von 50 % infolge der gleichgebliebenen Handgelenkbeschwerden in ei-
ner leidensangepassten Tätigkeit auszugehen ist. Während der langen Beurteilungszeit sind Di-
agnosen weggefallen und andere dazugekommen, welche kurzzeitig zu höheren Arbeitsunfähig-
keiten geführt haben, nicht aber zu einer anspruchsrelevanten Änderung im Leistungsprofil. Da 
sich die Einkommenssituation ebenfalls nicht geändert hat, bietet diese folgerichtig auch keinen 
revisionsweisen Anlass zur Überprüfung des Einkommensvergleichs und demnach auch nicht 
des leidensbedingten Abzuges.  
 

 

 
 
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7.1 Letztlich kann offenbleiben, ob ein Revisionsgrund aufgrund gesundheitlicher Verände-
rungen gegeben ist oder nicht. Denn selbst wenn der leidensbedingte Abzug revisionsweise zu 
überprüfen wäre, würde dies nichts am Ausgang des Verfahrens ändern. Es ist einmal zu beden-
ken, dass der Vorbescheid der IV-Stelle vom 13. November 2015, worin sie einen leidensbeding-
ten Abzug von 25 % vornahm, keine Bindungswirkung für das weitere Verfahren hat (Urteil des 
Bundesgerichts vom 18. Juli 2019, 8C_203/2019, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Der Abzug in 
dieser Höhe lässt sich heute auch nicht mehr nachvollziehen, da dieser Schritt weder im Vorbe-
scheid vom 6. Mai 2014 noch in demjenigen vom 13. November 2015 begründet wird. Eine mög-
liche Erklärung dafür wäre, dass sich die IV-Stelle am Ergebnis des Beschwerdeverfahrens ge-
gen die Suva orientierte. Mit Urteil vom 24. April 2002 kam das Kantonsgericht zum Schluss, dass 
der Beschwerdeführerin nach dem handchirurgischen Gutachten des I.____ vom 7. Dezember 
1999 eine ganztägige Tätigkeit zumutbar sei. Aufgrund der leidensbedingten Einschränkungen – 
Beeinträchtigung der dominanten Hand und Pausenbedarf – sei ein leidensbedingter Abzug von 
25 % zu gewähren. Bei einer zumutbaren vollschichtigen Tätigkeit mit Einschränkungen der do-
minanten Hand ist diese Vorgehensweise verständlich (Urteil des Bundesgerichts vom 8. Sep-
tember 2011, 8C_312/2011, E. 5.2). Im Ergebnis resultierte ein IV-Grad von 32 %. Im Gegensatz 
dazu ging die IV-Stelle in ihren Vorbescheiden vom 6. Mai 2014 und 13. November 2015 nicht 
von einem vollen Pensum, sondern von einem Teilpensum infolge der Beschwerden an der rech-
ten Hand aus und nahm zusätzlich einen Abzug von 25 % vom Invalideneinkommen vor. Sie 
gewichtete die leidensbedingten Einschränkungen somit doppelt. Im Rahmen des weiteren Ver-
fahrens war es der IV-Stelle indessen erlaubt, auf den leidensbedingten Abzug zurückzukommen 
und diesen – mangels Bindungswirkung des Vorbescheids – zu korrigieren. 
 
7.2 In Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil für die rechte Hand kann auf das seit jeher geltende 
zurückgegriffen werden, da nachweislich die Situation gleichgeblieben ist. Diesbezüglich führt der 
Rechtsvertreter denn auch an, dass auf das handchirurgische Gutachten des I.____ vom 7. De-
zember 1999 verwiesen werden könne, wonach für die Versicherte manuell belastende berufliche 
Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Dies betreffe alle Tätigkeiten, bei welchen Gewichte von 
mehr als 10 kg ins Spiel kämen, bei welchen das Handgelenk abgewinkelt werden müsse, bei 
welchen monotone Bewegungsabläufe vorkämen und bei welchen unter Zeitdruck gearbeitet 
werden müsse. Die Bewegungsabläufe sollten variieren und das Handgelenk dürfe nur in stabili-
siertem Zustand (Handgelenksschiene) eingesetzt werden. Überdies sollte die Versicherte die 
Möglichkeit haben, täglich drei Pausen von einer halben Stunde Dauer einzulegen. Nichts deute 
darauf hin, dass sich diese Situation in den letzten 20 Jahren verbessert habe. Schliesslich sei 
auch der Bericht der kreisärztlichen Untersuchung vom 27. Januar 2015 zu erwähnen, worin aus-
geführt werde, dass von Seiten des rechten Handgelenkes keine repetitiven Rotations- oder 
Greifbewegungen und keine Vibrationsbelastungen zulässig seien. 
 
Gemäss dem Zumutbarkeitsprofil des G.____, worauf sich die IV-Stelle in ihrer ersten Verfügung 
vom 16. Juni 2000 stützte, seien leichte, handschonendeTätigkeiten zu 50 % zumutbar. Das Zu-
mutbarkeitsprofil wurde jeweils von Dr. F.____ anlässlich der Revisionen bestätigt. 
 
7.3 Die Einschränkungen bezüglich der rechten Hand sind ohne Weiteres im Pensum von 
50 % mitberücksichtigt (vgl. auch Berichte von Dr. F.____ vom 3. Juni 2014 sowie von Dr. med. 

 

 
 
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K.____, FMH Handchirurgie, vom 2. Juli 2014). Im Vergleich dazu ging doch die Suva – bei glei-
chem Belastungsprofil – sogar von einem Pensum von 75 % aus. Von einer faktischen Einhän-
digkeit kann – entgegen der Vorbringen des Rechtsvertreters – aufgrund der medizinischen Ak-
tenlage dagegen nicht gesprochen werden. In Bezug auf etwaige Folgen oder Einschränkungen 
hinsichtlich des rechten Fuss- und des linken Kniegelenkes, lassen sich den Berichten keine ex-
pliziten Anforderungen an einen Arbeitsplatz entnehmen. Es kann hier auf die Abklärungen der 
IV-Stelle verwiesen werden, namentlich auch auf das rheumatologische und orthopädische Teil-
gutachten von Dr. J.____ vom 16. November 2016, wonach keine nennenswerten funktionellen 
Einschränkungen hätten festgestellt werden können. Schliesslich sind auch die Ergebnisse der 
Suva zu beachten, die gestützt auf die medizinische Aktenlage ebenfalls zum Schluss gelangte, 
dass der Unfall vom 21. April 2009 keine relevanten Restfolgen mit Änderung des Zumutbarkeits-
profils und somit keine Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit zur Folge habe (vgl. Einsprache-
entscheid vom 16. September 2019). 
 
7.4 Des Weiteren sind in Bezug auf die chronifizierte Situation in der rechten Schulter nach 
Dr. E.____ schulterbelastende Tätigkeiten zu vermeiden. Namentlich hat er dazu ausgeführt, 
dass Tätigkeiten, welche ein Heben von Gewichten über 3 kg erforderten, monoton-repetitive Ar-
beiten und längere Haltearbeiten in Zukunft nicht mehr durchführbar sein dürften (vgl. Verlaufs-
bericht vom 15. November 2016). Das Belastungsprofil ändert sich durch die zusätzlich hinzuge-
tretenen Schulterbeschwerden jedoch nicht derart, dass ein Abzug von 25 % gerechtfertigt wäre. 
So ist zwar eine geringere Gewichtslimite für die rechte Seite zu berücksichtigen, das Vermeiden 
von monoton-repetitiven Arbeiten ist demgegenüber schon im Handprofil enthalten, wie auch das 
Vermeiden von längeren Haltearbeiten.  
 
7.5 Alles in allen ist der von der IV-Stelle berücksichtigte leidensbedingte Abzug von 5 % für 
das nunmehr etwas engere Belastungsprofil angemessen. Weitere Abzugskriterien sind dagegen 
nicht ersichtlich. Dass die Beschwerdeführerin wegen ihrer beschränkten intellektuellen Fähig-
keiten und der bescheidenen Schulbildung nur zur Verrichtung relativ anspruchsloser, einfacher 
manueller Tätigkeiten in der Lage sei, vermag nicht einen zusätzlichen Abzug zu rechtfertigen. 
Bei Tätigkeiten des Anforderungsniveaus 1 sind weder Führungsqualitäten noch intellektuelle Fä-
higkeiten oder eine eigentliche Ausbildung gefragt. Diesbezüglich gibt es ein genügend breites 
Spektrum an realisierbaren, körperlich leichten und wenig anspruchsvollen Hilfstätigkeiten auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 8. September 2011, 
8C_312/2011, E. 5.2). Ferner würde selbst ein leidensbedingter Abzug von 10 % nicht zu einer 
höheren IV-Rente führen. Demgemäss ist die Beschwerde abzuweisen. 
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwer-
deverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdefüh-
rerin unterliegende Partei, weshalb ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Dem Prozess-
ausgang entsprechend wird keine Parteientschädigung zugesprochen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG). 
 
 

 

 
 
Seite 14   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
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