# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 988b97a1-d2e8-5d21-a9a6-9597b5eff528
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.07.2018 100 2017 309
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-309_2018-07-13.pdf

## Full Text

100.2017.309U
MUT/BIP/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Juli 2018

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Müller, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiber Bieri 

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
Postfach, 3001 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung 
infolge schwerwiegenden Verstossens gegen die öffentliche Sicherheit und 
Ordnung (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
9. Oktober 2017; 2016.POM.297)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. … 1985), kosovarischer Staatsangehöriger, reiste im 
Alter von zwei Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz 
ein. 

A.________ ist seit vielen Jahren drogenabhängig. Er wurde am 6. Mai 
2010 ausländerrechtlich verwarnt, weil er während seines Aufenthalts in 
der Schweiz mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getreten war und 
Schulden aufwies.

Am 29. April 2016 widerrief die EG Bern, Einwohnerdienste, Migration und 
Fremdenpolizei (EMF), die Niederlassungsbewilligung von A.________ und 
wies diesen unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Hiergegen erhob A.________ am 30. Mai 2016 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das 
Rechtsmittel am 9. Oktober 2017 ab, soweit sie darauf eintrat. Sie setzte 
ihm eine Ausreisefrist bis zum 20. November 2017 an.

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 9. November 2017 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit dem Antrag, der Entscheid 
sei aufzuheben. Weiter sei ihm die Gültigkeitsdauer des Ausweises für 
Niedergelassene zu verlängern.

Die POM beantragt mit Vernehmlassung vom 11. Dezember 2017, es sei 
die Beschwerde kostenfällig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Mit 
Stellungnahme vom 22. November 2017 schliesst die EG Bern auf Abwei-
sung der Beschwerde und reicht weitere Unterlagen zu den Akten.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten (vgl. aber E. 1.2 hiernach). 

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt, es sei die Gültigkeitsdauer des 
Ausweises für Niedergelassene zu verlängern (vgl. Rechtsbegehren 2). – 
Die Kontrollfrist wurde letztmals bis am 17. März 2015 verlängert (vgl. 
Akten EMF pag. 57 und 153). Die Niederlassungsbewilligung wird unbe-
fristet und ohne Bedingungen erteilt (Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG; 
SR 142.20]). Wird der den Widerruf der Niederlassungsbewilligung bestäti-
gende Entscheid aufgehoben, gilt die Bewilligung weiter. Sie muss dafür 
nicht verlängert werden. Da der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nach 
Art. 82 VRPG aufschiebende Wirkung zukommt, besteht die Niederlas-
sungsbewilligung fort und ein Antrag auf deren Verlängerung ist mithin 
überflüssig (vgl. BGer 2C_348/2012 vom 13.3.2013 E. 1.1; VGE 2016/241 
vom 16.5.2017 E. 1.2 [bestätigt durch BGer 2C_561/2017 vom 7.9.2017]; 
angefochtener Entscheid E. 1b S. 4). Auch an einer Verlängerung der Kon-
trollfrist hat der Beschwerdeführer kein schutzwürdiges Interesse: Auslän-
derinnen und Ausländer erhalten mit der Bewilligung in der Regel einen 
entsprechenden Ausweis (Art. 41 Abs. 1 AuG). Der Ausweis C gilt als Be-
stätigung für eine Niederlassungsbewilligung (vgl. Art. 71 Abs. 1 der Ver-
ordnung vom 24. Oktober 2007 über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstä-
tigkeit [VZAE; SR 142.201]). Dieser wird zur Kontrolle für fünf Jahre ausge-

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stellt (vgl. Art. 41 Abs. 3 AuG). Die Gültigkeit der Bewilligung hängt nicht 
vom Ausweis ab. Dieser ist vielmehr nur deklaratorischer Natur und die 
Verlängerung der Kontrollfrist ist ein rein administrativer Vorgang, um fest-
zustellen, ob sich die Person noch in der Schweiz befindet 
(vgl. VGE 2013/72 vom 22.1.2014 E. 6.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_213/2014 vom 5.11.2014], mit weiteren Hinweisen; Peter 
Uebersax, Einreise und Anwesenheit, in Uebersax et al. [Hrsg.], Handbü-
cher für die Anwaltspraxis, Band VIII: Ausländerrecht, 2. Aufl. 2009, 
S. 221 ff., 294 Rz. 7.282; vgl. auch BGer 2C_126/2017 vom 7.9.2017 
E. 4.1). Die Niederlassungsbewilligung bleibt somit auch dann bestehen, 
wenn die Kontrollfrist nicht verlängert wird. Nach dem Gesagten ist somit 
nicht auf die Beschwerde einzutreten, soweit die Verlängerung der Gültig-
keitsdauer des Ausweises beantragt wird. Im Übrigen enthält die 
Beschwerde zu diesem Begehren keine Begründung und genügt den 
Formerfordernissen insoweit nicht (vgl. Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 Abs. 2 
VRPG).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwer-
deführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz.

2.1 Die Niederlassungsbewilligung wird unbefristet und ohne Bedingun-
gen erteilt (Art. 34 Abs. 1 AuG). Sie kann widerrufen werden, wenn die 
Ausländerin oder der Ausländer in schwerwiegender Weise gegen die öf-
fentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstos-
sen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit 
gefährdet (Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG; vgl. auch Art. 80 VZAE). Der Bewilli-
gungswiderruf ist in diesem Fall auch möglich, wenn die ausländische Per-
son sich – wie hier – länger als 15 Jahre ordnungsgemäss in der Schweiz 
aufgehalten hat (Art. 63 Abs. 2 AuG). Im Rahmen von Art. 63 Abs. 1 Bst. b 
AuG muss nicht eine Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe 

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(d.h. zu einer Strafe von mindestens einem Jahr) vorliegen. Ein schwerwie-
gender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung besteht in 
erster Linie, wenn die ausländische Person durch ihre Handlungen beson-
ders hochwertige Rechtsgüter wie namentlich die körperliche, psychische 
und sexuelle Integrität eines Menschen verletzt oder gefährdet hat. Indes 
können auch Straftaten gegen andere Rechtsgüter oder vergleichsweise 
weniger gravierende Pflichtverletzungen «schwerwiegend» im Sinn von 
Art. 63 Abs. 1 Bst. b AuG sein: So ist ein Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung namentlich dann möglich, wenn sich eine ausländische Person 
von strafrechtlichen Massnahmen bzw. ausländerrechtlichen Verwarnun-
gen nicht beeindrucken lässt und damit zeigt, dass sie auch künftig weder 
gewillt noch fähig ist, sich an die Rechtsordnung zu halten. Die Summe der 
Verstösse, die für sich genommen für einen Widerruf nicht ausreichen wür-
den, kann folglich einen Bewilligungsentzug rechtfertigen, wobei nicht die 
Schwere der verhängten Strafen, sondern die Vielzahl der Delikte ent-
scheidend ist (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.1, 137 II 297 E. 3.3; 
BGer 2C_106/2017 vom 22.8.2017 E. 3.2, 2C_884/2016 vom 25.8.2017 
E. 3.1; VGE 2016/355 vom 19.4.2018 E. 4.1 [noch nicht rechtskräftig]). 

2.2 Die Vorinstanz erachtet den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 
Bst. b AuG als erfüllt. Sie erwägt, der Beschwerdeführer habe über eine 
lange Zeitspanne hinweg kontinuierlich gegen die öffentliche Ordnung und 
Sicherheit verstossen. Es sei nicht zu erkennen, dass die zahlreichen Ver-
urteilungen, namentlich die im Jahr 2015 verhängten Freiheitsstrafen, einen 
positiven Einfluss ausgeübt hätten. Eine Gesamtbetrachtung seines Ver-
haltens vermittle klar den Eindruck, dass er weder gewillt noch fähig sei 
sich an die hier geltende Rechtsordnung zu halten (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 2d S. 5). 

2.3 Hinsichtlich der Delinquenz des Beschwerdeführers ist Folgendes 
festzuhalten: 

2.3.1 Gemäss den Akten wurde der Beschwerdeführer mit Urteil vom 
2. Oktober 2007 des Kreisgerichts VII Konolfingen u.a. der sexuellen 
Handlungen mit einem Kind, des Verabreichens gesundheitsgefährdender 
Stoffe an ein Kind sowie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz 
schuldig erklärt und zu 240 Stunden gemeinnütziger Arbeit (bedingt voll-

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ziehbar) sowie zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit (unbedingt) verurteilt 
(vgl. Akten EMF pag. 9-7, 163). Am 25. März 2008 wurde er u.a. wegen 
Raubes, Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen und Hausfriedens-
bruchs zu einer Geldstrafe von 135 Tagessätzen (bedingt vollziehbar) und 
zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt (vgl. Akten EMF pag. 162). 
Unter Hinweis auf seine Straffälligkeit (u.a. die Verurteilungen wegen Rau-
bes und sexueller Handlungen mit einem Kind), eines vorhandenen Ver-
lustscheins und seiner Sozialhilfebedürftigkeit verwarnte die Gemeinde den 
Beschwerdeführer am 6. Mai 2010 und wies ihn darauf hin, er müsse mit 
administrativen Entfernungsmassnahmen rechnen, wenn er in Zukunft zu 
weiteren gerichtlichen Klagen Anlass geben sollte (vgl. Akten EMF pag. 56-
55; vorne Bst. A).

2.3.2 Die Fremdenpolizei erhielt am 17. Juli 2015 von der Staatsanwalt-
schaft des Kantons Bern, Region Bern-Mittelland, Kopien von 29 Strafbe-
fehlen zugestellt, die dem Beschwerdeführer im Zeitraum vom 17. Mai 
2011 bis am 17. Juli 2015 eröffnet worden waren. Die Staatsanwaltschaft 
wies im Begleitschreiben darauf hin, dass in anderen Regionen wohl noch 
weitere Straferkenntnisse vorliegen (vgl. Akten EMF pag. 248). In 21 Straf-
befehlen wurde das Verhalten des Beschwerdeführers mit einer Busse 
sanktioniert (Total der Bussen: Fr. 6'470.--); dies betraf hauptsächlich Wi-
derhandlungen gegen das Personenbeförderungsgesetz und Übertretun-
gen gegen das Bundesgesetz vom 3. Oktober 1951 über die Betäubungs-
mittel und die psychotropen Stoffe (Betäubungsmittelgesetz, BetmG; 
SR 812.121). Siebenmal erhielt er eine Geldstrafe (Total der Tagessätze: 
355); zudem wurde er zu einer Freiheitsstrafe von 120 Tagen (unbedingt) 
verurteilt (vgl. Akten EMF pag. 247-164).  

2.3.3 Hervorzuheben sind folgende Verurteilungen:

– Strafbefehl vom 30. Oktober 2013: Geldstrafe von 70 Tagessätzen und 
Busse von Fr. 500.-- wegen Diebstahls, versuchten Diebstahls, Sach-
beschädigung, Ungehorsam gegen amtliche Verfügung, einfacher Ver-
kehrsregelverletzung durch Fahren in fahrunfähigem Zustand mit mo-
torlosem Fahrzeug sowie Widerhandlung gegen das BetmG durch An-
staltentreffen zum Verkauf von Haschisch und durch Eigenkonsum ei-

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ner unbestimmten Menge Haschisch, Kokain und Heroin (Akten EMF 
pag. 205-203 und pag. 161-160);

– Strafbefehl vom 20. Dezember 2013: Gelstrafe von 80 Tagessätzen 
und Busse von Fr. 900.-- wegen mehrfachen Diebstahls, teilweise Ver-
suchs dazu sowie teilweise geringfügig begangen, mehrfachen Haus-
friedensbruchs, mehrfacher Sachbeschädigung, Widerhandlungen ge-
gen das Personenbeförderungsgesetz, unanständigen Benehmens 
sowie Übertretungen gegen das BetmG (Akten EMF pag. 201-198 und 
pag. 160-159);

– Strafbefehl vom 1. April 2014: Geldstrafe von 45 Tagessätzen und 
Busse von Fr. 600.-- wegen Diebstahls, mehrfach begangen (teilweise 
als Versuch dazu), Sachbeschädigung, Hausfriedensbruchs, mehrfach 
begangen, Widerhandlungen gegen das BetmG durch Besitz und An-
staltentreffen zur Veräusserung von Heroin sowie Konsum von Heroin 
und Kokain, Widerhandlung gegen das Personenbeförderungsgesetz 
sowie unberechtigten Verwendens eines Fahrrads (Akten EMF 
pag. 193-189 und pag. 159);

– Strafbefehl vom 13. April 2015: Freiheitsstrafe von 120 Tagen und 
Busse von Fr. 200.-- wegen Widerhandlung gegen das BetmG (Besitz 
von Kokaingemisch und einer kleinen Waage; er traf somit Anstalten, 
diese Kokainmenge zu verkaufen; vgl. Akten EMF pag. 169-167 und 
pag. 158).

2.3.4 Aus den Akten ergibt sich sodann, dass gegen den Beschwerdefüh-
rer später im Jahr 2015 zwei weitere kurze (unbedingte) Freiheitsstrafen 
ausgesprochen wurden von 15 bzw. 20 Tagen sowie eine Busse von 
Fr. 900.-- wegen Hausfriedensbruchs, mehrfach begangenen Diebstahls 
und Widerhandlungen gegen das BetmG (vgl. Vollzugsauftrag vom 
11.11.2015, in Akten EMF pag. 283-281; Eintritt Stammblatt Regionalge-
fängnis Bern vom 8.9.2017, in Vorakten POM pag. 60; vgl. auch ange-
fochtener Entscheid E. 2d S. 5). Ebenfalls geht aus den Akten hervor, dass 
gegen den Beschwerdeführer seither mindestens elf weitere Strafbefehle 
ergingen, mit denen er zu Bussen wegen Widerhandlungen gegen das 
BetmG oder das Personenbeförderungsgesetz in der Höhe von total 

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Fr. 2'150.-- verurteilt wurde; mehrere davon im Jahr 2016 (vgl. Akten EMF 
pag. 332-327; Vorakten POM pag. 60-59). Schliesslich enthalten die Akten 
diverse Anzeigen gegen den Beschwerdeführer aus dem Jahr 2017 (vgl. 
Vorakten POM pag. 64 ff.). Die jüngsten Anzeigerapporte datieren vom 
6. September 2017 und vom 10. Oktober 2017. Sie betreffen Konsum von 
Betäubungsmitteln, Ungehorsam gegen amtliche Verfügung sowie evtl. 
Entwendung eines Kleinmotorfahrrads zum Gebrauch (vgl. act. 3A). Vom 
8. September bis am 3. Oktober 2017 verbüsste der Beschwerdeführer 
eine 25-tägige Haftstrafe im Regionalgefängnis Bern-Mittelland, weil di-
verse nicht bezahlte Bussen in Ersatzfreiheitsstrafen umgewandelt worden 
waren (vgl. dazu Vorakten POM pag. 61-58). 

2.4 Insgesamt betrifft die deliktische Tätigkeit des Beschwerdeführers 
einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren. Seit der fremdenpolizeilichen 
Verwarnung haben sich Freiheitsstrafen von 155 Tagen, Geldstrafen von 
355 Tagessätzen sowie Bussen und Verbindungsbussen von deutlich über 
Fr. 10'000.-- ergeben. Der Beschwerdeführer hat mit seiner jahrelangen 
und gewohnheitsmässigen Delinquenz den Widerrufsgrund von Art. 63 
Abs. 1 Bst. b AuG gesetzt. Weder die ausländerrechtliche Verwarnung 
noch die Verurteilungen hielten ihn von weiteren strafrechtlichen Verfeh-
lungen ab. Allein der Umstand, dass der Beschwerdeführer systematisch 
rechtliche Schranken und Pflichten missachtet, muss als schwerwiegender 
Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung gewertet werden 
(vgl. auch VGE 2016/355 vom 19.4.2018 E. 4.4 [noch nicht rechtskräftig]). 
Eine mittel- oder langfristige Lösung von der Drogenabhängigkeit ist nicht 
in Sicht, weshalb mit weiteren Verstössen gegen die Rechtsordnung ge-
rechnet werden muss (vgl. hierzu hinten E. 3.3).

2.5 Im Rahmen einer Gesamtbetrachtung müssen sodann die beste-
henden Schulden mitberücksichtigt werden. Nach der Schuldnerinformation 
des Betreibungsamts Bern-Mittelland bestand am 26. Juni 2017 eine Rest-
schuld von Fr. 30'783.65. Es lagen offene Verlustscheine gegen den Be-
schwerdeführer in der Höhe von total Fr. 11'486.10 vor (vgl. Verlustschein-
journal des Betreibungsamts Bern-Mittelland, Ausstelldatum 26.6.2017, in 
Vorakten POM Beilage zu Dossier [B], act. 4A1; angefochtener Entscheid 
E. 5b/aa S. 13). Im Zeitpunkt der ausländerrechtlichen Verwarnung war er 

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beim Betreibungs- und Konkursamt Bern-Mittelland mit einem Verlust-
schein in der Höhe von Fr. 6'832.-- verzeichnet (vgl. Akten EMF pag. 56). 
Auch kam er seinen Verpflichtungen, die Bussen zu bezahlen, jedenfalls 
teilweise nicht nach, sodass diese in Ersatzfreiheitsstrafen umgewandelt 
werden mussten (vorne E. 2.3.4). – Die vorhandenen Schulden in nicht 
unerheblicher Höhe zeugen ebenfalls von einer beträchtlichen Gleichgültig-
keit gegenüber der Rechtsordnung; Gleiches gilt für das Nichtbezahlen von 
Bussen (vgl. auch BGer 2C_1152/2014 vom 14.9.2015 E. 4.2; 
2C_699/2014 vom 1.12.2014 E. 4.3). Anstatt sich um die Sanierung seiner 
Schulden zu bemühen, hat der Beschwerdeführer die Schuldenbildung 
durch Bussen und Geldstrafen weiter vorangetrieben (vgl. 
BGer 2C_106/2017 vom 22.8.2017 E. 3.4). 

2.6 Mit Blick auf das Erwogene bestreitet der Beschwerdeführer das 
Vorliegen des Widerrufsgrunds zu Recht nicht. Er erachtet den Widerruf 
aber als unverhältnismässig (vgl. Beschwerde S. 3). – Der Widerruf einer 
Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung sind auch bei Vorliegen 
eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie aufgrund der im Einzelfall 
vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig erscheinen 
(Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und Art. 96 AuG). Im 
Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der Entfer-
nungsmassnahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung 
und die privaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in 
der Schweiz gegeneinander abzuwägen (vgl. E. 3-5 hiernach). Zu berück-
sichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, 
namentlich die Schwere des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der 
öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, 
die Dauer der bisherigen Anwesenheit bzw. die Integration sowie die der 
betroffenen Person und ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden 
Nachteile (vgl. BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 
E. 4.1, je mit Hinweisen). 

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3.

Hinsichtlich des öffentlichen Interesses am Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung und der Wegweisung ergibt sich Folgendes: 

3.1 Massgeblich für die Bewertung des öffentlichen Interesses ist das 
bisherige deliktische Verhalten der ausländischen Person, wobei deren 
Alter bei der (jeweiligen) Tatbegehung ebenso eine Rolle spielt wie die Art, 
Anzahl und Häufigkeit der Delikte (vgl. BGer  2C_26/2017 vom 25.4.2017 
E. 3.2, 2C_1076/2013 vom 2.6.2014 E. 4.1, je zu Art. 63 Abs. 1 Bst. a 
AuG). – Die POM hat erwogen, der Beschwerdeführer habe über einen 
Zeitraum von zehn Jahren in nachgerade gewohnheitsmässiger Manier 
gegen die geltende Rechtsordnung verstossen. Die Neigung, sich über die 
Rechtsordnung hinwegzusetzen, entspreche einem eingeschliffenen Ver-
haltensmuster. Die regelmässig, auch nach strafrechtlichen Verurteilungen 
und fremdenpolizeilicher Verwarnung sowie während laufenden Probezei-
ten fortgesetzte Delinquenz zeige auf, dass der Beschwerdeführer nicht 
fähig oder willens sei, sich rechtsgetreu zu verhalten (angefochtener Ent-
scheid E. 4b S. 7 f.). Gesamthaft betrachtet habe der Beschwerdeführer die 
öffentliche Ordnung und Sicherheit massiv beeinträchtigt (E. 4e S. 11).

3.2 Diesen zutreffenden Erwägungen hält der Beschwerdeführer haupt-
sächlich seine Drogenabhängigkeit entgegen (vgl. Beschwerde S. 4 f.). – 
Anzuerkennen ist zwar, dass die meisten begangenen Delikte in engem 
Zusammenhang mit der Drogenabhängigkeit des Beschwerdeführers ste-
hen, was praxisgemäss namentlich bei reiner Beschaffungskriminalität zu 
einer gewissen Relativierung des Verschuldens führt. Die strenge bundes-
gerichtliche Rechtsprechung in Bezug auf Betäubungsmitteldelinquenz aus 
rein finanziellen Interessen gelangt in solchen Fällen nicht zur Anwendung 
(vgl. BGE 139 II 121 E. 5.3 [Pra 103/2014 Nr. 1]; BGer 2C_336/2015 vom 
21.4.2016 E. 3.2.1, 2C_1046/2014 vom 5.11.2015 E. 4.2; VGE 2017/221 
vom 6.4.2018 E. 4.1.2). Liegen zahlreiche Zuwiderhandlungen gegen das 
BetmG, aber kein eigentlicher Drogenhandel vor, so kann sich die Schwere 
der Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit aber auch aus der 
wiederholten Straffälligkeit ergeben, wenn der Täter damit seine Unfähig-
keit zur Einhaltung der Rechtsordnung zum Ausdruck bringt. In solchen 
Fällen kann selbst bei Drogenabhängigen ein entsprechend grosses öffent-

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liches Interesse an der Beendigung des Aufenthalts bestehen (vgl. 
BGer 2C_336/2015 vom 21.4.2016 E. 3.2.1, 2C_741/2013 vom 8.4.2014 
E. 2.3). Die Schwere der Taten ist weniger entscheidend als deren Häufig-
keit (vgl. auch BGer 2C_426/2015 vom 7.6.2016 E. 2.3). Es ist weiter nicht 
zu beanstanden, dass sich die POM an den strafrechtlichen Verurteilungen 
orientiert hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 4a und 4e). Im ausländer-
rechtlichen Verfahren besteht regelmässig kein Raum, die Angemessenheit 
strafrechtlicher Sanktionen zu relativieren (vgl. in Bezug auf drogenabhän-
gige Delinquenten BGer 2C_396/2014 vom 27.3.2015 E. 3.1, 2C_867/2013 
vom 1.5.2014 E. 3.1). Die Strafbefehle ergingen alle in Anwendung von 
Art. 47 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0), wonach 
die Strafe nach dem Verschulden des Täters zu bemessen ist. Es kann 
daher davon ausgegangen werden, dass der Drogenabhängigkeit bereits 
bei der Strafzumessung Rechnung getragen wurde, auch wenn dies in den 
Strafbefehlen nicht ausdrücklich festgehalten wurde (vgl. allgemein zur Be-
rücksichtigung einer Drogensucht bei der Strafzumessung Finger-
huth/Schlegel/Jucker, Kommentar BetmG, 3. Aufl. 2016, Art. 47 StGB N. 20 
mit Hinweis auf BGE 118 IV 342 E. 2d). Insgesamt liegt eine beeindru-
ckende Anzahl Verurteilungen vor, welche sich trotz Strafmilderungen zu 
einem beträchtlichen Strafmass summieren (vgl. auch BGer 2C_396/2014 
vom 27.3.2015 E. 3.1). Angesichts dessen und mit Blick auf die Rechtskraft 
der Straferkenntnisse ist die POM sodann zu Recht nicht näher auf den 
(vor Verwaltungsgericht nicht mehr wiederholten) Einwand eingegangen, 
es sei sehr fraglich, ob der Beschwerdeführer bei der Begehung der abge-
urteilten Straftaten überhaupt zurechnungsfähig gewesen sei (Beschwerde 
POM S. 4, in Vorakten POM pag. 12). Seine Drogenabhängigkeit relativiert 
schliesslich das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung auch deshalb nicht wesentlich, weil sich sein deliktisches Verhal-
ten nicht im Eigenkonsum von Betäubungsmitteln erschöpft, sondern der 
Beschwerdeführer auch (wertvolle) Rechtsgüter unbeteiligter Dritter ge-
schädigt hat und keine Besserung feststellbar ist (vgl. für vergleichbare 
Konstellationen VGE 2012/454 vom 7.8.2014 E. 5.4.3 mit Hinweis [bestätigt 
durch BGer 2C_818/2014 vom 14.3.2015], 2017/221 vom 6.4.2018 E. 4.3). 
Negativ ins Gewicht fallen insoweit namentlich die Verurteilungen wegen 
Anstaltentreffens für den Verkauf von Drogen (vgl. auch angefochtener 
Entscheid E. 4b S. 7; vorne E. 2.3.3). 

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3.3 Von Bedeutung für die Gewichtung des öffentlichen Interesses ist 
weiter die Frage, ob der Beschwerdeführer künftig in der Lage ist, drogen- 
und deliktsfrei zu leben. 

3.3.1 Zur Suchterkrankung des Beschwerdeführers lässt sich den Akten 
Folgendes entnehmen: Gegenüber der Fremdenpolizei erklärte dieser am 
24. November 2015, seit 10 Jahren drogensüchtig zu sein. Er leide unter 
psychotischen Schüben sowie Angstzuständen und greife zu Heroin oder 
Kokain, um die Psychose zu kontrollieren. Das Kokain müsse er sich 
zwangsläufig auf illegalem Weg beschaffen (vgl. Vorakten POM B 4 
[act. 4A1] bzw. Akten EMF pag. 285). Der Beschwerdeführer ist seit 2011 
in der Heroingestützten Behandlung (KODA) Bern, wo er zweimal täglich 
Substitutionsmedikamente bezieht (Auskunft des Oberarztes der KODA 
vom 11.1.2016, Vorakten POM B 6 [act. 4A1] bzw. Akten EMF pag. 296). 
Zur jüngeren Entwicklung enthält der Arztbericht der Universitären psychi-
atrischen Dienste Bern (UPD) vom 31. Oktober 2017 Hinweise (Beschwer-
debeilage [BB] 3; nachfolgend: Bericht UPD). Demnach wurde der Be-
schwerdeführer im Jahr 2017 mehrmals in den UPD hospitalisiert. Die Ein-
weisungen erfolgten entweder notfallmässig oder per Anordnung einer für-
sorgerischen Unterbringung. Am 15. April 2017 wurde er «aufgrund einer 
psychotischen Dekompensation und bei zuletzt gesteigertem Drogenkon-
sum» zugewiesen. Er habe die verordneten Medikamente nicht mehr 
eingenommen, auch nicht die Opiatsubstitution, dafür vermehrt illegale 
Substanzen konsumiert. Am 30. Juni 2017 wurde er «bei Status nach sep-
tischem Zustandsbild, bestehender Selbstgefährdung, hohem Risiko eines 
Behandlungsabbruchs, starkem Konsumdruck und nur bedingter Behand-
lungseinsichtigkeit» notfallmässig zugewiesen. Er wurde jeweils auf eige-
nen Wunsch (teilweise auf Drängen) wieder aus der Klinik entlassen. Am 
6. August 2017 wurde er wegen Selbst- und Fremdgefärdung eingewiesen, 
nachdem er wiederholt von der Polizei bei einer Bushaltestelle aufgegriffen 
worden sei, wo er intravenös Drogen konsumiert und das benutzte Spritz-
besteck liegengelassen habe. – Nach einer 25-tägigen Haftstrafe trat er am 
3. Oktober 2017 erneut in die UPD ein. Während den Arztgesprächen habe 
der Beschwerdeführer angegeben, es habe aufgrund der drohenden Aus-
schaffung nun «Klick» bei ihm gemacht und er könne sich von weiterem 
illegalem Substanzkonsum distanzieren. Gemäss dem Bericht gab es an-

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schliessend keine Hinweise auf Rückfälle, wobei sich der Beschwerdefüh-
rer – zum eigenen Schutz – die meiste Zeit auf der Station aufhalte und 
Ausgänge nur in Begleitung nutze. Als der Bericht am 31. Oktober 2017 
verfasst wurde, befand sich der Beschwerdeführer noch in den UPD (zum 
Ganzen Bericht UPD S. 1 f.). Über die seitherige Entwicklung lässt sich den 
Akten nichts entnehmen.

3.3.2 Aktenkundig ist weiter ein Arztbericht von Dr. med. B.________ vom 
22. Juni 2016, den der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren 
einreichte (vgl. Vorakten POM B 13 [act. 4A1]; nachfolgend: Bericht 
Dr. B.________). Gemäss diesem Bericht, der auf Wunsch des 
Beschwerdeführers erstellt worden sei, wolle dieser seinem Leben eine 
Wende geben und wieder arbeiten. Sein Behandlungswunsch überzeuge. 
Der Beschwerdeführer sei motiviert und weise therapeutische Ressourcen 
auf. Der Arzt legt im Bericht eine Therapiestrategie dar, die auch punktuelle 
familientherapeutische Sitzungen vorsieht. Sein Vater habe die Teilnahme 
zugesichert. Im Bericht steht weiter, der Beschwerdeführer habe zwischen 
2003 und 2014 20 Mal hospitalisiert werden müssen. Zu einem Aufenthalt 
im Psychiatriezentrum Münsingen (PZM) vom 3.-7. Januar 2006 ist 
Folgendes angemerkt: «Freiwilliger Eintritt und dann Therapieabbruch». Zu 
zwei anderen Aufenthalten im PZM (16-18.9.2007 und 1.-2.2.2008) steht: 
«Freiwilliger Eintritt und Entweichung». – Laut den Schlussbemerkungen im 
vorinstanzlichen Verfahren vom 27. Juli 2017 befand sich der 
Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt nicht mehr bei Dr. med. 
B.________ in Behandlung (Vorakten POM pag. 55). Ob die im Arztbericht 
geplante Therapie zuvor überhaupt in Angriff genommen worden war, ist 
nicht bekannt.

3.3.3 Vor diesem Hintergrund ist zu beurteilen, ob sich der Beschwerde-
führer von seiner Drogensucht und vom deliktischen Verhalten wird lösen 
können: Der Beschwerdeführer hat über die letzten Jahre hinweg konstant 
Delikte begangen. Namentlich weist er zahlreiche Verurteilungen wegen 
Besitzes und Konsums von Kokain und Heroin auf (vgl. vorne E. 2.3.2-
2.3.4). Seit April 2017 verschlechterte sich die Situation sogar noch, was 
die verschiedenen Hospitalisationen und auch die jüngsten Anzeigerapp-
orte der Polizei belegen (vgl. vorne E. 2.3.4 und 3.3.1). Mit seinem rechts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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kräftig beurteilten deliktischen Verhalten hat der Beschwerdeführer gezeigt, 
dass er weder fähig noch willens ist, vom Betäubungsmittelkonsum abzu-
lassen. Es besteht eine erhebliche Wahrscheinlichkeit dafür, dass er zur 
Finanzierung seiner Sucht oder zur Beschaffung von Betäubungsmitteln 
weitere Delikte begehen wird (vgl. auch BGer 2C_784/2014 vom 24.4.2015 
E. 3.3; allgemein zur Bedeutung wiederholter oder notorischer Delinquenz 
vgl. BGE 139 I 145 E. 3.8; BGer 2C_685/2014 vom 13.2.2015 E. 6.1; BVR 
2013 S. 543 E. 4.3 mit Hinweisen). Dass die Deliktstätigkeit in einem engen 
Zusammenhang mit seiner Drogenabhängigkeit steht, wird von ihm selber 
anerkannt (Beschwerde S. 4). Hinzu kommt, dass es dem Beschwerdefüh-
rer auch im Rahmen der bereits seit 2011 dauernden Substitutionstherapie 
nicht gelungen ist, sich vom illegalen Drogenkonsum und der Beschaf-
fungskriminalität zu distanzieren, obschon die Substitutionsmedikation, wie 
die POM zutreffend festhält, gerade dies zum Ziel hätte (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 4c S. 8 mit Hinweis auf die Internetseite des Bundesamtes für 
Gesundheit). Der Beschwerdeführer erklärte sogar selber, er benötige Ko-
kain, welches er bei der KODA nicht erhalte (vgl. vorne E. 3.3.1). Schliess-
lich hat der Beschwerdeführer auch die vorgesehene Therapie bei Dr. med. 
B.________ nicht wahrgenommen oder abgebrochen, obschon die Thera-
piestrategie spezifisch auf ihn ausgerichtet war und auch sein Vater hätte 
einbezogen werden können. Der vorinstanzliche Schluss, der Beschwer-
deführer habe auch diese konkrete Chance verspielt, bleibt vor Verwal-
tungsgericht unwidersprochen (vgl. angefochtener Entscheid E. 4c S. 9). 
Diese Gegebenheiten fügen sich in die gesamte bisherige Therapiege-
schichte ein, die mehrere erfolglose bzw. abgebrochene Therapieversuche 
aufweist (vgl. E. 3.3.2 hiervor). Trotz professioneller Hilfe ist er somit nicht 
von der Drogensucht und der damit verbundenen Delinquenz weggekom-
men. Dem Beschwerdeführer muss unter diesen Umständen eine ungüns-
tige Prognose gestellt werden (vgl. für diese Wertung auch 
BGer 2C_41/2011 vom 30.6.2011 E. 3.4). 

3.3.4 Laut Verwaltungsgerichtsbeschwerde hat der Beschwerdeführer in 
den letzten Wochen «grosse Anstrengungen Richtung Abstinenz» unter-
nommen, was durch den Bericht UPD bestätigt werde (vgl. dazu vorne 
E. 3.3.1). Auch wenn «erst Morgenröte» erkennbar sei, scheine sich das 
Bewusstsein des Beschwerdeführers zu ändern. Bemerkenswert sei, dass 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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er seit Juli 2017 nicht mehr gegen das Gesetz verstossen habe (vgl. Be-
schwerde S. 4). – Dies allein vermag allerdings die Zukunftsaussichten des 
Beschwerdeführers nicht in einem wesentlich günstigeren Licht erscheinen 
lassen: Gemäss einer Anzeige der Kantonspolizei Bern vom 10. Oktober 
2017 wurde er letztmals am 13. August 2017 beim Rauchen von Kokain 
angetroffen, womit ein ernsthafter Anhaltspunkt dafür besteht, dass der 
Beschwerdeführer noch nicht so lange deliktsfrei lebt wie behauptet (vgl. 
Eingabe EG Bern vom 22.11.2017 mit Beilagen [act. 3 und act. 3A], vorne 
E. 2.3.4). Dass er anschliessend nicht mehr deliktisch in Erscheinung ge-
treten ist, hängt mit dem Verbüssen von Ersatzfreiheitsstrafen und der 
Hospitalisation in den UPD zusammen und muss daher erheblich relativiert 
werden (vgl. vorne E. 2.3.4 und 3.3.1). Hinsichtlich des Drogenkonsums 
bestätigt der Bericht UPD lediglich, es bestünden vom 3. bis 31. Oktober 
2017 keine Hinweise auf Rückfälle (vgl. auch vorne E. 3.3.1). Aufgrund der 
engmaschigen Überwachung während des Aufenthalts in den UPD lässt 
sich daraus nur beschränkt eine positive Prognose für das längerfristige 
künftige Verhalten ableiten (vgl. BGer 2C_336/2015 vom 21.4.2016 
E. 3.2.2 in Bezug auf eine Stabilisierung währen einer stationären Mass-
nahme). Über die seitherige Entwicklung hat der Beschwerdeführer das 
Verwaltungsgericht nicht orientiert. Weder ist vorgebracht noch ersichtlich, 
dass er (erneut) eine Therapie angefangen hätte oder spezielle Anstren-
gungen unternehmen würde, um gegen die Sucht anzugehen. Angesichts 
der langjährigen Delinquenz und Drogenabhängigkeit kann daher aus der 
sehr kurzen Dauer der Abstinenz noch keine langfristige positive Wende zu 
einem delikts- und drogenfreien Leben erkannt werden (vgl. 
BGer 2C_426/2015 vom 7.6.2016 E. 2.4 in Bezug auf einen Drogenabhän-
gigen, der freiwillig an einer methadongestützten Behandlung und in die-
sem Rahmen an monatlich ein bis zwei sozialpsychiatrischen Gesprächen 
teilnimmt; vgl. auch Beschwerdevernehmlassung S. 2). 

3.3.5 Unter diesen Umständen hilft dem Beschwerdeführer auch nicht 
weiter, dass die fremdenpolizeiliche Verwarnung ihre Wirkung nicht voll-
kommen verfehlt hat, wie die Vorinstanz erwogen hat (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 4b S. 7). Der Beschwerdeführer weist zwar keine weiteren 
Verurteilungen wegen Raubes oder sexueller Handlungen mit Kindern 
mehr vor, weswegen die beiden Verurteilungen aus den Jahren 2007 und 

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2008 (vgl. vorne E. 2.3.1) nurmehr von untergeordneter Bedeutung sind 
(insoweit zutreffend Beschwerde S. 3). Die Verwarnung, mit welcher der 
Beschwerdeführer aufgefordert wurde, in Zukunft zu keinen gerichtlichen 
Klagen mehr Anlass zu geben (vgl. vorne E. 2.3.1), hat den Beschwerde-
führer aber nicht davon abgehalten, sich weiterhin in grosser Anzahl und 
ohne nennenswerte Unterbrüche deliktisch zu betätigen, wobei sich die 
Strafen insgesamt zu einem beträchtlichen Strafmass summiert haben (vgl. 
vorne E. 2.3.2 ff.). Die Delikte dürfen dabei keineswegs nur der Bagatell-
kriminalität zugeordnet werden (vgl. auch Akten EMF pag. 337). Wie gese-
hen, liegt das öffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts so-
dann hauptsächlich in der Häufigkeit des deliktischen Verhaltens und weni-
ger in der Schwere einzelner Taten begründet (vorne E. 3.2). Kommt hinzu, 
dass auch die Schulden des Beschwerdeführers seit der Verwarnung 
(leicht) zugenommen haben (vorne E. 2.5). Entgegen der Ansicht des Be-
schwerdeführers lässt sich sodann nichts Positives aus der Verfügung der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-Mittelland, vom 
5. Februar 2016 ableiten, mit welcher zwei bedingte Entlassungen aus 
früheren Strafvollzügen nicht widerrufen wurden, obschon der Beschwer-
deführer innerhalb der Probezeit wegen Hausfriedensbruchs, mehrfach 
begangen, verurteilt wurde (vgl. Vorakten POM B 10 [act. 4A1] bzw. Akten 
EMF pag. 338-337; Beschwerde POM S. 4, in Vorakten POM pag. 12). Die 
Deliktstätigkeit während der Probezeit ist im ausländerrechtlichen Verfah-
ren im Gegenteil negativ zu bewerten. Dass die bedingten Entlassungen 
nicht widerrufen wurden, wird sodann u.a. damit begründet, dass die neue 
Freiheitsstrafe unbedingt ergangen sei und damit bereits eine Warnwirkung 
entfalte (vgl. Akten EMF pag. 337). Auch aus dem Umstand, dass der Be-
schwerdeführer in den Jahren 2014 und 2015 zweimal bedingt aus dem 
Strafvollzug entlassen wurde, lässt sich nichts zu seinen Gunsten ableiten: 
Die Legalprognosen fielen nämlich nach Einschätzung der für den Straf- 
und Massnahmenvollzug zuständigen kantonalen Behörde nicht eindeutig 
zu Gunsten des Beschwerdeführers aus; die positiven und negativen As-
pekte hielten sich vielmehr ungefähr die Waage, so dass aus strafrechtli-
cher Sicht die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Verweigerung der 
bedingten Entlassung – eine solche darf nur bei Vorliegen «guter Gründe» 
erfolgen – nicht erfüllt waren (vgl. Vorakten EMF pag. 136 und 114; vgl. 
auch VGE 2017/221 vom 6.4.2018 E. 4.2.4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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3.3.6 Zusammenfassend ist bei dieser Sachlage nicht absehbar, wie der 
Beschwerdeführer – etwa durch weitere intensive therapeutische Bemü-
hungen – seine Sucht und die übrigen psychischen Störungen sowie die 
damit zusammenhängende Delinquenz in den Griff bekommen könnte. Ins-
besondere kann nicht von einer «biografischen Kehrtwende» die Rede 
sein, die für das Ausbleiben weiterer Straftaten sprechen könnte (vgl. dazu 
jüngst BGer 2C_116/2017 vom 3.10.2017 E. 4.2 und 2C_112/2017 vom 
14.9.2017 E. 3.2; im Zusammenhang mit der Befreiung von der Drogenab-
hängigkeit etwa BGer 2C_426/2015 vom 7.6.2016 E. 2.4; VGE 2017/221 
vom 6.4.2018 E. 4.2.3; Marc Spescha, in Spescha et al. [Hrsg.], Migrations-
recht, 4. Aufl. 2015, Art. 63 AuG N. 6a). Die im Bericht UPD angespro-
chene «Stabilisierung» ist allein vor dem Hintergrund zu sehen, dass sich 
der Beschwerdeführer zuvor in einem psychisch und körperlich schlechten 
Zustand befand und mehrere fürsorgerische Unterbringungen angeordnet 
werden mussten (vorne E. 3.3.1). Entgegen der Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde kann daraus aber noch nicht abgeleitet werden, dass der Be-
schwerdeführer sich gegenwärtig in einem anhaltenden Stabilisierungspro-
zess befinden würde bzw. schrittweise in ein geordnetes Leben zurück-
finden könnte (vgl. Beschwerde S. 7).

3.4 Mit Blick auf das Erwogene ist nicht zu beanstanden, dass die POM 
auf ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse an der strittigen Entfer-
nungsmassnahme geschlossen hat. Diese Würdigung wird durch die Tat-
sache bekräftigt, dass der Beschwerdeführer verschuldet ist und regelmäs-
sig Sozialhilfeleistungen beziehen musste (vgl. vorne E. 2.5 und hinten 
E. 4.2.2; für diese Wertung in Bezug auf einen Drogensüchtigen 
BGer 2C_336/2015 vom 21.4.2016 E. 3.2.1).

4. 

Hinsichtlich der privaten Interessen, welche der Entfernungsmassnahme 
entgegenstehen können, sind die Dauer der Anwesenheit und die Integra-
tion in der Schweiz sowie die dem Beschwerdeführer und allfälligen Ange-
hörigen drohenden Nachteile zu berücksichtigen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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4.1 Je länger eine Ausländerin oder ein Ausländer in der Schweiz an-
wesend war, desto strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die An-
ordnung eines Widerrufs der Niederlassungsbewilligung zu stellen. Zu be-
rücksichtigen ist unter anderem, in welchem Alter sie oder er in die Schweiz 
eingereist ist. Selbst bei einer ausländischen Person, die bereits hier ge-
boren wurde und ihr ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat 
(Ausländerin oder Ausländer der «zweiten Generation»), ist der Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung nicht ausgeschlossen (vgl. BGE 139 I 16 
E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.1, 125 II 521 E. 2b; BGer 2C_822/2016 vom 
31.1.2017 E. 2.3). Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist auch 
nach längerem Aufenthalt in der Schweiz eher zulässig, wenn die ausländi-
sche Person in der Schweiz nicht integriert ist (vgl. BGE 139 I 31 E. 3.2 
betreffend einen Ausländer «zweiter Generation»); BGer 2A.119/2001 vom 
15.10.2001 E. 2b; BVR 2015 S. 487 [VGE 2014/339 vom 23.3.2015, bestä-
tigt durch BGer 2C_338/2015 und 2D_22/2015] nicht publ. E. 4.1; zum 
Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 5.1). 

4.2 Zur Anwesenheitsdauer und zur Integration des Beschwerdeführers 
in der Schweiz ergibt sich Folgendes: 

4.2.1 Der heute 32-Jährige Beschwerdeführer reiste am … 1987 im Alter 
von zwei Jahren in die Schweiz ein (vgl. vorne Bst. A, Akten EMF pag. 29). 
Richtigerweise hat die POM erwogen, der Beschwerdeführer sei daher als 
Ausländer «zweiter Generation» zu behandeln (vgl. etwa VGE 2013/101 
vom 14.3.2014 E. 4.1 [bestätigt durch BGer 2C_387/2014 vom 3.3.2015 
E. 4.3.1]). Deswegen und mit Blick auf die lange Dauer des Aufenthalts in 
der Schweiz hat sie dem Beschwerdeführer zu Recht ein gewichtiges 
Interesse am Verbleib in der Schweiz zuerkannt (angefochtener Entscheid 
E. 5b S. 12).

4.2.2 Zusammen mit der Vorinstanz muss jedoch die beruflich-wirtschaftli-
che und die soziale Integration des Beschwerdeführers als misslungen 
bezeichnet werden, was wiederum wesentlich mit der Drogenabhängigkeit 
zusammenhängt (vgl. angefochtener Entscheid E. 5b S. 12 ff.): Ob der Be-
schwerdeführer eine Berufslehre abgeschlossen hat, ist nicht aktenkundig. 
Er ist seit 2005 auf Sozialhilfe angewiesen (vgl. Akten EMF pag. 47 und 
154). Der bezogene Betrag beläuft sich mittlerweile auf mehr als 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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Fr. 200'000.-- (vgl. angefochtener Entscheid E. 5b/aa S. 12 f.). Eine Ände-
rung der Situation erscheint zum aktuellen Zeitpunkt nicht realistisch (vgl. 
auch Einschätzung des zuständigen Sozialarbeiters vom 18.9.2015, in 
Vorakten POM B 5 [act. 4A1] bzw. Akten EMF pag. 251). Der vorinstanzli-
che Schluss, eine nennenswerte Verbundenheit mit der hiesigen Gesell-
schaft bestehe nicht, bleibt unwidersprochen (vgl. Beschwerde S. 5). Der 
Beschwerdeführer bewohnt eine 1-Zimmerwohnung (vgl. Vorakten POM 
B 5 [act. 4A1] bzw. Akten EMF pag. 252). Im Bericht der UPD ist davon die 
Rede, ihn nach dem stationären Aufenthalt in ein betreutes Wohnen zu 
entlassen (S. 2). Seine Eltern wohnen in (…). Er hat zudem eine Schwester 
(geb. 1987) und einen Bruder (geb. 1983), die ebenfalls in der Schweiz 
leben. Gegenüber der Fremdenpolizei und dem Sozialdienst sprach er im 
Zusammenhang mit seiner Familie noch von einem «guten Verhältnis» 
bzw. «einem intakten Beziehungsumfeld» (Vorakten POM B 4 und 5 
[act. 4A1] bzw. Akten EMF 252 und 284). Im Bericht von Dr. med. 
B.________ steht indessen, seine Familie habe ihn wegen der 
Drogensucht verstossen. Den Bruder habe er seit zwei Jahren nicht mehr 
gesehen. Sein Vater erklärte sich immerhin bereit, an 
Familientherapiesitzungen teilzunehmen und den Beschwerdeführer bei 
sich zu Hause aufzunehmen (vgl. Bericht Dr. B.________ S. 1 und 3). 
Damit lässt sich sagen, dass die Kontakte zu seinen Familienangehörigen 
nicht besonders intensiv sind. Immerhin scheint der Kontakt noch nicht 
vollständig abgebrochen zu sein, bezahlte doch der Vater im Jahr 2016 aus 
eigenen Mitteln für den Beschwerdeführer einen Betrag an die 
Strafvollzugsbehörde in der Höhe von Fr. 3'300.-- (Beschwerde S. 4; vgl. 
dazu Vorakten POM B 11 [act. 4A1]). Andere tragende Kontakte 
ausserhalb des Drogenmilieus hat er bereits im vorinstanzlichen Verfahren 
nicht mehr erwähnt (angefochtener Entscheid E. 5b/bb S. 13). Der 
Stellungnahme des zuständigen Sozialarbeiters vom 18. September 2015, 
wonach er eine Kollegin ausserhalb des Suchtmilieus habe, die ihn 
unterstütze, kann mithin kein Gewicht mehr beigemessen werden (Vorak-
ten POM, B 5 [act. 4A1] bzw. Akten EMF pag. 252).

4.2.3  Nach dem soeben Erwogenen verleiht auch das in Art. 8 Ziff. 1 
EMRK enthaltene Recht auf Schutz des Privatlebens den privaten Interes-
sen der Beschwerdeführerin kein zusätzliches Gewicht. Denn eine auslän-

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derrechtliche Fernhaltemassnahme verletzt den Schutz des Privatlebens 
nur unter besonderen Umständen: Eine lange Anwesenheit und die damit 
verbundene normale Integration genügen hierzu nicht; erforderlich sind 
vielmehr besonders intensive, über eine normale Integration hinausge-
hende private Beziehungen beruflicher oder gesellschaftlicher Natur 
(BGE 144 II 1 E. 6.1 S. 13, 130 II 281 E. 3.2.1; VGE 2015/355 vom 
28.12.2016 E. 4.3 [bestätigt durch BGer 2C_134/2017 vom 22.5.2017 
E. 3]). Auch die Beziehungen zu seinen Eltern oder Geschwistern fallen mit 
Blick auf das Erwogene nicht in den Anwendungsbereich von Art. 8 Ziff. 1 
EMRK. Das dazu erforderliche besondere Abhängigkeitsverhältnis, das 
über die üblichen familiären Beziehungen bzw. emotionale Bindungen hin-
ausgeht (vgl. BGE 144 II 1 E. 6.1, 137 I 154 E. 3.4.2), ist hier offensichtlich 
nicht gegeben (vgl. E. 4.2.2 hiervor). 

4.2.4 Zwar ist der Beschwerdeführer nach dem Erwogenen wie ein Aus-
länder «zweiter Generation» zu behandeln. Seine Interessen am Verbleib 
in der Schweiz müssen jedoch stark relativiert werden, weil es ihm nicht 
gelungen ist, sich in der Schweiz zu integrieren. 

4.3 Zu würdigen sind schliesslich die dem Beschwerdeführer und all-
fälligen Angehörigen durch die Wegweisung drohenden Nachteile:

4.3.1 Laut der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist eine Rückkehr aus 
medizinischen Gründen nicht zumutbar. Die Wegweisung eines schwer-
kranken drogensüchtigen Menschen sei aus «humanitären Gründen» nicht 
vertretbar. Die angestrebte psychische Stabilisierung wäre in Kosovo nicht 
zu erreichen und der anhaltende Stabilisierungsprozess würde bei einer 
Ausschaffung unterbrochen, was für den Beschwerdeführer lebensbedroh-
liche bzw. katastrophale Folgen hätte. Gemäss den Reisehinweisen des 
Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) 
zum Kosovo müssten die benötigten Medikamente von den Patientinnen 
oder Patienten selber besorgt und die Behandlungskosten in Spitälern vor 
Austritt bar bezahlt werden. Er sei mittellos und könnte daher keinen Zu-
gang zur medizinischen Versorgung herstellen (Beschwerde S. 4 und 6 f.). 
– Der Beschwerdeführer stützt sich auf zwei ärztliche Stellungnahmen: Der 
Oberarzt KODA schrieb dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 
31. Mai 2016, beim Beschwerdeführer handle es sich um einen somatisch 

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sowie psychiatrisch kranken Patienten, der aus medizinischer Sicht klar 
von einer adäquaten Medikation profitiere. Ein Wegfall der Substitutions-
medikation, das Herausreissen aus bestehenden und bekannten Strukturen 
sowie der Umzug in ein anderes Land (als Belastungssituation) könnten zu 
einer allgemeinen Destabilisierung führen (vgl. BB 4). Dr. med. B.________ 
schätzte am 22. Juni 2016 eine Ausweisung aus gesundheitlichen Gründen 
als nicht verantwortbar ein. Er begründete dies nicht mit der Suiziddrohung 
des Beschwerdeführers, sondern mit dessen Lebensgeschichte und Er-
krankung (vgl. Bericht Dr. B.________ S. 3).

4.3.2 Eine medizinische Notlage steht der Wegweisung nur dann entge-
gen, wenn eine notwendige medizinische Behandlung im Heimatland nicht 
zur Verfügung steht und die Rückkehr zu einer raschen und lebensgefähr-
denden Beeinträchtigung des Gesundheitszustands der betroffenen Person 
führt. Dabei wird als wesentlich die allgemeine und dringende medizinische 
Behandlung erachtet, welche zur Gewährleistung einer menschenwürdigen 
Existenz absolut notwendig ist. Unzumutbarkeit liegt jedenfalls dann noch 
nicht vor, wenn im Heimat- oder Herkunftsstaat eine nicht dem schweizeri-
schen Standard entsprechende medizinische Behandlung möglich ist 
(BGE 139 II 393 E. 6, 137 II 305 E. 4.3; BVR 2013 S. 543 E. 5.3.2 mit Hin-
weisen). – Gemäss dem Bericht UPD liegen folgende Diagnosen vor: Psy-
chische und Verhaltensstörungen durch multiplen Substanzgebrauch und 
Konsum anderer psychotroper Substanzen, langjährige Suchterkrankungen 
mit Abhängigkeit von Opiaten, Kokain und Benzodiazepinen; undifferen-
zierte Schizophrenie, Verwahrlosungstendenz (Bericht UPD S. 1; vgl. zur 
gesundheitlichen Situation auch Bericht Dr. B.________; Akten EMF 
pag. 251). 

4.3.3 Zur Behandlung der Drogenabhängigkeit in Kosovo ist Folgendes 
zu bemerken: Der Beschwerdeführer hat die jahrelange Drogensucht bis 
heute nicht überwunden und es ist auch nicht davon auszugehen, dass 
weitere Therapiebemühungen in der Schweiz in absehbarer Zeit den ge-
wünschten Erfolg herbeiführen würden (vgl. vorne E. 3.3). Bei dieser Aus-
gangslage kann es von vornherein nicht entscheidend darauf ankommen, 
welche Therapiemöglichkeiten im Heimatland bestehen (vgl. für eine ver-
gleichbare Beurteilung VGE 2017/221 vom 6.4.2018 E. 5.3.3, 2016/141 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.07.2018, Nr. 100.2017.309U, 
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vom 6.7.2017 E. 5.3, 2012/454 vom 7.8.2014 E. 6.4.3 mit Hinweisen [be-
stätigt durch BGer 2C_818/2014 vom 14.3.2015]; so auch angefochtener 
Entscheid E. 5c/bb S. 15). Ausserdem erscheint durchaus möglich, dass 
die bisherige Substitutionstherapie in Kosovo fortgesetzt werden kann und 
insoweit auch keine Destabilisierung zu befürchten ist: Gemäss einem Be-
richt des European Monitoring Centre for Drugs and Drug Addiction (Natio-
nal Report Kosovo, 2014, S. 6 f., 21 ff., einsehbar unter 
<www.emcdda.europa.eu>, Rubriken «Publications/2014/National Report 
2014: Kosovo») werden in Kosovo seit 2012 Substitutionsbehandlungen für 
Drogenabhängige angeboten. Die allfällige Weiterführung einer Drogen-
substitutionsbehandlung kann dabei durch medizinische Ansprechpersonen 
von der Schweiz aus vorbereitet werden (vgl. auch VGE 2016/141 vom 
6.7.2017 E. 5.3). Selbst wenn keine Drogensubstitutionstherapie mit Me-
thadon erhältlich wäre, würde dies für sich betrachtet die Rückkehr noch 
nicht als unzumutbar erscheinen lassen (vgl. BGer 2C_396/2014 vom 
27.3.2015 E. 4.5). Es darf sodann davon ausgegangen werden, dass die 
Fortführung der Substitutionstherapie nicht aus finanziellen Gründen 
scheitern wird: Die Reisehinweise des EDA nehmen nicht Bezug auf The-
rapien von Drogenabhängigen; sie erlauben mithin keine Schlüsse für die 
Situation des Beschwerdeführers. Gemäss dem National Report Kosovo 
steht eine minimale Drogenbehandlung kostenlos zur Verfügung; ausser-
dem kenne der Kosovo eine medizinische Grundversicherung (vgl. dazu 
auch BVGer D-269/2016 vom 18.10.2016). Überdies würden gewisse Be-
handlungskosten vom Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria 
(GFATM), übernommen. Falls der Beschwerdeführer einen Teil der Thera-
pie mitfinanzieren müsste, erscheint nicht ausgeschlossen, dass sein Vater 
eine gewisse finanzielle Unterstützung leisten könnte, so wie er dies teil-
weise auch bereits in der Vergangenheit getan hat (vgl. vorne E. 4.2.2). 
Schliesslich gilt es anzumerken, dass der anwaltlich vertretene Beschwer-
deführer im verwaltungsgerichtlichen Verfahren kein Gesuch um unentgelt-
liche Rechtspflege gestellt hat. 

4.3.4 Was die Behandlung psychischer Erkrankungen anbelangt, geht die 
POM zutreffend davon aus (angefochtener Entscheid E. 5c/bb S. 15), dass 
die medizinische Versorgung in Kosovo nach ständiger Praxis als ausrei-
chend beurteilt wird (vgl. etwa BVGer F-176/2016 vom 28.12.2016 E. 6.7 

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[bestätigt durch BGer 2C_167/2017 vom 24.4.2017], D-6996/2014 vom 
4.9.2015 E. 5.3.6; VGE 2017/221 vom 6.4.2018 E. 5.3.4, 2016/3 vom 
12.9.2016 E. 6.7.2, 2012/454 vom 7.8.2014 E. 6.4.5 [bestätigt durch BGer 
2C_818/2014 vom 14.3.2015], je mit weiteren Hinweisen). Im Jahr 2017 
gelangte der Beschwerdeführer zwar mehrmals in teilweise kritischem Zu-
stand in die Notfallaufnahme des Inselspitals und musste in die UPD ein-
gewiesen werden. Ende Oktober hatte sich sein Zustand aber stabilisiert; 
zu diesem Zeitpunkt war er auch hafterstehungsfähig (vgl. Bericht UPD 
S. 2; vorne E. 2.3.4 und 3.3.1). Es liegen keine Hinweise vor, dass sich 
seine gesundheitliche Situation seither verschlechtert hat. Angesichts des-
sen ist nicht anzunehmen, dass bei einer Rückkehr eine rasche und le-
bensgefährliche Beeinträchtigung des Gesundheitszustands eintreten 
würde, wie sie für die Unzumutbarkeit der Rückkehr aus medizinischen 
Gründen erforderlich wäre (vgl. vorne E. 4.3.2).

4.3.5 Die erwähnte Suizidgefahr (vgl. Beschwerde S. 7) reicht schliesslich 
ebenfalls nicht aus, um die Rückkehr unzumutbar erscheinen zu lassen. 
Denn wie die POM zutreffend erwägt, ist einem allfälligen Risiko im Rah-
men der Rückkehrvorbereitung Rechnung zu tragen (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 6 S. 17): Die schweizerischen Behörden sind gehalten, im 
Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen Zumutbare vor-
zukehren, um medizinisch bzw. betreuungsweise sicherzustellen, dass das 
Leben und die Gesundheit des Beschwerdeführers nicht beeinträchtigt 
werden; dies begründet jedoch für sich allein keinen Anspruch auf einen 
weiteren Verbleib im Land (vgl. BGE 139 II 393 E. 5.2.2; 
BGer 2C_672/2015 vom 14.3.2016 E. 3.2.1; BVR 2013 S. 73 E. 5.5; 
VGE 2017/10 vom 21.9.2017 E. 5.4, 2016/273 vom 2.6.2017 E. 3.3.5). 

4.3.6 Hinsichtlich der wirtschaftlichen und sozialen Eingliederung ergibt 
sich Folgendes: Der Beschwerdeführer reiste gemäss eigenen Angaben 
letztmals im Mai 2010 zusammen mit seinem Vater für gut zwei Wochen 
nach Kosovo, um seinen Pass zu verlängern (Akten EMF pag. 50 und 51, 
285). Ob er dort noch Bekannte oder Verwandte hat, ist nicht bekannt. Er 
erklärte gegenüber der Gemeinde, nur weit entfernte Verwandte in seinem 
Heimatland zu haben (Vorakten POM B 4 [act. 4A1] bzw. Akten EMF 
pag. 285). Zudem behauptete er gegenüber der Fremdenpolizei und der 

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Vorinstanz, kein Albanisch zu sprechen (vgl. Akten EMF pag. 284; Bericht 
Dr. B.________ S. 1). Aktenkundig ist, dass die Therapiegespräche bei der 
KODA auf Deutsch geführt werden (Auskunft des Oberarztes KODA vom 
11.1.2016, Vorakten POM B 6 [act. 4A1] bzw. Akten EMF pag. 296). – Die 
Eingliederung in Kosovo erweist sich zweifelsfrei als schwierig, wovon auch 
die POM ausgeht (vgl. angefochtener Entscheid E. 5c/aa S. 14). Das Ge-
lingen der Integration hängt davon ab, ob der Beschwerdeführer seine 
Suchterkrankung in den Griff bekommt. Sollte ihm dies gelingen, so stünde 
er sowohl in der Schweiz als auch in Kosovo vor der Herausforderung, sein 
Leben ausserhalb des gewohnten Umfelds neu zu gestalten. Der Aufbau 
einer beruflichen Zukunft und eines sozialen Netzes wäre an beiden Orten 
mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden (vgl. für den Fall eines langjäh-
rigen drogenabhängigen türkischen Staatsangehörigen BGer 2C_396/2014 
vom 27.3.2015 E. 4.4). Dass der Beschwerdeführer in Kosovo kaum Kon-
takte hat, mag zutreffen. Er verfügt jedoch auch hier in der Schweiz wie 
ausgeführt über keine vertieften sozialen Beziehungen ausserhalb der Fa-
milie (vgl. vorne E. 4.2.2; vgl. für eine ähnliche Konstellation VGE 2017/221 
vom 6.4.2018 E. 5.3.1). – Unter diesen Umständen kann es auch nicht al-
lein massgebend sein, wie gut die Albanischkenntnisse des Beschwerde-
führers (noch) sind. Allerdings ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer 
in einer kosovarischen Familie aufwuchs, welche ihm die Bräuche und die 
Muttersprache – zumindest mündlich – vermitteln konnte (vgl. auch 
VGE 2014/207 vom 5.1.2015 E. 5.3.1 [bestätigt durch BGer 2C_129/2015 
vom 1.9.2015], 2013/58 vom 15.8.2013 E. 5.2 [bestätigt durch 
BGer 2C_841/2013 vom 18.11.2013]). Die vorinstanzlichen Erwägungen 
erweisen sich damit nicht als realitätsfremd (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 5c/aa; Beschwerde S. 5). In seinem Alter ist es ihm zudem zumutbar, 
seine Sprachkenntnisse zu verbessern (vgl. bezüglich eines türkischen 
Staatsangehörigen mit Jahrgang 1984 BGer 2C_396/2014 vom 27.3.2015 
E. 4.4). Zusammen mit der POM ist sodann anzumerken, dass es den El-
tern und Geschwistern des Beschwerdeführers auch von der Schweiz aus 
zumutbar wäre, den Beschwerdeführer bei der Eingliederung in Kosovo 
(auch finanziell) zu unterstützen (angefochtener Entscheid E. 5c/aa S. 14). 

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5. 

Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interessen 
ergibt Folgendes:

5.1 Angesichts der über viele Jahre schon fast gewohnheitsmässig aus-
geübten Delinquenz besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse an der 
umstrittenen Entfernungsmassnahme. Die Drogenabhängigkeit des Be-
schwerdeführers relativiert dieses Interesse nicht wesentlich, zumal die 
Suchtmittelproblematik nicht gelöst ist und gegenwärtig keine Aussicht auf 
Besserung besteht. Bei dieser Sachlage müssten ausserordentliche Um-
stände vorliegen, um die Beendigung des Anwesenheitsrechts als unver-
hältnismässig erscheinen zu lassen. Derartige Umstände liegen hier nicht 
vor. Der Beschwerdeführer gilt zwar als Ausländer «zweiter Generation». 
Er hat sich in der Schweiz aber nicht erfolgreich integrieren können. Es ist 
ihm nicht gelungen, seine Lebenssituation zu stabilisieren. Weder die 
Suchterkrankung noch die psychischen Probleme lassen eine Rückkehr 
aus medizinischer Sicht als unzumutbar erscheinen. Mit Blick auf die lang-
jährige Drogensucht wird es zwar schwierig, sich in Kosovo in die Gesell-
schaft zu integrieren; dies verhält sich aber in der Schweiz nicht anders.

5.2 Die Entfernungsmassnahme erweist sich somit als verhältnismäs-
sig. Unter diesen Umständen liegen auch keine Wegweisungshindernisse 
vor, wie die POM richtig erkannt hat (angefochtener Entscheid E. 6 
S. 17 f.). Namentlich lässt die gesundheitliche Situation des Beschwerde-
führers den Wegweisungsvollzug nicht als unzumutbar erscheinen (vgl. 
vorne E. 4.3.2 ff.). Gemäss der Rechtsprechung des Europäischen Ge-
richtshof für Menschenrechte besteht selbst bei einer ernsthaften Suizid-
gefahr keine staatliche Verpflichtung, vom Wegweisungsvollzug Abstand zu 
nehmen, solange Massnahmen ergriffen werden können, um die Umset-
zung der Suiziddrohung zu verhindern (VGE 2017/10 vom 21.9.2017 E. 7.1 
mit Hinweisen).

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6. 

Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet. Sie ist abzuweisen, 
soweit darauf einzutreten ist (vgl. vorne E. 1.2). Da die von der Vorinstanz 
angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxisgemäss eine neue fest-
zulegen.

7.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. Dem 
Beschwerdeführer wird eine neue Ausreisefrist angesetzt auf den 
29. August 2018.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'500.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen. 

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4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- der Einwohnergemeinde Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.