# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7be9544-acc4-5496-b53f-28c5fd10be6c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.08.2008 D-4640/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4640-2008_2008-08-27.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-4640/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 7 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang, 
Gerichtsschreiberin Katarina Umegbolu.

Z._______, geboren _______, alias Z1._______, 
geboren _______,
Türkei,
wohnhaft _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
20. Juni 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-4640/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  türkischer  Staatsangehöriger  mit 
letztem  Wohnsitz  in  A._______,  eigenen  Angaben  zufolge  sein 
Heimatland im Dezember 2007 verliess und über B._______ reisend 
am  25.  Januar  2008  in  die  Schweiz  gelangte,  wo  er  am 
28. Januar 2008 um Asyl nachsuchte,

dass  er  anlässlich  der  Kurzbefragung  im  Empfangs-  und 
Verfahrenszentrum  C._______  vom  31.  Januar  2008  sowie  der 
direkten Anhörung durch das BFM vom 28. März 2008 zur Begründung 
des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er  sei  ein Kurde, 
habe in A._______ gelebt und dort als Musiker gearbeitet, 

dass er als Musiker bereits einige Male im Ausland aufgetreten sei,

dass man ihn zwischen 1997 und 2000 dreimal für kurze Zeit zwecks 
Überprüfung auf den Posten mitgenommen habe,

dass  er  sich  im  Jahre  1997  beziehungsweise  1998  der 
Wehrdienstpflicht entzogen und deswegen ungefähr im Jahre 2002 die 
Identität  seines  Bruders  Z1._______  angenommen  habe,  indem  es 
sich  auf  dessen  Namen  einen  Identitätsausweis  sowie  einen 
Reisepass habe ausstellen lassen,

dass er in Istanbul den Kulturverein D._______ besucht habe, um dort 
zu musizieren und Unterricht zu nehmen,

dass er im Sommer 2007 vermutlich beschattet worden sei und zwei 
unbekannte  Personen  sich  in  seinem  Haus  in  Istanbul  nach  ihm 
erkundigt hätten,

dass er nach diesen Vorfällen nicht mehr zu Hause, sondern vor allem 
bei Freunden in A._______ sowie bei der Familie in E._______ gelebt 
habe,

dass er sich in seiner Lebensführung unter der falschen Identität nicht 
mehr wohl gefühlt habe,

dass Kameraden ihn unter Druck gesetzt hätten, der PKK beizutreten,

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dass er vor diesem Hintergrund einen Auslandaufenthalt im Dezember 
2007 in B._______ und F._______ benutzt habe, um in die Schweiz zu 
gelangen und ein Asylgesuch zu stellen,

dass für den weiteren Inhalt der Aussagen auf die Protokolle bei den 
Akten zu verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  als  Nachweis  seiner  Identität  eine 
Identitätskarte, ausgestellt auf den Name Z._______ sowie zur Stütze 
seiner  Vorbringen,  eine  Identitätskarte  und  einen  Reisepass, 
ausgestellt auf den Namen Z1._______, alle Dokumente versehen mit 
der Fotografie des Beschwerdeführers, zu den Akten reichte,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 20.  Juni  2008  -  eröffnet  am  23.  Juni  2008  -  ablehnte  und  die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die 
Vorbringen des Beschwerdeführers seien weder glaubhaft noch hielten 
diese den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft stand,

dass  der  Beschwerdeführer  sich  in  zentralen  Bereichen  seiner 
Ausführungen in Ungereimtheiten verstrickt habe,

dass beispielsweise erstaunlich sei, dass der Beschwerdeführer rund 
sechs Jahre unter  der Identität  des Bruders habe leben können, bis 
zum Jahr 2002 wegen der Dienstverweigerung keine Probleme gehabt 
habe  und  zu  diesem  Zeitpunkt  persönlich  sowohl  einen 
Identitätsausweis  als  auch  einen  Pass auf  den  Namen des  Bruders 
habe beantragen können, dies obwohl der Bruder zur selben Zeit im 
Militärdienst gewesen sei,

dass  ferner  erfahrungswidrig  sei,  wenn  der  Beschwerdeführer 
vorbringen,  er  habe  sich  zu  Hause  in  E._______  unter  falscher 
Identität operieren lassen, oder geltend mache, er sei trotz Angst für 
den Militärdienst eingezogen zu werden, mehrere Male ins heimatliche 
Dorf zu seiner Familie gegangen, wo ihm die Vorladungen zugestellt 
worden seien,

dass  er  bezeichnenderweise  die  Einberufung  ins  Militär  nicht  habe 
dokumentieren können,

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dass  im  Weiteren  der  Beschwerdeführer  seine  Vorbringen,  in 
A._______  beschattet  worden  zu  sein,  durch  nichts  habe  belegen 
können und seine Aussagen in den Akten ebenfalls keinen Rückhalt 
fänden,

dass  er  im  Gegenteil  selber  angegeben  habe,  die  angenommene 
Verfolgung  könne  möglicherweise  auf  seine  psychische  Verfassung 
zurückzuführen sein,

dass  sodann  allein  der  Umstand,  wonach  der  Beschwerdeführer  in 
einem  kurdischen  Kulturverein  als  Musiker  tätig  gewesen  sei,  keine 
asylrelevante  Verfolgung  beziehungsweise  Beschattung  zu  belegen 
vermöge, da er sich nie politisch betätigt habe,

dass  es  ferner  der  Lebenserfahrung  widerspreche,  wenn  der 
Beschwerdeführer  seine vorgängigen Auslandaufenthalte  als  Musiker 
nicht dazu benutzt habe, ein Asylgesuch einzureichen,

dass  der  Beschwerdeführer  schliesslich  keine  kohärenten  und 
präzisen Angaben zu seinen Aufenthalten in den Monaten vor und in 
den Wochen nach der Ausreise aus der Türkei habe machen können,

dass die drei  angeblichen Kurzfestnahmen zwischen 1997 und 2000 
im  Weiteren  zu  weit  zurücklägen,  um  in  zeitlicher  und  sachlicher 
Hinsicht  einen  genügend  engen  Kausalzusammenhang  zwischen 
Verfolgung und Flucht zu begründen,

dass  ferner  die  angeblichen  Aufforderungen  seiner  Kameraden  sich 
der  PKK  anzuschliessen  in  den  Monaten  vor  der  Ausreise  aus  der 
Türkei nicht  geeignet  seien,  einen unerträglichen psychischen Druck 
zu bewirken oder ein menschenwürdiges Leben zu verunmöglichen,

dass er sich diesen Aufforderungen darüber hinaus durch Wegzug in 
einen  anderen  Teil  seines  Heimatlandes  oder  durch  einen  Umzug 
innerhalb A._______ hätte entziehen können, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  10. Juli 2008  gegen 
diesen Entscheid  beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, es sei  ihm Asyl  zu gewähren,  eventualiter sei 
wegen  Unzumutbarkeit  beziehungsweise  Unzulässigkeit  eine 
vorläufige Aufnahme anzuordnen und die unentgeltliche Rechtspflege 
sei ihm zu bewilligen,

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dass  er  als  Beweismittel  seiner  Beschwerde  vier  Musik-CD's  sowie 
eine Musikkassette diverser Interpreten beilegte, 

dass dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 18. Juli 2008 
mitgeteilt wurde, er könne den Ausgang der Beschwerdeverfahrens in 
der Schweiz abwarten, 

dass  mit  Zwischenverfügung  vom  31.  Juli  2008  das  Gesuch  des 
Beschwerdeführers  um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege 
abgewiesen und der Beschwerdeführer aufgefordert wurde, innert Frist 
einen Kostenvorschuss zu leisten,

dass  der  einverlangte  Kostenvorschuss  am  11.  August  2008 
fristgerecht zu Gunsten der Gerichtskasse einbezahlt wurde,

und erwägt

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom 
26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  form-  und  fristgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden  in 
einzelrichterlicher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten 
Richters  beziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG)  und  es  sich  vorliegend,  wie  nachfolgend 
aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt,  weshalb  der 
Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist  (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person 
anerkannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem 
sie  zuletzt  wohnte,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion,  Nationalität, 
Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 
politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder 
begründete  Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden 
(Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  nachgewiesen  oder  zumindest 
glaubhaft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass  die  Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht  ist,  wenn  die 
Behörde ihr Vorhandensein mit  überwiegender Wahrscheinlichkeit  für 
gegeben hält, 

dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich 
sind,  den  Tatsachen  nicht  entsprechen  oder  massgeblich  auf 
gefälschte oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  für  die  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  auf  die 
Beschwerdeschrift zu verweisen ist

dass  eine  Prüfung  der  Akten  ergibt,  dass  die  Vorinstanz  das 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  zutreffender  Begründung 
abgewiesen  hat  und  diesbezüglich  zwecks  Vermeidung  von 
Wiederholungen gestützt auf Art. 111a Abs. 2 AsylG vollumfänglich auf 
die  Erwägungen  des  BFM  in  dessen  Verfügung  vom  20.  Juni  2008 
sowie  auf  die  Ausführungen  in  der  Zwischenverfügung  vom 31.  Juli 
2008 des Bundesverwaltungsgerichts verwiesen werden kann,  zumal 

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in  der  Beschwerdeschrift  keine  neuen  Erkenntnisse  vorgebracht 
werden,  welche  an  der  fehlenden  Flüchtlingseigenschaft  des 
Beschwerdeführers  etwas zu  ändern  vermöchten,  und  sich  aus  den 
Akten auch keine Hinweise auf eine asylrelevante Verfolgung ergeben,

dass  insbesondere  hinsichtlich  des  ausstehenden  Militärdienstes 
festgestellt  werden  kann,  dass  gemäss  konstanter  Praxis  der 
Schweizer  Asylbehörden  eine  allfällige  strafrechtliche  Konsequenz 
wegen  Refraktion,  Dienstverweigerung  oder  Desertion  bei  einer 
Rückkehr ins Heimatland grundsätzlich keine Verfolgung im Sinne des 
Asylgesetzes darstellt, zumal es ein legitimes Recht jedes Staates ist, 
seine  Bürger  zum  Militärdienst  einzuberufen,  weshalb  strafrechtlich 
oder  disziplinarische  Massnahmen  bei  Pflichtverletzung  nicht  als 
politisch  motivierte  oder  menschenrechtswidrige 
Verfolgungsmassnahmen zu betrachten sind, 

dass  unter  gewissen  Umständen eine Einberufung zum Militärdienst 
oder eine drohende Bestrafung wegen Refraktion, Dienstverweigerung 
oder  Desertion  für  eine  Anerkennung  als  Flüchtling  beachtlich  sein 
kann,  wenn zum Beispiel  der  Wehrpflichtige  aufgrund seiner  Rasse, 
Religion,  Nationalität,  seiner  Zugehörigkeit  zu  einer  ethnischen oder 
sozialen  Gruppierung  oder  wegen  seiner  politischen  Anschauungen 
mit  einer unverhältnismässig schweren Strafe zu rechnen hätte oder 
wenn das Strafmass für ihn höher ausfallen würde, als für Deserteure 
oder Refraktäre ohne diesen spezifischen Hintergrund,

dass aus den vorliegenden Akten indessen keine Hinweise auf  eine 
derartige  Gefährdung  des  Beschwerdeführers  hervorgeht,  zumal 
gemäss  dessen  eigenen  Angaben  sein  Bruder  Z1._______  ohne 
weitere  Schwierigkeiten  den  Militärdienst  absolviert  hat  (vgl.  Akte 
A16/30,  S. 21),  obwohl  auch  dieser  offensichtlich  -  wie  aus  den 
beigebrachten Beweismitteln ersichtlich -  gelegentlich zusammen mit 
dem  Beschwerdeführer  als  Musiker  (Gitarrespieler)  auftritt  (vgl.  CD 
„G._______“),

dass  der  Beschwerdeführer  darüber  hinaus  seit  1997  keinerlei 
Anstrengungen unternommen hat,  die  ausstehende Verpflichtung zur 
Militärdienstleistung anderweitig zu lösen (vgl. Akte A16/30, S. 21),

dass  die  angefochtene  Verfügung  somit  in  Anbetracht  der  vom 
Beschwerdführer vorgebrachten Argumentation standhält, 

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dass zusammenfassend festzustellen ist,  dass der Beschwerdeführer 
keine  Asylgründe  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG  nachzuweisen  oder 
glaubhaft  darzulegen  vermochte  und  er  daher  die  Flüchtlings-
eigenschaft  nicht erfüllt,  weshalb das Bundesamt das Asylgesuch zu 
Recht abgewiesen hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1  AsylG),  vorliegend  der  Kanton  keine 
Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung einer solchen besteht (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen 
der  Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern regelt,  wenn der Vollzug der Wegweisung nicht  zulässig, 
nicht  zumutbar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83 
Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin  oder  des  Ausländers  in  den  Heimat-,  Herkunfts-  oder 
einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit 
aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem 
sie  Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu 
werden  (Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des 
Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 
[FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG  verankerte  Prinzip  des 
flüchtlingsrechtlichen  Non-Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren 

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keine  Anwendung  findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  ersichtlich  sind,  die  im  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass  in  diesem  Zusammenhang  zwar  unbestritten  ist,  dass  in  die 
Türkei  zurückkehrende  Asylbewerber,  die  sich  nicht  mittels  eines 
Reisepasses ausweisen können, zur Abklärung ihrer Identität oftmals 
festgehalten werden, es diesbezüglich jedoch zu bemerken gilt,  dass 
ein reger Verkehr türkischer Staatsangehöriger aus Westeuropa in die 
Türkei besteht, weshalb die Vornahme weitergehender, über die blosse 
Festsstellung der Identität einer Person hinausgehender Abklärungen 
als wenig wahrscheinlich erscheint, 

dass  schliesslich  auch  die  Möglichkeit,  dass  der  Beschwerdeführer 
zwecks  Abklärungen  der  Dienstpflicht  den  militärischen  Behörden 
überstellt würde, sich als nicht relevant im Sinne der zu beachtenden 
Bestimmungen erweist, 

dass  sich  der  Vollzug  für  Ausländerinnen  und  Ausländer  als 
unzumutbar  erweist,  wenn  sie  im  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete 
Gefährdung im Falle einer  Rückkehr  schliessen lassen,  weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  der  junge,  gemäss  eigenen  Angaben  sich  in  sehr  gutem 
gesundheitlichen  Zustand  (vgl.  Akte  A16/30,  S.  27)  befindende 
Beschwerdeführer  bereits  vor  seiner  Ausreise  als  Musiker  seinen 
Lebensunterhalt bestritten hat und es ihm zuzumuten ist, nach seiner 
Rückkehr in seinem Beruf weiterhin tätig zu sein, 

dass  er  ferner  sowohl  in  Istanbul  als  auch  in  weiteren  Städten  der 
Türkei  (H._______,  E._______)  über  ein  familiäres  und  soziales 
Beziehungsnetz  verfügt,  welches  ihm für  die  erste  Zeit  nach  seiner 
Rückkehr beim Wiedereinstieg ins Alltagsleben behilflich sein kann, 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  daher  auch  als  zumutbar  zu 
erachten ist,

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG)  und  mit  dem  am  11.  August  2008  in  derselben  Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und  mit  dem  am  11.  August  2008  in  derselben  Höhe  zu 
Gunsten der Gerichtskasse geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen: vier CD's und eine 
Musikkassette)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (Kopie)

- _______ (Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Katarina Umegbolu

Versand: 

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