# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e6c93935-3288-5cff-9fb3-d0d1797f4224
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-27
**Language:** de
**Title:** Leistungspflicht des Versicherers für Knöchelbeschwerden mit Sehnenschäden und erstem Arztbesuch erst zwei Monate und relevanter Diagnose erst sechs Monate nach Ereignis bei gleichzeitig degenerativen Schäden und Vorzustand verneint.
**Docket/Reference:** UV.2013.00286
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/UV.2013.00286.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
UV.2013.00286
I. Kammer
Sozialversicherungsrichterin Grünig, Vorsitzende
Sozialversicherungsrichter Spitz
Sozialversicherungsrichterin Maurer Reiter
Gerichtsschreiberin Hartmann
Urteil
vom
27. März 2015
in Sachen
X.___
Beschwerdeführerin
vertreten durch
Y.___
gegen
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft
Richtiplatz
1, 8304 Wallisellen
Beschwerdegegnerin
Zustelladresse: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft
Postfach, 8010 Zürich
Sachverhalt:
1.
1.1
X.___
,
geboren 19
54
,
war
Mitarbeiterin bei der
Z.___
und als solche
bei der
Allianz Suisse Ver
sicherungs-Gesellschaft
(nachfolgend: Allianz)
obligatorisch gegen Unfälle ve
r
sichert.
Mit
Unfall
mel
dung
vom 30. Mai 2012 teilte ihre Arbeitgeberin der Allianz mit, das
s die Versi
cherte am 5.
Okto
ber 2011 auf der Kellertreppe aus
gerutscht sei und sich dabei die Fussgelenke verletzt habe (Urk. 8/2).
Der
erstbe
handelnden
Arzt Dr.
med.
A.___
, Fach
arzt für Allgemeine Medizin,
hielt im Bericht vom 13. Juli 2012 die Diag
nosen einer schweren bilateralen Distor
sion des rechten oberen Sprun
g
gelenkes (OSG) mit verbliebener
anterolateraler
Instabilität nach
Liga
mentum
-
fibu
lotalare-
anterius
-
(LFTA
-
)
Ruptur und Schmer
zen links mit Verdacht auf akti
vierte
Talo
-
Navicular
-Arthrose sowie eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit ab 16. April 2012 fest (Urk. 8/7).
1.2
Am 16. September 2012 nahm der Vertrauensarzt der Allianz
, Dr. med.
B.___
, Facharzt für Chirurgie,
zu den Akten Stellung (Urk.
8/11), woraufhin am 21. Dezember 2012 eine
Magnet
reso
nanztomographie
(MRT) des rechten OSG erstellt wurde (Bericht des
Rönt
geninstituts
C.___
glei
chen Datums,
Urk.
8/17).
Der Vertrauensarzt
Dr.
B.___
nahm am 10. März 2013 dazu Stellung
und schloss auf eine nur mögliche na
türliche Unfallkausalität der Beschwerden
(Urk. 8/23).
Die Allianz teilte der Ver
sicherten daraufhin mit Schreiben vom 2. April 2013 mit, dass sie eine Leistungspflicht
fü
r
die
geklag
ten
Beschwerden mangels natürlicher Kausalität zum
Unf
all
ereignis
vom 5. Oktober 2011
verneine
(Urk. 8/26).
Am 4. April 2013 wurde die Ver
sicherte
gemäss dem Bericht vom 19. April 2013
in der
D.___
unter
sucht
, wo die persistierende Schmerzsymptomatik am rechten Fuss
auf die erhöhte OSG-Instabilität resultierend aus der Bänderruptur im Oktober 201
1
zurückgeführt worden sei
(Urk. 8/37).
Dazu
nahm der Vertrauensarzt
Dr.
B.___
am 29. Juni 2013 Stellung und schloss erneut auf eine bloss mögliche
Unfall
kausalität
der Beschwerden (Urk. 8/45).
1.3
Gestützt
auf die Stellungnahmen von Dr.
B.___
verfügte die Allianz am 8. Juli 2013 die Ablehnung
des Anspruchs auf Versicherungsleistungen (Urk. 8/49). Dagegen erhob die Krankenversicherung der Versicherten, die Helsana, mit Schreiben vom 11. Juli 2013
vorsorglich Einsprache (Urk. 8/50
), welche sie mit Schreiben vom
12. Juli 2013 wieder zurückzog (Urk. 8/51).
Mit undatiertem Schreiben (Eingang am 7. August 2013) erhob auch die Versicherte gegen die Verfügung vom 8. Juli 2013 Einsprache (Urk. 8/54).
Nach Eingang der Berichte der
D.___
vom 9. August 2013 (Urk. 8/59) und von
Dr.
A.___
vom 7. Oktober
2013 (Urk. 8/62
) wies die Allianz die Einsprache der Versicher
ten gegen die Verfügung vom 8. Juli 2013 mit
Einspracheentscheid
vom 4. No
vem
ber 2013 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte m
it Eingabe vom
3. Dezember
2013
B
eschwerde und beantragte sinngemäss,
der
Einspracheentscheid
vom 4. No
vem
ber 2013
sei zu überprüfen und es seien ih
r
die gesetzlichen Ver
sicherungs
leistun
gen für die Folgen des Unfalls vom
5. Oktober 2011
zuzu
sprechen (Urk. 1).
Die
Be
schw
erde
gegnerin
schloss in der Beschwerde
antwort vom
19. Dezember 2013
auf Ab
weisung der Beschwerde (Urk.
7
S.
2
).
Die
Parteien hielt im zweiten
Schriften
wechsel
an ihren Anträgen fest (
Replik vom 22. Januar 20
14,
Urk. 12
; Duplik vom 31. März 2014, Urk. 16 S. 2
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfall
ver
siche
rung, UVV) voraus. Ausserdem
muss
zwischen dem Unfallereignis und dem ein
ge
tretenen Schaden ein natür
licher und ein adäquater Kausal
zusam
menhang be
stehen.
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat
Körper
schädigungen
, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und fol
gende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Ein
wirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.3
Als natürlich
kausale
Ursachen für einen gesundheitlichen Schaden
gelten alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise be
ziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Dabei genügt es, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedin
gungen die kör
perliche oder geistige In
tegrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Wor
ten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heit
lichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Ge
richt im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozial
versiche
rungsrecht
übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen
hangs genügt für die Be
grün
dung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krank
hafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natür
liche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der
Gesundheits
schaden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Un
fall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Be
deutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V
7 E. 3c/
aa
). Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs-aufhe
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
- anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammen
hang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversi
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Der
Unfall
versiche
rer
hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu er
brin
gen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des Gesundheits-
scha
dens
ihre kausale Be
deutung verloren haben (Urteile des Bundesgerichts U 381/04 vom 2. Februar 2006 E. 3.1 und
8C_354/2007
vom 4. August 2008
E. 2.2, je
mit Hinweisen).
1.5
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2,
40
2 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausali
tät weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.6
Die versicherte Person
hat Anspruch auf die
zweckmäss
ige
Behandlung der Un
fall
folgen (Heilbehandlung,
Art.
10
Abs.
1 UVG).
Ist sie
infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6
ATSG),
so hat
sie ausserdem
Anspruch auf ein Taggeld
(
Art.
16
Abs.
1 UVG)
.
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invali
denrente. Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 ATSG). Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 UVG, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Ge
sundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invaliden
ver
sicherung (IV) abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen Heilbe
hand
lungs- und die
Tag
geldleistungen
dahin
.
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente
oder, falls kein Rentenanspruch be
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ist
eine angemessene
In
tegritätsentschädigung
festzulegen, sofern die versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Integrität erlitten hat
(Art. 24 UVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt, die Beschwerdeführerin habe gemäss dem Schreiben von Dr.
A.___
vom 7. Oktober 2013 anlässlich der Behandlung vom 16. April 2012 erstmals über einen Treppensturz
im Oktober 2011 orientiert. Anlässlich der Behandlung vom 1
2.
Dezember 2011 bei
Dr.
A.___
wegen Ödemen und Schmer
z
haftigkeit im rechten Unterschenkel sei ein Sturz nicht erwähnt wor
den.
Die erst gut ein halbes Jahr nach dem angeblichen Ereignis vorge
brachte Darstellung, sie sei am
5.
Oktober 2011 auf der Kellertreppe gestürzt und habe seitdem in zunehmendem Masse Schmerzen in beiden OSG, rechts mehr als links, sei daher wenig glaubhaft, zumal auch der angebliche Verlauf der an
fänglich leichten und schliesslich zunehmenden Schmerzen gegen eine trau
ma
tische Ursache und für ein krankhaftes Geschehen spreche. Gleiches gelte für den Umstand, dass noch bis zum 1
6.
April 2012
trotz stehender und gehender Tätigkeit
keine Arbeitsunfähigkeit bestanden habe.
Die Angaben der Be
schwer
deführerin seien daher im Lichte der gesamten Aktenlage wenig über
zeugend.
Ein Unfallereignis als Auslöser für
die geklagten Beschwerden könne daher nicht als
rechtsgenüglich
ausgewiesen erachtet werden.
Unter diesen Um
ständen brauche der Frage, ob die geklagten Beschwerden überhaupt (noch) mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit in einem natürlichen Kausalzusam
menhang mit dem geltend gemachten Ereignis stünden, nicht nachgegangen werden (Urk. 2 S. 5 f.). In der Beschwerdeantwort bringt die Beschwerdegegnerin zudem vor, die geklagten, andauernden Beschwerden seien zwanglos allein durch die beste
henden Vorzustände erklärbar.
Diesbezügl
ich sei auf den Bericht von Dr.
B.___
vom 1
0.
März 2013 zu verweisen
. Zudem habe
Dr.
A.___
schon anlässlich der Konsultation vom 3
0.
März 2011 eine Knöchelschwellung rechts festgehal
ten. Des Weiteren
falle auf, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der Konsul
tation vom 12. Dezember 2011 nur über Beschwerden am rech
t
en Unter
schenkel geklagt habe, währenddessen sie ein halbes Jahr nach dem angeb
lichen Ereignis explizit auch den linken Fuss erwähnt habe. Auch sei erst in der Unfallmeldung das genaue Unfalldatum und sogar die Uhrzeit angegeben wor
den
(Urk. 7 S. 3 ff.).
2.2
Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, sie sei nach dem Treppensturz vom
5.
Oktober 2011 in der Annahme nicht sofort zum Arzt gegangen, dass die Schmerzen und Schwellungen von alleine wieder zurückgehen würden.
Daher habe sie trotzdem weitergearbeitet. In ihrer Freizeit bei einem 50-60%igen Pen
sum habe sie sich ein wenig entspannen und so am nächsten Tag wieder ar
bei
ten können.
Später seien
die Beschwerden
schlimmer geworden, daher habe sie sich am 1
2.
Dezember 2011 in Be
handlung ihres Hausarztes begeben. Die Behandlung habe jedoch keine Bes
serung gezeigt. Nach der Röntgen
aufnahme vom 1
6.
April
2012 sei es für Dr.
A.___
klar gewesen, dass es sich um einen Unfall handle, der am 3
0.
Mai 2012 der
Beschwerde
gegnerin
gemeldet worden sei.
Erst dann sei klar gewesen, dass so eine Ruptur nur durch einen Unfall und nicht durch eine Krankheit habe verursacht werden können. Sie sei dann ge
fragt worden, ob sie einen Sturz oder ähnliches erlitten habe. Daraufhin habe sie den Treppensturz erwähnt.
Vorher sei sie nicht danach gefragt worden oder habe eine solche Frage zumindest nicht verstanden. Es sei ihr nicht einge
fallen, den Arzt sogleich bei der ersten Konsultation vom 12. Dezember 2011 über den Unfall zu informieren, da sie gedacht habe, er würde die richtige Diag
nose stel
len.
Er habe aber nur eine oberflächliche Untersuchung gemacht und nicht die richtige Diagnose gestellt.
Es könne auch sein, dass es sich um ein
Kom
munika
tions
problem
gehandelt habe, da sie nicht fliessend d
eutsch spreche. Daher seien anlässlich der
Konsultationen vom 1
2.
und 15.
Dezember 2011 nicht die rich
tigen Diagnosen gestellt worden, sondern nur eine Behand
lung als eventu
elle Krankheit eingeleitet worden, obschon die gleichen Prob
leme auch auf eine Unfallursache hätten zurückgeführt werden können.
Die
Be
schwerde
gegnerin
und Dr.
B.___
hätten die Diagnose
n von
Dr.
A.___
und
jene der
D.___
sowie
das Ergebnis der MRT-Untersuchung nicht akzeptiert
respektive ignoriert
.
Vor dem Unfall habe sie keine Probleme mit dem Fuss
gelenk und auch keine Unter
suchungen betreffend die Füsse gehabt. Erst k
urz nach dem Un
fall seien Schwellungen an beiden Füssen aufgetreten, die noch bis heute ge
blieben seien.
In der Replik erklärte die Beschwerdeführerin nunmehr dazu, i
hr Standpunkt sei, dass der Treppensturz Initiator und Ursache der In
stabilität im
(rechten) Fussgelenk
darstelle, auch wenn der Sturz nicht alle ihre Probleme betreffend den rechten Fuss verursacht habe.
Tatsache sei, dass sie vor dem Unfall keine Probleme mit der Instabilität des Fusses gehabt habe. Die vorherige chronische venöse Insuffizienz habe keine Instabilität des OSG ver
ursacht. Beim Unfall sei sie
mit beiden Füssen die Treppe herunter gerutscht, wobei der rechte Fuss beim Sturz mehr belastet worden sei. Der Schmerz am linken Fuss sei nach einer kurzen Zeit vergangen und sei nicht als Verletzung erwähnt worden, weder von ihr noch vom Arzt. Dass der Unfall tatsächlich pas
siert sei, könne durch einen Arbeitskollegen bestätigt werden
(Urk. 1, Urk. 12).
2.3
Strittig und zu prüfen is
t
, ob die Beschwerdegegnerin
zu Recht ihre
Leistungs
pflicht
für die Beschwerden an den Fussgelenken der Beschwerde
füh
rerin, namentlich als Folge dessen, was sich am 5. Oktober 2011 ereignet hat, ver
neinte.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin
stellt in Abrede
, dass
sich am
5. Oktober 2011
ein Sturz auf
einer
Kellertreppe ereignet hat, in deren Folge die Beschwerde
führerin
seither
in zunehmendem Masse Sch
m
erzen in beiden OSG, rechts mehr als links,
habe.
Zum
Ablauf des Ereignisses vom
5.
Oktober 2011
ist der Unfallmeldung vom 3
0.
Mai 2012, mithin rund 8 Monate danach,
zu entnehmen, die Beschwerde
führerin sei auf der Treppe zum Keller
mit der Folge von Verletzun
gen an den Fussgelenken
ausgerutscht
(Urk. 8/2
).
A
us dem Bericht von
Dr.
A.___
vom 1
3.
Juli 2012
geht
hervor, dass sich im Novem
ber
2011 (richtig: vor dem November 2011; vgl. die echtzeitlichen Notizen im Anhang zum Bericht vom 7.
Oktober 2013, Urk. 8/62) ein Sturz auf der Kellertreppe ereignet habe und die Beschwerde
führerin
sich dabei das rechte und das linke OSG übe
rtreten habe (Urk. 8/7). Gem
äss dem Bericht von
Dr.
med.
E.___
, Facharzt für Allgemein- und Unfallchirurgie, vom 30. April 2012, der die Beschwerde
füh
re
rin auf Übe
rweisung von
Dr.
A.___
hin
untersucht hatte
, habe sie ange
ge
ben, im November die Kellertreppe hinunter
gestürzt zu sein und an
schlies
send
an
zunehmende
n
Schmerzen im Bereich
beider Sprunggelenke zu leiden
(Urk. 8/1). In der Replik bringt die Beschwerde
führerin nunmehr vor, sie sei mit beiden Füssen die Treppe
hin
untergerutscht, wobei der rechte Fuss beim Sturz mehr belastet worden sei und der Schmerz im linken Fuss nach einer kurzen Zeit vergangen sei (Urk. 12 S. 2).
Danach
stürzte
die Beschwerdeführerin somit am
5.
Oktober 2011
auf einer Treppe, indem sie
mit beiden Füssen
aus- und herunterrutschend letztlich zu Fall kam und/oder die Treppe herunterfiel. Dies entspricht einem Ereignis, das den Unfallbegriff im Sinne von
Art.
4 ATSG erfüllt. Ob es sich tatsächlich so zugetragen hat, was die Beschwerdegegnerin anzweifelt, muss nicht weiter abgeklärt
werden. Denn selbst wenn man von einem solchen Unfallereignis ausgeht, sind die
erst
ab dem 1
2.
Dezember 2011 behandelten Beschwerden an den unteren Extremitäten
(Urk. 8/62)
und di
e von Dr.
A.___
ab dem 16.
April 2012 attestierte Arbeitsunfähigkeit
(Urk.
8/7)
nicht
über
wiegend wahr
scheinlich als
Unfallfolgen
zu beurteilen
, wie sich aus
dem Fol
genden ergibt.
Der Einfachheit halber wird im Nachfolgenden vom Unfallereignis
vom 5. Okto
ber 2011
ohne
wiederholte Differenzierung in dem Sinne, dass es sich dabei um eine Annahme handelt,
gesprochen.
3.2
3.2.1
Es ist unstrittig,
dass keine echtzeitlichen Urkunden und insbesondere keine ärztlich-diagnostischen Berichte bestehen, welche im An
schluss an das
Unfall
ereignis
vom
5. Oktober 2011
gesundheitliche Unfall
folgen aus
weisen. Wie dem Bericht von Dr.
A.___
vom
7. Oktober 2013
zu entnehmen ist, suchte ihn die Be
schwerdeführerin erstmals am
12. Dezember
2011, mithin mehr als zwei Monate nach dem beschriebenen Unfall,
wegen
Ödemen und Schmerz
haftigkeit im rechten Unterschenkel rechts auf. Damals habe er die Be
schwerden im Rahmen einer chronisch venösen Insuffizienz im rechten Unter
schenkel inter
pretiert und die Beschwerdeführerin dementsprechend mit einem Stütz
s
trumpf und Einlagesohlen sowie
Phlebosta
sin
behandelt. Anam
nestisch sei damals noch nicht von einem Sturz auf der Kellertreppe vom 5. Oktober 2011 die Rede ge
wesen (Urk. 8/62).
Gemäss de
m
chronologisch ge
führten
Krankenbericht
von Dr.
A.___
zu den
einzelnen
Behandlungen der Beschwerde
führerin fand die nächste Konsultation kurz darauf am 1
5.
Dezember 2011 statt, anlässlich wel
cher er die Bemerkung „geht recht gut“ festhielt (Anhang zu Urk. 8/62
;
vgl. auch
Art.
8/64 mit telefonisch bestätigtem Inhalt der handschriftlichen Notizen
). Auch anläss
lich dieser
Verlaufskontrolle
wurden die Beschwerden somit
weder von der Be
schwerdeführerin noch vom behandelnden Arzt
in einen Zusammen
hang mit einem besonderen Ereignis gebracht
.
Zudem
hatte die Beschwerde
führerin schon vor dem
5.
Oktober 2011 an Schwellungen
am rechten Unter
schenkel und am rechten Knöchel gelitten (vgl. Konsultation bei
Dr.
A.___
vom 30. März 2011; Anhang zu Urk. 8/62, Urk. 8/64).
Hinzu kommt, dass
am 1
5.
Dezember 2011
eine gewisse Ver
bes
serung der Beschwerden und nicht etwa eine fortlaufende
Beschwerde
zunahme
fest
gestellt
wurde
, die Behandlung des Venenleidens zeigte somit Erfolg
.
Im Übrigen
wurde
bei diesen beiden Kon
sul
tation
en
soweit aktenkundig
allein das rechte untere Bein
als schmerzhaft erwähnt und be
handelt
und nicht auch das linke
(Urk. 8/62)
.
Eine Instabilität des rechten Fusses
oder gar eine Sehnenschädigung
wurde in dieser Zeit nicht festgestellt und ist damit zwei Monate nach dem betreffenden Ereignis nicht ausge
wiesen.
Erst
weitere
vier Monate später
, nämlich
am 16.
April
2012, mithin mehr als ein halbes Jahr nach dem 5. Oktober 2011, suchte die Be
schwerde
führerin
Dr.
A.___
gemäss
de
n
Be
richt
en
vom
26. März
und vom 7. Oktober
2013
erneut auf und klagte nunmehr über Schmerzen im lateralen OSG
rechts mehr als links
und erwähnte erstmals einen Sturz auf der Treppe vor dem November 2011
(Urk. 8/24 S. 1, Urk. 8/62
).
Mit dem von
Dr.
A.___
in der Folge angefertigten Röntgenbild wurden
lediglich
ossäre
Lä
sionen im Bereich beider Sprunggelenke ausgeschlossen (Urk. 8/7
), indes noch kein Nachweis bezüglich Sehnenschäden
erbracht, geschweige denn ein Nachweis zu deren Kausalität.
Die Beschwerde
führerin habe
sodann
angegeben, aufgrund der Schmerzen im rechten lateralen OSG keine Treppen mehr steigen und somit in der Bäckerei ihres Sohnes nicht mehr mithelfen zu können. (Urk. 8/24). Dr.
A.___
attestierte ab dem 16.
April 2012 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit (Urk. 8/7). Die Beschwerde
füh
rerin arb
eitete somit noch mehr als ein
halbes Jahr
nach dem Ereignis vom 5. Oktober 2011.
Eine fach
ärztliche klinische Untersuchung erfolgte Ende April 2012 durch Dr.
E.___
, der gemäss dem Bericht vom 30. April 2012
nunmehr
die Diag
nosen einer bilateralen schweren OSG-Distor
sion rechts mit verbliebener
an
tero
latera
ler
Instabilität nach
Liga
mentum
-
fibu
lotalare-
anterius
-
(LFTA
-
)
Ruptur und Schmer
zen links mit Verdacht auf akti
vierte
Talo
-
Navicular
-Arthrose
stellte
(Urk.
8/1
).
Allerdings ging er dabei von der Beschreibung der Be
schwerde
führe
rin aus, die angegeben habe, die Treppe hinuntergestürzt zu sein und seither
an
zunehmende
n
Schmerzen im Bereich beider Sprunggelenke zu leiden.
Ein solcher Verlauf ist indes nicht ausgewiesen.
Schliesslich
wurde erst mittels des MRT
des rechten OSG
vom 21. Dezember 2012, somi
t mehr als ein Jahr nach dem 5.
Oktober 2011, schliesslich
bild
ge
bend
erhoben
, dass beim Ligamentum
fibulotalare
anterius
/
fibulokal
kaneare
eine Zer
rung respektive
Partial
ruptur
vorlag. Zusätzlich wurde
n
ein
Reiz
zu
stand
/
Syno
vitis
am Sinus
tarsi
und
mässiggradige
OSG-Arthrosen dargestellt (Urk. 8/17).
Es handelte sich somit nicht um eine vollständige Sehnenruptur, sondern um eine Zerrung bei gleichzeitig
vorhandenen
degenerativen Verän
derun
gen und
einem
ent
zünd
liche
n
Geschehen.
3.2
.2
Vor dem Hintergrund dieser Aktenlage stellte die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Einschätzung
des Vertrauensarztes
Dr.
B.___
in
dessen Stellung
nahmen vom
16. September 2012 (Urk. 8/11), vom 10. März (Urk. 8/23) und 29. Juni 2013 (Urk. 8/45)
ab.
Dr.
B.___
war nachvollziehbar
begründet
zum Schluss gelangt,
dass ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den ge
klagten Beschwerden und dem Ereignis vom
5.
Oktober 2011 lediglich mög
licher
weise gegeben sei. Denn
eine Zerreissung der Bänder, die eine
unfall
bedingte
anterolaterale
Instabilität erklären könnte, sei nicht eingetreten. Viel
mehr wür
den sich im MRT degenerative Veränderungen im OSG (
mässiggradige
Arthrose) und in anderen Fussgelenken zeigen. Diese würden mit einer Ent
zündung der Gelenkkapsel reagieren (
Synovitis
sinus
tarsi
). Dies erkläre die an
dauernden Beschwerden und die Schwellungen in den Fussgelenken. Durch
den
Substanz
verlust des Knorpels im Sinne einer Arthrose komme es zu einer ver
mehrten Beweglichkeit des
Band
apparates
, was klinisch hier als
antero
laterale
Instabiliät
imponiere. Auch die Tatsache, dass die Beschwerde
führerin erst sechs Monate nach dem Trauma eine ärztliche Behandlung (hierzu) bean
sprucht habe, weise auf ein chronisches Grundleiden hin.
Unmittelbar nach einem Trauma be
stün
den üblicherweise erhebliche Beschwerden und eine mas
sive Schwellung. Meis
tens gehe damit auch eine unmittelbare Arbeitsun
fähig
keit einher.
Eine akute Bandläsion be
dinge aufgrund der Beschwerden nor
malerweise ein rasches Auf
suchen eines Arztes
(
Urk. 8/11,
Urk. 8/23).
Diese Zusammenhänge leuchten ein, d
avon ist
also
auszugehen.
3.2.3
Die
von den Ärzten der
D.___
in den
Bericht
en
vom
19. April (Urk. 8/37) und vom 9. August 2013 (Urk. 8/59)
ver
tretene Ansicht, die
per
sis
tierenden
Be
schwerden am rechten Fuss seien klar unfallbedingt, vermag dage
gen nicht zu überzeugen.
Insbesondere gingen sie ohne weitere Begrün
dung und ohne Einsicht in den Verlauf sowie d
ie Aktenlage in der Zeit vom 5.
Oktober 2011 bis zum 1
6.
April 2012
gestützt auf die Angaben der Be
schwerdeführerin, seit Oktober 2011 an anhaltenden
Beschwerden
zu leiden,
davon aus, dass
im Oktober 2011 ein
OSG-Distorsions
trauma
stattgefunden habe und die Ruptur der Liga
mentum
fibulotalare
anterius
und
fibulocalcaneare
Folge davon sei. Angesichts der übrigen Aktenlage ist die natürliche Kausalität
damit
nicht ausgewiesen.
Wie auch
Dr.
B.___
in der Stellungnahme vom 29. Juni 2013
zudem
zutreffend
fest
stellte (Urk. 8/45)
,
wurde
von den Ärzten der
D.___
erstmals
ein Zu
stand nach Ruptur der
vorderen
Syndesmose
aufgeführt.
Eine solche Diag
nose wurde allein aufgrund des klinischen Befundes und der Röntge
nauf
nahme vom
4.
April 2013, die
lediglich den
ossären
Befund erhoben hatte (Urk. 8/58), gestellt. Dagegen
wies
das
MRT vom
2
1.
Dezember 2012 ausdrücklich ein intaktes mediales Kollateralband und eine intakte
Syndesmose
aus (Urk. 8/17). Auch wurde in den Berichten der
D.___
trotz Vorliegen dieses MRT-Berichts nicht erwähnt, dass es sich bei
der
Ruptur
der Liga
mentum
fibulotalare
anterius
und
fibulocalcaneare
lediglich um eine
Partial
ruptur
respektive Zerrung und nicht um eine voll
ständige Ruptur handelte. Daraus ist entweder zu schliessen, dass die von den Ärzten der
D.___
erhobenen Befunde ungenau sind, oder dass seit der MRT-Aufnahme vom 21. Dezember 2012 zusätzliche Sehnenschädigungen aufge
treten sind, was wiederum für eine
progrediente
degenerative Entwicklung
mit
Sehnen
schädigungen
sprechen würde.
Hätte
eine Kombinationsverletzung von einer Ruptur der vorderen
Syn
desmose
und einer lateralen Bandruptur be
reits
un
mittelbar nach dem Ereignis vom
5.
Oktober 2011 vorgelegen, hätte
dies
- wie Dr.
B.___
in der Stellung
nahme vom 2
9.
Juni 2013 festhält (Urk. 8/45) -
einer schweren Verletzung mit sofortiger starker Schwellung und Schmerzen entsprochen.
Dass
die Beschwer
deführerin mit einer solchen Verletzung noch ein halbes Jahr weitergearbeitet hätte, wäre auch eingedenk ihres teilzeitlichen Pensums unwahrscheinlich.
Die Beschwerdeführerin kann aus den Berichten der
D.___
in Bezug auf die Frage der Kausalität zum Ereignis vom 5. Oktober 2011
nach dem Gesagten
nichts zu ihren Gunsten
ableiten.
3.3
Wollte man von einer teilweise traumatischen Ursache
der
Sehnen
schädigungen
durch den Sturz am
5.
Oktober 2011
ausgehen, wäre es ange
sichts der langen Zeitdauer von mehreren Monaten zwischen dem Ereignis vom
5.
Oktober 2011
einerseits und der klinischen sowie bildgebenden
Befund
erhebung
ab Mitte April 2012
andererseits
ausserdem
lediglich möglich, nicht aber mit dem mass
geblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass
gerade dieses
Ereignis eine anhaltende Schädigung
an einer Sehne
oder mehre
ren Sehnen
am rechten Fuss
mit Instabilität und anhaltende respektive zwischenzeitlich auftretende Be
schwerden auch am linken Fuss
bewirkte. Denn der
Beweis
wert
eines Be
fundes
wird
relativiert, wenn dieser
- wie hier -
erst lange Zeit nach dem stritti
gen Ereignis erhoben wird, da die festgestellte Schä
digung allenfalls im Zu
sammenhang mit einem anderen Sachverhalt zu sehen ist
. Ein MR
T
-Befund ist bei fehlendem
vorausgehendem
Status
kausal
rechtlich
für sich al
lein nicht aussagekräftig (Urteil des Bundesgerichts U 134/00 vom 2
1.
Septem
ber 2001 E. 3b
a.E
.).
So vermag auch die Erklärung von
Dr.
F.___
im
Bericht vom
7.
Oktober 2013, es sei aus hausärztlicher Sicht möglich, dass es sich bei der Konsultation vom 1
2.
Dezember 2011 bereits um Unfallfolgen gehandelt habe (
Urk.
8/62),
den hier
massgeblichen
Beweisgrad der über
wiegen
den Wahr
scheinlichkeit
nicht zu erfüllen. Ebenfalls beweisrechtlich ungenügend
, um das Vorliegen des
un
fallrechtlich
relevanten natürlichen Kausalzusammen
hangs
zu belegen,
sind
die Schilderungen der Be
schwerde
führerin zu ihren Beschwerden im Anschluss an den
5.
Oktober 2011,
zumal sie schon zuvor an Schwellungen insbesondere am rechten Knöchel gelitten hatte (
Urk.
6/62, Urk. 6/64).
Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden
an den Füssen
/Fussgelenken
und dem Unfallereignis vom
5. Oktober 2011
wäre bei ge
gebener
Be
weis
lage
daher höchstens in Be
zug auf anfängliche Schmerzen und eine Schwellung entsprechend einer Verstauchung für nicht mehr als ein paar Wochen nach dem Unfallereignis anzunehmen.
3.4
Zu verneinen ist damit
auch eine Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin
nach Art. 6 UVG in Ver
bindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV. Denn
ist ein natürlicher Kausal
zusammenhang zwischen der
frühestens Mitte April 2012
festgestellten Sehnenläsion und dem Unfallereignis vom
5. Oktober 2011
wie hiervor erläutert
nicht erwiesen, müsste für die Begründung einer Leistungspflicht des
Unfall
ver
sicherers
nach Art. 9 Abs. 2 UVV ein anderes Ereignis ursächlich sein. Und zwar
müss
t
en mit Ausnahme der Unge
wöhn
lichkeit die übrigen
Tatbestands
merkmale
des Unfalls erfüllt sein. Be
sondere Bedeutung
käme
hierbei der Voraussetzung des
äusseren
Ereig
nisses zu, das
heisst
eines
ausserhalb
des Körpers liegenden, objektiv fest
stellbaren, sinn
fälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles. Für die Bejahung eines
äusseren
Faktors braucht es
rechtsprechung
gemäss
ein gestei
gertes
Schädi
gungs
potenzial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten
Gefah
renlage
, sei es durch Hinzutreten eines zur
Unkontrolliertheit
der Vornahme der alltäg
lichen Lebensverrichtung führenden Faktors (BGE 129 V 466 E. 4.2-3; Urteil des Bun
desgerichts 8C_546/2010 vom 2
2.
Februar 2011 E. 3.2).
Ein solcher (weiterer)
äusserer
Faktor mit gesteigertem
Schädigungs
potenzial
ist hier nicht gegeben.
3.5
Nach dem Gesagten ist
im Ergebnis
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
ihre Leistungspflicht bezüglich des Ereignisses vom
5.
Oktober 2011 und der ab
Mitte Dezember
2011
ärztlich
dokumentierten
Beschwerden
an den unteren Extremitäten ver
neinte.
Was
von Seiten der Beschwerdeführerin dagegen
vorgebracht wird, führt zu keiner anderen Betrach
tungsweise.
Von weiteren
Beweismassnahmen
, nament
lich einer Zeugeneinvernahme zum Unfallereignis
ist abzusehen, da
hievon
keine anderen
entscheidrelevante
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 136 I 229
E.
5.3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_607/2011 vom 1
6.
März 2012 E. 7.2).
3.
6
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
4. November 2013
(Urk. 2) ist
somit
recht
mäs
sig. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
4.
Das Verfahren ist kostenlos.
Die
Beschwerdegegner
in
macht Entschädigungsfolgen zulasten
der
Beschwerde
führer
in
gel
tend (Urk.
7
S. 2).
Es gilt indes nach wie vor die Praxis des
Bundes
gerichts, dass dem nicht anwaltlich ver
tretenen Versiche
rungsträger grund
sätz
lich keine Parteientschädigung zusteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts
4A_109/2013 vom 27. August 2013, E. 5). Da die
Beschwerdegegner
in
im vorlie
genden Ver
fahren nicht durch einen externen Anwalt ver
treten war, ist ihr für ihr Ob
siegen daher keine Prozessentschädigung zuzuspre
chen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Es wird keine Prozessentschädigung zugesprochen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Y.___
-
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft
-
Bundesamt für Gesundheit
5
.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung mit Art. 90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zu
zustellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
GrünigHartmann