# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bae6e260-f7ab-5ea4-bda6-56d879062e91
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.07.2008 C-1918/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1918-2007_2008-07-23.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1918/2007/frj/fas
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Johannes Frölicher (Vorsitz), 
Richter Alberto Meuli (Abteilungspräsident), 
Richter Stefan Mesmer, 
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.

S._______, 
vertreten durch die Herren Rechtsanwalt Klaus Stiegeler 
und Rechtsanwalt Jörg Prinz, Friedrichstrasse 4, 
DE-79761 Waldshut-Tiengen,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Invalidität (Verfügung vom 12. Februar 2007).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1918/2007

Sachverhalt:

A.
Die  1959  geborene,  verheiratete  S._______  ist  deutsche  Staats-
angehörige und wohnt in A._______ (Deutschland). Von Juli 1993 bis 
Juli  2003  war  sie  als  Grenzgängerin  im  Rahmen  eines  50-Prozent-
Pensums  beim  G._______  im  Hausdienst  angestellt  und  während 
dieser  Zeit  bei  der  schweizerischen  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung (AHV/IV) versichert (IV-Akt. 3 und 27). Daneben 
war sie als Hausfrau und Mutter von zwei Kindern (Jahrgang 1982 und 
1984) tätig. Im Mai 2000 wurde sie als Fussgängerin von einem Auto 
angefahren und litt in der Folge an schmerzhaften Beeinträchtigungen 
der rechten Schulter. Das Arbeitsverhältnis wurde per 31. Juli 2003 in 
gegenseitigem Einverständnis aufgelöst, nachdem die Versicherte seit 
Ende  September  2002  aus  gesundheitlichen  Gründen  nicht  mehr 
gearbeitet hatte (IV-Akt. 5). Mit Datum vom 13. August 2003 (Eingang 
am 15. August 2003) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf 
ihre  Schulterbeschwerden  und  Beeinträchtigungen  nach  einer 
Wirbelsäulenoperation  zum  Bezug  einer  schweizerischen 
Invalidenrente an (IV-Akt. 3).

A.a Zur  Abklärung  der  medizinischen  Anspruchsvoraussetzungen 
holte  die  IV-Stelle  Aargau  unter  anderem  einen  Arztbericht  beim 
behandelnden  Arzt  Dr. med.  B._______,  Facharzt  für 
Allgemeinmedizin  in  A._______  (DE),  vom  4. Dezember  2003  (IV-
Akt. 7)  und  beim  behandelnden  Psychiater  Dr. med  C._______,  ... 
(DE), vom 24. Juni 2005 (IV-Akt. 23) ein. Weiter zog sie die Akten der 
zuständigen  Unfallversicherung  (IV-Akt. 0)  und  des  deutschen 
Versicherungsträgers,  der  Landesversicherungsanstalt  (LVA)  Baden-
Württemberg, bei (IV-Akt. 10, 20 und 21). 

Zu den von der LVA über die IV-Stelle für Versicherte im Ausland an 
die  IV-Stelle  Aargau  übermittelten  Unterlagen  gehören  im  Wesent-
lichen (IV-Akt. 10):
-  Verschiedene orthopädische und radiologische Kurzberichte betref-
fend  die  Wirbelsäulenproblematik  und  die  Schulterbeschwerden  aus 
den Jahren 1999, 2000 und 2003.
-  Bericht  der  Klinik  für  Psychosomatische  Medizin  D._______  vom 
19. Dezember 2001 über die stationäre Behandlung von 7. November 
bis 19. Dezember 2001.
-  Bericht  Klinik E.________ vom 28. Januar 2003 und vom 17. März 

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2003 betreffend die am 29. November 2002 durchgeführte Operation 
(Repositions- und Aufrichtungsspondylodese L 3-S 1).
-  Bericht  F._______  vom 14. Januar  2003  (psychologischer  Befund) 
sowie  vom  16. Januar  2003  über  die  stationäre  fachorthopädische 
Behandlung vom 16. Dezember 2002 bis 13. Januar 2003. 
- Medizinisches Gutachten von Dr. med. H._______, FMH für physik. 
Medizin,  spez.  Rheumaerkrankungen,  in  T._______,  vom 
20. September  2003,  welches  an  den  Vertrauensarzt  der  VISANA 
(Kranken-Taggeldversicherung) adressiert ist. 
- Ausführlicher ärztlicher Bericht (Formular E 213; siehe unten). 

Am 11. Mai  2005  übermittelte  die  LVA der  IV-Stelle  Aargau  die  seit 
dem Jahr 2004 erstellten medizinischen Berichte (IV-Akt. 21):
-  Ausführlicher  ärztlicher  Bericht  (Formular  E 213)  von  Frau 
Dr. I._______  vom  24. Februar  2004,  in  welchem  eine 
Mehrfachbegutachtung als dringend erforderlich bezeichnet wird, weil 
orthopädische und nervenärztliche Aspekte zu berücksichtigen seien.
-  Fachärztliches  Gutachten  von  Dr. med.  J._______,  Arzt  für  innere 
Medizin,  Sportmedizin,  Sozialmedizin,  Rehabilitationswesen,  vom 
17. Mai 2004, welches im Auftrag der LVA aufgrund eines Aufenthaltes 
auf  der  Begutachtungsstation  vom  26. April  bis  28. April  2004  und 
unter Einbezug des chirurgisch-orthopädischen Zusatzgutachtens von 
Dr. med  K._______,  Facharzt  für  Orthopädie,  vom 6. Mai  2005  und 
des  nervenärztlichen  Gutachtens  von  Dr. med.  L._______,  Arzt  für 
Neurologie und Psychotherapie, Psychotherapeut, vom 28. April 2004 
erstellt wurde. 

A.b Die IV-Stelle Aargau holte am 31. Oktober 2003 bei der Versicher-
ten den Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/
Haushalt  ein (IV-Akt. 6)  und führte am 15. Februar 2006 eine Abklä-
rung an Ort und Stelle durch (Bericht vom 1. März 2006; IV-Akt. 30). 
Die Abklärungsperson stellte fest, dass die Versicherte als Gesunde je 
50 % erwerbstätig und im Haushalt tätig wäre. Im Haushalt ermittelte 
sie  eine  Einschränkung  von  11 %. An  dieser  Einschätzung  hielt  sie 
trotz der von der Versicherten erhobenen Einwände fest (IV-Akt. 32 f.).

A.c Am  13. April  und  am  15. Juni  2006  gingen  bei  der  IV-Stelle 
Aargau zwei im Auftrag des Sozialgerichts Freiburg erstellte Gutachten 
ein (IV-Akt. 36):
-  Fachorthopädisches  Gutachten  von  Dr. med.  M._______,  Facharzt 
für  Physikalische  und  Rehabilitative  Medizin  –  Orthopädie,  vom 

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7. Februar  2006.  Der  Gutachter  stellte  folgende  Diagnosen: 
Chronisches Schmerzsyndrom, Cervikalsyndrom bei Fehlhaltung bzw. 
ungünstiger  Bewegung  des  Kopfes,  Acromiodlavicular-Gelenks-
Arthrose  rechts,  Insertionstendopathie  des  M.  supraspinatus  rechts, 
Subacromiales  Impingement  rechts,  Kapselreizung  des  rechten 
Ellenbogens,  Chronisches Lumalsyndrom bei  Spondylolisthesis  L3/4, 
Lumbalsyndrom  bei  Claudicatio  spinalis  L3/4/5,  Chronisches 
Lumalsyndrom  bei  radiologischen  Verschleisszeichen  L3-S1, 
Knorpelschaden beider Knie medial und retropatellar, Senkspreizfuss 
beidseits,  Hallux  valgus  beidseits  (S. 14).  Aus  orthopädischer  Sicht 
bestünden  im  Wesentlichen  Funktionseinschränkungen  der  rechten 
Schulter  und der  Lendenwirbelsäule. Nicht  zumutbar  seien Arbeiten, 
die das Heben und Tragen von Lasten über etwa 10 Kilogramm oder 
häufiges Bücken erforderten, Arbeiten auf Leitern und Gerüsten oder 
Stehen am Fliessband bzw. an  laufenden Maschinen. Zu vermeiden 
seien auch Arbeiten unter ungünstigen Witterungsverhältnissen (Kälte, 
Nässe oder Zugluft). Für Arbeiten mit Publikumsverkehr oder im Büro 
sei  die  Versicherte  grundsätzlich  geeignet,  sofern  ein  regelmässiger 
Positionswechsel möglich sei. Unter Beachtung dieses Leistungsprofils 
könnte ihr eine Erwerbstätigkeit von täglich mindestens sechs Stunden 
zugemutet  werden  (S. 16  f.).  Da  auch  in  psychischer  Hinsicht 
Beeinträchtigungen  bestünden,  sollten  deren  Auswirkungen  auf  die 
Erwerbsfähigkeit nochmals abgeklärt werden (S. 18).

- Fachpsychotherapeutisches Gutachten von Dr. med. O._______, Arzt 
für  Neurologie  und  Psychiatrie  und  Psychotherapie,  vom  11. April 
2006.  Der  psychiatrische  Gutachter  diagnostizierte  Angst  und 
depressive Reaktion gemischt  (ICD-10 F43.22). In  der  Rubrik  „Nicht 
aus  unserem  Fachgebiet  diagnostizierte  Krankheiten/Behinderungen 
mit  Auswirkungen  auf  den  psychischen,  psychosozialen  und 
beruflichen Bereich“ führte er auf: „Lumbalsyndrom bei Zustand nach 
stabilisierter  Wirbelverblockung  mit  Befürchtungen  vor  einer  neuen 
Operation“  (S. 17  f.).  Ein  somatoformes  Schmerzsyndrom,  im  Sinne 
eines  dazu  kommenden,  das  Leistungsvermögen  zusätzlich 
beeinträchtigenden Leidens, habe nicht diagnostiziert werden können. 
Eine  Tätigkeit,  die  ihrem  Leistungsprofil  entspreche,  könnte  die 
Versicherte  zwischen  drei  und  weniger  als  sechs  Stunden  täglich 
ausüben. 

A.d Mit Vorbescheid vom 11. August 2006 teilte die IV-Stelle Aargau 
S._______ die vorgesehene Abweisung des Leistungsbegehrens mit 

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(IV-Akt. 39). Der Invaliditätsgrad im Haushalt betrage 11%, was – unter 
Berücksichtigung des 50-Pensums – einem Invaliditätsgrad im Haus-
halt von gerundet 6% entspreche. Die früher ausgeübte Erwerbstätig-
keit  als  Hausdienstangestellte  sei  gemäss  den  medizinischen  Ein-
schätzungen nicht mehr zumutbar. Eine dem Leiden angepasste Tätig-
keit  könnte aber  sowohl  aus orthopädischer  wie  aus psychiatrischer 
Sicht im Rahmen von sechs Stunden pro Tag ausgeübt werden, womit 
auf erwerblicher Seite keine Invalidität bestehe. 

In  ihrer  Stellungnahme  vom  28. August  2006  (IV-Akt. 41)  verwies 
S._______  auf  verschiedene  medizinische  Berichte,  wonach  sie  nur 
noch unter drei Stunden täglich tätig sein könne. Es sei zu berücksich-
tigen, dass sie ihre letzte Erwerbstätigkeit  nur während vier Stunden 
täglich ausgeübt habe. Aufgrund ihrer Erkrankung würde ihr nun sogar 
ein  höheres  Pensum  zugemutet.  Im  Haushalt  könne  sie  nicht  über 
einen Zeitraum von einer bis drei Stunden die Arbeit verrichten, ohne 
mehrere Pausen zu machen. Für schwere Arbeiten benötige sie immer 
Hilfe. 

Mit Verfügung vom 12. Februar 2007 wies die IV-Stelle für Versicherte 
im Ausland das Leistungsbegehren ab (IV-Akt. 47).

B.
Gegen diese Verfügung liess S._______, vertreten durch Rechtsanwalt 
Jörg  Prinz  bzw. Rechtsanwalt  Klaus Stiegeler,  am  13. März  2007 
(ergänzt durch Eingabe vom 3. April  2007) beim Bundesverwaltungs-
gericht  Beschwerde  einreichen  und  die  Ausrichtung  von  zumindest 
einer halben Invalidenrente beantragen (Akt. 1 und 3).

C.
Mit Vernehmlassung vom 5. Juni 2007 beantragte die Vorinstanz, die 
Beschwerde sei abzuweisen (Akt. 5). Zur Begründung verwies sie auf 
die  Stellungnahme  der  IV-Stelle  Aargau,  welche  ihrerseits  auf  die 
angefochtene Verfügung verwies.

D.
Mit  Replik  vom 22. Juni  2007 hielt  die  Beschwerdeführerin  an ihrem 
Antrag fest (Akt. 7). Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland verzichtete 
darauf, eine Duplik einzureichen. 

E.
Mit  Verfügung  vom  10. August  2007  (Akt. 10)  wurde  der  Schriften-

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wechsel geschlossen und die Beschwerdeführerin aufgefordert, einen 
Kostenvorschuss  von  Fr. 400.-  zu  zahlen,  welcher  innerhalb  der  bis 
zum 10. Oktober 2007 erstreckten Frist bei der Gerichtskasse einging. 

F.
Mit  Eingabe  vom  29. August  2007  liess  die  Beschwerdeführerin 
weitere medizinische Unterlagen (Röntgenaufnahmen und Bericht der 
Orthopädischen  Praxis  Q._______  vom 13. August  2007)  einreichen 
(Akt. 12).

G.
Gegen die am 10. August  2007 und  am 3. Juni 2008 mitgeteilte  Zu-
sammensetzung des Spruchkörpers wurden keine Einwände erhoben.

H.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird,  soweit  für  die  Entscheidfindung  erforderlich,  im  Rahmen  der 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Gemäss  Art. 31  VGG  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember  1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art. 32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 
Die  eidgenössische  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  ist  eine 
Vorinstanz  im  Sinne  von  Art. 33  Bst. d  VGG. Die  Zuständigkeit  des 
Bundesverwaltungsgerichts  zur  Beurteilung von Beschwerden gegen 
Verfügungen  dieser  IV-Stelle  ist  zudem  in  Art. 69  Abs. 1  Bst. b  des 
Bundesgesetzes  vom  19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung 
(IVG, SR 831.20) ausdrücklich vorgesehen. 

Angefochten  ist  eine  Verfügung  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland. Das Bundesverwaltungsgericht ist somit zur Beurteilung der 
Beschwerde zuständig.

2.
Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich  nach 

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dem  Verwaltungsverfahrensgesetz,  soweit  das  Verwaltungsgerichts-
gesetz  nichts  anderes  bestimmt  (Art. 37  VGG).  Vorbehalten  bleiben 
gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des Bun-
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG, SR 830.1).

2.1 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht durch die ordentlich 
vertretene Beschwerdeführerin eingereicht (vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 
ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin der negativen Verfügung ist die 
Beschwerdeführerin  davon  berührt  und  sie hat  ein  schutzwürdiges 
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (Art. 59 ATSG, Art. 48 
Abs. 1  VwVG).  Auf  die  Beschwerde  ist  daher,  nachdem  auch  der 
Kostenvorschuss fristgerecht geleistet wurde, einzutreten.

2.2 Die  Beschwerdeführenden  können  im  Rahmen  des  Beschwer-
deverfahrens  die  Verletzung  von  Bundesrecht  unter  Einschluss  des 
Missbrauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts sowie die Unange-
messenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG). 

3.
Zunächst  sind  die  zur  Beurteilung  der  Streitsache  massgebenden 
gesetzlichen  Grundlagen  und  die  von  der  Rechtsprechung  ent-
wickelten Grundsätze darzulegen.

3.1 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  der  streitigen  Verwaltungsverfügung  (hier: 
12. Februar 2007) eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 
mit Hinweis). Weiter sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Tatbestandes  Geltung  hatten  (BGE  130  V  329).  Für  das 
vorliegende  Verfahren  ist  deshalb  das  per  1. Januar  2003  in  Kraft 
getretene  Bundesgesetz  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts  anwendbar.  Die  im  ATSG  enthaltenen  Formulie-
rungen der  Arbeitsunfähigkeit,  der Erwerbsunfähigkeit,  der  Invalidität 
und  der  Einkommensvergleichsmethode  entsprechen  den  bisherigen 
von der Rechtsprechung dazu entwickelten Begriffen in der Invaliden-
versicherung.  Demzufolge  haben  die  von  der  Rechtsprechung  dazu 
herausgebildeten Grundsätze unter der Herrschaft des ATSG weiterhin 
Geltung (BGE 130 V 343). 

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Bei den materiellen Bestimmungen des IVG und der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV, SR 831.201) ist 
für  die  Beurteilung  eines  Rentenanspruchs  vor  dem 1. Januar  2004 
auf  die  bis  Ende  2003  gültige  Fassung,  danach  auf  die  Fassung 
gemäss den am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-
Revision) abzustellen.  Nicht  zu  berücksichtigen  sind  die  durch  die 
5. IV-Revision eingeführten Änderungen, welche am 1. Januar 2008 in 
Kraft getreten sind (AS 2007 5129). Im Folgenden werden deshalb die 
bis Ende 2007 gültig gewesenen Bestimmungen des IVG und der IVV 
zitiert.

3.2 Die  Beschwerdeführerin  ist  deutsche Staatsangehörige,  weshalb 
auch das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen vom 21. Juni 
1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und 
der  Europäischen  Gemeinschaft  und  ihrer  Mitgliedsstaaten  anderer-
seits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) zu beachten ist. 
Nach  Art. 1  Abs. 1  des  auf  der  Grundlage  des  Art. 8  FZA  ausge-
arbeiteten  und  Bestandteil  des  Abkommens bildenden  (Art. 15  FZA) 
Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit") des 
FZA  in  Verbindung  mit  Abschnitt A  dieses  Anhangs  wenden  die 
Vertragsparteien  untereinander  insbesondere  die  Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Syste-
me der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstständige sowie 
deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und ab-
wandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Verordnung Nr. 1408/71), 
und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Rates vom 21. März 1972 
über  die  Durchführung  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  über  die 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.11; nachfolgend: 
Verordnung Nr. 574/72),  oder gleichwertige Vorschriften an. Dabei ist 
im Rahmen des FZA auch  die  Schweiz  als  "Mitgliedstaat"  im Sinne 
dieser  Koordinierungsverordnungen  zu  betrachten  (Art. 1  Abs. 2  An-
hang II des FZA).

Der Invaliditätsgrad bestimmt sich auch im Geltungsbereich des FZA 
nach schweizerischem Recht (BGE 130 V 253 E. 2.4). 

3.3 Invalidität  ist  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit 
dauernde  ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  (Art. 8  Abs. 1 
ATSG).  Die  Invalidität  kann  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit 

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oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen  oder  psychischen 
Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt (Art. 7 ATSG, in der bis Ende 2007 gültigen Fassung). Arbeits-
unfähigkeit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit,  im  bisherigen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare 
Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit 
in  einem anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art. 6 
ATSG).

3.4 Beeinträchtigungen  der  psychischen  Gesundheit  können  in  glei-
cher  Weise  wie  körperliche  Gesundheitsschäden  eine  Invalidität  im 
Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. 
Eine  fachärztlich  festgestellte  psychische  Krankheit  kann  indessen 
nicht  ohne  weiteres  einer  Invalidität  gleichgesetzt  werden. Entschei-
dend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab erfolgte 
Beurteilung,  ob  und  inwiefern  der  versicherten  Person  trotz  ihres 
Leidens  die  Verwertung  ihrer  Restarbeitsfähigkeit  auf  dem  ihr  nach 
ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch 
sozial-praktisch  zumutbar  und  für  die  Gesellschaft  tragbar  ist  (BGE 
127 V 294 E. 4c). Nicht  als  Folgen eines  psychischen Gesundheits-
schadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant 
gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte 
Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungs-
fähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (BGE 131 V 49 E. 1.2, vgl. 
auch BGE 102 V 165; AHI-Praxis 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen).

3.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbs-
tätig oder als nicht erwerbstätig einzustufen ist  – was je zur Anwen-
dung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommens-
vergleich,  Betätigungsvergleich,  gemischte  Methode)  führt  –,  ergibt 
sich  aus  der  Prüfung,  was  diese  bei  im  Übrigen  unveränderten 
Umständen  täte,  wenn  keine  gesundheitliche  Beeinträchtigung 
bestünde. Bei  im Haushalt  tätigen Versicherten im Besonderen sind 
die  persönlichen,  familiären,  sozialen  und  erwerblichen  Verhältnisse 
ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber 
Kindern,  das  Alter,  die  beruflichen  Fähigkeiten  und  die  Ausbildung 
sowie  die  persönlichen  Neigungen  und  Begabungen  zu  berücksich-

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tigen. Die  Statusfrage beurteilt  sich praxisgemäss nach den Verhält-
nissen,  wie  sie  sich  bis  zum  Erlass  der  Verwaltungsverfügung  ent-
wickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesund-
heitsfall  ausgeübten  (Teil-)Erwerbstätigkeit  der  im  Sozialversiche-
rungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
erforderlich ist (BGE 125 V 146 E. 2c, BGE 133 V 477 E. 6.3, BGE 133 
V 504 E. 3.3, je mit Hinweisen).

3.6 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen),  in  Beziehung  gesetzt  zum  Erwerbseinkommen,  das  sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes 
Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber-
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi-
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, BGE 128 V 29 E. 1). 

3.7 Gemäss Art. 28  Abs. 1 IVG (in  der  bis  zum 31. Dezember  2003 
gültig  gewesenen  Fassung)  haben  Versicherte  Anspruch  auf  eine 
ganze Rente, wenn sie mindestens zu 66 2/3 Prozent, auf eine halbe 
Rente,  wenn  sie  mindestens  zu  50 Prozent,  oder  auf  eine  Viertels-
rente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent  invalid sind. Die seit  dem 
1. Januar  2004 massgeblichen neuen Rentenabstufungen geben bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine 
Viertelsrente,  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  50 Prozent 
Anspruch  auf  eine  halbe  Rente,  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
mindestens  60 Prozent  Anspruch  auf  eine  Dreiviertelsrente  und  bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine 
ganze  Rente  (Art. 28  Abs. 1  IVG  in  der  vom  1. Januar  2004  bis 
31. Dezember 2007 gültigen Fassung). 

Laut Abs. 1ter dieser Norm werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 
von weniger  als  50  Prozent  entsprechen,  jedoch nur  an Versicherte 
ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 

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ATSG) in der Schweiz haben, soweit  nicht völkerrechtliche Vereinba-
rungen eine abweichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme 
gilt  seit  dem 1. Juni  2002 für  die  Staatsangehörigen  eines  Mitglied-
staates der Europäischen Gemeinschaft und der Schweiz, sofern sie 
in  einem  Mitgliedstaat  der  Europäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz 
haben (siehe BGE 130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

3.8 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühes-
tens in dem Zeitpunkt,  in dem die versicherte Person mindestens zu 
40 Prozent  bleibend erwerbsunfähig  geworden ist  (Bst. a)  oder  wäh-
rend eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-
destens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen war (Bst. b). Anspruch 
auf eine ordentliche Rente haben die rentenberechtigten Versicherten, 
die bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres 
Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG). 

3.9 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den 
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen,  in 
welchem  Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeits-
leistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden  können 
(BGE 125 V 256 E. 4,  BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis  2002 S. 62 
E. 4b/cc).

3.10 Wird vom Zeitpunkt des Verfügungserlasses an rückwirkend eine 
Rente  zugesprochen  und  diese  für  eine  weitere  Zeitspanne  gleich-
zeitig  herabgesetzt  oder  aufgehoben,  so  sind  nach  der  Rechtspre-
chung  die  für  die  Rentenrevision  geltenden  Bestimmungen  analog 
anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen). Nach Art. 17 Abs. 1 
ATSG ist eine Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herab-
zusetzen  oder  aufzuheben,  wenn  sich  der  Grad  der  Invalidität  der 
Person, die eine Rente bezieht, in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Setzt die Verwaltung bei der Leistungszusprechung die 
Rente nach Massgabe der Veränderung des Invaliditätsgrades rückwir-
kend herab oder hebt sie sie auf, richtet sich der Zeitpunkt der Renten-
herabsetzung bzw. -aufhebung rechtsprechungsgemäss nach Art. 88a 
Abs. 1 IVV (BGE 125 V 413 E. 2d, BGE 109 V 125). Danach ist  bei 

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einer  Verbesserung der Erwerbsfähigkeit  oder der Fähigkeit,  sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, die anspruchsbeeinflussende Änderung 
für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt 
an  zu  berücksichtigen,  in  dem angenommen werden kann,  dass sie 
voraussichtlich  längere  Zeit  andauern  wird;  sie  ist  in  jedem  Fall  zu 
berücksichtigen,  nachdem  sie  ohne  wesentliche  Unterbrechung  drei 
Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.

3.11 Gemäss Art. 40 Abs. 2 IVV ist bei Grenzgängern die IV-Stelle, in 
deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausübt, 
zur  Entgegennahme und  Prüfung  der  Anmeldungen  zuständig.  Dies 
gilt  auch  für  ehemalige  Grenzgänger,  sofern  sie  bei  der  Anmeldung 
ihren  ordentlichen  Wohnsitz  noch  in  der  benachbarten  Grenzzone 
haben  und  der  Gesundheitsschaden  auf  die  Zeit  ihrer  Tätigkeit  als 
Grenzgänger  zurückgeht.  Die  Verfügungen  werden  von  der  IV-Stelle 
für  Versicherte  im Ausland erlassen. Die  einmal  begründete  Zustän-
digkeit einer IV-Stelle bleibt während des ganzen Verfahrens erhalten 
(Art. 40 Abs. 3 IVV).

4.
Streitig und im vorliegenden Verfahren zu prüfen ist, ob die Beschwer-
deführerin  bis  zum  13. März  2007  (Erlass  der  Verfügung)  in  einem 
rentenerheblichen Mass invalid geworden ist.

4.1 Die Vorinstanz hat angenommen, die Versicherte wäre im Gesund-
heitsfall zu 50% erwerbstätig und zu 50% im Haushalt tätig.

4.1.1 Im Fragebogen der IV-Stelle Aargau betreffend Erwerbstätigkeit / 
Haushalt gab die Versicherte im November 2003 an, im Gesundheits-
fall  würde sie heute eine Vollzeiterwerbstätigkeit  ausüben (IV-Akt. 6). 
Die Fragen nach den Gründen für eine Ausweitung der Erwerbstätig-
keit beantwortete sie nicht. Auf entsprechende Rückfrage der IV-Stelle 
Aargau  gab  sie  im  März  2005  an,  die  50%-Stelle  habe  sie  damals 
wegen  den  noch  zu  betreuenden  Kindern  angenommen.  Da  diese 
heute  erwachsen  seien,  würde  sie  zu  100%  erwerbstätig  sein  (IV-
Akt. 18). Bei  der  am 15. Februar  2006 durchgeführten Abklärung an 
Ort  und  Stelle  gab  sie  an,  ohne  Gesundheitsschaden  würde  sie 
weiterhin im bisherigen Umfang (50%) erwerbstätig  sein (IV-Akt. 30). 
Die Abklärungsperson verzichtete  darauf,  die  finanzielle  Situation  zu 
erheben  und  –  soweit  aus  dem  Abklärungsbericht  ersichtlich  –  die 
Versicherte  auf  den  Widerspruch  zu  ihren  früheren  Angaben 
anzusprechen. Wie aus der Aktennotiz eines Sachbearbeiters der IV-

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Stelle Aargau vom 22. Oktober 2004 hervorgeht, erschien diesem die 
Aufnahme einer Vollzeiterwerbstätigkeit fraglich, da die Kinder im Jahr 
2003 bereits 19 und 21 Jahre alt geworden seien.

4.1.2 Der  Schluss  der  Verwaltung,  wonach  es  nicht  überwiegend 
wahrscheinlich sei,  dass  eine verheiratete  Frau nicht  schon im Zeit-
punkt,  in  welchem die  Kinder  kaum mehr  auf  ihre  Betreuung ange-
wiesen sind, sondern erst wenn diese bereits volljährig geworden sind 
ihre  Erwerbstätigkeit  erhöhe,  ist  zwar  nachvollziehbar,  vorliegend ist 
dies  aber  nicht  entscheidend.  Massgebend  ist  das  Ergebnis  einer 
pflichtgemässen Würdigung der gesamten Umstände. Die Beschwer-
deführerin  hatte  bereits  seit  Jahren  an  verschiedenen  somatischen 
und psychischen Beeinträchtigungen gelitten, die sie aus ebenso plau-
siblen Gründen daran gehindert haben könnten, ihre Erwerbstätigkeit 
weiter  auszubauen.  Gemäss  den  medizinischen  Berichten  (siehe 
nachfolgende E. 4.2)  hatte die Beschwerdeführerin  seit  ihrer  Jugend 
Rückenprobleme,  die  sich  etwa  im  Jahr  1999  verschlimmerten.  Seit 
Mai 2000 wirkten sich auch die Folgen des Unfalls aus, insbesondere 
die Schulterbeschwerden. Aus dem Gutachten von Dr. O._______ geht 
zudem hervor, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Persönlich-
keitsstruktur psychisch vermindert belastbar ist. Vom 7. November bis 
19. Dezember  2001  war  sie  zur  Behandlung  einer  mittelschweren 
depressiven Episode in stationärer Behandlung. 

Angesichts  dieser  Umstände  stehen  die  Angaben  der  Versicherten 
anlässlich der Haushaltabklärung, sie wäre im Gesundheitsfall im bis-
herigen Umfang erwerbstätig geblieben, einer hypothetischen Vollzeit-
erwerbstätigkeit  nicht  entgegen. Erscheint  nachvollziehbar, dass sich 
eine Versicherte im Zeitpunkt der Abklärung ein Leben ohne Gesund-
heitsbeeinträchtigungen kaum mehr  vorstellen  kann,  darf  nicht  ohne 
Weiteres  auf  die  Aussagen  anlässlich  der  Haushaltabklärung  abge-
stellt werden (vgl. Urteil EVG I 108/05 vom 7. Juni 2005 E. 3.2.2, Urteil 
EVG I 561/05 vom 31. März  2006 E. 2.4.3). Die  rechtsanwendenden 
Behörden  haben  auch  der  Tatsache  Rechnung  zu  tragen,  dass  der 
Bedeutungsgehalt der Frage nach der hypothetischen Erwerbstätigkeit 
im Gesundheitsfall  innerhalb des ganzen IV-Rentengefüges für Laien 
nicht einfach zu erkennen ist (ebenda). 

4.1.3 Angesichts der widersprüchlichen Angaben der Versicherten im 
Verlaufe  des  Verfahrens  kann  aber  auch  nicht  unbesehen  auf  die 
Angaben im Fragebogen betreffend Erwerbstätigkeit / Haushalt abge-

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stellt  werden. Für eine Ausweitung der Erwerbstätigkeit  spricht,  dass 
die  Beschwerdeführerin  eine  Erwerbstätigkeit  (halbtags)  bereits  auf-
nahm, als sie noch mehr Zeit für Haushalt und Erziehung der Kinder 
aufwenden  und  sich  gleichzeitig  um  den  Hausumbau  kümmern 
musste,  was  sie  als  „Stress  hoch  drei“  erlebte  (Gutachten 
Dr. O._______, S. 7). Die familiären Verhältnisse bzw. Erziehungs- und 
Betreuungsaufgaben  standen  jedenfalls  im  September  2002  einer 
Ausdehnung der Erwerbstätigkeit nicht entgegen. Die übrigen – nach 
der Rechtsprechung massgebenden (vgl. E. 3.5)  – Umstände lassen 
sich  aufgrund  der  Akten  aber  nicht  beurteilen.  Aus  verschiedenen 
Angaben  der  Versicherten  lässt  sich  lediglich  ableiten,  dass  die 
Familie  auf  ihr  Einkommen  angewiesen  war.  Die  finanziellen 
Verhältnisse wurden bei der Haushaltabklärung jedoch nicht erhoben. 
Daher  lässt  sich  für  das  Gericht  nicht  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  feststellen,  in  welchem  Umfang  die 
Beschwerdeführerin  ohne  gesundheitliche  Beeinträchtigung 
erwerbstätig  wäre.  Die  Verwaltung  wird  diesbezüglich  noch  weitere 
Abklärungen vorzunehmen haben. 

4.2 Zur  Beurteilung der  Arbeitsfähigkeit  liegen neben verschiedenen 
medizinischen  Berichten  –  insbesondere  von  den  behandelnden 
Ärzten – auch mehrere Gutachten vor.

4.2.1 Im rheumatologischen Gutachten vom 20. September 2003 diag-
nostizierte  Dr. H._______  ein  ausgeprägtes  Lumbovertebralsyndrom 
bei Status nach Repositions- und Aufrichtungsspondylodes L3-S1 im 
November 2002, eine statische Störung im Sinne einer Kyphoskoliose 
der  BWS sowie  ein  Zervikovertebralsyndrom bei  Status  nach HWS-
Distorsionstrauma im Mai 2000, ein Impingementsyndrom der rechten 
Schulter nach operativ behandelter traumatischer Bankart-Läsion (Mai 
2000)  und  eine  ausgeprägte  Senk-Spreizfussdeformität.  Die  subjek-
tiven Beschwerden seien glaubhaft und besässen ein entsprechendes 
objektives  klinisches  Korrelat.  Die  Beschwerdekomplexe  an  der 
Lendenwirbelsäule  und an der  rechten Schulter  seien noch behand-
lungsbedürftig. Unter konsequenter heilgymnastischer Therapie sei mit 
einer weiteren Besserung der Beschwerden im Lumbalbereich und an 
der  rechten  Schulter  zu  rechnen.  Die  bisherige  Tätigkeit  als  Haus-
dienstangestellte  sei  der  Versicherten  nicht  mehr  zumutbar. In  einer 
angepassten  Tätigkeit  (Wechselbelastung  der  Wirbelsäule,  kein 
konstantes  Stehen,  Sitzen oder  Gehen,  kein Heben und Tragen von 
Lasten über 10 kg, keine stereotype Betätigung in ungünstiger Wirbel-

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säulenposition)  sei  zu  einem  späteren  Zeitpunkt  –  etwa  in  drei 
Monaten – eine halbtags ausgeübte Tätigkeit denkbar (S. 7 f.).

Das multidisziplinäre Gutachten von Dr. J._______ vom 17. Mai 2004 
enthält  folgende Diagnosen: Spondylodese L3 bis  S1  mit  regelrecht 
einliegendem  Fixationsmaterial  nach  operativer  Versteifung  wegen 
Osteochondrose der LWS und Spondylolisthesis L3, keine radikulären 
Auffälligkeiten (M 43 / M 54.5); Funktonsstörungen des rechten Schul-
tergelenks  nach  operativ  behandelter  Verletzung  der  Gelenkpfanne 
(M 75); Leicht ausgeprägte Depressivität bei dazu disponierter Persön-
lichkeit (F 33.0); Behinderte Nasenatmung, ohne Beeinträchtigung der 
Blutsauerstoffversorgung; Knick-Senk-Spreiz-Füsse (Q 66.8). Für kör-
perlich  leichte  bis  mittelschwere  Tätigkeiten  bestünden  qualitative, 
aber keine quantitativen Leistungseinschränkungen. Nicht mehr mög-
lich seien körperlich schwere und ausschliesslich mittelschwere Arbei-
ten, Arbeiten in Zwangshaltungen des Rumpfes, Bücken, Heben und 
Tragen von Lasten über 8 kg, beidhändige Überkopfarbeiten, Arbeiten 
auf Gerüsten und hohen Leitern und Arbeiten mit besonderen geistig-
psychischen  Belastungen  (S. 11  f.).  Das  Gutachten  enthält  nur  eine 
Einschätzung der aktuellen Arbeitsfähigkeit und äussert sich nicht zu 
der von Dr. H._______ attestierten Arbeitsunfähigkeit  bzw. zur Frage 
ob und gegebenenfalls wann sich die Arbeitsfähigkeit verbessert hat. 

Der  vom Sozialgericht  Freiburg beauftragte orthopädische Gutachter 
Dr.  M._______  stellte  im  Februar  2006  folgende  Diagnosen: 
Chronisches Schmerzsyndrom, Cervikalsyndrom bei Fehlhaltung bzw. 
ungünstiger  Bewegung  des  Kopfes,  Acromiodlavicular-Gelenks-
Arthrose  rechts,  Insertionstendopathie  des  M. supraspinatus  rechts, 
Subacromiales  Impingement  rechts,  Kapselreizung  des  rechten 
Ellenbogens,  Chronisches Lumalsyndrom bei  Spondylolisthesis  L3/4, 
Lumbalsyndrom  bei  Claudicatio  spinalis  L3/4/5,  Chronisches 
Lumalsyndrom  bei  radiologischen  Verschleisszeichen  L3-S1, 
Knorpelschaden beider Knie medial und retropatellar, Senkspreizfuss 
beidseits,  Hallux  valgus  beidseits  (S. 14).  Aus  orthopädischer  Sicht 
bestünden  im  Wesentlichen  Funktionseinschränkungen  der  rechten 
Schulter  und der  Lendenwirbelsäule. Nicht  zumutbar  seien Arbeiten, 
die das Heben und Tragen von Lasten über etwa 10 kg oder häufiges 
Bücken erforderten,  Arbeiten  auf  Leitern  und Gerüsten oder  Stehen 
am  Fliessband  bzw.  an  laufenden  Maschinen.  Zu  vermeiden  seien 
auch  Arbeiten  unter  ungünstigen  Witterungsverhältnissen  (Kälte, 
Nässe oder Zugluft). Für Arbeiten mit Publikumsverkehr oder im Büro 

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sei  die  Versicherte  grundsätzlich  geeignet,  sofern  ein  regelmässiger 
Positionswechsel möglich sei. Unter Beachtung dieses Leistungsprofils 
könnte ihr eine Erwerbstätigkeit von täglich mindestens sechs Stunden 
zugemutet  werden  (S. 16  f.).  Da  auch  in  psychischer  Hinsicht 
Beeinträchtigungen  bestünden,  sollten  deren  Auswirkungen  auf  die 
Erwerbsfähigkeit nochmals abgeklärt werden (S. 18).

Dr. O._______  diagnostizierte  in  seinem  fachpsychotherapeutischen 
Gutachten vom 11. April  2006 als psychiatrische Störung eine Angst 
und depressive Reaktion gemischt (F 43.22). Nicht aus seinem Fach-
gebiet,  aber  mit  Einfluss  auf  den  psychischen,  psychosozialen  und 
beruflichen  Bereich  bestehe  ein  Lumbalsyndrom  bei  Zustand  nach 
stabilisierter  Wirbelverblockung  mit  Befürchtungen  vor  einer  neuen 
Operation  (S. 17  f.).  Aus  fachpsychiatrischer  und  fachpsychosoma-
tischer Sicht ergäben sich keine so gravierenden konkreten Befunde, 
dass  aus  diesen  allein  über  die  bereits  von fachorthopädischer  und 
fachinternistischer  Seite  konstatierten  qualitativen  Einschränkungen 
hinausgehende  Einschränkungen  abgeleitet  werden  könnten  (S. 16). 
Ein  somatoformes  Schmerzsyndrom,  im  Sinne  eines  dazu 
kommenden,  das  Leistungsvermögen  zusätzlich  beeinträchtigenden 
Leidens, habe nicht diagnostiziert werden können. Eine Tätigkeit, die 
ihrem Leistungsprofil entspreche, könnte die Versicherte zwischen drei 
und weniger als sechs Stunden täglich ausüben. Zusätzlich zu den in 
den übrigen Gutachten aufgeführten unzumutbaren Arbeiten, schloss 
er  auch  Tätigkeiten  mit  hohen  Anforderungen  an  das  Reaktions- 
und/oder Konzentrationsvermögen und hohe nervliche Beanspruchung 
sowie Nachtarbeit aus. Die gegenüber dem orthopädischen Gutachten 
in zeitlicher Hinsicht abweichende Einschätzung der Leistungsfähigkeit 
begründete der Gutachter im Wesentlichen damit, dass die Versicherte 
nie  vollschichtig  sondern  in  der  Regel  nur  halbtags  erwerbstätig 
gewesen sei, weshalb ihr nun – unter Berücksichtigung der attestierten 
Einschränkungen und ihrer Persönlichkeitsstruktur – nicht ein höheres 
Pensum zugemutet werden könne (Gutachten S. 16 sowie ergänzende 
Stellungnahme [IV-Akt. 40]). 

Im Unterschied zu den Gutachtern schätzten die behandelnden Ärzte 
Dr. med. P._______, Facharzt für Orthopädie (Stellungnahme an das 
Sozialgericht  vom 9. August  2005),  und  Dr. med. R._______,  Ortho-
pädische  Praxis  Q._______  (Attest  vom  11. September  2005),  die 
Arbeitsfähigkeit auf unter drei Stunden täglich (vgl. IV-Akt. 40).

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4.2.2 Die Beschwerdeführerin  hat  letztmals  am 27. September  2002 
als Hausdienstangestellte gearbeitet (IV-Akt. 5). Aufgrund der Rücken-
beschwerden  wurde  ihr  ab  dem  30. September  2002  eine  vollum-
fängliche Arbeitsunfähigkeit attestiert, im November 2002 erfolgte die 
Rückenoperation.  Gemäss  dem  Gutachten  von  Dr. H._______  vom 
20. September 2003 war ihr zu diesem Zeitpunkt die Wiederaufnahme 
einer Erwerbstätigkeit noch nicht zumutbar. Der Gutachter hielt es aber 
für denkbar, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt wieder eine halb-
tägige leichte Arbeit ausüben könnte. Möglicherweise sei medizinisch-
theoretisch  mit  einer  solchen  Arbeitsfähigkeit  in  einer  angepassten 
Tätigkeit nach einer weiteren Besserung der Beschwerden lumbal und 
in der rechten Schulter  in ca. drei  Monaten zu rechnen. Die übrigen 
Gutachten  äussern  sich  nicht  zur  Arbeitsfähigkeit  in  dieser  Periode. 
Erst  für  die  Zeit  ab  Ende  April  2004  wird  im  Gutachten  von 
Dr. J._______  eine  volle  Arbeitsfähigkeit  in  einer  angepassten 
Tätigkeit  attestiert.  Ob  die  Verbesserung  der  Arbeitsfähigkeit  bereits 
früher  eingetreten  ist,  lässt  sich  aufgrund  der  medizinischen  Akten 
nicht ermitteln.

Es  kann  somit  festgestellt  werden  dass  die  Beschwerdeführerin  am 
30. September 2003 seit einem Jahr vollumfänglich arbeitsunfähig und 
ab diesem Zeitpunkt  weiterhin  mindestens  40% erwerbsunfähig war. 
Nach  Ablauf  der  einjährigen  Wartezeit  gemäss  Art. 29  Abs. 1  Bst. b 
IVG ist  demnach –  selbst  bei  der  von der  IV-Stelle  angenommenen 
Aufteilung  von  je  50% Haushalt  und  Erwerbstätigkeit  –  ein  Renten-
anspruch entstanden. Die IV-Stelle wird daher den Invaliditätsgrad zu 
ermitteln und – wie sich auch aus dem Folgenden ergibt – zu klären 
haben,  in  welchem Zeitpunkt  sich  der  Grad der  Invalidität  in  erheb-
licher Weise geändert hat. 

4.2.3 Für die Zeit ab Mai 2004 ergeben die Einschätzungen der Gut-
achter betreffend die verbliebene Leistungsfähigkeit der Beschwerde-
führerin insofern ein einheitliches Bild, als den Sachverständigen eine 
Erwerbstätigkeit  im  bisherigen  zeitlichen  Umfang  (halbtags)  in  einer 
dem Leiden angepassten Tätigkeit  zumutbar  erschien. Keine eigent-
lichen Widersprüche ergeben sich beim noch vorhandenen Leistungs-
profil,  auch  wenn  die  maximale  Belastung  (Heben  und  Tragen  von 
Lasten) zum Teil mit 8 kg, zum Teil mit etwa 10 kg angegeben wird und 
im  Gutachten  von  Dr. O._______  auch  dem  psychiatrischen  Aspekt 
Rechnung  getragen  wurde.  Die  Einschätzungen  der  behandelnden 
Ärzte, wonach die Patientin täglich weniger als drei Stunden arbeiten 

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könne,  vermögen  die  Zuverlässigkeit  der  gutachterlichen 
Beurteilungen nicht in Zweifel zu ziehen. Insbesondere das zuletzt im 
Auftrag  des  Sozialgerichts  Freiburg  erstellte  psychiatrische  und 
psychosomatische Gutachten enthält eine eingehende Würdigung der 
verschiedenen  medizinischen  Stellungnahmen.  Darin  wird  auch  in 
nachvollziehbarer  Weise  begründet,  weshalb  die  noch  zumutbare 
Erwerbstätigkeit nicht auf unter drei Stunden festzulegen sei.

4.2.4 Die  unterschiedliche  Einschätzung  betreffend  den  zeitlichen 
Umfang der zumutbaren Tätigkeit in den beiden an das Sozialgericht 
gerichteten Gutachten ergibt sich daraus, dass Dr. O._______ davon 
ausging, die Versicherte würde aufgrund ihrer  Persönlichkeitsstruktur 
kaum eine Vollzeiterwerbstätigkeit ausüben beziehungsweise es könne 
ihr  angesichts  ihrer  Beeinträchtigungen  nicht  eine  höhere  Erwerbs-
tätigkeit zugemutet werden, als sie früher bereits ausgeübt habe. Die 
Statusfrage ist aber von der Frage nach der aus medizinischer Sicht 
zumutbaren Tätigkeit und des Leistungsvermögens zu unterscheiden. 
Die  Verwaltung  hat  daher  zutreffenderweise  aus  den  medizinischen 
Akten  geschlossen,  der  Beschwerdeführerin  sei  die  Ausübung  einer 
leidensangepassten Tätigkeit während mindestens sechs Stunden täg-
lich zumutbar. 

4.2.5 Die  Gutachten  äussern  sich  –  entsprechend  den  Fragen  des 
Sozialgerichts  Freiburg  – nur  dazu,  ob der  Beschwerdeführerin  eine 
angepasste Tätigkeit im Umfang von drei bis unter sechs Stunden pro 
Tag oder von mindestens sechs Stunden pro Tag zumutbar sei. Eine 
solche  –  auf  die  Rechtsgrundlagen  in  Deutschland  ausgerichtete  – 
Klassifizierung ist  aber für die Invaliditätsbemessung nach schweize-
rischem Recht zu ungenau. Sofern die erneute Prüfung der Statusfra-
ge ergibt, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde mehr als sechs 
Stunden  pro  Tag  arbeiten  würde,  hat  die  IV-Stelle  diesbezüglich 
genauere Abklärungen zu treffen. In jedem Fall hat sie aber, in Anwen-
dung der revisionsrechtlichen Grundsätze (vgl. E. 3.10 und E. 4.2.2) zu 
klären,  wann  eine  erhebliche  Verbesserung  des  Gesundheitszustan-
des  eingetreten  ist  und  wie  sich  die  Arbeitsfähigkeit  im  fraglichen 
Zeitraum entwickelt hat. Anschliessend wird sie einen Einkommensver-
gleich durchführen.

4.3 Für den Fall, dass die Ermittlungen der IV-Stelle ergeben, dass die 
Beschwerdeführerin als Gesunde teilzeitlich im Haushalt tätig wäre, ist 
auch die von der Verwaltung festgestellte Beeinträchtigung im Haus-

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halt, welche gemäss Art. 28 Abs. 2bis IVG (bzw. Art. 27 Abs. 1 IVV in 
der bis Ende 2003 gültigen Fassung; zur Weitergeltung der bisherigen 
Praxis siehe die in BGE 134 V 9 nicht publizierte E. 5.2 des Urteils des 
Bundesgerichts [BGer] I 246/05 vom 30. Oktober 2007 mit Hinweisen) 
mittels Betätigungsvergleich zu ermitteln ist, zu überprüfen. 

4.3.1 Nach der Rechtsprechung stellt ein nach Massgabe der Verwal-
tungsweisungen des BSV (Kreisschreiben über  Invalidität  und Hilflo-
sigkeit in der IV [KSIH], Rz. 3090 ff.) eingeholter Haushaltabklärungs-
bericht  (Bericht  über  eine  Abklärung  an  Ort  und  Stelle,  vgl.  Art. 69 
Abs. 2 IVG) eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage für 
die  Invaliditätsbemessung  im Haushalt  dar  (Urteil  BGer  I 27/07  vom 
24. Januar 2008 E. 6.1, Urteil  EVG I 249/04 vom 6. September 2004, 
publiziert  in  Sozialversicherungsrecht  –  Rechtsprechung [SVR]  2005 
IV  Nr. 21,  E. 5.1).  Für  den  Beweiswert  eines  Abklärungsberichts  ist 
wesentlich,  dass er  von einer qualifizierten Person verfasst  wird,  die 
Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
medizinischen  Diagnosen  sich  ergebenden  Beeinträchtigungen  und 
Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person 
zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im 
Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss schliesslich plausibel, 
begründet  und  angemessen  detailliert  bezüglich  der  einzelnen  Ein-
schränkungen  sein  sowie  in  Übereinstimmung  mit  den  an  Ort  und 
Stelle  erhobenen Angaben stehen (in BGE 134 V 9 nicht publizierte 
E. 5.2 des Urteils BGer I 246/05 vom 30. Oktober 2007 mit Hinweisen). 
Sind  psychisch  bedingte  Beeinträchtigungen  zu  beurteilen,  gilt  es 
jedoch  zu  beachten,  dass  den  fachärztlichen  Feststellungen  der 
Behinderungen im Haushalt in der Regel mehr Gewicht zuzumessen 
ist, sofern diese nicht mit den Ergebnissen der Abklärung an Ort und 
Stelle übereinstimmen (BGE 133 V 450 E. 11.1.1 mit Hinweisen). 

4.3.2 Die  Abklärungsperson  hat  bei  ihrer  Erhebung  am  15. Februar 
2006 folgende Einschränkungen im Haushalt  festgestellt:  Im Bereich 
Ernährung – welcher mit 40% gewichtet (vgl. KSIH Rz 3095) wurde – 
bestehe eine Einschränkung von 5%, was unter Berücksichtigung der 
Gewichtung  eine  Behinderung  von  2%  ergibt.  Bei  der  gründlichen 
Reinigung der Küche würden Ehemann und Tochter helfen, die übrigen 
Arbeiten  könne  die  Versicherte  selber  erledigen.  Bei  der  mit  15% 
gewichteten Wohnungspflege wurde eine Einschränkung von 60% und 
eine  Behinderung  von  9%  ermittelt,  da  die  Versicherte  nur  noch 
leichtere  Reinigungsarbeiten  selber  erledigen  könne.  Beim  mit  10% 

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gewichteten  Punkt  „Einkauf  und  weitere  Besorgungen“  wurde  keine 
Einschränkung attestiert,  weil  es sozial  üblich sei,  dass ein Ehepaar 
den Grosseinkauf gemeinsam erledige. Die Wäsche und Kleiderpflege 
könne die Versicherte – zum Teil etappenweise – selber erledigen, nur 
beim Wechseln der Bettwäsche helfe der Ehemann, was zumutbar sei. 
In diesem Bereich wurde deshalb keine Einschränkung angenommen. 
Ebenfalls keine Einschränkung ermittelte die Abklärungsperson in der 
mit  5% gewichteten Haushaltführung sowie  im mit  20% gewichteten 
Bereich Verschiedenes (IV-Akt. 30, S. 4 f.).  

4.3.3 Nach der Rechtsprechung muss das Total der einzelnen Tätig-
keitsbereiche  immer  100%  ergeben  (AHI-Praxis  1997  S. 286).  Das 
KSIH  gibt  für  die  einzelnen  Tätigkeitsbereiche  im  Haushalt  einen 
Rahmen (minimaler  und maximaler  Anteil)  vor. Für den Bereich Ver-
schiedenes (Krankenpflege, Pflanzen- und Gartenpflege, Haustierhal-
tung,  Anfertigung von Kleidern,  gemeinnützige Tätigkeiten,  Weiterbil-
dung,  künstlerisches Schaffen) gilt  ein  Rahmen von 0 – 50% (KSIH 
Rz. 3095). Im Abklärungsbericht  vom 1. März 2006 wird unter dieser 
Rubrik Folgendes festgehalten: Die „kleine Krankenpflege“ sei möglich. 
Die Pflanzen im Haus könne die Versicherte selber pflegen. Für den 
Garten  sei  schon  immer  der  Ehemann  zuständig  gewesen  und  die 
Zwergkaninchen gehörten der Tochter, welche die Tiere auch pflege. 
Gemeinnützige Tätigkeiten habe die Versicherte auch vor Eintritt  des 
Gesundheitsschadens nicht geleistet. Weshalb dieser Bereich 20% der 
Haushalttätigkeit ausmachen soll, die „Wohnungspflege“ bei einem 5-
Zimmer-Einfamilienhaus aber nur 15%, ist nicht nachvollziehbar. Dies 
gilt insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass die Versicherte – im 
Gesundheitsfall  –  den  Haushalt  neben  ihrer  Erwerbstätigkeit  führen 
würde,  weshalb  die  Bereiche  Ernährung,  Wohnungspflege  sowie 
Wäsche und Kleiderpflege wohl die Schwerpunkte bilden dürften. 

4.3.4 Im  Übrigen  erfüllt  der  Haushaltabklärungsbericht  vom  1. März 
2006 die  Anforderungen  der  Rechtsprechung,  soweit  die  Leistungs-
fähigkeit  im Haushalt  seit  der Verbesserung des Gesundheitszustan-
des (spätestens Ende April  2004) zu beurteilen war. Die Abklärungs-
person berücksichtigte die Einschränkungen der Leistungsfähigkeit der 
Versicherten (kein Bücken,  Heben und Tragen von Lasten über 8 kg 
oder  beidhändige  Überkopfarbeiten).  Eine  zusätzliche  Beeinträchti-
gung durch eine psychische Störung lag nicht vor. Im Weiteren liess 
die  IV-Stelle  die  Versicherte  zum Bericht  Stellung  nehmen,  wodurch 
allfällige Fehler hätten erkannt und korrigiert werden können. Von der 

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Möglichkeit,  zum  Bericht  Stellung  zu  nehmen,  hat  die  Beschwerde-
führerin  auch  Gebrauch  gemacht.  Die  von  ihr  erhobenen  Einwände 
betreffen  indessen  weniger  die  tatsächliche  Erhebung  an  Ort  und 
Stelle als die aufgrund dieser Abklärung berücksichtigte Schadenmin-
derungspflicht.

4.3.5 Nach der Rechtsprechung haben die im Haushalt  Tätigen auf-
grund  der  ihnen  obliegenden  Schadenminderungspflicht  Verhaltens-
weisen zu entwickeln,  welche die Auswirkungen der Behinderung im 
hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst voll-
ständige  und  unabhängige  Erledigung  der  Haushaltarbeiten  ermög-
lichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse 
Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand 
erledigen,  so  muss  sie  in  erster  Linie  ihre  Arbeit  einteilen  und  in 
üblichem  Umfang  die  Mithilfe  von  Familienangehörigen  in  Anspruch 
nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall  darf bei im Haushalt tätigen 
Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche 
nicht mehr erfüllt  werden können, durch Drittpersonen gegen Entlöh-
nung oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nach-
gewiesenermassen  eine  Erwerbseinbusse  oder  doch  eine  unverhält-
nismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemes-
sung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienan-
gehörigen  geht  daher  weiter  als  die  ohne  Gesundheitsschädigung 
üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit 
von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünf-
tige  Familiengemeinschaft  einrichten  würde,  wenn  keine  Versiche-
rungsleistungen zu erwarten wären (BGE 133 V 504 E. 4.2).

4.3.6 Die  Feststellung  der  IV-Stelle,  wonach  es  der  Versicherten 
zumutbar  sei,  die  Hausarbeiten  mit  vermehrtem  Zeitaufwand  selber 
auszuführen und für einzelne schwerere Arbeiten, die ihr aus medizi-
nischer Sicht nicht mehr zumutbar sind, die Mithilfe von Familienange-
hörigen  zu  beanspruchen,  steht  in  Übereinstimmung mit  der  Recht-
sprechung  zur  Schadenminderungspflicht  von  im  Haushalt  tätigen 
Versicherten und  ist  somit  nicht  zu  kritisieren. Ergänzend  sei  noch 
darauf  hingewiesen,  dass  die Abklärungsperson der  Tatsache Rech-
nung  getragen  hat,  dass  die  Beschwerdeführerin  schwere  Arbeiten 
nicht  mehr  ausüben kann,  hat  sie  doch im Bereich Wohnungspflege 
eine Einschränkung von 60% festgestellt. 

Die  IV-Stelle  wird  demnach  –  sofern  die  Beschwerdeführerin  als 

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teilzeitlich im Haushalt tätig zu qualifizieren ist – die Gewichtung der 
verschiedenen Bereiche im Sinne der Erwägung 4.3.3 neu festlegen 
und anschliessend die Behinderung im Haushalt bestimmen.

4.4 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  der  Sachverhalt  im 
verschiedener  Hinsicht  unvollständig  abgeklärt  ist  bzw.  wesentliche 
Tatsachen bei der Beweiswürdigung und der anschliessenden Rechts-
anwendung unberücksichtigt geblieben sind (ungenügende Abklärung 
der Statusfrage, keine Berücksichtigung des entstandenen Rentenan-
spruches,  fehlende Angaben zum Zeitpunkt,  wann die  Verbesserung 
des  Gesundheitszustandes  eingetreten  ist,  ungenaue  Angaben  zum 
Umfang der Restarbeitsfähigkeit,  mit  den tatsächlichen Verhältnissen 
im  Widerspruch  stehende  Gewichtung  der  Haushaltstätigkeiten).  Die 
Sache ist daher an die IV-Stelle für Versicherte im Ausland zurückzu-
weisen, damit sie im Sinne der Erwägungen die weiteren Abklärungen 
vornehme und über den Rentenanspruch neu verfüge.

5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art. 63  Abs. 1 
VwVG die  Verfahrenskosten in  der  Regel  der  unterliegenden  Partei. 
Eine  Rückweisung  gilt  praxisgemäss  als  Obsiegen  der  Beschwerde 
führenden Partei (BGE 132 V 215 E. 6). Der von der Beschwerdefüh-
rerin  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr. 400.-  ist  daher  zurück  zu 
erstatten. Den Vorinstanzen werden keine Verfahrenskosten auferlegt 
(Art. 63 Abs. 2 VwVG).

5.2 Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat gemäss Art. 64 
Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Fe-
bruar  2008 über  die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  (VGKE, SR 173.320.2)  Anspruch auf  eine Partei-
entschädigung  zu  Lasten  der  Verwaltung.  Diese  wird  unter  Berück-
sichtigung des aktenkundigen Aufwands auf Fr. 800.- festgelegt.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die Verfügung 
vom 12. Februar  2007 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wird, damit diese nach erfolgter Abklärung im Sinne 
der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Der  geleistete  Kosten-
vorschuss von Fr. 400.- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

3.
Der  Beschwerdeführerin  wird  für  das  vorliegende  Verfahren  eine 
Parteientschädigung in  der  Höhe von Fr. 800.-  zugesprochen. Diese 
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Visana, Leistungszentrum Taggeld/UVG 
- Zürich Versicherungen (UVG) 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Johannes Frölicher Susanne Fankhauser

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer 
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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