# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3549ddb7-b568-523b-949a-aabafcaf3201
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.07.2021 200 2021 321
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-321_2021-07-21.pdf

## Full Text

200 21 321 IV
FUE/TOZ/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Juli 2021

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Tomic

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. April 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, IV/21/321, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1971 geborene A.________, gelernter … und …, zuletzt vom 1. Juni 
2006 bis 30. April 2019 bei der C.________ als … angestellt gewesen, 
meldete sich am 19. April 2017 unter Hinweis auf einen losen Lendenwirbel 
und vier Diskushernien bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug 
an (Antwortbeilagen der Invalidenversicherung [AB] 3, AB 16 S. 2 Ziff. 2.1, 
AB 36 S. 2). Die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) tätigte me-
dizinische und erwerbliche Abklärungen und sprach Frühinterventions- 
(AB 12) sowie berufliche Eingliederungsmassnahmen (AB 30) zu. Weiter 
veranlasste sie eine für die Zeit vom 11. Juni bis 7. Juli 2019 vorgesehene 
Arbeitsmarktliche-Medizinische Abklärung (AMA) in der BEWO Genossen-
schaft (AB 44), welche indessen am 18. Juni 2019 vorzeitig abgebrochen 
wurde (AB 47), sowie eine polydisziplinäre Begutachtung bei der 
D.________ AG (MEDAS). Gestützt auf deren Gutachten vom 28. Januar 
2020 (AB 74.1 bis 74.7) lehnte die IVB mit Verfügung vom 28. Mai 2020 
(AB 83) einen weiteren Anspruch auf berufliche Massnahmen ab und stellte 
mit Vorbescheid vom 13. Januar 2021 (AB 96) dem Versicherten die 
Zusprache einer vom 1. Dezember 2017 bis 30. September 2020 
befristeten ganzen Invalidenrente (Invaliditätsgrad [IV-Grad] von 100 %) 
und einer ab dem 1. Oktober 2020 unbefristeten Viertelsrente (IV-Grad von 
45 %) in Aussicht. Daran hielt sie nach erhobenem Einwand vom 22. Janu-
ar resp. 15. Februar 2021 (AB 101, 106) fest und verfügte - nach Einholung 
einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes vom 18. Februar 
2021 (AB 105 S. 2) - am 6. April 2021 wie angekündigt (AB 112). 

B.

Gegen die Verfügung vom 6. April 2021 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, am 4. Mai 2021 Beschwerde. Er bean-
tragt, die angefochtene Verfügung sei insofern aufzuheben und anzupas-
sen, als ihm ab dem 1. Oktober 2020 die gesetzlichen Leistungen gestützt 
auf einen IV-Grad von 51 % zuzusprechen seien. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21. Juli 2021, IV/21/321, Seite 3

Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2021 schliesst die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 6. April 2021 (AB 112). 
In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht liegt ein Rechtsverhält-
nis vor, wenn rückwirkend eine abgestufte und/oder befristete Invalidenren-
te zugesprochen wird. Wird nur die Abstufung oder die Befristung der Leis-
tungen angefochten, wird damit die richterliche Überprüfungsbefugnis nicht 
in dem Sinne eingeschränkt, dass die unbestritten gebliebenen Rentenbe-
zugszeiten von der richterlichen Prüfung ausgenommen blieben (BGE 125 
V 413; AHI 2001 S. 278 E. 1a; SVR 2019 IV Nr. 32 S. 100 E. 3.2). Streitig 

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und zu prüfen ist demnach der Anspruch auf eine Invalidenrente unter Ein-
schluss der vom 1. Dezember 2017 bis 30. September 2020 befristeten 
ganzen Rente und der ab dem 1. Oktober 2020 unbefristeten Viertelsrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 
S. 87 E. 4.2.1). 

2.5 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen 
analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfügung eine 
anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der Folge, dass 
dann gleichzeitig die Änderung mitberücksichtigt wird. Wird rückwirkend 
eine abgestufte oder befristete Rente zugesprochen, sind einerseits der 
Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits der in Anwendung der Drei-
monatsfrist von Art. 88a der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) festzusetzende Zeitpunkt der An-
spruchsänderung die massgebenden Vergleichszeitpunkte (BGE 133 V 
263 E. 6.1 S. 263; SVR 2019 IV Nr. 2 S. 4 E. 2).

Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers 
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die 
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 
Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung 
in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 

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Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

3.

In medizinischer Hinsicht steht gestützt auf das schlüssige und überzeu-
gende, mithin beweiskräftige polydisziplinäre Gutachten der MEDAS vom 
28. Januar 2020 (AB 74.1 bis 74.7; vgl. zum Beweiswert eines ärztlichen 
Berichts oder Gutachtens: BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 
E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352) zu Recht ausser Frage, dass 
der Beschwerdeführer aufgrund eines chronischen lumboradikulären 
Schmerzsyndroms, eines zervikoradikulären Schmerz- und Ausfallsyn-
droms und eines Zustandes nach einer Dekompression und Stabilisierung 
C5/6 und C6/7 (zero-P-Cage) im Februar 2019 (AB 74.1 S. 12 Ziff. 4.2.1) in 
seiner angestammten Tätigkeit als … seit Dezember 2016 aus orthopädi-
scher und neurologischer Sicht vollständig arbeitsunfähig ist (AB 74.1 S. 12 
f. Ziff. 4.3, S. 14 Ziff. 4.7). Hingegen ist dem Beschwerdeführer seit dem 
1. Juli 2020 eine angepasste Tätigkeit (wechselbelastend, ohne Arbeiten in 
gebückter oder vornübergeneigter Haltung, ohne Zwangshaltungen, ohne 
Bewegen und Heben von Lasten über 10 kg) bei einer Präsenzzeit von 
100 % mit einer Leistungsfähigkeit von 70 % zumutbar (AB 74.1. S. 13 
Ziff. 4.3, AB 74.2 S. 29 Ziff. 8.2.5, AB 74.4 S. 27 Ziff. 8.2.2). Dieses Zumut-
barkeitsprofil steht im Einklang mit der Einschätzung des behandelnden 
Arztes Prof. Dr. med. E.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates (Bericht vom 8. Februar 
2021; AB 106 S. 4), und wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht be-
stritten (vgl. Beschwerde, S. 5 f. Art. 4).

Auf dieser medizinischen Grundlage ist nachstehend die Invaliditätsbemes-
sung vorzunehmen.

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4.

4.1

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen 
werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2018 IV Nr. 46 S. 148 
E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medi-
zinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen 

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nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen 
und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen 
dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20).

4.2 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). 

Unter Berücksichtigung der im April 2017 erfolgten Anmeldung zum Leis-
tungsbezug (AB 3), der sechsmonatigen Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 
IVG und der im Dezember 2017 bestandenen einjährigen Wartezeit (Art. 28 
Abs. 1 lit. b IVG; AB 74.1 S. 12 f. Ziff. 4.3) ist der (hypothetische) Beginn 
des Rentenanspruchs auf Dezember 2017 festzusetzen. Auf diesen Zeit-
punkt hin ist eine erste Invaliditätsbemessung vorzunehmen. 

4.3 Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer für jegliche Tätig-
keiten zu 100 % arbeitsunfähig (vgl. E. 3 hiervor). Somit besteht ab dem 
1. Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Dies ist 
zwischen den Parteien zu Recht unbestritten und gibt zu keinen weiteren 
Bemerkungen Anlass.

Seit dem 1. Juli 2020 besteht in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 70 % (vgl. E. 3 hiervor). Die Verbesserung der 
Arbeitsfähigkeit stellt einen Revisionsgrund dar (vgl. E. 2.5 hiervor). Unter 
Berücksichtigung der Dreimonatsfrist gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist per 
Oktober 2020 eine weitere Invaliditätsbemessung vorzunehmen.

4.4

4.4.1 Die vom Beschwerdeführer zuletzt langjährig (vgl. AB 16 S. 2 
Ziff. 2.1) innegehabte Anstellung als ... (AB 16 S. 3 Ziff. 2.7) wurde von der 
ehemaligen Arbeitgeberin per Ende April 2019 aus gesundheitlichen Grün-
den beendet (AB 36 S. 2). Damit ist mit den Parteien davon auszugehen, 
dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin in dieser Anstel-
lung tätig wäre. Das Valideneinkommen ist deshalb aufgrund des zuletzt - 

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ohne Invalidität - erzielten Einkommens festzusetzen. Gemäss Angaben 
der ehemaligen Arbeitgeberin hätte der Verdienst im Jahr 2017 
Fr. 77'818.-- betragen (AB 16 S. 3 Ziff. 2.10; vgl. auch AB 18.1 S. 1). Aufin-
dexiert auf das Jahr 2020 resultiert ein massgebliches Valideneinkommen 
von Fr. 81'563.65 (BFS, Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, 
2016 - 2020, Abschnitt M [freiberufliche, wissenschaftliche und technische 
Tätigkeiten], Index Jahr 2017: 101.8 Punkte, Index Jahr 2020: 106.7 Punk-
te [abrufbar unter www.bfs.admin.ch]). 

4.4.2 Da der Beschwerdeführer keine Verweistätigkeit im zumutbaren 
Rahmen aufgenommen hat, ist das Invalideneinkommen aufgrund des Ta-
bellenlohns zu bestimmen. Gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2018 (abruf-
bar unter www.bfs.admin.ch) beträgt der massgebliche monatliche Brutto-
lohn (Total, Männer, Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher 
oder handwerklicher Art]) Fr. 5'417.--. Aufgerechnet auf ein Jahr und ange-
passt sowohl an die Nominallohnentwicklung bis zum Jahr 2020 (BFS, Ta-
belle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer, 2016 - 2020, Total, Index Jahr 
2019: 0.9 %, Index Jahr 2020: 0.8 %) als auch an die betriebsübliche 
Wochenarbeitszeit im Jahr 2020 von 41.7 Stunden (abrufbar unter 
www.bfs.admin.ch) ergibt dies - ausgehend von der zumutbaren Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit von 70 % - ein jährliches Einkommen von 
Fr. 48'246.50 (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 4). Unter Berücksichtigung des 
von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen - und nicht zu beanstan-
denden (vgl. E. 4.4.2.1 ff. hiernach) - leidensbedingten Abzuges in Höhe 
von 10 % (AB 112 S. 5) resultiert ein massgebendes Invalideneinkommen 
von Fr. 43'421.85.

4.4.2.1 Der Umstand, dass dem Beschwerdeführer das Heben schwerer 
Lasten nicht mehr zumutbar ist, stellt keinen Grund für einen zusätzlichen 
Abzug dar (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 4), umfasst doch der Tabellenlohn im 
hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leich-
ten und mittelschweren Tätigkeiten (Entscheide des Bundesgerichts [BGer] 
vom 19. September 2019, 8C_82/2019, E. 6.3.2, und vom 17. Juli 2018, 
9C_284/2018, E. 2.2.1). Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass der 
Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten der MEDAS vom 28. Januar 
2020 (AB 74.1 bis 74.7) nur noch für körperlich leichte Tätigkeiten mit wei-

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teren einschränkenden Faktoren (wechselbelastend, ohne Arbeiten in ge-
bückter oder vornübergeneigter Haltung, ohne Zwangshaltungen; vgl. E. 3 
hiervor) arbeitsfähig ist (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 4). Denn soweit es sich 
bei diesen weiteren Faktoren nicht ohnehin nur um eine nähere Umschrei-
bung der leichten Tätigkeit handelt, führen sie grundsätzlich zu keinem 
lohnrelevanten Nachteil. Angesichts des genannten Zumutbarkeitsprofils ist 
von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätig-
keiten auszugehen (vgl. Entscheid des BGer vom 8. Oktober 2019, 
9C_447/2019, E. 4.3.2). Ungeachtet dessen hat die Beschwerdegegnerin 
diese Faktoren als lohnmindernd anerkannt und mit einem Abzug von 10% 
berücksichtigt. 

4.4.2.2 Ferner gilt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. 
Beschwerde, S. 6 Art. 4) das Risiko für vermehrte krankheitsbedingte Ab-
senzen praxisgemäss nicht als eigenständiges Abzugskriterium (Entscheid 
des BGer vom 2. Mai 2019, 9C_44/2019, E. 4.3). Abgesehen davon haben 
die Gutachter der MEDAS in ihrem Gutachten vom 28. Januar 2020 
(AB 74.1 bis 74.7) mit keinem Wort die Gefahr vermehrter krankheitsbe-
dingter Absenzen erwähnt und es lässt sich auch implizit aus deren Aus-
führungen kein erhöhtes Krankheitsrisiko herauslesen. 

4.4.2.3 Was die geltend gemachte zusätzliche Reduktion wegen Teilzeitar-
beit angeht (vgl. Beschwerde, S. 6 Art. 4), erhellt aus dem orthopädischen 
Teilgutachten der MEDAS vom 27. Januar 2020 (AB 74.2), dass die Gut-
achter - anders als dies in der Konsensbeurteilung dargestellt wird (wobei 
dort auf eine Differenzierung zwischen Pensum und Rendement verzichtet 
wird; AB 74.1 S. 14 Ziff. 4.7) - tatsächlich von einer vollschichtigen Präsenz 
(100 %) bei einem eingeschränkten Rendement (70 %) ausgingen (AB 74.2 
S. 29 Ziff. 8.2.5; vgl. E. 3 hiervor). Damit liegt gar keine Teilzeittätigkeit vor, 
die einen allfälligen Abzug zu begründen vermöchte. Abgesehen davon 
würde sich die Teilzeitarbeit bei Männern ohne Kaderfunktion und mit ei-
nem Pensum zwischen 50 % und 74 %, wie aus der gestützt auf die LSE 
2018 erstellten Tabelle (T18) zu den nach Beschäftigungsgrad, beruflicher 
Stellung und Geschlecht differenzierten monatlichen Durchschnitts-
bruttolöhnen (abrufbar unter www.bfs.admin.ch) ersichtlich ist (100 %: 
Fr. 6'138.--; 50 bis 74 %: Fr. 5'897.--; Lohndifferenz: 3.9 %), proportional zu 

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einer Vollzeittätigkeit nicht relevant lohnmindernd auswirken bzw. lässt sich 
daraus keine überproportionale Lohneinbusse ableiten (Entscheid des 
BGer vom 20. November 2019, 8C_610/2019, E. 4.2.3). 

4.4.2.4 Nach dem Gesagten liegen keine triftigen Gründe vor, welche in 
Bezug auf die Höhe des Abzuges vom Tabellenlohn eine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen liessen.

4.4.3 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 81'563.65 und einem Invali-
deneinkommen von Fr. 43'421.85 resultiert eine Einkommenseinbusse von 
Fr. 38‘141.80, was einem IV-Grad von gerundet 47 % (zur Rundung: BGE 
130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1) ent-
spricht. Damit besteht ab dem 1. Oktober 2020 (vgl. E. 4.3 hiervor) An-
spruch auf eine Viertelsrente. 

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 6. April 2021 
(AB 112) nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden 
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur 
Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher 
Höhe entnommen.

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6.2 Es besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.