# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 49f7ab1e-939a-5159-adbd-66afaf48c343
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.07.2018 200 2018 266
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-266_2018-07-18.pdf

## Full Text

200 18 266 IV
SCJ/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Juli 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 23. Februar 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1985 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), ... 
Staatsangehörige, reiste am 2. Juli 2009 in die Schweiz ein und meldete 
sich am 17. August 2014 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegeg-
nerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, Antwortbeilagen [AB] 6, 8, 
52). Diese gewährte zunächst Integrationsmassnahmen (AB 34, 36, 41, 44) 
und berufliche Massnahmen (AB 49 f., 56, 61 f., 71, 75). Sodann stellte sie 
mit Vorbescheid vom 24. Mai 2016 (AB 77) die Abweisung des Leistungs-
gesuchs hinsichtlich einer Invalidenrente in Aussicht. Nach erhobenem 
Einwand (AB 85) und weiteren Abklärungen (AB 92, 95 f., 99 f., 102, 104) 
erliess sie einen im Ergebnis unveränderten Vorbescheid vom 13. Juli 2017 
(AB 105). Nachdem sich die Versicherte hiermit wiederum nicht einver-
standen erklärt hatte (AB 108, 110), verneinte die IVB entsprechend dem 
Vorbescheid mit Verfügung vom 23. Februar 2018 (AB 113) mangels erfüll-
ter versicherungsmässiger Voraussetzungen einen Rentenanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 10. April 2018 hat die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde erhoben und beantragt, die ange-
fochtene Verfügung sei kostenfällig aufzuheben und ihr sei ab 1. Mai 2015 
eine ganze Invalidenrente zuzusprechen; eventualiter sei die Sache zur 
weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

In der Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2018 hat die Beschwerdegegnerin 
auf Abweisung der Beschwerde geschlossen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 23. Februar 2018 
(AB 113). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente 
und dabei insbesondere, ob die versicherungsmässigen Voraussetzungen 
erfüllt sind.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 4

2.

2.1 Ausländische Staatsangehörige sind – vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 
IVG – nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnli-
chen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben und sofern sie bei 
Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge 
geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz 
aufgehalten haben (Art. 6 Abs. 2 IVG). Anspruch auf eine ordentliche Rente 
haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei 
Jahren Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG). 

2.1.1 Ein volles Beitragsjahr im Sinne von Art. 50 der Verordnung vom 
31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV; 
SR 831.101; vgl. MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenver-
sicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, Art. 36 N. 3) liegt vor, wenn eine Person 
insgesamt länger als elf Monate im Sinne von Art. 1a oder 2 des Bundes-
gesetzes vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenver-
sicherung (AHVG; SR 831.10) versichert war und während dieser Zeit den 
Mindestbeitrag bezahlt hat oder Beitragszeiten im Sinne von Art. 29ter 
Abs. 2 lit. b und c AHVG aufweist. Nach Art. 29ter Abs. 2 AHVG gelten als 
Beitragsjahre u.a. Zeiten, in welchen der Ehegatte gemäss Art. 3 Abs. 3 
mindestens den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat (lit. a). Nach Art. 2 
IVG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 AHVG sind die Versicherten beitragspflichtig, 
solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Für Nichterwerbstätige beginnt 
die Beitragspflicht am 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und 
dauert bis zum Ende des Monats, in welchem Frauen das 64. und Männer 
das 65. Altersjahr vollendet haben.

2.1.2 Für bestimmte ausländische Staatsangehörige können insbesonde-
re aufgrund des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft 
und ihren Mitgliedern andererseits über die Freizügigkeit (Freizügigkeitsab-
kommen, FZA; SR 0.142.112.681) günstigere versicherungsmässige 
Voraussetzungen bestehen, die bei Eintritt der Invalidität erfüllt sein müs-
sen (vgl. auch: Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV], Kreisschreiben 
über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH], gültig 

https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pwc2dwozpxax3boj2f6njq
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pwc2dwozpxax3boj2f6njq
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pwc2dwm5pxax3boj2f6my
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pwc2dwm5pxax3boj2f6my
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pwc2dwm5pxax3boj2f6my
https://app.legalis.ch/legalis/document-view.seam?documentId=m5pwc2dwm5pxax3boj2f6my

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 5

ab 1. Januar 2015, Rz. 1042 mit Hinweis auf das Kreisschreiben des BSV 
über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV/EL [KSBIL]).

2.2 Gemäss Art. 4 Abs. 2 IVG gilt die Invalidität als eingetreten, sobald 
sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erfor-
derliche Art und Schwere erreicht hat. Das IVG beruht somit auf dem 
Konzept des leistungsspezifischen Invaliditätsfalles (BGE 137 V 417 
E. 2.2.3 S. 422, 126 V 461 E. 1 S. 461). Ein Gesundheitsschaden kann 
somit bezüglich verschiedener Leistungsarten der Invalidenversicherung 
mehrere Invaliditätseintritte auslösen, weshalb der Versicherungsfall im 
Rahmen jeder gesetzlichen Leistungsnorm autonom bestimmt werden 
muss (SVR 2007 IV Nr. 7 S. 24 E. 1.1). Im Fall einer Rente gilt die Invali-
dität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem der Anspruch nach Art. 29 
Abs. 1 i.V.m. Art. 28 Abs. 1 IVG entsteht.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.4 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind sowie nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c).

2.5 Um den Leistungsanspruch beurteilen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 

https://www.swisslex.ch/LawDetail.mvc/Show?normalizedReferences=CH%2F831.20%2F28&source=docLink&SP=4|ubpe3x

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 6

sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 In der angefochtenen Verfügung vom 23. Februar 2018 (AB 113) 
wurde ein Rentenanspruch mit der Begründung verneint, dass die Arbeits-
fähigkeit der Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
schon vor der Einreise in die Schweiz in erheblichem Masse eingeschränkt 
gewesen sei. Mithin wurde der Versicherungsfall bezüglich einer Invaliden-
rente als bereits vor Beginn der Beitragspflicht in der Schweiz eingetreten 
beurteilt. In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin 
dabei auf die Einschätzungen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD).

3.1.1 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom 13. April 2016 (AB 74) fest, 
die bisher involvierten Ärzte hätten eine bipolare affektive Störung, Border-
line-Persönlichkeitsstörung, Depression sowie eine Posttraumatische Be-
lastungsstörung (PTBS) diagnostiziert. Die Beschwerdeführerin sei zu 
100 % krankgeschrieben, wobei die behandelnde Dr. med. D.________, 
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, eine Restarbeitsfähigkeit 
von anfänglich vier Stunden täglich mit einer schnellen Steigerung postulie-
re. Gemäss den vorliegenden Unterlagen habe die Beschwerdegegnerin 
wegen gesundheitlichen Problemen bereits in ... ihr im September 2005 
begonnenes Studium als ... im Juli 2007 abbrechen müssen. Gemäss Be-
richt von Dr. med. D.________ vom 31. August 2014 (AB 11) habe die Be-
schwerdeführerin in ihrer Kindheit Gewalt- und Übergriffs-Momente, inklu-
sive sexuelle Übergriffe durch Familienbekannte (ca. fünf bis sechsjährig), 
erfahren und in der Schule Mobbingerfahrungen gemacht. Schon in ... habe 
sie sich einer Psychotherapie während ihrer Adoleszenz unterzogen. Zwi-
schen ihrem 11. und 16. Lebensjahr habe sie mehrere Suizidversuche ver-
übt und sich 12-jährig depressiv gefühlt. Zur selben Zeit habe sie an einer 
Bulimie gelitten. Im Alter von 16 Jahren habe sie unter Flashbacks gelitten, 
was ein pathognomonischer Hinweis auf eine PTBS sei. 19-jährig seien 

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diese Flashbacks derart belastend gewesen, dass die Beschwerdeführerin 
einen erneuten Suizidversuch begangen habe. Zwischen 19- und 23-jährig 
sei sie alkoholabhängig gewesen und habe Drogen eingenommen. Somit 
sei erstellt, dass sie bereits vor ihrer Einreise in die Schweiz unter einer 
massgeblichen psychischen Störung gelitten habe, die auch damals schon 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit verursacht habe. Die kurzfristigen An-
stellungen, welche die Beschwerdeführerin seitdem innegehabt habe, 
müssten als missglückte Arbeitsversuche betrachtet werden. Es treffe so-
mit nicht zu – wie im Dossier postuliert (AB 14/2 Ziff. 1) –, dass die Sym-
ptomatik erst seit Oktober 2010 bestehe.

3.1.2 Am 21. März 2017 nahm der RAD-Arzt Dr. med. E.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zum Einwand der Beschwer-
deführerin (AB 85) gegen den Vorbescheid (AB 77) Stellung (AB 102). Er 
gelangte zum Schluss, dass weiterhin auf die Einschätzung von Dr. med. 
C.________ abgestellt werden könne. In einer weiteren Stellungnahme 
vom 29. Mai 2017 (AB 104) erklärte der Erstere präzisierend, dass die Fra-
ge, ob vor der Einreise in die Schweiz überwiegend wahrscheinlich in sämt-
lichen Tätigkeiten eine Einschränkung von mindestens 40 % bestanden 
habe, anhand der Akten nicht abschliessend beantwortet werden könne. Es 
sei jedoch weiterhin festzuhalten, dass zu keinem Zeitpunkt eine längere 
Zeit anhaltende oder gar stabile Arbeitsfähigkeit bestanden habe.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Es ist zwischen den Parteien unbestritten und aufgrund der medizi-
nischen Akten erstellt, dass die Kriterien (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 8

[Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel 
V [F], klinisch-diagnostische Leitlinien, 10. Aufl. 2015, S. 276 f. und S. 280) 
für die von den behandelnden Therapeuten übereinstimmend diagnostizier-
te (AB 1120/2 Ziff. 1.1, 22.2/4 Ziff. 2, 68/1, 69/1, 73/2 Ziff. 3, 99/1) und im 
Vordergrund stehende emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom Bor-
derline-Typ (ICD-10: F60.31) erfüllt sind (Beschwerdeantwort S. 2 lit. C Ziff. 
5). Dies bestätigte im Übrigen nicht allein Dr. med. E.________ 
(AB 102/10), auch schon der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für 
Psychiatrie und Psychotherapie, ging vom Bestehen dieser Diagnose aus 
(AB 46/3, 48/1). Zwar ist nicht restlos klar, ob diese erstmals anlässlich der 
stationären bzw. teilstationären Behandlung vom 1. August bis 20. Sep-
tember 2012 in den psychiatrischen Diensten G.________ gestellte Dia-
gnose (AB 99/3) auch schon vor der Einreise in die Schweiz im Jahr 2009 
vorlag. Jedenfalls steht mit Blick auf die Aktenlage (AB 7, 11/3 Ziff. 1.4, 
11/4 Ziff. 1.7, 20/2 Ziff. 1.4, 24/3 Ziff. 1.4, 68/2, 69/2, 99/2) aber zweifellos 
fest, dass die Beschwerdeführerin bereits im Kindesalter bzw. in der Ado-
leszenz psychisch erheblich beeinträchtigt war und dieser Umstand wohl 
dazu beigetragen hat, dass sie nach dem Abitur das Universitätsstudium 
nicht abschloss, keine berufliche Ausbildung absolvierte und in der Folge 
diverse berufliche Tätigkeiten nicht über längere Zeit ausübte (AB 6/4 Ziff. 
5.2 f., 14/1, 27/4 f.). 

Insoweit kann der Argumentation von Dr. med. E.________, wonach der 
Gesundheitsschaden bereits lange Zeit vor der Einreise in die Schweiz 
begonnen bzw. bestanden habe (AB 102/10; vgl. auch Beschwerdeantwort 
S. 2 lit. C Ziff. 5), gefolgt werden. Indes finden sich keine echtzeitlichen 
Arztberichte aus der Zeit in ... in den Verwaltungsakten. Dass die Be-
schwerdegegnerin darauf verzichtet hat, solche Berichte im Rahmen der 
Untersuchungsmaxime (Art. 43 Abs. 1 ATSG) amtshilfeweise zu beschaf-
fen, ist jedoch nicht zu beanstanden. Auch im vorliegenden Beschwerde-
verfahren erübrigen sich entsprechenden Beweismassnahmen (antizipierte 
Beweiswürdigung [BGE 122 V 157 E. 1d S. 162]). Denn die in ... ab dem 
Alter von 19 Jahren in Anspruch genommene psychoanalytische Therapie 
(AB 20/2 Ziff. 1.4, 99/2) wurde ausweislich der anamnestischen Angaben in 
den Akten nach kurzer Zeit abgebrochen und später für ein Jahr erneut 
aufgenommen, wobei es der Beschwerdeführerin damals ganz gut gegan-

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gen sein soll (AB 68/2, 69/2). Somit wären zusätzliche entscheidende Er-
kenntnisse aus den damaligen Unterlagen, soweit sie überhaupt beizubrin-
gen wären, ohnehin nicht zu gewinnen. Hinzu kommt, dass sich die hier 
strittige Frage, ob die versicherungsmässigen Voraussetzungen für einen 
Rentenanspruch erfüllt sind, auch unter Berücksichtigung der erwerbsbio-
graphischen Angaben in den Akten nach dem erforderlichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantworten lässt (vgl. E. 4 hier-
nach). 

4.

4.1 Der seitens der Beschwerdeführerin dargestellte Werdegang in der 
Zeit vor ihrer Übersiedlung in die Schweiz im Juli 2009 (AB 85/3 f. Ziff. 8 ff., 
108/2 Ziff. 7; Beschwerde S. 6 f. Ziff. III Art. 8 f.) findet Rückhalt in den amt-
lichen Akten (AB 6/4 Ziff. 5.2, 11/3 Ziff. 1.4, 27/4 f., 28/7-10, 28/12, 28/14, 
68/2, 69/2, 110/2; Akten der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 
3) und ist unbestritten, weshalb darauf abzustellen ist: Die Beschwerdefüh-
rerin erlangte nach der ordentlichen Schulzeit im Juli 2004 in ... das Abitur 
(...). Bereits während des Gymnasiums war sie teilzeitlich als ... für den 
H.________ tätig. Nach Abschluss des Abiturs bis Ende Januar 2015 blieb 
sie dort in einem Vollzeitpensum beschäftigt. Ab 14. Juli 2005 arbeitete sie 
Vollzeit für die I.________ in .... Im September 2005 begann sie an der 
Universität in ... ein Vollzeit-Studium in ... und ..., wobei sie die Arbeit für 
die I.________ in Teilzeit weiterführte und zudem ein Auslandsemester 
absolvierte. Nach dem Abbruch des Studiums im Juli 2007 war sie zwi-
schen September 2007 bis im März 2008 (vom 16. September bis 19. No-
vember 2007 sowie vom 2. bis 20. Dezember 2007 auf der «…» bzw. vom 
20. Dezember 2007 bis 16. März 2008 auf der «...») für J.________ mit 
einem Beschäftigungsgrad von 100 % als ... tätig. In der Folge arbeitete sie 
von April 2008 bis September 2009 vollzeitlich als ... für K.________ in ... 
bzw. vom 15. November 2008 bis 14. Juni 2009 mit einem Pensum von 
100 % als ... für die im ... ansässige L.________ 

4.2 Dass die erwähnten Beschäftigungen allesamt nur kurz gewesen 
seien (AB 113/1; Beschwerdeantwort S. 3 lit. C Ziff. 6) oder gar als miss-

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glückte Arbeitsversuche zu taxieren wären (AB 74/4), trifft nicht zu. Es er-
geben sich (in Anlehnung an die berufsvorsorgerechtliche Rechtsprechung 
[vgl. SVR 2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2]) auch 
keine klaren Anhaltspunkte dafür, dass sich der Gesundheitsschaden im 
Rahmen dieser verschiedenen früheren Arbeitsverhältnisse konkret nach-
teilig bemerkbar gemacht hatte, etwa durch einen Abfall der Leistungen mit 
entsprechenden Feststellungen oder gar Ermahnung des Arbeitgebers 
oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte 
Arbeitsausfälle. Umso weniger ausgewiesen ist eine durchschnittliche min-
destens 40%ige Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch während 
eines Jahres (vgl. E. 2.4 hiervor). Für die Annahme, dass die psychische 
Erkrankung zwar bereits vor Juli 2009 bestand, die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit in dieser Zeit jedoch nicht in einem rentenrelevanten Ausmass 
beeinträchtigte, spricht zudem, dass die Beschwerdeführerin nach ihrer 
Einreise in die Schweiz vorerst – zumindest bis zur (erneuten) Vergewalti-
gung mit konsekutiver Arbeitsunfähigkeit ab Ende September 2010 und 
Verlust der ...stelle – ununterbrochen vollzeitlich erwerbstätig war, ohne 
dass eine gesundheitliche Veränderung erstellt wäre (AB 11/3, 18/3, 24/3, 
27/4, 28/16, 85/11, 100). Die M.________ AG, bei welcher die Beschwer-
deführerin vom 1. August 2009 bis 31. Juli 2010 beschäftigt war, beschei-
nigte ihr denn auch, jederzeitig qualitativ sowie quantitativ gute Leistungen 
erbracht zu haben (AB 28/15). 

Soweit Dr. med. E.________ in seiner aktuellsten Stellungnahme vom 
29. Mai 2017 (AB 104) die Ansicht vertrat, vor Juli 2009 habe zu keinem 
Zeitpunkt eine längere Zeit anhaltende oder gar stabile Arbeitsfähigkeit 
bestanden, kontrastiert diese Ansicht mit der dargestellten und unbestritte-
nen Erwerbsbiographie, weshalb auf diese Einschätzung des RAD-Arztes 
beweisrechtlich nicht abgestellt werden kann. Er räumte denn auch ein, 
dass er die Frage, ob die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit vor der Einreise in die Schweiz in sämtlichen Tätigkeiten zu 
mindestens 40 % eingeschränkt gewesen sei, anhand der Akten nicht ab-
schliessend beantworten könne. Wie in der Beschwerde (S. 6 Ziff. III Art. 7) 
zutreffend ausgeführt, liegt indes nicht etwa eine Beweislosigkeit vor, viel-
mehr steht nach dem Gesagten mit der erforderlichen Sicherheit fest, dass 
der Versicherungsfall in Bezug auf den Rentenanspruch jedenfalls nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 11

bereits vor der Übersiedlung in die Schweiz eingetreten ist. Zu prüfen 
bleibt, wann die Invalidität nach der Einreise eintrat und ob die Beschwer-
deführerin in diesem Zeitpunkt die Mindestbeitragszeit erfüllt hatte.

5.

5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass die Wartezeit gemäss 
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 2.4 hiervor) frühestens im Mai 2014 begon-
nen habe, so dass unter Berücksichtigung der Karenzfrist im Sinne von 
Art. 29 Abs. 1 IVG bzw. der Anmeldung vom 17. August 2014 (AB 6) ein 
Rentenanspruch frühestens ab Mai 2015 habe entstehen können (Be-
schwerde S. 10 Ziff. III Art. 13). Dieser Auffassung ist zu folgen, zumal in 
der Zeit vor Mai 2014 keine ohne wesentlichen Unterbruch dokumentierte 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40 % ausgewiesen ist. Daran ändert 
nichts, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2012 wegen ihrer psychischen 
Erkrankung vorübergehend (vom 1. bis 15. August stationär bzw. vom 
18. August bis 20. September teilstationär) in den psychiatrischen Diensten 
G.________ behandelt werden musste (AB 99), was zur Auflösung des 
Arbeitsverhältnisses mit der N.________ AG führte (AB 92/9 f.). Sie war 
zumindest ab Mai 2013 wiederum vollzeitlich erwerbstätig (AB 95/2 f. 
Ziff. 2.1 und 2.3), so dass eine allfällig ausgelöste Wartezeit unterbrochen 
wurde (vgl. Art. 29ter der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]; MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28 
N. 34). Ausgewiesen ist hingegen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
(AB 2/1, 2/3 f., 20/3 Ziff. 1.6, 22.2/3 f., 24/4 Ziff. 1.6) während der Hospitali-
sation vom 8. Mai bis 17. Juli 2014 in den psychiatrischen Diensten 
O.________ (AB 22.2/4, 24) bzw. während der Nachbehandlung vom 
28. Juli bis 29. August 2014 in der Akut-Tagesklinik der Psychiatrischen 
Dienste P.________ (AB 20). Für die Zeit nach dem Austritt aus der Akut-
Tagesklinik attestierten die psychiatrischen Dienste P.________ bis auf 
weiteres eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (AB 20/3 f. Ziff. 1.6 f. und Ziff. 1.9). 
Dr. med. D.________ bescheinigte im Bericht vom 31. August 2014 
(AB 11) «aktuell» bzw. ab Beginn der beruflichen Massnahmen ebenfalls 
eine Arbeits(un)fähigkeit von 50 % (AB 11/4 f. Ziff. 1.7 und Ziff.1.9). 
Gemäss Einschätzung des RAD-Arztes Dr. med. F.________ vom 28. April 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 12

2015 betrug die Einschränkung aufgrund der Persönlichkeitsstörung resp. 
der emotionalen Instabilität in jeder Tätigkeit mindestens 20 % (AB 48). Im 
Juni 2015 trat die Beschwerdeführerin – wie bereits im September 2012 
(AB 13/2, 24/3 Ziff. 1.4) – in die Klinik Q.________ ein (vgl. AB 53, 57, 
69/1, 99/5), worauf die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden 
(AB 56, 62). Bei dieser Ausgangslage ist nicht ausgeschlossen, dass ab 
Mai 2014 eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit im erforderlichen Aus-
mass bestand; allerdings sind aufgrund der unvollständigen Unterlagen 
(insbesondere fehlen Berichte der Klinik Q.________ [AB 74/4]) keine ab-
schliessenden Aussagen möglich.

5.2 Die Beschwerdeführerin hatte die Mindestbeitragszeit (vgl. E. 2.1 
hiervor) im Zeitpunkt des angenommenen Eintritts der Invalidität (vgl. E. 5.1 
hiervor) mit Blick auf den Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) 
ohne weiteres erfüllt, wurden doch ab August 2009 bis Juli 2014 lückenlos 
Beiträge abgerechnet (AB 18/3, 85/11). Demnach sind die versicherungs-
mässigen Voraussetzungen erfüllt. 

6. Die Beschwerdegegnerin klärte die invaliditätsmässigen Vorausset-
zungen zum Bezug einer Invalidenrente nicht näher ab, was aufgrund der 
erfüllten versicherungsmässigen Voraussetzungen nachzuholen ist. Zu 
diesem Zwecke ist die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen, damit sie 
die medizinischen und erwerblichen Verhältnisse unter der (vorläufigen) 
Annahme eines frühestmöglichen Rentenbeginns ab Mai 2015 prüft und – 
auch unter Berücksichtigung von Zeiten der beruflichen Abklärung und Ein-
gliederung mit entsprechendem Taggeldbezug (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG; 
AB 37) – über den Rentenanspruch erneut verfügt. Die Beschwerde ist 
somit im Sinne des Eventualbegehrens gutzuheissen. 

7.

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 13

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der von der Beschwerde-
führerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.-- ist ihr nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückzuerstatten.

7.2 Angesichts ihres Unterliegens hat die Beschwerdegegnerin der Be-
schwerdeführerin die Parteikosten zu ersetzen. Diese werden ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 
Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Kos-
tennote vom 13. Juni 2018 hat Rechtsanwalt B.________ ein Honorar von 
Fr. 2‘662.50 sowie Auslagen von Fr. 48.-- und die Mehrwertsteuer von 
Fr. 208.70 geltend gemacht. Diese Beträge sind nicht zu beanstanden. Der 
gesamte Parteikostenersatz wird somit auf Fr. 2‘919.20 (inkl. Auslagen und 
MWSt.) festgesetzt.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 23. Februar 2018 aufgehoben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme der 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juli 2018, IV/18/266, Seite 14

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 2‘919.20 (inkl. Auslagen und MWSt.), zu 
ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.