# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bcd40367-1921-58e6-b070-cc00ee2eae33
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.10.2021 100 2021 120
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2021-120_2021-10-06.pdf

## Full Text

100.2021.120U
STN/BER/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. Oktober 2021

Verwaltungsrichterin Herzog, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichterin Steinmann, Verwaltungsrichter Stohner
Gerichtsschreiberin Bernasconi Zenger

1. A.________
2. B.________
3. C.________

alle vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführende

gegen

Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Bern
Einwohnerdienste, Migration und Fremdenpolizei, Predigergasse 5, 
3011 Bern

betreffend Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung in-
folge falscher Angaben bzw. Verschweigens wesentlicher Tatsachen im 
Bewilligungsverfahren; Familiennachzug der Ehefrau und der Tochter 
(Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern vom 
28. Oktober 2019; 2019.POMGS.63; Urteil des Bundesgerichts vom 
5. März 2021, 2C_606/2020)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.10.2021, Nr. 100.2021.120U, 
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Sachverhalt:

A.

A.________ (Jg. 1971), Staatsbürger von Sri Lanka, reiste im Zeitraum 1996 
bis 2005 mehrmals illegal in die Schweiz ein und durchlief insgesamt drei 
erfolglose Asylverfahren. Am 7. Dezember 2006 heiratete er in seiner 
Heimat eine ursprünglich aus Thailand stammende Schweizerin (Jg. 1954). 
Gestützt auf die Ehe reiste A.________ am 6. Februar 2008 in die Schweiz 
ein und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung. Seit dem 25. Februar 2013 ist er 
im Besitz einer Niederlassungsbewilligung. Die Ehe wurde am 
23. September 2014 geschieden. Am 15. Januar 2017 heiratete A.________ 
in Sri Lanka die Landsfrau B.________ (Jg. 1977), Mutter der gemeinsamen, 
während der Ehe mit der Schweizerin gezeugten Tochter C.________ 
(Jg. 2011). Am 2. Mai 2017 ersuchten die Ehefrau und die Tochter um 
Erteilung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt in der Schweiz 
zwecks Familiennachzugs. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2018 widerrief 
die Einwohnergemeinde (EG) Bern, Einwohnerdienste, Migration und 
Fremdenpolizei (EMF), A.________s Niederlassungsbewilligung, wies ihn 
aus der Schweiz weg und setzte ihm eine Ausreisefrist. Weiter lehnte sie den 
Familiennachzug von B.________ und C.________ ab.

B.

Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 16. Januar 2019 Beschwerde 
bei der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM; heute: 
Sicherheitsdirektion). Nach Einbezug von B.________ und C.________ als 
notwendige Parteien ins Verfahren wies die POM die Beschwerde mit 
Entscheid vom 28. Oktober 2019 ab und setzte A.________ eine neue 
Ausreisefrist auf den 6. Januar 2020.

C.

Gegen den Entscheid der POM erhoben A.________, B.________ und 
C.________ am 11. November 2019 Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Sie 
beantragten, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und A.________ 

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die Niederlassungsbewilligung zu belassen; eventuell sei ihm eine 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. B.________ und C.________ sei zwecks 
Familiennachzugs die Einreise in die Schweiz zu bewilligen und eine Aufent-
haltsbewilligung zu erteilen.

Die EG Bern und die POM beantragten die Abweisung der Beschwerde 
(Stellungnahme vom 6.12.2019 bzw. Vernehmlassung vom 10.12.2019).

Am 5. März 2020 reichte die EG Bern einen Strafbefehl ein, mit dem 
A.________ am 24. April 2019 wegen Widerhandlung gegen das 
Ausländergesetz durch Täuschung der Behörden rechtskräftig verurteilt 
worden ist. 

Mit Urteil vom 17. Juni 2020 wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde 
ab und setzte A.________ eine neue Ausreisefrist auf den 31. August 2020 
(Verfahren 100.2019.375).

D.

Gegen dieses Urteil haben A.________, B.________ und C.________ am 
20. Juli 2020 beim Bundesgericht Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten erhoben. Das Bundesgericht hat die Beschwerde mit Urteil 
vom 5. März 2021 gutgeheissen, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 
17. Juni 2020 aufgehoben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinn der 
Erwägungen an dieses zurückgewiesen (BGer 2C_606/2020). 

Mit Verfügung vom 23. April 2021 hat der Abteilungspräsident das Verfahren 
unter der Verfahrensnummer 100.2021.120 wieder aufgenommen und zur 
weiteren Behandlung dem Instruktionsrichter zugewiesen. Dieser hat den 
Verfahrensbeteiligten am 17. Juni 2021 Gelegenheit zur Stellungnahme ge-
geben. Die EG Bern hält mit Eingabe vom 28. Juni 2021 an ihrem Antrag auf 
Abweisung der Beschwerde fest. Die Beschwerdeführenden und die SID ha-
ben sich nicht vernehmen lassen. 

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Erwägungen:

1.

1.1 Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Sa-
che zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurück, darf sich diese von Bun-
desrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundesge-
richt kassierte. Die anderen Teile des Urteils der Vorinstanz haben Bestand. 
Irrelevant ist, dass das Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid 
formell in der Regel das ganze angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend 
ist nicht das Dispositiv, sondern die materielle Tragweite des bundesgericht-
lichen Entscheids. Die Vorinstanz hat sich an die Erwägungen des Bundes-
gerichts zu halten und darf ihren Entscheid insbesondere nicht auf Überle-
gungen stützen, die dieses ausdrücklich oder stillschweigend verworfen hat. 
Der neue Entscheid ist somit auf die Thematik beschränkt, die sich aus den 
bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand der neuen Beurteilung 
ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang gesetzt, als dies not-
wendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts Rech-
nung zu tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; BGer 2D_5/2019 vom 26.2.2021 
E. 2.1; VGE 2020/466 vom 25.2.2021 E. 1.1). – Das Bundesgericht hat ge-
folgert, das Verwaltungsgericht habe keine Gehörsverletzung begangen 
(BGer 2C_606/2020 vom 5.3.2021 E. 2). Auf die entsprechende Rüge der 
Beschwerdeführenden braucht deshalb nicht mehr eingegangen zu werden. 
Hingegen ist das Bundesgericht zum Schluss gekommen, das Verwaltungs-
gericht sei zu Unrecht davon ausgegangen, der rechtskräftige Strafbefehl 
vom 24. April 2019 (vorne Bst. C) entfalte für das ausländerrechtliche Ver-
fahren Bindungswirkung, und hat dieses angewiesen, das Vorliegen eines 
Widerrufsgrunds selbständig zu prüfen. Mit den übrigen Vorbringen der 
Beschwerdeführenden, namentlich zur Verhältnismässigkeit des Widerrufs 
und zum Eventualantrag auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, hat sich 
das Bundesgericht nicht auseinandergesetzt; diese bilden wie der ver-
weigerte Familiennachzug ebenfalls Thema des neuen Urteils (vgl. 
BGer 2C_606/2020 vom 5.3.2021 E. 3.4). 

1.2 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 

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vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführenden haben am vorinstanzlichen Verfahren 
teilgenommen, sind durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt 
und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Ände-
rung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form und Frist sind 
eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist ein-
zutreten.

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

Aus den Akten ergibt sich folgender Sachverhalt: 

2.1 Der Beschwerdeführer reiste im Zeitraum 1996 bis 2005 mehrmals 
illegal in die Schweiz ein und durchlief insgesamt drei erfolglose Asylverfah-
ren (Urteile der damaligen Schweizerischen Asylrekurskommission vom 
24.7.2000, 23.10.2000 und 12.4.2005; Akten EMF 4B pag. 44 ff., 55 ff. und 
88 ff.). Nach dem zweiten negativen Asylentscheid tauchte er Anfang Feb-
ruar 2001 unter und entzog sich dadurch seiner Ausschaffung aus der 
Schweiz (Akten EMF 4B pag. 59). Am 7. Dezember 2006 heiratete er in sei-
ner Heimat eine knapp 17 Jahre ältere, ursprünglich aus Thailand stam-
mende Schweizerin (Akten EMF 4B pag. 136 f.). Gestützt auf diese Ehe 
reiste er am 6. Februar 2008 in die Schweiz ein und erhielt eine Aufenthalts-
bewilligung (Akten EMF 4B pag. 143). Am 1. August 2011 kam die mit der 
Beschwerdeführerin 2 ausserehelich gezeugte Beschwerdeführerin 3 zur 
Welt (Beschwerde Rz. 5, 28; Akten EMF 4D pag. 10, 19 f.). Der Beschwer-
deführer hat seine Tochter und die Kindsmutter seit der Schwangerschaft 
monatlich finanziell unterstützt und die beiden gemäss eigenen Aussagen 
während noch bestehender erster Ehe regelmässig in Sri Lanka besucht 
(Akten EMF 4B pag. 357, 360 ff., 412). Am 11. Februar 2013 ersuchte der 
Beschwerdeführer um Erteilung der Niederlassungsbewilligung. In diesem 
Zusammenhang unterzeichneten er und seine damalige Schweizer Ehefrau 
gleichentags eine Erklärung, wonach sie in einer tatsächlichen, stabilen 

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Familiengemeinschaft und im selben Haushalt zusammenlebten, keine frem-
denpolizeilichen Überlegungen für die Aufrechterhaltung der Ehe ausschlag-
gebend seien und keine Scheidungsabsichten bestünden (Akten EMF 4B 
pag. 163, 165). Am 25. Februar 2013 erlangte der Beschwerdeführer die 
Niederlassungsbewilligung (Akten EMF 4B pag. 168). Nach Auflösung der 
ersten Ehe am 23. September 2014 heiratete der Beschwerdeführer rund 
zweieinhalb Jahre später am 15. Januar 2017 die Beschwerdeführerin 2 in 
deren Abwesenheit (Akten EMF 4B pag. 170, 176 f., 359). Ehefrau und 
Tochter ersuchten in der Folge am 2. Mai 2017 um Familiennachzug zum 
Beschwerdeführer in die Schweiz (vorne Bst. A; Akten EMF 4C pag. 1 ff., 4D 
pag. 10 ff.).

2.2 Nachdem die EMF davon Kenntnis erhalten hatten, dass der Be-
schwerdeführer während seiner ersten Ehe mit einer Schweizerin mit seiner 
jetzigen Ehefrau eine aussereheliche Tochter gezeugt hatte, führten sie mit 
ihm am 28. März 2018 eine mündliche Befragung durch (Akten EMF 4B 
pag. 358 ff.). Gleichzeitig wurde die Beschwerdeführerin 2 auf der Schweizer 
Botschaft in Colombo befragt (Akten EMF 4B pag. 356 f.). Seine Exfrau 
wurde ersucht, schriftlich diverse Fragen zu beantworten (Akten EMF 4B 
pag. 374 f.). Diese liess die Antworten zu den Fragen von einer Drittperson 
aufschreiben und sich von dieser bei der Übersetzung helfen (Akten EMF 4B 
pag. 376 f., 373). Da das Antwortschreiben ohne Unterschrift eingereicht 
worden war, nahmen die EMF mit der Drittperson telefonisch Kontakt auf 
(Akten EMF 4B pag. 373). Mit Schreiben vom 14. August 2018 bestätigten 
die Exfrau und die Drittperson unterschriftlich, dass die von den EMF gestell-
ten Fragen wahrheitsgetreu beantwortet und korrekt übersetzt wurden (Ak-
ten EMF 4B pag. 404). 

2.3 Mit Strafbefehl vom 24. April 2019 verurteilte die Staatsanwaltschaft 
des Kantons Bern, Region Bern-Mittelland (nachfolgend: Staatsanwalt-
schaft), den Beschwerdeführer wegen Widerhandlung gegen das Ausländer-
gesetz durch Täuschung der Behörden zu einer bedingten Geldstrafe von 
90 Tagessätzen à Fr. 90.-- und einer Verbindungsbusse von Fr. 1ʹ800.-- 
(act. 6A). 

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3.

Strittig sind der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdefüh-
rers, dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie der verweigerte Nachzug 
der Beschwerdeführerinnen. 

3.1 Wie die Vorinstanz richtig erwogen hat (angefochtener Entscheid 
E. 4), leitet sich der beantragte Familiennachzug nach Art. 43 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
und über die Integration (Ausländer-und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20; 
im Grundsatz inhaltsgleich das Bundesgesetz vom 16. Dezember 2005 über 
die Ausländerinnen und Ausländer [Ausländergesetz, AuG; SR 142.20]) vom 
Anwesenheitsrecht des Beschwerdeführers ab; dieses ist deshalb vorab zu 
beurteilen. Gemäss Art. 34 Abs. 1 AIG (bzw. AuG) wird die Niederlassungs-
bewilligung unbefristet und ohne Bedingungen erteilt. Sie kann widerrufen 
werden, wenn die ausländische Person oder ihre Vertretung im Bewilligungs-
verfahren falsche Angaben macht oder wesentliche Tatsachen verschweigt 
(Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG). Dies ist namentlich 
der Fall, wenn eine Scheinehe vorliegt bzw. die ausländische Person im Aus-
land eine Parallelbeziehung unterhält, ohne die Behörden im Bewilli-
gungsverfahren darüber in Kenntnis zu setzen (BGE 142 II 265 E. 3.2 
[Pra 106/2017 Nr. 10]; BGer 2C_606/2020 vom 5.3.2021 E. 3.1). Nicht erfor-
derlich ist, dass die Bewilligung bei richtigen oder vollständigen Angaben mit 
Sicherheit verweigert worden wäre. Es genügt, wenn der Anspruch auf eine 
Bewilligung bei Offenlegung der Verhältnisse ernsthaft infrage gestellt gewe-
sen wäre. Was das Verschweigen wesentlicher Tatsachen betrifft, muss bei 
der ausländischen Person eine Täuschungsabsicht vorliegen. Diese ist na-
mentlich gegeben, wenn die ausländische Person versucht, ein falsches Bild 
von einer wesentlichen Tatsache zu bewirken oder aufrecht zu erhalten (vgl. 
BGE 142 II 265 E. 3.1 [Pra 106/2017 Nr. 10], 135 II 1 E. 4.1). Gemäss bun-
desgerichtlicher Praxis trifft die ausländische Person im Bewilligungsverfah-
ren ohne ausdrückliche entsprechende Befragung seitens der Behörden 
keine generelle Pflicht, auf die Existenz von vor- oder ausserehelichen Kin-
dern im Ausland hinzuweisen. Dies ist nur soweit erforderlich, als deren Exis-
tenz für den ausländerrechtlichen Status nicht nur potenziell, sondern auf-
grund sämtlicher Umstände auch konkret als wesentlich zu gelten hat. Aus-

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schlaggebend ist demnach nicht das (alleinige) Verschweigen von vor- oder 
ausserehelichen Kindern, sondern der dadurch indizierte Verdacht, dass im 
Heimatland eine parallel gelebte Beziehung bestand, die künftig unter Um-
gehung von Sinn und Zweck der ausländerrechtlichen Regeln zu einem 
Familiennachzug führen soll. Das Verschweigen einer Parallelbeziehung im 
Ausland ist ein Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 
Abs. 1 Bst. a AIG, da die ausländische Person damit versucht, die Behörden 
über den (stabilen) Charakter ihrer Beziehung zu der in der Schweiz leben-
den Person zu täuschen, aufgrund welcher sie gemäss Art. 42 oder 43 AIG 
einen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilli-
gung hat (vgl. zum Ganzen BGE 142 II 265 E. 3.2 [Pra 106/2017 Nr. 10]; 
BGer 2C_860/2020 vom 23.2.2021 E. 4.3 f., auch zum Folgenden). Die Ge-
burt von ausserehelichen Kindern während des Bestehens der Ehe in der 
Schweiz bildet ein – nicht allein – entscheidendes Indiz in diesem Zusam-
menhang. Neben der Zeugung gemeinsamer Kinder sind je nachdem zu-
sätzliche andere Hinweise dafür erforderlich, dass tatsächlich eine Zweitbe-
ziehung bestand. Solche können etwa darin liegen, dass sich die Partnerin 
und der Partner regelmässig wechselseitig besuchen, besondere wirtschaft-
liche Leistungen an den anderen Elternteil erbringen oder eine De-facto-Ehe 
in der Heimat aufrechterhalten. Entscheidend ist die qualitative Natur der Be-
ziehung, die – parallel zur hiesigen Ehe – im Ausland gelebt wird und zeit-
verschoben den späteren Familienzusammenschluss in der Schweiz be-
zweckt. Bei der Beurteilung, ob eine Scheinehe vorliegt, gilt es weiter zu 
berücksichtigen, dass eine solche nicht bereits dann gegeben ist, wenn 
auch ausländerrechtliche Motive den Eheschluss beeinflusst haben. Er-
forderlich ist vielmehr, dass der Wille zum Führen der Lebensgemein-
schaft im Sinn einer auf Dauer angelegten wirtschaftlichen, körperlichen 
und spirituellen Verbindung zumindest bei einem der Eheleute fehlt.

3.2 Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer während seiner Ehe 
mit einer Schweizerin mit der Beschwerdeführerin 2 Geschlechtsverkehr 
hatte und seine Tochter (Beschwerdeführerin 3) zeugte (Beschwerde Rz. 5; 
vorne E. 2.1). Ebenfalls unbestritten ist, dass er die Beschwerdeführerin 2 
ab der Schwangerschaft im Jahr 2010 mit monatlichen Zahlungen finanziell 
unterstützte und sie und die gemeinsame Tochter regelmässig in Sri Lanka 
besuchte (vorne E. 2.1). Sowohl der Beschwerdeführer als auch die Be-

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schwerdeführerin 2 erklärten bei der Befragung am 28. März 2018, sie seien 
seit 2010 ein Liebespaar (vorne E. 2.2; Akten EMF 4B pag. 356, 359). Der 
Beschwerdeführer führte im Lauf der Befragung weiter aus, er habe die Be-
ziehung zur Beschwerdeführerin 2 am Anfang nicht sehr ernst genommen 
und nur mit ihr telefoniert. Erst als er im November 2010 wegen gesundheit-
licher Probleme seines Vaters nach Sri Lanka habe reisen müssen, hätten 
sie sich getroffen und seien intim geworden. Dabei sei ein «Unfall» gesche-
hen und das Kind gezeugt worden (Akten EMF 4B pag. 360). Diese Aussa-
gen sprechen dafür, dass das Paar ab dem Jahr 2010 eine Liebesbeziehung 
führte, unabhängig davon, ob das Kind zu diesem Zeitpunkt bereits geplant 
war oder nicht. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Beschwerde-
führerin 2 im Jahr 2017 in deren Abwesenheit heiratete (vorne E. 2.1), legt 
zudem den Verdacht nahe, dass die eigentliche traditionelle Hochzeit bereits 
früher stattgefunden hatte. Diese Umstände sind für das Verwaltungsgericht 
gewichtige Indizien dafür, dass der Beschwerdeführer spätestens ab dem 
Jahr 2010 mit der Beschwerdeführerin 2 eine Parallelbeziehung führte. Die 
gegenteiligen, unbelegt gebliebenen Beteuerungen des Beschwerdeführers, 
der Geschlechtsverkehr im Jahr 2010 sei einmalig gewesen, er habe nur 
seine Unterhaltspflicht beachtet und die Liebesbeziehung zur Beschwerde-
führerin 2 habe sich erst entwickelt, nachdem er nach der Scheidung (2014) 
die Beziehung zu seiner Tochter intensiviert habe, sind für das Verwaltungs-
gericht unglaubhaft und können die gewichtigen Indizien nicht entkräften 
(Beschwerde S. 7 ff.). Namentlich die Aussage des Beschwerdeführers vom 
März 2018, er habe die Beschwerdeführerinnen in der Regel einmal jährlich 
in Sri Lanka besucht, in einigen Jahren auch zweimal, spricht dagegen, dass 
er den Kontakt zu seiner Frau und zu seiner Tochter erst nach der Scheidung 
von seiner Exfrau intensivierte (Akten EMF 4B pag. 360). Im Weiteren ist 
auch nicht nachvollziehbar, weshalb sowohl der Beschwerdeführer als auch 
die Beschwerdeführerin 2 den Begriff «Liebespaar» missverstanden haben 
sollten (Beschwerde Rz. 45), obwohl dem Beschwerdeführer eine Überset-
zerin zur Seite stand und die Beschwerdeführerin 2 im Heimatland in ihrer 
Muttersprache befragt wurde. 

3.3 Das Verwaltungsgericht erachtet es zudem als sehr wahrscheinlich, 
dass der Beschwerdeführer mit seiner Schweizer Exfrau (jedenfalls von sei-
ner Seite her) von Beginn weg eine Scheinehe führte: Er heiratete diese im 

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Dezember 2006, nachdem er zuvor im Zeitraum 1996 bis 2005 mehrmals 
illegal in die Schweiz eingereist war und insgesamt drei erfolglose Asylver-
fahren durchlaufen hatte (vorne E. 2.1). Die Hochzeit erfolgte relativ kurze 
Zeit nach dem Kennenlernen im März 2005 und dem letzten negativen Asyl-
entscheid im April 2005, ohne dass der Beschwerdeführer und seine Exfrau 
vorher zusammengelebt hatten. Vielmehr hielt sich der Beschwerdeführer 
von August 2005 bis Dezember 2006 in Sri Lanka auf und die Beziehung 
wurde gemäss Angaben der Exfrau telefonisch aufrechterhalten (Akten EMF 
4B pag. 88 ff., 130 f.). Für eine Scheinehe spricht auch, dass die Exfrau 
17 Jahre älter ist und der Beschwerdeführer und sie gemäss ihren Angaben 
weder gemeinsame Interessen noch gemeinsame Freundinnen und Freunde 
hatten und während der Ehedauer nur einmal zusammen Ferien machten. 
Ein weiteres Indiz für eine Scheinehe sind die vollständig getrennten Finan-
zen während der Ehedauer, wobei die Exfrau angegeben hatte, über die fi-
nanziellen Angelegenheiten des Beschwerdeführers nicht Bescheid gewusst 
zu haben. Nur so war es ihm denn auch möglich, die vor der Exfrau geheim 
gehaltenen Beschwerdeführerinnen in Sri Lanka finanziell zu unterstützen. 
Wie die Exfrau gegenüber der Migrationsbehörde bestätigte, hätte sie sich 
bereits früher vom Beschwerdeführer getrennt, wenn sie von der ausserehe-
lichen Beziehung und der Geburt der Tochter Kenntnis erhalten hätte (zum 
Ganzen Akten EMF 4B pag. 374 ff.). 

3.4 Insgesamt erachtet es das Verwaltungsgericht als erwiesen, dass der 
Beschwerdeführer mit seiner Schweizer Exfrau spätestens ab dem Jahr 
2010 eine Scheinehe führte und zur Beschwerdeführerin 2 eine Parallelbe-
ziehung unterhielt. Er hat damit spätestens im Verfahren um Erteilung einer 
Niederlassungsbewilligung mit Täuschungsabsicht falsche Angaben ge-
macht und wesentliche Tatsachen verschwiegen (vorne E. 2.1). Damit hat er 
den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG 
gesetzt.

4.

Zu prüfen bleibt die Verhältnismässigkeit des Widerrufs.

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4.1 Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung 
sind auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur zulässig, wenn sie auf-
grund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnis-
mässig erscheinen (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung [BV; SR 101] und 
Art. 96 AIG). Im Rahmen dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an 
der Entfernungsmassnahme und die privaten Interessen der betroffenen 
Person am weiteren Verbleib in der Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu 
berücksichtigen ist die Gesamtheit der rechtswesentlichen Umstände im Ein-
zelfall (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit Hinwei-
sen). Wird durch die Entfernungsmassnahme die weitere Pflege familiärer 
Beziehungen oder das Privatleben beeinträchtigt (Art. 8 Ziff. 1 der Europäi-
schen Menschenrechtskonvention [EMRK; SR 0.101]; Art. 13 Abs. 1 BV), 
bilden Grundlage dieser Interessenabwägung Art. 8 Ziff. 2 EMRK und Art. 36 
BV (BGE 144 II 1 E. 6.1, 143 I 21 E. 5.1; BVR 2015 S. 391 E. 4.1).

4.2 Die Vorinstanz kam nach einer umfassenden Interessenabwägung 
zum Schluss, dass die öffentlichen Interessen an der strittigen Entfernungs-
massnahme die privaten Interessen des Beschwerdeführers überwiegen. 
Sie hat dabei die nicht kurze Aufenthaltsdauer des Beschwerdeführers in der 
Schweiz, seine Integration und die Möglichkeit einer Wiedereingliederung in 
Sri Lanka in ihre Beurteilung einbezogen (angefochtener Entscheid E. 7c ff.). 
Die Behauptung, dass die Vorinstanz den Untersuchungsgrundsatz verletzt 
habe, indem «weder zum Härtefall noch zum Privatleben» Untersuchungen 
geführt worden seien (Beschwerde Rz. 15, 69 f.), geht somit fehl: Es ist we-
der dargetan noch ersichtlich, welche weiteren Aspekte unter diesen Titeln 
Eingang in die Beurteilung der Vorinstanz hätten finden sollen.

4.3 Mit den öffentlichen Interessen an einer restriktiven Einwanderungs-
politik (vgl. BVR 2016 S. 369 E. 3.3, 2013 S. 73 E. 3.4), an der Durchsetzung 
des materiellen Ausländerrechts und an der richtigen Entscheidfindung im 
Rahmen eines Bewilligungsverfahrens (vgl. VGE 2015/147 vom 16.9.2015 
E. 3.2) bestehen – wie schon die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat (ange-
fochtener Entscheid E. 7b) – gewichtige öffentliche Interessen an der stritti-
gen Entfernungsmassnahme (vgl. auch BGer 2C_631/2018 vom 4.4.2019 
E. 4.1).

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4.4 Der Beschwerdeführer kann eine ordentliche Aufenthaltsdauer in der 
Schweiz von rund elf Jahren vorweisen. Das Gewicht dieser vergleichsweise 
langen Anwesenheitsdauer ist jedoch aufgrund der spätestens ab 2010 ge-
führten Scheinehe und Parallelbeziehung im Ausland gering (vgl. 
BGer 2C_715/2020 vom 17.9.2020 E. 2.3.4, 2C_144/2019 vom 25.2.2019 
E. 2.4 mit Hinweis). Inwieweit er sich in die hiesigen gesellschaftlichen und 
kulturellen Verhältnisse eingegliedert hat, ist fraglich, bezeichnete er doch 
sein Verhalten während der ersten Ehe als «nicht ungewöhnlich» und recht-
fertigte es damit, dass er in seiner Kultur vier Ehefrauen haben dürfte (vgl. 
Akten EMF 4B pag. 361). Mit Ausnahme der Verurteilung vom 24. April 2019 
(vorne E. 2.3) ist der Beschwerdeführer soweit aktenkundig strafrechtlich 
nicht in Erscheinung getreten (Akten EMF 4B pag. 166). Es ist anzuerken-
nen, dass er soweit ersichtlich keine Sozialhilfeleistungen bezogen hat und 
auch nicht mit Betreibungen oder Verlustscheinen verzeichnet ist (Akten 
EMF 4B pag. 160, 4D pag. 8). Positiv zu würdigen ist, dass er seit 2009 einer 
Erwerbstätigkeit als … nachgeht (Akten EMF 4B pag. 153, 164, 420). 
Vertiefte Bindungen zur einheimischen Bevölkerung, deren Abbruch den 
Beschwerdeführer besonders hart treffen würde, sind hingegen nicht er-
sichtlich; auch die vorgebrachten vielen (Schweizer) Freundinnen und 
Freunde und Bekannten (Beschwerde Rz. 66) werden nicht näher substan-
ziiert, wie es mit Blick auf die weitreichende ausländerrechtliche Mitwirkungs-
pflicht erwartet werden dürfte (Art. 20 Abs. 3 VRPG i.V.m. Art. 90 AIG; vgl. 
VGE 2019/338 vom 6.4.2020 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Aktenkundig ist einzig 
ein Schreiben von D.________ vom 10. Oktober 2018, wonach er und seine 
Familie zum Beschwerdeführer und dessen Schweizer Exfrau «eine enge 
und freundschaftliche Beziehung gepflegt [haben]» (Akten POM 4A1 
Beilage 4). Hinsichtlich einer gelungenen sprachlichen Integration bestehen 
zumindest Fragezeichen: Das in den Akten liegende Sprachzertifikat, 
welches dem Beschwerdeführer im Juni 2016 schriftlich das Niveau A2 und 
mündlich das Niveau B1 attestierte, stammt nicht von einer anerkannten An-
bieterin bzw. einem anerkannten Anbieter von Sprachnachweisen (Akten 
POM 4A1 Beilage 5; anerkannte Anbieter unter: <www.fide-info.ch/de/
home>, Rubriken «fide für Sprachlernende/Sprachnachweise/Anerkannte 
Sprachzertifikate/Liste der anerkannten Sprachzertifikate). Zudem hielt der 
Beschwerdeführer in seiner Verwaltungsgerichtsbeschwerde fest, er habe 
den Strafbefehl vom 24. April 2019 «auf Grund schlechter Deutschkennt-

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nisse […] gar nicht richtig verstanden» (act. 8 S. 2). Auch bei der Befragung 
durch die EMF am 28. März 2018 benötigte er eine Übersetzerin (Akten EMF 
4B pag. 358). Eine besonders ausgeprägte Integration, die über das hinaus-
geht, was nach einem rund elfjährigen ordentlichen Aufenthalt in der Schweiz 
erwartet werden darf, liegt nach dem Gesagten jedenfalls nicht vor.

4.5 Hinsichtlich der Rückkehr nach Sri Lanka hat die Vorinstanz zutref-
fend erwogen, dass dem Beschwerdeführer die Reintegration mit entspre-
chender Anstrengung möglich ist: Er ist im Alter von 25 Jahren das erste Mal 
in die Schweiz eingereist und hat mithin die prägenden Kindheits- und Ju-
gendjahre in Sri Lanka verbracht; dort wurde er sozialisiert. Es ist anzuneh-
men, dass er mit den sprachlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Gepflo-
genheiten in Sri Lanka nach wie vor bestens vertraut ist, zumal er während 
seines Aufenthalts in der Schweiz jährlich ein- bis zweimal in seine Heimat 
gereist ist (vorne E. 2.1 und 3.2). Neben weiteren (engen) Familienangehö-
rigen (Akten EMF 4B pag. 360) leben insbesondere die Ehefrau und die ge-
meinsame Tochter im Heimatland. Weiter besitzt der Beschwerdeführer in 
Sri Lanka ein Geschäft (Akten EMF 4B pag. 360), welches ihm allenfalls ein 
Auskommen sichern kann. Dass «sein Geschäft wenig her[gibt]» und er 
Mühe hätte, den Lebensunterhalt zu verdienen (Beschwerde Rz. 67), fällt 
nicht entscheidend ins Gewicht, denn die im Vergleich zur Schweiz schwie-
rigere Wirtschaftslage in Sri Lanka lässt die Rückkehr nicht unzumutbar er-
scheinen (vgl. BGer 2C_702/2019 vom 19.12.2019 E. 3.5.3; VGE 2018/194 
vom 16.4.2019 [bestätigt durch BGer 2D_21/2019 vom 3.6.2019] E. 8.6). Die 
Vorinstanz hat sodann richtig erwogen, dass der Beschwerdeführer auf 
seine in der Schweiz gewonnenen beruflichen Erfahrungen und Sprach-
kenntnisse zurückgreifen kann. Entgegen der pauschalen, nicht näher erläu-
terten Behauptung (Beschwerde Rz. 67), ist zudem anzunehmen, dass die 
Verwandten den Beschwerdeführer wohl zumindest in einem gewissen Rah-
men unterstützen könnten. Seine Rückkehr führt schliesslich zur Zusam-
menführung der Beschwerdeführenden und erlaubt, das gemeinsame Fami-
lienleben in Sri Lanka zu verwirklichen (für eine vergleichbare Beurteilung 
vgl. BGer 2C_225/2017 vom 22.5.2017 E. 4.1).

4.6 Die dargestellten gewichtigen öffentlichen Interessen überwiegen die 
entgegenstehenden privaten Interessen des Beschwerdeführers am Ver-

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bleib in der Schweiz. Nichts anderes ergibt sich unter dem Gesichtspunkt 
des Rechts auf Privatleben (Beschwerde Rz. 70 f.). Zwar ist nach einer 
rechtmässigen Aufenthaltsdauer von rund zehn Jahren nach der jüngeren 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung anzunehmen, dass die sozialen Bezie-
hungen in der Schweiz so eng geworden sind, dass eine Aufenthaltsbeendi-
gung besonderer Gründe bedarf (BGE 144 I 266 E. 3.9; BGer 2C_638/2018 
vom 15.7.2019 E. 3.1). Solche Gründe liegen hier mit Blick auf die gegen-
über der Ausländerbehörde verschwiegene Parallelbeziehung und die 
(dannzumal) aussereheliche Tochter vor (vgl. BGer 2C_144/2019 vom 
25.2.2019 E. 2.4). Zudem kann wie dargelegt nicht von einer besonders aus-
geprägten Integration gesprochen werden. Inwiefern bei der vorliegenden 
Konstellation das Recht auf Familienleben verletzt sein sollte (Beschwerde 
Rz. 68), ist weder ersichtlich noch dargetan. Der Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung des Beschwerdeführers und seine Wegweisung aus der 
Schweiz erweisen sich somit (auch im Licht von Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 
Abs. 1 i.V.m. Art. 36 BV) als verhältnismässig. 

4.7 Ist – wie hier – der Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 Bst. a i.V.m. 
Art. 62 Abs. 1 Bst. a AIG gegeben und erweist sich der Bewilligungswiderruf 
als verhältnismässig, kommt die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als 
mildere Massnahme gegenüber dem Entzug der Niederlassungsbewilligung 
nicht in Betracht (vgl. BGer 2C_538/2017 vom 9.1.2018 E. 2.4; 
VGE 2018/350 vom 28.6.2019 E. 4.5; Weisungen und Erläuterungen Aus-
länderbereich des Staatssekretariats für Migration vom Oktober 2013 [Stand: 
1.1.2021; Weisungen AIG] Ziff. 8.3.3 und 8.3.3.2, einsehbar unter: 
<www.sem.admin.ch>, Rubriken «Publikationen & Service/Weisungen und 
Kreisschreiben/I. Ausländerbereich»). Dem entsprechenden Eventualantrag 
(vgl. vorne Bst. C) kann deshalb nicht entsprochen werden.

4.8 Der beantragte Familiennachzug von Ehefrau und Tochter nach 
Art. 43 AIG leitet sich vom Anwesenheitsrecht des Beschwerdeführers ab 
(vorne E. 3.1). Dessen Niederlassungsbewilligung wird widerrufen und er hat 
die Schweiz zu verlassen. Ein abgeleiteter Anwesenheitsanspruch der Be-
schwerdeführerinnen fällt damit ausser Betracht. Demnach kann dem 
Rechtsbegehren, den Beschwerdeführerinnen sei im Rahmen des Familien-

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nachzugs die Einreise zu bewilligen und eine Aufenthaltsbewilligung zu er-
teilen, ebenfalls nicht entsprochen werden.

5.

Der angefochtene Entscheid hält nach dem Gesagten der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. Da 
die von der Vorinstanz angesetzte Ausreisefrist abgelaufen ist, ist eine neue 
anzusetzen (vgl. BVR 2019 S. 314 E. 7). Sie beträgt nach der Praxis des 
Verwaltungsgerichts in der Regel sechs Wochen, wobei bei der Bemessung 
besondere Umstände zu berücksichtigen sind (vgl. Art. 64d Abs. 1 AIG). Die 
gegenwärtige ausserordentliche Lage aufgrund des Coronavirus rechtfertigt 
eine etwas längere Frist bis Ende November 2021. Sollte die Ausreise bis zu 
diesem Zeitpunkt aufgrund von Reisebeschränkungen nicht möglich sein, ist 
es Sache der Migrationsbehörde, eine neue Frist anzusetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
neue Ausreisefrist gesetzt auf den 30. November 2021.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ000.--, werden den Beschwerdeführenden 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführende
- Sicherheitsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Bern
- Staatssekretariat für Migration

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Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.