# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d6fb2a9d-cae0-5e5e-bcd1-1a22d7bcac3c
**Source:** Solothurn (SO)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1995-11-27
**Language:** de
**Title:** Solothurn Obergericht Jugendgerichtskammer 27.11.1995 ZZ.1995.7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SO_Omni/SO_OG_003_ZZ-1995-7_1995-11-27.html

## Full Text

SOG 1995 Nr. 7

 

 

§§ 106 Abs. 2, 111 Abs. 2 ZPO - Rechtsfolgen für
einen Rekurrenten mit unentgeltlicher Prozessführung und Rechtsbeistand, dessen
Rekurs sich als aussichtlos erweist.

 

 

Dem Rekurrenten war die unentgeltliche Prozessführung
bewilligt und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt worden. Sein Rekurs
gegen vorsorgliche Massnahmen nach Art. 145 ZGB erwies sich als völlig
unbegründet.

 

            7. (...) Dann aber kann die unentgeltliche
Rechtspflege nicht gewährt werden (§ 106 Abs. 2 ZPO). Überflüssige
Prozesshandlungen sind nicht zu honorieren (SOG 1986 Nr. 7, Erw. 2). Die Kosten
des Rekursverfahrens erliegen somit grundsätzlich auf dem Rekurrenten. Unter
Vorbehalt von § 114 Abs. 1 ZPO trägt sie vorläufig der Kanton Solothurn (§ 111
Abs. 2 ZPO). Dem Anwalt des Rekurrenten kann keine Entschädigung ausgerichtet
werden, während der Anwalt der Rekursgegnerin direkt aus der Staatskasse zu
honorieren ist (§ 112 Abs. 3 ZPO).

 

Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 27. November 1995