# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4847eaf2-598c-56d1-9259-670232dd491f
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-07-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 30.07.2015 725 2015 73 / 183 (725 15 73 / 183)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2015-73---183_2015-07-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom  30. Juli 2015 (725 15 73 / 183) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Unfallbegriff: Ein Unfall im Rechtssinne ist zu bejahen, wenn der Versicherte beim Ski-

fahren auf einer präparierten Piste in eine Bodendelle mit wenig Schnee fährt und durch 

die starke Abbremsung zusammengestaucht wird. Kausalzusammenhang zwischen dem 

erlittenen Unfall und einer später festgestelllten Diskushernie verneint.  

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Reto Ganter, Advokat, 
Advokatur Ganter & Ganter, Fischmarkt 3, Postfach 593, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Basler Versicherungen AG, Aeschengraben 21, Postfach, 
4002 Basel, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Dr. Manfred 
Bayerdörfer, Advokat, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
A. Der 1964 geborene A.____ arbeitet seit dem 1. September 2004 bei der B.____ AG als 
Marketingleiter und ist in dieser Eigenschaft bei der Basler Versicherungen AG gegen die Fol-
gen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 20. Januar 2014 liess er durch die Ar-
beitgeberin melden, dass er am 15. Dezember 2013 bei einer Skiabfahrt am Rande der Piste in 
ein Loch mit wenig Schnee gefahren und am Rücken stark zusammengestaucht worden sei. 

 

 
 
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Die Basler Versicherungen AG erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen, namentlich 
die Kosten für die Heilbehandlung. Mit Verfügung vom 21. Mai 2014 stellte die Versicherung die 
Leistungen unter Hinweis auf die Erreichung des Vorzustandes per 4. März 2014 rückwirkend 
ein. Die dagegen von der Rechtsschutzversicherung C.____ AG namens und im Auftrag von 
A.____ erhobene Einsprache wurde mit Entscheid vom 16. Januar 2015 abgewiesen. Zur Be-
gründung wurde ausgeführt, dass der vom Versicherten beschriebene Vorfall am 15. Dezember 
2013 keinen Unfall im Rechtssinne darstelle, da es am ungewöhnlichen äusseren Faktor fehle. 
Ebensowenig liege eine unfallähnliche Körperschädigung vor. Selbst wenn eine solche bejaht 
werden könnte, sei der Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung aufgrund der fehlenden 
Kausalität zwischen der geklagten Diskushernie und dem Ereignis vom 15. Dezember 2013 zu 
verneinen.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, nunmehr vertreten durch Advokat Reto Ganter, am 
18. Februar 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragte, es seien ihm in Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-
scheids vom 16. Januar 2015 die gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung zuzuspre-
chen, unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde der Beizug der Akten der 
Beschwerdegegnerin, ebenfalls unter o/e-Kostenfolge, beantragt. Das Ereignis vom 
15. Dezember 2013 stelle sehr wohl einen Unfall im Rechtssinne dar. In der starken Abbrem-
sung des Beschwerdeführers bei der Fahrt in die Pistenwelle sei eine Programmwidrigkeit zu 
sehen. Da sich der Beschwerdeführer auf einer präparierten, nicht-buckligen Piste befunden 
habe, habe mit dieser Programmwidrigkeit nicht gerechnet werden müssen. Überdies sei in 
Anwendung der entsprechenden Rechtsprechung auch die Unfallkausalität der erlittenen Dis-
kushernie zu bejahen. Es habe sich um eine komplett neu aufgetretene Gesundheitsschädi-
gung gehandelt. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 26. März 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde. Wenn sich das in einer sportlichen Betätigung inhärente Risiko ver-
wirkliche, sei kein Unfall im Rechtssinne gegeben. Mit Bodenwellen, Dellen und selbst mit 
schneefreien Stellen müsse auch auf präparierten Pisten jederzeit und überall gerechnet wer-
den. Dies gelte insbesondere auch am Pistenrand. Ein Unfallereignis sei deshalb zu Recht ver-
neint worden. Eventualiter sei zu berücksichtigen, dass ein Unfallereignis bloss ausnahmsweise 
und unter besonderen Voraussetzungen als Ursache für eine Diskushernie in Betracht falle. 
Diese Voraussetzungen seien vorliegend nicht gegeben. Die Unfallkausalität sei folglich zu ver-
neinen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-

 

 
 
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tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in D.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht eingereichte – Beschwerde ist folglich einzutreten.  
 
2. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, Leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs-
unfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der versicherten Per-
son Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehandlung). Ist die ver-
sicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, hat sie Anspruch auf ein 
Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
 
2.1 Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 
 
2.2 Der äussere Faktor ist das zentrale Begriffscharakteristikum eines jeden Unfallereignis-
ses; er ist Gegenstück zur – den Krankheitsbegriff konstituierenden – inneren Ursache (BGE 
134 V 76 E. 4.1.1). Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jeweili-
gen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im 
Einzelfall, wobei grundsätzlich nur die objektiven Umstände in Betracht fallen. Definitionsge-
mäss bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusse-
ren Faktors, sondern nur auf diesen selbst (BGE 134 V 76 E. 4.1, 129 V 404 E. 2.1, 122 V 233 
E. 1, je mit Hinweisen). Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist, dass der äusse-
re Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich gezogen hat. Ausschlagge-
bend ist, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den 
menschlichen Körper abhebt (BGE 134 V 80 E. 4.3.1). Bei Schädigungen, die sich auf das Kör-
perinnere beschränken (wie etwa bei Muskel- und Gelenkschmerzen, einer Lumbago oder Her-
nien), unterliegt der Nachweis der Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors besonders strengen 
Anforderungen. Die unmittelbare Ursache der Schädigung muss in diesen Fällen unter beson-
ders sinnfälligen Umständen gesetzt werden. Regelmässig bedarf es – neben den üblichen, 
dem täglichen Leben zuzuschreibenden, auf den Körper einwirkenden Kräften – eines scha-
densspezifischen Zusatzgeschehens, damit ein Unfall angenommen werden kann. Hintergrund 
bildet der Umstand, dass ein Unfallereignis sich in der Regel in einer äusserlich wahrnehmba-
ren Schädigung manifestiert, während bei deren Fehlen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit rein 
krankheitsbedingter Ursachen besteht (vgl. BGE 134 V 80 E. 4.3.2.1, 99 V 138 E. 1; Urteil des 
Bundesgerichts vom 25. März 2011, 8C_693/2010, E. 5.2). 
 
2.3 Gemäss Lehre und Rechtsprechung kann der ungewöhnliche Faktor in einer unkoordi-
nierten Bewegung oder in einer ausserordentlichen körperlichen Anstrengung bestehen (BGE 

 

 
 
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130 V 117 E. 2.1, 116 V 136 E. 3b mit Hinweisen.; Urteil des Eidgenössischen Versicherungs-
gerichts [EVG] vom 13. Februar 2006, U 144/06, E. 1, Urteil des EVG vom 13. Dezember 2002, 
U 65/02, E. 1.2; vgl. UELI KIESER/HARDY LANDOLT, Unfall-Haftung-Versicherung, Zürich/St. Gal-
len 2012, N 17 ff.; THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, Bern 
2003, § 7 N 13). Bei unkoordinierten Bewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erforder-
nis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter 
Umstand den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" unter-
bricht oder stört. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere 
Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt –
ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor (BGE 
130 V 118 E. 2.1 mit zahlreichen Hinweisen).  
 
2.4 Bei Sportverletzungen im Speziellen ist ohne besonderes Vorkommnis das Merkmal 
der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen (BGE 130 V 118, 
E. 2.2; vgl. auch: Urteil des EVG vom 7. Oktober 2003, U 322/02, E. 4.3;). Der äussere Faktor 
ist diesfalls nur dann ungewöhnlich, wenn er – nach objektiver Betrachtungsweise – nicht mehr 
im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich und üblich ist, nicht 
aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der entsprechenden Bewegungsmus-
ter und Abläufe des betreffenden Sports fällt (vgl. Urteil des EVG vom 10. Mai 2004, U 199/03, 
E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2010, 8C_189/2010, E. 5.1; MARTIN KAISER/JAVIER 
FERREIRO, Sozialrechtliche Aspekte des Unfallbegriffs und des Wagnisses im Sport, in: Schwei-
zerische Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge [SZS] 2013, S. 580 f.). Das 
Merkmal der Ungewöhnlichkeit ist bei Sportverletzungen mit einer Gesundheitsschädigung, die 
sich auf das Körperinnere beschränkt, ohne besonderes Vorkommnis rechtsprechungsgemäss 
deshalb grundsätzlich zu verneinen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. März 2011, 
8C_693/2010 sowie 8C_694/2010, E. 6.1). Ein Unfall setzt insbesondere bei Sportverletzungen 
begrifflich voraus, dass das exogene Element – immer bezogen auf die gewöhnliche Bandbreite 
des Bewegungsmusters des betreffenden Sports – derart ungewöhnlich ist, dass eine endoge-
ne Verursachung der erlittenen Körperschädigung ausser Betracht fällt (vgl. BGE 134 V 76 f. 
E. 4.1). 
 
3.1 Das sozialversicherungsrechtliche Verfahren wird vom Untersuchungsgrundsatz be-
herrscht. Das Gericht hat den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener 
Initiative und ohne Bindung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien abzuklären und 
festzustellen (vgl. BGE 117 V 263 E. 3b). Aus der Untersuchungsmaxime folgt auch das Prinzip 
der freien Beweiswürdigung, wonach das Gericht an keine förmlichen Beweisregeln gebunden 
ist (Art. 61 lit. c ATSG). Das gesamte Beweismaterial ist unvoreingenommen und sorgfältig auf 
dessen Stichhaltigkeit zu prüfen (vgl. LOCHER, a.a.O., § 68 N 3). 
 
3.2 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind 
(vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Auflage, Bern 1984, S. 134 f.). Im Sozi-
alversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nichts Abweichen-
des vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blos-

 

 
 
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se Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderungen nicht. Das 
Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Ge-
schehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 121 V 47 E. 2a; Zeitschrift für die 
Ausgleichskassen [ZAK] 1986 S. 189 f. E. 2c, jeweils mit Hinweisen). 
 
3.3 Nach der Rechtsprechung hat die versicherte Person die Umstände des als Unfall ge-
meldeten Ereignisses glaubhaft zu machen. Zur Glaubhaftmachung müssen über das konkrete 
Geschehen genaue und möglichst detaillierte Angaben namhaft gemacht werden, aufgrund 
derer der Versicherer in die Lage versetzt wird, sich über die Tatumstände ein klares Bild zu 
machen und diese in objektiver Weise abzuschätzen (vgl. BGE 114 V 305 E. 5b; Urteil des EVG 
vom 25. November 2004, U 209/04, E. 1.2, Urteil des EVG vom 15. September 2004, 
U 234/04). Unvollständige, ungenaue oder widersprüchliche Angaben zum Geschehensablauf 
können die Verneinung der Leistungspflicht der Unfallversicherung zur Folge haben. Im Streit-
fall darf zudem berücksichtigt werden, dass die "Aussagen der ersten Stunde" der versicherten 
Person erfahrungsgemäss unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die 
bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder ande-
rer Art beeinflusst sein können (Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1 mit 
Hinweisen; vgl. auch: Urteil des Bundesgerichts vom 22. September 2008, 8C_827/2007, 
E. 5.2). Im Streitfall hat das Sozialversicherungsgericht zu beurteilen, ob die einzelnen Merkma-
le des Unfallbegriffs, insbesondere die Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors, gegeben sind. 
Spricht der rechtserhebliche Sachverhalt nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit für das Vor-
liegen der einzelnen Begriffsmerkmale – die blosse Möglichkeit genügt nicht –, ist ein Unfall im 
Rechtssinne zu verneinen (Urteil des EVG vom 23. November 2006, U 258/04, E. 3.1 mit zahl-
reichen Hinweisen). Bei der Beurteilung des Unfallbegriffs kommt ihm jedoch ein nicht unerheb-
licher Beurteilungsspielraum zu (vgl. BGE 112 V 202 E. 1; Kranken- und Unfallversicherung  
– Rechtsprechung und Verwaltungspraxis [RKUV] 2003 U 485 S. 259; ALFRED MAURER, 
Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 168). 
 
3.4 Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles oder auch der unfallähnli-
chen Körperschädigung erfüllenden Ereignisses lässt sich nur selten durch medizinische Fest-
stellungen ersetzen. Diesen kommt im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vor-
liegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel lediglich die Bedeutung von Indizien zu 
(vgl. RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 E. 2). Dabei ist zu beachten, dass sich der medizinische Begriff 
des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine 
pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall auch Ereignisse, 
denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit oder der Plötzlichkeit abgeht (vgl. ALFRED BÜHLER, 
Der Unfallbegriff, in: Alfred Koller [Hrsg.], Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, 
St. Gallen 1995, S. 267). 
 
4. Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob es sich beim Ereignis vom 15. Dezember 2013 
um einen Unfall im Rechtssinne gehandelt hat. 
 
4.1.1 Gemäss Bagatellunfall-Meldung der Arbeitgeberin vom 20. Januar 2014 sei der Be-
schwerdeführer am 15. Dezember 2013 bei einer Skiabfahrt am Rande der Piste in ein Loch mit 

 

 
 
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wenig Schnee gefahren und daraufhin am Rücken stark zusammengestaucht worden. Er habe 
im Anschluss nicht mehr weiterfahren können, sondern zu Fuss weitergehen müssen.  
 
4.1.2 Im Fragebogen vom 25. März 2014 führte der Beschwerdeführer aus, dass er bei einer 
Skiabfahrt in ein Loch (Delle) gefahren sei. Es habe ihn zusammengestaucht und er habe einen 
Schlag in den Rücken erhalten. Eine Weiterfahrt sei nicht möglich gewesen.  
 
4.1.3 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens liess der Beschwerdeführer aus-
führen, dass er anlässlich einer Skiabfahrt am Rande der Piste mit grosser Geschwindigkeit in 
ein Loch bzw. eine Bodenwelle gefahren sei, in dem es bloss wenig Schnee gehabt habe. 
Dadurch sei eine starke Abbremsung erfolgt, wodurch eine Bewegungsänderung, namentlich 
eine Stauchung bewirkt worden sei. Auf die Bodenwelle habe nichts hingedeutet, der Be-
schwerdeführer habe auf einer präparierten Piste auch nicht damit rechnen müssen. Die Ab-
bremsung habe ihn entsprechend völlig unvorbereitet und ungefasst getroffen.  
 
4.2 Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt, sind die Schilderungen des Be-
schwerdeführers im Wesentlichen widerspruchsfrei und es kann darauf abgestellt werden. Um-
stritten ist indessen, ob der beschriebene Vorfall das Kriterium der Ungewöhnlichkeit erfüllt. Wie 
in Erwägung 2.3 hiervor ausgeführt, kann der ungewöhnliche äussere Faktor in einer unkoordi-
nierten Bewegung bestehen. Er liegt in solchen Fällen darin, dass die körperliche Bewegung 
durch etwas „Programmwidriges“ gestört wird, was beispielsweise dann zutrifft, wenn der Versi-
cherte stolpert, ausgleitet oder an einem Gegenstand anstösst, oder wenn er, um ein Ausgleiten 
zu verhindern, eine reflexartige Abwehrhaltung ausführt oder auszuführen versucht (Urteil des 
EVG vom 30. August 2001, U 277/99, E. 3c; RKUV 1999 Nr. U 345 S. 420 E. 2b mit weiteren 
Hinweisen). Diese Programmwidrigkeit muss bei Sportverletzungen ausserdem ausserhalb der 
gewöhnlichen Bandbreite der entsprechenden Bewegungsmuster und Abläufe der konkreten 
Sportart liegen (vgl. E. 2.4 hiervor).  
 
4.2.1 Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors wurde bei einem Skifahrer im 
Sinne eines Grenzfalles bejaht, der im buckligen Gelände auf einer vereisten Stelle ausglitt und 
danach – ohne zu stürzen – unkontrolliert auf den Boden aufschlug (RKUV 1999 Nr. U 345 
S. 420 ff.). Als Programmwidrigkeit wurde in jenem Urteil das Ausgleiten auf der vereisten Stel-
le, das sich daraus ergebende unkontrollierte Anfahren eines Buckels, das Abgehobenwerden 
bei verdrehter Oberkörperhaltung und das harte Aufschlagen gesehen (RKUV 1999 Nr. U 345 
S. 424 f. E. 4). Mangels Ungewöhnlichkeit des äusseren Faktors wurde der Unfallbegriff hinge-
gen nicht als erfüllt betrachtet, wenn es beim Skifahren auf einer steilen, buckligen Piste und 
Kompression in einer Wellenmulde zum Auftreten einer Diskushernie kommt (nicht veröffentlich-
tes Urteil des EVG vom 16. Mai 1991, U 16/91, zitiert in RKUV 1999 Nr. U 345 S. 426 E. 5). 
Verneint wurde eine Programmwidrigkeit auch bei einer Versicherten, die auf einer unpräparier-
ten Piste nach einem Sprung im hügeligen Gelände in einer Mulde landete und hart aufschlug. 
Beim Befahren von unpräparierten Pisten in alpinem Gelände müsse mit Hügeln, Mulden und 
Gräben gerechnet werden. Unerwartetes Hängen- und Steckenbleiben, unsanftes Abbremsen 
oder nicht optimal gelungene Sprünge werden in dieser Situation in Kauf genommen und sind 
weder unvorhersehbar noch ungewöhnlich (Urteil des EVG vom 1. Februar 2005, U 313/2004, 

 

 
 
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E. 5.1). Das Kantonsgericht lehnte mit Urteil vom 25. April 2013 die Ungewöhnlichkeit des 
äusseren Faktors in einem Fall, in dem die Versicherte beim Skifahren über einen Buckel ge-
fahren und bei der Landung hart aufgeschlagen ist, ebenfalls ab (Urteil des Kantonsgerichts, 
Abteilung Sozialversicherungsrecht [KGE SV], vom 25. April 2013, 725 12 377 / 84 E. 5.3).  
 
4.2.2 Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin ist die Programmwidrigkeit und 
damit die Ungewöhnlichkeit des vom Beschwerdeführer im vorliegenden Fall geschilderten Ge-
schehensablaufs zu bejahen: Der Beschwerdeführer ist zwar am Rande, aber innerhalb einer 
präparierten Skipiste mit hoher Geschwindigkeit unversehens in eine Bodenwelle gefahren und 
erlitt dabei einen Schlag in den Rücken. In der bei diesem Vorfall erfahrenen starken und abrup-
ten Entschleunigung der Körpers aus schneller Fahrt ist eine programmwidrige Störung des 
Bewegungsablaufs zu sehen, die mit einem Anstossen vergleichbar ist. Diese Programmwidrig-
keit war für den Beschwerdeführer nicht vorhersehbar. Auf einer präparierten Piste muss – im 
Gegensatz zu unpräparierten Pisten oder Buckelpisten – nicht mit Löchern oder anderen Unre-
gelmässigkeiten auf dem Fahrweg gerechnet werden. Dementsprechend nimmt ein Skifahrer 
auf einer präparierten Piste eine andere Körperhaltung ein und weist eine andere Körperspan-
nung auf als auf anderem Gelände. Das Auffangen der beschriebenen Unregelmässigkeiten 
fällt in dieser Situation nicht mehr in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster beim 
Skifahren. Der beschriebene Geschehensablauf stellt damit einen ungewöhnlichen äusseren 
Faktor dar, wobei im Hinblick auf die in Erwägung 4.2.1 hiervor aufgeführte Rechtsprechung 
wohl von einem Grenzfall auszugehen ist.  
 
4.3 Nach dem Ausgeführten ist als Zwischenergebnis festzustellen, dass der Beschwerde-
führer einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat, als er am 15. Dezember 2013 beim Skifahren 
unerwartet in eine Bodenwelle fuhr und eine starke Abbremsung mit Stauchung des Rückens 
erfuhr.  
 
5.1 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Voraus-
setzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-
trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
5.2 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger 
Zeit überhaupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also 

 

 
 
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Letzterer nur noch und ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft 
dann zu, wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schick-
salsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später ein-
gestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, 
RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen).  
 
5.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein na-
türlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Be-
hörde –  die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht –  im Rahmen der ihr obliegenden Be-
weiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Die blosse Möglich-
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 
129 V 181 E. 3.1). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
Die Beweislast liegt bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen-
hang gegeben ist, bei der versicherten Person, während sie als leistungsaufhebende Tatsache 
beim Unfallversicherer liegt (Sozialversicherungsrecht – Rechtsprechung [SVR] 2009 UV Nr. 3 
E. 2.2; RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). 
 
5.4 Zusätzlich zu diesen allgemeinen Grundsätzen, die im Zusammenhang mit der Feststel-
lung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin zu beachten sind, gilt es bei 
der Beurteilung der Unfallkausalität von Diskushernien der medizinischen Erfahrungstatsache 
Rechnung zu tragen, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandschei-
benveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen 
Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann 
eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere sowie 
geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Dis-
kushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfä-
higkeit aufgetreten sind (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit 
weiteren Hinweisen). Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur 
aktiviert, nicht aber verursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das 
unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach 
derzeitigem medizinischem Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei post-
traumatischen Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden. 
Eine allfällige richtunggebende Verschlimmerung muss röntgenologisch ausgewiesen sein und 
sich von der altersüblichen Progression abheben; eine traumatische Verschlimmerung eines 
klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs 
bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteil 
des Bundesgerichts vom 27. Juni 2012, 8C_681/2011, E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
6. Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b). Das Gericht hat die 

 

 
 
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medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG)  –  wie alle anderen Beweismittel –  ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 
einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 
134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
7. Zur Beurteilung des vorliegenden Falles sind folgende ärztliche Berichte zu berücksich-
tigen: 
 
7.1 Dr. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, hielt im Anschluss an die Erstbehandlung 
am 21. Dezember 2013 im Arztzeugnis UVG vom 4. Februar 2014 als vorläufige Diagnose My-
ogelosen und Triggerpunkte am Musculus gluteus medius links fest. Das Iliosakralgelenk sei 
frei, der Lasègue-Test sei negativ ausgefallen. Es sei eine Therapie mit Analgetika veranlasst 
worden. Als Ursache für die Beschwerden komme eine Krankheit in Frage. Der Patient habe 
vorher nicht unter ähnlichen Beschwerden gelitten.  
 
7.2 Ein am 23. Januar 2014 beim Bildgebungsinstitut F.____ durchgeführte Magnetreso-
nanztomografie (MRT) ergab eine altersentsprechende Darstellung der Bandscheide ohne auf-
fällige Chondrosen. Die Foramina intervertebralia sei durchwegs regelrecht dargestellt ohne 
Foraminalstenosen oder Diskushernien. Es bestünden keine auffälligen Facettengelenksarthro-
sen und keine Spinalkanalstenosen. Hingegen sei ein Verdacht auf Spondylolyse in der Pars 
interarticularis LWK5 ohne Spondylolyse festzuhalten. 
 
7.3 Der behandelnde Arzt Dr. med. G.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diagnosti-
zierte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 17. Februar 2014 ein Stauchungs-
trauma der Lendenwirbelsäule mit aktivierter Spondylolyse der Wirbelkörper L5/S1. Er hielt fest, 
dass er anlässlich einer früheren Konsultation am 20. Januar 2014 ein Stauchungstrauma der 
Lendenwirbelsäule sowie einen Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall L3 links diagnostiziert 
habe. Das MRT habe eine Neurokompression nicht nachweisen können. Eine solche bleibe 
jedoch klinisch möglich. Die aktuelle Diagnose entspreche dem MRT-Befund und sei als aktuel-
le Arbeitshypothese anzusehen. 
 

 

 
 
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7.4 Am 6. März 2013 wurde der Beschwerdeführer aufgrund der Indikation einer seit De-
zember 2013 bestehenden Lumboischialgie mit Ausstrahlung in den linken Oberschenkel und in 
die Leiste mit leichtem Sensibilitätsdefizit operiert. Die neurochirurgische Abteilung des Spitals 
H.____ hielt in ihrem Operationsbericht vom gleichen Tag als OP-Diagnose ein lumboradikulä-
res Schmerz- und sensomotorisches Ausfallsyndrom, am ehesten L3 und L4 linksseitig mit 
nach kranial und wenig nach kaudal sequestrierter lumbaler Diskushernie Lendenwirbelkörper 
3/4 linksseitig mit Tangierung der Wurzel L3 fest.  
 
7.5 Die versicherungsmedizinisch beratende Ärztin Dr. med. I.____, FMH Physikalische 
Medizin und Rehabilitation, führte in ihrer Stellungnahme an die Beschwerdegegnerin vom 
15. April 2014 unter Hinweis auf den Bericht des erstbehandelnden Arztes Dr. E.____ und das 
am 23. Januar 2014 durchgeführte MRT aus, dass die sequestrierte Diskushernie mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 15. Dezember 2013 zurückzuführen sei. 
Der Status quo sine vel ante für die unfallkausalen Beschwerden wäre spätestens nach drei bis 
vier Monaten erreicht gewesen.  
7.6 Im Rahmen des Einspracheverfahrens nahm Dr. G.____ im Auftrag des Beschwerde-
führers in medizinischer Hinsicht erneut Stellung. Er führte am 26. Juni 2014 aus, dass es ver-
messen sei, vorliegend von einem Vorzustand auszugehen. Bis zum Unfall sei der Beschwer-
deführer jederzeit beschwerdefrei und sportlich auf hohem Niveau leistungsfähig gewesen. Be-
handlungen seien nicht aktenkundig. Durch die axiale Stauchung am 15. Dezember 2013 sei es 
zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung gekommen. Die klinische Symptomatik sei in der 
Folge jedoch progredient gewesen, erst verzögert habe eine Diskushernie nachgewiesen wer-
den können. Inwieweit diese vorbestehend gewesen sei, könne weder von ihm noch von einer 
Versicherungsgesellschaft festgestellt werden. Fest stehe, dass das Auftreten der Symptome in 
klarem Zusammenhang mit der Diskushernie stehe und eine entsprechende Vorerkrankung 
nicht bekannt gewesen sei. Aktuell sei weder ein Status quo ante noch ein Status quo sine er-
reicht. Die Annahme, dass der Vorzustand am 4. März 2014 erreicht worden sei, sei willkürlich.  
 
8.1 Die in Erwägung 5.4 hiervor dargestellte Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Kau-
salität von Bandscheibenvorfällen ist so zu verstehen, dass eine Diskushernie in der Regel auf 
degenerative Veränderungen zurückzuführen und folglich krankheitsbedingt ist. Nur in äusserst 
seltenen Fällen kann eine Diskushernie durch einen Unfall ausgelöst oder richtungsgebend ver-
schlimmert werden. Dies ist der Fall, wenn das Unfallereignis mit seiner äusseren Einwirkung 
derart intensiv ist, dass es geeignet ist, eine gesunde Wirbelsäule zu verletzen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit weiteren Hinweisen). Ausgangspunkt 
jeder Kausalitätsbeurteilung in diesem Gebiet bildet somit die Frage, ob der konkrete Unfallme-
chanismus auch eine gesunde Bandscheibe schädigen könnte. Nach dem unbestrittenen und 
vom Beschwerdeführer widerspruchsfrei geschilderten Unfallhergang ist er bei einer Skiabfahrt 
in eine Bodenwelle gefahren und stark zusammengestaucht worden. Obwohl dabei gemäss den 
Ausführungen von Dr. G.____ eine axiale Stauchung der Wirbelsäule stattgefunden hat, ist die-
ses Ereignis im Lichte der bisherigen Rechtsprechung des Bundesgerichts zur Unfallkausalität 
von Bandscheibenvorfällen eher den nicht besonders intensiven oder schweren zuzuweisen 
(vgl. dazu DAVID WEISS, Bemerkungen zum Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, in: 
AJP 2006, S. 880 f., mit einer Zusammenstellung verschiedener Bundesgerichtsurteile zu die-

 

 
 
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ser Frage). Der medizinischen Erfahrungstatsache gemäss wäre es wohl nicht geeignet gewe-
sen, eine gesunde Bandscheibe zu verletzen. Vom erstbehandelnden Arzt Dr. E.____ am 
21. Dezember 2013 wurden denn auch keinerlei typische (radikuläre oder sensomotorische) 
Symptome oder klinische Anzeichen für eine Diskushernie (Lasègue-Zeichen negativ) festge-
stellt. Vielmehr ging bereits Dr. E.____ von einer krankheitsbedingten Schädigung aus. Zu be-
rücksichtigen ist ausserdem, dass der Beschwerdeführer kurz nach dem Unfallereignis in die 
Ferien nach Asien verreiste. Erst im Anschluss an diesen Urlaub war erstmals von der Diagno-
se einer Diskushernie die Rede. Selbst wenn eine solche zu diesem Zeitpunkt bildgebend hätte 
nachgewiesen werden können, bzw. das am 23. Januar 2014 durchgeführte MRT die korrekte 
linke Seite der Wirbelsäule abgebildet hätte, wäre ein Kausalzusammenhang mit dem mehr als 
fünf Wochen vorher stattgefundenen Unfallereignis nicht nachgewiesen. Damit fehlt es sowohl 
an der notwendigen Unfallschwere wie auch an einer echtzeitlichen Diagnose.  
 
8.2 Daran ändert auch das Vorbringen nichts, wonach der Beschwerdeführer vor dem Un-
fall jederzeit beschwerdefrei und sportlich auf hohem Niveau leistungsfähig gewesen sei und 
nie eine Wirbelsäulenbehandlung habe beanspruchen müssen. Dadurch ist nicht erstellt, dass 
der Beschwerdeführer am 15. Dezember 2013 einen traumatisch bedingten Bandscheiben-
schaden erlitt. Den natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Bandscheibenscha-
den allein mit dieser Argumentation zu bejahen, liefe im Ergebnis auf die Beweisformel "post 
hoc ergo propter hoc" hinaus, wonach eine gesundheitliche Schädigung bereits deshalb als 
durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. BGE 119 V 341 f. 
E. 2b/bb). Eine solche Beweiswürdigung erweist sich im unfallversicherungsrechtlichen Bereich 
aber nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung als unzureichend (vgl. etwa Urteil des Bundes-
gerichts vom 22. Juni 2010, 8C_309/2010). Ein stummer Vorzustand, der durch den Unfall vom 
15. Dezember 2013 aktiviert wurde, wird vom Beschwerdeführer augenscheinlich nicht geltend 
gemacht. 
 
8.3 Nach dem Ausgeführten ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass der am 15. Dezember 2013 erlittene Unfall die anlässlich der Operation am 6. März 2013 
festgestellte Diskushernie nicht ausgelöst oder aktiviert hat. Zu prüfen bleibt, ab welchem Zeit-
punkt ein Abklingen des unfallbedingten Schmerzsyndroms anzunehmen ist (vgl. E. 5.4 hier-
vor). Die Beschwerdegegnerin ist – gestützt auf die Stellungnahme von Dr. I.____ – davon aus-
gegangen, dass das Unfallereignis höchstens für ein bis 4. März 2014 dauerndes Schmerzsyn-
drom kausal verantwortlich gewesen sei. Gemäss Rechtsprechung ist das Abklingen posttrau-
matischer Lumbalgien und Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten zu erwarten (vgl. E. 5.4 
hiervor). Die vorliegend anerkannte Behandlungsdauer von etwas weniger als drei Monaten 
erscheint eher knapp bemessen. Unter Berücksichtigung der Umstände des konkreten Falles 
erweist sich die Einstellung der Leistungen per 4. März 2014 jedoch noch als rechtmässig. Die 
unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsleidens des Beschwerdeführers haben in diesem 
Zeitpunkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ihre kausale Bedeutung verloren respektive 
sind von der aufgetretenen Diskushernie überlagert worden.  
 
9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es sich beim Ereignis vom 15. Dezember 
2013 um einen Unfall im Rechtssinne gehandelt hat. Indessen besteht mit überwiegender 

 

 
 
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Wahrscheinlichkeit kein Kausalzusammenhang zwischen dem erlittenen Unfall und der später 
diagnostizierten Diskushernie. Die Beschwerdegegnerin hat demnach nur für das unfallkausale 
Schmerzsyndrom aufzukommen. Die diesbezügliche Annahme eines Status quo sine vel ante 
per 4. März 2014 durch die Beschwerdegegnerin ist letztlich nicht zu beanstanden. Die gegen 
den Einspracheentscheid vom 16. Januar 2015 erhobene Beschwerde erweist sich damit im 
Ergebnis als unbegründet, weshalb sie abgewiesen werden muss. 
 
10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind entsprechend dem Verfahrensaus-
gang wettzuschlagen. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen.  
 
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