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**Case Identifier:** 0cbfd9f6-9333-5771-81db-2761b697f32c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.06.2020 200 2019 936
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2019-936_2020-06-18.pdf

## Full Text

200 19 936 UV
WIS/IMD/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Juni 2020

Verwaltungsrichterin Wiedmer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
Direktion Bern, Bundesgasse 35, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 13. November 2019

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seinen Arbeitgeber bei der Schweizerische Mobiliar Versicherungsge-
sellschaft AG (Mobiliar bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallver-
sichert, als er sich gemäss Unfallmeldung vom 17. September 2018 (Akten 
der Mobiliar [act. II] UM1) am 8. September 2018 bei einem Verkehrsunfall 
Verletzungen des rechten Mittelfusses und der beiden oberen Extremitäten 
zuzog. Die Mobiliar erbrachte für dieses Ereignis die gesetzlichen Leistun-
gen (Heilkosten, Taggeld [act. II Regress unpaginiert]).

Am 8. April 2019 (Akten der Mobiliar [act. IIA] Unfallmeldung unpaginiert) 
liess der Versicherte über seine Arbeitgeberin einen weiteren Unfall vom 
31. Dezember 2018 melden. Er sei zu Hause mit dem Bürostuhl nach hin-
ten gerollt, über den Teppich gestolpert und mit der linken Schulter gegen 
die Wand gekracht. Dabei habe er sich einen Sehnenriss zugezogen.

Bezüglich beider Ereignisse klärte die Mobiliar den medizinischen Sach-
verhalt ab; namentlich legte sie die Akten ihrem Vertrauensarzt Dr. med. 
C.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, zur Beurteilung vor. Gestützt auf dessen Aktengut-
achten vom 1. Mai 2019 (act. II M14) bzw. dessen Stellungnahme vom 
30. April 2019 (act. IIA M16) terminierte die Mobiliar mit Verfügungen vom 
21. Mai 2019 (act. II Korrespondenz pag. 46-48; act. IIA Korrespondenz 
pag. 10-11) ihre Leistungspflicht für das Ereignis vom 8. September 2018 
per 9. Oktober 2018 und für das Ereignis vom 31. Dezember 2018 per 
6. Januar 2019. Die dagegen erhobenen Einsprachen (act. II Korrespon-
denz pag. 64-65, 78-81; act. IIA Korrespondenz pag. 24-25, 34-35) wies die 
Mobiliar mit Einspracheentscheid vom 13. November 2019 (act. II Korre-
spondenz pag. 84-99; act. IIA Korrespondenz pag. 37-52) ab. Eine seitens 
der zuständigen obligatorischen Krankenversicherung erhobene Einspra-
che vom 29. Mai 2019 (act. II Korrespondenz pag. 53; act. IIA Korrespon-
denz pag. 14) zog diese mit Schreiben vom 3. Juli 2019 zurück (act. II Kor-
respondenz pag. 72; act. IIA Korrespondenz pag. 31).

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B.

Mit Eingabe vom 13. Dezember 2013 erhob der Versicherte, vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, Beschwerde mit dem Antrag, der Ein-
spracheentscheid vom 13. November 2019 sei aufzuheben und ihm seien 
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere über den 9. Oktober 2018 bzw. 
6. Januar 2019 hinausgehend, auszurichten. Eventualiter sei die Angele-
genheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere 
Abklärungen, insbesondere eine verwaltungsexterne medizinische Experti-
se mit medizinischem Fachgebiet Orthopädie, vornehme und hiernach über 
die gesetzlichen Leistungen nach UVG erneut entscheide.

Mit Eingabe vom 16. Dezember 2019 reichte der Beschwerdeführer einen 
Bericht des Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 11. Dezember 2019 
(Akten des Beschwerdeführers [act. I] 8) zu den Akten. Gleichzeitig stellte 
er den Antrag, die Beschwerdegegnerin sei zur Übernahme der Kosten 
dieses Berichts in der Höhe von Fr. 200.-- zu verpflichten.

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 22. Ja-
nuar 2020 die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 13. 
November 2019 (act. II Korrespondenz pag. 84-99; act. IIA Korrespondenz 
pag. 37-52). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung über den 9. Oktober 
2018 (betreffend Ereignis vom 8. September 2018) bzw. den 6. Januar 
2019 (betreffend Ereignis vom 31. Dezember 2018) hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversiche-
rung setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusam-

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menhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über-
haupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, 
wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund-
heitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich 
auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn entweder der 
(krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall be-
standen hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 
nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes 
auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) er-
reicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1).

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Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung 
(BGE 140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.3 Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistun-
gen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend 
auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche 
(lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelris-
se (lit. d), Muskelzerrungen (lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g), 
Trommelfellverletzungen (lit. h). Nach Meldung einer Listenverletzung 
gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG hat der Unfallversicherer die genauen Begleit-
umstände abzuklären. Ist die Listenverletzung auf ein Unfallereignis im 
Sinne von Art. 4 ATSG zurückzuführen, so ist der Unfallversicherer solange 
leistungspflichtig, bis der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate 
Ursache darstellt, der Gesundheitsschaden also nur noch und ausschliess-
lich auf unfallfremden Ursachen beruht. Sind hingegen nicht sämtliche Kri-
terien des Unfallbegriffs nach Art. 4 ATSG erfüllt, so wird der Unfallversi-
cherer für eine Listenverletzung nach Art. 6 Abs. 2 UVG in der seit 1. Janu-

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ar 2017 geltenden Fassung grundsätzlich leistungspflichtig, sofern er nicht 
den Nachweis dafür erbringt, dass die Verletzung vorwiegend auf Abnüt-
zung oder Erkrankung zurückzuführen ist (Entscheid des BGer vom 24. 
September 2019, 8C_22/2019 [zur Publikation vorgesehen], E. 9.1).

2.4 Um über den Leistungsanspruch entscheiden zu können, ist die 
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewie-
sen, die Ärzte und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Um-
fang und bezüglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig 
sind. Im Weiteren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch 
zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 
S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.

3.1 Aufgrund der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Ereig-
nisse vom 8. September und vom 31. Dezember 2018 die kumulativen An-
spruchsvoraussetzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllen. Umstritten ist hingegen, ob der Beschwerdeführer – 
basierend auf den besagten Unfällen – über die von der Beschwerdegeg-
nerin verfügte Leistungseinstellung per 9. Oktober 2018 (betreffend Ereig-
nis vom 8. September 2018 [act. II Korrespondenz pag. 46-48]) bzw. per 
6. Januar 2019 (betreffend Ereignis vom 31. Dezember 2018 [act. IIA Kor-

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respondenz pag. 10-11]) hinaus weiterhin Anspruch auf Leistungen der 
obligatorischen Unfallversicherung hat. Zu prüfen ist in diesem Zusammen-
hang, wann der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den jeweiligen 
Ereignissen und den diesbezüglich beklagten Beschwerden mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 144 V 427 E. 3.2 S. 429) entfal-
len ist. Die Beweislast hierfür liegt bei der Beschwerdegegnerin (vgl. 
E. 2.2.1 hiervor).

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten – soweit entscheidwesent-
lich – das Folgende zu entnehmen:

3.2.1 Der nach dem Unfall vom 8. September 2018 erstbehandelnde 
Arzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, hielt im 
„Arztzeugnis UVG“ vom 19. September 2018 (act. II M1) fest, der Patient 
habe am 8. September 2018 einen Sturz mit dem Motorrad erlitten. Die 
Erstbehandlung habe am 11. September 2018 stattgefunden. Er diagnosti-
zierte eine beidseitige traumatische Periarthritis humeroscapularis und eine 
Kontusion am rechten Fuss. 

3.2.2 Im Bericht des Röntgeninstituts F.________ vom 9. Oktober 2018 
(act. II M2) wurden die folgenden Befunde betreffend die linke Schulter 
festgehalten: Unterflächenpartialruptur der Supraspinatussehne und diskre-
te Unterflächenpartialruptur der Subscapularissehne; diskreter SLAP Typ II, 
Differentialdiagnose: sublabraler Recessus; Bursitis subacromialis und dis-
krete AC-Gelenks-Veränderungen.

3.2.3 Der Vertrauensarzt Dr. med. C.________ diagnostizierte im Be-
richt vom 7. November 2018 (act. II M4) eine Schulterkontusion links sowie 
vorbestehend degenerative Veränderungen des linken Schultergelenkes 
mit Partialrupturen der Rotatorenmanschette und eine degenerative SLAP-
Läsion. Vorbestehend lägen zudem eine Bursitis suabrcomialis und eine 
AC-Gelenksarthrose vor. Der Status quo sine sei spätestens am 9. Oktober 
2018 und dem Ausschluss traumatischer Veränderungen per MRI eingetre-
ten.

3.2.4 Einem weiteren Bericht des Röntgeninstituts F.________ vom 
17. Januar 2019 (act. II M6) ist zu entnehmen, dass im Verlauf seit dem 
9. Oktober 2018 eine progrediente, nun vollständig transmurale Ruptur der 

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Supraspinatussehne direkt am Ansatz von ventral bis weit nach dorsal oh-
ne wesentliche Retraktion der Sehne vorliege. Es bestehe eine leicht pro-
grediente Unterflächenpartialruptur der kranialen ansatznahen Subscapula-
rissehne (ca. 50 %). Die lange Bizepssehne sei intakt. Es lägen keine La-
brumruptur und keine ossäre Traumafolge bei ansonsten Status idem vor. 
Es bestehe keine Omarthrose, die leichte AC-Arthrose ohne Aktivierung sei 
unverändert.

3.2.5 Im Schreiben vom 29. Januar 2019 (act. II M7) berichtete Dr. med. 
E.________, dass die konservative Therapie zwischen September und 
Dezember 2018 nur mühsam den Weg zu einer Besserung gefunden habe, 
wobei vor Abschluss wieder eine ordentliche Beweglichkeit habe erlangt 
werden können, die wieder eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf 
erlaubt habe.

3.2.6 Dr. med. D.________ hielt im Bericht vom 31. Januar 2019 (act. II 
M5) fest, es bestehe eine transmurale Ruptur der Supraspinatussehne und 
eine Läsion der cranialen Subscapularissehne mit instabil geführter langer 
Bizepssehne. Er empfehle die arthroskopische Naht der Supraspinatus-
sehne und gleichzeitig wahrscheinlich eine Tenotomie der langen Bizeps-
sehne, da das Pulley durch die Rotatorenmanschettenläsion geschädigt 
sei. Eine weitere konservative Behandlung bei persistierenden Schmerzen 
und eingeschränkter Kraft sei beim unter 60-jährigen Patienten nicht indi-
ziert.

Der entsprechende Eingriff durch Dr. med. D.________ erfolgte am 19. Fe-
bruar 2019 (act. II M8.1). Zur Indikation führte er im Bericht desselben Da-
tums aus, es bestehe eine Läsion der superioren Rotatorenmanschette 
nach Motoradunfall vom 8. August (richtig: September) 2018. Initial sei 
konservativ behandelt worden. Im MRT sei zudem eine SLAP-II-Läsion 
vermutet worden. Am 31. Dezember 2018 sei es zu einem erneuten Stur-
zereignis mit Traumatisierung der Schulter links mit zunehmend einge-
schränkter Kraft gekommen. Eine erneute Abklärung mittels Arthro-MRT 
der Schulter links zeige nun eine transmurale Ruptur anterior, in der klini-
schen Untersuchung fänden sich eine freie Beweglichkeit, verminderte 
Kraft für Supraspinatus und positive Bizepszeichen. Das Schultergelenk sei 
indolent. Bei persistierenden Beschwerden (trotz konservativer Behand-

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lung) und Kraftminderung werde die Indikation zur Arthroskopie, wahr-
scheinlich Tenotomie der langen Bizepssehne und Naht der Supraspina-
tussehne bei transmuraler Ruptur gestellt. Anlässlich der Schulterarthro-
skopie habe sich die Subscapularissehne als grösstenteils intakt gezeigt, 
superior habe nur eine leichte Unregelmässigkeit vorgelegen. Eine eigentli-
che SLAP-Läsion sei nicht festgestellt worden. Die lange Bizepssehne ha-
be sich verdickt und instabil geführt dargestellt. Es habe sich eine transmu-
rale Ruptur der Supraspinatussehne über eine Breite von ca. 1 cm ohne 
Retraktion gezeigt. Die restliche Rotatorenmanschette sei intakt gewesen. 
Es habe ein eher laxes Gelenk mit Subluxation nach inferior vorgelegen. 

3.2.7 Im Bericht vom 27. März 2019 (act. II M10) führte Dr. med. 
E.________ aus, der Patient habe sich nach dem Unfall vom 8. September 
2018 für ein konservatives Vorgehen mit Physiotherapie und Einsatz von 
nichtsteroidalen Antirheumatika entschieden, womit er einverstanden ge-
wesen sei. Das am 9. Oktober 2018 durchgeführte MRI habe Unterflächen-
partialrupturen der Supraspinatussehne und der Subscapularissehne links 
gezeigt. Unter Fortsetzung der Physiotherapie und der Infiltration subclavi-
culär links sei es zu einer Regredienz des Schmerzes und einer Besserung 
der Beweglichkeit gekommen, wobei die Subscapularisfunktion links deut-
lich eingeschränkt sei. Die Arbeit habe ab dem 10. Dezember 2018 zu 50 
% wieder aufgenommen werden können. Am 31. Dezember 2018 sei er-
neut ein Sturz und eine Kontusion der linken Schulter erfolgt. In der Folge 
habe wieder eine vermehrt eingeschränkte Abduktion und Subscapularis-
funktion vorgelegen. Das MRI zeige nun eine vollständige Ruptur der Su-
praspinatussehne. Daraufhin sei die Überweisung an Dr. med. D.________ 
erfolgt, in dessen Händen nun die Beurteilung und die notwendige arthro-
skopische Schulteroperation links liege. Die Beurteilung des beratenden 
Arztes (vom 7. November 2018) könne er nicht nachvollziehen. Die ge-
nannte leichte AC-Arthrose sei nicht Gegenstand der Behandlung gewesen 
und eine vollständige Supraspinatussehnenruptur (MRI vom 19. Januar 
2019) ohne zusätzliches Trauma sei sicher nicht zwingend eine Folge des 
Unfalls vom 8. September 2018.

In einem weiteren Bericht vom 22. April 2019 (act. II M11) kritisierte 
Dr. med. E.________ die „willkürliche“ Begrenzung der Kostenübernahme 

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durch die Beschwerdegegnerin auf den 10. Oktober 2018 bei einer Partial-
ruptur während der laufenden Physiotherapie und weiteren therapeutischen 
Bemühungen und Kontrollen. Eine vollständige Arbeitsfähigkeit habe gar 
nie erreicht werden können, da die linke Supraspinatussehne bereits am 
31. Dezember 2018 weiteren Schaden genommen habe. Die genauen Um-
stände der am 31. Dezember 2018 erlittenen Kontusion seien ihm nicht 
bekannt. Für ihn als behandelnder Arzt sei die Weiterrupturierung der lin-
ken Supraspinatussehne klar eine Folge der am 10. Oktober (richtig: 
8. September) 2018 anlässlich des Motorradsturzes erlittenen Schädigung. 
Der Patient habe vor der neuerlichen Kontusion auch erst eine Arbeits-
fähigkeit von 50 % erreicht.

3.2.8 Betreffend das Ereignis vom 31. Dezember 2018 diagnostizierte 
Dr. med. C.________ im Bericht vom 30. April 2019 (act. IIA M16) eine 
Schulterkontusion links sowie degenerative Veränderungen des linken 
Schultergelenkes mit u.a. Zusammenhangstrennung der Supraspinatus-
sehne. Die degenerativen Veränderungen seien im Rahmen einer MRI-
Untersuchung am 9. Oktober 2018 und damit vor dem Ereignis vom 
31. Dezember 2018 gesichert worden. Das MRI vom 17. Januar 2019 habe 
hier zwar ein Fortschreiten der bekannten Veränderungen gezeigt, eine 
richtungsweisende Verschlimmerung könne dennoch nicht angenommen 
werden, da das Ereignis vom 31. Dezember 2018 biomechanisch die be-
troffenen Strukturen nicht habe erreichen können. Es habe sich dabei um 
eine direkte Kontusion gehandelt. Eine Woche nach dem Ereignis sei der 
Status quo sine erreicht gewesen. Die Behandlungsmassnahmen seien 
nicht unfallkausal.

3.2.9 Im Aktengutachten vom 1. Mai 2019 (act. II M14) führte der Ver-
trauensarzt Dr. med. C.________ aus, es ergäben sich keine Hinweise, 
dass im Rahmen des Ereignisses vom 8. September 2018 die später fest-
gestellten Veränderungen des linken Schultergelenkes verursacht worden 
seien. Es werde kein geeigneter Unfallhergang beschrieben, ebenso nicht 
der weitere Verlauf nach dem Unfallereignis. Ein Unfall, der eine Schädi-
gung der Rotatorenmanschette verursachen könne, sei mit einer schweren 
Schädigung des linken Schultergelenkes verbunden, wie z.B. einer Luxati-
on oder Subluxation. Solchermassen geartete Verletzungen führten zu so-

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fortiger ärztlicher Behandlung aufgrund sofort einsetzender erheblicher 
Schmerzen sowie Funktionsverlust des Armes. Ein solcher Verlauf habe 
beim Versicherten weder initial noch im weiteren Verlauf vorgelegen. Der 
initiale klinische Befund, der am 11. September 2018 erhoben worden sei, 
könne den Verdacht einer traumatischen Zusammenhangstrennung der 
Rotatorenmanschette nicht erhärten, daher sei von Dr. med. E.________ 
auch eine beidseits traumatische Periarthritis humeroscapularis mitgeteilt 
worden. Dies sei ein früher verwendeter Begriff für unklare Schmerzen des 
Schultergelenkes zunächst unklarer bzw. multifaktorieller Genese. Der Be-
fund der MRT-Untersuchung beschreibe eine Unterflächenpartialruptur der 
Supraspinatussehne und eine diskrete Unterflächenpartialruptur der Sub-
scapularissehne mit diskreter SLAP Typ II-Läsion. Bei der später durchge-
führten Operation am 19. Februar 2019 habe singulär eine Zusammen-
hangstrennung der Supraspinatussehne gesichert und behandelt werden 
können. Eine Läsion der Subscapularissehne habe nicht vorgelegen und 
ebenfalls keine SLAP-Läsion. Die typische Begleitverletzung einer trauma-
tischen Supraspinatussehnenruptur habe nicht gesichert werden können. 
Es handle sich somit um eine isolierte Zusammenhangstrennung der Su-
praspinatussehne ohne Hinweise für traumatische Veränderungen, ohne 
die zu fordernden und typischen Begleitverletzungen des Schultergelenkes. 
Der Status quo sine betreffend Ereignis vom 8. September 2018 sei 
spätestens am 9. Oktober 2018 und mit dem Ausschluss traumatischer 
Veränderungen per MRI anzunehmen.

3.2.10 Die Vertrauensärztin des zuständigen Krankentaggeldversiche-
rers, Dr. med. G.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, führte in der Beurteilung vom 
11. Juni 2019 (act. IIA Korrespondenz pag. 17-18) aus, das Unfallereignis 
vom 8. September 2018 sei geeignet, eine strukturelle Rotatorenmanschet-
tenläsion zu verursachen. Die Partialruptur der Supraspinatussehne sei mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf dieses Ereignis zurückzuführen. 
Entsprechend liege eine richtungsgebende strukturelle Läsion vor. Der 
Vorzustand könne nicht mehr erreicht werden. Sie gehe mit Dr. med. 
C.________ einig, dass das zweite Ereignis vom 31. Dezember 2018 nicht 
geeignet sei, eine strukturelle Verletzung der Rotatorenmanschette zu ver-
ursachen. Studien zeigten jedoch, dass Partialrupturen die Tendenz hätten, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 13

im Verlauf grösser zu werden. Die Ausdehnung der Supraspinatusruptur 
zeige entsprechend den natürlichen Verlauf dieser strukturellen Verletzung. 
Das Fehlen von eindeutigen traumatischen Befunden bei der Operation sei 
sechs Monate nach dem Ereignis zu erwarten und schliesse eine traumati-
sche Genese nicht aus.

3.2.11 Im Bericht vom 31. Juli 2019 (act. II Korrespondenz pag. 75-77) 
hielt Dr. med. E.________ fest, er teile die Beurteilung und Einschätzung 
von Dr. med. C.________ nicht. Der Ausdruck „traumatische Periarthritis 
humero-scapularis“ sei sehr wohl noch ein gebräuchlicher Begriff. Keines-
wegs könne aus dem Gebrauch dieses Begriffes oder zum Beispiel trauma-
tisches Supraspinatussyndrom anhand der klinischen Untersuchung auf 
das exakte Ausmass einer Sehnen- und Muskelverletzung geschlossen 
werden. Diese drei Begriffe würden in der medizinischen Alltagssprache 
gleichbedeutend gebraucht. Die Schlussbemerkungen des Vertrauensarz-
tes seien unverständlich und mit dem verzögerten klinischen Verlauf nicht 
in Einklang zu bringen sei.

3.2.12 Dr. med. D.________ führte im Bericht vom 22. August 2019 (act. 
IIA Korrespondenz pag. 81-82; Akten des Beschwerdeführers [act. I] 7) 
aus, er erachte den Unfall vom August (richtig: September) als mögliche 
Ursache der partiellen Läsion, auf jeden Fall habe das erneute Ereignis 
vom 31. Dezember 2018 den Zustand nachweislich verschlechtert mit neu 
eben vollständigem Abriss der Supraspinatussehne. Dies sei auch der 
Grund für die im Februar 2019 durchgeführte Operation gewesen. Die Ein-
wände des Gutachters seien seines Erachtens gesucht und im Wider-
spruch zu den mit MRT dokumentierten Veränderungen mit Zunahme der 
Sehnenläsion nach dem zweiten Traumaereignis. Der Verlauf zeige klar 
eine Zunahme der Läsion der Supraspinatussehne, die Vorbehalte wie z.B. 
dass keine Luxation oder Subluxation stattgefunden hätten und die Läsion 
der Supraspinatussehne deswegen nicht durch das Trauma verursacht 
sein könne, als auch die Behauptung, dass eine solche Verletzung zur so-
fortigen ärztlichen Behandlung führen sollte, seien nicht statthaft als Argu-
ment um eine Traumafolge auszuschliessen. Komplett irrlichternd sei, dass 
der Gutachter versuche, die Diagnose eines PHS, welche durch den Haus-
arzt gestellt worden sei, als Argument anzuführen, dass es sich hierbei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 14

nicht um ein Traumaereignis handeln könne. Der Gutachter Dr. 
C.________ führe solche Gutachten im Auftrag des „Swiss Medical As-
sessment- and Business-Center“ durch und sei laut seiner Internetrecher-
che in Krefeld in Deutschland tätig. Er wage zu bezweifeln, dass dieser 
über eine in der Schweiz gültige Berufsausübungsbewilligung verfüge und 
vermute, dass das Anfertigen von Gutachten seine hauptberufliche Tätig-
keit sei. Die Neutralität, wie diese vom Gesetzgeber für ärztliche Gutachten 
gefordert werde, wäre somit nicht gegeben.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 15

Die Berichte und Gutachten ständiger Vertrauensärzte haben in beweis-
rechtlicher Hinsicht grundsätzlich den gleichen Stellenwert wie die verwal-
tungsinternen Arztberichte und Gutachten der UVG-Versicherer (RKUV 
2001 KV 189 S. 492 E. 5b).

3.4 Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. November 2019 
(act. II Korrespondenz pag. 84-99; act. IIA Korrespondenz pag. 37-52) ba-
siert auf dem vertrauensärztlichen Aktengutachten von Dr. med. 
C.________ vom 1. Mai 2019 (act. II M14) sowie dessen Stellungnahme 
vom 30. April 2019 (act. IIA M16). Die beiden Beurteilungen erfüllen die 
vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) 
und erbringen vollen Beweis. Folglich kann darauf abgestellt werden. Der 
Facharzt hat sich einlässlich mit den klinisch und bildgebend festgestellten 
Befunden auseinandergesetzt und schlüssig dargelegt, dass bezüglich bei-
der Unfallereignisse keine unfallbedingten strukturellen Läsionen festge-
stellt wurden, sondern vielmehr deutlich degenerative Veränderungen. 
Überzeugend verweist er auf die fehlenden typischen Begleitverletzungen 
des Schultergelenkes, welche bei einem traumatisch bedingten Riss der 
Supraspinatussehne zu erwarten wären. Der daraus gezogene Schluss, 
dass knapp einen Monat nach dem ersten Ereignis bzw. eine Woche nach 
dem zweiten Ereignis der Status quo sine erreicht war, überzeugt ebenfalls. 
Weil ihm die vollständigen Vorakten vorlagen und er sich anhand der vor-
handenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild machen konnte, ist 
nicht zu beanstanden, dass seine Schlussfolgerungen nicht auf einer per-
sönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers beruhen (vgl. RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Dies gilt umso mehr, als 
nach der arthroskopischen Naht der Supraspinatussehne (act. II M8.1) von 
einer klinischen Exploration ohnehin keine zusätzlichen Erkenntnisse zu 
erwarten gewesen wären.

Die abweichenden Berichte von Dr. med. D.________ vom 22. August 
2019 (act. IIA Korrespondenz pag. 81-82; act. I 7) und vom 11. Dezember 
2019 (act. I 8), auf welche sich der Beschwerdeführer in seiner Argumenta-
tion bezieht, führen zu keinem anderen Ergebnis: Darin bezeichnet er den 
Unfall vom August (richtig: 8. September 2018) als mögliche Ursache der 
partiellen Läsion, auf jeden Fall habe das erneute Ereignis vom 31. De-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 16

zember 2018 den Zustand nachweislich verschlechtert mit neu vollständi-
gem Abriss der Supraspinatussehne (act. I 7 S. 1). Soweit Dr. med. 
D.________ damit sinngemäss geltend macht, das Unfallgeschehen vom 
September 2018 könne durchaus eine Teilruptur der Supraspinatussehne 
verursachen, hat er (einzig) die grundsätzliche Eignung des Unfallgesche-
hens für die hier infrage stehenden Beschwerden bejaht. Er benannte – 
was den hier zu beurteilenden, konkreten Fall betrifft – jedoch nicht einmal 
ansatzweise Befunde, die für eine unfallbedingte Schädigung der Supra-
spinatussehne sprächen. Auf die Argumentation des Vertrauensarztes, 
wonach der dargestellte Unfallmechanismus nicht geeignet sei, die in Fra-
ge stehende Schädigung der Supraspinatussehne zu verursachen, geht er 
nicht ein bzw. will diese mit dem Hinweis entkräften, dass sich Patienten oft 
nicht genau an den Unfallhergang erinnern können (act. I 8 S. 1). Unbehel-
flich ist diesbezüglich der Hinweis auf den Bericht von Dr. med. 
G.________ vom 11. Juni 2019 (act. II Korrespondenz pag. 17-18), welche 
zu einem ähnlichen Schluss komme (act. I 8 S. 1). Auch Dr. med. 
G.________ setzt sich mit der Argumentation des Vertrauensarztes Dr. 
med. C.________ nicht vertieft auseinander und hält den Motorradunfall 
lediglich als geeignet, eine strukturelle Rotatorenmanschettenläsion zu ver-
ursachen. Bezüglich des zweiten Ereignisses vom 31. Dezember 2018 hält 
Dr. med. D.________ fest, der Patient habe nach diesem Ereignis den Arm 
schmerzbedingt nicht mehr heben können, die Kraft für die Elevati-
on/Abduktion seien massiv vermindert gewesen, so dass für dieses zweite 
Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Unfallfolge ange-
nommen werden müsse (act. I 8 S. 2). Der Argumentation des Vertrauens-
arztes, wonach das gemeldete Unfallgeschehen mit Umkippen des Büro-
stuhl und Schulteranprall an der Wand (act. IIA Unfallmeldung unpaginiert) 
biomechanisch nicht geeignet war, einen Supraspinatussehnenriss zu ver-
ursachen, hält er einzig entgegen, im Vergleich zum vor dem Unfallereignis 
erstellten MRI mit Partialruptur habe sich danach ein kompletter Riss der 
Supraspinatussehne gezeigt. Der Vorzustand habe sich somit nachweislich 
verschlechtert. Damit beruft er sich – wie auch der Beschwerdeführer (Be-
schwerde S. 6) – auf die unzulässige Beweismaxime „post hoc ergo propter 
hoc“ (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 
E. 7.2). Hinzu kommt, dass Dr. med. D.________ fälschlicherweise davon 
ausgeht, die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden seien direkt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 17

im Anschluss an das Ereignis vom 31. Dezember 2018 aufgetreten. Viel-
mehr traten diese gemäss Aussage des Beschwerdeführers erst drei Tag 
später beim Arbeiten mit einer Bohrmaschine auf (act. IIA pag. 7 Ziff. 5). 
Insgesamt setzt sich Dr. med. D.________ mit den Überlegungen und 
Schlussfolgerungen des Vertrauensarztes nicht vertieft auseinander, son-
dern stellt diesen lediglich seine eigene Einschätzung gegenüber und be-
gnügt sich damit, die Argumente des Vertrauensarztes als nicht statthaft 
und „irrlichternd“ zu bezeichnen. Nicht zielführend und zudem nicht den 
Tatsachen entsprechend ist schliesslich seine Aussage, wonach er zu be-
zweifeln wage, dass der Vertrauensarzt über eine in der Schweiz gültige 
Berufsausübungsbewilligung verfüge, womit die Neutralität nicht gegeben 
sei. Dr. med. C.________ verfügt seit 2016 über eine Berufsausübungsbe-
willigung in den Kantonen Bern und St. Gallen (vgl. htt-
ps://www.medregom.admin.ch). Dem mit dem Fehlen der Berufsausü-
bungsbewilligung begründeten Vorwurf der fehlenden Neutralität ist damit 
der Boden entzogen.

Damit vermag Dr. med. D.________ an der Einschätzung des Vertrauens-
arztes Dr. med. C.________ keine, auch nicht nur geringe, Zweifel zu we-
cken, zumal es sich bei ihm um den operierenden Arzt handelt, was den 
Beweiswert seiner Berichte zusätzlich schmälert. So darf und soll das Ge-
richt in Bezug auf Atteste von Hausärzten der Erfahrungstatsache Rech-
nung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtli-
che Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc S. 353; SVR 2015 IV Nr. 26 S. 80 
E. 5.3.3.3). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, 
sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt (Entscheid des Eid-
genössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 
20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

3.5 Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe 
den Unfallhergang in Verletzung der in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten 
Offizialmaxime ungenügend abgeklärt, indem sie darauf verzichtet habe, in 
Bezug auf den Motorradunfall die Akten der zuständigen Motorfahrzeug-
haftpflichtversicherung zu edieren (Beschwerde S. 4 Art. 2), ist unbegrün-
det. Es ist nicht ersichtlich, welche Erkenntnisse sich daraus hinsichtlich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 18

des Unfallhergangs ergeben hätten; zumal sich darin, wie sich nunmehr 
zeigt (act. I 3), einzig Angaben zum Schaden am Motorrad des Beschwer-
deführers finden. Dasselbe gilt für die als fehlend gerügten weiteren Ab-
klärungen bezüglich Geschwindigkeit zum Unfallzeitpunkt, Motorradtyp, 
Verhalten des Beschwerdeführers bei der Kollision bzw. beim daran ansch-
liessenden Sturz und getragener Motorradkleidung. Soweit der Beschwer-
deführer diesbezüglich auf die einwirkenden physikalischen Kräfte verweist, 
ändert dies nichts am festgestellten objektivierten medizinischen Sachver-
halt und am Fehlen von typischen Begleitverletzungen, was gemäss über-
zeugender Darlegung von Dr. med. C.________ gegen eine traumatisch 
bedingte Schädigung der Supraspinatussehne spricht (vgl. E. 3.4 hiervor). 
Auch hinsichtlich des Unfalls vom 31. Dezember 2018 liegt keine ungenü-
gende Sachverhaltsabklärung durch die Beschwerdegegnerin vor. Vielmehr 
stellt der Beschwerdeführer bzw. sein Rechtsvertreter den Verfahrensab-
lauf aktenwidrig dar, indem er ausführt, es sei notorisch, dass, wer auf ei-
nem Stuhl drohe umzufallen, sich dagegen wehre und dabei insbesondere 
die Arme nach vorne halte, um einen Sturz noch zu vermeiden. Trete der 
Sturz dann gleichwohl ein, erfolge eine Krafteinwirkung auf den ausge-
streckten Arm, der sich in Sturzrichtung befinde (Beschwerde S. 5). Diese 
Beschreibung widerspricht der Darstellung des Beschwerdeführers vom 
1. Mai 2019 (act. IIA Korrespondenz pag. 8), wonach er mit dem Bürostuhl 
nach hinten gerollt und umgefallen sei und dabei die linke Schulter an der 
Wand angeschlagen habe. Von einer ungenügenden Sachverhaltsab-
klärung kann damit keine Rede sein.

Schliesslich ergibt sich auch aus dem beschwerdeweise beigebrachten 
Fachartikel (Degenerative oder traumatische Läsionen der Rotatorenman-
schette, in Swiss Medical Forum – Schweizerisches Medizin-Forum 
2019;19[15-16]:260-267) nichts Gegenteiliges, da sich aus den darin ent-
haltenen theoretischen Darlegungen nichts für den konkret zu beurteilen-
den Fall ableiten lässt.

3.6 Im Ergebnis ist gestützt auf das Aktengutachten von Dr. med. 
C.________ vom 1. Mai 2019 (act. II M14) sowie dessen Stellungnahme 
vom 30. April 2019 (act. IIA M16) ein natürlicher Kausalzusammenhang 
zwischen den Unfällen vom 8. September 2018 bzw. vom 31. Dezember 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 19

2018 und den über den 9. Oktober 2018 bzw. 6. Januar 2019 hinaus ge-
klagten Schulterbeschwerden links zu verneinen. Weitere medizinische 
Abklärungen sind nicht erforderlich, weshalb dem Eventualantrag des Be-
schwerdeführers auf Einholung einer verwaltungsexternen medizinischen 
Expertise (vgl. Beschwerde S. 2 Ziff. I/3) nicht zu entsprechen ist.

4.

Da nach dem hiervor Dargelegten nach dem massgebenden Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu BGE 144 V 427 E. 3.2 
S. 429) erstellt ist, dass die Teil- bzw. vollständige Ruptur der Supraspina-
tussehne nicht auf die beiden Ereignisse vom 8. September bzw. 31. De-
zember 2018 zurückzuführen sind, sondern sich unabhängig davon entwi-
ckelt haben, ist damit gleichzeitig ebenfalls erstellt, dass diese gesundheit-
lichen Beschwerden vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzu-
führen sind. Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin fällt dement-
sprechend auch in Anwendung von Art. 6 Abs. 2 lit. f. UVG (vgl. E. 2.3 hier-
vor) ausser Betracht.

5.

Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. November 2019 (act. II 
Korrespondenz pag. 84-99; act. IIA Korrespondenz pag. 37-52) ist nach 
dem Gesagten nicht zu beanstanden. Die dagegen erhobene Beschwerde 
ist abzuweisen.

6.

6.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Juni 2020, UV/19/936, Seite 20

6.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwer-
deführer keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss 
aus Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). 

6.3 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, 
soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen an-
geordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen 
für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). Die 
Kosten eines von der versicherten Person selbst veranlassten Gutachtens 
sind vom Versicherungsträger dann zu übernehmen, wenn sich der medizi-
nische Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungs-
ergebnisses schlüssig feststellen lässt und dem Versicherer insoweit eine 
Verletzung der ihm im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes obliegen-
den Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwerfen ist 
(SVR 2017 UV Nr. 17 S. 60 E. 5). 

Der vom Beschwerdeführer eingereichte Bericht von Dr. med. D.________ 
vom 11. Dezember 2019 (act. I 8) war im vorliegenden Verfahren für die 
Beurteilung nicht massgebend, womit die Beschwerdegegnerin dem Be-
schwerdeführer die diesbezüglichen Kosten nicht zu ersetzen hat.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG  
- Bundesamt für Gesundheit

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Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.