# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2d61dab-e008-56a0-b10b-85c876d8ffd2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 10.02.2012 ZK1 2011 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2011-63_2012-02-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 10. Februar 2012 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 11 63          21. Februar 2012

Urteil
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Aktuar ad hoc Zegg

In der zivilrechtlichen Beschwerde

von A._____ und B._____, Beklagte und Beschwerdeführer, vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Thomas Audétat, Hartbertstrasse 1, 7001 Chur,

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 15. Juni 2011, mitgeteilt am 8. 
August 2011, in Sachen der Beklagten und Beschwerdeführer gegen C._____ und 
D._____, Kläger und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. 
Thomas Schütt, Obergasse 19, Postfach 208, 8402 Winterthur,

betreffend Feststellung des Ausmasses einer Dienstbarkeit,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A1. A._____ und B._____ sind gegenwärtig je zur Hälfte Miteigentümer eines 
Reiheneinfamilienhauses (Haus B) auf Grundstück Parzelle Nr. Z.1_____ in 
O.1_____ (Kauf am 29.03.1996, BB 1), C._____ und D._____ sind je zur Hälfte 
Miteigentümer des südlich angrenzenden Reiheneinfamilienhauses (Haus C) auf 
Grundstück Parzelle Nr. Z.2_____ (Kauf am 13.09.1996, KB 4). Die Parkplätze 
von Haus B und C befinden sich auf der Parzelle Nr. Z.0_____, die gegenwärtig 
im Eigentum von E._____ (Haus A) steht. Am 27. März 1996 beantragte F._____, 
ehemaliger Eigentümer der Parzellen Nr. Z.0_____, Z.1_____ und Z.2_____ in 
O.1_____ (KB 6 und BB 3), mit „Antrag auf Parzellenteilung mit Begründung von 
Eigentümerdienstbarkeiten“ was folgt (KB 6 und BB 3 und 4):

„[…]

8. Baurecht für Parkplatz

zulasten Hauptbuchblatt und Parzelle Z.0_____

zugunsten Hauptbuchblatt und Parzelle Z.1_____ und Z.2_____

a) Der jeweilige Eigentümer der Parzelle Z.0_____ (gegenwärtig Herr 
F._____, O.2_____) räumt hiermit dem jeweiligen Eigentümer der Par-
zelle Z.1_____ (gegenwärtig Herr F._____, O.2_____) das Recht ein, 
auf Parzelle Z.0_____ einen Parkplatz zu erstellen und diesen für das 
Abstellen von Fahrzeugen ausschliesslich und alleine zu benutzen. 
Der Parkplatz ist im beigehefteten Grundrissplan „Untergeschoss“ 
(Planbeilage Nr. 1) grün umrandet.

b) Der jeweilige Eigentümer der Parzelle Z.0_____ (gegenwärtig Herr 
F._____, O.2_____) räumt hiermit dem jeweiligen Eigentümer der Par-
zelle Z.2_____ (gegenwärtig Herr F._____, O.2_____) das Recht ein, 
auf Parzelle Z.0_____ einen Parkplatz zu erstellen und diesen für das 
Abstellen von Fahrzeugen ausschliesslich und alleine zu benutzen. 
Der Parkplatz ist im beigehefteten Grundrissplan „Untergeschoss“ 
Planbeilage Nr. 1) orange umrandet.

[…]

Diese Grunddienstbarkeit ist im Grundbuch der Gemeinde O.1_____ wie 
folgt einzutragen:

Auf Hauptbuchblatt Z.0_____

Last: Baurecht für Parkplatz zugunsten Z.1_____ und Z.2_____

Auf Hauptbuchblatt Z.1_____ und Z.2_____

Recht: Baurecht für Parkplatz zulasten Z.0_____

[…]

Grundrisspläne

Die beigehefteten Planbeilagen Nr. 1 und 2 bilden wesentliche Bestandteile 
zu diesem Antrage. Sie werden vom Grundeigentümer als solche aner-

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kannt, mitunterzeichnet und dem Belegexemplar des Grundbuchamtes 
O.2_____ beigeheftet.“

3. A._____ und B._____ erstellten im Jahr 2009 eine Garage im Bereich des 
Parkplatzes zu Haus B._____ Dies war mit dem Abbruch der Stützmauer und der 
Entfernung eines halbrunden Betonelements verbunden. Vorgängig beantragte 
A._____ im Rahmen eines Gesuchs um dringliche Beweissicherung vom 4. März 
2009 eine kreisamtliche Beweisaufnahme mit Fotos, Vermassung und 
Beschreibung der Situation im Bereich der Stützmauer sowie der Parkplätze zu 
den Häusern B und C (BB 12, KB 5). Die Grundrisse mit Vermessungen und 
entsprechender Fotodokumentation sind in der Verfügung des Kreispräsidenten 
Fünf Dörfer vom 25. Juni 2009 und der Dokumentation vom 18. Juni 2009 
enthalten (BB 16 und 17). Der Kreispräsident stellte fest, dass der Massstab 1:100 
des Planes, welcher wesentlicher Bestandteil des „Antrag auf Parzellenteilung mit 
Begründung von Eigentümerdienstbarkeiten“ (KB 6, BB 3 und 4) bildet, nicht exakt 
umgesetzt wurde. Gemäss Plan sollte die Länge der Stützmauer frontseitig ca. 
6.30 m betragen, effektiv seien es aber nur 6.10 m (BB 16).

4. Mit Dienstbarkeitsvertrag vom 28. August 2009 vereinbarten A._____ und 
B._____ mit E._____, dem gegenwärtigen Eigentümer des 
dienstbarkeitsbelasteten Grundstücks Parzelle Nr. Z.0_____, die Ausdehnung der 
Dienstbarkeitsfläche um einen angrenzenden Grünstreifen längs des Parkplatzes 
von Haus B (BB 13, KB 17). Dieser Grünstreifen wurde in der Folge von den 
Beschwerdeführern zur Verbreiterung des Parkfeldes mit Verbundsteinen belegt 
(BB 10). 

5. Zwischen den Parteien bestehen seit Jahren nachbarschaftliche 
Streitigkeiten. Vorliegend ist nun die Breite des Parkplatzes zu Haus C streitig. 
Während C._____ und D._____ der Ansicht sind, die Breite ihres Parkplatzes zu 
Haus C betrage 2.80 m, gemessen (von aussen betrachtet) ab der linken Ecke der 
Stützmauer (Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu 
Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt), sind A._____ und B._____ der 
Ansicht, es seien lediglich 2.59 m.

B.1. Zur Feststellung der Breite des Parkplatzes zu Haus C instanzierte der 
Rechtsvertreter von C._____ und D._____ die vorliegende Streitsache am 22. 
März 2010 beim Kreispräsidenten Fünf Dörfer als Vermittler. Nach erfolglos 
verlaufener Vermittlungsverhandlung vom 23. April 2010 bezog er den Leitschein, 
der am 30. April 2010 mitgeteilt wurde. Daraufhin prosequierte er das Verfahren 
mit Prozesseingabe vom 17. Mai 2010 form- und fristgerecht an das 
Bezirksgericht Landquart. Infolge fehlender Passivlegitimation (es wurde lediglich 

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A._____ als Alleineigentümer eingeklagt) erklärte der Rechtsvertreter von C._____ 
und D._____ am 4. August 2010 den Rückzug der Klage.

2. Am 3. August 2010 reichte der Rechtsvertreter von C._____ und D._____ 
beim Kreisamt Fünf Dörfer erneut Klage ein und fasste A._____ und B._____ als 
Miteigentümer ins Recht. Am 13. September 2010 fand vor dem Kreispräsidenten 
eine Sühneverhandlung statt. Gemäss Leitschein stellten die Parteien folgende 
Rechtsbegehren (KB 13):

„Klägerische Rechtsbegehren:

1. Es sei festzustellen, dass auf der Parzelle Z.0_____ am _____weg in 
O.1_____ der Parkplatz zu Haus C eine Breite von 2.80 m hat, ge-
messen (von aussen betrachtet) ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu Haus 
C und dem Parkplatz zu Haus C liegt).

2. Die Beklagten seien unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB zu ver-
pflichten, auf der Parzelle Z.0_____ am _____weg in O.1_____ die 
bestehende Markierung zwischen dem Parkplatz zu Haus C und dem 
Parkplatz zu Haus B auf Kosten der Beklagten innerhalb von 30 Tagen 
seit Rechtskraft des Urteils zu entfernen. Den Beklagten sei die Er-
satzvornahme durch die Kläger auf Kosten der Beklagten anzudrohen, 
falls sie die Markierung nicht innert Frist entfernen.

3. Die Kläger seien berechtigt zu erklären, auf der Parzelle Z.0_____ am 
_____weg in O.1_____ eine neue Markierung zwischen dem Parkplatz 
zu Haus C und dem Parkplatz zu Haus B je hälftig auf Kosten der Klä-
ger und auf Kosten der Beklagten wie folgt anzubringen:

– Die Markierung (Grenzlinie) erfolgt in weisser Farbe und in einer 
Breite von 5 cm auf der gesamten Länge der anzugrenzenden Park-
felder.

– Die Mitte der Markierung erfolgt von aussen betrachtet in einem Ab-
stand von 2.80 m gemessen ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu 
Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt).

– Das Gericht bestimmt eine neutrale Drittperson, welche die Markie-
rung anbringt.

4. Die Kläger seien berechtigt zu erklären, auf der Parzelle Z.0_____ am 
_____weg in O.1_____ eine neue Markierung zwischen dem Gara-
genvorplatz zu Haus C und dem Garagenvorplatz zu Haus B je hälftig 
auf Kosten der Kläger und auf Kosten der Beklagten wie folgt anzu-
bringen:

– Die Markierung erfolgt in vergleichbarer Ausführung wie die Markie-
rung gemäss Ziff. 3.

– Die Markierung erfolgt von aussen betrachtet in der Mitte von der 
rechten unteren Ecke des Garagentors zu Haus B und der linken 
unteren Ecke des Garagentors zu Haus C, d.h. in der Verlängerung 
der Mitte der Mauer, welche die Garage zu Haus B von der Garage 
zu Haus C trennt.

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– Das Gericht bestimmt eine neutrale Drittperson, welche die Markie-
rung anbringt.

5. Den Beklagten sei unter Straffolge von Art. 292 StGB zu verbieten, 
Gegenstände auf ihrem Garagenvorplatz zu Haus B und auf ihrem 
Parkplatz zu Haus B derart abzustellen, dass sie die Markierungen 
gemäss Ziff. 3 und 4 überragen.

6. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklag-
ten.

Beklagtische Rechtbegehren:

1. Die Klage sei abzuweisen.

2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger.

Widerklage

1. Es sei festzustellen, dass auf der Parzelle Z.0_____ am _____weg in 
O.1_____ der Parkplatz zu Haus C eine Breite von 2.59 m hat, ge-
messen (vom _____weg aus betrachtet) ab der linken Ecke der 
Stützmauer (Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvor-
platz zu Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt).

2. Die Beklagten seien berechtigt zu erklären, auf der Parzelle Z.0_____ 
am _____weg in O.1_____ eine neue Markierung zwischen dem 
Parkplatz zu Haus B und dem Parkplatz zu Haus C je hälftig auf Kos-
ten der Kläger und auf Kosten des Beklagten wie folgt anzubringen:

– Die Markierung erfolgt in vergleichbarer Ausführung wie die beste-
hende (helle Grenzlinie auf dem Boden bei der Stützmauer).

– Die Markierung erfolgt vom _____weg aus betrachtet in einem Ab-
stand von 2.565 m gemessen ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu 
Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt) in einer Breite von 5 cm 
auf der gesamten Länge der abzugrenzenden Parkfelder.

– Das Gericht bestimmt eine neutrale Drittperson, welche diese Mar-
kierung anbringt.

3. Die Beklagten seien berechtigt zu erklären, auf der Parzelle Z.0_____ 
am _____weg in O.1_____ eine neue Markierung zwischen dem Ga-
ragenvorplatz zu Haus B und dem Garagenvorplatz zu Haus C je hälf-
tig auf Kosten der Kläger und des Beklagten wie folgt anzubringen:

– Die Markierung erfolgt in vergleichbarer Ausführung wie die Markie-
rung gemäss Rechtsbegehren Ziff. 2.

– Die Markierung erfolgt vom _____weg aus betrachtet als Verlänge-
rung (Fluchtlinie) der Mitte zwischen rechtsseitiger Wand der Gara-
genbox des Hauses B und linksseitiger Wand der Garagenbox des 
Hauses C._____.

– Das Gericht bestimmt eine neutrale Drittperson, welche diese Mar-
kierung anbringt.

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4. Den Klägern sei unter Straffolge von Art. 292 StGB zu verbieten, Ge-
genstände auf dem Garagenvorplatz zu Haus C und auf ihrem Park-
platz zu Haus C derart abzustellen, dass sie die Markierungen gemäss 
Ziff. 2 und 3 überragen.

5. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger.“

3. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 13. September 2010 beim 
Kreispräsidenten Fünf Dörfer schlossen die Parteien folgende Teilvereinbarung:

„Teilvereinbarung:

1. Die Kläger anerkennen Ziff. 3 der Widerklage und ziehen Ziff. 4 Ihres 
sinngemäss identischen Rechtsbegehrens zurück.

2. Die Parteien einigen sich darauf, dass die Markierung gemäss Ziff. 3 
der Widerklage dieselbe Drittperson anbringt, welche das Gericht be-
stimmen wird, um die Markierung zwischen dem Parkplatz zu Haus B 
und dem Parkplatz zu Haus C anzubringen.

3.a) Jede Partei ist damit einverstanden, dass ihr unter Straffolge von Art. 
292 StGB zu verbieten sei, Gegenstände auf ihrem Garagenvorplatz 
derart abzustellen, dass sie die Markierung gemäss Ziff. 3 der Wider-
klage überragen.

  b) Jede Partei ist damit einverstanden, dass ihr unter Straffolge von Art. 
292 StGB zu verbieten sei, Gegenstände auf ihrem Parkplatz derart 
abzustellen, dass sie die Markierung überragen, deren Lage das Ge-
richt gemäss Ziff. 3 des klägerischen Rechtsbegehrens bzw. gemäss 
Ziff. 2 des widerklägerischen Rechtsbegehrens noch festsetzen wird. 

c) Demnach werden Ziff. 4 und 5 des klägerischen und Ziff. 3 und 4 des 
widerklägerischen Rechtsbegehrens hinfällig.

4. Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen für den 
Teil des Prozesses, welcher mit dieser Teilvereinbarung geregelt wird.

5. Die Parteien beantragen dem Kreispräsidenten Fünf Dörfer, die obge-
nannten Rechtsbegehren und diese Teilvereinbarung in den Leitschein 
aufzunehmen und diesen den Klägern auszustellen.“

C. 1. Mit Prozesseingabe vom 12. November 2010 setzte der Rechtsvertreter 
C._____ und D._____ das Klageverfahren mit folgenden Rechtsbegehren beim 
Bezirksgericht Landquart fort:

„1. Es sei festzustellen, dass auf der Parzelle Z.0_____ am _____weg in 
O.1_____ der Parkplatz zu Haus C eine Breite von 2.80 m hat, ge-
messen (von aussen betrachtet) ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu Haus 
C und dem Parkplatz zu Haus C liegt).

2. Die Beklagten seien unter Strafandrohung nach Art. 292 StGB zu ver-
pflichten, auf der Parzelle Z.0_____ am _____weg in O.1_____ die 
bestehende Markierung zwischen dem Parkplatz zu Haus C und dem 

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Parkplatz zu Haus B auf Kosten der Beklagten innerhalb von 30 Tagen 
seit Rechtskraft des Urteils zu entfernen. Den Beklagten sei die Er-
satzvornahme durch die Kläger auf Kosten der Beklagten anzudrohen, 
falls sie die Markierung nicht innert Frist entfernen.

3. Die Kläger seien berechtigt zu erklären, auf der Parzelle Z.0_____ am 
_____weg in O.1_____ eine neue Markierung zwischen dem Parkplatz 
zu Haus C und dem Parkplatz zu Haus B je hälftig auf Kosten der Klä-
ger und auf Kosten der Beklagten wie folgt anzubringen:

– Die Markierung (Grenzlinie) erfolgt in weisser Farbe und in einer 
Breite von 5 cm auf der gesamten Länge der anzugrenzenden Park-
felder.

– Die Mitte der Markierung erfolgt von aussen betrachtet in einem Ab-
stand von 2.80 m gemessen ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu 
Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt).

– Das Gericht bestimmt eine neutrale Drittperson, welche die Markie-
rung anbringt.

4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklag-
ten.“

2. Mit Prozessantwort und Widerklage vom 10. Januar 2011 beantragte der 
Rechtsvertreter von A._____ und B._____ die vollumfängliche Klageabweisung, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger und erhob folgende 
Widerklage:

„1. Es sei festzustellen, dass auf der Parzelle Z.0_____ am _____weg in 
O.1_____ der Parkplatz zu Haus C eine Breite von 2.59 m hat, ge-
messen (vom _____weg aus betrachtet) ab der linken Ecke der 
Stützmauer (Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvor-
platz zu Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt).

2. Die Beklagten seien berechtigt zu erklären, auf der Parzelle Z.0_____ 
am _____weg in O.1_____ eine neue Markierung zwischen dem 
Parkplatz zu Haus B und dem Parkplatz zu Haus C je hälftig auf Kos-
ten der Kläger und auf Kosten der Beklagten wie folgt anzubringen:

– Die Markierung erfolgt in vergleichbarer Ausführung wie die beste-
hende (helle Grenzlinie auf dem Boden bei der Stützmauer).

– Die Markierung erfolgt vom _____weg aus betrachtet in einem Ab-
stand von 2.565 m gemessen ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu 
Haus C und dem Parkplatz zu Haus C liegt) in einer Breite von 5 cm 
auf der gesamten Länge der abzugrenzenden Parkfelder.

– Das Gericht bestimmt eine neutrale Drittperson, welche diese Mar-
kierung anbringt.

3. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger.“

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3. Mit Replik/Widerklageantwort vom 9. Februar 2011 beantragten die Kläger 
die Abweisung der Widerklage unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu 
Lasten der Widerkläger. Die Duplik/Widerklagereplik der Beklagten wurde am 25. 
Februar 2011 eingereicht. Nachdem die Kläger mit Schreiben vom 2. März 2011 
auf die Einreichung einer Widerklagereplik verzichteten, war der Schriftenwechsel 
abgeschlossen.

4. Mit begründetem Urteil vom 15. Juni 2011, mitgeteilt am 8. August 2011, 
hat das Bezirksgericht Landquart die Klage vollumfänglich gutgeheissen und die 
Widerklage der Beklagten abgewiesen. Die Prozesskosten wurden gänzlich den 
Beklagten auferlegt, welche zudem verpflichtet wurden, die Kläger mit CHF 
10‘000.00 inkl. Spesen und MWST ausseramtlich zu entschädigen.

5. Gegen das am 8. August 2011 zugestellte Urteil des Bezirksgerichts 
Landquart reichte der Rechtsvertreter von A._____ und B._____ am 13. 
September 2011 fristgerecht Beschwerde beim Kantonsgericht Graubünden ein, 
mit den Anträgen, das angefochtene Urteil unter Kosten und Entschädigungsfolge 
für beide Instanzen zu Lasten der Kläger und Beschwerdegegner aufzuheben, die 
Klage abzuweisen, die Widerklage gutzuheissen, eventualiter das angefochtene 
Urteil aufzuheben und zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen 
sowie der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.

In ihrer Beschwerde führen die Eheleute A._____ und B._____ aus, dass 
die Vorinstanz in Bezug auf Planbeilage Nr. 1 zum Dienstbarkeitsvertrag (BB 3/4) 
festgestellt habe, dass dieser zwar im Massstab 1:100 gezeichnet, hingegen der 
Massstab nicht durchwegs eingehalten sei. Die Länge der Stützmauer, entlang 
welcher die umstrittenen Parkplatzdienstbarkeiten bestehen, betrage 6.10 m, und 
nicht wie in der Planbeilage zum Dienstbarkeitsvertrag dargestellt 6.30 m. Die 
Vorinstanz gehe in der Folge von einer Abweichung von Dienstbarkeitsplan und 
Wirklichkeit aus, für welche Art. 668 ZGB eine gesetzliche Vermutung zu Gunsten 
der Richtigkeit der Pläne aufstelle. Diese Rechtsanwendung sei nach Ansicht der 
Eheleute A._____ und B._____ aus verschiedenen Gründen nicht haltbar.

Einerseits machen die Eheleute A._____ und B._____ geltend, dass die 
Vorinstanz bei der umstrittenen Planbeilage a priori von einer gemessenen 
Dienstbarkeit ausgehe. Sie begründe diese Haltung einzig mit dem Hinweis, dass 
der Plan, auf welchem die Dienstbarkeitsflächen eingetragen seien, im Massstab 
von 1:100 erstellt worden sei. Dem stehe aber gegenüber, dass die Stützmauer, 
an welche die umstrittenen Dienstbarkeiten anschliessen, in Realität 20 cm 
weniger breit (6.10 m) erstellt worden sei als im Plan eingezeichnet (6.30 m). Die 
umstrittenen Dienstbarkeiten seien weder im Begründungsakt, in der Planbeilage 

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noch in den Kaufverträgen masslich definiert. So sei insbesondere nicht erwiesen, 
dass die einzelnen eingezeichneten Elemente massstäblich seien – klar sei 
hingegen einzig, dass die Planbeilage an der im vorliegenden Verfahren 
interessierenden Stelle, eben gerade nicht massstäblich sei. Der Planbeilage 
könne somit nur entnommen werden, dass zwei genau gleich breite 
Dienstbarkeitsflächen bestehen würden. Die verwendeten Farben würden den 
Zweck erfüllen, die Zuteilung der Dienstbarkeitsflächen auf einen Blick erkennbar 
zu machen. Bei der umstrittenen Planbeilage handle es sich somit um einen 
Zuteilungsplan, und nicht um einen Plan, aus dem die konkreten 
Dienstbarkeitsflächen gemessen werden könnten. Wenn die Vorinstanz aus dem 
in der Planbeilage angegebenen Massstab unbesehen auf die Massstäblichkeit 
schliesse, obschon sie wüsste, dass die Massstäblichkeit bei der in diesem 
Streitfall entscheidenden Stützmauer gerade nicht gegeben sei, verletzte sie 
Bundesrecht. 

Des Weiteren führen die Eheleute A._____ und B._____ aus, die 
Vorinstanz stütze ihr Urteil im Wesentlichen auf den Umstand ab, dass ein 
gutgläubiger Dritter sich beim Erwerb dinglicher Rechte auf den Grundbucheintrag 
und die dazugehörenden Pläne verlassen können müsse. Tatsächlich sei es so, 
dass der Gesetzgeber der grundbuchlichen Publizität eine zentrale Rolle 
beimesse, denn der (gutgläubige) Dritte als Erwerber des Eigentums bzw. eines 
beschränkten dinglichen Rechts an einem bestimmten Grundstück solle nicht nur 
auf die Vollständigkeit, sondern auch auf die Richtigkeit der Grundbucheinträge 
vertrauen dürfen. Die Vorinstanz billige im angefochtenen Urteil implizit nur den 
Klägern/Beschwerdegegnern die Stellung des Dritten zu, nicht aber den 
Beklagten/Beschwerdeführern. Der vorliegende Fall sei aber insofern 
ungewöhnlich, als sich zwei dienstbarkeitsberechtigte Parteien gegenüberstünden, 
welche ihre Rechte beide von einer einzigen dienstbarkeitsbelasteten Parzelle 
beziehen würden. Mit anderen Worten stünden sich im Verfahren zwei 
erwerbende Dritte gegenüber. Dies bedeute, dass die Vorinstanz in falscher 
Anwendung von Bundesrecht nur den Klägern/Beschwerdegegnern zugebilligt 
habe, aus der mit der Realität nicht übereinstimmenden Planbeilage eine 
Dienstbarkeitsfläche von 2.80 m Breite für sich zu beanspruchen, gemessen (von 
aussen betrachtet) ab der linken Ecke der Stützmauer (Ecke, welche auf der 
Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu Haus C und dem Parkplatz zu Haus C 
liegt). Als gutgläubige Dritte dürften nämlich die Beklagten/Beschwerdeführer aus 
denselben Gründen darauf vertrauen, dass die ihnen zustehende 
Dienstbarkeitsfläche gemessen (von aussen betrachtet) ab der rechten inneren 
Ecke der Stützmauer (Ecke, welche sich auf dem Grundstück des Haus D 

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(Parzelle Nr. Z.3_____) befindet) auf der Marke 3.40 cm (entsprechend 3.40 m) zu 
liegen komme, was zur Folge habe, dass für die Dienstbarkeitsfläche der 
Kläger/Beschwerdegegner nur noch 2.70 cm (entsprechend 2.70 m) zur 
Verfügung stehen könne. Dabei könne es keinen Unterschied machen, ob in den 
Rechtsbegehren vor erster Instanz beide Parteien die linke Ecke der Stützmauer 
als Referenzpunkt genommen oder die Distanz von einem anderen Punkt aus 
berechnet hätten. Die Vorinstanz verletzte Bundesrecht, indem sie die Diskrepanz 
des Plans zur Realität ohne sachlichen Grund nur zu Gunsten der 
Kläger/Beschwerdegegner werte, obschon die rechtliche Stellung der 
Beklagten/Beschwerdeführer exakt dieselbe sei und kein Grund ersichtlich sei, 
weshalb nicht auch sie auf den Grundbuchplan vertrauen durften.

Die Eheleute A._____ und B._____ machen weiter geltend, dass Art. 738 
ZGB für die Ermittlung von Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit eine 
Stufenordnung vorgebe. Ausgangspunkt sei der Grundbucheintrag. Im 
vorliegenden Fall laute der Grundbucheintrag „Baurecht für Parkplatz“ und sei 
somit für den konkreten Umfang dieser Dienstbarkeit unklar. Aus diesem Grund 
dürfe im Rahmen des Eintrags auf den Erwerbsgrund zurückgegriffen werden. Da 
sich die Dienstbarkeitsflächen überschneiden würden, je nachdem, ob sie von der 
linken oder der rechten Ecke der Stützmauer aus gemessen würden, weil eine 
Diskrepanz von 20 cm zwischen der Länge der Stützmauer im Plan und der 
tatsächlich gemessenen Länge der Stützmauer (6.10 m) bestehe, sei auch der 
Erwerbsgrund nicht schlüssig. Alternativ könne der Planbeilage keine 
Massstäblichkeit beigemessen werden. So oder anders ergäben sich die Rechte 
und Pflichten der Beteiligten nicht deutlich aus dem Begründungsakt. Deshalb sei 
für die Ermittlung des Inhalts und Umfangs der Dienstbarkeit die Art massgebend, 
wie sie während längerer Zeit unangefochten und in gutem Glauben ausgeübt 
worden sei. Folglich habe die Vorinstanz Bundesrecht verletzt, indem sie trotz 
offensichtlicher Diskrepanzen von einem schlüssigen Erwerbsgrund ausgegangen 
sei. Vielmehr hätte sie zur Ermittlung des Inhalts und Umfangs der Dienstbarkeiten 
berücksichtigen müssen, wie diese während längerer Zeit und in gutem Glauben 
ausgeübt worden seien, sowie die Auswirkungen der natürlichen Publizität der 
Dienstbarkeitsanlage (mit Verbundsteinen belegte Parkplatzfläche). 

Ausserdem zerstöre die natürliche Publizität gemäss jüngster 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung den guten Glauben des Erwerbers in das 
Grundbuch. Mit der Erstellung des Grünstreifens und der Pflästerung der 
verbleibenden Fläche am Ort der im Streite stehenden Dienstbarkeiten trete die 
genannte Publizität für beide Parteien deutlich und verbindlich zu Tage. Zudem 

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seien beide Parteien Dritterwerber. Weiter machen die Eheleute A._____ und 
B._____ geltend, dass sich Inhalt und Umfang einer Dienstbarkeit auch aus der 
Art ergäben, wie sie während längerer Zeit unangefochten und im guten Glauben 
ausgeübt worden sei. Mit der Ausübung der Dienstbarkeit würden die Bedürfnisse 
des herrschenden Grundstücks dokumentiert werden. Die tatsächliche Ausübung 
der Dienstbarkeit erhalte zudem verstärktes Gewicht, wenn für sie bauliche 
Anlagen erforderlich seien, welche sich auf dem dienenden Grundstück befinden. 
Die beiden Parkplätze würden im vorliegenden Fall offensichtlich je auf der Hälfte 
der hierfür in tatsächlicher Hinsicht zur Verfügung gestandenen gepflasterten 
Fläche benutzt. Die Breite der Dienstbarkeit definiere sich dabei aus Hälfte der zur 
Verfügung stehenden Fläche, woraus sich zwei gleich breite Parkplätze mit einer 
Breite von jeweils 2.59 m ergäben. Abzustellen sei dabei auf die Verhältnisse vor 
dem Frühjahr 2004, als die Beklagten/Beschwerdeführer mit dem 
Dienstbarkeitsbelasteten vereinbarten, den Grünstreifen ebenfalls mit 
Verbundsteinen zu belegen. Die Eheleute C._____ und D._____ hätten ihre 
Parkplatzdienstbarkeitsfläche kontinuierlich während 12 ½ Jahren in einer Breite 
von 2.59 m genutzt, und dies nicht nur, als in den Jahren 1996-2004 tatsächlich 
für beide Parkplätze nur 4.98 m zur Verfügung standen, sondern auch von 2004-
2009, als die Eheleute A._____ und B._____ den Grünstreifen ebenfalls mit 
Verbundsteinen belegten. Die Benützung der Parkplatzdienstbarkeit auf der Marke 
2.59 m würde auch durch das Vorhandensein des halbrunden Betonelements 
bzw. der Mitte desselben auf der Marke 2.59 m sowie durch das Verständnis 
anderer Hauseigentümer derselben Überbauung betreffend Bedeutung des 
Betonelements als Grenzzeichen der Parkplatzdienstbarkeitsfläche gestützt. 
Aufgrund all dieser Elemente und der intensiven Nutzung könne von einer auch in 
zeitlicher Hinsicht genügenden Nutzung ausgegangen werden, um den Inhalt und 
Umfang der umstrittenen Dienstbarkeit festlegen zu können. 

Die Eheleute A._____ und B._____ halten in Bezug auf die Widerklage fest, 
dass die im Jahr 1996 erstellte Dienstbarkeitsvorrichtung eine gepflasterte Fläche 
von 4.98 m umfasste, abgetrennt mit Stellsteinen und einem Grünstreifen gegen 
die Parzelle Z.3_____ hin. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Eigentümern der 
Parzellen Z.0_____ und Z.3_____ hätten die Eheleute A._____ und B._____ auch 
den Grünstreifen gepflastert und damit die Parkplatzdienstbarkeitsfläche nach 
rechts bündig bis an die senkrecht abgewinkelte Stützmauer erweitert. Dieser 
Vorgang ändere aber nichts am Umfang der Parkplatzdienstbarkeitsfläche der 
Eheleute C._____ und D._____ bis zur Marke 2.59 m hin. Die Eheleute C._____ 
und D._____ hätten ihre Dienstbarkeit so erworben und während Jahren ausgeübt 
und gelebt; diese Situation entspreche auch dem Ansinnen des Architekten und 

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Verkäufers der Grundstücke, nämlich wenn immer möglich gleich grosse 
Parkplätze zur Verfügung zu stellen.

Bezüglich Antrag auf Erteilung aufschiebender Wirkung machen die 
Eheleute A._____ und B._____ geltend, dass im vorliegenden Fall die sofortige 
Umsetzung des angefochtenen Entscheids bewirken würde, dass eine Markierung 
auf 2.80 m angebracht werden müsste, was mit einem gewissen Aufwand und 
Kosten verbunden wäre. Käme die Beschwerdeinstanz zum Schluss, dass die 
räumliche Ausdehnung der Dienstbarkeitsfläche der Eheleute C._____ und 
D._____ nicht bei je 2.80 m läge, wären die bereits veranlassten Kosten nicht nur 
obsolet, sondern es würden zusätzliche Kosten und Aufwand anfallen, um diese 
falsche Markierung wieder zu entfernen und sie an der richtigen Stelle wieder 
anzubringen. 

Abschliessend beantragen die Eheleute A._____ und B._____ die 
Verteilung der Prozesskosten für beide Instanzen nach Art. 106 ZPO, d.h. diese 
seien der unterliegenden Partei aufzuerlegen bzw. nach Ausgang des Verfahrens 
zu verteilen.

6. Mit Beschwerdeantwort vom 17. Oktober 2011 beantragten die 
Beschwerdegegner innert Frist die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge für beide Instanzen zu Lasten der Beschwerdeführer.

Zur Begründung ihrer Anträge führen die Eheleute C._____ und D._____ im 
Wesentlichen aus, dass für die Bestimmung des Inhalts einer Dienstbarkeit 
gemäss Art. 738 ZGB in erster Linie der Grundbucheintrag, in zweiter Linie der 
Erwerbsgrund (Beleg) und in dritter Linie die längere, gutgläubige und 
unangefochtenen Ausübung massgebend sei. Folglich bliebe bei klarem 
Grundbucheintrag oder Erwerbsgrund kein Raum für eine Korrektur desselben 
zufolge langjähriger anderer Ausübung. Da Grundbucheinträge zu Gunsten der 
Übersichtlichkeit regelmässig kurz gehalten würden, sei aus diesem kein 
Aufschluss über die Ausmasse der beiden Dienstbarkeitsflächen zu erwarten 
gewesen. Aufschlussreicher sei der Beleg (Erwerbsgrund), d.h. der Antrag auf 
Parzellenteilung mit Begründung von Eigentümerdienstbarkeiten. Dort seien die 
beiden Parkplatzdienstbarkeiten vorerst verbal umschrieben und würden exakt 
den gleichen Wortlaut aufweisen, mit der Ausnahme, dass der eine Parkplatz auf 
dem beigehefteten Grundrissplan grün und der andere orange eingezeichnet sei. 
Der beigeheftete Grundrissplan würde die Dienstbarkeitsflächen klar genug 
definieren, sei Teil des Belegs und bilde damit einen verbindlichen Bestandteil des 
Grundbuchs. Im Grundbuch existiere kein anderer Plan. Alle weiteren Pläne, 
welche die Gegenpartei eingereicht hätten, seien irrelevant. Zur Behauptung der 

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Beschwerdeführer, der dem Antrag auf Parzellenteilung mit Begründung von 
Eigentümerdienstbarkeiten beigeheftete Grundrissplan sei ein Zuteilungsplan, 
führen die Eheleute C._____ und D._____ aus, dass die Qualifikation des Plans 
keine Rolle spiele. Tatsache sei, dass dieser Plan der einzige Plan sei, der 
Bestandteil des Grundbuchs bilde. 

Hinsichtlich Diskrepanz zwischen dem Grundrissplan und der effektiven 
Länge der Stützmauer machen die Eheleute C._____ und D._____ geltend, dass 
zwar der Plan im Massstab 1:100 erstellt, die seitliche Stützmauer jedoch nicht 
plankonform gebaut worden sei. Es sei unzutreffend, dass der Plan ausgerechnet 
an der in diesem Verfahren interessierenden Stelle nicht massstäblich sei. 
Überdies sei nicht die Länge der Stützmauer, sondern die Breite der beiden 
Parkplätze von Interesse. Über den Umgang mit derartigen Diskrepanzen gebe 
Art. 668 ZGB einen Hinweis. Denn bei Widersprüchen zwischen bestehenden 
Grundbuchplänen und Abgrenzungen in der Landschaft (Grenzsteine und 
Vermessungsmarken) würde nach Art. 668 Abs. 2 ZGB die Richtigkeit der 
Grundbuchpläne vermutet. Wenn Grenzsteine als weniger genau als 
Grundbuchpläne gelten würden, müsse dies umso mehr für eine Stützmauer 
gelten. Folglich sei die Vermutung der Richtigkeit des Grundbuchplans 
unumstösslich.

Weiter machen die Eheleute C._____ und D._____ geltend, dass für die 
beschwerdeführerische Berufung auf eine jahrelange unangefochtene und 
gutgläubige Ausübung der Dienstbarkeit kein Raum bestehe, da sich die 
Dienstbarkeitsfläche bereits aus dem Beleg ergäben. Abgesehen davon wären die 
Voraussetzungen für eine unangefochtene und gutgläubige Ausübung der 
Dienstbarkeit bis zu einer Breite von 2.59 m, gemessen (von aussen betrachtet) 
ab der linken Ecke der Stützmauer, nicht gegeben. Einerseits hätte eine solche 
Ausübung gemäss Art. 738 Abs. 2 ZGB unangefochten sein müssen. Die 
Parkplatzbreite sei jedoch schon seit Jahren umstritten gewesen. Andererseits 
hätte aufgrund des Hin-und-her-Rückens der Gegenstände auf den 
Dienstbarkeitsflächen kein guter Glaube der Eheleute A._____ und B._____ 
entstehen können. 

Abschliessend beantragen die Beschwerdegegner die Zusprechung einer 
angemessenen Parteientschädigung.

7. Auf die Begründung der Anträge sowie auf die Ausführungen im 
angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1.1. Für das Rechtsmittelverfahren gilt gemäss Art. 405 Abs. 1 der 
Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) das Prozessrecht, welches 
bei der Eröffnung des angefochtenen Entscheides in Kraft ist. Die Eröffnung des 
Entscheides erfolgte nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 
weshalb auf das vorliegende Verfahren die eidgenössische Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 Anwendung findet.

1.2. Gegen Entscheide der Bezirksgerichte über vermögensrechtliche 
Streitigkeiten kann Berufung an das Kantonsgericht ergriffen werden, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens CHF 
10‘000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Nicht berufungsfähige erstinstanzliche 
Entscheide sind nach Art. 319 lit. a ZPO mit Beschwerde anfechtbar. Der 
massgebende Streitwert wird nach Art. 91 ZPO durch das Rechtsbegehren 
bestimmt (Abs. 1). Lautet das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte 
Geldsumme, so setzt das Gericht den Streitwert fest, sofern sich die Parteien 
darüber nicht einigen oder ihre Angaben offensichtlich unrichtig sind (Abs. 2). 
Stehen sich Klage und Widerklage gegenüber, so bestimmt sich der Streitwert 
nach dem höheren Rechtsbegehren (Art. 94 Abs. 1 ZPO). 

Vorliegend lauten die Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte 
Geldsumme, sondern primär auf Feststellung des Ausmasses einer 
Grunddienstbarkeit. Während die Beschwerdegegner der Ansicht sind, die Breite 
des Parkplatzes zu Haus C auf Parzelle Nr. Z.0_____ betrage 2.80 m gemessen 
ab der linken Ecke der Stützmauer, beantragten die Beschwerdeführer 
widerklageweise die Feststellung, dass der Parkplatz zu Haus C eine Breite von 
2.59 m aufweise. Streitigkeiten um Grunddienstbarkeiten sind 
vermögensrechtlicher Natur, wobei für die Bestimmung des Streitwerts in erster 
Linie das Interesse des Klägers an der Gutheissung seiner Rechtsbegehren (bzw. 
der Wert der sich daraus für das klägerische Grundstück ergebenden Vorteile) 
massgebend ist. Alternativ kann auf das Interesse des Beklagten (bzw. den Wert 
der sich für diesen ergebenden Nachteile) abgestellt werden, falls sich dieser Wert 
als höher erweist. Geht die Klage auf Beseitigung einer störenden Einrichtung 
bzw. Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes, bestimmt sich der 
Streitwert daher nicht allein nach den Kosten, welche für die betreffenden Arbeiten 
aufzuwenden wären, sondern primär nach dem Mehrwert, der für den Kläger 
daraus resultiert (vgl. PKG 1997 Nr. 7; Max Guldener, Schweizerisches 
Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 1979, S. 109, N 14b; Georg Messmer/Hermann 
Imboden, Die eidgenössischen Rechtsmittel in Zivilsachen, Zürich 1992, S. 83, 

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Ziff. 60f.; Pius Markus Huber, Praxishandbuch Zivilprozessrecht, Buttikon 1997, S. 
150; Richard Frank/Hans Sträuli/Georg Messmer, Kommentar zur zürcherischen 
Zivilprozessordnung, Zürich 1997, § 24 N 1). 

Gegenstand der vorliegenden Streitsache bilden einerseits die Kosten für 
die Arbeiten, die durch das Anbringen der Markierung auf einer Länge von ca. 
5.90 m anfallen und andererseits der durch das Urteil resultierende Mehr- oder 
Minderwert der Dienstbarkeitsfläche (0.21 m x ca. 5.90 m = ca. 1.2 m²) von 
C._____ und D._____. Während die Vorinstanz und die Beschwerdeführer 
lediglich davon ausgehen, dass der Streitwert nicht über CHF 10‘000.00 liegt, 
finden sich in den Rechtschriften der Beschwerdegegner keine konkreten 
Ausführungen zur Höhe des Streitwertes. Über die Kosten für das Anbringen der 
Markierung liegt kein Kostenvoranschlag in den Akten. Ebensowenig sind 
Angaben über den durch das Urteil resultierenden Mehr- oder Minderwert des 
Grundstücks der Beschwerdegegner vorhanden. Vorliegend kann ohne weiteres 
davon ausgegangen werden, dass es sich bei vorerwähnten Kosten um weit 
weniger als CHF 5‘000.00 handelt. Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist deshalb einzutreten. 

1.3. Nach Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht in 
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5‘000.00 nicht 
überschreitet. Da der Streitwert im vorliegenden Fall den Betrag von CHF 5‘000.00 
nicht überschreitet, liegt die sachliche Zuständigkeit beim Einzelrichter des 
Kantonsgerichts.

1.4. Die Beurteilung des Rechtsmittels als Beschwerde hat prozessrechtliche 
Konsequenzen. Die Kognition ist in tatsächlicher Hinsicht eingeschränkt. Mit der 
zivilrechtlichen Beschwerde können nur unrichtige Rechtsanwendung sowie 
offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 
(Art. 320 ZPO).
2.1. Die allgemeinen Ausführungen der Vorinstanz bezüglich der Ermittlung des 
Inhalts einer Dienstbarkeit erweisen sich grundsätzlich als zutreffend (vgl. 
vorinstanzliches Urteil E. 3.). Demnach ist gemäss Art. 738 Abs. 1 ZGB für den 
Inhalt einer Dienstbarkeit der Grundbucheintrag massgebend, soweit sich Rechte 
und Pflichten daraus deutlich ergeben. Bei klarem Grundbucheintrag ist dieser 
allein für den Inhalt der Dienstbarkeit massgebend. Enthält der Grundbucheintrag 
lediglich ein Stichwort, ist er in der Regel zu rudimentär, als dass sich Rechte und 
Pflichten aus ihm deutlich ergäben. In diesem Fall darf im Rahmen des Eintrags 
auf den Erwerbsgrund zurückgegriffen werden (Art. 738 Abs. 2 ZGB), d.h. auf den 
Begründungsakt, der als Beleg beim Grundbuchamt aufbewahrt wird (Art. 948 

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Abs. 2 ZGB) und einen Bestandteil des Grundbuchs bildet (vgl. BGE 128 III 169, 
E. 3a; PKG 1998 Nr. 18, E. 3 a mit Hinweisen, Etienne Petitpierre, in 
Honsell/Vogt/Geiser, BSK-ZGB II, 3. Aufl., Basel 2007, N 3 zu Art. 738 ZGB). Ist 
auch der Erwerbsgrund nicht schlüssig, kann sich der Inhalt der Dienstbarkeit (im 
Rahmen des Eintrags) aus der Art ergeben, wie sie während längerer Zeit 
unangefochten ausgeübt worden ist (Art. 738 Abs. 2 ZGB). Trotz der Verwendung 
des Wortes „kann“ in Art. 738 Abs. 2 ZGB ist die gesetzlich vorgegebene 
Reihenfolge zwingend (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_264/2009 vom 4. Juni 
2009, E. 2.1; PKG 1998 Nr. 18, E. 2 mit Hinweisen; Peter Liver, Zürcher 
Kommentar, 3. Aufl., Zürich 1980, N 7 zu Art. 738 ZGB; Etienne Petitpierre, a.a.O., 
N 1 ff. zu Art. 738 ZGB). Bei der Auslegung des Erwerbstitels ist zu beachten, 
dass Dienstbarkeiten gemäss Lehre und Rechtsprechung restriktiv auszulegen 
sind und die Rechte des Eigentümers des belasteten Grundstücks nur soweit 
belasten dürfen, als es zu ihrer normalen Ausübung nötig ist. Ferner ist bei der 
Auslegung zu unterscheiden, ob die ursprünglichen Parteien betroffen oder Dritte 
involviert sind. Entsteht eine Streitigkeit über den Dienstbarkeitsinhalt unter der 
Beteiligung eines Dritten, erhält das Prinzip des öffentlichen Glaubens des 
Grundbuches gemäss Art. 937 ZGB besondere Beachtung. Die im 
Grunddienstbarkeitsvertrag zum Ausdruck gelangenden Willenserklärungen der 
Parteien sind demnach in dem Sinne massgebend, in dem sie von einem 
aufmerksamen, sachlich denkenden Menschen nach Treu und Glauben 
verstanden werden. Individuelle Absichten und Motive der an der Errichtung der 
Dienstbarkeit Beteiligten, die für einen Dritten nicht erkennbar sind, dürfen bei der 
Auslegung des Erwerbstitels nicht berücksichtigt werden. Element der 
Sinndeutung bei der Auslegung eines Vertrages ist vorab einmal die Feststellung 
des Sinnes, welcher mit den verwendeten Wörtern und Wendungen verbunden 
wurde. Daneben ist, wo die sprachliche Willensäusserung als Quelle der 
Feststellung des Inhalts und Umfanges der Dienstbarkeit versagt, auf den Zweck 
abzustellen, welcher dieser, unter Berücksichtigung der Interessen und 
Bedürfnisse des herrschenden Grundstücks, vernünftigerweise beizulegen ist. 
Schliesslich ist zu beachten, dass die Auslegung einer Dienstbarkeit aus der Art, 
wie sie während längerer Zeit unangefochten und im guten Glauben ausgeübt 
worden ist, nur dann in Frage kommt, wenn der Inhalt der Dienstbarkeit nicht 
bereits aus dem Eintrag oder dem in zweiter Linie massgeblichen Erwerbstitel 
bestimmt werden kann. Andernfalls bleibt für weitere Erkenntnisquellen kein Raum 
(vgl. PKG 1992 Nr. 10, E. 3 mit Hinweisen; BGE 130 III 554, E. 3).

2.2. Im vorliegend zu beurteilenden Fall ist dem Wortlaut der Grundbucheinträge 
lediglich zu entnehmen, dass jeweils ein Baurecht für einen Parkplatz zulasten 

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Parzelle Nr. Z.0_____ und zugunsten Parzelle Nr. Z.1_____ bzw. zugunsten 
Parzelle Nr. Z.2_____ besteht (KB 6, BB 3). Aus den bloss rudimentären 
Grundbucheinträgen „Baurecht für Parkplatz“ ergibt sich kein genügender Hinweis 
auf den genauen Umfang der Dienstbarkeiten, sodass gemäss Art. 738 Abs. 2 
ZGB auf den Erwerbsgrund zurückgegriffen werden muss. 

2.3. Der Erwerbsgrund bezieht sich auf den Vertrag, auf welchen sich die 
Grundbucheintragung stützt. Für die Bestimmung des Inhalts und des Umfangs 
nach Art. 738 Abs. 2 ZGB können nur diejenigen Tatsachen in Betracht kommen, 
welche in den Belegen zum Eintrag festgehalten und daraus erkennbar sind (Peter 
Liver, a.a.O., N 84 f. zu Art. 738 ZGB). Dem „Antrag auf Parzellenteilung mit 
Begründung von Eigentümerdienstbarkeiten“ vom 27. März 1996 ist zu 
entnehmen, dass den jeweiligen Eigentümern der Parzelle Nr. Z.1_____ bzw. Nr. 
Z.2_____ jeweils das Recht eingeräumt wurde, auf Parzelle Nr. Z.0_____ einen 
Parkplatz zu erstellen und diesen für das Abstellen von Fahrzeugen 
ausschliesslich und alleine zu benutzen. Die beiden in casu interessierenden 
Parkplätze wurden im beigehefteten Grundrissplan „Untergeschoss“, der 
wesentlicher Bestandteil des Dienstbarkeitsvertrages bildet, (Planbeilage Nr. 1) 
grün (PP zu Haus B) bzw. orange (PP zu Haus C) umrandet (KB 6, BB 3 und 4). 
Die Breiten der Parkplätze zu Haus C und zu Haus B betragen auf dem 
Grundrissplan „Untergeschoss“, der im Massstab 1:100 gezeichnet ist, jeweils 28 
mm, was in Realität 2.80 m entspricht (vgl. BB 4 und Ziff. 4 des Protokolls der 
Zeugeneinvernahme von F._____ vom 6. Mai 2011). Zwar beträgt die effektive 
Länge der Stützmauer nur 6.10 m und nicht wie im Grundrissplan zum 
Dienstbarkeitsvertrag dargestellt 6.30 m (BB 17). Die Länge der Stützmauer ist 
vorliegend unerheblich, da die Breite der Parkplätze nicht von der Länge der 
Stützmauer abhängig ist. Prozessthema ist einzig die Breite des Parkplatzes zu 
Haus C. Aus der Divergenz zwischen der Länge der Stützmauer auf dem 
Grundrissplan und der effektiven Länge der Stützmauer kann nicht geschlossen 
werden, dass der Plan gesamthaft nicht massstäblich ist, sondern vielmehr, dass 
die Stützmauer nicht plankonform gebaut wurde. Wie die Beschwerdegegner 
richtig darlegen, würde aus der Argumentation der Beschwerdeführer folgen, dass 
der Grundrissplan im Massstab 1:96,8253968 erstellt worden wäre. Ein derartiger 
Massstab ist in der Architektur nicht gebräuchlich. Für Pläne wird ein 
Massstabsbereich von 1:10 bis 1:500, für Grundrisspläne grundsätzlich ein 
Massstab 1:100 angewendet. Auch der Architekt F._____ erklärte anlässlich der 
Zeugeneinvernahme ausdrücklich, dass der Grundrissplan „Untergeschoss“ im 
Massstab 1:100 gezeichnet wurde. (vgl. Ziff. 4 des Protokolls der 
Zeugeneinvernahme von F._____ vom 6. Mai 2011). Hinzu kommt, dass auch die 

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Beschwerdeführer in ihren Ausführungen grundsätzlich von einem Massstab von 
1:100 ausgehen (vgl. Ziff. 3 b der Beschwerde). Folglich kann davon ausgegangen 
werden, dass der Grundrissplan „Untergeschoss“ Planbeilage Nr. 1 im Massstab 
1:100 gezeichnet ist und damit grundsätzlich ausreichend Aufschluss über die 
Breiten der beiden Parkplätze gibt. 

2.4. Die Vorinstanz hat zur Problematik bei Diskrepanzen zwischen Plänen und 
Wirklichkeit ausgeführt, dass bei Widersprüchen gemäss Art. 668 Abs. 2 ZGB die 
Richtigkeit der Pläne vermutet werde (vgl. vorinstanzliches Urteil, E. 3 f.). Als 
Grenzzeichen im Sinne von Art. 668 ZGB gelten gemäss Lehre und 
Rechtsprechung die an Ort und Stelle amtlich vorgenommenen Markierungen des 
Grenzverlaufs eines Grundstücks. Das Anbringen derartiger Grenzzeichen kann in 
besonderen Fällen unterbleiben, dies vor allem dann, wenn die Grenze durch 
natürliche oder künstliche Abgrenzungen (z.B. entlang solider baulicher Anlagen) 
dauernd und eindeutig erkennbar bleiben (vgl. Heinz Rey, in Honsell/Vogt/Geiser, 
BSK-ZGB II, 3. Aufl., Zürich 2007, N 3 zu Art. 668 ZGB). Entgegen der Auffassung 
der Vorinstanz handelt es sich vorliegend bei der Stützmauer nicht um ein 
derartiges Grenzzeichen. Die Stützmauer bezweckte zu keiner Zeit die Festlegung 
und Bezeichnung des Grenzverlaufs, denn diese befindet sich weder auf dem 
Grundrissplan „Untergeschoss“ noch tatsächlich auf der Parzellengrenze. Da der 
seitliche Teil der Stützmauer nicht als künstliche Abgrenzung angesehen werden 
kann, findet Art. 668 ZGB im vorliegenden Fall keine Anwendung. Darüber hinaus 
gilt - wie schon erwähnt - anzumerken, dass vorliegend allein die Breite der 
Parkplätze streitig und daher die Länge der Stützmauer irrelevant ist.

2.5. Weiter rügen die Beschwerdeführer, die Vorinstanz gehe bei der 
umstrittenen Planbeilage a priori von einer gemessenen Dienstbarkeit aus. 
Gemäss Lehre und Rechtsprechung ergeben sich Inhalt und Umfang einer 
gemessenen Dienstbarkeit aus den entsprechenden Grundlagen im 
Grundgeschäft, während sich der Inhalt und Umfang einer ungemessenen 
Dienstbarkeit nach den Bedürfnissen des herrschenden Grundstücks oder der 
dienstbarkeitsberechtigten Person richten (vgl. Peter Liver, a.a.O., N 19 f. zu Art. 
737 ZGB). Vorliegend sind die Dienstbarkeitsflächen im Grundrissplan, 
Planbeilage Nr. 1 im Massstab 1:100, die wesentlicher Bestandteil des 
Dienstbarkeitsvertrages bildet, eingezeichnet. Die Breiten der 
Dienstbarkeitsflächen können somit ohne weiteres durch einfaches Nachmessen 
masslich definiert werden. Damit sind die Dienstbarkeitsflächen in bestimmter 
Weise begrenzt und können als "gemessene" Dienstbarkeiten bezeichnet werden. 

Seite  19 — 21

2.6. Ferner machen die Beschwerdeführer geltend, die Vorinstanz hätte im 
angefochtenen Urteil nur den Beschwerdegegnern zugebilligt, aus der mit der 
Realität nicht übereinstimmenden Planbeilage eine Dienstbarkeitsfläche von 2.80 
m Breite für sich zu beanspruchen, gemessen (von aussen betrachtet) ab der 
linken Ecke der Stützmauer. Als gutgläubige Dritte hätten die Beschwerdeführer 
darauf vertrauen dürfen, dass die Dienstbarkeitsfläche gemessen (von aussen 
betrachtet) ab der rechten inneren Ecke der Stützmauer auf der Marke 3.4 cm 
bzw. 3.4 m zu liegen komme. Da vorliegend nicht mehr die ursprünglichen 
Parteien involviert sind, erhält bei der Auslegung des Dienstbarkeitsvertrages inkl. 
Belege das Prinzip des öffentlichen Glaubens des Grundbuches gemäss Art. 937 
ZGB besondere Beachtung. Zu prüfen ist demnach, wie die Planbeilage Nr. 1 im 
Massstab 1:100 von einem aufmerksamen, sachlich denkenden Menschen nach 
Treu und Glauben verstanden wird. Vorliegend geht aus der Planbeilage Nr. 1 
durch einfaches Nachmessen klar hervor, dass beide Parkplätze jeweils eine 
Breite von 2.80 m aufweisen. Die Breite des seitlichen Streifens zur Grenze von 
Parzelle Nr. Z.3_____ ist im hier zu beurteilenden Fall irrelevant, da diese gemäss 
Planbeilage Nr. 1 des Antrags auf Parzellenteilung mit Begründung von 
Eigentümerdienstbarkeiten vom 27. März 1996 nicht zur Dienstbarkeitsfläche 
gehörte. Ebenfalls unerheblich ist, dass offenbar die Stützmauer nicht gemäss den 
Plänen gebaut wurde. Die Stützmauer hat grundsätzlich keine Funktion für die 
Festlegung der Breite der Parkplätze, zumal die Breite der Parkplätze dadurch 
nicht beeinträchtigt wird. Ein aufmerksamer, sachlich denkender und gutgläubiger 
Mensch durfte einzig annehmen, dass die jeweiligen Dienstbarkeitsflächen durch 
den Grundrissplan „Untergeschoss“ im Massstab 1:100, Planbeilage Nr. 1, 
bestimmt werden und somit jeweils 2.80 m betragen. Die Beschwerdeführer 
durften insbesondere nicht darauf vertrauen, dass ihre Dienstbarkeitsfläche eine 
Breite von 3.4 m aufweist, gemessen (von aussen betrachtet) ab der rechten 
inneren Ecke der Stützmauer. Die Vorinstanz hat damit zu Recht angenommen 
hat, dass die Breite des Parkplatzes zu Haus C 2.80 m beträgt, gemessen (von 
aussen betrachtet) ab der linken Ecke der Stützmauer (Ecke, welche auf der 
Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu Haus C und dem Parkplatz zu Haus C 
liegt).

3. Schliesslich ist der Vollständigkeit halber darauf hinzuweisen, dass - 
nachdem der Inhalt der zu beurteilenden Dienstbarkeit bereits aufgrund des 
massgeblichen Erwerbstitels in genügender Weise bestimmt werden kann - für 
eine Auslegung der Dienstbarkeit aus der Art, wie sie während längerer Zeit 
unangefochten und im guten Glauben ausgeübt worden ist, kein Raum mehr 
bleibt. Im Übrigen wäre die Voraussetzung der jahrelangen unangefochtenen und 

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gutgläubigen Ausübung der Dienstbarkeit ohnehin nicht gegeben, da die 
Parkplatzbreite schon seit Jahren umstritten war (KB 5, BB 9, 12, 15 und 16). 
Zusammenfassend lässt sich nach dem Gesagten festhalten, dass der Parkplatz 
zu Haus C, gemessen (von aussen betrachtet) ab der linken Ecke der Stützmauer 
(Ecke, welche auf der Grenze zwischen dem Garagenvorplatz zu Haus C und dem 
Parkplatz zu Haus C liegt), eine Breite von 2.80 m hat. 

4. Im Ergebnis hat die Vorinstanz die Klage daher zu Recht gutgeheissen und 
die Widerklage abgewiesen. Die Beschwerde von A._____ und B._____ ist somit 
vollumfänglich abzuweisen und das angefochtene Urteil des Bezirksgerichts 
Landquart zu schützen. Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Begehren, 
der Beschwerden die aufschiebende Wirkung zu erteilen, gegenstandslos 
geworden.

Bei diesem Ergebnis des Beschwerdeverfahrens ist die von der Vorinstanz 
getroffene Kostenregelung weder hinsichtlich der Verteilung der Verfahrenskosten 
noch bezüglich der Auferlegung der ausseramtlichen Entschädigung zu 
beanstanden (vgl. Ziff. 6 des Dispositivs). Vor der Zivilkammer wurde denn auch 
zu Recht nicht geltend gemacht, dass an der erstinstanzlichen Kosten- und 
Entschädigungsregelung selbst dann etwas zu ändern sei, wenn es im 
Wesentlichen beim bezirksgerichtlichen Urteil sein Bewenden haben sollte.

Da die Beschwerdeführer mit ihrem Rechtsmittel keinen Erfolg zu erzielen 
vermochten, gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens in Höhe von CHF 
2‘500.00 vollumfänglich zu ihren Lasten (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Überdies hat sie 
die Gegenpartei angemessen ausseramtlich zu entschädigen. Dem Gericht 
erscheint unter Einbezug des mutmasslich notwendigen Aufwandes eine 
ausseramtliche Entschädigung von CHF 2‘000.00 inkl. Spesen und MWST zu 
Gunsten der Beschwerdeführer als angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2‘500.00 gehen zulasten 
der Beschwerdeführer, welche die Beschwerdegegner aussergerichtlich mit 
CHF 2‘000.00 inkl. MWST zu entschädigen haben. 

3. Gegen diese einen Streitwert von weniger als CHF 30‘000.00 betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Zivilsachen an das 
Schweizerische Bundesgericht geführt werden, falls sich eine Rechtsfrage 
von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden 
Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 20 ff., 72 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an: