# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6372aa3-2173-566e-b216-7196fee4bbe5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2001-07-04
**Language:** de
**Title:** Zürich Verwaltungsgericht 04.07.2001  PB.2001.00006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Verwaltungsgericht/ZH_VG_001_-PB-2001-00006_2001-07-04.html

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				Geschäftsnummer: 	PB.2001.00006	 
	Entscheidart und -datum: 	Endentscheid vom 04.07.2001
	Spruchkörper: 	4. Abteilung/4. Kammer
	Weiterzug: 	Dieser Entscheid ist rechtskräftig.
	Rechtsgebiet: 	Personalrecht
	Betreff: 

	Arbeitszeugnis

	
Das Arbeitszeugnis, dessen Änderung mit Beschwerde beantragt wird, muss inhaltlich richtig sein; es soll grundsätzlich wohlwollend formuliert sein, darf aber im Hinblick auf die Wahrheitspflicht auch ungünstige Beurteilungen enthalten.
Zuständigkeit der Kammer des Verwaltungsgerichts (E. 1). Zu den einzelnen Änderungsbegehren (E. 2). Gerichtskosten und Parteientschädigung (E. 3 und 4). 

			 	
				Stichworte:
	
						ARBEITSZEUGNIS
BERICHTIGUNGSANSPRUCH
PERSONALRECHTLICHE BESCHWERDE
SCHADENABSCHÄTZUNG
STREITWERT
ÜBRIGES ÖFFENTLICHES DIENSTRECHT
VERMÖGENSSCHADEN
VOLLSTÄNDIGKEIT
WAHRHEITSPFLICHT
WIDERRECHTLICHKEIT
WOHLWOLLEN

					
	
	Rechtsnormen:
	
						Art. 330a OR
§ 17 Abs. II VRG
§ 38 lit. II VRG
§ 74 lit. I VRG
§ 80b VRG

					
	
	Publikationen:
	
						- keine -
					
	Gewichtung:

					(1 von hoher / 5 von geringer Bedeutung)
	
						Gewichtung: 3
					

			 

	 	
			

			

I. A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis
zum 29. Februar 2000 als Betriebs­an­gestellter in der Gärtnerei des
Universitätsspitals Zürich (USZ) tätig gewesen. Mit Schrei­ben vom 27. Januar
2000, welches er am 3. Februar 2000 persönlich überbrachte, kündigte er im
Einvernehmen die Anstellung vor Ablauf der or­dentlichen Kündigungsfrist per
29. Feb­­ruar 2000, da er per 1. März 2000 eine neue Stelle gefunden
hatte.

 

Mit Schreiben vom 18. März 2000 verlangte A
verschiedene Än­derungen des ihm am letzten Arbeitstag ausgestellten
Arbeitszeugnisses, worauf ihm am 19. April 2000 ein neues, leicht abgeändertes
Arbeitszeugnis zugestellt wurde. Auf erneu­tes Schreiben von A hin, dieser war
nunmehr durch Rechtsanwalt B vertreten, stellte die Personal­ab­teilung des USZ
ein neues Arbeitszeugnis mit fol­gendem Inhalt aus:

 

"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Feb­ruar
2000 als Betriebs­an­gestellter in der Gärtnerei des UniversitätsSpitals Zürich
tätig.

 

Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen,
Plätzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und erneuern der
Parkanlagen; Rasenpflege; Schneiden von Sträuchern und Kleingehölzen; Mithilfe
bei der Wech­selflorbepflanzung; Pflege des Maschinenparks der Gärtnerei.

 

Herr A verfügt über umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebietes.
Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen
Mitarbeiter kennen, der alle ihm übertragenen Aufgaben effizient und ordentlich
erledigte. In der Zu­sam­menarbeit erwies er sich als korrekt und hilfsbereit.

 

Herr A verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die
Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

 

II. Gegen das letztgenannte Zeugnis erhob A
am 1. September 2000 bei der Ge­sund­heitsdirektion des Kantons Zürich Rekurs,
welcher mit Verfügung vom 13. Februar 2001 teilweise gutgeheissen wurde. Das
USZ wurde verpflichtet, das Ar­beitszeugnis für A wie folgt zu ändern:

 

"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Februar
2000 als Betriebs­an­gestellter in der Gärtnerei des USZ tätig.

 

Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen,
Plätzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern von
Parkanlagen; Rasenpflege; Wechselflorbepflanzungen; Schneiden von Sträuchern
und Kleinge­hölzen; Pflege und Wartung des Maschinenparks der Gärtnerei sowie
die Erledi­gung aller mit diesen Tätigkeiten im Zusammenhang stehenden
Arbeiten.

 

Herr A verfügt über umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebiets.
Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen
Mitarbeiter kennen, der alle ihm übertragenen Aufgaben effizient und zu unserer
Zufriedenheit erle­digte. In der Zusammenarbeit erwies er sich als korrekt und
hilfsbereit.

 

Herr A verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die
Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

 

III. Mit Eingabe vom 19. März 2001 erhob A
fristgerecht Be­schwer­de beim Ver­wal­tungsgericht mit dem Antrag, es sei das
Arbeitszeugnis wie folgt zu formulieren (Ab­weichungen vom verfügten Zeugnis
fett gedruckt):

 

"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Februar
2000 als Betriebs­an­gestellter in der Gärtnerei des UniversitätsSpitals Zürich
tätig.

 

Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen,
Plätzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern der
Parkanlagen; Rasenpflege; Gestaltung der Wechselflorbepflanzung;
Schneiden von Bäumen, Sträuchern und Kleingehölzen, Pflege und Wartung
des Maschinenparks der Gärt­nerei sowie die Erledigung aller einschlägiger Arbeiten.

 

Herr A verfügt über umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebietes.
Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen
Mitarbeiter kennen, der alle ihm übertragenen Aufgaben selbständig,
effizient und zu unserer vollen Zufriedenheit erledigte. In der
Zusammenarbeit erwies er sich als korrekt und hilfs­bereit.

 

Herr A verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die
Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

 

Mit Eingabe vom 10. April 2001 (beim Gericht
am 17. April 2001 eingegangen) be­antragte das USZ nunmehr, das Arbeitszeugnis
sei wie folgt zu formulieren:

 

"Herr A, geb. 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Feb­ruar
2000 als Betriebs­ange­stellter in der Gärtnerei des UniversitätsSpitals Zürich
tätig.

 

Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen,
Plätzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern der
Parkanlagen; Rasenpflege; zum Teil Gestaltung der
Wechselflorbepflanzung; Schneiden von Sträuchern und Kleingehölz (selten
auch Bäume), Pflege und Wartung des Ma­schinenparks der Gärtnerei sowie die
Erledigung aller einschlägiger Arbeiten.

 

Herr A verfügt über umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebietes.
Wir lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen
Mitarbeiter kennen, der alle ihm übertragenen Aufgaben zum Teil
selbständig, zum Teil nach Wei­sung seiner Vorgesetzten, effizient und
zu unserer vollen Zufriedenheit erle­digte. In der Zusammenarbeit erwies er
sich als korrekt und hilfsbereit.

 

Herr A verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die
Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

 

Mit Eingabe vom 25. April 2001 beantragte die
Vorinstanz, es sei den Anträgen des USZ zu folgen und in dem Sinn die
Beschwerde teilweise abzuweisen.

 

 

Das
Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

 

 

1. a) Gemäss § 74 Abs. 1 des
Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG; in der am 1. Januar 1998
in Kraft getretenen Fassung vom 8. Juni 1997) sind erstin­stanzliche
Rekursentscheide über personalrechtliche Anordnungen mit Beschwerde an das
Verwaltungsgericht anfechtbar.

 

Eine personalrechtliche Anordnung im Sinn von
§ 74 Abs. 1 VRG liegt vor, wenn ein objektives Anfechtungsinteresse des
Betroffenen besteht. Im Hinblick auf die Bedeu­tung, die das Arbeitszeugnis für
das Fortkommen des Arbeitnehmers hat, ist nach der heu­tigen Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts das Anfechtungsinteresse betreffend Strei­tigkeiten über
den Inhalt eines Arbeitszeugnisses zu bejahen (VGr,  12. Juli 2000, PB.2000.­00010
E. 1a mit Hinweisen [http://www.vgrzh.ch/rechtsprechung]).

 

b) Nach der Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts handelt es sich bei den Ver­fahren betreffend die korrekte
Qualifikation der erbrachten Arbeit nicht um eine wirtschaft­liche Streitigkeit
(zumindest nicht aus Sicht des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin), wes­halb
das Vorliegen eines Streitwerts für die Frage der Zuständigkeit gemäss § 38
Abs. 2 VRG zu verneinen und die Sache in Dreierbesetzung zu behandeln ist (VGr,
12. Juli 2000, PB.2000.00010 E. 1b, a.a.O.).

 

2. a) Mit Recht weist die Vorinstanz darauf
hin, dass vorliegend das auf den 1. Juli 1999 in Kraft getretene neue
Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG) zur Anwen­dung gelange (§ 57 Abs. 1
PG). Gemäss § 46 Abs. 2 PG können die Angestellten jederzeit ein Zeugnis
verlangen, das über die Art und die Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie über
ihre Leistungen und ihr Verhalten Auskunft gibt. Diesbezüglich führt die
Vorinstanz zu­tref­fend aus, dass diese Formulierung im neuen öffentlichen
Personalrecht derjenigen in Art. 330a des Obligationenrechts (OR) entspreche,
welche schon bisher in öffentlich-

recht­lichen Anstellungsverhältnissen sinngemäss zur Anwendung gekommen sei.
Auch wenn das öffentliche Personalrecht für die zu entscheidende Einzelfrage
nun eine eigen­ständige Norm bereitstelle, sei aus dem gleichbleibenden
Wortlaut dieser neuen öffentlich-rechtli­chen Bestimmung zu schliessen, dass
sich am Umfang des Rechts auf Ausstellung eines Arbeitszeugnisses unter dem
neuen Recht grundsätzlich nichts geändert habe, so dass auch für die
Rechtsprechung im vorliegenden Bereich auf die herrschende Lehre und Praxis zu
Art. 330a OR zurückgegriffen werden könne.

 

b) In erster Linie muss das Zeugnis
inhaltlich richtig sein. Die der Beurteilung zu­grunde gelegten Tatsachen
müssen objektiv richtig sein (Manfred Rehbinder, Berner Kom­mentar, 1985, Art.
330a  N. 7, N. 14 OR; Adrian Staehelin/Frank Vischer, Zürcher Kom­mentar, 1996,
Art. 330a  N. 10 OR). Wenn auch das Zeugnis grundsätzlich wohlwollend for­muliert
werden soll, so darf es im Hinblick auf die Wahrheitspflicht auch ungünstige
Beurteilungen enthalten (Rehbinder, N. 14; Staehelin/Vischer, N. 11). Es muss
in guten Treuen, im Rahmen des pflichtgemässen Ermessens und der Verkehrssitte
abgefasst wer­den (Rehbinder, N. 7; Staehelin/Vischer, N. 10).

 

In diesem Licht sind die Änderungs- und
Ergänzungsvorschläge des Beschwerde­führers im Einzelnen zu prüfen.

 

c) aa) Gestaltung der
Wechselflorbepflanzung:

 

Der Beschwerdeführer lässt geltend machen,
dass er zweimal jährlich die Wech­sel­florbepflanzung im Park und in allen
Rabatten selbständig vorgenommen habe. Es habe sich dabei um das Pflanzen von
20'000 bis 30'000 Pflanzen gehandelt, die Mitte Juni für den Sommer und Mitte
Oktober für den Winter gepflanzt worden seien. Er habe diese Pflanzen nach
eigenem Gutdünken und ohne Anweisungen des Vorgesetzten eingesetzt. Der
Vorgesetzte habe weder Vorgaben über die Aufteilung der Pflanzen auf die
einzelnen Beete noch über die farbliche Anordnung derselben gemacht. Vielmehr
habe der Be­schwerdeführer selber die an einem Ort deponierten Pflanzen ab
Lieferung genommen und sie nach eigenen Vorstellungen in die einzelnen Beete
eingesetzt.

 

Der Beschwerdegegner ist nunmehr damit einverstanden,
dass der Passus "zum Teil Gestaltung der Wechselflorbepflanzung" in
das Arbeitszeugnis übernommen werde. Er macht geltend, dass der
Beschwerdeführer lediglich aus dem vorgelegten Material, welches von anderen
Personen aufgrund einer übergeordneten Planung bestellt bzw. geliefert wor­den
sei, die Wechselflorbepflanzung gestaltet habe.

 

Der Beschwerdegegner anerkennt somit
grundsätzlich, dass der Beschwerdeführer bei der Wechselflorbepflanzung
gestalterisch tätig war, wenn auch in einem eingeschränk­ten Ausmass, weil die
Bestellungen von anderen Personen aufgrund einer übergeordneten Planung erfolgt
seien. Fraglich ist nun, ob der Umstand, dass der Beschwerdeführer die Be­pflanzung
aufgrund des vorgelegten Materials vorgenommen hat, bezüglich der Formulie­rung
"Gestaltung der Wechselflorbepflanzung" einer Einschränkung bedarf
oder nicht. Dies ist zu verneinen, denn der Begriff "Gestaltung"
bedeutet "Formung, Ausformung, Dar­stellung; Verarbeitung" (Duden,
Die sinn- und sachverwandten Wörter, Synonymwör­terbuch der deutschen Sprache,
Band 8, 2. A., Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1997) und beinhaltet nicht auch das
Organisieren des für die Gestaltung des Werks erforderlichen Ma­terials. Das
Konzipieren des für die Bepflanzung erforderlichen Materials und die Bestel­lung
desselben umfasst daher ein anderes Aufgabengebiet und bedürfte wohl einer
eigenen Erwähnung im Arbeitszeugnis. Es ergibt sich somit, dass das
Arbeitszeugnis dahingehend zu ergänzen ist, dass der Beschwerdeführer die
Wechselflorbepflanzung gestaltet hat. Hin­gegen kann dem Vorschlag des
Beschwerdegegners, wonach der Beschwerdeführer die Wech­selflorbepflanzung
"zum Teil" gestaltet habe, nicht gefolgt werden, weil dies bedeu­ten
würde, dass der Beschwerdeführer zum Teil selbständig und zum Teil nach exakten
Vorgaben die Bepflanzungen in der Anlage vorgenommen habe. Letzteres macht
aber der Beschwerdegegner gar nicht geltend, sondern er hält nur fest, dass die
Bepflanzung aus dem vorgelegten Material erfolgt sei. 

 

bb) Schneiden von Bäumen:

 

Der Beschwerdeführer lässt ausführen, einmal
jährlich ca. acht Bäume im Parkareal geschnitten zu haben. Diese Tätigkeit habe
er über Jahre hinweg ausgeführt, obwohl er kei­ne Gärtnerlehre absolviert habe.
Gerade deswegen sei es für ihn wichtig, dass das Arbeits­zeugnis korrekte
Auskunft über die getätigten Arbeiten gebe. 

 

Der Beschwerdegegner anerkennt nunmehr, dass
der Beschwerdeführer auch Bäu­me geschnitten habe, möchte diese Tätigkeiten
aber im eingeschränkten Sinn im Ar­beits­zeugnis festgehalten haben, nämlich
"Schneiden von Sträuchern und Kleingehölz (selten auch Bäume)".  Der
Beschwerdegegner führt in diesem Zusammenhang aus, beim Schnei­den der Bäume
habe es sich um eine sehr untergeordnete Arbeit gehandelt, weshalb sie sachlich
nicht gleich gewichtet werden könne wie das häufige Schneiden von Sträu­chern
und Kleingehölzen, da andernfalls der Eindruck entstehen würde, dass der Be­schwerde­führer
umfangreiche Kenntnisse und Routine im Schneiden von Bäumen habe. 

 

Der Formulierung "selten" kommt
gemäss Duden (Synonymwörterbuch) unter an­derem die Bedeutung "rar,
verstreut, vereinzelt, sporadisch, Gelegenheits-, nicht oft, karg,
manchmal" zu. Nachdem der Beschwerdeführer ausführt, jährlich einmal ca.
acht Bäume geschnitten zu haben und dies von der Beschwerdegegnerin nicht mehr
bestritten wird, ist das einschränkende Wort "selten" bezüglich des
Schneidens von Bäumen nicht angezeigt, weil dadurch der Eindruck entstünde, der
Beschwerdeführer habe im Rahmen seiner lang­jährigen Tätigkeit nur hie und da
einen Baum geschnitten. Andererseits ist aber auch die vom Beschwerdeführer
beantragte Formulierung "Schneiden von Bäumen, Sträuchern und
Kleingehölzen" nicht angezeigt, liesse doch diese Aufzählung (das
uneingeschränkte Vor­anstellen des Schneidens von Bäumen) darauf schliessen,
dass der Schnitt der Bäume 

– wenn nicht sogar im Vordergrund – zumindest mit der übrigen Schnitttätigkeit
gleichge­standen ist. Eine solche Schlussfolgerung wäre jedoch fehl am Platz,
hält doch der Be­schwerdeführer selber fest, jährlich (nur oder immerhin) ca.
acht Bäume geschnitten zu haben. Aufgrund dieser Ausführungen rechtfertigt sich
somit die bei Bäumen vorgenom­mene Schnitttätigkeit wie folgt festzuhalten:
"Schneiden von Sträuchern, Kleingehölzen und auch Bäumen". 

 

cc) Erledigung aller einschlägiger Arbeiten:

 

Nachdem der Beschwerdegegner diese vom
Beschwerdeführer vorgeschlagene For­mulierung kommentarlos in seine Anträge
bezüglich der Neuformulierung des Arbeits­zeug­­nisses übernommen hat,
erübrigen sich weitere Ausführungen. Das Arbeitszeugnis ist entsprechend zu
ergänzen.

 

dd) Selbständige Erledigung der ihm
übertragenen Aufgaben:

 

Der Beschwerdeführer möchte im Arbeitszeugnis
erwähnt haben, dass er die ihm übertragenen Arbeiten selbständig ausgeführt
habe. In diesem Zusammenhang lässt er aus­führen, die aus den Qualifikationen
und dem Arbeitszeugnis ersichtliche unwohlwollende Gesinnung der Vorgesetzten
scheine unter anderem darin begründet zu sein, dass der Be­schwerdeführer als
langjähriger Mitarbeiter eben gerade zu selbständiger Arbeitsausfüh­rung
befähigt gewesen sei und er über einen höheren Wissensstand als der direkte
Vorge­setzte verfügt habe. Als Beispiele für Arbeiten, die er regelmässig ohne
Auftrag des Vorge­setzten erkannt und in eigener Initiative ausgeführt habe,
nennt er unter anderem das Schnei­den von Kanten und Pflanzen, Jäten,
Putzarbeiten und das Reparieren von defekten Maschinen. Auch sei darauf
hinzuweisen, dass er während der Zeit vom Weg­gang des ur­sprünglichen
Vorgesetzten bis zum Arbeitsbeginn des neuen Vorgesetzten den ganzen Park
selbständig betreut und vorbildlich gepflegt habe.

 

Der Beschwerdegegner ist damit einverstanden,
wenn im Arbeitszeugnis festgehal­ten wird, dass der Beschwerdeführer die
Arbeiten "zum Teil selbständig und zum Teil nach Weisung seiner
Vorgesetzten" erledigt habe. Der Beschwerdegegner hält weiter fest, dass
es sich dabei letztlich um eine Beurteilungsfrage handle, sich die
Selbständigkeit nicht auf alle Arbeiten bezogen habe und nur temporär zum
Tragen gekommen sei. 

 

Die Vorinstanz stellt in ihrem Entscheid
nicht in Abrede, dass der Beschwerdefüh­rer in den ersten Jahren seiner
Anstellung eine gewisse Selbständigkeit erreicht habe. Auf­grund der letzten
beiden Qualifikationen würden sich jedoch Zweifel ergeben, wie weit er diese
Entwicklung zur selbständigen Arbeitsweise fortgesetzt habe oder ob diese
später eher zu Ungunsten des Betriebs zum Tragen gekommen sei.

 

An dieser Stelle ist nochmals darauf
hinzuweisen, dass das Zeugnis zwar wohlwol­lend formuliert werden soll, die der
Beurteilung zugrunde gelegten Tatsachen aber objektiv richtig sein müssen. Das
Arbeitszeugnis muss in guten Treuen, im Rahmen des pflichtge­mässen Ermessens
und der Verkehrssitte abgefasst sein (Erwägung 2b). Vorliegend ist schon die
Formulierung, wonach der Beschwerdeführer die übertragenen Arbeiten
"effizi­ent" ausgeführt habe, wohlwollend im erwähnten Sinn. Der
Wendung "effizient" kommt die Bedeutung "nachhaltig" und
"zugkräftig" zu, was als positiv zu werten ist (Duden, Syno­nymwörterbuch).
Auch die Umschreibung des Beschwerdeführers als "initiativen"
Mitarbeiter heisst, dass er "etwas unternahm", "an die Hand
nahm", "zur Tat Schritt" oder "aktiv wurde" (Duden,
Synonymwörterbuch). Der vom Beschwerdeführer zusätzlich bean­tragten Wendung
"selbständig" kommt hingegen wohl die Bedeutung von
"eigenständig" und "unabhängig" im positiven Sinn zu, das
Wort kann aber auch den Sinn von "unange­passt",
"unbequem", "nonkonformistisch" und
"eigenmächtig" beinhalten (Duden, Syno­nymwörterbuch). Welcher Sinn
dem Wort "selbständig" im Einzelfall zukommt, hängt somit vom übrigen
Text ab. 

 

Der nun vom Beschwerdegegner beantragten
Formulierung, wonach der Beschwer­deführer die Arbeiten "zum Teil
selbständig, zum Teil nach Weisung seiner Vorgesetzten" erledigt habe, kommt
zwar dem Wortlaut nach eine neutrale Bedeutung zu, und sie ent­spricht
grundsätzlich den Tatsachen (auch der Beschwerdeführer macht nicht geltend,
stets alle Arbeiten selbständig ausgeführt zu haben). Im Kontext erschiene eine
solche Formulie­rung aber als ungewöhnlich und könnte die übrigen Begriffe wie
"initiativ" und "effizient" relativieren. Es erübrigt sich
somit, den Begriff "selbständig" oder die Umschreibung "zum Teil
selbständig, zum Teil nach Weisung seiner Vorgesetzten" in das Zeugnis zu
übertra­gen, da dies nichts zum besseren Verständnis beitragen würde.
Entsprechend erübrigt es sich auch, die umstrittenen Qualifikationen aus dem
Jahr 1998 näher heran­zuziehen oder weitere Auskünfte einzuholen. 

 

ee) Erledigung zur vollen Zufriedenheit:

 

Der Beschwerdeführer beantragt, die von ihm
erledigten Arbeiten seien mit dem Kommentar "zu unserer vollen
Zufriedenheit" zu werten. Zwar hat der Beschwerdegegner diese Wendung in
seinem neu beantragten Arbeitszeugnis übernommen, möchte es aber anscheinend doch
dem Gericht überlassen zu beurteilen, ob sich diese Wertung vorliegend als
korrekt erweise. Der Beschwerdegegner bestreitet jedoch nicht, dass die
Gesamtquali­fikation des Beschwerdeführers vom 3. März 2000 mit "B"
bewertet worden ist, was be­deute, dass "die Leistungen und das Verhalten
vollumfänglich den An­forderungen ent­spre­chen (gut)". Unter diesen
Umständen drängt sich jedoch die Wertung "zu unserer vollen
Zufriedenheit" auf, da die alleinige Wendung "zu unserer
Zufriedenheit" missverständlich sein könnte und daher unzulässig ist (vgl.
Rehbinder, Art. 330a N. 7 und 13 OR; Heinz Haus­heer, Berner Kommentar,
2001, Update, Art. 330a  N. 13 OR; Jürg Brühwiler, Kom­mentar zum
Einzelarbeitsvertrag, OR Art. 319-343, 2. A., Bern/Stuttgart/ Wien 1996, Art. 330a
N. 3 S. 230 f.; Susanne Janssen, Die Zeugnispflicht des Arbeitge­bers, Bern
1996, S. 238).

 

Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die
Beschwerde teilweise gutzuheissen  und das Arbeitszeugnis im dargelegten Sinn
zu ergänzen ist.

 

3. Für personalrechtliche Streitigkeiten mit
einem Streitwert von unter Fr. 20'000.- werden keine Gerichtskosten erhoben;
vorbehalten bleibt die Kostenauflage an die unter­liegende Partei, die durch
ihre Prozessführung einen unangemessenen Aufwand verursacht hat (§ 80b VRG). Wo
– wie hier – ein unmittelbar bezifferbarer Streitwert fehlt, sind in
sinngemässer Anwendung von § 80b VRG nur Gerichtskosten zu erheben, wenn es um
Entscheidungen grosser Tragweite geht (vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin
Röhl, Kom­mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A.,
Zürich 1999, § 80b N. 3). Da der Beschwerdegegner (als mehrheitlich
unterliegende Partei) keinen un­angemessenen Aufwand verursacht hat und die
Streitsache noch nicht von grosser Trag­weite im Sinn der erwähnten
Rechtsprechung ist, sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 

4. Die Vorinstanz hat keine
Parteientschädigung zugesprochen, da sie trotz teilwei­ser Gutheissung des
Rekurses davon ausging, der Beschwerdeführer sei in wesentlichen Teilen des
Begehrens unterlegen. Der Beschwerdeführer verlangt nun die Zusprechung einer
Parteientschädigung unter Berücksichtigung der im vorinstanzlichen Verfahren
ent­standenen Aufwendungen. Der Beschwerdegegner stellt sich auf den
Standpunkt, der Be­schwerdeführer unterliege nach wie vor in wesentlichen
Teilen des Begehrens, weshalb die Voraussetzungen für die Zusprechung einer
Parteientschädigung nicht gegeben seien. Die Vorinstanz vertritt ebenfalls die
Meinung, es sei dem Beschwerdeführer keine Parteient­schädigung zuzusprechen,
da die rechtsgenügende Darlegung des Sachverhalts nicht kom­pliziert erscheine
und keine schwierigen Rechtsfragen vorlägen, die einen besonderen Auf­wand oder
den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigen würden.

 

Nach § 17 Abs. 2 lit. a VRG kann im
Rekursverfahren und im Verfahren vor Ver­waltungsgericht die unterliegende
Partei oder Amtsstelle zu einer angemessenen Entschä­digung für die Umtriebe
ihres Gegners verpflichtet werden, namentlich wenn die rechtsge­nügende
Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen besonderen
Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte. § 17
Abs. 2 VRG sieht lediglich eine "angemessene" Entschädigung der
Umtriebe vor. Das bedeutet, dass dem Berechtigten nicht jeder erdenkliche,
sondern grundsätzlich nur ein Teil des aufgrund der Umstände des Falls
notwendigen Rechtsverfolgungsaufwands nach freiem (aber pflicht­­gemässen)
Ermessen der Rechtsmittelinstanz zu entschädigen ist (VGr, 31. März 1998,
VB.98.00048, ZBl 99/1998, S. 524 ff. mit Hinweisen, insbesondere auf
Martin Ber­net, Die Parteientschädigung in der schweizerischen
Verwaltungsrechtspflege, Zürich 1986, S. 147, 158, 161, auch zum Folgenden).

 

Die Behörde, welche über die Verpflichtung
zur Zusprechung einer Parteientschä­digung zu urteilen hat, hat diesen
Entscheid nach Würdigung aller Verhältnisse zu treffen. Zu berücksichtigen sind
dabei namentlich der Streitwert, allenfalls die Wichtigkeit der Sa­che für die
Parteien, die Schwierigkeit des Falls sowie Zeit- und Arbeitsaufwand. Der
Streitwert bildet kein unmittelbares Kriterium für die Bemessung der
Parteientschädigung in dem Sinn, als aus ihm die Höhe dieser Entschädigungen
tarifmässig abzuleiten wäre. Insbesondere beurteilt sich weder nach der Verordnung
des Obergerichts über die Anwalts­gebühren vom 10. Juni 1987 noch nach § 68
Abs. 1 der Zivilprozessordnung vom 13. Juni 1976 (ZPO), ob eine zugesprochene
Parteientschädigung im Einzelfall angemessen ist. Während sich die
Anwaltsgebührenverordnung gemäss deren § 1 Abs. 1 auf die Führung von Zivil-
und Strafprozessen bezieht, ist laut § 68 Abs. 1 ZPO – anders als im Verwal­tungsrekurs-
und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren – grundsätzlich eine volle Par­teientschädigung
geschuldet, indem jede Partei die Gegenpartei im gleichen Verhältnis für
aussergerichtliche Kosten und Umtriebe zu entschädigen hat, wie ihr selbst
Kosten aufer­legt werden.

 

Es trifft zu, dass vorliegend die
Umschreibung des Sachverhalts nicht allzu kompli­ziert war und auch keine schwierigen
Rechtsfragen darzulegen waren. Zu berücksichtigen ist aber, dass der
Beschwerdeführer den Beschwerdegegner mehrfach zur Korrektur des
Arbeitszeugnisses aufforderte, was zur Erstellung mehrerer Arbeitszeugnisse
führte. Schliesslich musste der Beschwerdeführer den Rekurs- und Beschwerdeweg
einschlagen.  Es ist nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer angesichts der
Weigerung seitens des Arbeitgebers, das Zeugnis entsprechend zu ändern, einen
Rechtsbeistand beigezogen hat. Anlässlich des Beschwerdeverfahrens hat der
Beschwerdegegner sodann einen grossen Teil der Korrekturforderungen des
Beschwerdeführers anerkannt. In Würdigung dieser konkre­ten Verhältnisse
erscheint es als angemessen, dem Beschwerdeführer sowohl für das Re­kurs- als
auch für das Beschwerdeverfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzu­sprechen,
wobei zu berücksichtigen ist, dass für die Beschwerdebegründung weitgehend auf
die vor der Vorinstanz gemachten Ausführungen abgestellt werden konnte. Es ist
daher der Beschwerdegegner zu verpflichten, dem mehrheitlich obsiegenden
Beschwerdeführer für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung in
der Höhe von Fr. 800.- und für das Beschwerdeverfahren eine solche von Fr.
400.- zu bezahlen.

 

 

Demgemäss
entscheidet das Verwaltungsgericht:

 

 

1.     
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird
Dispositiv Ziffer II Abs. 2 der Verfü­gung der Gesundheitsdirektion des Kantons
Zürich vom 13. Februar 2001 wie folgt ge­ändert (Änderungen fett gedruckt):

 

"Herr A, geboren 1961, war vom 1. Mai 1987 bis 29. Februar
2000 als Betrieb­s­an­gestellter in der Gärtnerei des Universitätsspitals
Zürich tätig.

 

Sein Aufgabengebiet umfasste folgende Arbeiten: Reinigen von Wegen,
Plätzen und Strassen mit der Kehrsaugmaschine; Pflegen und Erneuern der
Parkanlagen; Ra­senpflege; Gestaltung der Wechselflorbepflanzung,
Schneiden von Sträuchern, Kleingehölzen und auch Bäumen; Pflege und
Wartung des Maschinenparks der Gärtnerei sowie die Erledigung aller
einschlägiger Arbeiten.

 

HerrA verfügt über umfassende Kenntnisse seines Aufgabengebiets. Wir
lernten ihn als einsatzfreudigen, initiativen und verantwortungsvollen
Mitarbeiter kennen, der alle ihm übertragenen Aufgaben effizient und zu unserer
vollen Zufrie­denheit erle­digte. In der Zusammenarbeit erwies er sich
als korrekt und hilfsbereit.

 

Herr A verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir danken ihm für die
Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute."

 

Im
Weiteren wird Dispositiv Ziffer IV aufgehoben.

2.    …