# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 022fc2a2-2766-5806-8fb3-1c4f2607e3f5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.08.2025 VR3 2024 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR3-2024-24_2025-08-25.pdf

## Full Text

«"I_NAM»"
«"I_ALI»"
«"I_BEM»"

Urteil vom 25. August 2025
mitgeteilt am 10. September 2025

Referenz VR3 24 24

Instanz Dritte verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Brun, Vorsitz
Audétat, Schmid Christoffel, Righetti und von Salis
Eckstein, Aktuarin ad hoc

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

Gemeinde Domleschg
Dorfstrasse 5, 7418 Tumegl/Tomils
vertreten durch Meliorationskommission B._____
Beschwerdegegnerin

Kanton Graubünden
vertreten durch die Regierung, Graues Haus, Reichsgasse 35, 
7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Gesamtmelioration B._____, Teil Forst
(Auflageprojekt/Projektänderung)

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Sachverhalt

A. Am 7. Mai 2013 hat die Fraktion B._____ der heutigen Gemeinde Domleschg 
die Durchführung einer Gesamtmelioration B._____ beschlossen. Auf Basis einer 
Planungsstudie ist daraufhin in mehreren Planungsschritten das Projekt 
"Gesamtmelioration B._____" (inklusive Projektänderungen) ausgearbeitet worden. 
Das auszubauende Wegnetz ist in der Folge im Einvernehmen mit den zuständigen 
Amtsstellen in die beiden Bereiche "Landwirtschaft" und "Forstwirtschaft" unterteilt 
worden. Das Vernehmlassungsverfahren zum Gesamtprojekt sowie die öffentlichen 
Auflagen des Gesamtprojekts und die Änderungen des Auflageprojekts wurden 
indessen koordiniert und erfolgten jeweils zeitgleich.

B. Vom 15. März bis 15. April 2019 lag das Auflageprojekt der 
Gesamtmelioration B._____ öffentlich auf. Gegen dieses Auflageprojekt erhob 
A._____ am 9. April 2019 Einsprache. Die Einsprache betraf die Güterstrassen 
Nr. 2, 3, 5, 9, 10, 11, 12, 14, 16, 18, 20, 25, 26 und 27. Anlässlich des Augenscheins 
vom 2. Oktober 2019 hat A._____ seine Einsprache betreffend Güterstrassen Nr. 
11, 25, 26 und 27 zurückgezogen. Vom 31. Januar bis 2. März 2020 lag eine 
Änderung des Auflageprojekts der Gesamtmelioration B._____ öffentlich auf. 
Gegen diese Änderung erhob A._____ ebenfalls Einsprache, und zwar am 26. 
Februar 2020. Diese Einsprache betraf die Güterstrassen Nr. 6, 9, 10, 12, 15 
(Befestigen mit Betonspuren des Abschnitts C._____ bis D._____ [Weg Nr. 15.2]), 
16, 22, Wanderweg B sowie die Wasserversorgung E._____. Die beiden 
Einsprachen bezogen sich sowohl auf landwirtschaftliche als auch auf 
forstwirtschaftliche Teilstrecken. Für deren Beurteilung waren je unterschiedliche 
Rechtsmittelinstanzen zuständig. Das vorliegende Verfahren betrifft die 
forstwirtschaftlichen Teilstrecken. Die in dieser Sache zuständige Vorinstanz war 
die Regierung des Kantons Graubünden.

C. Mit Entscheid der Regierung des Kantons Graubünden vom 12. Februar 
2024 (Protokoll Nr. 111/2024), mitgeteilt am 14. Februar 2024, betreffend 
Projektgenehmigung und Kantonsbeitrag in Bezug auf das Projekt 
"Gesamtmelioration B._____, Teil Forst" und "Änderungen des Auflageprojekts, Teil 
Forst" wurde die Einsprache von A._____ gegen den forstwirtschaftlichen Teil des 
Auflageprojekts abgeschrieben (Güterstrassen Nr. 11, 25, 26 und 27) bzw. 
abgewiesen (Güterstrasse Nr. 15) (act. B.1, Dispositiv-Ziff. 5.5). Die Begehren, 
welche die landwirtschaftlichen Teilstrecken betrafen (Güterstrassen Nr. 2, 3, 5, 6, 
9, 10, 12, 14, 16, 18, 20, 22, Wanderweg B sowie Wasserversorgung E._____), hat 
das in dieser Sache zuständige Departement für Volkswirtschaft und Soziales 
Graubünden mit Entscheid vom 12. Februar 2024 beurteilt. Auch gegen diesen 

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Entscheid wurde Beschwerde an das Obergericht des Kantons Graubünden 
erhoben (vgl. VR3 24 25).

D. Mit Eingabe vom 7. März 2024 erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) gegen den Entscheid der Regierung des Kantons Graubünden 
vom 12. Februar 2024 Beschwerde an das damalige Verwaltungsgericht des 
Kantons Graubünden. Gegenstand der Beschwerde bildet die Güterstrasse Nr. 
15.2. Der Beschwerdeführer ersuchte sinngemäss, dass die Güterstrasse Nr. 15.2 
im Abschnitt C._____ bis D._____ nicht mit Betonspuren zu befestigen sei. Somit 
betrifft seine Beschwerde die Wahl der Fahrbahnoberfläche der Güterstrasse Nr. 
15.2. Der Beschwerdeführer begründet seine Beschwerde im Wesentlichen damit, 
dass Betonspuren beim betreffenden Strassenabschnitt touristisch nicht erwünscht 
und land- und forstwirtschaftlich nicht nötig seien. Der Ausbau sei technisch und 
nach geltenden Richtlinien nicht begründet. Der Strassenabschnitt sei trotz 
gelegentlicher Staubentwicklung als solcher zu belassen. Dies hätten auch viele 
andere Einsprechende, Naturschutzorganisationen sowie das BAFU und ASTRA 
geltend gemacht (act. A.1).

E. Die Gemeinde Domleschg, vertreten durch die Meliorationskommission 
B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin), beantragte mit Vernehmlassung vom 
10. April 2024, dass die Beschwerde abzuweisen sei (act. A.2 und A.3). Sie führte 
aus, dass die Güterstrasse Nr. 15.2 den Charakter einer Haupterschliessung habe, 
sowohl für die Land- als auch für die Forstwirtschaft. Insgesamt würden rund 60 
Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche mit der Güterstrasse Nr. 15.2 erschlossen. 
Das hohe Verkehrsaufkommen, die hohe Staubentwicklung und die Witterung 
führten dazu, dass der Strassenabschnitt häufiger saniert werden müsste. Daher 
könne auf die Befestigung des Strassenabschnitts mit Betonspuren nicht verzichtet 
werden (act. A.3).

F. Der Kanton Graubünden, vertreten durch die Regierung des Kantons 
Graubünden (nachfolgend: Beschwerdegegner), beantragte mit Vernehmlassung 
vom 29. April 2024, dass die Beschwerde abzuweisen sei. Begründend führte er 
aus, dass die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers fraglich sei, da er 
kein persönliches Interesse an der Änderung des angefochtenen Entscheids 
geltend gemacht habe. In der Sache wies der Beschwerdegegner darauf hin, dass 
die Befestigung der Güterstrasse Nr. 15.2 von C._____ bis D._____ mit 
Betonspuren die Staubentwicklung reduziere und den Unterhaltsaufwand 
verringere. Zudem seien aufgrund der hohen forstlichen und landwirtschaftlichen 
Bedeutung und dem damit verbundenen vergleichsweise grossen 
Verkehrsaufkommen die Betonspuren gerechtfertigt. Auch in touristischer Hinsicht 

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sei die Betonspur von Vorteil, denn Hartbelag sei während der Schneeschmelze 
und bei nasser Witterung besser zu begehen. Das vom Beschwerdegegner 
genehmigte Projekt bilde den bestmöglichen Kompromiss ab, der bei der Abwägung 
der vielen verschiedenen und diametral auseinandergehenden Interessen 
überhaupt möglich sei (act. A.4).

G. Am 23. Mai 2024 reichte der Beschwerdeführer die Replik hierorts ein 
(act. A.5). Am 2. Juli 2024 folgte die Duplik des Beschwerdegegners (act. A.6). An 
den Rechtsbegehren wurde unverändert festgehalten. Die Beschwerdegegnerin 
liess sich zur Replik nicht vernehmen.

H. Im Januar 2025 wurde den Parteien schriftlich angezeigt, dass per 1. Januar 
2025 die Justizreform 3 in Kraft getreten ist. Das Verwaltungsgericht des Kantons 
Graubünden und das Kantonsgericht von Graubünden wurden zum Obergericht des 
Kantons Graubünden fusioniert.

I. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 
auf die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1. Das Obergericht des Kantons Graubünden, auf das die hängigen Verfahren 
des früheren Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden übertragen worden 
sind (vgl. Art. 122 Abs. 5 GOG [BR 173.000]), prüft seine Zuständigkeit und die 
weiteren Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen (vgl. Art. 4 Abs. 2 VRG 
[BR 370.100]).

1.1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. d VRG beurteilt das Obergericht Beschwerden 
gegen Entscheide der Regierung über öffentlichrechtliche Streitigkeiten, soweit 
diese nicht nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der 
angefochtene Entscheid der Regierung des Kantons Graubünden vom 12. Februar 
2024, welcher sich auf Art. 19 KWaG (BR 920.100) stützt, ist nicht endgültig und 
stellt damit ein taugliches Anfechtungsobjekt vor Obergericht dar. Die Beurteilung 
der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der dritten verwaltungsrechtlichen 
Kammer des Obergerichts (vgl. Art. 2 Abs. 2 lit. a Ziff. 3 OGV [BR 173.010]). Sie 
entscheidet gemäss Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG in Fünferbesetzung über Beschwerden 
gegen Entscheide der Regierung.

1.2. Der Beschwerdegegner stellt die Beschwerdelegitimation des 
Beschwerdeführers in Frage. Zur Beschwerde ist nach Art. 50 Abs. 1 VRG 

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legitimiert, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein 
schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch 
besondere Vorschriften dazu ermächtigt ist.

1.2.1. Der Beschwerdegegner rügt in seiner Vernehmlassung, dass der 
Beschwerdeführer nicht geltend mache, inwiefern der getroffene Entscheid ihn in 
seiner Stellung berühre. In seiner Begründung mache er lediglich touristische 
Interessen geltend. Bei den Interessen des Tourismus handle es sich um 
Allgemeininteressen und nicht um ein persönliches Interesse des 
Beschwerdeführers. Es sei fraglich, inwieweit der Beschwerdeführer diesbezüglich 
ein schutzwürdiges Interesse geltend machen könne und demzufolge diese 
Argumentation überhaupt von Belang sei, da Popularinteressen üblicherweise nicht 
mit Beschwerde einer Privatperson geltend gemacht werden könnten (act. A.4, S. 
3). Der Beschwerdegegner begrenzt sich dabei darauf, die Beschwerdelegitimation 
des Beschwerdeführers allgemein in Frage zu stellen, ohne einen Antrag auf 
Nichteintreten zu stellen. Da das angerufene Gericht die 
Eintretensvoraussetzungen ohnehin von Amtes wegen zu prüfen hat, stellt der 
fehlende Antrag jedoch kein Hindernis dar, die Beschwerdelegitimation des 
Beschwerdeführers zu prüfen und bei fehlender Legitimation auf Nichteintreten zu 
erkennen.

1.2.2. Bereits im angefochtenen Entscheid hat der Beschwerdegegner die Frage 
der Legitimation – allerdings in allgemeiner Hinsicht und nicht bezogen auf den 
Beschwerdeführer – aufgeworfen. Dabei hat er erkannt, dass die Legitimation von 
Anwohnern oder Zweitwohnungsbesitzern, welche keine Grundstücke im 
Beizugsgebiet der Gesamtmelioration B._____ hätten und damit nicht direkt vom 
Projekt betroffen seien, aufgrund der fehlenden Nähe zu den Forstwegen fraglich 
sei. Diese Eintretensvoraussetzung hat der Beschwerdegegner aber letztlich 
offengelassen, da die offensichtlich zur Einsprache legitimierten 
Umweltschutzorganisationen dieselben Rügen wie Anwohner oder 
Zweitwohnungsbesitzer vorgetragen hätten und damit insbesondere die Frage der 
zulässigen Fahrbahnoberfläche ohnehin geklärt werden müsste (vgl. act. B.1, S. 19 
f.). Im Gegensatz zu diesen Anwohnern und Zweitwohnungsbesitzern ist der 
Beschwerdeführer allerdings Eigentümer von Grundstücken im Beizugsgebiet der 
Gesamtmelioration B._____ (vgl. act. D.1). Entsprechend ist der 
Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid auch davon ausgegangen, dass 
der Beschwedeführer einsprachelegitimiert sei (vgl. act. B.1, S. 62 ff.).

1.2.3. Der Beschwerdeführer erachtet seine Legitimation zur Beschwerde als 
gegeben. Er argumentiert replicando, dass alle Grundeigentümerinnen und -

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eigentümer im Beizugsgebiet eines Meliorationsprojektes sehr wohl dazu berechtigt 
seien, verwaltungsgerichtliche Beschwerde zu führen, da sie auch die Kosten 
mittragen müssten, auch wenn er primär mit touristischen Aspekten argumentiere. 
Auch als Privatperson störe ihn unnötiger Beton in der Landschaft, vor allem in 
Gegenden, in denen er sehr oft unterwegs sei (act. A.5).

1.2.4. Die Kriterien von Art. 50 Abs. 1 VRG grenzen die Beschwerdelegitimation 
von Personen, die wie Nachbarn nicht selbst Grundeigentümer sind, gegen 
unzulässige Popularbeschwerden ab. Verlangt ist neben der formellen Beschwer, 
dass Beschwerdeführende über eine spezifische Beziehungsnähe zur Streitsache 
verfügen und einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des 
angefochtenen Entscheids ziehen. Die Nähe der Beziehung zum Streitgegenstand 
muss bei Bauprojekten insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein.

1.2.5. Die Beschwerdelegitimation wird regelmässig im Lichte von Art. 89 Abs. 1 
BGG beurteilt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_677/2021 vom 19. Januar 2023 
E. 2.2; anstatt vieler: Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 23 
26 vom 21. Mai 2024 E. 2.2 f.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu 
Art. 89 Abs. 1 BGG sind Dritte, namentlich Nachbarn, zur Beschwerdeführung 
gegen ein Bauvorhaben legitimiert, wenn sie mit Sicherheit 
oder zumindest grosser Wahrscheinlichkeit durch Immissionen (Lärm, Staub, 
Erschütterungen, Licht oder andere Einwirkungen) betroffen sein werden, die der 
Bau oder Betrieb der fraglichen Anlage hervorruft. Als wichtiges Kriterium zur 
Beurteilung der Betroffenheit dient in der Praxis die räumliche Distanz zum 
Bauvorhaben bzw. zur Anlage. Die Rechtsprechung bejaht in der Regel die 
Legitimation von Dritten, deren Liegenschaften sich in einem Umkreis von bis zu 
rund 100 Meter befinden. Bei grösseren Entfernungen muss eine Beeinträchtigung 
aufgrund der konkreten Gegebenheiten glaubhaft gemacht werden. Allerdings ist 
nicht schematisch auf einzelne Kriterien (insbesondere Distanzwerte) abzustellen. 
Erforderlich ist vielmehr eine Gesamtwürdigung anhand der konkreten Verhältnisse. 
Der Beeinträchtigung muss ein gewisses Gewicht zukommen, um eine Betroffenheit 
zu begründen, die grösser ist als diejenige der Allgemeinheit (BGE 141 II 50 E. 2.1, 
140 II 214 E. 2.1 und 2.3, 133 II 409 E. 1.3; Urteile des Bundesgerichts 
1C_625/2022 vom 19. August 2024 E. 4.1.2, 1C_199/2021 vom 31. Mai 2022 E. 
4.2, 1C_392/2020 vom 20. Mai 2021 E. 4.2 und 1C_547/2019 vom 16. April 2020 
E. 3.2).

1.2.6. Ein schutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche 
Situation des Beschwerdeführers durch den Ausgang des Verfahrens beeinflusst 
werden kann. Wie bereits ausgeführt ist somit verlangt, dass der Beschwerdeführer 

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einen praktischen Nutzen aus der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen 
Entscheids zieht. Ein solcher Nutzen ist zu bejahen, wenn das Durchdringen von 
Rügen dazu führen würde, dass das Bauvorhaben im Bereich, den der 
Beschwerdeführer belastet, nicht oder anders realisiert würde als geplant (Urteile 
des Bundesgerichts 1C_249/2023 vom 5. November 2024 E. 2.4 und 1C_542/2021 
vom 21. September 2023 E. 1.2, je m.H.a. BGE 139 II 499 E. 2.2). Dabei ist der 
Beschwerdeführer – in anderen Worten – mit sämtlichen Rügen zuzulassen, welche 
sich rechtlich oder tatsächlich auf seine Stellung auswirken (BGE 141 II 50 E. 2.1 
und 137 II 30 E. 2.2.3; Urteile des Bundesgerichts 1C_625/2022 vom 19. August 
2024 E. 4.1.3, 1C_12/2024 vom 1. Juli 2024 E. 2.1 und 1C_313/2019 vom 28. April 
2020 E. 2.3). Nicht zulässig ist hingegen das Vorbringen von Beschwerdegründen, 
mit denen einzig ein allgemeines öffentliches Interesse an der richtigen Anwendung 
des Rechts verfolgt wird (BGE 133 II 249 E. 1.3.2), ohne dass den 
Beschwerdeführenden im Falle des Obsiegens ein Vorteil entsteht (BGE 137 II 30 
E. 2.2.3). Das schutzwürdige Anfechtungsinteresse und die geltend gemachten 
Rügen brauchen jedoch nicht übereinzustimmen. Der Nachbar, der über ein 
schutzwürdiges Interesse verfügt, kann zu dessen Durchsetzung auch die 
Verletzung von Normen rügen, die dem Schutz Dritter dienen oder im öffentlichen 
Interesse liegen (vgl. BERTSCHI, in: Griffel [Hrsg.], Kommentar zum 
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 21 N. 57 m.H.).

1.2.7. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Grundstücke Nr. Z.1._____, 
Z.2._____, Z.3._____, Z.4._____, Z.5._____, Z.6._____, Z.7._____, Z.8._____, 
Z.9._____ im Grundbuch der Gemeinde Domleschg. Alle diese Grundstücke liegen 
im Beizugsgebiet der Gesamtmelioration B._____. Der Beschwerdeführer betreibt 
aber keinen landwirtschaftlichen Betrieb. Während die betreffende, strittige 
Teilstrecke, die Güterstrasse Nr. 15.2, oberhalb von B._____ in nordwestlicher 
Richtung liegt, befinden sich die Grundstücke im Eigentum des Beschwerdeführers 
unterhalb, und damit südlich bzw. eine Parzelle nordwestlich von B._____ (vgl. act. 
D.1). Alle seine Grundstücke grenzen damit nicht an die Güterstrasse Nr. 15.2 an, 
sie befinden sich nicht einmal in unmittelbarer Nähe zu dieser Teilstrecke. Die 
Entfernung zwischen der Güterstrasse Nr. 15.2 und dem nächstgelegenen 
Grundstück des Beschwerdeführers ist erheblich: Die Luftdistanz des Grundstücks 
Nr. Z.7._____ im Grundbuch der Gemeinde Domleschg zum nächstgelegenen 
Punkt der Güterstrasse Nr. 15.2 beträgt über 500 Meter. Die Güterstrasse Nr. 15.2 
liegt darüber hinaus nicht in Sichtdistanz zu den Grundstücken des 
Beschwerdeführers (vgl. BGE 123 II 499 E. 1b). Damit würde der Beschwerdeführer 
von seinen Grundstücken aus die Betonspuren nicht sehen können. Nach Aussage 

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des Beschwerdeführers begeht er jedoch regelmässig die Güterstrasse Nr. 15.2 zu 
Fuss.

1.2.8. Der persönliche Bezug zur Güterstrasse Nr. 15.2 ist daher aufgrund des 
erstellten Sachverhalts als gering einzustufen. Die räumliche Distanz zum 
Bauvorhaben beträgt über dem fünffachen Wert, bis zu welchem die 
Rechtsprechung in aller Regel die Beschwerdelegitimation bejaht. Ob dieser Bezug 
ausreicht, um dem Kriterium des Berührtseins nach Art. 50 Abs. 1 VRG zu genügen, 
kann allerdings offen bleiben. Denn es ist zu berücksichtigen, dass die Befestigung 
der betreffenden Güterstrasse Nr. 15.2 mit einer Betonspur im Rahmen einer 
Gesamtmelioration erfolgt, die auch eine Landumlegung umfasst. Damit ist es nicht 
auszuschliessen, dass dem Beschwerdeführer bei der Neuzuteilung des Landes 
andere Grundstücke zugewiesen werden (vgl. act. A.4, S. 2 f.). Es kann vorliegend 
nicht ausgeschlossen werden, dass dem Beschwerdeführer auch Grundstücke 
zugewiesen werden könnten, welche sich in unmittelbarer Nähe zur Güterstrasse 
Nr. 15.2 befinden. Der Beschwerdeführer ist somit ohne Weiteres berührt, auch 
wenn die betreffende Teilstrecke zum heutigen Zeitpunkt relativ weit von den 
Grundstücken des Beschwerdeführers entfernt liegt. Damit einhergehend zieht der 
Beschwerdeführer auch einen praktischen Nutzen aus der Beschwerde, indem bei 
Gutheissung auf die Betonspur verzichtet werden würde, das Bauvorhaben würde 
mithin nicht realisiert. Damit ist der Beschwerdeführer unter Art. 50 Abs. 1 VRG zur 
Beschwerde zuzulassen.

1.3. Mit der Beschwerde können gemäss Art. 51 Abs. 1 VRG Rechtsverletzungen 
einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (lit. a) sowie 
unrichtige oder unvollständige Feststellungen des rechtserheblichen Sachverhalts 
(lit. b) geltend gemacht werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist unzulässig.

1.4. Unter Vorbehalt zulässiger Beschwerdegründe ist auf die gemäss Art. 52 
Abs.1 VRG frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten.

2. Streitgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet die Befestigung und 
die Wahl der Fahrbahnoberfläche der bereits bestehenden Güterstrasse Nr. 15.2 im 
Abschnitt C._____ bis D._____ im Rahmen der Gesamtmelioration B._____. Diese 
Teilstrecke hat eine Länge von 480 Metern. Während das durch die Regierung des 
Kantons Graubünden genehmigte Projekt vorsieht, dass die betreffende Teilstrecke 
mit Betonspuren befestigt werden soll, ist der Beschwerdeführer der Ansicht, dass 
die Betonspuren nicht notwendig seien. 

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3.1. Gemäss Art. 18 Abs. 3 RPG (SR 700) ist das Waldareal durch die 
Forstgesetzgebung umschrieben und geschützt (zur bundesrechtlichen Definition 
des Waldes vgl. BGE 124 II 85 E. 3). Hieraus folgt, dass Wald grundsätzlich nicht 
Gegenstand der Raumplanung ist. Waldflächen dürfen nur als Wald genutzt 
werden. Waldareale sind immer Nichtbaugebiet und das Erstellen von Bauten und 
Anlagen ist grundsätzlich verboten (JÄGER/BÜHLER, Schweizerisches Umweltrecht, 
2016, Rz. 901 und 905). Dazu gibt es allerdings Ausnahmen.

3.2. Als Waldstrassen gelten Erschliessungsanlagen, die durch Waldgebiet 
führen, für die Waldbewirtschaftung nötig sind, sich auf forstwirtschaftliche 
Bedürfnisse ausrichten, überwiegend der Walderhaltung dienen und nach den 
Interessen des Waldes dimensioniert und angelegt sind (BGE 111 Ib 45 E. 3c; Urteil 
des Bundesgerichts 1C_524/2010 vom 7. März 2010 E. 4.1). Die Güterstrasse Nr. 
15.2 fällt unter diesen Begriff der Waldstrasse und damit in den Anwendungsbereich 
des Bundesgesetzes über den Wald vom 4. Oktober 1991 (Waldgesetz; WaG; 
SR 921.0) sowie der Verordnung über den Wald vom 30. November 1992 (WaV; 
SR 921.01). Als kantonales Ausführungsrecht ist das KWaG sowie die KWaV 
(BR 920.110) anwendbar. Nebst den waldrechtlichen Bestimmungen richtet sich die 
Zulässigkeit der Errichtung von Betonspuren auf der Güterstrasse Nr. 15.2 nach 
dem Raumplanungs- und Baurecht. Für Bauten ausserhalb der Bauzonen sind die 
bundesrechtlichen Bestimmungen im RPG sowie deren Ausführungsrecht 
massgebend.

3.3. Gemäss Art. 4 lit. a WaV, dessen gesetzliche Grundlage sich neben den 
Art. 4 und 12 WaG auch in Art. 2 Abs. 2 lit. b WaG befindet, können forstliche Bauten 
und Anlagen im Wald ohne Rodungsbewilligung errichtet werden. Nach den 
materiell anwendbaren waldrechtlichen Bestimmungen ist die forstliche Natur für 
Bauten und Anlagen dann zu bejahen, wenn sie den Zwecken des Waldes dienen 
und für seine Bewirtschaftung notwendig sind (vgl. Art. 2 Abs. 2 lit. b, Art. 11 und 16 
WaG sowie Art. 4 und 14 WaV; vgl. BGE 123 II 499 E. 1a, 122 II 274 E. 1a). Nach 
Art. 12 KWaV gelten insbesondere Waldstrassen als forstliche Bauten und Anlagen. 
Die Güterstrasse Nr. 15.2 dient ohne Weiteres den Zwecken des Waldes und ist für 
seine Bewirtschaftung notwendig. Damit ist die Güterstrasse Nr. 15.2 als forstliche 
Baute und Anlage im waldrechtlichen Sinne zu qualifizieren. Auf eine 
Rodungsbewilligung hat der Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid daher 
zu Recht verzichtet.

3.4. Dessen ungeachtet ist für die Errichtung einer forstlichen Baute oder Anlage 
gemäss Art. 13a Abs. 1 WaG eine raumplanerische Bewilligung gemäss Art. 22 
RPG erforderlich (BGE 123 II 499 E. 2; Urteil des Bundesgerichts 1A.173/2001 vom 

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26. April 2002 E. 3.1). Diese Bewilligung erfolgt im Rahmen eines 
Projektgenehmigungsverfahrens. Gegenstand des 
Projektgenehmigungsverfahrens ist das Bauprojekt (Art. 13 Abs. 1 KWaV). 
Zuständig für die Genehmigung ist die Regierung, die im gleichen Verfahren auch 
den Entscheid über den Kantonsbeitrag fällt (Art. 15 Abs. 1 KWaG). Die 
Projektgenehmigung hat für die vom Verfahren erfassten Bauten und Anlagen die 
Wirkung einer Nutzungsplanung und Baubewilligung. Bei Waldstrassen und 
Verbauungen tritt diese Wirkung auch für die ausserhalb des Waldareals gelegenen 
Abschnitte ein (Art. 15 Abs. 2 KWaG). Diese tritt damit vollständig an die Stelle 
anderer Bewilligungen wie kommunale Baubewilligungen oder BAB-Bewilligungen 
(vgl. Botschaft vom 28. Februar 2012 der Regierung des Kantons Graubünden an 
den Grossen Rat zur Totalrevision des kantonalen Waldgesetzes, Heft Nr. 15/2011–
2012 1639 ff., S. 1657). Die Regierung entscheidet über die Projekteinsprachen und 
die Genehmigung des Auflageprojekts in einem koordinierten Beschluss (Art. 19 
Abs. 1 KWaG). Mit dem Projektgenehmigungsentscheid erteilt die Regierung in der 
Regel auch alle weiteren erforderlichen Bewilligungen (Art. 19 Abs. 2 KWaG). Mit 
dem Entscheid der Regierung betreffend Projektgenehmigung und Kantonsbeitrag 
in Bezug auf das Projekt "Gesamtmelioration B._____, Teil Forst" und "Änderungen 
des Auflageprojekts, Teil Forst" vom 12. Februar 2024 hat die Regierung unter 
anderem die erforderliche raumplanerische Bewilligung für die Errichtung einer 
Betonspur auf der Güterstrasse Nr. 15.2 erteilt (vgl. act. B.1). Zu prüfen ist daher, 
ob diese Bewilligung rechtmässig ist.

4. Die Güterstrasse Nr. 15.2 liegt in einer Nichtbauzone. Die möglichen 
Nutzungen bestimmt das WaG. Forstliche Bauten und Anlagen einschliesslich 
Waldstrassen sind im Wald nutzungsordnungskonform und werden nach Art. 22 
RPG bewilligt (vgl. BGE 123 II 499 E. 2). Daher ist zunächst zu prüfen, ob für die 
Errichtung von Betonspuren auf der Güterstrasse Nr. 15.2 eine ordentliche 
Bewilligung nach Art. 22 RPG erteilt werden kann. Im Verneinungsfalle ist zu prüfen, 
ob eine Ausnahmebewilligung gestützt auf Art. 24 ff. RPG erteilt werden kann. Der 
Beschwerdegegner hat die entsprechenden Voraussetzungen im angefochtenen 
Entscheid nicht geprüft (vgl. act. B.1, S. 7 ff.).

5. Gemäss Art. 22 Abs. 1 RPG dürfen Bauten und Anlagen nur mit behördlicher 
Bewilligung errichtet oder geändert werden. Nach Abs. 2 ist Voraussetzung einer 
Bewilligung, dass die Bauten und Anlagen dem Zweck der Nutzungszone 
entsprechen (lit. a) sowie das Land erschlossen ist (lit. b). Die übrigen 
Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts bleiben 
vorbehalten (Abs. 3). Zunächst gilt es, die Frage der Zonenkonformität zu prüfen.

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5.1. Im Wald zonenkonform und mit einer ordentlichen Baubewilligung nach 
Art. 22 RPG bewilligungsfähig sind forstliche Bauten und Anlagen, die für eine 
zweckmässige Bewirtschaftung des Waldes am vorgesehenen Standort notwendig 
und nicht überdimensioniert sind, ausserdem dürfen keine überwiegenden 
öffentlichen Interessen gegen ihre Errichtung vorliegen (BGE 123 II 499 E. 2).

5.2. Der Gesetzgeber hat diese Voraussetzungen nachträglich in Art. 13a WaV 
normiert. Demnach dürfen forstliche Bauten und Anlagen, wie zum Beispiel 
Waldstrassen, mit behördlicher Bewilligung nach Art. 22 RPG errichtet oder 
geändert werden (Abs. 1). Nach Art. 13a Abs. 2 WaV ist Voraussetzung einer 
Bewilligung, dass die Bauten und Anlagen der regionalen Bewirtschaftung des 
Waldes dienen (lit. a), für diese Bauten und Anlagen der Bedarf ausgewiesen, ihr 
Standort zweckmässig und ihre Dimensionierung den regionalen Verhältnissen 
angepasst ist (lit. b) und ihr keine überwiegenden öffentlichen Interessen 
entgegenstehen (lit. c). Für Bauten und Anlagen wie die streitbetroffene 
Güterstrasse ist somit in ähnlicher Weise wie bei einer Ausnahmebewilligung nach 
Art. 24 RPG der Nachweis eines objektiven Bedürfnisses für Standort, Umfang und 
Ausgestaltung zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 1C_154/2020 vom 13. Juli 
2021 E. 4.1; vgl. ferner BGE 123 II 499 E. 2 m.H.; MUGGLI, in: Aemissegger et al. 
[Hrsg.], Praxiskommentar RPG. Bauen ausserhalb der Bauzone, 2017, Art. 24 N. 7 
RPG). Die übrigen Voraussetzungen des Bundesrechts und des kantonalen Rechts 
bleiben vorbehalten (Art. 13a Abs. 3 WaV).

5.3. Waldstrassen dürfen – vorbehältlich vom Bundesrat festgelegter, hier nicht 
interessierender Ausnahmen für militärische und andere öffentliche Aufgaben 
(vgl. dazu Art. 13 Abs. 1 WaV) – grundsätzlich nur zu forstlichen Zwecken befahren 
werden (Art. 15 Abs. 1 WaG), denn sie gelten rechtlich als Waldareal (vgl. Art. 2 
Abs. 2 lit. b WaG). Weder im Waldgesetz noch in der Waldverordnung wird der 
Begriff "forstliche Zwecke" definiert. Von einem forstlichen Zweck ist immer dann 
auszugehen, wenn die Nutzung im Zusammenhang mit der Bewirtschaftung und 
Pflege des Waldes sowie dem Holzverkauf und der Holzabfuhr steht. Die Nutzung 
ist in diesem Fall als zonenkonform anzusehen. Zu denken ist dabei an das 
Befahren mit Maschinen und Geräten der Waldwirtschaft, mit Transportfahrzeugen 
für die Abfuhr von Holz, für den Transport von Forstpersonal an den Arbeitsplatz 
sowie zu Aufsichts- und Kontrollzwecken innerhalb des Waldes (vgl. zum Ganzen 
Botschaft vom 29. Juni 1988 zu einem Bundesgesetz über Walderhaltung und 
Schutz vor Naturereignissen [Waldgesetz, WaG], BBl 1988 III 173, S. 197; Botschaft 
vom 28. Februar 2012 der Regierung des Kantons Graubünden an den Grossen 
Rat zur Totalrevision des kantonalen Waldgesetzes, Heft Nr. 15/2011–2012 1639 

12 / 25

ff., S. 1664; RUDIN/VONLANTHEN-HEUCK, in: Abt et al. [Hrsg.], Kommentar zum 
Waldgesetz/Commentaire de la loi sure les forêts, 2022, Art. 15 N. 22). Nicht 
gemeint sind damit Bauten und Anlagen, die nicht der zweckmässigen 
Bewirtschaftung und Erhaltung des Waldes, sondern anderen Zwecken wie zum 
Beispiel der Landwirtschaft, dem Tourismus, der Energieversorgung oder der 
Abfallentsorgung dienen (BGE 111 Ib 45 E. 3c, 106 Ib 141 E. 4).

5.4. Die Kantone können aber das Befahren zu weiteren Zwecken zulassen, 
wenn nicht die Walderhaltung oder andere öffentliche Interessen dagegen sprechen 
(Art. 15 Abs. 2 WaG). Gemäss kantonalem Recht ist das Befahren von 
Waldstrassen im Rahmen des Bundesrechts sowie für landwirtschaftliche Zwecke 
und zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben ohne Bewilligung zulässig (Art. 34 Abs. 2 
KWaG). Darüber hinaus werden die Gemeinden ermächtigt, weitere Ausnahmen 
vorzusehen und diese der Bewilligungspflicht zu unterstellen (Art. 34 Abs. 3 KWaG). 
Die Delegation in Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über 
den Strassenverkehr des Kantons Graubünden vom 11. Juni 2008 (EGzSVG; 
BR 870.100), wonach die Gemeinden den örtlichen Verkehr auf den 
Gemeindestrassen regeln (vgl. Art. 3 Abs. 2 Satz 2 SVG), umfasst damit auch die 
Waldstrassen, sofern durch die Waldgesetzgebung nicht bereits Vorgaben 
bestehen (vgl. CRAMERI, Gemeinden im Kanton Graubünden – Aufgaben und 
Autonomie, Zürich 2019, S. 370; Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit 
Graubünden, Erläuterungen zum Reglement für das Befahren von Alp-, Feld- und 
Waldstrassen durch Motorfahrzeuge vom 2. August 2013, S. 5 
<https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/djsg/kapo/service/reglementeundg
esetze/Documents/Erläuterungen%20zum%20Musterreglement%20Wald-
%20Alpstrassen%20Version%20August%202013.pdf> [besucht am 16. Juli 2025; 
nachfolgend: DJSG, Erläuterungen]). Die Gemeinde Domleschg hat dies mit der 
Verordnung für das Befahren von Alp-, Feld-, Güter- und Waldstrassen mit 
Motorfahrzeugen vom 1. Januar 2019 getan. Gemäss Art. 3 dieser Verordnung 
dienen die Waldstrassen mit Ausnahmebewilligung nebst der Forst- und 
Landwirtschaft auch noch weiteren Zwecken. Bei diesen Strassen dürfen als 
Ausnahme vom Motorfahrzeugverbot Bewilligungen namentlich an Eigentümer, 
Pächter oder Dauermieter von Liegenschaften, die nur über die betreffende 
Waldstrasse erreicht werden können, sowie an Tagestouristen und Gäste erteilt 
werden (Art. 6 Abs. 1 und Abs. 2 der Verordnung für das Befahren von Alp-, Feld-, 
Güter- und Waldstrassen mit Motorfahrzeugen der Gemeinde Domleschg). Diese 
Strassen dürfen danach unter bestimmten Voraussetzungen auch zu touristischen 
Zwecken genutzt werden, allerdings ist dafür eine Bewilligung erforderlich. Die 
Güterstrasse Nr. 15.2 stellt eine Waldstrasse mit Ausnahmebewilligung gemäss 

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Art. 3 der Verordnung für das Befahren von Alp-, Feld-, Güter- und Waldstrassen 
mit Motorfahrzeugen der Gemeinde Domleschg dar und darf demnach mit 
Ausnahmebewilligung auch für touristische Zwecke genutzt werden (vgl. Art. 6 Abs. 
3 i.V.m. Anhang der Verordnung für das Befahren von Alp-, Feld-, Güter- und 
Waldstrassen mit Motorfahrzeugen der Gemeinde Domleschg).

5.5. Die Güterstrasse Nr. 15.2 dient der regionalen Bewirtschaftung des Waldes, 
daneben auch landwirtschaftlichen und touristischen Zwecken. Sie hat den 
Charakter einer Haupterschliessungsstrasse (vgl. act. B.1, S. 22). Zusammen mit 
den Güterstrassen Nr. 1 und 11 erschliesst die Güterstrasse Nr. 15 rund 300 
Hektaren Wald und damit drei Viertel der gesamten Waldfläche im Projektgebiet 
sowie 86 Hektaren landwirtschaftliche Nutzfläche (Mähwiesen) und 32 Hektaren 
Sömmerungsgebiet (Weiden). Die Güterstrasse Nr. 15.2 ist folglich sowohl für 
forstliche als auch für landwirtschaftliche Zwecke von sehr grosser Bedeutung und 
wird dementsprechend häufig befahren (act. B.1, S. 4). Die jährlich abzuführende 
Holzmenge beträgt insgesamt rund 1200 m3 (act. B.1, S. 1). Davon dürfte ein nicht 
unerheblicher Teil die Güterstrasse Nr. 15.2 passieren. Weiter wird die Güterstrasse 
Nr. 15.2 durch Erholungssuchende genutzt, sei es zu Fuss oder mit einem 
Fahrzeug. Die Intensität der touristischen Nutzung entzieht sich der Kenntnis des 
Obergerichts. Aufgrund des Umstands, dass es in der Umgebung der Güterstrasse 
Nr. 15.2 einige Maiensässe bzw. Wohnbauten gibt, dürfte aber auch der touristische 
Motorfahrzeugverkehr von Bedeutung sein und die Güterstrasse Nr. 15.2 
entsprechend genutzt werden, zumal gestützt auf Art. 6 Abs. 1 und 2 der 
Verordnung für das Befahren von Alp-, Feld-, Güter- und Waldstrassen mit 
Motorfahrzeugen der Gemeinde Domleschg einem grossen Kreis Personen eine 
touristische Nutzung ermöglicht wird.

5.6. Es ist daher festzuhalten, dass die Güterstrasse Nr. 15.2 mit der 
bestehenden Fahrbahnoberfläche hinsichtlich forstlicher und landwirtschaftlicher 
Nutzung zonenkonform ist. Die forstliche Nutzung der Güterstrasse Nr. 15.2 ist 
gestützt auf Bundesrecht und die landwirtschaftliche Nutzung gestützt auf 
kantonales Recht zonenkonform. Weiter stellt die Güterstrasse Nr. 15.2 nach 
kommunalem Recht eine Waldstrasse mit Ausnahmebewilligung gemäss Art. 3 der 
Verordnung für das Befahren von Alp-, Feld-, Güter- und Waldstrassen mit 
Motorfahrzeugen der Gemeinde Domleschg dar und darf demnach auch in 
bestimmtem Umfang für touristische Zwecke genutzt werden (vgl. Art. 6 Abs. 3 
i.V.m. Anhang ebendieser Verordnung, vgl. E. 5.4 hiervor). Weiter liegt auf der 
Güterstrasse Nr. 15.2 ein Bergwanderweg und eine lokale Wanderroute. Eine 
Waldstrasse zu rein touristischen Zwecken ist jedoch nicht zulässig. Denn bei Alp-, 

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Forst-, Wald- und ausgesprochenen Güterwegen liegt die Zweckbestimmung bei 
deren Erstellung nicht darin, sie einem unbeschränkten Verkehr zu überlassen. Sie 
werden vielmehr für die Erschliessung und Bewirtschaftung der Alpen, Maiensässe, 
Wälder und für die Bebauung der landwirtschaftlichen Güter erstellt. Diese Wege 
sind meistens schmal, steil und weisen vielfach einen Naturbelag auf und verfügen 
über wenig Ausstell- und Wendeplätze. Jedenfalls werden sie nicht als 
Touristenstrassen konzipiert (DJSG, Erläuterungen, S. 6 f.). Entsprechend ist die 
Zonenkonformität der Güterstrasse Nr. 15.2 hinsichtlich touristischer Nutzung zu 
verneinen.

6. In der Folge ist daher zu prüfen, ob bezüglich forstlicher und 
landwirtschaftlicher Nutzung die Errichtung einer Betonspur auf der Güterstrasse 
Nr. 15.2 noch zonenkonform ist. Wird dies verneint, so ist die Bewilligungsfähigkeit 
nach Art. 24 ff. RPG zu prüfen.

6.1. Wie vorstehend bereits ausgeführt (vgl. E. 5.2 hiervor) müssen gemäss 
Art. 13a Abs. 2 WaV die Bauten und Anlagen der regionalen Bewirtschaftung des 
Waldes dienen, für diese Bauten und Anlagen muss der Bedarf ausgewiesen, ihr 
Standort zweckmässig und ihre Dimensionierung den regionalen Verhältnissen 
angepasst sein, weiter dürfen keine überwiegenden öffentlichen Interessen 
entgegenstehen. Nach der Rechtsprechung stimmt bei Landwirtschaftsbetrieben 
(vgl. Art.  16a RPG) und bei forstlichen Bauten und Anlagen im Wald (Art. 18 Abs. 3 
RPG) der Begriff der Zonenkonformität im Wesentlichen mit jenem der 
Standortgebundenheit nach Art. 24 lit. a RPG überein (BGE 123 II 499 E. 3b) cc), 
122 II 160 E. 3a, 121 II 307 E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 1C_561/2012 vom 
4. Oktober 2013 E. 3.1, 1A.312/2005 vom 27. September 2006 E. 6.1). Das heisst 
aber nicht, dass solche Bauten und Anlagen einer Ausnahmebewilligung bedürfen, 
sondern bloss, dass für sie in ähnlicher Weise wie bei der Ausnahmebewilligung 
nach Art. 24 RPG der Nachweis eines objektiven Bedürfnisses für Standort, Umfang 
und Ausgestaltung zu erbringen ist (Urteile des Bundesgerichts 1C_144/2013 vom 
29. September 2014 E. 4.2, 1C_567/2015 vom 29. August 2016 E. 6). Das gilt 
sinngemäss auch für die mit einem besonderen Planungsverfahren – wie der 
Gesamtmelioration – in der Nichtbauzone festgelegten Infrastrukturen (Urteil des 
Bundesgerichts 1C_604/2014 vom 12. Mai 2015 E. 2.1). Auch dies ist eine 
Konsequenz des Trennungsgrundsatzes und des daraus abzuleitenden Prinzips, 
dass die Landwirtschaftszone weitgehend von Überbauungen freigehalten werden 
soll (vgl. MUGGLI, a.a.O., Art. 24 N 7). Somit ist bereits im Rahmen der Prüfung von 
Art. 22 RPG die Frage der Standortgebundenheit nach Art. 24 lit. a RPG zu prüfen.

15 / 25

6.2. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine Baute oder Anlage 
dann als standortgebunden, wenn sie aus technischen oder betriebswirtschaftlichen 
Gründen oder wegen der Bodenbeschaffenheit auf einen Standort ausserhalb der 
Bauzone angewiesen ist. Die Voraussetzungen sind nach objektiven Massstäben 
zu beurteilen. Auf subjektive Vorstellungen und Wünsche des Einzelnen kann es 
ebenso wenig ankommen wie auf die persönliche Zweckmässigkeit oder 
Bequemlichkeit. Generell ist bei der Beurteilung der Voraussetzungen ein strenger 
Massstab anzulegen, um der Zersiedlung der Landschaft entgegen zu wirken. Denn 
das Bauen ausserhalb der Bauzonen soll nach Absicht des Gesetzgebers die 
Ausnahme bleiben, beschränkte er doch die Ausnahmegründe auf eng begrenzte 
sachliche Umstände (vgl. BGE 136 II 214 E. 2.1; Urteile des Bundesgerichts 
1C_604/2014 vom 12. Mai 2015 E. 2.3, 1C_877/2013 vom 31. Juli 2014 E. 3.1.1, 
1C_89/2009 vom 11. Juni 2009 E. 2.2, 1A.256/2004 vom 31. August 2005 E. 5, je 
m.H.).

6.3. Die Standortgebundenheit einer Erschliessungsanlage kann nicht ohne den 
Zweck beurteilt werden, den sie erfüllen soll. Die für die Erschliessung von Feld und 
Wald ausserhalb der Bauzone notwendigen Verkehrsanlagen sind grundsätzlich 
standortbedingt. Das gilt aber nur, wenn und soweit sie hinsichtlich Standort und 
Ausgestaltung in einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum 
Landwirtschaftsbetrieb oder zum Wald stehen und sie in ihrer konkreten 
Ausgestaltung für eine zweckmässige Bewirtschaftung des Bodens am 
vorgesehenen Standort notwendig und nicht überdimensioniert sind (Urteil des 
Bundesgerichts 1A.63/1998 vom 3. September 1998 E. 5b).

6.4. Der Beschwerdeführer rügt, dass die Längsneigung der Güterstrasse 
Nr. 15.2 nicht ausreichen würde, um eine Befestigung der Strasse mit Betonspuren 
zu rechtfertigen. Das BAFU und das ASTRA hätten in ihren Stellungnahmen zum 
Projekt beantragt, dass bei Wegen mit einer Längsneigung von unter 12 % auf eine 
Befestigung mit Betonspuren zu verzichten sei. Im Grenzbereich von 8–12 % habe 
jeweils eine Beurteilung aufgrund der konkreten Situation zu erfolgen. Die 
Güterstrasse Nr. 15.2 sei mehrheitlich eben, entsprechend würden Betonspuren im 
Grundsatz gänzlich ausscheiden. Die Staubentwicklung ändere daran nichts, denn 
diese sei auf die Fahrweise der Fahrzeuglenker zurückzuführen, da der gute 
Ausbaustandard der Strecke sowie geringes oder gar kein Gefälle zu schnellem 
Fahren verleite. Zudem sei die Staubentwicklung vor allem während der Heuernte 
gegeben. Bei angepasster Fahrweise könne die Staubbelastung an den wenigen 
relevanten Tagen in Grenzen gehalten werden. Im Übrigen herrsche kein reger 
Verkehr. Das Verkehrsaufkommen durch die Forstwirtschaft könne vernachlässigt 

16 / 25

werden, es werde hauptsächlich durch die Landwirtschaft verursacht. Es handle 
sich dabei in der meisten Zeit des Jahres nur um vereinzelte Fahrzeuge (vgl. act. 
A.1, A.5).

6.5. Im angefochtenen Entscheid hat der Beschwerdegegner erkannt, dass auf 
den ersten rund 240 Metern der Güterstrasse Nr. 15.2 das Längsgefälle bei 8–14 
% liege. Damit sei aufgrund der Längsneigung eine Befestigung der Fahrbahn mit 
Betonspuren begründet. Auf den restlichen 240 Metern betrage die Längsneigung 
lediglich 4 %. Damit falle eines der Kriterien zur Begründung einer Befestigung der 
Fahrbahn mit Betonspuren weg. Der Beschwerdegegner rechtfertigt die Errichtung 
von Betonspuren aber mit der Staubentwicklung, dem Verkehrsaufkommen sowie 
der Witterung. Eine besondere Rolle spiele insbesondere die Staubentwicklung. 
Nicht nur Personen würden durch die Staubentwicklung belästigt, sondern auch die 
Futterqualität auf der direkt angrenzenden Wiese werde stark beeinträchtigt. Eine 
Bekämpfung der Staubentwicklung mit Salz komme aus Umweltschutzgründen 
nicht in Frage. Deshalb solle auch im zweiten Teilabschnitt eine Betonspur 
eingebaut werden. Damit könne die Staubentwicklung vermieden werden (act. B.1, 
S. 22 f.).

6.6. Die Beschwerdegegnerin ergänzt, dass durch die Staubentwicklung auch die 
für die Bindung des Kieswegs wichtigen Feinmaterialien ausgetragen würden. Der 
Kiesweg verliere damit die Bindung und Stabilität und sei anfällig auf die weitere 
Erosion infolge von Niederschlägen. Kieswege mit hohem Staubaufkommen 
müssten schneller, häufiger und intensiver saniert werden. Staubentwicklung sei 
nicht primär eine Frage der Fahrgeschwindigkeit, sondern vielmehr ein Ergebnis der 
Sonneneinstrahlung und Trockenheit. Auch Fahrten im Schritttempo verursachten 
Staub. Bei der Entscheidung über die Befestigung einer Güterstrasse sei neben der 
Längsneigung auch das Verkehrsaufkommen, der Niederschlag und die Besonnung 
zu beachten. Güterstrassen auf offener Flur, wie es im fraglichen Abschnitt der Fall 
sei, seien weit mehr der Witterung (Besonnung, Niederschläge) ausgesetzt, als es 
Güterstrassen im geschlossenen Wald seien. Die Bauherrschaft kenne die örtlichen 
Gegebenheiten bestens und wisse auch aus jahrelanger Erfahrung wie intensiv der 
Verschleiss auf diesem Strassenabschnitt sei (act. A.3).

6.7. In seiner Vernehmlassung führt der Beschwerdegegner weiter aus, dass die 
Thematik der Staubentwicklung und deren Folgen durch die verschiedenen 
Beteiligten sehr kontrovers beurteilt worden sei. Unbestritten sei, dass die 
Güterstrasse Nr. 15.2 aufgrund der hohen forstlichen und landwirtschaftlichen 
Bedeutung zu den Wegen mit dem grössten Verkehrsaufkommen im Gebiet der 
Gesamtmelioration B._____ gehörten. Damit wäre ohne Befestigung entlang dieser 

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Wege die Staubbelastung am grössten. Auf der Güterstrasse Nr. 15.2 verbliebe 
tatsächlich eine Strecke von 240 Metern, auf welcher aufgrund der technischen 
Kriterien keine Befestigung berechtigt wäre. Zur Verbesserung der Futterqualität 
und zum Wohle der Tiergesundheit sei es jedoch gerechtfertigt, die 
Staubentwicklung entlang der Mähwiesen im Bereich der gesamten Güterstrasse 
Nr. 15.2 zu vermeiden (act. A.4, S. 7).

6.8. Gestützt auf die ins Recht gelegten Akten lässt sich feststellen, dass die 480 
Meter lange Güterstrasse Nr. 15.2 vom südlichsten Punkt in nördliche Richtung 
folgende Längsneigungen aufweist: Die ersten 100 Meter beträgt die Längsneigung 
13.5 %, von 100 bis 200 Meter 9.8 %, von 200 bis 240 Meter 7.2 %, von 240 bis 
310 Meter 4.6 % und von 310 bis 480 Meter ist die Längsneigung negativ, die 
Strasse fällt um 4.3 % (vgl. act. D.4).

6.9. Der Beschwerdeführer bringt zu Recht vor, dass das BAFU und das ASTRA 
in ihren Stellungnahmen beantragt haben, bei Wegen mit einer Längsneigung von 
unter 10–12 % (vgl. act. D.8, S. 4) bzw. von unter 12 % (vgl. act. D.9 S. 2) auf eine 
Befestigung zu verzichten. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BWL) hat im Übrigen 
in seinem verbindlichen Mitbericht nach Art. 22 UVPV in Bezug auf die Güterstrasse 
Nr. 15.2 festgehalten, dass diese nur in den steilen Abschnitten mit Betonspuren 
befestigt werden soll (vgl. act. D.10, S. 7). Eine durchgehende Errichtung von 
Betonspuren auf der Güterstrasse Nr. 15.2 wird demnach von den erwähnten 
Bundesämtern nicht empfohlen.

6.10. Der Grenzwert von 12 % für die Längsneigung von Waldstrassen, auf 
welchen sich die Bundesämter stützen, ist seit jeher anerkannt. Dabei soll dieser 
Grenzwert aber flexibel gehandhabt werden (vgl. act. D.11, S. 35). Die Praxishilfe 
"Geometrische Richtwerte von Waldwegen und Waldstrassen" des Bundesamts für 
Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) aus dem Jahre 1999 (nachstehend: 
Praxishilfe) verweist bei der Gestaltung der Fahrbahnoberfläche auf ein 
Bewertungsdiagramm für die Wahl der Deckschicht bei Waldstrassen. Dabei bilden 
die Längsneigung, die Gestaltung des Querprofils, die Umweltbedingungen (wie 
Niederschlag und Kronenschluss) sowie die zu erwartende Verkehrsfrequenz 
relevante Kriterien zur Beurteilung, ob eine Kiessand-Deckschicht oder eine 
bituminöse Deckschicht geeignet ist (vgl. act. D.11, S. 34). Der Beschwerdegegner 
hat sich nach eigenen Angaben bei seiner Beurteilung an diesem 
Bewertungsdiagramm orientiert (vgl. act. D.12; act. A.4, S. 6). Er geht dabei von 
Starkniederschlag und offenem Land sowie hoher Verkehrsintensität mit 
Motorfahrzeugen (mehrmals täglich) aus (vgl. act. D.12). Der Beschwerdeführer 
bestreitet namentlich die hohe Verkehrsintensität (vgl. act. A.5).

18 / 25

6.11. Die ersten 100 Meter der 480 Meter langen Strecke mit einer Längsneigung 
von 13.5 % sind sowohl nach Empfehlung der vorstehend erwähnten Bundesämter 
als auch gestützt auf den anerkannten Grenzwert von 12 % mit einer Betonschicht 
zu versehen. Würde beim in der Praxishilfe dargestellten Bewertungsdiagramm 
anstelle der vom Beschwerdegegner verwendeten Kriterien auf Starkniederschlag 
oder offenes Land sowie mittlerer Verkehrsintensität (mehrmals monatlich) oder gar 
geringe Verkehrsintensität (mehrmals jährlich) abgestellt, dann ergäbe es immer 
noch eine bituminöse Deckschicht wie die Betonspuren. Trotz des Umstands, dass 
die Güterstrasse Nr. 15.2 nicht kurvenreich ist, was gegen eine Befestigung mit 
Betonspuren spricht (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn, 
VWBES.2018.445 vom 11. Februar 2020 E. 5.7.3), und sie laut technischem Bericht 
zum Auflageprojekt "sich zurzeit in relativ gutem Zustand" befinde (act. D.2, 
Technischer Bericht, Anhang 1, S. 12), spricht insbesondere die Längsneigung, 
welche klar über dem anerkannten Grenzwert liegt, und insgesamt das Ergebnis 
des Bewertungsdiagramms für die Errichtung von Betonspuren auf den ersten 100 
Metern der Güterstrasse Nr. 15.2.

6.12. Weniger eindeutig ist die Lage bei den folgenden zwei Teilstrecken mit einer 
Längsneigung von 9.8 bzw. 7.2 %. Der anerkannte Grenzwert von 12 % spricht 
unzweifelhaft gegen die Befestigung dieser beiden Teilstrecken der Güterstrasse 
Nr. 15.2 mit Betonspuren. Die vorstehend erwähnten Bundesämter orientieren sich 
in ihren Empfehlungen an diesem Grenzwert und vertreten daher die Ansicht, dass 
Betonspuren auf diesen beiden Teilstrecken nicht standortgebunden und damit 
nicht zonenkonform sind (vgl. E. 6.9 hiervor). Zieht man das Bewertungsdiagramm 
der Praxishilfe bei, so ist das Ergebnis davon abhängig, ob man beim Kriterium der 
Umweltbedingungen "Starkniederschlag oder offenes Land" oder 
"Starkniederschlag und offenes Land" sowie beim Kriterium der Verkehrsintensität 
"gering", "mittel" oder "hoch" wählt. Die gesamte Güterstrasse Nr. 15.2 liegt 
unbestrittenermassen im offenen Land, es besteht mithin kein Kronenschluss. 
Starkniederschlag ist in den Voralpen und Alpen allgegenwärtig. Entsprechend ist 
es nicht abwegig, beim Kriterium der Umweltbedingungen auf "Starkniederschlag 
und offenes Land" abzustellen, was die Befestigung der Güterstrasse Nr. 15.2 mit 
Betonspuren begünstigen würde. Was allerdings die Verkehrsintensität betrifft, 
erscheint die Argumentation der Beschwerdegegner wenig überzeugend. Es steht 
ausser Frage, dass die Güterstrasse Nr. 15.2 für die Landwirtschaft von grosser 
Bedeutung ist, namentlich im Vergleich zu den anderen Güterstrassen. Der 
forstliche Verkehr dürfte hingegen von untergeordneter Bedeutung sein, wie der 
Beschwerdeführer zutreffend ausführt (vgl. act. A.5). Allerdings bemisst sich die 
Verkehrsintensität nicht in Relation zu den anderen Güterstrassen, sondern in 

19 / 25

absoluten Zahlen. Die Ausführungen des Beschwerdegegners, dass die 
Güterstrasse Nr. 15.2 "zu den Wegen mit dem grössten Verkehrsaufkommen im 
Gebiet der Gesamtmelioration B._____" gehöre (vgl. act. A.4, S. 7), ist daher 
unbehilflich. Während der Heuernte und dem darauffolgenden Transport des Heus 
nach B._____ ist es nicht auszuschliessen, dass die Güterstrasse Nr. 15.2 
tageweise aus landwirtschaftlichen Gründen mehrfach mit Motorfahrzeugen 
befahren wird. Allerdings kann davon nicht auf eine hohe Verkehrsintensität in 
allgemeiner Hinsicht geschlossen werden, die über einen längeren Zeitraum ein 
mehrmaliges Befahren der Güterstrasse Nr. 15.2 pro Tag voraussetzen würde. 
Entsprechend ist es nach Ansicht des Gerichts wenig überzeugend, wenn der 
Beschwerdegegner beim Bewertungsdiagramm beim Kriterium der 
Verkehrsintensität auf ein hohes Verkehrsaufkommen abstellt. Eine mittlere 
Verkehrsintensität erscheint zutreffend. Berücksichtigt man nun im 
Bewertungsdiagramm den Starkniederschlag und offenes Land sowie eine mittlere 
Verkehrsintensität, rechtfertigt sich auch bei der Teilstrecke mit einer Längsneigung 
von 9.8 % – wenn auch knapp – eine bituminöse Deckschicht. Entsprechend 
anerkennt das angerufene Gericht, dass auch bei der zweiten Teilstrecke der 
Güterstrasse Nr. 15.2 mit einer Länge von 100 Metern und einer Längsneigung von 
9.8 % die Betonspuren notwendig und damit zonenkonform sind. Das Ergebnis der 
Teilstrecke mit einer Längsneigung von 7.2 % liegt hingegen im Grenzbereich 
zwischen einer Kiessand-Deckschicht und einer bituminösen Deckschicht. Zu 
betonen gilt, dass bei einem solchen Grenzfall bei Bauten und Anlagen ausserhalb 
der Bauzonen nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein strenger Massstab 
anzuwenden ist (vgl. E. 6.2 hiervor). Gegen die Betonspuren spricht, dass 
namentlich in Bezug auf die Heuernte und den Transport der Futterballen das 
Motorfahrzeug ohne Ladung die Güterstrasse Nr. 15.2 hinauffährt und mit der 
Ladung hinunter. Eine Talfahrt belastet die Strasse weit weniger als eine Bergfahrt. 
Auch wenn diese Transporte öfters erfolgen sollten, so sind Waldmaschinen viel 
schwerer als Futterballenladungen und belasten damit die Fahrbahnoberfläche in 
höherem Mass (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_154/2020 vom 13. Juli 2021 E. 
4.4.2; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Solothurn VWBES.2018.445 
vom 11. Februar 2020 E. 5.8). Die Staubbelastung mag als störend empfunden 
werden, gründet aber letztlich auf persönlicher Zweckmässigkeit und 
Bequemlichkeit und vermag deswegen die Betonspuren nicht zu rechtfertigen. 
Entsprechend lassen sich im vorliegenden Fall nach Ansicht des angerufenen 
Gerichts die gewichtigen öffentlichen Interessen nicht ausmachen, welche für die 
Errichtung von Betonspuren auf dem betreffenden Teilabschnitt erforderlich wären. 
Somit ist die dritte Teilstrecke der Güterstrasse Nr. 15.2 mit einer Länge von 40 
Metern und einer Längsneigung von 7.2 % nicht mit Betonspuren zu versehen. Die 

20 / 25

Errichtung von Betonspuren ist mithin nicht standortgebunden und damit nicht 
zonenkonform.

6.13. Die letzten 240 Meter der Güterstrasse Nr. 15.2, welche eine Längsneigung 
von 4.6 bzw. 4.3 % aufweisen, liegen weit unter dem anerkannten Grenzwert. Das 
anerkennt auch der Beschwerdegegner im angefochtenen Entscheid (vgl. act. B.1, 
S. 11 f.). Würde beim in der Praxishilfe dargestellten Bewertungsdiagramm auf die 
vom Beschwerdegegner verwendeten Kriterien – Starkniederschlag und offenes 
Land sowie hohe Verkehrsintensität (mehrmals täglich) – abgestellt, dann wäre eine 
bituminöse Deckschicht trotzdem nicht notwendig. Das Bewertungsdiagramm gibt 
klar an, dass eine Kiessand-Deckschicht ausreicht. Die Beschwerdegegner 
begründen jedoch trotz dieses klaren Ergebnisses die Errichtung von Betonspuren 
auf diesem Teilabschnitt mit der Staubentwicklung. Es ist nicht auszuschliessen, 
dass sich die Staubbelastung störend auf Mensch und Tier auswirkt, allerdings 
haben solche Zweckmässigkeitsüberlegungen gegenüber dem 
Trennungsgrundsatz zwischen Bau- und Nichtbaugebiet klar zurückzutreten. Auch 
die Argumente, die Güterstrasse Nr. 15.2 müsse ohne Betonspuren häufiger saniert 
werden und die Unterhaltskosten würden deutlich höher ausfallen, vermögen daran 
nichts zu ändern. Wirtschaftliche Überlegungen dieser Art haben auf die 
zweckmässige Bewirtschaftung des Bodens keinen Einfluss. Zu berücksichtigen ist 
ferner das Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung, welches am Ende des 
vorliegend zu beurteilenden Teils der Güterstrasse Nr. 15.2 auf der orographisch 
rechten Seite liegt (vgl. act. D.5). Auch dieses spricht gegen den Ausbau der 
betreffenden Teilstrecke mit Betonspuren. Bedenkt man schliesslich, dass beim 
Bauen ausserhalb der Bauzonen ein strenger Massstab anzuwenden ist, rechtfertigt 
es sich nicht, die letzten 240 Meter der Güterstrasse Nr. 15.2 mit Betonspuren zu 
versehen. Mithin sind die Betonspuren auf dieser Teilstrecke nicht notwendig und 
damit nicht zonenkonform.

6.14. Bei dem ersten Abschnitt der Güterstrasse Nr. 15.2 mit einer Länge von 200 
Meter ist die Errichtung von Betonspuren zonenkonform. Dafür kann eine 
ordentliche Baubewilligung nach Art. 22 RPG erteilt werden. In dieser Hinsicht 
erfolgte die Genehmigung im angefochtenen Entscheid daher zu Recht. Mangels 
Zonenkonformität kann für die Errichtung von Betonspuren auf dem zweiten und 
letzten Abschnitt der Güterstrasse Nr. 15.2 jedoch keine ordentliche Baubewilligung 
nach Art. 22 RPG erteilt werden. Daher ist zu prüfen, ob für diese zweite Teilstrecke 
mit einer Länge von 280 Metern eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG erteilt 
werden kann.

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7.1. Der Bau bzw. der Ausbau einer zonenfremden Strasse kann nur bewilligt 
werden, wenn der Zweck der Anlage einen Standort ausserhalb der Bauzone 
erfordert (Standortgebundenheit) und keine überwiegenden Interessen 
entgegenstehen (Art. 24 RPG). Wie bereits vorstehend in E. 6.1 erwähnt, stimmt 
der Begriff der Zonenkonformität bei Wald- und landwirtschaftlichen 
Erschliessungsstrassen, wie der im vorliegenden Streitfall betreffenden 
Güterstrasse Nr. 15.2, im Wesentlichen mit jenem der Standortgebundenheit nach 
Art. 24 lit. a RPG überein. Es wird daher auf die Ausführungen in E. 6 ff. verwiesen. 
Hinsichtlich forstlichen und landwirtschaftlichen Zwecken kann mangels 
Standortgebundenheit auf der zweiten Teilstrecke der Güterstrasse Nr. 15.2 mit 
einer Länge von 280 Metern auch keine ausserordentliche Baubewilligung nach 
Art. 24 RPG für die Errichtung von Betonspuren erteilt werden. Zu prüfen bleibt, ob 
das Bauvorhaben allenfalls der Erteilung einer Ausnahmebewilligung gestützt auf 
die Ausnahmeregelungen von Art. 24a ff. RPG zugänglich ist, wobei sich die 
Prüfung auf die Vorgaben von Art. 24c RPG beschränken kann. Darauf ist sogleich 
einzugehen (vgl. E. 8.1 ff. hiernach).

7.2. Auch aufgrund der touristischen Nutzung der 280 Meter langen Teilstrecke 
der Güterstrasse Nr. 15.2, welche im Gegensatz zur forstlichen und 
landwirtschaftlichen Nutzung nicht zonenkonform ist, kann keine 
Ausnahmebewilligung nach Art. 24 RPG für die Errichtung der Betonspuren erteilt 
werden. Die touristische Nutzung beschränkt sich primär auf Besitzer oder Gäste 
von Maiensässen bzw. Wohnbauten im Nichtbaugebiet. Diese sind nicht 
standortgebunden. Entsprechend gilt auch die Güterstrasse Nr. 15.2 als 
Erschliessungsstrasse dieser Bauten als nicht standortgebunden (vgl. BGE 136 II 
214 E. 2.1; Urteile des Bundesgerichts 1C_877/2013 vom 31. Juli 2014 E. 3.1, 
1C_604/2014 vom 12. Mai 2015 E. 2.3). Die Errichtung von Betonspuren ist folglich 
nicht nach Art. 24 RPG bewilligungsfähig. Somit ist auch im Hinblick auf die 
touristische Nutzung noch zu klären, ob eine Bewilligung gestützt auf Art. 24c RPG 
erteilt werden kann.

8.1. Gemäss Art. 24c RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und 
Anlagen ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem 
Bestand grundsätzlich geschützt (Abs. 1). Solche Bauten und Anlagen können mit 
Bewilligung der zuständigen Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll 
erweitert oder wiederaufgebaut werden, sofern sie rechtmässig erstellt oder 
geändert worden sind (Abs. 2). In jedem Fall bleibt die Vereinbarkeit mit den 
wichtigen Anliegen der Raumplanung vorbehalten (Abs. 5). 

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8.2. Der Anwendungsbereich von Art. 24c RPG wird in Art. 41 RPV (SR 700.1) 
konkretisiert. Gemäss Art. 41 Abs. 1 RPV ist Art. 24c RPG anwendbar auf Bauten 
und Anlagen, die rechtmässig erstellt oder geändert worden sind, bevor das 
betreffende Grundstück Bestandteil des Nichtbaugebiets im Sinne des 
Bundesrechts wurde (alt-rechtliche Bauten und Anlagen). Er ist nicht anwendbar auf 
alleinstehende, unbewohnte landwirtschaftliche Bauten und Anlagen (Abs. 2). Die 
nach Art. 24c Abs. 2 RPG zulässigen Änderungen werden in Art. 42 RPV 
konkretisiert. Eine Änderung gilt als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, 
wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den 
wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer Art sind 
zulässig (Abs. 1). Massgeblicher Vergleichszustand für die Beurteilung der Identität 
ist der Zustand, in dem sich die Baute oder Anlage im Zeitpunkt der Zuweisung zum 
Nichtbaugebiet befand (Abs. 2). Ob die Identität im Wesentlichen gewahrt bleibt, ist 
unter Würdigung der gesamten Umstände zu beurteilen (Abs. 3 Satz 1). Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist darauf abzustellen, ob die Änderung bei 
einer Gesamtbetrachtung untergeordneter Natur ist. Die Wesensgleichheit der 
Baute oder Anlage muss hinsichtlich Umfang, äusserer Erscheinung sowie 
Zweckbestimmung gewahrt werden und es dürfen keine wesentlichen neuen 
Auswirkungen auf die Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt geschaffen 
werden (vgl. BGE 132 II 21 E. 7.1.1, 127 II 215 E. 3a; Urteile des Bundesgerichts 
1C_154/2020 vom 13. Juli 2021 E. 6.1, 1C_9/2019 vom 4. Oktober 2019 E. 3.3, 
1C_350/2014 vom 13. Oktober 2015 E. 4.1). Gefordert ist nicht völlige Gleichheit 
von Alt und Neu; die Identität bezieht sich vielmehr auf die "wesentlichen Züge", 
also die aus raumplanerischer Sicht wichtigen Merkmale des Objekts (Urteile des 
Bundesgerichts 1C_626/2017, 1C_628/2017 vom 16. August 2018 E. 6.3).

8.3. Die Güterstrasse Nr. 15.2 hat – namentlich in touristischer Hinsicht – schon 
immer Erschliessungsfunktion für Maiensässe bzw. Wohnbauten in ihrer näheren 
Umgebung gehabt. Es kann daher von einer bestehenden, teilweise zonenwidrigen 
Anlage ausserhalb der Bauzone im Sinne von Art. 24c RPG ausgegangen werden. 
Die Betonierung verändert aufgrund des Materialwechsels das Erscheinungsbild 
und die bauliche Qualität der Strasse massgeblich. Die Güterstrasse Nr. 15.2 wird 
damit im Ergebnis wesentlich verändert. Schon die fehlende Identität dürfte daher 
die Anwendbarkeit von Art. 24c RPG ausschliessen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
1C_154/2020 vom 13. Juli 2021 E. 6.4.1; Urteil des Verwaltungsgerichts des 
Kantons Solothurn VWBES.2018.445 vom 11. Februar 2020 E. 7.2). Die Errichtung 
von Betonspuren auf der Güterstrasse Nr. 15.2 verletzt zudem den sogenannten 
Trennungsgrundsatz. Die Trennung von Bau- und Nichtbaugebiet ist jedoch einer 
der tragenden Gedanken des Raumplanungsrechts (vgl. BGE 141 II 245 E. 2, 132 

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II 21 E. 6.4). Er wird umgesetzt mit den Vorschriften über die Begrenzung der 
Bauzonen (Art. 15 RPG), dem Konzentrationsgrundsatz und mit einer restriktiven 
Ordnung von Ausnahmen für das Bauen ausserhalb der Bauzonen (MUGGLI, a.a.O., 
Vorbemerkungen zu den Art. 24 bis 24e und 27a N. 17). Schliesslich steht die 
Errichtung von Betonspuren im Spannungsverhältnis zum wichtigen 
raumplanerischen Anliegen, die natürlichen Lebensgrundlagen, namentlich Wald 
und Landschaft, zu schützen (vgl. Art. 1 Abs. 2 lit. a und Art. 3 Abs. 2 RPG; vgl. 
dazu Urteil des Bundesgerichts 1C_154/2020 vom 13. Juli 2021 E. 6.4.2). Eine 
Bewilligung gestützt auf Art. 24c RPG ist demnach nicht denkbar.

9. Nach dem Gesagten lässt sich festhalten, was folgt: Die Genehmigung des 
Projekts "Gesamtmelioration B._____, Teil Forst" und "Änderung des 
Auflageprojekts, Teil Forst" vom 12. Februar 2024 ist hinsichtlich der Befestigung 
der Güterstrasse Nr. 15.2 mit Betonspuren auf den ersten 200 Metern mit einer 
Längsneigung von 13.5 bzw. 9.8 % durch den Beschwerdegegner rechtmässig 
erteilt worden. Die Genehmigung für den restlichen Strassenabschnitt mit einer 
Länge von 280 Metern ist hingegen zu Unrecht erfolgt. Das Bauvorhaben kann in 
diesem Umfang weder nach Art. 22 RPG noch nach Art. 24 oder 24c RPG 
genehmigt werden. Dies bedeutet im Ergebnis eine teilweise Gutheissung der 
Beschwerde verbunden mit einer entsprechenden teilweisen Aufhebung des 
angefochtenen Entscheids.

10.1. Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG hat im Rechtsmittel- und im Klageverfahren in 
der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu tragen. Die Kostenverteilung und 
Parteientschädigung an die Parteien haben sich bei einer teilweisen Gutheissung 
nach dem prozentualen Umfang des Obsiegens bzw. Unterliegens zu richten (vgl. 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19 32 vom 16. Februar 
2021 E. 2.13). Vom Umfang her (basierend auf der Wegstrecke, für welche die 
Projektgenehmigung nicht erteilt werden kann) obsiegt der Beschwerdeführer zu 
rund drei Fünfteln. Die Beschwerde wird folglich im Umfang von rund zwei Fünfteln 
abgewiesen. Das heisst, dass die Gerichtskosten, bestehend aus einer 
Staatsgebühr und den Kanzleiauslagen (Art. 75 Abs. 1 lit. a und b VRG), zu zwei 
Fünfteln zulasten des Beschwerdeführers und zu je drei Zehnteln zulasten der 
Beschwerdegegner gehen. Das Gericht erachtet dabei eine Staatsgebühr von CHF 
4'000.00 als angemessen und gerechtfertigt (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG).

10.2. Dem Beschwerdeführer ist keine Parteientschädigung zuzusprechen. Er ist 
nicht anwaltlich vertreten und er macht weder geltend noch ist ersichtlich, dass ihm 
durch den Rechtsstreit notwendige Kosten verursacht wurden (Art. 78 Abs. 1 VRG). 

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Da die Beschwerdegegner in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt haben, steht 
ihnen ebenfalls keine Parteientschädigung zu (Art. 78 Abs. 2 VRG).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der Beschluss der 
Regierung des Kantons Graubünden, Protokoll Nr. 111/2024, vom 12. 
Februar 2024 dahingehend aufgehoben, als dass das Projekt 
"Gesamtmelioration B._____, Teil Forst" vom Februar 2019 und die 
"Änderungen des Auflageprojekts, Teil Forst" vom 23. Januar 2020 der 
Gemeinde Domleschg in Bezug auf die Güterstrasse Nr. 15.2 für die letzte 
Teilstrecke mit einer Länge von 280 Metern und einer Längsneigung von 7.2, 
4.6 bzw. 4.3 Prozent nicht genehmigt und die Einsprache von A._____ 
diesbezüglich gutgeheissen wird. Im Übrigen wird die Beschwerde 
abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 4'000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 579.00

Total CHF 4'579.00

gehen zu zwei Fünfteln zu Lasten von A._____ und zu je drei Zehnteln zu 
Lasten der Gemeinde Domleschg sowie des Kantons Graubünden.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]