# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 321a3010-f2ed-555d-80eb-cf908db93ae8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.11.2025 100 2025 314
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2025-314_2025-11-13.pdf

## Full Text

100.2025.314U
DAM/BDE/AMA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 13. November 2025

Verwaltungsrichter Daum, Abteilungspräsident
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Universität Bern
handelnd durch die Rechtswissenschaftliche Fakultät,
Schanzeneckstrasse 1, 3012 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Rekurskommission der Universität Bern
Hochschulstrasse 6, 3012 Bern

betreffend Ausschluss vom Studium der Rechtswissenschaften infolge 
Nichtbestehens der Wiederholung des Einführungsstudiums; Nichteintreten 
auf Beschwerde (Entscheid der Rekurskommission der Universität Bern 
vom 24. September 2025; B 10/25)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13.11.2025, Nr. 100.2025.314U, 
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Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

– A.________ absolvierte im Juni 2025 die Wiederholungsprüfungen 
des juristischen Einführungsstudiums an der Rechtswissenschaftli-
chen Fakultät der Universität Bern. Mit Notenverfügungen der Rechts-
wissenschaftlichen Fakultät vom 23. Juli 2025 wurden ihm die Noten 
schriftlich eröffnet. Gleichentags verfügte die Rechtswissenschaftliche 
Fakultät den Ausschluss von A.________ vom Studium der Rechts-
wissenschaften, da er mit seinem zweiten Prüfungsversuch die Erfor-
dernisse für den erfolgreichen Abschluss des Einführungsstudiums 
nicht erfülle.

– Gegen den Studienausschluss erhob A.________ am 15. September 
2025 Beschwerde bei der Rekurskommission der Universität Bern. 
Diese erachtete die Beschwerde als verspätet und trat darauf mit 
Entscheid vom 24. September 2025 nicht ein. 

– Dagegen hat A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 
27. September 2025 Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit fol-
genden Rechtsbegehren:

«1 Der Entscheid der Rekurskommission der Universität Bern vom 
24. September 2025 sei aufzuheben. 

2. Es sei festzustellen, dass die Beschwerde vom 15. September 2025 
rechtzeitig erfolgt ist, eventualiter sei die Beschwerdefrist gemäss se-
paratem Gesuch (Art. 33 VRPG/BE) wiederherzustellen. 

3. Es sei auf das separate Gesuch, Gesuch um vorsorgliche Massnah-
men (Art. 27 VRPG/BE) und um Erteilung der aufschiebenden Wir-
kung, vom 27.09.2025 einzutreten. Eventualiter sei die Sache zur 
materiellen Beurteilung an die Rekurskommission zurückzuweisen.

4. […].»

Gleichzeitig hat er mit zwei separaten Rechtsschriften um Wiederher-
stellung der Beschwerdefrist sowie um Erlass vorsorglicher Massnah-
men und um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ersucht. Im Rah-
men des einstweiligen Rechtsschutzes beantragt der Beschwerdefüh-
rer, er sei bis zum rechtskräftigen Entscheid über seine Beschwerde 
als immatrikulierter Student der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zu 

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behandeln und es sei ihm der Besuch von Lehrveranstaltungen und 
Prüfungen zu ermöglichen.

– Mit Eingabe vom 8. Oktober 2025 hat der Beschwerdeführer für das 
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht um unentgeltliche Rechts-
pflege, eventuell um Herabsetzung des Vorschusses, allenfalls in Ver-
bindung mit Ratenzahlungen, ersucht.

– Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Ge-
setzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig (vgl. auch Art. 76 Abs. 3 des Gesetzes vom 
5. September 1996 über die Universität [Universitätsgesetz, UniG; 
BSG 436.11]). Das gilt auch insoweit, als der Beschwerdeführer erst-
mals vor Verwaltungsgericht die Wiederherstellung der Beschwerde-
frist im vorinstanzlichen Verfahren verlangt. Dieses Gesuch zielt zwar 
auf eine ausserhalb des Anfechtungsobjekts liegende Anordnung in 
der Zuständigkeit der Vorinstanz (vgl. Michel Daum, in Herzog/Daum 
[Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 43 
N. 24). Unter den gegebenen Umständen ist es indes aus Gründen der 
Prozessökonomie und mit Blick auf den engen Sachzusammenhang 
angezeigt, dass das Verwaltungsgericht im Sinn einer Kompetenzat-
traktion (vgl. dazu Michel Daum, a.a.O., Art. 3 N. 33) (auch) über das 
Wiederherstellungsgesuch entscheidet, zumal es die sich stellenden 
Rechts- und Sachverhaltsfragen mit gleicher Kognition überprüft wie 
die Vorinstanz und der Beschwerdeführer eine materielle Behandlung 
seines Gesuchs durch das Verwaltungsgericht verlangt (vgl. 
VGE 2021/308 vom 8.8.2022 E. 1.1; ferner VGE 2019/177 vom 
12.3.2020 E. 4.1 [bestätigt durch BGer 2C_282/2020 vom 8.5.2020]).

– Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-
men, ist durch den angefochtenen Nichteintretensentscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Die Bestimmungen über Form 
und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die 
Beschwerde ist grundsätzlich einzutreten. Das gilt allerdings nicht hin-

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sichtlich des Feststellungsbegehrens (Einhaltung der Beschwerdefrist 
im vorinstanzlichen Verfahren; vgl. Rechtsbegehren 2). Daran besteht 
kein hinreichendes Rechtsschutzinteresse, kann der Beschwerdefüh-
rer mit seinem Gestaltungsbegehren auf Aufhebung des angefochte-
nen Entscheids seine Anliegen doch vollständig wahren (vgl. zur Sub-
sidiarität von Feststellungsbegehren statt vieler BVR 2025 S. 341 
E. 1.2; Markus Müller, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum berni-
schen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 49 N. 72 ff.).

– Gegen Verfügungen der Universität Bern, die nicht vom Senat, von der 
Universitätsleitung bzw. einem ihrer Mitglieder oder von der Rektorin 
bzw. vom Rektor erlassen wurden, kann innert 30 Tagen seit deren 
Eröffnung Beschwerde bei der Rekurskommission der Universität Bern 
geführt werde (Art. 76 Abs. 1 und 2 UniG i.V.m. Art. 75 UniG und 
Art. 67 VRPG). 

– Die Verfügung der Universität Bern vom 23. Juli 2025 betreffend Aus-
schluss vom Studium (einschliesslich der Notenverfügungen) wurde 
dem Beschwerdeführer unbestrittenermassen am 13. August 2025 zu-
gestellt (angefochtener Entscheid E. 2; Beschwerde S. 2). Die dreis-
sigtägige Beschwerdefrist hat am folgenden Tag zu laufen begonnen 
und am Freitag, 12. September 2025 geendet (Art. 41 Abs. 1 VRPG). 
Die am Montag, 15. September 2025 der Post übergebene Be-
schwerde ist demnach verspätet, was der Beschwerdeführer aner-
kennt (Beschwerde S. 2 f.). Insofern ist der angefochtene Nichteintre-
tensentscheid rechtens. Der Beschwerdeführer macht indes geltend, 
er sei krankheitsbedingt nicht in der Lage gewesen, die Verfügung 
rechtzeitig anzufechten.

– Ist eine Partei oder ihre Vertreterin bzw. ihr Vertreter durch einen an-
deren Grund als die mangelhafte Eröffnung unverschuldeterweise ab-
gehalten worden, fristgerecht zu handeln, so wird die Frist nach Art. 43 
Abs. 2 VRPG wiederhergestellt, sofern die Partei unter Angabe des 
Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum er-
sucht und die versäumte Rechtshandlung nachholt. Entschuldbare 
Gründe im Sinn dieser Bestimmung liegen vor, wenn die säumige Per-

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son aus hinreichenden, objektiven oder subjektiven Gründen davon 
abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln oder eine Vertretung zu 
bestellen, und wenn ihr auch keine Nachlässigkeit vorzuwerfen ist. Es 
muss sich um Gründe von einigem Gewicht handeln (z.B. schwere Er-
krankung, Unfall, höhere Gewalt; vgl. Michel Daum, a.a.O., Art. 43 
N. 14 mit Hinweisen). 

– Eine Krankheit, worunter die körperliche, geistige oder psychische Be-
einträchtigung fällt, kann ein unverschuldetes Hindernis bilden, wenn 
sie jegliches auf die Fristwahrung gerichtete Handeln verunmöglicht. 
Dass es sich so verhält, ist mit einschlägigen Arztzeugnissen zu bele-
gen. Bestätigt ein Arztzeugnis bloss einen Krankheitszustand oder 
äussert es sich über den Gesundheitszustand nur in allgemeiner 
Weise, vermag dies den Anforderungen zur Fristwiederherstellung 
nicht zu genügen. Vielmehr ist erforderlich, dass im Zeugnis dargelegt 
wird, weshalb und inwiefern die betroffene Person die fristwahrende 
Handlung aus gesundheitlichen Gründen nicht vornehmen und auch 
nicht jemand anderen damit betrauen konnte (BVR 2005 S. 281 E. 2.3; 
Michel Daum, a.a.O., Art. 43 N. 14 und 22).

– Die verhinderte Person hat die Gründe für die Säumnis darzulegen und 
mit geeigneten Beweismitteln zu untermauern (Mitwirkungspflicht, vgl. 
Art. 20 VRPG; Michel Daum, a.a.O., Art. 43 N. 22). Greifbare Beweis-
mittel sind dabei mit der Beschwerdeschrift einzureichen (Art. 32 
Abs. 2 VRPG).

– Der Beschwerdeführer bringt vor, dass er vom 18. bis 25. August 2025 
sowie vom 10. bis 14. September 2025 vollständig arbeitsunfähig ge-
wesen sei; die Rechtsmittelfrist sei während dieser Arbeitsunfähigkeit 
abgelaufen, weshalb eine «klare unverschuldete Verhinderung» gege-
ben sei. Nähere Angaben zu seinem Gesundheitszustand macht er 
nicht; insbesondere legt er in keiner Art und Weise dar, weshalb es ihm 
aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich gewesen wäre, fristge-
recht zu handeln oder eine Drittperson mit der Wahrung seiner Inter-
essen zu betrauen (vgl. Beschwerde S. 3; Fristwiederherstellungsge-
such S. 2 f.). Er hat zwar drei Arztzeugnisse einer Notfallpraxis einge-

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reicht (act. 1C und 2B); diese bestätigen jedoch lediglich seine 
(vollständige) Arbeitsunfähigkeit im fraglichen Zeitraum und enthalten 
keine weiteren Angaben zum Gesundheitszustand. Das Hindernis 
rechtzeitigen Handelns ist damit nicht nachgewiesen (vgl. Michel 
Daum, a.a.O., Art. 43 N. 22 mit Hinweisen). Näheres ergibt sich auch 
nicht aus den eingereichten MRI-Scans und der Übersicht über seine 
Physiotherapietermine, die der Beschwerdeführer nicht weiter kom-
mentiert (act. 1C). Damit ist insgesamt nicht erstellt, dass der Be-
schwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen ausserstande war, die 
Verfügung der Universität fristgerecht anzufechten oder eine Drittper-
son mit seiner Interessenwahrung zu beauftragen. Die Wiederherstel-
lung der Beschwerdefrist fällt daher ausser Betracht. Bei dieser Sach-
lage bleibt für eine Interessenabwägung, wie sie der Beschwerdeführer 
verlangt (Beschwerde S. 3; Fristwiederherstellungsgesuch S. 3), kein 
Raum.

– Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als offensichtlich un-
begründet und ist ohne Schriftenwechsel und Einholen der Vorakten 
abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (Art. 83 i.V.m. Art. 69 Abs. 1 
und 2 VRPG). Mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil 
erübrigt es sich, auf das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen 
einzugehen. 

– Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer an 
sich kostenpflichtig. Aufgrund besonderer Umstände ist allerdings auf 
das Erheben von Verfahrenskosten zu verzichten (Art. 108 Abs. 1 
VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 
Abs. 3 i.V.m. Art. 104 VRPG). 

– Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für das Verfahren vor 
dem Verwaltungsgericht ist als gegenstandslos geworden abzuschrei-
ben (Art. 39 Abs. 1 VRPG). 

– Das vorliegende Urteil fällt in die einzelrichterliche Zuständigkeit 
(Art. 57 Abs. 2 Bst. c des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Orga-

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nisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; 
BSG 161.1]).

– Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens bilden in der 
Hauptsache einzig das Nichteintreten der Vorinstanz wegen Ver-
spätung und damit verbunden das Gesuch um Wiederherstellung der 
Beschwerdefrist. Dabei handelt es sich um prozessuale bzw. organi-
satorische Aspekte, die nicht von Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes 
vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, 
BGG; SR 173.110) erfasst sind. In der Rechtsmittelbelehrung ist daher 
auf die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten hinzu-
weisen.

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Das Gesuch um Wiederherstellung der Beschwerdefrist vor der Rekurs-
kommission der Universität Bern wird abgewiesen.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

3. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch Parteikosten gespro-
chen.

4. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird als gegenstandslos ge-
worden abgeschrieben.

5. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Beschwerdegegnerin
- Rekurskommission der Universität Bern 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.