# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d3328cbd-65de-5343-a844-403a2e7584d0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-04-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.04.2015 SB140025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140025_2015-04-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB140025-O/U/gs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. Bussmann, Präsident, lic. iur. Stiefel und Ersatz-

oberrichter lic. iur. Muheim sowie die Gerichtsschreiberin MLaw 

Hässig 

Urteil vom 14. April 2015 

 

in Sachen 

 
A._____, 

Beschuldigter, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagter 

 

verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat, vertreten durch Staatsanwalt Dr. Brändli, 

Anklägerin, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungsklägerin 

 
betreffend Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom  

1. Oktober 2013 (DG130146) 

 

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Limmat vom 2. Mai 2013 

(Urk. 41) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 19 

Abs. 1 lit. a und lit. c sowie lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. b 

und lit. c BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit vier Jahren Freiheitsstrafe (wovon 120 

Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 270 Ta-

gessätzen zu Fr. 220.–. 

3. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat Fr. 380'000.– als Ersatzforde-

rung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil abzuliefern. 

4. Die sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich unter den BM-Lager-

Nummern … und … lagernden Betäubungsmittel und 

Betäubungsmittelutensilien (…, … sowie …) werden eingezogen und der 

Lagerbehörde (Stadtpolizei Zürich, …) zur Vernichtung überlassen. 

5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 10. August 2012 

angeordneten Sperren über die folgenden Konti  

- B._____ AG, Kunden-Nr. …,  Inhaber C._____ GmbH, Konto-Nr. …, Sal-

do per 27. Februar 2013, Fr. 111‘551.38,  

- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber C._____ GmbH, Konto-Nr. …, Saldo 

per 27. Februar 2013, USD 19‘724.–,  

- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber A._____, Konto-Nr. …, Saldo per 

27. Februar 2013, Fr. 100‘905.86,  

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- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber A._____, Konto-Nr. …, Saldo per 

27. Februar 2013, Fr. 2‘140.90,  

- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber D._____, Depot-Nr. …, Saldo per 

27. Februar 2013, Fr. 201‘619.– (Begünstigter: A._____), 

werden nach Rechtskraft des Urteils aufgehoben. 

6. Die mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. September 

2012 und vom 18. September 2012 beschlagnahmte Barschaft von 

Fr. 508'300.– wird zur Deckung der Geldstrafe, Ersatzforderung und Verfah-

renskosten (inkl. Kosten der zeitweiligen amtlichen Verteidigung) verwendet. 

7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 10'000.–   Gebühr Anklagebehörde 

Fr. 18'380.–   Kosten Kantonspolizei  

Fr. 23'593.90   Auslagen Untersuchung  

Fr. 16'196.75   amtliche Verteidigung 

Fr. 588.60   diverse Kosten (Entsorgung & Recycling, Lagerung) 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-

lich derjenigen der zeitweiligen amtlichen Verteidigung, werden dem Be-

schuldigten auferlegt. 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 91 S. 2) 

I. A._____ ist anklagegemäss schuldig zu sprechen wegen Widerhand-

lung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 

19 Abs. 2 lit. b und lit. c BetmG. 

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II. A._____ ist hierfür zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 20 Mona-

ten (wovon 120 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) sowie 

einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 140.–. 

III. Der Vollzug der Freiheitsstrafe ist aufzuschieben und die Probezeit ist 

auf 5 Jahre festzulegen. 

 Die Geldstrafe ist zu vollziehen. 

IV. A._____ ist zu einer Ersatzforderung von Fr. 68'400.– zu verpflichten. 

V. Von der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft am 11. und 

18. September 2012 beschlagnahmten Barschaft in Höhe von Fr. 

508'300.– 

 - sind vorab Fr. 40'000.– an D._____ herauszugeben, 

 - der Rest ist zur Deckung der Geldstrafe, der Ersatzforderung und der 
Verfahrenskosten zu verwenden 

 - und der Mehrbetrag ist anschliessend an A._____ herauszugeben. 

VI. Die durch die Staatsanwaltschaft am 10. August 2012 verfügten Sper-

ren der B._____-Konten sind aufzuheben, soweit sie dies im jetzigen 

Verfahrensstadium nicht bereits sind. 

VII. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

 

b) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat: 

(Urk. 93 S. 2) 

1. Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils vom 1. Oktober 2013 im 

Schuldspruch. 

2. Bestrafung des Beschuldigten mit mindestens 4 ½ Jahren Freiheits-

strafe und mit einer unbedingten Geldstrafe von 360 Tagessätzen zu je 

Fr. 300.– (entsprechend Fr. 108'000.–). 

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3.  Anrechnung der erstandenen Haft von 120 Tagen. 

4. Verpflichtung des Beschuldigten dem Staat Fr. 600'000.– als Ersatz-

forderung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil abzulie-

fern. 

5. Es seien die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-

Sihl vom 10. August 2012 gesperrten Kontoguthaben bei der B._____ 

AG zur teilweisen Deckung der Geldstrafe, Ersatzforderung und Ver-

fahrenskosten zu verwenden: 

 - Kunden-Nr. …, Inhaber A._____, Konto-Nr. …, Saldo per 27. Februar 

2013, Fr. 100'905.86,  

 - Kunden-Nr. …, Inhaber A._____, Konto-Nr. …, Saldo per 27. Februar 

2013, Fr. 2'140.90,  

 - Kunden-Nr. …, Inhaber D._____, Depot-Nr. …, Saldo per 27. Februar 

2013, Fr. 201'619.–. 

 Ein allfälliger Überschuss sei dem Beschuldigten nach Eintritt der 

Rechtskraft herauszugeben und die bestehenden Kontosperren seien 

aufzuheben. 

6. Kostenauflage an den Beschuldigten. 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales 

 1. Das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichts 

Zürich, 2. Abteilung, vom 1. Oktober 2013 wurde am selben Tag mündlich eröffnet 

und im Dispositiv ausgehändigt (Prot. I S. 9, 20; Urk. 67). Am 8. Oktober 2013 

ging die Berufungsanmeldung der Verteidigung rechtzeitig bei der Vorinstanz ein 

(Urk. 68; Art. 399 Abs. 1 StPO). Den Empfang des begründeten Urteils quittierte 

die Verteidigung am 23. Dezember 2013 (Urk. 72/2). Ihre Berufungserklärung 

ging am 13. Januar 2014 (Datum des Poststempels: 11.01.2014) rechtzeitig hier-

orts ein (Urk. 74; Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Präsidialverfügung des Kammerprä-

sidenten vom 5. Februar 2014 wurde der Staatsanwaltschaft Frist für Anschluss-

berufung angesetzt (Urk. 75). Am 21. Februar 2014 erhob die Staatsanwaltschaft 

rechtzeitig eine auf die Strafzumessung, die Ersatzforderung sowie teilweise die 

Kontosperren (Urteilsdispositivziffern 2, 3 und 5, 3. bis 5. Lemma) beschränkte 

Anschlussberufung (Urk. 77; Urk. 76/2; Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO). Mit Präsidial-

verfügung vom 26. Februar 2014 wurde dem Beschuldigten eine Kopie der An-

schlussberufung der Staatsanwaltschaft zugestellt (Urk. 78). Der Beschuldigte 

liess seine Berufung beschränken auf die Strafzumessung (inkl. Vollzug), die Er-

satzforderung sowie die Verwendung der beschlagnahmten Barschaft zur De-

ckung der über die von der Verteidigung beantragten Beträge hinausgehenden 

Ersatzforderung und Geldstrafe (Dispositivziffern 2, 3 und 6; Art. 399 Abs. 4 lit. b, 

e StPO). Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ teilte mit Eingabe vom 24. Oktober 2014 

mit, das Mandatsverhältnis zwischen ihm und dem Beschuldigten sei aufgelöst 

worden (Urk. 85). Mit Schreiben vom 27. Oktober 2014 erklärte Rechtsanwalt lic. 

iur. X1._____, den Beschuldigten zu vertreten und reichte eine Kopie der Voll-

macht ein. Zudem wurde die Verschiebung der Berufungsverhandlung vom 31. 

Oktober 2014 beantragt (Urk. 86 und 87). Die Berufungsverhandlung fand am 14. 

April 2015 statt (Prot. II S. 4 ff.). 

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 2. Gemäss Art. 402 StPO in Verbindung mit Art. 437 StPO wird die Rechts-

kraft des angefochtenen Urteils im Umfang der Anfechtung gehemmt. Nachdem 

die Urteilsdispositivziffern 1 (Schuldspruch), 4 (Einziehung und Vernichtung der 

sichergestellten Betäubungsmittel und -utensilien), 5 teilweise, 1. und 2. Lemma 

(Aufhebung der Kontosperren nach Eintritt der Rechtskraft) und 7 – 8 (Kostendis-

positiv) unangefochten blieben, ist mittels Beschluss festzustellen, dass das vo-

rinstanzliche Urteil in diesem Umfang in Rechtskraft erwachsen ist. 

 3.1. Anlässlich der Berufungsverhandlung beantragte die Verteidigung, es 

seien D._____, F._____, G._____ und H._____ als Zeugen einzuvernehmen 

(Urk. 90). Die Verteidigung merkte an, bereits am 20. Februar 2015 beim hiesigen 

Gericht den nämlichen Antrag gestellt zu haben, wobei dem Antrag nicht entspro-

chen worden sei (Urk. 90 S. 2). Das von der Verteidigung geltend gemachte 

Schreiben vom 20. Februar 2015 ist beim Berufungsgericht allerdings nicht einge-

troffen. Anlässlich der Berufungsverhandlung führte die Verteidigung zur Begrün-

dung ihrer Beweisanträge aus, dass die tatsächlichen Tatbeteiligungen der invol-

vierten Personen zu erfragen seien, da der Beschuldigte bestreite, die Rolle als 

Capo bzw. "Kopf des Unternehmens" innegehabt zu haben (Urk. 90 S. 4). 

 3.2. Der Beschuldigte wurde – wie dies auch die Staatsanwaltschaft vor-

brachte (Prot. II S. 13) – im Rahmen der Untersuchung mit D._____, F._____, 

G._____ und H._____ konfrontiert (Urk. 10/4; Urk. 10/6; Urk. 10/11). Dem Be-

schuldigten wurde sodann Gelegenheit gegeben, Ergänzungsfragen zu stellen 

(Urk. 10/4 S. 34; Urk. 10/6 S. 28; Urk. 10/11 S. 21). Gemäss höchstrichterlicher 

Rechtsprechung hat der Beschuldigte grundsätzlich kein Anspruch, Belastungs-

zeugen mehrmals zu befragen (BGE 125 I 127, E. 6c/ee). Es trifft zwar zu, dass 

Zeugen unter der Strafandrohung von Art. 307 StGB ihr Zeugnis ablegen. 

F._____, E._____, G._____ und H._____ wurden jedoch in den jeweiligen Kon-

frontationseinvernahmen auf die Straftatbestände der falschen Anschuldigung, Ir-

reführung der Rechtspflege sowie Begünstigung aufmerksam gemacht (Urk.10/4 

S. 3; Urk. 10/6 S. 3; Urk. 10/11 S. 3). Selbst wenn die vorerwähnten Personen 

nun als Zeugen anders aussagen würden, wären diese Aussagen nicht selbstre-

dend glaubhafter als die im Rahmen der Untersuchung getätigten. Den Zeugen 

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steht sodann ein Zeugnisverweigerungsrecht bei Gefahr einer eigenen strafrecht-

lichen Verfolgung zu (Art. 169 Abs. 1 lit. a StPO). Die Taten liegen nunmehr drei 

bis fünfeinhalb Jahre zurück. Aufgrund des langen Zeitablaufs erscheint es frag-

lich, dass sich die vorgenannten Personen tatsächlich an die diesbezüglichen Be-

gebenheiten erinnern können. Auch Absprachen zwischen den Beteiligten können 

nicht ausgeschlossen werden, zumal die angerufenen Zeugen mittlerweile alle-

samt rechtskräftig verurteilt sind. Eine erneute Einvernahme der vorerwähnten 

Personen als Zeugen erscheint vorliegend als nicht angezeigt. 

 4. Die Verteidigung hält daran fest, dass entgegen den vorinstanzlichen Er-

wägungen (Urk. 73 S. 7 f., 26, 32, 40, 43 und 66; Urk. 91 S. 2 f.) das Anklageprin-

zip verletzt sei, da diese zum Nachteil des Beschuldigten bei der Hanfplantage in 

I._____ zu Unrecht unterstellt habe, dass dieser ca. 47 % des Gewinns erhalten 

habe (Urk. 73 S. 26, 32), obschon ihm die Anklage bloss eine Drittelsbeteiligung 

vorwerfe. Auch bei der Berechnung des Umsatzanteils und der Ersatzforderung 

habe die Vorinstanz unzulässigerweise auf die angeblichen 47 % abgestellt. Der 

Beschuldigte könne sich nicht angemessen verteidigen, wenn er nicht wisse, wel-

che Gewinne ihm vorgeworfen würden (Urk. 64 S. 24 f.; Urk. 74 S. 2 f.). Die 

Staatsanwaltschaft erklärte hierzu, dass die Anklage zwar den Gewinn betreffend 

die Hanfplantage in I._____ nicht umschreibe, es sei aber der Umsatz eingeklagt 

worden. Zudem seien sämtliche qualifizierenden Momente sowie die Mittäter-

schaft umschrieben worden. Es sei zwar eine vereinbarte Drittelsbeteiligung ein-

geklagt worden, die Anklage sei hinsichtlich einer Ausschüttung aber nie auf ei-

nen Drittel beschränkt gewesen. Das Anklageprinzip sei nicht verletzt (Urk. 93 S. 

3 f.). 

 4.1. Zum Inhalt der Anklageschrift gehört eine genaue Umschreibung des 

Sachverhaltes (Art. 325 Abs. 1 lit. f. StPO). Dazu gehören auch die Tatfolgen und 

damit auch das Aufführen des Deliktsbetrages. Insbesondere, wenn qualifizierte 

oder privilegierte Straftatbestände in Frage stehen, sind die qualifizierenden bzw. 

privilegierenden Momente genau zu umschreiben. Sofern der Deliktsbetrag nicht 

tatbestandsrelevant ist, stellt die Nennung in der Anklage eine blosse Ordnungs-

vorschrift dar (SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 

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2. Auflage 2013, N 11 zu Art. 325 StPO; LANDSHUT/BOSSHARD, in: Züricher Kom-

mentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Auflage 2014, N 15 f. zu 

Art. 325 StPO). 

 4.2. Nachdem die Anklage die erforderlichen quantitativen Angaben enthält, 

ist dem Anklageprinzip auch unter diesem Aspekt Genüge getan. Der Beanstan-

dung, der Beschuldigte habe sich nicht angemessen verteidigen können, da ihm 

in der Anklage bei der Hanfplantage in I._____ (bloss) eine Drittelsbeteiligung 

vorgeworfen werde, die Vorinstanz jedoch auf eine Beteiligung von 47 % erkannt 

und diese ihren Berechnungen des Deliktserlöses und der Ersatzforderung zu 

Grunde gelegt habe, ist zu entgegnen, dass dem Beschuldigten und der Verteidi-

gung sämtliche Beweismittel, wie Belege und belastende Aussagen, anhand de-

rer die Vorinstanz die betreffenden Beträge berechnete, vorlagen und sie sich 

sowohl vor Vorinstanz als auch im Berufungsverfahren dazu äussern konnten. Ei-

ne unzulässige Beschneidung der Verteidigungsrechte ist im Vorgehen der Vo-

rinstanz nicht zu erkennen. Die Berechnungen der Vorinstanz erfolgten im Rah-

men der freien richterlichen Beweiswürdigung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Da die Ab-

weichung der vorinstanzlichen Berechnungen von der in der Anklage genannten 

Höhe der Beteiligung am Deliktserlös nichts an den qualifizierenden Momenten 

ändert – wie auch von der Staatsanwaltschaft vorgebracht (Urk. 93 S. 3) –, be-

schlägt sie auch das Anklageprinzip nicht. Eine Verletzung des Anklageprinzips 

durch die vorinstanzlichen Berechnungen des Deliktserlöses und der Ersatzforde-

rung liegt daher nicht vor. 

 5. Die Verteidigung machte in der Berufungserklärung ausserdem geltend, 

die belastenden Aussagen der Mittäter bezüglich gewisser Hanfmengen und Um-

sätze seien nicht verwertbar. Die Verwertung dieser Aussagen sei gerade nicht im 

Sinne von Art. 141 Abs. 2 StPO "zur Aufklärung schwerer Straftaten unerlässlich", 

weshalb es bei deren Unverwertbarkeit bleibe. Im Rahmen der delegierten polizei-

lichen und den staatsanwaltschaftlichen Befragungen der Mitbeschuldigten seien 

die Teilnahme- und Fragerechte des Beschuldigten und der Verteidigung nicht 

gewährt worden. Die Belastungen durch die Mittäter anlässlich der durchgeführ-

ten Konfrontationseinvernahmen könnten aufgrund der Fernwirkung der Beweis-

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verwertungsverbote nicht zum Nachteil des Beschuldigten verwertet werden 

(Urk. 65 S. 3 f.; Urk. 74 S. 3). 

 5.1. Gemäss aktueller bundesgerichtlicher Praxis, ist bei den Teilnahme- 

und Fragerechten des Beschuldigten und der Verteidigung folgendes zu beach-

ten: 

 5.1.1. Art. 147 Abs. 1 Satz 1 StPO statuiert den Grundsatz der Parteiöffent-

lichkeit der Beweiserhebungen im Vorverfahren und im Hauptverfahren. Demnach 

haben die Parteien das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwalt-

schaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fra-

gen zu stellen. Dieses spezifische Teilnahme- und Mitwirkungsrecht fliesst aus 

dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 107 Abs. 1 lit. b StPO). Es kann nur un-

ter den gesetzlichen Voraussetzungen (vgl. Art. 108, Art. 146 Abs. 4 und Art. 149 

Abs. 2 lit. b StPO; siehe auch Art. 101 Abs. 1 StPO) eingeschränkt werden (vgl. 

Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Vereinheitlichung des Strafprozessrechts, 

BBI 2006 1187 f. Ziff. 2.4.1.3). Beweise, die unter Verletzung von Art. 147 Abs. 1 

StPO erhoben wurden, dürfen nicht zulasten der Partei verwertet werden, die 

nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 StPO; BGE 139 IV 25 E. 4.2 S. 29 f.; Urteil 

des Bundesgerichts 1B_404/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 2.1.2). 

 5.1.2. Der gesetzliche Anspruch auf Teilnahme an den Beweiserhebungen 

im Vorverfahren und im Hauptverfahren gilt grundsätzlich auch für die Einver-

nahme von Mitbeschuldigten (BGE 139 IV 25 E. 5.1-5.3 S. 30 ff.; Urteil des Bun-

desgerichts 1B_404/2012 vom 4. Dezember 2012 E. 2.1). Separate (nicht partei-

öffentliche) polizeiliche Befragungen sind im Ermittlungsverfahren möglich, wenn 

die Polizei im Rahmen ihrer selbstständigen Ermittlungstätigkeit Befragungen von 

tatverdächtigen Personen durchführt (Art. 306 Abs. 2 lit. b StPO; BGE 139 IV 25 

E. 5.4.3 S. 35). 

 5.1.3. In getrennt geführten Verfahren kommt den Beschuldigten im jeweils 

anderen Verfahren keine Parteistellung zu. Ein gesetzlicher Anspruch auf Teil-

nahme an den Beweiserhebungen im eigenständigen Untersuchungs- und Haupt-

verfahren der anderen beschuldigten Person besteht folglich nicht (Art. 147 Abs. 1 

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StPO e contrario). Die Einschränkung der Teilnahmerechte von Beschuldigten in 

getrennten Verfahren im Vergleich zu Mitbeschuldigten im gleichen Verfahren ist 

vom Gesetzgeber implizit vorgesehen und hinzunehmen (Urteil des Bundesge-

richts 6B_280/2014 vom 1. September 2014 E. 1.2). 

 5.1.4. Sofern sich die Strafverfolgungsbehörden auf Aussagen eines Be-

schuldigten aus einem getrennt geführten Verfahren abstützen, ist dem Konfron-

tationsrecht Rechnung zu tragen. Solche Aussagen können nur verwertet werden, 

wenn der Beschuldigte wenigstens einmal während des Verfahrens angemessene 

und hinreichende Gelegenheit hatte, die ihn belastenden Aussagen in Zweifel zu 

ziehen und Fragen an den Beschuldigten im getrennten Verfahren zu stellen. 

Gemäss Art. 178 lit. f StPO ist der Beschuldigte aus einem anderen Verfahren als 

Auskunftsperson zu befragen. Die Bestimmung erfasst Mittäter oder Teilnehmer 

der abzuklärenden Tat, die in einem anderen Verfahren beurteilt werden. Der Fall, 

dass in beiden Verfahren nicht gleiche, aber konnexe Straftaten verfolgt werden, 

fällt ebenfalls darunter (BBI 2006 1208 f. Ziff. 2.4.4; Urteil des Bundesgerichts 

6B_280/2014 vom 1. September 2014 E. 1.3, mit weiteren Hinweisen). 

 5.2. Im Vorverfahren wurde dem Konfrontationsrecht auch im Zusammen-

hang mit den fraglichen Hanfmengen, Umsätzen und Gewinnanteilen ausreichend 

Rechnung getragen. Soweit sich die Anklage bei diesen Mengenangaben und An-

teilen auf Aussagen eines Beschuldigten aus einem getrennt geführten Verfahren 

abstützt, wurden staatsanwaltschaftliche Konfrontationseinvernahmen des Be-

schuldigten mit den betreffenden Mittätern als Auskunftsperson korrekt durchge-

führt, in welchen der Beschuldigte und die Verteidigung zu diesen Belastungen – 

soweit gewünscht – von ihrem Fragerecht Gebrauch machen konnten (Urk. 10/4 

[I._____]; Urk. 10/6 [J._____]; Urk. 10/11 [K._____]), wie bereits die Vorinstanz 

zutreffend erkannt hat (Urk. 73 S. 9; Urk. 65 S. 4). 

 5.3. Im Lichte der dargelegten bundesgerichtlichen Vorgaben sind die in den 

staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahmen in Anwesenheit des Be-

schuldigten durch die in anderen Verfahren beurteilten Mittäter als Auskunftsper-

son bestätigten Belastungen im Zusammenhang mit den Hanfmengen, Umsätzen 

und Gewinnanteilen sowie des Tatbeitrages des Beschuldigten daher entgegen 

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der Auffassung der Verteidigung uneingeschränkt und gegebenenfalls auch zum 

Nachteil des Beschuldigten verwertbar. 

II.  Sachverhalt 

 1. Nachdem der Beschuldigte den vorinstanzlichen Schuldspruch nicht an-

gefochten hat, hat er den Sachverhalt grundsätzlich anerkannt. Vor Vorinstanz 

und im Berufungsverfahren bestritt er dennoch nach wie vor die genaue Höhe der 

ihm bei den Hanfplantagen I._____ und K._____ vorgeworfenen Hanfmengen, 

Umsätze und Gewinne (Urk. 10/16 S. 7; Urk. 63 S. 17 ff.; Urk. 74 S. 3, Ziff. 2 

i.V.m. Urk. 65 S. 4 ff.; Prot. II S. 11; Urk. 91 S. 3 ff.). 

 2. Das bestrittene Quantitativ ist demzufolge mit Hilfe der Untersuchungsak-

ten sowie der Aussagen der Befragten nach den allgemein gültigen Beweisregeln 

zu überprüfen. Als Beweismittel liegen insbesondere belastende Aussagen der in 

separaten Verfahren beurteilten Mittäter F._____ und G._____ vor sowie hinsicht-

lich der Hanfplantage in I._____ eine handschriftliche Aufstellung von F._____ auf 

einem Notizzettel (Urk. 10/4; Urk. 10/5/4 = Urk. 20/1; Urk. 10/6, Urk. 11/1-3; 

Urk. 10/11, Urk. 12/1+2). 

 3. Die Vorinstanz hat die bei der richterlichen Beweis- und Aussagenwürdi-

gung anzuwendenden rechtstheoretischen Grundsätze und Regeln korrekt und 

umfassend wiedergegeben und zutreffend auf die bei der Würdigung der Aussa-

gen vorzunehmende Unterscheidung zwischen der generellen Glaubwürdigkeit 

der aussagenden Person und der Glaubhaftigkeit ihrer konkreten, im Prozess 

gemachten relevanten Aussagen hingewiesen (Urk. 73 S. 11 ff.). Es kann vollum-

fänglich darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

 4. Bei der Hanfplantage L._____-Strasse … in I._____ (Anklageziffer 1) wird 

dem Beschuldigten hinsichtlich des Quantitativs zu Last gelegt, in der Zeit von ca. 

September 2009 bis ca. Dezember 2010 6 Ernten zu durchschnittlich zwischen 

8,4 bis 11,1 Kg erzielt zu haben, wobei die letzte Ernte nur 1,4 Kg Marihuana er-

geben habe. Die Gesamternte habe ca. 50 Kg betragen. F._____ habe einen An-

teil von ca. 10 Kg übernommen. Davon habe dieser ca. 8 Kg zum Preis von ca. 

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Fr. 7'200.– pro Kg verkauft und den Rest selber konsumiert. Die restlichen ca. 40 

Kg habe der Beschuldigte zum Kilopreis von mindestens Fr. 6'000.– verkauft. Ins-

gesamt hätten der Beschuldigte und die Mittäter E._____ und F._____ aus dieser 

Hanfplantage einen Umsatz von mindestens ca. Fr. 300‘000.– erwirtschaftet. 

 5. Bei der Plantage M._____-Strasse … in K._____ (Anklageziffer 2) wird 

ihm hinsichtlich Umsatz und Ertrag zur Last gelegt, er habe mit den Mittätern 

D._____ und G._____ von ca. Mai 2011 bis Juli 2012 insgesamt wiederum 6 Ern-

ten mit einem durchschnittlichen Ertrag von mindestens ca. 6 Kg Marihuana pro 

Ernte, gesamthaft mindestens ca. 36 Kg geerntet und an nicht näher bekannte 

Abnehmer zu mindestens Fr. 6‘000.– pro Kg verkauft. Teilweilweise habe der Be-

schuldigte das in K._____ geerntete Marihuana für Fr. 7'200.– pro Kg an F._____ 

verkauft. Der Beschuldigte und D._____ sowie G._____ hätten durch den Anbau 

und den Verkauf des Marihuanas aus dieser Hanfplantage im erwähnten Zeitraum 

einen Umsatz von mindestens ca. Fr. 240'000.– erwirtschaftet, wovon der Be-

schuldigte und D._____ sowie G._____ je mindestens ca. Fr. 40'000.– Gewinn 

erzielt hätten (nach Abzug der ca. Fr. 50'000.– Infrastruktur, Betriebs- bzw. Miet-

kosten von ca. Fr. 54'000.–). 

 6. Der Beschuldigte beharrt auf dem Standpunkt, dass eine Gesamtmenge 

von 50 Kg in I._____ und ca. 36 Kg in K._____ geerntetem Marihuana nicht mög-

lich sei, was der Mitbeschuldigte E._____ vor Vorinstanz bestätigte (Urk. 10/16 

S. 2 f. und S. 8 ff.; Urk. 63 S. 17 und S. 19; Prot. II S. 11 f.). Die Verteidigung wies 

diesbezüglich auch auf den tiefen Stromverbrauch der Anlage in I._____ hin. Dar-

aus folge, dass in I._____ weniger produziert worden sei als in den übrigen bei-

den Anlagen, und daher könne die in der Anklage vorgeworfene Menge nicht 

stimmen (Urk. 91 S. 3). Der Verteidigung ist jedoch entgegenzuhalten, dass der 

Stromverbrauch lediglich ein Indiz für die Hanfmenge darstellt. Der vorgebrachte 

niedrige Stromverbrauch alleine ist nicht geeignet, die übrigen belastenden Aus-

sagen zu entkräften.  

 6.1. Auf den Vorhalt der die Plantage in I._____ betreffenden Zugabe von 50 

Kg anlässlich seiner polizeilichen Befragung vom 28. November 2012 (Urk. 10/14 

S. 11 ff., insbes. S. 13, Frage 83) machte der Beschuldigte in der staatsanwalt-

- 14 - 

schaftlichen Schlusseinvernahme geltend, bei der Polizei sei ihm eine Suggestiv-

frage gestellt worden, welche er dann einfach mit "ja" beantwortet habe. Er müsse 

sich dabei geirrt haben. Bei der von ihm anerkannten Gesamtmenge des in 

I._____ produzierten Marihuanas habe er stets von einer Gesamtproduktion von 

16 Kg gesprochen (Urk. 10/16 S. 2 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung ver-

neinte er erneut, zugegeben zu haben, dass die Gesamternte 50 Kg betragen ha-

be. Er habe lediglich gesagt, es könnte etwa 16 Kg gewesen sein (Prot. II S. 11). 

 6.2. Bereits diese Aussagen des Beschuldigten sind unglaubhaft, zumal er 

anlässlich der polizeilichen Befragung in Begleitung seines Verteidigers war, das 

Protokoll keinerlei Einwände oder Vorbehalte enthält und die Unterschrift des Be-

schuldigten trägt (Urk. 10/14 S. 14). Darüber hinaus deckt sich diese zurückge-

nommene Zugabe des Beschuldigten mit den Belastungen von F._____ und des-

sen Aufstellung auf dem Notizzettel (Urk. 10/4; Urk. 10/5/4 = Urk. 20/1). Die vom 

Beschuldigten geltend gemachte Gesamtmenge von 16 Kg entspricht ausserdem 

ausgerechnet ungefähr einem Drittel von 50 Kg, was ebenfalls nicht einzuleuch-

ten vermag, erst recht nicht bei den von F._____ bestätigten 6 Ernten (vgl. 

Urk. 10/4 S. 21 f.). 

 6.2.1. Die Bestreitungen des Beschuldigten erweisen sich insgesamt als un-

glaubhaft. Das aus seinen Befragungen zu Tage tretende Aussageverhalten zeigt 

offenkundig, dass er zunächst gar keine Aussagen machte und anschliessend 

immer nur soviel zugab, wie ihm gerade stichhaltig nachgewiesen werden konnte. 

Im Zusammenhang mit dem ihm vorgeworfenen Quantitativ war er sichtlich be-

strebt, sich und seine Tatbeiträge in einem möglichst günstigen Licht erscheinen 

zu lassen, zu beschönigen und das Quantitativ kleinzureden, oder gänzlich zu 

schweigen. Dies ist legitim, darf aber bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit sei-

ner Aussagen nicht ausser Acht gelassen werden. Teilweise machte er beim 

Thema Menge auch fehlendes Erinnerungsvermögen geltend, während er sich an 

andere Begebenheiten ohne Einschränkung zu erinnern vermochte; so zum Bei-

spiel, dass er auswendig wisse, dass die Angaben auf dem Notizzettel von 

F._____ nicht stimmen würden (Urk. 10/14 S. 12). Selektives Erinnerungsvermö-

gen ist ein klares Indiz für eine Falschaussage. Der Vollständigkeit halber ist zu-

- 15 - 

sätzlich noch auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz zum unsteten Aus-

sagenverhalten und der generellen Glaubwürdigkeit des Beschuldigten zu verwei-

sen (Urk. 73 S. 16 ff.). 

 6.2.2. In etwa gleich verhält es sich mit dem Aussageverhalten von D._____. 

Sein zeitweiliges Bestätigen der Bestreitungen und des Kleinredens der fraglichen 

Mengen durch den Beschuldigten macht diese daher nicht glaubhafter. Es fällt 

zudem auf, dass sowohl der Beschuldigte als auch E._____ zwar die Mengenan-

gaben von F._____ bei der Hanfplantage in I._____ als unmöglich bezeichneten 

und bestreiten, selber aber keine eigenen Angaben zur Menge machten, auch 

nicht approximativ (Urk. 63 S. 17 f.). Bei der Hanfplantage in K._____ anerkannte 

der Beschuldigte schliesslich immerhin eine Gesamtmenge von 4 Ernten zu 6 Kg, 

mithin 24 Kg Marihuana sowie einen Gewinnverteilschlüssel von einem Drittel und 

einen persönlichen Gewinn von Fr. 30'000.– (Urk. 10/16 S. 8 ff.; Urk. 63 S. 19 f.). 

Diesbezüglich anerkannte D._____ in seiner gemeinsamen Befragung mit dem 

Beschuldigten vor Vorinstanz indessen – wenn auch zögerlich – die gesamte, 

ihnen in der Anklage zur Last gelegte Menge (6 Ernten; Gesamtmenge: 36 Kg 

Marihuana) mit den Worten, er könne es zwar nicht mehr auswendig sagen, aber 

es werde plus minus stimmen. Er habe gedacht, es seien 4 bis 5 Ernten gewesen, 

und eine sei sichergestellt worden. Zudem bestätigte auch er den Gewinnverteil-

schlüssel von einem Drittel (Urk. 10/11 S. 9 und S. 17; Urk. 63 S. 19 f.). 

 6.2.3. Den Befragungen von F._____ ist demgegenüber zu entnehmen, 

dass er sich hinsichtlich des Quantitativs mitunter auch selber belastete, anderer-

seits aber offenkundig Zurückhaltung übte, wenn er zu den Tatbeiträgen der an-

deren Mittäter befragt wurde. Dies spricht für den Wahrheitsgehalt seiner Aussa-

gen. Überdies fehlt es an einem Motiv bei F._____ für eine Falschbelastung des 

Beschuldigten, insbesondere nachdem sich beide nach wie vor als Freunde be-

zeichneten und betonten, dass sie stets ein gutes, freundschaftliches Verhältnis 

zueinander hatten (Urk. 10/4 S. 4 f.). 

 6.2.4. Untermauert werden die Mengenangaben von F._____ zur Hanfplan-

tage in I._____ ausserdem von seinem Notizzettel, den er lange vor der Verhaf-

tung erstellt hatte. Dass die Angaben auf diesem nicht stimmen könnten oder er 

- 16 - 

sich möglicherweise getäuscht oder ungenau Buch geführt haben könnte, wie der 

Beschuldigte geltend macht, dafür gibt es ebenfalls keine Anhaltspunkte. Hätte 

F._____ fälschlicherweise zu hohe Mengenangaben gemacht, wäre dies stets 

auch zu seinem Nachteil gewesen. Da er bei der Verarbeitung des Marihuanas 

stets mitwirkte, spricht nichts dafür, dass er sich in der selber verarbeiteten Men-

ge zu seinem und zum Nachteil des Beschuldigten geirrt haben könnte. 

 6.2.5. Nicht ersichtlich ist zudem, weshalb das schliessliche, aber zögerliche 

Anerkennen der Gesamtmenge bei der Hanfplantage in K._____ durch den Mit-

beschuldigten E._____ vor Vorinstanz zu Unrecht hätte erfolgt sein sollen. Wie 

bereits erwähnt, hat E._____ die anderen Bestreitungen und Relativierungen des 

Beschuldigten hinsichtlich des Quantitativs stets bestätigt. Dass er sich bei dieser 

Zugabe nun plötzlich selber zu Unrecht mit einer grösseren Menge hätte belasten 

sollen, erscheint angesichts seines übrigen Aussageverhaltens als äusserst un-

wahrscheinlich. Hinzu kommt, dass der Beschuldigte selber mehrmals auch mehr 

als 4 Ernten in K._____ eingeräumt hatte (4 – 5 Ernten zu 6 – 8 Kg: Urk. 10/11 

S. 15; Urk. 10/14 S. 2; resp. sogar 5 Ernten: Urk. 10/11 S. 9). 

 6.2.6. Nachdem schliesslich auch der dritte an der Hanfplantage in K._____ 

Beteiligte, G._____, anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinver-

nahme mit dem Beschuldigten und mit D._____ vom 22. November 2012 seine 

eigene, frühere Aussage bei der Polizei bestätigte, wonach in K._____ insgesamt 

sicherlich ca. 6 Ernten zu ca. 6 bis 8 Kg Marihuana eingefahren worden seien 

(Urk. 10/11 S. 15) und er (G._____) einen anteilsmässigen Gewinn von insgesamt 

rund Fr. 50'000.– erhalten habe, verbleiben keinerlei Zweifel am in der Anklage 

aufgeführten Quantitativ, zumal auch bei G._____ nicht ersichtlich ist, weshalb er 

sich zu Unrecht selber mit einer grösseren als der tatsächlich geernteten Menge 

und mit mehr als dem tatsächlich persönlich erzielten Gewinn hätte belasten sol-

len. Ein Motiv für eine Falschbelastung gegenüber dem Beschuldigten ist ange-

sichts des kollegialen und ungetrübten Verhältnisses ebenfalls nicht erkennbar 

(Urk. 10/11 S. 4 ff.). 

 6.2.7. Aus den Aussagen des Beschuldigten und von G._____ anlässlich ih-

rer staatsanwaltschaftlichen Konfrontationseinvernahme zusammen mit E._____ 

- 17 - 

vom 22. November 2012 ergibt sich überdies, dass das bloss teilweise Anerken-

nen des Gewinnanteils durch den Beschuldigten von Fr. 30'000.– bei der Planta-

ge K._____ nicht stimmen kann. Einerseits hat G._____ ausdrücklich einen eige-

nen persönlichen Gewinnanteil von rund Fr. 50'000.– anerkannt und obendrein 

ebenfalls glaubhaft ausgesagt, sie seien alle drei zu gleichen Teilen am Gewinn 

beteiligt gewesen (Urk. 10/11 S. 17). Hinzu kommt, dass der Beschuldigte diesen 

Gewinnverteilschlüssel in der selben Konfrontationseinvernahme ebenfalls selber 

mehrfach ausdrücklich anerkannt hat (Urk. 10/11 S. 9 und S. 17). 

 6.2.8. Auch die Höhe des Verkaufspreises pro Kilogramm für das Marihuana 

aus der Plantage in K._____ von Fr. 6'000.– bis Fr. 6'200.– ist aufgrund der über-

einstimmenden Aussagen des Beschuldigten, von D._____ und von G._____ er-

stellt (Urk. 10/11 S. 16). 

 6.3. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die unglaubhaften Bestrei-

tungen des Beschuldigten und von D._____ zum Quantitativ nicht abgestellt wer-

den kann. Demgegenüber erweisen sich die diesbezüglichen Darstellungen von 

F._____ (Plantage I._____) und von G._____ (Plantage K._____) als unwider-

sprüchlich und nachvollziehbar und damit als glaubhaft, weshalb auf diese abzu-

stellen ist. Das dem Beschuldigten von der Anklage zur Last gelegte Quantitativ 

bezüglich der Hanfplantagen in I._____ und K._____ ist somit erstellt (und bezüg-

lich J._____ unbestritten), wie bereits die Vorinstanz zutreffend und mit überzeu-

gender Begründung erkannte (Urk. 73 S. 39 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Dieses ist 

demzufolge uneingeschränkt den Berechnungen zur Festsetzung der Ersatzforde-

rung zu Grunde zu legen (vgl. nachstehend, Erw. IV.). 

III. Strafzumessung und Vollzug 

 1. Im erstinstanzlichen Verfahren beantragte die Staatsanwaltschaft eine 

Bestrafung des Beschuldigten mit 4 Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe 

von 360 Tagessätzen zu Fr. 300.–, teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des 

Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 10. Januar 2008 (Urk. 64 

S. 2). Mit ihrer Anschlussberufung vom 21. Februar 2014 verlangt die Anklagebe-

- 18 - 

hörde nun eine Bestrafung mit 4 ½ Jahren Freiheitsstrafe verbunden mit der vor-

erwähnten unbedingten Geldstrafe (Urk. 77 S. 2). Als Begründung fügte sie in der 

Berufungsverhandlung an, dass sie irrtümlicherweise vor Vorinstanz von einer 

Zusatzstrafe ausgegangen sei (Urk. 93 S. 7). Die Vorinstanz bestrafte den Be-

schuldigten mit 4 Jahren Freiheitsstrafe und einer Geldstrafe von 270 Tagessät-

zen zu Fr. 220.–. Der Urteilsbegründung ist zu entnehmen, dass auch der Vollzug 

der Geldstrafe nicht aufgeschoben wurde (Urk. 73 S. 69, S. 56 f.). Der Beschul-

digte lässt mit seiner Berufung, wie bereits vor Vorinstanz, eine bedingte Frei-

heitsstrafe von 20 Monaten, bei einer Probezeit von 5 Jahren, und eine zu vollzie-

hende Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 140.–, beantragen (Urk. 65 S. 2 

und S. 18 f.; Urk. 74 S. 4; Urk. 91 S. 2 und 9).  

 2. Die Vorinstanz hat bei der Strafzumessung korrekt unter Hinweis auf 

BGE 138 IV 113 zunächst ausgeführt, dass für die Frage, ob vorliegend retro-

spektive Konkurrenz gegeben und eine Zusatzstrafe nach Art. 49 Abs. 2 StGB 

auszufällen sei, die rechtskräftige erstinstanzliche Verurteilung (Urteil des Be-

zirksgerichts Zürich, 4. Abteilung, vom 8. Februar 2007: Urk. 84/1) massgebend 

ist und nicht das zweitinstanzliche Urteil in jener Sache (Urteil des Obergerichts 

des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 10. Januar 2008; Urk. 84/2). Die Vo-

rinstanz hat daher zurecht keine Zusatzstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 2 StGB 

ausgefällt. 

 3. Die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung mit den Kriterien der 

Gewichtung des Verschuldens und der Unterscheidung zwischen der objektiven 

und der subjektiven Tatkomponente wurden durch die Vorinstanz zutreffend und 

umfassend aufgeführt und der ordentliche Strafrahmen zutreffend abgesteckt 

(Urk. 73 S. 45 ff.). Dies braucht an dieser Stelle nicht erneut wiedergegeben zu 

werden. 

 3.1. Auszugehen ist beim vorliegend zu beurteilenden Verbrechen gegen 

das Betäubungsmittelgesetz somit von einem Strafrahmen mit einer Mindeststrafe 

von nicht unter einem Jahr bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe, welche mit einer 

Geldstrafe von bis zu 360 Tagessätzen verbunden werden kann (Art. 19 Abs. 2 

BetmG, Art. 34 Abs. 1 StGB). 

- 19 - 

 3.2. Die Vorderrichter gehen für den Betrieb aller drei Hanfplantagen von ei-

ner Tateinheit aus, da von einem einzigen Vorsatz des Beschuldigten zum ge-

werbsmässigen Anbau und Handel mit Marihuana auszugehen sei. Dementspre-

chend verneinen sie das Vorliegen des Strafschärfungsgrundes der mehrfachen 

Tatbegehung (Urk. 73 S. 46). Da der Schuldspruch rechtskräftig ist, bildet diese 

Frage nicht mehr Gegenstand der zweitinstanzlichen Überprüfung. 

 Andere Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe sind nicht gegeben. 

 3.3. Es ist nochmals darauf hinzuweisen, dass bei der Strafzumessung bei 

einem schweren Fall der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz die 

Umstände, die zur Anwendung eines höheren oder tieferen Strafrahmens führen, 

innerhalb des geänderten Strafrahmens grundsätzlich nicht noch einmal als Straf-

erhöhungs- oder Strafminderungsgründe berücksichtigt werden dürfen (Doppel-

verwertungsverbot). Die Problematik der Doppelverwertung stellt sich vorliegend 

bezüglich der Menge jedoch nicht, da es bei Cannabis keinen mengenmässig 

schweren Fall im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes gibt (Urteil des Bundesge-

richts 6S.323/2005 vom 13. Januar 2006, E. 3.3.3; BGE 117 IV 314). Das Aus-

mass eines qualifizierenden oder privilegierenden Tatumstandes ist indessen zu 

berücksichtigen. So sind insbesondere die erhebliche Drogenmenge, bzw. die Er-

füllung mehrerer Qualifikationsgründe, wie vorliegend die Gewerbs- und die Ban-

denmässigkeit, bei der Festsetzung der Strafe innerhalb des qualifizierten Straf-

rahmens straferhöhend zu bewerten (BGE 118 IV 347 f.; ALBRECHT, Kommentar 

zum Betäubungsmittelgesetz, 2. Auflage 2007, N 271 zu Art. 19 BetmG). 

 3.4. Bei Betäubungsmitteldelikten bemisst sich das Verschulden des Täters 

zu einem massgeblichen Teil nach Art und Menge des betreffenden Stoffes. Je 

grösser die Menge und je schädlicher die Art des Betäubungsmittels ist, desto 

schwerer fällt die vom Täter in Kauf genommene gesundheitliche Gefährdung von 

Menschen ins Gewicht. Die Strafe darf aber nicht schematisch nach dem von der 

Drogenmenge verkörperten Gefahrenpotential bemessen werden. Zu beachten ist 

vielmehr auch, wie der Täter in den Besitz der Drogen gelangte und welche Tat-

handlungen er ausführte. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, ob die beschul-

digte Person selber Betäubungsmittel konsumiert und davon abhängig ist, und ih-

- 20 - 

re Tathandlungen in einer grösseren Organisation beging. Dabei ist auch zu ge-

wichten, wie stark das strafrechtlich geschützte Rechtsgut beeinträchtigt wurde 

und in welcher Art und Weise der Täter vorgegangen ist. 

 3.5. Nachdem der rechtskräftige Schuldspruch für den Betrieb aller drei 

Hanfplantagen und die jeweilige Hanfproduktion sowie deren Absatz von einer 

Tateinheit ausgeht und die einzelnen Tathandlungen des Beschuldigten durchaus 

in einem engeren sachlichen Zusammenhang stehen, sind sie auch im Rahmen 

der Strafzumessung als Einheit zu behandeln, wie dies bereits die Vorinstanz 

handhabte. 

 3.5.1. Bei der objektiven Tatschwere fällt ins Gewicht, dass der Beschuldigte 

über einen langen Zeitraum von ca. 2007 (Anklageziffer 4) bis 2. August 2012 

(Verhaftung), nicht nur eine, sondern gleichzeitig bzw. teilweise überschneidend, 

gleich mehrere Hanfplantagen, nämlich deren drei (I._____, K._____ und 

J._____), mit teilweise wechselnden Mittätern zusammen betrieb. Sein illegales 

Treiben wurde erst durch die Intervention der Strafbehörden unterbunden. Der 

Beschuldigte produzierte und verkaufte gut organisiert und planmässig in Mittä-

terschaft eine sehr grosse Menge von insgesamt rund 118 Kg Marihuana mit ei-

nem beachtlich hohen THC-Wert von ca. 9.9 % bis ca. 16 % (Urk. 22/3). Hinzu 

kommen 12 Kg an N._____ verkauftes Marihuana (Anklageziffer 4b). Ein ansehn-

licher Teil des Umsatzerlöses floss in die Taschen des Beschuldigten, wobei er 

mit den jeweiligen Mittätern grundsätzlich eine Gewinnbeteiligung von mindestens 

ca. einem Drittel (I._____ und K._____) bis zu zwei Fünfteln (J._____) vereinbart 

hatte. Dabei erfüllte er nicht bloss ein Qualifikationsmerkmal des schweren Falles 

der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, sondern mit der Ge-

werbs- und der Bandenmässigkeit gleich deren zwei. Die quantitative Vorausset-

zung der Gewerbsmässigkeit (Umsatz von Fr. 100'000.–; BGE 123 IV 116 E. 2c; 

BGE 116 IV 337; BGE 117 IV 63; BGE 122 IV 211 E. 2d) hat der Beschuldigte 

dabei mehrfach erfüllt. Dabei ist jedoch das im Vergleich zu den harten Drogen 

geringere Sucht- und Gefährdungspotential von Hanfkraut zu berücksichtigen 

(BGer 6S.231/2005 vom 21.09.2005). Nicht von Belang für die Strafzumessung ist 

jedoch – entgegen der Auffassung der Vorinstanz (Urk. 73 S. 50) –, dass der Be-

- 21 - 

schuldigte nicht offenlegte, woher er die Hanfstecklinge hatte. Insgesamt er-

schweren die vorgenannten Umstände sein Verschulden innerhalb des erwähnten 

Strafrahmens erheblich.  

 3.5.1.1. Der Beschuldigte war bei allen drei Plantagen als Hauptinitiant und 

Hauptgeldgeber tätig. Das Vorhaben unterstützte er nicht nur finanziell massge-

blich (z.B. Urk. 63 S. 16 f.), sondern auch aufgrund seiner einschlägigen Erfah-

rungen mit dem notwendigen Know-how, das für den Betrieb der Anlagen erfor-

derlich war. Er besorgte die Stecklinge, ohne je seinen Lieferanten preiszugeben. 

1128 Hanfstecklinge verkaufte er teils an N._____, teils an O._____ für deren 

eignen Aufbau weiter (Anklageziffer 4). Er hielt sich nach Möglichkeit im Hinter-

grund und schob insbesondere als nach aussen rechtsverbindlich auftretender 

Mieter der Anlageobjekte I._____ und J._____ F._____ vor, welchen er betreffend 

die Hanfplantage in K._____ dennoch bloss als "Reinigungskraft" bezeichnete 

(Urk. 10/11 S. 11). G._____ war Mieter der Anlage in K._____. Der Beschuldigte 

räumte selber ein, Anlagewart in K._____ gewesen zu sein und dort im Wesentli-

chen kontrolliert zu haben (Urk. 10/11 S. 9), was mit den jeweiligen Angaben der 

Mittäter korrespondiert, der Beschuldigte habe die Anlagen kontrolliert und be-

stimmt, wann was gemacht worden sei (Urk. 10/4 S. 10, S. 19, S. 24; Urk. 10/6 

S. 19, S. 22 f.; Urk. 23 S. 20 f.). Entgegen der Darstellung der Vorinstanz gebarte 

sich der Beschuldigte aber nicht wie ein Capo einer kleinen Organisation. Die Mit-

täter leisteten ihren Tatbeitrag freiwillig und wurden vom Beschuldigte nicht unter 

Druck gesetzt. Der Beschuldigte verfügte jedoch über das nötige Know-how, um 

die Hanfplantagen professionell zu bewirtschaften und spannte seine Mittäter ent-

sprechend ein. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung und dem entsprechenden 

Know-how hatte er aber eine entscheidende Rolle in der Bande inne. 

 3.5.1.2. Angesichts der dargelegten Vielzahl von Tathandlungen des Be-

schuldigten, des über den gesamten langen Deliktszeitraum an den Tag gelegten 

kriminellen Engagements, seiner Rolle und Stellung innerhalb der kleinen Bande, 

der produzierten und in den Umlauf und Verkauf gebrachten Menge Marihuana 

und des dadurch erzielten Umsatzes, kam die Vorinstanz zu Recht im zur Verfü-

gung stehenden Strafrahmen mit einer Mindeststrafe von 1 Jahr bis zu 20 Jahren 

- 22 - 

Freiheitsstrafe als Höchststrafe zu einer keineswegs mehr leichten objektiven 

Schwere der Tat (Urk. 73 S. 50). 

 3.5.2. Was die subjektive Tatschwere anbelangt, ist in die Verschuldensbe-

wertung mit einzubeziehen, dass der Beschuldigte im Tatzeitraum über eine gut- 

gehende eigene Firma verfügte, mithin keinerlei wirtschaftliche Probleme zu be-

klagen hatte. Ebenso wenig konsumierte er selber Drogen. Es wäre daher ein 

Leichtes für ihn gewesen, seinen Lebensunterhalt erfolgreich legal zu bestreiten. 

Er hat daher aus rein egoistischen, gewinnmaximierenden Motiven, m.a.W. aus 

schlichter Geldgier gehandelt, was auch in subjektiver Hinsicht verschuldenser-

höhend zu Buche schlägt. Das Vorbringen des Beschuldigten, Opfer seines Wis-

sens und seiner Hilfsbereitschaft geworden zu sein (Prot. II S. 12, 18), überzeugt 

nicht. Er profitierte als Mittäter von den inkriminierten Taten und erwirtschaftete 

dadurch selbst einen erheblichen Gewinn. Er handelte durchwegs mit direktem 

Vorsatz. Anhaltspunkte dafür, dass er im Deliktszeitraum in seiner Einsichts- 

und/oder Steuerungsfähigkeit eingeschränkt gewesen sein könnte, oder andere 

im Sinne von Art. 48 StGB strafmildernde Umstände, liegen nicht vor. 

 3.5.3. Die dargelegten Faktoren der subjektiven Tatschwere vermögen die 

objektive Schwere der Tat demzufolge nicht im Geringsten zu mindern. Das Ver-

schulden ist daher als insgesamt keineswegs mehr leicht zu taxieren. 

 3.5.4. Es erweist sich eine hypothetische Einsatzstrafe von 3 ½ Jahren Frei-

heitsstrafe als angemessen.  

 3.6. Bei der Würdigung der Täterkomponente kann die verschuldensange-

messene Strafe aufgrund von Umständen, die mit der Tat grundsätzlich nichts zu 

tun haben, erhöht oder herabgesetzt werden. Massgebend hierfür sind im We-

sentlichen täterbezogene Komponenten wie die persönlichen Verhältnisse, Vor-

strafen, Leumund und Nachtatverhalten, wie Geständnis, Einsicht, Reue etc. 

(HUG, in: DONATSCH/FLACHSMANN/HUG/WEDER, Kommentar zum StGB, 19. Auflage 

2013, N 14 ff. zu Art. 47 StGB). 

- 23 - 

 3.6.1. Der Beschuldigte wurde am tt. Juni 1970 in Zürich geboren und ist 

Bürger von …/SG. Seine Eltern leben noch. Der Vater war kaufmännischer Ange-

stellter. Die Mutter war im Verkauf tätig. Der Beschuldigte hat keine Geschwister, 

ist ledig und kinderlos. Nachdem er die Primar- und Realschule in … absolviert 

hatte, machte er eine Lehre als Automechaniker. Anschliessend arbeitete er an 

verschiedenen Stellen und besuchte berufsbegleitend eine Handelsschule, wel-

che er erfolgreich abschloss. In der Folge war er arbeitslos und bezog Arbeitslo-

sengelder. Im März 1999 gründete er die Firma P._____ GmbH, mit der er wäh-

rend der Dauer eines Jahres Duftsäcklein bzw. Marihuana mit einem THC-Gehalt 

von zwischen 2 % und 9 % vertrieb. Anschliessend arbeitete er auf seinem Beruf 

als Automechaniker in der im Jahre 2001 gegründeten eigenen Firma C._____ 

GmbH. Laut Steuererklärung wies er im Jahre 2010 ein Einkommen von 

Fr. 125'746.– auf, was sich mit seinen Angaben deckt, wonach er aus dem Be-

trieb eines Limousinenservice und der C._____ GmbH monatlich Fr. 10'000.– 

verdiene. Ausserdem deklarierte er ein Vermögen von Fr. 145'675 und im Jahre 

2008 ein solches von Fr. 74'546.–. Gemäss Steuerberechnung 2011 verfügte der 

Beschuldigte im Jahre 2011 dann über ein Vermögen von Fr. 212'000.–. Zur Zeit 

des vorinstanzlichen Urteils verfügte er über ein monatliches Nettoeinkommen 

von Fr. 10'368.65. Als Vermögen gab er Fr. 728'255.– und Fr. 107'543.– Schulden 

an (Urk. 4/18/7; Urk. 58/6/3; Urk. 58/1-12; Urk. 63 S. 2 ff.). 

 3.6.2. Gemäss seinen Angaben im Berufungsverfahren betreibt der Be-

schuldigte nach wie vor seine eigene Firma. Sein Jahreseinkommen betrage etwa 

Fr. 90'000.– netto (Prot. II S. 9). 

 3.6.3. Aus den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Be-

schuldigten gehen keine Umstände hervor, aus denen sich zusätzliche, straf-

massrelevante Faktoren ableiten lassen. 

 3.6.4. Der Beschuldigte weist mittlerweile noch einen einschlägigen Eintrag 

im aktuellen Strafregisterauszug auf (Urk. 95). Im Zeitpunkt der erstinstanzlichen 

Urteilsfällung waren es hingegen noch zwei (Urk. 73 S. 53; Urk. 54). 

- 24 - 

 3.6.4.1. Der Eintrag betreffend das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 

26. Januar 2005 wegen Vergehens gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde 

zwischenzeitlich entfernt und ist bei der Strafzumessung nicht mehr mit zu be-

rücksichtigen (Art. 369 Abs. 1 lit. c StGB). Mit Urteil des Obergerichts des Kantons 

Zürich, I. Strafkammer, vom 10. Januar 2008 wurde er wegen Verbrechens gegen 

das Betäubungsmittelgesetz mit einer Zusatzstrafe von 10 Monaten Freiheitsstra-

fe zum vorerwähnten Urteil bestraft, wobei der Vollzug aufgeschoben und eine 

Probezeit von 2 Jahren festgesetzt wurde. Der damalige Deliktszeitraum erstreck-

te sich vom 21. Juni 2002 bis 20. September 2003. Diese Vorstrafe liegt im Lichte 

von Art. 369 Abs. 1 StGB zwar bereits geraume Zeit zurück, da sich der ständige 

Verstoss des Beschuldigten gegen das Betäubungsmittelgesetz wie ein roter Fa-

den durch seine jüngere Vergangenheit zieht, ist ihm diese entgegenzuhalten 

(WIPRÄCHTIGER/KELLER, in: Basler Kommentar Strafrecht I, 3. Auflage 2013, 

N 133 ff. zu Art. 47 StGB). 

 3.6.4.2. Erschwerend kommt hinzu, dass der Beschuldigte die im vorliegen-

den Verfahren beurteilten Tathandlungen (Tatzeitraum von ca. 2007 bis 2. August 

2012, vgl. vorstehend, Erw. III.3.5.1.) teilweise während laufendem früheren 

Strafverfahren und laufender Probezeit unbeeindruckt, unbeirrt und dreist weiter 

beging. Dass er dies in der Folge auch im vollsten Bewusstsein um die Strafbar-

keit seines Tuns und seiner Vorstrafen tat (vgl. seine Aussage in Urk. 10/11 S. 8), 

zeugt weder von Einsicht noch davon, dass er seine Lehren aus den einschlägi-

gen Verfahren gezogen haben könnte. Dies führt zu einer empfindlichen Strafer-

höhung (Urk. 73 S. 53; BGE 134 IV 241 E. 4.3 a; vgl. WIPRÄCHTIGER/KELLER, 

a.a.O., N 136 f. zu Art. 47 StGB).  

 3.6.4.3. Die durch die Vorderrichter vorgenommene Straferhöhung um 18.5 

Monate erscheint – trotz der damals noch zwei eingetragenen einschlägigen Vor-

strafen – als eindeutig zu hoch. Die aufgeführten, sich aus der Täterkomponente 

ergebenen Straferhöhungsgründe lassen eine Erhöhung der hypothetischen Ein-

satzstrafe um 10 Monate als angezeigt erscheinen.  

 3.6.5. Beim Nachtatverhalten ist dem Verhalten des Täters nach der Tat und 

im Strafverfahren Rechnung zu tragen. Ein Geständnis, das kooperative Verhal-

- 25 - 

ten eines Täters bei der Aufklärung von Straftaten sowie die Einsicht und Reue 

wirken strafmindernd. Dabei können umfangreiche und prozessentscheidende 

Geständnisse eine Strafreduktion von bis zu einem Drittel bewirken 

(BGE 121 IV 202 E. 2d/cc). Der Grad der Strafminderung hängt aber insbesonde-

re davon ab, in welchem Stadium des Verfahrens das Geständnis erfolgte. Ein 

Verzicht auf Strafminderung ist zulässig, wenn das Geständnis die Strafverfol-

gung nicht erleichtert hat, namentlich weil der Täter nur aufgrund einer erdrü-

ckenden Beweislage oder gar erst nach Ausfällung des erstinstanzlichen Urteils 

geständig geworden ist (Urteil des Bundesgerichts 6B_558/2011 vom 21. Novem-

ber 2011 E. 2.3). Die bundesgerichtliche Praxis zeigt, dass nur ein ausgespro-

chen positives Nachtatverhalten zu einer maximalen Strafreduktion von einem 

Drittel führen kann. Zu einem solchen gehört ein umfassendes Geständnis von al-

lem Anfang an und aus eigenem Antrieb, also nicht erst auf konkrete Vorwürfe hin 

oder nach Vorlage entsprechender Beweise. Ferner gehört kooperatives Verhal-

ten in der Untersuchung dazu, wozu gehört, dass beispielsweise aufgrund des 

Verhaltens eines Beschuldigten weitere Delikte aufgeklärt oder Mittäter zur Re-

chenschaft gezogen werden können, was ohne sein kooperatives Mitwirken nicht 

möglich gewesen wäre. Schliesslich gehört Einsicht ins Unrecht der Tat und Reue 

dazu. Nur wenn all diese Faktoren erfüllt sind, kann eine Strafreduktion von einem 

Drittel erfolgen. Fehlen einzelne Elemente, ist die Strafe entsprechend weniger 

stark zu mindern (WIPRÄCHTIGER/KELLER, a.a.O., N 169 ff. zu Art. 47 StGB; 

TRECHSEL/AFFOLTER-EIJSTEN, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskom-

mentar, 2. Auflage 2013, N 22 und N 24 zu Art. 47 StGB). 

 3.6.5.1. Bei der Würdigung des Aussageverhaltens des Beschuldigten hiel-

ten die Vorderrichter dafür, dass der Beschuldigte sich teilgeständig gezeigt habe, 

was ihm strafmindernd anzurechnen sei. Obwohl sie zurecht darauf hinwiesen, 

dass der Beschuldigte lange Zeit die Aussage verweigerte, sich wenig kooperativ 

zeigte und seine Zugeständnisse erst aufgrund der belastenden Aussagen der 

Mittäter zustande kamen. Obwohl bei ihm keine Einsicht und Reue ins Unrecht 

der Delikte festgestellt werden könne, gewährten sie ihm dennoch eine Strafre-

duktion von insgesamt "höchstens einem Fünftel" (Urk. 73 S. 53 f.).  

- 26 - 

 3.6.5.2. Nachdem der Beschuldigte den Anklagesachverhalt erst aufgrund 

der erdrückenden Beweislage und nur dem Grundsatze nach anerkannte, die 

Mengenangaben, die Umsatzzahlen und den erzielten Erlös auch im Berufungs-

verfahren nach wie vor teilweise bestreitet und beispielsweise auch seinen Liefe-

ranten der Hanfstecklinge nicht preisgab (vgl. vorstehend, Erw. II.6.2.1.), sind sei-

ne Zugeständnisse weit entfernt von einem umfangreichen, prozessentscheiden-

den Geständnis und von kooperativem Mitwirken. Auch Reue und Einsicht lassen 

sich nicht erkennen. Er sieht sich nach wie vor selbst als Opfer seines Wissens 

und seiner Hilfsbereitschaft. Es erweist sich daher eine Strafreduktion in der 

Grössenordnung von ca. einem Sechstel auf 3 ¾ Jahre Freiheitsstrafe als ange-

messen. 

 3.6.5.3. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kommt die Strafemp-

findlichkeit als strafmindernden Strafzumessungsfaktor nur in Betracht, wenn eine 

Abweichung vom Grundsatz einer einheitlichen Leidempfindlichkeit geboten ist, 

wie etwa bei Gehirnverletzten, Schwerkranken, unter Haftpsychosen Leidenden 

oder Gehörlosen (BGE 6S.703/1995 vom 26. März 1996; WIPRÄCHTIGER/KELLER, 

a.a.O., N 150 ff. zu Art. 47 StGB; BGer 6B_572/2010 vom 18.11.2010 E. 4.5). Ein 

Strafvollzug ist für jede in ein familiäres und berufliches Umfeld eingebettete Per-

son mit einer gewissen Härte verbunden. Dies ist die unmittelbare gesetzmässige 

Folge einer jeden Sanktion und darf daher nur bei aussergewöhnlichen Umstän-

den strafmindernd berücksichtigt werden (BGer 6B_470/2009 vom 23.11.2010,  

E. 2.5). Der Beschuldigte hat weder Kinder noch ist er verheiratet (Prot. II S. 9 f.). 

Zwar ist er im Handelsregister als einziger Gesellschafter und Geschäftsführer mit 

Einzelunterschrift der C._____ GmbH eingetragen und erledigt gemäss seinen ei-

genen Angaben sämtliche Arbeiten ohne Angestellte (Prot. II S. 9). Eine strafzu-

messungsrelevante Strafempfindlichkeit des Beschuldigten aufgrund seiner selb-

ständigen Erwerbstätigkeit liegt jedoch nicht vor.  

 3.7. Bei Freiheitstrafen von über 3 Jahren entfällt die Möglichkeit des be-

dingten oder teilbedingten Strafvollzuges (Art. 42 StGB; Art. 43 Abs. 1 StGB). 

 3.8. Die Vorinstanz hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprochen und 

zusätzlich zur unbedingten Freiheitsstrafe von 4 Jahren eine unbedingte Verbin-

- 27 - 

dungsgeldstrafe von 270 Tagessätzen ausgefällt. Eine nähere Begründung dieser 

weiteren, unbedingten Sanktion ergibt sich weder aus dem Plädoyer der Anklage-

behörde noch aus den vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 93 S. 6 f.; Urk. 64 

S. 11 f.; Urk. 73 S. 54). Zwar ist eine solche Kombination von Freiheits- und Geld-

strafe bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 

möglich, vorliegend erweist sich eine solche indessen als insgesamt nicht mehr 

schuldangemessen, weshalb davon abzusehen ist. Dem Grundsatz, dass sich 

strafbares Verhalten auch wirtschaftlich nicht lohnen darf, ist bei der nachfolgen-

den Beurteilung der Ersatzforderung Rechnung zu tragen. 

 3.9. Auf den Widerruf des mit Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des 

Kantons Zürich vom 10. Januar 2008 angeordneten bedingten Vollzugs der Vor-

strafe von 10 Monaten Freiheitsstrafe wurde im vorinstanzlichen Urteil infolge Zei-

tablaufs zurecht verzichtet (Art. 46 Abs. 5 StGB; Urk. 73 S. 57 f.). 

 4. Die Vorinstanz hat sich mit zutreffender Begründung sowie unter Hinweis 

auf BGE 135 IV 191 E. 3.3 und die dort aufgeführten Beurteilungskriterien zum 

Vergleich der beim Beschuldigten ausgefällten Strafe mit jenen der Mittäter ge-

äussert (Urk. 73 S. 55 f.). Es kann vorab darauf verwiesen werden. 

 4.1. Die beim Beschuldigten ausgesprochene Strafe erscheint auch im Ver-

hältnis zur Bestrafung der Mittäter als angemessen, zumal er über eine einschlä-

gige Vorstrafe verfügt, während laufendem Verfahren und laufender Probezeit 

unbeeindruckt weiter delinquierte, eine bedeutende Rolle in der Band innehatte 

und mit entsprechendem Know-how beteiligt war. Überdies war er als einziger bei 

allen drei Hanfplantagen massgeblich involviert und legte lediglich ein Teilge-

ständnis ab (vgl. vorstehend, Erw. III.3.5.1.1.). 

 4.2. Die beiden Mittäter F._____ und G._____ wurden mit Urteil der 10. Ab-

teilung des Bezirksgerichts Zürich vom 17. Mai 2013 im abgekürzten Verfahren zu 

bedingten Freiheitsstrafen von 18 bzw. 15 Monaten verurteilt. H._____ wurde mit 

Urteil der 7. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 13. Juni 2013 auch im ab-

gekürzten Verfahren zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt. 

D._____ war wie der Beschuldigte ebenfalls lediglich teilgeständig, jedoch bei der 

- 28 - 

Plantage in J._____ nicht beteiligt und überdies nicht vorbestraft (Urk. 63 S. 13). 

Er wurde mit Urteil der 2. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 1. Oktober 

2013 zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 24 Monaten verurteilt (Urk. 46/2-6; 

DG180085; DG180087; DG130117; Urk. 73 S. 56). 

 4.3. Die Durchführung des abgekürzten Verfahrens setzt u.a. ein vollum-

fängliches Geständnis voraus (Art. 358 StPO). Auch dies erklärt, weshalb die drei 

Mittäter F._____, G._____ und H._____ erheblich milder bestraft wurden als der 

Beschuldigte und der Mitbeschuldigte E._____, nachdem ein ausgesprochen po-

sitives Nachtatverhalten mit einem vollumfänglichen Geständnis zu einer maxima-

len Strafreduktion von bis zu einem Drittel führen kann (vgl. vorstehend, 

Erw. III.3.6.5.). 

 5. Somit ist der Beschuldigte mit 3 ¾ Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen. 

Der Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 120 Tagen steht nichts 

entgegen (Art. 51 StGB). 

IV. Ersatzforderung 

 1. Der Beschuldigte wurde im Urteil der Vorinstanz verpflichtet, dem Staat 

Fr. 380'000.– als Ersatzforderung für unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil 

abzuliefern. 

 1.1. Er wäre bereit, eine Ersatzforderung von Fr. 68'400.– zu entrichten 

(Urk. 91 S. 2 und 8). Die Vorinstanz habe bei ihrer Berechnung zu Unrecht das 

Nettoprinzip angewandt und die hohen Investitions- und Betriebskosten bei In-

door-Hanfanlagen völlig unberücksichtigt gelassen. Sie habe den Beschuldigten 

mit der Anordnung dieser Ersatzforderung bestraft, da er sich sein Vermögen 

vorwiegend mit legaler Arbeitstätigkeit angespart habe. Sie habe das Bruttoprinzip 

uneingeschränkt angewandt, da beim Beschuldigten erhebliche Vermögenswerte 

beschlagnahmt worden seien. Die Anordnung widerspreche krass den Urteilen 

gegen die Mitbeschuldigten (Urk. 65 S. 21 ff., S. 25; Urk. 74 S. 4 f.; Urk. 91 S. 8). 

- 29 - 

 1.2. Die Staatsanwaltschaft beantragt wie vor Vorinstanz eine Ersatzforde-

rung von Fr. 600'000.– und legt ihrem Antrag den Verkauf von rund 130 Kg Mari-

huana und 1128 Hanfstecklingen durch den Beschuldigten sowie einen dadurch 

erzielten unrechtmässigen Vermögensvorteil von rund Fr. 823'000.– zu Grunde 

(Urk. 64 S. 1 und 13 ff.; Urk. 77 S. 2; Urk. 93 S. 2 und 8 ff.). 

 1.3. Wie bereits dargelegt, sind die von der Staatsanwaltschaft dem Be-

schuldigten in der Anklageschrift zur Last gelegten und im vorinstanzlichen Plä-

doyer der Anklagebehörde nochmals aufgelisteten Mengenangaben (Urk. 41 

S. 3 – 10; Urk. 64 S. 13) allesamt erstellt (vorstehend, Erw. II.6.3.). 

 2. Das Gericht verfügt die Einziehung von Vermögenswerten, die durch eine 

Straftat erlangt worden sind oder dazu bestimmt waren, eine Straftat zu veranlas-

sen oder zu belohnen, sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des 

rechtmässigen Zustandes ausgehändigt werden (Art. 70 Abs. 1 StGB). Das Recht 

zur Einziehung verjährt nach sieben Jahren; ist jedoch die Verfolgung der Straftat 

einer längeren Verjährungsfrist unterworfen, so findet diese Frist auch auf die 

Einziehung Anwendung (Art. 70 Abs. 3 StGB). Lässt sich der Umfang der einzu-

ziehenden Vermögenswerte nicht oder nur mit unverhältnismässigem Aufwand 

ermitteln, so kann das Gericht diesen schätzen (Art. 70 Abs. 5 StGB). Sind die der 

Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht mehr vorhanden, so erkennt 

das Gericht auf eine Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe (Art. 71 Abs. 1 

StGB). Das Gericht kann von einer Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, 

wenn diese voraussichtlich uneinbringlich wäre oder die Wiedereingliederung des 

Betroffenen ernstlich behindern würde (Art. 71 Abs. 2 StGB; Urteil des Bundesge-

richts 6B_430/2012 vom 8. Juli 2013, E. 3). 

 2.1. Im angefochtenen Urteil wurden die beim Beschuldigten und seiner Fir-

ma C._____ GmbH sichergestellten Vermögenswerte, an denen er wirtschaftlich 

berechtigt ist, aufgelistet und unter Hinweis auf die in seinen beiden früheren 

Strafverfahren deklarierten Vermögenswerte und deren seither eingetretene, auf-

fallende, äusserst markante Zunahme zutreffend erwogen, dies würde den Ver-

dacht einer illegalen Herkunft nahelegen, da die Bilanzen seiner Firma diese Zu-

nahme nicht plausibel erkläre. Letztlich könnten die Vermögenswerte auf den 

- 30 - 

Bankkonten indessen nicht direkt in einen genügend sicheren Zusammenhang mit 

Umsätzen aus den Marihuanageschäften oder einer anderen illegalen Aktivität 

gebracht werden, weshalb eine Einziehung gestützt auf Art. 70 StGB nicht in Fra-

ge komme. Auch darauf kann vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 73 S. 59 f.). 

 2.2. In Bezug auf die unversteuerte, in einem Banksafe bei der B._____ Fili-

ale … sichergestellte Barschaft des Beschuldigten von 500 x Fr. 1'000.– erwogen 

die Vorderrichter ebenfalls überzeugend, die Umstände deuteten in die Richtung 

einer illegalen Herkunft. Nachdem dessen Vater zu keinem Zeitpunkt des Verfah-

rens Anspruch auf den Inhalt des Banksafes und die darin enthaltenen 

Fr. 500'000.– erhoben habe, sei die Angabe des Beschuldigten, wonach ein Teil 

dieses Geldes seinem Vater gehöre, nicht glaubhaft. Nachdem der Beschuldigte 

überdies auch an der vorinstanzlichen Hauptverhandlung nicht geltend gemacht 

habe, dass dieses Geld von der C._____ GmbH stamme, sei es unzweifelhaft ihm 

alleine zuzuordnen, und es handle sich wohl massgeblich um die Erlöse aus dem 

Handel mit Marihuana. Letztlich musste aber auch die Vorinstanz offen lassen, in 

welchem Verhältnis mögliche legale und illegale Anteile stehen könnten. Dem ist 

nichts beizufügen. Auch auf diese zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz ist 

vollumfänglich zu verweisen (Urk. 73 S. 65 f.). 

 2.3. Ihrer Berechnung der Ersatzforderung gemäss Art. 71 Abs. 1 StGB ha-

ben die Vorderrichter den durch den Beschuldigten beim Umgang mit Marihuana 

erzielten Bruttoumsatzanteil von rund Fr. 394'500.– zu Grunde gelegt (vgl. Urk. 73 

S. 42 f. und S. 66): 

"Anklageziffer 1 L._____-Strasse … in I._____:   

50.025 Kilogramm Ernte, Gesamtumsatz Fr. 297'600.–  

Umsatzanteil Beschuldigter: Fr. 153'600.– 

Anklageziffer 2 M._____-Str. … in K._____:  

36 Kilogramm, Gesamtumsatz Fr. 198'000.–  

Umsatzanteil Beschuldigter: Fr. 66'000.– 

- 31 - 

Anklageziffer 3 Q._____-Str. … in J._____:  

32 Kilogramm, Gesamtumsatz Fr. 198'000.–  

Umsatzanteil Beschuldigter: Fr. 84'000.– 

Anklageziffer 4 a) Übergaben an F._____:   

(Umsatz enthalten in Anklageziffern 1-3) 

Anklageziffer 4 b) Übergaben an N._____:   

Erhöhung Umsatzanteil des Beschuldigten um Fr. 84'000.– und 

Fr. 4'800.– für die Hanfstecklinge 

Anklageziffer 4 c) Übergaben an O._____:   

Erhöhung Umsatzanteil des Beschuldigten um Fr. 2'197.60." 

Gesamtertrag:   118 Kg Marihuana (50 Kg + 36 Kg + 32 Kg) 

Gesamtumsatz:   Fr. 784'597.60 (= Fr. 297'600.– + Fr. 198'000.– + 

Fr. 198'000.– + Fr. 84'000.– + Fr. 4'800.– + 

Fr. 2'197.60) 

Sein Bruttoumsatzanteil: Fr. 394'597.60 (= Fr. 153'600.– + Fr. 66'000.– + 

Fr. 84'000.– + Fr. 84'000.– + Fr. 4'800.– + 

Fr. 2'197.60). 

 2.4. Bei der Berechnung der Ersatzforderung ist grundsätzlich das Brut-

toprinzip anzuwenden, zumal der aufgeführte Umsatz vorliegend nicht bloss mit 

Übertretungen, sondern mit einem Verbrechen gegen das Betäubungsmittelge-

setz erzielt wurde (vgl. auch BAUMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Auf-

lage 2013, N 34 zu Art. 70/71 StGB). 

 2.4.1. Die Berechnung im angefochtenen Urteil ist nachvollziehbar und kor-

rekt. Einzig aus dem der Anklage zu Grunde liegenden Sachverhalt ergibt sich, 

dass die Anklagebehörde die von der Vorinstanz berücksichtigten Umsatzzahlen 

nicht bei allen drei Hanfplantagen auf die selbe Weise berechnete. Bei der Hanf-

plantage in I._____ ist ein Umsatz von Fr. 300'000.– aufgeführt, ohne dass Infra-

struktur-, Betriebs- oder Mietkosten in Abzug gebracht worden wären (Urk. 41 

- 32 - 

S. 4), was der Anwendung des reinen Bruttoprinzips entspricht, während bei der 

Hanfplantage in K._____ ein Umsatz von mindestens ca. Fr. 240'000.– aufgeführt 

wurde "(nach Abzug der ca. Fr. 50'000.– Infrastruktur-, Betriebs- bzw. Mietkosten 

von ca. Fr. 54'000.–)" (Urk. 41 S. 6) und bei der Hanfplantage in J._____ eben-

falls Betriebskosten von Fr. 3'000.– pro Kg Marihuana in Abzug gebracht worden 

waren (Urk. 41 S. 8), was einem gemässigteren Bruttoprinzip gleichkommt. Für 

diese uneinheitliche Berechnungsmethode wurden weder sachliche Gründe dar-

gelegt noch sind solche ersichtlich. 

 2.4.2. Konsequenterweise sind die Umsatzzahlen mit einheitlicher Methode 

zu berechnen. Beim Umsatz der Hanfplantage in I._____ sind daher ebenfalls 

vorab noch Infrastruktur-, Betriebs- bzw. Mietkosten in der Grössenordnung von 

ca. Fr. 100'000.–, was in etwa einem Drittel des dortigen Gesamtumsatzes ent-

spricht, in Abzug zu bringen. Entsprechend ist auch der Umsatzanteil des Be-

schuldigten für die Plantage in I._____ um ca. einen Drittel von Fr. 153'600.– auf 

Fr. 100'000.– zu reduzieren (vgl. vorstehend, Erw. IV.2.3., betr. Anklageziffer 1). 

Es resultiert ein Umsatzanteil des Beschuldigten von insgesamt rund 

Fr. 340'900.– (Fr. 394'500.– - Fr. 53'600.–). Die von der Vorinstanz festgesetzte 

Ersatzforderung ist daher entsprechend zu reduzieren und auf Fr. 340'000.– fest-

zulegen. 

 2.4.3. Weitere Abzüge sind angesichts der grundsätzlichen Anwendbarkeit 

des (gemässigten) Bruttoprinzips sowie aus Verhältnismässigkeitsgründen nicht 

angezeigt, zumal der Beschuldigte aus rein gewinnmaximierenden Motiven han-

delte (vorstehend, Erw. III.3.5.2.) und die Ersatzforderung von Fr. 340'000.– auch 

angesichts der sichergestellten Vermögenswerte weder uneinbringlich ist noch die 

Wiedereingliederung des Beschuldigten ernstlich zu behindern vermag (Art. 71 

Abs. 2 StGB; vgl. BAUMANN, a.a.O., N 34 zu Art. 70/71 StGB). 

 2.4.4. Somit ist der Beschuldigte zu verpflichten, dem Staat Fr. 340'000.– als 

Ersatzforderung für unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil abzuliefern. 

 2.5. Dass in den Verfahren gegen G._____ und F._____ (mit je Fr. 10'000.–) 

und gegen H._____ (mit Fr. 38'000.–) markant tiefere Ersatzforderungen verhängt 

- 33 - 

wurden, widerspricht der Anordnung beim Beschuldigten entgegen der Auffas-

sung der Verteidigung nicht (Urk. 65 S. 22; Urk. 77 S. 2). F._____ hatte stets 

Schulden beim Beschuldigten. G._____ war ausschliesslich an der Hanfplantage 

in K._____ beteiligt und H._____ ausschliesslich an jener in J._____, während der 

Beschuldigte seit ca. 2007 bis anfangs August 2012 stetig seinen Hanfgeschäften 

nachging. 

V. Beschlagnahme 

 1. Im angefochtenen Urteil wurde die mit den Verfügungen der Staatsan-

waltschaft Zürich-Sihl vom 11. September 2012 und vom 18. September 2012 be-

schlagnahmte Barschaft von Fr. 508'300.– (Urk. 26/4; Urk. 26/6) zur Deckung der 

Ersatzforderung und Verfahrenskosten (inkl. Kosten der zeitweiligen amtlichen 

Verteidigung) herangezogen, ohne dies näher zu begründen (Urk. 73 S. 66 

und S. 70, Dispositivziffer 6.). Der Beschuldigte liess die Aufhebung der gesperr-

ten B._____-Konten beantragen (Urk. 91 S. 2; Urk. 74 S. 2). Die Staatsanwalt-

schaft beantragte ihrerseits, die gesperrten Konten zur teilweisen Deckung der 

Geldstrafe, Ersatzforderung und Verfahrenskosten zu verwenden. Ein allfälliger 

Überschuss sei dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft herauszugeben 

und die bestehenden Kontosperren seien aufzuheben (Urk. 93 S. 2). 

 2. Gemäss Art. 263 StPO können Gegenstände und Vermögenswerte einer 

beschuldigten Person oder einer Drittperson beschlagnahmt werden, wenn die 

Gegenstände und Vermögenswerte voraussichtlich zur Sicherstellung von Verfah-

renskosten, Geldstrafen, Bussen und Entschädigungen gebraucht werden (Abs. 1 

lit. b). Bei Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO handelt es sich um die sog. Deckungsbe-

schlagnahme, welche in Art. 268 StPO näher geregelt ist (HEIMGARTNER, in: 

Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Auflage 2014, N 8 f. zu 

Art. 263 StPO). Ferner kann die Untersuchungsbehörde im Hinblick auf die 

Durchsetzung der Ersatzforderung Vermögenswerte des Betroffenen mit Be-

schlag belegen (Art. 71 Abs. 3 1. Satz StGB). Dabei kann es sich auch um Ver-

mögenswerte handeln, welche keinerlei Beziehung zur Straftat aufweisen. Die 

Beschlagnahme hat sich aber auf Vermögenswerte desjenigen zu beschränken, 

- 34 - 

gegen den sich die Ersatzforderung richtet (BAUMANN, a.a.O., N 69 zu Art. 70/71 

StGB). Über beschlagnahmte Gegenstände und Vermögenswerte ist bei Ab-

schluss des Verfahrens zu entscheiden (Art. 267 Abs. 3 StPO). 

 3. Vom Vermögen der beschuldigten Person kann so viel beschlagnahmt 

werden, als voraussichtlich nötig ist zur Deckung der Verfahrenskosten und Ent-

schädigungen sowie der Geldstrafen und Bussen (Art. 268 Abs. 1 StPO). Die De-

ckungsbeschlagnahme verfolgt in der Regel die Sicherstellung eventueller Verfah-

renskosten, mithin einen fiskalischen Zweck. Art. 268 StPO bezieht sich auf Ver-

mögenswerte, die nicht in mutmasslichem Zusammenhang mit der inkriminierten 

Tat stehen. Solche Werte kommen ansonsten auch für eine Ersatzforderungsbe-

schlagnahme gemäss Art. 71 Abs. 3 StGB in Betracht (HEIMGARTNER, a.a.O., 

N 1 ff. zu Art. 268 StPO). 

 3.1. Da die beschlagnahmte Barschaft des Beschuldigten von Fr. 508'300.– 

sowohl zur Deckung der gesamten Verfahrenskosten als auch der Ersatzforde-

rung von Fr. 340'000.– ausreichen wird und keine zusätzliche Geldstrafe gegen 

ihn zu verhängen ist, ist die vorinstanzliche Freigabe zu bestätigen. 

 3.2. Da die beschlagnahmte Barschaft dem Beschuldigten alleine gehört und 

letztlich nicht eruierbar ist, in welchem Verhältnis mögliche legale und allfällige il-

legale Anteile stehen könnten (vgl. vorstehend, Erw. IV.2.2.), ist die vorinstanzli-

che Anordnung nicht zu beanstanden. Nachdem im vorinstanzlichen Urteil Konto-

sperren über Vermögenswerte des Beschuldigten und seiner Firma C._____ 

GmbH von insgesamt über Fr. 400'000.– per Eintritt der Rechtskraft aufgehoben 

wurden (Urk. 73 S. 69, Dispositivziffer 5.) und dies vorliegend zu bestätigen ist, 

der Beschuldigte überdies über regelmässige Erwerbseinkünfte von ca. 

Fr. 10'000.– pro Monat verfügt und die vorliegende Deckungs- resp. Ersatzforde-

rungsbeschlagnahme im Sinne von Art. 263 Abs. 1 lit. b StPO in Verbindung mit 

Art. 268 Abs. 1 StPO, bzw. gemäss Art. 71 Abs. 3 StGB über Fr. 508'300.– auch 

in Bezug auf den Umfang der Ersatzforderung und den voraussichtlich zu erwar-

tenden Verfahrenskosten und deren Sicherung als angemessen erscheint, hält 

diese Anordnung auch Verhältnismässigkeitsüberlegungen stand (vgl. HEIM-

GARTNER, a.a.O., N 6a und N 9 zu Art. 268 StPO). 

- 35 - 

 5. Somit ist die mit den Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 

11. September 2012 und vom 18. September 2012 beschlagnahmte Barschaft 

von Fr. 508'300.– (teilweise) zur Deckung der dem Beschuldigten auferlegten 

Verfahrenskosten (inkl. Kosten der zeitweiligen amtlichen Verteidigung) zu ver-

wenden. Hinsichtlich des verbleibenden Überschusses ist die Beschlagnahme zur 

Sicherung der dem Beschuldigten auferlegten Ersatzforderung bis zur vollständi-

gen Bezahlung derselben bzw. bis in einem allfälligen Zwangsvollstreckungsver-

fahren das zuständige Betreibungsamt in der Betreibung über die Anordnung von 

Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 98 ff. SchKG entschieden hat, aufrechtzu-

erhalten. Ein allfälliger Überschuss wird dem Beschuldigten alsdann herauszuge-

ben sein. 

VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

 1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massga-

be ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).  

 2. Der Beschuldigte unterliegt mit seinen Anträgen grösstenteils, einzig die 

Ersatzforderung wurde betragsmässig leicht reduziert und von der Ausfällung ei-

ner zusätzlichen Geldstrafe wurde abgesehen. Demgegenüber unterliegt die 

Staatsanwaltschaft mit den Anträgen ihrer Anschlussberufung vollumfänglich, was 

bei der Kostenauflage ebenfalls zu berücksichtigen ist. Es rechtfertigt sich insge-

samt, dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens zu drei Vierteln 

aufzuerlegen und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse zu nehmen. 

 3. Die dem Beschuldigten auferlegten Kosten sind aus der bei der Bezirks-

gerichtskasse Zürich hinterlegten und zur Kostendeckung herangezogenen Bar-

schaft von Fr. 508'300.– zu beziehen (Urk. 26/7). 

 4. Dem Beschuldigten ist die Aufwendungen der Verteidigung ausgangsge-

mäss eine reduzierte Prozessentschädigung zuzusprechen (Art. 436 Abs. 1 StPO 

in Verbindung mit Art. 429 Abs. 1 StPO). Mangels eingereichter Honorarnote ist 

der Aufwand für die Verteidigung des Beschuldigten durch das Gericht zu bezif-

fern. Der geschätzte Aufwand für die beiden am Verfahren beteiligten Rechtsan-

- 36 - 

wälte lic. iur. X2._____ und lic. iur. X1._____ ist mit Fr. 10'000.– zu veranschlagen 

(§ 18 AnwGebV). Dem Beschuldigten ist eine reduzierte Prozessentschädigung 

von Fr. 2'500.– zuzusprechen. 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, 

vom 1. Oktober 2013 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 4 

(Einziehung und Vernichtung der sichergestellten Betäubungsmittel und -

utensilien), 5 teilweise, 1. und 2. Lemma (Aufhebung der Kontosperren nach 

Eintritt der Rechtskraft) und 7 – 8 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwach-

sen ist. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 ¾ Jahren Freiheitsstrafe, wovon 120 

Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

2. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat Fr. 340'000.– als 

Ersatzforderung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil 

abzuliefern. 

3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 10. August 2012 

angeordneten Sperren über die folgenden Konten  

- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber A._____, Konto-Nr. …, Saldo per 

27. Februar 2013, Fr. 100'905.86,  

- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber A._____, Konto-Nr. …, Saldo per 

27. Februar 2013, Fr. 2'140.90,  

- 37 - 

- B._____ AG, Kunden-Nr. …, Inhaber D._____, Depot-Nr. …, Saldo per 

27. Februar 2013, Fr. 201‘619.– (Begünstigter: A._____), 

werden mit Wirkung ab Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils aufgeho-

ben. 

4. Die mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. und 

18. September 2012 beschlagnahmte und auf einem auf die Prozessnr. … 

lautenden Konto bei der Bezirksgerichtskasse Zürich hinterlegte Barschaft in 

der Höhe von Fr. 508'300.– wird samt allfälligen seither darauf angefallenen 

Erträgen zur Kostendeckung herangezogen. Im Umfang eines allfälligen 

Überschusses bleibt die Beschlagnahme aufrechterhalten zur Sicherung der 

Ersatzforderung bis zu deren vollständigen Bezahlung bzw. bis in einem 

allfälligen Zwangsvollstreckungsverfahren über die Anordnung von 

Sicherungsmassnahmen gemäss Art. 98 ff. SchKG entschieden wurde. 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'000.–.  

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu drei 

Vierteln auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen. 

7. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 2'500.– für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse 

zugesprochen. 

Das Verrechnungsrecht des Staates bleibt vorbehalten. 

8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

− das Bundesamt für Polizei 

- 38 - 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälli-

ger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 

− das Bundesamt für Justiz (gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die 
Teilung eingezogener Vermögenswerte [TEVG]) 

− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich betr. TEVG 
− die Obergerichtskasse betr. TEVG 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

− das Steueramt des Kantons Zürich, Amtsstelle Finanzdirektion, z.Hd. 
von Herrn lic. iur. R._____; 

− das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- 
und Vollzugsdienste, mit Vermerk der Rechtskraft; unter Beilage der 
Formulare "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-
Materials"; 

− die B._____ AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Ziffer 3 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

- 39 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 14. April 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter Dr. Bussmann 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Hässig 
 

 

	Urteil vom 14. April 2015
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig des Verbrechens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. c sowie lit. d BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. b und lit. c BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit vier Jahren Freiheitsstrafe (wovon 120 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen zu Fr. 220.–.
	3. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat Fr. 380'000.– als Ersatzforderung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil abzuliefern.
	4. Die sichergestellten und bei der Stadtpolizei Zürich unter den BM-Lager-Nummern … und … lagernden Betäubungsmittel und Betäubungsmittelutensilien (…, … sowie …) werden eingezogen und der Lagerbehörde (Stadtpolizei Zürich, …) zur Vernichtung überlas...
	5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 10. August 2012 angeordneten Sperren über die folgenden Konti
	werden nach Rechtskraft des Urteils aufgehoben.
	6. Die mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. September 2012 und vom 18. September 2012 beschlagnahmte Barschaft von Fr. 508'300.– wird zur Deckung der Geldstrafe, Ersatzforderung und Verfahrenskosten (inkl. Kosten der zeitweiligen...
	7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliesslich derjenigen der zeitweiligen amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Berufungsanträge:
	I. A._____ ist anklagegemäss schuldig zu sprechen wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Abs. 1 lit. a und lit. c BetmG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 2 lit. b und lit. c BetmG.
	II. A._____ ist hierfür zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten (wovon 120 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind) sowie einer Geldstrafe von 100 Tagessätzen zu Fr. 140.–.
	III. Der Vollzug der Freiheitsstrafe ist aufzuschieben und die Probezeit ist auf 5 Jahre festzulegen.
	Die Geldstrafe ist zu vollziehen.
	IV. A._____ ist zu einer Ersatzforderung von Fr. 68'400.– zu verpflichten.
	V. Von der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft am 11. und 18. September 2012 beschlagnahmten Barschaft in Höhe von Fr. 508'300.–
	- sind vorab Fr. 40'000.– an D._____ herauszugeben,
	- der Rest ist zur Deckung der Geldstrafe, der Ersatzforderung und der Verfahrenskosten zu verwenden
	- und der Mehrbetrag ist anschliessend an A._____ herauszugeben.
	VI. Die durch die Staatsanwaltschaft am 10. August 2012 verfügten Sperren der B._____-Konten sind aufzuheben, soweit sie dies im jetzigen Verfahrensstadium nicht bereits sind.
	VII. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	II.  Sachverhalt
	III.  Strafzumessung und Vollzug
	IV.  Ersatzforderung
	V.  Beschlagnahme
	VI.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 1. Oktober 2013 bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch), 4 (Einziehung und Vernichtung der sichergestellten Betäubungsmittel und -utensilien), 5 teilweise,...
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 ¾ Jahren Freiheitsstrafe, wovon 120 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	2. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Staat Fr. 340'000.– als Ersatzforderung für den unrechtmässig erlangten Vermögensvorteil abzuliefern.
	3. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 10. August 2012 angeordneten Sperren über die folgenden Konten
	werden mit Wirkung ab Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Urteils aufgehoben.
	4. Die mit Verfügungen der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 11. und 18. September 2012 beschlagnahmte und auf einem auf die Prozessnr. … lautenden Konto bei der Bezirksgerichtskasse Zürich hinterlegte Barschaft in der Höhe von Fr. 508'300.– wird sam...
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'000.–.
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu drei Vierteln auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'500.– für anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Angeklagten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 das Bundesamt für Polizei
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Bundesamt für Justiz (gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Teilung eingezogener Vermögenswerte [TEVG])
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich betr. TEVG
	 die Obergerichtskasse betr. TEVG
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 das Steueramt des Kantons Zürich, Amtsstelle Finanzdirektion, z.Hd. von Herrn lic. iur. R._____;
	 das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste, mit Vermerk der Rechtskraft; unter Beilage der Formulare "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials";
	 die B._____ AG, … [Adresse], im Dispositivauszug gemäss Ziffer 3

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.