# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 84ed0d8a-fc28-5ab9-80d3-2aa964f65d73
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 25.10.2016 460 16 78
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_460-16-78_2016-10-25.pdf

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 

25. Oktober 2016 (460 16 78)  

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Strafrecht  

 

 

Mehrfacher, teilweise versuchter Diebstahl etc. 

 

 

Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Markus Mattle (Ref.), Richterin 
Susanne Afheldt; Gerichtsschreiber Marius Vogelsanger  
 
 

Parteien Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft, Rheinstrasse 55, 
4410 Liestal,  
Anklagebehörde und Anschlussberufungsklägerin 
 
Privatklägerschaft 

  
 
gegen 
 
 

 A.____,  
vertreten durch Advokat Reto Gantner, Kasernenstrasse 22a, Post-
fach 569, 4410 Liestal,  
Beschuldigter und Berufungskläger 
 
 

Gegenstand Mehrfacher, teilweise versuchter Diebstahl etc. 

Berufung gegen das Urteil des Jugendgerichts Basel-Landschaft 
vom 12. Januar 2016 

  

 
 
 

 
 
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Sachverhalt 

 

A. Das Jugendgericht Basel-Landschaft entschied mit Urteil vom 12. Januar 2016 unter an-
derem Folgendes: 
 
  "1. a) A.____ wird des Raubes, des mehrfachen, teilweise versuchten Dieb-

stahls, der unrechtmässigen Aneignung, der mehrfachen Sachbe-

schädigung, des betrügerischen Missbrauchs einer Datenverarbeitungs-

anlage, der Hehlerei, des Hausfriedensbruchs, der falschen Anschuldi-

gung, der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch, des mehrfachen 

Fahrens ohne Berechtigung, des Missbrauchs von Ausweisen und Schil-

dern, des Fahrens in fahrunfähigem Zustand, der mehrfachen Wider-

handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und der Widerhandlung 

gegen das Waffengesetz schuldig erklärt, 

 

in Anwendung von Art. 140 Ziff. 1 StGB, Art. 139 Ziff. 1 StGB (teilweise 

i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), Art. 137 Ziff. 1 StGB, Art. 144 Abs. 1 StGB, 

Art. 147 Abs. 1 StGB, Art. 160 Ziff. 1 StGB, Art. 186 StGB, Art. 303 Ziff. 1 

StGB, Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG, Art. 94 Abs. 1 SVG, Art. 95 Abs. 1 lit. a 

SVG, Art. 97 Abs. 1 lit. a und lit. g SVG, Art. 19 Ziff. 1 lit. c und lit. d 

BetmG, Art. 33 Abs. 1 lit. a WG (i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. d WG) sowie 

Art. 34 JStG. 

    
  2.  a) Die Verfahren 

- im Fall 1 wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG und für den Zeitraum bis 

zum 12. Januar 2013 wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Ziff. 1 lit. c und lit. d BetmG;  

- im Fall 15 wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln; 

- im Fall 16 wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz für den 

Zeitraum bis zum 12. Januar 2013; 

werden wegen Verjährung eingestellt. 

 

   b) Das Verfahren im Fall 4 wegen Hausfriedensbruchs wird mangels gülti-
gen Strafantrages eingestellt. 

 

  3.   A.____ wird im Fall 2 von der Anklage der falschen Anschuldigung frei-
gesprochen. 

     

 
 
 

 
 
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  4.   Es wird eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung gemäss 
Art. 15 Abs. 2 JStG i.V.m. Art.16 Abs. 3 JStG angeordnet, verbunden mit 

einer ambulanten Behandlung gemäss Art. 14 JStG. 

     
  5.   Zudem wird A.____ zu einem Freiheitsentzug von 9 Monaten verurteilt, 

unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft vom 17. bis 

25. März 2014 von insgesamt 9 Tagen, 

in Anwendung von Art. 25 Abs. 1 JStG, Art. 34 JStG sowie Art. 51 StGB 

(i.V.m. Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG). 

     
  6.  a) Die beschlagnahmten Gegenstände: 

- Bajonet mit Scheide zu Sturmgewehr 90 (ohne Seriennummer, 
Wenger) 

- Miniwaage Swisscheck 100 
- Skelett Gesichtsmaske 
- Handy Nokia 300, inkl. Akku ohne rückseitige Abdeckung 
- Metallpfeil (Entgrater), mit Etui schwarz 
- Teleskop-Schlagstock, defekt (Einzelteile) 
- Schachtel (Ipad) mit div. gebrauchten Minigrips 
- kugelschreiberartiges Werkzeug mit spitziger, auswechselbarer 

Spitze 

- Handschellenschlüssel  

werden in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 und Abs. 2 StGB (i.V.m. Art. 1 

Abs. 2 lit. d JStG) zur Vernichtung eingezogen. 

 

   b) Sämtliche im vorliegenden Verfahren forensisch gesicherten Daten, wel-
che sich unter der GK-Nummer 141115 bei der Polizei Basel-Landschaft, 

IT-Forensik, befinden, werden nach Rechtskraft des Urteils unwiderruflich 

gelöscht. 

 

  7.   […] 

 

  8.  a) Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfahrens von 
Fr. 15‘866.15, den Kosten des Sachverständigen in Höhe von Fr. 450.-- 

und der Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.--, gehen in Anwendung von 

Art. 425 StPO (i.V.m. Art. 44 Abs. 2 JStPO) sowie § 4 Abs. 3 GebT zufol-

ge Uneinbringlichkeit zu Lasten des Staates. 

 

   b) Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 

 
 
 

 
 
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Fr. 10‘222.45 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) wird, unter Vorbe-

halt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach Art. 135 Abs. 4 

StPO (i.V.m. Art. 25 Abs. 2 JStPO), aus der Gerichtskasse entrichtet." 

 

B. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte, vertreten durch Advokat Reto Gantner, 
mit Eingabe vom 25. Januar 2016 die Berufung an. Mit Berufungserklärung vom 2. Mai 2016 
stellte er folgende Rechtsbegehren: 

   
 "1.   Es sei Ziffer 4 des angefochtenen Urteils vom 12.01.2016 wie folgt abzuändern: 

„Es wird eine Unterbringung in einer offenen Einrichtung gemäss Art. 15 JStG 

i.V.m. Art. 16 Abs. 3 JStG angeordnet, verbunden mit einer ambulanten Behand-

lung gemäss Art. 14 JStG.“ 

   
 2.   Eventualiter sei Ziffer 4 des angefochtenen Urteils vom 12.01.2006 wie folgt ab-

zuändern: 

„Es wird eine Unterbringung gemäss Entscheid der Vollzugsbehörde in einer of-

fenen Einrichtung gemäss Art. 15 JStG oder geschlossenen Einrichtung nach 

Art. 15 Abs. 2 JStG i.V.m. Art. 16 Abs. 3 JStG angeordnet, verbunden mit einer 

ambulanten Behandlung gemäss Art. 14 JStG.“ 

   
 3.   Unter o/e Kostenfolge bzw. unter Aufrechterhaltung der amtlichen Verteidigung" 
 

C. Die Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft beantragte in ihrer Anschlussberufungserklä-
rung zu Gunsten des Beschuldigten vom 10. Mai 2016, es sei eine offene Unterbringung nach 
Art. 15 Abs. 1 JStG anzuordnen.  
 
D. Mit ihren Eingaben vom 8. Juli 2016 reichten der Beschuldigte sowie die Jugendanwalt-
schaft die Berufungsbegründung bzw. Anschlussberufungsbegründung ein. 
 
E. Was die wesentlichen verfahrensleitenden Verfügungen des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft, Abteilung Strafrecht, betrifft, wurde mit Verfügung vom 8. Juni 2016 dem Beschul-
digten die amtliche Verteidigung mit Advokat Reto Gantner für das zweitinstanzliche Verfahren 
bewilligt. Mit gleicher Verfügung wurde festgestellt, dass die Privatkläger weder Berufung noch 
Anschlussberufung erhoben haben. Mit Verfügung vom 14. Juli 2016 wurde das MAZ Arxhof, 
Massnahmenzentrum für junge Erwachsene, 4435 Niederdorf (nachfolgend: Massnahmenzent-
rum Arxhof), ersucht, dem Kantonsgericht einen aktuellen Führungsbericht über den Beschul-
digten zuzustellen, wobei sich dieser Bericht insbesondere auch zum Verhalten des Beschuldig-
ten, seinen bisherigen Fortschritten, zur derzeitigen Flucht- und Fortsetzungsgefahr sowie zur 
richtigen Massnahmeninstitution zu äussern hatte. Im Übrigen wurden mit nämlicher Verfügung 
die Beweisanträge des Beschuldigten gemäss seiner Berufungserklärung vom 2. Mai 2016 im 
Sinne der Erwägungen abgewiesen. Mit Verfügung vom 21. September 2016 wurden die Anträ-

 
 
 

 
 
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ge des Beschuldigten gemäss seiner Eingabe vom 19. September 2016 abgewiesen und es 
wurde festgehalten, dass die auf den 25. Oktober 2016 angesetzte Berufungsverhandlung statt-
findet. Schliesslich wurden mit Verfügung vom 30. September 2016 die Beweisanträge des Be-
schuldigten gemäss seiner Eingabe vom 28. September 2016 grundsätzlich gutgeheissen und 
in der Folge bei der B.____ Basel ein Verlaufsbericht über die bisherige Platzierung des Be-
schuldigten eingeholt. Überdies wurde bei C.____, MSc, Psychologe FSP, ein Verlaufsbericht 
über die aktuelle Behandlung des Beschuldigten eingeholt, wobei es dem Therapeuten frei-
stand, dem Bericht einzelne Empfehlungen für das weitere Vorgehen anzufügen. 
 
F. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht, Abteilung Strafrecht, vom 
25. Oktober 2016 erscheinen der Beschuldigte mit seinem Vertreter, Advokat Reto Gantner, 
sowie D.____ als Vertreterin der Jugendanwaltschaft.  
 
Sowohl der Beschuldigte als auch die Jugendanwaltschaft halten an den bereits gestellten An-
trägen fest. 
 
G. Auf die Aussagen des zur Person und zur Sache eingehend befragten Beschuldigten 
sowie auf die Plädoyers des amtlichen Verteidigers und der Jugendanwaltschaft wird im Übri-
gen, soweit erforderlich, nachfolgend in den Erwägungen eingegangen. 
 

 

Erwägungen 

 
I. Formelles 

 
Gemäss Art. 3 Abs. 1 JStPO i.V.m. Art. 40 Abs. 1 lit. a JStPO i.V.m. Art. 398 Abs. 1 StPO ist die 
Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder 
teilweise abgeschlossen worden ist. Es können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden, wobei das 
Berufungsgericht das Urteil in allen angefochtenen Punkten umfassend überprüfen kann (Art. 
398 Abs. 2 und Abs. 3 StPO). Das Urteil des Jugendgerichts Basel-Landschaft vom 12. Januar 
2016 ist demgemäss mit Berufung anfechtbar. Die Zuständigkeit der Dreierkammer des Kan-
tonsgerichts, Abteilung Strafrecht, zur Beurteilung der vorliegenden Berufung ergibt sich aus 
Art. 7 Abs. 1 lit. d JStPO i.V.m. Art. 40 Abs. 1 lit. a JStPO sowie aus § 16 Abs. 1 des kantonalen 
Einführungsgesetzes vom 23. September 2010 zur Schweizerischen Jugendstrafprozessord-
nung (EG JStPO; SGS 242).  
 
Gemäss Art. 399 Abs. 1 und Abs. 3 StPO ist zunächst die Berufung dem erstinstanzlichen Ge-
richt innert 10 Tagen seit Eröffnung des Urteils schriftlich oder mündlich anzumelden und da-
nach dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Urteils eine 
schriftliche Berufungserklärung einzureichen. Jede Partei, die ein rechtlich geschütztes Interes-

 
 
 

 
 
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se an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ist zur Berufung legitimiert (Art. 382 
Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 401 Abs. 1 StPO richtet sich die Anschlussberufung sinngemäss 
nach Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO. Die Frist beträgt 20 Tage ab Empfang der Berufungserklä-
rung der Gegenpartei (vgl. Art. 400 Abs. 3 lit. b StPO sowie LUZIUS EUGSTER, Basler Kommen-
tar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 401 N 1). Vorliegend hat der Beschuldigte mit Eingabe vom 
25. Januar 2016 fristgerecht die Berufung angemeldet. Das vorinstanzliche Urteil wurde ihm in 
der Folge am 12. April 2016 schriftlich begründet eröffnet, woraufhin er mit Eingabe vom 2. Mai 
2016 die Berufungserklärung beim Kantonsgericht einreichte.  
 
Am 10. Mai 2016 hat zudem die Jugendanwaltschaft innert der gesetzlichen Frist von 20 Tagen 
seit Zustellung der Berufungserklärung (Eingang bei der Jugendanwaltschaft am 4. Mai 2016) 
die Anschlussberufung erklärt. Die Berufung sowie die Anschlussberufung sind somit rechtzeitig 
und formgerecht erhoben worden (Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO). Die von den Parteien erhobe-
nen Rügen sind zulässig und sowohl der Beschuldigte als auch die Jugendanwaltschaft sind 
ihrer Erklärungspflicht nachgekommen, weshalb auf die Berufung des Beschuldigten sowie auf 
die Anschlussberufung der Jugendanwaltschaft einzutreten ist.  
 
 
II.  Materielles 

 
 
A.  Gegenstand des Berufungsverfahrens 

 

Gemäss Art. 404 Abs. 1 StPO überprüft das Berufungsgericht das erstinstanzliche Urteil nur in 
den angefochtenen Punkten. Die vorgenommene Beschränkung der Berufung auf einzelne Ur-
teilspunkte hat zur Folge, dass sich das Berufungsgericht (unter Vorbehalt der Berufung einer 
anderen berufungslegitimierten Partei bzw. einer Anschlussberufung gemäss Art. 401 StPO) 
nur mit den angefochtenen Aspekten zu beschäftigen hat, das Gericht also nicht darüber hin-
ausgehend andere, nicht angefochtene Punkte überprüfen darf (vgl. NIKLAUS SCHMID, Praxis-
kommentar StPO, 2. Aufl. 2013, Art. 399 N 16 und Art. 404 N 1).  
 
Im vorliegenden Fall hat der Beschuldigte Berufung und die Jugendanwaltschaft Anschluss-
berufung zu Gunsten des Beschuldigten erhoben. Aufgrund des Berufungsgegenstandes ge-
mäss der Berufungserklärung des Beschuldigten vom 2. Mai 2016 und der Anschlussberu-
fungserklärung der Jugendanwaltschaft vom 10. Mai 2016 steht in casu einzig die Frage der 
Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung (so Dispositiv-Ziffer 4 des Urteils des Ju-
gendgerichts vom 12. Januar 2016), verbunden mit einer ambulanten Behandlung, oder die 
Unterbringung in einer offenen Einrichtung (so der Beschuldigte und die Jugendanwaltschaft), 
verbunden mit einer ambulanten Behandlung, zur Diskussion. Demgegenüber sind alle übrigen 
Erkenntnisse des jugendgerichtlichen Urteils vom 12. Januar 2016 nicht mehr Gegenstand des 
kantonsgerichtlichen Verfahrens. 

 
 
 

 
 
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Bezüglich der Massnahme bilden das Vorliegen der Voraussetzungen zur Anordnung einer sta-
tionären Massnahme im Sinne einer Unterbringung, deren Notwendigkeit, die Massnahmefä-
higkeit des Beschuldigten nicht Gegenstand der Berufung, ebenso wenig wie die Anwendbar-
keit des Jugendstrafgesetzes. Des Weiteren werden die Notwendigkeit einer ambulanten The-
rapie nach Art. 14 JStG, die Anwendung von Art. 16 Abs. 3 JStG sowie die 
vorinstanzliche Feststellung, dass sich die geschlossene Unterbringung nach Art. 15 JStG in 
der Schweiz durchführen lässt, nicht beanstandet. Dementsprechend ist vorab davon Vormerk 
zu nehmen, dass die soeben aufgezählten Aspekte des Urteils des Jugendgerichts vom 
12. Januar 2016 in Rechtskraft erwachsen sind. 
 
B. Allgemeines 

 
Mit Blick auf die Prozessökonomie erlaubt es Art. 82 Abs. 4 StPO den Rechtsmittelinstanzen, 
für die tatsächliche und rechtliche Würdigung des in Frage stehenden Sachverhalts auf die Be-
gründung der Vorinstanz zu verweisen, wenn sie dieser beipflichten. Hingegen ist auf neue tat-
sächliche Vorbringen und rechtliche Argumente einzugehen, die erst im Rechtsmittelverfahren 
vorgetragen werden (DANIELA BRÜSCHWEILER, Zürcher Kommentar StPO, 2. Aufl. 2014, Art. 82 
N 9).  
 
C.  Massnahme  

 
1.1 In seinem Urteil vom 12. Januar 2016 führt das Jugendgericht zusammengefasst aus, 
aufgrund des erheblichen Umfangs der von gutachterlicher Seite als erforderlich erachteten 
Massnahmen leuchte ohne weiteres ein, dass diese nur im Rahmen einer stationären Unter-
bringung im Sinne von Art. 15 JStG gewährleistet werden können. Die Gutachter sowie die Ju-
gendanwaltschaft und der Verteidiger seien der Ansicht, dass die Voraussetzungen zur Unter-
bringung in einer geschlossenen Einrichtung erfüllt seien, seitens der Parteien werde jedoch im 
Sinne einer letzten Chance der Weiterverbleib im Massnahmenzentrum Arxhof, d.h. in einer 
offenen Anstalt, beantragt. Aufgrund der Äusserungen des Beschuldigten selbst sowie der Ein-
schätzung des Gutachters an der Parteiverhandlung komme bei ihm indes einzig die Unterbrin-
gung in einer geschlossenen Einrichtung in Frage. So habe der Beschuldigte an der Verhand-
lung ausgesagt, er brauche etwas "schwarz auf weiss" für den Fall einer nächsten Entweichung. 
Diese letzte Chance habe er jedoch bereits gehabt, werde doch im Ergänzungsgutachten des 
E.____ vom 2. September 2015 ausgeführt, dass ein Verbleib in der Massnahmenanstalt 
Arxhof bis zur Gerichtsverhandlung als Bewährungsphase zu betrachten sei. Diese letzte Be-
währungsphase habe der Beschuldigte mit seiner erneuten Flucht klar nicht erfüllt. So werde 
denn auch vom Gutachter anlässlich der jugendgerichtlichen Hauptverhandlung darauf hinge-
wiesen, dass ein Sinneswandel des Beschuldigten nicht ersichtlich sei, deckten sich doch des-
sen heutige Aussagen mit denjenigen vom letzten Sommer. Mit seiner wiederholten Flucht vor 
der Gerichtsverhandlung habe der Beschuldigte aufgezeigt, dass für ihn Freundin, Familie etc. 

 
 
 

 
 
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wichtiger gewesen seien als das Fortkommen im therapeutischen Prozess, für welchen er im 
Massnahmenzentrum Arxhof hätte bleiben müssen. Demzufolge sei gegenüber dem Beschul-
digten gestützt auf Art. 15 Abs. 2 JStG die Unterbringung in einer geschlossenen Erziehungs-
einrichtung, die in der Lage ist, die erforderliche erzieherische Hilfe zu leisten, anzuordnen. Un-
ter Berücksichtigung der vom Beschuldigten ohne diese empfohlenen Massnahmen ausgehen-
den Rückfallgefahr sei die Anordnung der Unterbringung nach Art. 15 Abs. 2 JStG überdies als 
verhältnismässig zu bezeichnen. 
 
 
1.2 Mit den Verfügungen vom 16. September 2016 und 26. September 2016 wurde von der 
Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft in Anwendung von Art. 26 Abs. 1 lit. c JStPO i.V.m. 
Art. 15 JStG und Art. 42 JStPO auf Antrag des Beschuldigten entschieden, dass die bisher an-
geordnete vorsorgliche Unterbringung im Massnahmenzentrum Arxhof per sofort in der B.____ 
in Basel vollzogen wird. Zudem wurde die Weiterführung der bereits verfügten ambulanten Be-
handlung (forensische Psychotherapie) neu bei C.____, MSc, Psychologe FSP, angeordnet. 
Der Beschuldigte wurde im Zusammenhang mit den verfügten vorsorglichen Schutzmassnah-
men die Weisung erteilt, bis auf weiteres seine ihm zugewiesene Wohnung in der B.____ nicht 
zu verlassen, wobei der Sozialdienst der Jugendanwaltschaft sowie die Vollzugsstelle Electro-
nic Monitoring die Ausnahmen regeln. 
 

1.3 Die Verteidigung stellt sich zusammengefasst auf den Standpunkt, der Beschuldigte wei-
se zwar unbestreitbar eine hohe Anzahl an Entweichungen aus den bisherigen Massnahmenin-
stitutionen auf, aber die Abstände zwischen den Kurvengängen hätten markant zugenommen. 
Seit den Taten vom 24. Oktober 2014 seien überdies keine weiteren Delikte mehr bekannt bzw. 
gesichert. Der Beschuldigte habe sich nunmehr zwar spät, aber auf umso eindrücklichere Art 
und Weise, auf die Massnahme eingelassen. So habe er sich nach seinen wiederholten Fluch-
ten nun selbst gestellt, eigenständig seinen Aufenthalt in der B.____ Basel organisiert und 
selbst C.____ als Therapeuten vorgeschlagen, was es als äusserst positive Entwicklung zu 
würdigen gelte. Es habe kein Anlass für die Vorinstanz zur Annahme bestanden, eine ge-
schlossene Unterbringung sei für den Schutz Dritter vor schwerwiegender Gefährdung durch 
den Beschuldigten notwendig. Der Gutachter habe überdies anlässlich der Hauptverhandlung 
vor Jugendgericht vom 12. Januar 2016 seine eigene frühere Empfehlung gemäss Ergän-
zungsgutachten vom 2. September 2015, wonach bei Nichtbewährung im Rahmen der letzten 
Bewährungsprobe eine geschlossene Unterbringung angezeigt sei, inzwischen relativiert. Des 
Weiteren habe der Experte sowohl einer offenen als auch einer geschlossenen Unterbringung 
gleichrangige Erfolgsaussichten eingeräumt. 
 

1.4 Der Beschuldigte selbst bekundet anlässlich der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung 
den Wunsch, für das nächste Jahr in der B.____ zu bleiben und eine Lehrstelle zu suchen. Da 
diese Institution ohnehin offen sei, müsse er von dort nicht entweichen. Es komme für ihn nicht 
in Frage, in das Massnahmenzentrum Arxhof zurückzukehren. Überdies hat der Beschuldigte 

 
 
 

 
 
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offengelegt, dass sein Aussageverhalten im bisherigen Verfahren mehrheitlich taktischer Natur 
gewesen sei (vgl. Protokoll der kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung [fortan: Prot. KGer] S. 6 
ff.).  
 

1.5 Die Jugendanwaltschaft schliesst sich den schriftlichen Anträgen der Verteidigung an. 
Demnach wird von ihr beantragt, das angefochtene Urteil dahingehend abzuändern, als eine 
Unterbringung in einer offenen Einrichtung gemäss Art. 15 JStG i.V.m. Art. 16 Abs. 3 JStG, ver-
bunden mit einer ambulanten Behandlung gemäss Art. 14 JStG, angeordnet werden soll. Der 
Vorteil einer Beibehaltung von C.____ als Therapeut sei, dass dieser nicht vollkommen neu 
anfangen müsse, sondern den Beschuldigten schon gut kenne. Bezüglich des Abschlussbe-
richts des Massnahmenzentrums Arxhof vom 29. September 2016 betont die Jugendanwältin, 
dass diese Informationen – insbesondere die Empfehlung der anfänglichen Geschlossenheit – 
zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügungen vom 16. September 2016 bzw. vom 26. Septem-
ber 2016 noch nicht vorgelegen hätten.  
 
2.1 a) Art. 2 Abs. 1 JStG hält fest, dass der Schutz und die Erziehung des Jugendlichen für 
die Anwendung des Jugendstrafgesetzes wegleitend sind. Dieser Grundsatz ist auch in Art. 4 
Abs. 1 JStPO verankert. Das schweizerische Jugendstrafrecht wird somit in erster Linie vom 
Erziehungsgedanken geleitet und der Gesetzgeber bringt in genanntem Artikel den spezialprä-
ventiven Charakter des Jugendstrafrechts zum Ausdruck. Die Jugendanwaltschaft hat sich so-
mit in allen Verfahrensstadien an diesem gesetzgeberischen Grundauftrag zu orientieren. Dazu 
gehört, dass die angeordneten Schutzmassnahmen stets überprüft und bei veränderten Ver-
hältnissen angepasst werden (Art. 18 Abs. 1 JStG). Sinn und Zweck von Art. 18 JStG ist, dass 
die Jugendanwaltschaft – bis zur Vollendung des 22. Altersjahres eines Jugendlichen (Art. 19 
Abs. 2 JStG) – die angeordneten Schutzmassnahmen auf die Bedürfnisse des Jugendlichen 
anpassen kann, da sich diese im Laufe der Zeit verändern, weil sich der Jugendliche in der 
Entwicklung befindet. Es ist unabdingbar und gesetzgeberisch gewollt, dass diese Anpassun-
gen zeitnah und damit auch vorsorglich erfolgen können (vgl. MARCEL RIESEN-KUPPER, StGB-
Kommentar, 19. Aufl. 2013, Art. 18 N 6; HANSUELI GÜRBER/CHRISTOPH HUG/PATRIZIA SCHLÄFLI, 
Basler Kommentar StGB, 3. Aufl. 2013, Art. 18, N 4). Art. 10 Abs. 1 JStG hält fest, dass die 
nach den Umständen erforderlichen Schutzmassnahmen gemäss Art. 12 ff. JStG anzuordnen 
sind, sofern der Jugendliche eine mit Strafe bedrohte Tat begangen hat und die Abklärung 
ergibt, dass er einer besonderen erzieherischen Betreuung oder therapeutischen Behandlung 
bedarf, unabhängig davon, ob er schuldhaft gehandelt hat. 
 
b) Die Schutzmassnahmen für Jugendliche sind in den Art. 12 ff. JStG geregelt. Sie umfassen 
unter anderem die offene und die geschlossene Unterbringung (Art. 15 JStG). Kann die not-
wendige Erziehung und Behandlung des Jugendlichen nicht anders sichergestellt werden, so 
ordnet die urteilende Behörde die Unterbringung an. Diese erfolgt namentlich bei Privatperso-
nen oder in Erziehungs- oder Behandlungseinrichtungen, die in der Lage sind, die erforderliche 
erzieherische oder therapeutische Hilfe zu leisten (Art. 15 Abs. 1 JStG). Die urteilende Behörde 

 
 
 

 
 
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darf die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung nur anordnen, wenn sie für den per-
sönlichen Schutz oder für die Behandlung der psychischen Störung des Jugendlichen unum-
gänglich oder für den Schutz Dritter vor schwerwiegender Gefährdung durch den Jugendlichen 
notwendig ist (Art. 15 Abs. 2 JStG). Nach Art. 15 Abs. 3 JStG ordnet die urteilende Behörde vor 
der Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung eine medizinische oder psychologische 
Begutachtung des Jugendlichen an, falls eine solche nicht bereits erstellt wurde. Als für den 
Schutz des Jugendlichen unumgänglich (i.S.v. Art. 15 Abs. 2 lit. a JStG) kann sich eine vorsorg-
liche stationäre Massnahme etwa erweisen, wenn er während einer laufenden Schutzmass-
nahme immer wieder entweicht, da insoweit nur mittels Unterbringung in einer geschlossenen 
Einrichtung sichergestellt werden kann, dass der Jugendliche die erforderliche psychotherapeu-
tische Behandlung erhält (Urteil 1B_32/2011 vom 15. Februar 2011 E. 2.7; 
GÜRBER/HUG/SCHLÄFLI, a.a.O., Art. 15 JStG N 13). 
 
2.2  Mit Verweis auf die in casu seitens des Beschuldigten sowie der Jugendanwaltschaft 
unbestrittenen und zutreffenden Ausführungen des Jugendgerichts (vgl. Urteil der Vorinstanz, 
S. 32; Art. 82 Abs. 4 StPO) kann festgestellt werden, dass die allgemeinen Voraussetzungen für 
eine Massnahme gemäss Art. 10 Abs. 1 JStG beim Beschuldigten auch im heutigen Zeitpunkt 
nach wie vor klarerweise vorliegen. Es stellt sich, wie bereits dargelegt wurde, vorliegend einzig 
die Frage, ob nebst einer ambulanten Behandlung zusätzlich eine Unterbringung in einer ge-
schlossenen Einrichtung gemäss Art. 15 Abs. 2 JStG oder lediglich in einer offenen Einrichtung 
(vgl. Art. 15 Abs. 1 JStG) anzuordnen ist. 
 
2.3  Das Gericht darf in Fachfragen nicht ohne triftigen Gründe von Gutachten abweichen 
und muss Abweichungen begründen. Das Abstellen auf ein nicht schlüssiges Gutachten kann 
Art. 9 BV verletzen, wenn gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien die 
Überzeugungskraft des Gutachtens ernstlich erschüttern (BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391 mit 
Hinweisen; 129 I 49 E. 4 S. 57 f.; Urteil 6B_798/2010 vom 6. Januar 2011 E. 1.2.4). Dies trifft 
etwa zu, wenn der Experte die an ihn gestellten Fragen nicht beantwortet, wenn seine Schluss-
folgerungen in sich widersprüchlich sind oder wenn die Expertise sonst wie an Mängeln krankt, 
die derart offensichtlich und auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind, dass sie das 
kantonale Gericht nicht hätte übersehen dürfen (Urteil 6B_580/2010 vom 26. Juli 2010 E. 1.3). 
 
2.4  Die Vorinstanz hat die wesentlichen Elemente des forensischen Gutachtens des E.____ 
über den Beschuldigten vom 11. September 2014 (act. 115 ff.) sowie dessen Ergänzungsgut-
achten vom 2. September 2015 (act. 279.39 ff.) korrekt wiedergegeben, worauf vorliegend zu-
nächst verwiesen werden kann (vgl. Urteil der Vorinstanz, S. 31 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).  
 
a)  Hervorzuheben ist bezüglich des Gutachtens vom 11. September 2014, dass der Gutach-
ter, C.____, MSc, Psychologe FSP, Leiter der Psychologischen Abteilung E.____, 
bezüglich der Frage des Vollzugs der Erziehungsmassnahme zum Schluss kam, in Anbetracht 
der beim Beschuldigten festgestellten Problem- und Risikokonstellation sowie der mangelnden 

 
 
 

 
 
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Erfolge bisheriger Interventionsversuche lägen durchaus Voraussetzungen vor, welche für ei-
nen Massnahmenvollzug in einer Einrichtung für junge Erwachsene im Sinne eines hochstruktu-
rierten Massnahmenzentrums sprechen würden.  
 
Im Gutachten wurde jedoch noch für die Unterbringung in einer offenen Einrichtung plädiert, 
allerdings mit dem Hinweis, dass es sich dabei "um eine letzte und an Auflagen gebundene 
Chance“ handle. Diese Auflagen betrafen unter anderem, dass der Beschuldigte weder seine 
Unterbringung noch seine beruflichen Perspektiven gefährde (act. 257). Zu beachten gilt es, 
dass dem Experten im Zeitpunkt der Begutachtung der am 26. Juli 2014 zum Nachteil von 
F.____ in Basel begangene Raub noch gar nicht bekannt war. Die im Gutachten genannten 
Auflagen und die damit verbundene letzte Chance hat der Beschuldigte in der Folgezeit jedoch 
nicht einmal ansatzweise erfüllt. So hat er sich in der Folge in der B.____, im Massnahmenzent-
rum Arxhof und auch während des Berufungsverfahrens wiederholt und mit aller Deutlichkeit 
nicht bewährt. 
 
b)  Im Ergänzungsgutachten vom 2. September 2015 legte der Experte dar, der bisher stän-
dige Kreislauf zwischen Entweichung, Haft und Rückführung müsse durchbrochen werden, 
womit sich eine offene Unterbringung letztlich nicht als zielführend erweisen würde. Vor diesem 
Hintergrund könne sich eine geschlossene Unterbringung sowohl zur Sicherstellung der Be-
handlung als auch zur Gewährleistung einer möglichst günstigen Persönlichkeitsentwicklung 
und insofern auch zum Selbstschutz als notwendig erweisen. Die Unterbringung in der B.____ 
Basel komme nicht Frage, weil es dort an der für den Beschuldigten notwendigen Struktur fehle. 
Des Weiteren spricht sich der Experte im Ergänzungsgutachten zunächst für das Festhalten an 
der Unterbringung im Massnahmenzentrum Arxhof und das Ansetzen einer Bewährungsphase 
bis zur Gerichtsverhandlung aus, gleichzeitig sei jedoch bereits eine Platzierungsanfrage beim 
Massnahmenzentrum Uitikon vorzunehmen und die Eintrittsmodalitäten zu klären. Damit eine 
hinreichende Entscheidungsgrundlage vorliege, empfehle sich eine Bewährungszeit von rund 6 
Monaten (act. 279.95 ff.). Es ist indes darauf hinzuweisen, dass der Experte im Zeitpunkt der 
Gutachtenserstellung von den nächsten 4 Entweichungen (vgl. hierzu den Abschlussbericht des 
Massnahmenzentrums Arxhof vom 29. September 2016, S. 3) des Beschuldigten noch nichts 
wusste, wobei dessen erste Flucht schon knapp 8 Wochen nach Erstellung des Ergänzungs-
gutachtens erfolgte. Ebenso beurteilt der Sachverständige im genannten Ergänzungsgutachten 
die Voraussetzungen, aufgrund derer eine geschlossene Unterbringung auch zum Schutze Drit-
ter vor schwerwiegender Gefährdung als angezeigt zu erachten ist, als gegeben (act. 279.95). 
 
c)  An der Parteiverhandlung vor Jugendgericht führt der Gutachter unter anderem aus, er 
sehe nur die konsequent durchgeführte Therapie bzw. die Auseinandersetzung mit sich selbst 
als Chance, um Rückfälle längerfristig zu verhindern. Wenn er den Beschuldigten an der Ver-
handlung gehört habe, erkenne er jedoch keine namhafte Veränderung und er gehe nach wie 
vor von einem Risiko von weiteren Entweichungen aus. Für ihn sei ein Sinneswandel bei 
A.____ nicht ersichtlich gewesen. Dessen aktuelle Aussagen deckten sich vielmehr mit seinen 

 
 
 

 
 
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Depositionen vom letzten Sommer. Für den Beschuldigten seien Freundin, Familie etc. stets 
wichtiger gewesen als das Fortkommen im therapeutischen Prozess, für welchen er ja im Mas-
snahmenzentrum Arxhof hätte bleiben müssen. Der Beschuldigte sei von den kognitiven Fähig-
keiten her massnahmefähig, doch könne bei häufigen Entweichungen zwangsläufig keine The-
rapie stattfinden, weshalb die Massnahmefähigkeit beschränkt sei bzw. fehle. Wenn sich der 
Beschuldigte nicht auf die Therapie einlasse, dann sei die Ablenkung zu gross, was für eine 
geschlossene Unterbringung spreche (act. 3225 ff.). Demnach favorisiert der Gutachter auch 
vor Jugendgericht die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung. 
 
d)  Zusammenfassend gehen die gutachterlichen Empfehlungen allesamt für den nunmehr 
eingetretenen Fall der Nichtbewährung des Beschuldigten klarerweise in Richtung Platzierung 
in einer geschlossenen Einrichtung. 
 
e)  Bezüglich des Verlaufsberichts vom 18. Oktober 2016 von C.____, MSc, Psychologe 
FSP, gilt es zunächst einmal zu beachten, dass dieser nunmehr nicht mehr als Gutachter, son-
dern als behandelnder Therapeut im vorliegenden Verfahren Stellung nimmt. Aufgrund dieses 
Umstandes hat der obgenannte Verlaufsbericht, in welchem sich C.____ sehr vorsichtig aus-
drückt, klarerweise nicht das gleiche Gewicht wie seine vorangehenden gutachterlichen Ein-
schätzungen. Seinen Beurteilungen in der Stellung als Gutachter misst das Gericht vorliegend 
deutlich höheres Gewicht bei. Im Verlaufsbericht vom 18. Oktober 2016 führt C.____ aus, im 
Hinblick auf die Etablierung einer therapeutischen Beziehung und der seitens des Beschuldig-
ten propagierten Behandlungsbereitschaft könne aus therapeutischer Sicht die begonnene am-
bulante Behandlung versuchsweise fortgeführt werden und die äusserst einschneidende Mass-
nahme in einem geschlossenen Rahmen vorerst im Sinne des Subsidiaritätsprinzips noch auf-
geschoben werden, wobei als sinnvoll erachtet wird, die ambulante Massnahme und Stabilisie-
rung des Beschuldigten zumindest initial mittels des bereits eingeführten Electronic Monitorings 
zu unterstützen. 
 
f)  Gemäss Verlauf- und Abschlussbericht der B.____ Basel vom 10. Juli 2015 zeigte der 
Beschuldigte punkto Ausbildung und Arbeit mehrmals das genau gleiche Verhalten: Zuerst ha-
be er sich eine gewisse Zeit lang motiviert gezeigt, dann aber jegliche Lust verloren, so dass es 
zum Abbruch der Beschäftigung gekommen sei (Krankmeldungen, Verspätungen, unentschul-
digte Absenzen, unmotiviertes Mitwirken bei Anwesenheit).  
 
g) Sodann ist der Beschuldigte gemäss Abschlussbericht des Massnahmenzentrums 
Arxhof vom 29. September 2016 im Zeitraum zwischen dem eigentlich fixierten Eintrittstag 
(7. Juli 2015) und dem 19. August 2016, also während rund eines Jahres, nicht weniger als 
7 Mal entwichen. Mit Schreiben vom 21. Januar 2016 an seinen Anwalt führte der Beschuldigte 
folgendes aus: "Ich habe mich entschieden für die Berufung. Ich habe mich weiter für den 
Arxhof entschieden" (act. 3453). Darauf meldete sein Verteidiger mit Eingabe vom 25. Januar 
2016 die Berufung an. Am 1. Februar 2016 wurde vom Beschuldigten eine schriftliche Verein-

 
 
 

 
 
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barung unterzeichnet, dass er nicht mehr flüchten werde; bereits im Juli 2015 hielt der Beschul-
digte gegenüber dem Massnahmenzentrum Arxhof in schriftlicher Form fest, nicht mehr auf die 
Flucht zu gehen. Dies alles hat der Beschuldigte wiederum – wie bereits in früheren Zeiten – 
nicht eingehalten: Er flüchtete am 23. Juni 2016 während des laufenden Berufungsverfahrens 
zum 6. Mal aus dem Massnahmenzentrum Arxhof. Überdies konnte die am 19. August 2016 
geplante Wiederaufnahme nicht stattfinden, da der Beschuldigte aus dem Transportfahrzeug 
entwich (= 7. Flucht). Hervorzuheben ist, dass im erwähnten Abschlussbericht enge Strukturen 
empfohlen werden und aufgrund der gezeigten Behandlungsvermeidung durch Flucht und der 
wiederholten kollaborativen Aufnahme im Elternhaus eine anfängliche Geschlossenheit der Be-
handlung als unumgänglich angesehen wird (vgl. Abschlussbericht des Massnahmenzentrums 
Arxhof vom 29. September 2016, S. 10).   
 
h) Schliesslich fällt der aktuelle Kurzbericht der B.____ vom 21. Oktober 2016 für den Be-
schuldigten durchzogen aus. So wird darin ausgeführt, dass die Eigenschaft des Beschuldigten, 
überzeugend Unwahrheiten zu erzählen, bekannt sei. Ob sein bisher gutes Mitwirken längerfris-
tig anhalte und seine momentane Motivation echt sei, könne nicht mit Sicherheit beurteilt wer-
den. 
 
2.5 a) Der Beschuldigte erscheint weitgehend von einer hedonistischen, unreflektierten 
Grundhaltung geprägt und seine Konzessionen sind in erster Linie rein taktisch begründet, mit-
hin werden sie vom ihm jeweils sofort relativiert, wenn er meint, sie seien nicht mehr nötig. So 
gestand er – nachdem er seinem Verteidiger quasi den Auftrag zur Erhebung der Berufung ge-
geben hatte, um im Massnahmenzentrum Arxhof zu bleiben (vgl. act. 3453) – anlässlich der 
kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung explizit ein, der von ihm geäusserte Wunsch, im Mass-
nahmenzentrum Arxhof zu bleiben, sei in erster Linie taktischer Natur gewesen, eigentlich habe 
er gar nie dort bleiben wollen (vgl. Prot. KGer S. 9). Aus dem blossen Umstand, dass er vor der 
kantonsgerichtlichen Hauptverhandlung einen Monat lang in der B.____ ohne grössere Proble-
me untergebracht war, kann der Beschuldigte aufgrund der kurzen Zeitperiode augenscheinlich 
nichts Entscheidendes zu seinen Gunsten ableiten. Ein eigentlicher Sinneswandel, verbunden 
mit einer definitiven Abkehr von seinem bisher an den Tag gelegten konsequenten Verhalten, 
ist für das Kantonsgericht – wie schon für die Vorinstanz – beim Beschuldigten klarerweise 
nach wie vor nicht ersichtlich. Die Einsicht des Beschuldigten in seine Massnahmebedürftigkeit 
erscheint immer noch als gering.  
 
b)  Aus all den genannten Gutachten und Berichten geht deutlich hervor, dass die notwen-
dige Erziehung und Behandlung des Beschuldigten – in Anbetracht seines fortgesetzten reni-
tenten Verhaltens – nur durch eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung sicherge-
stellt werden kann. Vorliegend liegt nach der klaren Überzeugung der strafrechtlichen Abteilung 
des Kantonsgerichts kein Grund – geschweige denn ein triftiger – vor, diese Ergebnisse des 
Gutachtens sowie der gutachterlichen Stellungnahmen in Zweifel zu ziehen. Die ausführlichen 

 
 
 

 
 
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Darlegungen und Schlussfolgerungen des Experten sind inhaltlich ohne weiteres nachvollzieh-
bar, plausibel und kohärent begründet, weshalb vollumfänglich darauf abzustellen ist.  
 
c)  Angesichts des vom Beschuldigten über Jahre hinweg dokumentierten Verhaltens und 
der Vielzahl an Entweichungen wäre es höchst illusorisch anzunehmen, die von ihm benötigte 
Therapie könne erfolgreich im Rahmen einer offenen Anstalt durchgeführt werden. Hierfür 
braucht es vielmehr Stabilität und Kontinuität, d.h. eine längerfristig angelegte forensische The-
rapie in einem hoch strukturierten Rahmen. Die heutige Situation in der B.____ Basel entspricht 
diesen Anforderungen – insbesondere mangels genügender Struktur – augenscheinlich nicht. 
Der Beschuldigte erscheint geradezu als klassischer Fall eines Jugendlichen, der während lau-
fenden Schutzmassnahmen immer wieder entweicht, sodass nur mittels Unterbringung in einer 
geschlossenen Einrichtung sichergestellt werden kann, dass er die für ihn erforderliche psycho-
therapeutische Behandlung erhält.  
 
Bei dieser Ausgangslage ist die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung für die Be-
handlung der psychischen Störung des Beschuldigten unumgänglich, weshalb eine solche ge-
mäss 15 Abs. 2 lit. a JStG anzuordnen ist. 
 
d) Die Bestimmung von Art. 15 Abs. 2 lit. b JStG, wonach die Unterbringung in einer ge-
schlossenen Einrichtung angeordnet werden kann, wenn für den Schutz Dritter vor schwerwie-
gender Gefährdung durch den Jugendlichen notwendig ist, steht im Verhältnis der Alternativität 
zu Art. 15 Abs. 2 lit. a JStG. Da in casu, wie dargelegt wurde, Art. 15 Abs. 2 lit. a JStG bereits 
erfüllt ist, kann demnach offenbleiben, ob sich eine Unterbringung in einer geschlossenen Ein-
richtung ebenfalls auf Art. 15 Abs. 2 lit. b JStG stützen könnte. Diesbezüglich sei im Sinne eines 
obiter dictums angemerkt, dass diese Frage vorliegend wohl eher zu verneinen wäre, da der 
Beschuldigte immerhin seit nunmehr 2 Jahren keine weiteren Straftaten mehr begangen hat 
und von den zahlreichen von ihm verübten Delikten ein nicht qualifiziert begangener Raub am 
schwersten wiegt, mithin der Beschuldigte zwar erhebliche kriminelle Energie entwickelt hat, 
jedoch nicht in der höchsten Gefährlichkeitsstufe einzuordnen ist. Auch wenn gemäss Thera-
pieverlaufsbericht der G.____ vom 21. April 2015 das Risiko für Delikte, die den Anlasstaten 
ähneln, aufgrund des ungünstigen Verlaufs der ambulanten Behandlung beim Beschuldigten 
deutlich erhöht ist (act. 279.27), würde alleine das Schutzbedürfnis Dritter vor schwerwiegender 
Gefährdung demnach zum heutigen Zeitpunkt die Anordnung einer Massnahme i.S.v. Art. 15 
Abs. 2 lit. b JStG nicht rechtfertigen. 
 
e) Die von der Vorinstanz angeordnete ambulante Behandlung steht vorliegend nicht im 
Streit, wobei nach Möglichkeit die bereits laufende ambulante Therapie bei C.____, MSc, Psy-
chologe FSP, weitergeführt werden soll.  
 
f) Im Lichte dieser Darstellung ist vorliegend – in Abweisung der Berufung des Beschuldig-
ten sowie der Anschlussberufung der Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft und in Bestätigung 

 
 
 

 
 
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des Urteils der Vorinstanz – eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung gemäss 
Art. 15 Abs. 2 JStG i.V.m. Art. 16 Abs. 3 JStG, verbunden mit einer ambulanten Behandlung 
gemäss Art. 14 JStG, anzuordnen. 
 
g) Weil die notwendige Erziehung nicht anders sichergestellt werden kann, namentlich da 
keine milderen Massnahmen zur Behandlung der psychischen Störung des Beschuldigten er-
sichtlich sind, sind diese Massnahmen denn auch ohne weiteres als verhältnismässig zu erach-
ten.  
 
h)  Der Vollständigkeit halber erwähnt sei, dass der Vollzug der Massnahme gemäss Art. 17 
JStG der Vollzugsbehörde obliegt. Diese erlässt die nötigen Weisungen, legt fest, wie häufig ihr 
Bericht zu erstatten ist und kann die angeordneten Schutzmassnahmen bei veränderten Ver-
hältnissen anpassen (Art. 18 JStG). 
 
2.6 Gemäss Art. 404 Abs. 2 StPO kann das Berufungsgericht zugunsten der beschuldigten 
Person auch nicht angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzwidrige oder unbillige Entschei-
dungen zu verhindern. 
 
In Ziffer 8 b) des vorinstanzlichen Urteilsdispositivs wurde das Honorar der amtlichen Verteidi-
gung in Höhe von insgesamt CHF 10‘222.45 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer), unter 
Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach Art. 135 Abs. 4 StPO (i.V.m. Art. 25 
Abs. 2 JStPO), aus der Gerichtskasse entrichtet. Art. 135 Abs. 4 StPO normiert, dass eine be-
schuldigte Person, die zu den Verfahrenskosten verurteilt wurde, verpflichtet werden kann, dem 
Kanton die Entschädigung der amtlichen Verteidigung zurückzuzahlen. Diese genannten Vor-
aussetzungen sind beim Beschuldigten indessen nicht erfüllt, da ihm in Dispositiv-Ziffer 8 a des 
Urteils des Jugendgerichts vom 12. Januar 2016 keine Verfahrenskosten auferlegt wurden, 
sondern diese vielmehr in Anwendung von Art. 425 StPO (i.V.m. Art. 44 Abs. 2 JStPO) sowie § 
4 Abs. 3 GebT zufolge Uneinbringlichkeit zu Lasten des Staates ausgesprochen wurden. Bei 
dieser Ausgangslage ist der Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach Art. 135 
Abs. 4 StPO (i.V.m. Art. 25 Abs. 2 JStPO) von Amtes wegen aus der Dispositiv-Ziffer 8 b des 
Urteils des Jugendgerichts vom 12. Januar 2016 zu entfernen.  
 
 
III.  Kosten 

 
 
1. Gemäss Art. 44 Abs. 2 JStPO i.V.m. Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten 
des Rechtsmittelverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens.  
 
Gestützt auf § 12 Abs. 2 i.V.m. § 3 der Verordnung vom 15. November 2010 über die Gebühren 
der Gerichte (SGS 170.31) ist die Urteilsgebühr für das kantonsgerichtliche Verfahren auf 

 
 
 

 
 
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CHF 9‘000.‒ festzusetzen; hinzu kommen Auslagen in der Höhe von CHF 1‘000.‒. Entspre-
chend dem Prozessausgang, wonach sowohl die Berufung des Beschuldigten als auch die An-
schlussberufung der Jugendanwaltschaft abgewiesen wurden, rechtfertigt es sich in Anwen-
dung von Art. 428 Abs. 1 StPO, die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens je hälftig zu 
Lasten des Beschuldigten (CHF 5‘000.‒) und des Staates (CHF 5‘000.‒) zu verlegen. 
 

2.  Dem Beschuldigten ist präsidialiter die amtliche Verteidigung für das zweitinstanzliche 
Verfahren mit Advokat Reto Gantner gewährt worden. Anlässlich der kantonsgerichtlichen 
Hauptverhandlung reicht der Rechtsvertreter des Beschuldigten seine Honorarnote vom 
25. Oktober 2016 ein, welche ohne kantonsgerichtliche Hauptverhandlung einen Aufwand von 
38 Stunden ausweist. Dieser Aufwand erscheint im Hinblick auf die im vorliegenden Verfahren 
notwendigen und angemessenen Arbeiten als insgesamt zu hoch, zumal die Berufung thema-
tisch einzig auf die Frage der Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung, verbunden mit 
einer ambulanten Behandlung, oder die Unterbringung in einer offenen Einrichtung, verbunden 
mit einer ambulanten Behandlung, beschränkt war. Dementsprechend ist der geltend gemachte 
Aufwand auf angemessene 30 Stunden (inklusive kantonsgerichtliche Hauptverhandlung) zu 
reduzieren, weshalb dem Rechtsvertreter des Beschuldigten für seine Bemühungen im Beru-
fungsverfahren eine Parteientschädigung von pauschal CHF 6‘000.‒ (inklusive Auslagen) zu-
züglich 8% Mehrwertsteuer von CHF 480.‒, insgesamt somit CHF 6‘480.‒, aus der Gerichts-
kasse zu entrichten ist. Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen 
Verteidigung an den Kanton im Umfang von 50% verpflichtet, sobald es seine wirtschaftlichen 
Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 
  

 
 
 

 
 
Seite 17   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demnach wird erkannt: 

 
://: I. Das Urteil des Jugendgerichts Basel-Landschaft vom 12. Januar 2016, aus-

zugsweise lautend: 

   "1. a) A.____ wird des Raubes, des mehrfachen, teilweise versuchten 
Diebstahls, der unrechtmässigen Aneignung, der mehrfachen 

Sachbeschädigung, des betrügerischen Missbrauchs einer Da-

tenverarbeitungsanlage, der Hehlerei, des Hausfriedensbruchs, 

der falschen Anschuldigung, der Entwendung eines Fahrzeugs 

zum Gebrauch, des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung, des 

Missbrauchs von Ausweisen und Schildern, des Fahrens in fahr-

unfähigem Zustand, der mehrfachen Widerhandlung gegen das 

Betäubungsmittelgesetz und der Widerhandlung gegen das Waf-

fengesetz schuldig erklärt, 

in Anwendung von Art. 140 Ziff. 1 StGB, Art. 139 Ziff. 1 StGB 

(teilweise i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB), Art. 137 Ziff. 1 StGB, 

Art. 144 Abs. 1 StGB, Art. 147 Abs. 1 StGB, Art. 160 Ziff. 1 StGB, 

Art. 186 StGB, Art. 303 Ziff. 1 StGB, Art. 91 Abs. 2 lit. b SVG, 

Art. 94 Abs. 1 SVG, Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG, Art. 97 Abs. 1 lit. a 

und lit. g SVG, Art. 19 Ziff. 1 lit. c und lit. d BetmG, Art. 33 Abs. 1 

lit. a WG (i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. d WG) sowie Art. 34 JStG. 

     
   2.  a) Die Verfahren 

- im Fall 1 wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäu-

bungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG und für den 

Zeitraum bis zum 12. Januar 2013 wegen mehrfacher Wider-

handlung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 

Ziff. 1 lit. c und lit. d BetmG;  

- im Fall 15 wegen einfacher Verletzung der Verkehrsregeln; 

- im Fall 16 wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz für 

den Zeitraum bis zum 12. Januar 2013; 

werden wegen Verjährung eingestellt. 

 

    b) Das Verfahren im Fall 4 wegen Hausfriedensbruchs wird mangels 
gültigen Strafantrages eingestellt. 

 

   3.   A.____ wird im Fall 2 von der Anklage der falschen Anschuldi-
gung freigesprochen. 

      

 
 
 

 
 
Seite 18   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

   4.   Es wird eine Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung 
gemäss Art. 15 Abs. 2 JStG i.V.m. Art.16 Abs. 3 JStG angeord-

net, verbunden mit einer ambulanten Behandlung gemäss Art. 14 

JStG. 

      
   5.   Zudem wird A.____ zu einem Freiheitsentzug von 9 Monaten ver-

urteilt, 

unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft vom 

17. bis 25. März 2014 von insgesamt 9 Tagen, 

in Anwendung von Art. 25 Abs. 1 JStG, Art. 34 JStG sowie Art. 51 

StGB (i.V.m. Art. 1 Abs. 2 lit. b JStG). 

      
   6.  a) Die beschlagnahmten Gegenstände: 

- Bajonet mit Scheide zu Sturmgewehr 90 (ohne Serien-
nummer, Wenger) 

- Miniwaage Swisscheck 100 
- Skelett Gesichtsmaske 
- Handy Nokia 300, inkl. Akku ohne rückseitige Abdeckung 
- Metallpfeil (Entgrater), mit Etui schwarz 
- Teleskop-Schlagstock, defekt (Einzelteile) 
- Schachtel (Ipad) mit div. gebrauchten Minigrips 
- kugelschreiberartiges Werkzeug mit spitziger, auswechsel-

barer Spitze 

- Handschellenschlüssel  

werden in Anwendung von Art. 69 Abs. 1 und Abs. 2 StGB (i.V.m. 

Art. 1 Abs. 2 lit. d JStG) zur Vernichtung eingezogen. 

 

    b) Sämtliche im vorliegenden Verfahren forensisch gesicherten Da-
ten, welche sich unter der GK-Nummer 141115 bei der Polizei 

Basel-Landschaft, IT-Forensik, befinden, werden nach Rechts-

kraft des Urteils unwiderruflich gelöscht. 

 

   7.   […] 

 

     
   8.  a) Die Verfahrenskosten, bestehend aus den Kosten des Vorverfah-

rens von Fr. 15‘866.15, den Kosten des Sachverständigen in Hö-

he von Fr. 450.-- und der Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.--, gehen 

in Anwendung von Art. 425 StPO (i.V.m. Art. 44 Abs. 2 JStPO) 

 
 
 

 
 
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sowie § 4 Abs. 3 GebT zufolge Uneinbringlichkeit zu Lasten des 

Staates. 

 

    b) Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 
Fr. 10‘222.45 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) wird, unter 

Vorbehalt der Rückzahlungsverpflichtung von A.____ nach 

Art. 135 Abs. 4 StPO (i.V.m. Art. 25 Abs. 2 JStPO), aus der Ge-

richtskasse entrichtet." 

   
wird in Abweisung der Berufung des Beschuldigten sowie der An-
schlussberufung der Jugendanwaltschaft Basel-Landschaft in der ange-
fochtenen Dispositiv-Ziffer 4 vollumfänglich bestätigt.   
 
Dispositiv- Ziffer 8 b) wird von Amtes wegen wie folgt korrigiert: 

 
   8.  b) Das Honorar der amtlichen Verteidigung in Höhe von insgesamt 

Fr. 10‘222.45 (inkl. Auslagen und 8% Mehrwertsteuer) wird aus 
der Gerichtskasse entrichtet. 
 

 II. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens in der Höhe von 
CHF 9‘000.‒, zuzüglich Auslagen von CHF 1‘000.‒, werden je hälftig zu Las-
ten des Beschuldigten (CHF 5‘000.‒) und des Staates (CHF 5‘000.‒) verlegt.  
 

Dem amtlichen Verteidiger des Beschuldigten, Advokat Reto Gantner, wird für 
das Berufungsverfahren ein reduziertes Honorar in der Höhe von pauschal 
CHF 6‘000.‒ (inkl. Auslagen) zuzüglich 8% Mehrwertsteuer (CHF 480.‒), 
somit insgesamt 6‘480.‒, aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 
 
Der Beschuldigte ist zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Ver-
teidigung an den Kanton im Umfang von 50% verpflichtet, sobald es seine 
wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO). 
 

 
 
Präsident 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Marius Vogelsanger