# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 93c67f97-7123-5d0b-a4e2-c4df8e480ceb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-23
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 23.06.2021 810 20 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-20-95_2021-06-23.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 23. Juni 2021 (810 20 95) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft / Gesuch um Akteneinsicht 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Daniel Ivanov, 

Markus Clausen, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin 
Julia Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Andreas Noll, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

  
  
Betreff Antrag auf Aufhebung der Beistandschaft / Gesuch um Akteneinsicht 

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
21. Februar 2020) 

 
 

 
 

A. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde C.____ vom 6. März 2007 wurde für 
A.____, geboren 1962, eine Beistandschaft errichtet. Diese altrechtliche Beistandschaft wurde 
mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) vom 25. Juni 2014 
in eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung gemäss 
Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB überführt. Zudem wurde A.____ der Zugriff auf das Privatkonto der 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Basellandschaftlichen Kantonalbank entzogen und der Beistandsperson gestützt auf Art. 391 
Ziff. 3 ZGB, die Befugnis erteilt, die Post zu öffnen und die Wohnung von A.____ zu betreten. 
 
B. In der Zeit zwischen 2014 und 2017 kam es mehrmals zu fürsorgerischen Unterbrin-
gungen von A.____ in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Baselland. 
 
C. Die KESB passte die bestehenden Massnahmen für A.____ mit Entscheid vom 
14. November 2018 an und errichtete eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und 
Vermögensverwaltung nach Art. 394 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 395 Abs. 1 ZGB. A.____ wurde die 
Handlungsfähigkeit betreffend den Abschluss von Verpflichtungsgeschäften (mit Ausnahme von 
Barkäufen bis zur Höhe von maximal Fr. 300.--) entzogen. 
 
D. Zum Schutz bzw. zur Sicherstellung seiner Lebenserhaltungskosten wurde A.____ mit 
Entscheid der KESB vom 17. April 2019 der Zugriff auf seine Konten bei der Basellandschaftli-
chen Kantonalbank sowie bei der Postfinance entzogen. 
 
E. Die Beiständin teilte der KESB mit Schreiben vom 6. Dezember 2019 mit, A.____ sei 
im Frühjahr für eine Zahnsanierung in Montenegro gewesen und wolle nun dorthin auswandern. 
A.____ halte sich mittlerweile oft in einer Altersresidenz in Montenegro auf und werde dort gut 
betreut. Durch den Einkauf in diese Altersresidenz sei A.____ dort finanziell abgesichert. 
 
F. In ihrem Schreiben vom 9. Februar 2020 verlangte die Beiständin von der KESB eine 
anfechtbare Verfügung. In dieser Verfügung seien die Anträge von A.____, wonach die Bei-
standschaft aufzulösen, ihm das Geld für die Altersresidenz zu überweisen sei und ihm die ge-
samten Unterlagen zuzustellen seien, zu beurteilen. 
 
G. Mit Verfügung vom 21. Februar 2020 wies die KESB die Anträge auf Aufhebung der 
Beistandschaft sowie das Gesuch um Zustellung der Akten nach Montenegro ab. A.____ könne 
das Akteneinsichtsrecht bei der KESB wahrnehmen. Die Beiständin wurde zudem auf ihre 
Schweigepflicht gemäss Art. 413 ZGB hingewiesen. Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 335.-- wurden A.____ auferlegt. 
 
H. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ mit Eingabe vom 23. März 2020 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er beantragt, der Entscheid der KESB sei aufzuheben, das Gericht habe die KESB 
zu verpflichten, die Akten nach Montenegro oder an seine Adresse in der Schweiz zu senden. 
Eventualiter habe das Gericht die Akten der KESB beizuziehen und diese zu prüfen, habe das 
Gericht einen Anwalt zu bewilligen und eine mündliche Verhandlung anzusetzen; unter o/e-
Kostenfolge. 
 
I. Mit Schreiben vom 9. April 2020 liess sich die KESB vernehmen und schloss auf Ab-
weisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei; unter o/e-Kostenfolge. 
 

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

J. Der Beschwerdeführer, nachfolgend vertreten durch Dr. Andreas Noll, Advokat, er-
gänzte mit Schreiben vom 26. Juni 2020 die Beschwerde vom 23. März 2020. 
 
K. Mit Schreiben vom 21. Juli 2020 nahm die KESB Stellung zur Eingabe des Beschwer-
deführers vom 26. Juni 2020. Darin hielt sie unter anderem fest, dass beim Beschwerdeführer 
im Zusammenhang mit seinen neuropsychologischen Defiziten eine starke Beeinträchtigung der 
Realitätswahrnehmung bis hin zu wahnhaften Überschätzungen festzustellen sei. Aus diesem 
Grund sei ein selbstbestimmter Wechsel des Aufenthaltsorts nicht vorstellbar und der in der 
Schweiz begründete Aufenthalt bestehe nach wie vor. Zudem seien die Behörden in der 
Schweiz zuständig, wenn es für den Schutz einer Person oder deren Vermögen unerlässlich 
sei. Zum Schutz seines Vermögens bestünden umfangreiche Massnahmen, deren Wegfall nicht 
im Interesse des Beschwerdeführers sei.  
 
L. Mit Verfügung vom 5. August 2020 wurde festgestellt, dass eine Parteiverhandlung 
durchgeführt werde und der Beschwerdeführer persönlich zu erscheinen habe. 
 
M. Mit Schreiben vom 10. November 2020 teilte der Beschwerdeführer mit, dass er auf-
grund der aktuellen Situation (Covid-19) nicht von Montenegro in die Schweiz reisen könne. Mit 
einem weiteren Schreiben stellte der Beschwerdeführer, vertreten durch seinen Anwalt, den 
Antrag, die Parteiverhandlung vom 25. November 2020 sei abzubieten und zu verschieben. 
Daraufhin wurde die Parteiverhandlung vom 25. November 2020 mit Verfügung vom 
20. November 2020 abgeboten. 
 
N. Mit Schreiben vom 11. Februar 2021 wurden die Parteien für die Parteiverhandlung am 
23. Juni 2021 vorgeladen. 
 
O. Auf Antrag des Beschwerdeführers wurde mit Entscheid der KESB vom 3. März 2021 
der Auflösung seines Freizügigkeitskontos bei der Basellandschaftlichen Kantonalbank zuge-
stimmt. Zur Begründung führte die KESB an, es sei der ausdrückliche Wunsch des Beschwer-
deführers, langfristig in der Altersresidenz in Montenegro verbleiben zu können. Seitens der 
KESB bestünden jedoch erhebliche Zweifel bezüglich des Pflegeangebots in der betreffenden 
Altersresidenz. Gleichwohl solle dem Beschwerdeführer bis auf Weiteres der Verbleib in Mon-
tenegro ermöglicht werden. 
 
P. Die KESB reichte mit Schreiben vom 14. April 2021 E-Mails zwischen der KESB und 
dem Beschwerdeführer ein. 
 
Q. Mit Schreiben vom 29. Mai 2021 reichte die Beiständin ihren schriftlichen Bericht über 
die aktuelle Situation des Beschwerdeführers ein. 
 
R. Anlässlich der heutigen Parteiverhandlung halten die Beteiligten grundsätzlich an ihren 
gestellten Anträgen und Begründungen fest. Der Rechtsvertreter zieht den Antrag auf eine per-
sönliche Anhörung des Beschwerdeführers zurück. 
 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 
10. Dezember 1907 kann gegen Entscheide einer Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde 
beim zuständigen Gericht erhoben werden. Das Verfahren richtet sich nach den Art. 450 bis 
450e ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts an-
wendbar (vgl. § 66 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuchs 
[EG ZGB] vom 16. November 2006). Demnach ist die Fünferkammer der Abteilung Verfas-
sungs- und Verwaltungsrecht des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Beschwer-
de zuständig (§ 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
[VPO] vom 16. Dezember 1993). Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind Personen zur Beschwerde 
befugt, die am Verfahren beteiligt sind (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehen (Ziff. 2) 
oder die ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochte-
nen Entscheids haben (Ziff. 3). Der Beschwerdeführer als Adressat des angefochtenen Ent-
scheids ist zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen 
erfüllt sind, ist auf die Beschwerde unter Vorbehalt der nachstehenden Erwägung einzutreten.  
 
1.2 Der Antrag des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 26. Juni 2020, sein gesamtes 
Guthaben, insbesondere das Geld für die Altersresidenz, sei umgehend zu überweisen, wurde 
mit unangefochtenem Entscheid der KESB vom 11. März 2020 abgewiesen und war nicht Ge-
genstand des vorliegend angefochtenen Entscheids der KESB vom 21. Februar 2020. Auf die-
sen Antrag kann demzufolge nicht eingetreten werden. Der Beschwerdeführer verlangte zudem 
eine persönliche Anhörung durch das Gericht. An der Parteiverhandlung vom 23. Juni 2021 
erschien der Beschwerdeführer jedoch unentschuldigterweise nicht und sein Rechtsvertreter 
zog den Antrag auf eine persönliche Anhörung zurück, womit dieser Antrag gegenstandslos 
geworden ist. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen 
(Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Un-
angemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der 
vorliegenden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, dass er seit eineinhalb Jahren in Montenegro 
lebe und sich am 15. August 2019 definitiv in der Schweiz abgemeldet habe. Damit habe er 
ausschliesslich Wohnsitz in Montenegro und es bestehe kein Raum für die Anwendung von 
Bundeszivilrecht durch die KESB. Die KESB habe keine Verfügungsgewalt mehr. 
 
3.2 In einem ersten Schritt ist demzufolge zu beurteilen, ob die Zuständigkeit der KESB 
nach dem Wegzug des Beschwerdeführers nach Montenegro bestehen bleibt. 
 
3.3.1 Das Kantonsgericht prüft von Amtes wegen, ob die Vorinstanz zu Recht ihre funktionel-
le, sachliche und örtliche Zuständigkeit bejaht hat (vgl. Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht [KGE VV], vom 14. August 2019 [810 19 52] E. 1.3; KGE 
VV vom 26. Juli 2018 [810 18 120] E. 1). Die Zuständigkeit ist Voraussetzung für die Durchfüh-

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

rung eines Verwaltungsverfahrens und den Erlass einer Verfügung. Fehlt es an dieser Verfah-
rensvoraussetzung, wird auf ein Gesuch nicht eingetreten bzw. ein Verfahren nicht von Amtes 
wegen eingeleitet (vgl. REGINA KIENER/BERNHARD RÜTSCHE/MATHIAS KUHN, Öffentliches Verfah-
rensrecht, 2. Auflage, Zürich/St.Gallen 2015, N 489). 
 
3.3.2 Unbestrittenermassen war die KESB bei der Einleitung des Erwachsenenschutzverfah-
rens bzw. bei der Errichtung der Beistandschaft für den Beschwerdeführer am 6. März 2007 
bzw. am 25. Juni 2014 örtlich zuständig (Art. 444 Abs. 1 ZGB i.V.m. § 61 EG ZGB). Es lag sei-
nerzeit kein internationales Verhältnis vor. International wurde der Sachverhalt erst mit dem 
Wegzug des Beschwerdeführers nach Montenegro. Der Antrag des Beschwerdeführers auf 
Aufhebung der Beistandschaft wurde zwar nach seinem Wegzug eingereicht, dieser Antrag ist 
jedoch Teil des laufenden Beistandschaftsverfahren und begründet kein neues eigenständiges 
Verfahren. 
 
3.3.3 Soweit der betroffene Erwachsene in einen Vertragsstaat des Übereinkommens über 
den internationalen Schutz von Erwachsenen (HEsÜ) vom 13. Januar 2000 weggezogen ist und 
er in jenem gewöhnlichen Aufenthalt begründet hat, werden im Grundsatz die dortigen Behör-
den zuständig, unter gleichzeitigem Wegfall der im Herkunftsstaat vorher gegebenen Behör-
denzuständigkeit (Art. 5 Abs. 2 HEsÜ; PAUL LAGARDE, Erläuternder Bericht zum HEsÜ, 2017, N 
50 f.; abrufbar auf der Website der Haager Konferenz www.hcch.net; BGE 143 III 237 E. 2.2; 
DANIEL FÜLLEMANN, Das Haager Erwachsenenschutzübereinkommen von 2000, ZVW 2009, S. 
41 f.). Bei Art. 5 HEsÜ handelt es sich um die Parallelnorm zu Art. 5 des Haager Kindesschutz-
übereinkommens (HKsÜ) vom 19. Oktober 1996, welcher für den Bereich des Kindesschutzes 
eine analoge Regelung enthält (vgl. LAGARDE, a.a.O., N 47 ff.). Ziel beider Übereinkommen ist, 
bei transnationalem Aufenthaltswechsel durch lückenlose Regelung umfassenden Schutz zu 
gewähren, wozu ein geschlossenes System für die direkte (Art. 5 ff. HKsÜ bzw. Art. 5 ff. HEsÜ) 
und indirekte Zuständigkeit (Art. 23 ff. HKsÜ bzw. Art. 22 ff. HEsÜ) aufgestellt und im Übrigen 
auch das anwendbare Recht (Art. 15 ff. HKsÜ bzw. Art. 13 ff. HEsÜ) festgelegt wird (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts 5A_151/2017 vom 23. März 2017 E. 2.2). Für das HEsÜ ist als Besonder-
heit zu beachten, dass von der strengen Anknüpfung an den gewöhnlichen Aufenthaltsort, wie 
sie in Art. 5 HEsÜ als Grundsatz vorgesehen ist, Ausnahmen insbesondere, zugunsten des 
Vertragsstaates, dem der Erwachsene angehört (Art. 7 HEsÜ), und zugunsten des Ergreifens 
von Schutzmassnahmen hinsichtlich belegenen Vermögens (Art. 9 HEsÜ) bestehen. 
 
3.3.4 Der mit dem beschriebenen System garantierte Rechtsschutz ist bei einem Aufent-
haltswechsel in einen Nichtvertragsstaat in Frage gestellt. Für den Bereich des Kindesschutzes 
gehen Lehre und Rechtsprechung deshalb im Anschluss an den erläuternden Bericht davon 
aus, dass der in Art. 5 Abs. 2 HKsÜ vorgesehene automatische Zuständigkeitswechsel nicht 
stattfindet, wenn der gewöhnliche Aufenthalt des Kindes in einen Nichtvertragsstaat erfolgt (vgl. 
PAUL LAGARDE, Erläuternder Bericht zum HKsÜ, 1997, N 42, abrufbar auf der Website der Haa-
ger Konferenz www.hcch.net; BGE 142 III 1 E. 2.1 f.; Urteile des Bundesgerichts 5A_151/2017 
vom 23. März 2017 E. 2.3, 5A_274/2016 vom 26. August 2016 E. 2.2, 5A_293/2016 vom 8. 
August 2016 E. 3.1, 5A_809/2012 vom 8. Januar 2013 E. 2.3.1; YVO SCHWANDER, in: 
Grolimund/Loacker/Schnyder [Hrsg.], Basler Kommentar, Internationales Privatrecht, Basel 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

2021, N 50 zu Art. 85 IPRG). Nur innerhalb des Rechtsraumes der am betreffenden Überein-
kommen beteiligten Vertragsstaaten ist gesichert, dass in Anwendung des verbindlich aufge-
stellten Zuständigkeitsregimes im Zuzugsstaat nahtlos wiederum eine Zuständigkeit besteht. 
Demgegenüber ist bei einem Drittstaat keineswegs klar, ob und in welcher Weise dieser Kin-
desschutzmassnahmen treffen bzw. hängige Verfahren weiterführen würde, insbesondere, 
wenn nach dessen internationalem Privatrecht die Zuständigkeit nicht an den Wohnsitz, son-
dern an die Staatsangehörigkeit des Kindes geknüpft ist. Diesfalls würde dem Kind ohne die 
perpetuatio fori drohen, dass es zuständigkeitsmässig "zwischen Stuhl und Bank" fällt (MARCO 
LEVANTE, Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt im internationalen Privat- und Zivilprozessrecht 
der Schweiz, 1998, Diss. St. Gallen, S. 203; BGE 143 III 237 E. 2.3). Diese Grundsätze gelten a 
fortiori für den Bereich des Haager Erwachsenenschutzübereinkommens, weil bei diesem mit 
dem Wegzug keineswegs sofort ein neuer Aufenthalt begründet wird (vgl. Urteil des Bundesge-
richts 5A_151/2017 vom 23. März 2017 E. 2.3; DANIEL FÜLLEMANN, a.a.O., S. 41 f.) und weil das 
HEsÜ bei tatsächlich erfolgter Begründung eines neuen gewöhnlichen Aufenthaltes selbst bei 
Vertragsstaaten gewisse Konzessionen an den Staat der Angehörigkeit kennt (vgl. E. 3.3.3 
hiervor). Der erläuternde Bericht zum HESÜ sieht in N 52 denn auch ausdrücklich vor, dass in 
Bezug auf Nichtvertragsstaaten die perpetuatio fori zum Tragen kommt, soweit sie nach dem 
innerstaatlichen Verfahrensrecht gilt. Dass dies vorliegend der Fall ist, stellt der Beschwerde-
führer zu Recht nicht in Frage. 
 
3.3.5 Zur Begründung seiner Behauptung, wonach mit seinem Wegzug nach Montenegro die 
schweizerischen Behörden unzuständig geworden seien, beruft sich der Beschwerdeführer auf 
Art. 85 Abs. 2 IPRG i.V.m. Art. 5 HEsÜ. Montenegro ist zwar ein Mitgliedstaat der Haager Kon-
ferenz für Internationales Privatrecht (HCCH), jedoch nicht Vertragsstaat des Haager Erwach-
senenschutzübereinkommens. Zudem hat die KESB in tatsächlicher Hinsicht festgestellt, dass 
klare Anzeichen für eine Schutzbedürftigkeit des Beschwerdeführers bestehen und aus den 
Akten geht nicht hervor, dass in Montenegro das laufende Erwachsenenschutzverfahren über-
nommen oder ein neues zum Schutz des Beschwerdeführers eingeleitet worden wäre. Damit ist 
in individuell-konkreter Hinsicht gerade die Notwendigkeit der perpetuatio fori aufzeigt. 
 
3.3.6 Nach dem Gesagten ist vorliegend massgeblich, dass der Beschwerdeführer während 
der laufenden Beistandschaft weggezogen ist und bei Errichtung derselben im örtlichen Zu-
ständigkeitsbereich der befassten KESB Wohnsitz bzw. gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Die 
hierdurch begründete Zuständigkeit besteht aufgrund der perpetuatio fori fort. Die KESB war 
demzufolge für die Behandlung des Antrags des Beschwerdeführers örtlich zuständig. Ferner 
ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer selber von der örtlichen Zuständigkeit der KESB 
ausgegangen sein muss, da er sein Gesuch bei der KESB und nicht bei den Behörden in Mon-
tenegro einreichen liess. 
 
4.1 Der Beschwerdeführer rügt in formeller Hinsicht zudem, dass ihm die KESB die Verfah-
rensakten zu Unrecht nicht nach Montenegro oder an seine Adresse in der Schweiz zugesendet 
habe. 
 

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

4.2 Das Akteneinsichtsrecht als Minimalgarantie nach Art. 29 Abs. 2 BV soll es dem 
Rechtsuchenden ermöglichen, von den einem Verfahren zugrundeliegenden Akten Kenntnis zu 
nehmen. Es umfasst den Anspruch, die Akten am Sitz der Behörden einzusehen und davon 
Notizen zu machen. Weiter geht der Anspruch nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht. Die Verwaltung, 
deren Tätigkeit grundsätzlich nicht öffentlich ist, braucht Akteneinsicht lediglich an ihrem Sitz zu 
gewähren und die Akten nicht herauszugeben oder zuzustellen (zum Ganzen: BGE 108 Ia 5 
E. 2b; Urteil des Bundesgerichts 2C_181/2019 vom 11. März 2019 E. 2.2.7). Die KESB war 
somit nicht verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Akten zuzusenden, weder an seine Adresse 
in der Schweiz noch nach Montenegro. Zudem wurden dem Rechtsvertreter des Beschwerde-
führers mit Schreiben vom 19. Juni 2020 Kopien der im kantonsgerichtlichen Verfahren ergan-
genen Akten sowie die Vorakten zugestellt. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als 
unbegründet.  
 
5. Im Weiteren ist zu beurteilen, ob die Vorinstanz das Gesuch des Beschwerdeführers 
auf Aufhebung seiner Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung 
nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB zu Recht abgewiesen hat. 
 
5.1 Die KESB begründet ihren Entscheid dahingehend, dass für den Beschwerdeführer 
eine Vertretungsbeistandschaft bestehe, weil er aufgrund einer hirnorganischen Störung nach 
einer Hirnblutung kognitiv nicht mehr in der Lage sei, seine Angelegenheiten selber zu regeln. 
Komplexe Geschäfte, wie z.B. den Kauf von Wohneigentum in einem Land, dessen Sprache er 
nicht beherrsche, oder die Sanierung seiner Schulden, könne der Beschwerdeführer nicht sel-
ber abwickeln. Daran habe sich bis heute nichts geändert. In ihrer Vernehmlassung fügt die 
KESB hinzu, dass der Beschwerdeführer immer wieder Verträge abgeschlossen habe oder ha-
be abschliessen wollen, welche ihm geschadet hätten. Die bestehende Beistandschaft sei aus 
diesem Grund zu seinem Schutz im bestehenden Umfang weiterzuführen. In ihrer Stellung-
nahme vom 21. Juli 2020 hielt die KESB zusätzlich fest, dass sie keinesfalls den weiteren Auf-
enthalt des Beschwerdeführers in Montenegro verhindern wolle. Es seien jedoch bezüglich der 
Nachhaltigkeit und der Finanzierung des Aufenthalts sowie der Pflege weitere Abklärungen vor-
zunehmen. Die KESB habe erst im Dezember 2019 vom Wohnsitzwechsel des Beschwerdefüh-
rers Kenntnis erlangt. Der Beschwerdeführer habe eine schwere psychische Störung, welche 
als chronisch anzusehen sei. Er leide an einem organischen Psychosyndrom nach Schädelhirn-
trauma, Alkoholabhängigkeit und an sonstigen alkoholbedingten Verhaltensstörungn. Im Rah-
men seiner neuropsychologischen Defizite sei eine starke Beeinträchtigung der Realitätswahr-
nehmung bis hin zu wahnhaften Überschätzungen festzustellen. 
 
5.2 Der Beschwerdeführer bestreitet dagegen, dass die Voraussetzungen zur Weiterfüh-
rung der Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung gegeben sind. 
In seiner eigenen Eingabe vom 23. März 2020 führt er aus, dass er "sehr wohl entscheiden“ 
könne, was er wolle, insbesondere da er sich "sehr gut erholt habe“. Die KESB habe "es nie für 
nötig befunden, seinen Zustand zu überprüfen“ und seine "Situation zu lösen“. Er "bekomme 
nur freche Antworten, dass er nichts zu entscheiden habe". Seine Grundrechte würden "aufs 
Gröbste missachtet“. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hielt in seinem Schreiben 
vom 26. Juni 2020 ergänzend fest, dass die KESB nicht im Interesse des Beschwerdeführers 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

handle und einen Geldmittelabfluss nach Montenegro verhindern wolle, um die Gläubiger des 
Beschwerdeführers zu befriedigen. Der Beschwerdeführer habe jedoch kein Interesse daran, 
seine Gläubiger zu befriedigen. 
 
6.1 Mit behördlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes werden das Wohl und der 
Schutz hilfsbedürftiger Personen sichergestellt. Eine Beistandschaft ist demgemäss dann anzu-
ordnen, wenn eine hilfsbedürftige Person infolge eines in ihrer Person liegenden Schwächezu-
standes ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 
ZGB). Der Schwächezustand alleine genügt nicht, um eine Beistandschaft errichten zu können. 
Vorausgesetzt ist weiter, dass der Schwächezustand kausal dafür ist und dass die betroffene 
Person ihre Angelegenheiten nur noch teilweise oder gar nicht besorgen kann. Ein Schwäche-
zustand muss mithin dazu führen, dass der Betroffene der persönlichen Fürsorge bedarf oder 
seine vermögensrechtlichen Angelegenheiten nicht interessengerecht selbst erledigen und da-
mit nicht hinreichend besorgen kann (vgl. CHRISTIANA FOUNTOULAKIS, in: Breitschmid/Jungo 
[Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2016, N 4 
zu Art. 390 ZGB). Diese Unfähigkeit zum Handeln kann auch darin bestehen, dass der Be-
troffene nicht zweckmässig in seinem wohlverstandenen Interesse tätig zu werden vermag und 
so in eine Notlage gerät (YVO BIDERBOST/HELMUT HENKEL, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Zivilgesetzbuch l, 6. Auflage, Basel 2018, N 18 zu Art. 390 ZGB). 
 
6.2 Eine Vertretungsbeistandschaft wird errichtet, wenn die hilfsbedürftige Person aufgrund 
eines Schwächezustandes bestimmte Angelegenheiten nicht oder nicht zweckmässig allein 
erledigen kann und daher der Vertretung bedarf (Art. 394 Abs. 1 ZGB). Eine Vertretungsbei-
standschaft ist unter anderem angezeigt, wenn die hilfsbedürftige Person als Folge des Schwä-
chezustands nicht in der Lage ist, sich um bestimmte Angelegenheiten zu kümmern, oder sich 
völlig passiv verhält und sich deshalb nicht um diese Angelegenheiten kümmert 
(BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 7 f. zu Art. 394 ZGB). Der Beistand vertritt die verbeiständete 
Person im Rahmen der ihm übertragenen Aufgaben selbständig und direkt, auch ohne Einver-
ständnis des Verbeiständeten (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 18 und N 20 zu Art. 394 ZGB). Die 
Vertretungsbeistandschaft schränkt die Handlungsfähigkeit der verbeiständeten Person ein, 
wenn die Erwachsenenschutzbehörde dies verfügt hat (Art. 394 Abs. 2 ZGB). Ist die hilfsbedürf-
tige Person im Bereich der Vermögensverwaltung zu vertreten, wird die Vertretungsbeistand-
schaft nach Art. 394 ZGB, gestützt auf Art. 395 ZGB entsprechend ergänzt (BIDERBOST/HENKEL, 
a.a.O., N 1 zu Art. 395 ZGB). 
 
6.3 Die Selbstbestimmung der betroffenen Person soll bei der Wahl der Massnahme so 
weit wie möglich erhalten und gefördert werden (Art. 388 ZGB). Behördliche Massnahmen un-
terliegen damit dem Verhältnismässigkeitsprinzip. Sie sind nur so weit zulässig, als sie zur Un-
terstützung der hilfsbedürftigen Person erforderlich und geeignet sind (Art. 389 ZGB). 
 
6.4 Die Erwachsenenschutzbehörde hebt eine Beistandschaft auf Antrag der betroffenen 
oder einer nahestehenden Person oder von Amtes wegen auf, sobald für die Fortdauer kein 
Grund mehr besteht (Art. 399 Abs. 2 ZGB). Dies ist unter anderem der Fall, wenn die betroffene 
Person in der Lage ist, künftig ihre Angelegenheiten selbst hinreichend zu besorgen oder eine 

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Vertretung zu bestellen, etwa, weil sich ihr Schwächezustand zum Positiven verändert hat oder 
weil die vorübergehende Urteilsunfähigkeit überwunden wurde. Eine Beistandschaft ist eben-
falls aufzuheben, wenn sich im Nachhinein zeigt, dass deren Anordnung ohne hinreichenden 
Grund erfolgt ist (BIDERBOST/HENKEL, a.a.O., N 5 f. zu Art. 399 ZGB). 
 
7.1 Wie sich den Akten entnehmen lässt, wird der Beschwerdeführer seit dem Jahr 2007 
verbeiständet und ist bereits einige Male psychiatrisch begutachtet worden: von Dr. D.____ am 
23. April 1999 und 5. Dezember 2007, Dr. E.____ am 11. Juni 2010, Dr. F.____ am 12. De-
zember 2012, Dr. G.____ am 2. September 2013, Dr. H.____ am 6. Juni 2014 und Dr. I.____ 
am 24. Mai 2017. Aus den Gutachten geht hervor, dass der Beschwerdeführer ein langjähriges 
Alkoholproblem aufweist. Seine schon in den 90er-Jahren diagnostizierte Persönlichkeitsstö-
rung und sein Alkoholproblem stehen in einem engen Zusammenhang mit mehreren strafrecht-
lichen Verurteilungen, unter anderem wegen Brandstiftung und diverser Strassenverkehrsdelik-
te (vgl. Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 24. Oktober 
2011). Die körperliche und psychische Verfassung des Beschwerdeführers verschlechterte sich 
erheblich nach einem Schädel-Hirn-Trauma im August 2008. Seither leidet der Beschwerdefüh-
rer neben der langjährigen Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.2) und den alkoholbedingten Ver-
haltensstörungen (ICD-10 F10.8) auch an einem organischen Psychosyndrom nach Schädel-
hirntrauma (ICD-10 F07.2, vgl. Gutachten vom 24. Mai 2017). Seine psychischen und kogniti-
ven Einschränkungen werden in den Gutachten als chronisch beschrieben (vgl. insbesondere 
Gutachten vom 6. Juni 2014 mit Hinweis auf den ärztlichen Bericht vom 13. Mai 2014) und die 
Beiständin weist in ihrem aktuellen Bericht vom 29. Mai 2021 ebenfalls daraufhin, dass der Be-
schwerdeführer seine kognitiven Beeinträchtigungen lebenslänglich haben werde. Auf die teil-
weise länger zurückliegenden Gutachten kann abgestellt werden, insbesondere, da im Gutach-
ten vom 24. Mai 2017, welches im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung erstellt wurde, 
die Diagnosen der älteren Gutachten bestätigt werden und das Vorliegen eines Schwächezu-
stands vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten wird. Gestützt auf die vorstehenden 
Ausführungen besteht beim Beschwerdeführer nach wie vor ein Schwächezustand. 
 
7.2 Aufgrund seiner neuropsychologischen Defizite ist der Beschwerdeführer gemäss 
fachärztlicher Beurteilung (vgl. Gutachten vom 24. Mai 2017) in seiner Realitätswahrnehmung 
stark beeinträchtigt. Die gestörte Realitätswahrnehmung betreffe unter anderem die Selbstein-
schätzung, beispielsweise in Bezug auf die selbständige Lebensführung. Der Beschwerdeführer 
sei wegen der als andauernd anzusehenden Hirnschädigung nicht in der Lage, in hygienisch 
ausreichenden Bedingungen alleine in einer Wohnung zu leben und sich adäquat zu ernähren. 
Im Gutachten vom 6. Juni 2014 wird ausgeführt, der Beschwerdeführer bemerke selbst zwar 
seine Vergesslichkeit, zeige jedoch kaum Einsicht in seine krankheitsbedingte Störung, unter 
der er leide. Er sei nicht in der Lage, Gefahren und Risiken seines Handelns adäquat einzu-
schätzen. Dabei zeige er eine sehr bagatellisierende, teils verleugnende und abwehrende Hal-
tung, sobald er mit eigenen Handlungen konfrontiert werde. Neurologisch zeigten sich eine af-
fektive Persönlichkeitsveränderung vom dominant frontalen Typ und auch neurokognitive Defizi-
te. Frontale Störungen würden sich vor allem durch eine verminderte Kontrollfähigkeit der Be-
troffenen bezüglich ihrer Handlungen äussern. Konsequenzen würden nicht mehr überdacht. 
Betroffene würden vielmehr und vor allem lustorientiert handeln. 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

7.3 Jene Probleme, die in den Gutachten schon vor mehreren Jahren auf medizinischer 
Ebene diskutiert und beurteilt worden sind, zeigen sich auch im vorliegenden Verfahren. Der 
Beschwerdeführer verfolgt hartnäckig die Absicht, sich in Montenegro niederzulassen und sich 
dort mit seinem geerbten Vermögen in eine Altersresidenz einzukaufen. Das Auswandern in ein 
entferntes Land, dessen Sprache man nicht spricht und versteht, wo sich keine näheren Be-
zugspersonen befinden und der Einkauf in eine Altersresidenz mit einem namhaften Geldbetrag 
sind gewichtige Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen, die eine eingehende Prü-
fung und ein sorgfältiges Abwägen erfordern. Der Beschwerdeführer reichte der KESB zwar 
den Vorvertrag zwischen ihm und der Altersresidenz J.____ in K.____ vom 28. Oktober 2019 
ein. Dieser enthielt jedoch keine genauen Angaben zu den vermögensrechtlichen Umständen 
sowie den Pflegeleistungen. Es drängt sich unter anderem auf abzuklären, welche Konditionen 
für den Einkauf in jene Altersresidenz im Einzelnen gelten und welche Leistungen man dafür 
konkret erhält. Weiter ist entscheidend, ob jene Altersresidenz mit den versprochenen Leistun-
gen finanziell gut abgesichert und auf lange Zeit tragfähig ist oder ob der Beschwerdeführer 
ohne erheblichen finanziellen Verlust dort wieder aussteigen könnte. Zudem ist die Betreuung 
und medizinische Versorgung des Beschwerdeführers in dieser Altersresidenz gänzlich unklar 
sowie die Frage, was bei einer absehbaren Verschlechterung des gesundheitlichen Zustands 
des Beschwerdeführers geschehen wird. Auf diese Fragen hat der Beschwerdeführer bis und 
mit der heutigen Parteiverhandlung keine Antworten an die KESB oder das Gericht liefern kön-
nen. Vielmehr hat sich an der heutigen Parteiverhandlung gezeigt, dass der Beschwerdeführer 
seine täglichen Ausgaben mit seiner Rente bezahlt und neben seiner Eigentumswohnung in 
L.____ kein Vermögen mehr besitzt. Diese Tatsache scheint der Beschwerdeführer auszublen-
den, zumal er glaubt, er könne geerbte flüssige Mittel vollumfänglich ins Ausland transferieren 
und jeden Monat Mietzinseinnahmen aus der geerbten Wohnung beziehen. Die Schulden in der 
Schweiz lässt er gänzlich unbedacht zurück. 
 
7.4 Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass der Beschwerdeführer infolge seines 
Schwächezustands seine vermögensrechtlichen Angelegenheiten nicht interessengerecht 
selbst besorgen kann und er weiterhin schutz- bzw. hilfsbedürftig ist. Für den Beschwerdeführer 
geht es finanziell und persönlich um existenzielle Fragen, welche er objektiv betrachtet auf-
grund seiner geistigen Einschränkungen nicht ohne Hilfe lösen kann. Der Beschwerdeführer 
übersieht, dass die angeordnete Verbeiständung nicht das Ziel verfolgt, ihn von dem gewünsch-
ten Aufenthalt in der Altersresidenz in Montenegro abzuhalten. Vielmehr versucht die KESB den 
geplanten Einkauf in die Altersresidenz genau zu überprüfen und die dafür nötigen Erkundigun-
gen einzuziehen. Letztlich geht es der KESB darum, den Beschwerdeführer vor einer übereilten 
und unvorsichtigen Verpflichtung zu schützen, welche ihm in finanzieller und persönlicher Hin-
sicht schaden könnte. Hingegen scheint der Beschwerdeführer die Bedenken der KESB nicht 
zu verstehen und reicht keine weiteren Unterlagen zur Altersresidenz ein oder macht nähere 
und überprüfbare Angaben dazu. Die bestehenden Massnahmen dienen sowohl dem Schutz 
als auch dem Wohl des Beschwerdeführers und sind an die konkrete Situation angepasst. Mil-
dere Massnahmen, die dem Schutzbedürfnis des Beschwerdeführers angemessen Rechnung 
tragen könnten, sind nicht ersichtlich. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Aufrechterhal-
tung der Beistandschaft als verhältnismässig. Zudem ist die Frage, ob dem Beschwerdeführer 
allenfalls jemand aus der Familie oder dem Freundeskreis die nötige Hilfe und Unterstützung 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

leisten könnte, zu verneinen. In den Akten lässt sich kein Hinweis auf eine geeignete Person 
finden, noch schlägt der Beschwerdeführer eine mögliche Person vor. Schliesslich ist der Be-
schwerdeführer darauf hinzuweisen, dass die angeordnete Beistandschaft zwar zeitlich unbe-
fristet ist, kann aber jederzeit angepasst oder aufgehoben werden, sollte der Beschwerdeführer 
dereinst wieder in der Lage sein, seine administrativen und finanziellen Angelegenheiten selber 
erledigen zu können (vgl. Art. 399 Abs. 2 ZGB). Der angefochtene Entscheid ist dementspre-
chend nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.  
 
8. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Aus-
mass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in der Höhe von ins-
gesamt Fr. 2'200.-- dem unterlegenen Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'400.-- zu verrechnen. Der Beschwerdeführer hat die 
restlichen Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- zu bezahlen. Die Parteikosten sind wett-
zuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
 
 
 
  

Seite 12 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'200.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. Der Beschwerdeführer hat die 
restlichen Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- zu bezahlen. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin