# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b34e1f3-04b4-5586-b3b5-7febbf5da0dc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.07.2009 E-4170/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4170-2009_2009-07-13.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4170/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;
Gerichtsschreiber Jonas Tschan.

A._______, 
Irak,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 18. Juni 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4170/2009

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 17. Septem-
ber 2008 aus dem Irak ausreiste und am 7. Februar 2009 illegal in die 
Schweiz gelangte, wo er am 8. Februar 2009 um Asyl nachsuchte,

dass er im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso am 16. Februar 
2009  summarisch  befragt  und  in  Bern-Wabern  am  17.  Juni  2009 
gemäss  Art. 29 Abs. 1  des  Asylgesetzes  vom 26.  Juni  1998  (AsylG, 
SR 142.31) zu seinen Asylgründen angehört wurde, 

dass er zur Begründung des Asylgesuches vorbrachte, er sei in Mosul, 
wo er gearbeitet habe, unterdrückt worden,

dass er von Mitgliedern der Islami Iraki Partei geschlagen und beraubt 
worden sei,

dass er auf  dem Polizeiposten in B._______ Anzeige erstattet  habe, 
diese jedoch nicht entgegengenommen worden sei,

dass  er  bei  einer  allfälligen  Rückkehr  Angst  vor  der  obgenannten 
Partei habe, da die Mitglieder ihn überall finden würden,

dass ihm der Schlepper seinen irakischen Pass wieder abgenommen 
habe, als sie die Grenze in die Türkei überschritten hätten,

dass der Beschwerdeführer am 16. März 2009 im Auftrag der Fachstel-
le LINGUA des BFM von einem Experten zu seiner geltend gemachten 
Herkunft  begutachtet  und  ihm  anlässlich  der  Anhörung  zu  seinen 
Asylgründen  das  rechtliche  Gehör  zum Abklärungsergebnis  gewährt 
wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 18. Juni 2009 – eröffnet am 22. Juni 
2009 – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylge-
such  nicht  eintrat  und  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, es sei  offensichtlich, 
dass der Beschwerdeführer seine Identitäts- und Reisedokumente den 
Asylbehörden absichtlich vorenthalte, um die falsch angegebene Her-
kunft innerhalb des Iraks nicht preisgeben zu müssen,

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dass  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  widersprüchlich  und 
realitätsfremd  seien  und  somit  zweifellos  ein  Konstrukt  darstellen 
würden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Juni 2009 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und in materieller Hinsicht beantragt, die vorinstanzli-
che Verfügung sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung 
an die Vorinstanz zurückzuweisen, eventualiter sei die Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs festzustellen und die vorläufige Aufnahme 
anzuordnen,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG; 
SR  172.021)  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses ersucht,

dass die vorinstanzlichen Akten am 1. Juli 2009 beim Gericht eintrafen 
(Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG) des  BFM  entscheidet  (Art. 105 
AsylG i.V.m.  Art. 31-34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über 
das Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
[BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch 
gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. a.a.O. 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit  zusätzlicher 
Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den und das BFM in der  angefochtenen Verfügung in  rechtsgenügli-
cher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass aufgrund der realitätsfremden und widersprüchlichen Ausführun-
gen des Beschwerdeführers  davon auszugehen ist,  er  habe authen-
tische  Reise-  und  Identitätspapiere  verwendet,  welche  er  jedoch  in 
Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht  (vgl.  Art. 8  Abs. 1 
Bst. b AsylG) den schweizerischen Asylbehörden vorenthält, 

dass somit die Identität des Beschwerdeführers nicht zweifelsfrei fest-
steht  und  dadurch  auch  seine  persönliche  Glaubwürdigkeit  in  Frage 
gestellt ist, 

dass an dieser Beurteilung auch sein Vorbringen, er werde Alles daran 
setzen, seine Originalidentitätskarte sowie den Nationalitätenausweis 
zu beschaffen,  nichts  an der Sachlage zu ändern vermag, zumal es 
sich bei der Frist von 48 Stunden gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht um die Beschaffung neuer Papiere, sondern um die Abgabe der 
schon existierenden, für die Reise in die Schweiz verwendeten Papiere 
geht,

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dass aufgrund der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung und 
den Akten in Beachtung der im Urteil BVGE 2007/8 festgelegten Richt-
linien (E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es bestehe weder Anlass zur 
Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  noch  zur 
direkten Feststellung der Flüchtlingseigenschaft (Art. 32 Abs. 3 Bstn. b 
und c AsylG), 

dass  der  Einwand,  mit  der  von  der  Fachstelle  LINGUA  des  BFM 
durchgeführten Expertenbegutachtung seien zusätzliche Abklärungen 
vorgenommen worden, welche einem Nichteintretensentscheid entge-
genstünden, nicht stichhaltig ist, zumal gemäss Art. 28a  der Asylver-
ordnung 1  vom  11. August  1999  über  Verfahrensfragen  (AsylV 1, 
SR 142.311)  linguistische Analysen nicht als zusätzliche Abklärungen 
zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Wegweisungs-
vollzugshindernisses gemäss Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG gelten,

dass  die  Ausführungen  der  Vorinstanz  in  der  angefochtenen  Verfü-
gung, wonach die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderun-
gen  an  die  Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  AsylG  nicht  standhalten 
würden, zu schützen sind, 

dass  seine  Vorbringen,  wonach  er  von  Mitgliedern  der  Islami  Iraki 
Partei  geschlagen  und  beraubt  worden  sei,  nicht  geglaubt  werden 
können,  da  seine  diesbezüglichen  Aussagen  völlig  unsubstanziiert 
ausgefallen sind,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 

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regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge  [Flüchtlingskon-
vention, FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im  Sinne  von  Art.  3  der  Konvention  vom  4.  November  1950  zum 
Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (Europäische 
Menschenrechtskonvention,  EMRK,  SR  0.101)  ersichtlich  sind,  die 
dem Beschwerdeführer im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass sich das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 14. März 2008 
(BVGE 2008/5  S. 57  ff.)  ausführlich  mit  der  Frage der  Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs in den kurdischen Nordirak befasst hat,

dass das Gericht im besagten Urteil zusammenfassend festhielt, dass 
die  Anordnung  des  Wegweisungsvollzugs  in  der  Regel  für  alleinste-
hende,  gesunde  und  junge  kurdische  Männer,  die  ursprünglich  aus 
den  drei  kurdisch  kontrollierten  Provinzen  (Dohuk,  Erbil,  Suleymnia) 

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stammen und dort nach wie vor über ein soziales Netz oder Parteibe-
ziehungen verfügen, zumutbar ist,

dass für alleinstehende Frauen und für Familien mit Kindern sowie für 
Kranke  und  Betagte  dagegen  bei  der  Feststellung  der  Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs grosse Zurückhaltung angebracht ist,

dass das am 16. März 2009 im Auftrag der  Fachstelle  LINGUA des 
BFM  von  einem  Experten  zur  Herkunft  des  Beschwerdeführers 
gemachte Gutachten ergeben hat, dass er aufgrund seines kulturellen 
Wissens  und  seiner  sprachlichen  Ausdrucksweise  höchstwahr-
scheinlich aus der Provinz Dohuk stammt, jedenfalls definitiv nicht aus 
B._______, wie er selber behauptete,

dass seinen eigenen Angaben zufolge auch eine Schwester sowie ein 
Onkel  in  der  Provinz  Dohuk  leben  würden,  womit  von einem 
verwandtschaftlichen  Beziehungsnetz  im  Nordirak  auszugehen  ist, 
welches ihn bei einer Rückkehr unterstützen könnte,

dass  es  sich  beim  Beschwerdeführer  gemäss  den  Akten  um  einen 
jungen und gesunden Mann handelt,

dass somit  weder  die  allgemeine Lage im Heimat-  beziehungsweise 
Herkunftsstaat  des  Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf 
eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 
weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

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dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  VwVG  ungeachtet  der  Frage  der 
Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  abzuweisen  ist,  da  die  Be-
schwerdebegehren  nach  dem  Gesagten  als  aussichtslos  zu  be-
zeichnen sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr.  600.– 
(Art. 1-3  des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten 
und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kosten-
vorschusses  mit  vorliegendem  direkten  Urteil  ohne  vorgängige 
Instruktionsmassnahmen gegenstandslos geworden ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM und  an  das 
zuständige kantonale Migrationsamt.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Jonas Tschan

Versand: 

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