# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99ba32c5-c799-5059-8974-65a0b421dadc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-07
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 07.05.2010 D-3210/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3210-2010_2010-05-07.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3210/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  7 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...),
Armenien,
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. April 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3210/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 6. April 2010 in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte, 

dass er bei der Erstbefragung vom 16. April 2010 im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) B._______ sowie anlässlich der am 26. April 
2010 in C._______ durchgeführten direkten Bundesanhörung geltend 
machte,  er  habe  bis  zu  seiner  Ausreise  aus  dem  Heimatland 
zusammen mit seiner Familie in D._______ gewohnt, 

dass  er  am 1. März  2008  an  einer  Protestdemonstration  gegen  die 
Präsidentschaftswahlen  teilgenommen  habe,  bei  der  die  Teilnehmer 
von den Behörden fotografiert beziehungsweise gefilmt worden seien, 

dass er am 14. März 2008 während seiner Abwesenheit von der Polizei 
wegen  seiner  Teilnahme  an  der  Demonstration  zu  Hause  gesucht 
worden sei,

dass  die  Polizei  seiner  Familie  gesagt  habe,  dass  er  sich  bei  der 
Bezirkspolizei  melden  müsse,  ansonsten  er  erhebliche  Nachteile  zu 
gewärtigen habe, 

dass  er  sich  deshalb  während  eines  Monats  bei  seinen Verwandten 
versteckt  habe und anschliessend nach Hause zurückgekehrt  sei,  in 
der Meinung, die Angelegenheit sei in Vergessenheit geraten, 

dass er jedoch am 6. Juli 2008 während seiner Abwesenheit von der 
Polizei erneut zu Hause gesucht worden sei, wobei diese seine Eltern 
massiv bedroht hätten, 

dass  sein  Vater  anschliessend  von der  Polizei  an  seinem Arbeitsort 
ständig aufgesucht worden sei,  wobei er von ihnen unter Drohungen 
aufgefordert worden sei, ihn - den Beschwerdeführer - auszuliefern, 

dass er deshalb erneut bei seinen Verwandten untergetaucht sei, bis 
er am 7. August 2008 nach E._______ (Russland) gezogen sei, wo er 
bei seinem Onkel gewohnt und in einem Grillimbiss gearbeitet habe, 

dass  er  am  8.  März  2010  während  seiner  Arbeit  von  betrunkenen 
Männern zusammengeschlagen worden sei, 

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dass er einen der Männer im Gesicht verletzt habe, als er sich gegen 
die Angreifer gewehrt habe, und anschliessend geflohen sei, 

dass  er  am  folgenden  Tag erfahren  habe,  dass  es  sich  bei  diesen 
Männern um hochrangige Behördenmitglieder handle, die ihm Rache 
geschworen und einen Auftragskiller auf ihn angesetzt hätten, 

dass er daraufhin E._______ verlassen und bei einem Freund seines 
Onkels untergetaucht sei, bis er am 27. März 2010 mit der Hilfe eines 
Schleppers per Auto in die Ukraine gefahren sei, von wo er schliess-
lich per Minibus illegal in die Schweiz eingereist sei, 

dass bezüglich des weiteren Inhalts der Aussagen auf die Protokolle 
bei den Akten verwiesen wird, 

dass der Beschwerdeführer bei der Einreichung des Asylgesuchs im 
EVZ B._______ schriftlich aufgefordert  wurde, innert  48 Stunden ein 
Reise- oder Identitätspapier einzureichen,

dass das BFM mit Entscheid vom 28. April 2010 - eröffnet am gleichen 
Tag - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asyl-
gesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch 
vom 6. April 2010 nicht eintrat und die Wegweisung sowie den Vollzug 
verfügte,

dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Entscheides im Wesent-
lichen  ausführte,  der  Beschwerdeführer  habe  innerhalb  der  ein-
geräumten Frist von 48 Stunden weder ein Reise- noch ein Identitäts-
papier eingereicht, 

dass  der  Beschwerdeführer  angegeben  habe,  seinen  Pass  in  der 
Ukraine dem Schlepper ausgehändigt zu haben, 

dass  grundsätzlich  anzunehmen  sei,  dem  Beschwerdeführer  sei 
bewusst  gewesen,  dass  er  sich  in  jedem  Gast-  beziehungsweise 
Asylland  rechtsgenüglich  identifizieren  müsse,  weshalb  es  wenig 
plausibel erscheine, dass er dem Schlepper seinen Pass ausgehändigt 
habe, 

dass daher eine solche Aussage als  Standardvorbringen zahlreicher 
Gesuchsteller taxiert werden müsse, die nicht gewillt seien, den Asyl-
behörden ihre Identitäts- und Reisepapiere auszuhändigen, 

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dass  zudem  auch  seine  Aussagen  zu  seinen  Reiseumständen 
äusserst realitätsfremd und ohne Substanz seien, 

dass  überdies  seine  geltend  gemachte  Unkenntnis  hinsichtlich  der 
durchreisten Länder  von der  Ukraine bis  in  die  Schweiz  nicht  stich-
haltig sei, zumal strenge Visa- und Passkontrollen bei der Einreise in 
den Schengen-Raum durchgeführt würden, 

dass daher davon ausgegangen werden könne, der Beschwerdeführer 
enthalte  den  Asylbehörden  seine  Identitätspapiere  bewusst  vor,  um 
den Vollzug einer möglichen Wegweisung zu erschweren oder gar zu 
verunmöglichen  beziehungsweise  um  seine  tatsächlichen  Reise-
umstände zu verschleiern, 

dass zudem die Vorbringen des Beschwerdeführers offensichtlich halt-
los  seien,  zumal  seine  Schilderungen in  sämtlichen Bereichen ohne 
Substanz seien und jeglicher Logik entbehren würden, 

dass  insbesondere  das  behauptete  behördliche  Vorgehen  in  keiner 
Weise plausibel  sei,  da es unter  anderem nicht  nachvollziehbar  sei, 
weshalb die armenischen Behörden ihn nach der erstmaligen Suche 
vom 14. März 2008 erst wieder am 6. Juli 2008 gesucht haben sollen,

dass  es  deshalb  auch  nicht  plausibel  sei,  dass  die  Behörden  nach 
dem 6. Juli 2008 seinen Vater mehrmals aufgesucht und ihm mit Haft 
gedroht  haben  sollen,  falls  sie  den  Beschwerdeführer  nicht  finden 
würden, 

dass überdies zu erwähnen sei, dass an den Protesten anlässlich der 
Präsidentschaftswahlen  im  März  2008  laut  allgemein  zugänglicher 
Quellen  zwischen  20'000  und  100'000  Oppositionsanhänger  in 
D._______  teilgenommen  haben,  weshalb  es  abwegig  sei,  dass  die 
armenischen  Behörden  einen  solchen  Aufwand  betrieben  haben 
sollen,  einen  einfachen  Teilnehmer  an  Hand  von  Film-  beziehungs-
weise  Fotoaufnahmen  zu  identifizieren  und  ihn  monatelang  zu  ver-
folgen, 

dass der Beschwerdeführer somit  die Flüchtlingseigenschaft  gemäss 
Art. 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage zusätzliche Ab-
klärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien, 

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dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  4.  Mai  2010  (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde  erhob  und  dabei  beantragte,  er  sei  vom  BFM  als 
Flüchtling anzuerkennen und es sei auf den Vollzug der Wegweisung 
zu verzichten,

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  5.  Mai  2010  beim  Instruktions-
richter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen  (Art.  109  Abs.  2 
AsylG), 

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021])  des  BFM entscheidet  (Art. 105  AsylG i.V.m.  Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 
37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz  zurückweist  (vgl.  Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwaltungsgerichts  BVGE 
2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.), 

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides  auch die  Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet (vgl. a.a.O. E. 2.1 S. 73),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüfte, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art. 111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), wenn 
auf  Grund  der  Anhörung  sowie  gestützt  auf  Art.  3  und  7  AsylG die 
Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art. 32  Abs. 3  Bst. b  AsylG) 
oder  sich  auf  Grund  der  Anhörung  erweist,  dass  zusätzliche  Ab-
klärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind  (Art. 32  Abs. 3  Bst. c 
AsylG),

dass  für  den  Inhalt  der  Beschwerde  auf  die  Beschwerdeschrift  zu 
verweisen ist, 

dass  der  Beschwerdeführer  innert  der  gesetzlichen  Frist  von  48 
Stunden  nach  Einreichung  seines  Asylgesuchs  keine  Papiere  ein-
gereicht  hat,  womit  die  Grundvoraussetzung  für  einen  Nichtein-
tretensentscheid in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG erfüllt 
ist,

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich und - nach 
Prüfung  der  Akten  auch  aus  Sicht  des  Bundesverwaltungsgerichts  - 
überzeugend dargelegt hat, warum für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, wes-
halb zwecks Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf  die 
diesbezüglichen Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, 

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Anhörung zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass nach Prüfung der Akten durch das Gericht - in Übereinstimmung 
mit der Vorinstanz - festzustellen ist, dass die Asylvorbringen des Be-
schwerdeführers in keiner Weise plausibel sind und diesbezüglich auf 
die vorinstanzlichen Erwägungen zu verweisen ist,

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dass die Beschwerdevorbringen nicht geeignet sind, zu einer von der 
Vorinstanz  abweichenden  Betrachtungsweise  zu  führen,  zumal  der 
Beschwerdeführer  den  vorinstanzlichen  Erwägungen  nichts 
Substanzielles entgegenhält und im Wesentlichen lediglich am Wahr-
heitsgehalt der im vorinstanzlichen Verfahren geltend gemachten Vor-
bringen festhält beziehungsweise es bei der blossen Wiedergabe des 
bereits festgestellten Sachverhalts bewenden lässt,  was aber an der 
offensichtlichen  Unglaubhaftigkeit  der  behaupteten  Verfolgungsvor-
bringen nichts zu ändern vermag,

dass sodann die Behauptung des Beschwerdeführers in der Rechts-
mittelschrift,  wonach er in Russland wegen der Schlägerei  auch von 
der Polizei gesucht werde, als nachgeschoben und damit unglaubhaft 
zu beurteilen ist, zumal er dies anlässlich der Befragungen mit keinem 
Wort erwähnte, 

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
und - wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung  ergibt  -  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshinder-
nissen offenkundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhalts-
punkte für die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss 
summarische materielle  Prüfung  vorgenommen oder  zusätzliche Ab-
klärungen getroffen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG  i.V.m.  Art.  32  Abs.  3  AsylG  auf  das  Asylgesuch  des  Be-
schwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21),  weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den 
gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und  demnach  vom Bundesamt  zu 
Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt,  wenn  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht 
zumutbar oder nicht  möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 

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des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip  des  flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich sind, die ihm in Armenien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Armenien noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 

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Rückkehr  schliessen  lassen,  weshalb  der  Vollzug  der  Wegweisung 
vorliegend zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer  durch Vermittlung des Empfangs-  und Ver-
fahrenszentrums  B._______  (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungs-
schein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  B._______  (per 
Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...), mit der Bitte um Eröffnung des 
Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um  Zustellung  der  bei-
liegenden Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand: 

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