# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9aa5f186-09f3-504c-8b29-274f21c634fe
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** HE240195-O3
**Docket/Reference:** HE240195-O3
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/HE240195-O3.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich
Einzelgericht  

Geschäfts-Nr.: HE240195-O

U/mk

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. Claudia Bühler, Präsidentin, sowie Gerichtsschrei-

berin Livia Schlegel

Urteil vom 4. März 2025

in Sachen

A._____ AG, 

Gesuchstellerin

vertreten durch Rechtsanwalt X._____

gegen

B._____ AG, 

Gesuchsgegnerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

sowie

C._____ AG, 

Prozessführende Streitberufene

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht

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Rechtsbegehren:
(act. 1 S. 2)

"1.

2.

Das Grundbuchamt D._____ sei im Sinne von Art. 961 ZGB rich-
terlich anzuweisen, zu Gunsten der Gesuchstellerin und zu Las-
ten des im Eigentum der Gesuchsgegnerin stehenden Grund-
stücks Nr. 1, D._____, ein Bauhandwerkerpfandrecht für eine 
Pfandsumme von Fr. 125'210.25 nebst Zins zu 5% seit dem 9. 
August 2024 sofort vorläufig vorzumerken.

Der Gesuchstellerin sei eine Frist von sechs Monaten, gerechnet 
ab Rechtskraft des Befehlsentscheids betreffend vorläufige Vor-
merkung anzusetzen, um Klage auf definitive Eintragung des 
Bauhandwerkerpfandrechts gemäss Ziff. 1 vorstehend zu Lasten 
des Grundstücks der Gesuchsgegnerin einzureichen.

3.  Die Anweisung sei gestützt auf Art. 265 ZPO einstweilen super-

provisorisch, ohne Anhörung der Gesuchsgegnerin, vorzuneh-
men.

4.  Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchs-

gegnerin."

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:

1.

Prozessverlauf

Die Gesuchstellerin machte ihr Gesuch mit Eingabe vom 3. Dezember 2024 hier-

orts anhängig (act. 1 und 2/3-11). Mit Verfügung vom 5. Dezember 2024 (act. 3) 

wurde dem Gesuch einstweilen entsprochen und das Grundbuchamt D._____ ohne 

Anhörung der Gesuchsgegnerin angewiesen, das Pfandrecht im beantragten Be-

trag vorläufig einzutragen. Gleichzeitig wurde der Gesuchsgegnerin Frist zur Stel-

lungnahme angesetzt. Mit Eingabe vom 23. Dezember 2024 (act. 8) zeigte die Ge-

suchsgegnerin  ihre  Vertretung  an  und  ersuchte  um  Fristerstreckung,  welche  ge-

währt wurde. Mit Eingabe vom 17. Januar 2025 (act. 12) ersuchte die Gesuchsgeg-

nerin  erneut  um  Fristerstreckung,  woraufhin  ihr  eine  Notfrist  gewährt  wurde.  Mit 

Eingabe vom 21. Januar 2025 (act. 16) informierte die Gesuchsgegnerin das Ge-

richt,  dass  sie  der  C._____  AG  aussergerichtlich  den  Streit  verkündet  habe.  Mit 

Eingabe selben Tags (act. 19) reichte die Gesuchsgegnerin in Absprache mit der 

Streitberufenen eine Zahlungsgarantie der E._____ [Bank] vom 10. Januar 2025 

(Garantie Nr. 2; act. 20) ein. Mit Eingabe ebenfalls vom 21. Januar 2025 (act. 21) 

erklärte die Streitberufene, den Prozess anstelle der Gesuchsgegnerin zu führen 

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und  nahm  zum  Gesuch  Stellung.  Mit  Verfügung  vom  23.  Januar  2025  (act.  23) 

wurde die Prozessführung durch die Streitberufene anstelle der Gesuchsgegnerin 

vorgemerkt und der Gesuchstellerin Frist angesetzt, um zu den Eingaben der Ge-

suchsgegnerin und der Streitberufenen, insbesondere zur angebotenen Sicherheit, 

Stellung zu nehmen. Mit Eingabe vom 3. Februar 2025 (act. 26) zeigte die Gesuch-

stellerin ihre Vertretung an und ersuchte um Fristerstreckung. Die Stellungnahme 

vom 12. Februar 2025 (act. 30) erfolgte innert erstreckter Frist. Das Verfahren er-

weist sich als spruchreif.

2.

Prozessgegenstand

2.1. Die  Gesuchsgegnerin  ist  Eigentümerin  der  streitgegenständlichen  Liegen-

schaft an der F._____-/G._____-strasse in D._____ (Prot. S. 2). Sie engagierte die 

prozessführende  Streitberufene  als  Totalunternehmerin  (act. 16  Rz. 4).  Diese 

schloss mit der H._____ AG einen Werkvertrag betreffend Metallarbeiten ab (act. 1 

S. 3 Rz. 1). Die H._____ AG schloss wiederum mit der Gesuchstellerin einen Werk-

vertrag betreffend Ersatz des Holzhandlaufs an den Geländern in den Wohnungen 

bzw. im Treppenhaus ab (act. 1 S. 3 Rz. 1; act. 21 Rz. 11; act. 2/3).

2.2. Die Gesuchstellerin verlangt die vorläufige Eintragung eines Bauhandwer-

kerpfandrechts  im  Umfang  von  CHF  125'210.25  zuzüglich  Zins  zu  5%  seit  dem 

9. August 2024. Die prozessführende Streitberufene beantragt im Wesentlichen die 

Feststellung, dass die eingereichte Bankgarantie als vorläufig hinreichende Sicher-

heit i.S.v. Art. 839 Abs. 3 ZGB gelte, sowie die Löschung der vorläufigen Eintragung 

im Grundbuch (act. 21 Anträge). Zudem bestreitet sie die Einhaltung der Viermo-

natsfrist (act. 21 Rz. 25 ff.).

3.

Rechtliche Grundlagen

3.1. Gemäss Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB kann eine 

vorläufige Eintragung vorgemerkt werden zur Sicherung des Anspruchs auf Errich-

tung  eines  gesetzlichen  Grundpfandrechts  "für  die  Forderungen  der  Handwerker 

oder Unternehmer, die auf einem Grundstück zu Bauten oder anderen Werken, zu 

Abbrucharbeiten, zum Gerüstbau, zur Baugrubensicherung oder dergleichen Ma-

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terial und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben, an diesem Grundstück, sei es, 

dass sie den Grundeigentümer, einen Handwerker oder Unternehmer, einen Mie-

ter,  einen  Pächter  oder  eine  andere  am  Grundstück  berechtigte  Person  zum 

Schuldner haben". Nach Art. 839 Abs. 2 ZGB hat die Eintragung des Pfandrechts 

bis spätestens vier Monate nach der Vollendung der Arbeit zu erfolgen.

3.2.

Im vorläufigen Eintragungsverfahren gilt das Beweismass der Glaubhaftma-

chung  (Art. 961  Abs. 3  ZGB;  Art. 261  Abs. 1  ZPO).  Nach  allgemeiner  Ansicht  ist 

das  Beweismass  in  diesem  Verfahren  gegenüber  anderen  Arten  vorsorglicher 

Massnahmen  allerdings  besonders  stark  herabgesetzt  (BGE  137  III  563  E. 3.3; 

SCHUMACHER/REY, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 4. Aufl. 2021, Rz. 1533 ff.). An 

die  Glaubhaftmachung  dürfen  folglich  keine  besonderen  Anforderungen  gestellt 

werden  (Urteil  des  Bundesgerichts  5P.221/2003  vom  12. September  2003, 

E. 3.2.1). Die vorläufige Eintragung darf nur verweigert werden, wenn der Bestand 

des Pfandrechts als ausgeschlossen oder höchst unwahrscheinlich erscheint (BGE 

86  I  265,  E. 3;  Urteil  des  Bundesgerichts  5A_933/2014  vom  16. April  2015, 

E. 3.3.2).  Im  Zweifelsfall  ist  die  vorläufige  Eintragung  zu  bewilligen  und  die  Ent-

scheidung über Bestand und Umfang des Pfandrechtes dem ordentlichen Gericht 

vorzubehalten.  Dies  gilt  insbesondere  bei  unklarer  oder  unsicherer  Rechtslage 

(BGE 102 Ia 81 E. 2b/bb; 86 I 265 E. 3; Urteil des Bundesgerichts 5A_280/2021 

vom 17. Juni 2022, E. 3.1).

4.

Pfandeintragungsanspruch

4.1. Die Gesuchstellerin hat glaubhaft dargelegt, mit dem Ersatz der Handläufe 

pfandberechtigte  Arbeiten  auf  dem  Grundstück  der  Gesuchsgegnerin  ausgeführt 

zu haben. Der offene Betrag von CHF 125'210.25 ist durch die eingereichten Rech-

nungen  (act.  2/4-10)  belegt  und  übersteigt  die  vereinbarte  Werksumme  von 

CHF 133'000.– (vgl. act. 2/3) nicht.

4.2. Betreffend Einhaltung der Viermonatsfrist bringt die Gesuchstellerin vor, ihre 

letzten Arbeiten am 9. August 2024 ausgeführt und ihren Auftrag somit zu Ende 

geführt zu haben. Gleichentags habe sie der H._____ AG die Schlussrechnung in 

der Höhe von CHF 5'034.85 in Rechnung gestellt (act. 1 S. 3 Rz. 2; act. 2/4).

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4.3. Die Gesuchsgegnerin bestreitet, dass die Gesuchstellerin ihre letzten Arbei-

ten am 9. August 2024 ausgeführt habe. Aus der Rechnung vom 9. August 2024 

gehe in keiner Weise hervor, ob und wann die darin verrechneten Arbeiten erbracht 

worden sein sollen. Es wird bestritten, dass die Rechnung am gleichen Tag wie die 

letzten  Arbeiten  gestellt  worden  sei.  Die  Rechnung  betreffe  die  Reparatur  eines 

montierten Handlaufs im Treppenhaus 9a. Die Handläufe des Hauses 9a seien aus-

schliesslich von der H._____ AG in Liquidation montiert und nachgebessert wor-

den. Sollte die Gesuchstellerin im Haus 9a überhaupt Arbeiten ausgeführt haben, 

würde es sich um vereinzelte Nacharbeiten handeln (act. 21 Rz. 13 ff.; act. 22/3). 

Die Gesuchstellerin habe spätestens am 27. Juli 2024 die vertraglich geschuldeten 

Arbeiten  –  Herstellung,  Lieferung  und  Montage  der  Holzhandläufe  –  vollendet 

(act. 21 Rz. 12; act 2/10).

4.4. Gemäss  Werkvertrag  zwischen  der  Gesuchstellerin  und  der  H._____  AG 

war das "Ersetzen vom bestehendem Holzhandlauf, inkl. Gehrungen Eckeverbin-

dungen und diversen Richtungswechsel. Spachteln und Schleifen, Naturölen 2mal" 

vereinbart (act. 2/3; act. 1 S. 3 Rz. 1 und S. 4 Rz. 1; act. 21 Rz. 11). Laut Rechnung 

vom  9.  August  2024  reparierte  die  Gesuchstellerin  den  montierten  Handlauf  im 

Treppenhaus 9a inkl. Spachteln und Schleifen während 50 Stunden und ölte diesen 

(act. 2/4;  act.  21  Rz.  15).  Die  Gesuchstellerin  stellte  fortlaufend  Rechnungen  für 

ihre  Leistungen.  Die  vorangehenden  Rechnungen  datieren  vom  25.  und  27.  Juli 

2024 (act. 2/9-10; act. 1  S. 3 Rz. 3; act. 21 Rz. 15). Die Rechnung vom 9. August 

2024 dürfte somit im Zeitraum vom 28. Juli bis am 9. August 2024 ausgeführte Ar-

beiten betreffen. Dabei scheint es nicht höchst unwahrscheinlich, dass es sich bei 

den Arbeiten um Vollendungsarbeiten handelte. So arbeitete die Gesuchstellerin 

mindestens  50  Stunden  an  diesem  Handlauf  und  handelt  es  sich  beim  Ölen  um 

eine vertraglich explizit geschuldete Arbeit. Weiter ist nicht ausgeschlossen, dass 

die Arbeiten – wie von der Gesuchstellerin behauptet – erst am 9. August vollendet 

wurden. Selbst bei deren Vollendung ein paar Tage zuvor (bis am 5. August 2024) 

wäre die Viermonatsfrist jedoch gewahrt.

4.5. Die Gesuchsgegnerin macht weiter geltend, dass die Gesuchstellerin Mate-

rial und Arbeiten in den Treppenhäusern verschiedener Bauwerke erbracht habe. 

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Die  Arbeiten  für  die  jeweiligen  Treppenhäuser  würden  keine  funktionelle  Einheit 

bilden. Dies anerkenne auch die Gesuchstellerin, welche ihre Arbeiten jeweils pro 

Haus abgerechnet habe. Folglich wären höchstens Leistungen von CHF 5'034.85 

inkl. MwSt. einzutragen (act. 21 Rz. 28 f.). 

4.6. Grundsätzlich unterliegen die Bauarbeiten für jedes einzelne Bauwerk je ei-

nem eigenen, d.h. von den Bauarbeiten für die anderen Bauwerke getrennten, Fris-

tenlauf. Ein einheitlicher Fristbeginn gilt, wenn die mehreren Bauwerke eine funkti-

onelle Einheit bilden und ausserdem zeitnah, d.h. entweder gleichzeitig oder un-

verzüglich nacheinander, hergestellt werden. Der Abschluss eines einzigen Werk-

vertrags ist allenfalls ein Indiz für die funktionelle Einheit mehrerer Bauarbeiten oder 

mehrerer Bauwerke (SCHUMACHER/REY, a.a.O., Rz. 1182 ff.).

4.7.

Im  Rahmen  des  vorsorglichen  Eintragungsverfahrens  ist  davon  auszuge-

hen, dass der Ersatz der Handläufe der Treppengeländer eine funktionelle Einheit 

bildet. Es wurde nur ein Werkvertrag für das Objekt "D._____ F._____ / G._____-

strasse" abgeschlossen. Beim Ersatz der Handläufe handelt es sich um eine sehr 

spezifisch Aufgabe, die bei den einzelnen Hausnummern unverzüglich nacheinan-

der erfolgte (von Mai bis August 2024). Somit ist einstweilen ein einheitlicher Fris-

tenlauf anzunehmen. Schliesslich sind die gemäss Rechnung vom 9. August 2024 

erbrachten  Leistungen,  wie  bereits  ausgeführt,  gemäss  Werkvertrag  vom  7. Mai 

2024  (act.  2/3)  geschuldet  und  nicht,  wie  von  der  Gesuchsgegnerin  geltend  ge-

macht (act. 21 Rz. 30 f.), Inhalt eines allfälligen neuen Vertrags. Mit der vorläufigen 

Eintragung des Pfandrechts am 5. Dezember 2024 (vgl. act. 3-6) wurde die Vier-

monatsfrist für sämtliche Forderungen der Gesuchstellerin gewahrt.

4.8. Die  Gesuchstellerin  verlangt  weiter  Zins  zu  5%  seit  dem  9.  August  2024. 

Gemäss eigenen Ausführungen sowie Werkvertag betrug die Zahlungsfrist 30 Tage 

nach Beendigung des Auftrags (act. 1 Rz. 4; act. 2/3). Entsprechend sind die Ver-

zugszinsen erst ab dem 9. September 2024 geschuldet (vgl. auch act. 21 Rz. 18).

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5.

Hinreichende Sicherheit

5.1. Gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB kann die Eintragung eines Bauhandwerker-

pfandrechts  nicht  verlangt  werden,  wenn  der  Eigentümer  oder  ein  Dritter  für  die 

angemeldete Forderung hinreichende Sicherheit leistet. Ein bereits eingetragenes 

Pfandrecht ist in diesem Fall zu löschen. Sofern der Unternehmer die Sicherheit 

nicht als genügend anerkennt, stellt das Gericht fest, ob die Sicherheit für die an-

gemeldete Forderung hinreichend im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB ist (vgl. SCHU-

MACHER/  REY,  a.a.O.,  Rz. 1301  f.).  Inhaltlich  ist  die  Sicherheit  dann  hinreichend, 

wenn sie die Forderung voll und ganz sichert. Die Vergütungsforderung umfasst in 

der Regel einen Kapitalbetrag und Verzugszinsen. Letztere sind ohne zeitliche Be-

schränkung pfandberechtigt (SCHUMACHER/REY, a.a.O., Rz. 1226 ff.). In qualitativer 

Hinsicht wird namentlich vorausgesetzt, dass die Beanspruchung der Ersatzsicher-

heit gegenüber der Beanspruchung eines definitiv eingetragenen Bauhandwerker-

pfandrechts nicht erschwert sein darf. Die meisten Ersatzsicherheiten erfüllen diese 

Voraussetzung, denn im Vergleich zur Betreibung auf Grundpfandverwertung, die 

sehr  aufwendig  und  zeitraubend  ist,  erleichtern  und  beschleunigen  die  gängigen 

Sicherungsgeschäfte, namentlich die Bankgarantie, den Zugriff des Unternehmers 

auf das Haftungssubstrat. Wird die Inanspruchnahme der Ersatzsicherheit mit Mo-

dalitäten und Auflagen verbunden, die der Rechtssicherheit dienen, ist dies zuläs-

sig, sofern sie zweckmässig und verhältnismässig sind (SCHUMACHER/REY, a.a.O., 

Rz. 1245).

5.2. Die Gesuchsgegnerin reichte in Absprache mit der Streitberufenen eine Zah-

lungsgarantie der E._____ vom 10. Januar 2025 (Garantie Nr. 2; act. 20) ein. Die 

Gesuchstellerin betrachtet die eingereichte Zahlungsgarantie als nicht hinreichend. 

Die Auflage "Aus Identifikationsgründen ist die Zahlungssaufforderung unter dieser 

Verpflichtung  der  E._____  durch  eine  erstklassige  Bank  zuzuleiten,  mit  deren 

schriftlichen Bestätigung, dass die Zahlungsaufforderung durch für die Begünstigte 

zeichnungsberechtigte  Personen  rechtsgültig  unterzeichnet  ist."  sei  unzulässig. 

Das Erschwernis der Zahlungsaufforderung durch eine erstklassigen Bank sei ab-

solut unverhältnismässig und zwecklos. Für die Unterschriftsprüfung existiere das 

Instrument der Beglaubigung (act. 30).

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5.3. Eine erstklassige Bank bedeutet eine Bank mit einem Rating von mindes-

tens  "A".  Alle  Schweizer  Banken  haben  ein  Rating  von  mindestens  "A"  (vgl. 

www.moneyland.ch/de/bankenrating).  Das  Erfordernis  der  Zahlungsaufforderung 

durch  eine  erstklassige  Bank  ist  nachvollziehbar  und  verhältnismässig.  Im  Inter-

esse der Rechtssicherheit sowie einer korrekten Erfüllung der Zahlungsverpflich-

tung muss die Bank in der Lage sein, die Richtigkeit der Unterschriften bzw. die 

Identität der Begünstigten möglichst einfach und verlässlich zu überprüfen. Wes-

halb eine einfache schriftliche Bestätigung gegenüber einer Beglaubigung die Gel-

tendmachung  erschweren  sollte,  erschliesst  sich  nicht.  Da  eine  Bankgarantie  im 

Vergleich zur Betreibung auf Grundpfandverwertung auch den Vorteil des erleich-

terten und beschleunigten Zugriffs auf das Haftungssubstrat mit sich bringt, recht-

fertigt es sich, die Zahlungsgarantie vom 10. Januar 2025 im vorliegenden Fall als 

hinreichend zu betrachten.

6.

Folgen der Sicherheitsleistung

6.1. Mit Leistung einer hinreichenden Sicherheit wird der Streit nur dann beendet, 

wenn die Sicherheit definitiv bestellt wird. Im vorliegenden Fall wurde die Sicherheit 

nur zur Ablösung des vorläufig eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts geleistet 

(vgl. act. 19 und act. 21 Rz. 5). Demgemäss ist der Gesuchstellerin Frist anzuset-

zen, um beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht auf definitive Bestellung der 

Sicherheit zu klagen. Die Beurteilung, gegen wen die Gesuchstellerin ihre Klage 

einzureichen  hat  (gegen  die  Sicherheit  leistende  prozessführende  Streitberufene 

und/oder die Gesuchsgegnerin als Grundeigentümerin), liegt in der Verantwortung 

der Gesuchstellerin.

6.2. Die Prosequierungsfrist ist praxisgemäss auf 60 Tage festzulegen, allfällige 

Gerichtsferien sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht zu berück-

sichtigen  (BGE  143  III  554  E.  2.5.2).  Eine  Verlängerung  dieser  Frist  ist  möglich, 

bedarf aber eines gesonderten und begründeten Gesuches (Art. 144 Abs. 2 ZPO); 

dieses würde in einem kostenpflichtigen Nachverfahren behandelt. Als zureichende 

Gründe für eine Fristerstreckung gemäss Art. 144 Abs. 2 ZPO werden nur entweder 

die  Zustimmung  der  Gegenpartei  oder  von  der  Partei  nicht  vorhersehbare  oder 

nicht beeinflussbare Hinderungsgründe anerkannt.

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6.3. Die  Gesuchstellerin  beantragt,  die  Prosequierungsfrist  auf  sechs  Monate 

festzulegen (act. 1 Rechtsbegehren Ziff. 2; S. 5 Rz. 6). Der allgemeine Hinweis auf 

die Möglichkeit der Begleichung der Werklohnforderung oder die Erledigung durch 

aussergerichtlichen Vergleich rechtfertigt die Ansetzung einer längeren Prosequie-

rungsfrist nicht. Der Gesuchstellerin steht es frei, bei Bedarf ein begründetes Ge-

such um Fristerstreckung einzureichen.

7.

Kosten- und Entschädigungsfolgen

7.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des Ober-

gerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster 

Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2 Abs. 1 

lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 125'210.25 auszugehen, wo-

bei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8 Abs. 1 GebV 

OG auf CHF 5'000.– festzusetzen ist.

7.2. Über den Pfand- bzw. Sicherstellungsanspruch der Gesuchstellerin ist noch 

nicht definitiv entschieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob 

die Gesuchstellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, im vorliegenden 

Verfahren lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Gemäss Praxis des 

Einzelgerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich sind die Gerichtskosten im 

Verfahren betreffend die vorläufige Eintragung des Pfandrechts von der Gesuch-

stellerin zu beziehen, wobei der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen 

Verfahren vorbehalten bleibt.

7.3. Auch der Entscheid betreffend die Entschädigungsfolgen ist dem ordentli-

chen Verfahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch 

nicht prosequieren sollte, gilt was folgt: Die Gesuchsgegnerin hat keine Parteient-

schädigung beantragt, weshalb ihr keine solche zuzusprechen ist. Die prozessfüh-

rende Streitberufene hätte als nicht anwaltlich vertretene Partei grundsätzlich An-

spruch auf den Ersatz notwendiger Auslagen und in begründeten Fällen auf eine 

angemessene  Umtriebsentschädigung  (Art. 95  Abs. 3  lit. a  und  c  ZPO).  Die  Zu-

sprechung einer Umtriebsentschädigung bedarf jedoch einer besonderen Begrün-

dung (BGer 5A_695/2020 vom 26. April 2021, E. 5.1). Mangels Begründung ist der 

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prozessführenden  Streitberufenen  keine  Umtriebsentschädigung  zuzusprechen 

(vgl. act. 21 Rz. 33).

Das Einzelgericht erkennt:

1.

Es wird festgestellt, dass die Gesuchsgegnerin bzw. die prozessführende 

Streitberufene mit Zahlungsgarantie der E._____ Nr. 2 vom 10. Januar 2025 

hinreichende Sicherheit geleistet hat für die von der Gesuchstellerin zur Ein-

tragung eines Bauhandwerkerpfandrechts angemeldete Forderung.

2.

Das Grundbuchamt D._____ wird angewiesen, das aufgrund der Verfügung 

des Einzelgerichts des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 5. Dezem-

ber 2024 vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht nach unbenutz-

tem Ablauf der Rechtsmittelfrist vollumfänglich zu löschen

auf Grundstück Kat. Nr. 1, GBBl. 3, EGRID CH 4,

F._____-G._____-strasse, D._____,

für eine Pfandsumme von CHF 125'210.25 nebst Zins zu 5 % seit 9. August 

2024.

3.

Die Obergerichtskasse des Kantons Zürich wird angewiesen, die Bankga-

rantie der E._____ Nr. 2 vom 10. Januar 2025 (act. 20) – nach unbenutztem 

Ablauf der Rechtsmittelfrist – an die Gesuchstellerin herauszugeben.

4.

Der Gesuchstellerin wird – auch unter Berücksichtigung allfälliger Gerichts-

ferien – eine Frist bis 5. Mai 2025 angesetzt, um beim zuständigen Gericht 

eine Klage auf definitive Bestellung der Sicherheit anzuheben, unter der An-

drohung, dass sonst Verzicht auf die Sicherstellung angenommen wird und 

die Gesuchsgegnerin / die prozessführende Streitberufene die Herausgabe 

der Sicherheit von der Gesuchstellerin verlangen kann.

5.

Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 5'000.–.

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Die weiteren Kosten betragen CHF 72.60 (Rechnung Nr. 149617.01 des 

Grundbuchamtes D._____ vom 6. Dezember 2024). Allfällige weitere Kosten 

bleiben vorbehalten.

6.

Die Kosten werden von der Gesuchstellerin bezogen. Vorbehalten bleibt der 

endgültige Entscheid des Gerichts im nachfolgenden ordentlichen Verfahren 

gemäss Dispositiv-Ziffer 4. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin innert Frist 

gemäss Dispositiv-Ziffer 4 die Klage nicht anhängig macht, werden ihr die 

Kosten definitiv auferlegt.

7.

Die Regelung der Entschädigungsfolgen wird dem Gericht im nachfolgenden 

ordentlichen Verfahren vorbehalten. Versäumt die Gesuchstellerin jedoch 

die ihr in Dispositiv-Ziffer 4 angesetzte Frist zur Anhebung der Klage, wird 

der Gesuchsgegnerin keine Parteientschädigung und der prozessführenden 

Streitberufenen keine Umtriebsentschädigung zugesprochen.

8.

Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an die prozessführende Streitbe-

rufene, an die Gesuchsgegnerin und die prozessführende Streitberufene un-

ter Beilage der Doppel von act. 30, sowie nach unbenutztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an das Grundbuchamt D._____ und an die Obergerichts-

kasse des Kantons Zürich.

9.

Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 

von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 125'210.25.

Die gesetzlichen Fristenstillstände geltend nicht (Art. 46 Abs. 2 BGG).

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Zürich, 4. März 2025

HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH
Einzelgericht

Die Gerichtsschreiberin:

Livia Schlegel