# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71c6b672-77f9-5cc7-930e-35ca9434f73f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-01-15
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 15.01.2024 VBE.2023.335
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-335_2024-01-15.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2023.335 / ss / nl  
Art. 4 

 

 

Urteil vom 15. Januar 2024 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichter Roth  

Gerichtsschreiber Siegenthaler 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____  

vertreten durch lic. iur. Markus Zimmermann, Rechtsanwalt, 

Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401 Baden  

 

  
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern  

 

  
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 15. Juni 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1984 geborene Beschwerdeführer ist seit dem 1. Mai 2017 als Projekt-

koordinator Logistik angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Beschwer-

degegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Nichtberufs- und Berufsun-

fällen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 7. Oktober 2019 stürzte er 

mit dem Fahrrad beim Befahren einer kleinen Rampe und zog sich dabei 

Verletzungen am Kopf, der rechten Schulter und dem linken Ellenbogen 

sowie oberflächliche Schürfungen zu. In der Folge anerkannte die Be-

schwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für die Folgen des fraglichen Ereig-

nisses und richtete die gesetzlichen Leistungen (Heilungskosten und Tag-

geld) aus. Nach steter Verbesserung des Gesundheitszustands und schritt-

weiser Erhöhung des Arbeitspensums teilte der Beschwerdeführer der Be-

schwerdegegnerin im Mai 2020 bei lediglich fortbestehenden Taubheitsge-

fühlen im Daumenbereich (rechts) telefonisch mit, dass die Behandlung ab-

geschlossen werden könne. 

 

1.2. 

Am 22. Dezember 2020 meldete der Beschwerdeführer der Beschwerde-

gegnerin telefonisch einen Rückfall. Namentlich würden seit Oktober 2020 

vermehrt Beschwerden im Bereich der HWS auftreten und die Gefühlsstö-

rungen im Bereich des Daumens hätten sich verschlimmert. Nach entspre-

chenden medizinischen Abklärungen verfügte die Beschwerdegegnerin am 

17. Mai 2021 mangels Unfallkausalität der neu geltend gemachten Be-

schwerden, dass keine Versicherungsleistungen erbracht würden. Nach-

dem der Beschwerdeführer dagegen Einsprache erhoben hatte, zog die 

Beschwerdegegnerin die Verfügung für weitere medizinische Abklärungen 

zurück. Nach erneuten, insbesondere neurologischen Abklärungen ver-

fügte die Beschwerdegegnerin am 3. August 2022 mangels Kausalität des 

Unfalls für die geltend gemachten Nacken- und Handbeschwerden die 

rückwirkende Einstellung der Versicherungsleistungen per 7. Januar 2021. 

Die dagegen gerichtete Einsprache des Beschwerdeführers wies die Be-

schwerdegegnerin nach erneuter Rücksprache mit dem kreisärztlichen 

Dienst mit Einspracheentscheid vom 15. Juni 2023 ab. 

 

2. 

2.1. 

Am 16. August 2023 erhob der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid 

fristgerecht Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Der Einspracheentscheid vom 15.06.2023 sei vollumfänglich aufzuhe-
ben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlich geschuldeten 
Leistungen (Heilkosten etc.) auch über den 07.01.2021 hinaus zuzu-
sprechen. 

 

 - 3 - 

 

 

 2. Eventualiter sei die Sache zur ordnungsgemässen Abklärung des me-
dizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." 

 
2.2. 

Mit Eingabe vom 29. August 2023 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf 

eine umfassende Stellungnahme und beantragte die Abweisung der Be-

schwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Vorliegend ist unbestritten, dass die ursprünglich festgestellten somati-

schen Verletzungen des Beschwerdeführers, namentlich die Fraktur des 

Condylus occipitalis rechts, die Schulterprellung rechts, die Ellenbogen-

prellung links sowie die oberflächlichen Schürfungen (vgl. Vernehmlas-

sungsbeilage [VB] 28 S. 1) verheilt sind und entsprechend keine Leistungs-

pflicht der Beschwerdegegnerin mehr begründen (VB 143 S. 3; 169 S. 5; 

Beschwerde, Ziff. 25). 

 

Ebenso ist grundsätzlich unbestritten, dass beim Beschwerdeführer über 

den 7. Januar 2021 hinaus Sensibilitätsstörungen an der oberen rechten 

Extremität bestanden (VB 125 S. 3; 143 S. 3; 166 S. 2; 169 S. 6). Streitig 

und zu prüfen bleibt damit deren Ursache und damit letztlich die Frage, ob 

die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom 15. Juni 2023 zu 

Recht deren Kausalität zum Ereignis vom 7. Oktober 2019 verneinte und 

die Leistungen folglich zu Recht per 7. Januar 2021 einstellte. 

 

2. 

2.1. 

2.1.1. 

Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden 

(Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-

stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge-

treten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit ein-

getreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 

die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, 

dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher 

Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 

anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicher-

ten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge-

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dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Stö-

rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen; vgl. auch 

BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f. und 129 V 402 E. 4.3.1 S. 406). 

 

2.1.2. 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 

der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. 

(BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1 

S. 181) zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs ge-

nügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 

E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Die Sozialversicherungsorgane und das Ge-

richt haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 

allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 

(BGE 126 V 353 E. 5b S. 360). Der Beweis des natürlichen Kausalzusam-

menhangs ist in erster Linie mittels Angaben medizinischer Fachpersonen 

zu führen (Urteil des Bundesgerichts 8C_331/2015 vom 21. August 2015 

E. 2.2.3.1). 

 

2.1.3. 

Die Anerkennung der Leistungspflicht durch den Unfallversicherer ist in 

rechtlicher Hinsicht von Belang. Ist die Unfallkausalität einmal mit der erfor-

derlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die deswegen aner-

kannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht 

die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, 

wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa-

chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesund-

heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo 

ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-

gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder 

später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leis-

tungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfal-

len jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge-

sundheitsschadens mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-

lichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich feh-

lender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hier-

bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entspre-

chende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründen-

der natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-

cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (Urteil des Bundesgerichts 

8C_734/2021 vom 8. Juli 2022 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 

 

 - 5 - 

 

 

2.2. 

2.2.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

  

2.2.2. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder im 

Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebe-

nen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind 

ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 469 f. 

und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

2.2.3.  

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist ins-

besondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer persön-

licher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesge-

richts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. De-

zember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

3. 

3.1. 

Aus den medizinischen Akten geht – insbesondere betreffend die vom Be-

schwerdeführer über den 7. Januar 2021 hinaus vorgebrachten Sensibili-

tätsstörungen (vgl. E. 1 hiervor) – im Wesentlichen Folgendes hervor: 

 

3.2. 

Der Beschwerdeführer war vom Unfalltag, dem 7. Oktober 2019, bis zum 

15. Oktober 2019 im Spital B._____ hospitalisiert. Dort stellte man die fol-

genden Diagnosen (VB 28 S. 1): 

 

  "Fraktur Condylus occipitalis rechts […] 

 Leichtes Schädel-Hirn-Trauma Marshall Grad I […] 

 - 6 - 

 

 

 Schulterprellung rechts 

 Ellenbogenprellung links 

 Oberflächliche Schürfungen […]" 

 
Die Erstbehandler im Spital B._____ stellten eine Prellmarke frontal links 

fest. Es hätten sich keine peripheren sensomotorischen Defizite ergeben. 

Während eine Druckdolenz über der oberen HWS und einer Hypästhesie 

über dem rechten Daumen festgestellt wurde, zeigten sich initial keine mo-

torischen Defizite (VB 28 S. 1). Eben solche seien dann aber am Folgetag 

am rechten Arm aufgetreten (Fingerspreizer, Ellenbogenflexion M4, Schul-

terabduktion M3), weshalb entsprechend bildgebende Verfahren initiiert 

worden seien (VB 28 S. 2; vgl. 104 ff.). Gestützt auf diese Abklärungen 

wurde festgehalten, in der MRI der HWS vom 8. Oktober 2019 hätte sich 

keine relevante Neurokompression als Erklärung für die beim Beschwerde-

führer bestehenden Paresen gezeigt. Auch bei der am 9. Oktober 2019 

durchgeführten MRI von Plexus cervikalis und brachialis hätten sich keine 

Hinweise auf eine periphere Nervenkompression als Ursache der Be-

schwerden gefunden. Die persistierenden sensomotorischen Ausfälle 

seien daher als Folge einer Traumatisierung / Überdehnung des Nervs in-

terpretiert worden, weshalb während zwei Tagen eine Steroidtherapie etab-

liert worden sei. Aufgrund von bildgebend gezeigten Kaliberirregularitäten 

der rechten A. vertebralis seien zum Ausschluss einer Dissektion weiter-

führende Abklärungen veranlasst worden, die einen unauffälligen Befund 

der intra- und extrakraniellen Gefässe ohne Nachweis einer Dissektion er-

geben hätten. Auch MR-tomographisch hätten sich in den fettsupprimierten 

T1-Sequenzen keine Hinweise auf eine Dissektion gezeigt. Die sensomo-

torischen Defizite seien im Verlauf regredient gewesen. Bei Verlegung 

habe der Beschwerdeführer noch unter einer persistierenden Hypästhesie 

des rechten Daumens gelitten. Aufgrund der Paresen sei eine Neuroreha-

bilitation in die Wege geleitet worden, in welche der Beschwerdeführer am 

15. Oktober 2019 übertreten könne (VB 28 S. 2, vgl. 104 ff.). 

 

3.3. 

Im Anschluss war der Beschwerdeführer vom 15. Oktober 2019 bis zum 

6. November 2019 in der Rehaklinik C._____ hospitalisiert (VB 25 S. 1). 

Diese wiederholte im Wesentlichen die Diagnosen des Spitals B._____ 

(vgl. E. 3.2.1. hiervor), ergänzte jedoch bezüglich des Schädel-Hirn-Trau-

mas (VB 25 S. 1): 

 

"- 08.10.2019 MRI HWS: Keine relevante Neurokompression als Erklärung 
für die bestehenden Paresen 

 - 09.10.2019 MRI Plexus cerivcalis und brachialis: Unauffällig. Kaliberirre-
gularität der rechten A. vertebralis (in der am 12.10.2019 durchgeführten 
Doppler-Untersuchung keine Hinweise für aneursymatische Erweiterun-
gen der Gefässe gefunden)." 

 

 - 7 - 

 

 

Entsprechend wurde im Austrittsbericht der Rehaklinik C._____ vom 

12. November 2019 festgehalten, in den umfassenden, im Vorfeld der 

Reha durchgeführten bildgebenden Abklärungen hätten sich keine Hin-

weise für eine traumatisch bedingte Schädigung eines betroffenen Nervs 

finden lassen (VB 25 S. 2). Der Bericht zeigt zudem auf, dass durch die 

Reha vor allem die allgemeine Belastbarkeit sowie die Beweglichkeit in den 

Schultergelenken verbessert werden konnte (VB 25 S. 2 f.). Das bei Eintritt 

festgestellte (rückläufige) Taubheitsgefühl im Bereich des Daumens der 

rechten Hand bzw. des rechten Unterarms (vgl. VB 25 S. 2) blieb bis zum 

Austritt ebenso bestehen wie eine – wenn auch verminderte – einge-

schränkte Abduktion der rechten Schulter (VB 25 S. 5). 

 

3.4. 

Im Bericht des Spitals B._____ vom 22. November 2019 wurde anlässlich 

der Verlaufsuntersuchung vom 20. November 2019 festgehalten, dass sich 

sowohl klinisch wie auch bildmorphologisch ein erfreulicher Verlauf nach 

stattgehabter Fraktur des Condylus occipitalis rechts und Plexus-Affektion 

zeige. Insbesondere zeige sich eine vollständige Regredienz der sensomo-

torischen Defizite (VB 33 S. 2). Bereits in der nachfolgenden Verlaufsunter-

suchung vom 3. Januar 2020 wurden jedoch wieder Dysästhesien im Be-

reich des Daumenballens und im medialen Unterarm rechts festgehalten 

(VB 37 S. 2). Anlässlich der Untersuchung vom 29. Januar 2020 wurde 

eine leichte Dysästhesie im Bereich des Daumenballens rechts bestätigt, 

die Dysästhesien am Unterarm seien verschwunden (VB 45 S. 1). 

 

3.5. 

Nachdem der Beschwerdeführer am 22. Dezember 2020 eine Verschlech-

terung seines Gesundheitszustandes gemeldet und namentlich über ver-

mehrte Beschwerden im Bereich der HWS (Blockaden) und eine Ver-

schlechterung hinsichtlich der Gefühlsstörungen im Daumen berichtet hatte 

(VB 49), fand eine neuerliche Untersuchung im Spital B._____ statt. In der 

MR HWS vom 29. Januar 2021 wurden im Vergleich zu der MR HWS vom 

Oktober 2019 (VB 106 f.) eine progrediente Prolabierung des Diskus inter-

vertebralis HWK 5/6 beidseits nach neuroforaminal mit neu diskogener 

Kompression der Radix C6 beidseits sowie neu Zeichen der leicht aktivier-

ten Uncovertebralarthrose HWK5/6 rechts festgestellt (VB 54 S. 2). 

 

3.6. 

Kreisarzt Dr. med. D._____, Praktischer Arzt, hielt es aufgrund der Befunde 

in seinem Bericht vom 23. April 2021 für ausgewiesen, dass es im Verlauf 

von über einem Jahr zu einem Fortschreiten vorbestehender degenerativer 

Veränderungen gekommen sei, womit die vom Beschwerdeführer weiterhin 

geklagten Beschwerden überwiegend wahrscheinlich darauf und nicht auf 

den Unfall im Oktober 2019 zurückzuführen seien (VB 71 S. 2). 

 

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3.7. 

Nachdem die Verfügung vom 17. Mai 2021 nach der Einsprache des Be-

schwerdeführers zurückgezogen worden war (VB 114), holte die Be-

schwerdegegnerin eine fachärztlich-neurologische Beurteilung ein 

(VB 115; 122). In seinem Bericht vom 1. April 2022 stellte Dr. med. 

E._____, Facharzt für Neurologie, beim Beschwerdeführer hinsichtlich der 

am Vortag durchgeführten Untersuchung folgende Diagnosen (VB 125 

S. 2): 

 

  "St.n. Velosturz am 7.10.2019 

- Schädel-Hirn-Trauma 

- Fraktur des Condylus occipitalis re. 

- regrediente Läsion des Plexus brachialis re. 

- residuell leichte sensible Ausfälle oberer Plexusanteile 

 Breitbasige Diskusprotrusion C5/C6 bds. Unklarer Signifikanz 

- klinisch kein Hinweis für radikuläres Reiz- oder motorisches Ausfall-
syndrom" 

 

Beim Velosturz 2019 sei es nebst der okzipitalen Fraktur und dem Schädel-

Hirn-Trauma zu einer Läsion des Plexus brachialis rechts, möglicherweise 

durch Zug (Distorsionstrauma) mit senomotorischen Ausfällen oberer Ple-

xusanteile gekommen. Während sich die motorischen Ausfälle weitgehend 

erholt hätten – anamnestisch sei hier noch eine leichte intermittierende 

Feinmotorikstörung der rechten Hand zu eruieren – würden die Sensibili-

tätsstörungen, die das entsprechende Plexusareal repräsentierten, persis-

tieren, auch wenn diese sich im Verlauf etwas gebessert hätten. Die mag-

nettomographisch zur Darstellung kommende Diskushernie C5/C6 mit fo-

raminaler Ausdehnung beidseits sei aus seiner Sicht nicht symptomerklä-

rend für die sensible Störung. Einerseits, da das betroffene Areal deutlich 

über das C6-Areal hinausgehe, andererseits da anamnestisch kein Hinweis 

für eine akute radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik seit dem Unfall be-

stehe. Zudem sei die Diskusprotrusion beidseits, während am linken Arm 

Ausfälle vollständig fehlen würden. Auch die somatosensibel evozierten 

Potentiale mit leicht reduzierter Potentialamplitude würden eher für eine 

plexale denn für eine radikuläre Läsion sprechen. Ob die Diskushernie trau-

matisch bedingt sei, sei retrospektiv kaum zu beurteilen. Aus versiche-

rungsmedizinischer Sicht sei dies aber allenfalls möglich, nicht aber über-

wiegend wahrscheinlich. Zusammenfassend seien die verbleibenden, 

leichten sensiblen Ausfälle plexalen Musters überwiegend wahrscheinlich 

als Traumafolge einzuschätzen und eher nicht der Diskushernie zuzuord-

nen. Wahrscheinlich sei zweieinhalb Jahre nach dem Trauma ein Endzu-

stand eingetreten, wobei diskrete Verbesserungen der Sensibilität nicht 

ausgeschlossen erschienen (VB 125 S. 3). 

 

 - 9 - 

 

 

3.8. 

Im seiner Beurteilung vom 13. April 2022 hielt Kreisarzt Dr. med. F._____, 

Facharzt für Neurologie, fest, die sensible Störung der Diskurhernie C5/6 

in den MRI-Untersuchungen vom 8. Oktober 2019 (VB 106 f.) bzw. 29. Ja-

nuar 2021 (VB 54) sei abgestützt auf die spezialärztliche Untersuchung 

vom 31. März 2022 (vgl. E. 3.7. hiervor) nicht mit dem Beweisgrad der über-

wiegenden Wahrscheinlichkeit als Unfallfolge zu betrachten. Von versiche-

rungsmedizinischer Seite bestehe ein degenerativer Vorzustand. Damit be-

stätigte er die Ansicht von Dr. med. E._____ dahingehend, dass die diag-

nostizierte Diskushernie überwiegend wahrscheinlich nicht als Unfallfolge 

zu betrachten sei, sondern ein degenerativer Vorzustand bestanden habe 

(VB 127 S. 1). Zudem seien zur Verbesserung oder zum Erhalt der unfall-

bedingten Beschwerden aufgrund fehlender unfallkausaler objektivierbarer 

Unfallfolgen keine Dauerleistungen indiziert (VB 127 S. 2). 

 

3.9. 

Dr. med. F._____ hielt zu der Frage, ob die von Dr. med. E._____ diagnos-

tizierte Läsion des Plexus brachials überwiegend wahrscheinlich ausgewie-

sen sei bzw. ob es sich dabei um eine organisch objektivierbare Unfallfolge 

handle und falls nein, ob aus neurologischer Sicht bestätigt werden könne, 

dass die Unfallfolgen spätestens am 7. Januar 2021 im Beschwerdebild 

keine Rolle mehr spielten, in seiner Aktenbeurteilung vom 5. Juni 2023 fest, 

dass die von Dr. med. E._____ am 1. April 2022 diagnostizierte Läsion des 

Plexus brachialis rechts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus-

gewiesen sei. Neurologisch-versicherungsärztlich spreche weder das Un-

fallgeschehen noch der Unfallmechanismus für eine Plexusschädigung: 

Für einen Plexusschaden würden anamnestisch bei lediglich Sturz mit dem 

Velo mit Aufschlagen von Kopf und Schulter jegliche Hinweise für ein Hoch-

geschwindigkeitstrauma (z.B. Motorradunfall) mit entsprechender Trakti-

onsschädigung im Plexusbereich fehlen. Die vom Spital B._____ durchge-

führte Bilddiagnostik mit MRI HWS und MRI Plexus cervicalis/brachialis 

vom 9. Oktober 2019 hätten bei fehlenden morphologischen Veränderun-

gen keinen Hinweis für eine Plexusläsion gezeigt. Die apparativen Befunde 

mit einem Medianus-SEP bei einer lediglich leicht reduzierten Amplitude zu 

Ungunsten rechts sei nicht ausreichend, um einen Plexusschaden zu bele-

gen. Eine bilddiagnostische Bestätigung hinsichtlich Plexus MR sei nicht 

veranlasst worden bzw. in der zur Verfügung stehenden Untersuchung vom 

9. Oktober 2019 zeige sich bei unauffälliger Bilddiagnostik kein Hinweis auf 

eine entsprechende Läsion. Lokalisatorisch hätten sich in der Beurteilung 

von Dr. med. E._____ zudem keine Angaben zu einer genaueren Spezifi-

zierung des Plexusschadens hinsichtlich oberer oder unterer Plexusscha-

den bzw. hinsichtlich einer faszikulären Schädigung gefunden. Insgesamt 

bestehe aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht mit dem Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine Plexusschädigung im Zusam-

menhang mit dem Unfallgeschehen vom 7. Oktober 2019 (VB 166 S. 2 f.). 

Zudem könne aus neurologischer Sicht bestätigt werden, dass spätestens 

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am 7. Januar 2021 Unfallfolgen im Beschwerdebild keine Rolle mehr spiel-

ten (VB 166 S. 3). 

 

4. 

4.1. 

Während sich die neurologischen Fachärzte dahingehend einig sind, dass 

die in der MRI vom 29. Januar 2022 vom Spital B._____ diagnostizierte 

(progrediente) Diskushernie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 

aus dem Unfallereignis vom 7. Oktober 2019 herrührt (vgl. E. 3.7. und 3.8. 

hiervor), gehen deren Ansichten bezüglich der Frage der Unfallkausalität 

hinsichtlich der beim Beschwerdeführer über den 7. Januar 2021 hinaus 

andauernden Gefühlsstörungen im rechten Arm bzw. in der rechten Hand 

auseinander. Dabei begründen beide Fachärzte ihre jeweilige Einschät-

zung ausführlich. Während Dr. med. E._____ im Bericht vom 1. April 2022 

diverse Gründe nannte, welche dagegensprechen würden, dass die sen-

siblen Störungen in der rechten oberen Extremität aus der Diskushernie 

herrühren würden und an sich überzeugend darlegte, weshalb sie aus sei-

ner Sicht eher auf eine traumatisch bedingte Plexus-Läsion zurückzuführen 

seien (E. 3.7. hiervor), verneinte Dr. med. F._____ in seiner Aktenbeurtei-

lung vom 5. Juni 2023 unter Nennung diverser Gründe das Vorliegen einer 

solchen Läsion grundsätzlich und führte die sensiblen Störungen letztlich 

auf die festgestellte Diskushernie zurück (vgl. E. 3.9. hiervor sowie VB 127 

S. 1). 

 

4.2. 

Dieser Widerspruch lässt sich gestützt auf die vorliegenden Akten nicht klä-

ren. So deckt sich etwa die Ansicht von Dr. med. F._____ dahingehend, 

dass sich anlässlich der MR des Plexus cervicalis bzw. brachialis vom 

9. Oktober 2019 keine Hinweise für eine Plexusläsion gezeigt hätten 

(E. 3.9. hiervor) bzw. die gegen eine Plexusläsion sprechende "Fehlende 

apparativ diagnostische Objektivierung mittels Bilddiagnostik (unauffällige 

Plexus-MR Diagnostik vom 09.10.2019 […])" (VB 166 S. 3; vgl. zudem des-

sen Beurteilung der fehlenden unfallkausalen, objektivierbaren Unfallfolgen 

in E. 3.8.), mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte in der Rehaklinik 

C._____, welche aus der entsprechenden Bildgebung ebenfalls "keine Hin-

weise für eine traumatisch bedingte Schädigung eines betroffenen Nerven" 

(VB 25 S. 2; vgl. E. 3.3. hiervor) erkennen konnten. Demgegenüber er-

kannten die die besagte MR des Plexus brachialis durchführenden Neuro-

radiologen des Spitals B._____ in ihrem Bericht vom 9. Oktober 2019 je-

doch – wenn auch nur "[u]nter Berücksichtigung der klinischen Angaben" – 

unmissverständlich "Zeichen einer plexal-faszikulären Axonotmesis, betont 

des Fasciculus lateralis rechts" (VB 107 S. 3). Im Austrittsbericht vom 

15. Oktober 2019 erwähnte das Spital B._____ denn auch lediglich, dass 

es "keine Hinweise auf eine periphere Nervenkompression als Ursache der 

Besch[w]erden" gegeben habe (VB 28 S. 2; vgl. E. 3.2.), womit das Vorlie-

gen einer grundsätzlichen Nervenschädigung, insbesondere des Plexus 

 - 11 - 

 

 

(brachialis), offengelassen wurde. Mehr noch wurde im späteren Bericht 

vom 22. November 2019 eine stattgehabte "Plexus-Affektion" festgehalten 

(VB 33 S. 2; vgl. E. 3.4. hiervor). Es ist naheliegend, dass sich 

Dr. med. E._____ in seiner Beurteilung vom 1. April 2022 dahingehend, 

dass es beim Velosturz vom 17. Oktober 2019 (auch) zu einer Läsion des 

Plexus brachialis rechts gekommen sei, denn auch massgeblich auf die 

Beurteilung des Spitals B._____, insbesondere den MRI-Bericht vom 

9. Oktober 2019, gestützt hat.  

 

4.3. 

Nach dem Ausgeführten ist ersichtlich, dass nicht nur die Frage der natür-

lichen Kausalität der noch bestehenden Beschwerden zum Unfallereignis, 

sondern letztlich auch die Frage nach dem Vorliegen organisch objektivier-

barer Unfallfolgen – namentlich des Vorliegens einer Plexusläsion – fach-

ärztlich umstritten und nicht ohne Weiteres zu beantworten ist. Entspre-

chend ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Ent-

scheid – das Offenlassen der Frage der natürlichen Kausalität aufgrund der 

ohnehin zu verneinenden adäquaten Kausalität gestützt auf die Psycho-

Praxis nach BGE 115 V 133 (VB 169 S. 6 ff.) – nicht zulässig. 

 

4.4. 

Zusammenfassend bestehen zwischen den beiden fachärztlich-neurologi-

schen Einschätzungen von Dr. med. E._____ vom 1. April 2022 und Kreis-

arzt Dr. med. F._____ vom 5. Juni 2023 offensichtliche Widersprüche. Da-

raus ergeben sich einerseits begründete Zweifel an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der Aktenbeurteilung von Dr. med. F._____, weshalb darauf 

nicht abgestellt werden kann (E. 2.2. f. hiervor). Andererseits lässt dessen 

fachärztlich begründete Einschätzung auch kein Abstellen auf die Beurtei-

lung von Dr. med. E._____ zu. Die Sache ist daher an die Beschwerdegeg-

nerin zurückzuweisen, damit diese in Nachachtung des Untersuchungs-

grundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200) er-

gänzende medizinische Abklärungen vornehme, nach welchen sie über 

den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen bzw. den Zeitpunkt 

von deren allfälliger Einstellung neu zu entscheiden hat. 

 

Solange der medizinische Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt ist, kann 

(auch) die Frage der adäquaten Kausalität nicht beantwortet werden, wes-

halb sich Ausführungen zu den entsprechenden Vorbringen des Beschwer-

deführers (Beschwerde, Ziff. 29 ff.) an dieser Stelle erübrigen. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, 

dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 15. Juni 2023 aufzuhe-

ben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und 

zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

 - 12 - 

 

 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der rich-

terlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender Ab-

klärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen).  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid 

vom 15. Juni 2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im 

Sinne der Erwägungen und Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zu-

rückgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 3'300.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 - 13 - 

 

 

 
   

Aarau, 15. Januar 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Siegenthaler