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**Case Identifier:** d7edc3c2-2f27-5cb0-bb89-a465841d9f31
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 19.06.2024 810 2024 21 (810 24 21)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-2024-21_2024-06-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 19. Juni 2024 (810 24 21) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutz 

 

 

Prüfung und Anpassung von Kindesschutzmassnahmen / Vorkehrungen für Auslands-

reisen 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichterin Ana Dettwiler, Kantons-

richter Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Stefan Schulthess, Gerichts-
schreiberin Nathalie Droeser 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Prüfung und Anpassung von Kindesschutzmassnahmen  

(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
15. Dezember 2023) 

 
 

A. A.____ und C.____ sind die geschiedenen Eltern von D.____ (geboren 2014) und 
E.____ (geboren 2011). Die Kindseltern verfügen über die gemeinsame elterliche Sorge, die 
Obhut liegt bei der Kindsmutter. 
 

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B. Mit Verfügung des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 8. März 2018 wurde ge-
stützt auf Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. Art. 315a Abs. 1 Schweizerisches Zivilgesetzbuch 
(ZGB) vom 10. Dezember 1907 eine Erziehungsbeistandschaft errichtet und die Kindes- und 
Erwachsenenschutzbehörde (KESB) B.____ angewiesen, eine Mandatsperson zu ernennen, 
welche im Rahmen des vereinbarten Besuchsrechts verbindliche Besuchs- und Ferienpläne 
erstellt. Seit dem 1. September 2020 amtet F.____ als Mandatsperson für D.____ und E.____ 
Trotz der einvernehmlichen Regelung über die Kinderbelange waren sowohl vor als auch nach 
der Unterzeichnung der Scheidungsvereinbarung zahlreiche Entscheide seitens der KESB 
B.____ nötig, welche aufgrund der Hochkonflikthaftigkeit der Kindseltern verschiedene Weisun-
gen und Regelungen des persönlichen Verkehrs enthielten. 
 
C. Mit Schreiben vom 3. November 2023 gelangte die Mandatsperson an die KESB B.____ 
und stellte einen superprovisorischen Antrag auf Verpflichtung der Kindsmutter zur Herausgabe 
der Reisepässe an den Kindsvater, welche in dessen Obhut bleiben sollen. Ebenso wurde be-
antragt, dass die Einverständniserklärung für das Reisen der Kinder ab sofort durch die KESB 
B.____ ausgestellt werde, nachdem die Beiständin das Dokument vorbereitet habe. Zur Be-
gründung wurde zusammengefasst ausgeführt, dass die Übergabe der Reisepässe und das 
Ausfüllen der Einverständniserklärung für das Reisen mit Minderjährigen, nebst anderen Un-
stimmigkeiten, für regelmässige Konflikte unter den Eltern sorgen würden. Gemeinsam verein-
barte Abmachungen der Eltern mit der Mandatsperson im März 2023 hätten sich nicht als ziel-
führend erwiesen, sondern für erneutes Konfliktpotenzial zwischen den Eltern gesorgt. Es of-
fenbare sich immer mehr, dass diese nicht in der Lage seien, Lösungen für ihre Kinder zu fin-
den, welche von beiden Elternteilen mitgetragen werden könnten. Eine kindswohlorientierte 
Beratung sei trotz entsprechender Weisung der Kindesschutzbehörde eingestellt worden, da die 
Kindsmutter keine Bereitschaft gezeigt habe, Termine zu vereinbaren. Aus fachlicher Einschät-
zung würden die Kinder unter einem ausgeprägten Loyalitätskonflikt leiden. Dass sie dabei dem 
obhutsberechtigten Elternteil "den Vortritt" liessen, liege auf der Hand. Es bestehe eine massive 
Beeinflussung der Kinder durch die Mutter, welche zu einer Entfremdung zum Vater führe. Be-
reits vor den Sommerferien des Kindsvaters sei es zu Auseinandersetzungen betreffend die 
Übergabe der Pässe, welche für die Einreise nach Z.____ zur Familie des Kindsvaters zwin-
gend nötig seien, sowie die Reise-Einverständniserklärung gekommen. Vor den diesjährigen 
Herbstferien sei die Situation erneut eskaliert. Die Kindsmutter habe die Pässe nicht übergeben 
und die verlangte Einverständniserklärung habe nicht der von ihr bevorzugten Vorlage entspro-
chen, was für weitere Konflikte gesorgt habe. Der Kindsvater habe seine beiden Töchter seit 
dem 22. September 2023 nicht mehr gesehen. Die Situation dürfe nicht weiter eskalieren. Um 
künftige Konflikte zumindest hinsichtlich kommender Ferienreisen soweit möglich zu vermeiden, 
werde um die Prüfung der eingangs erwähnten Anträge gebeten. 
 
D. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs wies die KESB B.____ mit Entscheid vom 
15. Dezember 2023 gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB die Kindsmutter an, bis spätestens zum 
19. Dezember 2023 die Reisepässe von D.____ und E.____ im Original an den Kindsvater zu 
übergeben. Die genannten Reisepässe werden beim Kindsvater belassen, wobei dieser im Ge-
genzug bis zum 19. Dezember 2023 die ldentitätskarten von D.____ und E.____ der Kindsmut-
ter übergibt. Der Kindsvater wurde in diesem Zusammenhang angewiesen, der Kindsmutter die 

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Reisepässe auszuhändigen, sofern diese für einen Auslandsaufenthalt benötigt werden. Im An-
schluss hat eine sofortige Rückgabe der Reisepässe an den Kindsvater zu erfolgen. Zudem 
wurde die Mandatsperson per sofort ermächtigt, die nötigen Unterschriften zur Ausstellung von 
Reisevollmachten betreffend die Ferien von D.____ und E.____ mit dem Kindsvater oder der 
Kindsmutter zu leisten, wobei die Eltern so früh wie möglich durch die Mandatsperson über die 
entsprechenden Reisepläne informiert werden. Im Streitfall entscheidet die Kindesschutzbehör-
de über die Erteilung der Vollmacht. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wir-
kung entzogen.  
 
E. Dagegen erhob A.____ (nachfolgend Beschwerdeführerin genannt) mit Eingabe vom 
13. Januar 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht), und beantragte sinngemäss, dass ihr die Pässe auszuhändigen und 
diese bei ihr zu belassen seien. Diese seien dem Kindsvater zu übergeben, sofern er die Rei-
sevollmachten vollständig und richtig ausfülle, und er habe die Reisepässe nach seinen Ferien 
jeweils zurückzugeben. Der Mandatsperson sei die Kompetenz zu entziehen, die Reisevoll-
machten auszufüllen und diese Aufgabe stattdessen an die Kindseltern zurückzudelegieren. Es 
sei eine Liste mit den Ländern zu erstellen, in welchen Identitätskarten zur Einreise genügen 
würden und das Dokument des Touring Club Schweiz sei als einzig gültige Reisevollmacht 
festzulegen. Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen und die Schei-
dungsvereinbarung bzw. das Scheidungsurteil aus dem Jahr 2019 sei nach wie vor als gültig zu 
erklären respektive von den Kindseltern einzuhalten.  
 
F. Mit Vernehmlassung vom 8. Februar 2024 schloss die KESB B.____ auf Abweisung 
der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, und hielt im Wesentlichen an der 
Argumentation im angefochtenen Entscheid fest. Der Kindsvater liess sich nicht vernehmen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit § 66 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes 
über die Einführung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 kann gegen 
Entscheide der KESB Beschwerde beim Kantonsgericht erhoben werden. Das Verfahren richtet 
sich nach den Art. 450 ff. ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwal-
tungsprozessrechts anwendbar (vgl. § 66 Abs. 2 EG ZGB). Die Beschwerde ist frist- und form-
gerecht erhoben worden (vgl. Art. 450b Abs. 1 und Art. 450 Abs. 3 ZGB). Die Beschwerdeführe-
rin ist als direkte Verfahrensbeteiligte zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Zif-
fer 1 ZGB). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten. 
 
2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziffer 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziffer 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziffer 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 

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3.1.1 Die Vorinstanz erwog in ihrem Entscheid, die Situation der Kindseltern im Zusammen-
hang mit der Ausübung des persönlichen Verkehrs sei chronisch konfliktbehaftet. In der Ver-
gangenheit sei es insbesondere in Bezug auf die Aushändigung der notwendigen Unterlagen 
zwecks Auslandsreisen zu Streitigkeiten gekommen, wobei die diesbezügliche Konflikt-
intensität und Eskalationstendenz in den letzten Monaten erheblich zugenommen habe. Nebst 
der Regelung zur Herausgabe der Reisepässe und Reisevollmachten gehe aus der Schei-
dungsvereinbarung vom 5. bzw. 10. September 2019 hervor, dass beide Eltern bei ihrer Bereit-
schaft behaftet würden, den jeweils anderen Elternteil darüber zu informieren, wohin sie mit den 
Kindern in die Ferien fahren würden. Des Weiteren hätten die Kindseltern anlässlich eines per-
sönlichen Gesprächs mit der Mandatsperson im März dieses Jahres vereinbart, dass in Bezug 
auf den Urlaub der genaue Aufenthaltsort, die Dauer sowie die Flugnummern bekannt gegeben 
würden. In diesem Zusammenhang sei beschlossen worden, dass auf eine Kontrolle über die 
Wahrheit der Angaben sowie das Einholen von Buchungsquittungen etc. verzichtet werde. Es 
erscheine offensichtlich, dass die zuletzt genannte Regelung nicht für eine Beruhigung der 
Sachlage, sondern gegenteilig für zusätzlichen Streit in Bezug auf die genauen Umsetzungs-
modalitäten gesorgt habe. Der Konflikt falle letzten Endes auf die Kinder zurück, denen es auf 
diese Weise in erheblicher Weise erschwert werde, einen unbelasteten Umgang zum Kindsva-
ter zu pflegen. Stattdessen würden sie dadurch zusätzlich in den elterlichen Disput hineingezo-
gen, was deren Loyalitätskonflikt verstärke. Um dem entgegenzuwirken, erscheine es als ange-
zeigt, den Kompetenzbereich der Mandatsperson per sofort zu erweitern und ihr die Befugnis 
zu geben, die nötigen Unterschriften für das jeweilige Ausstellen der Reisevollmachten zu leis-
ten.  
 
3.1.2 Aus der jüngsten Eingabe der Kindsmutter gehe hervor, dass eine Herausgabe nur unter 
den von ihr gestellten Bedingungen geplant sei, womit die bevorstehende Reise nach Z.____ 
akut gefährdet und die Ferienpläne des Kindsvaters ein weiteres Mal abgesagt werden müss-
ten. Die Kindsmutter sei somit anzuweisen, dem Kindsvater bis zum 19. Dezember 2023 die 
Reisepässe betreffend D.____ und E.____ auszuhändigen. Da der Kindsvater in seiner bisheri-
gen Ausgestaltung der Ferien öfters auf diese angewiesen zu sein scheine, hätten die Reise-
pässe zukünftig unter seiner Obhut zu bleiben, wobei er im Gegenzug bis zum 19. Dezember 
2023 die ldentitätskarten von D.____ und E.____ an die Kindsmutter zu übergeben habe. Es sei 
nicht zielführend, an der im März 2023 getroffenen Regelung festzuhalten. Sie widerspreche 
dem von beiden Eltern tatsächlich gezeigten Verhalten, bei welchem der Kindsvater einerseits 
keine genauen Adressen nenne und die Kindsmutter auf die Vorlage von Quittungen bestehe, 
obwohl beide Eltern sich darauf geeinigt hätten, auf eine solche Herausgabe zu verzichten. 
Aufgrund des offenen Wortlauts in der Scheidungsvereinbarung sowie der kantonsgerichtlichen 
Rechtsprechung betreffend die freie Wahl des Aufenthaltsbestimmungsorts während den Ferien 
des betreuenden Elternteils sei davon auszugehen, dass eine Information über die Ortschaft, 
Dauer der Reise sowie die Beilage der Fluginformationen ausreichend sei, um der Benachrich-
tigungspflicht an den jeweils anderen Elternteil nachzukommen. Auf diese Weise werde auch 
eine klare und einfache Auslegeordnung geschaffen, welche trotzdem nur wenig Interpretati-
onsspielraum belasse. Die Kinder würden zusätzlich vor dem elterlichen Konflikt geschützt und 
sowohl Kindsmutter als auch Kindsvater mit den notwendigen Informationen versorgt, ohne 

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dass die Autonomierechte des Elternteils, welcher gerade den Ferienanspruch innehabe, über-
mässig tangiert würden. 
 
3.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen zusammengefasst vor, dass sie "alles richtig 
gemacht" und sich an das Gerichtsurteil respektive die Scheidungsvereinbarung sowie die Ver-
einbarung vom März 2023 gehalten habe, der Kindsvater jedoch keine oder falsche Adressen 
herausgegeben habe. Die Mandatsperson habe nicht die nötige Unterstützung geleistet. Die 
Kinder würden nicht in den elterlichen Disput hineingezogen werden, da der elterliche Aus-
tausch via E-Mail stattfinde. Es sei überdies Aufgabe der Mandatsperson, solche Streitkonstel-
lationen gar nicht erst entstehen zu lassen. Es sei die logische Konsequenz des Verhaltens des 
Kindsvaters, dass die Kindsmutter "Beweise" über die Ferienaufenthaltsorte verlange. Der 
Kindsvater habe sich an die Regeln aus dem Gerichtsurteil respektive der Scheidungsvereinba-
rung, die Abreden vom 8. März 2023 sowie den Bericht der Mandatsperson für den Zeitraum 
vom 1. Januar 2022 – 30. Juni 2022 zu halten. Er sei entsprechend auf seine Mitwirkungspflich-
ten aufmerksam zu machen. 
 
4. Ist das Wohl des Kindes gefährdet und sorgen die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe 
oder sind sie dazu ausserstande, so trifft die KESB die geeigneten Massnahmen zum Schutz 
des Kindes (Art. 307 Abs. 1 ZGB). Sie kann insbesondere den Eltern bestimmte Weisungen für 
die Pflege, Erziehung oder Ausbildung erteilen und eine geeignete Person oder Stelle bestim-
men, der Einblick und Auskunft zu geben ist (Art. 307 Abs. 3 ZGB). Weisungen sind verbindli-
che Anordnungen zu einem bestimmten Tun, Unterlassen oder Dulden. Die Weisung darf nicht 
per se einen elterlichen Konflikt betreffen, sie muss sich vielmehr auf die Folgen dieses Konflik-
tes für das Kind beziehen (vgl. LUCA MARANTA in: Kren Kostkiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser 
[Hrsg.], Orell Füssli Kommentar zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch, 4. Auflage, Basel, Bern, 
Freiburg und Zürich 2021, N 14 zu Art. 307). Weisungen können sämtliche Bereiche elterlichen 
Handelns betreffen (vgl. BGE 136 III 353 E. 3.3). Der Kindesschutzbehörde steht bei der An-
ordnung von geeigneten Massnahmen ein grosser Ermessensspielraum zu. Zulässig ist, was 
das Kindswohl erfordert, innerhalb des Rahmens der elterlichen Sorge ist und dem Grundsatz 
der Verhältnismässigkeit Rechnung trägt (vgl. CHRISTIANA FOUNTOULAKIS/KURT AFFOLTER-
FRINGELI/YVO BIDERBOST/DANIEL STECK, Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 
Zürich Basel Genf 2016, S. 574 N 15.33). 
 
4.1 Die fünf Bundesordner umfassenden Verfahrensakten belegen eindrücklich, dass die 
Kindseltern seit Jahren nicht in der Lage sind, ein Mindestmass an Kooperation in Bezug auf 
Kinderbelange an den Tag zu legen. So wird mindestens seit 2017 unerbittlich über Besuche, 
Kindesübergaben, Kindesentfremdung, Telefonate, Kleider, Essen, Schulaktivitäten, Arzttermi-
ne, Geld, Blasen an den Füssen, Frisuren, Lutschen am Daumen usw. gestritten und die KESB 
B.____ mit unzähligen E-Mails und Forderungskatalogen eingedeckt. Diese musste wiederholt 
autoritativ über das Besuchs- und Ferienrecht des Kindsvaters entscheiden, weil die Beschwer-
deführerin und der Kindsvater trotz bestehender gerichtlicher Regelungen hierzu nicht in der 
Lage waren (Urteile des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 16. März 2017 und 
19. Dezember 2019; KESB-Entscheide vom 24. Oktober 2017, 3. Januar 2018, 21. Februar 
2018, 5. Dezember 2018, 28. März 2019 und 28. Dezember 2023). Zudem ist den Akten zu 

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entnehmen, dass aufgrund des Loyalitätskonfliktes der Kinder und der geringeren Kooperati-
onsbereitschaft der Beschwerdeführerin im Vergleich zum Kindsvater eine Entfremdung der 
Kinder vom Kindsvater zu befürchten war (vgl. Bericht des Beistandes vom 3. April 2020 für den 
Zeitraum März 2018 – Dezember 2019; Berichte der Beiständin vom 31. Januar 2022 für den 
Zeitraum Januar 2020 – Dezember 2021 sowie vom 17. Juli 2023 für den Zeitraum Januar 2022 
– Juni 2023).  
 
4.2 Die mit Entscheid vom 23. Februar 2021 erfolgte Weisung an die Kindseltern, eine 
kindswohlorientierte Beratung bei der G.____ Stiftung wahrzunehmen, wurde erst nach Bus-
senandrohung umgesetzt (vgl. Schreiben KESB B.____ vom 4. Mai 2021). Gemäss Bericht der 
G.____ Stiftung vom 24. August 2021 gestaltete sich die Terminfindung aufwändig und es war 
nur unter Einbezug der KESB B.____ möglich, insbesondere die Beschwerdeführerin zu ge-
meinsamen Gesprächen zu motivieren. Nach nur zwei Gesprächen kam die zuständige Berate-
rin zum Schluss, dass die Beratung bei einem Zeitfenster von einer Stunde innerhalb einer Ar-
beitswoche, welches dann wiederum vom anderen Elternteil als nicht möglich erachtet wurde, 
die minimale Motivation an der "tragfähigen Kommunikation" mitzuwirken, fraglich sei. Eine Wei-
terführung der kindorientierten Beratung mache unter diesen Umständen keinen Sinn. Auch die 
Schule der Kinder meldete der KESB B.____, dass sich die Kindseltern auf nichts einigen kön-
nen und dadurch den Schulbetrieb erschweren (vgl. E-Mail der Schule vom 29. Juni 2022, Ak-
tennotiz vom 30. Juni 2022, E-Mail KESB B.____ an Schule vom 1. Juli 2022).  
 
4.3 Des Weiteren ist den Akten zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin schon im Jahr 
2018 anfing, bei Ferien des Kindsvaters mit den Kindern Fotos der Flugtickets zu verlangen 
(vgl. E-Mail Beschwerdeführerin vom 19. Juli 2018 an den Beistand), was nicht nur beim Kinds-
vater, sondern auch beim Beistand für Irritationen sorgte (vgl. E-Mail Kindsvater an Beschwer-
deführerin vom 19. Juli 2018; E-Mail Beistand an Beschwerdeführerin vom 19. Juli 2018). Auch 
gab es anlässlich der Ferienplanung des Kindsvaters regelmässig wiederkehrende und nicht 
enden wollende Diskussionen per E-Mail über richtige oder falsche Reisevollmachten, die von 
der Beschwerdeführerin bewusst oder unbewusst inkorrekt ausgefüllt wurden, über Buchungs-
bestätigungen und Flugnummern, über die genauen Ferienaufenthaltsorte, über falsche oder 
richtige Hoteladressangaben usw. (vgl. E-Mails vom 17. August – 21. September 2018; E-Mails 
vom 20. Februar – 4. April 2019; E-Mails vom 21. – 28. Juni 2019; E-Mails vom 22. – 30. Juni 
2022; E-Mails vom 22. August – 27. September 2023; E-Mails vom 8. – 15. Dezember 2023). 
Diese Diskussionen eskalierten derart, dass der Kindsvater die geplanten Herbstferien 2023 mit 
den Kindern nicht antrat und die Kinder seit dem 22. September 2023 bis zur Eingabe der Bei-
ständin an die KESB B.____ vom 3. November 2023 auch nicht mehr gesehen hat. 
 
4.4 Aus dem Gesagten erschliesst sich, dass im vorliegenden Fall eine Kindswohlgefähr-
dung gegeben ist. Es besteht die konkrete Gefahr, dass die sich in einem massiven Loyalitäts-
konflikt befindenden Kinder vom Kindsvater entfremdet werden und die Eltern offensichtlich 
nicht in der Lage sind, für Abhilfe zu sorgen. 
 
5.1 Kindesschutzmassnahmen müssen im Hinblick auf ihre Zielsetzung erforderlich (Subsi-
diarität) sein und es ist stets die mildeste erfolgsversprechende Massnahme anzuordnen (Pro-

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portionalität), welche die elterlichen Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komple-
mentarität) soll (Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht [KGE VV] vom 6. Dezember 2019 [810 19 127] E. 6.3). 
 
5.2 Die von der KESB B.____ getroffenen Vorkehrungen (Weisung an die Beschwerdefüh-
rerin, die Reisepässe der Kinder dem Kindsvater auszuhändigen; Anordnung, die Reisepässe 
beim Kindsvater zu belassen; Ermächtigung der Beiständin, die nötigen Unterschriften für die 
Ausstellung der Reisevollmachten zu leisten) sind erforderlich, um den Elternkonflikt in Bezug 
auf das Ferienrecht des Kindsvaters als Bestandteil des Rechts auf persönlichen Verkehr zu 
entschärfen. Die aus diesem Elternkonflikt resultierenden negativen Folgen für die Kinder, na-
mentlich eine weitere Verschärfung des Loyalitätskonflikts und eine weitere Entfremdung vom 
Kindsvater, sollen damit abgewendet werden. Der Kindsvater ist derjenige, der öfter mit den 
Kindern im Ausland Ferien macht (der Kindsvater hat Familie in Z.____) und je nach Ferienland 
auf den Reisepass angewiesen ist, so dass es durchaus sinnvoll ist, ihm die Reisepässe zu 
überlassen. Mit der Ermächtigung der Beiständin werden künftige Diskussionen über das richti-
ge Formular und das korrekte und vollständige Ausfüllen der Reisevollmachten vermieden.  
 
Mildere Mittel zur Entschärfung dieses Elternkonfliktes, der dem Kindeswohl nachträglich ist, 
sind nicht ersichtlich. Insbesondere hat sich die von der Beschwerdeführerin vorgeschlagene 
bisherige Vorgehensweise – der Kindsvater erhält von ihr die Reisepässe, sofern er die Reise-
vollmachten vollständig und richtig ausgefüllt hat und sie diese anhand der dazugehörigen Infos 
und Beweisen auf Vollständigkeit und Richtigkeit kontrolliert und unterzeichnet hat – als offen-
sichtlich untauglich erwiesen. Insbesondere mit dem Vorschlag der Beschwerdeführerin, an-
hand von Infos und Beweisen die Vollständigkeit und Richtigkeit der Reisevollmachten zu kon-
trollieren, bevor sie diese unterzeichnet, ist eine Perpetuierung des Konflikts vorprogrammiert. 
 
6. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass mit dem angefochtenen KESB-Entscheid auch 
keine Missachtung des Scheidungsurteils des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost vom 
19. Dezember 2019 bzw. der damit genehmigten Scheidungsvereinbarung vorliegt: Die Schei-
dungsvereinbarung sieht in Ziff. 2.b. vor, dass die Kindseltern bei ihrer Bereitschaft behaftet 
werden, sich gegenseitig darüber zu informieren, wohin sie mit den Kindern in die Ferien fah-
ren. Weiter hat der Kindsvater das Recht, von der Beschwerdeführerin Reisepässe und Reise-
vollmachten zu erhalten, wenn er mit seinen Kindern Ferien an einem Ort machen möchte, für 
welchen Reisepässe erforderlich sind. Die Beschwerdeführerin hat ebenfalls das Recht, vom 
Vater die entsprechenden Reisevollmachten zu erhalten.  
 
6.1 Gemäss Art. 313 Abs. 1 ZGB hat die KESB bei Änderungen der Verhältnisse die Kin-
desschutzmassnahmen der neuen Lage anzupassen. Gemäss Art. 315b Abs. 2 ZGB ist die 
KESB ausserhalb eines Eheschutz-, Scheidungs- oder Abänderungsverfahrens zuständig zur 
Abänderung gerichtlicher Anordnungen über die Kindeszuteilung und den Kindesschutz. A mai-
ore ad minus ist die KESB B.____ auch zuständig, Anordnungen in Bezug auf die in der Schei-
dungsvereinbarung festgehaltenen Ferienmodalitäten bei Änderung der Verhältnisse anzupas-
sen. Dementsprechend steht es dieser mit Blick auf die Eskalation des Elternkonflikts in Bezug 
auf das Ferienrecht des Kindsvaters zu, die Beschwerdeführerin anzuweisen, die Reisepässe 

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der Kinder dem Kindsvater auszuhändigen, bzw. anzuordnen, dass die Reisepässe bei ihm zu 
belassen sind. Ebenso steht es der KESB B.____ zu, die Beiständin zu ermächtigen, die nöti-
gen Unterschriften für die Ausstellung der Reisevollmachten zu leisten.  
 
6.2 Zudem bedeutet Ziff. 2.b. der Scheidungsvereinbarung gerade nicht, dass die Kinds-
eltern verpflichtet wären, den genauen Aufenthaltsort, die Dauer und gegebenenfalls die Flug-
nummern anzugeben, wie es die Beiständin nach dem Gespräch vom 8. März 2023 festgehal-
ten hat (vgl. ordentlicher Rechenschaftsbericht vom 17. Juli 2023 für die Zeit vom 1. Januar 
2022-30. Juni 2023; E-Mail Beiständin vom 10. März 2023). Mit Blick auf die in der Scheidungs-
vereinbarung ebenfalls festgehaltene Erforderlichkeit der Reisepässe für die Reise an den Feri-
enort kann sich "wohin" auch allein auf den Ferienort beziehen, wobei dann immer noch unklar 
bleibt, ob mit Ferienort nur das Reiseland oder ein bestimmter Ort im Reiseland gemeint ist. Die 
von der Beiständin gewählte Auslegung erscheint zu extensiv, vor allem vor dem Hintergrund, 
dass immer jener Elternteil den vorübergehenden Aufenthaltsort des Kindes bestimmt, der im 
entsprechenden Zeitpunkt das Kind betreut und damit die (faktische) Obhut innehat. Aus 
Art. 301a Abs. 1 ZGB kann kein Anspruch abgeleitet werden, mitzuentscheiden, wo der andere 
Elternteil beispielsweise die Ferien mit dem Kind verbringt oder welche Ausflüge er mit dem 
Kind in jenen Zeitperioden unternimmt, in denen er das Kind betreut. Das gilt auch bezüglich 
Auslandferien und Ausflügen ins Ausland (vgl. KGE VV 810 20 161 E. 4.2; KGE VV 810 19 130 
E. 6; HEINZ HAUSHEER/THOMAS GEISER/REGINA E. AEBI-MÜLLER, Das Familienrecht des Schwei-
zerischen Zivilgesetzbuches, S. 464 N 1432). Trotzdem war es den Kindseltern offenbar ein 
Anliegen, darüber informiert zu werden, "wohin" die Ferienreise führt. Vor diesem Hintergrund 
ist die von der KESB B.____ im angefochtenen Entscheid gewählte Lösung, Ortschaft, Reise-
dauer und Beilage der Fluginformationen bekanntzugeben, bei weitem ausreichend, um dieses 
Informationsbedürfnis zu stillen. 
 
7. Nach dem Gesagten sind die von der KESB B.____ mit angefochtenem Entscheid ge-
troffenen Massnahmen nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbe-
gründet und ist abzuweisen. Der Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung wird mit dem 
Entscheid in der Sache gegenstandslos.  
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 des Gesetzes über die Ver-
fassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Verfahren 
vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und 
die Beweiskosten und werden in der Regel der ganz oder teilweise unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der Höhe von 
Fr. 2'000.-- sind ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Parteikosten sind 
wettzuschlagen (§ 21 Abs. 1 VPO). 
 
8.2.1 Die Beschwerdeführerin stellt das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung. Gemäss 
§ 22 Abs. 1 VPO wird eine Partei auf ihr Begehren von der Bezahlung der Verfahrenskosten 
und der Kosten von Beweismassnahmen befreit, wenn ihr die nötigen Mittel fehlen und ihr Be-
gehren nicht offensichtlich aussichtslos erscheint. Unter Berücksichtigung der Höhe der mut-
masslichen Prozesskosten ist zudem zu prüfen, ob die gesuchstellende Person in der Lage ist, 

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innert vernünftiger Frist (ein Jahr bei relativ einfachen, zwei Jahre bei aufwändigen Prozessen) 
die Prozesskosten aus ihrem Vermögen oder ihrem den zivilprozessualen Zwangsbedarf über-
steigenden Einkommensüberschuss zu tilgen (vgl. KGE VV vom 6. März 2023 [810 23 271] E. 
4.3; KGE VV vom 25. September 2019 (810 19 178) E.4.4, je mit Hinweis). 
 
8.2.2 Über das Gesuch ist bis anhin nicht befunden worden. Die Beschwerdeführerin verfügt 
über monatliche Einnahmen von Fr. 5’977.-- (Erwerbseinkommen netto: Fr. 2'636.--; Unter-
haltsbeiträge inkl. Bonus: Fr. 3'341.--) bei einem erweiterten Existenzminimum von Fr. 5'651.-- 
(Grundbedarf Beschwerdeführerin: Fr. 1'350.--; Grundbedarf Kinder: Fr. 1'000.--; 15% Zuschlag 
zu den Grundbedürfnissen: Fr. 353.--; Miete ohne Parkplatzkosten, da Auto ohne Kompetenz-
charakter: Fr. 1'747.--; Hausratsversicherung: Fr. 32.--; Krankenkasse: Fr. 833.--; U-Abos: 
Fr. 200.--; Steuern: Fr. 136.--; Übrige Ausgaben: Fr. 0.--, da kein Kompetenzcharakter/nicht 
wiederkehrend). Mit dem monatlichen Überschuss von Fr. 326.-- ist sie in der Lage, die Verfah-
renskosten von Fr. 2'000.-- innerhalb von einem Jahr zu begleichen. Der Antrag auf Bewilligung 
der unentgeltlichen Rechtspflege ist deshalb abzuweisen.  
  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Der Antrag auf Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung wird 

abgewiesen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.-- werden der Be-

schwerdeführerin auferlegt. 
 
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin