# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99dd76c3-c309-5511-a666-be1aa102a6ab
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-11-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.11.2022 UE220025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE220025_2022-11-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE220025-O/U/AEP 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Flury, Präsident, die Oberrichterinnen 

lic. iur. A. Meier und lic. iur. C. Gerwig sowie 

Gerichtsschreiber MLaw E. Egger 

 

Beschluss vom 16. November 2022 
 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

1. B._____, 
2. Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Beschwerdegegnerinnen 

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend Nichtanhandnahme  
 
Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-
schaft See/Oberland vom 12. Januar 2022, C-4/2022/10000481 
 
  

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Erwägungen: 

I. 

1. Am 20. Dezember 2021 erstattete die A._____ GmbH (Kinderkrippe; nach-

folgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch ihre Geschäftsführerin C._____, 

bei der Polizeistation D._____ Strafanzeige gegen B._____ (nachfolgend: Be-

schwerdegegnerin 1), Zählerableserin bei den Werken E._____, wegen Hausfrie-

densbruchs. Konkret erhob C._____ den Vorwurf, die Beschwerdegegnerin 1 ha-

be am 17. Dezember 2021 unerlaubt die Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin 

durch eine Seitentüre betreten (Urk. 17/1 S. 1 f.). 

2. Mit Verfügung vom 12. Januar 2022 nahm die Staatsanwaltschaft See/-

Oberland eine Strafuntersuchung gegen die Beschwerdegegnerin 1 nicht an Hand 

(Urk. 3 = Urk. 17/4). Diese Verfügung wurde C._____ am 26. Januar 2022 zuge-

stellt (Urk. 17/6). 

3. Dagegen erhob C._____ mit Eingabe vom 1. Februar 2022 namens und im 

Auftrag der Beschwerdeführerin Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegeh-

ren (Urk. 2 S. 2): 

"1. Die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft See/-
Oberland Uster vom 12. Januar 2022 sei aufzuheben und die 
Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, eine Untersuchung zu eröff-
nen. 

 2. Alles unter Kostenfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin. Die 
Gerichtskosten sind der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen." 

4. Die Beschwerdeführerin leistete eine Prozesskaution in der Höhe von 

Fr. 1'800.– (Urk. 9). Die Beschwerdegegnerin 1 liess sich mit Beschwerdeantwort 

vom 8. März 2022 (Urk. 13) samt Beilagen (Urk. 14/1-3) und die Staatsanwalt-

schaft mit Vernehmlassung vom 9. März 2022 (Urk. 16) vernehmen. Die Staats-

anwaltschaft reichte zudem ihren Akten (Urk. 17) ein. Die Beschwerdeführerin 

liess innert Frist (vgl. Urk. 20) und auch danach nicht mehr Stellung nehmen. Das 

Beschwerdeverfahren erweist sich damit als spruchreif. 

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II. 

1. Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. 

Dagegen ist die Beschwerde an das Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 i. V. m. 

Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG/ZH). Zur Be-

schwerde berechtigt ist jede Partei, welche ein rechtlich geschütztes Interesse an 

der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides hat (Art. 382 

Abs. 1 StPO). 

Wie erwähnt, zeigte die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin 1 wegen 

Hausfriedensbruchs an. Träger des Hausrechts nach Art. 186 StGB ist derjenige, 

dem die Verfügungsgewalt über die Räume zusteht, gleichgültig, ob jene auf ei-

nem dinglichen oder obligatorischen Recht oder auf einem öffentlichrechtlichen 

Verhältnis beruht (BGE 103 IV 163; 90 IV 76 m. H.); Träger des Hausrechts kön-

nen nicht nur natürliche, sondern auch juristische Personen sein (DELNON/RÜDY, 

in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl. 2019, 

Art. 186 N 18). Die Beschwerdeführerin liess als Inhaberin des fraglichen Haus-

rechts am 20. Dezember 2021 durch ihre Geschäftsführerin C._____ (Urk. 4) 

Strafantrag stellen. Folglich gilt die Beschwerdeführerin als Privatklägerin im Sin-

ne von Art. 118 Abs. 2 StPO. Die Beschwerdeführerin machte eine Verletzung ih-

res Hausrechts und somit eine unmittelbare, direkte Verletzung in ihren eigenen 

Rechten geltend (vgl. BGE 145 IV 161 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 6B_942/-

2016 vom 7. September 2017 E. 2.3) und ist folglich zur Erhebung der vorliegen-

den Beschwerde legitimiert (Art. 382 Abs. 1 StPO). Die weiteren Eintretensvo-

raussetzungen geben vorliegend zu keinen Bemerkungen Anlass, weshalb auf die 

Beschwerde einzutreten ist. 

2.1. Die Staatsanwaltschaft verfügt die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der 

Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbe-

stände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 

Abs. 1 lit. a StPO). Ob die Behörde ein Strafverfahren durch Nichtanhandnahme 

erledigen kann, beurteilt sich nach dem aus dem strafprozessualen Legalitäts-

prinzip abgeleiteten Grundsatz "in dubio pro duriore". Danach darf die Nichtan-

handnahme nur in sachverhaltsmässig und rechtlich klaren Fällen ergehen. Die 

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Strafverfolgungsbehörde und die Beschwerdeinstanz verfügen über einen gewis-

sen Ermessensspielraum (Urteil des Bundesgerichts 6B_472/2020 vom 13. Juli 

2021 E. 2.2.3). Stehen sich gegensätzliche Aussagen gegenüber und ist es nicht 

möglich, die einzelnen Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu be-

werten, ist nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore" in der Regel Anklage zu er-

heben. Davon abgesehen werden kann in einer "Aussage gegen Aussage"-

Situation aber gleichwohl, wenn eine Verurteilung unter Einbezug der gesamten 

Umstände aus anderen Gründen als von vornherein unwahrscheinlich erscheint 

(BGE 143 IV 241 E. 2.2.2 mit Hinweisen). Letzteres kann nach der bundesgericht-

lichen Rechtsprechung der Fall sein, wenn es nicht möglich ist, die einzelnen 

Aussagen als glaubhafter oder weniger glaubhaft zu bewerten und keine weiteren 

Beweisergebnisse erwartet werden können (Urteile des Bundesgerichts 1B_535/-

2012 vom 28. November 2012 E. 5.2 und 6B_918/2014 vom 2. April 2015 

E. 2.1.2). 

2.2. Die Staatsanwaltschaft begründete die Nichtanhandnahme des Strafverfah-

rens im Wesentlichen damit, dass beim Tatbestand des Hausfriedensbruchs in 

subjektiver Hinsicht vorsätzliches Handeln erforderlich sei. Die Aussage der Be-

schwerdegegnerin 1, geglaubt zu haben, die Kindertagesstätte (nachfolgend: 

Kita) betreten zu dürfen, könne nicht rechtsgenügend widerlegt werden. Dies ins-

besondere aufgrund der Tatsache, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Lie-

genschaft, sondern um eine Kita handle, welche zu einem gewissen Grad über 

Laufkundschaft verfüge. Entsprechend sei der subjektive Tatbestand des Haus-

friedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB nicht erfüllt und seien damit auch die 

Voraussetzungen für die Eröffnung einer Untersuchung nicht gegeben (Urk. 3 

S. 1 f.). 

2.3. C._____ entgegnete diesen Erwägungen für die Beschwerdeführerin im 

Wesentlichen, die Beschwerdegegnerin 1 habe das "Arealtor" geöffnet, sei an der 

Haupttüre vorbeigelaufen und habe sich durch ein weiteres, mit "Zutritt untersagt" 

beschildertes Tor in den hinteren Bereich des Gartens begeben. Dort sei es ihr 

gelungen, die Glastüre zur Küche zu öffnen, um ins Haus zu gelangen; sie habe 

dabei drei Türen manuell geöffnet und sich zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner 

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Weise z. B. durch Klingeln, Rufen, etc. bemerkbar gemacht. Die Kita habe keine 

Laufkundschaft und es werde nur den Eltern der betreuten Kinder Zutritt gewährt. 

Wegen des Coronavirus habe es weitere Restriktionen gegeben. Die Staatsan-

waltschaft hätte eine Strafuntersuchung durchführen müssen (Urk. 2 S. 1 ff.). 

2.4. Des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB macht sich strafbar, 

wer gegen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen 

abgeschlossenen Raum eines Hauses oder in einen unmittelbar zu einem Hause 

gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten oder in einen Werkplatz unrecht-

mässig eindringt oder, trotz der Aufforderung eines Berechtigten, sich zu entfer-

nen, darin verweilt. Hausfriedensbruch ist nur strafbar, wenn er vorsätzlich verübt 

wird. Vorsätzlich verübt ist nach Art. 12 Abs. 2 StGB die mit Wissen und Willen 

ausgeführte Tat. Zum Wissen, das neben dem Willen zur Tat erforderlich ist, ge-

hört im Falle des Hausfriedensbruchs das Bewusstsein, dass das Eindringen ge-

gen den Willen des Berechtigten erfolgt (DELNON/RÜDY, a. a. O., Art. 186 N 38 f., 

BGE 90 IV 74 E. 3). 

2.5. Polizeiliche Abklärungen ergaben, dass die Beschwerdegegnerin 1 im fragli-

chen Zeitpunkt bei den Werken E._____ angestellt war und die Aufgabe hatte, bei 

den Haushalten der Gemeinde E._____ und damit auch bei der Beschwerdefüh-

rerin die Zählerstände für Strom und Wasser abzulesen (vgl. Urk. 17). Es kann 

entsprechend als erstellt erachtet werden, dass die Beschwerdegegnerin 1 die 

Liegenschaft der Beschwerdeführerin am 17. Dezember 2021 in ihrer Funktion als 

Angestellte der Gemeinde E._____ einzig in der erkennbaren Absicht betrat, für 

die Werke E._____ den Zählerstand abzulesen. Die Beschwerdegegnerin 1 gab 

denn auch bereits anlässlich der Tatbestandsaufnahme bei der Polizei glaubhaft 

zu Protokoll, nicht gewusst zu haben, dass sie die Kita nicht hätte betreten dürfen. 

Sie habe die Kita betreten, um den Zählerstand bei der Beschwerdeführerin abzu-

lesen, und habe vor Ort die Angestellten gefragt, wo sich der Stromzähler befinde. 

Weil diese nicht gewusst hätten, wo dieser sei, habe sie ein Schreiben mit ihrer 

Telefonnummer hinterlassen und die Örtlichkeit wieder verlassen (Urk. 17/1 S. 2). 

Diese Darstellung steht im Einklang mit der in den Akten befindlichen Karte "Zäh-

lerablesung" der Werke E._____, welche vom 17. Dezember 2021 datiert und be-

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legt, dass die Beschwerdegegnerin 1 an diesem Tag versuchte, die Zählerstände 

bei der Beschwerdeführerin abzulesen ("[…] Ihr Energie- und oder Wasserver-

brauch konnte durch unsere Mitarbeiter nicht abgelesen werden […]"; Urk. 17/2/-

2). Dass die Beschwerdegegnerin 1 diese Karte beim fraglichen Vorfall übergab, 

hielten auch die beiden Mitarbeiterinnen der Beschwerdeführerin F._____ und 

G._____ in ihrem Wahrnehmungsbericht vom 17. Dezember 2021 fest ("[…] da-

raufhin übergibt die Frau einen Zettel "Zählerablesung Werke E._____"; Urk. 17/2/-

1). Ein weiterer Beleg dafür, dass die Beschwerdegegnerin 1 die Räumlichkeiten 

der Beschwerdeführerin nur deshalb betrat, weil sie den Zählerstand ablesen 

wollte, ist die vorerwähnte und bei den Akten liegende Notiz mit Name und Tele-

fonnummer der Beschwerdegegnerin 1 sowie dem Vermerk "Storm" [gemeint: 

Strom] (Urk. 17/2/2). Auch F._____ und G._____ hielten in ihrem Wahrneh-

mungsbericht fest, dass die Beschwerdegegnerin 1 diese Notiz beim Verlassen 

der Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin hinterlassen habe (Urk. 17/2/1). Dass 

sich die Beschwerdegegnerin 1 geweigert hätte, die Räumlichkeiten der Kita zu 

verlassen und/oder trotz entsprechender Aufforderung darin verweilt wäre, ergibt 

sich aus den vorliegenden Akten nicht und wurde von der Beschwerdeführerin 

auch nicht geltend gemacht. Wie bereits die Staatsanwaltschaft in der angefoch-

tenen Verfügung zutreffend festhielt, ist somit bei der Beschwerdegegnerin 1 das 

subjektive Tatbestandselement des Vorsatzes bzw. Eventualvorsatzes betreffend 

Hausfriedensbruch eindeutig nicht erfüllt, da sie sich einzig zum berechtigten Zäh-

lerablesen in den Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin befunden hatte. 

2.6. Bei den seitens C._____ in der Beschwerdeschrift gemachten Angaben bzw. 

Vorwürfen handelt es sich sodann um blosse Mutmassungen: C._____ war beim 

Vorfall nicht zugegen (Urk. 17/1 S. 2 und Urk. 3 S. 1) und konnte folglich selbst 

auch nichts beobachten. Ihren Angaben, insbesondere der Behauptung, die Be-

schwerdegegnerin 1 habe vor Ort gelogen und mit Vorsatz gehandelt, weil sie 

gewusst habe, dass es keinen Zähler in der Kita gebe (Urk. 2 S. 3), ist folglich – 

wie auch ihren übrigen Angaben zum Tatgeschehen – kein Gewicht beizumes-

sen. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang zudem darauf, dass die Gemein-

de E._____ für die Stromversorgung innerhalb ihres ganzen Gebiets zuständig ist 

(vgl. Urk. 14/3) und es folglich – wie die Beschwerdegegnerin 1 zutreffend vor-

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bringen liess – auch nachvollziehbar ist, dass sich deren Mitarbeitende bei der 

jährlichen Ablesung nicht mehr genau an jeden einzelnen Zählerstandort zu erin-

nern vermögen. Inwiefern noch andere Untersuchungshandlungen hätten durch-

geführt bzw. andere Beweise hätten erhoben werden müssen, wurde in der Be-

schwerdeschrift nicht weiter begründet und ist auch nicht ersichtlich. Soweit 

C._____ in diesem Zusammenhang sinngemäss geltend machte, ein Strafverfah-

ren sei aufgrund der Signalwirkung und zur Vermeidung schwererer Delikte durch 

die Beschwerdegegnerin 1 durchzuführen (Urk. 2 S. 3), stellen dies keine Gründe 

dar, welche vorliegend dem Erlass einer Nichtanhandnahmeverfügung entgegen-

stehen würden (vgl. Art. 310 Abs. 1 StPO). Der Beschwerdegegnerin 1 kann aus 

den genannten Gründen eindeutig kein vorsätzliches Handeln im Sinne von 

Art. 186 i. V. m. Art. 12 Abs. 2 StGB nachgewiesen werden. 

3. Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Staatsanwaltschaft 

entschied, kein Strafverfahren gegen die Beschwerdegegnerin 1 an Hand zu 

nehmen. Entsprechend ist der angefochtene Entscheid zu bestätigen. Dies führt 

zur Abweisung der Beschwerde. 

III. 

1. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Be-

schwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr ist in 

Anwendung von § 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG angesichts der 

Bedeutung und der Schwierigkeit des Falls sowie des Zeitaufwandes des Gerichts 

auf Fr. 1'500.– festzusetzen und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. 

2. Wird bei einem Antragsdelikt das ausschliesslich von der Privatklägerschaft 

erhobene Rechtsmittel (wie vorliegend) abgewiesen, hat sie die durch die adä-

quate Wahrnehmung der Verfahrensrechte entstandenen Verteidigungskosten 

der beschuldigten Person zu tragen (Art. 429 Abs. 1 und Art. 432 Abs. 2 StPO, 

BGE 139 IV 45 E. 1; 138 IV 248 E. 5.1 und 5.3; Urteile des Bundesgerichts 

6B_1254/2020 vom 20. Januar 2021 E. 7; 6B_273/2017 vom 17. März 2017 E. 2; 

6B_764/2015 vom 6. Januar 2016 E. 2.1; je mit Hinweisen). Nach Einsicht in die 

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von Rechtsanwalt lic. iur. X._____ für die Beschwerdegegnerin 1 eingereichte 

Stellungnahme (Urk. 13) und unter Berücksichtigung der Bedeutung und (gerin-

gen) Schwierigkeit des Falls sowie der (eher geringen) Verantwortung des An-

walts erscheint eine pauschale Entschädigung von Fr. 1'000.– (inkl. MwSt.) an-

gemessen (§ 19 Abs. 1 und § 2 Abs. 1 lit. b-e AnwGebV). 

3. Die Beschwerdeführerin hat für das Beschwerdeverfahren eine Sicherheits-

leistung für allfällige Kosten- und Entschädigungen von Fr. 1'800.– bezahlt 

(Urk. 9). Die der Beschwerdeführerin auferlegte Gerichtsgebühr (Fr. 1'500.–) wird 

vorab von der Sicherheitsleistung bezogen. Der Restbetrag der Kaution (entspre-

chend Fr. 300.–) wird in Anrechnung an die der Beschwerdeführerin auferlegte 

Entschädigung durch die Gerichtskasse an die Beschwerdegegnerin 1 ausgerich-

tet. 

 

Es wird beschlossen: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt und der Beschwerdefüh-

rerin auferlegt. 

3. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin 1 für das Beschwer-

deverfahren mit Fr. 1'000.– (inkl. MwSt.) zu entschädigen. 

4. Die der Beschwerdeführerin auferlegte Gerichtsgebühr (Fr. 1'500.–) wird von 

der Sicherheitsleistung bezogen. Der Restbetrag der Kaution (entsprechend 

Fr. 300.–) wird in Anrechnung an die der Beschwerdeführerin auferlegte 

Entschädigung durch die Gerichtskasse an die Beschwerdegegnerin 1 aus-

gerichtet. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde) 

- 9 - 

− Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerde-
gegnerin 1 (per Gerichtsurkunde) 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland ad C-4/2022/10000481 (gegen 
Empfangsbestätigung) 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Staatsanwaltschaft See/Oberland ad C-4/2022/10000481, unter 
Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 17; gegen Empfangsbe-
stätigung)  

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte. 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen  

  

- 10 - 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
 
Zürich, 16. November 2022 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

MLaw E. Egger 
 
 

	Beschluss vom 16. November 2022
	Erwägungen:
	I.

	II.
	III.
	Es wird beschlossen:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'500.– festgesetzt und der Beschwerdeführerin auferlegt.
	3. Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegnerin 1 für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'000.– (inkl. MwSt.) zu entschädigen.
	4. Die der Beschwerdeführerin auferlegte Gerichtsgebühr (Fr. 1'500.–) wird von der Sicherheitsleistung bezogen. Der Restbetrag der Kaution (entsprechend Fr. 300.–) wird in Anrechnung an die der Beschwerdeführerin auferlegte Entschädigung durch die Ger...
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 die Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)
	 Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und die Beschwerdegegnerin 1 (per Gerichtsurkunde)
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland ad C-4/2022/10000481 (gegen Empfangsbestätigung)

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland ad C-4/2022/10000481, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 17; gegen Empfangsbestätigung)
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte.

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bunde...
	Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen
	richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes.
	Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.