# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9915b678-2e19-5aca-961d-05f3f5419e27
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-30
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Fürsorgerechtliche Kammer 30.10.2023 F 2023 38
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_003_F-2023-38_2023-10-30.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

FÜRSORGERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Diana Oswald, Vorsitz 
Ersatzrichter lic. iur. Roger Grünvogel und lic. iur. Jakob Senn
Gerichtsschreiberin: lic. iur. Claudia Meier

U R T E I L  vom 30. Oktober 2023 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. B.________

gegen

Triaplus AG Klinik Zugersee, Widenstrasse 55, 6317 Oberwil b. Zug
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Fürsorgerische Unterbringung 
(Entlassungsgesuch)

F 2023 38

2

Urteil F 2023 38

A. A.________, geboren 1982, wurde am 2. Oktober 2023 in der Stadt C.________ 
ärztlich fürsorgerisch in der Triaplus AG Klinik Zugersee untergebracht. Die Unterbringung 
erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Im Verlauf liess der Patient indes am 16. Oktober 
2023 durch den Verein Psychexodus bei der Klinik ein Entlassungsgesuch einreichen, 
welches von letzterer abgewiesen wurde. 

B. Hiergegen liess der Patient Beschwerde einreichen beim Bezirksgericht 
C.________, das die Beschwerde zuständigkeitshalber dem Verwaltungsgericht des Kan-
tons Zug überwies. Das hiesige Gericht holte zunächst die Akten ein und klärte die Vertre-
tungsverhältnisse im persönlichen Austausch mit dem Beschwerdeführer anlässlich einer 
Referentenaudienz vom 24. Oktober 2023 in der Klinik. Dabei konnte die Vertretung durch 
Rechtsanwalt B.________ bestätigt werden; weiter zog der Beschwerdeführer ein durch 
den Verein Psychexodus in seinem Namen gestelltes Gesuch um unentgeltliche Rechts-
vertretung mangels Bedürftigkeit zurück.  

C. Am 30. Oktober 2023 wurde A.________ von der fürsorgerechtlichen Kammer des 
Verwaltungsgerichts in den Räumlichkeiten der Triaplus AG Klinik Zugersee angehört, im 
Beisein seines Rechtsanwalts. An der Verhandlung nahmen seitens der Klinik der zustän-
dige Oberarzt D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie die Psy-
chologin E.________ teil. Als gerichtlicher Gutachter wirkte Dr. med. F.________, eben-
falls Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, mit, der sein Gutachten im Anschluss an 
die Anhörung mündlich erstattete. Die Verhandlung wurde anschliessend zur Beratung un-
terbrochen und der Urteilsspruch danach mündlich eröffnet und kurz begründet.

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Bei bestehender fürsorgerischer Unterbringung in einer Einrichtung kann die be-
troffene oder eine ihr nahestehende Person jederzeit um Entlassung ersuchen; über das 
Gesuch entscheidet die Klinik ohne Verzug (Art. 426 Abs. 4 i.V.m. Art. 429 Abs. 3 ZGB). 
Gegen die Abweisung eines Entlassungsgesuchs durch die Einrichtung kann die betroffe-
ne oder eine ihr nahestehende Person innert zehn Tagen seit Mitteilung des Entscheids 
schriftlich das Gericht anrufen (Art. 439 Abs. 1 Ziff. 3 und Abs. 2 ZGB). Zuständiges Ge-
richt für die Beurteilung von Beschwerden in den Fällen von Art. 439 ZGB ist gemäss § 58 

3

Urteil F 2023 38

Abs. 1 lit. b des Gesetzes betreffend die Einführung des Schweizerischen Zivilgesetzbu-
ches für den Kanton Zug (EG ZGB; BGS 211.1) das Verwaltungsgericht. Das Entlas-
sungsgesuch wurde vorliegend in Oberwil bei Zug durch die Triaplus AG Klinik Zugersee 
abgewiesen, so dass die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Verwaltungs-
gerichts gegeben ist (vgl. BGE 146 III 377). Die Beschwerdeschrift nimmt zwar lediglich in 
sehr untergeordnetem Ausmass Bezug auf den konkreten Einzelfall; im Übrigen handelt 
es sich um die bekannte Streitschrift des Vereins Psychexodus. Immerhin wird jedoch der 
Namen des Beschwerdeführers genannt und ergibt sich aus der Zuschrift, dass dieser aus 
der Klinik auszutreten wünscht, womit den minimalen formellen Anforderungen (Art. 439 
Abs. 3 i.V.m. Art. 450e Abs. 1 ZGB) Genüge getan ist. 

2.
2.1 Eine Person, die an einer psychischen Störung oder an geistiger Behinderung lei-
det oder schwer verwahrlost ist, darf in einer geeigneten Einrichtung untergebracht wer-
den, wenn die nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann (Art. 426 
Abs. 1 ZGB). Die Belastung und der Schutz von Angehörigen und Dritten sind mit zu 
berücksichtigen (Art. 426 Abs. 2 ZGB; Geiser/Etzensberger, Basler Kommentar Zivilge-
setzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 426 N 8 ff., 41 ff.), wobei eine Fremdgefährlichkeit allein für 
eine Unterbringung nicht ausreicht (BGE 145 III 441 E. 8.4). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen für ihre Unterbringung nicht mehr erfüllt sind; die 
Entlassungskompetenz liegt bei der Einrichtung (Art. 426 Abs. 3 und Art. 429 Abs. 3 ZGB). 
Die ärztliche Unterbringung fällt spätestens nach sechs Wochen dahin, sofern nicht ein 
vollstreckbarer Unterbringungsentscheid der Erwachsenenschutzbehörde vorliegt (Art. 429 
Abs. 2 ZGB i.V.m. § 51 Abs. 3 und 53 Abs. 1 EG ZGB). 

2.2 Bei der fürsorgerischen Unterbringung handelt es sich um einen schweren Eingriff 
in die persönliche Freiheit (Art. 10 Abs. 2 BV) der betroffenen Person, auch wenn ihre 
Dauer bei ärztlicher Anordnung befristet ist (BGE 148 III 1 E. 2.3.3; 143 III 189 E. 3.2 i.f.). 
Konkret wird die Bewegungsfreiheit der untergebrachten Person (als Teilgehalt des 
Grundrechts der persönlichen Freiheit) beschränkt, wenn diese gezwungen wird, gegen ih-
ren Willen in einer psychiatrischen Klinik zu verbleiben. Die Vor- und Nachteile, welche die 
Unterbringung der betroffenen Person bringt, sind einander im Sinne einer umfassenden 
Interessen- und Güterabwägung gegenüberzustellen. Es ist dabei jeweils im Einzelfall 
auszuloten, wo die Grenze zwischen Selbstbestimmung und staatlicher Fürsorge verläuft. 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass Achtung und Schutz der Menschenwürde (Art. 7 BV; 
vgl. grundlegend zur Menschenwürde als Leitsatz jeglicher staatlichen Tätigkeit sowie als 

4

Urteil F 2023 38

innerster Kern und Grundlage der Freiheitsrechte BGE 127 I 6 E. 5b mit Hinweisen; aus-
serdem BGE 143 IV 77 E. 4.1) es dem Gemeinwesen im Sinne einer minimalen Sorgfalts-
pflicht auch gebieten können, einer erkrankten Person die notwendige Pflege und Behand-
lung zukommen zu lassen, dank der sie überhaupt (wieder) befähigt wird, ihre Persönlich-
keit zu entfalten und ihre persönliche Freiheit auszuüben (vgl. zum Ganzen BGE 130 I 16 
E. 5 sowie [ausführlicher] BGE 127 I 6 E. 5). 

2.3 Das Gesetz nennt als Voraussetzung für Anordnung oder Fortbestand einer für-
sorgerischen Unterbringung das Vorliegen eines Schwächezustandes, der eine Behand-
lung oder Betreuung notwendig macht, die nicht anders als durch den Entzug der Freiheit 
erbracht werden kann (vgl. auch Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 8). Zu ermit-
teln ist auf tatsächlicher Ebene zunächst, ob ein solcher Zustand vorliegt und ob bzw. in-
wiefern deshalb ein Fürsorgebedarf besteht. Anknüpfend am soeben Gesagten geht es 
darum zu ermitteln, ob die Fähigkeit einer Person zu eigenbestimmtem Handeln einge-
schränkt ist und sie Unterstützung benötigt, um diese Fähigkeit – soweit möglich – wieder-
zuerlangen (etwa: Geiser/Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 ZGB N 14). Ob ein Für-
sorgebedarf vorliegt, ist aufgrund der konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben 
der betroffenen Person bzw. von Dritten, die besteht, wenn die Behandlung der psychi-
schen Störung bzw. die Betreuung unterbleibt, zu beurteilen. Anhand dieser tatsächlichen 
Angaben ist in rechtlicher Hinsicht zu beurteilen, ob, und wenn ja, warum, eine Behand-
lung bzw. eine Betreuung (im Beurteilungszeitpunkt noch) "nötig" ist (vgl. BGer 
5A_254/2013 vom 17. April 2013 E. 2.2). 

Liegt eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung vor, bleibt die Verhältnismässigkeit der 
Unterbringung zu prüfen. Sie muss erforderlich, geeignet und verhältnismässig im engeren 
Sinne sein. Lassen sich eine Störung oder ihre Auswirkungen beseitigen oder mindestens 
abschwächen, ist während der fürsorgerischen Unterbringung alles Nötige vorzukehren, 
damit die betroffene Person wieder aus der Einrichtung entlassen werden und ihr Leben 
nach ihren eigenen Vorstellungen, Neigungen und Fähigkeiten selbst gestalten und orga-
nisieren kann. Jedenfalls muss die Unterbringung die Lebensqualität der betroffenen Per-
son verbessern (vgl. etwa BGer 5A_567/2020 vom 18. September 2020 E. 2.3; Geiser/
Etzensberger, a.a.O., vor Art. 426-439 ZGB N 14). Die freiheitsbeschränkende Unterbrin-
gung ist weiter nur gesetzeskonform, wenn der angestrebte Zweck nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann. 

5

Urteil F 2023 38

3. Zunächst ist zu prüfen, ob beim Beschwerdeführer eine Erkrankung im Sinne von 
Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt. 

3.1 In dessen Vorgeschichte sind seit spätestens dem zwanzigsten Lebensjahr wie-
derholte manisch-psychotische Entgleisungen bekannt (vgl. zur Erstmanifestation bipola-
rer Störungen grundsätzlich vor dem zwanzigsten Lebensjahr mit Erstbehandlung im 
Durchschnitt mit 22 Jahren etwa Klaus Lieb, Bipolare Störungen, in: Lieb/Frauenknecht 
[Hrsg.], Intensivkurs Psychiatrie und Psychotherapie, 9. Aufl. 2019, S. 221). So ist im Früh-
jahr 2002 eine gewalttätige Auseinandersetzung mit zwei Polizeibeamten allgemeinnoto-
risch, welche als "Fall A.________" schweizweite Bekanntheit erlangte. Von den Vorwür-
fen der Körperverletzung sowie der Hinderung einer Amtshandlung wurde A.________ 
primär aufgrund seiner psychischen Erkrankung und der damit verbundenen Unfähigkeit 
zur korrekten Einordnung der damaligen Situation freigesprochen (Putativnotwehr; vgl. et-
wa NZZ vom 22. November 2006, «Alle Freisprüche im Fall ‘A.________’ bestätigt»). 
Ebenfalls allgemeinnotorisch ist, dass er im Jahr 2016 blutüberströmt und mit einem Mes-
ser von einem Tankstellendach sprang, wobei er sich ebenfalls erhebliche Verletzungen 
zuzog (https://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/stadtpolizei_zuerich/medien/
medienmitteilungen/2016/september/mann-nach-sprung-von-tankstellendach-erheblich-
verletzt.html). 

Aktuell handelt es sich gemäss Ausführungen des Rechtsvertreters um die vierte unfreiwil-
lige Hospitalisation des mittlerweile 41-jährigen Beschwerdeführers allein im laufenden 
Jahr. Zum gegenwärtigen Zustand ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdefüh-
rer sich im Einweisungszeitpunkt manisch-psychotisch verhalten habe. Gemäss Feststel-
lungen der einweisenden Ärztin fühlte er sich verfolgt und bedroht von Dealern, dem israe-
lischen Geheimdienst, sei verbal aggressiv und bedrohlich sowie ideenflüchtig gewesen 
und habe einen starken Rededrang (mit Vorbeireden) aufgewiesen. Es habe keine Krank-
heitseinsicht oder Therapiemotivation bestanden. Diese Darstellung stimmt überein mit der 
Beschreibung in den Klinikakten sowie auch mit dem Auftreten des Beschwerdeführers an 
der gerichtlichen Anhörung vom 30. Oktober 2023 und seinen dort gemachten eigenen 
Ausführungen. Diese trug er zumindest anfänglich in deutlich übersetzter Lautstärke und 
in sichtlich starkem Erregungszustand vor. Inhaltlich präsentierte er dem Gericht eine wirre 
Geschichte, in der es im Wesentlichen darum ging, dass sein Halbbruder versuche, ihm 
Substanzen in die Ess- und Trinkwaren zu mischen, um ihn als psychisch krank darzustel-
len. Dies, damit er dem Beschwerdeführer im Zusammenspiel mit einer Nachbarin, Arabi-
schen Banden, Kurden, Drogendealern sowie anderen zwielichtigen Gestalten seine An-

6

Urteil F 2023 38

teile am Unternehmen G.________ GmbH (an dem der Beschwerdeführer und sein Vater 
je hälftig beteiligt sind) entreissen könne. 

3.2 Nach übereinstimmender Auffassung des behandelnden Arztes sowie des Sach-
verständigen liegt beim Beschwerdeführer eine bipolare Störung vor, wobei er sich im An-
hörungszeitpunkt nach wie vor in einer abklingenden manischen Phase bzw. fraglich be-
reits in einem sub-manischen Zustand befinde. Gemäss Angabe des Klinikvertreters war 
der Zustand des Patienten – unter Einnahme der verordneten Medikamente, allerdings 
nicht in der verordneten Menge – dabei anlässlich der gerichtlichen Anhörung bereits deut-
lich besser als in der vergangenen Woche. Auch der Sachverständige stellte gestützt auf 
die Akten fest, dass offenbar innert Wochenfrist eine merkliche Besserung eingetreten sei. 
Beide Fachärzte vertraten die Auffassung, aktuell stünden die manischen Anteile im Vor-
dergrund, während die psychotisch-wahnhaften Denkinhalte bereits stark zurückgegangen 
seien. Gemäss dem psychiatrischen Gutachter waren überwertige und paranoide Ideen 
nach wie vor klar feststellbar, wobei es sich ohne weitere Abklärungen als schwierig er-
weise, auszuscheiden, inwiefern diese allenfalls an einem realen Hintergrund anknüpfen 
würden. Der Beschwerdeführer könne sich indes grundsätzlich kontrollieren. Auch der Kli-
nikvertreter berichtete von einer nach wie vor starker Angetriebenheit, distanzlosem Ver-
halten und starkem Rededrang, was denn auch alles an der Anhörung vom 30. Oktober 
2023 ohne Weiteres durch das Gericht wahrgenommen werden konnte. Festzustellen ist 
dabei aber auch – mit dem Sachverständigen –, dass der Beschwerdeführer zwar immer 
wieder durch die Vorsitzende oder seinen Rechtsvertreter auf das adäquate Verhalten 
hingewiesen werden musste, er sich alsdann aber der Situation anzupassen vermochte. 

3.3 Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass eine schwerwiegende psychische Er-
krankung (bipolare Störung) beim Beschwerdeführer ohne jeden Zweifel besteht. Diese 
wirkt sich offensichtlich auch negativ auf das soziale Funktionieren des Beschwerdefüh-
rers aus, indem sie zu Konflikten mit seinem näheren Umfeld führt (vgl. zum Aspekt der 
sozialen Dysfunktion Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 15). Mithin ist mit dem 
Vorliegen eines Schwächezustands die erste Voraussetzung für eine fürsorgerische Un-
terbringung in einer Einrichtung erfüllt.
 
4. Zu prüfen ist im Weiteren, ob diese chronische Grunderkrankung beim Beschwer-
deführer eine Behandlung und/oder eine Betreuung im Beurteilungszeitpunkt (noch) nötig 
macht, was unter anderem anhand des Selbst- und/oder Fremdgefährdungspotenzials zu 
diesem Zeitpunkt zu beurteilen ist (vgl. oben E. 2). "Nötig" ist hier nicht im Sinne von me-

7

Urteil F 2023 38

dizinisch wünschenswert zu verstehen, sondern im Sinne von zwingend erforderlich, um 
akut und konkret absehbaren Schaden vom Beschwerdeführer und ggf. auch Dritten ab-
zuwenden. 

4.1 Bei der Beurteilung der Selbstgefährdung stellt sich einerseits die Frage nach ei-
ner allfälligen Suizidgefahr. Andererseits ist auch danach zu fragen, ob die Gesundheits-
schädigung bedrohliche Ausmasse annimmt, ob Anzeichen für ein Fortschreiten der Er-
krankung bestehen, oder ob die betroffene Person daran ist, in ihrer Lebensgestaltung, ih-
rem Verhalten in ihrer Umgebung, ihrer persönlichen Hygiene und ihrer Gesamtverfassung 
in einen Zustand von Selbstdestruktion zu geraten, der der Menschenwürde nicht mehr 
entspricht (vgl. bereits zum alten Recht R. Furger, Unterbringung Jugendlicher und Er-
wachsener im Sinne der FFE aus psychiatrischer Sicht, ZVW 38, 41 ff.; weiter etwa Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., Art. 426 ZGB N 20).

4.1.1 Suizidalität verneinte der Beschwerdeführer glaubhaft; entsprechende Hinweise 
vermochten weder der behandelnde Arzt noch der Gerichtsgutachter zu benennen. Weite-
rungen dazu erübrigen sich. Dass bei diesem Krankheitsbild statistisch gesehen eine er-
höhte Suizidrate besteht (vgl. Klaus Lieb, a.a.O., S. 223; gemäss Ausführungen des Kli-
nikvertreters v.a. beim Umschwung der Stimmung ins Depressive), rechtfertigt die Emp-
fehlung einer medikamentösen, phasenprophylaktischen Behandlung, reicht aber als bloss 
latente Gefahr für eine fürsorgerische Unterbringung nicht aus. Notabene ist in diesem Zu-
sammenhang zu erwähnen, dass der Beschwerdeführer in der Klinik offenbar Zyprexa 
(Olanzapin) sowie Depakine (Valproat) praktisch von Anfang weg freiwillig eingenommen 
hat, wenn auch nicht (immer) in der verordneten Dosierung, und er versichert, diese Be-
handlung auch fortan weiterführen zu wollen. 

4.1.2
4.1.2.1 Eine Selbstgefährdung im weiteren Sinne ergibt sich hier primär aus fremdana-
mnestischen Angaben der Familie des Beschwerdeführers, wobei diese zumindest 
gemäss den Darlegungen seines Rechtsvertreters vor dem Hintergrund von Streitereien 
um die Vorherrschaft im familieneigenen Unternehmen G.________ GmbH zu stehen 
scheinen. Die Klinik fasste ursprünglich bereits Mitte Oktober 2023 eine Entlassung des 
Beschwerdeführers zufolge verbesserten Zustands ins Auge, wovon dann soweit ersicht-
lich primär auf Intervention des Vaters und des Halbbruders des Beschwerdeführers Ab-
stand genommen wurde, welche darauf hingewiesen hatten, der Beschwerdeführer habe 
vor seiner Einweisung Frauen an einer Tankstelle massiv belästigt und seine Wohnung sei 

8

Urteil F 2023 38

in verschmutztem, vermülltem und verkotetem Zustand gewesen. Belastbare Beweise für 
diese Behauptungen der Familienangehörigen – die der Beschwerdeführer bestreitet – lie-
gen indes nicht vor. Es irritiert in diesem Zusammenhang, dass gerade die Familie trotz 
bekundeter grosser Sorge um den Beschwerdeführer sich in der Klinik dafür einsetzte, 
dass eine Meldung an die zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde – welcher 
grundsätzlich die Aufgabe zukäme, einen allfälligen dauerhaften oder vorübergehenden 
Unterstützungsbedarf abzuklären – unterbleibe. Auch vor dem Hintergrund der offenbar 
schwelenden Auseinandersetzung um die Zukunft der G.________ GmbH sind die nicht 
weiter erhärteten Angaben mit Vorsicht zu geniessen, solange zur eigenen Interessenlage 
der Familienangehörigen des Beschwerdeführers nichts Näheres bekannt ist. Immerhin ist 
aber festzuhalten, dass auch nach Angabe des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers 
dessen Wohnung sich zumindest teilweise in einem schlechten Zustand befand. Offenbar 
kann er aber aktuell in eine zwischenzeitlich gereinigte Wohnung in der Stadt C.________ 
zurückkehren. Dort scheint es zwar regelmässig Konflikte mit einer Nachbarin sowie dem 
Halbbruder zu geben. Jedoch ist nicht bekannt, dass dies bisher etwa zu regelmässigen 
Polizeieinsätzen oder Gewalteskalationen geführt hätte, und ist auch ein Verlust der Woh-
nung vorerst nicht zu befürchten, da diese dem familieneigenen Unternehmen gehört.  

4.1.2.2 Sollte der Beschwerdeführer seine aktuell verordnete Medikation absetzen, ist 
nach Ausführungen der Fachärzte zu erwarten, dass die momentan zumindest im Ansatz 
kontrollierte Manie erneut voll durchbricht. Im manischen Zustand riskiere der Patient 
durch sein distanzloses Verhalten und seine Fehleinschätzungen den geschäftlichen Ruin, 
die soziale Isolation (wenn er den Kontakt zum grundsätzlich trotz aller Differenzen auch 
stützenden Umfeld seiner Familie abbreche) sowie auch eine Verwahrlosung. Durch Fehl-
einschätzungen im Strassenverkehr könne er zumindest potenziell sich selbst und andere 
auch an Leib und Leben gefährden. Gerichtsnotorisch besteht sodann bei bipolaren Er-
krankungen latent immer auch eine Selbstgefährdung in dem Sinne, dass im Verlauf in 
manischen Phasen Schäden am Gehirn entstehen, mit der Folge zunehmender kognitiver 
Einschränkungen, so dass die Betroffenen im sechsten oder siebten Lebensjahrzehnt 
nicht mehr eigenständig leben können, wenn zuvor keine adäquate Behandlung erfolgt ist 
(vgl. etwa VGer ZG F 2023 5 E. 4.1.3). 

Der Beschwerdeführer beteuert indes, er habe entgegen der Behauptung seines Halbbru-
ders jedenfalls das Medikament Zyprexa bereits vor seiner Einweisung regelmässig ge-
nommen und wolle dieses auch nach einer Entlassung weiter einnehmen. Das Gericht 
hegt zwar – mit den Fachärzten – erhebliche Zweifel, ob der Beschwerdeführer nach sei-

9

Urteil F 2023 38

ner Entlassung tatsächlich in der Lage sein wird, die dringend angezeigte ambulante 
psychiatrische Betreuung und die ebenfalls angezeigte Spitex-Unterstützung aufzugleisen 
und seine Medikamente selbständig regelmässig einzunehmen. Ebenfalls ist fraglich, ob 
er allfälligen Anordnungen des Strassenverkehrsamtes H.________ Folge zu leisten bereit 
ist, falls ihm dieses das Führen von Motorfahrzeugen untersagt. Zu seinen Gunsten wirkt 
sich aber aus, dass er grundsätzlich nach wie vor auf ein stützendes familiäres Umfeld 
zurückgreifen kann, welches ihm gewisse organisatorische Vorkehren abnehmen und ihm 
beim realitätsbezogenen Einordnen von Situationen behilflich sein kann. Er ist dabei dar-
auf hinzuweisen, dass nach dem Willen des Gesetzgebers eine sogenannte 
"Drehtürpsychiatrie" vermieden werden soll, bei der eine Entlassung jeweils sogleich nach 
Abklingen der akuten Krise erfolgt, ohne dass Zeit bliebe für eine eigentliche Stabilisierung 
und die Organisation einer Nachbetreuung (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7063). 
Diesbezüglich ist offensichtlich, dass er sich aktuell an einem Scheidepunkt befindet, 
nahmen doch im Verlauf des Jahres 2023 die Abstände zwischen seinen Hospitalisationen 
rapide ab (mit Hospitalisationen im Januar, im Juni, Ende August sowie alsdann kurze Zeit 
später ab 2. Oktober 2023). Mithin muss es dem Beschwerdeführer – wohl mithilfe seiner 
Familie – nun gelingen, seine ambulante Weiterbehandlung und -betreuung aufzugleisen, 
da eine weitere Häufung der Rückfälle als Konkretisierung der gesundheitlichen Gefahren 
absehbar künftig zu einer abweichenden Beurteilung im Sinne einer Bejahung der konkre-
ten und akuten Selbstgefährdung führen würde. 

4.1.2.3 Da für eine fürsorgerische Unterbringung eine konkrete und akute Gefahr für die 
Gesundheit oder das Leben des Beschwerdeführers drohen muss, kann schliesslich auf 
Weiterungen bezüglich eines allfälligen Schutzbedarfs im Bereich der Finanzen oder der 
rechtlichen Belange (insbesondere im Zusammenhang mit der Rolle bei der G.________ 
GmbH) verzichtet werden. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer jedenfalls aktu-
ell gar nicht (mehr) die Möglichkeit hat, seine finanzielle Lebensgrundlage nachhaltig zu 
zerstören. In der Tat hat sein Vater erwirkt, dass seine Zeichnungsberechtigung für die 
G.________ GmbH im Handelsregister gelöscht wurde. Ebenso hat er nach Angabe des 
Rechtsvertreters dafür gesorgt, dass der Beschwerdeführer zwar Zugang hat zu Einkünf-
ten von rund Fr. 7'000.– monatlich als «Dividende» aus der G.________ GmbH, nebst ei-
ner IV-Rente von rund Fr. 3'000.–, mithin genügend Geld für seinen Lebensunterhalt zur 
Verfügung hat, jedoch nicht über grössere Beträge verfügen kann. Dass ihm solche durch 
Dritte leihweise zur Verfügung gestellt werden, ist bei seinem aktuellen, nach wie vor deut-
lich manischen Verhalten auch nicht ernsthaft zu erwarten, da er ohne Weiteres als psy-

10

Urteil F 2023 38

chisch krank imponiert. Mit Blick auf die durch den Rechtsvertreter bereits in Aussicht ge-
stellte Auseinandersetzung mit dem Vater um die Herrschaft in der G.________ GmbH ist 
indes die Mitteilung des vorliegenden Urteils an die für die Wohnsitzgemeinde I.________ 
zuständige Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde J.________ angezeigt. Diese wird 
den noch reichlich unklaren Sachverhalt gegebenenfalls näher abzuklären und allenfalls 
angezeigte Massnahmen anzuordnen haben (vgl. etwa Geiser/Etzensberger, a.a.O., Art. 
426 ZGB N 9). 

4.2 Bei der Beurteilung der Fremdgefährdung geht es nicht nur um die Gefahr für Leib 
und Leben von Drittpersonen, sondern ebenso sehr auch um elementare Gefährdungen 
des Wohlbefindens und der seelischen Gesundheit anderer. Neben der eigentlichen 
Fremdgefährdung ist auch die Drittgefährdung im Sinne der Belastung der Umgebung 
durch den Betroffenen mit zu berücksichtigen, die indes für sich allein nicht für eine Ein-
weisung oder eine Rückbehaltung ausreicht (vgl. vorstehend E. 2.1). 

Das angetriebene, grössenwahnhafte Verhalten des Beschwerdeführers stellt für seine 
Angehörigen, insbesondere für seinen Vater, zweifelsohne eine erhebliche, akute und 
konkrete Belastung dar. Wie indes der zuständige Oberarzt ausführte, haben sie zumin-
dest aktuell nach wie vor viel Verständnis für den Beschwerdeführer und versuchen ihn 
nach Kräften zu unterstützen. Ebenso teilen der Klinikvertreter und der psychiatrische 
Gutachter die Einschätzung, wonach der Beschwerdeführer zwar deutliches soziales 
Fehlverhalten zeigt, verbal drohend und aggressiv auftritt, tatsächlich aber bisher – zumin-
dest in neuerer Zeit – keine tätlichen Auseinandersetzungen bekannt oder zu erwarten 
sind.  

4.3 In der Gesamtschau kann beim Beschwerdeführer zwar ein latentes Selbstgefähr-
dungspotenzial festgehalten werden, das aber in gesundheitlicher Hinsicht aktuell noch 
nicht ausreicht, um einen weiteren Freiheitsentzug zur Stabilisierung zu rechtfertigen. 

Mit Blick auf das Ausgeführte steht ausser Zweifel, dass ein weiterer Klinikaufenthalt des 
Beschwerdeführers objektiv-medizinisch hoch wünschenswert wäre, so dass auch die da-
hingehende Empfehlung der Ärzte ohne Weiteres nachvollziehbar ist. Jedoch gebricht es 
an einer genügend akuten, konkreten Gefahr für Gesundheit und Leben des Beschwerde-
führers, damit dieser weiterhin gegen seinen erklärten und konstanten Willen in der Tria-
plus AG Klinik Zugersee zurückbehalten werden dürfte. Angesichts dessen erübrigt sich 
die Verhältnismässigkeitsprüfung (E. 2.3 i.f.). 

11

Urteil F 2023 38

5. Das Gerichtsverfahren ist gemäss § 57 Abs. 2 EG ZGB im Bereich der fürsorgeri-
schen Unterbringung kostenlos. Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer 
hat Anspruch auf eine Parteientschädigung zulasten der Staatskasse (§ 28 Abs. 2 VRG), 
wobei nur eine angemessene Entschädigung für Honorar und Barauslagen geschuldet ist, 
nicht aber eine volle Entschädigung. Soweit der Beschwerdeführer seinen Rechtsvertreter 
auf eigenen Wunsch über das für das vorliegende Verfahren Notwendige hinaus in An-
spruch genommen hat, hat er hierfür selbst aufzukommen (§ 8 Abs. 1 der Verordnung 
über die Kosten im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht [BGS 162.12; KoV]). Da keine 
Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung ermessensweise auf den Betrag von 
Fr. 1'000.– (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen), entsprechend einem Aufwand von 
knapp vier Stunden zum Ansatz von Fr. 250.– für Vorbereitung, Reisezeit sowie Verhand-
lung vom 30. Oktober 2023, festzusetzen. 

12

Urteil F 2023 38

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Beschwerdeführer ist umgehend aus der 
Triaplus AG Klinik Zugersee zu entlassen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.– (inkl. Bar-
auslagen und Mehrwertsteuer) zulasten der Staatskasse zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen und begründe-
ten Eröffnung beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in 
Zivilsachen eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die ärzt-
liche Leitung der Triaplus AG Klinik Zugersee, an die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde J.________, Pfäffikon, sowie zum Vollzug von dessen Ziffer 3 im 
Dispositiv an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 30. Oktober 2023

Im Namen der
FÜRSORGERECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am