# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef7ca452-5d7c-586d-907b-8fdda49831f5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-04-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 11.04.2005 SF 2005 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SF-2005-8_2005-04-11.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 11. April 2005 Schriftlich mitgeteilt am: 
SF 05 8 (nicht mündlich eröffnet)

Urteil
Strafkammer

(Abwesenheitsurteil)

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Heinz-Bommer, Rehli, Riesen-Bienz und Möhr 
Aktuar ad hoc Elvedi

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In der Strafsache

der X., Angeklagte, amtlich verteidigt durch lic. iur. Bruno Maranta, c/o Degiacomi 
Riedi Schreiber Schmid, Postfach 180, Hartbertstrasse 11, 7002 Chur,

mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 16. Februar 2005, 

wegen Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz etc.,

in Anklagezustand versetzt,

hat sich ergeben:

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A. Die spanische Staatsangehörige X. wurde am 03. Januar 1976 in 
Wil/ZH geboren und wuchs dort und in Münchwilen zusammen mit einem Bruder 
und einer Schwester bei ihren Eltern auf. Ihre Eltern liessen sich scheiden, als die 
Angeklagte neun Jahre alt war. Aus der zweiten Ehe ihrer Mutter hat sie noch eine 
Halbschwester. In Wil und Münchwilen besuchte sie während sechs Jahren die Pri-
marschule. Anschliessend zog sie nach Spanien, wo sie weitere drei Jahre die 
Schule besuchte. Nach der Schulentlassung absolvierte sie in Spanien eine Lehre 
als Sekretärin. Daneben arbeitete sie in Bars und Kleiderläden. Im Jahre 1999 kam 
sie in die Schweiz zurück, wo sie in der Folge in einem Hotel in Engelberg arbeitete. 
Nach weiteren Saisonstellen in Interlaken, Engelberg und Savognin zog sie im Ok-
tober 2002 nach Chur. Hier arbeitete sie in der Pizzeria A.. Seit Ende März 2004 
war sie arbeitslos und bezog monatlich Arbeitslosengeld in Höhe von CHF 2500.-. 
Sie hat weder Schulden noch Vermögen. Am 16. September 2004 wurde X. nach 
Spanien ausgeschafft. Seither hält sie sich dort auf, und zwar in der Ortschaft B. Sie 
wurde am 28. September 2004 mit einer fünfjährigen Einreisesperre belegt. 
Gemäss Leumundsbericht der Stadtpolizei Chur ist über X. nichts Nachteiliges be-
kannt.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet. Die Staats-
anwaltschaft verzichtete auf eine Konsultierung der ausländischen Register .

X. wurde am 11. August 2004 in Chur festgenommen und befand sich an-
schliessend bis zum 16. September 2004 in der Strafanstalt Sennhof in Untersu-
chungshaft. Die Strafanstalt Sennhof stellt ihr ein gutes Führungszeugnis aus.

B. X. wird der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, der mehr-
fachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG, der mehrfachen Widerhand-
lung gegen Art. 23 Abs. 1 al 5 ANAG und der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 
1 StGB angeklagt. Die Staatsanwaltschaft Graubünden legte dieser Anklage 
gemäss Anklageschrift vom 16. Februar 2005 folgenden Sachverhalt zugrunde:

„X. wird angeklagt

1. der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG und der mehrfachen 
Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

1.1 In der Zeit von anfangs April 2004 bis zum 11. August 2004 hat die voll-
umfänglich geständige Angeklagte in ihrer Wohnung an der H.-Strasse 
in Chur unter mehreren Malen total 65 gr. Heroin und 25 gr. Kokain an 
diverse, nur teils namentlich bekannte Drittpersonen verkauft, so 10 gr. 
Heroin und 2.5 gr. Kokain an C., 5 gr. Heroin und 1 gr. Kokain an D. und 
10 gr. Heroin an ihren Freund E.. Letzterem gab sie das Heroin zum 
Einstandspreis von CHF 50.- pro Gramm ab. Von den anderen Abneh-

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mern verlangte sie für ein Gramm Heroin zwischen CHF 80.- und CHF 
120.- und für ein Gramm Kokain CHF 100.-. Total erzielte die Ange-
klagte mit dem Verkauf der Drogen einen Nettogewinn von CHF 2000.-
, den sie für ihren Eigenkonsum an Kokain aufgewendet hat.

Akten: 1.3 (S. 1f.), 3.3, 6.1, 6.2, 7.3 (S. 3), 7.4, 8.5, 8.6, 8.8-8.10, 8.11

1.2 Im Verlaufe des Sommers 2004 lernte X. die albanischen Staatsan-
gehörigen F. und G. kennen, die beide mit Heroin handelten. Von diesen 
wurde sie angefragt, ob sie bereit sei, Heroin zu bunkern. Die Ange-
klagte willigte ein und stellte das zu ihrer Wohnung an der H.-Strasse in 
Chur gehörende Kellerabteil als Drogendepot zur Verfügung. Dort hat 
sie dann in der Zeit vom 23. Juli 2004 bis 11. August 2004 für die beiden 
Dealer Heroin gelagert. Die aufbewahrte Heroinmenge konnte nicht ge-
nau ermittelt werden. Es waren mindestens 250 gr. Heroin. Das Keller-
abteil war mit einem Vorhängeschloss versehen, zu dem die Angeklagte 
sowie F. einen Schlüssel hatten. Anlässlich der am 12. August 2004 er-
folgten Hausdurchsuchung fand die Polizei im Keller von X. 60 gr. He-
roin, abgepackt in 12 Minigripsäcklein à 5 gr. Heroin. Dieses von der 
Angeklagten gelagerte Heroin konnte G. zugeordnet werden. Über die 
Einziehung des Heroins wird im separat gegen G. geführten Verfahren 
(Pr. Nr. 2004. 1972 / Ri) zu befinden sein.

Akten: 1.3 (S. 2f.), 3.3 (S. 2), 6.1-6.3, 8.2 (S. 2f.), 8.3, 8.7 (S. 3ff.), 8.13, 
8.14

1.3 Die Qualität der verkauften 65 gr. bzw. der gelagerten 250 gr. Heroin 
war immer gleich und wird als schlecht bezeichnet. Eine Analyse des im 
Keller der Angeklagten sichergestellten Heroins durch die Kantonspoli-
zei St. Gallen ergab einen Reinheitsgehalt von 11%. Vom verkauften 
Kokain liegt keine Analyse vor. Da es aber in Kleinstmengen verkauft 
wurde und die Qualität gemäss Aussagen der Angeklagten gut war, ist 
davon auszugehen, dass der Reinheitsgehalt der 25 gr. Kokain bei 71% 
lag. X. hat demgemäss 17.75 gr. reines Kokain verkauft sowie 34.65 gr. 
reines Heroin verkauft oder gelagert.

Akten: 1.3 (S. 1f.), 6.1-6.3

1.4 In der Zeit von Oktober 2002 bis Februar 2003 hat die Angeklagte in 
Chur in unregelmässigen Abständen und in der Folge bis zum 11. Au-
gust 2004 regelmässig Heroin und Kokain konsumiert sowie Marihuana 
geraucht. Die genaue Menge der konsumierten Betäubungsmittel 
konnte nicht ermittelt werden. Von Juli 2004 bis August 2004 waren es 
aber mindestens 10 gr. Heroin und 19 gr. Kokain.

Akten: 1.3 (S. 3f.), 6.1, 8.2, 8.8 (S. 4)

1.5 Anlässlich von Hausdurchsuchungen wurden am 11. August 2004 in der 
Wohnung der Angeklagten 2.8 gr. Heroin, 1 gr. Kokain und 1 Wasser-
pfeife sichergestellt. Sodann wurden auf dem Bett CHF 100.- sowie ver-
steckt im Badezimmer CHF 3000.- gefunden. Dabei handelt es sich um 
Drogenerlöse. Die Angeklagte gibt an, dass dieses Geld nicht ihr 
gehöre. Die CHF 3100.-, die Drogen und die Wasserpfeife wurden be-
schlagnahmt.

Akten: 1.2, 1.3 (S. 5), 6.4, 6.5, 6.8

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2. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 1 al 5 ANAG.

2.1 In der Zeit vom 22. Juli 2004 bis 11. August 2004 beherbergte die An-
geklagte in ihrer Wohnung in Chur den albanischen Staatsangehörigen 
G., der sich ohne Aufenthaltsberechtigung und damit rechtswidrig in der 
Schweiz aufhielt. X. wusste, dass G. rechtswidrig in der Schweiz ver-
weilte.

Akten: 1.3 (S. 4), 9.1-9.3

2.2 Vom 20. Juli 2004 bis Ende Juli 2004 gewährte X. dem aus Albanien 
stammenden F. Unterkunft in Chur. Dabei wusste sie, dass F. sich ohne 
Bewilligung und damit rechtswidrig in der Schweiz aufhielt.

Akten: 1.3 (S. 4), 9.2-9.4

3. der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

Irgendwann im August 2004 übernahm X. von G. CHF 990.- in bar, wel-
che dieser mit dem von ihm betriebenen Drogenhandel im Sinne von 
Art. 19 Ziff. 2 BetmG erwirtschaftet hatte. Am 11. August 2004 hat die 
Angeklagte diese CHF 990.- nach Abzug einer Gebühr von CHF 65.- 
am Bahnschalter in Chur über Western Union nach Albanien überwie-
sen und damit dessen Einziehung vereitelt, obschon ihr die Herkunft des 
Geldes bekannt war und sie damit wusste, dass dieses aus einem Ver-
brechen herrührte.

Akten: 1.3 (S. 4f.), 10.1, 10.2, 10.3 (S. 5f.), 10.4, 10.5“

C. An der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht Graubünden vom 
11. April 2005 waren der Staatsanwalt, Dr. iur. Alex Zindel, und der amtliche Vertei-
diger der Angeklagten, lic. iur. Bruno Maranta, anwesend. Die Angeklagte X. war 
nicht anwesend. Sie wurde am 16. September 2004 nach Spanien ausgeschafft und 
am 28. September 2004 mit einer fünfjährigen Einreisesperre belegt, weshalb sie 
nicht polizeilich zugeführt werden konnte. Es gelangte das Abwesenheitsverfahren 
nach Art. 123 StPO zur Anwendung. Gegen die Zuständigkeit und die Zusammen-
setzung des Gerichtes wurden keine Einwände erhoben, so dass sich dieses als in 
der Sache legitimiert erklärte.

D. Nach Abschluss des Beweisverfahrens stellte und begründete der 
Staatsanwalt Dr. iur. Alex Zindel folgende Anträge:

„1. X. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen.

2. Dafür sei sie unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 
37 Tagen mit 18 Monaten Gefängnis zu bestrafen.

3. Der Vollzug der Strafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probe-
zeit von 3 Jahren.

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4. Das Gericht habe darüber zu befinden, ob die Angeklagte angesichts der 
fünfjährigen Einreisesperre des Landes zu verweisen sei und wenn ja, 
wie lange.

5. Die sichergestellten Drogen sowie die CHF 3100.- seien richterlich ein-
zuziehen.

6. Die sichergestellte Wasserpfeife sei richterlich einzuziehen und über de-
ren weitere Verwendung sei zu befinden.

7. Gesetzliche Kostenfolge.“

Der Verteidiger stellte und begründete folgende Anträge:

„1. X. sei der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, der mehrfa-
chen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG sowie wegen Geld-
wäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen.

2. Vom Vorwurf der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 1 al 5 
ANAG sei sie freizusprechen.

3. Dafür sei sie mit 14 Monaten Gefängnis zu bestrafen, abzüglich der er-
standenen Untersuchungshaft von 37 Tagen.

4. Die Strafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer angemessenen Pro-
bezeit.

5. Auf eine Ersatzabgabe sei zu verzichten.

6. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

Der Staatsanwalt verzichtete auf eine Replik. Auf die Begründung der An-
träge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

Die Strafkammer zieht in Erwägung:

1. a) Art. 19 BetmG stellt den unbefugten Umgang mit Betäubungsmitteln 
unter Strafe, da deren Genuss für die Gesundheit der Menschen als schädlich be-
trachtet wird. Um dieser Gefahr für die menschliche Gesundheit zu begegnen hat 
der Gesetzgeber unter Ziff. 1 der zitierten Gesetzesbestimmung diejenigen Hand-
lungen mit Strafe bedroht, welche letztlich dazu führen oder führen können, dass 
Betäubungsmittel in Verkehr gebracht und so für mögliche Konsumenten zugäng-
lich gemacht werden (BGE 120 IV 337). Als Betäubungsmittel gelten nach Art. 1 
Abs. 1 BetmG abhängigkeitserzeugende Stoffe und Präparate der Wirkungstypen 
Morphin, Kokain und Cannabis. Gemäss Art. 19 Ziff. 1 BetmG macht sich unter an-

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derem strafbar, wer unbefugt Betäubungsmittel herstellt, auszieht, umwandelt oder 
verarbeitet (Abs. 2), wer sie unbefugt lagert, versendet, befördert, einführt, ausführt 
oder durchführt (Abs. 3), wer sie unbefugt anbietet, verteilt, verkauft, vermittelt, ver-
schafft, verordnet, in Verkehr bringt oder abgibt (Abs. 4), wer sie unbefugt besitzt, 
aufbewahrt, kauft oder sonst wie erlangt (Abs. 5) oder wer hiezu Anstalten trifft (Abs. 
6). Wer einem anderen für das Verstecken von Betäubungsmitteln seine Wohn-
räumlichkeiten zur Verfügung stellt, duldet deren Hinterlegung nicht bloss passiv 
und ist nicht nur Gehilfe, sondern macht sich selbständig, durch aktives Tun wegen 
unbefugten Besitzes von Betäubungsmitteln strafbar (BGE 119 IV 266). Das Straf-
mass beträgt, wenn die Tat vorsätzlich begangen wurde, Gefängnis oder Busse. In 
schweren Fällen ist die Strafe Zuchthaus oder Gefängnis nicht unter einem Jahr, 
allenfalls verbunden mit einer Busse bis zu einer Million Franken (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 
9 BetmG).

Ein schwerer Fall liegt insbesondere vor, wenn der Täter weiss oder anneh-
men muss, dass sich die Widerhandlung auf eine Menge von Betäubungsmitteln 
bezieht, welche die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (Art. 19 
Ziff. 2 lit. a BetmG). Viele Menschen im Sinne dieser Bestimmung sind nach der 
Rechtsprechung zwanzig Personen oder mehr (BGE 121 IV 334), während eine 
Gesundheitsgefährdung bei physischer oder psychischer Abhängigkeit zu bejahen 
ist (BGE 106 IV 277). Nach der Praxis des Bundesgerichts ist die Annahme eines 
schweren Falles gemäss Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG an eine objektive und an eine 
subjektive Voraussetzung geknüpft. Die objektive Voraussetzung besteht darin, 
dass sich die Widerhandlung auf eine Menge von Betäubungsmittel bezieht, welche 
die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann (BGE 122 IV 362 f.). Mass-
gebend ist dabei allein, wie viele Konsumenten gefährdet werden können und nicht, 
wie viele tatsächlich gefährdet worden sind, ist doch Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG ein 
abstraktes Gefährdungsdelikt. Es spielt keine Rolle, ob neue Abnehmerkreise durch 
die Tathandlung erschlossen werden oder die vermittelten Abnehmer bereits süch-
tig sind (BGE 120 IV 338; 118 IV 205 f.; 111 IV 31 f.). Die Menge an Heroin für 
einen schweren Fall wurde in BGE 109 IV 145 festgelegt. Danach trete eine Gefähr-
dung bei 12 Gramm reinem Heroin ein, weil damit über zwanzig Menschen über 
einen Zeitraum versorgt werden könnten, der ausreiche, um bei drogenunerfahre-
nen Konsumenten das Risiko einer Abhängigkeit zu schaffen (BGE 109 IV 183 f.). 
Für Kokain wurde die Menge vom Kassationshof in BGE 109 IV 143 auf 18 Gramm 
reinen Wirkungsstoff festgelegt. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Täter die Betäu-
bungsmittel in einer einzigen grossen Portion oder in vielen kleinen Teilmengen in 
Verkehr bringt (BGE 109 IV 145; BGE 114 IV 167; BGE 112 IV 363). Bei der Ermitt-

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lung der massgeblichen Menge ausser Betracht fallen lediglich die vom Täter für 
den Eigenkonsum verwendeten Mengen (BGE 110 IV 99). Entscheidend für die 
Subsumtion unter Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG ist stets die Menge reinen Stoffes (BGE 
122 IV 363). Handelt ein Täter mit verschiedenen Betäubungsmittelarten, ist eine 
Verurteilung nach Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG nicht nur zulässig, wenn in Bezug auf 
je eine dieser Arten der Grenzwert erreicht wird; abzustellen ist stets auf die Ge-
samtmenge. So liegt ein schwerer Fall insbesondere auch dann vor, wenn der Täter 
beispielsweise 6 Gramm Heroin (50% von 12 Gramm) und 9 Gramm Kokain (50% 
von 18 Gramm) verkauft, weil mit dieser Menge von Drogen die Gesundheit vieler 
Menschen in Gefahr gebracht werden kann (BGE 112 IV 112 f.). In subjektiver Hin-
sicht verlangt Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, dass der Täter weiss oder annehmen muss, 
dass er mit seinem Tun die Gesundheit vieler Menschen gefährden kann. Dieses 
Wissen um das Gefährdungspotential des umgesetzten Rauschgiftes dürfte im Rah-
men zentraleuropäischer Verhältnisse im Hinblick auf die umfassende Aufklärung 
der Bevölkerung über den Drogenmissbrauch in der Regel bereits bei Ersttätern 
gegeben sein, die selbst noch keine Erfahrungen mit Drogen gemacht haben (BGE 
104 IV 215). In Bezug auf die grosse Menge genügt Eventualvorsatz; ein vorgefass-
ter Entschluss, eine solche Menge umzusetzen, ist demnach nicht erforderlich (BGE 
112 IV 113). Entscheidend ist folglich, ob der Täter durch sein Verhalten in Kauf 
nahm, mit der von ihm gehandelten Menge eine grosse Zahl von Menschen in Ge-
fahr zu bringen.

b) Die Angeklagte hat den in der Anklageschrift relevierten Sachver-
halt vollumfänglich anerkannt. Demzufolge bereitet die rechtliche Subsumtion ihres 
Verhaltens unter den Tatbestand von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG keine grösseren 
Schwierigkeiten. Die Angeklagte hat im Zeitraum von anfangs April 2004 bis zu ihrer 
Verhaftung vom 11. August 2004 total 65 Gramm Heroin sowie 25 Gramm Kokain 
in Chur unter mehreren Malen und in der Regel in Gassenportionen an diverse Per-
sonen verkauft oder sonst wie abgegeben, darunter 10 Gramm Heroin und 2.5 
Gramm Kokain an C., 5 Gramm Heroin und 1 Gramm Kokain an D. sowie 10 Gramm 
Heroin an E.. Zudem hat sie ca. vom 23. Juli 2004 bis zum 11. August 2004 in 
ihrem Keller an der H.-Strasse in Chur Heroin für G., F. und weitere Personen ge-
lagert. Die gelagerte Heroinmenge konnte nicht genau ermittelt werden. Gemäss 
eigener Aussage der Angeklagten seien insgesamt aber mindestens 250 Gramm 
Heroin gelagert worden. Der Verteidiger der Angeklagten macht diesbezüglich gel-
tend, es sei zu berücksichtigen, dass die gelagerte Drogenmenge von 250 Gramm 
Heroin auf nicht näher belegten Annahmen beruhe und deshalb durchaus kleiner 
gewesen sein könnte. Bekannterweise liegt die Beweislast für die dem Beschuldig-

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ten zur Last gelegten Tat grundsätzlich beim Staat (Padrutt, Kommentar zur Straf-
prozessordnung des Kantons Graubünden, 2. Aufl., Chur 1996, S. 306). Bei der 
Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht nach freier, in der Hauptver-
handlung gewonnener Überzeugung, wobei es sich verbietet, einzelnen dieser Be-
weismittel eine vorrangige Bedeutung zuzumessen (Art. 125 Abs. 2 StPO). An den 
Tatbeweis sind hohe Anforderungen zu stellen; verlangt wird mehr als eine blosse 
Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis der Täterschaft, denn mit sol-
cher Gewissheit lassen sich infolge der Unzulänglichkeit des menschlichen Erkennt-
nisvermögens Tatsachen kaum je beweisen (Padrutt, a.a.O., S. 306 f.). Die Ange-
klagte gab anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 15. Sep-
tember 2004 zu, mindestens 250 Gramm Heroin in ihrem Keller gelagert zu haben. 
Ein Geständnis bildet in der Regel eine sichere Basis für eine Verurteilung, wenn 
Anhaltspunkte und Indizien vorliegen, die das Geständnis als glaubhaft erscheinen 
lassen. Geht man nun die Anklageschrift und die Akten unter diesem Aspekt durch, 
ergibt sich, dass an den Aussagen der Angeklagten nicht zu zweifeln ist. Abgesehen 
von ihrem Geständnis anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 
15. September 2004 gab die Angeklagte bereits an der polizeilichen Einvernahme 
vom 12. August 2004 an, dass während ca. 2 Wochen insgesamt mindestens 250 
Gramm Heroin in ihrem Keller gebunkert worden seien. In der Konfronteinvernahme 
X./G. vom 14. September 2004 verwies sie bezüglich des Heroindepots in ihrem 
Keller wiederum auf ihre Aussagen vom 12. August 2004. Auch war immer davon 
die Rede, dass die Drogen in Portionen à 5 Gramm Heroin gelagert wurden und 
dass immer mindestens 5 Portionen vorhanden gewesen seien, an manchen Tagen 
gar deren 10. Das Heroin sei umgeschlagen worden, das heisst, es sei verkauft 
worden und es sei dann wieder neues Heroin dazugekommen. Es liegen mehrere 
Aussagen der Angeklagten vor, welche bezüglich der gelagerten Mindestmenge an 
Heroin übereinstimmen. Die Aussagen der Angeklagten sind nicht widersprüchlich 
und erscheinen als glaubhaft. Somit gelangt das Kantonsgericht zur Überzeugung, 
dass mindestens 250 Gramm Heroin im Keller der Angeklagten gelagert wurden.

Für die Annahme eines schweren Falles im Sinne von Art. 19 Ziff. 2 lit. a 
BetmG ist – wie bereits erläutert - auf die Menge reinen Stoffes abzustellen. Das 
Kantonsgericht hat sich daher notwendigerweise über die Reinheit der von der Täte-
rin gelagerten bzw. umgesetzten Drogen auszusprechen. Die Qualität der verkauf-
ten 65 Gramm bzw. der gelagerten 250 Gramm Heroin wird von der Angeklagten 
als mässig bezeichnet (act. 1.3 S. 2). Eine Analyse des im Keller der Angeklagten 
sichergestellten Heroins durch die Kantonspolizei St. Gallen ergab einen Reinheits-
gehalt zwischen 11 und 12 Prozent (act. 6.3). X. hat demgemäss 34.65 Gramm 

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reines Heroin verkauft oder gelagert. Im Zusammenhang mit dem von der Ange-
klagten verkauften Kokain liegt keine Analyse vor. Da das Kokain in Kleinstmengen 
verkauft wurde und die Qualität gemäss Aussagen der Angeklagten gut war, geht 
die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Reinheitsgehalt der 25 Gramm Kokain 
bei 71% lag. Somit hätte X. 17.75 Gramm Kokain verkauft. Die Verteidigung bringt 
diesbezüglich vor, dass aufgrund des geschätzten Reinheitsgrades beim Kokain 
auch die Möglichkeit des Vorliegens einer weit geringeren Menge reinen Kokains in 
Betracht zu ziehen sei. Nach den letzten wissenschaftlichen Erkenntnissen (vgl. 
SJZ. 95 [1999] Nr. 21, S. 511) hat Kokain bei Kleinmengen und bei guter Qualität 
einen Reinheitsgrad von durchschnittlich 71% und bei mittlerer Qualität einen sol-
chen von 38%. Gestützt auf diese Erkenntnisse und auf die Aussagen der Ange-
klagten ist die Annahme eines Reinheitsgehalts von 71% sachgerecht. Für die An-
nahme eines geringeren Reinheitsgehalts liegen keine Anhaltspunkte vor. Selbst 
wenn der Reinheitsgehalt des Kokains niedriger und damit eine geringere Menge 
reinen Kokains in Betracht zu ziehen wäre, hat die Angeklagte den objektiven Tat-
bestand von Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG dennoch erfüllt, hat sie doch alleine mit der 
Lagerung oder dem Verkauf von 34.65 Gramm reinen Heroins die für die Annahme 
eines schweren Falles festgesetzte Menge von 12 Gramm Heroin um ein Mehrfa-
ches überschritten.

In subjektiver Hinsicht ist für die Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a 
BetmG Vorsatz erforderlich. Vorsätzlich handelt gemäss Art. 18 Abs. 2 StGB, wer 
ein Verbrechen oder ein Vergehen mit Wissen und Willen ausführt. Zum Vorsatz 
gehört das auf die objektiven Merkmale des Tatbestandes bezogene Wissen und 
Wollen, nicht hingegen das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit oder gar dasjenige 
der Strafbarkeit (BGE 107 IV 207). Vorliegend besteht kein Zweifel, dass X. vorsätz-
lich das Heroin bzw. Kokain lagerte oder verkaufte. Sie hat demgemäss den Tatbe-
stand des Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG sowohl in objektiver als auch in subjektiver 
Hinsicht erfüllt.

2. a) Gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG wird mit Haft oder Busse bestraft, 
wer unbefugt Betäubungsmittel vorsätzlich konsumiert und wer zum eigenen Kon-
sum eine Widerhandlung im Sinne von Art. 19 BetmG begeht. Dieser privilegierte 
Tatbestand erfasst nur jene Beschaffungshandlungen, die ausschliesslich dem ei-
genen Drogenkonsum dienen und somit eine Gefährdung Dritter ausgeschlossen 
ist. Insbesondere schliessen Beschaffungshandlungen, die zum Drogenkonsum 
Dritter führen oder konkret führen können - so etwa Verkauf oder Vermittlung - die 

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Anwendung von Art. 19a Ziff. 1 BetmG aus (Fingerhuth/Tschurr, Kommentar zum 
Betäubungsmittelgesetz, Zürich 2002, S. 156).

b) Die Angeklagte hat in den verschiedenen polizeilichen und untersu-
chungsrichterlichen Einvernahmen gestanden, in der Zeit von Oktober 2002 bis Fe-
bruar 2003 in Chur in unregelmässigen Abständen und in der Folge bis zum 11. 
August 2004 regelmässig Heroin und Kokain konsumiert sowie Marihuana geraucht 
zu haben. Die genaue Menge der konsumierten Betäubungsmittel konnte nicht er-
mittelt werden. Gemäss eigenen Aussagen hat X. von Juli 2004 bis August 2004 
aber mindestens 10 Gramm Heroin und 19 Gramm Kokain konsumiert. Folglich ist 
die Angeklagte der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schul-
dig zu sprechen.

3. a) X. wird der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 23 Abs. 1 al 5 
ANAG angeklagt, da sie in der Zeit vom 22. Juli 2004 bis 11. August 2004 bzw. vom 
20. Juli 2004 bis Ende Juli 2004 in ihrer Wohnung in Chur die albanischen Staats-
angehörigen G. bzw. F., die sich beide ohne Aufenthaltsbewilligung und damit 
rechtswidrig in der Schweiz aufhielten, beherbergt habe. 

b) Nach Art. 23 Abs. 1 al 5 ANAG wird mit Gefängnis bis zu sechs 
Monaten bestraft, wer im In- oder Ausland die rechtswidrige Ein- oder Ausreise oder 
das rechtswidrige Verweilen im Lande erleichtert oder vorbereiten hilft. In leichten 
Fällen kann auch nur auf Busse erkannt werden (Art. 23 Abs. 1 am Ende ANAG). 
X. ist überführt und geständig, in der Zeit vom 22. Juli 2004 bis 11. August 2004 den 
albanischen Staatsangehörigen G. sowie vom 20. Juli 2004 bis ca. Ende Juli 2004 
den albanischen Staatsangehörigen F. in ihrer Wohnung in Chur beherbergt zu ha-
ben. Beide besassen keine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz.

Subjektiv ist, wie bei allen Tatbeständen nach Art. 23 Abs. 1 ANAG, auch für 
eine Bestrafung nach Alinea 5 Vorsatz des Täters erforderlich, wobei Eventualvor-
satz genügt. Fehlt es am darauf gerichteten Vorsatz, fällt die Anwendung von Art. 
23 Abs. 1 al 5 ANAG ausser Betracht und es ist allenfalls zu prüfen, ob sich der 
Täter einer Übertretung im Sinne von Art. 23 Abs. 4 zweiter Satz ANAG oder nach 
Art. 23 Abs. 6 ANAG schuldig gemacht hat. Art. 23 Abs. 6 ANAG kommt somit die 
Funktion als Auffangtatbestand zu (vgl. zum Ganzen: Valentin Roschacher, Die 
Strafbestimmungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der 
Ausländer [ANAG], Zürich 1991, S. 91 und S. 134). Der amtliche Verteidiger von X. 
bringt vor, sie habe nicht gewusst, dass G. und F. sich wirklich rechtswidrig in der 

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Schweiz aufhielten. Die Angeklagte habe einerseits gedacht, dass sich die beiden 
ordnungsgemäss in der Schweiz aufhielten und andererseits, dass sie Italiener 
seien. Dies gehe klar aus den Akten hervor (act. 1.3 S. 4). Sie habe mit der Beher-
bergung der beiden nicht den rechtswidrigen Aufenthalt in der Schweiz erleichtern 
wollen, da sie darüber gar nicht nachgedacht habe. Auch eine Inkaufnahme könne 
damit ausgeschlossen werden. Somit liege keine vorsätzliche Erleichterung des 
rechtswidrigen Verweilens von G. und F. vor, weshalb sie in diesem Punkt freizu-
sprechen sei. Die Staatsanwaltschaft macht demgegenüber geltend, die Angeklagte 
habe gewusst, dass G. und F. sich ohne Bewilligung und damit rechtswidrig in der 
Schweiz aufhielten.

Beim Tatbestand des Erleichterns des rechtswidrigen Verweilens im Land 
gehört gemäss der heutigen Rechtssprechung zum Vorsatz, dass der Täter weiss 
oder im Sinne des Eventualvorsatzes in Kauf nahm, dass der Ausländer über keine 
Aufenthaltsbewilligung verfügt und ihn trotzdem beherbergt (vgl. Valentin Roscha-
cher, Die Strafbestimmungen des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlas-
sung der Ausländer [ANAG], Band 17, 1991, S. 91). Aus der untersuchungsrichter-
lichen Einvernahme vom 15. September 2004 (act. 1.3, S. 4) geht hervor, dass die 
Angeklagte annahm, dass die von G. und F. vorgewiesenen Pässe gefälscht waren. 
Sie gab an zu wissen, dass albanische Staatsangehörige für die Einreise in die 
Schweiz ein Visum benötigen. Die Angeklagte meinte zwar, dass beide möglicher-
weise Italiener seien und deshalb in der Schweiz bleiben könnten, abgeklärt hat sie 
dies aber nicht. Damit nahm sie offensichtlich in Kauf, dass G. und F. sich illegal in 
der Schweiz aufhielten. Trotzdem gewährte sie den beiden Unterkunft. Demzufolge 
handelte X. mindestens eventualvorsätzlich in Bezug auf Art. 23 Abs. 1 al 5 ANAG; 
sie hat den genannten Tatbestand in objektiver sowie in subjektiver Hinsicht mehr-
fach erfüllt.

4. a) X. wird der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB ange-
klagt, indem sie von G. CHF 990.-, welche dieser mit dem von ihm betriebenen 
Drogenhandel erwirtschaftete, übernommen und nach Abzug einer Gebühr von 
CHF 65.- am Bahnschalter in Chur über Western Union nach Albanien überwiesen 
habe. 

b) Nach Art. 305bis Ziff. 1 StGB wird mit Gefängnis oder Busse bestraft, 
wer den Tatbestand der Geldwäscherei erfüllt, indem er eine Handlung vornimmt, 
die geeignet ist, die Ermittlung der Herkunft, die Auffindung oder die Einziehung von 
Vermögenswerten zu vereiteln, die, wie er weiss oder annehmen muss, aus einem 

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Verbrechen herrühren. Diese Bestimmung ist gegen die Geldwäscherei im heute 
üblichen Wortsinne der Verschleierung der Herkunft von verbrecherischen Organi-
sationen erworbener Vermögenswerte auf dem Finanzmarkt gerichtet, erstreckt 
sich aber auch auf Werte, die von einzelnen durch ein Verbrechen im Sinne von Art. 
9 Abs. 1 StGB erlangt worden sind. Geldwäscherei setzt folglich als Vortat eine im 
technischen Sinne des schweizerischen Strafgesetzbuches mit Zuchthaus bedrohte 
Handlung voraus (BGE 122 IV 215). Der Tatbestand umfasst daher nicht etwa nur 
Vermögenswerte aus dem illegalen Betäubungsmittelhandel, sondern aus allen 
Verbrechen im Sinne des schweizerischen Strafrechtes (BGE 119 IV 63). Die Geld-
wäschereihandlung ist dabei der Vorgang des Verheimlichens dieser Vermögens-
werte mit dem Ziel, den Eindruck eines legalen Erwerbs zu erwecken. Der Tatbe-
stand von Art. 305bis Ziff. 1 StGB stellt ein abstraktes Gefährdungsdelikt dar und 
umfasst jede Tathandlung, die typischerweise geeignet ist, die Einziehung der Ver-
brechensbeute zu verhindern, wobei die Vereitelungshandlung konkretisiert und im 
Einzelfall nachgewiesen sein muss (BGE 122 IV 215; Rehberg, Strafrecht IV, 2. 
Aufl., Zürich 1996, S. 362). Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob ein 
bestimmtes Verhalten im Einzelfall auch nur die Gefahr einer Erschwerung der Ein-
ziehung geschaffen hat, vielmehr muss dieses lediglich in abstrakter Weise zur Be-
hinderung der schweizerischen oder ausländischen Strafverfolgungsbehörden 
führen (Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II, 4. Aufl., Bern 
1995, S. 312; vgl. Ackermann, in: Schmid/Ackermann/Arzt/Bernasconi/de Capitani, 
Kommentar Einziehung, Organisiertes Verbrechen und Geldwäscherei, Bd I, Zürich 
1998, S. 512). Die Erscheinungsformen und Abläufe der Geldwäscherei sind unter-
schiedlicher Natur und umfassen etwa das Einspeisen von Bargeld in den Finanz-
bereich, die verwirrende Verschiebung der Herkunft im Finanzmarkt und die dabei 
versuchte Integration der Vermögenswerte in einen legalen Hintergrund (BGE 119 
IV 246). Für die Eignung der Vereitelung der Einziehung sind aber keine komplizier-
ten Finanztransaktionen vorausgesetzt, es genügen einfachste Tathandlungen wie 
etwa das Verstecken der Verbrechensbeute (BGE 122 IV 218, 119 IV 64). X. ist 
überführt und geständig, von G. CHF 990.- übernommen und dieses Geld am 11. 
August 2004 am Bahnhof in Chur über Western Union nach Albanien überwiesen 
zu haben. Die Überweisung des Geldes nach Albanien stellt eine für die Geldwä-
scherei genügende objektive Tathandlung dar.

In subjektiver Hinsicht ist nach dem Wortlaut von Art. 305bis Ziff. 1 StGB nur 
die vorsätzliche Tatbegehung strafbar, nicht aber die fahrlässige Geldwäscherei. 
Dabei genügt es grundsätzlich, wenn der Täter mit Eventualvorsatz handelt. Ein 
solcher liegt vor, wenn der Täter den als möglich vorausgesehenen Erfolg für den 

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Fall seines Eintritts billigt, sich mit ihm abfindet oder ihn in Kauf nimmt (BGE 96 IV 
99 ff.). Auf den Tatbestand der Geldwäscherei bezogen muss der Täter zunächst 
wissen oder annehmen, dass die Vermögenswerte aus einem Verbrechen 
herrühren. Diese Formulierung stammt aus dem Tatbestand der Hehlerei und meint 
den Eventualvorsatz in spezieller Weise (BGE 119 IV 247). Der Täter muss dabei 
nicht über alle Einzelheiten des Erstdeliktes im Bilde sein, würde dies doch das 
Strafverfahren vor den schweizerischen Behörden verlangsamen und dem ange-
strebten Ziel einer wirksamen Bekämpfung der Geldwäscherei widersprechen (Pra. 
84 1995 Nr. 212 = BGE 120 IV 323). Nähere Kenntnis über die Vortat sind also 
entbehrlich. Wohl aber muss der Täter damit gerechnet haben, dass diese mit er-
heblicher Strafe bedroht sein könnte, sich ihrer Natur als diejenige eines Verbre-
chens folglich zumindest in laienhafter Weise bewusst sein (sogenannte Parallel-
wertung in der Laiensphäre; BGE 99 IV 59; vgl. Stratenwerth, a.a.O., S. 313 f.). Der 
Täter muss also nicht die vom Gesetz entsprechende Qualifikation des Tatbestan-
des vornehmen, jedoch die Umstände kennen, die den Verdacht nahe legen, dass 
das Geld aus einer verbrecherischen Vortat stammt, und mit einer möglichen Tat-
bestandsverwirklichung einverstanden sein (BGE 119 IV 247 f.). Der untersu-
chungsrichterlichen Einvernahme vom 15. September 2004 ist zu entnehmen, dass 
G. der Angeklagten nicht gesagt hat, woher die CHF 990.- stammen. X. ist aber 
gemäss ihren eigenen Aussagen im Zeitpunkt der Geldüberweisung davon ausge-
gangen, dass G. im grösseren Stile mit Drogen handelte und dass dieses Geld mit 
dem Drogenhandel erwirtschaftet wurde. In subjektiver Hinsicht bleibt somit anzu-
merken, dass die Angeklagte die CHF 990.- nach Albanien überwiesen hat, ob-
schon sie annahm, dass das Geld aus dem Drogenhandel stammt. Damit hat sie 
auch den subjektiven Tatbestand erfüllt und sich mindestens eventualvorsätzlich 
der Geldwäscherei nach Art. 305bis Ziff. 1 StGB schuldig gemacht.

5. a) Bei der Strafzumessung hat der Richter gemäss Art. 63 StGB vom 
Verschulden des Täters auszugehen und insbesondere die Beweggründe, das Vor-
leben und die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen. Das Verschulden um-
fasst den gesamten Unrechts- und Schuldgehalt der konkreten Straftat. Der Bemes-
sung der Schuld ist die Schwere der Tat zugrunde zu legen. Weiter wird beim Ver-
schulden zwischen Tat- und Täterkomponente unterschieden. Bei der Tatkompo-
nente werden das Ausmass des verschuldeten Erfolges, die Willensrichtung, mit 
welcher der Täter handelte und seine Beweggründe betrachtet. Die Täterkompo-
nente hingegen umfasst das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Täters 
sowie das Verhalten nach der Tat oder im Strafverfahren, wie zum Beispiel Reue, 
Einsicht oder Strafempfindlichkeit (BGE 129 IV 20; 117 IV 112 ff. mit Hinweisen). 

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Diese in die Waagschale gelegten Elemente wirken strafmindernd oder strafer-
höhend, wobei in der Begründung der Strafzumessung die Überlegungen des Rich-
ters nachvollziehbar sein müssen (BGE 121 IV 56). Liegen keine Strafmilderungs- 
oder Strafschärfungsgründe vor, hat sich der Richter an den vom Gesetzgeber vor-
gesehenen Strafrahmen zu halten.

Hat jemand durch eine oder mehrere Handlungen mehrere Freiheitsstrafen 
verwirkt, so verurteilt ihn der Richter nach dem Asperationsprinzip zu der Strafe der 
schwersten Tat und erhöht deren Dauer angemessen. Er kann jedoch das höchste 
Mass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist er 
zusätzlich an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 68 Ziff. 1 Abs. 
1 StGB). Die schwerste Tat ist diejenige, welche unter den mit der höchsten Strafe 
bedrohten Tatbestand fällt. Grundlage für die Strafzumessung im vorliegenden Fall 
bildet der in Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG vorgesehene Strafrahmen von Zuchthaus 
oder Gefängnis nicht unter einem Jahr, womit eine Busse bis zu einer Million Fran-
ken verbunden werden kann.

b) Das Verschulden von X. ist unter dem Gesichtspunkt der gelagerten 
oder verkauften Drogenmenge als erheblich zu betrachten. Die Angeklagte hat ins-
gesamt 17.75 Gramm reines Kokain und 34.65 Gramm reines Heroin gelagert oder 
verkauft. Handelt ein Täter mit verschiedenen Betäubungsmittelarten, so ist – wie 
bereits erwähnt – auf die Gesamtmenge abzustellen. Insgesamt hat die Angeklagte 
somit 52.40 Gramm harte Drogen gelagert oder verkauft, was mehr als 4mal soviel 
ist wie der für die Annahme eines schweren Falles massgebliche Grenzwert von 12 
Gramm reinem Heroin. Selbst wenn beim Kokain ein niedrigerer Reinheitsgehalt in 
Betracht zu ziehen wäre, so würde dies angesichts der beträchtlichen Menge an 
gelagertem oder verkauftem Heroin bei der Strafzumessung nicht ins Gewicht fal-
len. In diesem Gesamtmengenbereich ist eine Abweichung von rund 7 Gramm - 
was bei der Annahme eines niedrigeren Reinheitsgehaltes des Kokains von 38% 
der Fall wäre - nach oben oder nach unten nicht erheblich und deshalb auch nicht 
geeignet, das Strafmass zu beeinflussen. Anders wäre nur dann zu entscheiden, 
wenn die Abweichung grösser wäre, dergestalt dass sie ins Gewicht fallen würde 
oder wenn bei Mengen um die 12 bzw. 18 Gramm herum die Frage relevant würde, 
ob ein schwerer Fall gegeben sei oder nicht (vgl. SF 04 39). Die umgesetzte Dro-
genmenge ist für die Strafzumessung nicht von ausschlaggebender Bedeutung, 
sind daneben doch auch das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse und die Be-
weggründe relevant (BGE 118 IV 348). Sie bildet indessen einen ersten massgebli-
chen Anhaltspunkt für den kriminellen Willen des Täters (BGE 121 IV 193 = Pra 85 

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Nr. 28). Auch der Gesetzgeber hat bei der Umschreibung des schweren Falles dem 
Aspekt des umgesetzten Stoffes erhebliches Gewicht beigemessen. Dies sicher zu 
Recht, dokumentiert doch der Täter, welcher eine grosse Menge Rauschgift in Um-
lauf bringt oder dazu Anstalten trifft und damit die Gefährdung einer Vielzahl von 
Menschen in Kauf nimmt, ein bedenkliches Mass an Skrupellosigkeit und man-
gelnde Achtung vor Leib und Leben seiner Mitmenschen, was grundsätzlich auf ein 
schweres Verschulden hinweist.

Strafschärfend wirkt sich das Zusammentreffen von mehreren strafbaren 
Handlungen aus. Im Gegensatz zu den Ausführungen des amtlichen Verteidigers 
hat die Angeklagte den Tatbestand von Art. 23 Abs. 1 al 5 ANAG mehrfach erfüllt. 
Zudem hat sie sich der Geldwäscherei nach Art. 305bis Ziff. 1 StGB schuldig ge-
macht. Strafmindernd kann berücksichtigt werden, dass X. mit den Einnahmen aus 
dem Drogengeschäft vorwiegend ihren Eigenkonsum finanzieren wollte. Folglich 
hat sie nicht nur aus Gewinnsucht gehandelt. Ebenfalls strafmindernd wirken sich 
das vollumfängliche Geständnis, die Vorstrafenlosigkeit und der gute Leumund aus. 
Ein weiterer Strafzumessungsfaktor ist das Verschulden der Angeklagten, und die-
ses hängt auch davon ab, in welcher Funktion die Täterin am Betäubungsmittelhan-
del mitwirkte (vgl. BGE 121 IV 202). Wohl ist das Lagern von Betäubungsmitteln 
nach Art. 19 BetmG wie der Verkauf und der Erwerb von Betäubungsmitteln ein 
selbständiger Straftatbestand. Dennoch ist der Umstand, dass die Angeklagte vor-
liegend den grössten Teil der Betäubungsmittelmenge lediglich gelagert hat, als et-
was weniger gravierend einzustufen als der Verkauf.

Unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungsgründe erscheint es als 
angemessen und gerechtfertigt, X. eine Gefängnisstrafe von 18 Monaten aufzuer-
legen.

6. Nach Art. 69 StGB rechnet der Richter dem Verurteilten die Untersu-
chungshaft auf die Freiheitsstrafe an, soweit der Täter diese nicht durch sein Ver-
halten nach der Tat herbeigeführt oder verlängert hat. Nach der Praxis des Bundes-
gerichts darf von der Anrechnung nur abgesehen werden, soweit der Beschuldigte 
durch sein – nach rechtsstaatlich vertretbaren Verfahrensgrundsätzen vorwerfbares 
– Verhalten nach der Tat die Untersuchungshaft in der Absicht herbeigeführt oder 
verlängert hat, um dadurch den Strafvollzug zu verkürzen oder zu umgehen (BGE 
117 IV 405; Rehberg, Strafrecht II, 6. Aufl., Zürich 1994 S. 88). Als solches Verhalten 
gilt weder die blosse Verweigerung von Aussagen noch die einfache Bestreitung 
der dem Angeschuldigten vorgeworfenen Straftaten, sondern einzig das Aufstellen 

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von unwahren oder irreführenden Behauptungen, welche die Behörden zu weiteren 
und unnötigen Erhebungen veranlassen, oder der Missbrauch von Verteidigungs-
rechten zur Erreichung sachfremder Zwecke (BGE 105 IV 241; 103 IV 10; Rehberg, 
a.a.O., S. 88). Ablehnungsgründe im Sinne der aufgeführten Rechtssprechung be-
stehen nicht, weshalb X. die erstandene Untersuchungshaft von 37 Tagen gestützt 
auf Art. 69 StGB an die Strafe anzurechnen ist.

7. a) Gemäss Art. 41 Ziff. 1 Abs. 1 StGB kann der Richter den Vollzug 
einer Freiheitsstrafe von nicht mehr als 18 Monaten durch die Gewährung der 
Rechtswohltat des bedingten Strafvollzuges aufschieben, wenn Vorleben und Cha-
rakter des Verurteilten erwarten lassen, er werde dadurch von weiteren Verbrechen 
oder Vergehen abgehalten. Gemäss Abs. 2 der genannten Bestimmung ist der Auf-
schub einer Freiheitsstrafe bzw. die Gewährung des bedingten Strafvollzuges von 
Gesetzes wegen nicht zulässig, wenn der Verurteilte innerhalb der letzten fünf Jahre 
vor der Tat wegen eines vorsätzlich begangenen Verbrechens oder Vergehens eine 
Zuchthaus- oder Gefängnisstrafe von mehr als drei Monaten verbüsst hat. Da die 
Angeklagte innerhalb der letzten fünf Jahre keine Freiheitsstrafe von einer solchen 
Dauer verbüssen musste und beim hier zu behandelnden Fall eine Strafe von nicht 
mehr als 18 Monaten verhängt wurde, sind die objektiven Voraussetzungen für die 
Gewährung des bedingten Strafvollzuges gegeben.

b) In subjektiver Hinsicht setzt Art. 41 Ziff. 1 StGB voraus, dass Vorle-
ben und Charakter des Verurteilten erwarten lassen, er werde durch den Aufschub 
der Strafe bzw. die Gewährung des bedingten Strafvollzuges von weiteren Verbre-
chen oder Vergehen abgehalten. Das Gericht hat zu prüfen, ob eine günstige Pro-
gnose für künftiges Wohlverhalten gestellt werden kann, wobei ihm dafür ein erheb-
liches Ermessen zusteht. Bei der Prüfung, ob die Verurteilte für ein dauerndes Wohl-
verhalten Gewähr bietet, ist eine Gesamtwürdigung aller wesentlichen Umstände 
vorzunehmen. In die Beurteilung mit einzubeziehen sind neben den Tatumständen 
auch das Vorleben und der Leumund sowie alle weiteren Tatsachen, die gültige 
Schlüsse auf den Charakter des Täters und die Aussichten seiner Bewährung zu-
lassen. Für die Einschätzung des Rückfallrisikos ist ein Gesamtbild der Täterper-
sönlichkeit unerlässlich. Relevante Faktoren sind unter anderem strafrechtliche Vor-
belastung, Arbeitsverhalten, das Bestehen sozialer Bindungen und Hinweise auf 
Suchtgefährdungen. Dabei sind die persönlichen Verhältnisse bis zum Zeitpunkt 
des Entscheides mit einzubeziehen (BGE 128 IV 198 f.). Die Angeklagte ist im 
Schweizerischen Strafregister nicht eingetragen, sodass es in deren Vorleben 
nichts zu beanstanden gibt. Aufgrund des Verhaltens und der Gesinnung der Ange-

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klagten, ihres Vorlebens sowie ihres kooperativen Verhaltens während den polizei-
lichen und untersuchungsrichterlichen Ermittlungsverfahren ist doch zu erwarten, 
dass X. durch die Gewährung des bedingten Strafvollzuges von weiteren Verbre-
chen oder Vergehen abgehalten werde. Für ein künftiges Wohlverhalten kann die-
ser somit eine günstige Prognose ausgestellt werden. Deshalb ist der bedingte 
Strafvollzug zu gewähren. Die Dauer der Probezeit ist dabei nach den Umständen 
des Einzelfalls, insbesondere nach der Persönlichkeit und dem Charakter des Ver-
urteilten sowie der Gefahr seiner Rückfälligkeit zu bemessen (BGE 95 IV 122). Sie 
kann zwischen zwei und fünf Jahren festgesetzt werden (Art. 41 Ziff. 1 Abs. 3 StGB). 
Vorliegend erscheint die Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren als angemes-
sen und gerechtfertigt.

8. Gemäss Art. 55 Abs. 1 StGB kann der Richter eine ausländische Per-
son, welche zu Zuchthaus oder Gefängnis verurteilt wird, für 3 bis 15 Jahre aus dem 
Gebiet der Schweiz verweisen. Aufgrund der vom Bundesamt für Migration verfüg-
ten 5jährigen Einreisesperre vom 28. September 2004 sowie aufgrund der Bezie-
hung der Angeklagten zur Schweiz wird von einem Landesverweis abgesehen.

9. Nach Art. 58 Abs. 1 StGB verfügt der Richter ohne Rücksicht auf die 
Strafbarkeit einer bestimmten Person die Einziehung von Gegenständen, die zur 
Begehung einer strafbaren Handlung gedient haben oder bestimmt waren, oder die 
durch eine strafbare Handlung hervorgebracht worden sind, wenn diese Ge-
genstände die Sicherheit von Menschen, die Sittlichkeit oder die öffentliche Ord-
nung gefährden.

Bei der Hausdurchsuchung am 11. August 2004 konnten 2.8 Gramm Heroin 
und 1 Gramm Kokain sichergestellt werden. Diese mit Verfügung vom 31. Januar 
2005 beschlagnahmten Mengen an Heroin und Kokain (act. 6.8) werden gestützt 
auf Art. 58 StGB gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten.

10. a) Nach Art. 59 Ziff. 1 StGB verfügt der Richter die Einziehung von 
Vermögenswerten, die durch eine strafbare Handlung erlangt worden sind oder 
dazu bestimmt waren, eine strafbare Handlung zu veranlassen oder zu belohnen, 
sofern sie nicht dem Verletzten zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustan-
des ausgehändigt wurden. Auch die Ausgleichseinziehung erfolgt wie die Siche-
rungseinziehung gemäss Art. 58 Abs. 1 StGB ohne Rücksicht auf die Strafbarkeit 
einer bestimmten Person (vgl. Florian Baumann, Basler Kommentar, Strafgesetz-
buch I, Basel 2003, N 17 zu Art. 59).

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Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 11. August 2004 konnten eine Was-
serpfeife und CHF 3100.- sichergestellt werden. Die mit Verfügung vom 31. Januar 
2005 beschlagnahmte Wasserpfeife (act. 6.8) wird, zumal mit ihr offenkundig straf-
bare Handlungen begangen wurden, gestützt auf Art. 59 Ziff. 1 StGB gerichtlich 
eingezogen. Ebenso werden die CHF 3100.- gerichtlich eingezogen. Von den be-
fragten Personen haben alle die Frage, ob das Geld ihnen gehöre, verneint. Wäre 
sonst jemand ehrlicher Erwerber des Geldes gewesen, hätte sich diese Person ge-
meldet. Aufgrund der Umstände handelt es sich bei den CHF 3100.- offensichtlich 
um Erlös aus dem Drogenhandel.

b) Sind die der Einziehung unterliegenden Vermögenswerte nicht 
mehr vorhanden, so erkennt der Richter gemäss Art. 59 Ziff. 2 Abs. 1 StGB auf eine 
Ersatzforderung des Staates in gleicher Höhe. Der Richter kann dabei von einer 
Ersatzforderung ganz oder teilweise absehen, wenn diese voraussichtlich unein-
bringlich wäre oder die Wiedereingliederung des Betroffenen ernstlich behindern 
würde.

Gemäss eigenen Angaben erzielte X. pro verkauftes Gramm Heroin einen 
Gewinn zwischen CHF 50.- und CHF 60.-. Sie verkaufte insgesamt 65 Gramm, wo-
von sie 10 Gramm ihrem Freund, E., zum Einkaufspreis verkaufte. Mit dem Verkauf 
von den übrigen 55 Gramm erzielte sie somit einen Reingewinn von mind. CHF 
2750.- bis max. CHF 3300.-. Aus dem Verkauf der 25 Gramm Kokain erzielte die 
Angeklagte keinen Gewinn, da sie die Drogen zum Einkaufspreis weiterverkaufte. 
Mit der Einziehung der CHF 3100.- konnten die finanziellen Mittel wohl vollständig 
sichergestellt werden. Des Weiteren ist zu berücksichtigen, dass die Angeklagte 
nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft am 16. September 2004 nach Spa-
nien ausgeschafft und mit einer 5jährigen Einreisesperre belegt wurde. Aufgrund 
der vermögensrechtlichen Situation ist davon auszugehen, dass eine allfällige Er-
satzforderung gegenüber der Angeklagten uneinbringlich wäre, weshalb von einer 
Ersatzabgabe gemäss Art. 59 Ziff. 2 Abs. 2 StGB abgesehen wird.

11. Die Kosten der Strafuntersuchung, des Gerichtsverfahrens sowie der 
amtlichen Verteidigung gehen bei diesem Ausgang des Verfahrens zu Lasten der 
Verurteilten (Art. 158 Abs. 1 StPO). Die Kosten der angerechneten Polizei- und Un-
tersuchungshaft und eines allfälligen Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden 
(Art. 158 Abs. 3 StPO in Verbindung mit Art. 188 StPO).

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Demnach erkennt die Strafkammer :

1. X. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziffer 2 lit. a BetmG, der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziffer 1 BetmG, der Geldwäsche-
rei gemäss Art. 305bis Ziffer 1 StGB sowie der mehrfachen Widerhandlung 
gegen Art. 23 Abs. 1 al 5 ANAG.

2. Dafür wird sie in Abwesenheit mit 18 Monaten Gefängnis bestraft abzüglich 
der erstandenen Untersuchungshaft von 37 Tagen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer 
Probezeit von 3 Jahren.

4. a) Die mit Beschlagnahmeverfügung vom 31. Januar 2005 sichergestellten 
2,8 Gramm Heroin und 1 Gramm Kokain werden gestützt auf Art. 58 Abs. 1 
StGB gerichtlich eingezogen; die Betäubungsmittel sind gestützt auf Art. 58 
Abs. 2 StGB zu vernichten.

b) Die mit Beschlagnahmeverfügung vom 31. Januar 2005 sichergestellte 
Wasserpfeife sowie die damit sichergestellten CHF 3100.- werden gestützt 
auf Art. 59 Ziffer 1 Abs. 1 StGB zu Handen des Kantons Graubünden gericht-
lich eingezogen.

c) Von der zusätzlichen Erhebung einer Ersatzabgabe wird gestützt auf Art. 
59 Ziffer 2 Abs. 2 StGB abgesehen.

5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

• den Barauslagen der Staatsanwaltschaft                                       
Graubünden von CHF 976.-

• der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft                       
Graubünden von CHF 1700.-

• der Gerichtsgebühr von CHF 3000.-

• dem Honorar der amtlichen Verteidigung von CHF 1709.15

total somit CHF 7385.15

gehen zu Lasten von X.. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft 
sowie die Kosten eines allfälligen Strafvollzuges gehen zu Lasten des Kan-
tons Graubünden.

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6. a) Die Beurteilte kann innert sechzig Tagen seit sie von dem gegen sie aus-
gefällten Urteil Kenntnis erhalten hat und in der Lage ist, sich zu stellen, beim 
Kantonsgericht von Graubünden die Aufhebung des Abwesenheitsurteils und 
die Durchführung des ordentlichen Gerichtsverfahrens verlangen. Leistet die 
Angeklagte der Vorladung zur neuen Hauptverhandlung unentschuldigt keine 
Folge, so wird das Wiederaufnahmegesuch als erledigt abgeschrieben. 

b) Gegen dieses Urteil kann, sofern Verletzung eidgenössischen Rechts gel-
tend gemacht werden will, Nichtigkeitsbeschwerde an den Kassationshof des 
schweizerischen Bundesgerichts geführt werden. Diese ist dem Bundesge-
richt innert 30 Tagen seit Zustellung der vollständigen Ausfertigung des Ent-
scheides in der in Art. 273 des Bundesgesetzes über die Bundesstrafrechts-
pflege (BStP) vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Beschwerdele-
gitimation und die weiteren Voraussetzungen der Nichtigkeitsbeschwerde 
gelten die Art. 268 ff. BStP.

7. Mitteilung an:

__________

Für die Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: