# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8cdfa08f-429d-58a4-9dd5-035853d7b5af
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 05.09.2019 720 19 133/226
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-133-226_2019-09-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 5. September 2019 (720 19 133 / 226) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Beurteilung des Rentenanspruchs; Würdigung des medizinischen Sachverhalts  

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin i.V. Ebru Eren 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nadine Grieder, Advoka-
tin, Elisabethenstrasse 28, Postfach 425, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1964 geborene A.____ hat zuletzt bis zum 30. September 2016 bei der X.____ als 
Hauswart gearbeitet. Am 11. August 2016 hat er sich unter Hinweis auf Rücken- und Hüftschmer-
zen sowie auf eine bevorstehende Implantation einer Hüftprothese bei der Eidgenössischen In-
validenversicherung (IV) zum Leistungsbezug angemeldet. Nach Vornahme der üblichen Abklä-
rungen, namentlich nach Durchführung beruflicher Massnahmen, die insofern erfolgreich verlie-
fen, als der Versicherte einen Arbeitsvertrag für eine 50 % Beschäftigung mit der Firma B.____ 

 
 
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in Y.____ abschliessen konnte, verneinte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) nach durch-
geführtem Vorbescheidverfahren einen Leistungsanspruch des Versicherten mit Verfügung vom 
20. März 2019 mangels Erfüllung des Wartejahrs. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Nadine Grieder, am 
3. Mai 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsge-
richt). Darin beantragte er, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei die Be-
schwerdegegnerin zu verpflichten, ihm mit Wirkung ab dem 1. April 2017 eine ganze und ab dem 
1. Juni 2017 eine halbe Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie wei-
tere Abklärungen des gesamtmedizinischen Zustandes des Beschwerdeführers vornehmen 
könne; unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung wurde im Wesentlichen vorgebracht, dass sich 
die IV-Stelle auf eine Aktenbeurteilung von Dr. med. C.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), abgestützt habe, 
welche von den übrigen ärztlichen Einschätzungen abweiche und daher ohne Beweiswert sei. In 
einer ersten Anfrage an den RAD habe die IV-Stelle selbst die medizinische Aktenlage noch als 
knapp beurteilt. Obwohl in der Folge lediglich noch ein Kurzbericht von Dr. med. D.____, Kader-
arzt Spinale Chirurgie, stellvertretender Chefarzt, Spital E.____, dazugekommen sei, habe die 
IV-Stelle die Aktenlage plötzlich als ausreichend angesehen, was nicht nachvollziehbar sei. Die 
behandelnden Ärzte Dr. med. F.____, FMH Allgemeine Medizin, Dr. G.____, Chiropraktiker 
SCG/ECU, und Dr. D.____ würden dem Beschwerdeführer übereinstimmend ab dem 4. April 
2016 bis zum 31. Mai 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % und ab dem 1. Juni 2017 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50 % bescheinigen. Abweichend davon attestiere der RAD dem Be-
schwerdeführer ohne nähere Begründung ab dem 5. Dezember 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 
lediglich 33 %. Diese unbegründete Abweichung von allen weiteren übereinstimmenden ärztli-
chen Einschätzungen vermöge zumindest geringe Zweifel an der Einschätzung des RAD-Arztes 
zu begründen, so dass auf dessen Beurteilung nicht abgestellt werden könne. Massgeblich seien 
deshalb die übereinstimmenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte. Sofern das Gericht diese 
Beurteilungen als ungenügend erachten würde, sei entweder ein Gerichtsgutachten einzuholen 
oder die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 3. Juli 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be-
schwerde. Gleichzeitig legte sie ihren Ausführungen eine Stellungnahme von Dr. C.____ vom 
13. Juni 2019 und ein Schreiben von med. pract. H.____, FMH Psychiatrie/Psychotherapie, vom 
20. Juni 2019 bei. 
 
Sämtliche Einzelheiten der Parteistandpunkte ergeben sich – soweit sie für den Entscheid von 
Bedeutung sind – aus den nachfolgenden Erwägungen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 
 
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1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Be-
schwerde des Versicherten vom 3. Mai 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 
Der Beschwerdeführer erachtet die regionalärztliche Beurteilung, auf die sich die IV-Stelle ab-
stützt, als nicht beweiskräftig. Massgeblich seien vielmehr die übereinstimmenden Einschätzun-
gen der behandelnden Ärzte. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. 
 

 
 
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3.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen).  
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge-
mutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 
E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 

 
 
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die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, wozu auch Berichte des RAD gehören, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 
(BGE 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 
26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). Zudem muss die Arztperson über die notwendigen fachli-
chen Qualifikationen verfügen. 
 
5.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen 
Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den Entscheid als zentral erweisen. 
 
5.2 Dr. D.____ diagnostiziert im Bericht vom 5. Januar 2017 ein chronisches Lumboverteb-
ralsyndrom mit teils pseudoradikulärer, teils radikulär imponierender Ausstrahlung in das rechte 
Bein bei hypertropher Spondylarthrose L4/5 sowie intraforaminaler Diskusprotrusion L4/5 rechts-
seitig ohne eigentliche Nervenwurzelkompression, ferner ein Status nach Hüft-Teilprothese 
rechts am 8. September 2016. Aus spinalchirurgischer Sicht sei die Schmerzsituation nicht auf 
eine Diskushernie oder einfache Nervenwurzelkompression zurückzuführen. Es zeige sich ein 
chronifiziertes komplexes Schmerzbild, das auch psychosozial getriggert werde. Der Patient sei 
für eine psychosomatische Evaluation aufzubieten. Aufgrund der Schmerzsituation sei er in sei-
ner angestammten Tätigkeit als Maler zu 100 % arbeitsunfähig. In einer angepassten wechsel-
belastenden Tätigkeit sei der Patient zu 50 % arbeitsfähig. In seinem Verlaufsbericht vom 27. Ap-
ril 2017 führt Dr. D.____ aus, dass eine Indikation für ein operatives Vorgehen bei chronischer 
Schmerzsymptomatik und ohne funktionell-relevante neurologische Ausfälle sowie ohne Nach-
weis einer eindeutigen Nervenwurzelkompression zur Zeit nicht gesehen werden könne. Der Pa-
tient sei aufgrund der Schmerzsituation arbeitsunfähig. 
 
5.3 Im Bericht des Spitals E.____ vom 4. Juli 2017 wird ausgeführt, dass in der neuen Mag-
netresonanztomographie (MRI) der Lendenwirbelsäule (LWS) gemäss Bericht der Radiologie 
keine neuen Stenosen festgestellt worden seien. Laut Bericht bestehe eine unveränderliche Si-
tuation zu den Vorbefunden. 
 
5.4 In einem weiteren Bericht vom 6. September 2017 diagnostiziert Dr. med. I.____, FMH 
Angiologie, unklare sensomotorische Ausfälle an Arm und Bein rechts und führt aus, dass es 
keine Hinweise auf eine relevante Makrozirkulationsstörung als Ursache für die Beschwerden 
gebe. 
 
5.5 Dr. med. J.____, FMH Neurologie, stellt mit Bericht vom 19. September 2017 ein rezidi-
vierendes lumbovertebrales Schmerzsyndrom seit ca. 2015 bei Diskusprotrusionen LWK 3/4 und 
LWK 4/5 rechts, mit aktuell möglicherweise doch vorliegendem radikulärem Ausfall-Syndrom S1 
rechts, sowie ein leichtes Karpaltunnelsyndrom rechts fest. Für das Karpaltunnelsyndrom sei eine 
nächtliche Schienenbehandlung angezeigt. Es sei weiterhin an eine leichte residuelle Wurzellä-
sion S1 zu denken, wobei hier keine relevanten motorischen Ausfälle vorliegen würden. 
 

 
 
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5.6 Im Weiteren diagnostiziert Dr. med. K.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparats, in seiner aktuellsten Beurteilung vom 23. Februar 2018 einen 
Status nach minimaler-invasiver Hüft-Teilprothese rechts am 8. September 2016, eine sekundäre 
Coxarthrose rechts, ein femoro-acetabuläres Impingement an der rechten Hüfte, eine antero-su-
periore Labrumläsion und eine Offsetstörung, ferner eine Lumboischialgie rechts, ein radikuläres 
Reizsyndrom L5 rechts und ein beginnendes asymptomatisches femoro-acetabuläres Impinge-
ment links. Von Seiten der rechten Hüfte zeige sich ein zeitgerechtes Resultat mit radiologisch 
vollständig integrierten Prothesen-Komponenten. Hinweise auf Lockerungen bestünden keine. 
Die Beschwerden im Hüftbereich seien daher vorwiegend als pseudoradikulär oder radikulärbe-
dingt zu interpretieren. Bezüglich Rückenproblematik seien verschiedene Abklärungen neurolo-
gischer Art und auch auf der Klinik für spinale Chirurgie vorgenommen worden. Dennoch würden 
Beschwerden persistieren, welche von lumbal über gluteal, sowie über die laterale Leiste ins Bein 
ausstrahlen würden, mit sensiblen Störungen am Unterschenkel und auch motorischen Behinde-
rungen an der Grosszehe rechts. Dem Patient werde empfohlen, sich nochmals bei der spinalen 
Chirurgie zu melden. 
 
5.7 Im Bericht vom 27. Juli 2018 berichtet die Hausärztin Dr. F.____ von seit Jahren beste-
henden rezidivierenden Lumbalgien und sensomotorischen Ausfällen am rechten Bein sowie von 
einer Depression. Es habe eine schmerzbedingte Arbeitsunfähigkeit von 100 % im Zeitraum vom 
5. April 2016 bis zum 31. Mai 2017 bestanden. Ab dem 1. Juni 2017 betrage die Arbeitsunfähig-
keit 50 %. 
 
5.8 Schliesslich diagnostiziert Dr. G.____ mit Bericht vom 17. September 2018 ein chroni-
sches lumbovertebrales Syndrom mit pseudoradikulären und radikulären Ausstrahlungen in das 
rechte Bein bei hypertrophen Spondylarthrosen L4/5 und Rezessusstenose bei Diskusprotrusion. 
Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer angepassten Tätigkeit, der Patient benötige 
dringend Erholung am nächsten Tag. 
 
5.9 Die IV-Stelle holte eine Beurteilung von Dr. C.____ ein. Dieser führt in seiner Stellung-
nahme vom 22. November 2018 aus, dass eine dauerhafte eingeschränkte Funktion nach dem 
erfolgten Hüftgelenkersatz nachvollziehbar sei. Eine gewisse niederprozentige Einschränkung 
von ca. 33 % in der letzten Tätigkeit als Hauswart ergebe sich aus dem Umstand, dass keine 
Möglichkeit zum Sitzen bestanden habe und daher keine komplett wechselbelastende Ergonomie 
ausgewiesen sei. Aufgrund der degenerativen Veränderungen könne auch bezüglich des Ach-
senorgans lumbal eine gewisse Minderbelastbarkeit für einseitige Wirbelsäulenzwangshaltun-
gen/-belastungen eingeräumt werden, wobei die inserierte Schmerzsymptomatik nach Beurtei-
lung der Wirbelsäulenspezialisten nicht darauf zurückzuführen, sondern psychosozial getriggert 
sei. In einer körperlich leichten Tätigkeit mit der Möglichkeit zur spontanen Wechselbelastung 
resultiere weder in Bezug auf die Hüfte noch die Rückenproblematik eine massgebliche Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit. Die abweichende Beurteilung der Wirbelsäulenspezialisten 
stütze sich offensichtlich auf die subjektive Beschwerdeangabe des Versicherten, die aber lumbal 
psychosozialer Genese sei und daher keine Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit begrün-
den könne. Auch der Chiropraktiker Dr. G.____ postuliere zwar eine um 50 % verminderte Ar-

 
 
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beitsfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit, begründe dies aber nicht mit objektiven Funk-
tionseinschränkungen, sondern postuliere einen dringenden Erholungsbedarf, der sich aus den 
objektiven Eckdaten nicht ableiten lasse. Dr. F.____ erwähne zwar eine Depression und Psycho-
therapie bei med. pract. H.____, eine eigenständige depressive Erkrankung mit massgeblichen 
Einschränkungen auch nach leitliniengerecht ausgeschöpfter psychiatrischer Therapie sei, bei 
einer Psychopharmakamedikation im untersten Dosierungsbereich und ohne ersichtliche wieder-
holte stationäre Behandlungsindikationen, dem Dossier nicht zu entnehmen. In der angestamm-
ten sowie in einer Verweistätigkeit habe vom 5. April 2016 bis zum 20. November 2016 eine Ar-
beitsunfähigkeit von 100 % und vom 21. November bis zum 4. Dezember 2016 eine Arbeitsunfä-
higkeit von 50 % bestanden. Seit dem 5. Dezember 2016 bestehe in der angestammten Tätigkeit 
eine Arbeitsunfähigkeit von 33 % und in einer angepassten körperlich leichten Tätigkeit mit spon-
taner Wechselbelastung mit Sitzen, Gehen und Stehen eine Arbeitsunfähigkeit von 0 %. Am 
8. Februar 2019 nahm Dr. C.____ auf Ersuchen der IV-Stelle zum Einwand gegen den Vorbe-
scheid vom 28. Dezember 2018 Stellung. Dabei hielt er ausdrücklich an seiner bisherigen Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit vom 22. November 2018 fest. 
 
5.10 Im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens holte die IV-Stelle einen psychiatrischen 
Bericht bei med. pract. H.____ ein. In diesem Bericht vom 20. Juni 2019 erhebt er folgende Di-
agnosen beim Patienten: (1) eine rezidivierende depressive Störung, leichte Episode, (2) eine 
Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion, (3) Probleme mit Bezug auf die Berufstätig-
keit, (4) ein Nikotinabhängigkeitssyndrom, (5) einen Status nach Koffeinabhängigkeitssyndrom, 
(6) einen Status nach schädlichem Gebrauch von Alkohol, (7) einen Status nach schädlichem 
Gebrauch von Cannabinoiden und (8) einen Status nach Kokainabusus. Der Patient sei vom 
28. Februar 2017 bis zum 24. Oktober 2017 in ambulanter psychiatrischer Behandlung gestan-
den. Zu Beginn sei der Patient zweimal monatlich in der Therapie gewesen, später ein- bis zwei-
mal monatlich. Eine Arbeitsunfähigkeit sei aber während der ganzen Therapiedauer nie attestiert 
worden. Nach dem letzten Termin habe der Patient mehrmals um Terminverschiebung gebeten 
und sich schliesslich nicht mehr gemeldet. 
 
5.11 Im Rahmen des vorliegenden Verfahrens ersuchte die IV-Stelle Dr. C.____ nochmals 
um Stellungnahme. Dr. C.____ kam am 13. Juni 2019 zum Schluss, dass an der bisherigen RAD-
Beurteilungen auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Beschwerdepunkte festgehalten wer-
den könne, da sich die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die Angaben im IV-Verlaufsbericht 
von Dr. K.____ vom 28. November 2016 stütze. In Bezug auf die Hüftproblematik nach Gelen-
kersatz sei ab OP-Zeitpunkt vom 8. September 2016 eine volle, vom 21. November 2016 bis 
4. Dezember 2016 eine 50%-ige und ab 5. Dezember 2016 keine Arbeitsunfähigkeit mehr attes-
tiert worden. Die Rückenschmerzen seien psychosozial getriggert. Weiter sei nicht von neu ein-
gereichten Berichten die Rede gewesen, sondern von nachgereichten Berichten. Der unbekannte 
Bericht von Dr. D.____ vom 22. Juni 2017, welcher nachgereicht worden sei, stimmte mit den 
restlichen Arztberichten überein. Ferner sei eine ungenügende Aktenlage seitens der IV-
Sachbearbeiterin vermutet worden, diese sei jedoch in der nachfolgenden RAD-Fallbeurteilung 
nicht bestätigt worden. Schliesslich erfolge die fortlaufende Attestierung der Arbeitsunfähigkeit 
durch die behandelnden Ärzte aufgrund subjektiver Schmerzpräsentation des Versicherten. Die 

 
 
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RAD-Beurteilung stütze sich auf die objektiven Befunde der bezeichneten «umfassenden Unter-
suchungen». 
 
6. Die IV-Stelle stütze sich in der angefochtenen Verfügung vom 20. März 2019 bei der 
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten vollumfänglich auf die Einschätzungen von 
Dr. C.____ vom 22. November 2018, 8. Februar 2019 und 13. Juni 2019. Sie ging demzufolge 
davon aus, dass dem Versicherten ab Zeitpunkt Ablauf Wartejahr per 5. April 2017 die ange-
stammte Tätigkeit als Technischer Hauswart wieder im Umfang von 67 % zumutbar sei. Eine 
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit sei ab diesem Zeitpunkt im Umfang von 100 % 
zumutbar. Diese vorinstanzliche Würdigung des medizinischen Sachverhalts ist nicht zu bean-
standen. Zwar kommt, wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.4 hiervor), den Berichten beratender Ärzte 
der Versicherungsträger – und um einen solchen handelt es sich bei Dr. C.____ – rechtspre-
chungsgemäss nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG einge-
holten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. Ein solcher Be-
richt ist aber soweit zu berücksichtigen, als keine – auch nur geringe – Zweifel an der Richtigkeit 
seiner Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend besteht kein An-
lass, an der Richtigkeit der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. C.____ zu zweifeln. Dessen Ein-
schätzung berücksichtigt die geklagten Beschwerden, sie ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben 
worden, sie leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung 
der medizinischen Situation ein, sie setzt sich mit den vorhandenen ärztlichen Berichten ausei-
nander und sie ist in den Schlussfolgerungen nachvollziehbar und schlüssig. Dr. K.____ attestiert 
dem Beschwerdeführer in Bezug auf die Hüftprothese ein zeitgerechtes Resultat mit vollständig 
integrierten Prothesen-Komponenten, womit eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit nachvollziehbar ist. Die von den behandelnden Ärzten attestierte Arbeitsunfähigkeit von 
50 % bezieht sich hauptsächlich auf die lumbale Schmerzsituation. Diesbezüglich ist aber eine 
radikuläre Symptomatik bildgebend nicht sicher nachgewiesen und grundsätzlich unverändert, so 
dass der Schluss von Dr. C.____, wonach die Schmerzsituation primär psychosozial getriggert 
sei und die Zumutbarkeitsbeurteilung der behandelnden Ärzte hauptsächlich auf den subjektiven 
Angaben des Beschwerdeführers basiere, nachvollziehbar ist. Aufgrund des Berichts von med. 
pract. H.____ erscheint auch eine psychiatrische Komorbidität für die geklagten Beschwerden 
ausgeschlossen, so dass keine Zweifel an der Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr. C.____ beste-
hen, wonach der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit seit dem 5. Dezember 2016 
zu 100% arbeitsfähig sei.  
 
7. Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung des 
massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Eingabe vom 
3. Mai 2019 gestellten (Eventual-) Antrag des Beschwerdeführers zu entsprechen, wonach ein 
Gerichtsgutachten einzuholen sei. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, 
Beweisanträge zu stellen, und – als Korrelat – die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Be-
weise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsa-
chen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht 
bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein 
zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abge-

 
 
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klärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizi-
pierte Beweiswürdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 
141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). 
 
8. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Würdigung der medizinischen 
Aktenlage durch Dr. C.____ und seine Zumutbarkeitsbeurteilung nachvollziehbar und schlüssig 
sind und keine geringe Zweifel an dieser Beurteilung begründet sind. Infolgedessen wurde zu 
Recht der Anspruch auf eine Invalidenrente abgelehnt. Im Ergebnis resultiert somit die Abwei-
sung der vorliegenden Beschwerde. 
 
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb 
die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Prozessausgang entsprechend wird keine 
Parteientschädigung zugesprochen. 
 

  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.