# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3b048b0c-491b-5d78-a759-40a0f5198600
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-04-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 16.04.2008 BK 2008 8
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2008-8_2008-04-16.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 16. April 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 08 8

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
Richter Rehli und Hubert 
Aktuar Blöchlinger

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des X., Beschwerdeführer, und der Y., Beschwerdeführerin, beide vertreten 
durch Rechtsanwalt lic. iur. Wilfried Caviezel, Postfach 414, Masanserstrasse 
35, 7001 Chur, 

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 22. Januar 
2008, mitgeteilt am 28. Januar 2008, in Sachen gegen A., Beschwerdegegner, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger, Postfach 45, Plazza da 
Scoula 10, 7500 St. Moritz, 

betreffend Rassendiskriminierung und sexueller Belästigung,

hat sich ergeben:

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A.1. Am 10. Januar 2006 erstatteten A. und B., beides deutsche 
Staatsangehörige, auf dem Polizeiposten G. Strafanzeige wegen Tätlichkeit 
und Körperverletzung. Beide sagten im Wesentlichen aus, sie seien für die 
Firma F. in G. auf der Bergstation H. tätig. Am Vortag hätten sie und ihr Arbeits-
kollege C. sich nach Arbeitsende um circa 18.30 Uhr entschlossen, auf der 
Bergstation H., wo ein Russen-Fest stattgefunden habe, das Feuerwerk anzu-
schauen. Um 20.00 Uhr hätten sie beabsichtigt, mit der Standseilbahn ins Tal 
zu fahren. Als sie bei der Bahn angelangt seien, hätten sie eine junge Dame 
bemerkt, die ihnen schon zuvor im Zelt, wo die russische Gesellschaft ihr Fest 
gefeiert habe, aufgefallen sei. Die Frau habe ebenfalls die Bahn ins Tal nehmen 
wollen. Sie hätten sich deshalb entschlossen, sich ins gleiche Abteil wie diese 
zu begeben. An der Abteiltür sei ein ihnen unbekannter Mann mit dem Rücken 
gegen aussen gestanden. Als B. an ihm vorbei gegangen sei, habe sich dieser 
umgedreht. Er habe B. auf die Treppe gestossen. B. sei umgefallen. Beim Auf-
stehen habe der Mann B. einen Fusstritt ins Gesäss und einen Faustschlag ins 
Gesicht versetzt. Als A. den Mann zu beruhigen versucht habe, sei auch er von 
diesem mit einem Faustschlag im Gesicht verletzt worden. 

2. Als Beteiligter konnte die Polizei in der Folge den russischen 
Staatsangehörigen X., wohnhaft in K., ermitteln. Gegen ihn wurde ein Strafver-
fahren eröffnet. 

B. 1. Am 6. April 2006 liessen X. und dessen Tochter, Y., gegen A. und 
B. beim Untersuchungsrichteramt Samedan Strafanzeige wegen Tätlichkeiten, 
sexueller Belästigung und Rassendiskriminierung stellen. In der Strafanzeige 
wurde ausgeführt, X. habe am 9. Januar 2006 in Begleitung seiner Frau, Z., 
und seiner Tochter, Y., an einer privaten Party im Restaurant Bergstation H. 
teilgenommen. Kurz vor Ende der Party seien drei ihnen unbekannte junge 
Männer im Festzelt erschienen. Diese seien vorerst durch ihre augenscheinli-
che Angetrunkenheit aufgefallen. Alsdann hätten die drei Männer gegenüber Y. 
und weiteren anwesenden Damen Bemerkungen des Inhalts "russische 
Schweine" gemacht. Insbesondere gegenüber Y. hätten sie sich auch mit frivo-
len und grob unanständigen sexuellen Gesten genähert. Sie hätten die Brüste 
und das Hinterteil von Y. beschrieben und die Anzeigerstatterin augenschein-
lich zu sexuellen Handlungen aufgefordert. X. habe sich während der Party dar-
auf beschränkt, die jungen Männer aufzufordern, sich von seiner Tochter fern-
zuhalten. Nach Beendigung der Party habe sich X. zusammen mit seiner Frau 
und der Tochter Y. sowie weiteren, namentlich bekannten Gästen zur Seilbahn 
begeben. Die drei jungen Männer seien augenscheinlich bereit gewesen, alles 

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daran zu setzen, um mit Y. in Kontakt zu kommen. Deshalb seien X. und V. 
zum Schutz hinter Z. und Y. zur Seilbahn gegangen. Unmittelbar dahinter seien 
die drei jungen Männer gefolgt. Die drei hätten dabei gegenüber der Familie 
XYZ. und ihrem Begleiter in äusserst aggressiver Form diverse Bemerkungen 
geschrieen. In der Folge seien Z. und Y. in die Bahn eingestiegen. Als X. eben-
falls im Begriff gewesen sei, in die Bahn einzusteigen, habe ihn einer der drei 
jungen Männer mit den Worten "Geht vorwärts ihr russischen Schweine!" an-
geschrieen. Praktisch gleichzeitig sei er von einem der drei Männer in schmerz-
hafter Weise ins Hinterteil getreten worden. Hierauf habe sich X. umgedreht 
und sich zur Wehr gesetzt. Es sei zu einem Handgemenge gekommen, in des-
sen Folge die Angreifer sich die angeblichen Verletzungen zugezogen hätten. 

2. In der Folge eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden eine 
Strafuntersuchung gegen A. und B. wegen Rassendiskriminierung und weiteren 
Delikten. 

C. Mit von der Staatsanwaltschaft Graubünden genehmigter Verfü-
gung vom 22. Januar 2008, mitgeteilt am 28. Januar 2008, stellte der Untersu-
chungsrichter das Verfahren gegen A. und B. wegen des Verdachts der Ras-
sendiskriminierung im Sinne von Art. 261bis Abs. 4 StGB, der sexuellen Beläs-
tigung nach Art. 198 StGB und der Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 1 StGB 
ein. 

D.1. Gegen diese Verfügung liessen X. und Y. am 18. Februar 2008 
Beschwerde an die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts erheben, wobei 
folgende Anträge gestellt wurden: 

1. Die angefochtene Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft 
Graubünden, Untersuchungsrichteramt Samedan, vom 
22.01.2008, der Post übergeben am 28.01.2008, sei bezüglich A. 
aufzuheben und die Sache sei zur Weiterführung des Strafverfah-
rens an die Staatsanwaltschaft Graubünden zurückzuweisen.

2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

2. Die Staatsanwaltschaft Graubünden verzichtete mit Schreiben 
vom 10. März 2008 auf die Einreichung einer Vernehmlassung.

3. Mit Schreiben von 14. März 2008 teilte der Rechtsvertreter von A. 
dem Kantonsgerichtspräsidium Graubünden mit, dass er in Absprache mit sei-
nem Mandanten auf die Einreichung einer Beschwerdeantwort verzichte. 

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4. Auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie die Be-
schwerdebegründung wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwä-
gungen eingegangen. 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 138 StPO kann gegen Verfügungen des Staatsan-
waltes bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts Beschwerde geführt 
werden. Zur Beschwerdeführung ist gemäss Art. 139 Abs. 1 StPO berechtigt, 
wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges In-
teresse an seiner Aufhebung oder Änderung geltend macht. 

a) Nach der Praxis der Beschwerdekammer zu Art. 139 StPO ist 
durch einen Entscheid berührt, wer zu dessen Gegenstand in einer besonders 
engen Beziehung steht, also vor allem jener, der im Verfahren, das zum ange-
fochtenen Entscheid führte, beteiligt war (PKG 1975 Nr. 60). Ein rechtlich 
schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des Entscheides 
besitzt, wer in seiner wirklichen oder vermeintlichen Rechtsstellung be-
einträchtigt ist. Ein derart schutzwürdiges Interesse weist vor allem der 
Direktgeschädigte auf, den das Gesetz ausdrücklich als befugt erklärt, Ableh-
nungs- und Einstellungsverfügungen anzufechten (vgl. PKG 1987 Nr. 48; PKG 
1988 Nr. 54 und 55; PKG 1993 Nr. 41). Als mit strafprozessualen Mitwirkungs-
rechten ausgestatteter Geschädigter wird nach ständiger Praxis der Beschwer-
dekammer diejenige natürliche oder juristische Person anerkannt, der durch 
eine straf- und verfolgbare Handlung unmittelbar ein ideeller oder materieller 
Nachteil zugefügt wurde oder zu erwachsen drohte, mithin der Träger des 
Rechtsgutes, welches durch das in einem Straftatbestand inkriminierte Verhal-
ten verletzt und im Sinne von Art. 41 ff. OR geschädigt beziehungsweise ge-
fährdet wurde. In jedem Fall ist eine direkte Schädigung erforderlich. Eine mit-
telbare Beeinträchtigung beziehungsweise eine mittelbar zugefügte Schädi-
gung genügt nicht, um eine Geschädigtenstellung im Sinne von Art. 139 StPO 
zu begründen (statt vieler PKG 1998 Nr. 45 mit Hinweisen; Hauser / Schweri / 
Hartmann, Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Auflage, 2005, § 38 N. 1 ff., 
§ 96 N. 13 f.; W. Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden, 1996, S. 352). 

b) Nach Art. 261bis Abs. 4 StGB macht sich unter anderem strafbar, 
wer öffentlich eine Person oder eine Gruppe von Personen wegen ihrer Rasse, 
Ethnie oder Religion in einer gegen die Menschwürde verstossende Weise her-

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absetzt. Das von Art. 261bis StGB geschützte Rechtsgut ist grundsätzlich die 
Würde des Menschen als Angehöriger einer Rasse, Ethnie oder Religion. Mit-
telbar geht es aber auch um den Schutz des öffentlichen Friedens (BGE 130 IV 
111 E. 5.1 S. 118; Dorrit Schleiminger Mettler, Basler Kommentar zum Straf-
recht, Band II, 2. Auflage, 2007, N. 7 zu Art. 261bis StGB). Die prozessuale 
Stellung als Geschädigter kommt deshalb primär jener bzw. jenen Personen zu, 
gegen den sich der diskriminierende Angriff in erkennbarer persönlicher Weise 
richtet (vgl. Jörg Rehberg, Strafrecht IV, zweite Auflage, Zürich 1996, S. 179 f.). 
Insoweit die Einstellung des Verfahrens in Bezug auf den Tatbestand der Ras-
sendiskriminierung angefochten wird, ist die Beschwerdelegitimation von X. 
und Y. demnach ohne weiteres zu bejahen. 

b) Gemäss Art. 198 Abs. 1 StGB macht sich der sexuellen Belästi-
gung schuldig, wer vor jemandem, der dies nicht erwartet, eine sexuelle Hand-
lung vornimmt und dadurch Ärgernis erregt. Nach Art. 198 Abs. 2 StGB macht 
sich alsdann strafbar, wer jemanden tätlich oder in grober Weise durch Worte 
sexuell belästigt. Damit stellt Art. 198 StGB grundsätzlich drei verschiedene 
Formen der sexuellen Belästigung unter Strafe, nämlich die Vornahme einer 
sexuellen Handlung vor jemand anderem, die Belästigung im körperlichen Kon-
takt zu einer Person und alsdann die verbale Belästigung einer konkreten Per-
son. Damit sind an sich auch zwei verschiedene Personenkreise Träger des 
Rechtsgutes und damit zum Strafantrag ermächtigt. Abs. 1 schützt jene Person, 
vor welcher die Ärgernis erregende Handlung vorgenommen wurde. Nach Abs. 
2 ist Trägerin des Rechtsgutes die Zielperson der tätlichen oder verbalen Beläs-
tigung. Wohl kann nun eine tätliche oder verbale Belästigung zusätzlich auch 
noch von einer Drittperson wahrgenommen werden. So will auch im vorliegen-
den Fall X. Zeuge einer sexuellen Belästigung seiner Tochter, die als Zielperson 
die tatbeständlich Direktgeschädigte ist, gewesen sein. Da aber Art. 198 Abs. 1 
und 2 StGB an sich zwei verschiedene Tathandlungen betreffen, ist in der Lehre 
umstritten, inwiefern diesfalls nebst der Zielperson dem unfreiwilligen Zeugen 
als nur indirekt Geschädigtem ein Antragsrecht und in der Folge auch die Be-
schwerdelegitimation zukommen soll (vgl. dazu Kaspar Meng / Matthias 
Schwaibold, Basler Kommentar zum StGB, Band II, 2. Auflage, 2007, N. 30 zu 
Art. 198 StGB mit Hinweisen; Kathrin Kummer, Sexuelle Belästigung aus straf-
rechtlicher Sicht, 2002, S. 105 mit Hinweisen). Wie es sich damit verhält, kann 
vorliegend offen bleiben, da die Beschwerde selbst bei Bejahung der Beschwer-
delegitimation von X. abzuweisen ist. 

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2. Angefochten wurde die vorinstanzliche Verfügung nur insoweit, 
als mit ihr das Verfahren gegen A. eingestellt wurde. Entsprechend ist allein in 
Bezug auf seine Person darüber zu befinden, ob das Verfahren zu Recht ein-
gestellt wurde. Zwar wurde in seinem Fall die vollumfängliche Aufhebung der 
Einstellungsverfügung beantragt. Aus den Ausführungen in der Beschwerde-
schrift folgt jedoch, dass sich die Beschwerde lediglich gegen die Einstellung 
des Verfahrens wegen des Verdachts der Rassendiskriminierung im Sinne von 
Art. 261bis Abs. 4 StGB und der sexuellen Belästigung nach Art. 198 StGB 
richtet. Auf die ebenfalls verfügte Einstellung des Verfahrens gegen A. wegen 
des Verdachts der Tätlichkeiten nach Art. 126 StGB ist demnach nicht weiter 
einzugehen. In Bezug auf die Kognition gilt zu bemerken, dass die Beschwer-
dekammer gemäss Art. 138 StPO die angefochtene Einstellungsverfügungen 
nicht nur auf Rechtswidrigkeit, sondern auch auf Unangemessenheit überprü-
fen kann. Eine Einstellungsverfügung ist dann angemessen und hält der um-
schriebenen Kontrolle stand, wenn aufgrund des Untersuchungsergebnisses 
nicht genügend Anhaltspunkte für das Vorliegen einer straf- und verfolgbaren 
Handlung gegeben sind und somit bei gerichtlicher Beurteilung ein Freispruch 
erwartet werden müsste, und wenn keine neuen Beweismittel ersichtlich sind, 
die das Beweisergebnis massgeblich beeinflussen könnten (PKG 2004 Nr. 19). 

3. Gemäss Strafanzeige soll einer der jungen Männer X. im Ein-
gangsbereich der Bergbahn mit den Worten "Geht vorwärts ihr russischen 
Schweine!" angeschrieen haben. Der Untersuchungsrichter stellte das Strafver-
fahren mit der Begründung ein, es sei nicht nachvollziehbar, dass einer der drei 
jungen Männer X. und andere russische Staatsangehörige mit "Scheissrussen" 
betitelt hätten, wenn sie - von Y. angetan - dasselbe Seilbahnabteil betreten 
wollten. In der Bergbahn habe sich auch die Zeugin L. aufgehalten. Dass sie 
die inkriminierte Äusserung nicht gehört habe, zeuge ebenfalls dafür, dass ein 
solches Schimpfwort nicht gefallen sei. Des Weiteren hätten sowohl B. als auch 
A. vehement bestritten, eine solche Äusserung gemacht zu haben. Wenn X. 
selber behaupte, B. habe nichts hören können und die Zeugin L., die am Fest 
teilgenommen habe, geltend mache, sie habe nichts gehört, folge daraus, dass 
entweder das fragliche Wort nicht gesagt oder aber so leise artikuliert worden 
sei, dass es am Tatbestandelements der Öffentlichkeit im Sinne von Art. 261bis 
Abs. 4 StGB mangle. Die Beschwerdeführer halten dieser Begründung entge-
gen, die Bestreitungen von A. und B. seien wenig glaubhaft, da sie offenkundig 
nur dem eigenen Schutz dienten. C. habe sich bereits drei Tage nach dem Vor-
fall nicht mehr daran erinnern können, ob B., A. oder er selber mit den russi-

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schen Gästen gesprochen hätten oder nicht. Dass X. völlig unvermittelt auf A. 
und B. eingeschlagen habe, sei angesichts des besonnenen Verhaltens, das 
dieser bei der vorgängig erfolgten sexuellen Belästigung seiner Tochter gezeigt 
habe, sehr unwahrscheinlich. Gemäss Aussage von X. könne ausgeschlossen 
werden, dass B. die inkriminierte Äusserung gemacht habe. Übrig bleibe dem-
nach nur A.. Dieser sei es auch gewesen, der als erster der drei an X. vorbei 
das Abteil habe betreten wollen. Nur weil die Zeugin L. nichts gehört habe, 
könne nicht gefolgert werden, die Äusserung sei nicht erfolgt. Von den 37 rus-
sischen Gästen könnten mindestens zwei - nämlich die erfolglos als Zeugin an-
gebotene Beschwerdeführerin - Y. - und der als Zeuge genannte V. den Vorfall 
bestätigen. 

a) Dass es, wie die Vorinstanz ausführt, seitens der Beschwerdefüh-
rer in Bezug auf ihrer Anzeige zu erheblichen Abschwächungen und Wider-
sprüchen gekommen ist, steht ausser Frage. In der Strafanzeige wurde nicht 
nur behauptet, einer der drei jungen Männer hätte beim Betreten der Bahn 
"Geht vorwärts ihr russischen Schweine!" geschrieen. Gleichzeitig wurde gel-
tend gemacht, einer der drei Herren hätte X. unmittelbar darauf in dessen Ge-
säss getreten, was ihm Schmerzen zugefügt habe. Deshalb habe er sich zur 
Wehr gesetzt. Von einem solchen schmerzhaften Tritt war später dann nicht 
mehr die Rede. Insbesondere aber wurde in der Strafanzeige offengelassen, 
wer von den drei jungen Männern sich strafbar gemacht haben soll. Anzeige 
wurde allerdings nur gegen A. und B. gestellt, die zuvor wiederum Strafanzeige 
gegen X. wegen Tätlichkeit und Körperverletzung gestellt hatten. C. wurde auch 
in der Folge nie eines strafbaren Verhaltens bezichtigt. Was die Beschwerde-
führer, welche die drei Personen nicht näher kannten, allerdings von Anfang an 
so sicher machte, dass nur B. und/oder A., nicht aber C. überhaupt für die zur 
Anzeige gebrachte Rassendiskriminierung und die Tätlichkeit in Frage kom-
men, lässt sich den Akten nicht entnehmen. In Bezug auf die vorgeworfene 
Rassendiskriminierung erklärte X. noch anlässlich der untersuchungsrichterli-
chen Konfronteinvernahme mit A. vom 24. November 2006 (act. 4.11 S. 6), er 
könne nicht sagen, wer von den drei Jungen die Äusserung "Geht vorwärts ihr 
russischen Schweine!" gemacht habe. In der anschliessenden Konfronteinver-
nahme mit B. schloss X. dann ohne nähere Begründung aus, dass Ersterer die 
Äusserung gemacht hat (vgl. act. 4.12 S. 3). In der Beschwerde wird nun ein-
fach behauptet, dass - nachdem B. nicht mehr in Betracht falle - nur noch A. in 
Frage komme. Diese Behauptung steht nicht nur im Widerspruch mit der Aus-
sage des Beschwerdeführers X., er wisse nicht, welcher der dreien es gewesen 

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sei. Sie lässt auch unberücksichtigt, dass an sich auch noch C. der Gruppe 
angehörte. Freilich kann, wie nachstehend noch dargelegt wird, ausgeschlos-
sen werden, dass C. die Äusserung gemacht hat. Dies aber nicht, weil ihn X. 
glaubhaft als Täter ausschloss, sondern weil andere Überlegungen ihn von 
vornherein entlasten. 

b) Ebensowenig ist ersichtlich, wie die Beschwerdeführerin Y. sicher 
sein will, dass nunmehr A. für die behauptete Rassendiskriminierung verant-
wortlich sein soll. Tatsache ist, dass in der Beschwerde zur Untermauerung der 
Täterschaft von A. ausschliesslich die Wahrnehmungen von X. dargelegt wer-
den, deren Richtigkeit die Beschwerdeführerin als Zeugin noch bestätigen soll. 
Beide wollen demnach die gleichen Wahrnehmungen gemacht haben. Dabei 
erweisen sich nun aber nachgerade die Bekundungen von X. als widersprüch-
lich und teilweise auch als falsch. Anlässlich seiner untersuchungsrichterlichen 
Einvernahme vom 24. November 2006 sagte X. aus, es sei nicht B. gewesen, 
der ihn mit der fraglichen Äusserung provoziert habe. Den Umstand, dass B. 
seinerseits erklärte, es habe überhaupt keiner von ihnen "Geht vorwärts ihr rus-
sischen Schweine!" geschrieen, erklärte X. damit, dass B. an letzter Stelle ge-
standen sei und nichts habe hören können (vgl. act. 4.12 S. 4). A., B. und C. 
sagten indes übereinstimmend aus, dass sie das Abteil in folgender Reihen-
folge betreten wollten: Als erster B., dann A. und an letzter Stelle C. (vgl. act. 
4.5. bis 4.7). B. sei als erster traktiert worden, anschliessend habe A. einen 
Faustschlag erhalten. Weshalb die drei Personen - auch unter dem Aspekt, 
dass es sich bei zwei von ihnen um Angeschuldigte handelt - in diesem Punkt 
nicht die Wahrheit gesagt haben sollen, ist vorweg nicht ersichtlich. Die Reihen-
folge stimmt schliesslich auch damit überein, dass C. als Einziger nicht von X. 
mit Schlägen eingedeckt wurde. Ebenso finden die Aussagen Bestätigung 
durch die Deposition von E.. Dieser erklärte, dass der zweite junge Mann einen 
besonders heftigen Schlag abbekam, der so getönt habe, als ob Knochen in 
Brüche gegangen seien (vgl. act. 4.9 S. 1). B. erlitt nur eine Riss- und Quetsch-
wunde. A. hingegen wurde ein Zahn ausgeschlagen und der Kiefer gebrochen. 
Damit ist nicht nur gesagt, dass die Erklärung von X., B. habe aufgrund dessen, 
dass er an letzter Stelle gestanden sei, die fragliche Äusserung nicht hören kön-
nen, unzutreffend ist. Ebenfalls erwiesen ist, dass weder X. noch Y. überhaupt 
in der Lage sind, anhand einer konkreten eigenen Wahrnehmung zu sagen, von 
welchem der drei einander folgenden jungen Männern die behauptete Aussage 
gemacht wurde. 

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c) Abgesehen davon haben die Beschwerdeführer stets behauptet, 
die Äusserung sei geschrieen worden. Folgerichtig müssten ja wohl letztlich 
nicht nur die beiden Beschwerdeführer und der zusätzlich angebotene Zeuge, 
sondern auch die bereits einvernommenen Zeugen die Äusserung gehört ha-
ben. Tatsache ist jedoch, dass mit Ausnahme von X. niemand der einvernom-
menen Personen eine entsprechende Wahrnehmung gemacht hat. Diese Fest-
stellung beruht dabei keineswegs nur - wie die Beschwerdeführer behaupten - 
auf der Würdigung der Aussagen der drei jungen Männer sowie jener von L. 
(vgl. act. 4.10), die auch am Fest teilgenommen hatte und sich ebenfalls im 
Abteil befand. Auch der Bahnangestellte D., der eigenen Angaben zufolge rund 
3 m vom Geschehen entfernt stand, erklärte, dass es vor der Auseinanderset-
zung nicht zu einem Wortwechsel gekommen ist (act. 4.8 S. 2). Ähnlich äus-
serte sich auch der Bergbahnangestellte E., der sich zum besagten Zeitpunkt 
ebenfalls nahe am Geschehen aufhielt (act. 4.9 S. 2). Dabei hätten nachgerade 
diese beiden Personen die angeblich geschrieene Wendung "Geht vorwärts ihr 
russischen Schweine!" hören müssen, nachdem sie sich nicht in der Bahn, son-
dern in der Nähe des Eingangsbereichs aufhielten, wo die Äusserung ja auch 
gefallen sein soll. 

d) Der sich aus den vorstehenden Erwägungen aufdrängende 
Schluss, dass die bestehende Beweislage nicht für, sondern gegen die behaup-
tete Äusserung spricht, wird schliesslich durch weitere Umstände gestützt. So 
lässt sich fragen, wie X., der eigenen Angaben zufolge nur sehr wenige deut-
sche Wörter - vornehmlich Fluchwörter - kennt (vgl. act. 4.11 S. 5), überhaupt 
in der Lage war, einen - wenn auch kurzen - deutschen Imperativsatz zu ver-
stehen. Gleichfalls wenig überzeugend ist auch die Behauptung, es müsse zur 
inkriminierten Äusserung gekommen sein, da ein Zuschlagen ohne Provokation 
bei X., der zuvor bei der sexuellen Belästigung seiner Tochter derart besonnen 
reagiert habe, kaum erklärbar sei. Auf das vorangehende Geschehen wird noch 
einzugehen sein (vgl. dazu die nachstehenden Erwägungen in Ziff. 4.). An die-
ser Stelle gilt lediglich zu bemerken, dass sich X. eigenen Angaben zufolge nur 
schon allein dadurch provoziert fühlte, dass die drei jungen Männer sich im 
Festzelt der russischen Gesellschaft aufhielten (vgl. act. 4.11 S. 4). Alsdann 
verhielt sich B. nach Aussage von X. am fraglichen Abend absolut korrekt. 
Gleichwohl wurde B. von ihm geschlagen. Das zeugt schwerlich von einer be-
sonderen Gelassenheit oder Umsicht des Beschwerdeführers und es lässt sich 
auch nicht behaupten, sein Verhalten habe nebst dem Umstand, dass B. noch 
zusammen mit seinen Kollegen in dasselbe Abteil einsteigen wollte, eine wei-

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tere unmittelbare Provokation vorausgesetzt. Schliesslich kann, wie die Vorin-
stanz zu Recht ausführt, mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen wer-
den, dass drei junge Männer, die zugegebenermassen aus Interesse an einer 
jungen russischen Frau dasselbe Bahnabteil betreten wollen, gleich im Ein-
gangsbereich dazu übergehen, dort anwesende Personen derselben Gruppe 
als russische Schweine zu betiteln. 

e) Unter diesen Umständen bleibt für den gegenüber A. erhobenen 
Vorwurf der Rassendiskriminierung schlicht kein Raum, weshalb die Vorinstanz 
ohne weitere Beweisergänzungen, namentlich ohne die von den Beschwerde-
führerin beantragte Befragungen der Beschwerdeführerin und von V. das Ver-
fahren einstellen durfte. Angesichts der bereits bestehenden, klar gegen den 
Tatvorwurf sprechenden Beweislage kann diesen Aussagen von vornherein 
keine entscheidwesentliche Überzeugungskraft mehr zuerkannt werden. Dies 
umso weniger, als die Aussagen aufgrund der Nähe der Personen zum Be-
schwerdeführer X. mit einiger Zurückhaltung zu würdigen wären. Y. ist selbst 
Beschwerdeführerin und die Tochter von X.. Auch V. muss X. aber auch Y. 
näher bekannt sein, nachdem Ersterer - wie in der Strafanzeige ausgeführt 
wurde - den Beschwerdeführer zum Schutz seiner Ehefrau und der Tochter zur 
Bahn begleitet haben soll (vgl. act. 4.1 S. 4). Dass X. schliesslich ein weiterge-
hendes persönliches Interesse am Ausgang des Verfahrens hat, ergibt sich 
nicht zuletzt auch aus der Strafanzeige, wo die an sich nicht bestrittenen Faust-
schläge von X. als Folge einer Tätlichkeit und Provokation von A. und/oder B. 
dargestellt werden. Weshalb es sich rechtfertigen soll, den Aussagen von Y. 
und V. mehr Gewicht beizumessen als jenen von C. und B., die wohl durch die 
Arbeit kollegial verbunden sind, sich aber - was das Verhältnis B. zu C. betrifft 
- nicht einmal dem Namen nach kennen (vgl. act. 4.6 S. 2), ist jedenfalls nicht 
ersichtlich. Insbesondere aber bestehen, wie dargelegt wurde, zahlreiche, von 
ihrem Beweiswert stärker zu gewichtende Aussagen Dritter sowie weitere Indi-
zien, die klar gegen die von den Beschwerdeführer vertretene Version spre-
chen. Die Beschwerde ist demnach in diesem Punkt abzuweisen. 

4. Zur Begründung der Einstellung des Verfahrens wegen des Ver-
dachts der sexuellen Belästigung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, 
die drei jungen Männer hätten solche Übergriffe übereinstimmend bestritten. X. 
sei nicht mehr in der Lage zu sagen, welcher der drei Jungen obszöne Gesten 
gemacht bzw. Y. am "Hintern" berührt habe. Erst auf die Frage seines Rechts-
anwaltes habe er angegeben, A. habe das Gesäss seiner Tochter absichtlich 
berührt. X. sei Mitfinanzierer des fraglichen Fests gewesen. Als solcher hätte er 

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- wäre es wirklich zu einer solchen Szene gekommen - schon zu diesem Zeit-
punkt reagieren und allenfalls die drei Jungen von den Securitas-Beamten aus 
dem Zelt weisen lassen können. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen. Als-
dann habe auch die Zeugin L. keine negativen Feststellungen in Bezug auf das 
Verhalten der Jungen gemacht. 

Die Beschwerdeführer machen geltend, allein aus dem Umstand, dass 
ein Angeschuldigter eine Tat abstreite, könne wohl kaum geschlossen werden, 
die fragliche Tat sei auch nicht begangen worden. Zudem seien die Beschul-
digten bezüglich der fraglichen Bestreitungen auch keineswegs glaubhaft. An-
lässlich seiner Konfronteinvernahme habe nämlich A. etwa dargelegt, er hätte 
an diesem Abend überhaupt nicht getanzt. Das sei - wie sich aus der Einver-
nahme von C. ergebe - eine klare Falschaussage. Die Aussage von C. korre-
spondiere jedoch mit jener von X.. Letzter habe festgehalten, dass einer der 
drei Jungen sich während der Party unanständig benommen habe. Er – X. - sei 
dann zu einem Jungen mit "Schnauzen" hingegangen und habe ihm gesagt, die 
Party sei privat, sie sollten sich anständig verhalten. Damit sei auch der Ein-
wand der Staatsanwaltschaft Graubünden, bei einer sexuellen Belästigung 
hätte X. schon im Zelt reagieren und die besagten Personen wegweisen kön-
nen, widerlegt. X. habe reagiert. Dass seine Intervention nicht nachhaltig sein 
würde, habe X. nicht wissen können. 

a) Gegenstand der Beschwerde sind grundsätzlich zwei Sachver-
halte. Zum einen soll A. eine sexuelle Belästigung durch Gesten - nämlich der 
Beschreibung des Gesässes und der Brüste sowie die Nachahmung eines se-
xuellen Aktes - begangen haben. Zum anderen soll er - dies mit den Worten 
"Was für ein Po!" - das Gesäss von Y. berührt haben. 

aa) Eine sexuelle Belästigung nach Art. 198 Abs. 1 StGB setzt - wie 
dargelegt wurde - die Vornahme einer sexuellen Handlung vor jemand anderem 
unter Strafe. Abs. 2 umfasst demgegenüber Tatbestände, bei welchen der Täter 
körperlichen Kontakt zu einer Person herstellt oder diese verbal belästigt. Bei 
der tätlichen Belästigung reichen bereits wenige intensive Annährungsversuche 
aus. In den übrigen Fällen setzt die sexuelle Belästigung ein Verhalten mit einer 
gewissen Erheblichkeit voraus. In Zweifelsfällen ist die Erheblichkeit nach den 
Umständen des Einzelfalls zu bestimmen (vgl. zum Ganzen Meng / Schwaibold, 
a.a.O. N. 9, 17 und 19 zu Art. 198 StGB jeweils mit Hinweisen). 

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ab) Das zudringliche Betasten des Gesässes einer anderen Person 
stellt klarerweise eine sexuelle Belästigung dar. Absichtliche Berührungen ge-
hen zwar weniger weit, da sie eher flüchtiger Natur sind. Sie werden aber 
gleichwohl als sehr unangenehme Zudringlichkeit mit deutlichem und unmittel-
barem sexuellem Bezug empfunden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
6P.224/2006 vom 16. Februar 2007 E. 7.2). Insofern stellt die behauptete 
Berührung des Gesässes eine sexuelle Belästigung im Sinne von Art. 198 Abs. 
2 StGB dar . 

ac) Mit Gesten - also etwa der gestischen Beschreibung der Anatomie 
oder der Imitation eines Sexualakts, wie sie vorliegend geltend gemacht werden 
- entsteht kein körperlicher Kontakt zu einer Person. Ebensowenig handelt es 
sich um eine Form der verbalen Belästigung. Eine Tatbeständsmässigkeit nach 
Art. 198 Abs. 2 StGB scheidet demnach aus. Gesten sind folglich nur dann 
strafwürdig, wenn sie unter Art. 198 Abs. 1 StGB fallen. Eine sexuelle Handlung 
setzt eine körperliche Betätigung am eigenen Körper oder demjenigen eines 
andern Menschen voraus, die unmittelbar auf die Erregung oder Befriedigung 
geschlechtlicher Lust gerichtet ist. Es muss ein eindeutiger und unmittelbarer 
Bezug zum Geschlechtlichen bestehen (Andreas Donatsch, Strafrecht III, 
neunte Auflage, 2008, S. 519 unter Verweis auf S. 459). Für strafbar erklärt 
werden damit in erster Linie Verhaltensweisen, die dem Exhibitionismus (Art. 
194 StGB) nahe stehen (vgl. Guido Jenny, Kommentar zum schweizerischen 
Strafrecht, 1997, N. 1 und 3 zu Art. 198 StGB). Mit einer Geste wird eine sexu-
elle Handlung höchstens imitiert. Der Bezug zum Geschlechtlichen wird ledig-
lich vorgegeben. Das Ärgernis liegt nicht in der unerwarteten und unerwünsch-
ten Konfrontation mit einer sexuellen Handlung, sondern in der Obszönität der 
Geste. Gesten oder vorgetäuschte Handlungen fallen deshalb nicht unter den 
Begriff der sexuellen Handlung (vgl. Meng / Schwaibold, a.a.O., N. 9 zu Art. 198 
StGB, wonach zudem der Bezug zum Geschlechtlichen den Einbezug der - aus 
Sicht des Opfers - entblössten Geschlechtsteile voraussetzt; Donatsch, a.a.O., 
S. 519 unter Verweis auf S. 459; Kathrin Kummer, Sexuelle Belästigung aus 
strafrechtlicher Sicht, 2002, S. 57; Stefania Suter-Zürcher, Die Strafbarkeit der 
sexuellen Handlungen mit Kindern nach Art. 187 StGB, 2003, S. 43). Damit wird 
letztlich dem Umstand Rechnung getragen, dass das bloss Unanständige, Un-
angebrachte, Anstössige, Geschmacklose, Unschamhafte, Widerwärtige vom 
Strafbaren auszuscheiden ist (vgl. BGE 125 IV 58 E. 3.b S. 63). 

b) Die rechtliche Beurteilung der geltend gemachten Belästigungen 
ist allerdings schon deshalb nicht weiter von Belang, weil offensichtlich keine 

13

ausreichende Anhaltspunkte vorliegen, um sie A. überhaupt zum Vorwurf zu 
machen. 

ba) Anlässlich seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 
24. November 2007 erklärte X., dass B. sich am fraglichen Abend korrekt ver-
halten habe (act. 4.12 S. 3). In der Einvernahme von A., der gemäss Be-
schwerde die sexuellen Belästigungen begangen haben soll, führte X. aus (vgl. 
act. 4.11 S. 5), dass sich einer der Jungen an der Party unanständig benommen 
habe. Vorerst hätten die drei an der Bar alkoholische Getränke konsumiert. A. 
sei dann zu seiner Frau gegangen und habe sie gefragt, ob sie tanzen wolle. 
Diese habe abgelehnt. Anschliessend hätte einer der drei Jungen eine unan-
ständige Geste gemacht. Sie hätten sich wie Schakale verhalten. A. habe sich 
dann seiner Tochter genähert und sie - mit der Bemerkung "Was für ein Po!" - 
am Gesäss berührt. Er müsse präzisieren, dass es für ihn schwierig sei zu sa-
gen, wer von den drei Jungen den Po seiner Tochter berührt habe. Er vermute, 
dass sich die drei jungen nicht an diesen Umstand erinnern würden, da sie stark 
alkoholisiert gewesen seien. Im Verlaufe der Einvernahme (vgl. act. 4.11 S. 8) 
führte X. weiter aus, A. habe einen sexuellen Akt von hinten imitiert und mit den 
Händen die Brüste beschrieben. Die Geste sei an seine Tochter gerichtet ge-
wesen, ganz sicher sei er aber nicht. Gleich im Anschluss erklärte X., dass er 
sich jetzt sicher sei, dass die Geste an seine Tochter gerichtet gewesen sei. Er 
sei dann zu einem Jungen, der einen Schnauz trage, getreten und habe im 
gesagt, sie sollten sich anständig verhalten und an der Bar aufhalten. Dieser 
habe ihm daraufhin den "Stinkefinger" gezeigt. 

bb) Dass - wie der Untersuchungsrichter festgestellt hat - auch beim 
Vorwurf der sexuellen Belästigung zwischen den in der Strafanzeige gemach-
ten Angaben und den späteren Ausführungen der Beschwerdeführer zum Ge-
schehen erhebliche Widersprüche bestehen, ist offensichtlich. Die in der Straf-
anzeige erwähnten Beschimpfungen von Y. und anderen anwesenden Damen 
als "russische Schweine" wurden von X. anlässlich seiner untersuchungsrich-
terlichen Einvernahme nicht erwähnt. Ebensowenig ist davon die Rede, dass 
sich die drei Jungen - gleichwohl im Bemühen, mit Y. in Kontakt zu treten - 
schon auf dem Weg zur Bahn bedrohlich verhalten haben. Stattdessen behaup-
tete er nunmehr, einer drei hätte mit den Worten "Was für ein Po!" das Gesäss 
seiner Tochter berührt. Fraglos handelt es sich bei der geltend gemachten 
Berührung um die an sich schwerwiegenste Ungebührlichkeit, die einer der drei 
jungen Männer begangen haben soll. Als solche hätte sie wohl in besonderer 
Erinnerung bleiben müssen, zumal sie mit der Bemerkung "Was für ein Po!" 

14

einhergegangen sein soll. Einerseits vermag der Umstand, dass der Beschwer-
deführer den Ausruf mit dem umgangssprachlichen Ausdruck trotz seiner eher 
beschränkten Deutschkenntnisse verstanden hat, doch etwas zu erstaunen. 
Gerade aber wenn dies der Fall gewesen war, war dies für die Beschwerdefüh-
rer umso mehr Grund, sich an den fraglichen Vorfall zu erinnern. Dass der Über-
griff in der Strafanzeige gleichwohl keine Erwähnung fand, lässt sich deshalb 
schwerlich erklären. Dies umso weniger, als die beiden Beschwerdeführer sich 
nicht darauf beschränkten, pauschal Strafanzeige zu erheben, sondern in Be-
zug auf beide Vorwürfe - die Rassendiskriminierung wie auch die sexuellen 
Belästigungen - den Sachverhalt detailliert darlegten. 

bc) Anlässlich der Einvernahmen vom 24. November 2007 stand X. 
alsdann den beiden angeschuldigten Personen gegenüber. Dennoch blieben 
seine Ausführungen zur Täterschaft - wie bereits in der Strafanzeige - vage, 
wobei es auch zu erheblichen Widersprüchen kam. Bei der Befragung von A. 
erklärte er, einer der drei Jungen habe sich während der Party unanständig 
benommen. Daraus ergibt sich der Schluss, dass sich die zwei anderen Perso-
nen also korrekt verhielten. Im Anschluss daran führte er dann jedoch aus, dass 
einer drei Jungen eine unanständige Geste gemacht habe. Sie hätten sich wie 
Schakale verhalten. Alsdann sei A. zu seiner Tochter getreten und habe ihr 
Gesäss berührt. Als er dann zu einem Jungen getreten sei, und ihm erklärt 
habe, die Party sei privat und sie sollten sich anständig verhalten, habe ihm 
diese Person den Stinkefinger gezeigt. Aus diesen Ausführungen folgt zum ei-
nen, dass X. - entgegen seiner ersten Bekundung und dem Umstand, dass ge-
genüber C. nie Anschuldigungen erhoben wurden und auch B. von X. nachträg-
lich ein korrektes Benehmen attestiert wurde - letztlich doch allen dreien vorhält, 
sie hätten sich ungebührlich verhalten. Zum anderen trennte er in Bezug auf 
die Täterschaft zwischen den ungebührlichen Gesten und der Berührung des 
Gesässes. Nur Letztere ordnet er konkret A. zu. Erst auf Zusatzfrage seines 
Rechtsvertreters hin erhob er auch diesbezüglich noch einen konkreten Vorwurf 
gegenüber A., indem er ihm vorhielt, er habe einen sexuellen Akt imitiert und 
mit den Händen die Brüste beschrieben. Dabei erklärte er zuerst, er sei sich 
nicht sicher, ob die Geste an seine Tochter gerichtet gewesen sei, um gleich 
anschliessend zu beteuern, er sei sich nunmehr ganz sicher, dass Letzteres 
der Fall gewesen sei. Insgesamt schilderte X. damit die Ereignisse derart wi-
dersprüchlich und in Bezug auf die Täterschaft derart inkonstant, dass sich 
schwerlich zur Feststellung gelangen lässt, der Zeuge berichte von einem 
tatsächlich von ihm beobachteten Vorfall.

15

c) Aus den Aussagen der drei jungen Männern ergibt sich nichts, 
was den Schluss auf eine Belästigung von Y. rechtfertigen würde. Wie nament-
lich aus der Deposition von A. folgt, ist den drei jungen Männern Y. durch ihre 
Schönheit sehr wohl bereits im Zelt aufgefallen. Übereinstimmend gaben aber 
alle drei an, sie hätten sich korrekt verhalten. Soweit die Beschwerdeführer vor-
bringen, die Vorinstanz habe übersehen, dass sich aus der Gegenüberstellung 
der Aussagen von C. und von X. Anhaltspunkte für die behaupteten Belästigun-
gen von Y. ergäben, ist ihnen nicht zu folgen. So trifft es wohl zu, dass C. er-
klärte, A. habe zu tanzen versucht. Da er relativ nahe bei einer tanzenden Rus-
sin gestanden sei, sei plötzlich ein korpulenter Russe - der Aussage von C. 
zufolge allerdings nicht der Beschwerdeführer - dazwischengetreten, der ihm 
zu verstehen gegeben habe, dass er sich etwas entfernen solle. Bei dieser Rus-
sin handelte sich aber nachgerade nicht um Y.. Wie X. nämlich erklärte, forderte 
A. seine – X.s Ehefrau - zum Tanz auf. Dahingestellt bleiben kann, ob A. sich 
nur in die Nähe begab oder aber die Ehefrau des Beschwerdeführers konkret 
fragte, ob sie mit ihm tanzen wolle. Desgleichen kann dahingestellt bleiben, ob 
es der Beschwerdeführer war, der die Aufforderung, sich zu entfernen, machte. 
Tatsache ist, dass beides nicht in Bezug auf Y. geschah und sich insofern auch 
nichts auf die behaupteten, zu ihrem Nachteil erfolgten sexuellen Belästigungen 
ableiten lässt. 

Schliesslich kann A. auch nicht vorgehalten werde, er habe mit seiner 
Erklärung, sie hätten am fraglichen Abend überhaupt nicht getanzt, in einem 
entscheidwesentlichen Punkt falsch ausgesagt. Wenn X. erklärt, A. habe seine 
Frau vergeblich zum Tanz aufgefordert und C. erklärt, A. habe zu tanzen ver-
sucht, lässt sich Letzterem allenfalls vorhalten, er habe einen Versuch zu tan-
zen unerwähnt gelassen. Eine andere Frage ist allerdings, ob er Grund hatte, 
den Versuch besonders zu erwähnen, nachdem es um etwas ganz anderes - 
nämlich die sexuelle Belästigung von Y. und damit einer anderen Frau - ging 
und nicht feststeht, ob es sich bei dem fraglichen Russen, der dazwischenge-
treten sein soll, tatsächlich um X. gehandelt hat. 

d) Auch die Feststellung der Vorinstanz, die Umstände würden ge-
gen die behaupteten sexuellen Belästigungen sprechen, lässt sich durchaus 
vertreten. 

da) Nach Behauptung der Beschwerdeführer haben sich die drei jun-
gen Männer - ob nun auf die Schilderung in der Strafanzeige oder aber jener 
von X. in seiner Einvernahme abgestellt wird - am fraglichen Abend sehr unge-

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bührlich verhalten. Derartige Beschimpfungen und Belästigungen von drei jun-
gen Männern, die so betrunken gewesen sein sollen, dass sie sich - wie X. 
anlässlich seiner Einvernahme erklärte - vermutungsweise nicht einmal an die 
absichtliche Berührung des Gesässes seiner Tochter zu erinnern vermögen, 
mussten auffallen. Aufgefallen sind die drei denn auch, allerdings nicht durch 
irgendwelche sexuelle Belästigungen oder Betrunkenheit. So erklärte die Zeu-
gin L. (act. 4.10 S. 3), sie hätte die drei jungen Männer im Zelt bemerkt. Dies 
offenkundig deshalb, weil die drei nicht zur Gesellschaft gehörten. So wies die 
Zeugin darauf hin, sie habe sich den Grund der Anwesenheit der drei nicht er-
klären können, da das Fest an sich nur für Russen zugänglich gewesen sei. Für 
den Eintritt sei ein Passierschein erforderlich gewesen. Sie habe der Anwesen-
heit der drei im Zelt keine grössere Aufmerksamkeit geschenkt. Ein ungebühr-
liches Verhalten oder wenigstens ein übermässiger Alkoholkonsum hat sie nicht 
bemerkt. Dass die drei betrunken waren, darf denn auch ausgeschlossen wer-
den. Für diese Feststellung sprechen schon allein die zeitlichen Verhältnisse. 
Eigenen Angaben zufolge gingen die drei bis ca. 18.30 Uhr (B., vgl. act. 4.6 S.1; 
A., act. 4.5 S. 1) bzw. 19.15 Uhr (C., act. 4.7) als Köche bzw. Patissier auf der 
Bergstation H. ihrer Arbeit nach. Nach Arbeitsende hielten sie sich nur noch 
kurze Zeit im Zelt der russischen Gesellschaft auf. Letzteres bestätigen auch 
die beiden Beschwerdeführer in ihrer Strafanzeige, wo ausgeführt wird, die drei 
seien kurz vor Ende der Party erschienen. Dort konsumierten sie - bevor sie 
sich gegen 19.50 Uhr zur Bergbahn begaben - wohl alkoholische Getränke. Es 
war ihnen aber schon grundsätzlich kaum möglich, sich in diesem kurzen Zeit-
raum dermassen zu betrinken. Insbesondere aber erklärte D., der sich nach 
den Schlägen um die drei Männer kümmerte, die drei seien mit Sicherheit nicht 
betrunken gewesen. Sie hätten sich auch nach dem Vorfall ruhig verhalten und 
damit dazu beigetragen, dass die Sache nicht noch weiter eskalierte (vgl. act. 
4.8 S. 2). Damit ist einerseits gesagt, dass die von den Beschwerdeführern ge-
schilderte massive Betrunkenheit nicht den Tatsachen entspricht. Andererseits 
steht auch fest, dass ein übermässiger Alkoholkonsum als Erklärung für das 
angeblich enthemmte Verhalten der drei Männer ausser Betracht fällt. 

db) Gegen die behaupteten Belästigungen sprechen auch die nähe-
ren Umstände des Fests. Wie dargelegt wurde, sind die drei Männer auf der 
Bergstation H. arbeitstätig. Umso schwerer erscheint die Vorstellung, dass A. - 
nur ihm werden ja überhaupt noch Belästigungen vorgehalten - sich gegenüber 
einem weiblichen Gast dermassen daneben benahm und damit auch arbeits-
rechtliche Konsequenzen in Kauf nahm. Sodann handelt es sich beim fraglichen 

17

Anlass auch nicht um irgendein Waldfest, sondern um eine geschlossene Ge-
sellschaft in einem - was allgemein bekannt ist - gehobeneren Gastronomiebe-
trieb auf der Bergstation H.. Gastgeber war der Beschwerdeführer und drei wei-
tere Personen. Von ihnen wurde der Anlass, an dem rund 400 Personen teil-
nahmen, organisiert und bezahlt. Bei den Gästen handelte es sich offenbar aus-
schliesslich um russische Staatsangehörige, die ferienhalber im Engadin weil-
ten (vgl. dazu die Aussage von L., act. 4.10). Es lässt sich nun kaum vorstellen, 
dass der Beschwerdeführer sich auf eine Ermahnung beschränkt hätte, wenn 
drei betrunkene, nicht eingeladene Personen sich - so der Beschwerdeführer - 
wie Schakale aufgeführt hätten. Noch weniger fällt in Betracht, dass A. weibli-
che Gäste beschimpfte, Y. mit unflätigen Gesten und Gebärden sowie - was in 
rechtlicher Hinsicht überhaupt erst relevant wäre - einer Berührung des Gesäs-
ses belästigte und X. nichts unternahm. Dies umso weniger, als X. die Auffas-
sung vertrat, A. habe unbefugterweise am Fest teilgenommen. Das - so X. - 
habe ihm nicht gepasst (vgl. act. 4.11 S. 4). Empfand X. nur schon allein die 
Anwesenheit A. und seiner Kollegen als Provokation, darf in Übereinstimmung 
mit der Vorinstanz ohne weiteres angenommen werden, dass er bei jeglichem 
ungebührlichen Verhalten sofort reagiert hätte und die für die Eingangskontrolle 
zuständige Securitas und/oder den Betriebsleiter eingeschaltet hätte. 

e) Zusammenfassend folgt aus dem dargelegten Beweisergebnis, 
dass auch in Bezug auf die geltend gemachten Belästigungen keine ausrei-
chenden Anhaltspunkte bestehen, welche es rechtfertigen würden, gegen A. 
eine entsprechende Anklage zu erheben. So darf wohl als erwiesen gelten, 
dass die drei jungen Männer beim Beschwerdeführer X. schon allein durch ihre 
Anwesenheit in der an sich geschlossenen Gesellschaft einen gewissen Unmut 
auslösten. Alsdann ist auch nicht auszuschliessen, dass A. versuchte, mit der 
Ehefrau des Beschwerdeführers zu tanzen, was Letzteren zusätzlich provo-
zierte. Auch mag dem Beschwerdeführer das Interesse der drei jungen Männer 
an seiner Tochter aufgefallen sein. Durchaus möglich erscheint letztlich auch, 
dass Y. das ihr entgegengebrachte Interesse ebenfalls als störend empfand. 
Den weitergehenden Tatvorwurf der sexuellen Belästigung lassen die wider-
sprüchlichen Angaben einerseits und die gegen jegliches ungebührliche Ver-
halten sprechenden Indizien andererseits jedoch nicht zu. Daran vermöchte 
auch die nachträgliche Einvernahme von Y. und von V. nichts zu ändern. Wenn 
in der Beschwerde (S. 10) ausgeführt wird, die Beschwerdeführerin Y. erinnere 
sich ganz genau an die erfolgte sexuelle Belästigung, "so wie sie von X. be-
schrieben worden ist" und ihre Befragung als Zeugin angeboten wird, lässt sich 

18

nur schon fragen, welche der verschiedenen Versionen denn Bestätigung fin-
den soll. Überdies hatte die Beschwerdeführerin - auch ohne dass sie bis anhin 
als Zeugin befragt wurde - zweimal Gelegenheit, den Ablauf der Ereignisse aus 
ihrer Sicht darzulegen. Nachdem aber nicht einmal in der Beschwerde eine ei-
genständige Schilderung des Vorfalls vorgebracht wurde und auch in Bezug auf 
die sexuellen Belästigungen wiederum nur auf die widersprüchlichen Aussagen 
von X. verwiesen wird, ist wohl schwerlich zusätzlicher Aufschluss zu erwarten. 
Abgesehen davon würde es sich aus den bereits in Ziffer 3.e) dargelegten 
Gründen auch nicht rechtfertigen, den erwähnten Aussagen mehr Glaubwür-
digkeit beizumessen als jenen der drei jungen Männern, die jegliche Art eines 
ungebührlichen Verhaltens verneint haben. Dies umso weniger, als die übrige 
Beweislage klar gegen irgendwelche nennenswerten Belästigungen von Y. 
durch A. sprechen. Die Beschwerde ist demnach auch in diesem Punkt als un-
begründet abzuweisen. 

5. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahren 
von Fr. 1'200.-- unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten der Beschwerdeführer 
(Art. 160 Abs. 1 StPO). Eine ausseramtliche Entschädigung von A. nach Art. 
160 Abs. 4 StPO entfällt, nachdem diesem durch das Beschwerdeverfahren 
kein nennenswerter Aufwand entstanden ist und folgerichtig auch kein Entschä-
digungsbegehren gestellt wurde. 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 1'200.-- gehen unter so-
lidarischer Haftbarkeit zu Lasten der Beschwerdeführer. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. des Bundesgerichts-
gesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische 
Bundesgericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, 
innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Ent-
scheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren 
Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 
ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an:

__________

Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden
Der Vizepräsident Der Aktuar