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**Case Identifier:** 65086a05-db6a-5a71-8c8f-c5cb01a6813a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-03-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.03.2025 D-1705/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1705-2025_2025-03-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-1705/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  M ä r z  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 

mit Zustimmung von Richterin Constance Leisinger;   

Gerichtsschreiberin Irène Urscheler Urstadt. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Eritrea,  

(…),   

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat - Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG);  

Verfügung des SEM vom 4. März 2025. 

 

 

 

D-1705/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge ihren Heimatstaat 

als 10-jährige verliess, in Äthiopien, in der Türkei und während zirka acht 

Monaten in Griechenland lebte, bevor sie am 24. September 2024 in der 

Schweiz um Asyl nachsuchte,  

dass die Beschwerdeführerin gemäss einem Abgleich mit der zentralen 

Fingerabdruckdatenbank der Europäischen Union (Eurodac) am 24. April 

2024 in Griechenland ein Asylgesuch gestellt hatte und ihr dort am 26. April 

2024 ein Schutzstatus gewährt wurde, 

dass die Vorinstanz die griechischen Behörden am 26. September 2024 

um Information ersuchte (vgl. Art. 34 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Fest-

legung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der 

für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen 

in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zu-

ständig ist),  

dass die Beschwerdeführerin am 1. Oktober 2024 die ihr zugewiesene 

Rechtsvertretung mandatierte, 

dass die griechischen Behörden am 8. Oktober 2024 mitteilten, die Be-

schwerdeführerin sei mit dem Geburtsdatum 29. Februar 2004 registriert, 

habe am 16. April 2024 um internationalen Schutz ersucht, am 26. April 

2024 den Flüchtlingsstatus («refugee status») erhalten und verfüge in Grie-

chenland über eine bis zum 25. April 2027 gültige Aufenthaltsbewilligung, 

dass am 9. Oktober 2024 eine Erstbefragung unbegleiteter, minderjähriger 

Asylsuchender (EB UMA) in Anwesenheit der zugewiesenen Rechtsvertre-

tung durchgeführt wurde und die Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör 

zu einer mutmasslichen Zuständigkeit Griechenlands und einem Vollzug 

der Wegweisung dorthin erhielt, 

dass die Beschwerdeführerin im Wesentlichen vorbrachte, sie habe in 

Griechenland um Asyl ersucht und dabei als Geburtsdatum den 29. Feb-

ruar 2004 angegeben, da sie dort weder ins Camp habe gehen noch blei-

ben wollen, sie habe in die Schweiz weiterreisen wollen, in Griechenland 

sei das Leben schwierig gewesen, sie habe bei Freunden gewohnt, die 

sich um sie gekümmert hätten, sie habe keine eigene Unterkunft gehabt 

und einmal sei sie von Betrunkenen belästigt worden, 

D-1705/2025 

Seite 3 

dass das (…) in seinem rechtsmedizinischen Gutachten vom 18. Oktober 

2024 festhielt, die Untersuchungen der Beschwerdeführerin würden in ei-

ner Gesamtbetrachtung ein durchschnittliches Alter von 17 – 19.6 Jahren 

sowie ein Mindestalter von 15.7 Jahren ergeben, weshalb das angegebene 

Alter von 17 Jahren und 7 Monaten innerhalb der Ergebnisse der Alters-

schätzung liege,  

dass die griechischen Behörden am 28. November 2024 einem Ersuchen 

um Rückübernahme vom 20. November 2024 gestützt auf die Richtlinie 

2008/115/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. De-

zember 2008 über gemeinsame Normen und Verfahren in den Mitglied-

staaten zur Rückführung illegal aufhältiger Drittstaatsangehöriger (Rück-

führungsrichtlinie) und das Abkommen vom 28. August 2006 zwischen dem 

Schweizerischen Bundesrat und der Regierung der Hellenischen Republik 

über die Rückübernahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt 

(SR 0.142.113.729) zustimmten, 

dass der damalige Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sich am 

17. und 29. Januar 2025 nach dem Verfahrensstand informierte, und ihm 

die Vorinstanz diesbezüglich am 24. und 29. Januar 2025 antwortete, 

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin am 4. Februar 2025 das recht-

liche Gehör zum medizinischen Sachverhalt gewährte und ihr Gelegenheit 

zur Einreichung allfälliger Arztberichte und zur Bekanntgabe etwaiger me-

dizinischer Behandlungen gab, 

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 7. und 14. Februar 2025 

dazu Stellung nahm und im Wesentlichen vorbrachte, sie fühle sich psy-

chisch stark beeinträchtigt, habe in Griechenland Traumatisches erlebt, 

und eine Rückkehr dorthin würde bei ihr zu suizidalen Gedanken führen, 

dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 17. und 20. Februar 2025 

zwei Kurzberichte (…[der psychiatrischen Klinik B._______]) vom 13. und 

19. Februar 2025 einreichte, 

dass die Vorinstanz der Beschwerdeführerin am 3. März 2025 den Ent-

scheidentwurf zur Stellungnahme aushändigte und diese gleichentags im 

Wesentlichen vorbrachte, sie habe sexuelle Übergriffe durch griechische 

Polizisten erlebt, in Griechenland mehrere Monate auf der Strasse ver-

bracht ohne regelmässige Nahrungsaufnahme und Erholungsmöglichkei-

ten, weshalb sie als äussert vulnerable Person vorläufig aufzunehmen sei, 

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Seite 4 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 4. März 2025 – eröffnet am 5. März 

2025 – in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht eintrat und die Wegweisung aus 

der Schweiz sowie deren Vollzug nach Griechenland anordnete und der 

Beschwerdeführerin die editionspflichtigen Akten aushändigte, 

dass die bisherige Rechtsvertretung das Mandatsverhältnis gleichentags 

beendete, 

dass die Beschwerdeführerin gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 

11. März 2025 Beschwerde erhob und beantragte, die vorinstanzliche Ver-

fügung sei aufzuheben, die Vorinstanz sei anzuweisen, auf das Asylgesuch 

der Beschwerdeführerin einzutreten, eventualiter sei ihr die vorläufige Auf-

nahme zu gewähren, subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen, sub-subeventualiter seien spezifische Ga-

rantien von den griechischen Behörden einzuholen, um eine angebrachte 

Unterbringung und medizinische Versorgung sicherzustellen und das Ge-

burtsdatum sei auf den 28. Februar 2007 anzupassen, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte, der Beschwerde sei 

die aufschiebende Wirkung zu gewähren, die Aussetzung des Wegwei-

sungsvollzuges sei superprovisorisch zu erlassen, der Kanton (…) sei über 

die Aussetzung der Wegweisung bis zum Entscheid über die vorliegende 

Beschwerde in Kenntnis zu setzen, ihr sei zufolge Mittellosigkeit die unent-

geltliche Prozessführung zu gewähren und es sei auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten, 

dass die vorinstanzlichen Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 

12. März 2025 in elektronischer Form vorlagen (vgl. Art. 109 Abs. 3 AsylG), 

 

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt, 

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 

BGG),  

dass das Verfahren sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

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Seite 5 

dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht worden und die 

Beschwerdeführerin zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 

(Art. 105 AsylG und Art. 108 Abs. 3 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 

VwVG), weshalb auf die Beschwerde – unter nachstehendem Vorbehalt – 

einzutreten ist, 

dass die Beschwerde in Verwaltungssachen gemäss Art. 55 Abs. 1 VwVG 

aufschiebende Wirkung hat und die Vorinstanz der Beschwerde vorliegend 

die aufschiebende Wirkung nicht entzog (Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb 

auf die Anträge, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu gewähren 

und die Vollzugsbehörden seien superprovisorisch anzuweisen, von Voll-

zugshandlungen abzusehen, mangels Rechtsschutzinteresses nicht ein-

zutreten ist, 

dass auch auf den Antrag, das Geburtsdatum sei auf den 28. Februar 2007 

anzupassen, nicht einzutreten ist, zumal die Vorinstanz von diesem Ge-

burtsdatum ausging und die angefochtene Verfügung diesbezüglich ohne-

hin keine Anordnung im Dispositiv enthält,  

dass die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rü-

gen sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen, die Beurteilungskompetenz der Beschwerdeinstanz grundsätzlich 

auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylge-

such nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 2012/4 E. 2.2, je 

m.w.H.), 

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichteintre-

tensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbstständigen materi-

ellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache 

zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. BVGE 2014/39 

E. 3 m.w.H.), 

dass die Vorinstanz hinsichtlich der Frage der Wegweisung und des Weg-

weisungsvollzugs eine materielle Prüfung vorgenommen hat, weshalb dem 

Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass die Beschwerde sich – wie nachfolgend aufgezeigt – als offensichtlich 

unbegründet erweist, weshalb über diese in einzelrichterlicher 

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Seite 6 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer zweiten 

Richterin, ohne Durchführung eines Schriftenwechsels und mit summari-

scher Begründung zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e sowie Art. 111a Abs. 

1 und 2 AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin rügte, die Vorinstanz habe es unterlassen, 

eingehende Abklärungen zu ihrer Vulnerabilität und konkreten Situation in 

Griechenland zu tätigen und ihre diesbezüglichen Aussagen zu würdigen,  

dass in den Akten nichts dafür spricht, die Vorinstanz hätte den relevanten 

Sachverhalt unvollständig oder fehlerhaft festgestellt oder gewürdigt, viel-

mehr gab die Vorinstanz der Beschwerdeführerin insbesondere ausrei-

chend Gelegenheit, sich zu einer Rückkehr nach Griechenland, ihren dor-

tigen Erfahrungen sowie zu ihrem Gesundheitszustand zu äussern sowie 

entsprechende Unterlagen einzureichen und ging auf sämtliche wesentli-

chen Vorbringen ausführlich ein, weshalb der Beschwerdeführerin eine 

sachgerechte Anfechtung möglich war, was die Beschwerde selbst zeigt,  

dass das rechtliche Gehör mithin nicht verletzt wurde, weshalb kein Grund 

für eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz besteht und das ent-

sprechende Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass gemäss Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch in der Regel 

nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende Person in einen nach Art. 6a 

Abs. 2 Bst. b AsylG als sicher bezeichneten Drittstaat zurückkehren kann, 

in welchem sie sich vorher aufgehalten hat, 

dass es sich bei Griechenland – einem Mitgliedstaat der EU – um einen 

sicheren Drittstaat im Sinne der erwähnten Bestimmung handelt (Be-

schluss des Bundesrats vom 14. Dezember 2007; in Kraft seit dem 1. Ja-

nuar 2008), 

dass die Beschwerdeführerin sich gemäss den vorliegenden Akten zuvor 

dort aufhielt und von Griechenland am 26. April 2024 als Flüchtling aner-

kannt wurde, sie dort über eine gültige Aufenthaltsbewilligung verfügt und 

die griechischen Behörden ihrer Rückübernahme explizit zustimmten, sie 

folglich nach Griechenland zurückkehren kann, 

dass die Vorinstanz mithin in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG 

zu Recht nicht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin eingetreten ist, 

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Seite 7 

dass die Vorinstanz die Wegweisung aus der Schweiz verfügt und den Voll-

zug anordnet, wenn sie auf ein Asylgesuch nicht eintritt (Art. 44 AsylG), die 

Beschwerdeführerin in der Schweiz weder über eine ausländerrechtliche 

Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer sol-

chen verfügt, die Wegweisung demnach zu Recht angeordnet wurde 

(Art. 44 AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4.; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), 

dass im Folgenden zu prüfen ist, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der 

Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Griechenland entgegenstehen,  

dass die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 

Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt (im Sinne von Art. 44 

[zweiter Satz] AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2-4 AIG [SR 142.20]), wenn der 

Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich 

ist,  

dass der Vollzug nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise in den Drittstaat entgegenstehen (vgl. Art. 

83 Abs. 3 AIG), von der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs auszu-

gehen wäre, wenn der Beschwerdeführerin im Drittstaat aufgrund von 

Krieg, allgemeiner Gewalt oder einer medizinischen Notlage konkret Ge-

fahr drohen würde (vgl. Art. 83 Abs. 4 AIG) und schliesslich der Vollzug 

nicht möglich wäre, wenn die Beschwerdeführerin nicht in den Dritt-

staat verbracht oder freiwillig dorthin reisen könnte (vgl. Art. 83 Abs. 2 AIG), 

dass gemäss Art. 6a Abs. 2 Bst. B AsylG zugunsten sicherer Drittstaaten, 

zu welchen Griechenland wie erwähnt gehört, die Vermutung besteht, 

diese hielten ihre völkerrechtlichen Verpflichtungen ein, darunter im We-

sentlichen das Refoulement-Verbot und grundlegende menschenrechtli-

che Garantien (vgl. statt vieler Urteil des BVGer E-4040/2021 vom 7. Ok-

tober 2021 E. 9.3), 

dass gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG sodann die Vermutung besteht, eine 

Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat sei in der Regel zumutbar,  

dass die besagten Regelvermutungen im Einzelfall umgestossen werden 

können, wobei es der betroffenen Person obliegt, ernsthafte Anhaltpunkte 

dafür vorzubringen, dass die griechischen Behörden im konkreten Fall das 

Völkerrecht verletzen, ihr nicht den notwendigen Schutz gewähren oder sie 

menschenunwürdigen Lebensumständen aussetzen würden respektive, 

dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Umständen sozialer, 

wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existenzielle Notlage 

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Seite 8 

geraten würde (vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. 

März 2022 E. 11.4), 

dass die Vorinstanz in ihrer Verfügung im Wesentlichen festhielt, das Non-

Refoulement-Gebot bezüglich des Heimat- oder Herkunftsstaates sei nicht 

zu prüfen, da die Beschwerdeführerin in einen Drittstaat reisen könne, in 

dem sie Schutz vor Rückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG finden 

würde,  

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin nicht geeignet seien, die Re-

gelvermutung des sicheren Drittstaates im konkreten Fall umzustossen, 

dass es sich bei ihr nicht um eine schwerkranke Person handle, bei der die 

ernsthafte Gefahr bestehe, bei einer Rückschaffung nach Griechenland ei-

ner ernsthaften, rapiden und irreversiblen Verschlechterung ihres Gesund-

heitszustands, verbunden mit übermässigem Leiden oder einer bedeuten-

den Verkürzung ihrer Lebenserwartung, ausgesetzt zu werden, da die me-

dizinische Versorgung in Griechenland gewährleistet sei, allenfalls benö-

tigte Medikamente dort erhältlich seien und sie – trotz Schwierigkeiten beim 

Zugang zur Gesundheitsversorgung – medizinische Unterstützung in An-

spruch nehmen könne, und eine drohende Suizidalität im Falle eines Weg-

weisungsvollzugs praxisgemäss kein Vollzugshindernis darstelle, 

dass sie sich sodann an die zuständigen staatlichen Stellen wenden könne, 

sollte sie Übergriffe durch Privatpersonen oder Beamte fürchten oder sol-

che erleiden, zumal Griechenland ein Rechtsstaat sei, der über eine 

schutzwillige und -fähige Polizeibehörde verfüge, dort auch staatliche und 

nichtstaatliche Hilfsangebote für Opfer von sexueller Gewalt existierten, 

und sie als Person mit Schutzstatus in Griechenland Niederlassungsfrei-

heit habe, 

dass sie in Griechenland beim griechischen Staat das garantierte Mindest-

einkommen beantragen könne sowie – trotz Schwierigkeiten in Bezug auf 

den Zugang zum staatlichen Sozialsystem, zum regulären Arbeitsmarkt 

und zur Bildung – notfalls einklagbare Ansprüche auf Sozialleistungen und 

Zugang zu Wohnraum habe, und ihr zudem das HELIOS-Programm zur 

Verfügung stehe, ein Integrationsprojekt, welches von der Internationalen 

Organisation für Migration mit ihren Partnern und mit Unterstützung der 

griechischen Regierung und der Europäischen Kommission durchgeführt 

werde, 

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dass die schwierigen ökonomischen Lebensbedingungen und die Woh-

nungsnot die ganze dortige Bevölkerung treffen würden, und sie im Übri-

gen nicht angegeben habe, sie habe in Griechenland alles Zumutbare un-

ternommen, um dort die ihr zustehenden Leistungen und Arbeit zu bekom-

men,  

dass es der Beschwerdeführerin mithin ebenso nicht gelungen sei, die Re-

gelvermutung, wonach der Wegweisungsvollzug nach Griechenland zu-

mutbar sei, umzustossen, 

dass sie weder aufgrund ihres Alters noch aufgrund anderer Kriterien – ins-

besondere nicht aus gesundheitlichen Gründen – als äusserst vulnerable 

Person gelten würde, und auch das Fehlen eines verwandtschaftlichen 

oder sozialen Netzes in Griechenland nicht gegen die Zumutbarkeit der 

Wegweisung dorthin spreche,  

dass der Wegweisungsvollzug schliesslich technisch möglich und prak-

tisch durchführbar sei, da die entsprechende Zustimmung von Griechen-

land vorliege, 

dass die Beschwerdeführerin in der Beschwerde dagegen – über das be-

reits Vorgebrachte – im Wesentlichen geltend machte, eine Rückkehr nach 

Griechenland, wo bereits Übergriffe durch staatliche Akteure erfolgt seien, 

verletze das Non-Refoulement-Prinzip, da die Gefahr erneuter Misshand-

lungen drohe, alle dort Schutzberechtigten seien in einer Situation extre-

mer materieller Not und eine Wegweisung verstosse gegen Art. 3 EMRK,  

dass sie überdies aufgrund ihrer psychischen Beeinträchtigung und ihrer 

Minderjährigkeit eine besonders schutzbedürftige Person sei,  

dass die griechischen Behörden die Grundbedürfnisse von Personen mit 

internationalem Schutzstatus nicht decken könnten, der Zugang zum Ar-

beitsmarkt, zu Gesundheitsdiensten und wirksamen Rechtsbehelfen 

schwierig sei und sie grundlegende soziale Rechte aufgrund zahlreicher 

Hürden faktisch nicht wahrnehmen könne, weshalb die Beschwerdeführe-

rin nach einer Rückkehr nach Griechenland erneut in eine existenzielle 

Notlage geraten würde,  

dass das Bundesverwaltungsgericht sich in seinem Referenzurteil  

E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 einlässlich mit der Situation 

in Griechenland auseinandersetzte und an seiner bisherigen Rechtspre-

chung festhält, dass der Vollzug der Wegweisung nach Griechenland für 

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Seite 10 

Personen, die dort einen Schutzstatus erhalten haben, grundsätzlich zu-

lässig ist,  

dass das Gericht nicht von einer Situation ausgeht, in der jeder Person mit 

Schutzstatus in Griechenland eine unangemessene und erniedrigende Be-

handlung im Sinne einer Verletzung von Art. 3 EMRK drohen würde; trotz 

existierender Schwachstellen kann dieser nach wie vor gültigen Praxis ent-

sprechend, und entgegen den Beschwerdevorbringen nicht von einer Situ-

ation extremer materieller Not für alle dort Schutzberechtigten gesprochen 

werden,  

dass die Lebensbedingungen in Griechenland unbestrittenermassen 

schwierig sind, dennoch ist im heutigen Zeitpunkt nicht von einem «real 

risk» auszugehen, dass Rückkehrenden mit Schutzstatus dort eine völker-

rechtswidrige Behandlung drohen würde, 

dass die Ausführungen der Beschwerdeführerin im Rahmen des vor- 

instanzlichen Verfahrens und in der Beschwerde sowie die von ihr erwähn-

ten Quellen nichts an der bundesverwaltungsgerichtlichen Einschätzung 

ändern,  

dass entsprechend davon auszugehen ist, dass es ihr nach einer Rückkehr 

nach Griechenland möglich ist, ihre elementarsten Bedürfnisse zu befrie-

digen,  

dass die geltend gemachten sexuellen Übergriffe durch griechische Be-

amte daran ebenfalls nichts zu ändern vermögen, zumal es ihr zuzumuten 

gewesen wäre, sich in diesem Zusammenhang an eine höhere Stelle zu 

wenden, 

dass der Vollzug der Wegweisung sowohl im Sinne der asyl- als auch der 

völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 

dass gestützt auf Art. 83 Abs. 5 AIG ferner die Vermutung besteht, dass 

eine Wegweisung in einen EU- oder EFTA-Staat in der Regel zumutbar ist 

(vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 vom 28. März 2022 E. 

11.3), 

dass die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung 

bezüglich Griechenland selbst für vulnerable Personen gilt, wie zum Bei-

spiel Personen, die an gesundheitlichen Problemen leiden, die nicht als 

schwerwiegende Erkrankung einzustufen sind (vgl. a.a.O. E. 11.5.1), wobei 

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Seite 11 

im genannten Urteil die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Vollzugs der 

Wegweisung nicht aufrechterhalten wurde bei Personen, welche aufgrund 

ihrer besonders hohen Verletzlichkeit im Fall einer Rückkehr nach Grie-

chenland Gefahr laufen, dauerhaft in eine schwere Notlage zu geraten, weil 

sie nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft die ihnen zustehenden Rechte 

vor Ort einzufordern (vgl. a.a.O. E. 11.5.3), 

dass nach dem Gesagten zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin als äus-

serst verletzlich zu bezeichnen ist oder ob sie ernsthafte Anhaltspunkte da-

für dargetan hat, sie würde bei einer Rückkehr nach Griechenland aufgrund 

von individuellen Umständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitli-

cher Art in eine existenzielle Notlage geraten, 

dass sich nach Durchsicht der Akten und unter Berücksichtigung der Be-

schwerdevorbringen keine Hinweise darauf finden lassen, die im Zeitpunkt 

des vorinstanzlichen Entscheids volljährige Beschwerdeführerin würde im 

Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzielle Notlage 

geraten,  

dass das Gericht es als glaubhaft erachtet, dass die Beschwerdeführerin 

in Griechenland unter schwierigen Bedingungen lebte, es ihr praxisgemäss 

aber zuzumuten ist, sich für eine Unterkunft und Sozialleistungen an die 

entsprechenden Stellen zu wenden, im Bedarfsfall ihre Rechte einzufor-

dern sowie nötigenfalls die unentgeltliche Hilfe der zahlreich vorhandenen 

Nichtregierungsorganisationen zu beanspruchen,  

dass diesbezüglich im Wesentlichen auf die äusserst ausführlichen Erwä-

gungen der Vorinstanz verwiesen werden kann, die im Übrigen zahlreiche 

Hinweise darauf enthalten, wie die Beschwerdeführerin zu Unterstützungs-

leistungen gelangen kann,  

dass sodann das Fehlen von Griechischkenntnissen und eines sozialen 

und familiären Netzwerks sie nicht dauerhaft davon abhalten wird, eine Ar-

beitsstelle zu finden,   

dass sie sich als Person mit Schutzstatus in Griechenland zudem auf die 

Garantien in der Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 13. Dezember 2011 (Qualifikationsrichtlinie) berufen kann, 

dass sie sich schliesslich gesundheitlich nicht in einer Situation befindet, 

die zu einer anderen Einschätzung der Sachlage führen würde, zumal sie 

gemäss eingereichten ärztlichen Berichten zwar gewisse gesundheitliche 

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Seite 12 

Beschwerden aufweist – insbesondere Anzeichen einer Depression – 

diese indessen nicht als schwer zu qualifizieren sind und auch in Griechen-

land behandelt werden könnten,  

dass den Akten darüber hinaus keine konkreten Hinweise dafür zu entneh-

men sind, sie sei in naher Zukunft dringend auf eine medizinische Behand-

lung zur Gewährleistung einer menschenwürdigen Existenz angewiesen,  

dass die Beschwerdeführerin mithin nicht als vulnerable oder gar als be-

sonders verletzliche Person zu qualifizieren ist und es ihr damit nicht ge-

lingt, die Legalvermutung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs 

nach Griechenland umzustossen, weshalb der Vollzug der Wegweisung 

sich nach dem Gesagten auch als zumutbar erweist,  

dass entsprechend kein Raum besteht für die Einholung individueller Ga-

rantien bezüglich einer angebrachten Unterbringung und der medizini-

schen Versorgung der Beschwerdeführerin nach ihrer Rückkehr nach Grie-

chenland, womit der diesbezügliche Antrag abzuweisen ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung sich auch als möglich erweist, nachdem 

die griechischen Behörden einer Rückübernahme der Beschwerdeführerin 

ausdrücklich zugestimmt haben, 

dass die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zusammenfassend zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnete, weshalb eine Anordnung 

der vorläufigen Aufnahme ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1-4 AIG) und 

folglich das entsprechende Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass demzufolge die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt 

sowie den rechtserheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt 

(Art. 106 Abs. 1 AsylG) und die Beschwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Direktentscheid in der Sache das Gesuch der 

Beschwerdeführerin betreffend Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses gegenstandslos geworden ist, 

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung un-

geachtet der geltend gemachten prozessualen Bedürftigkeit abzuweisen 

ist, da die Beschwerdebegehren sich entsprechend den vorstehenden Er-

wägungen von vornherein als aussichtslos erwiesen haben (Art. 65 Abs. 1 

VwVG), 

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Seite 13 

dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 750.– mithin der Beschwer-

deführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Regle-

ments vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor 

dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 14 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und die kan-

tonale Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Nina Spälti Giannakitsas Irène Urscheler Urstadt 

 

 

Versand: