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**Case Identifier:** c224c859-8ee4-545c-96f3-03945b70f2c7
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 01.04.2025 STK 2024 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2024-37_2025-04-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 1. April 2025
STK 2024 37

Mitwirkend Kantonsgerichtspräsident Reto Heizmann,
Kantonsrichter Jörg Meister, Ilaria Beringer,
Monique Schnell Luchsinger und Pius Kistler,
a.o. Gerichtsschreiberin Patrizia Castellazzi.

In Sachen A.________,
Beschuldigter und Berufungsführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

1. Staatsanwaltschaft, 2. Abteilung, Postfach 1201, Schmiedgasse 21, 
6431 Schwyz,
Anklagebehörde und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Staatsanwalt C.________,

2. D.________,
Privatklägerin und Berufungsgegnerin,
vertreten durch Rechtsanwältin E.________,

3. F.________,
Privatkläger und Berufungsgegner,
vertreten durch D.________,

betreffend Tätlichkeit und Beschimpfung
(Berufung gegen das Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht vom 17. Juni 2024, 
SGO 2024 1);-

hat die Strafkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Am 4. März 2024 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage gegen den Be-
schuldigten wegen mehrfacher einfacher Körperverletzung (Art. 123 Ziff. 1 
StGB), evtl. mehrfacher Tätlichkeiten (Art. 126 Abs. 1 StGB) und Beschimp-
fung (Art. 177 Abs. 1 StGB) bei folgendem Sachverhalt (Vi-act. 1):

A.________ wird beschuldigt 

1. der mehrfachen einfachen Körperverletzung
im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB,

begangen dadurch, dass er mehrfach vorsätzlich einen Menschen in an-
derer Weise an Körper oder Gesundheit schädigte, 

2. evtl. der mehrfachen Tätlichkeiten
im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB, 

begangen dadurch, dass er eventualiter mehrfache gegen jemanden eine 
Tätlichkeit verübte, die keine Schädigung des Körpers oder der Gesund-
heit zur Folge hatten, 

3. der Beschimpfung
im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB, 

begangen dadurch, dass er jemanden in anderer Weise durch Wort, 
Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre angriff, 

bei folgendem Sachverhalt:

Am Mittwoch, 3. August 2022, um ca. 13.15 Uhr, kam es auf dem Vor-
platz zwischen dem H.________weg xx und dem I.________weg yy in 
Immensee zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen den beiden 
Nachbarn D.________ und A.________. D.________ war in Begleitung 
ihres damals 9-jährigen Sohnes F.________. Gegenstand der verbalen 
Auseinandersetzung waren Plastik-Gartenmöbel, über deren Eigentum 
und weiteren Gebrauch die beiden Kontrahenten unterschiedliche An-
sichten vertraten. Im Verlaufe der verbalen Auseinandersetzung: 

a) behändigte A.________ zuerst auf seinem Wohnungsvorplatz im 
Wissen, dass das Werfen von Plastik-Gartenmöbeln in Richtung ei-
nes Menschen diesem im Falle eines Treffers Schmerzen zufügen 
und diesen an Körper und Gesundheit schädigen kann, zwei weisse 

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Plastik-Gartenstühle und einen weissen Plastik-Gartentisch und warf 
diese Gegenstände nacheinander unkontrolliert über den ca. 1.2 Me-
ter hohen Gartenzaun auf den Wohnungsvorplatz von D.________ in 
deren Richtung. Dabei traf A.________ D.________ mit den gewor-
fenen Gegenständen zwischen den Augenbrauen und am linken 
Bein, wodurch er ihr „Kratzerli“ im Gesicht zwischen den Augenbrau-
en sowie Hämatome an Ober- und Unterschenkel des linken Beins 
zufügte, was er zumindest billigend in Kauf nahm. (1, evtl. 2)

b) wandte sich A.________ daraufhin im Wissen, dass das Betiteln ei-
nes Menschen mit Schimpfwörtern diesen in seiner Ehre angreifen 
kann, mit bedrohlicher Miene und erhobener Hand an den damals 9-
jährigen F.________ und betitelte diesen als „verdammte huere 
Saulümmel“ und als „Leugner“. Damit griff A.________ F.________ 
willentlich in dessen Ehre an. (3)

c) begab sich A.________ schlussendlich auf den Wohnungsvorplatz 
von D.________ und behändigte im Wissen, dass das Losgehen auf 
einen Menschen mit Plastik-Gartenmöbeln diesem Schmerzen zufü-
gen und diesen an Körper und Gesundheit schädigen können, einen 
weissen Plastik-Gartenstuhl. Mit diesem ging er auf D.________ los, 
was sie mit ihrem linken Arm abwehren konnte. Dadurch fügte 
A.________ D.________ am linken Unterarm Schmerzen sowie ein 
(weiteres) Hämatom zu, was A.________ zumindest billigend in Kauf 
nahm. (1, evtl. 2)

B. Das Bezirksgericht Küssnacht erkannte mit Urteil vom 17. Juni 2024 was 
folgt (angef. Urteil, Dispositiv): 

1. A.________ wird vom Vorwurf der mehrfachen Körperverletzung im 
Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB von Schuld und Strafe freigespro-
chen.

2. A.________ ist schuldig

a) der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB sowie 

b) der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB.

3. Hierfür wird der Beschuldigte bestraft

a) mit einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 50.00, bedingt 
vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie

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b) mit einer Busse von Fr. 560.00. Die Busse ist zu bezahlen. Bei 
schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an deren Stelle eine 
Ersatzfreiheitsstrafe von 6 Tagen. 

4. Die Zivilforderung der Privatkläger wird auf den Zivilweg verwiesen. 

5. a) Die aus den Strafuntersuchungskosten von Fr. 2’020.00 und 
den Gerichtskosten von Fr. 2’000.00 bestehenden Kosten die-
ses Verfahrens betragen gesamthaft Fr. 4’020.00 und werden 
dem Beschuldigten auferlegt. 

b) Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

6. Mit dem Vollzug dieses Urteils wird das Amt für Justizvollzug des 
Kantons Schwyz beauftragt. 

7. [Rechtsmittel.]

8. [Zufertigung.]

C. Der Beschuldigte meldete am 20. Juni 2024 gegen dieses Urteil Beru-
fung an und Rechtsanwalt B.________ reichte am 20. September 2024 die 
Berufungserklärung mit folgende Anträgen ein (KG-act. 2 und 5):

1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht vom 17. Juni 2024 in 
Dispositivziffer 1 (mehrfache Körperverletzung) zu bestätigen.

2. Der Berufungskläger sei vom Vorwurf der Tätlichkeit zum Nachteil 
der Berufungsbeklagten (Dispositivziffer 2 lit. a) von Schuld und Stra-
fe freizusprechen. 

3. Der Berufungskläger sei vom Vorwurf der Beschimpfung zum Nach-
teil des Berufungsbeklagten (Dispositivziffer 2 lit. b) von Schuld und 
Strafe freizusprechen.

4. Entsprechend seien sämtliche Kosten vom Staat zu übernehmen. 

5. Es sei dem Berufungskläger für das Berufungsverfahren die unent-
geltliche Rechtspflege zu gewähren und ihm sei hierfür der unter-
zeichnete Rechtsanwalt rückwirkend ab 20. Juni 2024 als amtlicher 
Verteidiger zu bestellen. 

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Zudem stellte der Beschuldigte den Beweisantrag, es sei G.________ an der 
Berufungsverhandlung als Zeuge zu befragen (KG-act. 5 S. 2). Dieser Bewei-
santrag wurde mit Verfügung vom 17. Februar 2025 zunächst abgelehnt (KG-
act. 13). Am 19. März 2025 ersuchte der Beschuldigte um Wiedererwägung 
seines Beweisantrags (KG-act. 22). Mit Verfügung vom 26. März 2025 wurde 
das Wiedererwägungsgesuch gutgeheissen, woraufhin G.________ als Zeuge 
vorgeladen und anlässlich der Berufungsverhandlung einvernommen wurde 
(KG-act. 27–28; KG-act. 33). 

Die Privatklägerin stellte am 10. März 2025 ein Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege, über das im vorliegenden Urteil zu befinden ist (KG-act. 20 und 
KG-act. 20/1–15; E. 3 unten). Rechtsanwältin E.________ zeigte mit Schrei-
ben vom 21. März 2025 die Vertretung der Privatklägerin an und beantragte 
die Verschiebung der Berufungsverhandlung wegen eigener Verhinderung am 
Verhandlungstermin vom 1. April 2025 (KG-act. 24). Das Verschiebungsge-
such wurde mit Verfügung vom 24. März 2025 abgewiesen. Rechtsanwältin 
E.________ erschien an der Berufungsverhandlung unentschuldigt nicht. Die 
Privatklägerin erklärte, sich an der Berufungsverhandlung selbst zu vertreten, 
Rechtsanwältin E.________ solle aber weiterhin im Rubrum aufgeführt wer-
den (KG-act. 33 S. 2).

Die Staatsanwaltschaft und die Privatkläger erhoben keine Anschlussberufung 
und erstere verzichtete auf die Teilnahme an der Berufungsverhandlung (KG-
act. 8–10). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung stellte der Beschuldigte folgende Anträ-
ge (KG-act. 33/1): 

1. Der Berufungskläger sei von allen Vorwürfen von Schuld und Strafe 
freizusprechen. 

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2. Entsprechend seien sämtliche Kosten vom Staat zu übernehmen.

3. Eventualiter sei dem Berufungskläger für das Berufungsverfahren die 
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ihm sei hierfür der un-
terzeichnete Rechtsanwalt rückwirkend ab 20. Juni 2024 als amtli-
cher Verteidiger zu bestellen. 

Die Privatklägerin verlangte sinngemäss die Abweisung der Berufung sowie 
die Bestrafung des Beschuldigten mit einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen 
(KG-act. 33/3). 

Auf die Vorbringen der Parteien wird soweit erforderlich in den Erwägungen 
eingegangen;-

und in Erwägung: 

1. Im Berufungsverfahren sind die Dispositivziffern 2a, 2b, 3a, 3b und 5a 
des vorinstanzlichen Urteils betreffend die Schuldsprüche (Tätlichkeit und Be-
schimpfung), die bedingte Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 50.00 und die 
Busse in der Höhe von Fr. 560.00 sowie die Kostenregelung angefochten. Die 
Dispositivziffern 1, 4, 5 b) und 6 betreffend den Freispruch von der mehrfa-
chen Körperverletzung, die durch die Vorinstanz auf den Zivilweg verwiesenen 
Zivilforderungen der Privatkläger, den Verzicht auf die Zusprechung einer Par-
teientschädigung und die Beauftragung des Amts für Justizvollzug des Kan-
tons Schwyz für den Vollzug des Urteils sind nicht angefochten und daher 
rechtskräftig (Art. 398 Abs. 2, Art. 399 Abs. 4 und Art. 437 Abs. 1 lit. a StPO). 

2. a) Der Beschuldigte ersuchte im Berufungsverfahren um die Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege sowie um die Bestellung einer amtlichen 
Verteidigung in der Person von Rechtsanwalt B.________ rückwirkend per 
20. Juni 2024. Er erklärte, auch wenn es sich bei den noch vorgeworfenen 
Straftaten um Delikte minderer Schwere handle, würden sich subtile Rechts-

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fragen stellen, die der Beschuldigte nicht im Detail beurteilen könne. Zudem 
verfüge der Beschuldigte nur über sehr beschränkte Geldmittel. Er lebe von 
einer IV-Rente und Ergänzungsleistungen in der Höhe von monatlich 
ca. Fr. 2’800.00 brutto. Gemäss der Veranlagungsverfügung des Jahres 2022 
der Steuerverwaltung Schwyz vom 17. Juli 2023 verfüge der Beschuldigte 
über kein steuerbares Einkommen (KG-act. 5 Rn. 24–27; KG-act. 33/1 
Rechtsbegehren Ziff. 3).

b) Die Verfahrensleitung ordnet eine amtliche Verteidigung an, wenn die 
beschuldigte Person nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Vertei-
digung zur Wahrung ihrer Interessen geboten ist (Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO). 
Diese beiden Voraussetzungen müssen kumulativ erfüllt sein. Zur Wahrung 
der Interessen der beschuldigten Person ist die Verteidigung namentlich gebo-
ten, wenn es sich nicht um einen Bagatellfall handelt und der Straffall in 
tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, denen die be-
schuldigte Person allein nicht gewachsen wäre (Art. 132 Abs. 2 StPO). Ein 
Bagatellfall liegt jedenfalls dann nicht mehr vor, wenn eine Freiheitsstrafe von 
mehr als vier Monaten oder eine Geldstrafe von mehr als 120 Tagessätzen zu 
erwarten ist (Art. 132 Abs. 3 StPO). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung besteht bei offensichtlichen Bagatellfällen, bei denen lediglich eine 
Busse oder eine geringfügige Freiheitsstrafe droht, kein unmittelbarer verfas-
sungsmässiger Anspruch auf unentgeltliche Verteidigung (BGE 128 I 225 
E. 2.5.2). 

c) Die Vorinstanz sprach eine Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 50.00 
sowie eine Busse von Fr. 560.00 aus. Da lediglich der Beschuldigte Berufung 
gegen das vorinstanzliche Urteil erhob, kann das Berufungsgericht in Anwen-
dung des Grundsatzes „reformatio in peius“, wonach Entscheide nicht zum 
Nachteil der beschuldigten Person abgeändert werden dürfen, wenn das 
Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen wurde (Art. 391 Abs. 2 StPO), 

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grundsätzlich keine höhere Strafe aussprechen. Für den Beschuldigten ist 
keine Freiheitsstrafe von mehr als vier Monaten oder eine Geldstrafe von 
mehr als 120 Tagessätzen zu erwarten, sondern maximal von 5 Tagessätzen, 
weshalb offensichtlich ein Bagatellfall vorliegt. Auch stellen sich keine beson-
deren rechtlichen oder tatsächlichen Schwierigkeiten, weshalb die Verteidi-
gung zur Wahrung der Interessen des Beschuldigten nicht geboten ist. Eine 
amtliche Verteidigung ist zur Wahrung der Interessen des Beschuldigten mit-
hin nicht geboten, weshalb die Voraussetzungen für die Anordnung einer sol-
chen nicht erfüllt sind. Das Gesuch des Beschuldigten ist folglich abzuweisen.

3. a) Die Privatklägerin stellte am 10. März 2025 einen Antrag um unent-
geltliche Rechtspflege (KG-act. 20 und KG-act. 20/1–15). Am 21. März 2025 
teilte Rechtsanwältin E.________ mit, sie sei von der Privatklägerin mit der 
Wahrung derer Interessen beauftragt und bevollmächtigt worden (KG-act. 24). 

b) Die Verfahrensleitung gewährt der Privatklägerschaft auf Gesuch die 
unentgeltliche Rechtspflege für die Durchsetzung ihrer Zivilansprüche, wenn 
sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und die Zivilklage nicht aus-
sichtslos erscheint. Unter denselben Voraussetzungen wird dem Opfer die 
unentgeltliche Rechtspflege für die Durchsetzung einer Strafklage gewährt. 
Die unentgeltliche Rechtspflege umfasst die Befreiung von Vorschuss- und 
Sicherheitsleistungen, die Befreiung von den Verfahrenskosten und die Be-
stellung eines Rechtsbeistands, wenn dies zur Wahrung der Rechte der Pri-
vatklägerschaft oder des Opfers notwendig ist (Art. 136 Ziff. 1 StPO und 
Art. 136 Ziff. 2 StPO). Keine Bedürftigkeit liegt vor, wenn eine Rechtsschutz-
versicherung die Kosten des Strafverfahrens aufgrund einer vertraglichen 
Verpflichtung deckt. Die staatliche unentgeltliche Rechtspflege ist gegenüber 
der Rechtsschutzversicherung mit anderen Worten subsidiär (Mazzucchel-
li/Postizzi, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweize-
rische Strafprozessordnung, 3. A. 2023, Art. 136 StPO N 13). 

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c) Die Vorinstanz verwies die von der Privatklägerin anlässlich der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung geltend gemachten Zivilforderungen auf den 
Zivilweg. Dieser Entscheid erwuchs bereits in Rechtskraft (vgl. E. 1 oben). Die 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Durchsetzung allfälliger 
Zivilforderungen der Privatklägerin fällt daher ausser Betracht. Ohnehin ver-
fügt die Privatklägerin nach ihren eigenen Angaben über eine Rechtsschutz-
versicherung (KG-act. 20 S. 3 und KG-act. 33 S. 10), womit wie dargelegt kei-
ne Bedürftigkeit besteht. Die Voraussetzungen für die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege sind folglich auch im Hinblick auf die Durchsetzung 
der Strafklage mangels Bedürftigkeit nicht erfüllt. 

d) Ungeachtet dessen entstanden der Privatklägerin im Berufungsverfah-
ren keine bedeutenden Kosten, die durch die unentgeltliche Rechtspflege zu 
decken wären. Die Privatklägerin musste weder eine Vorschuss- noch eine 
Sicherheitsleistung erbringen noch werden ihr (wie noch zu zeigen sein wird) 
Verfahrenskosten auferlegt (vgl. E. 12 unten). Die Privatklägerin mandatierte 
am 13. März 2025, zwei Wochen vor der anberaumten Berufungsverhandlung, 
E.________ als ihre Rechtsanwältin. Deren Tätigkeit beschränkte sich indes-
sen auf das Schreiben vom 21. März 2025 zur Anzeige ihrer Mandatierung, 
ein Akteneinsichtsgesuch sowie einen Antrag auf Verschiebung der Beru-
fungsverhandlung vom 1. April 2025 (KG-act. 25). Die geringen Aufwendun-
gen von Rechtsanwältin E.________ sind deshalb vernachlässigbar und es 
besteht eine Rechtsschutzversicherung der Privatklägerin.

e) Zusammengefasst ist das Gesuch der Privatklägerin um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege und um Bestellung eines Rechtsbeistands in der 
Person von Rechtsanwältin E.________ der Privatklägerin abzuweisen. 

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4. a) Zu prüfen ist, ob der Sachverhalt hinsichtlich der dem Beschuldigten 
vorgeworfenen Delikte der Tätlichkeit (Art. 126 Abs. 1 StGB; Sachverhaltsteil 
lit. c) und der Beschimpfung (Art. 177 Abs. 1 StGB; Sachverhaltsteil lit. b) er-
stellt ist.

b) Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten 
Verfahren gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unü-
berwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der 
angeklagten Tat, geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günsti-
geren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 StPO). Der mit Art. 10 Abs. 3 StPO opera-
tionalisierte verfassungsmässige Grundsatz „in dubio pro reo“ verbietet es, bei 
der rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belastenden 
Sachverhalt auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesamten Be-
weise erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich der 
Sachverhalt tatsächlich so verwirklichte, oder wenn eine für die beschuldigte 
Person günstigere Tatversion vernünftigerweise nicht ausgeschlossen werden 
kann. Eine einfache Wahrscheinlichkeit genügt somit nicht. Auf der anderen 
Seite kann auch keine absolute Gewissheit verlangt werden; abstrakte und 
theoretische Zweifel sind kaum je ganz auszuräumen. Relevant sind mithin 
nur unüberwindliche Zweifel, d.h. solche, die sich nach der objektiven Sachla-
ge aufdrängen (BGE 144 IV 345 E. 2.2.1 m.w.H.; BGer 6B_1395/2019 E. 1.1 
m.w.H.). Der In-dubio-Grundsatz findet keine Anwendung auf die Frage, wel-
che Beweismittel zu berücksichtigen und wie sie gegebenenfalls zu würdigen 
sind. So stellt das Gericht bei sich widersprechenden Beweismitteln nicht un-
besehen auf den für den Angeklagten günstigeren Beweis ab (BGE 144 IV 
345, E. 2.2.3.1; BGer 6B_824/2016 E. 13.1). Die Organe der Strafrechtspflege 
sollen frei von Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung 
aufgrund gewissenhafter Prüfung der vorliegenden Beweise darüber ent-
scheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Dabei sind sie nicht nur 
der eigenen Intuition verpflichtet, sondern auch an (objektivierende) Denk-, 

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Natur- und Erfahrungssätze sowie wissenschaftliche Erkenntnisse gebunden 
(BGE 144 IV 345, E. 2.2.3.1 m.w.H.; zum Ganzen: KGer SZ, STK 2024 6 
E. 3.d.aa).

c) Die Prüfung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist primär Sache der Ge-
richte (BGE 129 I 49 E. 4). Zu untersuchen ist, ob die Aussagen verständlich, 
zusammenhängend und glaubhaft sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie mit den 
weiteren Beweisen im Einklang stehen (BGer 7B_200/2022 E. 2.2.3 m.w.H.). 
Für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit einer Aussage ist diese durch metho-
dische Analyse ihres Inhalts darauf zu prüfen, ob die auf ein bestimmtes Ge-
schehen bezogenen Angaben einem tatsächlichen Erleben des Aussagenden 
entspringen. Damit eine Aussage als zuverlässig erachtet werden kann, ist sie 
insbesondere hinsichtlich des Vorhandenseins von Realitätskriterien und des 
Fehlens von Fantasiesignalen zu kontrollieren. Es ist zunächst davon auszu-
gehen, dass die Aussage nicht realitätsbegründet ist. Erst wenn sich diese 
Annahme (Nullhypothese) aufgrund der festgestellten Realitätskriterien nicht 
mehr halten lässt, wird geschlossen, dass die Aussage einem wirklichen Erle-
ben entspricht und also wahr ist (BGE 147 IV 534 E. 2.3.3; BGE 133 I 33 
E. 4.3 m.w.H.; BGer 6B_331/2020 E. 1.2 und BGer 6B_793/2010 E. 1.3.1, 
m.w.H.). Realitätskriterien sind unter anderem Detailreichtum, Individualität, 
Homogenität und Konstanz (Kaufmann, Beweisführung und Beweiswürdigung, 
2009, S. 213 ff.; Ludewig/Baumer/Tavor, in: Ludewig/Baumer/Tavor [Hrsg.], 
Aussagepsychologie für die Rechtspraxis, 2017, S. 49 ff.; KGer SZ, STK 2018 
2 E. 3). Eine Aussage ist homogen, wenn deren Inhalt stimmig ist und keine 
unauflösbaren Widersprüche aufweist. Ist die Aussage mit sog. „hard facts“ 
verflochten, d. h. mit Tatsachen, die aufgrund anderer zuverlässiger Beweis-
mittel bereits gesichert sind, spricht dies in gesteigerter Form für die Glaubhaf-
tigkeit der Aussage (Kaufmann, a.a.O., S. 215). Bei einer falschaussagenden 
Person ist zu erwarten, dass ihre Aussagen zum Kerngeschehen aufgrund der 
mit der Produktion der Falschaussage verbundenen erhöhten kognitiven An-

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forderungen eine tiefere Qualität aufweisen als deren Schilderungen von 
tatsächlich erlebten, fallneutralen Ereignissen oder Nebensächlichkeiten (Lu-
dewig/Baumer/Tavor, a.a.O., S. 66; zum Ganzen KGer SZ, STK 2024 6 
E. 3.d.bb). 

5. Dem Beschuldigten wird eine Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 
StGB vorgeworfen, indem er am 3. August 2022 mit einem Plastikgartenstuhl 
auf die Privatklägerin losgegangen sein soll, was diese mit ihrem linken Arm 
habe abwehren können. Dadurch soll der Beschuldigte der Privatklägerin am 
linken Unterarm Schmerzen sowie ein Hämatom zugefügt haben (Vi-act. I; 
Anklageziffer 2; Eventualantrag; Sachverhaltsteil lit. c). 

a) aa) Diesbezüglich erwog die Vorinstanz zusammengefasst, es sei nicht 
ganz klar, was unter der angeklagten Umschreibung „auf die Privatklägerin 
losgegangen“ zu verstehen sei. Den Aussagen der Privatklägerin lasse sich 
jedoch entnehmen, dass es sich dabei nicht um ein Schlagen mit dem Stuhl, 
sondern um ein Wegstossen gehandelt habe. Die Vorinstanz erachtete die 
diesbezüglichen Aussagen der Privatklägerin als glaubhaft, da sie ihre Sach-
verhaltsvariante ohne offenkundige Widersprüche und nachvollziehbar vorge-
bracht habe. Zudem würden die dokumentierten Verletzungen diese Sachver-
haltsvariante stützen. Wenn sich der angeklagte Sachverhalt nicht so zugetra-
gen haben sollte, wäre es nach Ansicht der Vorinstanz naheliegender gewe-
sen, dass die Privatklägerin in diesem Fall behauptet hätte, der Beschuldigte 
habe sie mit einem Stuhl geschlagen und nicht weggestossen (angef. Urteil 
E. 3.d). 

bb) Der Beschuldigte habe sich nach den Ausführungen der Vorinstanz in 
seinen Aussagen auf ein pauschales Bestreiten beschränkt, jedoch immerhin 
bestätigt, dass er die Möbel genommen und auf den Vorplatz der Privatkläge-
rin gestellt habe. Die Zeugenaussage von K.________ und die telefonische 

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Auskunft von J.________ brächten vorliegend keinen Erkenntnisgewinn. Die 
Vorinstanz ging daher davon aus, der Beschuldigte habe beim Tragen eines 
Gartenstuhls auf dem besagten Parkplatz die Privatklägerin berührt und weg-
geschoben, wobei sich diese die Kratzer bzw. Hämatome an den Unterarmen 
zugezogen habe (angef. Urteil E. 3.d).

b) aa) Der Beschuldigte brachte im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe 
ihn vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung im Zusammenhang mit dem 
Möbelwurf freigesprochen, da hierfür nicht genügend Beweise vorhanden ge-
wesen seien. Die Vorinstanz habe hierzu ausgeführt, die entsprechenden 
Schilderungen der Privatklägerin würden insgesamt stark übertrieben wirken. 
Angesichts der detaillierten Analyse der Vorinstanz, die zahlreiche Wider-
sprüche in den Aussagen der Privatklägerin aufgezeigt habe, erscheine es 
erstaunlich, dass sie der Privatklägerin hinsichtlich des Anklagesachverhalts 
betreffend das „Losgehen mit einem Plastikgartenstuhl“ (Vi-act. I; Sachver-
haltsteil lit. c) vollen Glauben schenke. Wer in einem anderen Sachverhaltsteil 
in so erheblichem Ausmass unglaubhaft aussage, bleibe nach Auffassung des 
Beschuldigten auch im Übrigen unglaubhaft (KG-act. 5 Rn. 5–11; KG-act. 33/1 
Rn. 2–21). 

bb) Überdies sei der Vorinstanz selbst nicht klar gewesen, was unter der 
Sachverhaltsumschreibung „Losgehen mit einem Plastikgartenstuhl“ verstan-
den werden müsse. Der Zeuge K.________ habe das angebliche Geschehen 
nicht mitbekommen. Die Vorinstanz habe dessen Aussagen bezüglich des 
ersten Sachverhaltsteil (Möbelwurf; lit. a) noch als glaubhaft eingestuft, sie im 
hier zu beurteilenden Zusammenhang jedoch unberücksichtigt gelassen. Aus-
ser der Privatklägerin und deren Sohn habe niemand gesehen, wie der Be-
schuldigte über den Zaun gestiegen sei, was dieser stets bestritten habe. Es 
sei zudem schwer vorstellbar, wie der 1,77 m grosse Beschuldigte in der Lage 
gewesen sein soll, einen ca. 1 m - 1,2 m hohen und angeblich defekten Zaun 

Kantonsgericht Schwyz 14

zu übersteigen. Ohne ein Übersteigen des Zauns könne es auch kein „Losge-
hen mit einem Plastikgartenstuhl“ gegeben haben, da sich der Beschuldigte 
auf der einen Seite des Zauns, die Möbel und die Privatklägerin jedoch auf der 
anderen Seite befunden hätten. Die Vorinstanz habe übersehen, dass der 
Zaun die Parteien getrennt habe (KG-act. 5 Rn. 5–11; KG-act. 33/1 Rn. 2–21). 

cc) Ferner habe die Vorinstanz es unterlassen, das angebliche Wegschie-
ben der Privatklägerin mit dem Gartenstuhl zeitlich und örtlichen einzuordnen. 
Dem angefochtenen Urteil lasse sich nicht entnehmen, wann das Losgehen 
mit dem Gartenstuhl stattgefunden haben solle. Fotos, die sich in den Akten 
befänden, zeigten die Privatklägerin im Auto sitzend und telefonierend. Es sei 
unklar geblieben, wann sie ins Auto gestiegen sei und ob dies vor oder nach 
dem behaupteten „Losgehen mit dem Plastikgartenstuhl“ geschehen sei. Es 
erschliesse sich daher nicht, in welcher Reihenfolge das Geschehen stattge-
funden haben solle. Auch die Herkunft der mehreren angeblichen Verletzun-
gen der Privatklägerin lasse sich nach Ansicht des Beschuldigten durch ein 
blosses Wegdrängen mit dem Stuhl nicht erklären (KG-act. 5 Rn. 5–11; KG-
act. 33/1 Rn. 2–21). 

dd) Insgesamt würden damit zu viele Fragen offenbleiben. Ein plausibler 
Geschehensablauf einschliesslich des Stossens mit dem Gartenstuhl sei nicht 
erkennbar, weshalb der Beschuldigte freizusprechen sei (KG-act. 5 Rn. 5–11; 
KG-act. 33/1 Rn. 2–21). 

c) Die Privatklägerin führte sinngemäss aus, die Berufung des Beschuldig-
ten sei vollständig abzuweisen und der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe 
von 90 Tagessätzen zu bestrafen. Auf die Aussagen des Zeugen K.________ 
sei nicht abzustellen, da sich dieser widersprochen habe und deshalb nicht 
glaubhaft sei. Auch der Beschuldigte habe sich in allen Einvernahmen wider-
sprochen. Er habe die Privatklägerin fotografiert, während sie am Telefonieren 

Kantonsgericht Schwyz 15

gewesen sei und sich daher gemäss Art. 201 lit. a StGB strafbar gemacht. Sie 
bitte das Gericht um eine Prüfung gemäss Art. 28a ZGB (KG-act. 33/3). 

d) In den Akten befinden sich Einvernahmen des Beschuldigten, der bei-
den Privatkläger sowie der beiden Zeugen K.________ und G.________ (U-
act. 10.0.001–10.0.004; U-act. 8.1.006; Vi-act. II.B und C; Vi-act. III, KG-
act. 33). Überdies liegen objektive Beweismittel im Recht, wie insbesondere 
verschiedene Bilder der Verletzungen der Privatklägerin, Bilder der über den 
Zaun geworfenen Möbel und ein Arztbericht (U-act. 8.1.003–8.1.004; KG-
act. 33/3 Beilagen).

Der vorliegend zu beurteilende Anklagesachverhalt basiert auf den Aus-
führungen der Privatklägerin und den im Recht liegenden objektiven Beweis-
mitteln. Erstellt und auch unbestritten ist, dass es am 3. August 2022 zwi-
schen der Privatklägerin und dem Beschuldigten zu einer verbalen Auseinan-
dersetzung kam und der Beschuldigte Gartenmöbel über den Gartenzaun warf 
(U-act. 10.0.002 Frage/Antwort Nr. 11 und U-act. 10.0.001 Frage/Antwort 
Nr. 4). Umstritten in Bezug auf den angeklagten Sachverhalt ist im Berufungs-
verfahren, dass der Beschuldigte mit einem Plastikgartenstuhl auf die Privat-
klägerin losging und ihr dabei Schmerzen sowie ein Hämatom am Unterarm 
zufügte. Hinsichtlich der Wiedergabe der wesentlichen Aussagen der Parteien 
wird grundsätzlich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen 
(angef. Urteil, E. 2; Art. 82 Abs. 4 StPO).

e) aa) Die Vorinstanz führte aus, die Aussagen des Beschuldigten im 
Zusammenhang mit dem angeblichen Losgehen auf die Privatklägerin würden 
sich auf ein generelles Abstreiten des Vorwurfes beschränken (angef. Urteil, 
E. 3.d). Allerdings bestritt der Beschuldigte die Vorwürfe entgegen den vor-
instanzlichen Ausführungen nicht nur, sondern legte eine eigene, nachvoll-
ziehbare Sachverhaltsversion dar. So sagte er konstant und widerspruchsfrei 

Kantonsgericht Schwyz 16

aus, weder über den Gartenzaun gestiegen noch die Privatklägerin mit dem 
Stuhl weggestossen zu haben. Zudem erklärte er – auch angesichts seiner 
Körpergrösse (1,77 m, vorne E. 5a.b.bb) und Alters – schlüssig, der Garten-
zaun sei ca. 1 m - 1.2 m hoch und für ihn deshalb nicht zu überwinden (U-
act. 10.1.001 Frage/Antwort Nr. 18 und 21). Nachdem er die Möbel über den 
Zaun auf den Parkplatz geworfen habe, sei die Privatklägerin mit dem Auto 
weggefahren und habe die Möbel zurückgelassen. Der Beschuldigte habe 
diese anschliessend zum Wohnungsvorplatz der Privatklägerin gebracht. Zu 
diesem Zeitpunkt sei sie jedoch bereits nicht mehr anwesend gewesen (Vi-
act. II.B Frage/Antwort Nr. 5 und 10; KG-act. 33 Frage/Antwort Nr. 20–22).

bb) Die Aussagen des Beschuldigten enthalten zudem belastende Elemen-
te. So räumte er ein, die Gartenmöbel über den Gartenzaun geworfen zu ha-
ben, ohne dies zu verharmlosen. Ebenso gab er zu, den Privatkläger als 
„Saugoof“ respektive als „Sauschnudderi“ betitelt zu haben, worauf später 
noch vertiefter einzugehen sein wird (vgl. E. 6 unten). Diese Eingeständnisse 
sprechen für die Glaubhaftigkeit des Beschuldigten. 

cc) Auch der persönliche Eindruck, den der Beschuldigte anlässlich seiner 
Befragung an der Berufungsverhandlung hinterliess, vermittelte der Straf-
kammer ein reflektiertes und überzeugendes Bild. 

dd) Insgesamt erweisen sich die Aussagen des Beschuldigten daher entge-
gen den vorinstanzlichen Erwägungen als glaubhaft, weshalb darauf abzustel-
len ist.

f) aa) Die Vorinstanz erachtete die Aussagen der Privatklägerin als 
glaubhaft, da sie ihre Sachverhaltsvariante ohne offenkundige Widersprüche 
und nachvollziehbar vorgebracht habe (angef. Urteil E. 3.d). 

Kantonsgericht Schwyz 17

bb) Die Privatklägerin sagte zum Kerngeschehen sehr zurückhaltend aus 
und äusserte sich erst auf Nachfrage. So erklärte sie anlässlich der polizeili-
chen Einvernahme auf die offene Frage, was sich am 3. August 2022 im Zu-
sammenhang mit dem Beschuldigten ereignet habe, sie hätten diesen auf-
grund ihrer Vorgeschichte gefragt, ob er ein Problem mit ihr habe. Es sei um 
den Gartentisch ihrer Mutter gegangen. Der Beschuldigte sei daraufhin 
wütend geworden. Sie habe ihm gesagt, er solle nicht immer für alles ihren 
Sohn beschuldigen. Zudem habe sie ihm vorgehalten, dass er gesehen wor-
den sei, wie er gemeinsam mit K.________ eine Drohung an ihr Auto geheftet 
habe. Daraufhin sei er ausgerastet (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 6). 

Erst auf Nachfrage des Polizisten, welche Verletzungen die Privatklägerin ge-
nau erlitten habe, erklärte sie, sie habe blaue Flecken und Schürfungen da-
vongetragen. Nachdem der Beschuldigte die Möbel über den Zaun geworfen 
habe, sei er wie eine Furie zu ihr hinübergekommen und mit einem Stuhl auf 
sie losgegangen (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 8). Die Privatklägerin 
machte hierzu jedoch keine näheren Angaben zum Kerngeschehen. Sie gab 
lediglich an, Verletzungen erlitten zu haben, ohne konkret zu erläutern, wie 
diese zustande gekommen seien beziehungsweise, wie genau der Beschul-
digte mit dem Stuhl auf sie losgegangen sei. Auf die spätere Frage, welche 
Gartenmöbel der Beschuldigte über den Zaun geworfen habe, gab sie eine 
detaillierte Antwort und zählte die verschiedenen Möbelstücke auf, unterliess 
aber auch hier jegliche Schilderung dazu, wie die Möbel sie verletzt haben 
sollen oder wie der Angriff mit dem Stuhl erfolgt sein solle. Erst bei Frage 27, 
also bereits im fortgeschrittenen Verlauf der Einvernahme und auf den Vorhalt 
des Polizisten hin, dass laut Akten der Beschuldigte sie frontal mit einem Stuhl 
weggestossen haben soll, machte die Privatklägerin erstmals genauere Anga-
ben zum eigentlichen Kerngeschehen. Der Beschuldigte habe sie zur Seite 
gestossen, was sie mit ihrem linken Arm abgewehrt habe und wovon sie eine 
Schürfung erlitten habe (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 27).

Kantonsgericht Schwyz 18

cc) Die Aussagen der Privatklägerin an der polizeilichen Einvernahme wi-
dersprechen sich zudem im zeitlichen Ablauf des Geschehens. Zunächst führ-
te sie auf Nachfrage, wie soeben dargestellt, aus, der Beschuldigte sei nach 
dem Wurf der Gartenmöbel wie eine Furie zu ihr hinübergekommen und mit 
einem Stuhl auf sie losgegangen. Auf spätere Nachfrage, was nach dem Wurf 
der Gartenmöbel geschehen sei, erklärte sie hingegen, sie habe sofort die 
Polizei angerufen (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 26). Als sie in der darauf-
folgenden Frage aufgefordert wurde zu schildern, wie es zu dem angeblichen 
Wegstossen mit dem Stuhl gekommen sei, sagte sie wiederum, der Beschul-
digte sei wie eine Furie über den Zaun gestiegen, habe einen Stuhl gepackt 
und sei damit auf sie losgegangen. Er habe sie zur Seite gestossen und ge-
sagt, solche Leute wie sie brauche es in Immensee nicht. Sie habe ihn mit 
ihrem linken Arm abgewehrt, wodurch eine Schürfung entstanden sei. Ohne 
diese Abwehr hätte er sie wohl direkt im Gesicht getroffen (U-act. 10.1.003 
Frage/Antwort Nr. 27). In einer späteren Aussage führte die Privatklägerin 
schliesslich aus, der Beschuldigte sei, nachdem er alle Möbel auf sie gewor-
fen habe, wie eine Furie zu ihrem Sohn hingekommen, habe die Hand geho-
ben und ihn beschimpft, er sei ein „verdammte huere Saulümmel“ (U-
act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 30). 

Damit legte die Privatklägerin mehrere unterschiedliche zeitliche Abläufe in 
nur einer Einvernahme vor: Einmal habe sie unmittelbar nach dem Möbelwurf 
die Polizei angerufen, ein anderes Mal sei der Beschuldigte wie eine Furie 
über den Zaun gestiegen und mit einem Stuhl auf sie losgegangen, und wie-
derum ein anderes Mal habe er ihren Sohn beschimpft. 

dd) An der erstinstanzlichen Hauptverhandlung führte die Privatklägerin auf 
die Frage, was den Inhalt der Auseinandersetzung zwischen ihr und dem Be-
schuldigten am 3. August 2022 gebildet habe, zunächst ausführlich zur Vor-
geschichte und zum belasteten nachbarschaftlichen Verhältnis zwischen den 

Kantonsgericht Schwyz 19

Parteien aus, ohne dabei auf die in der Anklage erhobenen Vorwürfe einzuge-
hen. Erst auf Nachfrage des Vorsitzenden, ob es zutreffe, dass der Beschul-
digte zwei weisse Plastikgartenstühle und einen weissen Plastiktisch über den 
ca. 1 m - 1,2 m hohen Gartenzaun geworfen habe, erklärte die Privatklägerin, 
sie habe dem Beschuldigten vorgehalten, er solle ihren Sohn nicht ständig für 
alles beschuldigen, woraufhin dieser ausgerastet sei und die Möbel über den 
Zaun geworfen habe (Vi-act. II.C Frage/Antwort Nr. 1–3). 

Im Anschluss schilderte sie zwar detailliert, dass beim Tisch sämtliche Beine 
weggesprungen seien, als der Beschuldigte diesen über den Zaun geworfen 
habe. Zum Kerngeschehen erklärte sie jedoch lediglich in einem Nebensatz, 
sie sei von den Möbeln ebenfalls getroffen worden und der Beschuldigte sei 
zornig über den Zaun gestiegen, habe einen Stuhl genommen und sie wegge-
stossen (Vi-act. II.C Frage/Antwort Nr. 3). Die eingangs detaillierten Aus-
führungen zur Vorgeschichte einerseits sowie die knappen und wenig konkre-
ten Angaben zum eigentlichen Kerngeschehen andererseits stellen einen 
Strukturbruch in den Aussagen der Privatklägerin dar. 

ee) Die Aussagen der Privatklägerin anlässlich der vorinstanzlichen Haupt-
verhandlung weisen zudem Ungereimtheiten auf. So führte sie aus, ihr Sohn 
sei nach dem Möbelwurf und dem Losgehen mit dem Gartenstuhl durch den 
Beschuldigten ins Auto gestiegen, habe geweint und sich dort eingeschlossen. 
Danach habe sie die Polizei angerufen. Auf Nachfrage erklärte die Privatklä-
gerin, der Beschuldigte habe anschliessend die Möbel vor ihrem Hauseingang 
deponiert. Nachdem er alle Möbel dorthin gebrachte habe, sei er zurückge-
kehrt, zu ihrem Sohn gegangen und habe diesen bedrohlich beschimpft (Vi-
act. II.C Frage/Antwort 3 S. 5). Diese Darstellung erscheint nicht nachvollzieh-
bar, da ihr Sohn sich gemäss ihrer früheren Aussage bereits im Auto einge-
schlossen habe. Hinzu kommt, dass diese Aussage im Widerspruch zu ihren 
Angaben bei der polizeilichen Einvernahme steht, wonach die Beschimpfung 

Kantonsgericht Schwyz 20

ihres Sohns unmittelbar nach dem Wurf der Möbel erfolgt sein soll (U-
act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 30). Vor der Vorinstanz erklärte sie demge-
genüber, der Beschuldigte habe nach dem Möbelwurf und dem Losgehen mit 
dem Gartenstuhl zunächst sämtliche Möbel vor ihrem Hauseingang deponiert 
und sei danach zurückgekehrt, um ihren Sohn zu beschimpfen (Vi-act. II.C 
Frage/Antwort Nr. 3 S. 5). 

ff) Zusammengefasst weisen die Aussagen der Privatklägerin Struktur-
brüche, Ungereimtheiten sowie Widersprüche im zeitlichen Ablauf der Ge-
schehnisse auf. Insgesamt erscheinen die Aussagen der Privatklägerin entge-
gen den vorinstanzlichen Ausführungen deshalb nicht glaubhaft. 

g) Der Privatkläger gab zusammengefasst an, der Beschuldigte habe ihn 
als „verdammte huere Scheisslümmel“ beschimpft und er habe gesehen, wie 
der Beschuldigte die Gartenmöbel auf seine Mutter geworfen habe (U-
act. 10.1.002 Frage/Antwort Nr. 5 und 12). Zum vorliegend zu beurteilenden 
Sachverhaltsteil betreffend das Losgehen mit dem Gartenstuhl äusserte sich 
der Privatkläger nicht. Seine Aussagen sind diesbezüglich für die Sachver-
haltsermittlung somit nicht relevant. 

h) aa) Der Zeuge K.________ erklärte zusammengefasst, dass er zu den 
beiden Privatklägern in keinem Verhältnis stehe und Nachbar des Beschuldig-
ten sei. Er habe gehört und gesehen, wie sich der Beschuldigte und die Pri-
vatklägerin an besagtem Tage gestritten hätten und wie der Beschuldigte die 
Gartenmöbel über den Zaun neben das Auto der Privatklägerin geworfen ha-
be. Der Beschuldigte habe die Privatklägerin jedoch nie „angepackt“. Diese 
sei im Auto gesessen, habe telefoniert und herumgeschrien (U-act. 8.1.006 
Frage/Antwort Nr. 2–5). Die Privatklägerin sei von den Möbeln nicht getroffen 
worden; sie habe sich während der gesamten Zeit im Auto befunden. Er, 
K.________, habe den ganzen Vorfall mitverfolgt, bis sämtliche Möbel entfernt 

Kantonsgericht Schwyz 21

gewesen seien. Er habe von Anfang an gesehen, wie der Beschuldigte die 
Möbel geworfen habe und er, K.________, sei auch noch anwesend gewe-
sen, als die Polizei eingetroffen sei (U-act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 9–12).

bb) Die Vorinstanz führte aus, die Zeugenaussage von K.________ bringe 
keinen Erkenntnisgewinn, da sich seine Aussagen lediglich auf das Werfen 
der Möbel bezögen (Vi-act. II.C E. 3.d). 

cc) Die Privatklägerin machte geltend, K.________ widerspreche sich stän-
dig und sei nicht glaubwürdig. So habe er ausgesagt, die beiden Privatkläger 
nicht zu kennen, obwohl sie sich in der Nachbarschaft bereits unterhalten hät-
ten. K.________ wohne seit dem 1. Juli 2022 in der Nachbarschaft und der 
Vorfall habe sich am 3. August 2022 ereignet. Innerhalb dieses Monats habe 
sich der Beschuldigte beim betagten K.________ eingeschmeichelt und ihn 
gegen die Privatkläger beeinflusst. Zudem habe K.________ eingeräumt, sich 
vor seiner Einvernahme mit dem Beschuldigten unterhalten zu haben. Die 
Wahrscheinlichkeit sei daher gross, dass eine Absprache zwischen den bei-
den stattgefunden habe, so die Privatklägerin (KG-act. 33/3 S. 3 und 4).

Zudem habe K.________ ausgesagt, die Privatklägerin sei während des Vor-
falls die ganze Zeit im Auto gesessen. Diese Aussage widerspreche der Dar-
stellung des Beschuldigten, wonach die Privatklägerin beim Möbelwurf neben 
dem Auto gestanden sei. K.________ habe den Vorfall aus einer Entfernung 
von 20 m beobachtet und könne deshalb gar nicht gesehen haben, ob die Pri-
vatklägerin getroffen oder verletzt worden sei. Auch die Aussage des Zeugen 
K.________s, er habe den Sohn der Privatklägerin weder gesehen noch 
gehört, sei nach der Privatklägerin als Falschaussage zu werten (KG-act. 33/3 
S. 3 und 4). 

Kantonsgericht Schwyz 22

dd) K.________ wurde als Zeuge unter Hinweis der Strafdrohungen eines 
falschen Zeugnisses gemäss Art. 307 StGB einvernommen. Der allgemeinen 
Glaubwürdigkeit einer einvernommenen Person im Sinne einer dauerhaften 
personalen Eigenschaft kommt nach heutiger Erkenntnis bei der Aussagen-
würdigung kaum mehr relevante Bedeutung zu. Weitaus bedeutender für die 
Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubwürdigkeit ist die Glaubhaftigkeit 
der konkreten Aussage. Diese wird durch methodische Analyse ihres Inhalts 
(Vorhandensein von Realitätskriterien, Fehlen von Fantasiesignalen) darauf 
überprüft, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Angaben einem 
tatsächlichen Erleben der befragten Person entspringen (BGE 147 IV 534 
E. 2.3.3; BGE 133 I 33 E. 4.3). 

K.________ pflegt gemäss seinen Angaben mit dem Beschuldigten ein nach-
barschaftliches Verhältnis und hatte mit der Privatklägerin zuvor eine Mei-
nungsverschiedenheit wegen angeblich falsch abgestellter Gegenstände auf 
seinem Vorplatz. Dass deswegen das Aussageverhalten des Zeugen einge-
schränkt sein soll, ergibt sich allein aus diesem Umstand nicht, zumal keine 
konkreten Hinweise dafür bestehen, dass der Beschuldigte K.________ ge-
gen die Privatkläger aufgehetzt haben soll o.ä. Selbst wenn dies zutreffen soll-
te, erschliesst sich daraus nicht, weshalb K.________ seine Aussagen entge-
gen seiner eigenen Wahrnehmung an die Version des Beschuldigten ange-
passt haben sollte. Dass, wie die Privatklägerin erklärte, K.________ am Tage 
des Vorfalls erst seit rund einem Monat in der Nachbarschaft gewohnt habe, 
ist im Übrigen nicht von Relevanz.

Zwar gab K.________ an, vor seiner Einvernahme mit dem Beschuldigten 
gesprochen zu haben. Er, K.________, habe dem Beschuldigten jedoch ledig-
lich mitgeteilt, dass er möglicherweise als Zeuge einvernommen werde (U-
act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 6). Selbst wenn zwischen den beiden ein Ge-
spräch über den Vorfall stattgefunden hätte, liesse sich daraus mangels weite-

Kantonsgericht Schwyz 23

rer Verdachtselemente nicht zwingend ableiten, dass die Aussagen des Zeu-
gen nicht auf seiner eigenen Wahrnehmung basieren. Gegen eine Absprache 
zwischen dem Beschuldigten und K.________ sprechen zudem die teilweise 
abweichenden Aussagen der beiden, auf die sogleich einzugehen sein wird 
(vgl. E. 5.h.gg unten). 

Insgesamt ist K.________ als unabhängiger Zeuge zu qualifizieren, der in 
keiner näheren Verbindung zum Beschuldigten oder den beiden Privatklägern 
steht. Entscheidend für die Wahrheitsfindung ist gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung ohnehin die Glaubhaftigkeit seiner Aussagen.

ee) Er schilderte zunächst, dass es zu einem verbalen Streit zwischen dem 
Beschuldigten und der Privatklägerin gekommen sei. Anschliessend habe er 
gesehen, wie der Beschuldigte die Gartenmöbel über den Zaun geworfen ha-
be. Die Privatklägerin sei währenddessen die ganze Zeit im Auto gesessen. 
Den Privatkläger habe er nicht wahrgenommen. Der Beschuldigte habe die 
Möbel auf den Parkplatz neben das Auto der Privatklägerin geworfen, ohne 
dass diese getroffen worden sei. Der Beschuldigte habe die Privatklägerin 
nicht angegriffen, dies sei auch nicht dessen Art (U-act. 8.1.006 Frage/Antwort 
Nr. 5–15). 

Damit machte der Zeuge K.________ differenzierte und reflektierte Aussagen. 
Er stellte keine pauschalen Behauptungen auf, sondern präzisierte jeweils, 
was er hörte und sah. So erklärte er beispielsweise, dass der Beschuldigte „in 
seinem Beisein“ niemanden angegriffen habe oder er äusserte Ausführungen 
wie „Ich habe gehört, dass da Streit war […]“ bzw. „Dann habe ich gesehen, 
wie der A.________ die Gartenmöbel […]“ (U-act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 5 
und 15). 

Kantonsgericht Schwyz 24

Zudem machte er sowohl belastende Angaben gegenüber dem Beschuldigten 
als auch gegenüber der Privatklägerin. Er hielt fest, der Beschuldigte habe die 
Gartenmöbel tatsächlich über den Zaun geworfen, ohne dies zu verharmlo-
sen. Gleichzeitig erklärte er, die ganze Situation sei seiner Ansicht nach 
lächerlich gewesen und für Erwachsene unangemessen. Er habe sich über 
den Umgang der Beteiligten sehr geärgert (U-act. 8.1.006 Frage/Antwort 
Nr. 7–8 und 23). 

Ebenfalls räumte K.________ ein, dass er zu einzelnen Punkten keine Wahr-
nehmungen gemacht habe. So habe er den verbalen Konflikt zwischen dem 
Beschuldigten und dem Privatkläger nicht mitbekommen. Zudem habe er kei-
ne Kenntnis davon, dass es im Anschluss zu einer weiteren Auseinanderset-
zung zwischen dem Beschuldigten und der Privatklägerin gekommen sein soll 
(U-act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 13–14).

Die Aussagen des Zeugen K.________ zum Geschehensablauf sind daher 
insgesamt in sich stimmig.

ff) Die Privatklägerin brachte vor, K.________ habe sich in seiner Einver-
nahme widersprochen. So habe er eingangs ausgeführt, die beiden Privatklä-
ger nicht zu kennen, obwohl er sich bereits mit ihnen in der Nachbarschaft 
unterhalten habe. Später in der Einvernahme habe er plötzlich wieder ge-
wusst, wer F.________ sei (KG-act. 33/3 S. 3). 

Auf die Frage, in welchem Verhältnis K.________ zur Privatklägerin stehe, 
antwortete er, dass er in keinem persönlichen Verhältnis zu ihr stehe. Er wisse 
gar nicht wer das sei, wenn er (der einvernehmende Polizist) das so sage. Auf 
die weitere Frage, in welchem Verhältnis er zu F.________ stehe, antwortete 
K.________, dieser Name sei ihm ebenfalls nicht bekannt, es sei denn, die 

Kantonsgericht Schwyz 25

Person nenne sich anders. Er wisse auch nicht, ob es sich dabei um einen 
seiner Nachbarn handle (U-act. 8.1.006 Frage /Antwort Nr. 2–3). 

Diese Aussagen von K.________ lassen nicht den Schluss zu, dass er be-
wusst erklären wollte, die beiden Privatkläger überhaupt nicht zu kennen. 
Vielmehr zeigen sie nur, dass ihm deren Namen nicht geläufig waren. Hätte 
K.________ tatsächlich zum Ausdruck bringen wollen, dass er die Privatkläger 
nicht kenne, so hätte er die Frage nach einem persönlichen Verhältnis nicht 
verneinen können. Der Umstand, dass K.________ die Namen seiner Nach-
barn nicht kennt, erlaubt somit keinen Rückschluss auf ein widersprüchliches 
Aussageverhalten. Es ist vielmehr notorisch üblich, Nachbarn vom Sehen zu 
kennen, ohne deren vollständige Vor- und Nachnamen zu wissen.

gg) Die Privatklägerin machte zudem geltend, die Aussagen von 
K.________ seien unglaubhaft, da er im Widerspruch zum Beschuldigten 
ausgesagt habe, die Privatklägerin sei während des gesamten Vorfalls im Au-
to gesessen, während der Beschuldigte erklärt habe, die Privatklägerin sei 
beim Möbelwurf neben ihrem Auto auf der Fahrerseite gestanden (KG-
act. 33/3 S. 4). 

Tatsächlich liegt diesbezüglich ein Widerspruch in den Aussagen von 
K.________ und des Beschuldigten vor. Dieser betrifft jedoch nicht das Kern-
geschehen des Anklagesachverhalts, sondern lediglich den Standort der Pri-
vatklägerin während des Möbelwurfs. Zum Kerngeschehen sagte K.________ 
aus, er habe nicht gesehen, dass der Beschuldigte mit einem Gartenstuhl auf 
die Privatklägerin losgegangen sei (U-act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 5 und 
15). Die Einvernahme von K.________ fand am 31. Juli 2023 statt, also fast 
ein Jahr nach dem Vorfall vom 3. August 2022 (vgl. U-act. 8.1.006). Aus den 
Aussagen der Privatklägerin sowie den Fotos des Beschuldigten ergibt sich, 
dass die Privatklägerin zumindest während eines Teils des Vorfalls tatsächlich 

Kantonsgericht Schwyz 26

im Auto sass und telefonierte (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 26; Vi-
act. II.C Frage/Antwort Nr. 3 S. 5; U-act. 10.1.001 Beilage). 

Sowohl der Beschuldigte als auch die Privatklägerin sagten übereinstimmend 
aus, dass die Privatklägerin während des Möbelwurfs neben ihrem Auto ge-
standen sei (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 20; Vi-act. II.B Frage/Antwort 
7). Der Widerspruch der Aussagen von K.________ lässt sich plausibel da-
durch erklären, dass die Privatklägerin in der Erinnerung des Zeugen 
K.________ während eines Grossteils des Geschehens im Auto sass und 
seine Erinnerung aufgrund des Zeitablaufs nicht mehr in allen Details mit dem 
tatsächlichen Geschehensablauf übereinstimmt. So ist es nachvollziehbar, 
dass sich K.________ nach fast einem Jahr nicht mehr an sämtliche Einzel-
heiten, etwa den genauen Aufenthaltsort der Privatklägerin beim Möbelwurf, 
erinnern konnte. Dennoch ist davon auszugehen, dass er sich auch nach ei-
nem Jahr daran erinnert hätte, mitbekommen zu haben, wie der Beschuldigte 
mit einem Gartenstuhl auf die Privatklägerin losging. 

hh) Die Privatklägerin brachte weiter vor, die Aussagen von K.________ 
seien unglaubhaft, da er verneint habe, den Privatkläger während der Ausein-
andersetzung wahrgenommen zu haben. Es handle sich dabei um eine 
Falschaussage zum Schutz des Beschuldigten (KG-act. 33/3 S. 4). 

Sowohl die Privatklägerin als auch der Beschuldigte erklärten übereinstim-
mend, Auslöser der verbalen Auseinandersetzung sei unter anderem der 
Vorwurf der Privatklägerin gewesen, der Beschuldigte solle ihren Sohn nicht 
ständig für alles verantwortlich machen (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 6; 
Vi-act. II.C Frage/Antwort Nr. 3; Vi-act. II.B Frage/Antwort Nr. 3). Wie die Wür-
digung der Aussagen der Privatklägerin zeigte, bestehen Unklarheiten hin-
sichtlich des zeitlichen Ablaufs der angeklagten Geschehnisse, da die Privat-
klägerin verschiedene Varianten ausführte (vgl. E. 5.f.cc oben). Die Privatklä-

Kantonsgericht Schwyz 27

gerin erklärte, ihr Sohn sei durch den Beschuldigten massiv beschimpft wor-
den und habe sich anschliessend weinend im Auto eingeschlossen (U-
act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 9 und Vi-act. II. C Frage/Antwort Nr. 3 S. 5). 
Unbestritten ist, dass es zu einer Beschimpfung des Privatklägers durch den 
Beschuldigten kam, wie später noch zu zeigen sein wird (vgl. E. 6 unten). 

Es ist denkbar, dass der Beschuldigte den Privatkläger bereits im Rahmen der 
anfänglichen verbalen Auseinandersetzung beschimpfte, deren Auslöser der 
Vorwurf der Privatklägerin war, der Beschuldigte solle nicht immer für alles 
ihren Sohn beschuldigen. Ebenfalls ist möglich, dass der Privatkläger sich 
anschliessend ins Auto begab, noch bevor der Beschuldigte die Möbel über 
den Zaun warf. K.________ führte aus, er habe zuerst einen Streit gehört und 
den Vorfall ab dem Zeitpunkt des ersten Möbelwurfs mitverfolgen können (U-
act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 5 und 12). Die eben aufgezeigte mögliche zeit-
liche Abfolge der Geschehnisse würde erklären, weshalb K.________ den 
Privatkläger nicht wahrnahm und die Beschimpfung nicht mitbekam (U-
act. 8.1.006 Frage/Antwort Nr. 5 und 13). Es ist daher plausibel, dass 
K.________ den Privatkläger tatsächlich nicht wahrnahm.

ii) Insgesamt erweisen sich die Aussagen des Zeugen K.________ als 
glaubhaft. Er gab an, den Vorfall vom Beginn des Möbelwurfs bis zum Eintref-
fen der Polizei mitverfolgt zu haben, ohne wahrgenommen zu haben, dass der 
Beschuldigte mit einem Gartenstuhl auf die Privatklägerin losgegangen sei. 
Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz beziehen sich seine Aussagen 
somit nicht lediglich auf das Werfen der Möbel, sondern liefern einen Erkennt-
nisgewinn für den vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt (vgl. E. 5.h.bb 
oben). Auf die Aussagen von K.________ ist daher abzustellen. 

i) aa) G.________ wurde anlässlich der Berufungsverhandlung als Zeuge 
einvernommen (KG-act. 33). Er erklärte, sowohl den Beschuldigten als auch 

Kantonsgericht Schwyz 28

die Privatklägerin aus der Nachbarschaft zu kennen. Mit der Privatklägerin sei 
es einmal zu einer Meinungsverschiedenheit gekommen, da sie sich über ein 
angeblich falsch parkiertes Fahrzeug von ihm beschwert habe. Seither habe 
er sie zwar jeweils gegrüsst, ansonsten jedoch gemieden. Auch G.________ 
wurde als Zeuge unter Hinweis der Strafdrohungen eines falschen Zeugnisses 
gemäss Art. 307 StGB einvernommen. Zwar pflegt er zum Beschuldigten ein 
nachbarschaftliches Verhältnis und hatte mit der Privatklägerin in der Vergan-
genheit eine Meinungsverschiedenheit, daraus allein ergibt sich jedoch noch 
keinen Grund für die Annahme, er hätte seine Aussagen entgegen seiner 
tatsächlichen Wahrnehmungen an die Darstellung des Beschuldigten ange-
passt. G.________ gab an, er habe mit dem Beschuldigten vor seiner Einver-
nahme gesprochen. Er habe diesem jedoch lediglich das wiedergegeben, was 
er gesehen habe und was er auch in der Berufungsverhandlung ausgesagt 
habe (KG-act. 33 Frage/Antwort Nr. 26 ff.). Insgesamt ist G.________ daher 
ein ausreichend unabhängiger Zeuge.

bb) Hinsichtlich des Kerngeschehens sagte G.________ zusammengefasst 
aus, dass er von seinem Balkon aus direkten Blick auf den besagten Platz 
habe. Da es draussen laut gewesen sei, sei er auf den Balkon gegangen und 
habe gesehen, wie der Beschuldigte den Stuhl über den Zaun geworfen habe. 
Er habe vielleicht fünf oder zehn Minuten zugehört, sei aber vermutlich nicht 
während der gesamten Dauer anwesend gewesen. In der Zeit, in der er den 
Vorfall beobachtet habe, sei die Situation eskaliert. Er habe nicht gesehen, 
wie der Beschuldigte mit einem Stuhl auf die Privatklägerin losgegangen sei 
(KG-act. 33 Frage/Antwort Nr. 37 ff.). 

cc) G.________ sagte selbst aus, nicht den ganzen Konflikt gesehen zu 
haben. Seine Aussagen liefern mithin für die Sachverhaltsprüfung keine aus-
reichend sicheren Hinweise. 

Kantonsgericht Schwyz 29

j) Als objektive Beweismittel liegen der ärztliche Befund, die Bilder der 
Verletzungen der Privatklägerin sowie Bilder der über den Zaun geworfenen 
Gartenmöbel vor (U-act. 8.1.003 und U-act. 8.1.004; U-act.  KG-act. 33/3 Bei-
lagen). Im Arztbericht steht, die Privatklägerin habe „Kratzerli“ zwischen den 
Augenbrauen, zwei Hämatome am linken Unterarm sowie Hämatome am 
Oberschenkel, in der Kniekehle und am Unterschenkel aufgewiesen. Diese 
Verletzungen würden aus einem Angriff durch A.________ stammen, der Gar-
tenmöbel in ihre Richtung geworfen und sie mit einem Stuhl abgedrängt habe 
(KG-act. 33/3 Beilage). 

Das im Arztbefund dokumentierte Verletzungsbild der Privatklägerin stimmt 
zwar mit ihren Aussagen und den im Recht liegenden Bildern überein. So er-
klärte die Privatklägerin, sie habe den Beschuldigten mit ihrem linken Arm 
abwehren müssen, was eine entsprechende Schürfung verursacht habe (U-
act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 27). Der Arztbericht spricht sodann von zwei 
Hämatome am linken Unterarm, die auch auf den eingereichten Bildern er-
kennbar sind (vgl. U-act. 8.1.003 S. 2). Der ärztliche Befund basiert jedoch 
ausschliesslich auf den Angaben der Privatklägerin. Weder der Bericht noch 
die Bilder der Verletzungen lassen Rückschlüsse auf deren tatsächliche Ent-
stehung zu. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die Privatklä-
gerin diese Verletzungen bereits vor der Auseinandersetzung oder erst im 
Nachgang dazu erlitt. Der Beweiswert der objektiven Beweismittel ist daher als 
gering einzustufen.

k) Zusammenfassend stehen die unglaubhaften Aussagen der Privatkläge-
rin den glaubhaften Aussagen des Beschuldigten entgegen. Vom Privatkläger 
liegen keine relevanten Aussagen vor. Die Darstellung des Beschuldigten wird 
durch die Aussagen des Zeugen K.________ gestützt, der den Vorfall vom 
Zeitpunkt des ersten Möbelwurfs bis zum Eintreffen der Polizei beobachtete 
und dabei nicht sah, dass der Beschuldigte mit einem Stuhl auf die Privatklä-

Kantonsgericht Schwyz 30

gerin losging. Das Verletzungsbild der Privatklägerin deckt sich zwar mit deren 
eigenen Aussagen. Der Arztbericht und die Bilder der Verletzungen belegen 
jedoch nicht, wie die Verletzungen tatsächlich entstanden. Die Gesamtwürdi-
gung sämtlicher Beweismittel lässt unüberwindbare Zweifel daran bestehen, 
dass der Beschuldigte anklagegemäss mit einem weissen Plastikgartenstuhl 
auf die Privatklägerin losging und diese dadurch verletzte.

l) aa) An der Berufungsverhandlung stellte die Privatklägerin den Bewei-
santrag, der Privatkläger sei erneut einzuvernehmen. Diesen Beweisantrag 
lehnte die Strafkammer ab (KG-act. 33 S. 10 f.). 

bb) Über Tatsachen, die unerheblich, offenkundig, der Strafbehörde bekannt 
oder bereits rechtsgenügend erwiesen sind, wird nicht Beweis geführt 
(Art. 139 Abs. 2 StPO). Die Strafbehörden können ohne Verletzung des recht-
lichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 BV) auf die Abnahme weiterer Beweise verzich-
ten, wenn sie in vorweggenommener (antizipierter) Beweiswürdigung anneh-
men können, ihre Überzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht 
geändert (BGE 144 II 427 E. 3.1.3; BGE 147 IV 534 E. 2.51). 

cc) Im Rahmen einer antizipierten Beweiswürdigung ist davon auszugehen, 
dass allfällige belastende Aussagen des Privatklägers die bestehenden Zwei-
fel am angeklagten Sachverhalt nicht beseitigen. Weil auf die Aussagen der 
Privatklägerin nicht abgestellt werden kann und keine weiteren objektiven Be-
weismittel vorliegen, die ihre Sachverhaltsvariante stützen, ist ein Schuld-
spruch, der einzig auf den Aussagen des zum Zeitpunkt der angeblichen Tat 
achtjährigen Privatklägers beruhen und die glaubhaften Aussagen des Be-
schuldigten und des Zeugen K.________ unberücksichtigt lassen würde, nicht 
denkbar. Deshalb blieb es bei der Abweisung des Beweisantrags.

Kantonsgericht Schwyz 31

m) Zusammenfassend lässt die Gesamtwürdigung sämtlicher Beweismittel 
unüberwindbare Zweifel an der Täterschaft des Beschuldigten offen. Dieser ist 
der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB somit nicht schuldig und 
wird freigesprochen. 

6. Ferner wird dem Beschuldigten eine Beschimpfung im Sinne von 
Art. 177 Abs. 1 StGB vorgeworfen, indem er am 3. August 2022 den Privat-
kläger als „verdammte huere Saulümmel“ und als „Leugner“ betitelt und damit 
diesen willentlich in dessen Ehre angegriffen haben soll (Vi-act. I; Anklagezif-
fer 3; Sachverhaltsteil lit. b).

a) aa) In den Akten befinden sich Einvernahmen des Beschuldigten, der 
beiden Privatkläger sowie der beiden Zeugen K.________ und G.________ 
(U-act. 10.0.001–10.0.004, U-act. 8.1.006, Vi-act. III, KG-act. 33).

bb) Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der angeklagte Sachverhalt sei 
klar erstellt. So habe der Beschuldigte zugegeben, den Privatkläger als „Sau-
goof“ und als „Leugner“ betitelt zu haben (angef. Urteil E. 4.b).

cc) Der Beschuldigte führte hinsichtlich des angeklagten Sachverhalts im 
Wesentlichen aus, er habe weder bestritten noch bestätigt, den Privatkläger 
einen „verdammte huere Saulümmel“ genannt zu haben. Anlässlich der vor-
instanzlichen Hauptverhandlung sowie an der Berufungsverhandlung habe er 
ausgesagt, den Jungen als „Saulümmel“ bezeichnet zu haben. Zwischen dem 
Beschuldigten und der Privatklägerin sei es zu einem gröberen verbalen Streit 
gekommen, wobei beim Beschuldigten aufgrund der zahlreichen, über einen 
längeren Zeitraum hingenommenen Provokationen des Privatklägers alles 
wieder hochgekocht sei. Der Beschuldigte erklärte, dass sein Verhalten juris-
tisch wohl als Beschimpfung einzuordnen sei (KG-act. 33/1 Rn. 25–29). 

Kantonsgericht Schwyz 32

dd) Der Beschuldigte gestand sowohl an der vorinstanzlichen Hauptver-
handlung als auch an der Berufungsverhandlung ein, den Privatkläger einen 
„Saugoof“ respektive einen „Sauschnudderi“ genannt zu haben (Vi-act. II.B 
Frage/Antwort Nr. 8 und KG-act. 33 Frage/Antwort Nr. 23). Zudem führte er 
anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme aus, den Privatkläger als Leugner 
betitelt zu haben. Die Privatklägerin erklärte, der Beschuldigte habe den Pri-
vatkläger als „verdammte huere Saulümmel“ bezeichnet (U-act. 10.1.003 Fra-
ge/Antwort Nr. 30), während der Privatkläger angab, der Beschuldigte habe 
„verdammte huere Scheisslümmel“ zu ihm gesagt (U-act. 10.1.002 Frage/Ant-
wort Nr. 5).

ee) Sowohl der Beschuldigte als auch die Privatklägerin gaben überein-
stimmend an, dass es zwischen ihnen zu einer verbalen Auseinandersetzung 
gekommen sei. Auslöser hierfür sei unter anderem der Vorwurf der Privatklä-
gerin gewesen, der Beschuldigte würde den Privatkläger stets für alles verant-
wortlich machen (U-act. 10.1.003 Frage/Antwort Nr. 6; Vi-act. II.C Frage/Ant-
wort Nr. 3; Vi-act. II.B Frage/Antwort Nr. 3). Gemäss den übereinstimmenden 
Aussagen des Beschuldigten sowie beider Privatkläger kam es zu einem Aus-
ruf des Beschuldigten gegenüber dem Privatkläger. Bezüglich des genauen 
Wortlauts dieses Ausrufs herrscht jedoch Uneinigkeit. Wie dargelegt, schilder-
ten der Beschuldigte und die beiden Privatkläger jeweils leicht voneinander 
abweichende Versionen (vgl. E. 6.a.dd oben). Die Zeugen K.________ und 
G.________ führten beide aus, die angeklagte Beschimpfung weder gehört 
noch anderweitig wahrgenommen zu haben (U-act. 8.1.006 Frage/Antwort 
Nr. 13 und KG-act. 33 Frage/Antwort Nr. 38). Ihre Aussagen sind daher für die 
Sachverhaltsermittlung nicht relevant. Objektive Beweismittel, die den ange-
klagten Sachverhalt stützen könnten, liegen ebenso wenig vor. 

ff) Hinsichtlich des Wortlauts des angeklagten Sachverhalts stehen sich 
somit die jeweils leicht unterschiedlichen Aussagen des Beschuldigten sowie 

Kantonsgericht Schwyz 33

der beiden Privatkläger gegenüber. Der Grundsatz „in dubio pro reo“ verbietet 
es, bei der rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belasten-
den Sachverhalt auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesamten 
Beweise erhebliche und nicht zu unterdrückende Zweifel bestehen, ob sich 
der Sachverhalt tatsächlich so verwirklichte, oder wenn eine für die beschul-
digte Person günstigere Tatversion vernünftigerweise nicht ausgeschlossen 
werden kann (vgl. E. 4.b oben). Da vorliegend drei verschiedene Sachver-
haltsvarianten betreffend den genauen Wortlaut vorliegen und keine weiteren 
Beweise vorhanden sind, die eine der vorgebrachten Sachverhaltsvarianten 
stützen könnte, ist der Grundsatz „in dubio pro reo“ anzuwenden. Somit ist 
von der Sachverhaltsversion des Beschuldigten auszugehen, der zugab, den 
Privatkläger einen „Leugner“ und einen „Sauschnudderi“ respektive „Saugoof“ 
genannt zu haben. 

gg) Insgesamt erweist sich der Sachverhalt dahingehend als erstellt, dass 
der Beschuldigte den Privatkläger als „Leugner“ und „Sauschnudderi“ respek-
tive „Saugoof“ bezeichnete.

b) aa) Der Beschimpfung macht sich schuldig, wer jemanden in anderer 
Weise durch Wort, Schrift, Bild, Gebärde oder Tätlichkeiten in seiner Ehre 
angreift (Art. 177 Abs. 1 StGB). Die zu Art. 173 ff. StGB ergangene Recht-
sprechung unterscheidet zwischen Tatsachenbehauptungen sowie reinen und 
gemischten Werturteilen. Wesentlich für die Einstufung als Tatsachenbehaup-
tung ist, ob die ehrverletzende Aussage durch Beweis auf ihren Wahrheitsge-
halt hin überprüft werden kann. Ein reines Werturteil bzw. eine Formal- oder 
Verbalinjurie ist ein blosser Ausdruck der Missachtung, ohne dass sich die 
Aussage erkennbar auf bestimmte, dem Beweis zugängliche Tatsachen stützt 
(BGer 6B_440/2019 E. 2.2.1 m.w.H.). Als Verbalinjurien gelten gemäss 
Rechtsprechung bspw. der Vorwurf, jemand sei ein Schwein, ein Luder (BGE 
86 IV 81 E. 1) oder ein Psychopath (BGE 93 IV 20 E. 2). Schuft, Gauner und 

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Kantonsgericht Schwyz 34

Schurke gelten ebenfalls als Werturteile (BGer 6B_318/2016 E. 3.2.1 und 
3.8.2). Für die Beurteilung der Ehrenrührigkeit ist nicht das Verständnis des 
Verletzten massgebend. Die Strafbarkeit von Äusserung beurteilt sich nach 
dem Sinn, den der unbefangene Durchschnittsadressat dieser unter den je-
weiligen konkreten Umständen gibt (BGer 6B_1270/2017 vom 24. April 2018, 
E. 2.1). Subjektiv erfordert der Tatbestand Vorsatz (zum Ganzen Riklin, in: 
Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, 
Art. 177 StGB N 4 und 14 m.w.H.).

bb) Gemäss Duden bezeichnet „Leugner“ eine Person, die etwas leugnet. 
Leugnen bedeutet, etwas, was einem zur Last gelegt oder über einen behaup-
tet wird, für nicht zutreffend oder bestehend zu erklären, etwas Offenkundiges 
wider besseres Wissen für unwahr zu erklären oder etwas, was als allgemein 
anerkannt oder vertreten wird, für nicht bestehend zu erklären. Umgangs-
sprachlich wird eine Person, die als „Leugner“ bezeichnet wird, als unglaub-
würdig und nicht vertrauensvoll eingestuft, was eine Form der Missachtung 
darstellt und somit ehrenrührig ist. Der Ausdruck „Lümmel“ bezeichnet nach 
Duden einen (jungen) Mann, der als frech, ungezogen oder als Person mit 
flegelhaftem Benehmen angesehen wird und ist abwertend. Im Schweizer-
deutschen gilt „Saugoof“ ebenfalls als abwertender Begriff für ein freches und 
ungezogenes Kind. Sowohl „Leugner“, „Saulümmel“ als auch „Saugoof“ wer-
den vom durchschnittlichen Adressaten als ehrenrührige Bezeichnungen 
wahrgenommen, wenn ein erwachsener Mann sie im Rahmen einer verbalen 
Auseinandersetzung gegenüber seinem neunjährigen Nachbarsjungen ver-
wendet. Das Vorliegen des objektiven Tatbestands bestritt der Beschuldigte 
selbst auch nicht, führte er doch aus, dass sein Verhalten juristisch als Be-
schimpfung einzuordnen sei (KG-act. 33/1 Rn. 29). 

cc) Hinsichtlich des subjektiven Tatbestands machte der Beschuldigte je-
doch geltend, dass zweifelhaft sei, ob er tatsächlich vorsätzlich gehandelt ha-

Kantonsgericht Schwyz 35

be. Er habe aufgrund der Auseinandersetzung mit der Privatklägerin eine der-
artige Wut verspürt, dass er kaum noch vernünftig habe denken können. Der 
Ausspruch der Beschimpfungen sei sicherlich nicht wohlüberlegt gewesen, 
sondern viel mehr im Ärger über die Privatklägerin erfolgt (KG-act. 5 Rn. 12–
18; KG-act. 33/1 Rn. 32). 

In der polizeilichen Einvernahme erklärte der Beschuldigte auf die Frage, was 
er mit der Äusserung „verdammte huere Saulümmel“ habe erreichen wollen, 
dass er sich nicht mehr erinnern könne, so etwas gesagt zu haben, diese 
Äusserung aber zutreffend sei. Zudem beurteilte er die Äusserung gegenüber 
einem achtjährigen (nicht neunjährigen wie in der Anklage geschrieben) Kna-
ben im Nachhinein als nicht schwerwiegend (U-act. 10.1.001 Frage/Antwort 
Nr. 25–27). Diese Aussagen zeigen auf, dass der Beschuldigte den unbeteilig-
ten Privatkläger mit Wissen und Willen beschimpfte und sich auch noch im 
Nachhinein von der Äusserung überzeugt zeigt. 

Der Umstand, dass sich der Beschuldigte gemäss Vorbringen der Verteidi-
gung in einer emotional erregten Gemütslage befand und kaum mehr vernünf-
tig habe denken könne, wäre im Rahmen einer allfälligen Schuldunfähigkeit 
nach Art. 19 StGB zu prüfen. Es liegen jedoch keinerlei Hinweise vor, die für 
eine eingeschränkte Willenssteuerung aufgrund einer psychischen Störung 
beim Beschuldigten oder Ähnlichem sprechen. Dass er aufgrund der Ausein-
andersetzung mit der Privatklägerin eine sehr grosse Wut verspürte, liegt im 
Normalbereich. Vorliegend führte ein nachbarschaftlicher Streit zwischen der 
Privatklägerin und dem Beschuldigten zur Beschimpfung des Privatklägers. 
Bei einem verbalen Streit mit seiner Nachbarin darf von einem erwachsenen 
Mann erwartet werden, dass er seine Handlungsimpulse trotz emotionaler 
Erregung beherrscht. Das emotionale Befinden des Beschuldigten stellte da-
her keinen Schuldunfähigkeitsgrund dar, sondern ist im Rahmen der Strafzu-
messung entsprechend zu berücksichtigen (E. 7.b.ee).

Kantonsgericht Schwyz 36

dd) Insgesamt ist sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand 
erfüllt. Der Beschuldigte griff den Privatkläger wissentlich und willentlich in 
seiner Ehre an, in dem er ihn als „Leugner“ und „Saugoof“ respektive 
„Sauschnudderi“ bezeichnete und er ist somit der Beschimpfung im Sinne von 
Art. 177 Abs. 1 StGB, begangen am 3. August 2022, schuldig zu sprechen. 
Hinweise für eine allfällige Schuldunfähigkeit des Beschuldigten liegen keine 
vor.

7. a) aa) Der Beschuldigte machte geltend, er sei gemäss Art. 177 
Abs. 2 StGB von einer Strafe zu befreien, da der Privatkläger ihn in der Ver-
gangenheit mehrfach provoziert habe. So habe der Privatkläger gelogen, die 
Anwohner terrorisiert, sei durchs Fenster in die Wohnung des Beschuldigten 
geklettert und habe dessen Garagentor beschädigt. Der Beschuldigte habe 
beobachtet, wie der Privatkläger den Garagentoröffner betätigt, sich ans Tor 
gehängt und sich hochziehen lassen habe. Dadurch sei der Antrieb des Tors 
beschädigt worden und dieser habe durch den Beschuldigten ersetzt werden 
müssen. Obwohl die Provokationen des Privatklägers zeitlich nicht der unmit-
telbare Anlass des Streits und der Beschimpfung gewesen seien, habe sich 
der Beschuldigte durch die Privatklägerin provoziert gefühlt und sich zu den 
Äusserungen gegenüber dem Privatkläger hinreissen lassen. Das Verhalten 
und die Personen von Mutter und Kind hätten in diesem Moment für den Be-
schuldigten eine Einheit gebildet (KG-act. 5 Rn. 12–17; KG-act. 33/1 Rn. 26–
31).

bb) Gab der Beschimpfte durch sein ungebührliches Verhalten zu der Be-
schimpfung unmittelbar Anlass, so kann das Gericht den Täter von Strafe be-
freien (Art. 177 Abs. 2 StGB; Provokation). Bei der Provokation handelt es sich 
um einen fakultativen Strafbefreiungsgrund, wobei dieser auch lediglich als 
Strafmilderungsgrund zum Zuge kommen kann, wenn sich eine vollumfängli-
che Strafbefreiung nicht aufdrängt. Das urteilende Gericht ist für den Ent-

Kantonsgericht Schwyz 37

scheid über die Strafbefreiung zuständig. Für den Strafbefreiungsgrund der 
Provokation gemäss Art. 177 Abs. 2 StGB wird vorausgesetzt, dass der Täter 
unmittelbar reagiert (Riklin, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 177 StGB N 19 ff. m.w.H). 

cc) Nach eigenen Ausführungen des Beschuldigten gab nicht der Be-
schimpfte (Privatkläger) den – unmittelbaren – Anlass zur Beschimpfung, son-
dern die Privatklägerin. So habe er mit ihr eine verbale Diskussion gehabt und 
diese habe ihn böse beschimpft (U-act. 10.1.001 Frage/Antwort Nr. 17; Vi-
act. II.B Frage/Antwort Nr. 3). Das angeblich ungebührliche Verhalten des 
Privatklägers liegt gemäss Ausführungen des Beschuldigten in der Vergan-
genheit und erfolgte somit nicht unmittelbar vor der Beschimpfung (U-
act. 10.1.001 Frage/Antwort Nr. 6 und Vi-act. II.B Frage/Antwort Nr. 8). Der 
Umstand, dass nach Vorbringen der Verteidigung das Verhalten und die Per-
sonen von Mutter und Kind für den Beschuldigten angeblich eine Einheit ge-
bildet haben, ist rechtlich nicht relevant. Der Gesetzeswortlaut verlangt aus-
drücklich, dass der Beschimpfte selbst durch sein ungebührliches Verhalten 
unmittelbar Anlass zur Beschimpfung geben muss. Ein allgemeines Zugehö-
rigkeitsverhältnis reicht hierfür somit nicht aus.

dd) Insgesamt sind die Voraussetzungen für eine möglich Strafbefreiung 
gemäss Art. 177 Abs. 2 StGB aufgrund einer fehlenden unmittelbaren Provo-
kation durch den Privatkläger nicht erfüllt. 

b) aa) Zudem machte der Beschuldigte einen Strafbefreiungsgrund im Sin-
ne von Art. 52 StGB geltend. Er führte aus, ihn treffe für den sprachlichen 
Ausrutscher in der nachvollziehbaren Wut lediglich ein sehr kleines Verschul-
den, wofür nicht die Strafjustiz in Anspruch genommen werden sollte. Würde 
man jede Lappalie verfolgen, so hätte dies eine unabsehbare Prozessflut zur 
Folge. Die Tatfolgen seien vorliegend ebenfalls gering, auch wenn der Privat-

Kantonsgericht Schwyz 38

kläger sich etwas erschrocken habe. Der Beschuldigte sei daher aufgrund der 
geringfügigen Schuld und Tatfolgen freizusprechen (KG-act. 5 Rn. 19–22; KG-
act. 33/1 Rn. 33–38). 

bb) Gemäss Art. 52 StGB sieht die zuständige Behörde von einer Bestra-
fung ab, wenn Schuld und Tatfolgen geringfügig sind. Die Regelung von 
Art. 52 StGB ist zwingender Natur. Stellt erst das Gericht die Voraussetzungen 
für das fehlende Strafbedürfnis fest, erfolgt nicht ein Freispruch, sondern ein 
Schuldspruch bei gleichzeitigem Strafverzicht. Die Würdigung des Verschul-
dens des Täters richtet sich nach den im Art. 47 StGB aufgeführten Strafzu-
messungskriterien. Der Begriff der Tatfolgen umfasst nicht nur den tatbe-
standsmässigen Erfolg, sondern sämtliche vom Täter verschuldete Auswir-
kungen der Tat. Diese müssen stets gering sein. Schwerwiegendere Folgen 
können nicht durch andere, zugunsten des Betroffenen wirkende Komponen-
ten ausgeglichen werden. Mit der Regelung von Art. 52 StGB beabsichtigte 
der Gesetzgeber nicht, dass in allen Bagatellstraftaten generell auf eine straf-
rechtliche Sanktion verzichtet wird. Eine Strafbefreiung kommt nur bei Delikten 
in Frage, bei denen keinerlei Strafbedürfnis besteht. Das Verhalten des Täters 
muss im Quervergleich zu typischen unter dieselbe Gesetzesbestimmung fal-
lenden Taten insgesamt, vom Verschulden wie von den Tatfolgen her, uner-
heblich erscheinen, so dass die Strafbedürftigkeit offensichtlich fehlt. Die 
Behörde hat sich mithin am Regelfall der Straftat zu orientieren. Für die An-
wendung der Bestimmung bleibt somit nur ein eng begrenztes Feld (BGE 135 
IV 130 E. 5.3.2 und 5.3.3 m.w.H.). 

cc) Gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB bemisst das Gericht die Strafe innerhalb 
des anzuwendenden Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters und 
berücksichtigt dabei sein Vorleben, seine persönlichen Verhältnisse sowie die 
Wirkung der Strafe auf sein Leben. Das Verschulden wird nach der Schwere 
der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, der Verwerflich-

Kantonsgericht Schwyz 39

keit des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach 
bestimmt, wie weit dieser nach den inneren und äusseren Umständen in der 
Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden (Art. 47 Abs. 2 
StGB). Die Straftat wird zunächst unter den Gesichtspunkten von objektiver 
Tatschwere (eingetretener Erfolg bzw. Schwere der Gefährdung sowie Bedeu-
tung des verletzten Rechtsguts) und subjektivem Verschulden (Vorsatzform, 
Beweggründe, kriminelle Energie des Täters) bewertet. Die objektive 
Tatschwere beschreibt die Tat, wie sie nach aussen in Erscheinung tritt. 

dd) Der Einbezug der einzelnen täterbezogenen Komponenten (Vorstrafen, 
Ansehen, Vorleben, persönliche Verhältnisse, Verhalten nach der Tat und im 
Strafverfahren, allenfalls gezeigte Reue und Einsicht sowie Strafempfindlich-
keit [vgl. BGE 141 IV 61 E. 6.1.1]) führt sodann zu einer Erhöhung oder Redu-
zierung der Strafe. Reue, innere Umkehr und die Übernahme der Verant-
wortung für die Tat entlasten den Täter, während sich insbesondere ein Delin-
quieren während laufender Untersuchung oder in der Probezeit straferhöhend 
auswirken (Wiprächtiger/Keller, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Strafrecht I, 4. A. 2019, Art. 47 StGB N 84 ff.; Trechsel/Seelmann, in: 
Trechsel/Pieth [Hrsg.], Praxiskommentar, 4. A 2021, Art. 47 StGB N 25 ff.). 
Das Fehlen von Vorstrafen, Straffreiheit während des hängigen Verfahrens 
sowie ein Wohlverhalten seit der Tat stellen i.d.R. keine besonderen Leistun-
gen dar und sind grundsätzlich neutral zu werten (BGer 6B_687/2016 E. 1.6), 
während Vorstrafen, die im Strafregisterauszug erscheinen, straferhöhend 
berücksichtigt werden (BGE 136 lV 1 E. 2.6.2).

ee) Der Beschuldigte betitelte den Privatkläger als „Sauschnudderi“ respek-
tive „Saugoof“ und als „Leugner“. Zwar handelt es sich dabei um inkriminierte 
Beleidigungen, doch erscheinen diese Ausdrücke im Vergleich zu anderen 
denkbaren Schimpfwörtern und Beleidigungen wie beispielsweise „Arschloch“ 
oder „Hurensohn“ verschuldensmässig als gering. Ebenfalls strafmindernd 

Kantonsgericht Schwyz 40

wirkt sich aus, dass der Beschuldigte die Wörter lediglich einmal aussprach. 
Leicht straferhöhend erscheint, dass der Beschuldigte als erwachsener Mann 
die Beschimpfung gegen ein damals achtjähriges und mithin schützenswertes 
Kind aussprach. In subjektiver Hinsicht handelte der Beschuldigte aus einer 
emotional erregten Gemütslage, weil er sich mit der Privatklägerin und Mutter 
des Privatklägers in einer verbalen Auseinandersetzung befand, was ebenfalls 
strafmindernd zu würdigen ist. Das Verschulden des Beschuldigten ist deshalb 
als leicht einzuordnen.

ff) Hinsichtlich der Täterkomponente ist zu berücksichtigen, dass der Be-
schuldigte keine Vorstrafen aufweist, was strafzumessungsneutral zu behan-
deln ist (vgl. KG-act. 16). Seine persönlichen Verhältnisse sind im Wesentli-
chen ebenfalls als neutral zu beurteilen: Der 59-jährige Beschuldigte lebt allein 
und erhält eine Invalidenrente sowie Ergänzungsleistungen von monatlich 
insgesamt Fr. 2’900.00 (KG-act. 33 Frage/Antwort Nr. 3 ff.) Gemäss eigenen 
Aussagen hat er Schulden aus Unterhaltsverpflichtungen gegenüber seinem 
Sohn und seiner Ex-Frau von weit über Fr. 200’000.00. Reue oder Einsicht 
zeigte der Beschuldigte nicht. Eine besondere Strafempfindlichkeit ist ebenso 
wenig ersichtlich. Die Täterkomponenten haben mithin keinen Einfluss auf das 
Verschulden. 

gg) Das durch den Tatbestand der Beschimpfung geschützte Rechtsgut ist 
die Ehre. Jeder Mensch hat gegenüber seinen Mitmenschen einen Achtungs-
anspruch auf Geltung seiner Ehre (Riklin, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Bas-
ler Kommentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Vor Art. 173 StGB N 6 ff.). Bei der 
Beurteilung der Tatfolgen ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte einen 
damals achtjährigen Jungen beschimpfte. Die Auswirkungen der Tat wiegen 
erfahrungsgemäss schwerer, als wenn er die erwachsene Privatklägerin im 
Rahmen der Auseinandersetzung beschimpft hätte. Der Privatkläger war dem 
Beschuldigten aufgrund seines Alters sowohl körperlich als auch intellektuell 

Kantonsgericht Schwyz 41

unterlegen. Im Quervergleich zu typischen, unter dieselbe Gesetzesbestim-
mung fallenden Taten erscheint das vorliegende Delikt, trotz des insgesamt 
leichten Verschuldens, aufgrund der Tatfolgen nicht als derart unerheblich, 
dass die Strafbedürftigkeit offensichtlich fehlen würde. Folglich liegen die Vor-
aussetzungen für eine Strafbefreiung gemäss Art. 52 StGB nicht vor.

c) Zusammenfassend liegen weder Strafbefreiungsgründe gemäss Art. 177 
Abs. 2 StGB noch nach Art. 52 StGB vor, weshalb der Beschuldigte für die 
Beschimpfung zu bestrafen ist. 

8. a) Die Vorinstanz auferlegte für die Beschimpfung eine bedingte Gelds-
trafe von 5 Tagessätzen zu Fr. 50.00 und eine Verbindungsbusse von 
Fr. 60.00 (angef. Urteil E. 6.b). 

b) aa) Der Beschuldigte machte sich der Beschimpfung im Sinne von 
Art. 177 Abs. 1 StGB schuldig. Das Delikt hat einen Strafrahmen von bis zu 90 
Tagessätzen Geldstrafe und sieht keine andere Strafart vor. Für die Be-
schimpfung ist daher zwingend eine Geldstrafe auszusprechen und der Straf-
rahmen beträgt 3 bis 90 Tagessätze (Art. 34 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 177 
Abs. 1 StGB).

bb) Wie bereits dargelegt bemisst das Gericht gemäss Art. 47 Abs. 1 StGB 
die Strafe innerhalb des anzuwendenden Strafrahmens nach dem Verschul-
den des Täters und berücksichtigt dabei sein Vorleben, seine persönlichen 
Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf sein Leben (vgl. E. 7.b.cc f. 
oben). Die Straftat wird unter den Gesichtspunkten von objektiver Tatschwere 
und subjektivem Verschulden bewertet. Die objektive Tatschwere beschreibt 
die Tat, wie sie nach aussen in Erscheinung tritt. Das Gericht bewertet diese 
objektiv festgestellten Tatsachen nach strafrechtlichen Kriterien (Mathys, Leit-
faden Strafzumessung, 2. A. 2019, Rn. 77). Dabei ist es aber nicht gehalten, 

Kantonsgericht Schwyz 42

in Zahlen oder Prozentpunkten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumes-
sungskriterien gewichtet (BGE 136 IV 55 E. 5.6).

c) aa) Die Vorinstanz erachtete für die Beschimpfung eine Strafe von 5 
Tagessätzen Geldstrafe und eine Verbindungsbusse von Fr. 60.00 als ange-
messen (angef. Urteil, E. 6.b). Der Beschuldigte machte keine Eventualaus-
führungen zum Strafmass im Falle einer Verurteilung (vgl. KG-act. 33/1).

bb) Hinsichtlich des Verschuldens des Täters und der Täterkomponente ist 
auf die Ausführungen oben zu verweisen. Das Verschulden des Beschuldigten 
ist in objektiver und subjektiver Hinsicht als leicht einzuordnen und die Täter-
komponente hat keinen Einfluss auf die Strafe (vgl. E. 7.b.ee f. oben). Dem 
Verschulden entsprechend ist die Einsatzstrafe im untersten Drittel des Straf-
rahmens und in Übereinstimmung mit der Vorinstanz auf 5 Tagessätze festzu-
setzen.

d) Die Vorinstanz legte die Tagessatzhöhe auf Fr. 50.00 fest (angef. Urteil 
E. 6.b). Der Beschuldigte machte keine Ausführungen betreffend die Tages-
satzhöhe im Falle eines Schuldspruchs (vgl. KG-act. 33/1). Ein Tagessatz 
Geldstrafe beträgt in der Regel mindestens 30 Franken und höchsten 3000 
Franken. Das Gericht bestimmt die Höhe des Tagessatzes nach den persönli-
chen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters im Zeitpunkt des Urteils, 
namentlich nach Einkommen und Vermögen, Lebensaufwand, allfälligen Fa-
milien- und Unterstützungspflichten sowie nach dem Existenzminimum (Art. 34 
Abs. 2 StGB). 

Unter Berücksichtigung des monatlichen Einkommens des Beschuldigten in 
der Höhe von Fr. 2’900.00 und den Unterhaltsverpflichtungen gegenüber sei-
nem Sohn und seiner Ex-Frau erscheint eine Tagessatzhöhe von Fr. 50.00 in 
Übereinstimmung mit dem vorinstanzlichen Urteil angemessen. 

Kantonsgericht Schwyz 43

9. a) Die Vorinstanz erkannte eine bedingte Geldstrafe (angef. Urteil 
E. 6.b). Der Beschuldigte äusserte sich hinsichtlich des Vollzugs der Strafe im 
Falle eines Schuldspruchs nicht (vgl. KG-act. 33/1). 

b) In Anwendung des Grundsatzes „reformatio in peius“, wonach ein Ent-
scheid nicht zum Nachteil der beschuldigten Person abgeändert werden darf, 
wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen wurde (Art. 391 Abs. 2 
StPO), ist der vorinstanzlich ausgefällte bedingte Vollzug der Geldstrafe zu 
bestätigten. Eine diesbezügliche Prüfung der vorinstanzlichen Erwägungen 
erübrigt sich somit.

10. a) Die Vorinstanz auferlegte für die begangene Beschimpfung zusätzlich 
zur Geldstrafe eine Verbindungsbusse von Fr. 60.00 mit der Begründung, 
dass bei bedingten Geldstrafen gestützt auf Art. 42 Abs. 4 StGB i.V.m. 
Art. 106 StGB praxisgemäss eine Verbindungsbusse ausgesprochen werde 
(angef. Urteil E. 6.b). 

b) Laut Art. 42 Abs. 4 StGB kann eine bedingte Strafe mit einer Busse 
nach Art. 106 StGB verbunden werden. Bei der Bestimmung handelt es sich 
um eine Kann-Bestimmung. Mit der Verbindungsbusse soll im Bereich der 
Massendelinquenz die Möglichkeit geschaffen werden, eine spürbare Sankti-
on zu verhängen. Die Bestimmung dient in erster Linie dazu, die Schnittstel-
lenproblematik zwischen der gemäss Art. 105 Abs. 1 StGB stets unbedingten 
Busse für Übertretungen und der bedingten Geldstrafe für Vergehen zu ent-
schärfen. Auf Massendelikte, die im untersten Bereich bloss mit Bussen ge-
ahndet werden, soll auch mit einer unbedingten Sanktion reagiert werden 
können, wenn sie die Schwelle zum Vergehen überschreiten. Im Bereich der 
leichteren Kriminalität, verhilft Art. 42 Abs. 4 StGB somit zu einer rechtsglei-
chen Sanktionierung. Die Verbindungsbusse trägt ferner dazu bei, das unter 

Kantonsgericht Schwyz 44

spezial- und generalpräventiven Gesichtspunkten eher geringe Drohpotential 
der bedingten Geldstrafe zu erhöhen. Dem Verurteilten soll ein Denkzettel 
verabreicht werden können, um ihm den Ernst der Lage vor Augen zu führen 
und zugleich zu zeigen, was bei Nichtbewährung droht (BGE 146 IV 145 
E. 2.2).

c) Beim Delikt der Beschimpfung handelt es sich um ein Vergehen und 
nicht um eine Übertretung (Riklin, in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Strafrecht II, 4. A. 2019, Art. 177 StGB N 18). Ist der Tatbestand der 
Beschimpfung erfüllt, wird diese immer mit einer Geldstrafe geahndet. Damit 
ist eine rechtsgleiche Sanktionierung in sämtlichen Fällen gewährleistet, wes-
halb es sich nicht rechtfertig, im Sinne der Rechtsgleichheit zusätzlich eine 
Verbindungsbusse auszufällen. Auch unter präventiven Gesichtspunkten be-
steht keine Veranlassung, dem Beschuldigten einen Denkzettel zu erteilen, 
um ihm den Ernst der Lage vor Augen zu führen. Der Beschuldigte ist nicht 
vorbestraft und machte anlässlich der Berufungsverhandlung einen reflektier-
ten Eindruck (vgl. E. 5.e.cc oben).

d) Zusammenfassend erweist sich die Ausfällung einer Verbindungsbusse 
entgegen der Vorinstanz als nicht angemessen. 

11. a) Die Privatklägerin machte geltend, der Beschuldigte habe sie fotogra-
fiert, während sie telefoniert habe und sich daher strafbar gemacht. Sie wisse 
nicht, wem der Beschuldigte diese Bilder zeige und sie bitte das Gericht um 
eine Prüfung gemäss Art. 28a ZGB (KG-act. 33/3). 

b) Die Privatklägerin hatte bis zum Abschluss des Vorverfahrens die Mög-
lichkeit, allfällige privatrechtliche Ansprüche geltend zu machen, die aus der 
Straftat abgeleitet werden (Art. 118 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 119 Abs. 2 lit. b 
StPO). Anlässlich der Vorinstanz machte die Privatklägerin Genugtuungs- und 

Kantonsgericht Schwyz 45

Entschädigungsansprüche geltend, die von der Vorinstanz auf den Zivilweg 
verwiesen wurden (angef. Urteil E. 7). Die Dispositivziffer betreffend den Ver-
weis der Zivilforderung auf den Zivilweg wurde im Berufungsverfahren nicht 
angefochten und erwuchs daher bereits in Rechtskraft (vgl. E. 1 oben). Sollte 
sie eine Strafanzeige erstatten wollen, hätte diese bei der Polizei oder Staats-
anwaltschaft zu erfolgen (Art. 301 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 304 Abs. 1 StPO). 
Auf die diesbezüglichen Ausführungen der Privatklägerin ist daher nicht weiter 
einzugehen.

12. a) aa) Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so 
befindet sie darin auch über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung 
(Art. 428 Abs. 3 StPO). Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte 
Person die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird.

bb) Das vorinstanzliche Urteil ist nur teilweise zu bestätigen. In Bezug auf 
den Schuldspruch betreffend die Tätlichkeit sowie hinsichtlich der ausgespro-
chenen Busse in der Höhe von Fr. 560.00 ist es abzuändern. Die Vorinstanz 
sprach den Beschuldigten der Tätlichkeit und der Beschimpfung schuldig. 
Hinsichtlich des Anklagevorwurfs der Verletzung der Privatklägerin durch den 
Möbelwurf (Sachverhaltsteil lit. a) sprach sie ihn frei und auferlegte ihm sämtli-
che Verfahrenskosten (angef. Urteil E. 8). 

Wird die beschuldigte Person bei einer Mehrzahl strafbarer Handlungen teil-
weise schuldig gesprochen und teilweise freigesprochen, so sind die Verfah-
renskosten anteilsmässig der beschuldigten Person, dem Staat und gegebe-
nenfalls der Privatklägerschaft aufzuerlegen (Domeisen, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozess-
ordnung, 3. A. 2023, Art. 426 StPO N 6). Da der Beschuldigte lediglich in Be-
zug auf die Beschimpfung (Sachverhaltsteil lit. b) schuldig zu sprechen und 
hinsichtlich der übrigen beiden Sachverhaltsteile (lit. a und c) freizusprechen 

Kantonsgericht Schwyz 46

ist sowie unter Berücksichtigung, dass die Zivilforderungen der Privatkläger 
auf den Zivilweg verwiesen wurden, rechtfertigt es sich, die Untersuchungs-
kosten und die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von Fr. 4’020.00 dem 
Beschuldigten anteilsmässig zu einem Viertel (Fr. 1’005.00) aufzuerlegen. Im 
Übrigen (Fr. 3’015.00) gehen die Kosten zulasten des Staates.

b) aa) Die Kosten des Berufungsverfahrens sind den Parteien nach Mass-
gabe des Obsiegens und Unterliegens aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). In 
Anbetracht seiner Anträge obsiegt der Beschuldigte lediglich hinsichtlich des 
Freispruchs betreffend die Tätlichkeit und unterliegt mit seinen übrigen Anträ-
gen. Insgesamt rechtfertigt es sich daher, die Kosten des Berufungsverfah-
rens von Fr. 3’000.00 dem Beschuldigten zu zwei Dritteln (Fr. 2’000.00) auf-
zuerlegen. Im Übrigen (Fr. 1’000.00) gehen die Kosten zulasten des Staates. 

bb) Gemäss dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 
280.411) beträgt das Honorar in Strafsachen vor dem Kantonsgericht als Be-
rufungsinstanz Fr. 300.00 bis Fr. 12’000.00 (§ 13 lit. c GebTRA). Innerhalb 
dieses Tarifrahmens bestimmt sich die Höhe des Honorars nach der Wichtig-
keit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang und der Art der Arbeits-
leistung sowie dem notwendigen Zeitaufwand (§ 2 Abs. 1 GebTRA). Der Ver-
teidiger reichte für seine Aufwendungen im Berufungsverfahren eine Honorar-
note für 29:34 Stunden über Fr. 7’579.04 inkl. Auslagen ein (KG-act. 33/2). 
Darin führte er eine provisorische Position von zweieinhalb Stunden für die 
Berufungsverhandlung auf, die lediglich knapp zwei Stunden dauerte (KG-
act. 33). Diese Position ist entsprechend zu kürzen. Ebenfalls überhöht er-
scheinen die insgesamt berechneten neuneinhalb Stunden für die zehnseitige 
Berufungserklärung (KG-act. 5) und die zehn Stunden für das zehnseitige 
Plädoyer (KG-act. 33/1). Diese Positionen erscheinen auch unter Berücksich-
tigung des Umstands, dass Rechtsanwalt B.________ das Mandat erst im 
Berufungsverfahren übernahm, nicht angemessen, zumal er zusätzlich zu den 

Kantonsgericht Schwyz 47

berechneten Stunden für die Arbeit an den beiden Schriftsätzen noch weitere 
Positionen für sein Aktenstudium in der Honorarnote aufführte. In Anbetracht 
der Wichtigkeit der Streitsache und ihrer Schwierigkeit erscheint diese Hono-
rarnote überhöht und mithin nicht angemessen (§ 6 Abs. 1 Satz 2 GebTRA), 
weshalb die Vergütung nach pflichtgemässem Ermessen festzusetzen ist (§ 6 
Abs. 1 Satz 3 GebTRA). In Anwendung der oben genannten Kriterien ist die 
Vergütung des Verteidigers auf pauschal Fr. 5’000.00 (inkl. Auslagen und 
MWST) festzulegen. Dies ist für die zehnseitige Berufungserklärung (KG-
act. 5), das Wiedererwägungsgesuch (KG-act. 22), das zehnseitige Plädoyer 
(KG-act. 33/1), die Teilnahme an der knapp zweistündigen Berufungsverhand-
lung (KG-act. 33) und die übrigen Kurzaufwendungen (vgl. KG-act. 33/2) so-
wie angesichts der beschränkten tatsächlichen und beweisrechtlichen Schwie-
rigkeiten sowie der minderen Wichtigkeit der vorliegenden Angelegenheit an-
gemessen (§ 2 Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1 GebTRA). Der Kostenverteilung im 
Berufungsverfahren (vgl. E. 12.b.aa oben) folgend ist der Verteidiger im Um-
fang von einem Drittel (Fr. 1’667.00) aus der Kantonsgerichtskasse zu ent-
schädigen;-

Kantonsgericht Schwyz 48

beschlossen: 

1. Das Gesuch von A.________ um Bestellung einer amtlichen Verteidi-
gung für das Berufungsverfahren wird abgewiesen. 

2. Das Gesuch von D.________ um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Bestellung eines Rechtsbeistands in der Person 
von Rechtsanwältin E.________ wird abgewiesen. 

3. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Küssnacht vom 
17. Juni 2024 (SGO 2024 1) wie folgt in Rechtskraft erwuchs: 

1. A.________ wird vom Vorwurf der mehrfachen Körperverletzung im 
Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB von Schuld und Strafe freigesprochen. 

2. […]

3. […]

4. Die Zivilforderung der Privatkläger wird auf den Zivilweg verwiesen. 

5. a. […]

b. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

6. Mit dem Vollzug dieses Urteils wird das Amt für Justizvollzug des Kan-
tons Schwyz beauftragt.

[…]

Kantonsgericht Schwyz 49

sowie erkannt:

In teilweiser Gutheissung der Berufung wird das Urteil des Bezirksgerichts 
Küssnacht vom 17. Juni 2024 (SGO 2024 1) in den Dispositivziffern 2 a), 3 b) 
und 5 a) aufgehoben sowie in den Dispositivziffern 2 b) und 3 a) bestätigt und 
im Sinne von Art. 408 Abs. 1 StPO wie folgt neu verkündet: 

1. A.________ wird der Beschimpfung im Sinne von Art. 177 Abs. 1 StGB 
schuldig gesprochen. 

2. Vom Vorwurf der Tätlichkeit im Sinne von Art. 126 Abs. 1 StGB wird 
A.________ freigesprochen. 

3. A.________ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu 
Fr. 50.00.

4. Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von 2 Jahren aufge-
schoben. 

5. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von insgesamt Fr. 4’020.00 
(bestehend aus den Strafuntersuchungskosten in der Höhe von 
Fr. 2’020.00 sowie den Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 2’000.00) 
werden A.________ zu 1/4 (= Fr. 1’005.00) auferlegt und gehen im Üb-
rigen zu Lasten des Staates. 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 3’000.00 werden 
A.________ zu 2/3 (= Fr. 2’000.00) auferlegt und gehen im Übrigen zu 
Lasten des Staates. 

Kantonsgericht Schwyz 50

7. Rechtsanwalt B.________ wird für das Berufungsverfahren aus der Kan-
tonsgerichtskasse mit Fr. 1’667.00 (1/3 von Fr. 5’000.00) entschädigt.

8. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach 
Art. 78 ff. des Bundesgerichtsgesetzes (BGG) Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden. Die Be-
schwerdeschrift muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.

9. Zufertigung an Rechtsanwalt B.________ (2/R), Rechtsanwältin 
E.________ (2/R), D.________ als gesetzliche Vertreterin von 
F.________ (1/R), die Staatsanwaltschaft (1/A an die 2. Abteilung 
sowie 1/R an die Amtsleitung/zentraler Dienst) und an die Vorinstanz 
(1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, unter 
Rückgabe der Akten), das Amt für Justizvollzug (1/R, zum Vollzug), die 
Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv) und elektronisch an die KOST 
(Strafregister).

Namens der Strafkammer
Der Kantonsgerichtspräsident Die a.o. Gerichtsschreiberin

Versand 16. September 2025  kau