# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f826bbf2-c8e3-545d-9818-d98118d84ed1
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.08.2010 C-2169/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2169-2008_2010-08-09.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2169/2008/str
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  A u g u s t  2 0 1 0

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), 
Richterin Madeleine Hirsig, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Verfügung vom 29. November 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2169/2008

Sachverhalt:

A.
Der 1956 geborene, in seiner Heimat Spanien wohnhafte X._______ 
(im Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) war von 1979 bis 
1992 in der Schweiz als Fabrikarbeiter tätig und entrichtete während 
dieser Zeit die obligatorischen Beiträge an die Schweizerische Alters-,  
Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  (AHV/IV;  Vorakten  [ im 
Folgenden: act.]  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im  Ausland  [im 
Folgenden: IVSTA oder  Vorinstanz]  1  und  30).  Nachdem er  am 27. 
November  2006  (Eingangsdatum)  eine  Rente  des  spanischen 
Versicherungsträgers beantragt hatte, meldete er sich bei diesem am 
30.  Januar  2007  mit  dem  Formular  E  204  auch  zum  Bezug  einer 
Schweizer IV-Rente an (act. 4); dieses Formular ging zusammen mit 
weiteren Unterlagen am 13. Februar 2007 bei der Vorinstanz ein (act. 4 
bis 7).

B.
Nach Eingang des Ergänzungsformulars vom 4. Mai 2007 (act. 10 und 
11),  zweier  Fragebogen  für  den  Arbeitgeber  und  den  Versicherten 
sowie  zahlreicher  medizinischer  Dokumente  (act. 14,  15,  17 bis  29) 
gab Dr. med. A._______, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom medi-
zinischen  Dienst  der  IVSTA am 24.  September  2007  eine  Stellung-
nahme  ab  (act.  31).  Gestützt  auf  dessen  Beurteilung,  wonach  der 
Versicherte ab 19. Oktober 2006 in seiner bisherigen Tätigkeit zu 70 % 
arbeitsunfähig sei und in einer leidensadaptierten Verweisungstätigkeit 
keine Einschränkung bestehe, erstellte die IVSTA am 9. Oktober 2007 
einen Einkommensvergleich, der einen Invaliditätsgrad (im Folgenden 
auch: IV-Grad)  von  28 %  ergab  (act.  33).  Gestützt  auf  diese  Ab-
klärungen teilte die Vorinstanz dem Versicherten mit Vorbescheid vom 
11. Oktober  2007  mit,  dass  die  zuletzt  ausgeübte  Erwerbstätigkeit 
aufgrund  der  Gesundheitsbeeinträchtigung  zwar  nicht  mehr,  die 
Ausübung einer den Behinderungen angepassten Verweisungstätigkeit 
aber noch in rentenausschliessender Weise zumutbar sei (act. 34).

C.
Mit Schreiben vom 2. November 2007 liess der Versicherte, vertreten 
durch Advokat C._______, der IVSTA mitteilen, es sei beabsichtigt, die 
noch  zu  erstellende  Verfügung  anzufechten,  sobald  sie  formgerecht 
zugestellt worden sei (act. 37). In der Folge erliess die Vorinstanz am 

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29.  November  2007  eine  den  Vorbescheid  vom  11.  Oktober  2007 
bestätigende Verfügung (act. 38).

D.
Mit  Eingabe vom 28. März 2008 liess der Versicherte,  nun vertreten 
durch  Advokat  Y._______,  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde gegen die Verfügung vom 29. November 2007 erheben und 
beantragen,  die  angefochtene Verfügung sei  aufzuheben und es sei 
ihm  ab  dem  Zeitpunkt  der  Anmeldung  (27. November  2006)  unter 
Anerkennung  einer  rentenberechtigenden  Invalidität  eine  Rente  "in 
gesetzlicher Höhe" auszurichten (act. im Beschwerdeverfahren [im Fol-
genden: B-act.] 1).

Zur Begründung der Anträge wurde im Wesentlichen ausgeführt,  die 
starken, andauernden Schmerzen des Beschwerdeführers (lumbal, in 
den Hüften  und  an  den  Knien)  hätten  auch  psychosomatische Aus-
wirkungen,  was von Dr. med. A._______ nicht  überprüft  worden sei. 
Dieser habe jedenfalls keinen Psychiater einbezogen. Das Gutachten 
von Dr. med. D._______ und die weiteren ärztlichen Unterlagen aus 
Spanien  bestätigten  die  schweren  orthopädischen  und  arthrotischen 
Erkrankungen des Beschwerdeführers. Das Formular  E 213 sei  vom 
medizinischen Dienst  vollkommen ausser Acht  gelassen worden und 
die  Ablehnung der  IV-Rente  sei  ohne jegliche medizinische  Begrün-
dung resp. willkürlich erfolgt. Um eine gerechte Invaliditätsbemessung 
durchführen  zu  können,  brauche  es  eine  Untersuchung  durch 
Schweizer  Ärzte,  die  mit  dem  schweizerischen  Massstab  vertraut 
seien  und  eine  entsprechende  medizinische  Bewertung  durchführen 
könnten. Es sei davon auszugehen, dass beim Beschwerdeführer bei 
korrekter und detailgenauer Bewertung aller spanischer medizinischer 
Gutachten  und  Berichte  oder  bei  einer  Untersuchung  in  einem 
schweizerischen Spital durch neutrale Fachärzte ein IV-Grad ermittelt  
werden könne,  der  mit  Sicherheit  zu  einer  IV-Rente führe. Seit  dem 
26. Oktober 2006 erhalte der Beschwerdeführer auch vom spanischen 
Versicherungsträger eine Rente.

E.
In ihrer Vernehmlassung vom 5. Juni 2008 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde (B-act. 3).

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die beschwerde-
weise  eingereichten  ärztlichen  Berichte  würden  lediglich  bereits  be-
kannte Diagnosen bestätigen und keine neuen Sachverhaltselemente 

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liefern,  weshalb vollumfänglich  auf  die  der  angefochtenen Verfügung 
zugrunde  liegende  Stellungnahme  des  beurteilenden  IV-Arztes  (Dr. 
med. A._______)  verwiesen  werden  könne. Angesichts  der  ausführ-
lichen  medizinischen  Dokumentation  sei  von  weiteren  Abklärungen 
abzusehen und auf die bestehenden Akten abzustellen.

F.
Mit  Zwischenverfügung  vom  13.  Juni  2008  wurde  der  Beschwerde-
führer  vom  Instruktionsrichter  unter  Hinweis  auf  die  Säumnisfolgen 
aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 400.- zu leisten (B-act. 4); 
dieser Aufforderung kam der Beschwerdeführer in der Folge nach (B-
act. 6 und 7).

G.
Nachdem  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Eingabe  vom 
18. August  2008 verspätet  um Erstreckung der Frist  zur Einreichung 
der Replik hatte ersuchen lassen (B-act. 6) und und mit Verfügung vom 
25. August 2008 eine neue Replikfrist angesetzt worden war (B-act. 8), 
liess  er replicando am  13. September  2008  weitere  Ausführungen 
machen  und  sinngemäss  an  seinen  beschwerdeweise  gestellten 
Anträgen festhalten (B-act. 9). In der Folge hielt auch die Vorinstanz in 
ihrer  Duplik  vom  27.  Oktober  2008  am  Antrag  auf  Abweisung  der 
Beschwerde fest (B-act. 11).

H.
Mit  Verfügung vom 3. November 2008 schloss der Instruktionsrichter 
den Schriftenwechsel.

I.
Auf  den  weiteren  Inhalt  der  Akten  sowie  der  Rechtsschriften  der 
Parteien ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  Bundesgesetz  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Ver-
waltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  soweit  das  Verwaltungs-
gerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) nichts anderes 

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bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in 
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmun-
gen  des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. 
Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmungen dieses Gesetzes auf die 
bundesgesetzlich  geregelten Sozialversicherungen  anwendbar,  wenn 
und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vorsehen. 
Nach Art. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-
versicherung (IVG, SR 831.20) sind die Bestimmungen des ATSG auf 
die Invalidenversicherung anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das 
IVG nicht  ausdrücklich  eine  Abweichung  vom ATSG vorsieht.  Dabei 
finden  nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  in 
formellrechtlicher  Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangs-
bestimmungen grundsätzlich diejenigen Verfahrensregeln Anwendung, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

1.2 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  VwVG. Zu  den  anfecht-
baren Verfügungen gehören jene der IVSTA, die eine Vorinstanz des 
Bundesverwaltungsgerichts  darstellt  (Art.  33  Bst.  d  VGG;  vgl.  auch 
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet an-
geht, ist in casu nicht gegeben (Art. 32 VGG).

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl.  Art. 
38 ff. und Art. 60 ATSG sowie Art. 52 VwVG). Als  Adressat  der  an-
gefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer berührt und hat ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  (vgl. 
Art.  59  ATSG). Nachdem auch der  Kostenvorschuss fristgerecht  ge-
leistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.4 Das Bundesverwaltungsgericht  prüft  die Verletzung von Bundes-
recht einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Er-
messens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).

1.5 Anfechtungsobjekt  bildet  die  Verfügung  der  Vorinstanz  vom 
29. November 2007, mit welcher der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf  eine  Rente  abgewiesen  wurde.  Streitig  und  zu  prüfen  ist  der 
Rentenanspruch  des  Beschwerdeführers  und  in  diesem Zusammen-
hang insbesondere, ob die Vorinstanz den Sachverhalt  rechtsgenüg-
lich abgeklärt und gewürdigt hat. 

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2.

2.1 Der  Beschwerdeführer  ist  spanischer  Staatsangehöriger  mit 
Wohnsitz in Spanien, so dass vorliegend das Abkommen zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft  andererseits  über die Freizügigkeit  vom 21. Juni  1999 
(Freizügigkeitsabkommen,  im  Folgenden: FZA,  SR  0.142.112.681) 
anwendbar ist  (Art. 80a IVG). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die 
verschiedenen  älteren  bilateralen  Abkommen  zwischen  der  Schwei-
zerischen  Eidgenossenschaft  und  den  einzelnen  Mitgliedstaaten  der 
Europäischen  Union  (EU)  insoweit  aus,  als  darin  derselbe  Sach-
bereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden 
die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbesondere die 
Gleichbehandlung  aller  Mitglieder  der  Vertragsstaaten  zu  gewähr-
leisten. Nach  Art.  3  Abs. 1  der  Verordnung  (EWG)  Nr. 1408/71  des 
Rates vom 14. Juni 1971 (SR 0.831.109.268.1) haben die Personen, 
die im Gebiet eines Mitgliedstaates wohnen, für die diese Verordnung 
gilt, die gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften 
eines  Mitgliedstaates  wie  die  Staatsangehörigen  dieses  Staates 
selbst,  soweit  besondere  Bestimmungen  dieser  Verordnung  nichts 
anderes vorsehen. Dabei ist im Rahmen des FZA und der Verordnung 
auch die Schweiz als "Mitgliedstaat" zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 von 
Anhang II des FZA). Demnach richtet sich die Bestimmung der Inva-
lidität und die Berechnung der Rentenhöhe auch im Geltungsbereich 
des FZA nach schweizerischem Recht ( BGE 130 V 253 E. 2.4).

2.2 Am  1.  Januar  2008  sind  im  Rahmen  der  5.  IV-Revision  Ände-
rungen des IVG und anderer Erlasse wie des ATSG in Kraft getreten. 
Weil in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtli -
cher Regelungen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich 
sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts -
folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 220 Erw. 
3.1.1, 131 V 11 Erw. 1), ist der Leistungsanspruch für die Zeit bis zum 
31. Dezember 2007 aufgrund der bisherigen und ab diesem Zeitpunkt 
nach  den  neuen  Normen  zu  prüfen  (pro  rata  temporis; BGE 130  V 
445).

Die  5. IV-Revision  brachte  für  die  Invaliditätsbemessung  keine  sub-
stanziellen  Änderungen  gegenüber  der  bis  zum 31. Dezember  2007 
gültig gewesenen Rechtslage, so dass die zur altrechtlichen Regelung 
ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (vgl. Urteil des 

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Bundesgerichts  [im  Folgenden: BGer]  8C_373/2008  vom 28. August 
2008  Erw. 2.1).  Neu  normiert  wurde  dagegen  der  Zeitpunkt  des 
Rentenbeginns,  der  –  sofern  die  entsprechenden  Anspruchsvoraus-
setzungen gegeben sind – gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (in der Fassung 
der  5. IV-Revision)  frühestens  sechs  Monate  nach  Geltendmachung 
des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG entsteht. Trat der 
Versicherungsfall allerdings vor dem 1. Januar 2008 ein und wurde die 
Anmeldung bis spätestens am 31. Dezember 2008 eingereicht, so gilt 
das alte Recht (vgl. auch Rundschreiben Nr. 253 des Bundesamtes für 
Sozialversicherungen  vom  12. Dezember  2007  [5. IV-Revision  und 
Intertemporalrecht]). 

Im  vorliegenden  Verfahren  finden  demnach  grundsätzlich  jene  Vor-
schriften Anwendung, die bei Eintritt des Versicherungsfalles, spätes-
tens jedoch bei Erlass der Verfügung vom 29. November 2007 in Kraft 
standen; weiter aber auch solche Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt 
bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung eines 
allenfalls früher entstandenen Rentenanspruchs von Belang sind (das 
IVG ab dem 1. Januar 2004 in der Fassung vom 21. März 2003 [AS 
2003 3837; 4. IV-Revision] und ab dem 1. Januar 2008 in der Fassung 
vom 6. Oktober 2006 [AS 2007 5129; 5. IV-Revision]; die IVV in den 
entsprechenden Fassungen der 4. und 5. IV-Revision [AS 2003 3859 
und  2007  5155]).  Hinsichtlich  des  Zeitpunkt  des  Rentenbeginns  gilt  
das alte Recht, da vorliegend der Versicherungsfall vor dem 1. Januar 
2008 eingetreten ist und sich der Beschwerdeführer vor dem 31. De-
zember 2008 angemeldet hat.

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde, ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), 
die  Folge  von  Geburtsgebrechen,  Krankheit  oder  Unfall  sein  kann 
(Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität ist somit der durch einen Gesundheits-
schaden  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  oder  Ein-
gliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen  Arbeitsmarkt  resp.  der  Möglichkeit,  sich  im  bisherigen 
Aufgabenbereich  zu  betätigen.  Der  Invaliditätsbegriff  enthält  damit 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit)  und  ein  wirtschaftliches  im 
weiteren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der 
Erwerbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). 

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Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise 
Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Ar-
beit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in 
einem  anderen  Beruf  oder  Aufgabenbereich  berücksichtigt  (Art.  6 
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer  Behandlung  und  Eingliederung  verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70 %,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf  eine Viertelsrente. Hieran hat  die  5. IV-Revision nichts  geändert 
(Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung). Laut Art. 28 
Abs. 1ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig gewesenen Fas-
sung) bzw. Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) wer-
den  Renten,  die  einem  Invaliditätsgrad  von  weniger  als  50 %  ent-
sprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz 
und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, so-
weit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine  abweichende  Rege-
lung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für die 
Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, so-
fern sie in  einem Mitgliedstaat  der EU Wohnsitz  haben (BGE 130 V 
253 E. 2.3 und 3.1). Nach der Rechtsprechung des Eidgenössischen 
Versicherungsgerichts (EVG; seit dem 1. Januar 2007: Bundesgericht) 
stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszahlungsvorschrift, sondern 
eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar (BGE 121 V 275 E. 6c).

2.5 Nach Art. 48 IVG (mit Wirkung ab 1. Januar 2008 durch Ziff. I des 
IVG vom 6. Oktober 2006 aufgehoben [5. IV-Revision; AS 2007 5129]) 
erlischt der Anspruch auf Nachzahlung mit dem Ablauf von fünf Jahren 
seit  Ende  des  Monats,  für  welchen  die  Leistung  geschuldet  war 
(Abs. 1). Meldet  sich  jedoch ein  Versicherter  mehr  als  zwölf  Monate 
nach Entstehen des Anspruchs zum Leistungsbezug,  so werden die 
Leistungen lediglich für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Mo-

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nate  ausgerichtet  –  abgesehen  von einer  Ausnahme,  die  vorliegend 
ohne Belang ist.

Vorliegend ist  demnach zu prüfen,  ob der Beschwerdeführer spätes-
tens am 30. Januar 2006, d.h. zwölf  Monate vor der Antragsstellung 
(vgl.  Bst.  A. hiervor),  Anspruch  auf  Leistungen  der  IV  erworben  hat 
oder  ob  ein  solcher  Anspruch  danach  bis  zum  Erlass  der 
angefochtenen Verfügung (29. November 2007) entstanden ist.

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti -
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben worden  ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge  und  in  der  Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-
folgerungen des Experten begründet  sind. Ausschlaggebend für  den 
Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweis-
mittels  noch  die  Bezeichnung  der  eingereichten  oder  in  Auftrag  ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a).

2.7 Berichten  und  Gutachten  versicherungsinterner  Ärzte  kommt 
Beweiswert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar 
begründet  sowie  in  sich  widerspruchsfrei  sind  und  keine  Indizien 
gegen  ihre  Zuverlässigkeit  besteht.  Die  Tatsache  allein,  dass  der 
befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger 
steht,  lässt  nicht  schon  auf  mangelnde  Objektivität  und  auf 
Befangenheit  schliessen.  Es  bedarf  vielmehr  besonderer  Umstände, 
welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv 
als  begründet  erscheinen  lassen  (BGE  125  V  351  E.  3b/ee  mit 
Hinweisen).

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Den  Stellungnahmen  der  RAD  oder  der  ärztlichen  Dienste  der  IV-
Stellen kommt nur dann materiell Gutachtensqualität zu, wenn sie den 
allgemeinen  beweisrechtlichen  Anforderungen  an  einen  ärztlichen 
Bericht genügen (vgl. Urteil des EVG I 694/05 vom 15. Dezember 2006 
E. 2). Andernfalls kommt derartigen Berichten nicht volle Beweiskraft  
zu. Die Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persön-
lichen  und  fachlichen  Qualifikationen  verfügen  (Urteile  des  BGer  I 
142/07 vom 20. November 2007 E. 3.2.3 und I  362/06 vom 10. April 
2007 E. 3.2.1), spielt doch die fachliche Qualifikation des Experten für  
die  richterliche  Würdigung  einer  Expertise  eine  erhebliche  Rolle. 
Bezüglich der medizinischen Stichhaltigkeit eines Gutachtens müssen 
sich  Verwaltung  und  Gerichte  auf  die  Fachkenntnisse  des  Experten 
verlassen  können.  Deshalb  ist  für  die  Eignung  eines  Arztes  als 
Gutachter  in  einer  bestimmten  medizinischen  Disziplin  ein  ent-
sprechender  spezialärztlicher  Titel  des  berichtenden  oder  zumindest 
des  den Bericht  visierenden Arztes  vorausgesetzt  (Urteil  des  EVG I 
178/00 vom 3. August 2000 E. 4a).

Nicht zwingend erforderlich ist, dass die versicherte Person untersucht 
wird. Nach Art. 49 Abs. 2 IVV führt  der RAD für  die Beurteilung der 
medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs nur "bei Be-
darf"  selber  ärztliche  Untersuchungen  durch.  In  den  übrigen  Fällen 
stützt er seine Beurteilung auf die vorhandenen ärztlichen Unterlagen 
ab. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist somit nicht an sich 
ein  Grund,  um einen RAD-Bericht  in  Frage zu stellen. Dies  gilt  ins-
besondere, wenn es im Wesentlichen um die Beurteilung eines fest -
stehenden medizinischen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche 
Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl.  
Urteile  des  BGer  9C_323/2009  vom  14.  Juli  2009  E.  4.3.1  sowie 
I 1094/06 vom 14. November 2007 E. 3.1.1, beide mit Hinweisen).

3.
Die IVSTA stützte  sich im Rahmen des Erlasses der  angefochtenen 
Verfügung vom 29. November 2007 insbesondere auf den Bericht von 
Dr. med. A._______, Facharzt in Allgemeinmedizin, vom medizinischen 
Dienst der IVSTA vom 24. September 2007 (act. 31). Dieser Bericht ist 
nachfolgend zusammengefasst wiederzugeben und zu würdigen.

3.1 Dr. med. A._______ stellte  –  nach Würdigung diverser  medizini-
scher Akten aus dem Ausland (act. 18 bis  29)  – die Hauptdiagnose 
einer  Coxarthrose  rechts  mehr  als  links  sowie  einen  Status  nach 

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Endoprothesenimplantation im Mai 2007. Unter "Nebendiagnose ohne 
Auswirkung  auf  die  Arbeitsfähigkeit"  führte  er  zusätzlich  eine  Gon-
arthrose  auf.  Diese  gestellten  Diagnosen  verkörpern  degenerative 
Leiden und stellen als  solche ein labiles pathologisches Geschehen 
dar  – also  Leiden,  die  sich  verschlimmern  oder  verbessern  können. 
Vorliegend gelangt demnach Art. 29 Abs. 1 Bst. b IVG (ab 1. Januar 
2008:  Art.  28  Abs.  1  Bst.  b  IVG)  zur  Anwendung,  wonach  der 
Rentenanspruch frühestens in dem Zeitpunkt entsteht, in welchem die 
versicherte  Person  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen 
Unterbruch  durchschnittlich  mindestens  zu  40 %  arbeitsunfähig  ge-
wesen ist.

3.2 Hinsichtlich des Einflusses der diagnostizierten gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen  auf  die  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  des  Be-
schwerdeführers berichtete Dr. med. A._______, die beidseitige Cox-
arthrose  gestatte  die  Fortführung  der  bisherigen  Arbeit  als  Fabrik-
arbeiter  auch  nach  einseitiger  prothetischer  Therapie  nicht  mehr;  in 
der  bisherigen Tätigkeit  bestehe eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit  seit 
dem 19. Oktober 2006. Eine leichte Verweisungstätigkeit in wechseln-
der, vorwiegend sitzender Stellung könne aber jederzeit, insbesondere 
nach der Operation, uneingeschränkt ausgeübt werden. 

3.3 Die  Stellungnahme  von  Dr.  med.  A._______  basiert  nicht  auf 
eigenen Untersuchungen und Befunderhebungen und ist  daher nicht 
als  Untersuchungsbericht  im  Sinne  von  Art.  49  Abs.  2  IVV  zu 
qualifizieren. Das Absehen von eigenen Untersuchungen ist allerdings 
noch kein Grund, um die Stellungnahme des medizinischen Dienstes 
in  Frage zu stellen. Auf  diese kann jedoch nur unter der  Bedingung 
abgestellt  werden,  dass  sie  den  allgemeinen  beweisrechtlichen  An-
forderungen  an  einen  ärztlichen  Bericht  genügt  und  zudem  der 
berichterstattende Arzt  über  die  im Einzelfall  gefragten persönlichen 
und fachlichen Qualifikationen verfügen (vgl. E. 2.7 hiervor).

Mit  Blick  auf  die  beim Beschwerdeführer  vorliegenden  Gesundheits-
beeinträchtigungen – insbesondere im orthopädischen Bereich – kann 
auf  die  Stellungnahme von Dr. med. A._______,  einem Facharzt  für 
Allgemeine Medizin, nicht ohne Weiteres abgestellt werden. Vorliegend 
wäre das Einholen von Berichten entsprechend ausgebildeter Spezial -
ärzte notwendig gewesen, da nur diese über das erforderliche Fach-
wissen verfügen, um die Leiden des Beschwerdeführers ausreichend 
beurteilen zu können. Mangels einer rechtsgenüglichen ärztlichen Be-

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urteilung der somatischen Beeinträchtigungen kann folglich nicht  mit 
der erforderlichen überwiegenden Wahrscheinlichkeit festgestellt  wer-
den,  in  welchem Ausmass  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist.

Hinzu kommt weiter,  dass sich  aus den Ausführungen von Dr. med. 
A._______  betreffend  die  Zumutbarkeit  der  bisherigen  Tätigkeit 
insofern ein Widerspruch ergibt, als er einerseits dafür hält, dass die 
beidseitige  Coxarthrose  die  Fortführung  der  bisherigen  Arbeit  auch 
nach  einseitiger  prothetischer  Therapie  nicht  mehr  gestatte  und 
andererseits  dennoch  bloss  eine  70%ige  Arbeitsunfähigkeit  in  der 
bisherigen Arbeitstätigkeit seit dem 19. Oktober 2006 attestiert.

Nicht klar erstellt ist zudem, ob die von Dr. med. A._______ genannte 
Gonarthrose  tatsächlich  als  Nebendiagnose  ohne  Auswirkungen  auf 
die Arbeitsfähigkeit  zu qualifizieren ist,  führen doch sowohl  Dr. med. 
F._______ als auch andere Ärzte aus Spanien die Gonarthrose nebst 
der beidseitigen Coxarthrose als Hauptdiagnosen auf (act. 23, 25 und 
26 Ziff. 7). Die Frage nach allfälligen Auswirkungen der Gonarthrose 
auf  die  Arbeitsfähigkeit  kann  anhand  der  vorliegenden  Akten  nicht 
schlüssig und widerspruchsfrei beantwortet werden.

3.4 Auch bei dem von Dr. med. F._______ verfassten Bericht vom 16. 
Januar  2007  (Formular  E  213;  act.  26)  dürfte  es  sich  –  wie  bei 
demjenigen von Dr. med. A._______ – um einen reinen Aktenbericht 
handeln,  was  zwar  grundsätzlich  nicht  gegen  dessen  Beweiskraft 
spricht  (vgl.  E. 2.7  und  3.3).  Da  aber  auch  dieser  Bericht  die  all-
gemeinen beweisrechtlichen Anforderungen nicht erfüllt, kann er eben-
falls nicht als rechtsgenügliche Entscheidgrundlage dienen. Weiter ist 
diesem Bericht  zwar  der  Name des Verfassers  zu entnehmen,  nicht 
jedoch, ob Dr. med. F._______ über die vorliegend unabdingbare fach-
liche Qualifikation verfügt.

Auch  wenn  die  Ausführungen  der  Dres.  med.  F._______  und 
A._______  in  zentralen  Punkten  weitgehend  übereinstimmen 
(Unzumutbarkeit der bisher ausgeübten Erwerbstätigkeit, Zumutbarkeit 
von  leidensangepsssten  Verweisungstätigkeiten),  kann  mangels 
ausreichender  fachlicher  Qualifikation  dieser  Ärzte  und  fehlender 
Gutachtensqualität  ihrer  Stellungnahmen  nicht  mit  überwiegender 
Wahrscheinlichkeit  festgestellt  werden,  ob  diese  Einschätzungen 
zutreffen.

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3.5 Weiter  ist  festzuhalten,  dass  auch  der  Bericht  von  Dr.  med. 
D._______ vom 20. Februar 2006 (act. 25) keine rechtsgenügliche Ent-
scheidgrundlage bietet. Zwar verfügt Dr. med. D._______ als Facharzt 
für Traumatologie über die erforderliche Fachqualifikation. Jedoch sind 
seine  Ausführungen,  wonach  der  Beschwerdeführer  in  sämtlichen 
Tätigkeiten  arbeitsunfähig  sein  soll,  nicht  schlüssig  und  nachvoll-
ziehbar, zumal Dr. med. D._______ auf eine einlässliche Begründung 
seiner Beurteilung verzichtet hat.

3.6 Schliesslich  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  die  weiteren  aus-
ländischen Arztberichte schon deshalb nicht ausreichend beweiskräftig 
sind, weil sie sich nicht zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit in der bis -
herigen, angestammten Tätigkeit oder in geeigneten Verweisungstätig-
keiten äussern (act. 18 bis 24, 27 bis 29).

4.
Die angefochtene Verfügung vom 29. November 2007 beruht damit in 
medizinischer Hinsicht  auf  einem unvollständig bzw. unkorrekt  ermit-
telten  Sachverhalt  (vgl.  Art.  49  Bst.  b  VwVG  und  Art.  49  ATSG), 
weshalb im vorliegenden Verfahren nicht beurteilt werden kann, ob ein 
Rentenanspruch  besteht.  Aus  diesem  Grund  hat  die  Vorinstanz  er-
gänzende  medizinische  Abklärungen  durchzuführen  und  den  Be-
schwerdeführer ärztlich begutachten zu lassen. Die Beantwortung der 
ungeklärten Fragen resp. die Klärung der Widersprüche hat durch eine 
Expertin  oder  einen  Experten  auf  den  Fachgebieten  der  Rheuma-
tologie  und/oder  Orthopädie  zu  erfolgen.  Klärungsbedarf  besteht 
schliesslich auch hinsichtlich der vom Beschwerdeführer nachträglich 
geltend gemachten psychosomatischen Beschwerden,  weshalb  auch 
in neurologisch/psychiatrischer Hinsicht eine ergänzende ärztliche Be-
gutachtung  durchzuführen  ist.  Mit  Blick  auf  die  somatischen  Leiden 
und die allenfalls vorhandenen psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gungen  haben  die  ergänzenden  medizinischen  Abklärungen  inter-
disziplinär – vorzugsweise in einer MEDAS – zu erfolgen.

Weiter hat die Vorinstanz nach Vorliegen der interdisziplinären Begut-
achtungsresultate  abzuklären,  ob und  in  welchem Ausmass der  Be-
schwerdeführer  infolge  seines  Gesundheitszustandes  auf  dem  ihm 
nach  seinen  Fähigkeiten  offen  stehenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt zumutbarerweise erwerbstätig sein könnte (vgl. hierzu Urteil des 
BGer 9C_921/2009 vom 22. Juni 2010, E. 5.3).

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Nach  dem  Dargelegten  ist  die  Beschwerde  in  dem  Sinne  gutzu-
heissen,  als  die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache 
mit der Anweisung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist, ergänzende 
spezialärztliche  (orthopädisch/rheumatologische  und  neurologisch/ 
psychiatrische) Begutachtungen durchführen zu lassen und anschlies-
send in der Sache neu zu verfügen.

5.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

5.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  auferlegt  gemäss  Art.  63  Abs.  1 
VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da 
eine Rückweisung praxisgemäss als  Obsiegen der  Beschwerde füh-
renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind dem Beschwerdeführer 
keine  Kosten  aufzuerlegen.  Der  bereits  geleistete  Kostenvorschuss 
von  Fr. 400.-  ist  dem Beschwerdeführer  zurückzuerstatten.  Der  Vor-
instanz  werden  ebenfalls  keine  Verfahrenskosten  auferlegt  (Art.  63 
Abs. 2 VwVG).

5.2 Der Beschwerdeführer  hat  gemäss Art. 64  Abs. 1 VwVG in Ver-
bindung  mit  Art.  7  des  Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE,  SR  173.320.2)  Anspruch  auf  eine  Parteientschädigung  zu 
Lasten der Verwaltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die 
Entschädigung auf Grund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 
2 VGKE). Unter Berücksichtigung des gebotenen und aktenkundigen 
Aufwandes erscheint eine Parteientschädigung für Advokat Y._______ 
von Fr. 1'500.- gerechtfertigt.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde vom 28. März 2008 wird in dem Sinn gutgeheissen, 
als  dass  die  angefochtene  Verfügung  vom 29.  November  2007  auf -
gehoben und die Sache im Sinne der Erwägung 4 zum Erlass einer 
neuen Verfügung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.

2.
Es werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben. Dem Beschwerdeführer 

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wird  der  geleistete  Kostenvorschuss  von  Fr.  400.-  nach  Eintritt  der 
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene 
Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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