# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 578e670d-2687-5afc-9db7-78c54495ba61
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-09-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.09.2016 C-2520/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2520-2014_2016-09-14.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-2520/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richterin Michela Bürki Moreni, Richter Michael Peterli,    

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Portugal,   

vertreten durch lic. iur. Reto Zanotelli, Schraner & Partner 

Rechtsanwälte, Weinbergstrasse 43, 8006 Zürich,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Wiedererwägung 

(Verfügung vom 20. März 2014). 

 

 

 

C-2520/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1964 geborene, in seiner Heimat Portugal wohnhafte A._______ (im 

Folgenden: Versicherter oder Beschwerdeführer) war in der Schweiz zu-

letzt von Januar 1998 bis Ende Dezember 2002 hauptberuflich als LKW-

Chauffeur angestellt und nebenberuflich in der Reinigung tätig. Am 5. Juni 

2013 meldete er sich zum Bezug von Leistungen der schweizerischen In-

validenversicherung (IV) unter anderem in Form einer Rente an (Akten [im 

Folgenden: act.] der Invalidenversicherungs-Stelle für Versicherte im Aus-

land [im Folgenden: IVSTA oder Vorinstanz] 1 bis 5, 9). In Kenntnis des 

Gutachtens von Dr. med. B._______, Facharzt für Psychiatrie und Psycho-

therapie, vom 5. November 2004 (act. 35) sowie einer Stellungnahme des 

Regionalen Ärztlichen Dienstes (im Folgenden: RAD) vom 2. Dezember 

2004 (IV-act. 36 S. 3) wies die IV-Stelle des Kantons Zürich [im Folgenden: 

IV-Stelle ZH) den Rentenanspruch des Versicherten mit Verfügung vom 14. 

Dezember 2004 ab (act. 37). Die hiergegen am 31. Januar 2005 erhobene 

Einsprache (act. 40) wurde – nach Vorliegen des Urteils des Sozialversi-

cherungsgerichts des Kantons Zürich (im Folgenden: Sozialversicherungs-

gericht ZH) vom 6. November 2007 betreffend Einspracheentscheid der 

Suva vom 10. Februar 2006 im Zusammenhang mit dem vom Versicherten 

am 12. April 2002 erlittenen Unfall (act. 50 und 56) – mit Entscheid vom 

10. März 2008 abgewiesen (act. 58). 

B.  

Hiergegen liess der Versicherte mit Datum vom 25. April 2008 beim Sozi-

alversicherungsgericht des Kantons Zürich (im Folgenden: Sozialversiche-

rungsgericht ZH) Beschwerde erheben und insbesondere die Aufhebung 

des Einspracheentscheids vom 10. März 2008 beantragen (act. 61). In der 

Folge wurde dieser Entscheid am 7. Juli 2008 wiedererwägungsweise auf-

gehoben (act. 63) und das Beschwerdeverfahren mit Verfügung des Sozi-

alversicherungsgerichts ZH vom 9. Juli 2008 als gegenstandslos geworden 

abgeschrieben (act. 66). 

C.  

In der Folge wurde der Versicherte am 30. Dezember 2008 zur Begutach-

tung aufgeboten (act. 76). Nach Vorliegen der Hauptexpertise der 

C._______ (im Folgenden: C._______) vom 19. Mai 2009 samt den Teil-

expertisen auf den Fachgebieten Rheumatologie, Psychiatrie und Psycho-

therapie sowie Orthopädie (act. 84) und Beurteilungen von PD Dr. med. 

C-2520/2014 

Seite 3 

D._______, Facharzt für Neurologie, vom RAD vom 20. Juni und 29. Sep-

tember 2009 sowie vom 16. August 2010 (act. 104 S. 2 bis 5) erliess die 

IV-Stelle ZH am 15. Oktober 2010 einen Vorbescheid, mit welchem sie dem 

Versicherten eine Dreiviertelsrente ab 1. April 2003, eine Viertelsrente ab 

1. Juni 2004, eine ganze Rente ab 1. August 2008 sowie eine Dreiviertels-

rente ab 1. April 2010 in Aussicht stellte (act. 105). Nachdem der Versi-

cherte hiergegen am 18. November 2010 seine Einwendung hatte vorbrin-

gen lassen (act. 114), erging am 19. November 2011 ein dem Vorbescheid 

vom 15. Oktober 2010 im Ergebnis entsprechender Beschluss (act. 124); 

die entsprechenden Verfügungen datieren vom 7. Juni 2011 (act. 131 bis 

136). 

D.  

Gegen diese Verfügung liess der inzwischen in Portugal wohnhafte Versi-

cherte (act. 125 bis 129) mit Eingabe vom 12. August 2011 erneut Be-

schwerde beim Sozialversicherungsgericht ZH erheben (act. 144). Nach-

dem die IV-Stelle ZH am 16. September 2011 die teilweise Gutheissung 

beantragt hatte (act. 145), erliess das Sozialversicherungsgericht ZH am 

6. Dezember 2012 einen Beschluss, mit welchem dem Versicherten Gele-

genheit zur Stellungnahme zu der vom Gericht in Aussicht gestellten refor-

matio in peius oder zum Rückzug der Beschwerde gegeben wurde 

(act. 149). Daraufhin liess der Versicherte am 31. Dezember 2012 seinen 

Rückzug erklären, und das Sozialversicherungsgericht ZH schrieb das Be-

schwerdeverfahren mit Verfügung vom 7. Januar 2013 als durch Rückzug 

erledigt ab (act. 152). In der Folge erwuchsen die Verfügungen der IV-Stelle 

ZH vom 7. Juni 2011 in Rechtskraft. 

E.  

Mit Vorbescheid vom 4. September 2013 wurde der Versicherte darüber 

orientiert, dass die Verfügungen vom 7. Juni 2011 wiedererwägungsweise 

aufgehoben würden und die laufende Dreiviertelsrente für die Zukunft auf 

eine halbe Rente reduziert würde (act. 158 und 159). Hiergegen liess der 

Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Reto Zanotelli, am 7. Oktober 

2013 seine Einwendungen vorbringen (act. 161). Mit Datum vom 6. März 

2014 erliess die IV-Stelle ZH einen dem Vorbescheid vom 4. September 

2013 im Ergebnis entsprechenden Beschluss (act. 167); die diesbezügli-

che Verfügung wurde am 20. März 2014 erlassen (act. 168). 

F.  

Hiergegen liess der Versicherte durch seinen Rechtsvertreter beim Bun-

desverwaltungsgericht mit Eingabe vom 9. Mai 2014 Beschwerde erheben 

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Seite 4 

und beantragen, die Verfügung vom 20. März 2014 sei aufzuheben und es 

sei dem Beschwerdeführer nach dem 1. Mai 2014 weiterhin eine Dreivier-

telsrente auszurichten (act. im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: B-

act.] 1).  

Zur Begründung wurde zusammengefasst ausgeführt, die Einschätzung 

des zumutbaren Arbeitspensums von 50 % habe auf der von PD Dr. med. 

D._______ am 16. August 2010 vorgenommenen Würdigung der medizini-

schen Akten beruht. Diese Beurteilung sei durch alle damals aktuellen 

fachärztlichen Feststellungen untermauert und nachvollziehbar begründet 

gewesen. Der mit Verfügung vom 7. Juni 2011 erfolgten Festlegung des 

Invalideneinkommens bei einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % und einem 

Leidensabzug von 20 % liege kein grober Fehler zugrunde, welcher durch 

Wiedererwägung korrigiert werden dürfte. Es könne von grober Ermes-

sensüberschreitung oder krassem Ermessensmissbrauch keine Rede 

sein. Ein grober Fehler werde denn auch nicht in den Erwägungen zur an-

gefochtenen Verfügung aufgezeigt, sondern einfach nur eine unterschied-

liche Würdigung der medizinischen Akten postuliert. Der Verfügung vom 7. 

Juni 2011 hafte ein einziger qualifizierter Fehler an, welcher sich in der 

Nichtberücksichtigung des Nebenerwerbseinkommens bei der Bemessung 

des Valideneinkommens erschöpfe. Dieser Mangel bewirke keine renten-

relevante Herabsetzung des Invaliditätsgrads und tauge deshalb nicht zur 

Begründung einer Wiedererwägung. 

G.  

In ihrer Vernehmlassung vom 16. Juni 2014 beantragte die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Stellung-

nahme der IV-Stelle ZH vom 6. Juni 2014. In dieser wurde auf die Ausfüh-

rungen in der angefochtenen Verfügung sowie auf die Stellungnahme des 

Rechtsdienstes vom 20. Februar 2014 verwiesen (B-act. 3). 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 19. Juni 2014 wurde der Beschwerdeführer 

unter Hinweis auf die Säumnisfolgen (Nichteintreten auf die Beschwerde) 

aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 400.- in der Höhe der mut-

masslichen Verfahrenskosten zu leisten (B-act. 4 und 5); dieser Aufforde-

rung kam der Beschwerdeführer nach (B-act. 6). 

I.  

Mit prozessleitender Verfügung vom 1. Juli 2014 wurde der Schriftenwech-

sel geschlossen. 

C-2520/2014 

Seite 5 

J.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Parteien 

ist – soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 

gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 

1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Zu den an-

fechtbaren Verfügungen gehören jene der IVSTA, welche eine Vorinstanz 

des Bundesverwaltungsgerichts darstellt (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. auch 

Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die In-

validenversicherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2quater der Verord-

nung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV, SR 

831.201]). Eine Ausnahme, was das Sachgebiet angeht, ist in casu nicht 

gegeben (Art. 32 VGG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). 

Gemäss Art. 3 Bst. dbis VwVG bleiben in sozialversicherungsrechtlichen 

Verfahren die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 6. Ok-

tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Gemäss Art. 2 ATSG sind die Bestimmun-

gen dieses Gesetzes auf die bundesgesetzlich geregelten Sozialversiche-

rungen anwendbar, wenn und soweit die einzelnen Sozialversicherungs-

gesetze es vorsehen. Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG 

auf die IV anwendbar (Art. 1a bis 70 IVG), soweit das IVG nicht ausdrück-

lich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. In formellrechtlicher Hinsicht fin-

den nach den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln mangels an-

derslautender Übergangsbestimmungen grundsätzlich diejenigen Rechts-

sätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Gel-

tung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2). 

1.3 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht (vgl. Art. 22a 

in Verbindung mit Art. 60 ATSG und Art. 50 Abs. 1 und 52 Abs. 1 VwVG). 

Als Adressat der angefochtenen Verfügung vom 20. März 2014 (act. 168) 

ist der Beschwerdeführer besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 

C-2520/2014 

Seite 6 

Interesse an deren Aufhebung oder Änderung (vgl. Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

Nachdem auch der Kostenvorschuss fristgerecht geleistet worden ist (B-

act. 6), ergibt sich zusammenfassend, dass sämtliche Prozessvorausset-

zungen erfüllt sind. Auf die Beschwerde ist daher einzutreten. 

1.4 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung der Vorinstanz vom 20. März 

2014. Nachfolgend ist vorab der Charakter dieses angefochtenen Ent-

scheids zu prüfen. 

1.4.1 Die angefochtene Verfügung vom 20. März 2014 enthält im Text ge-

setzliche Normen zur Bestimmung des Invaliditätsgrades (Art. 16 ATSG) 

und zur Rentenrevision gemäss Art. 17 ATSG, jedoch keine ausdrückliche 

Wiedererwägung der Verfügungen vom 7. Juni 2011 (act. 131 bis 136). Mit 

Blick auf die der angefochtenen Verfügung beigefügte Begründung der IV-

Stelle ZH inkl. einem Verfügungsdispositiv, wonach die Verfügungen vom 

7. Juni 2011 wiedererwägungsweise aufgehoben würden, ist die angefoch-

tene Verfügung vom 20. März 2014 als Wiedererwägungsverfügung zu in-

terpretieren und zu qualifizieren. Wie dem Brief der Vorinstanz vom 19. Mai 

2014 an die IV-Stelle ZH zu entnehmen ist, ging auch die Vorinstanz selbst 

davon aus, sie habe die Verfügungen vom 7. Juni 2011 wiedererwägungs-

weise aufgehoben. 

1.4.2 Zwar enthält die Begründung der angefochtenen Wiedererwägungs-

verfügung vom 20. März 2014 auch Ausführungen resp. Einkommensver-

gleiche für die Zeiten vom 1. April 2003 bis 31. Mai 2004, 1. Juni 2004 bis 

31. Juli 2008 und 1. August 2008 bis 31. März 2010. Für diese Zeiträume 

erliess die Vorinstanz am 7. Juni 2011 je einzelne Verfügungen (act. 131 

bis 134). Unter dem Aspekt, dass die Vorinstanz mit angefochtener Verfü-

gung vom 20. März 2014 bloss die bisherige laufende Dreiviertelsrente per 

1. Mai 2014 wiedererwägungsweise auf eine halbe Rente herabgesetzt 

hat, ist davon auszugehen, dass nur die Verfügung vom 7. Juni 2011 be-

treffend die Zeit ab 1. April 2010 (act. 135) in Wiedererwägung gezogen 

worden ist und demnach die restlichen Verfügungen in Rechtskraft erwach-

sen sind. 

1.4.3 Nach dem Dargelegten bleibt vorliegend anhand der beruflich-er-

werblichen und medizinischen Akten, die zusammengefasst wiederzuge-

ben und einer Würdigung zu unterziehen sind, zu prüfen, ob die angefoch-

tene Wiedererwägungsverfügung vom 20. März 2014 betreffend die Verfü-

gung vom 7. Juni 2011 über den Zeitraum ab dem 1. April 2010 rechtmäs-

sig ist.  

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Seite 7 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG).  

2.  

Im Folgenden sind die weiteren, im vorliegenden Verfahren im Wesentli-

chen anwendbaren Normen und Rechtsgrundsätze darzustellen. 

2.1 Der Beschwerdeführer verfügt über die portugiesische Staatsbürger-

schaft und wohnt in Portugal, so dass vorliegend das am 1. Juni 2002 in 

Kraft getretene Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft andererseits über 

die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizügigkeitsabkommen, im Folgen-

den: FZA, SR 0.142.112.681) anwendbar ist (Art. 80a IVG in der Fassung 

gemäss Ziff. I 4 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 2001 betreffend 

die Bestimmungen über die Personenfreizügigkeit im Abkommen zur Än-

derung des Übereinkommens zur Errichtung der EFTA, in Kraft seit 1. Juni 

2002). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die verschiedenen bis dahin 

geltenden bilateralen Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidge-

nossenschaft und den einzelnen Mitgliedstaaten der Europäischen Union 

insoweit aus, als darin derselbe Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). 

Gemäss Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit ko-

ordiniert, um insbesondere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Ver-

tragsstaaten zu gewährleisten.  

Mit Blick auf den Verfügungszeitpunkt (20. März 2014) finden vorliegend 

die am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 

des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koor-

dinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1) sowie 

(EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung 

der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der 

sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.11) Anwendung. Gemäss Art. 4 der 

Verordnung (EG) Nr. 883/2004 haben Personen, für die diese Verordnung 

gilt, sofern (in dieser Verordnung) nichts anderes bestimmt ist, die gleichen 

Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitgliedstaats 

wie die Staatsangehörigen dieses Staates. 

C-2520/2014 

Seite 8 

2.2 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). 

Im vorliegenden Verfahren finden demnach jene Vorschriften Anwendung, 

die spätestens beim Erlass der Wiedererwägungsverfügung vom 20. März 

2014 in Kraft standen (so auch die Normen der am 1. Januar 2012 in Kraft 

getretenen Fassung des IVG vom 18. März 2011 [6. IV-Revision]); weiter 

aber auch solche, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten wa-

ren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungs-

ansprüche von Belang sind. 

2.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), die Folge 

von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG). 

Invalidität ist somit der durch einen Gesundheitsschaden verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung oder Eingliederung verbleibende länger dau-

ernde (volle oder teilweise) Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, 

sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff 

enthält damit zwei Elemente: ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) und ein wirtschaftliches im weiteren 

Sinn (dauerhafte oder länger dauernde Einschränkung der Erwerbsfähig-

keit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich; vgl. zum Ganzen UELI KIESER, 

ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, Art. 8 Rz. 7). Arbeits-

unfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 

bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei 

langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf 

oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist 

der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede-

rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten 

auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 

ATSG). 

2.4 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 

auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 

ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und da-

mit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun-

gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung al-

C-2520/2014 

Seite 9 

len guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-

wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 

bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2; 130 V 352 E. 2.2.1; SVR 2014 IV Nr. 2 

S. 5 E. 3.1). Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person 

trotz ihres Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit 

auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt zu verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies 

ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 

279 E. 3.2.1). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 

sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 

Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 

dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-

trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 

141 V 281 E. 2.1). 

2.5 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG in der ab 2008 geltenden Fassung besteht 

der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-

tens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % 

invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht An-

spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 

2008 geltenden Fassung) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von 

weniger als 50 % entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht zwischenstaatliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme ist vorliegend gegeben Nach 

der Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; 

seit 1. Januar 2007: BGer) stellt diese Regelung nicht eine blosse Auszah-

lungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar 

(BGE 121 V 275 E. 6c). 

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-

urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 

welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 

ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 

welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden kön-

nen (BGE 140 V 193 E. 3.2; 132 V 93 E. 4). Sache des (begutachtenden) 

Mediziners ist es zunächst, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

C-2520/2014 

Seite 10 

wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit 

den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung 

der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf 

die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine 

Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht kompetent sind. Bei der Fol-

genabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 

die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 

Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsun-

fähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 

Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztli-

chen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der 

Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden kön-

nen. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die 

Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leistungsvermögens die Fachperso-

nen der beruflichen Integration und Berufsberatung einzuschalten (BGE 

140 V 193 E. 3.2). Demgegenüber fällt es nicht in den Aufgabenbereich 

des Arztes oder der Ärztin, sich zur Höhe einer allfälligen Rente zu äussern, 

da der Begriff der Invalidität nicht nur von medizinischen, sondern auch von 

erwerblichen Faktoren bestimmt wird (vgl. Art. 16 ATSG). 

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 

Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-

hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 

die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).  

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 

für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-

nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 

Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2; 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Unab-

hängig davon, ob es sich um eine nachweisliche organische Pathologie 

C-2520/2014 

Seite 11 

oder um ein unklares Beschwerdebild handelt, setzt eine Anspruchsbe-

rechtigung stets eine nachvollziehbare ärztliche Beurteilung der Auswir-

kungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 

voraus. Dabei können – insbesondere unklaren Beschwerdebildern inhä-

rente – Abklärungs- und Beweisschwierigkeiten die Berücksichtigung wei-

terer Lebens- und Aktivitätsbereiche wie etwa Freizeitverhalten oder fami-

liäres Engagement erfordern, um das Ausmass der Einschränkungen zu 

plausibilisieren, wobei auch fremdanamnestische Angaben zu berücksich-

tigen sind. Ohne Einbezug solcher Indizien, wie sie im Rahmen der festen 

Praxis zu den organisch nicht nachweisbaren unklaren Beschwerdebildern 

(BGE 141 V 281 E. 4.4.1) regelmässig zu berücksichtigen sind, ist eine 

ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung nicht beweiskräftig (BGE 140 V 290 

E. 3.3.2). In den konsistenten Nachweis einer gestörten Aktivität und Par-

tizipation einzubeziehen sind nur funktionelle Ausfälle, die sich aus denje-

nigen Befunden ergeben, welche auch für die Diagnose der Gesundheits-

beeinträchtigung massgebend gewesen sind. Die Einschränkung in den 

Alltagsfunktionen, welche begrifflich zu einer lege artis gestellten Diagnose 

gehört, wird mit den Anforderungen des Arbeitslebens abgeglichen und an-

hand von Schweregrad- und Konsistenzkriterien in eine allfällige Ein-

schränkung der Arbeitsfähigkeit umgesetzt. Auf diesem Weg können gel-

tend gemachte Funktionseinschränkungen über eine sorgfältige Plausibili-

tätsprüfung bestätigt oder verworfen werden (BGE 141 V 281 E. 2.1.2). 

Gemäss Art. 59 Abs. 2bis IVG (vgl. zum Sinn und Zweck dieser gesetzlichen 

Norm sowie zu Art. 49 IVV Urteil 9C_323/2009 des BGer vom 14. Juli 2009 

E. 4.2 mit zahlreichen weiteren Hinweisen) stehen die regionalen ärztli-

chen Dienste den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Vorausset-

zungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die In-

validenversicherung nach Artikel 6 ATSG massgebende funktionelle Leis-

tungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder 

Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen 

Sachentscheid im Einzelfall unabhängig. Berichten nach Art. 59 Abs. 2bis 

IVG kann nicht jegliche Aussen- oder Beweiswirkung abgesprochen wer-

den. Vielmehr sind sie entscheidrelevante Aktenstücke (Urteil I 143/07 des 

BGer vom 14. September 2007 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil I 

694/05 des EVG vom 15. Dezember 2006 E. 5). 

Sofern Berichte des IV-internen medizinischen Dienstes resp. RAD-Unter-

suchungsberichte den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten 

(BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) genügen, auch hinsichtlich der erforderli-

C-2520/2014 

Seite 12 

chen ärztlichen Qualifikationen, haben sie einen vergleichbaren Beweis-

wert wie ein anderes Gutachten (vgl. SVR 2009 IV Nr. 53 S. 165 E. 3.3.2). 

Eine von anderen mit der versicherten Person befassten Ärzten abwei-

chende Beurteilung vermag die Objektivität des Experten nicht in Frage zu 

stellen. Es gehört vielmehr zu den Pflichten eines Gutachters, sich kritisch 

mit dem Aktenmaterial auseinanderzusetzen und eine eigenständige Beur-

teilung abzugeben. Auf welche Einschätzung letztlich abgestellt werden 

kann, ist eine im Verwaltungs- und allenfalls Gerichtsverfahren zu klärende 

Frage der Beweiswürdigung (BGE 132 V 93 E. 7.2.2). 

3.  

3.1 Der Versicherungsträger kann auf formell rechtskräftige Verfügungen 

zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berich-

tigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Die Wiederer-

wägung dient der nachträglichen Korrektur einer ursprünglich unrichtigen 

Rechtsanwendung oder Sachverhaltsfeststellung durch die Verwaltung 

(BGE 117 V 8 E. 2c S. 17, 115 V 308 E. 4a cc S. 314). Nach der Recht-

sprechung kann die Wiedererwägung rechtskräftiger Verfügungen nur in 

Betracht kommen, wenn es sich um die Korrektur grober Fehler der Ver-

waltung handelt (vgl. Urteil des BGer 9C_429/2012 vom 19. September 

2012 E. 2.2 mit Hinweisen). Eine gesetzwidrige Leistungszusprechung gilt 

regelmässig als zweifellos unrichtig (BGE 126 V 399 E. 2b bb S. 401 ARV 

2002 S. 181 E. 1a). Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger 

Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein 

einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung – denkbar 

(SVR 2010 IV Nr. 5 S. 10 E. 2.2). Zurückhaltung bei der Annahme zweifel-

loser Unrichtigkeit ist stets dann geboten, wenn der Wiedererwägungs-

grund eine materielle Anspruchsvoraussetzung betrifft, deren Beurteilung 

massgeblich auf Schätzungen oder Beweiswürdigungen und damit auf Ele-

menten beruht, die notwendigerweise Ermessenszüge aufweisen. Eine vor 

dem Hintergrund der seinerzeitigen Rechtspraxis vertretbare Beurteilung 

der (invaliditätsmässigen) Anspruchsvoraussetzungen kann nicht zweifel-

los unrichtig sein (Entscheid des BGer 8C_962/2010 vom 28. Juli 2011 

E. 3.1). 

Bei der Beurteilung, ob eine Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrich-

tigkeit zulässig ist, muss vom Rechtszustand ausgegangen werden, wie er 

im Zeitpunkt des Verfügungserlasses bestanden hat, wozu auch die sei-

nerzeitige Rechtspraxis gehört; eine Praxisänderung vermag kaum je die 

frühere Praxis als zweifellos unrichtig erscheinen zu lassen (BGE 125 V 

C-2520/2014 

Seite 13 

383 E. 3 S. 390). Bei der Wiedererwägung einer Verfügung wegen ur-

sprünglicher Unrichtigkeit ist einzig auf die Verhältnisse und den Wissens-

stand zum damaligen Zeitpunkt abzustellen. Führen erst spätere Beweis-

mittel zu dieser Erkenntnis, kommt einzig eine prozessuale Revision zum 

Tragen (Entscheid des BGer 8C_517/2007 vom 16. September 2008 

E. 4.1). Lagen im Zeitpunkt der Verfügung oder des Einspracheentschei-

des divergierende medizinische Meinungsäusserungen vor, kann nicht 

Jahre später wiedererwägungsweise gesagt werden, es sei zweifellos un-

richtig gewesen, auf die eine und nicht auf die andere abzustellen (Ent-

scheid des BGer 8C_517/2007 vom 16. September 2008 E. 4.3). Hingegen 

ist eine Invaliditätsbemessung, die auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen 

Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruht, nicht rechtskon-

form und die entsprechende Verfügung ist zweifellos unrichtig im wiederer-

wägungsrechtlichen Sinn (Entscheid des BGer 8C_920/2009 vom 22. Juli 

2010 E. 2.4). Eine allgemein gültige betragliche Grenze für die Vorausset-

zung der Erheblichkeit der Berichtigung lässt sich nicht festlegen (vgl. BGE 

107 V 180 E. 2b S. 182; ARV 2000 S. 211 E. 3b). Die Erheblichkeit ist bei 

periodischen Leistungen in jedem Fall zu bejahen (BGE 119 V 475 E. 1c 

S. 480). 

3.2 Betreffend die medizinische Situation erwog das Sozialversicherungs-

gericht ZH im Beschluss vom 6. Dezember 2012, gestützt auf das 

C._______-Gutachten vom 19. Mai 2009 und den Bericht des Suva-Kreis-

arztes Dr. med. E._______ vom 29. Oktober 2009 könnte davon ausge-

gangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

nach Ablauf des Wartejahres am 1. April 2003 50 %, ab 1. März 2004 70 %, 

ab 22. Mai 2008 und ab 1. Januar 2010 70 % betragen habe (act. 149 S. 

3). Im Rahmen des Erlasses der ursprünglichen, nach Vorliegen der Ver-

fügung des Sozialversicherungsgerichts ZH vom 7. Januar 2013 (act. 152) 

in Rechtskraft erwachsenen Verfügungen vom 7. Juni 2011 (act. 131 bis 

136) lagen der Vorinstanz insbesondere die nachfolgend zusammenge-

fasst wiederzugebenden und zu würdigenden ärztlichen Berichte vor: 

3.2.1  

3.2.1.1 Im Hauptgutachten der C._______ vom 19. Mai 2009 (act. 84) wur-

den die fachärztlichen Teilgutachten zusammengefasst wiedergegeben 

und folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: 

Belastungsschmerz und Funktionseinschränkung im rechten OSG nach 

Luxationsfraktur Grad II 05/08, Status nach definitiver Osteusynthese des 

lateralen Malleolus rechts, transossäre Kapselbandreinsertion rechts und 

C-2520/2014 

Seite 14 

mikrovaskulärer M. gracilis-Lappenplasit, ICD-10: T93.2; chronisches lum-

bospondylogenes Syndrom mit/bei pseudoradikulären Schmerzausstrah-

lungen rechts, operierter Diskushernie L5/S1 1988, muskulärer Dysba-

lance des Beckengürtels, ICD-10: M54.8, bestehend seit 2002; anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung ICD-10: F45.4, bestehend seit 2003. Weiter 

wurde ausgeführt, die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Ab dem 

1. April 2003 sei von der behandelnden Rheumatologin eine 50%ige Rest-

arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten attestiert worden. Anlässlich ei-

ner psychiatrischen Begutachtung Ende 2004 sei festgestellt worden, dass 

ab März 2004 für eine leichte körperliche Tätigkeit ohne Rückenbelastung 

eine 60- bis 70%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Die jetzt durchgeführten Un-

tersuchungen zeigten, dass prinzipiell die 2003 und 2004 getroffenen Fest-

stellungen bis zum Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung gelten wür-

den. Am 22. Mai 2008 habe der Versicherte einen neuen Unfall erlitten, 

welcher zu einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit geführt habe. In abseh-

barer Zeit nach Abschluss der Unfallsache bestehe die festgestellte zumut-

bare Restarbeitsfähigkeit weiter. Sie betrage für optimal angepasste Tätig-

keit 8 bis 8.5 Stunden pro Tag mit einer Leistungsminderung von 30 % auf-

grund der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (Notwendigkeit zu 

häufigen Pausen, Beeinträchtigung emotionaler und kognitiver Funktio-

nen). Schliesslich wurden die Arbeitsunfähigkeiten wie folgt festgelegt: 

100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 12. April 2002 bis 31. März 2003, 50%ige 

Restarbeitsfähigkeit ab 1. April 2003 in angepassten Tätigkeiten und 

70%ige Restarbeitsfähigkeit ab März 2004; nach Abschluss des Unfalls 

vom 22. Mai 2008 mit 100%iger Arbeitsunfähigkeit im 3. oder 4. Quartal 

2009 wieder 70%ige Restarbeitsfähigkeit. 

3.2.1.2 Der Suva-Kreisarzt Dr. med. E._______, Facharzt für Chirurgie, 

führte in seinem Bericht vom 29. Oktober 2009 unter anderem aus, bezüg-

lich des rechten oberen Sprunggelenks (OSG) sei das bestehende unfall-

bedingte Zumutbarkeitsprofil vom 18. Juli 2005 zu den Einschränkungen 

bezüglich Wirbelsäule zu ergänzen. Es sei eine Kombination zwischen je-

ner und der heutigen ergänzenden Beschreibung. Bezüglich Leistungs- 

und Einsatzfähigkeit sei zu berücksichtigen: „vollzeitlich, vollschichtig, un-

abhängig von Alter, Sprache, Ausbildung, Konstitution und Arbeitsmarkt“ 

(act. 86). 

3.2.1.3 In seinem Bericht vom 22. Juni 2010 führte der behandelnde Psy-

chiater und Psychotherapeut Dr. med. F._______ aus, der Versicherte sei 

in der Tätigkeit als Lastwagenchauffeur seit dem 12. April 2002 vollständig 

C-2520/2014 

Seite 15 

arbeitsunfähig. Für eine körperlich leichte, wechselbelastende, leidens-

adaptierte Tätigkeit bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 50 % (act. 94). 

3.2.1.4 Dr. med. G._______, Fachärztin für Innere Medizin und Nieren-

krankheiten, attestierte dem Versicherten am 29. April 2010 eine Arbeits- 

resp. Leistungsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit von maximal 

50 bis 60 % (act. 96). 

3.2.1.5 In seiner Stellungnahme vom 20. Juni 2009 führte PD Dr. med. univ. 

D._______, Facharzt für Neurologie, vom RAD aus, die C._______-Gut-

achter seien detailliert auf die Aktenlage eingegangen und hätten umfas-

send selbstständig Befunde erhoben, so dass darauf abgestellt werden 

könne (act. 104 S. 2 und 3). 

3.2.1.6 Am 29. September 2009 führte der RAD-Arzt PD Dr. med. univ. 

D._______ aus, aktuell sehe er keine medizinische Dokumentation, die 

eine 70%ige Arbeitsfähigkeit ausweise. In der Stellungnahme vom 20. Juni 

2009 sei bei instabilem Gesundheitszustand eine medizinische Neubeur-

teilung Anfang 2010 als sinnvoll eingeschätzt worden. Falls nicht bereits 

medizinische Hinweise darauf bestünden, dass eine Besserung des Ge-

sundheitszustands bereits jetzt eingetreten sei, empfehle er, diesen Zeit-

plan einzuhalten (act. 104 S. 3). 

3.2.1.7 In seiner Beurteilung vom 16. August 2010 war der RAD-Arzt PD 

Dr. med. univ. D._______ der Ansicht, dass in zusammenfassender Beur-

teilung der vorliegenden Befunde bei Stabilisierung des Gesundheitszu-

stands davon ausgegangen werde, dass der Versicherte als Chauffeur wei-

terhin zu 100 % arbeitsunfähig sei; in einer angepassten Tätigkeit bestehe 

seit dem 1. Januar 2010 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (act. 104 S. 4 und 5). 

3.2.1.8 Eine Resterwerbsfähigkeit von 50 % ist aufgrund der Verlaufsbe-

richte von PD Dr. med. univ. D._______ nachvollziehbar. Nachdem er am 

20. Juni 2009 das C._______-Gutachten als beweiskräftig taxiert hatte, 

war er am 29. September 2009 der Ansicht, dass die von den Experten der 

C._______ postulierte 70%ige Arbeitsfähigkeit im 3. oder 4. Quartal noch 

nicht gegeben gewesen war. Da sich offenbar die Prognose der Gutachter 

der C._______ als zu optimistisch herausgestellt und sich eine Stabilisie-

rung des Gesundheitszustands auf einem tieferen als erhofften Niveau ein-

gestellt hatte, attestierte der RAD-Arzt PD Dr. med. univ. D._______ am 

16. August 2010 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. Januar 2010. 

C-2520/2014 

Seite 16 

3.2.2 Die IV-Stelle ZH stützte sich anlässlich des Einkommensvergleichs 

vom 19. Januar 2011 (act. 121) – welcher als Grundlage der ursprüngli-

chen, in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 7. Juni 2011 diente – 

insbesondere auf die letzte Stellungnahme des RAD-Arztes PD Dr. med. 

univ. D._______ vom 16. August 2010. Dessen Beurteilung, wonach der 

Beschwerdeführer in einer leidensadaptierten Erwerbstätigkeit eine 

50%ige Erwerbsfähigkeit aufweise, ist auch mit Blick auf die vorliegenden 

weiteren medizinischen Akten nicht offensichtlich unhaltbar. Zwar ist die 

von Dr. med. G._______ in deren Bericht vom 29. April 2010 abgegebene 

Beurteilung der 50- bis 60%igen Leistungsfähigkeit in einer den Leiden an-

gepassten Erwerbstätigkeit nicht unbesehen beweiskräftig, zumal die In-

ternistin und Nephrologin Dr. med. G._______ nicht über den Facharzttitel 

in Psychiatrie und Psychotherapie verfügt. Jedoch war auch der behan-

delnde Psychiater und Psychotherapeut Dr. med. F._______ in seinem Be-

richt vom 22. Juni 2010 in Übereinstimmung mit PD Dr. med. univ. 

D._______ der Ansicht, dass der Beschwerdeführer in einer leidensadap-

tierten Erwerbstätigkeit noch eine Resterwerbsfähigkeit von 50 % aufweist.  

3.2.3 Nach dem Dargelegten ergibt sich zusammenfassend, dass die von 

der IV-Stelle ZH vorgenommene Invaliditätsbemessung in medizinischer 

Hinsicht auf nachvollziehbaren Einschätzungen des RAD beruhte. Insofern 

war die damalige Verfügung vom 7. Juni 2011 betreffend die Zeit ab 1. April 

2010 nicht zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn. 

3.3 Betreffend das zu berücksichtigende Valideneinkommen wurde im Be-

schluss des Sozialversicherungsgerichts ZH vom 6. Dezember 2012 erwo-

gen, dass die Eintragungen in den individuellen Konti des Beschwerdefüh-

rers auch Erwerbseinkommen enthielten, die teilweise seine Ehefrau er-

wirtschaftet habe, weshalb als Basis des Valideneinkommens – nebst dem 

Einkommen als Lastwagenchauffeur von jährlich Fr. 63‘960.- – lediglich die 

nachweislich vom Beschwerdeführer selber erzielten jährlichen Nebenver-

dienste von Fr. 7‘631.- (H._______) und Fr. 1‘290.- (die Hälfte des Lohnes 

bei der I._______ AG) heranzuziehen wären (act. 149 S. 3). Mit Blick auf 

den Auszug aus dem individuellen Konto vom 27. Juni 2003 (act. 7 S. 3) 

sowie die Lohnausweise des H._______ vom 31. Januar 2003 und der 

I._______ AG vom 23. Januar 2003 (act. 17 S. 45 und 46) ergibt sich, dass 

die Vorinstanz im Zusammenhang mit der Durchführung des Einkommens-

vergleichs am 19. Januar 2011 fälschlicherweise von einem Validenein-

kommen von Fr. 71‘451.50 statt – wie im Beschluss des Sozialversiche-

rungsgerichts des Kantons ZH vom 6. Dezember 2012 erwogen (E. 1.2; 

act. 149) – von jährlich Fr. 72‘881.- ausgegangen war (act. 121); insofern 

C-2520/2014 

Seite 17 

wurde das Invalideneinkommen ursprünglich falsch bemessen. Mit Blick 

auf den Umstand, dass die Differenz von Fr. 1‘429.50 keine rentenrelevan-

ten Auswirkungen auf den Invaliditätsgrad hat (vgl. hierzu BGE 140 V 77 

E. 3.1) und somit die Berichtigung der formell rechtskräftigen Verfügung 

vom 7. Juni 2011 betreffend die Zeit ab dem 1. April 2010 (act. 135) nicht 

von erheblicher Bedeutung ist, sind diesbezüglich die Voraussetzungen für 

eine Wiedererwägung zu verneinen (vgl. E. 3.1 hiervor). 

3.4 Betreffend den ursprünglich vorgenommenen Leidensabzug in der 

Höhe von 20 % ergibt sich weiter was folgt: 

3.4.1 In der Praxis werden die zur Bestimmung des Invalideneinkommens 

herangezogenen Tabellenlöhne gekürzt, wenn versicherte Personen nach 

Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nur be-

schränkt einsatzfähig sind, wenn sie als gesundheitlich Beeinträchtigte im 

Rahmen leichter Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr voll leistungsfähig sind 

oder wenn weitere persönliche oder berufliche Merkmale wie Alter, Dauer 

der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben. Der Abzug ist 

nicht schematisch vorzunehmen. Vielmehr ist der Einfluss aller Merkmale 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent-

haltskategorie und Beschäftigungsgrad) auf das Invalideneinkommen un-

ter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermes-

sen gesamthaft zu schätzen. Letztlich ist der Abzug vom statistischen Lohn 

unter Berücksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf ins-

gesamt höchstens 25% zu begrenzen (vgl. BGE 126 V 75).  

3.4.2 Zwar fiel das Alter des Versicherten (46 Jahre im Verfügungszeit-

punkt am 7. Juni 2011) kaum ins Gewicht, weil Hilfsarbeiten auf dem mass-

gebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) 

grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden und sich das Alter bei 

Hilfsarbeitertätigkeiten nicht lohnsenkend, sondern im hier relevanten An-

forderungsniveau 4 bis zum Lebensalter 63/65 sogar lohnerhöhend aus-

wirkt (AHI 1999 S. 237 E. 4c; Urteile des Bundesgerichts I 278/06 vom 

18. Mai 2007 E. 5.1 und 8C_223/2007 vom 2. November 2007 E. 6.2.2 mit 

Hinweisen). Auch vermochte die Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu 

rechtfertigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_386/2012 vom 18. Sep-

tember 2012 E. 5.2). Jedoch ist beim Beschwerdeführer, der vor dem Ge-

sundheitsschaden eine mittelschwere Tätigkeit (Be- und Entladen, Sichern 

der Ladung, etc.) ausgeübt hatte, dem statistisch ausgewiesenen überpro-

portionalen Lohnnachteil aller männlichen teilzeitbeschäftigten Hilfskräfte 

C-2520/2014 

Seite 18 

und der ausländischen Nationalität Rechnung getragen. Weiter ist dem Be-

schwerdeführer aufgrund seines deutlich reduzierten Beschäftigungsgra-

des einen Tabellenlohnabzug anzuerkennen. Hinzu kommt, dass er auf 

eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit angewiesen war, was 

sich ebenfalls lohnsenkend auswirkt (Urteils des Bundesgerichts 

8C_548/2010 vom 23. Dezember 2010 E. 5.2.1). 

3.4.3 Für die IV-Stelle ZH resp. die Vorinstanz rechtfertigten die gesund-

heitlichen Einschränkungen der Leistungsfähigkeit nach Würdigung der 

gesamthaften Umstände des Einzelfalles im Sinne einer gesamthaften 

Schätzung des Einflusses aller in Betracht fallender Merkmale die Berück-

sichtigung eines Tabellenlohnabzuges von 20 %. Zwar kann der leidens-

bedingte Abzug in dieser Höhe durchaus als sehr wohlwollend für den Be-

schwerdeführer bezeichnet werden; offensichtlich unhaltbar war dieser je-

doch nicht.  

3.4.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Höhe des von der IV-Stelle 

ZH gewährten leidensbedingten Abzugs nicht offensichtlich unhaltbar ge-

wesen war, weshalb die Verfügung vom 7. Juni 2011 betreffend die Zeit ab 

1. April 2010 auch aus diesem Grund rechtskonform und nicht zweifellos 

unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn war. 

4.  

Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhal-

ten, dass die Vorinstanz die Verfügung vom 7. Juni 2011 betreffend die Zeit 

ab 1. April 2010 zu Unrecht in Wiedererwägung gezogen hat. Folglich ist 

die Beschwerde vom 9. März 2014 gutzuheissen und die angefochtene 

Wiedererwägungsverfügung vom 20. März 2014 aufzuheben. 

5.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

5.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Dem obsiegenden Be-

schwerdeführer sind keine Kosten aufzuerlegen. Ihm ist der geleistete Ver-

fahrenskostenvorschuss von Fr. 400.– nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls 

keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

C-2520/2014 

Seite 19 

5.2 Der obsiegende, anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat gemäss 

Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädi-

gung zu Lasten der Vorinstanz. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist 

die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 

VGKE). Unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen 

und aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der 

Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens ist eine Partei-

entschädigung von Fr. 2'500.- (inkl. Auslagen, ohne Mehrwertsteuer 

[vgl. dazu Urteil des BVGer C-6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hin-

weis]; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 VGKE) gerechtfertigt. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde vom 9. Mai 2014 wird gutgeheissen und die angefochtene 

Wiedererwägungsverfügung vom 20. März 2014 wird aufgehoben. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer 

geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 400.- wird diesem nach Ein-

tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von Fr. 2'500.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

C-2520/2014 

Seite 20 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Roger Stalder 

 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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