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**Case Identifier:** 5e2533b5-21b3-50c3-a22c-c523af63dcb6
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.05.2022 720 20 348/106
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-348-106_2022-05-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. Mai 2022 (720 20 348 / 106) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente; Würdigung der Arztberichte; vorliegend ist auf das Gerichtsgutachten abzustel-

len 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Daniel Gfeller 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Larissa Manera, Advoka-
tin, Advokaturbüro, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Der 1970 geborene A.____ meldete sich am 30. November 2001 (Eingang) unter Hinweis 
auf ein Augenleiden (linkes Auge) und Rückenbeschwerden seit einem Unfall erstmals bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (Invalidenversicherung) zum Leistungsbezug an. Nach-
dem der Versicherte selbst eine Anstellung gefunden hatte, wurde das Verfahren mit ablehnender 
Verfügung vom 28. Juli 2003 abgeschlossen.  
 

 

 
 
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Am 9. Februar 2016 meldete sich A.____ erneut bei der Invalidenversicherung an. Zur Begrün-
dung wurden das bekannte Augenleiden sowie zusätzlich Rückenschmerzen und psychische 
Probleme angegeben. Nach Abklärung der erwerblichen und gesundheitlichen Verhältnisse 
lehnte die IV-Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 17. Juli 2020 und nach durch-
geführtem Vorbescheidverfahren einen Rentenanspruch bei einem IV-Grad von 27 % ab.  
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokatin Larissa Manera, mit Ein-
gabe vom 14. September 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, die Verfügung der IV-Stelle vom 
17. Juli 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und dem Beschwerdeführer ab 1. Januar 2017 eine 
ganze Invalidenrente (zzgl. Zins zu 5 % seit dem 1. Januar 2019) auszurichten. Eventualiter sei 
das Verfahren auszustellen und ein gerichtliches psychiatrisches Gutachten anzuordnen und da-
nach erneut über den Leistungsanspruch zu entscheiden. Des Weiteren sei die IV-Stelle zu ver-
urteilen, dem Beschwerdeführer die Kosten für die Berichte der Dres. D.____ und E.____ zu 
ersetzen; unter o/e-Kostenfolge.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Dezember 2020 schloss die IV-Stelle unter Hinweis auf 
eine Stellungnahme von Dr. B.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. November 
2020 und eine RAD-Stellungnahme vom 30. November 2020 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
D. Mit Replik vom 1. März 2021 nahm der Beschwerdeführer Stellung zur Vernehmlassung, 
wobei er an seinen Rechtsbegehren festhielt und die Durchführung einer mündlichen Parteiver-
handlung beantragte. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 26. März 2021 ihrerseits an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.  
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 17. Juni 2021 gelangte das Kantonsgericht zur Auf-
fassung, dass eine abschliessende Beurteilung der Angelegenheit gestützt auf die medizinische 
Aktenlage nicht möglich sei, insbesondere könne nicht auf das Gutachten von Dr. med. B.____ 
vom 19. April 2019 und seine in der Folge ergangenen Stellungnahmen vom 17. Januar, vom 
24. April und vom 27. November 2020 abgestellt werden. Das Kantonsgericht beschloss deshalb, 
den Fall auszustellen und ein psychiatrisches Gerichtsgutachten bei PD Dr. med. C.____, FMH 
Psychiatrie und Psychotherapie, einzuholen. Gleichzeitig unterbreitete das Gericht den Parteien 
den vorgesehenen Fragenkatalog. Sowohl die Beschwerdegegnerin als auch der Beschwerde-
führer teilten mit Schreiben vom 25. Juni bzw. 17. August 2021 mit, dass sie gegen den Gutachter 
keine Ausstandsgründe vorzubringen hätten und auf Ergänzungsfragen verzichten würden.  
 
F. Das von PD Dr. C.____ erstellte Gerichtsgutachten datiert vom 3. Januar 2022. In der 
Folge wurde den Parteien Gelegenheit gegeben, sich zum Gutachten sowie zu den Auswirkun-
gen der medizinischen Beurteilung auf den Leistungsanspruch zu äussern. Die Beschwerdegeg-
nerin führt mit Schreiben vom 10. Februar 2022 unter Hinweis auf einen Bericht des Regionalen 
Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 19. Januar 2022 aus, es könne auf das Gutachten abgestellt wer-
den. Es sei demnach von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sowohl in angestammter als auch in 
einer leidensangepassten Tätigkeit seit Januar 2016 auszugehen. Mit Eingabe vom 14. Februar 
2022 teilt der Beschwerdeführer mit, das Gutachten sei umfassend begründet, nachvollziehbar 

 

 
 
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und genüge den bundesgerichtlichen Anforderungen an ein beweiswertiges Gutachten vollum-
fänglich. PD Dr. C.____ gehe von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in jeglichen beruflichen 
Tätigkeiten seit Januar 2016 aus. Folglich sei dem Beschwerdeführer antragsgemäss ab 1. Ja-
nuar 2017 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde ist demnach einzutreten.  
 
1.2 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des IVG ("Weiterentwicklung der IV", WEIV) in Kraft. Die vorliegend angefochtene Verfügung 
erging vor dem 1. Januar 2022. Nach den allgemeinen Grundsätzen des intertemporalen Rechts 
und des zeitlich massgebenden Sachverhalts (statt vieler: BGE 144 V 210 E. 4.3.1; 129 V 
354 E. 1 mit Hinweisen) sind daher die Bestimmungen des IVG und diejenigen der Verordnung 
über die Invalidenversicherung (IVV) vom 17. Januar 1961 sowie des Bundesgesetzes über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in der bis 31. De-
zember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 
2022, 8C_455/2021, E. 2). Sie werden im Folgenden jeweils in dieser Version wiedergegeben, 
zitiert und angewendet.  
 
2. Streitig und im Folgenden zu prüfen ist, ob die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung 
vom 17. Juli 2020 gestützt auf den Sachverhalt, wie er sich damals präsentiert hat, einen Ren-
tenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. 
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). Bei 
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von min-
destens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf 
eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). 
 

 

 
 
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3.2 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs 
Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frü-
hestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Abs. 1). Die Rente wird vom 
Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (Abs. 3).  
 
3.3 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.4 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbin-
dung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird 
das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 
der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig mög-
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommens-
differenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. Allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Vorliegend ist der Einkommensvergleich unbe-
strittenermassen nach der Allgemeinen Methode vorzunehmen.  
 
4.1 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Zu 
betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belastenden 
psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. Ein 
invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 
IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit 
wesentlich beeinträchtigt. Ist eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, 
kommt der weiteren Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter 
therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwar-

 

 
 
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tet werden kann, zu arbeiten und einem Erwerb nachzugehen (BGE 127 V 294 E. 5a mit Hinwei-
sen). Zur Annahme einer durch eine psychische Gesundheitsbeeinträchtigung verursachten Er-
werbsunfähigkeit genügt es also nicht, dass die versicherte Person nicht hinreichend erwerbstätig 
ist; entscheidend ist vielmehr, ob anzunehmen ist, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit sei ihr 
sozial-praktisch nicht mehr zumutbar oder – als alternative Voraussetzung – sogar für die Gesell-
schaft untragbar (BGE 102 V 165; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 4c in fine).  
 
4.2 Zu ergänzen ist, dass das Bundesgericht mit BGE 143 V 418 entschieden hat, dass 
grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach 
BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Dieses Verfahren definiert systematisierte Indikatoren, die 
– unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kom-
pensationspotentialen (Ressourcen) anderseits – im Regelfall erlauben, das tatsächlich erreich-
bare Leistungsvermögen ergebnisoffen und symmetrisch zu beurteilen (BGE 141 V 281 E. 3.6). 
Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diagnostischen Einordnung des Leidens, ob es ge-
lingt, auf objektivierter Beurteilungsgrundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und 
Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tra-
gen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 mit Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2). 
 
5.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beur-
teilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall 
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fach-
leute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Aus-
künfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können (BGE 132 V 99 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-ge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 
5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 

 

 
 
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5.3 Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizi-
nischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Bei Gerichtsgutachten weicht das 
Gericht nach der Praxis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der medizinischen 
Fachperson ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fachkenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu 
stellen, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfassen. Ein Grund zum Abweichen 
kann vorliegen, wenn die Gerichtsexpertise widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht einge-
holtes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schlussfolgerungen gelangt. Eine ab-
weichende Beurteilung kann ferner gerechtfertigt sein, wenn gegensätzliche Meinungsäusserun-
gen anderer Fachexperten als triftig genug erscheinen, die Schlüssigkeit des Gerichtsgutachtens 
in Frage zu stellen, sei es, dass die Überprüfung durch einen Oberexperten für angezeigt gehal-
ten wird, sei es, dass ohne Oberexpertise vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende 
Schlussfolgerungen gezogen werden (BGE 125 V 351 E. 3b/aa mit Hinweisen). 
 
6.1 Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.2 Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezial-
ärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 
nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 6. März 2019, 9C_609/2018, 
E. 3.2.2). Anlässlich der ersten in dieser Angelegenheit erfolgten Urteilsberatung vom 17. Juni 
2021 gelangte das Kantonsgericht zur Auffassung, dass den dazumal vorliegenden medizini-
schen Unterlagen keine ausschlaggebende Beweiskraft zukomme. Das Kantonsgericht gelangte 
zum Schluss, dass Dr. B.____ wenig bis gar nicht auf den schwankenden Verlauf des Gesund-
heitszustandes des Beschwerdeführers eingegangen sei. Ebenso habe Dr. B.____ zwar eine 
Verschlechterung der depressiven Symptome mit Blick auf den Aufenthalt in der Klinik F.____ 
bejaht, doch seien in der Folge keine weiteren Testungen vorgenommen worden. Auch in Bezug 
auf die von Dr. B.____ getroffenen Diagnosen kritisierte das Kantonsgericht sein Gutachten (vgl. 
zum Ganzen die ausführliche Begründung im Beschluss des Kantonsgerichts vom 17. Juni 2021). 
 
7.1 Am 3. Januar 2022 ergeht das vom Kantonsgericht in Auftrag gegebene Gutachten von 
PD Dr. C.____ gestützt auf die Exploration des Beschwerdeführers vom 22. November 2021. PD 

 

 
 
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Dr. C.____ diagnostiziert mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine kombinierte Persönlich-
keitsstörung mit emotional instabilen und selbstunsicheren Anteilen, eine komplexe posttrauma-
tische Belastungsstörung, eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, eine Lese- und 
Rechtschreibestörung, eine rezidivierende depressive Störung gegenwärtig schwere Episode, 
eine Panikstörung und eine Somatisierungsstörung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
hält er eine Störung durch Alkohol nach schädlichem Gebrauch fest. Die Herleitung der einzelnen 
Diagnosen folgt ausführlich ab Seite 28. Des Weiteren setzt sich PD Dr. C.____ mit den vorhan-
denen Arztberichten und insbesondere mit dem Gutachten von Dr. B.____ vom 19. April 2019 
und seinen weiteren Stellungnahmen auseinander, wobei er ausführlich darlegt, weshalb auf die 
Ansicht von Dr. B.____ nicht abgestellt werden kann. PD Dr. C.____ weist darauf hin, dass Dr. 
B.____ zu Unrecht darauf geschlossen habe, dass der Beschwerdeführer das Medikament Trit-
tico nicht eingenommen habe. Er hält fest, dass entgegen der Auffassung von Dr. B.____ die 
Berufsanamnese keineswegs unauffällig gewesen sei. Er nimmt auch zur Einschätzung von Dr. 
B.____ betreffend Persönlichkeitsstörung Stellung und begründet nachvollziehbar, weshalb diese 
nicht richtig ist. Der Gutachter hält fest, Dr. B.____ habe sich auch deutlich zu knapp mit der 
Traumafolgestörung auseinandergesetzt und er habe die frühen Psychotraumatisierungen deut-
lich zu wenig erfasst. Noch knapper würde er sich mit der ADHS auseinandersetzen. Ausserdem 
nimmt er ausführlich zu den Standardindikatoren Stellung. Gestützt auf seine Überlegungen 
schliesst PD Dr. C.____ auf eine vollständig fehlende Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten 
ab Januar 2016.  
 
7.2 Wie bereits ausgeführt, ist von einem Gerichtsgutachten nur bei Vorliegen triftiger 
Gründe abzuweichen (vgl. E. 5.3 hievor). Weder die IV-Stelle noch der Beschwerdeführer bringen 
Einwände gegen das Gutachten von PD Dr. C.____ vor. Gestützt auf die obigen Ausführungen 
gelangt auch das Kantonsgericht zum Schluss, dass das Gutachten von PD Dr. C.____ sowohl 
formal als auch inhaltlich nicht zu beanstanden ist. Es ist überzeugend, schlüssig und nachvoll-
ziehbar begründet und der Gutachter geht auf die anderslautenden Arztberichte ein, weshalb 
darauf abzustellen ist. Damit ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer seit Januar 2016 
zu 100 % arbeitsunfähig ist.  
 
7.3 Der Rentenanspruch setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen ist (vgl. oben E. 3.1). Zudem bestimmt Art. 29 Abs. 1 IVG, dass der Rentenanspruch frü-
hestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs ent-
steht (vgl. oben E. 3.2). Gemäss PD Dr. C.____ ist der Beschwerdeführer seit Januar 2016 voll-
umfänglich arbeitsunfähig. Das Wartejahr von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG begann somit im Januar 
2016 zu laufen. Die IV-Anmeldung erfolgte im Februar 2016, d.h. mehr als sechs Monate vor 
Ablauf des Wartejahres. Somit hat der Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres, also ab 
1. Januar 2017, Anspruch auf eine ganze Rente. 
 
8. Der Beschwerdeführer beantragt ausserdem die Ausrichtung von Verzugszinsen im Um-
fang von 5 % ab 1. Januar 2019. Gemäss Art. 26 Abs. 2 ATSG werden die Sozialversicherungen, 
sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachgekommen ist, für ihre 
Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 

 

 
 
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12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig. Vorliegend ist der Rentenan-
spruch am 1. Januar 2017 entstanden. In Anwendung von Art. 26 Abs. 2 ATSG hat dies zur 
Folge, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer – da dieser seiner Mitwirkungs-
pflicht vollumfänglich nachgekommen ist – die rückwirkend nachzuzahlenden Rentenleistungen 
ab 1. Januar 2019 mit 5 % zu verzinsen hat. 
 
9. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als die 
angefochtene Verfügung aufzuheben ist und die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer ab 
1. Januar 2017 eine ganze Rente auszurichten und die rückwirkend nachzuzahlenden Renten-
leistungen ab 1. Januar 2019 mit 5 % zu verzinsen hat.  
 
10.1 Es bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Da es vorliegend um die Bewilli-
gung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts-
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 
Abs. 1bis IVG). Unter Berücksichtigung der Durchführung einer Parteiverhandlung sind die Ver-
fahrenskosten praxisgemäss auf Fr. 1'000.-- anzusetzen. Dem Verfahrensausgang entsprechend 
sind sie von der Beschwerdegegnerin zu tragen. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kosten-
vorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- wird ihm zurückerstattet. 
 
10.2.1 Nach Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung zu 
übernehmen, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, 
so hat er deren Kosten dennoch zu übernehmen, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des 
Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. 
Wie das Bundesgericht in BGE 137 V 210 entschieden hat, sind in jenen Fällen, in denen zur 
Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten Beweismassnahme an sich eine Rück-
weisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness 
entfällt, die Kosten der durch das Gericht in Auftrag gegebenen Begutachtung den IV-Stellen 
aufzuerlegen. Dies sei, so das Bundesgericht weiter, mit der zitierten Bestimmung von Art. 45 
Abs. 1 ATSG durchaus vereinbar (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.2). In BGE 139 V 496 hat das Bun-
desgericht präzisierend Kriterien aufgestellt, die bei der Beurteilung der Frage, ob die Kosten 
eines Gerichtsgutachtens der Verwaltung auferlegt werden können, zu berücksichtigen sind. Es 
erwog, es müsse ein Zusammenhang bestehen zwischen dem Untersuchungsmangel seitens 
der Verwaltung und der Notwendigkeit, eine Gerichtsexpertise anzuordnen. Dies sei namentlich 
in folgenden Konstellationen der Fall: Wenn ein manifester Widerspruch zwischen den verschie-
denen, aktenmässig belegten ärztlichen Auffassungen bestehe, ohne dass die Verwaltung diesen 
durch objektiv begründete Argumente entkräftet habe; wenn die Verwaltung zur Klärung der me-
dizinischen Situation notwendige Aspekte unbeantwortet gelassen oder wenn sie auf eine Exper-
tise abgestellt habe, welche die Anforderungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage nicht 
erfülle (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a). Wenn die Verwaltung dagegen den Untersuchungsgrundsatz 
respektiert und ihre Auffassung auf objektive konvergente Grundlagen oder auf die Ergebnisse 
einer rechtsgenüglichen Expertise gestützt habe, sei die Überbindung der Kosten des erstinstanz-
lichen Gerichtsgutachtens an sie nicht gerechtfertigt, aus welchen Gründen dies auch immer er-
folge (zum Beispiel aufgrund der Einreichung neuer Arztberichte oder eines Privatgutachtens; 
zum Ganzen: BGE 139 V 496 E. 4.4 mit Hinweisen). 

 

 
 
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10.2.2 Wie im Beschluss des Kantonsgerichts vom 17. Juni 2021 ausführlich dargelegt, lag der 
angefochtenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 17. Juli 2020 ein in medizinischer Hin-
sicht ungenügend abgeklärter Sachverhalt zugrunde. Deshalb sind die Kosten für das Gerichts-
gutachten von PD Dr. C.____ in der Höhe von Fr. 7'000.-- gemäss Honorarnote vom 3. Januar 
2022 sowie des Labor X.____ in der Höhe von Fr. 246.60 gemäss Rechnung vom 1. Dezember 
2021, also insgesamt Fr. 7'246.60 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (BGE 140 V 75 E. 6.1 
und 139 V 502 E. 4.4). 
 
10.2.3 Weiter beantragt der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, 
dem Beschwerdeführer die Kosten für die Berichte der Dres. D.____ und E.____ vom 18. Oktober 
2019 und vom 25. August 2020 zu ersetzen. Gemäss Art. 45 Abs. 1 ATSG hat der Versiche-
rungsträger die Kosten der Abklärung zu übernehmen, soweit er die Massnahmen angeord-
net hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, 
wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestand-
teil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Im Beschluss des Kantonsgerichts vom 
17. Juni 2021 wird zwar unter anderem auch auf die Berichte der Dres. D.____ und E.____ ver-
wiesen, jedoch kam diesen für den Entscheid ein Gerichtsgutachten anzuordnen, keine entschei-
dende Bedeutung zu, weshalb sie nicht als unerlässlich im Sinne von Art. 45 Abs. 1 ATSG zu 
bezeichnen sind. Diese Kosten sind folglich nicht der IV-Stelle aufzuerlegen, weshalb der dies-
bezügliche Beschwerdeantrag abzuweisen ist.  
 
10.3 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer deshalb 
eine Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Die Rechtsvertre-
terin des Beschwerdeführers hat in ihren Honorarnoten vom 29. April 2021, 17. Juni 2021 und 
vom 14. Februar 2022 für das vorliegende Beschwerdeverfahren einen Zeitaufwand von insge-
samt 28 Stunden geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und 
Rechtsfragen als gerade noch angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in Sozialver-
sicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelangenden 
Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht nachvollziehbar sind jedoch die anlässlich 
der Parteiverhandlung vom 17. Juni 2021 geltend gemachten 196 Kopien, weshalb diese nicht 
zu entschädigen sind. Hingegen sind die Übrigen in den beiden anderen Honorarnoten ausge-
wiesenen Auslagen in der Höhe von Fr. 131.20 nicht zu beanstanden. Damit ist dem Beschwer-
deführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine reduzierte Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 7'680.30 (28 Std. à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 131.20 zuzüglich Mehrwert-
steuer von 7.7 %) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, als die an-
gefochtene Verfügung vom 17. Juli 2020 aufgehoben und festgestellt 
wird, dass der Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2017 Anspruch auf 
eine ganze Invalidenrente und die IV-Stelle Basel-Landschaft die rück-
wirkend nachzuzahlenden Leistungen mit Wirkung ab 1. Januar 2019 zu 
5% pro Jahr zu verzinsen hat. Im Übrigen wird die Beschwerde abge-
wiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten im Umfang von Fr. 1'000.-- sowie die Kosten für 
das Gutachten von PD Dr. C.____ vom 3. Januar 2022 und des Labor 
X.____ in der Höhe von insgesamt Fr. 7'246.60 werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 3. Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in der 
Höhe von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt Fr. 7'680.30 (inkl. Aus-
lagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 
 
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