# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f910f675-095f-5363-a125-5964c218e697
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-05-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.05.2018 200 2017 419
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-419_2018-05-18.pdf

## Full Text

200 17 419 IV und
200 17 420 IV (2)
KNB/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Mai 2018

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichterin Fuhrer
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend zwei Verfügungen vom 14. und 27. März 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der … geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwerde-
führer), angelernter ... und zuletzt als ... erwerbstätig, meldete sich im Juni 
2009 unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall bei der Eidgenössischen 
Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle 
Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II], 1; 10 S. 2; 30 
S. 1). Die IVB tätigte erwerbliche Abklärungen, zog Berichte behandelnder 
Ärzte bei und führte – nachdem sie den Bericht einer vom Krankentaggeld-
versicherer veranlassten Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 
(EFL) eingeholt hatte (act. II 23 S. 3 ff.) – ein Belastbarkeits- bzw. Aufbau-
training durch, welches aufgrund der „instabilen gesundheitlichen Situation 
und einer Stagnation bei der Zielerreichung“ abgebrochen wurde (act. II 42 
S. 4). Hierauf liess die IVB den Versicherten durch die Dres. med. 
C.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie 
D.________, Fachärztin für Neurochirurgie, bidisziplinär begutachten (Ex-
pertise vom 3. und 8. November 2010 [act. II 49 f.]). Im Februar 2011 un-
terzog sich der Versicherte einem operativen Eingriff im Bereich der 
Lendenwirbelsäule (act. II 57 S. 1). Nach dessen weitgehender Genesung 
(act. II 57) gewährte die IVB dem Versicherten diverse berufliche Mass-
nahmen, zuletzt eine Umschulung zum ... (vgl. act. II 83), welche – nach-
dem der Versicherte wiederum über lumbale Beschwerden geklagt hatte 
(act. II 90 S. 5) – im Juni 2013 abgebrochen wurde (act. II 99). Im Juli 2013 
unterzog sich der Versicherte einem weiteren operativen Eingriff (act. II 101 
S. 5). In der Folge gewährte die IVB erneut Arbeitstraining und Coaching 
[act. II 103; 111; 116]), welche beruflichen Massnahmen abermals scheiter-
ten (act. II 128 S. 4; 138 S. 1), woraufhin die IVB den Versicherten durch 
die Dres. med. E.________, Facharzt für Neurochirurgie und F.________, 
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, bidisziplinär be-
gutachten liess (Expertise vom 10. bzw. 11. Juni 2015 [act. II 151.1 f.]). 

Im März bzw. Juni 2016 sprach die IVB ein Arbeitstraining im Rahmen von 
Integrationsmassnahmen (act. II 160; 167) in der Abklärungsstelle 
G.________ zu und forderte den Versicherten – nachdem sie bei Dr. med. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 3

H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatolo-
gie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), einen Bericht eingeholt hatte (act. 
II 170 S. 3 ff.) – im weiteren Verlauf auf, im Rahmen der Massnahme die 
Präsenz auf mindestens 50% aufzustocken, widrigenfalls die Leistungen 
gekürzt oder eingestellt würden (act. II 171). Nachdem die Abklärungsstelle 
G.________ am 29. September 2016 berichtet hatte, die vereinbarte Prä-
senzzeit habe nicht erreicht werden können und die Massnahme sei per 
16. September 2016 abgebrochen worden (act. II 173 S. 4), stellte die IVB 
dem Versicherten mit Vorbescheid vom 5. Oktober 2016 (act. II 174) die 
Ablehnung des Leistungsbegehrens hinsichtlich beruflicher Massnahmen 
sowie mit weiterem Vorbescheid vom 12. Oktober 2016 (act. II 175) die 
Ablehnung eines Rentenanspruchs bei einem Invaliditätsgrad von 20% (ab 
Mai 2010) bzw. 38% (ab März 2013) in Aussicht. Gegen beide Vorbeschei-
de liess der Versicherte Einwand erheben (act. II 182), woraufhin die IVB 
bei Dr. med. I.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, RAD, 
eine Stellungnahme einholte (act. II 188). Mit Verfügung vom 14. März 
2017 (betreffend Invalidenrente [act. II 189]) bzw. 27. März 2017 (betref-
fend berufliche Massnahmen [act. II 191]) entschied die IVB wie in den 
Vorbescheiden in Aussicht gestellt. 

B.

Gegen beide Verfügungen liess der Versicherte, vertreten durch Rechts-
anwalt B.________, mit Eingabe vom 1. Mai 2017 Beschwerde erheben. Er 
stellt die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die angefochtenen Verfügungen seien aufzuheben.

2. Der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers sei auf mindestens 40% 
festzusetzen.

3. Eventuell: Der medizinische Sachverhalt, und daraus ableitend die Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers, sei erneut zu eva-
luieren.

4. Subeventuell: Es seien dem Beschwerdeführer Massnahmen beruflicher 
Art zu gewähren.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

In der Begründung macht der Beschwerdeführer hauptsächlich geltend, 
nach dem Bericht vom 27. April 2017 (vgl. act. II 192 S. 31 ff.) von lic. phil. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 4

J.________, Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, sei die Schmerz-
symptomatik organisch bedingt und es könne von einer Wechselwirkung 
zwischen psychosozialen Belastungsfaktoren, depressiver Symptomatik 
und der Schmerproblematik ausgegangen werden. Es stehe zudem ein 
weiterer Operationsversuch zur Diskussion (S. 3). Sodann widerspreche 
das Gutachten von Dr. med. D.________ vom 8. November 2010 den 
Feststellungen im Rahmen der wenige Monate zuvor durchgeführten EFL, 
ohne sich damit auseinanderzusetzen. Ferner sei das psychiatrische Teil-
gutachten von Dr. med. F.________ vom 11. Juni 2015 unvollständig und 
damit nicht beweiswertig (S. 4). Ferner habe Dr. med. E.________ im in-
terdisziplinären bzw. neurochirurgischen Teilgutachten vom 10. Juni 2015 
mit Bezug auf die Leistungsverminderung eine Spannbreite von 25-50% 
angegeben, unter welchen Umständen es unzulässig sei, auf einen Mittel-
wert (von 37.5%) abzustellen, würde doch bereits bei einer Leistungsmin-
derung von 39.5% (aufgerundet) ein rentenbegründender Invaliditätsgrad 
von 40% resultieren (S. 5). Schliesslich sei eine berufliche Massnahme, wie 
beispielsweise ein Aufbautraining, nicht per se ausgeschlossen. Vielmehr 
sei aber genau zu prüfen, dass die ihm beispielsweise in der Abklärungs-
stelle G.________ zugewiesenen Arbeiten seinem Tätigkeitsprofil ent-
sprächen und die Ziele dem Ergebnis der zu evaluierenden effektiven 
funktionellen Leistungsfähigkeit angepasst würden (S. 6).

Mit Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2017 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde, wobei sie auf eine Stellungnahme ver-
zichtete. Ergänzend wies sie darauf hin, dass die eingereichten Berichte 
und namentlich jener von lic. phil. J.________ nichts am bisherigen Zumut-
barkeitsprofil änderten.   

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 5

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialver-
sicherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 
Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bilden die Verfügungen vom 14. und 27. März 
2017 (act. II 189; 191). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Be-
schwerdeführers auf eine Invalidenrente sowie berufliche Massnahmen. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

Zu prüfen ist zunächst der Rentenanspruch.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 6

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine 
Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga-
benbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnah-
men wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf 
dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (vgl. E. 2.1 vorne) sind (lit. c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb u.a. 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar 
(BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 7

Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeitpunkt der 
ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur Zeit der 
streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 E. 3.5.2 
S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

2.3.4 Bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten 
IV-Rente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog 
anzuwenden (BGE 109 V 125 E. 4a S. 127; AHI 1998 S. 121 E. 1b).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Mit Bezug auf den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit 
präsentieren sich die Akten im Wesentlichen wie folgt:

3.1.1 Im Mai 2009 wurde beim Beschwerdeführer eine akute, linksseiti-
ge Lumboischialgie radikulärer Genese bei zwei in den Bereichen L4/5 so-
wie L5/S1 festgestellten Diskushernien diagnostiziert (act. II 5 S. 1 f.). Die 
Behandlung erfolgte anfänglich konservativ (act. II 17 S. 3). Dem Be-
schwerdeführer wurde ab Mai 2009 dauerhaft eine 100%ige Arbeitsun-

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 8

fähigkeit attestiert (act. II 5 S. 3-5; 7 S. 3). Im Januar 2010 hielten die be-
handelnden Ärzte des Zentrums K.________ eine deutliche „Verbesserung 
von Aktivität und Schmerzrückgang“ fest (act. II 22 S. 3).

3.1.2 Im Februar 2010 wurde im Auftrag des Krankentaggeldversiche-
rers eine EFL durchgeführt. Im entsprechenden Bericht vom 19. Februar 
2010 (act. II 23 S. 3 ff.) wurde eine leichte Arbeit zu vier Stunden täglich als 
zumutbar erachtet. Ferner wurde dem Beschwerdeführer empfohlen, die 
begonnene Physiotherapie, welche die Situation bisher um 70% verbessert 
habe, fortzusetzen (S. 5). 

3.1.3 Im bidisziplinären neurochirurgisch-psychiatrischen Gutachten 
vom 3. bzw. 8. November 2010 (act. II 49 f.) stellten die Dres. med. 
D.________ und C.________ interdisziplinär die folgenden Diagnosen (act. 
II 49 S. 23): 

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• Lumbales und lumboradikuläres Schmerzsyndrom S1 links mit/bei
degenerativen LWS-Veränderungen (Osteochondrose L4/5 und L5/S1, 
mediolinkslaterale DH L4/5 mit Verlagerung der Nervenwurzel L5 links, 
mediolinkslaterale bis an das Foramen reichende DH L5/S1 mit Verlage-
rung der Nervenwurzel S1 links und leichtgradiger Verlagerung
der Nervenwurzel L5 links)

• WS-Fehlhaltung

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• Dekonditionierung

• Vordiagnostizierte depressiv-reaktive Entwicklung ICD-10 F43.2, aktuell 
remittiert

• Vordiagnostizierte Schmerzstörung in Verbindung mit psychischen Fakto-
ren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten, 
aus versicherungspsychiatrischer Sicht nicht nachvollziehbar

In der inderdisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, die Tätigkeit 
als ... (...) sei dauerhaft nicht (mehr) zumutbar. Die zuletzt ausgeübte Tätig-
keit als ... wäre dem Beschwerdeführer unter der Voraussetzung der Ein-
haltung einer Gewichtslimite von 10kg mit Einschränkungen noch 
zumutbar, dies in einem zeitlichen Rahmen von sechs Stunden pro Tag an 
fünf Tagen der Woche bei dabei bestehender, um 20% verminderter Leis-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 9

tungsfähigkeit. Zumutbar seien zudem körperlich leichte bis selten mittel-
schwere und konsequent wechselbelastende Tätigkeiten in einem zeitli-
chen Rahmen von 8,5 Stunden pro Tag an fünf Tagen die Woche bei dabei 
bestehender, um 20% verminderter Leistungsfähigkeit. Ausgeschlossen 
seien körperlich schwere und mehrheitlich körperlich mittelschwere Tätig-
keiten, Tätigkeiten in Zwangshaltungen der LWS, insbesondere vornüber-
geneigte Tätigkeiten sowie Tätigkeiten mit repetitiven 
Rotationsbewegungen der LWS, mit Positionsmonotonien oder mit Vibrati-
onen und Schlägen auf das Achsenorgan. Das repetitive Heben, Tragen 
und Bewegen von Lasten sei mit 10kg limitiert. Die Beeinträchtigungen 
liessen sich durch medizinische Massnahmen (operativer Eingriff) vermin-
dern (S. 24 f.). 

3.1.4 Im Bericht des Zentrums K.________ vom 14. Juli 2011 (act. II 57) 
wurde festgehalten, am … Februar 2011 sei eine Dekompression der Ner-
venwurzel L5 und S1 erfolgt. Das Gang- und Standbild sei unauffällig bei 
voller Kraft der oberen und unteren Extremitäten, uneingeschränktem Sen-
sorium und guter Beweglichkeit (S. 1). Ein beruflicher Wiedereinstieg im 
Rahmen einer Umschulungsmassnahme sei zu 100% möglich, wobei rein 
sitzende Tätigkeiten zu vermeiden seien (S. 2). 

Im Bericht vom 28. Januar 2013 (act. II 90 S. 5 f.) hielten die behandelnden 
Ärzte des Zentrums K.________ fest, der Beschwerdeführer klage seit ca. 
drei Wochen wiederum über lumbale Beschwerden mit Ausstrahlung ins 
linke Bein (S. 5). Klinisch wie radiologisch bestehe ein Rezidiv-
Bandscheibenvorfall L4/5 links mit Beeinträchtigung der Nervenwurzel L5. 
Die durch die Hausärztin durchgeführte Cortison-Stosstherapie habe so-
wohl eine Verbesserung der motorischen Funktion als auch der Schmer-
zausstrahlung und der Sensibilität bewirkt. Es sei eine Arbeitsunfähigkeit 
bis einschliesslich dem 28. Februar 2013 bescheinigt worden (S. 6; act. II 
91 S. 2). 

3.1.5 Weil die Beschwerden in der Folge auch unter konservativer The-
rapie persistierten respektive nach einer Wurzelinfiltration gemäss Angaben 
des Beschwerdeführers nur kurzzeitig regredient waren (act. II 130 S. 12-
18), erfolgte am ... Juli 2013 ein weiterer operativer Eingriff an der Wir-
belsäule im Bereich L4/5 (act. II 101 S. 5). Gemäss Austrittsbericht des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 10

Zentrums K.________ vom 3. Juli 2013 (act. II 130 S. 11) sei der Verlauf 
peri- und postoperativ komplikationslos gewesen und der Beschwerdefüh-
rer habe rasch mobilisiert werden können (act. II 130 S. 11). 

Im Bericht des Zentrums K.________ vom 30. Oktober 2013 (act. II 101 S. 
2-4) wurde festgehalten, die letzte Kontrolle sei am 18. September 2013 
erfolgt (S. 3). Der Gesundheitszustand habe sich verbessert (S. 2). Ein 
Wiedereinstieg in die Ausbildung (Umschulung) zum „…“ sei möglich; die 
Arbeitsunfähigkeit betrage 0% (S. 3). 

3.1.6 Der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine 
Innere Medizin, hielt am 11. Februar 2014 (act. II 112) fest, eine 
angepasste Tätigkeit könne weitgehend uneingeschränkt ausgeübt werden. 
Das im Gutachten der Dres. med. D.________ und C.________ erstellte 
Zumutbarkeitsprofil sei weiterhin gültig (S. 2). 

3.1.7 Im Bericht des Zentrums K.________ vom 13. Juni 2014 (act. II 
127) wurde festgehalten, der Gesundheitszustand habe sich verschlechtert. 
Es bestehe eine chronische Lumbalgie bei Segmentdegeneration L4/5 und 
L5/S1 mit Black Disc eben dort. Zwar sei es nach der Re-Dekompression 
vom …. Juli 2013 zu einer anfänglichen Befundverbesserung, jedoch im 
weiteren Verlauf zu einer Verschlechterung gekommen. Die anfänglich 
ausstrahlenden Beschwerden hätten sich völlig regredient gezeigt, jedoch 
sei nun vor allem ein tief sitzender Rückenschmerz im Vordergrund (S. 1). 
Die Arbeitsunfähigkeit sei schwankend und betrage teilweise 100%; 
teilweise unternehme der Beschwerdeführer wieder einen Arbeitsversuch, 
dies meistens bei 50%iger Arbeitsunfähigkeit (S. 2). 

Im Bericht vom 24. November 2014 (act. II 130 S. 2 f.) hielt Dr. med. 
M.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates (Zentrum K.________) fest, der Beschwerdeführer 
zeige eine fortgeschrittene Discopathie L4/5 und L5/S1. Diese könne 
möglicherweise der Grund für die geklagten Lumbalgien sein, die immer 
mehr zunähmen. Angesichts des jungen Alters des Beschwerdeführers 
seien die konservativen Massnahmen voll auszuschöpfen (S. 2). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 11

3.1.8 Im bidisziplinären neurochirurgisch-psychiatrischen Gutachten 
vom 10. bzw. 11. Juni 2015 (act. II 151.1 f.) stellten die Dres. med. 
E.________ und F.________ die folgenden Diagnosen (act. II 151.1 S. 25): 

„Osteochondrose L 4/5 und L5/S1 mit linksbetonten Protrusionen bei St. n. 
Dekompression und Diskushernienentfernung L 4/5 links und L5/S1 links. 

Psychiatrisch wird keine Diagnose gestellt.“

In der Beurteilung hielt Dr. med. E.________ aus neurochirurgischer Sicht 
fest, die beklagten Symptome seien teilweise nachvollziehbar, die Gesamt-
belastung sei LWS-bedingt sicherlich reduziert, allerdings sei es fraglich, ob 
dies im beschriebenen Ausmass sein müsse. Die Erwartungshaltung des 
Beschwerdeführers sei sehr zurückhaltend; aufgrund des bisherigen Ver-
laufes sei dieser gegenüber jedwelcher Arbeitsaufnahme sowohl aus 
Gründen der allgemeinen Befindlichkeitsreduktion bei Nachtschmerzen und 
Schlafqualitätsverminderung, als auch aufgrund der tagsüber vorhandenen 
Symptome skeptisch. Der spontane Verlauf könne nicht einfach vorherge-
sagt werden. Wahrscheinlich sei eine zumindest radiologisch stabile Ver-
laufsvariante; höhergradige Nervenwurzelkompressionen lägen gemäss 
Anamnese und Untersuchungsbefunden sicherlich nicht vor, eine positive 
Konditionierung wäre sicherlich hilfreich (act. II 151.2 S. 3).

In der bidisziplinären Konsensbeurteilung hielten die Gutachter fest, neuro-
chirurgisch sei die Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule reduziert. Psychia-
trisch beständen keine Beeinträchtigungen. Bei körperlich mittlerer bis 
schwerer Tätigkeit bestehe sicher eine verminderte Leistungsfähigkeit im 
Ausmass von 50-100%, nicht aber bei leichter körperlicher Tätigkeit (Ge-
wichte von 5-10kg körpernah heben, Steh- und Sitzdauer 30-60 Minuten, 
Gehstrecke vermutlich einige Kilometer [act. II 151.1 S. 26]); insoweit be-
stehe eine verminderte Leistungsfähigkeit von 25-50% (S. 25) bzw. dem 
Beschwerdeführer sei mindestens ein 50%-Pensum zumutbar (S. 26).

3.1.9 Der RAD-Arzt Dr. med. H.________ hielt im ärztlichen Bericht vom 
26. Juli 2016 (act. II 170 S. 5) fest, das am …. Juni 2016 durchgeführte 
MRI (vgl. act. II 165) zeige keinen Hinweis für eine Bandscheibenverände-
rung und/oder eine nervenwurzelkomprimierende Symptomatik. Das im 
Gutachten vom 10. bzw. 11. Juni 2015 formulierte Zumutbarkeitsprofil gelte 
weiterhin. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 12

3.1.10 Die RAD-Ärztin Dr. med. I.________ hielt in der Stellungnahme 
vom 3. März 2017 (act. II 188 S. 2 ff.) fest, die im Rahmen des neurochirur-
gischen Gutachtens vom 10. Juni 2015 erhobenen Befunde seien normal. 
Gestützt darauf sowie auf das MRI postuliere sie ein Zumutbarkeitsprofil, 
das leichte bis teilweise mittelschwere Arbeit (d.h. bis 15kg; Arbeit in 
Wechselpositionen, ohne Zwangshaltungen und nicht dauernd in gebückter 
Stellung, gültig ab vier Monate nach der zweiten Operation, ganztags und 
ohne relevante zusätzliche Einschränkung, oder maximal 10% für eine ge-
legentliche Pause) zulasse (S. 4).

3.1.11 Im zu Handen des Rechtsvertreters verfassten Bericht vom 
27. April 2017 (act. II 192 S. 31 ff.) diagnostizierte lic. phil. J.________ eine 
mittelgradig bis schwere depressive Störung auf dem Hintergrund anhal-
tender Schmerzen und psychosozialer Belastung (ICD-10 F32 [1-2]) bzw. 
DD eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig bis 
schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33 [1-2]; [S. 33]). 
Die Behandlung erfolge seit Juli 2016 (S. 31), wobei bisher 11 Konsultatio-
nen stattgefunden hätten (S. 33). 

3.2

3.2.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 13

schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.3 Wie nachfolgend aufgezeigt wird, ist der rechtserhebliche Sach-
verhalt hinreichend abgeklärt und die sich vorliegend stellenden Sachver-
halts- und Rechtsfragen lassen sich gestützt auf die medizinischen Akten 
zuverlässig beantworten, so dass es der vom Beschwerdeführer eventuell 
beantragten erneuten Abklärung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht 
bedarf. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Prüfung des Rentenanspruchs in zwei 
Zeitabschnitte aufgeteilt: Für die Zeit ab Mai 2010 bis und mit Februar 2013 
hat sie gestützt auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. 
D.________ und C.________ vom 3. bzw. 8. November 2010 (act. II 49 f.) 
einen Invaliditätsgrad von 20% ermittelt und demzufolge einen Rentenan-
spruch verneint. Für die Zeit ab März 2013 stellte sie schliesslich auf das 
bidisziplinäre neurochirurgisch-psychiatrische Gutachten vom 10. bzw. 11. 
Juni 2015 (act. II 151.1 f.) der Dres. med. E.________ und F.________ ab, 
wobei sie bei einem Invaliditätsgrad von 38% einen Rentenanspruch wie-
derum verneinte (act. II 189 S. 2). Im Lichte der Aktenlage ist dies wie folgt 
zu präzisieren bzw. korrigieren: 

3.4

3.4.1 Zunächst folgt aus den Akten, dass der Beschwerdeführer ab Mai 
2009 aufgrund der geklagten Rückenbeschwerden ohne wesentlichen Un-
terbruch (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG i.V.m. Art. 29ter der Verordnung vom 
17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]) in sei-
ner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war (act. II 5 S. 3-5; 7 S. 3), womit – im 
Lichte der im Juni 2009 erfolgten Anmeldung zum Leistungsbezug (act. II 1 
S. 1) – der Beginn des Rentenanspruchs mit der Beschwerdegegnerin auf 
den Mai 2010 zu liegen kommt (Art. 29 Abs. 1 IVG). Entgegen ihrer Auffas-
sung kann jedoch insoweit für die Ermittlung des Invaliditätsgrades (noch) 
nicht auf das auf Untersuchungen im Oktober 2010 (vgl. act. II 49 S. 8; 50 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 14

S. 5) basierende bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. D.________ und 
C.________ vom 3. bzw. 8. November 2010 (act. II 49 f.) abgestellt wer-
den, da sich dieses nicht zu einer allfälligen rückwirkenden Gültigkeit des 
darin festgelegten Zumutbarkeitsprofils äussert. Vielmehr ist zunächst die 
den beweismässigen Anforderungen an medizinische Berichte genügende 
EFL vom 19. Februar 2010 (act. II 23 S. 3 ff.; vgl. E. 3.2.2 vorne) massge-
bend, nach welcher mit Bezug auf eine den Leiden angepasste leichte und 
wechselbelastende Tätigkeit eine Arbeitszeit von vier Stunden täglich als 
zumutbar erachtet wurde, was einer Arbeitsfähigkeit von rund 50% ent-
spricht. 

Demnach ist für die Zeit ab Mai 2010 der Invaliditätsermittlung eine medizi-
nisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 50% zugrunde zu legen. 

3.4.2 Im Oktober 2010 erfolgte – wie hiervor dargelegt (vgl. E. 3.4.1) – 
die Begutachtung durch die Dres. med. D.________ und C.________, wel-
che in ihrer Expertise vom 3. bzw. 8. November 2010 (act. II 49 f.) ein lum-
bales und lumboradikuläres Schmerzsyndrom feststellten und körperlich 
leichte bis selten mittelschwere und konsequent wechselbelastende Tätig-
keiten in einem zeitlichen Rahmen von 8.5 Stunden täglich an fünf Tagen 
die Woche bei dabei bestehender 20%iger Leistungseinschränkung als 
zumutbar erachteten (act. II 49 S. 23 f.). Das Gutachten erfüllt die Voraus-
setzungen der Rechtsprechung an Expertisen (vgl. E. 3.2.2 vorne) und er-
bringt vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Es ist 
nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen sind überzeugend begründet. 

Der Beschwerdeführer beanstandet die diagnostischen Einschätzungen im 
Gutachten nicht, macht jedoch unter Hinweis auf die Ergebnisse der 
(grundsätzlich ebenso beweiskräftigen) EFL vom 5. Februar 2010 (vgl. Be-
richt vom 19. Februar 2010 [act. II 23 S. 3 ff.]) geltend, die im Gutachten 
hinsichtlich den Leiden angepasster Tätigkeiten attestierte volle Arbeits-
fähigkeit bei um 20% eingeschränkter Leistungsfähigkeit (vgl. act. II 49 S. 
24 f.) sei nicht nachvollziehbar. Insoweit ist festzuhalten, dass dem Be-
schwerdeführer im Rahmen der EFL empfohlen wurde, die begonnene 
Physiotherapie „unbedingt“ fortzusetzen, da bereits eine Verbesserung der 
Situation um 70% habe erzielt werden können (act. II 23 S. 5). Anlässlich 
der acht Monate später erfolgten Begutachtung gab der Beschwerdeführer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 15

denn auch an, dass sich die Beschwerdesymptomatik insgesamt (weiter) 
verbessert habe (vgl. act. II 50 S. 6). Wenn die Neurochirurgin Dr. med. 
D.________ somit – basierend auf einer umfassenden befundmässigen 
Erhebung sowie gestützt auf die Ergebnisse bildgebender Verfahren (vgl. 
act. II 49 S. 9-15) – eine Leistungseinschränkung von noch 20% beschei-
nigte, ist dies ohne weiteres nachvollziehbar und mit Blick auf die durchge-
führten Behandlungen entgegen dem Beschwerdeführer auch nicht 
widersprüchlich. Schliesslich liegen keine medizinischen Berichte im Recht, 
welche die gutachtliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter Benennung 
fachlicher Aspekte, die bei der Begutachtung ausser Acht geblieben oder 
falsch gewürdigt worden wären, in Frage stellen, weshalb auch insoweit 
keine Zweifel am Beweiswert des Gutachtens bestehen. 

Folglich ist für die Zeit ab Oktober 2010 bzw. ab Februar 2011 (Art. 88a 
Abs. 1 IVV) grundsätzlich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes 
im Sinne eines Revisionsgrundes (vgl. E. 2.3.2 vorne) erstellt (vgl. jedoch 
E. 3.4.3 sogleich) und der Invaliditätsermittlung eine medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit von 0% bei 20%iger Leistungsverminde-
rung zugrunde zu legen. 

3.4.3 Am …. Februar 2011 erfolgte der erste operative Eingriff an der 
Wirbelsäule im Bereich L5 und S1 links (act. II 57 S. 1), woraus eine erneu-
te Verschlechterung des Gesundheitszustandes und damit einhergehend 
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit resultierte (vgl. act. II 52 S. 4). Demnach 
ist für die Zeit ab Februar 2011 bzw. ab Juni 2011 (Art. 88a Abs. 2 IVV) der 
Invaliditätsermittlung bei Vorliegen eines weiteren Revisionsgrundes eine 
medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 100% zugrunde zu legen. 

3.4.4 Im auf einer Untersuchung vom 11. Juli 2011 basierenden Bericht 
des Zentrums K.________ vom 14. Juli 2011 wurde aufgrund der allseits 
verbesserten Befundlage wiederum eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert 
(act. II 57). Der verbesserte Gesundheitszustand stellt einen Revisions-
grund dar (vgl. E. 2.3.2 vorne) und die für die Invaliditätsermittlung mass-
gebliche medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit beträgt für die Zeit ab 
November 2011 (Art. 88a Abs. 1 IVV) gestützt auf das Gutachten der Dres. 
med. D.________ und C.________ 0% bei einer Leistungsminderung von 
20%. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 16

Ab Januar 2013 machte der Beschwerdeführer wiederum vermehrt Rü-
ckenbeschwerden geltend (act. II 90 S. 5) und es wurde für die Zeit vom 
25. Januar bis 28. Februar 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit beschei-
nigt (act. II 91 S. 2). Eine (potentiell) anspruchs- respektive rentenrelevante 
Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist aufgrund der weniger als 
drei Monate dauernden Arbeitsunfähigkeit damit nicht erstellt (vgl. Art. 88a 
Abs. 2 IVV). Am …. Juli 2013 erfolgte sodann eine Re-Dekompression L4/5 
links und Sequestrektomie L4/5 (act. II 101 S. 5). Im Bericht des Zentrums 
K.________ vom 30. Oktober 2013 (act. II 101 S. 2-4), welcher auf einer 
Untersuchung vom 18. September 2013 beruht (S. 3), wurde festgehalten, 
die Arbeitsunfähigkeit betrage wiederum 0%, womit auch in der weiteren 
Folge keine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes er-
stellt ist. Der RAD-Arzt Dr. med. L.________ hielt denn auch mit Bericht 
vom 11. Februar 2014 (act. II 112) fest, das im Gutachten der Dres. med. 
D.________ und C.________ erstellte Zumutbarkeitsprofil sei weiterhin 
gültig (S. 2).

3.4.5 Im Juni 2014 machte der Beschwerdeführer wiederum eine Ver-
schlechterung seines Gesundheitszustandes in Form einer chronischen 
Lumbalgie geltend. Ab diesem Zeitpunkt kann für die Invaliditätsermittlung 
auf das bidisziplinäre neurochirurgisch-psychiatrische Gutachten der Dres. 
med. E.________ und F.________ vom 10. bzw. 11. Juni 2015 (act. II 
151.1 f.) abgestellt werden (zur zeitlichen Gültigkeit des Zumutbarkeitspro-
fils vgl. E. 3.4.5.2 hernach). Darin wurde bidisziplinär eine Osteochondrose 
L4/5 und L5/S1 mit linksbetonten Protrusionen diagnostiziert; psychiatrisch 
wurde (weiterhin) keine Diagnose gestellt (act. II 151.1 S. 25). Sodann be-
scheinigten die Gutachter dem Beschwerdeführer mit Bezug auf eine leich-
te körperliche Tätigkeit – aus allein somatischen Gründen – eine 
verminderte Leistungsfähigkeit von 25-50% (S. 25) bzw. erachteten ein 
Pensum von „mindestens 50%“ (S. 26) als zumutbar. 

3.4.5.1 Entgegen dem Beschwerdeführer schadet es dem Beweiswert der 
Expertise nicht, wenn die Gutachter die Leistungsfähigkeit quantitativ im 
Rahmen einer relativ grossen Spannbreite einschätzten: Zum einen rührt 
dies offensichtlich daher, dass es für die Gutachter im Lichte der Be-
schwerdeangaben und der erhobenen (eher bescheidenen) Befunde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 17

schwierig war, die Leistungsfähigkeit präziser einzuschätzen. So hielt der 
Neurochirurg Dr. med. E.________ denn auch fest, die beklagten Sympto-
me seien „teilweise nachvollziehbar, die Gesamtbelastung [sei] LWS-
bedingt sicherlich reduziert, allerdings [sei] es fraglich, ob dies im 
beschriebenen Ausmass so sein“ müsse (act. II 151.2 S. 3). Zum andern 
stellt die Rechtsprechung in solchen Fällen auf einen Mittelwert ab um 
Rechtsungleichheiten zu vermeiden, die sich einstellen können, wenn der 
eine Gutachter die an sich gleiche Beurteilung in einem einzigen Wert, der 
andere aber in einer mehr oder weniger grossen Spannbreite ausdrückt 
(vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 28. Dezember 2007, 
9C_626/2007, E. 3.2). Ebenso wenig vermögen sodann die Ergebnisse des 
vom 29. Juni bis 28. September 2016 in der Abklärungsstelle G.________ 
durchgeführten Aufbautrainings (vgl. act. II 172 S. 2 ff.) die 
Schlussfolgerungen der Gutachter in Zweifel zu ziehen, basiert dieser 
Bericht doch nicht auf vertieften medizinischen Untersuchungen, sondern 
auf berufspraktischen Beobachtungen, welche in erster Linie die subjektive 
Arbeitsleistung der versicherten Person wiedergeben (vgl. Entscheid des 
BGer vom 16. März 2017, 9C_646/2016, E. 4.2.2). Schliesslich ist auch die 
am psychiatrischen Gutachten von Dr. med. F.________ geäusserte Kritik, 
wonach der Experte einzig aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers, 
sich „nicht mehr gravierend depressiv“ zu fühlen (Beschwerde, S. 4), eine 
psychische Erkrankung verneint habe, unzutreffend: Vielmehr basieren die 
Schlussfolgerungen des Experten (u.a.) auf einer umfassenden 
Befunderhebung, wobei sich namentlich keine Anhaltspunkte für affektive 
Störungen und insbesondere keine Zeichen für eine anhaltende depressive 
Störung finden liessen (act. II 151.1 S. 14). Im Übrigen kommt einem 
testmässigen Erfassen der Psychopathologie im Rahmen der 
psychiatrischen Exploration generell nur ergänzende Funktion zu, während 
die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung 
und Verhaltensbeobachtung ausschlaggebend bleibt (Entscheid des BGer 
vom 19. August 2016, 9C_276/2016, E. 3.2). Dass der Gutachter insoweit 
fachliche Fehler begangen hätte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere 
konkretisiert der Beschwerdeführer nicht weiter, was er mit seiner 
Beanstandung, „eine weitergehende Untersuchung“ sei „unterlassen“ 
worden, meint (vgl. Beschwerde, S. 4). Auch reicht er keine medizinischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 18

Berichte ein oder weist auf bestehende hin, die seine Vermutung stützen 
würden. 

Auf das bidisziplinäre Gutachten der Dres. med. E.________ und 
F.________ vom 10. bzw. 11. Juni 2015 (act. II 151.1 f.) kann demnach 
abgestellt werden. 

3.4.5.2 Sodann hielten die Gutachter mit Bezug auf die zeitliche Gültigkeit 
des Zumutbarkeitsprofils zwar fest, dass diese Frage retrospektiv nicht be-
urteilt werden könne bzw. dieses „vermutlich seit 2014“ gültig sei (vgl. act. II 
151.1 S. 26; 151.2 S. 5). Wie jedoch nachfolgend zu zeigen ist, ist ein 
(auch retrospektives) Abstellen auf das im Gutachten erstellte Zumutbar-
keitsprofil jedenfalls nicht zu Ungunsten des Beschwerdeführers: 

Am 4. Juni 2014 hielten die behandelnden Ärzte des Zentrums K.________ 
fest, die erneut durchgeführte Bildgebung habe keine neuen Aspekte ge-
zeigt. Es beständen weiterhin leicht progrediente Black discs im Bereich 
L4/5 und L5/S1 (act. II 130 S. 7). Eine am 8. August 2014 im Zentrum 
K.________ erfolgte Untersuchung ergab sodann folgendes Bild: „Hinkfrei-
es flüssiges Gangbild, keine Zuhilfenahme von Gehstützen. Im Stehen 
Schulter- und Beckengeradestand. Von dorsal als auch von lateral betrach-
tet Wirbelsäulenalignement intakt. Im Bereich der HWS und BWS kein 
Druckschmerz paravertebral und interspinös auslösbar. Dezenter Druck-
schmerz im Bereich lumbal mit Punctum maximum tieflumbal, keine Myo-
gelosen. Links-/Rechtsneigung und Links-/Rechtsdrehung in der 
Wirbelsäule schmerzfrei und uneingeschränkt durchführbar. Sensibilität an 
der unteren Extremitäten allseits intakt bei Muskelkraft M5 von 5. Mittelleb-
haft auslösbaren Muskeleigenreflexen seitengleich“ (act. II 130 S. 4). In der 
Beurteilung wurde festgehalten, seit ca. zwei Monaten würden alle konser-
vativen Massnahmen (Physiotherapie und eigenständige Kraftübungen) 
noch ausgeschöpft, worunter sich der Befund stabil zeige mit Tendenz der 
leichten Besserung (S. 5). Zwar diagnostizierten die behandelnden Ärzte 
weiterhin eine Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1 (S. 4). Dr. med. 
M.________ erachtete im Bericht vom 24. November 2014 (act. II 130 S. 2 
f.) jedoch die diagnostisch festgestellte Diskopathie L4/5 und L5/S1 nur-
mehr möglicherweise als Grund für die chronischen Lumbalgien. In der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 19

Folge erfolgten keine weiteren Konsultationen im Zentrum K.________ 
mehr (vgl. act. II 144 S. 2). 

Es erscheint demnach fraglich, ob – bei gleichzeitigem Fehlen einer medi-
zinisch fassbaren psychischen Beeinträchtigung – ab Juni 2014 eine daue-
rhafte Verschlechterung des somatischen Gesundheitszustandes bzw. der 
Arbeitsfähigkeit als hinreichend objektiviert und damit rechtsgenüglich er-
stellt gelten kann, worauf – im Ergebnis – auch die RAD-Ärztin Dr. med. 
I.________ hinweist, wenn sie – in nachvollziehbarer Weise – eine leichte 
bis teilweise mittelschwere Arbeit (d.h. bis 15kg) ohne Arbeiten in Wech-
selpositionen, ohne Zwangshaltungen und ohne dauernde gebückte Stel-
lung ab vier Monate nach der zweiten Operation im Juli 2013 als ganztags 
und mit einer Einschränkung von maximal 10% als zumutbar erachtet (vgl. 
act. II 188 S. 4). So oder anders ginge eine allfällige Veränderung des Ge-
sundheitszustandes nicht über die im Gutachten der Dres. med. 
E.________ und F.________ postulierten Einschränkungen hinaus. Ent-
sprechend hielt denn auch der RAD-Arzt Dr. med. H.________ im Bericht 
vom 26. Juli 2016 (act. II 170 S. 5) fest, das am 14. Juni 2016 durchgeführ-
te MRI (vgl. act. II 165) zeige keinen Hinweis für eine Bandscheibenverän-
derung und/oder eine nervenwurzelkomprimierende Symptomatik und das 
im Gutachten vom 10. bzw. 11. Juni 2015 formulierte Zumutbarkeitsprofil 
gelte weiterhin. 

3.4.5.3 Zusammenfassend ist der Invaliditätsermittlung für die Zeit ab Juni 
2014 bzw. Oktober 2014 (Art. 88a Abs. 2 IVV) eine medizinisch-
theoretische Arbeitsunfähigkeit von höchstens 37.5% (Mittelwert von 25-
50%) zugrunde zu legen. 

3.4.6 Nach dem Bericht von lic. phil. J.________ vom 27. April 2017 
(act. II 192 S. 31 ff.) befindet sich der Beschwerdeführer seit Juli 2016 in 
psychologischer Behandlung. Mit der von ihr festgehaltenen Diagnose ei-
ner mittelgradigen bis schweren depressiven Störung auf dem Hintergrund 
anhaltender Schmerzen und psychosozialer Belastung (ICD-10 F32 [1-2]) 
bzw. DD einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgra-
dig bis schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33 [1-2]), 
kann unter den gegebenen Umständen bis zum massgebenden Zeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung vom 14. März 2017 jedoch nicht überwie-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 20

gend wahrscheinlich auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
bzw. auf ein invalidisierendes psychisches Leiden geschlossen werden: 
Abgesehen davon, dass die behandelnde Psychologin keine Arbeitsun-
fähigkeit attestiert, ist die Diagnose nicht fachärztlich erstellt, ergeben sich 
doch weder aus dem nämlichen Bericht noch aus den übrigen Akten Hin-
weise, wonach der Beschwerdeführer (zusätzlich) in fachärztlicher psychia-
trischer Behandlung wäre. Ferner präsentiert sich die von lic. phil. 
J.________ festgehaltene Befundlage aus objektiver Sicht bescheiden und 
ist kaum mit den gestellten Diagnosen in Einklang zu bringen. Auch fanden 
in einem Zeitraum von 10 Monaten lediglich 11 Konsultationen statt (vgl. 
S. 33) – mithin gut eine Konsultation pro Monat –, welche niederschwellige 
Therapiefrequenz ebenso wenig mit der postulierten Schwere der depres-
siven Störung korreliert, indessen gemäss Angaben im fraglichen Bericht 
dennoch zu einer Verbesserung der psychischen Befindlichkeit geführt hat. 
Demnach besteht auch für die Zeit ab Juli 2016 kein Anlass, vom im Gut-
achten der Dres. med. E.________ und F.________ erstellten Zumutbar-
keitsprofil abzurücken. 

3.4.7 Zusammenfassend ist der Invaliditätsermittlung ab Mai 2010 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50%, ab Februar 2011 von 0% (bei 20%iger Leis-
tungsminderung), ab Juni 2011 von 100%, ab November 2011 von 0% (bei 
20%iger Leistungsminderung) und ab Oktober 2014 von höchstens 37.5% 
zugrunde zu legen. Gestützt darauf ist nachfolgend – basierend auf der 
Einkommensvergleichsmethode – der Invaliditätsgrad zu ermitteln. 

4.

4.1 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 21

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn nach den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute BGer] 
vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 
S. 40 E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung 
Tabellenlöhne gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezo-
gen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2014 IV Nr. 37 S. 133 
E. 7.1).

Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen 
Durchschnittswerten ermittelt, kann der entsprechende Ausgangswert 
(Tabellenlohn) um bis zu maximal 25% gekürzt werden, wenn persönliche 
und berufliche Merkmale wie Art und Ausmass der Behinderung, 
Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität resp. Aufenthaltskategorie oder 
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben und die 
versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf 
einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem 
erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 
322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 4.1.1).

4.2

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 22

4.2.1 Für die Zeit ab Mai 2010 (vgl. E. 3.4.1 vorne) ergibt sich die fol-
gende Berechnung: 

Der Beschwerdeführer absolvierte eine Anlehre als ... (… [act. II 10 S. 2]), 
war auf diesem Beruf jedoch nur in der Zeit von Februar 2007 bis Juli 2008 
erwerbstätig (act. II 6 S. 1), wobei er ein monatliches Gehalt von maximal 
Fr. 3‘900.-- erzielte (vgl. act. II 6 S. 5). Ansonsten arbeitete er – jeweils für 
kurze Zeit – bei diversen anderen Arbeitgebern (vgl. act. II 2 S. 1), zuletzt 
für fünf Monate als … (act. II 30 S. 1-4), wobei der Monatslohn Fr. 3‘400.-- 
betrug (S. 6). Unter diesen Umständen lässt sich die hypothetische Loh-
nentwicklung und damit einhergehend das Valideneinkommen nicht an-
hand der konkreten Verhältnisse feststellen, weshalb die Tabellen der LSE 
2010 heranzuziehen sind. Abzustellen ist auf den Wert „Total“ von Tabelle 
TA1, Anforderungsniveau 4, Männer. 

Indem der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit nicht ausschöpft 
respektive keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist für die Ermittlung des Inva-
lideneinkommens ebenfalls auf statistische Werte gemäss LSE 2010 abzu-
stellen, wobei dieselbe Tabellenposition wie beim Valideneinkommen zu 
berücksichtigen ist. Eines zusätzlichen leidensbedingten Abzugs (vgl. 
E. 4.1.2 vorne) bedarf es nicht, wäre ein solcher doch unter den gegebenen 
Umständen bei beiden – auf statistischen Daten beruhenden – Vergleichs-
einkommen vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 
8C_42/2008, E. 5). Selbst jedoch, wenn aufgrund der dem Beschwerdefüh-
rer allein zumutbaren körperlichen leichten Tätigkeit ein zusätzlicher Abzug 
vom Tabellenlohn von 5% zugebilligt würde, änderte sich am Ergebnis 
nichts.

Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben Tabellen-
lohn zu berechnen, erübrigt sich rechtsprechungsgemäss deren genaue 
ziffernmässige Ermittlung: Der Invaliditätsgrad entspricht diesfalls dem 
Grad der Arbeitsunfähigkeit von 50% unter Berücksichtigung des Abzuges 
vom Tabellenlohn von maximal 5% (Entscheid des BGer vom 7. April 2016, 
9C_898/2015, E. 1), womit der Beschwerdeführer ab Mai 2010 bei einem 
Invaliditätsgrad von maximal 52.5% Anspruch auf eine halbe Invalidenrente 
hat (vgl. E. 2.2 vorne). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 23

4.2.2 Ab Februar 2011 ist der Invaliditätsermittlung eine 100%ige Ar-
beitsfähigkeit bei 20%iger Leistungsminderung zugrunde zu legen (vgl. 
E. 3.4.2 vorne). Validen- und Invalideneinkommen sind unverändert auf der 
Grundlage desselben Tabellenlohns zu ermitteln (vgl. E. 4.2.1 vorne), wo-
bei – mit Bezug auf das Invalideneinkommen – ein zusätzlicher leidensbe-
dingter Abzug ausser Betracht fällt, nachdem den gesundheitlichen 
Einschränkungen im Rahmen der 20%igen Leistungsminderung umfassend 
Rechnung getragen wurde (vgl. act. II 49 S. 21). Demnach besteht ab Fe-
bruar 2011 bei einem dem Arbeitsunfähigkeitsgrad entsprechenden Invali-
ditätsgrad von 20% (vgl. E. 4.2.1 vorne) kein Anspruch mehr auf eine 
Invalidenrente. 

4.2.3 Ab Juni 2011 ist der Invaliditätsermittlung eine 100%ige Arbeitsun-
fähigkeit hinsichtlich sämtlicher Tätigkeiten zu Grunde zu legen (vgl. 
E. 3.4.3 vorne). Beträgt demnach das Invalideneinkommen im Juni 2011 
Fr. 0.--, beläuft sich der Invaliditätsgrad unabhängig von der Höhe des Va-
lideneinkommens auf 100%, womit der Beschwerdeführer Anspruch auf 
eine ganze Invalidenrente hat (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.2.4 Ab November 2011 ist gestützt auf das Gutachten der Dres. med. 
D.________ und C.________ wiederum von einer Arbeitsunfähigkeit von 
0% bei einer Leistungsminderung von 20% auszugehen (vgl. E. 3.4.4 vor-
ne). Der Invaliditätsgrad beträgt demnach 20% (vgl. E. 4.2.2 vorne), womit 
ab November 2011 kein Rentenanspruch mehr besteht (vgl. E. 2.2 vorne). 

4.2.5 Schliesslich ist basierend auf dem Gutachten der Dres. med. 
E.________ und F.________ vom 10. bzw. 11. Juni 2015 der Invalidität-
sermittlung ab Oktober 2014 eine medizinisch-theoretische Arbeitsunfähig-
keit von 37.5% zugrunde zu legen (vgl. E. 3.4.5.3 vorne). Unverändert sind 
beide Vergleichseinkommen (Validen- und Invalideneinkommen) basierend 
auf den Werten der LSE – nunmehr jenen des Jahres 2014 – zu ermitteln. 
Mit Bezug auf das Invalideneinkommen bedarf es keines zusätzlichen 
leidensbedingten Abzugs, nachdem sich der der Berechnung des 
Invaliditätsgrades zugrunde gelegte Arbeitsunfähigkeitsgrad bereits als 
sehr wohlwollend erweist (vgl. E. 3.4.5.2 vorne). Somit beträgt der Invali-
ditätsgrad ab Oktober 2014 maximal 37.5% bzw. gerundet 38% (zur 
Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123), womit der Beschwerdeführer 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 24

unverändert keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat (vgl. E. 2.2 vor-
ne). 

4.3 Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit teilweise gutzu-
heissen, als der Beschwerdeführer für die Zeit von Mai 2010 bis und mit 
Januar 2011 Anspruch auf eine halbe und für die Zeit von Juni 2011 bis 
und mit Oktober 2011 auf eine ganze Invalidenrente hat. Soweit weiterge-
hend, ist die Beschwerde betreffend den Rentenpunkt abzuweisen. 

5.

Streitig ist schliesslich der Anspruch auf berufliche Massnahmen. 

5.1

5.1.1 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern und die Voraussetzungen für den An-
spruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Die Eingliederungs-
massnahmen bestehen nach Abs. 3 dieser Bestimmung u.a. in 
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung 
(lit. abis) sowie Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige 
berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe [lit. b]).

5.1.2 Anders als im Rentenrecht (Art. 28 Abs. 1 IVG) nennt das Gesetz 
keinen Mindestgrad der Invalidität, damit Eingliederungsmassnahmen ge-
währt werden können (BGE 116 V 80 E. 6a S. 81). Eingliederungsmass-
nahmen unterliegen jedoch den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen 
des Art. 8 Abs. 1 IVG. Eine Eingliederungsmassnahme hat somit neben 
den dort ausdrücklich genannten Erfordernissen der Geeignetheit und Not-
wendigkeit auch demjenigen der Angemessenheit (Verhältnismässigkeit im 
engeren Sinne) als drittem Teilgehalt des Verhältnismässigkeitsgrundsat-
zes zu genügen. Danach muss sie unter Berücksichtigung der gesamten 
tatsächlichen und rechtlichen Umstände des Einzelfalles in einem ange-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 25

messenen Verhältnis zum angestrebten Eingliederungsziel stehen. Hin-
sichtlich der Angemessenheit lassen sich vier Teilaspekte unterscheiden, 
nämlich die sachliche, die zeitliche, die finanzielle und die persönliche An-
gemessenheit. Danach muss die Massnahme prognostisch ein bestimmtes 
Mass an Eingliederungswirksamkeit aufweisen; sodann muss gewährleistet 
sein, dass der angestrebte Eingliederungserfolg voraussichtlich von einer 
gewissen Dauer ist; des Weitern muss der zu erwartende Erfolg in einem 
vernünftigen Verhältnis zu den Kosten der konkreten Eingliederungsmass-
nahme stehen; schliesslich muss die Massnahme dem Betroffenen auch 
zumutbar sein (BGE 142 V 523 E. 2.3 S. 526).

5.1.3 Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer 
zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine 
wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue 
Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das 
ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder 
dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich 
gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine 
angemessene Bedenkzeit einzuräumen (Art. 21 Abs. 4 ATSG).

5.2 Mit Mitteilung vom 24. März 2016 (act. II 160) erteilte die IVB „Kos-
tengutsprache für ein Arbeitstraining im Rahmen von Integrationsmass-
nahmen“ in der Abklärungsstelle G.________, welche am 29. Juni 2016 
(act. II 167) bis am 28. September 2016 verlängert wurde. Im Vorfeld der 
Eingliederungsmassnahme vereinbarten Beschwerdegegnerin, Ab-
klärungsstelle G.________ und Beschwerdeführer u.a., die Präsenz von 
täglich vier auf sechs Stunden à fünf Tagen die Woche zu steigern (act. II 
164 S. 3). Im Bericht vom 26. Juli 2016 (act. II 170 S. 5) hielt der RAD-Arzt 
Dr. med. H.________ nach Vorlage eines am 14. Juni 2016 durchgeführten 
MRT (act. II 165) fest, es gelte weiterhin das im Gutachten der Dres. med. 
E.________ und F.________ vom 10. bzw. 11. Juni 2015 formulierte Zu-
mutbarkeitsprofil, wonach dem Beschwerdeführer eine leichte körperliche 
Tätigkeit bei einer Leistungsminderung von 25-50% zumutbar sei (act. II 
151.1 S. 25). Nachdem der Beschwerdeführer bisher ein Pensum von le-
diglich knapp 22% erreicht hatte (act. II 168 S. 9), forderte ihn die Be-
schwerdegegnerin mit Schreiben vom 28. Juli 2016 (act. II 171) unter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 26

Hinweis auf Art. 21 Abs. 4 ATSG auf, die Präsenz auf mindestens 50% 
bzw. die Leistungsfähigkeit auf 50-75% zu steigern, widrigenfalls die Leis-
tungen gekürzt oder verweigert werden könnten. In der Folge steigerte der 
Beschwerdeführer das Pensum lediglich auf 36% (act. II 172), woraufhin 
die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 27. März 2017 (act. II 191) 
das „Leistungsbegehren für berufliche Massnahmen“ abwies. 

5.3 Wie hiervor dargelegt, hat die Beschwerdegegnerin das in der Ab-
klärungsstelle G.________ durchgeführte Aufbautraining – zumindest im 
Rahmen der angefochtenen Verfügung vom 27. März 2017 – implizit unter 
die beruflichen Massnahmen (im engeren Sinne) subsumiert. Indessen 
stellt sich die Frage, ob mit Bezug auf die strittige Vorkehr nicht eher von 
einer Integrationsmassnahme im Sinne von Art. 14a IVG auszugehen wäre, 
wie dies auch aus den Kostengutsprachen hervorgeht (vgl. auch Entscheid 
des BGer vom 10. Oktober 2012, 9C_801/2011, E. 1). Träfe dies zu, er-
schiene ein (weiterer) Leistungsanspruch zum vornherein als fraglich, gälte 
es doch insoweit zu berücksichtigen, dass ein solcher eine 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50% nicht nur in der bisherigen 
Tätigkeit, sondern auch in einem anderen Beruf voraussetzte (vgl. Satz 2 
von Art. 6 ATSG; BGE 137 V 1) und vorliegend mit Bezug auf eine den 
Leiden angepasste Tätigkeit von einer 50-75%igen Leistungsfähigkeit 
auszugehen ist (vgl. E. 3.4.7 vorne). 

Wie es sich damit verhält, braucht nicht abschliessend geklärt zu werden, 
da sich die Leistungseinstellung im März 2017 auch dann ohne weiteres als 
korrekt erweist, wenn sie als berufliche Massnahme (im engeren Sinne) 
qualifiziert wird: Auch wenn der Beschwerdeführer im zweiten Teil des 
Aufbautrainings das erreichte Pensum von 22% auf 36% steigerte (vgl. act. 
II 173 S. 3), so blieb er damit deutlich unter der von ihm geforderten und 
medizinisch auch zumutbaren Präsenz von (mindestens) 50%, was der 
Beschwerdeführer denn auch nicht bestreitet (vgl. Beschwerde, S. 6). Auch 
ging er auf das Angebot der Abklärungsstelle G.________, die verpasste 
Präsenzzeit nachzuholen, nicht oder kaum ein (act. II 173 S. 3), worauf in 
der angefochtenen Verfügung vom 27. März 2017 zu Recht hingewiesen 
wird. Soweit der Beschwerdeführer sodann insinuiert, dass die ihm 
zugewiesenen Arbeiten nicht dem Tätigkeitsprofil entsprochen haben 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_801%2F2011&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F137-V-1%3Ade&number_of_ranks=0#page1

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 27

könnten (vgl. Beschwerde, S. 6, letzter Abschnitt), trifft dies offensichtlich 
nicht zu, wurde er doch ausschliesslich für körperlich leichte Arbeiten ohne 
Heben und Tragen von Gewichten über 5kg eingesetzt (act. II 173 S. 6), 
wobei das Zumutbarkeitsprofil das körpernahe Heben und Tragen von 
Gewichten von 5-10kg erlauben würde. Schliesslich kann nicht 
ausgeblendet werden, dass bereits frühere Eingliederungsmassnahmen 
zufolge Stagnation in der Zielerreichung abgebrochen werden mussten 
(vgl. act. II 42 S. 4) und die Eingliederungsfachpersonen mitunter 
erhebliche Zweifel am Eingliederungswillen des Beschwerdeführers 
bekundeten (vgl. act. II 128 S. 4). Unter den gegebenen Umständen 
bestand mit Bezug auf das zuletzt ausgeführte Aufbautraining demnach 
keine begründete Aussicht auf Erlangung der Eingliederungsfähigkeit bzw. 
auf eine berufliche Eingliederung, womit es (spätestens im Zeitpunkt des 
Abbruchs der beruflichen Massnahme) an der (sachlichen) 
Angemessenheit der Eingliederungsvorkehr im Sinne der 
Verhältnismässigkeit im engeren Sinne respektive – prognostisch 
betrachtet – an einer hinreichenden Eingliederungswirksamkeit fehlte (vgl. 
E. 5.1.2 vorne). Es kann offen bleiben, ob aufgrund der dargelegten 
Umstände auf einen fehlenden subjektiven Eingliederungswillen zu 
schliessen wäre mit der Folge, dass ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 
nicht hätte durchgeführt werden müssen (Entscheid des BGer vom 17. 
Februar 2016, 8C_569/2015, E. 5.1). Die Beschwerdegegnerin hat das 
nämliche Verfahren jedenfalls korrekt durchgeführt – Gegenteiliges wird 
denn auch nicht vorgebracht –, womit die Leistungseinstellung so oder an-
ders nicht zu beanstanden ist. 

Sollte der Beschwerdeführer seine Haltung geändert haben und an einer 
Eingliederungsmassnahme ernsthaft im medizinisch als zumutbar 
attestierten Umfang teilnehmen wollen, kann er sich bei der 
Beschwerdegegnerin erneut anmelden, welche darüber neu zu verfügen 
hätte.

5.4 Zusammenfassend ist die Beschwerde, soweit die beruflichen 
Massnahmen betreffend, abzuweisen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 28

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Der Beschwerdeführer obsiegt in geringem Ausmass, nämlich insofern, als 
ihm für die Zeit von Mai 2010 bis und mit Januar 2011 eine halbe und für 
die Zeit von Juni 2011 bis und mit Oktober 2011 eine ganze Rente zuge-
sprochen wurde. Bei diesem Prozessausgang sind die Verfahrenskosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, im Umfang von Fr. 600.-- dem Be-
schwerdeführer und im Umfang von Fr. 200.-- der Beschwerdegegnerin 
aufzuerlegen. Der Anteil des Beschwerdeführers ist dem geleisteten Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- zu entnehmen; der verbleibende Kostenvor-
schuss im Betrag von Fr. 200.-- ist ihm nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils zurückzuerstatten.

6.2 Aufgrund des teilweisen Obsiegens besteht ein Anspruch auf Er-
satz eines Anteils der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG; BGE 110 V 54 E. 
3a S. 57). Diese werden – mit Blick auf die Ausführungen unter E. 6.1 hier-
vor respektive nach Massgabe des teilweisen Obsiegens sowie unter 
Berücksichtigung der von Rechtsanwalt B.________ gesamthaft in Rech-
nung gestellten Aufwändungen von Fr. 5‘095.25 –, ermessensweise auf 
pauschal Fr. 1‘300.-- (inklusive Auslagen und Mehrwertsteuer) festgesetzt. 
Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als Sozialversicherungsträgerin 
nach allgemeinem sozialversicherungsrechtlichem Prozessgrundsatz kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 29

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Ver-
fügung der IV-Stelle Bern vom 14. März 2017 insoweit aufgehoben, als 
dem Beschwerdeführer für die Zeit von Mai 2010 bis und mit Januar 
2011 eine halbe und für die Zeit von Juni 2011 bis und mit Oktober 
2011 eine ganze Invalidenrente zugesprochen wird. Soweit weiterge-
hend, wird die Beschwerde abgewiesen. 

2. Die Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 27. März 
2017 wird abgewiesen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden im Umfang von Fr. 600.-- 
dem Beschwerdeführer und im Umfang von Fr. 200.-- der Beschwer-
degegnerin zur Bezahlung auferlegt. Der Anteil des Beschwerdefüh-
rers wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.-- entnommen. 
Die restlichen Fr. 200.-- werden dem Beschwerdeführer nach Eintritt 
der Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

4. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung von pauschal Fr. 1‘300.-- (inkl. Auslagen und Mehrwert-
steuer) zu bezahlen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2018, IV/17/419, Seite 30

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.