# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f757c676-1c6e-5110-bf11-9dddb52e34c8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-18
**Language:** de
**Title:** Zürich Handelsgericht 18.08.2020 HG190237
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_HG_001_HG190237_2020-08-18.pdf

## Full Text

Handelsgericht des Kantons Zürich 
    
 

 

Geschäfts-Nr.: HG190237-O U/dz 

 

 

Mitwirkend: die Oberrichterinnen Dr. Claudia Bühler, Vizepräsidentin, und Flurina 

Schorta, die Handelsrichterinnen Dr. Seraina Denoth und Dr. Esther 

Nägeli, der Handelsrichter Peter Leutenegger sowie die Gerichts-

schreiberin Sabrina Schalcher 

 

Urteil vom 18. August 2020 

 

in Sachen 

 

A1._____ Ltd,  
Klägerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X1._____ 

vertreten durch Rechtsanwältin M.A. HSG in Law X2._____ 

 

gegen 

 

A2._____ SA,  
Beklagte 

 

betreffend Marke / Firma / UWG 
 
 

- 2 - 

Inhaltsverzeichnis 

 
Rechtsbegehren .................................................................................................... 3 
Sachverhalt und Verfahren .................................................................................... 4 
A. Sachverhaltsübersicht .................................................................................... 4 

a. Parteien und ihre Stellung ........................................................................... 4 
b. Prozessgegenstand .................................................................................... 4 

B. Prozessverlauf ................................................................................................ 4 
Erwägungen .......................................................................................................... 5 
1. Formelles ...................................................................................................... 5 

1.1. Versäumte Klageantwort ......................................................................... 5 
1.2. Zuständigkeit und übrige Prozessvoraussetzungen ................................ 6 

2. Firmenrechtlicher Verstoss ......................................................................... 6 
2.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin .......................................... 6 
2.2. Rechtliches .............................................................................................. 7 

2.2.1. Firmenrechtliche Ausschliesslichkeit / Allgemeine Voraussetzungen ... 7 
2.2.2. Zeichenähnlichkeit und Verwechslungsgefahr im Besonderen ............ 9 

2.3. Würdigung ............................................................................................. 10 
2.4. Zwischenfazit ........................................................................................ 11 

3. Markenrechtlicher Verstoss ...................................................................... 11 
3.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin ........................................ 11 
3.2. Rechtliches ............................................................................................ 12 
3.3. Würdigung ............................................................................................. 13 
3.4. Zwischenfazit ........................................................................................ 14 

4. UWG-Verstoss ............................................................................................ 14 
4.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin ........................................ 14 
4.2. Rechtliches ............................................................................................ 15 
4.3. Würdigung ............................................................................................. 17 
4.4. Zwischenfazit ........................................................................................ 18 

5. Rechtsfolge ................................................................................................. 18 
6. Vollstreckung .............................................................................................. 19 
7. Kosten- und Entschädigungsfolgen ......................................................... 22 

7.1. Streitwert ............................................................................................... 22 
7.2. Gerichtskosten ...................................................................................... 22 
7.3. Parteientschädigungen .......................................................................... 23 

Dispositiv  24 

- 3 - 

Rechtsbegehren 
(act. 1 S. 2 f.) 

"1.  Es sei die Beklagte zu verpflichten, innert einer Frist von 30 Ta-
gen ab unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Nichtge-
währung der aufschiebenden Wirkung nach erfolgter Beschwerde 
die Firma "A2._____ SA " dahingehend abzuändern, dass darin 
der Bestandteil "A._____" nicht mehr enthalten ist, und diese Fir-
menänderung beim zuständigen Handelsregisteramt anzumelden. 

 2.a) Für den Fall, dass die Beklagte der Verpflichtung gemäss der An-
ordnung in Ziff. 1 hiervor nicht fristgemäss nachkommt, sei das 
zuständige Handelsregisteramt gestützt auf Art. 344 Abs. 2 ZPO 
anzuweisen, der Beklagten eine Frist von zwei Monaten anzuset-
zen, um ihre Firma in ihren Statuten zu ändern, dass der Be-
standteil "A._____" nicht mehr in ihr enthalten ist, und gestützt da-
rauf die Änderung der Firma gemäss Ziff. 1 hiervor im Handelsre-
gister zu veranlassen. 

    b) Für den Fall, dass die Beklagte innert der vom zuständigen Han-
delsregisteramt angesetzten Frist gemäss Ziff. 2 a) hiervor die 
Änderung der Firma "A2._____ SA" dahingehend, dass der Be-
standteil "A._____" nicht mehr in ihr enthalten ist, beim Handels-
registeramt nicht anmeldet, im Sinne einer Zwangsmassnahme 
gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. d ZPO die Auflösung der Beklagten 
anzuordnen, wobei für das Liquidationsverfahren sinngemäss die 
Regeln über den Konkurs heranzuziehen seien. 

    c) Für den Fall, dass die Auflösung der Beklagten gemäss Ziff. 2 b) 
hiervor angeordnet werden sollte, ist das zuständige Handelsre-
gisteramt anzuweisen, beim zuständigen Vollstreckungsgericht 
die Anordnung des Liquidationsverfahrens nach den Regeln über 
den Konkurs sowie die Mandatierung des zuständigen Kon-
kursamts zu verlangen. 

Eventualiter zu Ziff. 2 a) - c): 
    d) Die Verpflichtung zur Anmeldung der Änderung der Firma 

"A2._____  SA" gemäss Ziff. 1 oben sei zu verbinden mit der An-
drohung der Bestrafung der verantwortlichen Organe der Beklag-
ten mit Busse wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfü-
gung gemäss Art. 292 StGB (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO) im Zuwi-
derhandlungsfall sowie mit der Androhung einer Ordnungsbusse 
von bis zu CHF 5'000 für die Nichterfüllung (Art. 343 Abs. 1 lit. b 
ZPO) und bis zu CHF 1'000 für jeden Tag der Nichterfüllung (Art. 
343 Abs. 1 lit. c ZPO). 

 3.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be-
klagten (zzgl. 7.7% MWSt)." 

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Sachverhalt und Verfahren 

A. Sachverhaltsübersicht 

a. Parteien und ihre Stellung 

Die Klägerin ist eine seit dem tt. Januar 1988 mit der Firma "A1._____ Ltd" im 

Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft mit Sitz in Zürich. Sie bezweckt 

u.a. die Beteiligung an …, insbesondere mit Tätigkeitsbereichen auf dem Gebiet 

von … . Sie kann Immaterialgüterrechte im In- und Ausland erwerben, belasten, 

verwerten und verkaufen, etc. Sie ist eine Tochtergesellschaft der A._____ Ltd. 

Bei der Beklagten handelt es sich um eine seit dem tt. Dezember 2018 mit der 

Firma "A2.______ SA" im Handelsregister eingetragene Aktiengesellschaft mit 

Sitz in B._____, Kanton Genf. Ihr Zweck lautet wörtlich: "…." 

b. Prozessgegenstand 

Mit vorliegender Klage fordert die Klägerin, dass die Beklagte zu verpflichten sei, 

die Firma "A2._____ SA" dahingehend abzuändern, dass darin der Bestandteil 

"A._____" nicht mehr enthalten sei, und beantragt zugleich Vollstreckungsmass-

nahmen. Sie begründet ihre Klage damit, dass die Firma der Beklagten marken- 

und firmenrechtsverletzend sowie unlauter sei. Die Beklagte versuche durch die 

Verwendung des Bestandteils "A._____" in ihrer Firma, den guten Ruf der Kläge-

rin auszunutzen und den Eindruck zu erwecken, Teil des A._____-Konzerns zu 

sein.  

B. Prozessverlauf  

Am 17. Dezember 2019 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin die vorliegende 

Klage samt Beilagen mit eingangs erwähnten Rechtsbegehren hierorts ein (act. 1; 

act. 2; act. 3/2-64). Mit Verfügung vom 19. Dezember 2019 wurde u.a. den Par-

teien der Eingang der Klage bestätigt sowie der Klägerin Frist zur Leistung eines 

Gerichtskostenvorschusses angesetzt (act. 4). Der Gerichtskostenvorschuss in 

der Höhe von CHF 9'000.– ging fristgerecht ein (act. 6). Daraufhin wurde der Be-

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klagten mit Verfügung vom 17. Januar 2020 das Doppel der Klage samt Beilagen 

zugestellt und ihr zugleich Frist zur Erstattung der Klageantwort angesetzt (act. 7). 

Nachdem beide Verfügungen der Beklagten nicht zugestellt werden konnten, da 

die Beklagte die Sendung nicht abholte, erfolgte ein weiterer erfolgloser Zustel-

lungsversuch über das erstinstanzliche Gericht in Genf mittels Polizei (act. 9-11). 

Danach wurde die Verfügung zudem im Schweizerischen Handelsamtsblatt publi-

ziert (act. 12). Da die Beklagte keine Klageantwort einreichte, wurde ihr mit Verfü-

gung vom 26. Juni 2020 eine kurze Nachfrist angesetzt, unter Androhung, dass 

bei Säumnis ein Endentscheid gestützt allein auf die klägerischen Vorbringen er-

gehen könne (act. 14). Die Mitteilung an die Beklagte erfolgte durch Publikation 

im schweizerischen Handelsamtsblatt (act. 16). Die Beklagte reichte auch innert 

dieser Nachfrist keine Klageantwort ein.  

Erwägungen 

1. Formelles 

1.1. Versäumte Klageantwort 

Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageant-

wort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Dabei gelten die 

Tatsachenbehauptungen der klagenden Partei als unbestritten (LEUENBERGER, in: 

SUTTER-SOMM/HASENBÖHLER/LEUENBERGER, Kommentar zur Schweizerischen Zi-

vilprozessordnung, 3. A., 2016, Art. 223 N 5). Damit eine Angelegenheit spruch-

reif ist, muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Pro-

zessvoraussetzungen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt werden 

kann. Steht dem Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchreife, 

dass der Klagegrund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinreichend 

substantiiert ist und – darüber hinaus – dass das Gericht an der Richtigkeit der 

klägerischen Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 

Abs. 2 ZPO). Unter den gegebenen Umständen ist, wenn es die klägerische 

Sachdarstellung erlaubt, nach dem Klagebegehren zu erkennen, andernfalls ist 

die Klage abzuweisen. Dabei hat das Gericht auch rechtshemmende, rechtshin-

- 6 - 

dernde und rechtsaufhebende Tatsachen zu berücksichtigen, soweit sie in der 

Klage selbst angeführt werden. Andere Tatsachen, die aus den Akten ersichtlich 

sind, dürfen nur insoweit berücksichtigt werden, als es für das Vorhandensein der 

von Amtes wegen zu prüfenden Prozessvoraussetzungen von Bedeutung ist 

(Art. 60 ZPO). An der erforderlichen Spruchreife fehlt es insbesondere dann, 

wenn das Klagebegehren oder die Begründung der Klage (noch) unklar, unbe-

stimmt oder offensichtlich unvollständig ist (Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die 

Klagebegründung in erheblichem Mass als unglaubhaft erscheint und es darüber 

Beweis erheben will (Art. 153 Abs. 2 ZPO; WILLISEGGER, in: SPÜH-

LER/TENCHIO/INFANGER [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-

ordnung, 3. A., 2017, Art. 223 N 20 ff. m.H.).  

Vorliegend hat die Beklagte die Klageantwort nach ungenutzt verstrichener Nach-

frist definitiv versäumt (siehe lit. B). Da sich die Angelegenheit – wie nachfolgend 

zu zeigen sein wird – als spruchreif erweist, ist androhungsgemäss darüber zu 

entscheiden (Art. 223 Abs. 2 ZPO). 

1.2. Zuständigkeit und übrige Prozessvoraussetzungen 

Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des Handelsgerichts des Kantons Zürich 

ist gegeben (Art. 36 ZPO; Art. 5 Abs. 1 lit. a, c und d ZPO i.V.m. Art. 6 Abs. 4 lit. a 

ZPO i.V.m. § 44 lit. a GOG ZH).  

Die übrigen Prozessvoraussetzungen (Art. 59 Abs. 2 ZPO) erweisen sich vorlie-

gend − wie sich auch für das Rechtsschutzinteresse nachfolgend zeigen wird 

(siehe Ziffer 5) − ebenfalls als erfüllt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen 

Anlass. 

2. Firmenrechtlicher Verstoss 

2.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin 

Die Klägerin macht geltend, ihre Firma geniesse zeitliche Priorität. Der Gesamt-

eindruck ihrer Firma werde vom kennzeichnungskräftigen Bestandteil "A._____" 

geprägt. Dieser sei – als Abkürzung für die in der Firma der Klägerin ebenfalls 

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enthaltenen Namen A1'._____, A1''._____ und A1'''._____ – ein Fantasiezeichen, 

dem erhöhte Kennzeichnungskraft zukomme. Zudem führe die Berühmtheit des 

Zeichens "A._____" zu einer überragenden Verkehrsgeltung und somit zu einer 

hohen Schutzwürdigkeit dieses Bestandteils. Der Zusatz Ltd sei als Hinweis auf 

die Rechtsform und die Herkunft der Unternehmens hingegen nicht kennzeich-

nungskräftig. Die Beklagte habe das charakteristische Element "A._____" in ihre 

Firma identisch übernommen. Dies rufe eine hohe Verwechslungsgefahr hervor, 

welche dadurch erhöht werde, dass "A._____" bei beiden Firmen am Anfang ste-

he. Die Aufmerksamkeit im täglichen Geschäftsverkehr bzw. das Erinnerungs-

vermögen sei in Bezug auf Firmen gering, so dass die Firma der Beklagten für die 

Firma des gleichen Unternehmens bzw. der gleichen Unternehmensgruppe gehal-

ten werde. Dies treffe umso mehr zu, als der Begriff "A2'._____" in der Firma der 

Beklagten lediglich beschreibenden Charakter und eine grosse Nähe zum Tätig-

keitsbereich des A._____-Konzerns aufweise. Aufgrund der Übereinstimmung im 

kennzeichnungskräftigen Firmenbestandteil bestehe eine unmittelbare und mittel-

bare Verwechslungsgefahr (act. 1 Rz. 79 ff.). 

2.2. Rechtliches 

2.2.1. Firmenrechtliche Ausschliesslichkeit / Allgemeine Voraussetzungen  

Gemäss Art. 951 OR muss sich die Firma einer Handelsgesellschaft von allen in 

der Schweiz bereits eingetragenen Firmen von Handelsgesellschaften und Ge-

nossenschaften deutlich unterscheiden. Die deutliche Unterscheidbarkeit be-

zweckt die Verhinderung von Verwechslungen im Rechtsverkehr (BGer Urteil 

4C.310/2006 vom 28. November 2006 E. 2.1), also von potentiellen Täuschun-

gen. Gleiches ergibt sich aus Art. 944 Abs. 1 OR. Demgemäss darf jede Firma, 

neben dem vom Gesetz vorgeschriebenen wesentlichen Inhalt, Angaben enthal-

ten, die zur näheren Umschreibung der darin erwähnten Personen dienen oder 

auf die Natur des Unternehmens hinweisen oder eine Fantasiebezeichnung dar-

stellen, vorausgesetzt, dass der Inhalt der Firma der Wahrheit entspricht, keine 

Täuschungen verursachen kann und keinem öffentlichen Interesse zuwiderläuft.  

- 8 - 

Pendant zur Anforderung der deutlichen Unterscheidbarkeit der Firmen bildet das 

in Art. 956 Abs. 1 OR normierte Recht des Inhabers auf ausschliesslichen Ge-

brauch an der im Schweizer Handelsregister eingetragenen und im Schweizeri-

schen Handelsamtsblatt (SHAB) veröffentlichten Firma einer Handelsgesellschaft. 

Die Ausschliesslichkeit verbietet anderen nicht nur die Verwendung einer identi-

schen, sondern auch einer verwechselbaren Firma (SIFFERT, Berner Kommentar, 

Die Geschäftsfirmen, Art. 944-956 OR, 2017, Art. 956 N 6; BGE 131 III 572 E. 3). 

In ständiger Rechtsprechung schützt das Bundesgericht Firmen auch gegenüber 

Unternehmen, die in anderen Branchen tätig sind (vgl. BGer Urteile 4A_45/2012 

vom 12. Juli 2012 E. 3.3.2; 4C.206/1999 vom 14. März 2000 E. 3c).  

Zur Durchsetzung des Rechts auf ausschliesslichen Gebrauch der Firma kann der 

Inhaber der älteren, im Schweizer Handelsregister eingetragenen, im SHAB 

publizierten und firmenmässig gebrauchten Firma, der durch den unbefugten Ge-

brauch einer (jüngeren) Firma beeinträchtigt wird, auf Unterlassung der Führung 

der jüngeren Firma klagen (Art. 956 Abs. 2 OR). Dieses Klagerecht umfasst – an-

ders als der Gesetzeswortlaut vermuten lässt – nicht nur eine Unterlassung, son-

dern es ergibt sich daraus auch ein Anspruch auf Beseitigung einer gegenwärti-

gen und noch bestehenden Verletzung (ALTENPOHL, in: HONSELL/VOGT/WATTER 

[Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. A., 2016, Art. 956 N 11; SIF-

FERT, a.a.O., Art. 956 N 48). Die zeitliche Priorität bestimmt sich nach dem Datum 

des Handelsregistereintrags (SIFFERT, a.a.O., Art. 951 N 14 m.H.), und als fir-

menmässiger Gebrauch gilt die externe Verwendung der Firma als Bezeichnung 

des Unternehmens im Geschäfts- und Rechtsverkehr (SIFFERT, a.a.O., Art. 956 

N 20). Eine Beeinträchtigung des Inhabers durch unbefugten Firmengebrauch 

liegt nicht nur dann vor, wenn es wegen Gleichheit oder Ähnlichkeit von Firmen 

tatsächlich zu Verwechslungen kommt und daraus ein Schaden resultiert. Bereits 

das Vorliegen einer Verwechslungsgefahr, d.h. die Wahrscheinlichkeit einer Ver-

wechslung, genügt (SIFFERT, a.a.O., Art. 956 N 33). Nachfolgend gilt es insbeson-

dere die Zeichenähnlichkeit der Firmen zu prüfen, alsdann in einem weiteren 

Schritt, ob sich aus der allfälligen Zeichenähnlichkeit eine rechtlich relevante Ver-

wechslungsgefahr ergibt (HGer Urteile HG160205 vom 21. Januar 2019 E. 2.2; 

HG170043 vom 20. Dezember 2017 E. 3.2.1). 

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2.2.2. Zeichenähnlichkeit und Verwechslungsgefahr im Besonderen 

Da Aktiengesellschaften ihre Firma grundsätzlich frei wählen können, muss sich 

deren Firma von allen in der Schweiz bereits eingetragenen Firmen von Gesell-

schaften in den Rechtsformen AG, GmbH und Genossenschaft deutlich unter-

scheiden. In ständiger Rechtsprechung stellt das Bundesgericht an deren Unter-

scheidungskraft im Allgemeinen strenge Anforderungen (vgl. BGer Urteil 

4A_83/2018 vom 1. Oktober 2018 E. 3.1 m.H.; BGE 122 III 369 E. 1; 118 II 322 

E. 1; 100 II 224 E. 2; 92 II 95 E. 2; vgl. Art. 950 Abs. 1 OR).  

Ob sich zwei Firmen ähnlich sind bzw. sich hinreichend deutlich voneinander un-

terscheiden, beurteilt sich nach dem Gesamteindruck, den die Firmen in der Erin-

nerung des Publikums hinterlassen (BGE 118 II 322 E. 1; SIFFERT, a.a.O., 

Art. 951 N 29; ALTENPOHL, a.a.O., Art. 951 N 7; vgl. BGE 121 III 377 E. 2a; 

119 II 473 E. 2c). Die Massgeblichkeit des Erinnerungsbildes bedeutet indes 

nicht, dass alle Firmenbestandteile gleich ins Gewicht fallen (vgl. 

SPITZ/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: JUNG/SPITZ, Stämpflis Handkommentar, Bun-

desgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), 2. A., 2016, Art. 3 lit. d 

N 32). Einzelne Firmenbestandteile können optisch, akustisch oder aufgrund ihres 

Sinngehalts, allenfalls verbunden mit ihrer Stellung, hervorstechen. Solch charak-

teristische, kennzeichnungskräftige Elemente, die in der Erinnerung besser haften 

bleiben als die übrigen, haben bei der Beurteilung des Gesamteindrucks einer 

Firma erhöhte Bedeutung (SIFFERT, a.a.O., Art. 951 N 30; BGer Urteile 

4A_83/2018 vom 1. Oktober 2018 E. 3.1; 4C.310/2006 vom 28. November 2006 

E. 2.2 m.H.; 4A_123/2015 vom 25. August 2015 E. 4.2; BGE 131 III 572 E. 3; 127 

III 160 E. 2b/cc; 122 III 369 E. 1; vgl. ALTENPOHL, a.a.O., Art. 951 N 7). Kenn-

zeichnungskräftige Bestandteile sind insbesondere reine Fantasiebezeichnungen. 

Schwache Firmenbestandteile, wie die Angabe der Rechtsform, gemeinfreie 

Sachbezeichnungen oder der geschäftliche Tätigkeitsbereich (ALTENPOHL, a.a.O., 

Art. 951 N 9; BGer Urteile 4A_83/2018 vom 1. Oktober 2018 E. 3.1; 4C.310/2006 

vom 28. November 2006 E. 2.2 m.H.), sind für den Gesamteindruck hingegen 

nicht prägend.  

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Die Gefahr der Verwechslung besteht, wenn die Firma eines Unternehmens für 

die eines anderen gehalten werden kann (sog. unmittelbare Verwechslungsge-

fahr) oder wenn bei Aussenstehenden der unzutreffende Eindruck entsteht, die 

Unternehmen seien wirtschaftlich oder rechtlich miteinander verbunden (sog. mit-

telbare Verwechslungsgefahr) (BGer Urteile 4A_83/2018 vom 1. Oktober 2018 

E. 3.1; 4C.310/2006 vom 28. November 2006 E. 2.1). 

2.3. Würdigung 

Die Klägerin ist im Vergleich zur Beklagten die Inhaberin der zeitlich prioritär im 

Schweizer Handelsregister eingetragenen, im SHAB publizierten und firmenmäs-

sig gebrauchten Firma (act. 1 Rz. 33, 38 f., 79; vgl. act. 3/2; act. 3/55; act. 1 

Rz. 15 ff.; siehe lit. Aa). Weiter sind Aktiv- und Passivlegitimation ohne Weiteres 

gegeben. Es bleibt deshalb die Beeinträchtigung der Firma der Klägerin durch 

den unbefugten Gebrauch der beklagtischen Firma, sprich die Zeichenähnlichkeit 

sowie die daraus resultierende rechtlich relevante Verwechslungsgefahr zwischen 

den beiden Firmen, zu prüfen: 

Auch wenn es bei der Beurteilung der Zeichenähnlichkeit auf den Gesamtein-

druck ankommt, erweist sich letztlich die Ähnlichkeit der charakteristischen Be-

standteile einer Firma als ausschlaggebend. Der charakteristische, kennzeich-

nungskräftige Bestandteil der klägerischen Firma (A1._____ Ltd) ist vorliegend 

der prominent am Anfang stehende und durch Klang hervorstechende Bestandteil 

"A._____". "A._____" ist eine Abkürzung für A1._____, originell und wird wie ein 

Fantasiewort ausgesprochen (vgl. ALTENPOHL, a.a.O., Art. 951 N 8). Die Namen 

"A1._____" treten demgegenüber in den Hintergrund, während die Rechtsform 

"AG" einen schwachen Firmenbestandteil darstellt. Bei der beklagtischen Firma 

(A2._____  SA) steht ebenfalls der Bestandteil "A._____" am Anfang. Er ist eben-

falls das prägende Element dieser Firma, sind doch "A2'._____" als tätigkeitsbe-

schreibende Sachbezeichnung und "SA" als Rechtsform kennzeichnungsschwa-

che Firmenbestandteile. Da "A._____" in beidem Firmen identisch und am Anfang 

der jeweiligen Firma verwendet wird, sind die Firmen in der Erinnerung des Publi-

kums kaum auseinanderzuhalten.  

- 11 - 

Die Verwechslungsgefahr wird nicht dadurch verhindert, dass in der Firma der 

Beklagten "A2'._____" und "SA" hinzugeführt worden sind. Durch diese kenn-

zeichnungsschwachen Bestandteile wird die beklagtische Firma nicht individuali-

siert. Sie hebt sich dadurch nicht von der Firma der Klägerin ab. Vielmehr führen 

diese zusätzlichen Bestandteile lediglich dazu, dass anstatt von der Identität der 

Firmen bzw. Unternehmen von einer Verbundenheit der Unternehmen ausgegan-

gen wird. Es besteht eine mittelbare Verwechslungsgefahr. 

2.4. Zwischenfazit 

Aufgrund der Verwendung des Bestandteils "A._____" zu Beginn der beklagti-

schen Firma ist diese der zeitlich prioritären klägerischen Firma mit dem kenn-

zeichnungskräftigen Anfang "A._____" sehr ähnlich, woraus sich – unter Berück-

sichtigung der übrigen Bestandteile – eine firmenrechtlich relevante mittelbare 

Verwechslungsgefahr ergibt. Die Klägerin wird dadurch in ihrem Recht auf aus-

schliesslichen Gebrauch ihrer Firma beeinträchtigt. 

3. Markenrechtlicher Verstoss 

3.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin 

Die Klägerin bringt vor, die Firma "A2._____ SA" verletze ihre Markenrechte. Es 

handle sich bei der von ihr registrierten "A._____" Marke(n) um eine berühmte 

Marke. Sie sei in der Schweiz seit über 30 Jahren präsent, intensiv beworben und 

habe eine überragende Verkehrsgeltung. Die Marke "A._____" geniesse in der 

Schweiz bei den Abnehmern ein positives Image und ihr komme eine Alleinstel-

lung zu. Sie werde durch die beklagtische Firma "A2._____ SA" verletzt. Diese 

habe die Marke "A._____" vollständig übernommen. Die Zusätze "A2'._____" und 

"SA" seien lediglich beschreibender Natur und hätten für sich alleine keine Kenn-

zeichnungskraft. Die Aufmerksamkeit fokussiere sich ausschliesslich auf den Be-

standteil "A._____". Die Firma "A2._____ SA" sei daher offensichtlich geeignet, 

beim Schweizer Publikum Assoziationen mit der berühmten Marke "A._____" der 

Klägerin hervorzurufen. Es handelt sich folglich um ähnliche Zeichen. Angesichts 

der Berühmtheit der A._____-Marke sei die Firma geeignet zu suggerieren, dass 

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die Gesellschaft zum A._____-Konzern gehöre. Durch die akute Verwechslungs-

gefahr werde die Unterscheidungskraft der Marke "A._____" gefährdet. Durch die 

offensichtliche begriffliche Anlehnung der Firma der Beklagten an die Firmen des 

A._____-Konzerns werde zudem der enorme Bekanntheitsgrad der berühmten 

Marke "A._____" in der Schweiz ausgebeutet. Gemäss Art. 15 Abs. 1 MSchG 

könne der Inhaber einer berühmten Marke anderen deren Gebrauch für jede Art 

von Waren und Dienstleistungen verbieten, wenn ein solcher Gebrauch die Un-

terscheidungskraft seiner Marke gefährde oder deren Ruf ausnütze oder bein-

trächtige (act. 1 Rz. 50 ff.).  

Für den Fall, dass wider Erwarten das Gericht "A._____" nicht als berühmte Mar-

ke ansehen oder keine Verletzung erkennen würde, macht die Klägerin geltend, 

dass ihr auch gestützt auf ihre übrigen Markeneintragungen ein Beseitigungsan-

spruch gegen die Firma "A2._____ SA" im Zusammenhang mit Baudienstleistun-

gen zukomme (act. 1 Rz. 63 ff.).  

3.2. Rechtliches 

Gemäss Art. 15 MSchG kann der Inhaber einer berühmten Marke anderen deren 

Gebrauch für jede Art von Waren oder Dienstleistungen verbieten, wenn ein sol-

cher Gebrauch die Unterscheidungskraft der Marke gefährdet oder deren Ruf 

ausnützt oder beeinträchtigt. Das Spezialitätsprinzip wird damit durchbrochen; 

das Verbot gilt anders als bei nicht berühmten Marken nicht nur für bestimmte 

Waren- und/oder Dienstleistungskategorien (THOUVENIN, in: 

NOTH/BÜHLER/THOUVENIN, Stämpflis Handkommentar, Markenschutzgesetz 

(MSchG), 2. A., 2017, Art. 15 N 1 f.; BGE 124 III 277 E. 1). Tatbestandsvoraus-

setzung sind (1) Vorliegen einer berühmten Marke (2) Registrierung der Marke in 

der Schweiz, (3) Gebrauch der berühmten Marke gefährdet deren Unterschei-

dungskraft, nützt deren Ruf aus oder beeinträchtigt ihn (THOUVENIN, a.a.O., Art. 15 

N 11). Die berühmte Marke ist gesetzlich nicht definiert. Gemäss bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung gelten als Merkmale, dass die Marke überragende Ver-

kehrsgeltung hat (Bekanntheit der Marke im Publikum), sich bei einem breiten 

Publikum allgemeiner Wertschätzung erfreut und relative Alleinstellung geniesst 

(BGE 124 III 277 E. 1a). 

- 13 - 

Gestützt auf Art. 55 Abs. 1 MSchG kann der Markeninhaber, wenn er in seinem 

Recht an der Marke oder an einer Herkunftsangabe verletzt oder gefährdet wird, 

u.a. ein Beseitigungsbegehren (lit. b) stellen. 

3.3. Würdigung 

Die Klägerin ist insbesondere Inhaberin der im Schweizer Markenregister einge-

tragenen Marke 

− "A._____" (Nr. 1) (vgl. act. 3/5); 

− "A._____ (fig.)" (Nr. 2) (vgl. act. 3/5); 

− "A._____ "(Nr. 3; Beginn Schutzfrist: tt. Oktober 2001) (vgl. act. 3/6); 

− "A._____" (Nr. 4; Beginn der Schutzfrist tt. April 1993) (vgl. act. 3/7); 

− "A._____" (Nr. 5; Beginn der Schutzfrist: tt. Juli 2013) (vgl. act. 3/8); 

− "A._____ (fig.)" (Nr. 6; Beginn der Schutzfrist: tt. April 1993) (vgl. act. 3/9); 

− "A._____ (fig.)" (Nr. 7; Beginn der Schutzfrist: tt. Oktober 2001) (vgl. 

nract. 3/10) (act. 1 Rz. 12 f.). 

Wie die Klägerin überzeugend darlegt und dokumentiert, handelt es sich bei 

"A._____" um eine berühmte Marke. Zudem ist dies notorisch. Sie ist einem brei-

ten Publikum bekannt, erfreut sich einer allgemeinen Wertschätzung und geniesst 

eine relative Alleinstellung (act. 1 Rz. 14 ff.; 54 ff.; vgl. auch act. 3/36-40).  

"A._____" kommt Unterscheidungskraft zu, sie dient dazu Waren oder Dienstleis-

tungen der Klägerin und mit ihr verbundener Unternehmen von denjenigen ande-

rer Unternehmen zu unterscheiden. Die Beklagte gebraucht "A._____" in ihrer 

Firma kennzeichenmässig, indem sie "A._____" als Bestandteil in ihre Firma pro-

minent am Anfang übernommen hat (A2._____ SA). Der Bestandteil ist kenn-

zeichnungskräftig (siehe Ziffer 2.3) und die Firma weckt dadurch Assoziationen 

zur berühmten Marke "A._____". D.h. die beklagtische Firma ist der Marke 

"A._____" als Zeichen ähnlich und gefährdet dadurch ihre Unterscheidungskraft. 

Es besteht die Gefahr, dass die Beklagte als mit der Klägerin verbundenes Unter-

nehmen angesehen wird, was zu einer Verwässerung der Herkunftsbezeich-

nungsfunktion der Marke "A._____" führen kann. Die beklagtische Firma gefähr-

det demnach durch die Verwendung von "A._____" die Unterscheidungskraft der 

- 14 - 

berühmten Marke "A._____". Folglich kann die Klägerin der Beklagten den Ge-

brauch der Marke "A._____" verbieten. Auf eine zusätzliche Prüfung der Tatbe-

standsvarianten Ausnützung oder Beeinträchtigung des Rufs der berühmten Mar-

ke kann daher verzichtet werden. 

3.4. Zwischenfazit 

Die Firma der Beklagten verletzt Markenrechte der Klägerin. Da es sich vorlie-

gend um eine berühmte Marke nach Art. 15 MSchG handelt, kann von einer zu-

sätzlichen Prüfung von Art. 13 Abs. 2 i.V.m. Art. 3 Abs. 1 lit. c MSchG abgesehen 

werden.  

4. UWG-Verstoss 

4.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin 

Die Klägerin erklärt, sie selber und der gesamte A._____-Konzern trete im 

Schweizer Markt seit über 30 Jahren konsequent unter der berühmten Marke 

"A._____" und der A._____-Markenserie auf. Durch den jahrelangen Alleinge-

brauch und eine intensive Bewerbung habe sich der gesamte Marktauftritt der 

Klägerin im Verkehr in der Schweiz durchgesetzt und verfüge über hohe Kenn-

zeichnungskraft. Angesichts der langen Zeitdauer des individualisierenden Markt-

auftritts sei von einer schutzwürdigen Marktsituation auszugehen. Auch sei auf-

grund der bereits 30-jährigen Tätigkeit der Klägerin unter dem A._____-Zeichen 

eine Gebrauchspriorität zu bejahen. Aus marken- und firmenrechtlicher Perspekti-

ve bestünde zwischen dem Firmennamen der Beklagten und den klägerischen 

Marken und Firma eine erhebliche Verwechslungsgefahr. Dies gelte durch den 

Gebrauch der Firma im Geschäftsverkehr auch im Lauterkeitsrecht. Die Firma der 

Beklagten verstosse gegen Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG (act. 1 Rz. 88 ff.). 

Weiter schaffe die Verwendung des Zeichens "A._____" in der Firma der Beklag-

ten bei den Marktteilnehmern offensichtliche Gedankenassoziationen zur Klägerin 

bzw. zum A._____-Konzern und ihrem Markauftritt. Dies führe zu einer Verwechs-

lungsgefahr mit dem Marktauftritt der Klägerin. Die Klägerin und ihre A._____-

Marke würden in der Schweiz zudem einen besonderen Ruf geniessen. Mit der 

- 15 - 

Firma "A2._____  SA" werde beabsichtigt, den Marktteilnehmern zu suggerieren, 

die Beklagte stehe in Verbindung mit der Klägerin und dem A._____-Konzern. Der 

gute Ruf und der Bekanntheitsgrad der Klägerin, ihres Marktaufritts sowie der  

A._____-Markenserie würden so vom Publikum auch auf die Beklagte übertragen. 

Die Anlehnung sei unnötig. Ein sachlicher Grund dafür sei nicht erkennbar. Somit 

sei die von der Beklagten verwendete Firma "A2.____ SA" auch i.S.v. Art. 3 

Abs. 1 lit. e UWG unlauter (act. 1 Rz. 97 ff.). 

4.2. Rechtliches 

Unlauter und widerrechtlich ist gemäss Art. 2 UWG jedes täuschende oder in an-

derer Weise gegen Treu und Glauben verstossende Verhalten oder Geschäftsge-

baren, welches objektiv geeignet ist, das Verhältnis zwischen Mitbewerbern oder 

zwischen Anbietern und Abnehmern zu beeinflussen (Wirtschaftsrelevanz und 

Wettbewerbsbeeinflussung) (BGer Urteil 4C.170/2006 vom 28. August 2006 E. 3 

verweisend auf BGE 131 III 384 E. 3; 126 III 198 E. 2c/aa m.H.; 132 III 414 

E. 3.1). Art. 3 bis 8 UWG konkretisieren die in Art. 2 UWG umschriebene Gene-

ralklausel.  

Unlauter handelt nach Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG insbesondere, wer Massnahmen 

trifft, die geeignet sind, Verwechslungen mit den Waren, Werken, Leistungen oder 

dem Geschäftsbetrieb eines anderen herbeizuführen. Entsprechend müssen für 

diesen Tatbestand folgende vier Merkmale vorliegen: (1) Der Anspruchsteller be-

nutzt ein Kennzeichen, (2) welchem Kennzeichnungskraft und (3) Gebrauchsprio-

rität zukommt, und (4) das Kennzeichen des Anspruchsgegners sorgt für Ver-

wechslungsgefahr (HEINEMANN, in: HEIZMANN/LOACKER, DIKE-UWG-Kommentar, 

2018, Art. 3 Abs. 1 lit. d N 20). Auch die Firma stellt ein solches Kennzeichen dar 
(HEINEMANN, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. d N 30). Kennzeichnungskraft bedeutet, 
dass das Kennzeichen vom Publikum als Herkunftshinweis verstanden wird (vgl. 

BGer Urteil 4P.222/2006 vom 21. Dezember 2006 E. 3.1). Sie wird entweder dank 

Originalität des Kennzeichens oder durch Verkehrsdurchsetzung erlangt. Voraus-

setzung für Originalität ist ein ausreichendes Mass an Einprägsamkeit, d.h. Ei-

genart und Ungewöhnlichkeit; entscheidend ist der Gesamteindruck. In der Praxis 

werden an die Originalität von Kennzeichen hohe Anforderungen gestellt. Ver-

- 16 - 

kehrsdurchsetzung bedeutet, dass ein erheblicher Teil der angesprochenen Ver-

kehrskreise das Kennzeichen tatsächlich als Hinweis auf die Herkunft aus einem 

Unternehmen versteht. Sie kann u.a. durch langen und/oder intensiven Gebrauch 

des Kennzeichens entstehen; es existieren allerdings keine Mindestanforderung 

an die Dauer oder die Intensität der Kennzeichennutzung. Im Unterschied zum 

Markenrecht reicht für die lauterkeitsrechtliche Verkehrsdurchsetzung ein lokaler 

oder regionaler Bezug aus (HEINEMANN, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. d N 31 ff.). Die 

Gebrauchspriorität orientiert sich daran, ob das Kennzeichen tatsächlich länger 
in Gebrauch steht. Eine blosse Gebrauchsabsicht ist nicht ausreichend, erforder-

lich ist ein tatsächlicher Gebrauch in der Schweiz (HEINEMANN, a.a.O., Art. 3 

Abs. 1 lit. d N 57 f.). Die Verwechslungsgefahr wird grundsätzlich nach den glei-
chen Grundsätzen wie im Firmen- und Markenrecht beurteilt. Allerdings ist für das 

Lauterkeitsrecht der tatsächliche Gesamtauftritt am Markt entscheidend, während 

im Marken- und Firmenrecht eine streng kennzeichenbezogene Perspektive be-

steht. Bei der Prüfung der Verwechslungsgefahr durch Verwendung von Firmen 

sind unter dem Gesichtspunkt des Lauterkeitsrechts daher auch Umstände zu be-

rücksichtigen, die ausserhalb des Kennzeichens liegen. So ist es lauterkeitsrecht-

lich relevant, ob die beiden Unternehmen in derselben Region und in der gleichen 

Branche tätig sind und sich an dieselben Kunden wenden. Die Anforderungen an 

die Unterscheidbarkeit der Firmen sind strenger, wenn zwei Unternehmen auf-

grund der statutarischen Bestimmungen im Wettbewerb stehen können oder sich 

aus einem anderen Grund an die gleichen Kundenkreise wenden (BGer Urteil 

6B_298/2013 vom 16. Januar 2014 E. 1.2.2). Im Unterschied zum Markenrecht 

kann der territoriale Rahmen für den lauterkeitsrechtlichen Schutz vor Verwechs-

lungsgefahr lokal oder regional begrenzt sein (HEINEMANN, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 

lit. d N 39 ff.; ARPAGAUS, in: HILTY/ARPAGAUS [Hrsg.], Basler Kommentar, UWG, 

2013, Art. 3 Abs. 1 lit. d N 92).  

Weiter handelt insbesondere unlauter, wer sich, seine Waren, Werke, Leistungen 

oder deren Preis in unrichtiger, irreführender, unnötig herabsetzender oder anleh-

nender Weise mit anderen, ihren Waren, Werken, Leistungen oder deren Preise 

vergleicht oder in entsprechender Weise Dritte im Wettbewerb begünstigt (Art. 3 

Abs. 1 lit e UWG). Tatbestandmerkmale der Tatbestandsvariante der unnötigen 

- 17 - 

Anlehnung bilden (1) Werbung, (2) Vergleich / Bezugnahme, (3) unnötige Anleh-

nung (guter Ruf eines anderen, Übertragung des Images auf eigene Angebote) 

(STUBER/ISKIC, in: HEIZMANN/LOACKER, DIKE-UWG-Kommentar, 2018, Art. 3 

Abs. 1 lit. e N 7 ff.). Unter den Begriff Werbung fällt die Gesamtheit der veröffent-

lichten Mitteln, die darauf gerichtet sind, den Adressaten zu einem bestimmten 

Denken, Verhalten oder Handeln zu veranlassen, das geeignet ist, sich mittel o-

der unmittelbar auf den Absatz des Werbenden auszuwirken (STUBER/ISKIC, 

a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. e N 8).  

Sind die Voraussetzung beider Spezialtatbestände erfüllt, sind Art. 3 Abs. 1 lit. d 

und e kumulativ anwendbar (STUBER/ISKIC, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. e N 120). 

Gemäss Art. 9 Abs. 1 UWG kann, wer durch unlauteren Wettbewerb in seiner 

Kundschaft, seinem Kredit oder beruflichen Ansehen, in seinem Geschäftsbetrieb 

oder sonst in seinen wirtschaftlichen Interessen bedroht oder verletzt wird, unter 

anderem beantragen, eine bestehende Verletzung zu beseitigen (lit. b). 

4.3. Würdigung 

Die Klägerin benutzt mit ihrer Firma ein Kennzeichen, welchem aufgrund seiner 

langjährigen Nutzung Gebrauchspriorität zukommt (vgl. act. 1 Rz. 89, 15 ff.). Wei-

ter hat das Kennzeichen Kennzeichnungskraft, wird "A._____" von den Durch-

schnittsadressaten aufgrund Verkehrsdurchsetzung (vgl. act. 1 Rz. 85, 19) mit 

dem A._____-Konzern und damit der Klägerin in Verbindung gebracht. Schliess-

lich hat die Beklagte durch die Eintragung ihrer Firma im Handelsregister für Ver-

wechslungsgefahr gesorgt. Wie unter den Erwägungen zum Firmen- und Marken-

recht festgehalten wurde, bleibt im Gedächtnis des Publikums der identische 

kennzeichnungskräftige Bestandteil "A._____" haften. Gleiches gilt für die Durch-

schnittsabnehmer. Die weiteren Bestandteile der Firmen treten demgegenüber in 

den Hintergrund. Hinzu kommt, dass die Branche der Beklagten (gemäss Han-

delsregister) eine grosse Nähe zu gewissen Tätigkeitsbereichen des A._____-

Konzerns aufweist, welche die Klägerin aufgeführt hat, und die Klägerin bzw. der 

Konzern in der ganzen Schweiz tätig ist (vgl. act. 1 Rz. 17 ff.). Damit besteht eine 

- 18 - 

Verwechslungsgefahr. Folglich liegt ein Verstoss gegen Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG 

vor. 

Eine Verletzung von Art. 3 Abs. 1 lit. e UWG ist gestützt auf die klägerischen Be-

hauptungen dagegen zu verneinen. Zwar wird der Begriff Werbung breit definiert, 

doch genügt allein das Bestehen einer Firma dafür nicht. Veröffentlichte Mittel, die 

darauf gerichtet sind, den Adressaten zu einem bestimmten Denken, Verhalten 

oder Handeln zu veranlassen, wurden nicht behauptet. 

4.4. Zwischenfazit 

Ein Verstoss gegen Art. 3 Abs. 1 lit. d UWG ist gegeben. 

5. Rechtsfolge 

Die Klägerin verlangt mit Rechtsbegehren 1 die Beseitigung der Verletzung bzw. 

Störung. Genauer gesagt verlangt sie, dass die Beklagte zu verpflichten sei, in-

nert einer Frist von 30 Tagen ab unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. 

Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung nach erfolgter Beschwerde die Fir-

ma "A2._____ SA" dahingehend abzuändern, dass darin der Bestandteil 

"A._____" nicht mehr enthalten ist, und diese Firmenänderung beim zuständigen 

Handelsregisteramt anzumelden. 

Wie vorstehend ausgeführt, schafft die Beklagte mit ihrer Firma "A2._____  SA" 

durch die Verwendung des Bestandteils "A._____" eine Verwechslungsgefahr mit 

der Klägerin (A1._____ Ltd) und hat dadurch sowohl Firmen-, Marken- als auch 

Lauterkeitsrecht verletzt. Aktiv- sowie Passivlegitimation sind ohne Weiteres ge-

geben. Daneben bildet eine weitere Voraussetzung für das Anordnen der bean-

tragten Beseitigung das Vorliegen eines Rechtsschutzinteresses (Art. 59 Abs. 2 

lit. a ZPO). Es muss bereits im Zeitpunkt der Prozesseinleitung vorliegen und im 

Zeitpunkt der Urteilsfällung noch vorhanden, d.h. aktuell, sein (statt vieler 

BGE 124 III 72 E. 2a m.H.; GEHRI, in: SPÜHLER/TENCHIO/INFANGER [Hrsg.], Basler 

Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A., 2017, Art. 59 N 6). Bei 

Beseitigungsbegehren ist für das Vorliegen eines Rechtsschutzinteresses eine 

andauernde Verletzung bzw. eine fortdauernde Störung notwendig (ALTENPOHL, 

- 19 - 

a.a.O., Art. 956 N 11; DOMEJ, in: HEIZMANN/LOACKER, DIKE-UWG-Kommentar, 

2018, Art. 9 N 19; STAUB, in: NOTH/BÜHLER/THOUVENIN, Stämpflis Handkommen-

tar, Markenschutzgesetz (MSchG), 2. A., 2017, Art. 55 N 54). Vorliegend ist ein 

aktuelles Rechtschutzinteresse der Klägerin an einer Beseitigung der Störung zu 

bejahen, da diese andauert und mehrere Verwarnungen in verschiedenen Spra-

chen wirkungslos geblieben sind (act. 1 Rz. 41 ff.; vgl. act. 3/57-64). 

Die geforderte Änderung der Firma ist verhältnismässig. Weniger einschneidende 

Anordnungen wären nicht zielführend. Die beantragte Frist von 30 Tagen ab un-

benutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Nichtgewährung der aufschiebenden 

Wirkung nach erfolgter Beschwerde ist angemessen (vgl. SIFFERT, a.a.O., Art. 956 

N 51). Die Bezugnahme auf den unbenutzten Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. 

Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung nach erfolgter Beschwerde ist – da 

sich die Frage, wann das Urteil rechtskräftig wird, nicht völlig eindeutig beantwor-

ten lässt (BGE 142 III 738 E. 5.5.4.), – sachgerecht und entspricht der hiesigen 

Praxis. 

Gestützt auf das Gesagte ist die Beklagte daher in Gutheissung der Klage zu ver-

pflichten, innert einer Frist von 30 Tagen ab unbenutztem Ablauf der Rechtsmittel-

frist bzw. Nichtgewährung der aufschiebenden Wirkung nach erfolgter Beschwer-

de die Firma "A2._____  SA" dahingehend abzuändern, dass darin der Bestand-

teil "A._____" nicht mehr enthalten ist, und diese Firmenänderung beim zu-

ständigen Handelsregisteramt anzumelden. 

6. Vollstreckung 

Auf Antrag der obsiegenden Partei ordnet das Gericht Vollstreckungs-

massnahmen an (Art. 236 Abs. 3 ZPO).  

Dabei können gemäss Art. 343 Abs. 1 ZPO bei einem Entscheid auf eine Ver-

pflichtung zu einem Tun, Unterlassen oder Dulden verschiedene indirekte 

Zwangsmittel angedroht werden. Dazu gehören die Strafandrohung nach Art. 292 

StGB, die Ordnungsbusse bis CHF 5'000.– und die Tagesbusse bis zu 

CHF 1'000.– für jeden Tag der Nichterfüllung (als Variante der Ordnungsbusse). 

- 20 - 

Über die Anordnung der Vollstreckungsmassnahmen entscheidet das Gericht 

nach seinem eigenen Ermessen (STAEHELIN, in: SUTTER-SOMM/HASENBÖHLER/ 

LEUENBERGER [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 

3. A., Art. 236 N 25). Dabei hat es den Grundsatz der Verhältnismässigkeit zu be-

achten (STAEHELIN, a.a.O., Art. 343 N 11, 14). Eine Kombination der verschiede-

nen Massnahmen ist möglich (STAEHELIN, a.a.O., Art. 343 N 15; vgl. HGer Urteile 

HG190019-O vom 21. Juni 2019 E. 5; HG160205 vom 21. Januar 2019 E. 8.3). 

Die Klägerin beantragt zur Durchsetzung des Urteils eventualiter in Rechtsbegeh-

ren 2.d) sowohl die Androhung der Bestrafung der verantwortlichen Organe der 

Beklagten nach Art. 292 StGB im Zuwiderhandlungsfall als auch die Androhung 

einer Ordnungsbusse von bis zu CHF 5'000.– für die Nichterfüllung (Art. 343 

Abs. 2 lit. b ZPO) und bis zu CHF 1'000.– für jeden Tag der Nichterfüllung 

(Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO). 

Ihrer Rechtsnatur als Zwangsgeld entsprechend ist die Ordnungsbusse (inkl. Ta-

gesbusse) vorerst für den Fall der Nichterfüllung lediglich anzudrohen und erst 

dann auszusprechen, wenn die Nichterfüllung feststeht. Die Nichterfüllung eines 

Zivilurteils ist nicht schon per se eine Ordnungswidrigkeit, die ohne jegliche An-

drohung vom Vollstreckungsgericht mit einer Busse bestraft werden kann 

(STAEHELIN, a.a.O., Art. 343 N 22; KELLERHALS, in: HAUSHEER/WALTER [Hrsg.], 

Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, Bern 2012, 

Art. 343 N 43 ff.). Die Androhung kann bereits in das zu vollstreckende Urteil auf-

genommen werden. Die Höhe der Busse kann beziffert werden, muss jedoch 

nicht (STAEHELIN, a.a.O., Art. 343 N 22). Das Vollstreckungsgericht hat sodann in 

einem zweiten Entscheid festzustellen, ob tatsächlich nicht erfüllt wurde, und al-

lenfalls die Busse zu verhängen sowie – sofern noch nicht beziffert – deren Höhe 

festzusetzen. Dieser Entscheid des Vollstreckungsgerichts bedarf eines Antrags 

der obsiegenden Partei (STAEHELIN, a.a.O., Art. 343 N 22; KELLERHALS, a.a.O., 

Art. 343 N 49). 

Vorliegend drängt sich die an die Gesellschaft selber gerichtete Androhung einer 

Tagesbusse nach Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO – gemäss Gesetz bis zu CHF 1'000.- 

für jeden Tag der Nichterfüllung – auf, um den gerichtlichen Anordnungen gehörig 

- 21 - 

Nachdruck zu verleihen. Auf eine Bezifferung der allenfalls auszufällenden Ta-

gesbusse ist indessen im jetzigen Zeitpunkt zu verzichten. Vorliegend ist die An-

drohung der Tagesbusse mit einer an die verantwortlichen Organe selbst gerich-

teten Strafandrohung nach Art. 292 StGB (Busse bis CHF 10'000.–) zu verbinden, 

um den gerichtlichen Anordnungen Nachdruck zu verleihen. In Anbetracht der 

Androhung der Tagesbusse nach Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, verbunden mit der an 

die Organe selbst gerichteten Strafandrohung nach Art. 292 StGB, rechtfertigt 

sich unter Berücksichtigung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes hingegen kei-

ne zusätzliche Androhung einer Ordnungsbusse von bis zu CHF 5'000.– für die 

Nichterfüllung (Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO).  

Für die Anordnung weitere, direktere Zwangsmittel bleibt kein Raum. Ebenso we-

nig sind sie anstelle der direkten Zwangsmittel anzuordnen: Zwar führt die Kläge-

rin aus, dass die Beklagte bislang sämtliche Kontaktversuche ignoriert habe. Sie 

habe zudem als Reaktion auf diese Kontaktversuche am 1. Februar 2019 einen 

Wechsel im Verwaltungsrat vollzogen. Dies lasse vermuten, dass die verantwort-

lichen Personen versuchten, für die Klägerin weniger gut fassbar zu sein, um die 

rechtsverletzende Firma auch weiterhin behalten zu können. Die Beklagte habe 

sich also bewusst entschieden, die offensichtlichen Rechtsverletzungen durch ih-

re Firma fortzusetzen und die Forderungen der Klägerin zu ignorieren. Da sie sich 

nicht kooperativ gezeigt habe, sei nicht damit zu rechnen, dass sie sich durch die 

indirekten Vollstreckungsmassnahmen beeindrucken liesse, vielmehr werde sie 

die gerichtliche Anordnung wahrscheinlich ignorieren. Zudem habe das hiesige 

Gericht in einzelnen Fällen direkte Vollstreckungsmassnahmen angeordnet (act. 1 

Rz. 106 ff.). Allein aus der fehlenden Reaktion auf vorprozessuale Korrespondenz 

und Säumnis im vorliegenden Verfahren – der Wechsel im Verwaltungsrat kann 

auch andere Gründe gehabt haben, die Behauptungen der Klägerin sind nicht be-

legt, – kann allerdings nicht bereits davon ausgegangen werden, dass die Beklag-

te sich dem Urteil nicht unterziehen wird. Es kann einstweilen davon ausgegan-

gen werden, dass die Beklagte sich nach Studium des Urteils diesem unterziehen 

und entsprechend ihre Firma im Handelsregister ändern wird; dies insbesondere 

unter dem Druck der Strafdrohung nach Art. 292 StGB und den drohenden hohen 

Busse. Im Weigerungsfall der Beklagten, ihre Firmenbezeichnung zu ändern, 

- 22 - 

würden sich weitergehende Vollstreckungsmassnahmen aufdrängen. Darüber ist 

vorliegend jedoch nicht zu befinden. Daher kann auch offen gelassen werden, ob 

eine Anordnung der bedingt beantragten Massnahmen in vorliegender Form 

überhaupt möglich wäre. Rechtsbegehren 2. a)-c) sind abzuweisen. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Streitwert 

Vorliegend handelt es sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit (vgl. 

BGE 118 II 528 E. 2c). Lautet das Rechtsbegehren in einer vermögensrechtlichen 

Streitigkeit nicht auf eine bestimmte Geldsumme, so setzt das Gericht den Streit-

wert fest, sofern sich die Parteien darüber nicht einigen oder ihre Angaben offen-

sichtlich unrichtig sind (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Dabei hat das Gericht eine eigene 

Bewertung vorzunehmen, d.h. es hat den Streitwert nach objektiven Kriterien zu 

schätzen (RÜEGG/RÜEGG, in: SPÜHLER/TENCHIO/INFANGER [HRSG.], Basler Kom-

mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A., 2017, Art. 91 N 6 m.H.). 

Der von der Klägerin behauptete Streitwert von CHF 50'000.– scheint (vgl. act. 1 

Rz. 9) in Anbetracht dessen, dass die vorliegende Streitsache die Firmenbezeich-

nung eines national und international bekannten Technologiekonzerns betrifft und 

das Interesse der Klägerin an einer Unterbindung allfälliger Verwechslungen 

gross ist, klar zu tief. Angesichts der wirtschaftlichen Bedeutung des Prozesses 

für die Klägerin ist stattdessen von einem Streitwert von CHF 100'000.– auszuge-

hen.  

7.2. Gerichtskosten 

Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des 

Obergerichts (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in erster Li-

nie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Die streitwertabhängige 

Grundgebühr beläuft sich damit auf rund CHF 8'750.–. Davon ausgehend ist die 

Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 10 Abs. 1 GebV OG 

- 23 - 

– unter Berücksichtigung des Zeitaufwandes des Gerichts und des Äquivalenz-

prinzips – auf CHF 6'600.– festzusetzen. Da die Klägerin vorliegend fast vollstän-

dig obsiegt und lediglich bezüglich einzelner Vollstreckungsmassnahmen unter-

liegt, rechtfertigt es sich, in Anwendung von Art. 106 Abs. 1 ZPO die Gerichtskos-

ten vollumfänglich der Beklagten aufzuerlegen. Die Kosten sind vorab aus dem 

Kostenvorschuss der Klägerin zu beziehen. Der Klägerin ist daher dafür das 

Rückgriffsrecht auf die Beklagte einzuräumen. 

7.3. Parteientschädigungen 

Die Höhe der Parteientschädigung ist gestützt auf die Verordnung über die An-

waltsgebühren vom 8. September 2010 anhand des Streitwerts zu bemessen 

(AnwGebV; Art. 105 Abs. 2 ZPO). Bei einem Streitwert von CHF 100'000.– be-

trägt die Grundgebühr rund CHF 10'900.– (vgl. § 2 Abs. 1 lit. a und § 4 Abs. 1 

AnwGebV). Sie ist mit der Begründung bzw. Beantwortung der Klage verdient 

(§ 11 Abs. 1 AnwGebV). Vorliegend hat die Klägerin eine Klage verfasst; weitere 

Eingaben ergingen ihrerseits nicht und es fand auch keine Verhandlung statt. 

Ausgangsgemäss ist die Beklagte als unterliegende Partei deshalb zu verpflichten 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO), der Klägerin eine Parteientschädigung in der Höhe von 

CHF 10'900.– zu bezahlen. 

Ist einer mehrwertsteuerpflichtigen Partei eine Parteientschädigung zuzuspre-

chen, hat dies zufolge Möglichkeit des Vorsteuerabzugs ohne Berücksichtigung 

der Mehrwertsteuer zu erfolgen. Ist die anspruchsberechtigte Partei aufgrund 

aussergewöhnlicher Umstände nicht im vollen Umfange zum Abzug der Vorsteuer 

berechtigt, ist die Parteientschädigung um den entsprechenden Faktor anteils-

mässig anzupassen. Solche aussergewöhnlichen Umstände hat eine Partei zu 

behaupten und zu belegen (BGer Urteil 4A_552/2015 vom 25. Mai 2016 E. 4.5; 

Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts des Kantons Zürich vom 19. Juli 

2005 in ZR 104/2005 Nr. 76 sowie SJZ 101/2005 S. 531 ff.). Da die Klägerin ihren 

Antrag auf Zusprechen der Mehrwertsteuer nicht begründet hat (vgl. act. 1 

Rz. 111), ist ihr die Parteientschädigung ohne Mehrwertsteuer zuzusprechen. 

- 24 - 

Das Handelsgericht erkennt: 

1. Die Beklagte wird – unter Androhung der Bestrafung ihrer verantwortlicher 

Organe nach Art. 292 StGB (Busse bis CHF 10'000.–) im Widerhandlungs-

fall sowie zusätzlich unter Androhung einer Ordnungsbusse bis zu 

CHF 1'000.– für jeden Tag der Nichterfüllung – verpflichtet, innert einer Frist 

von 30 Tagen ab unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Nichtgewäh-

rung der aufschiebenden Wirkung nach erfolgter Beschwerde die Firma 

"A2._____ SA" dahingehend abzuändern, dass darin der Bestandteil 

"A._____" nicht mehr enthalten ist, und diese Firmenänderung beim zustän-

digen Handelsregisteramt anzumelden. 

Im Übrigen wird die Klage abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 6'600.–. 

3. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt und aus dem Kostenvorschuss 

der Klägerin bezogen. Der Klägerin wird dafür das Rückgriffsrecht auf die 

Beklagte eingeräumt. 

4. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von 

CHF 10'900.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien; zuhanden der Beklagten zusätzlich 

durch Publikation im Schweizerischen Handelsamtsblatt. 

6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb 
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-

wert beträgt CHF 100'000.–. 

 

- 25 - 

Zürich, 18. August 2020  
 

Handelsgericht des Kantons Zürich 
 

Vizepräsidentin: 
 
 
 

Dr. Claudia Bühler 

Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

Sabrina Schalcher 
 

	Rechtsbegehren
	Sachverhalt und Verfahren
	A. Sachverhaltsübersicht
	a. Parteien und ihre Stellung
	b. Prozessgegenstand

	B. Prozessverlauf
	Erwägungen
	1. Formelles
	1.1. Versäumte Klageantwort
	1.2. Zuständigkeit und übrige Prozessvoraussetzungen

	2. Firmenrechtlicher Verstoss
	2.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin
	2.2. Rechtliches
	2.2.1. Firmenrechtliche Ausschliesslichkeit / Allgemeine Voraussetzungen
	2.2.2. Zeichenähnlichkeit und Verwechslungsgefahr im Besonderen

	2.3. Würdigung
	2.4. Zwischenfazit

	3. Markenrechtlicher Verstoss
	3.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin
	3.2. Rechtliches
	3.3. Würdigung
	3.4. Zwischenfazit

	4. UWG-Verstoss
	4.1. Zusammengefasste Vorbringen der Klägerin
	4.2. Rechtliches
	4.3. Würdigung
	4.4. Zwischenfazit

	5. Rechtsfolge
	6. Vollstreckung
	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Streitwert
	7.2. Gerichtskosten
	7.3. Parteientschädigungen