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**Case Identifier:** 802a3a88-af84-52ca-8b91-dfdea4e5c25e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-31
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 31.03.2016 200 2015 995
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-995_2016-03-31.pdf

## Full Text

200 15 995 UV
FUR/SCC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 31. März 2016

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Schertenleib Gamero

A.________ 
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

AXA Versicherungen AG 
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357,
8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2015 (Ref.-Nr. 15.22135)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2016, UV/15/995, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) ist 
für die C.________ tätig und dadurch bei der AXA Winterthur AG (AXA 
bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufs-
unfällen versichert (Dossier der AXA, act. II A1). Sie meldete am 25. Au-
gust 2014 sowie am 27. Oktober 2014, sie sei am … Dezember 2013 am 
Morgen mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Sie habe einer Frau auswei-
chen wollen, die schlitternd (bei eisiger Strasse) zu Fuss unterwegs gewe-
sen sei; bei diesem Manöver sei die Versicherte zu Fall gekommen (act. II 
A1, A2). Nach Einholung medizinischer Berichte (Dossier der AXA, act. IIA 
M1-M17) erstellte der beratende Arzt der AXA, Dr. med. D.________, 
Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates, die Stellungnahme vom 10. April 2015 (act. IIA M18). Mit 
Verfügung vom 22. Mai 2015 stellte die AXA die Leistungen aus der obliga-
torischen Unfallversicherung per 15. März 2014 ein mit der Begründung, ab 
diesem Zeitpunkt stünden die Beschwerden nicht (mehr) in einem natürli-
chen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom ... Dezember 2013 (act. II 
A8). Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die B.________, 
Einsprache (act. II A10, A13); dazu reichte sie die ärztliche Beurteilung von 
Dr. med. E.________, Facharzt für Chirurgie, vom 2. Juli 2015 ein (act. IIA 
M19). Die AXA holte in der Folge eine Stellungnahme vom beratenden 
Arzt, Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 6. Oktober 
2015 ein (act. IIA M20). Mit Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2015 
wies die AXA die Einsprache ab (act. II A17).

B.

Am 11. November 2015 erhob die Versicherte, vertreten durch die 
B.________, Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Sie 
stellt die folgenden Anträge:

1. Der Einspracheentscheid vom 16. Oktober 2015 sei aufzuheben.

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2. Es seien die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung auch nach 
dem 15. März 2014 weiterhin zu erbringen.

3. Eventualiter: Es seien weitere Abklärungen vorzunehmen.
4. Es wird zudem beantragt, das Honorar für die zwei ärztlichen Beurteilungen 

des beratenden Vertrauensarztes der B.________, Herrn Dr. med. 
E.________, der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen bzw. bei der Bemes-
sung der Parteientschädigung entsprechend zu berücksichtigen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge -

Zur Begründung verweist sie auf die Stellungnahme von Dr. med. 
E.________ vom 5. November 2015 (act. IIA M21 / Beschwerdebeilage 
[BB] 2). Sie beanstandet u.a., dass die Unfallversicherung unterlassen ha-
be, den genauen Unfallhergang zu klären. Es sei nicht abwegig, dass sie 
beim Velosturz die Arme zum Schutz des Kopfes nach vorne ausgestreckt 
habe. Nicht zum Nachteil gereichen dürfe ihr, dass sie erst spät ein MRI 
habe machen lassen, welches die Verletzungen aufgezeigt habe, da sie 
davon ausgegangen sei, dass sich eine Heilung der Beschwerden einstel-
len würde.

Mit Beschwerdeantwort vom 29. Februar 2016 beantragt die AXA die Ab-
weisung der Beschwerde. Sie bringt vor, der Status quo sine bezüglich der 
– sofern überhaupt – unfallkausalen linksseitigen Schulterbeschwerden sei 
spätestens per 15. März 2014 erreicht gewesen. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 

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zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der AXA vom 
16. Oktober 2015 (act. II A17). Streitig ist die Leistungspflicht der Be-
schwerdegegnerin über den 15. März 2014 hinaus.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 UVG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus 
(BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

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kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

2.2.2 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.2.3 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-

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sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.3 Für den Nachweis einer unfallkausalen gesundheitlichen Schädi-
gung ist die Formel "post hoc, ergo propter hoc", nach deren Bedeutung 
eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verur-
sacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, nicht massgebend 
(BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

2.4.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-

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ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 
Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen 
(BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354).

2.4.3 Ein Parteigutachten ist ein Gutachten, das entweder von der am 
Prozess beteiligten Partei selber erstellt worden ist (z.B. Gutachten der 
Unfallabteilung der SUVA in einem eigenen Streitfall) oder von einer Partei 
bei einem Sachverständigen eingeholt und im Verfahren aufgelegt wird 
(BGE 115 V 62). Dabei ist der Beweiswert eines solchen Gutachtens nicht 
schon deshalb zweifelhaft, weil es von einer Partei ins Verfahren einge-
bracht wird (BGE 125 V 351 E. 3b dd S. 353, 122 V 157 E. 1c S. 161; 
RKUV 1993 U 167 S. 96 E. 5a; ZAK 1986 S. 188 E. 2a).

Ein Parteigutachten besitzt nicht den gleichen Rang wie ein vom Gericht 
oder vom Versicherungsträger nach dem vorgegebenen Verfahrensrecht 
eingeholtes Gutachten. Es verpflichtet indessen das Gericht, den von der 
Rechtsprechung aufgestellten Richtlinien für die Beweiswürdigung folgend, 
zu prüfen, ob es in rechtserheblichen Fragen die Auffassung und Schluss-
folgerungen des vom Gericht oder vom Versicherungsträger förmlich be-
stellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon abzuweichen 
ist (BGE 125 V 351 E. 3c S. 354; SVR 2013 IV Nr. 40 S. 119 E. 2). 

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

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3.

3.1 Bezüglich des medizinischen Sachverhalts ist den Akten im We-
sentlichen das Folgende zu entnehmen:

3.1.1 Laut Verlauf (Krankengeschichte im Bericht des Hausarztes 
Dr. med. G.________, Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 1. Februar 
2015 [act. IIA M10] und vom 15. März 2015 [act. IIA M17]) erfolgte am 
... Dezember 2014 (richtig: 2013) eine telefonische Konsultation; dabei gab 
die Beschwerdeführerin an, sie sei am ... Dezember 2014 (richtig: 2013) mit 
dem Velo gestürzt und verspüre Rippen- und Nackenschmerzen, sie möch-
te eine Verordnung für den Osteopathen (vgl. auch act. IIA M16). Am 
20. Januar 2014 erfolgte die erste Konsultation beim Hausarzt, welcher als 
objektive Befunde eine Druckdolenz über Bursa subacromiale links und 
Schmerzangabe im Bereich der Ansatzstelle des M. supraspinatus links 
beschrieb. Die Aussenrotation und die Elevation seien schmerzhaft. Nach 
Infiltration bei Bursa subacromiale sei eine unmittelbare Schmerzfreiheit 
eingetreten. Am 10. März 2014 sei Physiotherapie verordnet worden und 
anlässlich der Konsultation vom 2. Mai 2014 – nach Ausreissen einer Wur-
zel im Garten z.T. wieder stärkere Schmerzen bis zum linken Ellbogen – 
sei eine neue Infiltration durchgeführt worden mit unmittelbarer Schmerz-
freiheit. Am 1. Juli 2014 habe die Beschwerdeführerin trotz Physiotherapie 
mit Ultraschallbehandlung wieder über mässige Schmerzen geklagt; objek-
tiv bestehe eine Druckdolenz über Bursa subacromiale Schulter links und 
auch eine Druckdolenz etwas distal davon im Bereich des Oberarmes links; 
es erfolge eine Infiltration. Am 5. August 2014 hielt der Hausarzt fest, sub-
jektiv sei nach der Infiltration für ca. einen Monat Schmerzfreiheit, aber 
auch weniger Kraft, beschrieben worden. Es werde ein MRI der Schulter 
links durchgeführt werden (act. IIA M17).

3.1.2 Im Befundbericht vom 13. August 2014 hielt Dr. med. H.________, 
Facharzt FMH für Radiologie, vom I.________, fest, es bestünden degene-
rative AC-Gelenksveränderungen, eine subtotale transmurale Partialruptur 
der Supraspinatussehne, eine diskrete Unterflächenpartialruptur der Infra-
spinatussehne und eine Intervall-Läsion. Es gebe Hinweise für eine anterio-
re Instabilität. Nebenbefundlich liege ein superiorer sublabraler Recessus 
vor; DD unwahrscheinlich ein diskreter SLAP Typ I (act. IIA M5 / M15).

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3.1.3 Im Bericht vom 16. September 2014 führte Prof. Dr. med. 
J.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates, aus, es werde zur Reinsertion der Rotatoren-
manschette eine Bicepstenodese und Acromioplastik empfohlen (act. IIA 
M3). Laut seinem Operationsbericht vom 13. Oktober 2014 erfolgte eine 
diagnostische Arthroscopie, eine offene Rotatorenmanschetten-
Reinsertion, eine Biscepstenodese und Acromioplastik (act. IIA M8).

3.1.4 Im Aktenbericht vom 10. April 2015 hielt der beratende Arzt der Be-
schwerdegegnerin Dr. med. D.________, Facharzt FMH für orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, die dokumen-
tierten Befunde nach dem Ereignis vom ... Dezember 2013 würden auf eine 
dabei entstandene Rippenprellung hindeuten, zudem auf ein wahrschein-
lich in diesem Zusammenhang aktiviertes subakromiales Impingement an 
der linken Schulter. Im Rahmen der weiteren Abklärungen seien dann zu-
sätzlich degenerative Veränderungen des Akromioklavikulargelenks (AC-
Gelenk), eine subtotale transmurale Partialruptur der Supraspinatussehne, 
eine diskrete Unterflächenpartialruptur der Infraspinatussehne und eine 
Intervall-Läsion gefunden worden. Es seien ausschliesslich die Rippenprel-
lung und das subakromiale Impingement in der initialen Phase auf das Er-
eignis vom ... Dezember 2013 zurückzuführen. Die Beschwerdeführerin 
habe sich keine wesentlichen strukturellen Läsionen zugezogen. Die letzt-
lich bildgebend fassbaren Befunde entsprächen einem Bild, wie es sich 
typischerweise auf degenerative Weise entwickle, was auch gut zur Alters-
kategorie der Beschwerdeführerin passe. Die Läsion der Supraspinatus-
sehne und die damit verbundenen Begleitläsionen, die letztlich zur Operati-
on vom 13. Oktober 2014 geführt haben, stünden überwiegend wahr-
scheinlich nicht in kausalem Zusammenhang mit dem erwähnten Ereignis. 
Es sei zu einer vorübergehenden Aktivierung eines subakromialen Im-
pingements gekommen; nach drei Monaten sei der status quo sine erreicht 
gewesen, entsprechend Mitte März 2014 (act. IIA M18).

3.1.5 In der ärztlichen Beurteilung vom 2. Juli 2015 führte Dr. med. 
E.________, Facharzt für Chirurgie, aus, es liege auf der Hand, dass es 
beim Ereignis vom ... Dezember 2013 zu unkontrollierten Bewegungen 
gekommen sei und die Beschwerdeführerin zwangsläufig reflektorisch die 

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Arme nach vorne gehalten habe, um den Sturz aufzufangen, damit nicht 
der Kopf verletzt werde. Es sei dabei nicht zu einer direkten Kontusion der 
linken Schulter gekommen, sondern zu einem Hyperflexions-/Abduktions-
Mechanismus, der in der Regel biomechanisch geeignet sei, Schulterver-
letzungen zu verursachen. Dass es damit auch zusätzlich zu Rippen- und 
Nackenschmerzen gekommen sei, beweise lediglich, dass eine erhebliche 
mechanische Einwirkung stattgefunden habe. Es habe seit dem Unfall eine 
kontinuierliche und mehrmonatige Schmerzsymptomatik, die bis zur Opera-
tion geführt habe, bestanden. Bei dieser durchgehenden Schmerzsympto-
matik sei es nicht schlüssig, einen Status quo sine nach drei Monaten zu 
definieren. Die nach dem Unfall aufgetretene kontinuierliche Schmerzsym-
ptomatik habe konservativ behandelt und selbst mit mehreren subakromia-
len Kortison-Infiltrationen nicht entscheidend verbessert werden können, 
sodass letztlich am 13. Oktober 2014 operativ vorgegangen worden sei. Es 
sei unbestritten, dass degenerative Veränderungen des linken Schulterge-
lenkes vorbestanden hätten. Diese seien aber zusätzlich traumatisiert wor-
den, dafür spreche die schmerzhafte Entwicklung nach dem Sturz. Das AC-
Gelenk sei überwiegend wahrscheinlich mit dem Sturz zusätzlich traumati-
siert worden. Auch sprächen die verdickten Ligamente im oberen Gelen-
kabschnitt dafür, dass diese ligamentären Schäden durch den Sturz verur-
sacht worden seien. Einen Status quo sine nach drei Monaten zu definie-
ren, sei nicht angemessen und entspreche nicht dem realen Verlauf 
(act. IIA M19).

3.1.6 Im Aktenbericht vom 6. Oktober 2015 hielt der beratende Arzt der 
Beschwerdegegnerin Dr. med. F.________, Facharzt FMH für Chirurgie, 
fest, wäre bedingt durch das Ereignis vom … Dezember 2013 eine subtota-
le Supraspinatussehnenruptur verursacht worden, so hätte die diesbezügli-
che Symptomatik mit Sicherheit im Vordergrund gestanden. Erfahrungs-
gemäss führe dies sofort zu einer höchstgradigen Bewegungseinschrän-
kung der Schulter mit entsprechender Schmerzsymptomatik im Sinne einer 
Pseudoparalyse der Schulter. Dies sei eindeutig nicht der Fall gewesen. 
Andererseits werde eine typische Impingement-Symptomatik in der Kran-
kengeschichte dokumentiert. Für das Vorliegen krankhaft degenerativer 
Prozesse spreche einerseits die starke Retraktion des Supraspinatusseh-
nenstumpfes, andererseits die auffälligen zystischen Veränderungen am 

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Ansatz der Supraspinatussehne am Tuberculum majus und ebenfalls die 
partielle Unterflächenläsion der Infraspinatussehne. Solche partiellen Rup-
turen seien praktisch immer degenerativer und nicht posttraumatischer Ge-
nese. Solche degenerativen Veränderungen im Bereich der Rotatorenman-
schette seien in der Altersgruppe der Beschwerdeführerin häufig. Diese 
Prozesse würden langsam ablaufen, führten häufig zu langsam fortschrei-
tenden Rupturen der Sehnen mit gleichzeitiger Kompensation durch unbe-
merkt verlaufende Bewegungsveränderungen und Muskelaktivierungen 
ohne typische Symptomatik. Bis zum Sommer 2014 weise die Beschwerde-
führerin keine typische Ausfallsymptomatik von Anteilen der Rotatoren-
manschette auf. Entweder sei es hier im Sommer 2014 zu einer degenera-
tiv bedingten Spontanruptur der Supraspinatussehne gekommen oder es 
handle sich um einen Vorzustand, der klinisch unbemerkt geblieben sei. 
Ein Status quo sine sei ca. drei Monate nach dem Ereignis gegeben (act. 
IIA M 20).

3.1.7 In der ärztlichen Beurteilung vom 5. November 2015 führte Dr. med. 
E.________ aus, dass sich die Beschwerdeführerin beim Sturz vom Velo 
auf einer vereisten Strasse mit den Händen abgestützt habe, um den Kopf 
zu schützen, sei plausibel. Damit sei aber auch ein Hyperabduktions-
/Flexionsmechanismus des linken Schultergelenks ausgewiesen, ein klas-
sischer Mechanismus, bei dem die Rotatorenmanschette geschädigt wer-
de. Die Schilderung des Hausarztes entspreche den bisher vorliegenden 
Akten. Mit der subacromialen Kortisoninfiltration sei es zur fast drei Monate 
dauernden Beschwerdefreiheit gekommen. Andererseits hätten aber noch 
deutlich reaktive Veränderungen bestanden, mit den noch im MRI vom Au-
gust nachgewiesenen verdickten Bändern und der Reizung der Schleim-
haut, der Bursa subacromialis. Unfallbedingt sei es nicht zu einer komplet-
ten Ruptur der Supraspinatussehne gekommen, die von Dr. med. 
F.________ postulierte Pseudoparalyse des linken Schultergelenkes könne 
anatomisch-strukturell nicht untermauert werden. Die nachgewiesenen Ver-
letzungen seien eindeutig unfallbedingt; ein Status quo sine nach drei Mo-
naten sei nicht ausreichend begründbar (act. IIA M21 / BB 2).

3.2 Die Berichte der beratenden Ärzte Dres. med. D.________ und 
F.________ erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung an ärztliche 

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Berichte (E. 2.4.1 hiervor) und überzeugen. Dass es sich hier um Aktenbe-
richte handelt, schadet nicht, geht es doch um die Frage, ob die Schulter-
beschwerden links in einem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereig-
nis vom ... Dezember 2013 stehen; dabei hat die Beurteilung gestützt auf 
die ärztlichen Unterlagen, insbesondere auf die Angaben des erstbehan-
delnden Hausarztes sowie die Angaben im Röntgen- und Operationsbe-
richt, zu erfolgen. Die Dres. med. D.________ und F.________ haben sich 
denn auch mit den Akten auseinandergesetzt und Dr. med. F.________ hat 
sich zudem mit der Kritik von Dr. med. E.________ befasst (act. IIA M20 S. 
2 unten). Es ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin am ... 
Dezember 2013 mit dem Fahrrad stürzte. Der Verlauf zeigt, dass sich die 
Beschwerdeführerin kurz danach anlässlich einer telefonischen Konsultati-
on des Hausarztes am ... Dezember 2013 über Rippen- und Nacken-
schmerzen und nicht über Schulterschmerzen beklagte (act. IIA M10, M17). 
Daran ändert nichts, dass der Hausarzt in den Berichten vom 1. Februar 
und 15. März 2015 (act. IIA M10, M17) bei allen Einträgen in der Kranken-
geschichte „Problem Schulterschmerzen links“ erwähnte, denn in der echt-
zeitlichen Verordnung zur Osteopathie vom ... Dezember 2013 wurden le-
diglich Rippen- und Nackenschmerzen erwähnt (act. IIA M16). Eine Unter-
suchung der Schulter erfolgte erst am 20. Januar 2014, dabei beschrieb 
der Hausarzt als objektiven Befund eine Druckdolenz über der Bursa suba-
cromiale links und Schmerzangabe im Bereich der Ansatzstelle des M. su-
praspinatus links sowie eine schmerzhafte Aussenrotation und Elevation 
(act. IIA M17). Die Aussage von Dr. med. D.________, dass es mit Blick 
auf den Eintrag in der Krankengeschichte vom 20. Januar 2014 sowie auf-
grund der Abrechnung der Behandlungen als Krankheit während Monaten 
fraglich sei, ob der erst im August 2014 gemeldete Unfall (act. II A1) als 
Auslöser für die Schulterbeschwerden ernsthaft in Betracht gezogen wurde 
(act. IIA M18 S. 2), ist somit nachvollziehbar. Das Vorliegen degenerativer 
Prozesse hat Dr. med. F.________ überzeugend mit einer starken Retrak-
tion des Supraspinatussehnenstumpfes und den auffälligen zystischen 
Veränderungen am Ansatz der Supraspinatussehne am Tuberculum majus 
und ebenfalls die partielle Unterflächenläsion der Infraspinatussehne 
schlüssig begründet (act. IIA M20). Einleuchtend ist auch die Beurteilung, 
dass solch partielle Rupturen praktisch immer degenerativer und nicht post-
traumatischer Genese seien. Mit Blick auf die Krankengeschichte, insbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2016, UV/15/995, Seite 13

sondere die Angaben in der echtzeitlichen Verordnung für Osteopathie vom 
... Dezember 2013 (act. IIA M16), ist die Aussage von Dr. med. F.________ 
stichhaltig, dass gegen eine traumatische Verletzung von Anteilen der Ro-
tatorenmanschette auch die Tatsache spreche, dass initial nicht über links-
seitige Schulterbeschwerden geklagt worden sei. Überzeugend sind auch 
die Ausführungen zur fehlenden Pseudoparalyse der Schulter kurz nach 
dem Ereignis vom ... Dezember 2013 (act. IIA M20 S. 2 oben). Die bera-
tenden Ärzte zeigten zudem nachvollziehbar auf, dass die vom Hausarzt 
dokumentierte Krankengeschichte eine typische Impingement-Symptomatik 
darstellt (act. IIA M18 S. 3 Ziff. 3, M20). Sowohl 
Dr. med. D.________ wie auch Dr. med. F.________ bestätigten, dass die 
allenfalls vorgelegene Kontusion/Distorsion mit Aktivierung eines subakro-
mialen Impingements, ohne wesentliche strukturelle Läsionen, innerhalb 
von drei Monaten als ausgeheilt zu gelten hat (act. IIA M18 S. 3, M20 S. 2). 
Die Beurteilung, der Status quo sine sei drei Monate nach dem Ereignis 
eingetreten, ist somit schlüssig. Damit überzeugt auch die Schlussfolge-
rung, dass die geltend gemachten Beschwerden nach dem 15. März 2014 
überwiegend wahrscheinlich nicht Folgen des Ereignisses vom … Dezem-
ber 2013 sind, sondern im Zusammenhang mit degenerativen Veränderun-
gen stehen.

3.3 Die ärztlichen Beurteilungen vom 2. Juli 2015 (act. IIA M19) und 
vom 5. November 2015 (act. IIA M21) von Dr. med. E.________ sind nicht 
geeignet, die Einschätzung der Dres. med. D.________ und F.________ in 
Zweifel zu ziehen. Die Ausführungen von Dr. med. E.________ stützen 
sich auf einen Unfallablauf, wonach sich die Beschwerdeführerin mit den 
Händen abgestützt habe (vgl. act. IIA M21 S. 5 oben). Im Rahmen seiner 
Beurteilung vom 5. November 2015 gab die Beschwerdeführerin auf telefo-
nische Nachfrage von Dr. med. E.________ an, sie sei seitlich vorne vom 
Velo gestürzt und habe sich zur Vermeidung eines Kopfanpralls mit den 
Händen abgestützt (act. IIA M21 S. 3). Dies steht jedoch in Widerspruch zu 
den Ausführungen des Hausarztes im Rahmen der ersten Konsultation am 
20. Januar 2014 (act. IIA M17) und im Bericht vom 9. September 2014 zu-
handen von Dr. med. J.________ (act. IIA M10), worin ein Sturz auf die 
linke Schulter erwähnt wurde. Auch wenn ein Unfallablauf mit Abstützen 
auf die Hände möglich ist, ist dennoch die ca. einen Monat nach dem Er-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2016, UV/15/995, Seite 14

eignis vorgenommene Angabe als unbefangener und zuverlässiger zu be-
werten (zur Beweismaxime der „Aussage der ersten Stunde“: BGE 121 V 
45 E. 2a S. 47, 115 V 133 E. 8c S. 143; RKUV 2004 U 515 S. 420 E. 1.2). 
Wenn Dr. med. E.________ nun davon ausgeht, dass ein Hyperabdukti-
ons-/Flexionsmechanismus des linken Schultergelenkes ausgewiesen sei 
sowie dass es zwangsläufig mit dem Sturz neben dem Hyperflexionstrau-
ma zusätzlich auch zu einer axialen Kontusion des Schultergelenks ge-
kommen sei, kann ihm nicht gefolgt werden. In den echtzeitlichen Akten 
nicht bestätigt wird seine Annahme, es seien initial sofort linksseitige Schul-
terbeschwerden aufgetreten. Denn – wie bereits erwähnt – wurden bei der 
telefonischen Konsultation vom ... Dezember 2013 Rippen- und Nacken-
schmerzen angegeben und mit einem dementsprechenden Hinweis wurde 
– echtzeitlich – die Verordnung zur Osteopathie ausgestellt (act. IIA M16, 
M17). Erstmals dokumentiert sind Schulterbeschwerden am 20. Januar 
2014 (act. IIA M17). Daran ändert auch das durch Dr. med. E.________ 
beim Osteopath K.________ eingeholte Dokument nichts. Dieser führte 
aus, durch den Unfall seien die Rippen sowie die linke Schulter verletzt 
worden, es hätten dann auch Nacken- und Rippenschmerzen bestanden 
und die Beschwerdeführerin sei am 27. Dezember 2013 sowie am 23. Ja-
nuar 2014 in Behandlung gewesen (act. IIA M21 S. 4 unten). Gestützt auf 
seine Angaben lässt sich nicht eruieren, wann die Beschwerdeführerin 
erstmals über Schulterschmerzen klagte. Es wird auch von Dr. med. 
E.________ nicht bestritten, dass degenerative Veränderungen der linken 
Schulter vorbestanden haben (act. IIA M19 S. 5 unten, M21 S. 6 oben). 
Soweit er begründet, die Beschwerdeführerin sei bis zum Unfall beschwer-
defrei gewesen und die durchgehend bestehende Schmerzsymptomatik sei 
unfallbedingt (vgl. act. IIA M21 S. 6), ist dies mit Blick auf den Grundsatz 
„post hoc ergo propter hoc“ (vgl. E. 2.3 hiervor) nicht überzeugend. 
Dr. med. E.________ kritisierte, dass Dr. med. F.________ fälschlicherwei-
se von einer Totalruptur der Supraspinatussehne ausgegangen sei (act. IIA 
M21 S. 6 Mitte). Die Beschwerdegegnerin bringt diesbezüglich zu Recht 
vor (Beschwerdeantwort S. 6 unten), dass Dr. med. F.________ klar auf 
eine partielle Ruptur verwiesen hat (vgl. act. IIA M20 S. 2 oben).

3.4 Weitere Abklärungen sind nicht durchzuführen, da hiervon keine 
neuen entscheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2016, UV/15/995, Seite 15

Beweiswürdigung: BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). Wie die Beschwerdegeg-
nerin zutreffend ausführte, ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit er-
stellt, dass die geklagten Beschwerden in der linken Schulter – wenn über-
haupt, was offen gelassen werden kann – spätestens nach dem 15. März 
2014 nicht unfallkausal waren, sondern Folge von degenerativen Verände-
rungen. 

Damit erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid der AXA vom 
16. Oktober 2015 (act. II A17) als rechtens und die Beschwerde ist abzu-
weisen.

4.

4.1 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, so-
weit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen ange-
ordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). 
Nach der Rechtsprechung können die Kosten eines Privatgutachtens, auf 
das sich der Entscheid der Rechtsmittelinstanz stützt, im Rahmen der Par-
teientschädigung zurückerstattet werden (RKUV 2004 U 503 S. 187 Erw. 
5.1).

Mit den ärztlichen Berichten der Dres. med. D.________ (act. IIA M18) und 
F.________ (act. IIA M20) lagen beweiskräftige medizinische Berichte vor, 
gestützt auf welche die Frage der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 
beurteilt werden konnte. Die seitens der Beschwerdeführerin veranlasste 
zusätzliche Beurteilung durch Dr. med. E.________ (act. IIA M19, M21) 
führte nicht zu entscheidrelevanten neuen Erkenntnissen. Demnach hat die 
Beschwerdegegnerin die Kosten der ärztlichen Beurteilung durch Dr. med. 
E.________ nicht zu ersetzen, die Beschwerde ist auch diesbezüglich ab-
zuweisen. 

4.2 Es sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 31. März 2016, UV/15/995, Seite 16

4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung ([Umkehrschluss] Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- AXA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.