# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 16a13471-1492-5084-9e91-45a0d93a6fdb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-04-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.04.2025 A-1825/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1825-2024_2025-04-01.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-1825/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 .  A p r i l  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Jürg Marcel Tiefenthal (Vorsitz), 

Richterin Claudia Pasqualetto Péquignot,  

Richter Jérôme Candrian,    

Gerichtsschreiberin Mathilda Mauch. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______,   

2. B._______,   
 

 
gegen 

 
 

Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern, 

Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug,  

Ausbildungszentrum Sempach, Allmend,  

Postfach, 6204 Sempach,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Bevölkerungs- und Zivilschutz. 

 

 

 

A-1825/2024 

Seite 2 

Sachverhalt: 

 

A.  

A._______ und B._______ sind Eigentümer des Wohnhauses mit dem 

Schutzraum Amt-Nr. (…) an der (…). 

 

B.  

Am 19. Juli 2023 verfügte die Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvoll-

zug des Kantons Luzern die Aufhebung des Schutzraumes Amt-Nr. (…) 

von A._______ und B._______ und verpflichtete sie zur Leistung einer Er-

satzabgabe in der Höhe von Fr. 9'000.–. 

 

C.  

Gegen diese Verfügung erhoben A._______ und B._____ (nachfolgend: 

Beschwerdeführende) am 4. August 2023 Verwaltungsbeschwerde beim 

Kantonsgericht des Kantons Luzern (nachfolgend: Kantonsgericht). 

 

D.  

Mit Urteil vom 22. Januar 2024 (Ref-Nr. […]) trat das Kantonsgericht auf 

die Beschwerde nicht ein und überwies sie zuständigkeitshalber an das 

Bundesverwaltungsgericht. 

 

E.  

Das Bundesverwaltungsgericht erachtete seine funktionelle Zuständigkeit 

aufgrund einer vorläufigen Beurteilung als nicht eindeutig. Mit Instruktions-

verfügung vom 30. Januar 2025 wurde den Verfahrensbeteiligten Gelegen-

heit gegeben, bis zum 1. März 2025 zur dargelegten Verfahrensordnung 

und zum beabsichtigten Nichteintretensentscheid Stellung zu nehmen. 

  

F.  

Mit Schreiben vom 18. Februar 2025 teilte die Dienststelle Militär, Zivil-

schutz und Justizvollzug des Kantons Luzern (nachfolgend: Vorinstanz) 

mit, dass sie auf eine Stellungnahme verzichte und die Entscheidung über 

die Zuständigkeit sowie verfahrensrechtliche Fragen dem Bundesverwal-

tungsgericht überlasse. Die Beschwerdeführenden reichten keine Stellung-

nahme ein.  

 
 
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1.  

1.1. Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsge-

richt vom 17. Juni 2005 (Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32) 

A-1825/2024 

Seite 3 

beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 

20. Dezember 1968 (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021), 

sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist und eine Vorinstanz 

im Sinne von Art. 33 VGG entschieden hat. Nach Art. 33 Bst. i VGG ist die 

Beschwerde gegen Verfügungen kantonaler Instanzen zulässig, soweit ein 

Bundesgesetz eine solche ausdrücklich vorsieht. 

 

1.2. Das Bundesverwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes 

wegen und mit freier Kognition (Art. 7 VwVG). Eine Behörde ist dann in 

einer Sache zuständig, wenn diese sowohl sachlich als auch örtlich und 

funktionell in ihre Zuständigkeit fällt. Die funktionelle Zuständigkeitsord-

nung bezeichnet die Stufenfolge der aufeinander folgenden Instanzen in-

nerhalb der Justizhierarchie, die zur Behandlung derselben Streitsache 

verpflichtet und befugt sind (vgl. BOOG MARKUS, in: Basler Kommentar 

Bundesgerichtsgesetz [BSK BGG], 3. Aufl. 2018, Art. 29 N. 10). Die funkti-

onelle Zuständigkeit ist Prozess- beziehungsweise Sachurteilsvorausset-

zung, das heisst Vorbedingung, die erfüllt sein muss, damit ein Sachurteil 

ergehen kann. Die funktionelle Zuständigkeit ergibt sich aus dem Instan-

zenzug (FLÜCKIGER THOMAS, in: VwVG – Praxiskommentar Verwaltungs-

verfahrensgesetz, 3. Aufl. 2023, Art. 7 N. 4).  

 

1.3. Zu prüfen ist, ob das Bundesverwaltungsgericht für die Beurteilung der 

Beschwerde zuständig ist und welche verfahrensrechtliche Ordnung im Zu-

sammenhang mit der Aufhebung von Schutzräumen und der Erhebung von 

Ersatzabgaben zur Anwendung gelangt. 

 

2.  

2.1. Das Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz vom 20. Dezember 2019 

(BZG, SR 520.1) regelt das Beschwerderecht und das Verfahren in den 

Art. 84 ff. BZG. Es unterscheidet zwischen Streitigkeiten nicht vermögens-

rechtlicher Natur (Art. 86 Abs. 1 BZG) und solcher vermögensrechtlicher 

Natur (Art. 87 BZG). Gemäss Art. 86 Abs. 1 BZG kann in Streitigkeiten nicht 

vermögensrechtlichen Natur gegen letztinstanzliche kantonale Verfügun-

gen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden. Die 

Bestimmung von Art. 87 Abs. 1 BZG sieht hingegen vor, dass Entscheide 

kantonaler Behörden über Schadenersatzansprüche und Rückgriffsforde-

rungen betreffend Schäden aus kantonalen oder kommunalen Schutz-

dienstleistungen an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden 

können. 

 

 

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Seite 4 

2.2.  

2.2.1. Im hier zu beurteilenden Fall betrifft der Streitgegenstand die Höhe 

der zu leistenden Ersatzabgabe, während die Beschwerdeführenden die 

Aufhebung des Schutzraums akzeptiert haben. Es stellt sich daher die 

Frage, ob es sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit handelt. 

Der Wortlaut von Art. 86 und Art. 87 BZG gibt keinen eindeutigen Hinweis 

darauf, nach welcher Bestimmung sich vorliegend der Beschwerdeweg 

richtet. Es ist daher durch Auslegung der beiden Gesetzesnormen deren 

Sinngehalt zu ermitteln.  

 

2.2.2. Das Gesetz ist in erster Linie nach seinem Wortlaut auszulegen 

(grammatikalische Auslegung). Ist der Text nicht ganz klar und sind ver-

schiedene Auslegungen möglich, so muss der Richter unter Berücksichti-

gung aller Auslegungselemente nach der wahren Tragweite der Norm su-

chen. Dabei hat er insbesondere den Willen des Gesetzgebers zu berück-

sichtigen, wie er sich namentlich aus den Gesetzesmaterialien ergibt (his-

torische Auslegung). Weiter hat der Richter nach dem Zweck, dem Sinn 

und den dem Text zugrunde liegenden Wertungen zu forschen, namentlich 

nach dem durch die Norm geschützten Interesse (teleologische Ausle-

gung). Wichtig ist auch der Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt, und 

das Verhältnis, in welchem sie zu anderen Gesetzesvorschriften steht (sys-

tematische Auslegung). Das Bundesgericht befolgt bei der Auslegung von 

Gesetzesnormen einen pragmatischen Methodenpluralismus und lehnt es 

ab, die einzelnen Auslegungselemente einer Prioritätenordnung zu unter-

stellen (BGE 148 IV 398 E. 4.8). Bei relativ jungen Gesetzen ist die Ab-

grenzung von historischer und teleologischer Auslegung schwierig, wes-

halb regelmässig auf eine Unterscheidung verzichtet wird (vgl. statt vieler 

Urteil des BVGer A-2905/2017 vom 1. Februar 2018 E. 6.3.1 mit Hinwei-

sen). 

 

2.2.3. Die Bestimmungen des BZG zum Beschwerderecht und Verfahren 

wurden aus dem vormaligen Zivilschutzgesetz vom 17. Juni 1994 (ZSG, 

BBl 1994 III 274) übernommen (vgl. BBl 2002 1685, 1718). Bauliche Mas-

snahmen wie Schutzräume waren bis zum Inkrafttreten des BZG hingegen 

im Bundesgesetz über die baulichen Massnahmen im Zivilschutz vom 

4. Oktober 1963 (Schutzbautengesetz, aBMG, AS 1994 2667) geregelt. 

Nach dem aBMG konnten nicht vermögensrechtliche Verfügungen kanto-

naler Behörden beim Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement an-

gefochten werden, welches abschliessend entschied (Art. 14 Abs. 2 

aBMG). Vermögensrechtliche Streitigkeiten unterlagen hingegen der Be-

schwerde an die Eidgenössische Rekurskommission für Zivilschutzange-

legenheiten, deren Entscheide mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das 

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Seite 5 

Bundesgericht weitergezogen werden konnten (Art. 15 Abs. 3 aBMG). Das 

Bundesverwaltungsgericht fungiert als Nachfolgeorganisation der Eidge-

nössischen Rekurskommission für Zivilschutzangelegenheiten. Der 

frühere Beschwerdeweg gemäss Art. 15 Abs. 3 aBMG für vermögensrecht-

liche Ansprüche wurde im BZG nicht übernommen. Die Bestimmungen des 

BZG zum Beschwerdeweg sind dem Zivilschutzgesetz (ZSG) nachgebil-

det, während die vormaligen Regelungen des aBMG keine Berücksichti-

gung im neuen Gesetz fanden. 

 

Nach altem Recht wurden Beschwerden im Zusammenhang mit dem Bau 

von Schutzräumen als nicht vermögensrechtliche Angelegenheit behan-

delt. War jedoch im gleichen Verfahren auch die Verpflichtung zur Leistung 

eines Ersatzbeitrags umstritten, richtete sich der Beschwerdeweg nach 

den Regeln für vermögensrechtliche Streitigkeiten. Aus den Materialien 

zum aBMG ergeben sich keine Hinweise auf die Gründe für diese Differen-

zierung. Ein möglicher Erklärungsansatz könnte darin liegen, dass vermö-

gensrechtliche Angelegenheiten der gerichtlichen Überprüfung unterliegen 

sollten. 

 

2.2.4. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Höhe der Ersatzab-

gabe, die eng mit der Schutzraumbaupflicht verknüpft ist, sodass allenfalls 

vorab die Anzahl der Pflichtplätze auf der Liegenschaft der Beschwerde-

führenden zu bestimmen wäre. Das Kantonsgericht stellt zudem fest, dass 

die Sachlage nicht ohne Weiteres eindeutig zu beurteilen ist und die Anga-

ben zu den Pflichtplätzen in den Baubewilligungsunterlagen unklar sind 

(vgl. Urteil des Kantonsgerichts Luzern vom 22. Januar 2024 [Ref-Nr. 7H 

23 192] E. 4.3).  

 

Beschwerden gegen die Höhe der Ersatzabgabe im Zusammenhang mit 

Schutzbauten sind demnach als nicht vermögensrechtliche Angelegenhei-

ten einzuordnen. Daraus ergibt sich, dass die vorliegende Streitigkeit nach 

der Bestimmung gemäss Art. 86 Abs. 1 BZG zu beurteilen ist. Eine Be-

schwerde an das Bundesverwaltungsgericht ist somit gegen letztinstanzli-

che kantonale Verfügungen zulässig. 

 

2.3.  

2.3.1. Fraglich ist, ob im hier zu beurteilenden Fall eine letztinstanzliche 

kantonale Verfügung im Sinne von Art. 86 BZG vorliegt.  

 

2.3.2. Das Kantonsgericht begründete seinen Nichteintretensentscheid da-

mit, dass eine Verwaltungsbeschwerde unzulässig sei, wenn sich der Ent-

scheid nach einer speziellen Vorschrift direkt bei einer Bundesbehörde 

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Seite 6 

anfechten lässt (§ 143 Abs. 1 Bst. c Gesetz über die Verwaltungsrechts-

pflege vom 3. Juli 1972 [VRG, Systematische Sammlung Kanton Luzern, 

SRL Nr. 40]). Es kam mithin zum Schluss, dass der interne Instanzenzug 

entfallen könne, weil die Streitigkeit direkt beim Bundesverwaltungsgericht 

anfechtbar sei und die angefochtene Verfügung demnach einen letztin-

stanzlichen Entscheid im Sinne von Art. 86 Abs. 1 BZG darstelle.  

 

2.3.3. Ein Vergleich mit anderen Kantonen zeigt, dass in Fällen der Schutz-

raumaufhebung und Ersatzabgaben der kantonale Instanzenzug in der Re-

gel ausgeschöpft wird (vgl. BVGer-Urteile A-4242/2020 vom 1. Februar 

2022 [Vorinstanz: Regierungsrat Kanton Basel-Landschaft] und A-62/2022 

vom 7. Juni 2023 [Vorinstanz: Regierungsrat Kanton Bern]; sowie die kan-

tonale Urteile des Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden vom 

19. September 2023 [PVG 2023 13; U 23 37; Vorinstanz: Departement für 

Justiz, Sicherheit und Gesundheit]; Urteil des Regierungsrats Aargau vom 

17. Januar 2024 [RRB Nr. 2024-000040]). 

 

2.3.4. Das BZG regelt die Bereitstellung von Schutzplätzen für die Bevöl-

kerung. Nach Art. 60 BZG muss für jede Einwohnerin und jeden Einwohner 

ein Schutzplatz in einem Schutzraum in der Nähe des Wohnortes verfügbar 

sein. Die Kantone sind nach Art. 62 Abs. 1 BZG für die Steuerung des 

Schutzraumbaus verantwortlich und haben gemäss Art. 66 BZG die Kom-

petenz zur Aufhebung von Schutzräumen. Der Schutzplatzbedarf gilt als 

gedeckt, wenn für jede Person ein Schutzplatz vorhanden ist, der den Min-

destanforderungen nach Art. 104 der Verordnung über den Zivilschutz vom 

1. November 2023 (ZSV, SR 520.11) entspricht (Art. 74 Abs. 1 ZSV). 

 

Der Gesetz- und Verordnungsgeber haben verschiedene Situationen defi-

niert, in denen Ersatzabgaben zu leisten sind. Nach Art. 82 Abs. 5 ZSV ist 

eine Ersatzabgabe zu entrichten, wenn ein Schutzraum ohne Bewilligung 

aufgehoben wurde und eine Wiederherstellung nicht möglich oder unver-

hältnismässig ist. Die Kantone legen die Höhe der Ersatzbeiträge innerhalb 

der Bandbreite von 400 bis 800 Franken pro nicht erstelltem Schutzplatz 

fest (Art. 75 Abs. 2 ZSV). Im Kanton Luzern bestimmt der Regierungsrat 

gemäss § 11a Abs. 1 des Gesetzes über den Zivilschutz vom 19. Juni 2007 

(ZSG, SRL Nr. 372) die Höhe der Ersatzbeiträge. Diese werden im Anhang 

zur Verordnung über den Zivilschutz festgelegt (vgl. § 15 Abs. 2 der kanto-

nalen Verordnung über den Zivilschutz). 

 

2.3.5. Gemäss der kantonalen Verwaltungsrechtspflege können Ent-

scheide von unteren Instanzen der kantonalen Verwaltung – um eine sol-

che handelt es sich bei der Dienststelle Militär, Zivilschutz und Justizvollzug 

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Seite 7 

– grundsätzlich beim zuständigen Departement mit Verwaltungsbe-

schwerde angefochten werden (vgl. § 142 Abs. 1 Bst. b VRG). Das Kan-

tonsgericht führt diesbezüglich aus, dass die Verwaltungsbeschwerde un-

zulässig sei, wenn sich der Entscheid nach besonderer Vorschrift bei einer 

Bundesbehörde anfechten lasse (§ 143 Abs. 1 Bst. c VRG; Urteil des Kan-

tonsgerichts Luzern vom 22. Januar 2024 [Ref-Nr. 7H 23 192]).  

Wie dargelegt, kann gemäss Art. 86 BZG in Streitigkeiten nicht vermögens-

rechtlicher Natur gegen letztinstanzliche kantonale Verfügungen Be-

schwerde beim Bundesverwaltungsgerichtgegen geführt werden. Die An-

gelegenheit erfordert daher die Ausschöpfung des kantonalen Instanzen-

zugs und dürfte in die Zuständigkeit des Justiz- und Sicherheitsdeparte-

ments des Kantons Luzern fallen (vgl. § 142 Abs. 1 Bst. b VRG).   

2.4.  

2.4.1. Erachtet sich eine Behörde als unzuständig, überweist sie die Sache 

ohne Verzug der zuständigen Behörde (Art. 8 Abs. 1 VwVG). Hat die Be-

hörde Zweifel an ihrer Zuständigkeit, so pflegt sie darüber gemäss Art. 8 

Abs. 2 VwVG einen Meinungsaustausch mit der Behörde, deren Zustän-

digkeit in Frage kommt. Ein Meinungsaustausch kommt dann zur Anwen-

dung, wenn die Unzuständigkeit der Behörde nicht eindeutig feststeht, son-

dern lediglich zweifelhaft ist. Dabei kommt nicht nur die Überweisung an 

eine Bundesbehörde, sondern auch an eine kantonale (oder interkanto-

nale) Instanz in Betracht, soweit deren Zuständigkeit als wahrscheinlich 

erscheint (vgl. Urteil des BGer 2C_486/2016 E. 2.7). Die Weiterleitung be-

gründet nicht ohne Weiteres die Zuständigkeit der Behörde, an welche die 

Sache überwiesen wird. Diese hat vielmehr unabhängig und in eigener Ver-

antwortung zu prüfen, ob ihr die Kompetenz zur Beurteilung zukommt (FLÜ-

CKIGER, a.a.O., Art. 8 N. 25). 

 

2.4.2. Unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Wahrung des Instan-

zenzugs sowie der Bestimmungen über die Überweisungspflicht und den 

Meinungsaustausch gemäss Art. 8 VwVG darf das Bundesverwaltungsge-

richt in einer Konstellation wie der zu beurteilenden anstelle der funktionell 

zuständigen Behörde nicht in der Sache selbst entscheiden. Vielmehr ist 

die Angelegenheit grundsätzlich an die mutmasslich zuständige Behörde 

zu überweisen (vgl. Art. 8 Abs. 1 VwVG). Das Justiz- und Sicherheitsde-

partement des Kantons Luzern hat selbständig und in eigener Verantwor-

tung zu prüfen, welchen Instanzenzug das kantonale Recht vorsieht.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach für die Beurteilung der vorlie-

genden Beschwerde – entgegen der Rechtsmittelbelehrung in der 

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angefochtenen Verfügung – funktionell nicht zuständig. Mangels funktio-

neller Zuständigkeit ist auf die hier zu beurteilende Beschwerde nicht ein-

zutreten (Art. 9 Abs. 2 VwVG). Sie ist zur weiteren Behandlung als Be-

schwerde zuständigkeitshalber an das Justiz- und Sicherheitsdepartement 

des Kantons Luzern zu überweisen (vgl. Art. 8 Abs. 1 VwVG).  

 

3.  

Es bleibt über die Kosten- und Entschädigungsfolgen des Beschwerdever-

fahrens zu befinden. 

 

Die Verfahrenskosten werden grundsätzlich der unterliegenden Partei auf-

erlegt (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG). In Beachtung des Verhältnismässigkeits-

prinzips ist auf die Auferlegung von Verfahrenskosten jedoch zu verzichten 

(vgl. Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten 

und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). Der von den Beschwerdeführenden geleisteten Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.– ist den Beschwerdeführenden nach 

Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils auf ein von ihnen zu be-

zeichnendes Konto zurückzuerstatten. 

 

Die nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführenden und die Vorinstanz 

haben keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 

VwVG; Art. 7 ff. VGKE).  

 

(Das Dispositiv befindet sich auf der nächsten Seite). 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2.  

Die Sache wird zuständigkeitshalber nach Eintritt der Rechtskraft des vor-

liegenden Urteils an das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons 

Luzern überwiesen.  

 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der von den Beschwerdefüh-

renden geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.– wird den 

Beschwerdeführenden nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Ur-

teils auf ein von ihnen zu bezeichnendes Konto zurückerstattet. 

 

4.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, die Vorinstanz und an das 

Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Marcel Tiefenthal Mathilda Mauch 

 

 

 

A-1825/2024 

Seite 10 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit An-

gabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene 

Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die Beschwerdeführende 

Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

  

A-1825/2024 

Seite 11 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

– das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern 

(Ref- Nr. […]; Einschreiben)