# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43e7203d-54ca-5cc0-beb1-4a0ddd613286
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2019-09-20
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 20.09.2019 SK.2019.51
**Docket/Reference:** SK.2019.51
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_SK-2019-51_2019-09-20

## Full Text

Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 
Abschreibung des Verfahrens;;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 
Abschreibung des Verfahrens;;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 
Abschreibung des Verfahrens;;Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 
Abschreibung des Verfahrens

Verfügung vom 20. September 2019  
Strafkammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Einzelrichter 

Gerichtsschreiber David Heeb  

Parteien  BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch 

Staatsanwalt des Bundes Johannes Rinnerthaler,    

 

und 

 

als Privatklägerschaft: 

 

B.,    

 
 

gegen 

 

  
A., brasilianischer Staatsangehöriger, erbeten verteidigt 

durch Rechtsanwalt Dr. iur. Manuel Brandenberg  

 

Gegenstand  
Rückzug der Einsprache (Art. 356 Abs. 3 StPO); 

Abschreibung des Verfahrens 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer:  SK.2019.51 

- 2 - 

Der Einzelrichter erwägt, dass 

- die Bundesanwaltschaft mit Strafbefehl vom 7. August 2019 A. wegen Tätlichkeiten 

(Art. 126 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 98 LFG) zu einer Busse von Fr. 300.-- und zur 

Bezahlung der Verfahrenskosten von Fr. 700.-- verurteilte (BA pag. 3.0.1 f.); 

- A. mit Schreiben vom 19. August 2019 gegen den Strafbefehl Einsprache erhob 

(BA pag. 3.0.3 f.);  

- die Bundesanwaltschaft am Strafbefehl festhielt (Art. 355 Abs. 3 lit. a StPO) und am 

2. September 2019 dem hiesigen Gericht den Strafbefehl als Anklageschrift zwecks 

Durchführung eines Hauptverfahrens überwies (Art. 356 Abs. 1 StPO);  

- das Gericht gemäss Art. 356 Abs. 2 StPO vorfrageweise über die Gültigkeit des 

Strafbefehls und der Einsprache entscheidet;  

- der Strafbefehl vom 7. August 2019 die in Art. 353 Abs. 1 StPO aufgelisteten Kriterien 

beinhaltet und gemäss Art. 353 Abs. 3 StPO formgerecht eröffnet wurde;  

- die Einsprache vom 19. August 2019 form- und fristgerecht erfolgte (Art. 354 Abs. 1 

lit. a und Abs. 2 StPO);  

- die Hauptverhandlung mit Verfügung des Einzelrichters vom 13. September 2019 auf 

den 25. Oktober 2019 angesetzt wurde;  

- die Einsprache bis zum Schluss der Parteivorträge zurückgezogen werden kann 

(Art. 356 Abs. 3 StPO) und diesfalls der Strafbefehl zum Urteil wird und in Rechtskraft 

erwächst (RIKLIN, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 356 StPO N. 4);  

- A. mit Schreiben vom 18. September 2019 die Einsprache innert vorgenanntem 

Zeitraum zurückzog (TPF pag. 5.521.001);  

- der Strafbefehl der Bundesanwaltschaft vom 7. August 2019 somit zum Urteil wird 

und in Rechtskraft erwächst; 

- das Verfahren SK.2019.51 infolgedessen als gegenstandslos abzuschreiben ist;  

- sich die Kosten des gerichtlichen Verfahrens und deren Verlegung grundsätzlich nach 

den Art. 422 – 428 StPO bestimmen;  

- zur Regelung der Kostenfolge bei der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

grundsätzlich auf das allgemeine Kriterium abzustellen ist, wonach die entstandenen 

Verfahrenskosten von jener Partei zu tragen sind, die das gegenstandslos gewordene 

- 3 - 

Verfahren verursacht hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_237/2009 vom 

28. September 2009 E. 3.3);  

- A. durch den Rückzug der Einsprache die Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

SK.2019.51 verursacht hat;  

- wenn der Einspracherückzug nach Überweisung der Akten an das erstinstanzliche 

Gericht erfolgt (Art. 356 Abs. 1 StPO), die Rückzug erklärende Person die Kosten zu 

tragen hat (statt vieler: Verfügung des Bundesstrafgerichts SK.2016.49 vom 

20. Januar 2017; DAPHINOFF, Das Strafbefehlsverfahren in der Schweizerischen 

Strafprozessordnung, Diss. 2012, S. 626; GILLIÉRON/KILLIAS, Commentaire Romand, 

Code de procédure pénale suisse, 2011, Art. 356 StPO N. 14); 

- A. demnach die Kosten des Verfahrens zu tragen hat;  

- neben den im (nun rechtskräftigen) Strafbefehl auferlegten Kosten für das 

Strafbefehlsverfahren zusätzlich die Kosten für die nach der Einspracheerhebung 

vorgenommenen Verfahrensschritte hinzukommen (DAPHINOFF, a.a.O., S. 626);  

- in Anwendung von Art. 73 Abs. 1 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Organi-

sation der Strafbehörden des Bundes vom 19. März 2010 (StBOG; SR 173.71) i.V.m. 

Art. 1 Abs. 4, Art. 5 und Art. 7 lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 

31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-

verfahren (BStKR; SR 173.713.162) eine minimale Pauschalgebühr von Fr. 200.-- 

festzusetzen ist. 

  

- 4 - 

Der Einzelrichter erkennt:  

1. Das Verfahren SK.2019.51 wird infolge Rückzugs der Einsprache als gegenstandslos 

abgeschrieben.  

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 200.-- werden A. auferlegt.  

3. Diese Verfügung wird den Parteien schriftlich eröffnet. 

 

Im Namen der Strafkammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Einzelrichter Der Gerichtsschreiber 

 

Geht an (Einschreiben) 

 Bundesanwaltschaft, Herrn Johannes Rinnerthaler, Staatsanwalt des Bundes  

 Herrn Rechtsanwalt Dr. iur. Manuel Brandenberg, Verteidiger von A. (Beschuldigter) 

 Herrn B. (Privatklägerschaft) 

Nach Eintritt der Rechtskraft mitzuteilen an 

 Bundesanwaltschaft als Vollzugsbehörde (vollständig) 

Rechtsmittelbelehrung 

Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts 

Gegen Verfügungen und Beschlüsse sowie die Verfahrenshandlungen der Strafkammer des Bundesstrafge-

richts als erstinstanzliches Gericht, ausgenommen verfahrensleitende Entscheide, kann innert 10 Tagen 

schriftlich und begründet Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts geführt werden 

(Art. 393 Abs. 1 lit. b und Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 37 Abs. 1 StBOG). 

 

Mit der Beschwerde können gerügt werden: a. Rechtsverletzungen, einschliesslich Überschreitung und Miss-

brauch des Ermessens, Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung; b. die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts; c. Unangemessenheit (Art. 393 Abs. 2 StPO). 

 

 

 

 

 

 

 

   Versand: 20. September 2019