# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 594167f1-e99d-5774-971b-e9bd6b3b6ad0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-12-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.12.2017 200 2017 933
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-933_2017-12-07.pdf

## Full Text

200 17 933 UV
MAW/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Dezember 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 22. September 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Dez. 2017, UV/17/933, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1962 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er 
sich gemäss Schadenmeldung am 15. Oktober 2016 bei einem Sturz an 
der rechten Schulter verletzte (Akten der Suva, Antwortbeilage [AB] 1). Die 
Suva gewährte im Zusammenhang mit diesem Ereignis zunächst die ge-
setzlichen Unfallversicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und 
Taggeld (AB 4 f., 27 f.). Mit Verfügung vom 13. Juli 2017 (AB 64) stellte sie 
diese vorübergehenden Leistungen per 31. Mai 2017 ein und verneinte 
einen Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen. Daran hielt sie auf 
Einsprache hin (AB 66) mit Entscheid vom 22. September 2017 (AB 75) 
fest.

B.

Mit Eingabe vom 20. Oktober 2017 erhob der Versicherte Beschwerde und 
beantragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheentscheid sei aufzu-
heben und ihm seien über den 31. Mai 2017 hinaus weiterhin die gesetzli-
chen Leistungen zu gewähren.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 23. November 2017 schloss die Suva 
(Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Ver-

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waltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 6. Ok-
tober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 22. Sep-
tember 2017 (AB 75). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf die ge-
setzlichen Unfallversicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Er-
eignis vom 15. Oktober 2016 und dabei insbesondere, ob die Beschwerde-
gegnerin zu Recht die vorübergehenden Leistungen per 31. Mai 2017 ein-
stellte und weitere Versicherungsleistungen verneinte. Ausserhalb des An-
fechtungs- und Streitgegenstandes stehen im Übrigen der Verkehrsunfall 
vom 3. Februar 2017 (Suva-Schadennummer 23.71769.17.2) mit konseku-
tiver Arbeitsunfähigkeit und persistierenden Knieschmerzen rechts (AB 45, 
51, 60) sowie jener aus dem Jahre 2011 (Suva-Schadennummer 
03.08793.11.7), bei dem die linke Schulter betroffen war (AB 51/1).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Dez. 2017, UV/17/933, Seite 4

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung setzt 
nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 
177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(«conditio sine qua non»; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.3 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ur-
sache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

2.5 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-

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benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.6 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des UVG und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG).

3.

3.1 Dass das in der Schadenmeldung (AB 1) geschilderte Ereignis vom 
15. Oktober 2016 (vgl. auch AB 61/1) die kumulativen Tatbestandsvoraus-
setzungen des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. E. 2.1 hiervor) 
erfüllte, ist zu Recht unbestritten. Des Weiteren ist angesichts des Unfallda-
tums in intertemporalrechtlicher Hinsicht die bis 31. Dezember 2016 gültige 
Rechtslage massgebend (vgl. E. 2.6 hiervor), was sich im vorliegenden Fall 
indes nicht auswirkt.

3.2 In medizinischer Hinsicht basiert der angefochtene Einspracheent-
scheid vom 22. September 2017 (AB 75) auf der Aktenbeurteilung des Su-
va-Kreisarztes Dr. med. B.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 4. Juli 2017 (AB 63). 
Als Diagnosen vermerkte dieser eine Schulterblattfraktur rechts am 15. 
Oktober 2016, eine degenerative RM-Läsion rechts mit Unterflächenläsion 
der Supraspinatussehne, mässiger Arthrose des Akromioklavikular-
Gelenks (AC-Gelenk) und Verdacht auf Pulley-Läsion Typ B, sowie einen 
Status nach Rekonstruktion der Rotatorenmanschette (RM) an der linken 
Schulter. Er gelangte zum Schluss, dass der Unfall zur dislozierten Korpus 
scapulae-Fraktur rechts geführt habe, diese jedoch bis am 1. Juni 2017 
vollständig konsolidiert gewesen sei. Der Schaden an der RM rechts sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Dez. 2017, UV/17/933, Seite 7

hingegen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereig-
nis zurückzuführen. Demgemäss bestünden überwiegend wahrscheinlich 
keine Unfallfolgen mehr. Nach der vollständigen Ausheilung des Schulter-
blattes sei die Rückkehr in die angestammte Tätigkeit mit dem bisherigen 
Arbeitspensum zumutbar.

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 
E. 3b ee S. 354).

3.4 Die fachärztliche Beurteilung von Dr. med. B.________ vom 4. Juli 
2017 (AB 63) erfüllt die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen und erbringt vollen Beweis. 

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3.4.1 Vorab ist nicht zu beanstanden, dass der Suva-Kreisarzt keine klini-
sche Exploration durchführte, konnte er sich aufgrund der vorhandenen 
Unterlagen, insbesondere den bildgebenden Befunden (AB 13/3, 24, 39 f., 
46, 56), doch ein gesamthaft lückenloses Bild verschaffen (vgl. RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). 

3.4.2 Sodann ist unbestritten, dass an der linken Schulter ein asymptoma-
tischer Vorzustand mit zweimaliger arthroskopischer RM-Rekonstruktion in 
den Jahren 2011 und 2012 bestand (AB 22/1 Ziff. 1 Lemma 3, 46, 52/1 
Ziff. 1, 57, 70), der durch das Unfallereignis vom 15. Oktober 2016 in keiner 
Weise beeinträchtigt wurde (vgl. auch E. 1.2 hiervor). Zudem wird seitens 
des Beschwerdeführers zu Recht nicht geltend gemacht, dass in Bezug auf 
die Fraktur des rechten Schulterblattes nach konservativer Therapie ab 
1. Juni 2017 weiterhin unfallbedingte Beschwerden bestanden. So be-
schrieb der Hausarzt Dr. med. C.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, bereits am 4. Februar 2017 einen guten Verlauf mit noch wenigen 
Restbeschwerden (AB 22/1 Ziff. 2). Im Verlaufs-MRI vom 1. März 2017 
(AB 39 f.) präsentierte sich die ehemals mehrfragmentäre Fraktur mit deut-
lich regredienter Dislokation sowie zunehmender Konsolidation und Dr. 
med. B.________ ging schon anlässlich der kreisärztlichen Vorlage vom 
18. April 2017 von einer ausgeheilten Scapulafraktur aus (AB 42). Schliess-
lich bestätigte am 11. September 2017 der behandelnde Dr. med. 
D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, dass die Fraktur längst ausgeheilt sei und sich die 
Schulterbeschwerden auf die RM-Läsion bezögen (AB 74). 

3.4.3 Damit stellt sich die Frage der Unfallkausalität allein noch hinsicht-
lich der Weichteilverletzung, also der lädierten Supra- bzw. Infraspinatus-
sehne und fraglichen Beschädigung der RM-Intervallschlinge (Pulley-
Läsion; AB 17/2, 24, 40). Anders als bei der Schulterblattverletzung, aner-
kannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für diese Verletzung 
zu keinen Zeitpunkt, weshalb die Beweislast für deren Unfallkausalität (im 
Falle einer Beweislosigkeit) nicht etwa bei der Verwaltung, sondern beim 
leistungsansprechenden Beschwerdeführer liegt (vgl. E. 2.4 hiervor; 
SZS 2017 S. 658 ff.). Diesbezüglich zeigte der Suva-Kreisarzt nachvoll-
ziehbar auf, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund der Unfallschilde-

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rung (direkter Sturz auf die rechte Schulter mit der Schrotflinte in den Hän-
den [AB 1/2,61/1]) nicht mit dem rechten Arm in irgendeiner Form nach 
rückwärts abgestützt hatte und es damit biomechanisch nicht zu einer indi-
rekten exzentrischen Gewalteinwirkung im rechten Schultergelenk gekom-
men sei. Dr. med. B.________ schloss daraus überzeugend, dass der Un-
fallmechanismus nicht geeignet gewesen sei, die RM-Verletzungen zu ver-
ursachen und diese eher degenerativ begingt seien (AB 63/2). Hinweise für 
einen degenerativen Vorzustand ergeben sich im Übrigen auch aus den 
diversen bildgebenden Untersuchungen. Im CT wurde am 15. Oktober 
2016 nebst einer AC-Gelenksarthrose in Projektion auf die Supraspinatus-
sehne im Bereich des Tuberculum majus eine sichtbare lineare Verkalkung 
im Rahmen einer Tendinitis calcarea befundet (AB 13/2) und auch die MRI-
Abklärungen vom 23. November 2016 sowie 1. März 2017 bestätigten die 
AC-Gelenksarthrose (AB 24, 39).

Es bestehen keine divergierenden medizinischen Berichte, die auch nur 
geringe Zweifel an dieser kreisärztlichen Beurteilung zu begründen ver-
möchten. Der Hausarzt wies in seinem Schreiben vom 9. August 2017 
(AB 69) einzig darauf hin, dass sein Patient vor dem inkriminierten Unfal-
lereignis nie wegen rechtsseitiger Schulterbeschwerden in seiner Behand-
lung gestanden sei, womit er – sollte er damit eine Kausalitätsbeurteilung 
abgegeben haben wollen – in eine unter beweisrechtlichen Gesichtspunk-
ten unzulässige (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; SVR 2008 UV Nr. 11 
S. 36 E. 4.2.3) «post hoc ergo propter hoc»-Argumentation verfallen wäre 
(wonach eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Un-
fall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist). Schliesslich hielt 
Dr. med. D.________ aus orthopädischer Sicht einen Kausalzusammen-
hang zwischen dem Sturz vom 15. Oktober 2016 und der RM-Verletzung 
rechts lediglich für «möglich bis wahrscheinlich» (AB 74), was vor dem Hin-
tergrund des massgebenden Beweisgrades der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit (vgl. E. 2.2 hiervor) gerade nicht genügt, um eine Leistungs-
pflicht der Beschwerdegegnerin zu begründen. Die Dres. med. B.________ 
und D.________ sind sich damit – entgegen der Argumentation in der Be-
schwerde – nicht nur in diagnostischer Hinsicht einig, sondern vertreten 
letztlich auch in Bezug auf die Unfallkausalität dieselbe Auffassung. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Dez. 2017, UV/17/933, Seite 10

3.5 Nach dem Dargelegten ist nicht zu beanstanden, dass die Be-
schwerdegegnerin gestützt auf die beweiskräftige Beurteilung des Suva-
Kreisarztes Dr. med. B.________ (AB 63) die im Zusammenhang mit der 
rechtsseitigen Schulterblattfraktur ausgerichteten vorübergehenden Leis-
tungen per 31. Mai 2016 einstellte und eine weitere Leistungspflicht ver-
neinte. Die gegen den Einspracheentscheid vom 22. September 2017 
(AB 75) erhobene Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet 
und ist abzuweisen.

4.

4.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist dem Beschwerdeführer 
keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Dez. 2017, UV/17/933, Seite 11

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.