# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fd9f7f1b-42d9-5f9d-adec-6c48767d25a0
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.09.2014 UV 2013/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2013-76_2014-09-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2013/76

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 29.09.2014

Entscheiddatum: 29.09.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2014
Art. 19 UVG. Der Fallabschluss erfolgte zu Recht. Die diagnostizierte 
Aortenstenose ist unfallfremd und der Versicherte wurde umfassend 
abgeklärt. Keine Erhöhung des Invaliditätsgrads (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom29. September 2014, UV 
2013/76).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Annina Janett

Entscheid vom 29. September 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Näscher, Alte Landstrasse 106,

Postfach 101, 9445 Rebstein,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.___ war seit dem Jahr 1988 bei der B.___ AG als Hilfsschlosser angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch 

gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 25. Oktober 1993 bei einem 

Sturz mehrfragmentäre Calcaneusfrakturen rechts und links sowie eine kleine 

Abrissfraktur des Os naviculare links zuzog (Suva-act. 1 ff.). Am 27. Oktober 1993 

wurde der Versicherte im Spital C.___ operiert (Schraubenosteosynthese des rechten 

und linken Calcaneus) und bis zum 6. November 1993 hospitalisiert (Suva-act. 5). Die 

Suva erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Nachdem am 4. Mai 1994 im 

Spital C.___ das Osteosynthese-Material entfernt worden war (Suva-act. 16 f.), hielt 

sich der Versicherte vom 11. Mai bis 12. August 1994 zur stationären 

Rehabilitationsbehandlung in der Rehaklinik Bellikon auf. Bei Austritt wurde ihm eine 

25%ige Arbeitsfähigkeit ab Oktober 1994 attestiert (Suva-act. 28). Nach Durchführung 

der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung im Dezember 1994 (Suva-act. 33), sprach 

die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 11. April 1995 basierend auf einem 

Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25% eine Invalidenrente in der Höhe von Fr. 874.-- und 

eine Integritätsentschädigung von Fr. 34'020.-- entsprechend einer Integritätseinbusse 

von 35% zu (Suva-act. 43).

B.    

B.a  Seit dem 1. November 2000 arbeitete der Versicherte bei der D.___ AG (vgl. Suva-

act. 61 f., 71). In den Jahren 2007 und 2008 meldete die Arbeitgeberin der Suva zwei 

Rückfälle zum Unfallereignis vom 25. Oktober 1993 (Rückfalldaten 13. August 2007 

und 30. März 2008, Suva-act. 74, 78). Die Suva bejahte in beiden Fällen die 

Rückfallkausalität (Suva-act. 77, 80) und erbrachte die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen.

B.b  Am 17. Dezember 2008 liess der Versicherte erneut einen Rückfall melden 

(Rückfalldatum 9. November 2008; Suva-act. 81). Dr. med. E.___, Allgemeine Medizin 

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FMH, nannte im Arztzeugnis die Diagnose lumbospondylogenes Syndrom (LSP) links 

bei Schmerzen des oberen Sprunggelenks (OSG) und Bewegungseinschränkung nach 

Calcaneusfraktur linksseitig (Suv-act. 82). Mit Schreiben vom 12. Januar 2009 teilte die 

Suva dem Versicherten mit, es bestehe aufgrund der medizinischen Unterlagen kein 

sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 25. 

Oktober 1993 und den gemeldeten Beschwerden. Es handle sich beim diagnostizierten 

lumbospondylogenen Syndrom um Krankheitsfolgen, weshalb die Suva nicht 

leistungspflichtig sei (Suva-act. 84, vgl. auch die Stellungnahme des Suva-Kreisarztes 

vom 11. März 2009, Suva-act. 92).

B.c  Am 10. März 2010 meldete die Arbeitgeberin des Versicherten einen weiteren 

Rückfall (Suva-act. 94). Dr. D.___ führte im Arztzeugnis vom 13. April 2010 aus, beim 

Versicherten bestehe eine Schmerzexazerbation bei Status nach Calcaneusfraktur links 

mit Defektheilung. Als Befund nannte er u.a. eine Druckschmerzhaftigkeit vor allem 

über der Innenfläche des Calcaneus sowie über dem Gelenkspalt des unteren 

Sprunggelenks (USG) des linken Fusses, medial mehr als lateral, und attestierte dem 

Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 25. Februar bis 17. März 2010 

(Suva-act. 95). In einer Stellungnahme vom 12. Juli 2010 führte der Suva-Kreisarzt aus, 

aufgrund der ausschliesslich fussbedingten Beschwerden sei der 

Kausalzusammenhang der Arbeitsunfähigkeit zum Unfallereignis vom Oktober 1993 

wahrscheinlich (Suva-act. 101).

B.d  Am 14. September 2010 gab Dr. D.___ gegenüber der Suva an, der Versicherte 

habe ihn am 21. August 2010 aufgesucht und über Schmerzen beider Füsse geklagt. 

Bei der Untersuchung hätten sich Druckschmerzhaftigkeiten an den 

Unterschenkelmuskulaturen, im Wadenbereich links mehr als rechts, dazu Zeichen 

einer Fasciitis mit Verkürzung der Fussmuskulatur und Druckschmerzhaftigkeit über 

den Insertionsstellen plantar gefunden (Suva-act. 103). Nachdem Dr. med. F.___, 

Allgemein- und Unfallchirurgie FMH, anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 

18. Oktober 2010 eine orthopädische Abklärung und Beurteilung als indiziert erachtet 

hatte (Suva-act. 109), wurde der Versicherte im Dezember 2010 im Kantonsspital 

Graubünden, Klinik für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

untersucht (Suva-act. 117, 119 f.) und bei der Diagnose einer posttraumatischen 

Subtalararthrose beidseits, links ausgeprägter als rechts, sowie einer 

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Calcaneocuboidalarthrose links am 7. Februar 2011 operiert (Subtalararthrodese links; 

Suva-act. 129 f.).

B.e  Im postoperativen Verlauf wurde der Versicherte zur Beurteilung des 

Heilungsverlaufs mehrmals im Kantonsspital Graubünden sowie von Suva-Kreisarzt Dr. 

F.___ untersucht (Suva-act. 135, 138, 142 f., 146, 153, 156, 172) und vom 27. Oktober 

bis 6. Dezember 2011 in der Rehaklinik Bellikon stationär behandelt (Suva-act. 168, 

170). Am 1. März 2012 wurden im Kantonsspital Graubünden die Schrauben am 

Calcaneus links operativ entfernt und im April und Mai 2012 Infiltrationen des oberen 

Sprunggelenks links und des Calcaneocuboidalgelenks links durchgeführt (Suva-act. 

178 f.; 186 f.). Am 8. Juni 2012 erfolgte zudem eine Dreiphasen-Skelettszintigraphie 

inkl. SPECT/CT der Füsse beidseits (Suva-act. 197).

B.f   Vom 22. August bis 10. September 2012 hielt sich der Versicherte im Auftrag des 

Suva-Kreisarztes erneut in der Rehaklinik Bellikon auf (vgl. Suva-act. 200). Die 

behandelnden Ärzte nannten im Austrittsbericht vom 11. September 2012 im 

Wesentlichen folgende Diagnosen: Hochgradige Aortenstenose (angiologisches 

Konsilium 06.09.2012), Unfall vom 25. Oktober 1993: Intraartikuläre 

Calcaneusimpressionsfraktur beidseits und Abrissfraktur OS naviculare links, 

Subtalararthrodese links (OP 07.02.2011) bei nahezu kompletter Durchbauung USG 

links und USG-Arthrose (SPECT/CT 08.06.2012) rechts sowie koronare Herzkrankheit 

(Myokardinfarkt 2006). Sie hielten fest, dem Versicherten sei aufgrund der Unfallfolgen 

leichte bis mittelschwere Arbeit ganztags mit speziellen Einschränkungen zumutbar. 

Die angestammte Tätigkeit als Garagenaushilfe sei ihm nicht zumutbar (Suva-act. 213;).

B.g  Nachdem Dr. F.___ am 30. Oktober 2012 festgehalten hatte, es habe sich 

gegenüber der Abschlussuntersuchung vom Dezember 1994 keine erhebliche 

Zustandsverschlechterung ergeben und auch der Integritätsschaden sei gleich 

geblieben (Suva-act. 216), teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 8. 

November 2012 mit, die Taggeldleistungen würden per 30. November 2012 eingestellt 

und ab dem 1. Dezember 2012 beschränkten sich die Geldleistungen auf die seinerzeit 

zugesprochene Rente. Eine unfallbedingte Behandlung sei nicht mehr notwendig 

(Suva-act. 217). Am 1. März 2013 verfügte sie entsprechend (Suva-act. 227).

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B.h  Die dagegen vom Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. Simon 

Näscher, Rebstein, am 4. April 2013 erhobene Einsprache (Suva-act. 229, 237) wies die 

Suva mit Einspracheentscheid vom 18. September 2013 ab. Das vom Rechtsvertreter 

gestellte Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Verbeiständung hiess sie gut 

(Suva-act. 242).

C.    

C.a  Dagegen erhob der Rechtsvertreter des Versicherten am 21. Oktober 2013 

Beschwerde und beantragte, der Einspracheentscheid vom 18. September 2013 sei 

aufzuheben und es seien dem Versicherten über den 1. Dezember 2012 hinaus die 

gesetzlichen UVG-Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventualiter sei mindestens 

ein neurologisches und psychiatrisches Gutachten einzuholen, subeventualiter sei 

festzustellen, dass mindestens 30% der Leistungsreduktion Unfallfolgen darstellten, 

und es sei dem Versicherten ab dem 1. Dezember 2012 eine Unfallrente auf der Basis 

einer Erwerbsunfähigkeit von mindestens 30% zuzusprechen, alles unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Der Rechtsvertreter ersuchte zudem um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege. Zur Begründung führte er an, es habe bei Austritt aus der 

Rehaklinik Bellikon noch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gesagt werden 

können, welcher Teil des Umfangs der im Bericht vom 11. September 2012 erwähnten 

Beschwerden unfallbedingt sei. Der Fall habe deshalb noch nicht abgeschlossen 

werden dürfen. Weiter machte er geltend, die Einschränkungen bezüglich der 

Ausübung einer Tätigkeit hätten heute im Vergleich zum Zeitpunkt des Erlasses der 

Verfügung vom 11. April 1995 zugenommen

(act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 15. November 2013 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 18. September 2013. Sie machte im Wesentlichen geltend, 

der Abschluss des Rückfalls per 30. November 2012 sei zu Recht erfolgt, da die 

operative Versorgung der Aortenstenose für den unfallversicherungsrechtlichen 

Fallabschluss in jedem Fall irrelevant gewesen sei und somit nicht habe abgewartet 

werden müssen. Schliesslich könne eine Reduktion des Invalidenlohns bzw. eine 

Erhöhung des Invaliditätsgrads nicht zur Diskussion stehen, da die der 

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Rentenverfügung vom 11. April 1995 für die Bestimmung des Invalidenlohns zugrunde 

gelegten Tätigkeiten auch mit den von der Rehaklinik Bellikon zusätzlich formulierten 

Einschränkungen vereinbar seien (act. G 5).

C.c  Am 20. November 2013 bewilligte das Versicherungsgericht das Gesuch um 

unentgeltliche Rechtspflege für das Gerichtsverfahren (act. G 6).

C.d  Der Rechtsvertreter verzichtete am 6. Januar 2014 auf die Einreichung einer Replik 

(act. G 8).

Erwägungen:

1.     

Streitig und vorliegend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungs­

leistungen, welche sie im Anschluss an die Anerkennung eines Rückfalls zum Unfall­

ereignis vom 25. Oktober 1993 ausgerichtet hatte, zu Recht per 30. November 2012 

einstellte oder ob der Fallabschluss zu früh erfolgte.

1.1   Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

Versicherungsleistungen gewährt. Der Unfallversicherer hat jedoch für einen 

Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser nicht nur in 

einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu einem 

versicherten Ereignis steht (BGE 119 V 338 E. 1). Nach bundesgerichtlicher Praxis 

(BGE 134 V 109) ist die Adäquanzprüfung im Zeitpunkt des Fallabschlusses 

vorzunehmen. Dem Gesetz lässt sich nicht direkt entnehmen, zu welchem Zeitpunkt 

der Unfallversicherer den Fall abschliessen und die Heilbehandlungen und Taggelder 

einstellen darf. Dieser Zeitpunkt ergibt sich jedoch aus Art. 19 Abs. 1 UVG, wonach der 

Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine 

namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet 

werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung 

abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die 

Taggeldleistungen dahin. Nach konstanter Rechtsprechung bedeutet dies, der 

Versicherer hat die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu gewähren, als von 

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der Fortsetzung der Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 

Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs 

auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 

109 E. 4.1). Wie die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 18. September 

2013 zutreffend darlegte (Suva-act. 242, S. 3 f.), bestimmt sich eine namhafte 

Verbesserung des Gesundheitszustandes der Versicherten namentlich nach Massgabe 

der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 

diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. "Namhaft" bedeutet, dass die Besserung ins 

Gewicht fallen muss und unbedeutende Verbesserungen ebenso wenig genügen wie 

die blosse Möglichkeit einer Besserung (BGE 134 V 109 E. 4.3; Urteil des 

Bundesgerichts vom 12. Juni 2009, 8C_25/09, E. 4.1.1 mit Hinweisen).

1.2   Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten (vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 2. Aufl. 2009, N 33 ff. zu Art. 43). 

Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind. Ausschlaggebend 

für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels 

noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als 

Bericht oder Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). 

Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig 

erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine 

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Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 135 V 467 ff. E. 4 und BGE 125 V 

353 f. E. 3b/ee, je mit Hinweisen).

2.       

2.1   Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer sei 

umfassend abgeklärt worden; die Ausschöpfung der medizinischen Möglichkeiten sei 

erstellt (Suva-act. 242-4, act. G 5, S. 5 f.). Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

macht hingegen geltend, der Fallabschluss sei insbesondere aufgrund der von der 

Rehaklinik Bellikon während des Aufenthalts im August/September 2012 

diagnostizierten Aortenstenose links zu früh erfolgt (act. G 1, S. 5 ff).

2.2   Gemäss der vorliegenden Aktenlage wurde der Beschwerdeführer im 

Zusammenhang mit der vorliegend relevanten Rückfallmeldung vom 10. März 2010 

umfassend behandelt und von mehreren Ärzten klinisch sowie bildgebend abgeklärt. 

Nachdem bei Diagnose einer symptomatischen Subtalarathrose am 7. Februar 2011 

eine Subtalararthrodese durchgeführt worden war (Suva-act. 129 f.), machte der 

Beschwerdeführer trotz in den Kontroll- und Röntgenuntersuchungen erhobenem, 

korrektem postoperativen Verlauf (Suva-act. 135, 138) weiterhin persistierende 

Beschwerden geltend. Die behandelnden Ärzte des Kantonsspitals Graubünden hielten 

im Bericht vom 4. Oktober 2011 diesbezüglich fest, der Beschwerdeführer klage acht 

Monate nach der Operation immer noch über diffuse Fussbeschwerden, die kaum 

nachvollziehbar seien. Der linke Fuss sollte an sich nun voll belastbar sein, es sei mit 

einem weiterhin deutlich verzögerten Heilverlauf bei dem zu Aggravation neigenden 

Beschwerdeführer zu rechnen (Suva-act. 156). Auch Dr. F.___ führte in seinen 

kreisärztlichen Untersuchungsberichten aus, die vom Beschwerdeführer geschilderte, 

demonstrative Schmerzsymptomatik sei mit den objektiven Befunden nicht erklärbar 

und decke sich auch nicht mit den Angaben, die er anlässlich der 

Kontrolluntersuchungen im Kantonsspital gemacht habe. Es zeichne sich eine 

Chronifizierung der Schmerzsymptomatik ab (Suva-act. 142-4). Nach einem 

Rehabilitationsaufenthalt in der Rehaklinik Bellikon, bei welchem der Beschwerdeführer 

u.a. auch orthopädisch und internistisch untersucht worden war, nach der operativen 

Entfernung des Arthrodesematerials, mehreren Infiltrationen und einer Dreiphasen-

Skelettszintigraphie inkl. SPECT/CT (Suva-act. 170, 178, 186 f., 197), hielt Dr. F.___ in 

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seiner Beurteilung vom 20. Juli 2012 abschliessend fest, die massiven Beschwerden 

und Schmerzen des Versicherten könnten durch den Lokalbefund nicht erklärt werden 

und auch die vermutete, durch die Schrauben bedingte Schmerzsymptomatik habe 

nicht bestätigt werden können, denn die Schmerzen seien nach der Metallentfernung 

noch schlimmer geworden. Auch die lokalen Infiltrationen hätten keinerlei Erfolg 

gezeigt. Wie bereits mehrfach in den Berichten festgehalten worden sei, sei eine 

Aggravation oder somatoforme Schmerzstörung nicht auszuschliessen (Suva-act. 200). 

Schliesslich ist dem Bericht der Rehaklinik Bellikon über das orthopädische Konsilium 

vom 3. September 2012 zu entnehmen, dass beide Füsse keine Schwellneigung 

zeigten, die Narben links indolent und nicht berührungsempfindlich seien und lediglich 

die kleine Narbe an der Ferse nach Schraubenentfernung noch druckdolent sei. Die 

Ärzte führten aus, es fänden sich eine seitengleiche Temperatur, keine vermehrte 

Schweissneigung und keine veränderte Behaarung. Die vorgebrachten Schmerzen, das 

teils sehr theatralisch vorgeführte Gangbild sowie die gleichzeitige Nichteinnahme von 

Schmerzmitteln liessen sich medizinisch nicht erklären und es seien Hinweise für eine 

Symtpomausweitung erkennbar (Suva-act. 212-1 f.).

2.3   Zusammenfassend ist aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer trotz 

umfassenden medizinischen Abklärungen, klinischen und bildgebenden 

Untersuchungen und Rehabilitationsmassnahmen weiterhin über Beschwerden ohne 

Verbesserung der Schmerzproblematik klagt, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

davon auszugehen, dass von einer Fortsetzung der Behandlung keine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann. Dies umso 

weniger, als die aktuell geltend gemachten Fussbeschwerden von den behandelnden 

Ärzten sowie vom Kreisarzt übereinstimmend als nicht nachvollziehbar erachtet 

werden. Vor diesem Hintergrund sind die medizinischen Massnahmen als 

ausgeschöpft zu erachten. Soweit der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

vorbringt, der Fallabschluss sei aufgrund der diagnostizierten Aortenstenose zu früh 

erfolgt, ist darauf hinzuweisen, dass die behandelnden Ärzten der Rehaklinik Bellikon 

diese im Bericht vom 11. September 2012 explizit als Krankheit bezeichneten und 

ausführten, weiterführende medizinische Massnahmen erfolgten krankheitsbedingt. 

Auch wurde bei der Arbeitsfähigkeitsschätzung zwischen den Einschränkungen 

aufgrund des Stentings der Aorta und den aus rein unfallkausaler Sicht bestehenden 

Einschränkungen differenziert (Suva-act. 213-2 ff.). Hinsichtlich der Argumentation des 

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Rechtsvertreters, die Ärzte der Rehaklinik Bellikon hätten ausgeführt, dass die 

Beschwerden mit der starken arteriellen Durchblutungsstörung zusammenhängen 

könnten (Suva-act. 213-3), ist auf die plausiblen Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort zu verweisen (act. G 5, S. 6). Wie von 

dieser geltend gemacht, stehen die diagnostizierte Aortenstenose bzw. diesbezügliche 

medizinische Massnahmen mangels Unfallkausalität der Aortenstenose dem Abschluss 

des Rückfalls per 30. November 2012 nicht entgegen.

3.     

3.1   Zu prüfen ist im Weiteren, ob sich gegenüber der kreisärztlichen Abschlussunter­

suchung vom Dezember 1994 eine Veränderung des unfallbedingten 

Gesundheitszustands ergeben hat und entsprechend eine Erhöhung des 

Invaliditätsgrads zur Diskussion steht. Ändert sich der Invaliditätsgrad einer 

Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes 

wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder 

aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt nach der 

Rechtsprechung jede erhebliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die 

geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die 

Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich 

verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 349 f.).

3.2   Der zuständige Kreisarzt hatte anlässlich der Abschlussuntersuchung im Jahr 

1994 in Bezug auf die medizinische Zumutbarkeit im Wesentlichen ausgeführt, dem 

Beschwerdeführer sei eine ganztägige, vorwiegend sitzende Beschäftigung in einem 

Fabrikationsbetrieb bei leichten Stanz-, Kontroll- oder Prüfarbeiten bei normaler 

Arbeitszeit zumutbar. Die Hebe- und Tragfähigkeit von schweren Lasten bleibe 

eingeschränkt (keine Lasten über 10kg). Es solle auch darauf geachtet werden, dass 

der Beschwerdeführer nicht mehr auf Leitern oder Gerüste steigen müsse. Ebenfalls 

solle bei der Arbeit ein Begehen von Treppen vermieden werden. Als Restfolgen lägen 

eine deutlich verminderte Belastbarkeit beider Füsse, besonders beim Gehen auf 

unebenem Boden und beim Treppensteigen sowie eine eingeschränkte Gehfähigkeit 

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vor (Suva-act. 33-4 f.). In der Rentenverfügung vom 11. April 1995 hatte die 

Beschwerdegegnerin gestützt auf die kreisärztlichen Ausführungen festgehalten, es 

gebe in der Industrie und im Gewerbe eine Vielzahl von Tätigkeiten, welche der 

Beschwerdeführer nach wie vor und ohne Leistungseinbusse ausüben könne. Zu 

denken sei an eine Stanz-, Kontroll- oder Prüfarbeit, eine Tätigkeit als Schleifer, 

Zuschneider oder Entdrahter oder der Einsatz in einem Archiv oder Kleinersatzteillager. 

Bei der Festlegung des Invalideneinkommens berücksichtigte die Beschwerdegegnerin 

in der entsprechenden Verfügung die damals aktuelle BIGA Lohn- und Gehaltsstatistik 

und ging von einer tatsächlich vorhandenen, in sitzender Position ausgeübten 

Beschäftigung aus (Suva-act. 43-2).

3.3   Die behandelnden Ärzte der Rehaklinik Bellikon hielten ihrerseits im 

Austrittsbericht vom 11. September 2012 fest, die berufliche Tätigkeit als 

Garagenaushilfe sei dem Beschwerdeführer nicht zumutbar (Arbeitsunfähigkeit 100%). 

In Bezug auf andere berufliche Tätigkeiten führten sie aus, dem Beschwerdeführer sei 

leichte bis mittelschwere Arbeit (10-15kg) ganztags mit folgenden Einschränkungen 

zumutbar: Wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Arbeit in unebenem Gelände, ohne 

Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich beider Füsse, ohne häufige Zwangshaltung 

für die Füsse (wie Knien, Arbeiten in Hockstellung, Pedalbedienung, Kriechen etc.), 

ohne häufiges Treppen- oder Leitersteigen mit Gewichten, ohne Arbeit an 

sturzexponierten Stellen wie auf hohen Leitern oder ungesichertem Baugerüst oder 

einem Dach (Suva-act. 213-2).

3.4   Aufgrund des Vergleichs der Zumutbarkeitsbeurteilung aus dem Jahr 1994 mit 

derjenigen vom 11. September 2012 ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass sich die dem Beschwerdeführer damals und aktuell zumutbaren 

Arbeiten im Wesentlichen entsprechen. So wurde dem Beschwerdeführer bereits 1994 

eine vorwiegend sitzende Tätigkeit als zumutbar erachtet und Einschränkungen in 

Bezug auf Treppen- und Leitersteigen sowie Lastenheben berücksichtigt. Im Weiteren 

umfasst die in der Beurteilung von 1994 als zumutbar erachtete, vorwiegend sitzende 

Tätigkeit bei eingeschränkter Gehfähigkeit ohne Weiteres auch die von der Rehaklinik 

Bellikon als unzumutbar bezeichnete Vibrationsbelastung und Zwangshaltung der 

Füsse; diesbezüglich ist nicht von einer weiterführenden, neu zu berücksichtigenden 

Einschränkung auszugehen. Zusammenfassend ist, wie von der Beschwerdegegnerin 

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geltend gemacht und entgegen den Ausführungen des Rechtsvertreters des 

Beschwerdeführers, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass im 

Vergleich zur Rentenverfügung vom 1. April 1995 keine weitergehenden 

Einschränkungen bestehen. Damit ist dem Antrag auf Erhöhung der Invalidenrente 

nicht zu entsprechen.

4.     

4.1   Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

4.2   Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

4.3   Dem Beschwerdeführer wurde am 20. November 2013 die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung bewilligt (act. G 6). Er kann indessen, wenn es seine 

wirtschaftlichen Verhältnisse gestatten, zur Nachzahlung der vom Staat entschädigten 

Parteikosten verpflichtet werden (vgl. Art. 117 ff. ZPO [SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 

VRP [sGS 951.1]). Zufolge unentgeltlicher Rechtsverbeiständung ist der Staat zu 

verpflichten, für die Kosten der Rechtsvertretung des Beschwerdeführers 

aufzukommen, wobei dem unentgeltlichen Rechtsbeistand lediglich ein um 20% 

reduziertes Honorar zusteht (vgl. Art. 31 Abs. 3 AnwG [sGS 963.70]). Das Versiche­

rungsgericht des Kantons St. Gallen spricht in unfallversicherungsrechtlichen Verfahren 

regelmässig eine (ungekürzte) pauschale Entschädigung zwischen Fr. 3'500.-- und Fr. 

4'500.-- zu. Vorliegend gilt es jedoch den Ustand zu berücksichtigen, dass der 

unentgeltliche Rechtsbeistand auf die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels 

verzichtet hat, weshalb die pauschale Entschädigung entsprechend herabzusetzen ist. 

In Würdigung aller Umstände ist die Parteientschädigung auf Fr. 2'400.-- (80% von Fr. 

3'000.--, einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP

entschieden:

1.   Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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3.   Der Staat hat den Rechtsbeistand des Beschwerdeführers mit Fr. 2'400.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 29.09.2014
	Art. 19 UVG. Der Fallabschluss erfolgte zu Recht. Die diagnostizierte Aortenstenose ist unfallfremd und der Versicherte wurde umfassend abgeklärt. Keine Erhöhung des Invaliditätsgrads (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom29. September 2014, UV 2013/76).

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