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**Case Identifier:** 6a598af3-1397-5d7f-a037-f1899141c2a8
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.07.2018 IV 2016/161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-161_2018-07-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/161

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 25.09.2019

Entscheiddatum: 04.07.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2018
Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Würdigung eines bidisziplinären Gutachtens. 
Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2018, IV 2016/161).

Besetzung

Präsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterinnen Monika Gehrer-Hug und Karin Huber-

Studerus; Gerichtsschreiberin Annina Janett

Geschäftsnr.  

IV 2016/161

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Kreso Glavas, Advokatur Glavas AG, Haus zur 

alten Dorfbank, 9313 Muolen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

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Rente

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ meldete sich im August 2014 unter Hinweis auf eine Diskushernie, eine 

Arthrose sowie ein psychisches Leiden bei der IV-Stelle des Kantons St. Gallen zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Sie war von Oktober 2000 bis im 

März 2014 als Küchenhilfe erwerbstätig gewesen (IV-act. 1, vgl. IV-act. 38).

A.b  Dr. med. B.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete der IV-

Stelle am 9. September 2014, dass bei der Versicherten eine rezidivierende depressive 

Störung, gegenwärtig schwergradige Episode (ICD-10 F33.3), vor dem Hintergrund von 

diversen körperlichen Leiden (Schmerzen) und schwierigen Arbeitsverhältnissen (Z56), 

Kontaktanlässe in Bezug auf das Berufsleben (Z56) sowie Kontaktanlässe in Bezug auf 

den engeren Familienkreis (Tod des Cousins, Z63) bestünden. Die Versicherte sei seit 

dem 23. April 2014 in Behandlung und bis auf Weiteres zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 

11).

A.c  Der Hausarzt der Versicherten, Dr. med. C.___, Facharzt für Innere Medizin, hielt 

im Arztbericht vom 30. September 2014 fest, dass bei der Versicherten mit Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, momentan 

schwergradige Episode (F33.3), erstmals aufgetreten 2006, sowie ein 

Zervikovertebralsyndrom bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen (C4/5, C5/6), 

ebenfalls seit 2006, bestünden. Die Versicherte sei seit dem 17. März 2014 bis auf 

Weiteres zu 100% arbeitsunfähig. Die Prognose der psychischen Beschwerden sei 

aufgrund der Chronizität mit Anfang im Kosovokrieg und der späteren subjektiven 

Überarbeitung als Küchenhilfe unter subjektiv widrigen Verhältnissen als ungünstig zu 

erachten (IV-act. 15).

A.d  Am 15. Januar 2015 hielt Dr. B.___ einen weitgehend chronifizierten, schwierigen 

Verlauf fest. Sie führte aus, dass der Gesundheitszustand der Versicherten seit 

September 2014 weitgehend stationär sei. Ihr sei bereits ein Aufenthalt in einer 

Tagesklinik nahegelegt worden. Sie sei weiterhin zu 100% arbeitsunfähig (IV-act. 18).

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A.e  Die IV-Stelle teilte der Versicherten am 23. März 2015 mit, dass aufgrund ihres 

Gesundheitszustandes zurzeit keine beruflichen Massnahmen möglich seien (IV-act. 

22).

A.f  Am 17. April 2015 füllte die Versicherte einen Fragebogen zur Abklärung der 

Verhältnisse betreffend Erwerbstätigkeit und Haushalt aus. Darin gab sie u.a. an, dass 

sie ohne Behinderung zu 50-70% als Küchenaushilfe erwerbstätig wäre (IV-act. 24). Am 

3. Juni 2015 erfolgte eine Abklärung im Haushalt der Versicherten. Die 

Abklärungsbeauftragte hielt in ihrer Stellungnahme vom 9. Juni 2015 fest, dass die 

Versicherte gemäss den Auszügen aus dem individuellen Konto in den Jahren 2010 bis 

2013 im Durchschnitt ein Pensum von 87% ausgeübt habe. Sie habe angegeben, ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigung zu 50-70% erwerbstätig zu sein. Sie sei deshalb als 

zu 60% erwerbstätig einzustufen. Die Versicherte erledige im Haushalt anscheinend 

nur noch etwa 10-15 Minuten leichte Tätigkeiten. Der Rest werde vom pensionierten 

Ehemann erledigt; ihm könne eine Schadenminderungspflicht von 50% auferlegt 

werden. Ob die Einschränkungen der Versicherten bei der Besorgung des Haushalts 

wirklich so hoch seien, sei fraglich. Bei der Abklärung vor Ort hätte nicht beobachtet 

werden können, dass die Versicherte unter Schmerzen leide (IV-act. 37).

A.g  Im Verlaufsbericht vom 17. Juli 2015 hielt Dr. C.___ einen stationären 

Gesundheitszustand fest. Die Versicherte halte sich für die hektische Arbeit als 

Restauranthilfe nicht arbeitsfähig. Leichte, eher langsame wechselbelastende Arbeiten 

in einem kleinen Team ohne Hektik, ohne grossen Leistungsdruck, ohne Akkord und 

ohne regelmässiges Heben über Kopf von Gewichten über 10kg mit dem linken Arm 

dürften aus rein körperlicher Sicht nach einer mehrwöchigen Einarbeitungszeit 

vollumfänglich zumutbar sein (IV-act. 39). Dr. B.___ hielt im Verlaufsbericht vom 8. 

September 2015 ebenfalls einen stationären Gesundheitszustand fest (IV-act. 41).

B. 

B.a  Am 19. Oktober 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass eine 

bidisziplinäre medizinische Untersuchung notwendig sei. Die Begutachtung werde 

durch die SMAB AG durchgeführt und beinhalte eine orthopädische Abklärung bei Dr. 

med. Z.___, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

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Bewegungsapparates, sowie eine psychiatrische Abklärung bei Dr. med. D.___, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie. Die IV-Stelle machte die Versicherte 

darauf aufmerksam, dass diese bis am 29. Oktober 2015 triftige Einwände gegen einen 

oder beide Gutachter geltend machen könne. Innert gleicher Frist könne sie der IV-

Stelle zudem Zusatzfragen an die Gutachterstelle einreichen. Der Mitteilung legte die 

IV-Stelle den Fragekatalog an die Gutachter bei (IV-act. 45 f.). Auf dieses Schreiben 

erfolgte keine Reaktion der Versicherten.

B.b  Die Versicherte wurde am 16. November 2015 orthopädisch und am 25. 

November 2015 psychiatrisch begutachtet. Die Sachverständigen der SMAB AG 

hielten im Gutachten vom 30. Dezember 2015 (IV-act. 52) als Diagnosen mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine generalisierte Angststörung (F41.1) sowie eine 

rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet (F33.9), fest. Ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine Zervikobrachialgie beidseits, eine 

ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsakzentuierung, eine Bewegungseinschränkung 

des linken Hüftgelenks bei einer initialen Coxarthrose, eine Osteopenie, ein Senk-

Spreizfuss beidseits sowie leichtes Übergewicht (IV-act. 52-11).

B.c  Die orthopädische Gutachterin berichtete in ihrem Teilgutachten vom 16. 

November 2015 (IV-act. 52-33 ff.), die Versicherte beschreibe rezidivierende 

bewegungsabhängige Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule mit Ausstrahlung in 

beide Schultern, rechts stärker als links. Weiter gebe sie ein Taubheitsgefühl in beiden 

Händen, rechts stärker als links, und eine Schmerzverstärkung beim Husten, Niesen 

oder Pressen an. Bei der gutachterlichen Untersuchung seien die spontanen 

Kopfbewegungen verlangsamt und die Rotation der Halswirbelsäule eingeschränkt 

demonstriert worden. Hinweise für das Vorliegen einer zervikalen Nervenwurzelreizung 

hätten sich nicht gefunden. Es habe sich keine Fehl- oder Schonhaltung der 

Halswirbelsäule dargestellt und die normal entwickelte Nackenmuskulatur habe einen 

normalen Muskeltonus ohne tastbare Myogelosen gezeigt. Druckschmerzen hätten 

sich nicht auslösen lassen. lm Bereich beider Arme habe sich kein Anhalt für das 

Vorliegen eines sensomotorischen Defizits gefunden. Dies stehe in Übereinstimmung 

mit dem Befund des MRI der HWS vom 16. April 2014, in welchem eine 

Nervenwurzelkompression (bei altersentsprechenden degenerativen Veränderungen 

der gesamten Halswirbelsäule) habe ausgeschlossen werden können. Die 

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degenerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule begründeten die von der 

Versicherten geklagten rezidivierenden Schmerzen im Bereich des Nackens mit 

Ausstrahlung in beide Schultern, jedoch nicht im angegebenen Ausmass. Die 

vorhandenen mässigen degenerativen Veränderungen könnten bei den notwendigen 

rezidivierenden Drehbewegungen des Kopfes beim Geschirr spülen durchaus zu 

Schmerzen führen. Das von der Versicherten angegebene schmerzhafte Senken des 

Kopfes führe hingegen eher zu einer Entlastung der degenerativ veränderten Strukturen 

der Halswirbelsäule und sei daher aus orthopädischer Sicht nicht nachvollziehbar. Die 

beidseits seitengleich demonstrierte Bewegungseinschränkung der Schultergelenke sei 

aus orthopädischer Sicht nicht nachvollziehbar; Hinweise für eine 

Rotatorenmanschettenruptur zeigten sich bei seitengleich kräftigen isometrischen 

Spannungstests keine; ebenso hätten bei fehlendem painful arc sowie negativen 

Zeichen nach Jobe und Neer keine Hinweise auf ein subakromiales lmpingement 

vorgelegen. Der radiologische Befund des linken Schultergelenkes vom 17. Juli 2015 

sei ebenfalls regelrecht gewesen. Auch eine Arthrose der Akromioklavikulargelenke sei 

klinisch beidseits und radiologisch links ausgeschlossen worden. Die Versicherte habe 

ausserdem Schmerzen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule sowie gleichzeitig 

auftretende Schmerzen im linken Hüft- und Kniegelenk angegeben. Beschrieben habe 

sie Anlauf-, Belastungs- und Ruheschmerzen. Bei der gutachterlichen Untersuchung 

habe sich eine harmonische Lordose der Lendenwirbelsäule mit mässiger 

Einschränkung der Beweglichkeit gezeigt. Druck- und Klopfschmerzen seien über der 

gesamten Lendenwirbelsäule nicht angegeben worden. Hinweise auf eine akute 

Reizung lumbaler Nervenwurzeln hätten nicht bestanden. Die Versicherte habe keine 

Schon- bzw. Fehlhaltung und keinen paravertebralen Muskelhartspann gezeigt. Die 

Zeichen nach Lasègue und Bragard seien beidseits negativ gewesen. Das Aufstehen 

aus der Hocke sei ohne Schwierigkeiten möglich und der Zehenspitzen- und der 

Fersengang sowie der Zehenspitzenstand seien beidseits seitengleich sicher 

demonstrierbar gewesen. Der radiologische Befund der LWS vom 4. November 2015 

habe nur minimale degenerative altersentsprechende Veränderungen mit konstanten, 

aktuell nicht druckdolenten Facettengelenksarthrosen der beiden kaudalen lumbalen 

Bewegungssegmente gezeigt. Der klinische und der radiologische Befund der 

Lendenwirbelsäule erklärten nicht die von der Versicherten beschriebenen 

Beschwerden. Hinweise auf eine Reizung des linken Hüftgelenkes hätten sich bei 

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fehlendem Leistendruckschmerz und bei fehlendem Trochanterkopf-Schmerz nicht 

gefunden. Auch der Röntgenbefund des linken Hüftgelenkes vom 4. November 2015 

habe nur diskrete degenerative Veränderungen ohne wesentliche Progredienz zu den 

Voraufnahmen vom 26. März 2012 beinhaltet. Der klinische Befund des linken 

Kniegelenkes sei bis auf eine diskrete Verminderung der Beugung gegenüber dem 

rechten Kniegelenk völlig regelrecht gewesen. Auch der Röntgenbefund des linken 

Kniegelenkes vom 4. November 2015 habe nur geringgradige bis minimale 

Gelenkspaltverschmälerungen bei sonst regelrechten Gelenkverhältnissen gezeigt. Der 

vorhandene Senk-Spreizfuss beidseits stelle keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende 

Diagnose dar und werde bereits mit entsprechenden Ein¬lagen behandelt. Aus 

orthopädisch-traumatologischer Sicht ergebe sich aus den klinischen und 

radiologischen Befunden keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten in 

ihrer Tätigkeit als Küchenhilfe. In einer anderen körperlich leichten bis gelegentlich 

mittelschweren, wechselbelasteten Tätigkeit ohne vermehrte Überkopfarbeiten bestehe 

ebenfalls eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.

B.d  Der psychiatrische Gutachter hielt in seinem Teilgutachten vom 2. Dezember 2015 

(IV-act. 52-21 ff.) fest, im Vordergrund des Beschwerdeerlebens der Versicherten 

stünden Ängste, die insbesondere beim Alleinsein aufträten. Die Versicherte habe 

Angst, dass ihr selbst oder ihren Angehörigen etwas zustossen könnte, dass jemand 

einen Unfall erleiden könnte. Es handle sich um Ängste, die typisch seien für eine 

generalisierte Angststörung. Verschiedene biographische, angstmachende 

Belastungen in ihrem Leben seien von der Versicherten eindeutig geschildert worden, 

wobei zudem seit der Jugend eine ängstlich-vermeidende 

Persönlichkeitsakzentuierung vorliegen dürfte. Das habe mit dazu beigetragen, dass 

sich die vorliegende generalisierte Angststörung aufgrund der wiederholten 

be¬lastenden Lebensumstände entwickelt habe. Auch die bei einer generalisierten 

Angststörung häufigen somatischen Begleitsymptome zeigten sich bei der 

Versicherten. Sie habe über zeitweiliges Auftreten von Magenbeschwerden sowie von 

erhöhten Blutdruckwerten berichtet. lm Zusammenhang mit beruflichen Belastungen 

und auch mit dem Arbeitsplatzverlust habe sich schliesslich eine anfangs relativ 

ausgeprägte depressive Symptomatik entwickelt. Diese habe sich inzwischen aber 

deutlich zurückgebildet. Spontan habe die Versicherte nicht mehr über depressive 

Symptome berichtet und erst auf Nachfrage eine eher bedrückte Stimmung 

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geschildert. Es hätten sich keine kognitiven Einschränkungen, keine Antriebsminderung 

und kein Verlust von Lebensfreude gezeigt. Hinzuweisen sei insbesondere auf die sehr 

intensiven sozialen Kontakte, die die Versicherte gestalte und die mit einer schwerer 

ausgeprägten depressiven Symptomatik nicht vereinbar wären. Insgesamt ergebe sich 

nur noch eine depressive Restsymptomatik. Aktuell seien nicht einmal mehr die 

Kriterien für eine leichte depressive Episode vorhanden, denn selbst bei einer leichten 

depressiven Episode müssten mindestens zwei der drei Hauptsymptome depressiver 

Episoden (depressive Stimmung, Antriebsminderung, Verlust von Interesse und 

Lebensfreude) deutlich ausgeprägt vorliegen. Das sei bei der Versicherten aber nicht 

der Fall. Damit ergebe sich die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, 

nicht näher bezeichnet. Die Versicherte beklage des Weiteren eine 

Schmerzsymptomatik. Bei der Thematisierung der Frage, inwieweit sie sich eine 

berufliche Tätigkeit vorstellen könne, habe sie eine diesbezügliche Symptomatik 

(Schmerzen im Nacken und in der Schulter, Schwindelsymptomatik) als vorrangig 

benannt. Sie habe angegeben, dass sie deshalb keinerlei beruflicher Tätigkeit mehr 

nachgehen könne. lm Rahmen der aktuellen orthopädischen Begutachtung habe sich 

zwar durchaus eine objektive organmedizinische Erkrankung (Zervikobrachialgie 

beidseits, rechts stärker als links, ohne radikuläre Reizung) ergeben. Die Orthopädin 

habe sich aber auch dahingehend geäussert, dass die von der Versicherten 

beschriebenen Schmerzen nicht ausreichend organmedizinisch erklärbar seien. 

Aufgrund der doch relativ massiven Diskrepanz zwischen den organmedizinischen 

Befunden und der demonstrierten Beeinträchtigung hinsichtlich der Mobilität spiele 

neben einer psychogenen Überlagerung im Sinne eines verstärkten Schmerzerlebens 

aufgrund psychosozialer Belastungen vermutlich auch eine Aggravation im Sinne einer 

übertriebenen Beschwerdeschilderung eine Rolle. Deren Anteil sei jedoch schwer zu 

quantifizieren. Dennoch sei eine gewisse Schmerzverstärkung aufgrund psychogener 

Überlagerung durch¬aus nachvollziehbar, weshalb sich die Diagnose psychologische 

Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderorts klassifizierten Krankheiten ergebe. Der 

Gutachter hielt zusammenfassend fest, dass psychiatrisch Einschränkungen der 

Arbeitsfähigkeit in qualitativer Hinsicht, nicht aber in quantitativer Hinsicht bestünden. 

Geeignet seien überwiegend sachorientierte, gut strukturierte Tätigkeiten ohne erhöhte 

Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit. Aufgrund der beschriebenen 

Angstsymptomatik sei eine stabile, verlässliche Arbeitsumgebung wichtig. Tätigkeiten, 

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bei denen die Versicherte überwiegend allein oder mit ständig wechselnden Kollegen 

arbeiten müsste, mit Vorgesetzen etc. konfrontiert wäre, seien nicht geeignet. 

Hinsichtlich der Vorakten hielt er fest, die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin 

im Bericht vom 20. August 2014, wonach auch psychotische Symptome vorgelegen 

hätten, sei schwer verstehbar, da keine eindeutigen Symptome wie Wahn, 

Halluzinationen beschrieben worden seien. Weiter sei bemerkenswert, dass im 

aktuellen Bericht vom 8. September 2015 weiterhin eine unverändert schwere 

depressive Episode diagnostiziert und nicht erwähnt worden sei, dass im Sommer 

2015 eine Reduktion der antidepressiven Medikation erfolgt sei. Dies sei als Hinweis 

auf eine objektive Besserung anzusehen und auch die Versicherte habe eine Besserung 

der Depression beschrieben. Schwer verstehbar sei schliesslich, dass in sämtlichen 

Berichten nicht ein einziges Mal die Diagnose der generalisierten Angststörung 

auftauche, obwohl diese bei der Versicherten im Vordergrund stehe.

B.e  Die Gutachter hielten in ihrer interdisziplinären Beurteilung zusammenfassend fest, 

unter Berücksichtigung beider beteiligter Fachgebiete ergebe sich sowohl in der 

bisherigen Tätigkeit als Küchenhilfe als auch in einer adaptierten, überwiegend 

sachorientierten, gut strukturierten wechselbelastenden leichten bis gelegentlich 

mittelschweren Tätigkeit ohne erhöhte Anforderungen an die emotionale Belastbarkeit, 

ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule und ohne häufige Überkopfarbeiten eine 

Arbeitsfähigkeit von 100%. Die Arbeitsfähigkeit sei in der Vergangenheit nur aus 

psychiatrischen Gründen reduziert gewesen. Zu Beginn der ambulanten 

psychiatrischen Behandlung im April 2014 habe vermutlich eine relativ schwere 

depressive Symptomatik vorgelegen. Eine deutliche Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit, gegebenenfalls auch im Bereich von 100%, sei für einige Monate 

nachvollziehbar. Vermutlich sei aber bereits ab Anfang 2015, mindestens aber ab ca. 

Mitte 2015 eine Besserung aufgetreten. Dies ergebe sich daraus, dass die 

antidepressive Medikation reduziert worden sei. Genauer zeitlich einzuordnen sei dies 

aufgrund der problematischen Berichte von Dr. B.___ nicht. Die Versicherte habe 

regelmässig an der angebotenen ambulanten Therapie teilgenommen. Eine in der 

Vergangenheit vorgeschlagene tagesklinische Behandlung habe sie allerdings 

abgelehnt. Auffällig sei der niedrige Quetiapinspiegel. Dieser könne als Hinweis auf eine 

unregelmässige Einnahme dieses Medikamentes angesehen werden (IV-act. 52-12 ff.).

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B.f  Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) notierte am 10. Februar 2016, dass das 

Gutachten insgesamt den versicherungsmedizinischen Anforderungen entspräche, 

sodass darauf abgestellt werden könne (IV-act. 53).

B.g  Mit einem Vorbescheid vom 16. Februar 2016 stellte die IV-Stelle der Versicherten 

die Abweisung des Leistungsbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 0% in Aussicht. 

Aus ärztlicher Sicht sei ihr die Ausübung einer wechselbelastenden körperlich leichten 

bis mittelschweren Tätigkeit ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule und ohne häufige 

Überkopfarbeiten zu 100% zumutbar. Darunter falle auch die bisherige Tätigkeit als 

Küchen¬hilfe. Im Haushalt sei die Versicherte unter Beachtung der gutachterlichen 

Adaptionskriterien und unter Anrechnung der Schadenminderungspflicht des 

pensionierten Ehemanns (50%) nicht eingeschränkt (IV-act. 56).

B.h  Dagegen wandte die Versicherte am 12. März 2016 sinngemäss ein, dass die 

Therapien keine Verbesserungen gebracht hätten und sie weiterhin in den Arbeits- und 

Alltagsfunktionen eingeschränkt sei. Sie beantragte eine ergänzende Begutachtung (IV-

act. 57).

B.i Am 19. April 2016 verfügte die IV-Stelle gemäss ihrem Vorbescheid die Abweisung 

des Leistungsbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von 0%. Zum Einwand der 

Versicherte hielt sie fest, dass die medizinische Sachlage mit dem bidisziplinären 

SMAB-Gutachten umfassend abgeklärt worden sei. Weitere Abklärungen seien nicht 

angezeigt (IV-act. 58).

C.

C.a Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte am 19. Mai 2016 (Eingang) 

Beschwerde und beantragte sinngemäss die Durchführung weiterer Abklärungen. Sie 

machte im Wesentlichen geltend, dass sie mit der Abweisung ihres Rentenbegehrens 

nicht einverstanden sei. Die Auswirkungen ihres psychischen Leidens auf die Arbeit 

und auf den Alltag seien sehr ausgeprägt (act. G 1).

C.b Am 13. Juni 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung führte sie an, die Versicherte sei von der SMAB AG 

umfassend körperlich und psychiatrisch begutachtet worden. Die von der 

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Beschwerdeführerin geltend gemachten Schmerzen leiteten sich insbesondere aus 

psychosozialen Belastungen ab. Es sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen 

(act. G 4).

C.c Mit Replik vom 13. Juli 2016 beantragte der neu mandatierte Rechtsvertreter der 

Versicherten, „die Verfügung sei aufzuheben, soweit darauf einzutreten sei“, und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, neue und ergänzende Abklärungen zu treffen 

und gesetzeskonform zu entscheiden. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung 

aufzuheben und der Beschwerdeführerin mindestens eine halbe Invalidenrente 

zuzusprechen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung führte er an, dass die Beschwerdegegnerin das 

Gutachten in Auftrag gegeben habe, ohne die Beschwerdeführerin zu konsultieren und 

eine Einigung über die Be¬gutachtungsstelle und die Begutachtungsfragen zu erzielen. 

Dies stelle eine grobe und nicht heilbare Verletzung der formellen Mitwirkungsrechte 

dar und führe dazu, dass die Beschwerde ohne Prüfung der materiellen Argumente 

gutzuheissen sei. Weiter sei zu rügen, dass die Beschwerdegegnerin eine bidisziplinäre 

Begutachtung in Auftrag gegeben habe. Angesichts der vielen und zerstreuten 

Beschwerden wäre eine polydisziplinäre Begutachtung nach dem Zufallsprinzip 

gerechtfertigt gewesen. Im Weiteren wurden der von der Beschwerdegegnerin 

durchgeführte Einkommensvergleich und das Fehlen einer eigentlichen 

Haushaltabklärung beanstandet. Im Weiteren wurde vorgebracht, dass sich weder die 

Beschwerdegegnerin noch die Gutachter mit den umfangreichen medizinischen Akten 

auseinandergesetzt hätten. Bestritten werde schliesslich, dass sich die 

Beschwerdeführerin gegen eine tagesklinische Behandlung gewehrt habe (act. G 8)

C.d Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 

10).

Erwägungen

1. 

1.1  Die Beschwerdegegnerin hat mit der angefochtenen Verfügung vom 19. April 2016 

das Rentengesuch der Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 0% 

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abgewiesen (IV-act. 58). Zu prüfen ist, ob sie damit zu Recht einen Rentenanspruch der 

Beschwerdeführerin verneint hat.

1.2  Einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung haben Versicherte, die 

ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder 

verbessern können, während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch 

durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind und nach Ablauf dieses 

Jahres zu mindestens 40% invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Invalidität ist gemäss Art. 8 

Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch eine Beeinträchtigung 

der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 

zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3  Die Invalidität ist grundsätzlich durch einen Einkommensvergleich zu ermitteln. 

Dabei wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen kann, in Beziehung gesetzt zum Einkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG). Nur wenn einer 

versicherten Person, die vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung nicht 

erwerbstätig gewesen ist, die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden 

kann, ist die Invalidität auf eine andere Weise zu ermitteln (Art. 8 Abs. 3 ATSG und Art. 

5 Abs. 1 IVG). Diese Ausnahme bezieht sich nach dem Willen des historischen 

Gesetzgebers ausschliesslich auf nicht er¬werbstätige Hausfrauen (vgl. BBl 1958 II 

1162 und den Bericht der Expertenkommission vom 30. November 1956, S. 27 und 

116 ff.). Weder aus systematischer noch aus teleologischer Sicht ist ein Grund 

ersichtlich, der gegen diese enge Beschränkung des Betätigungsvergleichs als 

Bemessungsmethode sprechen würde, denn das versicherte Gut in der 

Invalidenversicherung ist die Erwerbsfähigkeit, die naturgemäss anhand eines 

Einkommenspotentials zu bemessen ist (vgl. zum Ganzen die ausführliche Begründung 

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im Entscheid IV 2014/125 des Versicherungsgerichtes des Kantons St. Gallen vom 24. 

Mai 2016, E. 2.2).

1.4  Die Beschwerdeführerin ist vor dem Eintritt der Gesundheitsbeeinträchtigung 

jahrelang als Küchenhilfe erwerbstätig gewesen. Deshalb kann gemäss den obigen 

Ausführungen zum Vorneherein kein Anwendungsfall für einen Betätigungsvergleich 

vorliegen. Mit anderen Worten kann die Beschwerdeführerin nicht als eine Hausfrau 

qualifiziert werden, deren Invalidität in Abweichung vom allgemeinen Grundsatz nicht 

anhand eines (reinen) Einkommensvergleichs zu bemessen wäre. Gründe, die gegen 

die objektive Zumutbarkeit einer ganztägigen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin 

im Rahmen ihrer gesundheitlichen Möglichkeiten sprechen würden, sind keine 

ersichtlich. Der Invaliditätsgrad ist damit anhand eines (reinen) Einkommensvergleichs 

(und nicht wie von der Beschwerdegegnerin in Anwendung der gemischten Methode) 

zu berechnen. Entsprechend ist zwar nicht weiter von Relevanz, aber dennoch zu 

erwähnen, dass die Beschwerdegegnerin entgegen der Rüge des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin (act. G 8 S. 6) durchaus eine Haushaltabklärung durchgeführt hat.

2. 

2.1  Um das Invalideneinkommen zu bestimmen und damit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, muss die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person mit dem 

Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen. Zur Beantwortung der 

Frage nach der Arbeitsfähigkeit hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin 

durch die SMAB AG psychiatrisch und orthopädisch begutachten lassen.

2.2  Was der Rechtsvertreter in formeller Hinsicht gegen die Begutachtung anführt, ist 

nicht stichhaltig. Entgegen seinem Vorbringen (act. G 8 S. 2 ff.) ist die 

Beschwerdeführerin durchaus über die Begutachtung informiert worden. Die 

Beschwerdegegnerin hat ihr am 19. Oktober 2015 die Namen und die Fachgebiete der 

Gutachtenspersonen mitgeteilt und ihr den Fragenkatalog an die Gutachter zugestellt, 

beides verbunden mit dem Hinweis, dass sie bis zum 29. Oktober 2015 Einwände 

gegen die Gutachter erheben und Zusatzfragen einreichen könne (IV-act. 45 f.). Die 

Beschwerdeführerin hat sich innert dieser Frist jedoch nicht vernehmen lassen. Eine 

„grobe und nicht heilbare Verletzung der formellen Mitwirkungsrechte“, wie sie der 

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Rechtsvertreter geltend gemacht hat, liegt damit nicht vor. Der Vollständigkeit halber ist 

darauf hinzuweisen, dass auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens weder 

Einwände gegen die jeweiligen Gutachter geltend gemacht worden sind noch dargelegt 

worden ist, welche Zusatzfragen die Beschwerdeführerin noch hätte stellen wollen.

2.3  Fehl geht weiter auch die Rüge des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin, 

wonach statt einer bidisziplinären eine polydisziplinäre Begutachtung hätte in Auftrag 

gegeben werden müssen (act. G 8 S. 4 f.). Die medizinische Situation beschlägt 

offenkundig ausschliesslich die Fachgebiete der Orthopädie und der Psychiatrie. 

Weitere interdisziplinäre Bezüge sind keine ersichtlich. Die bidisziplinäre orthopädische 

und psychiatrische Begutachtung ist damit geeignet gewesen, den relevanten 

Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin umfassend zu erheben. Eine 

polydisziplinäre statt der durchgeführten bidisziplinären Begutachtung ist nicht 

notwendig gewesen. Der Rechtsvertreter hat schliesslich auch nicht den Einbezug 

einer bestimmten Fachdisziplin gefordert, sondern lediglich verallgemeinernd geltend 

gemacht, dass sich „angesichts der vielen und an allen Körperteilen zerstreuten 

Beschwerden eine polydisziplinäre Abklärung gerechtfertigt hätte“ (act. G 8 S. 4).

2.4  Was der Rechtsvertreter in materieller Hinsicht gegen das Gutachten vorbringt, 

vermag ebenfalls nicht zu überzeugen. Die Kritik des Rechtsvertreters (act. G 8 S. 5 ff.) 

erweist sich insoweit als aktenwidrig, als sich die Gutachter mit den geklagten 

Beschwerden der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und detaillierte objektive 

Befunde erhoben haben. Die gutachterlichen Beurteilungen beruhen auf persönlichen 

Untersuchungen und sind in Kenntnis der relevanten Vorakten (S. 3-10 des 

Gutachtens) ergangen. Sowohl die orthopädische Gutachterin als auch der 

psychiatrische Sachverständige haben ihre Diagnosen schlüssig begründet und eine 

überzeugende und nachvollziehbare Arbeitsfähigkeitsschätzung abgegeben. Die 

Gutachter haben sich insbesondere auch mit den von den behandelnden Ärzten 

erhobenen Vorbefunden und mit dem Beschwerdeverlauf auseinandergesetzt. Soweit 

die Diagnosen und die Arbeitsfähigkeitsschätzung nicht mit jenen der behandelnden 

Ärzte übereingestimmt haben, ist die entsprechende Abweichung von den Gutachtern 

nachvollziehbar begründet worden. Anhaltspunkte, die gegen die Zuverlässigkeit des 

SMAB-Gutachtens sprechen, sind nicht ersichtlich.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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2.5  Dabei ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass die orthopädische Gutachterin 

entgegen dem Vorbringen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (act. G 8 S. 6) 

deren körperliche Beschwerden nicht grundsätzlich negiert. Sie hat sich ausführlich mit 

diesen befasst und insbesondere plausibel dargelegt, dass die demonstrierten 

Funktionseinschränkungen und die angegebenen Beschwerden aufgrund der klinisch 

erhobenen Befunde und der bildgebenden Abklärungsergebnisse nicht nachvollziehbar 

seien und keine die Arbeitsfähigkeit einschränkende Diagnose gestellt werden könne. 

Auch der psychiatrische Gutachter hat auf die Diskrepanz zwischen den geklagten 

Beschwerden und den objektiven Befunden verwiesen und überdies die Tendenz zu 

einer Aggravation im Sinne einer übertriebenen Beschwerdeschilderung und eine 

gewisse Schmerzverstärkung aufgrund einer psychogenen Überlagerung festgehalten. 

Er hat sich schliesslich ausführlich mit dem Beschwerdeverlauf befasst und 

nachvollziehbar dargelegt, weshalb die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin 

nicht überzeuge und aktuell nicht einmal mehr die Kriterien für eine leichte depressive 

Episode erfüllt seien. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass es entgegen der Ansicht des 

Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (act. G 8 S. 6) keine Rolle spielt, ob die 

Beschwerdeführerin sich gegen eine tagesklinische Behandlung „gewehrt“ hat oder 

nicht. Entscheidend ist, dass den Akten kein Hinweis darauf zu entnehmen ist, dass 

eine solche Behandlung stattgefunden hätte. Wie der psychiatrische Gutachter 

nachvollziehbar dargelegt hat, spricht dieser Umstand – ebenso wie der niedrige 

Medikamentenspiegel – gegen einen ausgeprägten Leidensdruck der 

Beschwerdeführerin. Insgesamt hat der psychiatrische Gutachter überzeugend 

dargelegt, dass aufgrund der diagnostizierten Angststörung lediglich gewisse 

qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestünden und die 

Beschwerdeführerin in quantitativer Hinsicht nicht in ihrer Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt sei.

2.6  Zusammenfassend steht gestützt auf das überzeugende bidisziplinäre Gutachten 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die Beschwerdeführerin aus 

somatischer und psychiatrischer Sicht zumindest für adaptierte Tätigkeiten mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit voll arbeitsfähig ist. Vor diesem Hintergrund kann 

offen bleiben, ob die angestammte Tätigkeit als Küchenhilfe bereits eine angepasste 

Tätigkeit dargestellt hat, wie die Gutachter – und die Beschwerdegegnerin – offenbar 

angenommen haben. Da bei der vorliegenden Ausgangslage von weiteren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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medizinischen Abklärungen bzw. einer erneuten Begutachtung keine 

entscheidrelevanten neuen Erkenntnisse zu erwarten sind, ist entgegen dem Antrag der 

Beschwerdeführerin darauf zu verzichten (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 122 

V 162 E. 1d).

3. 

3.1  Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten bleiben 

die erwerblichen Auswirkungen der (qualitativen) Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen. 

Dabei ist der Invaliditätsgrad anhand eines reinen Einkommensvergleichs zu 

bestimmen (vgl. vorstehende E. 1.4).

3.2  Die Beschwerdeführerin hat keinen Beruf erlernt und ist rund 14 Jahre als 

Küchenhilfe in einem Restaurant tätig gewesen. Vor dem Eintritt der 

Gesundheitsbeeinträchtigung hat die Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit 

jeher einer Hilfsarbeiterin entsprochen. Daher ist davon auszugehen, dass sie ohne 

gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin eine solche Tätigkeit ausführen würde. 

Da somit sowohl hinsichtlich des (hypothetischen) Valideneinkommens als auch 

bezüglich des Invalideneinkommens derselbe Tätigkeitsbereich (Hilfsarbeitertätigkeiten) 

zugrunde zu legen ist, kann ein so genannter Prozentvergleich vorgenommen werden. 

Dabei entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit, allenfalls unter 

Berücksichtigung eines Abzuges vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75). Ein 

Tabellenlohnabzug ist vorliegend nicht zu berücksichtigen. Anhaltspunkte dafür, dass 

die Beschwerdeführerin in einer angepassten Hilfsarbeitertätigkeit 

betriebswirtschaftlich-ökonomisch gesehen nur noch eine unterdurchschnittliche 

Arbeitsleistung erbringen könnte, sind vorliegend nicht ersichtlich. Im Übrigen würde 

selbst bei Gewährung des 25%igen Maximalabzugs kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad resultieren. Damit sind die Voraussetzungen für die Zusprache einer 

Rente der Invalidenversicherung nicht erfüllt, weshalb sich die angefochtene Verfügung 

im Ergebnis als rechtmässig erweist.

4. 

4.1  Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver-

fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die vollständig unterliegende Beschwerdeführerin hat die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu tragen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- 

wird ihr daran angerechnet. Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.07.2018
	Art. 28 IVG. Art. 16 ATSG. Würdigung eines bidisziplinären Gutachtens. Einkommensvergleich. Kein Rentenanspruch (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2018, IV 2016/161).

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