# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 05a5f16a-5a3b-5e71-9305-efce2447ff4a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 03.05.2022 110 2021 207
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-207_2022-05-03.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/207

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 3. Mai 2022

Das Verwaltungsgericht hat die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen 
(VGE 2022/159 vom 22.05.2023). Das Bundesgericht hat die Beschwerde gegen das Urteil 
des Verwaltungsgerichts abgewiesen (BGE 1C_315/2023 vom 25.01.2024).

in der Beschwerdesache zwischen

Frau C.________
Beschwerdeführerin

vertreten durch Herrn Fürsprecher D.________

und

Baubewilligungsbehörde der Stadt Burgdorf, Baudirektion, Lyssachstrasse 92, Postfach, 
3401 Burgdorf

Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), Nydeggasse 11/13, 3011 Bern

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Stadt Burgdorf vom 26. Oktober 2021 
(eBau-Nr. 2020-2110; Nutzviehstall und Heulager, generelle Baubewilligung)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführerin reichte am 21. September 2020 bei der Stadt Burgdorf ein 
generelles Baugesuch ein für den Neubau eines Stalls für Ziegen und Kühe und eines 
Einstellraums für landwirtschaftliche Fahrzeuge auf Parzelle Burgdorf Grundbuchblatt 
Nr. G.________. Die Bauparzelle liegt in der Landwirtschaftszone und in einem kommunalen 
Landschaftsbildgebiet der Stadt Burgdorf. Der bestehende Landwirtschaftsbetrieb der 
Beschwerdeführerin, der mit dem Neubau erweitert werden soll, liegt unmittelbar angrenzend an 
die Bauparzelle auf der Parzelle Oberburg Grundbuchblatt Nr. H.________. Der östliche Bereich 
der Parzelle mit dem bestehenden Hof der Beschwerdeführerin liegt im Perimeter der 
Überbauungsordnung A.________ und damit in der Bauzone der Gemeinde Oberburg, der 
unbebaute westliche Bereich der Parzelle liegt in der Landwirtschaftszone der Gemeinde 
Oberburg. Gemäss Schreiben vom 21. September 2020 sind die Gegenstände, für die eine 
generelle Baubewilligung ersucht wird, die Lage, die Abmessungen, die Gestaltung und die 

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Nutzung.1 Das generelle Baugesuch wurde im amtlichen Anzeiger sowie im Amtsblatt des 
Kantons Bern publiziert, gegen das Bauvorhaben gingen keine Einsprachen ein. Nach einem 
ersten negativen Bericht des Fachausschusses Bau- und Aussenraumgestaltung (FBA) der Stadt 
Burgdorf vom 15. Februar 2021 reichte die Beschwerdeführerin am 29. März 2021 (mit Ergänzung 
vom 17. Mai 2021) eine erste Projektänderung ein. Diese sah anstelle eines einzigen grossen 
Baukörpers gemäss Baugesuch neu zwei kleinere Baukörper vor. Nachdem der FBA am 18. Mai 
2021 auch diese Projektänderung negativ beurteilt hatte, reichte die Beschwerdeführerin am 
3. August 2021 eine zweite Projektänderung ein. Diese sieht neu drei kleinere Baukörper vor. Mit 
Entscheid vom 26. Oktober 2021 erteilte die Stadt Burgdorf den Bauabschlag.

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 24. November 2021 Beschwerde bei der Bau- 
und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragt, der Entscheid vom 26. Oktober 
2021 sei aufzuheben und das generelle Baugesuch zur Neubeurteilung an das 
Regierungsstatthalteramt Emmental zu weisen. Eventualiter sei der Entscheid vom 26. Oktober 
2021 aufzuheben und das generelle Baugesuch zur Beurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen, verbunden mit der Weisung, das Bauprojekt der kantonalen Kommission zur 
Pflege der Orts- und Landschaftsbilder (OLK), eventualiter dem FBA vorzulegen und nach Vorlage 
des Fachberichts erneut über das generelle Baugesuch zu entscheiden.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet2, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Das Amt für Gemeinden und Raumordnung 
(AGR) verzichtet in seiner Stellungnahme vom 15. Dezember 2021 auf einen Antrag, da es sich 
mit Verfügung vom 16. Februar 2021 positiv zum generellen Baugesuch geäussert habe. Weiter 
macht das AGR darauf aufmerksam, dass aufgrund der Projektänderungen und eines negativen 
Amts- oder Fachberichts wohl eine umfassende Neubeurteilung notwendig wäre. Die Stadt 
Burgdorf beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Dezember 2021 die Abweisung der 
Beschwerde.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

Angefochten ist ein Entscheid über ein generelles Baugesuch und damit ein Bauentscheid (vgl. 
Art. 32 Abs. 1 Bst. d i.V.m. Art. 36 ff. BauG3). Bauentscheide können nach Art. 40 BauG innert 30 
Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für 
die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die 
Baugesuchstellerinnen, die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die 
zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführerin, deren generelles 
Baugesuch abgewiesen wurde, ist durch den vorinstanzlichen Entscheid (Bauabschlag) 
beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

1 Vorakten pag. 17
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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2. Landschaftsbildgebiet

a) Die Stadt Burgdorf hat den Bauabschlag mit dem Standort des Bauvorhabens im 
Landschaftsbildgebiet begründet. Demnach seien Neubauten in diesen Gebieten nur zugelassen, 
wenn sie für den landwirtschaftlichen Betrieb notwendig seien, im Bereich der 
Hauptbetriebsgebäude lägen und sowohl Standort als auch Gestaltung dem Schutzzweck 
entsprächen. Mit dem Erfordernis der landwirtschaftlichen Betriebsnotwendigkeit habe der 
Burgdorfer Gesetzgeber dem grundsätzlichen Bauverbot im Landschaftsbildgebiet dort mit einer 
ausnahmsweisen Zulässigkeit für Neubauten begegnen wollen, wo bestehende 
landwirtschaftliche Betriebe, klassisch Bauernhöfe, im ebensolchen Landschaftsbildgebiet der 
Stadt Burgdorf aus betrieblichen Gründen erweitert werden müssten, ansonsten sie unter 
Umständen eingehen würden. Letzteres könnte zur Folge haben, dass kulturlandschaftsprägende 
Bauten verschwinden würden, welche nach Art. 63 Abs. 3 GBR4 eben gerade zu erhalten seien. 
Zudem sollte bestehenden Burgdorfer Betrieben keine unnötige Härte auferlegt werden, wenn 
diese aufgrund einer Betriebsnotwendigkeit landwirtschaftliche Neubauten benötigten. Ähnlich 
verhalte es sich mit der Voraussetzung, dass die landwirtschaftlichen und betriebsnotwendigen 
Neubauten im Bereich der Hauptbetriebsgebäude liegen müssten. Auch hier wolle die Regel vor 
allem die auf den Hof konzentrierte Erweiterung von landwirtschaftlichen Betrieben/Bauernhöfen 
inmitten der meist weiten Landwirtschaftszone auf dem Gemeindegebiet Burgdorf zulassen und 
nicht einzelne Gebäude ohne jeglichen Zusammenhang mit dem Hauptbetrieb gestatten. Denkbar 
wäre gemäss der Stadt Burgdorf nach dieser Regel wohl auch die Erweiterung eines Bauernhofs 
jenseits der Gemeindegrenze auf das Gemeindegebiet Burgdorf, wenn sich ein solcher zumindest 
ebenfalls in der weiten Landschaft bzw. Landwirtschaftszone aber unmittelbar an der 
Gemeindegrenze befinden würde. Die geplanten Bauten stellten dagegen eine Erweiterung des 
überbauten Orts Oberburg dar, nicht eine Erweiterung eines Landwirtschaftsbetriebs inmitten der 
Landschaft.

b) Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, mit der Annahme eines faktischen Bauverbots 
am Ort des Bauvorhabens habe die Vorinstanz gegen übergeordnetes Recht verstossen. Dieses 
übergeordnete Recht (RPG5, kantonaler Richtplan und BauG) sehe vor, dass landwirtschaftliche 
Bauten auch in Schutzzonen errichtet werden dürften, wenn der Schutzzweck nicht beeinträchtigt 
werde. Zudem falle auf, dass im Zonenplan der Stadt Burgdorf der überwiegende Teil der 
Landwirtschaftszone der Landschaftsbildzone zugeordnet worden sei. Zudem sei der betroffene 
Standort im Vergleich zu anderen Schutzbildgebieten in Burgdorf weit weniger schützenswert. 
Dies zeige sich auch daran, dass die Gemeinde Oberburg die direkt angrenzende Parzelle nicht 
als schützenswert betrachte. Mit Art. 63 GBR solle die landschaftliche Weite geschützt werden, 
dieser Schutzzweck könne beim Projektstandort aufgrund der direkt angrenzenden 
Siedlungsränder nicht erreicht werden. Dass Art. 63 GBR nur Burgdorfer Betriebe vor einer 
unnötigen Härte schützen solle, sei falsch und würde überdies die Wirtschaftsfreiheit und die 
Rechtsgleichheit verletzen. Die Auswirkungen einer Baute auf die Landschaft hänge nicht vom 
Sitz des Unternehmens ab. Zudem fänden sich weder im Reglement noch im dazugehörigen 
Kommentar Hinweise, dass Bauten in der weiten Landschaft zulässig sein sollten, während solche 
am Siedlungsrand nicht errichtet werden könnten. Sinn und Zweck dieser Bestimmung sei 
vielmehr, dass die offene Landschaft nach Möglichkeit nicht überbaut werde. Falls das aber aus 
betrieblichen Gründen notwendig sein sollte, sollten Neubauten bei den bestehenden Bauten 
realisiert werden, um die Beeinträchtigung des Landschaftsbilds auf ein Minimum zu beschränken. 
Dies ungeachtet des Umstands, ob das Hauptgebäude in der weiten Landschaft oder am 

4 Baureglement der Stadt Burgdorf vom 31. Oktober 2005
5 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)

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Siedlungsrand stehe. Im vorliegenden Fall seien die geplanten Neubauten im Bereich der 
Hauptgebäude geplant.

c) Der Standort des Bauvorhabens befindet sich in einem Landschaftsbildgebiet der Stadt 
Burgdorf, was unbestritten ist. Die Landschaftsbildgebiete sind in Art. 63 GBR näher geregelt:

1 Die Landschaftsbildgebiete sollen wegen ihrer besonderen Eigenart und Schönheit, ihrer exponierten Lage 
oder ihrem hohen Erholungswert erhalten und nicht oder nicht weiter überbaut werden.
2 Zugelassen ist nur die landwirtschaftliche Nutzung. Neubauten sind nur zugelassen, wenn sie für den 
landwirtschaftlichen Betrieb notwendig sind, im Bereich der Hauptbetriebsgebäude liegen und sowohl 
Standort als auch Gestaltung dem Schutzzweck entsprechen. Nutzungen, welche das Landschaftsbild 
beeinträchtigen, sind ausgeschlossen.
3 Die Elemente der überlieferten Kulturlandschaft wie Feldgehölze, markante Einzelbäume und 
Baumgruppen sowie die kulturlandschaftsprägenden Bauten mit ihren dazugehörigen 
Aussenraumelementen sind zu erhalten. Der Gemeinderat führt eine Liste dieser Elemente der 
Kulturlandschaft.

Der Kommentar im Baureglement zu Absatz 1 dieser Bestimmung lautet wie folgt: «Die offenen, 
landwirtschaftlich genutzten Gebiete am Stadtrand bilden einen markanten Kontrast zum 
überbauten Stadtgebiet, sind für das Ortsbild von spezieller Bedeutung und als 
Naherholungsgebiete sehr wertvoll». Der Kommentar zu Absatz 2 lautet wie folgt: «Die 
landwirtschaftliche Nutzung wird nicht eingeschränkt. Das Landschaftsbild beeinträchtigende 
Nutzungen sind z.B. Abbau- und Ablagerungsgebiete, Gärtnereibetriebe, bodenunabhängige 
landwirtschaftliche Produktion in Gewächshäusern, Sport- und Freizeitanlagen sowie 
Freileitungen». Der Kommentar zu Absatz 3 lautet wie folgt: «Einzelbäume, Feldgehölze und 
Hecken sind ökologisch wertvoll und bereichern das Landschaftsbild. Obstbaumgärten und 
Bauerngärten prägen die landwirtschaftlichen Höfe und Hofgruppen».

Gemäss Art. 17 RPG umfassen Schutzzonen unter anderem besonders schöne sowie 
naturkundlich oder kulturgeschichtlich wertvolle Landschaften sowie bedeutende Ortsbilder, 
geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler. Schutzzonen nach Art. 17 RPG können 
als eigenständige Zonen oder als die Grundnutzungszone (Bauzone, Landwirtschaftszone usw.) 
überlagerndes Gebiet ausgeschieden werden. In beiden Fällen geschieht dies in Form eines 
Nutzungsplans. Art. 86 BauG spricht von «Schutzgebieten» und meint damit Gebiete, welche die 
Grundnutzungszone überlagern: «Als Schutzgebiete bezeichnen die Gemeinden Landschaften 
oder Landschaftsteile und Siedlungen oder Siedlungsteile von besonderer Schönheit, Eigenart, 
geschichtlichem oder kulturellem Wert sowie von ökologischer oder gesundheitlicher Bedeutung, 
wie See-, Fluss- und Bachufer, Baumbestände, Hecken, Aussichtslagen, Orts- und 
Strassenbilder, sowie einzelne schützenswerte Objekte mit ihrer Umgebung. Die Gemeinden 
legen die dem Schutzzweck dienenden Bau- und Nutzungsbeschränkungen fest. In 
Schutzgebieten sind nur Bauvorhaben gestattet, die den Schutzzweck nicht beeinträchtigen und 
den von der Gemeinde erlassenen Schutzvorschriften entsprechen oder standortgebunden sind». 
Die Gemeinden sind aber aufgrund ihrer Planungsautonomie frei, auch eigentliche Schutzzonen 
mit abschliessenden Vorschriften auszuscheiden.6 Die Schutzvorschriften können für Bauten und 
Anlagen in der Landwirtschaftszone strenger sein, als die Vorschriften des RPG.7 Bei den 
Landschaftsbildgebieten der Stadt Burgdorf handelt es sich somit um eine Schutzzone gemäss 
Art. 17 RPG beziehungsweise ein Schutzgebiet gemäss Art. 86 BauG.

6 Vgl. Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band II, 4. Aufl., Bern 2017, Art. 86 N. 1a
7 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band II, 4. Aufl., Bern 2017, Art. 86 N. 5

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d) Aus Art. 63 Abs. 1 GBR ergibt sich ein grundsätzliches Bauverbot in den 
Landschaftsbildgebieten, sie sollen nicht oder nicht weiter überbaut werden. Dieses Bauverbot 
wird in Abs. 2 relativiert. Neubauten sind dann zugelassen, wenn sie für den landwirtschaftlichen 
Betrieb notwendig sind und im Bereich der Hauptbetriebsgebäude liegen. Daraus lässt sich 
zunächst schliessen, dass es sich um einen bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb handeln 
muss, der auf einen Neubau angewiesen sein muss, was unbestritten sein dürfte. Fraglich ist 
weiter, wo sich dieser bestehende landwirtschaftliche Betrieb befinden muss. Dazu äussert sich 
der Reglementstext nicht direkt. Die Stadt Burgdorf ist der Ansicht, dass sich dieser inmitten der 
meist weiten Landwirtschaftszone bzw. Landschaft befinden müsse. Betriebe, die sich im 
Siedlungsgebiet befänden, dürften nicht in das Landschaftsbildgebiet erweitert werden.

Zu beachten ist hier, dass es sich bei Art. 63 GBR um eine kommunale Bestimmung handelt, die 
die Stadt Burgdorf im Rahmen der ihr zukommenden Autonomie in Sachen Ortsplanung erlassen 
hat (vgl. Art. 65 Abs. 1 BauG). Demnach sind die Gemeinden in ihrer Ortsplanung im Rahmen der 
Gesetzgebung und der übergeordneten Planung frei. Das heisst, dass ihnen bei der Ausgestaltung 
der Bau- und Zonenordnung ein weiter Ermessensspielraum zusteht. Soweit der Gemeinde beim 
Erlass der Rechtsnormen Autonomie zukommt, geniesst sie zusätzlich auch bei der Anwendung 
des kommunalen Rechts einen gewissen Beurteilungsspielraum. Das heisst, es ist vorab Sache 
der Gemeinde zu bestimmen, wie sie ihre eigene Vorschrift verstanden haben will. Ist ihre 
Auslegung der Norm rechtlich vertretbar, darf eine Rechtsmittelbehörde nicht einer anderen, 
ebenfalls möglichen oder vertretbaren Auslegung den Vorzug geben.8

e) Befindet sich ein bestehender Landwirtschaftsbetrieb in Mitten der Landschaft, besteht 
insofern eine bauliche Vorbelastung dieser Landschaft. Die Auslegung von Art. 63 GBR durch die 
Stadt Burgdorf führt dazu, dass bauliche Vorbelastungen im Rahmen der betrieblichen 
Notwendigkeit auch im Landschaftsbildgebiet mit Neubauten weiterentwickelt werden können. 
Diese Neubauten werden nicht als originäre Belastung der Landschaft bzw. des 
Landschaftsbildgebiets wahrgenommen, sondern als Ergänzung einer bestehenden Belastung. 
Sofern der bestehende Landwirtschaftsbetrieb im Landschaftsbildgebiet erhaltenswerte Elemente 
der überlieferten Kulturlandschaft im Sinne von Art. 63 Abs. 3 GBR enthält (insbesondere 
kulturlandschaftsprägende Bauten mit ihren dazugehörigen Aussenraumelementen), kann das 
Zulassen von Neubauten letztlich auch dem Erhalt dieser Elemente dienen und damit sogar im 
Interesse des Landschaftsbildgebietes liegen. Dies kann dann der Fall sein, wenn der Betrieb 
ohne Neubauten nicht weiterbestehen könnte und dadurch auch der Weiterbestand der 
erhaltenswerten Elemente in Frage gestellt wäre.

Befindet sich der bestehende Landwirtschaftsbetrieb demgegenüber im Siedlungsgebiet 
beziehungsweise in der Bauzone, handelt es sich bei einem Neubau im angrenzenden 
Landschaftsbildgebiet nicht um eine Ergänzung einer bestehenden Belastung, sondern um eine 
originäre Belastung des Landschaftsbildgebiets. Da ein solcher Landwirtschaftsbetrieb 
grundsätzlich keine erhaltenswerten Elemente der überlieferten Kulturlandschaft im Sinne von 
Art. 63 Abs. 3 GBR enthalten kann (da er ausserhalb des Schutzgebiets liegt), kann das Zulassen 
von Neubauten auch insofern nicht im Interesse des Landschaftsbildgebietes liegen.

Letztlich führt ein Fall wie der vorliegende dazu, dass die Bauzone in das Landschaftsbildgebiet 
erweitert wird, was entsprechend wahrgenommen wird. Dass Art. 63 GBR dies nicht zulassen will, 
ist nachvollziehbar, zumal das Landschaftsbildgebiet unter anderem den Übergang zum 
überbauten Stadtgebiet und damit den Siedlungsrand schützen will. In diesem Sinne hat auch der 
FBA argumentiert. In seinem ersten Bericht vom 15. Februar 2021 zum ursprünglichen 
Bauvorhaben hat dieser festgehalten, das Bauvorhaben nehme keinen Bezug zum bestehenden 

8 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band II, 4. Aufl., Bern 2017, Art. 65 N. 2 f.

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Ortsrand, weder durch seine Lage noch durch seine Ausrichtung. Der klar erkennbare 
Siedlungsrand sei hier von wichtiger Bedeutung. Der Neubau überschreite diesen Rand massiv. 
Das Gebäude sei grundsätzlich am falschen Ort geplant, da es einerseits die Siedlung nicht ganz 
verlasse und andererseits nicht zu einer Hofgruppe ausserhalb des Baugebiets im klassischen 
Sinn gehöre. Es widerspreche daher dem Schutzzweck des Landschaftsbildgebiets und sei mit 
den entsprechenden Vorschriften nicht vereinbar. Auch im zweiten Bericht vom 18. Mai 2021 zur 
ersten Projektänderung hält der FBA fest, die Gebäude würden noch immer den bedeutenden 
Ortsrand überschreiten. Gestützt auf die Einschätzung des kommunalen Fachausschusses ergibt 
sich die umstrittene Auslegung von Art. 63 GBR durch die Stadt Burgdorf also letztlich aus der 
Bestimmung selbst: Wird ein Landwirtschaftsbetrieb, dessen Hauptbetriebsgebäude im 
Siedlungsgebiet beziehungsweise in der Bauzone liegt, in das angrenzende Landschaftsbildgebiet 
erweitert, widerspricht der Standort des Neubaus zwangsläufig dem Schutzzweck und ist daher 
unzulässig. Die Auslegung von Art. 63 GBR durch die Stadt Burgdorf ist folglich mit dem Wortlaut 
vereinbar und führt nicht zu einem unvernünftigen oder einem dem Sinn und Zweck der Vorschrift 
widersprechenden Ergebnis. Ebenso liegt keine Verletzung des Gleichbehandlungsgebots vor, 
die Ungleichbehandlung von freistehenden Bauernbetrieben und solchen im Siedlungsgebiet 
beruht auf sachlichen Gründen. Die Auslegung von Art. 63 GBR durch die Stadt Burgdorf ist damit 
rechtlich haltbar und von der BVD als Rechtsmittelbehörde zu respektieren. Ob eine andere 
Auslegung ebenfalls möglich oder vertretbar wäre, spielt keine Rolle und braucht hier nicht geprüft 
zu werden.

f) Nicht gefolgt werden kann dem Argument der Beschwerdeführerin, mit der Annahme eines 
faktischen Bauverbots am Ort des Bauvorhabens habe die Vorinstanz gegen übergeordnetes 
Recht verstossen. Für sämtliche Bereiche im Landschaftsbildgebiet, die nicht unmittelbar 
angrenzend an bestehende Hauptbetriebsgebäude liegen, gilt aufgrund von Art. 63 Abs. 1 und 2 
GBR ohnehin ein Bauverbot, ungeachtet der Auslegung von Art. 63 Abs. 2 GBR durch die Stadt 
Burgdorf, wonach ein Neubau nur bei landwirtschaftlichen Hauptbetriebsgebäuden in der freien 
Landschaft zulässig ist. Die Kritik der Beschwerdeführerin zielt somit letztlich auf die 
grundsätzliche Zulässigkeit von Art. 63 GBR mit Blick auf das übergeordnete Recht. Das 
übergeordnete Recht sieht die Schaffung von Schutzzonen aber wie bereits erläutert ausdrücklich 
vor, wobei die Schutzvorschriften für Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone strenger 
sein können, als die Vorschriften des RPG (siehe oben Bst. c).

Richtig ist, dass landwirtschaftliche Bauten auch in Schutzzonen errichtet werden dürften. Gemäss 
Art. 86 BauG sind Bauvorhaben in Schutzgebieten aber nur dann gestattet, wenn sie den von der 
Gemeinde erlassenen Schutzvorschriften entsprechen, was hier nicht der Fall ist. Einen 
unbedingten Anspruch auf Erweiterungsbauten an jedem Standort gibt es nicht, ein solcher 
Anspruch lässt sich weder aus dem Bundesrecht noch dem Richtplan ableiten. Ein Anspruch auf 
Erweiterungsbauten besteht nur im Rahmen des gesetzlich und planungsrechtlich Zulässigen. Ist 
eine Erweiterung für einen bestehenden Betrieb notwendig, am bestehenden Betriebsstandort 
aber nicht zulässig, muss ein anderer Betriebsstandort gesucht werden.

Richtig ist auch die Feststellung der Beschwerdeführerin, dass im Zonenplan der Stadt Burgdorf 
der überwiegende Teil der Landwirtschaftszone der Landschaftsbildzone zugeordnet ist. Nicht klar 
ist jedoch, was die Beschwerdeführerin daraus ableiten will. Die geltende Nutzungsplanung der 
Stadt Burgdorf ist im vorliegenden Baubewilligungsverfahren verbindlich. Es ist nicht erkennbar, 
inwiefern die Voraussetzungen für eine akzessorische Überprüfung dieser Planung hier erfüllt 
wären,9 dies wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Im Übrigen könnte 
selbst dann, wenn die Landschaftsbildgebiete der Stadt Burgdorf zu gross wären, aus diesem 

9 Siehe dazu Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl., Bern 2020, Art. 35–35c 
N. 2 und Zaugg/ Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, Band II, 4. Aufl., Bern 2017, Art. 60 N. 9

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Umstand nicht automatisch geschlossen werden, dass auch der Standort des geplanten 
Bauvorhabens zu Unrecht im Landschaftsbildgebiet läge.

Darauf läuft das Argument der Beschwerdeführerin, der betroffene Standort sei im Vergleich zu 
anderen Schutzbildgebieten in Burgdorf weit weniger schützenswert, zwar hinaus. Aus dem 
Umstand, dass die Gemeinde Oberburg die direkt angrenzende Parzelle in ihrer Nutzungsplanung 
nicht als schützenswert eingestuft hat, kann aber nichts hinsichtlich der Schutzwürdigkeit des 
betroffenen Landschaftsbilds aus Burgdorfer Sicht geschlossen werden. Auch die direkt 
angrenzenden Siedlungsränder sprechen nicht gegen eine Schutzwürdigkeit, im Gegenteil: 
Gemäss dem Kommentar zu Art. 63 GBR bilden die offenen, landwirtschaftlich genutzten Gebiete 
am Stadtrand einen markanten Kontrast zum überbauten Stadtgebiet. Gerade die Nähe des 
betroffenen Standorts zu den Siedlungsrändern spricht somit dafür, dass dieses Gebiet für das 
Ortsbild von Burgdorf von spezieller Bedeutung ist und damit zu Recht im Landschaftsbildgebiet 
liegt. Im Übrigen sieht Art. 63 GBR keine Differenzierung zwischen schützenswerteren und 
weniger schützenswerten Teilen des Landschaftsbildgebiets vor. Lieg ein Standort innerhalb eines 
solchen Gebiets, kommt Art. 63 GBR vollumfänglich zum Tragen.

Inwiefern sich gestützt auf Art. 63 GBR eine unterschiedliche Behandlung von Burgdorfer 
Landwirtschaftsbetrieben und Betrieben aus umliegenden Gemeinden rechtfertigen liesse, 
braucht nicht geklärt zu werden. Entscheidend ist, dass sich der bestehende Betrieb der 
Beschwerdeführerin im Siedlungsgebiet bzw. in der Bauzone befindet und gemäss der nicht zu 
beanstandenden Auslegung von Art. 63 GBR durch die Stadt Burgdorf in solchen Fällen keine 
Neubauten im angrenzenden Landschaftsbildgebiet zulässig sind. Der Bauabschlag hat somit 
nichts damit zu tun, dass der Standort des Betriebs der Beschwerdeführerin auf dem Gebiet der 
Gemeinde Oberbrug liegt. Gemäss der Stadt Burgdorf wäre denn auch die Erweiterung eines 
Bauernhofs jenseits der Gemeindegrenze auf das Gemeindegebiet Burgdorf unter Umständen 
denkbar, wenn sich ein solcher in der weiten Landschaft bzw. Landwirtschaftszone aber 
unmittelbar an der Gemeindegrenze befinden würde.

Schliesslich ist auch nicht erkennbar, inwiefern das vom Kanton Bern in der Nähe des 
Bauvorhabens geplante Strassenbauvorhaben einen Einfluss auf die Beurteilung des 
vorliegenden Bauvorhabens haben sollte.

3. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Gehör. Dies 
weil sich die Vorinstanz geweigert habe, die zweite Projektänderung dem FBA vorzulegen. Zudem 
habe sich die Vorinstanz auch geweigert, sich mit dem Argument auseinanderzusetzen, wonach 
die Gebäude in der Geländemulde errichtet werden sollten.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 21 ff. VRPG10 gibt den Parteien das Recht, 
sich zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, 
mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise 
entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern.

Die Behörden stellen den Sachverhalt von Amtes wegen fest; sie sind nicht an die Beweisanträge 
der Parteien gebunden (Art. 18 VRPG). Der Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 21 ff. VRPG) 
verpflichtet aber die Behörden, die von den Parteien angebotenen Beweise abzunehmen, sofern 
diese nötig sind für die Klärung des Sachverhalts. Wenn die Behörde bei freier, pflichtgemässer 

10 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)

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Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, die vorhandenen Akten erlaubten die richtige und 
vollständige Feststellung des Sachverhalts oder die behauptete Tatsache sei für die Entscheidung 
der Streitsache nicht von Bedeutung, so kann sie auf das Erheben weiterer Beweise verzichten. 
Diese sogenannte antizipierte Beweiswürdigung verletzt den Anspruch auf rechtliches Gehör 
nicht.11

c) Die Stadt Burgdorf hat den Bauabschlag mit dem Standort des Bauvorhabens im 
Landschaftsbildgebiet begründet. In diesem seien nur betriebsnotwendige Neubauten 
zugelassen, wobei sich der bestehende Betrieb inmitten der meist weiten Landwirtschaftszone 
bzw. Landschaft befinden müsse. Betriebe, die sich im Siedlungsgebiet befänden, dürften nicht in 
das Landschaftsbildgebiet erweitert werden. Hinsichtlich dieser Begründung des Bauabschlags 
ist eine Beurteilung der zweiten Projektänderung durch den FBA von vornherein nicht relevant. 
Mangels Relevanz konnte die Stadt Burgdorf daher ohne Verletzung des Anspruchs der 
Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör darauf verzichten, die zweite Projektänderung dem 
FBA vorzulegen.

Im Übrigen wurden das ursprüngliche Projekt und die erste Projektänderung jeweils dem FBA 
vorgelegt. Dabei hat der FBA in seinen Berichten vom 15. Februar 2021 und 18. Mai 2021 
grundsätzliche Kritik am Bauvorhaben geäussert, die auch durch die zweite Projektänderung nicht 
berücksichtig worden zu sein scheint. Auch insofern ist nachvollziehbar, dass die zweite 
Projektänderung dem FBA nicht noch einmal vorgelegt wurde.

d) Mit Blick auf die Begründung des Bauabschlags durch die Stadt Burgdorf ist auch irrelevant, 
ob die geplanten Gebäude in einer Geländemulde errichtet werden sollen. Dies ändert nichts 
daran, dass ein Betrieb, der sich im Siedlungsgebiet befindet, in das Landschaftsbildgebiet 
erweitert werden soll. Somit bestand für die Stadt Burgdorf kein Anlass, sich mit diesem Argument 
auseinanderzusetzen. Auch insofern hat die Stadt den Anspruch der Beschwerdeführerin auf 
rechtliches Gehör nicht verletzt.

e) Schliesslich stellt es entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin keine Verletzung 
kantonalen Rechts dar, dass das Projekt dem FBA und nicht der OLK vorgelegt wurde. Das 
kantonale Recht sieht im Gegenteil in Art. 22 Abs. 3 und Art. 22a Abs. 2 BewD12 ausdrücklich vor, 
dass leistungsfähige örtliche Fachstellen konsultiert werden können, wo solche bestehen, und die 
OLK nicht beigezogen wird, wenn ein Bauvorhaben bereits von einer leistungsfähigen örtlichen 
Fachstelle begutachtet wurde. Daran vermag auch der kantonale Richtplan nichts zu ändern, der 
einer überkommunale Koordination und Kooperation, insbesondere der Abstimmung der 
Siedlungsentwicklung eine hohe Bedeutung zumisst.13

f) Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und sie ist abzuweisen. Der 
angefochtene Bauentscheid ist zu bestätigen. Die Prüfung der weiteren Rügen kann mangels 
Relevanz unterbleiben. Mangels Relevanz kann auch auf den beantragten Augenschein verzichtet 
werden, von einem solchen sind keine entscheidrelevanten Erkenntnisse zu erwarten. Auch muss 
nicht geprüft werden, ob hier mit den beiden Projektänderungen der Rahmen einer 
Projektänderung im Sinne von Art. 43 BewD gesprengt wurde und ein neues Baugesuch vorliegt. 
Zwar ist fraglich, ob das aktuelle Projekt (drei kleinere Baukörper) mit dem ursprünglichen Projekt 
(ein grosser Baukörper) in seinen Grundzügen noch gleichgeblieben ist. Da dem Bauvorhaben 
aber der Bauabschlag zu erteilen ist, muss dafür ohnehin kein neues Verfahren eingeleitet 
werden.

11 BVR 2017 S. 255 E. 5.1, BVR 2012 S. 252 E. 3.3.3, je mit Hinweisen
12 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
13 Richtplan Kanton Bern 2030, Raumkonzept Kanton Bern, S. 9

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4. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gilt die Beschwerdeführerin als unterliegende Partei. 
Als solche hat sie die Verfahrenskosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen (Art. 108 Abs. 1 
VRPG). Diese Kosten bestehen aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für 
Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine Pauschalgebühr von CHF 200.– bis 
CHF 4000.– je Beschwerde erhoben (Art. 19 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV14). In Anwendung 
dieser Bestimmungen wird die Pauschale für die Beschwerde auf CHF 2000.– festgelegt.

b) Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden 
Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die anwaltlich vertretene Beschwerdeführerin hat als 
unterliegende Partei keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Daher 
werden keine Parteikosten gesprochen.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Der Bauentscheid der Stadt Burgdorf vom 26. Oktober 
2021 wird bestätigt.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 2000.– werden der Beschwerdeführerin zur Bezahlung 
auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft 
erwachsen ist.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Herrn Fürsprecher D.________, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Stadt Burgdorf, Baudirektion, eingeschrieben
- Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR), per Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

14 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21).

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in drei Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.