# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf369b39-6964-56aa-b685-d91d1907b8b7
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.05.2015 PQ140087
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ140087_2015-05-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ140087-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter lic. iur. et phil. D. Glur 

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. D. Oehninger 

Urteil vom 8. Mai 2015 

 

in Sachen 

 

A._____, 

Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. X1._____ 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 

 

gegen 

 

B._____, 

Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ 

substituiert durch Rechtsanwältin MLaw Y2._____ 

vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Y3._____ 

 

betreffend Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung 

 
Beschwerde gegen ein Urteil der Kammer I des Bezirksrates Zürich vom 

6. November 2014; VO.2013.108 (Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
der Stadt Zürich) 

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Erwägungen: 

I. 

1. A._____ (fortan: Beschwerdeführerin; um Verwechslungen zu vermeiden, 

weil die Parteirollen im Vergleich zum Verfahren vor dem Bezirksrat vertauscht 

sind, werden die Parteien im Dispositiv beim Namen genannt) ist die (einzige) 

Tochter von B._____ (fortan: Beschwerdegegnerin). Mit Eingabe vom 20. Sep-

tember 2013 stellte der damalige Vertreter der Beschwerdeführerin einen Antrag 

auf Erlass erwachsenenschutzrechtlicher Massnahmen für die Beschwerdegeg-

nerin, den er mit Schreiben vom 25. September 2013 ergänzte und konkretisierte. 

Anlass waren Vorbereitungen der Beschwerdegegnerin, die seit Anfang 2012 im 

Altersheim lebt, zum Verkauf ihres ehemaligen Wohnhauses an der C._____-

Strasse ... in Zürich. 

2. Gestützt auf einen ärztlichen Bericht und aufgrund einer Anhörung der Be-

schwerdegegnerin, welche am 30. September 2013 stattfand (act. 9/16), ordnete 

die KESB für die Beschwerdegegnerin mit Beschluss vom 7. November 2013 die 

Errichtung einer Vermögensverwaltung nach Art. 394 in Verbindung Art. 395 ZGB 

an. Die Beiständin - ernannt wurde damals Frau D._____ vom Sozialzentrum 

E._____, Quartierteam F._____, die zwischenzeitlich mit Beschluss vom 15. Juli 

2014 wegen Stellenwechsels durch ihre Nachfolgerin, Frau G._____, ersetzt wor-

den sei, wie aus einem von der Beschwerdeführerin eingereichten Schreiben der 

KESB vom 20. Februar 2015 hervorgeht (act. 26) - wurde namentlich damit beauf-

tragt, die Beschwerdegegnerin beim Erledigen der administrativen und finanziel-

len Angelegenheiten zu vertreten und ihre Interessen betreffend ihr Grundstück 

zu wahren. Die Handlungsfähigkeit wurde nicht eingeschränkt (act. 9/28). 

3. Gegen diesen Entscheid erhob die Beschwerdegegnerin am 12. Dezember 

2013 Beschwerde an den Bezirksrat mit den Anträgen (act. 8/1): 

1. Es seien Ziffer 1 bis 5 des Beschlusses Nr. ... vom 7. November 
2013 der Rekursgegnerin vollumfänglich aufzuheben. Insbeson-

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dere sei die Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft mit Ver-
mögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB aufzuheben 
und es sei Frau D._____ als Beiständin abzusetzen. 

2. Eventualiter zu Antrag Ziffer 1 sei Frau D._____ als Beiständin 
abzusetzen und Herr Rechtsanwalt Dr. Y1._____, MBA, als Bei-
stand der Rekurrentin einzusetzen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (letztere zuzüglich 
MwSt.) zu Lasten der Rekursgegnerin. 

Mit Beschluss vom 27. Februar 2014 wurde der Beschwerde auf Antrag der Be-

schwerdeführerin (in jenem Verfahren Beschwerdegegnerin) die aufschiebende 

Wirkung entzogen. Mit Urteil vom 6. November 2014 ernannte der Bezirksrat 

Rechtsanwalt Dr. Y1._____, den Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin, zu ih-

rem Beistand. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen (act. 7).  

4. Gegen den Entscheid des Bezirksrats, der ihrem Vertreter am 10. November 

2014 zugestellt wurde (act. 8/43), liess die Beschwerdeführerin am 10. Dezember 

2014 rechtzeitig innert der gesetzlichen Rechtsmittelfrist Beschwerde führen mit 

den Anträgen (act. 2): 

1. Es sei Ziffer I Abs. 1 des Urteils der Kammer I des Bezirksrates 
Zürich vom 6. November (Geschäfts-Nr. VO.2013.108/3.02.03) in 
dem Sinne aufzuheben bzw. abzuändern, dass die Ernennung 
von Rechtsanwalt Dr. iur. Y1._____ zum Beistand aufgehoben 
und der Amtsbeistand bestätigt wird. 

2. Es sei Ziffer II des Urteils der Kammer I des Bezirksrates Zürich 
vom 6. November (Geschäfts-Nr. VO.2013.108/3.02.03) abzuän-
dern und es sei die gesamte Entscheidgebühr der Beschwerde-
gegnerin aufzuerlegen. 

3. Es sei Ziffer II des Urteils der Kammer I des Bezirksrates Zürich 
vom 6. November (Geschäfts-Nr. VO.2013.108/3.02.03) abzuän-
dern und es sei der Beschwerdeführerin eine Parteientschädi-
gung zuzusprechen. 

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin. 

5. Mit Verfügung vom 22. Dezember 2014 (act. 10) wurden der Beschwerde-

gegnerin und dem von der Vorinstanz zum Beistand ernannten Dr. Y1._____ eine 

Frist zur Beantwortung der Beschwerde bzw. zur Vernehmlassung angesetzt. Je 

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mit Eingabe vom 28. Januar 2015 beantragten sowohl die Beschwerdegegnerin 

(act. 12) als auch Dr. Y1._____ (act. 14) die Abweisung der Beschwerde.  

6. Mit Beschluss vom 3. Februar 2015 ordnete das Gericht eine Anhörung der 

Beschwerdegegnerin durch eine Delegation des Gerichts unter Ausschluss der 

übrigen Verfahrensbeteiligten und insbesondere ihrer Rechtsvertreter an (act. 15). 

Diese Anhörung fand am 17. Februar 2015 statt (Prot. S. 4 ff.; act. 19). Am 

13. März 2015 nahmen eine Vertreterin der Beschwerdegegnerin (act. 22) und am 

16. März 2015 die Beschwerdeführerin (act. 25) schriftlich Stellung zum Protokoll 

der Anhörung, während sich Dr. Y1._____ nicht vernehmen liess. Sämtliche Ein-

gaben wurden den anderen Verfahrensbeteiligten zugestellt (act. 27/1-3 und 

act. 28/1-3). Weitere Beweisabnahmen erübrigen sich, das Verfahren ist spruch-

reif.  

II.  

1. Die Vorinstanz erachtete die Hilfsbedürftigkeit der Beschwerdegegnerin für 

gegeben. Es sei nicht zu beanstanden, dass die KESB eine Vertretungsbeistand-

schaft mit Vermögensverwaltung nach Art. 394 i.V.m. Art. 395 ZGB errichtet habe. 

Die von der KESB umschriebenen Aufgabenbereiche der Beistandschaft würden 

den festgestellten Bedürfnissen der Beschwerdeführerin entsprechen. Da sie of-

fenkundig nicht in der Lage sei, die Y1._____ Rechtsanwälte AG, der sie eine 

Generalvollmacht erteilt habe, beim Verkauf ihrer Liegenschaft zu kontrollieren, zu 

überwachen und nötigenfalls zu ersetzen, seien die Aufgabenbereiche der Bei-

standschaft unverändert zu belassen und insbesondere der Verkauf der Liegen-

schaft aufzuführen (act. 7 S. 16 f. E. 3.6). In diesem Umfang wurde die Be-

schwerde abgewiesen und der Entscheid der KESB bestätigt. Dieser Teil des vor-

instanzlichen Entscheides blieb unangefochten und ist demnach in Rechtskraft 

erwachsen. 

2. Entsprechend dem Eventualantrag der Beschwerdegegnerin ernannte die 

Vorinstanz anstelle der von der KESB eingesetzten Amtsbeiständin D._____ 

Rechtsanwalt Dr. Y1._____ zum Beistand. Zur Begründung verwies sie auf 

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Art. 401 Abs. 1 ZGB. Schlage die betroffene Person eine Vertrauensperson vor, 

sei diesem Wunsch zu entsprechen, wenn die vorgeschlagene Person für die 

Beistandschaft geeignet und zu deren Übernahme bereit sei. Diese Vorausset-

zungen seien im Fall von Dr. Y1._____ erfüllt. Den Einwand, Dr. Y1._____ sei als 

ihr Anwalt wegen kollidierender Interessen für dieses Amt nicht geeignet, verwarf 

die Vorinstanz (act. 7 S. 18 f. E. 3.7).  

3. Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf die Akten und damit namentlich 

auf die Abklärungen der KESB. Sie verzichtete insbesondere auf die beantragte 

Einholung eines Gutachtens darüber, ob die Beschwerdeführerin bei der Unter-

zeichnung eines Vorsorgeauftrages und einer Generallvollmacht zugunsten der 

Y1._____ Rechtsanwälte AG am 17. Dezember 2013 urteilsfähig war, weil die 

KESB diesen Vorsorgeauftrag noch nicht genehmigt habe, so dass die Wirksam-

keit der Beistandschaft davon nicht berührt werde (act. 7 S. 11 f. E. 3.3).  

Die Beschwerdeführerin rügt diese Unterlassung, weil die Urteilsfähigkeit der Be-

schwerdegegnerin auch für die Beurteilung ihres Vorschlags eines Beistands von 

Bedeutung sei, und beantragt erneut die Begutachtung der Beschwerdegegnerin 

(act. 2 S. 8 ff. Ziff. 4.1). Diese Überlegung trifft grundsätzlich zu. Da jedoch kein 

entsprechender Wunsch oder Vorschlag vorliegt, wie nachstehend gezeigt wird, 

erübrigen sich Abklärungen zur Urteilsfähigkeit der Beschwerdegegnerin. Ein Ent-

zug der Handlungsfähigkeit, wie er von der Beschwerdeführerin angeregt wird 

(act. 25 S. 7), ist von der KESB im Zusammenhang mit der offenbar laufenden 

Prüfung der Urteilsfähigkeit (vgl. act. 26) zu prüfen.  

4. Zur Begründung seines Eventualantrags, er sei selbst als Beistand einzu-

setzen, hatte Dr. Y1._____ vor Vorinstanz ausgeführt, die Beschwerdegegnerin 

habe vollstes Vertrauen zu ihm und habe explizit ihn angefragt, ob er ihr Beistand 

werden könne (act. 8/2 S. 11 Rz. 30).  

Die Beschwerdeführerin hält es für erstaunlich, dass die Beschwerdegegnerin 

diesen Wunsch geäussert hätte, und bestreitet dies. Die Beschwerdegegnerin 

müsse Dr. Y1._____ vor nicht allzu langer Zeit kennen gelernt haben, dieser sei 

kein langjähriger Vertrauter. Sie rügt, dass die Vorinstanz unter diesen Umstän-

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den ohne weitere Abklärungen davon ausging, die Beschwerdegegnerin persön-

lich habe einen Vorschlag für einen Beistand gemacht (act. 2 S. 12 Rz. 43 ff.). 

Aus dem Protokoll der Anhörung durch eine Delegation der KESB geht hervor, 

dass die Beschwerdegegnerin auf die Frage, ob sie damit einverstanden sei, dass 

sie zur Unterstützung einen Beistand erhalte, wissen wollte, ob das nicht die Be-

sucher von der KESB machen könnten (act. 9/16 S. 4 oben). Während der Anhö-

rung im gerichtlichen Verfahren fragte sie den Referenten sogar zweimal, ob nicht 

er diese Aufgabe übernehmen könnte (Prot. S. 8 und 9). Es erscheint also entge-

gen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht unglaubhaft, dass sie auch ih-

ren Anwalt beim Instruktionsgespräch bat, dieses Amt zu übernehmen. 

Dieser Wunsch erreicht allerdings nicht die Nachhaltigkeit und Stärke, die es 

braucht, damit unter Art. 401 Abs. 1 ZGB darauf abgestellt werden könnte. So fällt 

auf, dass die Beschwerdegegnerin in der gerichtlichen Anhörung nicht von sich 

aus auf Dr. Y1._____ zu sprechen kam, obwohl dieser anscheinend am selben 

Vormittag bei ihr zu Besuch gewesen war (vgl. act. 22 S. 4 Rz. 8), und dass sie 

ihn auch auf eine mehr oder weniger offene Aufforderung nicht als Beistand vor-

schlug, sondern ihn bloss ausweichend als sympathisch beschrieb (Prot. S. 7 und 

S. 8 f.). Es kann also nicht von einem entsprechenden Wunsch oder Vorschlag 

i.S. von Art. 401 ZGB die Rede sein.  

Die Beschwerdegegnerin ist sich ihrer Hilfsbedürftigkeit offenbar bewusst und 

sucht aktiv nach Unterstützung. Dass sie die Delegation der KESB oder den ge-

richtlichen Referenten bei der ersten Begegnung fragt, ob sie dieses Amt über-

nehmen könnten, erscheint allerdings wahllos und beliebig und als weiteres Zei-

chen der Hilflosigkeit. Es ist fraglich, ob es sich bei solchen flüchtigen Bekannten 

überhaupt um Vertrauenspersonen i.S. von Art. 401 Abs. 1 ZGB handeln kann. Im 

Fall von Dr. Y1._____ dürfte es sich ähnlich verhalten. Das kann jedoch dahin ge-

stellt bleiben, da die Beschwerdegegnerin an diesem Wunsch nicht festhält, wie 

oben dargelegt wurde, so dass von vornherein nicht darauf abgestellt werden 

kann. 

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Ob Dr. Y1._____ als Beistand geeignet wäre, kann bei diesem Ergebnis offen 

bleiben. Die Vorinstanz hatte die Gefahr einer Interessenkollision aufgrund seiner 

Doppelrolle als Anwalt und Beistand verneint. Während der Umstand, dass in der 

Anwaltsvollmacht nicht er selbst, sondern die Y1._____ Rechtsanwälte AG ge-

nannt wird, angesichts seiner Rolle in dieser Gesellschaft nichts nützt, sind die 

Hinweise der Vorinstanz auf den gesetzlichen Wegfall der Befugnisse des Bei-

standes bei Interessenkollisionen (Art. 403 Abs. 2 ZGB), die Rechenschaftspflicht 

gegenüber der KESB (Art. 415 ZGB) und die Zustimmungsbedürftigkeit der Ver-

äusserung eines Grundstücks (Art. 416 Ziff. 4 ZGB) grundsätzlich zutreffend. In 

Bezug auf die Urteilsfähigkeit, welche von der KESB gegenwärtig abgeklärt wird 

(act. 26), ist ein Interessenkonflikt zwischen der Rolle als Beistand und als Anwalt 

allerdings nicht zu übersehen, da der Anwalt die Weisungen seiner Klienten um-

zusetzen hat, was er nicht optimal tun kann, wenn er ihre Urteilsfähigkeit hinter-

fragt. 

5. Während die Beschwerdegegnerin sich offenbar nicht auf eine bestimmte 

Person festlegen will bzw. in ihren Wünschen schwankend ist, so dass sich ein 

Wunsch oder Vorschlag i.S. von Art. 401 Abs. 1 ZGB nicht feststellen lässt, ist 

deutlich, dass sie niemanden von der Behörde will (Prot. S. 10). Einem solchen 

negativen Wunsch ist soweit tunlich zu entsprechen (Art. 401 Abs. 3 ZGB). Damit 

die Behörde oder eine Beschwerdeinstanz beurteilen kann, ob es tunlich ist, auf 

einen solchen Wunsch Rücksicht zu nehmen, ist die Ablehnung zu begründen. 

Das Ablehnungsrecht stellt kein Vetorecht dar und soll die Massnahme nicht blo-

ckieren bzw. ihren Zweck nicht vereiteln (Reusser, BSK ZGB I, 5. Aufl. 2014, 

Art. 401 N 22; Fassbind, Erwachsenenschutz, Zürich 2012, S. 260). 

Es fällt auf, dass die Beschwerdegegnerin keine Vorbehalte äusserte, die sich 

gegen die von der KESB eingesetzte Beiständin als Person richten. Stein des An-

stosses scheint vielmehr ihre Zugehörigkeit zur Behörde zu sein. Dass die Person 

der Beiständin inzwischen geändert habe (act. 26), ist daher unerheblich. Nach 

der Lehre kann sich die Ablehnung nicht nur gegen eine bestimmte Person, son-

dern auch gegen eine bestimmte Kategorie von Personen richten (Reusser, 

a.a.O., Art. 401 ZGB N 21). Dabei wird es sich in der Regel mehrheitlich um Per-

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sonen handeln, mit denen die betroffene Person noch nie zu tun hatte, was die 

Anforderungen an die Begründung erhöht. Schlechte Erfahrungen mit einzelnen 

Mitgliedern genügen nicht als Grund für die Ablehnung einer ganzen Gruppe. Es 

muss sich um sachliche Gründe handeln, die etwas mit einem Merkmal dieser 

Gruppe zu tun haben. 

Die Beschwerdegegnerin begründet ihre ablehnende Haltung gegenüber einer 

Berufsbeiständin oder einem Berufsbeistand nicht näher. Aus den Akten geht 

hervor, dass der Umstand, dass die von der KESB eingesetzte Beiständin die 

Konten der Beschwerdegegnerin auflöste und zur ZKB transferierte, beim Alters-

heim H._____ wegen damit verbundener Probleme beim Zahlungsverkehr für 

Unmut sorgte. Ausserdem habe die Beiständin die Schlüssel der Liegenschaft der 

Beschwerdegegnerin nicht zurückgegeben und die Schlösser ausgewechselt 

(act. 8/26/1; act. 19; act. 22 S. 5 Rz. 13 f.).  

Solche Handlungen sind im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft mit Vermö-

gensverwaltung üblich. Die Transferierung der Vermögenswerte an einen einzi-

gen Ort erlaubt eine effiziente Verwaltung, was grundsätzlich zu begrüssen ist 

und auch im Interesse der betroffenen Person liegt, welche diese Kosten zu tra-

gen hat. Davon betroffen war primär das Altersheim, was der Beschwerdegegne-

rin offenbar zu Ohren kam (vgl. act. 19). Dass eine Privatbeiständin allenfalls von 

solchen Schritten abgesehen hätte, ist kein genügender sachlicher Grund für die 

pauschale Ablehnung einer Berufsbeiständin.  

Dass die Beschwerdegegnerin mit solchen Veränderungen Mühe hat, ist nach-

vollziehbar, insbesondere falls sie ohne ihr Wissen erfolgen. Ob tatsächlich keine 

Information (auch nicht von Seiten der Bank) erfolgte oder ob sie diese nicht ver-

standen hatte oder wieder vergass, muss mit Blick auf ihren Gesundheitszustand 

allerdings offen bleiben. Grundsätzlich gehört die Orientierung der betroffenen 

Person über solche Schritte zu den Aufgaben der Beiständin und trägt zur Akzep-

tanz und zum reibungslosen Vollzug der Massnahme bei, wobei Art und Umfang 

der Information der Urteilsfähigkeit der betroffenen Person anzupassen sind.  

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Ein persönlicher Kontakt zwischen der Beschwerdegegnerin und der Beiständin 

scheint noch nicht stattgefunden zu haben. Das dürfte damit zusammen hängen, 

dass die Ernennung der Beiständin durch die KESB nicht in Rechtskraft erwuchs 

und durch den Bezirksrat aufgehoben wurde. Mit dem vorliegenden Entscheid fällt 

dieses Hindernis weg. Angesichts des Vertrauens, das die Beschwerdegegnerin 

den Behördenvertretern und der Delegation des Gerichts im Rahmen dieses Ver-

fahrens entgegen brachte, ist zu hoffen, dass es der (neuen) Beiständin in der 

persönlichen Begegnung gelingt, der Behörde ein Gesicht zu geben und die Vor-

behalte der Beschwerdegegnerin auszuräumen. 

6. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen und der vorinstanzliche Entscheid 

aufzuheben, was bedeutet, dass die Ernennung der Beiständin durch die KESB 

zu bestätigen ist.  

III. 

Die Beschwerdeführerin hat die Regelung der Nebenfolgen durch die Vorinstanz 

angefochten. Nachdem ihre Beschwerde gutgeheissen und der vorinstanzliche 

Entscheid aufgehoben wird, sind die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens der 

Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Ausgangsgemäss wird die Beschwerdegeg-

nerin auch für das obergerichtliche Verfahren kostenpflichtig. Die Beschwerde-

gegnerin ist zu verpflichten, der Beschwerdeführerin für beide Beschwerdeverfah-

ren eine Parteientschädigung zu bezahlen. Bei der Bemessung der Entscheidge-

bühr und der Parteientschädigung ist vom Rahmen für eine nicht vermögensrecht-

liche Streitigkeit nach den jeweils einschlägigen obergerichtlichen Verordnungen 

auszugehen. Dabei sind die Durchführung einer Anhörung im obergerichtlichen 

Verfahren und die deswegen notwendige Einholung mehrerer Stellungnahmen 

sowie der Umstand, dass vor Vorinstanz ein doppelter Schriftenwechsel durchge-

führt wurde, als Gründe für die Erhöhung der jeweiligen Grundgebühren zu be-

rücksichtigen. 

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Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Dispositiv Ziff. I Abs. 1, Ziff. II und 

Ziff. III des Urteils des Bezirksrates Zürich (Kammer I) vom 6. November 

2014 werden aufgehoben. 

2. Die Ernennung einer Beiständin/eines Beistandes im Sinne von Dispositiv 

Ziff. 2 des Beschlusses Nr. ... der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

der Stadt Zürich (Kammer I) vom 7. November 2013 wird bestätigt.  

3. Die Entscheidgebühr des Bezirksrats von Fr. 1'800.-- wird B._____ auferlegt. 

4. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 2'500.-- 

festgesetzt und B._____ auferlegt. 

5. B._____ wird verpflichtet, A._____ für die Beschwerdeverfahren vor dem 

Bezirksrat und dem Obergericht eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.-- 

zuzüglich Fr. 400.-- (8% Mehrwertsteuer), d.h. insgesamt Fr. 5'400.--, zu be-

zahlen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an Rechtsanwalt Dr. Y1._____, 

die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich, die Direktion 

der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter 

Rücksendung der eingereichten Akten – an den Bezirksrat Zürich, je gegen 

Empfangsschein. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 

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Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. D. Oehninger 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 8. Mai 2015
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.

	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Dispositiv Ziff. I Abs. 1, Ziff. II und Ziff. III des Urteils des Bezirksrates Zürich (Kammer I) vom 6. November 2014 werden aufgehoben.
	2. Die Ernennung einer Beiständin/eines Beistandes im Sinne von Dispositiv Ziff. 2 des Beschlusses Nr. ... der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich (Kammer I) vom 7. November 2013 wird bestätigt.
	3. Die Entscheidgebühr des Bezirksrats von Fr. 1'800.-- wird B._____ auferlegt.
	4. Die Entscheidgebühr für das obergerichtliche Verfahren wird auf Fr. 2'500.-- festgesetzt und B._____ auferlegt.
	5. B._____ wird verpflichtet, A._____ für die Beschwerdeverfahren vor dem Bezirksrat und dem Obergericht eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.-- zuzüglich Fr. 400.-- (8% Mehrwertsteuer), d.h. insgesamt Fr. 5'400.--, zu bezahlen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und an Rechtsanwalt Dr. Y1._____, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt Zürich, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich) sowie – unter Rücksendung der eingereichte...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...