# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b94b703-38d0-5af3-8560-8cb9534c7e2f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.05.2022 110 2021 188
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2021-188_2022-05-16.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2021/188

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 16. Mai 2022

in der Beschwerdesache zwischen

Herrn C.________
Beschwerdeführer 1

Frau D.________
Beschwerdeführerin 2

und

Herrn E.________
Beschwerdegegner 1

Frau F.________
Beschwerdegegnerin 2

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Bolligen, Gemeindeverwaltung,
Hühnerbühlstrasse 3, 3065 Bolligen

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Bolligen vom 
30. September 2021 (eBau Nr. 2021-3343; Luft- / Wasser - Wärmepumpe)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdegegnerschaft reichte am 12. Mai 2021 bei der Gemeinde Bolligen ein 
Baugesuch ein für das Ersetzen der alten Ölheizung durch eine aussen aufgestellte Luft-Wasser-
Wärmepumpe auf Parzelle Bolligen Grundbuchblatt Nr. H.________. Die Parzelle liegt in der 
Wohnzone W2. Am 29. Juni 2021 erteilte die Gemeinde für das Bauvorhaben eine kleine 
Baubewilligung. Dabei wurde festgestellt, es seien keine Einsprachen eingegangen.

Am 7. Juli 2021 stellte die Gemeinde fest, dass die Beschwerdeführenden fristgerecht Einsprache 
erhoben hatten, die Einsprache aber nicht auf der Bauverwaltung angekommen war. Daher 
widerrief die Gemeinde mit Verfügung vom 12. Juli 2021 die Baubewilligung vom 29. Juni 2021 
und verfügte zudem eine sofortige Einstellung der Bauarbeiten. Nachdem die Gemeinde unter 
anderem einen Fachbericht Immissionsschutz beim Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung 

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Immissionsschutz, vom 17. August 2021 eingeholt hatte, erteilte die Gemeinde am 30. September 
2021 erneut eine kleine Baubewilligung. Die Einsprache der Beschwerdeführenden wurde als 
öffentlich-rechtlich unbegründet abgewiesen.

2. Gegen die Baubewilligung vom 30. September 2021 reichten die Beschwerdeführenden am 
28. Oktober 2021 Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. 
Sie verlangen einen anderen Standort für die Wärmepumpe und beantragen damit sinngemäss 
die Aufhebung des Entscheids vom 30. September 2021 und die Erteilung des Bauabschlags für 
das Baugesuch vom 12. Mai 2021.

3. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet1, führte den 
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Dabei gab es auch dem AUE Gelegenheit zur 
Stellungnahme. Die Beschwerdegegnerschaft formuliert in ihrer Stellungnahme vom 4. November 
2021 kein ausdrückliches Rechtsbegehren, zeigt sich mit der Beschwerde aber nicht 
einverstanden und beantragt damit implizit die Abweisung der Beschwerde. Das AUE hält in seiner 
Stellungnahme vom 30. November 2021 an seinem Fachbericht vom 17. August 2021 fest und 
äussert sich darüber hinaus zu den Beschwerderügen. Die Gemeinde Bolligen beantragt in ihrer 
Stellungnahme vom 1. Dezember 2021 die Abweisung der Beschwerde.

Nachdem das Rechtsamt im mit Entscheid vom 30. September 2021 bewilligten Situationsplan 
vom 7. Mai 2021 einen Widerspruch hinsichtlich des Standorts der Wärmpumpe festgestellt hatte, 
holte es bei der Beschwerdegegnerschaft weitere Unterlagen zum genauen Aussenstandort der 
Wärmepumpe und gleichzeitig zusätzliche Auskünfte zu einem möglichen Alternativstandort im 
Gebäudeinnern ein. Im Situationsplan vom 7. Mai 2021 war die Distanz zwischen der 
Wärmepumpe und der Fassade des Gebäudes der Beschwerdegegnerschaft mit 6 m angegeben, 
im Plan gemessen betrug diese Distanz nur 3 m. Mit Stellungnahme vom 7. Februar 2022 
(Eingangsdatum 15. Februar 2022) reichte die Beschwerdegegnerschaft einen neuen 
Situationsplan vom 9. Februar 2022 ein. Demnach war der Standort im Situationsplan vom 7. Mai 
2021 richtig eingezeichnet, aber die Distanzangabe war falsch, die geplante Wärmepumpe 
befindet sich 3 m von der Fassade entfernt. Aufgrund des neuen Situationsplans holte das 
Rechtsamt einen weiteren Fachbericht der Abteilung Immissionsschutz des AUE vom 1. April 
2022 ein. Von der Gelegenheit, Schlussbemerkungen zum Verfahren einzureichen, machten die 
Verfahrensbeteiligten keinen Gebrauch.

4. Auf die Rechtsschriften und Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den 
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Eintreten

Angefochten ist ein Bauentscheid. Bauentscheide können nach Art. 40 BauG2 innert 30 Tagen 
seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die 
Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, 
die Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige 
Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Einsprache 

1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191)
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)

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abgewiesen wurde, sind als unmittelbare Nachbarn des Bauvorhabens durch den vorinstanzlichen 
Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht 
eingereichte Beschwerde ist einzutreten.

2. Verfahrensablauf

Die Beschwerdeführenden sehen ihr Vertrauen in die Gemeindeverwaltung getrübt. Dies weil ihre 
Einsprache offenbar nicht bei der für Baubewilligungsverfahren zuständigen Bauverwaltung 
angekommen ist, obschon sie gemäss Empfangsbestätigung anscheinend der 
Gemeindeverwaltung zugestellt wurde. Wie es sich damit genau verhält und was genau passiert 
ist, braucht jedoch nicht geklärt zu werden. Die Bauverwaltung hat den ursprünglichen 
Bauentscheid vom 29. Juni 2021 in Kenntnis der verloren gegangenen Einsprache am 12. Juli 
2021 widerrufen und am 30. September 2021 unter Berücksichtigung der Einsprache einen neuen 
Bauentscheid gefällt. Sie hat somit den Fehler umgehend korrigiert und dafür gesorgt, dass den 
Beschwerdeführenden kein Nachteil entstanden ist. Das Verhalten der Bauverwaltung ist nicht zu 
beanstanden.

3. Standort Wärmepumpe

a) Die Beschwerdeführenden stören sich am Standort der geplanten Wärmpumpe. Sie 
verlangen, dass diese nicht in der Nähe und in Richtung ihres Grundstücks, sondern im Norden, 
Osten oder Westen der Bauparzelle oder im Innern des Gebäudes (grosse Waschküche) 
aufgestellt werde. Der geplante Standort befinde sich im Steilhang und ihr Haus befinde sich direkt 
darunter. Daher wäre der Lärm bei diesem Standort frontal auf ihr Schlafzimmer und insgesamt 
sieben Fenster an ihrer Nordfassade ausgerichtet. Der Fachbericht Immissionsschutz könne nicht 
akzeptiert werden, dieser habe die steile Hanglage als verstärkenden Lärmfaktor nicht 
berücksichtigt.

Die Beschwerdegegnerschaft macht dazu geltend, die geplante Wärmepumpe verursache 
weniger Lärm als die bestehende Ölheizung, sämtliche Vorgaben seien eingehalten. Dies gelte 
nicht nur für die Lärmgrenzwerte, sondern auch für die Vorsorge. Sie hätten sich die Suche nach 
einem idealen Standort der Ausseneinheit der Wärmepumpe nicht einfach gemacht, der Standort 
sei ideal. Der Standort befinde sich auf der Sonnenseite mit der grösstmöglichen 
Passivenergienutzung. Zudem befinde sich der Standort in grösstmöglichem Abstand zu den 
Nachbarn, «der Abstand zu der Beschwerdeführerin ist mit Abstand der Grösste». Eine 
Innenaufstellung komme nicht in Frage, weil eine solche von den Architekten als risikohaft beurteilt 
worden sei. Am schlechtesten sei ein Standort an der Nordseite, da es dort sehr viel Ostwind 
gebe, der Standort im Sonnenschatten liege und Gefahr bei Schneeräumung bestehe. Auch eine 
Schalldämmhaube sei geprüft worden, dagegen spreche die Kosten-Nutzen-Rechnung. 
Abschliessend betont die Beschwerdegegnerschaft, ihr sei es aus ökologischen Gründen wichtig, 
von der Ölheizung wegzukommen.

Die Gemeinde Bolligen verweist primär auf das AUE. Dieses habe weitere vorsorgliche 
Massnahmen als unverhältnismässig erachtet. Was die Hanglage betreffe, so habe das AUE in 
einer E-Mail vom 16. September 2021 bestätigt, dass diese berücksichtigt worden sei.

b) Die Beschwerdegegnerschaft beabsichtig die Installation einer Wärmepumpe mit 
Ausseneinheit. Gemäss den Unterlagen handelt es sich um das Modell «Panasonic Aquarea SQ 

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T-CAP 12H-Serie».3 Bei der fraglichen Wärmepumpe handelt es sich um eine ortsfeste Anlage im 
Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG4 und Art. 2 Abs. 1 LSV5, bei deren Betrieb Lärm verursacht wird und 
deshalb die bundesrechtlichen Bestimmungen über den Lärmschutz Anwendung finden. Nach 
Art. 25 Abs. 1 USG dürfen ortsfeste Anlagen nur errichtet werden, wenn die durch diese Anlagen 
allein erzeugten Lärmimmissionen die Planungswerte in der Umgebung nicht überschreiten. 
Gemäss Art. 40 Abs. 1 und Anhang 6 LSV, der unter anderem die Belastungsgrenzwerte für den 
Lärm von Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen regelt, gilt für die ES Il ein Planungswert von 55 
dB(A) am Tag und 45 dB(A) in der Nacht. Dabei ergibt sich der massgebliche Beurteilungspegel 
Lr aus der Summe des A-bewerteten Mittelungspegels Leq am Immissionsort und der 
Pegelkorrekturen K1-K3.6

c) Sowohl die Bauparzelle als auch die Parzelle der Beschwerdeführenden Bolligen 
Grundbuchblatt Nr. I.________ liegen in der Wohnzone W2. Die Wohnzone ist gemäss Art. 3 
GBR7 der Lärmempfindlichkeitsstufe ES II zugeteilt. Das AUE führte in seinem Fachbericht vom 
17. August 2021 aus, der vorgesehene Wärmepumpentyp emittiere gemäss 
Schalldatenverzeichnis der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) einen nächtlichen 
Schallleistungspegel Lw von 55 dB(A). Der nächste lärmrelevante Immissionsort liege an der 
Fassade des Wohnhauses auf der Parzelle Nr. 2124 (Wohnhaus Beschwerdeführende). Die 
Distanz von der Wärmepumpe zu dieser Fassade betrage 13 m. Es werde ein hörbarer 
Schallpegel von 24.7 dB(A) sowie ein Beurteilungspegel Lr von 36.7 dB(A) erwartet. Die 
Wärmepumpe halte die Planungswerte bei den relevanten Immissionsorten in der Nachbarschaft 
ein und erfülle somit die Anforderungen der LSV.

Dabei war das AUE aber von einer freistehenden Wärmepumpe ausgegangen, weil die Distanz 
zur Fassade im alten Situationsplan vom 7. Mai 2021 mit 6 m angegeben war. Eine solche 
Situation wird im Lärmschutznachweis mit 3 dB(A) berücksichtigt. Gemäss der Vollzugshilfe des 
cercle bruit ist eine Wärmepumpe aber erst dann freistehend, wenn sie mindestens 5 m Abstand 
zur Wand hat. Im vorliegenden Fall beträgt der Abstand gemäss neuem Situationsplan vom 
9. Februar 2022 nur 3 m. Somit handelt es sich gemäss Vollzugshilfe des cercle bruit um eine 
Wärmepumpe an der Wand, was mit 6 dB(A) zu berücksichtigen ist.8 Dafür vergrössert sich der 
Abstand zum nächsten Immissionsort von 13 auf 16 m. Letztlich ergibt sich somit gemäss 
Lärmschutznachweis des AUE, Abteilung Immissionsschutz, vom 23. März 2022 ein hörbarer 
Schallpegel von 25.9 dB(A) und ein Beurteilungspegel von 37.9 dB(A).9

Die Beschwerdeführenden rügen diesbezüglich nur, die steile Hanglage als verstärkender 
Lärmfaktor sei nicht berücksichtigt worden. Das AUE führt dazu in seiner Stellungnahme vom 
30. November 2021 aus, es sei am 22. November 2021 vor Ort gewesen und habe die geltend 
gemachte Hanglage besichtigt. Der Hang sei stark bewachsen, weshalb die genaue Distanz zu 
den Fenstern der Beschwerdeführenden mit dem Lasergerät nicht habe gemessen werden 
können. In seinem Fachbericht sei es von einer direkten, horizontalen Schallausbreitung zur 
Fassade des Wohnhauses der Beschwerdeführenden ausgegangen und habe gestützt auf den 
Geometerplan eine horizontale Distanz angenommen. Durch die Hangneigung (Schräge) sei die 
Distanz tatsächlich grösser, als in der Berechnung angenommen, womit mit einem tieferen 
Schallpegel bei den Beschwerdeführenden gerechnet werden könne als im Fachbericht 

3 Vorakten pag. 76 ff.
4 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
5 Lärmschutz-Verordnung des Bundesrates vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41)
6 Vgl. Anhang 6 Ziff. 31 Abs. 2 LSV
7 Baureglement der Einwohnergemeinde Bolligen vom 15. September 2020
8 Siehe Cercle Bruit, Vollzugshilfe 6.21: Lärmrechtliche Beurteilung von Luft/Wasser-Wärmepumpen, Ziff. 2.2
9 Siehe Beilage zur Stellungnahme des AUE vom 1. April 2022

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angenommen. Die Hanglage habe somit einen positiven Einfluss auf die Lärmbelastung der 
Beschwerdeführenden durch die Wärmepumpe.

Diese Ausführungen des AUE als der zuständigen kantonalen Fachbehörde sind nachvollziehbar 
und überzeugend. Inwiefern die steile Hanglage ein verstärkender Lärmfaktor sein soll, wird von 
den Beschwerdeführenden nicht näher begründet. Wird der Lärmprognose, wie dies das AUE 
getan hat, die horizontale Distanz von der Wärmepumpe zu den Fenstern der 
Beschwerdeführenden zugrunde gelegt, hat die Hanglage vielmehr einen positiven Effekt auf 
deren Lärmsituation, da die tatsächliche Distanz grösser und damit der Beurteilungspegel kleiner 
ist. Somit ist hier davon auszugehen, dass die Wärmepumpe die Planungswerte bei den 
relevanten Immissionsorten in der Nachbarschaft einhält und insofern die Anforderungen der LSV 
erfüllt. Dabei sind die Planungswerte nicht nur knapp, sondern sehr deutlich eingehalten – die 
Differenz zwischen dem nächtlichen Planungswert und dem entsprechenden Beurteilungspegel 
beträgt gemäss Lärmschutznachweis vom 23. März 2022 über 7 dB(A). Mit Blick auf die 
Lärmgrenzwerte kann somit kein anderer Standort für die Ausseneinheit der Wärmepumpe 
verlangt werden.

d) Auch wenn die Planungswerte eingehalten sind, ist im Einzelfall zu prüfen, ob im Rahmen 
des Vorsorgeprinzips zusätzliche Emissionsbegrenzungen erforderlich sind.10 Danach sind die 
Lärmemissionen so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie 
wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV). Ist eine Anlage zu 
beurteilen, die die massgebenden Planungswerte einhält, gelten praxisgemäss weitergehende 
Emissionsbeschränkungen nur dann als verhältnismässig, wenn mit relativ geringem Aufwand 
eine wesentliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann.11 Gemäss der Vollzugshilfe 
Cercle Bruit ist bei neu eingebauten Wärmepumpenanlagen das Vorsorgeprinzip eingehalten, 
wenn eine Anlage mit tiefem Schallleistungspegel gewählt wird bzw. diese dem Stand der Technik 
entspricht, der Aufstellungsort richtig gewählt ist und weitere Lärmschutzmassnahmen geprüft 
wurden.12

e) Das AUE hat in seinem Fachbericht vom 17. August 2021 festgehalten, mit einem 
nächtlichen Schallleistungspegel von 55 dB(A) handle es sich um eine eher leise Wärmepumpe. 
Der Standort der Wärmepumpe werde als gut gewählt beurteilt. Die Vorsorge sei damit beachtet 
worden. Weitere vorsorgliche Massnahmen wie beispielsweise eine innen aufgestellte 
Wärmepumpe und andere Aussenstandorte seien geprüft worden. Die Umsetzung weiterer 
Massahmen im Rahmen der Vorsorge werde aufgrund erheblicher Kosten und technischer 
Schwierigkeit als unverhältnismässig erachtet.

In seiner Stellungnahme vom 30. November 2021 verweist das AUE auf eine Stellungnahme und 
eine E-Mail der Beschwerdegegnerschaft, aus denen hervorgehe, weshalb weder eine 
Innenaufstellung in Frage komme noch ein anderer Aussenstandort besser geeignet sei. Die 
entsprechenden Aussagen der Beschwerdegegnerschaft seien nachvollziehbar und plausibel. 
Eine Besichtigung der Aussenstandorte vor Ort habe die Überlegungen der 
Beschwerdegegnerschaft bestätigt. Weitere vorsorgliche Massnahmen würden daher als 
unverhältnismässig erachtet.

f) Der E-Mail der Beschwerdegegnerschaft vom 6. August 2021 lässt sich entnehmen, dass 
für eine Innenaufstellung zwei Fassadenöffnungen in der Grösse von 92 mal 92 cm benötigt 

10 Vgl. BGE 141 II 476 E. 3.2, 124 II 517 E. 4b; BGer 1C_204/2015 vom 18.1.2016, E. 3.7, 1C_393/2014 vom 
3.3.2016, E. 6.2, je mit Hinweisen
11 BGer 1C_393/2014 vom 3.3.2016, E. 6.2 mit Hinweisen; BGE 133 II 169 E. 3.2; VGE 2017/319 vom 6. Juni 2018, 
E. 3.2
12 Cercle Bruit, Vollzugshilfe 6.21: Lärmrechtliche Beurteilung von Luft/Wasser-Wärmepumpen, Ziff. 2.1

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würden. Da es sich bei den Kellerwänden lediglich um Bruchsteinwände handle, würden solche 
Öffnungen hangseits (Nordfassade) vom Architekten wegen der Statik als riskant eingestuft. 
Zudem bestehe auch die Gefahr von Wassereintritt vom Hang, weshalb der Architekt von einer 
entsprechenden Innenaufstellung abgeraten habe. Bei einer Innenaufstellung an der Ost- oder 
Westfassade bestünden weitere Probleme, insbesondere die benötigte Distanz zwischen 
Luftansaug- und Luftausblasschacht und die Distanz zur Nachbarschaft. In der Stellungnahme 
vom 7. Februar 2022 betont die Beschwerdegegnerschaft noch einmal, ihr Architekt erachte die 
Schaffung von zwei zusätzlichen Öffnungen im alten Mauerwerk als heikel, egal auf welcher 
Fassadenseite. Der von den Beschwerdeführenden vorgeschlagene Standort in der Waschküche 
sei zudem schon alleine wegen der nötigen Raumbreite nicht möglich, die Waschküche sei dafür 
zu klein. Das Untergeschoss im Anbau sei bewohnt, weshalb auch hier keine Innenaufstellung in 
Frage komme. Diese Schwierigkeiten und Gründe, die einer Innenaufstellung entgegenstehen, 
sind glaubhaft und nachvollziehbar, zumal neue Fassadenöffnungen auch mit erheblichen Kosten 
verbunden wären. Die Beschwerdeführenden erachten zwar in ihrer Beschwerde die Waschküche 
als möglichen Standort für eine Innenaufstellung. Mit den Argumenten der 
Beschwerdegegnerschaft, weshalb eine Innenaufstellung nicht möglich sei, setzen sie sich jedoch 
nicht auseinander.

g) In ihrem Schreiben vom 12. Juli 2021 äusserte sich die Beschwerdegegnerschaft zu 
alternativen Aussenstandorten. Demnach sei ein Standort im Süden aufgrund der 
grösstmöglichen Passivenergienutzung optimal. Zudem sei im Süden der Abstand zur 
Nachbarschaft am Grössten, insbesondere im Osten wäre die Distanz zur Nachbarschaft deutlich 
geringer. Demgegenüber bestehe im Westen und im Norden eine Gefahr bei Schneeräumung. Im 
Übrigen sei die Nordseite der schlechteste Standort, da er im Schatten liege und es dort viel 
Ostwind gebe. Auch diese Argumente sind nachvollziehbar, zumal sie sich gemäss AUE 
anlässlich einer Besichtigung der möglichen Aussenstandorte am 22. November 2021 vor Ort 
bestätigt haben. Die Beschwerdeführenden schlagen zwar in ihrer Beschwerde alternative 
Aussenstandorte im Norden, Westen oder Osten vor. Mit den Argumenten der 
Beschwerdegegnerschaft, weshalb es keinen geeigneteren Aussenstandort gebe, setzen sie sich 
jedoch nicht auseinander. Letztlich bringen die Beschwerdeführenden als einziges Argument vor, 
sie möchten die Wärmepumpe nicht in Nähe und Richtung ihres Grundstücks aufgestellt haben. 
Damit lässt sich aber kein besserer Alternativstandort begründen. Im Übrigen ist bei der 
Standortwahl zu berücksichtigen, dass die Planungswerte grundsätzlich auch gegenüber 
lärmempfindlichen Räumen des eigenen Gebäudes einzuhalten sind,13 was die Suche nach 
alternativen Aussenstandorten ebenfalls einschränkt.

h) Hinsichtlich weiterer Lärmschutzmassnahmen ist zu berücksichtigen, dass laut AUE an der 
Fassade des Gebäudes der Beschwerdeführenden als dem nächsten relevanten Immissionsort 
mit einem hörbaren Schallpegel von 25.9 dB(A) zu rechnen ist, wobei es sich dabei um eine Worst-
case-Betrachtung handelt. Die gerechneten Schallpegel an den Immissionsorten liegen eher 
höher als die Schallpegel, die bei den Immissionsorten effektiv eintreffen. Denn die Berechnung 
basiert auf den absolut ungünstigsten Werten, das heisst bei Volllast der Wärmepumpe im 
Dauerbetrieb, also ohne dass der Lärm über eine bestimmte effektive Betriebszeit gemittelt wird. 
Unter diesen Umständen und dem hier gerechneten Schallpegel kann davon ausgegangen 
werden, dass die Lärmimmissionen der geplanten Wärmepumpe für die Beschwerdeführenden 
kaum oder gar nicht wahrnehmbar sein werden.

Damit ist die Hürde für weitere Lärmschutzmassnahmen relativ hoch, da mit relativ geringem 
Aufwand in der Regel keine wesentliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann. Gemäss 

13 Robert Wolf, in Kommentar USG, 2000, Art. 25 N. 59; vgl. auch Ziff. 2.3 f. Cercle Bruit, Vollzugshilfe 6.21: 
Lärmrechtliche Beurteilung von Luft/Wasser-Wärmepumpen, Ziff. 2.4

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Schreiben der Beschwerdeführenden vom 11. Mai 2021 wurde hier eine Schalldämmhaube 
geprüft. Zwar ist ihre Aussage, der Lärm könnte «nur» um 11 dB(A) verringert werden, nicht 
nachvollziehbar. Eine Reduktion um 11 dB(A) wäre grundsätzlich beträchtlich. Allerdings ist die 
Wärmepumpe in der Nachbarschaft in den lärmempfindlichen Räumen nach Art. 2 Abs. 6 Bst. a 
LSV ohnehin kaum oder gar nicht wahrnehmbar. Die voraussichtlichen Kosten von knapp 
CHF 10 000.– für eine Schalldämmhaube sind unter diesen Umständen und unter 
Berücksichtigung der Kosten für eine Wärmepumpe unverhältnismässig hoch. Die 
Beschwerdeführenden verlangen denn auch nur einen anderen Standort, nicht aber zusätzliche 
Lärmschutzmassnahmen wie zum Beispiel eine Schaldämmhaube.

i) Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beurteilung des AUE als Fachbehörde hinsichtlich 
Vorsorge überzeugt. Mit der Wahl eines eher lärmarmen Geräts, das dem Stand der Technik 
entspricht, und der Auflage, dass die Wärmepumpe während der akustischen Nachtzeit in einem 
schallreduzierten Nachtmodus zu betreiben ist, wurde vorliegend dem Vorsorgeprinzip nach 
Art. 11 Abs. 2 USG i.V.m. Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV genügend Rechnung getragen. Auch mit Blick 
auf die Vorsorge kann daher entgegen dem Antrag der Beschwerdeführenden kein anderer 
Standort für die Ausseneinheit der Wärmepumpe verlangt werden. Die Rügen der 
Beschwerdeführenden erweisen sich demnach als unbegründet. Daher ist die Beschwerde 
abzuweisen und die angefochtene Baubewilligung zu bestätigen.

j) Der von der Vorinstanz bewilligte Situationsplan vom 7. Mai 2021 hat sich als 
widersprüchlich herausgestellt, der eingezeichnete Standort der Wärmepumpe stimmte nicht mit 
den Distanzangaben überein. Dieser Wiederspruch wurde mit dem im Beschwerdeverfahren 
eingereichten Situationsplan vom 9. Februar 2022 ausgeräumt. Da sich am Standort dadurch 
nichts geändert hat, handelt es sich dabei nicht um eine Projektänderung. Dennoch muss die 
angefochtene Baubewilligung entsprechend korrigiert werden, bewilligt ist nicht mehr der 
Situationsplan vom 7. Mai 2021, sondern derjenige vom 9. Februar 2022 (gestempelt vom 
Rechtsamt der BVD am 15. Februar 2022). Im bewilligten Grundrissplan sind sowohl der Standort 
falsch eingezeichnet als auch die Distanzangabe falsch, gemäss beiden Angaben beträgt die 
Distanz von der Wärmepumpe zur Fassade 6 m. Da dieser Grundrissplan aber im Vergleich zum 
Situationsplan keine zusätzlichen Angaben enthält, ist er entbehrlich, weshalb er in der 
angefochtenen Baubewilligung gestrichen wird. Aufgrund des aktualisierten 
Lärmschutznachweises vom 23. März 2022 ist auch der bewilligte Lärmschutznachweis vom 
7. Mai 2021 überholt. Da auch dieser entbehrlich ist, kann auch er in der Baubewilligung 
gestrichen werden.

4. Kosten

a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens gelten die Beschwerdeführenden als unterliegende 
Partei. Die Ausräumung des Wiederspruchs in den bewilligten Plänen hinsichtlich des Standorts 
der Wärmepumpe geht nicht auf die Beschwerde zurück, weshalb dies im Kostenpunkt nicht zu 
berücksichtigen ist. Als unterliegende Partei haben somit die Beschwerdeführenden die 
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG14). Diese werden bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von CHF 1200.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV15). Die 
Beschwerdeführenden haften solidarisch für den gesamten Betrag.

14 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
15 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

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b) Keine der Parteien war anwaltlich vertreten. Damit sind keine Parteikosten im Sinne des 
Gesetzes entstanden (Art. 104 Abs. 1 VRPG).

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. In Ziffer C.1.a) des Bauentscheids der Gemeinde Bolligen vom 30. September 2021 wird 
«Situation Baugesuch 1:500 vom 6. Mai 2021» ersetzt durch «Situationsplan 1:500 vom 
9. Februar 2022, gestempelt vom Rechtsamt der BVD am 15. Februar 2022». Zudem 
werden in dieser Ziffer «Plan Grundriss, Eingang Bauverwaltung am 12. Mai 2021» und 
«Lärmschutznachweis vom 7. Mai 2021» gestrichen. Im Übrigen wird der Bauentscheid der 
Gemeinde Bolligen vom 30. September 2021 bestätigt.

3. Je ein Exemplar des Situationsplans vom 9. Februar 2022, gestempelt vom Rechtsamt der 
BVD am 15. Februar 2022, geht an die Gemeinde Bolligen und an die 
Beschwerdegegnerschaft.

4. Die Verfahrenskosten von CHF 1200.– werden den Beschwerdeführenden zur Bezahlung 
auferlegt. Sie haften solidarisch für den gesamten Betrag. Eine separate Zahlungseinladung 
folgt, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

5. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

IV. Eröffnung

- Frau D.________ und Herrn C.________, eingeschrieben
- Frau F.________ und Herrn E.________, mit Beilage gemäss Ziff. 3, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Bolligen, Gemeindeverwaltung, mit Beilage gemäss 

Ziff. 3, eingeschrieben
- Amt für Umwelt und Energie (AUE), Abteilung Immissionsschutz, zur Kenntnis, per Mail

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine 
allfällige Verwaltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, 
muss einen Antrag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine 
Unterschrift enthalten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind 
beizulegen.