# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b14ce3b5-8ff7-5013-b283-440aae3edddd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-12
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 12.06.2024 B-1136/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-1136-2023_2024-06-12.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung II 

B-1136/2023 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 2 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Richterin Chiara Piras (Vorsitz), 

Richter Marc Steiner, Richter David Aschmann,  

Gerichtsschreiber Selim Haktanir. 
 

 
 

Parteien 
 InTime Service GmbH, 

Am Kirchhorster See 1, DE-30916 Isternhagen,   

vertreten durch die Rechtsanwälte 

MLaw Fanny Rocchi und lic. iur. Claude Schluep, 

Schluep | Degen Rechtsanwälte, 

Falkenplatz 7, Postfach, 3001 Bern,  

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE, 

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Internationale Registrierung IR 1'539'009  

inTime AGILE LOGISTICS (fig.). 

 

 

 

B-1136/2023 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin ist Inhaberin der internationalen Registrierung (IR) 

Nr. 1'539'009 "inTime AGILE LOGISTICS (fig.)" mit Basiseintragung in 

Deutschland. Das beanspruchte Zeichen hat folgendes Erscheinungsbild: 

 

Das Zeichen ist als Wort-/Bildmarke mit Farbanspruch "rouge, noir" hinter-

legt. Es wird für folgende Dienstleistungen beansprucht: 

Klasse 35: Travaux de bureau logistiques; administration commerciale dans le 

domaine des transports et livraisons; services de conseillers en gestion d'af-

faires dans le domaine des transports et livraisons; gestion commerciale dans 

le domaine du transport et de la livraison. 

Klasse 36: Services de dédouanement et d'assurance de transport. 

Klasse 38: Fourniture d'accès à des informations et données dans des bases 

de données et sur Internet dans le domaine des services de messagerie et 

express et de courrier, colis et lettres. 

Klasse 39: Transport, en particulier transport terrestre, maritime et aérien de 

documents, produits, marchandises et colis; conditionnement et stockage de 

produits, marchandises et colis; informations en matière de transport; courtage 

de fret; collecte de produits, marchandises, colis et courrier à des fins de trans-

port; déchargement de fret; informations en matière d'entreposage; services 

de coursiers; services de conseillers en logistique dans le secteur des trans-

ports; collecte et livraison de documents, produits et colis; suivi et localisation 

dans le secteur du transport; location d'entrepôts; organisation et manutention 

de retours (gestion de retours); manutention et exécution d'expéditions; ma-

nutention et affranchissement de courrier; location de moyens de transport; 

services de conseillers en matière de transport. 

Klasse 42: Conception et développement de matériel informatique et logiciels. 

B.  

Am 2. Juli 2020 notifizierte die Organisation Mondiale de la Propriété Intel-

lectuelle (OMPI) der Vorinstanz die von der Inhaberin beantragte Schutz-

ausdehnung auf die Schweiz. Die oben abgebildete internationale Regist-

rierung wird für die genannten Dienstleistungen beansprucht. 

B-1136/2023 

Seite 3 

C.  

Die Vorinstanz erklärte mit Schreiben vom 4. Juni 2021, sie verweigere 

dem Zeichen vorläufig die Schutzausdehnung auf die Schweiz ("Notifica-

tion de refus provisoire total [d'office]"). Das Zeichen sei in Bezug auf die 

beanspruchten Dienstleistungen ein direkter Verweis auf deren Besonder-

heiten, insbesondere auf die Art und Qualität. Die geringe grafische Gestal-

tung des Zeichens sei nicht geeignet, den Gesamteindruck eines beschrei-

benden Zeichens zu verändern. 

D.  

Mit Stellungnahme vom 3. November 2021 ersuchte die Beschwerdefüh-

rerin die Vorinstanz, den schweizerischen Teil der strittigen IR-Marke in al-

len Klassen vollständig im Register einzutragen. Es handle sich um eine 

Wort-/Bildmarke mit Farbanspruch und spezieller grafischer Gestaltung. 

Ob das Zeichen zum Gemeingut gehöre, sei nach dem Eindruck, den sie 

als Ganzes mache, zu beurteilen. Das Zeichen sei mehrdeutig und weise 

keinen auf Anhieb klar beschreibenden Charakter auf. 

E.  

Mit Schreiben vom 18. November 2022 hielt die Vorinstanz an der vollum-

fänglichen vorläufigen Schutzverweigerung der internationalen Registrie-

rung fest. Es handle sich um einen beschreibenden, qualitativ anpreisen-

den Slogan und werde der internationalen Registrierung die Schutzauswei-

tung für alle Dienstleistungen verweigert. 

In der Folge liess die Beschwerdeführerin die von der Vorinstanz gesetzte 

Frist zur Stellungnahme unbenutzt verstreichen. 

F.  

Mit Verfügung vom 30. Januar 2023 bestätigte die Vorinstanz ihre materi-

elle Beurteilung und verweigerte der Marke den Schutz in der Schweiz für 

alle beanspruchten Dienstleistungen. 

G.  

Mit Eingabe vom 27. Februar 2023 erhob die Beschwerdeführerin dagegen 

Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht. Sie beantragt, die Verfü-

gung der Vorinstanz sei aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, 

die internationale Registrierung für alle beanspruchten Dienstleistungen 

der Klassen 35, 36, 38, 39 und 42 in der Schweiz zum Schutz zuzulassen. 

Das Verfahren sei auf dem schriftlichen Weg zu erledigen. Alles unter Kos-

ten- und Entschädigungsfolge.  

B-1136/2023 

Seite 4 

H.  

Mit Vernehmlassung vom 17. April 2023 beantragt die Vorinstanz die kos-

tenpflichtige Abweisung der Beschwerde. Bezüglich des Sachverhaltes 

und der materiellrechtlichen Begründung verweist sie auf ihre vorherigen 

Ausführungen und nimmt ergänzend Stellung.  

I.  

Die Parteien liessen sich in der Folge nicht mehr vernehmen. 

J.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, 

soweit erforderlich, im Rahmen der folgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden ge-

gen Eintragungsverfügungen der Vorinstanz in Markensachen zuständig 

(Art. 31 und 33 Bst. e des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 

Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]). Als Verfügungsadressatin 

ist die Beschwerdeführerin zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 48 

Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwal-

tungsverfahren [VwVG, SR 172.021]). Die Beschwerde wurde frist- und 

formgerecht erhoben (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG) und der 

Kostenvorschuss fristgerecht geleistet (Art. 63 Abs. 4 VwVG). Auf die Be-

schwerde ist somit einzutreten. 

2.  

2.1 Strittig ist vorliegend, ob die Vorinstanz zu Recht der internationalen 

Registrierung Nr. 1'539'009 für alle beanspruchten Dienstleistungen den 

Schutz in der Schweiz verweigert hat. 

2.2 Die Beschwerdeführerin hat ihren Sitz in Deutschland. Zwischen 

Deutschland und der Schweiz gelten das Protokoll vom 27. Juni 1989 zum 

Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken 

(MMP, SR 0.232.112.4) sowie die Pariser Übereinkunft vom 20. März 1883 

zum Schutz des gewerblichen Eigentums, revidiert in Stockholm am 

14. Juli 1967 (PVÜ, SR 0.232.04). 

B-1136/2023 

Seite 5 

Nach Art. 5 Abs. 1 MMP i.V.m. Art. 6quinquies Bst. B Ziff. 2 PVÜ darf einer in-

ternationalen Registrierung der Schutz verweigert werden, wenn ihr jegli-

che Unterscheidungskraft fehlt oder sie "ausschliesslich aus Zeichen oder 

Angaben zusammengesetzt ist, die im Verkehr zur Bezeichnung der Art, 

der Beschaffenheit, der Menge, der Bestimmung, des Wertes, des Ur-

sprungsortes der Erzeugnisse oder der Zeit der Erzeugung dienen können, 

oder die im allgemeinen Sprachgebrauch oder in den redlichen und stän-

digen Verkehrsgepflogenheiten des Landes, in dem der Schutz bean-

sprucht wird, üblich sind". Dieser zwischenstaatlichen Regelung entspricht 

Art. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 28. August 1992 über den Schutz 

von Marken und Herkunftsangaben (MSchG, SR 232.11), wonach Zei-

chen, die Gemeingut sind, vom Markenschutz ausgeschlossen sind, sofern 

sie sich nicht für Waren oder Dienstleistungen, für die sie beansprucht wer-

den, im Verkehr durchgesetzt haben. Rechtsprechung und Lehre zu dieser 

Norm können somit herangezogen werden (Urteile des BGer 4A_330/2009 

vom 3. September 2009 E. 2.3.1 "MAGNUM" [fig.]; 4A_492/2007 vom 

14. Februar 2008 E. 2 "Gipfeltreffen"; Urteil des BVGer B-4493/2022 vom 

26. Juli 2023 E. 3.2 "[Apfel] [fig.]"). 

2.3 Als Gemeingut im Sinne von Art. 2 Bst. a MSchG gelten einerseits Zei-

chen, die vom Publikum nicht als Hinweis auf eine bestimmte Betriebsher-

kunft verstanden werden und denen damit die für eine Individualisierung 

der Ware oder Dienstleistung des Markeninhabers erforderliche Unter-

scheidungskraft fehlt, sowie andererseits Zeichen, die aus anderen Grün-

den für den Wirtschaftsverkehr freizuhalten sind, wobei die beiden Fall-

gruppen eine gewisse Schnittmenge aufweisen (BGE 148 III 257 E. 6.2.2 

"Puma World Cup Qatar 2022 et al./Qatar 2022 [fig.] et al."; 143 III 127 

E. 3.3.2 "[Rote Damenschuhsohle] [Position]"; 139 III 176 E. 2 "YOU"; 

MATTHIAS STÄDELI/SIMONE BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, in: David/Frick 

[Hrsg.], Basler Kommentar zum Markenschutz- und Wappenschutzgesetz, 

3. Aufl. 2017, Art. 2 N 34 ff.). 

2.4 Die Unterscheidungskraft fehlt Sachbezeichnungen und Zeichen, die 

beschreibend sind. Beschreibende Zeichen sind Angaben, die sich in ei-

nem direkten Bezug zum gekennzeichneten Gegenstand erschöpfen, also 

von den massgeblichen Verkehrskreisen unmittelbar und ausschliesslich 

als Aussage über bestimmte Eigenschaften der zu kennzeichnenden Wa-

ren oder Dienstleistungen verstanden werden. Als nicht schutzfähig fallen 

hierunter namentlich Zeichen, die geeignet sind im Verkehr als Hinweis 

über die Art, die Beschaffenheit, die Menge, die Bestimmung, den Wert 

oder sonstige Merkmale der beanspruchten Waren oder Dienstleistungen 

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Seite 6 

aufgefasst zu werden. Der beschreibende Charakter solcher Hinweise 

muss vom angesprochenen Publikum ohne besondere Denkarbeit und 

ohne Fantasieaufwand unmittelbar erkennbar sein (BGE 148 III 257 

E. 6.2.2 "Puma World Cup Qatar 2022 et al./Qatar 2022 [fig.] et al."; 131 III 

495 E. 5 "Felsenkeller"; 128 III 447 E. 1.5 "Première"; STÄDELI/BRAUCHBAR 

BIRKHÄUSER, a.a.O., Art. 2 N 84; EUGEN MARBACH, Markenrecht, in: von 

Büren/David [Hrsg.], Schweizerisches Immaterialgüter- und Wettbewerbs-

recht, Bd. III/1, 2. Aufl. 2009, N 247 und 313 f.). Zum Gemeingut zählen 

ferner auch Zeichen, die sich in allgemeinen Qualitätshinweisen oder re-

klamehaften Anpreisungen erschöpfen (BGE 129 III 225 E. 5.1 f. "Master-

piece"; 128 III 447 E. 1.6 "Première"; Urteil des BGer 4A_178/2023 vom 

8. August 2023 E. 3.2 "Truedepth"; BVGE 2013/41 E. 3.1 "Die Post"; Ur-

teile des BVGer B-2773/2023 vom 16. Oktober 2023 E. 2.2 "StyleLine"; 

B-187/2018 vom 22. Juli 2019 E. 4.2 "Deluxe [fig.]"). 

Für die Unterscheidungskraft ist vom (1) begrifflichen Sinngehalt jedes Be-

standteiles auszugehen, um zu ermitteln, inwieweit er den massgeblichen 

Verkehrskreisen unabhängig von den eingetragenen Waren und Dienst-

leistungen geläufig ist. Anschliessend ist der (2) kontextuelle Sinngehalt 

aufgrund des Wissens, Verstehens und Erwartens der Verkehrskreise im 

eingetragenen Verwendungszusammenhang nach dem Waren- und 

Dienstleistungsverzeichnis der Marke festzustellen (Urteile des BVGer 

B-5637/2023 vom 2. April 2024 E. 3.2 "Oxycare"; B-3651/2022 vom 

11. Dezember 2023 E. 2.2 "CoolFlex"; B-3392/2023 vom 7. November 

2023 E. 4.2 "World Economic Forum"). Bei Wortverbindungen oder aus 

mehreren Einzelwörtern zusammengesetzten Zeichen ist zunächst der 

Sinn der einzelnen Bestandteile zu ermitteln und dann zu prüfen, ob sich 

aus ihrer Verbindung im Gesamteindruck ein die Ware oder Dienstleistung 

beschreibender, unmittelbar verständlicher Sinn ergibt (Urteile des BVGer 

B-4839/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.7 "FACE ID"; B-6390/2020 vom 

4. Oktober 2022 E. 2.8 "AI Brain"; B-2791/2016 vom 16. April 2018 E. 3.2 

"WingTsun", nicht publiziert in BVGE 2018 IV/3 "WingTsun"). 

2.5 Eine allfällige Mehrfachbedeutung des Zeichens führt nicht zu dessen 

Schutzfähigkeit, sofern mindestens eine der Bedeutungen eine unmittel-

bare Aussage über die betreffende Ware oder Dienstleistung darstellt. Liegt 

der beschreibende Sinn eines Zeichens offen auf der Hand, kann die Mög-

lichkeit weiterer, weniger naheliegender Deutungen den Gemeingutcharak-

ter nicht aufheben (BGE 116 II 609 E. 2a "Fioretto"; Urteil des BGer 

4A_492/2007 vom 14. Februar 2008 E. 3.4 "Gipfeltreffen"; Urteile des 

BVGer B-4839/2022 vom 5. Oktober 2023 E. 3.5 "FACE ID"; B-6390/2020 

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Seite 7 

vom 4. Oktober 2022 E. 2.9 "AI Brain"; B-1892/2020 vom 22. September 

2020 E. 2.3 "NeoGear"). Bei Mehrdeutigkeit ist mit anderen Worten für die 

Unterscheidungskraft jene Bedeutung massgebend, die aus Sicht der re-

levanten Verkehrskreise im Zusammenhang mit den beanspruchten Pro-

dukten im Vordergrund steht (BGE 145 III 178 E. 2.3.1 f. "Apple"; Urteile 

des BGer 4A_178/2023 vom 8. August 2023 E. 3.2 und 6.2 "Truedepth"; 

4A_500/2022 vom 28. März 2023 E. 3.2 und 6.2 "AI Brain"; 4A_158/2022 

vom 8. September 2022 E. 2.2 "Butterfly"). 

2.6 Soweit sich das Zeichen ohne Weiteres in zwei (oder mehr) verständ-

liche Wortteile zerlegen lässt, stellt die Zerlegung an sich keinen speziellen 

Gedankenaufwand dar, welcher der Qualifikation als beschreibendes Zei-

chen entgegenstehen würde (Urteile des BVGer B-2773/2023 vom 16. Ok-

tober 2023 E. 2.2 "StyleLine"; B-4051/2018 vom 13. Januar 2020 E. 5.3 

"Digiline"; B-5296/2012 vom 30. Oktober 2013 E. 4.3.1 "toppharm Apothe-

ken [fig.]"). 

2.7 Die Markenprüfung erfolgt in Bezug auf alle vier Landessprachen. Da-

bei kommt jeder Sprache der gleiche Stellenwert zu. Ist die Marke aus Sicht 

der massgeblichen Verkehrskreise auch nur nach einer Landessprache 

schutzunfähig, so ist die Eintragung zu verweigern (BGE 148 III 257 

E. 6.2.2 "Puma World Cup Qatar 2022 et al./Qatar 2022 [fig.] et al."; 145 III 

178 E. 2.3.1 "Apple"; 131 III 495 E. 5 "Felsenkeller"; Urteil des BGer 

4A_514/2023 vom 3. Januar 2024 E. 2.1 und 2.3.2 "Novafoil"). 

Englischsprachige Ausdrücke werden in die Beurteilung miteinbezogen, 

sofern sie für einen erheblichen Teil der massgeblichen Verkehrskreise ver-

ständlich sind (BGE 148 III 257 E. 6.2.2 "Puma World Cup Qatar 2022 et 

al./Qatar 2022 [fig.] et al."; 145 III 178 E. 2.3.1 "Apple"; 129 III 225 E. 5.1 

"Masterpiece"). Vom breiten Publikum ist die Kenntnis eines Grundwort-

schatzes englischer Vokabeln zu erwarten (BGE 125 III 193 E. 1c "Budwei-

ser"; Urteil des BVGer B-8058/2010 vom 27. Juli 2011 E. 3.2 "Ironwood"). 

Fachkreise verfügen in ihrem Fachgebiet oft über gute Englischkenntnisse 

(Urteil des BGer 4A_455/2008 vom 1. Dezember 2008 E. 4.3 "AdRank"; 

Urteile des BVGer B-2773/2023 vom 16. Oktober 2023 E. 2.4 "StyleLine"; 

B-5789/2020 vom 22. Dezember 2021 E. 4.6 "Factfulness"). 

2.8 Ob ein Zeichen zum Gemeingut gehört, beurteilt sich nach seinem Ge-

samteindruck, der bei Wort-/Bildmarken aus der Kombination der Wort- 

und Bildbestandteile resultiert. Einer im Gemeingut stehenden Bezeich-

nung kann durch eine besondere grafische Gestaltung, welche dem 

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Gesamtzeichen eine originelle, typische Ausgestaltung verleiht, zur 

Schutzfähigkeit als Wort-/Bildmarke verholfen werden (Urteile des BVGer 

B-2578/2019 vom 16. März 2020 E. 3.5 "Eurojackpot [fig.]"; B-1294/2017 

vom 21. August 2018 E. 7.4 "ONE&ONLY [fig.]"; B-2102/2016 vom 

27. März 2018 E. 6.3 "NORMA [fig.]"). Ein vom Text unabhängiges Bildele-

ment geht über blosses Beiwerk hinaus und kann zur Unterscheidungskraft 

der Marke führen, wenn es den Gesamteindruck und das Erinnerungsbild 

der Marke mitprägt und nicht seinerseits einen die Ware oder Dienstleis-

tung beschreibenden Sinngehalt transportiert. Es braucht den Wortbe-

standteil dabei nicht zu übertreffen oder zu dominieren (Urteil des BVGer 

B-2578/2019 vom 16. März 2020 E. 3.5 m.w.H. "Eurojackpot [fig.]"). 

Voraussetzung für die Eintragungsfähigkeit ist, dass die unterscheidungs-

kräftigen grafischen Elemente den Gesamteindruck wesentlich beeinflus-

sen. Je beschreibender die Wortelemente sind, desto höhere Anforderun-

gen werden an die Unterscheidungskraft der Bildelemente gestellt (Urteile 

des BVGer B-103/2020 vom 10. Mai 2021 E. 5.1 "ECOSHELL [fig.]"; 

B-7663/2016 vom 21. Dezember 2017 E. 2.6 "Super Wochenende [fig.]"; 

B-1643/2007 vom 13. September 2007 E. 6 "basilea PHARMACEUTICA 

[fig.]"; vgl. auch Urteile des BGer 4A_109/2010 vom 27. Mai 2010 E. 2.4 

"terroir [fig.]"; 4A_330/2009 vom 3. September 2009 E. 2.3.6 "MAGNUM 

[fig.]"). Übliche Schriftarten und Handschriften, eine unterschiedliche grafi-

sche Ausgestaltung einzelner Buchstaben oder eine unterschiedliche 

Grösse von Wortelementen begründen jedoch keine Unterscheidungskraft 

(Urteil des BVGer B-1190/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.6 "ERGO 

[fig.]"). Verleiht weder die Form des Schriftzuges noch der Farbanspruch 

dem zum Gemeingut gehörenden Wortzeichen Unterscheidungskraft, son-

dern prägt stattdessen das gemeinfreie Wortelement den Gesamteindruck 

des Zeichens, ist der Markenschutz mangels Unterscheidungskraft zu ver-

weigern (Urteil des BGer 4A_330/2009 vom 3. September 2009 E. 2.3.6 

"MAGNUM [fig.]"; Urteil des BVGer B-1294/2017 vom 21. August 2018 

E. 7.4 "ONE&ONLY [fig.]"). 

Eine banale grafische Darstellung lenkt den Fokus der Wahrnehmung wie-

der auf den beschreibenden Sinngehalt des Wortzeichens (vgl. Urteil des 

BVGer B-103/2020 vom 10. Mai 2021 E. 5.4 "ECOSHELL [fig.]"). Dagegen 

können hinreichend fantasievolle Bildelemente in der Erinnerung der Ab-

nehmerinnen und Abnehmer gut haften bleiben und das Zeichen in einem 

hinreichenden Ausmass prägen. Entsprechend leisten solche charakteris-

tischen Bildelemente einen kompensierenden Beitrag zur Unterschei-

dungskraft (BVGE 2023 IV/3 E. 4.11 "Stiftung Schweizerische Schule für 

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Blindenführhunde Allschwil [fig.]"). Entscheidend bleibt, ob das Zeichen 

auch im Gesamteindruck von gemeinfreien Elementen geprägt ist 

(vgl. STÄDELI/BRAUCHBAR BIRKHÄUSER, a.a.O., Art. 2 N 192). 

2.9 Die massgeblichen Verkehrskreise des Zeichens sind vorab anhand 

der tatsächlichen Abnehmergruppen der Endabnehmerinnen und -abneh-

mer, Fachkreise und des Zwischenhandels zu bestimmen, ohne die Ab-

grenzung relevanter Sprach- und Fachkenntnisse vorwegzunehmen (vgl. 

Urteile des BGer 4A_65/2022 vom 6. Mai 2022 E. 4.3 "Factfulness"; 

4A_6/2013 vom 16. April 2013 E. 3.2.1 und 3.3.3 "Wilson"; Urteile des 

BVGer B-2773/2023 vom 16. Oktober 2023 E. 3.1 "StyleLine"; 

B-1974/2022 vom 8. März 2023 E. 2.2 "[Apfel] [fig.], [Apfel] [fig.]/[fig.]"). 

3.  

3.1 Die Vorinstanz ist der Auffassung, das streitgegenständliche Zeichen 

werde von den massgebenden Verkehrskreisen im Sinne von "pünktliche, 

rechtzeitige agile Logistik" verstanden. Sie verneint eine allfällige Mehrdeu-

tigkeit der Wortelemente. Abnehmerinnen und Abnehmer der vorliegend 

beanspruchten Dienstleistungen seien vorwiegend Fachkreise. Zumindest 

durch die Fachkreise werde "intime" als "in time" gelesen und die Abneh-

merinnen und Abnehmer würden in "AGILE LOGISTICS" ein Logistikkon-

zept und eine Sachbezeichnung erkennen. Mit Bezug auf die beanspruch-

ten Dienstleistungen erschöpfe sich das Zeichen in der Kombination einer 

Qualitätsangabe und beschreibenden Elementen. Die grafische Ausgestal-

tung sei insgesamt ungenügend, um dem Zeichen im Gesamteindruck zur 

Unterscheidungskraft zu verhelfen.  

3.2 Gemäss der Beschwerdeführerin würden die drei Wortelemente Raum 

für unterschiedliche Interpretationen lassen. So könne das Zeichenelement 

"intime" auch als "intim", also "nahe und vertraut" verstanden werden und 

es liege auch eine Assoziation mit Uhren bzw. dem Uhrenhandel (Klasse 

14) nahe. Auch hätte das Wort "agile" mehrere Bedeutungen und könne 

ebenso als "beweglich, wendig, eifrig" verstanden werden. Eine solche 

Mehrdeutigkeit eines Zeichens könne zur Schutzfähigkeit als Marke füh-

ren. Die grafische Ausgestaltung sei durch das Zusammenspiel aus meh-

reren grafischen Elementen ausreichend, um dem Zeichen im Gesamtein-

druck eine ungewöhnliche und einprägsame Optik zu verleihen, was zur 

notwendigen originären Unterscheidungskraft führe. Schliesslich sei das 

Zeichen in anderen Ländern als Wort-/Bildmarke eingetragen worden. 

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Seite 10 

4.  

Vorab sind mit Blick auf die Eintragungs- und Schutzfähigkeit der streitigen 

Marke die massgeblichen Verkehrskreise zu bestimmen. Die beanspruch-

ten Dienstleistungen der Klassen 35, 36, 38, 39 und 42 sind nach Ansicht 

der Vorinstanz alle im Bereich der Logistik anzusiedeln. Jedenfalls für die 

Dienstleistungen der Klasse 42 (Conception et développement de matériel 

informatique et logiciels) kann dieser Auffassung nicht ohne Weiteres zu-

gestimmt werden. Beansprucht werden Dienstleistungen zwecks Designs 

und Entwicklung von Computerhardware und -software. Für alle übrigen 

Dienstleistungen der Klassen 35, 36, 38 und 39 kann als gemeinsamer 

Oberbegriff von Transport-, Post-, Logistik- und Zolldienstleistungen aus-

gegangen werden. Festzustellen ist jedoch, dass sich sämtliche Dienstleis-

tungen neben Endabnehmerinnen und -abnehmern primär an Fachkreise 

mit erhöhten Marktkenntnissen richten, wie namentlich Unternehmen aus 

der Transport-, Post-, Logistik- und Zollbranche und international han-

delnde Unternehmen. Es handelt sich weiter um Dienstleistungen, die von 

den damit betrauten Fachpersonen zumindest mit leicht erhöhter Aufmerk-

samkeit nachgefragt werden. 

5.  

5.1 In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob dem strittigen Zeichen im 

Zusammenhang mit den beanspruchten Dienstleistungen die notwendige 

Unterscheidungskraft zukommt. 

5.2 Für das erste Wortelement "inTime" ist davon auszugehen, dass die 

Abnehmerinnen und Abnehmer dieses in "in time" aufgliedern. Sowohl bei 

"in" als auch bei "time" handelt es sich um Wörter des englischen Grund-

wortschatzes. Dass es sich um eine Zusammensetzung aus zwei Wörtern 

handelt, ergibt sich klar aus dem Umstand, dass das zweite Wort innerhalb 

der Wortkombination, nämlich "time", mit dem andersfarbigen Grossbuch-

staben "T" beginnt. Dadurch wird der Bestandteil "Time" separat sowie ak-

zentuiert wahrgenommen. Der Ausdruck "in time" wird als "early enough" 

definiert (Cambridge Dictionary, Eintrag zu: "in time", abrufbar unter 

<https://dictionary.cambridge.org/dictionary/english/in-time>, zuletzt abge-

rufen am 29.05.2024). Dabei bedeutet das Adverb "in time" ins Deutsche 

übersetzt: "taktmässig", "im Laufe der Zeit", "rechtzeitig", "mit der Zeit" oder 

"fristgemäss" (dict.cc, Englisch-Deutsch Übersetzung für "in time", abrufbar 

unter <https://www.dict.cc/?s="in+time">, zuletzt abgerufen am 

29.05.2024). Die Abnehmerinnen und Abnehmer könnten das Wortelement 

"in time" auch mit der "Just-in-time-Produktion" in Verbindung bringen, 

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welche eine zeitlich aufeinander abgestimmte, bedarfsorientierte Produk-

tion mit einem logistikorientierten, dezentralen Organisations- und Steue-

rungskonzept bezeichnet (vgl. Wikipedia, Eintrag zu: "Just-in-time-Produk-

tion", abrufbar unter <https://de.wikipedia.org/wiki/Just-in-time-Produk-

tion>, zuletzt abgerufen am 29.05.2024). 

Im Zusammenhang mit den beanspruchten Transport-, Post-, Logistik- und 

Zolldienstleistungen wird der Ausdruck "in time" von den englischkundigen 

Verkehrskreisen ohne Weiteres als "rechtzeitig", "fristgemäss" oder "zur 

rechten Zeit" verstanden. Der begriffliche Inhalt der Wortverbindung ist da-

mit eindeutig erkennbar. Das Wortelement wird ohne Zuhilfenahme der 

Fantasie als eine unmittelbare Aussage über die Dienstleistungen verstan-

den und bezeichnet diese näher im Sinne eines anpreisenden Qualitäts-

hinweises. Entsprechende Dienstleistungen würden demnach pünktlich 

bzw. termingerecht geliefert. Die Möglichkeit weiterer, weniger naheliegen-

der Bedeutungen heben den Gemeingutcharakter nicht auf (vgl. E. 2.5 

hiervor). Durch die verwendete Binnenmajuskel "T" ist die Wahrscheinlich-

keit zudem äusserst gering, dass die Abnehmerinnen und Abnehmer über-

haupt auf andere Bedeutungen schliessen werden. Somit ist der Be-

schwerdeführerin nicht zu folgen, dass das vorliegende Zeichen "inTime" 

einen möglichen weiteren Gehalt im Sinne von "intim", also "nahe und ver-

traut" aufweise. Dafür besteht im Zusammenhang mit den konkret bean-

spruchten Dienstleistungen kein Anhaltspunkt. Der behauptete mögliche 

Zusammenhang mit Uhren bzw. dem Uhrenhandel (Klasse 14) kann be-

reits deshalb nicht einschlägig sein, da keine solchen Waren beansprucht 

sind. Letztlich bleibt einzig der anpreisend bzw. reklamehaft verstandene 

Sinngehalt von "inTime" als "in time" naheliegend. Es ist nicht ersichtlich, 

dass die angesprochenen Verkehrskreise für "inTime" im Zusammenhang 

mit den strittigen Dienstleistungen einen anderen Sinngehalt zumessen 

würden. 

5.3 Aufgrund der Zeilendarstellung und der gleichen Farbe wird "AGILE 

LOGISTICS" als Einheit wahrgenommen. Die englischen Wortelemente 

werden von den angesprochenen Abnehmerinnen und Abnehmern auf-

grund der Nähe zum deutschen Begriff "agile Logistik" problemlos verstan-

den. Logistik bezeichnet die Organisation und Abwicklung der Versorgung 

als Ganzes oder zumindest eine mehrteilige und blossen Auftragstranspor-

ten gegenüber mehrwertschaffende Dienstleistung, die blosse Lieferungen 

durch weitere Leistungen ergänzt und erweitert (Urteil des BVGer 

B-5902/2013 vom 8. April 2015 E. 4.2 m.w.H. "Wheels/Wheely"). Agile Me-

thoden wurden ursprünglich in der Softwareentwicklung konzipiert und 

B-1136/2023 

Seite 12 

zeichnen sich dadurch aus, schnell auf Veränderungen zu reagieren, itera-

tive und inkrementelle Prozesse zu verwenden sowie selbstorganisierende 

Teams zu fördern (vgl. dazu Wikipedia, Eintrag zu: "Agile Softwareentwick-

lung", abrufbar unter <https://de.wikipedia.org/wiki/Agile_Softwareentwick-

lung>, zuletzt abgerufen am 29.05.2024). Als agile Logistik handelt es sich 

um eine Angabe, dass ein Unternehmen in der Lage ist, seine Lieferketten 

und Lagerhaltungsprozesse so zu gestalten, dass seine Logistik auf sich 

ändernde externe Anforderungen rasch und flexibel reagieren kann. Die 

Abnehmerinnen und Abnehmer erkennen Logistikdienstleistungen, die 

selbst bei unvorhersehbaren Herausforderungen wie z.B. der Covid-19-

Pandemie lieferfähig bleiben (vgl. Universitätsspital Zürich, Sichere Versor-

gung trotz Pandemie: Agile Logistik am USZ, abrufbar unter 

<https://www.usz.ch/covid-19-logistik>, zuletzt abgerufen am 29.05.2024) 

und sich durch eine ausgeprägte Anpassungs- und Widerstandsfähigkeit 

auszeichnen. 

Indem die Beschwerdeführerin geltend macht, dass "agile" mehrere Be-

deutungen habe und ebenso gut als "beweglich, wendig, eifrig" verstanden 

werden könne, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten (vgl. E. 2.5 hier-

vor). Die Verkehrskreise verstehen mit "AGILE LOGISTICS" zwar nicht 

zwingend, wie von der Vorinstanz behauptet, ein bekanntes Logistikkon-

zept, welches branchenweit eindeutig definiert wäre. So bezeichnet die von 

der Vorinstanz eingereichte englische Fundstelle (vgl. Vernehmlassung, 

Beilage 9) in ihrer deutschen Version "agile logistics" als schlanke Logistik 

(vgl. Schweizerische Post, Logistik 4.0 – schneller dank schlanker Logistik, 

abrufbar unter <https://www.post.ch/de/geschaeftsloesungen/crossdo-

cking>, zuletzt abgerufen am 29.05.2024). Der Sinngehalt ist mit Bezug auf 

die beanspruchten Dienstleistungen jedoch klar ersichtlich. Selbst wenn 

den Abnehmerinnen und Abnehmern das Konzept einer "agilen Logistik" 

nicht konkret bekannt sein sollte, nehmen sie die beiden Wortelemente als 

anpreisende und beschreibende Sachbezeichnung wahr. 

5.4 Die Verbindung der einzelnen Wortbestandteile "inTime" und "AGILE 

LOGISTICS" ergibt als Ganzes einen logischen Sinn. Für das gesamte 

Wortzeichen werden die Verkehrskreise die beanspruchten Transport-, 

Post-, Logistik- und Zolldienstleistungen der Klassen 35, 36, 38 und 39 mit 

einem zeitgerechten, flexiblen und schnellen Logistikangebot in Verbin-

dung bringen. Damit handelt es sich bei der Wortfolge um einen direkten 

Hinweis zu den beanspruchten Dienstleistungen selbst. 

B-1136/2023 

Seite 13 

Für die Dienstleistungen der Klasse 42 (Conception et développement de 

matériel informatique et logiciels) ist aus dem Registereintrag keine bran-

chenmässige Einschränkung ersichtlich. Es dürfte indes marktüblich sein, 

dass für die Erbringung von Transport-, Post-, Logistik- und Zolldienstleis-

tungen spezifische Computerhardware oder -software benötigt und entwi-

ckelt werden (vgl. Vernehmlassung, Beilage 16). Bei Software stehen tech-

nische und elektronische Aspekte im Vordergrund (Urteil des BVGer 

B-3248/2019 vom 19. November 2019 E. 6.1 "iTravel/itravel - for that mo-

ment"). Im Bereich der Logistik ist die Verwendung von Software (und 

Hardware) naheliegend und der technische Bezug ist als eng anzusehen. 

Das Wortzeichen ist folglich zumindest als nähere Beschreibung für den 

Zweck und Inhalt der Dienstleistungen der Klasse 42 zu verstehen. Für die 

Bejahung des Gemeingutcharakters eines gesamten registrierten Oberbe-

griffes genügt es, wenn sich das Zeichen auch nur für bestimmte der da-

runterfallenden Waren oder Dienstleistungen als unzulässig erweist (Ur-

teile des BGer 4A_178/2023 vom 8. August 2023 E. 6.5 "Truedepth"; 

4A_618/2016 vom 20. Januar 2017 E. 4.3 "Car-net"). 

Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Wortelemente in Alleinstel-

lung nicht als unterscheidungskräftiges Kennzeichen wahrgenommen wer-

den, sondern sich in einer unmittelbaren und ohne besondere Denkarbeit 

erkennbaren Aussage über Inhalt und Eigenschaften der Dienstleistungen 

erschöpfen. Die gesamte Wortfolge evoziert bei den Abnehmerinnen und 

Abnehmern keine Assoziationen, die über ein Qualitätsversprechen und 

eine Inhaltsangabe hinausgehen. Entsprechend werden sie eine anprei-

sende sowie beschreibende Angabe der strittigen Dienstleistungen erken-

nen. 

5.5 Zu beobachten ist, dass die Grafik sich in einer ästhetischen Ausge-

staltung des Schriftzuges mit den beiden Farben "rot, schwarz" beschränkt. 

Die drei Wortelemente "inTime AGILE LOGISTICS" werden zweifarbig und 

auf zwei Zeilen dargestellt. Die zweite Zeile figuriert leicht versetzt, so dass 

beide Zeilen rechtsbündig ausgerichtet sind. Auf der oberen Zeile hebt sich 

im Wort "inTime" die Binnenmajuskel "T" in roter Farbe hervor. Ebenso ist 

auf der unteren Zeile "AGILE LOGISTICS" in Rot grossgeschrieben, jedoch 

sind diese beiden Wörter in vergleichsweise kleinerer Schriftgrösse darge-

stellt. Augenfällig ist der markante Buchstabe "T", dieser vermittelt indes 

durch seine Grossschreibung in Rot keine eigenständige Qualität in der 

Ausgestaltung. Dasselbe gilt für die rechtsbündige Anordnung der zweiten 

Zeile. Die serifenlose Schriftart und die fehlenden i-Punkte bei "inTime" 

sind schliesslich ungeeignet, dem Zeichen eine typografische Unter-

B-1136/2023 

Seite 14 

scheidungskraft zu verleihen. Es handelt sich um eine in Textverarbei-

tungsprogrammen eher naheliegende Schrift- sowie Farbauswahl. Weder 

die Gestaltung der Wortelemente noch die gewählten Farbansprüche kön-

nen als besonders einprägsam und originell bezeichnet werden.  

Die Wortfolge an sich ist nicht unterscheidungskräftig (vgl. E. 5.4 hiervor). 

Durch die grössere Darstellung fällt "inTime" stärker auf, was die reklame-

hafte Anpreisung bzw. Qualitätsangabe bekräftigt. Die grafische Stilisie-

rung mittels des Grossbuchstabens "T" führt nicht zu einer Unterschei-

dungskraft, sondern verdeutlicht die sinngehaltlich festgestellte Wirkung 

von "inTime" als "in time" (vgl. E. 5.2 hiervor). Dem auch farbig hervorge-

hobenen "T" kann im Gesamtbild eine gewisse visuelle Wirkung zwar nicht 

gänzlich abgesprochen werden. Jedoch fällt dieses einzige erwähnens-

werte grafische Merkmal aufgrund der klar beschreibenden Wortelemente 

zu wenig ins Gewicht, um das Zeichen in einem überwiegenden Ausmass 

zu prägen (vgl. Urteil des BGer 4A_330/2009 vom 3. September 2009 

E. 2.3.6 "MAGNUM [fig.]"; Urteile des BVGer B-103/2020 vom 10. Mai 

2021 E. 5.4 "ECOSHELL [fig.]"; B-3259/2007 vom 30. September 2008 

E. 13 "oerlikon [fig.]"). 

In der Kombination der simplen grafischen Gestaltungselemente wird die 

gemeinfreie Bedeutung nicht relativiert und es wird mit der grafischen Ge-

staltung keine ausreichende Unterscheidungskraft geschaffen. Der Be-

schwerdeführerin kann nicht gefolgt werden, wenn sie als Folge des Zu-

sammenspieles und in der Addition der einzelnen grafischen Elemente 

eine besondere Anmutung des Zeichens erblickt. Entgegen ihrer Auffas-

sung wird dadurch kein Herkunftshinweis geschaffen. Vielmehr sind die ge-

wählten typografischen Gestaltungsmittel zu schwach und gewöhnlich, um 

in der Erinnerung der relevanten Verkehrskreise haften zu bleiben und de-

ren Aufmerksamkeit vom unterscheidungsschwachen Wortelement wegzu-

bewegen. Im Gesamteindruck bleibt die bloss beschreibende Bezeichnung 

bzw. reklamehafte Anpreisung des Zeichens, welches durch banale Ge-

staltungszusätze nicht hinreichend individualisiert wird. Das, was das Wort-

zeichen inhaltlich thematisiert und als anpreisendes Werbeversprechen 

suggeriert, wird durch die minimale grafische Ausgestaltung nicht kompen-

siert. Vielmehr erschöpft sich die Grafik in naheliegenden Spielarten übli-

cher Schriftgestaltungen (vgl. Urteil des BGer 4A_109/2010 vom 27. Mai 

2010 E. 2.4 "terroir [fig.]"). Damit fehlt es dem Zeichen für die vorliegenden 

Dienstleistungen an der erforderlichen Unterscheidungskraft und es gehört 

zum Gemeingut. Aufgrund ihres Gemeingutcharakters ist das Zeichen vom 

Markenschutz ausgeschlossen (Art. 2 Bst. a MSchG). 

B-1136/2023 

Seite 15 

6.  

Insofern die Beschwerdeführerin das streitgegenständliche Zeichen mit 

beispielhaft aufgeführten Drittzeichen vergleicht und damit implizit den 

Gleichbehandlungsgrundsatz nach Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) gel-

tend macht, so ist ihr zu entgegnen, dass hierfür auch vergleichbare Zei-

chen vorliegen müssen. Die Marken müssen hinsichtlich Zeichenbildung 

und beanspruchter Waren bzw. Dienstleistungen vergleichbar sein, wobei 

bereits geringfügige Unterschiede ins Gewicht fallen können (Urteil des 

BGer 4A_261/2010 vom 5. Oktober 2010 E. 5.1 "V [fig.]"; BVGE 2016/21 

E. 6.2 "Goldbären"; Urteil des BVGer B-2628/2022 vom 13. September 

2023 E. 7.2 "Novafoil"). Abgesehen davon, dass die Waren bzw. Dienst-

leistungen gleichartig sein müssten (vgl. dazu BVGE 2016/21 E. 6.4 

m.w.H. "Goldbären"), sind die vorgebrachten Vergleichszeichen aufgrund 

der abweichenden Zeichenbildung und Unterschiede im Gesamteindruck 

mit dem vorliegenden Zeichen nicht direkt vergleichbar. Im von der Be-

schwerdeführerin explizit angeführten Urteil wurde eine Unterscheidungs-

kraft des Zeichens insbesondere aufgrund der Mehrfachkombination auf-

fälliger Farben bejaht (Urteil des BVGer B-2102/2016 vom 27. März 2018 

E. 6.4 "NORMA [fig.]"). Bedingung und ausschlaggebend war somit eine 

unübliche Farbordnung, die den Gesamteindruck derart beeinflusst, dass 

es dem Zeichen zur Unterscheidungskraft verhilft. Demgegenüber geht es 

vorliegend lediglich um die zwei (gewöhnlichen) Farbansprüche "rot, 

schwarz". Diese tragen, wie festgestellt, nicht dazu bei, dass das Zeichen 

einprägsam und eintragungsfähig wird. 

7.  

Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, ihrer Marke sei im 

Ausland verschiedentlich Schutz gewährt worden. Ausländischen Eintra-

gungsentscheiden kommt nach ständiger Rechtsprechung keine bindende 

Präjudizwirkung zu (vgl. dazu BGE 136 III 474 E. 6.3 "Madonna [fig.]"; 130 

III 113 E. 3.2 "Montessori"; 129 III 225 E. 5.5 "Masterpiece"). Bloss in 

Grenzfällen sind sie unter Umständen als Indiz für die Eintragungsfähigkeit 

zu werten (Urteil des BGer 4A_261/2010 vom 5. Oktober 2010 E. 4.1 "V 

[fig.]"). Angesichts des klaren Gemeingutcharakters der strittigen Marke 

kommt dem Umstand, dass ihr in ausländischen Jurisdiktionen Schutz ge-

währt worden sein mag, keine Indizwirkung für den Ausgang des schwei-

zerischen Markeneintragungsverfahrens zu. Es handelt sich vorliegend 

nicht um einen Grenzfall, bei dem allenfalls der Blick in die ausländische 

Prüfungspraxis den Ausschlag für eine Schutzgewährung geben könnte. 

Entsprechend bleibt kein Raum für eine Eintragung im Zweifelsfall (vgl. 

B-1136/2023 

Seite 16 

dazu Urteil des BGer 4A_178/2023 vom 8. August 2023 E. 7 m.w.H. 

"Truedepth"). 

8.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Eintragung 

von "inTime AGILE LOGISTICS (fig.)" in Bezug auf Dienstleistungen der 

Klassen 35, 36, 38, 39 und 42 zu Recht verweigert hat. Die Beschwerde 

erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen. 

9.  

9.1 Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der Beschwerdeführe-

rin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Gerichtsgebühren sind nach 

Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, Art der Prozessführung und der 

finanziellen Lage der Parteien festzulegen (Art. 63 Abs. 4bis VwVG, Art. 2 

Abs. 1 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

Bei Streitigkeiten betreffend Markeneintragungen sind Vermögensinteres-

sen betroffen. Die Gerichtsgebühr bemisst sich folglich in erster Linie nach 

dem Streitwert (Art. 4 VGKE). Die Schätzung des Streitwertes hat sich an 

den Erfahrungswerten der Praxis zu orientieren, wobei bei eher unbedeu-

tenden Zeichen grundsätzlich ein Streitwert zwischen Fr. 50'000.– und 

Fr. 100'000.– angenommen wird (BGE 133 III 490 E. 3.3 "Turbinenfuss 

[3D]"). Von diesem Erfahrungswert ist auch für das vorliegende Verfahren 

auszugehen. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind mit Fr. 3'000.– 

zu beziffern und dem von der Beschwerdeführerin in gleicher Höhe geleis-

tetem Kostenvorschuss zu entnehmen. 

9.2 Eine Parteientschädigung ist weder der unterliegenden Beschwerde-

führerin (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE) noch der Vorinstanz als 

Bundesbehörde (Art. 7 Abs. 3 VGKE) zuzusprechen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

B-1136/2023 

Seite 17 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 3'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-

nommen.  

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und das Eid-

genössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.  

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Chiara Piras Selim Haktanir 

 

 

  

B-1136/2023 

Seite 18 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in Zivilsachen geführt werden 

(Art. 72 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde 

spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder 

zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben worden ist 

(Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begrün-

dung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der 

angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 18. Juni 2024 

 

  

B-1136/2023 

Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 1539009; Gerichtsurkunde) 

– das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement EJPD 

(Gerichtsurkunde)