# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cdc9528c-628f-567b-a15d-af2be97c928a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundespatentgericht 02.11.2022 O2020_011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BPatG/CH_PATG_001_O2020-011_2022-11-02.pdf

## Full Text

B u n d e s p a t e n t g e r i c h t  

T r i b u n a l  f é d é r a l  d e s  b r ev e t s  

T r i b u n a l e  f e d e r a l e  d e i  b r e v e t t i  

T r i b u n a l  f e d e r a l  d a  p a t en t a s  

F e d e r a l  P a t e n t  C o u r t  

 

 

 

 O2020_011 

 

  Te i l u r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 2 2   

Besetzung  Präsident Dr. iur. Mark Schweizer (Vorsitz), 
Richter Dr. sc. nat. ETH Tobias Bremi (Referent), 
Richter Dr. chem. Michael Kaufmann 
Gerichtsschreiber MLaw Sven Bucher 
 

   
Verfahrensbeteiligte  Illumina Cambridge Limited, 19 Granta Park, Great Abing-

ton, GB-CB21 6DF Cambridge, Cambridgeshire,  

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andri Hess, Rechtsan-
walt lic. iur. Julian Schwaller und/oder MLaw Andrea Heini-
ger, Homburger AG, Prime Tower, Hardstrasse 201, 
8005 Zürich, patentanwaltlich beraten durch Dr. Claudia Bi-
bus, E. Blum & Co. AG, Vorderberg 11, 8044 Zürich,  
 
Klägerin 
 

  gegen 

  Witec AG, Industriestrasse 12, 6210 Sursee,   

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Thierry Calame, Lenz & 
Staehelin, Brandschenkestrasse 24, 8027 Zürich, patentan-
waltlich beraten durch Dr. Martin Wilming, Hepp Wenger Ryf-
fel AG, Friedtalweg 5, 9500 Wil, 
 
Beklagte 
 

Gegenstand  Patentverletzung (Unterlassung, Auskunft, Rechnungsle-
gung); «Sequencing by Synthesis II» 

 

 

O2020_011 

Seite 2 

Das Bundespatentgericht zieht in Erwägung: 

Prozessgeschichte 

1.  
Am 7. August 2020 reichte die Klägerin eine Klage betreffend Patentverlet-
zung ein und stellte folgende Rechtsbegehren: 

«1. Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 das folgende Erzeugnis in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszu-
führen, in der Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der 
Schweiz in Verkehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern: 

– ein modifiziertes Nukleotidmolekül 
– umfassend eine Purin- oder Pyrimidinbase und 
– eine Ribose- oder Desoxyribose-Zuckereinheit 
– mit einer entfernbaren 3'-OH Blockierungsgruppe, die kovalent daran ge-

bundenen ist, 
– so dass an das 3'-Kohlenstoffatom eine Gruppe der Struktur -O-Z gebun-

den ist 
– wobei es sich bei Z um Azidomethyl (-CH2-N3) handelt; 

1a. Hilfsweise (eventualiter) zu Rechtsbegehren 1: 

 Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 das folgende Erzeugnis in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszu-
führen, in der Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der 
Schweiz in Verkehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern: 

– ein modifiziertes Nukleotidmolekül 
– umfassend eine Purin- oder Pyrimidinbase und 
– eine Ribose- oder Desoxyribose-Zuckereinheit 
– mit einer entfernbaren 3'-OH Blockierungsgruppe, die kovalent daran ge-

bundenen ist, 
– so dass an das 3'-Kohlenstoffatom eine Gruppe der Struktur -O-Z gebun-

den ist 
– wobei es sich bei Z um Azidomethyl (-CH2-N3) handelt 

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– und wobei die Base mittels eines spaltbaren Linkers mit einem Fluorophor 
verknüpft ist; 

2. Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern: 

 ein Kit umfassend: 

– eine Mehrzahl verschiedener modifizierter Nukleotidmoleküle 
– umfassend eine Purin- oder Pyrimidinbase und 
– eine Ribose- oder Desoxyribose-Zuckereinheit 
– mit einer entfernbaren 3'-OH Blockierungsgruppe, die kovalent daran ge-

bundenen ist, 
– so dass an das 3'-Kohlenstoffatom eine Gruppe der Struktur -O-Z gebun-

den ist 
– wobei es sich bei Z um Azidomethyl (-CH2-N3) handelt 
– und wobei die Base mittels eines spaltbaren Linkers mit einem Fluorophor 

verknüpft ist 
– Verpackungsmaterial dafür; 

3.  Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 das folgende Erzeugnis in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszu-
führen, in der Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der 
Schweiz in Verkehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern: 

– ein modifiziertes Nukleotidmolekül  
– umfassend eine Purin- oder Pyrimidinbase und  
– eine Ribose- oder Desoxyribose-Zuckereinheit  
– mit einer entfernbaren 3'-OH Blockierungsgruppe, die kovalent daran ge-

bundenen ist,   
– so dass an das 3'-Kohlenstoffatom eine Gruppe der Struktur -O-Z gebun-

den ist  
– wobei es sich bei Z um Azidomethyl (-CH2-N3) handelt   
– und wobei die Base mittels eines spaltbaren Linkers mit einem Fluorophor 

verknüpft ist 
 zur Verwendung bei der Sequenzierung durch Synthese (sequencing-by-syn-

thesis); 

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Seite 4 

4. Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern: 

 ein Sequenziergerät zur Verwendung mit einem Erzeugnis, das Erzeugnis 
umfassend: 

– ein modifiziertes Nukleotidmolekül  
– umfassend eine Purin- oder Pyrimidinbase und 
– eine Ribose- oder Desoxyribose-Zuckereinheit 
– mit einer entfernbaren 3'-OH Blockierungsgruppe, die kovalent daran ge-

bundenen, 
– so dass an das 3'-Kohlenstoffatom eine Gruppe der Struktur -O-Z gebun-

den ist 
– wobei es sich bei Z um Azidomethyl (-CH2-N3) handelt; 

4a. Hilfsweise (eventualiter) zu Rechtsbegehren 4: 

 Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 ein Sequenziergerät zur Verwendung mit einem Erzeugnis, das Erzeugnis 
umfassend: 

– ein modifiziertes Nukleotidmolekül 
– umfassend eine Purin- oder Pyrimidinbase und 
– eine Ribose- oder Desoxyribose-Zuckereinheit 
– mit einer entfernbaren 3'-OH Blockierungsgruppe, die kovalent daran ge-

bundenen ist, 
– so dass an das 3'-Kohlenstoffatom eine Gruppe der Struktur -O-Z gebun-

den ist 
– wobei es sich bei Z um Azidomethyl (-CH2-N3) handelt 
– und wobei die Base mittels eines spaltbaren Linkers mit einem Fluorophor 

verknüpft ist; 

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Seite 5 

5. Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-
Nukleinsäure in einem Sequenzierungsverfahren durch Synthese (sequen-
cing-by-synthesis), wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden 
Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nuk-
leotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären 
Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 

 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

5a. Hilfsweise (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5: 

 Der Beklagten sei, 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-
Nukleinsäure in einem Sequenzierungsverfahren durch Synthese (sequen-
cing-by-synthesis), wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden 
Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nuk-
leotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären 
Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 

 wobei das Substrat zum Einbau der fluoreszenzmarkierten Nukleotide ein 
Nukleosidtriphosphat ist, 

 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

5b. Hilfsweise (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5a: 

 Der Beklagten sei, 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

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 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-
Nukleinsäure in einem Sequenzierungsverfahren durch Synthese (sequen-
cing-by-synthesis), wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden 
Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nuk-
leotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären 
Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 

 wobei das Substrat zum Einbau der fluoreszenzmarkierten Nukleotide ein 
Nukleosidtriphosphat ist, 

 wobei die Template-Nukleinsäure in einem Array vorliegt, 
 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 

enthält, 
 wobei der Puffer einen pH-Wert von etwa 7 aufweist, 
 wobei die Kits für den sukzessiven Einbau von mindestens 16 Nukleotiden 

und für die Bestimmung der Identität der Base in jedem der eingebauten Nuk-
leotide vorgesehen sind; 

6. Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-
Nukleinsäure in einem Sequenzierungsverfahren durch Synthese (sequen-
cing-by-synthesis), wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden 
Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nuk-
leotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären 
Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 

 umfassend 
 ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenz-

markierung über einen spaltbaren Linker mit den Nukleotiden verknüpft ist, 
 DNA-Polymerase 
 und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-

binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

7. Der Beklagten sei, 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

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 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 ein Sequenziergerät zur Verwendung mit Kits zur Sequenzierung von min-
destens zwei Nukleotiden einer Template-Nukleinsäure in einem Sequenzie-
rungsverfahren durch Synthese (sequencing-by-synthesis), wobei das Ver-
fahren die die folgenden, sich wiederholenden Schritte umfasst: (a) Einbau 
eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nukleotide in einen zu der besag-
ten Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäure-strang, und (b) 
Bestimmung der Identität von einem oder mehreren der eingebauten Nukle-
otide 

 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

7a. Hilfsweise (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7: 

 Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 ein Sequenziergerät zur Verwendung mit Kits zur Sequenzierung von min-
destens zwei Nukleotiden einer Template-Nukleinsäure in einem Sequenzie-
rungsverfahren durch Synthese (sequencing-by-synthesis), wobei das Ver-
fahren die folgenden, sich wiederholenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines 
oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nukleotide in einen zu der besagten 
Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäure-strang, und (b) Be-
stimmung der Identität von einem oder mehreren der eingebauten Nukleotide, 

 wobei das Substrat zum Einbau der fluoreszenzmarkierten Nukleotide ein 
Nukleosidtriphosphat ist, 

 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

7b. Hilfsweise (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7a: 

 Der Beklagten sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz 
anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu 
bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 ein Sequenziergerät zur Verwendung mit Kits zur Sequenzierung von min-
destens zwei Nukleotiden einer Template-Nukleinsäure in einem Sequenzie-

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Seite 8 

rungsverfahren durch Synthese (sequencing-by-synthesis), wobei das Ver-
fahren die folgenden, sich wiederholenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines 
oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nukleotide in einen zu der besagten 
Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäurestrang, und (b) Be-
stimmung der Identität von einem oder mehreren der eingebauten Nukleotide, 

 wobei das Substrat zum Einbau der fluoreszenzmarkierten Nukleotide ein 
Nukleosidtriphosphat ist, 

 wobei die Template-Nukleinsäure in einem Array vorliegt, 
 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 

enthält, 
 wobei der Puffer einen pH-Wert von etwa 7 aufweist, 
 wobei die Kits für den sukzessiven Einbau von mindestens 16 Nukleotiden 

und für die Bestimmung der Identität der Base in jedem der eingebauten Nuk-
leotide vorgesehen sind; 

8. Die Beklagte sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verpflichten, 

 der Klägerin die Informationen gemäss dem Gesuch um vorsorgliche Mass-
nahmen zu erteilen; 

9. Die Beklagte sei 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss 
Art. 292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verpflichten, 

 innerhalb von 30 Tagen nach anerkannten Grundsätzen der Rechnungsle-
gung detailliert Rechenschaft abzulegen und Auskunft zu erteilen über die 
Bruttoeinnahmen, die mit dem Anbieten und Verkaufen der Produkte gemäss 
den Rechts-begehren 1-7b durch die Beklagte erzielt wurden 

10. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen nach erfolgter Rech-
nungslegung und Auskunftserteilung gemäss Rechtsbegehren 8 und 9 zu be-
ziffernden Betrag zu bezahlen, mindestens jedoch CHF 75'000 

11. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. Kosten der mitwirkenden Pa-
tentanwältin) zu Lasten der Beklagten» 

2.  
Die Klageantwort erfolgte am 20. Oktober 2020. Die Beklagte stellte fol-
gende Rechtsbegehren: 

«The complaint shall be dismissed in its entirety. 

All costs and fees, including the expenses for the assisting patent attorney, to be 
borne by Plaintiff.» 

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Seite 9 

3.  
Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 8. März 2021 beantragten die 
Parteien die Sistierung des Verfahrens bis 12. April 2021, worauf die bean-
tragte Sistierung vom Gericht verfügt wurde. Nach zweimaliger Verlänge-
rung der Sistierung nahm das Gericht das Verfahren mit Verfügung vom 
17. Mai 2021 wieder auf und setzte der Klägerin eine Frist zur Replik. 

4.  
Mit Replik vom 29. Juni 2021 hielt die Klägerin an ihren Rechtsbegehren 
fest und stellte zusätzliche Hilfsanträge. Mit Duplik vom 13. September 
2021 hielt die Beklagten an ihren Rechtsbegehren fest und stellte folgen-
den prozessualen Anträge: 

«Procedural Motion 

1. Only the redacted versions of Enlosures 62-65 shall be made available in pub-
licly accessible files while the nonredacted versions of Enclosures 62-65 shall 
be kept confidential. 

2. To the extent Enclosures 62-65 shall be discussed in the public hearing, appro-
priate measures shall be taken and in any event only redacted versions of En-
closures 62-65 shall be made available. 

3. To the extent Enclosures 62-65 shall be mentioned in the judgment, the respec-
tive passages shall be redacted and only such redacted version of the judgment 
shall be made publicly available.» 

5.   
Am 8. Oktober 2021 erstattete die Klägerin ihre Stellungnahme zu den No-
ven in der Duplik. Sie hielt an den Anträgen gemäss Replik grundsätzlich 
fest, korrigierte aber die Rechtsbegehren 5j, 6g, 6h, 6i, 6j, 6k, 6l und 7i 
dahingehend, dass sie die Bezeichnung «azido moiety-containing cleava-
ble» Linker auf «phosphine-cleavable azide-containing» Linker abänderte. 
Es handle sich um einen offensichtlichen Kopierfehler, zumal die geänder-
ten Rechtsbegehren auf den Hilfsanträgen 9 und 11 basierten. Mit der Stel-
lungnahme zum Fachrichtervotum vom 31. Januar 2022 korrigierte die Klä-
gerin die Nummerierung der Rechtsbegehren 6e, 6i und 6l. Aus dem Ge-
sagten resultieren die folgenden Hilfsanträge: 

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Seite 10 

«Rechtsbegehren 5c, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5b [Teilnahme 
an Verletzung von AR1]: 

 Der Beklagten sei, 
 unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-

handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

 herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

 Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 

 wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5d, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5c [Teilnahme an 
Verletzung von AR2]: 

Der Beklagte sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5e, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5d [Teilnahme an 
Verletzung von AR3]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

O2020_011 

Seite 11 

herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5f, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5e [Teilnahme an 
Verletzung von AR4]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5g, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5f [Teilnahme an 
Verletzung von AR5]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

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herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure in einem Sequenzierungsverfahren durch 
Synthese, wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholen-den Schritte 
umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierter Nukleotide in 
einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären 
Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder 
mehreren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5h, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5g [Teilnahme an 
Verletzung von AR6 und AR7]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung mit Laserlicht, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5i, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5h [Teilnahme an 
Verletzung von AR8]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 

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herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-Nuk-
leinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden Schritte 
umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierten Nukleotids in 
einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäu-
restrang, und (b) Bestimmung der Identität des einen oder mehreren eingebau-
ten Nukleotids, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 5j, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 5i [Teilnahme an 
Verletzung von AR9]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide und Entfernung der Fluoreszenzmarkie-
rung(en), 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 6a, subsidiär (eventualiter) zum Rechtsbegehren 6 [AR10 + 
AR1]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

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Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 
umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6b, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6a [AR10 + AR2]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6c, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6b [AR10 + AR3]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

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Seite 15 

Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6d, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6c [AR10 + AR4]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist, 
umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

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Seite 16 

Rechtsbegehren 6e(1), subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6d [AR10 + 
AR5]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6e(2), subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6e(1) [AR10 + 
AR6/AR7]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung mit Laserlicht, 

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umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6f, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6e(2) [AR10 + 
AR8]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-Nuk-
leinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden Schritte 
umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierten Nukleotids in 
einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäu-
restrang, und (b) Bestimmung der Identität des einen oder mehreren eingebau-
ten Nukleotids, 
umfassend 
ein oder mehrere fluoreszenzmarkierte Nukleotide, wobei die Fluoreszenzmar-
kierung über einen spaltbaren Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6g, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6f [AR10 + AR9]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-

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Seite 18 

ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide und Entfernung der Fluoreszenzmarkie-
rung(en), 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6h, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6g [AR11 + AR1]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6i(1), subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6h [AR11 + 
AR2]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 

O2020_011 

Seite 19 

Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäure-strang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder der 
mehreren eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6i(2), subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6i(1) [AR11 + 
AR3]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

O2020_011 

Seite 20 

Rechtsbegehren 6j, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6i(2) [AR11 + 
AR4]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6k, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6j [AR11 + AR5]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder der 
mehreren eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist, 

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Seite 21 

wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6l(1), subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6k [AR11 + 
AR6/AR7]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung mit Laserlicht, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 6l(2), subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 6l(1) [AR11 + 
AR8]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
herzustellen, in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der 
Schweiz anzubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Ver-
kehr zu bringen, oder in der Schweiz zu lagern 
Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-Nuk-
leinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden Schritte 
umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierten Nukleotids in 

O2020_011 

Seite 22 

einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäu-
restrang, und (b) Bestimmung der Identität des einen oder mehreren eingebau-
ten Nukleotids, 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
umfassend 
DNA-Polymerase 
und einen Puffer, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält bzw. Ascor-
binsäure oder einem Salz davon bereitstellt; 

Rechtsbegehren 7c, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7b [Gerät zur 
Teilnahme an Verletzung AR1]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7d, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7c [Gerät zur 
Teilnahme an Verletzung AR2]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-

O2020_011 

Seite 23 

holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7e, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7d [Gerät zur 
Teilnahme an Verletzung AR3]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7f, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7e [Gerät zur Teil-
nahme an Verletzung AR4]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-

O2020_011 

Seite 24 

ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7g, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7f [Gerät zur Teil-
nahme an Verletzung AR5]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung, 
wobei in Schritt (a) die fluoreszenzmarkierten Nukleotide eine Azidomethyl-
gruppe umfassen, die kovalent an die 3'O-Position der Zuckereinheit gebunden 
ist 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7h, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7g [Gerät zur 
Teilnahme an Verletzung AR6/AR7]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 

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Seite 25 

Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-
ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide durch Beleuchtung mit Laserlicht, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7i, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7h [Gerät zur Teil-
nahme an Verletzung AR8]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei Nukleotiden einer Template-Nuk-
leinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wiederholenden Schritte 
umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkierten Nukleotids in 
einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementären Nukleinsäu-
restrang, und (b) Bestimmung der Identität des einen oder mehreren eingebau-
ten Nukleotids, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält; 

Rechtsbegehren 7j, subsidiär (eventualiter) zu Rechtsbegehren 7i [Gerät zur Teil-
nahme an Verletzung AR9]: 

Der Beklagten sei, 
unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000 pro Tag der Zuwider-
handlung gemäss Art. 343 Abs. 1 lit. c ZPO, mindestens aber CHF 5'000 ge-
mäss Art. 343 Abs. 1 lit. b ZPO, sowie der Bestrafung ihrer Organe gemäss Art. 
292 ZGB im Falle der Zuwiderhandlung zu verbieten, 
in die Schweiz einzuführen, aus der Schweiz auszuführen, in der Schweiz an-
zubieten, in der Schweiz zu verkaufen, sonst in der Schweiz in Verkehr zu brin-
gen, oder in der Schweiz zu lagern 
ein Sequenziergerät zur Verwendung mit 
Kits zur Sequenzierung durch aufeinanderfolgende Zyklen der Sequenzierung 
durch Synthese (sequencing-by-synthesis) von mindestens zwei Nukleotiden 
einer Template-Nukleinsäure, wobei das Verfahren die folgenden, sich wieder-
holenden Schritte umfasst: (a) Einbau eines oder mehrerer fluoreszenzmarkier-
ter Nukleotide in einen zu der besagten Template-Nukleinsäure komplementä-

O2020_011 

Seite 26 

ren Nukleinsäurestrang, und (b) Bestimmung der Identität von einem oder meh-
reren der eingebauten Nukleotide und Entfernung der Fluoreszenzmarkie-
rung(en), 
wobei in Schritt (a) die Fluoreszenzmarkierung über einen phosphinspaltbaren 
azidhaltigen Linker mit der Base der Nukleotide verknüpft ist, 
wobei in Schritt (b) eine Beleuchtung angewendet wird, um die Fluoreszenz-
markierung des eingebauten Nukleotids anzuregen, 
wobei die Kits einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon 
enthält» 

6.  
Die Beklagte nahm mit Eingabe vom 22. Oktober 2021 Stellung zur Stel-
lungnahme der Klägerin zu den Dupliknoven. 

7.  
Das Fachrichtervotum wurde den Parteien am 15. Dezember 2021 zur 
Stellungnahme zugestellt. Die Stellungnahmen der Parteien erfolgten je 
am 31. Januar 2022. 

8.  
Am 2. März 2022, am 7. März 2022 und am 21. März 2022 erfolgten No-
veneingaben der Klägerin. Die Beklagte reichte am 6. Mai 2022 und am 
16. Mai 2022 Noveneingaben ein, zu denen die Klägerin jeweils mit Einga-
ben vom 19. Mai 2022 und vom 26. Mai 2022 Stellung nahm. 

9.  
Die Hauptverhandlung fand am 20. Juni 2022 statt. Im Anschluss an die 
Hauptverhandlung wurde das Verfahren sistiert bis zum Vorliegen der 
schriftlichen Begründung des Urteils im Beschwerdeverfahren (Aktenzei-
chen 4A_11/2022) gegen das Teilurteil O2019_007 vom 19. November 
2021. Die Sistierung wurde mit Verfügung vom 22. August 2022 aufgeho-
ben. 

Zuständigkeit 

10.  
Die Klägerin hat ihren Sitz in Cambridge, Grossbritannien, während die Be-
klagte ihren Sitz in Sursee, Kanton Luzern, hat. Die Klage stützt sich auf 
die angebliche Verletzung zweier Schweizer Teile von europäisch erteilten 
Patenten durch drohende Handlungen in der Schweiz. 

Grossbritannien ist per 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union aus-
getreten und nach Ablauf der Übergangsperiode bis Ende Dezember 2021 

O2020_011 

Seite 27 

nicht gebunden durch das Übereinkommen über die gerichtliche Zustän-
digkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zi-
vil- und Handelssachen (Lugano-Übereinkommen, LugÜ, SR 0.275.12), da 
es noch nicht Mitglied geworden ist bzw. werden konnte. 

Auch wenn man das Lugano-Übereinkommen als nicht mehr anwendbar 
erachtet – es wird vertreten, dass es auf Verfahren, die vor dem 1. Januar 
2021 eingeleitet wurden, nach wie vor Anwendung findet1 – ergibt sich die 
internationale Zuständigkeit der Schweiz aus Art. 109 Abs. 2 IPRG. Inner-
halb der Schweiz ist das Bundespatentgericht sachlich zuständig, da sich 
die geltend gemachten Ansprüche auf die (angebliche) Verletzung zweier 
Schweizer Teile europäischer Patente stützen (vgl. Art. 26 Abs. 1 lit. a 
PatGG). 

Die sachliche und örtliche Zuständigkeit des Bundespatentgerichts ist da-
her gegeben, was von der Beklagten auch nicht bestritten wird. 

Bestimmtheit der Unterlassungsbegehren 

11.  
Rechtsbegehren müssen grundsätzlich so formuliert sein, dass sie ohne 
Änderungen ins Urteilsdispositiv übernommen werden können. Entspre-
chend kann eine Unterlassungsklage nur in demjenigen Umfang geschützt 
werden, in dem sie auf das Verbot eines genügend bestimmten Verhaltens 
gerichtet ist.2 Die verpflichtete Partei soll erfahren, was sie nicht mehr tun 
darf, und die Vollstreckungs- oder Strafbehörden müssen wissen, welche 
Handlungen sie zu verhindern oder mit Strafe zu belegen haben.3 Die be-
hauptete Verletzungs- oder Ausführungsform ist so zu beschreiben, dass 
durch blosse tatsächliche Kontrolle ohne weiteres festgestellt werden 
kann, ob die verbotene Ausführung vorliegt. Die Verletzungsform ist als re-
ale technische Handlung durch bestimmte Merkmale so zu umschreiben, 
dass es keiner Auslegung rechtlicher oder mehrdeutiger technischer Be-
griffe bedarf.4 Werden technische Begriffe in der Urteilsbegründung defi-
niert, ist es aber nicht notwendig, die Definitionen in das Urteilsdispositiv 

                                                
1 Siehe Bundesamt für Justiz, Auswirkungen des «Brexit» auf das Lugano-
Übereinkommen, Version vom 16. Februar 2022, zugänglich unter 
www.bj.admin.ch/bj/de/home/wirtschaft/privatrecht/lugue-2007/brexit-
auswirkungen.html (zuletzt besucht am 22. Oktober 2022). 
2 BGer, Urteil 5A_658/2014 vom 5. Mai 2015, E. 3.3. 
3 BGE 142 III 587 E. 5.3. 
4 BGE 131 III 70 E. 3.3 – «Sammelhefter V». 

http://www.bj.admin.ch/bj/de/home/wirtschaft/privatrecht/lugue-2007/brexit-auswirkungen.html
http://www.bj.admin.ch/bj/de/home/wirtschaft/privatrecht/lugue-2007/brexit-auswirkungen.html

O2020_011 

Seite 28 

aufzunehmen.5 Die blosse Wiederholung des Anspruchswortlauts im 
Rechtsbegehren ist zulässig, wenn der Anspruchswortlaut – allenfalls nach 
seiner Auslegung – so klar ist, dass im Vollstreckungsverfahren keine er-
neute rechtliche Auslegung notwendig ist und die Verletzung durch bloss 
tatsächliche Kontrolle festgestellt werden kann.6 

Die genügende Bestimmtheit des Rechtsbegehrens ist Prozessvorausset-
zung und damit von Amtes wegen zu prüfen, wobei das Bundespatentge-
richt eine unzureichende Bestimmtheit mangels entsprechender Rüge nur 
sehr zurückhaltend annimmt. Folge der mangelnden Bestimmtheit ist 
Nichteintreten auf die Klage.7  

Von der mangelnden Bestimmtheit der Rechtsbegehren zu unterscheiden 
ist die Einrede, die Rechtsbegehren würden ein Verhalten verbieten, das 
nicht in den Schutzbereich der geltend gemachten Patentansprüche falle 
(so genannte «überschiessende» Rechtsbegehren). Diese Einrede bezieht 
sich auf die materielle Begründetheit der Klage. Sie wird nur auf entspre-
chende Einrede hin geprüft. Ihre Gutheissung führt zur (teilweisen) Abwei-
sung der Klage.8 

12.  
Die Beklagte macht summarisch geltend, die Unterlassungsbegehren der 
Klage seien unbestimmt, da sie bloss die Patentansprüche wiederholten. 

Wie vorstehend ausgeführt ist es nicht per se unzulässig, in den Rechts-
begehren bloss den Anspruchswortlaut zu wiederholen. Die Beklagte be-
gründet nicht, inwiefern das in den Unterlassungsbegehren umschriebene 
Verhalten in einem eventuellen Verletzungsverfahren nicht durch eine 
bloss tatsächliche Kontrolle ohne erneute rechtliche Auslegung der ver-
wendeten Begriffe überprüft werden könnte. Dies ist auch nicht dermassen 
offensichtlich, dass das Gericht ohne konkrete Rüge von Amtes wegen auf 
die Klage nicht eintritt.  

                                                
5 BPatGer, Urteil O2016_009 vom 18. Dezember 2018, E. 54 – «Durchfluss-
messfühler»; Teilurteil O2020_017 vom 17. August 2022, E. 12 – 
«Anschlusselement». 
6 BPatGer, Urteil O2013_033 vom 30. Januar 2013, Regeste und E. 17 – 
«couronne dentée»; Teilurteil O2020_017 vom 17. August 2022, E. 13 – 
«Anschlusselement» 
7 BPatGer, Urteil O2012_004 vom 24. August 2012, E. 9 – «Leichtbeton»; 
S2012_003 vom 2. Februar 2012, E. 14 – «Spannzangendichtungsvorrichtung». 
8 BPatGer, Urteil O2017_007 vom 1. November 2019, E. 15 – «animierte Lunge». 

O2020_011 

Seite 29 

Rechtsbegehren Nr. 7c bis 7j gemäss Replik seien unbestimmt, weil nicht 
klar sei, welche Sequenziergeräte als «for use with kits» qualifizierten. Ob-
wohl dieser Einwand auch gegen die ursprünglichen Rechtsbegehren 7, 
7a und 7b gemäss Klage hätte vorgebracht werden können, verzichtet die 
Klägerin darauf.  

Entgegen der Auffassung der Beklagten ist hinreichend bestimmt, ob ein 
Sequenziergerät «für die Verwendung mit Kits» ist. Ein Sequenziergerät ist 
dann «für die Verwendung mit Kits», wenn es geeignet ist, mit den (in den 
fraglichen Rechtsbegehren selber näher umschriebenen) Kits betrieben zu 
werden; unabhängig davon, ob es dazu bestimmt ist. Entgegen der Posi-
tion der Beklagten in RZ 349 umfassen diese Rechtsbegehren also nicht 
Sequenziergeräte, die für die Verwendung mit Kits «neither intended nor 
suitable» sind. Der Begriff «(geeignet) für die Verwendung mit Kits» mag 
breit sein, aber er ist nicht unbestimmt. Die Kits selber müssen gemäss den 
fraglichen Rechtsbegehren zur Sequenzierung von mindestens zwei Nuk-
leotiden einer Matrizen-Nukleinsäure in einem Sequencing-by-Synthesis-
Verfahren geeignet sein und müssen einen Puffer enthalten, der Ascorbin-
säure oder ein Salz davon enthält. Ob ein Sequenziergerät für die Verwen-
dung mit solchen Kits geeignet («suitable») ist ergibt sich (beispielhaft er-
läutert am angegriffenen Sequenziergerät DNBSEQ-G400) aus der Typen-
bezeichnung (z.B. «DNBSEQ» = DNA nanoball sequencing, siehe Seite 8 
der Produktportfoliobroschüre der Beklagten), der zugehörigen Broschüre 
der MGI und insbesondere der zugehörigen Bedienungsanleitung. Die Be-
klagte verhält sich im Widerspruch zum Dispositiv, wenn die von ihr ausge-
lieferten Sequenziergeräte im Zeitpunkt ihrer Auslieferung geeignet sind, 
mit den näher umschriebenen Kits verwendet zu werden. Nimmt der Kunde 
eigenmächtig und ohne Wissen der Beklagten Veränderungen an einer 
Maschine vor, die im Zeitpunkt der Auslieferung nicht geeignet war, mit den 
Kits betrieben zu werden, so ist die Beklagte dafür nicht verantwortlich, 
wenn sie nicht dazu angestiftet hat oder wissen musste, dass diese Verän-
derungen vorgenommen werden würden. Die von der Beklagten in RZ 43 
der Duplik aufgeworfenen rhetorischen Fragen, wann ein Sequenziergerät 
für die Verwendung mit solchen Kits geeignet ist, lassen sich daher eindeu-
tig beantworten. Wird das Sequenziergerät vor seiner Auslieferung so pro-
grammiert, dass es nicht mehr mit Kits betrieben werden kann, die vom 
Dispositiv erfasst werden, so darf die Beklagte solche Sequenziergeräte 
verkaufen, wenn sie nicht dazu anstiftet oder damit rechnen muss, dass 
der Kunde die Programmierung wieder so ändert, dass die Maschine sich 
mit den näher umschriebenen Kits betreiben lässt.  

O2020_011 

Seite 30 

13.  
In der Duplik macht die Beklagte zudem geltend, die Rechtsbegehren wür-
den Produkte erfassen, deren zukünftiger Vertrieb in der Schweiz noch 
nicht einmal behauptet sei. Der Klägerin fehle es an einem Rechtsschutz-
interesse an einem Erlass eines derart breiten Verbots. 

Rechtsbegehren Nr. 1 ist auf das Verbot des Vertriebs etc. eines Produkts 
gerichtet, das ein modifiziertes Nukleotidmolekül umfasst, das sich neben 
anderen Merkmalen dadurch auszeichnet, dass an das 3'-Kohlenstoffatom 
eine Gruppe der Struktur -O-Z gebunden ist, wobei es sich bei Z um Azido-
methyl (-CH2-N3) handelt. Im erteilten Anspruch 1 des Klagepatents 
EP 1 530 578 B1 wird ein modifiziertes Nukleotidmolekül selber bean-
sprucht, wobei «Z» dagegen durch eine Markush-Formel definiert ist, die 
unzählige Moleküle erfasst, und die restlichen Merkmale des beanspruch-
ten modifizierten Nukleotidmoleküls identisch sind mit den besagten ande-
ren Merkmalen des Rechtsbegehrens 1. Rechtsbegehren Nr. 1 ist daher 
enger als der erteilte Anspruch 1 und umfasst nur solche Produkte wie die-
jenigen der MGI Tech Co., Ltd., Shenzen, China, um die es hier geht, die 
Azidomethyl als Blockierungsgruppe verwenden. Unter den Umständen ist 
Rechtsbegehren Nr. 1 nicht «viel zu breit» formuliert, wie die Beklagte pau-
schal behauptet.9 

Rechtsbegehren Nr. 5 ist auf Kits zur Sequenzierung von mindestens zwei 
Nukleotiden einer Template-Nukleinsäure in einem Sequenzierungsverfah-
ren durch Synthese mit bestimmten Merkmalen gerichtet, wobei die Kits 
einen Puffer umfassen, der Ascorbinsäure oder ein Salz davon enthält. 
Nachdem unstrittig ist (dazu hinten, E. 85), dass die Kits der MGI Tech Co., 
Ltd., Ascorbinsäure enthalten, ist nicht ersichtlich, weshalb die Klägerin 
kein Rechtsschutzinteresse am Erlass eines auf solche Kits gerichteten 
Vertriebsverbots haben sollte. 

Kumulative Häufung der Rechtsbegehren 

14.  
Werden mehrere Rechtsbegehren gestellt, muss klar sein, in welchem Ver-
hältnis sie zueinanderstehen. Bei der eventuellen Häufung wird ein Even-
tualanspruch nur für den Fall gestellt, dass der übergeordnete Anspruch 
nicht durchdringt, womit die klagende Partei dem Gericht eine Reihenfolge 

                                                
9 Hingegen wäre die blosse Wiederholung der Markush-Formel des Anspruchs im 
Rechtsbegehren unzulässig, siehe BPatGer, Urteil O2019_007 vom 
19. November 2021, E. 17 – «sequence-by-synthesis». 

O2020_011 

Seite 31 

der Beurteilung vorgibt. Unzulässig, weil gegen das Bestimmtheitsgebot 
verstossend, ist eine alternative Häufung, d.h. die klagende Partei macht 
mehrere Ansprüche geltend, überlasst es jedoch dem Gericht zu entschei-
den, über welchen bzw. welche davon befunden wird.10 Zulässig ist eine 
kumulative Häufung, wenn für die einzelnen Ansprüche das gleiche Gericht 
sachlich zuständig und dieselbe Verfahrensart anwendbar ist11 und die wei-
teren Prozessvoraussetzungen, insbesondere das Rechtsschutzinteresse, 
gegeben sind. 

Stellt eine Partei kumulativ mehrere Unterlassungsbegehren, so fehlt es ihr 
an einem Rechtsschutzinteresse an der Gutheissung eines Unterlassungs-
begehrens, das enger ist als ein anderes kumulativ gestelltes Unterlas-
sungsbegehren, d.h. alle Merkmale des anderen Unterlassungsbegehrens 
und mindestens ein zusätzliches Merkmal umfasst oder mindestens ein 
Merkmal des anderen Unterlassungsbegehrens weiter präzisiert. Die 
blosse Möglichkeit, dass das Klagepatent später einmal eingeschränkt 
werden könnte, genügt nicht für ein aktuelles Rechtsschutzinteresse. Hin-
gegen besteht grundsätzlich ein Rechtsschutzinteresse an der Gutheis-
sung eines Unterlassungsbegehrens, das etwas Anderes verbietet als ein 
anderes kumulativ gestelltes Unterlassungsbegehren, d.h. mindestens ein 
Merkmal eines anderen kumulativ gestellten Unterlassungsbegehrens 
nicht umfasst.12  

15.  
Die Beklagte wendet ein, die Unterlassungsbegehren Nr. 2, 3 und 6 ge-
mäss Klage würden das gleiche Verhalten erfassen wie die Unterlassungs-
begehren Nr. 1/1a oder Nr. 5/5a und der Klägerin fehle deshalb ein Rechts-
schutzinteresse an der Gutheissung dieser Begehren, wenn Rechtsbegeh-
ren Nr. 1/1a oder Nr. 5/5a gutgeheissen würden. 

Die Klägerin stellt Rechtsbegehren Nr. 1, 2, 3 und 6 kumulativ nebeneinan-
der. Rechtsbegehren Nr. 2 ist enger als Rechtsbegehren Nr. 1; es ersetzt 
in dem in Nr. 1 umschriebenen Verhalten das Merkmal «product» durch 
das engere Merkmal «kit» und es fügt dem in Nr. 1 umschriebenen Verhal-
ten die Merkmale «a plurality of different modified nucleotide molecule» 

                                                
10 BGE 142 III 683 E. 5.3.2. 
11 BGE 142 III 683 E. 5.3.2. 
12 BPatGer, Urteil O2019_007 vom 19. November 2021, E. 17 – «sequence-by-
synthesis» 

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Seite 32 

und «packaging materials» hinzu. Wird Rechsbegehren Nr. 1 gutgeheis-
sen, fehlt es der Klägerin entsprechend an einem rechtlich geschützten In-
teresse der Gutheissung von Rechtsbegehren Nr. 2. 

Rechtsbegehren Nr. 3 fügt Rechtsbegehren Nr. 1 das zusätzliche Merkmal 
«zur Verwendung bei der Sequenzierung durch Synthese (sequencing-by-
synthesis)» hinzu und ist damit enger als Rechtsbegehren Nr. 1. Entspre-
chend fehlt es der Klägerin bei Gutheissung von Rechtsbegehren Nr. 1 an 
einem rechtlich geschützten Interesse, dass zusätzlich Rechtsbegehren 
Nr. 3 gutgeheissen wird. 

Rechtsbegehren Nr. 6 steht neben Rechtsbegehren Nr. 5, die beide auf 
das Klagepatent EP 412 gestützt sind und sich gegen Kits richten, welche 
die Lehre von EP 412 verwirklichen. Rechtsbegehren Nr. 6 fügt Rechtsbe-
gehren Nr. 5 einerseits ein Merkmal hinzu («umfassend eine DNA-Poly-
merase»), erweitert aber andererseits das Merkmal «Puffer, der Ascorbin-
säure oder ein Salz davon enthält» auf «Puffer, der Ascorbinsäure oder ein 
Salz davon enthält bzw. Ascorbinsäure oder ein Salz davon bereitstellt». 
Damit erfasst Rechtsbegehren Nr. 6 auch Reagenzien-Kits, die im Ver-
kaufszeitpunkt keine Ascorbinsäure enthalten, aber Ascorbinsäure z.B. 
durch eine Umwandlungsreaktion bereitstellen. Rechtsbegehren Nr. 6 ist 
daher auf etwas anderes als Rechtsbegehren Nr. 5 gerichtet und die Klä-
gerin hat entsprechend ein Interesse daran, dass es selbst dann gutge-
heissen wird, wenn Rechtsbegehren Nr. 5 gutgeheissen wird. 

Rechtsschutzinteresse / drohende Verletzungshandlungen 

16.  
Das Patent verschafft seinem Inhaber das Recht, anderen zu verbieten, 
die Erfindung gewerbsmässig zu benützen. Als Benützung gelten insbe-
sondere das Herstellen, das Lagern, das Anbieten, das Inverkehrbringen, 
die Ein-, Aus- und Durchfuhr sowie der Besitz zu diesen Zwecken (Art. 8 
Abs. 1 und 2 PatG). 

Wer eine Erfindung widerrechtlich benützt, kann zivil- und strafrechtlich zur 
Verantwortung gezogen werden (Art. 66 lit. a PatG). Wer durch eine der in 
Art. 66 genannten Handlungen bedroht oder in seinen Rechten verletzt ist, 
kann auf Unterlassung oder auf Beseitigung des rechtswidrigen Zustandes 
klagen (Art. 72 PatG). 

O2020_011 

Seite 33 

Der Patentinhaber ist in seinen Rechten bedroht, wenn das Verhalten des 
Beklagten die künftige Patentverletzung ernsthaft befürchten lässt.13 Lehre 
und Rechtsprechung unterscheiden zwischen Erstbegehungs- und Wie-
derholungsgefahr. Analoge Eingriffe in der Vergangenheit sind ein Indiz für 
einen bevorstehenden Eingriff (Wiederholungsgefahr).  

Wenn noch keine Verletzung stattgefunden hat, ist zu prüfen, ob konkrete 
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine Patentverletzung bevorsteht. Sol-
che Anhaltspunkte können Ankündigungen des angeblichen Verletzers 
sein, dessen Anfragen an Lieferanten und Abnehmer oder Vorbereitungs-
handlungen wie Aufträge an Werbeagenturen oder Insertionsaufträge.14 
Bereits erfolgte Verletzungen im Ausland können ein Hinweis auf künftige 
Verletzungen in der Schweiz sein, wenn das entsprechende Produkt übli-
cherweise in allen Ländern in der gleichen Ausstattung angeboten wird und 
die ausländische Verletzerin, bzw. eine ihrer Konzerngesellschaften, auch 
in der Schweiz tätig ist.15 Bei Teilnahmehandlungen muss eine konkrete 
Haupttat nicht bereits erfolgt sein; es genügt, wenn eine widerrechtliche 
Haupttat droht.16 

Nach Rechtsprechung und herrschender Lehre führt die fehlende Bedro-
hung in den Rechten zum Nichteintreten, da es an einem Rechtsschutzin-
teresse fehlt (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO).17 Ob man unter dem Titel 
«Rechtsschutzinteresse» oder «Verletzungshandlungen» prüft, ob auf-
grund der Umstände ernsthaft davon auszugehen ist, dass Verletzungs-
handlungen in der Schweiz drohen, spielt im Ergebnis keine Rolle.18 

17.  
Zunächst macht die Beklagte gestützt auf ihre befristete Abstandserklärung 
geltend, der Klägerin mangle es an einem Rechtsschutzinteresse. Im 
Schriftenwechsel mit der Klägerin vom März und April 2020 habe sie der 
Klägerin mitgeteilt, dass sie keines der von der Klägerin bezeichneten Pro-
dukte verkauft habe oder besitze und versicherte «mindestens bis zum 
31. August 2021 keine MGI sequencing reagent kits anzubieten und zu 

                                                
13 BGE 124 III 72 E. 2a – «Contra-Schmerz». 
14 DAVID et al., in: von Büren/David (Hrsg.), Der Rechtsschutz im 
Immaterialgüterrecht (SIWR I/2), 3. Aufl. 2011, RZ 272. 
15 SHK PatG-SCHWEIZER, Art. 72 N 11. 
16 BPatGer, Teilurteil O2020_017 vom 17. August 2022, E. 75 – 
«Anschlusselement». 
17 BGE 140 III 297, nicht publ. E. 2.3.2 – «Keytrader». 
18 Vgl. BGer, Urteil 4A_11/2022 vom 27. Juni 2022, E. 2.3 – «Sequence-by-
Synthesis». 

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vertreiben, es sei denn, das schweizerische Bundespatentgericht aner-
kenne die Ungültigkeit der Patente EP 1 530 578 und EP 1 828 412 oder 
es wird ein Vergleich mit unserer Lieferantin erzielt, der auch einen gewis-
sen Vertrieb durch die Witec AG zulässt.» Die Befristung der Abstandser-
klärung rühre daher, dass die Beklagte davon ausgegangen sei, dass das 
Urteil im Verfahren O2019_007 im Sommer 2021 veröffentlicht werden 
würde und sie dann zu diesem Zeitpunkt gewusst hätte, ob die strittigen 
Produkte die Klagepatente verletzen. Für den Fall, dass die Produkte die 
Klagepatente verletzen, würde die Beklagte natürlich nicht sofort mit dem 
Vertrieb von solchen Produkten in der Schweiz beginnen, nachdem sie zu-
vor freiwillig davon abgesehen habe. Daher bestehe auch nach Ablauf der 
Befristung keine Gefahr von Verletzungshandlungen durch die Beklagte, 
denn sie würde nicht auf Risiko verletzende Produkte vertreiben. Der Klä-
gerin mangle es daher an einem Rechtsschutzinteresse.  

Dass die Beklagte eine bis zum 31. August 2021 befristete Abstandserklä-
rung («cease and desist») abgegeben hat, ist im vorliegenden Verfahren 
unstrittig. Fraglich ist, ob das Rechtsschutzinteresse der Klägerin dadurch 
wegfällt, dass die Beklagte in ihren Rechtsschriften beteuert, keine rele-
vanten MGI Produkte zu vertreiben, nachdem die Befristung der Abstand-
serklärung abgelaufen ist. Dies ist zu verneinen. Einerseits sind in Rechts-
schriften vorgetragene Behauptungen und Absichtsbekundungen keine 
verbindlichen Erklärungen. Andererseits lässt sich aus einem befristeten, 
freiwilligen Verzicht nicht ableiten, dass nach Ablauf der Befristung weiter-
hin freiwillig auf Verletzungshandlungen verzichtet wird. Dies gilt auch dort, 
wo die Befristung einzig dazu diente, ein Urteil abzuwarten, von dem sich 
die Parteien Rechtssicherheit versprechen. Trotz der Beteuerung der Be-
klagten, nach Ablauf der Befristung keine patentverletzenden Produkte zu 
vertreiben, sieht sich die Klägerin nach Ablauf der Frist mit der Gefahr kon-
frontiert, dass die Beklagte ebendies tut. 

Der Beklagten hätte es offen gestanden, eine unbefristete Abstandserklä-
rung abzugeben. Dies hat sie indes nicht getan, sondern sich damit be-
gnügt, in nicht bindender Weise zu beteuern, keine relevanten Produkte zu 
vertreiben, und zwar selbst heute noch, obwohl das Teilurteil des Bundes-
patentgerichts im Verfahren O2019_007 zwischen der Klägerin und der 
Latvia MGI Tech SIA, Riga, Lettland, inzwischen rechtskräftig geworden ist 
und das Bundesgericht die Beurteilung des hiesigen Gerichts bestätigt hat, 
dass die schweizerischen Teile von EP 1 530 578 B1 und EP 1 828 412 B2 
zumindest im geltend gemachten Umfang rechtsbeständig sind.19 Das 
                                                
19 BGer, Urteil 4A_11/2022 vom 27. Juni 2022. 

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Seite 35 

Rechtsschutzinteresse der Klägerin entfällt durch die befristete Abstands-
erklärung mithin nicht. 

18.  
Zu den Verletzungshandlungen trägt die Klägerin vor, die Beklagte habe, 
bevor sie die Abstandserklärung abgegeben hat, eine Reihe von MGI DNA 
Sequenziergeräten («MGI DNA sequencing platforms»), wie den 
DNBSEQ-T7 Genetic Sequencer, den DNBSEQ-G400 Genetic Sequenzer 
und den DNBSEQ-G50 Genetic Sequencer zusammen mit den benötigten 
MGI-Reagenzien («MGI sequencing reagent kits») angeboten und vertrie-
ben. Das Anbieten und Verkaufen von MGI-Reagenzien sei eine direkte 
Patentverletzung sowie mittelbare Verletzung der Methodenansprüche. 
Ausserdem verletze das Anbieten und Verkaufen von MGI-Sequenzierge-
räten mittelbar die Verfahrensansprüche der Klagepatente.   

Die Klägerin stützt sich bei ihrem Vorbringen auf eine Portfoliobroschüre 
der Beklagten vom 15. Januar 2020, in der die drei vorgenannten Sequen-
ziergeräte abgebildet sind, auf einen Auszug der Internetseite der Beklag-
ten, aufgerufen am 27. Januar 2020, aus dem die Auflistung von neun MGI 
Produkten ersichtlich ist, auf einen LinkedIn-Beitrag der Beklagten, in dem 
neben einem kurzen Text die drei vorgenannten Sequenziergeräte abge-
bildet sind sowie auf zwei Produktbroschüren der Beklagten. Die MGI-Se-
quenziergeräte würden mit der expliziten Anleitung verkauft, dass sie nur 
zusammen mit den MGI-Reagenzien («MGI sequencing reagent kits») ge-
braucht werden sollen. Ein Exemplar des Kits «MGISEQ-2000RS High-
throughput Sequencing Kit Model: PE150» traf «on or about December 2nd 
2019» im Eurofins-Labor ein. Dieses Kit wurde also zu dem Datum von 
MGI hergestellt und hätte durch die Beklagte vor der Abgabe ihrer «cease 
and desist»-Erklärung mit Startdatum 6. März 2020 angeboten werden 
können. Ein Exemplar des Kits «DNBSEQ-G400RS High-throughput Se-
quencing Kit Model: PE100» wurde erst am 30. September 2020 mittels 
«saisie contrefaçon» in Frankreich beschlagnahmt. Die Beklage bestreitet 
aber in der Duplik vom 13. September 2021 nicht, dass dieses Kit bereits 
vor dem 6. März 2020 von MGI hergestellt wurde; auch dieses Kit hätte 
also von ihr vor der Abgabe ihrer «cease and desist»-Erklärung angeboten 
werden können. 

Strittig ist zwischen den Parteien, ob die Beklagte solche Reagenzien-Kits 
tatsächlich angeboten hat. Ein Verkauf solcher Kits durch die Beklagte ist 
nicht aktenkundig. Die beiden von der Klägerin analysierten Kits hat die 

O2020_011 

Seite 36 

Klägerin unbestritten nicht in der Schweiz und nicht von der Beklagten be-
zogen: Das Kit «MGISEQ-2000RS High-throughput Sequencing Kit Model: 
PE150» wurde von MGI International Sales Co., Limited bezogen und das 
Kit «DNBSEQ-G400RS High-throughput Sequencing Kit Model: PE100» 
stammte aus der «saisie contrefaçon» in Frankreich (siehe vorne). Die Klä-
gerin stützt sich in ihrer Argumentation vorwiegend auf einen LinkedIn-Bei-
trag der Beklagten, in dem diese schreibt: «NGS more affordable than ever 
before. Witec is happy to introduce you the ground-breaking DNBseq tech-
nology and high-grade NGS instruments from MGI. Increased accuracy, 
decreased duplicates, reduced index hoping, flexible and affordable are 
some highlights of the MGI sequencers and its technology. Get in touch 
with us to learn more about the great advantages of the DNBseq technol-
ogy, NGS instruments, kits & running cost. #NGS».  

 

Abbildung 1: LinkedIn-Beitrag der Beklagten 

Die Beklagte entgegnet, der LinkedIn-Beitrag sei kein Anbieten der Rea-
genzien. Die Erwähnung der «kits» im letzten Satz des LinkedIn-Beitrags 
sei kein Anbieten, sondern eine Einladung, Informationen über die Funkti-
onsweise der Sequenziergeräte einzuholen beziehungsweise zu erfahren, 
welche Kits gebraucht werden könnten. Der Beitrag sage indes keinesfalls, 

O2020_011 

Seite 37 

dass Reagenzien direkt bei der Beklagten bezogen werden könnten oder 
dass sie solche anbiete. 

19.  
Die Beklagte betreibt ein kaufmännisch geführtes Unternehmen und ver-
treibt Instrumente und Reagenzien im Schweizer Life Science Markt. Die 
relevanten Produkte fallen in den Kerngeschäftsbereich der Beklagten. Sie 
hat mithin ein wirtschaftliches Interesse am Verkauf der relevanten Pro-
dukte und ist als gewerbliche Anbieterin mindestens an der Vermittlung von 
potentiellen Kunden interessiert. Es widerspricht der allgemeinen Le-
benserfahrung, dass eine kommerziell tätige Gesellschaft in ihrem Kernbe-
reich Informationen der Öffentlichkeit bloss aus ideellen Gründen zur Ver-
fügung stellt und Interessierte zu bloss objektiven Aufklärungszwecken be-
rät, ohne damit zumindest indirekt finanzielle Interessen zu verfolgen. Für 
Handelsgesellschaften steht nicht eine ausgewogene und breite Informa-
tion über ihr Tätigkeitsgebiet –  hier die «sequence-by-synthesis»-Techno-
logie – im Mittelpunkt, sondern es geht in erster Linie darum, Interesse an 
Produkten zu generieren, um diese zu verkaufen und damit Geld zu ver-
dienen. Dazu kommt, dass die Beklagte NGS-Systeme («Next Generation 
Sequencing») als «more affordable than ever before» anpreist; eine offen-
sichtlich auf den Verkauf (oder das Leasing) der Produkte gerichtete Aus-
sage.  

Der LinkedIn-Beitrag kann nach dem Gesagten nur dahingehend verstan-
den werden, dass es der Beklagten darum geht, das Kaufinteresse des 
massgeblichen Marktes in Bezug auf «DNBseq technology, NGS instru-
ments, kits» zu fördern. Das Kaufinteresse an den Reagenzien zu fördern 
kann im vorliegenden Zusammenhang nur den Zweck haben, diese später 
zu vermitteln oder selber anzubieten. Nach Überzeugung des Gerichts 
droht daher ein zukünftiges Inverkehrbringen der angegriffenen Ausfüh-
rungsformen durch die Beklagte. Im Rahmen der freien Beweiswürdigung 
darf dabei auch berücksichtigt werden, dass die Beklagte zwar eine zeitlich 
befristete Unterlassungserklärung abgegeben hat, bis das Bundespatent-
gericht die Rechtsbeständigkeit der Klagepatente im Verfahren 
O2019_007 prüfen konnte. Nachdem das Teilurteil in dem Verfahren aber 
rechtskräftig geworden ist, trifft sie keine Anstalten, die Unterlassungser-
klärung unbefristet abzugeben. Wenn die Beklagte tatsächlich keine Ab-
sicht hätte, die angegriffenen Ausführungsformen in der Schweiz zu ver-
treiben, ist nicht einzusehen, weshalb sie nicht eine entsprechende Unter-
lassungserklärung abgeben kann, nachdem die Rechtslage geklärt ist. 

O2020_011 

Seite 38 

Das Anbieten ist der Patentinhaberin vorbehalten (Art. 8 Abs. 2 PatG). Da 
das Anbieten der Reagenzien durch die Beklagte droht, ist das Rechts-
schutzinteresse an den Unterlassungsbegehren Nr. 1, 3, 5 und 6 zu beja-
hen (vgl. Art. 66 Bst. a i.V.m Art. 72 Abs. 1 PatG).  

20.  
Von der Beklagten blieb unbestritten, dass sie Informationen zu bestimm-
ten MGI-Sequenziergeräten für kurze Zeit auf ihrer Homepage aufschaltete 
und diese Geräte anbot. Hinzu kommt, dass sich die Beklagte auf Seite 3 
ihrer «portfolio selection Q1|2020» als «distributor for a number of instru-
ment and reagent producers from around the globe in the Swiss life science 
market» vorstellt. Im selben Portfolio werden auf den S. 5, 7-8 die Sequen-
ziergeräte DNBSEQ-G50 / G400 und T7 als neue Produkte vorgestellt. Fer-
ner prangt das Logo der Beklagten auf der Produktbroschüre des Sequen-
ziergeräts DNBSEQ-G400. Daraus ergibt sich für das Gericht zweifellos, 
dass die Beklagte Sequenziergeräte der MGI Tech, Co., Ltd., in der 
Schweiz angeboten hat.  

 

Abbildung 2: Titelblatt der Produktbroschüre für das Sequenziergerät DNBSEQ-G400 

O2020_011 

Seite 39 

Die Klägerin hat dieses Angebot, und auch den allfälligen Verkauf der Pro-
dukte, als Teilnahme an der Verletzung der Verfahrensansprüche beider 
Streitpatente eingestuft. Sie beruft sich darauf, dass Schritt 4 der Beschrei-
bung der Gensequenzierung der Broschüren der Sequenziergeräte «MGI-
SEQ-200» und «MGISEQ-2000» (heutige Bezeichnungen: «DNBSEQ-
G50» resp. «DNBSEQ-G400») zeige, dass die Reagent-Kit-ID der Rea-
genzienkits gescannt werden müsse, bevor diese in die Maschine einge-
setzt werden könnten und damit, dass sich diese Sequenziergeräte nur mit 
MGI-Reagenzien betreiben liessen. Nicht von MGI Tech Co., Ltd., stam-
mende Reagenzien könnten nicht erfolgreich gescannt werden und somit 
nicht verwendet werden. Die Beklagte hat das in der Klageantwort bestrit-
ten, ohne Begründung, und es als «irrelevant» eingestuft.  

Für die Beurteilung, ob der Vertrieb der MGI-Sequenziergeräte eine Teil-
nahme an der Verletzung der Verfahrensansprüche der Streitpatente dar-
stellt, ist es nach Ansicht des Gerichts relevant, ob das Scannen einer Kit-
ID den Endbenutzer zwingt, die Kits der Beklagten einzusetzen, wenn 
diese Kits selber in den Schutzbereich der Erzeugnisansprüche der Streit-
patente eingreifen und die Verfahrensansprüche der Streitpatente wiede-
rum auf die beanspruchten Erzeugnisse oder auf deren Merkmale Bezug 
nehmen. 

Der besagte Schritt 4 der Beschreibung des «Gene Sequencing» zeigt, 
dass eine ID der erwähnten «cartridge» des Kits gescannt und diese 
«cartridge» dann in das Sequenziergerät eingeführt wird.   

 

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Seite 40 

 

Abbildung 3:Schritt 4 der Beschreibung des «Gene Sequencing» aus der Broschüre für das 
Sequenziergerät DNBSEQ-G50 

Die Herstellerin der Sequenziergeräte, MGI Tech Co., Ltd., weist die An-
wender der Sequenziergeräte in der Bedienungsanleitung der Sequenzier-
geräte damit ausdrücklich an, nur die «reagent kits» der Herstellerin zu 
verwenden. 

 

Abbildung 4: Hinweis aus dem Benutzerhandbuch für das Sequenziergerät DNBSEQ-G400 

Die Beklagte spricht in der Duplik vom 13. September 2021 die Bedie-
nungsanleitung an, gemäss der die ID der «reagent kits» gescannt werde. 
Diese Seite zeigt, dass eine auf der «cartridge» angebrachte ID gescannt 
werden muss. 

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Seite 41 

 

Abbildung 5: Abbildung des Scannens der ID von Seite 33 der Bedienungsanleitung des 
Sequenziergeräts MGISEQ-2000RS (= DNBSEQ-G400) 

Gemäss der angesprochenen Bedienungsanleitung ist also mit «reagent 
kit» die «cartridge» gemeint. Nach Aktenlage enthält das «Well No. 10» der 
«cartridge» bereits den «imaging buffer» oder das «scanning reagent», in 
dem sich auch die Ascorbinsäure befindet. Daneben umfasst ein «sequen-
cing kit» oder «sequencing reagent kit» neben einer «cartridge» auch meh-
rere Phiolen («vials»), darunter eine Phiole «dNTPs Mix» und eine Phiole 
«dNTPs Mix II». Eine genaue Ansicht eines vollständigen Kits «DNBSEQ-
G400 RS High-throughput Sequencing Kit Model: FCL PE100» für das Se-
quenziergerät DNBSEQ-G400 ist in den von der Klägerin angesprochenen 
«detailed photographs» aus der «saisie-contrefaçon» wiedergegeben. 

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Seite 42 

 

Abbildung 6: Photographie des vollständigen Kits «DNBSEQ-G400 RS High-throughput 
Sequencing Kit Model: FCL PE100» aus der «saisie-contrefaçon» 

Die Photographie zeigt oben die «cartridge» und unten die Phiolen (vials). 
Der Inhalt der Phiolen, insbesondere der Phiolen «dNTPs Mix» und 
«dNTPs Mix II» muss vor Einführen der «cartridge» in das Sequenziergerät 
in die verschiedenen restlichen Kammern oder «wells» der «cartridge» ein-
gefüllt werden, ansonsten ist die «cartridge» nicht für die Sequenzierung 
funktionsfähig. Ein Scannen einer ID der Phiolen ist aber nicht aktenkun-
dig, es findet also keine Kontrolle über die Herkunft der in die «cartridge» 
einzufüllenden Reagenzien statt. Es ist also theoretisch möglich, eine auf 
der «cartridge» angebrachte ID zu scannen (die nur die «cartridge» oder 
das gesamte «sequencing kit» oder «sequencing reagent kit» identifizieren 
mag), aber trotzdem andere Reagenzien als die aus den zugehörigen Phi-
olen in die restlichen Kammern einzufüllen. 

Nach Überzeugung des Gerichts würde der Endbenutzer der Sequenzier-
geräte dies in einem produktiven Umfeld aber nicht tun. Die Anweisung aus 
dem Benutzerhandbuch, die zur Verwendung der Reagenzien-Kits der MGI 
Tech Co., Ltd., auffordert, würde ihn bereits davon abhalten. Noch wichtiger 
ist, dass der Endbenutzer die Zusammensetzung der originalen Reagen-
zien der MGI Tech Co, Ltd. nicht kennt und daher auch nicht ersetzen kann. 
Sich ausreichende Kenntnisse über die genaue chemische Zusammenset-
zung der Reagenzien zu verschaffen, ist alles andere als trivial – wie ge-
rade auch die im vorliegenden Verfahren eingereichten Analysen der an-
gegriffenen Ausführungsformen zeigen – und übersteigt nach Ansicht des 

O2020_011 

Seite 43 

Gerichts das entsprechende Vermögen eines typischen Endbenutzers. 
Zum Ersatz der MGI-Reagenzien wäre die Analyse aller Phiolen der Kits 
nötig, was äusserst aufwendig und fehlerbehaftet wäre. 

Der faktische Zwang, die von der Beklagen angebotenen oder eventuell 
verkauften Sequenziergeräte der MGI Tech Co., Ltd., auch mit Reagenzien 
der MGI zu betreiben, und damit die Teilnahme an der Verletzung der Ver-
fahrensansprüche der Streitpatente, ergibt sich daher nicht nur aus dem 
Scannen der Cartridge-ID, sondern auch aus der besagten ausdrücklichen 
Anweisung, nur MGI-Reagenzien zu verwenden und insbesondere aus 
dem Unvermögen des typischen Endbenutzers, geeignete alternative Re-
agenzien zu identifizieren und zu beschaffen. 

Die Beklagte musste mithin wissen, dass die von ihr offerierten Sequen-
ziergeräte nur mit den dazugehörigen Reagenzien betrieben werden kön-
nen und dass der Betrieb mit anderen Reagenzien als gegen die Benut-
zungsvorschriften aus der Bedienungsanleitung verstossend verstanden 
würde, soweit sie überhaupt funktionieren würde. Der Beklagten muss mit-
hin auch bewusst sein, dass die Käufer der Sequenziergeräte sich die zum 
Betrieb notwendigen MGI-Reagenzien beschaffen mussten, selbst wenn 
die Beklagte selbst diese nicht anbieten würde. 

Die Beklage hat auch ausgeführt, dass die Hardware solcher Sequenzier-
geräte «essentially consists of a flow cell, some pumps and a fluorescence 
detector. The hardware per se is universally applicable». Es sei die zuge-
hörige Software, die bestimme, welche Kits auf einem Gerät eingesetzt 
werden könnten.  

Auf den verkauften Sequenziergeräten ist offensichtlich bereits eine Soft-
ware installiert (vgl. nur Bedienungsanleitung). MGI Tech Co., Ltd. vertreibt 
keine Sequenziergeräte ohne vorinstallierte Software. Dass die mit der von 
der MGI Tech Co., Ltd. programmierten Software ausgelieferten Sequen-
ziergeräte nicht geeignet wären, mit MGI-Reagenzien betrieben zu wer-
den, wird nicht behauptet und wäre auch nicht glaubhaft.  

Indem Dritte die von der Beklagten angebotenen Sequenziergeräte mit den 
dazugehörigen Reagenzien-Kits betreiben, verletzen sie den Verfahrens-
a