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**Case Identifier:** d9e6999c-5fcd-5405-a00c-c3b4d4455c4e
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-13
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 13.09.2017 IV 2016/138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-138_2017-09-13.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/138

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 01.05.2020

Entscheiddatum: 13.09.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 13.09.2017
Art. 28 IVG, Art. 7 ATSG, Art. 8 ATSG, Art. 16 ATSG: Erfordernis genügender 
Abklärung des medizinischen Sachverhalts. I.c. stützt sich die angefochtene 
Verfügung auf einen Konsiliarbericht, der eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit 
attestiert. Ob er für sich alleine beweistauglich wäre, kann offen bleiben, 
nachdem zwei weitere Berichte unabhängiger Fachärzte in 
leidensadaptierten Tätigkeiten ebenfalls eine volle Arbeitsfähigkeit schätzen. 
Ein (zusätzliches) polydisziplinäres Gutachten erweist sich vorliegend nicht 
als erforderlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 13. September 2017, IV 2016/138).

Entscheid Versicherungsgericht, 13.09.2017

Entscheid vom 13. September 2017

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterinnen Marie-Theres Rüegg Haltinner (Vorsitz),

Marie Löhrer und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner      

      

Geschäftsnr.                                                                                                                  

IV 2016/138           

Parteien

A.___,

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Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Rente

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ meldete sich am 19. April 2015 wegen einer chronischen 

Schleimbeutelentzündung am Ellbogen bei der Invalidenversicherung (IV) zum 

Leistungsbezug an (IV-act. 2). Gemäss Bericht der Klinik für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates des Kantonsspitals St. Gallen (KSSG) 

vom 16. März 2015 (IV-act. 9-5 f.) war eine chronisch rezidivierende Bursitis olecrani 

rechts diagnostiziert und gemäss Austrittsbericht vom 30. März 2015 der nämlichen 

Klinik am 18. März 2015 eine Bursektomie vorgenommen worden (IV-act. 9-3 f.). In der 

Klinik für Rheumatologie des KSSG waren vorgängig u.a. eine beidseitige 

Fingerpolyarthrose beidseits vom Typ Heberden sowie eine chronisch rezidivierende 

Zerviko-Brachialgie bei degenerativen Veränderungen (und) muskulärer Dysbalance 

diagnostiziert worden. Diese Diagnosen stützten sich auf Röntgenbilder vom 6. März 

2014, die degenerative Veränderungen der DIP-Gelenke und deutliche degenerative 

Veränderungen der HWS zeigten (Bericht vom 26. Juni 2014, IV-act. 9-7 ff.).

A.b  Dr.med. B.___, Arzt u.a. für Allgemeinmedizin, hielt im Arztbericht vom 2. Mai 2015 

fest, aufgrund mehrmaliger Wundeinblutungen bei Status nach Bursektomie sei es zu 

einem verzögerten Heilungsverlauf mit eingeschränkter Beweglichkeit des rechten 

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Arms gekommen. Voraussichtlich sei die Versicherte ab 15. Mai 2015 wieder 8 

Stunden/Tag arbeitsfähig in einer leidensadaptierten, leichten Tätigkeit. Bei 

Fingerpolyarthrose bds. und chronisch rezidivierenden Zerviko-Brachialgien bei 

degenerativen Veränderungen sei die aktuelle Arbeit als Maschinenführerin im 

angestammten Beruf nicht mehr durchführbar. In einer leichten, leidensadaptierten 

Tätigkeit sei die Versicherte 100 % arbeitsfähig (IV-act. 9-1 f.). Gegenüber der 

Eingliederungsverantwortlichen beklagte die Versicherte seit der Entfernung des 

Schleimbeutels bestehende starke Schmerzen in beiden Armen, insbesondere könne 

sie ihre Hände kaum bewegen (Bericht der Eingliederungsverantwortlichen vom 1. Juni 

2015, IV-act. 19).

A.c  Dr.med. C.___, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, berichtete am 23. Juni 

2015 zuhanden des Krankentaggeldversicherers, als Verdachtsdiagnosen bestünden 

Fingerpolyarthrosen beidseits und degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule. Es 

lägen keine Röntgenbilder vor. Zusätzlich diagnostizierte er eine partielle Schultersteife 

rechts und einen Zustand nach Bursektomie Ellbogen rechts, aktuell abgeheilt. Die 

Arbeitsfähigkeit werde aktuell vor allem durch die Fingerpolyarthrose beidseits und die 

partielle Schultersteife sowie möglicherweise die degenerativen Veränderungen der 

HWS beeinflusst. Die geklagten Beschwerden seien in ihrem Vorhandensein 

nachvollziehbar, jedoch scheine die Intensität, in welcher sie angegeben würden, nicht 

genau mit der Ausprägung des objektiven Befundes zu korrelieren. Die Versicherte 

könne sich nicht vorstellen, die früher ausgeübte Tätigkeit wieder aufzunehmen, da 

diese viel zu streng sei. Aufgrund der Befunde der Fingerendgelenke sei das Ergreifen 

von grösseren Lasten und von Gegenständen mit grösserem Umfang nicht mehr 

zumutbar bzw. erschwert. In einer an die Situation der Finger-/Handproblematik 

angepassten Arbeit wäre ein normales Arbeitspensum möglich. Das Heben von 

schweren Schachteln, welche eine starke Greiffunktion voraussetzten, sei sicher 

ungeeignet. Hingegen könnten Kontrolltätigkeiten oder Maschinenbedienungen ohne 

manuell belastende Tätigkeit durchgeführt werden (Fremdakten, act. G 6.2).

A.d  Die Eingliederungsverantwortliche schloss den Fall am 15. Juli 2015 ab, da sich 

die Versicherte für alle auf dem Arbeitsmarkt vorhandenen Tätigkeitsfelder 

arbeitsunfähig sehe (Verlaufsprotokoll Eingliederungsberatung, IV-act. 20-1 f.). Mit 

Mitteilung vom 31. Juli 2015 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren um berufliche 

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Massnahmen ab, da sich die Versicherte nicht in der Lage fühle, an 

Eingliederungsbemühungen mitzuwirken (IV-act. 22).

A.e  Mit Vorbescheid vom 3. August 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten die 

Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 24). Mit Einwand vom 17. 

September 2015 machte diese geltend, die Polyarthritis der Finger und die HWS- und 

BWS-Schmerzen stünden zunehmend im Vordergrund. Die nachweislich vorhandene 

Einschränkung im Gebrauch der beiden Hände verunmögliche bereits eine grosse 

Anzahl von Hilfstätigkeiten, insbesondere alles, was feinmanuell erledigt werden 

müsse. Für grobmanuelle Tätigkeiten mangle es an der Kraftausübung insbesondere in 

der rechten Hand, aber auch links, wofür die arthrotischen Veränderungen in den 

Fingern verantwortlich seien. Es sei ein konkreter Arbeitsversuch in einer geschützten 

Werkstätte durch¬zuführen (IV-act. 31).

A.f  Dr. B.___ führte im am 1. Oktober 2015 bei der IV-Stelle eingegangenen Arztbericht 

aus, es bestehe Verdacht auf eine Anpassungsstörung mit depressiver Episode. 

Belastende Fingerarbeiten seien ungünstig. Das Heben von schweren Schachteln, 

welches eine starke Greiffunktion voraussetze, sei sicher ungeeignet. Hingegen 

könnten Kontrolltätigkeiten oder Maschinenbedienungen ohne manuell belastende 

Tätigkeit durchgeführt werden. Voraussichtlich bestehe ab November 2015 eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % (aufgrund der aktuellen psychischen Situation; IV-act. 40). 

Dr.med. D.___, Rheumatologie KSSG, erklärte im Arztbericht vom 23. Oktober 2015, es 

bestünden deutliche degenerative Veränderungen der Fingergelenke im Sinne einer 

Heberden Bouchard Arthrose und einer Ellenbogenarthrose, eine Bursitis olecrani und 

HWS-Schmerzen. Die Beweglichkeit der HWS sowie Fingergelenke und die 

Ellbogenbeweglichkeit mit rezidivierenden Entzündungen der Weichteile (Bursa, 

Aktivierung der Arthrose) seien eingeschränkt. Die bisherige Tätigkeit sei seit November 

2014 bis auf Weiteres nicht mehr zumutbar aufgrund des Hebens und Tragens 

schwerer Lasten und hohem Arbeitstempo. Für eine leichte, der Leistungsfähigkeit der 

Versicherten entsprechende Tätigkeit bestehe ab sofort eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. 

Angepasst seien Tätigkeiten im Wechsel zwischen Sitzen (überwiegend), Stehen und 

Gehen, zeitweise bei ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung, ohne Heben und Tragen 

von Lasten über 10 kg, ohne häufige Zwangshaltungen und ohne häufige 

Überkopfarbeiten, ohne feinmotorische und repetitive grobmotorische Anforderungen 

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an die Hände und Arme, ohne Akkordtätigkeiten und ohne Zeit- und Termindruck (IV-

act. 44-1 f.).

A.g  Die IV-Stelle holte ein Konsilium von Prof.Dr.med. E.___, Ordinarius für 

Rheumatologie und Klinische Immunologie, ein. Dieser berichtete am 28. Januar 2016, 

Röntgenaufnahmen vom 27. Januar 2016 des Ellenbogens beidseits und der Hände 

zeigten Normalbefunde, insbesondere fänden sich keine radiologischen Hinweise auf 

eine Fingerpolyarthrose bei leichter Flexionshaltung in den DIP-Gelenken. Die 

Aufnahme der HWS ap sei unauffällig, mit lateral gutem Alignement und 

Blockwirbelbildung HWK 4/5 (wahrscheinlich angeboren) und degenerativen 

Veränderungen im Sinne einer mässigen Chondrose und einer Spondylose C6/7. In der 

radiologischen Untersuchung bestünden keine Hinweise auf eine Fingerpolyarthrose, 

es fehlten auch Hinweise auf eine entzündliche oder metabolische Arthropathie. In 

Anbetracht des Fehlens von Beschwerden im Nacken-/Schulterbereich und der völlig 

unauffälligen Funktion der Halswirbelsäule könne auch keine Diagnose im Sinne eines 

symptomatischen degenerativen HWS-Leidens gestellt werden. Es sei keine Diagnose 

mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu stellen (IV-act. 51).

A.h  Dr.med. F.___, Chirurgie FMH, spez. Handchirurgie, erstattete am 15. Februar 

2016 einen Konsiliarbericht für den Krankentaggeldversicherer. Er diagnostizierte mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Fingerpolyarthrosen Typ Heberden beidseits, 

hauptsächlich Strahl II und III, eine Epicondylitis humeri lateralis und medialis beidseits, 

linksbetont und hielt als Aktendiagnose chronische Zerviko-Brachialgien bei 

degenerativer Veränderung der HWS fest. Er führte aus, aufgrund der aktuellen 

Untersuchung könnten die an den Fingergelenken geklagten Beschwerden weitgehend 

objektiviert werden. Die vorübergehend aufgetretene Bursitis olecrani am rechten 

Ellbogen habe operativ zur Heilung gebracht werden können. Einschränkungen 

bestünden an beiden Händen beim Tragen, Heben (von Gegenständen) auf Tischhöhe, 

Hochheben und Hochstemmen (von Gegenständen) über Kopfhöhe, beim 

Herunterholen von Gegenständen, weiter beim Greifen, Zupacken, Festhalten, Stossen, 

Schieben und Ziehen von Gewichten auf Arbeitsflächen (und) beim Hantieren mit 

Werkzeugen und Maschinen. Längeres Stillhalten mit vornüber geneigtem Oberkörper 

und Kopfstellung könne eingeschränkt sein. In der Tätigkeit als Maschinenführerin, bei 

welcher mehrfach Gewichte bis 23 kg gehoben werden müssten, sei die Versicherte 

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aktuell und künftig nicht mehr arbeitsfähig. Adaptierte Tätigkeiten könnten ganztägig 

mit Bezug auf ein 100 %-Pensum ohne zusätzlich notwendige Arbeitsunterbrüche 

erbracht werden. Zumutbar seien folgende wiederholbare Tätigkeiten mit beiden 

Händen: Tragen bei hängendem Arm bis maximal 5 kg, nur kurzfristig, nicht repetitiv 

oder andauernd, Heben von Gewichten auf Tischhöhe und Festhalten max. 2 kg, sowie 

Schieben, Drücken, Stossen, Ziehen von Gewichten auf ebenen Flächen max. 3 kg, 

Hochheben oder Herunterholen (von Gegenständen) max. 2 kg, unterstützt mit beiden 

Händen und repetierende Umdrehbewegungen mit den Unterarmen unter Belastungen 

bis max. 1 kg. Wechselnde Körperstellungen seien zumutbar und empfehlenswert; 

Sitzen, Stehen oder Gehen und Körperdrehungen seien uneingeschränkt möglich (IV-

act. 55.).

A.i   In einer Stellungnahme vom 8. März 2016 trug die Versicherte unter anderem vor, 

Prof. E.___ gehe vom Fehlen von Beschwerden im Nacken-/Schulterbereich aus, was 

unzutreffend sei. Dr. F.___ gebe eine viel differenziertere Sicht der Dinge ab als Prof. 

E.___ und stelle insbesondere klar, dass die angestammte Tätigkeit nicht mehr 

zumutbar sei. Betreffend einer adaptierten Tätigkeit sei die Einschätzung rein 

theoretisch und gestützt auf den Zustand der Hände nach einem Jahr ohne 

Erwerbstätigkeit erfolgt. Erst im Anschluss an einen konkreten Arbeitsversuch könne 

verlässlich beurteilt werden, ob eine adaptierte Tätigkeit etwas über vier Stunden 

tatsächlich durchgehalten werden könnte. Die von Dr. F.___ beschriebene 

Verweistätigkeit beanspruche Hände und Finger, es wäre dabei innert Kürze eine 

schmerzhafte Eskalation zu erwarten. Für die Versicherte kämen nur manuelle 

Tätigkeiten in Frage. Grob manuelle Tätigkeiten scheiterten bereits an den Vorgaben 

respektive an der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten früheren Tätigkeit. Es gebe 

keine solche relevante Erwerbstätigkeit. Primär entscheidend sei, in welcher Art und 

Weise die beiden Hände für relativ feinmanuelle Tätigkeiten eingesetzt werden könnten, 

was in einem Arbeitsversuch zu klären sei (IV-act. 54).

A.j   RAD-Arzt Dr.med. G.___, Facharzt für Chirurgie FMH, Praktischer Arzt, nahm am 

16. März 2015 (richtig: 2016) Stellung, aus Sicht des RAD könne nicht gefolgert 

werden, dass der Bericht von Dr. F.___ im Wesentlichen im Fachgebiet Handchirurgie 

von den Feststellungen von Prof. E.___ abweiche. Beide (Konsiliar-)Ärzte hätten eine 

100 %ige Arbeitsfähigkeit feststellen können, Prof. E.___ aufgrund seiner am 

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Untersuchungstag getroffenen klinischen und bildgebenden Feststellungen auch für die 

angestammte Tätigkeit, Dr. F.___ aufgrund seiner klinischen Feststellungen für eine 

adaptierte Tätigkeit (IV-act. 56).

A.k  Mit Verfügung vom 17. März 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren 

(bezüglich Rente) ab. Die ergänzenden medizinischen Abklärungen hätten ergeben, 

dass keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit attestiert werden 

könnten und dass keine neuen insbesondere medizinischen Tatsachen geltend 

gemacht würden (IV-act. 57).

B.   

B.a  Gegen die Verfügung vom 17. März 2016 erhebt A.___, vertreten durch 

Rechtsanwalt lic.iur. D. Ehrenzeller, am 2. Mai 2016 Beschwerde. Sie lässt beantragen, 

die angefochtene Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben 

und ihr ab Oktober 2015 mindestens eine halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter 

sei unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung eine polydisziplinäre Begutachtung 

anzuordnen. Nach der Operation des Ellbogens hätten sich die rheumatologischen 

Behinderungen immer mehr akzentuiert, und es sei der Beschwerdeführerin nicht mehr 

möglich gewesen, die schweren Kartons (ca. 17 kg) und Kunststoffrollen (23 kg) zu 

tragen und manipulieren. Ein weiterer Arbeitseinsatz in der angestammten Tätigkeit 

wäre schon aus rheumatologischen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen. Es liege 

eine ausgeprägte Morgensteifigkeit der Hände vor, die sich bei Beanspruchung rasch 

in zunehmenden Schmerzen manifestiere. Die Beschwerdeführerin habe seit über 

einem Jahr nicht mehr gearbeitet und könne somit lediglich die Auswirkungen der 

Polyarthrose während des Alltags nachweisen, wobei bei einer regelmässigen 

Erwerbstätigkeit das Ansteigen der Schmerzen etc. offenkundig sei. Die Beurteilung 

von Dr. E.___ gründe auf Äusserlichkeiten (Öffnen und Schliessen des Hosenknopfes), 

aus denen nicht auf eine Belastbarkeit während 4,2 Stunden täglich geschlossen 

werden könne (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 24. Juni 2016 beantragt die Beschwerdegegnerin, 

die Beschwerde sei abzuweisen. Es bestünden keinerlei Anhaltspunkte für die 

Mangelhaftigkeit der Untersuchung durch Prof. E.___. Seine Expertise sei in Kenntnis 

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der Vorakten erfolgt, beruhe auf einer ausführlichen klinischen Untersuchung und 

enthalte überzeugende, die Resultate der Bildgebung miteinbeziehende 

Schlussfolgerungen. Aufgrund der Befunde leuchte es ein, dass Prof. E.___ der 

Beschwerdeführerin keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt habe. 

Dr. F.___ habe das radiologische Untersuchungsergebnis vom 27. Januar 2016 nicht 

vorgelegen, weshalb die von ihm gestellten Diagnosen der Fingerpolyarthrosen Typ 

Heberden beidseits sowie der Epicondylitis humeri lateralis und medialis zu 

hinterfragen seien. Im Übrigen habe auch Dr. F.___ keine ausgeprägten 

Beeinträchtigungen festgestellt, weshalb er zur Einschätzung gelangt sei, dass der 

Beschwerdeführerin angepasste Verweistätigkeiten 100 % zumutbar seien (act. G 6).

B.c  In ihrer Replik vom 20. September 2016 lässt die Beschwerdeführerin geltend 

machen, bei der Beurteilung von Prof. E.___ handle es sich nicht um ein Gutachten 

eines externen Spezialarztes, dem voller Beweiswert zukomme. Die Beschwerden in 

den Fingern hätten nicht erst seit 2014, sondern bereits seit 2012 bestanden. Sie habe 

also jahrelang trotz zunehmender Beschwerden vorerst weitergearbeitet, allerdings nur 

noch im familien- und gesundheitsbedingten Umfang von 50 %. Die Beschwerden 

hätten sich seit anfangs 2014 verstärkt. Es erstaune, dass im Abstand von zehn Tagen 

Dr. F.___ am Bestehen der Fingerpolyarthrose und der Epicondylitis humeri nicht 

gezweifelt habe, während Prof. E.___ keine solche Diagnose gestellt, sondern von 

intermittierenden, alterstypischen Fingergelenksbeschwerden gesprochen habe. 

Aufgrund des Widerspruchs betreffend der Hauptdiagnose sei eine unabhängige und 

polydisziplinäre Begutachtung zwingend. Die Beschwerdeführerin legt den 

Schlussbericht vom 9. September 2016 betreffend eines vom RAV initiierten, vom 18. 

August bis 9. September 2016 dauernden "Praxis Check" vor (act. G 10.1). Als 

mögliche Arbeitsbereiche hätten sich die Mithilfe in einem Hort oder einer Kinderkrippe 

(ohne Herumtragen von Kindern), bei Mittagstischen oder in einer Mensa von 

Pflegezentren/Altersheimen herausgestellt. Selbst wenn eine berufliche Tätigkeit in 

diesem Bereich gefunden würde, könnte sie keinen adäquaten Lohn (im Vergleich zum 

LSE-Lohn) erzielen. Bei guter Gesundheit wäre sie heute aufgrund der angespannten 

finanziellen Situation und aus psychosozialen Gründen zu 100 % arbeitstätig, nachdem 

sie nur noch den eigenen Haushalt mit ihrem Ehemann zusammen zu bestreiten habe 

(act. G 10).

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtet auf eine Duplik (act. G 12).

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Erwägungen

1.  

1.1  Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.2  Nach Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) haben Versicherte Anspruch auf Rente, wenn sie ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 

% arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 

% invalid sind (lit. c). Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% besteht Anspruch 

auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe 

Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60% auf eine Dreiviertelsrente und 

ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Invalidenrente (Art. 28 

Abs. 2 IVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, 

das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen, Art. 16 ATSG).

1.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 

Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

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gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen; BGE 141 V 14 E. 6.3.1). Im Sinne einer Richtlinie 

ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen 

Spezialärzten und -ärztinnen, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 

Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 

Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (BGE 137 V 227 E. 1.3.4; BGE 125 V 353 E. 3b/bb).

2.   

2.1  Medizinische Grundlage der angefochtenen Verfügung bildet das Konsilium von 

Prof. E.___ vom 28. Januar 2016 (IV-act. 51-2 ff.). Prof. E.___ veranlasste am 27. Januar 

2016 Röntgenbilder der Hände und der HWS (IV-act. 51-6), aufgrund derer er festhielt, 

es bestünden insbesondere keinerlei radiologische Hinweise auf eine 

Fingerpolyarthrose. Nebst einer (wahrscheinlich angeborenen) Blockwirbelbildung 

bestünden degenerative Veränderungen im Sinne einer mässigen Chondrose und einer 

Spondylose C6/7 (IV-act. 51-5). Klinisch erhob Prof. E.___ eine völlig unauffällige 

Inklination, Reklination, Flexion, Extension, Rotation aus Flexion sowie Neutralstellung 

und Extension (IV-act. 51-4). Die Schultern seien frei beweglich ohne Hinweise auf ein 

Impingement. Bei den Resistivtests sei die Kraftentwicklung in sämtlichen Richtungen 

reduziert gewesen, auch die Faustschlusskraft auf Aufforderung sei stark reduziert 

gewesen. Demgegenüber habe bei forcierter Rotation des Unterarmes gegen 

Widerstand beidseits eine hervorragende Kraft sowohl bei der Pronation wie bei der 

Supinationsbewegung bestanden. Ellbogen und Handgelenke seien beidseits voll 

streckbar gewesen. Die aktive Extension der Fingerendgelenke sei um etwa 15° 

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eingeschränkt und die passive Extension (Gebetsgriff) einwandfrei möglich gewesen. 

Es seien keine Heberdenknötchen und keine Achsenabweichungen vorhanden und 

beide Hände gut beschwielt gewesen (IV-act. 51-5). Prof. E.___ diagnostizierte ohne 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit anamnestisch intermittierende, alterstypische 

Fingergelenk-, zerviko-vertebrale und zerviko-spondylo¬gene Beschwerden (IV-act. 

51-5). Beurteilend hielt er fest, aus rheumatologischem Blickwinkel sei keine aktive 

Diagnose zu stellen. Es bestünden in der radiologischen Untersuchung keinerlei 

Hinweise auf eine Fingerpolyarthrose, es fehlten auch Hinweise auf eine entzündliche 

oder metabolische Arthropathie. In Anbetracht des Fehlens von Beschwerden im 

Nacken-/Schulterbereich und der völlig unauffälligen Funktion der Halswirbelsäule 

könne keine Diagnose im Sinne eines symptomatischen degenerativen HWS-Leidens 

gestellt werden (IV-act. 51-6).

2.2  Es fällt auf, dass die durch Prof. E.___ erhobenen Befunde von denjenigen der 

übrigen Fachärzte abweichen. Sein Röntgenbefund vom 27. Januar 2016, wonach 

keine radiologischen Hinweise auf eine Fingerpolyarthrose bestünden, widerspricht 

dem im Bericht der Klinik für Rheumatologie des KSSG vom 26. Juni 2014 

dokumentierten Röntgenbefund vom 6. März 2013, welcher degenerative 

Veränderungen der DIP-Gelenke bzw. eine Heberdenarthrose zeigte (IV-act. 9-7 f.). 

Auch hinsichtlich der klinischen Befunde finden sich Abweichungen, so werden etwa 

im Bericht der Klinik für Rheumatologie des KSSG vom 26. Juni 2014 eine leichte bis 

mässige Schwellung der PIP- und DIP-Gelenke D2 und D4 beidseits und eine leichte 

Druckschmerzhaftigkeit beschrieben (IV-act. 9-8), und Dr. C.___ fand am 23. Juni 2015 

umfangreichere Streckdefizite als Prof. E.___ und im Gegensatz zu ihm teilweise 

beginnende Achsenabweichungen in den Fingerendgelenken sowie eine deutlich 

eingeschränkte Inklination und Reklination (Fremdakten, act. G 6.2). Zu den 

Einschätzungen der Klinik für Rheumatologie und von Dr. C.___ führt Prof. E.___ aus, 

der Abgleich der heute erhobenen klinischen Daten mit den zugestellten Unterlagen 

dokumentiere nicht nur eine Diskrepanz zwischen der Einschätzung der Ärzte am 

KSSG, sondern auch mit der Befundung von Dr. C.___ vom 23. Juni 2015. Dieser habe 

Bewegungseinschränkungen sowohl im Bereich des Achsenskelettes wie auch von 

Schulter-, Ellenbogen-, und Hand-/Fingergelenken festgestellt. Tatsächlich lasse die 

manualmedizinische Untersuchung der Wirbelsäule eine Hypermotilität (Hyperlaxizität) 

diagnostizieren. Die peripheren Gelenke seien betreffend Form und Funktion normal. 

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Es fänden sich keine strukturellen Pathologien, sondern lediglich eine leichte, 

funktionelle Flexionshaltung in den Fingerendgelenken (IV-act. 51-6).

2.3  Im Wesentlichen konnte Prof. E.___ die in der Klinik für Rheumatologie des KSSG 

und von Dr. C.___ erhobenen Befunde nicht bestätigen und gelangte entsprechend zu 

einer abweichenden diagnostischen Beurteilung. Prof. E.___ erstattete sein Konsilium 

in Kenntnis der abweichenden Vorbeurteilungen, ohne jedoch die Unterschiede in den 

Befunden zu erklären. Insbesondere diskutiert er nicht etwa eine Verbesserung des 

Gesundheitszustandes, und Arthrosen sind chronisch und verlaufen progredient (A. M. 

DEBRUNNER, Orthopädie/Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 579). Auch 

Dr. F.___ beschrieb am 15. Februar 2016 zusätzlich zu Prof. E.___ eine diskrete 

Schwellung des Mittelfingers, eine leichtgradige Bewegungslimitierung und eine leichte 

Instabilität der am meisten betroffenen Gelenke. Beim Stabilitätstest seien 

erwartungsgemäss Schmerzen angegeben worden, welche auch bei der Flexion 

aufgetreten seien. Bei zusätzlicher passiver Beugung hätten sie zugenommen. Er führte 

aus, aufgrund der aktuellen Untersuchung könnten die an den Fingergelenken 

geklagten Beschwerden weitgehend objektiviert werden (IV-act. 55-5 ff.). Die fehlende 

Übereinstimmung der Befunde von Prof. E.___ mit denjenigen der übrigen Ärzte lässt 

sich aufgrund der vorhandenen medizinischen Akten nicht ohne weiteres 

nachvollziehen. Relativierend ist jedoch festzuhalten, dass auch Prof. E.___ eine 

eingeschränkte Extension der Fingerendgelenke, eine leichte Flexionshaltung in den 

DIP-Gelenken sowie degenerative Veränderungen in der Halswirbelsäule feststellte, 

diese jedoch nicht als pathologisch, sondern als alterstypisch beurteilte. In Anbetracht 

dessen, dass es sich bei der Arthrose um eine degenerative Erkrankung handelt und 

auch normale Alterserscheinungen auf degenerativen Veränderungen beruhen 

(DEBRUNNER, a.a.O., S. 579), ist in diesem Rahmen ein Ermessensspielraum in der 

Diagnosestellung und eine strengere Ausübung dieses Ermessens durch Prof. E.___ als 

durch die übrigen Ärzte nachvollziehbar. Ob alleine auf den Bericht von Prof. E.___ 

abgestellt werden könnte, braucht indes nicht entschieden zu werden, zumal auch Dr. 

C.___ und Dr. F.___ die Beschwerdeführerin als in einer adaptierten Tätigkeit 

vollumfänglich arbeitsfähig schätzten. Es bleibt jedoch im Folgenden zu prüfen, ob der 

medizinische Sachverhalt unter Einbezug der weiteren Akten rechtsgenügend erstellt 

ist bzw. diese eine zuverlässige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin als Grundlage der Rentenverfügung beinhalten.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/17

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3.  

3.1  Die Berichte von Dr. C.___ und von Dr. F.___ vermitteln insgesamt ein recht 

einheitliches Bild: Dr. C.___ (Bericht vom 23. Juni 2015, Fremdakten, act. G 6.2) und 

Dr. F.___ (Bericht vom 15. Februar 2016, IV-act. 55) gelangten durch eigene klinische 

Befunde - im Wesentlichen Bewegungseinschränkung und Instabilität vor allem der 

betroffenen Fingerendgelenke - zum selben diagnostischen Ergebnis wie zuvor die 

Ärzte der Klinik für Rheumatologie des KSSG (Bericht vom 26. Juni 2014, IV-act. 9-7 

ff.). Auch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit liegen kongruente Einschätzungen vor: Dr. 

C.___ attestierte für der Finger-/Handproblematik angepasste Tätigkeiten eine 100 

%ige Arbeitsfähigkeit. Das Ergreifen von Gegenständen mit grossem Gewicht oder 

Umfang sei erschwert bzw. unzumutbar. Hingegen seien Kontrolltätigkeiten oder 

Maschinenbedienungen ohne manuell belastende Tätigkeit möglich (Fremdakten, act. 

G 6.2, Bericht vom 23. Juni 2015, S. 6). Dr. F.___ hielt Tätigkeiten für 100 % zumutbar, 

für die er bewegungsabhängig gewichtsmässige Beschränkungen von 1 kg bis 5 kg 

beim Tragen, Heben, Herunterholen, Greifen, Zupacken, Festhalten, Stossen, Schieben 

und Ziehen von Gegenständen umschrieb (IV-act. 55-9).

3.2  Bei Dr. C.___ und Dr. F.___ handelt es sich um von der Beschwerdegegnerin 

unabhängige Experten. Als Fachärzte für orthopädische Chirurgie bzw. für 

Handchirurgie verfügen sie über die erforderliche spezialärztliche Qualifikation (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts vom 6. September 2010, 8C_65/2010, E. 3.1 und vom 27. 

Oktober 2010, 8C_420/2010, E. 4.3), um die vorhandenen Beschwerden in Fingern, 

Schulter/Nacken und Ellbogen zu beurteilen. Ihre Expertisen wurden durch den 

Krankentaggeldversicherer in Auftrag gegeben, und es wird und wurde nicht 

vorgebracht, die Parteirechte der Beschwerdeführerin seien nicht gewahrt worden (vgl. 

dazu BGE 139 V 354 E. 5.1 und BGE 137 V 209 E. 3.4).

3.3  Fraglich erscheint, ob zusätzlich eine psychiatrische bzw. eine polydisziplinäre 

Begutachtung notwendig gewesen wäre, nachdem Dr. B.___ im am 1. Oktober 2015 

bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Arztbericht die Verdachtsdiagnose auf 

eine Anpassungsstörung mit depressiver Episode stellte, eine Psychotherapie erwog 

und die psychische Situation bei seiner Arbeitsfähigkeitseinschätzung berücksichtigte 

(IV-act. 40). Aktenkundig ist sodann die Verordnung der Antidepressiva Cymbalta und 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/17

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Trittico (IV-act. 40-2, Bericht Inselspital Bern vom 28. Januar 2016; IV-act. 51-4). Eine 

polydisziplinäre Expertise ist einzuholen, wenn der Gesundheitsschaden zwar bloss als 

auf eine oder zwei medizinische Disziplinen fokussiert erscheint, die Beschaffenheit der 

Gesundheitsproblematik aber noch nicht vollends gesichert ist. In begründeten Fällen 

kann von einer polydisziplinären Begutachtung abgesehen und eine mono- oder 

bidisziplinäre durchgeführt werden, sofern die medizinische Situation offenkundig 

ausschliesslich ein oder zwei Fachgebiete beschlägt; weder dürfen weitere 

interdisziplinäre Bezüge (z.B. internistischer Art) notwendig sein noch darf ein 

besonderer arbeitsmedizinischer bzw. eingliederungsbezogener Klärungsbedarf 

bestehen (BGE 139 V 352 E. 3.2). Ausser in den eingangs erwähnten Berichten sind ins 

psychiatrische Fachgebiet fallende Beschwerden nicht aktenkundig und werden nicht 

geltend gemacht. Auch eine effektiv durchgeführte eigentliche Psychotherapie ist nicht 

dokumentiert. Dr. F.___ hielt im Bericht vom 15. Februar 2016 fest, aufgrund der 

aktuellen Untersuchung könnten die an den Fingergelenken geklagten Beschwerden 

weitgehend objektiviert werden (IV-act. 55-7), und auch in den übrigen Akten ist 

nirgendwo von einem psychisch überlagerten Beschwerdebild die Rede. Aufgrund der 

vorliegenden Aktenlage ist demnach nicht von einer relevanten Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit durch psychisch bedingte Beschwerden auszugehen. Auf eine 

polydisziplinäre Begutachtung kann unter den gegebenen Umständen verzichtet 

werden.

3.4  Die Berichte von Dr. F.___ und Dr. C.___ berücksichtigen die geltend gemachten 

Beschwerden und die jeweils vorhandene Aktenlage umfassend. Sie sind schlüssig und 

nachvollziehbar. Nachdem diese Experten, wie auch Prof. E.___, übereinstimmend zum 

Ergebnis gelangten, die Beschwerdeführerin sei in einer adaptierten Tätigkeit 

vollumfänglich arbeitsfähig, wird die Beweiskraft des Berichts von Dr. F.___ nicht 

dadurch in Frage gestellt, dass ihm der Bericht von Prof. E.___ und der von diesem 

erhobene Röntgenbefund nicht vorgelegen hat. Der Arztbericht von Dr. D.___, 

Rheumatologie KSSG, vom 23. Oktober 2015 enthält keine medizinischen Tatsachen, 

welche im Konsiliarbericht von Dr. F.___ nicht berücksichtigt wurden. Es handelt sich 

vielmehr um eine abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, indem Dr. D.___ zwar 

nur ein 50 %iges Pensum, indes aber ein grössere Belastungen umfassendes 

Anforderungsprofil für zumutbar hielt und indem er lediglich Tätigkeiten mit Heben und 

Tragen von Lasten über 10 kg, mit häufigen Zwangshaltungen, häufigen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/17

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Überkopfarbeiten, feinmotorische und repetitive grobmotorische Tätigkeiten, 

Akkordtätigkeiten sowie Tätigkeiten unter Zeit- und Termindruck ausschloss (IV-act. 

44-3 f.). Mit den Befunden und den Anpassungsprofilen von Dr. C.___ und Dr. F.___ im 

Wesentlichen übereinstimmend hält auch der Schlussbericht des Praxis Check vom 9. 

September 2016 fest, feinmotorisch habe die Beschwerdeführerin sehr gute 

Ergebnisse erzielt, Arbeiten mit Krafteinsatz seien nicht möglich gewesen. Die 

Beschwerdeführerin sei an beiden Händen eingeschränkt beim Greifen, Zupacken, 

Festhalten, Stossen, Schieben, Ziehen und beim Heben von Gewichten. Auch das 

Hantieren mit Werkzeugen wie einer Schere falle ihr sichtlich schwer und sei mit 

Schmerz verbunden. Die Einschränkungen seien täglich aufgefallen. Die Verknotung 

bei Halsketten und das Eindrücken von Ösen bei Lichterketten habe sie nicht selbst 

bewerkstelligen können. Das Schneiden mit der Schere sei schwierig gewesen, damit 

habe sie zwischen einer halben und einer ganzen Stunde arbeiten können, je nach 

Tagesverfassung. Leichte Arbeiten seien jedoch kein Problem gewesen und hätten 

über einen halben Tag ohne Weiteres erledigt werden können. Als mögliche 

Suchbereiche wurden Mithilfe in einem Hort, in einer Kinderkrippe (ohne Heben und 

Herumtragen von Kindern), bei Mittagstischen oder in einer Mensa von Pflegezentren/

Altersheimen eruiert. Der Beschwerdeführerin wurde ein Einsatz im Bereich 

Dokumanagement empfohlen (act. G 10.1). Ein höheres Arbeitspensum wurde im 

Rahmen des Praxis Checks nicht ausprobiert, weshalb aus dessen Beschränkung auf 

ein 50 %-Pensum nicht geschlossen werden kann, eine höhere Arbeitsfähigkeit sei 

entgegen der medizinisch-theoretischen Einschätzungen von Dr. C.___, Prof. E.___ und 

Dr. F.___ nicht möglich. Es ist daher, zusammenfassend, davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin in ihrer Fingerpolyarthrose und ihren Schulter-

Nackenbeschwerden angepassten Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig ist. Obwohl die 

Beschwerdeführerin beim Greifen, Zupacken, Festhalten, Stossen, Schieben und 

Ziehen von Gegenständen bereits von wenigen Kilogramm und im Hantieren mit 

Werkzeugen und Maschinen eingeschränkt ist (Konsiliarbericht Dr. F.___ vom 15. 

Februar 2015, IV-act. 55-9), bestehen gemäss Dr. C.___ (Konsiliarbericht vom 23. Juni 

2015, Fremdakten, act. G 4.2, S. 6) und gemäss Schlussbericht des Praxis Checks im 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten in Kontrolltätigkeiten und 

Maschinenbedienungen ohne manuelle Belastung, in der Mithilfe betreuender Art oder 

im Dokumanagement. Es ist daher von einer 100 % Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/17

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Verweistätigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführerin steht offen, zur Weiterhilfe 

Arbeitsvermittlung zu beanspruchen (vgl. Entscheid des Versicherungsgerichts vom 20. 

April2017, IV 2016/276, E. 4.1).

4.   

4.1  Nach Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin hätte die Beschwerdeführerin im Jahr 

2015 bei einem Pensum von 50 Stellenprozenten einen Lohn von Fr. 27'900.-- erzielt 

(Fragebogen für Arbeitgebende, 30. April 2015, IV-act. 5-3; vgl. auch Auszug aus dem 

individuellen Konto [IK], IV-act. 8-1). Sie macht plausibel geltend, sie wäre im 

Gesundheitsfall inzwischen zu 100 % erwerbstätig (act. G 10-4 f.). Somit beläuft sich 

das Valideneinkommen auf Fr. 55'800.-- (2 x Fr. 27'900.--). Für das 

Invalideneinkommen ist vom Tabellenlohn des Bundesamtes für Statistik (BFS), 

Lohnstrukturerhebung (LSE) und Lohnentwicklung 2015, Durchschnittswert 

Kompetenzniveau 1, Frauen, von Fr. 54'055.-- auszugehen (Informationsstelle AHV/IV, 

IV 2015, Bern 2015, Anhang 2 S. 226, update 1. Januar 2017, einsehbar unter http://

www.shop.ahv-iv.ch/data/docs/download/21902/de/ Anhaenge-1-Saeule-Stand-

Januar-2017.pdf.). Selbst unter Berücksichtigung des grösstmöglichen 

Tabellenlohnabzuges von 25 % (BGE 126 V 80 E. 5b/cc) ergäbe sich mit einem 

Invalideneinkommen von Fr. 40'541.-- und einem Invaliditätsgrad von 27 % kein 

Rentenanspruch. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

4.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich der Beschwerdeführerin aufzuerlegen 

und durch den von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 600.-- gedeckt. Die 

Beschwerdeführerin hat bei diesem Verfahrensausgang keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/17

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1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Die Beschwerdeführerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen; diese ist 

durch den in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 13.09.2017
	Art. 28 IVG, Art. 7 ATSG, Art. 8 ATSG, Art. 16 ATSG: Erfordernis genügender Abklärung des medizinischen Sachverhalts. I.c. stützt sich die angefochtene Verfügung auf einen Konsiliarbericht, der eine 100 %ige Arbeitsfähigkeit attestiert. Ob er für sich alleine beweistauglich wäre, kann offen bleiben, nachdem zwei weitere Berichte unabhängiger Fachärzte in leidensadaptierten Tätigkeiten ebenfalls eine volle Arbeitsfähigkeit schätzen. Ein (zusätzliches) polydisziplinäres Gutachten erweist sich vorliegend nicht als erforderlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 13. September 2017, IV 2016/138).

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