# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 50556690-6573-5415-a2b4-a9fd7405cba1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 12.03.2025 SV2 2024 62
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2024-62_2025-03-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 12. März 2025

[Mit Urteil 8C_233/2025 vom 17. Juni 2025 ist das Bundesgericht auf die gegen dieses Urteil 
erhobene Beschwerde nicht eingetreten.]

Referenz SV2 24 62

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Bäder Federspiel und Pedretti
Gees, Aktuar

Parteien A._____
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden
Beschwerdegegner

Gegenstand Versicherungsleistungen nach AVIG

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Sachverhalt

A. A._____, Jahrgang 1982, war zuletzt als Führungsexperte tätig. Am 
1. Dezember 2023 meldete er einen Anspruch auf 
Arbeitslosenversicherungstaggeld im Umfang von 100 % ab selbigem Datum an.

B. A._____, wohnhaft in B._____, unterzeichnete am 18. März 2024 einen 
Arbeitsvertrag mit der C._____ GmbH in D._____, E._____.

C. Für diese künftige Anstellung ab dem 1. April 2024 stellte er am 21. März 
2024 beim Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) ein erstes 
Gesuch um Pendlerkosten- oder Wochenaufenthalterbeiträge. Als Arbeitsort gab er 
F._____ an, wobei er montags und freitags in D._____ tätig sein werde, weil er auch 
Kurse an der Universität in G._____ habe. Ferner gab er an, täglich von der 
auswärtigen Tätigkeit an den Wohnort zurückzukehren, und dass er dafür auf ein 
Privatfahrzeug angewiesen sei, weil sich dadurch (anstelle des Zuges) seine 
tägliche Reisezeit um 3.5 bzw. 4 Stunden reduzieren würde.

D. Dieses Gesuch hiess das KIGA mit Verfügung vom 17. April 2024 (Nr. 
346087595) gut und sprach A._____ vom 1. April 2024 bis 30. September 2024 
monatliche Wochenaufenthalterbeiträge in der Höhe von CHF 696.20 zu. Die 
Einhaltung des Arbeitsvertrages vom 18. März 2024 sei dabei Teil der 
Anspruchsvoraussetzungen für die Ausrichtung.

E. Dagegen erhob A._____ am 13. bzw. 14. Mai 2024 Einsprache beim KIGA. 
Aufgrund des Arbeitsweges B._____ - F._____ sei er auf ein privates Fahrzeug 
(Motorrad) angewiesen; zudem müsse er Kurse an der Universität in G._____ 
besuchen.

F. Am 4. April 2024 stellte A._____ ein zweites Gesuch um Taggelder zur 
Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit ab dem 1. Mai 2024. Er beabsichtige 
per 1. September 2024 die Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit als 
Hypothekenmakler in der Hypothekenbranche mittels einer Einzelfirma mit Sitz in 
H._____.

G. Dieses Gesuch wies das KIGA mit Verfügung vom 15. April 2024 (Nr. 
346152015) ab mit der Begründung, er habe seit dem 1. April 2024 eine 100 %-
Stelle als kaufmännischer Geschäftsführer bei der Firma C._____ GmbH in 
D._____.

H. Gegen diese Verfügung vom 15. April 2024 erhob A._____ ebenfalls am 
13. Mai 2024 Einsprache. Der Entscheid sei willkürlich, weil er auf der Annahme 

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beruhe, er könne sich neben seiner täglichen Arbeit nicht genügend um das Projekt 
kümmern.

I. Sodann stellte A._____ am 18. April 2024 ein drittes Gesuch um 
Ausbildungszuschüsse. Er beabsichtige, vom 9. Februar 2024 bis 21. März 2025 
den "Zertifikatsstudiengang Treuhandwesen" an der Universität G._____ zu 
absolvieren; zur Erbringung einer Steuerberatungstätigkeit im E._____ bedürfe es 
einer spezialgesetzlichen Bewilligung der E._____ Finanzmarktaufsicht.

J. Dieses Gesuch wies das KIGA mit Verfügung vom 29. April 2024 (Nr. 
346230453) ebenfalls ab, wogegen A._____ am 28. Mai 2024 abermals Einsprache 
erhob. Seine Ausbildung als kaufmännischer Geschäftsführer und Ökonom stelle 
keinen hinreichenden Grund für eine Ablehnung dar.

K. Mit Entscheid vom 24. Juni 2024 wies das KIGA alle drei (separat 
eingereichten) Einsprachen ab. Zur Begründung brachte es was folgt vor:

Zum ersten Gesuch um Pendlerkosten- oder Wochenaufenthalterbeiträge: Der 
Einsprecher beanstande die Berechnung der Pendlerkosten- bzw. 
Wochenaufenthalterbeiträge nicht, sondern begründe dahingehend, dass er neben 
der Arbeit auch die Universität in G._____ besuchen müsse. Dies spiele für die 
Pendlerkosten- und Wochenaufenthalterbeiträge jedoch keine Rolle. Wenn es um 
die Frage gehe, ob ein Kostenbeitrag für Fahrten mit dem Privatfahrzeug gewährt 
werden könne, gehe es einzig um die Zumutbarkeit des Arbeitsweges. Nachdem 
der Einsprecher Wochenaufenthalterbeiträge zugesprochen erhalten habe, sei es 
ihm ohne weiteres zuzumuten, einmal pro Woche die öffentlichen Verkehrsmittel 
von B._____ nach F._____ und umgekehrt zu benutzen.

Beim zweiten Gesuch betreffend Taggelder zur Förderung der selbständigen 
Erwerbstätigkeit fehle es vorliegend an der Voraussetzung der arbeitsmarktlichen 
Indikation. Der Einsprecher verfüge bereits über eine Vollzeitstelle. Es könnten 
keine Massnahmen bewilligt werden, die eine darüber hinausgehende, nicht 
versicherte Tätigkeit förderten.

Betreffend das dritte Gesuch um Ausbildungszuschüsse komme die anbegehrte 
Ausbildung einer Bildungsmassnahme im Sinne von Art. 16 (recte wohl: Art. 60) 
AVIG näher als einer Ausbildung im Sinne von Art. 66a AVIG; dies könne aber 
offenbleiben, da die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme die gleichen 
seien. Der Einsprecher habe am 18. März 2024 einen Arbeitsvertrag mit der 
C._____ GmbH in D._____ unterzeichnet. Es sei ihm ohne weiteres möglich 
gewesen, diese Stelle anzutreten, ohne die angebehrte Ausbildung bzw. den Kurs. 

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Diese sei nicht derart arbeitsmarktlich indiziert, weshalb weder eine Übernahme der 
Kurskosten noch die Gewährung von Ausbildungszuschüssen gerechtfertigt seien.

L. Nachdem die C._____ GmbH den Arbeitsvertrag mit A._____ per 5. Juli 2024 
kündigte, passte das KIGA (Abteilung Arbeitsmarktliche Massnahmen) am 17. Juli 
2024 den Entscheid vom 17. April 2024 betreffend Wochenaufenthalterbeiträge an 
und befristete diese bis 5. Juli 2024.

M. A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob am 23. Juli 2024 (Datum 
Poststempel) drei separate Beschwerden an das ehemalige Verwaltungsgericht 
(nunmehr seit 1. Januar 2025 Obergericht) des Kantons Graubünden und 
beantragte sinngemäss die Aufhebung des Einspracheentscheids des KIGA vom 
24. Juni 2024. Betreffend Pendlerkosten- oder Wochenaufenthalterbeiträge 
beantragte der Beschwerdeführer die vollständige Neuberechnung seines Antrags. 
Das KIGA habe nicht alle relevanten Fakten berücksichtigt. Insbesondere sei nicht 
festgestellt worden, dass die Arbeitsorte gemäss Arbeitsvertrag vom 1. April 2024 
nicht nur F._____, sondern auch D._____ (E._____) seien. Er arbeite zwei Tage 
pro Woche in D._____ und einen in F._____. Mehr als 20 Stunden pro Woche in 
öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbringen, sei unzumutbar. Daher fordere er eine 
Erstattung seiner Reisekosten, da eine finanzielle Entschädigung durch eine 
Übernachtung in F._____ keinen Sinn ergebe (mehr als 5 Stunden Anreise mit 
öffentlichen Verkehrsmitteln). 

Betreffend die Taggelder zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit führte 
der Beschwerdeführer aus, seine Tätigkeit bei der C._____ GmbH habe er aufgrund 
mangelnder Kenntnisse nicht fortsetzen können. Um seine Arbeitsmarktchancen zu 
verbessern, plane er, ab dem 1. September 2024 eine selbständige 
Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Das KIGA habe sein Gesuch mit der Begründung 
abgelehnt, dass er seit dem 1. April 2024 eine Vollzeitstelle habe. Dies sei jedoch 
unzutreffend, da seine Beschäftigung bis zum 5. Juli 2024 angedauert habe. Es 
liege eine arbeitsmarktliche Indikation vor, da er ohne Förderung keine realistische 
Möglichkeit sehe, eine selbständige Erwerbstätigkeit erfolgreich aufzunehmen. 

Im Zusammenhang mit den Ausbildungszuschüssen machte er geltend, er wolle 
den Zertifikatsstudiengang im Treuhandwesen absolvieren, um seine Chancen auf 
dem Arbeitsmarkt zu verbessern und eine langfristige berufliche Perspektive zu 
schaffen. Die Ausbildung sei notwendig, um die für eine Wiederaufnahme seiner 
Tätigkeit bei der C._____ GmbH erforderlichen Kenntnisse zu erwerben und somit 
die Voraussetzungen für eine Anstellung zu erfüllen. Das KIGA habe sein Gesuch 
abgelehnt, weil er bereits eine Ausbildung als kaufmännischer Geschäftsführer und 

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Ökonom abgeschlossen habe. Diese Entscheidung berücksichtige jedoch nicht die 
arbeitsmarktlichen Anforderungen und die Notwendigkeit einer spezifischen 
Weiterbildung, wie sie Art. 59 Abs. 2 AVIG vorsehe. Die Fortführung seiner Tätigkeit 
bei der C._____ GmbH sei ohne diese zusätzliche Qualifikation nicht möglich.

N. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. Juli 2024 vereinigte die damalige 
Instruktionsrichterin (nunmehr Vorsitzende) die drei separat eingereichten 
Beschwerden zu einem Verfahren.

O. Am 2. September 2024 ersetzte das KIGA den Entscheid vom 17. Juli 2024 
betreffend Pendlerkostenentschädigung, indem es die Befristung bis 5. Juli 2024 
beibehielt, den Betrag jedoch auf monatlich CHF 1'093.80 erhöhte.

P. In seiner Stellungnahme vom 3. September 2024 beantragte das KIGA 
(nachfolgend: Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde. Zu seinem am 
Vortag ergangenen Entscheid führte er aus, er habe die Argumentation des 
Beschwerdeführers geprüft und sei zum Schluss gekommen, dass sie im 
Zusammenhang mit der Benutzung des Privatfahrzeugs stichhaltig sei. Der 
Beschwerdeführer erhalte die von ihm anbegehrte Entschädigung für die Benutzung 
des Privatfahrzeugs, weshalb das Verfahren diesbezüglich als gegenstandslos 
abgeschrieben werden könne. Im Zusammenhang mit den anbegehrten Taggeldern 
zur Vorbereitung einer selbständigen Erwerbstätigkeit wurde ausgeführt, der 
Beschwerdeführer sei im Zeitpunkt der Gesuchstellung in einem unbefristeten 
Arbeitsverhältnis mit einem Pensum zu 100 % gestanden. Zu diesem Zeitpunkt 
habe er offensichtlich beabsichtigt, seiner selbständigen Erwerbstätigkeit im 
Nebenerwerb nachzugehen, womit dieser allfällige Nebenerwerb für die 
Arbeitslosenversicherung unbeachtlich gewesen wäre. Entsprechend sei die 
Förderung dieses Nebenerwerbs auch nicht im Sinne der Arbeitslosenversicherung 
gewesen. Betrachte man die Erläuterungen des Beschwerdeführers im abgelehnten 
Gesuch vom 4. April 2024, sei nicht ersichtlich, für welche Vorbereitungsarbeiten er 
tatsächlich so viel Zeit gebraucht hätte (1. Mai 2024 bis 1. September 2024). Auch 
in seiner Eingabe an das Verwaltungsgericht schweige er sich darüber aus. 
Zusammenfassend sei die angefochtene Verfügung zum Zeitpunkt des Erlasses 
zweifellos richtig gewesen. Abgesehen von der Tatsache, dass der 
Beschwerdeführer zwischenzeitlich seine Stelle verloren habe, würden keine 
Umstände vorliegen, gestützt auf welche das ursprüngliche Gesuch erneut zu 
überprüfen wäre. Insbesondere habe der Beschwerdeführer in den Monaten Juli 
und August 2024 hinreichend Zeit gehabt, sich neben Beratungsgesprächen und 
Arbeitsbemühungen um die allfällige Selbständigkeit zu kümmern. Ein neuerliches 
Gesuch wäre deshalb erneut abzulehnen. Im Zusammenhang mit dem Gesuch um 

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Ausbildungszuschüsse wünsche der Beschwerdeführer die Bezahlung der 
Ausbildung "Zertifikatsstudiengang Treuhandwesen" an der Universität G._____. 
Diese Weiterbildung sei weder objektiv noch subjektiv arbeitsmarktlich indiziert. Er 
sei bestens qualifiziert. Auch seine Argumentation, er würde seine vormalige Stelle 
bei der C._____ GmbH zurückerhalten, sei in diesem Zusammenhang nicht 
hilfreich. Dieser Tätigkeit sei der Beschwerdeführer im Zwischenverdienst 
nachgegangen; sie habe bereits bei seinem ersten Stellenantritt bei dieser 
Arbeitgeberin nicht zur Abmeldung vom Bezug von 
Arbeitslosenversicherungstaggeld geführt. Auch in Nachachtung des 
Verhältnismässigkeitsprinzips rechtfertige sich die Bezahlung dieser relativ lange 
dauernden und teuren Weiterbildung nicht, zumal sie den Beschwerdeführer nicht 
im geforderten Mass dem Schweizer Arbeitsmarkt näherbringe.

Q. In seiner Replik vom 13. September 2024 widersprach der Beschwerdeführer 
der Feststellung des Beschwerdegegners, wonach keine neuen Umstände 
vorlägen, die eine erneute Prüfung seines ursprünglichen Gesuchs rechtfertigten. 
Insbesondere behaupte der Beschwerdegegner fälschlicherweise, dass er im Juli 
und August 2024 genügend Zeit gehabt habe, sich neben Vorstellungsgespräch, 
Arbeitsbemühungen und dem Assessment auch um seine allfällige Selbständigkeit 
zu kümmern. Seit April 2022 sei er als arbeitslos gemeldet. Im Jahr 2023 habe er 
eine selbständige Tätigkeit im Bereich E-Commerce ausgeübt. Nachdem diese 
Tätigkeit beendet worden sei, habe er sich im Dezember 2023 erneut arbeitslos 
gemeldet. Seine Rahmenfrist sei bis 2026 verlängert worden. Seine Erfahrungen 
als Team Lead bei der I._____ AG, wo er an der Organisation und Eröffnung der 
Zürcher Filiale mitgewirkt habe, würden seinen unternehmerischen Geist 
widerspiegeln. In dieser Rolle habe er wertvolle Erfahrungen im Bereich der 
Kundenbetreuung, Baufinanzierung und Vorsorge sammeln können. Diese Aufgabe 
habe ihm Einblicke in die Anforderungen der Unternehmensführung gegeben und 
ihn gut auf mögliche zukünftige selbständige Tätigkeiten vorbereitet. Am 
4. November 2024 habe er ein Treffen mit dem RAV-Berater, bei dem er zwei 
Programme/Kurse zur Unterstützung seiner Selbständigkeit besprechen werde. 

R. Am 26. September 2024 verzichtete der Beschwerdegegner auf die 
Einreichung einer Duplik.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und 
Art. 57 ATSG (SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 
Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht 

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erhoben werden. Gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV 
(SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht 
desselben Kantons örtlich zuständig. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
24. Juni 2024 wurde vom Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden 
(KIGA) als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen. Das 
Obergericht des Kantons Graubünden ist per 1. Januar 2025 aus der 
Zusammenführung des Kantonsgerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons 
Graubünden hervorgegangen. Verfahren, die am 1. Januar 2025 beim 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hängig waren, wurden gemäss 
Art. 122 Abs. 5 GOG (BR 173.00) dem Obergericht des Kantons Graubünden 
übertragen. Die vorliegenden Beschwerden wurde mit drei separaten Eingaben vom 
23. Juli 2024 (Datum Poststempel) beim damaligen Verwaltungsgericht hängig 
gemacht, anschliessend mit verfahrensleitender Verfügung vom 25. Juli 2024 
vereinigt und am 1. Januar 2025 gestützt auf Art. 122 Abs. 5 GOG dem Obergericht 
des Kantons Graubünden übertragen. Das Obergericht ist somit für die Beurteilung 
der vorliegenden Beschwerden örtlich und sachlich zuständig.

1.2. Als formeller und materieller Adressat ist der Beschwerdeführer vom 
angefochtenen Einspracheentscheid überdies unmittelbar berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung (vgl. Art. 59 ATSG). 
Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden ist damit 
einzutreten (Art. 60 f. ATSG).

2. Streitgegenstand

2.1. Das Gesuch des Beschwerdeführers vom 21. bzw. 22. März 2024 um 
Pendlerkosten- oder Wochenaufenthalterbeiträge (KIGA-act. 5) wurde zunächst mit 
Verfügung vom 17. April 2024 gutgeheissen, womit ihm, befristet bis zum 
30. September 2024, monatliche Wochenaufenthalterbeiträge in der Höhe von 
CHF 696.20 zugesprochen wurden (KIGA-act. 6). Diese Verfügung wurde – als 
Folge der Kündigung seines Arbeitsverhältnisses – durch die Verfügung vom 
17. Juli 2024 ersetzt, wonach die Beiträge nunmehr bis zum 5. Juli 2024 befristet 
wurden (KIGA-act. 16). Diese Verfügung wurde wiederum ersetzt durch jene vom 
2. September 2024, welche dem Beschwerdeführer neu monatliche 
Pendlerkostenbeiträge in der Höhe von CHF 1'093.80 zusprach, wiederum befristet 
bis zum 5. Juli 2024 (KIGA-act. 17).

2.2. Gemäss Art. 53 Abs. 3 ATSG kann der Versicherungsträger eine Verfügung 
oder einen Einspracheentscheid, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange 

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wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Nach 
Art. 61 Ingress ATSG in Verbindung mit Art. 55 VRG (BR 370.100) kann die 
Vorinstanz den angefochtenen Entscheid bis zur Urteilsfindung im Sinn der Anträge 
der beschwerdeführenden Partei abändern (Art. 55 Abs. 1 VRG). Der abgeänderte 
Entscheid ist dem Obergericht mitzuteilen (Abs. 2). Das Obergericht hat die 
Beschwerde nur noch insoweit zu behandeln, als sie durch den abgeänderten 
Entscheid nicht gegenstandslos geworden ist (Abs. 3).

2.3. Der Beschwerdegegner reichte die (abgeänderte) Verfügung vom 
2. September 2024 bezüglich Pendlerkostenbeiträge anlässlich seiner 
Stellungnahme vom 3. September 2024 dem Gericht ein und beantragte in diesem 
Zusammenhang die Abschreibung des Beschwerdeverfahrens. Nachdem sich der 
Beschwerdeführer in seiner Replik vom 13. September 2024 nicht mehr dazu 
äusserte, sondern nur noch zu seiner "allfälligen" selbständigen Erwerbstätigkeit 
(mithin Inhalt der Verfügung Nr. 346152015 vom 15. April 2024 [KIGA-act. 11]), ist 
davon auszugehen, dass die Beschwerde hinsichtlich der Pendlerkosten- oder 
Wochenaufenthalterbeiträge gegenstandslos geworden ist.

2.4. Streitig und zu prüfen ist demnach noch die Frage, ob der Beschwerdegegner 
die ersuchten Taggelder zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit 
(nachfolgend E. 4) sowie die Ausbildungszuschüsse (nachfolgend E. 5) zu Recht 
abgelehnt hat.

3.1. Nach Art. 1a Abs. 2 AVIG will das Gesetz drohende Arbeitslosigkeit 
verhüten, bestehende Arbeitslosigkeit bekämpfen und die rasche und dauerhafte 
Eingliederung in den Arbeitsmarkt fördern. Diesem Zweck dienen unter anderem 
die im sechsten Kapitel des AVIG geregelten arbeitsmarktlichen Massnahmen. 
Gemäss Art. 59 AVIG erbringt die (Arbeitslosen-)Versicherung finanzielle 
Leistungen für arbeitsmarktliche Massnahmen zu Gunsten von versicherten 
Personen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind (Abs. 1). Abs. 1bis unterscheidet bei 
den arbeitsmarktlichen Massnahmen Bildungs- (Art. 60 AVIG), Beschäftigungs- 
(Art. 64a f. AVIG) und spezielle Massnahmen (Art. 65 ff. AVIG). Gemäss Art. 
59 Abs. 2 AVIG soll mit arbeitsmarktlichen Massnahmen die Eingliederung von 
Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, 
gefördert werden. Solche Massnahmen sollen insbesondere die 
Vermittlungsfähigkeit der Versicherten verbessern, damit diese rasch und dauerhaft 
wieder eingegliedert werden können (lit. a); die beruflichen Qualifikationen 
entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarkts fördern (lit. b); die Gefahr von 
Langzeitarbeitslosigkeit vermindern (lit. c) oder die Möglichkeit bieten, 

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Berufserfahrungen zu sammeln (lit. d) (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_222/2016 
vom 30. Juni 2016 E. 2.1).

3.2. Grundvoraussetzung für den Anspruch auf Teilnahme an individuellen 
arbeitsmarktlichen Massnahmen ist die arbeitsmarktliche Indikation. Leistungen 
sind nur zuzusprechen, wenn die (inländische) Arbeitsmarktlage dies unmittelbar 
gebietet. Die Anspruchsvoraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation besteht 
aus einer objektiven und subjektiven Komponente. Das objektive Element bezieht 
sich auf den aktuellen Bedarf des Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften. Die 
subjektive Komponente betrifft die Anpassungsbedürftigkeit der versicherten 
Person an diese Nachfrage. Die Frage, ob die arbeitsmarktliche Indikation im 
Einzelfall gegeben ist, beurteilt sich aufgrund sämtlicher im Zeitpunkt der 
Gesuchseinreichung massgebenden Umstände (Urteile des Bundesgerichts 
8C_67/2018 vom 16. April 2018 E. 4.1 und 8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 2.2, 
je mit Hinweisen; Weisung des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO, 
Arbeitsmarkt und Arbeitslosenversicherung (TC) [AVIG-Praxis AMM], Stand 
1. Januar 2024, Rz. A16 ff.).

4. Taggelder zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit 

4.1. Am 4. April 2024 reichte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Taggelder zur 
Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit ab dem 1. Mai 2024 ein (KIGA-act. 
10). Aus den darin gemachten Angaben zu seinem Grobprojekt ergibt sich, dass die 
Gründung eines Hypothekenbüros (Einzelfirma) mit Sitz in H._____ beabsichtigt ist 
bzw. war. Das KIGA lehnte das Gesuch mit Verfügung vom 15. April 2024 ab mit 
der Begründung, die Voraussetzungen für die Ausrichtung von Taggeldern seien 
nicht erfüllt. Der Beschwerdeführer habe am 1. April 2024 eine unbefristete 100 %-
Stelle bei der C._____ GmbH angenommen. Die aktuelle berufliche Verpflichtung 
lasse ihm nicht die ausreichende Zeit, um die erforderliche Planung der 
selbständigen Erwerbstätigkeit angemessen zu verfolgen. Seine erfolgreiche 
Aufnahme einer Vollzeitstelle deute darauf hin, dass seine Vermittelbarkeit auf dem 
Arbeitsmarkt nicht beeinträchtigt sei. Eine arbeitsmarktliche Massnahme komme 
nur dann in Frage, wenn offensichtlich sei, dass die Vermittelbarkeit unmöglich oder 
stark erschwert sei (KIGA-act. 11).

4.2. Gemäss Art. 71a Abs. 1 AVIG kann die Arbeitslosenversicherung versicherte 
Personen, die eine dauernde selbständige Erwerbstätigkeit aufnehmen wollen, 
durch die Ausrichtung von höchstens 90 Taggeldern während der Planungsphase 
eines Projekts unterstützen. Als Planungsphase gilt gemäss Art. 95a AVIV der 
Zeitraum, den der Versicherte zur Planung und Vorbereitung einer selbständigen 

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Erwerbstätigkeit benötigt. Sie beginnt mit der Bewilligung des Gesuchs und endet 
nach dem Bezug der bewilligten Taggelder. Das bedeutet, dass nur die erste Phase 
des Beginns der Selbständigkeit durch die Arbeitslosenversicherung unterstützt 
wird, nämlich diejenige Zeitspanne, in welcher der Versicherte seiner bisher als 
blossen Idee bestehenden Absicht der selbständigen Erwerbstätigkeit konkrete 
Züge verleiht, indem er sich ein die Grundlagen der Geschäftstätigkeit umfassendes 
Dossier zusammenstellt und die dafür notwendigen Abklärungsarbeiten vornimmt. 
Dementsprechend muss gemäss Art. 95b Abs. 1 lit. c AVIV bei der 
Gesuchseinreichung nur (aber immerhin) ein Grobprojekt der geplanten Tätigkeit 
eingereicht werden. Es sollen jedoch keine besonderen Taggelder während der – 
an die Planungsphase anschliessenden – Anlaufphase des Geschäfts ausgerichtet 
werden, da der Umstand, dass zu Beginn der Tätigkeit oft kein oder nur ein geringer 
Ertrag erzielt wird, zum durch die Arbeitslosenversicherung nicht gedeckten 
Unternehmerrisiko gehört und mit der Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit 
die – für den Schutz der Arbeitslosenversicherung grundsätzlich vorausgesetzte – 
Stellung als Arbeitnehmer nicht mehr vorliegt. Der Entscheid darüber, wann die 
Planungs- und Vorbereitungsphase abgeschlossen ist und wann die regelmässig 
im Rahmen eines fliessenden Übergangs nachfolgende Anlaufphase beginnt, ist 
jeweils wertend im Einzelfall zu treffen, wobei der zuständigen Behörde ein gewisser 
Ermessensspielraum eingeräumt werden muss (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts 
S 19 70 vom 4. September 2020 E. 4.1 m.H.a. Urteil des Bundesgerichts C 130/06 
vom 28. August 2007 E. 3.1 und ARV 2004 Nr. 22 E. 3.2). Nicht subventioniert wird 
die Startphase eines Unternehmens (AVIG-Praxis AMM, Rz. K23).

4.3. Ob sich der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs 
am 4. April 2024 in der Planungsphase i.S.v. Art. 71a Abs. 1 AVIG befand, kann 
vorliegend offen gelassen werden, zumal – wie nachfolgend zu zeigen sein wird – 
bereits die Voraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation der Massnahme nicht 
erfüllt ist (vgl. vorstehend E. 3.2). Er stellt sich in seiner Beschwerde vom 23. Juli 
2024 auf den Standpunkt, eine arbeitsmarktliche Indikation sei gegeben, da er ohne 
Förderung keine realistische Möglichkeit sehe, eine selbständige Erwerbstätigkeit 
erfolgreich aufzunehmen. Um seine Arbeitsmarktchancen zu verbessern, plane er, 
ab dem 1. September 2024 eine selbständige Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Seine 
Tätigkeit bei der C._____ GmbH habe er aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht 
fortsetzen können. Der Beschwerdegegner habe sein Gesuch mit der Begründung 
abgelehnt, dass er seit dem 1. April 2024 eine Vollzeitstelle habe. Dies sei jedoch 
unzutreffend, da seine Beschäftigung bis zum 5. Juli 2024 angedauert habe (act. 
A.3). 

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4.4. Diese Argumentation verfängt nicht, zumal weder der Beschwerdeführer 
selbst noch das KIGA im Zeitpunkt der Stellung des Gesuchs am 4. April 2024 oder 
im Zeitpunkt der Ablehnung des Gesuchs am 15. April 2024 (KIGA-act. 11) von der 
unbestrittenen Tatsache, dass das unbefristet abgeschlossene Arbeitsverhältnis 
per 5. Juli 2024 gekündigt würde, Kenntnis haben konnten. Ferner ist nicht 
nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer – der im Übrigen erst seit dem 
1. April 2024 in einer unbefristeten Vollzeitbeschäftigung bei der C._____ GmbH in 
D._____, E._____, tätig war (vgl. KIGA-act. 5) – ab 1. Mai 2024 einen Anspruch auf 
Taggelder zur Förderung der selbständigen Tätigkeit in der 
Hypothekenmaklerbranche ab dem 1. September 2024 in der Romandie haben 
sollte. Inwiefern objektiv ein aktueller Bedarf des Hypothekarmarkts nach Maklern 
in H._____ bestanden haben sollte und subjektiv die Anpassungsbedürftigkeit des 
Beschwerdeführers an diese Nachfrage vonnöten gewesen wäre, ist nicht erstellt. 
In casu kann daher von einer arbeitsmarktlichen Indikation der ersuchten Taggelder 
zur Förderung der anvisierten selbständigen Erwerbstätigkeit nicht die Rede sein.

4.5. Somit ist festzuhalten, dass der Beschwerdegegner das Gesuch des 
Beschwerdeführers um Taggelder zur Förderung der selbständigen 
Erwerbstätigkeit mit Verfügung vom 15. April 2024 zu Recht ablehnte. Der 
Argumentation im angefochtenen Einspracheentscheid, wonach es an der 
Voraussetzung der arbeitsmarktlichen Indikation fehle, ist zu folgen. Es besteht kein 
Anspruch auf die Ausrichtung von besonderen Taggeldern zur Förderung der 
selbständigen Erwerbstätigkeit gemäss Art. 71a AVIG. Die Beschwerde erweist sich 
diesbezüglich als unbegründet und ist abzuweisen.

5. Ausbildungszuschüsse

5.1. Der Beschwerdeführer ersuchte den Beschwerdegegner am 18. April 2024 
um die Übernahme der Kosten des vom 9. Februar 2024 bis 21. März 2025 
dauernden "Zertifikatsstudiengangs Treuhandwesen" an der Universität G._____. 
Begründend führte er aus, für die Erbringung einer Steuerberatungstätigkeit im 
E._____ bedürfe es einer spezialgesetzlichen Bewilligung der E._____ 
Finanzmarktaufsicht (KIGA-act. 12). Der Beschwerdegegner wies das Gesuch ab 
und hielt fest, da der Beschwerdeführer eine Lehre als Kaufmann abgeschlossen 
habe, würden die Voraussetzungen für die Ausrichtung von 
Ausbildungszuschüssen fehlen (KIGA-act. 13). Im Einspracheentscheid vom 
24. Juni 2024 E. 4 (KIGA-act. 15) kam der Beschwerdegegner im Wesentlichen 
zum Schluss, dass auch die anbegehrte Ausbildung nicht arbeitsmarktlich indiziert 
sei, weshalb sich weder eine Übernahme der Kurskosten noch die Gewährung von 
Ausbildungszuschüssen rechtfertigen würden.

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5.2. Der Beschwerdegegner gibt in seinem Einspracheentscheid vom 24. Juni 
2024 (KIGA-act. 15, insbesondere E. 1) die einschlägige Rechtsprechung wieder. 
Demnach wird auch für einen Leistungsanspruch auf Bildungsmassnahmen wie 
Umschulung, Weiterbildung oder Eingliederung stets das Vorliegen einer 
arbeitsmarktlichen Indikation vorausgesetzt (vgl. vorstehend E. 3.2). Das bedeutet, 
dass die Kursauslagen nur dann von der Arbeitslosenversicherung übernommen 
werden, wenn eine Bildungsmassnahme nach der konkreten Arbeitsmarktlage als 
notwendig erscheint und die Vermittlungsfähigkeit des Versicherten dadurch 
erheblich gesteigert werden kann. Eine finanzielle Unterstützung wird folglich nur 
gewährt, wenn die aktuelle Arbeitsmarktlage die vorgesehene Massnahme 
unmittelbar gebietet. So soll verhindert werden, dass Leistungen zu Zwecken in 
Anspruch genommen werden, die nicht mit den Zielen der Arbeitslosenversicherung 
im Zusammenhang stehen. Das Gesetz bringt diesen Gedanken in Art. 59 Abs. 2 
AVIG zum Ausdruck, indem arbeitsmarktliche Massnahmen die Eingliederung von 
Versicherten, die aus Gründen des Arbeitsmarktes erschwert vermittelbar sind, 
fördern sollen, um so die Vermittelbarkeit des Versicherten respektive dessen 
berufliche Qualifikationen (entsprechend den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes) zu 
verbessern (vgl. zuvor E. 3.1). Die Finanzierung der Grundausbildung sowie die 
allgemeine Förderung der beruflichen Weiterbildung sind dagegen nicht Sache der 
Arbeitslosenversicherung (vgl. zum Ganzen BGE 112 V 397 E. 1a, 111 V 271 E. 2b 
ff.; Urteile des Bundesgerichts C 242/05 vom 6. Oktober 2006 E. 4.1, C 77/04 vom 
24. Dezember 2004 E. 3 und C 193/00 vom 3. Dezember 2001 E. 1; ARV 
1993/1994 Nr. 6 und Nr. 39). Die Grenze zwischen Grund- und allgemeiner 
beruflicher Weiterbildung einerseits, sowie Umschulung und Weiterbildung im 
arbeitslosenversicherungsrechtlichen Sinne anderseits ist fliessend. Da ein und 
dieselbe Vorkehr beiderlei Merkmale aufweisen kann und praktisch jede 
Massnahme der allgemeinen Berufsausbildung zugleich der Vermittlungsfähigkeit 
des Versicherten zugute kommt, ist entscheidend, welche Aspekte im konkreten 
Fall unter Würdigung aller Umstände überwiegen. Ein massgebender 
Gesichtspunkt ist derjenige der sozialen Üblichkeit unter Berücksichtigung des 
Alters, der Motivation und der weiteren Lebensumstände der Versicherten. Es ist 
demnach jeweils zu prüfen, ob die fragliche Vorkehr bei den gegebenen Umständen 
nicht ohnehin Bestandteil der üblichen Berufsausbildung ist und ob der Versicherte 
den Kurs auch besuchen würde, wenn er – bei im übrigen gleichen Verhältnissen – 
nicht arbeitslos (oder von Arbeitslosigkeit bedroht) wäre. Was sodann die objektive 
Zielrichtung anbelangt, muss die fragliche Vorkehr spezifisch dafür bestimmt, 
geeignet und notwendig sein, die Vermittelbarkeit zu fördern. Es darf somit nicht die 
bildungsmässige, soziale oder wirtschaftliche Verbesserung im Vordergrund 
stehen, sondern die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten auf dem allgemeinen 

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Arbeitsmarkt (vgl. BGE 111 V 271 E. 2c, 108 V 163 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 
C 77/04 vom 24. Dezember 2004 E. 3; ARV 1990 Nr. 9 E. 1; ARV 1993/1994 Nr. 39 
E. 2; vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts S 23 133 vom 21. Mai 2024 E. 2.5 m.w.H.). 
Die ständige Rechtsprechung macht die Unterstützung der Weiterbildung durch 
finanzielle Leistungen der Arbeitslosenversicherung von der Wahrscheinlichkeit 
abhängig, dass die Vermittlungsfähigkeit durch einen, im Hinblick auf ein konkretes 
berufliches Ziel, absolvierten Kurs tatsächlich und in beträchtlichem Masse 
gefördert wird (vgl. ARV 1985 Nr. 23 E. 4a f. m.w.H.). Der Begriff der 
Vermittlungsfähigkeit ist hierbei nicht im Sinne der primär subjektiv ausgerichteten 
Vermittlungsfähigkeit des Versicherten nach Art. 15 AVIG, sondern vielmehr als 
objektive arbeitsmarktliche Vermittelbarkeit des Versicherten zu verstehen (vgl. zum 
Ganzen auch GERHARDS, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz 
[AVIG], Bd. II., Bern 1987, Art. 59 aAVIG N. 30 ff.; KUPFER BUCHER, in: 
Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl. 
2019, Art. 59 S. 338 ff.; NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 
Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 
2016, S. 2470 ff., Rz. 666 ff.). Wenn ein Stellenangebot mit der Bedingung verknüpft 
ist, dass vor Stellenantritt eine bestimmte Ausbildung zu absolvieren ist, bedeutet 
dies nicht automatisch, dass diese Bildungsmassnahme arbeitsmarktlich indiziert 
ist. Es ist vielmehr zu prüfen, ob der Arbeitsmarkt für Personen mit den 
Qualifikationen des Versicherten grundsätzlich Stellen bereit hält (objektive 
Komponente) und ob der Versicherte aus persönlichen Gründen im Wettbewerb um 
diese Stellen benachteiligt ist und dementsprechend eine Anpassungsbedürftigkeit 
der versicherten Person an den aktuellen Bedarf des Arbeitsmarktes nach 
Arbeitskräften besteht (subjektive Komponente). Es sind also sowohl die objektiven 
als auch die subjektiven Komponenten der arbeitsmarktlichen Indikation zu 
berücksichtigen (siehe Urteile des Bundesgerichts 8C_67/2018 vom 16. April 2018 
E. 4.2, 8C_222/2016 vom 30. Juni 2016 E. 2.2 und 3 ff.).

5.3. Im Lichte der vorstehend aufgeführten Praxis ist in Bezug auf die anbegehrte 
Ausbildung "Zertifikatsstudiengang Treuhandwesen" festzuhalten, dass sie einen 
bildungsmässigen theoretischen Nutzen bringen mag, jedoch der Voraussetzung 
der arbeitsmarktlichen Indikation ebenfalls nicht entspricht. Soweit der 
Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 23. Juli 2024 (act. A.2) ausführt, er 
wolle damit seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern und eine langfristige 
berufliche Perspektive schaffen, begründet dies noch keine arbeitsmarktliche 
Indikation. Auch seine Begründung, die Ausbildung sei notwendig, um die für eine 
Wiederaufnahme seiner Tätigkeit bei der C._____ GmbH erforderlichen Kenntnisse 
zu erwerben und somit die Voraussetzungen für eine Anstellung zu erfüllen, 

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verfängt nicht (vgl. vorstehend E. 5.2). Demgegenüber führt der Beschwerdegegner 
in seiner Stellungnahme vom 3. September 2024 (S. 8 mit Verweis auf AVIG-Praxis 
AMM Rz. A23 f.) zutreffend aus, ein rein theoretischer Nutzen, der im konkreten Fall 
die Vermittlungsfähigkeit kaum verbessere, sei nicht ausreichend, um die 
Voraussetzungen von Art. 59 AVIG zu erfüllen. Die Vermittlungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers wird durch den Zertifikatsstudiengang im Treuhandwesen an 
der Universität G._____ jedenfalls nicht massgeblich gesteigert. Die anbegehrte 
Ausbildung ist weder in objektiver noch in subjektiver Hinsicht arbeitsmarktlich 
indiziert, zumal der Arbeitsmarkt für Personen mit den Qualifikationen des 
Beschwerdeführers (abgeschlossene kaufmännische Lehre, Berufsmatura, 
Betriebswirtschaftsausbildung, diverse Weiterbildungen [KIGA-act. 4]) 
grundsätzlich Stellen bereit hält (objektive Komponente) und der Beschwerdeführer 
aus persönlichen Gründen im Wettbewerb um diese Stellen nicht benachteiligt ist 
und dementsprechend keine Anpassungsbedürftigkeit an den aktuellen Bedarf des 
Arbeitsmarktes nach Arbeitskräften im kaufmännischen Bereich besteht (subjektive 
Komponente). Dies umso weniger, als dass der Beschwerdeführer seinen Anspruch 
auf Ausbildungszuschüsse für den besagten Zertifikatsstudiengang nicht mit einer 
erschwerten Vermittlungsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt begründet, sondern ganz 
spezifisch mit einer erwünschten Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt, 
der Schaffung einer langfristigen beruflichen Perspektive sowie dem Anliegen, 
damit seine Tätigkeit bei der C._____ GmbH wieder aufnehmen zu können. Dass 
Letzteres im Raume steht, ist aktenmässig nicht erstellt. Und überdies, wie gesagt, 
entspricht das Anliegen einer allgemeinen Verbesserung der Berufschancen nicht 
einer arbeitsmarktlichen Indikation. Dies unterstreicht der Umstand, dass 
arbeitsmarktliche Massnahmen im Ausland nach der Rechtsprechung des 
ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts nur ausnahmsweise, bei 
Vorliegen triftiger Gründe, zulässig sind, v.a. dann, wenn in der Schweiz keine 
Möglichkeit besteht, auf geeignete und zweckmässige Weise das angestrebte Ziel 
zu erreichen (AVIG-Praxis AMM, Rz. A21). Für die Ausrichtung von 
Ausbildungszuschüssen für den angestrebten Zertifikatsstudiengang im 
Treuhandwesen an der Universität G._____ besteht kein triftiger Grund, weil eine 
entsprechende Ausbildung auch in der Schweiz absolviert werden könnte, so dass 
auch aus diesem Umstand heraus kein Anspruch des Beschwerdeführers besteht.

6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die arbeitsmarktliche 
Indikation der vom Beschwerdeführer ersuchten arbeitsmarktlichen Massnahmen 
zu verneinen ist. Der Beschwerdegegner verweigerte die Gesuche um Taggelder 
zur Förderung der selbständigen Erwerbstätigkeit sowie um Ausbildungszuschüsse 

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somit zu Recht. Soweit die Beschwerde nicht gegenstandslos geworden ist, erweist 
sie sich als unbegründet und ist abzuweisen.

7.1. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, 
wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Sieht das Einzelgesetz keine 
Kostenpflicht bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die 
sich mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das AVIG 
keine Kostenpflicht statuiert und Mutwilligkeit oder Leichtsinn vorliegend verneint 
werden können, sind dem Beschwerdeführer keine Kosten aufzuerlegen.

7.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht nach Art. 61 lit. g ATSG kein 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht gegenstandslos 
geworden ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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