# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03a5089a-3508-574a-a1e1-255c56cc41e4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-09-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.09.2018 SB180080
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180080_2018-09-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    

 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB180080-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

der Ersatzoberrichter lic. iur. H. Meister sowie der Gerichtsschreiber 

Dr. iur. F. Manfrin 

 

Urteil vom 3. September 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. S. Leu,  

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

banden- und gewerbsmässiger Diebstahl etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur  
vom 7. Dezember 2017 (DG170027) 

- 2 - 

 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 31. März 2017 

(Urk. 1/17) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 103 S. 53 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. a) Der Beschuldigte A._____ ist schuldig: 

− des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in 
Verbindung mit Ziff. 2 und Ziff. 3 Abs. 2 StGB; 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB; 
− des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs im Sinne von 

Art. 186 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB;  
− des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit 

Art. 22 Abs. 1 StGB; 
− der Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie 
− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. b 

SVG. 

 b) Von den nachfolgend aufgeführten Vorwürfen wird der Beschuldigte freigesprochen: 

− des eingeklagten bandenmässigen Raubs im Sinne von Art. 140 Ziff. 1 in Ver-
bindung mit Ziff. 3 Abs. 2 StGB in Bezug auf Dossier-Nr. 2; 

− des eingeklagten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Bezug auf 
Dossier-Nrn. 1, 3, 26 und 27; 

− der eingeklagten Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB in Be-
zug auf Dossier-Nrn. 1, 2, 3, 26 und 27 sowie 

− des eingeklagten Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB in Bezug auf 
Dossier-Nrn. 1, 2, 3, 26 und 27.  

2. Das Verfahren betreffend den Vorwurf der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB und des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB wird in Bezug auf Dossier-

Nrn. 9, 17 und 20 definitiv eingestellt. 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 42 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 124 Tage durch Haft 

(gerechnet vom 7. Dezember 2013 bis 7. April 2014 sowie vom 28. bis zum 29. November 

2014) erstanden sind. 

4. Es wird eine ambulante Behandlung des Beschuldigten im Sinne von Art. 63 StGB (Behand-

lung psychischer Störungen) angeordnet.  

- 3 - 

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird zu diesem Zweck nicht aufgeschoben.  

5. a) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/3) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden dem Geschädigten B._____  

(Dossier-Nr. 6) herausgegeben:  

− 6 Goldbarren (Asservat-Nr. A006'483'041); 
− 2 Bankkundenkarten lautend auf B._____ (Asservat-Nr. A006'483'052); 
− 1 Portemonnaie in Mützenform mit Münzgeld (Asservat-Nr. A006'483'121); 
− 1 kleine blaue Schatulle mit div. Ohr- und Halsschmuck (Asservat-Nr. 

A006'483'132). 

 b) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/4) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden der Privatklägerin C._____ (Dossier-

Nr. 11) herausgegeben: 

− 1 Bernsteinanhänger ohne Kette (Asservat-Nr. A007'176'310); 
− 1 Goldkette mit Anhänger aus Edelstein (Asservat-Nr. A006'869'916). 

 c) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/5) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden dem Geschädigten D._____ (Dossier-

Nr. 13) herausgegeben: 

− 1 Herrenarmbanduhr Marke Catamaran (Asservat-Nr. A006'484'351); 
− 1 Herrenarmbanduhr Marke Swatch Irony (Asservat-Nr. A006'832'504); 
− 1 Herrenarmbanduhr Marke Patek Philippe (Asservat-Nr. A006'832'515). 

 d) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/6) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden dem Privatkläger E._____  

(Dossier-Nr. 14) herausgegeben: 

− 1 silberne Halskette mit blauen Herzen (Asservat-Nr. A007'175'715); 
− 1 silberne Armkette mit blauen Herzen (Asservat-Nr. A007'175'715); 
− 1 Gedenkmünze 700 Jahre Schweiz (Asservat-Nr. A006'484'657); 
− 1 Gedenkmünze IMP ... (Asservat-Nr. A006'484'613). 

 e) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/7) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden dem Geschädigten F._____ (Dossier-

Nr. 15) herausgegeben: 

− 2 Halsketten goldfarben ohne Anhänger (Asservat-Nr. A007'176'401); 
− 1 Halskette mit Holzperlen, Steinen und Muscheln (Asservat-

Nr. A007'176'387). 

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 f) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/8) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden der Geschädigten G._____ (Dossier-

Nr. 17) herausgegeben: 

− 1 schwarze Tasche mit Laptop Marke ACER (Asservat-Nr. A006'484'179); 
− 1 Armbanduhr, schwarz, Calvin Klein (Asservat-Nr. A007'176'558); 
− 2 Armbanduhren Tissot (Asservat-Nr. A007'176'570); 
− 1 Armbanduhr Golana (Asservat-Nr. A007'176'570); 
− 1 Armbanduhr Swatch (Asservat-Nr. A007'176'570); 
− 1 Halskette mit Perlen- und Goldnuggets (Asservat-Nr. A007'176'581). 

 g) Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 3. Juni 2014 

(act. 1/8/1/9) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts 

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden dem Privatkläger H._____  

(Dossier-Nr. 19) herausgegeben: 

− 1 Paar Ohrringe, silberfarbig mit eingraviertem Hanfblatt (Asservat-
Nr. A007'176'489); 

− 1 Uhr Marke Tissot, weiss, perlmuttfarbiges Zifferblatt (Asservat-
Nr. A007'176'503). 

6. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 4. Juni 2014 

(act. 1/8/1/10) beschlagnahmten und bei der Effektenverwaltung des Bezirksgerichts  

Winterthur aufbewahrten Gegenstände werden eingezogen und der Kantonspolizei Zürich 

zur Vernichtung überlassen: 

− 6 Halsketten (Asservat-Nr. A006'483'143); 
− 1 Paar Ohrstecker (Asservat-Nr. A006'483'143); 
− 1 Armbanduhr silberfarben "Just Cavalli" (Asservat-Nr. A006'483'143); 
− 1 Herrenring mit dunklem Stein und silberner Fassung (Asservat-

Nr. A006'483'461); 
− 1 Herrenarmbanduhr ROLEX, silberfarben, schwarzes Zifferblatt (Asservat-

Nr. A006'483'643).  

7. a) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 28. Februar 2014 

(act. 1/8/1/1) beschlagnahmte Barschaft von Fr. 2'518.80 wird zur teilweisen Deckung 

der Verfahrenskosten herangezogen. 

 b) Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. März 2014 

(act. 1/8/1/2) beschlagnahmte Barschaft von Fr. 1'195.– wird zur teilweisen Deckung 

der Verfahrenskosten herangezogen. 

8. Es werden sämtliche im vorliegenden Verfahren gegen den Beschuldigten erhobenen und 

beim Forensischen Institut Zürich aufbewahrten Spuren und Spurenträger der Lagerbehör-

de zur Vernichtung überlassen. 

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9. a) Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern/Mittäter-

innen verpflichtet, den nachfolgend genannten Privatklägern wie folgt Schadenersatz 

zu bezahlen: 

− der I._____ AG (Privatklägerin 12) anstelle des Geschädigten J._____: 
Fr. 1'739.90 (Dossier-Nr. 4); 

− der I._____ AG (Privatklägerin 11) anstelle des Geschädigten K._____: 
Fr. 5'591.20 nebst Zins von 5 % seit dem 5. Juli 2014, im Mehrbetrag (Zins) 
wird das Schadenersatzbegehren auf den Zivilweg verwiesen (Dossier-Nr. 5); 

− L._____ (Privatkläger 6): Fr. 200.–, im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbe-
gehren auf den Zivilweg verwiesen (Dossier-Nr. 8); 

− der M._____ (Privatklägerin 9), teilweise anstelle des Privatklägers  
L._____: Fr. 1'149.45 (Dossier-Nr. 8); 

− N._____ (Privatkläger 10): Fr. 200.– (Dossier-Nr. 9); 
− der I._____ (Privatklägerin 13) anstelle des Geschädigten D._____: 

Fr. 24'720.55 (Dossier-Nr. 13); 
− E._____ (Privatkläger 8): Fr. 523.90, im Mehrbetrag wird das Schadenersatz-

begehren auf den Zivilweg verwiesen (Dossier-Nr. 14);  
− der O._____ AG (Privatklägerin 3), teilweise anstelle des Privatklägers 

E._____: Fr. 9'000.–, im Mehrbetrag wird das Schadenersatzbegehren auf den 
Zivilweg verwiesen (Dossier-Nr. 14); 

− der P._____ AG (Privatklägerin 1) anstelle des Geschädigten F._____: 
Fr. 11'084.65 (Dossier-Nr. 15). 

b) Das Schadenersatzbegehren des Privatklägers H._____ (Privatkläger 7) wird vollum-

fänglich auf den Zivilweg verwiesen (Dossier-Nr. 19). 

c) Die Genugtuungsbegehren der nachfolgend genannten Privatkläger werden abge-

wiesen: 

− C._____ (Privatklägerin 5) (Dossier-Nr. 11); 
− E._____ (Privatkläger 8) (Dossier-Nr. 14).  

10. Die Entscheidgebühr für das gerichtliche Verfahren wird festgesetzt auf: 

Fr. 5'000.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'000.00   Gebühr Vorverfahren  

Fr.  21'140.00   Kosten Kantonspolizei Zürich 

Fr. 20'444.20   Gutachten/Expertisen 

Fr.  3'260.00   Auslagen Untersuchung 

Fr.  17'674.60   Akontozahlungen amtliche Verteidigung (bereits geleistet) 

Fr.  35'257.35   Entschädigung amtliche Verteidigung (Restbetrag) 

Fr. 105'776.15   Total 

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

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11. a) Die Kosten Gutachten/Expertisen von Fr. 20'444.20 sowie die Auslagen Unter-

suchung von Fr. 3'260.– werden dem Beschuldigten im vollen Umfang auferlegt. 

 b) Die Kosten Kantonspolizei Zürich werden im Umfang von Fr. 11'160.– dem Beschul-

digten auferlegt. Im verbleibenden Umfang von Fr. 9'980.– werden die Kosten Kan-

tonspolizei Zürich auf die Gerichtskasse genommen.  

 c) Die Gebühr Vorverfahren und die Entscheidgebühr für das gerichtliche Verfahren so-

wie allfällige weitere Auslagen des Vorverfahrens und des gerichtlichen Verfahrens 

werden zu 3/4 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse ge-

nommen.  

 d) Die Kosten der amtlichen Verteidigung für das gesamte Verfahren (bereits geleistete 

Akontozahlungen sowie Restbetrag) werden zu 2/3 dem Beschuldigten auferlegt, je-

doch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. In diesem Umfang bleibt die 

Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

  Im verbleibenden Umfang von 1/3 werden die Kosten der amtlichen Verteidigung für 

das gesamte Verfahren (bereits geleistete Akontozahlungen sowie Restbetrag) defini-

tiv auf die Gerichtskasse genommen.  

12. (Mitteilungen.) 

13. (Rechtsmittel.)" 

Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 7 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

 (Urk. 106 S. 2 f.; Urk. 141 S. 2 f.) 

1. Unter vollständiger Ersetzung der Dispositiv-Ziffern 1 a), 3, 9 a) und 11 

des Urteils des Bezirksgerichts Winterthur vom 7. Dezember 2017 

(Geschäfts-Nr.: DG170027) und der zugehörigen Erwägungen sei im 

Sinne der nachfolgenden Anträge zu entscheiden. 

2. Sämtliche Strafverfahren betreffend Hausfriedensbruch im Sinne von 

Art. 186 StGB und Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 

StGB seien einzustellen (Dossier 4, 5, 6, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 

18, 19, 21). 

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3. A._____ sei vom Vorwurf des gewerbsmässigen Diebstahls im Sinne 

von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 139 Ziff. 2 StGB freizu-

sprechen. 

4. A._____ sei folgender Delikte für schuldig zu befinden: 

- bandenmässiger Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 139 Ziff. 3 Abs. 2 StGB (teilweise versucht) 

(Dossier 4, 5, 6, 8, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21) 

- mehrfaches Fahren ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 

lit. b SVG (Dossier 24) 

- Urkundenfälschung im Sinne von Art. 251 Ziff. 1 StGB (Dossier 28) 

- (untauglicher) versuchter Betrug im Sinne von Art.146 Abs. 1 StGB 

in Verbindung mit Art. 22 Abs. 2 StGB (Dossier 28) 

5. A._____ sei dafür mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten zu bestra-

fen. 

6. Der von A._____ erstandene Freiheitsentzug im Umfang von 124 Ta-

gen sei auf die Strafe anzurechnen. 

7. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bedingt auszusprechen, unter An-

setzung einer Probezeit von 4 Jahren. 

8. Die Zivilansprüche gemäss Dispositiv-Ziffer 9 a) des vorinstanzlichen 

Urteils seien vollumfänglich auf den Zivilweg zu verweisen (Dossier 4, 

5, 8, 9, 13, 14, 15). 

9. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens mit Ausnahme der Kosten 

der amtlichen Verteidigung- seien zu 1/2 auf die Gerichtskasse zu 

nehmen und im Umfang von 1/2 A._____ aufzuerlegen. Die Kosten der 

amtlichen Verteidigung seien vollumfänglich auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. Der Rückforderungsvorbehalt sei im gleichen Umfang zu be-

schränken. 

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10. Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Berufungsver-

fahren zulasten des Kantons Zürich. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 111) 

Verzicht auf Anschlussberufung. Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

1. Prozessgeschichte 

1.1. Der Verlauf des Verfahrens bis zum vorinstanzlichen Urteil ergibt sich aus 

jenem Entscheid (Urk. 103 S. 9 f.). Zwecks Vermeidung von Wiederholungen 

kann darauf verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.2. Mit Urteil vom 7. Dezember 2017 sprach das Bezirksgericht Winterthur den 

Beschuldigten des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, der mehrfachen 

Sachbeschädigung, des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs, 

des versuchten Betrugs, der Urkundenfälschung sowie des mehrfachen Fahrens 

ohne Berechtigung schuldig, bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 

42 Monaten und ordnete eine ambulante Massnahme an, wobei es zu diesem 

Zweck den Vollzug der Freiheitsstrafe nicht aufschob (Urk. 103 S. 53 f.). Das Ur-

teil wurde am 7. Dezember 2017 mündlich eröffnet (Prot. I S. 49 ff.). 

1.3. Mit Eingabe an die Vorinstanz vom 14. Dezember 2017 liess der Beschul-

digte fristgerecht Berufung anmelden (Urk. 94). Nach Zustellung des schriftlich 

begründeten Urteils am 2. Februar 2018 (Urk. 98) reichte der Beschuldigte der 

Kammer innert Frist die schriftliche Berufungserklärung ein (Urk. 106). Die Beru-

fung richtet sich zum einen gegen den Schuldspruch (Dispositiv Ziff. 1 lit. a), wo-

bei dieser nur in einzelnen Punkten angefochten wird: so verlangt er einen vollum-

fänglichen Freispruch vom Vorwurf der mehrfachen Sachbeschädigung und des 

mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs; hinsichtlich des Diebstahls 

fordert er einen Freispruch, soweit dieser (auch) als gewerbsmässig qualifiziert 

- 9 - 

wurde; bezüglich des versuchten Betrugs beantragt er, dass der Versuch als un-

tauglich qualifiziert wird. Zum anderen richtet sich die Berufung gegen den Straf-

punkt (Dispositiv Ziff. 3). Der Beschuldigte beantragt eine Freiheitsstrafe von 

14 Monaten, und zwar unter Gewährung des bedingten Strafvollzugs und An-

setzung einer Probezeit von 4 Jahren. Gegenstand der Berufung bilden sodann 

die Verpflichtung des Beschuldigten zur Bezahlung von Schadenersatz (Dispositiv 

Ziff. 9 lit. a) ‒ der Beschuldigte verlangt, dass sämtliche Zivilansprüche auf den 

Zivilweg verwiesen werden ‒ und die Regelung der Kostenfolge (Dispositiv 

Ziff.11) ‒ der Beschuldigte beantragt, dass die Kosten des vorinstanzlichen Ver-

fahrens, mit Ausnahme der Kosten der Verteidigung, ihm nur zu ½ aufzuerlegen 

sind und die Verteidigerkosten vollumfänglich auf die Staatskasse genommen 

werden. Schliesslich stellte der Beschuldigte den Beweisantrag, es sei ein zweites 

Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit einzuholen. 

1.4. Mit Präsidialverfügung vom 26. Februar 2018 wurde die Berufungser-

klärung den Gegenparteien zugestellt sowie Frist zur Erhebung einer Anschluss-

berufung angesetzt, zudem wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, um seinen 

Beweisantrag zu begründen (Urk. 109). Mit Eingabe vom 5. März 2018 erklärte 

die Staatsanwaltschaft den Verzicht auf Anschlussberufung und stellte den An-

trag, das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen. Gleichzeitig ersuchte sie um Dis-

pensation von der Teilnahme an der Berufungsverhandlung (Urk. 111). Seitens 

der Privatkläger ging keine Erklärung ein, was als Verzicht auf Anschlussberufung 

zu werten ist. 

1.5. Innert (erstreckter) Frist liess der Beschuldigte seinen Beweisantrag mit 

Eingabe vom 29. März 2018 begründen, ferner stellte er drei weitere Beweisan-

träge sowie den prozessualen Antrag, das Berufungsverfahren zu sistieren und 

den Ausgang des Beschwerdeverfahrens UH170408 bei der III. Strafkammer des 

Obergerichts Zürich, das ebenfalls ihn betreffe, abzuwarten (Urk. 117). Nachdem 

der Staatsanwaltschaft und den Privatklägern mit Präsidialverfügung vom 

11. April 2018 Frist angesetzt worden war, zur Eingabe des Beschuldigten vom 

29. März 2018 Stellung zu nehmen, liess der Beschuldigte mit Schreiben vom 

23. April 2018 ein Ausstandsgesuch gegen Staatsanwalt lic. iur. Q._____ stellen 

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und diesbezüglich einen weiteren Beweisantrag erheben (Urk. 123/1). Mittels 

Kurzbrief vom 24. April 2018 liess der Beschuldigte der Kammer sodann den Be-

schluss der III. Strafkammer des Obergerichts Zürich vom 19. April 2018 zukom-

men, mit welchem das Beschwerdeverfahren UH170408 erledigt worden war 

(Urk. 125 und Urk. 127). Mit Zuschrift vom 25. April 2018 nahm die Staatsan-

waltschaft, vertreten durch Staatsanwalt lic. iur. Q._____, Stellung zu den Be-

weisanträgen des Beschuldigten (Urk. 128). Am 30. April 2018 erfolgte eine weite-

re Stellungnahme der Staatsanwaltschaft, nun vertreten durch die Leitende 

Staatsanwältin lic. iur. Susanne Leu, welche sich auch auf das Ausstandsgesuch 

bezog (Urk. 129). Die Privatkläger liessen sich nicht vernehmen. 

1.6. Mit Präsidialverfügung vom 18. Mai 2018 wurde davon Vormerk genom-

men, dass die Strafuntersuchung bzw. das Berufungsverfahren von der Leitenden 

Staatsanwältin lic. iur. S. Leu übernommen wurde (Urk. 130 S. 7). Ein Entscheid 

über das Ausstandsgesuch vom 23. April 2018 erübrigt(e) sich damit und dem-

entsprechend auch ein Entscheid über den in diesem Zusammenhang gestellten 

Beweisantrag (Beizug des Strafbefehls der Staatsanwaltschaft I des Kantons  

Zürich vom 17. Januar 2017 gegen den Kantonspolizisten R._____ sowie der da-

zugehörigen Untersuchungsakten). Mit derselben Verfügung wurde sodann der 

Beweisantrag auf Einholung eines zweiten psychiatrischen Gutachtens zur Frage 

der Schuldfähigkeit (inkl. Beizug eines Pharmakologen) abgewiesen. Auf das Sis-

tierungsgesuch wurde nicht eingetreten, da die III. Strafkammer des Obergerichts 

das Beschwerdeverfahren UH170408 mit Beschluss vom 19. April 2018 in der 

Zwischenzeit bereits erledigt hatte. Unter Hinweis darauf, dass der Beschluss 

vom 19. April 2018 vom Beschuldigten bereits eingereicht und zu den Akten ge-

nommen worden und ein Bedarf für den Beizug weiterer Akten des Beschwerde-

verfahrens UH170408 nicht ersichtlich sei, wurde der entsprechende Beweisan-

trag abgewiesen. Mittels Entgegennahme und Akturierung der mit Eingabe vom 

29. März 2018 eingereichten Dokumente (Zeitungsartikel aus dem "S._____" vom 

8. und 9. März 2018 sowie Medienmitteilung der Kantonspolizei Zürich vom 

8. März 2018) war diesem Beweisantrag des Beschuldigten bereits entsprochen 

worden (Urk. 120/1-3), so dass sich diesbezüglich weitere Anordnungen erüb-

rig(t)en. Am 14. August 2018 entsprach der Vorsitzende dem Gesuch des Be-

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schuldigten vom 7. August 2018 um Dispensation von der Teilnahme an der Beru-

fungsverhandlung (Urk. 134 und Urk. 135/1-2). Der Staatsanwaltschaft wurde das 

Erscheinen zur Berufungsverhandlung freigestellt (Urk. 132). 

1.7. Zur Berufungsverhandlung vom 3. September 2018 ist lediglich der amt-

liche Verteidiger des Beschuldigten erschienen (Prot. II S. 7). 

2. Umfang der Berufung 

2.1. Zum Umfang der Berufung kann auf die vorstehenden Ausführungen ver-

wiesen werden (Erw. 1.3). Angefochten sind somit die Dispositivziffern 1 lit. a 

al. 2-4 (Schuldpunkt, teilweise), 3 (Strafpunkt), 9 lit. a (Verpflichtung zu Schaden-

ersatz) und 11 (Kostenauflage) (zum Ganzen Urk. 106 S. 2 f.; Urk. 141 S. 2 f.; 

Prot. II S. 9). Da der Beschuldigte für die von ihm beantragte Freiheitsstrafe von 

14 Monaten die Gewährung des bedingten Strafvollzugs fordert, gilt logischer- 

und konsequenterweise (d.h. trotz seiner anderslautenden Erklärung [act. 106 

S. 3 f.]) auch die vorinstanzliche Anordnung der ambulanten Behandlung des Be-

schuldigten als angefochten (Dispositiv Ziff. 4). 

2.2. In den übrigen Punkten ‒ Schuldspruch wegen bandenmässigen Dieb-

stahls, Urkundenfälschung und mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung (Disposi-

tiv Ziff. 1 lit. a, teilweise); teilweiser Freispruch (Dispositiv Ziff. 1 lit. b); definitive 

Einstellung des Verfahrens in einzelnen Fällen (Dispositiv Ziff. 2); Entscheid über 

die beschlagnahmten Gegenstände (Dispositiv Ziff. 5 und 6); Entscheid über die 

Verwendung der beschlagnahmten Barschaft (Dispositiv Ziff. 7); Entscheid über 

die beim Beschuldigten erhobenen Spuren und die aufbewahrten Spurenträger 

(Dispositiv Ziff. 8); Entscheid über die Zivilansprüche der Privatkläger H._____, 

C._____ und E._____ (Dispositiv Ziff. 9 lit. b und c) sowie Kostenfestsetzung 

(Dispositiv Ziff. 10) ‒ ist das Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur vom 7. De-

zember 2017 in Rechtskraft erwachsen (vgl. auch Prot. II S. 9), was vorab vorzu-

merken ist (Art. 399 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 402 und 437 StPO). 

2.3. Entgegen seiner Berufungserklärung (Urk. 106 S. 2 f.) und seiner expliziten 

Anträge anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 141 S. 2 f.) beantragt der amt-

- 12 - 

liche Verteidiger im Rahmen seines Plädoyers einen vollumfänglichen Freispruch 

von sämtlichen Diebstahlsvorwürfen (Urk. 141 S. 7 f.). In prozessualer Hinsicht 

stützt die Verteidigung ihre Abkehr von den expliziten Anträgen auf Art. 404 

Abs. 2 StPO. Die – nach Ansicht der Verteidigung – nicht genehmigte polizeiliche 

Observation nach Art. 282 ff. StPO (und damit die Unverwertbarkeit sämtlicher 

Folgebeweise mit der Konsequenz eines Freispruchs bzgl. der Diebstähle) sei 

dem Beschuldigten im Zeitpunkt der Berufungserklärung unverschuldeterweise 

noch gar nicht bekannt gewesen, weshalb ein diesbezüglicher Freispruch gestützt 

auf Art. 404 Abs. 2 StPO noch immer möglich sei. 

2.3.1. Nach Art. 404 Abs. 2 StPO kann das Berufungsgericht zugunsten der be-

schuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte überprüfen, um gesetzes-

widrige oder unbillige Entscheidungen zu verhindern. 

2.3.2. Zunächst ist zu bemerken, dass selbst die Verteidigung davon ausgeht, 

dass der Schuldspruch wegen bandenmässigen Diebstahls (formell) nicht ange-

fochten wurde, da sie sich auf Art. 404 Abs. 2 StPO beruft. Art. 404 Abs. 2 StPO 

findet – wie erwähnt – nur auf nicht angefochtene Punkte Anwendung. 

2.3.3. Die Verteidigung macht geltend, im Zeitpunkt der Berufungserklärung noch 

keine Kenntnis gehabt zu haben von der angeblich nicht genehmigten polizei-

lichen Observation und deshalb dannzumal noch keinen vollumfänglichen Frei-

spruch von den Diebstahlsvorwürfen gestellt zu haben. Allerdings hat die Vertei-

digung auch anlässlich der Berufungsverhandlung vor Schranken – und nunmehr 

in Kenntnis der behaupteten Unverwertbarkeit der Beweismittel – erneut einen 

Schuldspruch wegen bandenmässigen Diebstahls beantragt. Wenn sich die Ver-

teidigung nun auf Art. 404 Abs. 2 StPO beruft, müsste sie konsequenterweise an 

der Berufungsverhandlung einen vollumfänglichen Freispruch beantragen. Das tut 

sie indes nicht. 

2.3.4. Abgesehen davon ist festzuhalten, dass Art. 404 Abs. 2 StPO nur mit gros-

ser Zurückhaltung angewendet werden soll. Die Bestimmung darf "nicht dazu 

missbraucht werden, eine nachträgliche Berufung, d.h. ein Rückgängigmachen 

der Beschränkungen nach Art. 399 Abs. 3 und 4 StPO, zu erreichen" 

- 13 - 

(SCHMID/JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2018, 

Art. 404 N 4). So ist Art. 404 Abs. 2 StPO in erster Linie auf Fälle zugeschnitten, 

in denen das Berufungsgericht den Fehler feststellt. Insgesamt soll die Bestim-

mung nur in klaren Fällen von drohenden gesetzwidrigen/unbilligen Entscheiden 

Anwendung finden, mithin bei qualifiziert unrichtiger Rechtsanwendung durch die 

Vorinstanz (zum Ganzen SCHMID/JOSITSCH, a.a.O.; BSK StPO II-EUGSTER, 

Art. 404 N 3 f.). 

2.3.5. Selbst wenn – wie von der Verteidigung behauptet – die Observation nicht 

bewilligt worden sein sollte, dringt die Argumentation der Verteidigung nicht durch. 

Sie bringt in keiner Weise substantiiert vor, dass keine Bewilligung vorlag und 

dass eine solche überhaupt erforderlich gewesen wäre. Nicht jede Observation ist 

genehmigungsbedürftig. Erst wenn die von der Polizei angeordnete Observation 

länger als einen Monat dauert, ist eine staatsanwaltschaftliche Genehmigung für 

die Fortsetzung erforderlich (Art. 282 Abs. 2 StPO). Und selbst wenn eine solche 

Genehmigung für die Fortsetzung fehlen sollte, würde dies nicht automatisch zu 

einer absoluten Unverwertbarkeit der dabei erlangten Beweise führen. Eine sol-

che absolute Unverwertbarkeit ordnet die Strafprozessordnung – anders als bei 

der verdeckten Ermittlung (vgl. Art. 289 Abs. 6 StPO) – hier bei der Observation 

gerade nicht an (vgl. Art. 282 f. i.V.m. Art. 141 Abs. 1 StPO).  

2.3.6. Zusammengefasst ist nicht substantiiert dargetan und nicht ersichtlich 

(selbst unter der Prämisse, dass eine Genehmigung für eine allfällige Fortsetzung 

einer Observation erforderlich gewesen wäre), inwiefern eine qualifiziert unrichtige 

Rechtsanwendung durch die Vorinstanz vorliegen soll, die eine Ausdehnung der 

Kognition des Berufungsgerichts auf hier nicht angefochtene Punkte erforderlich 

machen würde. Es bleibt beim vorstehend dargestellten Berufungsumfang. Der 

vorinstanzliche Schuldspruch betreffend bandenmässigen Diebstahls steht im Be-

rufungsverfahren nicht mehr zur Disposition. 

 

- 14 - 

3. Prozessuales 

3.1. Strafantrag 

3.1.1. Die Vorinstanz verurteilte den Beschuldigten unter anderem wegen mehr-

facher Sachbeschädigung und mehrfachen, teils versuchten Hausfriedensbruchs, 

und zwar, wie sich aus den Erwägungen (Urk. 103 S. 11 [Ziff. 2.4], S. 14 f. 

[Ziff. 3.1], S. 18 ff. [Ziff. 4] und S. 24 ff. [Ziff. 1]) und dem Dispositiv (Urk. 103 S. 53 

f. [Ziff. 1 i.V.m. Ziff.  2]) ergibt, hinsichtlich der Dossier-Nrn. 4-6, 8, 10-16, 18, 19 

und 21. Wie schon vor Vorinstanz wendet der Beschuldigte dagegen ein, es 

mangle an den erforderlichen Strafanträgen, und beantragt diesbezüglich die Ein-

stellung des Verfahrens (Urk. 85 S. 2 ff.; Urk. 141 S. 4 ff.). Dass der Beschuldigte 

seinen Berufungsantrag auf Verfahrenseinstellung auch auf das Dossier Nr. 9 be-

zieht, dürfte auf einem Versehen beruhen, ist diesbezüglich die Verfahrensein-

stellung durch die Vorinstanz doch bereits erfolgt. 

3.1.2. Die Vorinstanz legte zunächst die rechtlichen Voraussetzungen an einen 

gültigen Strafantrag dar und hielt in der Folge fest, dass in den hier noch zur Dis-

kussion stehenden Dossiers ein gültiger Strafantrag vorliege (Urk. 103 S. 10 f. 

[Ziff. 2.3]). Diesen Ausführungen pflichtet die Kammer vorbehaltslos zu, so dass 

darauf verwiesen werden kann. Hervorzuheben ist, dass der Strafantrag nicht 

schriftlich erklärt werden muss, sondern auch mündlich zu Protokoll gegeben 

werden kann (Art. 304 Abs. 1 StGB). Ein Polizeirapport stellt ein Protokoll im Sin-

ne dieser Bestimmung dar. Die Polizeirapporte in den zur Diskussion stehenden 

Dossiers enthalten den expliziten Vermerk, dass die geschädigte Person Straf-

antrag erhob, und zwar unter Angabe des Namens des Antragstellers sowie des 

Datums der Erklärung (act. 4/1/1 S. 3; act. 5/1/1 S. 3; act. 6/1/1 S. 2; act. 8/1 S. 3; 

act. 10/1/1 S. 2; act. 11/1 S. 2; act. 12/1 S. 2 f.; act. 13/1 S. 3; act. 14/1 S. 3; 

act. 15/1 S. 3; act. 16/1 S. 2; act. 18/1 S. 2; act. 19/1/1 S. 2 f. und act. 21/1 S. 2). 

Damit ist der Nachweis für die entsprechende mündliche Erklärung erbracht. 

Ebenso geht aus den Rapporten hervor, dass der Strafantrag jeweils innert Frist 

erklärt wurde. Mehr bedarf es entgegen der Auffassung des Verteidigers (Urk. 85 

S. 2 ff.; Urk. 141 S. 4 ff.) nicht. (Form-) Gültige Strafanträge liegen somit vor. 

- 15 - 

3.1.3. Die Verteidigung machte anlässlich der Berufungsverhandlung geltend, die 

erwähnten Polizeirapporte seien vom rapportierenden Beamten nicht unterzeich-

net und damit ungültig. Somit sei auch nicht bewiesen, dass gültige Strafanträge 

vorliegen würden (Urk. 14 S. 6 f.).  

3.1.3.1. Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, kann jede Person, die durch sie ver-

letzt worden ist bzw. behauptet, durch sie verletzt worden zu sein, die Bestrafung 

des Täters beantragen (Art. 30 Abs. 1 StGB). Der Strafantrag ist die Willenser-

klärung des Verletzten, dass der Täter strafrechtlich zu verfolgen sei (BGE 122 

IV 207 E. 3a). Nach Art. 304 Abs. 1 StPO, der die Formvorschriften für die An-

tragsstellung normiert, sind Strafanträge bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft 

oder der Übertretungsstrafbehörde schriftlich (vgl. Art. 110 Abs. 1 und 2 StPO) 

einzureichen oder mündlich zu Protokoll zu geben (Art. 304 Abs. 1 StPO). Im letz-

teren Fall ist eine Unterzeichnung dieser Erklärung nicht erforderlich 

(SCHMID/JOSITSCH, a.a.O, Art. 304 N 1).  

Wie dieser mündlich gestellte Strafantrag ins Protokoll zu überführen ist, regelt 

Art. 76 StPO in allgemeiner Weise. So ist beispielsweise nach dessen Absatz 2 

die Richtigkeit des Protokolls durch die protokollführende Person und die Verfah-

rensleitung (sowie allenfalls durch den Dolmetscher) zu bestätigen. Darüber aller-

dings, wie diese Bestätigung zu erfolgen hat, schweigt sich das Gesetz aus 

(Art. 76 Abs. 2 StPO; auch der Botschaft lässt sich dazu nichts Näheres entneh-

men, Botschaft StPO, BBl 2006 1085, S. 1156; vgl. dazu auch BRÜSCHWEILER, in: 

Donatsch/Hansjakob/Lieber (Hrsg.), Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-

zessordnung [StPO], 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 76 N 4). In der Regel 

erfolgt diese Bestätigung unterschriftlich. 

Die strafprozessualen Protokollierungsvorschriften richten sich offenkundig nicht 

an die antragsstellende Person, sondern vielmehr an die betreffende Strafbehör-

de. Es kann also von vornherein nicht in der Verantwortung der antragsstellenden 

Person liegen, dafür zu sorgen, dass der rechtzeitigt mündlich erklärte Strafantrag 

in der Folge auch im Einklang mit den Verfahrensvorschriften Eingang ins Proto-

koll findet (vgl. dazu auch den von der Verteidigung zitierten Beschluss OGer, 

- 16 - 

III. Strafkammer, UE140147 vom 13. September 2014 E. II/6.2.2 S. 9 und 

E. II/6.2.3 S. 10).  

Die Beweislast für den Nachweis eines gültigen Strafantrags trägt der Staat. Ob 

ein gültiger Strafantrag vorliegt, hat das Gericht in freier Würdigung der Beweise 

zu entscheiden (BSK StPO I-TOPHINKE, Art. 10 N 20; Botschaft StPO, BBl 2006 

1085, S. 1132 a.E.). 

3.1.3.2. Richtig ist, dass die fraglichen Polizeirapporte keine Unterschrift des rap-

portierenden Polizeibeamten enthalten (vgl. bspw. Urk. 4/1/1). Fraglich ist nach 

dem Gesagten, ob nach freier Würdigung der Akten Gewähr dafür vorliegt, dass 

gültige Strafanträge gestellt wurden. Dies ist zu bejahen. 

Den jeweiligen Polizeirapporten ist am Ende eine (separat paginierte) Verfügung 

angeheftet. Diese Verfügung stellt neben dem Rapport einen zusätzlichen Vor-

gang in der polizeilichen Fallbearbeitung dar, mit dem der Rapport der zuständi-

gen Stelle zur weiteren Bearbeitung übermittelt wird. Diese Verfügungen ergehen 

regelmässig von einem (im Vergleich zum rapportierenden) ranghöheren Polizei-

beamten (vgl. Urk. 4/1/1: Rapport von PS AF._____, Verfügung von 

Kpl AG._____). Diese an die Rapportierung anschliessende zusätzliche und re-

gelmässig von einer ranghöheren Person erlassene Verfügung bringt zum Aus-

druck, dass die Rapportierung aus polizeilicher Sicht abgeschlossen und richtig 

ist. In dieser Verfügung ist die Bestätigung der Richtigkeit des Protokolls (hier des 

Rapports, enthaltend den Hinweis, dass Strafantrag gestellt wurde) im Sinne von 

Art. 76 Abs. 2 StPO zu erblicken. Das Gericht darf sich deshalb – in freier Würdi-

gung – gestützt darauf überzeugt erklären, dass die im Rapport erfolgte Doku-

mentierung der Strafantragsstellung ihre Richtigkeit hat.  

3.1.3.3. Am Rande ist darauf hinzuweisen, dass im Kanton Zürich die Polizei-

rapporte, insbesondere der Rapport über die Anzeige eines Delikts und über die 

ersten Ermittlungsbemühungen, nach gängiger Praxis nicht unterzeichnet werden. 

Den Strafantrag mangels Unterzeichnung des Rapports durch den Polizeibeam-

ten als nicht gestellt zu betrachten, würde deshalb einen überspitzten Formalis-

mus darstellen und die Durchsetzung des materiellen Rechts unnötig erschweren 

- 17 - 

(vgl. auch TRECHSEL/JEAN-RICHARD , in: Trechsel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches 

Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich 2018, Vor Art. 30 N 10). Dies 

insbesondere auch vor dem erwähnten Hintergrund, dass es nicht die Verantwor-

tung der antragsstellenden Person ist, dass der von ihr gültig gestellte Strafantrag 

richtig in die Akten überführt wird.  

3.1.3.4. Es ist demzufolge trotz fehlender Unterzeichnung des Rapports durch 

den Polizeibeamten von gültigen Strafanträgen auszugehen. Das Gleiche gilt im 

Übrigen auch hinsichtlich des Strafantrags zu Dossier 10. Diesbezüglich macht 

die Verteidigung zudem geltend, es sei nur Sachbeschädigung, nicht aber Haus-

friedensbruch beanzeigt. Beim Strafantrag geht es indes einzig darum, dass die 

strafantragsberechtigte Person klar zum Ausdruck bringt, dass sie für einen be-

stimmten Vorgang die Bestrafung des Täters will. Nicht erforderlich ist, dass sie 

den Vorgang selber juristisch richtig qualifiziert. Auch in Dossier 10 hat die Ge-

schädigte den Vorgang – verstanden als Einbruch in einem laienhaften Sinn – zur 

Anzeige gebracht und Strafantrag gestellt. Damit ist klar, dass sie die Bestrafung 

des Täters für diesen Vorgang – unter welchen rechtlichen Gesichtspunkten auch 

immer – verlangt. 

3.2. Gutachten zur Schuldfähigkeit 

3.2.1. Im Vorfeld der Berufungsverhandlung wurde mit Präsidialverfügung vom 

18. Mai 2018 der Beweisantrag des Beschuldigten auf Einholung eines zweiten 

psychiatrischen Gutachtens zur Frage der Schuldfähigkeit (inkl. Beizug eines 

Pharmakologen) abgewiesen (Urk. 130).  

3.2.2. Der Beschuldigte liess an der Berufungsverhandlung den Beweisantrag 

nicht erneut stellen. Das Beweisverfahren wurden in der Folge geschlossen 

(vgl. Prot. II S. 9 f.). Weiterungen zum früher gestellten und sodann abgewiese-

nen Beweisantrag erübrigen sich demgemäss. 

 

- 18 - 

4. Schuldpunkt 

4.1. Banden- und gewerbsmässiger Diebstahl 

4.1.1. Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten schuldig wegen banden- und ge-

werbsmässigen Diebstahls, und zwar hinsichtlich der Dossier-Nrn. 4-6 und 8-21 

(Urk. 103 S. 53 f. [Ziff. 1] i.V.m. S. 14 [Ziff. 3.1], S. 24 [Ziff. 4.7] und S. 24 [Ziff. 1]). 

Der Beschuldigte ist diesbezüglich geständig und akzeptiert auch die rechtliche 

Würdigung der Vorinstanz, mit Ausnahme des Qualifikationsmerkmals der Ge-

websmässigkeit (Urk. 106 S. 2 f.). In diesem Zusammenhang sind auch seine 

Einwendungen hinsichtlich der Feststellungen der Vorinstanz zum Umfang und 

Wert des Deliktsguts zu beachten (Urk. 106 S. 5 Rz 2; Urk. 141 S. 8 ff.). 

4.1.2. Der Beschuldigte beanstandet die Feststellungen der Vorinstanz zum De-

liktsgut in den Einbruchdiebstählen gemäss Dossier Nrn. 4, 5, 9, 11, 13, 14, 16 

und 21 (Urk. 106 S. 5 Rz 2; Urk. 141 Rz. 23-28). 

a) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von J._____ (Dossier-Nr. 4) sind ge-

mäss Anklageschrift folgende Gegenstände mit einem Gesamtwert von 

ca. Fr. 689.25 gestohlen worden (Urk. 17 S. 5 f.): ein Laptop, eine PC Maus, eine 

Pistole und eine SanDisk.  

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

habe diesbezüglich seine Anwesenheit im Haus, das Deliktsgut sowie den Sach-

schaden nicht anerkannt. Die Vorinstanz sei darauf nicht eingegangen und habe 

dennoch den Sachverhalt gemäss Anklageschrift als erstellt erachtet (Urk. 141 

S. 8). 

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Anklage dem Beschuldigten gar nicht 

vorwirft, er sei ins Haus eingedrungen. Vielmehr wird ausgeführt, der Beschuldig-

te habe im Auto gewartet (Urk. 17 S. 7). Auf das Vorbringen der Verteidigung, 

wonach der Beschuldigte die Anwesenheit im Haus bestritten habe, ist mangels 

Rechtserheblichkeit nicht einzugehen. Den Diebstahl als solchen (begangen in 

Mittäterschaft) hat der Beschuldigte nicht abgestritten und im wesentlichen aner-

kannt (vgl. Urk. 1/2/1/9 S. 6; Urk. 4/2/1 S. 2; Urk. 4/2/2 S. 2). Eine vorbehaltslose 

- 19 - 

Anerkennung des Umfangs und Werts des Deliktsguts (sowie der Höhe des 

Sachschadens, vgl. dazu die Ausführungen bei den Zivilforderungen) durch den 

Beschuldigten liegt nicht vor. Die Aufstellung der Versicherung über die Höhe und 

Zusammensetzung der von ihr geleisteten Entschädigung im Betrag von 

Fr. 1'739.90 (Urk. 4/6/4) ist nicht nachvollziehbar und stimmt mit den Angaben in 

der Anklageschrift zum Wert der gestohlenen Gegenstände, namentlich dem Lap-

top, nicht überein. Es findet sich zu diesem Einbruchdiebstahl auch keine Zeu-

geneinvernahme des Geschädigten in den Akten, anhand derer sich der genaue 

Wert des Deliktsguts erstellen liesse. Zugunsten des Beschuldigten ist von einem 

symbolischen Wert der gestohlenen Gegenstände von Fr. 1.– auszugehen. 

b) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von K._____ (Dossier-Nr. 5) stehen 

gemäss Anklageschrift Bargeldbeträge, € 1'900.‒ und Fr. 1'100.‒, Reka-Checks 

in Höhe von Fr. 1'550.‒, drei Goldvreneli im Wert von Fr. 750.‒, eine Swatch im 

Wert von Fr. 600.‒ sowie ein Portemonnaie im Wert von Fr. 100.‒  

(total ca. Fr. 6'475.‒) zur Debatte (Urk. 17 S. 6). Der Beschuldigte gibt einzig die 

Entwendung der Swatch-Uhr zu. T._____ (Tatbeteiligte) habe die Uhr ihrem Sohn 

geschenkt. Weitere Wertsachen seien nicht gestohlen worden. Den Nachweis, 

dass sämtliche in der Anklageschrift aufgeführten Gegenstände mit den genann-

ten Werten entwendet wurden, erachtete die Vorinstanz gestützt auf die Aussa-

gen von  K._____ demgegenüber als erbracht (Urk. 103 S. 15 f.). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

anerkenne zwar den Vorwurf im Grundsatz, nicht aber das Deliktsgut und den 

Sachschaden. Die Vorinstanz sei darauf nicht eingegangen und habe dennoch 

den Sachverhalt gemäss Anklageschrift als erstellt erachtet (Urk. 141 S. 8 f.). 

Der Beschuldigte sagte in der Voruntersuchung konsequent aus, bei diesem 

Diebstahl sei ausser der Swatch-Uhr nichts gestohlen worden (Urk. 1/2/1/3 Rz 8; 

1/2/1/9 Rz 13 ff.; Urk. 5/2 Rz 5, 17 und 23). Im Widerspruch dazu stehen die Aus-

sagen von K._____, der als Zeuge ausdrücklich bestätigte, dass beim fraglichen 

Einbruch die in der Anklageschrift aufgeführten Gegenstände gestohlen worden 

seien (Urk. 1/3/6 Rz 6 f.). Weiter führte er aus, diese Gegenstände auch bei der 

Versicherung als gestohlen gemeldet zu haben. Die Versicherung habe die Wert-

- 20 - 

angaben indessen gekürzt. Schlussendlich habe sie ihm Fr. 5'300.‒ ausbezahlt 

(a.a.O. Rz 8). Bei der Versicherung handelt es sich um die I._____ AG, die sich 

als Privatklägerin konstituierte und gegen den Beschuldigten adhäsionsweise Zi-

vilklage erhob mit dem Begehren, ihm den Betrag von Fr. 5'991.20 plus Zins zu 

5% ab 24. September 2013 zu bezahlen (Urk. 5/6/2). Den Unterlagen, welche sie 

zum Nachweis ihres Zivilanspruchs einreichte, lässt sich zum Umfang und Wert 

des Deliktsguts Folgendes entnehmen: Der Geschädigte K._____ listete gegen-

über der "I_____" dieselben Gegenstände und Wertsachen auf, welche er der Po-

lizei als gestohlen gemeldet hatte. Der einzige Unterschied besteht in der Wert-

angabe zur Uhr, die gegenüber der "I._____" auf Fr. 800.‒ lautet (Urk. 5/6/2, An-

hang [Schreiben vom 16. Oktober 2013]). Wie dem Entscheid der "I._____" vom 

5. Februar 2014 zum Antrag von K._____ auf Auszahlung der Versicherungsleis-

tung entnommen werden kann, hegte die "I._____" diverse Zweifel an den Anga-

ben von K._____ zum Wert der entwendeten Gegenstände und Wertsachen, wo-

bei sie die Zweifel plausibel begründete. Bezüglich der Geldbeträge in Euro und 

Schweizer Franken, der REKA-Checks und der Goldvreneli, welche K._____ mit 

insgesamt Fr. 5'775.‒ bezifferte, einigten sich die "I._____" und K._____ schliess-

lich auf eine Entschädigung von pauschal Fr. 4'000.‒. Die Uhr wurde statt mit 

Fr. 800.‒ mit Fr. 600.‒ und das Portemonnaie wie beantragt mit Fr. 100.‒ ent-

schädigt (Urk. 5/6/2, Anhang [Schreiben vom 16. Oktober 2013]). Unter diesen 

Umständen kann nicht vorbehaltslos auf die Aussagen des Geschädigten 

K._____ abgestellt werden. Im Zweifel ist von einer Beute bestehend aus der 

Swatch-Uhr, Bargeld, Reka-Schecks und Goldvreneli in einem letztlich nicht ge-

nau zu beziffernden, jedenfalls unter demjenigen gemäss Anklageschrift liegen-

den Umfang auszugehen (bzgl. Höhe des Sachschadens vgl. die Ausführungen 

bei den Zivilforderungen). 

c) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von N._____ (Dossier-Nr. 9) listet die 

Anklageschrift folgendes Deliktsgut auf: eine Herrenarmbanduhr im Wert von 

Fr. 50.‒ und zehn Goldvreneli im Wert von rund Fr. 3'900.‒ (Urk. 17 S. 8). Der 

Beschuldigte sagte aus, lediglich wertlose russische Rubel entwendet zu haben. 

Auch in diesem Fall erachtete die Vorinstanz den Nachweis, dass die in der An-

klageschrift aufgeführten Gegenstände mit den genannten Werten entwendet 

- 21 - 

wurden, gestützt auf die Aussagen des Geschädigten als erbracht (Urk. 103 

S. 16). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Vorwurf sei 

im Grundsatz (inkl. Schaden) anerkannt, nicht aber das Deliktsgut. Dabei habe es 

sich lediglich und wertlose russische Rubel gehandelt (Urk. 141 S. 9). 

Der Beschuldigte sagte in der Voruntersuchung wiederholt und widerspruchsfrei 

aus, bei diesem Diebstahl seien nur wertlose Rubel entwendet worden 

(Urk. 1/2/1/3 Rz 8; 1/2/1/9 Rz 25 f.; Urk. 1/2/5/2 S. 10 ff.; Urk. 9/3 Rz 15, 18 und 

25). Der Geschädigte, N._____, als Privatkläger dazu befragt, bestätigte demge-

genüber, dass die in der Anklageschrift aufgeführten Gegenstände gestohlen 

worden seien. Laut seiner Aussage habe sich unter den Goldvrenelis auch ein 

Silber-Barren befunden (Urk. 1/3/5 Rz 6 ff.). Zum Nachweis, dass er über diese 

Münzen verfügt hatte, reichte der Zeuge Fotos ein, auf welchen diverse Gold-

münzen und ein Silber-Barren abgebildet sind (Urk. 9/5/2). Im Rapport der Polizei 

über die Anzeigeerstattung ist der Silber-Barren ebenfalls erwähnt (Urk. 9/1 S. 3). 

Damit steht fest, dass der Geschädigte bezüglich des Deliktsguts von Anfang an 

widerspruchsfreie Angaben machte. Dass der Silber-Barren in der Anklageschrift 

nicht explizit aufgeführt worden ist, dürfte daher wohl auf einem Versehen beru-

hen. 

Was das Aussageverhalten des Beschuldigten und des Geschädigten bzw. die 

Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen betrifft, lassen sich keine nennenswerten Unter-

schiede feststellen. Hervorzuheben ist indessen, dass der Beschuldigte, als vom 

Ausgang des Verfahrens direkt Betroffener, ein erhebliches Interesse daran hat, 

sein Verhalten zu beschönigen, namentlich mit falschen Angaben zum Deliktsgut 

bzw. der Deliktssumme. N._____, als Opfer eines Einbruchdiebstahls, ein ähnlich 

hohes Interesse an einer Falschaussage zu attestieren, was sich vor allem mit der 

Absicht begründen liesse, den Einbruch zum Anlasse zu nehmen, eine überhöhte 

Entschädigung von der Versicherung geltend zu machen, und weniger mit dem 

Ziel, sich am Täter zu rächen, ist nicht angebracht. Wenn wie hier konkrete An-

haltspunkte für eine Falschaussage fehlen, darf beim Opfer eines Einbruchdieb-

stahls, das (anders als der Beschuldigte) zur Aussage verpflichtet ist und unter 

- 22 - 

Strafandrohung befragt wird (vgl. Urk. 1/3/5 Rz 3 f.), davon ausgegangen werden, 

dass es die Wahrheit sagt. Die Vorinstanz hat folglich zu Recht auf die Aussagen 

von N._____ abgestellt und den Anklagesachverhalt auch hinsichtlich des Um-

fangs der gestohlenen Gegenstände bzw. Wertsachen als erwiesen erachtet. Den 

Wert des Deliktsguts bezifferte N._____ mit ca. Fr. 3'943.‒, wobei er diesen ge-

stützt auf Angaben im Internet ermittelt haben will (Urk. 1/3/5 Rz 7; Urk. 9/2 S. 3). 

Ein Schaden in dieser Grössenordnung ist für das Gericht damit ausreichend er-

wiesen. 

d) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von C._____ (Dossier-Nr. 11) wurden 

gemäss Anklageschrift eine Armbanduhr Omega im Wert von Fr. 1'600.–, ein run-

der Halsreif, Gelbgold mit einem Wert von Fr. 3'200.–, zwei Armbanduhren Certi-

na zu je Fr. 600.–, eine Silberkette mit Bernsteinanhänger im Wert von Fr. 550.– 

sowie diverser Modeschmuck mit einem Wert von Fr. 1'000.– (total 

ca. Fr. 7'550.‒) gestohlen (Urk. 17 S. 10). Den Nachweis, dass sämtliche in der 

Anklageschrift aufgeführten Gegenstände mit den genannten Werten entwendet 

wurden, erachtete die Vorinstanz als erbracht (Urk. 103 S. 15). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

anerkenne zwar den Vorwurf im Grundsatz (inkl. Schaden), nicht aber das De-

liktsgut. Die Vorinstanz sei darauf nicht eingegangen und habe dennoch den 

Sachverhalt gemäss Anklageschrift als erstellt erachtet (Urk. 141 S. 9). 

Der Beschuldigte hat in der Untersuchung zu Protokoll gegeben, dass U._____ 

nach dem Einbruch ihm (dem Beschuldigten) im Auto "in paar Sachen" gezeigt 

habe, "Ketten usw." Er habe wissen wollen, ob es Gold sei. Er habe von U._____ 

dann "eine silberne Kette oder so geschenkt" erhalten (Urk. 11/3 S. 2). Auf die 

explizite Frage, was entwendet worden sei, gab der Beschuldigte an (Urk. 11/3 

S. 2): "Ketten und diverse Sachen aus Gold. Der Rest waren diverse altmodische 

Sachen." Auf Vorhalt des Deliktsgutes und dessen Wertes erwiderte der Beschul-

digte, er habe keine Uhren gesehen. Das übrige Deliktsgut bestritt er auf diesen 

Vorhalt nicht (Urk. 11/3 S. 3). Auch anlässlich der Schlusseinvernahme bestritt 

der Beschuldigte das Deliktsgut nicht. Er gab zu Protokoll, dass er während des 

Diebstahls im Auto gewesen sei. Nach dem Einbruch habe U._____ seiner Frau 

- 23 - 

(des Beschuldigten) etwas von der Beute und ihm (dem Beschuldigten) eine Kette 

gegeben (Urk. 1/2/1/9 S. 13 f.) U._____ gab in der Untersuchung zu Protokoll, 

das Deliktsgut habe aus viel Mode-, wenig Goldschmuck und ein oder zwei Uhren 

bestanden. Auf Vorhalt des Deliktsguts räumte er ein, dass dies schon sein könne 

(Urk. 11/4 S. 3). Nachdem der Beschuldigte in Mittäterschaft mit U._____ gehan-

delt hatte, sind ihm sämtliche Handlungen des Mittäters zuzurechnen, ganz unab-

hängig davon, ob er selber das Deliktsgut zu Gesicht bekommen oder in Händen 

gehalten hat. Gestützt auf die Aussagen des Beschuldigten und U._____ ist das 

Deliktsgut als erstellt zu betrachten. Was den Wert anbelangt, so ist darauf hin-

zuweisen, dass hierzu keine Beweismittel (nur ein Polizeirapport) im Recht liegen. 

Allerdings gab der Beschuldigte selbst zu, er habe die Kette für Fr. 800.– verkau-

fen können (Urk. 1/2/1/9 S. 14). Es ist notorisch, dass Schwarzmarktpreise ein 

Vielfaches unter dem realen Wert liegen. Vor diesem Hintergrund scheint es plau-

sibel, den Wert der Kette wie in der Anklageschrift auf Fr. 3'200.– zu veranschla-

gen. Der Wert des übrigen Deliktsguts lässt sich allerdings nicht erstellen. 

e) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von D._____ (Dossier-Nr. 13) sind 

gemäss Anklageschrift neun Armbanduhren, eine Taschenuhr und eine Uhrenket-

te im Gesamtwert von ca. Fr. 23'150.‒ gestohlen worden, darunter eine Arm-

banduhr IWC Da Vinci mit einem Wert von Fr. 16'750.‒ (Urk. 17 S. 11). Der Be-

schuldigte ist geständig, diese Uhren gestohlen zu haben, bestreitet aber, dass 

die IWC-Uhr einen Wert von Fr. 16'750.‒ gehabt habe. Die Vorinstanz bezog sich 

auf die Aussage des Beschuldigten, wonach beim Verkauf der IWC-Uhr ein Erlös 

von € 2'300.‒ erzielt worden sei und schloss daraus, dass es sich um eine echte 

IWC-Uhr gehandelt habe und die Wertangabe des Geschädigten deshalb zutref-

fend sei (Urk. 103 S. 16). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

anerkenne zwar den Vorwurf im Grundsatz (inkl. Schaden), das Deliktsgut aber 

nur teilweise. Es seien maximal 8 Uhren gewesen, wobei auch keine IWC im Wert 

von Fr. 16'750.– darunter gewesen sei (Urk. 141 S. 9). 

Der Beschuldigte gab zu, beim Einbruch in das Haus von D._____ diverse Uhren 

gestohlen zu haben. Anfänglich sprach er von 6-8 Uhren (Urk. 13/3 Rz 16 ff.), im 

- 24 - 

späteren Verlauf von 11-13 (Urk. 1/2/1/9 Rz 37 ff.). Der Umfang des Deliktsguts 

gemäss Anklageschrift ist damit erwiesen. Was den Wert der IWC-Uhr betrifft, 

existieren zwar keine Belege wie Kaufsquittung, Preislisten etc. Exakt lässt sich 

der Wert dieser Uhr daher nicht ermitteln. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, 

bei einem Verkaufserlös von € 2'300.‒, wie er vom Beschuldigten selber einge-

standen wurde (Urk. 1/2/1/3 Rz 56; Urk. 13/3 Rz 19 f.), sei auf eine echte und 

wertvolle IWC-Uhr zu schliessen, ist indessen zutreffend. So ist notorisch, dass 

auf dem Schwarzmarkt nur ein kleiner Bruchteil des Marktpreises erzielt werden 

kann. Schliesslich bleibt anzufügen, dass D._____ von seiner Versicherung, der 

I._____ AG, im Umfang der von ihm geltend gemachten Wertangaben entschä-

digt wurde (Urk. 13/6, Anhang). Mit der Vorinstanz ist folglich von einem Delikts-

betrag in der Grössenordnung, wie er in der Anklageschrift aufgeführt ist, auszu-

gehen. 

f) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von E._____ (Dossier-Nr. 14) steht 

gemäss Anklageschrift folgendes Deliktsgut mit nachfolgenden Werten zur Debat-

te: Eine blaue Haushaltskasse mit Fr. 660.00, ein schwarzes Herrenportemonnaie 

(Wert Fr. 30.00), Bargeld Fr. 60.00 im Portemonnaie, eine Halskette aus Weiss-

gold mit Anhänger mit blauem Stein (Wert Fr. 900.00), eine Halskette Gold mit 

Brillantkollier (Wert Fr. 1'500.00), ein Paar Ohrstecker Gold (Wert Fr. 400.00), ei-

ne Halskette Gold (Wert Fr. 1'000.00), ein Armband Gold (Wert Fr. 450.00), eine 

Halskette Silber mit blauen Steinen (Wert Fr. 180.00), ein Armband Silber (Wert 

Fr. 60.00), ein Paar Ohrstecker Gold (Wert Fr. 290.00), eine Halskette mit Steinen 

(Wert Fr. 120.00), eine Armbanduhr (Wert Fr. 60.00), eine Halskette Silber fein 

(Wert Fr. 200.00), eine Halskette Silber mit versch. Anhängern (Wert Fr. 90.00), 

eine Damenarmbanduhr Certina (Wert Fr. 480.00), ein Damenring aus Weissgold 

(Wert Fr. 300.00), ein Damenring Silber (Wert Fr. 50.00), vier Goldvreneli à 

Fr. 20.00 (Wert Fr. 690.00) und ein Herrenmanschettenknopf aus Gold mit Stei-

nen (Wert Fr. 100.00). Der Beschuldigte machte im Rahmen der Untersuchung 

unterschiedliche Angaben zum Deliktsgut. Den Nachweis, dass sämtliche in der 

Anklageschrift aufgeführten Gegenstände mit den genannten Werten entwendet 

wurden, erachtete die Vorinstanz demgegenüber als erbracht (Urk. 103 S. 15 f.). 

- 25 - 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

anerkenne zwar den Vorwurf im Grundsatz (inkl. Schaden), das Deliktsgut aber 

nur teilweise. Es seien maximal 8 Goldvreneli und Fr. 800.– gewesen (Urk. 141 

S. 9 f.). 

Der Beschuldigte machte in der Untersuchung geltend, es seien 7 oder 8 Gold-

vreneli, etwas Gold und Fr. 800-900 Bargeld gewesen. Auf Vorhalt des Delikts-

guts führte der Beschuldigte aus, sieben Ketten habe er nicht gesehen, höchstens 

4 sowie Manschettenknöpfe und das Geld (Urk. 14/3 S. 2). Entgegen der Vertei-

digung gestand der Beschuldigte damit mehr als die 8 Goldvreneli und das Bar-

geld ein. Anlässlich der Schlusseinvernahme antwortete der Beschuldigte auf die 

Frage, ob er den Vorhalt/Sachverhalt anerkenne, mit "ja" und räumte ein, dass es 

auch U._____ gewesen sein könnte, der das Deliktsgut mitgenommen hat 

(Urk. 1/2/1/9 S. 17 f.). Als Mittäter haftet er auch für nicht direkt von ihm behändig-

tes Deliktsgut. Die zum Diebesgut gehörende Halskette und Armkette, je mit 

blauen Steinen, mit einem Wert von Fr. 180.‒ und Fr. 60.‒ konnten im Übrigen 

von der Polizei sichergestellt werden. Der Anklagesachverhalt zu Dossier 14 ist 

damit rechtsgenügend – sowohl hinsichtlich Deliktsgut als auch -wert – erstellt. 

g) Beim versuchten Einbruchdiebstahl zum Nachteil von V._____ (Dossier-

Nr. 16) wirft die Staatsanwaltschaft dem Beschuldigten vor, einen Sachschaden in 

der Höhe von ca. Fr. 2'500.‒ angerichtet zu haben, und zwar beim Versuch, das 

Küchenfenster des Einfamilienhauses aufzuwuchten (Urk. 17 S. 14). Der Be-

schuldigte ist geständig, am Küchenfenster hantiert zu haben, bestreitet aber, 

dadurch einen Schaden in der geltend gemachten Höhe verursacht zu haben. Die 

Vorinstanz erachtete es demgegenüber als plausibel, dass beim Versuch, ein 

Fenster aufzuwuchten, ein Schaden von ca. Fr. 2'500.‒ entsteht (Urk. 103 S. 16 

f.). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

anerkenne zwar den Vorwurf im Grundsatz, nicht aber die Höhe des Sachscha-

dens (Urk. 141 S. 10). 

- 26 - 

Der Beschuldigte gestand in der Voruntersuchung, mit einem Schraubenzieher 

versucht zu haben, das Küchenfenster aufzubrechen. Dabei sei das Fensterglas 

in Brüche gegangen (Urk. 1/2/1/5 Rz 34 [= Urk. 16/3 Rz 34]; Urk. 1/2/5/2 S. 20 f.; 

Urk. 1/2/1/9 Rz 42 f.). Die Angaben im polizeilichen Rapport über die Anzeige des 

Geschädigten, wonach Werkzeugabdrücke im Fensterrahmen und ein geborste-

nes Fensterglas auf diesen Einbruch zurückzuführen seien (Urk. 16/1 S. 1 f.), tref-

fen somit zu. Allerdings fehlen in den Akten Belege zu den Kosten des Ersatzes 

dieses Fenster. Ebenso wenig lassen sich dem Polizeirapport Detailangaben zum 

fraglichen Fenster (Dimension, Rahmenmaterial etc.) entnehmen. Immerhin steht 

fest, dass es sich um ein Fenster mit zwei Flügeln und mit Doppelverglasung 

handelte (Urk. 1/2/5/1 S. 21). Allein gestützt auf diese Angaben lässt sich zwar 

nicht auf einen Schaden in der Höhe von genau Fr. 2'500.‒ schliessen. Immerhin 

steht damit zweifellos fest, dass der angerichtete Schaden über einen blossen 

Bagatellbetrag deutlich hinaus geht. 

h) Beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von W._____ (Dossier-Nr. 21) sind 

gemäss Anklageschrift ein iPad, ein iPhone, ein iPod, ein Portemonnaie, Bargeld 

(€ 200) und eine Herrenarmbanduhr Bulova, Gelbgold, im Wert von insgesamt ca. 

Fr. 6'400.‒ (davon entfallen Fr. 5'000.‒ auf die Uhr) entwendet worden (Urk. 17 

S. 18). Der Beschuldigte ist geständig, dass Elektrogeräte gestohlen wurden, be-

streitet aber explizit, dass eine Uhr entwendet worden sei. Davon ausgehend, 

dass der Beschuldigte diesen Einbruch nicht allein verübte und der Tatbeteiligte 

AA._____ die Uhr entwendet haben könnte, ohne dass der Beschuldigte davon 

etwas mitbekam, erachtete die Vorinstanz den Anklagesachverhalt auch hinsicht-

lich des (Umfangs und Werts des) Deliktsguts als erstellt (Urk. 103 S. 17). 

Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Verteidiger aus, der Beschuldigte 

anerkenne zwar den Vorwurf im Grundsatz (inkl. Schaden), nicht aber das De-

liktsgut (Urk. 141 S. 10). 

Den Akten lässt sich kein Zugeständnis des Beschuldigten entnehmen, dass bei 

diesem Diebstahl auch eine Uhr gestohlen wurde (Urk. 1/2/1/9 Rz 51; Urk. 21/2 

Rz 11). Grundlage für den Anklagevorwurf, dass sich unter den gestohlenen Ge-

genständen auch eine Uhr befand, bildet einzig der polizeilichen Rapport über die 

- 27 - 

Anzeige des Geschädigten (Urk. 21/1 S. 1 ff.). Belastende Aussagen des Ge-

schädigten, die in verwertbarer Form erhoben wurden, liegen nicht vor. Unter die-

sen Umständen muss zu Gunsten des Beschuldigten davon ausgegangen wer-

den, dass die fragliche Uhr sich nicht unter den gestohlenen Gegenständen be-

fand. 

4.1.3. Die Vorinstanz erachtete das Qualifikationsmerkmal der Gewerbsmässig-

keit als erfüllt. Sie begründete dies im Wesentlichen mit der Anzahl der verübten, 

teils versuchten Einbrüche, dem Zeitraum des deliktischen Verhaltens und dem 

Gesamtdeliktsbetrag (Urk. 103 S. 25 f. [Ziff. 1.3]). 

a) Der Beschuldigte lässt folgende Einwendungen erheben (Urk. 141 S. 11 f.): 

Der in der Anklage und von der Vorinstanz genannte Gesamtdeliktsbetrag von 

angeblich ca. Fr. 90'000.– sei nicht rechtsgenügend erstellt. Der Beschuldigte an-

erkenne gewisse Deliktsgüter bzw. deren Werte nicht an und eine Addition, die zu 

diesem Betrag führe sei nicht ersichtlich im Urteil der Vorinstanz. Weiter sei der 

(regelmässig viel tiefer liegende) Erlös für den Dieb und nicht der Schaden beim 

Bestohlenen für die Beurteilung einer Gewerbsmässigkeit entscheidend. Die Vor-

instanz gehe von völlig falschen und viel zu hohen Zahlen aus. Weiter ergebe sich 

aus der Anklage nicht, welcher deliktische Gewinn für den Beschuldigten abgefal-

len sei. Damit von einem namhaften Betrag zur Finanzierung der Lebenshaltung 

gesprochen werden könnte, hätte der Beschuldigte – bei einem damaligen lega-

len Einkommen von Fr. 8'000.– – ein zusätzliches deliktisches Einkommen von 

Fr. 2'000.– pro Monat erzielen müssen, was nicht den tatsächlichen Begebenhei-

ten entspreche. Zudem habe der Beschuldigte das deliktische Einkommen nicht 

für seine Lebenshaltung, sondern für die Spielsucht resp. die Schulden daraus 

verwendet.  

b) Die Vorinstanz hat unter Bezugnahme auf die Rechtsprechung des Bundes-

gerichts dargelegt, unter welchen Voraussetzungen das Qualifikationsmerkmal 

der Gewerbsmässigkeit erfüllt ist (Urk. 103 S. 25 [Ziff. 1.3]). Zur Vermeidung von 

Wiederholungen kann darauf verwiesen werden. 

- 28 - 

Der Verteidiger ist der Auffassung, von einem namhaften Beitrag an die Finanzie-

rung seiner Lebenshaltung könne erst gesprochen werden, wenn der Täter mit 

seinen deliktischen Handlungen ein zusätzliches Einkommen von einem Viertel 

erzielt. Ausgehend von einem monatlichen Einkommen von Fr. 8'000.‒ hätte der 

Beschuldigten mit seinen Einbrüchen zusätzlich Fr. 2'000.‒ pro Monat erzielen 

müssen, was aber nicht der Fall sei. 

Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Zwar trifft zu, dass in der Lehre 

die Auffassung vertreten wird, ein namhafter Betrag liege vor, wenn mindestens 

ein zusätzliches Einkommen von einem Viertel erzielt werde (vgl. etwa 

BSK StGB II-NIGGLI/RIEDO, Art. 139 N 98). Dies entspricht allerdings nicht der 

(bundes-)gerichtlichen Praxis, nach welcher bereits bei weniger hohen zusätz-

lichen Einkünften Gewerbsmässigkeit bejaht wird (vgl. vorstehenden Verweis). 

Beim Beschuldigten ist sodann zu beachten, dass er drei minderjährige Kinder hat 

und seine Ehefrau nicht erwerbstätig ist (Prot. I S. 24 und S. 27), was die Höhe 

seines regulären Einkommens erheblich relativiert bzw. die Bedeutung regelmäs-

siger zusätzlicher Einkünfte aus deliktischer Tätigkeit stark erhöht. 

Der Verteidiger übersieht sodann, dass es für die Bejahung der Gewerbsmässig-

keit nicht allein auf die tatsächlich erzielten Einkünfte ankommt, sondern auch auf 

die angestrebten. Der Beschuldigte war im Zeitraum von 2 ½ Monaten an 17, teils 

versuchten Einbruchdiebstählen beteiligt, was einer hohen Kadenz entspricht. Un-

ter Berücksichtigung der oben dargelegten Korrekturen beläuft sich der Wert der 

tatsächlich gestohlenen Gegenstände und Wertsachen auf rund Fr. 75'000.‒ 

(Urk. 17, Dossier 4-6 und 8-21, i.V.m. vorstehender Erw. 4.1.2, insb. Ausführun-

gen zum leicht geringeren Deliktsbetrag in Dossier 4 und 11). Dabei ist zu beach-

ten, dass dem Umfang und Wert der Beute bei Einbruchdiebstählen in Privat-

wohnungen immer auch etwas Zufälliges anhaftet. Offensichtlich ist, dass der Be-

schuldigte hoffte, bei seinen Einbrüchen eine möglichst hohe Beute zu machen, 

und in einzelnen Fällen waren er und seine Mittäter denn auch besonders erfolg-

reich (Urk. 17, Dossier 13 und 15). Unter all diesen Umständen besteht für die 

Kammer kein Zweifel, dass es der Beschuldigte jedenfalls angestrebt hatte, mit 

den ihm vorgeworfenen Einbruchdiebstählen einen namhaften Beitrag an die Fi-

- 29 - 

nanzierung seiner Lebenshaltung zu erzielen. Irrelevant ist dabei, ob er mit dem 

gestohlenen Geld tatsächlich Lebenskosten gedeckt oder Glücksspiele finanziert 

hatte. So oder so standen ihm mehr Mittel zur Bestreitung (auch) der Lebens-

kosten zur Verfügung bzw. strebte er dies an. Laut seinen eigenen Aussagen ver-

fügte der Beschuldigte damals denn auch nicht nur über Spielschulden sondern 

auch über erhebliche Mietschulden (Urk. 1/2/1/9 Rz 60). 

4.1.4. Das Vorliegen des Qualifikationsmerkmals der Gewerbsmässigkeit ist nach 

dem Gesagten zu bejahen. Der Beschuldigte ist folglich des banden- und ge-

werbsmässigen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 2 

und Ziff. 3 Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen. 

4.2. Mehrfache Sachbeschädigung und mehrfacher, teilweise versuchter Haus-

friedensbruch 

Was die Sachbeschädigungen und Hausfriedensbrüche betrifft, beschränkte sich 

der Beschuldigte auf den Einwand, es lägen keine gültigen Strafanträge vor. Wie 

bereits ausgeführt, trifft dieser Einwand nicht zu (Erw. 3.1). Bezüglich der Dossier-

Nrn. 4-6, 8, 10-16, 18, 19 und 21 hat es somit bei der Verurteilung wegen mehr-

facher Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB und wegen mehr-

fachen, teilweise versuchten Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB, 

teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, zu bleiben. 

4.3. Versuchter Betrug 

4.3.1. Der Beschuldigte bestellte am 10. September 2014 im Web-Shop der Firma 

AB._____ AG 13 iPhones 5S 32 GB, dies, nachdem er beim gleichen Anbieter 

bereits am 3. September 2014 sechs Mobiltelefone bestellt und noch nicht bezahlt 

hatte. Die "AB._____" verlangte daher, dass er die bereits erhaltenen Geräte be-

gleichen und die neu bestellten iPhones im Voraus bezahlen müsse. Der Be-

schuldigte ist geständig, daraufhin Fr. 11.‒ mittels eines Einzahlungsscheines am 

Postschalter einbezahlt und dann auf dem gestempelten Zahlungsbeleg den Be-

trag auf Fr. 17'011.‒ abgeändert zu haben. Diesen abgeänderten Belege fotogra-

fierte der Beschuldigte und schickte das Foto per Mail an die "AB._____" mit dem 

- 30 - 

Hinweis, dass er nun alles bezahlt habe. Er tat dies in der Annahme, dass die 

"AB._____" die Verfälschung nicht bemerken und ihm die Mobiltelefone aushän-

digen würde. Da die "AB._____" bei der Post nachfragte und darüber informiert 

wurde, dass lediglich Fr. 11.‒ einbezahlt worden seien, lieferte sie dem Beschul-

digten die 13 iPhones nicht aus. Der Beschuldigte gesteht weiter ein, nicht über 

die finanziellen Mittel verfügt zu haben, um die bestellten Mobiltelefone rechtzeitig 

bezahlen zu können (Urk. 28/3 Rz 49 ff.; Urk. 1/2/1/10 Rz 19 ff.; Urk. 87 Rz 18 f.). 

4.3.2. Die Vorinstanz qualifizierte dieses Vorgehen des Beschuldigten als ver-

suchten Betrug. Der Beschuldigte ist damit nur teilweise einverstanden. Er ist der 

Auffassung, dass es ein untauglicher Versuch war, der straflos zu bleiben habe. 

Er begründet dies damit, dass sein Verhalten dilettantisch und nicht im Ansatz er-

folgsversprechend gewesen sei, habe die "AB._____" doch von allem Anfang an 

unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass vor Auslieferung der Mobiltele-

fone der effektive Zahlungseingang abgeklärt werde (Urk. 141 S. 12 f.; Urk. 87 

Rz 20 ff.). 

4.3.3. Ein strafrechtlich relevanter Versuch einer Straftat liegt vor, wenn der Täter 

mit der Ausführung eines Verbrechens oder Vergehens begonnen hat, die straf-

bare Tätigkeit aber nicht zu Ende führt oder der zur Vollendung der Tat gehören-

de Erfolg nicht eintritt oder dieser nicht eintreten kann. In solchen Fällen kann das 

Gericht die Strafe mildern (Art. 22 Abs. 1 StGB). Verkennt der Täter aus grobem 

Unverstand, dass die Tat nach der Art des Gegenstands oder des Mittels, an oder 

mit dem er sie ausführen will, überhaupt nicht zur Vollendung gelangen kann, so 

bleibt er straflos (Abs. 2 der genannten Bestimmung). Im letzteren Fall spricht 

man von einem untauglichen Versuch. 

4.3.4. Der Aussage von AC._____, welche für die "AB._____" das Geschäft mit 

dem Beschuldigten abwickelte, kann entnommen werden, dass sie die Ausliefe-

rung der Mobiltelefone davon abhängig machte, dass der Beschuldigte den Kauf-

preis vorgängig bezahlt. Aktenwidrig ist die Darstellung des Verteidigers, 

AC._____ habe von Anfang an klargestellt, dass sie vor Auslieferung der iPhones 

den Eingang des Geldes auf dem Konto der "AB._____" überprüfen werde. Ihre 

Aussage ging dahin, vom Beschuldigten einen Beleg zum Nachweis der Zah-

- 31 - 

lungsausführung verlangt zu haben (Urk. 28/4 Rz 5 ff., insbes. Rz 25, i.V.m. 

Urk. 28/5/1: "Ich benötige die Bestätigung von ihrem Konto, dass die Zahlung von 
11'687.‒ definitiv von ihrem Konto weg ist. Vorher darf der Kurier das nicht senden. So-

bald wird den Print Screen von Ihnen erhalten, kann der Kurier in ca. einer Stunde bei 

ihnen sein."). 

Der Beschuldigte setzte eine Einzahlungsquittung der Post, die er verfälschte, als 

Mittel zur Täuschung ein. Dieser Beleg entsprach zwar nicht exakt der Vorgabe 

von AC._____, sie wollte einen Auszug (bzw. Print Screen) vom Konto des Be-

schuldigten, war aber durchaus gleichwertig. Keinesfalls handelte es sich dabei 

um ein untaugliches Mittel. Genauso wenig stellte AC._____ ein untaugliches 

Subjekt dar. Wie vorstehend ausgeführt, bestand die Abmachung zwischen ihr 

und dem Beschuldigten nicht darin, dass die Auslieferung erst und nur erfolgt, 

wenn sie sich vom Eingang des Kaufpreises auf dem Konto der "AB._____" über-

zeugt hat. Aber selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, kann nicht ausgeschlos-

sen werden, dass eine Verkäuferin in der Situation von AC._____ bei Erhalt der 

Einzahlungsquittung der Post (bzw. eines Fotos davon) es sich anders überlegt 

und die Auslieferung veranlasst. Von einem geradezu lächerlichen Tatvorgehen, 

wie es der Verteidiger umschreibt, das, mit anderen Worten, nicht als ernstlicher 

Angriff gegen die Rechtsordnung zu werten ist, kann keine Rede sein. 

4.3.5. Das Urteil der Vorinstanz erweist sich nach dem Gesagten auch in diesem 

Punkt als zutreffend. Der Beschuldigte ist somit wegen versuchten Betrugs im 

Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu 

sprechen. 

5. Strafzumessung 

5.1. Stehen mehrere strafbare Handlungen zur Debatte, ist für die Strafzu-

messung vom schwersten Delikt auszugehen (Art. 49 Abs. 1 StGB). Dies ist der 

banden- und gewerbsmässige Diebstahl, der gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 

Abs. 1 und 2 StGB einen ordentlichen Strafrahmen von Freiheitsstrafe bis zu 

10 Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen vorsieht. Als Strafschär-

fungsgründe fallen die Deliktsmehrheit und im Falle der Sachbeschädigung, des 

- 32 - 

Hausfriedensbruchs und Fahrens ohne Berechtigung die mehrfache Tatbegehung 

in Betracht, als Strafmilderungsgründe die in einzelnen Fällen lediglich versuchte 

Tatbegehung sowie die verminderte Schuldfähigkeit. Trotz dieser Strafzumes-

sungsfaktoren liegen keine ausserordentlichen Umstände vor, die es rechtfertigen 

würden, den ordentlichen Strafrahmen zu verlassen. Die Regeln für die Zumes-

sung der Strafe innerhalb dieses Strafrahmens legte die Vorinstanz in zutreffen-

der Weise dar (Urk. 103 S. 31 [Ziff. 3]). Zur Vermeidung von Wiederholungen ist 

darauf zu verweisen. 

5.2. Zur objektiven Tatschwere ist zunächst festzuhalten, dass der Beschuldigte 

innerhalb von 2 ½ Monaten insgesamt 17 Diebstähle beging bzw. in fünf Fällen 

versuchte, was einer hohen Kadenz entspricht. Dabei ist davon auszugehen, dass 

der Beschuldigte weiter delinquiert hätte, wäre er am 7. Dezember 2013 nicht 

verhaftet worden (Urk. 1/13/1/1). Der erzielte Deliktsbetrag von rund Fr. 75'000.‒ 

ist zwar nicht speziell hoch, erreicht aber doch ein beträchtliches Ausmass. Eine 

überragende Bedeutung für die Strafzumessung kommt diesem Kriterium ohnehin 

nicht zu, haftet dem tatsächlich erzielten Deliktsbetrag bei Einbruchdiebstählen in 

Privatwohnungen doch immer etwas Zufälliges an. Fest steht, dass der Beschul-

digte und seine Mittäter es primär auf Bargeld, Schmuck und sonstige Wert-

sachen (wie Uhren, Münzen etc.) abgesehen haben und damit in der Absicht ein-

brachen, eine möglichst hohe Beute zu erzielen, was ihnen in einzelnen Fällen 

denn auch gelang. Nicht stark ins Gewicht fällt, dass es in fünf Fällen beim Ver-

such geblieben ist. Der Beschuldigte und seine Mittäter liessen in diesen Fällen 

von ihrem Vorhaben ab, weil es ihnen nicht gelang, in die Liegenschaft einzubre-

chen, oder weil sie dabei gestört wurden. Ein freiwilliger Entschluss des Beschul-

digten, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende zu führen, liegt nicht vor. Dass dem 

Beschuldigten nach Aufteilung der Beute bzw. des Erlöses aus dem Verkauf des 

Diebesguts nur ein Bruchteil der Summe von Fr. 75'000.‒ verblieb, schmälert die 

objektive Tatschwere nicht. Der vom Verteidiger erwähnte Umstand, dass der Be-

schuldigte und seine Mittäter darauf achteten, die Einbrüche in Abwesenheit der 

Bewohner zu begehen, und bei zufälligem Auftauchen eines Bewohners oder 

Nachbarn von ihrem Vorhaben abliessen und sich aus dem Staub machten 

(Urk. 141 S. 14), ist neutral zu bewerten. Den Beschuldigten dürfte es nicht nur 

- 33 - 

darum gegangen sein, einer Konfrontation auszuweichen, sondern auch darum, 

unbemerkt und damit ohne Zeugen das Verbrechen ausführen zu können. Hinzu 

kommt, dass die verübten (Einbruch-)Diebstähle bei den Geschädigten zu einer 

nicht unerheblichen Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls geführt haben, was 

aus den verschiedenen Zeugenaussagen erhellt. Der Beschuldigte und seine Mit-

täter gingen planmässig und arbeitsteilig vor. Ob die angewandten Einbruch-

methoden ‒ "Kittfalzstechmethode" und "Steinschlag" ‒ als primitiv zu bezeichnen 

sind (Urk. 87 Rz 65; Urk. 141 S. 14), kann offen bleiben. Entscheidend ist, dass 

diese Methoden effektiv und deswegen auch in professionellen Kreisen nach wie 

vor verbreitet sind. Es ist dem Beschuldigten folglich eine erhebliche kriminelle 

Energie zu attestieren. Mit der Vorinstanz ist aufgrund der objektiven Tatschwere 

von einem erheblichen Verschulden des Beklagten auszugehen. 

5.3. Was die subjektive Tatkomponente betrifft, ist zu vermerken, dass der Be-

schuldigte mit direktem Vorsatz handelte. Wie die Vorinstanz weiter zu Recht 

festhielt, liegen den Diebstählen finanzielle Motive zu Grunde, wobei sich der Be-

schuldigte nicht in einer existentiellen Notlage befand, kamen er und seine Fami-

lienangehörigen damals doch in den Genuss von IV-Renten und Ergänzungs-

leistungen von monatlich Fr. 8'000.‒. 

Die Vorinstanz ging schliesslich von einem "genügenden Mass" an Entschei-

dungsfreiheit aus und hielt fest, dass der Beschuldigte seine deliktische Tätigkeit 

zu jedem Zeitpunkt hätte einstellen können (Urk. 103 S. 33). Im Gegensatz dazu 

kam sie im Rahmen der Würdigung der Täterkomponente zum Schluss, dass die 

Fähigkeit des Beschuldigten, der Verführung zu kriminellen Handlungen Wider-

stand zu leisten, in einem leichten Grade eingeschränkt gewesen sei, und redu-

zierte deswegen die Strafe (Urk. 103 S. 36 f. [Ziff. 5.2.]). Nach Auffassung der 

Kammer ist die Frage der Steuerungsfähigkeit Bestandteil der subjektiven Tat-

komponente und daher korrekterweise an dieser Stelle abzuhandeln. Der Vertei-

diger hebt in diesem Kontext die Tätigkeit des Beschuldigten als Informant der 

Kantonspolizei hervor. Im Wesentlichen bringt er vor, der Beschuldigte sei von 

den polizeilichen Betreuern aktiv in ein kriminelles Umfeld gedrängt worden. Da-

mit trage der Staat eine Mitverantwortung an den Straftaten, welche der Beschul-

- 34 - 

digte verübt habe, was massiv strafmindernd berücksichtigt werden müsse 

(Urk. 136, insbes. Rz 42 ff.; Urk. 141 S. 20 ff.). Dazu sei Folgendes angemerkt: Es 

gehört zur ureigenen Aufgabe eines Informanten, der Polizei Hinweise zu geben, 

die zur Aufklärung und Verhinderung von Straftaten dienen. Ein Informant, der be-

reits Kontakte zum kriminellen Milieu hat, ist für diesen Zweck besonders geeig-

net. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschuldigte nicht selber über derartige Kon-

takte verfügte, sondern von der Polizei animiert wurde, in das kriminelle Milieu zu 

infiltrieren, fehlen. Auch am Treffen vom 16. August 2013 zwischen dem Beschul-

digten und dem polizeilichen Betreuer, das der Verteidiger beispielhaft erwähnt 

(Urk. 136 Rz 44), erfolgte keine Einflussnahme, die als übermässig zu werten wä-

re (vgl. Urk. 137/5/3: Der Beschuldigte hatte von sich aus den Betreuer über den Auf-
enthaltsort einer Person in der Schweiz informiert, die mit einer Einreisesperre belegt 

war, sowie über ein Treffen, um welches diese Person ihn gebeten habe. In der Folge 

vereinbarten der Beschuldigte und der Betreuer, dass der Beschuldigte diese Person am 

Sonntag treffe, damit diese verhaftet werden könne.). Der Verteidiger scheint der Auf-

fassung zu sein, der Kontakt zu kriminellen Kreisen, der mit einer Informanten-

Tätigkeit unweigerlich verbunden ist, senke beim Informanten automatisch die 

Hemmschwelle, selber Straftaten zu verüben. Dem muss widersprochen werden. 

Konsequent weiter gedacht, hätte die Auffassung des Verteidigers zur Folge, 

dass jede Person, die intensiven Kontakt zu Delinquenten hat (namentlich Mitar-

beiter der Strafverfolgungsbehörden, Mitarbeiter von Strafvollzugsanstalten usw.), 

über eine geringere Widerstandsfähigkeit bzw. Entscheidungsfreiheit verfügt, und 

deswegen im Falle persönlichen strafbaren Verhaltens Anspruch auf eine Strafre-

duktion hat, was bekanntlich nicht der Fall ist. Nicht weniger pauschal, und damit 

falsch, liesse sich argumentieren, diese Personen hätten generell eine grössere 

Hemmschwelle zu überwinden, weil sie genau wissen, welche Folgen strafbares 

Verhalten haben kann. Für die Kammer ist entscheidend, dass der Beschuldigte 

dem Gutachter, Dr. AD._____, ausführlich über seine Informanten-Tätigkeit bei 

der Kantonspolizei berichtete (Urk. 1/4/2 S. 26-30). Es ist daher ohne Weiteres 

davon auszugehen, dass dieser Umstand in die (Schluss-) Folgerungen des Gut-

achters einfloss, wie dies der Vorsitzende, bzw. sein Stellvertreter, in der Verfü-

gung vom 18. Mai 2018 bereits festgehalten hat (Urk. 130 S. 5 f. [Ziff. 4.3.3]). Ob 

die weitere Kritik des Verteidigers, welche er gegenüber der Staatsanwaltschaft 

- 35 - 

erhebt, zutrifft oder nicht ‒ zum einen bemängelt er, dass die Staatsanwaltschaft 

trotz Anweisung der III. Strafkammer des Obergerichts das Verfahren gegen den 

Beschuldigten wegen Anstiftung seines polizeilichen Betreuers zur Urkunden-

fälschung noch nicht formell erledigt habe, und zum anderen wirft er der Staats-

anwaltschaft vor, den polizeilichen Betreuer des Beschuldigten wegen dessen im 

Amt begangener Urkundenfälschung zu milde bestraft und ihm, dem Verteidiger, 

nur unzureichend Einsicht in die Akten dieses Verfahrens gewährt zu haben 

(Urk. 136 Rz 16 ff., Rz 21 ff., Rz 30 ff.; Urk. 141 S. 20 ff.) ‒ kann offen bleiben. Es 

fehlt jeglicher Zusammenhang zu den Vorwürfen gemäss der Anklageschrift vom 

31. März 2017, derentwegen sich der Beschuldigte im vorliegenden Verfahren zu 

verantworten hat, so dass darauf nicht weiter einzugehen ist. Ohne Bedeutung für 

die Strafzumessung ist schliesslich das vom Verteidiger geschilderte Verhalten 

des Informanten-Betreuers, der im Jahre 2015 für den Beschuldigten zuständig 

war (Urk. 136 Rz 47 ff.; Urk. 141 S. 21 f.). Die hier zur Diskussion stehenden De-

likte verübte der Beschuldigte in den Jahren 2013 und 2014. 

Die Vorinstanz hat schliesslich die Feststellungen des Gutachters zutreffend zu-

sammengefasst und ist zu Recht seiner Schlussfolgerung gefolgt, wonach beim 

Beschuldigten eine leichte Verminderung der Steuerungsfähigkeit vorgelegen ha-

be. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann darauf verwiesen werden 

(Urk. 103 S. 36 f. [Ziff. 5.2]). Mit der Kritik des Verteidigers (Urk. 117; Urk. 141 

S. 17 f.) setzte sich der Stellvertreter des Vorsitzenden in seiner Verfügung vom 

18. Mai 2018 einlässlich auseinander (Urk. 130 S. 4 ff. [Ziff. 4]). Die Kammer hat 

dem nichts beizufügen. 

5.4. Das objektive Tatverschulden, das als erheblich zu werten ist, erfährt durch 

die subjektive Tatschwere eine Relativierung, so dass insgesamt von einem nicht 

mehr leichten Verschulden auszugehen ist. Die Strafe ist somit noch im unteren 

Drittel des Strafrahmens anzusetzen. Für den banden- und gewerbsmässigen 

Diebstahl erweist sich eine Einsatzstrafe von 36 Monaten resp. 3 Jahren Frei-

heitsstrafe als angemessen. 

5.5. Straferhöhend wirken sich die weiteren Delikte, d.h. die mehrfache Sach-

beschädigung, der mehrfache, teilweise versuchte Hausfriedensbruch, der ver-

- 36 - 

suchte Betrug, die Urkundenfälschung und das mehrfache Fahren ohne Berechti-

gung, aus (Art. 49 Abs. 1 StGB). 

Der mehrfache Hausfriedensbruch tritt zwar neben dem banden- und gewerbs-

mässigen Diebstahl und der mehrfachen Sachbeschädigung, welche zu einem 

beträchtlichen Sachschaden in der Höhe von rund Fr. 20'000.– führte, in den Hin-

tergrund. Die dadurch erfolgte Verletzung der Privatsphäre der Geschädigten, die 

deren Sicherheitsgefühl massiv zu beeinträchtigen vermag, fällt dennoch gravie-

rend ins Gewicht. Der Beschuldigte handelte zudem direktvorsätzlich, indem er 

Hausfriedensbrüche beging und Sachschäden verursachte, um an Diebesbeute 

zu gelangen. Die Bewertung des objektiven und subjektiven Tatverschuldens, bei 

letzterer ist wiederum die leicht verminderte Steuerungsfähigkeit zu berücksich-

tigen, deckt sich im Ergebnis mit derjenigen beim banden- und gewerbsmässigen 

Diebstahl. 

Beim versuchten Betrug und der Urkundenfälschung, welche direkt zusammen-

hängen, ist festzuhalten, dass der Vermögensvorteil, den der Beschuldigte zu er-

langen beabsichtige bzw. der entsprechende Schaden zum Nachteil der 

"AB._____", über Fr. 10'000.‒ betrug und damit beträchtlich war. Dass es nicht 

zur Schädigung kam, ist nicht darauf zurückzuführen, dass der Beschuldigte aus 

eigenem Antrieb von seinem Vorhaben abliess, sondern dass die Mitarbeiterin der  

"AB._____" das Täuschungsmanöver des Beschuldigten durchschaute. Die ob-

jektive Tatschwere ist aber insofern zu relativieren, als der Beschuldigte keine raf-

finierte Methode zur Täuschung anwandte. Der Beschuldigte handelte auch hier 

mit direktem Vorsatz und aus egoistischem (finanziellem) Motiv. Wie beim ban-

den- und gewerbsmässigen Diebstahl ist auch hier der leicht verminderten Steue-

rungsfähigkeit des Beschuldigten Rechnung zu tragen. Alles in allem ist das Ver-

schulden als leicht einzustufen. 

Der Beschuldigte erfüllte schliesslich mehrfach den Tatbestand des Fahrens ohne 

Berechtigung, indem er innert kurzer Zeitspanne dreimal einen Personenwagen 

mietete und diesen in der Schweiz und Deutschland lenkte, obschon ihm zuvor 

der Führerausweis entzogen worden war, was ihm bewusst war. Staatliche An-

ordnungen sind ihm offensichtlich gleichgültig. Verschuldensmässig tritt dieses 

- 37 - 

Delikt im Vergleich zu den übrigen Straftaten allerdings in den Hintergrund. Das 

Verschulden ist auch hier als leicht zu bezeichnen. 

Die Einsatzstrafe von 36 Monaten Freiheitsstrafe ist aufgrund der mehrfachen 

Sachbeschädigung und des mehrfachen, teilweise versuchten Hausfriedens-

bruchs um fünf, aufgrund des versuchten Betrugs und der Urkundenfälschung um 

vier und aufgrund des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung um einen weiteren 

Monat auf insgesamt 46 Monate zu erhöhen. 

5.6. Zum Vorleben und den persönlichen Verhältnissen des Beschuldigten kann 

auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 103 S. 35 f. 

[Ziff. 5.1.] und S. 37 f. [Ziff. 5.3]). Aus der Lebensgeschichte des Beschuldigten 

kann nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden, was nicht schon im Rahmen 

der subjektiven Tatschwere (dort unter dem Aspekt der Zurechnungsfähigkeit) be-

rücksichtigt worden wäre (Erw. 5.3). Im März 2012 wurde der Beschuldigte mit 

Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Frauenfeld wegen Veruntreuung, grober Ver-

kehrsregelverletzung und Zechprellerei zu einer bedingten Geldstrafe von 

60 Tagessätzen zu Fr. 100.‒ und einer Busse von Fr. 1'500.‒ verurteilt. Im  

Februar 2013 verurteilte ihn das Bezirksgericht Zürich wegen mehrfachen Füh-

rens eines Motorfahrzeugs ohne Berechtigung und weiterer Strassenverkehrs-

delikte zu einer unbedingten Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu Fr. 30.‒ sowie ei-

ner Busse von Fr. 2'000.‒. Zudem wurde der bedingte Strafvollzug aus der Verur-

teilung vom Jahr 2012 widerrufen. Im Juli 2013 folgte eine weitere Verurteilung 

des Beschuldigten wegen mehrfachen Betrugs und Urkundenfälschung sowie 

weiterer Delikte zu einer unbedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu Fr. 50.‒ 

(Urk. 105). Diese teils einschlägigen Vorstrafen, welche der Beschuldigte innert 

eines Zeitraums von zwei bis 18 Monaten vor den hier zur Diskussion stehenden 

Straftaten erwirkte, fallen straferhöhend ins Gewicht. Dasselbe gilt für die Tat-

sache, dass der Beschuldigte auch während des vorliegenden Strafverfahrens 

weiter delinquierte, indem er nur wenige Monate nach seiner im April 2014 erfolg-

ten Haftentlassung die Urkundenfälschung und den versuchten Betrug zum Nach-

teil der "AB._____" beging. Diesen Aspekten ist mit einer Erhöhung der Einsatz-

strafe um 8 Monate Rechnung zu tragen. 

- 38 - 

Strafmindernd ist das weitgehende Geständnis des Beschuldigten zu berücksich-

tigen. Dabei ist namentlich zu beachten, dass er einen Teil der Einbrüche zugab, 

die ohne sein Geständnis kaum hätten nachgewiesen werden können. Ebenso ist 

ihm positiv anzurechnen, dass (auch) dank seinen Aussagen weitere Mittäter zur 

Rechenschaft gezogen werden konnten. Die Tatsache, dass sich der Beschuldig-

te nach der Haftentlassung in psychotherapeutische Behandlung begab, ist positiv 

zu werten, gibt aber entgegen der Auffassung der Vorinstanz keinen Anlass für 

eine Strafminderung.  

Eine Verletzung des Beschleunigungsgebots (wie von der Verteidigung moniert, 

Urk. 141 S. 20) liegt nicht vor. Im vorliegenden Verfahren – und dabei insbeson-

dere unter Berücksichtigung der diversen Delikte, vielen Geschädigten und des 

Parallelverfahrens gegen Mittäter – sind keine relevanten Bearbeitungslücken 

auszumachen. 

Ebenso wenig liegt eine besondere Strafempfindlichkeit des Beschuldigten vor, 

die der Verteidiger darin erblicken will, dass der Beschuldigte krank sei und für-

sorgebedürftige minderjährige Kinder habe (Urk. 141 S. 20). Diese Umstände ha-

ben den Beschuldigten nicht davon angehalten zu delinquieren. Allfällige Härten, 

die sich aus dem Strafvollzug auf das Privatleben des Beschuldigten ergeben, hat 

er sich selber zuzuschreiben und sind Folge seines deliktischen Verhaltens. 

Die erwähnten Gründe, die eine Strafminderung gebieten, rechtfertigen eine Re-

duktion der Einsatzstrafe um 12 Monate. 

Unter dem Gesichtspunkt der Täterkomponente erweist sich somit eine Reduktion 

der Einsatzstrafe um vier Monate als angezeigt. 

5.7. In Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erscheint eine 

Freiheitsstrafe von 42 Monaten bzw. 3 ½ Jahren als angemessen. Anzurechnen 

an die Freiheitsstrafe ist die Untersuchungshaft von 124 Tagen (Art. 51 StGB; 

Urk. 1/3/1/1, Urk. 1/3/1/22; Urk. 1/13/2/2 und Urk. 1/13/2/12). 

- 39 - 

6. Strafvollzug 

6.1. Bei einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren sind weder der vollstän-

dige noch der teilweise Aufschub des Strafvollzugs möglich (Art. 42 f. StGB). 

6.2. Die Strafe ist demnach zu vollziehen. 

7. Massnahme 

Die Vorinstanz legte zunächst die relevanten gesetzlichen Grundlagen dar, die für 

die Anordnung von Massnahmen zu beachten sind, und hielt in der Folge die 

konkreten Gründe fest, welche sie dazu bewog, zur Behandlung der psychischen 

Störungen des Beschuldigten eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme 

anzuordnen (Urk. 103 S. 38 ff. [Ziff. VI]. Zur Vermeidung von Wiederholungen 

kann auf deren zutreffenden Erwägungen verwiesen werden. Hervorzuheben ist, 

dass mit der schlüssigen und überzeugenden Expertise von Dr. AD._____, von 

der abzuweichen kein Anlass besteht, fachärztlich festgestellt ist, dass a) beim 

Beschuldigten psychische Störungen vorliegen ‒ eine emotional instabile Persön-

lichkeitsstörung des impulsiven Typs (ICD-10: F 60.30), eine Impulskontroll-

störung durch pathologisches Spielen (ICD-10: F 63.0) sowie eine defizitäre Per-

sönlichkeitsstruktur und eine Intelligenzschwäche im Grenzbereich zur Debilität 

(Urk. 1/4/2 S. 57 ff.) ‒, b) ein direkter Zusammenhang zwischen den psychischen 

Störungen des Beschuldigten und dem Tatverhalten besteht (Urk. 1/4/2 S. 62), c) 

die Persönlichkeitsstörung und die Intelligenzschwäche des Beschuldigten von 

dauerhafter Natur sind und ohne entsprechende Behandlung zu erwarten ist, dass 

es erneut zur Begehung von Straftaten kommen könnte (Urk. 1/4/2 S. 61 f.), d) ei-

ne psychiatrische Behandlung im Rahmen einer ambulanten Massnahme zur 

Vermeidung künftiger Straftaten sich als zweckmässig erweist und e) die Art der 

Behandlung keinen Aufschub der Strafe erfordert (Urk. 1/4/2 S. 63). Es ist folglich 

eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme zwecks Behandlung der psychi-

schen Störungen des Beschuldigten anzuordnen. 

- 40 - 

8. Zivilansprüche 

Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte die Zivilforderungen nicht 

substantiiert, sondern pauschal und allgemein gehalten bestreitet (vgl. Urk. 141 

S. 24 i.f.). Zu den einzelnen Zivilforderungen: 

8.1. I._____ AG anstelle des Geschädigten, J._____ (Dossier 4) 

8.1.1. Die I._____ AG leistete J._____ im Zusammenhang mit dem Einbruchdieb-

stahl, den der Beschuldigte zusammen mit AA._____ verübte, eine Entschädi-

gung von Fr. 1'739.90. Damit trat die "I._____" gemäss Art. 72 Abs. 1 VVG in die 

Rechte von J._____ ein. Am 25. März 2014 konstituierte sie sich rechtzeitig als 

Privatklägerin und forderte vom Beschuldigten den Ersatz der von ihr geleisteten 

Entschädigung (Urk. 4/6/2; Art. 121 Abs. 2 StPO). 

8.1.2. In der Anklageschrift, welche sich dabei auf den polizeilichen Rapport zur 

Anzeige von J._____ stützt, sind die gestohlenen Gegenstände (ein Laptop, eine 

PC Maus, eine Pistole und eine SanDisk) mit einem Gesamtwert von ca. 

Fr. 689.25 aufgeführt und der Schaden am Fenster und Küchenboden mit ca. 

Fr. 1'500.‒ beziffert (Urk. 17 S. 5 f., Urk. 4/1/1 S. 4). Eine vorbehaltslose Aner-

kennung des Umfangs und Werts des Deliktsguts sowie der Höhe des Sachscha-

dens durch den Beschuldigten liegt nicht vor. Die Aufstellung der Versicherung 

über die Höhe und Zusammensetzung der von ihr geleisteten Entschädigung im 

Betrag von Fr. 1'739.90 (Urk. 4/6/4) ist nicht nachvollziehbar und stimmt mit den 

Angaben in der Anklageschrift zum Wert der gestohlenen Gegenstände, nament-

lich dem Laptop, nicht überein. Ein Entscheid über den Zivilanspruch ist unter die-

sen Umständen nicht möglich. In Anwendung von Art. 126 Abs. 2 lit. b StPO ist 

das Schadenersatzbegehren daher auf den Zivilweg zu verweisen. 

8.2. I._____ AG anstelle des Geschädigten,  K._____ (Dossier 5) 

8.2.1. Die "I._____" erbrachte auch gegenüber  K._____ eine Versicherungsleis-

tung im Zusammenhang mit dem vom Beschuldigten verübten Einbruchdiebstahl 

und trat somit in dessen Rechte ein. Am 4. Juli 2014 konstituierte die "I._____" 

sich rechtzeitig als Privatklägerin und forderte vom Beschuldigten den Ersatz der 

- 41 - 

von ihr geleisteten Entschädigung im Betrag von Fr. 5'991.20 plus Zins zu 5% ab 

24. September 2013 (Urk. 5/6/2). 

8.2.2. Wie bereits ausgeführt, hegte die "I._____" Zweifel an den Angaben des 

Geschädigten zum Deliktsgut, insbesondere zur Höhe der Bargeldbeträge und 

dem Wert der übrigen Gegenstände (Erw. 4.1.2 lit. b). Dies führte dazu, dass sie 

die Aufstellung von K._____ nicht vorbehaltlos anerkannte, sondern sich mit ihm 

auf eine Pauschalentschädigung einigte (Urk. 5/6/2, Anhang). Damit erweist sich 

der Sachverhalt nicht als spruchreif bzw. unzureichend begründet, und es ist das 

Schadenersatzbegehren auch hier auf den Zivilweg zu verweisen (Art. 126 Abs. 2 

lit. b StPO). 

8.3. M._____ teilweise anstelle des Geschädigten, L._____ (Dossier 8) 

8.3.1. Die M._____ erbrachte gegenüber L._____ eine Versicherungsleistung in 

der Höhe von Fr. 1'149.45 im Zusammenhang mit dem vom Beschuldigten ver-

suchten Einbruchdiebstahl und trat somit in dessen Rechte ein. Am 17. April 2014 

konstituierte sie sich rechtzeitig als Privatklägerin und forderte vom Beschuldigten 

den Ersatz der von ihr geleisteten Entschädigung (Urk. 8/7/3; vgl. auch 

Urk. 8/7/2). 

8.3.2. Der Beschuldigte gestand den Vorwurf des versuchten Einbruchdiebstahls, 

namentlich die Beschädigung des Wohnzimmerfensters durch den Mittäter, 

U._____ (Urk. 8/3 Rz 14 ff.). Die Kosten der Reparatur des Fensters in der Höhe 

von Fr. 1'349.45 sind belegt (Urk. 8/7/2). Laut Mitteilung der M._____ hat sie die-

se Kosten abzüglich des Selbstbehalts des Versicherten von Fr. 200.‒ übernom-

men (Urk. 8/7/3, inkl. Anhang). Ihr Anspruch ist damit ausgewiesen, und es ist der 

Beschuldigte unter solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern zu verpflichten, 

der M._____ den Betrag von Fr. 1'149.45 zu bezahlen. 

8.4. L._____ (Dossier 8) 

Wie vorstehend ausgeführt, verblieben im Zusammenhang mit der Beschädigung 

des Wohnzimmerfensters beim Geschädigten, L._____, die Kosten des Selbstbe-

halts in der Höhe von Fr. 200.‒ (Urk. 8/7/2 f.). L._____ selber konstituierte sich 

- 42 - 

rechtzeitig als Privatkläger und fordert vom Beschuldigten diesen Betrag zurück 

(Urk. 8/7/1). Dieser Anspruch ist ausgewiesen, und es ist der Beschuldigte folglich 

unter solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern zu verpflichten, L._____ den 

Betrag von Fr. 200.‒ zu bezahlen. 

8.5. N._____ (Dossier 9) 

8.5.1. N._____, in dessen Liegenschaft der Beschuldigte am 2. Dezember 2013 

eingebrochen war, konstituierte sich am 6. Februar 2014 rechtzeitig als Privatklä-

ger und forderte vom Beschuldigten Schadenersatz in der Höhe von Fr. 200.‒, 

entsprechend dem von ihm zu tragenden Versicherungs-Selbstbehalt (Urk. 9/6). 

8.5.2. Der Beschuldigte ist geständig, dass beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil 

von N._____ die Türe zum Gartensitzplatz beim Versuch, diese mit einem 

Schraubenzieher aufzubrechen, beschädigt wurde (Urk. 9/3 Rz 15). Die Beute 

bestand sodann nicht nur aus einer billigen Uhr sondern, wie bereits dargelegt 

(Erw. 4.1.2 lit. c), auch aus diversen Münzen (Goldvrenelis und Silber-Barren). 

Der Sachschaden und der Wert der Beute dürften sich damit im Bereich von rund 

Fr. 5'000.‒, wie er vom Geschädigten zur Anzeige gebracht (Urk. 9/1 S. 2 und 9/2 

S. 3) und in der Anklageschrift beziffert wurde (Urk. 17 S. 8 f.), bewegen. Der Ge-

schädigte beschränkt seinen geltend gemachten Zivilanspruch auf den Betrag von 

Fr. 200.‒ mit der Begründung, in diesem Umfang (Selbstbehalt) von seiner Versi-

cherung, der AE._____, nicht entschädigt zu werden (Urk. 9/6). Eine entspre-

chende Versicherungs-Police oder Bestätigung der Versicherung liegt zwar nicht 

vor. Wie die Vorinstanz aber zutreffend erwog, ist bei Hausratversicherungen die 

Geltung eines Selbstbehalts in der Höhe von Fr. 200.‒ notorisch. Der Beschuldig-

te ist deshalb unter solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern zu verpflichten, 

N._____ den Betrag von Fr. 200.‒ zu bezahlen. 

8.6. I._____ anstelle des Geschädigten, D._____ (Dossier 13) 

8.6.1. Die "I._____" erbrachte gegenüber D._____ im Zusammenhang mit dem 

vom Beschuldigten verübten Einbruchdiebstahl eine Versicherungsleistung in der 

Höhe von Fr. 24'720.55 und trat somit in dessen Rechte ein. Am 30. Januar 2014 

- 43 - 

konstituierte sie sich rechtzeitig als Privatklägerin und forderte vom Beschuldigten 

den Ersatz der von ihr geleisteten Entschädigung (Urk. 13/6). 

8.6.2. Zur Zusammensetzung und dem Wert der Beute, welche der Beschuldigte 

und sein Mittäter, U._____, beim Einbruchdiebstahl zum Nachteil von D._____ er-

zielten, kann auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen werden (Erw. 4.1.2 

lit. e). Daraus geht hervor, dass die Entwendung der in der Anklageschrift aufge-

führten Gegenstände im Wert von insgesamt ca. Fr. 23'150.‒ erwiesen ist. Eben-

so darf beim vom Beschuldigten eingestandenen Tatvorgehen  

‒ Aufwuchten des Küchenfensters mit Schraubenziehern (Urk. 13/3 Rz 13 f.) ‒ 

von einem Sachschaden in der Grössenordnung von Fr. 1'000.‒ ausgegangen 

werden. Den Unterlagen, welche die "I._____" einreichte, kann entnommen wer-

den, dass die Reparatur bzw. der Ersatz des Fensters schliesslich Fr. 1'594.10 

kostete (Urk. 13/6, Anhang). Nicht Gegenstand des dem Beschuldigten in der An-

klageschrift vorgeworfenen Sachverhalts ist die Beschädigung einer Bonsai-

Pflanze, deren angeblicher Minderwert von der Versicherung mit Fr. 400.‒  

entschädigt wurde (Urk. 13/6, Anhang). Die beiden zum Diebesgut gehörenden 

Herrenarmbanduhren der Marke Catamaran und Swatch Irony konnten von der 

Polizei sichergestellt werden und sind D._____ zurück zu geben (Urk. 103 S. 48 f. 

und Dispositiv Ziff. 5 lit. c). Diesbezüglich ist somit bei D._____ kein Schaden ein-

getreten und eine Schadenersatzpflicht zu verneinen. Das hat auch für die 

"I._____" zu gelten. Die Herrenarmbanduhr der Marke Patek Philipp, welche 

ebenfalls sichergestellt werden konnte und D._____ auszuhändigen ist, figuriert 

weder unter dem Deliktsgut gemäss Anklageschrift noch unter den Gegenstän-

den, welche die "I._____" entschädigte und ist daher bei der Beurteilung des 

Schadenersatzanspruchs nicht zu berücksichtigen. Zieht man den Betrag von 

Fr. 400.‒ für den Minderwert der Bonsai-Pflanze sowie die Beträge von Fr. 166.05 

für die Swatch und Fr. 400.‒ für die Catamaran ab, so verbleibt ein Schaden der 

"I._____" von Fr. 23'754.50 (Urk. 13/6, Anhang). Dementsprechend ist der Be-

schuldigte unter solidarischer Haftung mit allfälligen Mittätern zu verpflichten, der 

"I._____" diesen Betrag zu bezahlen. Im Mehrbetrag ist das Schadenersatzbe-

gehren der Privatklägerin auf den Zivilweg zu verweisen. 

- 44 - 

8.7. E._____ (Dossier 14) 

8.7.1. E._____, in dessen Liegenschaft der Beschuldigte am 28. November 2013 

eingebrochen war, konstituierte sich am 27. Januar 2014 rechtzeitig als Privatklä-

ger und forderte vom Beschuldigten Schadenersatz in der Höhe von Fr. 9'700.‒ 

(Urk. 14/6/2). 

8.7.2. Wie der Aufstellung des Geschädigten über die gestohlenen Gegenstände, 

die mit der Auflistung in der Anklageschrift übereinstimmt, entnommen werden 

kann, belief sich deren Wert auf insgesamt Fr. 7'620.‒ (Urk. 14/6/2 Anhang; 

Urk. 17 S. 12). Der Beschuldigte hat diese Angaben anerkannt (Urk. 1/2/1/9 

Rz 40; Urk. 14/3 Rz 16 und 27). Die zum Diebesgut gehörende Halskette und 

Armkette, je mit blauen Steinen, mit einem Wert von Fr. 180.‒ und Fr. 60.‒ konn-

ten von der Polizei sichergestellt werden und sind E._____ zurück zu geben 

(Urk. 103 S. 49 und Dispositiv Ziff. 5 lit. d). Diesbezüglich ist somit bei E._____ 

kein Schaden eingetreten und eine Schadenersatzpflicht zu verneinen. Die beiden 

Gedenkmünzen, 700 Jahre Schweiz und IMP ..., welche ebenfalls sichergestellt 

werden konnten und E._____ auszuhändigen sind, figurieren weder unter dem 

Deliktsgut gemäss Anklageschrift noch unter den Gegenständen, welche die 

"O._____" entschädigte und sind daher bei der Beurteilung des Schadenersatz-

anspruchs nicht zu berücksichtigen. Eingestanden ist vom Beschuldigten auch, 

dass er und sein Mittäter, U._____, sich mittels Aufwuchten der Sitzplatztüre Zu-

tritt zum Haus verschafften (Urk. 14/3 Rz 13 f.). Der Ersatz des beschädigten 

Fensters kostete Fr. 1'903.90, was der Geschädigte unter Beilage der Rechnung 

vom 30. Dezember 2013 belegte (Urk. 14/6/2, Anhang). Nach den Akten zu 

schliessen, erhielt E._____ für den erlittenen Schaden in der Höhe von insgesamt 

Fr. 9'283.90 eine Versicherungsleistung von Fr. 9'000.‒ (Urk. 14/6/2, Anhang, 

i.V.m. Urk. 14/6/1, Anhang). Der Beschuldigte ist somit unter solidarischer Haf-

tung mit allfälligen Mittätern zu verpflichten, E._____ den ungedeckten Schaden 

in der Höhe von Fr. 283.90 zu bezahlen. Im Mehrbetrag ist das Schadenersatz-

begehren des Privatklägers auf den Zivilweg zu verweisen. 

8.8. O._____ teilweise anstelle des Geschädigten, E._____ (Dossier 14) 

- 45 - 

8.8.1. Im Zusammenhang mit dem vom Beschuldigten verübten Einbruchdiebstahl 

zum Nachteil von E._____ erbrachte die "O._____", wie vorstehend erwähnt, eine 

Versicherungsleistung von Fr. 9'000.‒ und trat somit in die Rechte von E._____ 

ein. Am 2. Juli 2014 konstituierte sie sich rechtzeitig als Privatklägerin und forder-

te vom Beschuldigten den Ersatz der von ihr geleisteten Entschädigung, welche 

sie auf Fr. 9'200.‒ bezifferte (Urk. 14/6/1, Anhang). 

8.8.2. Wie bereits ausgeführt, ist der Wert des Deliktsguts vom Beschuldigen an-

erkannt und die Höhe des Sachschadens nachgewiesen (Erw. 8.7.2). Aufgrund 

der vorliegenden Unterlagen, welche die "O._____" einreichte, ist davon auszu-

gehen, dass sie E._____ einen Selbstbehalt von Fr. 200.‒ belastete und ihn 

schliesslich mit Fr. 9'000.‒ (statt mit Fr. 9'200.‒) entschädigte (Urk. 14/6/1, An-

hang). Demzufolge ist der Beschuldigte unter solidarischer Haftung mit allfälligen 

Mittätern zu verpflichten, der "O._____" den Betrag von Fr. 9'000.‒ zu bezahlen. 

Im Mehrbetrag ist das Schadenersatzbegehren des Privatklägerin auf den Zivil-

weg zu verweisen. 

8.9. P._____ AG anstelle des Geschädigten, F._____ (Dossier 15) 

8.9.1. Die P._____ AG leistete F._____ im Zusammenhang mit dem Einbruch-

diebstahl, den der Beschuldigte zusammen mit U._____ und T._____ verübte, ei-

ne Entschädigung von Fr. 11'084.65. Damit trat die "P._____" gemäss Art. 72 

Abs. 1 VVG in die Rechte von F._____ ein. Am 20. Februar 2014 konstituierte sie 

sich rechtzeitig als Privatklägerin und forderte vom Beschuldigten den Ersatz der 

von ihr geleisteten Entschädigung (Urk. 15/7/4). 

8.9.2. Der Beschuldigte hat das in der Anklageschrift aufgelistete Deliktsgut samt 

Wertangaben, insgesamt handelt es sich um eine Summe von Fr. 17'050.‒, an-

erkannt (Urk. 1/2/1/9 Rz 41). Der Anspruch der "P._____" auf Ersatz der von ihr 

erbrachten Versicherungsleistung ist damit ausgewiesen. Die von der Polizei si-

chergestellten Gegenstände, zwei Halsketten goldfarben ohne Anhänger und eine 

Halskette mit Holzperlen, Steinen und Muscheln, welche F._____ zurück zu ge-

ben sind (Urk. 103 S. 49 und Dispositiv Ziff. 5 lit. e), figurieren nicht unter dem De-

liktsgut gemäss Anklageschrift und s