# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d04d7d3-8a0b-5927-8804-ca883875af49
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.07.2008 E-2452/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-2452-2008_2008-07-04.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-2452/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  J u l i  2 0 0 8

Richter Bruno Huber (Vorsitz), 
Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Richter François Badoud,
Gerichtsschreiber Peter Jaggi.

X._______, Afghanistan,
vertreten durch Anni Lanz, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 10. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Gegenstand

Parteien

E-2452/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  21.  Januar  2008  im  Zug  von 
A._______ nach B._______ von den _______ Behörden im Rahmen 
einer  Personenkontrolle  ohne Ausweise angetroffen und nach seiner 
Rückübergabe  an  die  Schweiz  von  den  zuständigen  Behörden  des 
Kantons C._______ festgenommen wurde,

dass er am 22. Januar 2008 vom C._______ zum Sachverhalt einver-
nommen, in Ausschaffungshaft genommen und aus der Schweiz weg-
gewiesen wurde,

dass er anlässlich der Einvernahme auf entsprechende Fragen antwor-
tete, er habe Afghanistan vor ungefähr vier Monaten verlassen, um zu 
Verwandten nach D._______ zu gehen,

dass er sich den sichergestellten Ausweis in einer Kirche in _______ 
habe ausfertigen lassen, um gratis essen zu können,

dass er aus Afghanistan ausgereist sei, weil dort  Krieg herrsche, die 
Taliban gefährlich seien, er dort nicht leben und nicht in die Schule ge-
hen könne,

dass er in Afghanistan nie Probleme gehabt und weder von der Polizei 
noch vom Militär gesucht werde,

dass er gleichentags (22.1.08) von der kantonalen Jugendanwaltschaft 
der  illegalen  Einreise  schuldig  erklärt  und  mit  einer  Busse  von 
Fr. 200.-- bestraft wurde,

dass  das  Verwaltungsgericht  des  C._______ nach Einvernahme des 
Beschwerdeführers mit Urteil vom 25. Januar 2008 die am 22. Januar 
2008 angeordnete Ausschaffungshaft bestätigte,

dass die  _______ Behörden am 19. Februar 2008 auf  ihre  Zusiche-
rung vom 14. Februar  2008 zurückkamen und  eine Rückübernahme 
des Beschwerdeführers ablehnten,

dass  der  Beschwerdeführer  am 8. Februar  und  11. März  2008  vom 
C._______  zusätzlich  einvernommen  wurde  und  anlässlich  letzterer 
Einvernahme um Asyl nachsuchte,

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dass er am 28. März 2008 vom BFM im Beisein seiner Vertrauensper-
son und eines  Hilfswerkvertreters  einlässlich  zu  seinen Asylgründen 
angehört wurde,

dass er zur Begründung seines Asylgesuches im Wesentlichen geltend 
machte,  er  sei  ethnischer  Hazara  und  stamme  aus  der  Stadt 
E._______ (Bezirk  _______, Provinz  _______),  wo  er  geboren  und 
aufgewachsen sei,

dass er und seine Familie (Vater, Mutter, drei Schwestern, drei Brüder) 
Afghanistan  vor  ungefähr  fünf  Jahren  von  F._______  aus  verlassen 
und  über  Pakistan  nach  Iran  gegangen  seien,  weil  sein  Vater 
Chauffeur für die Taliban gewesen und nach deren Vertreibung Feind-
seligkeiten von Leuten aus ihrer Gegend ausgesetzt gewesen sei,

dass sein Vater - um die Rückkehr seiner Familie vorzubereiten - vor 
zwei oder drei Jahren nach Afghanistan zurückgereist und seither ver-
schollen sei,

dass er  vor sieben oder  acht  Monaten zusammen mit  seiner  Mutter 
und  seinen  Geschwistern  von  den  iranischen  Behörden  nach 
G._______ (Afghanistan) ausgeschafft worden sei,

dass er Afghanistan nach kurzer Zeit verlassen habe in der Hoffnung, 
in einem anderen Land eine neue Existenzgrundlage aufbauen zu kön-
nen und seine Familie nachkommen zu lassen,

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass dem Beschwerdeführer bei der Anhörung zu seinen Asylgründen 
das rechtliche Gehör  zu den Aussagen anlässlich seiner  Einvernah-
men durch C._______ vom 22. Januar 2008 und durch H._______ vom 
25. Januar 2008 gewährt wurde,

dass das BFM mit Verfügung vom 10. April 2008 - eröffnet am 11. April 
2008 - in Anwendung von Art. 33 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

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dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers vom 11. März 2008 stehe in engem zeitlichem 
Zusammenhang mit dem Wegweisungsverfahren,

dass es ihm bereits vor dem 11. März 2008 - beispielsweise bei der 
Gewährung des rechtlichen Gehörs zur Wegweisung durch C._______ 
am 22. Januar 2008 - möglich und zumutbar gewesen wäre, um Asyl 
nachzusuchen,

dass  er  auch im weiteren Verlauf  des  Ausschaffungsverfahrens kein 
diesbezügliches Schutzbegehren gestellt habe,

dass zu vermuten sei, er bezwecke durch sein Verhalten, den drohen-
den Vollzug der Wegweisung zu vermeiden,

dass  sich  seinen  Aussagen  anlässlich  der  Anhörung  vom 28.  März 
2008 keine Hinweise auf eine Verfolgung entnehmen liessen,

dass  diese  offensichtlich  haltlos  seien,  weil  sie  in  krassem  Wider-
spruch zu seinen Angaben im ausländerrechtlichen Verfahren stünden,

dass er anlässlich der Einvernahmen vom 22. Januar 2008 und 25. Ja-
nuar 2008 als Grund für seine Ausreise aus Afghanistan die allgemei-
ne Kriegssituation und den Wunsch nach Ausbildung genannt habe,

dass seine auf Vorhaltung hin gemachten Erklärungen, er habe seine 
Aussagen im ausländerrechtlichen Verfahren aus Furcht vor einer Aus-
schaffung gemacht und es sei ihm mitgeteilt worden, er könne nicht in 
der Schweiz bleiben,  diese Widersprüche nicht  aufzulösen vermöch-
ten, zumal gerade bei einer solchen Sachlage die Einreichung eines 
Asylgesuchs angezeigt und nachvollziehbar gewesen wäre,

dass  seine weitere  Erklärung,  er  habe nicht  um die  Möglichkeit  der 
Einreichung eines  Asylgesuchs gewusst,  angesichts  der  Erfahrungs-
tatsache, dass Schlepper ihre Kunden über die europäischen Asylver-
fahren  informierten  und  instruierten,  nicht  zu  überzeugen  vermöge, 
und die Tatsache, dass er anlässlich der Einvernahme vom 22. Januar 
2008 über die Erlangung eines Flüchtlingsstatus in _______ gespro-
chen habe, diese Einschätzung bestätige,

dass des Weiteren seine chronologischen Angaben zur Dauer des Auf-
enthalts im Iran, zur Rückkehr nach und zur Wiederausreise aus Af-

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ghanistan und insbesondere zum Zeitpunkt der Rückkehr des Vaters 
nach Afghanistan vage ausgefallen seien,

dass er dazu in der Anhörung zuerst ausgeführt habe, sein Vater sei 
vor etwa zwei Jahren zurückgekehrt, um dann später geltend zu ma-
chen, er sei vor etwa drei Jahren zurückgereist,

dass solche vagen Aussagen zu für seine Familie einschneidenden Er-
eignissen nicht nachvollziehbar seien,

dass im Übrigen die geltend gemachten Ereignisse mehrere Jahre zu-
rücklägen und insbesondere seinen Vater beträfen, weshalb unwahr-
scheinlich erscheine, dass der Beschwerdeführer aufgrund dieser Vor-
kommnisse gefährdet sei,

dass er denn auch ausgeführt habe, es habe kein Ereignis stattgefun-
den, das ihn zur Wiederausreise aus Afghanistan bewogen habe,

dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides 
darstelle  und  der  Wegweisungsvollzug  beispielsweise  in  den  Gross-
raum  F._______ auch  in  Berücksichtigung  der  geltend  gemachten 
Minderjährigkeit zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Rechtsmitteleingabe  vom  16.  April 
2008 (Poststempel) die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und 
Rückweisung  der  Sache  an  das  BFM  zur  materiellen  Prüfung  des 
Asylgesuchs, eventualiter sinngemäss die Feststellung der Unzulässig-
keit des Wegweisungsvollzugs beantragte,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  die  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden Wirkung  der  Beschwerde,  die  Ansetzung  einer  Frist 
von zehn Tagen zur Nachbesserung der vorliegenden Beschwerde und 
den Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses beantragte,

dass er zur Stützung seiner Vorbringen drei Berichte zur Situation in 
Afghanistan (Auszüge aus UK Border Agency: Country of Origin Infor-
mation  Report  vom 2. April  2008,  Bericht  des  UNHCR vom 8. April 
2008 und Bericht von Human Rights Watch zu 2007) einreichte,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren und die eingereichten 
Berichte,  soweit  für  den Entscheid wesentlich,  in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen wird,

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dass der Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 
21. April 2008 mitteilte, er dürfe den Ausgang des Rechtsmittelverfah-
rens  in  der  Schweiz  abwarten,  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses verzichtete, den Antrag auf Ansetzung einer Frist zur Nach-
besserung der  Beschwerde abwies und die Vorinstanz einlud,  innert 
Frist eine Vernehmlassung einzureichen,

dass die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 7. Mai 2008 die Ab-
weisung der Beschwerde beantragte,

dass  die  Vormundschaftsbehörde  des  Kantons  C._______  dem  Be-
schwerdeführer mit Beschluss vom 27. Mai 2008 eine Beistandschaft 
errichtete,

dass das Verwaltungsgericht  des Kantons C._______ mit  Urteil  vom 
2. Juni  2008 das Gesuch des Beschwerdeführers vom 20. Mai  2008 
um Entlassung aus der Ausschaffungshaft abwies,

dass  die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  mit  Replik  vom 
3. Juni  2008 unter  gleichzeitiger  Einreichung einer  Vollmacht  an den 
gestellten Rechtsbegehren festhielt,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG),

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dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM   ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt, 

dass auf das Asylgesuch einer Person, die sich illegal in der Schweiz 
aufhält,  nicht eingetreten wird, wenn sie offensichtlich bezweckt,  den 
drohenden Vollzug einer Wegweisung oder Ausweisung zu vermeiden 
(Art. 33 Abs. 1 AsylG),

dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem 
zeitlichem Zusammenhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, 
dem Vollzug  einer  Strafe  oder  dem Erlass  einer  Wegweisungsverfü-
gung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),

dass Art. 33 Abs. 1 AsylG keine Anwendung findet, wenn eine frühere 
Einreichung des Gesuchs nicht möglich oder nicht zumutbar war oder 
sich Hinweise auf eine Verfolgung ergeben (Art. 33 Abs. 3 AsylG),

dass vorliegend der Beschwerdeführer erst rund sieben Wochen nach 
seiner Verhaftung vom 21. Januar 2008 (am 11. März 2008) anlässlich 
einer Nacheinvernahme durch C._______ und kurz vor seiner für den 
14.  März  2008  geplanten  Zuführung  zur  afghanischen  Botschaft  in 
Genf um Asyl nachsuchte,

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dass bei dieser Sachlage der enge zeitliche Zusammenhang zwischen 
der  Asylgesuchseinreichung  und  dem  drohendem  Vollzug  der  am 
22. Januar  2008  vom  C._______ verfügten  Wegweisung  aus  der 
Schweiz zu bejahen ist,

dass eine frühere Einreichung seines Asylgesuchs für den Beschwer-
deführer ohne weiteres möglich und zumutbar gewesen wäre und sich 
seine diesbezüglichen Erklärungsversuche anlässlich seiner Anhörung 
zu den Asylgründen als unbehelflich erweisen,

dass sich insbesondere auch das Vorbringen in der Rechtsmitteleinga-
be, er habe mit der Einreichung seines Asylgesuchs und der Schilde-
rung seiner Fluchtgründe aus Angst, die afghanischen Behörden könn-
ten zusätzliche Informationen über ihn und seine Familie erhalten, zu-
gewartet, als wenig stichhaltig erweist, zumal er sich eigenen Angaben 
zufolge in Afghanistan nichts hat zuschulden kommen lassen,

dass sich des Weiteren aus den Akten auch keine Hinweise auf Verfol-
gung  ergeben,  sagte  der  Beschwerdeführer  doch  diesbezüglich  an-
lässlich der Anhörung zu seinen Asylgründen aus, es gebe kein be-
stimmtes Ereignis, das ihn zur Wiederausreise aus Afghanistan bewo-
gen  habe,  er  habe  gehofft,  irgendwo aufgenommen zu  werden  und 
dass dann seine Familie nachkommen könne (Akten Vorinstanz A4/17 
S. 13),

dass sich die diesbezüglichen Ausführungen in der Rechtsmitteleinga-
be und in der Replik im Wesentlichen darin erschöpfen, die Authentizi-
tät  der  mündlichen  Vorbringen  zur  Begründung  des  Asylgesuchs  zu 
bekräftigen,  ohne indessen in  substanziierter  und detaillierter  Weise 
zur Begründung der angefochtenen Verfügung Stellung zu nehmen,

dass deshalb an dieser Stelle zur Vermeidung von Wiederholungen auf 
die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,

dass  das  BFM folglich  zu  Recht  gestützt  auf  Art.  33  AsylG auf  das 
Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer  solchen hat,  weshalb  die verfügte Wegweisung im Ein-
klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 

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(Art.  44  Abs.  1  AsylG,  Art.  32  Bst.  a  der  Asylverordnung  1  über 
Verfahrensfragen vom 11. August 1999 [AsylV 1, SR 142.311]),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist,  da keine Anhaltspunkte für  eine menschenrechtswidrige Behand-
lung  ersichtlich  sind,  die  dem  Beschwerdeführer  in  seinem  Heimat- 
oder Herkunftsstaat droht,

dass der Zulässigkeit auch nicht das Alter des Beschwerdeführers - ei-
genen  Angaben  zufolge  wird  er  am  _______ das achtzehnte 
Lebensjahr vollenden - entgegensteht, zumal die mit dem Vollzug be-
auftragte Behörde diesem Umstand, sollte seine Rückführung nach Af-
ghanistan vor diesem Datum möglich sein, bei der Durchführung des 
Wegweisungsvollzugs Rechnung zu tragen haben wird,

dass gegebenenfalls insbesondere noch vor dem Wegweisungsvollzug 
entweder ein Kontakt mit Verwandten im Heimatstaat herzustellen oder 
eine geeignete Institution zu avisieren ist (vgl. EMARK 1999 Nr. 24),

dass es sich dabei jedoch um Vollzugsmodalitäten und zumindest aus 
heutiger  Sicht  nicht  um eigentliche  Wegweisungsvollzugshindernisse 
im Sinne von Art. 83 AuG handelt,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  die  vormals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK)  in ihrem unter EMARK 2006 Nr. 9 publizierten Urteil  aufgrund 
der politischen Entwicklung seit dem Sturz des Taliban-Regimes eine 
differenzierte Lagebeurteilung vornahm und nach EMARK 2003 Nr. 10 
und EMARK Nr. 30 erneut die Zumutbarkeit des Vollzugs der Wegwei-
sung nach Afghanistan prüfte,

dass sie zum Schluss gelangte, der Vollzug der Wegweisung sei nur in 
Regionen als zumutbar zu bezeichnen, in denen seit  2004 keine be-
deutenden militärischen Aktivitäten mehr zu verzeichnen sind oder kei-
ne dauernde Instabilität besteht,

dass darunter die Provinz Kabul (vgl. bereits EMARK 2003 Nr. 10), die 
nördlich der  Hauptstadt  gelegenen Provinzen Parwan, Baghlan,  Tak-
har, Badakhshan, Kunduz, Balkh, Sari Pul sowie die Gebiete um Sa-
mangan, die nicht zum Hazarajat gehören (traditionelles Siedlungsge-
biet der Hazara, vgl. EMARK 2003 Nr. 30 E. 7a S. 193) sowie die Pro-
vinz Herat im Westen des Landes fallen,

dass der Vollzug der Wegweisung bei einer differenzierten Beurteilung 
der individuellen Zumutbarkeitskriterien im Weiteren nur für Personen 
als zumutbar zu erachten ist, die aus diesen Regionen stammen oder 
dort über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügen und konkrete Mög-
lichkeiten der Sicherung des Existenzminimums und der Wohnsituation 
bestehen  (vgl.  dazu  EMARK  2003  Nr.  10  E.  10b.cc  S. 68,  EMARK 
Nr. 30 E. 7b S. 193 f.),

dass zudem die Rückkehr in diese Provinzen nur bei jungen, unverhei-
rateten Personen oder kinderlosen Paaren ohne schwere gesundheitli-
che Probleme zumutbar ist,

dass zwar grundsätzlich von Amtes wegen zu prüfen ist, ob der Vollzug 
der Wegweisung zumutbar ist, diese Untersuchungspflicht jedoch ihre 
Grenzen  an  der  Mitwirkungspflicht  des  Asylsuchenden  findet  (Art.  8 
AsyG),  welcher  auch  die  Substanziierungslast  zu  tragen  hat  (Art.  7 
AsylG),

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dass die Beurteilung der Zumutbarkeit  des Vollzuges den Asylbehör-
den erschwert oder gar unmöglicht gemacht wird, wenn der Beschwer-
deführer  nicht  glaubhafte  Aussagen  zu  seinen  Lebensumständen 
macht,  weshalb die Behörden in  solchen Fällen nicht  gehalten sind, 
nach möglichen Vollzugshindernissen zu suchen,

dass die Glaubwürdigkeit des Beschwerdeführers bereits dadaurch er-
schüttert ist, dass er keinerlei Identitätsdokumente zu den Akten gege-
ben hat,  welche die  von ihm geltend gemachte Identität  zu  belegen 
vermögen,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge in seinem Hei-
matstaat über ein familiäres Beziehungsnetz verfügt und deshalb bei 
seiner  Rückkehr  nach  Afghanistan  nicht  auf  sich  allein  gestellt  sein 
wird,

dass es dem Beschwerdeführer offenbar gelungen ist, die geschilder-
te, mit hohen Kosten verbundene Reise in die Schweiz zu organisieren 
und zu finanzieren,

dass insgesamt der Eindruck entsteht, der Beschwerdeführer enthalte 
den Asylbehörden wesentliche Sachverhaltselemente zur Beurteilung 
der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs willentlich vor,

dass in diesem Zusammenhang insbesondere sein Vorbringen, er und 
seine Familie seien von der iranischen Polizei infolge fehlender Papie-
re aus dem Iran nach G._______ verbracht worden (A4/17 S. 4), allein 
schon aus geografischen Gründen nicht geglaubt werden kann,

dass  der  Beschwerdeführer  die  Folgen  seiner  mangelhaften  Mitwir-
kung zu tragen hat,

dass der junge und gesunde Beschwerdeführer zudem eigenen Anga-
ben zufolge über berufliche Erfahrung verfügt (A4/17 S. 4),

dass die Vorinstanz auf Grund der gesamten Aktenlage zu Recht zum 
Schluss  gelangt,  der  Wegweisungsvollzug  nach  F._______,  wo  sich 
der  Beschwerdeführer  gemäss  eigenen  Angaben  zusammen  mit 
seiner Familie vor seiner Reise in den Iran einige Zeit aufhielt, sei als 
zumutbar  zu erachten,  zumal  es ihm offenkundig  nicht  gelungen ist, 
eine konkrete Gefährdung glaubhaft zu machen,

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dass der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist  (Art. 83  Abs. 2  AuG),  da  keine 
Vollzugshindernisse bestehen, und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG)  und diesbezüg-
lich keine zusätzlichen Abklärungen notwendig sind,

dass es sich aufgrund vorstehender Erwägungen erübrigt, auf die weite-
ren Ausführungen in der Rechtsmitteleingabe und in der Replik einzuge-
hen, und die zur Stützung der Vorbringen auf Beschwerdeebene zu den 
Akten  gereichten  Berichte  zur  Situation  in  Afghanistan  nicht  geeignet 
sind, an dieser Beurteilung etwas zu ändern,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die auf Fr. 600.-- bestimmten 
Kosten (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements 
über  die  Kosten  und  Entschädigungen vor  dem Bundesverwaltungs-
gericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwer-
deführer aufzuerlegen wären,

dass sie jedoch in Anwendung von Art. 6 Bst. b VGKE erlassen wer-
den,  weil  deren  Auferlegung  vorliegend  als  unverhältnismässig  er-
scheint.

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

Seite 12

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten werden erlassen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- C._______ ad _______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Bruno Huber Peter Jaggi

Versand: 

Seite 13