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**Case Identifier:** 5d0b457b-1107-5977-b99d-0bed39e615bf
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.11.2021 200 2021 465
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-465_2021-11-16.pdf

## Full Text

200 21 465 IV
KOJ/SVE/WSI

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. November 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Jakob
Gerichtsschreiberin Schwitter

A.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 27. Mai 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Nov. 2021, IV/21/465, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1959 geborene, gelernte ... und zuletzt als ... tätig gewesene 
A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) meldete sich im De-
zember 1981 nach einem am 3. März 1977 erlittenen Unfall unter Hinweis 
auf Beinschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin], Antwortbeilage [AB] 1 S. 268 ff.). Mit Verfügung vom 24. April 
1990 (AB 1 S. 375 f.) sprach die IV dem Versicherten mit Wirkung ab 
1. Januar 1988 eine Viertelsrente zu, was jeweils mit Mitteilung vom 
31. März 1992 (AB 1 S. 387), Verfügung vom 5. September 1995 (AB 1 
S. 414 f.), Mitteilung vom 15. Oktober 1998 (AB 1 S. 21), mit Verfügungen 
vom 7. Oktober 2008 (AB 1 S. 5) sowie 17. April 2014 (AB 41) und mit Mit-
teilung vom 6. Dezember 2016 (AB 60) bestätigt wurde.

Nachdem die IVB eine Anmeldung des Versicherten – unter Hinweis auf 
Angst- und Panikattacken sowie körperliche Schwäche – zur Früherfas-
sung vom Dezember 2019 (AB 62) als Gesuch um Rentenrevision entge-
gengenommen hatte, veranlasste sie eine psychiatrische Begutachtung 
durch Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
(Expertise vom 15. Juli 2020 [AB 82.1] und Stellungnahme vom 2. März 
2021 [AB 93]). Mit Vorbescheid vom 15. April 2021 (AB 98) stellte sie dem 
Versicherten ab 1. Dezember 2019 eine ganze Rente in Aussicht, woran 
sie mit Verfügung vom 27. Mai 2021 (AB 104) festhielt.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 22. Juni 2021 Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern und beantragte sinn-
gemäss, in Aufhebung der Verfügung vom 27. Mai 2021 sei der Rentenbe-
trag unter Annahme eines neuen Versicherungsfalls neu festzusetzen.

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Am 25. August 2021 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe 
ein.

Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Sep-
tember 2021 auf Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 27. Mai 2021 (AB 104). 
Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 
dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeein-
trächtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 
145 V 215 E. 5.1 S. 221). Es ist dem klaren Willen des Gesetzgebers 
gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer 
objektivierten Betrachtungsweise von der grundsätzlichen „Validität“ der 
versicherten Person auszugehen ist (BGE 141 V 281 E. 3.7.2 S. 295).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 

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und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.5.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 

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um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

2.5.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im 
Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige 
zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 
343 E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 
3.1). 

Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich 
stattgefunden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) 
Sachverhaltsabklärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – 
sofern Hinweise für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des 
Gesundheitszustands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt 
worden sind (BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 
2). 

2.5.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 

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können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

3.

3.1 Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 
17. April 2014 (AB 41) bestätigte die Beschwerdegegnerin den Anspruch 
auf die laufende bisherige Viertelsrente, welche mit Verfügung vom 27. Mai 
2021 (AB 104) ab dem 1. Dezember 2019 auf eine ganze Rente erhöht 
wurde. Massgebende Vergleichszeitpunkte (vgl. E. 2.5.3 hiervor) bilden 
daher die – auf umfassender Abklärung beruhende (vgl. AB 24.1) – Verfü-
gung vom 17. April 2014 (AB 41) einerseits und die nunmehr angefochtene 
Verfügung vom 27. Mai 2021 (AB 104) andererseits. Nicht referenziell ist 
die Mitteilung vom 6. Dezember 2016 (AB 60), mit welcher der bisherige 
Rentenanspruch bei unverändertem Invaliditätsgrad von 40 % bestätigt 
wurde, beruht dieses Ergebnis doch nicht auf einer materiellen Prüfung des 
Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung (vgl. E. 2.5.3 
hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 17. April 2014 (AB 41) basiert im Wesentlichen 
auf dem orthopädisch-psychiatrischen Gutachten der C.________ (ME-
DAS) vom 23. Oktober 2013 (AB 24.1), in welchem folgende Diagnosen mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurden (S. 35 Ziff. 11.1):

• Lumbovertebrales Syndrom bei Discusprotrusion L3/4 mit Kontakt zur 
Nervenwurzel L4 rechts sowie Osteochondrose und Spondylarthrose 
L4/5 mit Discushernie und Kontakt zur Nervenwurzel L5 rechts;

• Arthrose femoropatellär sowie des lateralen Kompartiments mit medialer 
Meniscusruptur links;

• Retropatelläre Chondropathie Grad II-III sowie Ruptur des medialen Me-
niscus mit ventraler Zyste bei Varusalignement und Bursitis präpatellaris 
rechts;

• Lateral betonte Arthrose des oberen Sprunggelenks links mit zwei freien 
Gelenkskörpern und narbig verändertem Sinus tarsi;

• Verdacht auf Chondropathie des rechten oberen Sprunggelenks bei Zu-
stand nach Fraktur des Processus posterior tali;

• Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, bestehend seit 
etwa Februar 2013 (ICD-10 F43.21).

Die Arbeitsfähigkeit als ... bei der D.________ betrage aus somatischer 
Sicht seit dem Zeitpunkt der Begutachtung gesamthaft bei voller Stunden-

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präsenz eines normalen Pensums 60 %. Von Februar 2013 bis zur Begut-
achtung habe eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bei voller Stundenpräsenz 
bestanden, nachdem bei Anpassungsstörungen mit längerer depressiver 
Reaktion die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, der Antrieb, 
die Motivation, die Interessen und die Dauerbelastung gering beeinträchtigt 
gewesen seien (S. 36 Ziff. 12.1). Körperlich angepasste Tätigkeiten ohne 
erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche 
geistige Flexibilität und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung könn-
ten bei voller Stundenpräsenz seit Jahren zu 100 % zugemutet werden 
(Ziff. 12.2).

3.3 Bis zum Erlass der Verfügung vom 27. Mai 2021 (AB 104) lässt sich 
den Akten soweit entscheidwesentlich das Folgende entnehmen:

3.3.1 Der RAD-Arzt Dr. med. E.________ hielt im Bericht vom 17. April 
2020 (AB 74) fest, im vorliegenden Verlauf würden ab 2017 anhaltende 
psychische Zustandsdestabilisierungen berichtet. Es sei daher aus psych-
iatrischer Perspektive eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
ab Ende 2017 nachvollziehbar.

3.3.2 Dr. med. B.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
hielt im Gutachten vom 15. Juli 2020 (AB 82.1) samt Stellungnahme vom 
2. März 2021 (AB 93) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig-
keit eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Anteilen (ICD-10 F54) sowie eine Angst und depressive Störung gemischt 
(ICD-10 F41.2) vor dem Hintergrund einer narzisstischen Persönlichkeitss-
törung (ICD-10 F60.8) fest (AB 82.1 S. 13). Letztere stehe in diagnostischer 
Hinsicht im Vordergrund. Das narzisstische Thema dominiere alle Lebens-
bereiche und habe zu einem seit Jahren bestehenden Dasein am Exis-
tenzminimum und in ausgeprägter sozialer Zurückgezogenheit geführt. Die 
Persönlichkeitsstörung sei ferner mitbeteiligt an der Ausbildung einer chro-
nischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen. Auch 
die von den psychiatrischen Betreuern festgestellte Angst und depressive 
Störung gemischt stehe im Zusammenhang mit der Persönlichkeitsstörung 
und trete dann auf, wenn die narzisstischen Kompensationsmechanismen 
fehlschlügen. Mit dieser Beurteilung ergebe sich kein grundsätzlicher Wi-
derspruch zu den früheren psychiatrischen Beurteilern, sie hätten entweder 

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auf eine Persönlichkeitsbeurteilung verzichtet oder aber nur akzentuierte 
narzisstische Persönlichkeitszüge festgestellt, was einer mangelnden Aus-
wertung der persönlichen Anamnese geschuldet sein dürfte. In Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit sei der Beschwerdeführer zurzeit immer noch zu 100 % 
krank geschrieben (S. 14 f.). Die Persönlichkeit eines Menschen bestimme 
in groben Zügen seine Neigungen und Fähigkeiten, innere und äussere 
Anforderungen zu bewältigen. Solche Anforderungen könnten Auslöser von 
unmittelbar beobachtbaren psychischen Reaktionen sein, wie sie sie beim 
Beschwerdeführer in den in den Akten erwähnten Anpassungsstörungen 
oder als Angst und depressive Störung gemischt zum Ausdruck kämen 
(AB 93 S. 1 f.). Insgesamt habe sich seit dem Gutachten von 2013 eine 
Verschlechterung ergeben, wobei der Beschwerdeführer von seinem letz-
ten Arbeitgeber entlassen worden sei. Es habe sich damit eine deutliche 
Vertiefung der sozialen Isolation mit wohl entsprechenden psychischen 
Folgen ergeben. Für die objektiven medizinischen Befunde betreffend die 
Verschlechterung werde auf die Akten (Berichte der Praxis F.________ 
[AB 65 S. 25 f.] bzw. des Spitals G.________ vom 20. Dezember 2017 
[AB 65 S. 27 ff.], Aufnahmeberichte des Spitals H.________ vom 10. Janu-
ar 2018 [AB 65 S. 16 f.] sowie der Klinik I.________ vom 19. Januar 2018 
[AB 65 S. 12 ff.] und Bericht der psychosomatischen Abklärung in der Klinik 
J.________ vom 17. Februar 2020 [AB 66 S. 2 f.]) verwiesen. Diese Krisen 
führten zu temporären Verschlechterungen mit einer anschliessenden Er-
holung, aber über die ganze Zeitspanne seit dem Gutachten von 2013 sei 
von einer Verschlechterung auszugehen. Entsprechend dauere sie bis heu-
te an (S. 2 f.). Angesichts des Alters und der narzisstischen Persönlich-
keitsstörung sei davon auszugehen, dass die therapeutischen Aussichten 
ungünstig seien, weil der Umstand der Therapiebedürftigkeit bei narzissti-
schen Persönlichkeiten bereits sehr kränkend sei und entsprechend abge-
wehrt werde (S. 3). Betreffend die Arbeitsunfähigkeit führte der Gutachter 
aus, es sei davon auszugehen, dass die Persönlichkeitsstörung mit dem 
Verlust der Stelle und möglicherweise anderen äusseren Faktoren dekom-
pensiert sei und diese Dekompensation irreversibel sei (S. 4).

3.3.3 Dr. med. K.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, wies 
im Bericht vom 3. November 2020 (AB 87 S. 6) auf die durch 
Dr. med. B.________ beschriebene Verschlechterung des gesundheitli-

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chen Zustands des Beschwerdeführers ab Herbst 2017 hin, welche durch 
etliche Mediziner unabhängig voneinander festgestellt worden sei und 
schlussendlich zur Hospitalisation im Kriseninterventionszentrum im De-
zember 2017 und zur bis 2020 dauernden psychiatrischen ambulanten 
Therapie des Beschwerdeführers geführt habe.

3.3.4 Im Bericht vom 4. November 2020 (AB 87 S. 5) diagnostizierte 
Dr. med. L.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, eine 
mittelschwere rezidivierende depressive Erkrankung und eine Angststörung 
mit Panikattacken (ICD-10 F33.10, ICD-10 F41.0). Der Beschwerdeführer 
sei zu 100 % arbeitsunfähig.

3.3.5 Dr. med. M.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
sowie Praktischer Arzt, verwies in seiner Stellungnahme vom 5. November 
2020 (AB 87 S. 4) auf die von Dr. med. B.________ festgehaltene Gesamt-
situation, wonach im Herbst 2017 eine Verschlechterung der Gesamtsitua-
tion eingetreten, ein schwerer Gesundheitsschaden ausgewiesen und die 
Leistungsfähigkeit vollständig aufgehoben sei.

3.4 Aufgrund der Akten erstellt und zwischen den Parteien unbestritten 
ist, dass es seit dem Gutachten der MEDAS vom 23. Oktober 2013 
(AB 24.1) gestützt auf die beweiskräftige (vgl. hierzu BGE 143 V 124 
E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352) gutach-
terliche Einschätzung von Dr. med. B.________ vom 15. Juli 2020 
(AB 82.1) und vom 2. März 2021 (AB 93) zu einer wesentlichen Ver-
schlechterung des psychiatrischen Gesundheitszustandes gekommen ist. 
Folglich ist ein Revisionsgrund ausgewiesen, weshalb der Rentenanspruch 
des Beschwerdeführers umfassend zu prüfen ist (vgl. E. 2.5.4 hiervor). 

Das psychiatrische Gutachten samt Stellungnahme gibt ebenso mit Blick 
auf die Rechtsprechung zu den sogenannten Standardindikatoren bei psy-
chischen Gesundheitsschäden (vgl. hierzu BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 
141 V 281 E. 4.1 S. 296) zu keinen Beanstandungen Anlass. Nachdem die 
gutachterlich attestierte, vollständige Arbeitsunfähigkeit schlüssig dargelegt 
wurde und auch mit Blick auf die hier massgeblichen Beweisthemen keine 
Inkonsistenzen ersichtlich sind (vgl. dazu BGE 145 V 361 E. 3.2.2 S. 3.64), 
erübrigen sich diesbezügliche Weiterungen. 

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4.

Aufgrund der vom Gutachter wie auch den behandelnden Ärzten überein-
stimmend festgestellten und damit ausgewiesenen vollständigen Arbeitsun-
fähigkeit bzw. einem Invaliditätsgrad von 100 % hat der Beschwerdeführer 
Anspruch auf eine ganze Rente (vgl. E. 2.3 hiervor). Mit Blick auf das sinn-
gemässe Revisionsgesuch vom Dezember 2019 (vgl. AB 62 f.) ist der Zeit-
punkt der Rentenerhöhung unter Berücksichtigung von Art. 88bis Abs. 1 lit. a 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung (IVV; 
SR 831.201) nicht zu beanstanden.

5.

5.1 Die Invalidenrenten entsprechen den Altersrenten der Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (Art. 37 Abs. 1 IVG). Für die Berechnung der 
ordentlichen Invalidenrenten sind die Bestimmungen des Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 
(AHVG; SR 831.10) sinngemäss anwendbar. Der Bundesrat kann ergän-
zende Vorschriften erlassen (Art. 36 Abs. 2 IVG).

5.2 Für die Rentenberechnung werden Beitragsjahre, 
Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der 
rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 
20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles 
berücksichtigt (Art. 29bis Abs. 1 AHVG). Innerhalb der anwendbaren 
Rentenskala (Art. 52 der Verordnung vom 31. Oktober 1947 über die 
Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV; SR 831.101]) bestimmt 
sich der Rentenbetrag nach dem durchschnittlichen Jahreseinkommen. 
Dieses setzt sich zusammen aus den Erwerbseinkommen, den 
Erziehungsgutschriften und den Betreuungsgutschriften (Art. 29quater 
AHVG). Weil die Beiträge während einer langen Beitragskarriere zum 
Nominalbetrag bezahlt worden sind, wird die Summe der 
Erwerbseinkommen entsprechend dem Rentenindex aufgewertet (Art. 30 
Abs. 1 AHVG). Das durchschnittliche Jahreseinkommen wird alsdann 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Nov. 2021, IV/21/465, Seite 12

ermittelt, indem die Summe der aufgewerteten Erwerbseinkommen sowie 
die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften durch die Anzahl der 
Beitragsjahre geteilt werden (Art. 30 Abs. 2 AHVG).

5.3 Nach der Rechtsprechung bleiben im Falle einer revisionsweisen 
Erhöhung der Invalidenrente die bei der Festsetzung der ursprünglichen 
Invalidenrente massgebend gewesenen Berechnungsgrundlagen anwend-
bar, unabhängig davon, ob die Rentenrevision aufgrund einer Verschlech-
terung der ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung oder wegen 
des Eintritts eines neuen Gesundheitsschadens erfolgt (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 29. August 2013, 9C_123/2013, E. 3 mit Hin-
weis auf BGE 126 V 157 E. 4 und 5 S. 161 f.).

Entsprechend schreibt die Wegleitung des Bundesamts für Sozialversiche-
rungen (BSV) über die Renten in der Eidgenössischen Alters-, Hinterlasse-
nen- und Invalidenversicherung (RWL) den Ausgleichskassen in Rz. 5629 
für den Fall einer Änderung der Höhe des Rentenanspruchs aufgrund einer 
Änderung des Invaliditätsgrades vor, dass für die neue Rente die gleichen 
Berechnungsgrundlagen (Rentenskala und massgebendes durchschnittli-
ches Jahreseinkommen) massgebend bleiben wie für die bisherige Rente. 
Dies ist gemäss BGE 126 V 157 E. 6 S. 162 gesetzmässig.

5.4 Der Beschwerdeführer rügt unter Hinweis auf BGE 136 V 369, es 
handle sich um einen neuen Versicherungsfall, weshalb er mit dem fran-
kenmässigen Rentenbetrag nicht einverstanden sei (Beschwerde S. 1).

Vorliegend trat der Versicherungsfall „Rente“ bereits im Januar 1988 ein, 
wurde dem Beschwerdeführer doch mit Verfügung vom 24. April 1990 
(AB 1 S. 375) mit Wirkung ab 1. Januar 1988 eine Viertelsrente zugespro-
chen. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind bei einer revisi-
onsweisen Erhöhung der Rente die bei der Festsetzung der ursprünglichen 
Invalidenrente massgebend gewesenen Berechnungsgrundlagen – unab-
hängig davon, ob die Revision aufgrund einer Verschlechterung der ur-
sprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung oder wegen des Eintritts 
eines neuen Gesundheitsschadens erfolgt – weiterhin anwendbar. Mithin 
wird gestützt auf die ursprüngliche Rentenberechnung die neue Renten-
höhe berechnet (vgl. E. 5.3 hiervor) resp. werden entsprechend Art. 36 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. Nov. 2021, IV/21/465, Seite 13

Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 29bis Abs. 1 AHVG die bis zum 31. Dezember vor 
Eintritt des Versicherungsfalls erzielten Beitragsjahre, Erwerbseinkommen 
und Gutschriften berücksichtigt (vgl. E. 5.2 hiervor). 

Soweit sich der Beschwerdeführer auf BGE 136 V 369 beruft, kann ihm 
nicht gefolgt werden. Denn in den darin in E. 3.1.1 S. 374 zitierten Urteilen 
(Entscheid des BGer vom 10. Juni 2009, 9C_658/2008, E. 3.3; SVR 2007 
IV Nr. 7 S. 23 E. 3.1.1) erwähnte das Bundesgericht zwar die Frage, ob ein 
neuer Versicherungsfall anzuerkennen ist, wenn die Erhöhung des Invali-
ditätsgrades auf eine von der ursprünglichen Beeinträchtigung völlig ver-
schiedene Gesundheitsstörung zurückzuführen ist. Allerdings verwarf es 
eine Praxisänderung im Sinne des vom Beschwerdeführer Gewünschten. 
Vielmehr kann für die Leistungsart „Rente“ nur ein (einziger) Versiche-
rungsfall eintreten (vgl. SVR 2007 IV Nr. 7 S. 23). An dieser geltenden Pra-
xis hielt das Bundesgericht mit BGer 9C_123/2013 (vgl. E. 5.3 hiervor), 
welcher denn auch mehrere Jahre nach dem die hier nicht streitige Frage 
der versicherungsmässigen Voraussetzungen betreffenden BGE 136 V 369 
(Entscheid des BGer vom 25. Oktober 2010, 9C_369/2010) erging, klar und 
deutlich fest (vgl. auch BGE 147 V 133).

5.5 Was die – nach dem hiervor Dargelegten unverändert massgeben-
den – Rentenberechnungsfaktoren betrifft, macht weder der Beschwerde-
führer geltend, dass diese vorliegend unzutreffend angewendet worden 
wären, noch ist sonstwie ersichtlich, dass dem so wäre. Damit ist der in der 
Verfügung vom 27. Mai 2021 festgelegte Rentenbetrag (vgl. AB 104) nicht 
zu beanstanden.

6.

Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 27. Mai 
2021 (AB 104) als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

7.

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7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Strei-
tigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kos-
tenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine Par-
teientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

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desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.