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**Case Identifier:** 174f4c3a-313a-5824-acf8-4d387dffc1ab
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-12
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 12.04.2017 745 15 183/91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_745-15-183-91_2017-04-12.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 12. April 2017 (745 15 183 / 91) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Ergänzungsleistungen 

 

 

Abweisung der Beschwerde. Die Ausgleichskasse hat für die Berechnung der EL zu 

Recht auf die rechtskräftige Steuerveranlagung 2010 abgestellt. Der Beschwerdeführer 

vermag nicht zu belegen, dass die Steuerveranlagung 2010 klar ausgewiesene Irrtümer 

beinhaltet. Der Versicherte ist nicht in der Lage, den von ihm geltend gemachten Fehler 

mit seinen eingereichten Unterlagen ohne weiteres richtig zu stellen. 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Yves Thommen, Kantonsrich-

ter Markus Mattle, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 
4102 Binningen, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Ergänzungsleistung 
 
 
 
A.1 Der 1960 geborene A.____ meldete sich am 1. November 2011 bei der Ausgleichskas-
se Basel-Landschaft (Ausgleichskasse) zum Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) an. Am 
14. August 2013 wurde rückwirkend eine IV-Rente ab Juni 2008 verfügt. Am 27. Juni 2014 ver-

 

 
 
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fügte die Ausgleichskasse den EL-Anspruch rückwirkend ab 1. Juni 2008. Am 30. September 
2014 erhielt die Ausgleichskasse den Lohnausweis 2011 von einem Sohn des Versicherten 
sowie die Abmeldung zweier seiner Kinder und der damit verbundenen Aufforderung zur Neu-
berechnung der Mietkosten. Die Ausgleichskasse verlangte daraufhin die Abmeldebestätigun-
gen der Gemeinde X.____ für die beiden Kinder des Versicherten, welche sie am 18. November 
2014 erhielt. 
 
A.2 Am 8. Dezember 2014 verfügte die Ausgleichskasse die EL rückwirkend ab 1. Juni 
2008 neu, weil eine interne Kontrolle ergab, dass bei der Verfügung vom 27. Juni 2014 irrtümli-
cherweise zu viel Prämienverbilligung für die Tochter des Versicherten verrechnet wurde. Da 
die beiden Söhne des Versicherten per 16. September 2014 aus der elterlichen Wohnung aus-
gezogen sind, verfügte die Ausgleichskasse die EL infolge Anpassung des Mietzinses am 
12. Dezember 2014 rückwirkend ab September 2014 neu. 
 
A.3 Der Versicherte erhob Einsprache gegen die Verfügung vom 8. Dezember 2014 und 
brachte im Wesentlichen vor, dass er zwei Wohnungen in Y.____ besessen habe, wobei die 
erste Wohnung am 19. März 2010 verkauft worden sei. Deshalb seien die Wohnungseinnah-
men ab 2010 zu halbieren. Die zweite Wohnung in Y.____ sei am 6. Juni 2013 versteigert wor-
den, weshalb ab jenem Zeitpunkt die Einnahmen entfielen. Ausserdem seien alle drei Kinder 
2014 ausgezogen. Die Mietkosten müssten neu berechnet werden. 
 
A.4 Mit Einspracheentscheid vom 28. April 2015 hiess die Ausgleichskasse die Einsprache 
des Versicherten teilweise gut und hob die EL-Verfügungen vom 8. Dezember 2014 und vom 
12. Dezember 2014 teilweise auf. Durch Anrechnung des halben Eigenmietwertes und Anpas-
sung der Gebäudeunterhaltskosten für die Wohnung in Y.____ ab April 2010 sowie infolge 
Wegfall dieser Wohnung aus der EL-Berechnung ab Juni 2013 wurden die Verfügungen korri-
giert. Im Übrigen wurde die Einsprache bezüglich Anpassung des Mietzinses infolge Wegzugs 
der drei Kinder aus der elterlichen Wohnung abgewiesen, da diese Anpassung bereits erfolgte. 
 
B. Hiergegen erhob der Versicherte am 19. Mai 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). In seiner Beschwer-
debegründung vom 27. Mai 2015 beantragte er sinngemäss, dass das angerechnete Erwerbs-
einkommen für das Jahr 2010 von Fr. 30‘000.-- zu korrigieren sei. Er habe bei der Steuerver-
waltung Basel-Landschaft (Steuerverwaltung) um eine Änderung des Steuerbescheids 2010 
gebeten. Sobald die geänderten Steuerbescheide vorliegen würden, was bis sechs Monate 
dauern könne, seien diese als neue Berechnungsgrundlage heranzuziehen. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Juli 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne. 
 
D. Am 27. August 2015 verfügte das Kantonsgericht, dass das Verfahren bis zum Vorlie-
gen der rechtskräftigen definitiven Steuerveranlagungen 2010 sistiert wird. Am 28. Januar 2016 
sowie am 23. Juni 2016 verfügte das Kantonsgericht jeweils, dass das Verfahren bis zum 
rechtskräftigen Abschluss des steuerrechtlichen Verfahrens weiterhin sistiert bleibt. Schliesslich 

 

 
 
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führte das Kantonsgericht in seiner Verfügung vom 1. September 2016 aus, dass der Versicher-
te gegen das Urteil der Präsidentin des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwal-
tungsrecht, vom 7. Juni 2016 beim Bundesgericht Beschwerde erhoben habe. Die II. öffentlich-
rechtliche Abteilung des Bundesgerichts sei mit Urteil vom 7. Juli 2016 (2C_621/2016) nicht 
darauf eingetreten. Damit sei das steuerrechtliche Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Der 
Fall werde nun dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. 
 
E. Anlässlich der Urteilsberatung vom 3. November 2016 ist das Kantonsgericht zur Auf-
fassung gelangt, dass eine abschliessende Beurteilung aufgrund der vorliegenden Akten noch 
nicht möglich ist. Es hat deshalb beschlossen, den Fall auszustellen und dem Beschwerdefüh-
rer Gelegenheit zu geben, bis zum 5. Dezember 2016 Beweismittel einzureichen, welche sein 
(fehlendes) Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für das Jahr 2010 belegen. 
 
F. Am 23. November 2016 gab der Beschwerdeführer am Schalter des Kantonsgerichts 
drei Bundesordner mit etlichen Unterlagen (unter anderem Steuerunterlagen 2010, Steuererklä-
rung 2010, manuelle Buchhaltung 2010 des Geschäftes B.____) ab. 
 
G. Mit Schreiben vom 5. Dezember 2016 bat das Kantonsgericht die Steuerverwaltung, 
schriftlich darzulegen, aus welchen Gründen sie das Einkommen aus selbständiger Erwerbstä-
tigkeit des Versicherten in der Steuererklärung 2010 auf Fr. 30‘000.-- eingeschätzt habe. Am 
15. Dezember 2016 erklärte die Steuerverwaltung, dass die vom Beschwerdeführer eingereich-
ten Unterlagen zur selbständigen Erwerbstätigkeit sowohl im Jahr 2009 als auch im Jahr 2010 
nicht den Mindestanforderungen bezüglich Inhalt und Transparenz entsprochen hätten. Deswe-
gen habe der Gewinn aus selbständiger Erwerbstätigkeit unter Würdigung der bekannten Tat-
sachen und mittels Branchenvergleich nach pflichtgemässem Ermessen festgelegt werden 
müssen. 
 
H. Nach Ablauf der ihm angesetzten Frist reichte der Beschwerdeführer am 22. Dezember 
2016 unter anderem die Steuererklärung 2009 des Kantons Z.____ nach. Am 27. Januar 2017 
reichte der Beschwerdeführer – erneut unaufgefordert – einen Auszug aus dem Handelsregis-
teramt des Kantons Z.____, die Steuererklärung 2009 sowie weitere Unterlagen ein. Schliess-
lich reichte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 21. Februar 2017 Rechnungen der Treu-
hand C.____ für die Ausfertigung der Steuererklärungen 2009 sowie 2010 ein. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Al-
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) vom 6. Oktober 2006 auf die Ergän-
zungsleistungen anwendbar sind, kann gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger 
beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist 
nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Per-

 

 
 
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son zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in 
X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzi-
ge gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versiche-
rungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden 
Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde des 
Versicherten ist somit einzutreten. 
 
2. Zwischen den Parteien noch streitig ist im Wesentlichen der in der Berechnung der EL 
des Jahres 2010 als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit eingesetzte Betrag von 
Fr. 30‘000.--. Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe im Jahre 2010 gar nicht gearbeitet, 
weshalb ein Betrag in der Höhe von Fr. 0.-- hätte eingesetzt werden müssen. Er habe bei der 
Steuerverwaltung um eine Änderung des Steuerbescheids 2010 gebeten. Sobald die geänder-
ten Steuerbescheide vorlägen, seien diese als neue Berechnungsgrundlage heranzuziehen. 
Demgegenüber stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass der Sachverhalt 
massgebend sei, der sich am 28. April 2015 präsentiert habe. Zu diesem Zeitpunkt habe das 
Einkommen von Fr. 30‘000.-- für das Jahr 2010 auf einer (rechtskräftigen) definitiven Steuer-
veranlagung basiert. 
 
3.1 Gemäss Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 ermitteln die kantonalen Steuerbehörden das für die Be-
messung der Beiträge massgebende Erwerbseinkommen auf Grund der rechtskräftigen Veran-
lagung für die direkte Bundessteuer, das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der ent-
sprechenden rechtskräftigen kantonalen Veranlagung unter Berücksichtigung der interkantona-
len Repartitionswerte. Abs. 4 derselben Bestimmung hält fest, dass die Angaben der kantona-
len Steuerbehörden für die Ausgleichskassen verbindlich sind. 
 
3.2 In der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL) ist in der 
Randziffer 3422.01 („Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit“) festgehalten, dass bei 
Personen mit nichtlandwirtschaftlichem Betrieb das Einkommen massgebend ist, welches sich 
aus dem Bruttoertrag nach Abzug der Gewinnungskosten ergibt. Im Allgemeinen kann dazu auf 
die Steuertaxation abgestellt werden. Bestreitet die Person die Richtigkeit der Steuertaxation, 
so hat sie selbst über das Betriebsergebnis genaue Angaben zu liefern. 
 
3.3 Gemäss Rechtsprechung darf das Sozialversicherungsgericht von rechtskräftigen 
Steuertaxationen bloss dann abweichen, wenn diese klar ausgewiesene Irrtümer enthalten, die 
ohne weiteres richtig gestellt werden können, oder wenn sachliche Umstände gewürdigt werden 
müssen, die steuerrechtlich belanglos, sozialversicherungsrechtlich aber bedeutsam sind. Blos-
se Zweifel an der Richtigkeit einer Steuerveranlagung genügen hierzu nicht, denn die ordentli-
che Einkommens- und Vermögensermittlung obliegt den Steuerbehörden, in deren Aufgaben-
kreis das Sozialversicherungsgericht nicht mit eigenen Veranlagungsmassnahmen eingreifen 
darf. Die versicherte Person hat ihre Rechte im Hinblick auf die AHV-rechtliche Bemessung 
deshalb grundsätzlich im Steuerjustizverfahren zu wahren (vgl. BGE 110 V 371). 

 

 
 
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4.1 Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer erst im Mai 2015 Einsprache gegen die 
Steuerveranlagung 2010 erhoben. Gegen den Einspracheentscheid der Steuerverwaltung er-
hob der Versicherte sodann Rekurs beim Steuergericht Basel-Landschaft. Der Präsident des 
Steuergerichts trat auf den Rekurs nicht ein. Auf die dagegen gerichtete Beschwerde des Versi-
cherten trat die Präsidentin des Kantonsgerichts, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht, 
ebenfalls nicht ein. Schliesslich trat auch das Bundesgericht mit Urteil vom 7. Juli 2016 
(2C_621/2016) auf die Beschwerde des Versicherten nicht ein. Damit ist das steuerrechtliche 
Verfahren rechtskräftig abgeschlossen. Die Ausgleichskasse hat sich demnach grundsätzlich zu 
Recht auf die für sie verbindliche Steuerveranlagung gestützt (vgl. E. 3.1 hiervor). 
 
4.2 Zu Gunsten des Beschwerdeführers ist aber immerhin festzuhalten, dass er für das 
Jahr 2010 keine Steuern bezahlen musste. Deshalb gab es für ihn verständlicherweise zu je-
nem Zeitpunkt keinen Anlass, gegen die Steuerveranlagung 2010 vorzugehen. Im steuerrechtli-
chen Verfahren hätte es wohl auch am Rechtsschutzinteresse gemangelt. Insofern ist es 
durchaus nachvollziehbar, dass es nicht zu einer Überprüfung der Steuerveranlagung kam. 
Auch im fünf Jahre später eingeleiteten Steuerverfahren wurde gar nie materiell über die Frage 
nach der Richtigkeit der in der Steuerveranlagung 2010 eingesetzten Fr. 30‘000.-- als selbstän-
dig erworbenes Einkommen entschieden. Die gerichtlichen Instanzen traten allesamt auf die 
Rechtsmittel des Versicherten nicht ein. 
 
4.3 Die Höhe des massgebenden Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit hatte 
auf die zu bezahlenden Steuern keine entscheidenden Auswirkungen. Für die Berechnung der 
EL ist sie hingegen durchaus relevant. Da der Beschwerdeführer die Richtigkeit der Steuertaxa-
tion 2010 bestreitet, ist im Folgenden zu prüfen, ob es ihm gelingt, dies mittels seiner einge-
reichten Unterlagen zu belegen. Damit von der rechtskräftigen Steuerveranlagung abgewichen 
werden könnte, müsste der Versicherte über das Betriebsergebnis 2010 selber genaue Anga-
ben liefern und damit beweisen, dass die Steuertaxation klar ausgewiesene Irrtümer enthaltet 
(vgl. E. 3.2 und 3.3 hiervor). 
 
4.4 Es gibt einige Anhaltspunkte, welche für das Vorbringen des Beschwerdeführers bzw. 
gegen die Richtigkeit der Steuerveranlagung 2010 sprechen. Aus den vorliegenden Akten wird 
ersichtlich, dass die Steuerverwaltung das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit in 
der Steuererklärung 2010 nach pflichtgemässem Ermessen auf einen Betrag in der Höhe von 
Fr. 30‘000.-- eingeschätzt hat, weil die vom Versicherten eingereichten Unterlagen keinen ge-
nügenden Aufschluss über die tatsächlichen Zahlen geben konnten. Da die Steuerverwaltung 
den Betrag in Bezug auf das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit nach Ermessen 
eingeschätzt hat, entspricht der Betrag unbestritten nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. 
Dies ergibt sich aus der Auskunft der Steuerverwaltung vom 15. Dezember 2016 sowie auch 
aus den eingereichten Unterlagen des Beschwerdeführers. In seinen Unterlagen liegen zwei 
verschiedene Versionen der Steuererklärung 2010. Eine Version beinhaltet den vom Versicher-
ten geltend gemachten Betrag von Fr. 897.-- als Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit. 
In der anderen Version wurde der vom Versicherten eingesetzte Betrag von Fr. 897.-- von der 
Steuerverwaltung durchgestrichen und auf Fr. 30‘000.-- korrigiert. 

 

 
 
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Es kommt hinzu, dass der Versicherte seit 2008 IV-Rentner ist und seine „D.____“ GmbH im 
Jahre 2008 bzw. sein Einzelunternehmen „E.____“ im Jahre 2010 aus dem Handelsregister 
gelöscht wurde. Danach übernahmen die Söhne des Beschwerdeführers sowie seine Ehefrau 
den Familienbetrieb unter neuem Firmennamen („F.____“ bzw. „G.____“). 
 
4.5 Damit liegen zwar gewisse Indizien gegen das amtlich eingeschätzte Einkommen vor. 
Trotzdem gelingt es dem Beschwerdeführer nicht, mittels seiner eingereichten Unterlagen ge-
naue und nachvollziehbare Angaben über das tatsächliche Betriebsergebnis 2010 zu liefern. 
Seine von Hand geführte Buchhaltung über das Geschäft weist zwar ein Betriebsergebnis 2010 
von Fr. 897.-- aus, doch die Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben des Geschäfts liefert 
kein vollständiges Bild über den Geschäftsgang. Voraussetzung dafür, dass auf die rechtskräf-
tige Steuerveranlagung ausnahmsweise nicht abgestellt wird, wäre jedoch, dass der Versicher-
te klar ausweisen könnte, dass er – entgegen der Steuerveranlagung 2010 – nicht Fr. 30‘000.-- 
verdient hat. 
 
Es ist zwar unbestritten, dass der Betrag von Fr. 30‘000.-- nicht den Tatsachen entspricht, son-
dern von der Steuerverwaltung eingeschätzt wurde. Der Beschwerdeführer vermag jedoch um-
gekehrt auch nicht rechtsgenüglich zu beweisen, wie hoch seine Einkünfte aus selbständiger 
Erwerbstätigkeit 2010 tatsächlich waren. Aufgrund der Aktenlage war es unumgänglich, dass 
die Steuerverwaltung die Höhe des Einkommens aus selbständiger Erwerbstätigkeit nach 
pflichtgemässem Ermessen eingeschätzt hat, da die Aufzeichnungen des Versicherten über 
seine Einnahmen und Ausgaben mangelhaft sind. Demzufolge vermag der Beschwerdeführer 
mangels einer ordentlichen und nachvollziehbaren Buchhaltung betreffend das Betriebsergeb-
nis 2010 nicht zu beweisen, dass die Steuertaxation 2010 klar ausgewiesene Irrtümer enthält. 
Daher ist im Ergebnis auf die rechtskräftige Steuertaxation abzustellen. 
 
5. Aus dem Gesagten ergibt sich zusammenfassend, dass die Ausgleichskasse für die 
Berechnung der EL zu Recht auf die rechtskräftige Steuerveranlagung 2010 abgestellt hat. Der 
Beschwerdeführer vermag nicht zu belegen, dass die Steuerveranlagung 2010 klar ausgewie-
sene Irrtümer beinhaltet. Der Versicherte ist nicht in der Lage, den von ihm geltend gemachten 
Fehler mit seinen eingereichten Unterlagen ohne weiteres richtig zu stellen. Unter diesen Um-
ständen ist die Beschwerde des Versicherten abzuweisen. 
 
6. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wett-
zuschlagen. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

Gegen diesen Entscheid wurde vom Beschwerdeführer am 5. Juni 2017 Beschwerde beim 
Bundesgericht (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren-Nr. 9C_419/2017) erhoben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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