# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 485411c5-3014-5875-9b97-187e2a08c8f0
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-31
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.05.2021 III 2021 44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-44_2021-05-31.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 44

Entscheid vom 31. Mai 2021 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
MLaw Marcel Käselau, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,

gegen

1. Anwaltskommission des Kantons Schwyz, 
Kollegiumstrasse 28, Postfach 2265, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. C.________,
Beschwerdegegner,

Gegenstand Anwaltsrecht (Parteirechte / Urteilsverkündung)

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Sachverhalt:

A. Mit Eingabe vom 30. Juni 2020 erhob A.________ Aufsichtsanzeige an die 
Anwaltskommission des Kantons Schwyz gegen Rechtsanwalt C.________. lm 
Rahmen der Anzeige sowie mit Eingabe vom 8. Oktober 2020 stellte A.________ 
einen Antrag auf Ausübung von Parteirechten und ersuchte um Bekanntgabe des 
Termins der Urteilsverkündung, eventualiter auf Zustellung einer Kopie des Ent-
scheids oder auf Einsicht in den Entscheid der Anwaltskommission (Vi-act. 1 und 
2).

B. A.________ und Rechtsanwalt C.________ wurde mit Verfügung vom 15. 
Oktober 2020 mitgeteilt, dass das Gesuch betreffend Parteirechte / Urteilsver-
kündung fortan unter der Verfahrensnummer D.________ behandelt werde (Vi-
act. 3). Mit gleicher Verfügung wurde Rechtsanwalt C.________ Gelegenheit zur 
Vernehmlassung zur Eingabe vom 8. Oktober 2020 eingeräumt, worauf dieser 
mit Schreiben vom 4. November 2020 verzichtete (Vi-act. 4).

C. Mit Beschluss Nr. D.________ vom 17. Februar 2021 (Versand am 22. Fe-
bruar 2021) lehnte die Anwaltskommission des Kantons Schwyz die Verfahrens-
anträge von A.________ betreffend Parteirechte / Urteilsverkündung ab (Bf-act. 
1).

D. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 10. März 2021 (Versand glei-
chentags) Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und bean-
tragt:

1. Der Beschluss der Anwaltskommission des Kantons Schwyz im Verfah-
ren D.________ vom 17.02.2021 sei aufzuheben.

2. Die Vorinstanz sei anzuweisen, den Entscheid im hängigen Disziplinar-
verfahren gegen C.________ (D.________) öffentlich zu verkünden.

3.1 Die Vorinstanz sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer mitzuteilen, wann 
und wo die öffentliche Urteilsverkündung stattfinden wird.

3.2 Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, dem Beschwerdeführer Ge-
legenheit einzuräumen, das begründete Urteil einzusehen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zu Lasten der Vor-
instanz und des Beschwerdegegners.

E. Mit Eingabe vom 15. März 2021 verzichtet die Vorinstanz auf die Einrei-
chung einer Vernehmlassung.

F. Mit Eingabe vom 20. April 2021 beantragt der Beschwerdegegner auf die 
Beschwerde nicht einzutreten.

G. Mit Eingabe vom 5. Mai 2021 hält der Beschwerdeführer an seinen Anträ-
gen und Vorbringen fest.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und vorliegend zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer gestützt auf 
Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreihei-
ten (SR 0.101; nachfolgend: EMRK) bzw. Art. 29 und Art. 30 Abs. 3 der Bundes-
verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101; BV) vom 18. April 
1999 einen Anspruch hat, dass der Entscheid der Vorinstanz öffentlich verkündet 
wird oder dass ihm die Gelegenheit eingeräumt wird, das begründete Urteil ein-
zusehen.

2.1 Gemäss Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person ein Recht darauf, dass über 
Streitigkeiten in Bezug auf ihre zivilrechtlichen Ansprüche und Verpflichtungen 
oder über eine gegen sie erhobene strafrechtliche Anklage von einem unabhän-
gigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht in einem fairen Ver-
fahren, öffentlich und innerhalb angemessener Frist verhandelt wird. Das Urteil 
muss öffentlich verkündet werden; Presse und Öffentlichkeit können jedoch 
während des ganzen oder eines Teiles des Verfahrens ausgeschlossen werden, 
wenn dies im Interesse der Moral, der öffentlichen Ordnung oder der nationalen 
Sicherheit in einer demokratischen Gesellschaft liegt, wenn die Interessen von 
Jugendlichen oder der Schutz des Privatlebens der Prozessparteien es verlan-
gen oder – soweit das Gericht es für unbedingt erforderlich hält – wenn unter be-
sonderen Umständen eine öffentliche Verhandlung die Interessen der Rechts-
pflege beeinträchtigen würde.

2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und 
Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf 
Beurteilung innert angemessener Frist. Parteien haben Anspruch auf rechtliches 
Gehör (Abs. 2). Jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, hat 
Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aus-
sichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie 
ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand (Abs. 3). Art. 30 Abs. 3 
BV wiederum sieht vor, dass Gerichtsverhandlung und Urteilsverkündung öffent-
lich sind, wobei das Gesetz Ausnahmen vorsehen kann.

3. Vorliegend stellen sich zwei Fragen: Einerseits gilt zu prüfen, ob die vom 
Beschwerdeführer angerufenen Bestimmungen (Art. 6 Ziff. 1 EMRK sowie Art. 29 
und Art. 30 Abs. 3 BV) im Verfahren vor der Vorinstanz überhaupt anwendbar 
sind. Andererseits ist fraglich und von der Vorinstanz in Abrede gestellt worden, 
ob sich der Beschwerdeführer auf die genannten Bestimmungen berufen kann.

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4.1 Sowohl Art. 6 Ziff. 1 EMRK als auch Art. 30 Abs. 3 BV beziehen sich vom 
Wortlaut her ausdrücklich nur auf Gerichte. Art. 6 Ziff. 1 EMRK spricht von einem 
unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht. Art. 30 BV 
bezieht sich gemäss dem Titel des Artikels auf gerichtliche Verfahren, und Abs. 3 
derselben Bestimmung sieht vor, dass Gerichtsverhandlung und Urteilsverkün-
dung öffentlich sind. 

Art. 29 BV garantiert zwar in Absatz 1 in Verfahren vor Gerichts- und Verwal-
tungsinstanzen das Recht auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beur-
teilung innert angemessener Frist und in den Absätzen 2 und 3 den Anspruch auf 
rechtliches Gehör, unentgeltliche Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsbei-
stand. Jedoch lässt sich aus Art. 29 BV kein Anspruch auf öffentliche Urteilsver-
kündung oder auf Einsicht in den Entscheid der Vorinstanz ableiten, weswegen 
darauf nicht weiter einzugehen ist, insbesondere da der Beschwerdeführer die 
Verletzung von Art. 29 BV (wie auch diejenige von Art. 30 Abs. 3 BV) nicht sub-
stantiiert gerügt hat.

4.2 Nachfolgend gilt daher zunächst zu prüfen, ob die Vorinstanz als Gericht 
i.S.v. Art. 6 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 30 Abs. 3 BV anzusehen ist, da nur diesfalls 
die in diesen Bestimmungen garantierten Verfahrensrechte zur Anwendung ge-
langen.

4.2.1  Als Gericht i.S.v. Art. 6 Ziff. 1 EMRK bzw. Art. 30 BV gilt eine Behörde, die 
nach Gesetz und Recht in einem justizförmigen, fairen Verfahren begründete und 
bindende Entscheidungen über Streitfragen trifft. Sie braucht nicht in die ordentli-
che Gerichtsstruktur eines Staates eingegliedert zu sein, muss jedoch organisa-
torisch und personell, nach der Art ihrer Ernennung, der Amtsdauer, dem Schutz 
vor äusseren Beeinflussungen und nach ihrem äusseren Erscheinungsbild so-
wohl gegenüber anderen Behörden als auch gegenüber den Parteien unabhän-
gig und unparteiisch sein. Nebst den Merkmalen der Unabhängigkeit und Unpar-
teilichkeit gehört zu seinem Wesen, dass ein Gericht die rechtserheblichen Tat-
sachen selber erhebt, die Rechtssätze auf diesen in einem rechtsstaatlichen Ver-
fahren ermittelten Sachverhalt anwendet und für die Parteien bindende Entschei-
dungen in der Sache fällt. Es muss über umfassende Kognition in tatsächlicher 
und rechtlicher Hinsicht verfügen (BGE 139 III 98 Erw. 4.2 m.w.H.).

4.2.2  Das kantonale Anwaltsgesetz (KAnwG; SRSZ 280.110) vom 29. Mai 2002 
vollzieht gemäss § 1 Abs. 2 das Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwäl-
tinnen und Anwälte (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) vom 23. Juni 2000. 
Gemäss § 3 Abs. 1 KAnwG besteht die Anwaltskommission des Kantons Schwyz 
aus fünf Mitgliedern sowie zwei Ersatzmitgliedern. Die Mitglieder der Anwalts-

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kommission müssen entweder ein Rechtsanwaltspatent besitzen, das zur Eintra-
gung in ein kantonales Anwaltsregister berechtigt, oder ein juristisches Studium 
mit einem Lizentiat einer schweizerischen Hochschule oder einem gleichwertigen 
Hochschuldiplom eines Staates, der mit der Schweiz die gegenseitige Anerken-
nung vereinbart hat, abgeschlossen haben (Abs. 2). Ein Mitglied muss einem 
kantonalen Gericht angehören. Zwei Mitglieder und ein Ersatzmitglied müssen im 
Anwaltsregister des Kantons Schwyz eingetragen sein und als Anwältin oder 
Anwalt im Kanton Schwyz praktizieren (Abs. 3). Das Kantonsgericht wählt die 
Mitglieder der Anwaltskommission auf eine Amtsdauer von vier Jahren und be-
zeichnet den Präsidenten oder die Präsidentin (§ 4 Abs. 1 und 2 KAnwG). 

Die Anwaltskommission des Kantons Schwyz erfüllt alle Aufgaben gemäss dem 
BGFA und gemäss dem KAnwG (§ 6 Abs. 1 KAnwG). Ihr obliegen unter anderem 
generelle und umfassende Aufsichtsbefugnisse, da sie die kantonale Aufsichts-
behörde über die Anwältinnen und Anwälte i.S.v. Art. 14 BGFA ist (§ 6 Abs. 1 
lit. e i.V.m. § 14 KAnwG). Sie sanktioniert unmittelbar Verstösse gegen die dem 
Rechtsanwalt durch das BGFA auferlegten Pflichten (Art. 17 Abs. 1 BGFA i.V.m. 
§ 6 Abs. 1 und §§ 15 ff. KAnwG). Dabei wird die Anwaltskommission nicht nur 
auf Anzeige hin, sondern auch von Amtes wegen tätig (§ 16 Abs. 1 KAnwG). 

4.2.3  Die Anwaltskommission des Kantons Schwyz wahrt damit in einem umfas-
senden Sinn das öffentliche Interesse an der ordnungsgemässen Ausübung des 
Anwaltsberufs. Wenn sie einen Anwalt disziplinarisch bestraft, verfolgt sie selber 
dieses Ziel. Sie steht dem Rechtsanwalt, der die Rechtmässigkeit dieser Aufga-
benwahrnehmung bestreitet, deshalb als Gegenpartei und nicht als "rechter Mitt-
ler" gegenüber. Somit ist die Anwaltskommission gegenüber den Anwälten, ge-
gen die sie ein Disziplinarverfahren durchführt, nicht unparteiisch (vgl. dazu obige 
Erw. 4.2.1 m.H.). Eine solchermassen konstruierte Behörde erfüllt die Anforde-
rungen an ein unabhängiges Gericht nicht. Diese Konstellation ist allerdings un-
bedenklich, soweit gegen die Entscheide der Anwaltskommission ein Rechtsmit-
tel an eine gerichtliche Instanz offensteht, die ihrerseits den Anforderungen von 
Art. 6 EMRK genügt (vgl. zum Ganzen Bundesgerichtsurteil 2C_952/2014 vom 
9.7.2015 Erw. 2.3; BGE 136 I 228 Erw. 3a). Dies ist vorliegend der Fall, da 
gemäss § 18 KAnwG gegen Entscheide der Anwaltskommission und ihrer Präsi-
dentin oder ihres Präsidenten beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Be-
schwerde erhoben werden kann. Eine unabhängige Rekurskommission in An-
waltssachen mit richterlicher Unabhängigkeit, wie sie beispielsweise der Kanton 
Thurgau kennt (vgl. § 10 des Anwaltsgesetzes des Kantons Thurgau [SRTG 
176.1] vom 19.12.2001), besteht im Kanton Schwyz nicht. 

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4.3 Nach dem Gesagten handelt es sich bei der Anwaltskommission des Kan-
tons Schwyz nicht um ein Gericht im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK bzw. von 
Art. 30 (Abs. 3) BV. Die in diesen Bestimmungen vorgesehenen Verfahrensga-
rantien sind daher nicht im Verfahren vor der Vorinstanz anwendbar und der Be-
schwerdeführer kann daraus nicht den Anspruch auf öffentliche Urteilsverkün-
dung oder Einsichtnahme in den Entscheid der Vorinstanz betreffend das von 
ihm zur Anzeige gebrachte Disziplinarverfahren ableiten.

4.4.1  Aus dem Bundesgerichtsurteil 2C_204/2020 (und 2C_205/2020) vom 
3. August 2020 kann der Beschwerdeführer nichts anderes zu seinen Gunsten 
ableiten (Beschwerde S. 7 Rz. 24 ff.). In jenem Verfahren hatte das Bundesge-
richt einerseits (nur) zu prüfen, ob die (anwaltsrechtliche) Verweigerung oder der 
(anwaltsrechtliche) Entzug der Erlaubnis zur Berufsausübung als civil right zu 
qualifizieren ist, was bejaht wurde (Erw. 2.2.1 f.). Anderseits bejahte es die Rüge 
des Beschwerdeführers, dass die Vorinstanz (Verwaltungsgericht Bern) deshalb 
eine öffentliche Verhandlung betreffend die angefochtene von der Bernischen 
Anwaltsaufsichtsbehörde ausgesprochene Verwarnung hätte durchführen müs-
sen, auch wenn im verwaltungsgerichtlichen Verfahren das Verschlechterungs-
verbot zum Tragen komme, weil dieses an der Qualifikation als zivilrechtliche 
Streitigkeit nichts ändere (Erw. 2.3.1). Unbestritten war, dass es sich bei der Ber-
nischen Anwaltsaufsichtsbehörde um eine Verwaltungsbehörde und nicht um ein 
Gericht handelt, weshalb dort die aus Art. 6 EMRK fliessenden Garantien auch 
nicht eingehalten wurden bzw. einzuhalten waren (Erw. 2.3.3). Zu Recht hatte 
daher bereits das Verwaltungsgericht des Kantons Bern die Rüge des Be-
schwerdeführers, das Verfahren vor der Anwaltsaufsichtsbehörde sei nicht in 
Art. 6 Ziff. 1 EMRK genügender Weise durchgeführt worden, mit dem Argument 
entkräftet, dass die Vorgaben von Art. 6 Ziff. 1 EMRK auf die Aufsichtsbehörde 
als Verwaltungsbehörde nicht zur Anwendung kommen (Urteil 100.2019.15U des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.1.2020 Erw. 4). 

4.4.2  Wenn § 8 Abs. 1 der Verordnung des Zürcher Obergerichts über die Auf-
sichtskommission über die Anwältinnen und Anwälte (SRZH 215.2) vom 15. De-
zember 2004 die Aufsichtskommission bei gegebenem berechtigten Interesse 
ermächtigt, die Öffentlichkeit über die Einleitung eines Verfahrens oder einen 
Entscheid der Aufsichtskommission zu informieren (vgl. Beschwerde S. 10 
Rz. 42), lässt sich hieraus ableiten, dass auch die Aufsichtskommission des Kan-
tons Zürich keine richterliche Behörde darstellt und insbesondere kein (individuel-
ler) Anspruch auf entsprechende Informationen besteht. 

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4.4.3  Art. 30 Abs. 3 BV (und Art. 29 BV; vgl. vorstehend Erw. 4.1), auf welche 
Bestimmung sich der Beschwerdeführer auch beruft (Beschwerde S. 12 f. 
Rz. 57 f.) geht nicht über die aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK fliessenden Verfahrensrech-
te hinaus (vgl. Steinmann, St. Galler Kommentar zu Art. 30 BV, Rz. 50). Von der 
Urteilsverkündung gemäss Art. 30 Abs. 3 BV ist die förmliche Eröffnung (bloss) 
an die Verfahrensbeteiligten zu unterscheiden (Steinmann, a.a.O., Art. 30, 
Rz. 61; derselbe, a.a.O., Art. 29, Rz. 50). 

5.1 Die Vorinstanz hat ohne Prüfung der Anwendbarkeit von Art. 6 Ziff. 1 
EMRK das Gesuch des Beschwerdeführers mit der Begründung abgewiesen, er 
habe keine Parteistellung im Verfahren und könne daher keine Rechte aus den 
genannten Bestimmungen ableiten. Ob der vorinstanzlichen Auffassung bei-
zupflichten wäre, kann aufgrund des oben Ausgeführten (insb. Erw. 4.3) offen 
bleiben, da die Anwendbarkeit von Art. 6 Ziff 1. EMRK (wie auch diejenige von 
Art. 29 und Art. 30 Abs. 3 BV) im Verfahren vor der Vorinstanz zu verneinen ist.

5.2 Anzumerken ist in Bezug auf die Erwägung der Vorinstanz jedoch, dass 
das Bundesgericht (mehrfach) festgehalten hat, dass ein Anspruch auf öffentli-
che Urteilsverkündung nicht nur den (Verfahrens-)Parteien, insb. dem Beschul-
digten im (Verwaltungs-)Strafverfahren, sondern auch der Öffentlichkeit (nicht 
verfahrensbeteiligten Dritten) zusteht. Diesen (Informations-)Anspruch der Öffent-
lichkeit leitet das Bundesgericht aus dem grundrechtlich verankerten rechtsstaat-
lichen Öffentlichkeitsprinzip (Art. 30 Abs. 3 BV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK) ab, wobei es 
festhält, dass es sich dabei nicht um einen pauschalen und unbeschränkten An-
spruch handelt (vgl. BGE 134 I 286 Erw. 6.5). Der Anspruch der Öffentlichkeit auf 
öffentliche Urteilsverkündung wird vom Bundesgericht jedoch nur dann aner-
kannt, wenn ein berechtigtes bzw. schutzwürdiges Interesse an der Kenntnis-
nahme eines (Straf-)Urteils nachgewiesen wird und keine überwiegenden öffent-
lichen oder privaten Interessen der beantragten Einsichtnahme entgegenstehen. 
Gemäss Bundesgericht ist ein solches schutzwürdiges Interesse für den Anzei-
ger in einem (Verwaltungs-)Strafverfahren ohne weiteres zu bejahen. Es gilt je-
doch explizit darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht diesen Anspruch (im 
Einklang mit dem Wortlaut von Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 30 Abs. 3 BV) ledig-
lich für gerichtliche Verfahren anerkennt (in Bezug auf Anerkennung des An-
spruchs nur bei gerichtlichen Verfahrenen siehe insb. Bundesgerichtsurteil 
1P.298/2006 vom 1.9.2006 Erw. 2.2 erster Satz und BGE 139 I 129 Erw. 3.3 letz-
ter Absatz; vgl. zum Ganzen BGE 124 IV 234 Erw. 3c ff.; Bundesgerichtsurteil 
1P.298/2006 vom 1.9.2006 Erw. 2.2 ff.; BGE 134 I 286 Erw. 5 ff.; BGE 139 I 129 
Erw. 3.3).

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5.3 Ob die vom Bundesgericht für Straf- und Verwaltungsstrafverfahren entwi-
ckelte Praxis (vgl. Erw. 5.2) auch auf Disziplinarverfahren im Bereich des An-
waltsrechts anwendbar ist, kann an dieser Stelle offen bleiben. Denn der vom 
Bundesgericht anerkannte Anspruch der Öffentlichkeit auf öffentliche Urteilsver-
kündung leitet sich aus den Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 30 Abs. 3 BV ab und be-
steht daher nur in gerichtlichen Verfahren (vgl. Erw. 5.2 letzter Satz). Nach dem 
oben Gesagten (vgl. Erw. 4.1 – 4.3) ist die Vorinstanz kein Gericht im Sinne der 
genannten Bestimmungen, weswegen es sich beim vorliegend strittigen Diszipli-
narverfahren nicht um ein gerichtliches Verfahren handelt und der Beschwerde-
führer dementsprechend aus der Bundesgerichtspraxis nichts zu seinen Gunsten 
ableiten kann.

6. Ob der Beschwerdeführer gestützt auf das Gesetz über die Öffentlichkeit 
der Verwaltung und den Datenschutz (SRSZ 140.410) vom 23. Mai 2007 einen 
Anspruch darauf hat, Einsicht in den Entscheid der Vorinstanz nehmen zu kön-
nen, steht vorliegend nicht zur Diskussion. 

7. Zusammenfassend ist die Beschwerde unbegründet und daher abzuwei-
sen.

8. Nachdem die Beschwerde abzuweisen ist, sind die Verfahrenskosten 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) von insgesamt Fr. 1'000.-- 
dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(§ 72 Abs. 2 VRP). Eine Parteientschädigung ist dem unterliegenden Beschwer-
deführer nicht zuzusprechen (§ 74 Abs. 1 VRP). 

Gemäss ständiger Praxis des Verwaltungsgerichtes besteht bei Prozessführung 
in eigener Sache grundsätzlich kein Anspruch auf eine Prozessentschädigung für 
den persönlichen Arbeitsaufwand und allfällige Umtriebe (vgl. VGE III 2011 79 
vom 20.7.2011 Erw. 6.3; VGE III 2011 32 vom 14.4.2011 Erw. 7.2; VGE III 2010 
167 vom 28.10.2010 Erw. 4.1; VGE 852/06 vom 29.8.2006 Erw. 6). Von diesem 
Grundsatz abzuweichen, besteht vorliegend kein Anlass. Dem obsiegenden Be-
schwerdegegner ist also ebenfalls keine Parteientschädigung zuzusprechen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
von Fr. 1'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Er hat am 
30. März 2021 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- bezahlt, womit die 
Rechnung ausgeglichen ist.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- den Beschwerdegegner (R; unter Beilage der Eingabe des Beschwer-

deführers vom 5.5.2021)
- und die Anwaltskommission des Kantons Schwyz (EB; unter Beilage 

der Eingabe des Beschwerdeführers vom 5.5.2021).

Schwyz, 31. Mai 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 11. Juni 2021