# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aadf05b0-9938-5f48-af60-b4d3937f4988
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 1997-01-10
**Language:** de
**Title:** Verwaltungspraxis der Bundesbehörden (1987-2017) Datenschutzkommission 10.01.1997 JAAC 62.40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_VB/CH_VB_014_JAAC-62-40--_1997-01-10.pdf

## Full Text

JAAC 62.40

Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission
vom 10. Januar 1997

Art. 2 al. 2 let. c, art. 19 al. 1 let. a, art. 37 al. 1 LPD. Applicabilité de
la LPD à la communication de dossiers dans le cadre de l’entraide
administrative et judiciaire sur le plan national. Communication du
dossier d’une procédure pénale close.

Un jugement de tribunal cantonal qui statue sur des conclusions
fondées sur le droit de la protection des données et tendant à la
constatation et à la cessation d’une atteinte à la personnalité est rendu,
selon l’art. 37 al. 1 LPD, en vertu de cette loi lorsqu’au moment donné, le
canton n’a pas encore adopté ses propres dispositions de protection des
données (consid. 2).

La communication de données d’une procédure judiciaire close, en
tant qu’acte d’entraide administrative et judiciaire, doit, bien que la
constitution exige en principe cette aide, avoir lieu sur la base d’une
mise en balance des intérêts en jeu dans le cas d’espèce (consid. 3c/dd).

L’entraide judiciaire interne n’est pas mentionnée dans la liste
d’exceptions établie par l’art. 2 al. 2 let. c LPD; néanmoins, depuis
l’entrée en vigueur du concordat sur l’entraide judiciaire et la
coopération intercantonale en matière pénale, le domaine de l’entraide
judiciaire et administrative en matière pénale sur le plan interne est
également soustrait au champ d’application de la LPD, car le concordat
confère aux personnes concernées une protection juridique suffisante
(consid. 3c/ee).

La communication intégrale du dossier pénal d’une personne,
y compris des extraits de casier judiciaire se rapportant à des
inscriptions radiées, viole, si la personne concernée n’est pas inculpée
dans la procédure se déroulant devant l’autorité requérante, le droit de
la protection des données et du casier judiciaire (consid. 4).

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Art. 2 Abs. 2 Bst. c, Art. 19 Abs. 1 Bst. a, Art. 37 Abs. 1 DSG.
Anwendbarkeit des DSG auf Akteneditionen im Rahmen der
innerstaatlichen Amts- und Rechtshilfe. Bekanntgabe von Akten eines
abgeschlossenen Strafverfahrens.

Ein kantonaler Gerichtsentscheid über datenschutzrechtliche
Begehren betreffend Feststellung und Unterlassung einer
Persönlichkeitsverletzung ergeht im Sinne von Art. 37 Abs. 1 DSG in
Anwendung dieses Gesetzes, wenn im massgeblichen Zeitpunkt noch
keine kantonalen Datenschutzvorschriften bestehen (E. 2).

Die Bekanntgabe von Daten eines abgeschlossenen Gerichtsverfahrens
als ein Akt der Amts- und Rechtshilfe ist trotz der grundsätzlichen
verfassungsrechtlichen Hilfspflicht aufgrund einer Interessenabwägung
im Einzelfall vorzunehmen (E. 3c/dd).

Die innerstaatliche Rechtshilfe ist im Ausnahmenkatalog von Art. 2
Abs. 2 Bst. c DSG zwar nicht erwähnt; vom Geltungsbereich des DSG
ausgenommen ist jedoch auch, seit dem Inkrafttreten des Konkordats
über die Rechtshilfe und die interkantonale Zusammenarbeit in
Strafsachen, der Bereich der innerstaatlichen Rechts- und Amtshilfe
in Strafsachen, weil das Konkordat den betroffenen Personen
ausreichenden Rechtsschutz bietet (E. 3c/ee).

Die Bekanntgabe der gesamten Strafakten einer Person inklusive
gelöschter Strafregisterauszüge verletzt, wenn die betreffende Person
nicht Beschuldigter im Verfahren der ersuchenden Behörde ist, das
Datenschutz- und Strafregisterrecht (E. 4).

Art. 2 cpv. 2 lett. c, art. 19 cpv. 1 lett. a, art. 37 cpv. 1 LPD. Applicabilità
della LPD alla notifica di atti nel quadro dell’assistenza amministrativa
e giudiziaria nazionale. Notifica di atti di un procedimento penale
concluso.

Una decisione di un tribunale cantonale su istanze di diritto della
protezione dei dati concernenti l’accertamento e la cessazione di
una lesione della personalità è resa, giusta l’art. 37 cpv. 1 LPD, in
virtù di detta legge se al momento determinante non esistono ancora
prescrizioni cantonali sulla protezione dei dati (consid. 2).

La comunicazione di dati di un procedimento giudiziario concluso,
in quanto atto d’assistenza amministrativa e giudiziaria, deve aver
luogo sulla base di una ponderazione degli interessi in gioco nel caso
specifico, benché la Costituzione esiga di principio questa assistenza
(consid. 3c/dd).

L’assistenza giudiziaria nazionale non è menzionata nell’elenco
delle eccezioni di cui all’art. 2 cpv. 2 lett. c LPD; tuttavia, a contare
dall’entrata in vigore del Concordato sull’assistenza giudiziaria
e la cooperazione intercantonale in materia penale, il settore
dell’assistenza giudiziaria e amministrativa in materia penale a

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livello nazionale esula parimenti dal campo d’applicazione della LPD,
giacché il concordato conferisce alle persone interessate una protezione
giuridica sufficiente (consid. 3c/ee).

- La notifica dell’intero incarto penale di una persona, compresi
gli estratti del casellario giudiziale che si riferiscono a iscrizioni
cancellate, viola il diritto della protezione dei dati e del casellario
giudiziale, se detta persona non ha qualità d’imputato nel
procedimento che si svolge davanti all’autorità richiedente (consid. 4).

Zusammenfassung des Sachverhalts:

A. Gestützt auf einen Strafantrag von Frau A wurde A vom Kantonsgericht
Z am 25. März 1993 wegen mehrfacher Vernachlässigung von
Unterstützungspflichten zu 14 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt. A
reichte gegen das Urteil Berufung ein. Während der Hängigkeit des
Rechtsmittelverfahrens ersuchte Rechtsanwältin B als Vertreterin von Frau
A das Obergericht des Kantons Z telefonisch um Zustellung der Akten zur
Einsichtnahme. In der Folge wurden ihr die Akten von Obergerichtssekretär
Y zugestellt. Das Dossier enthielt unter anderem einen Strafregisterauszug
betreffend A, woraus eine gelöschte Vorstrafe aus dem Jahre 1982 wegen
Vermögens- und Urkundendelikten sowie gemäss neuem Sexualstrafrecht
nicht mehr strafbaren Sittlichkeitsdelikten (Art. 194 des Schweizerischen
Strafgesetzbuches vom 21. Dezember 1937 [StGB], SR 311.0 alt) ersichtlich war.

A reichte bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich gegen Rechtsanwältin
B Strafantrag wegen Verletzung der beruflichen Schweigepflicht und
unbefugten Beschaffens von Personendaten (Art. 179novies StGB) ein, weil
die genannte Anwältin den ihn betreffenden Strafregisterauszug fotokopiert
und diese Kopie im Rahmen des beim Bezirksgericht Andelfingen hängigen
Ehescheidungsprozesses ins Recht gelegt hatte.

Im Rahmen dieses von A gegen Rechtsanwältin B angestrengten
Strafverfahrens stellte die Bezirksanwaltschaft Andelfingen mit Schreiben vom
23. März 1994 dem Obergericht des Kantons Z mehrere Fragen, nämlich, 1) ob
es zutreffe, dass Rechtsanwältin B im Strafverfahren gegen A Akteneinsicht
erhalten habe, und 2) ob es zutreffe, dass Frau B in diesem Strafprozess
nicht bevollmächtigt gewesen sei, und weshalb ihr gegebenenfalls trotzdem
Akteneinsicht gewährt worden sei. Die Bezirksanwaltschaft Andelfingen
dankte zum voraus für die Auskunft und «allenfalls die kurzfristige
Zurverfügungstellung der Strafakten». Zu jenem Zeitpunkt war das
Strafverfahren gegen A wegen Vernachlässigung von Unterstützungspflichten
durch Urteil des Obergerichts des Kantons Z vom 28. Januar 1994 rechtskräftig
abgeschlossen.

Mit Schreiben vom 30. März 1994 beantwortete Gerichtssekretär Y namens des
Obergerichts des Kantons Z die Anfrage der Bezirksanwaltschaft Andelfingen
wie folgt:

Zu Frage 1): Das Obergericht habe dem Gesuch von Rechtsanwältin B um
Akteneinsicht in vollem Umfang stattgegeben.

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Zu Frage 2): Rechtsanwältin B habe keine schriftliche Vollmacht für
das Strafverfahren eingereicht. Eine solche sei vom Obergericht auch
nicht verlangt worden; das Obergericht habe Frau B als Vertreterin der
Geschädigten und Strafantragstellerin anerkannt, nachdem sie diese schon im
Eheschutzverfahren vertreten habe, das dem Strafverfahren zugrundelag.

«Zur Beleuchtung des Hintergrunds dieser Sache» stellte das Obergericht
des Kantons Z der Bezirksanwaltschaft Andelfingen «gerne die Strafakten
vorübergehend zur Verfügung». Dabei verwies es insbesondere auf den mit A
im Nachgang zur gewährten Akteneinsicht geführten Schriftenwechsel.

Die Bezirksanwaltschaft Andelfingen sandte die Strafakten in Sache A am
31. März 1994 an das Obergericht des Kantons Z zurück mit dem Hinweis,
dass sie die sie interessierenden Akten zur Frage der Akteneinsicht von
Rechtsanwältin B kopiert habe.

B.Mit Schreiben vom 2. Mai 1994 verlangte A vom Obergericht des Kantons
Z gestützt auf Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Datenschutz vom
19. Juni 1992 (DSG, SR 235.1) dass es

1) das widerrechtliche Weitergeben der Akten abgeschlossener Strafverfahren
unterlasse;

2) die Widerrechtlichkeit des Bearbeitens feststelle.

Gestützt auf Art. 25 Abs. 3 DSG verlangte er, dass das Obergericht des Kantons
Z die Bekanntgabe bzw. das Weitergeben der Akten des abgeschlossenen
Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer wegen Vernachlässigung der
Unterstützungspflichten an Dritte sperre.

In der Begründung machte A geltend, dass das Obergericht des Kantons
Z das eidgenössische Datenschutzgesetz klar verletzt habe, indem es
die Anfrage der Bezirksanwaltschaft Andelfingen, ob Rechtsanwältin B
tatsächlich keine schriftliche Vollmacht bei ihm eingereicht habe, dahingehend
beantwortete, dass es die Akten des abgeschlossenen Strafverfahrens gegen
seine Person wegen Vernachlässigung der Unterhaltspflichten vollständig dem
Bezirksanwalt Andelfingen überliess.

Mit Entscheid vom 29. Dezember 1995 trat das Obergericht des Kantons
Z auf die gestützt auf Art. 25 DSG erhobenen Begehren nicht ein, wies die
Beschwerde im übrigen ab und auferlegte dem Beschwerdeführer Fr. 800.-
Verfahrenskosten.

C.Mit Schreiben vom 6. Januar 1996 führt A gegen diesen Entscheid des
Obergerichts des Kantons Z bei der Eidgenössischen Datenschutzkommission
(EDSK) gemäss Art. 33 Abs. 1 Bst. d DSG Beschwerde mit dem Antrag, dass der
angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufgehoben
und seinem ursprünglichen Begehren vom 2. Mai 1994 vollumfänglich
stattgegeben werde.

Ausserdem erhob A gegen den genannten Entscheid eidgenössische
Nichtigkeitsbeschwerde, auf die der Kassationshof des Bundesgerichts jedoch
mit Urteil vom 15. März 1996 nicht eintrat (BGE 122 IV 139 ff.).

D. In seiner schriftlichen Vernehmlassung vom 25. März 1996 beantragt das
Obergericht des Kantons Z, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit überhaupt
darauf eingetreten werden könne. Es verweist zunächst darauf, dass die

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Beschwerde sich lediglich auf die Weitergabe der Akten des abgeschlossenen
Strafverfahrens (gegen den Beschwerdeführer) an die Bezirksanwaltschaft
Andelfingen beziehen könne. Nur bezüglich dieses Sachverhalts habe der
Beschwerdeführer beim Obergericht ein Begehren im Sinne von Art. 25 DSG
gestellt. Bezüglich der Gewährung der Akteneinsicht in dem vom Obergericht
durchgeführten Strafverfahren an Rechtsanwältin B sei im übrigen im
Verfahren vor Obergericht unbestritten geblieben, dass das DSG hierauf keine
Anwendung finde. Was die Aktenherausgabe an die Bezirksanwaltschaft
Andelfingen betrifft, vertritt das Obergericht die Auffassung, dass auch
diesbezüglich das DSG nicht anwendbar sei; selbst wenn es anwendbar
wäre, läge jedenfalls keine Verletzung dieses Gesetzes vor. Somit bestehe
für das vom Beschwerdeführer gestellte Feststellungsbegehren jedenfalls keine
Grundlage.

Aus den Erwägungen:

1. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der Entscheid des
Obergerichts des Kantons Z vom 29. Dezember 1995, soweit damit auf die
gestützt auf Art. 25 DSG gestellten Rechtsbegehren des Beschwerdeführers
vom 2. Mai 1994 nicht eingetreten wurde. Diese Begehren beziehen sich auf
die Herausgabe der Akten des abgeschlossenen Strafverfahrens gegen den
Beschwerdeführer wegen Vernachlässigung von Unterstützungspflichten
an die Bezirksanwaltschaft Andelfingen im Rahmen des von dieser Behörde
geführten Strafverfahrens gegen Rechtsanwältin B.

Nicht Gegenstand dieses Beschwerdeverfahrens ist die Gewährung von
Akteneinsicht im (damals noch hängigen) Strafverfahren gegen den
Beschwerdeführer wegen Vernachlässigung von Unterstützungspflichten
an Rechtsanwältin B, welche Anlass zu dem vom Beschwerdeführer
angestrengten, jedoch rechtskräftig eingestellten Strafverfahren gegen den
Obergerichtspräsidenten und den Gerichtssekretär bot.

2. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen letztinstanzlichen
kantonalen Entscheid, der grundsätzlich im Sinne von Art. 37 Abs. 1 DSG in
Anwendung dieses Gesetzes erging, weil im massgeblichen Zeitpunkt noch
keine kantonalen Datenschutzvorschriften bestanden.

3. Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist jedoch, ob der zu beurteilende
Sachverhalt unter die Ausnahmebestimmung gemäss Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG
fällt, wonach dieses Gesetz unter anderem nicht anwendbar ist auf hängige
Zivilprozesse, Strafverfahren, Verfahren der internationalen Rechtshilfe sowie
staats- und verwaltungsrechtliche Verfahren mit Ausnahme erstinstanzlicher
Verwaltungsverfahren.

a. Das Obergericht des Kantons Z begründete seinen Nichteintretensentscheid
im wesentlichen damit, dass die Aktenherausgabe im Rahmen des vom
Beschwerdeführer angestrengten Strafverfahrens gegen Rechtsanwältin B
erfolgte, welches im fraglichen Zeitpunkt unbestrittenerweise hängig gewesen
sei. Der Sinn von Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG bestehe darin, die im Rahmen eines
Strafverfahrens erforderliche Informationsbeschaffung vollumfänglich
von der Geltung des DSG auszunehmen, da diese - abgesehen vom
ungeschriebenen Verfassungsrecht der persönlichen Freiheit - bereits durch

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prozessrechtliche Vorschriften geregelt sei, welche dem Persönlichkeitsschutz
Rechnung tragen (insbesondere Beschränkung der Beweiserhebung, der
Parteirechte und der Öffentlichkeit des Verfahrens, soweit überwiegende
Geheimhaltungsinteressen bestehen). Eine zusätzliche Anwendung der
allgemeinen Datenschutzregeln würde unter diesen Umständen das
strafprozessuale Verfahren nur erschweren und unübersichtlich machen.
Da auch die inner- und interkantonale Rechtshilfe in den Formen des
Strafprozessrechts erfolge (für den Kanton Z Art. 6 StPO), umfasse der
Ausschlussgrund des hängigen Verfahrens entgegen der Auffassung
des Beschwerdeführers auch die Einsicht in Akten des abgeschlossenen
Verfahrens, soweit diese im Rahmen der Beweiserhebung eines hängigen
Verfahrens erfolgt (unter Hinweis auf BBl 1988 II 413 ff., 442 undMarc
Buntschu, Kommentar zum Schweizerischen Datenschutzgesetz, Basel /
Frankfurt am Main 1995, hiernach: Kommentar DSG, Art. 2, N. 39 ff.,
insbesondere 41). Lediglich für die internationale Rechtshilfe habe man
ebenfalls in Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG eine besondere Ausschlussklausel anfügen
müssen, weil in diesen Fällen das hängige Strafverfahren im Ausland
stattfinde, für die Rechtshilfe selbst aber in den einschlägigen schweizerischen
Erlassen ebenfalls Verfahrensbestimmungen bestünden, welche bereits auf
den Persönlichkeitsschutz Rücksicht nähmen.

Sollte diese Auffassung zutreffen, wäre das DSG auf die vom
Beschwerdeführer gerügte Datenbearbeitung nicht anwendbar; die auf Art. 33
Abs. 1 Bst. d DSG gestützte Weiterziehung des kantonalen Entscheides an die
EDSK wäre diesfalls nicht gegeben, so dass auf die vorliegende Beschwerde
nicht einzutreten wäre.

b. Nach der im angefochtenen Entscheid zitierten Kommentarstelle (Buntschu,
N. 40/41 zu Art. 2 DSG, mit Hinweis auf die Entstehungsgeschichte) ist die
Ausnahme von Art. 2 Abs. 2 Bst. c nach demWillen des Gesetzgebers eindeutig
auf hängige Verfahren beschränkt, wogegen Datenbearbeitungen nach
Abschluss des Verfahrens, namentlich die Aufbewahrung und die Vernichtung
von Verfahrensakten oder ihre Bekanntgabe an Dritte dem Gesetz unterstellt
sind. Das DSG ist überdies auf Datenbearbeitungen durch die administrativen
Dienste der Gerichte, z. B. die Gerichtskanzleien, anwendbar.

Klarerweise käme diese Ausnahme somit zum Tragen bezüglich der im
Rahmen des hängigen Strafverfahrens gegen den Beschwerdeführer wegen
Vernachlässigung von Unterstützungspflichten erfolgten Gewährung von
Akteneinsicht an Rechtsanwältin B durch das Obergericht des Kantons
Z. Im Zeitpunkt der Herausgabe dieser Akten an die Bezirksanwaltschaft
Andelfingen war jedoch dieses Strafverfahren rechtskräftig beurteilt und
damit nicht mehr hängig; hängig war einzig das vom Beschwerdeführer als
Kläger eingeleitete Strafverfahren gegen Rechtsanwältin B.

c. Die innerstaatliche (vorliegend interkantonale) Amts- und Rechtshilfe im
Rahmen hängiger Verfahren ist im Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG nicht erwähnt. Es
ist somit zu prüfen, ob diese im Sinne des Gesetzes als integrierender Teil
des Hauptverfahrens zu betrachten ist oder ob damit dieser Bereich vom
Ausnahmekatalog ausgeklammert, mithin die Anwendbarkeit des Gesetzes in
diesem Bereich bejaht werden wollte.

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aa. Die grundsätzliche Pflicht aller Behörden zur informationellen
Zusammenarbeit kann als ungeschriebener Verfassungsgrundsatz des
schweizerischen Rechts bezeichnet werden. Der Verfassungsentwurf
des Bundesrates vom 20. November 1996[3] enthält in Art. 34 Abs. 2 den
Grundsatz: Bund und Kantone «leisten einander Amts- und Rechtshilfe».
Ähnlich verankert beispielsweise Art. 35 des deutschen Grundgesetzes die
verfassungsrechtliche Amts- und Rechtshilfepflicht von Behörden.

bb. Aus dieser (bisher ungeschriebenen) verfassungsrechtlichen Grundpflicht
ergibt sich indessen noch nicht, unter welchen Voraussetzungen und nach
welcher Art und Weise im konkreten Fall Amts- oder Rechtshilfe zu leisten
ist. Hier bestehen sehr unterschiedliche rechtliche Ausgestaltungen. Ein
eigentliches übergreifendes Verfahrensrecht gibt es für innerstaatliche Amts-
und Rechtshilfe abgesehen vom jetzt neuen Konkordat vom 5. November 1992
über die Rechtshilfe und die interkantonale Zusammenarbeit in Strafsachen
(SR 351.71) praktisch nicht. Das Amts- und Rechtshilferecht der Schweiz ist
weitgehend bruchstückhaft. Als Beispiele für solche punktuellen Regelungen
seien genannt: Art. 352 StGB oder Art. 27 des Bundesgesetzes vom 15. Juni 1934
über die Bundesstrafrechtspflege (BStP, SR 312.0, in der Fassung gemäss Ziff. I
des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992, AS 1993 1993).

Für den Bereich der Zivilrechtspflege gilt das im Vergleich zum vorerwähnten
Konkordat wesentlich rudimentärere Konkordat vom 26. April, 8./9. November
1974 über die Gewährung gegenseitiger Rechtshilfe in Zivilsachen (SR 274).
Wie das erstgenannte Konkordat statuiert es die Regel, dass die ersuchte
Behörde ihr kantonales Recht anwendet. Dasselbe gilt auch für Art. 51 Abs. 4
des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 über den Bundeszivilprozess (BZP,
SR 273), der ebenfalls ausdrücklich auf die für die ersuchte Behörde geltenden
besonderen Vorschriften verweist. Ansatzpunkte ergeben sich ferner aus
den kantonalen Zivil- und Strafprozessordnungen, kaum im übrigen aus den
kantonalen Verwaltungsverfahrensgesetzen.

cc. Es ist deshalb einleuchtend, dass Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG die «Verfahren
der innerschweizerischen Rechtshilfe» nicht erwähnt, weil es bei Erlass des
DSG - im Gegensatz zur internationalen Rechtshilfe nach dem Bundesgesetz
vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG,
SR 351.1) - praktisch keine solchen Verfahrensordnungen gab. Auch bei
der grenzüberschreitenden Rechts- und Amtshilfe bestehen ausserhalb der
Strafrechtshilfe praktisch keine Regelungen. Beim Erlass des Bundesgesetzes
vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht (IPRG, SR
291) wurde dieser Bereich mit Ausnahme der punktuellen Regelung in
Art. 11, entgegen der ursprünglichen Absicht, ausgeklammert (Paul Volken,
IPRG-Kommentar, N. 51 zu Art. 1). Grundsätzlich geht man davon aus, dass
grenzüberschreitende internationale Rechts- und Amtshilfe nur zu leisten
ist, wenn eine besondere völkerrechtliche Pflicht besteht, was lediglich im
Anwendungsbereich der inzwischen recht zahlreichen internationalen
Abkommen (vgl. Oscar Vogel, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern
1995, § 14, Rz. 78e) der Fall ist. Ansonst bleibt der Entscheid hierüber dem
Ermessen der ersuchten Behörde, allenfalls den einschlägigen Grundsätzen
des anwendbaren kantonalen Prozessrechts überlassen (Volken, a. a. O., N. 2
zu Art. 11). Nach Art. 11 Abs. 1 IPRG gilt auch hier der Grundsatz, dass die
ersuchte kantonale Behörde ihr eigenes Recht anwendet.

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dd. Die Bekanntgabe von Daten eines abgeschlossenen Gerichtsverfahrens
ist keine richterliche Handlung und damit nach richtiger Terminologie als
Amts- und nicht als Rechtshilfeakt zu verstehen (vgl. zum Begriff Jean-Philippe
Walter, Kommentar DSG, N. 4 zu Art. 19). Diese Amtshilfe führt unter
Umständen zu einer Zweck- und Funktionsänderung der Datenbearbeitung,
was nach Art. 4 Abs. 3 DSG grundsätzlich nicht zulässig ist. Sie kann zu
einer Durchbrechung des Amtsgeheimnisses und zur Verletzung von
Persönlichkeitsschutzinteressen führen. Für eine um Amts- und Rechtshilfe
ersuchte Amtsstelle, die sich auf keine spezielle Verfahrensregel berufen
kann, insbesondere für die Vorlegung amtlicher Akten, gelten nach einer
älteren Praxis des Bundesgerichts (BGE 80 I 3 ff.) nicht die allgemeinen
(zivil-)prozessualen Vorschriften über die Editionspflicht, sondern andere
Regeln. (...) Das folge insbesondere auch aus dem in allen Kantonen geltenden
Grundsatz der Gewaltentrennung. Da nach diesem die Gerichte und die
Verwaltungsbehörden einander gleichgeordnet seien, müsse angenommen
werden, dass die Gerichte mangels besonderer gesetzlicher Vorschriften nicht
befugt sind, den Verwaltungsbehörden die Vorlegung ihrer Akten zu befehlen,
sondern dass diese, sofern sie um Edition ersucht werden, selber darüber zu
entscheiden haben, ob das Interesse an der Geheimhaltung ihrer Akten oder
dasjenige an der Wahrheitsermittlung durch die Gerichte überwiegt. Nach
Knapp (Blaise Knapp, Précis de droit administratif, 4. Aufl., Basel / Frankfurt
am Main 1991, N° 60) gilt, unter Hinweis auf den eben zitierten BGE: «Ce
conflit se résout selon les principes suivants: le juge ne peut rien ordonner
aux agents publics (ATF 80 I 4); le secret de fonction ne peut être levé que par
l’autorité hiérarchique supérieure, après qu’elle a pesé l’intérêt au secret
envers celui à sa révélation dans l’intérêt de la justice; le secret sera en
principe levé si aucun intérêt public important relatif au bon fonctionnement
de l’Etat ou aucun intérêt privé prépondérant ne s’y oppose. Si la levée du
secret est refusée, le juge doit en tirer les conséquences qui s’imposent au plan
de l’administration des preuves (la charge de la preuve incombant à celui qui
veut se prévaloir d’un droit ou justifier un refus, JAA, 1980, N° 86, p. 414; ATF
107 V 164, 111 V 201).»

Die Leistung von Amts- und Rechtshilfe ist somit, trotz der grundsätzlichen
verfassungsrechtlichen Pflicht, keineswegs selbstverständlich, sondern
im Einzelfall aufgrund einer Interessenabwägung vorzunehmen. Die
ersuchte Behörde untersteht hierbei nicht den für die ersuchende Behörde
anwendbaren Verfahrensregeln, sondern dem für sie selbst massgebenden
Recht (ebenso Walter; a. a. O., N. 6).

ee. Für die Auslegung des Gesetzes ist nach dem Sinn der Regelung zu fragen.
Das DSG will ganz allgemein den Rechtsschutz der Personen, deren Daten
bearbeitet werden, gewährleisten. Von seinem Geltungsbereich ausgenommen
sind die in Art. 2 Abs. 2 Bst. c aufgezählten Verfahren insbesondere deshalb,
weil in diesen Justiz- und Verwaltungsverfahren die betroffenen Personen
ausreichenden Rechtsschutz geniessen. In bezug auf die - innerschweizerische
oder internationale - Rechtshilfe ist deshalb entscheidend darauf abzustellen,
ob die betroffene Person genügenden Rechtsschutz im Rahmen des auf die Amts-
und Rechtshilfe anwendbaren Verfahrensrechts geniesst.

Für den Bereich der innerschweizerischen Rechtshilfe in Strafsachen
hatte das Bundesgericht zunächst bezüglich des Rechtsschutzes gegenüber
der ersuchten Stelle erkannt, dass in Fällen, wo das Prozessrecht des

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ersuchten Kantons ein Rechtsmittel gegen jede Rechtshilfeverfügung der
Strafverfolgungsbehörde in vollem Umfang zulässt, die Einschränkung der
Prüfungsbefugnis der Rechtsmittelinstanz auf jene Rügen, welche die formelle
Zulässigkeit der verlangten Rechtshilfe betreffen, mit dem Anspruch auf
rechtliches Gehör unvereinbar sei (BGE 117 Ia 5 ff.). Mit dem Abschluss
und Inkrafttreten des bereits erwähnten Konkordates vom 5. November
1992 über die Rechtshilfe und die interkantonale Zusammenarbeit in
Strafsachen, das inzwischen von allen Kantonen ratifiziert worden ist, besteht
nun zwischen kantonalen Strafverfolgungs- und Strafjustizbehörden eine
spezifische interkantonale Verfahrensordnung. Das Bundesgericht hat
daher seine oben zitierte Praxis revidiert und festgehalten, dass Art. 4 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 29. Mai
1874 (BV, SR 101) nicht verletzt sei, wenn die Rechtsmittelbehörde des
ersuchten Kantons auf Einwendungen gegen die materielle Zulässigkeit
der verlangten Rechtshilfemassnahmen nicht eintritt. Sie könne nur jene
Rügen prüfen, welche die formellen Voraussetzungen der Rechtshilfe und die
Ausführung der Massnahmen betreffen (BGE 120 Ia 113 ff.; vgl. schon BGE
119 IV 86 ff.). Art. 19 Ziff. 2 des Konkordats verweist für alle anderen Fälle,
namentlich für Einwendungen materieller Art, nunmehr an die zuständige
Rechtsmittelbehörde des ersuchenden Kantons.

Mit dem Inkrafttreten des Konkordates besteht somit für die von ihm
geregelten Rechtshilfeverfahren nun eine einheitliche Verfahrensordnung,
die den Rechtsschutz der betroffenen Personen ausreichend gewährleistet, so
dass nach dem Gesagten dieser Bereich der Rechtspflege unter die Ausnahme
von Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG zu subsumieren ist. Ausserhalb dieser Regeln gilt
jedoch weiterhin Spezialrecht wie z. B. Art. 97 und 99 des Bundesgesetzes
vom 25. Juni 1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzentschädigung (AVIG, SR 837.0) und Art. 125 der Verordnung vom
31. August 1983 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolvenzentschädigung (AVIV, SR 837.02). Besteht keine spezialgesetzliche
Regelung, wie in den meisten Bereichen des Verwaltungsrechts, gelten die
allgemeinen Grundsätze (oben dd) und auf Bundesebene Art. 19 Abs. 1 Bst. a
und Art. 19 Abs. 4 DSG.

d. Zusammenfassend ist deshalb festzuhalten, dass Rechtshilfe,
bzw., soweit es um Informationsvermittlung geht, Amtshilfe immer
nur einzelfallweise zulässig ist. Bezüglich der Anwendbarkeit des
eidgenössischen Datenschutzrechts ist im Einzelfall zu prüfen, ob ein
spezielles Verfahrensrecht vorliegt, das genügenden Rechtsschutz gewährt
und das den Ausschluss der Anwendbarkeit des DSG im Sinne des Art. 2
Abs. 2 Bst. c rechtfertigt. Ausserhalb des Konkordats über die Rechtshilfe
und die interkantonale Zusammenarbeit in Strafsachen, welches indessen die
hier interessierende Amtshilfe nicht einmal erwähnt, ist dies zur Zeit kaum
anzunehmen.

Im vorliegenden Fall wurde die Amtshilfe durch das Obergericht des Kantons
Z an die Bezirksanwaltschaft Andelfingen vor Inkrafttreten des Konkordates
über die Rechtshilfe und die interkantonale Zusammenarbeit in Strafsachen
gewährt. Eine übergreifende, ausreichenden Rechtsschutz gewährende
Verfahrensordnung galt damals noch nicht. Dies führt zur Annahme, dass
die Ausnahme gemäss Art. 2 Abs. 2 Bst. c DSG auf den vorliegenden Fall nicht
zutrifft. Das DSG ist damit anwendbar, was zur Zulässigkeit der vorliegenden

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Beschwerde und zur Zuständigkeit der EDSK als Beschwerdeinstanz im
Sinne von Art. 33 Abs. 1 Bst. d DSG sowie zur materiellen Beurteilung der
Beschwerde nach dem Grundlagen des DSG führt.

(...)

4.a. Nach Art. 3 Bst. c Ziff. 4 DSG gehören administrative oder strafrechtliche
Verfolgungen und Sanktionen zu den besonders schützenswerten
Personendaten, deren Bekanntgabe an Dritte nur unter den Voraussetzungen
gemäss Art. 19 in Verbindung mit Art. 17 DSG erfolgen darf.

Art. 17 Abs. 2 DSG gestattet Organen des Bundes die Bearbeitung von
besonders schützenswerten Personendaten nur, wenn ein formelles Gesetz
es ausdrücklich vorsieht oder wenn ausnahmsweise es für eine in einem
formellen Gesetz klar umschriebene Aufgabe unentbehrlich ist (Bst. a); die
Ausnahmen nach Bst. b und c sind im vorliegenden Fall ohne Bedeutung.

Art. 19 DSG gestattet Bundesorganen die Bekanntgabe von Personendaten,
wenn dafür Rechtsgrundlagen im Sinne von Art. 17 bestehen oder wenn die
Daten für den Empfänger im Einzelfall zur Erfüllung seiner gesetzlichen
Aufgabe unentbehrlich sind (Bst. a); die Ausnahmen gemäss Bst. b bis d sind
für den vorliegenden Fall wiederum ohne Bedeutung.

b. Gesetzliche Aufgabe der Bezirksanwaltschaft Andelfingen ist die
strafrechtliche Verfolgung der in ihren sachlichen und örtlichen
Zuständigkeitsbereich fallenden strafbaren Handlungen. Im Rahmen dieser
Aufgabe ist sie zur Erfor-schung der materiellen Wahrheit verpflichtet und
zur Durchführung sämtlicher gesetzlich und verfassungsmässig erlaubter
Beweishandlungen befugt, soweit sie der Wahrheitsfindung dienen können.
Im Rahmen dieser gesetzlichen Aufgabe sind die Behörden des Bundes und der
Kantone entsprechend den obigen Erwägungen ihr gegenüber zur Leistung
von Amts- und Rechtshilfe verpflichtet (vgl. auch Walter, a. a. O., N. 5 zu
Art. 19).

Im konkreten Fall ging es um die Abklärung, ob die Rechtsanwältin der
Ex-Frau des Beschwerdeführers sich im Anschluss an die (hier nicht
zu prüfende) Einsichtnahme in die Akten des Strafverfahrens gegen
den Beschwerdeführer während der Hängigkeit jenes Verfahrens beim
Obergericht des Kantons Z der Verletzung der beruflichen Schweigepflicht
oder des unbefugten Beschaffens von besonders schützenswerten
Personendaten - insbesondere durch Einbringung des in den eingesehenen
Akten enthaltenen Strafregisterauszuges in das hängige Scheidungsverfahren -
schuldig gemacht hatte.

Dem gesetzlichen Zweck der Anfrage vom 23. März 1994 entsprechend hätte
es somit vollauf genügt, die beiden gestellten Fragen zu beantworten, so wie
dies im Prinzip im Schreiben vom 30. März 1994 geschah. Kenntnis des Inhalts
der Strafakten gegen den Beschwerdeführer wegen Vernachlässigung von
Unterstützungspflichten war für die Bezirksanwaltschaft Andelfingen zur
Erfüllung ihrer Aufgabe nicht unentbehrlich.

c. Nach Art. 363 Abs. 4 StGB darf ein gelöschter Strafregistereintrag nur
Untersuchungsrichterämtern, Strafgerichten, Strafvollzugsbehörden und
den für die Rehabilitation und die Löschung zuständigen Gerichten mitgeteilt
werden, unter Hinweis auf die Löschung, und nur wenn die Person, über

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die Auskunft verlangt wird, in dem Strafverfahren Beschuldigter oder dem
Strafvollzug Unterworfener ist oder wenn ein Verfahren zur Rehabilitation
oder Löschung hängig ist. Gerade letzteres war indessen vorliegend nicht
der Fall. Die Auskunft verlangende Behörde führte ein Strafverfahren
nicht gegen den Beschwerdeführer, sondern auf dessen Anzeige hin gegen
Rechtsanwältin B. Die Herausgabe des gesamten Dossiers einschliesslich des
Strafregisterauszuges mit gelöschten Einträgen an die Bezirksanwaltschaft
Andelfingen stand somit auch nicht im Einklang mit den spezifischen
Bestimmungen über das Zentralstrafregister.

5. Damit ist dem Begehren des Beschwerdeführers insoweit stattzugeben, als
er gestützt auf Art. 25 Abs. 1 Bst. c DSG die Feststellung der Widerrechtlichkeit
der Datenbearbeitung durch das Obergericht des Kantons Z verlangt hat.

[3] Zu beziehen bei der Eidgenössischen Drucksachen- und Materialzentrale.

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Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften

Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées

Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali

JAAC 62.40 - Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission vom 10. Januar 1997

In Verwaltungspraxis der Bundesbehörden
Dans Jurisprudence des autorités administratives de la Confédération
In Giurisprudenza delle autorità amministrative della Confederazione

Jahr 1998
Année

Anno

Band 62
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Ref. No 150 003 905

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Le document a été digitalisé par les Archives Fédérales Suisses et la Chancellerie fédérale.

Il documento è stato convertito dall'Archivio federale svizzero e della Cancelleria federale.

	Urteil der Eidgenössischen Datenschutzkommission vom 10. Januar 1997
	Zusammenfassung des Sachverhalts:
	Aus den Erwägungen: