# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da984945-7ec9-59d9-b298-86ef17c11af5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-08-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.08.2014 BVGE 2014/52
**Docket/Reference:** BVGE-2014-52
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2014-52_2014-08-08

## Full Text

AOP/IGP | 
Eintragung der Bezeichnungen «&#160;Absinthe&#160;», «&#160;Fée
verte&#160;» und «&#160;La Bleue&#160;» als geschützte geographische Angaben (GGA).
Eigenschaft dieser Bezeichnungen als Gattungsbezeichnungen.
Art.&#160;40 Abs.&#160;1 VGG. Art.&#160;16 Abs.&#160;3 LwG. Art.&#160;4
GUB/GGA-Verordnung.
1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Beweislast und Nachweis, dass es sich bei der einzutragenden Be­zeichnung nicht um eine Gattungsbezeichnung
handelt (E.&#160;5.2.1 und 5.2.2).
2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Es gibt Gattungsbezeichnungen, die nicht unter die Definition von Art.&#160;4 Abs.&#160;2 GUB/GGA-Verordnung
fallen, zum Beispiel Bezeichnungen, die diese Eigenschaft von Anfang an besitzen. Entscheidend ist, ob
eine Bezeichnung im Zeitpunkt der Ein­reichung des Eintragungsgesuchs als Gattungsbezeichnung gilt
oder nicht (E.&#160;5.3.2).
3.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Kritische Analyse der demoskopischen Umfrage zum Nachweis, dass es sich bei den fraglichen Bezeichnungen
nicht um Gat­tungsbezeichnungen handelt (E.&#160;5.4 5.4.6.2).
4.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Bei der Entscheidung, ob es sich bei einer Bezeichnung um eine Gattungsbezeichnung handelt, kommt
der in Art.&#160;4 Abs.&#160;3 GUB/ GGA-Verordnung erwähnten Meinung der Produzenten und Konsumenten
der Region, aus welcher der Name stammt, nicht a priori eine besondere Bedeutung zu (E.&#160;5.4.5.3).
5.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Die Bezeichnungen «&#160;Absinthe&#160;», «&#160;Fée verte&#160;» und
«&#160;La Bleue&#160;» sind als Gattungsbezeichnungen im Sinne von Art.&#160;16 Abs.&#160;3
zweiter Satz LwG und Art.&#160;4 GUB/GGA-Verordnung zu quali­fi­zieren. Dementsprechend können
sie nicht als GGA ein­getragen werden (E.&#160;5.5 5.7).
6.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Eine öffentliche Parteiverhandlung im Sinne von Art.&#160;40 Abs.&#160;1 VGG kann namentlich
dann abgelehnt werden, wenn dem mate­riellen Rechtsbegehren der Partei, die die öffentliche
Verhand­lung verlangt, allein aufgrund der Akten zu entsprechen ist oder wenn sich mit hinreichender
Zuverlässigkeit erkennen lässt, dass das Begehren offensichtlich unzulässig ist (E.&#160;8.4).

2015-07-07T15:29:25Z