# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cfd34264-c5bb-5413-ad6e-1f5aafd16d92
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.04.2022 LZ210002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LZ210002_2022-04-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LZ210002-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. L. Hunziker Schnider und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga 

sowie Gerichtsschreiber Dr. O. Hug 

Beschluss und Urteil vom 8. April 2022 

 

in Sachen 

 

A.______,  
Beklagter und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X.______,  

 

gegen 

 

B.______,  
Kläger und Berufungsbeklagter 

 

vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge C.______,  

 

sowie gegen 

 

C.______,  
Verfahrensbeteiligte 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y.______,  

 

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange 
 

- 2 - 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren 
am Bezirksgericht Hinwil vom 12. Oktober 2020 (FK200011-E) 
 
 

__________________ 
 

 
Rechtsbegehren: 

Des Klägers (Urk. 2 und Prot. S. 16 f.; sinngemäss): 

1. Es sei der Kindsmutter die alleinige elterliche Sorge für B.______, geboren am 
tt.mm.2017, zuzuteilen. 

2. Es sei B.______ unter der alleinigen Obhut der Kindsmutter zu belassen. 

3. Es sei der Beklagte zu verpflichten, für den gemeinsamen Sohn B.______ rück-
wirkend ab 1. April 2020, Unterhaltsbeiträge von Fr. 1'600.– zu bezahlen. 

Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht 
Hinwil vom 12. Oktober 2020: 

(Urk. 61 S. 40 ff. = Urk. 66 S. 40 ff.) 

1. Dem Beklagten wird die elterliche Sorge für B.______, geboren am tt.mm.2017, entzo-
gen. B.______ steht fortan unter der alleinigen elterlichen Sorge der Kindsmutter, 
C.______. 

2. B.______, geboren am tt.mm.2017, wird unter der alleinigen Obhut der Kindsmutter be-
lassen. 

3. Der Beklagte ist berechtigt, den Sohn B.______, geboren am tt.mm.2017, im Rahmen 
eines begleiteten Besuchsrechts jedes zweite Wochenende in einem Besuchstreff zu 
betreuen.  

 Sobald diese Besuche während sechs Monaten positiv verlaufen sind, ist der Beklagte 
berechtigt und verpflichtet, B.______ auf eigene Kosten jedes zweite Wochenende für 
zwei Stunden zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.  

- 3 - 

 Eine Ausdehnung des Besuchsrechts durch die Beiständin und die zuständige KESB 
sowie eine weitergehende Besuchsrechtsregelung nach Absprache der Eltern bleibt 
vorbehalten. 

4. Die mit Entscheid der KESB Bezirk Hinwil vom 25. Februar 2020 errichtete Beistand-
schaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB wird fortgeführt. Der Beiständin werden die 
folgenden zusätzlichen Aufgaben übertragen: 

– Organisation (inkl. Einholung Kostengutsprache) und Festlegung der Modalitäten 
der begleiteten Treffen zwischen dem Beklagten und B.______; 

– Überwachung der begleiteten Treffen insofern, als sie in regelmässigen Abständen 
die Einhaltung und Durchführung bei den Mitarbeitenden des Besuchstreffs in Er-
fahrung bringt; 

– sobald möglich: Festlegung der Modalitäten von unbegleiteten Treffen gemäss 
Dispositiv-Ziffer 3 und Überwachung dieser unbegleiteten Kontakte insofern, als 
sie in regelmässigen Abständen mit den Eltern klärt, wie die unbegleiteten Treffen 
verlaufen sind. 

– Antragstellung an die KESB Bezirk Hinwil in Bezug auf eine weitere Ausdehnung 
des Besuchsrechts gemäss Dispositiv-Ziffer 3 Abs. 3. 

5. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger folgende monatliche Unterhaltsbeiträge zu-
züglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Familienzulagen zu bezahlen: 

Rückwirkend ab 1. April 2020 bis zum Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten, längstens 
aber bis 31. Dezember 2021 

Fr. 1'480.– Damit ist der Barbedarf von B.______ im Umfang von Fr. 285.– nicht ge-
deckt.  

   Manko im Betreuungsunterhalt: Fr. 683.–. 

Ab Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten bzw. spätestens ab 1. Januar 2022 bis zum 
31. Dezember 2023 

Fr. 2'190.– (davon Fr. 425.– als Betreuungsunterhalt) 

   Manko im Betreuungsunterhalt: Fr. 258.–. 

Ab 1. Januar 2024 bis 31. Oktober 2027 

Fr. 1'870.– (davon Fr. 442.– als Betreuungsunterhalt); 

Ab 1. November 2027 bis zum Eintritt von B.______ in die Oberstufe  

- 4 - 

Fr. 1'790.– (davon Fr. 442.– als Betreuungsunterhalt) 

Ab Eintritt von B.______ in die Oberstufe bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 
einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus 

Fr. 1'200.– (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt) 

Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar an die Mutter des Klägers und zwar je monatlich im 
Voraus, auch über die Volljährigkeit hinaus, solange der Kläger im Haushalt der Mutter 
lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Beklagten stellt bzw. keinen ande-
ren Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Der Beklagte ist berechtigt, von den vorstehenden Unterhaltsbeiträgen die für den Zeit-
raum vom 1. April 2020 bis heute nachweislich bezahlten Unterhaltsbeiträge in Anrech-
nung zu bringen. 

6. Der Beklagte wird verpflichtet, die Kindsmutter über die Aufhebung der derzeit beste-
henden Kurzarbeit unverzüglich zu orientieren. Der Beklagte wird überdies verpflichtet, 
der Kindsmutter die Lohnausweise 2020 und 2021 jeweils bis spätestens Ende März 
des Folgejahres unaufgefordert zur Verfügung zu stellen. 

7. Die Kindsmutter wird verpflichtet, den Beklagten innerhalb von zwei Wochen seit Be-
kanntwerden, ab welchem Datum B.______ in die Oberstufe eintreten wird, über das 
Eintrittsdatum zu informieren. 

8. Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des 
Bundesamts für Statistik (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte), Stand September 2020 
von 101.2 Punkten. Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf 
den 1. Januar 2022, an den Stand des Indexes per November des Vorjahres anzupas-
sen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel: 

Neuer Unterhaltsbeitrag  = 
ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x  neuer Index 

101.2 

9. Der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge liegen folgende finanziellen Verhältnisse zu-
grunde: 

Kläger: 

Einkommen:        Fr. 295.– (Kinderzulagen) 

- 5 - 

Vermögen:        irrelevant 

Kindsmutter: (Nettoeinkommen, inkl. 13. Monatslohn) 

Ab 1. April 2020 bis zum Eintritt von B._____ in die Oberstufe: Fr. 3'425.– 
(60 % Pensum)  

Ab Eintritt von B._____ in die Oberstufe:    Fr. 4'570.– 
(80% Pensum) 

Ab 1. November 2033 (100% Pensum):    Fr. 5'700.– 

Vermögen:        irrelevant 

Beklagter: (Nettoeinkommen, inkl. 13. Monatslohn) 

Ab 1. April 2020 bis zum Wegfall der Kurzarbeit,  
maximal bis 20. Dezember 2021     Fr. 4'760.– 

Ab Wegfall der Kurzarbeit bzw. spätestens ab 1. Januar 2022,  
gegebenenfalls hypothetisch  

(100% Pensum)       Fr. 5'470.– 

Vermögen:        irrelevant 

10. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'400.– festgesetzt.  

Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Entscheids, ermässigt 
sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel. 

11. Die Kosten des Entscheids werden zu 1/3 dem Kläger und zu 2/3 dem Beklagten aufer-
legt. Der Anteil des Klägers wird jedoch sofort definitiv abgeschrieben. 

12. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

13. (Schriftliche Mitteilung). 

14. (Rechtsmittelbelehrung). 

 

 

- 6 - 

Berufungsanträge: 

des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 65 S. 2 ff.): 
 
         " 1. Es sei Ziffer 1 Dispositiv Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Be-

zirksgericht Hinwil vom 12. Oktober 2020 (FK200011-E) aufzuheben und B.______ un-
ter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Kindsmutter C.______ und dem Beklagten 
und Berufungskläger zu belassen. 

2. Es sei Ziffer 5 Dispositiv Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Be-
zirksgericht Hinwil vom 12. Oktober 2020 (FK200011-E) aufzuheben und wie folgten 
neu zu fassen resp. durch folgende Regelung zu ersetzen: 

Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger folgende monatliche Unterhalts-
beiträge zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Familienzu-
lagen zu bezahlen: 

Rückwirkend ab 1. April 2020 bis zum Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten, 
längstens aber bis 31. Dezember 2021: 

CHF 1'280.00 Damit ist der Bedarf von B.______ im Umfang von 
CHF 396.00 nicht gedeckt. 

 Manko im Betreuungsunterhalt:  
CHF 75.00 

Ab Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten bzw. spätestens ab 1. Januar 2022 
bis 31. August 2022: 

CHF 1'280.00 Damit ist der Bedarf von B.______ im Umfang von 
CHF 396.00 nicht gedeckt. 

 Manko im Betreuungsunterhalt:  
CHF 175.00 

Ab 1. September 2022 bis 31. Oktober 2027: 

CHF 1'280.00 Damit ist der Bedarf von B.______ im Umfang von 
CHF 138.00 nicht gedeckt. 

 Manko im Betreuungsunterhalt:  

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CHF 175.00 

Ab 1. November 2027 bis 31. August 2029: 

CHF 1'280.00 Damit ist der Bedarf von B.______ im Umfang von 
CHF 38.00 nicht gedeckt. 

 Manko im Betreuungsunterhalt:  
CHF 175.00 

Ab 1. September 2029 bis 31. August 2033: 

CHF 1'056.00  

Ab 1. September 2033 bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss einer 
angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus: 

CHF 646.00  

Die Unterhaltsbeträge sind zahlbar an die Mutter des Klägers und zwar je 
monatlich im Voraus, auch über die Volljährigkeit hinaus, solange der Kläger 
im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem 
Beklagten stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Der Beklagte ist berechtigt, von den vorstehenden Unterhaltsbeiträgen die 
für den Zeitraum vom 1. April 2020 bis heute nachweislich bezahlten Unter-
haltsbeiträge im Gesamtbetrag von CHF 11'520.00 (berechnet per 31. De-
zember 2020) in Anrechnung zu bringen. 

3. Es sei Ziffer 11 Dispositiv Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Hinwil vom 12. Oktober 2020 (FK200011-E) aufzuheben und es 
seien die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens vollumfänglich dem Kläger und 
Berufungsbeklagten zu auferlegen. 

4. Eventuell seien Ziffern 1, 5, und 11 des Dispositivs des Urteils des Einzelgerichts 
im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Hinwil vom 12. Oktober 2020 
(FK200011-E) aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen. 

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten 
des Klägers und Berufungsbeklagten." 

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Prozessualer Antrag (Urk. 65 S. 4): 
         " Es sei dem Beklagten und Berufungskläger rückwirkend ab 9. Dezember 2020 

(Eingang des begründeten Urteils des Bezirksgerichts Hinwil) für das Berufungs-
verfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren und in Person des Un-
terzeichneten [Rechtsanwalt lic. iur. X.______] einen unentgeltlichen Rechtsbei-
stand zu bestellen". 

des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 73 S. 2): 
 " 1. Es sei die Berufung des Berufungsklägers vollumfänglich abzuweisen und das 

Urteil des BG Hinwil vom 12. Oktober 2020 zu bestätigen. 

2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer zu 
Lasten des Berufungsklägers." 

Prozessuale Anträge (Urk. 79 S. 2): 
 " 1.  Es sei der Berufungskläger zu verpflichten, dem Berufungsbeklagten einen Pro-

zesskostenvorschuss für das Berufungsverfahren in der Höhe von einstweilen 
CHF 7'000.00 zu bezahlen. Eventualiter sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege 
gemäss Art. 117 ZGB zu bewilligen und es sei ihm in der Person der Unterzeich-
neten [Rechtsanwältin lic. iur. Y.______] eine unentgeltliche Rechtsbeiständin ab 
Erstkontakt vorn 19. März 2021 zu bestellen. 

2. Es sei der Kindsmutter als Verfahrensbeteiligte ebenfalls die unentgeltliche Pro-
zessführung zu bewilligen und ihr in der Person der Unterzeichneten eine unent-
geltliche Rechtsvertreterin zu bestellen. 

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer zu 
Lasten des Berufungsklägers." 

Erwägungen: 

I. 
(Parteien und Prozessgeschichte) 

1.  Der Beklagte und Berufungskläger (fortan Beklagter) und C.______ (fort-

an Verfahrensbeteiligte) sind die unverheirateten Eltern des Klägers und Beru-

fungsbeklagten (fortan Kläger), geboren am tt.mm.2017. Der Beklagte und die 

- 9 - 

Verfahrensbeteiligte lebten vor der Geburt des Klägers zusammen. Am 16. No-

vember 2017 bestätigte die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Be-

zirks Hinwil (fortan KESB Bezirk Hinwil) entsprechend dem Ersuchen des Be-

klagten und der Verfahrensbeteiligten die gemeinsame elterliche Sorge für den 

Kläger (Urk. 6/6). Im Februar 2019 lösten der Beklagte und die Verfahrensbetei-

ligte ihre Beziehung auf (Urk. 65 S. 6). 

2.   Mit Eingabe vom 9. Mai 2020 machte der Kläger, vertreten durch die Ver-

fahrensbeteiligte, unter Beilage der Bestätigung der KESB Bezirk Hinwil (Nichtei-

nigung über Unterhalt i.S.v. Art. 198 lit. bbis ZPO) das vorliegende Verfahren bei 

der Vorinstanz hängig (Urk. 1 und 2). Der weitere Prozessverlauf kann dem an-

gefochtenen erstinstanzlichen Entscheid entnommen werden (Urk. 66 S. 2 f.). 

Am 12. Oktober 2020 erliess die Vorinstanz den eingangs wiedergegebenen 

Entscheid, zuerst in unbegründeter Form (Urk. 54) und auf Ersuchen des Beklag-

ten in begründeter Form (Urk. 61 S. 40 ff. = Urk. 66 S. 40 ff.).  

3.   Dagegen erhob der Beklagte am 22. Januar 2021 rechtzeitig 

(vgl. Urk. 62) Berufung mit den eingangs wiedergegebenen Anträgen (Urk. 65). 

Die Berufungsantwort datiert vom 20. April 2021 (Urk. 73). Mit Eingabe vom 

11. Mai 2021 (Urk. 80) sowie mit Eingabe vom 11. Juni 2021 (Urk. 88) modifizier-

ten die Parteien ihre Rechtsmittelanträge in Bezug auf den Kindesunterhalt. Die 

Eingaben der Parteien wurden der jeweiligen Gegenseite zur Kenntnisnahme 

zugestellt (Urk. 70, 76, 78 und 84; Prot. S. 6 - 8). Die Eingabe der Verfahrensbe-

teiligten vom 2. Dezember 2021 (Urk. 95) ist dem Beklagten mit vorliegendem 

Entscheid zuzustellen. 

4.   Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1 - 64). Das Verfah-

ren erweist sich als spruchreif. 

II. 
(Prozessuale Vorbemerkungen) 

1.   Die Berufung hemmt die Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit des ange-

fochtenen Entscheids im Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Gegen-

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stand des vorliegenden Berufungsverfahrens bildet die elterliche Sorge für den 

Kläger (Urk. 66 S. 40 Dispositiv-Ziffer 1), der Kindesunterhalt (Urk. 66 S. 41 f. 

Dispositiv-Ziffer 5) sowie die vorinstanzliche Kostenverteilung (Urk. 66 S. 44 Dis-

positiv-Ziffer 11). Die Indexierungsklausel (Urk. 66 S. 42 f. Dispositiv-Ziffer 8) und 

die Angaben zu den massgeblichen finanziellen Verhältnissen der Parteien 

(Urk. 66 S. 43 f. Dispositiv-Ziffer 9) sind implizit mit dem Unterhalt angefochten. 

2.  Vorweg ist vorzumerken, dass das vorinstanzliche Urteil in den nicht an-

gefochtenen Dispositiv-Ziffern 2 (Obhut), 3 (Besuchsrecht), 4 (Beistandschaft) 

sowie 6 und 7 (Auskunftspflichten) mit Ablauf der Anschlussberufungsfrist am 

20. April 2021 (vgl. Urk. 70) in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 315 Abs. 1 ZPO; 

vgl. zum Zeitpunkt der Rechtskraft vgl. BK ZPO-Sterchi, Art. 315 N 5). Dies ist 

vorzumerken. 

 Hinsichtlich der ebenfalls nicht angefochtenen Höhe der erstinstanzlichen 

Gerichtskosten (Dispositiv-Ziffer 10) und der Entschädigungsfolgen (Dispositiv-

Ziffer 12) erfolgt keine Vormerknahme der (Teil-)Rechtskraft (vgl. Art. 318 Abs. 3 

ZPO).  

3.   Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-

richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 

Die Berufungsinstanz verfügt über eine vollständige Überprüfungsbefugnis der 

Streitsache, mithin über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-

gen, ein-schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessen-

heitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen 

Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, 

inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als feh-

lerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Fehler leidet. Die Parteien 

haben die von ihnen kritisierten Erwägungen des angefochtenen Entscheids wie 

auch die Aktenstücke, auf die sie ihre Kritik stützen, genau zu bezeichnen (BGE 

142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Berufungsinstanz hat sich – abge-

sehen von offensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Be-

anstandungen zu beschränken, die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender 

Weise erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4). In diesem Rahmen ist in-

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soweit auf die Parteivorbringen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung er-

forderlich ist (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1). Sodann ist die Berufungsinstanz bei der 

Rechtsanwendung weder an die Argumente der Parteien noch an die Erwägun-

gen der Vorinstanz gebunden (sog. Motivsubstitution; BGE 144 III 394 E. 4.1.4 

m.w.H.; ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 318 N 21; Seiler, Die Berufung nach ZPO, 

2013, N 1507). 

4.   Neue Vorbringen sind im Berufungsverfahren grundsätzlich nur noch un-

ter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig. Art. 296 ZPO statu-

iert für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vorlie-

gend zu beurteilen sind – aber den Untersuchungs- und Offizialgrundsatz, wes-

halb das Gericht in diesem Bereich den Sachverhalt von Amtes wegen erforscht 

und ohne Bindung an die Parteianträge entscheidet. In Verfahren, welche der 

umfassenden Untersuchungsmaxime unterstehen, können die Parteien auch im 

Berufungsverfahren neue Tatsachen und Beweismittel unbeschränkt vorbringen. 

Die Bestimmung von Art. 317 Abs. 1 ZPO gilt somit für das vorliegende Verfah-

ren nicht (BGE 144 III 349 E. 4.2.1).  

5.   Sofern notwendig hat das Gericht die Vertretung des Kindes anzuordnen 

(Art. 299 Abs. 1 ZPO). Die Notwendigkeit einer Kindsvertretung i.S.v. Art. 299 

ZPO ist vorliegend trotz unterschiedlicher Anträge der Eltern des Klägers betref-

fend die Zuteilung der elterlichen Sorge (Art. 299 Abs. 2 lit. a Ziff. 1 ZPO) nicht 

gegeben. Die anwaltlich vertretenen Eltern stellen keinen entsprechenden Antrag 

(Art. 299 Abs. 2 lit. b ZPO) bzw. rügen nicht, im vorinstanzlichen Verfahren sei 

keine Kindsvertretung eingesetzt worden. Ausserdem legen der Beklagte und die 

Verfahrensbeteiligte ihre Standpunkte zur elterlichen Sorge unter Einbezug der 

Interessen des Klägers hinreichend dar, weshalb zusammen mit der vorliegend 

zur Anwendung gelangenden Offizial- und der Untersuchungsmaxime (vgl. 

E. II.4.) die Kindesinteressen hinreichend gewahrt sind. Ein zusätzlicher Nutzen 

durch die Einsetzung einer Kindsvertretung ist nicht ersichtlich. Folglich ist im 

vorliegenden Berufungsverfahren auf die Anordnung einer Kindsvertretung i.S.v. 

Art. 299 ZPO zu verzichten (vgl. BGer 5A_403/2018 vom 23. Oktober 2018, 

E. 4.1.2). 

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III. 
(Materielle Beurteilung der Berufung) 

A. Elterliche Sorge 

1. Vorinstanzliche Erwägungen 

1.1. Die Vorinstanz entzog dem Beklagten die elterliche Sorge für den Kläger 

und teilte sie alleine der Verfahrensbeteiligten zu (Urk. 66 S. 40 Dispositiv-Ziffer 

1). Ihren Entscheid begründete sie zusammengefasst damit, dass die Familien-

konstellation mit der Trennung der Kindseltern ab Februar 2019 wesentlich und 

dauerhaft verändert worden sei. Der Beklagte habe die Trennung bis zum (vor-

instanzlichen) Entscheid weder akzeptiert noch verarbeitet. Im Nachgang zur 

Trennung habe die Verfahrensbeteiligte mehrfach gegen den Beklagten Strafan-

zeige wegen Nötigung und Drohung erstattet und es seien mehrere Verfügungen 

der Kantonspolizei betreffend Schutzmassnahmen im Sinne des Gewaltschutz-

gesetzes ergangen (Urk. 66 S. 10). 

1.2. Aufgrund der wesentlichen Veränderung der Verhältnisse prüfte die Vor-

instanz, ob die Neuregelung der elterlichen Sorge zur Wahrung des Kindeswohls 

notwendig sei (Urk. 66 S. 10). Hierzu führte sie aus, der Kern des Eltern-

Konfliktes sei die fehlende Verarbeitung der Trennung seitens des Beklagten und 

dass er die Paarbeziehung nicht von der Elternbeziehung trennen könne. Selbst 

als der Kläger aufgrund einer Erkrankung besonders betreuungsbedürftig gewe-

sen sei und die Verfahrensbeteiligte sich am 31. Januar 2020 an den Beklagten 

gewandt habe, sei dieser nur für ein Gespräch bereit gewesen, wenn die Verfah-

rensbeteiligte (auf der Beziehungsebene) auf ihn zukomme. Aus den darauf fol-

genden Nachrichten gehe deutlich hervor, dass der Beklagte nur das Ziel verfol-

ge, die Verfahrensbeteiligte zurückzugewinnen oder ihr zumindest das Leben 

ohne ihn so schwer wie möglich zu machen (Urk. 37/4). Eine Kommunikation mit 

dem Beklagten über alltägliche Dinge wie die Erziehung des Klägers sei offen-

sichtlich nicht möglich. Der Beklagte scheine nicht in der Lage zu sein, sich den 

Bedürfnissen des Klägers anzunehmen. Jeglichen Kontakt zum Kläger mache er 

davon abhängig, dass die Verfahrensbeteiligte die Beziehung mit ihm wieder 

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aufnehme bzw. dass die Besuche unbegleitet oder im Beisein der Verfahrensbe-

teiligten stattfänden (Urk. 66 S. 10 f.). 

1.3. Problematisch sei zudem, dass der Beklagte seine eigenen Bedürfnisse 

vor diejenigen des Klägers stelle und die elterliche Kooperation verhindere, in-

dem er sich der Zusammenarbeit mit der Verfahrensbeteiligten verweigere, so-

bald es nicht nach seinem Willen laufe. Dies zeige sich beispielhaft bereits bei 

Banalitäten, als es um den Austausch von Fotos des Klägers gegangen sei. 

Während der Beklagte der Verfahrensbeteiligten vorgehalten habe, ihn nicht am 

Leben des Klägers teilhaben zu lassen, da sie ihm keine Fotos zuschicke, sei 

diese bereit gewesen, ihm Zugriff auf ihre Dropbox mit den Fotos des Klägers zu 

gewähren. Anstatt einen Kompromiss einzugehen, habe es der Beklagte vorge-

zogen, keine Fotos des Klägers zu bekommen (Urk. 66 S. 12). 

1.4. Mit seiner Alles-oder-nichts-Strategie habe der Beklagte bewirkt, dass 

der Kläger seit September 2019 kein einziges Mal mit dem Beklagten in irgend 

einer Form in Beziehung habe treten können. Bereits davor sei es trotz einver-

nehmlich festgelegter Besuchsrechtsregelung anlässlich des Gewaltschutzver-

fahrens im März 2019 (Urk. 6/18) nur zu sporadischen Treffen gekommen, weil 

dem Beklagten die getroffene Regelung gemäss eigenen Angaben "zu viel" ge-

worden sei und er auf unbestimmte Zeit keinen Kontakt gewünscht habe 

(Urk. 6/29 S. 2). Die Vater-Kind-Beziehung sei im Herbst 2019 schliesslich gänz-

lich abgebrochen. Anhand seiner Argumentation, er habe eine Pause gebraucht 

bzw. er habe keine Beistandschaft gewollt (Prot. I S. 19), werde deutlich, dass 

der Beklagte mit seinen Aufgaben als Kindsvater überfordert sei, die emotionale 

Aufgabe einer Trennung nicht bewältigt habe und es ihm bis anhin nicht gelun-

gen sei, eine neue Rollenfindung anzugehen. Der Beklagte blende vollständig 

die Bedürfnisse des Klägers aus. Für die Entwicklung einer starken und bestän-

digen Beziehungen zu einem Elternteil sei ein regelmässiger Kontakt unabding-

lich. Ein Kontaktabbruch gegenüber einem zweijährigen Kleinkind während meh-

rerer Monate (mittlerweile schon mehr als einem Jahr) führe unweigerlich dazu, 

dass die Beziehung massiven Schaden erleide und das Kind sich nach solch 

langer Zeit nicht mehr an den Beklagten erinnere, mithin auch ein Trauma entwi-

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ckeln könne (Verlustängste). Aussagen des Beklagten, er wolle seinen Sohn am 

liebsten jeden Tag sehen, ihn ins Bett bringen und mit ihm möglichst viel Zeit 

verbringen, erschienen im Gesamtkontext als leere Worthülsen bzw. brächten 

primär zum Ausdruck, dass er die Beziehung zur Kindsmutter zurück wolle und 

damit auch den bis zur Trennung gelebten Familienalltag (Urk. 66 S. 12 f.). 

1.5. Ferner habe sich der Beklagte im Gerichtsverfahren als auch in der Zu-

sammenarbeit mit der Beiständin des Klägers als wenig bis gar nicht kooperativ 

gezeigt. Der Beklagte sei zu zwei Verhandlungen unentschuldigt nicht erschie-

nen und die zu edierenden Unterlagen habe er erst nach mehrfacher Aufforde-

rung und unter Androhung von Säumnisfolgen eingereicht. Vergleichsgespräche 

seien nicht möglich gewesen, da er zu den Verhandlungen nicht erschienen sei. 

Gegenüber der Beiständin habe er mehrfach verlauten lassen, dass er zu Termi-

nen aufgrund seiner Arbeit nicht erschienen sei und Termine nur freitags wahr-

nehmen könne (Urk. 46/4 und 46/5). Der Beklagte zeige sowohl in der Kommuni-

kation als auch in der Zusammenarbeit rigide Tendenzen, was bereits im Abklä-

rungsbericht vom 27. September 2019 festgestellt worden sei (Urk. 6/43 S. 7). Es 

entstehe sodann der Eindruck, der Beklagte verweigere seine Mitwirkung, sobald 

es aus seiner Sicht nicht mehr möglich erscheine, seinen Willen durchzusetzen 

(Urk. 66 S. 13 f.). 

1.6. Schliesslich kommt die Vorinstanz zum Schluss, eine Zusammenarbeit 

zwischen dem Beklagten und der Verfahrensbeteiligten bzw. dem Beklagten so-

wie den zuständigen Behörden, um eine adäquate Lösung im Sinne des Kindes-

wohls zu finden, sei offensichtlich im Zeitpunkt der Urteilsfällung nicht möglich. 

Eine Fortführung der gemeinsamen elterlichen Sorge wäre nicht zum Wohle des 

Kindes. Aufgrund des "Streiks" des Beklagten habe die Verfahrensbeteiligte in 

den letzten zwölf Monaten faktisch bereits alle anstehenden Entscheidungen in 

Bezug auf den Kläger alleine treffen müssen. Entsprechend ändere sich mit der 

rechtlichen Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge an die Verfahrensbeteiligte 

(bzw. mit dem Entzug der elterlichen Sorge seitens des Beklagten) tatsächlich 

nichts. Die formale Aufrechterhaltung der gemeinsamen elterlichen Sorge würde 

sich mit dem Grundgedanken des Kindesrechts nicht vereinbaren lassen. Aus-

- 15 - 

serdem seien auf Seiten der Verfahrensbeteiligten keinerlei Anhaltspunkte für 

Defizite bezüglich ihrer Erziehungsfähigkeit erkennbar (Urk. 66 S. 14). 

2. Vorbringen des Beklagten 

2.1. Der Beklagte rügt, aus der von der Vorinstanz zitierten Protokollstelle 

(Prot. I S. 28) gehe nicht hervor, dass er keine Trennung zwischen der Elternbe-

ziehung und der Paarbeziehung vornehmen könne. Er habe lediglich ausgeführt, 

der Kläger verdiene seiner Meinung nach eine Familie und damit einen Vater und 

eine Mutter, die er jeden Tag sehen könne (Urk. 65 S. 7). 

2.2. Er habe Ende Januar 2020 nicht gewusst, dass der Kläger krank und die 

Verfahrensbeteiligte mit dieser Situation überfordert gewesen sei. Dies sei ihm in 

den E-Mails der Verfahrensbeteiligten vom 31. Januar 2020 und vom 1. Februar 

2020 nicht mittgeteilt worden (Urk. 37/4). Die Vorinstanz habe diese Informatio-

nen vielmehr der Notiz der Verfahrensbeteiligten entnommen (Post-it-Zettel an 

Urk. 37/4 angeheftet), die offensichtlich für das Gericht gedacht gewesen sei. 

Ausserdem sei die Frage der Betreuung von der Frage der elterlichen Sorge zu 

trennen (Urk. 65 S. 8 f.). 

2.3. Die Vorinstanz habe keinen Vorfall angeführt, wonach die Verfahrensbe-

teiligte aufgrund des Verhaltens des Beklagten bzw. der derzeit noch fehlenden 

Kommunikation zwischen den Eltern Schwierigkeiten gehabt hätte, einen wichti-

gen Entscheid für den Kläger zu treffen (Urk. 65 S. 8 und 12). Mit Ausnahme des 

angeblichen Vorfalles vom 31. Januar 2020 im Zusammenhang mit der Erkran-

kung des Klägers führe die Vorinstanz keine wesentlichen Ereignisse auf, in de-

nen er (der Beklagte) seine Mitwirkung in Bezug auf einen konkreten Entscheid 

betreffend den Kläger verweigert hätte. Ebenso sei den Akten keine Verweige-

rung seiner Mitwirkung zu entnehmen (Urk. 65 S. 9 f.). 

2.4. Die Vorinstanz sei zum Schluss gekommen, die Verfahrensbeteiligte ha-

be wegen seiner "Alles-oder-nichts-Strategie" kein einziges Mal mit ihm richtig 

kommunizieren können, ohne zu berücksichtigen, dass die einjährige Phase mit 

Kontaktschwierigkeiten zwischen den Eltern in keinem Verhältnis zur Dauer der 

- 16 - 

elterlichen Sorge für ein gemeinsames Kind stehe (Urk. 65 S. 10). Hinsichtlich 

des Kontaktabbruchs zwischen ihm und dem Kläger sei zu beachten, dass der 

persönliche Verkehr so aufgebaut sei, dass eine allmähliche behutsame Annähe-

rung zwischen ihnen stattfinden solle (Urk. 65 S. 10 f.). Dass bisher wichtige Ent-

scheidungen für die Entwicklung des Klägers wegen der schwierigen Kommuni-

kation zwischen den Eltern nicht hätten getroffen werden können, werde von der 

Vorinstanz nicht dargetan (Urk. 65 S. 12). 

2.5. Die Frage, ob ein Elternteil sich in Bezug auf die Beistandschaft koopera-

tiv zeige und aktiv mitwirke, sei nur teilweise eine Frage der elterlichen Sorge. 

Ausserdem habe er die Behördenmitglieder bei sich zu Hause empfangen und 

damit zumindest eine gewisse Mitwirkung gezeigt (Urk. 65 S. 11). Auch der Um-

stand, dass er an der zweiten Verhandlung vom 7. Oktober 2020 nicht erschie-

nen sei, dürfe in Bezug auf die elterliche Sorge nicht zu seinen Lasten gewertet 

werden, da er die Vorladung nicht erhalten habe (Urk. 65 S. 12). 

2.6. Zusammengefasst sei den Akten keine Gefährdung des Kindswohls zu 

entnehmen und die Vorinstanz führe keine Gründe an, die eine alleinige Zutei-

lung der elterlichen Sorge an die Verfahrensbeteiligte rechtfertigen würden 

(Urk. 65 S. 11 f.).  

3. Vorbringen der Verfahrensbeteiligten 

3.1. Die Verfahrensbeteiligte hält dagegen, es sei nicht im Interesse des Klä-

gers, dass sie als Obhutsberechtigte nicht in der Lage sei, wichtige Entscheidun-

gen für ihn zu treffen, wenn sich der Beklagte immer dagegen wehre (Urk. 73 

S. 4 Rz 7). 

3.2. Der Beklagte akzeptiere nicht, dass die Beziehung zwischen ihnen ge-

scheitert sei und er dennoch Kontakt zum gemeinsamen Sohn haben könne 

(Urk. 73 S. 4 Rz 8). Aufgrund des Kontaktabbruches sei der Beklagte keine Be-

zugsperson für den Kläger und auch für den Beklagten sei der Kläger ein frem-

des Kind, das er nicht mehr kenne (Urk. 73 S. 4 f. Rz 9). Ab dem Tag der Tren-

nung sei der Beklagte nur noch selten und schliesslich gar nicht mehr für den 

- 17 - 

Kläger da gewesen. Dem Beklagten gehe es primär darum, sie (die Verfahrens-

beteiligte) als Partnerin zurückzugewinnen, was er mit Selbstmorddrohungen, ei-

nem Suizidversuch und mit Drohungen sowie Nötigungen gegen sie zu erreichen 

versucht habe (Urk. 73 S. 5 Rz 10). 

3.3. Die Verfahrensbeteiligte bestreitet nicht, dass der Beklagte sich – mit 

Ausnahme der begleiteten Besuche, die er nicht habe wahrnehmen wollen – nie 

einer Anordnung oder einer nötigen Massnahme zum Schutze des Klägers wie-

dersetzt habe. Sie fügt aber hinzu, er habe gar nichts unternommen. Seit mehr 

als anderthalb Jahren habe sich der Beklagte nicht um den Kontakt oder um eine 

Beziehung zum Kläger gekümmert und er habe in keinen Entscheid bezüglich 

den Kläger involviert werden wollen (Urk. 73 S. 5 f. Rz 12). Hinzu komme, dass 

es bis anhin erst wenige Entscheidungen mit grosser Auswirkung auf das Leben 

des Klägers gegeben habe (Urk. 73 S. 7 Rz 16). 

3.4. Der Beklagte könne dem Kläger als Vater keine Konstanz, Stabilität und 

Verlässlichkeit bieten. Auch wenn sich der Kläger normal entwickle, so könne er 

sich nicht mehr bewusst an den Beklagten erinnern, den er zum letzten Mal im 

Alter von zwei Jahren gesehen habe (Urk. 73 S. 8 Rz 20). All die Drohungen, die 

der Beklagte gegen sie (die Verfahrensbeteiligte) und ihr Umfeld ausgesprochen 

habe, hätten auch beim Kläger ihre Spuren hinterlassen (Urk. 73 S. 9 Rz 22). Der 

Beklagte sei nicht in der Lage einzuschätzen, welches Handeln richtig und wel-

ches falsch sei. Schon während des Zusammenlebens sei der Beklagte game-

süchtig gewesen und habe damals teilweise Probleme gehabt, Fiktion und Reali-

tät auseinander zu halten (Urk. 73 S. 9 Rz 23). Der Beklagte habe sie nach der 

Trennung oftmals und auch in Anwesenheit des Klägers verbal angegriffen. Sie 

sorge sich um das Wohl und die Sicherheit des Klägers, denn sie könne nicht 

davon ausgehen, dass der Beklagte den Kläger in Ruhe lassen werde, wenn er 

aggressiv werde. Die psychische Verfassung des Beklagten sei schlecht. Er ha-

be sich nach der Trennung komplett von seinem sozialen Umfeld zurückgezogen 

und pflege seither keine einzige Freundschaft mehr. Ebenso habe er keinen Kon-

takt zu seiner Familie (Urk. 73 S. 9 Rz 24). 

- 18 - 

3.5. Seit der Einsetzung der Besuchsbeiständin sei mehr als ein Jahr vergan-

gen. Bis anhin zeige der Beklagte kein Interesse, den Kläger in Begleitung zu 

sehen oder etwas an seinem Verhalten zu ändern, damit wieder ein Kontakt zwi-

schen ihm und dem Kläger hätte hergestellt werden können. Es sei nicht ersicht-

lich, weshalb er nun dafür bereit sein sollte (Urk. 73 S. 10 Rz 25). 

3.6. Mit der Zuteilung des alleinigen Sorgerechts solle nicht bezweckt wer-

den, dass der Beklagte den Kläger nicht sehen dürfe. Vielmehr sollen damit die 

negativen Auswirkungen auf den Kläger und seine Entwicklung wegbedungen 

werden. Ohne das alleinige Sorgerecht sei sie (die Verfahrensbeteiligte) hand-

lungsunfähig, da sie jede wichtige Entscheidung für den Kläger mit dem Beklag-

ten absprechen müsste und dieser in der Vergangenheit noch nie konstruktiv ge-

antwortet habe (Urk. 73 S. 10 Rz 26). 

3.7. Es treffe zu, dass dem Beklagten wegen seinem Nichterscheinen an der 

Verhandlung vom 7. Oktober 2020 nicht die elterliche Sorge entzogen werden 

könne, doch sein Fernbleiben sei Teil seiner nicht vorhandenen Verantwortung 

gegenüber seinem Sohn. Der Beklagte sei bereits der Verhandlung vom 8. Juni 

2020 ferngeblieben und auch an keinem Treffen mit dem Kinder- und Jugendhil-

fezentrum (kjz) bzw. der KESB oder der Beiständin erschienen. Bei vielen dieser 

Gespräche und Treffen habe man auf freie Tage des Beklagten Rücksicht ge-

nommen, seine Terminwünsche respektiert und Besprechungsdaten entspre-

chend terminiert. Obwohl sich sämtliche Behörden nach den Zeiten des Beklag-

ten gerichtet hätten, habe er es nicht für notwendig erachtet, an diesen Gesprä-

chen teilzunehmen (Urk. 73 S. 11 Rz 28). 

4. Würdigung 

4.1. Die Neuregelung der elterlichen Sorge nach Art. 298d ZGB ist nur bei 

wesentlicher Änderung der Verhältnisse und zur Wahrung des Kindeswohls mög-

lich. Ob eine wesentliche Veränderung vorliegt, beurteilt sich aufgrund sämtlicher 

Umstände des konkreten Einzelfalls. Grundsätzlich ist eine solche aber zu beja-

hen, wenn die bisherige Regelung sich auf das Zusammenleben bezog und die 

Eltern sich inzwischen getrennt haben (BSK ZGB-Schwenzer/Cottier, Art. 298d N 

- 19 - 

2). Die Beurteilung im Lichte des Kindeswohls beinhaltet ihrerseits, dass die Ver-

änderung der Verhältnisse eine Neuregelung der elterlichen Sorge gebietet, weil 

die aktuelle Regelung dem Kind mehr schadet als der mit der Änderung verbun-

dene Verlust an Kontinuität in der Erziehung und den Lebensumständen (vgl. 

BGer 5A_239/2021 vom 29. November 2021, E. 3.4.). Die elterliche Sorge ist nur 

dann auf einen Elternteil zu übertragen, wenn es zur Wahrung des Kindeswohls 

nötig erscheint (vgl. Art. 298 Abs. 1 ZGB). Auf einen kurzen Nenner gebracht 

wird vorausgesetzt, dass ein schwerwiegender elterlicher Dauerkonflikt oder eine 

anhaltende Kommunikationsunfähigkeit vorliegt, dieser Mangel sich negativ auf 

das Kindeswohl auswirkt und der Konflikt durch das Alleinsorgerecht entschärft 

wird (KUKO ZGB-Cantieni/Vetterli, Art. 298 N 3; BGE 141 III 472 E. 4.5 f.). 

4.2. Die Vorinstanz hielt bereits zutreffend fest, dass aufgrund der Trennung 

der Eltern des Klägers eine wesentliche Veränderung der Verhältnisse i.S.v. 

Art. 298d ZGB zu bejahen sei (Urk. 66 S. 10), was in der Berufung auch nicht 

beanstandet wurde. Somit bleibt zu prüfen, ob – wie von der Vorinstanz erwogen 

– die Zuteilung der alleinigen Sorge an die Verfahrensbeteiligte zur Wahrung des 

Kindeswohls notwendig ist. 

4.3. Dass der Beklagte Mühe hatte, zwischen dem Paarkonflikt und der El-

ternebene zu differenzieren, zeigt sich deutlich in seinem Verweigerungsverhal-

ten gegenüber dem Kläger. Es wiegt äusserst schwer, dass der Beklagte seine 

eigenen Wünsche bis anhin nicht hinter die Bedürfnisse des Klägers resp. einer 

konstanten Vater-Sohn-Beziehung zu stellen vermochte. Der Beklagte hat sich 

dadurch seiner Verantwortung als Elternteil resp. seiner Rolle als Sorgeberech-

tigter entzogen.  

4.4. Die Vorinstanz legte ihrer Entscheidung, der Verfahrensbeteiligten die al-

leinige elterliche Sorge zuzuweisen, ausschliesslich Erwägungen zugrunde, wel-

che auf die Erziehungsfähigkeit des Beklagten abzielen, namentlich die fehlende 

Verarbeitung der Trennung und die fehlende Kooperationsbereitschaft mit der 

Verfahrensbeteiligten oder den Behörden, ohne aber die Erziehungsfähigkeit im 

Ergebnis zu verneinen. Ebenso hält die Verfahrensbeteiligte dem Beklagten feh-

lendes Interesse für den Kläger sowie Fehlverhalten ihr gegenüber entgegen. 

- 20 - 

Obgleich der noch andauernde schwerwiegende elterliche Konflikt sich ganz all-

gemein negativ auf das Kindeswohl des Klägers auswirkt, ist weder den Erwä-

gungen der Vorinstanz noch den Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zu ent-

nehmen, dass mit der Alleinzuteilung des Sorgerechts eine Verbesserung einträ-

te. Es wurde kein Vorfall angeführt, wonach es zwischen dem Beklagten und der 

Verfahrensbeteiligten zu Streitigkeiten betreffend Belange der elterlichen Sorge 

gekommen sei resp. die Kindesschutzbehörde oder das Gericht diesbezüglich 

Entscheidungen anstelle der Eltern hätten treffen müssen. Entsprechend wurde 

auch nicht belegt, dass die Verfahrensbeteiligte ohne Zuteilung der alleinigen 

Sorge in Bezug auf den Kläger handlungsunfähig wäre. Die Alleinzuteilung der 

elterlichen Sorge ist aber als eng begrenzte Ausnahme zu verstehen (BGE 141 

III 472 E. 4.7), weshalb sie nicht anzuordnen ist, nur um möglichen Streitigkeiten 

vorzubeugen. 

4.5. Selbst wenn sich der Beklagte seit längerer Zeit nicht um eine Beziehung 

zum Kläger gekümmert hat und die gemeinsame elterliche Sorge während dieser 

Zeit zu einer leeren Worthülse verkam, wurde dennoch nicht dargetan, inwiefern 

sich dies dergestalt auf das Kindeswohl ausgewirkt haben soll, dass sich eine 

Änderung der elterlichen Sorge aufdrängen würde. 

4.6. Vor diesem Hintergrund ist die erstinstanzliche Dispositiv-Ziffer 1 aufzu-

heben und der Kläger unter der gemeinsamen elterlichen Sorge des Beklagten 

und der Verfahrensbeteiligten zu belassen. 

B. Unterhalt 

1. Streitgegenstand 

1.1. Basierend auf der zweitstufigen Unterhaltsberechnung mit Überschuss-

verteilung (Urk. 66 S. 20 f.) verpflichtete die Vorinstanz den Beklagten zu folgen-

den Unterhaltsbeiträgen für den Kläger (Urk. 66 S. 41 f. Dispositiv-Ziffer 5): 

Rückwirkend ab 1. April 2020 bis zum Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten, längstens 
aber bis 31. Dezember 2021 
Fr. 1'480.– Manko im Barunterhalt: Fr. 285.– 
   Manko im Betreuungsunterhalt: Fr. 683.–. 

- 21 - 

Ab Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten bzw. spätestens ab 1. Januar 2022 bis zum 
31. Dezember 2023 
Fr. 2'190.– (davon Fr. 425.– als Betreuungsunterhalt) 
   Manko im Betreuungsunterhalt: Fr. 258.–. 
Ab 1. Januar 2024 bis 31. Oktober 2027 
Fr. 1'870.– (davon Fr. 442.– als Betreuungsunterhalt); 
Ab 1. November 2027 bis zum Eintritt von B.______ in die Oberstufe  
Fr. 1'790.– (davon Fr. 442.– als Betreuungsunterhalt) 
Ab Eintritt von B.______ in die Oberstufe bis zur Volljährigkeit bzw. bis zum Abschluss 
einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit hinaus 
Fr. 1'200.– (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt) 

1.2. Der Beklagte beanstandet zusammengefasst, die Vorinstanz habe bei 

der Unterhaltsberechnung mehrere Bedarfspositionen sowie das Einkommen des 

Klägers und der Verfahrensbeteiligten falsch festgesetzt und dadurch zu hohe 

Unterhaltsbeiträge berechnet (Urk. 65 S. 12 ff.; Urk. 80 S. 11 f.). Mit seinen modi-

fizierten Rechtsbegehren vom 11. Mai 2021 beantragt der Beklagte sodann die 

Reduktion der monatlichen Kinderunterhaltsbeiträge ab 1. April 2020 bis 

31. August 2033 auf Fr. 1'280.– und ab 1. September 2033 bis zur Volljährigkeit 

des Klägers bzw. bis zum Abschluss der Erstausbildung auf Fr. 571.– (Urk. 80 

S. 2 f.). Dabei ergäben sich folgende Unterhaltsmankos für den Kläger (Urk. 80 

S. 2 f.): 

 – 1. April 2020 bis 31. Dezember 2021 [recte 2020]: Fr. 471.– (Fr. 396.– Barunterhalt 
und Fr. 75.– Betreuungsunterhalt); 

 – 1. Januar 2021 bis zum Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten, längstens bis 
31. Dezember 2021: Fr. 522.– (Fr. 0 Betreuungsunterhalt); 

 – Wegfall der Kurzarbeit des Beklagten spätestens 1. Januar 2022 bis 31. August 2022: 
Fr. 589.– (Fr. 0 Betreuungsunterhalt); 

 – 1. September 2022 bis 31. Oktober 2027: Fr. 456.– (Fr. 0 Betreuungsunterhalt); 
 – 1. November 2027 bis 31. August 2029: Fr. 386.– (Fr. 0 Betreuungsunterhalt) 
 –  1. September 2029 bis 31. August 2033: Fr.  139.– (Fr. 0 Betreuungsunterhalt) 

1.3. Der Kläger hält dagegen und beantragt, es sei das vorinstanzliche Urteil 

in Bezug auf den Unterhalt zu bestätigen (Urk. 73 S. 2). Eventualiter sei der Be-

klagte zu folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträgen für ihn zu verpflichten 

(Urk. 88 S. 2 f.): 

- 22 - 

 – Rückwirkend ab 1. April 2020 bis 31. Dezember 2021 bzw. bis zum Wegfall der Kurz-
arbeit des Beklagten: Fr. 1'280.– 

 – Ab Wegfall der Kurzarbeit des Berufungsklägers, spätestens ab 1. Januar 2022 bis 
31. August 2030: Fr. 1'891.– 

 – Ab 1. September 2030 bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung: 
Fr. 1'200.–. 

2. Einkommen des Klägers 

2.1. Die Vorinstanz rechnete dem Kläger in allen Phasen ein Einkommen von 

Fr. 295.– an und führte hierzu aus, dem Lohnausweis 2019 der Verfahrensbetei-

ligten seien Kinderzulagen von insgesamt Fr. 3'540.– (monatlich Fr. 295.–) zu 

entnehmen, was darauf schliessen lasse, dass sie von ihrem Arbeitgeber nicht 

nur die gesetzlich geschuldeten Kinderzulagen erhalte, sondern auch vertragli-

che Zulagen von monatlich Fr. 75.– (Urk. 66 S. 22 f.). 

2.2. In seiner Berufungsantwort hielt der Kläger dem entgegen, die Verfah-

rensbeteiligte beziehe seit 2021 Kinderzulagen von Fr. 230.– für ihn. Ursprüng-

lich habe der Beklagte die Kinderzulagen bezogen. Als sich die Verfahrensbetei-

ligte vom Beklagten getrennt habe, habe sie um rückwirkende Auszahlung der 

Kinderzulagen bei ihrem Arbeitgeber ersucht, da diese im Kanton Schwyz höher 

seien als im Kanton Zürich. Ab April 2019 habe die Verfahrensbeteiligte die Kin-

derzulagen direkt und die Differenz ab Geburt des Klägers zuzüglich einer Ge-

burtenzulage von Fr. 1'000.– und somit gesamthaft Fr. 3'540.– (9 x Fr. 220.– + 

Fr. 1'000.– + 28 x Fr. 20.–) erhalten. Den Lohnausweisen der Verfahrensbeteilig-

ten sei zu entnehmen, dass die Kinderzulagen für das Jahr 2020 Fr. 220.– und 

für das Jahr 2021 Fr. 230.– betragen hätten. Entsprechend sei ihm (dem Kläger) 

ab dem Jahr 2020 ein Einkommen von monatlich Fr. 220.– und ab dem Jahr 

2021 ein solches von Fr. 230.– anzurechnen (Urk. 73 S. 13). 

2.3. Auch der Beklagte rechnete dem Kläger anfänglich in seiner Berufung für 

alle Phasen ein Einkommen von Fr. 295.– an (Urk. 65 S. 23), stellte in seinem 

modifizierten Rechtsbegehren vom 11. Mai 2021 (Urk. 80 S. 2 f.) aber nur in der 

ersten Phase ab 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 auf diesen Betrag ab 

(Urk. 80 S. 11). Für die folgenden Phasen bis 31. August 2033 rechnete er dem 

- 23 - 

Kläger Kinderzulagen von Fr. 230.– als Einkommen an. Für die letzte Phase ab 

1. September 2033 seien dem Einkommen des Klägers Fr. 280.– anzurechnen, 

da dieser Betrag den gegenwärtigen Ausbildungszulagen in Schwyz entspreche 

(Urk. 80 S. 11 und 17 ff.). 

2.4. Da die Nachzahlung der Kinderzulagen für die Zeit seit der Geburt des 

Klägers bis zur Geltendmachung ausbezahlt wurden, sind sie entsprechend auch 

auf diese Zeit anzurechnen. Ebenso bezieht sich die einmalige Geburtenzulage 

auf die Vergangenheit und kann nicht dem Einkommen des Klägers ab 1. April 

2020 angerechnet werden. 

2.5. Zutreffend hielt der Beklagte fest, dass die Ausbildungszulage im Kanton 

Schwyz Fr. 280.– beträgt (§ 7 Abs. 1 Einführungsgesetz vom 26. Juni 2008 zum 

Bundesgesetz über die Familienzulagen [SRSZ 370.100] i.V.m. Beschluss des 

Regierungsrats des Kantons Schwyz Nr. 437/2020 vom 9. Juni 2020 sowie Art. 3 

Abs. 1 lit. b FamZG). Sie wird ab dem Beginn des Monats ausgerichtet, in dem 

das Kind eine nachobligatorische Ausbildung beginnt, jedoch frühestens ab dem 

Beginn des Monats, in dem es das 15. Altersjahr vollendet; besucht das Kind 

nach Vollendung des 16. Altersjahrs noch die obligatorische Schule, so wird die 

Ausbildungszulage ab dem Beginn des darauffolgenden Monats ausgerichtet 

(Art. 3 Abs. 1 lit. b FamZG). Vorliegend kann noch nicht gesagt werden, wann 

der Kläger die obligatorische Schule beenden wird (regulär wäre dies am 

1. September 2033). Zur Vermeidung einer zusätzlichen kurzen Phase erscheint 

es jedoch angemessen, dem Kläger ab seinem vollendeten 16. Altersjahr und 

damit ab dem 1. November 2033 eine Ausbildungszulage von Fr. 280.– anzu-

rechnen. 

2.6. Zusammengefasst sind dem Kläger monatlich ab 1. April 2020 bis 

31. Dezember 2020 Fr. 220.– ab 1. Januar 2021 bis 31. Oktober 2033 Fr. 230.– 

und ab dem 1. November 2033 Fr. 280.– als Einkommen anzurechnen. 

- 24 - 

3. Einkommen der Verfahrensbeteiligten 

3.1. Für die Verfahrensbeteiligte ging die Vorinstanz bei einem Erwerbspen-

sum von 60 % von einem monatlichen Einkommen von Fr. 3'425.–, exkl. Kinder-

zulagen und inkl. 13. Monatslohn aus (Urk. 14/2). Weiter hielt sie fest, die Verfah-

rensbeteiligte werde ab Eintritt des Klägers in die Oberstufe ihre Erwerbstätigkeit 

auf 80 % auszudehnen haben. Ab diesem Zeitpunkt sei ihr entsprechend den 

heutigen Verhältnissen ein monatliches Nettoeinkommen von Fr. 4'570.– anzu-

rechnen. Ab dem 1. November 2033 (nach Vollendung des 16. Altersjahres des 

Klägers) sei ihr ein Arbeitspensum von 100 % zuzumuten und dabei ein monatli-

ches Nettoeinkommen von Fr. 5'700.– anzurechnen (Urk. 66 S. 23). 

3.2. Mit seiner Stellungnahme zur Berufungsantwort bringt der Beklagte vor, 

der Kläger habe im Berufungsverfahren weitere Unterlagen eingereicht, denen 

zu entnehmen sei, dass die Verfahrensbeteiligte aktuell über ein monatliches 

Einkommen von Fr. 4'266.80 (ohne Kinderzulagen) verfüge (Urk. 75/6/1-3). Unter 

Berücksichtigung des 13. Monatslohnes resultiere ein monatliches Nettoeinkom-

men der Verfahrensbeteiligten von Fr. 4'622.35. Zusätzlich sei der Verfahrensbe-

teiligten für das Jahr 2019 ein Bonus von Fr. 4'800.– in monatlichen Raten aus-

bezahlt worden. Auch wenn geltend gemacht werde, die Verfahrensbeteiligte ha-

be im Jahr 2020 keinen Bonus erhalten, so werde ihr in den folgenden Jahren 

mit Erholung der Wirtschaft sicherlich ein solcher von mindestens Fr. 4'800.– an-

fallen. Entsprechend sei für die Verfahrensbeteiligte von einem Einkommen bis 

31. Dezember 2020 von monatlich Fr. 3'425.–, ab 1. Januar 2021 von Fr. 4'622.– 

(Pensum 70 %) zzgl. einem Bonusanteil von Fr. 400.– und ab 31. August 2029 

von Fr. 5'280.– (Pensum 80 %) zzgl. einem Bonusanteil von Fr. 400.– auszuge-

hen. Selbst wenn die Verfahrensbeteiligte ihr Pensum wieder auf 60 % reduzie-

ren würde, verfüge sie aufgrund der Lohnerhöhung und der Bonuszahlung ab 

Januar 2021 bis zum Übertritt des Klägers in die Oberstufe über ein Einkommen 

von monatlich Fr. 4'360.– (Urk. 80 S. 11 f.).  

3.3. Der Kläger hält dagegen, im Jahr 2019 habe die Verfahrensbeteiligte ein 

Dienstaltersgeschenk und keinen Bonus erhalten. Ausserdem zahle der Arbeit-

geber der Verfahrensbeteiligten keine Boni. Seit dem 1. Januar 2021 betrage das 

- 25 - 

Einkommen der Verfahrensbeteiligten Fr. 4'622.– bei einem Arbeitspensum von 

70 %. Die Verfahrensbeteiligte wolle ihr Arbeitspensum aber wieder auf 60 % 

und damit auf ein Einkommen von Fr. 3'960.– reduzieren (Urk. 88 S. 8). Ihr Ar-

beitgeber sei auch mit einer sofortigen Reduktion des Arbeitspensums auf 60 % 

einverstanden (Urk. 88 S. 9). 

3.4. Gemäss dem Lohnausweis für das Jahr 2020 betrug das monatliche Ein-

kommen der Verfahrensbeteiligten bei einem Erwerbspensum von 60 % 

Fr. 4'090.–, exkl. Kinderzulagen und inkl. 13. Monatslohn (Urk. 75/7; [Fr. 51'722.– 

Nettolohn - Fr. 2'640.– Kinderzulagen] / 12), was ihr für das Jahr 2020 entspre-

chend anzurechnen ist. 

 Den Lohnabrechnungen der Verfahrensbeteiligten für die Monate Januar 

bis März 2021 ist ein Nettolohn abzüglich Kinderzulagen von Fr. 4'266.80 zu ent-

nehmen (Urk. 75/6/1-3). Dem Kläger ist soweit zu folgen, als er vorbringt, die 

Verfahrensbeteiligte habe ihr Arbeitspensum aus finanzieller Not auf 70 % auf-

gestockt (Urk. 73 S. 12) und strebe eine baldige Reduktion des Arbeitspensums 

an, da die gleichzeitige alleinige Betreuung eines Kleinkindes und das hochpro-

zentige Arbeitspensum unverhältnismässig anstrengend seien (Urk. 88 S. 8). Ei-

ne Verbesserung der finanziellen Verhältnisse der Parteien ergibt sich jedoch 

erst mit dem Eintritt des Klägers in den Kindergarten und den damit einherge-

henden tieferen Fremdbetreuungskosten (vgl. E. III.B.5.7.) Dass die Verfahrens-

beteiligte ihr Arbeitspensum vor diesem Zeitpunkt reduzieren wird, ist daher nicht 

anzunehmen.  

Somit ist der Verfahrensbeteiligten ab 1. Januar 2021 bis 31. August 2022 ein 

monatliches Einkommen inkl. 13. Monatslohn von gerundet Fr. 4'620.– 

(Fr. 4'266.80 x 13 / 12) bei einem Arbeitspensum von 70 % anzurechnen. 

 Ab dem 1. September 2022 bis zum Übertritt des Klägers in die Oberstu-

fe und damit bis 31. August 2030 ist der Verfahrensbeteiligten ausgehend von ih-

rem gegenwärtigen Einkommen (Fr. 4'620.– bei einem Arbeitspensum von 70 %) 

ein solches von rund Fr. 3'960.– bei einem Arbeitspensum von 60 % anzurech-

nen. Ein tieferes Arbeitspensum der Verfahrensbeteiligten wird vom Kläger nicht 

- 26 - 

geltend gemacht und den Ausführungen des Beklagten, wonach ihr ein höheres 

Arbeitspensum zuzumuten sei, kann nicht gefolgt werden. Der Beklagte lässt mit 

seiner Behauptung, die Verfahrensbeteiligte könne weiterhin 10 % von zu Hause 

aus arbeiten, während der Kläger schläft (Urk. 93 S. 2), ausser Acht, dass der 

Alltag der Verfahrensbeteiligten nicht nur aus Arbeit und Kinderbetreuung be-

steht. Allein aus dem Umstand, dass die Verfahrensbeteiligte bis anhin für den 

Unterhalt des Klägers Leistungen über dem gemäss bundesgerichtlicher Recht-

sprechung Zumutbaren (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.7.6.) erbrachte, lässt nicht den 

Schluss zu, dass sie dies auch in Zukunft zu erbringen hat. 

 Dem Schulstufenmodell folgend (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.7.6.) ist der 

Verfahrensbeteiligten ab dem 1. September 2030 bis zum 31. Oktober 2033 

ausgehend von ihrem gegenwärtigen Einkommen und bei einem Arbeitspensum 

von 80 % ein monatliches Einkommen von gerundet Fr. 5'280.– und danach ab 

1. November 2033 bei einem Arbeitspensum von 100 % ein solches von 

Fr. 6'600.– anzurechnen. 

4. Einkommen des Beklagten 

4.1. Die Vorinstanz rechnete dem Beklagten aufgrund der von ihm geltend 

gemachten Kurzarbeitsregelung ab 1. April 2020 bis zum Wegfall der Kurzarbeit, 

maximal bis 20. [recte 31.] Dezember 2021 ein Einkommen von Fr. 4'760.– an 

und hernach (allenfalls ein hypothetisches Einkommen) von Fr. 5'470.– (Urk. 66 

S. 43 Dispositiv-Ziffer 9). Dies wurde weder vom Beklagten noch vom Kläger ge-

rügt (Urk. 65 S. 22; Urk. 88 S. 12 ff.). 

4.2. Weder der Beklagte noch der Kläger brachten vor, die Arbeitgeberin des 

Beklagten hätte die Kurzarbeit vor dem 31. Dezember 2021 aufgehoben, wes-

halb dem Beklagten bis zu diesem Datum ein Einkommen von Fr. 4'760.– und 

hernach ein hypothetisches Einkommen bei einem Arbeitspensum von 100 % 

von Fr. 5'470.– anzurechnen ist (vgl. Urk. 65 S. 23 ff.). 

- 27 - 

5. Fremdbetreuungskosten des Klägers 

5.1. Die Vorinstanz rechnete dem Bedarf des Klägers in der ersten Phase für 

die Betreuungskosten einen Betrag von Fr. 947.– an. Sie begründet die Anrech-

nung zusammengefasst damit, dass der Kläger auf eine Fremdbetreuung wäh-

rend drei Tagen pro Woche angewiesen und die Kosten ausgewiesen seien 

(Urk. 50 und 51). Weiter hielt die Vorinstanz fest, der Kläger werde ab dem Jahr 

2024 aufgrund seines Eintritts in den Kindergarten weniger Fremdbetreuung be-

nötigen, wenngleich diese aufgrund der Arbeitstätigkeit der Verfahrensbeteiligten 

nach wie vor über Mittag sowie nach Schulschluss sowie während den Schulferi-

en notwendig sein werde. Es erscheine daher angemessen, dem Kläger pau-

schal Fr. 600.– für Fremdbetreuungskosten anzurechnen. Mit fortschreitendem 

Alter werde die schulische Betreuungszeit länger bzw. die durch die Tagesmutter 

abzudeckenden Randzeiten kürzer, weshalb es sich rechtfertige, ab dem 

1. November 2027 die Fremdbetreuungskosten weiter auf Fr. 300.– zu reduzie-

ren. Mit Eintritt des Klägers in die Oberstufe sei davon auszugehen, dass er die 

schulfreie Zeit, in der die Verfahrensbeteiligte arbeite, selbst und ohne Betreuung 

bestreiten könne (Urk. 66 S. 26 und 27). 

5.2. Der Beklagte moniert, die Vorinstanz habe in Bezug auf die Betreuungs-

kosten des Klägers in der Zeit vom 1. April 2020 bis 31. August 2022 lediglich auf 

die Behauptungen der Verfahrensbeteiligten (Urk. 50) abgestellt, ohne diese zu 

prüfen. Bei einem Arbeitspensum von 60 % müsse der Kläger während drei Ta-

gen pro Woche resp. während 12 Tagen pro Monat durch die Tagesmutter 

fremdbetreut werden. Bei 12 Stunden Fremdbetreuung pro Tag und einem Stun-

denansatz von Fr. 5.50 sowie Verpflegungskosten von Fr. 12.– pro Tag (Früh-

stück: Fr. 3.–, Mittagessen: Fr. 5.– sowie "Znüni" und "Zvieri": je Fr. 2.–) beliefen 

sich die Fremdbetreuungskosten für einen Tag auf Fr. 78.– (12 x Fr. 5.50 + 

Fr. 3.– + Fr. 5.– + 2 x Fr. 2.–) bzw. für einen Monat auf Fr. 936.– (3 x 4 x Fr. 78.–

). Unter Beachtung der Ferien der Verfahrensbeteiligten (vier Wochen) seien 

dem Kläger in der ersten Unterhaltsphase daher monatliche Fremdbetreuungs-

kosten von Fr. 858.– (11 x Fr. 936.– / 12) anzurechnen (Urk. 65 S. 14). 

- 28 - 

5.3. Der Kläger setzt sich in der Berufungsantwort nicht mit den Vorbringen 

des Beklagten auseinander. Er ergänzt jedoch, dass die Fremdbetreuungskosten 

ab seinem 10. Lebensjahr nicht einfach halbiert werden können, da auch Kinder 

in diesem Alter eine umfassende Betreuung benötigen würden. Die allfälligen 

Mehrstunden in der Schule würden hauptsächlich durch Frühstunden gefüllt. 

Demzufolge könnten die Fremdbetreuungskosten sicherlich nicht halbiert, allen-

falls auf 2/3 der Kosten in der Unterstufe reduziert werden. Der Monatsabrech-

nung März 2021 sei zu entnehmen, dass der Verfahrensbeteiligten ein höherer 

Subventionsbeitrag gewährt worden sei. Sobald ihr Einkommen (inkl. den Unter-

haltsbeiträgen für den Kläger) steige, werde sie in eine andere Tarifstufe kom-

men und die Stundentarife würden sich auf mindestens Fr. 6.15 pro Betreuungs-

stunde erhöhen, was bei der Kalkulierung der Kosten der Fremdbetreuung ent-

sprechend zu berücksichtigen sei (Urk. 73 S. 11). 

 In seiner Eingabe vom 14. Juni 2021 bringt der Kläger vor, der Betreu-

ungstarif betrage seit dem 1. Juni 2021 Fr. 7.45 pro Betreuungsstunde. Die mo-

natlichen Fremdbetreuungskosten würden sich somit unter Berücksichtigung von 

vier Ferienwochen der Verfahrensbeteiligten auf Fr. 1'223.– belaufen (Urk. 88 

S. 9). 

5.4. Der Berechnung des Beklagten ist insoweit zu folgen, als in der Phase 

vom 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 die Fremdbetreuungskosten des Klä-

gers pro Woche im Umfang von Fr. 234.– ([12 x Fr. 5.50 + Fr. 3.– + Fr. 5.– + 2 x 

Fr. 2.–] x 3) zu berücksichtigen sind. Der wöchentliche Betrag ist jedoch nicht mit 

dem Faktor 4, sondern mit dem Faktor 4.33 (52 Wochen pro Jahr / 12 Monate) 

zu multiplizieren, um zu den durchschnittlichen Fremdbetreuungskosten des Klä-

gers pro Monat zu gelangen. Demzufolge sind dem Bedarf des Klägers für die 

Zeit vom 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 unter Berücksichtigung der Ferien 

der Verfahrensbeteiligten monatliche Fremdbetreuungskosten von rund Fr. 930.– 

(Fr. 234.– x 4.33 x 11 / 12) anzurechnen.  

5.5. Für den März 2021 wies der Kläger im Berufungsverfahren Betreuungs-

kosten von Fr. 1'026.25 aus (Urk. 75/5). Dabei ist davon auszugehen, dass die 

Verfahrensbeteiligte jeweils montags, donnerstags und freitags auf eine Fremd-

- 29 - 

betreuung für den Kläger angewiesen war (Urk. 50a) und zusätzlich im Umfang 

von 10 % von zu Hause aus arbeitete (vgl. Urk. 88 S. 9). Somit betrugen die 

Fremdbetreuungskosten für den Kläger im März 2021 pro Fremdbetreuungstag 

rund Fr. 78.– (Fr. 1'026.25 / 13) und waren damit gleich hoch, wie in der Zeit vom 

1. April 2020 bis 31. Dezember 2020. Entsprechend hatte die Erhöhung des Ar-

beitspensums der Verfahrensbeteiligten keinen Einfluss auf die Fremdbetreu-

ungskosten, weshalb die Einwände des Beklagten zu den geltend gemachten 

Kosten (Urk. 80 S. 13) ins Leere gehen. 

5.6. Zu berücksichtigen ist aber die vom Kläger im Berufungsverfahren vor-

gebrachte und ausgewiesene Erhöhung des Stundenansatzes für die Fremdbe-

treuung ab 1. Juni 2021. Ab diesem Datum bis zum Übertritt des Klägers in den 

Kindergarten ist unter Berücksichtigung der vier Wochen Ferien der Verfahrens-

beteiligten von monatlichen Fremdbetreuungskosten von Fr. 1'207.– ([12 x 

Fr. 7.45 + Fr. 3.– + Fr. 5.– + 2 x Fr. 2.–] x 3 x 4.33 x 11 / 12) auszugehen. Der 

vom Kläger vorgebrachte Betrag von Fr. 1'223.– (Urk. 88 S. 9) wurde nicht näher 

substantiiert, weshalb darauf nicht abzustellen ist. 

5.7. In den darauf folgenden Phasen wirken sich die Kindergartenstunden 

resp. die Schulstunden, in denen der Kläger im Kindergarten oder der Schule be-

treut wird, reduzierend auf die Fremdbetreuungskosten aus. Der Unterricht im 

ersten Kindergartenjahr findet im Kanton Zürich morgens jeweils von 8.00 Uhr bis 

12.00 Uhr statt. Im zweiten Kindergartenjahr kommen zwei Nachmittage mit je 

zwei Unterrichtsstunden hinzu. Bis zur 3. Klasse sind – wie im zweiten Kindergar-

ten – wöchentlich 24 Schullektionen vorgesehen. Erst in der 3. und 4. Klasse er-

höht sich die Schulzeit auf 27 Stunden pro Woche und in der 5. und 6. Klasse 

sind 30 Lektionen vorgesehen 

(vgl. www.zh.ch/de/bildung/schulen/volksschule/volksschule-unterricht.html; zu-

letzt besucht am 22. Februar 2022). 

 Folglich verkürzt sich die Fremdbetreuungszeit im ersten Kindergarten-

jahr des Klägers unter Berücksichtigung der Ferien der Verfahrensbeteiligten um 

468 Stunden (12 h x [52 - 13]) und die Fremdbetreuungskosten um rund 

Fr. 3'487.– (468 h x 7.45 Fr./h). Entsprechend betragen die monatlich anrechen-

- 30 - 

baren Fremdbetreuungskosten des Klägers im ersten Kindergartenjahr rund Fr. 

916.– (Fr. 1'207.– - [Fr. 3'487.– / 12]). Im zweiten Kindergarten entfallen mindes-

tens zwei zusätzliche Nachmittagsstunden auf die Kindergartenzeit (vgl. Urk. 50 

A). Um die Kosten der Fremdbetreuung sicherzustellen, ist von einer Reduktion 

der Fremdbetreuungszeit von 546 Stunden (14 h x [52 - 13]) und der Fremdbe-

treuungskosten von Fr. 4'068.– (546 h x 7.45 Fr./h) auszugehen. Die monatlich 

anrechenbaren Fremdbetreuungskosten im zweiten Kindergartenjahr betragen 

demnach Fr. 868.– (Fr. 1'207.– - [Fr. 4'068.– / 12]). 

 In der 1. bis zur 3. Klasse bleibt die Anzahl der (Schul-)Lektion pro Wo-

che gegenüber dem zweiten Kindergartenjahr gleich hoch. Unter Berücksichti-

gung des zu diesem Zeitpunkt noch hohen Betreuungsbedürfnisses des Klägers 

kann auf die gleichen Fremdbetreuungskosten abgestellt werden, wie im zweiten 

Kindergartenjahr. Aufgrund des geringfügigen Unterschieds zwischen den 

Fremdbetreuungskosten im ersten und zweiten Kindergarten resp. der 1. bis zur 

3. Klasse rechtfertigt es sich, auf die Durchschnittskosten für die Fremdbetreu-

ung für die Zeit vom 1. September 2022 (Eintritt in den Kindergarten) bis 31. Au-

gust 2026 (Übertritt in die 3. Klasse) abzustellen. Demnach sind dem Bedarf des 

Klägers für besagte Zeitspanne Fremdbetreuungskosten von jeweils Fr. 880.– ([3 

x Fr. 868.– + Fr. 916.–] / 4) anzurechnen. 

 Nebst den zusätzlichen Schulstunden in der 3. bis zur 6. Klasse werden 

sich vermehrt auch betreute Freizeitaktivitäten des Klägers (Sport- oder Musik-

stunden) reduzierend auf seine Fremdbetreuungskosten auswirken. Ebenso 

kann davon ausgegangen werden, dass kaum Fremdbetreuungskosten für "Znü-

ni und Zvieri" anfallen werden, da der Kläger diese von zu Hause in die Schule 

mitnehmen wird. Demzufolge erscheint die vorinstanzliche Reduktion der Fremd-

betreuungskosten auf monatlich Fr. 600.– für die 3. Klasse und bis zum vollende-

ten 10. Lebensjahr des Klägers angemessen (vgl. Urk. 66 S. 27). Dass sich die 

Betreuungskosten jedoch mit vollendetem 10. Lebensjahr sogleich halbieren 

werden, wie es die Vorinstanz in Erwägung zog, erscheint einhergehend mit der 

Argumentation des Klägers nicht wahrscheinlich. Vielmehr ist eine Reduktion von 

1/3 anzunehmen (vgl. auch Urk. 73 S. 11), weshalb dem Kläger vom 

- 31 - 

1. November 2027 bis zum Übertritt in die Oberstufe resp. bis zum 31. August 

2030 Fremdbetreuungskosten von Fr. 400.– anzurechnen sind. Zutreffend rech-

nete die Vorinstanz dem Bedarf des Klägers sodann ab Übertritt in die Oberstufe 

keine Fremdbetreuungskosten mehr an (Urk. 66 S. 25), was von den Parteien 

auch nicht gerügt wurde.  

6. Mobilitätskosten des Klägers 

6.1. Die Vorinstanz rechnete dem Bedarf des Klägers ab Eintritt in die Ober-

stufe monatlich Mobilitätskosten von Fr. 50.– an, ohne dies näher zu begründen 

(Urk. 66 S. 25 f.). 

6.2. Hiergegen wendet der Beklagte ein, der Schulweg zwischen dem ge-

genwärtigen Wohnort und dem Sekundarschulhaus in D._____ betrage zu Fuss 

12 Minuten, weshalb keine Notwendigkeit bestehe, Mobilitätskosten in die Be-

darfsrechnung des Klägers aufzunehmen. Sollte der Kläger den Übertritt in ein 

Gymnasium machen oder ab 2033 eine Lehrstelle antreten, könne er die Mobili-

tätskosten in einem Abänderungsverfahren geltend machen bzw. in letzterem 

Fall diese mit seinem Lehrlingslohn begleichen (Urk. 65 S. 14 und 15). 

6.3. Der Kläger äusserte sich hierzu nicht (Urk. 73 S. 11). 

6.4. Die Richtlinien der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der 

Schweiz für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums se-

hen einen Zuschlag zum monatlichen Grundbetrag für besondere Auslagen für 

die Schulung der Kinder vor und listen insbesondere die Kosten für die öffentli-

chen Verkehrsmittel sowie das Schulmaterial auf. Vorliegend ist nicht ersichtlich, 

weshalb dem Bedarf des Klägers zusätzliche Mobilitätskosten ab Eintritt in die 

Oberstufe anzurechnen sind, zumal der vom Beklagten behauptete und vom 

Kläger unbestritten gebliebene Schulweg innert 12 Minuten zu Fuss und damit 

ohne zusätzliche Kosten zurückgelegt werden kann. Die Mobilitätskosten wäh-

rend der Freizeit hat der Kläger aus seinem Grundbetrag resp. seinem Über-

schussanteil zu bestreiten. 

- 32 - 

7. Kommunikationskosten der Verfahrensbeteiligten 

 Die Vorinstanz rechnete dem Bedarf der Verfahrensbeteiligten in allen 

Phasen einen Betrag von Fr. 150.– für Kommunikationskosten an (Urk. 66 

S. 28 f.). Wie noch zu zeigen sein wird, vermag die Verfahrensbeteiligte in der 

Zeit vom 1. März 2022 bis 30. September 2023 ihre Lebenshaltungskosten nicht 

vollständig mit ihrem Einkommen zu decken (vgl. E. III.B.18.3.2. und 

III.B.18.4.2.). Dies hat zur Folge, dass ihr in der Zeit vom 1. März 2022 bis 

31. August 2022 keine und in der Zeit vom 1. September 2022 bis 30. September 

2023 eine reduzierte Kommunikationspauschale von Fr. 90.– anzurechnen ist 

(vgl. E. III.B.11).  

8. Mobilitätskosten der Verfahrensbeteiligten 

8.1. Zu den Mobilitätskosten der Verfahrensbeteiligten führte die Vorinstanz 

aus, die Verfahrensbeteiligte wohne in D._____ und arbeite während drei Tagen 

die Woche in E._____ (SZ). Für den Hin- und Rückweg von gesamthaft 38 Kilo-

metern sei sie auf ihr Auto angewiesen, dem Kompetenzqualität zukomme. Der 

Verfahrensbeteiligten entstünden für die Dauer, in der sie in einem 60 %-Pensum 

tätig sei, unter Berücksichtigung eines gerichtsüblichen Kilometerpreises von 

Fr. 0.70 monatliche Fahrtkosten von Fr. 300.– und ab Aufnahme einer Erwerbs-

tätigkeit von 80 % Fahrtkosten von Fr. 400.– (Urk. 66 S. 28 und 29). 

8.2. Hiergegen wendet der Beklagte ein, ein Arbeitsweg der Verfahrensbetei-

ligten betrage gemäss Google Maps 17,1 Kilometer. Unter Berücksichtigung der 

Ferien von vier Wochen lege sie somit pro Monat 376,2 Kilometer für ihren Ar-

beitsweg zurück. Entsprechend seien der Verfahrensbeteiligten bei Fahrtkosten 

von Fr. 0.70 pro Kilometer Mobilitätskosten von Fr. 263.– bei einem Arbeitspen-

sum von 60 Prozent (April 2020 bis 1. September 2029), von Fr. 351.– bei einem 

Arbeitspensum von 80 Prozent (1. September 2029 bis 31. August 2033) und 

von Fr. 439.– bei einem Arbeitspensum von 100 Prozent (ab 1. September 2030) 

anzurechnen (Urk. 65 S. 16). 

8.3. Der Beklagte berücksichtigt in seiner Berechnung nicht, dass die Verfah-

rensbeteiligte den Kläger an ihren Arbeitstagen zur Tagesmutter in F._____ fah-

- 33 - 

ren und ihn auch dort wieder abholen muss (Urk. 73 S. 12 f.), weshalb entspre-

chend den vorinstanzlichen Erwägungen auf einen Arbeitsweg von 38 Kilometern 

pro Arbeitstag abgestellt werden kann. Pro Woche ergibt dies ein Arbeitsweg von 

114 Kilometern (3 x 38 Km), pro Monat sind es rund 494 Kilometer (4.33 x 114 

Km) und unter Berücksichtigung der Ferien beläuft sich der durchschnittliche 

monatliche Arbeitsweg auf 453 Kilometer (494 Km x 11 / 12). Ausgehend von ei-

nem gerichtsüblichen Kilometerpreis von Fr. 0.70 ergeben sich monatliche Fahrt-

kosten von Fr. 317.– bei einem Arbeitspensum von 60 % (494 Km x 0.70 Fr./Km) 

und von rund Fr. 423.– bei einem Arbeitspensum von 80 % (Fr. 317 / 3 x 4), 

weshalb die vorinstanzlich der Verfahrensbeteiligten angerechneten Mobilitäts-

kosten nicht übersetzt sind. 

9. Leasingkosten der Verfahrensbeteiligten 

9.1. Die Vorinstanz rechnete der Verfahrensbeteiligten unter dem Titel "Zu-

sätzliche berufsbedingte Kosten" die noch bis Ende 2023 ausstehenden Leasing-

raten für das Auto von Fr. 541.– an, da es sich beim Fahrzeug um ein Kompe-

tenzstück handle (Urk. 66 S. 28 und 30). 

9.2. Hierzu rügt der Beklagte, die Verfahrensbeteiligte könnte auch die öffent-

lichen Verkehrsmittel für ihren Arbeitsweg nutzen. Dabei müsste sie zwar mehr-

mals umsteigen, der Zeitaufwand sei aber nicht viel grösser, als wenn sie mit 

dem Auto zur Arbeit fahre. Die Kosten für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs 

würden aber mit Fr. 209.– deutlich tiefer ausfallen. Ausserdem gehe aus den 

eingereichten Belegen hervor, das sich die monatliche Leasinggebühr auf 

Fr. 405.– belaufe (Urk. 14/7). Die zusätzlichen Versicherungen "Motor Insurance" 

von monatlich Fr. 128.40 und "Payment Protection Insurance" von monatlich 

Fr. 7.90 (Urk. 14/7) gehörten nicht zur Leasinggebühr und dürften nicht berück-

sichtigt werden. Mit Blick auf die möglichen geringeren Kosten bei Benutzung 

des öffentlichen Verkehrs seien der Verfahrensbeteiligten die monatlichen Lea-

singgebühren nur im Umfang von Fr. 360.– in der ersten Phase anzurechnen 

(Urk. 65 S. 17 f.). 

- 34 - 

9.3. Der Kläger hält dagegen, die Verfahrensbeteiligte habe das während der 

Beziehung zum Beklagten geleaste Fahrzeug nicht aus dem Leasingvertrag her-

auslösen können. Da sie aber auf ein Auto angewiesen gewesen sei, habe sie 

einen neuen Leasingvertrag abschliessen müssen. Auf das Auto sei die Verfah-

rensbeteiligte insbesondere deshalb angewiesen gewesen, da sie zum damali-

gen Zeitpunkt den Kläger regelmässig zur Mutter des Beklagten habe fahren 

müssen, damit diese die Betreuung für ihn habe übernehmen können. Gegen-

wärtig könnte die Verfahrensbeteiligte für den Arbeitsweg die öffentlichen Ver-

kehrsmittel benutzen. Sie müsse den Kläger aber an ihren Arbeitstagen zur Ta-

gesmutter in F._____ fahren und ihn auch dort wieder abholen, was mit den öf-

fentlichen Verkehrsmitteln unter Beachtung ihres Arbeitspensums nicht zu be-

werkstelligen sei (Urk. 73 S. 12 f.). 

9.4. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind Leasingraten für ein 

bedarfsgerechtes Auto mit Kompetenzcharakter zum Grundnotbedarf zu rech-

nen, weil es sich dabei wirtschaftlich gesehen um zeitlich gestaffelte Anschaf-

fungskosten von nicht pfändbarem Vermögen handelt (BGE 140 III 337 E. 5.2). 

Dem Beklagten ist beizupflichten, dass die im Leasingvertrag aufgeführte "Pay-

ment Protection Insurance" nicht dem Bedarf der Verfahrensbeteiligten ange-

rechnet werden können, da es sich hier um eine Zusatzversicherung handelt. Bei 

der "Motor Insurance" handelt es sich zwar um eine Motorfahrzeugversicherung, 

ohne die die Leasinggeberin kaum den Leasingvertrag mit der Verfahrensbetei-

ligten abgeschlossen hätte. Zu berücksichtigen ist aber, dass in der Kilometer-

pauschale von Fr. 0.70 auch die Versicherungskosten für das Fahrzeug enthal-

ten sind (vgl. Medienmitteilung TCS vom 19. März 2021: Kilometerkosten 2021 

leicht tiefer; www.tcs.ch/de/der-tcs/presse/medienmitteilung-

2021/kilometerkosten-2021.php; besucht am 3. März 2022). Folglich werden die 

Kosten für die "Motor Insurance" bereits mit den Mobilitätskosten im Bedarf der 

Verfahrensbeteiligten berücksichtigt. 

 Wie sich dem eingereichten Leasingvertrag vom 21. September 2019 

entnehmen lässt und auch von den Parteien übereinstimmend vorgebracht wur-

- 35 - 

de, wird das Leasing Ende September 2023 auslaufen (Urk. 14/7; Urk. 65 S. 18; 

Urk. 73 S. 12).  

 Nach dem Gesagten sind dem Bedarf der Verfahrensbeteiligten bis Ende 

September 2023 die Leasingkosten von monatlich Fr. 405.– (Urk. 14/7) anzu-

rechnen. 

10. Verpflegungskosten der Verfahrensbeteiligten 

10.1. Die Vorinstanz führte aus, bis zum Eintritt des Klägers in die Oberstufe 

seien der Verfahrensbeteiligten keine Kosten für die berufsbedingte auswärtige 

Verpflegung anzurechnen, da sie ihr Mittagessen jeweils von Zuhause mitnehme. 

Ab Eintritt des Klägers in die Oberstufe rechnete die Vorinstanz der Verfahrens-

beteiligten hierfür einen Betrag von Fr. 176.– an, was 80 Prozent des Maximalbe-

trages von Fr. 220.– gemäss dem Kreisschreiben der Verwaltungskommission 

des Obergerichts des Kantons Zürich über die Richtlinien für die Berechnung des 

betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009 entspreche. 

Die Vorinstanz begründete dies damit, dass sich die Verfahrensbeteiligte bis an-

hin nur aus finanziellen Gründen habe einschränken müsse (Urk. 66 S. 28 und 

29). 

10.2. Hierzu rügt der Beklagte, die Verfahrensbeteiligte habe vorinstanzlich 

nicht geltend gemacht, dass sie bei Aufnahme eines Erwerbspensums von 80 

Prozent ihr Mittagessen nicht mehr von Zuhause mitnehmen würde (Prot. I 

S. 25). Aus diesem Grund seien der Verfahrensbeteiligten in allen Phasen keine 

Kosten für auswärtige Verpflegung anzurechnen (Urk. 65 S. 18). 

10.3. Der Kläger äussert sich hierzu nicht, sondern rechnet dem Bedarf der 

Verfahrensbeteiligten für die auswärtige Verpflegung vom 1. April 2020 bis 

31. August 2030 Kosten von 132.– und danach von Fr. 176.– an (Urk. 88 S. 11). 

10.4. Mangels entsprechender Begründung (vgl. Urk. 88 S. 11) sind dem Be-

darf der Verfahrensbeteiligten keine Kosten für auswärtige Verpflegung anzu-

rechnen. 

- 36 - 

11. Kommunikationskosten des Beklagten 

11.1. Die Vorinstanz hielt fest, der Beklagte habe Kommunikationskosten von 

Fr. 200.– ohne Berücksichtigung der Serafe-Gebühren ausgewiesen (Urk. 33/1-

2). Dieser Betrag übersteige den in knappen Verhältnissen gerichtsüblich zu be-

achtenden Betrag von Fr. 150.– (inkl. Fr. 30.– für die Serafe-Gebühren) deutlich. 

Es sei nicht ersichtlich, weshalb dem Beklagten so hohe Kosten entstünden bzw. 

notwendig seien. Folglich stehe ihm nicht mehr als ein Betrag von Fr. 150.– zu. 

Dabei sei aber zu berücksichtigen, dass er von seinem Arbeitgeber Spesen von 

monatlich Fr. 100.– für das Mobiltelefon vergütet erhalte (Urk. 33/4 und Prot. I 

S. 23), die seinen Kommunikationskosten anzurechnen seien. Folglich seien ihm 

lediglich monatliche Kommunikationskosten von Fr. 50.– anzurechnen (Urk. 66 

S. 32). 

11.2. Der Beklagte rügt, er erhalte von seiner Arbeitgeberin monatlich einen 

Pauschalbetrag von Fr. 99.– an die Kosten seines Mobiltelefons. Seine monatli-

chen Telefonkosten würden stets mehr als Fr. 200.– betragen. Zusammen mit 

den gerichtsnotorischen Konzessionsgebühren von Fr. 30.– und nach Abzug der 

Spesenentschädigung entstünden ihm monatliche Kommunikationskosten von 

Fr. 130.– (Urk. 65 S. 19). 

11.3. Der vom Beklagten eingereichten Rechnung der Swisscom vom 4. Juni 

2020 sind für den Monat Mai 2020 Abonnementskosten von Fr. 200.– zu ent-

nehmen. Dabei entfallen aber nur Fr. 80.– auf das Telefon. Die weiteren Kosten 

betreffen das Internet- und das Fernsehabonnement sowie die Nutzung einer zu-

sätzlichen TV-Box (Urk. 33/2). Demzufolge vermögen die auch während der 

Kurzarbeit ausbezahlten monatlichen Telefonspesen von Fr. 99.– die Telefon-

kosten des Beklagten zu decken. Die geltend gemachte gerichtsnotorische Sera-

fe-Gebühr hat der Beklagte aufgrund der beschränkten Mittel bis zum 31. August 

2022 (vgl. E. III.B.18.2. und III.B.18.3.) aus seinem Grundbedarf zu begleichen.  

 Vom 1. September 2022 bis 30. September 2023 verbleiben den Partei-

en und der Verfahrensbeteiligten von ihrem Gesamteinkommen nach Abzug ihrer 

betreibungsrechtlichen Existenzminima, ihrer Steuern und einer Versicherungs-

- 37 - 

pauschale für den Beklagten und die Verfahrensbeteiligte ein Betrag von Fr. 92.– 

([Fr. 230.– + Fr. 3'960.– + Fr. 5'470.–] - Fr. 1'993.– - Fr. 3'921.– - Fr. 3'199.– - 

Fr. 56.– - Fr. 114.– - Fr. 225.– - [2 x Fr. 30.–]). Da dem Beklagten für dessen Mo-

biltelefon bereits Spesen im Umfang von rund Fr. 100.– von seinem Arbeitgeber 

ausbezahlt werden, rechtfertigt es sich, den Überschuss von rund Fr. 90.– dem 

Bedarf der Verfahrensbeteiligen für die Kommunikationskosten anzurechnen. 

Dem Bedarf des Beklagten sind folglich in dieser Zeitspanne keine zusätzlichen 

Kommunikationskosten anzurechnen. 

 Für die darauf folgenden Phasen, das heisst ab dem 1. Oktober 2023, ist 

auf die zutreffende Erwägung der Vorinstanz abzustellen und es sind dem Bedarf 

des Beklagten lediglich Fr. 50.– an Kommunikationskosten anzurechnen. Die 

weiteren Kosten hat er aus seinem Überschuss zu begleichen (vgl. Philip Maier, 

Die konkrete Berechnung von Kinderunterhaltsbeiträgen, FamPra 2020, S. 361). 

12. Mobilitätskosten des Beklagten 

12.1. Die Vorinstanz berücksichtigte im Bedarf des Beklagten keine Mobilitäts-

kosten mit der Begründung, der Beklagte mache monatliche Betriebskosten für 

sein Auto von Fr. 1'270.– (Urk. 30/1) geltend, was indes nicht belegt sei. Der Be-

klagte erhalte zudem von seinem Arbeitgeber eine Spesenentschädigung für das 

Auto in der Höhe von monatlich Fr. 1'400.– bzw. seit April 2020 von monatlich 

Fr. 1'120.– (Kurzarbeit, Spesenreduktion von 20 %; Urk. 33/4 und 41/1), welche 

ihm nicht als Einkommen angerechnet würde. Dass dem Beklagten bei Kurzar-

beit über die Spesenentschädigung hinausgehende Kosten entstehen würden, 

sei weder belegt noch anzunehmen. Im geltend gemachten Betrag von Fr. 

1'270.– seien eine Fahrleistung von jährlich 50'000 Kilometern und damit einher-

gehend Dieselkosten von Fr. 4'800.– und nicht näher definierte "Nebenkosten" 

von Fr. 4'500.– (total Fr. 9'300.–/Jahr bzw. Fr. 775.– [pro Monat]) als variable 

Kosten enthalten, die entsprechend auf 40 % gekürzt werden müssten. Somit sei 

es eher wahrscheinlich, dass der Beklagte gar nicht die gesamten Autospesen 

für tatsächlich anfallende Auslagen benötige (Urk. 66 S. 32 f.). 

- 38 - 

12.2. Dem hält der Beklagte entgegen, er lege in Ausübung seiner beruflichen 

Tätigkeit mit seinem privaten Fahrzeug jährlich ca. 50'000 Kilometer zurück. 

Gleich wie für die Verfahrensbeteiligte seien ihm pro Fahrkilometer Fahrzeugbe-

triebskosten von Fr. 0.70 anzurechnen. Dementsprechend entstünden ihm jährli-

che Fahrzeugkosten von Fr. 35'000.– bzw. Fr. 2'917.– pro Monat. Abzüglich der 

Spesenentschädigung seiner Arbeitgeberin müsse er von diesen Kosten 

Fr. 1'517.– selbst tragen. Entsprechend der Plafonierung gemäss dem Kreis-

schreiben (des Obergerichts des Kantons Zürich) für das betreibungsrechtliche 

Existenzminimums seien seinem Bedarf lediglich Fr. 600.– anzurechnen (Urk. 65 

S. 20). 

12.3.  Die als gerichtsnotorisch geltenden Kilometerkosten von Fr. 0.70 beru-

hen auf den Gesamtkosten eines Durchschnittsfahrzeugs bei einem durchschnitt-

lichen Betrieb. Für Fahrzeuge, mit denen jährlich weite Distanzen zurückgelegt 

werden oder die mit Diesel betrieben werden, können sie nicht einfach über-

nommen werden. Dies zeigt sich bereits anhand der vom Beklagten eingereich-

ten Kostenaufstellung, mit welcher er gegenüber der Vorinstanz Kosten von 

Fr. 0.31 pro Kilometer geltend machte (Urk. 30/1). Mit seiner im Berufungsverfah-

ren neu vorgebrachten Kostenrechnung vermag der Beklagte daher die vo-

rinstanzliche Kostenberechnung basierend auf den vom ihm selbst geltend ge-

machten Kosten nicht umzustossen. Folglich ist auch der Schluss der Vorinstanz 

nicht zu beanstanden, wonach die Fahrspesen des Beklagten seine Fahrkosten 

zu decken vermögen und seinem Bedarf keine Kosten für sein Automobil anzu-

rechnen sind. 

13. Verpflegungskosten des Beklagten 

13.1. Die Vorinstanz rechnete dem Bedarf des Beklagten keine Kosten für 

auswärtige Verpflegung an und begründete dies damit, dass er geltend gemacht 

habe, eine Entschädigung hierfür zu erhalten (Prot. I S. 21 und 23). Hierbei 

handle es sich mutmasslich um den in der Lohnabrechnung unter Spesen aufge-

führten Betrag von Fr. 250.– (Urk. 33/4; Urk. 66 S. 31 und 33). 

- 39 - 

13.2. Der Beklagte rügt, er habe bereits gegenüber der Vorinstanz ausgeführt, 

diese Spesen dienten auch zur Begleichung von Kundenessen. Es sei aber nicht 

näher geklärt worden, welcher Betrag auf die Kundenessen entfalle. Ginge man 

davon aus, dass er zwei Mal pro Monat einen Kunden zum Essen einlade und 

dabei Fr. 75.– bezahle, dann verblieben ihm von den Spesen für seine eigene 

auswärtige Verpflegung noch Fr. 100.–. Gemäss dem Kreisschreiben zur Be-

rechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums sei für die auswärtige 

Verpflegung ein Betrag von Fr. 15.– pro Arbeitstag angemessen. Bei ca. 22 Ar-

beitstagen pro Monat und unter Berücksichtigung der acht Arbeitstage, die er 

Zuhause verbringe, und die zwei Tage, die er mit einem Kunden esse, sei sei-

nem Bedarf nach Abzug der Ferienzeit sowie der Spesenvergütung von monat-

lich Fr. 1'200.– ein Betrag von Fr. 60.– für auswärtige Verpflegung anzurechnen 

(Urk. 65 S. 21). 

13.3. Wie der Kläger dem Beklagten zutreffend entgegenhielt (Urk. 73 S. 13 f.), 

legte dieser keinen Nachweis von Mehrauslagen für auswärtige Verpflegung vor. 

Auch die Anzahl monatlicher Kundenessen wird von ihm lediglich als Mutmas-

sung formuliert. Die Vorbringen des Beklagten reichen somit nicht aus, um sei-

nem Bedarf vergangene oder zukünftige Mehrauslagen für auswärtige Verpfle-

gung anzurechnen.  

14. Hausrat- und Haftpflichtversicherung 

 Die Kosten für die Hausrat- und Haftpflichtversicherung können dem Be-

darf der Verfahrensbeteiligten und des Beklagten nur soweit angerechnet wer-

den, als die Mittel hierfür vorhanden sind bzw. kein Mankofall vorliegt (vgl. 

BGE 147 III 265 E. 7.2). Entsprechend sind unter Berücksichtigung der vo-

rinstanzlichen Erwägungen (vgl. Urk. 66 S. 29 und 32) der Verfahrensbeteiligten 

und dem Beklagten ab 1. Januar 2022 bis 28. Februar 2022 und ab 

1. September 2022 hierfür monatlich pauschal Fr. 30.– anzurechnen. 

- 40 - 

15. Steuern 

15.1. Die Vorinstanz berücksichtigte in der Phase vom 1. April 2020 bis 

31. Dezember 2030 auf Seiten des Beklagten sowie der Verfahrensbeteiligten 

eine Steuerbelastung von monatlich Fr. 300.– und hernach beim Beklagten von 

monatlich Fr. 400.– und bei der Verfahrensbeteiligten von Fr. 450.– (Urk. 66 

S. 28 und S. 31). Dem Bedarf des Klägers rechnete die Vorinstanz keine Steuern 

an (Urk. 66 S. 25).  

15.2. Gestützt auf die jüngst ergangene bundesgerichtliche Rechtsprechung 

zur Kinderunterhaltsberechnung (BGE 147 III 265) rügt der Beklagte, dass dem 

Bedarf des Klägers keine und demjenigen der Verfahrensbeteiligten zu hohe 

Steuern angerechnet worden seien (Urk. 80 S. 14 ff.). 

15.3. Angesichts der im vorliegenden Berufungsverfahren vorzunehmenden 

Korrekturen und unter Berücksichtigung der aktuellen bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung rechtfertigt es sich, die Steuerbelastung der Parteien und der 

Verfahrensbeteiligten unter Zuhilfenahme des kantonalen Steuerrechners erneut 

zu berechnen. Trotz der nachfolgenden Auflistung der für die Steuerberechnung 

erforderlichen Parameter ist aber zu bedenken, dass auch hier in gewissem Um-

fang ein Ermessensentscheid vorliegt und nicht das exakte Ergebnis einer quasi 

wissenschaftlich genauen mathematischen Berechnung (vgl. BGer 5A_90/2017 

vom 24. August 2017, E. 9.1). 

15.4. In der Zeit vom 1. April 2020 bis 31. Dezember 2021 reichte das Ein-

kommen des Beklagten nicht aus, um sein betreibungsrechtliches Existenzmini-

mum und dasjenige des Klägers zu decken. Dementsprechend sind dem jeweili-

gen Bedarf der Parteien während dieser Zeitspanne keine Steuerlasten anzu-

rechnen.  

15.5. Für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. August 2022 verbleiben vom 

Einkommen des Beklagten nach Abzug seines betreibungsrechtlichen Existenz-

minimums sowie dem Barunterhalt des Klägers je ohne Berücksichtigung der 

Steuern Fr. 180.–. Die Verfahrensbeteiligte verfügt ohne Berücksichtigung der 

Steuern über einen Überschuss von Fr. 648.– (Fr. 4'620.– - Fr. 3'972.–). Ausge-

- 41 - 

hend von einem steuerbaren Einkommen von rund Fr. 51'596.– für die Staats- 

und Gemeindesteuer resp. Fr. 57'596.– für die direkte Bundessteuer (Erwerbs-

einkommen von Fr. 55'440.–, Unterhaltsbeiträge von Fr. 25'080.– und 

Kinderzulagen von Fr. 2'760.– minus Abzüge von rund Fr. 31'684.– für die 

Staats- und Gemeindesteuer resp. 25'684.– für die direkte Bundessteuer [Kin-

derabzug, Abzug für Versicherungsprämien, Abzug der Fremdbetreuungskosten 

etc.; vgl. Urk. 3/8]) resultiert für die Verfahrensbeteiligte gestützt auf den kantona-

len Steuerrechner (D._____, konfessionslos, ledig) ein Steuerbetrag von rund 

Fr. 3'405.– pro Jahr (hiervon entfallen Fr. 107.– auf die direkte Bundessteuer) 

bzw. Fr. 284.– pro Monat. Gemäss neuester bundesgerichtlicher Rechtspre-

chung ist im erweiterten Bedarf der Kinder ein Steueranteil vorzusehen (vgl. BGE 

147 III 457 E. 4.2.3.5). Dem Einkommensanteil entsprechend ist der Steueranteil 

der Verfahrensbeteiligten somit gerundet auf Fr. 180.– pro Monat und derjenige 

des Klägers auf gerundet Fr. 104.– pro Monat zu beziffern. 

 Für den Beklagten ist für die gleiche Zeitperiode von einem steuerbaren 

Einkommen von rund Fr. 30'938.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 

Fr. 31'838.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbseinkommen von 

Fr. 65'640.– minus Abzüge von Fr. 34'702.– für die Staats- und Gemeindesteuer 

resp. Fr. 33'802.– für die direkte Bundessteuer [Berufsauslagen, Unterhaltsbei-

träge, Versicherungsprämien etc.; vgl. Urk. 68/14]). Gestützt auf den kantonalen 

Steuerrechner (Gemeinde: G._____, Konfession: reformiert, Zivilstand: ledig) re-

sultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'286.– pro Jahr (hiervon entfallen Fr. 151.– 

auf die direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 190.– pro Monat. 

 Die Verfahrensbeteiligte verfügt über einen hinreichenden Überschuss, 

um daraus ihre Steuern (inkl. den Steueranteil des Klägers) zu begleichen 

(Fr. 648.– - Fr. 180.– - Fr. 104.–). Demgegenüber vermag der Beklagte mit sei-

nem Überschuss nicht, seine gesamten Steuern zu tragen (Fr. 180.– - Fr. 190.–). 

Es erscheint daher angemessen, den Überschuss von Fr. 180.– im Bedarf des 

Beklagten für seine Steuern und im Bedarf der Verfahrensbeteiligten ihre Steu-

ern zusammen mit dem Steueranteil des Klägers anzurechnen (Fr. 180.– + 

Fr. 104.–). Dem Kläger sind für diese Phase im Bedarf keine Steuern anzurech-

- 42 - 

nen, da sie von der Verfahrensbeteiligten aus ihrem Überschuss zu begleichen 

sind. 

15.6. Vom 1. September 2022 bis 30. September 2023 ist auf Seiten der Ver-

fahrensbeteiligten von einem steuerbaren Einkommen von rund Fr. 41'996.– für 

die Staats- und Gemeindesteuer resp. Fr. 47'996.– für die direkte Bundessteuer 

auszugehen (Erwerbseinkommen von Fr. 47'520.–, Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 23'400.– und Kinderzulagen von Fr. 2'760.– minus Abzüge von rund 

Fr. 31'684.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 25'684.– für die direkte 

Bundessteuer [Kinderabzug, Abzug für Versicherungsprämien, Abzug der 

Fremdbetreuungskosten etc.; vgl. Urk. 3/8]). Steuerrelevantes Vermögen wies 

die Verfahrensbeteiligte nicht aus (vgl. Urk. 3/8), was auch für die kommenden 

Phasen zu beachten ist. Gestützt auf den kantonalen Steuerrechner (D._____, 

konfessionslos, ledig) resultiert für sie ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'167.– pro 

Jahr bzw. rund Fr. 180.– pro Monat für die Staats- und Gemeindesteuer. Für die 

direkten Bundessteuern fällt kein Betrag an. Dem Einkommensanteil entspre-

chend ist der Steueranteil der Verfahrensbeteiligten somit gerundet auf Fr. 118.– 

pro Monat und derjenige des Klägers auf gerundet Fr. 62.– pro Monat zu bezif-

fern. 

 Für den Beklagten ist für die gleiche Zeitperiode von einem steuerbaren 

Einkommen von rund Fr. 32'618.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 

Fr. 33'518.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbseinkommen von 

Fr. 65'640.– minus Abzüge von Fr. 33'022.– für die Staats- und Gemeindesteuer 

resp. Fr. 32'120.– für die direkte Bundessteuer [Berufsauslagen, Unterhaltsbei-

träge, Versicherungsprämien etc.; vgl. Urk. 68/14]). Gestützt auf den kantonalen 

Steuerrechner (Gemeinde: G._____, Konfession: reformiert, Zivilstand: ledig) re-

sultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'482.– pro Jahr (hiervon entfallen Fr. 148.– 

auf die direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 206.– pro Monat.  

15.7. Vom 1. Oktober 2023 bis 31. August 2026 ist auf Seiten der Verfahrens-

beteiligten von einem steuerbaren Einkommen von rund Fr. 41'084.– für die 

Staats- und Gemeindesteuer resp. Fr. 47'084.– für die direkte Bundessteuer 

auszugehen (Erwerbseinkommen von Fr. 47'520.–, Unterhaltsbeiträge von 

- 43 - 

Fr. 22'488.– und Kinderzulagen von Fr. 2'760.– minus Abzüge von rund 

Fr. 31'684.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 25'684.– für die direkte 

Bundessteuer [Kinderabzug, Abzug für Versicherungsprämien, Abzug der 

Fremdbetreuungskosten etc.; vgl. Urk. 3/8]). Gestützt auf den kantonalen Steuer-

rechner resultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'070.– pro Jahr bzw. rund 

Fr. 170.– pro Monat für die Staats- und Gemeindesteuer. Für die direkten Bun-

dessteuern fällt kein Betrag an. Dem Einkommensanteil entsprechend ist der 

Steueranteil der Verfahrensbeteiligten auf Fr. 110.– pro Monat und derjenige des 

Klägers auf Fr. 60.– pro Monat zu beziffern. 

 Für den Beklagten ist für die gleiche Zeitperiode von einem steuerbaren 

Einkommen von rund Fr. 33'530.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 

Fr. 34'430.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbseinkommen von 

Fr. 65'640.– minus Abzüge von Fr. 32'110.– für die Staats- und Gemeindesteuer 

resp. Fr. 31'210.– für die direkte Bundessteuer [Berufsauslagen, Unterhaltsbei-

träge, Versicherungsprämien etc.; vgl. Urk. 68/14]). Gestützt auf den kantonalen 

Steuerrechner resultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'607.– pro Jahr (hiervon 

entfallen Fr. 217.– auf die direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 217.– pro Monat.  

15.8. Vom 1. September 2026 bis 31. August 2030 ist auf Seiten der Verfah-

rensbeteiligten von einem steuerbaren Einkommen von rund Fr. 38'636.– für die 

Staats- und Gemeindesteuer resp. Fr. 44'636.– für die direkte Bundessteuer 

auszugehen (Erwerbseinkommen von Fr. 47'520.–, Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 20'040.– und Kinderzulagen von Fr. 2'760.– minus Abzüge von rund 

Fr. 31'684.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 25'684.– für die direkte 

Bundessteuer [Kinderabzug, Abzug für Versicherungsprämien, Abzug der 

Fremdbetreuungskosten etc.; vgl. Urk. 3/8]). Gestützt auf den kantonalen Steuer-

rechner resultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 1'809.– pro Jahr bzw. rund 

Fr. 150.– pro Monat für die Staats- und Gemeindesteuer. Für die direkten Bun-

dessteuern fällt kein Betrag an. Dem Einkommensanteil entsprechend ist der 

Steueranteil der Verfahrensbeteiligten auf rund Fr. 100.– pro Monat und derjeni-

ge des Klägers auf rund Fr. 50.– pro Monat zu beziffern. 

- 44 - 

 Für den Beklagten ist für die gleiche Zeitperiode von einem steuerbaren 

Einkommen von rund Fr. 35'978.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 

Fr. 36'878.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbseinkommen von 

Fr. 65'640.– minus Abzüge von Fr. 29'662.– für die Staats- und Gemeindesteuer 

resp. Fr. 28'762.– für die direkte Bundessteuer [Berufsauslagen, Unterhaltsbei-

träge, Versicherungsprämien etc.; vgl. Urk. 68/14]). Gestützt auf den kantonalen 

Steuerrechner resultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'967.– pro Jahr (hiervon 

entfallen Fr. 177.– auf die direkte Bundessteuer) bzw. rund Fr. 247.– pro Monat.  

15.9.  Vom 1. September 2030 bis 31. Oktober 2033 ist auf Seiten der Verfah-

rensbeteiligten von einem steuerbaren Einkommen von rund Fr. 61'636.– für die 

Staats- und Gemeindesteuer resp. Fr. 67'636.– für die direkte Bundessteuer 

auszugehen (Erwerbseinkommen von Fr. 63'360.– [12 x Fr. 5'280.–], Unterhalts-

beiträge von Fr. 17'100.– und Kinderzulagen von Fr. 2'760.– minus Abzüge von 

rund Fr. 21'584.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. Fr. 15'584.– für die 

direkte Bundessteuer [Kinderabzug, Abzug für Versicherungsprämien etc.; vgl. 

Urk. 3/8]). Gestützt auf den kantonalen Steuerrechner resultiert ein Steuerbetrag 

von rund Fr. 4'605.– pro Jahr bzw. rund Fr. 383.– pro Monat für die Staats- und 

Gemeindesteuer. Für die direkten Bundessteuern fällt ein Betrag von Fr. 401.– 

resp. von Fr. 33.– pro Monat an. Dem Einkommensanteil entsprechend ist der 

Steueranteil der Verfahrensbeteiligten auf Fr. 316.– pro Monat und derjenige des 

Klägers auf Fr. 100.– pro Monat zu beziffern. 

 Für den Beklagten ist für die gleiche Zeitperiode von einem steuerbaren 

Einkommen von rund Fr. 38'918.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 

Fr. 39'818.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbseinkommen von 

Fr. 65'640.– minus Abzüge von Fr. 26'722.– für die Staats- und Gemeindesteuer 

resp. Fr. 25'822.– für die direkte Bundessteuer [Berufsauslagen, Unterhaltsbei-

träge, Versicherungsprämien etc.; vgl. Urk. 68/14]). Gestützt auf den kantonalen 

Steuerrechner resultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 2'696.– pro Jahr (hiervon 

entfallen Fr. 162.– auf die direkte Bundessteuer) bzw. rund Fr. 225.– pro Monat.  

15.10. Ab 1. November 2033 ist auf Seiten der Verfahrensbeteiligten von einem 

steuerbaren Einkommen von rund Fr. 73'108.– für die Staats- und Gemeinde-

- 45 - 

steuer resp. Fr. 79'108.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbsein-

kommen von Fr. 79'200.– [12 x Fr. 6'600.–], Unterhaltsbeiträge von Fr. 12'132.– 

und Kinderzulagen von Fr. 3'360.– [12 x Fr. 280.–] minus Abzüge von rund 

Fr. 21'584.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. Fr. 15'584.– für die direkte 

Bundessteuer [Kinderabzug, Abzug für Versicherungsprämien etc.; vgl. 

Urk. 3/8]). Gestützt auf den kantonalen Steuerrechner resultiert ein Steuerbetrag 

von rund Fr. 6'370.– pro Jahr bzw. rund Fr. 531.– pro Monat für die Staats- und 

Gemeindesteuer. Für die direkten Bundessteuern fällt ein Betrag von Fr. 784.– 

resp. von Fr. 65.– pro Monat an. Dem Einkommensanteilen entsprechend ist der 

Steueranteil der Verfahrensbeteiligten auf Fr. 453.– pro Monat und derjenige des 

Klägers auf Fr. 143.– pro Monat zu beziffern. 

 Für den Beklagten ist für die gleiche Zeitperiode von einem steuerbaren 

Einkommen von rund Fr. 43'886.– für die Staats- und Gemeindesteuer resp. 

Fr. 44'786.– für die direkte Bundessteuer auszugehen (Erwerbseinkommen von 

Fr. 65'640.– minus Abzüge von Fr. 21'754.– für die Staats- und Gemeindesteuer 

resp. Fr. 20'854.– für die direkte Bundessteuer [Berufsauslagen, Unterhaltsbei-

träge, Versicherungsprämien etc.; vgl. Urk. 68/14]). Gestützt auf den kantonalen 

Steuerrechner resultiert ein Steuerbetrag von rund Fr. 4'211.– pro Jahr (hiervon 

entfallen Fr. 305.– auf die direkte Bundessteuer) bzw. Fr. 351.– pro Monat.  

16. Grundlagen der Unterhaltsberechnung 

16.1. Für die Unterhaltsberechnung ist auf folgende monatliche Einkommen 

der Parteien und der Verfahrensbeteiligten abzustellen: 

Einkommen des Klägers (vgl. E. III.B.2.): 

– 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 Fr. 220.– (Kinderzulagen); 
– ab 1. Januar 2021 bis Oktober 2033 Fr. 230.– (Kinderzulagen) und 
– ab 1. November 2033 Fr. 280.– (Ausbildungszulagen). 

Einkommen der Verfahrensbeteiligten (vgl. E. III.B.3.): 

– 1. April 2020 bis 31. Dezember 2020 Fr. 4'090.– (Arbeitspensum von 60 %);  
– 1. Januar 2021 bis 31. August 2022 Fr. 4'620.– (Arbeitspensum von 70 %); 

- 46 - 

– 1. September 2022 bis 31. August 2030 Fr. 3'960.– (Arbeitspensum 60 %); 
– 1. September 2030 bis 31. Oktober 2033 Fr. 5'280.– (Arbeitspensum 80 %) und  
– ab 1. November 2033 Fr. 6'600.– (Arbeitspensum 100 %). 

Einkommen des Beklagten (vgl. E. III.B.4.): 

– 1. April 2020 bis 31. Dezember 2021Fr. 4'760..– (Kurzarbeit) 
– ab 1. Januar 2022 Fr. 5'470.– (hypothetisches Einkommen; Arbeitspensum 100 %).  

16.2. Der Bedarf des Klägers setzt sich unter Berücksichtigung der vorgenann-

ten Korrekturen sowie der übrigen vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 66 S. 25 

ff.) wie folgt zusammen: 

Positionen / Zeitraum 
 

1.4.2020 
bis 

31.12.2020 

1.1.2021 
bis 

31.5.2021 

1.6.2021 
bis 

31.12.2021 

1.1.2022 
bis 

31.8.2022 

1.9.2022 
bis 

30.9.2023 

Grundbetrag Fr.  400  Fr.  400  Fr.  400  Fr.  400  Fr.  400  

Wohnkosten (inkl. Neben-
kosten) Fr.  680  Fr.  680  Fr.  680  Fr.  680  Fr.  680  

Krankenkasse (KVG und 
VVG, abzgl. IPV) Fr.  33  Fr.  33  Fr.  33  Fr.  33  Fr.  33  

Franchise / zusätzliche 
Gesundheitskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Kommunikationskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Mobilitätskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Fremdbetreuungskosten Fr.  930  Fr.  930  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  880  

Steuern Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  62  

Total Fr.  2  Fr.  2  Fr.  2  Fr.  2  Fr.  2  

 

- 47 - 

Positionen / Zeitraum 
 

1.10.2023 
bis 

31.8.2026 

1.9.2026 
bis 

31.10.2027 

1.11.2027 
bis 

31.08.2030 

1.9.2030 
bis 

31.10.2033 

ab 1.11.2033 

Grundbetrag Fr.  400  Fr.  400  Fr.  600  Fr.  600.– Fr.  600.– 

Wohnkosten (inkl. Neben-
kosten) Fr.  680  Fr.  680  Fr.  680  Fr.  680  Fr.  680  

Krankenkasse (KVG und 
VVG, abzgl. IPV) Fr.  33  Fr.  33  Fr.  33  Fr.  33  Fr.  33  

Franchise / zusätzliche 
Gesundheitskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Kommunikationskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  25  

Mobilitätskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Fremdbetreuungskosten Fr.  880  Fr.  600  Fr.  400  Fr.  0  Fr.  0  

Steuern Fr.  60  Fr.  50  Fr.   50  Fr.  100  Fr.  143  

Total Fr.  2  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

16.3. Der Bedarf der Verfahrensbeteiligten setzt sich unter Berücksichtigung 

der vorgenannten Korrekturen sowie der übrigen vorinstanzlichen Erwägungen 

(Urk. 66 S. 28 ff.) wie folgt zusammen: 

Positionen / Zeitraum 
 

1.4.2020 
bis 

31.12.2020 

1.1.2021 
bis 

31.5.2021 

1.6.2021 
bis 

31.12.2021 

1.1.2022 
bis 

31.8.2022 

1.9.2022 
bis 

30.9.2023 

Grundbetrag Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Wohnkosten (inkl. Neben-
kosten) Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Krankenkasse (KVG) Fr.  367.– Fr.  367.– Fr.  367.– Fr.  367.– Fr.  367.– 

Franchise / zusätzliche 
Gesundheitskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Kommunikationskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  150  Fr.  90  

Hausrat / Haftpflicht Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  30  Fr.  30  

Mobilitätskosten Fr.  300  Fr.  300  Fr.  300  Fr.  300  Fr.  300.– 

Auswärtige Verpflegung Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Zusätzliche berufsbedingte 
Kosten Fr.  405  Fr.  405  Fr.  405  Fr.  405  Fr.  405  

Steuern Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  284  Fr.  118  

Total Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  4  Fr.  4  

 

- 48 - 

Positionen / Zeitraum 
 

1.10.2023 
bis 

31.8.2026 

1.9.2026 
bis 

31.10.2027 

1.11.2027 
bis 

31.08.2030 

1.9.2030 
bis 

31.10.2033 

ab 1.11.2033 

Grundbetrag Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Wohnkosten (inkl. Neben-
kosten) Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Krankenkasse (KVG) Fr.  367  Fr.  367  Fr.  367  Fr.  367  Fr.  367  

Franchise / zusätzliche 
Gesundheitskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Kommunikationskosten Fr.  150  Fr.  150  Fr.  150  Fr.  150  Fr.  150  

Hausrat / Haftpflicht Fr.  30  Fr.  30  Fr.  30  Fr.  30  Fr.  30  

Mobilitätskosten Fr.  300  Fr.  300  Fr.  300  Fr.  400  Fr.  400  

Auswärtige Verpflegung Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Zusätzliche berufsbedingte 
Kosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Steuern Fr.  110  Fr.  100  Fr.  100  Fr.  316  Fr.  453  

Total Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  4  

16.4. Der Bedarf des Beklagten setzt sich unter Berücksichtigung der vorge-

nannten Korrekturen sowie der übrigen vorinstanzlichen Erwägungen (Urk. 66 

S. 31 ff.) wie folgt zusammen: 

Positionen / Zeitraum 
 

1.4.2020 
bis 

31.12.2020 

1.1.2021 
bis 

31.5.2021 

1.6.2021 
bis 

31.12.2021 

1.1.2022 
bis 

31.8.2022 

1.9.2022 
bis 

30.9.2023 

Grundbetrag Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Wohnkosten (inkl. Neben-
kosten) Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Krankenkasse (KVG) Fr.  299  Fr.  299.– Fr.  299.– Fr.  299.– Fr.  299.– 

Franchise / zusätzliche 
Gesundheitskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Kommunikationskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Hausrat / Haftpflicht Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  30  

Mobilitätskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Auswärtige Verpflegung Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Steuern Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  180  Fr.  206  

Total Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  

 

- 49 - 

Positionen / Zeitraum 
 

1.10.2023 
bis 

31.8.2026 

1.9.2026 
bis 

31.10.2027 

1.11.2027 
bis 

31.08.2030 

1.9.2030 
bis 

31.10.2033 

ab 1.11.2033 

Grundbetrag Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Wohnkosten (inkl. Neben-
kosten) Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  Fr.  1  

Krankenkasse (KVG) Fr.  299  Fr.  299  Fr.  299  Fr.  299  Fr.  299  

Franchise / zusätzliche 
Gesundheitskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Kommunikationskosten Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Hausrat / Haftpflicht Fr.  30  Fr.  30  Fr.  30  Fr.  30  Fr.  30  

Mobilitätskosten Fr.  50  Fr.  50  Fr.  50  Fr.  50  Fr.  50  

Auswärtige Verpflegung Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  Fr.  0  

Steuern Fr.  217  Fr.  247  Fr.  247  Fr.  225  Fr.  351  

Total Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  Fr.  3  

17. Phasen 

17.1. Der Unterhaltsberechnung liegen verschiedene Unterhaltsparameter 

(Einkommen und Bedarf resp. Bedarfspositionen) zugrunde, die sich über die 

Zeit hinweg stetig verändern. Entsprechend ist die Unterhaltsfestsetzung in un-

terschiedliche zeitliche Phasen aufzuteilen, wobei jede Änderung eines Parame-

ters grundsätzlich eine Neubere