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**Case Identifier:** 8f025162-528b-56d0-9d2f-3580939e58fa
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-09
**Language:** de
**Title:** Bundesgericht II. Zivilrechtliche Abteilung 09.06.2017 5A 256/2016 (5A_256/2016)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BGer/CH_BGer_005_5A-256-2016_2017-06-09.html

## Full Text

Bundesgericht 

Tribunal fédéral 

Tribunale federale 

Tribunal federal 

 

 

    
  	
        
      	
         

      	
         

      
	
        
        
          5A_256/2016 
      
         

      	
           

      	
           

      

  
 

 

 

    
  Urteil vom 9. Juni 2017
  
 

 

    
  II. zivilrechtliche Abteilung
  
 

 

Besetzung 

Bundesrichter von Werdt, Präsident, 

Bundesrichter Marazzi, Herrmann, Schöbi, Bovey, 

Gerichtsschreiber Monn. 

 

Verfahrensbeteiligte 

1. A.________, 

2. B.________ AG, 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Daniel Glasl, 

Beschwerdeführer, 

 

    
  gegen
  
 

 

1. Tamedia AG, 

2. Espace Media AG, 

beide vertreten durch Rechtsanwalt Markus Peyer, 

Beschwerdegegnerinnen. 

 

Gegenstand 

Persönlichkeitsverletzung etc., 

 

Beschwerde gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Zürich vom 8. Februar 2016. 

 

 

    
  Sachverhalt:
  
 

 

    
  A.
  
 

 

    
  A.a. A.________ ist Unternehmer. Er hatte bis Ende 2010 den Club "C.________" in Zürich geleitet und ist Mitglied des Verwaltungsrats der B.________ AG. Die Gesellschaft ist in U.________ domiziliert. Sie bezweckt laut Handelsregistereintrag hauptsächlich die Organisation und Beratung von Veranstaltungen und das Betreiben von Restaurationsbetrieben. Am 24. Februar 2011 verklagten A.________ und die B.________ AG die Medienunternehmen Tamedia AG, 20 Minuten AG, 20 Minutes Romandie SA und Espace Media AG vor dem Handelsgericht des Kantons Zürich. Sie warfen den Beklagten Persönlichkeitsverletzungen und Verstösse gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb vom 19. Dezember 1986 (UWG; SR 241) vor.
 

 

    
  A.b. Die Tamedia AG ist ein grosses Schweizer Medienhaus mit Sitz in Zürich. Die Gesellschaft gibt namentlich die Tageszeitung "Tages-Anzeiger" und die "SonntagsZeitung" heraus und betreibt den Fernsehsender "TeleZüri". Die 20 Minuten AG bezweckte im Wesentlichen die Herstellung und den Vertrieb von Pendlerzeitungen. Sie gab die Tageszeitungen "20 Minuten" (auf Deutsch) und "20 Minutes" (auf Französisch) heraus, die sowohl gedruckt als auch in elektronischer Form erscheinen. Ende Mai 2015 ist die 20 Minuten AG, die zuvor schon die 20 Minutes Romandie SA übernommen hatte, infolge Fusion in der Tamedia AG aufgegangen. Die Espace Media AG gibt die "Berner Zeitung" und die Zeitung "Der Bund" heraus. Auch diese Medien werden sowohl in Papierform als auch online herausgegeben. Die Gesellschaft ist in Bern domiziliert. Sie bezweckt alle Tätigkeiten im Medienbereich und der Informationsvermittlung im Wirtschaftsraum Espace Mittelland. Die Espace Media AG ist (indirekt über die Espace Media Groupe AG) zu hundert Prozent eine Tochtergesellschaft der Tamedia AG.
 

 

    
  A.c. Die Klage stützt sich auf Berichte, welche die Beklagten (und ihre Rechtsvorgängerinnen, vgl. Bst. A.b) in ihren Medienerzeugnissen, namentlich in Zeitungen veröffentlichten. Die Berichte erschienen anlässlich diverser Ereignisse, bei denen A.________ eine Rolle spielte. Im Zentrum steht seine Verhaftung am 3. November 2009. A.________ wurde der Staatsanwaltschaft Zürich Limmat zugeführt und am 6. November 2009 wieder aus der Haft entlassen.
 

 

    
  A.d. Im Dezember 2009 hatte sich der klägerische Anwalt an die Tamedia AG gewandt und ihre Berichterstattung als persönlichkeitsverletzend gerügt. Am 22. Dezember 2009 liess A.________ bei der Ombudsstelle RTV eine Beschwerde gegen Sendungen von TeleZüri einreichen. Im Dezember 2010 hiess die Unabhängige Beschwerdeinstanz diese Beschwerde gut. A.________ gelangte auch an den Presserat, der am 16. Dezember 2010 eine Stellungnahme veröffentlichte.
 

 

    
  B.
  
 

 

    
  B.a. Im vorliegenden Gerichtsverfahren beruft sich A.________ darauf, dass etliche Berichterstattungen der Beklagten seine Persönlichkeit verletzt hätten. Die B.________ AG machte primär eine Verletzung des UWG geltend. In ihrer Eingabe vom 24. Februar 2011 an das Handelsgericht des Kantons Zürich stellten die Kläger umfangreiche Anträge (s. zum Wortlaut Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 Sachverhalt Bst. B.a), die sie anlässlich ihrer Replik vom 7. November 2011 ergänzten: Das Gericht soll feststellen, dass die Beklagten mit den Berichten, die sie ab 4. November 2009 in ihren jeweiligen Medien veröffentlichten, die Kläger in ihrer Persönlichkeit widerrechtlich verletzt und eventualiter dem UWG zuwidergehandelt haben. Das Feststellungsbegehren richtet sich zum einen gegen eine Reihe von Presseaussagen zu verschiedenen Themenkreisen und zum andern dagegen, dass die Beklagten "durch ihre Berichte (Artikel, Bilder, Videos, Radiosendungen; jeweils unter voller Namensnennung) und deren permanente Verlinkung eine eigentliche Medienkampagne gegen den Kläger geführt" haben sollen (Anträge Ziff. 1 und 2). Die Kläger verlangen, die Beklagten zu verurteilen, das Urteilsdispositiv in ihren Medien an prominenter Stelle abzudrucken, online zu platzieren bzw. zu verlesen (Antrag Ziff. 3). Weiter sollen die Beklagten sämtliche persönlichkeitsverletzenden und unlauteren Berichte aus allen verfügbaren Archiven löschen, insbesondere in den elektronischen (online-) Archiven, den Mediendatenbanken und den Internetsuchmaschinen; eventualiter seien die Artikel und Beiträge in allen verfügbaren online-Archiven mit dem Urteilsdispositiv zu verlinken (Antrag Ziff. 4). Die Kläger stellen ausserdem das Begehren, den Beklagten die weitere Verbreitung der beanstandeten Presseaussagen zu verbieten (Antrag Ziff. 5). Sie verlangen von den Beklagten auch die Herausgabe des Gewinns, den die Beklagten durch die widerrechtlichen Berichte (inkl. Folgeberichte) bzw. durch die Medienkampagne in ihren Medien erzielten und dessen Höhe nach Durchführung des Beweisverfahrens beziffert bzw. nach richterlichem Ermessen i.S.v. Art. 42 Abs. 2 OR abzuschätzen sein wird. Zu diesem Zweck beantragen die Kläger, die Beklagten zur Offenlegung "sämtlicher Informationen zur Eruierung bzw. Abschätzung des Gewinns" zu verpflichten (Antrag Ziff. 6). Darüber hinaus verklagen die Kläger die Beklagten auf Bezahlung von Schadenersatz in der Höhe von Fr. 638'931.60 sowie einer Genugtuung in der Höhe von Fr. 50'000.-- (Anträge Ziff. 7 und 8).
 

 

    
  B.b. Mit Urteil vom 26. Juni 2014 beschloss das Handelsgericht, auf das Unterlassungsbegehren nicht einzutreten. In teilweiser Gutheissung der Klage stellte es fest, dass die 20 Minuten AG A.________ mit je einem Artikel in den Zeitungen 20 Minuten und 20 Minutes vom 14. Mai 2010 in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt hat (Ziffer 1). Die 20 Minuten AG wurde verpflichtet, einen Artikel vom 6. November 2009, den das Gericht als persönlichkeitsverletzend einstufte, auf ihrer Webseite 20 Minuten online zu löschen (Ziffer 2). Weiter wurde die 20 Minuten AG verurteilt, gegenüber der SMD Schweizer Mediendatenbank AG bzw. der Swissdox AG eine Willenserklärung abzugeben, die fraglichen Artikel aus ihren Archiven zu löschen, unter Androhung der Bestrafung der 20 Minuten AG bzw. ihrer Organe mit Busse wegen Verstosses gegen Art. 292 StGB im Falle der Zuwiderhandlung (Ziffer 3). Eine entsprechende Willenserklärung muss die 20 Minuten AG auch gegenüber Google Switzerland GmbH hinsichtlich der Suchmaschine Google (einschliesslich Google Cache und Google Index) abgeben (Ziffer 4). Im darüber hinausgehenden Umfang wies das Handelsgericht die Klage ab (Ziffer 5).
 

 

    
  C.
  
 

 

    
  C.a. In der Folge wandten sich A.________ und die B.________ AG an das Bundesgericht. Sie verlangten im Wesentlichen, das Urteil des Handelsgerichts aufzuheben und die Klage im Sinne der vor Handelsgericht gestellten Anträge (Bst. B.a) gutzuheissen. Hinsichtlich der Gewinnherausgabe stellten sie das Begehren, die beklagten Medienunternehmen "im Grundsatz" zur Herausgabe des Gewinns und zur erwähnten Offenlegung sämtlicher Informationen zur Eruierung bzw. Abschätzung des Gewinns zu verpflichten und die Klage hinsichtlich der Höhe des Anspruchs zur Durchführung des Beweisverfahrens bzw. zur Abschätzung nach richterlichem Ermessen i.S.v. Art. 42 Abs. 2 OR an das Handelsgericht zurückzuweisen. An Schadenersatz forderten die Beschwerdeführer vor Bundesgericht nur mehr Fr. 627'283.75. Eventualiter beantragten sie, die Klage insgesamt zur neuen Beurteilung an das Handelsgericht zurückzuweisen.
 

 

    
  C.b. Mit Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 hiess das Bundesgericht die Beschwerde teilweise gut. Es hob das Urteil des Handelsgerichts (s. Bst. B.b) auf und stellte eine Reihe weiterer Verletzungen von A.________s Persönlichkeit durch Aussagen in Presseberichten der Tamedia AG, der damaligen 20 Minuten AG und der Espace Media AG fest. Darüber hinaus wies es die Sache im Sinne der Erwägungen zu neuem Entscheid (einschliesslich der Neuverlegung der Kosten und Parteientschädigung des vorangegangenen Verfahrens) an das Handelsgericht zurück. Es befahl dem Handelsgericht, sich noch einmal mit drei Medienberichten zu befassen, weil es im Streit um den Wahrheitsgehalt der Aussagen die Folgen der Beweislosigkeit falsch gehandhabt hatte (Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8). Auch hatte das Handelsgericht erneut zu prüfen, ob die Medienunternehmen durch den "Medienhype" um A.________ dessen Persönlichkeit widerrechtlich verletzten (E. 9). Soweit das Handelsgericht bezüglich der (erneut) zu prüfenden Feststellungsbegehren zu neuen Schlüssen kommen sollte, trug ihm das Bundesgericht auf, auch die entsprechenden Beseitigungsbegehren neu zu beurteilen (E. 12). Die Rückweisung zur Neubeurteilung beschlug ausserdem die eingeklagten Ansprüche auf Gewinnherausgabe und auf Genugtuung (E. 13 und 15).
 

 

    
  D. 
 

Vergeblich verlangten A.________ und die B.________ AG mit Eingabe vom 11. August 2015 die Revision und Berichtigung des bundesgerichtlichen Urteils (Bst. C.b). Das Bundesgericht wies ein entsprechendes Gesuch ab, soweit es darauf eintreten konnte (Urteil 5F_8/2015 vom 31. August 2015). 

 

    
  E. 
 

Am 8. Februar 2016 fällte das Handelsgericht sein neues Urteil. Als Beklagte sind darin die Tamedia AG, die 20 Minuten AG und die Espace Media AG genannt. Dispositiv-Ziffer 1 des neuen Richterspruchs ergänzt die Persönlichkeitsverletzungen, die im ersten Urteil ausgesprochen worden waren (Bst. B.b), um die Verletzungen durch die Presseerzeugnisse der Tamedia AG und die 20 Minuten AG, die das Bundesgericht festgestellt hatte (Bst. C.b). Weiter verurteilt das Handelsgericht die Tamedia AG und die 20 Minuten AG, die verletzenden Medienberichte auf ihrer Webseite zu löschen (Dispositiv-Ziffer 2) und gegenüber der SMD Schweizerische Mediendatenbank AG bzw. der Swissdox AG sowie gegenüber Google Switzerland GmbH eine Willenserklärung abzugeben, die fraglichen Artikel und die Fernsehsendung aus ihren Archiven zu löschen bzw. aus der Suchmaschine Google (einschliesslich Google Cache und Google Index) zu entfernen, je unter Strafandrohung im Falle der Zuwiderhandlung (Dispositiv-Ziffern 3 und 4). Im darüber hinausgehenden Umfang weist das Handelsgericht die Klage ab (Dispositiv-Ziffer 5). 

 

    
  F.
  
 

 

    
  F.a. Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 6. April 2016 wenden sich A.________ (Beschwerdeführer) und die B.________ AG (Beschwerdeführerin) erneut an das Bundesgericht. Sie beantragen, im angefochtenen Entscheid als Folge der Fusion (vgl. Bst. A.b) die 20 Minuten AG durch die Tamedia AG (Beschwerdegegnerin 1) zu ersetzen und im Übrigen die Rechtskraft der Dispositiv-Ziffern 1-3 des angefochtenen Entscheids festzustellen. Darüber hinaus fechten sie den Entscheid in der Sache an, soweit das Handelsgericht ihre Klage abweist: Das Bundesgericht soll feststellen, dass die Espace Media AG (Beschwerdegegnerin 2) den Beschwerdeführer mit dem Artikel "Millionärssöhnchen in U-Haft" (Der Bund am 6. November 2009) widerrechtlich in seiner Persönlichkeit verletzt hat. Die Beschwerdegegnerin 2 sei unter Strafandrohnung zu verpflichten, diesen Artikel in ihren Archiven zu löschen und bei den erwähnten Datenbanken und Internetsuchmaschinen auf die beschriebene Weise auf die Eliminierung des fraglichen Artikels hinzuwirken (vgl. Bst. E). Weiter bestehen die Beschwerdeführer darauf, dass die Beschwerdegegnerin 1 mit drei online-Zeitungsberichten unwahre Tatsachen verbreitet und den Beschwerdeführer auf diese Weise in seiner Persönlichkeit verletzt hat. Sie halten auch am Vorwurf einer Persönlichkeitsverletzung infolge der "Medienkampagne" fest, welche die Beschwerdegegnerinnen mit ihren Berichten ab 4. November 2009 zum Nachteil des Beschwerdeführers geführt hätten. Zusätzlich stellen die Beschwerdeführer bezüglich sämtlicher Presseartikel, TV/Video- und Radiobeiträgen mit persönlichkeitsverletzenden und gegen das UWG verstossenden Inhalten ein Beseitigungsbegehren, mit dem sie die Löschung "aus allen verfügbaren Archiven in allen Formen und Formaten" erwirken wollen; eventualiter fordern sie, die Beschwerdegegnerinnen zur Abgabe einer Willenserklärung gegenüber den betroffenen Datenbanken und Internet-Suchmaschinen zu verurteilen. Ein weiteres Rechtsbegehren zielt darauf ab, die Beschwerdegegnerinnen zu verpflichten, dem Beschwerdeführer den durch die widerrechtlichen Berichte (inkl. Folgeberichte) bzw. die Medienkampagne in ihren Medien erzielten Gewinn herauszugeben und sämtliche Informationen zur Eruierung bzw. Abschätzung des Gewinns offenzulegen. Schliesslich hält der Beschwerdeführer auch an seiner Genugtuungsforderung fest. Zuletzt beantragen die Beschwerdeführer, den Beschwerdegegnerinnen mindestens die Hälfte der Gerichtskosten aufzuerlegen und ihnen keine Parteientschädigung zuzusprechen. Im Sinne eines Eventualbegehrens verlangen sie, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Klage zur neuen Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
 

 

    
  F.b. Dazu eingeladen, sich zur Beschwerde vernehmen zu lassen, beantragen die Beschwerdegegnerinnen, die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (Eingabe vom 23. Januar 2017). Das Handelsgericht hat auf eine Vernehmlassung verzichtet (Schreiben vom 26. Oktober 2016). Die Stellungnahmen wurden den Beschwerdeführern zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zur Kenntnis gebracht.
 

 

 

    
  Erwägungen:
  
 

 

    
  1.
  
 

Die Beschwerdeführer haben das Rechtsmittel rechtzeitig eingereicht (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 Bst. a BGG). Sie wehren sich gegen den Endentscheid (Art. 90 BGG) des Handelsgerichts des Kantons Zürich, das als einzige kantonale Instanz entschieden hat (Art. 75 Abs. 2 BGG; Art. 5 Abs. 1 Bst. d und Art. 6 Abs. 1-4 ZPO). Der Streit dreht sich um die gerichtliche Feststellung und Beseitigung behaupteter Persönlichkeitsverletzungen, um die Gewinnherausgabe und um die Leistung einer Genugtuungssumme. Der angefochtene Entscheid ist auf einen Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts hin ergangen (s. Sachverhalt Bst. C und E). Die Beschwerde in Zivilsachen bleibt daher ohne Streitwerterfordernis grundsätzlich zulässig, losgelöst davon, ob auch im neuerlichen Verfahren der Streit um die Feststellung der angeblichen Persönlichkeitsverletzungen im Vordergrund steht (vgl. Urteil 5A_9/2013 vom 23. Mai 2013 E. 1 mit Hinweis). 

 

    
  2.
  
 

Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Beschwerdeführerin den angefochtenen Entscheid nicht nur im Kostenpunkt, sondern auch in der Sache anficht, denn in dieser Hinsicht ist die Beschwerdeführerin durch den angefochtenen Entscheid gar nicht besonders berührt (Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG). Die vor Bundesgericht gestellten Feststellungsbegehren beziehen sich allesamt auf die Verletzung der Persönlichkeit des Beschwerdeführers. Entsprechend können sich im Prinzip auch die beantragten Beseitigungen nur auf Persönlichkeitsverletzungen zum Nachteil des Beschwerdeführers beziehen. Dass das Handelsgericht (auch) eine Verletzung ihrer eigenen Persönlichkeit festgestellt und ein diesbezügliches Beseitigungsbegehren übergangen oder zu Unrecht abgewiesen hätte, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich. Die Beschwerdeführerin hält vor Bundesgericht auch nicht an ihren ursprünglich gestellten Begehren fest, wonach sich die Beschwerdegegnerinnen mit bestimmten Medienberichten zu ihrem Nachteil unlauter im Sinne des UWG verhalten hätten (s. Sachverhalt Bst. B.a). Angesichts dessen kommt dem Begehren, sämtliche Medienberichte mit unlauteren Inhalten aus allen verfügbaren Archiven in allen Formen und Formaten zu löschen (s. Sachverhalt Bst. F.a), keine eigenständige Bedeutung mehr zu. Schliesslich wird auch die Herausgabe des Gewinns und die Leistung der Genugtuung nur vom Beschwerdeführer eingeklagt. 

 

    
  3.
  
 

 

    
  3.1. Der Beschwerdeführer erinnert daran, dass die Beschwerdegegnerin 1 die ehemalige Beklagte 20 Minuten AG infolge Fusion per 29. Mai 2015 "mit Rechten und Pflichten absorbiert" habe. Nachdem die 20 Minuten AG im Handelsregister gelöscht worden sei, müsse das Rubrum angepasst werden und das Dispositiv für die der 20 Minuten AG auferlegten Feststellungen und Pflichten neu die Beschwerdegegnerin 1 nennen. Dem Handelsgericht werfen die Beschwerdeführer vor, die Fusion nicht zu berücksichtigen, obwohl das bundesgerichtliche Revisionsurteil 5F_8/2015 vom 31. August 2015 (s. Sachverhalt Bst. D), das Teil der Akten des vorliegenden Prozesses ist, diesem Umstand bereits Rechnung trage. Auch habe sie das Handelsgericht nach dem bundesgerichtlichen Rückweisungsentscheid weder schriftlich noch mündlich zur Stellungnahme eingeladen; das rechtliche Gehör sei ihnen verwehrt geblieben. Im Ergebnis halten sich die Beschwerdeführer diesbezüglich für beschwert, weil sie die Verpflichtungen gemäss den Dispositiv-Ziffern 3, 4 und 7 des angefochtenen Entscheids, die sich gegen die ehemalige 20 Minuten AG richten, "so nicht vollstrecken lassen können".
 

 

    
  3.2. Nach Art. 83 Abs. 4 ZPO ist ein Parteiwechsel ohne Veräusserung des Streitobjekts nur mit Zustimmung der Gegenpartei zulässig; vorbehalten bleiben besondere gesetzliche Bestimmungen über die Rechtsnachfolge. Eine solche Rechtsnachfolge ist die Universalsukzession infolge Fusion nach Massgabe von Art. 22 des Bundesgesetzes über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung vom 3. Oktober 2003 (Fusionsgesetz, FusG; SR 221.301). Hier tritt die Nachfolge unmittelbar kraft Gesetzes ein (Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7286). Einer Lehrmeinung zufolge bedarf die Anpassung der Parteibezeichnung infolge gesetzlicher Rechtsnachfolge keiner ausdrücklichen Erklärung einer Partei; es soll genügen, dass das Gericht aufgrund der vorliegenden Tatsachen davon Kenntnis erlangt und den Parteien das rechtliche Gehör gewährt (DANIEL SCHWANDER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl. 2016, N 39 zu Art. 83 ZPO).
 

 

    
  3.3. Im konkreten Fall stellte das Bundesgericht bereits in seinem Urteil 5F_8/2015 vom 31. August 2015 fest, dass die 20 Minuten AG infolge Fusion in der Tamedia AG aufgegangen ist. Dieses Urteil wurde auch dem Handelsgericht schriftlich mitgeteilt; der Versand erfolgte am 15. September 2015. Angesichts dessen kann dem Beschwerdeführer unter dem Gesichtspunkt seiner prozessualen Mitwirkungspflicht nicht vorgeworfen werden, die Fusion der zwei Prozessgegnerinnen und die damit verbundene Rechtsnachfolge dem Handelsgericht nicht (zusätzlich) angezeigt zu haben. Das Handelsgericht verfügte über die erforderlichen Tatsachenkenntnisse, um die gebotenen Anpassungen vornehmen zu können. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob das Bundesgericht korrigierend eingreifen muss, um nachzuholen, was das Handelsgericht versäumt hat. Diesbezüglich gilt es zu beachten, dass eine Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids nur in Betracht fällt, falls die konkret betroffene Partei ein aktuelles und praktisches Interesse daran hat (s. Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG). Der Rechtsuchende muss eine im konkreten Fall eingetretene Verletzung seiner Rechte geltend machen; er darf sich nicht damit begnügen, faktisch irrelevante Rechtsfragen aufzuwerfen (Urteil 5A_689/2015 vom 1. Februar 2016 E. 5.4 mit Hinweisen).
 

 

    
  3.4. Im Streit um die Feststellung und Beseitigung der Persönlichkeitsverletzungen (Dispositiv-Ziffern 1-4 des angefochtenen Entscheids; s. Sachverhalt Bst. E) ist von vornherein nur der Beschwerdeführer vom angefochtenen Entscheid berührt (E. 2). Mit Bezug auf die Feststellung der Verletzungen (Dispositiv-Ziffer 1) tut der Beschwerdeführer nun aber nicht dar, welches praktische Interesse er daran hat, dass das Bundesgericht anstelle der 20 Minuten AG (ehemalige Beklagte 2) die Tamedia AG (Beklagte 1/Beschwerdegegnerin 1) als Urheberin der Persönlichkeitsverletzungen nennt, obwohl die Persönlichkeitsverletzungen geschahen, bevor die 20 Minuten AG von der Tamedia AG absorbiert wurde. Dasselbe gilt mit Bezug auf die der Beschwerdegegnerin 1 und der 20 Minuten AG auferlegte Verpflichtung, die verletzenden Artikel bzw. die verletzende Sendung auf ihrer Webseite zu löschen (Dispositiv-Ziffer 2). Schwierigkeiten bei der Vollstreckung werden - abgesehen vom Kostenpunkt (dazu E. 3.5) - nur mit Bezug auf die Verpflichtungen gemäss den Dispositiv-Ziffern 3 und 4 als Grund für die geforderte Anpassung geltend gemacht. Die erwähnten vorinstanzlichen Richtersprüche lauten ausdrücklich auf Abgabe einer Willenserklärung. Für diesen Fall bestimmt das Gesetz, dass die Erklärung direkt durch den vollstreckbaren Entscheid ersetzt wird (Art. 344 Abs. 1 ZPO). Richtet sich die Willenserklärung - wie hier - an Dritte, so genügt es, den betreffenden Entscheid gegebenenfalls mit Hilfe des Vollstreckungsrichters den Dritten zur Kenntnis zu bringen (vgl. Urteil 4A_520/2013 vom 17. Februar 2014). Dass die beschriebene Art und Weise der Vollstreckung auch im Falle der besagten Dispositiv-Ziffern 3 und 4 zum Zug kommt, bestreitet der Beschwerdeführer nicht. Ebenso wenig vermag er zu erklären, warum es im Hinblick auf die Vollstreckung der gerichtlichen Verpflichtung zur Abgabe von Willenserklärungen trotzdem unabdingbar sein soll, in den fraglichen Entscheidziffern die 20 Minuten AG durch die Beschwerdegegnerin 1 zu ersetzen. Dass er auf die Mitwirkung der Beschwerdegegnerin 1 angewiesen wäre, um den Entscheid den Adressatinnen der Willenserklärung zur Kenntnis zu bringen, tut der Beschwerdeführer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Der angefochtene Entscheid lässt ohne Weiteres erkennen, auf welche konkreten Medienberichte sich die Willenserklärungen beziehen. Und allein vom Wortlaut her schliessen die Dispositiv-Ziffern 3 und 4 nicht aus, dass die Beschwerdegegnerin 1 auch die Willenserklärung bezüglich der Artikel abgibt, die in den Medien der 20 Minuten AG erschienen waren. Insofern kann es für die SMD Schweizerische Mediendatenbank AG, die Swissdox AG und die Google Switzerland GmbH mit Blick auf den Empfang der Willenserklärungen bzw. die Kenntnisnahme vom Gerichtsentscheid keine Rolle spielen, dass die 20 Minuten AG infolge Fusion in der Beschwerdegegnerin 1 aufgegangen ist. Im Ergebnis fehlt es dem Beschwerdeführer auch hinsichtlich der verlangten Anpassung der Dispositiv-Ziffern 3 und 4 an einem praktischen Interesse im Sinne von Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG.
 

 

    
  3.5. Auch was die Liquidation der vorinstanzlichen Gerichtskosten angeht, ist mit Blick auf die Vollstreckung nicht ersichtlich, inwiefern eine Streichung der "Beklagten 2" in Ziffer 7 des angefochtenen Entscheids den Beschwerdeführern einen zusätzlichen praktischen Nutzen verschaffen würde - soweit das Handelsgericht angesichts des Ausgangs des neuerlichen bundesgerichtlichen Verfahrens nicht ohnehin neu über die Prozesskosten des kantonalen Verfahrens zu befinden haben wird (s. E. 11). Für den Anteil an der Gerichtsgebühr, den das Handelsgericht der Beschwerdegegnerin 1 und der 20 Minuten AG unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt, wird den Beschwerdeführern in der besagten Ziffer 7 das Rückgriffsrecht eingeräumt. Dass sie gestützt auf diese Regelung, die der gesetzlichen Vorgabe von Art. 111 Abs. 2 ZPO entspricht, nicht den ganzen Gerichtskostenanteil von der Beschwerdegegnerin 1 allein zurückfordern können, behaupten die Beschwerdeführer nicht und ist auch nicht ersichtlich. Nachdem das Handelsgericht die Gerichtsgebühr vollumfänglich aus dem Kostenvorschuss bezieht, den die Beschwerdeführer bezahlt hatten, kann die solidarische Haftung der Beschwerdegegnerin 1 und der 20 Minuten AG nur dann einen Sinn haben, wenn sie sich auf die Rückgriffsforderung der Beschwerdeführer bezieht.
 

 

    
  3.6. Unbegründet ist auch die Befürchtung des Beschwerdeführers, er könne der 20 Minuten AG infolge der Fusion die Entschädigung von Fr. 14'800.-- nicht zahlen, die ihr das Handelsgericht zuspricht. Erneut fehlt es dem Beschwerdeführer an einem schutzwürdigen Interesse im Sinne von Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG. Wie die (materiellrechtliche) Universalsukzession (E. 3.2) erfolgt im Falle einer Fusion auch die Rechtsnachfolge des übernehmenden Rechtsträgers - hier der Beschwerdegegnerin 1 - in die Parteistellung des übertragenden Rechtsträgers - hier der 20 Minuten AG - im Zivilprozess automatisch. Entsprechend fällt die Wirksamkeit dieser Rechtsnachfolge im laufenden Verfahren auch nicht dahin, wenn der Richter es in seinem Urteil versäumt, die erforderlichen Anpassungen vorzunehmen. Dass er weder weiss noch bei der Beschwerdegegnerin 1 in Erfahrung bringen kann, an welche Stelle er sich zur Bezahlung der Parteientschädigung wenden kann, macht der Beschwerdeführer nicht geltend.
 

 

    
  3.7. Schliesslich verlangt der Beschwerdeführer, "im Übrigen", das heisst abgesehen von den geforderten Anpassungen infolge der Absorption der 20 Minuten AG durch die Beschwerdegegnerin 1, die Rechtskraft der Dispositiv-Ziffern 1, 2 und 3 des angefochtenen Entscheids festzustellen. Nachdem das Bundesgericht auf die Anträge betreffend die Anpassung des angefochtenen Entscheids nicht eintritt (E. 3.4 f.), erscheint fraglich, ob diesem Begehren noch eine selbständige Bedeutung zukommt. Auch so ist auf dieses Begehren aber nicht einzutreten. Denn der Beschwerdeführer äussert sich nicht dazu, inwiefern er ein Interesse daran hat, dass das Bundesgericht eigens klarstellt, in welchen Punkten der angefochtene Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.
 

 

    
  4.
  
 

 

    
  4.1. Der Beschwerdeführer beklagt sich darüber, dass im vorinstanzlichen Urteilsdispositiv die Persönlichkeitsverletzung nicht zum Ausdruck komme, welche die Beschwerdegegnerin 2 mit dem Artikel "Millionärssöhnchen in U-Haft" in der Zeitung "Der Bund" vom 6. November 2009 begangen habe. Er erinnert daran, dass das Bundesgericht die Verletzung festgestellt und die Sache auch diesbezüglich zur Prüfung der weiteren Ansprüche auf Beseitigung, Gewinnabschöpfung und Genugtuung an das Handelsgericht zurückgewiesen habe. Auch das Handelsgericht bejahe in seinen Erwägungen die Persönlichkeitsverletzung. Es sehe jedoch - im Unterschied zu den übrigen als persönlichkeitsverletzend taxierten Medienberichten - davon ab, die Feststellung der Verletzung ins Urteilsdispositiv aufzunehmen und die für alle widerrechtlichen Berichte bejahte Beseitigung anzuordnen.
 

 

    
  4.2. In der Tat nimmt das Handelsgericht auf Seite 61 des angefochtenen Entscheid zur Kenntnis, dass das Bundesgericht den fraglichen Zeitungsartikel als persönlichkeitsverletzend einstuft, zusammen mit dem vom Bundesgericht ebenfalls beanstandeten Artikel "A.________ bleibt in U-Haft" (Tages-Anzeiger vom 6. November 2009; s. Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 7.2.3.8). Ob das Handelsgericht die bundesgerichtlichen Feststellungen angesichts ihrer reformatorischen Natur überhaupt ein weiteres Mal in sein Dispositiv aufnehmen musste, erscheint fraglich, kann aber dahingestellt bleiben. Denn auch so ist nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz den Artikel "Millionärssöhnchen in U-Haft" als einzigen der vom Bundesgericht beanstandeten Medienberichte nicht in Ziffer 1 seines Urteilsspruchs aufnimmt.
 

Dasselbe gilt für die Dispositiv-Ziffern 3 und 4: Bei der Beurteilung des Beseitigungsanspruchs erklärt das Handelsgericht auf S. 95 seines Entscheids, die Löschung in Archiven, Datenbanken und Internetsuchmaschinen sei (lediglich) in Bezug auf jene Publikationen vorzunehmen, die auch zur Begründung der relevanten Passagen herangezogen wurden und damit Gegenstand des Verfahrens bilden. Anschliessend zählt es die Medienberichte der Beschwerdegegnerin 1 und der 20 Minuten AG auf, bezüglich derer es eine Persönlichkeitsverletzung feststellt (Dispositiv-Ziffer 1) bzw. den beklagten Parteien die Löschung der persönlichkeitsverletzenden Publikationen befiehlt (Dispositiv-Ziffer 2) - wiederum mit Ausnahme des fraglichen Artikels aus der Zeitung "Der Bund" der Beschwerdegegnerin 2. Als Folge davon ist dieser Bericht weder von den Dispositiv-Ziffern 3 und 4 erfasst, die auf die Dispositiv-Ziffern 1 und 2 verweisen, noch von der dazugehörigen Erwägung auf S. 96 des angefochtenen Entscheids, wonach sich die Willenserklärung auf Löschung "wiederum nur auf die genannten Artikel beziehen" kann. Zwar deutet das Handelsgericht in der Aufzählung dieser Artikel mit dem Ausdruck "namentlich" an, dass weitere verfahrensgegenständliche Medienberichte vom Beseitigungsanspruch erfasst sein könnten. Allerdings ist nicht einsichtig, warum diese Aufzählung nur exemplarischer Natur sein soll, zumal das Handelsgericht selbst Wert darauf legt, die persönlichkeitsverletzenden Medienberichte klar einzugrenzen, und den Beschwerdeführern entgegenhält, dass ihr Begehren, sämtliche Medienberichte mit persönlichkeitsverletzenden Inhalten aus allen verfügbaren Archiven in allen Formen und Formaten zu löschen, zu unbestimmt sei. Eine bloss exemplarische Aufzählung liesse sich auch kaum mit der vorinstanzlichen Praxis vereinbaren, im Urteilsspruch die konkret betroffenen Medienberichte abschliessend aufzuführen. 

 

    
  4.3. Im Ergebnis lässt das Handelsgericht eine Erklärung vermissen, weshalb es den Zeitungsbericht "Millionärssöhnchen in U-Haft" (Der Bund vom 6. November 2009), dessen persönlichkeitsverletzenden Inhalt das Bundesgericht verbindlich festgestellt hat, nicht in die Ziffern 1, 3 und 4 seines Urteilsspruchs aufnimmt. Entsprechend vermag auch das Bundesgericht nicht mit letzter Sicherheit zu beurteilen, ob es sich um ein Versehen oder um einen bewussten Entscheid der Vorinstanz handelt. So, wie er gefällt wurde, verletzt der angefochtene Entscheid jedenfalls die gesetzliche Begründungspflicht (Art. 53 Abs. 1 ZPO). Denn anhand der vorhandenen Begründungselemente lässt sich das Ergebnis des Entscheides nicht nachvollziehen (vgl. dazu Urteil 5A_382/2013 vom 12. September 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als begründet. Die Sache ist zu neuem Entscheid an das Handelsgericht zurückzuweisen.
 

 

    
  5.
  
 

 

    
  5.1. Anlass zur Beschwerde gibt weiter die vorinstanzliche Neubeurteilung von drei online-Artikeln, bei denen sich der Streit um die Frage dreht, ob sie Unwahrheiten über den Beschwerdeführer verbreiten. Es sind dies die Artikel "Ich habe meine Freundin verraten" (20 Minuten online vom 13. Dezember 2009), "Voyeure, die Westumfahrung und Corine Mauch: Die meistgelesenen Artikel 2009" (Tages-Anzeiger online und Newsnet vom 31. Dezember 2009) und "A.________ verliert seine P.________" (Tages-Anzeiger online vom 31. Dezember 2009). In seinem ersten Entscheid kam das Bundesgericht zum Schluss, das Handelsgericht habe den Beschwerdeführern im Streit um den Wahrheitsgehalt der Aussagen in den erwähnten Medienberichten den Nachweis abverlangt, dass die eingeklagten Presseäusserungen nicht der Wahrheit entsprechen, bzw. ihnen die Folgen der diesbezüglichen Beweislosigkeit auferlegt. Weiter erklärt das Bundesgericht, dass es sich auch nicht mit dem Bundesrecht vertrage, eine Persönlichkeitsverletzung allein deshalb auszuschliessen, weil die streitige Presseaussage nicht unwahr sei. Es trug dem Handelsgericht auf, in einem ersten Schritt zu prüfen, ob die streitigen Passagen die Persönlichkeit des Beschwerdeführers verletzen (s. Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8).
 

 

    
  5.2.
  
 

 

    
  5.2.1. Im Bericht "Ich habe meine Freundin verraten" geht es um ein TV-Interview von Tele-Züri, in welchem zwei junge Damen davon berichteten, dass der Beschwerdeführer ihre Freundin zum Oralsex gezwungen haben soll. Dem Bericht zufolge "dementierte" eine weitere beim TV-Interview anwesende Frau diese Aussagen später gegenüber der Aargauer Zeitung "Sonntag". Der hier streitige Artikel schildert unter Bezugnahme auf Aussagen der Betroffenen gegenüber dem "SonntagsBlick", wie der Beschwerdeführer bzw. Personen aus seinem Umfeld auf die zuletzt erwähnte Frau und die angeblich zum Oralsex gezwungene Freundin eingewirkt und ihnen namentlich mit einer Anzeige wegen "Rufmordes" gedroht haben sollen. Schliesslich ist davon die Rede, dass jene Frau ein vom "Handlanger" des Beschwerdeführers vorformuliertes Geständnis unterschrieben und - ihren eigenen Aussagen zufolge - ihre Freundin, die angeblich zum Oralsex gezwungen worden war, auf diese Weise "verraten" haben soll. Das Handelsgericht erklärt, aus dem Bericht gehe hinreichend hervor, dass die beiden jungen Frauen ihre subjektiven Wahrnehmungen und Erlebnisse gegenüber dem SonntagsBlick geäussert hätten, es sich nicht um feststehende Tatsachen handle und die Berichterstattung auch nicht von der 20 Minuten AG initiiert worden sei. Es gehe nicht primär um den Beschwerdeführer, sondern um die beiden Frauen, die als Lügnerinnen bzw. Verräterinnen blossgestellt würden. Allein die Tatsache, angeblich mit einer Strafanzeige wegen "Rufmordes" gedroht zu haben, könne - vor allem unter der Prämisse, dass die Geschichte von den beiden Frauen tatsächlich erfunden worden war - nicht ausreichen, um jemanden in ein so schlechtes Licht zu rücken, dass von einer Persönlichkeitsverletzung gesprochen werden kann.
 

 

    
  5.2.2. Der Beschwerdeführer wirft dem Handelsgericht vor, Art. 28 und 28a ZGB "rechtsfehlerhaft" anzuwenden. Er besteht darauf, dass die Aussagen betreffend seine angeblichen Einwirkungen und Drohungen unwahr und persönlichkeitsverletzend sind, und erläutert ausführlich, warum der Artikel ihn in den Augen eines Durchschnittslesers in seinem gesellschaftlichen Ansehen beeinträchtige bzw. herabsetze. Zusammengefasst argumentiert er, im Artikel dominiere der Vorwurf, dass er die beiden Frauen durch Drohung dazu gebracht habe, ein (falsches) "Geständnis" zu unterschreiben. Als weitere Elemente nennt der Beschwerdeführer die Aussage "Diese zwei Chicks machen wir fertig!", die der Artikel als seinen "O-Ton" präsentiere, und die angeblich gegenüber der jungen Frau geäusserte Drohung seines "Handlangers", wonach es für die jungen Frauen im Falle einer Verweigerung der Unterschrift "hässlich rauskomme". Damit vermittle der Artikel in verletzender Weise den Eindruck eines höchst verwerflichen, gesellschaftlich verpönten Verhaltens.
 

Weiter erinnert der Beschwerdeführer daran, dass die Beschwerdegegnerin 1 als Herausgeberin der Publikation für die Verbreitung der Aussagen auch dann zur Verantwortung gezogen werden könne. wenn "hier unwahre Drittäusserungen kolportiert würden". Das Presseunternehmen könne sich seiner Verantwortung nicht mit dem Hinweis entziehen, lediglich die Behauptung eines Dritten wiederzugeben. Ebenso wenig spiele eine Rolle, ob der unzutreffende Eindruck, der bei der Leserschaft geweckt wird, auf eine ungenaue oder verkürzte Wiedergabe der Behauptungen zurückzuführen ist oder die Behauptungen selbst unrichtig oder irreführend sind. Entgegen der Meinung der Vorinstanz sei unerheblich, ob aus dem Artikel hinreichend hervorgehe, dass die beiden Frauen ihre subjektiven Wahrnehmungen und Erlebnisse geäussert haben und es sich nicht um eine von der 20 Minuten AG initiierte Berichterstattung handle. Die Beschwerdegegnerin 1 habe den Artikel unabhängig davon zu verantworten, dass die "Geschichte" zuvor im SonntagsBlick erschien. Es sei auch nicht entscheidend, ob die Frauen subjektive Wahrnehmungen äussern, da Drittäusserungen von Quellen stets aus deren subjektiver Wahrnehmung geschildert würden. Massgeblich sei, dass sich der Artikel keineswegs erkennbar von den Aussagen der beiden Frauen distanziere, sondern auch im Indikativ kolportiere, dass sie zum Geständnis gedrängt wurden. 

Zuletzt bestreitet der Beschwerdeführer, dass die im Artikel enthaltenen Behauptungen der Wahrheit entsprechen und einen Informationswert haben. Eine Rechtfertigung im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ZGB lasse sich dem angefochtenen Entscheid nicht entnehmen. Im Gegenteil gehe die Vorinstanz zutreffend davon aus, dass die Geschichte von den beiden Frauen unwahr ist und die schweren Vorwürfe frei erfunden waren. Die Publikation der unwahren Geschichte könne "über ein Erzwingen eines unzutreffenden Geständnisses... somit von vornherein nicht gerechtfertigt werden". Die Prüfung eines allfälligen "Rechtfertigungsnachweises" erübrige sich. Dass die im TV-Interview erhobenen Vorwürfe und die angeblichen Druckversuche, Drohungen und Nötigungen der Wahrheit entsprechen, hätten die Beschwerdegegnerinnen nicht behauptet. Die Vorinstanz stelle zwar zutreffend fest, dass die Geschichte von den beiden Frauen im TV-Interview von TeleZüri unwahr ist. Sie kehre diesen Umstand dann aber zu Lasten des Klägers um und verneine eine Persönlichkeitsverletzung. Dies sei unhaltbar, denn dem Durchschnittsleser dränge sich der Schluss auf, dass er, der Beschwerdeführer, und seine Entourage den jungen Frauen den Widerruf ihrer Aussagen im Fernsehinterview durch schwere Drohungen abgenötigt hätten und die Aussagen am Fernsehen eben doch stimmten. Im Ergebnis sei der Artikel nicht nur wegen der schweren Vorwürfe der Drohung bzw. Nötigung zum Widerruf der Aussagen auf TeleZüri persönlichkeitsverletzend, sondern auch deshalb, weil er die Aussagen auf TeleZüri und die widerrechtlichen Berichte auf 20 Minuten ("Freundin der Anzeigestellerin redet", 20 Minuten online vom 5. November 2009) "verstärke". Durch diese Bezugnahme und die Verlinkung mit fünf anderen Online-Berichten, einer Bildstrecke und einem Video perpetuiere die Beschwerdegegnerin 1 den durch die früheren Verletzungen geschaffenen Unrechtszustand, verstärke diesen und verletze die Persönlichkeit mit weiteren schweren unwahren Vorwürfen. 

 

    
  5.2.3. Die Einwände des Beschwerdeführers sind begründet. Wie im ersten Urteil dargelegt, kann sich ein Medienhaus der Verantwortung für seine Berichterstattung nicht mit dem Hinweis entziehen, bloss die Behauptungen eines Dritten wiedergegeben zu haben (5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 7.2.2 mit Hinweis). Diese Rechtsprechung gilt nicht nur bei der Beurteilung der Frage, ob eine Presseäusserung gegen die Unschuldsvermutung verstösst, sondern ganz allgemein (vgl. BGE 123 III 354 E. 2a S. 363 f. mit Bezug auf das UWG), also auch hier, wo der Wahrheitsgehalt der verbreiteten Presseinhalte streitig ist. Die Überlegung des Handelsgerichts, dass die beiden Damen im fraglichen Artikel ihre subjektiven Wahrnehmungen und Erlebnisse gegenüber dem SonntagsBlick äussern, tut daher nichts zur Sache. Aus demselben Grund lässt sich eine Mitwirkung an der Verletzung im Sinne von Art. 28 Abs. 1 ZGB nicht mit der Begründung ausschliessen, die Berichterstattung sei nicht von der 20 Minuten AG initiiert worden. Und schliesslich scheitert die Persönlichkeitsverletzung auch nicht daran, dass der fragliche Artikel in der Optik der Vorinstanz nicht von "feststehenden Tatsachen", sondern von einer "subjektiv geschilderten Geschichte" handelt. Die Persönlichkeit verletzen können sowohl Tatsachenbehauptungen als auch Meinungsäusserungen, Kommentare und Werturteile; dabei ist nicht von Belang, ob eine behauptete Tatsache die Wahrheit richtig oder falsch, unvollständig oder ungenau wiedergibt bzw. ob die geäusserte Kritik fundiert ist. Wie der Beschwerdeführer richtig betont, genügt es vielmehr, dass die betroffene Person in den Augen eines durchschnittlichen Betrachters in ihrem Ansehen herabgesetzt wird (Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8.2 mit Hinweisen).
 

Was das zuletzt erwähnte Kriterium angeht, trifft es zu, dass sich die Berichterstattung hauptsächlich um die Geschichte der zwei jungen Damen dreht. Dies allein steht einer Verletzung der Persönlichkeit des Beschwerdeführers aber nicht entgegen. Der Sinn des Satzes "Ich habe meine Freundin verraten", den der Artikel als Titel und Anreisser verwendet, erschliesst sich dem Leser erst, wenn er die ganze Geschichte bis zu der Stelle liest, wo unter dem Zwischentitel "Diese zwei Chicks machen wir fertig" davon die Rede ist, dass die junge Frau unter dem Eindruck der Drohungen des Teams A.________ ein Geständnis unterschrieben und damit ihre Freundin eben "verraten" habe. In der Folge erklärt der Artikel nicht nur, dass sich die beiden jungen Frauen ungewollt inmitten des A.________-Skandals als Lügnerinnen bzw. Verräterin blossgestellt sehen, sondern auch, dass sie dies "nicht auf sich sitzen lassen" wollen. Damit aber geraten die geschilderten Drohungen des Beschwerdeführers und seiner Entourage durchaus in den Fokus des Artikels, denn sie sind es, die in den Augen des Durchschnittslesers hinter der "Blossstellung" der beiden Teenagerinnen stecken. Mithin präsentiert der Artikel das Verhalten des Beschwerdeführers und seines Teams als wahre Ursache des Schlamassels, in den die beiden Teenagerinnen geraten sind. 

Zu Recht reklamiert der Beschwerdeführer auch, dass die vom Handelsgericht identifizierte "Prämisse", wonach die Geschichte von den beiden Frauen tatsächlich erfunden worden sei (s. E. 5.2.1), die Schilderungen seiner angeblichen Drohgebärden nicht zu relativieren vermag: Der Artikel zielt im Wesentlichen darauf ab, dem Leser zu erklären, wie die eine der beiden Teenagerinnen dazu kam, das TV-Interview der anderen und dessen Inhalte in der Aargauer Zeitung "Sonntag" als Hirngespinst zu bezeichnen. Indem der Bericht dieses "Geständnis" als unter Drohungen zustandegekommen präsentiert, wertet er es in seiner Glaubwürdigkeit ab. Wie der Beschwerdeführer richtig beobachtet, wird dem Durchschnittsleser gerade dadurch nahegelegt, dass die Aussagen im TV-Interview auf TeleZüri eben doch der Wahrheit entsprechen könnten. Mit gutem Grund legt der Beschwerdeführer schliesslich den Finger darauf, dass ihm der fragliche Artikel neben der Androhung einer Strafanzeige auch unterstellt, die beiden Frauen "fertig machen" zu wollen, und dass davon die Rede ist, dass es "hässlich" für sie herauskomme, wenn sie das Geständnis nicht unterschreiben. Gegenüber der Ankündigung, mit einer Strafanzeige eine Strafverfolgung in Gang zu setzen, zeichnen sich diese angeblichen Drohungen dadurch aus, dass nicht bloss die Inanspruchnahme staatlicher Hilfe in Aussicht gestellt, sondern offen gelassen wird, welche (anderen) Nachteile drohen. Diese Art der (angeblichen) Einschüchterung rückt den Beschwerdeführer in den Augen des Durchschnittslesers in ein ungünstigeres Licht, als der angefochtene Entscheid es zugesteht. 

 

    
  5.2.4. Nach dem Gesagten entpuppen sich die Gründe, die das Handelsgericht auflistet, allesamt als ungeeignet, eine Verletzung der Persönlichkeit des Beschwerdeführers durch den Artikel "Ich habe meine Freundin verraten" (20 Minuten online vom 13. Dezember 2009) auszuschliessen. Der Schutz von Art. 28 ZGB erstreckt sich insbesondere auch auf das berufliche und gesellschaftliche Ansehen einer Person (BGE 107 II 1 E. 2 S. 4). Ob dieses Ansehen in einschlägiger Weise durch eine Presseäusserung von der Art der hier umstrittenen geschmälert wird, beurteilt sich nach einem objektiven Massstab. Zu prüfen ist nach der bundesgerichtlichen Praxis, ob das Ansehen vom Durchschnittsleser aus gesehen als beeinträchtigt erscheint, wobei die konkreten Umstände, wie etwa der Rahmen der Äusserung, in Betracht zu ziehen sind (BGE 135 III 145 E. 5.2 S. 152 mit Hinweisen). Dem Beschwerdeführer ist darin beizupflichten, dass ihm der Artikel bei objektivierter Betrachtungsweise ein verwerfliches, gesellschaftlich verpöntes Verhalten unterstellt. Die geschilderten Methoden und Drohgebärden, derer sich der Beschwerdeführer - auch unter Zuhilfenahme eines "Handlangers" - bedient haben soll, zeichnen das Bild von einem Mann, der sich eine (tatsächliche oder vermeintliche) Machtstellung zunutze macht, um zwei jungen Frauen unter Androhung von Nachteilen ein "Geständnis" abzupressen und sich so vom Vorwurf reinzuwaschen, eine dieser Frauen zum Oralsex gezwungen zu haben. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Artikel aus einem Presseerzeugnis stammt, das einen nicht unerheblichen Anteil seiner redaktionellen Kräfte auf den Boulevardjournalismus verwendet (s. zu diesem Begriff Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 5.6). Indem es eine Persönlichkeitsverletzung verneint, setzt sich das Handelsgericht bundesrechtswidrig über die Schranken von Art. 28 ZGB hinweg.
 

 

    
  5.2.5. Damit stellt sich - in einem zweiten Schritt - die Frage, ob die 20 Minuten AG bzw. die Beschwerdegegnerin 1 als deren Rechtsnachfolgerin im Verfahren vor dem Handelsgericht Tatsachen dargetan hat, aus denen sich das Vorliegen eines Rechtfertigungsgrundes ergibt (BGE 136 III 410 E. 2.2.1 und 2.3 S. 412 f. und 414 mit Hinweisen; s. auch Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8.2). Der Beschwerdeführer bestreitet dies unter Hinweis auf den vorinstanzlichen Schriftenwechsel; er erklärt, die Beschwerdegegnerinnen hätten sich mit völlig unzureichenden, unsubstantiierten Behauptungen zufrieden gegeben. Welche Bewandtnis es damit hat, muss vor Bundesgericht heute offenbleiben. Denn was eine Partei im kantonalen Verfahren zur Behauptung und Substantiierung ihrer Begehren im Einzelnen vortrug und was zu tun sie unterliess, ist eine Frage des (Prozess-) Sachverhalts (s. Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 6.3.1 mit Hinweisen). Dem angefochtenen Entscheid lässt sich entnehmen, dass die damalige 20 Minuten AG als Beklagte 2 den Vorwurf bestritten und geltend gemacht habe, dass die diesbezügliche Berichterstattung keine Falschmeldungen enthalte. Nachdem die Vorinstanz schon die Persönlichkeitsverletzung verneint, trifft sie naturgemäss keine Erkenntnisse darüber, ob die Prozessgegnerin damit ihrer Behauptungs- und Substanziierungslast nachgekommen ist und einen Rechtfertigungsgrund dargetan hat. Die Sache ist deshalb an die Vorinstanz zurückzuweisen.
 

 

    
  5.3.
  
 

 

    
  5.3.1. Der Bericht "Voyeure, die Westumfahrung und Corine Mauch: Die meistgelesenen Artikel 2009" (Tages-Anzeiger online und Newsnet vom 31. Dezember 2009) bündelt Artikel aus dem Ressort "Zürich", die im Jahr 2009 "besonders häufig beachtet wurden", in die fünf Kategorien "Verkehr", "Leben in Zürich", "Panorama", "Leute" und "Politik". Als zweitplatzierten Artikel in der Kategorie "Leute" nennt der Bericht ein Porträt über den Beschwerdeführer aus der Zeit kurz bevor bekannt wurde, dass dieser "mehrfach wegen Tätlichkeiten und sexuellen Übergriffen angeklagt ist". Das Handelsgericht stellt als aktenkundig fest, dass der Beschwerdeführer erstinstanzlich am 9. September 2011 unter anderem wegen mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfacher sexueller Handlungen und Tätlichkeiten verurteilt wurde. Da jemand nur zu etwas verurteilt werden könne, was auch angeklagt wurde, sei daraus zu schliessen, dass die Anklageschrift diese Delikte ebenfalls enthielt. Zwar verwende der Artikel nicht die technisch korrekten Deliktsbezeichnungen, wohl aber einen Begriff, unter dem die Gegenstand des Strafverfahrens bildenden Delikte zu verstehen waren. Diese journalistische Ungenauigkeit allein ist in den Augen des Handelsgerichts nicht ausreichend, um eine Persönlichkeitsverletzung zu bejahen. Im Übrigen spreche der Bericht ausdrücklich von einer blossen Anklage, respektiere also für den Leser ersichtlich den Grundsatz der Unschuldsvermutung.
 

 

    
  5.3.2. Der Beschwerdeführer beharrt darauf, dass weder am Erscheinungstag des besagten Jahresrückblicks, dem 31. Dezember 2009, noch zuvor, wie darin berichtet wird, bekannt geworden sei, dass er mehrfach angeklagt war. Das könne gar nicht sein, da die Strafuntersuchung erst gerade begonnen habe. Die erstinstanzliche Verurteilung vom September 2011 könne für die Beurteilung des Berichts vom 31. Dezember 2009 keine Rolle spielen, nachdem das Handelsgericht selbst erkläre, dass die Berichte nicht aus der Retrospektive gerechtfertigt werden können. Das Handelsgericht verkenne, dass die Anklage erst knapp ein Jahr später erfolgt sei. Eine Anklageerhebung sei von einer viel grösseren Tragweite als die Eröffnung einer Strafuntersuchung, die ja auch mit einer Einstellung enden könne. "Unwahrerweise" von einer Anklageerhebung gegen ihn zu berichten, sei daher widerrechtlich und könne nicht durch das öffentliche Interesse gerechtfertigt werden. Es dürfe nicht mehr berichtet werden, als das Informationsbedürfnis erfordere; was darüber hinausgehe, bleibe widerrechtlich. Auch eine in der Öffentlichkeit stehende Person müsse sich nicht gefallen lassen, dass die Massenmedien mehr über sie berichten, als durch ein legitimes Informationsinteresse gerechtfertigt ist. Der Jahresrückblick vom 31. Dezember 2009 verletze diese Grundsätze und ausserdem sein Recht auf Privatleben, wie es durch Art. 8 Abs. 1 EMRK geschützt sei.
 

 

    
  5.3.3. Ob mit dem Wort "angeklagt" tatsächlich eine Anklage im technischen Sinn gemeint ist, erscheint fraglich, zumal der Fokus im streitigen Artikel nicht auf die Gerichtsberichterstattung bzw. den aktuellen Stand eines hängigen Strafverfolgungsverfahrens gerichtet ist. Allerdings operiert das Handelsgericht in seiner Analyse selbst mit der Terminologie des Straf- und Strafprozessrechts. Insofern lässt sich dem Beschwerdeführer nicht entgegenhalten, dass er am angefochtenen Entscheid anknüpft und die verwendete Ausdrucksweise ebenfalls im juristisch-technischen Sinn verstanden wissen will. Unter diesen Voraussetzungen aber stellt er sich zu Recht auf den Standpunkt, dass die erstinstanzliche Verurteilung vom September 2011 für die Beurteilung des Berichts vom 31. Dezember 2009 keine Rolle spielen kann: Der Schluss, den das Handelsgericht aus diesem Strafurteil zieht, erschöpft sich nämlich in der Erkenntnis, dass die Anklageschrift "diese Delikte ebenfalls enthielt". Was es damit auf sich hat, tut aber nichts zur Sache. Denn so oder anders ist mit den vorinstanzlichen Mutmassungen darüber, welche Delikte die Anklageschrift enthalten haben könnte, nichts gewonnen mit Blick auf die hier entscheidende Frage, ob der Beschwerdeführer wegen der erwähnten Delikte "angeklagt" war, als der Zeitungsbericht am 31. Dezember 2009 erschien. Der (impliziten) Folgerung des Handelsgerichts, dass die beanstandeten Aussagen (unter Berücksichtigung entschuldbarer journalistischer Ungenauigkeiten) der Wahrheit entsprechen, ist damit der Boden entzogen. Andere Gründe, weshalb der Artikel im Zeitpunkt seiner Veröffentlichung keinen falschen Eindruck erweckt hätte, sind im angefochtenen Entscheid nicht auszumachen. Zwar zitiert die Vorinstanz den Einwand der Beschwerdegegnerin 1, dass die Strafuntersuchung wegen sexueller Übergriffe am 31. Dezember 2009 hinlänglich bekannt gewesen sei. Der angefochtene Entscheid lässt aber offen, wie diese Entgegnung zu würdigen ist. Das Handelsgericht wird sich auf die Suche nach einer Antwort darauf machen müssen.
 

Im Übrigen fällt auf, dass die Vorinstanz die zwei Ebenen der Verletzung und der Rechtfertigung (s. Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8.2) erneut nicht mit der gebotenen Sorgfalt auseinanderhält: Die erwähnten Überlegungen zum Inhalt der Anklageschrift sind der Ebene der Rechtfertigungsgründe zuzuordnen, versucht das Handelsgericht damit doch die Frage zu beantworten, ob die veröffentlichte Aussage der Wahrheit entspricht. Dies legt den Schluss nahe, dass das Handelsgericht die Äusserungen grundsätzlich als persönlichkeitsverletzend einstuft, ansonsten es sich ja nicht mit der Frage der Rechtfertigung befassen müsste. In dieselbe Richtung deutet die Erwägung, wonach die terminologischen Ungenauigkeiten bei den Deliktsbezeichnungen "alleine" nicht ausreichen, um eine Persönlichkeitsverletzung zu bejahen. In seinem Fazit kehrt das Handelsgericht dann aber wieder auf die Ebene der Verletzung zurück: Es kommt zum Schluss, der Bericht lasse den Beschwerdeführer insgesamt nicht in einem so schlechten Licht erscheinen, dass von einer Persönlichkeitsverletzung gesprochen werden kann. 

 

    
  5.3.4. Wie die vorigen Ausführungen zeigen, wird erst ein neuer Entscheid des Handelsgerichts klarstellen können, ob die Beschwerdegegnerin 1 mit der Passage im besagten Jahresrückblick des Tages-Anzeigers vom 31. Dezember 2009 eine unwahre Tatsache über den Beschwerdeführer veröffentlicht hat. Angesichts dessen braucht sich das Bundesgericht nicht mit der Frage zu befassen, ob an der Verbreitung dieser Tatsache ein legitimes Informationsinteresse besteht. Soweit sich der Beschwerdeführer auf Art. 8 Abs. 1 EMRK beruft, ist auf seine Rüge nicht einzutreten. Um den Vorwurf der Verletzung eines Grundrechts rechtsgenüglich (Art. 106 Abs. 2 BGG) zu begründen, genügt es nicht, ohne weitere Erklärungen einfach dessen Verletzung in den Raum zu stellen.
 

 

    
  5.4.
  
 

 

    
  5.4.1. Am 31. Dezember 2009 veröffentlichte die Beschwerdegegnerin 1 auf "Tages-Anzeiger online" in der Rubrik "Panorama" den Artikel "A.________ verliert seine P.________". Der Bericht präsentiert zwei Neuigkeiten: Erstens sei die Liebe zwischen dem Beschwerdeführer und dem französischen Fotomodell P.________ gescheitert und zweitens sei der Beschwerdeführer in einem Club in X.________ "wieder in ein Handgemenge verwickelt gewesen". Das Handelsgericht findet, die Beschwerdegegnerinnen hätten hinreichend dargelegt, dass die Beziehungen und Affären des Beschwerdeführers "immer und immer wieder Themen in der Presse waren". Dabei sei auch von seiner Beziehung zu P.________ berichtet worden. Die Berichterstattungen hätten sich in die üblichen Berichte über seine Beziehungen zu Frauen eingereiht und seien folgenlos geblieben. Toleriere der Beschwerdeführer die Meldungen über den Beginn einer Beziehung, so müsse er sich "wohl auch entgegenhalten lassen", wenn über das Ende der Beziehung gleichermassen berichtet wird. Insofern könne vorliegend nicht von einer Verletzung der Intimsphäre gesprochen werden; auch sei dem Bericht in Bezug auf das Ende der Beziehung zu Frau P.________ nichts Negatives zu entnehmen, das den Beschwerdeführer in einem besonders schlechten Licht erscheinen lassen könnte. Hinsichtlich des Berichts über das Handgemenge erklärt das Handelsgericht, aus der Rechtsschrift des Beschwerdeführers gehe nicht hervor, was an dieser Behauptung bzw. Berichterstattung konkret falsch sein soll. Soweit sich der Beschwerdeführer am Wort "wieder" störe, sei darauf zu verweisen, dass in verschiedenen verfahrensgegenständlichen Presseartikeln von Tätlichkeiten bzw. Handgemengen die Rede gewesen sei. Allein die Information, dass ein Handgemenge stattgefunden habe, könne an sich noch keine Persönlichkeitsverletzung begründen.
 

 

    
  5.4.2. Was die Meldung zur gescheiterten Liebschaft angeht, beteuert der Beschwerdeführer, nie in die Berichte über seine persönlichen Beziehungen eingewilligt zu haben. Das Scheitern einer Liebe und der Verlust einer Person sei eine höchst persönliche Thematik. Seine Privatsphäre sei deshalb verletzt; einer besonderen Darstellung in einem schlechten Licht bedürfe es dafür nicht. Allein mit dieser Kritik vermag der Beschwerdeführer die tatsächliche Feststellung des Handelsgerichts, dass die Presse sein Liebesleben schon in der Vergangenheit oft thematisiert habe und er auch gegen die früheren Berichte über seine Beziehung zu P.________ nicht eingeschritten sei, nicht als offensichtlich unrichtig im Sinne Art. 97 Abs. 1 BGG auszuweisen. Ebenso wenig liefert er eine Erklärung dafür, weshalb das Ende einer amourösen Beziehung seine Privat- oder Intimsphäre in einem höheren Masse betrifft als der Beginn eines solchen Verhältnisses oder als Ereignisse aus der Zeit, während P.________ und er ein Paar waren. Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass die Beschwerdegegnerin 1 mit der Passage über das Scheitern seiner Beziehung zu P.________ die Persönlichkeit des Beschwerdeführers nicht verletzt habe, hält vor Bundesrecht stand. Dasselbe gilt mit Bezug auf den vorinstanzlichen Befund im Streit um den Bericht vom Handgemenge in X.________. Soweit er sich darüber beklagt, dass das Handelsgericht der Beschwerdegegnerin 1 nicht den Wahrheitsbeweis auferlege, übersieht der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Erkenntnis, dass die blosse Mitteilung, es habe ein Handgemenge stattgefunden, an sich noch keine Persönlichkeitsverletzung begründen könne. Damit setzt sich der Beschwerdeführer nicht auseinander. Vielmehr erachtet er seine Persönlichkeit deshalb als verletzt, weil die Information - seiner Meinung nach - unwahr ist und ihn zu Unrecht mit einem neuerlichen Zusammenstoss in Verbindung bringt. So aber vermengt auch der Beschwerdeführer die Verletzungs- und die Rechtfertigungsebene (vgl. wiederum Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8.2). Ausserdem verpasst er es vor Bundesgericht, sich mit dem Vorhalt des Handelsgerichts auseinanderzusetzen, wonach er nicht zu erklären vermocht habe, inwiefern die fragliche Mitteilung falsch sein soll, er den Wahrheitsgehalt der beanstandeten Presseäusserung also nicht hinreichend substanziiert bestritten habe.
 

 

    
  6. 
 

Der Streit dreht sich weiter um die Frage, ob die Beschwerdegegnerinnen die Persönlichkeit des Beschwerdeführers durch das Führen einer Medienkampagne verletzt haben. 

 

    
  6.1. Das Handelsgericht stellt zunächst fest, dass es keine gesetzliche Definition einer "Medienkampagne" gebe und sich auch der früheren bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht entnehmen lasse, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, um von einer Medien- oder Pressekampagne zu sprechen. Gemäss dem ersten bundesgerichtlichen Urteil in dieser Sache sei zuerst zu prüfen, ob die schiere Masse, Intensität und Allgegenwärtigkeit der eingeklagten Berichte eine Persönlichkeitsverletzung verursachten. In einem zweiten Schritt sei dann zu untersuchen, ob die Verletzung widerrechtlich war oder aber ein Rechtfertigungsgrund vorlag.
 

Was den konkreten Fall angeht, anerkennt das Handelsgericht, dass es rund um die laufenden Strafverfahren bzw. -untersuchungen eine Vielzahl an Berichterstattungen über den Beschwerdeführer gegeben habe und in der fraglichen Zeit eine "sehr grosse Flut von Medienberichten" über den Beschwerdeführer hereingebrochen sei. Das Handelsgericht konstatiert, dass die einzelnen Berichte nicht aus einem einzigen Medienhaus stammen, sondern von diversen Medienunternehmen verbreitet wurden, darunter von solchen, die nicht Partei des vorliegenden Verfahrens sind. Dem angefochtenen Entscheid zufolge kann der "Medienhype" aber als präzendenzlos erachtet werden. Tagtäglich seien mehrere Berichte zu demselben Thema erschienen, teils im selben Medium, teils auch in verschiedenen Medien. Gerade zu Beginn des "Falls", als der Beschwerdeführer in Untersuchungshaft versetzt worden war, sei in einer überdurchschnittlichen Intensität berichtet worden, so dass der Eindruck entstanden sei, dass die Medien den "Fall" geradezu "medial ausschlachteten". Tagtäglich seien neue Fakten ans Tageslicht gekommen und verschiedenste, irgendwie involvierte Personen hätten in den diversen Medien ihre Meinungen zum Thema kundgetan. Das Handelsgericht hält fest, dass sich die Medien regelrecht auf das Ereignis gestürzt hätten, und erklärt, dass durch die Ausschlachtung, die Skandalisierung und die Summe der Einzelberichte "durchaus die Gefahr der Entstehung eines falschen Anscheins verursacht werden" kann. Im konkreten Fall sei dies jedoch zu verneinen. 

Zur Begründung verweist die Vorinstanz auf Erwägung 7.2.2 des bundesgerichtlichen Urteils 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015. Danach sei letztlich ausschlaggebend, ob die Äusserungen, so wie sie der Medienbericht wiedergibt, einer Vorverurteilung der verdächtigen Person gleichkommen, die sich mit der Unschuldsvermutung nicht verträgt. Dabei sei massgeblich, wie der Pressebericht bzw. vorliegend die Medienkampagne bei einem durchschnittlichen Leser ankomme. Die im vorliegenden Fall einer Beurteilung zugänglichen Medienberichte sind nach der Meinung des Handelsgerichts abgesehen von den wenigen Ausnahmen so abgefasst, dass der Durchschnittsleser den Stand des Verfahrens einordnen und erfassen kann. Deshalb könne hinsichtlich des Gesamteindrucks der ganzen Medienkampagne nicht von einer Vorverurteilung gesprochen werden. Von einer Masse verletzender Aussagen bzw. einer bemerkenswerten Intensität dergleichen, wie es vom Beschwerdeführer geltend gemacht werde, könne nicht die Rede sein. Das Handelsgericht stellt klar, dass die zahlreichen Verlinkungen oder erneuten Veröffentlichungen in teilweise leicht abgeänderter Form die Flut der Berichte bzw. die Intensität der Berichterstattung zwar noch grösser erscheinen liessen, dies alleine aber noch kein Grund sein könne, von einer Persönlichkeitsverletzung zu sprechen: Die mehrfache Verlinkung eines Artikels mache den Gesamteindruck der Medienkampagne "nicht besser, aber auch nicht schlechter". 

Das Handelsgericht resümiert, dass beim Zielpublikum der betroffenen und involvierten Medien offensichtlich ein grosses Interesse bestanden habe, über den "Fall" zu lesen. Entsprechend sei versucht worden, an jedem weiteren Tag einen "neuen" Bericht zu schreiben. Insgesamt würden sich die inkriminierten Berichte jedoch immer um dasselbe Thema drehen, nämlich die Verhaftung bzw. das laufende Strafverfahren des Beschwerdeführers. Für das Handelsgericht ist "klar", dass die Medien die Berichte insofern aufbauschten, als sie neben der Information über die Strafuntersuchung auch noch andere, kleinere Geschichten rund um den Beschwerdeführer "darin verpackten". Diese seien gesamthaft betrachtet aber von so untergeordneter Bedeutung, dass sie eine Persönlichkeitsverletzung zufolge Vorverurteilung nicht zu begründen vermocht hätten. Insgesamt verneint die Vorinstanz eine Persönlichkeitsverletzung "zufolge behaupteter Vorverurteilung durch eine eigentliche Medienkampagne bzw. deren schiere Masse und Intensität", da der Eindruck in der Gesamtheit der Durchschnittsleser in Bezug auf die Unschuldsvermutung bzw. den Verfahrensstand hinreichend klar gewesen sei. 

 

    
  6.2. In formeller Hinsicht wirft der Beschwerdeführer dem Handelsgericht an verschiedenen Stellen seines Schriftsatzes erneut vor, sich mit seinen Vorbringen überhaupt nicht oder nicht hinreichend auseinanderzusetzen und damit seinen verfassungsmässigen Anspruch auf rechtliches Gehör zu verletzen, wie er sich aus der Bundesverfassung und aus der Europäischen Menschenrechtskonvention ergebe. Diese Vorwürfe sind unbegründet. Inhalt und Tragweite der behördlichen Begründungspflicht (s. zum Ganzen: BGE 135 III 670 E. 3.3.1 S. 677; 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445) sind dem Beschwerdeführer (spätestens) aus dem ersten bundesgerichtlichen Verfahren in dieser Angelegenheit hinreichend bekannt. Gemessen am Ergebnis des angefochtenen Entscheides, wie es im Urteilsspruch des Handelsgerichts zum Ausdruck kommt, ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden (s. Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 6.2). Ob das Handelsgericht seinem Entscheid die zutreffenden Prüfungskriterien zugrunde legt, ist nicht eine Frage des rechtlichen Gehörs, sondern eine solche der Rechtsanwendung. Soweit sich der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf Art. 6 Ziff. 1 EMRK bzw. auf das dort verankerte "right to be heard" beruft, tut er nicht dar, inwiefern ihm die Europäische Menschenrechtskonvention Rechte verschafft, die über den aus Art. 29 Abs. 2 BV hergeleiteten Schutz hinausgehen.
 

 

    
  6.3. In der Sache wirft der Beschwerdeführer der Vorinstanz vor, seiner Beurteilung das falsche Prüfungskriterium zugrunde zu legen. Das Handelsgericht versäume es, die Masse, Intensität und Allgegenwärtigkeit der Berichterstattung einer Verhältnismässigkeitsprüfung zu unterziehen und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerinnen die Grenzen einer zulässigen Gerichtsberichterstattung eingehalten haben. Der Beschwerdeführer verweist auf Erwägung 9.3 des Urteils 5A_658/2014 vom 6. Mai 2014. Daraus folge, dass bei der Prüfung, ob die schiere Masse und Intensität der Berichterstattung seine Persönlichkeit verletze, das Kriterium des Inhalts der Berichte nicht entscheidend sei. Entgegen der Meinung des Handelsgerichts komme es also nicht darauf an, ob der Gesamteindruck der Medienkampagne mit der Unschuldsvermutung vereinbar ist oder den Stand des Verfahrens zutreffend wiedergibt. Die Persönlichkeitsverletzung ist aus Sicht des Beschwerdeführers vielmehr deshalb zu bejahen, weil der Medienhype seinem Schutzbedürfnis nicht Rechnung trage und ein legitimes Informationsinteresse an stets neuen Berichten zum selben Thema fehle. Das Handelsgericht spreche zwar von einem präzedenzlosen Medienhype und von einer medialen Ausschlachtung. Es prüfe aber nicht, ob das festgestellte Ausmass der Berichterstattung im konkreten Fall durch ein legitimes Informationsbedürfnis gerechtfertigt sei und seinem, des Beschwerdeführers Schutzbedürfnis Rechnung trage. Mithin verkenne das Handelsgericht bundesrechtswidrig, dass sich zunächst allein anhand des Verhältnismässigkeitsprinzips beurteilt, ob der "Medienhype" einer Persönlichkeitsverletzung gleichkomme. Dabei übersehe das Handelsgericht, dass unter den Begriff des "Mitwirkens" im Sinne von Art. 28 ZGB auch die unzähligen Verlinkungen und erneuten Veröffentlichungen in teilweise leicht abgeänderter Form fallen, die es zwar anerkenne, jedoch in Verletzung der zitierten Norm ausser Acht lasse.
 

Der Beschwerdeführer argumentiert, die Vorinstanz hätte gestützt auf den festgestellten Sachverhalt erkennen müssen, dass sich die Beschwerdegegnerinnen mit ihrer Berichterstattung in flagranter Weise über sein Schutzbedürfnis hinwegsetzten. Abgesehen von der Verhaftung, der Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft und dem Fernsehauftritt von Staatsanwalt S.________ hätten keinerlei Fakten vorgelegen, bezüglich derer sich die Beschwerdegegnerinnen auf ein legitimes Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit berufen könnten. Ihre Berichterstattung sei stattdessen von der "Prangerwirkung" und von einem "Foutieren um das Schutzbedürfnis des mit Strafrechtsvorwürfen Konfrontierten" geprägt gewesen. Wie sich auch aus dem Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts ergebe, vermöge allein sein Status als "C-Prominenter" eine wahllose Medienkampagne über private und intime Details in präzedenzlosem Umfang nicht zu rechtfertigen. Die Gerichtsberichterstattung habe nicht die Funktion, jemanden an den Pranger zu stellen, sondern diene dazu, die Tätigkeit der Justiz einem grösseren Publikum zugänglich zu machen. Nur soweit sie diesem Zweck dienen, seien Eingriffe in die Privat- und Geheimsphäre erlaubt; der Informationsauftrag der Presse sei kein absoluter Rechtfertigungsgrund und eine Prüfung der Verhältnismässigkeit unentbehrlich. Das Handelsgericht verletze diese Grundsätze und übersehe, dass der präzedenzlose Medienhype für die Erfüllung des Informationsauftrages der Presse in keiner Weise notwendig war, so der Schluss des Beschwerdeführers. 

Der Beschwerdeführer erinnert weiter an sein Recht auf Achtung des Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK und an die diesbezügliche Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte. Danach sei die Veröffentlichung von Vorwürfen über angeblich verübte Straftaten einer mit Name und Bild identifizierten Person als schwerer Eingriff in das Privatleben unter Umständen zu verbieten oder einzuschränken. Ausnahmen bedürften stets der Einwilligung des Verletzten oder eines übergeordneten öffentlichen Informationsinteresses und müssten das Verhältnismässigkeitsprinzip wahren. Dabei sei zu berücksichtigen, dass auch blosse Verdächtigungen, Gerüchte und insbesondere die darauf ergehende Berichterstattung von den Medienkonsumenten oft für wahr erachtet würden und die später erwiesene Haltlosigkeit den einmal entstandenen Eindruck kaum beseitige. Der Beschwerdeführer klagt, die schiere Masse der inkriminierten Berichte habe seinen guten Ruf in einer Weise beschädigt, die ihn "in der Achtung seines Privatlebens und seiner psychischen Integrität klar verletzte". Würde die Ansicht der Vorinstanz zutreffen, hiesse das im Umkehrschluss, dass die Medien beliebig viele, ja eine präzedenzlose Flut von Berichten zum stets gleichen Thema seiner Verhaftung bzw. des laufenden Strafverfahrens publizieren durften, solange die Unschuldsvermutung bzw. der Verfahrensstand für den Durchschnittsleser in der Gesamtheit der Berichte hinreichend klar wäre. Eine solche Ansicht kann in den Augen des Beschwerdeführers "nicht richtig sein", weil dadurch die Wahrung der Verhältnismässigkeit und die Grenzen der Gerichtsberichterstattung völlig ausgehöhlt würden. 

Wiederholt betont der Beschwerdeführer, dass sich das legitime Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit im Falle der Gerichtsberichterstattung auf die Kontrolle der Ordnungsmässigkeit des Verfahrens richte und nicht - wie hier geschehen - "auf die Befriedigung von Neugier bzw. als symbiotisches Korrelat auf die Erzielung von Gewinn". Neugier könne zwar ein Interesse der breiten Öffentlichkeit sein, deren Befriedigung jedoch kein öffentliches Interesse im rechtlichen Sinn darstellen. In der Berichterstattung über Ereignisse in der Unterhaltungsbranche lasse sich das Unterhaltsbedürfnis nicht auf ein öffentliches Interesse zurückführen. Ein solches setze einen tieferen, der Gemeinschaft dienenden Grund voraus. Rein aus wirtschaftlichen Interessen erfolgende persönlichkeitsverletzende Medienübergriffe seien nicht zu rechtfertigen. Im konkreten Fall sei es den Beschwerdegegnerinnen in ihren skandalisierenden, allgegenwärtigen Berichten gerade nicht um eine sachliche Berichterstattung im Dienste des Informationsbedürfnisses der Öffentlichkeit gegangen, sondern um reinen Profit. Diese wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdegegnerinnen würden keinesfalls ein legitimes öffentliches oder überwiegendes privates Interesse darstellen, so die Argumentation des Beschwerdeführers. 

Schliesslich bestreitet der Beschwerdeführer, dass sich die Beschwerdegegnerinnen auf einen Rechtfertigungsgrund berufen können, der die Widerrechtlichkeit der Persönlichkeitsverletzung, die sie ihm mit ihrer Medienkampagne zugefügt haben, beseitigen könnte. Diesbezüglich seien die Beschwerdegegnerinnen weder ihrer Behauptungs-, noch ihrer Substantiierungslast nachgekommen. Auch ihre Beweislast hätten sie nicht erfüllt. Die Verletzung des Verhältnismässigkeitsprinzips sei "per se widerrechtlich" und könne nicht gerechtfertigt werden, zumal darin "eine Interessenabwägung schon immanent enthalten" und eine (nochmalige) Rechtfertigung nicht möglich sei. Dazu komme, dass Berichte, die - wie vorliegend - Unwahrheiten verbreiten, "ohnehin nicht rechtfertigbar" seien. Auch die Eigeninteressen der Beschwerdegegnerinnen, möglichst viel Profit zu erzielen, können nach der Meinung des Beschwerdeführers keine Rechtfertigung im überwiegenden Privatinteresse darstellen; das Gegenteil würde Art. 28 Abs. 2 ZGB verletzen. Zum Abschluss seiner wortreichen Erörterungen zählt der Beschwerdeführer im Sinne einer Begründung seines Antrages auf einen reformatorischen Entscheid des Bundesgerichts noch einmal die Gründe auf, weshalb die Beschwerdegegnerinnen ihn durch die schiere Masse, Intensität und Allgegenwärtigkeit der Berichte in seiner Persönlichkeit verletzt haben. 

 

    
  6.4. Wer in seiner Persönlichkeit widerrechtlich verletzt wird, kann zu seinem Schutz gegen jeden, der an der Verletzung mitwirkt, das Gericht anrufen (Art. 28 Abs. 1 ZGB).
 

 

    
  6.4.1. Die Persönlichkeit umfasst alles, was zur Individualisierung einer Person dient und im Hinblick auf die Beziehung zwischen den einzelnen Individuen und im Rahmen der guten Sitten als schutzwürdig erscheint (BGE 70 II 127 E. 2 S. 130; 45 II 623 E. 1 S. 635). Sie ist die Gesamtheit des Individuellen, des nur auf eine bestimmte Person in ihrer Einmaligkeit Beziehbaren, soweit es Gegenstand eines verlet-zenden Verhaltens sein kann. Als "Ausschnitt aus der Welt" umfassen die persönlichen Verhältnisse nicht nur die Person selbst, sondern auch Tatsachen der körperlichen und gesellschaftlichen Aussenwelt, wie Gegenstände (z.B. Fotografien), Räume (z.B. die Wohnung) oder die geistige Einstellung anderer Personen, das heisst das Ansehen, das jemand bei andern geniesst. Diese Tatsachen sind Gegenstände menschlichen Verhaltens, des Beherrschens und des Verletzens. Die Persönlichkeit ist also ein gesellschaftlicher Beziehungsbegriff, der dazu dient, gesellschaftlich relevantes Verhalten durch Angabe des Gegenstandes zu umschreiben und in einer Einheitsbezeichnung zusammenzufassen (PETER JÄGGI, Fragen des privatrechtlichen Schutzes der Persönlichkeit, in: ZSR 1960, N.F. Bd. 79 II, S. 165a).
 

 

    
  6.4.2. Das Persönlichkeitsrecht verschafft seinem Träger die privatrechtliche Befugnis, über die persönlichen Güter grundsätzlich frei von fremder Einwirkung zu herrschen (JÄGGI, a.a.O., S. 167a). Im vorliegenden Fall tritt diese fremde Einwirkung in Gestalt von Äusserungen der Presse in Erscheinung. Von den verschiedenen Gütern, die Gegenstand des Persönlichkeitsrechts sind, stehen hier das Recht auf Achtung der Privatsphäre (zu den verschiedenen Lebensbereichen s. BGE 97 II 97 E. 3 S. 100 f.) und das Recht auf Achtung des gesellschaftlichen und beruflichen Ansehens, also der Ehre (vgl. BGE 127 III 481 E. 2b/aa S. 487) in Frage. Berühren die von den Medien verbreiteten Presseinhalte diese Individualrechtsgüter, so kann eine Persönlichkeitsverletzung auch dann gegeben sein, wenn die Medien in ihrer Berichterstattung die Wahrheit wiedergeben (BGE 138 III 641 E. 4.1.1 S. 643 mit Hinweisen). Wie das Bundesgericht bereits in seinem ersten Urteil in dieser Sache klarstellt, gilt dieser Grundsatz nicht nur im Streit um den Wahrheitsgehalt verbreiteter Tatsachen, sondern auch mit Blick auf die Objektivität der medialen Äusserungen: Eine Persönlichkeitsverletzung ist nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil die Berichterstattung insgesamt nicht als einseitig angesehen werden kann (Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 9.3). Vielmehr ist auch hier letztlich ausschlaggebend, ob die Berichte in die Geheim- oder Privatsphäre eingreifen oder die betroffene Person auf unzulässige Weise in ihrem Ansehen herabsetzen. Nicht anders verhält es sich mit der Beachtung der Unschuldsvermutung: Dieses Beurteilungskriterium ist speziell auf die Berichterstattung im Bereich des Strafrechts zugeschnitten (ausführlich Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 5.5 und 7.2.2). Das bedeutet aber nicht, dass Presseberichte über angeblich begangene Straftaten unter dem Gesichtspunkt von Art. 28 ZGB einzig und allein daran zu messen sind, ob sie den Stand des Verfahrens zutreffend wiedergeben und einen Gesamteindruck vermitteln, der mit der Unschuldsvermutung vereinbar ist. Jede allein von ihrem Gegenstand her auch erlaubte Presseäusserung findet ihre Grenze im Recht des Einzelnen auf Achtung der Privatsphäre. Der Einzelne braucht sich eine dauernde Beobachtung nicht gefallen zu lassen. Er soll - in gewissen Grenzen - selbst bestimmen dürfen, wer welches Wissen über ihn haben darf bzw. welche personenbezogenen Begebenheiten und Ereignisse des konkreten Lebens einer weiteren Öffentlichkeit verborgen bleiben sollen (BGE 138 II 346 E. 8.2 S. 359). Von diesem legitimen Diskretionsbedürfnis können nicht nur Medienberichte erfasst sein, die - beispielsweise wegen unpräziser Äusserungen über den Stand eines Strafverfahrens - das Ansehen einer Person in der Öffentlichkeit beeinträchtigen, sondern Publikationen beliebiger Art, sofern sie einen im Einzelfall zu konkretisierenden schutzwürdigen Bereich des Privaten nicht respektieren (CONRADIN CRAMER, Persönlichkeitsschutz und Medienfreiheit, Vorschläge für eine Güterabwägung nach kontextbezogenen Fallgruppen, in: BJM 2008, S. 127). Entsprechend dem weit gefassten Persönlichkeitsbegriff (E. 6.4.1) schützt Art. 28 ZGB die "informationelle Privatheit" in einem weiten Sinne überall dort, wo der Einzelne durch eine Wiedergabe von Informationen in seiner Persönlichkeit tatsächlich und spürbar beeinträchtigt wird (HAUSHEER/AEBI-MÜLLER, Das Personenrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, 4. Aufl. 2016, S. 200; CRAMER, a.a.O., S. 129).
 

 

    
  6.4.3. Art. 28 ZGB enthält keine Umschreibung des rechtserheblichen unerlaubten Verhaltens, das die Verletzung der Persönlichkeit begründet. Die Verletzung kann in einem Tun, einem Dulden oder einem Unterlassen bestehen. Sie erfasst sowohl den einmaligen Akt als auch Wiederholungshandlungen oder einen Zustand. Von der Form her spielt es keine Rolle, ob die Verletzung in verbaler, schriftlicher oder (audio-) visualisierter Form erfolgt (ANDREAS MEILI, Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 5. Aufl. 2014, N 40 zu Art. 28 ZGB; MEIER/DE LUZE, Droit des personnes, 2014, S. 303 f.; NICOLAS JEANDIN, in: Commentaire romand, Code civil I, 2010, N 68 zu Art. 28 ZGB). Sodann schützt Art. 28 ZGB nicht nur den wirklich Verletzten, sondern auch den von einer Verletzung Bedrohten, denn auch die drohende Gefahr einer Persönlichkeitsverletzung ist bereits eine Form der Verletzung (Botschaft über die Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Persönlichkeitsschutz: Art. 28 ZGB und 49 OR] vom 5. Mai 1982, BBl 1982 II 661). Das Zivilrecht bietet mithin Schutz gegen verschiedenste Arten und Modalitäten von Verletzungen. Eingriffe durch Informationstätigkeiten von Medienschaffenden und Medien können beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Presse die verbreiteten Informationen mit verbotenen Mitteln oder auf unfaire oder sonst wie unerlaubte Weise beschafft, dass sie grundsätzlich nicht öffentliche Personeninformationen verbreitet oder dass sie jemanden in den Medien blossstellt und lächerlich macht. Wie für jede Persönlichkeitsverletzung gilt auch für die Beeinträchtigungen der Persönlichkeit durch Informationstätigkeiten der Medien, dass das rechtserhebliche Verhalten eine gewisse Intensität erreichen muss, so dass ein eigentliches "Eindringen" vorliegt (RAINER J. SCHWEIZER, Privatsphärenschutz von Personen des öffentlichen Lebens, in: AJP 1994 S. 1117 f.). Bei alledem ist zu beachten, dass die Presseäusserung dank technischer Mittel einen ungleich grösseren Personenkreis erreicht als eine private Äusserung, und dass sie auch später aufs Neue zur Kenntnis genommen werden kann. Wegen dieses technischen Vorsprungs verschiebt sich die Grenze zwischen Gemein- und Privatbereich zugunsten des von einer Presseäusserung Betroffenen. Diese Erkenntnisse aus dem Jahre 1960 (JÄGGI, a.a.O., S. 244a) gelten erst recht im heutigen Zeitalter der Digitalisierung, in welchem die Medien personenbezogene Informationen in beliebigem Umfang speichern, verknüpfen und reproduzieren können, so dass sich auch Informationen, die im Prinzip harmlos und ohne Weiteres der Öffentlichkeitssphäre zuzurechnen wären, zu schützenswerten Persönlichkeitsprofilen verdichten können (BGE 138 II 346 E. 8.2 S. 359).
 

 

    
  6.5. Im konkreten Fall stellt das Handelsgericht in tatsächlicher Hinsicht fest, dass die Verhaftung des Beschwerdeführers Anfang November 2009 einen Medienrummel von bisher unbekanntem Ausmass nach sich gezogen hat und dass die Beschwerdegegnerinnen an der medialen Skandalisierung des Beschwerdeführers mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Medientiteln beteiligt waren (s. ausführlich E. 6.1). Die Art und Weise, wie das Handelsgericht diese Erkenntnis unter Art. 28 ZGB subsumiert, verkennt die oben beschriebene Tragweite dieser Vorschrift: Ob die Beschwerdegegnerinnen mit ihrer Berichterstattung die Persönlichkeit des Beschwerdeführers verletzt haben, beurteilt sich nach dem Gesagten nicht allein danach, welchen Anschein die Presseäusserungen beim Durchschnittsleser (s. dazu Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 7.2.2) unter dem Blickwinkel des Wahrheitsgehalts oder der Unschuldsvermutung erwecken. Losgelöst von diesen Prüfungskriterien rührt das, was die Vorinstanz in für das Bundesgericht verbindlicher Weise (Art. 105 Abs. 1 BGG) als vorgefallen feststellt, an das Recht des Beschwerdeführers auf Achtung seiner (informationellen) Privatsphäre, wie es von Art. 28 ZGB ebenfalls geschützt ist (E. 6.4.2). Zwar konnte vom Beschwerdeführer angesichts seiner Stellung als Boulevard-Prominenter (s. dazu Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 5.6) gegenüber einer ausufernden Berichterstattung ein erhöhtes Mass an Kritikresistenz und Toleranz erwartet werden (vgl. CRAMER, a.a.O., S. 131). Auch unter Berücksichtigung dieser Abstriche an Privatsphäre und Diskretionsbedürfnis sprengt die Medienkampagne, an der sich die Beschwerdegegnerinnen dem angefochtenen Entscheid zufolge zusammen mit verschiedenen anderen Medien beteiligt haben, den Rahmen dessen, was sich der Beschwerdeführer gefallen lassen musste.
 

Das Handelsgericht selbst bezeichnet den "Medienhype", dem der Beschwerdeführer in der Zeit vom 4. November 2009 bis 2. Oktober 2010 ausgesetzt war, als "präzedenzlos". Es stellt fest, dass die Medien in einer "überdurchschnittlichen Intensität berichtet", ja "sich regelrecht auf das Ereignis gestürzt" haben (s. E. 6.1). Dieser Sachverhalt lässt keinen anderen Schluss zu, als dass die Beschwerdegegnerinnen den Beschwerdeführer in seiner Persönlichkeit verletzten: Mit den Berichten, die sie im erwähnten Zeitabschnitt veröffentlichten, beraubten sie ihn seines privaten Herrschaftsrechts (E. 6.4.2), selbst darüber zu bestimmen, von welchen Informationen über sich und sein Leben die Öffentlichkeit erfahren soll. Dass dieser Eingriff in die persönlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers nicht allein in den Medien der Beschwerdegegnerinnen stattfand, steht einer Mitwirkung an der Persönlichkeitsverletzung im Sinne von Art. 28 Abs. 1 ZGB nicht entgegen (s. zum Begriff des Mitwirkens Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 4.2 mit Hinweisen). Auch wenn die Beschwerdegegnerinnen - wie die Vorinstanz meint - mit ihrer Berichterstattung allein in Bezug auf die Unschuldsvermutung und den Stand des laufenden Verfahrens objektiv betrachtet keinen falschen Eindruck erweckt haben sollten, gaben sie doch personenbezogene Begebenheiten und Ereignisse aus dem Leben des Beschwerdeführers der Öffentlichkeit preis. Sie taten dies in einer Weise, die einer übermässigen Einmischung in die Individualität (E. 6.4.1) gleichkommt und den Beschwerdeführer in den Augen des Durchschnittskonsumenten blossstellt. Das ist eine Persönlichkeitsverletzung im Sinne von Art. 28 Abs. 1 ZGB. Indem der angefochtene Entscheid zum gegenteiligen Schluss kommt, erweist er sich als bundesrechtswidrig. 

 

    
  6.6. Was die zeitliche Dimension der Medienkampagne angeht, klagt der Beschwerdeführer, dass das Handelsgericht nicht auf seine Rügen betreffend die Weiterführung der Medienkampagne ab dem 9. September 2011 eingehe, die er in seiner Replik und in seiner Noveneingabe vorgetragen habe. Der Beschwerdeführer beteuert, in diesen Eingaben weitere Sachverhaltselemente und entsprechende Rechtsrügen vorgebracht zu haben, was das Novenrecht (Art. 229 ZPO) auch erlaubt habe. Indem die Vorinstanz nicht darauf eingehe, verletze sie die Begründungs- und Prüfpflicht und das rechtliche Gehör. Ausserdem sei auch der Sachverhalt "rechtsfehlerhaft" festgestellt. Die Vorwürfe laufen ins Leere. Das Handelsgericht kommt zum Schluss, dass die Berichterstattung ab dem 4. November 2009 nicht zu einer Verletzung der Persönlichkeit des Beschwerdeführers durch eine eigentliche Medienkampagne geführt hat. Bei diesem Ergebnis liegt es in der Natur der Sache, dass sich das Handelsgericht nicht explizit zu den Vorbringen betreffend die angebliche Weiterführung der Medienkampagne ab Herbst 2011 äussert. Dementsprechend kann sich auch das Bundesgericht nicht zu diesem Thema äussern. Mit Blick auf die Rückweisung des Verfahrens an das Handelsgericht ist immerhin an die bundesgerichtliche Rechtsprechung zu erinnern, wonach im ordentlichen Verfahren jede Partei grundsätzlich zweimal das Recht hat, unbeschränkt Tatsachen und Beweise vorzutragen (BGE 140 III 312 E. 6.3.2.3 S. 314).
 

 

    
  6.7. Eine Persönlichkeitsverletzung ist widerrechtlich, wenn sie nicht durch Einwilligung des Verletzten, durch ein überwiegendes privates oder öffentliches Interesse oder durch Gesetz gerechtfertigt ist (Art. 28 Abs. 2 ZGB).
 

 

    
  6.7.1. Die Tatsachen, aus denen sich das Vorliegen eines Rechtfertigungsgrundes erschliesst, muss der Urheber der Verletzung dartun und beweisen (BGE 136 III 410 E. 2.2.1 und 2.3 S. 412 f. und 414 mit Hinweisen). Dies gilt zum Beispiel für den Nachweis, dass bestimmte Tatsachenaussagen in einem Medienbericht der Wahrheit entsprechen oder eine vorgetragene Kritik begründet ist (s. Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 8.2 mit Hinweisen). Ebenso ist Tatfrage, ob eine Einwilligung in das verletzende Verhalten vorliegt (vgl. Urteil 6B_445/2009 vom 6. Oktober 2009 E. 1.3). Der Ebene der Rechtfertigung ist auch die Frage zuzuordnen, ob der Verletzer ein (privates oder öffentliches) Interesse nachweisen kann, das dem grundsätzlich schutzwürdigen Interesse des Verletzten mindestens gleichwertig ist (BGE 126 III 305 E. 4a S. 306). Auf ihre Schutzwürdigkeit hin zu prüfen sind nicht nur die Ziele, die der Urheber der Verletzung verfolgt, sondern auch die Mittel, derer er sich dazu bedient (BGE 126 III 305 E. 4a S. 306). Dies bedingt eine Abwägung der auf dem Spiel stehenden Interessen (BGE a.a.O. mit Hinweisen), die der Richter in Ausübung seines Ermessens vorzunehmen hat (BGE 129 III 529 E. 3.1 S. 531). Die Interessenabwägung als solche beschlägt eine Rechtsfrage (s. Urteil 5C.152/2005 vom 21. Oktober 2005 E. 5.1), die das Bundesgericht selbst beantworten kann (BGE 136 III 410 E. 4.4 S. 418 f.; zum Verfahren unter dem OG: BGE 122 III 449 E. 3c S. 457). Dasselbe gilt für die Rechtsfrage, ob ein Eingriff in die persönlichen Verhältnisse verhältnismässig und zweckmässig ist (BGE 136 III 410 E. 4.3 S. 418). Tatfrage ist hingegen, ob die beweisbelastete Partei ein öffentliches oder privates Interesse an der Persönlichkeitsverletzung behauptet und gegebenenfalls bewiesen hat, falls es bestritten wurde (vgl. Art. 150 Abs. 1 ZPO). Nicht eigens zu beweisen sind Erfahrungssätze, das heisst Sätze allgemeiner Lebenserfahrung, die jedermann aufgrund eines selbstverständlichen Wissens um menschliche Verhaltensweisen oder allgemeiner Kenntnis naturgegebener Zusammenhänge vertraut sind (MAX KUMMER, in: Berner Kommentar, 1962, N 98 zu Art. 8 ZGB; ausführlich HANS PETER WALTER, in: Berner Kommentar, 2012, N 99 ff. zu Art. 8 ZGB). Soweit Feststellungen oder Schlüsse ausschliesslich aufgrund solcher Erfahrungssätze getroffen wurden, die sich aus der allgemeinen Lebenserfahrung ableiten, und daher allgemein für Fälle gleicher Art Geltung beanspruchen, mithin die Funktion von Normen übernehmen, können sie vom Bundesgericht im Rahmen der Beschwerde in Zivilsachen frei überprüft werden (BGE 140 III 115 E. 2 S. 117 mit Hinweisen).
 

 

    
  6.7.2. Die Vorinstanz verneint eine Persönlichkeitsverletzung (E. 6.1). Naturgemäss geht sie daher nicht auf die Frage ein, ob die Verletzung gerechtfertigt ist. Von vornherein ins Leere läuft deshalb der verschiedentlich erhobene Vorwurf des Beschwerdeführers, dass sich die Vorinstanz mit den Rechtfertigungsgründen nicht auseinandersetze, dass sie insbesondere die Masse, Intensität und Allgegenwärtigkeit der Berichterstattung keiner Verhältnismässigkeitsprüfung unterziehe und dass sie damit (auch) sein rechtliches Gehör verletze. Mit Blick auf das hiesige Verfahren stellt sich die Frage, ob das Bundesgericht den Streit über die Medienkampagne selbst erledigen kann oder die Sache erneut an das Handelsgericht zurückweisen muss. Letztere Vorgehensweise würde sich namentlich dann aufdrängen, wenn im Streit um die Rechtfertigung der Persönlichkeitsverletzung noch Tatsachen festzustellen wären. Dies wird jedoch nicht geltend gemacht und ist auch nicht ersichtlich: Dass sie im kantonalen Verfahren eine Einwilligung des Beschwerdeführers prozesskonform zum Thema gemacht hätten und diese Frage jetzt noch geklärt werden müsste, behaupten die Beschwerdegegnerinnen vor Bundesgericht nicht. Der vom Beschwerdeführer wiederholte Vorwurf, dass einzelne Medienberichte unwahre Tatsachen enthalten hätten, beschlägt nicht die Rechtfertigung der Medienkampagne. Wie bereits erörtert, geht es bei dieser Persönlichkeitsverletzung nicht um den Wahrheitsgehalt einzelner Berichte, sondern um den Verlust an Privatsphäre, den der Beschwerdeführer aufgrund des Umfangs und der Intensität der Berichterstattung in ihrer Gesamtheit erlitt (E. 6.5). Dass die Beschwerdegegnerinnen mit dem Betrieb ihrer Medienunternehmen einen Gewinn erzielen wollen und auch ihre Medienkampagne letztlich diesem wirtschaftlichen Zweck dient, kann in einer Medienwelt, die vom Prinzip her marktwirtschaftlich organisiert ist, als naturgegebener Zusammenhang gelten. Insofern ist ein privates Interesse erstellt; es wird vom Beschwerdeführer auch nicht in Abrede gestellt. Ebenso muss ein öffentliches Interesse als unbestritten bzw. ausgewiesen gelten: Schon in seinem ersten Urteil kommt das Bundesgericht zum Schluss, dass das gesellschaftliche Milieu, in welchem der Beschwerdeführer lange Zeit in Erscheinung trat, in einer weiteren Öffentlichkeit durchaus auf Interesse stösst und die Beschwerdeführer diesen Umstand nicht bestreiten (Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 E. 5.6). Als Rechtsfrage (E. 6.7.1) bleibt zu prüfen, ob diese Interessen der Beschwerdegegnerinnen zur Rechtfertigung für die begangene Persönlichkeitsverletzung taugen, gegenüber der erfolgten Verletzung also überwiegen.
 

 

    
  6.7.3. Was die Rechtfertigung durch ein überwiegendes 
  öffentliches Interesse betrifft, geht es im Kern um die Frage, ob darunter auch die kollektive Klatschsucht fällt, welche die Medienkampagne bedient. Überwiegend im Sinne von Art. 28 Abs. 2 ZGB ist ein öffentliches Interesse, wenn das Opfer, das dem Verletzten mit dem Eingriff in seine persönlichen Verhältnisse aufgebürdet wird, geringfügiger erscheint als der Vorteil, den eine Mehrheit anderer Personen oder die Allgemeinheit daraus zieht (PIERRE TERCIER, Le nouveau droit de la personnalité, 1984, S. 97; kritisch BETTINA BACHER, Medienfreiheit und Persönlichkeitsschutz, 2015, S. 276 ff.). Steht der Informationsauftrag der Presse in Frage, ist unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu untersuchen, ob die fraglichen Medienäusserungen vom Informationsauftrag der Medien (dazu BGE 37 I 368 E. 3 S. 377) abgedeckt, also durch ein besonders gewichtiges Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit gerechtfertigt sind (BGE 97 II 97 E. 4b S. 105 f.; kritisch BETTINA BACHER, a.a.O., S. 281 f.). Die Rechtfertigung kann stets nur so weit reichen, als ein Informationsbedürfnis besteht (BGE 129 III 529 E. 3.1 S. 531 f. mit Hinweisen). Demgegenüber soll sich ein reines Unterhaltungsbedürfnis, das je nach Akzentsetzung zwischen Sensationsgier und Anteilnahme oszilliert, auf (gar) kein öffentliches Interesse zurückführen lassen (CRAMER, a.a.O., S. 139; ähnlich JÄGGI, a.a.O., S. 245a). Diese Sichtweise ist zu absolut. Wie Aktgemälde, die in einer Kunstzeitschrift veröffentlicht werden, oder Volkslieder, die ein spezialisierter Radiosender ausstrahlt, können auch Sensationsberichte, mit denen ein Boulevardblatt oder ein Lokalfernsehen seinen Lesern bzw. Zuschauern die Zeit vertreibt, im öffentlichen (Unterhaltungs-) Interesse liegen. Falls sich eine skandalisierende Berichterstattung - wie hier - aber als persönlichkeitsverletzend erweist, stellt sich die Frage, ob ein reines Unterhaltungsbedürfnis im Streit unter Privaten, das heisst nach privatrechtlichen Massstäben (TERCIER, a.a.O.), das Interesse des Verletzten auf Achtung seiner Privatsphäre mindestens aufwiegt (E. 6.7.1). Bei dieser Abwägung mit den privaten Persönlichkeitsrechten des Verletzten kommt der reinen Unterhaltung als öffentlichem Interesse nicht das Gewicht zu, welches das Informieren - verstanden als aufklärendes Vermitteln von Neuigkeiten aus verschiedensten Bereichen des Allgemeininteresses - für sich beanspruchen kann. Je weiter die reine Unterhaltung als von den Medien bedientes Bedürfnis in den Vordergrund rückt, desto schwerer fällt es, ein (überwiegendes) öffentliches Interesse anzunehmen (MEIER/DE LUZE, a.a.O., S. 325). Steht als öffentliches Interesse einzig die Unterhaltung der Allgemeinheit oder einer Vielzahl von Personen in Frage, muss sich der Verletzte mit Blick auf seine Persönlichkeitsrechte mit anderen Worten weniger gefallen lassen, als wenn es um die Befriedigung eines legitimen Informationsbedürfnisses geht.
 

Im konkreten Fall können sich die Beschwerdegegnerinnen unter dem Titel des öffentlichen Interesses auf kein nennenswertes Informationsbedürfnis berufen. Wie sich aus den vorinstanzlichen Feststellungen ergibt, konzentrierten sie sich in der Medienkampagne nicht darauf, dem Publikum Klarheit über den Fortgang des Strafverfahrens zu verschaffen, in das der Beschwerdeführer involviert zu sein schien. Stattdessen beteiligten sie sich am Medienrummel rund um den Beschwerdeführer, indem sie eine Vielzahl von Berichten veröffentlichten, die sich immer um dasselbe Thema drehten. Um den Schwung dieses medialen Karussells aufrechtzuerhalten, bauschten sie die Berichte mit weiteren (angeblichen) Episoden aus dem Leben des Beschwerdeführers von untergeordneter Bedeutung auf (E. 6.1). Soweit die Beschwerdegegnerinnen damit einem Unterhaltungsbedürfnis einer breiteren Öffentlichkeit nachgekommen sind, vermag ein allfälliges öffentliches Interesse an dieser Art von Berichterstattung die Persönlichkeitsverletzung, die dem Beschwerdeführer widerfahren ist, jedenfalls nicht aufzuwiegen. 

 

    
  6.7.4. Vehement bestreitet der Beschwerdeführer auch, dass sich die Beschwerdegegnerinnen auf ein überwiegendes 
  privates Interesse berufen können; rein aus wirtschaftlichen Interessen erfolgende persönlichkeitsverletzende Medienübergriffe seien nicht zu rechtfertigen. Was es damit auf sich hat, braucht nicht weiter erörtert zu werden. Dass allfällige private Interessen (E. 6.7.2) schwerer ins Gewicht fallen als das Interesse des Beschwerdeführers am Schutz seiner Privatsphäre, behaupten die Beschwerdegegnerinnen vor Bundesgericht nicht.
 

 

    
  6.8. Im Ergebnis stellt das Bundesgericht fest, dass die Beschwerdegegnerinnen die Persönlichkeit des Beschwerdeführers widerrechtlich verletzt haben, indem sie ab 4. November 2009 im beschriebenen Sinn (E. 6.5 und 6.7.3) an einer eigentlichen Medienkampagne rund um die Verhaftung des Beschwerdeführers mitwirkten. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen. Zur Prüfung der Frage, ob sich die Beschwerdegegnerinnen auch ab dem 9. September 2011 an einer persönlichkeitsverletzenden Medienkampagne gegen den Beschwerdeführer beteiligten, ist die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
 

 

    
  7. 
 

Hinsichtlich der Persönlichkeitsverletzungen, wegen denen er sich (erneut) an das Bundesgericht wendet, pocht der Beschwerdeführer wiederum auf seinen Beseitigungsanspruch (Art. 28a Abs. 1 Ziff. 2 ZGB). 

 

    
  7.1. Der Beschwerdeführer erinnert daran, dass der angefochtene Entscheid den Artikel "Millionärssöhnchen in U-Haft" in der Zeitung "Der Bund" vom 6. November 2009 zwar als persönlichkeitsverletzend taxiere, jedoch keine Beseitigung der Verletzung anordne. Diesbezüglich kann auf Erwägung 4 des vorliegenden Urteils verwiesen werden. Das Handelsgericht wird sich in einem neuen Entscheid zum Thema äussern müssen.
 

 

    
  7.2. Sodann verlangt der Beschwerdeführer, infolge der Fusion der ehemaligen Beklagten 20 Minuten AG mit der Beschwerdegegnerin 1 die Löschungsaufforderungen und die Verpflichtungen zur Abgabe der Willenserklärungen anzupassen. Wie bereits ausführlich erörtert, fehlt es dem Beschwerdeführer diesbezüglich an einem aktuellen und praktischen Interesse (E. 3).
 

 

    
  7.3. Der Beschwerdeführer weist darauf hin, dass die Artikel "Ich habe meine Freundin verraten" (20 Minuten online vom 13. Dezember 2009) und "A.________ verliert seine P.________" (Tages-Anzeiger online vom 31. Dezember 2009) nach wie vor online abrufbar seien und über die Internetseiten der betroffenen Medien sowie über die SMD Schweizerische Mediendatenbank und mittels Suchmaschinen wie Google weiterhin verbreitet würden. Seinem Begehren, bezüglich dieser Publikationen ebenfalls die Beseitigung anzuordnen, ist aber kein Erfolg beschieden: Was den erstgenannten Artikel angeht, wird erst der neue Entscheid des Handelsgerichts eine Antwort darauf geben können, ob überhaupt eine widerrechtliche Persönlichkeitsverletzung vorliegt (s. E. 5.2). Solange darüber keine Klarheit herrscht, ist die Forderung nach gerichtlicher Beseitigung hypothetischer Natur. Dem Beschwerdeführer fehlt es an einem aktuellen und praktischen Interesse (Art. 76 Abs. 1 Bst. b BGG). Das Bundesgericht kann diesbezüglich auf die Beschwerde nicht eintreten. Der Artikel "A.________ verliert seine P.________" verletzt die Persönlichkeit des Beschwerdeführers nicht (E. 5.4). Entsprechend ist diesbezüglich auch dem Beseitigungsanspruch der Boden entzogen.
 

 

    
  7.4.
  
 

 

    
  7.4.1. Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, auch diejenigen Artikel der Beschwerdegegnerinnen, die "Bestandteil der persönlichkeitsverletzenden Medienkampagne" bildeten, seien nach wie vor online abrufbar und über die Webseiten der betreffenden Medien sowie die anderen erwähnten Kanäle weiterhin verbreitet. Er argumentiert, massgeblich sei die Sach- und Rechtslage im Urteilszeitpunkt. Im Februar 2016, als der angefochtene Entscheid erging, sei er kein Prominenter im Sinne des bundesgerichtlichen Urteils 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 mehr gewesen. Vielmehr sei er inzwischen als "Privatperson mit vollem Anspruch auf Privatsphäre und Privatleben zu qualifizieren". Der Beschwerdeführer klagt, durch die weiterhin im Internet verfügbaren Berichte der Beschwerdegegnerinnen setze sich der Unrechtszustand fort, indem gegen seinen Willen mit Name und Bild zahlreiche Berichte über ihn publiziert seien, die seinem heutigen Status als Privatperson widersprechen und sein Recht auf Privatleben in permanenter Weise aushöhlen. Auf diese Weise werde er wiederum als "quasi Medienprominenter" dargestellt mit der Folge, dass er weitere Berichte in Kauf nehmen müsste. Diese Situation widerspreche dem im Urteil 5A_658/2014 vom 6. Mai 2015 entwickelten Grundsatz, dass auch eine "Lokalberühmtheit" aus der Boulevardöffentlichkeit verschwinden kann, und habe eine andauernde unzulässige Beschränkung der persönlichen Freiheit und des Rechts auf Privatleben zur Folge.
 

 

    
  7.4.2. Der in Art. 28a Abs. 1 Ziff. 2 ZGB verankerte Beseitigungsanspruch setzt eine "bestehende" Persönlichkeitsverletzung voraus. Wie der Beschwerdeführer selbst schreibt, will er mit seinem Beseitigungsanspruch eine Vielzahl nicht näher spezifizierter Medienberichte der Beschwerdegegnerinnen ins Visier nehmen, die seiner Meinung nach "Bestandteil" der Medienkampagne bildeten. Damit schiesst der Beschwerdeführer mit seinem Beseitigungsantrag aber am Ziel v