# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe265d3d-7332-57f6-9e53-d4fabe80cd7c
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-10-25
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2008 und Direkte Bundessteuer 2008
**Docket/Reference:** ST.2010.244
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2010_244_rw.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION III 
DES KANTONS ZÜRICH 

3 ST.2010.244 
3 DB.2010.181 

Entscheid 

25. Oktober 2010 

Mitwirkend: 

Einzelrichter Marcus Thalmann und Sekretär Hans Heinrich Knüsli 

1.  A,    

2.  B,    

In Sachen 

gegen 

Rekurrenten/ 
Beschwerdeführer,  

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2008 und Direkte Bundessteuer 2008 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A. A und B (nachfolgend der/die Pflichtige[n]) deklarierten in ihrer Steuererklä-

rung 2008 ein steuerbares Einkommen von Fr. 177'456.- (satzbestimmendes Einkom-

men  Fr.  282'208.-)  für  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  bzw.  Fr.  172'102.-  (satzbe-

stimmendes  Einkommen  Fr. 274'108.-) 

für  die  direkte  Bundessteuer  und  ein 

steuerbares  Vermögen  von  Fr.  1'199'172.-.  Dabei  machten  sie  unter  anderem  unter 

dem  Titel  Mehrkosten  bei  auswärtigem  Wochenaufenthalt  einen  Betrag  von 

Fr. 31'576.- geltend. 

Das kantonale Steueramt schätzte die Pflichtigen am 20. Oktober 2010 für die 

Staats-  und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2008,  mit  einem  steuerbaren  Einkom-

men von Fr. 213'100.- (satzbestimmendes Einkommen Fr. 317'500.-) und einem steu-

erbaren  Vermögen  von  Fr. 685'000.-  ein.  Dabei  liess  es  u.a.  die  geltend  gemachten 

Mehrkosten  bei  auswärtigem  Wochenaufenthalt  nicht  zum  Abzug  zu.  Gleichentags 

erging der Hinweis betreffend die direkte Bundesteuer, Steuerperiode 2008, mit einem 

steuerbaren  Einkommen 

von  Fr. 207'700.- 

(satzbestimmendes  Einkommen 

Fr. 309'400.-). 

B.  Die  hiergegen  erhobenen  Einsprachen  wies  das  kantonale  Steueramt  in 

Bezug auf den Abzug Mehrkosten bei auswärtigem Wochenaufenthalt am 23. Juli 2010 

ab. Hingegen gewährte es statt der deklarierten Fahrtkosten für 120 Arbeitstage bzw. 

Fr.  4'212.-  (120  x  27  km  x  2  x  Fr. 0.65)  solche  für  240  Arbeitstage  bzw.  Fr.  6'240.- 

(240 x  20  km  x  2  x  Fr. 0.65)  und  liess  den  vollen  Verpflegungskostenabzug  von 

Fr. 3'200.- zum Abzug zu. 

C. Mit Rekurs und Beschwerde vom 16. August 2010 beantragten die Pflichti-

gen  gegenüber  der  Steuerrekurskommission,  die  Wochenaufenthalterkosten  von 

Fr. 31'576.- in Abzug zu bringen. 

In der Rekurs- und Beschwerdeantwort vom 10. September 2010 schloss das 

kantonale Steueramt auf Abweisung der Rechtsmittel. 

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Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. a)  Gemäss  § 25  des  Steuergesetzes  vom  8. Juni  1997  (StG)  bzw.  Art  25 

des  Bundesgesetzes  über  die  direkte  Bundessteuer  vom  14. Dezember  1990  (DBG) 

werden  zur  Ermittlung  des  Reineinkommens von  den  gesamten  steuerbaren  Einkünf-

ten  die  zu  ihrer  Erzielung  notwendigen  Aufwendungen  und  die  allgemeinen  Abzüge 

abgezogen.  Abzugsfähig  im  Bereich  der  unselbständigen  Erwerbstätigkeit  sind  nach 

§ 26  Abs. 1  StG  bzw.  Art. 26  Abs. 1  DBG  die  notwendigen  Kosten  für  Fahrten  zwi-

schen  Wohn-  und  Arbeitsstätte  (lit. a),  die  notwendigen  Mehrkosten  für  Verpflegung 

ausserhalb der Wohnstätte und bei Schichtarbeit (lit. b), die übrigen für die Ausübung 

des  Berufs  erforderlichen  Kosten  (lit. c)  und  die  mit  dem  Beruf  zusammenhängenden 

Weiterbildungs-  und  Umschulungskosten  (lit. d).  Nicht  abzugsfähig  sind  u.a.  die  Auf-

wendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der durch 

die  berufliche  Stellung  des  Steuerpflichtigen  bedingte  Privataufwand  (§ 33  lit. a  StG, 

Art. 34 lit. a StG).  

b)  Für  die  Berufskosten  nach  Abs. 1  lit. a - c  haben  die  Finanzdirektion  und 

das Eidgenössische Finanzdepartement Pauschalansätze festgelegt. Dabei steht dem 

Steuerpflichtigen  bezüglich  Fahrkosten  und  den  übrigen für  die  Ausübung  des  Berufs 

erforderlichen  Kosten  der  Nachweis  höherer  Kosten  offen  (§ 26  Abs. 2  StG,  Art. 26 

Abs. 2  DBG).  Innerhalb derselben Kategorie  ist  eine  Kombination von effektiven  Kos-

ten und Pauschale ausgeschlossen (VGr, 4. November 1992, SB 92/0034, als Leitsatz 

wiedergegeben  in  RB 1992  Nr.23;  zum  vorinstanzlichen  Entscheid  siehe  StE 1993 

B 22.3 Nr. 48). 

c)  Unter  dem  Titel  "Berufskosten"  können nur  die  "notwendigen"  bzw.  "erfor-

derlichen"  Aufwendungen  einkommensmindernd  berücksichtigt  werden.  Notwendig 

bzw.  erforderlich  sind  diejenigen  Aufwendungen,  die  ihren  Grund  in  der  beruflichen 

Tätigkeit  haben  bzw.  die  durch  die  Einkommenserzielung  verursacht  werden,  sei  es, 

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dass sie zum Zweck der Einkommenserzielung aufgewendet werden, sei es, dass sie 

Folge der einkommenserzielenden Tätigkeit bilden (Markus Reich, in: Kommentar zum 

Schweizerischen  Steuerrecht,  Band  I/1,  2.A.,  202,  Art. 9  N 8  StHG).  Als  berufsnot-

wendige Gewinnungskosten gelten indes nicht sämtliche Aufwendungen, die irgendei-

nen Zusammenhang zur ausgeübten Tätigkeit aufweisen bzw. im  weiteren Sinn ihren 

Grund im Arbeitsverhältnis haben. Nach der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts 

erscheinen  als  berufsnotwendig  vielmehr  nur  solche  Kosten,  welche  in  einem  qualifi-

ziert engen, d.h. rechtlich erheblichen (wesentlichen) Zusammenhang zur ausgeübten 

Tätigkeit stehen. Erforderlich ist mit anderen Worten ein wesentlicher Zusammenhang 

zwischen Art, Grund und Zweck der Ausgabe einerseits und der Natur der beruflichen 

Tätigkeit  andrerseits,  während  Aufwendungen,  die  vorwiegend  mit  der  allgemeinen 

Lebenshaltung  zusammenhängen  bzw.  die  der  Steuerpflichtige  lediglich  wegen  eines 

persönlichen Bedürfnisses oder aus grösserer Bequemlichkeit getätigt hat, vom Abzug 

ausgeschlossen  sind  (RB 1991  Nr. 21  [Leitsatz];  StE 2000 B 22.3  Nr. 71;  BGE  113  Ib 

121  E.  3b;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  2. A.,  2009, 

Art. 26  N 4  und  Kommentar  zum  harmonisierten  Zürcher  Steuergesetz,  2.  A.,  2006, 

§ 26 N 5). 

d)  Steuerpflichtige,  die  an  den  Arbeitstagen  am  Arbeitsort  bleiben  und  dort 

übernachten müssen, jedoch regelmässig für die Freitage an den steuerlichen Wohn-

sitz  zurückkehren  (Wochenaufenthalter),  können  nebst  den  Fahrtkosten  zwischen 

auswärtiger Unterkunft und Arbeitsstätte auch die Kosten der regelmässigen Heimkehr 

an den steuerrechtlichen Wohnsitz abziehen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art. 26 N 

16  DBG  und  §  26  N  16  StG).  Zudem können  sie  für  die Mehrkosten  der  auswärtigen 

Verpflegung  einen  Pauschalabzug  tätigen.  Des  Weiteren  können  sie  als  notwendige 

Mehrkosten der Unterkunft die ortsüblichen Auslagen für ein Zimmer abziehen.  

Die  Frage  der  Zumutbarkeit  der  täglichen  Rückkehr  an  den  Wohnort  kann 

nicht allgemein beantwortet  werden. Die Dauer des Arbeitswegs ist allein nicht mass-

gebend. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob der Zeitpunkt von Arbeitsbeginn und -ende eine 

tägliche  Rückkehr  zumutbar  macht,  wie  lange  die  Arbeit  dauert,  ob  die  Arbeitszeiten 

(fix oder gleitend, Blockzeiten) dem Steuerpflichtigen in Bezug auf die Rückkehr an den 

Wohnort einen gewissen Spielraum lassen, ob Teilzeitarbeit vorliegt, oder  wie der Ar-

beitsweg  zumutbarerweise  (öffentliche  oder  private  Transportmittel;  häufiger Wechsel 

von Tram/Bus/Zug) und ob ein Teil davon als Ruhe- oder Arbeitszeit (längere Zugsrei-

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sen)  genutzt  werden  kann.  Das  Bundesgericht  hat  die  Zumutbarkeit  der  täglichen 

Rückkehr  bejaht,  wenn  Wohn-  und  Arbeitsort  nur  rund  zehn  Kilometer  auseinander 

liegen  und  die  Strecke  durch  öffentliche  Verkehrsmittel  erschlossen  ist  (BGr  vom 

12. März  1997,  2A.439/1996,  www.bger.ch).  Anders  entschied  das  Bundesgericht  in 

einem  Fall,  wo  die  Distanz  zwischen  Arbeits-  und  Wohnort  185  km  betrug.  In  einem 

solchen  Fall  erachtet  es  die  tägliche  Rückkehr  an  den  Wohnort  als  unvernünftig  und 

liess  anstelle  der  geltend  gemachten  Fahrtkosten  die  tieferen  Kosten  für  ein  Zimmer 

am Arbeitsort als Wochenaufenthalter zu (BGr vom 14. Mai 1996, 2A.479/1995, Erw. 2 

c,  www.bger.ch). In  einem  neuern Entscheid  befand das  Bundesgericht  die  Rückkehr 

an den Wohnort bei einem Arbeitsweg von einer Stunde und 20 Minuten als noch zu-

mutbar (BGr vom 26. Oktober 2004, 2A.224/2004, www.bger.ch). 

e) Berufskosten sind steuermindernder Natur und damit gemäss der im Steu-

errecht allgemein gültigen Beweisregel vom Steuerpflichtigen dazutun und nachzuwei-

sen.  Die  ihm  obliegende Beweisleistung  setzt  in  erster  Linie  und  in jedem  Fall  eine –

 spätestens  vor  Rekurskommission  abzugebende – substanziierte  Sachdarstellung 

voraus. Substanziiert ist die Sachdarstellung dann, wenn aus ihr im Einzelnen Art, Mo-

tiv und Rechtsgrund der verfochtenen Aufwendungen in der Weise hervorgehen, dass 

bereits  gestützt  darauf – aber  unter  Vorbehalt  einer  Beweiserhebung – die  rechtliche 

Beurteilung der geschäftsmässigen Begründetheit der zum Abzug beanspruchten Aus-

lagen möglich ist (VGr, 26. Januar 1988, SB 87/0044, auch zum Folgenden). Fehlt es 

an  einer  in  diesem  Sinn  genügenden  Substanziierung – welche  im  Beweisverfahren 

nicht  nachgeholt  werden  kann  (RB 1973  Nr. 35,  1980  Nr. 69) –,  so  hat  die  Rekurs-

kommission  von  sich  aus  keine  Untersuchung  zu  führen,  um  sich  die  erforderlichen 

Grundlagen  zu  beschaffen  (RB 1975  Nr. 64),  und  muss  eine  Beweisabnahme  unter-

bleiben mit der Wirkung, dass der Nachweis der fraglichen Aufwendungen zu Unguns-

ten des hierfür beweisbelasteten Steuerpflichtigen als gescheitert zu betrachten ist. Für 

die  von  ihm  verfochtene,  hinreichend  substanziierte  Sachdarstellung  hat  der  Steuer-

pflichtige  sodann  von  sich  aus  beweiskräftige  Unterlagen  einzureichen  oder  die  Be-

weismittel wenigstens unter genauer Bezeichnung anzubieten (vgl. RB 1975 Nr. 55). 

2. a) Die Pflichtigen begründen den Abzug für auswärtige Wochenaufenthalter 

damit,  dass  die  Pflichtige  bei  der  Bank  C  in  D  im  Rang  einer  Direktorin  tätig  sei.  Bei 

dieser Bank handle es sich um eine ausländische Bank mit Hauptsitz im nahen Osten. 

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Im Land des Hauptsitzes sei der Freitag unserem Samstag gleichgesetzt. Darum müs-

se  die  Pflichtige  immer  wieder  am  Sonntag  zur  Arbeit  gehen,  da  in  jenem  Land  die 

Woche  am  Sonntag  beginne.  Die  Pflichtige  könne  gewisse  Tätigkeiten  nicht  über  ihr 

Homeoffice  erledigen,  sondern  müsse  ihre  Kontakte  über  das  chiffrierte  bankeigene 

Netzwerk  und  über  die  speziell  abgesicherten  Telefonleitungen der  Bank vornehmen. 

Darum sei es teilweise nötig, dass sie spontan und innerhalb kürzester Zeit im Büro in 

D ihre Arbeiten erledigen könne. Das Land des Hauptsitzes sei in einer anderen Zeit-

zone,  weshalb  die  Pflichtige  öfters eine  Stunde  früher  zur  Arbeit  gehen  müsse,  damit 

sie an Telefonkonferenzen pünktlich teilnehmen könne. Andererseits habe die Bank C 

eine  Niederlassung  in  den  Vereinigten  Staaten,  weshalb  die  Pflichtige  aufgrund  der 

sechsstündigen Zeitverschiebung teilweise bis spät in der Nacht arbeiten müsse, damit 

sie telefonisch erreichbar sei. Ebenfalls müsse die Pflichtige gesellschaftliche Verpflich-

tungen wahrnehmen, welche teilweise bis spät abends andauerten. Wenn an solchen 

Anlässen Alkohol getrunken  werde, sei es der Pflichtigen unmöglich, danach mit dem 

eigenen  Wagen  nach  Hause  zu  fahren.  Diese  Umstände  würden  zu  Mehrkosten  im 

Umfang  von  Fr. 31'576.-  (monatliche  Miete  Fr. 4'996.-  /  2  =  Fr.  2'498.-  x  12  = 

Fr. 29'976.-  zuzüglich  Mehrkosten  auswärtige  Verpflegung  Fr.  15.-  x  110  Tage  =  Fr. 

1'600.-). 

b)  Die  Pflichtigen  haben  ihren  steuerrechtlichen  Wohnsitz  in  F.  Die  Distanz 

zwischen Arbeitsort der Pflichtigen (D) und Wohnort beträgt 20.2 km und kann mit dem 

Auto  in  32  Minuten  zurückgelegt  werden.  Die  Strecke  ist  auch  durch  öffentliche  Ver-

kehrsmittel  erschlossen,  die  Reiszeit  beträgt  51  Minuten  (vgl.  http://maps.google.ch/ 

maps).  Gemäss  dem  von  den  Pflichtigen  eingereichten  Arbeitszeitaufzeichnungen  für 

das Jahr 2008 beginnt die Pflichtige ihre Arbeit jeweils nicht vor 07.00 Uhr und beendet 

sie,  je  nach  dem  ob  noch  ein  Dinner  stattfindet,  zwischen  17.00  und  22.00  Uhr.  Nur 

einmal war sie infolge eines länger dauernden Dinners bis 23.30 Uhr anwesend. Es ist 

der Pflichtigen durchaus zuzumuten, jeweils an ihren Wohnort in F zurückzukehren, sei 

dies  mit  dem  Auto  oder  –  sofern  sie  infolge  Alkoholkonsums  nicht  mehr  fahrtauglich 

sein  sollte  –  mit  den  öffentlichen  Verkehrsmitteln.  Der  Arbeitsweg  der  Pflichtigen  – 

auch  bei  zweimaligem  Umsteigen,  sofern  er  mit  den  öffentlichen  Verkehrsmitteln  zu-

rückgelegt  wird  –  ist  nicht  besonders  anstrengend.  Zudem  profitiert  die  Pflichtige  von 

flexiblen Arbeitszeiten, die ihr erlauben, den Arbeitstag und die Hin- und Rückreisezei-

ten den eigenen Bedürfnissen anzupassen.  

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Die  Ausführungen  der  Pflichtigen  zu  den  sicheren  Telefonleitungen  und  zum 

chiffrierten Netzwerk  wurden in keiner Weise nachgewiesen und gehen auch aus den 

eingereichten  Zeitabrechnungen  der  Pflichtigen  nicht  weiter  hervor.  Diese  belegen 

zwar, dass sie teilweise auch sonntags zur Arbeit ging, jedoch zeigen sie auch – wor-

auf in der Rekurs-/Beschwerdeantwort zu Recht hingewiesen wird – dass die Pflichtige 

auch E-Mails zu Hause bearbeiten kann (Eintrag vom Sonntag 19. Oktober 2010). Wei-

ter sind die Vorbringen der Pflichtigen, wonach ein spontanes Erscheinen der Pflichti-

gen am Arbeitsplatz aufgrund der geltend gemachten Datensicherheit erforderlich sei, 

in keiner Weise belegt.  

c)  Unter  diesen  Umständen  hat  das  kantonale  Steueramt  die  tägliche  Rück-

kehr an den Wohnort zu Recht als zumutbar angesehen. Die Mehrkosten der Pflichti-

gen  für  den  auswärtigen  Wochenaufenthalt  sind  keine  notwendigen  Gewinnungskos-

ten,  sondern  stellen  Aufwendungen  für  die  private  Lebenshaltung  dar  und  sind  damit 

steuerlich nicht abziehbar. 

3.  a)  Laut  § 26  Abs. 2  StG  legt  die  Finanzdirektion  für  die  Berufskosten  ge-

mäss § 26 Abs. 1 lit. a - c StG Pauschalansätze fest; im Fall von lit. a und c steht dem 

Steuerpflichtigen der Nachweis höherer Kosten offen. Mit Verfügung über die Pauscha-

lierung  von  Berufsauslagen  Unselbstständigerwerbender  bei  der  Steuereinschätzung 

vom  16. Oktober  2000  (Pauschalierungsverfügung,  gültig  ab  Steuerperiode  2001; 

nZStB I Nr. 17/201) hat die Finanzdirektion von dieser Kompetenz Gebrauch gemacht. 

Dabei sieht sie auch Pauschalen bei Benützung des Autos für den Arbeitsweg vor und 

hat diese auf Fr. 0.65 pro Kilometer festgelegt. Sie bestimmt sodann, dass die daraus 

erwachsenden Kosten dann geltend gemacht werden können: 

-  wenn  ein  öffentliches  Verkehrsmittel  fehlt,  d.h.  wenn  die  Wohn-  oder  Arbeits-
stätte von der nächsten Haltstelle mindestens ein Kilometer entfernt ist oder bei 
Arbeitsbeginn oder -ende kein öffentliches Verkehrsmittel fährt; 

-  wenn  sich  mit  dem  privaten  Motorfahrzeug  eine  Zeitersparnis  von  über  einer 

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Stunde (gemessen von der Haustüre zum Arbeitsplatz und zurück) ergibt; 
soweit  der  Steuerpflichtige  auf  Verlangen  und  gegen  Entschädigung  des  Ar-
beitgebers  das  private  Motorfahrzeug  ständig  während  der  Arbeitszeit  benützt 
und für die Fahrten zwischen der Wohn- und Arbeitsstätte keine Entschädigung 
erhält sowie 

-  wenn der Steuerpflichtige zufolge Krankheit oder Gebrechlichkeit ausserstande 

ist, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benützen. 

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b) Für höhere Abzüge als die Pauschalen hat der Steuerpflichtige den Nach-

weis der gesamten Kosten zu leisten. Bei den hier im Streit liegenden Fahrkosten ist zu 

beachten, dass nur der Kilometeransatz pauschaliert ist. Aus der Pauschalierung folgt 

nicht,  dass  der  Steuerpflichtige  auch  vom  Nachweis  der  geltend  gemachten  Fahrleis-

tung befreit wäre (StRK I, 19. März 2004, 1 ST.2004.94, auch zum Folgenden). Nach-

zuweisen  ist  vielmehr  die  Distanz  zum  Arbeitsort.  Nachzuweisen  ist  aber  auch,  dass 

die dargelegten Voraussetzungen für die (ausnahmsweise) Abzugsfähigkeit der Fahrt-

kosten  erfüllt  sind  sowie  die  Tatsache,  dass  für  den  täglichen  Arbeitsweg  überhaupt 

regelmässig das eigene Privatauto auf eigene Kosten benützt  worden ist. Andrerseits 

widerspräche  es  dem  Wesen  des  pauschalierten  Abzugs,  vom  Steuerpflichtigen  zu 

verlangen,  die  Jahreskilometerleistung,  welche  sich  im  Regelfall  aus  der  normalen 

Wegstrecke  (Wohnort-Arbeitsort-Wohnort) multipliziert  mit  240 jährlichen  Arbeitstagen 

ergibt,  kilometergenau  nachzuweisen.  Liegt  aber  kein  solcher  Regelfall  vor,  weil  der 

Arbeitsweg  von  der  Häufigkeit  und/oder  Strecke  her  nicht  regelmässig  zurückgelegt 

wird, muss auch die Jahreskilometerleistung belegt werden. Hierfür ist in jedem Fall ein 

Fahrtenbuch erforderlich, das zeitnah zu führen ist und über die gefahrenen Strecken 

Auskunft (mit Angabe von Datum und zurückgelegten Kilometern) zu geben hat. 

c)  Anstelle  der  Mehrkosten  bei  auswärtigem Wochenaufenthalt  gewährte  der 

Steuerkommissär grosszügigerweise die pauschalen Kosten für die Fahrten zwischen 

Wohn- und Arbeitsort mit dem Auto, obwohl öffentliche Verkehrsmittel vorhanden wä-

ren.  Dies  gründet  darin,  dass  der Wohnort  der  Pflichtigen,  F,  in  zeitlich  sehr  unregel-

mässigen bzw. pro Tag nur in seltenem Takt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlos-

sen  ist.  Die  Pflichtigen  beantragen  in  ihrem  Rekurs/Beschwerde  eventualiter  die 

Berücksichtigung der Fahrtkosten im Umfang von Fr. 8'424.- (240 Tage x 2 Fahrten pro 

Tag x 27 km x Fr. 0.65). Der Steuerkommissär berechnete die Fahrtkosten unter Be-

rücksichtigung  einer Wegstrecke von  20  km. Wie  die  Pflichtigen  entgegen  den  Anga-

ben im Internet, 20.2 km (vgl. http://maps.google.ch/maps), auf eine Strecke von 27 km 

kommen,  legen  sie  nicht  näher  dar.  Dies  hätte  aber  spätestens  im  Rekurs/in  der  Be-

schwerde  substanziiert  gemacht  werden  müssen.  Das  Vorgehen  des  Steuerkommis-

särs bei der Festlegung der Wegstrecke, nämlich die Verwendung allgemein anerkann-

ter  Hilfsmittel  zu  deren  Berechnung,  erweist  sich  deshalb  als  korrekt  und  es  ist  kein 

Grund  ersichtlich,  wieso  von  anderen  Berechnungsgrundlagen  ausgegangen  werden 

soll. 

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4.  Diese  Erwägungen  führen  im  zur  Abweisung  des  Rekurses  bzw.  der  Be-

schwerde.  Ausgangsgemäss  sind  die  Verfahrenskosten  den  Pflichtigen  aufzuerlegen 

(§ 151 Abs. 1 StG, Art. 144 Abs. 1 DBG). 

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der Rekurs wird abgewiesen. 

2.  Die Beschwerde wird abgewiesen. 

[…] 

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