# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ef944df-3abe-5454-8864-30935189592e
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-10
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 10.11.2017 605 2016 196
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-196_2017-11-10.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 196

Urteil vom 10. November 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marc Sugnaux
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Protekta Rechtsschutz-
Versicherung AG     

gegen

SCHWEIZERISCHE MOBILIAR VERSICHERUNGSGESELLSCHAFT AG, 
Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Leistungskürzung wegen Wagnis

Beschwerde vom 5. September 2016 gegen den Einspracheentscheid vom 
26. Juli 2016

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1989, ledig, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 15. Juli 2013 
als Filialleiterin bei der C.________ AG, Filiale D.________. Sie war im Rahmen dieser Anstellung 
bei der Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) gegen 
Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 3. April 2016 zog sie sich bei einem Sturz mit einem Downhill-Bike auf dem Gurten-Trail ein 
Polytrauma (Thorax, Abdomen) mit Frakturen der 4. bis 12. linken Rippe paravertebral, der 9. bis 
12. dorsolateralen linken Rippe, Lungenlazeration im linken Unterlappen, Leberlazeration Grad III, 
stabile Kompressionsfraktur BWK 9 sowie linkseitigen Frakturen der Proccessi transversi BWK 2–
12 zu. Vom Unfalltag bis zum 1. Mai 2016 bestand eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Ab dem 
2. Mai 2016 war sie wieder zu 50% und ab dem 1. Juni 2016 zu 100% arbeitsfähig. Die Mobiliar 
übernahm vorerst die gesetzlichen Leistungen.

Mit Verfügung vom 27. Juni 2016, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 26. Juli 2016, nahm 
die Mobiliar eine Leistungskürzung von 50% vor. Downhill-Biken stelle ein absolutes Wagnis dar.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch die Protekta 
Rechtsschutz-Versicherung AG, am 5. September 2016 Beschwerde am Kantonsgericht Freiburg 
und stellt den Antrag, der Einspracheentscheid vom 26. Juli 2016 sei aufzuheben und die Mobiliar 
anzuweisen, die ungekürzten Leistungen aus dem Ereignis vom 3. April 2016 zu erbringen. Bei der 
Strecke am Gurten handle es sich um eine Funcross-Strecke und sie sei kein Risiko eingegangen.

Die Mobiliar bestätigt in ihren Bemerkungen vom 27. September 2016 ihren Einspracheentscheid 
und beantragt die Abweisung der Beschwerde. 

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 5. September 2016 gegen den Einspracheentscheid der Mobiliar vom 
26. Juli 2016 ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 15. Juli bis 15. August 
(Art. 38 Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesge-
setzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] zur Anwendung kommt) 
fristgerecht durch eine ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertreterin bei der sachlich und örtlich zu-
ständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges 
Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Mobiliar zu 
Recht eine hälftige Leistungeskürzung wegen einem absoluten Wagnis vorgenommmen hat.

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Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. a) Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung ei-
nes ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

b) Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kau-
salzusammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als 
in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (BGE 129 V 
177 E. 3.1 mit Hinweisen).

Weiter muss zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal-
zusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache 
eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemei-
nen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizufüh-
ren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 177 E. 3.2).

c) Gestützt auf Art. 39 UVG kann der Bundesrat aussergewöhnliche Gefahren und Wagnis-
se bezeichnen, die in der Versicherung der Nichtberufsunfälle zur Verweigerung sämtlicher Leis-
tungen oder zur Kürzung der Geldleistungen führen. Die Verweigerung oder Kürzung kann er in 
Abweichung von Art. 21 Abs. 1-3 ATSG ordnen. Von dieser Kompetenzdelegation hat er in Art. 49 
(betreffend aussergewöhnliche Gefahren) und 50 (betreffend Wagnisse) der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) Gebrauch gemacht. Bei Nicht-
berufsunfällen, die auf ein Wagnis zurückgehen, werden die Geldleistungen um die Hälfte gekürzt 
und in besonders schweren Fällen verweigert (Art. 50 Abs. 1 UVV). Wagnisse sind Handlungen, 
mit denen sich der Versicherte einer besonders grossen Gefahr aussetzt, ohne die Vorkehren zu 
treffen oder treffen zu können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschränken, Rettungs-
handlungen zugunsten von Personen sind indessen auch dann versichert, wenn sie an sich als 
Wagnis zu betrachten sind (Art. 50 Abs. 2 UVV).

Lehre und Rechtsprechung unterscheiden zwischen absoluten und relativen Wagnissen. Ein abso-
lutes Wagnis liegt vor, wenn eine gefährliche Handlung nicht schützenswert ist oder wenn die 
Handlung mit so grossen Gefahren für Leib und Leben verbunden ist, dass sich diese auch unter 
günstigsten Umständen nicht auf ein vernünftiges Mass reduzieren lassen. Ein relatives Wagnis ist 
gegeben, wenn es die versicherte Person unterlassen hat, die objektiv vorhandenen Risiken und 
Gefahren auf ein vertretbares Mass herabzusetzen, obwohl dies möglich gewesen wäre (BGE 141 
V 216 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Erfüllung des Wagnisbegriffs bedingt nicht, dass sich die versi-
cherte Person schuldhaft einer besonders grossen Gefahr aussetzt. Im Vordergrund liegt das Ge-
fahrenmoment und es ist eine Risikobeurteilung vorzunehmen, die das Verschulden nicht zu be-
rücksichtigen hat, sodass auch dann ein Wagnis vorliegen kann, wenn die versicherte Person mit 
grösster Sorgfalt und hohem Sachverstand handelt (BGE 138 V 522 E. 5.3). Um eine Handlung als 
Wagnis zu qualifizieren, muss sich die versicherte Person wissentlich einer besonders grossen 
Gefahr aussetzen. Das subjektive Element des Wissens bezieht sich dabei auf die Gefahrensitua-
tion als solche (z. B. die Gefährlichkeit eines Kopfsprungs in unbekannt tiefes Wasser) und nicht 
auf die konkreten Umstände (z. B. das tatsächlich zu wenig tiefe Wasser; BGE 138 V 522 E. 6 f.).

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Ob ein Wagnis vorliegt, ist auf Grund des konkreten Geschehnisses zu beurteilen. Im Rahmen 
einer länger dauernden Unternehmung, wie z. B. einer Reise, einer Berg- oder einer Klettertour, 
kann die gesamte Tour ein Wagnis – relativer oder absoluter Art – sein. Ist dies zu verneinen, 
bleibt zu prüfen, ob eine Einzelhandlung oder ein Handlungsabschnitt den Wagnisbegriff erfüllten 
(Urteil EVG U 122/06 vom 19. September 2006 E. 3.2.1 mit Hinweisen).

Als absolutes Wagnis gelten nach der Rechtsprechung etwa Auto-Bergrennen, Motocross-Ren-
nen, Motorradrennen, der Boxwettkampf und das wettkampfmässige Thaiboxen. Die Suva führt als 
weitere Beispiele namentlich Mountainbike-Abfahrtsrennen (Downhill-Biking), Speedflying, Base-
Jumping und Karate-Extrem an. Nicht als absolutes Wagnis eingestuft hat die Rechtsprechung ins-
besondere das Deltasegeln, das nicht wettkampfmässige Kart-Fahren, das Canyoning, eine Roll-
brettabfahrt, welche nicht wettkampfmässig und auf Geschwindigkeit hin betrieben wurde, oder 
das Schneeschuhlaufen. Ein absolutes Wagnis ist vor allem dann anzunehmen, wenn eine gefähr-
liche Sportart wettkampfmässig ausgeführt wird. Dies trifft etwa bei eigentlichen Rennen zu, wo es 
darum geht, schneller als die Konkurrenten zu sein. Diese Einstufung ist aber nicht auf solche Be-
tätigungen beschränkt. Einer Sportart kann an sich ein derart grosses Verletzungsrisiko innewoh-
nen, dass sie auch als absolutes Wagnis gilt, wenn sie bloss hobbymässig ausgeübt wird. Dies be-
legen die oben aufgeführten Beispiele (Speedflying, Base Jumping, Boxwettkämpfe). Bei diesen 
Betätigungen besteht eine sehr hohe Verletzungsgefahr und dieses Risiko lässt sich auch unter 
günstigen Umständen nicht auf ein vernünftiges Mass reduzieren (BGE 141 V 37 E. 4.1 f. mit zahl-
reichen Hinweisen). In diesem Urteil qualifizierte das Bundesgericht das "Dirt-Biken", selbst wenn 
es nur hobby- und nicht wettkampfmässig betrieben wird, als absolutes Wagnis. Dieses berge ein 
grosses Sturz- und Verletzungsrisiko in sich, welches sich in der Praxis nicht auf ein vernünftiges 
Mass reduzieren lasse, da es bei dieser Sportart gerade darum gehe, möglichst spektakuläre 
Tricks auszuführen, und einzig der Sportler selber darüber entscheide. Akrobatische Einlagen ge-
hören auch zu dieser Sportart, wenn sie nicht wettkampfmässig betrieben wird. "Dirt-Biken" unter-
scheide sich vom Befahren einer Halfpipe schliesslich in den möglichen Folgen eines Sturzes so-
wie dadurch, dass der Sportler durch die Metallteile seines Bikes zusätzlich gefährdet werde (BGE 
141 V 37 E. 4.6).

3. Vorliegend ist streitig und zu prüfen, ob die Mobiliar zu Recht eine hälftige Leistungskürzung 
wegen der Bejahung eines absoluten Wagnisses vornahm.

a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, bei der Strecke am Gurten handle es sich um eine 
Funcross-Strecke. Sie kenne die Strecke und sei kein Risiko eingegangen. In einer Kurve sei ihr 
das Vorderrad weggerutscht und sie sei blöd in Richtung eines Baumes gefallen. Es habe sich um 
einen Unfall gehandelt, der sich jederzeit auch bei einer Fahrt entlang der Aare hätte ereignen 
können. Ausserdem schütze sie sich, um die Gefahr bestmöglich zu minimieren, beim Mountainbi-
ken jederzeit mit einem guten Helm sowie Ellbogen-, Knie- und Oberkörperprotektoren auf dem 
neusten Stand der Technik. Die Mobiliar habe es unterlassen, den Unfallhergang näher abzuklä-
ren und lasse ferner ausser Betracht, dass die Suva Downhill-Biking nur als absolutes Wagnis be-
trachte, wenn es rennmässig betrieben werde. Ferner sei es auf dem Gurten-Trail möglich, alle 
Sprünge zu umfahren und die Strecke könne in gemächlichen Tempo gefahren werden. Ferner 
schliesse die Mobiliar zu Unrecht aus den erlittenen Verletzungen auf ein hohes Tempo. Der 
Zusammenprall mit einem Baum könne ebenso bei mässiger Geschwindigkeit zu schweren Ver-
letzungen führen. Weiter könne aus dem Umstand, dass sie sich ein Downhill-Bike ausgeliehen 
habe, nicht geschlossen werden, sie habe grössere Risiken einnehmen wollen. Vielmehr biete ein 
Downhill-Bike in Abfahrten mehr Sicherheitsreserven als ein Mountainbike.

b) Gemäss der Unfallmeldung vom Arbeitgeber (UV-Akten, Register 2, S. 1 ff.) ist die Be-
schwerdeführerin auf dem Gurten mit dem Bike in einer Kurve ausgerutscht und über den Lenker 

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in einen Baum geflogen. Dem provisorischen Verlegungsbericht des E.________ zu Handen des 
F.________ vom 12. April 2016 (UV-Akten, Register 3, S. 1) ist zu entnehmen, dass die 
Beschwerdeführerin vom 3. bis 12. April 2016 auf der G.________ des E.________ hospitalisiert 
gewesen war. Diagnostiziert wurde ein Polytrauma (Thorax, Abdomen) nach Mountainbike-Sturz 
am 3. April 2016 mit beidseitigen Pneumothoraces bei beidseitigen, undislozierten Rippenfrakturen 
der 4. bis 12. linken Rippen paravertebral sowie der 9. bis 12. dorsolateralen linken Rippe, 
Lungenlazeration im linken Unterlappen, Leberlazeration Grad III mit subkapsulärem 
Hämatom/kleine Blutkollektion im kleinen Becken, stabile Kompressionsfraktur BWK 9 sowie 
linkseitigen Frakturen der Proccessi transversi BWK 2–12.

Am 13. Juni 2016 (UV-Akten, Register 1, S. 12) wurde die Beschwerdeführerin durch die Mobiliar 
darüber informiert, dass Downhill-Biking als ein Wagnis betrachte werde und die Geldleistungen 
deswegen um 50% gekürzt würden. Vor dem Erlass einer Verfügung, erhielt sie Gelegenheit ihre 
Einwände vorzulegen.

Davon machte die Beschwerdeführerin am 20. Juni 2016 (UV-Akten, Register 2, S. 13) Gebrauch. 
Sie erklärte, laut Beschreibung des Betreibers sei die Mountainbike-Strecke auf dem Gurten eine 
Funcross Strecke und keine Downhill-Strecke. Die Suva beschreibe das Downhill-Biking als "Ab-
fahrtsrennen und Trainings auf abgesperrten Strecken". Dies treffe in ihrem Fall beides jedoch 
nicht zu, da sie keine Rennen oder Trainings dazu fahre und die Strecke nicht abgesperrt sei. Um 
die Gefahr bestmöglich zu minimieren, schütze sie sich beim Mountainbiken jederzeit mit einem 
guten Helm, Ellbogen-. Knie- und Oberkörperprotektoren auf neustem Stand der Technik. Zum Un-
fallzeitpunkt habe sie sich nicht in irgendeiner Form beeinträchtigt oder müde gefühlt. Die Strecke 
sei ihr bekannt und sie ginge kein Risiko ein, etwas anders zu machen als sonst auch. Ihr sei in 
einer Kurve das Vorderrad weggerutscht und somit sei sie blöde in Richtung eines Baumes ge-
fallen. Dieser Unfall hätte sich jederzeit auch bei einer Fahrt an der Aare entlang ereignen können.

Am 27. Juni 2016 (UV-Akten, Register 2, S. 14 f.) verfügte die Mobiliar die Leistungskürzung um 
50%. In ihrer Einsprache vom 4. Juli 2016 (UV-Akten, Register 2, S. 20), ergänzt am 12. Juli 2016 
(UV-Akten, Register 2, S. 23 ff.), gibt die Beschwerdeführerin, von nun an vertreten durch die Pro-
tekta, wieder, sie fahre seit Kindesalter Mountainbike und sei eine überaus routinierte Fahrerin. Sie 
fahre vorzugsweise auf Singletrails. Am 3. April 2016 habe sie sich von ihrem Bruder ein Downhill–
Bike ausgeliehen, um mit zwei Kollegen auf dem Gurten-Trail zu fahren. Der Gurten-Trail sei eine 
im natürlichen Gelände angelegte, teilweise mit Buckeln und Erdhügeln ergänzte Strecke. Über die 
Hindernisse könne entweder gesprungen oder einfach hinweggerollt werden. Jeder eingebaute 
Sprung könne auf einer oder sogar auf beiden Seiten umfahren werden. Steilere Abschnitte könn-
ten ebenfalls umfahren werden. Der Fahrer bestimme also selber, ob er den Gurten-Trail als 
"Funcross-Strecke" gemäss Beschreibung des Betreibers trailnet.ch, oder als ganz normalen 
Singletrail befahre. Wenn sie mit ihrem Mountainbike unterwegs sei, meide sie Sprünge. Entspre-
chend habe sie auch am Unfalltag die Sprünge umfahren und sei die Strecke wie üblicherweise mit 
ihrem eigenen Mountainbike wie einen Singletrail gefahren. Sie sei, damit sie ihr eigenes Tempo 
habe fahren können, bewusst als letzte Fahrerin der Gruppe gefahren. Der Sturz habe nicht mit 
dem von der Betreiberin der Strecke beschriebenen "Funfaktor" zu tun, denn er habe sich nicht an 
einem künstlichen Hindernis, sondern in einer normalen Kurve ereignet, als vermutlich das Vorder-
rad weggerutscht sei. Sie sei nicht besonders schnell unterwegs gewesen. Obwohl trockene Wet-
terverhältnisse geherrscht hätten, sei entweder der Untergrund etwas rutschiger gewesen als von 
ihr eingeschätzt, oder sie sei auf losen Untergrund geraten. Jedenfalls sei sie weder unmittelbar 
vor dem Unfall, noch auf der vorangegangenen Fahrt irgendwelche übermässige Risiken einge-
gangen. Gemäss dem Merkblatt der Suva zum Downhill-Biking gälten nur Rennen und Trainings 
auf der Rennstrecke im Hinblick auf ein bevorstehendes Rennen als absolutes Wagnis. Das habe 
nichts damit zu tun, wie sie ihren Sport ausübe.

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c) Der Begriff "Singletrail" steht für einen Pfad, der so schmal ist, dass nicht nebeneinander 
gefahren oder gelaufen werden kann. Zunächst fand er Verwendung im Bereich des Mountainbike-
Sports, in letzter Zeit wird er ebenfalls im Bereich des Trailrunning verwendet. In der Regel sind 
Singletrails etwa 30–60 cm breit. Oft wird mit dem Begriff auch ein Wanderweg bezeichnet, der für 
das Mountainbike-Fahren oder Trailrunning genutzt wird. Da Singletrails recht unterschiedliche 
Schwierigkeitsgrade aufweisen, gibt es einige Ansätze zur Klassifizierung, analog zu den Schwie-
rigkeitsskalen beim Klettern (Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, https://de.wikipedia.org/wiki/Sin-
gletrail, besucht am 27. Oktober 2017).

Im Downhill gilt es – analog dem Skisport – eine abgesperrte, ausschließlich bergab führende 
Strecke mit speziellen Fahrrädern so schnell wie möglich zu fahren. In gröbstem Gelände, gespickt 
mit natürlichen Hindernissen und bei Geschwindigkeiten bis über 70 km/h muss das Sportgerät zu 
jeder Sekunde unter voller Kontrolle sein. Die Schwierigkeit besteht darin, den schmalen Grat zwi-
schen maximalem Tempo und geringer Sturzgefahr zu finden. Hohe Geschwindigkeiten und gro-
bes Gelände stellen besondere Anforderungen an die Technik von Downhill-Fahrrädern und be-
schränken ihren Einsatzbereich auf das Bergabfahren: Stabilität: Alle Bauteile sind primär auf Sta-
bilität ausgelegt. Geringes Gewicht ist zwar wichtig, aber zweitrangig. Das Gewicht eines Downhill-
Bikes beträgt etwa 15–25 kg (Wikipedia – Die freie Enzyklopädie, https://de.wikipe-
dia.org/wiki/Downhill, besucht am 27. Oktober 2017).

Gemäss der Fachbroschüre Signalisation Mountainbike-Pisten der Beratungsstelle für Unfallverhü-
tung (bfu) sei früher vielerort von "Downhill-Mountainbiken" gesprochen worden, wenn Moutainbi-
ker sich und ihr Gerät per Bahn oder Shuttel nach oben transportieren liessen und dann talwärts 
fuhren. Downhill-Mountainbiken sei eine eigenständige Sportart auf abgesperrten Rennstrecken 
mit Zeitnahme und habe nichts mit dem Befahren von signalisierten Mountainbike-Pisten zu tun 
(vgl. S. 2 Fachbroschüre; Beilage 1 Gegenbemerkungen).

Die Betreiber des Gurten-Trails deklarieren diesen als sog. Funcross Strecke und bewerben ihn 
als eine stadtnahe Strecke mit hohem Spassfaktor dank vielen Steilwandkurven und Sprüngen 
(https://www.trailnet.ch/#anlagen, besucht am 27. Oktober 2017). Gemäss den von der Rechtsver-
tretung der Beschwerdeführerin beim Betreiber des Gurten-Trails eingeholten Informationen sind 
alle Sprünge rollbar und können auch ohne abzuheben befahren werden. Es sei ferner möglich im 
Schritttempo zu fahren, besonders wenn der Fahrer über ein Downhill-Bike mit der für diese Bike-
Gattung üblichen grossen Bremsleistung verfüge. Der Gurten-Trail sei noch nicht signalisiert wor-
den, es sei aber vorgesehen, ihn als blaue Strecke einzustufen, im Vergleich etwa zum Corviglia-
Trail in St. Moritz, der rot eingestuft sei. Der Gurten-Trail sei die meist befahrene Bike-Strecke der 
Schweiz. Es sei nie ein Downhill-Rennen ausgetragen worden. Hierfür sei die Strecke zu kurz und, 
da sie durchgehend künstlich angelegt sei, verfüge sie kaum mehr über natürliche Hindernisse, die 
für den Downhill-Sport typisch seien (vgl. E-Mail vom 3. November 2016; Beilage 2 Gegenbemer-
kungen).

Auf der offiziellen Internetseite der Stadt Bern wird der Gurten-Trail hingegen als ein "Downhill 
Funcross" angepriesen: "Downhill-Biker finden hier eine ideale, stadtnahe Strecke mit 370 Höhen-
metern und hohem Spassfaktor. (…) Flüssige Route mit erhöhten Kurven und Sprüngen (bis 10 
m), die dem Gelände angepasst und aus Erde gebaut sind." (https://www.bern.com/de/de-
tail/gurtentrail-downhill-funcross, besucht am 27. Oktober 2017). Ebenfalls auf der Internetseite 
des Gurtenparks wird der Gurten-Trail als Trail für Downhill-Biker ausgewiesen (http://www.gurten-
park.ch/de-CH/Service-Pages/Downhill, besucht am 30. Oktober 2017).

Vorliegend gibt es zwar Hinweise darauf, dass es sich beim Gurten-Trail um eine Downhill-Strecke 
handelt. So wird der Gurten-Trail auf den offiziellen Internetseiten der Stadt Bern und des Gurten-

https://de.wikipedia.org/wiki/Trampelpfad
https://de.wikipedia.org/wiki/Mountainbike
https://de.wikipedia.org/wiki/Trailrunning
https://de.wikipedia.org/wiki/Wanderweg
https://de.wikipedia.org/wiki/Klettern
https://de.wikipedia.org/wiki/Mountainbike

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parks explizit als Strecke für Downhill-Biker beworben. Auch bei der Betrachtung von Videos, die 
auf dem Gurten-Trail aufgenommen wurden, ergibt sich der Eindruck, es handle sich eher um eine 
Downhill-Strecke. Der Betreiber des Gurten-Trails verwendet demgegenüber den Begriff "Fun-
cross", wobei es sich aber nicht um einen klar definierten Begriff handelt. Es erscheint zwar wider-
sprüchlich, wenn der Betreiber des Gurten-Trails der Ansicht ist, der Gurten-Trail würde wohl als 
einfache Piste (blau) klassifiziert, aber die Strecke mit Sprüngen bis zu 10 Metern beworben wird. 
Dennoch ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es sich beim 
Gurten-Trail um eine Downhill-Strecke handelt. Dies einerseits gestützt auf die Angaben in der 
Fachbroschüre des bfu, gemäss welcher zu unterscheiden ist zwischen eigentlichen Downhill-Stre-
cken, auf welchen auch Rennen durchgeführt werden, und signalisierten Mountainbike-Strecken. 
Andererseits aufgrund der Tatsache, dass auf dem Gurten-Trail nie Rennen durchgeführt wurden.

d) Der Internetseite der Suva (https://www.suva.ch/de-ch/praevention/freizeit/velo; besucht 
am 26. Oktober 2017) ist folgendes zum Extremsport Downhill-Biking zu entnehmen: "Downhill-Bi-
king ist Adrenalin pur und erfreut sich immer grösserer Beliebtheit! Was jedoch nur Wenigen be-
kannt ist: Passiert beim Downhill-Biking ein Unfall mit Invaliditätsfolge kann es teuer werden. Versi-
cherungen dürfen in einem solchen Fall Geldleistungen kürzen oder gar streichen. Denn das Ge-
setz sieht vor, dass Versicherungen bei Unfällen während der Ausübung von 'Wagnissportarten' 
die Geldleistungen, insbesondere Taggelder und Renten, um 50 % und mehr kürzen können. Und 
Downhill-Biking zählt zu diesen Wagnissportarten." Weiter findet sich ein Merkblatt mit Fallbeispie-
len zu Wagnissportarten, wobei auf Seite 2 das Downhill-Biking behandelt wird (https://www.su-
va.ch/de-ch/praevention/freizeit/gefaehrliche-sportarten-wagnisse/#uxlibrary-open=/de-CH?atomid-
=79ff9f01e7ad4609b8a7be4b313e8d54%26showContainer=1, besucht am 27. Oktober 2017). Da-
rauf wird folgendes festgehalten: "Rennen und Training auf der Rennstrecke im Hinblick auf ein 
bevorstehendes Rennen gelten beim Downhill-Biking als absolutes Wagnis. Unfallversicherungen 
kürzen bei absoluten Wagnissen die Geldleistungen um 50 Prozent, in besonders schweren Fällen 
werden sie sogar verweigert. Dabei machen Versicherungen keinen Unterschied zwischen Hobby- 
und Profi-Downhiller. Ausschlaggebend ist, dass das Verletzungsrisiko beim Abfahrt-Bikesport we-
sentlich höher ist, als beim gewöhnlichen Biken. (…) 'Normales' Mountainbiking ist grundsätzlich 
eine voll gedeckte Sportart. Ist das Biken im individuellen Fall mit besonders grossen Risiken ver-
bunden, so kann es als relatives Wagnis eingestuft werden, wobei die Geldleistungen um mindes-
tens 50 Prozent gekürzt werden. Besonders grosse Risiken können beispielsweise sein: sehr ho-
hes Tempo, sehr ungünstige Wetterbedingungen, mangelhafte Ausrüstung oder geringe Erfah-
rung. Bei relativen Wagnissen prüft die Versicherung den Einzelfall und berücksichtigt dabei die 
konkreten Umstände."

Im Merkblatt wird darauf hingewiesen, bei Rennen und Training auf der Rennstrecke im Hinblick 
auf ein Rennen, sei von einem absoluten Wagnis auszugehen, wobei kein Unterschied zwischen 
dem Profi-Downhiller und dem Hobby-Downhiller bestehe. Ferner erklärt die Suva das Downhill-
Biking als einen Extremsport, der als eine Wagnissportart zu verstehen sei. Es kann jedoch ent-
gegen der Ansicht der Mobiliar nicht gesagt werden, die Suva stufe das Downhill-Biken generell 
als Wagnis ein. Das Bundesgericht hat sich bis anhin nicht zum Downhill-Biken geäussert. Im vor-
erwähnten Fall betreffend das Dirt-Biken hielt das Bundesgericht einzig fest, die Suva stufe 
Mountainbike-Abfahrtsrennen (Downhill-Biken) als absolutes Wagnis ein. Auch wenn sich durch-
aus einige Parallelen zwischen dem Downhill-Biken und dem Dirt-Biken ergeben, kann an dieser 
Stelle die Frage, ob Downhill-Biken an sich als absolutes Wagnis zu gelten hat, offen bleiben, da 
bereits nicht gesagt werden kann, die Beschwerdeführerin sei auf einer Downhill-Piste unterwegs 
gewesen.

Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin kein absolutes Wagnis eingegan-
gen ist.

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e) Damit stellt sich noch die Frage, ob die Beschwerdeführerin beim Befahren des Gurten-
Trails allenfalls ein relatives Wagnis eingegangen ist. Wie gesehen kann auch das "normale" 
Mountain-Biken im konkreten Fall unter bestimmten Voraussetzungen als ein relatives Wagnis 
eingestuft werden. Dies unter anderem dann, wenn davon auszugehen ist, dass in sehr hohem 
Tempo gefahren wurde, sowie bei sehr ungünstigen Wetterbedingungen, mangelhafter Ausrüstung 
oder geringer Erfahrung. In jedem Fall müssen aber die Umstände des Einzelfalls betrachtet wer-
den und ein relatives Wagnis ist wohl nur in Kombination mit anderen Elementen zu bejahen.

Die Mobiliar ging aufgrund der erlittenen Verletzungen von einem den Umständen nicht angepass-
ten Tempo aus und bejahte auch ein relatives Wagnis.

Die Beschwerdeführerin vertritt die Ansicht, aufgrund der erlittenen Verletzungen sei es nicht mög-
lich, ohne weitere Abklärungen Rückschlüsse auf das von ihr gefahrene Tempo zu machen. Ein 
vergleichbarer Unfall wäre gemäss der Beschwerdeführerin auch bei einer Fahrt entlang der Aare 
möglich. Ferner führt sie aus, ein Zusammenprall mit einem Baum könne auch bei mässiger 
Geschwindigkeit zu schweren Verletzungen führen. Erfahrungsgemäss seien Knochenbrüche beim 
Aufprall auf nicht nachgebende Hindernisse bereits bei verhältnismässig geringen Geschwindig-
keiten möglich. So seien Knochenbrüche bei Fahrradstürzen auch ohne Aufprall auf ein stehendes 
Hindernis nichts Seltenes.

Wie gesehen, ist es offenbar möglich beim Gurten-Trail die Sprünge zu umfahren und die Strecke 
in einem gemächlichen Tempo zu fahren. Dennoch ist aufgrund der erlittenen Verletzungen von 
einer erheblichen Gewalteinwirkung auszugehen, was ein Hinweis auf ein (zu) hohes Tempo sein 
könnte. So hat sich die Beschwerdeführerin – trotz Tragens eines Oberkörperprotektors – ein Poly-
trauma mit namentlich beidseitigen undislozierten Rippenfrakturen der 4. bis 12 linken Rippen pa-
ravertebral sowie der 9. bis 12. dorsolateralen linken Rippen zugezogen. Damit waren die 9. bis 
12. linken Rippen doppelt gebrochen und es ist von einem sog. Rippenstückbruch (Rippenstück-
fraktur) auszugehen. Derartige Frakturen treten offenbar nur nach erheblichen äusserlichen Ge-
walteinwirkungen auf, wie sie bei Verkehrsunfällen oder Fahrradstürzen unter hoher Geschwindig-
keit vorkommen. (https://www.dr-gumpert.de/html/rippenbruch.html, besucht am 2. November 
2017) bzw. sind Folge einer heftigen Gewalt (http://www.chirurgie-portal.de/orthopaedie/rippen-
bruch-rippenfraktur.html, besucht am 7. November 2017). Vorliegend genügen die vorhandenen 
Unterlagen aber nicht, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem zu hohen Tempo aus-
zugehen und damit ein relatives Wagnis zu bejahen. So hat es die Mobiliar, wie von der Beschwer-
deführerin zu Recht kritisiert, unterlassen, die Umstände des Unfalls genauer abzuklären. Aus dem 
Dossier ergibt sich beispielsweise nicht, an welcher Stelle des Gurten-Trails der Unfall geschah. 
Auch müsste mittels biomechanischer bzw. medizinischer Abklärung geprüft werden, ob die 
erlittenen Verletzungen auf ein zu hohes Tempo zurückzuführen sind, oder ob es sich hierbei um 
Verletzungen handelt, die auch bei angemessenem Tempo bei einem Sturz in einen Baum verur-
sacht werden können. Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass bei einer Abfahrtsfahrt natur-
gemäss die Sturzgeschwindigkeit und wohl auch die biomechanischen Kräfte höher sind, als bei 
einer Fahrt im flachen Terrain.

4. Zusammenfassend genügen die vorhandenen Unterlagen nicht, um abschliessend über den 
Fall zu entscheiden. Die Angelegenheit ist deshalb für weitere Abklärungen an die Mobiliar zurück-
zuweisen. Die Beschwerde ist gutzuheissen und der Einspracheentscheid vom 26. Juli 2016 wird 
aufgehoben. 

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Kantonsgericht KG
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Da die Beschwerdeführerin obsiegt, hat sie Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der 
Mobiliar. Diese wird auf CHF 1'200.- festgesetzt, wobei dieser Betrag Honorar und Auslagen der 
Rechtsvertreterin sowie die Mehrwertsteuer umfasst. 

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid vom 26. Juli 2016 wird aufgehoben und die Angelegenheit im 
Sinne der Erwägungen an die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
zurückgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird eine Parteientschädigung von CHF 1'200.- inkl. Auslagen und 
Mehrwertsteuer zu Lasten der Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG 
zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Ent-
scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht 
ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 10. November  2017/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter