# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ddfd6996-1d10-5def-ba0f-ba609723ec29
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-04
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 04.11.2014 200 2014 376
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-376_2014-11-04.pdf

## Full Text

200 14 376 IV
SCJ/JAP/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 4. November 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
vertreten durch B.________, C.________, Sozialversicherungsfachfrau mit eidg. Fach-
ausweis
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 26. März 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2014, IV/14/376, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1964 geborene A.________ (fortan Versicherter bzw. Beschwerdefüh-
rer) meldete sich am 19. Februar 2009 – unter Hinweis auf eine HIV-
Infektion, Aidserkrankung und Depression – bei der IV-Stelle Bern (fortan 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB 
[act. II], 36). Diese gewährte ihm mit Verfügung vom 11. August 2011 (Ak-
ten der IVB [act. IIA], 133) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % ab 1. Ok-
tober 2009 eine ganze Invalidenrente.

B.

Im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision ermittelte 
die IVB gestützt auf ein polydisziplinäres Verlaufsgutachten vom 12. Juni 
2013 (Akten der IVB [act. IIB], 167.1, 167.2) einen Invaliditätsgrad von 
42 % und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 17. Dezember 
2013 (act. IIB 168) die Reduktion der bisherigen Rente auf eine Viertels-
rente in Aussicht. Hiermit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden 
(vgl. act. IIB 170, 173), worauf die IVB dem Vorbescheid entsprechend mit 
Verfügung vom 26. März 2014 (act. IIB 175) die laufende Rente auf Ende 
des der Verfügung folgenden Monats auf eine Viertelsrente herabsetzte.

C.

Mit Eingabe vom 24. April 2014 erhob der Versicherte, vertreten durch So-
zialversicherungsfachfrau C.________ von der B.________, Beschwerde 
und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei kostenfällig 
aufzuheben und es sei ihm eine halbe Invalidenrente zu gewähren. Zur 
Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, er habe seine Aus-
bildung am Institut E.________ invaliditätsbedingt abgebrochen, weshalb 
bei der Invaliditätsbemessung für das Valideneinkommen auf das hypothe-

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tische Einkommen bei abgeschlossener Ausbildung abgestellt werden 
müsse.

Am 14. Mai 2014 legte der Beschwerdeführer ein ärztliches Attest ins 
Recht (Akten des Beschwerdeführers [act. I], 7).

In ihrer Beschwerdeantwort vom 16. Juni 2014 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Im Rahmen einer vom Instruktionsrichter am 25. Juni 2014 angeordneten 
Beweismassnahme beantwortete das Institut E.________ am 7. August 
2014 Fragen im Zusammenhang mit dem Ausbildungsabbruch.

Während der Beschwerdeführer sich nicht mehr vernehmen liess, verzich-
tete die Beschwerdegegnerin mit Zuschrift vom 1. September 2014 auf eine 
einlässliche Stellungnahme und hielt am Antrag auf Abweisung der Be-
schwerde fest.

Aufforderungsgemäss reichte die Vertreterin des Beschwerdeführers am 
16. September 2014 eine Kostennote ein.

Erwägungen:

1.

1.1 Die angefochtene Verfügung ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Verfügun-
gen. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtene Verfügung berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb er zur 

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Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist gege-
ben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-
rung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 26. März 2014 (act. IIB 
175). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 
dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige ganze Ren-
te zulässigerweise nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden 
Monats – mithin per 30. April 2014 – auf eine Viertelsrente reduzierte.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

Nach ständiger Rechtsprechung begründen Alkoholismus, Medikamenten-
missbrauch und Drogensucht für sich allein keine Invalidität im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr wird eine solche Sucht invalidenversicherungsrechtlich 
erst relevant, wenn sie eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in de-
ren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die Erwerbsfähigkeit 

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beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn sie 
selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheits-
schadens ist, dem Krankheitswert zukommt (BGE 124 V 265 E. 3c S. 268; 
SVR 2012 BVG Nr. 14 S. 62 E. 4.4.2).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, 
wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung ge-
langt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 
V 343 E. 3.5 S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; Entscheid des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Juli 2013, 8C_441/2012, E. 3.1.1).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 
IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

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2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenherabsetzung in 
der angefochtenen Verfügung vom 26. März 2014 (act. IIB 175) implizit mit 
einer Verbesserung des Gesundheitszustandes, mithin stützte sie sich auf 
einen materiellen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG. Es ist des-
halb vorab zu prüfen, ob im massgebenden Vergleichszeitraum in den 
tatsächlichen Verhältnissen eine Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, 
den Invaliditätsgrad in anspruchsrelevanter Weise zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.3.1 hievor).

3.2 Die ursprüngliche Verfügung vom 11. August 2011 (act. IIA 133) 
basierte in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem interdiszi-
plinären Gutachten der MEDAS X.________ vom 12. August 2010 (act. IIA 
109.1). Darin wurden die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt (vgl. act. IIA 109.1/23 Ziff. 5.1):

- HIV-Infektion Stadium B2 gemäss CDC-Klassifikation (Centers 
for Disease Controle)

- Chronische Hepatitis C
- Episodischer Substanzgebrauch von Opiaten, gegenwärtig absti-

nent (Konsum von Heroin und Kokain intravenös, Substitution mit 
Methadon)

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depres-
sive Episode mit somatischem Syndrom

- Chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Osteochondrosen auf 
Stufen L4/5 und L5/S1

Die Gutachter attestierten sowohl in der angestammten als auch in einer 
Verweisungstätigkeit aus somatischen Gründen eine vollständige Arbeits-
unfähigkeit, wobei sie erklärten, die Arbeitsfähigkeit müsse nach einer ge-
planten Therapie der chronischen Hepatitis C reevaluiert werden (vgl. 
act. IIA 109.1/25 Ziff. 6.4 und 7.1).

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Da die Beschwerdegegnerin die vorgeschlagene Interferon-Therapie auf-
grund der Beurteilung der behandelnden Ärzte (vgl. act. IIA 113, 119/3 
Ziff. 1.5) sowie des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; vgl. act. IIA 123, 
127) als unzumutbar erachtete (vgl. act. IIA 133/6), ging sie in der Renten-
verfügung vom 11. August 2011 (act. IIA 133) von der in der Expertise be-
scheinigten 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus.

3.3 Die vorliegend angefochtene Revisionsverfügung vom 26. März 
2014 (act. IIB 175) stützt sich auf das interdisziplinäre Verlaufsgutachten 
der MEDAS Y.________ vom 12. Juni 2013 (act. IIB 167.1). Diesem sind 
die nachstehenden Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zumut-
baren Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (vgl. act. IIB 167.1/45 f. Ziff. 4.1):

- HIV-Infektion CDC-Stadium B2 
- Chronische Hepatitis C, Genotyp 3A
- Status nach Hepatitis A, B und D
- Chronisch-rezidivierende Lumbalgien bei Status nach grosser, 

luxierter Diskushernie mit Nervenwurzelkompression L5 rechts 
(CT im Jahr 2000) und Spondylolisthesis L4/5 bei Osteochondro-
se ohne Spondylolyse (Röntgen im Jahr 1995)

Die Störung durch multiplen Substanzgebrauch und durch Konsum sonsti-
ger psychotroper Substanzen inkl. Opiatabhängigkeit, gegenwärtig absti-
nent (ICD-10: F19.20), wurde als Diagnose ohne wesentliche Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit qualifiziert (vgl. act. IIB 167.1/46 Ziff. 4.2) und der 
psychiatrische Gutachter ging eher von einer primären als von einer se-
kundären Suchtentwicklung aus (vgl. act. IIB 167.2/11 f. Ziff. 6.1 lit. B und 
in fine Lemma 1). Die Experten erklärten unter anderem, für die antiretrovi-
rale Therapie zur Behandlung der HIV-Erkrankung seien wegen Nebenwir-
kungen im Verlauf verschiedene Substanzen eingesetzt worden, seit Sep-
tember 2011 nehme der Beschwerdeführer ein Präparat zu sich, welches 
er sehr gut vertrage und zu einer immunologischen Erholung der HIV-
Infektion geführt habe. Bei der letzten Laborkontrolle sei die HIV-
Konzentration im Blut nicht mehr messbar gewesen (vgl. act. IIB 167.1/42 
Ziff. 3). Durch die deutliche Verbesserung der Immunitätslage und das Er-
liegen der Replikation des HIV sollte die Arbeitsfähigkeit deutlich besser 
sein als vor der Behandlung. Die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit betra-
ge aus infektiologischer Sicht 40 %, wobei dies vor allem durch die chroni-
sche Hepatitis C bedingt sei (vgl. act. IIB 167.1/44 Ziff. 3). Insgesamt wurde 

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für die bisherige bzw. eine leidensadaptierte (körperlich leichte bis mittel-
schwere, wechselbelastende, eher administrative und nicht monotone, 
sondern etwas herausfordernde) Tätigkeit ab der gutachterlichen Schluss-
besprechung (26. April 2013) eine 60%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (vgl. 
act. IIB 167.1/44 Ziff. 3, 167.1/46 f. Ziff. 5.1 f. und 5.4).

3.4 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gut-
achten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beob-
achtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 
E. 4.3). 

3.5 Die umfassende und überzeugende interdisziplinäre Beurteilung der 
MEDAS Y.________ vom 12. Juni 2013 (act. IIB 167.1) erfüllt die höch-
strichterlichen beweisrechtlichen Anforderungen (vgl. E. 3.4 hievor). Insbe-
sondere mit der besseren medikamentösen Einstellung der antiretroviralen 
Therapie ab September 2011 und der damit einhergehenden Verbesserung 
der Arbeitsfähigkeit (vgl. act. IIB 167.1/42 und 44 Ziff. 3) ist ein Revisions-
grund ausgewiesen. Vor diesem Hintergrund kann offen bleiben, ob in Be-
zug auf die Hepatitis C lediglich eine unter revisionsrechtlichem Gesichts-
winkel unerhebliche unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 
unveränderten Sachverhalts vorliegt (vgl. BGE 112 V 371 E. 2b S. 372; 
SVR 2009 IV Nr. 57 S. 178 E. 3.2.1). Die Beweiskraft des interdisziplinären 

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Verlaufsgutachtens sowie das Vorliegen eines Revisionsgrundes sind unter 
den Parteien denn auch unbestritten. Demzufolge ist davon auszugehen, 
dass dem Beschwerdeführer aus infektiologischer Sicht leidensadaptierte 
Tätigkeiten nunmehr im Rahmen von 60 % zumutbar sind.

Weil somit eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vorliegt, ist der Ren-
tenanspruch allseitig, mithin auch in erwerblicher Hinsicht frei zu prüfen 
(vgl. E. 2.3.2 hievor). Zwar gab der Beschwerdeführer im Intake-Gespräch 
vom 29. Januar 2009 noch an, dass er bei guter Gesundheit einer Erwerbs-
tätigkeit mit einem Pensum von 90 % nachginge (vgl. act. II 31/2 lit. C 
Ziff. 11), zudem hat er seit Oktober 2012 die Obhut über seinen … gebore-
nen Sohn (act. IIB 160; act. IIB 167.1/42 Ziff. 3), es ist jedoch bezüglich der 
Situation im Zeitpunkt der Rentenrevision allseits unbestritten, dass er im 
hypothetischen Gesundheitsfall vollschichtig ausserhäuslich erwerbstätig 
wäre. Bei diesem Status hat die Invaliditätsbemessung anhand der allge-
meinen Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen (vgl. E. 4 hie-
nach).

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-

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chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2). Konnte die versicherte Person wegen der Invalidität 
eine begonnene berufliche Ausbildung nicht abschliessen, so entspricht 
das Erwerbseinkommen, das sie als Nichtinvalide erzielen könnte, dem 
durchschnittlichen Einkommen eines Erwerbstätigen im Beruf, für den die 
Ausbildung begonnen wurde (Art. 26 Abs. 2 der Verordnung über die Inva-
lidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]) 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen 
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden (BGE 
135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 135 V 

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297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.2

4.2.1 Die Beschwerdegegnerin ermittelte ein Valideneinkommen von 
Fr. 58‘634.--, wobei sie sich am bei der ... als «...» vor Beginn der Wartefrist 
zuletzt erzielten Lohn von Fr. 4‘700.-- (act. II 44/3 Ziff. 12 und 16) orientier-
te, welchen sie auf das Jahr 2013 aufindexierte. Dieselbe Basis zog die 
Verwaltung bereits bei der erstmaligen Berentung im Jahr 2011 zur Be-
rechnung des Valideneinkommens heran (vgl. act. IIA 133/6), wobei im 
Rahmen der freien Prüfung keine Bindung an diese frühere Schätzung be-
steht (vgl. E. 2.3.2 hievor).

Der Beschwerdeführer war im besagten Arbeitsverhältnis zuletzt mit einem 
Pensum von 90 % beschäftigt (vgl. act. II 31/2 lit. C Ziff. 4, 44/2 f. Ziff. 8 f., 
58/19; act. IIB 178/23), hätte jedoch ohne invalidenversicherungsrechtlich 
relevanten Gesundheitsschaden ein volles Pensum ausgeübt (vgl. E. 3.5 
hievor). Dies gilt umso mehr, als er im Jahr 2008 nicht bloss aufgrund der 
Drogenabhängigkeit eingeschränkt war, sondern aus internistischer Sicht in 
Würdigung der HIV-Infektion sowie der chronischen Hepatitis C seit Beginn 
einer antiretroviralen Therapie im August 2008 eine vollständige Arbeitsun-
fähigkeit bestand (vgl. act. IIA 109.1/24 f. Ziff. 6.2 f.). Es steht nicht fest, 
dass er als Valider bei der ... im Jahr 2013 mit einem Beschäftigungsgrad 
von 100 % hätte arbeiten können, womit für das Valideneinkommen nicht 
am zuletzt erzielten Verdienst angeknüpft werden kann, sondern dieses 
anhand von Tabellenlöhnen zu ermitteln ist (vgl. Entscheid des BGer vom 
23. August 2010, 9C_466/2010, E. 3.5.3).

4.2.2 Der Beschwerdeführer hält dafür, dass das Valideneinkommen nach 
Massgabe von Art. 26 Abs. 2 IVV (vgl. E. 4.1.1 hievor) festzusetzen ist, da 
er am Institut E.________ das Grundstudium … absolviert und das Auf-
baustudium zum ... im Jahr 2010 aus gesundheitlichen Gründen abgebro-
chen habe (vgl. Beschwerde S. 3 Ziff. IV Ziff. 1).

Wie dargelegt (vgl. E. 4.2.1 hievor), wurde dem Beschwerdeführer aus in-
ternistischer Sicht seit August 2008 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
attestiert (vgl. act. IIA 109.1/24 f. Ziff. 6.2 f.). Dies hinderte ihn jedoch nicht 

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daran, seine begonnene Ausbildung an ... des Instituts E.________ (vgl. 
act. II 40/1 f.) vorerst weiterzuführen. Ein endgültiger Abbruch der Ausbil-
dung erfolgte erst im Sommer 2010 (vgl. act. IIB 178/9 bzw. Schreiben des 
Instituts E.________ vom 7. August 2014, S. 1 Ziff. 3, in den Gerichtsak-
ten). Gemäss den Angaben des Institutsleiters lag der Grund für die Aufga-
be der Ausbildung in einer «schweren psychischen Krise» (vgl. Schreiben 
des Instituts E.________ vom 7. August 2014, S. 2 Ziff. 6). Die behandeln-
de Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
bestätigte am 14. Mai 2014, dass der Beschwerdeführer «aus krankheits-
bedingten Gründen (nämlich HIV Krankheit mit Therapieumstellung und 
komplizierte psychosomatische Situation mit grosser psychischer Last), 
aber nicht wegen Suchtproblematik 100% arbeitsunfähig wurde» und seine 
Ausbildung habe unterbrechen müssen (vgl. act. I 7). Diese Darstellung 
erweckt insofern Zweifel, als die Therapieumstellung mit konsekutiver Ar-
beitsunfähigkeit bereits im Juli 2008 erfolgte (vgl. act. II 54/4, 58/6; act. IIA 
74/26 lit. E Ziff. 3). Zudem erklärte Dr. med. D.________ noch in einem 
zeitnahen Bericht vom 15. Januar 2010 (act. IIA 113/2 f.), dass ihr Patient 
unter einem Rückfall des Opiaten-Abusus leide, die letzten Monate täglich 
intravenös Kokain gespritzt habe, teilweise auf der Gasse lebe und die anti-
retrovirale Therapie gestoppt habe. Der Rückfall mündete schliesslich im 
Oktober 2010 in einem stationären Drogenentzug (vgl. act. IIA 118 f.). Im 
Bericht der Psychiatrie E.________ vom 17. Dezember 2010 (act. IIA 
143/5 f.) wurde ein Zustand nach Mischintoxikation mit Kokain und Heroin 
(ICD-10: F14.1 bzw. F11.1) sowie ein multipler Substanzgebrauch (ICD-10: 
F19.1) diagnostiziert. Bei dieser Ausgangslage ist der Auffassung der Be-
schwerdegegnerin beizupflichten, wonach der Ausbildungsabbruch im 
Sommer 2010 nicht in erster Linie im Zusammenhang mit der invalidenver-
sicherungsrechtlich relevanten internistischen Situation stand (vgl. act. IIB 
175/2; Beschwerdeantwort S. 2), da diesfalls ein Abbruch bereits früher 
erfolgt wäre. Vielmehr ist nach dem hier massgebenden Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Abbruch 
im Zusammenhang mit der invaliditätsfremden (vgl. E. 2.1 hievor i.V.m. 
act. IIB 167.2/11 f. Ziff. 6.1 lit. B und in fine Lemma 1) Suchtkrankheit 
stand, welche sich im Jahr 2010 wiederum akzentuierte. Der Tatbestand 
von Art. 26 Abs. 2 IVV ist deshalb nicht erfüllt, womit für das Validenein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2014, IV/14/376, Seite 13

kommen nicht auf das durchschnittliche Einkommen eines ... abgestellt 
werden kann.

4.2.3 Nach dem vorstehend Dargelegten ist anzunehmen, dass der Be-
schwerdeführer im Gesundheitsfall im Jahr 2013 nicht bei der ... tätig ge-
wesen wäre (vgl. E. 4.2.1 hievor). Aufgrund seiner Berufsanamnese  – die 
allerdings gemäss den Gutachtern der MEDAS Y.________ mit gewissen 
Zweifeln behaftet ist (vgl. act. IIB 167.1/12 f. Ziff. 1.1.2) – und den erworbe-
nen Grundlagen (vgl. act. II 40/1 f.; act. IIB 178) hätte er sich überwiegend 
wahrscheinlich aber in einem Vollpensum weiterhin mit ... (act. II 44/1 
Ziff. 6a) beschäftigt, wenn auch nicht in der Funktion als ... (vgl. E. 4.2.2 
hievor). Es rechtfertigt sich deshalb, auf die Werte der Wirtschaftsabteilung 
Ziff. 87 (Heime [ohne Erholungs- und Ferienheime]) der LSE 2010, Tabelle 
TA1, abzustellen. 

Für die Anwendung des Anforderungsniveaus 3 der LSE (Berufs- und 
Fachkenntnisse vorausgesetzt) wird in aller Regel eine abgeschlossene 
Berufslehre verlangt (vgl. Entscheide des BGer vom 21. Februar 2013, 
8C_807/2012, E. 5.1.3, sowie vom 12. April 2012, 8C_123/2012, E. 3), ein 
Berufsabschluss ist jedoch nicht in jedem Fall erforderlich (vgl. z.B. Ent-
scheid des EVG vom 9. Januar 2003, I 465/02, E. 3.2). Der Beschwerde-
führer durchlief an ... des Instituts E.________ nicht die gesamte Ausbil-
dung, er soll aber die Grundausbildung mit über 1‘000 Stunden Präsenzun-
terricht sowie 300 Stunden des Aufbaustudiums (vgl. zum Ausbildungskon-
zept: …) absolviert und «eine beachtliche Kenntnis der ... Arbeitswelt in 
theoretischer und methodischer Hinsicht erworben» haben (vgl. act. IIB 
178/9). Damit verfügt er über Berufs- und Fachkenntnisse, was zur Anwen-
dung des Anforderungsniveaus 3 der LSE 2010 führt.

Ausgehend von einem Lohn von Fr. 6‘002.-- monatlich, resultiert, ange-
passt an die betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie aufindexiert auf das 
Jahr 2013, ein Valideneinkommen von Fr. 76‘812.-- (Fr. 6‘002.-- [BFS, LSE 
2010, Tabelle TA1, Wirtschaftsabteilung Ziff. 87, Männer, Anforderungsni-
veau 3] x 12 Monate / 40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeits-
stunden [BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit {BUA}, 2013, Wirtschaftsabtei-
lung Ziff. 87] / 100 x 102.3 [BFS, Tabelle T1.1.10, Nominallohnindex, Män-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2014, IV/14/376, Seite 14

ner, Wirtschaftsabteilungen 86-88 {Gesundheits- und Sozialwesen}, Index-
basis 2010 bzw. Index 2013]).

4.3 In der angefochtenen Verfügung vom 26. März 2014 (act. IIB 175) 
berechnete die Beschwerdegegnerin, basierend auf dem Totalwert der LSE 
2010 für das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) 
sowie unter Berücksichtigung der medizinisch-theoretischen Restarbeits-
fähigkeit von 60 % und eines leidensbedingten Abzugs von 10 %, ein Inva-
lideneinkommen von Fr. 33‘875.--. Den 10%igen Abzug begründete sie 
damit, dass der Beschwerdeführer keine Schwerarbeit mehr ausführen 
könne, wobei sie in der Beschwerdeantwort (S. 2) erklärte, dass der Abzug 
eigentlich nicht gerechtfertigt sei. 

Die Beschwerdegegnerin stellte für das Invalideneinkommen richtigerweise 
nicht auf die bisherige Tätigkeit im Bereich der … ab, da dem Beschwerde-
führer diese aus rein infektiologischer Sicht zwar weiterhin zu 60 % möglich 
wäre, wegen der drohenden Gefahr eines Rückfalls in die Drogensucht von 
den medizinischen Experten aber nicht empfohlen wurde (vgl. act. IIB 
167.1/46 Ziff. 5.1). Das vorliegend dokumentierte Rückfallrisiko steht denn 
auch einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit als ... entgegen, wes-
halb – mangels anderweitiger Berufs- und Fachkenntnisse (vgl. E. 4.2.3 
hievor) – auf das Anforderungsniveau 4 abgestellt werden muss. Jedoch ist 
nicht der Totalwert der LSE heranzuziehen, weil dieser angesichts der bis-
herigen Berufskarriere des Beschwerdeführers und unter Berücksichtigung 
des medizinischen Zumutbarkeitsprofils die ihm offen stehenden Ver-
dienstmöglichkeiten unzureichend abbildet. Er wurde als eine ansprechen-
de, intelligente Persönlichkeit mit guter EDV-Erfahrung beschrieben und in 
einer eher administrativen und etwas herausfordernden Tätigkeit als zu 
60 % arbeitsfähig erklärt, wobei exemplarisch eine Beschäftigung in der ... 
einer grossen ... erwähnt wurde (vgl. act. IIB 167.1/46 f. Ziff. 5.1 f.). Vor 
diesem Hintergrund ist das Invalideneinkommen anhand des Wertes für 
einfache und repetitive «andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten» 
der Tabelle T7S der LSE zu berechnen.

Der im Beschwerdeverfahren vertretenen Auffassung der Beschwerdegeg-
nerin, wonach sich kein zusätzlicher leidensbedingter Abzug rechtfertige, 
ist zuzustimmen. Vorab verwies sie zutreffend auf den Umstand, dass der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2014, IV/14/376, Seite 15

Beschwerdeführer in der Vergangenheit keine Schwerarbeiten verrichtete. 
Hinzu kommt, dass «andere kaufmännisch-administrative Tätigkeiten» kei-
ne körperlich schweren Arbeiten enthalten, so dass der Beschwerdeführer 
aufgrund des Umstands, dass ihm keine körperlich schwere Arbeit mehr 
zumutbar ist, keine Minderverdienste in Kauf nehmen müsste. Auch weitere 
Aspekte (vgl. E. 4.1.2 hievor) wirken sich nicht lohnmindernd aus. Insbe-
sondere fällt die leidensbedingte Einschränkung bereits mit der verringerten 
Arbeitsfähigkeit zusammen, zumal die Müdigkeit aufgrund der antiretrovira-
len Therapie und der chronischen Hepatitis C dabei berücksichtigt wurde 
(vgl. act. IIB 167.2/15 Ziff. 6.1). 

Damit ergibt sich ein Invalideneinkommen von Fr. 39‘906.-- (Fr. 5‘187.-- 
[BFS, LSE 2010, Tabelle T7S, Tätigkeit Ziff. 23 {andere kaufmännisch-
administrative Tätigkeiten}, Männer, Anforderungsniveau 4] x 12 Monate / 
40 Wochenarbeitsstunden x 41.7 Wochenarbeitsstunden [BFS, Betriebsüb-
liche Arbeitszeit {BUA}, 2013, Total] / 100 x 102.5 [BFS, Tabelle T1.1.10, 
Nominallohnindex, Männer, Total, Indexbasis 2010 bzw. Index 2013] x 
60 % Restarbeitsfähigkeit).

4.4 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen (vgl. 
E. 4.2.3 bzw. 4.3 hievor) resultiert ein zu einer Viertelsrente berechtigender 
Invaliditätsgrad von 48 % ([Fr. 76‘812.-- ./. Fr. 39‘906.--] / Fr. 76‘812.-- x 
100). Die Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine Viertelsrente 
war demnach im Ergebnis zulässig. Die Beschwerde vom 24. April 2014 
erweist sich folglich als unbegründet und ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 4. Nov. 2014, IV/14/376, Seite 16

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer kei-
nen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.