# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a86031fc-2789-542a-97d1-62fca017b65a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-18
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Strafgericht 18.10.2023 SBK.2023.287
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_008_SBK-2023-287_2023-10-18.pdf

## Full Text

Obergericht
Beschwerdekammer in Strafsachen

SBK.2023.287
(HA.2023.435; STA.2023.1151)
Art. 330

Entscheid vom 18. Oktober 2023

Besetzung Oberrichter Richli, Präsident
Oberrichterin Massari
Oberrichter Giese
Gerichtsschreiber Burkhard

Beschwerde-
führer

A._____,
[…]
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dominik Probst,
[…]

Beschwerde-
gegnerin

Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach,
Wildischachenstrasse 14, 5200 Brugg AG

Anfechtungs-
gegenstand

Verfügung des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom
14. September 2023 betreffend Abweisung des Haftentlassungsgesuchs
und Verlängerung der Untersuchungshaft

in der Strafsache gegen A._____

- 2 -

Die Beschwerdekammer entnimmt den Akten:

1.
1.1.
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach führt gegen den Beschwerdeführer
eine Strafuntersuchung wegen versuchten Mordes, ev. versuchter vorsätz-
licher Tötung. Er soll am 14. März 2023 auf seine Ehefrau (Opfer) geschos-
sen haben und wurde deswegen gleichentags verhaftet.

1.2.
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach beantragte am 15. März 2023 beim
Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau Untersuchungshaft
einstweilen bis zum 14. Juni 2023. Der Beschwerdeführer beantragte am
16. März 2023 die Abweisung des Haftantrags und seine umgehende Haft-
entlassung. Eventualiter sei für längstens vier Wochen Untersuchungshaft
anzuordnen. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau ver-
setzte den Beschwerdeführer mit Verfügung vom 17. März 2023 bis zum
14. Juni 2023 in Untersuchungshaft.

1.3.
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach stellte am 2. Juni 2023 beim
Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau ein Gesuch um Verlän-
gerung der Untersuchungshaft bis zum 14. September 2023. Der Be-
schwerdeführer beantragte am 12. Juni 2023 die Abweisung des Haftver-
längerungsgesuchs und seine umgehende Haftentlassung. Das Zwangs-
massnahmengericht des Kantons Aargau verlängerte die Untersuchungs-
haft mit Verfügung vom 14. Juni 2023 bis zum 14. September 2023.

2.
2.1.
Der Beschwerdeführer stellte am 4. September 2023 ein Haftentlassungs-
gesuch. Mit Verfügung vom 5. September 2023 leitete die Staatsanwalt-
schaft Brugg-Zurzach dieses an das Zwangsmassnahmengericht des Kan-
tons Aargau weiter. Sie beantragte die Abweisung des Haftentlassungsge-
suchs und stellte ihrerseits ein Gesuch um Verlängerung der Untersu-
chungshaft bis zum 14. Dezember 2023. Mit Stellungnahme vom 11. Sep-
tember 2023 beantragte der Beschwerdeführer die Abweisung des Haftver-
längerungsgesuchs und die Gutheissung seines Haftentlassungsgesuchs.

2.2.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau wies mit Verfügung
vom 14. September 2023 das Haftentlassungsgesuch ab und verlängerte
die Untersuchungshaft bis zum 14. Dezember 2023.

- 3 -

3.
3.1.
Der Beschwerdeführer erhob mit Eingabe vom 28. September 2023 Be-
schwerde gegen die ihm am 18. September 2023 zugestellte Verfügung
des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Aargau vom 14. September
2023. Diese sei (unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des
Staates) aufzuheben und er sei umgehend auf der Haft zu entlassen.

3.2.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau teilte mit Schreiben
datiert vom 2. Oktober 2023 mit, auf eine Stellungnahme zu verzichten.

3.3.
Die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach beantragte mit Beschwerdeantwort
datiert vom 2. Oktober 2023 (Postaufgabe am 3. Oktober 2023) die Abwei-
sung der Beschwerde unter Kostenfolgen.

3.4.
Der Beschwerdeführer teilte mit Eingabe vom 12. Oktober 2023 mit, auf
eine Stellungnahme zu verzichten, wies aber darauf hin, dass die noch ge-
planten Einvernahmen keine Aufrechterhaltung von Untersuchungshaft er-
forderten.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:

1.
Der Beschwerdeführer ist berechtigt, die Verfügung des Zwangsmassnah-
mengerichts des Kantons Aargaus vom 14. September 2023 mit Be-
schwerde anzufechten (Art. 222 StPO; Art. 393 Abs. 1 lit. c StPO). Auf seine
frist- und formgerecht erhobene Beschwerde ist einzutreten.

2.
Untersuchungshaft nach Art. 221 Abs. 1 StPO setzt einen dringenden Tat-
verdacht auf ein Verbrechen oder Vergehen sowie einen besonderen Haft-
grund in Form von Flucht- (lit. a), Kollusions- (lit. b) oder Wiederholungsge-
fahr (lit. c) StPO voraus. Gestützt auf Art. 221 Abs. 2 StPO ist Haft (wegen
Ausführungsgefahr) auch zulässig, wenn ernsthaft zu befürchten ist, eine
Person werde ihre Drohung, ein schweres Verbrechen auszuführen, wahr-
machen. Als prozessuale Zwangsmassnahme hat (Untersuchungs-)Haft
zudem verhältnismässig zu sein. Sie ist insbesondere aufzuheben, wenn
Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen (Art. 212 Abs. 2 lit. c StPO;
Art. 237 Abs. 1 StPO). Untersuchungshaft darf zudem gemäss Art. 212
Abs. 3 StPO nicht länger dauern als die zu erwartende Freiheitsstrafe
(sog. Verbot der Überhaft). Ist eine beschuldigte Person in Haft, ist das

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Strafverfahren gemäss Art. 5 Abs. 2 StPO zudem vordringlich durchzufüh-
ren (sog. Beschleunigungsgebot in Haftsachen).

3.
3.1.
Die theoretischen Grundlagen, nach denen das Vorliegen eines dringen-
den Tatverdachts zu prüfen ist, wurden vom Zwangsmassnahmengericht
des Kantons Aargau zutreffend dargelegt (Verfügung E. 4.1 Abs. 1). Darauf
kann grundsätzlich verwiesen werden (Art. 82 Abs. 4 StPO). Wenn bereits
in einem frühen Verfahrensstadium ein erheblicher und konkreter dringen-
der Tatverdacht besteht, welcher eine Verurteilung als wahrscheinlich er-
scheinen lässt, muss sich dieser allerdings nicht weiter erhärten. In diesem
Fall ist der allgemeine Haftgrund gegeben, wenn die beschuldigte Person
im Laufe der Ermittlungen nicht entlastet wird (vgl. hierzu etwa Urteil des
Bundesgerichts 1B_60/2018 vom 22. Februar 2018 E. 3.2; Urteil des Bun-
desgerichts 1B_230/2013 vom 26. Juli 2013 E. 5.1.2, wonach in diesem
Zusammenhang auch die Schwere der untersuchten Delikte, die seit der
letztmaligen Überprüfung des dringenden Tatverdachts verstrichene Zeit
und die seither erfolgten Untersuchungsschritte zu berücksichtigen sind).

3.2.
3.2.1.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte den von der
Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach geltend gemachten und vom Beschwer-
deführer im Wesentlichen bestrittenen dringenden Tatverdacht auf ver-
suchten Mord, ev. versuchte vorsätzliche Tötung, angeblich begangen
durch wiederholte Schussabgaben des Beschwerdeführers auf das Opfer
am 14. März 2023.

Die Aussagen des Opfers, den Beschwerdeführer als Täter erkannt zu ha-
ben, seien glaubhaft, zumal es den Beschwerdeführer nach 13 Jahren Ehe
auch mit teilweise verdecktem Gesicht habe erkennen können. Weiter ver-
wies das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau auf beim Be-
schwerdeführer an den Händen und im Gesicht festgestellte Schmauch-
spuren, auf eine vom Beschwerdeführer vorgängig zu Tötungsdelikten vor-
genommene Internetsuche, auf einen grösseren Bargeldbezug des Be-
schwerdeführers, den dieser nicht erklären könne und der womöglich zur
Beschaffung der Tatwaffe gedient habe, und auf den Umstand, dass der
Beschwerdeführer im Ereigniszeitpunkt unter der kombinierten Wirkung
von Kokain und Alkohol gestanden habe.

Die Einwendungen des Beschwerdeführers, wonach das Opfer ihn in Ver-
kennung, dass es ein "Zufallsopfer" gewesen sein könnte, fälschlicher-
weise als einzigen plausiblen Täter zu erkennen geglaubt habe, wonach
nicht erstellt sei, dass es sich bei den an seinen Händen und im Gesicht
festgestellten Substanzen um Schmauchspuren handle, und wonach die

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Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach eine unbekannte Täterschaft vorschnell
ausgeschlossen habe, seien für die Beurteilung des dringenden Tatver-
dachts nicht relevant. Im (summarischen) Haftprüfungsverfahren gehe es
um konkrete Anhaltspunkte für eine Beteiligung der beschuldigten Person
an einem Verbrechen oder Vergehen und nicht darum, zum dringenden
Tatverdacht alternative Tatgeschehen ohne jeden Zweifel auszuschlies-
sen.

3.2.2.
Der Beschwerdeführer brachte hiergegen mit Beschwerde vor, dass das
Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau die ihn belastenden Aus-
sagen des Opfers in gänzlicher Nichtbeachtung von "Ungereimtheiten"
(vgl. sogleich) als glaubhaft eingestuft habe:

- Obwohl das Opfer angegeben habe, keine Distanzen schätzen zu kön-
nen, habe es den Täter als zwischen 1.80 und 1.85 Meter gross be-
schrieben.

- Das Opfer habe bei seiner Einvernahme vom 22. März 2023 davon ge-
sprochen, beim Täter ein gelb-schwarzes Tuch erkannt zu haben
(Frage 33). Die Zeugin B._____ habe bei ihrer Einvernahme vom 14.
März 2023 aber ausgesagt, dass das Opfer ihr gegenüber von einer
schwarzen Maske gesprochen habe.

- Das Opfer habe von einer schwarzen Kappe des Täters gesprochen,
die Zeugen C._____ und D._____ aber von einer Kapuze.

- Das Opfer habe abweichend zum Zeugen E._____ ausgesagt, sein Mo-
biltelefon den Ersthelfern nicht überreicht zu haben.

- Die vom Opfer angegebene Tätergrösse von 1.85 Metern entspreche
nicht den Aussagen der Zeugen E._____ (geschätzte 1.70 Meter; nicht
wie 1.80 Meter) und C._____ (etwa die Höhe des [1.72 Meter hohen]
Autos, vor welchem der Täter gestanden sei).

- Sowohl vom Opfer ("viele" Augenbrauen; Muttermale in der Nähe der
Augen/Stirn) als auch vom Zeugen E._____ (nicht dünn oder schlank)
genannte Tätermerkmale träfen nicht auf ihn zu.

- Das Opfer habe sich mit seinen Aussagen, vom Täter einen Ausweis
verlangt zu haben, obwohl es ihn (den Beschwerdeführer) bereits an-
hand seiner Statur erkannt habe, unglaubwürdig gemacht, und habe
sich auch an "anderweitige bedeutsame Details" (etwa, wohin der Täter
geflüchtet sei) nicht erinnern können.

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- Dass das Opfer den maskierten Täter so, wie bei seiner Einvernahme
beschrieben, erkannt haben könnte, sei in Berücksichtigung der mut-
masslichen Distanz zum Täter und des angeblich erst kurz vor der
Schussabgabe hergestellten Blickkontakts wenig glaubhaft. Eine Tat-
ortrekonstruktion, mit der sich die Aussagen des Opfers überprüfen
liessen, habe noch nicht stattgefunden.

- Wie das Opfer namentlich Muttermale auf der Stirn des Täters habe
erkennen können, wenn dessen Gesicht verdeckt gewesen sein soll,
erstaune doch sehr.

Folglich sei davon auszugehen, dass das Opfer den Täter nicht erkannt
habe und fälschlicherweise davon ausgegangen sei, dass nur er (der Be-
schwerdeführer) der Täter sein könne. Das Opfer sei zudem, weil es ihn im
November 2019 mit einem Messer attackiert habe, polizeilich vermerkt. Es
habe ihm somit schon einmal Schaden zufügen wollen. Hierzu habe sich
das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau "gänzlich nicht" ge-
äussert.

Weiter habe die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach sämtliche Untersu-
chungshandlungen "in eine andere Richtung" unterlassen und keine alter-
nativen Szenarien geprüft. Familienangehörige und Freunde des Opfers
seien nicht befragt worden und "mögliche andere potenzielle Widersacher"
hätten deshalb nicht identifiziert werden können. Dies sei für die Beurtei-
lung des dringenden Tatverdachts sehr wohl von Relevanz.

Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau wiederum habe
nicht dargelegt, warum seine Aussagen, die kohärent und frei von Wider-
sprüchen seien, weniger glaubhaft sein sollen als diejenigen des Opfers.
So stimmten etwa seine Aussagen zum Alkoholkonsum am 14. März 2023
mit denjenigen des Zeugen F._____ überein. Dass er bei seiner Einver-
nahme vom 10. Juli 2023 für sämtliche Vorhalte eine Erklärung gehabt
habe, erstaune nicht, habe er doch im Verlauf der Untersuchungshaft ge-
nügend Zeit gehabt, "den relevanten Zeitraum zu rekonstruieren". Dass er
bezüglich sämtlicher Fragen zum Betäubungsmittelkonsum von seinem
Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht habe, vermöge keine Tat-
verdachtserhärtung zu begründen.

Die bei ihm festgestellten Schmauchspuren genügten bei dem bereits weit
fortgeschrittenen Untersuchungsverfahren für die Annahme eines dringen-
den Tatverdachts nicht (mehr), zumal immer noch kein forensisches Gut-
achten zur Frage, um was es sich bei den sichergestellten Substanzen
handle, vorliege.

Dass auf seinem Mobiltelefon mehrere Dokumente zur rechtlichen Qualifi-
kation von Tötungsdelikten vorgefunden worden seien und dass er vor der

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Tat grössere Mengen an Bargeld abgehoben habe, trage nichts zum drin-
genden Tatverdacht bei. Die fraglichen Dokumente seien womöglich durch
zielloses "Herumsurfen" knapp ein Jahr vor der Tat auf sein Mobiltelefon
gelangt. Dass die festgestellten Bargeldbezüge zwei Wochen vor der Tat
einem Waffenkauf gedient hätten, sei eine "reine Interpretation". Auch gehe
es nicht an, die Ergebnisse des toxikologischen Gutachtens zu seinem Ko-
kainkonsum dahingehend zu interpretieren, dass er Kokain zwecks Tatbe-
gehung konsumiert habe.

Stehe damit aber fest, dass sich der dringende Tatverdacht seit dem letzten
Haftentscheid vom 14. Juni 2023 nicht weiter erhärtet habe und nicht
(mehr) ausreichend hoch sei, sei er umgehend aus der Untersuchungshaft
zu entlassen.

3.3.
Es kann für dieses Beschwerdeverfahren als erstellt gelten, dass das Opfer
am 14. März 2023 mit dem Auto auf der Zürcherstrasse von Windisch Rich-
tung Gebenstorf unterwegs war, als es von einer Person mit einer gelben
Weste zunächst herausgewinkt und sodann zweimal angeschossen wurde.
Mutmassliche Einschussverletzungen wurden an der linken Schulterrück-
seite und schulternah an der linken Oberarmaussenseite festgestellt, eine
mutmassliche Ausschussverletzung an der linken Brustkorbvorderseite. Im
Halsbereich rechts musste ein Projektil operativ entfernt werden. In der
Notfallstation des Kantonsspitals Baden wurde eine Schulterverletzung
links mit linksseitigem Pneumothorax und mehrfragmentärer Scapulafrak-
tur links diagnostiziert, im Austrittsbericht des Universitätsspitals Zürich war
von einem ballistisch perforierenden Thorax-Hals-Trauma die Rede (Ein-
vernahme des Opfers vom 22. März 2023 [Beilage 1 zum Haftverlänge-
rungsgesuch vom 2. Juni 2023], Frage 19; Gutachten des Instituts für
Rechtsmedizin des Kantonsspitals Aarau vom 28. August 2023  zur foren-
sisch-klinischen Untersuchung des Opfers [Beilage 2 zum Antrag auf Haft-
verlängerung/Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 5. September
2023]).

Weiter kann es als erstellt gelten, dass das Opfer sozusagen noch am Tat-
ort bzw. während der Erstbetreuung den Beschwerdeführer nicht bloss als
möglichen, sondern als sicheren Täter bezeichnete (vgl. hierzu etwa den
Bericht der Regionalpolizei Brugg vom 14. März 2023, Beilage 5 zum
Haftantrag vom 15. März 2023). Bei seiner Einvernahme vom 22. März
2023 erklärte es, den Beschwerdeführer trotz (teilweise) verdeckten Ge-
sichts in dem Moment als Täter erkannt zu haben, als er – direkt vor seinem
Fahrzeug stehend – ihm direkt in die Augen geblickt habe (Frage 19). Der
Beschwerdeführer, den es seit 13 Jahren kenne, habe "so etwas ründli-
chere Augen". Wenn man mit jemandem so lange zusammenlebe, dann
erkenne man "dies" (Frage 36). Es habe ihn vor allem anhand seines Blicks
und seiner Augen, aber auch seiner Statur und seines Körpers erkannt

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(Frage 37). Auf die Frage nach besonderen Merkmalen des Beschwerde-
führers hin erwähnte es zudem Muttermale im Gesicht, namentlich auch im
Bereich der Augenbrauen, und ergänzte es, dass es auch die Art, wie er
sich bewege, kenne, wenngleich es dies nicht beschreiben könne (Frage
38).

Weiter kann es für dieses Beschwerdeverfahren als erstellt gelten, dass die
beiden Ersthelfer, B._____ und E._____, unmittelbar nach dem Tötungs-
versuch beim Opfer eintrafen. So beschrieb E._____, wie er den mutmass-
lichen Täter noch habe weglaufen sehen. B._____, die zur gleichen Zeit
von der anderen Richtung her zufuhr und als erste mit dem Opfer sprach,
gab zu Protokoll, zuerst "einen Krach" gehört zu haben und dann das Auto
des Opfers bemerkt zu haben. Beide Zeugen bestätigten zudem, dass das
Opfer ihnen gegenüber seinen "Ex-Mann" als Täter bezeichnet habe (Ein-
vernahme B._____ vom 14. März 2023 [Beilage 1 zum Haftantrag vom
15. März 2023], Frage 15; Einvernahme E._____ vom 14. März 2023 [Bei-
lage 3 zum Haftantrag vom 15. März 2023], Frage 16).

3.4.
Dass das Opfer, welches beim Tötungsversuch erheblich verletzt wurde
und unmittelbar danach beim Eintreffen der Ersthelfer nur schon aus Angst
auch in psychischer Hinsicht in einer Art Ausnahmezustand gewesen sein
dürfte, bereits gegenüber diesen Ersthelfern wider besseres Wissen den
Beschwerdeführer als sicheren Täter bezeichnet haben könnte, erscheint
summarisch betrachtet derart unwahrscheinlich, dass diese Möglichkeit bei
der Beurteilung des dringenden Tatverdachts unberücksichtigt zu bleiben
hat. Der Beschwerdeführer wirft dem Opfer denn auch zumindest nicht
hauptsächlich vor, ihn wider besseres Wissen belastet zu haben. Vielmehr
behauptet er, dass das Opfer ihn gar nicht als Täter erkannt habe, aber
fälschlicherweise von Beginn weg davon überzeugt gewesen sei, dass nur
er als Täter in Frage komme. Insofern führt der Beschwerdeführer den Um-
stand, dass das Opfer bereits gegenüber den Ersthelfern ihn als sicheren
Täter bezeichnete, auf einen Denkfehler bzw. eine Selbsttäuschung des
Opfers zurück.

3.5.
Sollte es wie vom Beschwerdeführer behauptet gewesen sein, müsste der
fragliche Denkfehler des Opfers zwischen den Schussabgaben und dem
Eintreffen der Ersthelfer zustande gekommen sein. Dass das damals be-
reits schwer verletzte Opfer in der Lage gewesen wäre, sich in dieser sehr
kurzen Zeitspanne, während welcher es hauptsächlich damit beschäftigt
war, mit dem Auto vor dem Täter zu fliehen und Hilfe zu erhalten, auch
noch Gedanken zum von ihm angeblich gar nicht erkannten Täter zu ma-
chen, erscheint summarisch betrachtet aber derart unwahrscheinlich, dass
diese Möglichkeit bei der Beurteilung des dringenden Tatverdachts unbe-
rücksichtigt zu bleiben hat. Es verhielt sich ja soweit ersichtlich gerade nicht

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so, dass das Opfer bereits vorgängig zum Tötungsversuch in ständiger
Angst vor dem Beschwerdeführer gelebt hätte, was allenfalls noch für ein
"reflexartiges" Eintreten des vom Beschwerdeführer behaupteten Denkfeh-
lers sprechen könnte.

Zudem beschrieb das Opfer den eigentlichen Moment des Erkennens, den
es gemäss Beschwerdeführer ja gar nicht gab, bei seiner Einvernahme
vom 22. März 2023 äusserst kurz und prägnant und zugleich doch auch
überaus realitätsnah so, dass es der Moment gewesen sei, als der Täter
ihm direkt in die Augen geblickt habe. Weshalb das Opfer im Nachhinein
gerade diesen einen Moment des Erkennens hätte erfinden und in der be-
sagten Weise gegenüber anderen möglichen Erkennungsmerkmalen (wie
etwa Statur, Bewegungsart oder auch Muttermalen) derart prominent hätte
hervorheben sollen, ist summarisch betrachtet nicht einzusehen.

3.6.
Auch was der Beschwerdeführer ansonsten gegen die Glaubhaftigkeit der
Aussagen des Opfers vorbringt, vermag nicht zu überzeugen:

- Weshalb mangels einer Tatortrekonstruktion auf die Aussage des Op-
fers, dass sich der Beschwerdeführer direkt vor seinem Fahrzeug be-
funden habe, als es ihn als Täter erkannt habe, nicht abzustellen sein
soll (vgl. hierzu Beschwerde Rz. 17), ist summarisch betrachtet nicht
einsichtig, zumal es allgemeiner Lebenserfahrung entspricht, dass er-
wachsene Personen, die tagsüber nahe vor einem Personenwagen ste-
hen, für den jeweiligen Lenker in aller Regel auch im Gesicht gut zu
erkennen sind.

- Auch dass das Opfer bei seiner Einvernahme vom 22. März 2023
Grösse und Statur des mutmasslichen Täters (Frage 33: 180 – 185 cm;
normale Statur) leicht anders beschrieb als E._____ (Frage 34: nicht
wie 180 cm, höchstens 170 cm; Frage 36: nicht dünn oder schlank) oder
auch C._____ (Einvernahme vom 14. März 2023 [Beilage 2 zum
Haftantrag vom 15. März 2023], Frage 50: etwa die Höhe des Autos
des Opfers), vermag die Glaubhaftigkeit der Aussagen des Opfers sum-
marisch betrachtet nicht zu relativieren. C._____ beobachtete das Ge-
schehen nur im Vorbeifahren "quasi mit Schulterblick" (Fragen 15, 27).
E._____ machte seine zu Protokoll gegebenen Beobachtungen eben-
falls aus einer gewissen Distanz während des Fahrens (Frage 16) und
relativierte diese selbst dahingehend, die Statur des Täters "höchstens
ganz vage" beschreiben zu können (Frage 36).

- Auch die weiteren Vorbringen des Beschwerdeführers, etwa wonach
das Opfer in widersprüchlicher Weise zunächst von einer schwarzen
Maske, dann aber von einem gelb-schwarzen Tuch gesprochen habe,
wonach das Opfer von einer schwarzen Kappe, mehrere Zeugen aber

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von einer Kapuze gesprochen hätten, oder wonach widersprüchliche
Aussagen dazu vorlägen, ob das Opfer den Ersthelfern sein Mobiltele-
fon ausgehändigt habe oder nicht, vermögen die Glaubhaftigkeit der
Kernaussage des Opfers, den Beschwerdeführer aufgrund seiner Au-
gen und seines Blicks als Täter erkannt zu haben, summarisch betrach-
tet nicht zu relativieren.

- Die Sachverhaltsschilderung des Opfers wird zudem durch weitere Um-
stände gestützt. So könnte die Tat durch den beim Beschwerdeführer
offenbar vorhandenen Eindruck, dass das Opfer ihm die gemeinsamen
Kinder entziehe, motiviert gewesen sein (vgl. zu dieser Vermutung auch
Antrag auf Haftverlängerung/Abweisung des Haftentlassungsgesuchs
vom 5. September 2023, S. 7). Gemäss Aktennotiz vom 12. Mai 2023
(Beilage 7 zum Haftverlängerungsgesuch vom 2. Juni 2023) wurden
beim Beschwerdeführer zudem – zumindest im Sinne eines provisori-
schen Ergebnisses – charakteristische Schmauchpartikel an den Hän-
den und im Gesicht festgestellt (vgl. hierzu aber auch die relativieren-
den Ausführungen der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach im Antrag auf
Haftverlängerung/Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom
5. September 2023, S. 5 und 8).

3.7.
Umgekehrt kann den Aussagen des Beschwerdeführers summarisch be-
trachtet keine besondere Glaubhaftigkeit attestiert werden. Der Beschwer-
deführer behauptet letztlich, am 14. März 2023 sein Mobiltelefon und sein
Portemonnaie zu Hause vergessen zu haben und mehr oder weniger den
ganzen Tag bis zu seiner abendlichen Verhaftung allein in einem in
Q._____ gemieteten Hobbyraum mit Videospielen, Fernsehen, Alkoholtrin-
ken und Schlafen zugebracht zu haben (vgl. hierzu Einvernahme vom
4. April 2023 [Beilage 5 zum Haftverlängerungsgesuch vom 2. Juni 2023],
Fragen 15 ff., 43; Einvernahme vom 10. Juli 2023 [Beilage 4 zum Antrag
auf Haftverlängerung/Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 5. Sep-
tember 2023], Fragen 50 ff.). Zwar sind diese Ausführungen summarisch
betrachtet insofern glaubhaft, als der Beschwerdeführer zumindest einen
Teil des 14. März 2023 tatsächlich in besagter Weise im Hobbykeller ver-
bracht haben dürfte. Die behaupteten Tätigkeiten sind aber in geradezu
auffallender Weise (vgl. hierzu die Ausführungen der Staatsanwaltschaft
Brugg-Zurzach im Antrag auf Haftverlängerung/Abweisung des Haftentlas-
sungsgesuchs vom 5. September 2023, S. 3 f.) derart unspezifisch, dass
sich daraus nichts Verlässliches (bzw. Überprüfbares) zur eigentlich
massgeblichen Frage, von wann bis wann sich der Beschwerdeführer am
14. März 2023 tatsächlich im Hobbyraum entsprechend beschäftigte,
ergibt. Insofern sind diese Aussagen nicht geeignet, den dringenden Tat-
verdacht zu entkräften, und spricht zumindest summarisch betrachtet
nichts gegen die naheliegende Vermutung, dass es sich bei den Aussagen

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des Beschwerdeführers bloss um bereits vorgängig zurechtgelegte Schutz-
behauptungen handeln könnte.

3.8.
Dass das Fehlen entlastender Hinweise auf eine von der Staatsanwalt-
schaft Brugg-Zurzach nur ungenügend vorangetriebene oder sogar einsei-
tig geführte Strafuntersuchung zurückzuführen wäre (vgl. hierzu etwa Be-
schwerde Rz. 17, wonach die Aussagen des Opfers noch nicht mittels einer
Tatortrekonstruktion überprüft worden seien; Rz. 19, wonach keine alterna-
tiven Szenarien geprüft und weder Familienangehörige noch Freunde des
Opfers befragt worden seien, obwohl auf diese Weise möglicherweise "an-
dere potenzielle Widersacher" identifiziert werden könnten; Rz. 23, wonach
ein abschliessender Bericht zu den Schmauchspuren immer noch nicht vor-
liege), lässt sich summarisch betrachtet nicht feststellen. Die Staatsanwalt-
schaft Brugg-Zurzach ist nicht allein deshalb, weil der Beschwerdeführer
seine Täterschaft summarisch betrachtet wenig glaubhaft bestreitet, gehal-
ten, sozusagen aufs Geratewohl weitere (unbekannte) Personen zu ver-
dächtigen. Konkrete Umstände, die nahelegten, dass etwa Befragungen
von Personen aus dem Familien- oder Freundeskreis des Opfers etwas zur
Relativierung des dringenden Tatverdachts hätten beitragen können, sind
denn auch keine ersichtlich.

3.9.
Wenngleich das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau und die
Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach von noch weiteren konkreten Ver-
dachtsmomenten ausgehen (beim Beschwerdeführer festgestellte
Schmauchpartikel; vorgängiger Bargeldbezug des Beschwerdeführers, der
zur Finanzierung der Tatwaffe gedient haben könnte; Kokainkonsum des
Beschwerdeführers; Internetrecherche zu Tötungsdelikten), beruht der
dringende Tatverdacht derzeit doch vor allem auf den summarisch betrach-
tet glaubhaften Aussagen des Opfers, denen der Beschwerdeführer mit sei-
nem summarisch betrachtet wenig glaubhaften Bestreiten und seinen los-
gelöst von konkreten Fallumständen entwickelten Alternativszenarien
nichts Vergleichbares entgegenzusetzen vermag.

Dass sich der dringende Tatverdacht insofern bis anhin nicht wesentlich
erhärtet hat, ändert aber nichts daran, dass gestützt nur schon auf die Aus-
sagen des Opfers nach wie vor ein dringender Tatverdacht auf zumindest
versuchte vorsätzliche Tötung vorliegt, der die Aufrechterhaltung bzw. Ver-
längerung der Untersuchungshaft weiterhin zu rechtfertigen vermag. Dies
nicht zuletzt auch deshalb, weil die Tatvorwürfe schwer wiegen und die
diesbezüglichen Abklärungen dadurch erschwert werden, dass wichtige
Tatutensilien, wie insbesondere die Tatwaffe und die vom Täter getragene
Kleidung, (noch) nicht aufgefunden wurden. Bereits an dieser Stelle ist zu-
dem in Vorwegnahme von nachfolgender E. 7.2 darauf hinzuweisen, dass
keine Verletzung des Beschleunigungsgebots auszumachen ist.

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Liegt somit aber keine einseitig oder zu zögerlich geführte oder weitgehend
bereits abgeschlossene Strafuntersuchung vor, genügt nur schon der Um-
stand, dass der von Beginn weg erhebliche Tatverdacht zwischenzeitlich
keine Relativierung erfahren hat, um mit dem Zwangsmassnahmengericht
des Kantons Aargau weiterhin von einem dringenden Tatverdacht zumin-
dest auf versuchte vorsätzliche Tötung auszugehen (vgl. hierzu exempla-
risch auch Urteil des Bundesgerichts 1B_312/2021 vom 23. Juni 2021
E. 2.7).

4.
4.1.
4.1.1.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte die von der
Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach geltend gemachte und vom Beschwer-
deführer bestrittene Fluchtgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO). Die theoreti-
schen Grundlagen hierzu legte es zutreffend dar (Verfügung E. 4.2 Abs. 1).

In der Sache (Verfügung E. 4.2 Abs. 2) verwies das Zwangsmassnahmen-
gericht des Kantons Aargau zunächst auf seine früheren Verfügungen vom
17. März und 14. Juni 2023. Dort hatte es (jeweils in E. 4.2) unter Mitbe-
rücksichtigung der vom Beschwerdeführer im Falle seiner Verurteilung zu
gewärtigenden Strafe, der dadurch bedrohten Kontakte zu seinen Kindern,
des besonderen Bezugs des Beschwerdeführers zu Italien (er spreche
fliessend italienisch und ihm dort nahestehende Personen dürften ihm im
Falle einer Flucht Unterschlupf gewähren) und seiner seit Februar 2023
bestehenden Arbeitslosigkeit Fluchtgefahr bejaht.

In der aktuell angefochtenen Verfügung führte das Zwangsmassnahmen-
gericht des Kantons Aargau ergänzend aus, dass der Beschwerdeführer
lediglich über "gewisse" familiären und sozialen Bindungen in der Schweiz
verfüge, die aber "nicht gross" seien, was sich bereits an den spärlichen
Besuchen während seiner Untersuchungshaft zeige. Ausserdem bestün-
den "diese Anknüpfungspunkte" auch zu Italien. Zu seinen Töchtern habe
er schon längere Zeit keinen Kontakt mehr und es drohe ihm (im Falle sei-
ner Verurteilung) eine mehrjährige Haftstrafe.

4.1.2.
Der Beschwerdeführer führte hierzu mit Beschwerde aus, dass nicht er-
sichtlich sei, warum er sich der Strafverfolgung entziehen sollte, zumal er
die Tat gänzlich bestreite. Entgegen den Ausführungen des Zwangsmass-
nahmengerichts des Kantons Aargau sei er in der Schweiz verwurzelt und
pflege hier regelmässig soziale Kontakte zu engen Freunden wie F._____,
G._____ und H._____. Auch habe er eine enge Beziehung zu seinem älte-
ren Bruder I._____ sowie zu seiner Mutter, mit welcher er zusammen-

- 13 -

wohne. Derartige Beziehungen habe er in Italien nicht. Das Zwangsmass-
nahmengericht des Kantons Aargau habe denn auch keine vergleichbaren
"Anknüpfungspunkte" zu Italien aufgezeigt. Zu seinen beiden in der
Schweiz lebenden Töchtern pflege er "aus rein fürsorgerischen Gründen"
keinen Kontakt. Er sei hier geboren und aufgewachsen, habe hier die obli-
gatorischen Schulen besucht und seine Ausbildung absolviert. Derzeit sei
er auf Stellensuche. Aus der (geringen) Anzahl an Haftbesuchen lasse sich
nichts zu seinem Nachteil ableiten. Der blosse Umstand, dass ihm eine
mehrjährige Haftstrafe drohe, vermöge keine Fluchtgefahr zu begründen.

4.2.
Dass der Beschwerdeführer bis anhin seinen Lebensmittelpunkt in berufli-
cher, sozialer und auch familiärer Hinsicht eindeutig in der Schweiz und
nicht in Italien hatte, ist angesichts seiner Ausführungen anlässlich der Er-
öffnung der Festnahme am 14. März 2023 (Beilage 9 zum Haftantrag vom
15. März 2023, Fragen 12 ff.) offensichtlich. Auch ist zu beachten, dass der
Beschwerdeführer nach der mutmasslich eingehend geplanten Tat nicht
floh oder eigentlich untertauchte, sondern sich zu seinem Hobbyraum be-
gab. Dieser Umstand allein vermag die Befürchtung einer Flucht oder eines
Untertauchens aber nicht massgeblich zu relativieren, weil dieses Verhar-
ren im Hobbyraum Teil des Plans, die Tat zu leugnen, gewesen sein
könnte. Selbst wenn der Beschwerdeführer sein Scheitern noch vor Ein-
treffen der Polizei realisiert und damit gerechnet haben sollte, verhaftet zu
werden, würde sein Verbleiben im Hobbyraum Fluchtgefahr keineswegs
ausschliessen, sondern legte dies – ähnlich wie die mutmassliche Tatbe-
gehung selbst – zunächst einzig nahe, dass der Beschwerdeführer selbst
in Ausnahmesituationen überlegt und nicht überstürzt handelt.

Dies lässt vermuten, dass der Beschwerdeführer auch das Für und Wider
einer Flucht eher rational beurteilt und er über die derzeit nicht unerhebliche
Wahrscheinlichkeit einer Verurteilung mit langjähriger Freiheitsstrafe nicht
einfach hinwegsieht. Dem Beschwerdeführer gelang es nach der Trennung
vom Opfer zudem offenbar nicht, seine Beziehung zu seinen Kindern auf-
rechtzuerhalten oder selbst eine neue Beziehung einzugehen. Vielmehr
lebt er seitdem bei seiner Mutter, hat er im Februar 2023 offenbar auch
seine Anstellung verloren und scheint sich auch der Kontakt zu seinem Bru-
der abgeflacht zu haben, seitdem er seine Kinder nicht mehr mit zu Besuch
nehmen kann (Eröffnung Festnahme vom 14. März 2023, Fragen 13 und
15; Einvernahme von I._____ vom 23. März 2023 [Beilage 8 zum Haftver-
längerungsgesuch vom 2. Juni 2023], Fragen 20 f., 24, 29, 31 f.; Einver-
nahme von J._____ vom 29. März 2023 [Beilage 9 zum Haftverlängerungs-
gesuch vom 2. Juni 2023], Frage 18 f., 24, 26 f., 38). Von daher machte
das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau wohl nicht zu Un-
recht einen gewissen Vorbehalt zu den aktuellen Beziehungen des Be-
schwerdeführers zur Schweiz und ist nicht ersichtlich, dass der Beschwer-
deführer in Italien wesentlich schlechter als in der Schweiz zurecht käme,

- 14 -

wo ihm einschneidende strafrechtliche Sanktionen drohen. Die Befürch-
tung, dass der Beschwerdeführer sich diesen durch Flucht namentlich nach
Italien zu entziehen versuchen könnte, erscheint damit konkret begründet.

Zudem ist – wie in E. 6 noch zu zeigen ist – weiterhin davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer dem Opfer nach dem Leben trachten könnte.
Käme es tatsächlich zu einem (nochmaligen) Tötungsversuch, wäre die Tä-
terschaft des Beschwerdeführers derart offensichtlich, dass die Annahme,
er werde sich den hiesigen Strafverfolgungsbehörden weiterhin zur Verfü-
gung halten, geradezu illusorisch wäre.

Damit ist Fluchtgefahr i.S.v. Art. 221 Abs. 1 lit. a StPO mit dem Zwangs-
massnahmengericht des Kantons Aargau zu bejahen.

5.
5.1.
5.1.1.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte die von der
Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach geltend gemachte und vom Beschwer-
deführer bestrittene Kollusionsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO). Die theo-
retischen Grundlagen hierzu legte es zutreffend dar (Verfügung E. 4.3 Abs.
1).

In der Sache führte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau
aus, dass die Ermittlungen noch im Gange seien. Ein weiterer Zeuge sei
zu befragen, gutachterliche Feststellungen (wohl zu den Schmauchspuren)
seien noch ausstehend, und die Tatwaffe und die während der Tat getra-
genen Kleider seien noch nicht gefunden worden. Es bestehe die konkrete
Gefahr, dass der nicht geständige Beschwerdeführer im Falle seiner Haft-
entlassung Beweismittel verschwinden lassen könnte (Verfügung E. 4.3
Abs. 2).

5.1.2.
Der Beschwerdeführer führte hierzu mit Beschwerde aus, dass die wesent-
lichen Zeugen bereits einvernommen worden seien, dass er auf die gut-
achterlichen Ergebnisse keinen Einfluss nehmen könne und dass zwischen
Tatzeitpunkt und seiner Anhaltung mehr als sechs Stunden gelegen hätten,
weshalb er (wenn er der Täter wäre) genügend Zeit gehabt hätte, die Tat-
werkzeuge zu beseitigen bzw. vernichten.

5.2.
Nachdem die Tatwaffe und bei der Tat getragene Kleidungsstücke in den
vergangenen Monaten nicht sichergestellt werden konnten und deren Auf-
findbarkeit in zeitlicher Hinsicht offenbar nicht absehbar ist, lässt sich damit
keine konkrete Kollusionsgefahr mehr begründen.

- 15 -

Gemäss Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach steht
an Zeugeneinvernahmen noch diejenige von K._____ aus. Die Staatsan-
waltschaft Brugg-Zurzach begründete diese Einvernahme nicht damit, dass
K._____ Zeugin der Tat gewesen sei, sondern damit, dass sie eine der
engsten Bezugspersonen des Opfers sei. Von daher ist aber nicht ersicht-
lich, warum der Beschwerdeführer kolludierend auf K._____ einwirken
sollte, zumal er damit kaum etwas zu seinen Gunsten erreichen dürfte, son-
dern vielmehr riskierte, dass K._____ als offenbar enge Bezugsperson des
Opfers allfällige Kollusionsversuche meldete.

Gemäss Beschwerdeantwort der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach soll
der Beschwerdeführer demnächst im Rahmen einer Einvernahme mit
"neuen Ermittlungserkenntnissen" konfrontiert werden. Weshalb deswegen
nach der nunmehr mehrmonatigen Untersuchungshaft auf Kollusionsge-
fahr zu schliessen sein soll, geht aus der Beschwerdeantwort aber nicht
hervor.

Damit ist Kollusionsgefahr i.S.v. Art. 221 Abs. 1 lit. b StPO entgegen dem
Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau zu verneinen.

6.
6.1.
6.1.1.
Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau bejahte die von der
Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach geltend gemachte und vom Beschwer-
deführer bestrittene Wiederholungsgefahr (Art. 221 Abs. 1 lit. c StPO). Die
theoretischen Grundlagen hierzu legte es zutreffend dar (Verfügung E. 4.4
Abs. 1).

In der Sache verwies das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Aargau
auf seine Ausführungen in den Verfügungen vom 17. März und 14. Juni
2023 und führte aus, dass ein erneuter Tötungsversuch des Beschwerde-
führers zu befürchten sei, weil er noch im Besitz der Tatwaffe und wegen
der ausgestandenen Untersuchungshaft noch wütender auf das Opfer sein
dürfte (Verfügung E. 4.4 Abs. 2).

6.1.2.
Der Beschwerdeführer führte mit Beschwerde aus, dass er eine Tatbege-
hung "vehement" von sich weise, weshalb von keiner Wiederholungsgefahr
auszugehen sei. Wiederholungsgefahr mit ausgestandener Untersu-
chungshaft zu begründen, käme zudem einem unzulässigen Zirkelschluss
gleich.

6.2.
Der Beschwerdeführer ist dringend verdächtig, das Opfer am 14. März
2023 zwischen Windisch und Gebenstorf in einen eigentlichen Hinterhalt

- 16 -

gelockt und mit mehreren Schüssen zu töten versucht zu haben. Trotz ra-
schen Polizeiaufgebots konnte er erst mehrere Stunden später in einem
Hobbyraum in Q._____ angehalten werden. Von der Tatwaffe fehlt jede
Spur. Der dringend verdächtige Beschwerdeführer ist nicht geständig und
bringt vielmehr vor, zur Tatzeit im besagten Hobbyraum gewesen zu sein,
was er aber summarisch betrachtet nicht glaubhaft zu belegen vermag.
Dies alles erweckt den Eindruck einer vom Beschwerdeführer von langer
Hand geplanten Tat, die in anhaltenden Hassgefühlen, Racheimpulsen
oder anderen Schädigungsabsichten gegenüber dem Opfer begründet ge-
wesen sein dürfte. Dass der Beschwerdeführer diesbezüglich zwischen-
zeitlich zu einer anderen Haltung gegenüber dem Opfer gekommen wäre,
lässt sich nicht feststellen. Deshalb ist ohne Weiteres mit dem Zwangs-
massnahmengericht des Kantons Aargau ernsthaft zu befürchten, dass der
Beschwerdeführer im Falle seiner Haftentlassung nochmals versuchen
könnte, das Opfer zu töten. Diese Befürchtung wiegt umso schwerer, weil
er weiterhin Zugang zu der nicht sichergestellten Tatwaffe haben könnte.
Von daher ist der besondere Haftgrund der Wiederholungsgefahr (Art. 221
Abs. 1 lit. c StPO) ohne Weiteres zu bejahen, wobei noch festzuhalten ist,
dass es – weil es um ein untragbar hohes Risiko geht – um eine sog. qua-
lifizierte Wiederholungsgefahr geht, bei der es auf das Vortatenerfordernis
nicht ankommt (vgl. hierzu etwa Urteil des Bundesgerichts 1B_84/2022
vom 21. März 2022 E. 4.2). Ob die mutmasslich negativen Gefühle des Be-
schwerdeführers gegenüber dem Opfer durch die ausgestandene Untersu-
chungshaft gar noch eine Steigerung erfahren haben, kann offengelassen
werden.

7.
7.1.
7.1.1.
Zur Verhältnismässigkeit der von der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach
beantragten Haftverlängerung führte das Zwangsmassnahmengericht des
Kantons Aargau unter Hinweis auf Art. 111 StGB aus, dass dem Beschwer-
deführer im Falle seiner Verurteilung eine Freiheitsstrafe von über 5 Jahren
drohe, womit sich die Frage der Überhaft nicht stelle. Mildere Massnahmen,
mit denen sich namentlich der (vom Zwangsmassnahmengericht des Kan-
tons Aargau) festgestellten Kollusions- und Wiederholungsgefahr begeg-
nen liesse, seien keine ersichtlich (Verfügung E. 5).

7.1.2.
Der Beschwerdeführer führte mit Beschwerde aus, dass die Strafuntersu-
chung entgegen dem Vorbringen der Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach
nicht mit Hochdruck vorangetrieben werde. Nebst der Hafteröffnung sei er
lediglich zweimal einvernommen worden. Zeugeneinvernahmen seien in
Abständen von etwa einem Monat durchgeführt worden. Warum eine
Schmauchspurauswertung nach sechs Monaten noch nicht vorliege,
obwohl dies zur Entkräftung des Tatverdachts von zentraler Wichtigkeit

- 17 -

sein könnte, sei unerklärlich. Der schleppende Fortschritt der Strafuntersu-
chung könne ihm nicht angelastet werden, sei er doch stets kooperativ ge-
wesen, habe Passwörter herausgegeben, auf eine Siegelung verzichtet
und gegen keine der bis dato vorgenommenen Ermittlungshandlungen ein
Rechtsmittel ergriffen. Die "sich hinziehenden" Ermittlungen seien seitens
der Justizbehörden verschuldet und könnten nicht weiter hingenommen
werden. Das Beschleunigungsgebot sei verletzt. Sein weiterer Verbleib in
Untersuchungshaft wäre unverhältnismässig. Der (vom Zwangsmassnah-
mengericht des Kantons Aargau) festgestellten Flucht-, Kollusions- und
Wiederholungsgefahr könne mit Fernhaltemassnahmen in Verbindung mit
Electronic Monitoring Rechnung getragen werden.

7.2.
Die Verletzung des Beschleunigungsgebots kann nur zur Haftentlassung
führen, wenn die Verfahrensverzögerung geeignet ist, die Rechtmässigkeit
der Untersuchungshaft in Frage zu stellen. Das ist nur der Fall, wenn sie
besonders schwer wiegt und die Strafverfolgungsbehörden erkennen las-
sen, dass sie nicht gewillt oder in der Lage sind, das Verfahren nunmehr
mit der für Haftfälle verfassungs- und konventionsrechtlich gebotenen Be-
schleunigung voranzutreiben (Urteil des Bundesgerichts 1B_434/2016 vom
7. Dezember 2016 E. 3.2 mit Hinweisen etwa auf BGE 137 IV 92 E. 3.1).

Der von einem dringenden Tatverdacht getragene Vorwurf der versuchten
vorsätzlichen Tötung wiegt schwer und die diesbezüglichen Abklärungen
werden dadurch erschwert, dass wichtige Tatutensilien, wie insbesondere
die Tatwaffe und die vom Täter getragenen Kleider, (noch) nicht aufgefun-
den werden konnten. Dass die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach die Er-
mittlungen in ihrem Antrag auf Haftverlängerung/Abweisung des Haftent-
lassungsgesuchs vom 5. September 2023 als anspruchsvoll bezeichnete,
ist ohne Weiteres nachvollziehbar und wurde von ihr denn auch schlüssig
begründet. So geht es etwa bezüglich der Schmauchspuren offenbar nicht
bloss um das Erstellen eines abschliessenden technischen Berichts zu den
beim Beschwerdeführer festgestellten Schmauchpartikeln, sondern auch
um die sorgfältig zu prüfende Frage, ob und inwieweit diese von einer Kon-
tamination während der Festnahme herrühren könnten (Antrag auf Haftver-
längerung/Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 5. September
2023, Seite 5). Weiter geht es offenbar etwa auch darum, die Behauptung
des Beschwerdeführers, den 14. März 2023 hauptsächlich im besagten
Hobbyraum zugebracht zu haben, durch Auswertung von "digitalen Spu-
ren" soweit als möglich zu überprüfen. Schliesslich sind offenbar in Ergän-
zung zu den bereits zahlreich durchgeführten Einvernahmen noch weitere
Einvernahmen geplant. Gemäss summarischer Durchsicht der Akten fan-
den bis anhin am 14. März, 22. März, 23. März, 29. März, 4. April, 2. Mai,
10. Mai, 10. Juli, 26. Juli, 9. August, 28. August und 1. September 2023
Einvernahmen statt, teilweise sogar mehrere an einem Tag. Von daher ver-

- 18 -

mag der Beschwerdeführer auch mit seiner Behauptung, dass Zeugenein-
vernahmen in Abständen von etwa einem Monat durchgeführt worden
seien, keine Verletzung des Beschleunigungsgebots darzutun.

7.3.
Weder mit den vom Beschwerdeführer beantragten Fernhaltemassnahmen
noch mit anderen Ersatzmassnahmen liesse sich die Realisierung der fest-
gestellten Flucht- und Wiederholungsgefahr verlässlich verhindern. Auch
eine Verletzung des Verbots der Überhaft liegt, wie vom Zwangsmassnah-
mengericht des Kantons Aargau mit zutreffender und vom Beschwerdefüh-
rer unbestritten gelassener Begründung festgestellt, offensichtlich nicht
vor. Schliesslich erweist sich die von der Staatsanwaltschaft Brugg-
Zurzach beantragte Verlängerung der Untersuchungshaft um einstweilen
drei Monate auch angesichts des aktuellen Verfahrensstandes und des of-
fenbar noch bestehenden Ermittlungsbedarfes als verhältnismässig.

8.
Damit ist nicht zu beanstanden, dass das Zwangsmassnahmengericht des
Kantons Aargau mit Verfügung vom 14. September 2023 die Untersu-
chungshaft entsprechend dem Antrag der Staatsanwaltschaft Brugg-
Zurzach um drei Monate verlängerte und das Haftentlassungsgesuch des
Beschwerdeführers abwies. Die gegen diese Verfügung gerichtete Be-
schwerde ist unbegründet und damit abzuweisen.

9.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss dem mit sei-
ner Beschwerde unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 428
Abs. 1 StPO). Die Entschädigung seines amtlichen Verteidigers ist am
Ende des Strafverfahrens von der dannzumal zuständigen Instanz festzu-
legen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

Die Beschwerdekammer entscheidet:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsge-
bühr von Fr. 1'000.00 und den Auslagen von Fr. 64.00, zusammen
Fr. 1'064.00, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

Zustellung an:
[…]

- 19 -

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff., Art. 90 ff. BGG)

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der schrift-
lichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die Be-
schwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. Dieselbe Beschwerde
kann erhoben werden gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide, wenn
diese einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können oder wenn die Gutheis-
sung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen bedeuten-
den Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde
(Art. 44 Abs. 1, Art. 78, Art. 90, Art. 93, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1 BGG).

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen Bundes-
gericht einzureichen (Art. 42, Art. 100 Abs. 1 BGG).

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte elek-
tronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, in-
wiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Die Urkunden, auf die
sich eine Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen
hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). Für die Beschwerde-
legitimation ist Art. 81 BGG massgebend.

Aarau, 18. Oktober 2023

Obergericht des Kantons Aargau
Beschwerdekammer in Strafsachen
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Richli Burkhard

	6.1.