# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 07dd8281-e969-56ec-9b11-61ba815b06e2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.12.2008 E-6505/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6505-2008_2008-12-04.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6505/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  4 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Markus König (Vorsitz), Richter Hans Schürch, 
Richterin Regula Schenker Senn,
Gerichtsschreiber Rudolf Bindschedler.

A._______,
Sri Lanka,
vertreten durch Rechtsanwalt Florian Wick,
Gesuchsteller,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern.

Revision; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 
3. Oktober 2008 (E-_______/2008).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6505/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom  24. September  2008  das  Asyl-
gesuch des Gesuchstellers vom 11. September 2008 abwies, ihn aus 
dem  Transitbereich  des  Flughafens  Zürich-Kloten  wegwies  und  den 
Vollzug der Wegweisung anordnete,

dass das BFM zur  Begründung im Wesentlichen ausführte,  die  vom 
Gesuchsteller geltend gemachten Vorbringen vermöchten keine asyl-
rechtliche  Relevanz  zu  begründen  und  der  Vollzug  der  Wegweisung 
des Gesuchstellers nach Sri Lanka – beispielsweise nach B._______, 
wo er über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfüge –, sei zulässig, zu-
mutbar und möglich,

dass der Gesuchsteller diese Verfügung mit Beschwerde vom 30. Sep-
tember 2008 beim Bundesverwaltungsgericht anfocht und dabei unter 
anderem die Feststellung der Flüchtlingseigenschaft,  die Gewährung 
von Asyl  und eventualiter  die  Gewährung der  vorläufigen  Aufnahme 
beantragte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  die  Beschwerde  mit  Urteil  vom 
3. Oktober 2008 abwies,

dass der Gesuchsteller mit Eingabe vom 14. Oktober 2008 um Revisi-
on  nachsucht  und  dabei  im  Wesentlichen  die  Aufhebung  der  Zif-
fern 3-5 der Verfügung des BFM vom 24. September 2008,  den Ver-
zicht auf die Wegweisung sowie die Gewährung der vorläufigen Auf-
nahme, die Bewilligung der Einreise beantragte,

dass in prozessualer Hinsicht die vorsorgliche Bewilligung der Einrei-
se,  die  Erlaubnis,  den  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  in 
der Schweiz abwarten zu dürfen, sowie die Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege und die Befreiung von der Kostenvorschusspflicht 
beantragt wurden,

dass der Gesuchsteller als Revisionsgrund sinngemäss geltend macht, 
es lägen neue erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel 
nach Art. 123 Abs. 2 Bst. a des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 (BGG, SR 173.110)  vor und dabei Bezug auf das Schreiben ei-
nes srilankischen Rechtsanwalts sowie die englische Übersetzung ei-
nes srilankischen Verfahrensdokuments nimmt,

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dass  beide  Unterlagen  beim  Bundesverwaltungsgericht  (BVGer)  in 
Form von Foto- respektive Telefaxkopien zu den Akten gereicht worden 
sind,

dass der Gesuchsteller zudem geltend macht, er verfüge nicht über ei-
nen Reisepass oder eine gültige Identitätskarte, weshalb er bei einer 
Rückkehr nach Sri Lanka in eine problematische Lage geraten würde,

dass der  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung vom 22. Oktober 
2008 das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen abwies, den 
Gesuchsteller zum Abwarten des Ausgangs des Revisionsverfahrens 
im Ausland aufforderte, die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1  des Bundesgesetzes vom 
20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) sowie um Befreiung von der Vorschusspflicht abwies und 
dem Gesuchsteller Frist zur Leistung des Kostenvorschusses setzte,

dass der Gesuchsteller den Kostenvorschuss fristgerecht leistete,

und das Bundesverwaltungsgericht erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen des BFM entscheidet Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 
des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR173.32]; 
Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]) und ausserdem für die Revision von Entscheiden 
zuständig ist, die es in seiner Funktion als Beschwerdeinstanz gefällt 
hat (vgl. BVGE 2007/21 E. 2.1, mit Hinweisen),

dass gemäss Art. 45 VGG für die Revision von Urteilen des Bundes-
verwaltungsgerichts die Art. 121-128 BGG sinngemäss gelten,

dass gemäss Art. 47 VGG auf Inhalt, Form und Ergänzung des Revisi-
onsgesuchs Art. 67 Abs. 3 VwVG Anwendung findet,

dass der Gesuchsteller durch das angefochtene Urteil berührt ist und 
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat, womit die Legitimation gegeben ist (analog Art. 48 Abs. 1 
VwVG),

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dass der Gesuchsteller den Revisionsgrund  des Vorliegens neuer er-
heblicher Tatsachen respektive Beweismittel anruft, welcher in Art. 123 
Abs.  2  Bst.  a  BGG  genannt  wird,  und  diesen  Grund  innert  der  in 
Art. 124 BGG genannten Frist geltend macht,

dass  somit  auf  das  form-  und fristgerecht  eingereichte  Revisionsge-
such einzutreten ist,

dass  der  Gesuchsteller  in  der  Begründung  seines  Rechtsmittels  auf 
das in Englisch verfasste Schreiben eines srilankischen Rechtsanwalts 
und auf die englische Übersetzung eines srilankischen Verfahrensdo-
kuments Bezug nimmt,

dass es sich beim eingereichten Verfahrensdokument offenbar um die 
Übersetzung  eines  in  der  singhalesischen  Originalsprache  bereits 
beim BFM zu den Akten gereichten – und vom Amtsdolmetscher aus-
zugsweise übersetzten – Dokuments handelt (vgl. Anhörungsprotokoll 
vom 19. September 2008 S. 3 und BFM-Aktenstück A7/10),

dass im Revisionsgesuch nicht geltend gemacht wird, dem nun einge-
reichten Dokument seien relevante neue Sachverhaltselemente zu ent-
nehmen,

dass auch dem angeblich von einem srilankischen Rechtsanwalt ver-
fassten Schreiben vom 10. Oktober 2008 – wie bereits in der Instrukti-
onsverfügung vom 22. Oktober 2008 dargelegt – die revisionsrechtli-
che Erheblichkeit abzusprechen ist, 

dass nämlich der formelle Mangel der Identitätspapiere des Gesuch-
stellers  und die  alleinige  Verantwortlichkeit  der  zuständigen Ausstel-
lungsbehörde  hierfür  im  Entscheid  des  srilankischen  Magistrate's 
Court formell festgestellt worden ist, weshalb die Auffassung des An-
walts,  ein weiterer  Aufenthalt  des  Gesuchstellers  im Grossraum Co-
lombo sei "highly risky" nicht zu überzeugen vermag,

dass es für den Gesuchsteller unter den gegebenen Umständen viel-
mehr möglich und zuzumuten wäre, mit Hilfe seines Anwalts – nötigen-
falls  auf  dem  Rechtsweg –  die  zuständige  heimatliche  Behörde  zur 
Ausgabe eines korrekten Identitätspapiers zu bewegen,

dass  auf  die  appellatorische  Kritik  an  der  konkreten  Würdigung  der 
flüchtlings- und wegweisungsrechtlichen Erheblichkeit  der Vorbringen 

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des  damaligen Beschwerdeführers  durch  das  Bundesverwaltungsge-
richt nicht einzugehen ist, weil das ausserordentliche Rechtsmittel der 
Revision  hierfür  nicht  zur  Verfügung  steht  (vgl.  etwa  URSINA BEERLI-
BONORAND,  Die  ausserordentlichen  Rechtsmittel  in  der  Verwaltungs-
rechtspflege des Bundes und der Kantone, Zürich 1985, S. 96 f.),

dass mit der ausführlichen Schilderung der aktuellen Lage in Sri Lanka 
(vgl. Revisionsgesuch, S. 7 ff.) ebenfalls offenkundig keine Revisions-
gründe dargetan werden,

dass das Revisionsgesuch somit abzuweisen ist,

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.-- 
(Art.  16  Abs.  1  Bst.  a  VGG  i.V.m.  Art. 1-3  des  Reglements  vom 
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-
desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Gesuchsteller auf-
zuerlegen  (Art. 63 Abs. 1 und 5 und Art. 68 Abs. 2 VwVG)  und diese 
Verfahrenskosten  durch den am 4. November 2008 in  gleicher Höhe 
geleisteten Kostenvorschuss gedeckt sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Das Revisionsbegehren wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden dem Gesuchsteller auf-
erlegt.  Sie  sind  durch  den  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvor-
schuss beglichen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Gesuchstellers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, zu den Ak-

ten  Ref.-Nr. N_______  (per  Kurier;  in  Kopie;  Beilage:  die  uns  ad 
acta zugestellten BFM-Vollzugsakten)

- das BFM, Dienst Flughafenverfahren (in Kopie)
- die Flughafenpolizei Zürich-Kloten, Grenzpolizeiliche Massnahmen/

Asyl (ad _______, in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Markus König Rudolf Bindschedler

Versand:

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