# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1efc019c-3da3-5fe8-9494-823858e93f84
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-17
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 17.11.2023 510 23 28 (510 2023 28)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-23-28_2023-11-17.pdf

## Full Text

Seite 1 

Urteil vom 17. November 2023 (510 23 28) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Abzugsfähigkeit der Kosten für eine Au-pair-Angestellte 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident A. Zähndler, Gerichtsschreiber D. Kambanas  
 
 

Parteien A.____ 
 
 Rekurrent 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staatssteuer 2021 
 
 

http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html
http://www.baselland.ch/main_strk-htm.277547.0.html

 
 
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Sachverhalt: 

 

A. 

Mit Verfügung der Staatssteuer 2021 vom 19. Januar 2023 wurde statt der vom Pflichtigen gel-

tend gemachten Kinderdrittbetreuungskosten von Fr. 20’000.-- nur ein Betrag von Fr. 10'284.-- 

steuerlich berücksichtigt und das steuerbare und satzbestimmende Einkommen wurden auf 

Fr. 51’043.-- resp. Fr. 58’961.-- festgesetzt. 

 

 

B. 

Mit Eingabe vom 14. Februar 2023 erhob der Pflichtige Einsprache mit dem Antrag, es sei der 

manuell festgesetzte Abzug für Kinderdrittbetreuung auf den normalen Abzug zu korrigieren. 

Zur Begründung führte er im unter anderem aus, dass sich die AHV, das BVG sowie die Quel-

lensteuer den gesamten monatlichen Bruttolohn des Au-pairs von Fr. 1'847.-- als Berechnungs-

grundlage verwendeten. Das KIGA halte in seinem Merkblatt für Au-pair-Angestellte fest, dass 

neben dem Minimallohn ein Naturallohn von Fr. 990.-- zu entrichten sei. Beides seien also 

Lohnbestandteile und könnten nicht willkürlich auseinandergerechnet werden. Ebenfalls seien 

obligatorisch eine Sprachschule, die Hin- oder Rückreise und 50 % der Krankenversicherung 

von der Familie zu bezahlen. Zudem sei zwingend vorgeschrieben, dass die Vermittlung durch 

eine Agentur zu erfolgen habe. All diese Kosten seien zwingend, damit eine Anstellung möglich 

sei und somit hätten diese den gleichen Stellenwert wie die als Lohnkosten bezeichneten Kos-

tenteile und seien in den Abzug miteinzubeziehen. Schliesslich halte das Baselbieter Steuer-

buch fest, dass als Aufwendungen für Drittbetreuungskosten unter anderem auch Honorare an 

Tagesmütter in Frage kämen. Diese berechneten sich nicht danach, dass nur das gezahlt wer-

de, was nach Abzug der direkten Lebenshaltungskosten wie Kost und Logis der Tagesmutter 

übrigbleibe, sondern es würden die gesamten Lebenskosten der Tagesmutter berücksichtigt. 

Dies habe entsprechend auch für ein Au-pair zu erfolgen, ansonsten eine Rechtsungleichheit 

vorliege: Eltern, die ihre Kinder in einer Institution betreuen liessen, könnten die gesamten Kos-

ten abziehen, während Eltern mit einem Au-pair massiv benachteiligt würden. 

 

Die Steuerverwaltung hiess die Einsprache mit Entscheid vom 19. April 2023 teilweise gut, er-

höhte den Abzug für Drittbetreuungskosten hinsichtlich der Au-pair-Kosten auf Fr. 13'190.-- und 

führte zur Begründung im Wesentlichen aus, dass hinsichtlich der Kosten für die beiden Au-

pairs die Steuerverwaltung vom «Barlohn» gemäss Lohnabrechnungen in Höhe von monatlich 

Fr. 857.-- ohne Berücksichtigung von Kost und Logis, der Auslagen für die Sprachschule und 

die Krankenkassenprämie ausgegangen sei. Als Kinderdrittbetreuung seien von Gesetzes we-

gen nur Aufwendungen der «reinen» Kinderdrittbetreuung abzugsfähig. Den beiden Arbeitsver-

trägen mit den Au-pairs könne entnommen werden, dass das «Au-pair der Gastfamilie in der 

Kinderbetreuung und bei leichten Hausarbeiten» helfe, einen Nettolohn von Fr. 700.-- sowie 

Anspruch auf Kost und Logis in einem Gegenwert von Fr. 900.-- zu Gute habe. Des Weiteren 

verpflichte sich die Gastfamilie vorab zur Zahlung eines deutschen Sprachkurses und zur Versi-

cherung der Au-pairs bei der Krankenkasse und einer Unfallversicherung. Nur den «Barlohn» 

für die Betreuung der beiden Töchter als abzugsfähig zu taxieren greife zu kurz. Gestützt auf 

 
 
Seite 3   

den Vertragswortlaut seien die gesamten Kosten in die Kalkulation zu berücksichtigen, wobei 

die Aufwendungen für Kost- und Logis keine Kinderdrittbetreuungskosten darstellten. Während 

die Au-pairs schliefen und ässen, sei keine Kinderbetreuung möglich, was sich auch in der Ana-

logie zu Tagesmüttern oder der Betreuung durch eine Institution wiederspiegle. Der vertragliche 

Ansatz für Kost und Logis in Höhe von Fr. 990.-- entspreche demjenigen für die volle Verpfle-

gung und Unterkunft gemäss Merkblatt N2/2007 über die Bewertung von Verpflegung und Un-

terkunft von Unselbstständigerwerbenden der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), 

weshalb es sich rechtfertige von den gesamthaft deklarierten Kosten von Fr. 29’466.-- für die 

Au-pairs den Betrag von Fr. 11'880.-- (12 x Fr. 990.--) in Abzug zu bringen und als Basis für die 

Auslagen «Au-pair» Fr. 17’586.-- heranzuziehen. Die Au-pairs seien zu leichten Arbeiten im 

Haushalt verpflichtet, welche keinen Abzug für die Drittbetreuung von Kindern erlaubten. Bei 30 

Arbeitsstunden pro Woche, wovon während der Hälfte ein Elternteil anwesend sein müsse und 

diese Zeit mangels Notwendigkeit einer Fremdbetreuung gar keinen Abzug erlaube wie auch 

des Umstands, dass die Kinder zur Schule gingen und regelmässig den Mittagstisch der Ge-

meinde besuchten, also nicht gleichzeitig zuhause betreut würden, sei der gewährte einen An-

teil von 75 % für die Betreuung als sachgerecht, wenn nicht gar als grosszügig zu werten. Damit 

seien Au-pair-Kosten in Höhe von Fr. 13’190.-- für beide Kinder als Kinderdrittbetreuungskosten 

zum Abzug zuzulassen. 

 

 

C. 

Mit Schreiben vom 8. Mai 2023 erhebt der Pflichtige Rekurs mit dem sinngemässen Begehren, 

es sei der der volle Abzug für die Drittbetreuung der beiden Töchter zu gewähren. Zur Begrün-

dung führt er aus, dass die Erwägungen offensichtlich bewusst falsch erstellt worden seien, da 

sie eine krasse Ungleichbehandlung im Vergleich mit Eltern darstellten, die ihre Kinder durch 

eine hiesige Institution oder durch eine Nanny betreuen lassen könnten. Dem Rekurrenten sei 

dies nicht möglich, da er unregelmässige Arbeitszeiten und einen längeren Arbeitsweg habe. 

Kein anderes Angebot könne dies abdecken. Gegen eine solche Diskriminierung wehre er sich. 

Der Lohn einer Nanny oder der Lohn einer Mitarbeiterin in einer Kita enthalte ebenfalls eine 

Gesamtentschädigung. Daraus bestritten die Mitarbeitenden ihren gesamten Lebensunterhalt, 

inklusive Übernachtung und Verpflegung - sozusagen rund um die Uhr. Sie zahlten auch Kran-

kenkassenkosten aus dieser Gesamtentschädigung. Und die Kita rechne in ihre Preise auch 

Weiterbildungskosten und nötige Kosten für Bewilligungen und für das Einstellen der Mitarbei-

tenden mit ein. Der rein optische Nachteil bei der Entlöhnung eines Au-pairs sei, dass diese 

Lohn-/Kostenteile je separat vorlägen. Was den einen Eltern als Abzug gewährt werde, sei auch 

dem Rekurrenten zu gewähren. Der beiliegenden Tarifstruktur der Kita in Gemeinde B.____ sei 

zu entnehmen, dass die Ganztagesbetreuung eines Kindes an wöchentlich drei ganzen Tagen 

pro Monat Fr. 1'320.-- kosten würde, für zwei Kinder also monatlich Fr. 2'640.-- und damit fielen 

jährliche Kosten von Fr. 31’680.-- an. Es sei klar, dass die beigezogenen Zahlen einer Kita kei-

ne absolut genaue Vergleichsgrösse darstellten. In dieser Überlegung würden bewusst die tie-

feren Kosten für ganze Betreuungstage und nur eine tiefere pauschale Überlegung verwendet. 

Damit könne problemlos berücksichtigt werden, dass in der Kita-Pauschale enthaltenen Kosten 

für Mahlzeiten und für die Raummiete bei einem Au-pair entsprechend nicht zu berücksichtigen 

 
 
Seite 4   

sind. Bei Kita-Kosten von rund Fr. 31’000.-- lägen die angegebenen Kosten von Fr. 29'466.-- für 

das Au-pair also völlig im Rahmen und rechtfertigten für sich alleine schon den vollen Abzug. 

Auch in einer Kita fielen leichte Hausarbeiten wie Kochen, Essen richten und abräumen, Auf-

räumen auch während der Betreuungsarbeiten an. Also müssten sie auch bei einem Au-pair 

angerechnet werden. Es sei zwar korrekt, dass während der Hälfte der Zeit ein Elternteil anwe-

send sein müsse. Jedoch schaue auch ein Au-pair dann nicht nur zu und tue nichts, sondern 

unterstütze natürlich genauso und habe genauso Betreuungsaufgaben. Ausserdem seien in 

einer Kita recht viele Auszubildende oder Praktikantinnen beschäftigt. Niemand käme auf die 

Idee, dass die Anwesenheit einer ausbildungsberechtigten Mitarbeiterin zur Folge habe, dass 

die weniger erfahrenen Mitarbeitenden nichts zur Betreuung der Kinder beitrügen. 

 

Die Steuerverwaltung beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 29. Juni 2023 die Abweisung des 

Rekurses und begründet diesen unter anderem damit, dass im vorliegenden Fall keine krasse 

Ungleichbehandlung vorliege im Vergleich zu Eltern, die ihre Kinder durch eine Kita oder Nanny 

betreuen liessen. Der Rekurrent verkennt, dass es sich bei einer Kita um eine reine Kinderbe-

treuung handle, die extern erfolge. Die Tätigkeit einer Au-pair sei nicht auf die Kinderbetreuung 

beschränkt, sondern erstrecke sich auch auf leichte Hausarbeit. So sei dem Au-pair-

Arbeitsvertrag zu entnehmen, dass die wöchentliche Arbeitszeit 30 Stunden betrage, wovon ein 

Elternteil zu 50 % im Haushalt anwesend sein und das Au-pair während der Arbeitszeit be-

treuen müsse. Es sei in der Lehre und Rechtsprechung unbestritten, dass Kinderdrittbetreu-

ungskosten nur geltend gemacht werden könnten, wenn die Eigenbetreuung der Kinder wegen 

Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit nicht möglich sei. Es müsse dabei letzt-

lich eine Betreuungsunfähigkeit vorliegen, die in einem der drei genannten Ursachen begründet 

sei). lm vorliegenden Fall habe die Steuerverwaltung den abzugsfähigen Anteil in grosszügiger 

Weise mit 75 % fest. Mit Blick auf die vertragliche Ausgestaltung des Au-pair-Vertrags stelle 

sich deshalb die Frage, ob dieser eigentlich nicht mit 50 % hätte festgesetzt werden müssen, da 

nur in diesem Umfang eine effektive Kinderdrittbetreuung stattgefunden habe. Zudem habe die 

Steuerverwaltung die Kosten für den Sprachkurs des Au-pairs ebenfalls in der Berechnungsba-

sis mitberücksichtigt, obwohl dieser klarerweise reine Lebenshaltungskosten darstellten. Nur 

weil sich die Gastfamilie vertraglich zu der Übernahme von Sprachunterrichtskosten verpflichte, 

würden diese nicht automatisch zu Kinderdrittbetreuungskosten im steuerrechtlichen Sinne. 

 

Das Steuergericht stellte dem Rekurrenten mit Verfügung vom 3. Juli 2023 die Vernehmlassung 

der Steuerverwaltung zu und wies ihn darauf hin, dass die Möglichkeit bestehe, eine Stellung-

nahme einzureichen oder sich anlässlich der Hauptverhandlung zu äussern. 

 

Der Rekurrent hält in seiner Replik vom 6. Juli 2023 unter anderem noch fest, dass er mit einem 

Rekurs seine Rechte auf dem normalen Weg wahrgenommen und durchaus gut begründet ei-

nen diskriminierenden Entscheid angefochten habe, die Steuerverwaltung hingegen zugebe, 

dass keine haltbaren Argumente für ihre Einschätzung bestünden und die von der Steuerver-

waltung angeführten Behauptungen auf Willkür basierten und nur mit einer Drohung auf eine 

Schlechterstellung [reformatio in peius] überhaupt Aussicht auf Erfolg haben könnte. Den Um-

stand, dass einer Kita durch die Eltern ein pauschaler Tarif vergütet werde, welcher bei den 

 
 
Seite 5   

Steuern voll abzugsfähig sei, kommentiere die Steuerverwaltung bewusst nicht. Es werde nicht 

erwähnt, was durch den Tarif alles abgedeckt sei, denn sonst liesse sich die wissentlich etab-

lierte Diskriminierung nicht aufrechterhalten. lm pauschalen Tarif einer Kita seien alle möglichen 

Aspekte abgedeckt, von Miete über Versicherungen bis hin zu Putzarbeiten und alle Arbeiten, 

die rund um die Mahlzeiten selbst anfielen. Die Aussage, dass es sich «bei der Kita um eine 

reine Kinderbetreuung handle» sei also sachlich absolut falsch und übergehe bewusst, dass 

diese «reine Kinderbetreuung» eine Vielfalt von Teil-Arbeiten beinhalte, die in leicht anderer 

Ausprägung der Vielfalt der Kosten eines Au-pairs entsprächen. lm Vergleich mit den als ab-

zugsfähig Anerkennung von Kita-Kosten seien entsprechend die gesamten Kosten der Anstel-

lung eines Au-pairs als gleichwertig und damit als abzugsfähig anzuerkennen. Der Sprachkurs 

sei zudem keine vertragliche Regelung, sondern Teil des vom Kanton vorgeschriebenen Arran-

gements, das überhaupt die Anstellung eines Au-pairs ermögliche. Dies als «reine Lebenshal-

tungskosten» zu kaschieren, sei nicht zulässig. Der Sprachkurs sei Teil der gesamten Kosten 

eines Au-pairs, wie auch in der Kita durch den Tarif auch Weiterbildungskosten oder Ausbil-

dungskosten von Auszubildenden abgedeckt würden. Sämtliche Kosten eines Au-pairs seien 

durch entsprechenden Regelungen vorgeschrieben: Bruttolohn, Krankenkassenanmeldung, 

Kosten für die Agentur, Sprachkurskosten, Kosten für die Fahrt zum Sprachkurs usw. Unregel-

mässige Arbeitszeiten am Abend oder unregelmässige frühe Zeiten für das Verlassen des Hau-

ses machten es dem Rekurrenten unmöglich, auf eine externe Lösung zurückzugreifen. 

 

Anlässlich der heutigen Verhandlung hält die Steuerverwaltung an ihrem Antrag fest, wobei der 

Rekurrent auf eine Teilnahme verzichtet. 

 

 

 

Erwägungen: 

 

1. 

Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und 

Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses 

zuständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 3’000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuerge-

richts als Einzelrichter beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden An-

forderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. 

2.1. Zu prüfen ist, ob der volle Abzug von Fr. 20’000.-- für die geltend gemachten Kinderdrittbe-

treuungskosten zu gewähren ist. 

 

2.2. Gemäss § 29 Abs. 1 lit. c StG werden die nachgewiesenen und selbst getragenen Kosten, 

höchstens aber Fr. 10'000.-- pro Jahr, für die Drittbetreuung jedes Kindes, welches das 14. Al-

tersjahr noch nicht vollendet hat und mit der steuerpflichtigen Person, die für seinen Unterhalt 

 
 
Seite 6   

sorgt, im gleichen Haushalt lebt, soweit diese Kosten in direktem kausalem Zusammenhang mit 

der Erwerbstätigkeit, Ausbildung oder Erwerbsunfähigkeit der steuerpflichtigen Person stehen, 

vom steuerbaren Einkommen abgezogen. 

 

2.3. Als Kinderbetreuungskosten gelten damit Aufwendungen, welche durch die Betreuung der 

eigenen Kinder durch Drittpersonen anfallen. Darunter fallen insbesondere Taggelder für private 

und öffentliche Organisationen, welche sich der Kinderbetreuung annehmen. Als Kinderbetreu-

ungskosten gelten auch Honorare an Personen, welche die Betreuung von Kindern beruflich 

oder nebenberuflich ausüben (Tagesmütter etc.).1 Um als abzugsfähig zu gelten, müssen die 

Fremdbetreuungskosten notwendig sein. Aus steuerlicher Sicht ist die Notwendigkeit dann ge-

geben, wenn Kinder zur Erzielung von steuerbaren Einkünften fremdbetreut werden müssen. 

Typischerweise bilden effektive Auslagen für eine Kinderkrippe, einen Hort oder eine Tagesstät-

te abzugsfähige Kinderdrittbetreuungskosten. Unter Drittbetreuungskosten sind zudem nur die-

jenigen Kosten zu verstehen, die durch reine Betreuungsarbeit entstanden sind. Fallen im 

Rahmen der Drittbetreuung auch Kosten für die Verpflegung oder für anderen Unterhalt der 

Kinder an, so sind diese als Lebenshaltungskosten zu qualifizieren und können nicht in Abzug 

gebracht werden. Solche Kosten würden nämlich auch entstehen, wenn die Kinder nicht durch 

Dritte betreut würden. Demnach sind die Kosten für Nahrung, Kleider, Ausbildung der privaten 

Lebenshaltung zuzuschreiben.2 Es können nur diejenigen Kosten geltend gemacht werden, die 

ausschliesslich für die Betreuung der Kinder während der tatsächlichen Arbeits- oder Ausbil-

dungszeit oder der tatsächlichen Dauer der Erwerbsunfähigkeit mit gleichzeitiger Betreuungsun-

fähigkeit der steuerpflichtigen Person anfallen.3 

 

Wird eine Haushaltshilfe angestellt, die sich während der Erwerbstätigkeit der Eltern auch um 

die Kinder kümmert, kann nur dieser Teil der Kosten für die Haushaltshilfe als Kinderdrittbe-

treuungskosten in Abzug gebracht werden, da die übrigen Aufwendungen für die Haushaltsar-

beiten nicht abzugsfähige Lebenshaltungskosten darstellen. Schulgelder sind ebenfalls als nicht 

abzugsfähige Lebenshaltungskosten zu qualifizieren.4 Drittbetreuungskosten, die ausserhalb 

der effektiven Arbeits- oder Ausbildungszeit der Eltern angefallen sind wie etwa durch Babysit-

ting am Abend oder für Freizeitaktivitäten, können nicht in Abzug gebracht werden. Solche Kos-

ten, die den Eltern infolge Freizeitgestaltung entstehen, sind als nicht abzugsfähige Lebenshal-

tungskosten zu qualifizieren.5 Als Kinderdrittbetreuung sind damit nur Aufwendungen der «rei-

nen» Kinderdrittbetreuung abzugsfähig. 

 

2.4. Als Au-pair-Angestellte bezeichnet man junge Ausländer und Ausländerinnen, die zur 

sprachlichen und kulturellen Weiterbildung in die Schweiz kommen. Der Besuch einer Sprach-

schule ist obligatorisch, wobei die Gastfamilie die Kosten trägt. Der Umfang für den Besuch der 

                                                
1 RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 4. Aufl., Zürich 2021, § 31 N 187 ff. 
2 Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 18. September 2009, 510 09 53, E. 3. a). 
3 HUNZIKER/MAYER-KNOBEL, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesge-

setz über die direkte Bundessteuer, 4. Aufl. 2022 Basel, Art. 33 N 41. 
4 StGE vom 18. September 2009, 510 09 53, E. 3. 
5 HUNZIKER/ MAYER-KNOBEL, a.a.O., Art. 33 N 43. 

 
 
Seite 7   

Sprachschule beträgt mindestens 120 Stunden innerhalb eines Jahres. Es ist den Au-pair-

Angestellten genügend Zeit für Bildung und das Kennenlernen von Land und Leuten einzuräu-

men. Sie sollen auch am Leben der Gastfamilie teilnehmen können. Sie helfen halbtags im 

Haushalt bei leichten Arbeiten und bei der Kinderbetreuung mit.6 

 

Bei den steuerlich zu berücksichtigenden Kosten für Au-pair-Angestellte gilt es daher zwischen 

dem Entgelt für die Haushaltshilfe, den Schulkosten und den Kosten zu unterscheiden, die für 

die Betreuung der Kinder anfallen. Somit kann von den Kosten nur ein (angemessener) Anteil 

als Kinderdrittbetreuungskosten berücksichtigt werden, der bis zum Maximalbetrag des Abzugs 

geltend gemacht werden kann. 

 

2.5. Im vorliegenden Fall ist den beiden Arbeitsverträgen mit der Au-pair-Angestellten C.____ 

für den Zeitraum vom 8. August 2020 bis 7. August 2021 sowie der Au-pair-Angestellten D.____ 

für den Zeitraum vom 1. September 2021 bis 31. August 2022 zu entnehmen, dass das «Au-

pair der Gastfamilie in der Kinderbetreuung und bei leichten Hausarbeiten» hilft sowie gehalten 

ist, einen Sprachunterricht zu besuchen. 

 

Ausgehend von gesamthaft deklarierten Drittbetreuungskosten von Fr. 29’466.-- und steuerlich 

geltend gemachten Kinderdrittbetreuungskosten von Fr. 20’000.-- berücksichtigte die Steuer-

verwaltung in der Veranlagungsverfügung vom 19. Januar 2023 nur einen Betrag von 

Fr. 10'284.-- steuerlich. Im angefochtenen Einspracheentscheid erhöhte sie den Abzug für Dritt-

betreuungskosten hinsichtlich der Au-pair-Kosten dann auf Fr. 13'190.--: Es rechtfertige sich 

von den gesamthaft deklarierten Kosten von Fr. 29’466.-- für die Au-pairs den Betrag von 

Fr. 11'880.-- (12 x Fr. 990.--) für Kost und Logis - klarerweise kein Aufwand für die Betreuung 

der Kinder - in Abzug zu bringen und als Basis für die Auslagen «Au-pair» die Differenz von 

Fr. 17’586.-- heranzuziehen. Die Au-pairs seien zu leichten Arbeiten im Haushalt verpflichtet, 

welche keinen Abzug für die Drittbetreuung von Kindern erlaubten. Bei 30 Arbeitsstunden pro 

Woche, wovon während der Hälfte ein Elternteil anwesend sein müsse und diese Zeit mangels 

Notwendigkeit einer Fremdbetreuung gar keinen Abzug erlaube wie auch des Umstands, dass 

die Kinder zur Schule gingen und regelmässig den Mittagstisch der Gemeinde besuchten, also 

nicht gleichzeitig zuhause betreut würden, sei deshalb ein Anteil von 75 % der Basis von 

Fr. 17'586.-- oder Fr. 13'190.-- zu gewähren. 

 

Den von der Steuerverwaltung gemachten Ausführungen und Überlegungen ist grundsätzlich 

beizupflichten. Als Kinderdrittbetreuung sind von Gesetzes wegen nur Aufwendungen der «rei-

nen» Kinderdrittbetreuung abzugsfähig. Einzig den «Barlohn» für die Betreuung der beiden 

Töchter als abzugsfähig zu beurteilen greift tatsächlich zu kurz. Es können durchaus die ge-

samten Kosten in der Kalkulation berücksichtigt werden, wobei die Aufwendungen für Kost- und 

Logis klar nicht als Kinderdrittbetreuungskosten zu qualifizieren sind. Gemäss Arbeitsvertrag 

beläuft sich die Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche, wovon während der Hälfte davon ein 

                                                
6 Merkblatt zur Beschäftigung von ausländischen Aupair-Angestellten des Kantonalen Amts für Industrie, Gewerbe 

und Arbeit Basel-Landschaft [KIGA] 

 
 
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Elternteil anwesend sein muss, die Kinder besuchen sowohl die Schule wie auch regelmässig 

den Mittagstisch der Gemeinde B.____ und werden nicht zuhause betreut. Damit ist der von der 

Steuerverwaltung für die Kinderbetreuung gewährte Anteil von 75 % nicht nur als sachgerecht, 

sondern vielmehr als sehr grosszügig zu werten. Dabei ist aber auch festzuhalten, dass die 

Steuerverwaltung ihr Ermessen pflichtgemäss ausgeübt hat und die von ihr gewährten Kinder-

drittbetreuungskosten für die beiden Au-Pair-Angestellten von Fr. 13'190.-- demzufolge nicht zu 

beanstanden sind. 

 

2.6. An dieser Beurteilung vermag auch das pauschale Vorbringen des Rekurrenten nichts zu 

ändern, die Erwägungen der Steuerverwaltung in Bezug auf die steuerliche Behandlung der Au-

pair-Angestellten seien offensichtlich bewusst falsch angestellt worden und stellten deshalb 

eine krasse Ungleichbehandlung im Vergleich mit Eltern dar, die ihre Kinder durch eine hiesige 

Institution oder durch eine Nanny betreuen liessen. 

 

Das Rechtsgleichheitsgebot7 verlangt, dass Rechte und Pflichten der Betroffenen nach dem 

gleichen Massstab festzusetzen sind. Gleiches ist nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und 

Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich zu behandeln. Die ungerechtfertigte 

Gleich- bzw. Ungleichbehandlung muss sich auf eine wesentliche Tatsache beziehen.8 Ein An-

spruch auf Gleichbehandlung im Unrecht wird nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

nur ausnahmsweise anerkannt, nämlich dann, wenn eine rechtsanwendende Behörde eine 

rechtswidrige Praxis pflegt und überdies zu erkennen gibt, dass sie davon auch in Zukunft nicht 

abweichen werde. Grundbedingung für eine ausnahmsweise Gleichbehandlung im Unrecht ist 

in jedem Fall, dass sich der Betroffene in einer gleichen oder vergleichbaren Lage befindet wie 

der Dritte, dem der rechtswidrige Vorteil gewährt wurde. In aller Regel geht jedoch der Grund-

satz der Gesetzesmässigkeit der Verwaltung der Rücksicht auf die gleichmässige Rechtsan-

wendung vor.9 Es besteht kein Hinweis darauf, dass die Steuerverwaltung bewusst eine 

rechtswidrige Praxis pflegen würde, zumal der Rekurrent für diesen Vorwurf keine entspre-

chenden Belege ins Recht gelegt hat. Es ist festzustellen, dass sich die Steuerverwaltung bei 

der steuerlichen Beurteilung der Abzugsfähigkeit von Drittbetreuungsosten durch Au-pairs, 

Nannys oder Kindertagesstäten auf sachliche und nachvollziehbare Gründe stützt, wobei we-

sentliche Ungleichheiten der einzelnen Betreuungsformen den tatsächlichen Verhältnissen ent-

sprechend zu unterschiedlichen steuerlichen Auswirkungen führen. Daher ist ihm die Berufung 

auf den Grundsatz der Gleichbehandlung im Unrecht verwehrt. 

 

 

3. 

Nach dem Ausgeführten erweist sich der Rekurs als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

                                                
7 Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101). 
8 vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 145 II 206 E. 2.4.1; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwal-

tungsrecht., 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 572; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungs-

recht, 4. Aufl., Bern 2014, S. 184. 
9 Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 122 II 446, E. 4a, m.w.H. 

 
 
Seite 9   

Ausgangsgemäss hat der Rekurrent gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Ge-

setzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (Ver-

waltungsprozessordnung, VPO; SGS 271) die Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 500.-- zu be-

zahlen.  

 

 
 
Seite 10   

wird erkannt: 

 

1. 

Der Rekurs wird abgewiesen. 

 

2. 

Der Rekurrent hat die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.-- zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden. 

 

3. 

Mitteilung an den Rekurrenten, die Gemeinde B.____ (1) und die Steuerverwaltung des Kan-

tons Basel-Landschaft (3).