# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da247141-7aac-56fe-89d0-a628b2bb428c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-09-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.09.2015 B-6837/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-6837-2014_2015-09-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung II 

B-6837/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  S e p t e m b e r  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richterin Eva Schneeberger (Vorsitz), 

Richter Pietro Angeli-Busi, 

Richter Ronald Flury, 

Gerichtsschreiberin Myriam Senn. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

vertreten durch die Rechtsanwälte 

Dr. Christoph Zimmerli und Cécile Matter, 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 
 

Prüfungskommission Humanmedizin 

Bundesamt für Gesundheit, 

Vorinstanz. 

 
 

 
 

Gegenstand 
 Eidgenössische Prüfung in Humanmedizin. 

 

 

B-6837/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Mit Verfügung vom 13. Oktober 2014 entschied die Prüfungskommission 

Humanmedizin des Bundesamtes für Gesundheit (nachfolgend: Vor- 

instanz), dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) die eidge-

nössische Prüfung in Humanmedizin nicht bestanden habe. Mit Schrei-

ben vom gleichen Tag teilte ihr das Institut für Medizinische Lehre IML, 

Abteilung für Assessment und Evaluation AAE der Universität Bern, mit, 

dass sie in der Einzelprüfung 2; Clinical Skills CS (CS-Prüfung) ein Prü-

fungsresultat von 86 Punkten, bei einer Bestehensgrenze von 88 Punk-

ten, erreicht habe. 

B.  

Mit Beschwerde vom 24. November 2014 beantragt die Beschwerdefüh-

rerin, die Verfügung vom 13. Oktober 2014 sei aufzuheben und es sei zu 

verfügen, dass sie die Prüfung in Humanmedizin des Jahres 2014 be-

standen habe. Eventualiter sei die Verfügung aufzuheben und die Sache 

sei an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der verbindlichen Weisung, das 

Bestehen der Prüfung zu verfügen. Subeventualiter sei die Verfügung 

aufzuheben und die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der 

verbindlichen Weisung, die Beschwerdeführerin noch einmal zur eidge-

nössischen Prüfung in Humanmedizin zuzulassen. In prozessualer Hin-

sicht beantragt sie, die 12 Bewertungsbögen der CS-Prüfung mit ihren 

Ergebnissen seien zu edieren. 

Zur Begründung führt sie aus, dass ihr offenbar ihre Fremdsprachigkeit 

zum Vorwurf gemacht worden sei, obschon sie sich fehlerfrei in der deut-

schen Sprache ausdrücken könne. In den Kommentaren der Examinato-

ren sei ihre Fremdsprachigkeit verschiedentlich als Problem aufgeführt 

worden. Dass sie einzig aus diesem Grund und wegen zwei Punkten nicht 

zugelassen werde, bedeute eine unverhältnismässige Härte, da sie nach 

diesem dritten Versuch endgültig von jeder weiteren Prüfung in Human-

medizin ausgeschlossen wäre. Die Prüfungseinsicht habe gezeigt, dass 

sie sechsmal als kompetent oder sehr kompetent, zweimal als grenzwer-

tig und nur viermal als nicht kompetent beurteilt worden sei. Gesamthaft 

habe sie bei mehr als der Hälfte der Posten gut abgeschnitten. Die Kom-

mentare der Examinatoren liessen auf eine durchaus solide Prüfungsleis-

tung schliessen, was der vergebenen Punktzahl widerspreche. Die Dis-

krepanz sei frappant. Sie sei in (…) als Ärztin zugelassen und habe auch 

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in (…) die entsprechende Prüfung bestanden. Sie habe noch weitere Stu-

dien – (…) – absolviert, um ihre Kenntnisse zu erweitern. Es könne somit 

nicht sein, dass ihr Fachwissen ungenügend sei. Die Bewertung der Prü-

fung erscheine deshalb als formell fehlerhaft, nicht objektiv und nicht 

nachvollziehbar. 

C.  

Mit Vernehmlassung vom 27. Januar 2015 beantragt die Vorinstanz die 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung führt sie aus, die Be-

schwerdeführerin habe im Prüfungstotal und in 6 von 12 Posten eine un-

genügende Punktzahl erreicht. Es könne keinesfalls von einer offensicht-

lichen Unterbewertung ihrer Leistungen oder von offensichtlich zu hohen 

Prüfungsanforderungen gesprochen werden. 

Des Weiteren habe die Beschwerdeführerin bereits, entsprechend der 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts, Einsicht in die Originalunterlagen 

der CS-Prüfung erhalten. 

D.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Akten-

stücke wird – soweit entscheidwesentlich – in den nachfolgenden Erwä-

gungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

  

Der Entscheid der Vorinstanz vom 13. Oktober 2014 stellt eine Verfügung 

dar (Art. 5 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren vom 20. 

Dezember 1968 [Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG, SR 172.021]). 

Das Bundesverwaltungsgericht ist Beschwerdeinstanz gegen Verfügun-

gen, welche von eidgenössischen Kommissionen erlassen werden (Art. 

31, Art. 33 Bst. f des Bundesgesetzes über das Bundesverwaltungsge-

richt vom 17. Juni 2005 [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]), 

worunter die Vorinstanz fällt. 

Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Adressatin der angefochtenen Verfügung besonders berührt 

und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung 

(Art. 48 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 37 VGG). 

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Eingabefrist sowie Anforderungen an Form und Inhalt der Beschwerde-

schrift sind gewahrt (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). Der Kos-

tenvorschuss wurde fristgerecht bezahlt (Art. 63 Abs. 4 VwVG) und die 

übrigen Sachurteilsvoraussetzungen sind erfüllt (Art. 49 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

  

2.1 Im Bereich der universitären Medizinalberufe wird die Ausbildung mit 

der eidgenössischen Prüfung abgeschlossen (Art. 14 Abs. 1 des Bundes-

gesetzes über die universitären Medizinalberufe vom 23. Juni 2006 [Me-

dizinalberufegesetz, MedBG, SR 811.11]). Mit der Prüfung wird abgeklärt, 

ob die Studierenden über die fachlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fä-

higkeiten sowie über die Verhaltensweisen und die soziale Kompetenz 

verfügen, die sie zur Ausübung des entsprechenden Medizinalberufes 

benötigen und ob sie die Voraussetzungen für die erforderliche Weiterbil-

dung erfüllen (Art. 14 Abs. 2 MedBG). Die eidgenössische Prüfung kann 

aus einer oder mehreren Einzelprüfungen bestehen, wobei Einzelprüfun-

gen auch Teilprüfungen enthalten können (Art. 5 Abs. 1 der Verordnung 

über die eidgenössischen Prüfungen der universitären Medizinalberufe 

vom 26. November 2008 [Prüfungsverordnung MedBG, SR 811.113.3]). 

Jede Einzelprüfung wird mit "bestanden" oder "nicht bestanden" bewer-

tet. Die eidgenössische Prüfung ist bestanden, wenn jede Einzelprüfung 

mit "bestanden" bewertet worden ist (Art. 5 Abs. 2 und 3 Prüfungsverord-

nung MedBG). 

2.2 Die strukturierte praktische Prüfung besteht aus mindestens zehn ver-

schiedenen Stationen, die in Form eines Parcours angelegt sind. Eine 

Station kann eine oder mehrere praktische Aufgaben, beispielsweise mit 

echten oder standardisierten Patienten oder Modellen, umfassen (Art. 12, 

Art. 13 Abs. 1 und Art. 14 Abs. 1 der Verordnung des EDI über die Form 

der eidgenössischen Prüfung der universitären Medizinalberufe vom 1. 

Juni 2011 [Prüfungsformenverordnung, SR 811.113.32]). An jeder Station 

beurteilt jeweils eine andere examinierende Person während oder nach 

der Prüfung die Leistung des Kandidaten anhand vorgegebener Beurtei-

lungskriterien in Form einer Checkliste (Art. 14 Abs. 2 Prüfungsfor-

menverordnung). 

  

Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit voller Kog-

nition (Art. 49 VwVG). Indessen haben Prüfungen oftmals Spezialgebiete 

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zum Gegenstand in denen die Rechtsmittelbehörde in der Regel über 

keine genügenden, eigenen Fachkenntnisse verfügt. Zudem sind der 

Rechtsmittelbehörde zumeist nicht alle massgebenden Faktoren der Be-

wertung bekannt und es ist ihr nicht immer möglich, sich ein zuverlässiges 

Bild über die Gesamtheit der Leistungen einer beschwerdeführenden 

Person sowie der Leistungen der übrigen Kandidierenden zu machen. Es 

ist auch nicht ihre Aufgabe, die Bewertung der Prüfungsleistungen einer 

beschwerdeführenden Person sozusagen zu wiederholen. Eine freie und 

umfassende Überprüfung der Prüfungsbewertung würde  die Gefahr von 

Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten gegenüber anderen Kandidaten in 

sich bergen. Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt sich daher eine ge-

wisse Zurückhaltung bei der Bewertung von Prüfungsleistungen und 

weicht nicht von der Beurteilung durch die Prüfungsexperten ab, nicht zu-

letzt solange sie im Rahmen der Vernehmlassung der Prüfungskommis-

sion Stellung zu den Rügen der beschwerdeführenden Person genom-

men haben und ihre Auffassung, insbesondere soweit sie von derjenigen 

der beschwerdeführenden Person abweicht, nachvollziehbar und ein-

leuchtend ist (vgl. BVGE 2010/21 E. 5.1; 2010/11 E. 4.1-2; 2010/10 E. 

4.1; 2008/14 E. 3.1; Urteil B-6727/2013 E. 4, je mit weiteren Hinweisen; 

kritisch dazu PATRICIA EGLI, Gerichtlicher Rechtsschutz bei Prüfungsfäl-

len: Aktuelle Entwicklungen, ZBl 112 10/2011, S. 555 f). 

Auf Rügen bezüglich der Bewertung von Prüfungsleistungen hat die 

Rechtsmittelbehörde aber dann detailliert einzugehen, wenn die be-

schwerdeführende Person selbst substantiierte und überzeugende An-

haltspunkte und die Beweismittel dafür liefert, dass das Ergebnis materiell 

nicht vertretbar ist, dass eindeutig zu hohe Anforderungen gestellt oder 

die Prüfungsleistungen offensichtlich unterbewertet wurden (vgl. BVGE 

2010/21 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen; 2010/11 E. 4.3; 2010/10 E. 4.1; 

Urteil B-6727/2013 E. 4). Die Behauptung allein, die eigene Lösung sei 

richtig und die Auffassung der Prüfungskommission oder eine vorgege-

bene Musterlösung sei falsch oder unvollständig, wird dieser Anforderung 

nicht gerecht (vgl. Urteil des BVGer B-2229/2011 vom 13. Februar 2012 

E. 6.1). 

Sind dagegen die Auslegung oder Anwendung von Rechtsvorschriften 

streitig oder werden Verfahrensmängel im Prüfungsablauf gerügt, so hat 

das Bundesverwaltungsgericht die erhobenen Einwendungen mit umfas-

sender Kognition zu prüfen (vgl. BVGE 2010/11 E. 4.2; 2010/10 E. 4.1; 

2008/14 E. 3.3, je mit weiteren Hinweisen). 

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Ferner ist darauf hinzuweisen, dass gemäss Praxis des Bundesverwal-

tungsgerichts die Beweislastregel von Art. 8 ZGB auch im öffentlichen 

Recht bzw. im Bereich der Humanmedizinalprüfungen Anwendung findet 

(vgl. Urteile des BVGer B-6553/2013 E. 3.2; B-6049/2012 E. 4.5.2). Es 

hat somit in diesem Bereich derjenige das Vorhandensein einer behaup-

teten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. 

  

In prozessualer Hinsicht beantragt die Beschwerdeführerin die Edition der 

12 Bewertungsbögen der CS-Prüfung zusammen mit den Ergebnissen 

ihrer eidgenössischen Prüfung Humanmedizin 2014 bei der Vor- 

instanz. 

Die Vorinstanz hat diese Vorakten eingereicht, sie jedoch als nicht partei-

öffentlich bezeichnet. 

4.1 Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin bereits vor der Be-

schwerdeeinreichung Einsicht in die Originalunterlagen der CS-Prüfung 

erhalten hat, dies allerdings unter inhaltlichen und zeitlichen Einschrän-

kungen. Gemäss den Angaben der Vorinstanz dauerte die Einsicht 36 Mi-

nuten. Es wurden weder Originale noch Kopien abgegeben und das Ab-

schreiben ganzer Fragen, Aufgabenstellungen oder Bewertungskriterien 

sei untersagt gewesen. 

4.2 Zur Sicherstellung der Geheimhaltung der Prüfungsfragen in Medizi-

nalprüfungen kann die Herausgabe der Prüfungsunterlagen verweigert, 

die Herstellung von Kopien oder Abschriften verboten und die Dauer der 

Einsichtnahme beschränkt werden (Art. 56 MedBG). Der Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit verlangt allerdings, dass sich die Einschränkung der 

Akteneinsicht auf das Erforderliche zu beschränken hat (Art. 27 Abs. 2 

VwVG; vgl. ARIANE AYER, in: Medizinalberufegesetz [MedBG], Loi sur les 

professions médicales [LPMéd], Kommentar, Commentaire, 2009, N 1 ff., 

20 ff. zu Art. 56 S. 488 ff.; STEPHAN C. BRUNNER, in: VwVG Kommentar 

zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, 2008, Art. 27 N 4 ff. 

S. 402 ff.; BERNHARD WALDMANN/MAGNUS OESCHGER, in: Praxiskommen-

tar VwVG, 2009, Art. 27 N 4 ff. S. 572 f.). Nach ständiger Praxis des Bun-

desverwaltungsgerichts im Zusammenhang mit Humanmedizinalprüfun-

gen sind folgende Einschränkungen zulässig: Keine Abgabe von Origina-

len oder Kopien, nur handschriftliche, zusammenfassende Notizen sind 

möglich; kein Abschreiben oder Aufzeichnen von ganzen Fragen, Aufga-

benstellungen oder Bewertungskriterien; zeitliche Beschränkung von drei 

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Minuten pro Station; Verbot der Weitergabe der im Rahmen der Aktenein-

sicht erlangten Kenntnisse an Dritte unter Androhung von Strafe gemäss 

Art. 292 StGB (vgl. Urteile des BVGer B-6553/2013 vom 8. Juli 2014 E. 

3.2; B-6727/2013 vom 8. Juli 2014 E. 5; B-6049/2012 vom 3. Oktober 

2013 E. 4.5.2; Zwischenverfügung des BVGer im Verfahren B-6464/2011 

vom 22. Mai 2012). 

4.3 Im vorliegenden Fall entsprach die Akteneinsicht offensichtlich diesen 

Kriterien. Ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf weitergehende Ein-

sicht in diese Vorakten besteht daher nicht. 

  

Die Beschwerdeführerin rügt, es sei nicht nachvollziehbar, wie die Prü-

fungsexperten auf eine Zahl von 86 Punkten gekommen seien und warum 

die Bestehensgrenze auf 88 Punkte festgelegt worden sei. Zähle man die 

auf den Notizblättern festgehaltenen diversen Zahlen zusammen, komme 

man nicht annähernd auf eine Punktzahl von 86. Die Prüfungseinsicht 

habe gezeigt, dass sie sechsmal als kompetent oder sehr kompetent, 

zweimal als grenzwertig und nur viermal als nicht kompetent beurteilt wor-

den sei. Gesamthaft habe sie bei mehr als der Hälfte der Posten gut ab-

geschnitten. Die weiteren Kommentare der Examinatoren liessen auf eine 

durchaus solide Prüfungsleistung schliessen, was der vergebenen Punkt-

zahl widerspreche. Die Diskrepanz sei frappant. Die Bewertung der Prü-

fung erscheine deshalb als formell fehlerhaft. 

Die Vorinstanz legt zunächst ausführlich die Entwicklung und den Ablauf 

der CS-Prüfung dar. Die CS-Prüfung, die aus 12 unterschiedlichen Stati-

onen (Posten) bestehe, werde in einem aufwendigen, minutiösen Verfah-

ren ausgearbeitet und von 12 prüfungsspezifisch geschulten Examinato-

ren anhand vorgegebener Beurteilungskriterien (Checklisten) abgenom-

men. Die Bewertung und Auswertung der Prüfung und die Bewertung der 

Kommunikation seien standardisiert und die Kriterien würden mit unter-

schiedlichen Punkten gewichtet, wobei die Gewichtungen bei der Vorbe-

reitung von einem Reviewboard validiert würden. Ein Kriterium entspre-

che insofern nicht zwingend einem Punktwert von 1. Jede 

Station trage gleich viel zum Gesamtergebnis bei. Das Punktetotal jedes 

Kandidaten ergebe sich aus dem gewichteten Durchschnitt der an den 12 

Stationen erreichten Punktzahl. Die Kandidaten träfen an verschiedenen 

Tagen auf unterschiedliche Stationen. Weil sich diese Stationen bezüglich 

Schwierigkeit unterscheiden könnten, würden die Prüfungsresultate für 

jeden Tag standardisiert. Die Bestehensvoraussetzung werde dann mit 

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dem Borderline-Verfahren ermittelt. Dazu gäben die Examinatoren pro 

Station und Kandidat zwei Globalurteile ab: Eines für die gezeigte Leis-

tung im medizinisch-inhaltlichen und eines für die gezeigte Leistung im 

kommunikativen Bereich. Diese Globalurteile bildeten die Basis für die 

Berechnung der Bestehensgrenze über welche anschliessend die Prü-

fungskommission entscheide. Sie flössen aber nicht in das Punktetotal 

mit ein. Das an einem Posten erhaltene individuelle Globalurteil stelle in-

sofern keine Aussage über das Bestehen dieses Postens dar. 

5.1 Im vorliegenden Fall legt die Prüfungsformenverordnung lediglich 

fest, dass an jeder Station jeweils eine andere examinierende Person 

während oder nach der Prüfung die Leistung des Kandidaten anhand vor-

gegebener Beurteilungskriterien in Form einer Checkliste beurteilt und 

dass die Prüfungskommission für jede Prüfung festlegt, welche Struktur 

die Checkliste aufzuweisen hat (Art. 14 Abs. 2 und 3 Prüfungsformenver-

ordnung). 

Sofern die anwendbare Verordnung oder ein Prüfungsreglement diese 

Fragen nicht selbst regeln, liegt es grundsätzlich im Ermessen der Exa-

minatoren und der Prüfungskommission festzulegen, welches relative 

Gewicht den verschiedenen Antworten oder Leistungen zukommt, die zu-

sammen die korrekte und vollständige Lösung einer bestimmten Prü-

fungsaufgabe darstellen, bzw. wie viele Punkte für welche Leistungen zu 

erteilen sind und wie viele Punkte für eine bestimmte Note oder für das 

Bestehen der Prüfung erforderlich sind. 

Dass das von der Prüfungskommission dargelegte Vorgehen nicht diesen 

Vorgaben entsprechen würde, hat die Beschwerdeführerin zu Recht nicht 

geltend gemacht. 

5.2 In Bezug auf die konkrete Leistung der Beschwerdeführerin legte die 

Prüfungskommission dar, die von der Beschwerdeführerin erreichte 

Punktzahl in den 12 Stationen sei sechsmal nicht ausreichend gewesen. 

Bei den 6 Stationen mit genügendem Ergebnis entspreche die erreichte 

Punktzahl den Leistungsgruppen 3 (dreimal), 6 (einmal) und 9 (zweimal), 

wobei die Leistungsgruppe 1 die 10 % Kandidaten umfasse, die am we-

nigsten Punkte erreicht hätten und die Leistungsgruppe 10 die 10 % Kan-

didaten, die am meisten Punkte erreicht hätten. 

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Angesichts dieses Vergleichs kann offensichtlich nicht gesagt werden, die 

Prüfungskommission habe die Bestehensgrenze zu hoch angesetzt und 

das ihr zustehende Ermessen rechtsfehlerhaft ausgeübt. 

5.3 Die Rüge, die Bewertung der Prüfung sei formell fehlerhaft, nicht ob-

jektiv und nicht nachvollziehbar, erweist sich daher als unbegründet. 

  

In Bezug auf die Bewertung ihrer Leistungen im Einzelnen rügt die Be-

schwerdeführerin vor allem, dass ihre Fremdsprachigkeit in den Kom-

mentaren der Examinatoren verschiedentlich als Problem aufgeführt wor-

den sei. Dies, obschon sie sich fehlerfrei in der deutschen Sprache aus-

drücken könne, was sie mit Prüfungsbestätigungen von erfolgreich absol-

vierten Sprachkursen, Studiendiplomen und Arbeitszeugnissen belegen 

könne. 

Die Prüfungskommission führt dagegen aus, die Beschwerdeführerin sei 

im Bereich Kommunikation fünfmal als grenzwertig oder nicht kompetent 

beurteilt worden. Insgesamt sei die erreichte Punktzahl der Beschwerde-

führerin sechsmal in den 12 Stationen nicht ausreichend gewesen. Von 

den 896 geprüften Kandidaten wiesen 875 Kandidaten eine höhere 

Punktzahl als die Beschwerdeführerin auf. Anlässlich der Prüfung füllten 

die jeweiligen Examinatoren einen Beurteilungsbogen für ihre Station 

aus, aus dem sich detailliert ergibt, in welchen Punkten die Beschwerde-

führerin erforderliche Untersuchungshandlungen nicht vorgenommen, die 

zutreffende Verdachtsdiagnosen nicht gestellt oder die richtigen Mass-

nahmen nicht getroffen haben soll. Auch bezüglich der Kommunikation 

mit dem Patienten wird in diesen Beurteilungsbögen unter Berücksichti-

gung von mehreren Kriterien angegeben, inwiefern die Kommunikation 

der Beschwerdeführerin teilweise beanstandet wurde. 

6.1 Die Beschwerdeführerin hat, wie dargelegt, praxisgemäss Einsicht in 

diese Unterlagen erhalten. 

Dass die Darstellung durch die jeweiligen Examinatoren unzutreffend sei, 

hat die Beschwerdeführerin nicht bzw. nicht substantiiert gerügt. 

6.2 Aus den Beurteilungslisten geht zwar hervor, dass die Fremd-spra-

chigkeit der Beschwerdeführerin verschiedenen Examinatoren auffiel. Es 

ist nicht auszuschliessen, dass die von ihnen festgestellten und bewerte-

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Seite 10 

ten Kommunikationsmängel teilweise darauf zurückzuführen waren. Wa-

rum darin eine offensichtliche Unterbewertung der Leistung der Be-

schwerdeführerin zu sehen sein sollte, ist allerdings nicht einzusehen. 

Wie die Vorinstanz darlegt, stellt die Fähigkeit zu einer adäquaten und 

zielführenden Kommunikation mit Patienten und Pflegefachpersonen 

eine zentrale Kompetenz eines Arztes jeglicher Fachrichtung dar. Sie bil-

det daher eines der Themen der eidgenössischen Prüfung in Humanme-

dizin (vgl. Informationen für die Kandidaten der eidgenössischen Prüfung 

Humanmedizin, Eidgenössisches Departement des Innern EDI, Bundes-

amt für Gesundheit BAG, S. 3) und wurde deshalb in allen 12 Stationen 

gesondert erfasst und getrennt bewertet. 

Die Kommunikationsfähigkeit eines Arztes beinhaltet – nicht nur, aber 

auch – die Fähigkeit, die Patienten in sprachlicher Hinsicht zu verstehen 

und sich ihnen gegenüber verständlich zu machen. Wenn verschiedene 

Examinatoren in den Kommentaren erwähnt haben, dass die Kommuni-

kation aus sprachlichen Gründen erschwert gewesen sei, stellt dies daher 

lediglich eine zusätzliche Begründung für eine gesamthaft als mangelhaft 

beurteilte Leistung dar. Dies gilt nicht zuletzt, weil aus den Beurteilungs-

listen hervorgeht, dass der Aspekt der sprachlichen Verständigung nur 

ein unter mehreren Kriterien für die Beurteilung der Kommunikation dar-

stellte. Aus diesen Listen ergibt sich denn auch, dass die Kommunikati-

onsleistung der Beschwerdeführerin keinesfalls nur in Bezug auf die 

sprachliche Kommunikation beanstandet wurde. 

6.3 Grundsätzlich ist es Sache der Beschwerdeführerin, anlässlich der 

Prüfung zu zeigen, dass sie in ausreichendem Ausmass über die erfor-

derlichen Kompetenzen, auch bezüglich der Kommunikationskompeten-

zen, verfügt. Im Rechtsmittelverfahren obliegt es ihr, anhand objektiver, 

substantiierter und überzeugender Argumente sowie den entsprechen-

den Beweismitteln konkret darzulegen, dass sie diese Prüfungsleistung 

tatsächlich erbracht hat und inwieweit die Sachdarstellung der Examina-

toren nicht den Tatsachen entsprach bzw. ihre Leistung unterbewertet 

wurde oder inwieweit sie aus subjektiven Gründen benachteiligt wurde. 

Bei einer mündlichen oder praktischen Prüfung der vorliegenden Art ist 

dieser Nachweis naturgemäss schwer zu erbringen. Diese Schwierigkeit 

führt indessen weder zu einer Umkehr der Beweislast, noch kann den von 

der Beschwerdeführerin eingereichten Bestätigungen irgendeinen Be-

weiswert in Bezug auf die Frage zugemessen werden, ob sie an der CS-

Prüfung eine genügende Leistung erbracht hat oder nicht. 

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Seite 11 

6.4 Die Bewertung der Prüfungsleistung der Beschwerdeführerin ist da-

her nicht zu beanstanden. 

  

Insgesamt erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführerin als unbe-

gründet, weshalb ihre Beschwerde abzuweisen ist. 

  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin als un-

terliegende Partei die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG; 

Art. 1 ff. des Reglements über die Kosten und Entschädigungen vor dem 

Bundesverwaltungsgericht vom 21. Februar 2008 [VGKE, 

SR 173.320.2]). Sie werden auf Fr. 800.– festgelegt und mit dem geleis-

teten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

  

Die Beschwerdeführerin hat als unterliegende Partei keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG; Art. 7 Abs. 1 VGKE). 

  

Dieser Entscheid kann nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht wei-

tergezogen werden (Art. 83 Bst. t des Bundesgesetzes über das Bundes-

gericht vom 17. Juni 2005 [Bundesgerichtsgesetz, BGG, SR 173.110]). 

Er ist somit endgültig.  

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Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

  

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ver-

rechnet. 

  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin 

– die Vorinstanz 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Eva Schneeberger Myriam Senn 

 

 

Versand: 5. Oktober 2015