# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea79f424-f621-5e04-9589-a0f6bba42da5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-05-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.05.2025 D-2851/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2851-2025_2025-05-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-2851/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M a i  2 0 2 5   

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Kaspar Gerber;   

Gerichtsschreiberin Leslie Werne. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Türkei,   

vertreten durch Irem Catak,  

(…),  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 18. März 2025 / N (…). 

 

 

 

D-2851/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 22. November 2022 in der Schweiz um 

Asyl nachsuchte,  

dass er am 30. April 2024 zu seinen Gesuchsgründen angehört wurde,  

dass er geltend machte, er sei türkischer Staatsangehöriger kurdischer 

Ethnie, Alewit und stamme aus B._______, wo er zuletzt als Fotograf tätig 

gewesen sei,  

dass er zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend 

machte, er habe sich Ende 2022 in den sozialen Medien politisch geäus-

sert, weshalb in der Türkei mehrere Ermittlungsverfahren gegen ihn eröff-

net und ein Vorführbefehl erlassen worden seien, 

dass die Vorinstanz den Beschwerdeführer mit Instruktionsschreiben vom 

27. Januar 2025 aufforderte, weitere Beweismittel zu den geltend gemach-

ten Verfahren in der Türkei zu den Akten zu reichen, 

dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 3. März 2025 mitteilte, es 

sei ihm nicht möglich, weitere Beweismittel zu beschaffen, 

dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 18. März 2025 – eröffnet am 

26. März 2025 – die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers ver-

neinte, sein Asylgesuch ablehnte und die Wegweisung aus der Schweiz 

sowie den Vollzug anordnete, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. April 2025 gegen diese 

Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhob und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, seine Flüchtlingsei-

genschaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren,  

dass er eventualiter vorläufig aufzunehmen sei, 

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgeltli-

chen Prozessführung (inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kosten- 

vorschusses) und um Bestellung der rubrizierten Rechtsvertretung als amt-

lichen Rechtsbeistand ersuchte, 

dass der Beschwerde unter anderem diverse fremdsprachige Dokumente 

in Kopie sowie mehrere Internetartikel aus den Jahren 2024 und 2025 bei-

lagen, 

  

D-2851/2025 

Seite 3 

und zieht in Erwägung,  

dass es auf dem Gebiet des Asyls – in der Regel und auch vorliegend – 

endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM 

entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 

Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass der Beschwerdeführer als Verfügungsadressat zur Einreichung der 

Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),  

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 52 Abs. 1 VwVG),  

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5),  

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

– wie nachfolgend aufgezeigt – um ein solches Rechtsmittel handelt, wes-

halb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),  

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG),  

dass die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft-

zumachen ist (Art. 7 AsylG),  

dass das SEM seinen Asylentscheid im Wesentlichen damit begründet, die 

Vorbringen des Beschwerdeführers würden den Anforderungen an die 

Flüchtlingseigenschaft nicht standhalten, wobei auf die zutreffenden Aus-

führungen der Vorinstanz zu verweisen ist,  

dass die in der Rechtsmitteleingabe aufgeführten Wiederholungen des be-

kannten Sachverhalts sowie bereits vorgebrachter Befürchtungen den Er-

wägungen der Vorinstanz nichts Wesentliches entgegensetzen, 

D-2851/2025 

Seite 4 

dass der Beschwerdeführer nicht bestreitet, dass es sich bei den geltend 

gemachten heimatlichen Verfahren gegen ihn wegen Propaganda für eine 

Terrororganisation, Präsidentenbeleidigung, Aufruf der Bevölkerung zu 

Hass und Feindschaft sowie Beleidigung einer Amtsperson und des Türki-

schen Volkes/Staates – bei Wahrunterstellung – um Untersuchungs- be-

ziehungsweise Ermittlungsverfahren handelt (vgl. Beschwerde S. 6),  

dass diesen praxisgemäss keine Asylrelevanz zuerkannt werden kann 

(vgl. das Referenzurteil des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 

E. 8.7.3 und E. 8.8),  

dass daran auch eine Verfahrensmehrheit nichts zu ändern vermag 

(vgl. Urteil des BVGer E-6381/2024 vom 25. Februar 2025 E. 6.1.2), 

dass ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren nur bei Vorliegen 

zusätzlicher Risikofaktoren zur Annahme einer begründeten Furcht vor zu-

künftiger Verfolgung gemäss Art. 3 AsylG führen kann (vgl. Referenzurteil 

des BVGer E-4103/2024 vom 8. November 2024 E. 8 f. m.w.H.), 

dass ebensolche beim Beschwerdeführer offensichtlich nicht vorliegen, zu-

mal er strafrechtlich unbescholten ist und er kein geschärftes politisches 

Profil aufweist – was in der Beschwerdeschrift denn auch eingestanden 

wird (vgl. Beschwerde S. 10) – und folglich nicht davon auszugehen ist, die 

angeblich gegen ihn hängigen Ermittlungs- respektive Strafverfahren könn-

ten mit einem Politmalus behaftet sein, 

dass auch die Ausstellung eines Vorführbefehls noch kein systematisches 

Risiko einer asylrechtlich relevanten Verfolgung begründet (vgl. Urteil des 

BVGer D-3639/2024 vom 24. März 2025 E. 7.2), womit der Beschwerde-

führer auch aus dem Vorliegen ebensolchen – bei Wahrunterstellung – 

nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, 

dass die zahlreichen auf Beschwerdeebene zu den Akten gereichten Be-

weismittel, welche behauptungsweise die Strafverfahren des Beschwerde-

führers in der Türkei betreffen, daran nichts zu ändern vermögen, zumal 

sie lediglich als Fotokopien vorliegen und aufgrund ihrer Manipulationsan-

fälligkeit kaum Beweiswert aufweisen, womit sie von geringem prozessua-

lem Nutzen sind, 

dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer die fraglichen Dokumente 

auf Beschwerdeebene einreichen konnte, obgleich er gegenüber der Vor-

instanz mehrfach angab, der Zugang dazu bleibe ihm verwehrt 

D-2851/2025 

Seite 5 

(vgl. A25/13 F41 und A36/5) darüber hinaus an der Authentizität der Doku-

mente zweifeln lässt, wobei die diesbezüglichen Ausführungen in der Be-

schwerdeschrift zum UYAP/E-Devlet Zugang des Beschwerdeführers als 

reine Schutzbehauptung zu werten sind, 

dass, soweit der Beschwerdeführer aus seiner Zugehörigkeit zur kurdi-

schen Ethnie Nachteile geltend macht, festzuhalten ist, dass sich die be-

haupteten Diskriminierungen während seiner Schul- und Studienzeit über-

wiegend auf verbale Äusserungen respektive behördliche Kontrollen be-

schränkten (vgl. A25/13 F28), welche mangels Intensität nicht über die 

Nachteile hinaus gehen, die weite Teile der kurdischen Bevölkerung treffen 

können, womit sie auch mangels Gezieltheit nicht als im Sinne des Geset-

zes ernsthaft zu qualifizieren und damit flüchtlingsrechtlich nicht relevant 

sind,  

dass entgegen der Beschwerdeschrift auch kaum davon auszugehen ist, 

der Beschwerdeführer habe unter einem unerträglichen psychischen Druck 

im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG gestanden, zumal solches abgesehen von 

einem pauschalen Verweis auf behördliche Kontrollen nicht weiter substan-

tiiert wird, 

dass es ihm somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft nachzuweisen 

oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die Vorinstanz das Asylge-

such zu Recht abgelehnt hat,  

dass die Anordnung der Wegweisung aus der Schweiz im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist, da der Beschwer-

deführer insbesondere weder über einen Aufenthaltstitel für die Schweiz 

noch über eine Anspruchsgrundlage auf Erteilung eines solchen verfügt 

(Art. 44 [erster Satz] AsylG; BVGE 2013/37 E. 4.4 und 2009/50 E. 9, je 

m.w.H.),  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1–4 AIG [SR 142.20]), 

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungsvollzugshindernis-

sen gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweis-

standard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt (vgl. BVGE 2011/24 

E. 10.2 m.w.H.),  

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Seite 6 

dass sich der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen 

völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zulässig erweist (Art. 83 

Abs. 3 AIG), da nach vorstehenden Erwägungen keine Hinweise auf eine 

flüchtlingsrechtlich relevante Verfolgung bestehen (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

Art. 33 Abs. 1 FK [SR 0.142.30]) und auch keine konkreten Anhaltspunkte 

für eine in der Heimat drohende menschenrechtswidrige Behandlung (im 

Sinne von Art. 3 EMRK) ersichtlich sind,  

dass gemäss konstanter Praxis des Bundesverwaltungsgerichts in der Tür-

kei nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt oder bürgerkriegsähnlichen 

Verhältnissen auszugehen ist (vgl. Urteil des BVGer D-7194/2023 vom 

3. April 2024 E. 8.3.2.1 m.w.H.), 

dass hinsichtlich der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs im Übrigen 

vollumfänglich auf die zutreffenden Ausführungen in der angefochtenen 

Verfügung verwiesen werden kann (vgl. A40/13 S. 10 f.), welche der Be-

schwerdeführer nicht bestreitet, 

dass sich der Vollzug der Wegweisung somit in allgemeiner wie auch in 

individueller Hinsicht als zumutbar erweist,  

dass es dem Beschwerdeführer obliegt, sich die für seine Rückkehr allen-

falls benötigten Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG; 

vgl. BVGE 2008/34 E. 12), weshalb der Vollzug der Wegweisung auch als 

möglich zu bezeichnen ist,  

dass die Anordnung der vorläufigen Aufnahme somit ausser Betracht fällt 

(Art. 83 Abs. 1-4 AIG),  

dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung zu bestätigen und 

die eingereichte Beschwerde als offensichtlich unbegründet abzuweisen 

ist,  

dass mit vorliegendem Urteil in der Hauptsache das Gesuch um Befreiung 

von der Kostenvorschusspflicht (gemäss Art. 63 Abs. 4 VwVG) gegen-

standslos geworden ist,  

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen sind, da sich die Be- 

schwerde nach dem Gesagten als von Anfang an aussichtslos erwiesen 

hat,  

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Seite 7 

dass dem Beschwerdeführer demnach die Kosten des Verfahrens – wel-

che praxisgemäss auf Fr. 750.– zu bestimmen sind – aufzuerlegen sind 

(Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]).  

 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-2851/2025 

Seite 8 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie 

um amtliche Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden dem Beschwerdeführer aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Leslie Werne 

 

 

Versand: