# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 339a4191-7ba9-52a5-813b-90f601c61958
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-10-21
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Steuergericht 21.10.2016 510 16 44 (510 2016 44)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_SG_001_510-16-44_2016-10-21.pdf

## Full Text

Seite 1 

Entscheid vom 21. Oktober 2016 (510 16 44) 

 

 _____________________________________________________________________  

 

Aktivierung eines Fahrzeugs / geschäftsmässig begründete Aufwendungen 

 

Besetzung Steuergerichtspräsident C. Baader, Steuerrichter P. Salathe, Steuer-
richter S. Schmid, Gerichtsschreiberin I. Wissler 
 
 

Parteien A.____ GmbH, vertreten durch Ludwig + Partner AG, St. Alban-
Vorstadt 110, Herr Thomas Ziegler, 4010 Basel 
 
 Rekurrentin 

  
 
gegen 
 
 

 Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft, Rheinstrasse 33, 
4410 Liestal,  
 
 Rekursgegnerin 
 
 
 

betreffend Staats- und Gemeindesteuer 2013 
 
 

 
 
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Sachverhalt: 

 

1. Mit Verfügung vom 25. Februar 2016 wurde die Pflichtige zu einem steuerbaren Ertrag 

von Fr. 23‘588.-- veranlagt.  

 

 

2. Mit Schreiben vom 25. März 2016 erhob die Vertreterin der Pflichtigen Einsprache und 

begehrte, die Bildung einer Minusreserve im Eigenkapital von Fr. 22‘590.-- sowie die Gewinn-

aufrechnung von Fr. 48‘670.-- (Steuerperiode 2012) seien aufzuheben. 

 Zur Begründung führte sie u.a. aus, die Gesellschaft biete Dienstleistungen im Bereich 

Buchführung, Buchführungsberatung und -schulung an. Der Geschäftsführer habe das Tätig-

keitsgebiet der Gesellschaft um einen Käsehandel über einen sog. Food Truck erweitert. Der 

Geschäftsführer habe jedoch im Jahre 2010 eine entsprechende Ausbildung zum Fromelier 

absolviert. Zur Umsetzung des Vorhabens habe man ein spezielles Fahrzeug der Marke Citroen 

HY, Jahrgang 1972 in Frankreich zum Schrottwert erstanden, welches dort restauriert werde. 

Das Auto verfüge über eine Verkaufstheke. Mit Instandstellung im Oktober 2016 könne der Kä-

sehandel gestartet werden. Das Fahrzeug werde in der Schweiz zugelassen. Aus der Abrech-

nung über den Kauf und die Instandsetzung sei ersichtlich, dass die Arbeiten von November 

2012 bis Dezember 2013 durchgeführt worden seien. Das Auto stehe im Eigentum der Gesell-

schaft und sei in der Bilanz aktiviert worden. Es handle sich nicht um einen „Nonvaleur“. Für 

dieses Fahrzeugmodell bestehe ein Markt.  

 

 

3. Mit Einsprache-Entscheid vom 15. April 2016 wies die Steuerverwaltung die Einsprache 

ab. Zur Begründung führte sie u.a. aus, Aktivierungen von Geschäftsaktiven seien nachzuwei-

sen, was üblicherweise über einen Kaufvertrag erfolge. Da kein schriftlicher Kaufvertrag vorlie-

ge und sich der Gegenstand zudem im Ausland befinde, würden erhöhte Anforderungen gelten. 

Es würden neben Fotographien einzig eine Gesamtabrechnung vorliegen, worauf der Name der 

Rekurrentin nicht erwähnt werde. Die auf der Rechnung aufgeführten Akontozahlungen würden 

zudem nicht alle in der Buchhaltung erscheinen. Eine Abstimmung sei nicht möglich. Ausser-

dem fehle der Nachweis wer über dieses Fahrzeug verfügen könne und wem das Eigentum 

daran zukomme. Mangels Inbetriebnahme des Fahrzeugs sei kein Mehrwert für die Rekurrentin 

ersichtlich und die Zahlungen in Höhe von Fr. 22‘590.-- seien aus steuerlicher Sicht nicht ge-

rechtfertigt.  

 

 
 
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4. Mit Schreiben vom 13. Mai 2016 erhob der Vertreter der Pflichtigen Rekurs und begehr-

te, 1. Es sei der Einsprache-Entscheid betreffend die Staats- und Gemeindesteuer 2013 vom 

15. April 2016 aufzuheben. 2. Bei der Neuveranlagung sei die Aktivierung von Kosten in der 

Höhe von Fr. 22‘590.-- für Kauf, Instandstellung und Umbau des Citroen HY steuerlich zu ak-

zeptieren, und es sei auf die Bildung einer Minusreserve zu verzichten. 3. Eventualiter sei die 

Veranlagungsbehörde anzuweisen, die Veranlagungen für die Staats- und Gemeindesteuer 

2013 neu im Sinne von Rechtsbegehren Nr. 2 vorzunehmen. 4. Unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen. 

 Zur Begründung führte er u.a. aus, der Geschäftsführer habe einen Bekannten mit 

Wohnsitz in Frankreich beauftragt ein Fahrzeug zu kaufen, welches zu einem Foodtruck umge-

baut werden könne. Bekannte des Geschäftsführers hätten das Fahrzeug besichtigt und könn-

ten bestätigen, dass sich dieses in Frankreich befinde. Der Oldtimer-Lieferwagen sei mit Fr. 

22‘590.-- aktiviert worden und werthaltig. Die Arbeiten daran seien per Ende 2013 durch eine 

Zwischenabrechnung und mit Fotos dokumentiert. Der Kauf auf fremde Rechnung sei schriftlich 

bestätigt worden. Im Weiteren habe der Restaurateur das Fahrzeug für die Rekurrentin erstan-

den. Dieser habe durch die Zwischenrechnung vom Dezember 2013 zum Ausdruck gebracht, 

dass er den Oldtimer im Auftrag und auf Rechnung für die Rekurrentin als deren Stellvertreter 

gekauft habe. Die Postanschrift der Rekurrentin sei mit derjenigen des Geschäftsführers iden-

tisch. Die Sichtweise der Vorinstanz sei überspitzt formalistisch. Das Fahrzeug sei ein Liefer-

fahrzeug ohne Sitzgelegenheit und der Geschäftsführer und seine Ehefrau besässen keinen 

Führerschein. Es werde nicht privat genutzt, sondern rein geschäftlich durch die Rekurrentin. 

Ein Ertragswert könne von einem noch nicht in Gebrauch genommenen Anlagegut zudem nicht 

gefordert werden.  

 

 

5. Mit Vernehmlassung vom 3. August 2016 beantragte die Steuerverwaltung die Abwei-

sung des Rekurses. Zur Begründung führte sie u.a. aus, geschäftsmässig begründet seien Kos-

ten, wenn sie aus unternehmenswirtschaftlicher Sicht vertretbar erscheinen würden und der 

Betrieb und der mit ihm verfolgte Zweck der Gewinnerzielung mit der Aufwendung in einem 

kausalen Zusammenhang stehen würde. Damit die Aufwendung der betrieblichen Sphäre zu-

geordnet werden könne, müsse die Kausalität zwischen Betrieb und Aufwendung sachlich sein. 

Dies sei nicht der Fall bei Ausgaben für Unterhalt und Amortisation von den durch die Gesell-

schaft erworbenen Gütern, welche nur dem Unterhalt des Aktionärs oder seinem eigenen Ver-

gnügen dienen würden. Nicht der Bestand des Fahrzeuges als solches werde von der Vo-

 
 
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rinstanz bezweifelt. Vielmehr gehe es um die Bilanzierungsfähigkeit. Die Restaurationskosten 

seien nicht im Detail belegt. Wozu der Restaurateur die in Rechnung gestellten 639 Stunden 

bzw. rund 16 Arbeitswochen aufgewendet habe, sei unklar. Der wirtschaftliche Nutzen hinsicht-

lich des Citroën HY für die Gesellschaft sowie der vermeintliche Zweck seien bis heute fraglich. 

Es sei weder die Restauration des Fahrzeuges abgeschlossen noch sei absehbar, ob die in 

Aussicht gestellte Aufnahme des Käsehandels durch die Rekurrentin im Oktober 2016 tatsäch-

lich erfolgen werde.  

 

 

6. An der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Begehren fest.  

 

 

 

 

Das Steuergericht zieht  in Erwägung: 

 

1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-

ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-

ständig. Gemäss § 129 Abs. 1 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im 

vorliegenden Fall Fr. 2'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten des Steuer-

gerichts als Einzelrichter beurteilt. 

 Vorliegend wird aufgrund dessen, dass im Parallelfall der direkten Bundessteuer 2013 

der umstrittene Steuerbetrag über Fr. 2‘000.-- liegt und daher durch den Präsidenten und 2 

Richterinnen und Richtern (Dreiergericht) zu beurteilen ist, aus prozessökonomischen Gründen 

auch die Beschwerde betr. die Staatssteuer 2013 durch das Dreiergericht des Steuergerichts 

beurteilt. 

 Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist 

ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten. 

 

 

2. Strittig ist vorliegend, ob die Steuerverwaltung die Aktivierung der Kosten für das Oldti-

mer-Fahrzeug der Marke Citroen HY in den Geschäftsaktiven der A.____ GmbH zu Recht ver-

neint und die anschliessende Aufrechnung und Qualifizierung als geschäftsmässig nicht be-

gründete Aufwendung korrekt vorgenommen hat.  

 
 
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 Gegenstand der vorliegenden Beurteilung ist das Steuerjahr 2013. Aufgrund der in den 

Übergangsbestimmungen der Änderung vom 23. Dezember 2011 (Art. 2 Abs. 1) zum 32. Titel 

vorgesehenen Fristen von 2 Jahren beanspruchen die neuen Bestimmungen zum Buch-

führungs- und Rechnungslegungsrecht frühestens ab dem 1. Januar 2015 Geltung (vgl. 

Passardi/Fontana, Das neue kaufmännische Buchführungsrecht nach OR: Gedanken zur 

„Milchbüchleinrechnung“, in: TREX Der Treuhandexperte, 1/2013, S. 20). Auf den vorliegenden 

Fall ist deshalb das alte Recht anwendbar.  

 

 a) Nach Art. 663a Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 30. März 1911 betreffend die 

Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht) (aOR) 

weist die Bilanz das Umlaufvermögen und das Anlagevermögen, das Fremdkapital und das 

Eigenkapital aus. 

  Das Anlagevermögen darf gemäss Art. 665 aOR unter Abzug der notwendigen 

Abschreibungen höchstens zu den Anschaffungs- oder den Herstellungskosten bewertet wer-

den. 

 

 b) Betriebsrechnung und Jahresbilanz sind gemäss Art. 959 aOR nach allgemein 

anerkannten kaufmännischen Grundsätzen vollständig, klar und übersichtlich aufzustellen, da-

mit die Beteiligten einen möglichst sicheren Einblick in die wirtschaftliche Lage des Geschäftes 

erhalten. 

 

 c) Gemäss Art. 960 Abs. 1 aOR sind Inventar, Betriebsrechnung und Bilanz in Lan-

deswährung aufzustellen. Bei ihrer Errichtung sind alle Aktiven höchstens nach dem Werte an-

zusetzen, der ihnen im Zeitpunkt, auf welchen die Bilanz errichtet wird, für das Geschäft zu-

kommt (Abs. 2).  

 

 d) Wie für die Bilanzierbarkeit enthält das Handelsrecht auch für die Bilanzierungs-

pflicht keine allgemeine Regel. Aus der gesetzlichen Regelung ist lediglich zu schliessen, dass 

für Kapitalgesellschaften nur wirkliche Vermögenswerte als Bestandteil der Bilanz in Frage 

kommen. Im übrigen ist die Bilanzierungspflicht nach den allgemein anerkannten kaufmänni-

schen Grundsätzen zu bestimmen. Die Bilanzierungspflicht (Aktivierungspflicht) besteht für alle 

bilanzierungsfähigen Wirtschaftsgüter, sofern das Gesetz nicht ausdrücklich ein Aktivierungs-

wahlrecht vorsieht. Aktivierungspflichtig sind demnach grundsätzlich alle Wirtschaftsgüter, wel-

che die Unternehmung angeschafft oder hergestellt hat und deren Wert im laufenden Ge-

schäftsjahr nicht verbraucht worden ist. Die Bilanzierung aktiver Wirtschaftsgüter hat in dem 

 
 
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Zeitpunkt zu erfolgen, in dem die Unternehmung wirtschaftlich über die Güter verfügen kann 

(vgl. Cagianut/Höhn Unternehmenssteuerrecht, 3. A. Bern 1993, § 4 RZ 44f.; Jürg B. Altorfer, 

Abschreibungen auf Aktiven des Anlagevermögens aus steuerlicher Sicht, Zürcher Diss. [oec.], 

Zürich 1992,65). Um bilanzierbar zu sein, muss ein Wirtschaftsgut in der vollen rechtlichen Ver-

fügungsgewalt des Geschäftsinhabers stehen. Wer ein kaufmännisches Gewerbe betreibt, darf 

unter seinen Geschäftsaktiven kein einem Dritten gehörendes Wirtschaftsgut aufnehmen, weil 

dies einen Verstoss gegen den Grundsatz der Bilanzwahrheit und -klarheit darstellen würde 

(vgl. Entscheid des Bundesgerichts, BGE 2A.52/2003 vom 23. Januar 2004, E.3.2). 

  Die Sachanlagen umfassen die materiellen, gegenständlichen Anlagegüter. Sie 

stehen dem Unternehmen zur langfristigen oder mehrmaligen Nutzung zur Verfügung und ge-

hen durch Abnützung mittelbar in das Leistungsergebnis ein. Die Art des Aktivums oder seine 

Beschaffenheit gibt noch nicht Auskunft über die Zuordnung; massgebend ist vielmehr der Ver-

wendungszweck (vgl. Treuhand Kammer [Hrsg.], Schweizer Handbuch der Wirtschaftsprüfung, 

Bd. 1, Zürich 2009, Ziff. 6.12.1, S. 194). 

 

 e) In Bezug auf die Beweislast ist schliesslich festzuhalten, dass der Nachweis für 

steuerbegründende Tatsachen der Steuerbehörde, der Beweis für steueraufhebende oder 

steuermindernde Tatsachen grundsätzlich aber dem Steuerpflichtigen obliegt; dieser hat steu-

ermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen (vgl. Entscheid des 

Bundesgerichts [BGE] 140 II 248, E. 3.5; Blumenstein/Locher, System des schweizerischen 

Steuerrechts, 7. Aufl., Zürich 2016, S. 519; vgl. auch Zweifel/Casanova, Schweizerisches Steu-

erverfahrensrecht, § 19 Rz. 8ff.). 

 

 

3. a) Die A.____ GmbH ist mit dem Zweck Buchführung, Buchführungsberatung und -

schulung im Handelsregister des Kantons Basel-Landschaft eingetragen. Sie kann sich zudem 

an anderen Unternehmen beteiligen. Als Gesellschafter figurieren die Ehegatten B.____. Ge-

mäss der Unterlagen hat Herr B.____ das besagte Fahrzeug, Citroen HY in Frankreich von sei-

nen Bekannten Herrn C.____ gekauft. In den Akten befindet sich dazu eine Gesamtrechnung 

Kauf / Instandstellung HY, 1972 über Fr. 30‘550.-- datiert vom 20. Dezember 2013, welche an 

die Adresse von B.____ gerichtet ist. Im Weiteren befindet sich in den Akten ein Nachweis dar-

über, dass Herr B.____ mit Erfolg an der Schulung zum Fromelier teilgenommen hat sowie ein 

Vergütungsauftrag vom 17. November 2013 an C.____, in D.____ (Frankreich) in Höhe von Fr. 

4‘000.--, welcher über das Konto der A.____ GmbH abgewickelt wurde. In der Buchhaltung der 

A.____ GmbH wurden Zahlungen an C.____ in Höhe von insgesamt Fr. 22‘589.70 verbucht. 

 
 
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Schliesslich befinden sich in den Akten Fotos von Autos derselben Art sowie ein Foto des hier 

strittigen Fahrzeugs, welches damals gemäss Standortangabe „D.____“ auf dem Foto das Ori-

ginalfahrzeug abbilden soll. Schliesslich befinden sich in den Unterlagen Kontoauszüge, aus 

dem Jahre 2013, auf welchen Zahlungen an C.____ ausgewiesen werden.  

 

 b) An der heutigen Verhandlung des Steuergerichts reichte der Vertreter Zolldoku-

mente betreffend das Fahrzeug Citroen HY ein, welche belegen, dass dieses in die Schweiz 

eingeführt worden ist und zudem ein Standplatz-Mietvertrag mit Standort E.____ sowie ein 

Mietvertrag für Fahrzeugplätze mit der Firma F.____ AG bestehen. Die Verträge sind im Okto-

ber sowie Juni 2016 abgeschlossen worden. Der Vertreter beantragt nun wie auch bereits im 

Rekurs die Aufnahme des Fahrzeugs in die Geschäftsaktiven bereits für das Jahr 2013.  

 

 c) Nach Durchsicht der dem Steuergericht vorliegenden unter lit. a zitierten Belege 

ist hingegen eine Aktivierung per 2013 aus den nachfolgenden Gründen abzulehnen.  

  Die A.____ GmbH beschäftigt sich mit Buchführung und zudem mit Beratung und 

Schulung in eben diesem Bereich. Eine Anpassung der Geschäftstätigkeit der A.____ GmbH im 

Handelsregister ist bislang nicht erfolgt. Damit ist der geplante Käseverkauf vom Gesellschafts-

zweck der A.____ GmbH, nicht gedeckt. Auch befinden sich in den Akten keine Belege darüber, 

dass der Gesellschafter im Namen der A.____ GmbH ein neues Projekt umsetzen möchte. Die 

Ausbildung zum Fromelier genügt als Nachweis, dass die A.____ GmbH zukünftig ihren Gesell-

schaftszweck erweitern wird, nicht. Die Annahme, dass B.____ das Fahrzeug als Privatperson 

erstanden hat, um sich in Zukunft beruflich neu zu orientieren und den Käsehandel als Hobby 

oder Nebeneinkunft zu betreiben erscheint damit ebenfalls nicht abwegig und bei der vorliegen-

den Beweislage eher wahrscheinlich, als das Betreiben des Käsehandels über die Gesell-

schaft, welche mit dem neu angedachten Geschäftszweig in der Vergangenheit überhaupt 

nichts zu tun hatte. Nicht von Relevanz erscheint, dass die Ehegatten keinen Führerschein be-

sitzen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich das Fahrzeug bis vor Kurzem noch in Frankreich 

befunden hat. In einem solchen Fall ist die Überprüfbarkeit der tatsächlichen Verhältnisse oh-

nehin gehemmt. Aufgrund der Beweislage kam die Steuerverwaltung nicht umhin Vermutungen 

anzustellen. So richtet sich die Gesamtabrechnung vom 20. Dezember 2013 an die Privatper-

son B.____ und nicht an die Rekurrentin, weshalb die Steuerverwaltung davon ausgehen muss-

te, dass die Erstehung des Fahrzeugs einen privaten Hintergrund hat. Auf der Abrechnung sind 

mehrere Zahlungen aus dem Jahre 2013 sowie eine Zahlung in Höhe von € 3‘000.--, welche 

bereits am 9. Dezember 2011 erfolgt sein soll, aufgelistet. Ein Rechtsgrund für die Zahlung im 

Jahre 2011 ist jedoch nicht ersichtlich und wurde auch nicht weiter substantiiert, weshalb die 

 
 
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Steuerverwaltung zudem davon ausgeht, dass das besagte Fahrzeug bereits im Jahre 2011 

erstanden worden ist. 

  Ausser dieser Gesamtabrechnung befindet sich in den Akten kein Beleg, dass 

das Fahrzeug, wie behauptet, von der Rekurrentin gekauft oder zumindest an diese wei-

terverkauft worden ist. Auch ist der Zeitpunkt des Eigentumsübergangs von der Privatperson an 

die Rekurrentin nicht erwiesen. Korrekt ist, dass es für die Abwicklung eines Kaufs nach Art. 

184 i.V.m. Art. 11 OR keines schriftlichen Vertrages bedarf. Aufgrund der im Steuerrecht gel-

tenden Beweislastverteilung sind jedoch die wirtschaftlichen Vorgänge zu belegen. Der Eigen-

tumsübergang von der Privatperson B.____ auf die A.____ GmbH ist aufgrund dieser Abrech-

nung hingegen nicht belegt. Vielmehr ergibt sich daraus, dass das Fahrzeug im Eigentum von 

Herrn B.____ steht. Auch die auf der Abrechnung angebrachte Bemerkung, dass die Zahlung 

von der A.____ erfolgt ist, hilft wenig. Damit existiert kein Beleg, der den Eigentumsübergang 

von der Privatperson B.____ auf die Gesellschaft nachvollziehbar darlegt. Beim Fahrzeug Cit-

roen HY handelt es sich damit juristisch gesehen um ein einer Drittperson gehörendes fremdes 

Wirtschaftsgut. Umgekehrt ist damit auch der Vorwurf des Vertreters des überspitzten Forma-

lismus nicht zu hören, könnte beispielsweise im Falle eines Konkurses der Gesellschaft, nicht 

auf das besagte Fahrzeug zur Verwertung und Tilgung von Gesellschaftsschulden zurückgegrif-

fen werden. Der Citroen HY ist aufgrund dieser Ausführungen im Jahre 2013 in der Buchhal-

tung der A.____ GmbH noch nicht bilanzierbar. Die Steuerverwaltung hat die Aktivierung des 

Wertes für das fragliche Fahrzeug Citroen HY damit zu Recht abgelehnt.  

 

 d) Die vom Vertreter an der heutigen Verhandlung eingereichten Belege sind dem-

nach für das Jahr 2013 nicht dienlich und werden somit erst für die Steuerperiode 2016 zu beur-

teilen sein.  

 

 

4. a) Gegenstand der Ertragssteuer ist nach § 53 Abs. 1 StG der steuerbare Reiner-

trag. Dieser setzt sich zusammen aus (a) dem Saldo der Erfolgsrechnung unter Berücksichti-

gung des Saldovortrages des Vorjahres; (b) allen vor Berechnung des Saldos der Erfolgsrech-

nung ausgeschiedenen Teilen des Geschäftsergebnisses, die nicht zur Deckung geschäfts-

mässig begründeter Aufwendungen verwendet werden, wie insbesondere Aufwendungen für 

die Herstellung, Anschaffung oder Wertvermehrung von Gegenständen des Anlagevermögens, 

geschäftsmässig nicht begründete Abschreibungen und Rückstellungen, Einlagen in die Reser-

ven, Einzahlungen auf das Eigenkapital aus Mitteln der juristischen Person, offene und verdeck-

te Gewinnausschüttungen und geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen an Dritte, (c) 

 
 
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den der Erfolgsrechnung nicht gutgeschriebenen Erträgen, mit Einschluss der Kapital-, Liquida-

tions- und Aufwertungsgewinne, vorbehältlich § 32. Inhaltlich übereinstimmende Vorschriften 

enthalten auch Art. 24 Abs. 1 lit. a StHG sowie Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG.  

 

 b) Zum steuerbaren Reingewinn gehören namentlich Zuwendungen der Gesell-

schaft an die Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht 

oder zumindest nicht im gleichen Mass gewährt würden. Der Grundtatbestand solcher geldwer-

ter Leistungen ist nach der Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesell-

schaft keine oder keine gleichwertige Gegenleistung erhält, (b) der Aktionär direkt oder indirekt 

(z.B. über eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erhält, der einem 

Dritten unter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung also insofern 

ungewöhnlich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesellschaftsorgane erkennbar 

war (BGE 131 II 593 E. 5.1 S. 607; Urteile 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 3.1 und 

3.2.1; 2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.1, in: StR 64/2009 S. 915; 2A.204/2006 vom 

22. Juni 2007 E. 6, in: RtiD 2008 I pag. 946; je mit Hinweisen; 2C_414/2012 vom 19.11.2012, E. 

3).  

  Als geldwerte Vorteile aus Beteiligungen gelten dementsprechend alle durch 

Zahlung, Überweisung, Gutschrift, Verrechnung oder auf andere Weise bewirkten in Geld 

messbaren Leistungen, die der Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte unter ir-

gendeinem Titel aufgrund dieser Beteiligung von der Gesellschaft erhält und welche keine 

Rückzahlung der bestehenden Kapitalanteile darstellen. Dazu gehören insbesondere sog. ver-

deckte Gewinnausschüttungen, d.h. Zuwendungen der Gesellschaft, denen keine oder keine 

genügenden Gegenleistungen des Anteilsinhabers entsprechen und die einem an der Gesell-

schaft nicht beteiligten Dritten nicht oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden 

wären. Das ist mit einem Drittvergleich zu ergründen (sog. Prinzip des "dealing at arm's 

length"), bei dem alle konkreten Umstände des abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen 

sind (vgl. BGE 138 II 57, E. 2.2). Als Indizien, die dafür sprechen, dass ein Dritter einen Kredit 

nicht gewährt hätte und damit ein simuliertes Darlehensverhältnis vorliegt, fallen diverse Krite-

rien in Betracht (vgl. BGE 138 II 57 E. 3.2 S. 60 f. mit umfassenden Hinweisen auf Recht-

sprechung und Literatur; BGE A.124/1982 vom 25. November 1983 E. 3 ff., in: ASA 53 S. 54 ff., 

58 ff.; vgl. BGE 2C_1023/2013 vom 8. Juli 2014 E. 3.4).  

 

 c) Die verdeckten Gewinnausschüttungen bzw. geldwerten Leistungen unterliegen 

der Gewinnsteuer der Kapitalgesellschaft, der Einkommenssteuer beim Anteilsinhaber sowie 

der Verrechnungssteuer, die von Inländern zurückgefordert werden kann. Die Terminologie ist 

 
 
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in dem Sinne uneinheitlich, als dass das Bundesgericht ersteren Anfang der 90-er Jahre zwar 

weitgehend aufgegeben hat, diesen aber verschiedentlich noch verwendet und auch das Recht 

der direkten Bundessteuer den Begriff der verdeckten Gewinnausschüttung kennt (vgl. Reto 

Heuberger, Die verdeckte Gewinnausschüttung aus Sicht des Aktienrechts und des Gewinn-

steuerrechts, Diss. Bern 2001, S. 2). Eine verdeckte Gewinnausschüttung findet in erster Linie 

statt, wenn die Unternehmung Privataufwand (Lebenshaltungskosten) des Anteilsinhabers usw. 

aus eigenen Mitteln deckt und diesen als geschäftlichen Aufwand verbucht oder wenn sie Ge-

schäftsvermögen für Privatzwecke zur Verfügung stellt. Dazu gehört auch die Belastung von 

Aufwand dessen Empfänger und Leistungsgrund nicht bekannt sind. Die häufigste Form der 

verdeckten Gewinnausschüttung besteht darin, dass die Kapitalunternehmung aufgrund eines 

Rechtsgeschäfts (z.B. Arbeits-, Darlehens-, Mietvertrag usw.) an Anteilsinhaber oder naheste-

hende Personen zulasten eines Aufwandkontos Leistungen erbringt (z.B. Lohn, Zins), welche 

im Verhältnis zu der von ihnen erbrachten Gegenleistung offensichtlich übersetzt sind. Das ist 

dann der Fall, wenn die Leistung der Kapitalunternehmung höher ist als jene, die sie einem un-

beteiligten Dritten in jedem Fall höchstens zugestanden hätte (maximales marktkonformes Ent-

gelt) (vgl. Höhn/Waldburger, Steuerrecht Band 1, 9. Auflage, Bern/Stuttgart/Wien 2001, § 18 N 

106). 

 

 d) Auch im Bereich der geldwerten Leistungen gilt die Grundregel, dass die Steuer-

behörde die Beweislast für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen trägt, die steuer-

pflichtige Gesellschaft dagegen diejenige für all das, was die Steuer aufhebt oder mindert. Der 

Behörde obliegt insbesondere der Nachweis dafür, dass die Gesellschaft eine Leistung erbracht 

hat und dieser keine oder keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht. Hat die Behörde 

ein solches Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung dargetan, so ist es Sache der 

steuerpflichtigen Gesellschaft, die damit begründete Vermutung zu entkräften. Gelingt ihr das 

nicht, trägt sie die Folgen der Beweislosigkeit. Das gilt insbesondere dann, wenn sie Zahlungen 

leistet, die weder buchhalterisch erfasst noch belegt sind (zum Ganzen vgl. BGE 2C_414/2012 

vom 19. November 2012; vgl. auch Reich, Steuerrecht, 2. A. § 13 N 113ff.).  

 

 e) Da die Rekurrentin nicht dargetan hat, dass das Fahrzeug Citroen HY in ihr Ei-

gentum übergegangen ist, die Zahlungen an Herrn C.____ jedoch über sie anstatt über den 

Gesellschafter B.____ abgewickelt worden sind, ist die Steuerverwaltung zu Recht von einer 

geldwerten Leistung von der Gesellschaft an den Beteiligungsinhaber ausgegangen und bleibt 

die Minusreserve im Eigenkapital der Gesellschaft bestehen.  

 

 
 
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Der Rekurs erweist sich aufgrund all dieser Erwägungen als unbegründet und ist abzuweisen.  

 

 

5. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Rekurrentin Verfahrenskosten in 

Höhe von Fr. 400.-- zu bezahlen (§ 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. 

Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung [VPO]) und es ist ihr 

keine Parteientschädigung auszurichten (§ 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO). 

  

 
 
Seite 12   

Demgemäss    w i r d  e r k a n n t :  

 

://: 1. Der Rekurs wird abgewiesen. 

 2. Die Rekurrentin hat gemäss § 130 StG i.V.m. § 20 VPO die Verfahrenskosten in der 

Höhe von Fr. 400.-- (inkl. Auslagen von pauschal Fr. 100.--) zu bezahlen, welche mit 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden.  

 3. Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung wird abgewiesen. 

 4. Mitteilung an den Vertreter, für sich und zhd. der Rekurrentin (2), die Gemeinde 

G.____ (1) und die Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft (3).