# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ad5695f-06c0-5dd3-8088-08013b8256ef
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE230451-O4
**Docket/Reference:** UE230451-O4
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE230451-O4.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE230451-O/U/HEI

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, Oberrichterin 

lic. iur. C. Gerwig und Ersatzoberrichterin lic. iur. S. Mathieu 

sowie Gerichtsschreiberin MLaw D. Glavonjic

Beschluss vom 28. Mai 2025

A._____, 

Beschwerdeführer

in Sachen

gegen

1.

2.

B._____, 

Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis 

Beschwerdegegner

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

betreffend Nichtanhandnahme 

Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwalt-

schaft Limmattal/Albis vom 6. Dezember 2023

- 2 -

Erwägungen:

I.

1. Mit E-Mail vom 19. April 2023 erstattete A._____ (nachfolgend: Beschwerde-

führer) Strafanzeige gegen B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) wegen 

Nötigung. Zusammengefasst wirft der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner 

vor, Letzterer habe am 18. April 2023, ca. 16.30 Uhr, als er sein Fahrzeug abho-

len wollte, in den Räumlichkeiten der C._____ AG geäussert, er (der Beschwerde-

führer) müsse zuerst die Abschleppkosten durch sofortige Zahlung begleichen, 

was er abgelehnt habe. Die Abholung des Fahrzeugs sei ihm dann verweigert 

worden. Aus seiner Sicht stelle dieses Verhalten eine strafbare Nötigung dar 

(Urk. 24/4 = Urk. 15/2 S. 2 f.). 

2. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2023 nahm die Staatsanwaltschaft Limmat-

tal/Albis (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) eine Strafuntersuchung gegen den Be-

schwerdegegner nicht an die Hand (Urk. 3).

3.

Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 21. Dezember 

2023 (= Datum Postaufgabe) fristgerecht (Zustellungsdatum: 15. Dezember 2023, 

Urk. 20) Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung und die Eröffnung einer Untersuchung (Urk. 2).

4. Mit Verfügung vom 27. Dezember 2023 wurde der Beschwerdeführer zur 

Leistung einer Prozesskaution von Fr. 1'800.– aufgefordert (Urk. 7), diese ging in-

nert Frist ein (Urk. 10). Mit Verfügung vom 16. Januar 2024 wurde die Beschwer-

deschrift dem Beschwerdegegner 1 und der Staatsanwaltschaft zur (freigestellten) 

Stellungnahme übermittelt (Urk. 11). Die Staatsanwaltschaft verzichtete am 

23. Januar 2024 unter Verweis auf die angefochtene Verfügung auf eine Stellung-

nahme (Urk. 14) und reichte ihre Akten ein (Urk. 15). Der Beschwerdegegner liess 

sich mit Eingabe vom 29. Januar 2024 innert Frist (vgl. Urk. 12) vernehmen und 

die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten des Beschwerdeführers beantragen 

(Urk. 17). Diesbezüglich wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 5. Fe-

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bruar 2024 Frist zur freigestellten Stellungnahme angesetzt (Urk. 21). Dieser repli-

zierte am 17. Februar 2024 (Urk. 23). 

Das Verfahren ist spruchreif.

5.

Nachfolgend wird nur insofern auf die Eingabe des Beschwerdeführers so-

wie die Begründung der Staatsanwaltschaft, die Stellungnahme des Beschwerde-

gegners und die weiteren Akten eingegangen, als sich dies für die Entscheidfin-

dung als notwendig erweist (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; Urteil des Bundesgerichts 

6B_46/2018 vom 14. Februar 2018 E. 4 m.H.). 

6.

Infolge der hohen Geschäftslast der Kammer und entsprechender Entlas-

tungsmassnahmen ergeht der Entscheid in Nachachtung des Beschleunigungs-

gebots in teilweise anderer Besetzung als angekündigt.

II.

1.

Eintretensvoraussetzungen

Angefochten ist eine Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft. Dage-

gen ist die Beschwerde beim Obergericht zulässig (Art. 310 Abs. 2 i. V. m. 

Art. 322 Abs. 2 und Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO sowie § 49 GOG). Der Beschwer-

deführer ist beschwerdelegitimiert (BGE 141 IV 380 E. 2.2; BSK StPO-Mazzuc-

chelli/Postizzi, 3. Aufl. 2023, Art. 118 N 11 f.). Die Beschwerde wurde form- und 

fristgerecht erhoben. Die weiteren Eintretensvoraussetzungen geben zu keinen 

Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Voraussetzungen zur Eröffnung einer Strafuntersuchung

Die Staatsanwaltschaft eröffnet eine Untersuchung, wenn sich aus den Informati-

onen und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus ihren eigenen 

Feststellungen ein hinreichender Tatverdacht ergibt (Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO). 

Sie verfügt die Nichtanhandnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des 

Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozess-

voraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO). Die 

Frage, ob ein Strafverfahren durch die Strafverfolgungsbehörde über eine Nicht-

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anhandnahme erledigt werden kann, beurteilt sich nach dem aus dem Legalitäts-

prinzip abgeleiteten Grundsatz «in dubio pro duriore» (Art. 5 Abs. 1 BV und Art. 2 

Abs. 1 StPO i. V. m. Art. 319 Abs. 1 und Art. 324 Abs. 1 StPO; BGE 138 IV 86 

E. 4.2). Danach darf eine Nichtanhandnahme durch die Staatsanwaltschaft ge-

stützt auf Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nur in sachverhaltsmässig und rechtlich kla-

ren Fällen ergehen. Im Zweifelsfall, wenn die Nichtanhandnahmegründe nicht mit 

Sicherheit gegeben sind, muss das Verfahren eröffnet werden (vgl. BGE 137 IV 

285 E. 2.3). 

Die Eröffnung einer Strafuntersuchung erfordert jedoch das Vorhandensein tat-

sächlicher Hinweise auf eine strafbare Handlung, welche erheblicher und kon-

kreter Natur sein müssen. Blosse Gerüchte oder Vermutungen genügen nicht; der 

Anfangsverdacht soll eine plausible Tatsachengrundlage haben, aus der sich die 

konkrete Möglichkeit ergibt, dass eine Straftat begangen worden sein könnte (Ur-

teile des Bundesgerichts 6B_67/2022 vom 24. Oktober 2022 E. 2.3.1; 6B_1104/

2018 vom 17. Mai 2019 E. 4.1; 6B_897/2015 vom 7. März 2016 E. 2.1; jeweils 

m.H.). Auch bei einer «Aussage gegen Aussage»-Situation kann auf eine weitere 

Untersuchung verzichtet werden, wenn eine Verurteilung unter Einbezug der ge-

samten Umstände aus anderen Gründen von vornherein unwahrscheinlich er-

scheint (Urteil des Bundesgerichts 6B_833/2019 vom 10. September 2019 

E. 2.4.2 m.H. auf BGE 143 IV 241 E. 2.2.2). Der Grundsatz «in dubio pro duriore» 

ist unter Würdigung der im Einzelfall gegebenen Umstände zu handhaben. Die 

Staatsanwaltschaft und die Beschwerdeinstanz verfügen insoweit über einen ge-

wissen Ermessenspielraum (Urteile des Bundesgerichts 6B_67/2022 vom 24. Ok-

tober 2022 E. 2.3.1; 6B_291/2022 vom 4. Mai 2022 E. 3.1; jeweils m. w. H.).

3.

Ausgangslage und Strafanzeige

3.1. Der (unbestrittene) Hintergrund des angezeigten Sachverhalts stellt sich 

wie folgt dar: Das Fahrzeug des Beschwerdeführers wurde am 12. April 2023 

durch eine Drittperson entwendet. Daraufhin wurde es am 14. April 2023 von der 

Kantonspolizei Zürich in einer öffentlichen Tiefgarage gefunden und sichergestellt. 

Zwecks Spurensicherung liess die Kantonspolizei Zürich das Fahrzeug via Ab-

schlepp-Pooling durch die C._____ AG an deren Geschäftssitz abschleppen. Der 

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Beschwerdegegner ist der Geschäftsführer der C._____ AG. Am 18. April 2023 

wurde das Fahrzeug von der Kantonspolizei Zürich zur Herausgabe an den Be-

schwerdeführer freigegeben, woraufhin sich dieser am Nachmittag zwecks Abho-

lung an den Geschäftssitz der C._____ AG begab (vgl. Urk. 15/1 S. 2). 

3.2. Der Beschwerdeführer macht in seiner Strafanzeige vom 19. April 2023 

geltend, ihm sei die Abholung seines Fahrzeugs durch den Beschwerdegegner 

verweigert worden. Er (der Beschwerdeführer) hätte die «Rechnung» sofort be-

zahlen müssen, was er abgelehnt habe. Er habe die Rechnung einerseits zuerst 

in Ruhe prüfen und andererseits seiner Versicherung zur Zahlung übergeben wol-

len, da Transporte in der Versicherungspolice eingeschlossen seien. Er glaube zu 

wissen, dass ihm das Fahrzeug gegen Rechnung hätte ausgehändigt werden 

müssen; es gebe genug Scharlatane im Bereich des Transportgewerbes. Sinnge-

mäss habe ihn der Beschwerdegegner durch sein Vorgehen genötigt (Urk. 15/2 

S. 2 f. = Urk. 24/4).

4.

Parteistandpunkte

4.1 Die Staatsanwaltschaft nahm eine Strafuntersuchung betreffend Nötigung 

nicht an Hand. Zusammengefasst erwog sie, es ergebe sich aus den vorhande-

nen Beweismitteln, dass der Beschwerdeführer mit dem Beschwerdegegner da-

hingehend Diskussionen geführt habe, wer als Rechnungsempfänger betreffend 

die Forderung aus dem Abschleppdienst aufzuführen sei. Diese Diskussionen 

seien eskaliert, weshalb es zu einer polizeilichen Intervention gekommen sei. Die 

Aussagen der Parteien und Auskunftspersonen seien dahingehend divergierend, 

ob erwähnt worden sei, dass der Beschwerdeführer sein Auto nur gegen Bezah-

lung der Kosten erhalte. Der genaue Ablauf bzw. die Wortwahl könne nicht rekon-

struiert werden, zumal bis auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Unterla-

gen keine objektiven Beweismittel vorhanden seien und Aussage gegen Aussage 

stehe. Die Klärung der Frage betreffend Rechnungsstellung bezwecke als admi-

nistrativer Abwicklungsprozess eine korrekte Rechnungsstellung. Die Akten ent-

hielten keine Rechnung, sondern eine Kostenaufstellung. Auch sei keine Andro-

hung von ernstlichen Nachteilen aktenkundig. Da keine Nötigungshandlung vor-

handen sei, sei der Tatbestand von Art. 181 StGB nicht erfüllt. (Urk. 3).

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4.2 Der Beschwerdeführer bringt vor, die Staatsanwaltschaft habe wesentliche 

Tatsachen, Zeugenaussagen und Vorgänge nicht bzw. unvollständig berücksich-

tigt. Der Beschwerdegegner habe sich entgegen seiner gegenteiligen Behauptung 

klar dahingehend geäussert, das Fahrzeug des Beschwerdeführers nur gegen so-

fortige Bar- oder Kreditkartenzahlung von Fr. 1'001.50 (zuvor seien es noch 

Fr. 839.55 gewesen) herauszugeben. Das habe der Beschwerdeführer – nach 

Einsicht in die überreichten Kostenaufstellungen – verweigert. Die Forderung sei 

ohnehin überrissen gewesen. Auftraggeber, Kunde und Rechnungsempfänger sei 

die Kantonspolizei gewesen. Nach einer wiederholt vom Beschwerdegegner ver-

weigerten Herausgabe des Fahrzeugs habe der Beschwerdeführer mit dessen 

Unterlagen das Büro unter Ankündigung einer Nötigungsklage verlassen. In der 

Folge sei es (draussen beim Fahrzeug seiner Ehefrau) zu einer Auseinanderset-

zung betreffend die Herausgabe der Unterlagen gekommen, wobei zwei dem Be-

schwerdegegner persönlich bekannte Polizisten beigezogen worden seien. Er 

habe noch Fotos anfertigen können, bevor ihm die Unterlagen weggenommen 

worden seien. Weiter hätten ihm die Polizisten die Entgegennahme einer Strafan-

zeige wegen Nötigung verweigert. Nach Beruhigung der Lage und Bekanntgabe 

der Versicherungsangaben habe der Beschwerdegegner geäussert, dass er jetzt 

Feierabend habe und sich morgen darum kümmern werde. Die Fahrzeugheraus-

gabe habe er weiterhin verweigert. Am Folgetag habe der Beschwerdeführer via 

E-Mail die Vorgänge gemeldet und Anzeige erstattet. Gleichentags habe er sein 

Fahrzeug auf Anordnung der Polizei ohne Übernahme der Kosten empfangen. 

Aufgrund seiner Schilderungen zu den tatsächlichen Ereignissen sei eine Nichtan-

handnahme ausgeschlossen und stellten sich einige aus seiner Sicht offene Fra-

gen (dazu Urk. 2 S. 3). Es sei unbestritten, dass der Beschwerdegegner seine 

Handlungsfreiheit massiv beeinträchtigt habe; dieser müsse verurteilt und gebüsst 

werden. Die Firma halte sich nicht an gesetzliche Vorgaben und solle vom Pool 

der Abschleppfirmen ausgeschlossen werden, welche mit der Kantonspolizei zu-

sammenarbeiteten (Urk. 2). 

4.3 Der Beschwerdegegner bringt in seiner Stellungnahme im Wesentlichen vor, 

der Beschwerdeführer setze sich mit der angefochtenen Verfügung nicht ausein-

ander. Er wiederhole bzw. ergänze seine Sachverhaltsschilderungen und stelle 

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Mutmassungen und Andeutungen an. Auch in der «Zusammenfassung» befänden 

sich keine konkreten Rügen, sondern fünf unbegründete «Fragen». Im Ergebnis 

sei weder gesetzeswidrig noch offensichtlich falsch, dass kein hinreichender Tat-

verdacht anzunehmen sei. Sollte ein Anfangsverdacht bestanden haben, sei die-

ser nach den polizeilichen Einvernahmen entkräftet worden (Urk. 17).

4.4 In der Replik wiederholt bzw. substantiiert der Beschwerdeführer im Wesent-

lichen seine Vorbringen und verlangt die Einvernahme der zwei beigezogenen 

Polizisten (Urk. 23 Rz. 11). Weiter reicht er die bereits im Vorverfahren vorgeleg-

ten Unterlagen ein (Urk. 24/1–3). 

5.

Rechtliches

5.1 Der Nötigung macht sich schuldig, wer jemanden durch Gewalt oder Andro-

hung ernstlicher Nachteile oder durch andere Beschränkung seiner Handlungs-

freiheit nötigt, etwas zu tun, zu unterlassen oder zu dulden (Art. 181 StGB). 

Schutzobjekt von Art. 181 StGB ist die Freiheit der Willensbildung und Willensbe-

tätigung des Einzelnen (BGE 134 IV 216 E. 4.4.3; 129 IV 262 E. 2.1; 129 IV 6 

E. 2.1). Ausserdem indiziert die Tatbestandsmässigkeit einer Nötigung noch nicht 

deren Rechtswidrigkeit. Eine nötigende Handlung ist nur unrechtmässig, wenn 

das Mittel oder der Zweck unerlaubt sind oder wenn das Mittel zum erstrebten 

Zweck nicht im richtigen Verhältnis steht oder wenn die Verknüpfung zwischen ei-

nem an sich zulässigen Mittel und einem erlaubten Zweck rechtsmissbräuchlich 

oder sittenwidrig ist (BGE 122 IV 322 E. 2a). Es führt somit nicht jeder noch so 

geringfügige Druck auf die Entscheidungsfreiheit eines andern zu einer Bestra-

fung nach Art. 181 StGB (BGE 141 IV 437 E. 3.2.1 m. w. H.). 

5.2 Die  Nichtherausgabe  eines  abgeschleppten  Fahrzeugs  mangels  Zahlung 

kann  unter  Umständen  als  Androhung  eines  ernstlichen  Nachteils  im  Sinne  von 

Art. 181  StGB  qualifiziert  werden:  Dies  dann,  wenn  durch  die  Verweigerung  der 

Herausgabe  die  Verfügungsmacht  des  Eigentümers  eingeschränkt  und  zugleich 

angedroht wird, diesen Zustand aufrechtzuerhalten, wobei zu erkennen gegeben 

wird, dass darauf Einfluss genommen werden könne. Ein solcher Nachteil gilt als 

ernstlich, wenn die angedrohte Einwirkung nach objektivem Massstab geeignet ist, 

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auch eine besonnene Person in der Lage des Betroffenen zu gefügigem Verhalten 

zu bewegen, indem deren freie Willensbildung oder -betätigung beeinträchtigt wird. 

Insbesondere  im  längeren  Entzug  eines  Fahrzeugs  kann  ein  ernstlicher  Nachteil 

liegen, zumal ein Fahrzeughalter häufig ein erhebliches Interesse an einer raschen 

Wiedererlangung  hat  und  ein  sofortiger  Ersatz  mit  nicht  unerheblichem  Aufwand 

verbunden  sein  kann  (vgl.  zum  Ganzen  Beschluss  der  Kammer  UH160307  vom 

8. November 2016, E. III.3.3 m. w. H.).

6. Würdigung

6.1 Der  Beschwerdeführer  bringt  vor,  der  Beschwerdegegner  habe  erklärt,  die 

Herausgabe seines Fahrzeugs erfolge nur gegen sofortige Zahlung der Abschlepp-

kosten. Eine derartige Äusserung kann grundsätzlich ein Androhen eines ernstli-

chen Nachteils darstellen und unter Art. 181 StGB fallen (vgl. E. III.5.2). Diese vom 

Beschwerdeführer behauptete Äusserung stützt sich im Wesentlichen auf seine ei-

genen Angaben sowie jene seiner Ehefrau (Urk. 15/4 F/A 5; Urk. 15/5 F/A 4). Zu 

prüfen ist, ob sich aus diesen Angaben zusammen mit den übrigen Akten tatsäch-

liche Hinweise von erheblicher und konkreter Natur ergeben, die einen Anfangs-

verdacht auf eine (versuchte) Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB begründen.

6.2 Die eingereichten Unterlagen enthalten – wie bereits die Staatsanwaltschaft 

zutreffend festhielt (Urk. 3 Ziff. 9 S. 4) – keine Rechnung, sondern zwei Kosten-

aufstellungen (Urk. 24/2–3 = Urk. 15/4 S. 6–7). Auf diesen ist jeweils ausdrücklich 

vermerkt, dass eine endgültige Rechnung nachfolgen werde. Dieser Umstand 

stützt zunächst die Darstellung des Beschwerdegegners, wonach er bzw. sein 

Mitarbeiter sich zu Beginn beim Beschwerdeführer nach der Rechnungsstellung 

bzw. Weiterverrechnung erkundigt habe. 

6.3 In tatsächlicher Hinsicht bringt der Beschwerdeführer denn auch nicht vor, er 

habe nach seiner Ankunft am Schalter zur Klärung der Frage der Rechnungsstel-

lung beigetragen, insbesondere durch Angabe seiner Versicherungsdaten. Ge-

mäss Aussage des Mitarbeiters des Beschwerdegegners (die erste Ansprechper-

son des Beschwerdeführers) habe dieser auf die Frage, was man mit der Rech-

nung mache, die Antwort erhalten, dass das dem Beschwerdeführer egal sei; er 

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wolle sein Auto (Urk. 15/6 F/A 25). Derartige Äusserungen macht der Beschwer-

deführer auch im vorliegenden Verfahren: Die Rechnungsstellung interessiere ihn 

nicht, weil Auftraggeberin und Rechnungsempfängerin die Kantonspolizei Zürich 

gewesen sei (Urk. 2 S. 1; Urk. 23 Rz. 4–5). Er habe nur sein Fahrzeug nach er-

folgter Spurensicherung abholen wollen (Urk. 23 Rz. 24). 

Diese Darstellung des Beschwerdeführers lässt jedoch ausser Acht, dass der Ab-

schleppdienst an den Geschäftssitz der C._____ AG und die damit zusammen-

hängende Spurensicherung durch die Kantonspolizei einzig durch den vorherigen 

Diebstahl seines Fahrzeugs notwendig wurde (vgl. Urk. 15/1 S. 2). Es ist daher 

nicht ungewöhnlich, dass die Kantonspolizei als Auftraggeberin aufgeführt wurde. 

Ein Rückgriff auf den mutmasslichen Täter für die Kosten – wie der Beschwerde-

führer u. a. einwendet (Urk. 15/4 F/A 5 a. E.) – ist erst möglich, wenn diese Person 

bekannt und rechtskräftig zur Kostentragung verpflichtet ist. Bis dahin trägt der 

Fahrzeughalter oder – bei entsprechender Versicherungsdeckung – die Motor-

fahrzeugversicherung des Halters die Kosten, auch wenn ihn kein Verschulden 

am Diebstahl trifft (entgegen Urk. 23 Rz. 5). Der Beschwerdeführer gab im Übri-

gen selbst an, dass der Beschwerdegegner die Kosten – in Form einer Pauschale 

– bei seiner Versicherung eingereicht und bezahlt erhalten habe (Urk. 15/2 S. 1). 

Unter diesen Umständen ist es nicht zu beanstanden, dass der Beschwerdegeg-

ner (bzw. zuerst dessen Mitarbeiter) mit dem Beschwerdeführer die Frage der 

Rechnungsstellung habe klären wollen (vgl. Urk. 15/6 F/A 4, 8, 21). Die Einver-

nahmen belegen, dass dies dem üblichen Vorgehen entsprach (Urk. 15/6 F/A 8, 

21; Urk. 15/3 F/A 4 f.), was der Beschwerdeführer auch nicht in Abrede stellt, 

wenn er angibt, dass ihn dies nicht interessiere (Urk. 23 Rz. 4). Widersprüchlich 

ist schliesslich, wenn er in seiner Strafanzeige geltend macht, dass ihm sein Fahr-

zeug «gegen Rechnung hätte ausgehändigt werden müssen» (Urk. 15/2 S. 3), 

während sich aus seiner Einvernahme (Urk. 15/4 F/A 5 a. E.) sowie den Eingaben 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren ergibt, dass er sich einer Rechnungsstel-

lung widersetzte.

6.4 Die Klärung der Rechnungsstellung stellt – wie die Staatsanwaltschaft zu-

treffend erwog (Urk. 3 Ziff. 9 [S. 4]) – einen administrativen Vorgang dar und be-

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gründet für sich allein in der Regel keine Nötigungshandlung. Selbst wenn dem 

Beschwerdeführer dabei die Möglichkeit eröffnet worden wäre, in Vorleistung zu 

treten und anschliessend direkt mit der Versicherung abzurechnen, hätte ihm da-

mit eine Wahlmöglichkeit offen gestanden (Urk. 15/6 F/A 8; Urk. 15/3 F/A 4). 

Diese Situation ist nicht gleichzusetzen mit einer unmissverständlichen Aufforde-

rung zur sofortigen Zahlung, verbunden mit der Androhung, das Fahrzeug bei 

Nichtleistung zurückzubehalten. Dass es faktisch zu keiner Klärung der Kosten-

stelle kam, stellt (im vorliegenden Fall) für sich allein noch keinen hinreichenden 

Hinweis auf einen Nötigungsversuch dar. 

Soweit der Beschwerdeführer darüber hinaus beanstandet, die Kostenaufstellung 

vom 14. April 2023 habe Fr. 839.55 und diejenige vom 18. April 2023 Fr. 1'001.50 

ausgewiesen, vermag er daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten: Wie sich 

aus der Kostenaufstellung vom 18. April 2023 (Urk. 24/3) ergibt, wurden darin zu-

sätzlich Kosten für die Standzeit vom 14. bis 18. April 2023 berechnet (5 Tage à 

Fr. 30.– zzgl. MwSt.). Es ist ohne Weiteres nachvollziehbar, dass diese auf der 

Abrechnung per 14. April 2023 (Urk. 24/2) noch nicht aufgeführt waren. Auch der 

Umstand, dass der Beschwerdegegner die Kosten gegenüber der Versicherung 

des Beschwerdeführers auf pauschal Fr. 700.– reduziert habe, begründet kein 

strafrechtlich relevantes Verhalten. Wie bereits die Staatsanwaltschaft festhielt, 

genügt für die Anwendung des Strafrechts nicht jedes fragwürdige Vorgehen (vgl. 

Urk. 3 S. 4). In diesen Kontext fällt auch der Einwand des Beschwerdeführers, die 

Kosten seien überrissen. Dabei erweist sich auch der sinngemässe Verweis auf 

die Höhe der Abschleppgebühren gemäss Stadtratsbeschluss vom 6. Juli 1994 

(vgl. Urk. 2 S. 3 «Frage 4») als unbehelflich. Diese Gebührenvorgaben sind auf 

den vorliegenden Fall nicht ohne Weiteres übertragbar: Es handelte sich vorlie-

gend um ein von der Kantonspolizei (und nicht der Stadtpolizei) angeordnetes Ab-

schleppen zwecks Spurensicherung. Im Übrigen begründete der Beschwerdefüh-

rer das Nichtbezahlen der Kosten bzw. Nichtkooperieren in erster Linie damit, 

dass als Auftraggeber, Kunde und Rechnungsempfänger die Kantonspolizei Zü-

rich, Postfach, Werkhofstrosse 5, 8902 Urdorf gewesen sei (Urk. 2 S. 1).

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6.5 Sodann habe der Beschwerdeführer nach der grundsätzlichen Diskussion 

über die Rechnungsstellung – wie er selber ausführt – die Unterlagen des Be-

schwerdegegners an sich genommen und den Schalterbereich unter Ankündi-

gung einer Nötigungsklage nach draussen verlassen (Urk. 2 S. 1 f.; vgl. Urk. 15/4 

F/A 5). Die Diskussion sei danach – in den Worten des Beschwerdeführers – «es-

kaliert» (Urk. 15/4 F/A 5; Urk. 23 Rz. 5 f.).

6.6 Im Anschluss sei es draussen zu einer weiteren Diskussion (unter Beizug 

zweier Stadtpolizisten) gekommen. Diese drehte sich um die Frage der Heraus-

gabe der Unterlagen des Beschwerdegegners (vgl. Urk. 15/4 F/A 5). Der Inhalt 

dieser Meinungsverschiedenheit ist für die hier zu beurteilende Frage nicht rele-

vant. Bereits im Polizeirapport vom 18. August 2023 zur Strafanzeige wurde fest-

gehalten, dass die beigezogenen Stadtpolizisten keine Augenzeugen der am 

Schalter geführten Diskussion über die Kosten gewesen seien (Urk. 15/1 S. 3). 

Auch der Beschwerdeführer gab auf entsprechende Nachfrage an, dass lediglich 

seine Ehefrau, der Beschwerdegegner sowie dessen Mitarbeiter das Gespräch 

über die Forderung mitverfolgt hätten (Urk. 15/4 F/A 10). Folglich sind von den 

draussen beigezogenen Stadtpolizisten keine Aussagen zum relevanten Gesche-

hen zu erwarten. Die Staatsanwaltschaft hat deshalb zu Recht auf die Einver-

nahme der zwei Stadtpolizisten sowie den Beizug ihres Einsatzprotokolls verzich-

tet (entgegen Urk. 23 Rz. 11). 

6.7 Wesentlich ist sodann, dass der Beschwerdeführer selbst einräumt, erst 

nach Beendigung der draussen fortgeführten Diskussion seinen Versicherungs-

kontakt (D._____ [Versicherungsgesellschaft], Agentur E._____ in F._____) ange-

geben zu haben. Den Nachgang schilderte der Beschwerdeführer anlässlich sei-

ner Einvernahme wie folgt: «Daraufhin meinte [der Beschwerdegegner], er hätte 

jetzt Feierabend, er mache gar nichts. Ich gegenüber dem Polizisten wollte gegen 

[den Beschwerdegegner] Strafanzeige wegen Nötigung einreichen. Derjenige hat 

aber die Anzeigeerstattung verweigert. Es hat sich insofern entspannt, indem ich 

sagte, wir würden gehen, er hätte ja jetzt, was er wollte. Wir stiegen ins Fahrzeug 

und fuhren davon. […].» (Urk. 15/4 F/A 5 [S. 2 f.]). Aus dieser Schilderung erge-

ben sich keine konkreten Hinweise darauf, dass die Herausgabe des Fahrzeugs 

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vom Beschwerdegegner aufgrund ausbleibender sofortiger Zahlung verweigert 

worden wäre. 

6.8 Zusammenfassend ergibt sich, dass die Aktenlage keine hinreichend plausi-

ble Tatsachengrundlage dafür bietet, dass der Beschwerdegegner die Heraus-

gabe des Fahrzeugs von einer sofortigen Bezahlung der Abschleppkosten abhän-

gig gemacht hätte. Die Behauptung des Beschwerdeführers, dass er sein Fahr-

zeug am 18. April 2023 aus diesem Grund nicht habe mitnehmen können, findet 

keine Stütze in den vorliegenden Aussagen und Unterlagen. Weitere Beweismit-

tel, die diesbezüglich (dass dem Beschwerdeführer die Herausgabe des Fahr-

zeugs verweigert worden war, weil er nicht bereit war, vor Ort die Abschleppkos-

ten zu bezahlen) Klarheit schaffen könnten, sind nicht ersichtlich. Die Staatsan-

waltschaft hat zu Recht einen hinreichenden Tatverdacht auf eine (auch allenfalls 

versuchte) Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB verneint und eine Strafuntersu-

chung zu Recht nicht an Hand genommen. Die Beschwerde ist abzuweisen.

III.

1.

Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls sowie des Aufwands 

des Gerichts ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'400.– 

festzusetzen (§ 17 Abs. 1 i. V. m. § 2 Abs. 1 lit. b–d GebV OG). Ausgangsgemäss 

sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 

(Art. 428 Abs. 1 StPO) und aus der von ihm geleisteten Prozesskaution in Höhe 

von Fr. 1'800.– zu beziehen. Infolge Unterliegens ist ihm keine Entschädigung zu-

zusprechen.

2.

Der Beschwerdegegner ist für die Aufwendungen seiner anwaltlichen Vertei-

digung aus der Staatskasse zu entschädigen (BGE 147 IV 47 E. 4.2.5 f.). Die Ent-

schädigung ist unter Berücksichtigung der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls 

sowie des Zeitaufwands und der Verantwortung des Verteidigers auf Fr. 700.– 

(inkl. MWST) festzusetzen (§ 2 Abs. 1 lit. b–e und § 19 Abs. 1 AnwGebV OG).

- 13 -

Es wird beschlossen:

1.

2.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'400.– fest-

gesetzt.

3.

Die Gerichtsgebühr wird dem Beschwerdeführer auferlegt und mit der ge-

leisteten Prozesskaution verrechnet. Der nicht beanspruchte Teil der Kau-

tion wird dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft dieses Beschlusses – un-

ter Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates – zurückerstat-

tet.

4.

Der erbetene Verteidiger des Beschwerdegegners 1, Rechtsanwalt 

lic. iur. X._____, wird für seine Aufwendungen im Rahmen des Beschwerde-

verfahrens mit Fr. 700.– aus der Gerichtskasse entschädigt.

5.

Schriftliche Mitteilung an:







den Beschwerdeführer (per Gerichtsurkunde)

Rechtsanwalt lic. iur. X._____, zweifach, für sich und den Beschwerde-
gegner 1 (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, ad … 
(gegen Empfangsbestätigung)

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an:



die Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis, ad … , unter Rücksendung der 
beigezogenen Akten (Urk. 15; gegen Empfangsbestätigung) 

6. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 

gemäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des 

Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichts-

gesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

- 14 -

setzes.

Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 28. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident:

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. D. Oehninger

MLaw D. Glavonjic