# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2ecec3ad-e604-5bd0-a70f-0e1adffd1094
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-05
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Strafkammer 05.08.2010 SK1 2010 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_004_SK1-2010-24_2010-08-05.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 5. August 2010 Schriftlich mitgeteilt am:
SK1 10 24 [nicht mündlich eröffnet]

Urteil
I. Strafkammer

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
RichterInnen Brunner und Michael Dürst
Redaktion Aktuarin ad hoc Peng

In der strafrechtlichen Berufung

des X., Angeklagter und Berufungskläger, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt 
lic. iur. Remo Cavegn, Bahnhofstrasse 7, 7001 Chur, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Imboden vom 23. März 2010, mitgeteilt am 21. April 
2010, in Sachen der S t a a t s a n w a l t s c h a f t  G r a u b ü n d e n , 
Sennhofstrasse 17, 7001 Chur, Anklägerin und Berufungsbeklagte, gegen den 
Angeklagten und Berufungskläger,

betreffend Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Als X. geboren wurde, war seine Mutter 16 Jahre alt. Deshalb lebte er 
zunächst bei einem Onkel. Als die Mutter später heiratete, zog X. im Alter von vier 
Jahren zusammen mit ihr und dem Stiefvater nach A. und später nach B.. 
Zusammen mit einem jüngeren Halbbruder wuchs er dort bei seiner Mutter und 
dem Stiefvater auf. Nach dem Schulabschluss absolvierte er von 1987 bis 1991 
eine Lehre als Radio/TV-Elektroniker. In der Folge arbeitete er unter anderem 
einige Jahre als Chauffeur und dann als Magaziner im „C.“ in D.. Im Juli 2007 trat 
er bei der Firma „E. AG“ in F. eine Stelle als Staplerfahrer an. Dort war er bis Ende 
2009 tätig. Seither ist er arbeitslos und erhält Arbeitslosengeld.

Gemäss Leumundsbericht führt der Angeklagte „ein normales Leben“. Er 
sei nie negativ aufgefallen.

Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. mit zwei Eintragungen 
verzeichnet. Am 9. April 2002 verurteilte ihn der Kreispräsident Lugnez wegen 
Fahren in angetrunkenem Zustand und Verletzung der Verkehrsregeln zu drei 
Monaten Gefängnis. Ausserdem wurde eine ambulante Behandlung angeordnet. 
Am 4. März 2008 verurteilte ihn der Kreispräsident Chur wegen mehrfacher 
Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 des Betäubungsmittelgesetzes (BetmG; 
SR 812.121) und mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG zu einer 
Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 70.-, bedingt vollziehbar bei einer 
Probezeit von zwei Jahren, sowie einer Busse von Fr. 800.-.

Im vorliegenden Verfahren wurde X. psychiatrisch begutachtet. Dr. med. G. 
von der Klinik Beverin kommt in seinem Gutachten vom 11. Januar 2010 im 
Wesentlichen zum Schluss, dass

 X. im Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Taten sowohl an einer Opiat- als 
auch einer Alkoholabhängigkeit gelitten habe,

 seine Schuldfähigkeit leichtgradig vermindert gewesen sei,

 bei X. eine Rückfallgefahr bestehe,

 die Abhängigkeitserkrankung des Angeklagten behandelbar sei, wobei die 
Anordnung einer stationären Massnahme nach Art. 60 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) „am ehesten zu 
empfehlen“ sei,

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 die Anordnung einer bloss ambulanten Massnahme kaum durchführbar sei 
und nur „parallel zum Strafvollzug eine gewisse Erfolgsaussicht“ habe.

X. befand sich vom 7. November 2009 bis 13. November 2009 während 
insgesamt sieben Tagen in Untersuchungshaft.

B. Die Staatsanwaltschaft legte ihrer Anklage folgenden Sachverhalt 
zugrunde:

„X. wird angeklagt der

- Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG sowie der mehrfachen 
Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

1. In der Zeit von November 2008 bis zu seiner Festnahme vom 7. 
November 2009 kaufte der Angeklagte unter verschiedenen Malen in 
H. mindestens 525 gr Heroin. Dabei musste er für ein Gramm Heroin 
Fr. 30.-- bis Fr. 40.-- bezahlen. Etwa die Hälfte des angekauften 
Heroins hat der Angeklagte in der Folge selber konsumiert. Die andere 
Hälfte oder total 250 gr Heroin hat er bei sich zu Hause in 
gassenübliche Briefchen à 0.25 gr Heroin abportioniert und 
anschliessend in seiner Wohnung in F. oder im Stadtpark in D. über 13 
verschiedenen, nur teils namentlich bekannten Personen verkauft. Für 
ein solches Heroinbriefchen verlangte er Fr. 40.--, was einem 
Grammpreis von Fr. 160.-- entspricht. In wenigen Fällen verkaufte der 
Angeklagte das Heroin auch in Portionen von 5 gr zu Fr. 300.--. Die 
Drogenübergaben wurden meist über die Mobiltelefone des 
Angeklagten verabredet. Im Einzelnen gab der Angeklagte 
nachfolgend aufgeführten Personen Heroin ab:

- 2.5 gr an YA.,

- 5 gr an YB.,

- 15 gr an YC.,

- 5 gr an YD.,

- 25 gr an YE.,

- 5 gr an YF.,

- 12.5 gr an YG.,

- 12.5 gr an YH.,

- 5 gr an YI.,

- 5 gr an YJ.,

- 5 gr an YK.,

- 2.5 gr an YL.,

- 5 gr an YM.,

- 35 gr an YN.,

- 110 gr [an] namentlich unbekannte Personen.

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Akten: 4.1, 5.1-5.15, 6.2-6.21, 6.25

2. Anlässlich seiner Festnahme vom 7. November 2009 hat die Polizei 
beim Angeklagten 80 gr Heroin sichergestellt. Sodann fand die Polizei 
bei ihm zu Hause weitere 16.4 gr Heroin. Der Angeklagte hatte vor, die 
Hälfte dieser insgesamt 96.4 gr Heroin, also total 48 gr Heroin, bei 
nächster sich bietender Gelegenheit auf der Gasse in D. zu verkaufen.

Akten: 4.1, 4.4, 6.20 (S. 3), 6.25

3. Der Angeklagte hat somit 250 gr Heroin verkauft und weitere 48 gr 
Heroin am 7. November 2009 zum Zwecke des Weiterverkaufs auf 
sich getragen bzw. zu Hause aufbewahrt. Eine Analyse des Heroins 
durch den Forensisch-Naturwissenschaftlichen Dienst der 
Kantonspolizei St. Gallen ergab einen Reinheitsgehalt von mindestens 
18%. Demgemäss hat X. 53.6 gr reines Heroin verkauft oder hierzu 
Anstalten getroffen.

Akten: 4.1, 4.10, 6.25

4. Der Angeklagte verlangte für 1 gr Heroin durchschnittlich Fr. 144.--. Mit 
dem erfolgten Verkauf der 250 gr Heroin erzielte er demgemäss einen 
Bruttoerlös von Fr. 36'000.--. Der Reinerlös beläuft sich auf 
mindestens Fr. 26'000.-- und ergibt sich aus folgender Rechnung:

- Verkauf von 250 gr Heroin à Fr. 144.-- Fr. 36'000.--

- Ankauf von 250 gr Heroin à höchstens Fr. 40.-- ./. Fr. 10'000.--

Fr. 26'000.--

Akten: 4.1 (S. 14), 6.20, 6.21, 6.25

5.a) In der Zeit von Juli 2007 bis November 2008 hat der Angeklagte 
wöchentlich ca. 2 Briefchen à 0.25 gr Heroin und dann bis zu seiner 
Inhaftierung am 7. November 2009 praktisch täglich Heroin 
konsumiert. Total konsumierte er in dieser Zeit mindestens 275 gr 
Heroin, wobei er das Heroin gesnifft hat. Am 7. November 2009 fand 
die Polizei beim Angeklagten 48 gr Heroin, das er selber konsumieren 
wollte.

Akten: 4.1, 4.4, 6.25

b) In der Zeit von Juli 2007 bis September 2009 rauchte X. hin und 
wieder etwas Haschisch und Marihuana. Sodann war er am 
7. November 2009 im Besitz von 3.1 [gr] Marihuana und 10.4 gr 
Haschisch, wobei er vorhatte, diese Drogen selber zu konsumieren.

Akten: 4.1, 4.4, 6.25

6. Die beim Angeklagten sichergestellten Betäubungsmittel, nämlich 
96.4 gr Heroin, 3.1 gr Marihuana und 10.4 gr Haschisch, wurden 
beschlagnahmt. Ebenso die 2 Mobiltelefone Sony Ericsson W810i und 
Nokia 6234 samt SIM-Karten, da X. damit die Drogengeschäfte 
vereinbart hat. Sodann wurde eine Elektrowaage der Marke Voltcraft 
sowie eine Küchenwaage der Marke Soehnle, die der Angeklagte für 
das Abportionieren der Drogen verwendet hat, beschlagnahmt.

Akten: 4.1, 4.4, 4.7, 4.8“

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C. Da sich der Angeklagte infolge eines vom Kantonsspital Graubünden 
ausgesprochenen fürsorgerischen Freiheitsentzugs (FFE) bereits in der Klinik 
Beverin aufhielt, stellte er am 12. Februar 2010 das Gesuch um vorzeitigen Antritt 
einer stationären Massnahme. Diesem wurde mit Verfügung vom 16. Februar 
2010 stattgegeben.

D. Am 23. März 2010 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht 
Imboden statt, an welcher der Angeklagte in Begleitung einer Betreuungsperson 
der Klinik Beverin (Herr I.) sowie seines amtlichen Verteidigers, Rechtsanwalt lic. 
iur. Remo Cavegn, anwesend war.

Seitens der Staatsanwaltschaft wurde die Anklage nicht mündlich vertreten. 
Der Untersuchungsrichter, lic. iur. C. Riedi, stellte und begründete in der 
schriftlichen Ergänzung zur Anklageschrift vom 28. Januar 2010 folgende Anträge:

„1. X. sei der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG sowie der 
mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu 
sprechen.

2.a) Dafür sei er – unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft 
von 7 Tagen – mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten sowie einer 
Busse von Fr. 300.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 3 
Tagen, zu bestrafen.

b) Im Sinne von Art. 60 StGB sei eine stationäre Suchtbehandlung 
anzuordnen und die Freiheitsstrafe aufzuschieben.

3. Der mit Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 4. März 2008 
gewährte bedingte Strafvollzug für die Geldstrafe von 60 Tagessätzen 
sei zu widerrufen.

4. Die beschlagnahmten Drogen (96.4 gr Heroin, 3.1 gr Marihuana und 
10.4 gr Haschisch) und die sonstigen beschlagnahmten Gegenstände 
seien gerichtlich einzuziehen.

5. Kostenfolge sei die gesetzliche.“

Der amtliche Verteidiger stellte und begründete folgende Anträge:

„1. X. sei der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG sowie 
mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu 
sprechen.

2. Dafür sei er milde zu bestrafen.

3. Es sei dem Angeklagten ein teilbedingter Vollzug der Freiheitsstrafe zu 
gewähren. Die erstandene Untersuchungshaft sei dem Angeklagten 
an die Strafe anzurechnen.

4. Im Sinne von Art. 60 StGB sei eine stationäre Suchtbehandlung 
anzuordnen und der unbedingte Teil der Freiheitsstrafe zu deren 
Gunsten aufzuschieben.

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5. Von einem Widerruf des Strafmandates des Kreispräsidenten Chur 
vom 4. März 2008 bzw. des gewährten bedingten Strafvollzuges von 
60 Tagessätzen sei abzusehen.“

E. Mit Urteil vom 23. März 2010, mitgeteilt am 21. April 2010, erkannte das 
Bezirksgericht Imboden wie folgt:

„1. X. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG 
sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.

2. Dafür wird er verurteilt:

- zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, unter Anrechnung der 
erstandenen Untersuchungshaft von 7 Tagen

sowie

- zu einer Busse von Fr. 300.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe 
von 3 Tagen.

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und es wird im 
Sinne von Art. 60 StGB eine stationäre Suchtbehandlung angeordnet.

4. Der mit Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 4. März 2008 
gewährte bedingte Strafvollzug für die Geldstrafe von 60 Tagessätzen 
wird widerrufen.

5. Die mit Beschlagnahmeverfügung des Untersuchungsrichteramtes D. 
vom 18. Januar 2010 sichergestellten zwei Mobiltelefone der Marken 
Sony Ericsson W810i (samt SIM-Karte 078 xxx xx xx) und Nokia 6234 
(samt SIM-Karte 079 xxx xx xx), die Digitalwaage Voltcraft, die 
Küchenwaage Soehnle sowie die 96.4 gr Heroin, 10.4 gr Haschisch 
und 3.1 gr Marihuana werden gestützt auf Art. 69 Abs. 1 StGB 
gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten, soweit sie nicht 
verwertet werden können.

6. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:

- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft
Graubünden von Fr. 7'004.00

- der Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.00 zuzüglich den
Zuführkosten zur Hauptverhandlung von Fr. 267.00 Fr. 4'267.00

- den Kosten der amtlichen Verteidigung von Fr. 3'583.10

total somit Fr. 14'854.10

gehen zu Lasten des Verurteilten.

7. (Mitteilung).“

F. Am 9. Mai 2010 (Poststempel 11. Mai 2010) richtete X. ein Schreiben mit 
dem Titel „Rekurs“ an das Kantonsgericht von Graubünden. Sinngemäss machte 
er geltend, dass er mit dem Strafmass nicht einverstanden sei. Das Gericht habe 
ihm zu Unrecht schlechte Arbeitszeugnisse unterstellt und die Berechnung des 
Reinerlöses aus dem Verkauf des Heroins sei nicht richtig. Deshalb sei er zu hoch 
bestraft worden.

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G. Der Vizepräsident des Kantonsgerichts von Graubünden machte X. bzw. 
seinen amtlichen Vertreter mit Schreiben vom 17. Mai 2010 darauf aufmerksam, 
dass seine Eingabe den Anforderungen gemäss Art. 142 Abs. 1 der 
Strafprozessordnung des Kantons Graubünden (StPO; BR 350.000) nicht genüge. 
Gestützt auf Art. 142 Abs. 2 StPO wurde ihm unter Ansetzung einer Frist bis am 
31. Mai 2010 Gelegenheit eingeräumt, um klar anzugeben, welche Ziffern des 
Dispositivs des angefochtenen Entscheides er anfechten wolle und mit welcher 
Begründung. Ausserdem wurde X. darauf hingewiesen, dass auf die Berufung 
nicht eingetreten werde, falls er dieser Aufforderung nicht nachkomme.

H. Mit Eingabe vom 31. Mai 2010 reichte X., vertreten durch Rechtsanwalt lic. 
iur. Remo Cavegn, eine Berufungsschrift im Sinne von Art. 142 Abs. 2 StPO beim 
Kantonsgericht von Graubünden ein. Er stellte folgende Rechtsbegehren:

„1. Ziff. 2 und 4 des Urteils des Bezirksgerichts Imboden vom 23. März 
2010, mitgeteilt am 21. April 2010, seien aufzuheben.

2. X. sei mit einer Freiheitsstrafe von maximal 12 Monaten zu bestrafen.

3. Es sei X. ein teilbedingter Vollzug der Freiheitsstrafe zu gewähren. Die 
erstandene Untersuchungshaft sei ihm an die Strafe anzurechnen.

4. Von einem Widerruf des Strafmandates des Kreispräsidenten Chur vom 
4. März 2008 bzw. des gewährten bedingten Strafvollzuges von 60 
Tagessätzen sei abzusehen.

5. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“

a) In der Begründung führte sein Verteidiger aus, dass es entgegen den 
Ausführungen auf S. 2 des angefochtenen Urteils nicht zutreffe, dass X. nur 
schlechte Arbeitszeugnisse erhalten habe. Zwar sei dem Leumundsbericht zu 
entnehmen, dass der Geschäftsführer vom „C.“ in D. und der Betriebsleiter von 
der „E. AG“ Unzufriedenheit gegenüber der Polizei geäussert hätten. Daraus 
könne aber nicht geschlossen werden, alle früheren Arbeitgeber hätten schlechte 
Zeugnisse ausgestellt. Selbst der Verantwortliche vom „C.“ habe ausgeführt, dass 
der Berufungskläger grundsätzlich ein fleissiger und guter Arbeiter gewesen sei. 
Der Berufungskläger lege Wert darauf, dass diese Sachverhaltsfeststellung richtig 
gestellt werde.

b) Der Verteidiger machte weiter geltend, dass die Vorinstanz den 
eingestandenen Verkauf von Heroin an namentlich bekannt gegebene Abnehmer 
nicht einfach als Verkauf an unbekannte Personen qualifizieren könne, soweit sie 
an der Richtigkeit der Angaben des Berufungsklägers zweifle. Weil die Vorinstanz 
im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft nur 37.75 g Heroin namentlich bekannt 
gegebenen Personen zugeordnet habe, sei insgesamt von einer wesentlich 

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geringeren Menge an verkauftem Heroin auszugehen (37.75 g zuzüglich 110 g 
sowie die für den Verkauf bestimmten 48 g). Demgemäss habe der 
Berufungskläger nur mit 195.75 g Heroin gehandelt.

c) Zur Berechnung des Reinerlöses in Ziff. 12 des angefochtenen Urteils 
führte der Verteidiger aus, dass ein durchschnittlicher Erlös von Fr. 144.- pro 
Gramm Heroin wesentlich zu hoch sei. Ausserdem seien nur 147.75 g Heroin 
verkauft worden (37.75 g an bekannte Personen, 110 g an unbekannte Personen).

d) Ausserdem brachte der Verteidiger vor, dass die Strafzumessung der 
Vorinstanz zu beanstanden sei. Der Berufungskläger habe nicht aus finanziellen 
Motiven gehandelt. Dieser Umstand werde in der Verschuldensbeurteilung nicht 
angesprochen. Aus Ziff. 12 des angefochtenen Urteils werde jedoch klar, dass die 
Vorinstanz wie die Staatsanwaltschaft zu Unrecht von einem Reinerlös von 
Fr. 26'000.- ausgegangen seien. Weiter würden verschiedene strafmindernde 
Gründe vorliegen, welche stark zu gewichten seien und welche von der Vorinstanz 
nur teilweise berücksichtigt worden seien. Der Berufungskläger habe Einsicht 
gezeigt, sich bei den Ermittlungen äussert kooperativ verhalten und ein 
umfassendes Geständnis abgelegt. Strafmildernd komme dem Berufungskläger 
ausserdem zugute, dass seine Schuldfähigkeit im Zeitpunkt der ihm 
vorgeworfenen Taten leichtgradig vermindert gewesen sei. Ebenso seien die 
schwierigen familiären Verhältnisse zu berücksichtigen, in welchen der 
Berufungskläger aufgewachsen sei. Schliesslich sei bei der Strafzumessung zu 
beachten, dass der Berufungskläger entgegen der schlechten Prognose im 
Februar 2010 das Gesuch um einen vorzeitigen Massnahmeantritt gestellt habe 
und dass er in der Suchtstation Danis geblieben sei. Dies sei nicht 
selbstverständlich, da der Berufungskläger noch nie eine längere Behandlung 
durchgeführt habe. In Würdigung dieser Umstände sei eine Freiheitsstrafe von 18 
Monaten zu hoch.

e) Zu dem beantragten teilbedingten Aufschub der Strafe führte der 
Verteidiger aus, dass berücksichtigt werden müsse, dass der Berufungskläger mit 
dem vorzeitigen Antritt einer stationären Massnahme den Willen gezeigt habe, 
sein Drogenproblem in den Griff zu bekommen. Deshalb könne nicht eine 
ausschliesslich schlechte Prognose gestellt werden. Unzulässig seien die 
Ausführungen der Vorinstanz, dass dem Berufungskläger der teilbedingte 
Strafvollzug deshalb zu verweigern sei, weil er sich auf einer Suchtstation befinde 
und die Rückfallgefahr damit bereits dokumentiert sei. Der Umstand, dass dem 
Berufungskläger ein familiäres Netz und Kollegen fehlten, würde ebenfalls nicht 

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vermögen, eine schlechte Prognose zu begründen. Folglich sei mindestens die 
Hälfte der Strafe unter Ansetzung einer angemessenen Probezeit aufzuschieben.

f) Schliesslich brachte der Verteidiger vor, dass vom Widerruf des gewährten 
bedingten Strafvollzugs für die Geldstrafe von 60 Tagessätzen abzusehen sei, 
weil von einer günstigen Prognose auszugehen sei. Die Vorinstanz habe diese 
Prognose in Ziff. 9 des angefochtenen Entscheides zu Unrecht als schlecht 
beurteilt.

I. Mit Verfügung vom 1. Juni 2010 forderte das Kantonsgericht von 
Graubünden die Berufungsbeklagte sowie das Bezirksgericht Imboden zur 
Einreichung einer Vernehmlassung auf. Während die Vorinstanz auf die 
Einreichung einer Vernehmlassung verzichtete, reichte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden am 21. Juni 2010 eine Berufungsantwort ein.

a) Bezüglich der verkauften Heroinmenge hielt die Berufungsbeklagte fest, 
dass nicht einzusehen sei, weshalb die Vorinstanz nicht von einer gesamten 
verkauften Heroinmenge von ca. 250 g hätte ausgehen dürfen. Der geständige 
und kooperative Berufungskläger habe von Anfang an detaillierte Angaben über 
den Ankauf von insgesamt 525 g Heroin in der Zeit von November 2008 bis 
Anfang November 2009 in H. gemacht. Wenn der Berufungskläger in der Folge 
gestützt auf die mit dem polizeilichen Sachbearbeiter und dem 
Untersuchungsrichter angestellten Berechnungen zum nachvollziehbaren 
Ergebnis gelangt sei, dass er von der erworbenen Heroinmenge rund 250 g 
verkauft hätte, so sei auf diese Rechnung abzustellen. Ob nun davon 
ausgegangen werde, dass der Berufungskläger eine grössere Heroinmenge an 
bekannte oder an unbekannte Personen abgegeben habe, sei in diesem 
Zusammenhang nicht von Bedeutung.

b) Da nun weiterhin von einer umgesetzten Heroinmenge von 53 g 
auszugehen sei, bestehe keine Veranlassung, am Strafmass der Vorinstanz zu 
rütteln. Zu Unrecht bemängle der Berufungskläger in diesem Zusammenhang, 
dass die Vorinstanz verschiedene strafmindernde Gründe nur teilweise 
berücksichtigt habe. Die Vorinstanz habe das vollumfängliche Geständnis und 
somit auch das einsichtige und kooperative Verhalten des Berufungsklägers 
ebenso strafmindernd berücksichtigt wie dessen schwierige Jugendzeit. In 
strafmilderndem Sinne habe die Vorinstanz auch die leichtgradige Verminderung 
der Zurechnungsfähigkeit beachtet. Besonders hervorgehoben habe die 
Vorinstanz im Übrigen den Umstand, dass der Berufungskläger nicht 

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gewinnorientiert gehandelt habe. Diese Überlegungen dürften denn auch dazu 
geführt haben, dass die Vorinstanz die von der Staatsanwaltschaft beantragte 
Freiheitsstrafe von 21 auf 18 Monate reduziert habe.

c) Zum beantragten teilbedingten Aufschub der Strafe merkte die 
Berufungsbeklagte an, dass sich eine teilbedingte Strafe ebenso wenig wie die 
bedingte Strafe mit einer stationären Massnahme vereinbaren liesse. Damit eine 
teilbedingte Strafe überhaupt verhängt werden könne, müsse eine günstige 
Prognose vorliegen, was im vorliegenden Fall nicht zutreffe.

J. Weil geplant war, dass X. am 15. Juli 2010 von der Klinik Beverin in die 
Suchttherapieeinrichtung J. wechselt, bekam er Urlaub, um seine Wohnung in F. 
zu räumen. Im Rahmen dieses Sachurlaubs hat es am Freitag, den 2. Juli 2010, 
einen Zwischenfall gegeben. X. kehrte am Abend nicht zur vereinbarten Zeit auf 
die Station zurück, weil er in seiner Wohnung eingeschlafen war. Als er um 21 Uhr 
aufwachte, sah er keine Möglichkeit mehr, in die Klinik zurückzukehren. 
Telefonieren konnte er auch nicht, da sowohl sein Festnetz als auch sein 
Mobiltelefon ausser Betrieb waren. Deshalb entschied sich X., die Nacht auf den 
darauffolgenden Urlaubstag zu Hause zu verbringen. Am Samstagabend kehrte er 
dann wieder in die Klinik zurück. Vor der Rückfahrt kaufte er eine Dose Bier, die er 
beim Bahnhof K. deponierte. Am Sonntagabend vor der Türschliessung ging er 
zum Bahnhof K. und trank das Bier, um damit die Wirkung seines nur wenig 
wirksamen Schlafmittels zu steigern. Trotz der verspäteten Rückkehr aus dem 
Sachurlaub und dem Alkoholkonsum wird am vorzeitigen Massnahmevollzug von 
X. festgehalten. Abgesehen vom erwähnten Zwischenfall hat er gemäss den 
Ausführungen von Dr. med. L. von der Klinik Beverin in den letzten Wochen eine 
sehr positive Entwicklung durchgemacht. Deshalb ist der geplante Übertritt in die 
Suchttherapieeinrichtung J. vom Amt für Justizvollzug Graubünden nach 
Absprachen mit dem Kantonsgericht Graubünden und dem Bezirksgericht 
Imboden gutgeheissen worden.

K. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil, in der 
Berufungsschrift sowie in der Berufungsantwort wird, soweit erforderlich, in den 
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

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II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 141 Abs. 1 StPO können der Verurteilte, das Opfer und der 
Staatsanwalt gegen Urteile und Beschlüsse der Bezirksgerichte und ihrer 
Ausschüsse sowie gegen Verfügungen der Bezirksgerichts- und Kreispräsidenten 
beim Kantonsgericht Berufung einlegen. Die Berufung ist innert 20 Tagen seit der 
schriftlichen Eröffnung des Entscheides einzureichen. Sie ist zu begründen und 
hat darzutun, welche Mängel des erstinstanzlichen Entscheides gerügt werden 
und ob das ganze Urteil oder lediglich Teile davon angefochten werden (Art. 142 
Abs. 1 StPO). Genügt eine fristgerecht eingereichte Berufung diesen 
Anforderungen nicht, so setzt der Vorsitzende eine kurze Frist zur Behebung des 
Mangels mit der Androhung, dass sonst auf die Berufung nicht eingetreten werde 
(Art. 142 Abs. 2 StPO).

Nachdem X. am 11. Mai 2010 ein Schreiben beim Kantonsgericht von 
Graubünden eingereicht hatte, räumte ihm der Vizepräsident, gestützt auf Art. 142 
Abs. 2 StPO und unter Ansetzung einer Frist bis am 31. Mai 2010, Gelegenheit 
ein, um klar anzugeben, welche Ziffern des Dispositivs des angefochtenen 
Entscheides er anfechten wolle und mit welcher Begründung. Falls er dieser 
Aufforderung nicht nachkomme, werde auf sein Schreiben vom 9. Mai 2010 
(Poststempel 11. Mai 2010) nicht eingetreten. Daraufhin reichte X., vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn, am 31. Mai 2010 eine Berufungsschrift beim 
Kantonsgericht von Graubünden ein. Art. 142 Abs. 2 StPO ist für den 
gesetzesunkundigen Laien konzipiert und ermöglicht es ihm, eine fehlerhafte 
Eingabe zu korrigieren oder zu ergänzen. X. hat von dieser Möglichkeit Gebrauch 
gemacht. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Berufung ist deshalb 
einzutreten.

2.a) Der Vorsitzende führt gemäss Art. 144 Abs. 1 StPO von Amtes wegen oder 
auf Antrag eine mündliche Berufungsverhandlung durch, wenn die persönliche 
Befragung des Angeklagten für die Beurteilung der Streitsache wesentlich ist. X. 
hat die Durchführung einer mündlichen Berufungsverhandlung nicht beantragt. Sie 
ist im vorliegenden Fall auch nicht als notwendig angezeigt. Deshalb trifft das 
Kantonsgericht seinen Entscheid ohne Parteivortritt auf Grund der Akten (Art. 144 
Abs. 3 StPO).

b) Gemäss Art. 144 Abs. 2 StPO richtet sich das Verfahren der 
strafrechtlichen Berufung sinngemäss nach den Bestimmungen über das 
Gerichtsverfahren (Art. 100 ff. StPO). Demzufolge hat der Betroffene unter 

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bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf die Bestellung einer amtlichen 
Verteidigung (Art. 144 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 102 StPO). Die vom 
Berufungskläger für das Berufungsverfahren ersuchte amtliche Verteidigung wird 
ihm bewilligt, da die Anklage eine Massnahme im Sinne von Art. 60 StGB 
beantragt hat (Art. 144 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 102 Abs. 1 lit. b StPO).

3. Für das Berufungsverfahren ist zu beachten, dass dem Kantonsgericht als 
Berufungsinstanz zwar eine umfassende, uneingeschränkte Kognition zukommt 
(Art. 146 Abs. 1 StPO). Es darf jedoch das vorinstanzliche Urteil grundsätzlich nur 
im Rahmen der in der Berufung gestellten Anträge überprüfen. Wenn die 
Aktenlage die Beurteilung zulässt und keine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
vorliegt oder der Mangel geheilt ist, entscheidet die Strafkammer des 
Kantonsgerichts in der Sache selbst. Eine Rückweisung an die Vorinstanz bildet 
die Ausnahme (Willy Padrutt, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons 
Graubünden [StPO], 2. Aufl., Chur 1996, S. 375 f.).

4.a) In der Berufung vom 31. Mai 2010 beantragt der Verteidiger, dass Ziff. 2 
des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Imboden aufzuheben und die 
Freiheitsstrafe auf maximal 12 Monate herabzusetzen sei. Er begründet dies 
damit, dass die Vorinstanz von falschen Sachverhaltsdarstellungen ausgegangen 
sei. Die Vorinstanz habe dem Berufungskläger zu Unrecht schlechte 
Arbeitszeugnisse unterstellt und die Menge an verkauftem Heroin sowie den 
Reinerlös falsch berechnet. 

b) Bei der Würdigung der Beweismittel entscheidet das Gericht nach Art. 144 
Abs. 2 in Verbindung mit Art. 125 Abs. 2 StPO auch im Berufungsverfahren nach 
freier Überzeugung. Die Beweislast liegt dabei beim Staat. An den Beweis sind 
hohe Anforderungen zu stellen. Verlangt wird mehr als eine blosse 
Wahrscheinlichkeit, nicht aber ein absoluter Beweis (Padrutt, a.a.O., S. 306 f.). 
Nach der aus Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK fliessenden 
Beweiswürdigungsregel „in dubio pro reo“ darf sich der Strafrichter jedoch nicht 
von der Existenz eines für den Angeklagten ungünstigen Sachverhaltes überzeugt 
erklären, wenn bei objektiver Betrachtung Zweifel bestehen, ob sich der 
Sachverhalt so verwirklicht hat. Bloss theoretische und abstrakte Zweifel sind 
indessen nicht massgebend, weil solche immer möglich sind und absolute 
Gewissheit nicht verlangt werden kann. Es muss sich vielmehr um erhebliche und 
nicht zu unterdrückende Zweifel handeln, d.h. um solche, die sich nach der 
objektiven Sachlage aufdrängen (BGE 124 IV 86 E. 2.a S. 87 f.). Es ist anhand 
sämtlicher sich aus den Akten ergebenden Umstände zu untersuchen, ob die 

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Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten den Richter zu überzeugen 
vermag. Erst wenn eine solche Überzeugung weder in der einen noch in der 
anderen Richtung zu gewinnen ist, muss gemäss dem Grundsatz „in dubio pro 
reo“ der für den Angeklagten günstigere Sachverhalt angenommen werden und es 
hat ein Freispruch zu erfolgen (Padrutt, a.a.O., S. 307; vgl. zum Ganzen Niklaus 
Schmid, Strafprozessrecht, 4. Aufl., Zürich 2004, N. 286 ff.).

c) Zu den verschiedenen Beweismitteln bleibt anzufügen, dass der Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung eine Rangordnung verbietet, was bedeutet, dass alle 
Beweismittel grundsätzlich gleichwertig sind. Insbesondere sind die Aussagen von 
Zeugen, Auskunftspersonen und sogar Angeschuldigten vollgültige Beweismittel 
mit derselben Beweiseignung. In erster Linie interessiert nicht die persönliche 
Glaubwürdigkeit des Angeschuldigten oder eines Zeugen, sondern vielmehr die 
sachliche Glaubhaftigkeit ihrer konkreten Aussagen. Wenn Aussage gegen 
Aussage steht, ist anhand sämtlicher sich aus den Akten ergebenden Umstände 
zu untersuchen, ob die Darstellung der Anklage oder jene des Angeklagten den 
Richter zu überzeugen vermag. Bei der Würdigung der Beweise ist demnach 
weniger die Form, sondern vielmehr der Gesamteindruck, d.h. die Art und Weise 
der Bekundung sowie die Überzeugungskraft entscheidend (Susanne Vogel, Die 
Auskunftsperson im Zürcher Strafprozessrecht, Diss. Zürich 1999, S. 2).

5. Zunächst macht der Verteidiger in der Berufung vom 31. Mai 2010 geltend, 
dass X. von der Vorinstanz zu Unrecht schlechte Arbeitszeugnisse unterstellt 
worden seien. Dem eingeholten Leumundsbericht ist zu entnehmen, dass der 
Geschäftsführer vom „C.“ in D. und der Betriebsleiter von der „E. AG“ 
Unzufriedenheit der Polizei gegenüber geäussert hatten (vgl. act. 2.4). Wie der 
Verteidiger richtig darlegt, kann daraus nicht geschlossen werden, alle früheren 
Arbeitgeber hätten schlechte Zeugnisse ausgestellt. Es ist auch zu 
berücksichtigen, dass der Verantwortliche vom „C.“ ausführte, dass der 
Berufungskläger grundsätzlich ein fleissiger und guter Arbeiter gewesen sei. Die 
Sachverhaltsdarstellung auf S. 2 des angefochtenen Urteils, die davon spricht, 
dass die früheren Arbeitgeber dem Berufungskläger schlechte Arbeitszeugnisse 
ausgestellt hätten, ist deshalb zu konkretisieren. Es liegen nur Anhaltspunkte 
darüber vor, dass die letzten zwei Arbeitgeber mit der Leistung des 
Berufungsklägers nicht immer zufrieden waren.

6.a) Gemäss Ziff. 1 der Anklageschrift kaufte X. in der Zeit von November 2008 
bis zu seiner Festnahme am 7. November 2009 bei verschiedenen Personen 
mindestens 525 g Heroin. Davon habe er 250 g an verschiedene, teils namentlich 

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bekannte Personen verkauft. Bei verschiedenen Abnehmern ergeben sich insofern 
Abweichungen bezüglich der vom Berufungskläger gemachten Angaben, als 
einzelne Käufer den Erwerb geringerer Mengen Heroin behaupten. Andere 
streiten ganz ab, dass sie von X. Heroin bezogen haben. Auch beim geständigen 
Angeklagten ist von Amtes wegen anhand der Verfahrensakten zu prüfen, ob 
seine Angaben bezüglich der von ihm genannten Abnehmer und der hierbei 
jeweils angegebenen Menge ausgewiesen sind. Die Vorinstanz kam zum Schluss, 
dass das Geständnis von X. nicht ausreiche und den namentlich bekannten 
Abnehmern nur soviel Heroin zuzuordnen sei, wie diese eingestanden hätten. Der 
Rest, total 102.25 g Heroin, sei gleich wie die in der Anklageschrift aufgeführten 
weiteren 110 g, einer unbekannten Käuferschaft zuzuordnen. Mit diesem Ergebnis 
ist der Verteidiger nicht einverstanden. Er wirft der Vorinstanz vor, dass sie dem 
Berufungskläger zu Unrecht den Verkauf von Heroin, der an einzelne bestimmte 
Personen nicht anerkannt wurde, trotzdem zugerechnet habe. Dies sei unzulässig, 
weshalb von einer wesentlich geringeren Menge an verkauftem Heroin 
auszugehen sei, nämlich von 195.75 g (vgl. Berufung Ziff. 7).

b) Es ist richtig, dass die Vorinstanz nicht von einer verkauften Heroinmenge 
von 250 g hätte ausgehen dürfen, dies aber aus anderen Gründen als von der 
Verteidigung vorgetragen. Von Anfang an hat der kooperative und geständige 
Berufungskläger detaillierte Angaben über den Ankauf von ca. 525 g Heroin 
gemacht (vgl. act. 4.1, 6.4, 6.5, 6.20 S. 2, 6.21 S.1 und 6.25). Ausserdem sagte er 
mehrmals aus, dass er die Hälfte des Heroins konsumiert und die andere Hälfte 
verkauft habe (vgl. act. 6.4 S. 2 und 6.5 S. 4). Der Berufungskläger hat aber nie 
angegeben, dass es sich bei der verkauften Heroinmenge um 250 g handle. Er 
sagte jedoch aus, dass er rund diese Menge durch schnupfen selbst konsumiert 
habe (act. 6.5 S. 4). Deshalb unterlief der Kantonspolizei Graubünden in der 
Einvernahme vom 12. November 2009 (act. 6.20) insofern eine Unachtsamkeit, 
als sie den Berufungskläger fragte, ob er zustimme, dass er ausgesagt habe, er 
habe mindestens 250 g Heroin an verschiedene Personen verkauft. Der 
Berufungskläger war mehrmals einvernommen worden und verlor möglicherweise 
den Überblick über seine Aussagen, weshalb er der Polizei nicht widersprach. 250 
g entsprechen zwar ungefähr der Hälfte der angekauften Heroinmenge von 525 g, 
wobei jedoch vergessen wird, das 96.4 g des Heroins sichergestellt wurden und 
somit nicht verkauft werden konnten (vgl. act. 4.1, 4.4, 6.20 S. 3, 6.25). Obwohl 
der Berufungskläger bestätigt hat, dass er 250 g Heroin verkauft hat, kann somit 
kein Urteil gestützt auf diese Angaben gefällt werden, weil nach freier 
Beweiswürdigung objektive Zweifel bestehen.

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c) Nach dem Dargelegten ist die verkaufte Heroinmenge wie folgt zu 
berechnen: Von den angekauften 525 g Heroin werden die sichergestellten 96.4 g 
abgezogen. Dies ergibt eine Menge von 428.6 g. Da X. mehrmals ausgesagt hat, 
dass er etwa die Hälfte des Heroins konsumiert und den Rest verkauft habe, kann 
davon ausgegangen, dass er mit 214 g gedealt hat. Die anderen 214 g hat er für 
den Eigenkonsum benötigt, was ebenfalls nicht mit den Angaben in der 
Anklageschrift übereinstimmt, worin die Staatsanwaltschaft davon ausging, dass 
X. mindestens 275 g Heroin selbst gesnifft hat. Zu berücksichtigen bleibt aber, 
dass die Mengenangaben bei Drogendelikten immer zu relativieren sind. Über die 
gehandelte Drogenmenge wird selten Buch geführt, weshalb die Angaben 
weitgehend auf Schätzungen beruhen. Dies trifft im vorliegenden Fall auch zu. 
Wenn der Berufungskläger zum nachvollziehbaren Ergebnis gelangt ist, dass er 
ca. 525 g Heroin erworben und die Hälfte jeweils verkauft habe, so ist trotzdem auf 
diese Angaben abzustellen. Entgegen den Argumenten der Verteidigung spielt es 
in diesem Fall keine Rolle, ob der Berufungskläger eine grössere Menge an 
bekannte oder an unbekannte Personen abgab. Der Berufungskläger hat zuerst 
angegeben, wie viel Heroin er insgesamt verkauft hat und erst später die 
Zuordnungen an die einzelnen Abnehmer vorgenommen. Somit hat er die 
gesamthaft verkaufte Drogenmenge nicht gestützt auf die einzelnen Deals 
berechnet.

d) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Berufungskläger 
insgesamt mit rund 214 g Heroin gedealt und zudem weitere 48 g Heroin für den 
Verkauf bereitgestellt hatte. Da beim Berufungskläger anlässlich der Festnahme 
und der Hausdurchsuchung 96.4 g Heroin sichergestellt werden konnten, bestand 
die Möglichkeit zu einer chemischen Analyse. Gemäss dem forensischen 
Untersuchungsbericht der Kantonspolizei St. Gallen (act. 4.10) verfügte das 
Heroin über einen Reinheitsgehalt von 18 %. Wenn man bezüglich sämtlichen 
vom Angeklagten verkauften oder zum Verkauf bestimmten Drogen (total 262 g) 
von diesem Wert ausgeht, so ist X. eine Menge von insgesamt 47.1 g reinem 
Heroin zur Last zu legen.

7. Der Verteidiger vertritt die Ansicht, dass die Vorinstanz in Ziff. 12 des 
angefochtenen Urteils den Reinerlös falsch berechnet habe und dass deshalb X. 
zu hoch bestraft worden sei (Berufung Ziff. 8). Die Vorinstanz hat festgestellt, dass 
X. entgegen der Ansicht der Staatsanwaltschaft zur Hauptsache aus 
suchtmittelbedingten Gründen und nicht der Erzielung eines finanziellen Gewinns 
wegen gedealt hat. Auch wenn durchaus ein Erlös aus dem Verkauf resultiert 
habe, so sei zu berücksichtigen, dass der Heroinkonsum von X. im Jahr vor seiner 

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Festnahme stetig zugenommen habe und zusätzlich Mittel für den ebenfalls 
erheblichen Alkoholkonsum benötigt worden seien (Urteil der Vorinstanz S. 19). 
Diese Sachverhaltsdarstellung wird vom Verteidiger nicht bestritten. Zur Höhe des 
Reingewinns machte die Vorinstanz bei der Strafzumessung keine Angaben. Sie 
wies lediglich auf S. 26 des angefochtenen Urteils darauf hin, dass infolge 
Uneinbringlichkeit von der Erhebung einer Ersatzabgabe für den Gewinn 
abgesehen werde und dass sie darum nicht entscheide, ob die Angaben der 
Staatsanwaltschaft zutreffen, wonach der Reinerlös Fr. 26'000.- betrage. Das 
Argument des Verteidigers, dass der Reinerlös von der Vorinstanz zu hoch 
berechnet wurde, greift somit nicht. Abgesehen davon, dass es sich bei der 
Berechnung des Reinerlöses um eine rein hypothetische Berechnung handelt, 
kann die Frage, wie hoch denn der Reinerlös im vorliegenden Fall war, offen 
gelassen werden.

8. Im Berufungsverfahren ist die rechtliche Qualifikation der vorinstanzlichen 
Verurteilung nicht beanstandet worden.

a) In der Berufung vom 31. Mai 2010 beantragt der Verteidiger, dass Ziff. 2 
des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichts Imboden aufzuheben und der 
Berufungskläger zu einer Freiheitsstrafe von maximal 12 anstatt von 18 Monaten 
zu verurteilen sei. Die von der Vorinstanz für den Eigenkonsum ausgesprochene 
Busse von Fr. 300.- hat er nicht angefochten, weshalb sie nicht überprüft werden 
muss.

b) Bei der Überprüfung der vorinstanzlichen Strafzumessung ist zu beachten, 
dass das Kantonsgericht sein Ermessen zwar an die Stelle desjenigen der 
Vorinstanz setzt und die Regeln der Strafzumessung selbständig anwendet. 
Jedoch steht der Vorinstanz bei der Gewichtung der einzelnen 
Strafzumessungsfaktoren innerhalb des Strafrahmens ein erheblicher Spielraum 
zu. In diesen greift das Kantonsgericht nur mit grosser Zurückhaltung ein. Deshalb 
rechtfertigt sich eine Korrektur der Strafzumessung in der Regel nicht schon dann, 
wenn neben der von der Vorinstanz ausgefällten Strafe auch eine (allenfalls nur 
unerheblich) mildere Strafe vertretbar wäre, sich aber beide Strafen klar in der 
Bandbreite der möglichen angemessenen Sanktionen befinden (Urteil der I. 
Strafkammer des Kantonsgerichts Graubünden SK1 09 25 vom 21. Oktober 2009, 
E. 4.b).

c) Nach Art. 47 Abs. 1 StGB misst das Gericht die Strafe nach dem 
Verschulden des Täters zu. Unter dem Begriff des Verschuldens ist das Mass an 

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Vorwerfbarkeit des Rechtsbruchs zu verstehen, er bezieht sich auf den gesamten 
Unrechts- und Schuldgehalt der Straftat (BGE 134 IV 1 E. 5.3.3 S. 11 mit 
Hinweis). Somit ist das Verschulden das wesentliche Strafzumessungskriterium 
(BGE 127 IV 101 E. 2.a S. 103). Die Bewertung des Verschuldens wird in Art. 47 
Abs. 2 StGB dahingehend präzisiert, dass dieses nach der Schwere der 
Verletzung oder Gefährdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit 
des Handelns, den Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt 
wird, wie weit der Täter nach den inneren und äusseren Umständen in der Lage 
war, die Gefährdung oder Verletzung zu vermeiden. Neben dem Verschulden hat 
der Richter jedoch auch das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse sowie die 
Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters zu berücksichtigen (Art. 47 Abs. 1 
StGB).

Für die Bestimmung der Höhe der Strafe hat das Gericht das Vorliegen von 
Strafmilderungs-, Strafschärfungs-, Strafminderungs- und Straferhöhungsgründen 
zu prüfen: Strafmilderungsgründe im Sinne von Art. 48a StGB (wie die 
verminderte Schuldunfähigkeit nach Art. 19 Abs. 2 StGB) und der 
Strafschärfungsgrund der Konkurrenz gemäss Art. 49 StGB können zu einer 
Erweiterung des Strafrahmens nach unten oder oben führen. Strafminderungs- 
und Straferhöhungsgründe sind hingegen Kriterien, die innerhalb des ordentlichen 
Strafrahmens im Rahmen der Strafzumessung nach Art. 47 StGB zu 
berücksichtigen sind (Christian Schwarzenegger/Markus Hug/Daniel Jositsch, 
Strafrecht II, 8. Aufl., Zürich 2007, S. 58).

d) Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen 
für mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht gemäss Art. 49 
Abs. 1 StGB zu der Strafe der schwersten Tat (sogenannte Einsatzstrafe) und 
erhöht sie angemessen (Asperationsprinzip). Somit setzt die Bildung einer 
Gesamtstrafe voraus, dass der Täter zum einen mindestens zwei Strafen verwirkt 
hat und dass es sich zum andern bei diesen Strafen um gleichartige Strafen 
handelt. Die Strafschärfungsregel von Art. 49 Abs. 1 StGB greift also nur, wenn 
mehrere Geldstrafen, mehrfache gemeinnützige Arbeit, mehrere Freiheitsstrafen 
oder mehrere Bussen ausgesprochen würden. Bedingte, teilbedingte oder 
unbedingte Strafen sind jeweils als Varianten der gleichartigen Strafe aufzufassen. 
Sie verändern die Strafart nicht. Gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB ist es unzulässig, 
eine Gesamtstrafe aus Freiheits- und Geldstrafe zu bilden, obwohl die Geldstrafe 
infolge Tagessatzsystem ohne weiteres in eine Freiheitsstrafe umgerechnet 
werden könnte. Bei Freiheitsstrafen und Geldstrafen handelt es sich um 
unterschiedliche Strafarten. Ebenfalls unzulässig ist die Bildung einer 

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Gesamtstrafe von Busse und Freiheitsstrafe, obwohl das Gericht gemäss Art. 106 
Abs. 2 StGB zur Busse regelmässig eine Ersatzfreiheitsstrafe auszusprechen hat. 
Bussen und Freiheitsstrafen gelten ebenfalls als verschiedene Strafarten (näheres 
bei Jürg-Beat Ackermann, Basler Kommentar, Strafrecht I, 2. Aufl., Basel 2007, 
Art. 49 N. 36 ff.). Im vorliegenden Fall wurde X. wegen eines Verbrechens (Art. 19 
Ziff. 2 lit. a BetmG) und mehrerer Übertretungen (Art. 19a Ziff. 1 BetmG) bestraft. 
Dies wird im Berufungsverfahren nicht bestritten. Nach dem oben Dargelegten 
spricht das Gericht für die Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG eine 
Freiheitsstrafe aus, währenddem die Übertretungen separat mit einer Busse zu 
sanktionieren sind.

e) Wie die Vorinstanz richtig festgestellt hat, wiegt das Verschulden von X. 
schwer. Die Menge der umgesetzten Drogen ist zwar für die Strafzumessung nicht 
von ausschlaggebender Bedeutung, sie bildet indessen einen ersten 
massgeblichen Anhaltspunkt für den kriminellen Willen des Täters (BGE 121 IV 
193 E. 2.b/aa S. 196 = Pra. 85 (1996) Nr. 28 E. 2.b/aa S. 71 f.). Auch der 
Gesetzgeber hat bei der Umschreibung des schweren Falles dem quantitativen 
Aspekt erhebliches Gewicht beigemessen. Dies sicher zu Recht, denn wer eine 
grosse Menge Rauschgift in Umlauf bringt und damit Leben und Gesundheit vieler 
Menschen gefährdet, nimmt eine besonders skrupellose und 
menschenverachtende Haltung ein und dokumentiert ein bedenkliches Mass an 
Gleichgültigkeit und mangelnder Achtung vor Leib und Leben seiner Mitmenschen, 
was grundsätzlich ein hohes Verschulden offenbart. Wie bereits festgestellt, hat X. 
im Zeitraum zwischen November 2008 bis November 2009 47.1 g reines Heroin 
an verschiedene Abnehmer verkauft bzw. verkaufen wollen. Somit hat der 
Berufungskläger den für die Annahme eines schweren Falles massgeblichen 
Grenzwert von 12 g reinem Heroin um ungefähr das Vierfache überschritten. X. 
hat augenscheinlich eine erhebliche Menge reines Heroin in Umlauf gebracht und 
damit eine abstrakte Gefahr für die Gesundheit sehr vieler Menschen geschaffen. 
Im Weiteren hat er das Heroin über einen Zeitraum von etwa einem Jahr verkauft 
und die entsprechende Menge mit einer hohen Anzahl Transaktionen umgesetzt. 
Auch dies weist auf die Schwere seines Verschuldens hin.

Schliesslich gilt festzuhalten, dass sich an der Verschuldensbeurteilung 
nichts ändert, wenn man die verkaufte Heroinmenge wie die Verteidigung 
berechnet. Es spielt für die Strafzumessung keine grosse Rolle, ob X. 35.3 g (18 
% von 195.75 g) oder 47.1 g (18 % von 262 g) reines Heroin verkauft hat. In 
diesem Gesamtbereich, der doch deutlich über dem Grenzwert eines schweren 
Falles der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz liegt, verliert die 

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genaue Drogenmenge ganz erheblich an Bedeutung (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 6S.465/2004 vom 12. Mai 2005, E. 3.1). Das Verschulden nimmt 
nämlich nicht proportional zur gehandelten Drogenmenge zu, da diese nur ein 
Kriterium der Verschuldensbeurteilung neben vielen anderen darstellt. Deshalb 
spielt die genaue Drogenmenge in jenen Fällen, in denen die Grenze zum 
schweren Fall der Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz klar 
überschritten wird, keine entscheidende Rolle. Es genügt in diesen Fällen 
vielmehr, die Grössenordnung zu kennen. Anders wäre nur dann zu entscheiden, 
wenn die Abweichung grösser wäre, dergestalt dass sie ins Gewicht fallen würde, 
oder wenn bei Mengen um die 12 g herum die Frage relevant würde, ob ein 
schwerer Fall gegeben sei oder nicht. 

f) Ausserdem sind die beiden Vorstrafen straferhöhend zu werten. Am 9. April 
2002 verurteilte ihn der Kreispräsident Lugnez wegen Fahren in angetrunkenem 
Zustand und Verletzung der Verkehrsregeln zu drei Monaten Gefängnis. 
Ausserdem wurde eine ambulante Behandlung angeordnet. Die letzte Vorstrafe, 
datiert vom 4. März 2008, betrifft das Gebiet des Betäubungsmittelstrafrechts. Der 
Kreispräsident Chur verurteilte X. wegen mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19 
Ziff. 1 BetmG und mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG zu einer 
Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 70.-, bedingt vollziehbar bei einer 
Probezeit von zwei Jahren, sowie einer Busse von Fr. 800.-. X. hat sich von dieser 
Vorstrafe nicht davon abhalten lassen, nur etwas mehr als ein halbes Jahr später 
und damit wirklich innert kurzer Frist erneut in den Heroinhandel einzusteigen. 
Offenbar haben ihn das Verfahren, welches zum Strafmandat des 
Kreispräsidenten Chur vom 4. März 2008 führte, sowie das Strafmandat selbst 
überhaupt nicht beeindruckt und er war ebenfalls nicht in der Lage, die 
notwendigen Lehren aus jener Verurteilung zu ziehen. Dies wirkt sich erheblich zu 
seinen Ungunsten aus. Insbesondere aber spricht die Tatsache, dass X. während 
der laufenden Probezeit, die ihm mit Strafmandat vom 4. März 2008 angesetzt 
worden war, erneut und in grossem Umfang straffällig geworden ist, massiv gegen 
ihn. Offensichtlich machte nicht nur das Strafverfahren und das daraus 
resultierende Strafmandat keinen Eindruck auf ihn, sondern auch die ihm 
bekannte Möglichkeit, dass die im Strafmandat ausgesprochene Geldstrafe von 60 
Tagessätzen à Fr. 70.- bei erneuter Delinquenz während der Probezeit vollzogen 
werden kann, war ihm keine Warnung und hielt ihn nicht von erneuter, ganz 
erheblicher Straffälligkeit ab. X. hat sich damit als ausserordentlich unbelehrbar, 
uneinsichtig und der Rechtsordnung gegenüber völlig gleichgültig erwiesen, was 
ganz erheblich straferhöhend gewertet werden muss.

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g) Die Vorinstanz hielt in ihrem Urteil fest, dass X. entgegen der Ansicht der 
Staatsanwaltschaft nicht gewinnorientiert gehandelt habe. Vielmehr wies sie – zu 
Recht – darauf hin, dass der Berufungskläger zur Hauptsache aus 
suchtmittelbedingten Gründen und nicht der Erzielung eines finanziellen Gewinnes 
wegen gedealt habe (Urteil der Vorinstanz S. 19). Es stimmt somit nicht, dass die 
Vorinstanz diesen Umstand bei der Verschuldensbeurteilung nicht strafmindernd 
berücksichtigt hat (vgl. Berufung Ziff. 11).

h) Das Geständnis sowie das kooperative Verhalten von X. bei der Aufklärung 
der Straftaten wirken sich ebenfalls zu seinen Gunsten aus. Dieser 
Strafminderungsgrund ist von der Vorinstanz berücksichtigt worden. Was die 
Tragweite betrifft, so hat das Bundesgericht die Ansicht vertreten, das kooperative 
Verhalten des Täters bei der Aufklärung der Straftaten sowie dessen Einsicht und 
Reue würden eine Strafreduktion im Bereich von einem Fünftel bis einem Drittel 
als angemessen erscheinen lassen (BGE 121 IV 202 E. 2.d/cc S. 205).

i) Ebenfalls strafmindernd sind die schwierigen familiären Verhältnisse zu 
werten, in welchen der Berufungskläger aufgewachsen ist. Auch diesen Punkt hat 
die Vorinstanz in ihrem Urteil aufgenommen.

j) Der Verteidiger macht ausserdem in der Berufungsschrift geltend, bei der 
Strafzumessung sei zu beachten, dass der Berufungskläger entgegen der 
schlechten Prognose im Februar 2010 das Gesuch um einen vorzeitigen 
Massnahmeantritt gestellt habe und in der Suchtstation Danis geblieben sei. Dies 
zeige, dass der Berufungskläger die Konsequenzen aus den Ereignissen gezogen 
habe und nun versuche, seine Lebenssituation mit den erforderlichen 
Massnahmen in den Griff zu bekommen. Es ist richtig, dass eine Abkehr von den 
Drogen strafmindernd ins Gewicht fällt. Bei X. besteht offenbar der Wille, ein 
drogenfreies Leben zu führen. Deshalb hat er sich auch für eine Verlegung von 
der Klinik Beverin in die Langzeit-Therapieeinrichtung J. entschieden. Der 
Zwischenfall vom 2./3. Juli 2010 (verspätete Rückkehr aus dem Sachurlaub und 
Alkoholkonsum) vermag nichts daran zu ändern, dass X. versucht, sich von den 
Drogen abzuwenden. Gemäss den Ausführungen von Dr. med. L. von der Klinik 
Beverin hat X. abgesehen von dem erwähnten Vorfall eine sehr positive 
Entwicklung durchgemacht. Dies spricht für ihn.

k) Zu prüfen bleiben die Strafmilderungsgründe. Gemäss Art. 19 Abs. 2 StGB 
mildert das Gericht die Strafe, wenn der Täter zur Zeit der Tat nur teilweise fähig 
war, das Unrecht seiner Tat einzusehen oder gemäss dieser Einsicht zu handeln. 

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Nach neuem Recht ist dieser Strafmilderungsgrund obligatorisch. Die 
Herabsetzung der Strafe hat jedoch nicht linear nach einem bestimmten Tarif zu 
erfolgen. Eine leichte, mittlere oder schwere Verminderung der Schuldfähigkeit 
führt daher nicht zwingend zu einer schematischen Reduktion der Strafe um 25 %, 
50 % oder 75 %. Die Verminderung der Schuldfähigkeit ist bei der 
Strafzumessung aber im ganzen Ausmass zu berücksichtigen, weshalb die 
Herabsetzung der Strafe in einem bestimmten Verhältnis zur festgestellten 
Verminderung der Schuldfähigkeit stehen muss (BGE 129 IV 22 E. 6.2 S. 35 f.). 
Im vorliegenden Fall hat der psychiatrische Gutachter eine leichtgradige 
Verminderung der Zurechnungsfähigkeit festgestellt (vgl. act. 2.8). Diesem 
Umstand ist bei der Strafzumessung entsprechend Rechnung zu tragen.

l) Die Mindeststrafe für einen bestens beleumdeten, nicht vorbestraften 
Straftäter, welcher gerade mal 12 g reines Heroin in Umlauf bringt, beträgt ohne 
die Annahme einer Strafmilderung zwölf Monate (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 9 BetmG). 
Geht man nun davon aus, dass im vorliegenden Fall das Verschulden von X. 
schwer wiegt, weil er nicht nur 12 g, sondern 47.1 g Heroin verkauft hat, dass er 
vorbestraft war und dass lediglich eine leichtgradige Verminderung der 
Zurechnungsfähigkeit strafmildernd zu berücksichtigen ist, so erhellt schon bereits 
daraus, dass die Freiheitsstrafe nicht bei zwölf Monaten angesetzt werden kann. 
Daran vermögen die vorhandenen Strafminderungsgründe (keine 
gewinnorientierte Motivation, Geständnis, Einsicht und Reue, schwierige familiäre 
Verhältnisse, Abkehr von den Drogen) nichts zu ändern. Unter Berücksichtigung 
sämtlicher Strafzumessungsgründe und in Anbetracht aller Umstände sowie in 
Anlehnung an die Praxis des Kantonsgerichts Graubünden in ähnlich gelagerten 
Fällen (vgl. z.B. Urteil der I Strafkammer des Kantonsgerichts Graubünden SK1 09 
25 vom 21. Oktober 2009; Urteil der Strafkammer des Kantonsgerichts 
Graubünden SF 04 39 vom 13. Oktober 2004; Urteil der Strafkammer des 
Kantonsgerichts Graubünden SF 04 27 vom 13. September 2004) ist eine 
Freiheitsstrafe von 18 Monaten dem Verschulden und den persönlichen 
Verhältnissen des Berufungsklägers angemessen. Die erstandene 
Untersuchungshaft von sieben Tagen ist im Sinne von Art. 51 StGB an die Strafe 
anzurechnen. Es ist noch darauf hinzuweisen, dass auch dann, wenn die 
Berufungsinstanz von einem weniger gravierenden Sachverhalt als die erste 
Instanz ausgeht, sie an die erstinstanzliche Strafzumessung nicht gebunden ist 
und die Strafe grundsätzlich gleich belassen oder gar verschärfen kann (Urteil des 
Bundesgerichts 6S.43/2001 vom 19. Juni 2001, E. 3.b = Pra. 90 (2001) Nr. 197 E. 
3.b S. 1195). Somit spielt es keine Rolle, dass das Kantonsgericht gegenüber dem 

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Sachverhalt des bezirksgerichtlichen Urteils von einer etwas geringeren Menge an 
verkauftem Heroin ausgeht.

9. Neben der Strafzumessung beanstandet der Verteidiger die Verweigerung 
des teilbedingten Strafvollzugs. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, 
dass er die Anordnung der stationären therapeutischen Suchtbehandlung im 
Sinne von Art. 60 StGB nicht angefochten hat. Bei der Anordnung von 
therapeutischen Massnahmen kann gemäss unbestrittener Lehre und Praxis der 
Vollzug gleichzeitig ausgefällter Strafen nicht nach Art. 42 und 43 StGB 
aufgeschoben werden (BGE 135 IV 180 E. 2.3 S. 186 f.; Roland M. Schneider/Roy 
Garré, Basler Kommentar, Strafrecht I, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 42 N. 24; 
Trechsel/Stöckli, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Zürich 2008, Art. 42 N. 7). Die 
Anordnung einer Massnahme gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. a StGB setzt nämlich die 
Gefahr weiterer Straftaten voraus und deshalb ist von einer ungünstigen Prognose 
auszugehen. Entscheidend ist vielmehr das Massnahmerecht. Gemäss Art. 57 
Abs. 2 StGB geht der Vollzug einer stationären therapeutischen Massnahme einer 
zugleich ausgesprochenen Freiheitsstrafe voraus. Eine Reststrafe kann allerdings 
nach Aufhebung des Massnahmevollzuges (vor Eintritt des Erfolges) nachträglich 
bedingt aufgeschoben werden, wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt 
sind (Art. 62c Abs. 2 Satz 2 StGB).

Der Verteidiger verweist hinsichtlich der Gewährung eines teilbedingten 
Strafvollzugs auf das Urteil der I. Strafkammer des Kantonsgerichts Graubünden 
SK1 09 7 vom 6. Mai 2009. In diesem Urteil wurde der teilbedingte Strafvollzug 
trotz gleichzeitiger Anordnung einer ambulanten therapeutischen Massnahme 
gewährt. Es ist zu berücksichtigen, dass das Bundesgericht in dem danach 
gefällten BGE 135 IV 180 zum Schluss kam, dass bei der Anordnung von 
stationären therapeutischen Massnahmen der Vollzug gleichzeitig ausgefällter 
Strafen nicht nach Art. 42 und 43 StGB aufgeschoben werden kann. Folglich ist im 
vorliegenden Fall nach dieser Rechtsprechung des Bundesgerichts zu 
entscheiden.

10. In einem letzten Punkt bemängelt der Verteidiger in der Berufung den 
Widerruf des bedingten Strafvollzugs, welchen der Kreispräsident Chur mit 
Strafmandat vom 4. März 2008 für eine Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 
70.- gewährt hat.

a) Begeht der Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder 
Vergehen und ist deshalb zu erwarten, dass er weitere Straftaten verüben wird, so 

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widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil derselben (Art. 
46 Abs. 1 StGB). Ist hingegen nicht zu erwarten, dass der Verurteilte weitere 
Straftaten begehen wird, so verzichtet das Gericht auf einen Widerruf (Art. 46 Abs. 
2 StGB). Massgebendes Kriterium für den Widerruf des bedingten Strafvollzuges 
ist somit die Prognose. Erneute Straffälligkeit als solche bildet für sich keinen 
Widerrufsgrund, sondern nur der Rückschluss auf wesentlich geringere als die 
ursprünglich angenommenen Bewährungsaussichten. Voraussetzungen für den 
Widerruf sind somit kumulativ eine Rückfalltat, wobei eine Übertretung allein nicht 
genügt, und eine damit verbundene ungünstige Prognose (vgl. zum Ganzen 
Schneider/Garré, a.a.O., Art. 46 N. 1, 4 und 16). Die Anforderungen an die 
Bewährung des Verurteilten gemäss Art. 46 Abs. 2 StGB entsprechen denjenigen 
von Art. 42 Abs. 1 StGB, denn der Entscheid des Richters ist nach beiden 
Bestimmungen grundsätzlich der gleiche (vgl. BBl 1999, 2056).

b) Der Kreispräsident Chur hat X. mit Strafmandat vom 4. März 2008 zu einer 
Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 70.- verurteilt. Dabei hat er den bedingten 
Strafvollzug gewährt, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. X. hat die 
vorliegend zu beurteilenden Straftaten in der Zeit von November 2008 bis zum 7. 
November 2009 begangen. Diese Straftaten erfüllen den Tatbestand der 
qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz. Es handelt sich 
dabei um ein Verbrechen (Art. 19 Ziff. 1 Abs. 9 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 
StGB). Somit liegt eine Rückfalltat vor. Bezüglich der Prognose sind dieselben 
Überlegungen anzustellen, wie sie bereits bei der Frage des teilbedingten 
Strafvollzuges notwendig waren. Ein Verzicht auf den Widerruf der bedingt 
ausgesprochenen Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 70.- scheitert ebenso 
wie der teilbedingte Vollzug der neuen Strafe an der ungünstigen Prognose. Die 
Anordnung der stationären Suchtbehandlung im Sinne von Art. 60 StGB setzt 
nämlich die Gefahr weiterer Straftaten voraus.

11. Aus den vorstehenden Erwägungen erhellt, dass die Berufung 
vollumfänglich abzuweisen ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es 
sich, die Kosten des Berufungsverfahrens im gesamten Umfang X. aufzuerlegen 
(Art. 160 Abs. 1 StPO). Auch die Kosten der amtlichen Verteidigung gehen zu 
Lasten von X.. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie die Kosten der 
amtlichen Verteidigung werden vorschussweise durch den Kanton Graubünden 
übernommen (Art. 155 Abs. 1 StPO).

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III. Demnach wird erkannt

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 2'500.- sowie die Kosten der 
amtlichen Verteidigung von Fr. 2'000.- inkl. MWST gehen zu Lasten des 
Berufungsklägers. Sie werden vorschussweise vom Kanton Graubünden 
bezahlt.

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Strafsachen 
an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. 
Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das 
Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. BGG.

4. Mitteilung an: