# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2998f90b-1a78-5749-92f6-f3a46fe6bede
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-27
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 27.10.2017 200 2017 720
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-720_2017-10-27.pdf

## Full Text

200 17 720 IV
MAW/BOC/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 27. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Scheidegger
Gerichtsschreiberin Bossert

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 21. Juni 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, IV/17/720, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1994 geborene A.________, gelernte … mit Eidgenössischem Fähig-
keitszeugnis (EFZ; nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
meldete sich am 19. Oktober 2016 unter Hinweis auf Depressionen und 
Rückenschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an 
(Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend: IVB bzw. Beschwerdegegnerin], 
Antwortbeilage [AB] 2, 3/2). Die IVB nahm in der Folge erwerbliche und 
medizinische Abklärungen vor (AB 14, 17, 22, 24, 25.1 - 25.3, 29) und führ-
te am 10. November 2016 ein Erstgespräch durch (AB 18). Nachdem die 
IVB Stellungnahmen ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) eingeholt 
hatte (AB 31 f.), stellte sie mit Vorbescheid vom 20. April 2017 (AB 34) die 
Verneinung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung in 
Aussicht, da kein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliege. 

Nachdem die Versicherte mit Unterstützung von Dr. med. C.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, am 24. April 2017 Einwand erho-
ben hatte (AB 35), weitere Arztberichte (AB 37 f., 40) und Stellungnahmen 
des RAD eingegangen waren (AB 42 f.), verfügte die IVB am 21. Juni 2017 
(AB 44) wie in Aussicht gestellt.

B.

Dagegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
am 22. August 2017 Beschwerde. Sie beantragt, unter Aufhebung der an-
gefochtenen Verfügung sei festzustellen, dass sie Anspruch auf Leistungen 
der Invalidenversicherung, insbesondere Umschulungsmassnahmen habe, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. 

Mit Beschwerdeantwort vom 22. September 2017 beantragt die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, IV/17/720, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungs-
rechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) sind eingehalten.

Da die Beschwerdeführerin ein Feststellungsbegehren stellt, obwohl vorlie-
gend auch ein Leistungsbegehren möglich wäre, hätte dies grundsätzlich 
aufgrund der Subsidiarität des Feststellungsbegehrens das Nichteintreten 
auf die Beschwerde zur Folge (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, Kom-
mentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 90 N. 2). Da aber Rechtsbegeh-
ren insbesondere auch im Lichte der dazu gegebenen Begründung 
auszulegen sind (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. 
November 2015, 9C_101/2015, E. 2.2) und in der Beschwerde, S. 5, 
explizit ein Leistungsbegehren dahingehend gestellt wird, als die 
Ermöglichung einer Umschulung verlangt wird, ist trotzdem auf die 
Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 21. Juni 2017 (AB 44). Streitig 
und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
und dabei insbesondere der Anspruch auf Umschulungsmassnahmen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, IV/17/720, Seite 4

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). Sie beurteilen 
offensichtlich begründete oder offensichtlich unbegründete Fälle in Zweier-
besetzung (Art. 56 Abs. 3 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; Art. 
80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur 
Arbeitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem 
ausgeglichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder 
bloss teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbs-
unfähigkeit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vor-
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun-
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind-
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

2.2 Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar 
vom medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche 
äusseren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne 
des Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff 
klar zwischen dem Gesundheitsschaden, an dem die versicherte Person 
leidet, und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit unterscheidet. 
Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch soziale Um-

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stände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder ver-
schwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fachge-
recht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Charakter 
nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale Belas-
tungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale und 
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das 
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich 
festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein (BGE 
127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur wenn und 
soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart verselbst-
ständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – unabhängig 
von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlim-
mern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (BGE 
139 V 547 E. 3.2.2 S. 552; SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem 
Sinn werden Wechselwirkungen zwischen sich körperlich und psychisch 
manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn 
auch bedeutend weniger stark als nach dem in der Medizin verbreiteten 
bio-psycho-sozialen Krankheitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.5 Gemäss Art. 17 IVG besteht Anspruch auf Umschulung auf eine 
neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig 
ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbes-

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sert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit 
ist die Wiedereinschulung in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2).

2.6 Als invalid im Sinne von Art. 17 IVG gilt, wer nicht hinreichend ein-
gegliedert ist, weil der Gesundheitsschaden eine Art und Schwere erreicht 
hat, welche die Ausübung der bisherigen Erwerbstätigkeit ganz oder teil-
weise unzumutbar macht. Dabei muss der Invaliditätsgrad ein bestimmtes 
erhebliches Mass erreicht haben; nach der Rechtsprechung ist dies der 
Fall, wenn die versicherte Person in den ohne zusätzliche berufliche Aus-
bildung noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere 
Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um 
einen blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2 S. 490, 124 V 108 
E. 2b S. 110; SVR 2010 IV Nr. 24 S. 74 E. 4).

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf-
trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern des-
sen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 
351 E. 3a S. 352).

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2.8 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 353). Soll allerdings 
ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie-
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu 
stellen. Insbesondere sind die von der versicherten Person aufgelegten 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzuberücksichtigen. Wird 
die Schlüssigkeit der Feststellungen der versicherungsinternen Fachperso-
nen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines behandelnden Arztes in 
Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis auf dessen auftrags-
rechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) nicht, um solche Zwei-
fel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder ein Gerichtsgutach-
ten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungsträger zurückzuwei-
sen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 ATSG eine Begutach-
tung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469).

2.9 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

3.

Den Akten ist in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen das Folgende zu 
entnehmen:

3.1 Im Bericht der psychiatrischen Dienste des Spitals D.________ vom 
7. November 2016 (AB 24) wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mit-
telgradig depressive Episode (ICD-10: F32.1), ab Juni 2016, erste Episode 

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Juni 2015, aufgeführt. Es wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin habe 
eine Lehre als … absolviert. 2013 habe sie einen Unfall erlitten. Anschlies-
send habe sie weiter in diesem Bereich gearbeitet. Kurze Phasen von Ar-
beitsunfähigkeit aufgrund von Rückenschmerzen hätten jedoch immer 
wieder stattgefunden. Aus diesem Grund habe sie diesen Beruf im Herbst 
2014 aufgegeben. Seitdem sei sie im … tätig gewesen, ohne Ausbildung in 
diesem Bereich. Im Mai 2015 sei es zur ersten depressiven Episode ge-
kommen. Sie sei von ihrem Hausarzt sechs Wochen krankgeschrieben und 
medikamentös mit Cipralex behandelt worden. Die depressive Episode 
habe auf diese Weise reduziert werden und die Beschwerdeführerin habe 
wieder arbeiten können, ohne eine psychiatrisch-psychotherapeutische 
Behandlung zu benötigen. Im Januar 2016 habe sie sich nach einem Au-
tounfall im Ambulatorium gemeldet (vgl. AB 22/3 f.), nachdem sie post-
traumatische Symptome entwickelt habe. Eine Therapie von einem Monat 
mit vier Sitzungen habe die Symptomatik erfolgreich reduzieren können. 
Anschliessend habe sich jedoch eine zweite depressive Episode entwickelt, 
so dass sie ab dem 30. Juni 2016 wieder in ambulanter Behandlung gewe-
sen sei. Die depressive Symptomatik sei diesmal stärker ausgeprägt gewe-
sen als bei der ersten Episode. Es seien eine deprimierte Stimmung, 
Antriebslosigkeit, starke Konzentrationsstörungen, Ein- und Durch-
schlafstörungen, Grübeln, Insuffizienz- und Schuldgefühle sowie soziale 
Ängste vorhanden gewesen. Aufgrund der Schwere der Symptomatik sei 
eine stationäre Therapie (vgl. Berichte der Klinik E.________ je vom 
19. September 2016 [AB 17, 25.2/1 - 3]) organisiert worden. Die stationäre 
Therapie, die am 14. September 2016 beendet worden sei, habe eine 
Symptomlinderung bringen können. In der Tätigkeit als … wurde der Be-
schwerdeführerin vom 28. Juni 2016 bis 30. November 2016 (voraussicht-
lich länger) eine 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Weiter wurde 
festgehalten, die depressive Symptomatik sei aktuell noch so stark vorhan-
den, dass die Beschwerdeführerin aufgrund von Konzentrationsstörungen, 
reduziertem Antrieb, deprimierter Stimmung und erhöhter Ermüdbarkeit 
nicht in der Lage sei, Tätigkeiten mit Leistungsanspruch zu erledigen. 
Durch die Reduktion der depressiven Symptomatik sollte die Beschwerde-
führerin voraussichtlich ihre Leistungsfähigkeit wieder voll erlangen. Aus 
psychiatrischer Sicht könnte sie ihre Tätigkeit als … wieder aufnehmen.

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3.2 Der Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, gab am 13. Februar 2017 (AB 29) an, die Beschwerdeführerin 
habe ihn am 13. Oktober 2016 informiert, dass sie wegen psychischen 
Problemen im Herbst 2016 in der Klinik E.________ hospitalisiert gewesen 
sei und dass von dort empfohlen worden sei, eine IV-Anmeldung zu ma-
chen. Aus seiner hausärztlichen Sicht (beschränkt auf somatische Erkran-
kungen) bestehe keine Diagnose, welche eine Berentung oder Umschulung 
durch die IV begründen würde. Die somatischen Befunde hätten jeweils 
nicht die immer wieder überlangen Arbeitsunfähigkeiten begründet. Da sei 
sicher eine psychiatrische Störung vorhanden. Aufgrund der ausgeheilten 
somatischen Erkrankungen und Unfälle sei eine aktuelle Arbeitsunfähigkeit 
lediglich aus psychiatrischen Gründen gegeben (vgl. bestehende psychia-
trische Beurteilungen). 

3.3 Die RAD-Ärztin med. prakt. G.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, telefonierte am 30. März 2017 mit dem 
Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. F.________, und hielt in der 
entsprechenden Aktennotiz fest (AB 31), auf die Aussage des Hausarztes, 
wonach es nach den diversen Unfällen einschliesslich den letzten am 30. 
Juni und 7. Juli 2013 mit LWS-Kontusion und Rippenfraktur 10 - 12 links zu 
keiner langandauernden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als … gekom-
men sei, könne abgestellt werden. Die Tatsache, dass die Beschwerdefüh-
rerin eine Ausbildung (Juli 2013) in einem Berufszweig gemacht habe, in 
welchem es nach erfolgreichem Abschluss nur sehr wenige Arbeitsstellen 
in der Schweiz gebe, sei IV-fremd. Kein erfahrener Somatiker im Bereich 
des muskuloskelettalen Systems würde eine dauernde Arbeitsunfähigkeit in 
irgendeiner Tätigkeit nach einer gut verheilten Rippenfraktur aussprechen. 
Weiter bestehe auch keine Nichteignungsverfügung der H.________ für die 
erlernte Tätigkeit. Ebenfalls habe der Autoselbstunfall vom 7. Januar 2016 
zu keinen langandauernden Einschränkungen der Arbeits- oder Erwerbs-
fähigkeit im Sinne der IV geführt. Alle von diversen somatischen Ärzten 
vorgelegten Berichte führten zu keiner dauerhaften Einschränkung in der 
angestammten Tätigkeit, berufliche Massnahmen seien aus somatischer 
Sicht nicht geschuldet.

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3.4 In der Stellungnahme vom 4. April 2017 (AB 32) gab der RAD-Arzt 
Dr. med. I.________, Praktischer Arzt und Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie, als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 
eine mittelgradige depressive Episode, teilremittiert (ICD-10: F32.0) und als 
Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach 
Unfällen mit LWS-Kontusion und Rippenfraktur 10 - 12 links 2013 sowie 
anamnestisch einen Status nach einer Posttraumatischen Belastungs-
störung 2016 an. Er hielt fest, zusammenfassend sei bei der Beschwerde-
führerin erstmals 2015 eine depressive Symptomatik aufgetreten, über die 
wenig bekannt sei. Es sei jedoch dem Schreiben des Hausarztes vom 
13. Februar 2017 zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin an Mono-
nukleose erkrankt gewesen sei. Über eine antidepressive Behandlung oder 
eine eindeutige depressive Episode finde sich nichts in den Akten. Es müs-
se somit davon ausgegangen werden, dass es sich am ehesten um eine 
Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) gehandelt habe. Die im Januar 2016 
im Anschluss an einen Autoselbstunfall durchgeführte Behandlung wegen 
PTSD-Symptomen habe nach vier Terminen abgeschlossen werden kön-
nen. Ab September 2016 sei, vor allem auch im Zusammenhang mit psy-
chosozialer Belastung (hohe Arbeitsbelastung, Trennung, Aufgabe des 
Berufes als …) eine erneute depressive Episode mittleren Schweregrades 
aufgetreten, die dann auch eine stationäre Behandlung notwendig gemacht 
habe. Es sei im Verlauf zu einer Teilremission der Symptomatik gekom-
men. Es seien psychosoziale Faktoren massgeblich an der Entstehung und 
Aufrechterhaltung der depressiven Symptomatik beteiligt. Es sei somit nicht 
vom Vorliegen einer psychiatrischen Störung mit längerdauernder Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen. Aus somatischer Sicht (vgl. Stel-
lungnahme med. prakt. G.________) lägen keine dauerhaften Einschrän-
kungen in der angestammten Tätigkeit vor. Zum Zumutbarkeitsprofil gab 
Dr. med. I.________ an, es lägen keine somatischen oder psychiatrischen 
Diagnosen mit längerdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. 
Die bisherige Tätigkeit sollte grundsätzlich nach Remission der depressiven 
Restsymptomatik wieder zu 100 % und ohne Leistungseinbusse zumutbar 
sein.

3.5 Im Einwandschreiben vom 24. April 2017 gab Dr. med. C.________ 
an (AB 35), die Beschwerdeführerin habe die Lehre als … 2013 abge-

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schlossen. Nach mehreren Unfällen könne sie den Beruf als … definitiv 
nicht mehr ausführen. Es gehe nun darum, ihr eine Zweitlehre, z.B. als …, 
zu ermöglichen. Sie sei ausser Stande, eine solche Zweitlehre selber zu 
finanzieren.

3.6 Dr. med. J.________, Facharzt für Neurochirurgie, führte im Bericht 
vom 3. Mai 2017 (AB 37) aus, diese erst 22-jährige Patientin leide an ei-
nem chronischen lumbalen Schmerzsyndrom mit neuer Ausstrahlung in 
den lateralen Oberschenkel links, klinisch am ehesten pseudoradikulär ent-
sprechend und an einem chronisch intermittierenden zerviko-zephalen 
Schmerzsyndrom deutlich rechtsbetont. Obwohl kein Zweifel am Schmerz-
syndrom vorliege, hätten die Untersuchungen aus der Vergangenheit keine 
hinreichende Erklärung geliefert. Er empfehle vorerst die Aktualisierung 
mittels MRI der Hals- und der Lendenwirbelsäule. Die Beschwerdeführerin 
sei im erlernten Beruf nicht arbeitsfähig und es sei kaum realistisch, dass 
sie es in Zukunft langfristig werden werde.

3.7 Am 10. Mai 2017 (AB 38) führte Dr. med. J.________ die folgenden 
Diagnosen auf:

 Chronisches, unspezifisches lumbales Schmerzsyndrom mit pseudoradikulärer 
Ausstrahlung in den linken Oberschenkel

 Chronisch intermittierendes, unspezifisches zerviko-zephales Schmerzsyn-
drom deutlich rechtsbetont

Dr. med. J.________ hielt fest, die MRI-Untersuchungen der Hals- und der 
Lendenwirbelsäule zeigten multisegmentale, leichte degenerative Verände-
rungen mit leichten Diskopathien C3/4, C4/5 und C5/6 an der Halswir-
belsäule und leichten Diskopathien L1/2, L2/3, L3/4, L4/5 und L5/S1. Die 
Halswirbelsäule stehe in Streckstellung. Die Befunde seien an der Halswir-
belsäule und auch an der Lendenwirbelsäule insgesamt nur leichtgradig 
ausgeprägt. Nervenwurzelkompressionen lägen definitiv keine vor. Klinisch 
lägen das bekannte chronische lumbale Schmerzsyndrom und das chro-
nisch intermittierende zerviko-zephale Schmerzsyndrom vor. Beide 
Schmerzsyndrome seien im Zusammenhang mit der Bildgebung als un-
spezifisch zu bezeichnen. Es finde sich weder an der Hals- noch an der 
Lendenwirbelsäule ein Hinweis für eine fokale Schmerzursache. 

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3.8 Die RAD-Ärztin med. prakt. G.________ hielt in der Stellungnahme 
vom 19. Juni 2017 (AB 43) fest, am letzten somatischen Zumutbarkeitspro-
fil könne weiterhin festgehalten werden. Die Beschwerdeführerin bringe 
keine neuen medizinischen Fakten vor. Der Bericht vom 8. Juni 2017 an 
die IV über die ehemalige Behandlung bei der Chiropraktorin vom 17. - 
24. Mai 2016 und 15. - 17. November 2015 ändere nichts am Zumutbar-
keitsprofil. Aus dem Bericht der Chiropraktorin ergebe sich, dass die Be-
schwerdeführerin damals völlig dekonditioniert gewesen sei, was nicht über 
die IV mitversichert sei. Die empfohlenen Physiotherapien zur Kräftigung 
der Rumpfmuskulatur seien nicht umgesetzt worden, sondern nur Analgeti-
ka geschluckt worden. Nach zweimaliger Behandlung bei der Chiroprakto-
rin sei die Behandlung von der Beschwerdeführerin abgebrochen worden, 
indem sie einfach nicht mehr erschienen sei. Auf die Stellungnahme des 
Hausarztes vom 13. Februar 2017 könne weiterhin abgestellt werden.

3.9 Der RAD-Arzt Dr. med. I.________ gab ebenfalls am 19. Juni 2017 
an (AB 42), auf psychiatrischem Fachgebiet seien keine neuen medizini-
schen Fakten vorgebracht worden, welche eine Änderung des Zumutbar-
keitsprofils vom 4. Juli 2017 notwendig machen würden. Auch aus 
somatischer Sicht ergebe sich nach Rückfrage bei med. prakt. G.________ 
keine Änderung des Zumutbarkeitsprofils. Am Zumutbarkeitsprofil, wonach 
die erlernte Tätigkeit als … weiterhin zu 100 % ohne Leistungseinschrän-
kung zumutbar sei, könne festgehalten werden. 

4.

4.1 Beschwerdeweise wird geltend gemacht (Beschwerde S. 4 f.), laut 
den behandelnden Ärzten Dres. med. C.________ und J.________ sei die 
Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage, ihren angestammten Beruf als 
… auszuüben. Es handle sich um eine körperbetonte Tätigkeit, die eine 
robuste Konstitution und erhebliche Kraft voraussetze, worüber die Be-
schwerdeführerin nicht mehr verfüge. 

4.2 In somatischer Hinsicht hat die RAD-Ärztin med. prakt. G.________ 
überzeugend und schlüssig unter Bezugnahme auf den Hausarzt Dr. med. 
F.________ dargelegt (AB 31), dass die diversen Unfälle einschliesslich 

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derjenigen im Jahr 2013 mit LWS-Kontusion und Rippenfraktur 10 - 12 links 
zu keiner langandauernden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als … ge-
führt haben. Gleiches gilt für den Autoselbstunfall vom 7. Januar 2016 (AB 
31; vgl. auch AB 22/3 f.). Auf die Einschätzung von Dr. med. C.________, 
wonach die Beschwerdeführerin den Beruf der … definitiv nicht mehr aus-
führen könne (AB 35), kann nicht abgestellt werden, da für diese Einschät-
zung eine eingehende medizinische Begründung fehlt. Weiter ging Dr. 
med. J.________ im Bericht vom 3. Mai 2017 (AB 37) zwar noch davon 
aus, dass die Beschwerdeführerin im erlernten Beruf nicht arbeitsfähig sei. 
Nach Durchführung von MRI-Untersuchungen der Hals- und der Lenden-
wirbelsäule, welche nur leichte degenerative Veränderungen ergaben (AB 
38), bezeichnete Dr. med. J.________ jedoch das chronische lumbale 
Schmerzsyndrom und das chronisch intermittierende zerviko-zephale 
Schmerzsyndrom im Zusammenhang mit der entsprechenden Bildgebung 
als unspezifisch und erwähnte das Fehlen einer fokalen Schmerzursache 
an Hals- und Lendenwirbelsäule; ausserdem machte er keine Angaben zur 
Arbeitsfähigkeit, insbesondere bestätigte er die diesbezüglich im Bericht 
vom 3. Mai 2017 gemachten Ausführungen nicht (AB 38). Schliesslich 
überzeugt es, wenn die RAD-Ärztin med. prakt. G.________ unter Bezug-
nahme auf den Bericht der Chiropraktorin vom 8. Juni 2017 (AB 40) weiter-
hin von der Zumutbarkeit der erlernten Tätigkeit als … ausgeht (AB 43), da 
die Chiropraktorin auf einen zu wenig guten Fitnessgrad der Beschwerde-
führerin zur Ausführung der schweren Arbeit als … und die fehlende Durch-
führung von empfohlenen Physiotherapien mit stattdessen erfolgter 
Einnahme von Analgetika hinwies. Diese Dekonditionierung hat aus invali-
denversicherungsrechtlicher Sicht unberücksichtigt zu bleiben. 

In somatischer Hinsicht ist somit auf die voll beweiskräftigen (vgl. E. 2.7 
und 2.8 hiervor) Einschätzungen der RAD-Ärztin med. prakt. G.________ 
vom 30. März 2017 (AB 31) und 19. Juni 2017 (AB 43) abzustellen, wonach 
der Beschwerdeführerin die erlernte Tätigkeit als … weiterhin zu 100 % 
ohne Leistungseinschränkung zumutbar ist.

4.3 In psychischer Hinsicht ist auf die voll beweiskräftigen (vgl. E. 2.7 
und 2.8 hiervor) Beurteilungen des RAD-Psychiaters Dr. med. I.________ 
vom 4. April 2017 (AB 32) und 19. Juni 2017 (AB 42) abzustellen, wonach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, IV/17/720, Seite 14

keine psychiatrische Störung mit längerdauernder Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit gegeben ist und somit die erlernte Tätigkeit als … uneinge-
schränkt zumutbar ist. Denn die ab Mitte 2016 aufgetretene depressive 
Symptomatik ist hauptsächlich im Zusammenhang mit invalidenversiche-
rungsrechtlich grundsätzlich unbeachtlichen psychosozialen Belastungen 
entstanden bzw. durch solche aufrechterhalten worden (vgl. AB 17, 32), 
dies ohne das Vorhandensein eines im Sinne der Rechtsprechung ver-
selbstständigten psychischen Gesundheitsschadens (vgl. E. 2.2 hiervor). 
Zudem ist es bei der diagnostizierten rezidivierenden depressiven Störung 
bzw. der mittelgradigen depressiven Episode nach einer stationären Be-
handlung vom 11. August bis 14. September 2016 zu einer Teilremission 
gekommen (AB 17, 24, 32); dem entsprechend gab die Beschwerdeführe-
rin am 13. April 2017 (AB 33) denn auch an, von der Psyche her gehe es 
ihr schon viel besser. Dass der Beschwerdeführerin laut Bestätigung der 
psychiatrischen Dienste des Spitals D.________ vom 8. Mai 2017 (Akten 
der Beschwerdeführerin, Beschwerdebeilage [BB] 4) aus medizinisch-
psychiatrischer Sicht aufgrund des Vorliegens einer phobischen Störung 
die Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel momentan nicht möglich ist, 
ändert an der uneingeschränkten Zumutbarkeit der Tätigkeit als … nichts. 

4.4 Schliesslich ist festzuhalten, dass die von der Beschwerdeführerin 
erwähnte stationäre Rehabilitation vom 27. Juni bis 7. Juli 2017 im Spital 
K.________ bzw. der entsprechende im vorliegenden Verfahren aufgelegte 
Bericht vom 7. Juli 2017 (BB 3), wo aus psychiatrischer Sicht neben einer 
mittelgradigen depressiven Episode eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren aufgeführt wird, zeitlich nach dem 
für das Gericht relevanten Beurteilungszeitpunkt – dem Verfügungserlass 
am 21. Juni 2017 (AB 44; vgl. BGE 131 V 242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 
2.1 S. 140) – erfolgt ist bzw. verfasst wurde, weshalb der erwähnte Bericht 
für die vorliegende Beurteilung grundsätzlich unberücksichtigt zu bleiben 
hat.

4.5 Da der Beschwerdeführerin nach dem Dargelegten die erlernte 
Tätigkeit als … weiterhin uneingeschränkt zumutbar ist, besteht kein An-
spruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere auch nicht 
auf eine Umschulung.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, IV/17/720, Seite 15

4.6 Folglich erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unbegründet 
und ist demnach abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei vorliegendem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 27. Okt. 2017, IV/17/720, Seite 16

- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.