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**Case Identifier:** 837850b4-72bb-567a-b5b8-3a52932bb8f1
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-31
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 31.08.2023 VBE.2023.63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-63_2023-08-31.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

 

VBE.2023.63 / ss / nl 
Art. 84 

 

 

Urteil vom 31. August 2023 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichterin Peterhans  

Gerichtsschreiber Siegenthaler  

 

 
   

Beschwerde- 

führerin  

 A._____   

unentgeltlich vertreten durch MLaw Andreas Hübscher, 

Rechtsanwalt, Bruggerstrasse 69, 5400 Baden    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

  
   

Beigeladene   B._____      

 

  
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 4. Januar 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Die 1963 geborene Beschwerdeführerin meldete sich am 16. September 

2020 bei der Beschwerdegegnerin aufgrund einer aneurysmatischen Sub-

arachnoidalblutung (SAB) zum Bezug von Leistungen (berufliche Integra-

tion / Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) an. Diese tä-

tigte verschiedene Abklärungen in medizinischer und beruflicher Hinsicht 

und zog insbesondere die Akten des Krankentaggeldversicherers bei, der 

unter anderem eine neuropsychologische und eine verhaltensneurolo-

gisch-neuropsycholgische Abklärung hatte durchführen lassen. Nach ei-

nem abgebrochenen Belastbarkeitstraining liess die Beschwerdegegnerin 

den Sachverhalt durch den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) versiche-

rungsmedizinisch beurteilen. Mit Vorbescheid vom 17. März 2022 stellte sie 

daraufhin der Beschwerdeführerin die Abweisung ihres Leistungsbegeh-

rens in Aussicht. Nach Einwänden der Beschwerdeführerin und neu einge-

reichten medizinischen Berichten hielt die Beschwerdegegnerin mit dem 

RAD Rücksprache und verfügte am 4. Januar 2023 wie vorbeschieden. 

 

2. 

2.1. 

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin am 3. Februar 2023 

fristgerecht Beschwerde und beantragte Folgendes: 

 

"1. Die Verfügung vom 4. Januar 2023 sei aufzuheben und die Angelegen-
heit zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen. 

 
 2. Der Beschwerdeführerin sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh-

ren und der unterzeichnete Anwalt sei als ihr unentgeltlicher Rechtsver-
treter einzusetzen. 

 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzlicher Mehr-

wertsteuer zu Lasten der Beschwerdegegnerin." 

 

2.2. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 17. Februar 2023 wurde der Be-

schwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt und MLaw An-

dreas Hübscher, Rechtsanwalt, Baden, zu ihrem unentgeltlichen Vertreter 

ernannt. 

 

2.3. 

Mit Vernehmlassung vom 16. März 2023 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

 - 3 - 

 

 

 

2.4. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 17. März 2023 wurde die B. als 

berufliche Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin im Verfahren bei-

geladen. Diese liess sich in der Folge nicht vernehmen. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 4. Januar 2023 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 137) zu 

Recht den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invalidenrente ver-

neint hat. 

 

2. 

Am 1. Januar 2022 sind die Änderung vom 19. Juni 2020 betreffend Wei-

terentwicklung der IV (WEIV) in Kraft getreten. Weder dem IVG noch der 

IVV sind besonderen Übergangsbestimmungen betreffend die Anwendbar-

keit dieser Änderungen im Hinblick auf nach dem 1. Januar 2022 beurteilte 

mögliche Rentenansprüche des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2021 zu 

entnehmen. Es sind daher nach den allgemeinen übergangsrechtlichen 

Grundsätzen jene Bestimmungen anzuwenden, die bei der Erfüllung des 

rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestands Gel-

tung haben beziehungsweise hatten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

8C_136/2021 vom 7. April 2022 E. 3.2.1 mit Verweis unter anderem auf 

BGE 144 V 210 E. 4.3.1 S. 213). Da vorliegend Leistungen mit Anspruchs-

beginn vor dem 1. Januar 2022 streitig sind, ist für diese die bis zum 31. De-

zember 2021 geltende Rechtslage massgebend. 

 

3. 

3.1. 

In der angefochtenen Verfügung vom 4. Januar 2023 (VB 137) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Beurteilungen von RAD-Arzt Dr. med. E., Facharzt für Gynäkologie und 

Geburtshilfe sowie Praktischer Arzt, vom 14. März 2022 (VB 123 S. 2 ff.) 

und 3. Oktober 2022 (VB 134 S. 2 f.). 

 

In seiner Aktenbeurteilung vom 14. März 2022 stellte Dr. med. E. bei der 

Beschwerdeführerin folgende Diagnosen (VB 123 S. 3): 

 

"- Status nach SAB aus Aneurysma am 25.04.2020 

 - Schwere psychosoziale Belastungssituation bei Versterben des Sohnes" 

 

Er führte aus, dass mit der SAB ein Gesundheitsschaden mit Krankheits-

wert bestehe, der eine länger bleibende oder dauernde Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit begründe. Bei stabilem Verlauf nach dem Ereignis lasse 

 - 4 - 

 

 

 

sich aus den Akten eine bleibende, leichte kognitive Einschränkung erken-

nen, was bei zwei neuropsychologischen Untersuchungen bestätigt wor-

den sei. Es sei davon auszugehen, dass es sich um einen Endzustand 

handle. Mit einer weiteren Verbesserung sei nicht zu rechnen. Durch diese 

leichten Einschränkungen ergebe sich eine dauerhafte Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit von 20 % (Mittelwert der im neuropsychologischen Bericht 

vom 28. März 2021 attestierten Einschränkung von 10–30 %, vgl. nachfol-

gende E. 5.2.1.). Diese Einschätzung gelte ab dem 14. März 2021. Auf-

grund des Suizids des Sohnes sei es im Oktober 2021 zu einer schweren 

psychosozialen Belastungsreaktion gekommen, wovon die Arbeitsfähigkeit 

der Beschwerdeführerin vorübergehend nachvollziehbar beeinträchtigt ge-

wesen sei. Die beruflichen Massnahmen seien aufgrund dieses Vorfalles 

abgebrochen worden. Aus Sicht des RAD handle es sich dabei aber um 

eine nicht IV-relevante psychosoziale Belastungssituation, die nur eine vo-

rübergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründe (VB 123 S. 3). 

Dr. med. E. erkannte nach der Hirnblutung vom 25. April 2020 zunächst auf 

eine volle Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit. Ab dem 14. März 2021 

bestehe wieder eine medizinische-theoretische Arbeitsfähigkeit von 80 % – 

sowohl in angestammter wie auch in angepasster Tätigkeit (VB 123 S. 4). 

 

3.2. 

Im anlässlich des Vorbescheidverfahrens von der Beschwerdeführerin ein-

gereichten Bericht des Spitals S., Neurozentrum und Klinik für Neurochirur-

gie, vom 12. April 2022 hielt Oberarzt med. pract. F. fest, dass die im Vor-

bescheid vom 17. März 2022 durch die Beschwerdegegnerin in Aussicht 

gestellte Leistungsabweisung aus neurochirurgischer Sicht nicht nachvoll-

ziehbar sei. Unter Verweis auf Fachliteratur hielt er fest, dass es sich bei 

einer aneurysmatischen SAB um eine schwere Erkrankung handle, bei wel-

cher lebenslang persistierende kognitive Defizite die Regel seien. Bekann-

terweise seien längerfristig viele Patienten in ihrer angestammten Tätigkeit 

nicht mehr arbeitsfähig. In der Literatur werde die Häufigkeit der Arbeitsun-

fähigkeit üblicherweise mit knapp 50 % angegeben. Einige Autoren würden 

sogar deutlich schlechtere Langzeitergebnisse mit einer Rückkehr in die 

angestammte Tätigkeit in nur 6–17 % der Fälle nennen. Die (angestammte, 

vgl. VB 23.1 S. 3) Arbeit als Köchin erfordere ein hohes Mass an Leistungs-

fähigkeit und Konzentration, insbesondere auch unter Zeitdruck. Diese Fä-

higkeiten seien durch die Spätfolgen der SAB beeinträchtigt. Entsprechend 

sehe er die Arbeitsfähigkeit "auch auf lange Frist nicht gegeben", weshalb 

er um Reevaluation des negativen Entscheids bitte (VB 129 S. 3). 

 

3.3. 

In seinem ebenfalls im Vorbescheidverfahren von der Beschwerdeführerin 

eingereichten Bericht vom 30. Mai 2022 hielt Dr. med. G., Facharzt für Psy-

chiatrie und Psychotherapie, fest, dass ihm die Beschwerdeführerin im 

Rahmen einer schweren psychosozialen Belastungssituation zugewiesen 

worden sei, nachdem sich ihr Sohn im Oktober 2021 "suizidiert" habe. Er 

 - 5 - 

 

 

 

diagnostizierte bei der Beschwerdeführerin eine organisch bedingte psy-

chische Störung bzw. Wesensveränderung nach ICD-10 F07.8. Eine mani-

feste depressive Symptomatik bestehe unter Medikation aktuell nicht 

(VB 132 S. 1). Die derzeitige Symptomatik mit im Vordergrund stehender 

rascher Ermüdbarkeit, verminderter Belastbarkeit und kognitiven Beein-

trächtigungen begründe aktuell eine Arbeitsunfähigkeit und dürfte höchst-

wahrscheinlich bleibend sein; "am ehesten als Folge der Hirnblutung." 

Dr. med. G. ging sodann nicht davon aus, dass die gesundheitliche Verfas-

sung der Beschwerdeführerin es ihr wieder erlauben würde, einer Beschäf-

tigung im ersten Arbeitsmarkt nachzugehen (VB 132 S. 2)  

 

3.4. 

Am 3. Oktober 2022 nahm RAD-Arzt Dr. med. E. Stellung zu den Berichten 

des Spitals S., Neurozentrum und Klinik für Neurochirurgie, vom 12. April 

2022 und Dr. med. G. vom 30. Mai 2022. Überwiegend gestützt "auf den 

Bericht von [Hausarzt] Dr. med. H. vom 13.10.2020 über eine neuropsy-

chologische Untersuchung" (dabei handelt es um den an Dr. med. H. adres-

sierten neuropsychologischen Bericht vom 13. Oktober 2020 von 

lic. phil. I., s. dazu nachfolgende E. 5.2.1.) sei seine Beurteilung vom 

14. März 2022 auch unter Vorlage der seitens der Beschwerdeführerin neu 

eingereichten Berichte weiterhin gültig. Die Verschlechterung des Gesund-

heitszustands aus "psychiatrischen Gründen" sei insofern nicht IV-relevant, 

als sie auf psychosoziale Belastungen – den Suizid des Sohnes – zurück-

zuführen sei (VB 134 S. 2). Zudem finde sich im Bericht von Dr. med. G. 

keine Objektivierung der von der Beschwerdeführerin angegebenen Ein-

schränkungen. Dieser gebe lediglich an, dass deren Angaben plausibel er-

schienen. Auf diese subjektiven Einschätzungen der Arbeitsunfähigkeit 

könne aus versicherungsmedizinischer Sicht nicht abgestellt werden. Bei 

den Ausführungen des Spitals S., Neurozentrum und Klinik für Neurochi-

rurgie, handle es sich um allgemeine Angaben zu einer SAB, die nicht ge-

eignet seien, die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im konkreten Fall 

zu begründen (VB 134 S. 3). 

 

4. 

4.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 

231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 
4.2.  

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

 - 6 - 

 

 

 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinternen 

Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

S. 353 ff.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 

465 E. 4.4 S. 469 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

4.3. 

Voll beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es 

im Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 9C_1063/2009 vom 22. Januar 2010 E. 4.2.1 mit Hinweis). 

Entscheidend ist insbesondere, ob genügend Unterlagen aufgrund anderer 

persönlicher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über 

Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische 

Sachverständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterla-

gen ein lückenloses Bild machen können (Urteile des Bundesgerichts 

8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 

2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). 

 

5. 

5.1. 

Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, die Beurteilung 

von RAD-Arzt Dr. med. E. stütze sich einzig auf zwei neuropsychologische 

Testverfahren, welche weder neurologisch/neurochirurgisch noch psychi-

atrisch gewürdigt worden seien. Dr. med. E. sei dazu – anders als 

med. pract. F. und Dr. med. G. – auch nicht qualifiziert. Zudem habe er sich 

nicht mit den widersprüchlichen Ergebnissen aus den neuropsychologi-

schen Tests und dem Belastungstraining auseinandergesetzt. An der Ein-

schätzung von Dr. med. E. bestünden daher nicht mehr nur geringe Zwei-

fel, weshalb ihr kein Beweiswert zukomme (Beschwerde, Ziff. 18 ff.). 

 
5.2. 

5.2.1. 

In seinen Aktenbeurteilungen stützte sich RAD-Arzt Dr. med. E. vorwie-

gend auf die neuropsychologische Untersuchung vom 13. Oktober 2020 

und die verhaltensneurologisch-neuropsychologische Untersuchung vom 

8. März 2021 (vgl. VB 123 S. 3; 134 S. 2). 

 

 - 7 - 

 

 

 

In ihrem Bericht vom 13. Oktober 2020 hielt lic. phil. I., Fachpsychologin für 

Neuropsychologie und Psychotherapie, im Hinblick auf die neuropsycholo-

gische Untersuchung fest, dass testpsychologisch leichte kognitive Defizite 

hätten objektiviert werden können. Es hätten sich leichte kognitive Funkti-

onsstörungen in den Bereichen der Aufmerksamkeits- und Exekutivfunkti-

onen sowie des Gedächtnisses manifestiert (VB 46 S. 4 ff.). Die leichten 

Defizite seien "im Rahmen einer Persönlichkeits- und Verhaltensstörung 

aufgrund einer Funktionsstörung des Gehirns (ICD-10 F07.8) im Rahmen 

der am 25.04.2020 [erlittenen] SAB bei Blutung aus Aneurysma [zu se-

hen]." Aus "rein kognitiver Sicht" dürfte die Funktionsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin im privaten Alltag sowie unter den meisten beruflichen 

Anforderungen leicht eingeschränkt sein. Eine progressive Wiedereinglie-

derung in den Beruf sei aus neuropsychologischer Sicht empfehlenswert – 

eine neuropsychologische Therapie derzeit nicht indiziert (VB 46 S. 6). 

 

Gestützt auf die verhaltensneurologisch-neuropsychologischen Abklärung 

vom 8. März 2021 hielt Dr. med. J., Fachärztin für Neurologie, in ihrem Be-

richt vom 28. März 2021 fest, dass sich ausserhalb einer leichtgradigen af-

fektbetonten dysthymen Zeichnung kein relevantes depressogenes Stö-

rungsbild objektivieren liesse. Die berufsbezogene neuropsychologisch-

leistungspsychologische Abklärung ergebe im kognitiven Bereich eine 

leichte Beeinträchtigung der kognitiven Belastbarkeit, verbal-mnestische 

Einschränkungen, eine leicht verminderte figurale-räumliche Abrufleistung 

sowie ein zeitweise etwas unstrukturiertes Vorgehen. Diese Befunde lies-

sen sich einer Funktionsstörung fronto-limbischer Regelkreise als residu-

elle Folgen der SAB bei rupturiertem Aneurysma am 25. April 2020 zuord-

nen. Sie seien vergleichbar mit denen der Voruntersuchung im Oktober 

2020 (VB 65 S. 6 f.; zu Letzterem s. Erwägung hiervor). Aktuell lasse sich 

eine leichte Beeinträchtigung der geistig-mentalen/neurokognitiven Leis-

tungsfähigkeit objektivieren. Es liessen sich leichte kognitive Einschränkun-

gen an die im angestammten Beruf der Versicherten gestellten Anforderun-

gen an die kognitive Belastbarkeit und Flexibilität und die Fehlerkontrolle 

ableiten. Die "harten", berufsrelevanten ICF-Fähigkeitsdimensionen – die 

Durchhaltefähigkeit, das Lernen von Neuem und Anwenden fachlicher 

Kompetenzen, die Planung und Strukturierung von Aufgaben, die kognitive 

Flexibilität und Umstellfähigkeit sowie die Verkehrsfähigkeit/Mobilität – 

seien allesamt aus gutachterlicher Sicht leicht- bis mittelgradig limitiert. Die 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für die ausgeübte Tätigkeit als Köchin so-

wie für jede andere bildungsangepasste Tätigkeit ergebe aktuell medizi-

nisch-theoretisch/abstrakt eine "(10)-30%ige Einschränkung des arbeitsbe-

zogenen Funktionspotenzials". Dr. med. J. erachtete eine "graduelle beruf-

liche Reintegration als sinnvoll und zumutbar: Initial 20%ige [Arbeitsfähig-

keit] während 4-6 Wochen, dann weitere Steigerung um 10-20% alle 4 Wo-

chen", wobei die residuelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit um (10)-

30% unter Berücksichtigung der Vorgeschichte vorerst als Endzustand 

(= überdauernd) zu beurteilen sei (VB 65 S. 7). 

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5.2.2. 

Die Beschwerdeführerin absolvierte zwischen dem 15. März 2021 und dem 

31. Oktober 2021 (bzw. aufgrund des Suizides ihres Sohnes und der 

dadurch begründeten Krankschreibung faktisch bis zum 24. September 

2021) ein durch die Beschwerdegegnerin organisiertes Belastungstraining 

im M., in Z. (vgl. VB 114 S. 3). Aus dem entsprechenden Bericht vom 

20. Januar 2022 geht hervor, dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum im 

Werkatelier über die Zeit von anfänglich zwei Stunden pro Tag schrittweise 

gesteigert habe. Bei der Erhöhung von drei auf vier Stunden habe sie erst-

mals angegeben, bereits nach zweieinhalb Stunden Müdigkeit zu verspü-

ren und angemerkt, dass eine weitere Steigerung aus ihrer Sicht nicht mög-

lich sei, weshalb man das Pensum in der Folge langsamer erhöht hat 

(VB 114 S. 3; vgl. VB 67 S. 1). Ein Versuch der Beschwerdeführerin, das 

Pensum im Werkatelier von vier auf viereinhalb Stunden zu steigern sei 

erfolglos verlaufen (VB 114 S. 3; vgl. VB 81 S. 1). Man habe danach einen 

Wechsel vom Werkatelier in den Bereich Backwaren vorgenommen, da 

man vermutet habe, die hohe Konzentration im Werkatelier habe die Be-

schwerdeführerin zu stark übermüdet, womit die Voraussetzungen für eine 

sorgfältige Ausführung (die Beschwerdeführerin hat denn auch fehlerhaft 

gearbeitet; s. ebd. sowie VB 114 S. 8 oder VB 69) nicht gegeben gewesen 

seien (VB 114 S. 3). Die Arbeit in der Backstube habe die Beschwerdefüh-

rerin als grössere Belastung empfunden, wodurch sie schneller ermüdet 

sei. Umso überraschter sei man dann gewesen, als die Beschwerdeführe-

rin ihr Pensum dennoch von vier auf viereinhalb Stunden erhöht habe 

(VB 114 S. 4; VB 87). Kurz darauf habe sich der Vorfall mit ihrem Sohn 

ereignet, wodurch die Beschwerdeführerin krankgeschrieben und der Wie-

dereingliederungsversuch beendet worden sei (VB 114 S. 4). 

 

Zusammenfassend hielt das M. fest, dass die gesundheitliche Verfassung 

der Beschwerdeführerin nicht genug stabil gewesen sei, um das Pensum 

auf mehr als 50 % zu steigern. Die Beschwerdeführerin habe ihre Grenze 

bereits bei 30–40 % gesehen. Das als stabil erachtete Pensum wurde da-

her auf "30-50%" festgelegt. Aufgrund der jüngsten Ereignisse im Leben 

der Beschwerdeführerin (Suizid ihres Sohnes) und ihrer gesundheitlichen 

Verfassung, erachtete das M. eine Wiedereingliederung im ersten Arbeits-

markt "derzeit eher als unrealistisch" (VB 114 S. 4). 

 

5.3. 

5.3.1. 

Dr. med. G. beurteilte die psychische Symptomatik der Beschwerdeführe-

rin mit im Vordergrund stehender rascher Ermüdbarkeit, verminderter Be-

lastbarkeit und kognitiven Beeinträchtigungen in seinem Bericht vom 

30. Mai 2022 "am ehesten als Folge der Hirnblutung" (E. 3.3.). Abweichend 

davon kam Dr. med. E. zum Schluss, dass die psychischen Beschwerden 

 - 9 - 

 

 

 

der Beschwerdeführerin auf eine nicht IV-relevante psychosoziale Belas-

tungssituation zurückzuführen seien (vgl. E. 3.1. und 3.4. hiervor). Als 

Nicht-Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist RAD-Arzt Dr. med. 

E. jedoch nicht fachkompetent, eine von Dr. med. G. abweichende psychi-

atrische Beurteilung vorzunehmen, womit diese als nicht beweiskräftig gel-

ten kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_584/2018 vom 13. November 

2018 E. 4.1.1.2. mit Hinweisen). Entgegen den Ausführungen von 

Dr. med. E. stützte sich Dr. med. G. bei seiner Beurteilung auch nicht aus-

schliesslich auf von ihm als "plausibel" erachtete subjektive Angaben der 

Beschwerdeführerin. Dies gilt vielmehr lediglich hinsichtlich der von der Be-

schwerdeführerin angegebenen Gedächtnisstörungen (vgl. VB 132 S. 1) – 

wobei deren Plausibilität unter Berücksichtigung der Ergebnisse der verhal-

tensneurologischen-neuropsychologischen Abklärung vom 8. März 2021 

nicht abgesprochen werden kann (vgl. E. 5.2.1. hiervor).  

 

5.3.2. 

Soweit Dr. med. E. im Übrigen für seine Beurteilung auf die neuropsycho-

logische Abklärung der Fachpsychogin I. vom 13. Oktober 2020 abstellte, 

ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Neuropsychologie um ein Teil-

gebiet der Psychologie und nicht um eine Disziplin der Medizin handelt 

(Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 1260). Die neu-

ropsychologischen Abklärungen sind daher als Hilfsmittel für die fachmedi-

zinische Beurteilung und nicht als eigenständige medizinische-gutachterli-

che Abklärungen anzusehen, zumal die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit 

dem hierfür kompetenten medizinischen Sachverständigen vorbehalten ist 

(Urteile des Bundesgerichts 9C_715/2016 vom 24. Januar 2017 E. 3.3 und 

8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Die Neuropsychologie stellt 

folglich lediglich eine Zusatzuntersuchung dar, welche bei begründeter In-

dikation in Erwägung zu ziehen ist (SVR 2019 IV Nr. 78 S. 256, 

9C_752/2018 mit Hinweisen). Soweit sich Dr. med. E. auf die lediglich neu-

ropsychologische Abklärung vom 13. Oktober 2020 stützte, kann der Ak-

tenbeurteilung des diesbezüglich nicht fachkompetenten RAD-Arzt folglich 

ohnehin kein Beweiswert zukommen. 

 

5.3.3. 

Schliesslich ist auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass die von 

Dr. med. E. vorgenommene Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwer-

deführerin von 70–90 % (bzw. Mittelwert 80 %; vgl. E. 3.1.) mit den prakti-

schen Erfahrungen im Rahmen des Belastungstrainings in Widerspruch 

steht: Eine schrittweise Reintegration der Beschwerdeführerin konnte nur 

in begrenztem Ausmass durchgeführt werden. Dabei wurde das frühzeitige 

Erreichen ihrer gesundheitlichen Grenzen nicht nur subjektiv von der Be-

schwerdeführerin selbst geschildert (zweieinhalb Stunden pro Tag bzw. 

30–40 %; vgl. E. 5.2.2.), sondern auch vom M. bzw. den entsprechenden 

Angestellten in den jeweiligen Bereichen entsprechend wahrgenommen 

(vgl. etwa VB 114 S. 9; 87; 71 S. 1; 67 S. 1). Im Bericht des M. über den 

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Zeitraum vom 15. März bis 31. Oktober 2021 wurde festgehalten, dass die 

Beschwerdeführerin ein maximales stabiles Pensum von 30–50 % habe er-

reichen können – dies vor einem allfälligen Einfluss der Selbsttötung ihres 

Sohnes Ende September auf ihre Leistungsfähigkeit (VB 114 S. 4).  

 

Nach der Rechtsprechung obliegt die abschliessende Beurteilung der sich 

aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähig-

keit in der Hauptsache den ärztlichen Fachkräften (BGE 140 V 193 E. 3.2 

S. 195 f.; Urteile 9C_441/2019 vom 28. Oktober 2019 E. 3.1; 9C_646/2016 

vom 16. März 2017 E. 4.2.2). Allerdings darf den Ergebnissen leistungsori-

entierter beruflicher Abklärungen nicht jegliche Aussagekraft für die Beur-

teilung der Restarbeitsfähigkeit abgesprochen werden (Urteile 

9C_501/2019 vom 15. Oktober 2019 E. 3.4.3; 9C_512/2013 vom 16. Ja-

nuar 2014 E. 5.2.1). Es wäre aber auch nicht sachgemäss, allein auf diese 

Evaluationen abzustellen, weil sie in der Regel auf berufspraktischen Be-

obachtungen beruhen, welche in erster Linie die dabei erhobene, subjek-

tive Arbeitsleistung der versicherten Person wiedergeben (Urteil 

9C_646/2016 vom 16. März 2017 E. 4.2.2). Steht indessen eine medizini-

sche Einschätzung der Leistungsfähigkeit wie hier in offensichtlicher und 

erheblicher Diskrepanz zu einer Leistung, wie sie während einer ausführli-

chen beruflichen Abklärung bei einwandfreiem Arbeitsverhalten/-einsatz 

der versicherten Person effektiv realisiert und gemäss Einschätzung der 

Berufsfachleute objektiv realisierbar ist, vermag dies ernsthafte Zweifel an 

den ärztlichen Annahmen zu begründen und ist die Einholung einer klären-

den medizinischen Stellungnahme grundsätzlich unabdingbar (Urteil 

9C_462/2022 vom 31. Mai 2023 E. 4.2.2.1.). Bei dieser Sachlage hätte da-

her aufgrund der Diskrepanz zwischen den beiden Einschätzungen praxis-

gemäss grundsätzlich eine klärende medizinische Stellungnahme einge-

holt werden müssen, was jedoch unterblieben ist. Zwar hatte Dr. med. E. 

Kenntnis von der beruflichen Massnahme, jedoch verwies er einzig darauf, 

dass diese nach dem Suizid des Sohnes abgebrochen wurde. Zu den wei-

teren Feststellungen des M. in Bezug auf die Leistungsfähigkeit der Be-

schwerdeführerin äusserte er sich nicht (VB 123 S. 3).  

 

5.4. 

Zusammenfassend ergeben sich zumindest geringe Zweifel an der Zuver-

lässigkeit und Schlüssigkeit der Aktenbeurteilungen von RAD-Arzt 

Dr. med. E. vom 14. März 2022 und 3. Oktober 2022, weshalb darauf nicht 

abgestellt werden kann. Auch die Einschätzungen von med. pract. F. und 

Dr. med. G. vermögen aber – wie die Beschwerdeführerin zu Recht selbst 

ausführt (Beschwerde, Ziff. 21) – nicht, die von der Rechtsprechung aufge-

stellten Voraussetzungen an eine umfassende und damit beweiskräftige 

medizinische Stellungnahme zu erfüllen und können daher vorliegend 

ebenfalls nicht als medizinische Beurteilungsgrundlage dienen. 

 

 - 11 - 

 

 

 

Damit fehlt es vorliegend an einer vollumfänglichen und nachvollziehbaren 

fachärztlichen Beurteilung der Auswirkungen des Gesundheitsschadens 

auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. 

BGE 140 V 290). Die Sache ist somit an die Beschwerdegegnerin zurück-

zuweisen, damit diese in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200) ergänzende me-

dizinische Abklärungen vornehme und den Gesundheitszustand sowie die 

Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin – auch in retrospektiver Hinsicht 

(vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG) – umfassend abkläre. Nach 

entsprechenden Abklärungen ist über den Anspruch der Beschwerdefüh-

rerin auf IV-Leistungen neu zu entscheiden. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, als 

die angefochtene Verfügung vom 4. Januar 2023 aufzuheben und die Sa-

che zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zur Neuverfü-

gung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00 und sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.  

 

6.3. 

Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Ersatz der 

richterlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die 

Rückweisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzen-

der Abklärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 

215 E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). Die Parteikosten sind dem unentgeltli-

chen Rechtsvertreter zu bezahlen. 

 

  

 - 12 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 4. Ja-

nuar 2023 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der 

Erwägungen und zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zurückge-

wiesen.  

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt.  

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem unentgeltlichen Rechtsver-

treter der Beschwerdeführerin die Parteikosten in richterlich festgesetzter 

Höhe von Fr. 3'300.00 zu bezahlen. 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 
 

 
   

Aarau, 31. August 2023 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner     Siegenthaler