# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9c855172-7919-556c-9cdd-764aaabecd01
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-10-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.10.2017 200 2017 739
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-739_2017-10-09.pdf

## Full Text

200 17 739 BV
MAW/JAP/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil des Einzelrichters vom 9. Oktober 2017

Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Jakob

A.________
Klägerin

gegen

B.________ AG
Beklagte

betreffend Klage vom 29. August 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die B.________ AG (Arbeitgeberin bzw. Beklagte) schloss sich per 1. Mai 
2008 zwecks Durchführung der Beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge für das angestellte Personal der A.________ (bzw. Klä-
gerin) an (Akten der A.________ [act. I] 2).

Nachdem die A.________ die angeschlossene Arbeitgeberin zuletzt am 
9. September 2016 wegen Beitragsausständen gemahnt hatte (act. I 7.1), 
fakturierte sie am 18. April 2017 (act. I 4) den bis dahin aufgelaufenen ne-
gativen Saldo des Prämien-Kontokorrents (act. I 6) und kündigte den An-
schlussvertrag am 30. Mai 2017 per Ende des Monats (act. I 3). In der Fol-
ge stellte die A.________ für eine Forderung von Fr. 16‘333.95, zuzüglich 
bis 1. Juni 2017 aufgelaufenem und seitherigem Zins, ein Betreibungsbe-
gehren. Gegen den Zahlungsbefehl Nr. ... des Betreibungsamtes ... vom 
13. Juni 2017 (act. I 8) erhob die Arbeitgeberin am 28. Juni 2017 ohne 
Grundangabe Rechtsvorschlag.

B.

Mit Eingabe vom 29. August 2017 erhob die A.________ gegen die Arbeit-
geberin Klage und beantragte, die Beklagte sei kostenfällig zu verurteilen, 
der Klägerin eine Kapitalforderung von Fr. 16‘333.95, zuzüglich Zins vom 
1. Januar bis 1. Juni 2017 von Fr. 285.30 sowie Zins zu 5 % seit 2. Juni 
2017, zu bezahlen; zudem sei im entsprechenden Betreibungsverfahren 
der Rechtsvorschlag zu beseitigen.

Der Instruktionsrichter räumte der Beklagten mit prozessleitender Verfü-
gung vom 30. August 2017 eine Frist zum Einreichen einer Klageantwort 
ein und forderte die Klägerin auf, innert gleicher Frist die Prozessführungs-
befugnis der die Klageschrift unterzeichneten Personen zu dokumentieren; 
die Partien liessen die Frist unbenutzt verstreichen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Die Klage wurde formgerecht bei dem gemäss Art. 73 Abs. 3 des 
Bundesgesetzes vom 25. Juni 1982 über die berufliche Alters-, Hinterlas-
senen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) örtlich zuständigen Ge-
richt eingereicht. Die sachliche Zuständigkeit richtet sich nach Art. 73 
Abs. 1 BVG i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Bei der eingeklag-
ten Forderung (inkl. Inkassokosten sowie Verzugszins) handelt es sich um 
eine vorsorgerechtliche Streitigkeit zwischen einer Beitragspflichtigen und 
einer Vorsorgeeinrichtung (vgl. BGE 114 V 102 E. 1b S. 105), womit die 
sachliche Zuständigkeit des urteilenden Gerichts diesbezüglich gegeben ist 
(vgl. BVR 1991 S. 333 E. 2c). Weil auf dem ordentlichen Prozessweg zu-
sätzlich auch die Beseitigung des Rechtsvorschlages verlangt werden kann 
(Art. 79 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung 
und Konkurs [SchKG; SR 281.1]), ist das angerufene Gericht auch für die 
Beurteilung des von der Klägerin gestellten Rechtsöffnungsbegehrens zu-
ständig. Der geforderte Nachweis der Klägerin über die Prozessführungs-
befugnis der in ihrem Namen auftretenden – nicht im Handelsregister figu-
rierenden – Personen fehlt. Indes wurden die betreffenden Personen in 
einem kürzlich beim angerufenen Gericht rechtshängig gewesenen Klage-
verfahren (BV/2016/1064) von derselben Vorsorgeeinrichtung zur Prozess-
führung beauftragt, so dass auf diesbezügliche Weiterungen verzichtet 
wird. 

1.2 Materiell zu prüfen ist die von der Klägerin geltend gemachte Forde-
rung für ausstehende Beiträge in der Höhe von Fr. 16‘333.95 (inkl. pau-
schale Inkassokosten), nebst Verzugszinsen von 5 % für die Zeit zwischen 
1. Januar und 1. Juni 2017 von Fr. 285.30 sowie von 5 % auf dem Forde-
rungsbetrag von Fr. 16‘333.95 ab 2. Juni 2017. Weiter ist die Frage der 
Rechtsöffnung zu beurteilen.

1.3 Da der Streitwert unter Fr. 20'000.-- liegt, fällt die Beurteilung der 
Klage in die einzelrichterliche Zuständigkeit (Art. 57 Abs. 1 des kantonalen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 4

Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]).

2.

2.1 Die Vorsorgeeinrichtung legt die Höhe der Beiträge des Arbeitge-
bers und der Arbeitnehmer in den reglementarischen Bestimmungen fest. 
Der Beitrag des Arbeitgebers muss mindestens gleich hoch sein, wie die 
gesamten Beiträge aller seiner Arbeitnehmer (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 und 2 
BVG). Der Arbeitgeber schuldet der Vorsorgeeinrichtung die gesamten 
Beiträge (Art. 66 Abs. 2 Satz 1 BVG). 

Gemäss Art. 66 Abs. 2 Satz 2 BVG kann die Vorsorgeeinrichtung für nicht 
rechtzeitig bezahlte Beiträge Verzugszinsen verlangen. Die Höhe der Ver-
zugszinsen richtet sich in erster Linie nach der im Vorsorgevertrag getrof-
fenen Parteivereinbarung und wo eine solche fehlt, nach den gesetzlichen 
Verzugsbestimmungen von Art. 102 ff. des Schweizerischen Obligationen-
rechts vom 30. März 1911 (OR; SR 220; SVR 1994 BVG Nr. 2 S. 5 E. 3b 
aa; SZS 1990 S. 161 E. 4b). Gemäss Art. 102 OR gerät der Schuldner 
beim Fehlen einer Verfalltagsabrede durch Mahnung in Verzug. Ist der 
Schuldner mit der Zahlung einer Geldschuld in Verzug, so hat er Verzugs-
zinsen von 5 % zu bezahlen (BGE 127 V 377 E. 5e bb S. 390), sofern nicht 
ein höherer Verzugszins vereinbart worden ist (Art. 104 Abs. 1 und 2 OR; 
Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bun-
desgericht] vom 11. Dezember 2002, B 21/02, E. 6.1.1).

2.2 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone zur Beurteilung von 
Streitigkeiten aus dem Bereich des BVG ein einfaches, rasches und in der 
Regel kostenloses Verfahren vor; der Richter stellt den Sachverhalt von 
Amtes wegen fest. Es gilt somit der Untersuchungsgrundsatz, der besagt, 
dass das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (BGE 138 V 86 
E. 5.2.3 S. 97, 125 V 193 E. 2 S. 195).

Der Untersuchungsgrundsatz wird beschränkt durch die Mitwirkungspflich-
ten der Parteien. Zu diesen gehört im Klageverfahren der beruflichen Vor-

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sorge die Substanziierungspflicht, welche beinhaltet, dass die wesentlichen 
Tatsachenbehauptungen und -bestreitungen in den Rechtsschriften enthal-
ten sein müssen (BGE 138 V 86 E. 5.2.3 S. 97). Dementsprechend ist es 
einerseits Sache der klagenden Vorsorgeeinrichtung, die Beitragsforderung 
so weit zu substanziieren, dass sie überprüft werden kann. Der eingeklagte 
Forderungsbetrag ist zeitlich und masslich zu spezifizieren, also gestützt 
auf eine Forderungsübersicht zu behaupten, wie er sich zusammensetzt. In 
diesem Zusammenhang verbietet es sich, dass das Berufsvorsorgegericht 
selber in den Akten nach denjenigen Positionen, die für die Beitragshöhe 
von Belang sind, forschen und eruieren muss, wie der Forderungsbetrag 
ermittelt wird (BGE 141 V 71 E. 5.2.2 S. 79). Anderseits obliegt es der be-
klagten Arbeitgeberin, substanziiert darzulegen, weshalb und gegebenen-
falls in welchen Punkten die eingeklagte Beitragsforderung unbegründet 
bzw. unzutreffend ist. Soweit die eingeklagte Forderung hinreichend sub-
stanziiert ist, bleiben unsubstanziierte Bestreitungen unberücksichtigt; 
demgegenüber darf das Gericht eine Klage, soweit sie nicht hinreichend 
substanziiert und nachvollziehbar ist, trotz ungenügend sustanziierter oder 
gänzlich fehlender Bestreitung nicht gutheissen (SZS 2001 S. 562 E. 1a 
bb).

3.

3.1 Gemäss Anschlussvertrag (act. I 2/6-9) verpflichtete sich die Be-
klagte, die gesamten von der Klägerin in Rechnung gestellten Beiträge zu 
bezahlen (Ziff. 5.1). Weiter wurde vereinbart, dass Gehalts-, Leistungs- und 
Beitragsanpassungen in der Regel nur per Stichtag am 1. Januar eines 
Jahres erfolgen (vgl. Ziff. 5.2). Nach Ziff. 5.4 Abs. 3 wird ein am Ende eines 
Kalenderjahres bestehender Saldo zu Gunsten der Klägerin inkl. allfällig 
aufgelaufener Zinsbelastungen als Kapitalforderung auf das nächste Ka-
lenderjahr vorgetragen. Ein Saldo zu Gunsten der Beklagten inkl. allfällig 
aufgelaufener Zinsguthaben wird als Akontozahlung an die Beiträge des 
Folgejahres gutgeschrieben.

3.2 Laut Leistungs- und Finanzierungsplan (act. I 2/2-4) des Anschluss-
vertrages wurde für den 1962 geborenen einzigen Angestellten der Beklag-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 6

ten der Vorsorgeplan GB03 (act. I 4/5) vereinbart. Die Altersgutschriften 
entsprechen gemäss Produkteübersicht (act. I 2/5) den Mindestvorschriften 
im Sinne von Art. 16 BVG, womit im Jahr 2017 die jährliche Altersgutschrift 
(BVG-Obligatorium) für das versicherte Jahresgehalt Fr. 8‘518.50 beträgt 
(Fr. 47‘325.-- [act. I 4/5] x 18 %). Hinzu kommt die jährliche Risikoprämie 
von Fr. 3‘172.40 (inkl. Kostenanteil von Fr. 900.--), der Beitrag für die Kos-
ten des Sicherheitsfonds von Fr. 50.20 sowie die Finanzierung des Teue-
rungsausgleichs im Betrag von Fr. 14.20 (act. I 4/3 f.). Die Beiträge für die 
Risikoleistungen, jene für deren Anpassung an die Preisentwicklung und 
die Kostenbeiträge sind jeweils zu Jahresbeginn fällig, während die Fällig-
keit der Altersgutschriften und Beiträge an den Sicherheitsfonds per Jah-
resende eintritt (Ziff. 5.3 des Anschlussvertrages [act. I 2/6-9]). Dement-
sprechend wurde eine Summe von Fr. 3‘186.60 (Fr. 3‘172.40 [Risikobei-
trag] + Fr. 14.20 [Teuerungsausgleich]) im Prämien-Kontokorrent per 1. Ja-
nuar 2017 valutiert. Am 29. März 2017 stellte die Klägerin der Beklagten für 
ein Betreibungsbegehren eine Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- in 
Rechnung (act. I 7.2) und belastete der Klägerin am 15. Mai 2017 unter 
dem Titel «Betreib.Konk.Prozess» einen Betrag von Fr. 103.30 (act. I 6/2). 
Zusammen mit dem Ausstand aus dem Vorjahr von Fr. 10‘832.65 (act. I 
6/2) sowie einem mit Faktura Nr. 655982 (nicht in den amtlichen Akten) am 
1. Juni 2017 valutierten Betrag von Fr. 1‘711.40, ergibt sich die hier geltend 
gemachte Kapitalforderung der Klägerin im Umfang von Fr. 16‘333.95 
(Fr. 3‘186.60 + Fr. 500.-- + Fr. 103.30 + Fr. 10‘832.65 + 1‘711.40.--).

3.3 Anhand der teilweise unvollständigen Aktenlage lassen sich der bis 
31. Dezember 2016 aufgelaufene Ausstand von Fr. 10‘832.65 sowie der 
am 1. Juni 2017 in Rechnung gestellte Betrag von Fr. 1‘711.40 nicht restlos 
nachvollziehen. Rechtsprechungsgemäss kann von der Vorsorgeeinrich-
tung aber kein lückenloser Nachweis der einzelnen Buchungen, die zur 
eingeklagten Beitragsschuld führen, verlangt werden, wenn das ange-
schlossene Unternehmen – wie im vorliegenden Fall – gegen die Saldie-
rung des Kontokorrents keine Einwände erhebt. Der von der Beklagten 
(implizit) anerkannte Saldo reicht aus, um das Bestehen der Forderung 
nachzuweisen (vgl. BVR 1997 S. 471). Des Weiteren findet die am 
29. März 2017 fakturierte Umtriebsentschädigung von Fr. 500.-- (act. I 7.2) 
ihre Grundlage im Kostenreglement der Klägerin (Ziff. 2.2 des Anschluss-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 7

vertrages [act. I 2/6-9] i.V.m. Ziff. 2 des Kostenreglements [act. I 2/10]). 
Schliesslich betrifft der Betrag von Fr. 103.30 offensichtlich Kosten eines 
Zahlungsbefehls aus einem früheren Inkassoverfahren vom 29. März 2017, 
welches durch die Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes ... ersetzt wurde 
(act. I 8 Zeile Ziff. 1). Wohl ist der Gläubiger berechtigt, solche Betrei-
bungskosten von den Zahlungen des Schuldners vorab zu erheben, was 
zur Folge hat, dass diese Kosten mit der Erhebung des Rechtsvorschlags 
nicht bestritten werden können (vgl. BALTHASAR BESSENICH, in STAEHE-
LIN/BAUER/STAEHELIN [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuld-
betreibung und Konkurs, SchKG I, 2. Aufl., 2010, Art. 68 N. 19 und 22) und 
deshalb insoweit auch kein Rechtsvorschlag beseitigt und keine Rechtsöff-
nung erteilt werden kann (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 
8. Juni 2011, 9C_45/2011, E. 3.2; Entscheid des EVG vom 11. Dezember 
2002, B 21/02, E. 7). Vorliegend betreffen diese Kosten jedoch ein früheres 
Inkassoverfahren (mit unklarem Schicksal), weshalb sich die Klägerin in der 
aktuell hängigen Betreibung diesbezüglich folglich nicht aus den Zahlungen 
der Beklagten vorab befriedigen kann. Weil überdies die Beklagte den Sal-
do des Kontokorrents anerkannt hat, ist der Bestand der entsprechenden 
Forderung auch in Bezug auf diese Position ausgewiesen. Anders verhält 
es sich freilich mit den identischen Kosten für die Ausstellung des aktuellen 
Zahlungsbefehls vom 13. Juni 2017 (act. I 8), für welche es von vornherein 
an der sachlichen Zuständigkeit des angerufene Gericht fehlte, soweit sie 
von der Klägerin geltend gemacht würden (vgl. Urteile des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern vom 11. Juni 2013, BV/2012/1150, E. 1.1 und vom 
11. Mai 2005, BV 65355, E. 1.1).

3.4 Nach dem vorstehend Dargelegten ist die Forderung im Umfang 
von Fr. 16‘333.95 ausgewiesen. Auch der bis 1. Juni 2017 aufgelaufene 
Zins von Fr. 285.30 sowie der seitherige Verzugszins von 5 % auf der Kapi-
talforderung sind nicht zu beanstanden (vgl. E. 2.1 hiervor; Ziff. 5.4 Abs. 1 f. 
des Anschlussvertrages [act. I 2/6-9]). Die Beklagte erhob am 28. Juni 
2017 ohne Begründung Rechtsvorschlag (act. I 8) und liess sich im vorlie-
genden ursprünglichen Verwaltungsrechtspflegeverfahren nicht verneh-
men, womit sie die Forderungsverität auch nicht substanziiert bestreitet. 
Der Rechtsvorschlag ist somit aufzuheben und im entsprechenden Umfang 

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die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Die Klage vom 29. August 2017 ist 
in diesem Sinne gutzuheissen.

4.

4.1 Gemäss Art. 73 Abs. 2 BVG soll das Verfahren vor dem kantonalen 
Gericht in der Regel kostenlos sein. Allerdings gilt auch ohne ausdrückliche 
gesetzliche Grundlage als allgemeiner Grundsatz des Bundessozialversi-
cherungsrechts, dass diese Kostenfreiheit im Falle mutwilliger oder leicht-
sinniger Prozessführung eingeschränkt werden kann. Im Zusammenhang 
mit Prämienstreitigkeiten im Bereich der beruflichen Vorsorge ist aufgrund 
der besonderen Natur des Verfahrens bei der Beurteilung der Mutwilligkeit 
nicht nur auf das Verhalten der zahlungspflichtigen Person im gerichtlichen 
Verfahren abzustellen, sondern es ist auch ihr Verhalten im vorprozessua-
len Stadium mit zu berücksichtigen (BGE 124 V 285 E. 3a S. 287 und E. 4b 
S. 289).

Wer als Arbeitgeber oder Versicherter Rechnungen und Mahnungen nicht 
beachtet, sich deswegen von der Vorsorgeeinrichtung betreiben lässt, die-
se – bei materiell offensichtlich unbegründetem Standpunkt – mittels 
Rechtsvorschlag zwingt, den Rechtsweg zu beschreiten, in eben diesem 
selber veranlassten Prozess nichts von sich hören lässt und somit nicht das 
Geringste zur Klärung des Sachverhalts beiträgt, handelt mutwillig. Eine 
solche Prozessverursachung verbunden mit der durch Untätigkeit gepräg-
ten Haltung im Gerichtsverfahren, welche insgesamt auf eine Verzöge-
rungstaktik des Zahlungspflichtigen hinausläuft, darf – ohne dass darin eine 
Bundesrechtswidrigkeit zu erblicken wäre – durch Auferlegung von Ge-
richtskosten sanktioniert werden (BGE 124 V 285 E. 4b S. 289).

Im vorliegenden Fall steht fest, dass die Klägerin das Gericht nur deshalb 
anrufen musste, weil es die Beklagte unterlassen hat, die fälligen BVG-
Beiträge zu bezahlen und gegen den entsprechenden Zahlungsbefehl ohne 
Grundangabe Rechtsvorschlag erhoben hat. Dieses Recht steht der Be-
klagten zwar von Gesetzes wegen zu, so dass ihr nicht allein dessen Aus-
übung vorgeworfen werden kann. Demgegenüber hat ihr aber zum Nachteil 
zu gereichen, dass sie gegenüber der Klägerin weder vor der Klageeinrei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 9

chung noch im vorliegenden Verwaltungsgerichtsverfahren irgendwelche 
Einwendungen gegen die Rechtmässigkeit der Forderung oder von Teilbe-
trägen derselben erhoben hat. In ständiger Praxis wertet das Gericht ein 
solches Verhalten als krasse und mutwillige Verletzung der Mitwirkungs-
pflichten, die sich durch keinerlei schützenswerte Interessen rechtfertigen 
lässt und nicht mehr unter die Garantie des kostenfreien Verfahrens fällt 
(Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Juli 1992, 
BV 34333, und vom 15. Februar 2001, BV 58564; vgl. auch BGE 124 V 285 
E. 4b S. 289). Der Beklagten ist somit mutwilliges Prozessieren vorzuwer-
fen, was die Auferlegung der Verfahrenskosten, festgesetzt auf Fr. 500.--, 
rechtfertigt.

4.2 Das BVG regelt nicht, ob und unter welchen Voraussetzungen ein 
Anspruch auf Parteientschädigung besteht. Das EVG hat festgestellt, dass 
der Grundsatz, wonach obsiegende Sozialversicherungsträger keinen An-
spruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der versicherten Person 
haben, auch im erstinstanzlichen Verfahren der beruflichen Vorsorge gilt 
(BGE 126 V 143 E. 4b S. 150). Im kantonalen Verfahren obsiegende Sozia-
lversicherer, die anwaltlich oder sonst wie qualifiziert vertreten sind, haben 
jedoch Anspruch auf Parteientschädigung, wenn die Prozessführung der 
Gegenpartei als mutwillig oder leichtsinnig zu bezeichnen ist. Fehlt eine 
solche Vertretung, müssen zusätzlich zu Mutwilligkeit oder Leichtsinn die 
Voraussetzungen für die Parteientschädigungsberechtigung einer unvertre-
tenen Partei erfüllt sein (BGE 128 V 323). 

Da die Klägerin keinen aussenstehenden Anwalt mit der Wahrung ihrer 
Interessen beauftragt hat und auch nicht von einem aufwändigen Verfahren 
gesprochen werden kann, ist der Anspruch auf eine Parteientschädigung 
zu verneinen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Okt. 2017, BV/17/739, Seite 10

Demnach entscheidet der Einzelrichter:

1. Die Klage wird gutgeheissen und die Beklagte verurteilt, der Klägerin 
einen Betrag von Fr. 16‘333.95, nebst bis 1. Juni 2017 aufgelaufenem 
Zins von Fr. 285.30 bzw. Zins zu 5 % ab 2. Juni 2017, zu bezahlen.

2. Der in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes ... erhobene 
Rechtsvorschlag wird aufgehoben und der Klägerin die definitive 
Rechtsöffnung erteilt.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 500.-- werden der Beklagten zur Bezah-
lung auferlegt.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Zu eröffnen (R):
- A.________ 
- B.________ AG
- Bundesamt für Sozialversicherungen

zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, 

Postfach, 3000 Bern 14

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.