# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a3f98ab-38ca-5836-b1ac-32927e742049
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 28.09.2017 B 2016/41
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2016-41_2017-09-28.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2016/41

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 28.09.2017

Entscheiddatum: 28.09.2017

Entscheid Verwaltungsgericht, 28.09.2017
Steuerrecht, Kinderabzug, Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG.Bestätigung der in 
der Praxis zur Anwendung gebrachten Berechnungsmethode (E. 2), 
(Verwaltungsgericht, B 2016/41).

Besetzung

Abteilungspräsident Eugster; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter 

Engeler; Gerichtsschreiber Bischofberger

 

Verfahrensbeteiligte

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdeführer,

gegen

 

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St. 

Gallen,

Vorinstanz,

und

 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.Y. und B.Y.,

Beschwerdegegner,

 

Gegenstand

Kantons- und Gemeindesteuern (Einkommen und Vermögen 2013)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. A.Y. und B.Y. sind verheiratet und wohnen mit ihren drei Söhnen in X. K.Y. und L.Y., 

beide geboren 1994, schlossen am 30. Juni 2013 ihre Lehre inklusive Berufsmatur ab 

und absolvierten vom 1. Juli 2013 bis 22. November 2013 die Rekrutenschule. Vom 1. 

resp. 2. Dezember 2013 bis 29. bzw. 31. August 2014 arbeiteten sie für die E. AG, W., 

resp. für die S. AG, W. Am 15. September 2014 begannen sie ein Bachelorstudium in 

Elektrotechnik resp. Energie und Umwelttechnik an der Hochschule Rapperswil (act. 

5/9/1.1, 1.3, 1.7-1.10, act. 5/2/6).

B. Mit Entscheid vom 4. August 2015 hiess das kantonale Steueramt eine Einsprache 

der Eheleute A.Y. und B.Y. gegen die Veranlagung der Kantons- und 

Gemeindesteuern 2013 vom 10. Dezember 2014 teilweise gut. A.Y. und B.Y. wurden 

mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 94‘100 und einem steuerbaren Vermögen 

von CHF 29‘000 veranlagt (act. 5/9/1.7-1.10). Dagegen rekurrierten sie am 

22. August 2015 an die Verwaltungsrekurskommission (act. 5/1). Mit Entscheid vom 

15. Dezember 2015 (expediert mit Kurzbegründung am 16. Dezember 2015 und mit 

ausführlicher Begründung am 18. Januar 2016) hiess die 

Verwaltungsrekurskommission den Rekurs gut und hob den Einspracheentscheid vom 

4. August 2015 auf. A.Y. und B.Y. veranlagte sie für die Kantons- und 

Gemeindesteuern 2013 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 72‘500 und einem 

steuerbaren Vermögen von CHF 29‘000 (act. 2, act. 5/11 f.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

C. Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 15. 

Dezember 2015 erhob das kantonale Steueramt (Beschwerdeführer) am 16. Februar 

2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der 

angefochtene Entscheid aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 4. August 2015 

zu bestätigen (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 2. März 2016 schloss die Vorinstanz 

auf Abweisung der Beschwerde (act. 4). Mit Stellungnahme vom 11. März 2016 

beantragten A.Y. und B.Y. (Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde (act. 

7). Am 11. April 2016 liess sich der Beschwerdeführer abschliessend vernehmen (act. 

11).

Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten und die Akten wird, soweit 

wesentlichen, in den Erwägungen eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. (…).

2. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob die Vorinstanz den 

Beschwerdegegnern im Steuerjahr 2013 zu Recht die Kinder- und 

Versicherungsprämienabzüge für deren Zwillingssöhne gewährte.

2.1. Kantone und Gemeinden (SR 642.14, StHG) regelt die allgemeinen Abzüge der von 

den Kantonen zu erhebenden Einkommenssteuern für natürliche Personen (vgl. Art. 2 

Abs. 1 lit. a StHG). Vorbehalten sind Kinderabzüge und andere Sozialabzüge des 

kantonalen Rechts (Art. 9 Abs. 4 StHG). Laut Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG kann der 

Steuerpflichtige für jedes unter seiner elterlichen Sorge oder Obhut stehende oder 

volljährige Kind, das in der schulischen oder beruflichen Ausbildung steht, einen 

Kinderabzug von CHF 10‘200 geltend machen, sofern er für dessen Unterhalt zur 

Hauptsache aufkommt und soweit er keinen Abzug nach Art. 45 Abs. 1 lit. c StG 

beansprucht. Hinzu kommt ein Versicherungsprämienabzug von CHF 600 für jedes 

Kind, für das der erwähnte Kinderabzug geltend gemacht werden kann (Art. 45 Abs. 1 

lit. g Satz 3 StG). Nicht umstritten ist im vorliegenden Fall, dass sich die Zwillingssöhne 

der Beschwerdegegner per Stichtag 31. Dezember 2013 in beruflicher Ausbildung 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

befanden und die Beschwerdegegner keinen Abzug nach Art. 45 Abs. 1 lit. c StG 

beansprucht haben. Für den Kinderabzug wird weiter vorausgesetzt, dass der 

Steuerpflichtige „zur Hauptsache“ für den Unterhalt aufkommt. Dies muss indes nicht 

notwendigerweise mehr als 50 % sein (vgl. VerwGE B 2010/182; B 2010/203 vom 16. 

Dezember 2010 E. 2.1 mit Hinweis auf VerwGE B 2007/14 vom 9. Mai 2007 E. 2.4, in: 

SGE 2010 Nr. 23). Die Pflichtigen haben nachzuweisen, inwieweit sie den Unterhalt der 

Kinder „zur Hauptsache“ getragen haben (vgl. BGer 2C_839/2016; 2C_840/2016 vom 

12. April 2017 E. 5.3 mit Hinweisen auf BGE 140 II 248 E. 3.5 und BGer 2C_966/2015 

vom 18. Juli 2016 in BGE 142 II 399 nicht publizierte E. 2.3, sowie GVP 2001 Nr. 31 

und SGE 2015 Nr. 11). Soweit, wie hier, die tatsächlichen Auslagen nicht bekannt oder 

belegt sind, ist es zur Bestimmung des Unterhaltbedarfs zulässig, auf Schätzungen und 

Pauschalen zurückzugreifen und von diesen abzuweichen, soweit besondere 

Verhältnisse vorliegen (vgl. VerwGE B 2007/14 vom 9. Mai 2007 E. 2.1 f., in: SGE 2007 

Nr. 9, siehe auch SGE 2001 Nr. 23). Bei erheblichen Einkünften des Kindes kann es am 

Merkmal der überwiegenden Unterhaltsleistung der Eltern fehlen (vgl. VerwGE B 

2007/142 vom 12. Februar 2008 E. 2.4.3, in: SGE 2008 Nr. 1, und Zigerlig/oertli/

Hofmann, Das st. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, II./Rz. 668). Ein allfälliger Beitrag 

des Kindes ist von Fall zu Fall nach den konkreten Umständen zu ermitteln und zu den 

gesamten, notwendigen Lebenshaltungskosten ins Verhältnis zu setzen. Bis zu 

Erwerbseinkünften von CHF 15‘000 pro Jahr darf davon ausgegangen werden, dass 

das Kind daraus nicht zur Hauptsache selbst seinen Unterhalt bestreiten kann. Einem 

Kind, das eigene Einkünfte erzielt (z.B. Erwerbseinkommen, Vermögenserträge), steht 

zudem in jedem Fall ein Betrag von CHF 6‘000 pro Jahr zur freien Verfügung zu. Nur 

der überschiessende Teil wird als Unterhaltsbeitrag des Kindes angerechnet (vgl. StB 

48 Nr. 1 Ziff. 2.2.2, S. 5).

2.2. Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt (Art. 

61 Abs. 1 und 2 VRP). Der Rechtsfolgesatz von Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG 

übereignet der Veranlagungsbehörde kein Rechtsfolgeermessen (Entschliessungs- 

oder Auswahlermessen, vgl. zur Ermessenskontrolle Zigerlig/oertli/Hofmann, a.a.O., 

VII./Rz.100 und 102). Beim Passus „zur Hauptsache“ handelt es sich um einen 

unbestimmten Rechtsbegriff (vgl. zur Abgrenzung zwischen Rechtsfolge- und 

Tatbestandsermessen resp. unbestimmten Rechtsbegriffen M. Donatsch, in: A. Griffel 

[Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3. Aufl. 2014, § 50 N 15 ff., Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

7. Aufl. 2016, Rz. 390 ff., Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 

4. Aufl. 2014, § 26 Rz. 19 ff., S. Hrubesch-Millauer, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner 

Kommentar, Band I/1, Einleitung und Personenrecht, Einleitung, Art. 1-9 ZGB, Bern 

2012, Art. 4 N 21 f., sowie Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. 

Gallen – dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 

724 ff., kritisch: B. Schindler, Verwaltungsermessen, St. Gallen 2010, Rz. 242 ff.). Die 

Handhabung von unbestimmten Rechtsbegriffen durch die rechtsanwendende 

Behörde unterliegt als Rechtsfrage der freien Überprüfung durch das 

Verwaltungsgericht (vgl. VerwGE K 2014/2 vom 25. Februar 2016 E. 2.2.2, 

www.gerichte.sg.ch). Bei der Würdigung örtlicher oder persönlicher Verhältnisse sowie 

in technischen Belangen oder in anderen Bereichen, in denen der Richter aufgrund 

seines (beschränkten) Sachwissens keine triftigen Gründe für eine abweichende 

Entscheidung nennen kann, hat es einen Beurteilungsspielraum der Verwaltung oder 

der Vorinstanz zu achten (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 727 f.).

2.3. Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass die 

Erwerbseinkünfte der beiden Söhne sich nach Abzug des Betrags zur freien Verfügung 

von je CHF 6000 auf weniger als CHF 15‘000 beliefen, weshalb davon ausgegangen 

werden könne, dass diese damit ihren Unterhalt nicht zur Hauptsache selbst bestreiten 

könnten. Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, K.Y. habe im Jahr 2013 

Einkünfte von insgesamt CHF 19‘649 und L.Y. solche von CHF 16‘497 erzielt. Die 

natürliche Vermutung, wonach bei Erwerbseinkünften von bis zu CHF 15‘000 pro Jahr 

davon ausgegangen werde, dass das Kind daraus nicht zur Hauptsache selbst seinen 

Unterhalt bestreiten könne, greife hier nicht. Da einem Kind, das eigene Einkünfte 

erziele, in jedem Fall ein Betrag von CHF 6‘000 zur freien Verfügung zustehe, habe K.Y. 

aus eigenem Einkommen CHF 13‘649 und L.Y. CHF 10‘497 an ihren jeweiligen 

Lebensunterhalt beisteuern können. Gemäss der Tabelle „Empfehlung zur Bemessung 

von Unterhaltsbeiträgen für Kinder der Bildungsdirektion des Kantons Zürich“ belaufe 

sich der jährliche Unterhaltsbedarf von K.Y. und L.Y. auf je CHF 17‘640. Damit könne 

nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdegegner zur Hauptsache für 

den Unterhalt ihrer Zwillingssöhne aufgekommen seien (act. 1, S. 3 ff., Ziff. IV/3 f.).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.4. Wie der Beschwerdeführer zutreffend ausgeführt hat, sind die Gerichte an die 

St. Galler Steuerbuchweisungen nicht gebunden. Dabei handelt es sich um eine 

Verwaltungsverordnung, welche sich an die mit dem Vollzug einer bestimmten 

öffentlichen Aufgabe betrauten Organe, somit an die Verwaltungsbehörden mit deren 

Verwaltungspersonal richten. Sie sind zwar (nur) behördenverbindlich, aber auch dies 

nur insoweit, als ihr Inhalt nicht in Widerspruch zur Rechtsordnung steht (vgl. hierzu 

BGE 142 II 182 E. 2.3.2 mit Hinweisen, siehe auch GVP 2001 Nr. 31 E. 2d). Insofern ist 

nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gemäss Auffassung des Beschwerdeführers 

bei ihrer Berechnung der massgebenden Erwerbseinkünfte pro Jahr von den Vorgaben 

im St. Galler Steuerbuch abgewichen ist, selbst wenn sich eine solche Abweichung, 

wie die Vorinstanz zu Recht einwendet (act. 4), aus dem Wortlaut der 

Steuerbuchweisungen nicht eindeutig ergibt. Die Vorinstanz begründet die Abweichung 

damit, dass es sich nicht zu Lasten der Steuerpflichtigen auswirken soll, wenn deren 

Kinder bestrebt sind, Timeoutphasen zwischen einzelnen Ausbildungsschritten oder 

Militärdienst mit Erwerbsarbeit zu überbrücken (act. 4). Indessen ist dieses Interesse in 

der Praxishilfe des Beschwerdeführers bereits berücksichtigt. Die im Steuerbuch 

enthaltene Schwelle von CHF 15‘000 Erwerbseinkünften pro Jahr (vgl. StB 48 Nr. 1 Ziff. 

2.2.2, S. 5) ist im Verhältnis zum durchschnittlichen jährlichen Unterhaltsbedarf, 

welcher gemäss der Zürcher Kinderkosten-Tabelle (ajb.zh.ch) selbst bei 18-jährigen 

Kindern in der Regel kaum mehr als CHF 25‘000 betragen dürfte, mit Blick auf den 

Wortlaut von Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG – „zur Hauptsache“ – bereits grosszügig 

angesetzt. Demnach bestehen keine triftigen Gründe für eine von der bisherigen Praxis 

abweichende Entscheidung, zumal die natürliche Vermutung, wonach ein Kind seinen 

Lebensunterhalt nicht zur Hauptsache selbst bestreiten kann, gemäss der 

Berechnungsmethode der Vorinstanz neu bis zu einem Einkommen von CHF 20‘999 

greifen würde (vgl. die zutreffenden Ausführungen des Beschwerdeführers in der Replik 

vom 11. April 2016, act. 11 Ziff. 2). Damit würde sich der Widerspruch zum Wortlaut 

von Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG – „zur Hauptsache“ – im Vergleich zur bisherigen 

Schwelle von CHF 15‘000 weiter verstärken. Die vom Beschwerdeführer in der Praxis 

zur Anwendung gebrachte Berechnungsmethode ist zu bestätigen. Unbestritten sind 

die Feststellungen der Vorinstanz in Erwägung 2c des angefochtenen Entscheids 

(act. 2, S. 6), wonach die Zwillingssöhne der Beschwerdegegner im Jahr 2013 

Erwerbseinkünfte von CHF 19‘649 resp. CHF 16‘497 erzielt haben. Nach dem 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Gesagten greift die natürliche Vermutung, wonach bei Erwerbseinkünften von bis zu 

CHF 15‘000 pro Jahr davon ausgegangen werde, dass das Kind daraus nicht zur 

Hauptsache selbst seinen Unterhalt bestreiten könne, in Anlehnung an die bisherige 

Praxis des Beschwerdeführers damit im vorliegenden Fall nicht. Da einem Kind, das 

eigene Einkünfte erzielt, in jedem Fall ein Betrag von CHF 6‘000 zur freien Verfügung 

zusteht, haben K.Y. aus eigenem Einkommen CHF 13‘649 und L.Y. CHF 10‘497 an 

ihren jeweiligen Lebensunterhalt beisteuern können. Im Verhältnis zum jährlichen 

Unterhaltsbedarf, welcher vorliegend gemäss der Zürcher Kinderkosten-Tabelle per 1. 

Januar 2013 unbestrittenermassen je CHF 17‘640 pro Kind beträgt (vgl. act. 1, S. 3 

Ziff. IV/2c), kann damit nicht mehr gesagt werden, die Beschwerdegegner würden „zur 

Hauptsache“ für den Unterhalt ihrer Zwillingssöhne aufkommen. Demzufolge ist die 

Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid aufzuheben. Damit gilt 

(wieder) die Steuerveranlagung gemäss Einspracheentscheid vom 4. August 2015.

3. Dem Verfahrensausgang entsprechend haben die Beschwerdegegner die amtlichen 

Kosten des Beschwerdeverfahrens vor Verwaltungsgericht sowie des Beschwerde- 

und Rekursverfahrens vor der Vorinstanz zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Die 

Vorinstanz hat für das Rekursverfahren – das Beschwerdeverfahren wurde zufolge 

Rückzugs kostenlos abgeschrieben – eine Gebühr von CHF 600 festgesetzt. Sie ist mit 

dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen. Für das 

Beschwerdeverfahren vor dem Verwaltungsgericht ist eine Gebühr von CHF 1‘000 

angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). 

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98  VRP in Verbindung mit 

Art. 105 Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 

272, ZPO, vgl. hierzu VerwG B 2013/178 vom 12. Februar 2014 E. 8, 

www.gerichte.sg.ch).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid aufgehoben.

ter

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/8

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von CHF 600 bezahlen die 

Beschwerdegegner unter Verrechnung mit dem von ihnen geleisteten Kostenvorschuss 

in gleicher Höhe.

3. Die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 1‘000 bezahlen die 

Beschwerdegegner.

 

Der Abteilungspräsident                Der Gerichtsschreiber

Eugster                                          Bischofberger

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 28.09.2017
	Steuerrecht, Kinderabzug, Art. 48 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 StG.Bestätigung der in der Praxis zur Anwendung gebrachten Berechnungsmethode (E. 2), (Verwaltungsgericht, B 2016/41).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T06:57:16+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen