# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57bb00b6-c165-59fb-a7ac-3469f81b257c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.11.2010 C-5967/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5967-2009_2010-11-30.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5967/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 0 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Franziska Schneider, 
Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Serbien,
vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma, 
Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-5967/2009

Sachverhalt:

A.
Der am (...) 1950 geborene, verheiratete, serbische Staatsangehörige 
X._______ lebt seit  1985 in seiner Heimat (act. 4 und 54). Er hat in 
den Jahren 1973 bis 1985 in der Schweiz als Konstruktionsschlosser 
(Vorarbeiter)  gearbeitet  und  dabei  Beiträge  an  die  schweizerische 
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) entrichtet 
(act. 1 und 5). 

B.  

B.a Mit Gesuch vom 8. Dezember 1997 (act. 4) hat X._______ bei der 
IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA) einen Antrag 
auf Leistungen der schweizerischen Invalidenversicherung gestellt. Mit 
Verfügung vom 10. August 1999 (act. 22) hat die IVSTA X._______ mit 
Wirkung ab 1. November 1997 eine ganze Rente (bei einem IV-Grad 
von 80%) zugesprochen.

B.b Mit Verfügung vom 16. Mai 2001 (act. 43) hat die IVSTA die ganze 
Rente  von  X._______  mit  Wirkung  per  1. Juli  2001  auf  eine  halbe 
Rente herabgesetzt. Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft 
erwachsen.

Die IVSTA stützte  sich dabei  auf  das polydisziplinäre Gutachten der 
SAM Bellinzona vom 15. November 2000 (act. 54),  gemäss welchem 
X._______ in jeglichen Tätigkeiten zu 50% arbeitsfähig sei.

B.c Nach Durchführung einer weiteren Revision, welche aufgrund des 
Gesuchs des Beschwerdeführers vom 3. Mai  2005 (vgl. act. 74)  ein-
geleitet worden war, hat die IVSTA mit Verfügung vom 4.  Januar 2006 
(act. 79) respektive Einspracheentscheid vom 27. April  2007 (act. 82) 
den Anspruch auf eine halbe Rente bestätigt. 

Mit  Urteil  des Bundesverwaltungsgerichts C-3226/2007 vom 13. Sep-
tember  2007  (act. 99)  wurde  die  Beschwerde  gegen  den  Entscheid 
vom 27. April  2007 in dem Sinne gutgeheissen,  dass die Sache zur 
psychiatrischen Abklärung an die IVSTA zurückgewiesen worden ist.

B.d Mit  Verfügung  vom  18. August  2009  (act. 153)  hat  die  IVSTA 
X._______  mit  Wirkung  ab  1. Februar  2009  eine  ganze  Rente  (bei 

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einem IV-Grad von 70%) zugesprochen.

Der  Verfügung  lag  das  psychiatrische  Gutachten  von 
Dr. med. A._______  vom  12. Januar  2009  (act. 137)  zugrunde,  mit 
welchem  X._______  eine  Major  Depression  schweren  Grades 
attestiert  wurde.  Die  daraus  folgende  Arbeitsunfähigkeit  legte  der 
beurteilende Arzt  wie folgt fest: während rund eines Monats im Jahr 
2005 sowie im März und im September 2007 zu 100% arbeitsunfähig, 
ab Mai 2008 bis heute zu mindestens 70% bis 75% arbeitsunfähig für 
jegliche Tätigkeiten und in den dazwischenliegenden Perioden jeweils 
durchschnittlich in allen Tätigkeiten zu 50% arbeitsunfähig.

C.
Gegen  die  Verfügung  vom  18. August  2009  hat  X._______ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch lic. iur. Gojko Reljic, 
mit  Eingabe vom 18. September 2009 Beschwerde beim Bundesver-
waltungsgericht  erhoben.  Er  beantragte  die  Aufhebung  des  ange-
fochtenen Entscheids und die Zusprechung einer ganzen IV-Rente mit 
Wirkung ab 1. Mai 2004, eventualiter die erneute Abklärung des Sach-
verhalts. Zur Begründung führte er aus, den ärztlichen Unterlagen und 
insbesondere dem Gutachten von Dr. med. A._______ sei zu entneh-
men, dass er bereits seit März 2003 für sämtliche Tätigkeiten zu min-
destens 70% arbeitsunfähig sei,  weshalb ihm ab 1. Mai  2004 (zwölf 
Monate rückwirkend seit Einreichung des Revisionsgesuchs) eine gan-
ze IV-Rente zuzusprechen sei.

D.
Am  9. Oktober  2009  ist  der  mit  Zwischenverfügung  vom  23. Sep-
tember 2009 einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 400.-- 
beim Bundesverwaltungsgericht eingegangen.

E.
Mit Vernehmlassung vom 15. Februar 2010 beantragte die IVSTA die 
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die medi-
zinische Stellungnahme des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) vom 
11. August  2009,  wonach  die  Verschlechterung  des  Gesundheitszu-
standes des Beschwerdeführers erst per 19. November 2008 (Datum 
der Untersuchung) habe festgestellt werden können.

F.
Mit Replik vom 26. Februar 2010 sowie Ergänzung vom 23. März 2010 

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hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an seinen bisherigen Aus-
führungen fest.

G.
Mit Duplik vom 3. Juni 2010 hielt die IVSTA ebenfalls an ihrem Antrag 
fest.

H.
Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  sowie  die  eingereichten 
Akten ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nach-
folgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.  

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  in  Verbindung  mit  Art. 33  lit. d  VGG  und 
Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR 831.20)  beurteilt  das  Bundesverwal-
tungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im  Ausland  gegen  Verfü-
gungen der  IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland. Eine Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach dem  Bundesgesetz  vom 20. Dezember  1968  über  das Verwal-
tungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt (vgl. Art. 37 VGG). Gemäss Art. 3 lit. dbis VwVG bleiben in so-
zialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmungen 
des  Bundesgesetzes  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialversiche-
rungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. Ge-
mäss  Art. 2  ATSG sind  die  Bestimmungen dieses  Gesetzes auf  die 
bundesgesetzlich  geregelten  Sozialversicherungen anwendbar,  wenn 
und  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze  es  vorsehen. 
Nach Art. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invaliden-
versicherung  anwendbar  (Art. 1a bis  70  IVG),  soweit  das  IVG nicht 
ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht. Dabei finden nach 
den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln in formellrechtlicher 
Hinsicht  mangels  anderslautender  Übergangsbestimmungen  grund-

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sätzlich diejenigen Rechtssätze Anwendung, welche im Zeitpunkt der 
Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 130 V 1 E. 3.2).

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG beschwerdelegi-
timiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1 ATSG und Art. 52 Abs. 1 VwVG) eingereicht und der Kostenvor-
schuss innert Frist geleistet wurde, ist auf die Beschwerde einzutreten.

2.  

2.1 Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie-
ben zunächst  die  Bestimmungen des Abkommens vom 8. Juni  1962 
zwischen der  Schweizerischen Eidgenossenschaft  und der  Föderati-
ven Volksrepublik Jugoslawien über Sozialversicherung (nachfolgend: 
Abkommen  Jugoslawien,  SR 0.831.109.818.1)  für  alle  Staatsange-
hörigen  des  ehemaligen  Jugoslawiens  anwendbar  (BGE 126 V 198 
E. 2b, 122 V 381 E. 1 mit  Hinweis). Zwischenzeitlich hat die Schweiz 
mit  mehreren Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroa-
tien,  Mazedonien),  nicht  aber  mit  Serbien,  neue  Abkommen  über 
Soziale  Sicherheit  abgeschlossen.  Für  den  Beschwerdeführer  als 
Bürger  von  Serbien findet  demnach  weiterhin  das  schweizerisch-ju-
goslawische Sozialversicherungsabkommen vom 8. Juni 1962 Anwen-
dung. Nach Art. 2 dieses Abkommens stehen die Staatsangehörigen 
der Vertragsstaaten in ihren Rechten und Pflichten aus den in Art. 1 
genannten  Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische  Bun-
desgesetzgebung  über  die  Invalidenversicherung  gehört,  einander 
gleich, soweit nichts anderes bestimmt ist.

Da vorliegend keine abweichenden Bestimmungen zur Anwendung ge-
langen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prü-
fung  der  Anspruchsvoraussetzungen  auf  Leistungen  der  schweize-
rischen  Invalidenversicherung  nach  der  innerstaatlichen  Rechtsord-
nung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend bestimmt sich vorliegend 
der Anspruch des Beschwerdeführers ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG, der 
Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, 
SR 832.201),  dem ATSG sowie  der  Verordnung  vom 11. September 

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2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, 
SR 830.11).

2.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden  Sachverhalts  Geltung  haben  (BGE 130 V 329  E. 2.3).  Ein 
allfälliger Leistungsanspruch ist für die Zeit vor einem Rechtswechsel  
aufgrund  der  bisherigen  und  ab  diesem Zeitpunkt  nach  den  neuen 
Normen zu prüfen (pro rata temporis; BGE 130 V 445).

Für die Beurteilung des Leistungsanspruchs sind bis zum 31. Dezem-
ber 2007 das IVG und das ATSG in der Fassung vom 21. März 2003 
und  die  IVV  in  der  Fassung  vom  21. Mai  2003  (4. IV-Revision, 
AS 2003 3837 beziehungsweise AS 2003 3859, in Kraft vom 1. Januar 
2004 bis 31. Dezember 2007) anwendbar. Am 1. Januar 2008 sind die 
Änderungen des IVG und des ATSG vom 6. Oktober 2006 sowie der 
IVV  vom  28. September  2007  (5. IV-Revision,  AS 2007 5129  bezie-
hungsweise AS 2007 5155) in Kraft getreten. Soweit sich der Renten-
anspruch auf die Zeit nach dem 1. Januar 2008 bezieht, sind die Be-
stimmungen der erwähnten Erlasse in der seit diesem Datum gelten-
den Fassung anwendbar.

Sofern sich die einschlägigen Bestimmungen materiell nicht verändert 
haben, werden im Folgenden – falls nichts Gegenteiliges vermerkt  – 
die Bestimmungen lediglich in der ab 1. Januar 2008 gültig gewesenen 
Fassung zitiert.

2.3 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige  Feststellung  des  Sachverhalts  sowie  Unangemessen-
heit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.  

3.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Rentenbe-
zügers erheblich verändert hat.

3.1.1 Zu  einer  Änderung  des  Invaliditätsgrades  Anlass  geben  kann 
einerseits eine wesentliche Verbesserung oder Verschlechterung des 

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Gesundheitszustandes  mit  entsprechender  Beeinflussung  der  Er-
werbsfähigkeit  und  anderseits  eine  erhebliche  Veränderung  der  er-
werblichen Auswirkungen eines an sich  gleich  gebliebenen Gesund-
heitsschadens (BGE 125 V 369 E. 2, 113 V 275 E. 1a, 107 V 221 E. 2 
mit  Hinweisen; SVR 2004 IV Nr. 5 S. 13 E. 2). Ist  die Invalidität nach 
der  Einkommensvergleichsmethode  gemäss  Art. 28  Abs. 2  IVG  zu 
bemessen,  so  kann  jede  Änderung  eines  der  beiden  Vergleichsein-
kommen zu einer  für  den Anspruch erheblichen Erhöhung oder Ver-
ringerung des Invaliditätsgrades führen.

Vorliegend  wurde  die  Rente  wegen  einer  von  der  IVSTA angenom-
menen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse und nicht  zufolge 
Änderung der Rechtslage angepasst. 

3.1.2 Ob eine rentenrelevante Änderung eingetreten ist, beurteilt sich 
(unter Vorbehalt früher durchgeführter Revisionen) durch Vergleich des 
Sachverhaltes,  wie  er  im  Zeitpunkt  der  ursprünglichen  Rentenver-
fügung  bestanden  hat,  mit  demjenigen  zur  Zeit  der  streitigen  Revi-
sionsverfügung  (BGE 125 V 369  E. 2,  113 V 275  E. 1a).  Eine  in  der 
Zwischenzeit ergangene Revisionsverfügung gilt  dann als Vergleichs-
basis,  wenn  sie  die  ursprüngliche  Rentenverfügung  nicht  bestätigt, 
sondern die laufende Rente aufgrund eines neu festgesetzten IV-Gra-
des  geändert  hat  (BGE 109 V 262  E. 4a  mit  Hinweisen;  ZAK 1987 
S. 37 E. 1a). Der Revisionsverfügung kommt im Weiteren – auch wenn 
der bisherige IV-Grad bestätigt wird und die Höhe der Rente unverän-
dert bleibt – dann als Vergleichsbasis Bedeutung zu, wenn sie in Form 
einer in Rechtskraft getretenen Verfügung ergangen ist und eine mate-
rielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattgefunden 
hat.  Diese  im  Bereich  der  Neuanmeldung  geänderte  Praxis  des 
Bundesgerichts  gilt  neu auch im Bereich  von Rentenrevisionen (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.4). Dagegen ist  die unterschiedliche Beurteilung 
eines  im  Wesentlichen  unverändert  gebliebenen  Sachverhalts  kein 
Revisionsgrund; unterschiedliche Beurteilungen sind revisionsrechtlich 
nur  dann  beachtlich,  wenn  sie  Ausdruck  von  Änderungen  der 
tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit 
Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

Vorliegend ist  somit der Sachverhalt  im Zeitpunkt der ersten und bis 
heute  letzten  rechtskräftigen  Revisionsverfügung  vom 16. Mai  2001 
mit  dem  Sachverhalt  im  Zeitpunkt  der  Revisionsverfügung  vom 
18. August 2009 zu vergleichen. 

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3.2 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburtsge-
brechen,  Krankheit  oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit  ist  gemäss Art.  7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und nach zumutbarer  Behandlung und Einglie-
derung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbsmög-
lichkeiten  auf  dem in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Arbeits-
markt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der kör-
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len  haben.  Aufgabe  des  Arztes  im  schweizerischen  Invalidenver-
sicherungsverfahren ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und gegebenenfalls be-
züglich  welcher  Tätigkeiten  der  Versicherte  arbeitsunfähig  ist.  Die 
ärztlichen Auskünfte sind sodann eine wichtige Grundlage für die Be-
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten kon-
kret noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 
E. 2; AHI-Praxis 2002, S. 62, E. 4b/cc).

3.4 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismit-
tel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerde-
verfahren gilt der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach ha-
ben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise 
frei,  das  heisst  ohne  förmliche  Beweisregeln,  sowie  umfassend  und 
pflichtgemäss zu würdigen. 

Bezüglich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 
der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 
in  Kenntnis  der  Vorakten (Anamnese)  abgegeben worden ist,  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Zusammenhänge und  in  der  Beurtei-
lung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend  für  den  Be-

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weiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Beweismittels 
noch die  Bezeichnung der  eingereichten oder  in  Auftrag gegebenen 
Stellungnahme als  Bericht  oder  als  Gutachten  (vgl.  dazu  das  Urteil 
des  BGer  I 268/2005  vom  26. Januar  2006  E. 1.2,  mit  Hinweis  auf 
BGE 125 V 352 E. 3.a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, Richtlinien für die Beweiswürdi -
gung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-
achten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti-
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 
des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

3.5 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 2 IVG aufgrund eines Ein-
kommensvergleichs  zu  bestimmen.  Dazu  wird  das  Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli -
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes Va-
lideneinkommen). Der  Einkommensvergleich  hat  in  der  Regel  in  der 
Weise  zu  erfolgen,  dass  die  beiden  hypothetischen  Erwerbseinkom-
men ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber 
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi -
tätsgrad bestimmen lässt  (allgemeine Methode des Einkommensver-
gleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1).  Für  den  Einkom-
mensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) 

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Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Inva-
lideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfälli -
ge  rentenwirksame  Änderungen  der  Vergleichseinkommen  bis  zum 
Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berück-
sichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4).

Für die Ermittlung des Einkommens, welches der Versicherte ohne In-
validität erzielen könnte (Valideneinkommen), ist entscheidend, was er 
im fraglichen Zeitpunkt  nach dem im Sozialversicherungsrecht  allge-
mein gültigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit  (vgl. 
BGE 126 V 360 E. 5b, BGE 125 V 195 E. 2, je mit Hinweisen) als Ge-
sunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 
erzielten,  nötigenfalls  der  Teuerung und  der  realen Einkommensent-
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfah-
rung entspricht,  dass die bisherige Tätigkeit  ohne Gesundheitsscha-
den fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müs-
sen ebenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sein, da-
mit sie berücksichtigt werden können. Zusatzeinkommen wie zum Bei-
spiel  Überstundenentschädigungen  können  berücksichtigt  werden, 
wenn es sich um Entgelt mit Lohncharakter und nicht um Spesenent -
schädigungen handelt. Da aber die Invaliditätsschätzung der dauernd 
oder  für  längere  Zeit  bestehenden  Erwerbsunfähigkeit  entsprechen 
muss, bildet Voraussetzung für die Berücksichtigung eines derartigen 
Zusatzeinkommens, dass der Versicherte aller Voraussicht nach damit 
hätte  rechnen  können  (vgl.  Urteil  des  BGer  U 178/03  vom 18. März 
2004 E. 2.2 mit Hinweisen).

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der be-
ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person  konkret  steht.  Ist  –  wie  hier  –  kein  tatsächlich  erzieltes  Er-
werbseinkommen nach Eintritt  der Invalidität mehr gegeben, nament-
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder zumindest keine zumutbare Erwerbstätigkeit aufgenommen 
hat,  so  sind  nach  der  Rechtsprechung  die  gesamtschweizerischen 
Tabellenlöhne  gemäss  den  vom  BFS  periodisch  herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  heranzuziehen  (vgl.  BGE 129 V 472 
E. 4.2.1). Massgebend sind dabei die monatlichen Bruttolöhne (Zent-
ralwerte) im jeweiligen Wirtschaftssektor.

3.6 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens 40 Prozent invalid sind, bei einem Invaliditätsgrad von min-

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destens 50 Prozent besteht  ein Anspruch auf  eine halbe Rente,  bei  
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG [4. IV-Revision] 
respektive  Art. 28  Abs. 2  IVG  [5. IV-Revision]).  Gemäss  Art. 28 
Abs. 1ter IVG werden Renten,  die einem Invaliditätsgrad von weniger 
als 50 Prozent entsprechen, jedoch nur an Versicherte ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen, was für Serbien jedoch nicht der Fall 
ist (vgl. Art. 8 lit. e Abkommen Jugoslawien). 

4.
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die IVSTA zu Recht das Vorliegen eines 
Revisionsgrundes beim Beschwerdeführer bejaht und gestützt darauf 
seine halbe Rente per 1. Februar 2009 auf eine ganze Rente erhöht 
hat.

4.1 Im  Rahmen  der  (vorliegend  als  Vergleichsbasis  dienenden) 
Revisionsverfügung vom 16. Mai 2001 lag der IVSTA ein polydiszipli-
näres  Gutachten  der  SAM Bellinzona  vom 15. November  2000,  be-
stehend  aus  Teilgutachten  von  Dr. med. A._______,  Facharzt  für 
Psychiatrie  und Psychotherapie,  Dr. med. B._______,  Arzt  für  Ortho-
pädie,  Dr. med. C._______,  Arzt  für  Onkologie  und 
Dr. med. D._______, Arzt  für  Gastroenterologie, vor. Gemäss diesem 
Gutachten  wurde  Folgendes  festgestellt:  Aus  psychiatrischer  Sicht 
wurde  nichts  Auffälliges  bemerkt.  In  orthopädischer  Hinsicht  konnte 
Dr. med.  B._______  im  Wesentlichen  einen  Status  nach  einer 
Ellbogen-Osteosynthese mit einer Einschränkung in der Extension von 
10°  sowie  mässige Schulterbeschwerden feststellen,  was jedoch die 
Arbeitsfähigkeit  aus  orthopädischer  Sicht  nicht  beeinträchtige.  Der 
Onkologe  stellte  einen  Status  nach  operativ  entferntem 
Adenokarzinom im Bereich der Papilla vateri  sowie einem gutartigen 
Tumor  in  der  Blase  fest.  Es  bestünden  zwar  keine  Hinweise  für 
Rezidive, allerdings sei der Beschwerdeführer insofern eingeschränkt, 
als  er  vorzeitig  ermüde  und  gezwungen  sei,  häufig  und  in  kleinen 
Mengen zu essen. Unter Berücksichtigung dieser Umstände erachte er 
die  Arbeitsfähigkeit  als  zu  50%  eingeschränkt.  Aus 
gastroenterologischer  Sicht  auffällig  bezeichnete  Dr. med. D._______ 
eine Entzündung der Speiseröhre sowie eine Gastritis. Daher sei der 
Beschwerdeführer  für  leichte  Tätigkeiten  zu  30%  eingeschränkt.  In 
seiner früheren Tätigkeit als Schmied erreiche er eine Arbeitsfähigkeit 

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von knapp  50%. In  der  zusammenfassenden Beurteilung kamen die 
Gutachter  zum  Schluss,  der  Beschwerdeführer  sei  seit  1998  in 
jeglichen Tätigkeiten zu 50% in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.

4.2 Anlässlich des Rentenrevisionsverfahrens respektive im Rahmen 
der zufolge der Rückweisung erfolgten weiteren Abklärungen holte die 
IVSTA  neue  Berichte  ein,  welche  nachfolgend  zusammenzufassen 
sind.

4.2.1 Dr. med. A._______,  Arzt  für  Psychiatrie  und  Psychotherapie, 
hat in seinem Gutachten vom 12. Januar 2009 eine Major Depression 
schweren Grades festgestellt.  Insgesamt habe sich der  Zustand des 
Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht im Vergleich zur Begut-
achtung im Jahr 2000 massiv verschlechtert. Die Rekonstruktion der 
vergangenen Zeiten sei allerdings schwierig. Aufgrund der Anamnese 
und der Vorakten sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
im Jahr 2005 während eines Monats und dann wieder im März und im 
September 2007 zu 100% arbeitsunfähig gewesen sei. In der Zeit da -
zwischen  sei  er  in  jeglichen Tätigkeiten  maximal  zu  50% arbeitsun-
fähig  gewesen.  Seit  Mai  2008  (und  bis  heute)  bestehe  für  irgend-
welche  Erwerbstätigkeiten  eine  Arbeitsunfähigkeit  von  mindestens 
70% bis 75%. Eine Besserung des Zustandes sei unwahrscheinlich.

4.2.2 Dr. med. E._______,  Facharzt  für  Allgemeinmedizin,  hat  im 
Schlussbericht  des  RAD Rhone vom 3. März  2009  festgehalten,  die 
somatischen Beschwerden hätten sich seit Längerem nicht verändert. 
Zusätzlich  zu  den  bereits  bekannten  Diagnosen  komme eine  Major 
Depression mit einer aktuell mässigen Episode hinzu. Er erachte den 
Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Schmied zu 100% ar-
beitsunfähig  und  in  einer  angepassten  Tätigkeit  bestehe  bis  zum 
18. November  2008  (Datum der  psychiatrischen  Expertise)  eine  Ar-
beitsunfähigkeit von 50% und seit dem 19. November 2008 betrage die 
Arbeitsunfähigkeit 70%.

4.3 Zusammenfassend ist  festzuhalten,  dass  seit  der  letzten rechts-
kräftigen Festsetzung der Rente in psychiatrischer Hinsicht unbestrit-
tenermassen eine Verschlechterung stattgefunden hat und aktuell eine 
Major  Depression vorliegt.  Uneinig  sind sich  die  Ärzte  in  Bezug auf 
den  Beginn  der  Verschlechterung.  Dr. med. A._______  geht  davon 
aus,  der  Zustand  habe  sich  seit  Mai  2008  erheblich  verschlechtert 
(Arbeitsunfähigkeit von mindestens 70% bis 75%), wohingegen zuvor 
die  Arbeitsfähigkeit  bei  maximal  50%  gelegen  habe  und  nur  von 

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einmonatigen  Episoden  höherer  Arbeitsunfähigkeit  unterbrochen 
worden  sei.  Dr. med. E._______  geht  hingegen  davon  aus, 
Dr. med. A._______  habe  die  aktuelle  Arbeitsunfähigkeit  von  rund 
70% ab  dem Datum der  Expertise  angenommen. Wörtlich  führte  er 
aus: "[...] der Experte beurteilt die aktuelle Arbeitsfähigkeit auf 70% in 
einer angepassten Tätigkeit  und dies ab dem Datum der Expertise." 
Diese  Ansicht  ist  jedoch  gemäss  dem  genauen  Wortlaut  des 
Gutachtens ("[...] e dal mese di maggio del 2008 a tutt'oggi in misura 
di  almeno  il  75%.")  nicht  zutreffend.  Obwohl  die  rückwirkende 
Feststellung  von  Beeinträchtigungen  –  wie  der  Gutachter  selbst 
feststellt  –  schwierig ist,  ist  doch davon auszugehen,  dass der  – im 
Gegensatz zum RAD-Arzt – in Psychiatrie spezialisierte Gutachter in 
der  Lage  ist,  den  Gesundheitszustand  des  begutachteten 
Beschwerdeführers  für  eine  gewisse  Zeitspanne  rückblickend  zu 
beurteilen. Dies gilt insbesondere dann, wenn es sich wie hier nur um 
wenige  Monate  (Mai  bis  November)  handelt.  In  Anbetracht  der 
Schwere  der  festgestellten  psychiatrischen  Störung  ist  es  durchaus 
nachvollziehbar, dass  diese sich während ein paar  Monaten vor  der 
Begutachtung "angebahnt" hat. Es ist zwar grundsätzlich denkbar, das 
Datum der Begutachtung als Referenzzeitpunkt zu nehmen, dies sollte 
jedoch nur in Ausnahmefällen geschehen, wenn keine genaueren und 
plausiblen  Feststellungen  vorhanden  sind. Vorliegend  gibt  es  keinen 
Grund, an der Beurteilung von Dr. med. A._______ zu zweifeln, wes-
halb  auf  seine  Würdigung  abzustellen  ist  und  von  einer  Arbeitsun-
fähigkeit von 70% bis 75% seit Mai 2008 auszugehen ist.

5.
In casu wurde die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer-
deführers auf  mindestens 70% bis  75% in irgendeiner Tätigkeit  fest-
gelegt. Ein Einkommensvergleich erübrigt sich somit und der Invalidi -
tätsgrad ist somit – in Übereinstimmung mit der IVSTA – mittels Pro-
zentvergleich auf (mindestens) 70% festzulegen, was dem Beschwer-
deführer Anspruch auf eine ganze Rente gibt.

6.

6.1 Bei einer  Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit  oder der Fähig-
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder bei einer Verschlim-
merung der Hilflosigkeit  oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Be-
treuungsaufwandes ist die anspruchsbeeinflussende Änderung zu be-
rücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 

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angedauert  hat. Artikel 29bis IVV ist  sinngemäss anwendbar (Art. 88a 
Abs. 2 IVV).

Die  beim  Beschwerdeführer  festgestellten  psychischen  Einschrän-
kungen, welche zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von über 
50% und somit zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
geführt haben, bestehen – wie vorstehend festgestellt – seit Mai 2008. 
Die Episoden im Jahr 2005 sowie im März und September 2007, sind 
gemäss  Art. 88a  Abs. 2  IVV  nicht  zu  berücksichtigen,  da  die  Ver-
schlechterungen  jeweils  nicht  mindestens  drei  Monate  gedauert  ha-
ben.

6.2 Die  Erhöhung  der  Renten  und  Hilflosenentschädigungen  erfolgt 
frühestens, sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Mo-
nat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde (Art.  88bis Abs. 1 
lit. a IVV).

Der  Beschwerdeführer  hat  am 3. Mai  2005  (vgl.  act. 74)  die  Durch-
führung  einer  Revision  beantragt.  Die  Abänderung  der  Rente  kann 
somit frühestens per Mai 2005 erfolgen (sofern die Verschlechterung in 
diesem  Zeitpunkt  bereits  seit  drei  Monaten  besteht  [vgl.  die 
Ausführungen unter E. 5.1 hiervor]). Da vorliegend die massgebende 
Verschlechterung  jedoch  erst  per  Mai  2008  eingetreten  ist,  ist  die 
Rente nach Ablauf der dreimonatigen Frist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV 
mit Wirkung ab 1. August 2008 zu erhöhen. Die IVSTA hat die halbe 
Rente des Beschwerdeführers erst mit Wirkung ab 1. Februar 2009 auf 
eine ganze Rente erhöht, weshalb die Beschwerde insofern teilweise 
gutzuheissen  und  die  Verfügung  aufzuheben  ist.  Dem  Be-
schwerdeführer ist  mit Wirkung ab 1. August 2008 eine ganze Rente 
zuzusprechen;  weitergehend  (Rentenzusprache  bereits  ab  1. Mai 
2004) ist die Beschwerde abzuweisen.

7.  

7.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Par-
tei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Bei diesem Ausgang des Verfah-
rens  sind  dem  teilweise  obsiegenden  Beschwerdeführer  nur  anteil-
mässig Kosten aufzuerlegen. Diese werden vorliegend unter Berück-
sichtigung  seines  überwiegenden  Unterliegens  auf  Fr. 300.--  festge-
legt. Einer (teilweise) unterliegenden Vorinstanz sind gemäss Art.  63 
Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

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Der  vom Beschwerdeführer  geleistete  Kostenvorschuss  in  der  Höhe 
von Fr. 400.- ist  mit den reduzierten Gerichtskosten in der Höhe von 
Fr. 300.-- zu verrechnen und der Rest ist dem Beschwerdeführer nach 
Eintritt  der Rechtskraft  des vorliegenden Urteils  auf  ein von ihm be-
kannt zu gebendes Konto zurückzuerstatten.

7.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zuspre-
chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Partei-
entschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige wei -
tere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Der Beschwerde-
führer  ist  im  vorliegenden  Verfahren  durch  lic. iur. Gojko  Reljic 
vertreten  (nichtanwaltliche  berufsmässige  Vertretung;  Art. 10  Abs. 2 
VGKE). Ihm ist  daher  zu  Lasten  der  Vorinstanz  eine  Parteientschä-
digung für die ihm entstandenen notwendigen Kosten zuzusprechen. 
Da  keine  Kostennote  eingereicht  wurde,  ist  die  Parteientschädigung 
aufgrund der  Akten  festzusetzen (Art. 14  Abs. 2  VGKE). Eine (redu-
zierte) Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 200.- erscheint ange-
messen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  teilweise  gutgeheissen  und  die  angefochtene 
Verfügung vom 18. August 2009 wird aufgehoben. Dem Beschwerde-
führer  wird  mit  Wirkung ab 1. August  2008 eine ganze Rente  zuge-
sprochen; weitergehend wird die Beschwerde abgewiesen.

2.
Die  reduzierten  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.--  werden  dem  Be-
schwerdeführer  auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kosten-
vorschuss von Fr. 400.- verrechnet. Der Restbetrag wird ihm nach Ein-
tritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 200.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Gerichtsurkunde;  Beilage:  Formular  Zahl-
adresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und  100  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG, 
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung 
mit  Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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