# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1cbe6681-ffb9-53cb-9b6b-50e64cbe16fa
**Source:** Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** fr
**Title:** FR 565/2011
**Docket/Reference:** 565/2011
**URL:** https://www.fr.ch/sites/default/files/contens/tc/_www/files/pdf49/2C_565_20111.pdf

## Full Text

2C_565/2011 (26.10.2012)

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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
2C_565/2011

Urteil vom 26. Oktober 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichterin Aubry Girardin,
Bundesrichter Donzallaz, Stadelmann, Kneubühler,
Gerichtsschreiber Matter.

Verfahrensbeteiligte
A. und B.X.________, Beschwerdeführer, vertreten durch KPMG AG, Financial Services Tax,

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Freiburg, rue Joseph-Piller 13, Postfach, 1701 Freiburg.

Gegenstand
Staatssteuer 2006,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, Steuergerichtshof, vom 27. Mai 2011.

Sachverhalt:

A.
A. und B.X.________ machten in ihrer Steuererklärung für die Periode 2006 einen Schuldzinsenabzug 
von Fr. 44'854.-- im Zusammenhang mit zwei Darlehen geltend, die ihnen durch eine australische 
Finanzgesellschaft gewährt worden waren.

B.
Der Schuldzinsenabzug wurde durch die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg in ihrer 
Veranlagungsverfügung vom 19. Juni 2008 und ihrem Einspracheentscheid vom 27. Oktober 2008 als 
missbräuchlich eingestuft und infolge Steuerumgehung beim steuerbaren Einkommen der Eheleute A. 
und B.X.________ für die Staats- und die direkte Bundessteuer 2006 aufgerechnet. Dagegen gelangten 
die Pflichtigen an den Steuergerichtshof des Kantonsgerichts Freiburg; dieser schützte mit Urteil vom 
27. Mai 2011 die Einschätzung der Steuerverwaltung hinsichtlich der Kantons- und Gemeindesteuern 
2006, hiess aber die Beschwerde in Bezug auf die direkte Bundessteuer der gleichen Periode mit 
folgender Begründung gut: Für das australische Anlagekonzept sei im Vorfeld die Zusage der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung erwirkt worden, dass der geplante Schuldzinsenabzug zulässig sei; 
an diese Zusage seien auch die kantonalen Behörden bei der Anwendung der direkten Bundessteuer 
unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben gebunden.

C.
Am 5. Juli 2011 haben die Ehegatten A. und B.X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten eingereicht. Sie stellen in Bezug auf die Staatssteuer 2006 den 
Antrag, das kantonsgerichtliche Urteil aufzuheben und den Schuldzinsenabzug zu gewähren, eventuell 
teilweise; subeventuell sei die Sache zur Neufestsetzung des abziehbaren Schuldzinses an die 
Veranlagungsbehörde zurückzuweisen. Weiter sei festzustellen, dass das Urteil des Steuergerichtshofs 
insoweit in Teilrechtskraft erwachsen sei, als es die direkte Bundessteuer 2006 betreffe.

D.
Die Steuerverwaltung und das Kantonsgericht des Kantons Freiburg sowie die Eidgenössische 
Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Beschwerde (soweit darauf überhaupt einzutreten sei).

E.
Mit Replik vom 22. November 2011 haben die Beschwerdeführer an ihrem Rechtsstandpunkt 
festgehalten.

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Erwägungen:

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1.
1.1 Die Beschwerde ist grundsätzlich zulässig (vgl. Art. 82 ff. BGG in Verbindung mit Art. 73 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone 
und Gemeinden [StHG; SR 642.14]).

1.2 Nicht eingetreten werden kann allerdings auf den Antrag, es sei festzustellen, dass das 
vorinstanzliche Urteil in Bezug auf die direkte Bundessteuer in Rechtskraft erwachsen sei, denn ein 
schutzwürdiges Interesse (vgl. dazu statt vieler BGE 126 II 300 E. 2c S. 303) an einer solchen 
Feststellung ist unter den vorliegend zu beurteilenden Umständen nicht gegeben.

1.3 Die Beschwerdeschrift hat gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG die Begehren und deren Begründung zu 
enthalten; im Rahmen der Begründung ist dabei in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der 
angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen müssen sachbezogen 
sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der 
angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. u.a. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Eine diesen 
Anforderungen genügende Begründung ist im vorliegenden Fall nicht in allen Punkten zu erkennen. 
Soweit eine hinreichende Begründung fehlt, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.

1.4 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist daher 
weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erwägungen der 
Vorinstanz gebunden; es kann die Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund 
gutheissen oder sie mit einer vom angefochtenen Entscheid abweichenden Begründung abweisen (vgl. 
BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140 mit Hinweis).

2.
2.1 Die Beschwerdeführer machen geltend, der Schuldzinsenabzug sei schon deswegen zu bejahen, 
weil in dieser Sache übereinstimmende sog. "Rulings" der Eidgenössischen Steuerverwaltung sowie 
einiger kantonaler Steuerbehörden ergangen seien, welche das gewählte Vorgehen als zulässig und 
den geltend gemachten Abzug als rechtskonform eingestuft hätten. Dagegen hat die Vorinstanz 
indessen überzeugend festgehalten, dass im hier zu beurteilenden Bereich der Staats- und 
Gemeindesteuern einzig die Steuerbehörden des Kantons Freiburg zuständig gewesen wären, im 
Vorfeld über die Zulässigkeit eines gegebenenfalls problematischen Sachverhalts zu befinden. Da diese 
Behörden jedoch nicht angefragt wurden, sind sie nun durch die Zusagen anderer Steuerverwaltungen 
nicht gebunden.

2.2 Vor Bundesgericht behaupten die Beschwerdeführer nicht, dass die Zusage eines anderen Kantons 
für den Kanton Freiburg verbindlich gewesen wäre. Eine massgebliche Bindungswirkung nehmen sie 
jedoch im Zusammenhang mit dem "Ruling" der Eidgenössischen Steuerverwaltung an.
Entgegen dieser Sichtweise heben sowohl die kantonale als auch die Eidgenössische Steuerverwaltung 
zutreffend hervor, dass die in Art. 102 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die 
direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) vorgesehene Aufsichtsfunktion der Eidgenössischen 
Steuerverwaltung nur die direkte Bundessteuer betrifft. Im vorliegend zu beurteilenden Bereich der 
Staatssteuer kann eine Stellungnahme der Eidgenössischen Steuerverwaltung für den Kanton Freiburg 
selbst unter dem Gesichtspunkt des Grundsatzes von Treu und Glauben nicht verbindlich sein.
Daran ändert auch nichts, dass die Anwendung des kantonalen Steuerrechts den zwingenden 
Vorgaben des Harmonisierungsrechts unterworfen und die Eidgenössische Steuerverwaltung dazu 
berufen ist, die Einhaltung dieser Vorgaben (mit) zu gewährleisten. Deswegen steht es der 
Eidgenössischen Steuerverwaltung auch zu, bei Beschwerden in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
an das Bundesgericht bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern eine Vernehmlassung 
einzureichen, soweit die genannten Harmonisierungsbelange betroffen sind. Selbst eine solche 
Vernehmlassung ist aber für die Behörden des betroffenen Kantons im Bereich der Staatssteuer nicht 
verbindlich. Damit steht es im Einklang, wenn die Vorinstanz dem "Ruling" der Eidgenössischen 
Steuerverwaltung für den Bereich der Staatssteuer die von den Beschwerdeführern behauptete 
Bindungswirkung abgesprochen hat.

3.
3.1 Nach Massgabe von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 1 des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 6. Juni 
2000 über die direkten Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1) können von den Einkünften die privaten 
Schuldzinsen im Umfang der steuerbaren Vermögenserträge und weiterer Fr. 50'000.-- abgezogen 
werden (übereinstimmend: Art. 9 Abs. 2 lit. a StHG und Art. 33 Abs. 1 lit. a Satz 1 DBG). Satz 2 
derselben kantonalrechtlichen Bestimmung lautet: "Nicht abzugsfähig sind Schuldzinsen für Darlehen, 
die eine Kapitalgesellschaft einer an ihrem Kapital massgeblich beteiligten oder ihr sonstwie 
nahestehenden natürlichen Person zu Bedingungen gewährt, die erheblich von den im 
Geschäftsverkehr unter Dritten üblichen Bedingungen abweichen." Dieser zweite Satz ist in Art. 9 Abs. 
2 lit. a StHG nicht enthalten, was unter dem Gesichtspunkt der vertikalen Steuerharmonisierung (vgl. 
dazu u.a. BGE 133 II 314 E. 3.2 S. 116; ASA 80 617 E. 2.2; 75 253 E. 6-7; StR 67/2012 683 E. 2.2; je 

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mit weiteren Hinweisen) aber nicht gegen die Vorschrift kantonalen Rechts spricht. Denn derselbe Satz 
2 ist - mit dem genau gleichen Wortlaut - auch in Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG enthalten. Diese 
Übereinstimmung rechtfertigt es, in der Folge für die Auslegung der kantonalrechtlichen Bestimmung 
ebenfalls Lehrmeinungen zur DBG-Vorschrift zu zitieren.

3.2 Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR bezieht sich von Wortlaut und Inhalt her auf die allgemeine 
Praxis zu geldwerten Leistungen und auf den dafür massgeblichen sog. Drittvergleich. In diesem 
Bereich gelten namentlich folgende Grundsätze: Es ist einer Aktiengesellschaft an sich unbenommen, 
sogar ihrem Alleinaktionär ein Darlehen in dem Umfang und zu den Bedingungen zu gewähren, in 
deren Genuss auch ein unbeteiligter Dritter unter gleichen Umständen gekommen wäre (sog. Prinzip 
des "dealing at arm's length"). Dabei wird - unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des 
abgeschlossenen Geschäfts - geprüft, ob die zu beurteilende Leistung im Vergleich zu üblichem und 
marktgerechtem Geschäftsgebaren als derart ungewöhnlich einzustufen ist, dass sie (so) nicht erbracht 
worden wäre, wenn der Leistungsempfänger der Gesellschaft oder dem Anteilsinhaber nicht 
nahestehen würde (vgl. u.a. BGE 138 II 57 E. 2.2, 2.3 u. 3.1 S. 59 f. mit weiteren Hinweisen). Im 
Darlehensbereich gilt als geldwerte Leistung nicht nur der Verzicht auf Darlehens- und 
Vergütungszinsen zugunsten von Aktionären oder ihnen nahestehenden Dritten (vgl. u.a. StR 66/2011 
62 E. 3; 60/2005 24 E. 3.3 u. 4.2). Darüber hinaus kann sich die Leistung - ganz oder nur teilweise (vgl. 
u.a. StR 60/2005 24 E. 3.3 u. 4.2 sowie ASA 53 54 E. 7) - auf den Darlehensbetrag als solchen 
erstrecken, ob nun das Darlehen von Anfang an als simuliert einzustufen und mit dessen 
Rückerstattung von Beginn weg nicht zu rechnen ist (vgl. ASA 72 736 E. 2.2) oder weil die Gesellschaft 
gegenüber ihrem Anteilsinhaber oder der nahestehenden natürlichen Person erst im Nachhinein auf die 
Rückerstattung des Darlehens verzichtet (vgl. u.a StE 2001 B 24.4 Nr. 58 E. 3).
Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR bezieht sich nicht auf die Aufrechnung von als Aufwendungen 
deklarierten Erträgen, sondern nur auf die Frage, ob der geltend gemachte Schuldzinsenabzug als 
zulässig anerkannt werden kann. Dabei geht es nicht so sehr um bevorzugte Zinskonditionen, sondern 
um Fälle, in denen die Darlehensgewährung als solche dem Drittvergleich nicht standhält (vgl. dazu 
schon ASA 53 54 E. 3-5 sowie PETER AGNER/BEAT JUNG/GOTTHARD STEINMANN, Kommentar 
zum Gesetz über die direkte Bundessteuer, 1995, Rz 3 zu Art. 33 DBG; PETER LOCHER, Kommentar 
zum DBG, Teil I, 2001, Rz 11 zu Art. 33; RAINER ZIGERLIG/GUIDO JUD, in: Kommentar zum 
Schweizerischen Steuerrecht [I/2a], Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG], 2. Aufl., 2008, 
Rz 6 zu Art. 33; YVES NOËL, in: Danielle Yersin/Yves Noël [Hrsg.], Commentaire romand, Impôt 
fédéral direct, 2008, Rz 12 zu Art. 33).

3.3 Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR beschränkt sich weiter auf solche Darlehensgestaltungen, bei 
denen der Kredit durch eine Gesellschaft an eine natürliche Person vergeben wird. Diese 
Beschränkung ergibt sich direkt aus dem Zweck und der Systematik von Art. 9 Abs. 2 lit. a StHG sowie 
Art. 34 Abs. 1 lit. a DStG/FR, d.h. der Notwendigkeit einer Begrenzung des Schuldzinsenabzugs 
gegenüber grundsätzlich ungerechtfertigten Inanspruchnahmen der im Privatvermögensbereich an sich 
vorgesehenen Steuervorteile. Das gilt namentlich gegenüber Schuldzinsen, die für ertragslose, nur auf 
die Erzielung von steuerfreien privaten Kapitalgewinnen (vgl. Art. 7 Abs. 4 lit. b StHG und Art. 17 Abs. 3 
DStG/FR) ausgerichtete Investitionen aufgewendet werden und dem Pflichtigen bei uneingeschränkter 
Abzugsgewährung einen doppelten Steuervorteil verschaffen würden (vgl. BBl 1999 I 84 f.; MARKUS 
REICH, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht [I/2a], Bundesgesetz über die 
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG], 2. Aufl., 2002, Rz 32 zu Art. 
9; NOËL, a.a.O., Rz 5 zu Art. 33; ZIGERLIG/JUD, a.a.O., Rz 8 zu Art. 33; GION CLOPATH, La 
déduction de la charge d'intérêts dits privés, ST 1999 247 f.).
Gegenüber einer doppelten Inanspruchnahme von Steuervorteilen im Privatvermögensbereich kann Art. 
34 Abs. 1 lit. a Satz 1 DStG/FR (d.h. die Begrenzung des Schuldzinsenabzugs auf Fr. 50'000.--) 
bestenfalls bestimmte, besonders krasse Auswüchse unterbinden (vgl. REICH, a.a.O., Rz 32 zu Art. 9; 
NOËL, a.a.O., Rz 5 zu Art. 33; ZIGERLIG/JUD, a.a.O., Rz 8 zu Art. 33). Diese Regelung stellt aber nur 
eine erste äussere Grenze dar, innerhalb derer zwei weitere und strengere Einschränkungen zum 
Tragen kommen müssen: Zum einen der Ausschluss rechtsmissbräuchlicher Schuldzinsenabzüge unter 
dem Gesichtspunkt der Steuerumgehung, zum anderen eben die in Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR 
festgehaltene Verweigerung des Zinsenabzugs bei Darlehen, welche gegenüber Beteiligten oder 
Nahestehenden unter erheblicher Abweichung von zwischen unabhängigen Dritten üblichen 
Geschäftsbedingungen gewährt worden sind.

3.4 Im Rahmen von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR geht es vorab um "Schuldzinsen für 
Pseudodarlehen" (vgl. LOCHER, a.a.O., Rz 11 zu Art. 33, siehe auch FELIX RICHNER/WALTER 
FREI/STEFAN KAUFMANN/HANS ULRICH MEUTER, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl., 2009, Rz 
25 zu Art. 33), d.h. um Fälle, in denen sich Pflichtige mit einer beherrschenden Beteiligung an einer 
Kapitalgesellschaft von dieser formell Darlehen einräumen lassen, deren Zweck letztlich darin liegt, bei 
der Gesellschaft angehäufte Gewinne steuerfrei in das persönliche Vermögen zu überführen und dabei 
gleichzeitig noch vom Abzug der vereinbarten Schuldzinsen zu profitieren (vgl. ZIGERLIG/JUD, a.a.O., 
Rz 6 zu Art. 33; NOËL, a.a.O., Rz 12 zu Art. 33).
Der Ausschluss der Abzugsfähigkeit soll aber keineswegs nur gegenüber direkten Anteilsinhabern bei 
der Darlehensgeberin gelten, sondern auch für Kredite an nahestehende Personen, d.h. solche, zu 

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denen wirtschaftliche oder persönliche (u.a. verwandtschaftliche) Verbindungen bestehen, welche nach 
den gesamten Umständen als eigentlicher Grund der zu besteuernden Leistung betrachtet werden 
müssen. Nahestehend sind auch Personen, denen der Aktionär erlaubt, die Gesellschaft wie eine 
eigene zu benutzen (vgl. zum Ganzen BGE 138 II 57 E. 2.2 u. 2.3 S. 59f.; StR 66/2011 62 E. 2.2; 
65/2010 66 E. 2.2; 64/2009 588 E. 3.2; ASA 72 736 E. 1; ASA 68 596 E. 2; ASA 65 397 E. 2a; je mit 
weiteren Hinweisen). Der Wortlaut von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR bezieht sich auf "sonstwie 
nahestehende Personen". Diese weite Formulierung stimmt einerseits mit dem Zweck von Art. 9 Abs. 2 
lit. a StHG und Art. 34 Abs. 1 lit. a DStG/FR insgesamt überein, in bestimmten Fällen ungerechtfertigte 
Inanspruchnahmen des Schuldzinsenabzugs auch noch dort zu verhindern, wo die Beschränkung von 
Satz 1 zu kurz greift (vgl. oben E. 3.3 in fine). Andererseits wird deutlich, dass im hier massgeblichen 
Spezialbereich keine engere Betrachtungsweise als im Rahmen der allgemeinen Praxis gelten soll: Als 
nahestehende Personen der kreditgewährenden Gesellschaft können hier ebenfalls all diejenigen 
eingestuft werden, zu denen wirtschaftliche oder persönliche Verbindungen irgendwelcher Art bestehen, 
solange diese nur nach den gesamten Umständen als ursächlich für die unübliche Darlehensgestaltung 
zu betrachten sind.

4.
4.1 Im vorliegend zu beurteilenden Fall stellt sich die Frage einer Verweigerung des 
Schuldzinsenabzugs namentlich deshalb, weil die zum Abzug geltend gemachten Schuldzinsen auf 
einem Anlagekonzept beruhten, das im Wesentlichen durch das Zusammenspiel zweier 
steuervermindernder Mechanismen geprägt war:
4.1.1 Die Beschwerdeführer gehörten zu den in der Schweiz ansässigen Teilhabern einer australischen 
Limited Partnership, als deren unbeschränkt haftender General Partner eine dortige Bank fungierte. 
Diese war im Gegensatz zu den Schweizer Investoren einzig befugt, Anlageentscheide für die (gemäss 
australischem Recht über keine eigene Rechtspersönlichkeit verfügende) Limited Partnership zu treffen. 
Die getätigten Anlagen erfolgten in verschiedene Aktiven, einschliesslich Beteiligungen und 
Forderungen, auf dem Rohstoff-, Nahrungsmittel- und Viehmarkt usw., in vorbestimmten sog. Loan 
Notes (z.B. Index-Linked Notes oder Property-Linked Notes).
Die Limited Partnership legte sämtliche ihr zur Verfügung stehenden Geldmittel über zwei zu 100 % 
gehaltene Tochtergesellschaften (die Anlagegesellschaften) an. Deren einzige Tätigkeit bestand darin, 
für die Limited Partnership vorbestimmte Vermögenswerte zu erwerben und zu halten. Die dabei 
angefallenen Erträge aus den Loan Notes gelangten zum grössten Teil nicht zur Ausschüttung, sondern 
wurden in der jeweiligen Anlagegesellschaft thesauriert; beim Verkauf ihrer Anteile an den beiden 
Kapitalgesellschaften realisierten die Investoren im Umfang der thesaurierten Erträge nach 
schweizerischem Einkommenssteuerrecht steuerfreie Kapitalgewinne. Auf diese Weise wurden 
Beträge, die bei üblichem und sachgerechtem Geschäftsgebaren steuerbare Vermögenserträge 
dargestellt hätten, in den steuerfreien Bereich verschoben.
4.1.2 Zur Erhöhung des verfügbaren Kapitals nahm die Limited Partnership für jeden von den Anlegern 
aufgebrachten australischen Dollar ein Darlehen von 9 AUD auf, welches ihr durch eine andere 
Gruppengesellschaft des General Partners (die Finanzierungsgesellschaft) verzinslich gewährt wurde.
Die sich aus der Fremdfinanzierung zu 90 % ergebenden jährlichen Schuldzinsen wurden bei ihrer 
Fälligkeit nicht durch die Investoren entrichtet, sondern jeweils zur Schuld geschlagen und durch 
zusätzliche Darlehen finanziert, welche die Limited Partnership ebenfalls bei der 
Finanzierungsgesellschaft für ihre Teilhaber aufnahm. Diese Geschäftsverhältnisse waren also auf eine 
Weise gestaltet, die es den Investoren erlauben sollte, die ihnen von der Limited Partnership belasteten 
Schulden und Schuldzinsen bei den Schweizer Steuern vollumfänglich zum Abzug zu bringen.

4.2 Aufgrund dieser Faktenlage muss die Anwendung von Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR im 
vorliegenden Fall dazu führen, den geltend gemachten Schuldzinsenabzug abzulehnen:
4.2.1 Einerseits beruhen die von den Beschwerdeführern deklarierten Schuldzinsen auf Darlehen, 
deren Ausgestaltung erheblich von den sonst im Geschäftsverkehr unter Dritten üblichen Bedingungen 
abwich:
Wenn die Schweizer Investoren hier nur beschränkt für die ihnen gewährten Kredite hafteten und der 
Rückgriff der Darlehensgeberin auf das sonstige Vermögen der Anleger ausgeschlossen war, so 
übernahm die kreditfinanzierende Tochtergesellschaft ein gänzlich unübliches Risiko, das jeglichen 
normalen Geschäftsrahmen sprengte. Ein Darlehen mit solchen Bedingungen und insbesondere einer 
derartigen Haftungsbeschränkung wäre im gängigen Verkehr unter unabhängigen Dritten nicht 
zugestanden worden.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Einsatz von erheblichen Fremdmitteln in der 
privaten Vermögensverwaltung unüblich. Deshalb stuft die Praxis eine beträchtliche Fremdfinanzierung 
regelmässig als gewichtiges Indiz gegen eine private Vermögensverwaltung und für das Vorliegen eines 
gewerbsmässigen Wertschriftenhandels ein (vgl. u.a. StR 66/2011 950 E. 2.2; ASA 69 652 E. 3a u. 788 
E. 2c). Vorliegend ist an sich unbestritten, dass die Beschwerdeführer nicht als gewerbsmässige 
Wertschriftenhändler zu qualifizieren sind und sie die in Australien investierten Anlagemittel in ihrem 
Privatvermögen hielten. Dennoch wich das hier gewählte Geschäftsmodell entscheidend von einer 
üblichen Gestaltung privater Vermögensverwaltung ab. Das geschah insofern, als private Investoren in 
ein von Wertschriftenhändlern entwickeltes Modell gewerbsmässiger Anlage miteinbezogen wurden, 
und zwar so, dass dieses Modell ganz gezielt die in der Schweiz für den Privatvermögensbereich 

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gesetzlich vorgesehenen Steuervorteile kumulativ und bis zur äussersten Grenze ausnutzen sollte (vgl. 
oben E. 4.1.1 u. 4.1.2). Im genannten Rahmen ging es letztendlich nicht um börsenbezogene Faktoren 
(wie z.B. Anlagerentabilität oder -risiko), sondern um deren steuerminimierende Verwertung.
4.2.2 Andererseits muss angenommen werden, dass die hier massgeblichen Darlehen unter 
Nahestehenden gewährt wurden:
Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR stellt auf das Verhältnis zwischen Darlehensgeber und -nehmer ab, 
d.h. vorliegend weder (direkt) auf die gesellschaftlichen Verflechtungen innerhalb der Bankengruppe 
noch auf die Beziehung zwischen dem General Partner und den Schweizer Investoren. Insoweit ist an 
sich unbestritten, dass zwischen den Beschwerdeführern und der Finanzierungsgesellschaft kein 
Beherrschungs- oder auch nur Beteiligungsverhältnis vorlag. Das steht unter den gegebenen 
Umständen einer Anwendung der Vorschrift dennoch nicht entgegen (vgl. dazu schon oben E. 3.4).
Bei der notwendigen Gesamtbetrachtung aller Umstände des konkreten Einzelfalls ist vom General 
Partner auszugehen. Dieser nutzte die von ihm vollumfänglich beherrschten Anlagegesellschaften 
dazu, entgegen einer anlagesystematisch sachgerechten Vorgehensweise die von ihnen an sich 
erwirtschafteten Vermögenserträge in den steuerfreien Bereich der Kapitalgewinne zu verschieben. 
Gleichzeitig bewirkte der General Partner, dass die ihm ebenfalls gehörende Finanzierungsgesellschaft 
Darlehen gewährte, die so unter unabhängigen Dritten nicht zugestanden worden wären. Im einen wie 
im anderen Fall handelte es sich um geldwerte Vorteile, die unter Dritten und Marktbedingungen nicht 
vereinbart worden wären. Im hier zu beurteilenden Anlagesystem liessen die beherrschten 
Gesellschaften diese Vorteile aber nicht dem General Partner zukommen, dem sie gehörten, sondern 
den Schweizer Investoren. Dadurch und insoweit erlaubte der General Partner diesen Investoren, über 
die von ihm beherrschten Gesellschaften zu verfügen, wie wenn sie ihnen selber gehört hätten (vgl. 
oben E. 3.4). Das genügt unter den gegebenen Umständen, um die Schweizer Anleger als dem 
General Partner nahestehende Personen zu qualifizieren, der seinerseits der Kreditgeberin 
unzweifelhaft nahestand.
Dabei ergibt sich die hier anzunehmende Beziehungsnähe nicht nur aus der erheblichen Abweichung 
der Darlehensgestaltung gegenüber den unter Unabhängigen und Marktverhältnissen geltenden 
Geschäftsbedingungen (in dem Sinne, dass bei Erfüllung der einen Voraussetzung gleichzeitig auch die 
andere gegeben wäre). Zum Verhältnis zwischen den beiden Voraussetzungen ergibt sich vielmehr 
Folgendes: Unter dem ersten Gesichtspunkt geht es im Wesentlichen um die Gewährung einer gänzlich 
unüblichen Haftungsbeschränkung in einem nicht primär (nur) auf die Erzielung von Börsengewinnen, 
sondern auf deren steuerminimierende Ausnutzung ausgerichteten Anlagemodell. Beim zweiten Aspekt 
steht im Vordergrund, dass das spezifische Anlagemodell auf dem ebenso aussergewöhnlichen 
Miteinbezug der Investoren in das innerhalb der australischen Bankengruppe herrschende 
Gesellschaftsgeflecht beruhte. Durch die den Investoren gebotene Möglichkeit, über die vom General 
Partner beherrschten Gesellschaften im genannten Sinn und Ausmass zu verfügen, wurde eine 
besondere Beziehungsnähe geschaffen. Diese Beziehungsnähe, ohne welche die erheblichen 
Abweichungen von den Marktbedingungen nicht zugestanden worden wären, muss somit als 
wesentliche Ursache der unüblichen Geschäftsbedingungen betrachtet werden.

4.3 Die Vorinstanz hat sich auf die bundesgerichtliche Praxis zur Steuerumgehung gestützt, um den von 
Beschwerdeführern beantragten Schuldzinsenabzug zu verweigern. Es erübrigt sich, den vorliegenden 
Fall unter diesem Gesichtspunkt näher zu prüfen, nachdem schon die Auslegung der spezifischen 
kantonalrechtlichen Bestimmung zum gleichen Ergebnis führen muss (vgl. dazu auch oben E. 1.4).

5.
Was die Beschwerdeführer gegen die Aufrechnung der geltend gemachten Schuldzinsen bei ihrem 
steuerbaren Einkommen einwenden, vermag ein anderes Ergebnis nicht zu rechtfertigen:
Vorab ist festzuhalten, dass sie diesbezüglich nur unter dem Gesichtspunkt der Steuerumgehung 
argumentieren und den hier im Mittelpunkt stehenden Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 2 DStG/FR ausser Acht 
lassen. Es trifft zwar zu, dass sich auch die Vorinstanz nur auf den Aspekt der Steuerumgehung 
gestützt hat (vgl. oben E. 4.3). Die rechtskundig vertretenen Beschwerdeführer müssen indessen 
sowohl um ihre Begründungspflicht gemäss Art. 42 BGG (vgl. oben E. 1.3) als auch darum gewusst 
haben, dass das Bundesgericht das Recht von Amtes anwendet (vgl. oben E. 1.4). Wer darzulegen hat, 
inwiefern das angefochtene Urteil die massgeblich anwendbaren Rechtsvorschriften verletzt, der muss 
das - innerhalb der gleichen Gesetzesbestimmung - auch in Bezug auf den zweiten Satz desselben 
Absatzes tun. Es erübrigt sich indessen, dieser Frage weiter nachzugehen, da die von den 
Beschwerdeführern vorgebrachten Argumente unter den gegebenen Umständen als auf beide 
Probleme bezogen betrachtet werden können und ohnehin nicht zu überzeugen vermögen.
Unzutreffend ist namentlich die Behauptung, es sei der Wille des Gesetzgebers gewesen, die von 
einem Steuerpflichtigen geltend gemachten Schuldzinsen bis zu einem die entsprechenden 
Vermögenserträge um Fr. 50'000.-- übersteigenden Betrag aus Gründen der Rechtssicherheit auf jeden 
Fall zum Abzug zuzulassen. Art. 34 Abs. 1 lit. a Satz 1 DStG/FR kann keineswegs so verstanden 
werden, dass in einem solchen vermeintlichen "Freibereich" u.a. nicht mehr geprüft werden dürfte, ob 
die Inanspruchnahme des Schuldzinsenabzugs eine Steuerumgehung darstellt oder unter Art. 34 Abs. 1 
lit. a Satz 2 DStG/FR fällt (vgl. oben E. 3.3 in fine). Die von den Beschwerdeführern in diesem Sinne 
vorgebrachten Zitate aus dem Gesetzgebungsprozess bzw. aus der Lehre sagen denn auch nichts aus, 
was mit der genannten Behauptung übereinstimmen würde.

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Hier beruhte jeder der beiden steuervermindernden Mechanismen (vgl. oben E. 4.1.1 u. 4.1.2) auf dem 
Zusammenspiel mehrerer Elemente. Dann kann es aber nicht genügen, wie die Beschwerdeführer dies 
tun, in Bezug auf solche einzelne Elemente und bei isolierter Betrachtung zu argumentieren, es handle 
sich jeweils um durchaus marktübliche bzw. keineswegs missbräuchliche Vorgänge. Das gilt umso 
mehr, als das erwähnte Zusammenspiel der Elemente und Mechanismen in durchaus ausgeklügelter 
Form auf die doppelte Inanspruchnahme bzw. Maximierung von Steuervorteilen ausgerichtet war. 
Durch einen aussergewöhnlichen Miteinbezug der Investoren in das Gesellschaftsgeflecht der 
australischen Bankengruppe ermöglichte das Anlagemodell als Ganzes, Darlehensbedingungen zu 
gewähren, die erheblich von den gängigen Marktbedingungen abwichen.
Für die Widerlegung zahlreicher anderer Argumente der Beschwerdeführer kann auf die verschiedenen 
Stellungnahmen der kantonalen und der eidgenössischen Steuerverwaltung verwiesen werden, sei es 
gegenüber dem kantonalen Steuergerichtshof oder im vorliegenden Verfahren. Wenn z.B. die 
Argumentation der Vorinstanz, es liege kein ordentliches Darlehen vor, von den Beschwerdeführern als 
neu und deshalb unzulässig eingestuft wird, so ist dem zutreffend entgegengesetzt worden, dass das 
Kantonsgericht nicht an die Vorbringen der Parteien gebunden ist und auch nicht dem Novenverbot 
untersteht. Überzeugend sind die genannten Stellungnahmen auch insoweit, als sie aufzeigen, dass der 
hier massgebliche Sachverhalt nicht ohne weiteres mit der Fremdfinanzierung einer Kapitalversicherung 
mittels Einmalprämie gleichgesetzt werden darf, genauso wenig mit der von Banken verlangten 
Eigenmittelquote oder der steuerlichen Behandlung von Termingeschäften.

6.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unbegründet, soweit darauf einzutreten ist. Es besteht somit 
auch kein Raum für eine teilweise Gewährung des Schuldzinsenabzugs oder für eine Rückweisung an 
die Veranlagungsbehörde. Dementsprechend werden die Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 65 
f. BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- werden den Beschwerdeführern unter Solidarhaft auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, der Steuerverwaltung des Kantons Freiburg, dem 
Kantonsgericht Freiburg, Steuergerichtshof, sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung schriftlich 
mitgeteilt.

Lausanne, 26. Oktober 2012
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Matter

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09.01.2013