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**Case Identifier:** 2a6bf383-ca28-54ff-a534-d6f63ef56357
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-12-07
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 07.12.2023 720 2023 201 / 279 (720 23 201 / 279)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-2023-201---279_2023-12-07.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 7. Dezember 2023 (720 23 201 / 279) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Rückweisung der Angelegenheit zur weiteren medizinischen Abklärung des Sachverhalts 

 
 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichterin Susanne Afheldt, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Barbara Vögtli 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 

 
 
 
A. A.____, geboren 1961, meldete sich am 1. September 2015 unter Hinweis auf eine 
Schulterverletzung zum Bezug von Leistungen der Schweizerischen Invalidenversicherung (IV) 
an. Nach Einholung eines interdisziplinären Gutachtens bei der asim und der Abklärung der er-
werblichen Verhältnisse sowie nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens sprach ihr die IV-
Stelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügungen vom 30. April 2019 und vom 12. Juli 2019 in 
Anwendung der gemischten Berechnungsmethode ab 1. April 2016 bis 30. April 2018 eine ganze 
Invalidenrente und ab 1. Mai 2018 eine halbe Invalidenrente zu. Diese Verfügungen erwuchsen 

 

 
 
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unangefochten in Rechtskraft. Unter Hinweis auf eine Verschlechterung des Gesundheitszu-
stands reichte A.____ am 3. Juli 2020 ein Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente ein. Die IV-
Stelle holte in der Folge medizinische Berichte ein. Nach Durchführung des Vorbescheidverfah-
rens lehnte sie eine Erhöhung der bisher ausgerichteten halben Invalidenrente ab. In der Begrün-
dung hielt sie fest, gemäss Beurteilung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes beider Basel (RAD) 
könne keine richtungsweisende Veränderung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung 
durch die asim im Jahr 2018 objektiviert werden. 
 
B. Dagegen erhob A.____ mit Eingabe vom 22. Juni 2023 Beschwerde beim Kantonsge-
richt Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte 
sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung. In der Begründung legte sie dar, dass 
seit der ersten medizinischen Untersuchung viel passiert sei. Es seien damals noch keine Rü-
ckenschmerzen vorhanden gewesen und die Hände seien auch noch nicht so versteift gewesen. 
Die rechte Hand sei schlimmer als die linke Hand. In der rechten Hand seien alle Ringbänder, 
der Karpaltunnel und eine Geschwulst operiert worden. Sie habe Gefühlsstörungen und versteifte 
Finger und könne keine Faust mehr machen. Sie könne mit der rechten Hand nicht mehr schrei-
ben oder etwas heben. Es falle ihr alles aus der Hand. Es handle sich daher nicht nur um eine 
vorübergehende Verschlechterung von sechs Wochen nach den Operationen. Sie habe bei allen 
Operationen Wundheilungsprobleme gehabt. Ihr Erhöhungsgesuch stütze sich auf die Ver-
schlechterung in den Händen, die Rückenschmerzen und die Gefühlsstörungen in den Füssen. 
Diese Beschwerden seien im Jahr 2018 noch nicht vorhanden gewesen. 
 
C. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 4. Juli 2023 wurde der Beschwerde-
führerin die unentgeltliche Prozessführung bewilligt.  
 
D. Mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2023 beantragte die Beschwerdegegnerin unter Hin-
weis auf eine Stellungnahme von Dr. med. B.____, Fachärztin für Physikalische und Rehabilita-
tive Medizin, RAD, vom 6. Juli 2023, die Abweisung der Beschwerde. 
 
E. Nachdem die Angelegenheit der Dreierkammer mit Verfügung des instruierenden Präsi-
diums vom 19. Juli 2023 zur Beurteilung überwiesen worden war, reichte die Beschwerdeführerin 
am 21. Juli 2023 eine Replik ein. 
 
F. Die Beschwerdegegnerin hielt mit Duplik vom 10. August 2023 an ihrem Antrag auf Ab-
weisung der Beschwerde fest. 
 
G. Mit Verfügung des instruierenden Präsidiums vom 22. August 2023 wurde die Angele-
genheit der Dreierkammer erneut zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Auf die beim örtlich und sachlich zuständigen Gericht und im Weiteren form- und fristge-
recht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

 

 
 
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2. Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausging, dass seit der erst-
maligen Rentenzusprache im Jahr 2019 keine Verschlechterung des Gesundheitszustands ein-
getreten sei.  
 
3.1 Am 1. Januar 2022 trat die vom Gesetzgeber am 19. Juni 2020 beschlossene Änderung 
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 19. Juni 1959 ("Weiterentwick-
lung der IV", WEIV) in Kraft. Entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsät-
zen (BGE 144 V 210 E. 4.3.1) ist nach der bis zum 31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu 
beurteilen, ob bis zu diesem Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt 
ein allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der Rentenbezügerin 
oder des Rentenbezügers gemäss lit. b und c der Übergangsbestimmungen des IVG zur Ände-
rung vom 19. Juni 2020 (vgl. auch Rz. 9100 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und 
Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]). Steht hingegen ein erst nach dem 1. Januar 2022 
entstandener Rentenanspruch zur Diskussion, findet darauf das seit diesem Zeitpunkt geltende 
Recht Anwendung (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG; Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 
2023, 8C_658/2022, E. 3.1 mit Hinweis auf Urteil vom 13. März 2023, 9C_488/2022, E. 2.2.1). 
 
3.2 In Revisionsfällen nach Art. 17 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-
zialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 gilt gemäss Rz. 9102 KSIR Folgendes: 
Liegt die massgebende Änderung vor dem 1. Januar 2022, finden die Bestimmungen des IVG 
und diejenigen der IVV in der bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung Anwendung. 
Liegt die massgebende Änderung nach diesem Zeitpunkt, finden die Bestimmungen des IVG und 
diejenigen der IVV in der ab 1. Januar 2022 geltenden Fassung Anwendung. Der Zeitpunkt der 
massgebenden Änderung bestimmt sich nach Art. 88a der Verordnung über die Invalidenversi-
cherung (IVV) vom 17. Januar 1961 (Urteil des Bundesgerichts vom 30. Juni 2023, 8C_658/2022, 
E. 3.2 mit Hinweis auf Urteil vom 8. Februar 2023, 8C_644/2022, E. 2.2.3). 
 
3.3 Den Akten ist zu entnehmen, dass die hier in Frage kommenden Revisionsgründe mehr-
heitlich vor dem 1. Januar 2022 eintraten. Folglich sind die Gesetzesgrundlagen in der bis zum 
31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung anwendbar. Sie werden im Folgenden jeweils in 
dieser Version wiedergegeben, zitiert und angewendet. 
 
4.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
4.2 Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körper-
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bis-
herigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird 
auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 
2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

 

 
 
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ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, 
Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträch-
tigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutba-
rer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög-
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 
ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 
1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 
ist (Satz 2).  
 
4.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist. Für die Bemessung 
der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). 
Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versi-
cherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung 
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). 
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehe-
gatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätig-
keit nach Absatz 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent-
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a 
Abs. 3 IVG). Dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (BGE 141 V 15 E. 3.2 mit 
Hinweisen). Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu er-
gangenen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018, wird für Teilerwerbstätige, die sich 
zusätzlich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, ein neues Berechnungsmodell statuiert (Art. 
27bis Abs. 2 - 4 IVV). Dieses sieht vor, dass für die Ermittlung des Invaliditätsgrads in Bezug auf 
die Erwerbsfähigkeit für das Valideneinkommen nicht mehr auf das Einkommen aus einem Teil-
zeitpensum abgestellt, sondern das entsprechende Einkommen auf eine hypothetische Voller-
werbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV). Die so berechnete prozentuale 
Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. b). 
 
5.1 In verfahrensrechtlicher Hinsicht ist die folgenden Grundsätze hinzuweisen: 
 
5.2 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrads im Erwerbsbereich bildet die Frage, 
in welchem Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
arbeitsunfähig ist. Für die Beurteilung der Frage des Gesundheitszustands bzw. des Ausmasses 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit der versicherten Personen ist die rechtsanwendende Behörde regel-
mässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu 

 

 
 
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stellen sind. Aufgabe der Ärztin oder des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versi-
cherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
5.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend 
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 
Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 
V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Berichten und Gutachten versicherungsinterner Fachpersonen 
kommt nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gut-
achten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. An die Beweiswürdi-
gung sind strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines 
externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1). 
 
5.4 Sodann sind das Administrativverfahren vor der IV-Stelle und das Verfahren vor dem 
kantonalen Sozialversicherungsgericht vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, 
Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben IV-Stelle und Gericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). 
 
5.5 Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine 
Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt 
sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht et-
was Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-
chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b). 
 

 

 
 
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6.1 Anlass zur Rentenrevision nach Art. 17 ATSG gibt jede (wesentliche) Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer 
wesentlichen Änderung des Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustands erheblich ver-
ändert haben oder eine wesentliche Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgebli-
chen (hypothetischen) Sachverhalts eingetreten ist (BGE 144 I 28 E. 2.2; 144 I 21 E. 2.2; 130 V 
343 E. 3.5; 117 V 198 E. 3b). Liegt ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher 
und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Be-
urteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit weiteren Hinweisen). 
 
6.2 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrads bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 
des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durch-
führung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen 
Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 108 E. 5.4, vgl. auch BGE 130 V 
71 E. 3.2.3). 
 
6.3 In der vorliegenden Angelegenheit sind der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenzuspre-
chenden Verfügungen vom 30. April 2019 und vom 12. Juli 2019 mit demjenigen der nun ange-
fochtenen Verfügung vom 7. Juni 2023 zu vergleichen. 
 
7.1 Im Zeitpunkt der Rentenzusprache lag das Gutachten der asim vom 29. Mai 2018 vor, 
auf das sich die Beschwerdegegnerin abstützte. Das Expertenteam der asim untersuchte die Be-
schwerdeführerin in internistischer, rheumatologischer und neurologischer Fachrichtung. Die 
Gutachter diagnostizierten in der interdisziplinären Gesamtbeurteilung mit Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit: 
 

• 1. Mehrursächliche chronische Handbeschwerden beidseits 
- klinisch Faustschlusssperre beidseits 1 bis 2 cm, Fingergelenksextensions- 

defizite beidseits 10° bis 30° 
- deutliche Fingergelenkspolyarthrosen beidseits, besonders der MCP- und der PIP-

Gelenke 
- diabetische Bindegewebsveränderungen an den Händen, beginnende diabetische 

Cheiropathie 
 Dupuytren'sche Faszienveränderungen neu volar beidseits 
 Status nach zweimaliger Karpaltunnelspaltung rechts 2006 mit initial 

Wundheilungsstörungen 
 Mittelfinger-Ringbandstenose-Symptomatik rechts, chirurgische Spaltung, 

postoperative Wundheilungsstörung, Dupuytren-Strahlbildung volar Ill 
rechts 

 Status nach Karpaltunnelspaltung links, postoperative Wundheilungsstö-
rung, zurzeit verheilt 

 Mittelfinger-Ringbandstenose-Symptomatik links seit Herbst 2017 

 

 
 
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• 2. Chronische Schulterbeschwerden rechts 
- adhäsive Capsulitis der rechten Schulter, anhaltende mässige Restriktion aktuell 
- Rotatorenmanschetten-Tendopathie der Supraspinatussehne rechts mit geringer 

Ruptur, Impingement-Konstellation des Acromions 
- Status nach möglicher Wurzelreiz-Symptomatik C6 rechts bei Bandscheiben-

protrusion C6/7 2016 
• 3. Chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom 

- klinisch zurzeit freie HWS-Beweglichkeiten, muskuläre Verspannungen und Do-
lenzen 

- Osteochondrose mit Bandscheibenprotrusion C6/7 und radiomorphologisch mög-
licher Wurzelreizung C6 rechts 

- rezidivierendes Thoracic outlet-Syndrom, Erstdiagnose gemäss Akten 2010 
• 4. Femoropatelläre Knieschmerzen rechts  

- klinisch freie Kniebeweglichkeiten, Valgusform beidseits 
- radiologisch deutliche beginnende Femoropatellararthrose mit zystischen Patella-

Unterflächen-Veränderungen, osteochondrale Defekte retropatellär ohne Trauma 
mit Bone bruise 

 
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter fest: 

• 1. Diabetes mellitus Typ 2 
- Leichtgradige sensibel betonte axonale Polyneuropathie 

• 2. Arterielle Hypertonie 
• 3. Verdacht auf Restless Legs-Syndrom 
• 4. Neuropathie Nervus saphenus rechts, aktuell ohne Anhaltspunkte für eine neuropathi-

sche oder neuralgische Schmerzproblematik 
• 5. Chronische Epicondylopathia humeri ulnaris links 
• 6. Valgus-Knick-Senkfuss-Deformität beidseits 
• 7. Asymptomatische Osteochondrose L5/S1 

- keine Lumbalgien gemäss Angaben, klinisch ossär leicht eingeschränkte LWS-
Beweglichkeit in der Seitneigung 

• 8. Status nach Pleuraempyem, Leberverletzung bei Wechsel der Bülau-Drainage 
• 9. Status nach Tarsaltunnel Release rechts bei Tarsaltunnelsyndrom rechts  
• 10. Status nach Kniearthroskopie rechts mit Teilmeniskektomie 
• 11. Status nach Resektion eines gutartigen Tumors im Rückenbereich lumbal 
• 12. Status nach Sprunggelenksfraktur rechts als Kind gemäss Angaben, Status nach Vor-

derarmfraktur links als Kind gemäss Angaben. 
 
7.2 Die Gutachter hielten in Bezug auf die funktionellen Einschränkungen fest, dass die 
Schulterbeschwerden Tätigkeiten über Kopf und mit Schulterbelastung nicht mehr zulassen wür-
den. Ebenso nicht mehr möglich sei das Heben von Gewichten über 5 kg mit vorgehaltenem Arm. 
Repetitives Greifen oder ein besonderer Einsatz der Hände sei nicht mehr möglich. Repetitive 
Bewegungen mit der Hand und besonders feinmotorische Anforderungen für den Einsatz der 
Hände seien nicht mehr möglich. Aufgrund der degenerativen Veränderungen im Bereich der 

 

 
 
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LWS und der HWS seien länger stehende Tätigkeiten nicht mehr möglich. Aufgrund der musku-
loskelettalen Einschränkungen mit Bewegungseinschränkungen und Schmerzen sei zudem das 
Arbeitstempo deutlich verlangsamt und die Explorandin müsse Zeit haben, immer wieder Pausen 
einzulegen, um die Muskulatur zu entspannen. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit stellten die Gut-
achter betreffend die in den letzten zwanzig Jahren ausgeübte Tätigkeit in der Wäscherei fest, 
dass aufgrund der Hand- und Schulterbeschwerden bleibend keine Arbeitsfähigkeit mehr gege-
ben sei, da das Profil dieser Tätigkeit einerseits beinbelastend sei (ausschliessliches Stehen), 
andererseits der Bügelarbeitsanteil in der Wäscherei handbelastend und das Versorgen der 
schweren Wäschesäcke schulterbelastend sei. In Bezug auf den Verlauf äusserten sich die Gut-
achter dahingehend, dass die Versicherte die Tätigkeit bis April 2015 uneingeschränkt habe 
durchführen können. Nachdem im April 2015 plötzliche starke Schulterschmerzen aufgetreten 
seien, habe sie ihre Tätigkeit nicht mehr ausüben können. Seither hätten sich die Schulterbe-
schwerden nicht gebessert und es seien Handbeschwerden hinzugekommen. 
 
7.3 In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit führten die Gutachter 
aus, dass in einer optimal angepassten Tätigkeit eine 40%-ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Ein-
schränkung sei auf die deutlichen degenerativen Veränderungen im Bereich des muskuloske-
lettalen Apparates mit deutlicher Einschränkung der Handfunktionen und auch Einschränkungen 
im Bereich der Schultern zurückzuführen. Dies führe dazu, dass das Arbeitstempo und die Leis-
tungsfähigkeit deutlich reduziert seien und die Explorandin häufige Pausen einlegen müsse. Mög-
lich erscheine eine körperlich leichte Tätigkeit, nicht ausschliesslich stehend (max. zur Hälfte der 
Zeit), ohne wiederholtes Benutzen müssen von Treppenstufen oder Leitern, ohne kniende oder 
kauernde Tätigkeitsanteile, ohne Überkopftätigkeiten, ohne Arbeit mit repetitivem Greifenmüssen 
oder mit besonderem Krafteinsatz der Hände (Halten des Bügeleisens und ähnliches), ohne re-
petitive Bewegungen mit der Hand und ohne besondere feinmotorische Anforderungen für den 
Einsatz der Hände. Diese Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bestehe seit der aktuellen 
rheumatologischen Begutachtung. Die Arbeitsfähigkeit werde in allererster Linie durch die mus-
kuloskelettalen Veränderungen eingeschränkt. Aus neurologischer Sicht bestünden keine Ein-
schränkungen, da keine neurologischen radikulären sensiblen motorischen Ausfälle bestehen 
würden. Der Diabetes mellitus und die arterielle Hypertonie hätten keinen direkten Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit. Der Diabetes führe nur zu einer qualitativen Einschränkung, indem Tätigkei-
ten auf Gerüsten oder Dächern wegen der Absturzgefahr nicht möglich seien. 
 
7.4 Gestützt auf diese medizinische Beurteilung und den Haushaltsabklärungsbericht vom 
13. August 2018 sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Verfügungen vom 
30. April 2019 und vom 12. Juli 2019 in Anwendung der gemischten Methode mit einer Aufteilung 
Erwerb 80 % und Haushalt 20 % und unter Berücksichtigung einer im Haushalt ermittelten Ein-
schränkung von 21 % ab 1. April 2016 eine ganze Invalidenrente und ab 1. Mai 2018 eine halbe 
Invalidenrente zu. In Bezug auf die Einschränkung im Erwerbsbereich hielt die Beschwerdegeg-
nerin fest, dass der Versicherten seit Anfang Februar 2018 die Ausübung einer leichten, wech-
selbelastenden Tätigkeit ohne besondere feinmotorische Anforderungen und besonderen 
Krafteinsatz der Hände im Umfang von 40 % zumutbar sei. 
 

 

 
 
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8.1 Mit Schreiben vom 3. Juli 2020 reichte die Beschwerdeführerin bei der Beschwerdegeg-
nerin ein Revisionsgesuch ein. Folgende medizinischen Berichte fanden nach der Zusprache der 
Rente Eingang in die Akten bzw. wurden nach der Begutachtung durch die asim erstellt. 
 
8.2 Dr. med. C.____, Medizinische Universitätsklinik, Neurologie, Spital D.____, diagnosti-
zierte in der Beurteilung vom 11. Dezember 2019 Parästhesien der unteren Extremitäten beid-
seits, rechtsbetont, unklarer Ätiologie. Die Zuweisung der Patientin sei mit der Frage nach dem 
Vorliegen eines Tarsaltunnelsyndroms erfolgt. Für dieses gebe es keine Hinweise. Die von der 
Patientin geschilderten Fühlstörungen in den Füssen beidseits seien primär verdächtig auf das 
Vorliegen einer Polyneuropathie. Ungewöhnlich sei jedoch die asymmetrische Verteilung der 
Fühlstörungen. Abgesehen von den Fühlstörungen hätten sich in der klinisch-neurologischen Un-
tersuchung ein Reflexsprung zwischen PSR und AST wie auch eine leichte Gangunsicherheit, 
vereinbar mit einer Polyneuropathie, ergeben. Es habe allerdings im ENMG keine sichere Poly-
neuropathie nachgewiesen werden können, was aber eine beginnende Polyneuropathie nicht 
ausschliesse. Eine zentrale Ursache könne nicht ausgeschlossen werden. 
 
8.3 Dr. med. E.____, Klinik für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
Handchirurgie, Spital D.____, führte im Sprechstundenbericht vom 19. August 2020 aus, dass 
die Patientin seit ein paar Monaten durch Funktionseinschränkungen beider Hände belastet sei. 
Einerseits seien es Schmerzen, andererseits bestehe eine eingeschränkte Beweglichkeit sowohl 
im Faustschluss als auch in der Fingerextension. Sie lasse Gegenstände fallen aufgrund der Ver-
schlechterung der Sensibilität in allen Fingern palmarseitig. Es bestehe eine stark gestörte Nacht-
ruhe. Die Patientin müsse immer wieder aufstehen und die Hände wie auch die Füsse schütteln. 
Die Sensibilität sei im Bereich der Fingerkuppen äusserst schlecht. Es bestehe der Verdacht auf 
ein Karpaltunnelrediziv beidseits, möglicherweise auf ein Kompressionssyndrom des Nervus ul-
naris beidseits.  
 
8.4 Dr. med. et. phil. F.____, Fachärztin für Neurologie, führte im neurologischen Konsilium 
vom 10. September 2020 aus, dass das Karpaltunnelsyndrom links im Vergleich zu den Mess-
werten aus dem Jahr 2018 leicht progredient sei. Eine relevante Affektion der Ulnaris-Nerven 
habe sie weder elektrophysiologisch noch sonographisch feststellen können. Die berichteten 
Sensibilitäts- und Feinmotorikstörungen der Hände seien teils durch das bekannte, links leicht 
progrediente Karpaltunnelsyndrom bedingt, teils auch durch die leicht sensibel betonte Polyneu-
ropathie aufgrund des Diabetes mellitus. In Folge der Funktionseinschränkungen der Hände mit 
Schmerzen in den Gelenken sowie teilweise Schwellungen sei eine rheumatologische Untersu-
chung angezeigt. 
 
8.5 Im Sprechstundenbericht vom 28. September 2020 hielt Dr. E.____ unveränderte Be-
schwerden fest. Es liege weiterhin eine eingeschränkte Funktion der Finger mit deutlich einge-
schränktem Faustschluss und Kraftminderung vor. Weiterhin bestünden auch Sensibilitätsstörun-
gen beidseits. Mit IV-Bericht vom 20. November 2020 führte Dr. E.____ aus, dass die Behandlung 
abgeschlossen sei. Fragen zur Arbeitsfähigkeit könne sie nicht beantworten. Beim Haushalt ma-
chen, beim Kochen und beim Einkaufen sowie bei der eigenen Hygiene sei die Patientin sehr 
eingeschränkt. Als weiteres Vorgehen sei eine rheumatologische Abklärung geplant. 

 

 
 
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8.6 Dr. med. G.____, Rheumatologie und Innere Medizin FMH, diagnostizierte im Bericht 
vom 2. Dezember 2020 funktionell stark eingeschränkte Hände, ein Karpaltunnelsyndrom beid-
seits, eine leicht sensibel betonte Polyneuropathie, eine deutlich eingeschränkte Schultergelenks-
funktion beidseits, den Status nach Tarsaltunnelrelease rechts sowie einen Eisenmangel. In sei-
ner Beurteilung führte er aus, dass die Patientin aufgrund dieser Beschwerden sowie unter Be-
rücksichtigung deutlich eingeschränkter Schultergelenke weiterhin nicht arbeitsfähig sei. Im Be-
richt vom 21. Dezember 2020 erhob Dr. G.____ neben den bekannten Diagnosen neu den Ver-
dacht auf eine Psoriasis-Arthropathie, die seit dem 18. Dezember 2020 mit Methotrexat behandelt 
werde. Die Tenosynovitiden der Fingerflexoren könnten durchaus mit einer Psoriasis-Arthropa-
thie zusammenhängen. In der Zwischenzeit habe sich die Tendovaginitis am rechten Daumen 
derart verschlechtert, dass eine Flexion kaum mehr möglich sei. Mit Bericht vom 29. Januar 2021 
hielt Dr. G.____ fest, dass die Patientin sechs Wochen nach Beginn der medikamentösen The-
rapie nur über eine leichtgradige subjektive Besserung ihrer Beschwerden an den Händen be-
richte. Im Vordergrund stehe weiterhin die schmerzhafte Bewegungseinschränkung des rechten 
Daumens. Im Bericht vom 17. Mai 2021 führte er aus, dass aufgrund einer Coronavirusinfektion 
eine MTX-Pause gemacht worden sei, was zu einem Schub der Polyarthritis der Hände geführt 
habe.  
 
8.7 Dr. E.____ berichtete erneut mit Schreiben vom 6. September 2021. Aufgrund fehlender 
Besserung nach Kortisoninfiltration sei die Ringbandspaltung Dig. I und II auf der rechten Seite 
geplant. Im Bericht vom 14. Dezember 2021 hielt Dr. E.____ nach Vornahme der Ringbandspal-
tung A1 Dig. I und II rechts vom 12. November 2021 fest, dass die Handgelenksbeweglichkeit 
etwas besser geworden sei. Die Patientin habe keine Schmerzen mehr. In Anbetracht der Pso-
riasis-Arthropathie sei die Beweglichkeit in etwa gleich wie vor der Operation. 
 
8.8 Dr. G.____ diagnostizierte in seinem Bericht vom 29. Juni 2022 neben den bekannten 
Diagnosen neu ein akutes, links betontes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom, Erstdiagnose 
Mai 2022. Die Patientin berichte über Lumbalgien mit Ausstrahlungen bis zu den Zehen des lin-
ken Fusses. Gelegentlich stolpere sie über ihre eigenen Füsse. Seit längerer Zeit seien Taub-
heitsgefühle an beiden Füssen bekannt. Seit ca. sechs Wochen leide sie vermehrt unter Rücken-
schmerzen, am meisten in der Nacht, mit bilateralen Ausstrahlungen bis zu den Füssen, teilweise 
krampfartig.  
 
8.9 Dr. B.____ hielt in der Stellungnahme vom 13. Oktober 2022 fest, dass keine richtungs-
weisende Veränderung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung durch das asim im Jahr 
2018 objektiviert werden könne. Die rezidivierenden Tendovaginitiden an den Fingern, die durch 
die vorbestehenden bekannten Fingergelenksarthrosen und den bekannten Morbus Dupuytren 
begünstigt würden und erneut am 12. November 2021 durch eine Ringbandspaltung, diesmal an 
Dig. I und II rechts behandelt worden seien, würden nichts an der gutachterlich definierten Zu-
mutbarkeit ändern. Die asim-Gutachter hätten die körperliche Belastungseinschränkung bei chro-
nischen Handbeschwerden beidseits bereits im Jahr 2018 explizit gewürdigt. Mit Stellungnahme 
vom 17. Oktober 2022 führte sie aus, dass für den Herbst 2022 eine Ringbandspaltung an Dig. 
IV und V rechts geplant sei. Dies habe eine vorübergehende kurze 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit 

 

 
 
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zur Folge, die nicht IV-relevant sei. Die Operation habe auch keinen Einfluss auf die Zumutbar-
keit, wie sie im asim-Gutachten definiert worden sei. Die Belastungseinschränkungen der Hände 
sei gutachterlich bereits gewürdigt worden. 
 
8.10 Dr. E.____ hielt im IV-Bericht vom 29. Dezember 2022 fest, dass die Patientin an einer 
multifaktoriellen und zunehmenden funktionellen Einschränkung beider Hände leide bei Verdacht 
auf Psoriasis-Arthropathie, mehrfachen Tenosynovitiden der Beugesehnen mit Status nach meh-
reren Ringbandspaltungen, Karpaltunnelkompressionen beidseits sowie einer sensiblen Neuro-
pathie (wahrscheinlich bei Diabetes mellitus). Ausserdem leide sie an Rücken- und Schulter-
schmerzen. Zuletzt seien nach erfolgloser Kortison-Infiltration die Ringbänder Dig. IV und V ge-
spalten worden, zudem sei ein Dupuytren Strang reseziert worden. Es bestehe eine starke Ein-
schränkung der Beweglichkeit von beiden Händen, so dass der Faustschluss mit einem Finger-
kuppenhohlhandabstand von ca. 6 cm möglich sei und die Patientin im Alltag massiv einge-
schränkt sei. Dr. E.____ diagnostizierte mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Tendova-
ginitis stenosans Dig. IV und V rechts, eine acute and chronic Lumbalgie bei/mit aktuell anam-
nestisch partiell pseudoradikulärer Schmerzausstrahlung, partiell möglicher Reizsymptomatik 
Wurzel S1 beidseits, Zeichen einer Claudicatio spinalis Symptomatik mit Abnahme der Gehdauer 
und vermehrter Notwendigkeit zum Absitzen beim längerem Gehen, krampfartigen Beschwerden 
im Ober- und Unterschenkel bei intakter Sensomotorik sowie einer deutlich eingeschränkten 
Schultergelenksfunktion beidseits bei Status nach adhäsiver Capsulitis bei Partialruptur Supra-
spinatussehne rechts und einen Diabetes mellitus Typ 2. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielt 
sie fest, dass eine Arbeitsfähigkeit nur für Tätigkeiten ohne Benützung der Hände denkbar sei. 
Eine Tätigkeit, die mit beiden Händen auszuüben sei, sei nicht möglich. Die Arbeitsfähigkeit sei 
sicher auch noch abhängig von den Rückenbeschwerden und den Schulterbeschwerden. Die 
Patientin sei im Haushalt sehr eingeschränkt. Die Tätigkeiten würden langsam ober gar nicht 
mehr verrichtet werden. Sie bekomme Hilfe durch die Familie. 
 
8.11 Im IV-Bericht vom 2. März 2023 gab Dr. G.____ an, dass sich der Gesundheitszustand 
betreffend die rechte Schulter langsam verschlechtere, an den Fingern rechts sei er besserungs-
fähig. Angesichts der nach medial subluxierten langen Bizepssehne rechts sei eine schulteror-
thopädische Beurteilung angezeigt. Aufgrund der rezidivierenden Beinschmerzen müsse ein 
MRT der LWS in die Wege geleitet werden, um zu klären, ob eine degenerative Spinalkanalste-
nose vorliege. Angesichts der komplexen Beschwerdesymptomatik und der Beteiligung verschie-
dener Spezialärzte erscheine die Patientin momentan überfordert und nicht an weiteren Abklä-
rungen und zusätzlichen Behandlungen interessiert zu seien. Die Wiederaufnahme einer berufli-
chen Tätigkeit erscheine ihm aufgrund der Komplexität sehr unwahrscheinlich. 
 
8.12 Dr. B.____ führte mit Stellungnahme vom 27. April 2023 aus, dass die weiteren Ring-
bandspaltungen an der bisherigen Zumutbarkeit, die die Belastungseinschränkung der Hände 
bereits berücksichtige, nichts ändere. Diese Eingriffe würden die Symptome und nicht die Ursa-
chen beheben. Ursache seien die bereits bekannte Fingerarthrose und der Morbus Dupuytren, 
die gutachterlich berücksichtigt worden seien. Die von der Versicherten neu geltend gemachten 
Rückenbeschwerden seien auch bereits beim asim-Gutachten ein Thema gewesen. Damals sei 

 

 
 
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radiologisch im Bereich der LWS eine Osteochondrose L5/S1 bei klinisch nur leicht eingeschränk-
ter LWS-Seitneigung objektiviert worden. Der Versicherten sei deshalb und auch wegen der De-
generation an den Händen eine längere stehende Tätigkeit als nicht mehr zumutbar attestiert 
worden. Dem Bericht von Dr. G.____ vom 2. März 2023 würden sich keine neuen Diagnosen 
entnehmen lassen. Die Versicherte begründe den Einwand mit einer subjektiven Zunahme der 
aktenkundigen langjährig bekannten Beschwerden. Objektive Befunde seien aber mit der geltend 
gemachten subjektiven Beschwerdeverschlechterung nicht vorgebracht worden. Es sei bemer-
kenswert, dass Dr. G.____ im Juni 2022 einen unveränderten Gesundheitszustand verglichen mit 
dem asim-Gutachten angegeben habe und eine im August 2022 vorgeschlagene apparative Un-
tersuchung zur weiteren Abklärung der erneut beklagten bekannten multilokulären Beschwerden 
von der Versicherten nicht wahrgenommen worden sei. Es sei auch bemerkenswert, dass die 
Versicherte eine postoperative Kontrolle nach der letzten Ringbandspaltung im Oktober 2022 ab-
gesagt habe. Zusammenfassend könne eine richtungsweisende Veränderung des Gesundheits-
zustands seit dem asim-Gutachten nicht nachvollzogen werden. Dafür gebe es keine objektiven 
Hinweise. An dieser Auffassung hielt Dr. B.____ in der Stellungnahme vom 6. Juli 2023, die im 
Rahmen der Vernehmlassung von der Beschwerdegegnerin eingeholt wurde, fest. 
 
8.13 Schliesslich liegt der Bericht von Dr. med. H.____, FMH Neurologie, vom 1. September 
2023 bei den Akten, der von der Beschwerdegegnerin im vorliegenden Beschwerdeverfahren am 
28. November 2023 eingereicht wurde. Dr. H.____ führte darin aus, dass die seit Jahren beste-
henden und in der lntensität zunehmenden Missempfindungen der Füsse mit nächtlich betonten 
Beschwerden auf dem Boden der vordiagnostizierten Polyneuropathie zu sehen seien. Es be-
stehe darüber hinaus ein Restless Legs-Syndrom, insbesondere aufgrund des Bewegungsdrangs 
und der Besserung durch das Umhergehen mit auch tagsüber im Sitzen auftretenden Missemp-
findungen, die das Sitzen erschweren würden. Bei bekannter Polyneuropathie könnte es sich um 
eine symptomatische Form eines Restless Legs-Syndroms handeln, DD sei eine idiopathische 
Form möglich. Aufgrund der klinischen Befunde sei davon auszugehen, dass sich die Polyneuro-
pathie im Vergleich zu den Voruntersuchungen vom Januar 2015 und möglicherweise auch im 
Vergleich zu 2018 verschlechtert hätten. Empfehlenswert sei die medikamentöse neuropathisch 
wirksame Therapie, insbesondere zur Nacht. Eine ENMG-Verlaufskontrolle könne zur Objektivie-
rung des Verlaufs herangezogen werden, allerdings wahrscheinlich ohne therapeutische Konse-
quenz. Die Polyneuropathie gehe einher mit einer gewissen Stand- und möglicherweise auch 
Gangataxie, die sich auch subjektiv durch das vermehrte Stolpern ausdrücke. Hier sei das regel-
mässige Gleichgewichtstraining, eventuell mit Hilfe einer Physiotherapie, zu empfehlen. Die Be-
wegungseinschränkung des gesamten rechten Armes sei nicht sicher neurogen und mehrheitlich 
orthopädisch bedingt. Bei Status nach bereits zwei Karpaltunnelsyndrom-Operationen rechts sei 
eine gewisse residuelle Läsion des Nervus medianus rechts anzunehmen. 
 
9.1 Die Beschwerdegegnerin vertritt die Auffassung, dass keine richtungsweisende Verän-
derung des Gesundheitszustands seit der Begutachtung durch die asim im Jahr 2018 objektiviert 
werden könne. Wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird, kann eine wesentliche Verschlechterung 
der gesundheitlichen Leiden bzw. eine wesentliche Verschlechterung der Auswirkungen der Lei-
den auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin und ihre Fähigkeit, die Aufgaben im Haushalt 

 

 
 
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zu erledigen, gestützt die derzeit vorhandene medizinische Aktenlage jedoch nicht mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. 
 
9.2 In Bezug auf die Handbeschwerden geht aus dem Bericht von Dr. E.____ vom 29. De-
zember 2022 hervor, dass die Patientin an einer multifaktoriellen und zunehmenden funktionellen 
Einschränkung von beiden Händen leide. Es bestehe eine starke Einschränkung der Beweglich-
keit, so dass der Faustschluss mit einem Fingerkuppenhohlhandabstand von ca. 6 cm möglich 
sei. Die Patientin sei im Alltag massiv eingeschränkt. Im Rahmen der Begutachtung durch die 
asim wurde eine Faustschlusssperre beidseits von 1 bis 2 cm festgestellt. Hier besteht somit ein 
Indiz für den Eintritt einer wesentlichen Veränderung. Weiter ist dem Bericht von Dr. E.____ zu 
entnehmen, es sei eine Verschlechterung aufgrund zunehmender Steifigkeit eingetreten, sodass 
Tätigkeiten mit beiden Händen gar nicht mehr zumutbar seien. Sie schloss Tätigkeiten mit Benut-
zung der Hände sogar ganz aus. Auch dem Bericht von Dr. G.____ vom 2. Dezember 2020 sind 
Hinweise für eine Verringerung der Funktionsfähigkeit der Hände im Vergleich zur Begutach-
tungssituation im Jahr 2018 zu entnehmen, da er von "funktionell stark" eingeschränkten Händen 
spricht. Die Gutachter der asim führten aus, dass feinmotorische Anforderungen für den Einsatz 
der Hände sowie repetitive Tätigkeiten mit den Händen ausgeschlossen seien. Das Belastungs-
profil betreffend die Hände war damals somit nicht erheblich eingeschränkt. Ob im jetzigen Zeit-
punkt Tätigkeiten mit den Händen grundsätzlich überhaupt noch möglich sind, kann gestützt auf 
die vorliegenden medizinischen Unterlagen nicht zweifelsfrei beurteilt werden. 
 
9.3 Anlass zu weiteren Abklärungen gibt auch der Umstand, dass im Jahr 2018 nur die chro-
nischen Beschwerden in der rechten Schulter bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit berücksich-
tigt wurden. Nun ergeben sich aus den neueren medizinischen Berichte aber Beschwerden in 
beiden Schultern. So hielt Dr. G.____ im Bericht vom 2. Dezember 2020 deutlich eingeschränkte 
Schultergelenksfunktionen beidseits fest. Diesbezüglich ist unklar, ob das Zumutbarkeitsprofil der 
asim-Gutachter zum jetzigen Zeitpunkt noch zutrifft. 
 
9.4 In Bezug auf die Rückenbeschwerden ist sodann festzuhalten, dass im Rahmen des 
asim-Gutachtens eine asymptomatische Osteochondrose L5/S1 festgestellt wurde ohne Lumbal-
gien, mit klinisch ossär leicht eingeschränkter LWS-Beweglichkeit in der Seitneigung. Eine Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit sprachen die Gutachter diesem Befund nicht bei. Sie schlossen 
aber aufgrund der degenerativen Veränderungen der HWS eine länger stehende Tätigkeit aus. 
Aus dem Bericht von Dr. G.____ vom 29. Juni 2022 ergibt sich neu ein akutes, links betontes 
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom. Die Versicherte habe über Lumbalgien mit Ausstrahlun-
gen bis zu den Zehen des linken Fusses berichtet. Auch Dr. E.____ berichtete am 29. Dezember 
2022 von einer "acute and chronic" Lumbalgie mit aktuell partiell pseudoradikulärer Schmerzaus-
strahlung, partiell möglicher Reizsymptomatik Wurzel S1 beidseits, Zeichen einer Claudicatio spi-
nalis Symptomatik mit Abnahme der Gehdauer und vermehrter Notwendigkeit zum Absitzen beim 
längerem Gehen sowie krampfartigen Beschwerden in Ober- und Unterschenkel. Dr. G.____ hielt 
im Bericht vom 2. März 2023 fest, aufgrund der rezidivierenden Beinschmerzen sei die Abklärung 
durch ein MRT der LWS mit der Frage nach einer degenerativen Spinalkanalstenose zu bespre-
chen. Das Zumutbarkeitsprofil der asim schloss zwar eine ausschliesslich stehende Tätigkeit aus. 
In Bezug auf die Gehdauer ist dem Zumutbarkeitsprofil aber keine Einschränkung zu entnehmen, 

 

 
 
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weshalb der Beurteilung von Dr. B.____ vom 27. April 2023, wonach die Rückenbeschwerden 
bereits im Rahmen der Begutachtung der asim ein Thema gewesen seien, nicht ohne Weiteres 
zugestimmt werden kann. Stattdessen deutet diese Diskrepanz auf eine mögliche zusätzliche 
Einschränkung des Zumutbarkeitsprofils hin, weshalb auch hier weitere Abklärungen angezeigt 
sind. 
 
9.5 Auch in Bezug auf die neurologischen Beschwerden kann der Eintritt einer wesentlichen 
Verschlechterung gestützt auf die derzeitige Aktenlage nicht ausgeschlossen werden. Hier ist der 
Bericht von Dr. H.____ vom 1. September 2023 wesentlich. Der Bericht stammt zwar zeitlich nach 
dem Erlass der angefochtenen Verfügung, ist aber vorliegend zu berücksichtigen, da sich daraus 
Rückschlüsse auf die Situation vor der angefochtenen Verfügung ergeben. Dr. H.____ hielt fest, 
dass die Intensität der Missempfindungen der Füsse zunehme. Anders als im asim-Gutachten 
erhebt er nicht mehr nur den Verdacht auf ein Restless Legs-Syndrom, sondern diagnostiziert es. 
Weiter hielt er fest, dass die Missempfindungen das Sitzen erschweren würden. Auch diese Be-
schwerden wurden von der asim noch nicht berücksichtigt, weshalb mögliche Einschränkungen 
des Zumutbarkeitsprofils weiter abzuklären sind. Weiter führte Dr. H.____ aus, dass sich die Po-
lyneuropathie aufgrund der klinischen Befunde im Vergleich mit den Voruntersuchungen im Ja-
nuar 2015 und möglicherweise auch im Vergleich zu 2018 verschlechtert habe. Damit könnten 
allenfalls auch aus neurologischer Sicht Einschränkungen bestehen, die Einfluss auf die Funkti-
onsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben. 
 
10.1 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass einige Hinweise für den Eintritt einer Ver-
schlechterung bezüglich der Handbeschwerden, der Beschwerden der Iinken Schulter, der lum-
balen und neurologischen Beschwerden vorhanden sind, die sich wesentlich auf die Einschrän-
kungen im Haushalt und das Zumutbarkeitsprofil auswirken könnten. Die Einschränkungen be-
treffend die Hände sind zwar im Jahr 2018 berücksichtigt worden, allerdings in einem geringeren 
Ausmass. Heute steht im Raum, dass der Beschwerdeführerin gar keine Tätigkeit mehr mit den 
Händen zumutbar ist, was sich auch wesentlich im Haushalt auswirken würde. Wie bereits dar-
gelegt, genügen bereits geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Einschätzung, um weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten. Diese Zweifel liegen 
vor, weshalb zum jetzigen Zeitpunkt nicht über das Rentenrevisionsgesuch der Beschwerdefüh-
rerin entschieden werden kann.  
 
10.2 Aus diesem Grund ist die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit sie den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Rahmen 
einer (mindestens) bidisziplinären rheumatologisch-neurologischen Verlaufsbegutachtung ge-
mäss Art. 44 ATSG umfassend ab Zeitpunkt des asim-Gutachtens vom 29. Mai 2018 abklären 
lässt. Anschliessend wird sie ebenfalls eine neue Abklärung vor Ort im Haushalt in Auftrag geben 
müssen. Auch diese Abklärung wird sich mit der Frage befassen müssen, wie sich die aktuellen 
Einschränkungen präsentieren und ob seit der letztmaligen Abklärung vor Ort am 4. Juli 2018 
(Bericht vom 13. August 2018) eine wesentliche Verschlechterung eingetreten ist. Danach wird 
die Beschwerdegegnerin erneut über die Frage zu entscheiden haben, ob eine Verschlechterung 

 

 
 
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der Funktionsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Erwerb und Haushalt seit Erlass der Verfügun-
gen im Jahr 2019 eingetreten ist. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 7. Juni 2023 aufgehoben.  
 
11. Abschliessend bleibt über die Kosten des Verfahrens zu befinden. Beim Entscheid über 
die Verlegung der Verfahrens- und der Parteikosten ist grundsätzlich auf den Prozessausgang 
abzustellen. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die 
Angelegenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen 
Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die beschwerde-
führende Partei als obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 57 E. 2.1 
und 2.2, 132 V 215 E. 6.2, je mit Hinweisen). Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um 
die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsge-
richt kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert festzulegen. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrens-
aufwand entstanden ist, setzt das Kantonsgericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Die Verfahrenskosten werden 
gestützt auf § 20 Abs. 3 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 in der Regel in angemessenem Ausmass der unterliegenden 
Partei auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin unterliegende Partei, weshalb die Ver-
fahrenskosten ihr aufzuerlegen sind. 
 
12. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig ge-
gen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind 
– mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren 
(vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, 
wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) 
oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen 
würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich 
bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und an-
schliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenent-
scheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit 
dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvorausset-
zungen) beantwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2). Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid 
handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn 
eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den 
in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet 
das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrückli-
chen Vorbehalt. 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

 

 
 
Seite 16   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

://: 1. Die Beschwerde wird in diesem Sinne gutgeheissen, als die angefoch-
tene Verfügung vom 7. Juni 2023 aufgehoben und die Angelegenheit an 
die Beschwerdegegnerin zur Durchführung weiterer Abklärungen im 
Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung zurück-
gewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
degegnerin auferlegt. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 
 
 
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