# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7e1f106c-77de-5400-992a-c8358b06379d
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-22
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 22.05.2024 III 2023 130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-130_2024-05-22.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 130

Entscheid vom 22. Mai 2024 

Besetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
MLaw Manuel Gamma, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,

gegen

1. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9, Post-
fach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

2. Gemeinderat Schwyz, Herrengasse 17, Postfach 253, 
6431 Schwyz,
Beigeladener,

Gegenstand Umwelt-, Heimat- und Naturschutzrecht (Unterschutzstellung eines 
Vielzweckbaus/Gadenhauses)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geboren 1996; nachstehend: Eigentümer) ist Alleineigentümer 
des Grundstücks KTN __1 (26'298 m2), C.________-gasse, Schwyz. Das Grund-
stück befindet sich in der Landwirtschaftszone. Im Osten grenzt es an eine Öf-
fentliche Zone, im Süden an die Kernzone B sowie die D.________-strasse, im 
Norden an die C.________-gasse, auf deren gegenüberliegender Seite sich 
ebenfalls eine Kernzone B befindet. Im Westen stösst das Grundstück ebenfalls 
an die Landwirtschaftszone an. Am Südostrand schliesst das Grundstück unmit-
telbar an die Parzelle KTN __2 (im Eigentum des Kantons) an, auf welcher sich 
das E.________ befindet. 

Auf dem Grundstück befindet sich das aus dem Ende des 19. Jahrhunderts (um 
1890 erbaut) stammende Haus C.________-gasse __3 ("Gadenhaus 
F.________"). Das Gebäude ist im Kantonalen Schutzinventar (KSI) nicht ver-
zeichnet; im Bauernhausinventar (BHI) ist es hingegen unter der Nummer __4 
als Vielzweckbau aufgeführt. Zudem befindet sich das Grundstück samt dem 
Gadenhaus in der Umgebungszone (U-Zo) XI ("G.________, innerer Freiraum 
mit Gutsbetrieb und öffentlichen Bauten nahe des Dorfkerns") des im ISOS ein-
getragenen Fleckens Schwyz. In der U-Zo XI gelten die Aufnahmekategorie a 
("unerlässlicher Teil des Ortsbildes, unverbaut oder mit Bauten, die der ursprüng-
lichen Beschaffenheit der Umgebung entsprechen") und das Erhaltungsziel a 
("Erhalten der Beschaffenheit als Kulturland oder als Freifläche sowie der für das 
Ortsbild wesentlichen Vegetation und Altbauten, Beseitigung störender Verände-
rungen"). 

B. Der Eigentümer beabsichtigt, nach der Übernahme des elterlichen Betrie-
bes den vorhandenen Anbindestall durch einen zeitgemässen Laufstall zu erset-
zen. Der Ersatzbau soll zwecks Schonung des Kulturlandes am gleichen Stand-
ort wieder aufgebaut und allenfalls mit einem Anbau nach Westen erweitert wer-
den. Die bestehende Jauchegrube und der Auslauf sollen beibehalten werden, 
ebenso die Hocheinfahrt, welche jedoch mit Blick auf heutige Landwirtschafts-
maschinen abgesenkt werden soll. Insbesondere der heutige Ökonomieteil soll 
abgebrochen und ersetzt werden. 

Im Zeichen der Planungssicherheit wandte sich die H.________ GmbH in Vertre-
tung des Eigentümers im Oktober 2022 an die kantonale Denkmalpflege. Am 
31. Oktober 2022 fand eine erste Begehung des Ökonomieteils statt (vgl. Foto-
dokumentation [Beilage zur Vernehmlassung des Bildungsdepartements vom 
30.10.2023]), worauf die kantonale Denkmalpflege Dr. I.________ mit der Ausar-
beitung eines Kurzgutachtens beauftragte. Dieser nahm am 14. Februar 2023 mit 

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dem Eigentümer sowie einem Vertreter der kantonalen Denkmalpflege eine wei-
tere Besichtigung des Gebäudes vor. Am 31. März 2023 erstattete Dr. 
I.________ das Kurzgutachten. Hierzu konnten der Eigentümer sowie die Ge-
meinde Schwyz Stellung nehmen. Der Eigentümer machte am 27. April 2023 im 
Wesentlichen geltend, die privaten Interessen an einer zeitgemässen und wirt-
schaftlichen Nutzung seien mit der Unterschutzstellung nicht zu vereinbaren und 
überwögen das öffentliche Interesse an einer solchen. Der Gemeinderat Schwyz 
erachtete mit Beschluss (GRB) Nr. 155 vom 12. Mai 2023 eine Unterschutzstel-
lung nicht für angemessen. Weiter äusserten sich auch die kantonale Denkmal-
pflege sowie das Amt für Landwirtschaft (AFL). 

C. Mit Beschluss (RRB) Nr. 509/2023 vom 4. Juli 2023 entschied der Regie-
rungsrat wie folgt:

1. Das Haus C.________-gasse __3 (Vielzweckbau F.________), KTN __1, 
Schwyz, wird ins KSI als Nr. __5 aufgenommen und als regional eingestuft. 
Es gilt der Schutzumfang nach § 5 Bst. c DSV (Schutzziel III: Pflicht zur 
Erhaltung des Charakters). 

2. Im Fall einer Restaurierung ist die Planung durch die kantonale 
Denkmalpflege zu begleiten (§ 6 DSG). 

3. Das Objekt ist im Grundbuch anzumerken. Die Kosten trägt der Kanton (Amt 
für Kultur).

4.-6. (Rechtsmittelbelehrung; Zustellung). 

D. Gegen diesen RRB Nr. 509/2023 (Versand am 11.7.2023) lässt 
A.________ mit Eingabe vom 31. Juli 2023 (Postaufgabe am gleichen Tag) frist-
gerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit 
den folgenden Anträgen:

1. Der Beschluss Nr. 509/2023 des Regierungsrats des Kantons Schwyz vom 
4. Juli 2023 sei vollumfänglich aufzuheben.

2. Es sei festzustellen, dass das Haus C.________-gasse __3 "Vielzweckbau 
F.________", Grundstück Nr. __1 Schwyz, C.________-gasse __3, 
6430 Schwyz, nicht schutzwürdig im Sinne des kantonalen 
Denkmalschutzgesetzes (SRSZ 720.100, DSG) ist.

3. Es sei eine öffentliche Verhandlung verbunden mit einem Augenschein 
durchzuführen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons 
Schwyz.

E. Mit Vernehmlassung vom 29. August 2023 verwies der Gemeinderat auf 
seinen GRB Nr. 155 vom 12. Mai 2023. Das Bildungsdepartement beantragt mit 
Vernehmlassung vom 30. Oktober 2023, die Beschwerde sei unter Kostenfolge 
zu Lasten des Beschwerdeführers abzuweisen. 

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F. Mit Schreiben vom 30. Oktober 2023 stellte das Verwaltungsgericht den 
Verfahrensbeteiligten die Vernehmlassungen zu. Betreffend den beantragten 
Augenschein wurde darauf hingewiesen, dass gemäss bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung eine mündliche Stellungnahme im Anschluss an den Augen-
schein einen Verzicht der Verfahrensbeteiligten auf eine schriftliche Stellung-
nahme zum Augenschein (bzw. Protokoll desselben) voraussetze. Fehle es am 
Einverständnis der Parteien, sei diesen vorerst Frist zur Stellungnahme zum Au-
genscheinprotokoll einzuräumen und die öffentliche Verhandlung auf einen 
späteren Zeitpunkt zu verschieben. Im Interesse der Verfahrensökonomie und 
beförderlichen Behandlung der Beschwerdesache(n) sei in diesem Fall ein Ver-
zicht auf die öffentliche Verhandlung in Betracht zu ziehen, und stattdessen die 
Stellungnahme zum Protokoll mit der Replik (bzw. Duplik) zu kombinieren.

Das Bildungsdepartement (BiD) / Amt für Kultur teilte hierauf mit E-Mail vom 
8. November 2023 mit, dass es mit der Zusammenlegung von Stellungnahme 
zum Augenscheinprotokoll und Replik/Duplik einverstanden sei. 

G. Mit Verfügung vom 16. November 2023 lud der verfahrensleitende Richter 
die Verfahrensbeteiligten auf den Mittwoch, 20. Dezember 2023, 09.00 Uhr, zum 
Augenschein vor.

H. Mit Schreiben vom 20. November 2023 lässt der Beschwerdeführer an der 
beantragten öffentlichen Verhandlung festhalten. 

Auf eine entsprechende Anfrage des instruierenden Richters vom 23. November 
2023 an die Parteien erklärt der Gemeinderat mit Schreiben vom 27. November 
2023 seine Bereitschaft zur Durchführung der öffentlichen Verhandlung mit Re-
plik und Duplik im Anschluss an den Augenschein; gleichzeitig bringt er den Hin-
weis an, er gehe von einer Beiladung des AFL aus. Der Beschwerdeführer 
spricht sich mit Schreiben vom 30. November 2023 "gegen eine zeitliche Zu-
sammenlegung des Augenscheins und der öffentlichen Verhandlung" aus. "Die 
öffentliche Verhandlung (inkl. Stellungnahme zum Augenschein)" sei "an einem 
späteren Termin (nicht anschliessend an den Augenschein)" durchzuführen. Das 
Amt für Kultur teilt mit E-Mail vom 4. Dezember 2023 mit, "mit einer Zusammen-
legung der Stellungnahme zum Augenschein mit der mündlichen Replik/Duplik 
anlässlich der beantragten öffentlichen Verhandlung nicht einverstanden" zu 
sein. 

I. Mit Schreiben vom 29. November 2023 teilte der verfahrensleitende Richter 
dem AFL (sowie den weiteren Verfahrensbeteiligten) mit, eine Beiladung sei nicht 
angezeigt. Die vom AFL im regierungsrätlichen Verfahren eingereichten Stel-
lungnahmen hätten den Charakter eines Auskunftsberichtes (Amtsbericht). Dies 

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könne einer Teilnahme des AFL am Augenschein vom 20. Dezember 2023 je-
doch nicht hinderlich sein. Selbstverständlich sei dem AFL die Teilnahme am 
Augenschein und der öffentlichen Verhandlung freigestellt. Denkbar sei auch die 
Abgabe eines die bereits aktenkundigen Stellungnahmen des AFL ergänzenden 
Berichts bis spätestens 18. Dezember 2023. 

J. Am 20. Dezember 2023 fand der beantragte Augenschein statt. Der Be-
schwerdeführer reichte hierbei fünf Dokumente zu den Akten. 

K. Mit Eingabe vom 22. Januar 2024 äussert sich der Beschwerdeführer zum 
Augenscheinprotokoll. Hierzu sowie zum Augenscheinprotokoll nimmt das Bil-
dungsamt/Amt für Kultur (Denkmalpflege) mit Schreiben vom 2. Februar 2024 
Stellung. Die jeweils vorgeschlagenen Änderungen/Ergänzungen wurden ins Au-
genscheinprotokoll integriert, das den Parteien mit der Vorladung vom 16. Fe-
bruar 2024 zur öffentlichen Verhandlung vom 22. April 2024 zugestellt wurde. 

L. Mit Schreiben vom 23. Februar 2024 reicht der Beschwerdeführer Pläne für 
einen neuen Rindviehstall zu den Akten. Sie wurden vom Verwaltungsgericht am 
26. Februar 2024 den Vorinstanzen sowie dem AFL zugestellt. 

M. Am 22. April 2024 fand die öffentliche Verhandlung mit Replik und Duplik 
sowie der Möglichkeit zu Bemerkungen der Verfahrensbeteiligten zu den jeweils 
anderen Parteivorträgen statt. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die in Art. 26 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 gewährleistete Eigentumsgarantie um-
fasst die Baufreiheit, welche die Nutzung eines Grundstücks durch Überbauung 
schützt. Die Unterschutzstellung eines privaten Gebäudes stellt daher einen Ein-
griff in die Eigentumsgarantie dar. Beschränkungen dieses Nutzungsrechts müs-
sen als Grundrechtseingriffe die Voraussetzungen von Art. 36 BV erfüllen, d.h. 
auf einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage beruhen (Abs. 1), durch ein öf-
fentliches Interesse oder durch den Schutz von Grundrechten Dritter gerechtfer-
tigt (Abs. 2) und verhältnismässig sein (Abs. 3). Während schwerwiegende Ein-
schränkungen im formellen Gesetz selbst vorgesehen sein müssen, genügt für 
leichte Eingriffe eine Grundlage im Verordnungsrecht. Ein schwerer Eingriff liegt 
nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung namentlich vor, wenn die bisheri-
ge oder künftig mögliche, bestimmungsgemässe Nutzung eines Grundstücks 

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durch Verbote oder Gebote verunmöglicht oder stark erschwert wird (BGE 145 I 
156 E. 4.1). Ein schwerer Eingriff in die Eigentumsgarantie wurde bezüglich einer 
Unterschutzstellung bejaht, die den Umbau eines Gebäudes wesentlich be-
schränkte, weil insbesondere Volumen und Fassaden aufrechterhalten werden 
mussten (Urteil BGer 1C_212/2014 vom 18.11.2014 E. 4.2), ebenso bei einer 
Unterschutzstellung nicht nur des Äusseren des Gebäudes, sondern auch der in-
neren Raumaufteilungen und verschiedener Ausstattungselemente, was die Um-
baumöglichkeit wesentlich beschränkt (vgl. Urteil BGer 1C_368/2019 vom 
9.6.2020 E. 9.3). 

1.2 Das seit dem 1. Januar 2020 geltende Gesetz über die Denkmalpflege und 
Archäologie (Denkmalschutzgesetz, DSG; SRSZ 720.100) vom 6. Februar 2019 
sowie die dazugehörige Verordnung über die Denkmalpflege und Archäologie 
(Denkmalschutzverordnung, DSV; SRSZ 720.111) vom 10. Dezember 2019 be-
zwecken unter anderem die Erhaltung, den Schutz und die Pflege der Ortsbilder 
und Kulturdenkmäler (§ 1 Abs. 1 DSG). Als Schutzobjekte der Denkmalpflege 
gelten Objekte, denen ein erheblicher kultureller, geschichtlicher, kunsthistori-
scher oder städtebaulicher Wert zukommt (§ 3 Abs. 1 DSG). Schutzobjekte kön-
nen neben Ortsbildern auch Gebäudegruppen und Einzelbauten unter Einbezug 
ihrer Ausstattung und der für ihre Wirkung wesentlichen Umgebung sein (§ 3 
Abs. 2 lit. a und b DSG). 

Der Kanton führt ein Inventar der geschützten Bauten und Objekte gemäss § 3 
Abs. 2 lit. b DSG (§ 4 Abs. 1 DSG). In dieses Schutzinventar werden besonders 
schutzwürdige Gebäudegruppen und Einzelbauten aufgenommen, denen im 
Sinne von § 3 Abs. 1 DSG ein erheblicher Wert zukommt. Nach Aufnahme ins 
Inventar handelt es sich um Schutzobjekte. Das Schutzziel wird für jedes Schut-
zobjekt im Inventar festgehalten (§ 4 Abs. 2 DSG). 

1.3.1 Der Regierungsrat nimmt gemäss § 5 Abs. 1 DSG Objekte nach Anhörung 
des Eigentümers und der Standortgemeinde ins Schutzinventar auf, sofern (lit. a) 
das Objekt besonders schutzwürdig ist sowie einen erheblichen kulturellen, ge-
schichtlichen, kunsthistorischen oder städtebaulichen Wert aufweist, und (lit. b) 
der Unterschutzstellung keine überwiegenden öffentlichen oder privaten Interes-
sen entgegenstehen. Der Eigentümer erhält im Rahmen der Anhörung Gelegen-
heit zur schriftlichen Stellungnahme. Es wird ihm ein begründeter, anfechtbarer 
Aufnahmeentscheid zugestellt (§ 5 Abs. 2 DSG). Der Regierungsrat beschliesst 
über die Aufnahme von Objekten ins kantonale Schutzinventar (§ 15 Abs. 1 lit. a 
DSG). Die kantonale Fachstelle für Denkmalpflege ist zuständig für die Überprü-
fung der Schutzwürdigkeit eines Objekts im Einzelfall (§ 3 Abs. 3 lit. f DSV). 

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1.3.2 Die Beurteilung, ob die Schutzkriterien erfüllt sind, wurde vom Gesetzgeber 
dem Regierungsrat übertragen; er wurde auch mit dem Vollzug und dem Erlass 
der erforderlichen Vollzugsvorschriften beauftragt sowie der Aufsicht über die 
Gemeinden und Bezirke beim Vollzug des Gesetzes (§ 20 Abs. 1 und 2 DSG; 
vgl. auch § 59 Abs. 1 Verfassung des Kantons Schwyz [KV; SRSZ 100.100] vom 
24.11.2010). Zum einen wurde diese Regelung damit begründet, dass die Unter-
schutzstellung von Objekten zwar einen (weitreichenden) Eingriff ins Eigentums-
recht darstellt (RRB Nr. 708/2017 vom 19.9.2017 betr. "Gesetz über die Denk-
malpflege und Archäologie [Denkmalschutzgesetz, DSG], Bericht und Vorlage an 
den Kantonsrat" [nachstehend: RRB Nr. 708/2017], S. 14 zu § 17 EntwDSG). 
Zum andern bedingen Heimat- und Denkmalschutz zweifelsohne besondere 
Fachkenntnisse. Entsprechend wurde dem Regierungsrat nicht nur die Bezeich-
nung des zuständigen Departements übertragen, sondern auch der kantonalen 
Fachstellen für Denkmalpflege (und Archäologie) sowie die Bestimmung von de-
ren Aufgaben. Diese Zuständigkeitsregelung ist sachgerecht. 

1.3.3 Der zweite Abschnitt der DSV regelt das Kantonale Schutzinventar (KSI). 
Gemäss § 5 DSV werden die folgenden Schutzziele unterschieden:

a) Schutzziel I: Pflicht zur ungeschmälerten Erhaltung der äusseren und inneren 
Bauteile, Raumstrukturen und festen Ausstattungen;

b) Schutzziel II: Pflicht zur Erhaltung des äusseren Erscheinungsbildes, 
Bewahrung der Raumstrukturen;

c) Schutzziel III: Pflicht zur Erhaltung des Charakters.

§ 6 DSV formuliert die Aufnahmekriterien ins KSI, welche Anwendung auf Ein-
zelbauten und Gebäudegruppen gemäss § 3 Abs. 2 lit. b DSG finden (§ 6 Abs. 2 
DSV). Ein kulturell, geschichtlich, kunsthistorisch oder städtebaulich erheblicher 
Wert im Sinne der §§ 3 Abs. 1 und 5 Abs. 1 DSG liegt gemäss § 6 Abs. 1 DSV 
vor, wenn Objekte namentlich Bedeutung haben als:

a) wichtige Zeugen der Schwyzer oder Schweizer Geschichte;
b) prägende Elemente der traditionellen Siedlungslandschaft oder des 

baukulturellen Erbes;
c) Sakralbauten;
d) mittelalterliche und neuzeitliche Blockbauten mit einem hohen Anteil an 

originaler Bausubstanz;
e) Bauwerke mit Wahrzeichencharakter oder überdurchschnittlicher 

architektonischer Qualität;
f) Bauten mit hohem Erinnerungs- oder Identifikationswert; 
g) historisch bedeutsame Industriebauten.

Die Schutzobjekte werden ihrer Bedeutung entsprechend in die Kategorien "nati-
onal", "regional" oder "lokal" eingeteilt (§ 7 DSV). 

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1.3.4 Mit VGE III 2021 18 vom 31. Mai 2021 (= EGV-SZ 2021 B 8.5; E. 3.3.5 mit 
Hinweis auf die Materialien) hat das Verwaltungsgericht ausgeführt, dass nicht 
gesagt werden kann, dass diese Umschreibungen nicht den Vorgaben des Ge-
setzes ("kulturell, geschichtlich, kunsthistorisch oder städtebaulich", "erheblicher 
Wert") gerecht werden. Bei diesen Umschreibungen im (formellen) Gesetz han-
delt es sich um offen formulierte (unbestimmte) Rechtsbegriffe, welche dem 
Rechtsanwender bei deren Ausfüllung einen weiten Ermessensspielraum eröff-
nen. Der Regierungsrat hat - entsprechend seinem Vollzugsauftrag - diesen un-
bestimmten Begriffen in § 6 Abs. 1 DSV einen konkreteren Inhalt gegeben und 
sie dadurch insbesondere eingeengt. Diese Ausfüllung unbestimmter Rechtsbe-
griffe im Gesetz steht gleichzeitig auch im Zeichen der Rechtssicherheit und 
rechtsgleichen Behandlung betroffener Eigentümer. Die Rechtssicherheit wurde 
denn auch unisono als ausdrückliches Ziel des DSG genannt.

1.4 Zum öffentlichen Interesse hat das Verwaltungsgericht im VGE III 2021 18 
vom 31. Mai 2021 (= EGV-SZ 2021 B 8.5; E. 4.3.2 ff.) Folgendes erwogen:

4.3.2 Beim Begriff des öffentlichen Interesses handelt es sich um eine wertungs-
bedürftige Generalklausel, einen unbestimmten Rechtsbegriff, welcher 
konkretisierungsbedürftig ist und verschiedenste Interessen beinhalten kann, die 
sich hauptsächlich aus der Verfassung, den Ziel- und Zweckartikeln in 
Sachgesetzen und (in seltenen Fällen) aus Verordnungen gewinnen lassen. Im 
öffentlichen Interesse liegt grundsätzlich alles, was der Staat zum Gemeinwohl 
vorkehren muss, um eine ihm obliegende Aufgabe zu erfüllen (Wiederkehr, in: 
Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Bern 2012, Rz. 
1854 f.). Das öffentliche Interesse hat hinreichend bestimmt, aktuell und konkret zu 
sein (Wiederkehr, a.a.O., Rz. 1862). 

Eigentumsbeschränkungen zum Schutz von Baudenkmälern liegen nach der 
Rechtsprechung allgemein im öffentlichen Interesse (Urteile BGer 1C_499/2019 
vom 7.7.2020 E. 3.3; 1C_553/2010 vom 23.2.2011 E. 2.1). 

Wie gewichtig dieses öffentliche Interesse ist und in welchem Ausmass es einen 
denkmalpflegerischen Schutz eines Objekts verlangt, ist gemäss ständiger 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit im 
engeren Sinne im Einzelfall zu prüfen (Urteile BGer 1C_368/2019 vom 9.6.2020 
E. 11.3; 1C_499/2019 vom 7.7.2020 E. 3.3; 1C_101/2010 vom 11.5.2010 E. 3.1). 
Dabei ist von einer sachlichen, auf wissenschaftliche Kriterien abgestützten 
Gesamtbetrachtung auszugehen, die den kulturellen, geschichtlichen, 
künstlerischen und städtebaulichen Zusammenhang eines Bauwerkes 
mitberücksichtigt (Urteil BGer 1C_499/2019 vom 7.7.2020 E. 3.3 mit Hinweisen; 
BGE 118 Ia 384 E. 5a S. 389; 120 Ia 270 E. 4a S. 275; 135 I 176 E. 6.2 S. 182; je 
mit Hinweisen). Wo es um die Frage geht, in welchem Umfang ein Objekt 
geschützt werden soll, ist zu beachten, dass ein Bauwerk nach den praktizierten 
Grundsätzen der Denkmalpflege grundsätzlich als Ganzes betrachtet wird, zu dem 
auch weniger bedeutungsvolle Räume gehören können. Der Schutz einzelner 
Bauteile ohne Rücksicht auf das Zusammenwirken von Innerem und Äusserem 
entspricht den heutigen Auffassungen über den Denkmalschutz nicht mehr (BGE 

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120 Ia 270 E. 4.b; BGE 118 Ia 384 E. 5.3; Urteile BGer 1C_300/2011 vom 
3.2.2012 E. 5.1.2; 1P.79/2005 vom 13.9.2005 E. 4.3). 

Zu berücksichtigen ist des Weiteren zum einen, dass sich der Denkmalschutz 
heute nicht nur auf Altertümer und Bauten von überragender Schönheit, 
kunsthistorischem Wert und geschichtlicher Bedeutung erstreckt, sondern auch auf 
Objekte aus neuerer Zeit und auf Gebäude, welche für ihre Entstehungszeit 
charakteristisch sind (Urteil BGer 1C_55/2011 vom 1.4.2011 E. 6.1 mit zahlreichen 
Hinweisen, u.a. auf BGE 121 II 8 E. 3b, Urteil BGer 1P.67/1986 vom 2.7.1986, in: 
ZBl 88/1987 S. 538; W. Engeler, Das Baudenkmal im schweizerischen Recht, 
2008, S. 183 ff.). Zum andern dürfen Denkmalschutzmassnahmen als häufig 
schwerwiegende Eigentumseingriffe nicht lediglich im Interesse eines begrenzten 
Kreises von Fachleuten erlassen werden. Sie müssen breiter abgestützt sein und 
von einem grösseren Teil der Bevölkerung befürwortet werden, um Anspruch auf 
eine gewisse Allgemeingültigkeit erheben zu können (Urteil BGer 1C_55/2011 vom 
1.4.2011 E. 6.1; BGE 135 I 176 E. 6.2). Die Frage, ob die Schutzwürdigkeit der 
betroffenen Gebäude oder Anlagen für einen "Allgemeinbetrachter" oder 
"Durchschnittsbürger" ohne Weiteres erkennbar ist, ist nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung indessen kein entscheidendes Kriterium für 
die Bejahung des öffentlichen Interesses an der Unterschutzstellung (Urteil BGer 
1C_55/2011 vom 1.4.2011 E. 6.3.2). 

4.3.3 Der RRB Nr. 708/2017 definiert "Denkmalpflege und Archäologie als 
öffentliche Aufgabe" (S. 2 Ziff. 2.1.1). Es kann kaum in Abrede gestellt werden, 
dass öffentliche Aufgaben schon im Grundsatz von einem öffentlichen Interesse 
abgedeckt sind und/oder von öffentlichem Interesse sein müssen. Andernfalls 
verkäme die öffentliche Aufgabe zu einem sinnentleerten Selbstzweck. Gemäss 
den Ausführungen in diesem RRB (unter Ziff. 2.1.1) verfügt der Kanton Schwyz 
über eine enorm vielfältige Kulturlandschaft sowie eine reichhaltige Baukultur. Es 
wird weiter ausgeführt, dass die schützenswerten Einzelobjekte zusammen mit den 
bedeutenden Ortsbildern einen wesentlichen Teil der kollektiven Identität 
ausmachten. Diese Zeugen der Vergangenheit seien "für die Gesellschaft wichtige 
Orientierungspunkte in einer schnelllebigen, globalen und zunehmend virtuell 
geprägten Welt". Es sei folgerichtig, dass die Pflege der Denkmäler als öffentliche 
Aufgabe betrachtet werde; Denkmalschutz und Denkmalpflege seien öffentliche 
und wichtige Aufgaben des Staates. 

Dieses derart umschriebene öffentliche Interesse artikuliert sich in der 
Zweckbestimmung des DSG (§ 1), wonach das Gesetz unter anderem die 
Erhaltung der Kulturdenkmäler bezweckt, wozu auch der Schutz von Einzelbauten 
unter Einbezug ihrer Ausstattung und der für ihre Wirkung wesentlichen Umgebung 
zählt (vgl. § 3 Abs. 2 lit. b DSG). Das allgemeine öffentliche Interesse an einer 
Unterschutz-stellung, wie es sich aus dem Gesetz ergibt, bedarf mithin nicht einer 
eigenen (einlässlichen) Beurteilung. 

Das gewissermassen individualisierte öffentliche Interesse am Schutz eines 
Einzelobjektes widerspiegelt sich in den ebenfalls im Gesetz bzw. der Verordnung 
normierten Kriterien (§ 3 Abs. 1 DSG und § 5 Abs. 1 lit. a DSG i.V.m. § 6 Abs. 1 
DSV). Sind diese Kriterien bzw. ist eines davon gegeben, ist auch das öffentliche 
Interesse an einer Unterschutzstellung - unter Vorbehalt entgegenstehender 
öffentlicher oder privater Interessen (§ 5 Abs. 1 lit. b DSG) - grundsätzlich 
gegeben. Die Grundlagen für die Beurteilung der Kriterien liefern die Fachleute 
(vgl. § 3 Abs. 3 lit. f DSV). 

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4.3.4 Die Gewichtigkeit des öffentlichen Interesses und dessen Konsequenzen 
für die Intensität der Unterschutzstellung sind indes gemäss der erwähnten 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (erst) bei der Prüfung der 
Verhältnismässigkeit im engeren Sinne zu prüfen. Aspekte wie die von den 
Beschwerdeführern angeführte fehlende Zugänglichkeit und Einsehbarkeit für die 
Allgemeinheit und der fehlende Nutzen für Dritte (vgl. Replik S. 10 f. Ziff. 18) sind 
mithin bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit zu gewichten.  

1.5 Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit müssen Denkmalschutz-
massnahmen für das Erreichen des im öffentlichen Interesse liegenden Ziels ge-
eignet, erforderlich und dem Betroffenen zumutbar sein. Ein durch Schutzmass-
nahmen verursachter Grundrechtseingriff ist namentlich dann unverhältnismäs-
sig, wenn eine ebenso geeignete mildere Anordnung für den angestrebten Erfolg 
ausreicht. Ob eine aus Gründen des Denkmalschutzes erfolgende Nutzungsbe-
schränkung das dem Eigentümer zumutbare Mass überschreitet, ist einzelfall-
weise aufgrund der gesamten Umstände zu beurteilen. Dabei sind Rentabi-
litätsüberlegungen umso geringer zu gewichten, je schutzwürdiger eine Baute ist 
(BGE 126 I 219 E. 2c). Demnach können sehr erhebliche finanzielle Interessen 
der Verfolgung eines weniger gewichtigen öffentlichen Interesses im Wege ste-
hen. Dagegen müssen auch sehr grosse finanzielle Interessen der Grundei-
gentümer gewichtigen öffentlichen Interessen des Denkmalschutzes weichen, 
weil sonst das Gemeinwesen kaum noch Bauten unter Schutz stellen könnte. 
Gemäss dieser Rechtsprechung kommt rein finanziellen Interessen eines Ei-
gentümers an der möglichst gewinnbringenden Nutzung seiner Liegenschaft im 
Verhältnis zu gewichtigen öffentlichen Interessen an raumplanerischen oder 
denkmalschützerischen Massnahmen grundsätzlich kein entscheidendes Ge-
wicht zu (Urteile BGer 1C_514/2020 vom 2.5.2021 E. 9.1; 1P.509/1995 vom 
30.9.1996 E. 4b; 1P.584/1994 vom 23.6.1995 E. 6b, publ. in: ZBl 1996 S. 366 ff.).

So nahm das Bundesgericht beispielsweise an, bei einem erheblichen Schutzin-
teresse bezüglich eines ehemaligen Badehotels könnten Mehrkosten einer Sa-
nierung gegenüber einem Neubau von Fr. 200.--/m3 nicht als unverhältnismässig 
gelten (Urteil BGer 1P.509/1995 vom 30.9.1996 E. 4f). Sodann qualifizierte das 
Bundesgericht die Unterschutzstellung eines Wohnhauses, die eine moderne 
Wohnnutzung nicht verunmöglichte und bauliche Eingriffe zur Verbesserung der 
Isolation erlaubte, nicht als unzumutbar (Urteil BGer 1C_543/2009 vom 
15.3.2010 E. 2.6). Die integrale Unterschutzstellung eines helvetischen Doppel-
wohnhauses wurde als zumutbar qualifiziert, weil damit die weitere Nutzung zu 
Wohnzwecken nicht verunmöglicht wurde und die erforderliche Sanierung ge-
genüber einem Ersatzbau keine unzumutbaren Mehrkosten verursachte (Urteil 
BGer 1C_368/2019 vom 9.6.2020 E. 11.4). Sodann erachtete das Bundesgericht 
die Unterschutzstellung einer Gründersiedlung, die namentlich bezüglich der 

11

Verbesserung der Isolation und des Ersatzes von Leitungen einen grossen Sa-
nierungsbedarf aufwies, als zumutbar, obwohl die Eigentümer einwendeten, die 
Sanierung sei überaus teuer, ohne qualitativ den Standard eines Neubaus zu er-
reichen. In diesem Fall wurde nicht behauptet, die Sanierung würde mehr kosten 
als der Abriss der Siedlungen und deren Ersatz durch Neubauten (Urteil BGer 
1C_128/2019 vom 25.8.2020 E. 10, ins. E. 10.3 und 10.4; zum Ganzen Urteil 
BGer 1C_514/2020 vom 5.5.2021).  

1.6.1 Einem Entscheid zur Schutzwürdigkeit eines Objekts hat, wie erwähnt (vor-
stehend E. 1.4 mit zit. E. 4.3.2) ein wissenschaftlicher Befund voranzugehen. In 
diesem Zusammenhang gilt es darauf hinzuweisen, dass die Kantone gestützt 
auf Art. 25 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; 
SR 451) vom 1. Juli 1966 verpflichtet sind, Fachstellen für den Naturschutz, den 
Heimatschutz und die Denkmalpflege zu bezeichnen. Gemäss Art. 26 Abs. 1 der 
Verordnung über den Natur- und Heimatschutz (NHV; SR 451.1) vom 16. Januar 
1991 sorgen die Kantone für einen sachgerechten und wirksamen Vollzug von 
Verfassungs- und Gesetzesauftrag und sie haben dazu Amtsstellen als Fachstel-
len für Naturschutz, Heimatschutz und Denkmalpflege zu bezeichnen. Diese 
Aufgabe erfüllt im Kanton Schwyz in Bezug auf die Denkmalpflege die kantonale 
Denkmalpflege. 

Diesen Fachstellen kommt beim Vollzug des Heimatschutzes eine zentrale Be-
deutung zu (VGE III 2020 173 vom 30.12.2020 E. 2.1.3 m.H.a. VGE III 2014 116 
vom 25.11.2014 E. 7.1). Inhaltlich stellt ein Amtsbericht i.S.v. § 24 Abs. 1 lit. a 
des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 1974 
einer Behörde, welche aufgrund ihrer Tätigkeit besondere Sachkenntnisse be-
sitzt, ein Gutachten dar (Plüss, in: Kommentar VRG, 3. A., § 7 Rz. 60, 149). 
Kommt den Feststellungen der fachkundigen Behörde zu den Qualitäten eines 
Schutzobjektes somit grosses Gewicht zu, dürfen sich die rechtsanwendenden 
Behörden nicht ohne triftige Gründe darüber hinwegsetzen und müssen sie Ab-
weichungen begründen (Urteile BGer 1C_179/2015 vom 11.5.2016 E. 5.2 mit 
Hinweisen auf BGE 140 II 264 E. 2.3; BGE 137 III 226 E. 4; 1C_595/2013 vom 
21.2.2014 E. 4.1.2; 1C_626/2017 und 1C_628/2017 vom 16.8.2018 E. 5.4; Sapu-
telli, Umfassende Interessenabwägung beim Denkmalschutz, PBG 2016/3 S. 33). 
Solche triftigen Gründe liegen etwa vor, wenn ein Gutachten Irrtümer, Lücken 
oder Widersprüche enthält (Urteil BGer 1C_595/2013 vom 21.2.2014 E. 4.1.1). 
Gelangt die rechtsanwendende Behörde jedoch zur Auffassung, dass ein Gut-
achten nicht schlüssig ist, sind nötigenfalls ergänzende Beweise zur Klärung die-
ser Zweifel zu erheben (Urteil BGer 1C_17/2010 vom 8.9.2010 E. 3.2 m.H.). Das 
Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen 

12

zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweis-
würdigung verstossen (Urteil BGer 1C_288/2012 vom 24.6.2013 E. 2.4.3). Das 
Gleiche gilt auch, wenn ein Gericht oder eine Behörde auf der Grundlage der 
festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen zieht.

1.6.2 Der RRB Nr. 708/2017 (S. 6) nennt als Grundlagen für die Prüfung einer 
allfälligen Schutzwürdigkeit das BHI, die Kunstdenkmäler-Inventare (KDM) und 
das Inventar der neueren schweizerischen Architektur (INSA).

2.1 Der Regierungsrat hat im angefochtenen Entscheid nach der Darlegung 
des Verfahrensverlaufes und der vorgenommenen Sachverhaltsabklärungen (vgl. 
vorstehend Ingress lit. A f.) und in Würdigung der Abklärungsergebnisse sowie 
der Stellungnahmen der Verfahrensbeteiligten, namentlich des Beschwerdefüh-
rers (vgl. angefochtener RRB E. 1.6), im Wesentlichen Folgendes erwogen:

- Mit dem Gutachten von Dr. I.________ vom 6. April 2023 als auch mit der 
Würdigung der kantonalen Fachstelle sei der erforderliche wissenschaftliche 
Befund für eine Unterschutzstellung gegeben (E. 2.1).

- Dem Gadenhaus komme eine erhebliche kunsthistorische Bedeutung zu, da 
es die Bauweise des ausgehenden 19. Jahrhunderts der Region in nahezu 
originaler Substanz überliefere. Es geniesse in der Zentralschweiz Einzigar-
tigkeit. Zudem sei der Vielzweckbau auch ein wichtiger Zeuge der baulichen 
Entwicklung des Fleckens Schwyz nach aussen, d.h. im Rahmen des Baus 
der Ausfallstrassen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Der Erhalt 
müsse als gewichtig qualifiziert werden (E. 2.2). 

- Das markante Gebäude an bedeutender Lage und in unmittelbarer Nachbar-
schaft der Herrenhäuser J.________ und K.________ sowie des E.________ 
sei für das Ortsbild äusserst prägend (E. 2.3).

- Es handle sich um einen wichtigen Zeugen der Schwyzer Geschichte sowie 
um ein prägendes Element der traditionellen Siedlungslandschaft oder des 
baukulturellen Erbes im Sinne von §§ 6 Abs. 1 lit. a und b DSV (E. 2.4). 

- Aufgrund seiner Einzigartigkeit könne dem Gebäude "regionale" Bedeutung 
zugemessen werden, womit ein Beitragssatz von 21 % an die substanzerhal-
tenden Massnahmen gesprochen werden könne (E. 2.5). 

- Der Schutzbereich der Wirtschaftsfreiheit (Art. 27 BV) gewähre keinen An-
spruch darauf, dass Bauten immer nur mit idealen betrieblichen Lösungen zu 
realisieren seien. Zudem habe die Prüfung der Schutzwürdigkeit grundsätz-
lich unabhängig von konkreten Bauabsichten zu erfolgen (E. 2.6).

- Der Fokus des öffentlichen Interesses am Erhalt des Vielzweckbaus liegt in 
seiner architekturhistorischen Bedeutung als Teil eines Herrenhaus-
Ensembles sowie als Zeuge der Bauten an der D.________-strasse aus dem 

13

19. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Siedlungsentwicklung. Das öf-
fentliche Interesse an einer Bewahrung der (inneren) Raumstrukturen und 
Bauteile sei - insbesondere mit Blick auf einen modernen Landwirtschaftsbe-
trieb - als geringer zu veranschlagen. Diesem Aspekt Rechnung tragend wer-
de das Schutzziel III gemäss § 5 lit. c DSV festgelegt (E. 2.7).

2.2 Der Beschwerdeführer rügt die unrichtige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhalts, die Verletzung der §§ 3 und 5 DSG sowie der §§ 5, 6 und 7 
DSV, die Verletzung der Eigentumsgarantie, der Wirtschaftsfreiheit, des Gesetz-
mässigkeitsprinzips, des öffentlichen Interesses, des Verhältnismässigkeits-
grundsatzes, des Untersuchungsgrundsatzes, des Grundsatzes von Treu und 
Glauben sowie des Willkürverbots (Beschwerde S. 5 Ziff. 7). 

Die Unterschutzstellung des Vielzweckbaus F.________ würde ihn als Eigentü-
mer verpflichten, sowohl den Charakter des Gebäudes zu erhalten mit der Kon-
sequenz, dass im bestehenden Ökonomieteil des Vielzweckbaus kein Hornrind-
viehlaufstall der erforderlichen Grösse mit den üblichen Einrichtungen und kein 
tauglicher Futterraum mit einem Heukran erstellt werden könne. Er wäre faktisch 
verpflichtet, ein Museum bzw. den antiquierten Betrieb wie bisher weiter zu be-
treiben. Sein landwirtschaftliches Gewerbe würde mit dieser Auflage ruiniert, weil 
die bisherige Bewirtschaftungsweise zu arbeitsintensiv sei und das entsprechen-
de Arbeitskaufkommen ohne umfangreiche freiwillige Gratisarbeit (von Familien-
angehörigen) nicht bewältigt werden könne. Das AFL würde keinen Ersatzbau 
bewilligen (S. 6 f. Ziff. 8; vgl. S. 11 f., S. 16).

Das vom Beschwerdeführer betriebene landwirtschaftliche Gewerbe umfasse 
derzeit 1.246 SAK (Standardarbeitskräfte), die sich durch Erweiterung der land-
wirtschaftlichen Nutzfläche bis 15.85 ha noch erhöhen werde. Der vom AFL zu-
gestandene neue Laufstall umfasse 28 Kuhfressplätze, 18 Fressplätze Jungvieh, 
einen Zuchtstierplatz und 20 Mastkälberplätze. Der alte Rindviehstall im Ökono-
mieteil halte die Tierschutzvorschriften nur knapp ein. Die Arbeit im Stall (Füttern, 
Melken etc.) sei noch arbeitsintensive Handarbeit. Auch das umfangreiche Bal-
kensystem im Heuraum, welches nur mühsam mit dem Teleskop-Heuverteiler 
beschickt werden könne, sei arbeitsintensive Handarbeit, d.h. nicht mehr zeit-
gemäss. Der Regierungsrat, das AFL und der Gemeinderat Schwyz gingen völlig 
unhaltbar davon aus, dass solche baulichen Vorkehrungen mit einer Unter-
schutzstellung des Ökonomiegebäudes (Rindviehstall, Heuraum, Nebenräume) 
möglich sein sollten. Der alte Rindviehstall verfüge über sehr dicke, massive 
Bruchsteinmauern, welche für den Bau eines Laufstalles allesamt entfernt wer-
den müssten. Eine Aushöhlung des Ökonomieteils und eine Weiterverwendung 
der Ökonomieraumhülle sei statisch und technisch völlig ausgeschlossen und 

14

unmöglich. Laut der kantonalen Denkmalpflege käme eine Aushöhlung auch 
nicht in Frage, wenn dies statisch und technisch möglich wäre. In Frage komme 
lediglich ein Ersatzbau des Okonomieteils mit einer nach aussen hin wesensglei-
chen Bauweise, bei welcher der Beschwerdeführer die Gebäudestruktur des bis-
herigen Ökonomieteils zum grossen Teil (ästhetisch) übernehme (gleiche Dach-
neigung, Ziegeldach, wesensgleiche Wände; aber Absenkung des Bodens im 
Erdgeschoss [EG] sowie der Hocheinfahrt, Verlängerung des Ökonomiegebäu-
des Richtung Westen für den Laufstall im EG), was de facto einen Abriss des al-
ten Ökonomieteils und einen Neubau zur Folge habe (Beschwerde S. 7 ff. 
Ziff. 9).

Es bestehe keine Schutzwürdigkeit. Unter Bezugnahme auf die Erwägungen des 
angefochtenen RRB macht der Beschwerdeführer diesbezüglich unter anderem 
geltend, für die Zugehörigkeit des Vielzweckbaus zu einem Herrenhaus gebe es 
keinerlei gesicherte Grundlagen. Es fehle ein wissenschaftlicher Befund zur 
Schutzwürdigkeit. Ein einzelnes Gebäude könne nicht die Entwicklung eines Dor-
fes darstellen oder prägendes Element der traditionellen Siedlungslandschaft 
sein. Vielmehr sei der Vielzweckbau als Kuriosum zu entfernen. Ein Beitrag von 
21 % nütze dem Beschwerdeführer nichts (Beschwerde S. 12 f. Ziff. 10; vgl. 
S. 19 ff. Ziff. 15, S. 21, S. 24). 

Die Auffassung des Gemeinderates, die Unterschutzstellung sei unangemessen, 
sei korrekt. Illusorisch meine der Gemeinderat aber, für den Fall der Unterschutz-
stellung müsse die Optimierung der betrieblichen Abläufe in geeigneter Weise 
ermöglicht werden. Dies sei jedoch nicht möglich (Beschwerde S. 15 Ziff. 11). 
Widersprüchlich argumentiere auch der Regierungsrat. Eine zeitgemässe Nut-
zung und eine Restaurierung seien nicht miteinander vereinbar. Diese Frage der 
Vereinbarkeit einer Unterschutzstellung/Restauration und der betriebswirtschaft-
lich tragbaren Weiterverwendbarkeit des Betriebs seien nicht geprüft und somit 
der Sachverhalt ungenügend abgeklärt sowie das rechtliche Gehör des Be-
schwerdeführers verletzt worden. Insofern werde denkmalschutzrechtlich auch 
der Unterschied zwischen einem Landwirtschaftsbetrieb und einer Wohnbaute 
verkannt (S. 15 ff. Ziff. 12 f.). Selbst das AFL habe sich offensichtlich nicht die 
Mühe genommen, den Ökonomiegebäudeteil des Vielzweckbaus F.________ mit 
Blick auf die betriebswirtschaftlichen Anforderungen eines zeitgemässen bzw. ra-
tionellen Laufstalles mit heukranbetriebenem Futterraum genauer zu betrachten 
(Beschwerde S. 18  Ziff. 14).

Es fehle am für die Unterschutzstellung erheblichen kulturellen, geschichtlichen 
oder kunsthistorischen Wert des Vielzweckbaus (Beschwerde S. 21), ebenso am 
öffentlichen Interesse, das zudem von den privaten Interessen aufgewogen wer-

15

de. Es gehe schlicht und einfach ums Überleben des landwirtschaftlichen Be-
triebszentrums (Beschwerde S. 22). Eine Unterschutzstellung sei auch unver-
hältnismässig. Bereits mit einer Ortsbildschutzauflage der wesensgleichen äus-
seren Bauweise könne das von Weitem wahrnehmbare Bild des Vielzweckbaus 
gewahrt werden. Mit dem Schutzziel III könne die bestehende Baute nicht aus-
gehöhlt werden (S. 23 f.). 

3.1 Auf die Lage des Grundstücks samt dem Gadenhaus in der ISOS U-Zo XI 
mit der Einstufung "a", welche spezielle Sorgfalt für Veränderungen an Altbauten 
vorsieht, wies der vormalige kantonale Denkmalpfleger bereits am 11. Februar 
2015 im Zusammenhang mit dem geplanten Anbau auf der Südostseite hin (Bei-
lage 1 zur Vernehmlassung des BiD; vorstehend Ingress lit. A). 

3.2.1 Das Kurzgutachten von Dr. I.________ vom 31. März 2023 gliedert nach 
dem eingangs wiedergegebenen Fazit sowie der eingangs gemachten Zusam-
menfassung und Würdigung den erläuternden Bericht in die Darstellung von La-
ge und Umfeld, der Bau- und Besitzergeschichte, der Baubeschreibung, der Be-
schreibung der räumlichen Gliederung und Ausstattung sowie in eine Dokumen-
tation mit verschiedenen Abbildungen (Pläne, bildliche Darstellungen, Fotos des 
Gebäudes sowie Beispiele vergleichbarer benachbarter Objekte). 

Das Fazit lautet wie folgt:

Der Vielzweckbau oder das "Gadenhaus F.________" entstand um 1890 an der 
Stelle eines Vorgängerbaus, mutmasslich eine Stallscheune mit nur rudimentärer 
Wohngelegenheit. Das "Gadenhaus" F.________ zeichnet sich durch eine 
imposante Dachkonstruktion bei der Hochquereinfahrt in Form eines abgestrebten 
Hängesprengwerkes aus, die Ställe verfügen über Hourdis Decken und eine 
gemauerte und mit Gewölben leichtfüssig in Erscheinung tretende Einfahrtrampe. 
Das Äussere ist mit symmetrisch ausgeschnittenen Brettern und in einem Ockerton 
gehaltenen Laubenverschalung versehen – eine gewisse Ähnlichkeit mit 
standardisierten Bauten im Umfeld von neu angelegten Eisenbahnstrecken im 
ausgehenden 19. Jahrhundert ist bemerkenswert. Die Quer-Hocheinfahrt, die an 
der westlichen Traufe in einen Quergiebel mündet, der auf vier gemauerten 
Säulen, verbunden durch Bögen ruht, verleiht dem Gebäude eine weit über den 
Ort hinausreichende, besondere architektonische Qualität. 
Die Kombination einer gemauerten Einfahrtrampe auf eleganten Bögen, 
ursprünglich gesäumt von Nutzbäumen, mit Torpfosten aus Granit, dem verputzten 
Quergiebel, auf Säulen gestützt, ist von nicht zu übersehender Fernwirkung. 
Offenbar sollte hier die Zugehörigkeit des Vielzweckbaus zum benachbarten 
herrschaftlichen Wohnhaus an der C.________-gasse zum Ausdruck kommen. 
Der Wirtschaftsbau verfügt mit dieser aufwändig gestalteten Einfahrt sozusagen 
über eine «Allee», die beim Herrenhaus zur "Cour d’honneur" führt. Was lokal 
vielleicht als "Kuriosum" wirkt, ist als Bauwerk weit über die Zentralschweiz hinaus 
einzigartig.

16

3.2.2 Der Beschwerdeführer liess im Verfahren vor dem Regierungsrat mit Ein-
gabe der von ihm beauftragten Holzbauunternehmung am 27. April 2023 
(gleich/ähnlich wie mit der vorliegenden Beschwerde vom 31.7.2023) auf folgen-
de Konfliktfelder einer Unterschutzstellung mit dem landwirtschaftlichen Betrieb 
des Gadenhauses hinweisen:

- Die Hocheinfahrt müsse, um sie mit den heutigen Gerätschaften zu befahren, 
abgesenkt und die Traglast des Tenns massiv erhöht werden.

- Eine Einrichtung als Laufstall mit Fressachsen sei mit der vorhandenen Ein-
teilung nicht möglich.

- Die massiven Mauern im EG verbrauchten zu viel Platz, der dann noch zu-
sätzlich angebaut werden müsse.

- Eine tierschutzgerechte Beleuchtung und Belüftung könne im Bestand nicht 
sichergestellt werden.

- Die Futterbewirtschaftung soll über einen Heukran erfolgen. Um mit diesem 
im Heuraum arbeiten zu können, müssten die Sprengwerke entfernt werden, 
wonach die Statik des ganzen Dachs nicht weiter sichergestellt werden kön-
ne.

- Die filigrane Konstruktion, welche nach den gültigen Normen jetzt bereits zu 
schwach ausgeführt sei, vemöge die zusätzliche Last des Heukrans nicht im 
Ansatz zu tragen.

3.2.3 Das AFL hatte mit E-Mail vom 19. Juni 2023 an die kantonale Denkmal-
pflege "keine grundlegenden Einwände gegen eine Unterschutzstellung des Ga-
denhauses" vorzubringen, "sofern unter Einhaltung der Schutzvorgaben eine 
Weiterentwicklung des landwirtschaftlichen Ökonomiebaus für bauliche Verände-
rungen/Anpassungen des bestehenden Ökonomiebaus sowie notwendige Erwei-
terungen für eine zeitgerechte, rationelle landwirtschaftliche Bewirtschaftung 
möglich bleiben". Der Betriebsleiter habe zwar ein Gesuch um Investitionshilfen 
im Bereich landwirtschaftlicher Hochbauten eingereicht. Ausser den Angaben zur 
Grundidee des Bauvorhabens lägen im Subventionsgesuch jedoch keine detail-
lierten Projektunterlagen (Pläne, Raumprogramm) vor. 

Diese Vorbehalte brachte das AFL in Kenntnis der Beschwerde vom 31. Juli 
2023 auch mit Schreiben vom 18. September 2023 zuhanden der kantonalen 
Denkmalpflege vor. Es bringt vor, ohne Vorliegen einer Projektstudie zur Umset-
zung eines Umbaus des bestehenden Vielzweckbaus in einen Rindviehlaufstall 
mit Futterbergung könne seitens des AFL keine sachliche Auseinandersetzung 
mit den vom Beschwerdeführer gemachten Einwänden vorgenommen werden. 
Es sei jedoch nicht Aufgabe des AFL, Machbarkeitsstudien für Stallumbauten 

17

durchzuführen. Dazu fehlten die technischen Hilfsmittel und die dazu notwendi-
gen bautechnischen und architektonischen Detailkenntnisse. 

3.3 Der Beschwerdeführer hatte mit E-Mail vom 9. November 2022 sowie 
29. November 2022 der kantonalen Denkmalpflege ausdrücklich mitteilen lassen, 
dass er keine Projekte ausarbeiten möchte, bevor die Frage der Unterschutzstel-
lung nicht abschliessend geklärt sei. 

3.4.1 Vernehmlassend bringt das BiD unter anderem vor, der Beschwerdeführer 
habe keine Projektstudie(n) ausarbeiten lassen wollen, sondern einen finalen 
Entscheid zur Schutzwürdigkeit verlangt. Die betrieblich notwendigen Raumbe-
dürfnisse könnten durchaus mit Erhalt des geschützten Vielzweckbaus und ent-
sprechender Verwendung (Futter- bzw. entsprechendes Heulager) sowie mit der 
Weiterentwicklung (Umbau oder Erweiterung) der bestehenden Bauten bereitge-
stellt werden. Es sei eine reine Behauptung des Beschwerdeführers, dass ein 
Ersatzbau für die notwendige Entwicklung des Betriebes nicht bewilligt würde. 
Wenn sich herausstelle, dass die Einrichtung eines Milchviehlaufstalls aufgrund 
der bestehenden Gebäudestrukturen nicht möglich sei, könnten durchaus andere 
betrieblich notwendige Raumbedürfnisse im bestehenden Ökonomietrakt unter-
gebracht und damit das notwendige Neubauvolumen vermindert werden. Eine 
Nutzung des bestehenden Gebäudevolumens als Bergeraum für Futtervorräte 
und Einstreumaterial oder für das Einstellen von landwirtschaftlichen Maschinen 
oder Geräten sei durchaus möglich und auch zumutbar (S. 3). 

Momentan würden rund zwei Drittel der effektiven Erdgeschossfläche für die 
Viehhaltung genutzt. Die bestehenden Räume seien sehr gross; die Raumhöhen 
im Erdgeschoss betrügen rund 3.5 m. Die bestehenden Bruchsteinmauern müss-
ten nicht allesamt entfernt werden; zusätzliche Durchgänge oder Verbreiterungen 
bestehender Durchgänge sollten möglich sein. Die Dachkonstruktion lagere auf 
den Aussenmauern auf, die Binnenwände trügen die Zwischendecke zum Heu-
raum. Es handle sich somit um zwei voneinander unabhängige Tragsysteme. Die 
Binnenwände für den Laufstall liessen sich daher anpassen bzw. verändern ohne 
Beeinträchtigung der Statik der Dachkonstruktion. Es bestünden durchaus Mög-
lichkeiten mit den vorhandenen räumlichen Dimensionen weiter zu bauen. lnwie-
fern ein Laufstall in die bestehende Substanz integriert werden könne, sei zu prü-
fen. Selbstverständlich sollen die Umsetzung der Grundrissstruktur und die Ab-
läufe eines Standardlaufstalls auf die vorhandenen Strukturen angepasst werden 
können. lnnere Umbauten und gewisse Anpassungen seien aus denkmalpflege-
rischer Sicht möglich; ebenso sei eine Erweiterung des Stalls auf der Westseite 
(anstelle der heutigen Remise oder unter Einbezug derselben) aus denkmalpfle-
gerischer Sicht möglich. Man gehe davon aus, dass ein Heukran montiert werden 

18

könne, wenn auch nicht mit uneingeschränkter Beweglichkeit wie in einer offenen 
Dachkonstruktion (S. 4). Die Abklärungen des Beschwerdeführers bezüglich Sta-
tik und Heukran seien dürftig und oberflächlich. Eine vertiefte Auseinanderset-
zung mit den Bruchsteinmauern, der Dachkonstruktion oder auch der Rippende-
cke, grundsätzlich mit dem Bestand, fehlten (S. 5). 

Bei der raumplanungsrechtlichen Beurteilung von landwirtschaftlichen Bauvorha-
ben sei bei der Prüfung, ob die geplanten Bauten in ihrer Dimension den Bedürf-
nissen des Betriebs entsprächen, praxisgemäss auf die bestehenden Bauten ab-
zustellen. Die betrieblichen notwendigen Raumbedürfnisse seien in erster Prio-
rität durch die Weiterentwicklung (Umbau oder Erweiterung) der bestehenden 
Bauten im Betriebszentrum bereitzustellen. Sei dies aufgrund der Baustruktur der 
bestehenden Bauten nicht möglich, sei ein Ersatzbau an Ort und Stelle oder in 
dritter Priorität ein Neubau an einem anderen Standort, verbunden mit dem Ab-
bruch der nicht mehr landwirtschaftlich nutzbaren Bausubstanz (Kompensation 
für neu erstelltes Bauvolumen), auszuführen. Gemäss den Zielen der Raumpla-
nung und auch gemäss dem Wortlaut in Art. 24d Abs. 2 und 3 des Bundesgeset-
zes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) vom 22. Juni 
1979 sei die Bewilligung für einen vollständigen Ersatzbau für den bestehenden 
Stallteil des Gadenhauses kaum möglich. lm Sinne einer haushälterischen Nut-
zung des Bodens seien auch bei einem Schutzobjekt möglichst viele landwirt-
schaftliche Raumbedürfnisse im bestehenden, geschützten Gebäudevolumen 
einzurichten (S. 4). 

Der Vielzweckbau nehme eine wichtige Stellung im Ortsbild von Schwyz ein. Das 
Gebäude liege im Perimeter des ISOS U-Zo XI. Unter speziellen Erhaltungshin-
weisen finde sich im ISOS der Kommentar, dass die Umfassungsmauern, Öko-
nomiegebäude und weitere Nebenbauten der Herrensitze einen integralen Be-
standteil dieser bedeutenden Gebäude bildeten und einen besonderen Schutz 
verdienten (S. 5 [ISOS Kanton Schwyz, Gemeinde Schwyz S. 9]). In unmittelba-
rer Umgebung des Ökonomiegebäudes befänden sich zudem diverse Schutzob-
jekte von nationaler, regionaler und lokaler Bedeutung, unter anderen der 
L.________ (KSl __6) und das E.________ (KSl __7), beide von nationaler Be-
deutung (S. 5).

Die mächtige Dachkonstruktion, die im Verhältnis zu anderen bauzeitlichen Öko-
nomiebauten überdimensionierte Proportionen habe, wie auch die Arkadenstruk-
tur machten das Gebäude einzigartig. Vom Gründungsbau seien der Hauptteil 
des ursprünglichen Bestandes, die Konstruktion und Raumstruktur weitgehend 
bauzeitlich erhalten. Grundsätzlich sei die bauzeitliche Substanz vom Kellerge-
schoss bis hin zum Dachraum inklusive der Dachkonstruktion noch deutlich prä-

19

sent und grossmehrheitlich erhalten. Aus denkmalpflegerischer Sicht handle es 
sich um einen Bau von erheblichem kulturellem, geschichtlichem und kunsthisto-
rischem Wert. Die bautypologischen Merkmale, der bauzeitliche Bestand sowie 
die prägende Lage im Ortsbild von Schwyz seien von öffentlichem Interesse (S. 5 
und S. 6). Die Unterschutzstellung sei zumutbar. lnwiefern die landwirtschaftliche 
Weiternutzung erschwert oder gar verhindert werde, sei nicht ersichtlich. Die 
Nutzung des Vielzweckbaus bleibe im Rahmen der Unterschutzstellung nach wie 
vor offen. Allfällig höhere Kosten bei einem Erhalt des Vielzweckbaus seien 
gemäss der geltenden Rechtsprechung zumutbar, insbesondere auch deshalb, 
weil das ganze Grundstück weiterhin bestimmungsgemäss und sinnvoll genutzt 
werden könne; unter dieser Voraussetzung gälten selbst massive Nutzungsein-
schränkungen nicht als besonders schwerer Eingriff. Der rein finanzielle Aspekt 
könne bei jedem Schutzobjekt geltend gemacht werden und überwiege - als rein 
finanzielles lnteresse - das öffentliche lnteresse an einer Unterschutzstellung 
nicht (S. 5). 

Anlässlich der öffentlichen Verhandlung wies das Bildungsdepartement (Plädoy-
ernotizen S. 2 f.) insbesondere noch einmal auf die äusserst prägende Lage des 
mächtigen Ökonomiegebäudes in der Siedlungslandschaft von Schwyz hin, das 
als Einzelbau in seiner einzigartigen Gestaltung (Ausmasse und besondere qua-
litätsvolle Gestaltung; Qualität des Baumaterials und dessen äussert sorgfältige 
Verarbeitung) besteche. Der Gestaltungswille des damaligen Planers oder Archi-
tekten sei sehr gross gewesen. Der Bau sei weitgehend bauzeitlich erhalten. Die 
mächtige Dachkonstruktion, die im Verhältnis zu anderen bauzeitlichen Ökono-
miebauten überdimensionierten Proportionen wie auch die Arkadenstruktur mit 
Rundbögen, Basen und Kapitellen machten das Gebäude einzigartig (vgl. Plä-
doyernotizen S. 3 f.). 

3.4.2 Der Gemeinderat verweist am 29. August 2023 auf seine Stellungnahme 
vom 12. Mai 2023 (GRB Nr. 155) und macht ergänzend geltend, eine Ersatzbau-
te hätte in wesensgleicher Bauart zu erfolgen. 

3.5.1 Sachverhaltlich wurde anlässlich des Augenscheins vom 31. Oktober 2022 
seitens der Denkmalpflege eine umfassende Fotodokumentation (mit mehr als 20 
Aufnahmen; nachstehend Vi-Fotos) erstellt (vgl. Beilage zur Vernehmlassung 
des Bildungsdepartements). 

3.5.2 Unbestreitbar und keines Augenscheines bedarf und bedurfte die promi-
nente Situierung sowie Stattlichkeit des Vielzweckbaus/Gadenhauses (vgl. vor-
stehend E. 3.4.1 [Vernehmlassung BiD S. 5 f.]). Dies belegen auch die im Inter-
net allgemein zugänglichen Luftaufnahmen (über webGIS-SZ) sowie Google 

20

Street View (Ansichten des Gebäudes [noch ohne den östlichen Anbau] bei An- 
und Wegfahrt nach Schwyz via C.________-gasse als auch D.________-
strasse). Seitens des Beschwerdeführers wurde anlässlich des Augenscheines 
auch anerkannt, dass die Matte ostwärts Richtung M.________ (N.________-
haus C.________-gasse) Schutz verdient (Augenscheinprotokoll S. 5 Ziff. 13). 
Eine Erweiterung ist (neben der Modernisierung/Ersatzbau für den bestehenden 
Gaden) im Westen bis rund 6 m an die Grenze zum Nachbargrundstück ange-
dacht (Augenscheinprotokoll S. 5 Ziff. 12 f. [d.h. ab Fassade "Schreinerei" rund 
20 m, ab Fassade "Werkstatt" rund 14 m]; vgl. Plan Grundriss Neubau EG vom 
20.2.2024). 

Beim Augenschein wurden namentlich die Hocheinfahrt (vgl. Vi-Fotos S. 5 ff.), via 
Hocheinfahrt der Heuraum, der nördliche und der südliche Stallvorplatz-
Laubengang, der östliche Stall (bei der Besichtigung leer, da sich das Vieh im 
Freien befand), die im Westbereich liegende Schreinerei sowie der dortige Aus-
senbereich besichtigt. Das Dachwerk des Heuraums besteht aus einem Hänge-
sprengwerk (vgl. Vi-Fotos S. 20 f.). Gemäss den Angaben der Denkmalpflegerin 
ist es 130 Jahre alt, holzverzapft und stellt damalige Zimmermannskunst dar. In 
solchen Dimensionen kämen Hängesprengwerke selten vor (Augenscheinproto-
koll S. 7 Ziff. 23). Zum Teil ist es laut dem Beschwerdeführer auch im Wohnbe-
reich sichtbar (S. 7 f. Ziff. 30f.). 

Der Heuraum/Heustock ist aktuell mit einem Teleskopverteiler ausgerüstet (vgl. 
Fotos zum Augenschein); das Heu müsse von Hand eingebracht werden. Der 
Beschwerdeführer machte geltend, ein zeitgemässes rationelles Arbeiten sei un-
ter dieser Voraussetzung nicht möglich. Hierfür bedürfe es eines Heukrans; die 
bestehende Konstruktion sei aber für das kleinste Kranmodell nicht mehr geeig-
net. Für punktuelle Lasten bei neuen Krans von bis zu 4 Tonnen dürfte auch die 
Statik ungenügend sein. Die Gebäudestruktur wolle man erhalten, aber nach 
Westen verlängern; die Fassade wäre gleich wie vorher, einfach neuwertig. Mit-
tels Absenkens der Hocheinfahrt um 1.5 m könne der Heuraum mit einem Heu-
kran bestückt werden. Derzeit sei der Heuraum auch feuerschutztechnisch nicht 
mehr geeignet, zumal heute auch Fahrzeuge im Heuraum abgestellt werden. 
Dem sei mit einem Betonboden und einer Betondecke Rechnung zu tragen. An-
dernfalls bräuchte es eine Remise (vgl. Augenscheinprotokoll S. 5 f. Ziff. 13 und 
Ziff. 19; Augenscheinprotokoll S. 10 f. Ziff. 57 ff.). 

Im Zeitpunkt des Augenscheins wurden 15 Kühe und 10 Stück Jungvieh gehalten 
(Augenscheinprotokoll S. 8 Ziff. 33). Die Futterzuführung soll nach den Aus-
/Umbauabsichten via den Kran von oben über ein Förderband erfolgen, womit 
der Ablauf (Fütterung/Entmistung) auf einer Achse erfolgen könnte (Augen-

21

scheinprotokoll S. 8 f. Ziff. 34 und 40 ff.). Damit soll die Umgestaltung vom be-
stehenden Anbindestall (mit Ausrichtung der Tiere in den Ställen links und rechts 
des Tenns in der Längsrichtung des Gebäudes) in einen zeitgemässen Laufstall, 
der sich über die gesamte Länge des Gadengebäudes sowie einen Grossteil der 
westlichen Verlängerung erstrecken soll (mit Ausrichtung der Tiere senkrecht 
zum Gebäude; vgl. auch Plan Umbau Grundriss EG vom 20.2.2024) einherge-
hen. 

Im Bereich des südlichen Stallvorplatzes wies der Beschwerdeführer auf den Ni-
veauunterscheid von 1.5 m hin, auf den der Stallboden (und als Konsequenz 
auch die Hocheinfahrt) abgesenkt werden soll, was bei einem Erhalt der beste-
henden Mauern statisch nicht machbar sei (Augenscheinprotokoll S. 8 Ziff. 35). 
Seitens der Denkmalpflege wurde in den 1.5 m Niveauunterscheid für den Aus-
lauf der Tiere kein unlösbares Problem erkannt (vgl. zur diesbezüglichen Diskus-
sion Augenscheinprotokoll S. 9 Ziff. 43 ff.). Die Denkmalpflegerin bestätigte, dass 
die Mauern echtzeitlich sind wie auch die Stützen der Laube, die später mit Ple-
xiglas verschlossen wurde (Augenscheinprotokoll S. 8 Ziff. 36 ff.; vgl. Vi-Fotos 
S. 3). Offensichtlich war beim Augenschein, dass das Vieh aktuell vom Tenn aus 
von Hand gefüttert werden muss (Augenscheinprotokoll S. 9 Ziff. 39; vgl. Foto 
zum Stall Ost; Vi-Fotos S. 16). In der Schreinerei drehte sich die Diskussion na-
mentlich um die Frage, welche Wände (teils massive, verputzte Bruchsteinmau-
ern; vgl. Vi-Fotos S. 13) tragend seien und inwieweit sie allenfalls entfernt wer-
den könnten (Augenscheinprotokoll S. 10 Ziff. 52 ff.). 

Der kommunale Abteilungsleiter Hochbau wies abschliessend (Augenscheinpro-
tokoll S. 11 Ziff. 6) auf die Situierung des Gebäudes in eine Umgebungsschutz-
zone nach ISOS hin und gab dem Standpunkt der Gemeinde Ausdruck, dass die 
ortstypische Baute nach einem Abbruch einen Wiederaufbau verdiene und 
gleichzeitig die landwirtschaftliche Nutzung zeitgemäss weitergeführt werden 
könne. 

4.1 Mit dem DSG besteht die erforderliche gesetzliche Grundlage (im formellen 
Sinn), welche einen Eingriff in die Eigentumsfreiheit rechtfertigen kann. Das DSG 
umschreibt die Schutzobjekte, namentlich auch Einzelbauten, sowie die Kriterien 
zur Bestimmung der Schutzwürdigkeit (vgl. vorstehend E. 1.2 f.). Eine Verletzung 
des Gesetzmässigkeitsgrundsatzes ist auch betreffend die (drei) Schutzziele 
nicht erkennbar (vgl. VGE III 2021 18 vom 31.5.2021 E. 3.3.6). 

4.2 Mit dem gutachterlichen Bericht von Dr. I.________ vom 31. März 2023 
(vgl. vorstehend E. 3.2.1) liegt der wissenschaftliche Befund als formelle Voraus-
setzung für eine Unterschutzstellung vor. Darauf kann auch materiell-inhaltlich 

22

abgestellt werden. Es ist umfassend, nachvollziehbar und schlüssig und bietet 
entsprechend die geeignete Grundlage für die Beurteilung der Schutzwürdigkeit, 
namentlich unter dem Aspekt des öffentlichen Interesses an einer Unterschutz-
stellung. Dabei kommt der Frage der Zugehörigkeit zum benachbarten herr-
schaftlichen Wohnhaus an der C.________-gasse (L.________; vgl. Kurzgutach-
ten S. 1) keine entscheiderhebliche Bedeutung für die Unterschutzstellung zu, 
auch wenn ein solcher Bezug durchaus plausibel erscheint. Der Gutachter, der 
kraft seiner Forschungsarbeit zu den Schweizer Bauernhäusern über einen ent-
sprechenden Überblick verfügt, attestiert dem Vielzweckbau eine weit über den 
Ort hinausreichende besondere architektonische Qualität und eine Einzigartigkeit 
weit über die Zentralschweiz hinaus. Das Gadenhaus zeichnet sich namentlich 
aus durch seine imposante Dachkonstruktion bei der Hochquereinfahrt in der 
Form eines abgestrebten Hängesprengwerkes und die imposante, gemauerte 
und mit Gewölben "leichtfüssig" in Erscheinung tretende Einfahrtrampe (Gutach-
ten S. 2). Auf diese baulichen Qualitäten sowie die Einzigartigkeit der Dachkon-
struktion mit überdimensionierten Proportionen und der Arkadenstruktur weist 
das Bildungsdepartement in der Vernehmlassung hin (vgl. vorstehend E. 3.4.1). 
Zu nennen sind auch die noch grossmehrheitlich vorhandene bauzeitliche Sub-
stanz und deren guter Zustand. Hiervon konnte sich auch das Gericht anlässlich 
des Augenscheins überzeugen. 

Zu Recht macht das Bildungsdepartement daher geltend, dass es sich aus 
denkmalpflegerischer Sicht um einen Bau von erheblichem kulturellen, geschicht-
lichen und kunsthistorischen Wert handelt, und dass die bautypologischen 
Merkmale, der bauzeitliche Bestand sowie die prägende Lage im Ortsbild von 
Schwyz von öffentlichem lnteresse sind. Es kann daher dem Regierungsrat bei-
gepflichtet werden, dass es sich beim Gadenhaus um einen wichtigen Zeugen 
der Schwyzer Geschichte sowie um ein prägendes Element der traditionellen 
Siedlungslandschaft oder bzw. und des baukulturellen Erbes im Sinne von §§ 6 
Abs. 1 lit. a und b DSV handelt (vgl. vorstehend E. 2.1). Das öffentliche Interesse 
an der Unterschutzstellung ist folglich zu bejahen. 

Einer Unterschutzstellung entgegenstehende öffentliche Interessen, die zudem 
überwiegen müssten, sind nicht ersichtlich. Allfällige private Interessen sind im 
Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung zu berücksichtigen. 

4.3 Bereits an dieser Stelle und vor der Prüfung der Verhältnismässigkeit 
(nachstehend E. 5) ist der Umfang des Schutzzieles III näher zu betrachten. 

4.3.1 Der Beschwerdeführer vertrat an der öffentlichen Verhandlung die Auffas-
sung, die innere Struktur zu erhalten, bedeute ein Schutzziel II. Das ganze 

23

Dachwerk (Hängesprengwerk), das man von aussen nicht sehe, gehöre jedoch 
nicht zum äusseren Erscheinungsbild. Vom Regierungsrat sei aber das Schutz-
ziel III angeordnet worden (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 8). Er erachtete das öf-
fentliche Interesse für eine Baute am konkreten Standort in der Wesensgleichheit 
eines Neubaus als gegeben. Dies stelle zwar kein Schutzziel bzw. gewissermas-
sen ein Schutzziel IV dar (Verhandlungsprotokoll S. 14 und S. 20). Für die Ge-
meinde und die Öffentlichkeit sei jedoch der sich von Weitem zeigende gleich-
bleibende Eindruck des Gebäudes wesentlich (Verhandlungsprotokoll S. 12).

Seitens der Denkmalpflege wurde an der öffentlichen Verhandlung zum Schutz-
ziel III mit Blick auf den konkreten Fall dargelegt, wichtig sei sicher der äussere 
Ausdruck, d.h. die Arkadenstruktur, die in der Wirkung ganz zentral sei. Diese 
soll erhalten werden. Man habe sie zum Teil geschlossen. Vielleicht könne man 
diese wieder öffnen und in eine Struktur integrieren. Was ebenfalls sehr wichtig 
sei, sei die ganze Silhouette, also das Dach mit der Hocheinfahrt. Bei den 
zurückversetzten Fassaden gebe es immer einen gewissen Spielraum. Aber der 
Charakter des Gebäudes werde auch durch diese Arkadenstruktur und das statt-
liche Dach geprägt. Das Dach habe natürlich auch mit der Dachkonstruktion zu 
tun. Man könne auch die Dachkonstruktion verstärken. Man habe auch schon 
weitergebaut und gewisse Teile herausgeschnitten. Das sei eine Tatsache, wie 
man sie bei jedem Schutzobjekt antreffe. Es sei stets etwas verändert worden. 
Es gehe darum, dass die Statik gewährleistet und verbessert werde. Hierfür gebe 
es immer Möglichkeiten.

Der Gemeindevertreter wies auf die "Leitplanung Ortsbild" von Schwyz hin. Für 
das Gebiet des strittigen Gebäudes bedeute dies einerseits, dass man sich in ei-
nem landschaftlich und städtebaulich sensiblen Gebiet befinde. Anderseits, was 
fast bedeutsamer sei, handle es sich beim Gadenbau gemäss Leitplanung um 
eine ortsbildprägende Baute. Der Gemeinderat Schwyz habe sich dahingehend 
geäussert, dass aus seiner Sicht ein Abbruch und Wiederaufbau möglich sei, 
aber dass dem Erscheinungsbild eine hohe Bedeutung beizumessen sei und 
dass bei einem konkreten Bauprojekt wirklich auf eine sensible Gestaltung acht-
zugeben sei (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 16).

4.3.2 Im Jahr 2007 hat die Eidgenössische Kommission für Denkmalpflege 
(EKD) "Leitsätze zur Denkmalpflege in der Schweiz" (nachstehend: Leitsätze) 
formuliert, gegliedert unter anderem nach den Bereichen "Das Denkmal" 
(Leitsätze Ziff. 1), "Der Umgang mit dem Denkmal" (Leitsätze Ziff. 2), "das Han-
deln am Denkmal" (Leitsätze Ziff. 3), "Planung und Massnahmen" (Leitsätze 
Ziff. 4). Ausgangspunkt ist das menschliche Grundbedürfnis nach Erinnerung; sie 
stützt sich wesentlich auf Orte und Objekte (Leitsatz 1.1). Hierzu wird unter ande-

24

rem dargelegt, der Mensch brauche Erinnerung als Individuum und in seinen 
Gemeinschaften als Grundlage für die Gestaltung der Zukunft. Im Prozess der 
individuellen und kollektiven Erinnerung spielten materielle Erinnerungsträger ei-
ne besondere Rolle. Die ortsgebundenen und öffentlich wahrnehmbaren Objekte 
hielten die Erinnerung dauernd wach. Diese Objekte könnten nicht übersehen 
oder weggelegt werden; sie könnten allerdings der Gleichgültigkeit anheimfallen. 
Diesen Grundgedanken trägt die Präambel der KV Rechnung ("stolz auf unsere 
Tradition"), womit laut Bericht und Vorlage der Verfassungskommission (verab-
schiedet am 17.12.2009) an den Kantonsrat Bezug auf die Grundhaltung der 
Schwyzerinnen und Schwyzer genommen wird, die neben der Aufgeschlossen-
heit gegenüber neuen Entwicklungen vom "Respekt gegenüber der Geschichte" 
geprägt ist. 

Denkmäler werden in den Leitsätzen definiert als "ortsgebundene Objekte, die 
geschichtlichen Zeugniswert haben. Denkmäler können Zeugnisse jeglichen 
menschlichen Wirkens sein, historischer Ereignisse und Entwicklungen, künstle-
rischer Leistungen, sozialer Einrichtungen, technischer Errungenschaften" (Leit-
satz 1.2). Die überlieferte Materialität bestimmt das Denkmal; sie macht die Au-
thentizität der Denkmäler aus (Leitsatz 1.3). Erläuternd wird hierzu gesagt, die 
Authentizität des Denkmals, d.h. die Existenz des Denkmals in seiner möglichst 
vollständig überlieferten Materie mit all ihren Zeitspuren, sei Voraussetzung 
dafür, dass heutige, aber auch spätere Generationen seine Vielschichtigkeit er-
kennen und interpretieren können.

Bei Eingriffen an Denkmälern ist der Grundsatz der Nachhaltigkeit zu beachten 
(Leitsatz 3.1). Das Erhalten originaler Denkmalsubstanz als bedeutsame und 
nicht erneuerbare Ressource habe Vorrang vor dem Maximieren einer ökono-
misch oder ökologisch verstandenen Nachhaltigkeit.

Bei allen Massnahmen hat die Konservierung der bestehenden Substanz Vor-
rang (Leitsatz 3.8). Materielle Veränderungen dürfen nur vorgenommen werden, 
wenn sie für das Weiterbestehen des Denkmals nachgewiesenermassen uner-
lässlich sind. 

Der überlieferte Bestand ist möglichst weitgehend zu erhalten (Leitsatz 4.1). Die 
Unversehrtheit der historischen Substanz habe bei allen Massnahmen Vorrang. 
Alle konservatorischen und restauratorischen Eingriffe sind auf ein Höchstmass 
an Reversibilität auszurichten (Leitsatz 4.2). Historische Elemente sollen instand 
gestellt, nicht ersetzt werden (Leitsatz 4.5). 

Bei den "Definitionen zu besonderen Massnahmen" (Leitsätze unter Ziff. 5) wer-
den Rekonstruktionen als Wiederherstellungen von Objekten bezeichnet, die 
ganz oder teilweise zerstört wurden; sie sind grundsätzlich bedenklich (Leitsatz 

25

5.4). Rekonstruktionen verwischten den Unterschied zwischen Denkmal und his-
toristisch gestaltetem Objekt (vgl. hierzu auch EKD, Rekonstruktion und Wieder-
herstellung, Grundsatzdokument vom 22.6.2018). 

4.3.3 Das Verwaltungsgericht schliesst sich der Auffassung der kantonalen 
Denkmalpflege an, dass die Denkmalpflege grundsätzlich auf den Schutz von 
Bauwerken als Ganzes abzielt (vgl. auch vorstehend E. 1.4 [mit zit. E. 4.3.2]). 
Der integrale Schutzumfang ist insofern richtig, als es nicht darum gehen kann, 
gewissermassen nur eine Kulisse zu konservieren (VGE III 2021 18 vom 
31.5.2021 E. 6.2.1; VGE III 2020 173 vom 30.12.2020 E. 5.2.2). Dieser Grund-
satz hat sinngemäss auch Eingang in § 3 Abs. 2 lit. b DSG ("unter Einbezug ihrer 
Ausstattung") gefunden. Allerdings kann man die Augen nicht vor der Tatsache 
verschliessen, dass regelmässig nicht alle (Bau-)Teile eines Gebäudes gleicher-
massen Schutz verdienen (für ein konkretes Beispiel der Bestimmung der erhal-
tenswerten Gebäudeteile vgl. Urteil BGer 1C_514/2020 vom 5.5.2021 Ingress 
lit. B; vgl. auch BGE 120 I 270 E. 4.b f. betr. Badischer Bahnhof Basel). Mit den 
drei Schutzzielen wird dieser Tatsache Rechnung getragen, dass durchaus auch 
Differenzierungen angezeigt sein können (und müssen); dies gebietet auch der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit. Dem tragen im Übrigen auch die vorerwähn-
ten Leitsätze Rechnung, welche nicht vorbehaltlos auf den strikten Schutz eines 
Denkmals abzielen. Eine Verabsolutierung des Schutzgedankens würde diese 
Differenzierung als überflüssig erweisen. 

4.3.4 Festzuhalten ist, dass das Schutzziel III klarerweise vom Wiederaufbau-
recht gestützt auf § 72 Planungs- und Baugesetz (PBG; SRSZ 400.100) vom 14. 
Mai 1987 abzugrenzen ist, das kein sklavisches Festhalten an den bisherigen 
Gebäudeformen verlangt und bei dem praxisgemäss der frühere Umfang nur als 
Richtschnur des Wiederaufbaus zu gelten hat, wobei ausserdem auch die nut-
zungsmässige Wesensgleichheit gewährleistet sein muss (vgl. EGV-SZ 2011 B 
8.4 E. 3.1; VGE III 2018 136 vom 12.2.2019 E. 6.1.5; VGE III 2013 142 vom 
23.1.2014 E. 2.3; VGE 1023/99 vom 16.9.1999 E. 3c). Die Abgrenzung des Wie-
deraufbaurechts zum Schutzziel III ergibt sich allein aus der Tatsache, dass ein 
Wiederaufbau - seltene Ausnahmen allenfalls sinnvoller Rekonstruktionen aus-
geschlossen (vgl. Frauenkirche Dresden; kritisch Grundsatzdokument der EKD 
betr. Rekonstruktion und Wiederherstellung S. 5) - nicht mit dem Schutzbegriff in 
Einklang zu bringen ist. 

Abzugrenzen ist das Schutzziel III zudem klarerweise auch vom Anliegen der gu-
ten Einordnung von Bauten und Anlagen ins Orts- und Landschaftsbild. Sog. ne-
gative Ästhetikklauseln zielen (bloss) auf die Verhinderung einer störenden Wir-
kung ab, so beispielsweise § 56 Abs. 1 PBG und Art. 8 Abs. 1 des Bauregle-

26

ments der Gemeinde Schwyz (BauR) vom 26. September 2010. Sog. positive Äs-
thetikklauseln verlangen hingegen eine gute bzw. sorgfältige Einordnung einer 
Baute; in diesem Sinne sind gemäss Art. 8 Abs. 2 BauR die Bauten und Anlagen 
und deren Umgebung besonders sorgfältig zu gestalten in den Kern- und Zen-
trumszonen (lit. a), an exponierten Hanglagen (lit. b) sowie im Sichtbereich von 
künstlerisch und geschichtlich wertvollen Stätten, Bauten und Anlagen (lit. c). Für 
die Schutzwürdigkeit eines bereits mehr oder weniger lang bestehenden Gebäu-
des hat dessen Einordnung allerdings keine bzw. allenfalls eine marginale Be-
deutung. 

4.3.5 Das Schutzziel II verpflichtet "zur Erhaltung des äusseren Erscheinungsbil-
des" sowie explizit zur "Bewahrung der Raumstrukturen", während das Schutz-
ziel III nur die "Pflicht zur Erhaltung des Charakters" beinhaltet. Mit dem Weglas-
sen der Pflicht zur Bewahrung der Raumstruktur beim Schutzziel III reduziert sich 
die Übereinstimmung bzw. die Vergleichbarkeit der Schutzziele II und III auf die 
Erhaltung des äusseren Erscheinungsbildes bzw. die Erhaltung des Charakters. 
Aus der unterschiedlichen Terminologie, was keiner gesetzgeberischen Zufällig-
keit entspringen kann, ist der Schluss zu ziehen, dass auch diesbezüglich eine 
gewisse Differenzierung angezeigt ist. Vereinfacht kann wohl aufgrund der Zu-
ordnung dieser Begrifflichkeit zu den Schutzzielen II bzw. III ohne weiteres ge-
sagt werden, dass dem Bewahren eines (äusseren) Erscheinungsbildes gegenü-
ber dem Bewahren des Charakters eine höhere Verbindlichkeit an die Bewah-
rung eines Bestandes zuzubilligen ist. 

4.3.6 Der Argumentation der Denkmalpflege kann durchaus gefolgt werden, dass 
vorliegend neben der Arkadenstruktur gerade das stattliche Dach für den Ge-
bäudecharakter mitprägend ist. Richtig ist auch, dass das Dach auf einer Dach-
konstruktion (Hängesprengwerk) beruht. Das Hängesprengwerk wurde vom 
Kurzgutachter zu Recht, wie der verwaltungsgerichtliche Augenschein ergab, 
auch als imposante Dachkonstruktion beurteilt. Es ist auch nicht daran zu zwei-
feln, dass Hängesprengwerke mit den vorliegenden Dimensionen selten sind 
(vgl. vorstehend E. 3.5.2). Das äussere Erscheinungsbild des Daches wie auch 
der Charakter des Gebäudes lassen jedoch zum einen für den ausstehenden Be-
trachter keinen Schluss auf die innwendige Dachkonstruktion zu. Insoweit kann 
nicht gesagt werden, das vom Dach mitgeprägte Erscheinungsbild bzw. der Cha-
rakter des Gebäudes sei vom Hängesprengwerk abhängig. Zum andern wird, wie 
der Augenschein auch zeigte, durch das Hängesprengwerk gleichzeitig und ins-
besondere auch der grossräumige Dachstock strukturiert, d.h. das Hänge-
sprengwerk prägt auch die innere Raumstruktur des Vielzweckgebäudes mit. Die 

27

Bewahrung der Raumstrukturen ist jedoch gerade nicht Teilgehalt des Schutzzie-
les III. 

Gestützt auf das Schutzziel III kann der Beschwerdeführer daher schwerlich zum 
Erhalt des Hängesprengwerks verpflichtet werden. Dass das Gleiche für die be-
stehende Raumeinteilung des Vielzweckbaus gilt (Ställe, Tenn, u.w., vgl. vorste-
hend E. 3.2.1), muss nicht eigens gesagt werden. Insofern kann die Vor-
instanz/Denkmalpflege gewissermassen a priori nicht verlangen, dass der Be-
schwerdeführer mit den vorhandenen räumlichen Dimensionen weiter pla-
nen/bauen sollte und bloss innere Umbauten im Rahmen der bestehenden inne-
ren Strukturen und gewisse Anpassungen aus denkmalpflegerischer Sicht in 
Frage kommen (Plädoyernotizen Vorinstanz S. 6). Insofern erübrigten sich an 
und für sich auch entsprechende vorgängige umfassende planerische, bauliche 
und nutzungsmässige Abklärungen des Beschwerdeführers. 

5.1 Nach dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit müssen Denk-
malschutzmassnahmen für das Erreichen des im öffentlichen Interesse liegenden 
Ziels geeignet, erforderlich und dem Betroffenen zumutbar sein. Ein durch 
Schutzmassnahmen verursachter Grundrechtseingriff ist namentlich dann unver-
hältnismässig, wenn eine ebenso geeignete mildere Anordnung für den ange-
strebten Erfolg ausreicht. Ob eine aus Gründen des Denkmalschutzes erfolgende 
Nutzungsbeschränkung das dem Eigentümer zumutbare Mass überschreitet, ist 
einzelfallweise aufgrund der gesamten Umstände zu beurteilen. Dabei sind Ren-
tabilitätsüberlegungen umso geringer zu gewichten, je schutzwürdiger eine Baute 
ist (BGE 126 I 219 E. 2c). Zudem können rein finanzielle Interessen bei ausge-
wiesener Schutzwürdigkeit für sich genommen nicht ausschlaggebend sein (Ur-
teile BGer 1C_55/2011 vom 1.4.2011 E. 7.1 mit Hinweisen; 1C_285/2017 vom 
27.10.2017 E. 3.3; 1C_128/2019 + 1C_134/2019 vom 25.8.2020 [zur Publikation 
vorgesehen] E. 10.4). Eignung und Erforderlichkeit einer Unterschutzstellung 
sind der Erreichung des gesetzlichen Zweckes gemäss § 1 DSG, nämlich der Er-
haltung des Schutzobjekts, gewissermassen immanent und insofern immer ge-
geben. Eignung und Erforderlichkeit finden ihre Bedeutung entsprechend 
grundsätzlich bei der Bestimmung des adäquaten Schutzzieles. Die Frage der 
Zumutbarkeit (Verhältnismässigkeit im engeren Sinne) entfaltet ihre Wirkung in-
des auch bei der grundsätzlichen Entscheidung über die Unterschutzstellung.

Vorliegend gilt es eine Baute im Lichte des Schutzzieles III zu beurteilen, womit 
den privaten Interessen ein höheres Gewicht beizumessen ist, als bei einer Bau-
te unter dem Schutzziel II. 

28

5.2.1 Mit statischer Beurteilung vom 10. Juli 2023 (Beschwerdebeilage 4) führte 
die O.________ GmbH unter anderem aus, für den Bau eines artgerechten Lauf-
stalls müssten die Bruchsteinmauern, insbesondere die Querwände, weitgehend 
abgebrochen werden, da sie als Fundation gemessen an den heutigen Anforde-
rungen nicht mehr genügend seien. Die Stalldecke müsse komplett abgebrochen 
werden, da sie den heutigen Anforderungen mit den höheren Nutzlasten nicht 
mehr genüge, insbesondere als einseitig gespannte Decke. Die bestehende 
Holzkonstruktion behindere die Nutzbarkeit sehr stark. Es sei praktisch unmög-
lich, einen Heukran einzubauen und zweckdienlich zu nutzen. Ein Umbau habe 
auch Konsequenzen auf die Massivbaudecke und Stallwände, da die horizonta-
len Lasten, die jetzt von der bestehenden Holzkonstruktion übernommen würden, 
von den bestehenden Konstruktionen nicht aufgenommen werden könnten. 

5.2.2 Mit seiner Stellungnahme vom 18. Dezember 2023 führt der vom Be-
schwerdeführer beauftragte Planer aus, der bestehende Heustock mit dem Hän-
gesprengwerk sei für die Durchfahrt mit dem kleinsten Kranmodell, das mindes-
tens 3 m verlange, mit einem bestehenden Freiraum von nur 2.15 m zu eng. 
Zwei hängende Pfosten müssten ausgeschnitten und mit massiver zusätzlicher 
Verstärkung kompensiert werden. Die Heubelüftung sei derzeit ungenügend. Mit 
der bestehenden Konstruktion seien die beiden Lauben nicht nutzbar, weil sie mit 
dem Heukran nicht erreichbar seien. Das Absenken des Stallbodens auf das Ni-
veau der bestehenden Jauchegrube würde die Aussenansichten nicht verändern. 
Alle Baufachleute mit Branchenkenntnissen kämen nach Besichtigung zum sel-
ben Schluss, dass es aus finanziellen und arbeitstechnischen Gründen keinen 
Sinn mache, in ein Projekt mit der bestehenden Konstruktion zu investieren. 

5.2.3 Am 23. Februar 2024 reichte der Beschwerdeführer Umbaupläne vom 
20. Februar 2024 ein. Der moderne, in West-Ost-Richtung ausgerichtete Laufstall 
soll 28 Kuhfressplätze, 18 Fressplätze Jungvieh, 1 Zuchtstierplatz und 20 Mast-
kalberplätze aufweisen (Beschwerde S. 7 Ziff. 9, bestätigt mit Eingabe vom 
22.1.2024 S. 4 Ziff. 5). Gemäss Suisse-Bilanz erlaubt die Futterfläche von 
15.85 ha vom 29. Juni 2022 (Beilage 5 zur Beschwerde) die Haltung von 28 
Milchkühen, 24 Stücken Jungvieh, einem Zuchtstier sowie 20 Mastkälbern.

5.2.4 An der öffentlichen Verhandlung erläuterte der Beschwerdeführer umfas-
send seine zu Papier gebrachten Umbaupläne und machte einlässliche Aus-
führungen zu den Anforderungen an einen modernen Landwirtschaftsbetrieb. Un-
ter anderem führte er hierzu (ergänzend) aus, der Stall soll als Kompostlaufstall, 
bei dem der Liegebereich immer mit Sägemehl überdeckt sei, ausgestaltet wer-
den. Der östliche (Haus-)Bereich werde nicht tangiert. Richtung West wolle man 

29

"das Gebäude herunternehmen und es wesensgleich wieder aufstellen im Sinne 
der Gemeinde und des Ortsbildschutzes" mit Absenkung um 1.5 m. Mit dieser 
Absenkung könne man auf das Niveau der Mistplatte bzw. Oberkante der Jau-
chegrube (südseitig) gelangen, womit das Vieh ohne Probleme (d.h. ohne ein 
Steilbord) in den Auslauf gelassen werden könne. Die nun aussen angeordneten 
Silos würden ins Gebäude integriert. Durch die Absenkung auch der Hochein-
fahrt um 1.5 m könne die zweckmässige und effiziente Nutzung des Heustocks 
gewährleistet werden. Ortsbildmässig falle diese Absenkung der Hocheinfahrt 
nicht ins Gewicht; die Gebäudekubatur bleibe auch gleich (Verhandlungsprotokoll 
S. 3 ff.). 

Die Vorinstanz brachte vor, die Denkmalpflege wie das AFL seien der Meinung, 
der Stall könne weiterhin als solcher genutzt werden, auch wenn die Notwendig-
keit der betrieblichen Optimierung verständlich und nachvollziehbar sei. Seitens 
des Beschwerdeführers sei jedoch nicht geprüft worden, ob dies mit dem beste-
henden Gebäude möglich sei. Es sei aber klar nicht Aufgabe des Kantons bzw. 
des AFL, Machbarkeitsstudien für Stallumbauten durchzuführen. Der heutige Zu-
stand und der Ersatzneubau mit Kompostlaufstall stellten zwei Extrempositionen 
dar; eine Mittellösung sei nicht geprüft worden (Plädoyernotizen S. 5 f.). 

Seitens des AFL wurde bestätigt, dass das bestehende Aufstallungssystem und 
der Anbindestall mit manueller Entmistung sehr arbeitsaufwändig sind. Das 
Raumvolumen der Stallungen sei in Anbetracht der Bauzeit ungewöhnlich hoch; 
die Tierschutzvorschriften könnten mit dem notwendigen Arbeitsaufwand einge-
halten werden. Die Futterlagerung, insbesondere die Dürrfutterlagerung, sei im 
bestehenden Gebäude aufgrund der konstruktionsbedingten Einschränkungen 
erschwert und entspreche nicht mehr der heutigen Technik. Grundsätzlich gebe 
es nicht nur ein einziges funktionierendes Stallkonzept. Aus Sicht des AFL wäre 
eine Dokumentation der geprüften Varianten und die zum vorgelegten Konzept 
führenden Überlegungen für eine ausgewogene Entscheidungsfindung dienlich 
gewesen. Eine Variantenstudie sei auch aufgrund der Interessenabwägung der 
öffentlichen Interessen und der privaten Interessen des Beschwerdeführers er-
forderlich. Mit der eingereichten Projektskizze werde das aus raumplanungs-
rechtlicher Sicht maximal zulässige Raumprogramm (Anzahl Tierplätze und Zu-
sammensetzung der Tierkategorien) voll ausgereizt. Die vom Beschwerdeführer 
gehaltenen behornten Original-Braunviehkühe seien für die Planung von Lauf-
ställen eine besondere Herausforderung. Es werde für horntragende Kühe eine 
Erhöhung der Platzdimensionierungen gegenüber den Mindestnormen der Tier-
schutzgesetzgebung empfohlen. Aufgrund der Qualität der im Februar 2024 zu-
gestellten Pläne sei seitens des AFL keine detaillierte Prüfung möglich (Plädoy-
ernotizen der Vorinstanz S. 7 ff.). Die kantonale Denkmalpflege brachte vor, die 

30

Fachkenntnisse des zugezogenen Bauingenieurs beschränkten sich auf Neubau-
ten. Der Heukran-Spezialist vertrete einen spezifischen Anbieter von Heukran-
Produkten. Auch hier stelle sich die Frage der geprüften Varianten (Plädoyernoti-
zen der Vorinstanz S. 9 ff.). 

5.3.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Anforderungen an den Nachweis allfälliger 
Umbau- wie auch Nutzungsvarianten durch den privaten Eigentümer nicht über-
spannt werden dürfen. 

Anlass für die Prüfung der Schutzwürdigkeit kann einerseits - wie vorliegend - ein 
in Betracht gezogenes (Um-)Bauvorhaben (Umbau, Neubau, Abbruch) geben. Es 
ist indes nachvollziehbar, wenn und dass ein Bauherr nicht bereits zu grosse 
Aufwendungen tätigen will mit dem Risiko vergeblicher Investitionen, sondern 
vorerst Sicherheit über eine allfällige Schutzwürdigkeit seines Gebäudes haben 
möchte. Anderseits findet derzeit gestützt auf § 21 DSG eine Bereinigung des 
KSI (vormals Kantonales Inventar der geschützten und schützenswerten Bauten 
[KIGBO]) statt, welches planmässig in allen Gemeinden des Kantons geschieht 
(vgl. https://www.sz.ch/verwaltung/bildungsdepartement/amt-fuer-kultur/denk-
malpflege/aktuelles.html/8756-8758-8802-9466-9471-9921-10010). Es ist leicht 
einsichtig, dass von den betroffenen Hauseigentümern nicht verlangt werden 
kann, umfassende Projektalternativen zwecks Beurteilung und Abwägung ihrer 
privaten Interessen gegenüber dem öffentlichen Schutzinteresse vorzulegen. 
Dem trägt vorliegend Disp.-Ziff. 2 des angefochtenen RRB Rechnung, wonach 
(erst) "im Fall einer Restaurierung" die Planung durch die kantonale Denkmal-
pflege zu begleiten ist. 

Des Weiteren und insbesondere gilt auch im Unterschutzstellungsverfahren der 
Untersuchungsgrundsatz (§ 18 VRP), wonach die Behörde die erforderlichen 
Beweise erhebt. Dem steht zwar die Mitwirkung der Parteien gegenüber, die ihre 
Grenzen jedoch an der Notwendigkeit und der Zumutbarkeit der Mitwirkung an 
der Feststellung des Sachverhaltes findet (§ 19 Abs. 1 VRP). Bleibt eine ent-
scheidrelevante Tatsache trotz der von Amtes wegen durchzuführenden Unter-
suchungen und trotz hinreichender Bemühungen der Parteien unbewiesen, gilt 
im öffentlichen Recht grundsätzlich die Beweislastregel von Art. 8 ZGB als allge-
meiner Rechtsgrundsatz; die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit hat jene 
Partei zu tragen, die aus der unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte ableitet 
(BGE 144 II 332 E. 4.1.3 und 142 II 433 E. 3.4.2, m.w.H.; VGE III 2021 103 vom 
29.8.2022 E. 2; VGE III 2008 192 vom 25.9.2009 E. 3). 

Es liegt nahe, dass der private Eigentümer die für ihn bestmögliche Variante prä-
sentieren wird, um die fehlende Eignung, Erforderlichkeit und Zumutbarkeit einer 
Massnahme (i.c. die Unterschutzstellung) zu beweisen bzw. die höhere Gewich-

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tigkeit seiner privaten Interessen gegenüber den öffentlichen Interessen zu un-
termauern. Aus der Mitwirkungspflicht kann insofern also grundsätzlich nicht ab-
geleitet werden, dass der Private auch Alternativen eingehend prüft bzw. zu prü-
fen hat, die sich für ihn als weniger vorteilhaft erweisen können, und/oder sogar 
(kostenintensive) Machbarkeitsstudien erstellen muss. Bei einer Wirtschaftsbaute 
ist es - im Zeichen der Wirtschaftsfreiheit - überdies gerechtfertigt, allfälligen im 
Zeitpunkt der Unterschutzstellung noch nicht konkretisierten, aber dennoch ins-
künftig durchaus in Betracht kommenden Erweiterungsmöglichkeiten Rechnung 
zu tragen. In diesem Sinne hat der Vertreter des AFL anlässlich der öffentlichen 
Verhandlung zu Recht betont, dass das Betriebskonzept, d.h. die langfristige 
Ausrichtung des Betriebes, in der wirtschaftlichen Freiheit des Betriebsleiters 
steht. 

Die Rechtsprechung gemäss VGE III 2021 161 vom 30. März 2022, wo ein Ei-
gentümer den Ersatz eines Einfamilienhauses durch den Neubau eines Mehrfa-
milienhauses plante und in diesem Zusammenhang die Schutzwürdigkeit der be-
stehenden Baute zu klären war, lässt sich daher nicht ohne weiteres auf die vor-
liegende Fallkonstellation übertragen. Zudem überliess es das Verwaltungsge-
richt in jenem Verfahren dem Regierungsrat, ob er die erforderlichen Grundlagen 
(Projektvarianten und Vergleichszahlen) selber bzw. durch Beauftragung einer in-
ternen oder externen Fachperson erarbeiten lassen will, oder ob die entspre-
chenden Grundlagen von der Bauherrschaft einverlangt werden sollten (E. 4.3). 
Im VGE III 2017 115 + 117 vom 24. November 2017 (bes. E. 5.2 ff.) war zu prü-
fen, wie weit es einer Bauherrschaft zumutbar war, eine grundsätzlich schutz-
würdige Baute stehen zu lassen bzw. in ihren Gestaltungsplan zu integrieren, 
was möglicherweise zu Lasten der gesamten Anzahl Wohnungen ging und so mit 
einer möglicherweise mehr oder weniger erheblichen finanziellen Einbusse ver-
bunden war, welche nur der Bauherr näher beziffern konnte. 

5.3.2 Vorliegend ist die umfangmässige Zulässigkeit der geplanten Erweiterung 
des Landwirtschaftsbetriebes des Beschwerdeführers grundsätzlich unbestritten. 
Hieran ändert nichts, dass gemäss dem Vertreter des AFL aus raumplanungs-
rechtlicher Sicht damit das maximal zulässige Raumprogramm (Anzahl Tierplätze 
und Zusammensetzung der Tierkategorien) voll ausgeschöpft wird. Abgesehen 
davon lässt die Angabe des Vertreters des AFL, dass für horntragende Kühe ei-
ne Erhöhung der Platzdimensionierungen in Betracht gezogen werden müsse, 
darauf schliessen, dass die auf der Trockensubstanz (TS) basierende maximale 
Nutztierzahl mit dem konkreten Bauprojekt des Beschwerdeführers allenfalls 
nicht ganz ausgeschöpft werden könnte. 

32

5.3.3 Der Beschwerdeführer hat ein aus Sicht des Verwaltungsgerichts sinnvol-
les Projekt vorgelegt; auch wenn dieses für eine Baueingabe noch nicht genü-
gend sein sollte, geht es jedenfalls über eine blosse Skizze/Idee hinaus. 

5.4.1 Für das Verwaltungsgericht steht aufgrund des Augenscheines, der vom 
Beschwerdeführer bzw. der beauftragten H.________ GmbH erstellten Planun-
terlagen sowie der dazu anlässlich der öffentlichen Verhandlung vorgebrachten 
Erläuterungen - auch wenn diese teils weitschweifig waren und teils auch hyper-
bolisch erscheinen mochten - fest, dass mit dem bisherigen Stallkonzept ein zeit-
gemässes, effizientes Arbeiten nicht mehr möglich ist. Diesem Postulat kann mit 
der Neukonzipierung der bisherigen beiden Ställe mit Nord-/Süd-Ausrichtung 
(vgl. vorstehend E. 3.2.1) in einen modernen, in West-Ost-Richtung ausgerichte-
ten Laufstall Rechnung getragen werden. Im Sinne der vorstehenden Darlegun-
gen zum Untersuchungsgrundsatz/Mitwirkungspflicht und somit auch zur Beweis-
last legen die Vorinstanz und das AFL nicht ansatzweise dar, wie auf der Basis 
der bisherigen baulichen Strukturen eine Betriebserweiterung, d.h. eine Er-
höhung der Tierzahl im Umfang der Planung des Beschwerdeführers (oder auch 
in einem geringeren Umfang) entgegen dessen mit dem präsentierten Projekt un-
termauerter Auffassung ermöglicht werden kann. Hieran kann nichts ändern, 
wenn die bestehenden Stall- und Tenn-Räumlichkeiten von ihren Dimensionie-
rungen her den tierschutzrechtlichen Vorgaben an und für sich noch genügen. 

Vergleichbares gilt für den Heustock (Dachstock mit Hängesprengwerk). Abge-
sehen davon, dass dieses wie vorstehend dargelegt (vgl. E. 4.3.6) nicht mehr un-
ter das Schutzziel III subsumiert werden kann, hat der Beschwerdeführer auch 
diesbezüglich hinreichend aufgezeigt, dass im bestehenden Zustand auch eine 
Mechanisierung mit einem kleinen Heukranmodell nicht bewerkstelligt werden 
kann und zudem fraglich sei, ob die bestehende Statik für eine Belastung von 
rund vier Tonnen ausreichend sei. Dem hält die Vorinstanz nur entgegen, dass 
Heukranprodukte anderer Anbieter, als sie der vom Beschwerdeführer beigezo-
gene Heukranspezialist (der gemäss seinen unbestrittenen Eigenangaben be-
reits rund 400 Heukrananlagen begleitet hat, vgl. Augenscheinprotokoll Ziff. 19) 
einsetze, nicht geprüft worden seien. Solche in Frage kommende alternative 
Heukranprodukte wie auch Anbieter werden von der Vorinstanz und vom AFL je-
doch nicht bezeichnet.

Nachvollziehbar hat der Beschwerdeführer auch die erforderliche Absenkung des 
Gebäudes samt der Hocheinfahrt um rund 1.5 m erläutert. Von der Zweckmäs-
sigkeit dieser Absenkung auf der Nord- wie auf der Südseite konnte sich das 
Verwaltungsgericht am Augenschein überzeugen. Auf der Nordseite steht dies 
namentlich im Zeichen der Bestückung des Heuraumes mit dem Heukran sowie 

33

des Zutransportes des Futters, des Heus für den Heustock und der Silage für die 
Silos (vgl. Verhandlungsprotokoll S. 3 f.). Mit der geplanten Integration der Silos 
ins Gebäude könnte dabei sogar eine Verbesserung erzielt werden gegenüber 
der bestehenden Situation. Gleichzeitig kann auch eine Remise ermöglicht wer-
den, welche feuerpolizeilichen Anforderungen standhält. Auf der Südseite wird 
den Tieren dadurch im Verbund mit der neuen Stallausrichtung ein ebenerdiger 
Auflauf ermöglicht, was aus Sicht des Tierwohls durchaus erstrebenswert ist.  

5.4.2 Auf und mit den bestehenden (Aussen-)Mauern sowie unter Integration 
derselben, also unter Erhalt der für die Bewahrung des Charakters konstitutiven 
(Aussen-)Mauern, lässt sich dies, zumal angesichts der Dimensionen des Viel-
zweckbaus, absehbar nur mit einem unverhältnismässigen Aufwand bestreiten. 
Abgesehen von der erforderlichen und in Art und Umfang diskussionswürdigen 
Sanierung der bestehenden Mauern (vgl. Augenscheinprotokoll S. 10) bedingte 
die Absenkung des Gebäudebodens um rund 1.5 m ein Unterfangen der Mauern, 
was einerseits technisch schwierig zu bewerkstelligen ist und anderseits mit (wei-
teren) hohen Kosten verbunden wäre. Was das Wirtschaften bei einem erweiter-
ten Betrieb auf der Basis des bestehenden, althergebrachten Betriebskonzeptes 
anbelangt, ist auch das Argument des Beschwerdeführers nicht ganz unberech-
tigt, in diesem Fall auf einen landwirtschaftlichen Mitarbeiter angewiesen zu sein, 
was zu zusätzlichen periodischen Kosten führen würde (Verhandlungsprotokoll 
S. 13; zur aktuellen Betriebsgrösse/SAK vgl. vorstehend E. 2.2). 

Insgesamt wiegt das private Interesse des Beschwerdeführers an der Erweite-
rung und Modernisierung des Betriebes hoch. Es kann unter der Geltung des 
Schutzzieles III nicht, jedenfalls nicht mit einem absehbar vernünftigen Aufwand, 
realisiert werden. Das öffentliche Interesse an der Unterschutzstellung ist ent-
sprechend geringer zu gewichten und dem privaten Interesse hintanzustellen. 

5.5 Die Nichtunterschutzstellung steht auch nicht im Widerspruch zum ISOS. 
Das zu beachtende Erhaltungsziel a (vgl. vorstehend Ingress lit. A) ist unter an-
derem auf den Erhalt der für das Ortsbild wesentlichen Altbauten ausgerichtet. 
Diese Fokussierung auf das Ortsbild kann indes auch anderweitig gewährleistet 
werden (vgl. Votum des kommunalen Abteilungsleiters Hochbau, vorstehend 
E. 3.5.2 u. E. 4.3.1). Soweit von den Fachleuten ein Bezug zum herrschaftlichen 
Wohnhaus ("L.________") an der C.________-gasse und zum E.________ her-
gestellt wird (vgl. vorstehend E. 3.2.1), ist dieser Bezug und dessen Hintergrund 
angesichts der Trennung durch die C.________-gasse und den Überbauungszu-
stand namentlich der Nordseite der C.________-gasse für den Laien kaum bzw. 
nur noch schwer erkennbar, und es bedarf hierfür besonderer Kenntnis-
se/Informationen. Zudem wird dieser Bezug im Kurzgutachten von Dr. 

34

I.________ relativiert (["offenbar"], vgl. vorstehend E. 3.2). Was das E.________ 
anbetrifft, wurde dieses Mitte der 1930er-Jahre und somit über 40 Jahre nach 
dem vorstehend strittigen Vielzweckbau errichtet. 

Anzufügen ist, dass der bestehende Vielzweckbau mit dem Erweiterungsbau 
2016 auf der Ostseite, also auf der dem Dorfzentrum/-kern zugewandten Seite, 
jedenfalls keine ästhetische Bereicherung erfahren durfte.

5.6 Der Beschwerdeführer hat unter anderem auch ausführen lassen, für die 
Öffentlichkeit sei wesentlich, dass das Gebäude von Weitem in etwa gleichblei-
be, wie es jetzt sei. Eine gleichbleibende Silhouette könne angeboten werden; 
die Arkadenstruktur und das äussere Erscheinungsbild könnten auch mit einem 
Neubauprojekt nachvollzogen werden (Verhandlungsprotokoll S. 12 und S. 19). 

Auch wenn es nicht dem Grundkonzept des Denkmalschutzes entspricht, beste-
hende Bauten im Sinne der Rekonstruktion eins zu eins durch eine Ersatzbaute 
zu ersetzen, erscheint es dem Verwaltungsgericht durchaus als Möglichkeit, die 
den Vielzweckbau in seinem äusseren Erscheinungsbild und Charakter prägen-
den architektonischen Elemente - allenfalls in einer zeitgemässen Ausprägung - 
auch in einen Erweiterungs-/Neubau einfliessen zu lassen. Diese Frage wird in-
des in einem allfälligen Baubewilligungsverfahren für einen neuen Vielzweckbau 
zu beurteilen sein. 

5.7 Schliesslich dürfte es sich von selbst verstehen, dass in Anlehnung an 
Art. 9 Abs. 2 der kommunalen Schutzverordnung vom 1. April 1999, deren Gel-
tung in Art. 4 BauR vorbehalten bleibt, der Abbruch des nicht unterschutzgestell-
ten Gebäudes nur und erst dann zulässig ist, wenn die Bewilligung für den Neu-
bau/Erweiterungsbau vorliegt. 

6. Die Beschwerde erweist sich somit als begründet und ist gutzuheissen. In 
Aufhebung des angefochtenen RRB Nr. 509/2023 vom 4. Juli 2023 ist antrags-
gemäss die fehlende Schutzwürdigkeit des Hauses C.________-gasse __3 
"Vielzweckbau F.________", Grundstück Nr. __1, festzustellen. 

7.1 Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen sowie 
Kosten des Augenscheins und der öffentlichen Verhandlung) von insgesamt 
Fr. 3'500.-- werden dem Verfahrensausgang entsprechend dem Kanton aufer-
legt. 

7.2 Der beanwaltete Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädi-
gung zu Lasten des Kantons. Diese wird in Beachtung des kantonalen 
Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Januar 

35

1975, der ordentlicherweise für das Honorar in Verfahren vor dem 
Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht 
und in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, unter Ausübung des 
pflichtgemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und 
MwSt) festgelegt.

36

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. In Aufhe-
bung des angefochtenen RRB Nr. 509/2023 vom 4. Juli 2023 wird die feh-
lende Schutzwürdigkeit des Hauses C.________-gasse __3 "Vielzweckbau 
F.________", Grundstück Nr. __1, festgestellt. 

2. Die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens (Gerichtsgebühr, 
Kanzleikosten und Barauslagen) von Fr. 3'500.-- werden dem Kanton aufer-
legt. Auf die kantonsinterne Verrechnung wird verzichtet. 

Der Beschwerdeführer hat am 8. August 2023 einen Kostenvorschuss von 
Fr. 2'500.-- bezahlt, der ihm aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist. 

3. Der Kanton hat dem beanwalteten Beschwerdeführer eine Parteientschädi-
gung von Fr. 3'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R; unter Beilage des 

Verhandlungsprotokolls vom 22. April 2024)
- den Gemeinderat (R; unter Beilage des Verhandlungsprotokolls vom 

22. April 2024)
- den Regierungsrat (EB)
- das Bildungsdepartement (EB; unter Beilage des Verhandlungsproto-

kolls vom 22. April 2024)
- und das Amt für Kultur (EB).

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Schwyz, 22. Mai 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 14. Juni 2024