# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 57daa3ea-af33-57fa-8ee7-a64332937c81
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-02-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.02.2025 C-7127/2023
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-7127-2023_2025-02-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-7127/2023 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  5 .  F e b r u a r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter David Weiss, 

Gerichtsschreiber Fabian Zumbühl. 
 

 
 

Parteien 
 CSS Kranken-Versicherung AG, 

Tribschenstrasse 21, Postfach 2568, 6002 Luzern,   

vertreten durch MLaw Andreas Miescher, Rechtsanwalt, 

Aarejura Rechtsanwälte Solothurn AG, 

Bielstrasse 9, Postfach 130, 4502 Solothurn,  

Beschwerdeführerin, 

 

 
gegen 

 
 

Appenzellische Ärztegesellschaft, 

Dorfplatz 11, 9056 Gais,   

vertreten durch Konferenz der Ostschweizer Ärztegesell-

schaften (K-OCH),  

c/o Dr. med. Jürg Lymann, Spitalstrasse 5, 8880 Walenstadt,  

diese wiederum vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, 

Rechtsanwalt und Dr. iur. Katja Gfeller, Rechtsanwältin, 

Steinbrüchel Hüssy Rechtsanwälte, 

Grossmünsterplatz 8, 8001 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden, 

Kantonskanzlei, Obstmarkt 3, Postfach, 9102 Herisau,   

handelnd durch Departement Gesundheit und Soziales 

Appenzell Ausserrhoden, 

Kasernenstrasse 17, 9102 Herisau,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Festsetzung des definitiven TARMED-

Taxpunktwertes für die frei praktizierenden Ärztinnen und 

Ärzte des Kantons Appenzell Ausserrhoden ab dem 

1. Januar 2019 (Beschluss des Regierungsrates des 

Kantons Appenzell Ausserrhoden vom 21. November 2023, 

RRB-2023-445). 

 

 

 

C-7127/2023 

Seite 3 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden (nachfol-

gend: Vorinstanz) mit Verfügung vom 21. November 2023 (RRB 2023-445) 

für die ambulanten Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversiche-

rung, die nach TARMED abgerechnet werden, für die freipraktizierenden 

Ärztinnen und Ärzte im Kanton Appenzell Ausserrhoden einerseits und die 

von der CSS-Kranken-Versicherung AG vertretenen Versicherer anderseits 

ab 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020 einen TARMED-Taxpunktwert 

von Fr. 0.83 und ab 1. Januar 2021 einen solchen von Fr. 0.86 festgesetzt 

hat, 

dass die CSS Kranken-Versicherung AG (nachfolgend: Beschwerdeführe-

rin) diesen Regierungsratsbeschluss mit Eingabe vom 21. Dezember 2023 

beim Bundesverwaltungsgericht insoweit angefochten hat, als ab dem 

1. Januar 2021 ein TARMED-Taxpunktwert von Fr. 0.86 festgesetzt worden 

ist (Akten des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer-act.] 1), 

dass der von der Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 11. Ja-

nuar 2024 bis zum 12. Februar 2024 einverlangte Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.– am 31. Januar 2024 in der Gerichtskasse eingegangen ist 

(BVGer-act. 3 und 8), 

dass das Sistierungsgesuch der Appenzellischen Ärztegesellschaft (nach-

folgend: Beschwerdegegnerin) vom 26. Januar 2024 mit Zwischenverfü-

gung vom 23. Februar 2024 mangels Verhandlungs- und Vergleichsbereit-

schaft seitens der Beschwerdeführerin abgewiesen und infolgedessen der 

Schriftenwechsel fortgesetzt worden ist (vgl. BVGer-act. 7, 12, 14), 

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 26. März 2024 die Abwei-

sung der Beschwerde beantragt hat (BVGer-act. 20), 

dass die Beschwerdegegnerin mit Beschwerdeantwort vom 27. März 2024 

ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragt hat und in prozessua-

ler Hinsicht um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, 

eventualiter um Festsetzung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer 

des Verfahrens ersucht hat (BVGer-act. 21), 

dass hinsichtlich der prozessualen Anträge der Beschwerdegegnerin die 

Vorinstanz auf eine Stellungnahme verzichtet (BVGer-act. 25) und die Be-

schwerdeführerin die Abweisung beantragt hat (BVGer-act. 28), 

C-7127/2023 

Seite 4 

dass die prozessualen Anträge der Beschwerdegegnerin betreffend Ent-

zug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde, eventualiter Festset-

zung eines Arbeitstarifs von Fr. 0.86 für die Dauer des Verfahrens mit Zwi-

schenverfügung vom 23. Mai 2024 abgewiesen worden sind (BVGer-

act. 29), 

dass der Instruktionsrichter in der Folge die Fachberichte des Preisüber-

wachers sowie des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) eingeholt (BVGer-

act. 30, 32–34) und anschliessend den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit 

zur Einreichung allfälliger Schlussbemerkungen eingeräumt hat (BVGer-

act. 35), 

dass sowohl die Beschwerdeführerin als auch die Beschwerdegegnerin mit 

Eingaben vom 2. bzw. 4. September 2024 aufgrund laufender Vergleichs-

verhandlung um Sistierung des Beschwerdeverfahrens ersucht haben 

(BVGer-act. 39, 40), 

dass die Vorinstanz einer Sistierung des Beschwerdeverfahrens mit Ein-

gabe vom 12. September 2024 zugestimmt hat (BVGer-act. 43), 

dass das Beschwerdeverfahren mit Zwischenverfügung vom 20. Septem-

ber 2024 antragsgemäss bis zum 4. November 2024 sistiert worden ist 

(BVGer-act. 44), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 29. Oktober 2024 um Ver-

längerung der Sistierung ersucht hat, weil der Tarifvertrag zwar unterzeich-

net, aber dessen Genehmigung durch die Kantonsregierung noch ausste-

hend sei (BVGer-act. 45), 

dass die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz einer Verlängerung der 

Sistierung mit Eingaben vom 13. November 2024 (BVGer-act. 50) bzw. 

vom 14. November 2024 (BVGer-act. 51) zugestimmt haben, 

dass die Sistierung des Beschwerdeverfahrens mit Zwischenverfügung 

vom 15. November 2024 bis am 31. Januar 2025 verlängert worden ist 

(BVGer-act. 52), 

dass der Regierungsrat des Kantons Appenzell Ausserrhoden mit Be-

schluss vom 7. Januar 2025 (RRB 2025-12) den zwischen der Beschwer-

deführerin und der Beschwerdegegnerin abgeschlossene Vertragsnach-

trag zum Tarifvertrag betreffend die Vergütung der ärztlichen Leistungen 

nach TARMED für die ambulante Behandlung in der Arztpraxis gemäss 

C-7127/2023 

Seite 5 

KVG ab 1. Januar 2019 für im Kanton Appenzell Ausserrhoden erbrachte 

ärztliche Leistungen nach TARMED rückwirkend ab 1. Januar 2019 geneh-

migt hat (BVGer-act. 53), 

dass aufgrund des Vorliegens des Regierungsratsbeschlusses vom 7. Ja-

nuar 2025 mit Instruktionsverfügung vom 14. Januar 2025 die Sistierung 

des Beschwerdeverfahrens aufgehoben worden ist (BVGer-act. 54), 

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 16. Januar 2025 die Ab-

schreibung des Verfahrens zufolge Gegenstandslosigkeit, die hälftige Tei-

lung allfällig zu erhebender Verfahrenskosten sowie die Wettschlagung der 

Parteikosten beantragt hat (BVGer-act. 55), 

dass die Beschwerdegegnerin am 31. Januar 2025 mitgeteilt hat, die Be-

schwerde könne wegen Gegenstandslosigkeit abgeschrieben werden 

(BVGer-act. 56), 

dass im System der Tarifgestaltung des Bundesgesetzes über die obliga-

torische Krankenpflegeversicherung Tarifverträge die Regel und die hoheit-

liche Tariffestsetzungen die Ausnahme bilden sollen, was bereits aus dem 

Wortlaut von Art. 43 Abs. 4, Art. 47 Abs. 1 und Art. 49 KVG (vgl. auch 

BVGE 2013/8 E. 2.4.6) erhellt (BVGE 2014/37 E. 3.5.1), 

dass das Primat des Tarifvertrages bereits in der Botschaft vom 6. Novem-

ber 1991 über die Revision der Krankenversicherung hervorgehoben 

wurde (BBl 1992 I 93, 172 und 178) und mit dem KVG die Vertragsfreiheit 

zwischen Versicherungsträgern und Leistungserbringern gestärkt werden 

sollte (BBl 1992 I 93, 118 und 179; BVGE 2014/37 E. 3.5.1), 

dass der Bundesrat in seiner Rechtsprechung festhielt, dass dieses der 

vertraglichen Vereinbarung von Tarifen den klaren Vorrang einräumende 

System den Tarifpartnern gestattet, während eines vertragslosen Zustan-

des jederzeit Tarife zu vereinbaren; dass es den Parteien daher nicht ver-

wehrt sei, auch während eines hängigen Beschwerdeverfahrens Vertrags-

verhandlungen zu führen und einen Vertrag abzuschliessen (RKUV 3/2002 

E. II 2 S. 214), 

dass der Bundesrat weiter erwog, dass wenn die Kantonsregierung einen 

solchen Vertrag genehmigt, das normalerweise zur Folge habe, dass die 

Beschwerde gegenstandslos werde, falls der zeitliche Geltungsbereich der 

festgesetzten Tarife sich mit jenem der vertraglichen Vereinbarung deckt 

(RKUV 3/2002 E. II 2 S. 214), 

C-7127/2023 

Seite 6 

dass der hoheitlich festgesetzte Tarif rechtsprechungsgemäss gegen-

standlos wird, sobald ein neuer Tarif vereinbart und genehmigt wird (Urteil 

des BVGer C-1918/2018 vom 9. Juli 2019 E. 5.9 m.H. auf BVGE 2011/61 

E. 6.10.4 m.w.H.), 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, de-

ren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass nach Art. 6 Bst. a VKGE die Verfahrenskosten ganz oder teilweise 

erlassen werden können, wenn ein Rechtsmittel ohne erheblichen Auf-

wand für das Gericht durch Rückzug oder Vergleich erledigt wird, 

dass die Verfahrenskosten mit Blick auf das durchgeführte Instruktionsver-

fahren mit der Behandlung mehrerer Sistierungsgesuche und deren Ver-

längerung sowie prozessualer Anträge (Antrag auf einen Arbeitstarif für die 

Dauer des Verfahrens, Antrag auf Entzug der aufschiebenden Wirkung), 

dem Einholen von Fachberichten (Preisüberwacher, BAG) und dem fast 

vollständig durchgeführten Schriftenwechsel nur teilweise erlassen werden 

können, weil nicht mehr von einem unerheblichen Aufwand ausgegangen 

werden kann, 

dass die reduzierten Verfahrenskosten auf Fr. 2'500.– festzusetzen sind, 

dass die Gegenstandslosigkeit des Beschwerdeverfahrens Folge der zwi-

schen den Tarifparteien erzielten Einigung ist und damit sowohl von der 

Beschwerdeführerin als auch der Beschwerdegegnerin als Tarifparteien 

bewirkt worden ist, weshalb ihnen die Verfahrenskosten je zur Hälfte auf-

zuerlegen sind, 

dass der von der Beschwerdeführerin zu tragende Anteil an den Verfah-

renskosten von Fr. 1'250.– dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.– zu entnehmen und der Restbetrag von Fr. 3'750.– zurückzuer-

statten ist, 

dass bei diesem Verfahrensausgang die Parteikosten antragsgemäss wett-

zuschlagen und keine Parteientschädigungen zuzusprechen sind (vgl. 

Art. 64 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 7 Abs. 2 und 3 VGKE), 

C-7127/2023 

Seite 7 

dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das 

Bundesgericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversiche-

rung, die das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in 

Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, gemäss Art. 83 Bst. r des 

BGG unzulässig und der vorliegende Abschreibungsentscheid somit end-

gültig ist. 

 

Für das Dispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

 

  

C-7127/2023 

Seite 8 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden abgeschrie-

ben. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'500.– werden je zur Hälfte der Beschwer-

deführerin und der Beschwerdegegnerin auferlegt. 

Der von der Beschwerdeführerin zu tragende Anteil an den Verfahrenskos-

ten von Fr. 1'250.– wird dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 5'000.– 

entnommen. Der Restbetrag von Fr. 3'750.– wird zurückerstattet. 

Die Beschwerdegegnerin hat innert 30 Tagen nach Versand des vorliegen-

den Urteils Fr. 1'250.– zugunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieser Entscheid geht an die Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegne-

rin und die Vorinstanz. 

 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Fabian Zumbühl 

 

 

Versand: