# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 52e772fb-3df8-5206-be5b-c55a0ba044e9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2025 F-8762/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_F-8762-2025_2025-11-17.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung VI 

F-8762/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Preisig;   

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, geboren (...), Eritrea, 

vertreten durch Marek Wieruszewski, 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Staatssekretariat für Migration SEM, 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung 

(Dublin-Verfahren); 

Verfügung vom 5. November 2025. 

 

 

 

F-8762/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführerin stellte am (...) in der Schweiz ein Asylgesuch. 

A.b Ein Abgleich mit dem zentralen Visa-Informationssystem (CS-VIS) 

ergab, dass ihr von den B._______ Behörden in Vertretung von Schweden 

ein vom (...) bis (...) gültiges Schengen-Visum ausgestellt worden war. 

A.c Am 21. Oktober 2025 wurde das persönliche Gespräch geführt ge-

mäss Art. 5 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parla-

ments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und 

Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines 

von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitglied-

staat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfol-

gend: Dublin-III-VO). Dabei wurde der Beschwerdeführerin unter anderem 

das rechtliche Gehör zur allfälligen Zuständigkeit Schwedens für die Durch-

führung des Asyl- und Wegweisungsverfahrens gewährt. Zugleich wurde 

sie nach ihrem Gesundheitszustand befragt.  

Dabei führte sie aus, sie habe Bekannte hierzulande und ihr (Nennung Ver-

wandter) lebe seit (Nennung Dauer) in der Schweiz. Sie stehe mit ihm in 

telefonischem Kontakt. Sie habe ihre Heimat am 19. März 2025 verlassen 

und sei mit ihrem Pass sowie dem von B._______ für Schweden ausge-

stellten Visum nach Schweden gereist. Das Visum sei ihr von der (Nennung 

Verwandte) auf der B._______ Botschaft in C._______ besorgt worden. 

Nach ihrer Ankunft in Schweden habe sie sich bei der (Nennung Ver-

wandte) aufgehalten. Da diese viel gearbeitet habe, sei sie zweimal be-

suchsweise bei einer Freundin von ihr in D._______ gewesen. Da sie ihr 

Visum in Schweden hätte verlängern müssen und sie sich dort in die Enge 

getrieben gefühlt habe, sei sie in die Schweiz gekommen. Sie wolle nicht 

nach Schweden zurück. Sie sei aus religiösen Gründen (Nennung Gründe) 

aus Eritrea ausgereist. Bei einer Überstellung nach Schweden fürchte sie, 

dort inhaftiert und anschliessend nach Eritrea zurückgeschickt zu werden. 

Falls es nicht anders gehe, möchte sie in ein anderes afrikanisches Land 

geschickt werden. Sie hoffe jedoch, in der Schweiz bleiben zu dürfen und 

hier Asyl zu erhalten. 

Zu ihrem Gesundheitszustand führte sie aus, (Nennung Leiden). Ferner sei 

sie in der Schweiz geröntgt worden. 

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Seite 3 

A.d Am 21. Oktober 2025 ersuchte das SEM die schwedischen Behörden, 

die Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO aufzuneh-

men. 

A.e Am 23. Oktober 2025 erhielt das SEM Unterlagen zum Gesundheits-

zustand der Beschwerdeführerin und Informationen über durchgeführte 

oder laufende Kontrollen/Behandlungen. 

A.f Am 4. November 2025 stimmten die schwedischen Behörden dem Auf-

nahmeersuchen des SEM zu. 

B.  

Mit Verfügung vom 5. November 2025 – am Folgetag eröffnet – trat das 

SEM in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das 

Asylgesuch der Beschwerdeführerin nicht ein, ordnete die Wegweisung 

nach Schweden an und forderte sie auf, die Schweiz spätestens am Tag 

nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen. Einer allfälligen Be-

schwerde komme keine aufschiebende Wirkung zu. 

C.  

Der Beschwerdeführerin focht die Verfügung mit Beschwerde vom 13. No-

vember 2025 beim Bundesverwaltungsgericht an. Sie beantragt, es sei die 

angefochtene Verfügung aufzuheben und sie wegen Unzumutbarkeit des 

Wegweisungsvollzugs vorläufig aufzunehmen. In verfahrensrechtlicher 

Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Prozessführung und Verzicht auf 

die Erhebung eines Kostenvorschusses. 

D.  

Mit Verfügung vom 14. November 2025 setzte die Instruktionsrichterin den 

Vollzug der Wegweisung per sofort einstweilen aus. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das Bundesverwaltungsgericht ist zuständig für die Beurteilung von 

Beschwerden gegen Verfügungen des SEM (Art. 105 AsylG, Art. 31 und 33 

Bst. b VGG). Auf dem Gebiet des Asyls entscheidet es in der Regel – und 

so auch vorliegend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). 

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Seite 4 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen, ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie 

ist zur Einreichung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf 

die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist – unter Vorbehalt 

nachfolgender Erwägung – einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG sowie Art. 52 

Abs. 1 VwVG). 

1.4 Verfahrensgegenstand ist der Nichteintretensentscheid des SEM ge-

mäss Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG. Da das Fehlen von Überstellungshin-

dernissen bereits Voraussetzung dieses Nichteintretensentscheides ist, 

sind allfällige Vollzugshindernisse gemäss Art. 83 Abs. 3 und 4 AIG  

(SR 142.20) unter diesen Umständen nicht mehr zu prüfen (vgl. BVGE 

2015/18 E. 5.2 m.w.H.). Mithin stellt der Antrag, es sei die Unzumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs festzustellen, eine unzulässige Erweiterung des 

Streitgegenstandes dar, weshalb darauf nicht einzutreten ist. 

2.  

2.1 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich 

Missbrauch und Überschreiten des Ermessens) sowie die unrichtige oder 

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt 

werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). 

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es das 

SEM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu überprüfen 

(Art. 31a Abs. 1–3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Beschwer-

deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz zu 

Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 E. 3.1; 

2012/4 E. 2.2, je m.w.H.). 

2.3 Die Beschwerde erweist sich als offensichtlich unbegründet und ist im 

Verfahren einzelrichterlicher Zuständigkeit mit Zustimmung einer zweiten 

Richterin oder eines zweiten Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weite-

rungen und mit summarischer Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 

und 2 AsylG). 

3.  

3.1 Auf Asylgesuche wird in der Regel nicht eingetreten, wenn Asylsu-

chende in einen Drittstaat ausreisen können, der für die Durchführung des 

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Seite 5 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens staatsvertraglich zuständig ist (Art. 31a 

Abs. 1 Bst. b AsylG). Zur Bestimmung dieses Staates prüft das SEM die 

Zuständigkeitskriterien gemäss Dublin-III-VO. Führt diese Prüfung zur 

Feststellung, dass ein anderer Mitgliedstaat für die Prüfung des Asylge-

suchs zuständig ist, tritt das SEM, nachdem der betreffende Mitgliedstaat 

einer Überstellung oder Rücküberstellung zugestimmt hat (respektive in-

nert Frist auf die entsprechende Anfrage nicht geantwortet hat; vgl. Art. 22 

Abs. 1 und 7 Dublin-III-VO), auf das Asylgesuch nicht ein (vgl. BVGE 2017 

VI/5 E. 6.2). 

3.2 Gemäss Art. 3 Abs. 1 Dublin-III-VO wird jeder Asylantrag von einem 

einzigen Mitgliedstaat geprüft, der nach den im Kapitel III dargelegten Kri-

terien (Art. 8–15 Dublin-III-VO) als zuständiger Staat bestimmt wird (vgl. 

auch Art. 7 Abs. 1 Dublin-III-VO). 

4.  

4.1 Besitzt eine antragstellende Person ein oder mehrere Visa, die seit we-

niger als sechs Monaten abgelaufen sind, aufgrund deren sie in das Ho-

heitsgebiet eines Mitgliedstaats einreisen konnte, so ist der Mitgliedstaat, 

der das Visum ausgestellt hat, für die Prüfung des Antrags auf internatio-

nalen Schutz zuständig, solange sie das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten 

nicht verlassen hat (Art. 12 Abs. 2 und 4 Dublin-III-VO).  

4.2 Die Beschwerdeführerin verfügte in Schweden über ein bis am (Nen-

nung Zeitpunkt) gültiges Visum (vgl. SEM act. 8). Das Visum war damit 

zum Zeitpunkt ihrer Antragstellung in der Schweiz noch keine sechs Mo-

nate abgelaufen im Sinne von Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO. 

4.3 Nachdem die schwedischen Behörden dem Übernahmeersuchen der 

Vorinstanz gestützt auf Art. 12 Abs. 4 Dublin-III-VO fristgerecht zugestimmt 

haben, steht die grundsätzliche Zuständigkeit Schwedens für die Prüfung 

des Antrags der Beschwerdeführerin auf internationalen Schutz fest. Es 

liegen auch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Zuständigkeit erlo-

schen sein könnte. Insbesondere ist davon auszugehen, dass sie – ent-

sprechend ihren Angaben im Dublin-Gespräch (SEM-act.  12/2) – bis zu 

ihrer Einreise in die Schweiz das Hoheitsgebiet der Mitgliedstaaten nicht 

verlassen hat.  

4.4 Weiter sind auch aus Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO keine Gründe ersicht-

lich, die eine Pflicht der Schweiz zur Prüfung des Asylgesuchs der Be-

schwerdeführerin begründen könnten. Ihr sich in der Schweiz aufhaltender 

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(Nennung Verwandter) und dessen Kinder stellen weder Familienangehö-

rige im Sinne von Art. 2 Bst. g Dublin-III-VO dar, noch fällt die Beziehung 

zu ihnen in den Anwendungsbereich von Art. 16 Abs. 1 der Dublin-III-VO. 

Das Bundesverwaltungsgericht verkennt nicht, dass der erwähnte (Nen-

nung Verwandter) für sie eine Vertrauensperson darstellt und ihr eine 

Stütze in persönlichen und administrativen respektive behördlichen Belan-

gen sein dürfte. Ein besonderes Abhängigkeitsverhältnis im Sinne von 

Art. 16 Abs. 1 Dublin-III-VO ist jedoch zu verneinen (vgl. dazu BVGE 2017 

VI/5 E. 8.3.3). Weder wohnt die Beschwerdeführerin bei ihrem (Nennung 

Verwandter) noch wird dargelegt, dass sie zwingend auf eine ständige Be-

treuung/Unterstützung durch diesen angewiesen wäre. Das SEM hat zu 

Recht kein Abhängigkeitsverhältnis im Sinne des Art. 16 Dublin-III-VO fest-

gestellt. Die grundsätzliche Zuständigkeit Schwedens – wo sich die Be-

schwerdeführerin eigenen Angaben bei Verwandten aufhielt (vgl. SEM act. 

12 S. 1) – bleibt deshalb bestehen. 

5.  

Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts weist das 

Asylverfahren in Schweden keine systemischen Schwachstellen im Sinne 

von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO auf (vgl. anstelle vieler: Urteil des BVGer  

F-5607/2025 vom 30. Juli 2025 E. 3.1). Unter diesen Umständen ist die 

Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Dublin-III-VO nicht gerechtfertigt. 

6.  

6.1 Zur Frage des Selbsteintrittsrechts nach Art. 17 Abs. 1 erster Satz Dub-

lin-III-VO, konkretisiert in Art. 29a Abs. 3 AsylV 1, ist Folgendes auszufüh-

ren: 

6.2 Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie befürchte bei einer 

Rückkehr nach Schweden, von den dortigen Behörden nach Eritrea 

weggewiesen zu werden. Da sie (Nennung Grund), drohe ihr in Eritrea die 

Inhaftierung, weshalb eine Überstellung nach Schweden nicht zumutbar 

sei. Schweden ist Signatarstaat der EMRK, des Übereinkommens vom 

10. Dezember 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche 

oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und des 

Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge 

(FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls zur FK vom 31. Januar 1967 

(SR 0.142.301). Ausserdem wird es gebunden durch die Richtlinien des 

Europäischen Parlaments und des Rates 2013/32/EU vom 26. Juni 2013 

zu gemeinsamen Verfahren für die Zuerkennung und Aberkennung des 

internationalen Schutzes (sog. Verfahrensrichtlinie) sowie 2013/33/EU 

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vom 26. Juni 2013 zur Festlegung von Normen für die Aufnahme von 

Personen, die internationalen Schutz beantragen (sog. Aufnahmericht-

linie), gebunden. Mangels systemischer Mängel im Sinne von Art. 3 Abs. 2 

Dublin-III-VO kann vermutungsweise davon ausgegangen werden, dass 

das Land seinen völker- und gemeinschaftsrechtlichen Verpflichtungen 

gegenüber Personen in der Situation der Beschwerdeführerin nachkommt 

und insbesondere auch die Rechte respektiert und schützt, die sich aus 

der Verfahrens- und der Aufnahmerichtlinie ergeben. Diese Vermutung 

kann zwar im Einzelfall widerlegt werden; hierfür bedarf es aber konkreter 

und ernsthafter Hinweise, die von der betroffenen Person glaubhaft 

darzutun sind (vgl. BVGE 2010/45 E. 7.4 f.; Urteil des BVGer F-651/2023 

vom 17. Februar 2023 E. 8.2).  

Die schwedischen Behörden haben mit ihrer expliziten Zustimmung zur 

Aufnahme der Beschwerdeführerin angezeigt, die Verantwortung für deren 

Asylverfahren zu übernehmen. Sie hat in diesem Zusammenhang kein 

konkretes und ernsthaftes Risiko dargetan, die Behörden würden sich wei-

gern, sie aufzunehmen und ihren Antrag auf internationalen Schutz unter 

Einhaltung der Regeln der Verfahrensrichtlinie zu prüfen. Insbesondere be-

stehen auch keine Gründe für die Annahme, Schweden werde den Grund-

satz des Non-Refoulements missachten und sie zur Ausreise in ein Land 

zwingen, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr laufen würde, zur 

Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden. Weiter ist nicht davon 

auszugehen, die Behörden würden ihr die minimalen Lebensbedingungen 

gemäss Aufnahmerichtlinie vorenthalten.  

6.3 Bezüglich der gesundheitlichen Aspekte ist festzuhalten, dass eine 

zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen Problemen 

nur ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 EMRK darstellt. Dies ist 

insbesondere dann der Fall, wenn Schwerkranke durch die Rückführung 

– mangels angemessener medizinischer Behandlung im Zielstaat – mit ei-

nem realen Risiko konfrontiert würden, einer ernsten, raschen und unwie-

derbringlichen Verschlechterung ihres Gesundheitszustands ausgesetzt 

zu werden, die zu intensivem Leiden oder einer erheblichen Verkürzung 

der Lebenserwartung führen würde (vgl. anstatt vieler Urteil des BVGer 

F-3746/2023 vom 11. Juli 2023 E. 6.4 unter Verweis auf das Urteil des Eu-

ropäischen Gerichtshofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen 

Belgien vom 13. Dezember 2016, Grosse Kammer, 41738/10, §§ 180-193; 

letzteres bestätigt durch Urteil des EGMR Savran gegen Dänemark vom 

7. Dezember 2021, Grosse Kammer, 57467/15, §§ 121 ff.). 

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Seite 8 

Den in den Akten liegenden medizinischen Unterlagen zufolge bestehen 

bei der Beschwerdeführerin Probleme mit (Nennung Leiden, Kontrollen 

und Behandlungen derselben). Diese dokumentierten medizinischen Prob-

leme der Beschwerdeführerin sind nicht derart schwerwiegend, dass da-

von ausgegangen werden müsste, sie könnte nicht auch in Schweden adä-

quat (weiter-)behandelt werden. Es steht dort eine ausreichende medizini-

sche Infrastruktur zur Verfügung (vgl. bspw. Urteil des BVGer F-3731/2023 

vom 6. Juli 2023 E. 9.2).  

6.4 Bei der Anwendung der Kann-Bestimmung von Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 

verfügt das SEM sodann über einen Ermessensspielraum (vgl. BVGE 

2015/9 E. 7 f.). Es bestehen vorliegend keine Hinweise auf eine Ermes-

sensunterschreitung oder eine andere, nicht gesetzeskonforme Ausübung 

des Ermessens (Ermessensmissbrauch, Überschreitung des Ermessens). 

Das Gericht enthält sich weiterer Äusserungen in diesem Zusammenhang. 

6.5 Es liegen somit weder völkerrechtliche Vollzugshindernisse vor, welche 

die Schweiz zum Selbsteintritt verpflichten würden, noch bestehen Rechts-

fehler bei der Ermessensbetätigung. Es besteht folglich kein Grund für ei-

nen Selbsteintritt der Schweiz gemäss Art. 29a Abs. 3 AsylV 1 in Verbin-

dung mit Art. 17 Dublin-III-VO. 

7.  

Die Vorinstanz ist demnach zu Recht auf das Asylgesuch der Beschwerde-

führerin nicht eingetreten und hat die Wegweisung nach Schweden ange-

ordnet. 

8.  

Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und die Ver-

fügung des SEM zu bestätigen. 

9.  

Mit dem Entscheid in der Hauptsache ist das Gesuch um Verzicht auf die 

Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden. 

Der am 14. November 2024 verfügte einstweilige Vollzugsstopp fällt mit 

dem vorliegenden Urteil dahin. 

10.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist abzu-

weisen, da die Begehren gemäss den vorstehenden Erwägungen als aus-

sichtslos zu bezeichnen waren. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind 

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die Kosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) 

und auf insgesamt Fr. 750.– festzusetzen (Art. 1–3 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Eine Parteientschädigung fällt 

ausgangsgemäss ausser Betracht (Art. 111ater Abs. 1 Satz 2 AsylG i.V.m. 

Art. 64 Abs. 1 VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)   

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 750.– werden der Beschwerdeführerin aufer-

legt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen.  

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, die Vorinstanz und an die 

kantonale Migrationsbehörde. 

 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Regula Schenker Senn Stefan Weber 

 

 

 

Versand: