# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c9d4a127-1121-5802-870a-b066880a7f0f
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.11.2008 D-7339/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7339-2008_2008-11-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7339/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Hans Schürch, 
mit Zustimmung von Richterin Marianne Teuscher,
Gerichtsschreiberin Eva Zürcher.

Z._______, geboren _______, Nigeria,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. November 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7339/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
am 1. August 2008 auf dem Luftweg in Begleitung eines Schleppers 
verlassen hat und über ihm unbekannte Länder am 3. August 2008 in 
die Schweiz einreiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum A._______ vom 13. August 2008 sowie der direkten Anhörung 
vom 2. Oktober 2008 zur Begründung des Asylgesuchs im Wesentli-
chen geltend machte, er sei nigerianischer Staatsangehöriger, gehöre 
der  Ethnie  der  Idoma  an  und  stamme aus  dem  Dorf  B._______  in 
C._______ State, wo er seit seiner Geburt bis im Mai 2008 mit seinen 
Eltern,  seiner  Schwester  und der  zweiten  Frau seines  Vaters gelebt 
habe,

dass sein Vater dem islamischen Glauben angehöre, während er sich 
selber  zum christlichen  Glauben  hinzugezogen  fühle,  was  der  Vater 
nicht billigen wolle,

dass seine Schwester einen christlichen Mann habe heiraten wollen, 
worauf sie vom Vater im November 2007 getötet worden sei,

dass auch er vom Vater mit dem Tod bedroht worden sei, weil er den 
islamischen Glauben nicht praktiziere und nie zum Gebet erschienen 
sei,

dass er sich deshalb bei einem Pfarrer in der Kirche versteckt und an-
schliessend nach Lagos gereist  sei,  von wo aus er  die Reise in  die 
Schweiz angetreten habe,

dass er ohne eigene Reise- und Identitätspapiere in die Schweiz ge-
reist sei und keine Identitätskarte besessen habe,

dass er auch keine Papiere beschaffen könne, weil er zu niemandem 
in Nigeria Kontakt habe und nicht schreiben könne, 

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 5. November 2008 – eröffnet am 11 November 2008 – ge-
stützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz 

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sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, der Beschwerdeführer habe keine Reise- oder Identitätspapiere 
eingereicht, 

dass seine diesbezüglichen Erklärungsversuche nicht zu überzeugen 
vermöchten  und  ihm insbesondere  nicht  geglaubt  werden  könne,  er 
habe die Reise von Nigeria in die Schweiz ohne jegliche Ausweispa-
piere in Begleitung eines fremden Mannes, der seine Reise organisiert 
habe,  angetreten,  weil  seine  diesbezüglichen  Vorbringen  stereotyp 
ausgefallen seien,

dass zudem seine Ausführungen zum Ausreisedatum widersprüchlich 
seien, indem er angegeben habe, im Zeitpunkt seiner Ausreise im Mai 
2008 sei  D._______ der  Gouverneur  von C._______ State  gewesen 
und  es  hätten  gerade  Wahlen  stattgefunden,  was  indessen  mit  den 
Tatsachen nicht übereinstimme, da die Wahlen erwiesenermassen im 
Jahr 2007 abgehalten worden seien und seither E._______ das Amt 
des Gouverneurs von C._______ State inne habe,

dass mithin keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosigkeit vorlä-
gen, 

dass  das  BFM  weiter  festhielt,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht, wobei zusätz-
liche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder ei-
nes  Wegweisungsvollzugshindernisses  aufgrund  der  Aktenlage  nicht 
erforderlich seien, 

dass der Beschwerdeführer Übergriffe durch Drittpersonen geltend ge-
macht habe, welche indessen nur dann asylrelevant seien, wenn der 
Staat seiner Schutzpflicht nicht nachkomme oder nicht in der Lage sei, 
Schutz zu gewähren,

dass  vorliegend  der  nigerianische Staat  Verfolgungshandlungen auf-
grund religiöser Meinungsverschiedenheiten äusserst konsequent be-
kämpfe,  weshalb  die  nigerianischen  Behörden  als  schutzwillig  und 
schutzfähig zu betrachten seien,

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dass  unter  diesen  Umständen  die  Behauptung  des  Beschwerdefüh-
rers, er habe nicht um Schutz ersucht, weil er ohnehin keinen erhalten 
hätte, mangels Substanziierung nicht geglaubt werden könne,

dass deshalb die geltend gemachte Verfolgung durch den Vater nicht 
asylrelevant sei,

dass zudem an der Glaubhaftigkeit der Vorbringen Zweifel bestünden, 
weil  der Beschwerdeführer einmal  behauptet  habe, der habe erst im 
Mai 2008 von der Drohung des Vaters erfahren, während er ein ande-
res  Mal  bereits  seit  dem Jahr  2002 beziehungsweise seit  dem Jahr 
2007 vom Vater bedroht worden sein will,

dass er ferner nicht plausibel habe erklären können, weshalb er erst 
im Mai 2008 vor dem Vater geflohen sei, obwohl ihn dieser bereits seit 
längerer Zeit bedroht habe,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. November 2008 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde er-
hob und dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei vollumfäng-
lich aufzuheben und das Asylgesuch gutzuheissen,

dass eventuell die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläu-
fige Aufnahme anzuordnen sei,

dass in  verfahrensrechtlicher Hinsicht  um die Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege ersucht wurde,

dass die Akten dem Bundesverwaltungsgericht am 19. November 2008 
übermittelt wurden,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die  Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2000  Nr.  34  E.  2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

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dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass mithin nach erfolgter Gesetzesrevision neu auch die Flüchtlings-
eigenschaft Prozessgegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet, wo-
bei  im Rahmen der summarischen Prüfung das offenkundige Fehlen 
der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es,  weil  die  Vorbringen  offensichtlich 
unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie offensichtlich keine flüchtlings-
rechtliche Relevanz nach Art. 3 AsylG aufweisen, und das offenkundi-
ge  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu  beurteilen  sind 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass  vorliegend  der  Beschwerdeführer  innerhalb  vom  48  Stunden 
nach Einreichung des Asylgesuchs keine Identitäts- oder Reisepapiere 
im Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG abgab,

dass er dazu geltend machte, es sei nicht möglich, heimatliche Identi-
tätspapiere zu beschaffen, da er keine solchen besitze,

dass er  auch keine Telefonnummer oder Adresse von Personen aus 
seinem Heimatland mit sich führe, weshalb er keinen Kontakt mit dem 
Heimatland aufnehmen könne,

dass er darüber hinaus gar nicht schreiben könne,

dass diese Erklärungsversuche indessen nicht gehört werden können, 
da er  einerseits gemäss seinen Angaben während sechs Jahren die 
Schule besucht habe (Akte A4/8 S. 2 und Akte A10/12 S. 3), womit von 
Schreibkenntnissen auszugehen ist, auch wenn der Beschwerdeführer 
das Gegenteil behauptet (Akte A10/12 S. 4),

dass es andererseits nicht zu überzeugen vermag, dass sich der Be-
schwerdeführer nicht in seinem Heimatland vor der Ausreise um  den 
Erhalt von legalen Identitätspapieren bemüht haben will, wo doch ge-
gen ihn gemäss seinen Aussagen von staatlicher Seite nichts vorliegt 
und es ihm somit offen gestanden wäre, bei den zuständigen heimatli-

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chen Behörden auf ordentlichem Weg Identitätspapiere für die Ausrei-
se aus seinem Heimatland zu beantragen, 

dass  zudem  seine  Angaben  über  die  Umstände  der  Reise  in  die 
Schweiz substanzlos und realitätsfremd ausgefallen sind,

dass ihm – ungeachtet seiner Behauptung, keine Identitätspapiere zu 
besitzen – insbesondere nicht geglaubt werden kann, er sei von Nige-
ria in die Schweiz gereist, ohne die vom Schlepper organisierten Iden-
titätspapiere  vorzuweisen  und  er  habe  nicht  gesehen,  an  welchen 
Flughäfen oder Bahnhöfen er vorbeigekommen sei, 

dass nämlich  einerseits  nach einem sechsjährigen Schulbesuch von 
rudimentären Lesekenntnissen des Beschwerdeführers auszugehen ist 
und er somit erkannt haben müsste, durch welche Örtlichkeiten er ge-
reist ist,

dass andererseits seine Angabe, der Schlepper habe alle Dokumente 
gehabt, nicht mit der Realität zu vereinbaren ist, da die Reisenden im 
Rahmen der strengen Kontrollen an Flughäfen ihre Reise- und Identi-
tätspapiere selber vorzuweisen haben,

dass somit aufgrund der unglaubhaften Angaben des Beschwerdefüh-
rers über die Reise in die Schweiz auch nicht geglaubt werden kann, 
er besitze keine Identitäts- oder Reisepapiere,

dass der diesbezüglichen Argumentation der Vorinstanz vollumfänglich 
zuzustimmen ist, weshalb die Vorinstanz zu Recht zum Schluss kam, 
es  würden  keine  entschuldbaren  Gründe  vorliegen,  die  es  dem Be-
schwerdeführer  verunmöglicht  hätten,  den  Behörden  innerhalb  von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs Dokumente über seine 
Identität einzureichen,

dass die in der Beschwerde dargelegte Argumentation nicht zu einer 
andern Einschätzung zu führen vermag, zumal der Beschwerdeführer 
sich zu den Vorhalten der Vorinstanz hinsichtlich der fehlenden Einrei-
chung von Reise- oder Identitätspapieren gar nicht äusserte,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungshindernissen als erforderlich erachtet hat,

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dass die Vorinstanz die Asylvorbringen des Beschwerdeführers – sollte 
ihnen geglaubt werden können – zu Recht als nicht relevant im Sinne 
des Gesetzes qualifizierte, da der Beschwerdeführer allfälligen Nach-
stellungen seitens seines Vaters mit der Verlegung seines Wohnsitzes 
in einen andern Teil seines Heimatlandes hätte ausweichen können,

dass seine erst nachträglich dargelegte Angabe, der Vater würde ihn 
überall  in Nigeria verfolgen, nicht geglaubt werden kann, da es nicht 
zu  überzeugen  vermag,  dass  der  Vater  über  den Aufenthaltsort  des 
Beschwerdeführers  Kenntnis  erlangte,  solange  dieser  dazu  nicht 
selbst Hand bieten würde,

dass sich der Beschwerdeführer zudem – wie die Vorinstanz zutreffend 
feststellte  –  entgegen seinen Äusserungen in  der  Beschwerdeschrift 
an  die  nigerianischen  Polizeibehörden  wenden  kann,  da  diese  als 
schutzwillig und schutzfähig zu betrachten sind und deshalb die von 
ihm beschriebene Bedrohung durch den Vater als kriminelle Handlung 
im Rahmen ihrer Möglichkeiten ahnden und verfolgen werden,

dass somit keine überzeugenden Anhaltspunkte vorliegen, gestützt auf 
welche davon auszugehen wäre, es würde ihm von Seiten der nigeria-
nischen  Behörden  kein  Schutz  gewährt  werden,  weshalb  seine  Vor-
bringen als haltlos zu erachten sind,

dass ferner – in Übereinstimmung mit der Argumentation in der ange-
fochtenen Verfügung – die Vorbringen des Beschwerdeführers nicht als 
glaubhaft und auch deshalb als haltlos zu erachten sind,

dass – um unnötige Wiederholungen zu vermeiden – auf die zutreffen-
den Ausführungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wird,

dass in Ergänzung dazu dem Beschwerdeführer nicht geglaubt werden 
kann, er habe sich bereits im Primarschulalter ohne Einfluss von aus-
sen dem christlichen Glauben zugewendet,  obwohl seine Eltern  dem 
islamischen Glauben angehört  hätten und er  eine islamische  Schule 
besucht habe, weil es nicht mit der Realität in Einklang zu bringen ist, 
dass sich ein Kind in diesem Alter trotz seiner noch starken Bindung 
ans Elternhaus und der damit übernommenen Werte oder Einstellun-
gen sowie ohne äussere Einflüsse von selbst anderen religiösen Glau-
bensgemeinschaften zuwendet,

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dass  deshalb  grundsätzlich  an  dem  vom  Beschwerdeführer  geltend 
gemachten religiösen  Streit  innerhalb  der  Familie  erhebliche Zweifel 
angebracht sind,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
– und wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der 
Wegweisung ergibt – das Fehlen von Wegweisungshindernissen offen-
kundig erscheinen und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für die 
Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summarische 
materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen getrof-
fen,

dass das BFM somit zu Recht keine weiteren Abklärungen vornahm 
und der Sachverhalt rechtsgenüglich festgestellt wurde,

dass in der Beschwerdeschrift zudem keine neuen Erkenntnisse oder 
Tatsachen  vorgebracht  wurden,  welche  an  den  zutreffenden  vor-
instanzlichen Erwägungen etwas zu ändern vermöchten,

dass das BFM somit zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Beschwerdeführer weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch 
einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat, weshalb die verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis des Beschwer-
deführers nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 16. De-
zember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG, 
SR 142.20) über die vorläufige Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 
AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass die Untersuchungspflicht der Asylbehörden hinsichtlich Zulässig-
keit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Vollzugs nach Treu und Glau-
ben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der Beschwerde führenden 
Person  findet  (Art.  8  AsylG),  die  im  Übrigen  auch  die  Substanziie-

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rungslast trägt (Art. 7 AsylG), und es bei nicht belegter beziehungswei-
se zweifelhafter Identität oder Herkunft nicht Sache der Behörde sein 
kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen hypothetischer Natur 
zu forschen,

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung der mass-
geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da 
der Beschwerdeführer keine Hinweise auf  eine Verfolgung oder eine 
begründete Furcht vor Nachteilen darzulegen vermag, welche geeignet 
wäre, seine Flüchtlingseigenschaft zu begründen, und auch keine An-
haltspunkte  für  eine  andere  menschenrechtswidrige  Behandlung  er-
sichtlich  sind,  die  ihm  in  seinem  Heimat-  oder  Herkunftsstaat  droht 
(vgl. Art. 83 Abs. 3 AuG), da seine Ausführungen als haltlos zu erach-
ten sind,

dass zudem weder die allgemeine Lage im Heimatland noch individu-
elle  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  des 
Beschwerdeführers sprechen,

dass der Beschwerdeführer in seinem Heimatland über ein verwandt-
schaftliches Beziehungsnetz verfügt und auch davon auszugehen ist, 
er habe nicht nur an seinem Herkunftsort, sondern auch an andern Or-
ten, soziale Kontakte in einem weiteren Sinn, weshalb davon auszuge-
hen ist, er könne sich dank der Wiederaufnahme von sozialen Bezie-
hungen nach seiner Rückkehr ins Heimatland dort wieder eingliedern,

dass er zudem – gestützt auf die Aktenlage – gesund, jung und unge-
bunden ist, weshalb es ihm zuzumuten ist, sich in seinem Heimatland 
um eine  Arbeit  zu  bemühen,  um den  Lebensunterhalt  bestreiten  zu 
können, 

dass somit der Vollzug der Wegweisung nach Nigeria auch als zumut-
bar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug der  Wegweisung  des Beschwerdeführers in  seinen 
Herkunftsstaat schliesslich möglich ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), da es ihm 
obliegt, bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 
Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist (Art. 83 Abs. 1-4 AuG),

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass die Beschwerde aufgrund der voranstehenden Erwägungen als 
aussichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuwei-
sen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nachfolgende Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- _______ (in Kopie)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Hans Schürch Eva Zürcher

Versand: 

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