# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac948c8c-c8a2-5741-a434-5c05c9ea2cf4
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-11-11
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 11.11.2015 501 2015 56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2015-56_2015-11-11.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2015 56

Urteil vom 11. November 2015

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Adrian Urwyler
Richter: Catherine Overney, André Riedo
Gerichtsschreiberin: Rahel Brühwiler

Parteien Staatsanwaltschaft, Anklägerin und Berufungsführerin

gegen

A.________, Beschuldigte und Berufungsgegnerin, amtlich 
vertreten durch Rechtsanwalt Ingo Schafer

Gegenstand Betäubungsmittelgesetz - Strafzumessung

Berufung vom 29. April 2015 gegen das Urteil des Strafgerichts des 
Sensebezirks vom 13. Januar 2015

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________ führte zusammen mit ihrem Lebenspartner B.________ seit dem Jahre 
2004/2005 das „«C.________»“, eine einem eingeschränkten Personenkreis offenstehende Bar in 
D.________. Ab dem Jahre 2011 wurde im „«C.________“ Kokain und Marihuana verkauft. Am 
2. Mai 2013 wurde im Zuge einer Hausdurchsuchung im „«C.________»“ ca. 20 Gramm Kokain, 
ca. 220 Gramm Marihuana, ca. 32 Gramm Haschisch sowie Bargeld im Umfang von CHF 1‘622.60 
und € 4.00 beschlagnahmt (act. 2‘491 ff.). In den persönlichen Effekten von A.________ wurde 
zudem eine Summe von CHF 2‘230.00 sichergestellt (act. 2‘490). Am Wohnort von B.________ 
und A.________ wurden ca. 70 Gramm Kokain, 1‘800 Gramm Marihuana, 540 Gramm Haschisch, 
eine Indooranlage sowie Geldbeträge von CHF 9‘000.00 und € 342.00 sichergestellt (act. 2‘494 
ff.).

B.________, der Lebenspartner von A.________, wurde im Rahmen eines abgekürzten 
Verfahrens der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel 
(Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), begangen in der Zeit von 2011 bis 1. Mai 2013 in E.________, 
D.________ und F.________, sowie der Übertretung des Bundesgesetzes über die 
Betäubungsmittel (Art. 19a BetmG), begangen in der Zeit vom 18. September 2011 bis 1. Mai 
2013 in E.________, F.________ und D.________, für schuldig befunden und zu einer bedingten 
Freiheitstrafe von 24 Monaten sowie zu einer Busse von CHF 2‘000.00 verurteilt. Diesem Urteil 
wurden folgende Strafhandlungen zugrunde gelegt (Dossier 65 14 4): 

- Verkauf, Transport und Abgabe von 454-479 Gramm Kokaingemisch (Reinheitsgrad 
14%; 63.6 bis 67.1 Gramm reiner Wirkstoff) in der Zeit von 2001 bis 2. Mai 2013

- Anbau von Hanf in der Zeit von 2011 bis Ende 2012 in F.________ zum Verkauf im 
„«C.________»“ sowie zum Eigenkonsum

- Verkauf von 1‘040-2‘080 Gramm Marihuana im „«C.________»“ in D.________ in der 
Zeit von 2011 bis Ende 2012 zu CHF 8.00 bis CHF 10.00 pro 100 Gramm, total 
Gewinn CHF 8‘320.00 bis CHF 20‘800.00

- Konsum von Betäubungsmitteln in der Zeit von Mai 2011 bis 2. Mai 2013 (ca. 2 Gramm 
Kokaingemisch pro Woche, ca. 1 Gramm Marihuana täglich)

B. Mit Anklageschrift vom 29. Juli 2012 (act. 1) erhob die zuständige Staatsanwältin Anklage 
gegen A.________ beim Strafgericht des Sensebezirks. Dieses verhandelte die Angelegenheit am 
13. Januar 2013 und fällte folgendes Urteil:

1. A.________ wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die 
Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), begangen in der Zeit von 2011 bis 2. Mai 
2013 in F.________ und D.________, der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die 
Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 1 BetmG), begangen in der Zeit von 2011 bis 2. Mai 2013 in 
D.________ sowie der Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (Art. 
19a BetmG), begangen in der Zeit vom 13. Januar 2012 bis 2. Mai 2013 in F.________ und 
D.________, für schuldig befunden.

2. In Anwendung von Art. 40, 47, 49, 106 StGB wird A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 
24 Monaten sowie zu einer Busse von CHF 2‘000.00 verurteilt. 

Der bedingte Strafvollzug wird gewährt, die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt (Art. 42, 44 
StGB).

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Die erstandene Untersuchungshaft von 76 Tagen wird angerechnet (Art. 51 StGB).

3. Wird die Busse nicht fristgemäss bezahlt und ist sie auf dem Betreibungsweg uneinbringlich, 
tritt an ihre Stelle eine Freiheitsstrafe von 20 Tagen (Art. 106 Abs. 2 StGB).

4.1 Das in D.________ beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von CHF 3‘852.30 wird 
eingezogen (Art. 70 StGB).

4.2 Der in F.________ beschlagnahmte Betrag von CHF 9‘405.45 wird an die Verfahrenskosten 
und die Busse angerechnet (Art. 268 StPO)

4.3 Die beschlagnahmte Dose (act. 2492, Referenz-Nr. 27) wird A.________ ohne Inhalt 
herausgegeben.

Die übrigen beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet (Art. 69 
StGB)

5. Die Gerichtskosten von CHF 7‘500.00 (Gerichtsgebühr CHF 2‘500.00, Auslagen 
CHF 5‘000.00, ohne diejenigen der amtlichen Verteidigung) werden A.________ auferlegt 
(Art. 426 Abs. 1 StPO).

6. Die Rechtsanwalt Ingo Schafer als amtlichen Verteidiger vom Staat auszurichtende 
Entschädigung wird auf CHF 14'376.40 (wovon CHF 1'064.90 Mehrwertsteuer) festgesetzt. 
Die gesetzliche Pflicht von A.________ zur Rückzahlung der ausgerichteten Entschädigung 
an den Staat Freiburg und zur Nachzahlung der Differenz zum vollen Kostenersatz an 
Rechtsanwalt Ingo Schafer bleibt vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

Das Urteil des Strafgerichts beruht - zusammengefasst - auf folgendem Sachverhalt:

Transport und Verkauf von Marihuana

B.________, Lebenspartner von A.________, pflanzte ab dem Jahre 2011 an seinem Domizil in 
F.________ Hanf an. A.________ wurde vorgeworfen, dass sie und B.________ jeweils 
gemeinsam Marihuana ins „C.________“ brachten, wo der Verkauf vorwiegend durch B.________ 
erfolgte. A.________ hat den ihr vorgeworfenen Transport und den Verkauf von Marihuana 
zugegeben (Urteil Strafgericht Ziff. III, 2.2, S. 7 f.). Das Strafgericht hat festgehalten, dass ihr dabei 
im Vergleich zu B.________ eine eher untergeordnete Rolle zukam. Konkret wurde A.________ 
folgendes nachgewiesen:

- Transport von 1‘040-2‘080 Gramm Marihuana von F.________ nach D.________, in der 
Zeit von 2011 bis 2. Mai 2013, gemeinsam mit B.________

- Verkauf von 104 Gramm Marihuana an G.________ für CHF 1‘040.00, begangen in der 
Zeit von November 2012 bis 2. Mai 2013 in D.________

Ankauf, Lagerung, Transport, Abgabe bzw. Verkauf von Kokain

A.________ bestreitet nicht, ab dem Jahre 2011 bei verschiedenen Lieferanten Kokain gekauft zu 
haben, so in der Zeit bis Oktober 2012 bei H.________ und Ende 2012 sowohl von I.________ 
und J.________ (Urteil Strafgericht Ziff. III, 2.3.1, S. 8 f.).

A.________ wurde weiter vorgeworfen, 437-495 Gramm Kokaingemisch (Reinheitsgrad 14%, total 
66.22-69.3 Gramm reiner Wirkstoff) verkauft oder abgegeben zu haben. In sämtlichen 

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Einvernahmen hat A.________ bestritten, jemals Kokain verkauft zu haben; sie gibt jedoch zu, 
Dritten als Gegenleistung für geleistete Dienste Kokain abgegeben zu haben.

Das Strafgericht hat festgehalten, dass A.________ das Kokain gekauft und vorwiegend für ihren 
Eigenkonsum (ca. 200 Gramm; Urteil Strafgericht Ziff. III, 2.4, S. 15) und den Konsum ihres 
Lebenspartners, B.________, welcher sich habe bedienen können, verwendet habe. Es stellte 
darüber hinaus fest, A.________ habe in der Zeit von 2011 bis zum 2. Mai 2013 373-395 Gramm 
Kokain an folgende Personen abgegeben bzw. verkauft (Urteil Strafgericht Ziff. III, 2.3, S. 9-15):

- 26-38 Gramm an K.________, begangen in der Zeit von Dezember 2012 bis April 2013 in 
D.________ und F.________

- 130-140 Gramm an I.________, in der Zeit von April 2012 bis 2. Mai 2013 in F.________

- ca. 5 Gramm an L.________, in der Zeit von 2012 bis 2. Mai 2013 in F.________

- ca. 5 Gramm an M.________, in der Zeit von Ende 2012 bis Mai 2013 in F.________

- 208 Gramm an B.________, begangen in der Zeit von Mai 2011 bis Mai 2013 in 
F.________

Keine genügenden Anhaltspunkte fand das Strafgericht für den Vorwurf, A.________ habe 
100 Gramm Kokain an N.________ verkauft. Dieser bestätigte wiederholt, nie direkt von 
A.________ Betäubungsmittel bekommen zu haben (act. 3‘057), sondern von B.________ (Urteil 
Strafgericht Ziff. III, 2.3, lit. a, S. 9). 

C. Die Staatsanwaltschaft meldete mit Eingabe vom 19. Januar 2015 die Berufung an (Dossier 
50 2014 18 act. 25). Mit Berufungserklärung vom 29. April 2015 beantragt die Staatsanwaltschaft, 
A.________ zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten und zu einer Busse von CHF 2‘000.00 zu 
verurteilen. Die Strafe sei teilbedingt auszusprechen, wobei der unbedingt auszusprechende Teil 
auf 6 Monate und die Probezeit auf 4 Jahre festzusetzen sei.

Die Staatsanwaltschaft hat ihre Berufung ausdrücklich beschränkt; es werden nur folgende Teile 
des erstinstanzlichen Urteils angefochten (Art. 399 Abs. 4 StPO): Bemessung der Strafe, und als 
Folge, die Gewährung des bedingten Strafvollzugs. Sie führt dazu in der Berufungserklärung aus: 
„Das erstinstanzliche Gericht hat A.________ im Rahmen der Erwägungen vom Vorwurf des 
Verkaufs von 100 Gramm Kokain an N.________ „freigesprochen" (Erwägung 2.3.2 lit. a; Seite 9 
des Urteils). Unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse und des Umstandes, dass die 
vom Gericht festgesetzte Menge des abgegebenen bzw. verkauften Kokains um 100 Gramm 
geringer sei als in der Anklageschrift, erachtete das Gericht eine bedingte Freiheitsstrafe von 24 
Monaten als angemessen. // Das Gericht hat dabei übersehen, dass A.________ nicht nur des 
Verkaufs von 100 Gramm Kokain an N.________ angeklagt war, sondern des Ankaufs, Transport, 
Lagerung, Abgabe und Verkauf dieser (und anderer) Menge(n), in der Zeit von 2011 bis 2.5.2013 
in F.________ und D.________, teilweise begangen mit B.________ (Punkt 1.3 der 
Anklageschrift). Selbst wenn davon ausgegangen wird, dass nicht A.________ sondern 
B.________ diese 100 Gramm Kokain an N.________ verkauft haben sollte, ist A.________ des 
Ankaufs, des Transports der Lagerung sowie der Abgabe dieser Menge an B.________ zwecks 
Weiterverkaufs an N.________ (also für Handlungen nach Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) zu 
verurteilen.“

D. A.________ erklärt mit Eingabe vom 26. Mai 2015, weder Nichteintreten zu beantragen noch 
in Anschlussberufung zu erheben.

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E. Der Strafappellationshof verhandelte die Angelegenheit am 11. November 2015. A.________ 
wurde befragt, bevor die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung ihre Parteivorträge hielten. Die 
Berufungsführerin beantragte, die Berufung sei gutzuheissen und A.________ sei zu einer 
Freiheitsstrafe von 30 Monaten und zu einer Busse von CHF 2‘000.00 zu verurteilen. Die Strafe sei 
teilbedingt auszusprechen, wobei der unbedingt auszusprechende Teil auf 6 Monate und die 
Probezeit auf 4 Jahre festzusetzen sei. A.________ beantragt, die Berufung sei kostenfällig 
abzuweisen.

Erwägungen

1. a) Die Berufung ist zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher Gerichte, mit denen das 
Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist (Art. 398 Abs. 1 StPO). Jede Partei, die 
ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, kann 
ein Rechtsmittel ergreifen (Art. 382 Abs. 1 StPO).

Die Staatsanwaltschaft kann ein Rechtsmittel zugunsten oder zuungunsten der verurteilten Person 
ergreifen (Art. 381 Abs. 1 StPO).

Die Staatsanwaltschaft hat gegen das Urteil mit Eingabe vom 19. Januar 2015 fristgerecht 
Berufung angemeldet (act. 28) und mit Eingabe vom 29. April 2015 die Berufungserklärung ein-
gereicht. Sie akzeptiert das Urteil vom 13. Januar 2015 im Strafpunkt, nicht aber die 
Strafzumessung. Anschlussberufung wurde nicht erklärt. 

b) Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen 
Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO). Das vorinstanzliche Urteilsdispositiv ist demzufolge betreffend 
Ziffer 1 (Schuldpunkt) sowie den Ziffern 3-6 nicht angefochten und in Rechtskraft erwachsen. 
Davon ist Vormerk zu nehmen.

c) Im Rahmen der Berufung hat der Appellationshof den vorinstanzlichen Entscheid in allen 
angefochtenen Punkten umfassend zu prüfen (Art. 398 Abs. 2 StPO).

2. Im Schuldpunkt (Ziff. 1) ist das Urteil ausdrücklich nicht angefochten, mithin rechtskräftig.

Dieser lautet wie folgt: „A.________ wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das 
Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), begangen in der Zeit von 
2011 bis 2. Mai 2013 in F.________ und D.________, der Widerhandlung gegen das 
Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 1 BetmG), begangen in der Zeit von 2011 
bis 2. Mai 2013 in D.________ sowie der Übertretung des Bundesgesetzes über die 
Betäubungsmittel (Art. 19a BetmG), begangen in der Zeit vom 13. Januar 2012 bis 2. Mai 2013 in 
F.________ und D.________, für schuldig befunden.“

In ihrer Begründung führt die Staatsanwaltschaft aus, es seien nicht alle Anklagepunkte behandelt 
worden; sie fordert, „A.________ des Ankaufs, des Transports der Lagerung sowie der Abgabe 
dieser Menge an B.________ zwecks Weiterverkaufs an N.________ (also für Handlungen nach 
Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) zu verurteilen.“

Soweit die Staatsanwaltschaft auch eine Verurteilung wegen gewerbsmässigem Handel, grossem 
Umsatz oder erheblichem Gewinn (Art. 19 Abs. 1 lit. c BetmG) verlangt, ist dies ist eine Frage der 
Qualifikation und betrifft somit den Schuldpunkt und nicht (bzw. nur als Folge) die Strafzumessung. 

Insoweit ist auf die Berufung der Staatsanwaltschaft nicht einzutreten.

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3. Die Staatsanwaltschaft rügt die Strafzumessung.

a) aa) Die Berufungsführerin wendet ein, die Vorinstanz habe zwar den massgeblichen 
Strafrahmen von 19 Ziff. 1 und Ziff. 2 BetmG zutreffend bestimmt, doch sie habe es unterlassen, 
eine Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzusetzen. Die Einsatzstrafe wäre dann unter 
Einbezug der anderen Straftaten und in Würdigung der Täterkomponente zu erhöhen gewesen. 
Sie bemängelt, dass sich weder die Einsatzstrafe noch die Asperation und die Bemessung der 
Gesamtstrafe nachvollziehen liessen.

Die Berufungsführerin zählt sodann die Faktoren auf, die ihrer Auffassung nach zu berücksichtigen 
sind. A.________ habe 66-69 Gramm reinen Wirkstoff umgesetzt, was 3.5 mal die Grenze des 
schweren Falls bedeute. Erschwerend sei zu berücksichtigen, dass es sich nicht um eine 
einmalige Transaktion gehandelt habe, sondern um deliktisches Handeln über gut zwei Jahre. 
Schliesslich habe A.________ den Drogenhandel nicht von selbst eingestellt. Vielmehr sei sie bis 
zu ihrer Verhaftung damit beschäftigt gewesen, umso mehr, weil ihr Lebenspartner aus 
gesundheitlichen Gründen im Drogengeschäft weitgehend ausgefallen sei. Auch habe A.________ 
sowohl an Konsumenten als auch an andere Dealer verkauft, namentlich an I.________. 
A.________ habe in jener Zeit vom Drogenhandel gelebt, was straferhöhend zu werten sei. Einzig 
zu ihren Gunsten zu berücksichtigen sei, dass sie nicht vorbestraft sei. Demgegenüber sei ihr 
Verhalten im Strafverfahren von auffallender Uneinsichtigkeit und fehlender Reue geprägt 
gewesen. Während alle anderen Beschuldigten ihre Beteiligung am Drogenhandel eingestanden 
und die Verantwortung für ihr Handeln übernommen hätten, habe A.________ darauf beharrt - 
entgegen der Aussagen der anderen Beteiligten, entgegen der Aussagen von B.________ 
entgegen der Aussagen der Auskunftspersonen und entgegen der Ergebnisse der Telefonkontrolle 
-, kein Kokain verkauft zu haben. Dieses Verhalten müsse bei der Strafzumessung berücksichtigt 
werden. Unter Würdigung der dargelegten Umstände sei eine Freiheitstrafe von 30 Monaten 
auszusprechen.

bb) Die Verteidigung weist darauf hin, dass mehrere Personen in dieses Verfahren verwickelt 
gewesen seien, zwei davon seien sich nahe gestanden, nämlich die Berufungsgegnerin und 
B.________. Für beide sei es um dieselben Mengen und dieselben Straftatbestände gegangen; 
der Unterschied liege darin, dass B.________ wegen Anbau und Verkauf von Marihuana gemäss 
Art. 19 Abs. 2 lit. a BtmG verurteilt worden sei, während der Berufungsgegnerin in diesem 
Zusammenhang nur „Transport“ vorgeworfen und berücksichtigt worden sei, was zu Recht als 
Widerhandlung gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG qualifiziert worden sei. Die Einsatzstrafe müsse 
daher bei B.________ höher gelegen haben, da sowohl für Kokain als auch für Marihuana der 
schwere Fall berücksichtigt worden sei. Wenn man diese beiden Personen anders behandeln 
wolle, müsse man das auch begründen. Beide seien sie drogenabhängig gewesen und hätten 
ihren Eigenkonsum finanziert, mit dem sie in einer Art Selbstmedikation ihre Krankheitssymptome 
behandelten. Im Gegensatz zu B.________ habe die Berufungsgegnerin mit dem Marihuana 
keinen Gewinn erzielt. Unkooperatives Verhalten könne der Berufungsführerin nicht vorgeworfen 
werden, nur weil sie im Gegensatz zu ihren Mitangeklagten keinen Deal mit der Staatsanwaltschaft 
eingegangen sei. 

b) Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung wiederholt dargelegt. Darauf 
kann verwiesen werden (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Das Gericht hat 
grundsätzlich nicht in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen 
Strafzumessungsgründe gewichtet (BGE 136 IV 55 E. 5.6).

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c) aa) Ausgangspunkt für die Festlegung der tat- und täterangemessenen Strafe ist der 
ordentliche Strafrahmen, welcher die für eine grundsätzlich vollendete Tat angemessene Strafe 
vorsieht. 

Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige 
Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht sie 
angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte 
erhöhen und ist an das gesetzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 StGB).

Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB ist nach aktueller bundesgerichtlicher 
Rechtsprechung unter Einbezug aller straferhöhenden und strafmindernden Umstände gedanklich 
die Einsatzstrafe für das schwerste Delikt festzulegen. In einem zweiten Schritt hat das Gericht 
diese Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips 
zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei es ebenfalls den jeweiligen Umständen Rechnung zu 
tragen hat. Dabei sind namentlich das Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihr 
Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbständigkeit sowie die Gleichheit oder 
Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und Begehungsweisen zu berücksichtigen.

Schwerste Tat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB ist die qualifizierte Widerhandlung gegen das 
Bundesgesetz über die Betäubungsmittel durch Ankauf bei verschiedenen Lieferanten und 
Abgabe/Verkauf von mindestens 373 Gramm Kokaingemisch mit einem durchschnittlichen 
Reinheitsgrad von 14%, mithin rund 52 Gramm reinem Kokain, die mit einer Freiheitsstrafe nicht 
unter einem Jahr bedroht ist (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG). Für die Berechnung der Gesamtstrafe ist 
somit von dieser Strafandrohung auszugehen. Die Verurteilung wegen der Widerhandlung gegen 
das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG (Marihuana), die für 
sich alleine mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bedroht ist, führt zu keiner 
Erhöhung des ordentlichen Strafrahmens.

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung greift das Asperationsprinzip allerdings nur, soweit 
mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu 
verhängen. Somit ist für die Verurteilung wegen Übertretung des Bundesgesetzes über die 
Betäubungsmittel (Art. 19a BetmG; Konsum) zusätzlich eine Busse auszusprechen.

bb) Die Strafzumessung innerhalb des Strafrahmens folgt den aus Art. 47 StGB abgeleiteten 
Kriterien. Die Gesamtstrafe muss die für das schwerste Delikt festgesetzte Mindeststrafe in jedem 
Fall überschreiten (BGE 132 IV 102 E. 8.1). Die Strafschärfung, d.h. das Überschreiten des oberen 
ordentlichen Strafrahmens für die schwerste Tat, ist gemäss Art. 49 Abs. 1 StGB fakultativ. Die für 
die schwerste Tat angedrohte Höchststrafe darf allerdings nicht um mehr als die Hälfte 
überschritten werden. Zudem ist die Strafbehörde in jedem Fall an das gesetzliche Höchstmass 
der Strafart gebunden (BGE 132 IV 102 E. 8.3; 127 IV 101 E. 2b; 116 IV 300 E 2b/aa). Die 
Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB kann gemäss den entsprechenden Voraussetzungen 
vollbedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen werden.

aaa) Die tatbezogene Verschuldenskomponente wiegt insgesamt schwer. Die 
Beschwerdegegnerin hat ab 2011 während rund zwei Jahren grössere Mengen Kokain bei drei 
verschiedenen Lieferanten gekauft. Der Reinheitsgrad des Kokaingemischs betrug 14%. Einen 
Grossteil davon - rund 408 Gramm - hat sie (ca. 200 Gramm) zusammen mit ihrem 
Lebensgefährten (ca. 208 Gramm) konsumiert. Zwischen 165-187 Gramm [373-395 Gramm minus 
die 208 Gramm, die B.________ konsumierte] dieses Kokains hat sie an vier weitere Personen 
abgegeben bzw. verkauft. Hinsichtlich des Vorgehens gilt es zu berücksichtigen, dass die Abgabe 
hauptsächlich an ihren Lebenspartner erfolgte, der sich „bedienen“ konnte. Die weiteren Abnehmer 

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waren Bekannte, die im „C.________“ verkehrten. Aufgrund dieser objektiven Tatschwere 
erscheint dem Strafappellationshof eine Einsatzstrafe von 2 Jahren angemessen. Zusammen mit 
ihrem Lebensgefährten hat sie zudem Marihuana von ihrem Wohnort nach D.________ 
transportiert und selber 104 Gramm Marihuana verkauft. Im Zusammenhang mit dem Marihuana 
kam der Berufungsgegnerin, abgesehen vom Eigenkonsum von durchschnittlich einem Gramm pro 
Tag, eine untergeordnete Rolle zu. 

Im Rahmen des subjektiven Tatverschuldens, mithin der Antwort auf die Frage, wie der 
Berufungsgegnerin die objektive Tatschwere tatsächlich anzurechnen ist, gilt es zu 
berücksichtigen, dass die Berufungsgegnerin einen Grossteil des Kokains selber konsumierte und 
damit auch Salben herstellte, die sie zur Linderung ihrer Arthroseschmerzen einsetzte. Mit einem 
Wochenkonsum von je rund 2 Gramm (act. 3‘010) sind sowohl die Berufungsgegnerin als auch ihr 
Lebenspartner beide als abhängig zu betrachten. Die Berufungsgegnerin befand sich nach dem 
Tod ihres Ehemanns in einer schwierigen Lebensphase, was zwar nicht zu einer verminderten 
Zurechnungsfähigkeit führt, jedoch zu berücksichtigen bleibt. Finanziert wurde der Kokainkonsum 
hauptsächlich durch die Erbschaft der Berufungsgegnerin. Die aufgrund der objektiven Tatschwere 
hypothetische festgesetzte Einsatzstrafe ist daher infolge dieser subjektiven Beurteilungsfaktoren 
leicht zu reduzieren.

bbb) Die Berufungsgegnerin wurde im 1956 in O.________ geboren. Sie absolvierte eine 
Ausbildung als Altenpflegerin. Nach dem Abschluss dieser Ausbildung hat sie im Maschinenbau 
gearbeitet, zuerst in P.________ später in Q.________. Die Berufungsgegnerin war verheiratet; ihr 
Sohn lebt heute in R.________, ist dort verheiratet und besitzt ein Haus. Ihr Ehemann verstarb im 
Jahre 2003. Die letzte „richtige“ Arbeitsstelle der Berufungsgegnerin war bei der Firma S.________ 
in Q.________, wo sie monatlich CHF 4‘500.00 verdiente. Diese Arbeit musste sie aus 
gesundheitlichen Gründen aufgeben. Anschliessend war die Berufungsgegnerin in den Jahren 
2011/12 noch im Rahmen des Arbeitslosenprogramms tätig. 

Nach dem Tod ihres Ehemannes zog die Berufungsgegnerin mit B.________ zusammen. Die 
Erbschaft von rund CHF 200’000.00 hat die Berufungsgegnerin hauptsächlich zur Finanzierung 
ihres Kokainkonsums verwendet. Sie lebte aber auch von diesem Geld, als sie zwischenzeitlich 
arbeitslos und ausgesteuert war. Heute ist die Berufungsgegnerin in Frühpension. Sie bezieht 
Pensionskassengelder von monatlich knapp CHF 2‘500.00 und hat Auslagen für die Miete von 
CHF 775.00 sowie für die Krankenkasse von knapp CHF 400.00. Nach Bezahlung aller 
Rechnungen bleiben ihr ca. CHF 1‘100.00 bis 1‘200.00 (PV vom 11. November 2015).

Die Berufungsgegnerin ist im schweizerischen Strafregister nicht verzeichnet (act. 1‘000).

Vor dem Strafappellationshof wiederholte die Berufungsgegnerin, was sie schon vor dem 
Strafgericht ausgeführt hat: Sie habe aus dem Strafverfahren ihre Lehre gezogen und lasse von 
illegalen Betäubungsmitteln die Finger. Sie gehe in die Schmerztherapie und bekomme nun ganz 
legal Schmerzmittel vom Arzt verschrieben.

cc) In Berücksichtigung dieser Faktoren erachtet der Strafappellationshof für die qualifizierte 
Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel durch Ankauf bei 
verschiedenen Lieferanten und Abgabe/Verkauf von mindestens 373 Gramm Kokaingemisch mit 
einem durchschnittlichen Reinheitsgrad von 14%, mithin rund 52 Gramm reinem Kokain (Art. 19 
Abs. 2 lit. a BetmG) eine Einsatzstrafe von 2 Jahren für angemessen; diese ist unter 
Berücksichtigung des Asperationsprinzipes für die Verurteilung wegen der Widerhandlung gegen 
das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel gemäss Art. 19 Abs. 1 BetmG (Marihuana) leicht zu 
erhöhen, aber infolge der subjektiven Beurteilungsfaktoren im Gegenzug wiederum zu reduzieren. 

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Für die Übertretungen des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (Art. 19a BetmG; Konsum) 
ist zusätzlich eine Busse von CHF 2‘000.00 auszusprechen. Der Strafappellationshof hat daher 
keine Veranlassung, von der von der Vorinstanz ausgesprochenen Gesamtstrafe abzuweichen.

A.________ ist somit zu einer Gesamtstrafe, bestehend aus einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten 
sowie einer Busse von CHF 2‘000.-, zu verurteilen. 

4. Die Staatsanwaltschaft beantragt, die Freiheitsstrafe sei teilbedingt auszusprechen.

Gemäss Art. 44 Abs. 1 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinnütziger 
Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und höchstens zwei Jahren in der 
Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den Täter von der 
Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Art. 42 Abs. 1 StGB). Schiebt das 
Gericht den Vollzug einer Strafe ganz oder teilweise auf, so bestimmt es dem Verurteilten eine 
Probezeit von zwei bis fünf Jahren.

Wie schon die Vorinstanz berücksichtigt der Strafappellationshof, dass sich die Berufungsgegnerin 
seit ihrer Untersuchungshaft nichts mehr hat zuschulden lassen kommen. Sie gibt zu, einen Fehler 
gemacht zu haben und heute keine Drogen mehr zu konsumieren. Die Untersuchungshaft, das 
Strafverfahren und die ausgesprochene Strafen hatten eine genügende Warnwirkung auf das 
Verhalten der Berufungsgegnerin, so dass es nicht notwendig erscheint, eine unbedingte Strafe 
auszusprechen, damit sie den Betäubungsmittelhandel in Zukunft unterlässt. Somit ist der bedingte 
Strafvollzug zu gewähren. Aufgrund der erheblichen Kokainmenge, die von der Berufungsgegnerin 
gekauft und anschliessend konsumiert und teilweise an Dritte weitergegeben wurde, erscheint 
jedoch eine Probezeit von vier Jahren als angemessen.

5. Das Gericht rechnet die Untersuchungshaft, die der Täter während dieses oder eines 
anderen Verfahrens ausgestanden hat, auf die Strafe an. Ein Tag Haft entspricht einem Tagessatz 
Geldstrafe oder vier Stunden gemeinnütziger Arbeit (Art. 51 StGB). Die Berufungsgegnerin wurde 
am 2. Mai 2013 festgenommen (act. 6‘605) und war bis zum 16. Juli 2013 in Untersuchungshaft. 
Diese erstandene Untersuchungshaft von 76 Tagen ist auf die Strafe anzurechnen.

6. a) Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten des Verfahrens nach Massgabe 
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 StPO). 

Im Berufungsverfahren ist die Staatsanwaltschaft mit ihren Anträgen in den Hauptpunkten nicht 
durchgedrungen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten des 
Berufungsverfahrens daher dem Staat Freiburg aufzuerlegen. 

b) Der Berufungsgegnerin wurde für das Verfahren ein amtlicher Verteidiger zugesprochen. 
Sie muss somit nicht die Kosten für eine Wahlverteidigung tragen, so dass sie keinen Anspruch 
auf eine Entschädigung gemäss Art. 429 StPO hat (BGE 138 IV 205 E. 1). 

c) Die Auslagen beinhalten insbesondere die Kosten für die amtliche Verteidigung und die 
unentgeltliche Verbeiständung (Art. 422 Abs. 2 Bst. a StPO). Sie werden vorab vom Staat 
getragen (Art. 135 Abs. 1 StPO). Wird die beschuldigte Person zur Tragung der Verfahrenskosten 
verurteilt, ist sie verpflichtet, dem Kanton die amtliche Entschädigung zurückzuzahlen, sobald es 
ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben (Art. 135 Abs. 4 StPO). Die Beschuldigte wurde nicht 
zur Tragung der Verfahrenskosten verurteilt; für das Berufungsverfahren ist sie daher von der 
Rückzahlungspflicht befreit.

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d) Die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen 
wird auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeitsgrads der An-
gelegenheit festgesetzt (Art. 57 JR). Zu berücksichtigen sind namentlich die Anzahl der 
Besprechungen und Verhandlungen, an denen der Rechtsbeistand teilgenommen hat, sowie das 
erzielte Ergebnis und die Verantwortung, die ihm zukam. In Betracht fallen allerdings einzig jene 
Verrichtungen, die für die Führung des Verfahrens notwendig waren, unter Ausschluss 
insbesondere jener Verrichtungen, welche eine moralische Unterstützung oder eine nicht mit dem 
Verfahren in Zusammenhang stehende soziale Hilfe darstellen. Unnütze oder überflüssige 
Verrichtungen oder Eingaben sind ebenfalls nicht zu entschädigen. Eine Stunde wird mit 
CHF 180.- entgolten (Art. 57 Abs. 2 JR).

Gemäss Art. 68 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum Selbst-
kostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate pauschal 
auf 5 % der Grundentschädigung ohne Zuschlag fest. 

e) Rechtsanwalt Ingo veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
einen Zeitaufwand von insgesamt 11.85 Stunden. Er hatte das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die 
Akten zu studieren, mit seiner Klientin das weitere Vorgehen zu besprechen, Rechtsabklärungen 
vorzunehmen, die Berufungsverhandlung vorzubereiten und daran teilzunehmen. Die nach der 
Urteilseröffnung anfallenden nötigen Aufwendungen sind zusätzlich zu vergüten. Der von 
Rechtsanwalt Schafer in Rechnung gestellte Aufwand erscheint dem Strafappellationshof 
angemessen; allerdings dauerte die Berufungsverhandlung weniger lange als veranschlagt (- 2 h). 
Ein zu berücksichtigender Zeitaufwand von insgesamt rund 11 Stunden erscheint daher 
angemessen. Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 5% der Grundentschädigung, d.h. auf 
CHF 99.-, festgesetzt. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Schafer bei einem Zeitaufwand 
von insgesamt 11 Stunden zu CHF 180.00 (CHF 1‘980.00), den Auslagen von CHF 99.00, 
zuzüglich 8% Mehrwertsteuer von CHF  166.30, eine angemessene Pauschalentschädigung von 
CHF  2‘254.30. zu entrichten.

Der Hof erkennt: 

I. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 13. Januar 2015 
wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:

„1. A.________ wird der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die 
Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG), begangen in der Zeit von 2011 bis 2. Mai 2013 
in F.________ und D.________, der Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die 
Betäubungsmittel (Art. 19 Abs. 1 BetmG), begangen in der Zeit von 2011 bis 2. Mai 2013 in 
D.________ sowie der Übertretung des Bundesgesetzes über die Betäubungsmittel (Art. 19a 
BetmG), begangen in der Zeit vom 13. Januar 2012 bis 2. Mai 2013 in F.________ und 
D.________, für schuldig befunden.

2. (…)

3. Wird die Busse nicht fristgemäss bezahlt und ist sie auf dem Betreibungsweg uneinbringlich, 
tritt an ihre Stelle eine Freiheitsstrafe von 20 Tagen (Art. 106 Abs. 2 StGB).

4.1 Das in D.________ beschlagnahmte Bargeld in der Höhe von CHF 3‘852.30 wird eingezogen 
(Art. 70 StGB).

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4.2 Der in F.________ beschlagnahmte Betrag von CHF 9‘405.45 wird an die Verfahrenskosten 
und die Busse angerechnet (Art. 268 StPO)

4.3 Die beschlagnahmte Dose (act. 2492, Referenz-Nr. 27) wird A.________ ohne Inhalt 
herausgegeben.

Die übrigen beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und vernichtet (Art. 69 StGB)

5. Die Gerichtskosten von CHF 7‘500.00 (Gerichtsgebühr CHF 2‘500.00, Auslagen 
CHF 5‘000.00, ohne diejenigen der amtlichen Verteidigung) werden A.________ auferlegt 
(Art. 426 Abs. 1 StPO).

6. Die Rechtsanwalt Ingo Schafer als amtlichen Verteidiger vom Staat auszurichtende 
Entschädigung wird auf CHF 14'376.40 (wovon CHF 1'064.90 Mehrwertsteuer) festgesetzt. 
Die gesetzliche Pflicht von A.________ zur Rückzahlung der ausgerichteten Entschädigung 
an den Staat Freiburg und zur Nachzahlung der Differenz zum vollen Kostenersatz an 
Rechtsanwalt Ingo Schafer bleibt vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO).“

II. Die Berufung wird abgewiesen.

A.________ wird in Anwendung von Art. 40, 47, 49, 106 StGB zu einer Freiheitsstrafe von 24 
Monaten sowie zu einer Busse von CHF 2‘000.00 verurteilt. 

Der bedingte Strafvollzug wird gewährt, die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt (Art. 42, 
44 StGB).

Die erstandene Untersuchungshaft von 76 Tagen wird angerechnet (Art. 51 StGB).

III. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 2‘100.00 festgesetzt (Gebühr: 
CHF 2‘000.00; Auslagen: CHF 100.00) und dem Staat Freiburg auferlegt.

IV. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt Ingo Schafer im 
Berufungsverfahren werden auf CHF 2‘254.30 festgesetzt (Honorar: CHF 1‘980.00; 
Auslagenpauschale: CHF 99.00; zuzüglich MwSt. von 8%: CHF 166.30). 

V. Zustellung.

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Das vollständig begründete Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in 
Strafsachen beim Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen 
Zulässigkeitsvoraussetzungen sind in den Art. 78-81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen.

Ziffer IV dieses Urteils kann innert 10 Tagen seit der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung mit 
Beschwerde beim Bundesstrafgericht angefochten werden (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. 
Art.  396 Abs. 1 StPO). Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind 
in den Art. 379 bis 397 StPO geregelt (Art. 39 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die 
Organisation der Strafbehörden des Bundes; StBOG; SR 173.71) Die begründete 
Beschwerdeschrift ist beim Bundesstrafgericht, Postfach 2720, 6501 Bellinzona, einzureichen.

Freiburg, 11. November 2015/rbr

Vizepräsident Gerichtsschreiberin-Berichterstatterin