# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef9cccf7-563e-5544-b399-4b4e7c1982e7
**Source:** Wettbewerbskommission ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-07-24
**Language:** de
**Title:** Debitkarten Interchange Fees: Anregungen des Sekretariats für CnP-Transaktionen mit Debitkarten von Visa vom 24. Juli 2025
**Docket/Reference:** Anregungen%20betreffend%20CnP-Gesch%C3%A4ft
**URL:** https://www.weko.admin.ch/dam/weko/de/dokumente/2025/debitkarten_interchange_fees_anregungen_des_sekretariats_fuer_cnp_transaktionen.pdf.download.pdf/Anregungen%20betreffend%20CnP-Gesch%C3%A4ft.pdf

## Full Text

Wettbewerbskommission WEKO 
Commission de la concurrence COMCO 
Commissione della concorrenza COMCO 
Competition Commission COMCO 

22-0514: Debitkarten Interchange Fees – Anregungen des Sekretariats gemäss Art. 26 
Abs. 2 KG vom 24. Juli 2025 für CnP-Transaktionen mit Debitkarten von Visa 

Diese Anregungen ergänzen die mit Genehmigungsverfügung der WEKO vom 24. Juli 2025 
beschlossene Regelung betreffend CP-Transaktionen mit Debitkarten von Visa. 

Am 29. September 2022 eröffnete das Sekretariat der Wettbewerbskommission («Sek-
1. 
retariat») gemäss Art. 26 KG1 die Vorabklärung «22-0514: Debitkarten Interchange Fees» ge-
genüber Visa Europe Ltd. («Visa») und Mastercard Europe SA («Mastercard»), mit dem Ziel, 
in  kurzer  Zeit  eine  einvernehmliche  Nachfolgelösung  für  die  Festsetzung  der  domestischen 
Interchange Fees («DMIF») für Debitkarten zu finden. Diese Vorabklärung wurde mit der Er-
öffnung der beiden folgenden Untersuchungen gemäss Art. 27 KG am 27. Juni 2023 abge-
schlossen, weshalb praxisgemäss kein Schlussbericht erstellt wurde: 

•  22-0522: Interchange Fees für Debitkarten von Mastercard; 
•  22-0523: Interchange Fees für Debitkarten von Visa. 

2. 
Gegenstand der beiden Untersuchungen bildeten die Interchange Fees, die bei Trans-
aktionen  im  Präsenzgeschäft,  d.h.  bei  Transaktionen  mit  physischen  Debitkarten  am  physi-
schen Point of Sale, zur Anwendung gelangen (Card-Present [«CP»]-Transaktionen; «CP IF»). 

3. 
Die  Untersuchung  gegen  Mastercard  wurde  mit  einer  einvernehmlichen  Regelung 
(«EVR»)  gemäss  Art.  29  KG  abgeschlossen,  welche  von  der  Wettbewerbskommission 
(«WEKO») mit Verfügung vom 6. Mai 2024 genehmigt wurde. Die einvernehmliche Regelung 
mit  Mastercard  basiert  auf  einer  engen  Definition  des  Präsenzgeschäfts,  wonach  eine  CP-
Transaktion vorliegt, wenn die Zahlung mit einer physischen Debitkarte am physischen Point 
of Sale erfolgt. Für solche Transaktionen beträgt die CP IF bis CHF 300 höchstens 0,12 % des 
Transaktionswertes und bei Transaktionen ab CHF 300 maximal CHF 0.30. Dagegen gelten 
Transaktionen mit mobilen Endgeräten am physischen Point of Sale nicht als CP-Transaktion. 

Für  das  von  dieser  Verfügung  nicht  erfasste  Distanzgeschäft  (Card-not-Present 
4. 
[«CnP»]-Geschäft), d.h. für Transaktionen im Internet (E-Commerce) oder mit mobilen Endge-
räten (M-Commerce), wurde mit Mastercard vorgängig eine aktualisierte einvernehmliche Lö-
sung  gefunden,  die  auf  den  Schlussfolgerungen  der  Vorabklärung  betreffend  Mastercard 
Secure Digital Debit Interchange Fee (SDDIF)2 basiert.3 Mastercard hat für die Interchange 
Fees im CnP-Bereich («CnP IF») Zusagen abgegeben, welche die Grundlage für die Anre-
gungen des Sekretariats nach Art. 26 Abs. 2 KG vom 27. Juni 2023 bildeten und welche im 
Wesentlichen eine CnP IF von 0,28 % des Transaktionswertes vorsehen. 

1   Bundesgesetz vom 6.10.1995 über Kartelle und andere Wettbewerbsbeschränkungen (Kartellge-

setz, KG; SR 251). 

2   RPW 2017/4, 542 ff. insbesondere 557 f.  
3   Mit Visa wurde keine Aktualisierung vereinbart, so dass die Anregungen gemäss den Schlussfolge-
rungen der Vorabklärung betreffend einer DMIF für das Debitkartensystem Visa V PAY, Ergänzung 
vom 16. August 2017, in: RPW 2017/4, 559 ff. insbesondere 563 f., nach wie vor Bestand haben. 

Wettbewerbskommission Sekretariat 
Hallwylstrasse 4, CH-3003 Bern 
Tel. +41 58 462 20 40 
weko@weko.admin.ch 
www.weko.admin.ch 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
Die Untersuchung gegen Visa wurde zunächst weitergeführt und am 18. Juli 2025 mit 
5. 
der Genehmigung der EVR vom 8. April 2025 durch die WEKO abgeschlossen. Die EVR mit 
Visa unterscheidet sich in zwei wesentlichen Punkten von der EVR mit Mastercard:  

(1)  Die EVR mit Visa kennt eine CP IF, die im jährlichen Gesamtdurchschnitt den Wert von 
0,15 % nicht überschreiten darf. Dabei kommen (a) eine Basisrate von maximal 0,2 % 
und (b) für Ausgaben des täglichen Bedarfs eine tiefere Rate von maximal 0,12 % bis 
CHF 300 und von maximal CHF 0.36 für Transaktionen ab CHF 300 zur Anwendung. 

(2)  Als Card-Present-Transaktionen im Sinne der EVR mit Visa gelten sämtliche Zahlun-
gen am physischen Point of Sale, inklusive Zahlungen mittels mobiler Endgeräte wie 
Smartphones, Smartwatches etc. Das heisst, dass sich das von der EVR nicht erfasste 
Distanzgeschäft auf den E-Commerce (Transaktionen im Internet) beschränkt.  

6. 
Die unterschiedlichen Regelungen in den EVR von Visa und Mastercard in Bezug auf 
die  CP  IF  und  die  Art,  wie  CP-Transaktionen  definiert  werden,  führen  zu  unterschiedlichen 
Lösungen im Bereich der CnP IF. Zur Gewährleistung eines «Level Playing Field» zwischen 
Visa und Mastercard auf der Basis des Durchschnitts von CP und CnP-Transaktionen sehen 
die nachfolgenden Anregungen einen Mechanismus vor, welcher zunächst eine im Vergleich 
tiefere CnP IF für Visa vorsieht (0,25 % anstatt die für Mastercard zugelassenen 0,28 %), um 
die höhere CP IF von Visa zu kompensieren (0,15 % anstatt die für Mastercard zugelassenen 
0,12 %). Allerdings steigt der IF-Gesamtdurchschnitt von Mastercard in Abhängigkeit der Nut-
zung mobiler Endgeräte. Aus diesem Grund sehen die Anregungen vor, dass sich ab einer 
Nutzung mobiler Endgeräte von 30 % am Point of Sale die CnP IF für Visa auf 0,28 % erhöht. 

7. 

Diese Anregungen werden nachfolgend wiedergegeben: 

Anregungen 

Das Sekretariat der Wettbewerbskommission, gestützt auf die bisherige Praxis und die Abklä-
rungen in der aktuellen Vorabklärung, 

1.  stellt fest, dass Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die domestischen CnP IF für Visa 
Debit und V V Pay-Debitkarten eine erhebliche Preisabrede gemäss Art. 5 Abs. 3 Bst. a 
i.V.m. Abs. 1 KG darstellen; 

2.  stellt  fest,  dass  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  die  CnP  IF  für  Visa  Debit  und 
V Pay-Debitkarten  aus  Gründen  der  wirtschaftlichen  Effizienz  gerechtfertigt  werden 
können; 

3.  verzichtet darauf, im Einverständnis mit einem Mitglied des Präsidiums eine Untersu-
chung zu eröffnen, solange sich Visa an die abgegebenen Zusagen vom 13. März 2025 
hält und Visa namentlich: 

a.  bis zum 31. Oktober 2025 die CnP IF für die Debitkartenprodukte von Visa wei-
terhin  gemäss  der  Ergänzung  vom  16.  August  2017  des  Schlussbericht  des 
Sekretariats vom 27. April 2009 in Sachen V Pay so festsetzt, dass der gewich-
tete  Durchschnitt  auf  den  Debitkartenprodukten  von  Visa  im  E-  und  M-Com-
merce den Grenzwert von 0.31 % nicht überschreitet. Per 1. November 2025 
ist die CnP IF für die Debitkartenprodukte von Visa neu so festsetzen, dass der 
gewichtete Durchschnitt auf ihren Debitkartenprodukten im E- Commerce den 
Grenzwert von 0,25 % nicht überschreitet. Dieser zulässige Grenzwert erhöht 
sich  auf  0,28 %,  sobald  mehr  als  30 %  der  Zahlungen  am  Point  of  Sale  mit 
mobilen  Endgeräten  erfolgen.  Bei  der  Berechnung  der  relevanten  30 %-
Schwelle werden alle von Visa verarbeitete (Visa processed) sowie alle Visa für 
die Schweiz gemeldeten Transaktionen (Member reported) berücksichtigt. Da-
mit  die  Erhöhung  erfolgen  kann,  hat  Visa  dem Sekretariat  unter  Angabe  von 
Zahlen zu melden, wenn die vorgesehene 30 %-Schwelle überschritten wurde. 

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Das Sekretariat wird die vorgesehene Erhöhung der CnP-IF auf 0,28 % inner-
halb eines Monats ab Einreichung dieses Nachweises erlauben; 

b.  dem  Sekretariat  jährlich  per  1.  April  über  die  Einhaltung  der  CnP  IF  gemäss 

vorstehender Ziffer 3a Bericht erstattet; 

c.  die jeweils aktuellen CnP IF gemäss vorstehender Ziffer 3a auf ihrer Webseite 

veröffentlicht; 

d.  bei einer Verwendung der No-Surcharging-Rule diese gemäss europäischem 
Standard verwendet, d.h., den Händlern darf zwar untersagt werden, Zuschläge 
für  die  Verwendung  von  Debitkartenprodukten  von  Visa  zu  verlangen,  Ab-
schläge hingegen bleiben uneingeschränkt zulässig; 

4.  hält fest, dass die obigen Anregungen unbefristet gelten,  

a.  Visa jedoch ab dem 1. November 2030 erstmals eine Anpassung der CnP IF 
unter Geltendmachung von einem oder mehreren der folgenden Gründe bean-
tragen kann: 

i.  Die Inflation in der Schweiz überschreitet seit dem 1. Januar 2023 das 

jährliche Inflationsziel der Schweizerischen Nationalbank; 

ii.  die Kosten für die Herausgeber von Debitkarten sind im Vergleich zum 

1. Januar 2023 um 10 % angestiegen; 

iii.  der  Markt  für  bargeldlose  Zahlungsmittel,  inklusive  alternativer  Zah-
lungssysteme, Bezahllösungen und Geldformen wie etwa Mobile Pay-
ment-Lösungen  (z.B.  TWINT),  Instant  Payments,  Account-to-Account 
Payments, E-Wallets, Request-to-Pay, Payment Service Initiation (PIS) 
oder  Tokengeld  (privates  oder  von  Zentralbanken  emittiertes  Token-
geld) hat sich so verändert, dass die Debitkartenprodukte von Visa we-
niger attraktiv geworden sind und auf dem Gesamtmarkt für bargeldlose 
Zahlungsmittel  im  Vergleich  zum  Stand  1. Januar  2023  15 %  weniger 
genutzt werden; 

iv.  die Nachfrage nach Firmendebitkarten von Visa hat sich im Vergleich 

zum 1. Januar 2023 relativ bemessen um 15 % gesteigert; 

b.  das Sekretariat sich vorbehält, ab dem 1. November 2030 eine Anpassung der 
CnP IF von Visa zu prüfen, namentlich wenn die CnP IF-Rate von Mastercard 
in  Anwendung  von  Ziffer  4b  der  Anregungen  des  Sekretariats  vom  27.  Juni 
2023 für CnP-Transaktionen mit Debitkarten von Mastercard gesenkt wird; 

c.  die  Anregungen  aber mit  einer  Aufkündigungsfrist  von  6 Monaten frühestens 
per 1. Januar 2033 widerrufen werden können, wobei ohne Widerruf die Anre-
gungen jeweils für weitere zwei Jahre gültig bleiben; 

d.  die Anregungen aufgehoben werden können, wenn Visa sich nicht an die An-
regungen des Sekretariats zu den intraregionalen Interchange Fees im Verfah-
ren 22-0500: Credit-Interchange Fees im Cross-Border-Bereich hält. In diesem 
Fall ist vorgesehen, dass die Anregungen gemäss Ergänzung vom 16. August 
2017 des Schlussberichts des Sekretariats vom 27. April 2009 in Sachen V Pay 
wieder zur Anwendung kommen, welche einen CnP-Satz von 0,2 % vorsehen. 

5.  hält fest, dass der in Ziffer 3a vorgesehene CnP IF-Satz von 0,25 % ab dem 1. Novem-
ber 2025 nur dann zur Anwendung kommt, wenn für die CP-Transaktionen eine ein-
vernehmliche  Regelung  gemäss  Art.  29  KG  abgeschlossen  werden  konnte,  welche 
eine CP IF vorsieht, die im Gesamtdurchschnitt 0,15 % des Transaktionsbetrags nicht 

3 

 
 
 
 
 
 
überschreitet. Sollte diese EVR nicht zustande kommen, gilt ab dem 1. November 2025 
ein CnP IF-Satz von 0,2 %, wie in der Ergänzung vom 16. August 2017 des Schluss-
berichts des Sekretariats vom 27. April 2009 in Sachen V Pay festgesetzt; 

6.  setzt  fest,  dass  die  bisherigen  Verfahrenskosten  in  die  Untersuchung  übernommen 

werden; 

7.  beabsichtigt, diese Anregungen in geeigneter Form zu publizieren. 

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