# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0ff55f7a-50ec-51fa-bfa5-3fa0733f4eeb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-06-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 29.06.2009 UV 2008/42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-42_2009-06-29.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/42

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 21.04.2020

Entscheiddatum: 29.06.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 29.06.2009
Art. 73 Abs. 1 UVG: Abgrenzung der Zuständigkeit zwischen der Suva und 
der Ersatzkasse UVG; Bei der Ausführung von Malerarbeiten zur 
Begleichung von Mietzinsrückständen kann nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Parteien ein 
Arbeitsverhältnis mit Unterstellung unter das unfallrechtliche Obligatorium 
eingehen wollten (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 29. Juni 2009, UV 2008/42).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, und 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 29. Juni 2009

in Sachen

P.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Daniel Küng, Rosenbergstrasse 51, Postfach 1121, 

9001 St. Gallen,

gegen

Ersatzkasse UVG, Hohlstrasse 552, Postfach, 8048 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Fürsprecher René W. Schleifer, Stampfenbachstrasse 42, 8006 Zürich,

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betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   Die 1976 geborene P.___ wurde am 10. Juni 2004 als Fussgängerin von einem 

Personenwagen angefahren. Eine erste Untersuchung am 11. Juni 2004 ergab 

Kontusionen an der Lendenwirbelsäule, am linken Knie, am linken oberen 

Sprunggelenk sowie an der rechten Schulter (act. G 11.1/20).

A.b   Am 7. Juni 2004 hatte P.___ mit A.___ eine Vereinbarung (act. G 11.1/4) 

unterzeichnet, wonach sie ab 15. Juni 2004 an der X.___strasse 13 und 15 sowie an 

der Y.___strasse 38 diverse Malerarbeiten ausführen werde. Der Stundenlohn betrage 

Fr. 25.-- und das Material werde von A.___ zur Verfügung gestellt. Vom 7. bis 9. Juni 

2004 hatte P.___ bereits Vorbereitungsarbeiten ausgeführt (act. G 11.1/26 und 29). 

A.___ teilte der Suva am 25. Oktober 2004 mit (act. G 11.1/23), dass P.___ vor dem 

Unfall an zwei oder drei Tagen die Kreuzstöcke und Gauben abgeschliffen, grundiert 

und gebeizt habe. Sie selbst führte diesbezüglich am 3. Januar 2005 aus (act. G 

11.1/16), sie habe bereits vor dem Unfall in ihrer und in einer anderen Mietwohnung an 

der B.__strasse die Fenster gestrichen, um festzustellen, ob sie dies auch könne. 

Eigentümer der erwähnten Liegenschaften ist gemäss Aussage von A.___ vom 27. 

Januar 2005 (act. G 11.1/2) sein Sohn. A.___ besorge für ihn die Vergabe der 

Erneuerungsarbeiten an verschiedene Personen und Firmen. P.___ sei mit den 

Mietzinsen gegenüber seinem Sohn im Rückstand gewesen, weshalb er ihr die 

Malerarbeiten in Auftrag gegeben habe. Der zeitliche Horizont hätte bei einer täglichen 

Arbeitszeit von ca. 8 Stunden rund drei Monate oder auch länger betragen.  

A.c   Mit Verfügung vom 11. Februar 2005 (act. G 11.1/32) hat die Suva einen 

Leistungsanspruch verneint. Dagegen liess P.___ am 10. März 2005 Einsprache 

erheben. Die Suva hat daraufhin das Einspracheverfahren sistiert und die Ersatzkasse 

UVG hat ihrerseits die Ausrichtung von Versicherungsleistungen geprüft.

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A.d   In der Verfügung vom 17. September 2007 (act. G 11.1/60) lehnte die Ersatzkasse 

UVG eine Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 10. Juni 2004 mit der Begründung 

ab, dass Vorbereitungen zur Arbeit noch nicht als Arbeitsantritt gelten würden und 

P.___ deshalb am Unfalltag nicht versichert gewesen sei. Die gegen diese Verfügung 

erhobene Einsprache wies die Ersatzkasse UVG mit Einspracheentscheid vom 6. März 

2008 (act. G 1.1) ab. Es sei nicht rechtsgenüglich nachgewiesen, dass mit der 

Vereinbarung vom 7. Juni 2004 ein Arbeitsverhältnis begründet worden sei und P.___ 

somit als Arbeitnehmerin im Sinn von Art. 1 a UVG hätte Arbeit leisten sollen. P.___ sei 

mit A.___ ein Auftragsverhältnis eingegangen.

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Fürsprecher Daniel Küng, 

St. Gallen, im Namen von P.___ eingereichte Beschwerde vom 14. April 2008. In der 

Beschwerdeergänzung vom 3. Juli 2008 wird beantragt, der Einspracheentscheid vom 

6. März 2008 sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Beschwerdegegnerin 

betreffend den Unfall vom 10. Juni 2004 leistungspflichtig sei, die Angelegenheit sei im 

Sinn der Erwägungen ins Abklärungsverfahren zurückzuweisen, damit nach 

Durchführung von Abklärungen neu über die konkreten Leistungsansprüche 

entschieden und diese (Taggelder, Rente, Integritätsentschädigung, 

Behandlungskosten, etc.) zugesprochen werden könnten, eventualiter sei die 

Angelegenheit zwecks Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs und zur 

anschliessenden Feststellung der grundsätzlichen Leistungspflicht und zur Ausrichtung 

der gesetzlichen Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; alles unter 

gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zur 

Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, die Beschwerdegegnerin habe das 

rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt, indem sie erst im 

Einspracheentscheid geltend gemacht habe, bei der Beschwerdeführerin liege gar 

keine Arbeitnehmereigenschaft vor. Die Änderung der Begründung sei ihr nicht zur 

Kenntnis gebracht worden und somit sei ihr die Möglichkeit genommen worden, sich 

dazu zu äussern. Die Gehörsverletzung könne nicht dadurch geheilt werden, dass die 

Beschwerdeführerin im vorliegenden Verfahren Stellung nehmen könne, da ihr dadurch 

eine Rechtsmittelinstanz verloren gehen würde. Sodann sei vorliegend von einem 

Arbeitsvertrag nach Art. 319 ff. OR auszugehen, da sämtliche Voraussetzungen hierfür 

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erfüllt seien. Die Art der Tätigkeit spreche gegen die Annahme eines Auftrags. Gegen 

die Annahme eines Werkvertrags spreche, dass die Beschwerdeführerin weder 

pauschal offeriert, noch einen unverbindlichen Kostenvoranschlag unterbreitet habe 

oder der Preis offen gelassen worden sei. Vielmehr sei ein Stundenlohn vereinbart 

worden. Für die Annahme eines Arbeitsvertrags spreche auch, dass das Material 

gemäss Vereinbarung vom 7. Juni 2004 von A.___ zur Verfügung gestellt worden sei 

und er gegenüber der Beschwerdeführerin ein Weisungsrecht besessen habe. Die 

rechtliche Qualifikation des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien sei für die 

Beurteilung nicht relevant. Auch die Tatsache, dass noch kein Lohn ausbezahlt worden 

sei, spreche nicht gegen die Annahme eines Arbeitsvertrags, wäre doch auch bei 

einem Auftrag oder Werkvertrag von Entgeltlichkeit auszugehen.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 7. Oktober 2008 lässt die Beschwerdegegnerin 

durch Fürsprecher René W. Schleifer, Zürich, Abweisung der Beschwerde beantragen. 

Die Aussage von A.___, wonach er nicht genau wisse, wie lange die 

Beschwerdeführerin gearbeitet habe, spreche eindeutig gegen ein 

Subordinationsverhältnis. Das rechtliche Gehör sei nicht verletzt worden. Es spiele nur 

dort, wo es um die Sachverhaltsfeststellung vor Erlass des Entscheids gehe und nicht 

dort, wo es um die Rechtsanwendung und um die Subsumtion eines Sachverhalts 

unter eine Rechtsnorm gehe.

B.c   Mit Schreiben vom 28. November 2008 hat der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin sinngemäss auf eine Replik verzichtet.

Erwägungen:

1.        

Streitig ist vorliegend, ob zwischen der Beschwerdeführerin und A.___ im 

Unfallzeitpunkt ein Arbeitsverhältnis bestand, die Beschwerdeführerin also als 

Arbeitnehmerin von A.___ zu qualifizieren ist und somit gegenüber der 

Beschwerdegegnerin ein Leistungsanspruch besteht.

2.        

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2.1    In formeller Hinsicht macht der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend. Den Einspracheentscheid begründe die 

Beschwerdegegnerin damit, dass bei der Beschwerdeführerin keine 

Arbeitnehmereigenschaft vorliege, wogegen sie in der Verfügung noch geltend 

gemacht habe, die Tätigkeit zwischen dem 7. und 9. Juni 2004 stelle keinen 

Arbeitsantritt im Sinn von Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) dar. Diese Änderung der Begründung sei der 

Beschwerdeführerin im Einspracheverfahren nicht zur Kenntnis gebracht worden und 

somit habe sie sich dazu nicht äussern können.

2.2    Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es 

ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, 

welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren 

Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu 

äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit 

erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, 

wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit 

Hinweisen). Zwar hat eine Partei grundsätzlich keinen Anspruch, zur rechtlichen 

Würdigung von (ihr bekannten) Tatsachen oder, ganz allgemein, zur juristischen 

Begründung des Entscheides angehört zu werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör 

besteht jedoch und ist zu gewähren, wenn eine Behörde ihren Entscheid mit einer 

Rechtsnorm oder einem Rechtsgrund zu begründen beabsichtigt, die im bisherigen 

Verfahren nicht herangezogen wurden, auf die sich die beteiligten Parteien nicht 

berufen haben und mit deren Erheblichkeit im konkreten Fall sie nicht rechnen konnten 

(BGE 125 V 368 E. 4a).

2.3     Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass die Beschwerdegegnerin dem 

Einspracheentscheid eine Begründung zu Grunde legte, welche im bisherigen 

Verfahren nicht herangezogen und von den Parteien nicht direkt vorgebracht wurde. 

Allerdings spielt die Frage der Arbeitnehmereigenschaft der Beschwerdeführerin im 

vorliegenden Verfahren eine derart zentrale Rolle, dass mit deren Erheblichkeit zu 

rechnen war. Sodann ist ein sachlicher Zusammenhang zwischen der Begründung in 

der Verfügung und im Einspracheentscheid durchaus vorhanden, weshalb auch nicht 

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von einer vollständig neuen Begründung auszugehen ist. Die Wichtigkeit der 

Arbeitnehmereigenschaft der Beschwerdeführerin war bereits im Zeitpunkt der 

Verfügung erkennbar, weshalb vorliegend nicht von einer Gehörsverletzung 

auszugehen ist, da sich die Beschwerdeführerin dazu hätte äussern können. Im 

Weiteren ist davon auszugehen, dass die von der Beschwerdeführerin im 

Beschwerdeverfahren vorgebrachten Argumente bei der Beschwerdegegnerin keine 

Gutheissung der Einsprache bewirkt hätten, weshalb unter dem Aspekt der 

Verfahrensökonomie, selbst bei Annahme einer Gehörsverletzung eine Rückweisung 

zur Gehörsgewährung nicht angebracht wäre.   

3.         

3.1    Obwohl grundsätzlich unbestritten geblieben, gilt es vorab die Abgrenzung der 

Zuständigkeit zwischen der Suva und der Ersatzkasse UVG darzulegen.

3.2    Art. 66 Abs. 1 UVG legt die Betriebe und Verwaltungen fest, bei welchen die 

Arbeitnehmer obligatorisch bei der Suva versichert sind. Für die übrigen Arbeitnehmer 

muss durch den Arbeitgeber bei einem Versicherer nach Art. 68 UVG eine 

Unfallversicherung abgeschlossen werden.  

3.3    Gemäss Art. 73 Abs. 1 Satz 1 UVG erbringt die Ersatzkasse UVG die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen an verunfallte Arbeitnehmer, für deren Versicherung nicht die 

SUVA zuständig ist und die von ihrem Arbeitgeber nicht versichert worden sind (vgl. 

auch Art. 59 Abs. 3 UVG, nach welcher Bestimmung die Ersatzkasse UVG einem 

Arbeitnehmer, der dem Obligatorium untersteht und bei einem Unfall nicht versichert 

ist, die gesetzlichen Versicherungsleistungen gewährt). Sie sorgt als eine Art 

Auffangnetz für den lückenlosen Versicherungsschutz der nicht bei der SUVA 

versicherten Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber der Pflicht zur Versicherung bei einem 

registrierten Versicherungsträger nicht nachgekommen sind (vgl. Botschaft des 

Bundesrates zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung vom 18. August 1976, 

Separatausgabe, S. 72; vgl. auch Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989 S. 63).

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3.4    Den Akten ist zu entnehmen, dass A.___ im Zeitpunkt des Unfalls bei der 

Ausgleichskasse als Nichterwerbstätiger gemeldet war. Bis ins Jahr 1990 führte er ein 

Gipser- und Malergeschäft als Einzelunternehmen. Eine Unterstellung von Gesetzes 

wegen unter das Unfallobligatorium bei der Suva im Sinn von Art. 66 Abs. 1 UVG 

aufgrund seiner früheren Stellung als Betriebsinhaber fällt somit ausser Betracht. Seine 

heutige Tätigkeit beschränkt sich auf die Vergabe von Erneuerungsarbeiten für die 

Liegenschaften seines Sohnes. Selbst wenn dieser Tätigkeit eine Arbeitgeberstellung 

zugestanden würde, erfüllte A.___ dadurch nicht die Voraussetzungen für die 

Unterstellung als Betrieb unter das Unfallobligatorium bei der Suva gemäss Art. 66 

Abs. 1 und 2 UVG. Bei der Unterstellungsfrage ist bei gegliederten Betrieben nie an 

den Hilfs- bzw. Nebenbetrieb, sondern gemäss Art. 88 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) an den Hauptbetrieb (Abs. 1) oder die 

Betriebseinheit (Abs. 2) anzuknüpfen (BGE 113 V 337 E. 8a und b). Bei der Annahme 

eines Betriebs im Sinn des Gesetzes würde die Haupttätigkeit im vorliegend zu 

beurteilenden Fall in der Liegenschaftsverwaltung liegen. Da nicht die von P.___ 

konkret ausgeführte Tätigkeit, sondern die Haupttätigkeit des Betriebs, massgebend 

ist, würde selbst bei der Annahme eines Arbeitsverhältnisses keine Unterstellung unter 

das Unfallobligatorium bei der Suva begründet. Somit ist die Zuständigkeit der 

Ersatzkasse UVG für die Beurteilung der vorliegenden Streitsache grundsätzlich zu 

bejahen. Zu prüfen bleibt, ob P.___ im Unfallzeitpunkt als Arbeitnehmerin von A.___ zu 

betrachten ist, dadurch bei der Ersatzkasse UVG angeschlossen war und 

entsprechend auch ein Anspruch auf Versicherungsleistungen besteht.   

4.        

4.1    Als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gelten Personen, die in unselbständiger 

Stellung Arbeit leisten und dafür massgebenden Lohn nach dem jeweiligen 

Einzelgesetz beziehen (Art. 10 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts; ATSG, SR 830.1). In der Unfallversicherung sind die in der 

Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer, einschliesslich der Heimarbeiter, Lehrlinge, 

Praktikanten, Volontäre sowie der in Lehr- oder Invalidenwerkstätten tätigen Personen 

obligatorisch versichert (Art. 1a Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 1 UVV gilt als Arbeitnehmer 

nach Artikel 1a Absatz 1 des Gesetzes, wer eine unselbstständige Erwerbstätigkeit im 

Sinn der Bundesgesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) 

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ausübt. In Art. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(AHVG, SR 831.10) werden der Beitragssatz und das Beitragsobjekt («massgebender 

Lohn») der Unselbständigerwerbenden umschrieben. Gleichzeitig erfolgt die 

Abgrenzung zum Erwerbseinkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Hanspeter 

Käser, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatorischen AHV, 2. Auflage, 1996, 

Rz. 4.1).

4.2    Der Begriff des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin ist auch nach 

Inkrafttreten des ATSG ein sozialversicherungsrechtlich selbständiger Begriff und ist 

nicht identisch mit dem Arbeitnehmerbegriff im Arbeitsvertragsrecht (Art. 319 OR ff.) 

oder im Arbeitsgesetz (Art. 1 ArG; vgl. auch Art. 1 der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetzt 

[ArGV 1]). Wohl ist jede Person, die einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hat, auch im 

Sinn des Sozialversicherungsrechts Arbeitnehmerin, der sozialversicherungsrechtliche 

Begriff geht jedoch weit über den zivilrechtlichen Begriff hinaus (Thomas Locher, 

Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Auflage, 2003, S. 170 f.; vgl. Ueli Kieser, 

ATSG-Kommentar, 2. Auflage, 2009, Art. 10 Rz. 5).

4.3    Der Begriff der unselbständigen Stellung wird weder im ATSG noch im 

Einzelgesetz näher umschrieben. Es handelt sich um einen unbestimmten 

Gesetzesbegriff, dessen Tatbestandsmerkmale durch Auslegung zu bestimmen sind. 

Weil der Art. 10 ATSG die bisherige Regelung des AHV-Rechts sinngemäss 

übernommen hat, ist auch die dazugehörige Rechtsprechung weiterhin beachtlich. 

Danach (BGE 123 V 162f. E. 1, 122 V 171 E. 3a) beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall 

eine Erwerbstätigkeit in selbständiger oder unselbständiger Stellung ausgeübt wird, 

nicht aufgrund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. 

Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen 

Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die 

sozialversicherungsrechtliche Qualifikation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu 

sein. Als unselbständig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem 

Arbeitgeber in betriebswirtschaftlicher bzw. arbeitsorganisatorischer Hinsicht abhängig 

ist und kein Unternehmensrisiko trägt. Aufgrund der Vielfalt der im wirtschaftlichen 

Leben anzutreffenden Sachverhalte, ist bei der Beurteilung im Einzelfall jedoch eine 

Würdigung der gesamten Umstände angezeigt (Thomas Locher, a.a.O., S. 170).

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4.4    Ein konkreter Arbeitsvertrag ist den vorliegenden Unterlagen nicht zu entnehmen. 

In der Vereinbarung vom 7. Juni 2004 wurde lediglich festgehalten, dass P.___ ab 15. 

Juni 2004 diverse Malerarbeiten an der X.___strasse 13 und 15 sowie an der 

C.___strasse ausführe. Der Stundenlohn betrage Fr. 25.-- und das Material werde von 

A.___ zur Verfügung gestellt. Eine Zahlung für die bisher geleistete Arbeit ist bis zum 

Zeitpunkt des Einspracheentscheids nicht erfolgt. Obwohl der vereinbarte Stundenlohn 

auf ein Arbeitsverhältnis hindeutet, gilt es zu berücksichtigen, dass A.___ der 

Beschwerdeführerin die Malerarbeiten offenbar angeboten hat, da sie mit den 

Mietzinszahlungen im Rückstand gewesen war. Es ist daher davon auszugehen, dass 

es nicht primär das Interesse der beiden Parteien war ein Arbeitsverhältnis einzugehen, 

sondern eine Lösung zu suchen, wie sie die Mietrückstände begleichen kann. Dafür 

spricht auch der Umstand, dass die Beschwerdeführerin keine gelernte Malerin ist. Es 

ist anzunehmen, dass A.___ die Beschwerdeführerin nicht mit den Malerarbeiten 

beauftragt hätte, wenn sie mit den Mietzinszahlungen nicht im Rückstand gewesen 

wäre. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen und unter Berücksichtigung der gesamten 

Umstände ist zusammenfassend nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass zwischen den Parteien ein Arbeitsverhältnis eingegangen werden 

wollte, welches auch eine Unterstellung unter die obligatorische Unfallversicherung zur 

Folge hätte. Allerdings braucht die Frage der Arbeitnehmereigenschaft nicht 

abschliessend beantwortet zu werden, da die folgenden Erwägungen zeigen werden, 

dass selbst bei Annahme eines Arbeitsverhältnisses, der Unfall nicht durch die 

Ersatzkasse UVG gedeckt wäre.

5.        

5.1    Würde von einem Arbeitsverhältnis zwischen A.___ und der Beschwerdeführerin 

ausgegangen, müsste mangels anderer vertraglicher Regelung auf die Vereinbarung 

vom 7. Juni 2004 abgestellt werden. Diese hält ausdrücklich einen Arbeitsbeginn am 

15. Juni 2004 und somit nach dem Unfallereignis vom 10. Juni 2004 fest, weshalb zu 

diesem Zeitpunkt ohnehin noch keine Unterstellung unter die obligatorische 

Unfallversicherung bestanden hätte.

5.2    Auch die von der Beschwerdeführerin vom 7. bis 9. Juni 2004 ausgeführten 

Arbeiten begründen keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen für den Unfall vom 

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10. Juni 2004. Gemäss Angaben der Beschwerdeführerin hat es sich bei diesen 

Arbeiten um eine Art Probearbeit gehandelt, um festzustellen, ob sie die Malerarbeiten 

auch ausführen könne. Selbst wenn man hiefür über eine Analogie zu Art. 1a UVV, 

wonach Personen, die zur Abklärung der Berufswahl bei einem Arbeitgeber tätig sind, 

auch obligatorisch versichert sind, herstellen würde, wäre die Beschwerdeführerin zwar 

für die Arbeiten vom 7. bis 9. Juni 2004 dem unfallversicherungsrechtlichen 

Obligatorium unterstellt gewesen. Da sich allerdings der Unfall am 10. Juni 2004 

ereignet hat und sich aus der Sonderbestimmung von Art. 1a UVV keine Nachdeckung 

ableiten lässt, war die Beschwerdeführerin daher ungeachtet der Vorbereitungsarbeiten 

vom 7. bis 9. Juni 2004 im Unfallzeitpunkt dennoch nicht bei der Beschwerdegegnerin 

versichert.

6.        

6.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. März 2008 abzuweisen.

6.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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