# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8d1fd73c-b4e7-5a70-b6f6-061f1400bb2e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-02-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.02.2010 E-1080/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-1080-2010_2010-02-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-1080/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  F e b r u a r  2 0 1 0

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Martin Zoller;
Gerichtsschreiber Christoph Berger.

A._______, geboren _______,
Irak,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 17. Februar 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-1080/2010

Das Bundesverwaltungsgericht, in Anwendung

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]),

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999 
(AsylV 1, SR 142.311),

des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und  Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2),

stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
im April  oder  Mai  2009  auf  dem Landweg verliess  und  nach  einem 
Aufenthalt in der Türkei am 15. Juni 2009 in die Schweiz gelangte,

dass er am 16. Juni 2009 im Rahmen eines Verfahrens wegen Wider-
handlung gegen das Ausländergesetz befragt wurde,

dass er während des Aufenthaltes in Ausschaffungshaft schrifltlich um 
Asyl  in  der Schweiz nachsuchte, das Asylgesuch im Empfangs- und 

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Verfahrenszentrum  (EVZ)  Basel  am  4.  September  2009  registriert 
wurde und er hiezu am 9. September 2009 im EVZ Basel sowie am 
25. September 2009 in einer direkten Anhörung befragt wurde,

dass er anlässlich der Anhörungen  im Wesentlichen geltend machte, 
nach  dem  Tod  seines  Vaters  im  Jahre  1989  habe  sein  Onkel  be-
absichtigt,  seine Mutter  zu heiraten, die jedoch dieses Ansinnen ab-
gewiesen habe,

dass  der  zurückgewiesene Onkel  den  Beschwerdeführer  beschuldigt 
habe,  Leute  der  KDP beschimpft  zu  haben,  weshalb  er  im  Februar 
2005 festgenommen worden sei und sechs Monate in Haft verbracht 
habe,

dass er im August 2005 auf Kaution freigelassen worden sei, 

dass  er  aufgrund  des  gegen  ihn  angestrengten  Gerichtsverfahrens 
darauf zu seiner Grossmutter nach Bagdad gezogen sei,

dass  ihm  aus  Angst  vor  Terroristen  seine  Grosseltern  empfohlen 
hätten, das Heimatland zu verlassen,

dass das BFM mit Verfügung vom 17. Februar 2010 in Anwendung von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eintrat und die 
Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Bundesamt zur Begründung anführte, der Beschwerdeführer 
habe  trotz  entsprechender  Aufforderung  innerhalb  von  48  Stunden 
nach  Einreichung  des  Asylgesuchs  keine  rechtsgenüglichen  Reise- 
oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 Bst. b und c AsylV 1 abge-
geben und zum Fehlen solcher Papiere keine entschuldbaren Gründe 
glaubhaft machen können,

dass er auch weder die Voraussetzungen von Art. 3 oder Art. 7 AsylG 
erfülle  noch  weiterer  Abklärungsbedarf  zur  Feststellung  der  Flücht-
lingseigenschaft oder zum Wegweisungsvollzug erkennbar sei,

dass deshalb gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf  das Asyl-
gesuch nicht einzutreten sei,

dass  der  Wegweisungsvollzug  in  das  Heimatland  des  Beschwerde-
führers durchführbar (zulässig, zumutbar und möglich) sei,

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dass der Beschwerdeführer am 22. Februar 2010 beim Bundesverwal-
tungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung vom 17. Februar 2010 
einreichte und beantragt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und sein Asylgesuch sei gutzuheissen, 

dass  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung ersucht wird,

dass  der  Beschwerdeführer  seiner  Rechtsmitteleingabe  Kopien  von 
durch ihn nicht näher bezeichneten Dokumenten beilegt,

dass die vorinstanzlichen Akten am 24. Februar  2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 33 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teil-
genommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungs-
weise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert  ist, so  dass  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Be-
schwerde,  unter  Vorbehalt  nachfolgend  aufgezeigter  Einschränkung, 
einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  2  AsylG  sowie  Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG sowie Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  -  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen materiellen 

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Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Entscheidun-
gen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.),

dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen beziehungsweise 
Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  abschliessend  materiell  zu 
entscheiden ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung 
möglich ist,  wobei das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft  Vor-
aussetzung  zu  einem  Nichteintretensentscheid  nach  dieser  Bestim-
mung  bildet  (vgl.  Entscheide  des  Schweizerischen  Bundesverwal-
tungsgerichts BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5),

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines 
formellen  Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - 
allerdings nur  hinsichtlich  der  Überprüfung  deren  offensichtlichen 
Fehlens - Prozessgegenstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1),

dass  jedoch  die  Gewährung  von  Asyl  nicht  Gegenstand  des  vor-
liegenden Verfahrens bildet, weshalb auf den entsprechenden Antrag 
nicht einzutreten ist,

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs nach dem 
Nichteintreten auf  ein Asylgesuch materiell  prüft,  weshalb  dem Bun-
desverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters oder einer 
zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich 
vorliegend, wie nachfolgend  aufgezeigt, um eine solche handelt, wes-
halb  der  Beschwerdeentscheid nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende 
Person den Behörden nicht  innert  48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgibt, ausser sie könne glaub-
haft  machen, sie  sei  dazu aus entschuldbaren Gründen nicht  in  der 
Lage, oder auf  Grund der Anhörung sowie gestützt auf  Art. 3 und 7 

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AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder sich auf Grund 
der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Feststellung 
der Flüchtlingseigenschaft oder  eines Wegweisungsvollzugshindernis-
ses nötig sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung  ermöglichen"  sollen  (E.  6)  und  unter  Vorbehalt  des  Vor-
liegens  entschuldbarer  Gründe  ein  Nichteintretensentscheid  selbst 
dann  zu  erfolgen  hätte,  wenn  trotz  fehlender  Ausweispapiere  keine 
Zweifel  über  die  Identität  des  oder  der  Asylsuchenden  bestehen 
(E. 5.3. a.E.),

dass das BFM im Resultat zu Recht zum Schluss gelangt ist, der Be-
schwerdeführer  mache  keine  entschuldbaren  Gründe  für  das  ver-
säumte Einreichen von Identitätspapieren geltend,

dass  zwar  die  vom  Beschwerdeführer  beschriebenen  Reisemodali-
täten, wonach er ohne Ausweispapiere mit  Hilfe von Schleppern von 
seinem Heimatland auf dem Land- und Seeweg in die Schweiz gelangt 
sei, grundsätzlich nicht unmöglich erscheinen,

dass der Beschwerdeführer zwar auch keine zwingenden Gründe vor-
bringt, wonach er seine Identitätspapiere, die zuhause bereit gelegen 
hätten,  hätte  zurücklassen müssen beziehungsweise nicht  hätte mit-
nehmen können, wenn er bloss vorgibt, der Schlepper habe ihm ver-
sagt,  diese  mitzuführen,  und  dieser  Umstand  allein  die  Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG noch nicht rechtfertigen würde,

dass  der  Beschwerdeführer  jedoch  verpflichtet  gewesen  wäre,  sich 
umgehend und ernsthaft  darum zu bemühen, seine Identitätspapiere 
innert  angemessener  Frist  zu  beschaffen,  ansonsten  darauf  zu 
schliessen ist, er habe diese in der Absicht zurückgelassen, eine all-
fällige  Rückführung  aus  der  Schweiz  zu  erschweren  und  damit  den 
Aufenthalt in der Schweiz unrechtmässig zu verlängern (vgl. Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  vom 3. Februar  2010 in  Sachen D-6069/ 
2008),

dass  der  Beschwerdeführer  am  4.  September  2009  im  EVZ  Basel 
schriftlich aufgefordert  wurde, den schweizerischen Behörden rechts-
gültige  Reise-  oder  Identitätspapiere  einzureichen,  und  der  Be-

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schwerdeführer  das  entsprechende  Merkblatt  und  somit  die  ent-
sprechende Verpflichtung unterschrieben hat,

dass  er  anlässlich  der  Anhörung  im  EVZ  Basel  vom  9.  September 
2009 nochmals ausdrücklich auf die Verpflichtung der Einreichung von 
rechtsgültigen Ausweispapieren aufmerksam gemacht wurde, wobei er 
einräumte, er habe bisher noch nichts unternommen, werde sich aber 
Mühe geben (A1/10 S. 5),

dass er anlässlich der direkten Anhörung vom 25. September 2009 in 
Aussicht stellte, er werde in zirka vier bis fünf Tagen Dokumente und 
Ausweispapiere erhalten und diese dem BFM abgeben (A12/17 F4),

dass  der  Beschwerdeführer  mit seiner  Rechtsmitteleingabe  vom 
22.  Februar  2010  Kopien  von  Ausweispapieren  und  anderen 
Dokumenten einreicht und vorbringt, er habe die Originale im Oktober 
2009 an das BFM geschickt,

dass sich in den vorinstanzlichen Akten jedoch weder im Original noch 
in Kopie entsprechende Dokumente befinden,

dass  den  auf  Beschwerdeebene  eingereichten  Kopien  aufgrund  der 
leichten Manipulierbarkeit kein Beweiswert zugerechnet werden kann,

dass  aufgrund  dieser  Situation  die  Identität  des  Beschwerdeführers 
nach wie vor nicht feststeht,

dass  im Weiteren  -  obwohl  die  spezifischen  Mitwirkungspflichten  im 
Asylverfahren als solche erst im Zeitpunkt der Einreichung des Asyl-
gesuches und nach entsprechenden Hinweisen erwachsen - im Sinne 
eines  Gesamtbildes  dennoch  anzumerken  bleibt,  dass  der  Be-
schwerdeführer  anlässlich  der  Einvernahme  wegen  Widerhandlung 
gegen  das  Ausländergesetz  vom  16.  Juni  2009  auf  die  fehlenden 
Ausweispapiere  angesprochen  wurde  und  der  Beschwerdeführer  er-
widerte,  "Ich weiss. Sie haben hier  Gesetze. ... Meine Mutter  lebt  in 
Bagdad, aber ich weiss nicht genau wo. Was soll ich noch. Ich will hier 
bleiben.",

dass sich der Beschwerdeführer demnach - wenn auch hier nicht im 
spezifischen  Zusammenhang  mit  der  Anwendung  des  Tatbestandes 
nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG - der Verpflichtung, Ausweispapiere 
zu beschaffen, bewusst gewesen sein muss,

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dass aus der gesamten vorliegenden Aktenlage zu schliessen ist, der 
Beschwerdeführer  habe  mit  der  Absicht  gehandelt,  eine  allfällige 
Rückführung aus der Schweiz zu erschweren und damit den Aufenthalt 
in der Schweiz unrechtmässig zu verlängern,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe für  das versäumte Ein-
reichen von rechtsgültigen Identitätspapieren vorliegen,

dass weiter - unter Beachtung der in BVGE 2007/8 aufgestellten Richt-
linien (E. 5.6) - zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und der Ak-
ten)  weitere  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  von  Wegweisungsvollzugshindernissen nötig  sind  oder  gar  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  ist  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  und  c 
AsylG), oder ob bereits aufgrund einer summarischen Prüfung festge-
stellt  werden kann,  dass  die  asylsuchende Person die  Flüchtlingsei-
genschaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung  der  Anhörungsprotokolle  und  angesichts  des  dürftigen  Be-
schwerdeinhalts in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnisse zum 
Schluss gelangt, dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdefüh-
rers offensichtlich nicht  besteht  und ohne besonderen Begründungs-
aufwand ausgeschlossen werden kann (vgl. a.a.O., E. 5.6.6.), zumal er 
in Bezug auf  seine angeblichen Erlebnisse in zentralen Aspekten wi-
dersprüchliche und im Weiteren weitgehend substanzlose und lebens-
fremde Angaben gemacht hat und seine Schilderungen kaum Glaub-
haftigkeits- und Realitätsmerkmale beinhalten, 

dass auf die überzeugende vorinstanzliche Argumentation in der an-
gefochtenen Verfügung abgestellt werden darf, 

dass  somit  den  wirklichen  Ausreisegründen  des  Beschwerdeführers 
nicht aktenkundige Ursachen zu Grunde liegen dürften,

dass seine Vorbringen bezüglich der Verfolgungs- und Fluchtgründe of-
fensichtlich die Voraussetzungen zur Anerkennung als Flüchtling nicht 
erfüllen und auch keine weiteren Abklärungen notwendig erscheinen,

dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,  zumal,  wie 
sich im Folgenden zeigt, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung von Wegweisungsvollzugshindernissen notwendig sind,

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dass  daran  die  mit  der  Rechtsmitteleingabe  eingereichten  blossen 
Kopien von Dokumenten, denen kein Beweiswert zukommt, nichts zu 
ändern vermögen,

dass das BFM mithin  zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend  der  Kanton  keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  und  der  Be-
schwerde-führer  keinen  Anspruch  auf  Erteilung  einer  solchen  hat, 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 
den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein 
Land  gezwungen  werden  darf,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 
in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 3 EMRK 
oder Art. 3 FoK ersichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

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dass weder die allgemeine Lage im Heimatstaat des Beschwerdefüh-
rers noch individuelle Gründe auf eine konkrete Gefährdung im Falle 
einer  Rückkehr schliessen lassen,  weshalb  der  Vollzug der  Wegwei-
sung vorliegend zumutbar ist,

dass auf die auch diesbezüglich zutreffenden Erwägungen in der an-
gefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung 
gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ersucht, 

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

dass sich die Beschwerdebegehren - wie vorstehend aufgezeigt - als 
aussichtslos erwiesen haben, weshalb schon deshalb, das heisst ohne 
Prüfung der angeblichen und nicht belegten Bedürftigkeit, das Gesuch 
um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen und die 
Kosten von Fr. 600.− (Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 
VGKE) dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des vorliegenden 
Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonale Ausländerbehörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand: 

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