# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 41696bb7-f92d-5f59-a7ab-e95e4a2240e5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-12-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.12.2021 C-4321/2021
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-4321-2021_2021-12-15.pdf

## Full Text

7  B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-4321/2021 

 

 
 

  A b s c h r e i b u n g s e n t s c h e i d   

v o m  1 5 .  D e z e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiberin Rahel Schöb. 
 

 
 

Parteien 
 1. A._______ AG,  

2. B._______ AG,  

3. C._______ AG,  

4. D._______ AG,  

alle vertreten durch A._______ AG,  

Beschwerdeführende,  

 
 

 
gegen 

 
 

E._______  

vertreten durch Prof. Dr. iur. Urs Saxer, Rechtsanwalt, und 

Patrizia Gratwohl, Rechtsanwältin,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Amt F._______ des Kantons G._______,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Akteneinsicht im Verfahren  

betreffend Festsetzung eines TARMED-Taxpunktwertes  

ab 1. Januar 2019; Rechtsverweigerung. 

 

 

 

C-4321/2021 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass sich die A._______ AG, die B._______ AG, die C._______ AG und 

die D._______ AG (nachfolgend: Versicherer oder Beschwerdeführerin-

nen) mit den kantonalen Ärzteverbänden, vertreten durch die E._______ 

([…]; nachfolgend auch: Beschwerdegegnerin), gegenwärtig in einem Ta-

riffestsetzungsverfahren des Kantons G._______ für einen TARMED-Tax-

punktwert ab dem Jahr 2019 befinden,  

dass die Versicherer (letztmals) mit Schreiben vom 19. Juli 2021 das Amt 

F._______ des Kantons G._______ (nachfolgend: Vorinstanz) um Zustel-

lung einer anfechtbaren Zwischenverfügung betreffend die Modalitäten der 

Akteneinsicht ersuchten (Akten im Beschwerdeverfahren [nachfolgend: 

BVGer act.] 1, Beilage 4),  

dass die Vorinstanz den Versicherern mit Schreiben vom 2. September 

2021 mitteilte, dass sie vom Erlass einer anfechtbaren Zwischenverfügung 

absehen würde, da sie der Auffassung sei, dass das rechtliche Gehör mit 

dem gewählten Vorgehen rechtsgenüglich gewahrt werde und sich für die 

Versicherer daraus kein nicht wiedergutzumachender Nachteil ergebe 

(BVGer act. 1, Beilage 3),  

dass die Vorinstanz den Versicherern mit Beilage «Rahmenbedingungen 

für die Akteneinsicht vor Ort» zum Schreiben vom 2. September 2021 mit-

teilte, dass die Akteneinsicht im September und Oktober 2021 im Departe-

ment F._______ des Kantons M._______ stattfinden werde (BVGer act. 1, 

Beilage 3),  

dass die Beschwerdeführerinnen 1-4, alle vertreten durch die 

A._______ AG, mit Eingabe vom 29. September 2021 Rechtsverweige-

rungsbeschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben und folgende 

Rechtsbegehren stellten (BVGer act. 1):  

1. Der Beschwerdeführerin sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die 

Dauer des vorliegenden Verfahrens die Frist zur Akteneinsicht gestützt auf 

die Beilage des Schreibens vom 10.09.2021 «Rahmenbedingungen für die 

Akteneinsicht vor Ort» bis zum Entscheid in vorliegender Sache einstweilen 

abzunehmen. 

  

C-4321/2021 

Seite 3 

2.  

2.1 Es sei festzustellen, dass sich das Amt F._______ des Kantons G._______ 

weigert, eine anfechtbare Zwischenverfügung zu erlassen. 

2.2 Das Amt F._______ des Kantons G._______ sei anzuweisen, über die Mo-

dalitäten der Akteneinsicht in einer anfechtbaren Zwischenverfügung zu ent-

scheiden. 

3. Die gleichzeitig eingereichten Beschwerden betreffend des identischen An-

fechtungsgegenstands in den Kantonen H._______, I._______, J._______, 

G._______, M._______, K._______ und L._______ seien zu vereinigen. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen gemäss Gesetz. 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 6. Okto-

ber 2021 (BVGer act. 2) den Eingang der Beschwerde vom 29. September 

2021 bestätigte, die Beschwerdegegnerin und die Vorinstanz ersuchte, zu 

den in der Beschwerdeschrift gestellten Gesuchen um vorsorgliche Mass-

nahmen (Rechtsbegehren Ziff. 1) sowie um Verfahrensvereinigung 

(Rechtsbegehren Ziff. 3) bis zum 18. Oktober 2021 unter Beilage der ge-

samten Akten Stellung zu nehmen (Dispositiv Ziffer 2) sowie die 

Beschwerdeführerinnen aufforderte, einen Kostenvorschuss von 

Fr. 3'000.– in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten 

(Dispositiv Ziffer 3), ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten werde 

(Dispositiv Ziffer 4),  

dass das Fristerstreckungsgesuch der Vorinstanz vom 11. Oktober 2021 

(Datum Poststempel; [BVGer act. 6]) mit Verfügung vom 12. Oktober 2021 

teilweise gutgeheissen und die Frist zur Einreichung der Stellungnahme 

der Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz nicht wie beantragt bis zum 

28. Oktober 2021, sondern bis zum 22. Oktober 2021 erstreckt wurde 

(BVGer act.  7),  

dass der eingeforderte Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– innert Frist zu-

gunsten der Gerichtskasse geleistet wurde (BVGer act. 10),  

dass die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 19. Oktober 2021 bean-

tragte, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten; eventualiter sei der 

Antrag der Beschwerdeführerinnen auf Abnahme der Frist zur Aktenein-

sicht abzuweisen; der Antrag der Beschwerdeführerinnen auf Vereinigung 

der Verfahren zwischen den Parteien betreffend des identischen Anfech-

tungsgegenstands in den Kantonen H._______, I._______, J._______, 

C-4321/2021 

Seite 4 

G._______, M._______, K._______ und L._______ sei gutzuheissen 

(BVGer act. 11),  

dass die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 22. Oktober 2021 (Datum 

Poststempel; eingegangen am 26. Oktober 2021) die vorinstanzlichen Ak-

ten einreichte und ausführte, sie sei bereit, die mit Schreiben vom 2. Sep-

tember 2021 auf den Zeitraum September und Oktober 2021 angesetzte 

Akteneinsicht bis zum Entscheid über die vorliegende Rechtsverweige-

rungsbeschwerde aufzuschieben und erst nach Rechtskraft des Ent-

scheids neu anzusetzen; dass im Weiteren keine Einwände gegen die Ver-

einigung der Beschwerdeverfahren bestehen würden (BVGer act. 12),  

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Zwischenverfügung vom 28. Ok-

tober 2021 das Gesuch der Beschwerdeführerinnen vom 29. September 

2021 um Erlass vorsorglicher Massnahmen (Abnahme der Frist zur Akten-

einsicht) infolge Gegenstandslosigkeit abschrieb (Dispositiv Ziffer 1) sowie 

den Antrag auf Vereinigung des Beschwerdeverfahrens C-4321/2021 mit 

den Beschwerdeverfahren C-4333/2021, C-4330/2021, C-4338/2021, 

C-4340/2021, C-4342/2021 und C-4362/2021 abwies (Dispositiv Ziffer 2; 

[BVGer act. 13]),  

dass die Vorinstanz mit Vernehmlassung vom 25. November 2021 (Datum 

Poststempel) beantragte, auf die Rechtsverweigerungsbeschwerde sei 

nicht einzutreten; eventualiter sei die Rechtsverweigerungsbeschwerde 

abzuweisen (BVGer act. 14),  

dass die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 29. November 2021 

ebenfalls beantragte, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten; eventuali-

ter sei der Antrag 2 der Beschwerdeführerin vollumfänglich abzuweisen 

(BVGer act. 15),  

dass der Schriftenwechsel mit Instruktionsverfügung vom 10. Dezember 

2021 unter Hinweis auf Art. 53 Abs. 2 KVG – vorbehältlich weiterer Instruk-

tionsmassnahmen – abgeschlossen wurde (BVGer act. 16),  

dass die Beschwerdeführerinnen mit schriftlicher Erklärung vom 13. De-

zember 2021 die Beschwerde vom 29. September 2021 vorbehaltlos zu-

rückgezogen und zur Begründung auf das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts C-995/2021 vom 29. November 2021 verwiesen haben, welches 

ebenfalls die Akteneinsicht im Rahmen der Festsetzung eines TARMED-

Taxpunktwertes zum Gegenstand hatte (BVGer act. 17), 

C-4321/2021 

Seite 5 

dass das Beschwerdeverfahren daher im einzelrichterlichen Verfahren als 

durch Rückzug gegenstandslos geworden abzuschreiben ist (Art. 23 

Abs. 1 Bst. a VGG), 

dass die Verfahrenskosten in der Regel jener Partei auferlegt werden, 

deren Verhalten die Gegenstandslosigkeit bewirkt hat (Art. 5 Satz 1 des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 

dass die bisher aufgelaufenen Verfahrenskosten von Fr. 500.– den 

Beschwerdeführerinnen aufzuerlegen sind, 

dass dieser Betrag dem geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen und 

der Restbetrag von Fr. 2'500.– den Beschwerdeführerinnen zurückzuer-

statten ist, 

dass gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG die obsiegende Partei Anspruch auf 

eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen und ver-

hältnismässig hohen Kosten (vgl. auch Art. 7 ff. VGKE) hat,  

dass die Entschädigung der Körperschaft oder autonomen Anstalt aufer-

legt wird, in deren Namen die Vorinstanz verfügt hat, soweit sie nicht einer 

unterliegenden Gegenpartei auferlegt werden kann (Art. 64 Abs. 2 VwVG),  

dass der beim vorliegenden Verfahrensausgang als obsiegend zu betrach-

tenden, anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin daher zu Lasten der 

Beschwerdeführerinnen eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, 

dass die Entschädigung aufgrund der Akten festzusetzen ist, da vorliegend 

keine Kostennote eingereicht wurde (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE) und 

dass unter Berücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und 

aktenkundigen Aufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwie-

rigkeit des vorliegend zu beurteilenden Verfahrens eine Parteientschädi-

gung von pauschal Fr. 1'000.– gerechtfertigt ist,  

dass Bundesbehörden und, in der Regel, andere Behörden, die als Par-

teien auftreten (Art. 7 Abs. 3 VGKE) keinen Anspruch auf Parteientschädi-

gung haben und demzufolge der obsiegenden Vorinstanz keine Parteient-

schädigung zuzusprechen ist,  

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Seite 6 

dass die Beschwerde an das Bundesgericht gegen Entscheide auf dem 

Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht ge-

stützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen 

hat, unzulässig und der vorliegende Entscheid daher endgültig ist (Art. 83 

Bst. r BGG), 

dass für das Dispositiv auf die nächste Seite zu verweisen ist. 

  

C-4321/2021 

Seite 7 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als ge-

genstandslos geworden abgeschrieben. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden den Beschwerdeführerinnen 

auferlegt. Dieser Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss entnom-

men und der Restbetrag von Fr. 2'500.– wird zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdegegnerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.– zu 

Lasten der Beschwerdeführerinnen zugesprochen. 

4.   

Dieser Entscheid geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular 

Zahladresse) 

– die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel des 

Beschwerderückzugs vom 13.12.2021) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel des Be-

schwerderückzugs vom 13.12.2021) 

– das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Viktoria Helfenstein Rahel Schöb 

 

 

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