# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 959829af-f934-5cdc-9236-48945ca59af3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 25.02.2014 VO140027
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VO140027_2014-02-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Präsident   
 
 

Geschäfts-Nr.: VO140027-O/U 

 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. R. Naef sowie  

 die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Gürber 

 

Urteil vom 25. Februar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsteller 

 

vertreten durch Inhaberin der elterlichen Sorge B._____,  

vertreten durch Beiständin lic. iur. X._____, Amt für Jugend und Berufsberatung 

 

 

 

betreffend Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Ausgangslage 

1.1. Mit Eingabe vom 20. Februar 2014 liess A._____ (nachfolgend: 

Gesuchsteller) durch seine Beiständin Rechtsanwältin lic. iur. X._____ beim 

Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich um Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtspflege für ein beim Friedensrichteramt C._____ anhängig 

gemachtes Schlichtungsverfahren ersuchen. Das Schlichtungsverfahren betrifft 

eine Unterhaltsklage gegen D._____ (act. 1 und act. 3/1). Die 

Schlichtungsverhandlung ist angesetzt auf Donnerstag, 6. März 2014 (act. 3/7). 

1.2. Im Schlichtungsverfahren werden gemäss Art. 113 Abs. 1 ZPO keine 

Parteientschädigungen gesprochen, weshalb auch eine Sicherheit für die 

Parteientschädigung i.S.v. Art. 99 ZPO nicht zur Frage steht. Die Gegenpartei ist 

daher gemäss Art. 119 Abs. 3 ZPO e contrario nicht zwingend anzuhören. 

2. Beurteilung des Gesuchs 

2.1. Für die Beurteilung von Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege vor 

Einreichung der Klage bei Gericht ist gemäss § 128 GOG der 

Obergerichtspräsident im summarischen Verfahren (Art. 119 Abs. 3 ZPO) 

zuständig. Die unentgeltliche Rechtspflege ist gemäss Art. 119 Abs. 5 ZPO vor 

jeder Instanz neu zu beantragen, weshalb der Obergerichtspräsident diese bei 

Vorliegen der Anspruchsvoraussetzungen nur bis zum Abschluss des 

Schlichtungsverfahrens bewilligen kann. 

2.2. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie 

einerseits nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. "Mittellosigkeit" oder 

"Bedürftigkeit") und andererseits ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint 

(Art. 117 ZPO).  

2.3. Die Mittellosigkeit wird gemeinhin dann bejaht, wenn der Aufwand des 

notwendigen Lebensunterhalts (sog. "zivilprozessualer Notbedarf") das massgeb-

liche Einkommen übersteigt bzw. aus der Differenz nur ein kleiner Überschuss 

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resultiert, welcher es dem Gesuchsteller nicht erlauben würde, die Prozesskosten 

innert nützlicher Frist zu bezahlen. Nebst dem Einkommen ist auch das 

Vermögen zur Bestreitung des Prozessaufwands einzusetzen. Zu berücksichtigen 

ist vorhandenes Vermögen jeglicher Art, soweit es effektiv verfügbar, realisierbar 

und sein Verbrauch zumutbar ist (Emmel, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/ Leuen-

berger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, 

Zürich/ Basel/Genf 2013, N 7 zu Art. 117 ZPO). Als Lebensaufwandkosten sind 

grundsätzlich zu berücksichtigen der Grundbetrag, rechtlich geschuldete 

Unterhaltsbeiträge, Wohnkosten, obligatorische Versicherungen, Transportkosten 

zum Arbeitsplatz, Steuern sowie Verpflichtungen gegenüber Dritten, wenn sie 

tatsächlich erfüllt werden (Emmel, a.a.O., N 9 zu Art. 117 ZPO). Massgebend sind 

die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Gesuchstellung (Emmel, a.a.O., 

N 4 zu Art. 117 ZPO). 

2.4. Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit bei Gesuchen um unentgeltliche 

Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren sind sehr strenge Massstäbe 

anzulegen: Die in einem Schlichtungsverfahren entstehenden Kosten sind – 

anders als vor einer Gerichtsinstanz – sehr beschränkt und können deshalb 

bereits bei einem relativ geringen Überschuss des Einkommens und Vermögens 

über den zivilprozessualen Notbedarf bestritten werden.  

2.5. Die gesuchstellende Person hat gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO die zur 

Beurteilung ihres Gesuchs relevanten Einkommens- und Vermögensverhältnisse 

umfassend darzulegen - es trifft sie bei der Abklärung der wirtschaftlichen 

Verhältnisse eine umfassende Mitwirkungspflicht. Kommt sie dieser 

Mitwirkungspflicht nicht oder nur ungenügend nach und kann als Folge davon ihre 

Bedürftigkeit nicht hinreichend beurteilt werden, ist der Anspruch um 

unentgeltliche Rechtspflege zu verweigern (BGE 120 Ia 179). 

2.6. Dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gehen allfällige gesetzliche 

Unterhaltspflichten wie bspw. die Unterhaltspflicht der Eltern für ihre Kinder 

gemäss Art. 276 ff. ZGB vor (vgl. BGE 127 I 202), weshalb vorliegend 

insbesondere zu prüfen ist, ob der Gesuchsteller nicht auf der Grundlage solcher 

Verpflichtungen die nötigen finanziellen Mittel erhältlich machen kann. Konkret 

- 4 - 

sind deshalb die finanziellen Verhältnisse der Mutter des Gesuchstellers in die 

Beurteilung seiner Mittellosigkeit einzubeziehen. 

2.7. Gemäss den glaubhaften Ausführungen im Gesuch handelt es sich beim  

drei Jahre alten Gesuchsteller um ein einkommens- und vermögensloses 

Kleinkind (act. 1 S. 2). Zu den finanziellen Verhältnissen der Kindsmutter wird im 

Gesuch ausgeführt, diese wohne aktuell bei ihren Eltern, sei von Beruf 

Detailhandelsfachfrau und arbeite seit Juli 2011 bei der E._____ GmbH. Dabei 

erziele sie ein Nettoeinkommen von monatlich rund Fr. 3'700.-. Aufgrund einer 

Lohnpfändung stünden ihr jedoch lediglich Fr. 1'973.- pro Monat zur Verfügung. 

Ihr Existenzminimum betrage Fr. 2'455.75 (Grundbetrag F. 1'100.-, Mietanteil 

Fr. 500.-, Krankenkassenprämie KVG Fr. 312.75, Auswärtige Verpflegung 

Fr. 200.-, Fahrtauslage Fr. 173.-, Elternbeitrag Fr. 170.-) bzw. unter 

Hinzurechnung eines pauschalen Zuschlags von 20% auf den Grundbetrag 

Fr. 2'946.90 (act. 1 S. 2). 

Dass die Kindsmutter aufgrund einer Pfändung von ihrem monatlichen Nettolohn 

lediglich einen Betrag von Fr. 1'973.- ausbezahlt erhält, ist durch die 

Pfändungsurkunde vom 5. Dezember 2013 (act. 3/10 S. 4) sowie durch die 

Lohnabrechnungen für die Monate November und Dezember 2013 (act. 3/8 S. 8 

f.) hinreichend belegt. Auf der Auslagenseite sind die Kosten für die 

Krankenkassenprämie KVG von Fr. 312.75, die Kosten für öffentlichen Verkehr 

von Fr. 173.- sowie der Elternbeitrag an die Kosten der Fremdplatzierung des 

Gesuchstellers von Fr. 170.- ausgewiesen (3/11-13). Der geltend gemachte 

Mietanteil von Fr. 500.-, welchen die Kindsmutter ihren Eltern bezahlen muss, 

erscheint sodann als angemessen. Nicht ausgewiesen und deshalb nicht zu 

berücksichtigen sind die geltend gemachten Auslagen von monatlich Fr. 200.- für 

auswärtige Verpflegung. Unter Hinzurechnung des Grundbetrages gemäss 

Kreisschreiben von Fr. 1'100.- ist damit auf Seiten der Kindsmutter von einem 

Bedarf von monatlich Fr. 2'255.75 auszugehen. Die Vermögenslosigkeit der 

Kindsmutter ergibt sich schliesslich aus der Pfändungsurkunde vom 5. Dezember 

2013 (act. 3/10 S. 4). Bei dieser Sachlage kann offen bleiben, ob der Kindsmutter 

ein Zuschlag von 20% auf den Grundbetrag zu gewähren ist, ist doch bereits 

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ohne Hinzurechnung eines Zuschlages die Mittellosigkeit der Kindsmutter 

hinreichend belegt bzw. ausgewiesen. Bei diesen finanziellen Verhältnissen kann 

die Kindsmutter nicht angehalten werden, gestützt auf die familienrechtliche 

Unterhaltspflicht nach Art. 276 ZGB einen Prozesskostenvorschuss zu leisten. 

Das Erfordernis der Mittellosigkeit des Gesuchstellers ist damit gegeben. 

2.8. Für die Beurteilung der fehlenden Aussichtslosigkeit als zweite 

Voraussetzung der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist eine gewisse 

Prozessprognose notwendig, wobei auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung 

abzustellen ist. Als aussichtslos sind dabei nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten 

beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als 

ernsthaft bezeichnet werden können (vgl. z.B. BGE 69 I 160). Zur Vornahme der 

Prüfung ist auf die vorhandenen Akten abzustellen (vgl. auch Rüegg, in: 

Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische 

Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, N 20 zu Art. 117 ZPO). 

2.9. Die rechtshängig gemachte Unterhaltsklage gegen D._____ kann aus 

heutiger Perspektive nicht als aussichtslos bezeichnet werden, da er den 

Gesuchsteller am 20. Oktober 2011 beim Zivilstandsamt … BE als sein Kind 

anerkannt hat (vgl. act. 3/1 S. 4). Folglich kann dem Antrag des Gesuchstellers 

entsprochen werden und ist ihm für das Schlichtungsverfahren vor dem 

Friedensrichteramt C._____ betreffend oberwähnte Unterhaltsklage die 

unentgeltliche Rechtspflege zu erteilen. 

2.10. Einen Antrag um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes stellt 

der Gesuchsteller nicht ausdrücklich. Einem solchen wäre auch nicht 

stattzugeben, da gemäss ständiger kantonaler und bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung die Bestellung eines solchen nicht notwendig erscheint, wenn die 

bedürftige Partei über einen Beistand verfügt, welcher in der Lage ist, die 

Interessen des Vertretenen zu wahren (ZR 83 [1984] S. 271; BGE 110 IA 87). 

Dies ist vorliegend der Fall. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des 

Bezirks Uster hat Rechtsanwältin lic. iur. X._____ mit Entscheid vom 25. April 

2013 zur Beiständin des Gesuchstellers mit dem Auftrag ernannt, für eine 

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angemessene Regelung der Unterhaltspflicht zu sorgen (act. 3/3). Damit ist die 

rechtskundige Vertretung des Gesuchstellers gewährleistet.  

3. Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege 

Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO werden die Kosten der 

unentgeltlichen Rechtspflege vom "Kanton" getragen bzw. wird der unentgeltliche 

Rechtsbeistand vom "Kanton" entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und Art. 122 ZPO). 

Der ständigen Praxis des Obergerichts des Kantons Zürich zur Schweizerischen 

Zivilprozessordnung folgend sowie entsprechend der bisherigen zürcherischen 

Praxis sind die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege für das Verfahren vor der 

Schlichtungsbehörde von der zuständigen Gemeinde zu tragen, vorliegend somit 

von der Gemeinde C._____. Zu beachten ist indes, dass die Kosten des 

Schlichtungsverfahrens gemäss Art. 207 Abs. 2 ZPO bei der Einreichung der 

Klage zur Hauptsache geschlagen werden und das erkennende Gericht somit in 

der Folge über diese zusammen mit den übrigen Prozesskosten gemäss Art. 104 

ff. ZPO zu entscheiden hat. Die Kostenauflage an die Gemeinde C._____ erfolgt 

deshalb unter diesem Vorbehalt.  

4. Kosten und Rechtsmittel 

4.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche 

Rechtspflege kostenlos. 

4.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder 

entzogen, so kann der Gesuchsteller den Entscheid mit Beschwerde gemäss 

Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der 

Obergerichtspräsident über das Gesuch befindet, vermag daran nichts zu ändern. 

Der Obergerichtspräsident fällt in diesem Verfahren einen erstinstanzlichen 

Entscheid i.S.v. Art. 319 lit. b ZPO und fungiert nicht als obere kantonale Instanz 

gegen deren Entscheide lediglich ein Rechtsmittel ans Bundesgericht gegeben 

wäre. 

4.3. Die Gegenpartei in der Hauptsache verfügt im vorliegenden Verfahren nicht 

über Parteistellung. Ihr steht aber gegen den Entscheid betreffend unentgeltliche 

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Rechtspflege die Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, sofern ihr 

ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht. 

Es wird erkannt: 

1. Dem Gesuchsteller wird für das Schlichtungsverfahren vor dem 

Friedensrichteramt C._____ betreffend Unterhaltsklage gegen D._____ die 

unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Ein unentgeltlicher Rechtsbeistand 

wird nicht bestellt. 

2. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege des Schlichtungsverfahrens 

trägt unter Vorbehalt von Art. 207 Abs. 2 ZPO die Gemeinde C._____. 

3. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos. 

4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- die Beiständin des Gesuchstellers, Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 
zweifach, für sich und die gesetzliche Vertreterin des Gesuchstellers 

- die Gegenpartei in der Hauptsache, D._____, … [Adresse] 
- das Friedensrichteramt C._____, … [Adresse] 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der 
Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim 

Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, 

eingereicht werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und 

zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis 

beizulegen. 

Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO). 

 

 

- 8 - 

 

Zürich, 25. Februar 2014 

__________________________________ 

OBERGERICHT DES KANTONS ZÜRICH  

Die Gerichtsschreiberin: 
 

 

 

lic. iur. A. Gürber 
 
versandt am: 
 

	Urteil vom 25. Februar 2014
	 Erwägungen:
	1. Ausgangslage
	1.1. Mit Eingabe vom 20. Februar 2014 liess A._____ (nachfolgend: Gesuchsteller) durch seine Beiständin Rechtsanwältin lic. iur. X._____ beim Präsidenten des Obergerichts des Kantons Zürich um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für ein beim Fr...
	1.2. Im Schlichtungsverfahren werden gemäss Art. 113 Abs. 1 ZPO keine Parteientschädigungen gesprochen, weshalb auch eine Sicherheit für die Parteientschädigung i.S.v. Art. 99 ZPO nicht zur Frage steht. Die Gegenpartei ist daher gemäss Art. 119 Abs. 3...

	2. Beurteilung des Gesuchs
	2.1. Für die Beurteilung von Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege vor Einreichung der Klage bei Gericht ist gemäss § 128 GOG der Obergerichtspräsident im summarischen Verfahren (Art. 119 Abs. 3 ZPO) zuständig. Die unentgeltliche Rechtspflege ist ge...
	2.2. Eine Person hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie einerseits nicht über die erforderlichen Mittel verfügt (sog. "Mittellosigkeit" oder "Bedürftigkeit") und andererseits ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZP...
	2.3. Die Mittellosigkeit wird gemeinhin dann bejaht, wenn der Aufwand des notwendigen Lebensunterhalts (sog. "zivilprozessualer Notbedarf") das massgebliche Einkommen übersteigt bzw. aus der Differenz nur ein kleiner Überschuss resultiert, welcher es...
	2.4. Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit bei Gesuchen um unentgeltliche Rechtspflege für das Schlichtungsverfahren sind sehr strenge Massstäbe anzulegen: Die in einem Schlichtungsverfahren entstehenden Kosten sind – anders als vor einer Gerichtsinst...
	2.5. Die gesuchstellende Person hat gemäss Art. 119 Abs. 2 ZPO die zur Beurteilung ihres Gesuchs relevanten Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend darzulegen - es trifft sie bei der Abklärung der wirtschaftlichen Verhältnisse eine umfassende ...
	2.6. Dem Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege gehen allfällige gesetzliche Unterhaltspflichten wie bspw. die Unterhaltspflicht der Eltern für ihre Kinder gemäss Art. 276 ff. ZGB vor (vgl. BGE 127 I 202), weshalb vorliegend insbesondere zu prüfen i...
	2.7. Gemäss den glaubhaften Ausführungen im Gesuch handelt es sich beim  drei Jahre alten Gesuchsteller um ein einkommens- und vermögensloses Kleinkind (act. 1 S. 2). Zu den finanziellen Verhältnissen der Kindsmutter wird im Gesuch ausgeführt, diese w...
	Dass die Kindsmutter aufgrund einer Pfändung von ihrem monatlichen Nettolohn lediglich einen Betrag von Fr. 1'973.- ausbezahlt erhält, ist durch die Pfändungsurkunde vom 5. Dezember 2013 (act. 3/10 S. 4) sowie durch die Lohnabrechnungen für die Monate...
	2.8. Für die Beurteilung der fehlenden Aussichtslosigkeit als zweite Voraussetzung der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist eine gewisse Prozessprognose notwendig, wobei auf den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen ist. Als aussichts...
	2.9. Die rechtshängig gemachte Unterhaltsklage gegen D._____ kann aus heutiger Perspektive nicht als aussichtslos bezeichnet werden, da er den Gesuchsteller am 20. Oktober 2011 beim Zivilstandsamt … BE als sein Kind anerkannt hat (vgl. act. 3/1 S. 4)....
	2.10. Einen Antrag um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes stellt der Gesuchsteller nicht ausdrücklich. Einem solchen wäre auch nicht stattzugeben, da gemäss ständiger kantonaler und bundesgerichtlicher Rechtsprechung die Bestellung eines...

	3. Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege
	Gemäss den einschlägigen Bestimmungen der ZPO werden die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege vom "Kanton" getragen bzw. wird der unentgeltliche Rechtsbeistand vom "Kanton" entschädigt (Art. 113 Abs. 1 und Art. 122 ZPO). Der ständigen Praxis des Ob...

	4. Kosten und Rechtsmittel
	4.1. Gemäss Art. 119 Abs. 6 ZPO ist das Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege kostenlos.
	4.2. Wird die unentgeltliche Rechtspflege ganz oder teilweise abgelehnt oder entzogen, so kann der Gesuchsteller den Entscheid mit Beschwerde gemäss Art. 121 ZPO beim Obergericht anfechten. Dass vorliegend der Obergerichtspräsident über das Gesuch bef...
	4.3. Die Gegenpartei in der Hauptsache verfügt im vorliegenden Verfahren nicht über Parteistellung. Ihr steht aber gegen den Entscheid betreffend unentgeltliche Rechtspflege die Beschwerde gemäss Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO offen, sofern ihr ein nicht...

	Es wird erkannt:
	1. Dem Gesuchsteller wird für das Schlichtungsverfahren vor dem Friedensrichteramt C._____ betreffend Unterhaltsklage gegen D._____ die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Ein unentgeltlicher Rechtsbeistand wird nicht bestellt.
	2. Die Kosten der unentgeltlichen Rechtspflege des Schlichtungsverfahrens trägt unter Vorbehalt von Art. 207 Abs. 2 ZPO die Gemeinde C._____.
	3. Das obergerichtliche Verfahren ist kostenlos.
	4. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:
	- die Beiständin des Gesuchstellers, Rechtsanwältin lic. iur. X._____, zweifach, für sich und die gesetzliche Vertreterin des Gesuchstellers
	- die Gegenpartei in der Hauptsache, D._____, … [Adresse]
	- das Friedensrichteramt C._____, … [Adresse]
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammern, Postfach 2401, 8021 Zürich, eingereicht werden. In der Beschwerdeschr...
	Zürich, 25. Februar 2014