# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 683f0548-688f-5bbf-9bdc-34fa4b9f3097
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-10-09
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 09.10.2018 BB.2018.176
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2018-176_2018-10-09.pdf

## Full Text

Beschluss vom 9. Oktober 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Patrick Robert-Nicoud und Giuseppe Muschietti, 

Gerichtsschreiberin Chantal Blättler Grivet Fojaja  

   
Parteien  A., 

Gesuchsteller 

 

 gegen 

   

BUNDESANWALTSCHAFT, 

Gesuchsgegnerin 

 

Gegenstand  Revision (Art. 410 StPO); Ausstand von Mitgliedern 

der Beschwerdekammer (Art. 37 Abs. 1 BGG i.V.m. 

Art. 38 VGG analog) 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2018.176 

 

 

 

- 2 - 
 
 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- A. mit Eingabe vom 25. Juli 2018 bei der Bundesanwaltschaft Strafanzeige 

gegen Unbekannt wegen einfacher, schwerer und fahrlässiger Körperverlet-

zung (Art. 122 – 123 StGB und Art. 125 StGB), Tätlichkeiten (Art. 126 StGB), 

Gefährdung des Lebens (Art. 127 StGB), Raufhandels (Art. 133 StGB), An-

griffs (Art. 134 StGB), Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (Art. 179septies 

StGB), Drohung (Art. 180 StGB), Nötigung (Art. 181 StGB), Störung von Be-

trieben, die der Allgemeinheit dienen (Art. 239 StGB), Schreckung der Be-

völkerung (Art. 258 StGB), Öffentlicher Aufforderung zu Verbrechen oder zur 

Gewalttätigkeit (Art. 259 StGB), Krimineller Organisation (Art. 260ter StGB), 

Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen (Art. 260quater StGB) sowie 

Verbrechen gegen die Menschheit (Art. 264a StGB) in Verbindung mit Wi-

derhandlungen gegen das Fernmeldegesetz und das Waffengesetz erstat-

tete (BB.2018.166 act. 1.1); 

 

- die Bundesanwaltschaft A. mit Schreiben vom 2. August 2018 mitteilte, dass 

der Operative Ausschuss des Bundesanwalts (OAB) die Eingabe von A. vom 

25. Juli 2018 geprüft habe und zum Schluss gekommen sei, dass seinem 

Ersuchen um Eröffnung einer Strafuntersuchung nicht stattgegeben werden 

könne, da die Eingabe lediglich summarische Informationen enthalte, welche 

den Anforderungen an eine ausreichend substantiierte Strafanzeige nicht 

genüge (BB.2018.166 act. 1.3); 

 

- A. mit Eingabe vom 16. September 2018 an die Beschwerdekammer des 

Bundesstrafgerichts gelangte und Beschwerde wegen Rechtsverzögerung 

und Rechtsverweigerung erhob, weil seit seiner „Replik“ vom 16. Au-

gust 2018 „weder durch die Bundesanwaltschaft, noch durch die Strafverfol-

gungsbehörden des Bundes die unverzichtbaren, weiteren Verfahrenshand-

lungen zur Kenntnis gebracht worden“ seien (BB.2018.166 act. 1); 

 

- die Beschwerdekammer mit Beschluss BB.2018.166 vom 18. Septem-

ber 2018 die Beschwerde abwies;  

 

- A. mit Schreiben vom 4. Oktober 2018 erneut an die Beschwerdekammer 

gelangte und um Neubeurteilung seiner Beschwerde vom 16. Septem-

ber 2018 durch ein Dreiergremium der Beschwerdekammer unter neuem 

Vorsitz und in anderer Zusammensetzung ersuchte (act. 1);  

 

- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (Art. 390 

Abs. 2 StPO e contrario). 

 

  

- 3 - 
 
 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- der Gesuchsteller sinngemäss ein Ausstandsgesuch gegen den Spruchkör-

per im Verfahren BB.2018.166 (und damit auch im vorliegenden Verfahren) 

richtet; dieses Gesuch mit dem vorliegenden Beschluss jedoch gegen-

standslos wird; es im Übrigen mangels rechtsgenüglicher Begründung ohne-

hin abzuweisen wäre;  

 

- aufgrund dessen, dass die StPO eine Wiedererwägung nicht kennt (Be-

schluss des Bundesstrafgerichts BB.2016.89 vom 9. Mai 2016 m.w.H.), das 

Ersuchen um „Neubeurteilung [s]einer Beschwerde“ als sinngemässes Ge-

such um Revision im Sinne von Art. 410 StPO entgegenzunehmen ist;  

 

- gemäss Art. 410 Abs. 1 StPO die Revision verlangen kann, wer durch ein 

rechtskräftiges Urteil, einen Strafbefehl, einen nachträglichen richterlichen 

Entscheid oder einen Entscheid im selbständigen Massnahmenverfahren 

beschwert ist; 

 

- die Revision gegen Entscheide in der Form eines Beschlusses oder einer 

Verfügung nicht zulässig ist (BGE 141 IV 269 E. 2.2.2; TPF 2011 115 E. 2); 

 

- es sich bei dem mit dem Gesuch um Neubeurteilung anvisierten Entscheid 

der Beschwerdekammer nicht um ein Urteil, sondern um einen Beschluss 

handelt (siehe zur Unterscheidung Art. 80 Abs. 1 StPO), wofür die Revision 

eben nicht möglich ist; 

 

- damit auch auf das Revisionsgesuch nicht einzutreten ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Gesuchsteller die Gerichtskosten 

zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO); die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- fest-

zusetzen ist (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR). 

 

 

 

 

 

- 4 - 
 
 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Gesuche wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 300.-- wird dem Gesuchsteller auferlegt.  

 

 

 

Bellinzona, 9. Oktober 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- A. 

- Bundesanwaltschaft 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.