# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 58246da0-c0e9-579e-92b9-aafc672536f4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-06-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.06.2008 E-3510/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3510-2008_2008-06-13.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3510/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  J u n i  2 0 0 8

Einzelrichterin Regula Schenker Senn, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker, 
Gerichtsschreiber Urs David.

A._______,
geboren _______, Iran,
_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 29. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3510/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  den  Iran  am 
24. Januar 2008 verliess und am 25. Februar 2008 in die Schweiz ein-
reiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  Basel  vom  17.  März  2008  sowie  der  Direktanhörung  vom 
17. April  2008 durch das  BFM zur  Begründung des Asylgesuchs im 
Wesentlichen Folgendes geltend machte,

dass er ledig sei, aus B._______ stamme und dort seit ungefähr einem 
Jahr  ein  Verhältnis  mit  einer  hübschen,  aber  verheirateten Frau aus 
der Nachbarschaft gehabt habe,

dass sie sich, im Bewusstsein der mit Todesstrafe angedrohten Erfül-
lung des Ehebruchstraftatbestandes, zunächst regelmässig bei ihr und 
später bei ihm getroffen hätten, wobei seine im selben Haus wohnen-
de Mutter und sein Bruder von diesem Verhältnis gewusst hätten, nicht 
aber sein Vater,

dass die Frau den Beschwerdeführer auch am 23. Dezember 2007 be-
sucht habe, das Liebespaar diesmal aber – vermutlich nach Denunzia-
tion eines Moscheeabwarts – von einem Besuch ihres Ehemannes in 
Begleitung von rund fünf Sicherheitsbeamten überrascht worden sei,

dass der Bruder des Beschwerdeführers den unerbetenen Besuchern 
den Zutritt zum Haus habe verwehren wollen und deshalb von diesen 
als Mittäter des Ehebruchs betrachtet und niedergeschossen worden 
und seinen Verletzungen bald darauf erlegen sei, 

dass der Beschwerdeführer mit  seiner Geliebten die Flucht über das 
Dach ergriffen habe, wobei er – im Gegensatz zu seiner in der Folge 
festgenommenen  Geliebten  –  einen  waghalsigen  Sprung  aus  rund 
acht Metern Höhe vollzogen und sich bei einer Tante versteckt habe,

dass er am folgenden Tag von der Hospitalisierung seines Bruders und 
ferner von der Festnahme seines Vaters erfahren habe, welcher zwar 
zum Zeitpunkt der Ereignisse gar nicht zu Hause gewesen sei, jedoch 
als Hausherr auch Mitbeschuldigter sei,

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dass der Beschwerdeführer am C._______ in Abwesenheit durch das 
Revolutionsgericht  D._______ zum Tode verurteilt  worden sei,  wobei 
seine Mutter dem Prozess beigewohnt habe,

dass im Übrigen auch seine Geliebte zum Tode verurteilt, die Vollstre-
ckung der Strafe aber bis zur Verhaftung des Beschwerdeführers auf-
geschoben worden sei,

dass der Beschwerdeführer aus den genannten Gründen und weil ein 
Rekurs gegen das Todesurteil  unmöglich beziehungsweise aussichts-
los gewesen sei, den Entschluss zur Ausreise getroffen und diese am 
24. Januar 2008 auf dem Landweg via die Türkei realisiert habe, ohne 
dass er im Besitze irgendwelcher Identitäts- oder Reisedokumente ge-
wesen sei oder über die Reiseumstände, insbesondere die Reiseroute, 
nähere Angaben machen könne,

dass er ergänzend auf das im Iran herrschende Demokratie- und Frei-
heitsdefizit aufmerksam machte,

dass der Beschwerdeführer seinen Führerausweis einreichte und als 
Beweismittel  Fotos  seines  angeblich  im  Sterben  liegenden  Bruders 
vorlegte,

dass sämtliche anderen identitätsrelevanten Dokumente, darunter sein 
Reisepass und seine Identitätskarte, bei der Hausdurchsuchung vom 
23. Dezember 2007 beschlagnahmt worden seien,

dass es ihm auch nicht möglich sei, Beweise für seine Verfolgungsvor-
bringen  (Urteilsdokumente,  Haftdokumente  betreffend  den  Vater,  To-
desbescheinigung betreffend den Bruder  usw.)  einzureichen oder  zu 
beschaffen, weil es sich bei dieser Ehebruchsache um einen "gefährli-
chen Fall" handle und deshalb keine Dokumente aus- beziehungswei-
se zugestellt würden,

dass das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung 
vom 29. April 2008 – eröffnet am 2. Mai 2008 – ablehnte und die Weg-
weisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung des ablehnenden Asylentscheides im 
Wesentlichen anführte, die Schilderungen des Beschwerdeführers ver-
möchten den Anforderungen von Art. 7 des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) an die Glaubhaftmachung eines asylbegrün-

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denden Sachverhalts nicht zu genügen, weshalb er die Flüchtlingsei-
genschaft nicht erfülle,

dass die behauptete Verurteilung zum Tode wegen Ehebruchs und die 
in diesem Zusammenhang gemachten Angaben unbelegt seien sowie 
den  gesicherten  Erkenntnissen  des  BFM  widersprächen  und  tatsa-
chenwidrig seien,

dass im Iran unverheiratete Ehebrecher nicht die Todesstrafe sondern 
nach Art. 88 des iranischen Strafgesetzbuches als Höchststrafe eine 
Körperstrafe in Form von Peitschenhieben zu gewärtigen hätten,

dass ferner die Angaben des Beschwerdeführers zum Beschwerdever-
fahren gegen Todesurteile und zu den Beweisanforderungen im Ehe-
bruchverfahren  unzutreffend  seien,  letztere  insbesondere  sehr  hoch 
seien, weshalb eine Verurteilung des Beschwerdeführers wegen Ehe-
bruch in Anbetracht seiner Vorgaben (kein Geständnis, keine Zeugen, 
keine  gerichtsverwertbaren Aussagen  infolge  Flucht  usw.)  in  seinem 
Fall gar nicht möglich sei,

dass im Weiteren das Verhalten des Beschwerdeführers im länderspe-
zifischen Kontext angesichts der mit der Liebesbeziehung eingegange-
nen Verfolgungsgefahr unlogisch und jenes der  mitwissenden Mutter 
erfahrungswidrig sei,

dass die angebliche Verhaftung des Vaters bei der Anhörung zu den 
Asylgründen nachgeschoben worden und mithin unglaubhaft  sei,  zu-
mal die Erwähnung eines solch einschneidenden Ereignisses bereits 
bei der Erstbefragung hätte erwartet werden müssen,

dass der Beschwerdeführer ferner zahlreiche widersprüchliche und un-
gereimte  Angaben zu den  Geschehnissen des 23. Dezembers  2007 
gemacht habe (An-/Abwesenheit des Vaters, fehlende Konkretisierung 
des damaligen Feiertags, Fluchtumstände usw.)

dass  sodann  markante  chronologische  Ungereimtheiten  bei  der  Be-
schreibung der Liebesbeziehung aufgetreten seien,

dass sich angesichts der fehlenden Glaubhaftigkeit der Asylvorbringen 
eine Prüfung ihrer Asylrelevanz erübrige,

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dass die Wegweisung die Regelfolge der Ablehnung eines Asylgesu-
ches darstelle und keine Gründe ersichtlich seien, die auf Unzulässig-
keit, Unzumutbarkeit oder Unmöglichkeit eines Wegweisungsvollzuges 
in den Iran schliessen lassen würden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Mai 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  die  Aufhebung  der  angefochtenen  Verfügung,  die  Gewährung 
von Asyl unter Feststellung der Flüchtlingseigenschaft, eventualiter die 
Anordnung der vorläufigen Aufnahme unter Feststellung der Unzumut-
barkeit des Wegweisungsvollzuges sowie in prozessualer Hinsicht die 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für die Verfahrenskosten 
beantragt,

dass er in der Begründung zunächst an seinen sachverhaltlichen Aus-
führungen festhält  und deren Wahrhaftigkeit  sowie seine persönliche 
Glaubwürdigkeit bekräftigt,

dass  die  vom Bundesamt  festgestellten  chronologischen  Ungereimt-
heiten auf Missverständnisse und Protokollierungsfehler zurückzufüh-
ren seien und die erkannte  Erfahrungswidrigkeit  im Verhalten seiner 
Mutter nicht zutreffe,

dass sich die Vorinstanz mit seiner akuten Gefährdungssituation nicht 
richtig auseinandergesetzt habe,

dass der Beschwerdeführer hierzu auszugsweise eine Länderanalyse 
der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH) vom 6. Juni  2007 betref-
fend Ehebruch im Iran zitiert, in welcher Gesetzesgrundlagen, Prozes-
suales und Praxis thematisiert würden, 

dass für den detaillierten Inhalt der angefochtenen Verfügung und der 
Beschwerde auf die Akten zu verweisen ist,

dass das Bundesverwaltungsgericht  dem Beschwerdeführer  mit  Zwi-
schenverfügung  vom 3.  Juni  2008  den  einstweiligen  Verbleib  in  der 
Schweiz bewilligte,  bis  nach Prüfung der  Akten auf  die  Beschwerde 
zurückzukommen sei,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-

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scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 50 und 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

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dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass die Vorinstanz in umfassenden, einlässlichen, zureichend auf die 
Akten abgestützten sowie gesetzes- und praxiskonformen Erwägungen 
erkannt hat, dass der Beschwerdeführer keine flüchtlingsrechtlich be-
achtlichen  Benachteiligungen  oder  Befürchtungen  hat  glaubhaft  ma-
chen können,

dass in diesen Erwägungen kein Beanstandungspotenzial zu erkennen 
ist und sie insbesondere auf hinreichender und korrekter Sachverhalts-
feststellung basieren,

dass  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  vollumfänglich  und  ohne 
Abstriche auf diese Erwägungen verwiesen werden kann,

dass die Beschwerde offensichtlich zu keiner anderen Betrachtungs-
weise führt,

dass sich deren Inhalt substanziell kaum mit den materiellen Erkennt-
nissen des Bundesamtes und insbesondere mit den zahlreich erkann-
ten  Unglaubhaftigkeitselementen  auseinandersetzt  beziehungsweise 
sie sich auf blosse Schutzbehauptungen (Missverständnisse, Protokol-
lierungsfehler, reine Gegenauffassungen usw.) beschränkt und im Üb-
rigen den Wahrheitsgehalt des Sachvortrags bekräftigt,

dass sich das BFM ferner sowohl in den Anhörungen als insbesondere 
auch in der angefochtenen Verfügung durchaus umfassend und einge-
hend mit  der behaupteten Gefährdungssituation des Beschwerdefüh-
rers auseinandergesetzt hat, wie den Akten unschwer zu entnehmen 
ist,

dass sich das Bundesamt vor allem um eine detaillierte Darlegung der 
iranspezifischen  Ehebruchtatbestände,  deren  rechtlichen  und  prakti-
schen Handhabungen sowie ihren prozessualen und insbesondere be-
weisrechtlichen Eigenheiten bemüht hat,

dass diese Erkenntnisse denn auch weitgehend durch den vom Be-
schwerdeführer zitierten SFH-Bericht bestätigt werden, ohne dass die-
ser wesentliche neue Inhalte aufwiese,

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dass es in diesem Zusammenhang erstaunt,  wenn der Beschwerde-
führer gerade anhand dieses Berichtes das ihn treffende Strafmass auf 
Peitschenhiebe reduziert (Beschwerde S. 4), wogegen er bislang kons-
tant  und übereinstimmend von einem konkret  gegen ihn ergangenen 
Todesurteil sprach,

dass der Beschwerdeinhalt  auch insofern die in aller Deutlichkeit  er-
kannte Unglaubhaftigkeit der Asylvorbringen untermauert, als der Be-
schwerdeführer  den  Todeszeitpunkt  seines  Bruder  in  der  Anhörung 
noch auf den Tag nach dem 23. Dezember 2007 positionierte (actum 
A17 S. 3),  wogegen die beiden Ereignisse gemäss Beschwerde (vgl. 
dort S. 3) einige Tage auseinander lägen,

dass es sich erübrigt, weitere Unstimmigkeiten im Sachvortrag näher 
zu erörtern,

dass dem Beschwerdeführer im Übrigen in Anbetracht der gesamten 
Akten eine offensichtliche Missachtung der ihm nach Art. 8 AsylG ob-
liegenden Mitwirkungspflicht – vorab betreffend Einreichung von Identi-
täts- und Reisedokumenten und sachverhaltsstützenden Beweismitteln 
sowie  betreffend  der  Reiseumstände  –  anzulasten  ist,  welcher  Um-
stand zusammen mit der augenfälligen Unglaubwürdigkeit seiner Per-
son das bislang gewonnene Ergebnis weiter festigt,

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-

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desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat des 
Beschwerdeführers  noch  individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen,

dass der E._______ Beschwerdeführer, der frei ist von familiären Ver-
pflichtungen, in seiner Heimat über ein intaktes Beziehungsnetz ver-
fügt, in das elterliche Haus zurückkehren und als gelernter F._______ 
seinen bislang gut gelaufenen Betrieb und Laden (mit internationalen 
Handelskontakten) wieder aktivieren kann (vgl. A17 S. 8),

dass der Vollzug der Wegweisung somit zumutbar erscheint,

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dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt,  bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG),

dass  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege 
nach Art. 65 Abs. 1 VwVG ungeachtet der ausgewiesenen Bedürftigkeit 
abzuweisen ist, da sich die Rekursbegehren gemäss vorstehenden Er-
wägungen  als  aussichtslos  präsentierten,  welcher  Umstand  die  Ge-
währung unentgeltlicher Prozessführung nach Gesetz ausschliesst.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
- G._______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Regula Schenker Senn Urs David

Versand: 

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