# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6652b2d4-b73b-561e-9f55-a7fd5912545f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 21.02.2024 100 2020 375
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2020-375_2024-02-21.pdf

## Full Text

100.2020.375U
HAM/TST/CHS

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 21. Februar 2024

Verwaltungsrichterin Arn De Rosa, Abteilungspräsidentin
Verwaltungsrichter Bürki, Verwaltungsrichter Häusler
Gerichtsschreiber Tschumi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer

gegen

Swisscom (Schweiz) AG
handelnd durch die statutarischen Organe, Konzernrechtsdienst, 
3050 Bern Swisscom 
Beschwerdegegnerin

und

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Rechtsamt, Reiterstrasse 11, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde Hasliberg
Bauverwaltung, Urseni 331c, 6085 Hasliberg Goldern

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.375U, 
Seite 2

betreffend Bauvorhaben Mobilfunkanlage (Entscheid der Bau- und 
Verkehrsdirektion des Kantons Bern vom 11. September 2020; 
BVD 110/2019/212)

Prozessgeschichte:

A.

Die Swisscom (Schweiz) AG (nachfolgend: Swisscom) stellte am 
1. November 2018 bei der Einwohnergemeinde (EG) Hasliberg ein Bauge-
such für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf der Parzelle Hasliberg 
Gbbl. Nr. 1________ (heute: Nr. 2________), die sich in der Zone für 
öffentliche Nutzungen (ZöN) befindet. Das Vorhaben umfasst die Errichtung 
eines Antennenmasts auf dem Flachdach der Bergstation der Luftseilbahn 
Meiringen-Reuti, an dem drei konventionelle Multibandantennen 
(Frequenzbänder 700 bis 900 Megahertz [MHz] und 1,4 bis 2,6 Gigahertz 
[GHz]) sowie drei adaptive Antennen (Frequenzband 3,4 GHz) angebracht 
und letztere gemäss dem neuen Mobilfunkstandard 5G (New Radio) 
betrieben werden sollen. Mit Gesamtentscheid vom 12. November 2019 
bewilligte der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Interlaken-
Oberhasli das Bauvorhaben. Gleichzeitig wies er die von A.________ und 
weiteren Personen eingereichten Einsprachen ab und bestätigte gestützt auf 
den Fachbericht Immissionsschutz des kantonalen Amts für Berner 
Wirtschaft (beco) vom 21. Januar 2019 sowie auf die Stellungnahme des 
Amts für Wirtschaft (AWI) vom 22. August 2019, dass die Grenzwerte der 
Verordnung vom 23. Dezember 1999 über den Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung (NISV; SR 814.710) eingehalten seien.

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B.

Gegen diesen Entscheid reichte A.________ und drei weitere Personen am 
11. Dezember 2019 bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des 
Kantons Bern (BVE; heute: Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]) Beschwerde 
ein. Mit Entscheid vom 11. September 2020 wies die BVD die Beschwerde 
ab, soweit sie darauf eintrat. Zudem versah sie den Gesamtentscheid von 
Amtes wegen mit der zusätzlichen Auflage, wonach am Ort mit empfindlicher 
Nutzung (OMEN) Nr. 8 innert dreier Monate nach Inbetriebnahme der 
Anlage eine Abnahmemessung durchzuführen ist.

C.

Dagegen hat A.________ am 7. Oktober 2020 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben. Er beantragt im Hauptbegehren, der Entscheid der BVD 
vom 11. September 2020 sowie die Baubewilligung vom 12. November 2019 
seien aufzuheben. Im Eventualbegehren verlangt er zudem, die Baubewilli-
gung sei mit der Auflage zu ergänzen, dass die neuen Sendeantennen nicht 
als adaptive Antennen im Sinne von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV betrieben 
werden dürfen.

Die Swisscom beantragt mit Beschwerdeantwort vom 28. Oktober 2020, die 
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Auch die BVD 
schliesst mit Vernehmlassung vom 15. Oktober 2020 auf Beschwerdeab-
weisung. Die EG Hasliberg verzichtet mit Schreiben vom 5. November 2020 
auf eine Stellungnahme.

Am 17. November, 1. Dezember sowie 9. Dezember 2020 haben 
A.________, die Swisscom und die BVD je eine weitere Stellungnahme 
eingereicht. Dazu hat sich A.________ am 8. Januar 2021 erneut geäussert. 
Die Swisscom hat mit Eingabe vom 5. März 2021 zudem darüber orientiert, 
dass die Profile der geplanten Mobilfunkanlage aufgrund von 
Sanierungsarbeiten am Dach der Bergstation Reuti ab dem 6. April 2021 für 
rund fünf Monate entfernt werden müssten.

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Am 4. März 2021 hat der (damalige) Instruktionsrichter den Verfahrensbe-
teiligten mitgeteilt, dass das Verwaltungsgericht im unterdessen ergangenen 
Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 die rechtliche Beurteilbarkeit und grund-
sätzliche Zulässigkeit von Mobilfunkantennen für 5G-Funkdienste bejaht 
habe. Da dieses Urteil vor Bundesgericht angefochten worden sei (Verfahren 
1C_100/2021), sei das Beschwerdeverfahren – sofern an der Beschwerde 
festgehalten werde – bis zum Vorliegen des Bundesgerichtsurteils einzu-
stellen. A.________ hat mit Eingabe vom 8. März 2021 an seiner 
Beschwerde festgehalten und einer Verfahrenssistierung zugestimmt. 
Daraufhin hat der Instruktionsrichter das Beschwerdeverfahren am 30. März 
2021 entsprechend sistiert, nachdem auch die übrigen Verfahrensbeteiligten 
keine Einwände dagegen vorgebracht hatten.

Am 14. Februar 2023 wies das Bundesgericht in einem Leiturteil die gegen 
das verwaltungsgerichtliche Urteil 2020/27 vom 6. Januar 2021 erhobene 
Beschwerde ab (1C_100/2021). Am 23. März 2023 hat der (neu eingesetzte) 
Instruktionsrichter das Verfahren wieder aufgenommen und Gelegenheit zur 
Stellungnahme gegeben. A.________ und die Swisscom haben mit 
Eingaben vom 14. April bzw. 23. Mai 2023 an ihren Begehren festgehalten. 
Am 19. Juni 2023 hat sich A.________ erneut schriftlich geäussert.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilge-
nommen. Sein Wohnort befindet sich innerhalb des Einspracheperimeters 
von knapp 1'155 m (vgl. Standortdatenblatt für Mobilfunk- und WLL-Basis-
stationen vom 20.9.2018, Revision 1.8 [nachfolgend: Standortdatenblatt] 
Ziff. 6 S. 5, Vorakten RSA pag. 7). Er ist somit durch den angefochtenen 

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Entscheid besonders berührt. Zudem hat er ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 
Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugesetzes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). 
Die Bestimmungen über Form und Frist sind (grundsätzlich) eingehalten 
(Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist deshalb unter 
Vorbehalt von E. 1.2 hiernach einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer verlangt in seinem Hauptantrag, es sei sowohl 
der Entscheid der BVD vom 11. September 2020 als auch der Gesamt-
entscheid des Regierungsstatthalters vom 12. November 2019 aufzuheben 
(vorne Bst. C). Anfechtungsobjekt im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht 
bildet jedoch nur der Entscheid der BVD; dieser ist an die Stelle des Gesam-
tentscheids des Regierungsstatthalters getreten (sog. Devolutiveffekt der 
Beschwerde; statt vieler BVR 2018 S. 528 E. 3.3). Soweit der Beschwerde-
führer auch die Aufhebung des Letzteren verlangt, ist auf die Beschwerde 
deshalb nicht einzutreten (vgl. BVR 2022 S. 515 E. 1.7, 2010 S. 411 E. 1.4; 
Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 74 N. 26, Art. 84 N. 19). Mangels ausreichender 
Beschwerdebegründung nicht einzutreten ist sodann auf die Beschwerde, 
soweit sich diese auch gegen das vorinstanzliche Nichteintreten richtet (vgl. 
vorne Bst. B und angefochtener Entscheid E. 2).

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

2.

2.1 Umstritten ist im Wesentlichen die Installation der geplanten adap-
tiven Antennen und deren Betrieb gemäss dem neusten Mobilfunkstandard 
5G (New Radio). Adaptive Antennen bestehen aus mehreren separat 
ansteuerbaren Elementarantennen (Subarrays) und sind durch gezieltes 
Überlagern der einzelnen von diesen Elementarantennen ausgesendeten 
elektromagnetischen Wellen in der Lage, ihr Strahlungsmuster automatisch, 
d.h. ohne Veränderung der Montagerichtung, in kurzen zeitlichen Abständen 
anzupassen. Im Unterschied zu konventionellen Antennen, die mit einer im 

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Wesentlichen konstanten räumlichen Strahlungsverteilung senden, können 
sie die Strahlung insbesondere in bestimmte Richtungen fokussieren bzw. in 
Form von sog. «Beams» aussenden (sog. «Beamforming»). Dies ermöglicht 
es ihnen, die abgegebene Leistung in Richtung der Nutzerinnen und Nutzer 
zu lenken und die Strahlung in diejenigen Richtungen zu reduzieren, wo sich 
keine aktiv kommunizierenden Endgeräte befinden. Aufgrund ihrer geringe-
ren Streuverluste lässt sich durch den Einsatz von adaptiven Antennen die 
durchschnittliche Strahlungsexposition in einer Funkzelle (bei gleicher 
Datenübertragungsrate) insgesamt verringern (Erläuterungen des Bundes-
amts für Umwelt [BAFU] vom 23.2.2021 zu adaptiven Antennen und deren 
Beurteilung gemäss der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender 
Strahlung [nachfolgend: Erläuterungen BAFU adaptive Antennen] 
Ziff. 1 S. 2, Ziff. 4 S. 5 ff. und Ziff. 6 S. 15 ff., einsehbar unter: 
<www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/Fachin-
formationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»; Hugo 
Lehmann, Adaptive Antennen für 5G, in Bulletin Electrosuisse 6/2020 
S. 39 ff., 40 f.). 

2.2 Der Bundesrat hat am 17. April 2019 im Hinblick auf die Einführung 
der adaptiven Antennen die Definition des massgebenden Betriebszustands 
von Mobilfunkbasisstationen in Anhang 1 Ziff. 63 NISV angepasst (Inkraft-
treten am 1.6.2019; AS 2019 1491). Dabei verankerte er den Grundsatz, 
dass die Variabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme von 
adaptiven Antennen bei der Festlegung des massgebenden Betriebszu-
stands zu berücksichtigen ist. Die konkrete Ausgestaltung wurde damals 
bewusst zugunsten einer Regelung auf Stufe Vollzugshilfe offengelassen 
(Erläuterungen des BAFU vom 17.4.2019 zur Änderung der NISV, S. 8, ein-
sehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und 
Licht/Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das BAFU hat in der 
Folge am 23. Februar 2021 – und damit nach Eingang der vorliegenden 
Beschwerde – den Nachtrag «Adaptive Antennen» zur Vollzugsempfehlung 
zur NISV des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL; 
heute: BAFU) «Basisstationen Mobilfunk- und WLL» aus dem Jahr 2002 
publiziert (nachfolgend: Vollzugsempfehlung für Mobilfunkbasisstationen 
bzw. Nachtrag vom 23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung, beide einsehbar 
unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog und Licht/ 

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Fachinformationen/Massnahmen Elektrosmog/Mobilfunk: Vollzugshilfen»). 
In diesem Nachtrag hat es den genannten Grundsatz dahingehend konkre-
tisiert, dass ein Korrekturfaktor für die maximale ERP (effective radiated 
power, dt. äquivalente Strahlungsleistung) angewendet werden darf, wenn 
die Sendeantennen mit einer automatischen Leistungsbegrenzung ausge-
stattet werden (Ziff. 3.1 S. 7). Verschiedene Elemente dieser Definition 
wurden vom Bundesrat in der Zwischenzeit in Anhang 1 Ziff. 63 NISV auf 
Verordnungsstufe verankert (Inkrafttreten am 1.1.2022; AS 2021 901; 
weitere hier nicht anwendbare Vollzugsanpassungen erfolgten mit Ände-
rungen der Art. 11a f. und 19b NISV vom 29.9.2023, in Kraft seit 1.11.2023; 
AS 2023 583). 

2.3 Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer Eingabe vom 23. Mai 2023 
(act. 28) darauf hingewiesen, dass sie das Baugesuch für das hier um-
strittene Vorhaben noch vor der Publikation des Nachtrags vom 23. Februar 
2021 zur Vollzugsempfehlung eingereicht habe. Da zu diesem Zeitpunkt 
noch keine Regelung für den Korrekturfaktor bestanden habe, habe sie 
damals einen solchen auch nicht beantragt. Daraus schliesst sie zu Recht, 
dass das strittige Bauprojekt den Betrieb adaptiver Antennen unter Anwen-
dung eines Korrekturfaktors nicht mitumfasst. Ob ein solcher zulässig wäre, 
bildet mithin nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens (vgl. 
VGE 2020/27 vom 6.1.2021 E. 4.8 [ergangen noch vor Erlass des Nachtrags 
vom 23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung, bestätigt durch BGer 1C_527/2021 
vom 13.7.2023 E. 3.7 und 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 6.3.2 a.E.]). Zu 
beurteilen ist demnach ausschliesslich die Errichtung der Mobilfunkanlage 
und der Betrieb der Antennen aufgrund der «worst case»-Beurteilung, d.h. 
ohne Anwendung eines Korrekturfaktors.

3.

Streitig und zu prüfen ist zunächst, ob die Vorinstanz die Grenzwertkon-
formität der geplanten Mobilfunkanlage zu Recht bestätigt hat.

3.1 Mit Schreiben vom 17. April 2019 und 31. Januar 2020 hatte das 
BAFU den Kantonen gestützt auf Art. 12 Abs. 2 bzw. Art. 14 Abs. 2 NISV 

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empfohlen, adaptive Antennen in der Übergangsphase bis zum Erscheinen 
des Nachtrags vom 23. Februar 2021 zur Vollzugsempfehlung vorüber-
gehend im Rahmen einer sog. «worst case»-Beurteilung zu bewilligen. Dies 
bedeutet, dass deren Strahlung wie bei konventionellen Antennen nach dem 
maximalen Gesprächs- und Datenverkehr bei maximaler Sendeleistung und 
basierend auf (umhüllenden) Antennendiagrammen zu beurteilen ist, die für 
jede Senderichtung den maximal möglichen Antennengewinn berücksich-
tigen. Die adaptiven Antennen werden mit anderen Worten so betrachtet, als 
ob die maximale Sendeleistung gleichzeitig in alle möglichen Senderichtun-
gen abgestrahlt würde, was nicht der Realität entspricht (Nachtrag vom 
23.2.2021 zur Vollzugsempfehlung Ziff. 1 S. 5, Ziff. 2 S. 6, Ziff. 3.2 S. 7 f.; 
Erläuterungen BAFU adaptive Antennen Ziff. 5.4 S. 12).

3.2 Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, es sei unzulässig, adaptive 
Antennen wie konventionelle im «worst case»-Szenario zu beurteilen, wenn 
klar sei, dass diese adaptiv betrieben würden. Vielmehr dürften adaptive 
Antennen nur dann in Betrieb genommen werden, wenn sie als solche beur-
teilt und bewilligt worden seien. Die «worst case»-Beurteilung ignoriere 
hingegen deren besondere Eigenschaften und widerspreche damit dem 
Grundsatz, wonach bei adaptiven Antennen die Variabilität der Senderich-
tungen und der Antennendiagramme zu berücksichtigen sei. Sie biete nur 
ungenügenden Schutz und könne die Einhaltung der Grenzwerte nicht 
gewährleisten. Die Vorinstanz habe das umstrittene Vorhaben deshalb zu 
Unrecht gestützt auf eine «worst case»-Betrachtung beurteilt (Beschwerde 
Rz. 15 ff.). Sodann gebe es keine anerkannte Messmethode, um die Einhal-
tung der Grenzwerte mittels Abnahme- bzw. Kontrollmessungen nach-
träglich zu überprüfen. Mit der von der Vorinstanz erwähnten Messmethode 
würden lediglich die Synchronisationskanäle (nicht aber die Datenkanäle) 
gemessen, wobei unklar sei, wie das Messresultat auf den Beurteilungswert 
hochzurechnen sei. Dazu legt er einen Prüfbericht einer Mobilfunkanlage in 
Aeschi bei Spiez vom April 2020 vor (Beilage zur Eingabe vom 17.11.2020, 
act. 7A), aus dem hervorgehen soll, dass Abnahmemessungen unmöglich 
seien. Er verlangt daher die Einholung eines Amtsberichts oder eines unab-
hängigen Gutachtens zur Frage, ob bei adaptiven Antennen bereits zuver-
lässige Abnahmemessungen durchgeführt werden können. Weiter sei die 
Beschwerdegegnerin aufzufordern, Messprotokolle anderer Mobilfunk-

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anlagen mit adaptiven Antennen vorzulegen (Beschwerde Rz. 36 ff., Ein-
gabe vom 17.11.2020 [act. 7] S. 1 f.).

3.3 Das Verwaltungsgericht hat in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 
(E. 4.5) erwogen, dass mit der «worst case»-Beurteilung der innerhalb des 
bewilligten Betriebs aus Sicht des Immissionsschutzes ungünstigste Fall 
betrachtet werde. Es treffe deshalb nicht zu, dass die besondere 
Abstrahlcharakteristik der adaptiven Antennen ignoriert würde. Vielmehr 
werde dieser mit der «worst case»-Beurteilung gerade in der Weise 
Rechnung getragen, dass von den stärksten Strahlungsimmissionen auszu-
gehen sei, die unter Anwendung des «Beamforming» mit der bewilligten 
äquivalenten Strahlungsleistung und Hauptsenderichtung möglich seien. 
Damit sei auch ohne Weiteres sichergestellt, dass nur Anlagen bewilligt 
würden, die die geltenden Grenzwerte voraussichtlich jederzeit einhalten 
(und nicht etwa nur im 6-Minuten-Mittel wie unter Berücksichtigung des 
Korrekturfaktors; vgl. dazu Hugo Lehmann, a.a.O., S. 41 sowie Erläute-
rungen des BAFU vom 17.12.2021 zur Änderung der NISV, Ziff. 4.4 S. 8, 
einsehbar unter: <www.bafu.admin.ch>, Rubriken «Themen/Elektrosmog 
und Licht/Rechtsetzung und Vollzug/Erläuternde Berichte»). Das Ver-
waltungsgericht befand, es leuchte unter diesen Umständen nicht ein, inwie-
fern die «worst case»-Beurteilung den Vorgaben von Anhang 1 Ziff. 63 NISV 
(in der Fassung vom 1.6.2019) bzw. dem Grundsatz der Berücksichtigung 
der Variabilität der Senderichtungen und Antennendiagramme wider-
sprechen sollte.

3.4 Das Bundesgericht hat diesen Schluss unterdessen in verschiedenen 
Urteilen bestätigt (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 6.2 f. und insb. 
E. 6.3.2, 1C_693/2021 vom 3.5.2023 E. 4.3, 1C_101/2021 vom 13.7.2023 
E. 3.5, 1C_235/2022 vom 24.11.2023 E. 5.1). Es hat namentlich darauf 
hingewiesen, dass bei der «worst case»-Beurteilung der Effizienzgewinn der 
neuen Technologie dem Schutz vor nichtionisierender Strahlung zu Gute 
komme, womit sichergestellt sei, dass die von der Strahlung einer 
Mobilfunkanlage betroffene Bevölkerung auf der sicheren Seite bleibe und 
die Langzeitbelastung in jedem Fall tief gehalten werde. Folglich besteht für 
das Verwaltungsgericht kein Anlass, die Rechtmässigkeit dieses Vorgehens 
in Frage zu stellen. Abgesehen davon hat die kantonale Fachbehörde die 

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von der Beschwerdegegnerin eingereichten Antennendiagramme kontrolliert 
und für korrekt befunden (vgl. Stellungnahme zur Baubeschwerde vom 
20.1.2020 S. 1, Vorakten BVD pag. 39). Entgegen der unbelegten Behaup-
tung des Beschwerdeführers, die Antennendiagramme stellten nicht den 
«worst case» dar (Beschwerde Rz. 21, 24, 26), ist kein Grund ersichtlich, um 
von dieser Fachbeurteilung abzuweichen (zum Beweiswert von Fachbe-
richten amtlicher Stellen BVR 2013 S. 5 E. 5.6, 2010 S. 411 E. 1.5 mit Hin-
weisen; Michel Daum, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar zum bernischen 
VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 19 N. 38). 

3.5 Somit hat die Vorinstanz kein Recht verletzt, indem sie die Einhaltung 
der Grenzwerte gestützt auf die eingereichten Unterlagen im Rahmen einer 
«worst case»-Beurteilung bejaht hat. Das Bundesgericht hat festgehalten, 
dass es sich bei den erwähnten Schreiben des BAFU (vorne E. 3.1) um Voll-
zugsempfehlungen im Sinn von Art. 12 Abs. 2 NISV handelt (BGer 
1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 3.5, 1C_45/2022 vom 9.10.2023 E. 4.3 
a.E.). Dem Beschwerdeführer kann deshalb auch nicht gefolgt werden, wenn 
er vorbringt, die «NISV-Änderung für adaptive Antennen nicht zur Anwen-
dung» zu bringen, bedürfe einer gesetzlichen «Übergangsregelung», die hier 
aber fehle (Beschwerde Rz. 18).

3.6 Die Rüge, es gebe keine Messmethode bzw. Messempfehlung, hat 
die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid verworfen (vgl. E. 7b). Es gebe 
zwar noch keine offizielle Messempfehlung für 5G-Basisstationen und adap-
tive Antennen. Das Eidgenössische Institut für Metrologie (METAS) habe 
jedoch im Februar 2020 einen technischen Bericht mit Nachtrag ver-
öffentlicht. Zur Messmethode für adaptive Antennen habe das BAFU zudem 
im Juni 2020 Erläuterungen publiziert. Danach könnten sich Messfirmen für 
die Abnahmemessungen auf den technischen Bericht des METAS und die 
Erläuterungen des BAFU stützen. Nach den Empfehlungen des BAFU und 
METAS könnten dabei, solange noch keine serienmässig produzierten 
Geräte für code-selektive Messungen von 5G verfügbar seien, frequenz-
selektive Messungen nach dem Stand der Technik vorgenommen werden. 
Bei der frequenzselektiven Messmethode werde die elektrische Feldstärke 
generell überschätzt. Ob eine Anlage den Anlagegrenzwert im Betriebszu-
stand einhalte, könne folglich auf der Grundlage des technischen Berichts 

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des METAS und den Erläuterungen des BAFU nach dem Stand der Technik 
gemessen und kontrolliert werden. Die Rüge, es gebe keine Messmethode, 
sei deshalb unbegründet. – Diesen Ausführungen kann ohne Weiteres 
zugestimmt werden: Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, hat das 
METAS den technischen Bericht «Messmethode für 5G-NR-Basisstationen 
im Frequenzbereich bis zu 6 GHz» am 18. Februar 2020 (Version 2.1) publi-
ziert, einschliesslich eines Nachtrags vom 15. Juni 2020. Die dort vorge-
schlagene Messmethode wurde in den Nachtrag vom 23. Februar 2021 zur 
Vollzugsempfehlung aufgenommen (Ziff. 5 S. 14), womit unterdessen auch 
eine publizierte Messempfehlung des BAFU besteht. Das Verwaltungs-
gericht hat sich in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 bereits zu dieser Mess-
methode geäussert und gelangte zum Schluss, dass es mit ihr gemäss den 
Angaben des BAFU und des METAS möglich sei, die Einhaltung der Grenz-
werte zuverlässig zu überprüfen, da der nachträglich hochgerechnete Wert 
(Beurteilungswert) die tatsächliche Belastung überschätze (E. 5.4 ff.). Auch 
diesen Standpunkt hat das Bundesgericht unterdessen in mehreren Urteilen 
gestützt (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 8, 1C_101/2021 vom 
13.7.2023 E. 5 und 1C_527/2021 vom 13.7.2023 E. 5), wobei es sich insbe-
sondere in BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 (E. 8.3 ff.) auch 
detailliert mit den technischen Einwänden des Beschwerdeführers befasst 
hat. Aus dem eingereichten Prüfbericht vermag der Beschwerdeführer 
sodann von vornherein nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, da sich dieser 
zur Messmethode des METAS nicht äussert. Es besteht daher auch im 
vorliegenden Verfahren kein Anlass, diese Messmethode in Frage zu stellen, 
weshalb sich das Einholen des beantragten Amtsberichts/Gutachtens bzw. 
von Messprotokollen der Beschwerdegegnerin erübrigt. Die entsprechenden 
Anträge (Beschwerde Rz. 39 f.) werden folglich abgewiesen.

4.

Der Beschwerdeführer ist weiter der Auffassung, die bewilligte Mobilfunk-
anlage gefährde die menschliche Gesundheit, weil die Anlagegrenzwerte der 
NISV für Mobilfunkbasisstationen das Vorsorgeprinzip verletzten.

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4.1 Für den Schutz der Gesundheit vor nichtionisierender Strahlung, die 
beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt wird, hat der Bundesrat die NISV 
erlassen. Diese sieht zum Schutz vor den wissenschaftlich erhärteten 
thermischen Wirkungen Immissionsgrenzwerte vor, die von der Internati-
onalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) 
übernommen wurden und überall eingehalten sein müssen, wo sich 
Menschen aufhalten können (Art. 13 Abs. 1 NISV; BGE 126 II 399 E. 3b). 
Zur Konkretisierung des Vorsorgeprinzips gemäss Art. 1 Abs. 2 und Art. 11 
Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz 
(Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01; vgl. auch Art. 74 Abs. 2 Satz 1 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]) setzte der Bundesrat ausserdem Anlage-
grenzwerte für Mobilfunkbasisstationen fest, die strenger als die Immissions-
grenzwerte sind, im Unterschied zu diesen aber lediglich an den OMEN ein-
gehalten werden müssen (Art. 4 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 Ziff. 65 NISV). Mit 
deren Festsetzung hat der Bundesrat im Hinblick auf nachgewiesene 
Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheitsmarge geschaffen (vgl. 
BGE 128 II 378 E. 6.2.2; BGer 1C_627/2019 vom 6.10.2020 E. 3.1, 
1C_576/2016 vom 27.10.2017, in URP 2018 S. 713 E. 3.5.1; zum Ganzen 
BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 5.3.2). Die entsprechende 
internationale Forschung sowie die technische Entwicklung zu verfolgen und 
gegebenenfalls eine Anpassung der in der NISV geregelten Grenzwerte zu 
beantragen, ist in erster Linie Sache der zuständigen Fachbehörden und 
nicht der Gerichte (BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023 E. 5.3.3 m.w.H.). 

4.2 Der Beschwerdeführer verweist auf eine Reihe von Studien sowie auf 
eine Gegenüberstellung der Interessengemeinschaft «Luzern für weniger 
Elektrosmog» zu einem «Faktenblatt» der Beschwerdegegnerin (act. 13A) 
und geht gestützt darauf davon aus, dass gefestigte wissenschaftliche 
Erkenntnisse zu schädlichen nicht-thermischen Wirkungen der Strahlung 
von Mobilfunkantennen vorlägen, die in den gegenwärtigen Anlage-
grenzwerten ungenügend berücksichtigt würden. So werde in verschiedenen 
Studien die Bedeutung des oxidativen Stresses hervorgehoben. Von adap-
tiven Antennen gehe darüber hinaus eine besondere Gesundheitsge-
fährdung aus, die auf die «Pulsationen» zurückzuführen sei. Weiter habe der 
wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments in einem Briefing vom Februar 
2020 festgestellt, dass die Grenzwerte keinen genügenden Schutz vor bio-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.375U, 
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logischen Schäden mehr gewährleisten könnten. Schliesslich habe eine 
Richterin des Berufungsgerichts Turin im Urteil 904/2019 vom 3. Dezember 
2019 («Romeo gegen INAIL») anerkannt, dass die Benutzung des Mobilte-
lefons ein Akustikusneurinom (gutartiger Tumor des Hör- und Gleichge-
wichtsnervs) verursacht habe (Beschwerde Rz. 49 ff.). 

4.3 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil BGer 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 ausführlich mit dem gegenwärtigen Kenntnisstand 
über die Gesundheitsrisiken der Mobilfunkstrahlung im Allgemeinen und ins-
besondere auch im Zusammenhang mit adaptiven Antennen auseinander-
gesetzt. Dabei erwog es, dass die Anlagegrenzwerte – in denen im Gegen-
satz zu den Immissionsgrenzwerten das Vorsorgeprinzip zum Ausdruck 
komme – nicht direkt auf nachgewiesene Gesundheitsgefährdungen Bezug 
nähmen, sondern nach Massgabe der technischen und betrieblichen Mög-
lichkeit sowie der wirtschaftlichen Tragbarkeit festgelegt worden seien, um 
das Risiko schädlicher Wirkungen, die zum Teil erst vermutet werden und 
noch nicht absehbar sind, möglichst gering zu halten. Auch wenn dabei auf 
wissenschaftliche Gewissheit verzichtet werde, folge daraus nicht, dass 
lediglich vorläufige wissenschaftliche oder erfahrungsbasierte Befunde den 
Massstab für die Bestimmung der konkreten Höhe des Anlagegrenzwerts 
bildeten (E. 5.3.2). Gestützt auf die Untersuchungen der Beratenden Exper-
tengruppe NIS (BERENIS) und der Arbeitsgruppe «Mobilfunk und Strah-
lung» sowie die Ausführungen des BAFU gelangte das Bundesgericht in der 
Folge unter Berücksichtigung verschiedener Studien zum Schluss, dass die 
geltenden Grenzwerte dem Vorsorgeprinzip genügten. Es bestünden keine 
Hinweise auf eine wissenschaftlich nachgewiesene oder auf Erfahrung 
beruhende Gefährdung oder Belästigung, die eine Anpassung der Grenz-
werte aufgrund der neuen Funktionsweise der adaptiven Antennen not-
wendig machen würde (E. 5.4 ff.). Diesen Befund hat das Bundesgericht 
unterdessen in weiteren Urteilen bestätigt (statt vieler BGer 1C_693/2021 
vom 3.5.2023 E. 5.1 ff., 1C_296/2022 vom 7.6.2023 E. 2.2 f., 1C_101/2021 
vom 13.7.2023 E. 6.1 ff., 1C_45/2022 vom 9.10.2023 E. 7.4 f., 1C_251/2022 
vom 13.10.2023 E. 6.2 f.).

4.4 Weder die vom Beschwerdeführer zitierten Studien und Berichte 
noch die gerügte «fehlende Unabhängigkeit von Wissenschaftlerinnen und 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.375U, 
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Wissenschaftlern, welche den Bundesrat beraten» (Beschwerde Rz. 62; 
siehe dazu auch E. 4.5 hiernach), sind geeignet, diese Rechtsprechung in 
Frage zu stellen: Das Bundesgericht hat sich in BGer 1C_101/2021 vom 
13. Juli 2023 mit den beiden erwähnten Tierstudien («NTP-Studie» und 
«Ramazzini-Studie» [vgl. Beschwerdebeilagen [BB] 10 und 11]) bereits 
auseinandergesetzt und ist zum Schluss gelangt, dass diese keine direkten 
Schlüsse auf die gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlung beim 
Menschen im Zusammenhang mit der Mobiltelefonie zuliessen (E. 6.2). In 
BGer 1C_693/2021 vom 3. Mai 2023 hat es weiter erwogen, dass das 
Briefing des wissenschaftlichen Dienstes des EU-Parlaments vom Februar 
2020 (BB 15) keinem wissenschaftlichen Konsens entspreche (E. 5.4). In 
BGer 1C_100/2021 vom 14. Februar 2023 hat es sodann keine genügenden 
Hinweise auf negative gesundheitliche Auswirkungen der vom Beschwerde-
führer als gefährlich bezeichneten Pulsation erkannt (E. 5.6). Hinsichtlich 
des oxidativen Stresses gelangte es in BGer 1C_694/2021 vom 3. Mai 2023 
(E. 5.1.4) ferner zur Auffassung, dass vertiefende Studien erforderlich seien, 
sich momentan eine Anpassung der Grenzwerte aber nicht aufdränge. In 
Bezug auf die vom Beschwerdeführer zitierte «Studie Kuster» aus dem Jahr 
2018 (Neufeld/Kuster, «Systematic Derivation of Safety Limits for Time-Va-
rying 5G Radiofrequency Exposure based on Analytical Models and Thermal 
Dose» [BB 7]) hat das Verwaltungsgericht in VGE 2020/27 vom 6. Januar 
2021 (bestätigt durch BGer 1C_100/2021 vom 14.2.2023) ausserdem 
bereits darauf hingewiesen, dass sich diese mit Strahlung in höheren Fre-
quenzbereichen befasse, als sie in der Schweiz für Mobilfunkanwendungen 
zur Verfügung stünden, und daher nicht direkt einschlägig sei (E. 7.5). Auf 
diese Entscheide kann hier verwiesen werden.

4.5 Bei dieser Ausgangslage gibt es keine Hinweise darauf, dass die 
geltenden Anlagegrenzwerte für Anlagen wie die geplante Mobilfunkbasis-
station das Vorsorgeprinzip verletzen bzw. die Gesundheit nur ungenügend 
schützen würden. Daran vermag auch das genannte Urteil des Berufungs-
gerichts Turin von 2019 nichts zu ändern, da sich dieses auf die Strahlung 
von Mobiltelefonen und nicht auf diejenige von Mobilfunkbasisstation bezieht 
(vgl. BGer 1C_100/2021 vom 14.2. 2023 E. 5.6.3). Soweit der Beschwerde-
führer die Unabhängigkeit von Mitgliedern der BERENIS und der Arbeits-
gruppe «Mobilfunk und Strahlung» mit der Behauptung in Zweifel zieht, dass 

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die gesundheitsschädigenden Auswirkungen der Mobilfunkstrahlung in den 
von ihnen mitverfassten Berichten «heruntergespielt» bzw. in unzulässiger 
Weise relativiert würden (Beschwerde Rz. 56, 61 ff.), bringt er dafür keine 
schlüssigen Argumente vor. Das Bundesgericht hat im Übrigen darauf hin-
gewiesen, dass die Unabhängigkeit der in der BERENIS vertretenen 
Expertinnen und Experten sichergestellt werde, indem das BAFU 
regelmässig die Offenlegung allfälliger Interessenkonflikte einfordere (BGer 
1C_101/2021 vom 13.7.2023 E. 6.2, 1C_375/2020 vom 5.5.2021 E. 3.4.2). 
Es sind daher keine überzeugenden Hinweise ersichtlich, wonach die von 
den Bundesbehörden eingesetzten Arbeitsgruppen ihrer Aufgabe nicht 
korrekt oder ungenügend nachgekommen wären (vgl. auch VGE 2020/27 
vom 6.1.2021 E. 7.6).

4.6 Demnach erweist sich die Rüge, das Bauvorhaben verstosse gegen 
den Gesundheitsschutz und verletze das Vorsorgeprinzip, als unbegründet.

5.

Der Beschwerdeführer bezweifelt überdies, dass die Beschwerdegegnerin 
über ein genügendes Qualitätssicherungssystem (QS-System) verfügt.

5.1 Zur Begründung macht er geltend, entgegen der Vorinstanz treffe 
nicht zu, dass ein auf konventionelle Antennen ausgelegtes QS-System 
auch adaptive Antennen kontrollieren könne. Dazu müsste das QS-System 
zwingend die Änderungen der Senderichtungen erfassen bzw. die 
«Precodings» (vordefinierte Antennendiagramme) kontrollieren können. Der 
Beschwerdeführer beantragt zudem, dass die Beschwerdegegnerin zu ver-
pflichten sei, das Audit und die Bewertung der aktuellen ISO-Zertifizierung 
ihres QS-Systems einzureichen (Beschwerde Rz. 29 ff.).

5.2 Das Bundesgericht hat sich im Grundsatzurteil BGer 1C_100/2021 
vom 14. Februar 2023 unterdessen ebenfalls eingehend mit der Tauglichkeit 
des QS-Systems der Beschwerdegegnerin zur Kontrolle von adaptiven 
Antennen auseinandergesetzt, wobei es die entsprechenden Erwägungen 
des Verwaltungsgerichts in VGE 2020/27 vom 6. Januar 2021 (E. 6) gestützt 
hat. Das Bundesgericht führte dabei insbesondere aus, dass es bisher 

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keinen Anlass gehabt habe, die Tauglichkeit des QS-Systems der Beschwer-
degegnerin grundsätzlich zu verneinen (E. 9.4); die herkömmlichen QS-
Systeme genügten laut dem BAFU, um den bewilligungskonformen Betrieb 
von adaptiven Antennen zu kontrollieren, die aufgrund einer «worst case»-
Betrachtung beurteilt worden seien (E. 9.5.3). Auch diesen Schluss hat es in 
der Zwischenzeit mehrfach bestätigt (statt vieler BGer 1C_153/2022 vom 
11.4.2023 E. 8, 1C_694/2021 vom 3.5.2023 E. 6.1 f.; 1C_527/2021 vom 
13.7.2023 E. 7; 1C_251/2022 vom 13.10.2023 E. 4).

5.3 Im Licht dieser Rechtsprechung erweist sich die Kritik des Beschwer-
deführers am QS-System der Beschwerdegegnerin als unbegründet. 
Entgegen dem Beschwerdeführer gibt es keine Hinweise, wonach das QS-
System die Richtungsabhängigkeit der Strahlung bzw. die Precodings nicht 
ausreichend berücksichtigen würde (vgl. BGer 1C_101/2021 vom 13.7.2023 
E. 4.3 f.). Unter diesen Umständen kann auf das Einfordern weiterer Belege 
bzw. des Audits zur aktuellen Zertifizierung in antizipierter Beweiswürdigung 
verzichtet werden, weshalb die entsprechenden Anträge abgewiesen 
werden (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung statt vieler BGE 144 II 427 
E. 3.1.3; BVR 2021 S. 285 E. 3.3.2; Michel Daum, a.a.O., Art. 18 N. 27 f.).

6.

6.1 Zusammengefasst ist nicht ersichtlich, inwiefern der Entscheid der 
Vorinstanz Recht verletzt haben sollte. Da insbesondere auch der vorge-
sehene Einsatz der «Beamforming»-Technologie mit den Vorgaben der 
NISV vereinbar ist, gibt es zudem keine Grundlage, um die Baubewilligung 
– wie vom Beschwerdeführer in seinem Eventualbegehren gefordert – mit 
einer Auflage zu ergänzen, wonach die neuen Sendeantennen nicht als 
adaptive Antennen im Sinn von Anhang 1 Ziff. 62 Abs. 6 NISV betrieben 
werden dürfen. Überdies hat die Bauherrschaft gemäss Art. 2 BauG grund-
sätzlich Anspruch auf eine unbelastete Bau- bzw. Nutzungsbewilligung 
(Zaugg/Ludwig, Kommentar zum bernischen BauG, Band I, 5. Aufl. 2020, 
Art. 2 N. 1, Art. 38-39 N. 15a Bst. a). Folglich ist die Beschwerde sowohl im 
Haupt- als auch im Eventualbegehren als unbegründet abzuweisen, soweit 
auf sie überhaupt einzutreten ist. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 21.02.2024, Nr. 100.2020.375U, 
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6.2 Bei diesem Verfahrensausgang hat der unterliegende Beschwerde-
führer die Kosten für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Ersatzfähige Parteikosten sind keine angefallen 
(Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 4'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer
- Beschwerdegegnerin
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
- Einwohnergemeinde Hasliberg
- Bundesamt für Umwelt

und mitzuteilen:
- Amt für Umwelt und Energie des Kantons Bern, Abteilung 

Immissionsschutz

Die Abteilungspräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

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Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.