# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 259db26b-7041-5c49-a91e-5c6c821067d3
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-07-03
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 03.07.2012 BV.2012.2
**Docket/Reference:** BV.2012.2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_BV-2012-2_2012-07-03

## Full Text

Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).;;Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR).

Beschluss vom 3. Juli 2012 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Emanuel Hochstrasser, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Patrick Robert-Nicoud,  

Gerichtsschreiberin Sarah Wirz  

   
 

Parteien 

  

A. AG, vertreten durch Rechtsanwältin Martina 

Fausch, 

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

EIDGENÖSSISCHE STEUERVERWALTUNG, 

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Beschlagnahme (Art. 46 f. VStrR) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BV.2012.2 + BP.2012.7 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die Eidgenössische Steuerverwaltung (nachfolgend "ESTV") wegen Ver-

dachts auf Hinterziehung von Verrechnungssteuern, begangen im Ge-

schäftsbereich der A. AG, gegen deren ehemaligen Verwaltungsrat ein 

Verwaltungsstrafverfahren führt (BV.2012.2, act.1.3); 

 

- im Rahmen dieses Verfahrens mit Verfügung vom 16. Februar 2012 Lie-

genschaften der A. AG beschlagnahmt wurden (BV.2012.2, act. 1.3); 

 

- die A. AG mit Beschwerde vom 20. Februar 2012 an die Beschwerdekam-

mer des Bundesstrafgerichts gelangte und die Aufhebung der Beschlag-

nahme und die Gewährung der aufschiebenden Wirkung beantragt 

(BV.2012.2, act. 1); 

 

- die ESTV in ihrer Stellungnahme vom 24. Februar 2012 um kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde ersucht (BV.2012.2, act. 2 und BP.2012.7, 

act. 2); 

 

- die A. AG in ihrer Eingabe vom 10. April 2012 an den gestellten Antragen 

festhält (BV.2012.2, act. 10); 

 

- die ESTV am 17. April 2012 mitteilte, sie ersuche um Sistierung des Ver-

fahrens, womit sich die A. AG mit Schreiben vom 26. April 2012 einver-

standen erklärte (BV.2012.2, act. 13 und act. 15); 

 

- mit Eingabe vom 31. Mai 2012 die A. AG sodann den vorbehaltlosen Rück-

zug der Beschwerde erklärte, was der ESTV am 1. Juni 2012 zur Kenntnis 

gebracht wurde (BV.2012.2, act. 17 und act. 18). 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die seit 1. Januar 2011 für das Beschwerdeverfahren im Bereich des Ver-

waltungsstrafrechts anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen keine Rege-

lung für den Rückzug einer Beschwerde und dessen Folgen mehr vorsehen 

(vgl. zu den bisher anwendbaren gesetzlichen Grundlagen beispielsweise 

den Entscheid des Bundesstrafgerichts BV.2010.79 vom 10. Dezem-

ber 2010), ein solcher aber im Rahmen der Dispositionsmaxime auch ohne 

ausdrückliche gesetzliche Grundlage zulässig ist (vgl. ZIEGLER, Basler 

Kommentar, Basel 2011, Art. 386 StPO N. 3); 

- 3 - 

 

 

 

- der Rückzug der Beschwerde den Rechtsstreit beendet, weshalb das Be-

schwerdeverfahren als erledigt von der Geschäftskontrolle abgeschrieben 

werden kann (vgl. nebst der angeführten bisherigen Praxis auch Art. 32 

Abs. 2 BGG für das Beschwerdeverfahren vor dem Bundesgericht und 

hierzu HÄRRI, Basler Kommentar, Basel 2008, Art. 32 BGG N. 16 sowie 

Entscheid des Bundesstrafgerichts BK.2011.23 vom 20. Januar 2012), 

womit sich das Nebenverfahren BP.2012.7 als gegenstandslos erweist und 

ebenfalls abzuschreiben ist; 

 

- die Gerichtskosten bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerde-

führerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG analog; vgl. hierzu den Be-

schluss des Bundesstrafgerichts BV.2011.2 vom 16. März 2011, E. 2, so-

wie den Entscheid des Bundesstrafgerichts BV.2010.77 vom 12. Janu-

ar 2011); 

 

- die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren auf das reglementarisch 

vorgesehene Minimum von Fr. 200.-- festgesetzt wird (Art. 25 Abs. 4 VStrR 

i.V.m. Art. 73 StBOG und Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundes-

strafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]). 

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Die Beschwerde (BV.2012.2) sowie das Gesuch um aufschiebende Wirkung 

(BP.2012.7) werden zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrie-

ben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 4. Juli 2012 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwältin Martina Fausch, 

- Eidgenössische Steuerverwaltung 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide der Beschwerdekammer über Zwangsmassnahmen kann innert 30 Tagen nach 
der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde geführt werden (Art. 
79 und 100 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005; BGG). Das 
Verfahren richtet sich nach den Artikeln 90 ff. BGG. 

Eine Beschwerde hemmt den Vollzug des angefochtenen Entscheides nur, wenn der Instruktionsrichter 
oder die Instruktionsrichterin es anordnet (Art. 103 BGG).