# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3a22d7e3-b7ab-51c8-840a-4aa66f3b6eb5
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Zivilkammern 19.03.2025 ZOR.2025.2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_001_ZOR-2025-2_2025-03-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Zivilgericht, 4. Kammer 

 

ZOR.2025.2  
(OZ.2024.5)  

Art. 45 

 

 

Entscheid vom 19. März 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Richli, Präsident  

Oberrichterin Massari  

Oberrichterin Hausherr         

Gerichtsschreiber Gasser 

 

 
   

Klägerin   A._____ GmbH,  

[…] 

 

    
   

Beklagte   B._____ AG,  

[…] 

vertreten durch Rechtsanwalt Stephan Groth,  

[…] 

  

 

 
 

Gegenstand  Kostenbeschwerde 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Obergericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Im Februar 2024 stellte die Klägerin beim Friedensrichteramt Kreis X ein 

Schlichtungsbegehren, in welchem sie beantragte, dass die Beklagte zu 

verurteilen sei, ihr Fr. 38'579.00 nebst Zins zu 5 % seit 14. Februar 2022 

zu bezahlen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 

Beklagten. 

 

1.2. 

Am 1. Mai 2024 erliess der Friedensrichter des Friedensrichteramts Kreis X 

die Klagebewilligung versehen mit dem Hinweis: "Sofern das Gesetz keine 

kürzeren Klagefristen vorsieht, berechtigt die Klagebewilligung nach 

Eröffnung während dreier Monate zur Einreichung der Klage beim 

Bezirksgericht Laufenburg, Gerichtsgasse 85, 5080 Laufenburg (Art. 209 

Abs. 3 und 4 ZPO). Der Klage ist die Klagebewilligung beizulegen". 

 

2. 

Am 9. Juli 2024 reichte die Klägerin beim Bezirksgericht Laufenburg unter 

Beilage der Klagebewilligung des Friedensrichteramts Kreis X vom 1. Mai 

2024 die Klage ein. Nach durchgeführtem Schriftenwechsel (inkl. Replik 

und Duplik) entschied das Bezirksgericht Laufenburg am 19. Dezember 

2024 wie folgt: 

 

" 1. 
 Auf die Klage wird aufgrund fehlender sachlicher Zuständigkeit nicht 

eingetreten. 
 
 2. 
 Die Gerichtskosten bestehen aus: 
 

a) der Entscheidgebühr von Fr. 1'000.00 
b) den Kosten der Beweisführung von Fr. 0.00 
c) den Kosten für die Übersetzung von Fr. 0.00 

 
Total Fr. 1'000.00 
 
Die Gerichtskosten werden der Klägerin auferlegt und mit ihrem 
Vorschuss von Fr. 4'830.00 verrechnet. 
 
3.1. 
Die Klägerin hat der Beklagten eine richterlich festgesetzte 
Parteientschädigung von Fr. 3'534.55 (inkl. Mehrwertsteuer von 
Fr.  264.85) zu bezahlen. 
 
3.2. 
Die Klägerin hat ihre eigenen Parteikosten selber zu tragen." 
 

 - 3 - 

 

 

3. 

3.1. 

Mit Eingabe vom 8. Januar 2025 erhob die Klägerin beim Obergericht des 

Kantons Aargau Beschwerde gegen den ihr am 7. Januar 2025 

zugestellten Entscheid des Bezirksgerichts Laufenburg vom 19. Dezember 

2024 und beantragte, dass ihr weder Kosten noch eine 

Parteientschädigung zugunsten der Beklagten auferlegt werden. Die 

Kosten seien auf die Staatskasse zu nehmen. Die Kosten des 

Beschwerdeverfahrens seien (ebenfalls) auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

3.2. 

Am 20. Februar 2025 erstattete die Beklagte die Beschwerdeantwort. Sie 

verzichtete ausdrücklich auf das Stellen von Anträgen, äusserte sich aber 

inhaltlich zur Beschwerde.  

 

 
   

Das Obergericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

Der Kostenentscheid ist mit Beschwerde nach Art. 110 ZPO anfechtbar. Da 

auch die übrigen Rechtsmittelvoraussetzungen der Beschwerde, ins-

besondere die Einhaltung der Beschwerdefrist und das Antrags- und Be-

gründungserfordernis erfüllt sind (vgl. Art. 321 Abs. 1 ZPO), ist auf die 

Beschwerde der Klägerin einzutreten.  

 

1.2. 

Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung sowie die 

offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht 

werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und 

neue Beweismittel sind ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Die 

Rechtsmittelinstanz kann aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 

ZPO). 

 

2. 

2.1. 

Das Bezirksgericht Laufenburg prüfte seine sachliche Zuständigkeit. Es 

erwog, dass die Klägerin eine Forderung betreffend Warenlieferung und 

Montage geltend mache, wobei es sich eindeutig um charakteristische 

Leistungen im Rahmen ihrer geschäftlichen Tätigkeit handle. Es liege ein 

Streitwert von über Fr. 30'000.00 vor und sowohl die Klägerin als auch die 

Beklagte seien im schweizerischen Handelsregister eingetragen. Es seien 

sämtliche Voraussetzungen für die Zuständigkeit des Handelsgerichts 

gegeben (Art. 6 Abs. 2 ZPO in der bis am 31. Dezember 2024 gültigen 

Fassung). Auf die Klage sei aufgrund fehlender sachlicher Zuständigkeit 

des Bezirksgerichts Laufenburg nicht einzutreten. Die Gerichtskosten 

 - 4 - 

 

 

auferlegte es gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO der Klägerin als 

unterliegender Partei. Aus demselben Grund verpflichtete es die Klägerin, 

der Beklagten eine Parteientschädigung von Fr. 3'534.55 (inkl. MWST) zu 

bezahlen. 

 

2.2. 

Mit Beschwerde bringt die Klägerin im Wesentlichen vor, dass Seite 3 der 

Klagebewilligung des Friedensrichteramts Kreis X vom 1. Mai 2024 den 

Vermerk enthalte, dass die Klage beim Bezirksgericht Laufenburg 

eingereicht werden müsse. Die Gerichtskanzlei hätte sie schon bei 

Einreichung der Klage darauf aufmerksam machen können und müssen, 

dass dieser rechtliche Hinweis falsch sei. Sie habe das nicht wissen 

können. Das Handelsgericht werde auf der Klagebewilligung nicht erwähnt. 

Der Fehler sei beim Friedensrichter des Friedensrichteramts Kreis X 

entstanden und durch das Bezirksgericht Laufenburg nicht schon bei 

Verfahrenseröffnung korrigiert worden. Es sei deshalb offensichtlich 

ungerecht, sie als juristische Laiin mit Kosten zu belegen. Bereits bei 

Klageeingang hätte der Fehler bemerkt werden müssen. Die entstandenen 

Kosten seien wegen fehlerhaften Verhaltens des Friedensrichters des 

Friedensrichteramts Kreis X und des Präsidenten des Bezirksgerichts 

Laufenburg daher auf die Staatskasse zu nehmen.  

 

2.3. 

Die Beklagte bringt in der Beschwerdeantwort im Wesentlichen vor, dass 

sich die Klägerin im Zuge ihrer gegen sie auf dem Rechtsweg geltend 

gemachten Forderungen anwaltlich habe vertreten lassen. Sie habe sich 

im Schlichtungsverfahren zwei Mal durch Advokat D._____ vertreten 

lassen. Es sei davon auszugehen, dass Advokat D._____ in Wahrnehmung 

seiner anwaltlichen Sorgfaltspflicht der Klägerin gegenüber aufgezeigt 

habe, dass die aargauischen Bezirksgerichte für Streitigkeiten über Fr. 

30'000.00 zwischen Handelsgesellschaften und handelsrechtlicher Art der 

Streitigkeit nicht zuständig seien. Auch wenn Advokat D._____ die Klägerin 

anschliessend offenbar nicht mehr vertreten habe, so sei ihr sein Wissen 

in Bezug auf die Zuständigkeiten oder Unzuständigkeiten anzurechnen. 

Damit sei es für die Klägerin ohne Weiteres vermeidbar gewesen, ein 

sachlich unzuständiges Gericht anzurufen. 

 

Das Bezirksgericht Laufenburg habe die eigene Zuständigkeit in einem 

ersten Schritt offenbar als nicht offenkundig unzulässig erachtet und die 

Klage der Beklagten zur Beantwortung übermittelt. Die Beklagte gehe 

davon aus, dass dieses Vorgehen im richterlichen Ermessen gestanden 

sei. Die Beklagte sei daher gehalten gewesen, eine Klageantwort zu 

erstatten. Die Klägerin habe auf die Klageantwort repliziert, weshalb die 

Beklagte dupliziert habe. Durch das Vorgehen der Klägerin seien 

naturgemäss durch sie verursachte Kosten entstanden. Selbst wenn dem 

Argument der Klägerin zuzustimmen wäre, wonach das Bezirksgericht 

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Laufenburg von Beginn an nicht auf die Klage hätte eintreten sollen, so 

dürfte dies nicht dazu führen, dass die Beklagte entschädigungslos bliebe. 

Vielmehr wäre das Bezirksgericht Laufenburg anzuweisen, der Beklagten 

eine Parteientschädigung aus der Gerichtskasse zu bezahlen.  

 

3. 

3.1. 

Der fehlerhafte Hinweis in der Klagebewilligung des Friedensrichteramts 

Kreis X vom 1. Mai 2024 (Sammelklagebeilage 3) auf das in der 

vorliegenden Sache unzuständige Bezirksgericht Laufenburg gründet wohl 

darin, dass der Friedensrichter des Friedensrichteramts Kreis X übersehen 

hatte, dass für die mit Schlichtungsbegehren im Februar 2024 (vgl. 

Klagesammelbeilage 3) geltend gemachte Forderung das 

Schlichtungsverfahren von vornherein ausgeschlossen war (Art. 198 lit. f 

ZPO i.V.m. Art. 6 Abs. 2 ZPO in der bis am 31. Dezember 2024 gültigen 

Fassung i.V.m. § 12 Abs. 1 lit. a EG ZPO) und er deshalb offensichtlich 

sachlich unzuständig war (ZÜRCHER, in: Sutter-

Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur 

Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2025, N. 6b zu Art. 59 ZPO; 

BGE 146 III 47 E. 4.2.3).  

 

Mangels sachlicher Zuständigkeit der Schlichtungsstelle war die 

Klagebewilligung des Friedensrichteramts Kreis X vom 1. Mai 2024 

ungültig (BGE 146 III 47 E. 4.2.3). Ihr kommt somit keine Wirkung zu. Für 

die hier zu klärende Frage ist in diesem Zusammenhang einzig wesentlich, 

ob die Klägerin dies erkennen konnte, mit anderen Worten, ob sie sich in 

guten Treuen auf die Richtigkeit der in der Klagebewilligung des 

Friedensrichteramts Kreis X vom 1. Mai 2024 enthaltenen Angaben 

verlassen durfte.  

 

3.2. 

3.2.1. 

Jede Person hat Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne 

Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden (Art. 9 BV). Nach 

einem allgemeinen Rechtsgrundsatz, der den von Art. 9 BV 

gewährleistenden Vertrauensschutz konkretisiert und der in bestimmten 

Gesetzesbestimmungen des Bundes (z.B. Art. 49 BGG) kodifiziert ist, 

dürfen den Parteien deshalb keine Nachteile erwachsen, wenn eine 

vorgeschriebene Rechtsmittelbelehrung fehlt oder unrichtig ist. Sie dürfen 

auch nicht unter einer unklaren oder widersprüchlichen gesetzlichen 

Regelung der Rechtswege leiden. Die rechtsunkundige Partei kann sich 

somit auf eine unrichtige Angabe der Beschwerdefrist verlassen, wenn sie 

nicht rechtskundig vertreten ist und nicht namentlich aus früheren 

Verfahren über einschlägige Erfahrungen verfügt. Dagegen kann eine 

erfahrene oder durch einen Anwalt vertretene Partei sich nicht auf eine 

unrichtige Rechtsmittelbelehrung berufen, wenn sie den Irrtum bei 

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gebührender Aufmerksamkeit hätte bemerken müssen (Urteil des 

Bundesgerichts 4A_475/2018 vom 12. September 2019 E. 5.1 m.H. = Pra 

109 [2020] Nr. 48). 

 

Diese Rechtsprechung ist auch hinsichtlich der Angaben in einer 

Klagebewilligung anzuwenden, wenngleich es sich beim Hinweis auf der 

Klagebewilligung des Friedensrichteramts Kreis X vom 1. Mai 2024, 

wonach die Klage beim Bezirksgericht Laufenburg einzureichen ist, nicht 

um eine Rechtsmittelbelehrung handelt. In der Sache geht es aber um 

dasselbe, nämlich eine Belehrung für die Weiterführung einer auf dem 

Rechtsweg anhängig gemachten Streitsache. Abgesehen davon handelt 

es sich bei der Schlichtungsbehörde um ein staatliches Organ im Sinne von 

Art. 9 BV und dem Hinweis in der Klagebewilligung demzufolge um eine 

behördliche Auskunft, womit ebenfalls der Vertrauensschutz angerufen 

werden kann, wer die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne Weiteres hat 

erkennen können (BGE 135 III 489 E. 4.4 m.H.a. BGE 131 V 472 E. 5).  

 

3.2.2. 

3.2.2.1. 

Zu prüfen ist, ob sich die Klägerin auf die unrichtige Angabe in der 

Klagebewilligung verlassen durfte. 

 

Die Klägerin war im Schlichtungsverfahren durch Advokat D._____ 

anwaltlich vertreten, welcher auch an der Schlichtungsverhandlung 

anwesend war (act. 2). Die Klagebewilligung wurde den Parteien im 

Anschluss an die Verhandlung ausgehändigt (Klagesammelbeilage 3). 

Nicht zu folgen ist der Annahme der Beklagten, wonach Advokat D._____ 

die Klägerin (wohl) darüber aufgeklärt habe, dass für die Beurteilung der 

streitgegenständlichen Forderung die aargauischen Bezirksgerichte nicht 

zuständig sein sollen. Wäre dem so, ist schlicht nicht einzusehen, weshalb 

die Klägerin dennoch die Klage beim Bezirksgericht Laufenburg einreichte. 

Vielmehr verhält es sich offensichtlich so, dass auch Advokat D._____ 

übersah, dass die Forderung zwingend und ohne vorgängiges 

Schlichtungsverfahren vor dem Handelsgericht des Kantons Aargau 

einzuleiten war, andernfalls er kaum ein bzw. mehrere 

Schlichtungsverfahren für die Klägerin angehoben hätte.  

 

Weil Advokat D._____ an der Schlichtungsverhandlung vom 1. Mai 2024, 

anlässlich welcher die Klagebewilligung ausgehändigt wurde, anwesend 

war, besteht kein Zweifel daran, dass er vom Inhalt der Klagebewilligung 

Kenntnis hatte. Da es Advokat D._____ war, welcher das 

Schlichtungsverfahren für die Klägerin einleitete, bestehen auch keine 

nennenswerten Zweifel daran, dass er nicht erkannt hat, dass der Hinweis 

auf der Klagebewilligung (Zuständigkeit des Bezirksgerichts Laufenburg) 

falsch ist. Dieses Wissen hat sich die Klägerin anrechnen zu lassen. Daran 

ändert nichts, dass sie die Klage ohne anwaltliche Vertretung beim 

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Bezirksgericht Laufenburg einreichte. Wesentlich ist, dass die Klägerin im 

Zeitpunkt der Aushändigung der Klagebewilligung vom 1. Mai 2024 noch 

anwaltlich vertreten war und mit Blick auf die sorgfältige und gewissenhafte 

Berufsausübung eines Rechtsanwalts ohne Weiteres geschlossen werden 

darf, dass Advokat D._____ diese Klagebewilligung sowie das weitere 

Vorgehen mit ihr besprochen hatte. Die Klägerin gilt deshalb in Bezug auf 

die Klageerhebung beim Bezirksgericht Laufenburg nicht als 

rechtsunkundige Partei. Da ein Anwalt bei gebührender Aufmerksamkeit 

hätte erkennen müssen, dass das Bezirksgericht Laufenburg für die 

vorliegende Streitigkeit sachlich nicht zuständig ist, bleibt der Klägerin die 

Berufung auf den Vertrauensschutz versagt (vgl. E. 3.2.1.). Die beim 

Bezirksgericht Laufenburg durch die Klageerhebung verursachten 

Gerichtskosten sind der Klägerin deshalb gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO 

aufzuerlegen. Art. 107 Abs. 1 lit. b ZPO, welcher von der Klägerin allerdings 

gar nicht angerufen wird, bleibt ihr zudem versagt. Die Beklagte war im 

Schlichtungsverfahren im Gegensatz zur Klägerin nicht anwaltlich 

vertreten, weshalb ihr auch nicht ein Verstoss gegen Treu und Glauben 

vorzuwerfen ist, weil sie erst im Klageverfahren auf die Zuständigkeit des 

Handelsgerichts des Kantons Aargau hinwies. Von der rechtsunkundigen 

Beklagten kann nicht erwartet werden, dass sie die Unzuständigkeit der 

Schlichtungsbehörde erkannte. Dies umso weniger, als nicht sie das 

Schlichtungsverfahren einleitete, sondern die anwaltlich vertretene 

Klägerin.  

 

3.2.2.2. 

Was für die Gerichtskosten gilt, hat im Ergebnis auch bezüglich der 

Parteikosten seine Richtigkeit. Bei der sachlichen Zuständigkeit eines 

Gerichts handelt es sich um eine Prozessvoraussetzung, welche das 

Gericht, vorliegend der Präsident des Bezirksgerichts Laufenburg (Art. 124 

Abs. 2 ZPO i.V.m. § 16 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 EG ZPO) von Amtes wegen 

zu prüfen hat (Art. 59 Abs. 2 lit. b ZPO i.V.m. Art. 60 ZPO). Auch wenn es 

sich empfiehlt, mit der Prüfung der Prozessvoraussetzungen möglichst früh 

einzusetzen, damit eine unnötige Behandlung der Sache unterbleibt 

(ZÜRCHER, a.a.O., N. 13 zu Art. 60 ZPO), besteht hierzu mit wenigen 

Ausnahmen [wozu die sachliche Zuständigkeit nicht gehört] keine Pflicht. 

Es besteht keine zeitliche oder verfahrensmässige Vorgabe in Art. 60 ZPO, 

aus der abgeleitet werden könnte, das Verfahren dürfe nicht fortgesetzt 

werden, bis sämtliche in diesem Stadium bzw. nach einem Zuwarten 

abklärbaren Prozessvoraussetzungen vorliegen (BGE 140 III 159 E. 4.2.4 

m.w.H.).  

 

Der (verfahrensleitende) Präsident des Bezirksgerichts Laufenburg holte 

nach Klageeingang einen Kostenvorschuss von der Klägerin ein und stellte 

nach dessen Leistung die Klage an die Beklagte zur Erstattung der 

Klageantwort zu. Nachdem die Beklagte darin die sachliche Zuständigkeit 

des Bezirksgerichts Laufenburg bestritt, beschränkte der Präsident des 

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Bezirksgerichts Laufenburg das Verfahren auf diese prozessuale Frage 

(act. 24) und holte Replik und Duplik ein. Es mag sein, dass es mit Blick 

auf die Prozesskosten ökonomischer gewesen wäre, von der Einholung 

einer Klageantwort abzusehen. Die Verfahrensleitung steht aber im 

Ermessen der Prozessleitung (BGE 140 III 159 E. 4.3), und das Vorgehen 

des Präsidenten des Bezirksgerichts Laufenburg war gestützt auf die 

obigen Ausführungen zulässig. Indem er das Verfahren nach Erstattung der 

Klageantwort auf die Frage der sachlichen Zuständigkeit beschränkte, 

blieben der Klägerin immerhin (noch) höhere Prozesskosten erspart 

(vgl.  nachfolgend). 

 

3.3. 

Zusammenfassend erweist sich die vom Bezirksgericht Laufenburg 

gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO vorgenommene Auferlegung der Gerichts- 

und Parteikosten an die Klägerin als rechtens. Das Bezirksgericht 

Laufenburg hat die Entscheidgebühr, welche bei vollständiger 

Durchführung des Verfahrens bei einem Streitwert von Fr. 58'579.00 mit 

Fr. 4'870.00 zu Buche geschlagen hätte, auf Fr. 1'000.00 reduziert. Dies 

entspricht einer Reduktion von rund 80 % und erscheint den Umständen 

angemessen. Dasselbe gilt auch bezüglich der Parteientschädigung der 

Beklagten, die das Bezirksgericht Laufenburg unter Berücksichtigung der 

maximalen Abschläge (§ 6 Abs. 2 und § 7 Abs. 2 AnwT) festsetzte 

(act.  44).  

 

4. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Klägerin die obergerichtliche 

Entscheidgebühr zu tragen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Diese ist bei einem 

Streitwert von Fr. 4'534.55 und in Anwendung von § 5 Abs. 3 GebührD auf 

Fr. 500.00 festzusetzen. Die Beklagte hat keinen Antrag auf 

Parteientschädigungen gestellt, weshalb ihr keine Entschädigung 

zuzusprechen ist. 

 

 
   

Das Obergericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von Fr. 500.00 werden 

der Klägerin auferlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

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Zustellung an: 

[…] 

 
 

 
   

Rechtsmittelbelehrung für die Beschwerde in Zivilsachen (Art. 72 ff., Art. 90 ff. BGG) 

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben werden. In 

vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Beschwerde nur zulässig, wenn der 

Streitwert in arbeits- und mietrechtlichen Fällen mindestens Fr. 15'000.00 bzw. in allen 

übrigen Fällen mindestens Fr. 30'000.00 beträgt, es sei denn, es stelle sich eine Rechts-

frage von grundsätzlicher Bedeutung oder es handle sich um einen Entscheid des Konkurs- 

und Nachlassrichters (Art. 44 Abs. 1, Art. 72, Art. 74, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 

Abs. 1 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 ff. BGG) verletzt. Ist eine Beschwerde 

nur unter der Voraussetzung zulässig, dass sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher 

Bedeutung stellt, ist auszuführen, warum diese Voraussetzung erfüllt ist. Die Urkunden, auf 

die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in den 

Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Der Streitwert des kantonalen Verfahrens beträgt Fr. 4'534.55. 

 

   

Rechtsmittelbelehrung für die subsidiäre Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG)  

 

Gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen, kann innert 30 Tagen, von der 

schriftlichen Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des Entscheides an gerechnet, die 

subsidiäre Verfassungsbeschwerde an das Schweizerische Bundesgericht erhoben 

werden, soweit keine Beschwerde nach den Artikeln 72 - 89 BGG zulässig ist (Art. 44 Abs. 

1, Art. 90, Art. 100 Abs. 1 und Art. 112 Abs. 1, Art. 113, Art. 117 BGG). 

 

Die Beschwerde ist schriftlich oder in elektronischer Form beim Schweizerischen 

Bundesgericht einzureichen (Art. 42 BGG). 

 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschriften bzw. eine anerkannte 

elektronische Signatur zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, 

inwiefern der angefochtene Entscheid verfassungsmässige Rechte (Art. 116 BGG) verletzt. 

Die Urkunden, auf die sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die 

Partei sie in den Händen hat; ebenso ist der angefochtene Entscheid beizulegen (Art. 42 

BGG). Wird gegen einen Entscheid sowohl ordentliche Beschwerde als auch 

Verfassungsbeschwerde geführt, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift 

einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG). 

 

 

 

 

 - 10 - 

 

 

   

Aarau, 19. März 2025 

 

Obergericht des Kantons Aargau 

Zivilgericht, 4. Kammer 

Der Präsident:     Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

 

Richli      Gasser