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**Case Identifier:** 3313e2ff-c339-5eea-ba5e-a87fb3d3270c
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 01.09.2025 B 2025/152
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-152_2025-09-01.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/5

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/152

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 05.01.2026

Entscheiddatum: 01.09.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 01.09.2025
Festsetzung der amtlichen Kosten und der Parteientschädigung nach 
Gutheissung durch das Bundesgericht. Art. 95 und 98 VRP (sGS 951.1). 
(Verwaltungsgericht, B 2025/152)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

 
 
Verwaltungsgericht 

Abteilung III 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 1. September 2025 

Besetzung  Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwal-

tungsrichter Engeler; Gerichtsschreiber Schmid  

   

Geschäftsnr.   B 2025/152 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 A.__, 

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Cédric-Olivier Jenoure, Bratschi 

AG, Lange Gasse 15, 4002 Basel,  

 

  gegen 

  Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,  

Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

 

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,  

Beschwerdegegner,  

 

 

  

Gegenstand  Bundesgerichtsurteil 9C_347/2024 vom 7. August 2025 betreffend 

Grundstückgewinnsteuer des Kantons St. Gallen / Rückweisung zur 

Neuverlegung der Kosten und Entschädigungen der Kantonalen 

Rechtsmittelverfahren 

 

 

B 2025/152 

 

2/4 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.   

A.__ erwarb die Liegenschaft Nr. 0000_, Grundbuch Z.__, am 1. Mai 1992 für CHF 780'000. 

Nach dem Erwerb bewohnte er die Liegenschaft bis Juli 2017 selbst und verlegte seinen 

Wohnsitz in der Folge nach Y.__. In der Folge stand die Liegenschaft leer, bis A.__ sie am 

24. Juli 2020 für CHF 1'200'000 an die B.__ AG verkaufte; der Grundbucheintrag erfolgte 

per 6. August 2020. In der Steuererklärung für Grundstückgewinne vom 21. August 2020 

deklarierte A.__ einen steuerbaren Grundstückgewinn von CHF 379'758 (Verkaufserlös 

von CHF 1'200'000 abzüglich Anlagekosten [Erwerbspreis CHF 780'000, Nebenkosten 

CHF 40'242]), beantragte jedoch einen Steueraufschub aufgrund des Erwerbs einer Ersatz-

liegenschaft. Zuvor hatte A.__ mit Kaufvertrag vom 26. Februar 2020 die Liegenschaft C.__-

weg 001_ in Y.__ erworben, wo er seit Fertigstellung des Baus im Jahr 2022 auch wohnt 

(act. G 8/6/4). 

B.  

Das kantonale Steueramt St. Gallen veranlagte den Grundstückgewinn aus dem Verkauf 

der Liegenschaft in Z.__ mit Verfügung vom 11. Juli 2022 gemäss der Deklaration vom 21. 

August 2020, liess jedoch den beantragten Steueraufschub nicht zu. Die hiergegen von 

A.__ erhobene Einsprache wies das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 18. November 

2022 ab. Dieser Einspracheentscheid wurde durch die Verwaltungsrekurskommission des 

Kantons St. Gallen (VRK) mit Entscheid vom 23. Oktober 2023 bestätigt. Das Verwaltungs-

gericht hiess die von A.__ gegen diesen Rekursentscheid erhobene Beschwerde mit Urteil 

B 2023/250 vom 15. Mai 2024 gut und wies die Sache unter Aufhebung des Rekursent-

scheids vom 23. Oktober 2023, des Einspracheentscheids vom 18. November 2022 sowie 

der Ausgangsverfügung vom 11. Juli 2022 zur Neuveranlagung der Grundstückgewinn-

steuer unter Berücksichtigung des Steueraufschubs an das kantonale Steueramt zurück. 

C.  

Die gegen das Urteil vom 15. Mai 2024 vom kantonalen Steueramt erhobene Beschwerde 

wurde vom Bundesgericht mit Urteil 9C_347/2024 vom 7. August 2025 gutgeheissen. Das 

Bundesgericht hob den Verwaltungsgerichtsentscheid vom 15. Mai 2024 auf, bestätigte den 

Einspracheentscheid des kantonalen Steueramts vom 18. November 2022 und wies die 

Sache zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen der kantonalen Rechtsmit-

telverfahren an das Verwaltungsgericht zurück. 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

 

B 2025/152 

 

3/4 

1.  

Das Bundesgericht hat die Sache zur Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen 

der kantonalen Rechtsmittelverfahren an das Verwaltungsgericht zurückgewiesen. Nach-

dem der Einspracheentscheid vom 18. November 2022 durch das Bundesgericht bestätigt 

worden ist (vgl. Bst. C hiervor), lebt die Kostenverlegung des (den Einspracheentscheid 

bestätigenden) Rekursentscheids vom 23. Oktober 2023 wieder auf. Damit ist einzig über 

die Kosten und Entschädigungen des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens neu zu befin-

den.  

2.  

Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP) hat 

in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz 

oder teilweise abgewiesen werden. Entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen 

Verfahrens 9C_347/2024, der zur Folge hat, dass der Beschwerdeführer auch im verwal-

tungsgerichtlichen Verfahren als unterliegend zu gelten hat, sind die amtlichen Kosten des 

verwaltungsgerichtlichen Verfahrens von CHF 4'000 dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, 

unter Anrechnung des von ihm in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschusses. 

3.  

Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht An-

spruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten; diese werden den am Verfahren Beteiligten 

gemäss Art. 98bis VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt. Der Beschwerdeführer 

hat zufolge Unterliegens keinen Anspruch auf Entschädigung. Vorinstanz und Beschwer-

degegner haben indessen keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 

Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98bis VRP; LINDER, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], 

Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 20 

zu Art. 98bis VRP). Beide haben denn auch auch keinen Entschädigungsantrag gestellt.  

4.  

Für diesen Entscheid sind weder amtliche Kosten zu erheben (Art. 97 VRP) noch ausser-

amtliche Kosten zu entschädigen. 

 

B 2025/152 

 

4/4 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht: 

1.  

Der Beschwerdeführer bezahlt amtliche Kosten des Beschwerdeverfahrens B 2023/250 

von CHF 4’000, unter Anrechnung des in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschusses. 

2.  

Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt. 

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		2026-01-28T04:10:15+0100
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