# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb7c540a-e4a6-5645-809a-b9da675ac27b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.08.2018 UV 2017/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2017-4_2018-08-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2017/4

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 02.08.2018

Entscheiddatum: 02.08.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2018
Art. 6 UVG: Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen für die anhaltenden Rückenschmerzen des Beschwerdeführers 
per Leistungseinstellungsdatum bejaht (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2018, UV 
2017/4).

Entscheid vom 2. August 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi            

Geschäftsnr.                                                                                                                    

UV 2017/4             

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller,

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Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war durch seine Anstellung als Hilfsbodenleger 

bei der B.___ GmbH bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen 

die Folgen von Unfällen versichert. Am 31. März 2016 meldete die Arbeitgeberin der 

Suva, der Versicherte sei am 24. März 2016 eine Treppe hinuntergefallen und habe sich 

den Rücken verletzt (Suva-act. 1). Eine Erstbehandlung hatte am Unfalltag durch Dr. 

med. C.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, stattgefunden, der im Arztzeugnis 

UVG vom 14. April 2016 die Diagnose "Kontusion LWS" sowie eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit ab 24. März bis voraussichtlich 16. April 2016 notierte und bezüglich 

Befund auf eine MRI-Untersuchung verwies (Suva-act. 6). Mit Schreiben vom 6. April 

2016 hatte die Suva der Arbeitgeberin des Versicherten mitgeteilt, dass sie für die 

Folgen des Unfalls vom 24. März 2016 die Versicherungsleistungen (Heilbehandlung 

und Taggeld) übernehmen werde (Suva-act. 2).

A.b  Am 17. April 2016 nahm der Versicherte seine Arbeit wieder auf, brach sie jedoch 

gleichentags wieder ab (Suva-act. 11). Am 19. April 2016 konsultierte er Dr. med. 

D.___, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, der ihm wieder eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestierte (Suva-act. 12, vgl. auch Suva-act. 16, 18, 24, 33). Am 1. 

Juni 2016 berichtete Dr. D.___ über die Untersuchungsergebnisse anlässlich der 

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vorgenannten Konsultation, bedachte die Notwendigkeit einer kreisärztlichen 

Beurteilung und reichte Berichte von am 19. Dezember 2014 und 31. März 2016 im 

Röntgeninstitut E.___ durch Dr. med. F.___, FMH Radiologie, von der LWS des 

Versicherten durchgeführten MRT-Untersuchungen ein. Beide Untersuchungen hatten 

eine nicht kompressive Diskushernie L4/5 zur Darstellung gebracht (Suva-act. 21 f., 

26). Mit Schreiben vom 14. Juli 2016 regte Dr. D.___ eine stationäre Rehabilitation des 

Versicherten an (Suva-act. 28).

A.c  Im Auftrag der Suva nahm Dr. med. G.___, Facharzt für Innere Medizin FMH, als 

zertifizierter Arbeitsfähigkeitsassessor (ZAFAS) beim Versicherten am 20. Juli 2016 eine 

Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vor. Er befand den Versicherten in einer angepassten 

Tätigkeit mit wechselnder Körperposition höchstens zu 50% arbeitsfähig und empfahl 

angesichts der bereits viermonatigen Krankheitsdauer trotz ambulanter Physiotherapie 

ebenfalls einen stationären Aufenthalt (Suva-act. 30).

A.d  Die Suva liess den Schadenfall darauf von ihrem Kreisarzt Dr. med. H.___, 

Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

prüfen. Gestützt auf dessen Beurteilung vom 27. Juli 2016 teilte die Suva dem 

Versicherten mit Schreiben vom 2. August 2016 mit, dass sie den Fall per 15. August 

2016 abschliessen und die Leistungen einstellen werde. Der Zustand, wie er sich auch 

ohne Unfall vom 24. März 2016 eingestellt hätte (Status quo sine), sei gemäss 

kreisärztlicher Beurteilung spätestens am 24. Mai 2016 erreicht gewesen (Suva-act. 

34).

A.e  Mit Arztzeugnis vom 24. August 2016 schrieb Dr. D.___ den Versicherten vom 1. 

bis 31. August 2016 zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 35).

A.f  Nachdem Rechtsanwalt lic. iur. D. Ehrenzeller, Teufen, für den Versicherten mit 

Schreiben vom 6. September 2016 hatte einwenden lassen, die medizinische 

Behandlung sei nicht abgeschlossen bzw. der Endzustand nicht erreicht, weshalb die 

Bezahlung des Taggeldes wieder aufzunehmen sei (Suva-act. 38), Dr. H.___ allerdings 

am 21. und 26. September 2016 an seiner Stellungnahme vom 27. Juli 2016 

festgehalten hatte (Suva-act. 40 f.), verfügte die Suva am 10. Oktober 2016 die 

Leistungseinstellung per 15. August 2016 (Suva-act. 42).

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B.   

Die am 10. November 2016 gegen die Verfügung vom 10. Oktober 2016 erhobene 

Einsprache (Suva-act. 45), mit welcher auch die Gewährung der unentgeltlichen 

Verbeiständung durch den Rechtsvertreter im Einspracheverfahren beantragt worden 

war, wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 29. November 2016 ab (Suva-act. 

48).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Ehrenzeller für den 

Versicherten (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13. Januar 2017 Beschwerde mit 

den Rechtsbegehren, der Einspracheentscheid vom 29. November 2016 sei 

aufzuheben und dem Beschwerdeführer seien die gesetzlichen UVG-Leistungen auch 

über den 15. August 2016 hinaus zu erbringen; eventualiter sei unter Aufhebung des 

angefochtenen Entscheids eine umfassende Suva-unabhängige Begutachtung 

anzuordnen; insbesondere sei dem Beschwerdeführer in Aufhebung von Ziff. 2 des 

angefochtenen Einspracheentscheids die unentgeltliche Verbeiständung im 

Einspracheverfahren zu gewähren. Dem Beschwerdeführer sei für dieses Verfahren die 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung zu gewähren, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 3. Februar 2017 beantragte die Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.c Mit Schreiben vom 4. Mai 2017 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

dem Versicherungsgericht Unterlagen für das Gesuch um unentgeltliche 

Verbeiständung ein (Gesuchsformular, zwei vorläufige Steuerrechnungen für die 

Kantons- und Gemeindesteuer 2017 und die direkte Bundessteuer 2016). Mit 

Schreiben vom 10. Mai 2017 bezeichnete das Versicherungsgericht die Einträge im 

Gesuchsformular als komplett nichtssagend und verwies auf einen 

Handelsregisterauszug des Kantons Zürich, woraus sich ersehen lasse, dass der 

Beschwerdeführer in der Lage gewesen sei, eine AG zu gründen, welcher er als 

einziges Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift vorstehe. Vor diesem 

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Hintergrund erscheine es unglaubwürdig, dass der Beschwerdeführer unfähig sein 

solle, die Kosten der Prozessführung selber zu bestreiten (act. G 12). Das Gesuch 

betreffend unentgeltlicher Verbeiständung wurde daraufhin mit Schreiben vom 10. Juli 

2017 zurückgezogen, doch wurde eingewendet, dass der Eintrag im Handelsregister 

nicht impliziere, dass bezüglich des Hauptverfahrens ab 4. Oktober 2016 ein relevanter 

Verdienst vorgelegen habe (act. G 18).

C.d Mit Replik vom 10. Juli 2017 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers an 

den übrigen Beschwerdeanträgen fest (act. G 19). Die Beschwerdegegnerin verzichtete 

auf die Einreichung einer Duplik (act. G 20 f.).

Erwägungen

1.   

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit 

der Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin per 15. August 2016.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 werden 

Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, 

und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach 

bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden daher, nachdem ein Ereignis aus dem 

Jahr 2016 zur Diskussion steht, die bis 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen 

Anwendung.

3.   

3.1  Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht 

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demnach nur für Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem 

versicherten Unfallereignis zusammenhängen (ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ 

PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.). 

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz 

gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige 

Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben 

ist, beurteilt sich nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit 

Hinweisen; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N. 58 f.; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

a.a.O., S. 4).

3.2  Ist die Unfallkausalität im Grundfall einmal mit der erforderlichen 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erst dann, wenn der Unfall nicht mehr eine natürliche und adäquate Ursache der 

weiterhin geklagten Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruhen. Im Rahmen der Prüfung des 

Dahinfallens der Leistungspflicht des Unfallversicherers genügt es mithin für die 

Bejahung des fortbestehenden natürlichen Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für 

die fragliche gesundheitliche Störung immer noch eine Teilursache darstellt. Gemäss 

Art. 36 Abs. 1 UVG werden die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen sowie die 

Taggelder und Hilflosenentschädigungen nicht gekürzt, wenn die 

Gesundheitsschädigung nur teilweise Folge eines Unfalls ist. Diese Bestimmung 

beinhaltet eine Durchbrechung des Kausalitätsprinzips für Fälle, in denen ein 

Gesundheitsschaden durch das Zusammenwirken konkurrierender, teils 

unfallbedingter, teils unfallfremder Ursachen bewirkt worden ist (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

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Abteilungen des Bundesgerichts] vom 18. Februar 2003, U 287/02, E. 4.4). Ebenso wie 

der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (LOCHER/ GÄCHTER, a.a.O., § 70 N. 58 f.; 

RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4). Da es sich um eine anspruchsaufhebende 

Tatfrage handelt, liegt die Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328; siehe ebenso BGE 117 V 261 E. 3b). Dieser 

muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen erbringen. Ebenso wenig 

geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein 

Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte Person nun bei voller 

Gesundheit sei (Urteil des Bundesgerichts vom 29. April 2008, 8C_465/2007, E. 3.1 mit 

Hinweisen). Welche Ursachen ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist unerheblich. 

Entscheidend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens 

ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind.

3.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die beklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin begründet sind. 

Ausschlaggebend für den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich 

weder die Herkunft noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 352 E. 3a). Auch Berichte und 

Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

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eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können beweistauglich sein. An die 

Beweiswürdigung der Beurteilungen versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen sind 

indes strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an deren 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 

135 V 470 E. 4.4. mit Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. 

November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts vom 3. Oktober 2008, 

8C_510/2007, E. 7.5.4). Die Rechtsprechung erachtet reine Beurteilungen aufgrund der 

Akten als beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen 

nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest stehenden medizinischen 

Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 18. Juni 2014, 9C_196/2014, E. 

5.1.1). Angesichts der obigen Darlegungen sprechen keine formellrechtlichen Gründe 

gegen den Einbezug der kreisärztlichen Aktenbeurteilungen von Dr. H.___ vom 27. Juli 

2016 (Suva-act. 31) sowie vom 22. und 28. September 2016 (Suva-act. 40 f.). Ob 

letztlich auf diese abgestellt werden kann, ist im Rahmen der nachfolgenden 

materiellrechtlichen Beurteilungen bzw. Beweiswürdigung zu prüfen.

4.   

Ein massgebender Ausgangspunkt bei der Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet der gesundheitliche 

Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Ist es durch diesen zu keinen neuen 

unfallbedingten strukturellen Schäden gekommen, trifft er aber auf einen 

vorgeschädigten Körper, kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens 

als vorübergehende oder richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustandes in 

Betracht. Eine richtunggebende Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, 

wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo sine noch der Status 

quo ante je wieder erreicht werden können (vgl. RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 

54). Bei einer lediglich vorübergehenden unfallbedingten Verschlimmerung eines 

Vorzustandes wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase 

von einer schädigenden Einwirkung des Ereignisses (Unfall) auf den Körper 

ausgegangen. Die in der Folge aufgetretenen bzw. ausgelösten Beschwerden werden 

aber nach einem bestimmten Zeitraum - trotz ihres möglichen Fortdauerns - aufgrund 

medizinischer Erfahrung nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung 

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übernimmt in diesen Fällen nur den durch das Unfallereignis ausgelösten 

Beschwerdeschub, d.h. sie hat bis zum Erreichen des Status quo sine vel ante 

Leistungen für die unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehenden 

Beeinträchtigungen zu erbringen. Als Beispiel dafür gelten insbesondere durch einen 

Unfall bzw. eine Kontusion ausgelöste Diskushernien (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, 9. Januar 2012, 8C_601/2011, E. 3.2, und 

24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; Urteil des EVG vom 14. März 2000, U 

266/99, E. 1; vgl. auch RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 55 f.) Bei einer Kontusion 

handelt es sich um eine Gesundheitsschädigung, die sich zwar durch den 

Unfallmechanismus erklären oder anhand klinisch erhobener Befunde - wie Hämatome, 

Schwellungen, Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, Muskelverhärtungen - 

objektivieren lässt, die aber in der Regel keine Dauerschäden im Sinn einer 

strukturellen Läsion bzw. einer schlecht verheilten, strukturellen Läsion mit 

fortdauernden gesundheitlichen Störungen zur Folge hat, sondern folgenlos abheilt 

(vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 

Bern 2005, S. 412; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 357). Für die 

Abgrenzung Vorzustand bzw. neue unfallbedingte strukturelle Schädigung stellt 

insbesondere der Vergleich bildgebender Untersuchungsergebnisse aus der Zeit vor 

und nach dem Unfall eine bedeutende Beweisgrundlage dar (vgl. dazu BGE 134 V 121 

E. 9, 117 V 363 E. 5d/aa; Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 

8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

5.   

5.1  Aus der Zeit vor dem Treppensturz des Beschwerdeführers vom 24. März 2016 

liegt ein MRT-Untersuchungsergebnis seiner LWS vom 19. Dezember 2014 bei den 

Akten. Der Radiologe Dr. F.___ erhob damals als Befunde eine mediane Diskushernie 

L4/5, etwas nach kaudal reichend, keine höhergradige Einengung des Spinalkanals 

oder der Neuroforamina, eine Bulging disk L5/S1, keine fokale Gefügestörung, einen 

normalen Konusstand und keine Raumforderung intraspinal. Seine Beurteilung lautete 

"nicht kompressive Diskushernie L4/5" (Suva-act. 22). Das von der LWS des 

Beschwerdeführers nach dem Treppensturz gemachte MRT vom 31. März 2016 zeigte 

laut Untersuchungsbericht von Dr. F.___ eine leichte Dehydratation der Bandscheibe 

L4/5, eine kleine mediane Diskushernie L4/5, eine bereits tangierte jedoch nicht 

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komprimierte Nerven¬wurzel L5, eine Bulging disk L5/S1, in den übrigen Niveaus der 

LWS altersentsprechend normale diskale, ligamentäre und ossäre Verhältnisse, keinen 

Frakturnachweis, keinen Nachweis eines Hämatoms perivertebral sowie keine 

Signalveränderungen des Bandapparates. Seine Beurteilung lautete auch dieses Mal 

"nicht kompressive Diskushernie" (Suva-act. 21).

5.2  Dr. H.___ stellt anhand der obigen radiologischen Untersuchungsergebnisse in 

seinen Beurteilungen vom 27. Juli und 22. September 2016 schlüssig und 

nachvollziehbar fest, dass posttraumatisch keine neuen strukturellen Veränderungen 

gegenüber den vorbestehenden Veränderungen aufgetreten seien bzw. das MRI 2016 

keine Unterschiede im Vergleich zum MRI 2014 zeige und die dargestellten 

bandscheibenbezogenen Veränderungen nicht unfallkausal seien (Suva-act. 31, 40). 

Die in der MRT-Untersuchung nach dem Unfall erhobenen strukturellen 

Gesundheitsschäden der medianen Diskushernie L4/5 und der Bulging disk L5/S1 sind 

bereits vor dem Unfall vorhanden gewesen. Diesbezüglich liegen mithin 

unbestrittenermassen und der medizinischen Erfahrung entsprechend (vgl. RKUV 2000 

Nr. U 379 S. 192, 193 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 

163/05, E. 3.1, und vom 18. Februar 2002, U 459/00, E. 3b; Medizinische Mitteilungen 

der Suva Nr. 68 [1995], S. 17) degenerative Vorzustände vor. Traumatische ligamentäre 

Läsionen oder Frakturen konnten ebenfalls nicht objektiviert werden. Dr. H.___ weist 

sodann zutreffend darauf hin, dass der MRT-Befund vom 31. März 2016 im 

Unterschied zum Vorbefund vom 19. Dezember 2014 eine Reihe von Angaben über 

nicht vorhandene pathologische Befunde enthalte. Die radiologischen Befunde sind 

hierin offenkundig und es liegt demzufolge kein - wie vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers benannter - "viel breiterer Befund" (Suva-act. 38) vor. 

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass durch das Ereignis vom 24. März 2016 keine 

neue unfallbedingte strukturelle Schädigung nachweisbar ist. Entsprechend stellten 

auch Dr. C.___ im Arztzeugnis UVG vom 14. April 2016 (Suva-act. 6) sowie Dr. G.___ im 

Untersuchungsbericht vom 20. Juli 2016 (Suva-act. 30) in Kenntnis des MRT-Befundes 

nur die Unfalldiagnose einer LWS-Kontusion bzw. Rückenkontusion.

5.3  Eine richtunggebende, mithin dauernde, unfallbedingte Verschlimmerung der 

degenerativen Gesundheitsschäden im Bereich der LWS ist laut Dr. H.___ offensichtlich 

ebenfalls auszuschliessen. Es ist eine medizinische Erfahrungstatsache, dass in diesem 

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Bereich eine richtunggebende Verschlimmerung nur dann als erwiesen gelten kann, 

wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel und das Auftreten 

bzw. die Vergrösserung von Randzacken nach einem Trauma aufzeigt (E. MORSCHER, 

in: BAUR/NIGST [Hrsg.], Versicherungsmedizin, 2. Aufl. Bern 1985, S. 191). Wie Dr. 

H.___ in seiner Beurteilung vom 21. September 2016 überzeugend feststellt, ist auch in 

diesem Zusammenhang nicht erkennbar, inwiefern aus dem MRT-

Untersuchungsbericht vom 31. März 2016 ein vom Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers als viel breiter bezeichneter Befund herauszulesen wäre. Die 

posttraumatisch erhobenen Befunde zeigen keine massive Veränderung des 

degenerativen Vorzustandes an (Suva-act. 21 f.). So wird insbesondere - 

übereinstimmend mit dem Befund "keine höhergradige Einengung des Spinalkanals 

oder der Neuroforamina" im MRT-Untersuchungsbericht vom 19. Dezember 2014 - im 

MRT-Untersuchungsbericht vom 31. März 2016 festgehalten, dass die Nervenwurzel 

L5 nicht komprimiert werde (Suva-act. 21). In der gegenüber dem MRT-

Untersuchungsergebnis vom 19. Dezember 2014 grundsätzlich neu erhobenen 

beidseitigen Tangierung der Nervenwurzel L5 ist laut Dr. H.___ ebenfalls keine 

Verschlimmerung zu sehen. Er erklärt schlüssig und überzeugend, dass lediglich eine 

unter Druck stehende Nervenwurzel Beschwerden bereite, nicht jedoch eine bloss 

tangierte Nervenwurzel. Dies werde so auch im MRT-Untersuchungsbericht zum 

Ausdruck gebracht (Suva-act. 40). Dr. F.___ hielt in beiden MRT-

Untersuchungsberichten dieselbe Beurteilung - eine nicht kompressive Diskushernie 

L4/5 - fest. Es ist davon auszugehen, dass eine sich in der Radioskopie zeigende 

richtunggebende Verschlimmerung vom Radiologen in der Beurteilung angeführt 

worden wäre. Schliesslich lassen auch die eineinhalb Jahre nach der MRT-

Untersuchung vom 19. Dezember 2014 bzw. nach dem Unfall erhobene nur leichte 

Dehydratation der Bandscheibe L4/5 und die kleine mediane Diskushernie für eine 

richtunggebende Verschlimmerung eines Vorzustandes kaum Raum. Die Feststellung 

des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers ist somit unbegründet und widerspricht 

den vorangehenden Ausführungen. Eine andere Schlussfolgerung drängt sich auch 

aufgrund der weiteren vorliegenden medizinischen Akten nicht auf.

5.4  Damit steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass 

beim Beschwerdeführer weder eine durch den Unfall vom 24. März 2016 verursachte 

neue, bleibende Gesundheitsschädigung im Sinn einer strukturellen Veränderung noch 

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eine richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands vorliegt. An 

dieser Beurteilung vermögen auch die Klagen des Beschwerdeführers über 

Ausstrahlungen ins linke Bein mit Parästhesien und eine Kraftminderung im linken Bein 

sowie die von Dr. D.___ und Dr. G.___ klinisch erhobenen Bewegungseinschränkungen 

und Druckdolenzen nichts zu ändern. Subjektive Patientenangaben, aber auch im 

Rahmen einer manuellen Untersuchung gewonnene klinische Ergebnisse gelten nicht 

als objektiv ausgewiesen, wenn sie nicht mit apparativen/bildgebenden Abklärungen 

bestätigt werden, d.h. reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und 

den Angaben des Patienten unabhängig sind (Urteil des Bundesgerichts vom 7. August 

2008, 8C_806/2007, E. 8.2). Wie dargelegt, konnte im konkreten Fall radiologisch keine 

unfallkausale Nervenkompression objektiviert werden.

6.   

6.1  Wie bereits erwähnt, ist den medizinischen Akten als unfallkausale Verletzung 

lediglich eine LWS-Kontusion bzw. Rückenkontusion zu entnehmen (Suva-act. 6, 14, 

30). Die Diagnose ist unbestritten und angesichts des in der Schadenmeldung UVG 

(Suva-act. 1) und im Arztzeugnis UVG von Dr. C.___ (Suva-act. 6) beschriebenen 

Unfallmechanismus und der laut Dr. D.___ nach dem Treppensturz sofort aufgetretenen 

Lumbalgie (Suva-act. 26) nachvollziehbar. Durch eine Kontusion der Wirbelsäule 

können - wie geschildert (vgl. Erwägung 4) - ein Vorzustand bzw. eine bisher stumme 

Diskushernie oder andere Wirbelsäulenerkrankungen ausgelöst, d.h. symptomatisch, 

werden. Dabei handelt es sich aber meistens nur um eine vorübergehende 

Verschlimmerung und die Unfallversicherung übernimmt nur den durch das 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193 E. 2a mit 

Hinweisen). Es bleibt mithin zu prüfen, ob der durch den Unfall vom 24. März 2016 

ausgelöste Beschwerdeschub im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 15. August 

2016 weiter andauerte bzw. die fortdauernden Beschwerden noch der beim Unfall 

unbestrittenermassen erlittenen LWS-Kontusion angelastet werden können.

6.2  Der Beweis des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens kann durchaus unter Bezugnahme auf 

statistische Grundlagen und medizinische Erfahrungswerte geführt werden, sofern sie 

der herrschenden Lehrmeinung entsprechen (vgl. BGE 126 V 189 E. 4c; RKUV 2000 Nr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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U 363 S. 46 E. 3a). Beim Nachweis des Zeitpunkts des Dahinfallens von Unfallfolgen 

handelt es sich um einen hypothetischen Zustand, der sich häufig nur mit 

Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, 

E. 2.2).

6.3  Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass Prellungen, 

Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

normalerweise innert kurzer Zeit, in der Regel nach sechs bis neun Monaten, 

spätestens nach einem Jahr abheilen und sich die damit verbundenen Beschwerden 

gänzlich zurückbilden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Februar 2007, U 357/06, E. 

4.6; Urteil des EVG vom 18. September 2002, U 60/02, E. 2.2 mit Hinweisen auf die 

medizinische Literatur). In den Medizinischen Mitteilungen der Suva Nr. 79 [2008], S. 

100 ff., hält der Autor E. BÄR sogar fest, dass Weichteilzerrungen bzw. -prellungen am 

Rücken (mithin Verletzungen ohne objektivierbaren strukturellen Schaden) ungeeignet 

seien, länger als einige Wochen bis wenige Monate Beschwerden zu machen, die mit 

organischen Folgen der ursprünglichen Verletzung zu erklären wären, und weist auf 

zahlreiche weitere Publikationen hin. Insofern zeichnet sich eine vorübergehende 

Verschlimmerung eines Vorzustandes im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall durch 

stetige Besserung des unfallkausalen Beschwerdeanteils aus (vgl. dazu BÄR/KIENER, 

Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule. In Medizinische Mitteilungen der 

Suva Nr. 67 [1994], S. 45). Die Rechtsprechung hat also im Falle traumatisch 

ausgelöster Wirbelsäulenpathologien den konkreten medizinischen Beleg für die 

Heilung durch die Empirie, wie sie in der medizinischen Literatur wiedergegeben wird, 

ersetzt. Medizinische Erfahrungswerte beziehen sich auf den Regelfall, d.h. auf 

medizinische Sachverhalte, die sich im konkreten Fall gleich dargestellt haben. Eine 

Ausnahme von der Regel ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich 

eben als solche präsentieren. Schliesslich spricht der Umstand, dass seit dem Unfall 

anhaltende, zu Beginn als unfallkausal taxierte Schmerzen weiterhin bestehen, nicht 

automatisch für das Fortbestehen von Unfallfolgen. Die Leistungseinstellung des 

Unfallversicherers bedingt keine Beschwerdefreiheit bzw. volle Arbeitsfähigkeit. Wie 

gesagt ist allein entscheidend, ob der durch den Unfall ausgelöste Beschwerdeschub 

seine kausale Bedeutung verloren hat (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b).

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6.4  In seinen Beurteilungen vom 27. Juli und 26. September 2016 definiert Dr. H.___ 

bei Prellungen eine Heilungsdauer von 6 bis maximal 8 Wochen und geht mithin im 

vorliegenden Fall von einem Status quo sine vel ante spätestens am 19. Mai 2016 aus 

(Suva-act. 31, 41). Mit seiner Beurteilung befindet er sich zwar im unteren Bereich des 

in der vorgängig zitierten medizinischen Literatur für den Regelfall angeführten 

Zeitrahmens. Die Beschwerdegegnerin nimmt jedoch einen Status quo sine vel ante 

erst per 15. August 2016 und damit rund 5 Monate nach dem Unfall an, wogegen 

nichts einzuwenden ist. Im vorliegenden Fall sind nämlich keine konkreten Gründe 

ersichtlich, derentwegen eine längere Heilungsdauer anzunehmen wäre. Eine vom 

Regelfall abweichende, folgenschwere Kontusion ist jedenfalls auszuschliessen. In der 

Unfallbeschreibung der Schadenmeldung UVG (Suva-act. 1), dem Arztzeugnis UVG 

von Dr. C.___ (Suva-act. 6) und der Beschwerde (act. G 1) werden im Zusammenhang 

mit dem Sturz auf den Rücken keine besonderen, erschwerenden 

Tatbestandselemente angeführt. Auch sind in den unfallnahen medizinischen Akten 

keine auf eine schwerere Kontusion hinweisenden Befunde vermerkt. Der 

erstbehandelnde Arzt Dr. C.___ vermerkte im Arztzeugnis UVG vom 14. April 2016 

lediglich Schürfungen am Ellbogen, bezüglich der LWS dagegen keine auffälligen 

Befunde (Suva-act. 6). Hervorzuheben ist weiter, dass im MRT vom 31. März 2016 kein 

Hämatom perivertebral sichtbar war, welches zumindest eine typische Kontusionsfolge 

dargestellt hätte (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 234). Auch Dr. C.___ verneinte eine 

Hämatombildung (Suva-act. 6). Dr. D.___ erhob sodann anlässlich seiner Untersuchung 

vom 19. April 2016 - abgesehen von einer Schmerzangabe beim Lasègue-Test bei 

Winkeln von 45° links und von 60° rechts - einzig einen beidseits leicht verminderten 

ASR (Achillessehnenreflex) und hielt im diesbezüglichen Bericht vom 1. Juni 2016 

ansonsten nur die vom Beschwerdeführer beklagten Beschwerden fest (vgl. dazu 

Erwägung 5.4; Suva-act. 26). Allgemein bleibt anzufügen, dass die Heilung eines 

traumatisch bedingt symptomatisch gewordenen degenerativen Vorzustandes 

fliessenden Charakter hat. Die soeben noch traumatisch bedingten Beschwerden 

lassen sich nicht von den fortan degenerativ bedingten Beschwerden unterscheiden.

6.5  Angesichts der dargelegten Sachlage ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Status quo sine vel ante im Zeitpunkt 

der Leistungseinstellung (15. August 2016) erreicht war und fortdauernde 

Rückenschmerzen auf unfallfremde, insbesondere vorbestandene degenerative 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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Faktoren zurückzuführen sind. Die Einstellung der bisherigen Leistungen auf dieses 

Datum hin und die Verneinung weiterer Leistungsansprüche erweist sich damit als 

gerechtfertigt.

6.6  Die von Dr. G.___ im ZAFAS Untersuchungsbericht vom 20. Juli 2016 (Suva-act. 

30) bestimmte 100%ige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers im angestammten 

Beruf als Plattenleger und 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit 

wechselnder Körperposition und seine - ebenfalls von Dr. D.___ am 14. Juli 2016 so 

geäusserte (Suva-act. 28) - Empfehlung einer stationären Rehabilitation vermögen 

keine weiter dauernde Unfallkausalität zu begründen. Der Grund für die Beauftragung 

von Dr. G.___ lag lediglich in der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung des Beschwerdeführers. 

Es kann nicht angehen, darin einen Anhaltspunkt für das Fortbestehen von Unfallfolgen 

zu sehen. Entscheidend ist nämlich, dass dessen Untersuchung die Bestimmung der 

Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zum Inhalt hatte ("ZAFAS" = Zertifiziertes 

Arbeitsfähigkeits-Assessment mit dem Ziel die Arbeitsfähigkeit zu ermitteln; "Gerne 

berichte ich über die Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung…" [Suva-act. 30]), hier dagegen 

die Frage der Unfallkausalität zu prüfen ist. Der Umstand, dass Dr. G.___ von einem 

Unfallversicherer beauftragt wurde, ändert nichts am Inhalt seines 

Untersuchungsberichts bzw. an dessen fehlendem Beweiswert für die Beurteilung der 

Unfallkausalität. Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass eine solche auch nicht 

aus der von Dr. G.___ gestellten Diagnose "St. n. Sturz am 24. März 2016 mit 

persistierendem lumbosponylogenen Syndrom links" abgeleitet werden kann. Laut 

ROCHE LEXIKON (a.a.O., S. 1791) handelt es sich bei einem Syndrom um ein sich 

stets mit etwa den gleichen Krankheitszeichen, d.h. einer Symptomatik mit weitgehend 

identischem „Symptommuster“ manifestierendes Krankheitsbild mit unbekannter, 

vieldeutiger, durch vielfältige Ursachen bedingter oder nur teilweise bekannter 

Ätiogenese. Mit dem lumbosponylogenen Syndrom hat Dr. G.___ mithin lediglich das 

vom Beschwerdeführer subjektiv angegebene „Symptommuster“ fassbar gemacht 

bzw. ausgesagt, dass er persistierende Schmerzen in der unteren Lumbalregion angibt, 

ohne dass darin ein objektiv erhobener unfallkausaler organischer Befund gesehen 

werden könnte. Wenn eine versicherte Person vorbringt, sie leide nach wie vor unter 

Schmerzen, verfängt diese Argumentation nur insofern, als sie damit das Vorliegen 

eines Kausalzusammenhangs behauptet. Fortdauernde Schmerzen allein können nicht 

das Andauern des Kausalzusammenhangs begründen und es obliegt - wie bereits 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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erwähnt - nicht dem Unfallversicherer zu beweisen, was die Ursache für die Schmerzen 

sein könnte, wenn es nicht der Unfall ist. Der Schmerzsyndromdiagnose kommt mithin 

nur hypothetischer Charakter zu (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 848). Eine 

Statusdiagnose sagt sodann lediglich aus, auf welchen Umstand der heutige Zustand 

zurückzuführen ist. Über die Unfallrestfolgen wird damit nichts Konkretes ausgesagt. 

Allein die Tatsache, dass bei einer versicherten Person vor dem geltend gemachten 

Unfall noch keinerlei Beschwerden im Bereich der LWS bestanden haben, reicht nicht 

aus, um von einer fortdauernden Unfallkausalität auszugehen (vgl. dazu die 

beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo propter hoc"; SVR 2008 UV Nr. 11 

S. 34 [U 290/06 E. 4.2 mit Hinweisen]; ALFRED MAURER, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 Fn 1205).

7.   

7.1  Zu prüfen bleibt der in der Beschwerde gestellte Antrag auf unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung im Einspracheverfahren (Ziff. 3). Massgebend ist dabei Art. 37 

Abs. 4 ATSG. Gemäss dieser Bestimmung wird der gesuchstellenden Person ein 

unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es erfordern. Als 

Voraussetzungen der unentgeltlichen Vertretung gelten kumulativ die finanzielle 

Bedürftigkeit, die fehlende Aussichtslosigkeit sowie die Erforderlichkeit der Vertretung. 

Die Konkretisierung der beiden erstgenannten Voraussetzungen erfolgt in prinzipieller 

Analogie zu den entsprechenden Kriterien im Gerichtsverfahren. Den höheren 

Anforderungen an eine unentgeltliche Vertretung im Verwaltungsverfahren ist insoweit 

Rechnung zu tragen, als im konkreten Fall die Erforderlichkeit der Vertretung eingehend 

zu prüfen ist. Dabei ist auf die Schwierigkeit des Falls und auf die Verfahrensphase 

abzustellen (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., 2015, Art. 37 N 37 f.). Nach der 

Konzeption des Gesetzgebers bildet die Erforderlichkeit einer anwaltlichen Vertretung 

die Ausnahme. In der Regel ist eine anwaltliche Vertretung nach Ansicht des 

Gesetzgebers also nicht erforderlich. Hinsichtlich der sachlichen Gebotenheit der 

unentgeltlichen Verbeiständung im Einspracheverfahren sind die Umstände des 

Einzelfalls, die Eigenheiten der anwendbaren Verfahrensvorschriften sowie die 

Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens zu berücksichtigen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. Februar 2008, 8C_18/2007, E. 5.1).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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7.2  Vorliegend ist weder erkennbar noch vom Beschwerdeführer geltend gemacht 

worden, dass das Einspracheverfahren besondere Anforderungen an ihn gestellt oder 

besonders komplexe Fragen beinhaltet hätte. Vielmehr beschränkte sich der 

massgebende Sachverhalt auf die Frage der Unfallkausalität noch bestehender 

Rückenbeschwerden. Es wäre dem Beschwerdeführer ohne weiteres möglich 

gewesen, sich in grundsätzlicher Weise gegen die Verfügung zur Wehr zu setzen und 

auf seine Überzeugung, seine Beschwerden seien nach wie vor unfallkausal, 

hinzuweisen. Er wäre damit ohne weiteres in der Lage gewesen, ohne Hilfe eines 

Rechtsanwaltes eine Einsprache gegen die Verfügung der Beschwerdegegnerin zu 

erheben, zumal eine Einsprache nur minimalsten formalen Anforderungen genügen 

muss. Eine Notwendigkeit einer anwaltlichen Vertretung im Einspracheverfahren ist 

damit zu verneinen. Nachdem auch eine finanzielle Bedürftigkeit des 

Beschwerdeführers nicht rechtsgenüglich ausgewiesen ist, ist auch Ziff. 2 des 

Einspracheentscheids nicht zu beanstanden.

8.   

8.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 29. November 2016 (Suva-act. 48) 

abzuweisen.

8.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

8.3  Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung im vorliegenden Beschwerdeverfahren (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

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Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.08.2018
	Art. 6 UVG: Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen für die anhaltenden Rückenschmerzen des Beschwerdeführers per Leistungseinstellungsdatum bejaht (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. August 2018, UV 2017/4).

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