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**Case Identifier:** 645bf391-b474-59a5-a857-e90ff4b19066
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-12-01
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 01.12.2014 IV 2012/281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2012-281_2014-12-01.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2012/281

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 09.06.2020

Entscheiddatum: 01.12.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 01.12.2014
Die Beschwerde wird bei einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad 
von 36% abgewiesen. Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des 
Beschwerdeführers kann auf das Gutachten eines RAD-Arztes abgestellt 
werden. Die davon abweichenden Arztberichte des behandelnden 
Rheumatologen erweisen sich als nicht überzeugend (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Dezember 2014, IV 
2012/281).

Entscheid Versicherungsgericht, 01.12.2014

Vizepräsident Ralph Jöhl, Versicherungsrichterin Karin Huber-Studerus,

a.o. Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiberin Evelyn Heiniger

Entscheid vom 1. Dezember 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Oberdorfstrasse 6, Postfach 29, 

8887 Mels,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

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betreffend

Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich am 19. Oktober 2005 zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle (IV-

act. 1). Er gab an, aufgrund eines Bandscheibenvorfalles könne er seinen Beruf als 

Bodenleger nicht mehr ausüben. Am 12. Dezember 2004 waren eine Flavektomie und 

Diskektomie L5/S1 links aufgrund einer Diskushernie vorgenommen worden (IV-

act. 12-9). Der behandelnde Neurochirurg, Dr. med. B.___, Facharzt für Neurochirurgie 

FMH, hatte dem Hausarzt am 29. Juli 2005 berichtet, er betrachte eine 

Wiederaufnahme der Tätigkeit zu 100% als kritisch (IV-act. 12-6). Der Versicherte habe 

am 15. Februar 2005 seine bisherige Tätigkeit als Plattenleger versuchsweise wieder zu 

50% aufgenommen und dabei über belastungsabhängige Lumbalgien geklagt. Erst im 

April 2005 habe der Versicherte wieder zu 50% arbeiten können. Er habe die Arbeit 

öfters unterbrechen und sich jeweils nach einem halben Tag Arbeit für ein halbe bis zu 

einer Stunde hinlegen müssen. Der Hausarzt des Versicherten, Dr. med. C.___, 

Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, hielt in seinem Arztbericht zu Handen der IV-Stelle 

fest, dass der Versicherte eigentlich einen anderen Beruf, der den Rücken weniger 

belasten würde, ausüben sollte (IV-act. 12-4). Ein am 2. Dezember 2005 

durchgeführtes MRI zeigte eine Rezidivhernie L5/S1 links, so dass am 28. August 2006 

eine weitere Operation durchgeführt wurde. Danach konnte der Versicherte seine 

Arbeit offenbar nicht wieder aufnehmen (IV-act. 19-3, 21-4, 32-7). Am 7. April 2007 war 

der Versicherte aufgrund andauernder Knieschmerzen im Spital Grabs vorstellig 

geworden. Im Arztbericht über die ambulante Konsultation wurde festgehalten, der 

Versicherte befinde sich seit ca. einem Monat in rheumatologischer Therapie wegen 

einer Psoriasis-Arthritis (IV-act. 32-5). Mit Arztbericht vom 11. August 2007 bestätigte 

Dr. med. D.___, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, zu Handen 

der IV-Stelle, dass dem Versicherten aufgrund seiner stark verminderten musko-

skelettalen Belastbarkeit die bisherige berufliche Tätigkeit definitiv nicht mehr möglich 

sei. Aufgrund der starken entzündlichen Krankheitsaktivität sei aktuell auch eine 

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körperlich leichte und optimal angepasste Tätigkeit nicht ausführbar. Es sei jedoch 

denkbar, dass im Verlaufe der Therapie eine körperlich leichte Arbeit zumindest 

teilweise wieder möglich sein werde (IV-act. 36-8).

A.b  Im Juni 2007 hatte der Regionale Ärztliche Dienst Ostschweiz (RAD) eine bidiszi­

plinäre Begutachtung vorgeschlagen (IV-act. 37-2). Die Untersuchungen erfolgten am 

22. August und am 17. September 2007 (IV-act. 47). Die psychiatrische Begutachtung 

ergab, dass beim Versicherten keine krankheitswertige psychische Störung vorlag (IV-

act. 47-4). Der rheumatologische Gutachter, Dr. med. E.___, Facharzt für Rheuma­

tologie und Innere Medizin FMH, hielt fest:

"Das arbeitsmedizinische Problem aus rheumatologischer Sicht besteht somit zum 

einen in einer entzündlichen Gelenkserkrankung, die schubweise verläuft und in 

Phasen entzündlicher Schübe die Gebrauchsfähigkeit der betroffenen Gelenke, wie 

auch, je nach Befall, die Belastbarkeit der Wirbelsäule namhaft reduziert, so dass dann 

mitunter jede Art gelenkbelastender Tätigkeit phasenweise unzumutbar wird. Zum 

anderen ist aufgrund der auch neuroradiologisch nachgewiesenen 

Abnützungserscheinungen und Operationsfolgen im Lendenwirbelsäulenbereich die 

Belastbarkeit der lumbalen Wirbelsäule für belastende Tätigkeiten in ungünstigen 

Körperhaltungen vornübergeneigt sowie in langdauernden, gleichbleibenden 

Körperpositionen und für schweres Heben und Tragen reduziert. Derzeit besteht ferner 

- bedingt durch den BWS-Befall der Spondylarthropathie - seitens des Achsenorganes 

eine zusätzliche, weitergehende Limitierung, so dass allenfalls körperlich leichteste 

Tätigkeiten vorstellbar erscheinen." (IV-act. 46-16f.)."

Gesamthaft wurden im Gutachten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit gestellt:

"1. Psoriasisarthritis und -spondylitis (ICD-10: M07.0) bei/mit

   - Daktylitis 4. Zehe rechts

   - Anamnestisch St. n. Gonarthritis rechts

   - klinisch axialem Befall und Enthesiopathie beider Fersen

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   - DD HCV-assoziierte Arthritis bei chronischer Hepatitis C

     Genotyp 3a

       2. Lumbospondylogenes Syndrom links (ICD-10: M54.4) bei/mit

   - St. n. Diskushernieoperation L5/S1 links 12/04 sowie 08/06

   - Persistierend radikulärer Reiz- und sensible Ausfallsymptomatik L5 links

3. Periarthropia coxae links (ICD-10: M24.8) bei/mit

   - St. n. Osteosynthese wegen hinterer Luxationsfraktur des Acetabulums 1998 

(ICD-10: S32.4)"

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien eine Psoriasis vulgaris und eine Hepatitis C 

(IV-act. 46-16). Zumutbar erschienen dem rheumatologischen Gutachter körperlich 

leichteste Tätigkeiten in Wechselpositionen gehend, stehend, sitzend, die je nach 

Beschwerden möglichst frei gewählt werden sollten. Voraussetzung sei aber eine 

bessere Kontrolle der entzündlichen Aktivität der Psoriasis-Arthritis. Aus rein 

rheumatologischer Sicht sei der Versicherte im bisherigen Beruf wie in allen anderen 

körperlich schweren und wirbelsäulenbelastenden Tätigkeiten derzeit und 

höchstwahrscheinlich auch künftig nicht mehr arbeitsfähig. Das vom Versicherten noch 

zu bewältigende Jobprofil sollte idealerweise im Rahmen einer geschützten Umgebung 

ausgetestet werden. Der Versicherte zeige sich integrationswillig, aktiv und motiviert.

A.c  Der zuständige RAD-Arzt erachtete das Gutachten in seiner internen Stellung­

nahme vom 21. Dezember 2007 als versicherungsmedizinisch gut nachvollziehbar 

und widerspruchsfrei. Er legte den Beginn der Einschränkungen, aufgrund der Band­

scheibenoperation, auf den 8. November 2004 fest (IV-act. 49).

A.d  In einem Telefongespräch mit der IV-Stelle am 6. Februar 2008 gab der 

Versicherte an, er habe die Taxiprüfung gemacht. Er sei in der Lage, der Tätigkeit als 

Taxichauffeur zwei bis drei Stunden täglich nachzugehen. Seiner Ansicht nach sollte es 

kein Problem sein, eine Anstellung zu finden (IV-act. 51, 52-3). Der RAD-Arzt nahm am 

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11. Februar 2008 zur veränderten Situation des Versicherten Stellung. Durch die 

Taxiprüfung habe der Versicherte praktisch eine Selbsteingliederung vorgenommen. 

Die Arbeit als Taxichauffeur entspreche einer adaptierten Tätigkeit. Aufgrund der 

vielfältigen Einschränkungen des Bewegungsapparates seien jedoch vermehrt Pausen 

angezeigt, so dass die Tätigkeit zu 75% zumutbar sei (IV-act. 53). Am 13. Februar 2008 

teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass er, nachdem er bereits die Taxiprüfung 

abgelegt habe, angemessen eingegliedert sei und daher keine 

Eingliederungsmassnahmen mehr notwendig seien (IV-act. 55).

A.e  Mit Vorbescheid vom 15. Februar 2008 kündigte die IV-Stelle die Abweisung der 

Rente an. Obwohl der Versicherte seine bisherige Arbeit als Plattenleger nicht mehr 

ausüben könne, sei es ihm zumutbar, bei einer 75%igen Arbeitstätigkeit – beispiels­

weise als Taxichauffeur – ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen (IV-

act. 60).

A.f   Am 25. Februar 2008 erhob der Versicherte Einwand gegen den Vorbescheid (IV-

act. 63).

Am 31. März 2008 folgte eine Ergänzung des Einwandes durch die procap F.___ (IV-

act. 66): Einerseits entspreche die Tätigkeit als Taxichauffeur nicht einer – vom 

Gutachter genannten – körperlich leichtesten Tätigkeit. Der Versicherte könne dabei 

seine Körperposition nicht frei wählen und es müssten überdies auch schwere 

Gepäckstücke oder Kinderwagen in den Kofferraum gehoben sowie älteren Menschen 

aus dem Fahrzeug geholfen werden. Dabei wäre der Versicherte 

sehr unergonomischen Bewegungen ausgesetzt. Andererseits habe der Versicherte die 

Tätigkeit als Taxichauffeur bereits wieder aufgeben müssen, da die Arbeitsversuche 

aufgrund der genannten Punkte fehlgeschlagen seien und da seine 

Konzentrationsfähigkeit aufgrund der Medikamente vermindert sei, wodurch das 

Risiko, aufgrund der eingeschränkten Reaktionsfähigkeit einen Unfall zu verursachen, 

zu gross gewesen sei. Der Versicherte sei daher nicht angemessen eingegliedert. 

Weiter wurde der Einkommensvergleich, mithin die Berechnung des 

Valideneinkommens, beanstandet. Es dürfe aus verschiedenen Gründen nicht auf das 

zuletzt erzielte, weit unterdurchschnittliche Einkommen abgestellt werden, 

massgebend sei der statistische Lohn als Plattenleger. Dem Einwand beigefügt war ein 

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Arztbericht von Dr. D.___ vom 20. März 2008 (IV-act. 68), wonach die entzündliche 

Aktivität der Psoriasis-Arthritis weiterhin hoch sei und damit – in Übereinstimmung mit 

dem Gutachter – die Voraussetzungen für eine berufliche Tätigkeit nicht gegeben seien. 

Die medikamentöse Behandlung habe wegen Nebenwirkungen gestoppt werden 

müssen, womit bei verminderter muskulo-skelettaler Belastbarkeit auch in einer 

optimal angepassten Tätigkeit keine verwertbare Arbeitstätigkeit bestehe.

A.g  Auf Nachfrage des RAD hin (IV-act. 71), nahm Dr. D.___ mit Bericht vom 14. Juli 

2008 detailliert zum Verlauf der gesundheitlichen Beeinträchtigung des Versicherten 

Stellung (IV-act. 73). Dabei beantwortete er vor allem die Fragen bezüglich der 

verabreichten Medikamente und deren Nebenwirkungen. Nach wie vor sei die ent­

zündliche Aktivität der Psoriasis-Arthritis hoch, so dass die Voraussetzungen für eine 

berufliche Tätigkeit nicht gegeben seien. Es bestünden ausgeprägte Einschränkungen 

axial thorako-lumbal sowie appendikulär an Händen und Füssen. Dadurch könnten 

auch leichte manuelle Tätigkeiten mit wenig Rückenbelastung nicht in einem 

verwertbaren Ausmass ausgeübt werden. Der RAD-Arzt, Dr. G.___, vertrat in seiner 

internen Stellungnahme vom 22. August 2008 die Ansicht, dass ein 

Gesundheitsschaden ausgewiesen sei, dieser jedoch nicht stabil bzw. unter weiterer 

Therapie besserungsfähig sei. Es sei eine rheumatologische Verlaufsbegutachtung 

durchzuführen (IV-act. 74).

A.h  Am 23. Juni 2009 wurde der Versicherte durch den RAD-Arzt, Dr. med. H.___, 

Facharzt für Rheumatologie/Physikalische Medizin und Rehabilitation/Innere Medizin 

FMH, untersucht (IV-act. 88). Er stellte fest, aktuell sei unter Humira keine entzündliche 

Aktivität festzustellen. Die bisherige Manifestation der Psoriasis-Arthropathie habe 

keine Schädigung am Skelett hinterlassen. Die Gelenksfunktionen seien alle erhalten. 

Während der Manifestationszeit der peripheren Aktivität sei die Funktionsfähigkeit 

vorübergehend teilweise eingeschränkt gewesen, aktuell bestehe von Seiten der 

Psoriasis-Arthropathie keine Einschränkung. Abschliessend gelangte er zur 

Einschätzung, dem Versicherten sei eine adaptierte Tätigkeit von 3¼ Stunden 

vormittags und 3¼ Stunden nachmittags (entsprechend einer adaptierten 

Arbeitsfähigkeit von 75%) zumutbar. Zu empfehlen sei eine leichte Wechselbelastung 

bis 10kg ohne Zwangspositionen, vorgeneigte oder rotierte Positionen. Das kurzzeitige 

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Heben von Koffern, beispielsweise als Taxifahrer, sei möglich und zumutbar (IV-

act. 88-11).

A.i   Mit Vorbescheid vom 23. September 2009 zeigte die IV-Stelle bei einem Inva­

liditätsgrad von 31% die Abweisung des Rentengesuchs an (IV-act. 93). Der 

Versicherte erhob am 23. Oktober 2009 Einwand (IV-act. 96). Inzwischen sei er durch 

seinen Hausarzt aufgrund der nicht nachlassenden Schmerzen an die Klinik I.___ 

überwiesen worden. Er bat darum, für die Verfügung die Untersuchungsergebnisse aus 

der Klinik I.___ abzuwarten.

A.j   Am 16. November 2009 wurde der Versicherte durch Dr. med. J.___, Oberärztin 

Rheumatologie, in der Klinik I.___ untersucht; der Arztbericht datierte vom 

29. Dezember 2009 (IV-act. 102). Dr. J.___ erachtete den Versicherten aufgrund des 

rezidivierten lumboradikulären Ausfallsyndroms als derzeit vollständig arbeitsunfähig. 

Es seien wirbelsäulennahe Infiltrationen sowie eine medikamentöse und physio­

therapeutische Behandlung vorgesehen. Sollten diese erfolglos bleiben, sei ein chirur­

gisches Vorgehen ins Auge zu fassen.

A.k  Am 8. Januar 2010 nahm ein weiterer RAD-Arzt (Dr. K.___) zur Situation des Be­

schwerdeführers Stellung (IV-act. 103). Er stellte sich auf den Standpunkt, dass die 

Schlussfolgerungen im RAD-Gutachten von Juni 2009 durch die rheumatologischen 

Untersuchungsergebnisse der Klinik I.___ nicht widerlegt würden, insbesondere weil 

sich Dr. H.___ mit den Diskrepanzen zwischen den subjektiven Schilderungen des 

Versicherten und den objektiven Befunden auseinandergesetzt habe. Die objekti­

vierbaren Befunde wichen nicht wesentlich voneinander ab, würden indes von den 

Ärzten unterschiedlich bewertet. Es könne daher weiterhin von einer 75%igen Arbeits­

fähigkeit des Versicherten ausgegangen werden.

A.l   Mit Verfügung vom 11. Januar 2010 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des 

Versicherten bei einem IV-Grad von 31% ab (IV-act. 104).

B.    

B.a  Dagegen liess der Versicherte am 9. Februar 2010 Beschwerde erheben (IV-

act. 109). RAD-Arzt Dr. K.___ kam in der Folge zum Schluss, die geplanten weiteren 

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Abklärungen in der Klinik I.___ müssten abgewartet werden, da sich daraus allenfalls 

medizinische Erkenntnisse ergäben, die bei der Berteilung der Arbeitsfähigkeit be­

rücksichtigt werden müssten (IV-act. 116). Deshalb widerrief die IV-Stelle am 4. März 

2010 die Verfügung vom 9. Februar 2010 (IV-act. 119). Am 12. März 2010 wurde das 

Verfahren vor Versicherungsgericht abgeschrieben (IV-act. 123).

B.b  Am 11. Juni 2010 erstattete Dr. D.___ einen Verlaufsbericht (IV-act. 128). Trotz 

Behandlung mit Humira sei die Psoriasis-Arthritis anhaltend und deutlich aktiv, vor 

allem im Bereich des Achsenskelettes thorako-kostal sowie der Füsse. Zudem seien 

anhaltende lumbospondylogene und zeitweise auch lumboradikuläre Schmerzen links 

vorhanden. Mit Physiotherapie und lokalen Infiltrationen könnten die 

lumbospondylogenen und lumboradikulären Schmerzen nur vorübergehend und 

teilweise gemindert werden. Es sei prognostisch nicht mit einer Verbesserung des 

Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit zu rechnen.

B.c  In ihrem Verlaufsbericht vom 29. Juni 2010 (IV-act. 130) hielt Dr. J.___ fest, bei der 

Arbeit als Taxichauffeur würden sich die Psoriasis-Arthritis und das residuelle 

sensomotorisch radikuläre Syndrom L5 links einschränkend auswirken. Es bestünden 

Einschränkungen bezüglich längeren Sitzens und beim Heben und Tragen von Lasten. 

Im Zeitpunkt der letzten Untersuchung (22. Februar 2010) habe nicht mit der 

Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden können. Es sei aber nicht 

auszuschliessen, dass sich durch die empfohlenen Therapiemassnahmen 

Eingliederungsmöglichkeiten ergäben. Angesichts der Komorbiditäten und der 

langandauernden Arbeitsunfähigkeit sei dies aber doch eher unwahrscheinlich. 

Allenfalls könnte eine schrittweise Eingliederung als Taxichauffeur möglich sein. Zudem 

sollte ein den Beschwerden angepasster, schrittweiser und zeitlich limitierter 

Arbeitseinsatz (z.B. initial 2h/Arbeitstag) mit der Möglichkeit zu Pausen vor allem 

zwischen den Fahreinsätzen ermöglicht werden. Dabei sollte das Heben/Tragen von 

Lasten (Koffern) vermieden werden.

B.d  In einer internen Stellungnahme vom 13. Juli 2010 (IV-act. 131) hielt der RAD-Arzt 

(Dr. K.___) fest, im Nachhinein müsse festgehalten werden, dass die Tätigkeit als 

Taxifahrer keine optimal adaptierte Tätigkeit für den Versicherten gewesen sei. Es 

seien, wie auch aus dem Bericht der Klinik I.___ hervorgehe, momentan keine 

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quantitativen Angaben zur adaptierten Arbeitsfähigkeit möglich. Die abweichende 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D.___ sei durch seine Nähe als Behandler 

zum Patienten zu erklären, der eher geneigt sein dürfte, die subjektive Einschätzung 

des Versicherten zu übernehmen. Daher erachtete der RAD eine berufliche Abklärung 

zur Überprüfung der vorhandenen Ressourcen des Versicherten als angezeigt.

B.e  Anschliessend wurde eine BEFAS-Abklärung in die Wege geleitet (IV-act. 138). Die 

Abklärung im Kompetenzzentrum für berufliche Integration L.___ (nachfolgend L.___) 

wurde vom 27. September bis 8. Oktober 2010 durchgeführt (IV-act. 143). Die 

Berufsberaterin hielt im Bericht fest, es hätten sich keine konkreten behinderungs-

angepassten Tätigkeiten ermitteln lassen. Das ständig gezeigte Schmerzgebaren habe 

bei allen Beteiligten einige Fragen bezüglich der Belastbarkeit des Versicherten offen 

gelassen. Er habe das Schmerzverhalten aber auch gezeigt, wenn er sich vermutlich 

nicht beobachtet gefühlt habe. Sie hätten keinen Eingliederungswillen des Versicherten 

erkennen können und an beruflichen Gesprächen zur Ermittlung zusätzlicher Ideen sei 

er nicht weiter interessiert gewesen. Es könne daher auch kein konkreter 

Eingliederungsplan vorgeschlagen werden. Eine Aussage über seine kognitiven 

Fähigkeiten könne angesichts der deutlichen Hinweise auf die gleichgültige und 

flüchtige Arbeitsweise bei den durchgeführten Tests nicht erfolgen. Die reguläre 

Arbeitszeit habe 7½ Stunden von Montag bis Donnerstag und 4 Stunden am Freitag 

betragen, wobei der Versicherte diese an keinem einzigen Arbeitstag eingehalten habe, 

so dass sich seine Arbeitszeit auf 5½ Stunden täglich verringert habe. Bereits am 

Eintrittstag habe der Versicherte zu erkennen gegeben, dass er gar nicht in den L.___ 

gewollt und sich als nicht arbeitsfähig betrachtet habe. Die zuständige Arbeitsagogin 

schrieb, verbal und nonverbal stünden die Schmerzen andauernd im Vordergrund. In 

ständiger Unruhe habe der Versicherte mit grossem Schmerzgebaren seine 

Arbeitsposition ungefähr alle 10 Minuten verändert. Die Tests und Arbeitsproben habe 

er gleichgültig und flüchtig ausgeführt. Kurz vor seinem Austritt sei ihm vorgeschlagen 

worden, seine Restarbeitsfähigkeit für Kurierdienste mit dem Auto einzusetzen. Der 

Versicherte habe dies wegen der Einnahme seiner Medikamente als zu gefährlich 

abgelehnt. Er habe kategorisch erklärt, er sei nicht arbeitsfähig. Alle, die mit ihm 

gearbeitet hätten, hätten den Eindruck gehabt, er wolle die Abklärung einfach 

möglichst schnell hinter sich bringen. Eine seiner häufigsten Aussagen sei gewesen, er 

habe keine Nerven für diese Arbeit. Bei den unterschiedlichen Arbeiten habe sich an 

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keinem Tag eine Tagesleistung von mehr als 30% ergeben. Ein anderer Arbeitsagoge 

schrieb, es sei sehr schwierig gewesen, mit dem Versicherten eine ganze Woche zu 

arbeiten. Er habe zu jeder Arbeit überredet werden müssen und er habe den ganzen 

Tag zeigen wollen, dass er nicht mehr arbeiten könne. Bei den meisten Arbeiten habe 

er ausführlichste und mehrmalige Anleitung mit Vorzeigen gebraucht. Der begleitende 

Arzt hielt fest, bei körperlich leichten und den Rücken wie die Gelenke wenig 

belastenden Tätigkeiten sei es dem Versicherten möglich gewesen, ca. 5½ Stunden 

täglich am Arbeitsplatz anwesend zu sein, dies unter Zusprache je einer Stunde Pause 

am Morgen und am Nachmittag. Er sei bei manuellen Tätigkeiten auf Tischhöhe mit der 

Möglichkeit des Einnehmens von Wechselpositionen eingesetzt worden (bei Bedarf 

Abstützmöglichkeit der Vorderarme auf der Arbeitstischfläche). Während der Präsenz 

am Arbeitsplatz sei der Versicherte jeweils nur während kurzer Zeit einsetzbar 

gewesen, dies wegen stets ausgeprägten Schmerzexazerbationen im Bereich der Hand 

und Fingergelenke und gelegentlich auch mit verstärkten, vom Kreuz ausgehenden 

Schmerzen, was zu teilweise längeren Arbeitsunterbrüchen mit Lockerungsübungen 

geführt habe. Die resultierenden Arbeitsleistungen hätten bestenfalls 30% einer 

Tagesarbeitsleistung unter Verwertung bei erhöhtem Zeitaufwand entsprochen. Ob 

eine Teilarbeitsfähigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt ausgeführt werden könne, sei 

nicht schlüssig zu beantworten. Der Arzt empfahl eine Haushaltabklärung, da der 

Versicherte seine Schaffenskraft im Haushalt mit Betreuung der Tochter seiner 

Partnerin am besten eingesetzt sehe.

B.f   Die Eingliederungsberaterin hielt fest, da sich der Versicherte subjektiv nicht 

arbeitsfähig fühle, seien Eingliederungsmassnahmen nicht sinnvoll. Sie schloss den Fall 

deshalb am 22. November 2010 ab (IV-act. 145). Am 23. November 2010 teilte die IV-

Stelle dem Versicherten mit, dass aufgrund seiner subjektiv empfundenen 

Arbeitsunfähigkeit keine Arbeitsvermittlung möglich sei (IV-act. 147).

B.g  Am 29. August 2011 erstattete Dr. D.___ einen Verlaufsbericht (IV-act. 151). Die 

Psoriasis-Arthritis und -Spondylitis sei unter Humira vor allem im Bereich des 

Achsenskelettes thorako-kostal sowie der Füsse anhaltend deutlich aktiv. Zudem be­

stünden trotz regelmässiger Physiotherapie und täglichem Heimübungsprogramm an­

haltend lumbospondylogene und zweitweise lumboradikuläre Schmerzen links. Es sei 

prognostisch nicht mit einer Verbesserung des Gesundheitszustandes bzw. der 

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Arbeitsfähigkeit zu rechnen. Ein Bericht der Gastroenterologie/Hepatologieabteilung 

des Kantonsspitals St. Gallen vom 20. Dezember 2011 hielt fest, aktuell bestünden aus 

hepatologischer Sicht keine Einschränkungen für die spätere Leberfunktion und die 

Arbeitsfähigkeit. Der Versicherte werde zweimal jährlich kontrolliert (IV-act. 158).

B.h  Am 11. Januar 2012 nahm RAD-Arzt Dr. M.___ zur Situation des Versicherten 

Stellung (IV-act. 159). Er hielt fest, die Berichte würden nicht dafür sprechen, dass sich 

der Gesundheitszustand des Versicherten gegenüber den Vorberichten verschlechtert 

habe. Dazu fehlten objektive Befunde im Bericht von Dr. D.___. Aus RAD-Sicht werde 

der Versicherte folglich als zu 75% adaptiert arbeitsfähig eingeschätzt.

B.i   Mit Vorbescheid vom 3. Mai 2012 kündigte die IV-Stelle erneut die Ablehnung des 

Rentengesuchs an (IV-act. 163). Dagegen liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter am 7. Juni 2012 einwenden (IV-act. 167), die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung des RAD von 75% widerspreche den Berichten von 

Dr. D.___ und der Klinik I.___. Auch die BEFAS-Abklärung in L.___ habe zu einem 

anderen Ergebnis geführt. Bei geeigneten Arbeitsbedingungen resultiere bestenfalls 

eine Arbeitsleistung von 30%. Im Übrigen scheine eine Chronifizierungstendenz, 

insbesondere der Rückenproblematik, vorzuliegen. Dem Einwand beigefügt war ein 

Bericht von Dr. D.___ vom 3. Juni 2012 (IV-act. 167-20) zu Handen des 

Rechtsvertreters des Versicherten, worin festgehalten worden war, medizinisch habe 

sich nichts verändert. Mit Humira-Behandlung, Physiotherapie und wiederholenden 

Injektionen mit Kortikosteroid/Lokalanästhetikum sei es möglich, den 

Gesundheitszustand soweit zu erhalten, dass der Versicherte selbständig bleiben und 

die Aktivitäten des täglichen Lebens ausüben könne. Es sei jedoch nicht möglich, dass 

im realen Leben eine verwertbare Arbeitsfähigkeit auch in einer optimal angepassten 

Tätigkeit erzielt werden könne. Die Behauptung, dass eine 75%ige Arbeitstätigkeit 

möglich wäre, gehe von irgendwelchen nicht nachvollziehbaren medizinisch-

theoretischen Überlegungen aus, die mit dem realen Leben nichts zu tun hätten. Dabei 

sollten seiner Ansicht nach auch die chronischen Schmerzen stärker gewichtet werden. 

Der Rechtsvertreter des Versicherten wandte weiter ein, es sei auch nicht ausgewiesen, 

dass der Versicherte seine allenfalls verbleibende Leistungsfähigkeit tatsächlich 

verwerten könne. Nach dem Schlussbericht aus L.___ habe sich keine konkrete 

behinderungsangepasste Tätigkeit ermitteln lassen und es habe kein konkreter 

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Eingliederungsplan vorgeschlagen werden können. Die Möglichkeit der Tätigkeit im 

Haushalt habe sich inzwischen auch zerschlagen, da die Partnerschaft im letzten 

Sommer auseinander gegangen sei und der Versicherte seither allein lebe. Schliesslich 

sei beim Invalideneinkommen nur ein Teilzeitabzug von 8% vorgenommen worden, 

effektiv sei aber ein zusätzlicher Leidensabzug gerechtfertigt. Da der Versicherte in 

seiner letzten Tätigkeit Schwerarbeit verrichtet habe, da er nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens aber auch für leichte Arbeiten nur beschränkt einsatzfähig sei 

und da er seit Jahren keine Erwerbstätigkeit mehr ausgeübt habe, sei ein Abzug von 

mindestens 20% angemessen.

B.j   Mit Verfügung vom 3. Juli 2012 wies die IV-Stelle das Rentengesuch des 

Versicherten ab (IV-act. 169). Sie führte zur Begründung an, der beurteilende RAD-Arzt 

habe die Berichte von Dr. D.___ und das Abklärungsergebnis von L.___ in seine 

Einschätzung mit einbezogen. Die BEFAS-Abklärung habe ergeben, dass kein 

Eingliederungswille vorhanden gewesen sei, weshalb wohl eine reale Einschätzung der 

tatsächlichen Leistungsfähigkeit schwierig gewesen sei. Ein Leidensabzug könne 

höchstens im Rahmen von 10% gewährt werden, aber selbst dann werde kein IV-Grad 

von mindestens 40% erreicht.

C.    

C.a  Gegen die Verfügung vom 3. Juli 2012 richtete sich die vorliegend zu behandelnde 

Beschwerde vom 14. August 2012 (act. G 1). Der Beschwerdeführer liess durch seinen 

Rechtsvertreter beantragen, die Verfügung sei aufzuheben und ihm sei eine 

Invalidenrente zuzusprechen. Zur Begründung führte er an, die Beschwerdegegnerin 

habe sich für die Beurteilung auf das Gutachten des RAD-Arztes Dr. H.___ gestützt. 

Dieser habe eine Diskrepanz zwischen den objektivierbaren Befunden und den 

Beschwerden des Beschwerdeführers festgestellt, welche in der Folge zulasten des 

Beschwerdeführers ausgelegt worden sei. Effektiv seien aber die Befunde bei der 

Untersuchung durch Dr. H.___ nicht vollständig erhoben worden. Eine umfassende 

Abklärung sei erst durch Dr. J.___ in der Klinik I.___ erfolgt. Dr. J.___ sei von einem 

doch recht komplexen Fall ausgegangen. Sie habe den Beschwerdeführer aufgrund 

des lumboradikulären Ausfallsyndroms zur Zeit der Untersuchung als arbeitsunfähig 

eingeschätzt. Die von der IV-Stelle angenommene Arbeitsfähigkeit von 75% sei damit 

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nicht ausgewiesen. Der Beschwerdeführer leide auch an gesundheitlichen Problemen 

im Zusammenhang mit der Psoriasis-Arthritis, welche die IV-Stelle aber nicht 

berücksichtigt habe. Dr. H.___ sei in seiner Beurteilung davon ausgegangen, dass die 

bisherige Manifestation keine Schädigung am Skelett hinterlassen habe und dass unter 

Humira aktuell keine entzündliche Aktivität festzustellen sei, wodurch von dieser Seite 

her keine Einschränkung in einer adaptierten Tätigkeit bestehe. Der behandelnde Arzt 

hingegen habe die Psoriasis-Arthritis trotz der Behandlung mit Humira klinisch 

weiterhin als deutlich aktiv betrachtet. Die Entzündung lasse sich auch im Labor 

nachweisen. In dieser Situation sei eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gegeben. 

Auch aus der BEFAS-Abklärung habe sich gezeigt, dass bestenfalls eine 30%ige 

Leistungsfähigkeit resultiere. Weiter sei nicht ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer 

seine verbleibende Leistungsfähigkeit tatsächlich verwerten könnte.

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (act. G 7). Sie machte geltend, 

die Ergebnisse der BEFAS-Abklärung könnten nicht als Grundlage für die Beurteilung 

dienen, da beim Beschwerdeführer kein Eingliederungswille erkennbar gewesen sei 

und da er an Gesprächen zur Ermittlung beruflicher Möglichkeiten nicht interessiert 

gewesen sei. Überdies sei der RAD auch nach der Sichtung der neusten Berichte der 

Ansicht gewesen, dass die bereits früher festgestellte Arbeitsfähigkeit von 75% 

massgebend sei. Es hätten sich gegenüber den früheren Beurteilungen keine neuen 

Befunde erheben lassen, weshalb an der bisherigen Einschätzung festgehalten werden 

könne. Die Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit seien nicht derart erschwerend 

oder aussergewöhnlich, dass sich ein Abzug von 20% vom Tabellenlohn rechtfertigen 

würde. Ein höherer Abzug als 15% lasse sich sicherlich nicht rechtfertigen. Selbst 

dabei würde kein rentenbegründender IV-Grad erreicht.

C.c  Am 15. November 2012 wurde dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für 

das vorliegende Verfahren entsprochen (act. G 8).

C.d  Mit Replik vom 27. November 2012 (act. G 11) liess der Beschwerdeführer darauf 

hinweisen, dass die letzte Untersuchung durch den RAD im Juni 2009 stattgefunden 

habe und die jüngste RAD-Stellungnahme eine reine Aktenbeurteilung sei. Schon 2009 

hätten weder das bidisziplinäre Gutachten aus dem Jahr 2007 noch die RAD-

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Untersuchung zu überzeugen vermocht. Seither lägen durchgehend abweichende 

ärztliche Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit vor, welche auf eingehenden 

Untersuchungen des Versicherten beruhten. Der Invaliditätsschätzung sei eine 

Leistungsfähigkeit von bestenfalls 30% zugrunde zu legen. Auch der von der 

Beschwerdeführerin in der Beschwerdeantwort akzeptierte Leidensabzug von 7% 

(zusätzlich zum Teilzeitabzug von 8%) sei nach wie vor zu tief. Es rechtfertige sich 

insgesamt ein Abzug von mindestens 20%.

C.e  Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 17. Dezember 2012 auf eine Duplik 

(act. G 13).

Erwägungen:

1.      Mit der angefochtenen Verfügung vom 3. Juli 2012 hat die Beschwerdegegnerin 

das Leistungsgesuch des Beschwerdeführers vom 19. Oktober 2005 abgewiesen. Zu 

beurteilen ist der Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeitpunkt des Erlasses dieser Ver­

fügung entwickelt hat. Dieser Sachverhalt reicht in eine Zeit vor Inkrafttreten der 5. IV-

Revision am 1. Januar 2008 zurück. Da die Anmeldung zudem vor dem Inkrafttreten 

des geltenden Rechts eingereicht worden ist, richtet sich ein allfälliger Rentenbeginn 

nach dem aufgehobenen Recht (aArt. 29 Abs. 1 IVG; aArt. 48 Abs. 2 IVG: Leistungen 

können für die zwölf der Anmeldung vorangehenden Monate ausgerichtet werden).

2.      Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht 

Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% 

Anspruch auf eine Viertelsrente. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die 

Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 

ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 

Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 

versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die 

ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

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261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

3.      Zunächst ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.

3.1   Unbestritten und auch bereits im ersten Gutachten durch Dr. E.___ bestätigt ist 

die Tatsache, dass der Beschwerdeführer in allen die Wirbelsäule belastenden und 

körperlich schweren Tätigkeiten nicht mehr arbeitsfähig ist (IV-act. 46-17). Damit ist 

ihm auch seine angestammte Tätigkeit als Bodenleger nicht mehr möglich. Für 

zumutbar hielt der Gutachter lediglich körperlich leichte Tätigkeiten in 

wirbelsäulenadaptierten, gelenkschonenden Wechselpositionen. Allerdings hat er sich 

nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer solchen, adaptierten Tätigkeit geäussert.

3.2   Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf das Gutachten des RAD-

Arztes Dr. H.___ vom 31. August 2009 (IV-act. 88), welches dem Beschwerdeführer 

eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit bescheinigte. Dr. H.___ 

wiederum stützte sich bei seiner Einschätzung unter anderem auf das am 10. Juli 2009 

im Kantonsspital Graubünden erstellte Szintigramm (IV-act. 86-6). Dieses zeigte keine 

Veränderungen gegenüber den bereits vorliegenden Voraufnahmen aus den Jahren 

2004 und 2007. Sowohl an der BWS, der LWS, im Bereich des Beckens als auch an 

Füssen und Händen zeigten sich keine für eine Psoriasis typischen Veränderungen. 

Dr. H.___ hielt im Gutachten fest, es hätten klinisch keine entzündlichen Veränderungen 

vorgelegen und die Funktionsfähigkeit der peripheren Gelenke sei uneingeschränkt 

gewesen. Zudem sei keine entzündliche Aktivität im Labor mehr nachweisbar gewesen. 

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Die bisherige Manifestation der Psoriasis-Arthropathie habe auch keine Schädigungen 

hinterlassen. Die Dysfunktionen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule müssten 

als mechanisch bedingt durch die Wirbelsäulenproblematik gewertet werden. Von 

Seiten der Psoriasis-Arthropathie bestehe aktuell keine Einschränkung in einer 

adaptierten Tätigkeit. Die Arbeitsunfähigkeit aufgrund des Wirbelsäulenproblems 

betrage 25%. Diese Beurteilung erscheint, gestützt auf die Laborbericht und das 

Szintigramm als verständlich und einleuchtend.

3.3   Dieser grundsätzlich überzeugenden Beurteilung steht die Einschätzung des be­

handelnden Rheumatologen Dr. D.___ entgegen, der den Beschwerdeführer auch in 

einer optimal angepassten Tätigkeit als nicht arbeitsfähig einschätzte (Arztbericht vom 

20.03.2008, IV-act. 68). Die entzündliche Aktivität der Psoriasis-Arthritis sei weiterhin 

so hoch, dass die Voraussetzungen für eine berufliche Tätigkeit nicht gegeben seien 

(Arztbericht vom 14.07.2008, IV-act. 73). Auch im September 2009 betrachtete 

Dr. D.___ laut seinem Bericht die Psoriasis-Arthritis trotz Behandlung klinisch weiterhin 

als deutlich aktiv mit schmerzhaften Enthesopathien. Die Entzündung lasse sich auch 

im Labor nachweisen. Das Skelettszinitgramm (vom 10.07.2009) schliesse zwar aktive 

Synovitiden weitgehend aus, sei aber für den Nachweis von aktiven Enthesopathien 

sicher nicht zu 100% sensitiv (IV-act. 111). Auch in seinen jüngeren Verlaufsberichten 

vom 11. Juni 2010 (IV-act. 128) und vom 29. August 2011 (IV-act. 151) hielt Dr. D.___ 

fest, dass trotz Behandlung mit Humira die Psoriasis-Arthritis anhaltend deutlich aktiv 

sei. Zu dieser Einschätzung von Dr. D.___ hatte Dr. H.___ festgehalten, eine periphere 

Manifestation im Rahmen der Psoriasis im Bereich des Skeletts sei unbestritten, die 

Manifestation habe aber mittels Humira erfolgreich behandelt werden können. 

Dr. D.___ habe eine Psoriasis-Spondylitits klinisch im Bereich des thorakolumbalen 

Wirbelsäulenabschnittes vermutet, was weder szinitigraphisch noch radiologisch 

dokumentiert gewesen sei. Diese These könne nun anhand der Skelettszinitgraphie 

aufgegeben werden. Der Einschätzung von Dr. D.___ kann daher nicht gefolgt werden. 

Er legte keine Laborberichte bei, welche die behauptete entzündliche Aktivität der 

Krankheit ausgewiesen und damit seine Einschätzung gestützt hätten. Dr. H.___ 

indessen stützte sich auf Laborberichte, in denen keine entzündliche Aktivität mehr 

ausgewiesen worden war. Es ist daher nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der 

Beschwerdeführer durch die Psoriasis-Arthritis noch beeinträchtigt war. Wie Dr. H.___ 

zutreffend festgehalten hat, sind weitere IV-fremde Faktoren wie z.B. die Tendenz des 

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Versicherten zur Symptomausweitung oder Fragen des Arbeitsmarktes IV-rechtlich 

nicht als leistungsmindernd zu berücksichtigen.

3.4   Am 15. Dezember 2009 berichtete Dr. J.___, magnetresonanz-tomographisch 

seien keine frischen entzündlichen Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule bzw. ISG 

nachgewiesen worden (IV-act. 102-10). Im Bericht vom 29. Dezember 2009 hielt 

sie fest, zurzeit bestehe beim Beschwerdeführer vor allem aufgrund des rezidivierten 

lumboradikulären Ausfallsyndroms eine Arbeitsunfähigkeit (IV-act. 102-3). Wie auch 

Dr. H.___ geht Dr. J.___ folglich davon aus, dass der Beschwerdeführer durch die 

Psoriasis-Arthritis in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt ist. Beide sehen eine 

Verminderung der Arbeitsfähigkeit nur durch die Wirbelsäulenproblematik bedingt.

3.5   Es fällt auf, dass die vom Beschwerdeführer subjektiv empfundenen Beschwerden 

objektiv nicht genügend nachweisbar waren. Der RAD-Arzt Dr. K.___ hielt in seiner 

internen Stellungnahme vom 8. Januar 2010 fest (IV-act. 103), das Ganzkörper MRI 

(vom 23.11.2009) habe keine entzündlichen Veränderungen an der Wirbelsäule bzw. an 

den ISG dargestellt und auch die Laboruntersuchung habe keine nennenswerte 

Erhöhung der Entzündungsparameter gezeigt. Eine wesentliche entzündliche 

Manifestation der bekannten Psoriasis im Achsenskelett sei somit weitgehend 

ausgeschlossen. Weiter wies er auf die unterschiedliche Bewertung durch die Ärzte hin. 

Dr. H.___ habe in seinem Gutachten auf eine Diskrepanz zwischen den objektivierbaren 

Befunden und dem Ausmass der Beschwerden hingewiesen und Zeichen einer 

Symptomausweitung festgehalten. Es bestehe einerseits eine Diskrepanz zwischen 

klinischer Untersuchung und radiologischem Befund und andererseits könne auch das 

Verhalten des Beschwerdeführers bei der direkten Untersuchung und sein Verhalten 

vor bzw. nach der Untersuchung nicht miteinander in Einklang gebracht werden. Eine 

entsprechende Würdigung fehle im Bericht von Dr. J.___, obwohl auch hier die 

subjektiven Beschwerden nicht genügend durch objektivierbare Befunde erklärt 

werden könnten. Dr. H.___ habe festgehalten, dass aufgrund der klinischen 

Untersuchung und der radiologischen Befunde eine partielle Einschränkung der 

Funktionsfähigkeit nachweisbar und plausibel sei, jedoch nicht in dem Ausmass wie 

vom Beschwerdeführer geäussert. Der Analgetikakonsum halte sich in bescheidenem 

Rahmen und die Alltagsfunktionen seien nur leicht eingeschränkt. Bei einer 

rückenadaptierten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer nur leicht eingeschränkt, wobei 

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eine Leistungsfähigkeit von 75% gegeben sei. Diese Schlussfolgerungen könnten 

durch die Untersuchungsergebnisse in der Schulthessklinik nicht widerlegt werden. Es 

könne daher weiterhin von einer 75%igen Arbeitsfähigkeit in einer rückenadaptierten 

Tätigkeit ausgegangen werden.

3.6   Durch die Stellungnahme von Dr. K.___ wurde das Gutachten von Dr. H.___ 

nochmals kritisch beleuchtet und gewann zusätzlich an Überzeugungskraft. Eine 

weitere am 5. Januar 2010 durchgeführte 3-Phasen-Skelettszinztigraphie ergab erneut 

keine Hinweise auf eine zurzeit aktive Arthritis oder Enthesitis. Weiter konnte auch nicht 

durch Laborberichte belegt werden, dass die Psoriasis-Artrithis weiterhin entzündlich 

aktiv war (IV-act. 111). Dies bestätigt die Annahme, dass der Beschwerdeführer durch 

diese Krankheit nicht mehr beeinträchtigt und in seiner Arbeitsfähigkeit nicht 

eingeschränkt war.

3.7   Mit Verlaufsbericht vom 29. Juni 2010 hielt Dr. J.___ fest, bei der zuletzt ausge­

übten Tätigkeit als Taxifahrer würden sich die Psoriasis-Arthritis und das residuelle 

sensomotorische Syndrom L5 links einschränkend auswirken. Es sei nicht 

ausgeschlossen, dass durch die Therapiemassnahmen eine Eingliederung möglich 

werde, sie erachte dies angesichts der Komorbiditäten und der langandauernden 

Arbeitsunfähigkeit aber als eher unwahrscheinlich. Bei einer optimalen Anpassung des 

Arbeitsplatzes könnte eine schrittweise berufliche Eingliederung möglich sein, wobei 

das Heben und Tragen von Lasten vermieden werden sollte. Sie empfahl eine 

Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (IV-act. 130). Daraus geht hervor, dass 

Dr. J.___ eine Eingliederung des Beschwerdeführers zwar als eher unwahrscheinlich 

betrachtete, sie ihn aber grundsätzlich als arbeitsfähig beurteilte. Entgegen der 

Behauptung des Beschwerdeführers widerlegt bei genauerer Betrachtung die 

Einschätzung von Dr. J.___ die Beurteilung von Dr. H.___ nicht, vielmehr stützt sie 

diese.

3.8   Unter Würdigung aller ärztlichen Einschätzungen erscheint das Gutachten von 

Dr. H.___ und dessen Arbeitsfähigkeitsschätzung insgesamt als diejenige Einschät­

zung, der zu folgen ist. Das Gutachten beruht auf umfangreichen Untersuchungen, 

berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich damit 

auseinander. Es wurde in Kenntnis der Vorakten und der Anamnese erstellt und ist 

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insgesamt umfassend. Die Schlussfolgerungen des Gutachters sind allesamt 

nachvollziehbar und schlüssig begründet, dies auch unter Würdigung der 

abweichenden Arztberichte von Dr. D.___, die als nicht genügend fundiert zu 

betrachten sind, um die diametral gegenteilige Einschätzung zu rechtfertigen. Es 

erscheint plausibel, dass die Psoriasis-Arthritis unter Behandlung mit Humira soweit 

eingedämmt war, dass der Beschwerdeführer – abgesehen von einer geringen 

Einschränkung – dadurch nicht mehr beeinträchtigt wurde. Auf das Gutachten und die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von 75% kann daher abgestellt werden.

3.9   Der Beschwerdeführer lässt einwenden, bei der BEFAS-Abklärung habe sich eine 

maximale Leistungsfähigkeit seinerseits von nur 30% ergeben. Allerdings kann 

aufgrund des unkooperativen Verhaltens des Beschwerdeführers nicht auf die 

Ergebnisse der BEFAS-Abklärung abgestellt werden. Immerhin ist festzuhalten, dass 

der begleitende Arzt feststellte, dem Beschwerdeführer sei eine Präsenz von 5½ 

Stunden am Arbeitsplatz möglich gewesen. Er habe sich jeweils morgens und 

nachmittags eine Pause von einer Stunde ausbedungen. Weitere Schlüsse können aus 

der BEFAS-Abklärung nicht gezogen werden. Damit ist weiterhin an der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von 75% in einer adaptierten Tätigkeit festzuhalten.

4.     

Steht die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 75% fest, ist als nächstes der 

daraus resultierende Invaliditätsgrad zu ermitteln.

4.1   Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist gemäss 

Art. 28 Abs. 2 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Gemäss dieser Bestimmung wird für die 

Ermittlung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge­

glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein­

kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Der Einkom­

mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo­

thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander 

gegenübergestellt werden. In einzelnen Fällen kann auch eine Gegenüberstellung 

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blosser Prozentzahlen genügen (Prozentvergleich; vgl. BGE 114 V 312 E. 3a). Ist kein 

tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil der Versicherte 

nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich 

zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können rechtsprechungsgemäss 

Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 76; ZAK 1991 S. 321 E. 3c, 1989 S. 458 

E. 3b).

4.2   Der Auszug aus dem individuellen Konto (IK) des Beschwerdeführers zeigt, dass 

der Beschwerdeführer nur ein sehr unregelmässiges Einkommen erzielte, weshalb je­

weils nur ein sehr geringer Jahresverdienst ausgewiesen wurde. Auf diese Zahlen kann 

daher für die Bestimmung des Valideneinkommens nicht abgestellt werden. Seitdem 

der Beschwerdeführer als Bodenleger arbeitsunfähig geworden ist, hat er keinen 

massgeblichen Lohn mehr erzielt. Vorliegend rechtfertigt es sich demnach, den 

Einkommensvergleich auf Basis von Tabellenlöhnen vorzunehmen. Der 

Beschwerdeführer möchte für sein Valideneinkommen den statistischen Lohn eines 

Plattenlegers berücksichtigt haben. Der Beschwerdeführer hat allerdings seine Lehre 

nicht abgeschlossen und keinen Fähigkeitsausweis erworben. Ein Blick auf sein 

individuelles Konto zeigt dann auch, dass es ihm nie gelungen war, einen Lohn in 

dieser Höhe zu erzielen. Auch bei voller Gesundheit hätte er also eine Hilfstätigkeit 

ausgeübt. Demzufolge rechtfertigt es sich, sowohl für das Valideneinkommen als auch 

für das Invalideneinkommen auf denselben Tabellenlohn eines Hilfsarbeiters 

abzustellen. Die genaue Ermittlung der Vergleichseinkommen erübrigt sich damit und 

es ist im Ergebnis ein Prozentvergleich vorzunehmen. Der Invaliditätsgrad entspricht 

unter solchen Verhältnissen dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung 

eines allfälligen Abzuges vom Tabellenlohn (Urteile des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 552/04 E. 3.4 vom 8. Juni 2005 und I 479/03 E. 3.1 vom 

19. November 2003).

4.3   Die Beschwerdegegnerin gewährte zunächst lediglich einen Teilzeitabzug von 8%. 

Der Beschwerdeführer wollte einen Abzug vom Tabellenlohn von 20% berücksichtigt 

sehen. In der Beschwerdeantwort anerkannte die Beschwerdegegnerin einen 

Tabellenlohnabzug von insgesamt maximal 15%. Den indirekten 

Wettbewerbsnachteilen, die der Beschwerdeführer als in seiner Gesundheit 

beeinträchtigter Hilfsarbeiter im Vergleich zu einem gesunden Hilfsarbeiter in Kauf zu 

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nehmen hätte, wird mit einem Abzug von 15% zwar sehr grosszügig, aber noch im 

Rahmen des Ermessens Rechnung getragen. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 75% ergibt 

sich bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 15% ein IV-Grad von 36%.

4.4   Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch 

auf eine Invalidenrente hat.

5.     

Demnach ist die Beschwerde abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). 

Im vorliegenden Fall erscheint eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- als angemessen. Sie 

ist vom unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen. Zufolge unentgeltlicher 

Rechtspflege ist er jedoch von der Bezahlung zu befreien. Infolge Gewährung der 

unentgeltlichen Rechtsverbeiständung hat der Staat den Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers zu entschädigen. Der Bedeutung der Streitsache und dem 

Aufwand angemessen erscheint insgesamt eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). Diese ist in Anwendung von Art. 31 

Abs. 3 des st. gallischen Anwaltsgesetzes (sGS 963.70) um einen Fünftel zu reduzieren, 

sodass der Staat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 2'800.-- zu 

entschädigen hat. Wenn seine wirtschaftlichen Verhältnisse es ihm in der Zukunft 

einmal gestatten sollten, wird der Beschwerdeführer allerdings zur Nachzahlung der 

Gerichtskosten und zur Rückzahlung der Auslagen für die Vertretung und der vom 

Staat entschädigten Parteikosten verpflichtet werden können (Art. 99 Abs. 2 VRP/SG 

i.V.m. Art. 117, 123 ZPO).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      Die Beschwerde wird abgewiesen.

bis

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2.      Der Beschwerdeführer wird zufolge unentgeltlicher Rechtspflege von der 

Bezahlung der Gerichtskosten befreit.

3.      Der Staat hat den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers pauschal mit 

Fr. 2'800.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 01.12.2014
	Die Beschwerde wird bei einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 36% abgewiesen. Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers kann auf das Gutachten eines RAD-Arztes abgestellt werden. Die davon abweichenden Arztberichte des behandelnden Rheumatologen erweisen sich als nicht überzeugend (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. Dezember 2014, IV 2012/281).

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