# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 246014d9-cf83-58f2-8d70-1514a3b97615
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-18
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 18.11.2014 ZK1 2014 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2014-84_2014-11-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 18. November 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 14 82/84 19. November 2014

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin Aebli

In den zivilrechtlichen Beschwerden

des X._____, Beschwerdeführer und Beschwerdegegner, vertreten durch Rechts-
anwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, Quaderstrasse 8, 7000 Chur, 

und

der Y._____, Beschwerdeführerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwalt lic. iur. Marco Pool, Via Tinus 3, 7500 St. Moritz,

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Engadin/Südtäler 
vom 22. Mai 2014, mitgeteilt am 26. Mai 2014, in Sachen der A._____, 

betreffend Abänderung des Besuchsrechts,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Y._____ und X._____ sind die unverheirateten Eltern der am _____2010 
geborenen A._____. X._____ anerkannte seine Vaterschaft am 9. Dezember 2010 
vor dem Zivilstandsamt O.1_____. A._____ steht unter der alleinigen elterlichen 
Sorge der Mutter.  

B. Die getrennt lebenden Kindseltern konnten sich nicht über das Besuchs- 
und Ferienrecht einigen, weshalb diesbezüglich am 12. September 2011 ein Be-
schluss der damaligen Vormundschaftsbehörde der Kreise O.1_____ erging. 
Demgemäss wurde dem Kindsvater das Recht eingeräumt, A._____ bis zu ihrem 
fünften Altersjahr jeweils am ersten und dritten Samstag eines jeden Monats von 
9.30 Uhr bis 19.00 Uhr - in einvernehmlicher Absprache allenfalls auch am Sonn-
tag - und jeden Donnerstagnachmittag von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr auf seine Kos-
ten zu sich auf Besuch zu nehmen. Zudem wurde er berechtigt, mit A._____ je-
weils eine Woche Ferien im Sommer (Juli/August), eine Woche im Herbst (Okto-
ber) sowie jeweils die Osterfeiertage von Gründonnerstag bis Ostermontag zu 
verbringen. Ab dem sechsten Altersjahr von A._____ soll das Besuchsrecht auf 
das erste und dritte Wochenende jedes Monats von Freitagabend 18.00 Uhr bis 
Sonntagabend 19.00 Uhr sowie auf zwei Wochen Ferien im Sommer und je wahl-
weise eine Woche Ferien im Frühling oder Herbst erweitert werden.

C. Nachdem sowohl X._____ als auch Y._____ gegen diesen Beschluss Be-
schwerde beim Bezirksgericht Maloja erhoben - wobei letztere ihre Beschwerde 
indes wieder zurückzog -, änderte das Bezirksgericht mit Entscheid vom 14. März 
2012 das Besuchsrecht dahingehend ab, dass der Kindsvater A._____ jeweils am 
ersten und dritten Samstag eines jeden Monats von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie 
jeden Donnerstagnachmittag während mindestens drei Stunden besuchen sowie 
je eine Woche im Sommer, im Herbst und im Frühling zu sich in die Ferien neh-
men darf. Die von der Vormundschaftsbehörde der Kreise O.1_____ ab dem 
sechsten Altersjahr von A._____ erlassene Regelung wurde bestätigt. Im Weiteren 
wies das Bezirksgericht Maloja die damalige Vormundschaftsbehörde an, zur Si-
cherstellung der korrekten Ausübung des Besuchsrechts eine Besuchsrechtsbei-
standschaft nach Art. 308 ZGB zu errichten und hielt ferner fest, dass auf die Ein-
holung eines Gutachtens verzichtet werde. Gegen diesen Entscheid führte 
Y._____ am 7. Mai 2012 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Mit 
Urteil vom 9. Oktober 2012 wies das Kantonsgericht diese ab, da es die getroffene 
Besuchsrechtsregelung im konkreten Fall als angemessen erachtete und auch die 

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Anordnung einer Besuchsrechtsbeistandschaft als indiziert ansah (vgl. Urteil der I. 
Zivilkammer ZK1 12 27 vom 9. Oktober 2012 E. 3 und 4).

D. Am 19. November 2012 liess X._____ dem Bezirksgericht Maloja ein Ge-
such betreffend Vollzug eines Urteils einreichen mit dem Begehren, Y._____ sei 
unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB anzuhalten, ihm die Ausü-
bung des richterlich festgesetzten Besuchsrechts zu gestatten (vgl. Akten KESB 
act. 58). Y._____ beantragte mit Eingabe vom 15. Januar 2013 die kostenfällige 
Abweisung des Gesuchs. Es wurde ein weiterer Schriftenwechsel durchgeführt. 
Mit Schreiben vom 26. Februar 2013 wandte sich X._____ sodann an die Kindes- 
und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Engadin/Südtäler und ersuchte diese um 
Anordnung von Massnahmen zum Vollzug des gerichtlich festgestellten Besuchs-
rechts (vgl. Akten KESB act. 65).

E. Die KESB Engadin/Südtäler - welche mit Inkraftsetzung des neuen Kindes- 
und Erwachsenenschutzrechts am 1. Januar 2013 an die Stelle der vormals zu-
ständigen Vormundschaftsbehörde trat - errichtete mit Entscheid vom 11. März 
2013 für A._____ eine Beistandschaft in Besuchsrechtsangelegenheiten nach 
Art. 308 Abs. 2 ZGB und setzte B._____, Berufsbeistandschaft der Kreise 
O.1_____, als Beiständin ein. Im Einzelnen wurden ihr die Aufgaben zugewiesen, 
die Kontakte zwischen A._____ und ihrem Vater entsprechend dem Urteil des Be-
zirksgerichts zu organisieren und zu überwachen, im Konfliktfall konkrete Lösun-
gen festzulegen, innert drei Monaten sechs Besuche zu begleiten und der Behör-
de darüber schriftlich Bericht zu erstatten sowie mit den Eltern einen Ferienplan 
auszuarbeiten.

F. Am 4. Juli 2013 reichte B._____ der KESB Engadin/Südtäler einen Zwi-
schenbericht zur Umsetzung des Besuchsrechts ein. Darin führte sie insbesonde-
re aus, dass erst ein kleiner Teil des gerichtlich verfügten Besuchsrechts, nämlich 
zwei Stunden am Freitagvormittag, umgesetzt werden könne. Die durch die Bei-
ständin begleiteten Besuche hätten grundsätzlich in der Wohnung der Mutter so-
wie in Anwesenheit derselben stattgefunden. Das Verhalten der Eltern, bestehend 
aus Abwehr auf der einen und Forderungen auf der anderen Seite, erschwere eine 
kontinuierliche und konstruktive Umsetzung des Besuchsrechts erheblich. Längere 
Besuche oder Ferien mit Übernachtungen seien noch nicht möglich. Die Beistän-
din hielt - unter Hinweis auf die Beratung durch das G._____ Institut in O.3_____ - 
fest, dass der Beziehungsaufbau von Grund auf erfolgen müsse und das Besuchs-
recht in kleinen Schritten auszubauen und der Wille des Kindes miteinzubeziehen 
sei (vgl. Akten KESB act. 77/1). Anlässlich einer am 12. August 2013 - infolge ver-

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schiedener Beanstandungen des Kindsvaters hinsichtlich der Mandatsführung der 
Beiständin - durchgeführten persönlichen Anhörung äusserte B._____ gegenüber 
der KESB, dass nicht A._____, sondern die Eltern das Problem bei der Vereinba-
rung von Besuchsterminen darstellen würden. So habe die Mutter bei der Planung 
der Termine sehr viel Gegenwehr gezeigt und sei wenig kooperativ gewesen. Eine 
Kindeswohlgefährdung verneinte die Beiständin vollumfänglich. Ferner erachtete 
sie die Unterstützung der Mutter als unerlässlich, damit zukünftig halbe oder gan-
ze Besuchstage beim Vater organisiert werden könnten (vgl. Akten KESB act. 
77/5).

G/1. Y._____ stellte am 28. August 2013 bei der KESB ein Gesuch um Abände-
rung der Regelung des persönlichen Verkehrs mit den Anträgen, dem Kindsvater 
bis zum vierten Geburtstag von A._____ ein begleitetes Besuchsrecht jeweils für 
jeden ersten und dritten Samstagmorgen von 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr einzuräu-
men. Ab dem vierten Geburtstag bis zum Schuleintritt sei er zu berechtigen, seine 
Tochter jeden ersten und dritten Sonntag während dreieinhalb Stunden zu sehen 
und nach erfolgtem Schuleintritt sei das Recht auf persönlichen Verkehr anzupas-
sen. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2013 forderte X._____ das Bezirksgericht 
Maloja auf, sein Gesuch um Vollstreckung des Gerichtsurteils (vgl. vorstehend D.) 
möglichst förderlich zu behandeln, und äusserte sich im selben Schreiben eben-
falls zum Abänderungsgesuch von Y._____ (vgl. Akten KESB act. 76/2). Auf das 
Vollstreckungsgesuch wurde mit Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 
28. Oktober 2013 nicht eingetreten, da die KESB für die Anordnung von Vollstre-
ckungsmassnahmen sachlich zuständig sei.

G/2. Am 13. November 2013 ersuchte Y._____ die KESB, das Besuchsrecht 
zwischen A._____ und dem Kindsvater superprovisorisch und hernach im Rah-
men vorsorglicher Massnahmen bis zum rechtskräftigen Entscheid über die Abän-
derung des Besuchsrechts zu sistieren oder eventualiter ab Februar 2014 an-
tragsgemäss (vgl. vorstehend G/1.) neu zu regeln. Die KESB trat mit prozesslei-
tendem Entscheid vom 15. November 2013 mangels Dringlichkeit nicht auf das 
Gesuch um Erlass (super)provisorischer Massnahmen ein.

H. Zwischenzeitlich reichte X._____ am 11. September 2013 beim Kantonsge-
richt von Graubünden eine Aufsichtsbeschwerde ein, mittels welcher er beantrag-
te, die Angelegenheit sei an eine andere KESB zu übertragen oder die KESB En-
gadin/Südtäler sei eventualiter darauf hinzuweisen, sich an das Urteil des Bezirks-
gerichts Maloja vom 14. März 2012 bzw. dasjenige des Kantonsgerichts vom 
9. Oktober 2012 zu halten. Da sich das Kantonsgericht hierfür als nicht zuständig 

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erklärte, wandte sich X._____ mit seiner Aufsichtsbeschwerde am 20. September 
2013 an das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG). Mangels 
Zuständigkeit verzichtete das DJSG ebenfalls auf eine formelle Bearbeitung der 
Beschwerde und forderte stattdessen die KESB Engadin/Südtäler mit Schreiben 
vom 27. September 2013 auf, die Begehren von X._____, inklusive dessen 
Ausstandsbegehren, als justiziable Fragen innert nützlicher Frist zu bearbeiten. 
Mit entsprechendem Feststellungsentscheid vom 31. Oktober 2013 erkannte die 
KESB, dass die Vorwürfe bezüglich der fachlichen Arbeit der Behörde unbegrün-
det seien und jeglicher sachlichen Grundlage entbehren würden. Zumal es weder 
objektive Gründe noch andere konkrete Hinweise auf eine Befangenheit der KESB 
Engadin/Südtäler gebe, liege kein Ausstandsgrund vor. Hiergegen führte X._____ 
beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde, welche am 18. Februar 2014 
vollumfänglich abgewiesen wurde (vgl. Urteil der I. Zivilkammer ZK1 13 125).

I. Die Beiständin B._____ gelangte am 13. November 2013 an die KESB En-
gadin/Südtäler und stellte angesichts des Umstands, dass die Eltern von A._____ 
sehr zerstritten seien und zurzeit keine Besuchskontakte stattfinden würden, den 
Antrag, beide Elternteile sollten baldmöglichst regelmässige Sitzungen bei lic. phil 
C._____, Fachpsychologe bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie (kjp) Graubün-
den, in Anspruch nehmen (vgl. Akten KESB act. 80).

J. Mit Eingabe vom 9. Dezember 2013 liess Y._____ bei der KESB ein Präzi-
sierungs-Gesuch zur Abänderung der Regelung des persönlichen Verkehrs einrei-
chen, worin sie beantragte, es sei ein kinderpsychiatrisches Gutachten in Auftrag 
zu geben, welches Auskunft über das zumutbare Besuchsrecht zwischen A._____ 
und dem Kindsvater gebe. Bis zum Vorliegen dieses Gutachtens sei dem Vater 
ein Besuchsrecht entsprechend den Anträgen im Abänderungsgesuch vom 
28. August 2013 zu gewähren. In ihrem Präzisierungs-Gesuch brachte die Mutter - 
wie auch bereits in diversen anderen Eingaben und Schreiben (vgl. etwa Schrei-
ben vom 31. Januar 2013, Akten KESB act. 65) - insbesondere vor, A._____ lehne 
jeglichen Körperkontakt zu ihrem Vater ab. So könne dieser das Mädchen weder 
anziehen noch ihre Windeln wechseln, womit ein halb- oder gar ganztägiges Be-
suchsrecht völlig unrealistisch erscheine. 

K. Am 7. April 2014 wurden beide Elternteile von der KESB namentlich betref-
fend einen Wechsel der Beistandsperson sowie betreffend die Abänderung des 
Besuchsrechts getrennt angehört (vgl. Akten KESB act. 89 und 90). Mit Entscheid 
der KESB vom 14. April 2014 wurde der seitens von X._____ gestellte Antrag auf 
Wechsel der Beiständin abgewiesen und B._____ als Beiständin bestätigt. Nach-

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dem die am 28. April 2014 in Besuchsrechtsangelegenheiten durchgeführte Eini-
gungsverhandlung zwischen den Eltern scheiterte, erkannte die KESB mit Ent-
scheid der Kollegialbehörde vom 22. Mai 2014, mitgeteilt am 26. Mai 2014, was 
folgt:

„1. Der persönliche Verkehr zwischen X._____ und A._____ wird mit ei-
ner neuen, ab Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Entscheids gültigen 
Besuchsrechtsvereinbarung geregelt.

2. Ab Vollstreckbarkeit dieses Entscheids wird folgende minimale Be-
suchsrechtsregelung festgelegt:

a. X._____ wird das Recht eingeräumt, seine Tochter A._____ jedes 
erste und dritte Wochenende im Monat an einem Tag während 8 
Stunden oder verteilt auf zwei Tage während 4 Stunden zu besu-
chen oder zu sich auf Besuch zu nehmen;

b. X._____ wird das Recht eingeräumt, seine Tochter A._____ 
während drei Wochen im Jahr (Ferien) täglich während mindes-
tens 4 Stunden zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen;

c. Übernachtungen von A._____ bei X._____ werden explizit ausge-
schlossen.

Y._____ und X._____ vereinbaren gemeinsam mindestens vier Wo-
chen im Voraus die konkreten Besuchszeiten. Dabei beachten sie in 
erster Linie das Wohl von A._____ und die gegenseitigen zeitlichen 
Ressourcen. Die Beiständin wird über die festgelegten Besuchszeiten 
im Voraus informiert.

3. (Aufgaben und Kompetenzen der Beiständin)

4. Y._____ wird unter Androhung der Straffolgen nach Art. 292 StGB 
bzw. Art. 343 Abs. 1 lit. b und c ZPO i.V.m. Art. 450g Abs. 1 ZGB 
aufgefordert, diesem Entscheid vollumfänglich Folge zu leisten.

5. Y._____ und X._____ wird die Weisung erteilt (Art. 273 Abs. 2 und 3 
ZGB) sich ab Vollstreckbarkeit dieses Entscheids regelmässig durch 
Fachpersonen der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (KJP) 
während mindestens 12 Sitzungen (im Zeitraum von 12 Monaten) be-
raten zu lassen.

6. Es wird im Moment auf eine kinderpsychiatrische Begutachtung von 
A._____ verzichtet.

7. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 1'420.– festgesetzt und je zur 
Hälfte den Eltern von A._____ (Y._____, Mutter: Fr. 710.– / X._____, 
Vater: Fr. 710.–) auferlegt. Sie sind innert 30 Tagen zu bezahlen.

8. (Unentgeltliche Rechtspflege)

9. (Rechtsmittelbelehrung)

10. (Mitteilung).“

Begründend wurde hauptsächlich ausgeführt, dass zwischen X._____ und seiner 
Tochter keine Vertrauensbeziehung bestehe. Diesem Aspekt sei bei der Festset-
zung der Besuchsrechtsregelung ebenso Rechnung zu tragen wie der Zerstritten-

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heit und gegenseitigen Ablehnung der beiden Elternteile. Die geltende Besuchs- 
und Ferienrechtsregelung entspreche offensichtlich nicht mehr der aktuellen Situa-
tion. Da die getroffene Regelung bis anhin nicht annähernd in die Praxis habe um-
gesetzt werden können, kam die KESB zum Schluss, dass diese zum Wohl von 
A._____ und der Beziehung zu ihrem Vater angepasst werden müsse. Betreffend 
die Strafandrohung nahm die Behörde Bezug auf das von X._____ ehemals ge-
stellte Gesuch um Vollzug eines Urteils und erwog, eine künftige Behinderung der 
Besuchsrechtsausübung würde das Kindeswohl gefährden und müsse daher 
sanktioniert werden. Da auch das Beziehungsverhalten von Y._____ und X._____ 
eine potentielle Gefahr für das Wohl ihrer Tochter darstelle, seien die Eltern gehal-
ten, sich von psychologisch-pädagogisch geschulten Fachpersonen systematisch 
begleiten zu lassen.

L. Als Y._____ mittels Schreiben vom 22. Mai 2014 um eine Sistierung des 
Verfahrens bis Ende des Jahres ersuchen liess, teilte die KESB ihr mit, dass die-
ser Antrag nicht mehr berücksichtigt werden könne, zumal die Behörde bereits 
über die Abänderung des Besuchsrechts entschieden habe.

M/1. Mit Eingabe vom 24. Juni 2014 liess X._____ gegen den vorerwähnten Ent-
scheid der KESB Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden führen und 
stellte folgende Rechtsbegehren:

„1. Ziffer 1, 2 und 7 des angefochtenen Entscheides der Kollegialbehör-
de seien aufzuheben.

2. Dem Vater sei das Besuchs- und Ferienrecht gemäss Urteil vom Be-
zirksgericht Maloja vom 14. März 2012, mitgeteilt am 30. März 2012, 
bestätigt durch das Urteil des Kantonsgerichtes von Graubünden vom 
09./17. Oktober 2012, zu gewähren.

3. Die Verfahrenskosten von CHF 1'420.00 seien der Kindsmutter auf-
zuerlegen, welche zudem zu verpflichten sei, den Beschwerdeführer 
aussergerichtlich angemessen zu entschädigen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Kindsmutter.“

Zur Begründung machte er geltend, es sei absolut kein Grund ersichtlich, die ge-
richtlich verbindlich festgelegte Besuchs- und Ferienrechtsregelung nach zwei 
Jahren wiederum in Frage zu stellen. Dass die angeordnete Regelung bis anhin 
nicht habe realisiert werden können, treffe zu; dies dürfe jedoch keinesfalls dem 
Kindsvater zum Vorwurf gemacht werden. Es sei angesichts der Erwägungen im 
angefochtenen Entscheid sowie des Umstands, dass auch das Kantonsgericht in 
seinem Urteil vom 9. Oktober 2012 festgehalten habe, es gebe keinen Grund, 
Übernachtungen beim Vater nicht zuzulassen, schlichtweg unverständlich, wes-
halb die KESB Übernachtungen nun ausgeschlossen habe. Ausserdem bestehe 

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zwischen Vater und Tochter sehr wohl eine vertraute Beziehung. Die getroffene 
Minimalregelung sei nicht erneut einzuschränken, sondern endlich in die Tat um-
zusetzen.

M/2. Am 26. Juni 2014 erhob Y._____ ebenfalls Beschwerde beim Kantonsge-
richt von Graubünden, wobei sie Folgendes beantragte:

„1. Der Entscheid der KESB Engadin/Südtäler vom 22./26. Mai 2014 in 
Sachen A._____ sei aufzuheben.

2. Ziff. 1 des angefochtenen Entscheids sei anzupassen und „Besuchs-
rechtsvereinbarung“ mit „behördlicher Regelung“ zu ersetzen.

3. Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids sei wie folgt anzupassen:

Lit. a) X._____ sei das Recht einzuräumen, A._____ jeden ersten und 
dritten Samstag eines Monats von 9.30 bis 11.30 Uhr zu be-
suchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen. Das Besuchs-
recht sei für ein Jahr begleitet anzuordnen.

Lit. b) sei aufzuheben.

Lit. c) sei zu bestätigen.

4. Ziff. 4 des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben.

5. Die Kosten des Verfahrens vor der KESB Engadin/Südtäler und des 
Kantonsgerichts seien dem Kanton Graubünden bzw. der Gegenpartei 
aufzuerlegen und die Beschwerdeführerin sei ausseramtlich angemes-
sen zu entschädigen.

Antrag um Erlass vorsorglicher Massnahmen gemäss obiger Ziff. 3:

X._____ sei das Recht einzuräumen, A._____ jeden ersten und dritten 
Samstag eines Monats von 9.30 bis 11.30 Uhr zu besuchen oder zu sich 
auf Besuch zu nehmen. Das Besuchsrecht sei begleitet auszuüben.“

In der Begründung rügte sie eine mehrfache Verletzung des rechtlichen Gehörs 
sowie den Verstoss gegen Verfahrensvorschriften. Die KESB habe nie eine provi-
sorische Abänderung des persönlichen Verkehrs verfügt, was eine Rechtsverwei-
gerung darstelle. Auch sei sie nie über die gegnerischen Anträge betreffend die 
Abänderung des Besuchsrechts informiert worden. Bereits aus diesen Gründen 
sei der Entscheid der Kindesschutzbehörde aufzuheben. Des Weiteren machte die 
Beschwerdeführerin geltend, dass die Androhung einer Ungehorsamsstrafe eine 
verpönte Massnahme darstelle, keineswegs zielführend oder vertrauensaufbau-
end sei und gegen das Verhältnismässigkeitsprinzip verstosse. Für den angefoch-
tenen Entscheid liege weder ein Gesuch um Vollstreckung vor noch sei der 
Kindsmutter diesbezüglich jemals das rechtliche Gehör gewährt worden. Sodann 
sei eine Kindeswohlgefährdung zu Unrecht verneint worden. Die Vorinstanz habe 
kaum Stellung zu den im vorliegenden Einzelfall relevanten Umständen genom-
men und bleibe eine nachvollziehbare Erklärung oder Begründung der - abwei-

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chend von den ärztlichen Berichten und der Einschätzung der Beiständin ange-
ordneten - Besuchsrechtsregelung schuldig, was ebenfalls eine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs bedeute. Die Besuchsdauer sei weder gemäss dem Entwick-
lungsstand von A._____ ausgestaltet worden noch erscheine es angebracht, ein 
Ferienrecht zu verfügen, solange sich keine Besuche ohne Begleitung der Mutter 
durchführen lassen würden. Überdies werde zur Deeskalation sowie zum Schutz 
und Wohl des Kindes umgehend die vorsorgliche Anordnung eines begleiteten, 
dem status quo entsprechenden Besuchsrechts beantragt. Aufgrund der immer 
wiederkehrenden Drohungen des Kindsvaters, wie etwa das Besuchsrecht künftig 
mittels Polizeigewalt zu erzwingen, werde die unversehrte psychische Entwicklung 
von A._____ stark gefährdet bzw. gar verletzt.

N/1. Während die Beiständin auf eine Stellungnahme zu beiden Beschwerden 
verzichtete, beantragte die KESB Engadin/Südtäler in ihrer Vernehmlassung vom 
28. Juli 2014, sowohl die Beschwerde von X._____ als auch jene von Y._____ 
unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen abzuweisen. Überdies sei 
ein Auftrag für ein Gutachten zu erteilen, welches einerseits die Belastung für 
A._____ einschätze und mögliche Schutzmassnahmen für sie vorschlage sowie 
andererseits die Erziehungsfähigkeit der Eltern beurteile. Da bei der Umsetzung 
der Besuchsrechtsregelung keine positive Entwicklung festgestellt werden könne 
und das Wohl von A._____ aufgrund der Spannungen zwischen den Eltern zu-
nehmend gefährdet werde, erachte die Behörde einen Gutachtensauftrag im 
Rahmen des Beschwerdeverfahrens mittlerweile für sinnvoll.

N/2. Die Parteien schlossen jeweils mit Beschwerdeantwort vom 28. Juli bzw. 
30. Juli 2014 auf die kostenfällige Abweisung der gegnerischen Beschwerde.

O/1. Mit Schreiben vom 12. August 2014 reichte der Rechtsvertreter von 
Y._____ weitere Dokumente zu den Akten und erklärte, den Antrag der KESB, 
wonach ein Gutachten in Auftrag zu geben sei, zu unterstützen. Am 4. September 
2014 nahm der Rechtsvertreter von X._____ zum vorerwähnten Schreiben Stel-
lung, woraufhin sich die Beschwerdeführerin am 14. September 2014 ihrerseits 
dazu vernehmen liess. Alsdann reichte der Beschwerdeführer am 7. Oktober 2014 
zwei neue Urkunden ein und die Beschwerdeführerin liess dem Gericht mit Einga-
be vom 1. November 2014 ergänzende Verfahrensakten zukommen. Darunter 
befand sich insbesondere ein vom 15. Oktober 2014 datierendes Schreiben der 
Beschwerdeführerin, worin sie die KESB erneut um eine Sistierung des Besuchs-
rechts ersuchte, bis eine kinderpsychiatrische Abklärung getätigt worden sei und 
eine entsprechende fachmännische Empfehlung vorliege.

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O/2. Am 23. Oktober 2014 teilte die KESB Engadin/Südtäler den Parteien mit, 
dass - wie bereits in der Vernehmlassung vom 28. Juli 2014 angetönt -  in Erwä-
gung gezogen werde, eine interventionsorientierte Begutachtung anzuordnen, wo-
bei ihnen bereits ein Vorschlag bezüglich der Person des Gutachters sowie ein 
Entwurf des entsprechenden Fragenkatalogs zur Stellungnahme unterbreitet wur-
de. Zudem wies sie den Sistierungsantrag der Mutter ab, da eine Gefährdung des 
Kindeswohls durch die Besuche des Vaters nicht ersichtlich sei.

P. Auf die weiteren Ausführungen in den Akten, im angefochtenen Entscheid 
sowie in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Er-
wägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1. Gemäss Art. 125 lit. c der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 
272) kann das Gericht selbständig eingereichte Klagen zwecks Vereinfachung des 
Verfahrens vereinigen. In gleicher Weise können auch die von mehreren Parteien 
als Rechtsmittelkläger ergriffenen Rechtsmittel im gleichen Verfahren behandelt 
werden (Adrian Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 2013, 
N 5 zu Art. 125 ZPO). Voraussetzung ist, dass die zu vereinigenden Klagen Ge-
meinsamkeiten oder Zusammenhänge aufweisen, zumal vermieden werden soll, 
dass die gleichen Fragen Gegenstand verschiedener Prozesse bilden (vgl. dazu 
Julia Gschwend/Remo Bornatico, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2013, 
N 14 zu Art. 125 ZPO). Vorliegend richten sich beide Beschwerden gegen dassel-
be Anfechtungsobjekt, nämlich den Entscheid der KESB Engadin/Südtäler vom 
22. Mai 2014. Da beide Rechtsmitteleingaben dieselbe Thematik betreffen, er-
scheint es als zweckmässig und geboten, die beiden Beschwerden zu vereinigen.

2.a) Gemäss Art. 314 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; 
SR 210) sind die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutz-
behörde im Kindesschutzverfahren sinngemäss anwendbar. Gegen Entscheide 
der Kindesschutzbehörde kann somit gestützt auf Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbin-
dung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben 
werden. Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivil-
gesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die 
einzige kantonale Beschwerdeinstanz. Die Beschwerdefrist beträgt gemäss 

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Art. 450b Abs. 1 ZGB dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die 
Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 
Abs. 3 ZGB). Zur Beschwerde legitimiert sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die 
am Verfahren beteiligten Personen. Am Verfahren beteiligt sind neben den von 
der Anordnung der KESB direkt betroffenen Personen auch alle weiteren Perso-
nen, die sich im erstinstanzlichen Verfahren vor der KESB tatsächlich beteiligt ha-
ben oder denen mindestens der Entscheid zugestellt wurde. Im Bereich des Kin-
desschutzes können nebst den Kindern auch deren Eltern betroffene Personen 
sein (Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kommentar, Zürich/St. Gallen 2010, 
N 20 f. zu Art. 450 ZGB; Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kom-
mentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 29 f. zu Art. 450 ZGB). Vorlie-
gend treten sowohl die Mutter als auch der Vater von A._____ als Beschwerdefüh-
rer auf. Beide Elternteile sind durch den angefochtenen Entscheid betroffen und 
daher als Verfahrensbeteiligte im Sinne von Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB ohne wei-
teres beschwerdelegitimiert. Zudem erweisen sich beide Rechtsmittel als frist- und 
formgerecht, weshalb darauf einzutreten ist.

b) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 
Gegen Entscheide der KESB stellt die Beschwerde ein vollkommenes Rechtsmit-
tel dar, womit das erstinstanzliche Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht 
umfassend überprüft werden kann (vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] 
vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7085; Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a 
ZGB).

c) Gemäss Art. 450c ZGB hat die Beschwerde gegen Entscheide der KESB 
aufschiebende Wirkung, sofern die Behörde oder die gerichtliche Beschwerdein-
stanz nichts anderes verfügt. Die Beschwerde hemmt mithin im Umfang der Be-
schwerdeanträge den Eintritt der Rechtskraft und die Vollstreckbarkeit von Geset-
zes wegen (Daniel Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommentar 
Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 4 zu Art. 450c ZGB). Mit der Zustellung des 
Hauptentscheids wird ein Entscheid über den seitens der Beschwerdeführerin be-
antragten Erlass vorsorglicher Massnahmen hinfällig. Im Übrigen kommt der Be-
schwerde wie dargelegt mangels einer anderslautenden Verfügung die aufschie-
bende Wirkung zu, weshalb mit dem Vollzug der getroffenen Anordnung bis zum 
Rechtsmittelentscheid zuzuwarten ist. Die Beschwerdeführerin stellte den Antrag, 
das Besuchsrecht mittels vorsorglicher Massnahmen dem status quo entspre-

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chend auszugestalten. Aus den Akten geht hervor, dass Besuchskontakte zwi-
schen Vater und Tochter auch nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids 
ohnehin nur in diesem von der Mutter akzeptierten begleiteten Rahmen stattge-
funden haben bzw. stattfinden (vgl. etwa Akten KESB act. 109-113), womit es be-
reits an einem Massnahmeinteresse fehlte.

3.a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, sie habe Ende August 2013 ein Gesuch 
um Abänderung des persönlichen Verkehrs gestellt und im November 2013 bean-
tragt, die Abänderung sei superprovisorisch zu verfügen. Letzteren Antrag habe 
die KESB abgewiesen, wobei die Behörde in der Folge allerdings nie über eine 
provisorische Abänderung entschieden habe, was eine Rechtsverweigerung dar-
stelle. Diese Ausführungen sind dahingehend zu berichtigen, dass die KESB auf 
das Gesuch um superprovisorische Massnahmen nicht eintrat, mittels welchem 
jedoch nicht auf die Reduktion des Besuchsrechts im Sinne des Abänderungsge-
suchs vom 28. August 2013, sondern auf eine Sistierung desselben hingewirkt 
wurde. Die Beschwerdeführerin verkennt nun, dass die KESB mit prozessleiten-
dem Entscheid vom 15. November 2013 sowohl den Erlass von superprovisori-
schen als auch implizit von provisorischen Massnahmen und damit eine Sistierung 
des Besuchsrechts bis zum Erlass des Hauptentscheids gänzlich ablehnte. Denn 
aus der Begründung des Entscheids geht hervor, dass keine Anhaltspunkte für 
eine unmittelbare Gefährdung und daher keine Dringlichkeit - was generell 
Voraussetzung für den Erlass provisorischer Massnahmen bildet - bestehe. Über 
die Abänderung des persönlichen Verkehrs hat die KESB alsdann am 22. Mai 
2014 entschieden. Eine Rechtsverweigerung lässt sich daher nicht feststellen.

b/aa) Des Weiteren rügt die Beschwerdeführerin eine mehrfache Verletzung ihres 
rechtlichen Gehörs. Dieser Anspruch ist formeller Natur, was grundsätzlich bedeu-
tet, dass die Verletzung dieses Rechts ungeachtet der Erfolgsaussichten des 
Rechtsmittels in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids 
führt. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine nicht besonders 
schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs ausnahmsweise als geheilt 
gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Be-
schwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage 
frei überprüfen kann. Von einer Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist 
selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs dann abzu-
sehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und 
damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem - der Anhörung 
gleichgestellten - Interesse der betroffenen Partei an einer beförderlichen Beurtei-
lung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 137 I 195 E. 2.3.2 und 133 I 201 

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E. 2.2 je mit weiteren Hinweisen). Vorliegend verfügt das Kantonsgericht als Be-
schwerdeinstanz wie dargelegt (vgl. vorstehend E. 2b) über eine umfassende Ko-
gnition, was grundsätzlich die Möglichkeit der Heilung einer allfälligen Gehörsver-
letzung eröffnet.

b/bb) Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass sie nie über die gegnerischen 
Anträge zum Gesuch um Abänderung des Besuchsrechts informiert worden sei 
und dazu keine Stellung habe nehmen können, wodurch ihr rechtliches Gehör ver-
letzt worden sei. Den Akten lässt sich entnehmen, dass der Kindsvater in seiner 
Eingabe vom 18. Oktober 2013 an das Bezirksgericht Maloja betreffend das Ver-
fahren um Vollstreckung eines Gerichtsurteils ebenfalls das Abänderungsgesuch 
der Mutter thematisierte und ausführte, dass eine Entfremdung zwischen Vater 
und Tochter vorprogrammiert sei, wenn dem Antrag der Mutter entsprochen wer-
de. In der vorliegend zu beurteilenden Beschwerde nimmt die Beschwerdeführerin 
auf diese geltend gemachte Entfremdungsgefahr Bezug (vgl. Beschwerdeschrift 
S. 5 unten), womit davon auszugehen ist, dass sie von diesem Schreiben Kennt-
nis erhalten hat. Allerdings lässt sich aufgrund der Akten nicht feststellen, dass 
bzw. ob sie im weiteren Laufe des vorinstanzlichen Verfahrens über die Anträge 
des Vaters, der am ursprünglich zugesprochenen Besuchs- und Ferienrecht 
festhält (vgl. etwa Anhörungsprotokoll vom 7. April 2014 [Akten KESB act. 89], 
welches der Beschwerdeführerin erst am 5. Juni 2014 und damit nach Erlass des 
angefochtenen Entscheids zugestellt wurde [Akten KESB act. 108]), ausdrücklich 
informiert wurde. Sollte dies tatsächlich nicht der Fall gewesen sein, würde dies 
eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs darstellen, welche jedoch im Rechtsmit-
telverfahren als geheilt betrachtet werden kann, da sie sich in ihrer Beschwerde-
antwort vom 30. Juli 2014 zu den gegnerischen Anträgen umfassend äussern 
konnte. Von einer schweren Verletzung des rechtlichen Gehörs ist indessen ent-
gegen der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht auszugehen. Denn ihr war 
zumindest bekannt, dass sich der Kindsvater stets gegen eine Reduktion des ge-
richtlich zugesprochenen Besuchsrechts wehrte und dieses in vollem Umfang ein-
forderte, zumal dies gerade den Hauptstreitpunkt zwischen den Parteien in den 
letzten Jahren bildete.

b/cc) Ferner sieht die Beschwerdeführerin eine weitere Gehörsverletzung darin, 
dass die Vorinstanz ihren Entscheid unvollständig ausgefertigt sowie die verfügte 
Besuchsrechtsregelung ungenügend begründet habe, weshalb sie nicht nachvoll-
ziehbar erscheine. Dem kann nicht gefolgt werden. Zwar fehlen einige Passagen 
des Entscheids bzw. werden wiederholt, doch bleibt das Dispositiv davon voll-
kommen unberührt und der Sachverhalt sowie die Begründung sind nicht derart 

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betroffen, dass eine Nachvollziehbarkeit verunmöglicht würde und keine Transpa-
renz mehr gegeben wäre. Vielmehr geht aus dem Entscheid klar hervor, dass sich 
die Besuchsrechtsregelung am Kindeswohl orientiert und der individuellen Situati-
on und den Lebensumständen des Kindes angepasst sein muss. Eine Einschrän-
kung des Besuchsrechts lässt sich gemäss Ausführungen der KESB nur durch 
konkrete Anhaltspunkte für eine durch den persönlichen Kontakt verursachte Kin-
deswohlgefährdung rechtfertigen. Da solche nicht erkennbar seien, erachtete die 
Behörde ein - mangels Durchführbarkeit des Ferienrechts bzw. der damit verbun-
denen Übernachtungen - leicht angepasstes, aber dennoch auf der von den Ge-
richten festgesetzten Grundlage beruhendes Besuchsrechts als dem Kindeswohl 
entsprechend. Eine Gehörsverletzung durch mangelhafte Begründung des ange-
fochtenen Entscheids lässt sich demnach nicht feststellen und wäre ansonsten 
wiederum im Beschwerdeverfahren geheilt worden.

Auf die gerügte Gehörsverletzung in Zusammenhang mit der Androhung von 
Straffolgen wird nach der Beurteilung der vorgenommenen Besuchsrechtsanpas-
sung einzugehen sein (vgl. E. 5).

4.a) Sowohl der Vater als auch die Mutter wenden sich mit ihrer Beschwerde 
gegen die angepasste Besuchsrechtsregelung. Während Ersterer die Bestätigung 
des Urteils des Bezirks- bzw. Kantonsgerichts (Einräumung eines Besuchsrechts 
am ersten und dritten Samstag eines jeden Monats von 9.00 bis 17.00 Uhr sowie 
jeden Donnerstagnachmittag während mindestens drei Stunden und Einräumung 
von drei Wochen Ferien im Jahr; ab dem sechsten Altersjahr Ausdehnung auf je-
des erste und dritte Wochenende von Freitagabend 18.00 Uhr bis Sonntagabend 
19.00 Uhr) und damit ein umfangreicheres Besuchs- und Ferienrecht, als ihm 
durch den angefochtenen Entscheid zugesprochen wurde, verlangt, beantragt 
Letztere dessen Reduktion auf ein für die Dauer eines Jahres begleitetes, zwei-
stündiges Besuchsrecht an jedem ersten und dritten Samstag im Monat. Nach 
Ansicht der Beschwerdeführerin sei auf die Einräumung von Ferien sowie Über-
nachtungen gänzlich zu verzichten. Der Beschwerdeführer dahingegen argumen-
tiert, dass kein Grund bestehe, die erst vor zwei Jahren getroffene Regelung wie-
der in Frage zu stellen. So vermöge auch die bis anhin gescheiterte Umsetzung 
dieser Regelung, welche nicht der Kindsvater zu verantworten habe, keine Anpas-
sung zu begründen. Insbesondere sei auch nicht einzusehen, weshalb Übernach-
tungen beim Vater ausgeschlossen werden sollen. Die von der KESB vorgesehe-
ne Ferienlösung (täglicher Besuch von vier Stunden während drei Ferienwochen 
im Jahr) würde pro Woche 14 Übergaben zwischen den Eltern erfordern, was für 
A._____ schlichtweg nicht tragbar sei. Sodann bestehe entgegen den Ausführun-

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gen der KESB zwischen der Tochter und dem Kindsvater eine sehr vertraute Be-
ziehung, was nicht zuletzt die Beiständin bestätigen könne. Dem hält die Mutter 
entgegen, dass eine Gefährdung des Kindeswohls bestehe und A._____ Angst 
vor ihrem Vater habe. Ihre Tochter wolle nicht alleine Zeit mit diesem verbringen, 
sondern sie müsse stets in ihrer Nähe bleiben. Der Vater benötige ausserdem Hil-
fe bei der Anleitung im Umgang mit Kleinkindern. Ferner sei es den zerstrittenen 
Eltern nicht zumutbar, so viele Stunden gemeinsam zu verbringen. Die eingereich-
ten medizinischen Berichte würden ebenfalls eine Reduktion der Besuche empfeh-
len und Aktivitäten für Kleinkinder in diesem Alter würden jeweils lediglich einein-
halb bis maximal zwei Stunden dauern. Es müsse dem konkret vorliegenden Ein-
zelfall hinreichend Rechnung getragen und insbesondere beachtet werden, dass 
es sich nicht um einen Scheidungsfall handle und nie ein Familienleben im eigent-
lichen Sinne bestanden habe. In der Beschwerdeantwort ergänzt sie ihre Aus-
führungen dahingehend, dass der Kindsvater aus psychischen Gründen seit ei-
nem Jahr krankgeschrieben und bei der IV gemeldet sei, weswegen ihm nicht oh-
ne weitere Abklärungen die Verantwortung für ein Kleinkind übertragen werden 
dürfe. Des Weiteren halte sich X._____ seit April 2014 in O.2_____ auf und habe 
dort seinen Wohnsitz. Diese Aussage wird vom Betroffenen bestritten. Er erklärt, 
sein Lebensmittelpunkt befinde sich nach wie vor im O.1_____ und reichte, um 
dies zu untermauern, ein Schreiben des Amts für Migration und Zivilrecht 
Graubünden vom 29. September 2014 zu den Akten, wonach die gegen ihn eröff-
nete Aufenthaltsüberprüfung eingestellt worden sei (vgl. Beilage des Beschwerde-
führers act. B.5).

b/aa) Das Kantonsgericht hat in seinem Urteil vom 9. Oktober 2012 ausführlich 
begründet, weshalb es die vom Bezirksgericht Maloja mit Entscheid vom 12. März 
2012 festgelegte Besuchsrechtsregelung als angemessen erachtet. Im Einzelnen 
wurde erwogen, dass für den Beziehungsaufbau zwischen A._____ und ihrem 
Vater regelmässige und in kurzen Zeitintervallen stattfindende Besuchskontakte 
angezeigt und wichtig seien. Nur so könne das Kind den nicht obhutsberechtigten 
Elternteil überhaupt kennen lernen und sich an ihn gewöhnen. Es bilde eine Erfah-
rungstatsache, dass Kleinkinder eine gewisse Angewöhnungszeit brauchen wür-
den, dass aber, je häufiger Kontakte zum Vater stattfinden würden, umso rascher 
eine Vertrauensbeziehung entstehe, die letztlich längere Besuche möglich mache. 
Die vom Bezirksgericht Maloja getroffene Besuchsrechtsregelung erweise sich 
auch vor dem Hintergrund als gerechtfertigt, dass das Verhalten des Kindsvaters 
nicht auf eine Kindeswohlgefährdung hinweise. Diesem sei nicht zuletzt aufgrund 
seiner Erfahrungen aus früherer Vaterschaft durchaus zuzutrauen, dass er die 

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Besuchskontakte mit A._____ auch ohne Begleitung bedürfnisgerecht ausgestal-
ten könne. Vorliegend ist kein Grund ersichtlich, um von diesen Erwägungen und 
der damals getroffenen Besuchsrechtsregelung abzuweichen. Eine andere Beur-
teilung der Situation liesse sich nur rechtfertigen, wenn in der Zwischenzeit we-
sentliche Veränderungen in der Beziehung zwischen Vater und Tochter, eine ne-
gative Entwicklung von A._____ aufgrund der Kontakte zum Vater oder andere im 
Hinblick auf das Besuchsrecht massgebliche Tatsachen eingetreten wären. Derar-
tiges ist indessen nicht auszumachen. So vermögen weder die vermeintlichen ge-
sundheitlichen Probleme noch der angebliche Wohnsitzwechsel des Vaters ins 
Ausland - wobei die Beschwerdeführerin beide Behauptungen in keiner Weise be-
legt - zu einer Einschränkung des persönlichen Verkehrs zu führen. Im Gegenteil 
sprechen die nachfolgend angeführten Umstände für die Beibehaltung des dama-
lig festgesetzten Besuchs- und Ferienrechts.

b/bb) A._____ ist inzwischen fast 4 Jahre alt. Den Akten lässt sich entnehmen, 
dass sie sich gut entwickelt und keinerlei Beeinträchtigungen psychischer Art, die 
durch die Besuchskontakte mit dem Vater ausgelöst worden wären, aufweist (vgl. 
etwa Zwischenbericht der Beiständin vom 4. Juli 2013, Akten KESB act. 77/1). Die 
seitens der Mutter eingereichten ärztlichen Berichte von Dr. med. E._____ vom 
8. Februar 2013 und vom 4. März 2013 (vgl. Akten KESB act. 64/3 und act. 64/14) 
sowie von Dr. med. F._____ vom 15. November 2013 (vgl. Akten KESB act. 79) 
vermögen an dieser Feststellung nichts zu ändern, da aus diesen nicht hervor-
geht, dass das Wohl von A._____ durch den persönlichen Verkehr mit dem Vater 
gefährdet oder gar beeinträchtigt würde, sondern darin hauptsächlich die schwie-
rige Familiensituation aufgegriffen wird. Bei letzterem ärztlichen Zeugnis, welches 
von einer „ausgeprägten Irritation“ spricht, ist zudem fraglich, ob eine persönliche 
Untersuchung von A._____ stattfand oder ob dieses nicht vielmehr auf Angaben 
der Mutter hin erstellt wurde (sog. Ferndiagnose). Überdies findet A._____ entge-
gen der Darstellung der Mutter offenkundig Gefallen an den Besuchen ihres Vater 
(vgl. Akten KESB act. 77/1 sowie die im Recht liegenden Fotoaufnahmen Akten 
KESB act. 88). Der Vater ist kein Fremder für sie, sondern sie ist offenbar gerne 
mit ihm zusammen und zeigt ihm gegenüber ein sehr entspanntes und offenes 
Verhalten. Sogar nach einem vierwöchigen Kontaktunterbruch hat sie gemäss An-
gaben der Beiständin ihm gegenüber nicht gefremdet. Eine von der Mutter be-
hauptete Kindeswohlgefährdung durch den generellen Kontakt zum Vater schlies-
sen sowohl die Beiständin (vgl. Akten KESB act. 77/5) als auch die KESB auf-
grund der Abklärungsergebnisse (vgl. Akten KESB act. 98, Entscheid vom 
14. April 2014 betreffend Abschreibung einer seitens der Grossmutter erstatteten 

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Gefährdungsmeldung) völlig aus. Ebenso findet die Behauptung der Mutter, 
A._____ verweigere jeglichen Körperkontakt zum Vater, in den Akten keine Stüt-
ze. Vielmehr zeigen die im Recht befindlichen Fotoaufnahmen, wie der Vater sei-
ne Tochter auf seinen Schultern trägt, sie an der Hand hält oder mit ihr auf einem 
Schlitten sitzt, wobei diese dabei keineswegs eine ablehnende oder ängstliche 
Haltung einnimmt, sondern sehr zufrieden wirkt (vgl. Akten KESB act. 88). Die 
KESB hat in dieser Hinsicht ebenfalls festgehalten, dies stelle ein Indiz dafür dar, 
dass sich A._____ in Anwesenheit ihres Vaters wohl fühle und keine Berührungs-
ängste aufweise (vgl. Akten KESB act. 98). Die Mutter bringt in der Beschwerde 
vor, die Fotoaufnahmen seien entstanden, als sie keine zwei Meter von ihrer 
Tochter entfernt gewesen sei, um dieser einigermassen Sicherheit zu gewähren. 
Daraus lässt sich jedoch nicht der Schluss ziehen, die Tochter habe Angst vor 
dem Vater und meide seine körperliche Nähe. Insbesondere wurden diesbezüglich 
auch seitens der Beiständin, welche mehrere Besuche begleitet hat, keine Auffäl-
ligkeiten festgestellt. Aufgrund der Akten ist vielmehr davon auszugehen, dass 
sich, losgelöst von den Differenzen der Eltern, eine gesunde Vater-Tochter-
Beziehung entwickelt. Auch wenn noch nicht von einer intensiven Vertrauensbe-
ziehung gesprochen werden kann, ist - wie auch die KESB im angefochtenen Ent-
scheid erkennt (vgl. E. 2) - zumindest eine gute Basis vorhanden, um eine solche 
aufzubauen. Wie die Vorinstanz sodann zutreffend ausführt, wurde der Aufbau 
einer Beziehung zwischen Vater und Tochter bis anhin vor allem durch den Kon-
flikt zwischen den Eltern um das formale Besuchsrecht behindert. Ein restriktiver-
es Besuchsrecht, wie dies die Mutter fordert, könne denn auch nicht mit dem feh-
lenden Vertrauen zwischen Vater und Tochter begründet werden, zumal eine Be-
ziehung und Vertrauensbasis erst entstehen könne, wenn regelmässige Kontakte 
mit einer gewissen Intensität stattfinden würden. Diese Ausführungen überzeugen. 
Entsprechend hat auch das Kantonsgericht im Urteil vom 9. Oktober 2012 festge-
halten, dass sich eine Vertrauensbeziehung, die letztlich längere Besuche möglich 
macht, umso rascher entwickeln kann, je häufiger Kontakte zum Vater stattfinden 
(vgl. ZK1 12 27 E. 3c).

b/cc) Aufgrund des Gesagten ist jedenfalls nicht einzusehen, weshalb die Besu-
che nun nicht in Richtung des gerichtlich zugesprochenen Besuchsrechts auszu-
weiten sind. Wie das Kantonsgericht bereits im Urteil vom 9. Oktober 2012 ausge-
führt hat, ist das Besuchsrecht nicht abrupt, sondern behutsam umzusetzen. Was 
die Tagesbesuche angeht, so ist die maximale Trennungsdauer von der Mutter 
stufenweise auszudehnen mit dem Ziel, die Besuche baldmöglichst im zugespro-
chenen Umfang durchführen zu können. Die stufenweise Verlängerung der Be-

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suchskontakte wird mit dem steigenden Vertrauensgewinn zum Vater einherge-
hen. Überdies sollte A._____ - insbesondere auch im Hinblick auf den Kindergar-
teneintritt - mit ihren bald vier Jahren inzwischen längere Zeit von der Mutter ge-
trennt sein können, was sich unter anderem anhand der während der Arbeitstätig-
keit der Mutter erfolgenden Betreuung durch die Grosseltern zeigt. Die Durch-
führung von Übernachtungen hat die KESB im angefochtenen Entscheid explizit 
ausgeschlossen und damit das gerichtlich zugesprochene Besuchsrecht einge-
schränkt. Abgesehen davon, dass die gerichtlich getroffene Regelung bis anhin 
nicht habe in die Praxis umgesetzt werden können, liefert die Behörde in ihrem 
Entscheid indessen keine weitergehende Begründung für diese Einschränkung. 
Die gescheiterte Umsetzung allein bildet hierfür jedoch keinen genügenden Grund, 
zumal sie hauptsächlich auf den Widerstand der Mutter (vgl. nachfolgend E. 4c) 
zurückzuführen ist. Zudem ist dem Vater darin beizupflichten, dass das Ferien-
recht ohne Übernachtungen kaum durchgeführt werden kann, da tägliche Überg-
aben für das Kind angesichts der starken Spannungen zwischen den Eltern nicht 
zumutbar sind. Es wird denn auch generell empfohlen, dass das Besuchsrecht 
blockweise auszuüben ist, damit anfängliche Beunruhigungen wieder abklingen 
können (BGE 130 III 585 E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). Auch hier ist auf eine 
behutsame allmähliche Umsetzung des Ferienrechts und der damit verbundenen 
Übernachtungen zu achten. So ist etwa eine erstmalige Übernachtung versuchs-
weise im Rahmen eines Wochenendbesuchs durchzuführen. Im Übrigen stellt eine 
Besuchs- und Ferienrechtsausübung im gerichtlich zugesprochenen Umfang - im 
Gegensatz zu Ferien ohne Übernachtungen, welche tägliche Übergaben erfordern 
- für ein vierjähriges Kind auch keine besondere Belastung dar, wenn wie vorlie-
gend eine normale Entwicklung desselben besteht.

b/dd) Die Mutter beantragt sodann, die Besuche für die Dauer eines Jahres be-
gleitet auszugestalten. Ein begleitetes Besuchsrecht bezweckt, der Gefährdung 
des Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen und Ängste 
abzubauen sowie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Beziehungen zum 
Kind und unter den Eltern zu vermitteln (Ingeborg Schwenzer, in: Honsell/Vogt/ 
Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 4. Auflage, Basel 2010, N 26 
zu Art. 273 ZGB). Die Mutter begründet diesen Antrag hauptsächlich damit, dass 
A._____ aufgrund früherer negativer Erfahrungen nicht mit dem Vater alleine sein 
wolle. Solche Erfahrungen in Zusammenhang mit den Besuchskontakten konnten 
jedoch, wie sich dem Urteil des Kantonsgerichts vom 9. Oktober 2012 entnehmen 
lässt (vgl. E. 3c/bb), nicht verifiziert werden und würden - wenn denn der Darstel-
lung der Mutter Glauben geschenkt wird - bereits mehr als zweieinhalb Jahre 

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zurückliegen. An dieser Stelle ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer nicht 
wie von ihr behauptet ebenfalls den Wunsch nach begleiteten Besuchskontakten 
geäussert hat. Vielmehr ist davon auszugehen, dass er solche bis anhin hinge-
nommen hat, um seine Tochter überhaupt sehen zu können. Zudem ist die KESB 
aufgrund der geltenden Offizialmaxime ohnehin nicht an die Anträge der Parteien 
gebunden (vgl. Art. 446 Abs. 3 ZGB), sondern kann von deren Rechtsbegehren 
abweichen und eine andere Anordnung treffen. Im vorliegenden Fall erscheint ei-
ne umfassende Begleitung der Besuche weder durch die Mutter noch durch eine 
Fachperson opportun und würde sich auf den Beziehungsaufbau zwischen Vater 
und Tochter eher kontraproduktiv auswirken. Die KESB hat damit grundsätzlich zu 
Recht auf die Anordnung begleiteter Besuche verzichtet. A._____ wird, wie die 
KESB zutreffend festgehalten hat, die Spannungen zwischen ihren Eltern mit zu-
nehmendem Alter immer mehr spüren. Dieser Umstand spricht dafür, die Mutter 
möglichst wenig, das heisst nur soweit dies jeweils bei der Übergabe des Kindes 
erforderlich ist, in die Besuchskontakte zu involvieren. Bereits dem Zwischenbe-
richt der Beiständin vom 4. Juli 2013 lässt sich die Zielsetzung entnehmen, dass 
die Besuche allmählich ohne die Mutter stattfinden sollten und der Vater immer 
mehr Zeit alleine mit der Tochter verbringen solle (vgl. Akten KESB act. 77/1). Al-
lerdings führt der Ersatzbeistand D._____ in seiner Aktennotiz vom 31. Juli 2014 
zum Besuch vom 25. Juli 2014 aus, dass die Mutter A._____ zu einem Besuch mit 
dem Vater auf dem Spielplatz begleitet und erfolglos versucht habe, den Spielplatz 
zu verlassen, um A._____ mit dem Vater und dessen älterer Tochter alleine zu 
lassen (vgl. Beilage der Beschwerdeführerin act. B.8). Da A._____ offenbar noch 
sehr auf die Mutter fixiert ist, hat die KESB zu prüfen, ob eine Begleitung der je-
weiligen Übergaben durch eine Fachperson geboten ist. Von einer umfassenden 
Begleitung der Besuchskontakte, wie dies die Mutter zum Schutz des Kindes be-
antragt, und damit der Anwesenheit einer Fachperson während der gesamten Be-
suchsdauer ist jedoch wie dargelegt im Hinblick auf die Beziehung zwischen Vater 
und Tochter abzusehen. Ferner ist zu bemerken, dass ebenfalls insofern eine Be-
gleitung gegeben ist, als dass die Beiständin die Besuchskontakte weiterhin über-
wacht und bei der Organisation der Termine mitwirkt und diese im Streitfall festlegt 
(vgl. Dispositivziffer 3 des angefochtenen Entscheids). Damit besteht bereits eine 
gewisse Hilfestellung, um eine Verbesserung der Beziehung unter den Eltern so-
wie eine ungehinderte Besuchsrechtsausübung herbeizuführen (vgl. hierzu auch 
nachfolgend E. 4d).

c) Bei der Festsetzung des Besuchsrechts geht es bekanntlich nicht darum, 
einen gerechten Interessenausgleich zwischen den Eltern zu finden, sondern den 

Seite  20 — 26

elterlichen Kontakt mit dem Kind in dessen Interesse zu regeln. Ist das Verhältnis 
zwischen dem besuchsberechtigten Elternteil und dem Kind gut, dürfen Konfliktsi-
tuationen zwischen den Eltern nicht zu einer einschneidenden Beschränkung des 
Besuchsrechts auf unbestimmte Zeit führen. Es wäre unhaltbar, wenn der obhuts-
berechtigte Elternteil es in der Hand hätte, durch Zwistigkeiten mit dem anderen 
Teil den Umfang des Besuchsrechts zu steuern. In diesem Sinne ist auch zu be-
denken, dass für einen allfälligen Loyalitätskonflikt des Kindes in erster Linie die 
Eltern verantwortlich sind, was ihnen allerdings oftmals nicht bewusst ist. Den ob-
hutsberechtigten Elternteil trifft die Pflicht, die Beziehung zwischen dem Kind und 
dem anderen Teil zu fördern und das Kind für die Kontaktpflege positiv vorzuberei-
ten (BGE 130 III 585 E. 2.2.1). Vorliegend lässt sich den Berichten und Rückmel-
dungen der Beiständin entnehmen, dass sich die Mutter wenig kooperativ verhält 
und bei der Planung der Besuchskontakte Widerstand leistet (vgl. etwa Akten 
KESB act. 77/5). Der Aufwand für die Terminabsprachen sei absolut unverhält-
nismässig, was indessen nicht nur auf die mangelnde Kooperationsbereitschaft 
der Mutter, sondern auch auf die unbeständigen Ziele und kurzfristigen Abspra-
chen des Vaters zurückzuführen sei (vgl. Stellungnahme zum letzten Besuch vom 
4. bzw. 13. Oktober 2014 und grundsätzliche Informationen der Beiständin). Aus 
den weiteren Akten geht sodann hervor, dass die Mutter vehement versucht, eine 
Ausweitung des Besuchsrechts, wie es gerichtlich festgelegt wurde, zu verhindern 
(vgl. etwa Akten KESB act. 65, act. 76/3, act. 76/4, act. 79 sowie act. 90). Ferner 
gab der Vater gegenüber der KESB an, die Mutter würde A._____ verbieten, ihn 
„Papa“ zu nennen; stattdessen müsse sie ihn stets mit dem Vornamen anreden 
(vgl. Akten KESB act. 89). Die Beschwerdeführerin verstösst mit ihrem Verhalten 
klar gegen ihre Aufgabe als Mutter und ihre gesetzliche Pflicht, alles zu unterlas-
sen, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil beeinträchtigt (vgl. 
Art. 274 Abs. 1 ZGB). Wie bereits erwähnt, wäre sie im Gegenteil gehalten, die 
Beziehung zwischen A._____ und ihrem Vater zu fördern, da dies für das Kindes-
wohl und die Persönlichkeitsentwicklung ihrer gemeinsamen Tochter von grosser 
Bedeutung ist. Auch die Beiständin selbst sowie die Beraterin des G._____ Insti-
tuts, an welche sich B._____ gewandt hat, erachten die Unterstützung und 
Bestärkung des Kleinkindes durch die Mutter als zentral für das Gelingen des Be-
ziehungsaufbaus zum Vater (vgl. Akten KESB act. 77/1 und act. 77/5). Im Lichte 
dieser Ausführungen ist die Mutter als primäre Bezugsperson von A._____ in der 
Pflicht, ihrer Tochter wegen die persönlichen Differenzen mit dem Kindsvater 
zurückzustellen und dem Aufbau einer engeren Vater-Tochter-Beziehung nicht 
länger im Wege zu stehen.

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d) Vorliegendenfalls handelt es sich unbestrittenermassen um eine äusserst 
konfliktträchtige Situation, was sich bereits anhand der zahlreichen Gerichtsver-
fahren zeigt, welche die Eltern seit der Geburt von A._____ instanziiert haben. So 
hält denn auch die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid fest, dass das Wohl 
von A._____ einzig durch den offenen und chronifizierten Konflikt zwischen den 
Eltern und deren Verhalten einander gegenüber als beeinträchtigt erscheine; sie 
drohe, je älter dass sie werde, in einen Loyalitätskonflikt zu geraten und durch die 
Streitereien ihrer Eltern traumatisiert zu werden (vgl. E. 3). Die KESB ging davon 
aus, dass das Beziehungsverhalten der Eltern eine potentielle Gefahr für A._____ 
darstelle (vgl. E. 5). Aufgrund dessen stellt sich die Frage, ob sich neben der er-
richteten Beistandschaft zusätzliche Massnahmen zum Schutz des Kindes auf-
drängen. Bereits angesprochen wurde eine allfällige Begleitung der zu Beginn der 
Besuchskontakte erfolgenden Übergabe (vgl. vorstehend E. 4b/dd). Eine psycho-
logische Begleitung der jeweiligen Übergaben durch eine Fachperson wäre zum 
Schutz von A._____, zur Entschärfung des Konflikts zwischen den Eltern sowie 
zur Erleichterung der Trennung von der Mutter möglicherweise sinnvoll. Diese 
Frage ist von der KESB abschliessend zu prüfen. Ebenso hat die Behörde zu be-
urteilen, ob die Unterstützung der Beiständin ausreicht, um die Ausübung der Be-
suchskontakte an den gerichtlich festgelegten Rahmen heranzuführen oder ob 
hierzu weitere Massnahmen notwendig wären. B._____ führt selbst aus, dass das 
hochgradig zerstrittene Verhältnis der Eltern sehr wenig Spielraum zur Vermittlung 
biete und praktisch keine Grundlage für Absprachen mehr bestehe (vgl. Stellung-
nahme zum letzten Besuch vom 4. bzw. 13. Oktober 2014 und grundsätzliche In-
formationen der Beiständin). Dem kann allenfalls durch eine weitergehende - be-
reits angeordnet wurde die Teilnahme an Beratungsgesprächen (vgl. sogleich 
E. 4e) - psychologische oder mediatorische Unterstützung begegnet werden. Im 
Übrigen verzichtet das Kantonsgericht darauf, im Beschwerdeverfahren eine inter-
ventionsorientierte Begutachtung, wie dies in der Beschwerdeantwort der KESB 
Engadin/Südtäler vom 23. Oktober 2014 beantragt wurde, anzuordnen und stellt 
eine solche in das Ermessen der KESB, welche offenbar bereits entsprechende 
Vorbereitungen getroffen hat (vgl. Schreiben vom 23. Oktober 2014, act. D.17).

e) Die vorinstanzliche Weisung, wonach sich die Eltern während mindestens 
12 Sitzungen durch Fachpersonen der kjp Graubünden beraten lassen müssen, 
erscheint durchaus zweckmässig. Da diese Weisung von beiden Parteien nicht 
explizit beanstandet wird, erübrigen sich hierzu weitere Ausführungen.

5.a) Schliesslich wehrt sich die Beschwerdeführerin gegen die in Dispositivziffer 
4 des angefochtenen Entscheids angedrohte Ungehorsamsstrafe. Die KESB 

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rechtfertigt die Strafandrohung in ihrer Entscheidbegründung damit, dass die Mut-
ter das Besuchsrecht respektieren müsse und eine künftige Behinderung dessel-
ben zu einer Kindeswohlgefährdung führen würde und daher zu sanktionieren wä-
re. Die Beschwerdeführerin macht einerseits geltend, dass ihr hierzu das rechtli-
che Gehör nie gewährt worden sei und sich die Androhung einer Bestrafung an-
derseits als verpönte und unverhältnismässige Massnahme erweise. Das Be-
suchsrecht sei entgegen der Darstellung der Vorinstanz regelmässig ausgeübt 
worden und sie bemühe sich um einen Kontakt zwischen Vater und Tochter. Der 
Beschwerdegegner führte in seiner Vernehmlassung vom 28. Juli 2014 diesbezüg-
lich aus, die von der KESB angeordnete Strafandrohung basiere auf gesetzlichen 
Grundlagen und sei weder verpönt noch unverhältnismässig. Sofern sich die Be-
schwerdeführerin an die Besuchsrechtsregelung halte, werde dies auch keine Be-
strafung nach sich ziehen und ihr Anwaltspatent nicht gefährden.

b) Der Inhaber der elterlichen Sorge oder Obhut kann mit vollstreckungsrecht-
lichen Mitteln zur Einhaltung der Besuchsregelung angehalten werden. So können 
Zuwiderhandlungen gegen eine behördliche oder gerichtliche Besuchsrechtsrege-
lung nach entsprechender Androhung gemäss Art. 292 des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) geahndet werden (Ingeborg Schwenzer, in: 
Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 4. Auflage, Ba-
sel 2010, N 15 und N 18 zu Art. 275 ZGB; vgl. auch Kurt Affolter, in: Gei-
ser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
N 34 zu Art. 450g ZGB). Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebietet, dass 
von mehreren geeigneten Massnahmen die jeweils mildeste getroffen wird und 
namentlich der durch eine Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB indirekt aus-
geübte Zwang in einem vernünftigen Verhältnis zum Erfüllungsinteresse der Ge-
genpartei steht (vgl. Daniel Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger 
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2. Auflage, Zürich 
2013, N 11 zu Art. 343 ZPO). Die Strafandrohung als Vollstreckungsmassnahme 
steht dann zur Diskussion, wenn der andere Elternteil sich der Ausübung des Be-
suchsrechts in grundsätzlicher Weise widersetzt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_764/2013 vom 20. Januar 2014 E. 2.1 mit weiteren Hinweisen). Angesichts der 
Akten hält die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie bemühe sich um einen 
Kontakt zwischen Vater und Tochter, nicht stand. Vielmehr ist das Gegenteil der 
Fall (vgl. vorstehend E. 4c). Die Beschwerdeführerin hat sich in der Vergangenheit 
dauerhaft über die gerichtliche Besuchs- und Ferienrechtsregelung hinweggesetzt 
und versucht, die Kontakte zwischen Vater und Tochter einzuschränken bzw. auf 
ein Mindestmass zu reduzieren. Aufgrund ihrer anhaltenden Renitenz ist zu be-

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fürchten, dass sie ihr Verhalten auch künftig nicht ändern wird. Angesichts dessen 
würde sich die Androhung von Straffolgen vorliegend als verhältnismässig erwei-
sen. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob diesbezüglich das rechtliche Gehör der Be-
schwerdeführerin wie behauptet verletzt worden ist. 

c) Strafrechtliche Vollstreckungssanktionen bildeten im Verfahren um die 
Abänderung des Besuchsrechts nicht direkt Thema und wurden insbesondere 
auch anlässlich der Anhörung vom 7. April 2014 seitens der KESB nicht ange-
sprochen (vgl. Akten KESB act. 90). Indessen reichte X._____ nach Erlass des 
Kantonsgerichtsurteils dem Bezirksgericht Maloja am 19. November 2012 ein Ge-
such um Vollstreckung ein mit dem Antrag, die Mutter sei unter Androhung der 
Straffolgen gemäss Art. 292 StGB anzuhalten, ihm die Ausübung des richterlich 
festgesetzten Besuchsrechts zu gestatten (vgl. Akten KESB act. 58). Hierzu liess 
sich Y._____ am 15. Januar 2014 vernehmen und beantragte die kostenfällige 
Abweisung des Gesuchs. Nachdem das Bezirksgericht Maloja einen weiteren 
Schriftenwechsel durchführte und Y._____ nochmals Gelegenheit zur Stellung-
nahme erhielt, trat es mangels Zuständigkeit am 28. Oktober 2013 nicht auf das 
Gesuch ein. Zwischenzeitlich gelangte X._____ mit Schreiben vom 26. Februar 
2013 an die KESB Engadin/Südtäler und beantragte unter Hinweis auf sein Voll-
streckungsgesuch, die Kindesschutzbehörde solle Massnahmen zum Vollzug des 
gerichtlich festgestellten Besuchsrechts anordnen (vgl. Akten KESB act. 67). Dar-
aufhin wurde die Androhung von Straffolgen im Entscheid der KESB vom 11. März 
2013 betreffend Errichtung einer Beistandschaft thematisiert und ausgeführt, vor-
derhand könne darauf verzichtet werden, da sich die Beiständin mit der Umset-
zung der Besuchsmodalitäten ohnehin intensiv befassen müsse und es nicht 
sachdienlich wäre, den Beratungs- und Begleitungsprozess mit flankierenden 
Massnahmen gemäss Art. 292 StGB zu gefährden. Mit anderen Worten erachtete 
die Behörde die Androhung strafrechtlicher Sanktionen zum damaligen Zeitpunkt 
weder als zweckmässig noch als erforderlich. Doch ist es in der Folge auch der 
Beiständin während eineinhalb Jahren nicht gelungen, das zugesprochene Be-
suchsrecht umzusetzen, womit es nahe lag, dass die KESB zu weiteren Mass-
nahmen greift, um der getroffenen Regelung zur Durchsetzung zu verhelfen. An-
gesichts dessen erscheint es fraglich, ob sie Y._____ im Abänderungsverfahren 
nochmals die Gelegenheit hätte einräumen müssen, um sich zu den angedrohten 
Vollstreckungsmassnahmen zu äussern. Des Weiteren handelt es sich lediglich 
um eine Androhung und nicht um die Verhängung einer Sanktion, wodurch der 
Adressatin (noch) kein unmittelbarer Nachteil entsteht, und auch daher fragwürdig 
ist, ob überhaupt eine Gehörsgewährung nötig gewesen wäre. Dies kann vorlie-

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gend jedoch dahingestellt bleiben. Falls das rechtliche Gehör der Beschwerdefüh-
rerin nämlich verletzt worden sein sollte, so gilt diese Verletzung im Rechtsmittel-
verfahren als geheilt (vgl. vorstehend E. 3a/bb), da sie umfassend Stellung neh-
men konnte.

6. Im Ergebnis ist die mit Entscheid des Bezirksgerichts Maloja vom 14. März 
2012 getroffene bzw. mit Urteil des Kantonsgerichts vom 9. Oktober 2012 
bestätigte Besuchs- und Ferienrechtsreglung beizubehalten und der Entscheid der 
KESB Engadin/Südtäler vom 22. Mai 2014 in diesem Sinne anzupassen: Disposi-
tivziffer 1 und 2 des Entscheids sind aufzuheben, da mangels einer massgebli-
chen Veränderung der Umstände keine neue Regelung - insbesondere keine Ab-
schaffung des Donnerstagsbesuchsrechts sowie kein Ausschluss von Übernach-
tungen - zu treffen ist. Dies bedeutet mithin, dass Y._____ mit ihrer Beschwerde 
unterlegen ist; der vorinstanzliche Entscheid wird aus anderen Gründen aufgeho-
ben und die von ihr anbegehrten Besuchsrechtsanpassungen sind nicht vorge-
nommen worden. Dahingegen ist X._____ mit Ziffer 1 und 2 seiner Beschwerde-
begehren - abgesehen vom Kostenantrag (vgl. dazu sogleich E. 7a) - durchge-
drungen.

7.a) Massgebende Grundlage für die Kostenfolge in Kindesschutzverfahren ist 
in erster Linie Art. 63 Abs. 2 EGzZGB. Danach sind solche Verfahrenskosten von 
den Eltern zu tragen. Grundsätzlich werden diese Kosten den Elternteilen je zur 
Hälfte auferlegt (Art. 27 Abs. 2 erster Satz der Verordnung zum Kindes- und Er-
wachsenenschutz [KESV; BR 215.010]). Die KESB hat die Kostenaufteilung ge-
stützt auf die eben erwähnten Bestimmungen vorgenommen. Bei der Überprüfung 
der Besuchs- und Ferienrechtsregelung ging es um Abklärungen im Interesse des 
Kindeswohls, weshalb eine hälftige Kostenverteilung gerechtfertigt erscheint und 
die von der KESB getroffene Kostenregelung entsprechend zu belassen ist. In 
diesem Punkt wird damit nicht dem Antrag des Beschwerdeführers, sämtliche 
Kosten der Kindsmutter zu überbinden, gefolgt.

b) Die Kosten der Beschwerdeverfahren werden vorliegend insgesamt auf 
CHF 2'500.-- festgesetzt. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im kin-
desschutzrechtlichen Beschwerdeverfahren verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB auf 
die Bestimmungen der Schweizerischen ZPO. Gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO 
werden die Prozesskosten der Beschwerdeführerin auferlegt, welche mit ihren 
Anträgen vollumfänglich unterlegen ist, während der Beschwerdeführer grundsätz-
lich - zumal er lediglich mit dem Kostenantrag nicht durchzudringen vermochte, 
was als vernachlässigbar gilt - obsiegt hat. Mangels Einreichung einer Honorarno-

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te wird die Parteientschädigung des Beschwerdeführers nach richterlichem Er-
messen festgesetzt (Art. 105 Abs. 2 ZPO). Vorliegend erscheint in Anbetracht der 
sich stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie unter Berücksichtigung der einge-
reichten Rechtsschriften für beide Beschwerdeverfahren eine aussergerichtliche 
Entschädigung von gesamthaft CHF 2'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) als 
angemessen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde von Y._____ wird abgewiesen.

2.a) Die Beschwerde von X._____ wird teilweise gutgeheissen und die Disposi-
tivziffern 1 und 2 des angefochtenen Entscheids werden aufgehoben. Die 
mit Entscheid vom 14. März 2012 vom Bezirksgericht Maloja getroffene und 
mit Urteil vom 9. Oktober 2012 vom Kantonsgericht von Graubünden 
bestätigte Besuchs- und Ferienrechtsregelung behält weiterhin  Gültigkeit.

   b) Im Übrigen wird die Beschwerde von X._____ abgewiesen.

3. Die KESB Engadin/Südtäler wird angewiesen, die Notwendigkeit weiterer 
Kindesschutzmassnahmen im Sinne der Erwägungen zu prüfen.

4.a) Die Kosten der Beschwerdeverfahren von insgesamt CHF 2'500.-- gehen 
zu Lasten von Y._____. Sie werden von den geleisteten Kostenvorschüs-
sen der Parteien (je CHF 2'000.--) bezogen. Der Restbetrag von 
CHF 1'500.-- wird X._____ durch das Kantonsgericht erstattet und Y._____ 
wird verpflichtet, X._____ den Betrag von CHF 500.-- direkt zu ersetzen.

   b) Y._____ hat X._____ überdies für die Beschwerdeverfahren ausseramtlich 
mit CHF 2'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen.

5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

6. Mitteilung an: