# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3be54ed2-977b-5f8b-8ee2-be1a077f94e4
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 14.01.2014 SB130210
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB130210_2014-01-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: SB130210-O/U/cs 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Burger, Präsident, und lic. iur. Spiess, 

Ersatzoberrichter lic. iur. Ernst sowie der Gerichtsschreiber lic. iur. 

Iliev 

Urteil vom 14. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch die Stellvertretende Leitende Staatsanwältin lic. iur. Steinhauser  

Anklägerin und Berufungsklägerin 

 

gegen 

 

A._____, 
Beschuldigter und Berufungsbeklagter 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

betreffend grobe Verletzung der Verkehrsregeln 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Winterthur, Einzelgericht 
Strafsachen, vom 6. März 2013 (GG130003) 

-  2  - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 1. Februar 

2013 (Urk. 12) ist diesem Urteil beigeheftet.  

Urteil der Vorinstanz: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der groben Verletzung der Verkehrsregeln im 

Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und 

Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 95 Tagessätzen zu 

Fr. 70.– sowie mit einer Busse von Fr. 2'000.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen. 

5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf 

Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 900.00   Gebühr Vorverfahren 

Fr. 2'700.00    
 
 
 6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

-  3  - 

Berufungsanträge: 

a) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland:  

(Urk. 44 S. 1) 

1. Es sei festzustellen, dass Dispositivziffer 1 des erstinstanzlichen Urteils 

in Rechtskraft erwachsen sei.  

2. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 240 Tages-

sätzen zu je Fr. 70.– sowie einer Verbindungsbusse von Fr. 3'300.–. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 2 

Jahre anzusetzen.  

4. Bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse sei eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 33 Tagen festzusetzen.  

b) Der Verteidigung des Beschuldigten:  

(Urk. 45 S. 1) 

1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft sei abzuweisen.  

2. Das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, 

Einzelgericht in Strafsachen, vom 6. März 2013 sei zu bestätigen.  

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie die Kosten der amtlichen 

Verteidigung seien ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen. 

 

-  4  - 

Erwägungen: 

I. 

 a) Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am 20. August 2012, 01.56 Uhr, 

auf der Autobahn A1, Fahrtrichtung St. Gallen, Gemeindegebiet B._____, mit 

einem Personenwagen die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h um 72 

km/h überschritten zu haben (Urk. 12 S. 2). 

 b) Das Einzelgericht in Strafsachen am Bezirksgericht Winterthur sprach den 

geständigen (Urk. 10 S. 5, Urk. 17 S. 3) Beschuldigten am 6. März 2013 der 

groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 (a)SVG 

schuldig. Er wurde zu einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 95 Tagessätzen 

zu Fr. 70.– und zu Fr. 2'000.– Busse verurteilt (Urk. 26 S. 9). 

 c) Gegen dieses Urteil meldete die Staatsanwaltschaft Winterthur / 

Unterland rechtzeitig die Berufung an (Urk. 20; Art. 399 Abs. 1 StPO). Sie reichte 

sodann auch fristgerecht die Berufungserklärung ein (Urk. 29, vgl. Urk. 23; Art. 

399 Abs. 3 StPO). Ziel ihrer Appellation ist die Erhöhung des Strafmasses auf 240 

Tagessätze zu Fr. 70.– Geldstrafe und Fr. 3'300.– Busse (Urk. 29 S. 4). Der 

Beschuldigte liess die Frist zur Erklärung einer Anschlussberufung (vgl. Urk. 30) 

unbenützt ablaufen. Im Berufungsverfahren wurden keine Beweisanträge gestellt. 

Nach der heutigen Berufungsverhandlung erweist sich der Prozess als spruchreif. 

 

II. 

 Das erstinstanzliche Urteil blieb hinsichtlich des Schuldspruchs (Ziff. 1) und 

des Kostendispositivs (Ziff. 5 und 6) unangefochten. Es ist insoweit in Rechtskraft 

erwachsen (Art. 402 StPO), was vorab festzustellen ist. Dispositivziffer 3 (Vollzug) 

wurde zwar nicht ausdrücklich angefochten (Urk. 29 S. 1, S. 4), ist aber mit 

Dispositivziffer 2 (Strafzumessung) so eng verbunden, dass sie als 

mitangefochten zu betrachten ist. 

-  5  - 

III. 

 1. Die grobe Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 

aSVG (in Kraft gewesen bis Ende 2012) wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren 

oder Geldstrafe geahndet. Strafschärfungs- oder Strafmilderungsgründe (Art. 48 f. 

StGB) sind vorliegend nicht gegeben. Die Strafe ist innerhalb des dargelegten 

Strafrahmens nach dem Verschulden des Täters zuzumessen. Zu berücksichtigen 

sind dabei auch sein Vorleben, seine persönlichen Verhältnisse und die Wirkung 

der Strafe auf sein Leben (Art. 47 Abs. 1 StGB). Das Verschulden wird nach der 

Schwere der verursachten Gefährdung, der Verwerflichkeit des Handelns, den 

Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach bestimmt, wie weit er unter 

den gegebenen Umständen in der Lage war, rechtskonform zu handeln (Art. 47 

Abs. 2 StGB). 

 2. a) Der Beschuldigte überschritt die auf der Autobahn erlaubte 

Geschwindigkeit in krasser Weise. Seine Fahrweise war trotz trockener Strasse 

und geringem Verkehrsaufkommen sehr gefährlich. Bei mehr als 190 km/h hätte 

der Beschuldigte keine Chance gehabt, ein Hindernis auf der Fahrbahn – z.B. 

einen auf der Fahrbahn liegenden Gegenstand oder ein auf die Autobahn verirrtes 

Tier – in der nächtlichen Dunkelheit rechtzeitig zu sehen und eine folgenschwere 

Kollision zu vermeiden. Damit stufte die Vorinstanz sein Verschulden (im Rahmen 

von Art. 90 Ziff. 2 aSVG) in objektiver Hinsicht zurecht als mittelschwer ein. 

 b) aa) Nicht widerlegt werden kann zwar das Vorbringen des Beschuldigten, 

wonach ihn kurz vor der Tat seine Tante anrief und ihm mitteilte, es gehe ihr 

schlecht und sie müsse wahrscheinlich ins Spital (Urk. 5 S. 2, Urk. 10 S. 2, Prot. II 

S. 11, vgl. auch Urk. 17 S. 3/4). Dies vermag aber den nachfolgend begangenen 

Geschwindigkeitsexzess in keiner Weise zu rechtfertigen und auch das 

Verschulden nicht wesentlich zu vermindern. Wenn der Beschuldigte der Meinung 

war, seine Tante brauche dringend medizinische Hilfe, hätte er die Sanität 

alarmieren und damit schneller und wirkungsvoller helfen können. Schätzte er 

hingegen die Situation der Tante als nicht akut bedrohlich ein, so hatte er erst 

recht keinen Anlass, mit weit übersetzter Geschwindigkeit zu fahren. Mit der 

Annahme einer Notsituation nicht vereinbar ist sodann die Tatsache, dass sich 

-  6  - 

der Beschuldigte nach der Geschwindigkeitsüberschreitung reichlich Zeit liess 

und nach seinen eigenen Aussagen erst ungefähr anderthalb Stunden später bei 

seiner wenige Kilometer vom Tatort entfernt wohnenden Tante ankam (Urk. 10 S. 

3). Mit dem Verpassen einer Autobahnausfahrt oder einer allfälligen Panikreaktion 

aufgrund des Geblitzt-werdens (Urk. 10 S. 3, Urk. 17 S. 5, Prot. II S. 12/13) lässt 

sich diese grosse Verzögerung keinesfalls erklären, zumal der Beschuldigte in der 

fraglichen Gegend wohnhaft und deshalb mit den örtlichen Verhältnissen vertraut 

ist. 

 bb) Der Beschuldigte machte weiter geltend, das Auto sei eben sehr leicht 

und zugleich stark motorisiert gewesen. Da merke man die Geschwindigkeit nicht, 

und man schaue auch nicht immer auf den Tacho. Er sei zudem nicht an dieses 

Fahrzeug gewöhnt gewesen (Urk. 10 S. 4, Urk. 17 S. 3). Diese Umstände sind 

nicht geeignet, den Beschuldigten zu entlasten, sondern wirken sich im Gegenteil 

verschuldenserhöhend aus. Wer ein fremdes Auto lenkt, mit dem er nicht vertraut 

ist, muss um so mehr Vorsicht walten lassen und z.B. den Tacho erst recht im 

Auge behalten. Dass man in einem leichten Auto die Geschwindigkeit weniger 

spüren soll als in einem schweren Fahrzeug, leuchtet ohnehin nicht ein. Nach der 

allgemeinen Lebenserfahrung ist eher das Gegenteil zu erwarten. Im Übrigen 

spürt ein Autolenker den enormen Unterschied zwischen den auf der fraglichen 

Strecke zulässigen 120 km/h und den vom Beschuldigten gefahrenen mehr als 

190 km/h auch ohne Blick auf den Tacho. Eine fahrlässige Tatbegehung, wie sie 

der Beschuldigte sinngemäss behauptet, fällt deshalb bei 

Geschwindigkeitsüberschreitungen dieses Ausmasses ausser Betracht. Vielmehr 

handelte der Beschuldigte mit direktem Vorsatz. Sein Verschulden erscheint 

deshalb auch in subjektiver Hinsicht als erheblich. 

 3. a) A._____ wurde 1992 in Kabul (Afghanistan) geboren, ist afghanischer 

Staatsbürger und verfügt über die Niederlassungsbewilligung C. Er kam Ende 

1999 / Anfang 2000 als Flüchtling in die Schweiz. Nach der Primarschule, der 

Sekundarschule B und dem Werkjahr absolvierte er eine Lehre als 

Detailhandelsangestellter auf der Nahrungs- und Lebensmittelbranche. Er arbeitet 

nun aber als Anlagen- und Apparatebauer und verdient dabei monatlich rund 

-  7  - 

Fr. 4'000.– netto. Zusätzlich wird ihm ein 13. Monatslohn ausbezahlt. Der 

Beschuldigte ist ledig, lebt bei seiner Tante und bezahlt ihr für Kost und Logis 

Fr. 1'000.– pro Monat. Er hat kein nennenswertes Vermögen, aber Kreditschulden 

von noch ungefähr Fr. 5'000.–, die er mit monatlichen Raten von Fr. 620.– 

abzahlt. Der Beschuldigte entrichtet jährlich Steuern in der Höhe von ca. Fr. 

2'400.–. Seine monatliche Krankenkassenprämie beläuft sich – ohne 

Berücksichtigung einer allfälligen Prämienverbilligung – auf Fr. 250.– (Urk. 10 S. 

6, Urk. 17 S. 7/8, Urk. 32, Urk. 33/1-7, Prot. II S. 6 ff.). 

 b) Der Beschuldigte ist nicht vorbestraft (Urk. 43). Gegen ihn mussten 

bislang noch keine strassenverkehrsrechtlichen Administrativmassnahmen verfügt 

werden (Urk. 11/2). Er erwarb allerdings auch erst Ende Juni 2012 den 

Führerschein (Urk. 1 S. 2). Dieser wurde ihm wegen des vorliegend zu 

beurteilenden Vorfalls und eines im September 2012 verursachten Selbstunfalls 

für neun Monate entzogen (Urk. 7). Der Entzug des Führerausweises ist 

vorliegend jedoch nicht im Sinne einer besonderen Strafempfindlichkeit des 

Beschuldigten zu berücksichtigen, da dieser für die Ausübung seines Berufes 

nicht auf ein Fahrzeug angewiesen ist. 

 4. a) Es bestehen keine Straferhöhungsgründe. 

 b) Das Geständnis des Beschuldigten kann nur marginal strafmindernd 

berücksichtigt werden, da seine Tat fotografisch dokumentiert ist und eine 

Bestreitung somit von vornherein chancenlos gewesen wäre. Zugute gehalten 

werden kann dem Beschuldigten, dass er sich in der Untersuchung und vor 

Gericht grundsätzlich einsichtig zeigte (Urk. 10 S. 4, Urk. 17 S. 7, Prot. II S. 13). 

Zwar lastete er seine Tat sowohl in der Untersuchung (Urk. 10 S. 4) als auch in 

der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 17 S. 3) zugleich auch wieder dem 

leichten und stark motorisierten Auto an. Allerdings brachte er anlässlich der 

Berufungsverhandlung keine solchen Erklärungsversuche mehr vor, sondern 

bezeichnete sein eigenes Handeln mehrfach als Fehler, der nie wieder 

vorkommen werde (Prot. II S. 11, S. 13, S. 16). Damit äusserte er glaubhaft seine 

Einsicht in das von ihm begangene Unrecht, was ebenfalls leicht strafmindernd zu 

berücksichtigen ist. 

-  8  - 

 c) Aus dem Vorleben des Beschuldigten ergeben sich keine besonderen be- 

oder entlastenden Momente. 

 5. a) In Anbetracht des erheblichen Verschuldens erweist sich die 

erstinstanzlich ausgefällte Strafe, die sich im Bereich von 10 % der angedrohten 

Höchststrafe bewegt, als deutlich zu mild. Daran vermögen auch die 

Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich vom 8. 

November 2006, welche für die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit auf 

der Autobahn um 70 km/h eine Geldstrafe von 70 Tagessätzen vorsehen, nichts 

zu ändern, zumal diese für die Gerichte nicht bindend sind und die konkreten 

Umstände des Einzelfalles nicht berücksichtigen. Zwar ist der am 1. Januar 2013 

in Kraft gesetzte Art. 90 Abs. 4 lit. d SVG, welcher in Verbindung mit Abs. 3 der 

genannten Bestimmung bei Geschwindigkeitsüberschreitungen auf Autostrassen 

oder -bahnen von über 80 km/h in jedem Fall eine Mindeststrafe von einem Jahr 

Freiheitsstrafe vorsieht, nicht direkt auf den vorliegenden Fall anwendbar. 

Allerdings entspricht die Strafandrohung dieser Bestimmung der heutigen 

Auffassung und Praxis, wie solche Tempoexzesse zu sanktionieren sind. Im 

heute zu beurteilenden Fall erscheint daher eine Strafe in der Grössenordnung 

von 300 Tagessätzen als angemessen, wovon der ständigen Gerichtspraxis bei 

groben Verkehrsregelverstössen entsprechend ca. ein Fünftel als 

Verbindungsbusse (Art. 42 Abs. 4 StGB) auszusprechen ist. 

 b) Nach Abzug der Steuern und der Krankenkassenprämien verbleibt dem 

Beschuldigten ein Monatseinkommen von ca. Fr. 3'800.– (inkl. 13. Monatslohn). 

Unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Praxis, wonach Personen mit 

geringem Einkommen insbesondere bei Geldstrafen von mehr als 90 

Tagessätzen eine Reduktion des Tagessatzes zu gewähren ist (BGE 

6B_610/2009, Erw. 1.3), erscheint ein Tagessatz von Fr. 50.– als angemessen. 

Der Beschuldigte ist demnach mit 240 Tagessätzen zu Fr. 50.– Geldstrafe und Fr. 

2'500.– Busse zu bestrafen. Bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse tritt an 

deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen (Art. 106 Abs. 2 und 3 StGB). 

 

-  9  - 

IV. 

 Der Beschuldigte ist Ersttäter. Die Vorinstanz hat ihm daher richtigerweise 

den bedingten Vollzug der Geldstrafe unter Ansetzung der minimalen Probezeit 

von zwei Jahren gewährt (Art. 42 Abs. 1 und Art. 44 Abs. 1 StGB). 

 

V. 

 Die Staatsanwaltschaft dringt mit ihren Berufungsanträgen nahezu 

vollständig durch. Bei diesem Prozessausgang sind die Kosten des 

Berufungsverfahrens dem Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, 

Einzelgericht in Strafsachen, vom 6. März 2013, bezüglich der 

Dispositivziffern 1 (Schuldspruch) sowie 5 und 6 (Kostendispositiv) in 

Rechtskraft erwachsen ist. 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu Fr. 50.– 

sowie mit Fr. 2'500.– Busse bestraft. 

2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

-  10  - 

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen. 

4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 2'400.–   amtliche Verteidigung. 

5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der 

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die 

Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten. 

6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− den Beschuldigten (übergeben) 
− die amtliche Verteidigung (übergeben) 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben) 
sowie in vollständiger Ausfertigung an 
− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 

Beschuldigten 
− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland 
und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 
allfälliger Rechtsmittel an 
− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich 
− das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung 

Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich, PIN-
Nr. … 

− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 

7. Rechtsmittel:  

Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

-  11  - 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des 

Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des 

Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 14. Januar 2014 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Burger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Iliev 
 

 

	Urteil vom 14. Januar 2014
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG in Verbindung mit Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. d VRV.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 95 Tagessätzen zu Fr. 70.– sowie mit einer Busse von Fr. 2'000.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	4. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 20 Tagen.
	5. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt.
	Berufungsanträge:
	1. Es sei festzustellen, dass Dispositivziffer 1 des erstinstanzlichen Urteils in Rechtskraft erwachsen sei.
	2. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit einer Geldstrafe von 240 Tages-sätzen zu je Fr. 70.– sowie einer Verbindungsbusse von Fr. 3'300.–.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe sei aufzuschieben und die Probezeit auf 2 Jahre anzusetzen.
	4. Bei schuldhafter Nichtbezahlung der Busse sei eine Ersatzfreiheitsstrafe von 33 Tagen festzusetzen.
	1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft sei abzuweisen.
	2. Das erstinstanzliche Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, Einzelgericht in Strafsachen, vom 6. März 2013 sei zu bestätigen.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung seien ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen.
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Winterthur, Einzelgericht in Strafsachen, vom 6. März 2013, bezüglich der Dispositivziffern 1 (Schuldspruch) sowie 5 und 6 (Kostendispositiv) in Rechtskraft erwachsen ist.
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte wird mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu Fr. 50.– sowie mit Fr. 2'500.– Busse bestraft.
	2. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 25 Tagen.
	4. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	5. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten.
	6. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 den Beschuldigten (übergeben)
	 die amtliche Verteidigung (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland (übergeben)
	sowie in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 das Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich, Abteilung Administrativmassnahmen, Richterliche Fahrverbote, 8090 Zürich, PIN-Nr. …
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	7. Rechtsmittel:
	Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.