# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f91e918b-28d4-5e49-ae64-7b34df9b9fd4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2017 D-4331/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-4331-2016_2017-09-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-4331/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Einzelrichterin Daniela Brüschweiler, 

mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher;   

Gerichtsschreiberin Mareile Lettau. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Syrien,   

vertreten durch lic. iur. Peter Frei, Rechtsanwalt,  

(…),  

Beschwerdeführerin,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung (Dublin-Ver-

fahren; Beschwerde gegen Wiedererwägungsentscheid); 

Verfügung des SEM vom 4. Juli 2016 / N (…). 

 

 

 

D-4331/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin suchte (zusammen mit ihrem Bruder und dessen 

Familie) am 17. August 2015 in der Schweiz um Asyl nach.  

Eine Abfrage der Eurodac-Datenbank durch das SEM ergab, dass sie am 

14. August 2015 in Ungarn aufgegriffen und daktyloskopiert worden war.  

B.  

Anlässlich der Befragung zur Person (BzP) vom 24. August 2015 wurde 

der Beschwerdeführerin vom SEM das rechtliche Gehör zur mutmassli-

chen Zuständigkeit Ungarns für das Asyl- und Wegweisungsverfahren ge-

währt. Sie brachte diesbezüglich vor, in Ungarn bekämen Asylbewerber 

ihre Rechte nicht, sie sei extra in die Schweiz gekommen, weil die Men-

schenrechte hier gewährleistet seien. 

C.  

Am 15. Oktober 2015 ersuchte das SEM die ungarischen Behörden um 

Wiederaufnahme der Beschwerdeführerin gestützt auf Art. 13 Abs. 1 der 

Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Ra-

tes vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Be-

stimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Dritt-

staatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten An-

trags auf internationalen Schutz zuständig ist (nachfolgend: Dublin-III-VO). 

Dieses Gesuch blieb innert der in Art. 22 Abs. 1 Dublin-III-VO vorgesehe-

nen Frist unbeantwortet. 

D.  

Mit Verfügung vom 17. Dezember 2015 trat das SEM in Anwendung von 

Art. 31a Abs. 1 Bst. b AsylG (SR 142.31) auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin nicht ein und ordnete die Wegweisung aus der 

Schweiz nach Ungarn sowie den Vollzug an. Die von der Beschwerdefüh-

rerin gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde vom Bundes-

verwaltungsgericht mit Urteil D-8443/2015 vom 1. Februar 2016 abgewie-

sen. 

E.  

Mit Eingabe vom 29. Februar 2016 wandte sich der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin an das SEM. Dabei verwies er auf einen Medienbe-

richt, wonach das Bundesverwaltungsgericht einen faktischen Wegwei-

sungsstopp hinsichtlich Überstellungen nach Ungarn beschlossen habe. 

D-4331/2016 

Seite 3 

Aus diesem Grund wurde die Vorinstanz darum ersucht, vom Wegwei-

sungsvollzug der Beschwerdeführerin abzusehen. 

Nach weiterer Korrespondenz teilte das SEM der Beschwerdeführerin mit 

Verfügung vom 10. Juni 2016 mit, die Eingaben ihres Rechtsvertreters wür-

den als Wiedererwägungsgesuch entgegen genommen. Gleichzeitig erhob 

die Vorinstanz einen Gebührenvorschuss und hielt fest, der Vollzug der 

Wegweisung werde nicht ausgesetzt. 

F.  

Mit Eingaben vom 27., 28. und 29. Juni 2016 ergänzte die Beschwerdefüh-

rerin ihr Wiedererwägungsgesuch. Im Wesentlichen verwies sie auf ihre 

schwierige psychische und persönliche Situation und die angespannten 

Verhältnisse für Asylsuchende in Ungarn, welche einer Überstellung ent-

gegenstehen würden. 

G.  

Mit Verfügung vom 4. Juli 2016 – eröffnet am 11. Juli 2016 – wies das SEM 

das Wiedererwägungsgesuch ab und erklärte die Verfügung vom 17. De-

zember 2015 für rechtskräftig und vollstreckbar. Weiter erhob es eine Ge-

bühr von Fr. 600.–, welche durch den geleisteten Gebührenvorschuss ge-

deckt sei, und stellte fest, einer allfälligen Beschwerde komme keine auf-

schiebende Wirkung zu.  

Zur Begründung führte die Vorinstanz zusammengefasst aus, gestützt auf 

die medizinischen Unterlagen sei nicht davon auszugehen, dass es sich 

bei der Beschwerdeführerin um eine besonders vulnerable Person handle. 

Dass sie sich ein Leben ausserhalb ihres Familienumfeldes nicht vorstellen 

könne, ändere daran nichts, ein relevantes Abhängigkeitsverhältnis zwi-

schen ihr und ihren in der Schweiz lebenden Verwandten liege nicht vor. 

Etwas anderes ergebe sich auch nicht aus Art. 8 EMRK. Zudem verfüge 

Ungarn über eine ausreichende medizinische Infrastruktur und sei ver-

pflichtet, der Beschwerdeführerin die allenfalls erforderliche medizinische 

Versorgung zu gewähren. Des Weiteren beobachte das SEM die Lage in 

Ungarn laufend. Nach Kenntnissen des SEM sei die hinreichende Versor-

gung von asylsuchenden Personen in Ungarn trotz der derzeit angespann-

ten Lage weiterhin gewährleistet. Es lägen insgesamt keine Gründe vor, 

welche die Rechtskraft der Verfügung vom 17. Dezember 2015 beseitigen 

könnten. 

D-4331/2016 

Seite 4 

H.  

Mit Eingabe vom 13. Juli 2016 liess die Beschwerdeführerin durch ihren 

Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben. Sie 

beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, das SEM sei an-

zuhalten, bis zur Klärung der Rückkehrmöglichkeit nach Ungarn vom Weg-

weisungsvollzug abzusehen, eventuell sei festzustellen, dass der Vollzug 

der Wegweisung der Beschwerdeführerin nach Ungarn unzulässig und/ 

oder unzumutbar erscheine, der vorliegenden Beschwerde sei die auf-

schiebende Wirkung zu erteilen und ihr sei die unentgeltliche Rechtspflege 

zu bewilligen sowie in der Person des Unterzeichneten ein amtlicher An-

walt zu bestellen.  

Auf die Beschwerdebegründung ist – soweit entscheidwesentlich – in den 

nachfolgenden Erwägungen einzugehen.  

I.  

Mit Telefax vom 14. Juli 2016 setzte die Instruktionsrichterin den Vollzug 

der Wegweisung einstweilen aus. 

J.  

Mit Instruktionsverfügung vom 22. Juli 2016 wurde der Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung erteilt, das Gesuch um Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung – unter der Voraussetzung des Nachreichens einer 

Fürsorgebestätigung – gutgeheissen und das Gesuch um Gewährung der 

unentgeltlichen Verbeiständung abgewiesen. 

K.  

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin reichte mit Eingabe vom 

2. August 2016 eine Unterbringungsbestätigung, welche die Beschwerde-

führerin als Nothilfebezügerin ausweise, ein. 

L.  

Am 30. August 2016 liess die Beschwerdeführerin dem Gericht den Bericht 

des B._______ über das erfolgte Erstgespräch zukommen. 

M.  

Auf entsprechende Einladung (Instruktionsverfügung vom 1. September 

2016) hielt das SEM in seiner Vernehmlassung vom 15. September 2016 

an den Erwägungen der Wiedererwägungsverfügung vollumfänglich fest.  

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Seite 5 

N.  

Die Vernehmlassung des SEM wurde der Beschwerdeführerin mit Instruk-

tionsverfügung vom 21. September 2016 zur Kenntnis gebracht. Sie repli-

zierte mit Eingabe vom 3. Oktober 2016.  

O.  

Mit Eingaben vom 13. März 2017, 6. Juli 2017 und 25. Juli 2017 wandte 

sich der Rechtsvertreter erneut an das Bundesverwaltungsgericht. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls endgültig, ausser bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Par-

tei Schutz sucht (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG). Eine solche 

Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG liegt nicht vor, weshalb 

das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet.  

1.2 Art. 111b AsylG regelt die Wiedererwägung. Im Übrigen richtet sich das 

Verfahren nach dem VwVG.   

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die Beschwer-

deführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist durch die 

angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein schutzwürdiges In-

teresse an deren Aufhebung beziehungsweise Änderung. Sie ist daher zur 

Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 und 108 Abs. 1 AsylG; 

Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist einzu-

treten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG. Demnach kann mit 

Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht – einschliesslich Missbrauch 

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Seite 6 

und Überschreiten des Ermessens – sowie die unrichtige und unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. 

3.  

Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise einer 

zweiten Richterin entschieden (Art. 111 Bst. e AsylG). Wie nachstehend 

aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb der Be-

schwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG). 

4.  

4.1 Auf ein Wiedererwägungsgesuch ist einzutreten, wenn sich der rechts-

erhebliche Sachverhalt seit dem ursprünglichen Entscheid beziehungs-

weise in wesentlicher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche 

(fehlerfreie) Verfügung an die nachträglich eingetretenen Veränderungen 

der Sachlage anzupassen ist.  

4.2 Das SEM hat den grundsätzlichen Anspruch der Beschwerdeführerin 

auf Behandlung ihres Wiedererwägungsgesuchs nicht in Abrede gestellt. 

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist zu prüfen, ob das SEM (aus heu-

tiger Sicht) zu Recht davon ausgegangen ist, dass die Vorbringen der Be-

schwerdeführerin die Sachlage nicht derart verändern, als dass die Voraus-

setzungen für die Überstellung nach Ungarn gestützt auf die Dublin-III-VO 

nicht mehr gegeben wären. 

5.  

5.1 Hinsichtlich der Lage in Ungarn hat das Bundesverwaltungsgericht im 

als Referenzurteil publizierten Entscheid D-7853/2015 vom 31. Mai 2017 

die Entwicklung der Situation für Asylsuchende eingehend analysiert; ins-

besondere für jene, die in Anwendung der Dublin-III-VO nach Ungarn über-

stellt werden. In diesem Urteil hat das Gericht das Vorhandensein zahlrei-

cher Unzulänglichkeiten im ungarischen System festgestellt, welche na-

mentlich den Zugang zum Asylverfahren sowie die Unterbringung der Asyl-

suchenden in den Transitzonen betreffen. Das Gericht hat sich insbeson-

dere mit dem am 28. März 2017 in Kraft getretenen ungarischen Rechtsakt 

T/13976 über „die Änderung mehrerer Gesetze zur Verschärfung des Asyl-

verfahrens in der Überwachungszone der ungarischen Grenze“ befasst 

und festgestellt, dass die Umsetzung dieses Aktes, welcher rückwirkend 

auf sämtliche laufende Asylverfahren anwendbar ist und eine wesentliche 

Verschärfung der ungarischen Gesetzgebung mit sich bringe, zahlreiche 

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Unsicherheiten und Fragen nach sich ziehe. Es könne daher namentlich 

nicht mit Sicherheit ermittelt werden, ob Asylsuchende, die nach Ungarn 

überstellt würden, als nicht aufenthaltsberechtigte Personen angesehen 

und deshalb in sogenannte „Prätransit“-Zonen abgeschoben würden, oder 

ob sie als asylsuchende Personen betrachtet würden, deren Gesuche in 

den Transitzonen zu behandeln seien. Angesichts der zahlreichen Unsi-

cherheiten, die diese Gesetzesänderung hinsichtlich des Verfahrenszu-

gangs und der Aufnahmebedingungen mit sich gebracht habe, sei es dem 

Bundesverwaltungsgericht gemäss dem derzeitigen Stand der Dinge nicht 

möglich, das Vorliegen systemischer Schwachstellen im Sinne von Art. 3 

Abs. 2 der Dublin-III-Verordnung sowie die Fragen im Zusammenhang mit 

tatsächlichen Gefahren („real risk“), denen Asylsuchende bei einer Über-

stellung nach Ungarn ausgesetzt sein könnten, abschliessend zu beurtei-

len. Folglich hat es die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache 

zur neuen Entscheidung an das SEM zurückgewiesen. Es obliege der erst-

instanzlichen Behörde, sämtliche Sachverhaltselemente zusammenzutra-

gen, die zur Beurteilung dieser wesentlichen Fragen erforderlich seien. Es 

sei nicht die Aufgabe der Beschwerdeinstanz, komplexe ergänzende Ab-

klärungen vorzunehmen. Das Bundesverwaltungsgericht würde sonst mit 

einem Sachentscheid seine Zuständigkeit überschreiten und die betroffene 

Partei um den gesetzlich vorgesehenen Instanzenzug bringen (vgl. insbe-

sondere Referenzurteil D-7853/2015 vom 31. Mai 2017 E. 13).  

5.2 Aus denselben Gründen ist es dem Gericht auch vorliegend nicht mög-

lich, die sich im Zusammenhang mit einer Überstellung der Beschwerde-

führerin nach Ungarn stellenden Fragen zu beurteilen. Die angefochtene 

Verfügung ist folglich aufzuheben und die Sache zur vollständigen Sach-

verhaltsfeststellung sowie zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen.  

5.3 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit die Auf-

hebung der angefochtenen Verfügung beantragt wird, und die Sache zur 

Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Auf die weiteren Beschwerdevorbringen ist aufgrund der vorliegenden 

Kassation zum heutigen Zeitpunkt nicht näher einzugehen. 

6.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind – unabhängig von der gewährten 

unentgeltlichen Prozessführung – keine Kosten zu erheben (Art. 63 Abs. 1 

und 2 VwVG). 

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7.  

Der vertretenen Beschwerdeführerin ist angesichts ihres Obsiegens in An-

wendung von Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 des Reglements vom 

21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-

verwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) eine Entschädigung für die ihr 

notwendigerweise erwachsenen Parteikosten zuzusprechen. Der Rechts-

vertreter reichte mit seiner Eingabe vom 13. März 2017 eine Honorarnote 

ein. Der geltend gemachte zeitliche Aufwand kann – mit Ausnahme des als 

nicht notwendig zu erachtenden Aufwandes für den Mail-Verkehr vom 

20./21. Februar 2017 – als insgesamt (einschliesslich der Eingaben vom 

6. Juli 2017 und 25. Juli 2017) angemessen betrachtet werden. Gestützt 

auf die in Betracht zu ziehenden Bemessungsfaktoren (Art. 9-13 VGKE) ist 

der Beschwerdeführerin zulasten des SEM demnach eine Parteientschä-

digung von insgesamt Fr. 1806.65 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuerzu-

schlag) zuzusprechen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

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Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit die Aufhebung der angefochte-

nen Verfügung beantragt wird. 

2.  

Die Verfügung des SEM vom 4. Juli 2016 wird aufgehoben und die Sache 

im Sinne der Erwägungen zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückge-

wiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt. 

4.  

Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin für das Verfahren vor 

dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschädigung von insgesamt 

Fr. 1806.65 auszurichten. 

5.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin: 

 

 

  

Daniela Brüschweiler Mareile Lettau 

 

 

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