# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 828f0399-8b5c-549b-ab6c-11e81410d9a9
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.11.2009 C-5884/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5884-2007_2009-11-18.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-5884/2007
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 8 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Stefan Mesmer (Vorsitz), Richter Alberto Meuli, 
Richter Beat Weber, 
Gerichtsschreiber Roger Stalder.

X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt Markus R. Reiser, 
Postfach, DE-79633 Grenzach-Wyhlen,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV, Einspracheentscheid vom 6. August 2007.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-____/2007

Sachverhalt:

A.
Die 1952 geborene italienische Staatsangehörige X._______ (im Fol-
genden: Versicherte  oder  Beschwerdeführerin)  hat  ihren Wohnsitz  in 
A._______,  Baden-Württemberg,  Deutschland.  Sie  absolvierte  nach 
der  Schulzeit  keine  Ausbildung  und  war  als  Grenzgängerin  vom 
10. November  1986 bis  Ende  Oktober  1994 als  Hausangestellte  bei 
der B._______ (im Folgenden: Arbeitgeberin) in der Schweiz tätig, wo 
sie obligatorische Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlasse-
nen- und Invalidenversicherung (im Folgenden auch: AHV bzw. IV) ent-
richtete.  Nachdem  der  Antrag  der  Versicherten  vom  14. Dezember 
1994 auf eine deutsche Erwerbsunfähigkeitsrente am 7. Februar 1995 
von der Landesversicherungsanstalt Baden zufolge Nichterfüllung der 
besonderen  versicherungsrechtlichen  Voraussetzungen  abgewiesen 
worden war (act. 9 bis 10), meldete sie sich am 15. bzw. 16. Februar 
1995 erstmals zum Bezug von Leistungen der Schweizerischen Invali-
denversicherung (IV) an (act. 1 bis 5). 

Nach  Durchführung  der  für  die  Beurteilung  des  Rentenanspruchs 
massgeblichen Abklärungen (act. 5 bis 17) wies die IV-Stelle für Versi-
cherte  im Ausland (im Folgenden: IVSTA oder  Vorinstanz) das Leis-
tungsgesuch mit Verfügung vom 12. Januar 1996 mangels Vorliegens 
einer Invalidität ab (act. 23). Die hiergegen am 9. Februar 1996 erho-
bene Beschwerde wurde nach ihrem Rückzug mit Entscheid der Eid-
genössischen  Rekurskommission  der  Alters-,  Hinterlassenen-  und 
Invalidenversicherung  für  die  im  Ausland  wohnenden  Personen  (im 
Folgenden: REKO) vom 15. April  1996 als gegenstandslos geworden 
abgeschrieben (act. 24 bis 26).

B.
Am  22.  Februar  2005  wies  die  Landesversicherungsanstalt  Baden-
Württemberg (im Folgenden: LVA) die am 5. November 2004 beantrag-
te deutsche Rente wegen voller Erwerbsminderung erneut ab (act. 30). 
Daraufhin leitete die LVA – unter  Beilage der Formulare E 204,  205 
und 213 – den Rentenantrag der Versicherten am 23. Februar 2005 
zur  Durchführung  des  zwischenstaatlichen  Rentenverfahrens  an  die 
IVSTA weiter (act. 31). In der Folge edierte die IVSTA bei der LVA die 
medizinischen Akten (November 1996 bis April  2005; act. 35, 36, 46 
bis 75). Darüber hinaus holte sie diverse Fragebögen ein (diejenigen 
für  die Versicherte  [act. 37],  die  Arbeitgeberin [act. 38]  sowie die im 

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Haushalt  tätigen versicherten Personen [act. 41]). Nachdem Dr. med. 
C._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin sowie Physikalische Me-
dizin und Rehabilitation, vom medizinischen Dienst der Vorinstanz am 
24. Oktober  2005 eine Stellungnahme abgegeben und insbesondere 
eine Beurteilung der  Einschränkungen im Aufgabenbereich  Haushalt 
(Invalidität  gewichtet  12.5 %) vorgenommen hatte (act. 78),  wies die 
IVSTA das Rentengesuch der Versicherten mit Verfügung vom 26. Ok-
tober 2005 ab (act. 79).

C.
Die  hiergegen  von  der  Versicherten,  vertreten  durch  Rechtsanwalt 
Markus  R.  Reiser,  am  8.  bzw.  11.  November  2005  erhobene  Ein-
sprache (act. 82 und 85) wurde – nach Prüfung eines nachgereichten 
Berichts des D._______ vom 9. Januar 2006 (act. 91) und unter Be-
rücksichtigung einer weiteren Stellungnahme von Dr. med. C._______ 
vom 30. Juli 2007 (act. 102) – mit Entscheid vom 6. August 2007 abge-
wiesen (act. 103). Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, 
gemäss dem gut leserlich und ausführlich ausgefüllten Formular E 213 
vom Februar 2005 sei die Versicherte in ihren gewöhnlichen Tätigkei-
ten und in ihrer bisherigen Tätigkeit arbeitsfähig. Die durch den medizi-
nischen Dienst durchgeführte Abklärung habe eine Arbeitsunfähigkeit 
im Haushaltsbereich von 12.5 % ergeben. Folglich erfahre die bisheri-
ge Beurteilung des medizinischen Dienstes keine Änderung.

D.
Gegen den Einspracheentscheid vom 6. August 2007 liess die Versi-
cherte  durch  ihren  Rechtsvertreter  mit  Eingabe  vom  5.  September 
2007 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben und beant-
ragen,  der  Einspracheentscheid  sei  aufzuheben  und  es  sei  ihr  eine 
Rentenleistung zu gewähren. Zudem ersuchte sie um Gewährung der 
unentgeltlichen Prozessführung (B-act. 2).

E.
Mit  prozessleitender  Verfügung  vom 18.  September  2007  wurde  die 
Beschwerdeführerin zur fristgemässen Verbesserung der Beschwerde-
schrift  und  zur  Einreichung  einer  Anwaltsvollmacht  aufgefordert  (B-
act. 3); die Beschwerdeverbesserung vom 28. September 2007 sowie 
die Originalvollmacht vom 1. März 2005 gingen zusammen mit weite-
ren Beilagen am 1. Oktober 2007 beim Bundesverwaltungsgericht ein 
(B-act. 5). Die Bescherdeführerin liess im Wesentlichen ausführen, die 
Auswertungen des medizinischen Dienstes hätten unzutreffenderweise 

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lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 12.5 % ergeben. Dieser habe die 
Entwicklung  der  gesundheitlich  schwierigen  Situation  nicht  berück-
sichtigt.  Insbesondere  sei  die  psychiatrische  Komponente  vom 
medizinischen Dienst nicht berücksichtigt worden. Es sei mehrfach die 
Durchführung  einer  persönlichen  Untersuchung  durch  diesen  Dienst 
angeregt  worden. Die  Arbeitsunfähigkeit  betrage  bei  korrekter  Beur-
teilung mindestens 70 %.

F.
Mit  Schreiben vom 13. November  2007 liess die Versicherte  weitere 
medizinische Unterlagen in Aussicht stellen (B-act. 8); am 22. Novem-
ber  2007  und  6.  März  2008  gingen  beim Bundesverwaltungsgericht 
zahlreiche medizinische Berichte aus der Zeit zwischen Oktober 1995 
und November 2007 (B-act. 14) ein.

G.
In ihrer Vernehmlassung vom 4. März 2008 beantragte die Vorinstanz 
die Abweisung der Beschwerde (B-act. 15).

H.
Replicando reichte der Rechtsvertreter der Versicherten am 24. April 
2008  erneut  die  bereits  am 6.  März  2008  eingegangenen  medizini-
schen Akten ein (B-act. 18).

I.
In ihrer Duplik vom 14. Mai 2008 hielt die Vorinstanz an den bisher ge-
stellten Rechtsbegehren fest (B-act. 20).

J.
Im  Rahmen  ergänzender  Bemerkungen  liess  die  Versicherte  am 
20. Juni  2008  weitere  Ausführungen  zu  haus-  und  spezialärztlichen 
Behandlungen machen und diesbezügliche Berichte in Aussicht  stel-
len. Sie liess nochmals darauf  hinweisen,  dass im Rahmen des Be-
schwerdeverfahrens eine ärztliche Untersuchung dringend notwendig 
erscheine (act. 23).

K.
Am 24. Juni 2008 gab der Instruktionsrichter der Vorinstanz Gelegen-
heit, zur Eingabe der Beschwerdeführerin vom 20. Juni 2008 Stellung 
zu nehmen (B-act. 24).

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L.
Mit Eingabe vom 24. Juni 2008 liess die Beschwerdeführerin erneut ei-
nen medizinischen Bericht vom 19. Juni 2008 nachreichen (B-act. 26).

M.
Am 27. Juni  2008 ermöglichte  der  Instruktionsrichter  der  Vorinstanz, 
im Rahmen ihrer Stellungnahme zur Eingabe vom 20. Juni 2008 auch 
zu jener vom 24. Juni 2008 Stellung zu nehmen. Von dieser Möglich-
keit machte die Vorinstanz in ihren Eingaben vom 26. Juni und 1. Juli 
2008 Gebrauch (B-act. 28 und 29).

N.
Mit prozessleitender Verfügung vom 7. Juli 2008 schloss der Instrukti-
onsrichter den Schriftenwechsel (B-act. 30).

O.
Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften der Par-
teien wird – soweit  erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Ob die Prozessvoraussetzungen erfüllt sind und auf eine Beschwerde 
einzutreten ist, prüft das Bundesverwaltungsgericht von Amtes wegen 
und mit freier Kognition (vgl. BVGE 2007/6 E. 1 mit Hinweisen). 

1.1 Laut Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  seit  dem 
1. Januar 2007 Beschwerden gegen Verfügungen gemäss Art. 5 des 
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren (VwVG, SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG 
vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten 
Behörden. Zu diesen gehört auch die IVSTA, die mit Verfügungen über 
Rentengesuche von Grenzgängerinnen und Grenzgängern – wie der 
Beschwerdeführerin – befindet (Art. 33 Bst. d VGG; vgl. Art. 69 Abs. 1 
Bst. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversi-
cherung [IVG, SR 831.20] sowie Art. 40 Abs. 2, dritter Satz und Art. 40 
Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV, SR 831.201]).

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Die Vorinstanz war auf das ursprünglich am 5. November 2004 bei der 
LVA gestellte  Rentengesuch –  das  nach Abweisung am 22. Februar 
2005 am 23. Februar  2005 an die  Vorinstanz  zur  Durchführung des 
zwischenstaatlichen Rentenverfahrens weitergeleitet wurde – eingetre-
ten und hatte die Sache einer materiellen Prüfung unterzogen (vgl. Bst. 
B. hiervor). Da die Beschwerdeführerin seit November 1994 nicht mehr 
als Grenzgängerin im Kanton Aargau arbeitete, ist nicht zu beanstan-
den,  dass  die  Vorinstanz  selbst  und nicht  die  IV-Stelle  des  Kantons 
Aargau in Anwendung von Art. 40 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 IVV das 
Neuanmeldungsgesuch entgegengenommen und materiell geprüft hat. 

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach  dem  VwVG,  soweit  das  VGG  nichts  anderes  bestimmt 
(vgl. Art. 37  VGG).  Gemäss  Art.  3  Bst.  dbis VwVG  bleiben  in 
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren die besonderen Bestimmun-
gen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversi-
cherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1) vorbehalten. 

1.3 Die  Beschwerde  wurde  frist-  und  formgerecht  eingereicht 
(vgl. Art. 38 ff. und Art. 60 ATSG, Art. 52 VwVG). Als Adressatin des 
angefochtenen  Entscheides  ist  die  Beschwerdeführerin  berührt  und 
hat  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  dessen  Aufhebung  oder  Ände-
rung (vgl. Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 VwVG).

1.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass sämtliche Prozessvoraussetz-
ungen erfüllt sind, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. 

2.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

2.1 Nach den intertemporalrechtlichen Regeln sind in verfahrensrecht-
licher  Hinsicht  diejenigen Rechtssätze massgebend,  welche im Zeit-
punkt  der  Beschwerdebeurteilung  in  Kraft  stehen  (BGE  130  V  1 
E. 3.2), unter Vorbehalt spezialgesetzlicher Übergangsbestimmungen.

In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  diejenigen Rechtssätze massge-
bend,  die bei  der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Sachver-
halts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3). 

2.2 Die  Beschwerdeführerin  ist  italienische  Staatsangehörige  und 
wohnt in Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene 

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Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer 
Mitgliedsstaaten  andererseits  über  die  Freizügigkeit  (FZA,  SR 
0.142.112.681) zu beachten ist. Nach Art. 1 Abs. 1 des auf der Grund-
lage des Art. 8 FZA ausgearbeiteten und Bestandteil des Abkommens 
bildenden (Art. 15 FZA) Anhangs II ("Koordinierung der Systeme der 
sozialen  Sicherheit")  des  FZA in  Verbindung mit  Abschnitt  A  dieses 
Anhangs wenden die Vertragsparteien untereinander insbesondere die 
Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur An-
wendung der Systeme der sozialen Sicherheit  auf Arbeitnehmer und 
Selbstständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Ge-
meinschaft zu- und abwandern (SR 0.831.109.268.1; nachfolgend: Ver-
ordnung Nr. 1408/71), und die Verordnung (EWG) Nr. 574/72 des Ra-
tes vom 21. März 1972 über die Durchführung der Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71 über die Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit 
auf  Arbeitnehmer und Selbstständige sowie deren Familienangehöri-
ge,  die  innerhalb  der  Gemeinschaft  zu-  und  abwandern  (SR 
0.831.109.268.11; nachfolgend: Verordnung Nr. 574/72),  oder  gleich-
wertige  Vorschriften  an.  Dabei  ist  im  Rahmen  des  FZA  auch  die 
Schweiz als "Mitgliedstaat" im Sinne dieser Koordinierungsverordnun-
gen zu betrachten (Art. 1 Abs. 2 Anhang II des FZA). 

Nach Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger ei-
nes Staates getroffene Entscheidung über die Invalidität eines Antrag-
stellers  für  den  Träger  eines  anderen  betroffenen  Staates  nur  dann 
verbindlich, wenn die in den Rechtsvorschriften dieser Staaten festge-
legten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in Anhang V dieser Verord-
nung  als  übereinstimmend  anerkannt  sind.  Eine  solche  anerkannte 
Übereinstimmung besteht  für  das Verhältnis zwischen einzelnen EU-
Mitgliedstaaten und der  Schweiz nicht. Der Invaliditätsgrad bestimmt 
sich daher auch im Geltungsbereich des FZA nach schweizerischem 
Recht ( BGE 130 V 253 E. 2.4).

2.3 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheides eingetre-
tenen Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). 

Für das vorliegende Verfahren ist  deshalb das per 1. Januar 2003 in 
Kraft  getretene ATSG und die  zugehörige  Verordnung vom 11. Sep-
tember 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

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(ATSV,  SR  830.11).  anwendbar.  Bei  den  materiellen  Bestimmungen 
des IVG und der IVV ist sodann auf die jeweilige Fassung gemäss den 
am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen Änderungen (4. IV-Revision; AS 
2003 3837, 3859) abzustellen. Nicht zu berücksichtigen sind die durch 
die  5.  IV-Revision  eingeführten  Änderungen,  welche  am  1.  Januar 
2008 in Kraft getreten sind (AS 2007 5129, 5155). Im Folgenden wer-
den deshalb jeweils die ab 1. Januar 2004 bis Ende 2007 gültigen Be-
stimmungen des IVG und der IVV zitiert.

2.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). 
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un-
fall  sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Invalidität  ist somit der durch einen Ge-
sundheitsschaden verursachte und nach zumutbarer Behandlung oder 
Eingliederung verbleibende länger dauernde (volle oder teilweise) Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt resp. der Möglichkeit, sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Der Invaliditätsbegriff enthält insbesondere 
zwei  Elemente  (vgl.  UELI KIESER,  ATSG-Kommentar,  2.  Aufl.,  Zürich 
2009, Art. 8 Rz. 7 ): Ein medizinisches (Gesundheitsschaden mit Aus-
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit)  und ein wirtschaftliches im weite-
ren  Sinn  (dauerhafte  oder  länger  dauernde  Einschränkung  der  Er-
werbsfähigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich). Arbeitsunfähig-
keit  ist  die  durch  eine  Beeinträchtigung  der  körperlichen,  geistigen 
oder psychischen Gesundheit  bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit,  im bisherigen Beruf  oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit  zu 
leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem 
anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geis-
tigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver-
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausge-
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG). 

2.5 Grundlage  für  die  Bemessung  der  Invalidität  bildet  die  trotz  ge-
sundheitlicher  Beeinträchtigung  noch  bestehende  Arbeitsfähigkeit  im 
versicherten  Tätigkeitsbereich. Die  Annahme eines  psychischen  Ge-
sundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 
und Art. 6 ATSG im Besonderen setzt grundsätzlich eine lege artis auf 
die  Vorgaben  eines  anerkannten  Klassifikationssystems  abgestützte 
psychiatrische  Diagnose  voraus  (vgl.  BGE 130  V  396).  Eine  solche 

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Diagnose ist eine rechtlich notwendige, aber nicht hinreichende Bedin-
gung für einen invalidisierenden Gesundheitsschaden (BGE 132 V 65 
E. 3.4). Entscheidend ist,  ob  und inwiefern,  allenfalls  bei  geeigneter 
therapeutischer  Behandlung,  von  der  versicherten  Person  trotz  des 
Leidens willensmässig erwartet werden kann zu arbeiten (BGE 127 V 
294 E. 5a). Diese Frage beurteilt sich nach einem weitgehend objekti-
vierten  Massstab (BGE 127  V  294 E. 4b/cc)  Dies  gilt  insbesondere 
auch bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen im Sinne von 
ICD-10 F45.4 (BGE 130 V 352 E. 2.2.3 und 2.2.4). 

Gemäss  Rechtsprechung  setzt  die  Annahme  einer  invalidisierenden 
psychischen  Gesundheitsstörung,  namentlich  auch  einer  somatofor-
men  Schmerzstörung  oder  Fibromyalgie,  zunächst  eine  fachärztlich 
(psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich aner-
kannten Klassifikationssystem voraus. Wie jede andere psychische Be-
einträchtigung begründet  indes auch eine diagnostizierte  anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung als  solche noch keine Invalidität. Viel-
mehr besteht eine Vermutung, dass die somatoforme Schmerzstörung 
oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwind-
bar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung inten-
siv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeits-
prozess  unzumutbar  machen,  weil  die  versicherte  Person  alsdann 
nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Res-
sourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich 
im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die 
Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Fakto-
ren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, 
chronifizierter Krankheitsverlauf mit  unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug 
in  allen  Belangen  des  Lebens;  ein  verfestigter,  therapeutisch  nicht 
mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglück-
ten, psychisch aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krank-
heitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent 
durchgeführten  ambulanten  oder  stationären  Behandlung  (auch  mit 
unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung 
der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je aus-
geprägter  sich  die  entsprechenden  Befunde  darstellen,  desto  eher 
sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Wil-
lensanstrengung zu verneinen (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit  Hinweisen; 
vgl.  auch  den  am 1. Januar  2008  in  Kraft  getretenen  Art.  7  Abs. 2 

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ATSG).  Diese  Grundsätze  gelten  auch  für  gewisse  Somatisierungs-
störungen, die zum gleichem Symptomenkomplex mit pathogenetisch-
ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweis-
bare organische Grundlage gehören (vgl. Urteil I 70/07 vom 14. April 
2008 E. 5).

Bei anhaltenden somatoformen Schmerzstörungen im Besonderen ist 
zu  beachten,  dass  diese  wesentlich  durch  psychosoziale  Probleme 
und/oder emotionale Konflikte verursacht werden (vgl. BGE 130 V 396 
E. 6.1). Dabei ist zu differenzieren: Soweit psychosoziale und soziokul-
turelle  Faktoren  selbständig  und  insofern  direkte  Ursache  der  Ein-
schränkung der  Arbeitsfähigkeit  sind,  liegt  keine Krankheit  im Sinne 
der Invalidenversicherung vor. Wenn und soweit solche Umstände zu 
einer eigentlichen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, 
indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhal-
ten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditäts-
fremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie 
sich  mittelbar  invaliditätsbegründend  auswirken  (Urteil  9C_578/2007 
des Bundesgerichts  vom 13. Februar  2008 E. 2.2 und I  514/06 vom 
25. Mai 2007 E. 2.2.2.2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 294 E. 5a 
und SVR 2008 IV Nr. 62, 9C_830/2007 E. 4.2). 

Die Fibromyalgie weist zahlreiche mit den somatoformen Schmerzstö-
rungen gemeinsame Aspekte auf. Die Grundsätze, welche die Recht-
sprechung  im  Rahmen  der  somatoformen  Schmerzstörungen  entwi-
ckelt hat,  sind deshalb analog anzuwenden in Fällen, in welchen die 
Frage zu klären ist, ob eine diagnostizierte Fibromyalgie invalidisieren-
de Auswirkungen hat (BGE 132 V 65; Entscheide des EVG I 288/04 
vom 13. April 2005, E. 5.2, und I 645/05, E. 3.2.1).

2.6 Nach Art.  28  Abs.  1  IVG besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze 
Rente,  wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher 
auf eine Viertelsrente. Laut Art. 28 Abs. 1ter IVG (ab 1. Januar 2008: 
Art. 29 Abs. 4 IVG) werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von we-
niger  als  50 % entsprechen,  jedoch nur an Versicherte  ausgerichtet, 
die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der 
Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine ab-
weichende Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt  seit  dem 

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1. Juni 2002 für die Staatsangehörigen eines Mitgliedstaates der Euro-
päischen Gemeinschaft und der Schweiz, sofern sie in einem Mitglied-
staat  der  Europäischen  Gemeinschaft  Wohnsitz  haben  (siehe  BGE 
130 V 253 E. 2.3 und E. 3.1).

2.7 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen IV-Grades verweigert 
oder aufgehoben, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmel-
dung  nur  geprüft,  wenn  die  Voraussetzungen  gemäss  Abs. 3  dieser 
Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Zusammenhang mit einer Neu-
anmeldung  -  analog  zu  einem  Revisionsgesuch  -  glaubhaft  zu  ma-
chen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in ei-
ner für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwal-
tung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzu-
klären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person 
glaubhaft gemachte Veränderung des IV-Grades auch tatsächlich ein-
getreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisi-
onsfall  nach  Art.  17  Abs.  1  ATSG vorzugehen  (vgl.  BGE  130  V  71 
E. 3.2.2). Stellt sie sodann fest, dass der IV-Grad seit Erlass der frühe-
ren rechtskräftigen Verfügung,  die auf  einer  umfassenden Abklärung 
des  (insbesonders  medizinischen)  Sachverhalts  basierte  (vgl. BGE 
133 V 108 E. 5.4), keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab.

Unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten – welche gleichermassen 
für das Neuanmeldungsverfahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2) – 
ist die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert 
gebliebenen Sachverhaltes unerheblich (vgl. BGE 112 V 371 E. 2b mit 
Hinweisen).

2.8 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem 
Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person ar-
beitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichti-
ge Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen 
der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 
256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 62 E. 4b/cc). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-

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chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

3.

3.1 Anfechtungsobjekt  bildet  der Einspracheentscheid der Vorinstanz 
vom 6. August 2007. Streitig und zu prüfen ist,  ob die Vorinstanz zu 
Recht  den Anspruch  der  Beschwerdeführerin  auf  eine  IV-Rente  ver-
neint und in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage, ob jene 
den Sachverhalt  in  medizinischer  Hinsicht  rechtsgenüglich  abgeklärt 
und gewürdigt hat. 

3.2 Wie bereits dargelegt (vgl. E. 2.7 hiervor), beurteilt sich die Frage, 
ob bei der Beschwerdeführerin eine wesentliche Änderung eingetreten 
ist, welche geeignet ist, den IV-Grad und damit den Rentenanspruch 
im Sinne von Art. 17 ATSG zu beeinflussen, durch Vergleich des Sach-
verhaltes, wie er zur Zeit der ursprünglichen Verfügung vom 12. Januar 
1996 (act. 23; die hiergegen am 9. Februar 1996 erhobene Beschwer-
de  wurde  zufolge  Rückzugs  mit  Entscheid  der  REKO vom 15. April 
1996 abgeschrieben; act. 24 bis 26) bestanden hatte, mit demjenigen, 
wie  er  im  Zeitpunkt  des  Einspracheentscheids  vom 6.  August  2007 
eingetreten war. 

4.
Hinsichtlich des  Gesundheitszustands präsentierte  sich die Situation 
im Zusammenhang mit der Erstanmeldung im Jahre 1995 wie folgt:

4.1 Dem ärztlichen Gutachten über die am 17. Januar 1995 erfolgte 
Untersuchung  ist  unter  anderem  zu  entnehmen,  dass  bei  der  Ver-
sicherten  seit  zwölf  Jahren  ein  Bluthochdruck  bekannt  sei  und  eine 
leicht verstärkte Lendenlordose bei sonst freier Beweglichkeit der ge-
samten Wirbelsäule  festgestellt  werden könne. Die  Nacken-Schulter-
gürtelmuskulatur  sei  mässig  verspannt  und  die  übrige  Muskulatur 
locker und druckunempfindlich. Die Gelenke der oberen und unteren 

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Extremitäten seien frei  beweglich. Weiter  sei  die  Versicherte  mässig 
nervös sowie "südländisch" klagsam (act. 10). 

Der Radiologe Dr. med. E._______ erwähnte in  seinem Bericht  vom 
19. Januar 1995 eine normale Darstellung der Halswirbelsäule in bei-
den Ebenen ohne Nachweis degenerativer Veränderungen; Weichteil-
verkalkungen lägen keine vor (act. 11). 

Am 14. Februar 1995 berichtete der Internist Dr. med. F._______, bei 
der Versicherten bestünden seit zirka zwei Jahren zunehmende Thora-
kolumbalgien bei skoliotischer Fehlhaltung der Wirbelsäule mit leichten 
degenerativen Veränderungen. Weiterhin sei eine chronische Migräne 
mit häufigen Schmerzattacken festzustellen. Seit zirka zwei Jahren kla-
ge die Versicherte über zunehmende Polymyalgien und Arthralgien im 
Sinne eines Fibromyalgie-Syndroms mit  wechselnden,  belastungsun-
abhängigen Beschwerdeverstärkungen (act. 12). Diese Ausführungen 
bestätigte Dr. med. F._______ im ärztlichen Attest vom 19. Mai 1995 
(act. 13). 

Am  24. Oktober  1995  diagnostizierte  Dr. med. G._______,  Oberarzt 
am H._______,  ein  radio-dorsales  Rezidiv-Ganglion links. Man habe 
eine stationäre Aufnahme vereinbart, um die angezeigte Operation in 
Plexusanästhesie ausführen zu können (act. 15). 

Im Bericht vom 4. Dezember 1995 erwähnte Dr. med. F._______, die 
körperliche Leistungsfähigkeit sei vorwiegend aufgrund des Fibromyal-
gie-Syndroms wiederholt eingeschränkt (act. 20). 

Nach  Prüfung  dieser  Arztberichte  führte  der  IV-Stellenarzt  Dr. med. 
I._______, Facharzt  für innere Medizin und Arbeitsmedizin, schliess-
lich am 1. Januar 1996 aus, es handle sich nicht um wirklich schwer-
wiegende Befunde (act. 22).

4.2 Gestützt  auf  die  damals  aktenkundigen  medizinischen  Akten 
wurde  das  Rentenbegehren  der  Versicherten  mit  Verfügung  vom 
12. Januar  1996  abgewiesen  (act.  23).  Zur  Bestimmung  des 
Invaliditätsgrades brachte die Vorinstanz die gemischte Methode des 
Einkommens- bzw. Tätigkeitsvergleichs zur Anwendung, wobei sie die 
Invalidität  nicht  exakt  bemass.  Sie  führte  zur  Begründung  dieses  in 
Rechtskraft  erwachsenen  Entscheids  im  Wesentlichen  aus,  es  liege 
keine  dauernde,  ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit  während  durch-
schnittlich eines Jahres im Ausmass von 50 % vor. Durch den Gesund-

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heitsschaden werde die  Verrichtung von Tätigkeiten  im Aufgabenbe-
reich nicht im Ausmass von mindestens 50 % verhindert. Ebenfalls sei 
der Beschwerdeführerin eine 50%ige ausserhäusliche Erwerbstätigkeit 
zumutbar.

5.
Nach  der  ursprünglichen  rentenabweisenden  Verfügung  vom 12. Ja-
nuar 1996 erhielt  die Vorinstanz Kenntnis von zahlreichen,  grössten-
teils ausländischen Arztberichten, welche teilweise nach Erlass der im 
vorliegenden Verfahren angefochtenen Verfügung erstellt wurden. Zwar 
gilt  der  Grundsatz,  dass  das  Sozialversicherungsgericht  die  Ge-
setzmässigkeit des angefochtenen Einspracheentscheids in der Regel 
nach dem Sachverhalt  beurteilt,  der  zur  Zeit  des  Erlasses  gegeben 
war, und Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, im 
Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein sollen 
(BGE 130 V 138 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b mit  Hinweis). Nachfolgend 
zusammengefasst  wiederzugeben  und  zu  würdigen  sind  im  vor-
liegenden  Verfahren  jedoch  nebst  den  Berichten,  welche  bis  zum 
Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 6. August 2007 
verfasst  wurden,  auch  die  diversen  Berichte,  die  nach  Erlass  des 
grundsätzlich  massgebenden Zeitpunkts  erstellt  wurden. Denn  diese 
stehen mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang und 
sind geeignet, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einspra-
cheentscheids vom 6. August 2007 zu beeinflussen (vgl. BGE 116 V 
80 E. 6b; ZAK 1989 S. 111 Erw. 3b mit Hinweisen).

5.1 Dr. med. F._______ diagnostizierte in seinem Bericht vom 8. Mai 
2000 eine labile essentielle arterielle Hypertonie, ein klimakterisches 
Syndrom mit multiplen vegetativen organischen Projektionsbeschwer-
den, eine endogene Depression sowie eine chronische Migräne. Wei-
ter wurde ausgeführt, differentialdiagnostisch könne aufgrund der vor-
liegenden Beschwerden und deren Chronizität eine Fibromyalgie nicht 
ausgeschlossen werden (act. 51). 

Der  Neurologe  und  Psychiater  Dr. med.  J._______  erwähnte  am 
12. Mai 2000 eine ängstlich depressive Persönlichkeit; der organische 
Befund sei regelrecht (act. 52). 

Im Bericht des H._______ vom 25. Juni 2002 wurden die Diagnosen 
eines rezidiven radio-dorsalen Ganglions links (ICD-10: M67.4L) sowie 
einer chronischen Bursitis im linken Ellenbogen (ICD-10: M70.2L) ge-
stellt (act. 55; vgl. auch act. 57). 

Seite 14

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Dr.  med.  K._______,  unter  anderem  Facharzt  für  Orthopädie  und 
Rheumatologie, diagnostizierte am 27. Juni 2002 eine chronische Fi-
bromyalgie der HWS mit Spannungskopfschmerzen. Weiter vermutete 
er eine depressive Überlagerung (act. 56).

Im nervenfachärztlichen  Gutachten vom 4. Dezember  2004  fand der 
Neurologe und Psychiater/Psychotherapeut Dr. med. L._______ keine 
Anhaltspunkte  für  eine  endogene  Depression  oder  eine  andere 
psychiatrische Erkrankung. Er diagnostizierte eine konversionsneuroti-
sche Fehlhaltung mit  somatoformen ubiquitären Schmerzen (ICD-10: 
F45.4)  sowie eine migränoide Cephalgie und somatoformen Schwin-
del,  jeweils  ohne  neurologisch  fassbares  Korrelat  (ICD-10:  G44.2). 
Dr. med. L._______ hielt  dafür,  dass die bei  der Versicherten beste-
henden  psychischen  Auffälligkeiten  nicht  so  gravierend  seien,  dass 
durch sie das Leistungsvermögen wesentlich gemindert würde. Neuro-
logische Auffälligkeiten fänden sich nicht. Die Versicherte könne somit 
die  frühere  Tätigkeit  als  Reinigungspflegerin  weiterhin  vollschichtig 
verrichten. Ebenfalls vollschichtig möglich seien körperlich leichte bis 
mittelschwere,  geistig  anspruchslose  und  keinen  besonderen  Stress 
beinhaltende Arbeiten (act. 72).

Dr. med. M._______, Facharzt für Orthopädie, berichtete in seiner Ex-
pertise  vom 7. Dezember  2004  von einer  Bursitis  olecrani  beidseits 
(links Rezidiv nach Operation; ICD-10: M70.2) sowie von Knick-Senk-
Spreizfüssen  (ICD-10:  Q66.8).  Die  Belastbarkeit  und  Beweglichkeit 
werde hierdurch nicht beeinträchtigt. Auch die Wirbelsäule sei in allen 
Anteilen gut beweglich. Arme und Hände könnten voll angehoben wer-
den. Klinisch ergäben sich keine Anzeichen einer typischen Fibromyal-
gie und einer entzündlichen Gelenkerkrankung. Aus den beschriebe-
nen Befunden ergebe sich  keine wesentliche Herabsetzung der  kör-
perlichen  Belastbarkeit.  Bei  der  vorliegenden  Bursitis  olecrani  beid-
seits  könne  man  jeweils  eine  vollständige  operative  Entfernung  der 
Schleimbeutel empfehlen. Auch ohne einen derartigen Eingriff sei die 
Belastbarkeit  jedoch  nicht  wesentlich  herabgesetzt.  Die  Versicherte 
könne  die  ihrem  Alter  entsprechenden  leichten  und  mittelschweren 
Frauenarbeiten  ohne  besondere  Einschränkungen  ausführen,  wobei 
besondere qualitative Belastungseinschränkungen nicht beachtet wer-
den  müssten.  Die  Versicherte  könne  die  üblichen  Wegstrecken  zu 
Fuss,  mit  öffentlichen  oder  privaten  Verkehrsmitteln  zurücklegen 
(act. 73).

Seite 15

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Dr. med. N._______, unter anderem Arzt für Innere Medizin und Sport-
medizin,  gab  in  seinem Bericht  vom 14.  Februar  2005  (Formular  E 
213) die bereits bekannten Diagnosen – unter anderem die von den 
Dres. med. L._______ und M._______ in deren Gutachten gestellten – 
und Beurteilungen der diversen Ärzte wieder. Dr. med. N._______ war 
der  Ansicht,  dass  die  Versicherte  aufgrund  der  unzureichend einge-
stellten  Bluthochdruckerkrankung  und  der  konversionsneurotischen 
Fehlhaltung mit somatoformen ubiquitären Schmerzen sowohl die letz-
te Tätigkeit als Reinigungskraft als auch eine andere adaptierte Arbeit 
vollschichtig verrichten und der Gesundheitszustand durch eine ambu-
lante Psychotherapie verbessert werden könne (act. 74). 

5.2 Im Folgenden ist unter Würdigung der vorliegenden medizinischen 
Unterlagen darüber zu befinden, ob sich der Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin  seit  dem letzten rentenverweigernden Entscheid 
in relevanter Weise verschlechtert hat. 

5.2.1 Vorab ist in einem ersten Schritt festzustellen, dass die Gutach-
ten der Dres. med. L._______ und M._______ vom 4. bzw. 7. Dezem-
ber 2004 die an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens gestell-
ten Kriterien erfüllen. Insbesondere sind sie für die streitigen Belange 
umfassend,  beruhen auf  allseitigen Untersuchungen, berücksichtigen 
auch die geklagten Beschwerden und wurden in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben. Sie sind zudem in der Darlegung der medizi-
nischen  Zusammenhänge  und  in  der  Beurteilung  der  medizinischen 
Situation einleuchtend und in den Schlussfolgerungen begründet,  so 
dass darauf  abgestellt  werden kann. Demnach lässt  sich sowohl der 
somatische als auch der psychische Gesundheitszustand bzw. dessen 
Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerde-
führerin im vorliegenden Verfahren schlüssig und zuverlässig beurtei-
len (vgl. zum Ganzen E. 3.3 hiervor) und den Expertisen kommt grund-
sätzlich volle Beweiskraft  zu (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Weitere 
medizinische Abklärungen sind auch mit Blick auf die zahlreichen wei-
teren  medizinischen  Akten  nicht  geboten  (antizipierte  Beweiswürdi-
gung; vgl. SVR 2001 IV Nr. 10 Erw. 4b mit  Hinweisen),  was nachfol-
gend darzulegen ist:

5.2.2 Mit  Blick  auf  den  somatischen  Gesundheitszustand  ist  festzu-
stellen, dass das im Bericht des H._______ am 25. Juni 2002 diagnos-
tizierte rezidive radio-dorsale Ganglion links von diesem Spital bereits 
am 24. Oktober 1995 erwähnt wurde und sich diesbezüglich keine Ver-

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änderung  ergeben  hat.  Auch  wurde  die  im  Bericht  von  Dr.  med. 
E._______ vom 19. Januar 1995 festgestellte normale Darstellung der 
gesamten  Wirbelsäule  mit  weitgehender  Beweglichkeit  von  Dr. med. 
M._______  in  dessen  Gutachten  vom  7.  Dezember  2004  bestätigt. 
Auch dieser Facharzt fand eine verstärkte Lendenlordose bei sonst un-
auffälligem Aufbau  sowie  eine  Verspannung  der  Schultergürtel-  und 
der Rückenstreckmuskulatur. Weiter berichtete er, an den Wirbelsäulen 
und Schultergelenken finde sich kein eindeutiger Druckschmerz. Somit 
lässt sich auch diesbezüglich keine Veränderung feststellen. Dies gilt 
im Übrigen auch für die von Dr. med. F._______ im Bericht vom 8. Mai 
2000 erwähnte arterielle Hypertonie, welche ebenfalls bereits im ärztli-
chen Gutachten über die am 17. Januar 1995 erfolgte Untersuchung 
aufgeführt worden war.

5.2.3 Betreffs  des  psychischen  Gesundheitszustandes  ist  festzuhal-
ten, dass Dr. med. F._______ bereits im Februar 1995 berichtet hatte, 
die Versicherte klage seit zirka 1993 über zunehmende Polymyalgien 
und Arthralgien im Sinne eines Fibromyalgie-Syndroms mit wechseln-
den  belastungsunabhängigen  Beschwerdeverstärkungen.  Indem 
Dr. med. M._______ in seiner schlüssigen und überzeugenden Exper-
tise davon berichtete, dass keine Anzeichen einer typischen Fibromy-
algie  und einer  entzündlichen Gelenkerkrankung vorlägen,  ist  davon 
auszugehen, dass sich diesbezüglich der Gesundheitszustand verbes-
sert oder zumindest nicht verschlechtert hatte.

Unter  Ausschluss  einer  endogenen  Depression  oder  einer  anderen 
psychiatrischen Erkrankung diagnostizierte Dr. med. L._______ in sei-
ner  Expertise  vom  4.  Dezember  2004  eine  konversionsneurotische 
Fehlhaltung mit somatoformen ubiquitären Schmerzen (ICD-10: F45.4) 
sowie  eine  migränoide  Cephalgie  und  somatoformen  Schwindel,  je-
weils ohne neurologisch fassbares Korrelat (ICD-10: G44.2). Eine Ver-
schlechterung  des  gesundheitlichen  Zustandes  im psychisch-psychi-
atrischen Bereich ist demnach ebenfalls nicht ausgewiesen, zumal die 
vom Neurologen und Psychiater  Dr. med. J._______ im Bericht  vom 
23. April 2007 (B-act. 14/64) erwähnten Angst- und Panikzustände mit 
Schwindel  vorübergehender  Natur  gewesen  waren  und  gemäss  Be-
richt desselben Facharztes vom 21. September 2007 offensichtlich im 
Zusammenhang mit  einer  Darmspiegelung gestanden hatten. Ausser 
Unruhe,  Ängstlichkeit  und  Unsicherheitsgefühl  konnte  Dr.  med. 
J._______  aus  neurologisch/psychiatrischer  Sicht  denn  auch  keine 
Auffälligkeiten erheben und sowohl die EEG-Untersuchungen als auch 

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die Durchblutungsmessungen mittels Dopplersonographie in den Jah-
ren 2004, 2005 und 2007 erwiesen sich als unauffällig (B-act. 14/71). 

Mit Blick auf die von Dr. med. L._______ gestellte Diagnose bzw. die 
verwendete ICD-Klassifikation F45.4 ist  davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführerin  aus  psychiatrischer  Sicht  an  einer  anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung – das heisst an einem eigenständigen 
psychiatrischen Beschwerdebild – leidet  und eine psychiatrische Ko-
morbidität nicht vorhanden ist. Die Schmerzstörung vermag keine Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit  bzw. eine Invalidität  zu rechtfertigen, 
zumal  auch  die  rechtsprechungsgemäss  geforderten  (weiteren) 
Foerster'schen Kriterien weder in gehäufter Weise noch in ausgepräg-
ter Form vorhanden sind (vgl. E. 2.5 hiervor). Bei den ärztlicherseits er-
wähnten Eheproblemen (vgl. bspw. act. 56) handelt es sich um invalidi-
tätsfremde Faktoren, welche nicht als eine für den Leistungsanspruch 
relevante Sachverhaltsänderung betrachtet werden können. In diesem 
Zusammenhang ist  auch festzustellen, dass der psychische Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin, welcher nach dem Dargelegten 
bzw. aus  invalidenversicherungsrechtlicher  Sicht  ohnehin  keine  Aus-
wirkungen  auf  die  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  hat,  gemäss 
Dr. med. N._______ durch eine ambulante Psychotherapie verbessert 
werden könnte. Obwohl Dr. med. N._______ als Internist und Sportme-
diziner kein Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist, leuchtet 
ein, dass sich eine adäquate Therapie durchaus förderlich auf den ge-
samtheitlichen  Gesundheitszustand  der  Beschwerdeführerin  auswir-
ken könnte.

5.3 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist als Zwischenergebnis 
festzuhalten,  dass  mit  Blick  auf  die  bereits  früher  vorhandenen  ge-
sundheitlichen Beeinträchtigungen in gesamtmedizinischer Hinsicht in 
der Zwischenzeit  keine IV-relevante Verschlechterung eingetreten ist. 
Insofern  lässt  sich nicht  beanstanden,  dass  Dr. med. C._______ am 
24. Oktober 2005 und somit noch vor Kenntnis neuer ärztlicher Unter-
lagen – insbesondere des Berichts des Orthopäden und Sportmedizi-
ners Dr. med. O._______ vom 24. Oktober 2007 (B-act. 14/72; vgl. E. 
6.2.9  hiernach)  –  die  Invalidität  mit  12.5 % (gewichtet)  eingeschätzt 
hatte (act. 78). Damit  kann es vorliegend jedoch nicht sein Bewenden 
haben,  da  im  Rahmen  der  Neuanmeldung  zusätzliche  Diagnosen 
bzw. Befunde in psychischer und somatischer Hinsicht gestellt wurden. 
Nachfolgend ist deshalb zu prüfen, ob, und wenn ja, in welchem Aus-

Seite 18

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mass die Beschwerdeführerin dadurch in ihrer Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit eingeschränkt wird.

6.

6.1 In psychischer Hinsicht ist zunächst festzustellen, dass die im Be-
richt  von  Dr. med.  P._______  (Nervenarzt,  Psychotherapie,  Psycho-
analyse) vom 3. Dezember 2001 (act. 53) erwähnte, lang hingezogene 
depressiv-neurasthenische Entwicklung mit Schlafstörungen und star-
ker innerer Unruhe und Irritierbarkeit etc. insbesondere auf die subjek-
tiven Schilderungen der Versicherten bzw. deren Sohn zurückzuführen 
ist. Bereits aus diesem Grund kann auf diese Beurteilung nicht abge-
stellt  werden.  Keine  rentenrelevanten  Auswirkungen  auf  die  Arbeits- 
und  Leistungsfähigkeit  haben  auch  die  depressiv  gefärbten  Ängste, 
die zu psychosomatischen Beschwerden führen, da sie mit Insidon gut 
behandelt werden können (act. 54). 

6.2

6.2.1 In somatischer Hinsicht ist betreffs der neu in den Berichten des 
H._______ und der Expertise von Dr. med. M._______ vom 25. Juni 
2002  bzw.  7.  Dezember  2004  erwähnten  Schleimbeutelentzündung 
(Bursitis olecrani) festzuhalten, dass diese Problematik selbst ohne ei-
nen allenfalls vorzunehmenden operativen Eingriff keinen wesentlichen 
bzw. rentenrelevanten Einfluss auf die Belastbarkeit resp. die Arbeits- 
und  Leistungsfähigkeit  in  einer  leidensadaptierten  Tätigkeit  bzw. im 
Haushalt zur Folge hat. 

6.2.2 Das gemäss  Bericht  der  Q._______  vom 23. Juni  2003  wahr-
scheinlich vorliegende primäre Beinlymphödem und Lipödem-Syndrom 
hat  keine relevanten Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfä-
higkeit.  Einerseits  konnte  diesbezüglich  eine  sekundäre  Ursache  – 
bspw. ein Beckentumor – ausgeschlossen werden (act. 63), und ande-
rerseits können allfällige Einschränkungen durch die unheilbaren, zu-
mindest partiell  vorliegenden Lymphödeme mit der ärztlich empfohle-
nen Kompressionstherapie (act. 59) minimiert werden. 

6.2.3 Da sich das klimakterische Syndrom mit entsprechend verträgli-
chen Hormonpräparaten behandeln lässt (act. 49), ist davon auszuge-
hen, dass dieser Befund die Arbeits- und Leistungsfähigkeit nicht be-
einträchtigt.

Seite 19

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6.2.4 Dasselbe  gilt  auch  im  Zusammenhang  mit  der  im  Bericht  der 
Dres. med. R._______, S._______ und T._______ vom 13. Mai 2004 
diagnostizierten  aktiven chronischen Gastritis  im Corpus-Antrum-Be-
reich mit  foveolärer Hyperplasie oder beginnender Atrophie resp. der 
aktiven chronischen Antrumgastritis  mit  polypös-foveolärer  Hyperpla-
sie ohne bösartiges Wachstum (act. 70). 

6.2.5 Schliesslich  wird  die  Arbeits-  und  Leistungsfähigkeit  weder 
durch die Knick-Senk-Spreizfüsse (ICD-10: Q66.8; B-act. 14/72) noch 
durch  die  atypische  Angina  pectoris  Symptomatik  wesentlich  einge-
schränkt.

6.2.6 Hinsichtlich der im Bericht des U._______ am 25. Februar 2004 
(act. 69) diagnostizierten seropositiven rheumatoiden Arthritis ist fest-
zustellen, dass dieser Befund von Dr. med. M._______ in dessen Gut-
achten vom 7. Dezember 2004 nicht erhoben wurde. Der Grund dafür, 
dass  Dr. med. M._______  keine  Anzeichen  einer  entzündlichen  Ge-
lenkerkrankung  gefunden  hatte,  ist  mit  überwiegender  Wahr-
scheinlichkeit auf den Umstand zurückzuführen, dass sich die rheuma-
toide  Arthritis  als  entzündliche  Erkrankung  im  Zeitpunkt  der 
Untersuchung bei Dr. med. M._______ am 2. Dezember 2004 soweit 
zurückgebildet hatte, dass sie für den Experten nicht mehr erkennbar 
gewesen war. Im Formular E 213 vom 14. Februar 2005 erwähnt denn 
auch Dr. med. N._______ einen positiven Rheumafaktor "ohne Hinweis 
auf rheumatoide Arthritis" (B-act. 14/44 S. 11). 

6.2.7 Nachdem Dr. med. V._______,  Facharzt  für  Hals-,  Nasen- und 
Ohrenkrankheiten, in seinem Bericht vom 23. September 2004 bei Vor-
liegen  eines  Tinnitus  aurium links  eine  vestibuläre  Funktionsstörung 
sowie eine Schwerhörigkeit noch ausgeschlossen hatte (B-act. 14/54), 
berichtete er am 26. September 2005 von einer geringgradigen baso-
cochleären Innenohrschwerhörigkeit rechts sowie einer gering- bis mit-
telgradigen  Innenohrschwerhörigkeit  links  (B-act.  14/55).  Diese  neu 
hinzu gekommenen Befunde wurden auch von Dr. med. W._______, 
Facharzt  für  Hals-Nasen-Ohrenheilkunde,  in  dessen  Bericht  vom 
31. Mai 2007 bestätigt (B-act. 14/68). Sie sind – auch aufgrund ihres 
Aus-masses –  jedoch nicht  geeignet,  weder  in  der  früheren ausser-
häuslichen  Erwerbstätigkeit  der  Versicherten  noch  in  einer  Haus-
haltstätigkeit eine Invalidität zu begründen. 

6.2.8 Wie bereits  dargelegt  (vgl. E. 6.2.6  hiervor),  hatte  offenbar  ab 
dem  Jahre  2005  der  entzündliche  Prozess  wieder  eingesetzt,  denn 

Seite 20

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Dr. med. F._______ erwähnte in seinem Bericht vom 18. Juni 2007 (B-
act. 14/69) eine rheumatoide Oligoarthritis. Dass sich dieser Befund in 
relevanter Art und Weise auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus-
wirkt, ist jedoch nicht erstellt. Denn zum einen handelt es sich bei der 
Oligoarthritis um die Entzündung bloss weniger Gelenke und zum an-
deren war die Beschwerdeführerin gemäss Dr. med. F._______ seit Ja-
nuar 2006 von Seiten der rheumatischen Grunderkrankung unter lau-
fender Behandlung vorwiegend beschwerdefrei. Diese Umstände wur-
den von Dr. med. C._______ im Bericht vom 30. Juli  2007 (act. 102) 
ebenfalls  berücksichtigt  bzw.  gewürdigt.  Indem  jedoch  Dr.  med. 
C._______ keinen Anlass gesehen hatte, ihre frühere Beurteilung vom 
24. Oktober  2005  (act.  78)  einer  Änderung zu  unterziehen,  ist  auch 
nach Vorliegen des Berichtes  von Dr. med. F._______ vom 18. Juni 
2007  davon  auszugehen,  dass  die  (gewichtete)  Invalidität  der  Be-
schwerdeführerin zum damaligen Zeitpunkt weiterhin 12.5 % betragen 
hatte. In  der Folge kam es allerdings zu einer Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes:

6.2.9 Der  Orthopäde  und  Sportmediziner  Dr. med. O._______  diag-
nostizierte im Bericht vom 24. Oktober 2007 eine Rotatorenmanschet-
tenläsion  rechts  (ICD-10:  M75.1),  ein  Impingement-Syndrom  der 
Schulter  rechts  (ICD-10:  M75.4),  einen  Senk-Spreizfuss  beidseitig 
(ICD-10:  Q66.8)  sowie  eine  Polyarthritis  (ICD-10:  M06.90;  B-act. 
14/72). Dr. med. O._______ attestierte bezüglich dieser Befunde keine 
Arbeitsunfähigkeit  und  liess  sich  auch  hinsichtlich  der  medizinisch-
theoretischen Arbeitsfähigkeit nicht vernehmen. Zwar fiel der Impinge-
ment-Test bloss schwach positiv aus und es findet nur eine konservati-
ve Therapie statt. Mit Blick auf die von Dr. med. F._______ im Bericht 
vom 18. Juni 2007 (B-act. 14/69) erwähnte rheumatoide Oligoarthritis 
ist  festzustellen,  dass  offensichtlich  eine  Verschlechterung  des  Ge-
sundheitszustandes  eingetreten  ist,  da  unter  einer  Polyarthritis  eine 
Entzündung von in der Regel mehr als fünf Gelenken (vgl. online unter 
www.medicalforum.ch > reaktive Arthritiden – was gibt es Neues; be-
sucht am 17. November 2009) – zu verstehen ist. Obwohl die diesbe-
zügliche  Basistherapiebehandlung  durch Methotrexat  erfolgreich  und 
die  Beschwerdeführerin  nicht  ständig  auf  die  Verabreichung  von 
Steroiden  angewiesen  ist  (B-act.  14/73),  führte  die  IV-Stellenärztin 
Dr. med. C._______ am 3. März 2008 nachvollziehbar und schlüssig 
aus,  dass  diese orthopädischen Probleme zwar  eine Einschränkung 
rechtfertigen würden,  diese für  einen Vier-Personen-Haushalt  jedoch 
nicht  über  30 % liege (act. 105). Mit  anderen Worten passte  die  IV-

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Stellenärztin  ihre  frühere  Einschätzung der  Invalidität  nach Kenntnis 
des  Berichts  von  Dr. med.  O._______  vom  24.  Oktober  2007  nach 
oben an, was unter den gegebenen Umständen nicht zu beanstanden 
ist.

6.2.10 Schliesslich ergaben sich im Rahmen von weiteren Abklärun-
gen folgende Resultate: Anlässlich einer Magnetresonanztomographie 
der Kleinhirnbrückenwinkelregion vom 4. Januar 2006 konnte keine Er-
klärung  für  den  Hörsturz  links  und  kein  pathologischer  Befund  im 
Kleinhirnbrückenwinkel  gefunden  werden  (act.  91).  Am  9.  März  und 
11. Dezember 2006 berichtete Dr. med. F._______ von einem unauffäl-
ligem  Oesophagus,  Magen-  und  Duodenalbefund  (B-act.  14/59  und 
63). Dr. med. Y._______, Facharzt für Gynäkologie und Frauenheilkun-
de, konnte am 12. Juli 2006 keinen pathologischen oder suspekten Be-
fund im gynäkologischen Bereich mehr feststellen (B-act. 14/61). Dies 
ergab sich auch anlässlich einer weiteren Untersuchung vom 14. Mai 
2007  (B-act.  14/63).  Mit  Datum  vom 10.  Mai  2007  konnte  Dr. med. 
Z._______  vom  a._______  keine  Polypen  nachweisen;  die 
entnommene Histologie war ebenfalls unauffällig (B-act. 14/66).

6.3 Aufgrund  der  vorstehenden  Erwägungen  ist  zusammenfassend 
festzustellen, dass mit Blick auf die gesamten Umstände in medizini-
scher  Hinsicht  auch  die  Beurteilung  der  IV-Stellenärztin  Dr.  med. 
C._______ vom 3. März 2008, wonach die gesundheitlichen Probleme 
in orthopädischer Hinsicht – frühestens ab dem Zeitpunkt der Bericht-
erstattung durch Dr. med. O._______ am 24. Oktober 2007 – eine Ein-
schränkung  der  Arbeits-  bzw.  Leistungsfähigkeit  von  maximal  30 % 
rechtfertigen,  überzeugend  und  schlüssig  erscheint.  Neben  der 
Schmerzstörung bestehen demnach somatische Befunde,  welche für 
sich allein eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in 
der bisherigen resp. in einer angepassten Tätigkeit zu begründen ver-
mögen. Der  Beschwerdführerin  wäre  aus  gesamtmedizinischer  Sicht 
aufgrund  der  voll  beweiskräftigen  Expertisen  der  Dres.  med. 
L._______  und  M._______  sowie  des  Berichts  der  IV-Stellenärztin 
Dr. med. C._______ vom 3. März 2008 bei Aufbietung der ihr zumutba-
ren Willensanstrengung in der Lage, die Schmerzen zumindest teilwei-
se zu überwinden und die verbleibende Arbeitskraft resp. die Restar-
beitsfähigkeit  von 70 % zu verwerten. Aufgrund der Verschlechterung 
des  Gesundheitszustandes  seit  der  ersten  abweisenden  Verfügung 
vom 12. Januar 1996 ist  nachfolgend zu prüfen, ob die Beschwerde-
führerin nun in invalidenversicherungsrechtlich relevanter Weise in ih-

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rer Erwerbsfähigkeit bzw. in ihrer Fähigkeit, sich im bisherigen Aufga-
benbereich zu betätigen, eingeschränkt ist (Art. 8 Abs. 1 und 3 ATSG).

7.
Hinsichtlich der im Rahmen der  Bestimmung der Invalidität  anwend-
baren Bemessungsmethode ergibt sich was folgt:

7.1 Sollte der Rechtsvertreter im Umstand, dass die Beschwerdefüh-
rerin zur  Ausübung einer  beruflichen Tätigkeit nicht mehr in der Lage 
sein  soll,  zumindest  implizit  die  Bemessung  der  Invalidität  nach der 
allg. Methode des Einkommensvergleichs beantragen,  ist  hinsichtlich 
des Status festzuhalten, dass die Versicherte im September 1976 ihre 
erste Tochter gebar und spätestens ab diesem Zeitpunkt ausschliess-
lich im Aufgabenbereich Haushalt  tätig gewesen war (act. 1 und 10). 
Als das jüngste, am 16. März 1982 geborene Kind b._______ knapp 
vier Jahre und acht Monate alt gewesen war, nahm die Versicherte am 
10. November  1986  ihre  Teilzeitstelle  bei  der  B._______  in  der 
Schweiz auf. Diese Stelle wurde ihr per Ende Oktober 1994 gekündigt, 
wobei  die  Kündigungsgründe  aus  dem  Kündigungsschreiben  vom 
28. Juli  1994  nicht  ersichtlich  sind  (act. 5).  In  der  Folge  war  sie  ab 
1. November 1994 arbeitslos (act. 10, 29 und 37). Unter den damals 
gegebenen  Umständen  empfahl  Dr. med. I._______,  Innere  Medizin 
FMH  und  Arbeitsmedizin,  die  Invalidität  im  Rahmen  der  Erstanmel-
dung vom 15. bzw. 16. Februar 1995 (act. 1 und 2) nach der sog. ge-
mischten Methode zu bemessen (act. 16). Die damals  relevante Me-
thode der Invaliditätsschätzung präjudiziert die künftige Rechtsstellung 
der versicherten Person jedoch nicht (BGE 130 V 343 E. 3.5 S. 350 in 
fine; 117 V 198 E. 3b S. 199 mit Hinweisen).

7.2 Hinsichtlich  der  für  die  Bemessung  der  Invalidität  relevanten 
Tätigkeiten haben sich die Verhältnisse der Beschwerdeführerin in der 
Zwischenzeit verändert.

Im Fragebogen für  die versicherte Person vom 8. Juni 2005 gab die 
Versicherte an, per Ende Oktober 1994 die Arbeit aufgegeben zu ha-
ben und seit  (mindestens) den letzten drei Jahren als Hausfrau tätig 
gewesen zu sein. Nichts anderes ergibt sich auch aus dem "Fragebo-
gen  für  die  im Haushalt  tätigen  Versicherten"  vom 18. August  2005 
(act. 41). 

Da die Versicherte im Anschluss an ihre teilzeitliche ausserhäusliche 
Erwerbstätigkeit  bzw. die  Arbeitslosigkeit  zu  keinem  Zeitpunkt  mehr 

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Bestrebungen zur Aufnahme einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit 
unternommen hatte und in der Folge auch nie mehr ausser Haus er-
werbstätig  gewesen  war,  gelangt  zufolge  Statuswechsels  (vgl.  zum 
Statuswechsel im Rahmen eines Neuanmeldungsverfahren das Urteil 
des  EVG I  142/06  vom  25.  Oktober  2006)  bei  der  Bemessung  der 
Invalidität nicht mehr – wie im Rahmen der Erstanmeldung – die sog. 
gemischte  Methode  zur  Anwendung.  Vielmehr  ist  im  vorliegenden 
Verfahren im Rahmen der Invaliditätsbemessung ein Betätigungsver-
gleich  vorzunehmen  bzw.  für  die  Bemessung  der  Invalidität  in  Ab-
weichung von Art. 16 ATSG darauf abzustellen, in welchem Masse die 
Beschwerdeführerin  behindert  ist,  sich  im Aufgabenbereich  Haushalt 
zu betätigen (spezifische Bemessungsmethode; Art. 28 Abs. 2bis IVG; 
seit 1. Januar 2008 Art. 28a Abs. 2 IVG; vgl. BGE 104 V 135 E. 2a).

7.3 Mit  Blick  auf  die  schlüssigen  und  überzeugenden  Beurteilungen 
von Dr. med. C._______ vom 24. Oktober 2005 (act. 78) und 3. März 
2008 (act. 105) ist trotz der Verschlechterung des Gesundheitszustan-
des  das  Vorliegen  einer  rentenbegründenden  Invalidität  bei  der  Be-
schwerdeführerin  weiterhin  zu  verneinen,  liegt  doch  der  Invaliditäts-
grad infolge der Beeinträchtigungen in der Haushaltsführung nur bei 
30%.

8.
Nach dem Dargelegten ist zusammenfassend festzuhalten, dass sich 
der  Einspracheentscheid  vom  6.  August  2007  als  rechtens  erweist, 
weshalb die dagegen erhobene Beschwerde vom 5. September 2007 
abzuweisen ist. 

9.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

9.1 Das Verfahren ist kostenlos, da gemäss den bis zum 30. Juni 2006 
in  Kraft  gestandenen  und  nach  der  Praxis  des  Bundesverwaltungs-
gerichts auf die einen altrechtlichen Einspracheentscheid betreffenden 
Beschwerdeverfahren weiterhin anwendbaren Bestimmungen von der 
Erhebung von Verfahrenskosten abzusehen ist (Art. 69 Abs. 2 IVG in 
Verbindung mit Art. 85bis Abs. 2 AHVG).

9.2 Angesichts der Kostenlosigkeit des Verfahrens ist das Gesuch um 
unentgeltliche Rechtspflege,  das allein  damit  begründet  wurde,  dass 
die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sei, die Kosten für das Be-

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schwerdeverfahren zu tragen, als gegenstandslos abzuschreiben. Ein 
Gesuch um Beiordnung eines Anwaltes wurde nicht gestellt, und eine 
solche erscheint auch nicht als notwendig (Art. 65 Abs. 2 VwVG).

9.3 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerde-
führerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Auch die Vor-
instanz  als  obsiegende Partei  hat  keinen solchen Anspruch (Art. 64 
Abs. 1 VwVG [e contrario] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 [e contrario] 
und Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3.
Das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege 
wird als gegenstandslos abgeschrieben.

4.
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. _______)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Stefan Mesmer Roger Stalder

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift  hat die Begehren, deren Begründung mit 
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-
fochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die  be-
schwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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