# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0c00490b-25c8-5a4f-972a-c035282f1bf2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2009 E-6771/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6771-2009_2009-11-02.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-6771/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______,
Senegal,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 27. Oktober 2009 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-6771/2009

Das Bundesverwaltungsgericht 

in Anwendung,

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31), 

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (Europäische Menschenrechtskonvention, 
EMRK, SR 0.101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge (Flüchtlingskonvention, FK, SR 0.142.30), 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und an-
dere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 
Strafe (FoK, SR 0.105), 

des  Bundesgesetzes  vom  16.  Dezember  2005  über  die  Ausländer-
innen und Ausländer (AuG, SR 142.20), 

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32), 

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021), 

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110), 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  Senegal  am 
2. August 2009 verliess, am 11. September 2009 illegal in die Schweiz 
gelangte und gleichentags um Asyl nachsuchte,

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dass er im Transitzentrum A._______ am 5. Oktober 2009 summarisch 
befragt  und  am  14.  Oktober  2009  gemäss  Art. 29  Abs. 1  AsylG  zu 
seinen Asylgründen angehört wurde,

dass  er  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  vor-
brachte, er habe keine Familienangehörigen und sei bei Adoptiveltern 
in B._______ aufgewachsen,

dass  seine  Adoptivmutter  verstorben  sei  und  deren  Ehemann  eine 
andere Frau geheiratet habe,

dass er sich im Jahre 2008 seiner Homosexualität bewusst geworden 
sei,

dass mehrere Freunde ihn und seinen Partner im (...) (A10/16, S. 5) 
oder (...) (A1/14, S. 6) in flagranti im Bett erwischt und sie geschlagen 
hätten,

dass sie verletzt worden und deswegen von den herbeigerufenen Poli-
zisten in Spitalpflege gebracht worden seien,

dass aufgrund dieses Vorfalls seine homosexuelle Neigung allgemein 
bekannt worden sei und er trotz mehrmaligen Wohnortswechsels und 
des Wechsels seiner Arbeitsstelle immer wieder bedroht und teilweise 
auch geschlagen worden sei,

dass  er  zudem  darunter  gelitten  habe,  keine  Unterkunft  und  keine 
Familie zu haben, und damit niemanden habe, der ihn unterstütze,

dass er schliesslich einen weissen Mann kennengelernt habe, welcher 
ihm zur Ausreise verholfen habe,

dass der weisse Mann ihn auf  ein Containerschiff  gebracht  habe, in 
welchem er nach Lampedusa gelangt sei,

dass er von dort per Zug nach C._______ gereist sei, wo er sich eine 
oder zwei Wochen aufgehalten habe, und darauf per Zug via Verona 
und Milano in die Schweiz weitergereist sei,

dass er im Übrigen in seinem Heimatstaat nie irgendwelche Identitäts-
papiere besessen habe, ohne Reisepapiere gereist sei und auf seiner 
Reise nirgends kontrolliert worden sei,   

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dass das  BFM mit  Verfügung vom 27. Oktober  2009 –  gleichentags 
eröffnet – in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asyl-
gesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer vermöge nicht plausibel zu erklären, weshalb er sich 
im Heimatstaat  nicht  um die  Beschaffung von Identitätspapieren ge-
kümmert habe, und seine diesbezüglichen Aussagen seien als unbe-
helfliche Schutzbehauptungen zu bewerten,

dass ferner seine Ausführungen zu den Umständen seiner Reise vom 
Senegal in die Schweiz als unplausibel und widersprüchlich zu bewer-
ten seien und er insbesondere tatsachenwidrige Angaben zu seinem 
Reiseweg gemacht habe,

dass unter diesen Umständen zu vermuten sei, der Beschwerdeführer 
wolle die wahren Umstände seiner Ausreise verheimlichen und die von 
ihm verwendeten Reisepapiere nicht offenlegen,

dass demnach keine entschuldbaren Gründe für die unterlassene frist-
gerechte  Einreichung  von  Reise-  oder  Identitätspapieren  vorliegen 
würden,

dass im Weiteren der Beschwerdeführer zu wesentlichen Punkten sei-
ner  Asylvorbringen  widersprüchliche  Angaben  gemacht  habe,  so  zu 
seinen Wohnorten im Heimatstaat, zum Zeitpunkt, in dem er mit sei-
nem Partner überrascht  und geschlagen worden sei  und zur Anzahl 
der gewaltsamen Übergriffe, 

dass dies auf die Unglaubhaftigkeit dieser Vorbringen schliessen las-
se, 

dass  der  Beschwerdeführer  somit  die  Anforderungen  an  die  Flücht-
lingseigenschaft  gemäss  Art.  3  und  Art.  7  AsylG  nicht  erfülle  und 
zusätzliche  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses nicht erforderlich seien,

dass schliesslich keine Anhaltspunkte für eine dem Beschwerdeführer 
drohende, gegen Art. 3 EMRK verstossende Strafe oder Behandlung 
vorliegen und weder die allgemeine Lage im Heimatstaat noch indivi-

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duelle  Gründe  gegen  eine  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  in  den 
Senegal sprechen würden,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Oktober 2009 (Post-
stempel) - vorab per Telefax - gegen diesen Entscheid beim Bundes-
verwaltungsgericht Beschwerde erhob und dabei beantragt, dieser sei 
aufzuheben  und  ihm  die  Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und 
Asyl zu gewähren, eventualiter die vorläufige Aufnahme wegen Unzu-
lässigkeit,  Unzumutbarkeit  und  Unmöglichkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs zu gewähren,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege,  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses 
sowie um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ersucht,

dass  er  zudem  beantragt,  es  sei  jegliche  Datenweitergabe  an  die 
Behörden  seines  Heimatstaates  zu  unterlassen,  und  er  sei  in  einer 
separaten  Verfügung über  eine  allenfalls  bereits  erfolgte  Weitergabe 
von Daten in Kenntnis zu setzen,

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Oktober 2009 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders  berührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde – unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen  − einzu-
treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 

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und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55 Abs. 1 
VwVG) und die Vornstanz einer  allfälligen Beschwerde die aufschie-
bende Wirkung nicht entzogen hat (Art. 55 Abs. 2 VwVG), weshalb auf 
das  Begehren,  die aufschiebende Wirkung der  Beschwerde sei  wie-
derherzustellen, nicht einzutreten ist, 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG), 

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet,  wenn Asyl-
suchende  glaubhaft  machen  können,  sie  seien  dazu  aus  entschuld-
baren Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder 
wenn auf Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG 
die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird (Art. 32 Abs. 3 Bst. b AsylG) 
oder  wenn  sich  auf  Grund  der  Anhörung  die  Notwendigkeit 
zusätzlicher  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Vollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass  es  sich  gemäss  dem  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts 
BVGE 2007/7  beim Begriff  "Reise-  und  Identitätspapiere"  um Doku-
mente handelt, die "sowohl die einwandfreie Feststellung der Identität 
als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rückschaffung  ermöglichen" 
sollen (vgl. E. 6), 

dass vorliegend keine Reise- oder Identitätspapiere eingereicht  wur-
den  und  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  in  rechtsgenüg-
licher Weise dargelegt hat, weshalb für das Nichteinreichen von Reise- 
oder Identitätspapieren keine entschuldbaren Gründe vorliegen, 

dass aufgrund der unplausiblen und zum Teil tatsachenwidrigen Schil-
derung des Reiseweges und der  realitätsfremden Ausführungen des 
Beschwerdeführers, er habe nie irgendwelche Ausweispapiere beses-
sen und sei auf der Ausreise nirgends kontrolliert worden, davon aus-
zugehen ist, er habe für seine Reise authentische Reise- und Identi-
tätspapiere verwendet, welche er jedoch in Verletzung seiner gesetz-

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lichen Mitwirkungspflicht (vgl. Art. 8 Abs. 1 Bst. b AsylG) den schwei-
zerischen Asylbehörden vorenthält, 

dass somit die Identität des Beschwerdeführers bis heute nicht zwei-
felsfrei feststeht und dadurch auch seine persönliche Glaubwürdigkeit 
in Frage gestellt ist,

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Ausführungen  in  der  angefochtenen 
Verfügung  und  der  Akten  in  Beachtung  der  im  Urteil  BVGE 2007/8 
festgelegten Richtlinien (vgl. E. 5.6) der Schluss zu ziehen ist, es be-
stehe weder Anlass zur Vornahme zusätzlicher Abklärungen zur Fest-
stellung  der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungshinder-
nisses  noch  zur  direkten  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
(Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), 

dass die Ausführungen der Vorinstanz in der angefochtenen Verfügung 
zur Unglaubhaftigkeit der Vorbringen vollumfänglich zu schützen sind, 

dass die Ausführungen des Beschwerdeführers in der Rechtsmittelein-
gabe,  in  welcher  er  im  Wesentlichen  an  der  Glaubhaftigkeit  seiner 
Vorbringen und seiner Gefährdung im Senegal festhält, ohne aber in 
überzeugender Weise auf  die Erwägungen der Vorinstanz im Einzel-
nen einzugehen, nicht geeignet sind, zu einer anderen Einschätzung 
zu führen,

dass  das  BFM  demnach  in  Anwendung  von  Art. 32  Abs.  2  Bst.  a 
AsylG  zu  Recht  auf  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  nicht 
eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Weg-
weisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht  und 
demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

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dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
im Sinne von Art. 3 EMRK ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer 
im Heimat- oder Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Senegal noch individuelle Gründe 
des  jungen,  alleinstehenden  und  gemäss  Aktenlage  gesunden  Be-
schwerdeführers  auf  eine konkrete  Gefährdung im Falle  einer  Rück-
kehr schliessen lassen,  weshalb der Vollzug der  Wegweisung vorlie-
gend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  das  Gesuch  um vorsorgliche  Massnahmen im Zusammenhang 
mit einer Datenweitergabe an den Heimatstaat durch den direkten Ent-
scheid in der Hauptsache gegenstandslos wird, 

dass aus den Akten nicht hervorgeht, es wären bereits Daten an den 
Heimatstaat übermittelt worden, weshalb auch das Begehren um ent-
sprechende Offenlegung gegenstandslos ist, 

dass  mit  vorliegendem  Direktentscheid  ohne  vorgängige  Instruktion 
auch  das  Gesuch  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvor-
schusses gegenstandslos geworden ist,

dass  das  mit  der  Beschwerde  gestellte  Gesuch  um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,  da  die  Begehren  -  wie  sich  aus  den  vorliegenden  Erwägungen 
ergibt  -  als  aussichtslos  zu  bezeichnen waren,  weshalb  die  kumula-
tiven Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege nicht erfüllt sind,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.– 
(Art.  1-3  VGKE)  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gemäss Art. 65  Abs. 1 
VwVG wird abgewiesen. 

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.– werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und die zustän-
dige kantonale Behörde. 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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