# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e70a7321-a494-5991-9f96-7848a4f58e1f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-08
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 08.08.2013 RE130012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RE130012_2013-08-08.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RE130012-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichter Dr. R. Klopfer, Vorsitzender, Oberrichterin Dr. M. Schaf-

fitz und Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Notz 

Urteil vom 8. August 2013 

 

in Sachen 

 

1. A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

2. X._____,  
Beschwerdeführer 

 

1 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

B._____,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Y._____ 

 

betreffend unentgeltliche Rechtspflege / Kosten- und Entschädigungsfolgen 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, vom 3. April 2013 
(EE120370-L) 

- 2 - 

 

Erwägungen: 

I. 

1. Mit Urteil und Verfügung vom 3. April 2013 entschied die Erstinstanz über 

das Eheschutzbegehren der Gesuchstellerin und verfügte u.a. Folgendes: 

1. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner einen 
Prozesskostenbeitrag in der Höhe von Fr. 4'000.– zu bezahlen. 

2. Das Gesuch des Gesuchsgegners um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege wird als gegenstandslos geworden abge-
schrieben. 

3. Vom Rückzug des Gesuches der Gesuchstellerin um Verpflich-
tung des Gesuchsgegners zur Bezahlung eines Prozesskosten-
beitrages, um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 
um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes wird Vor-
merk genommen. 

5. (Schriftliche Mitteilung). 
6. (Beschwerde gegen Ziff. 1 und Ziff. 2). 

 

2. Am 22. April 2013 reichte Rechtsanwalt lic. iur. X._____ im Namen des Ge-

suchsgegners (Beschwerdeführer 1) sowie im eigenen Namen (Beschwerdeführer 

2) Beschwerde ein und stellte die folgenden Anträge (Urk. 67 S. 1 f.): 

1. Die Dispositivziffer 1. und 2. der beiliegenden Verfügung der Vo-
rinstanz seien aufzuheben.  

2. Es sei dem Beschwerdeführer 1 das unentgeltliche Verfahren zu 
bewilligen und es sei ihm ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in 
der Person des Beschwerdeführers 2 für das vorausgehende Ver-
fahren mit Wirkung ab 16.11.2012 (Datum der Mandatierung) zur 
Seite zu stellen und Letzterer sei für seinen Aufwand nach Einrei-
chung der Kostennote aus der Gerichtskasse zu entschädigen. 

3. Es seien sodann die Kosten für den unentgeltlichen Rechtsbei-
stand des Beschwerdeführers von der Beschwerdegegnerin und 
ursprünglichen Klägerin (Gesuchstellerin) zu erheben bzw. dieser 
aufzuerlegen. 

4. Alles unter Entschädigungs- und Kostenfolgen zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin oder der Vorinstanz. 

- 3 - 

 

3. Mit Verfügung vom 17. Mai 2013 wurde der Gesuchstellerin und Beschwer-

degegnerin (fortan Gesuchstellerin) Frist für die Beschwerdeantwort angesetzt, 

welche am 23. Mai 2013 mit dem Antrag auf Abweisung erstattet wurde, was der 

Gegenseite am 30. Mai 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 72, 73). 

II. 

1. Die angefochtenen Dispositivziffern betreffen die Zusprechung eines Pro-

zesskostenbeitrages an den Gesuchsgegner und die Abschreibung seines Ge-

suchs um unentgeltliche Rechtspflege (Urk. 27 S. 3 f.). Den Erwägungen lässt 

sich Folgendes entnehmen (Urk. 68 S. 27 f.):  

Der Gesuchsgegner verfüge - nachdem er zu verpflichten sei, der Gesuchstellerin 

monatliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 900.– zu bezahlen - nicht mehr 

über die für die Führung des Prozesses erforderlichen Mittel. Hingegen sei davon 

auszugehen, dass die Gesuchstellerin in absehbarer Zeit Ergänzungsleistungen 

zu ihrer IV-Rente erhalten werde. Deshalb sei für die Beurteilung des Vermö-

gensverzehrs nicht von ihrem tatsächlichen aktuellen Einkommen auszugehen, 

sondern vielmehr sei davon auszugehen, dass sie ihr Vermögen nur im Umfang 

gemäss Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- 

und Invalidenversicherung (ELG) anzehren werde. Hinsichtlich ihres Vermögens 

sei ferner zu berücksichtigen, dass die Gesuchstellerin nicht nur ihren Anteil der 

Gerichtskosten sowie ihre Rechtsvertretung und dem Gesuchsgegner eine Pro-

zessentschädigung werde bezahlen müssen und dass sie seit ihrem Auszug aus 

der ehelichen Wohnung erhebliche Kosten zu bezahlen habe. Dennoch überstei-

ge ihr Vermögen einen ihrem Alter und ihrer Gesundheit angemessenen grosszü-

gigen Notgroschen von Fr. 25'000.– erheblich. Der Prozess sei zudem nicht aus-

sichtslos. Unter diesen Umständen sei die Gesuchstellerin zu verpflichten, dem 

Gesuchsgegner einen Prozesskostenbeitrag in der Höhe von Fr. 4'000.– zu be-

zahlen (Urk. 68 S. 28 f.).  

- 4 - 

Das eventualiter gestellte Gesuch des Gesuchsgegners um Gewährung der un-

entgeltlichen Rechtspflege und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters 

sei demzufolge als gegenstandslos geworden abzuschreiben (Urk. 68 S. 29). 

2. Die Beschwerdeführer monieren, indem die Vorinstanz den Gesuchsgegner 

einerseits zu familienrechtlichen Unterhaltsbeiträgen verpflichtet habe, die auf ein 

hypothetisches Einkommen abstellten, nicht auf seine Mittellosigkeit Rücksicht 

genommen habe und auf Grund des schwankenden Einkommens immer wieder, 

Monat für Monat, einen Eingriff in das betreibungsrechtliche Existenzminimum in 

Kauf genommen habe, habe sie es ihm (dem Gesuchsgegner) verunmöglicht, 

seine Partei- und insbesondere Anwaltskosten für das Verfahren zu begleichen. 

Die Vorinstanz habe dieses Problem nun nicht damit gelöst, indem sie folgerichtig 

dem Gesuchsgegner seinen Anteil an den Verfahrenskosten einstweilen auf die 

Gerichtskasse genommen und ihm einen unentgeltlichen Rechtsbeistand zur Sei-

te gestellt und diesen aus der Gerichtskasse entschädigt hätte. Wobei die Vor-

instanz die Kosten von der Gegenpartei hätte erheben können, da diese über we-

sentliches und den Freibetrag überschreitendes Vermögen verfüge. Die Vor-

instanz habe vielmehr den Weg des Parteikostenvorschusses gewählt, der vom 

Beschwerdeführer 2 ja auch sicherheitshalber gefordert worden sei. Da die Vor-

instanz aber festhalte, es könne im Eheschutzverfahren kein eigentlicher Vor-

schussentscheid gefällt  werden, sondern im Nachhinein ein Entscheid über einen 

Partei- und Gerichtskostenbeitrag, zahlbar durch die Gesuchstellerin an den Ge-

suchsgegner, zugleich aber familienrechtliche Unterhaltsbeiträge ab Datum Ge-

suchseinreichung spreche, komme es nun zur Geltendmachung von Verrechnung 

durch die Gegenpartei (Urk. 67 S. 2 f.). 

Dadurch entstehe bei der vorliegenden Konstellation eine Situation, die aus Sicht 

des Instituts der unentgeltlichen Rechtspflege bzw. des Beschwerdeführers 2 be-

denklich sei: Der Rechtsbeistand gehe leer aus. Er könne nämlich seine Kosten 

auf unabsehbare Zeit hinaus nicht bei seinem Mandanten erhältlich machen, wer-

de dessen Einkommen durch die Unterhaltspflichten bereits auf bzw. unter das 

Existenzminimum gedrückt. Es sei daher antragsgemäss die Verfügung in den 

beiden Dispositivziffern aufzuheben, dem Gesuchsgegner das unentgeltliche Ver-

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fahren zu bewilligen und den Beschwerdeführer 2 als unentgeltlichen Rechtsbei-

stand zu bestellen (Urk. 67 S. 3 f.). 

3. Die Gesuchstellerin lässt im Wesentlichen geltend machen, sie könne die 

gegnerischen Darlegungen nicht ganz nachvollziehen. Die Beschwerdeführer 

würden dadurch, dass die Gesuchstellerin den Prozesskostenbeitrag mit den Un-

terhaltsbeiträgen verrechne, nicht schlechter dastehen, wie wenn sie dies nicht 

tun würde. Die Vorinstanz sei davon ausgegangen, dass der Gesuchsgegner die 

Unterhaltsbeiträge rückwirkend ab 6. November 2012 bezahlen müsse. Im Zeit-

punkt als die Rechtsvertreterin den Prozesskostenbeitrag mit den offenen Unter-

haltsbeiträgen verrechnet habe, hätte der Gesuchsgegner demnach im Besitzes 

eines Guthabens von mindestens Fr. 5'400.– sein sollen. Diese seien ihm dank 

der Verrechnung erhalten geblieben. Anstatt dass er diese nun der Gesuchstelle-

rin überweise, könne er sie dafür verwenden, seine Anwaltskosten in der Höhe 

von Fr. 4'000.– zu begleichen. Wenn der Gesuchsgegner keine Rückstellungen 

für die Bezahlung von Unterhaltsbeiträgen gemacht und das fragliche Geld bereits 

ausgegeben habe, könne dies nicht zum Nachteil der Gesuchstellerin reichen. Zu 

erwähnen sei sodann, dass es nicht zutreffe, dass die Vorinstanz auf ein hypothe-

tisches Einkommen abgestellt habe. Der Gesuchsgegner habe selber erklärt, 

dass er durchschnittlich Fr. 1'500.– pro Monat verdiene. Dass die Vorinstanz zur 

Festlegung des Einkommens des Gesuchsgegners gewisse Annahmen haben 

treffen müssen, habe der Gesuchsgegner im Übrigen selber zu vertreten, weil er, 

wie im angefochtenen Entscheid ausgeführt, wahrheitswidrige Angaben über sei-

ne Einkünfte gemacht habe (Urk. 72 S. 2 ff.).  

Zudem habe die Gesuchstellerin ihre Rechtsvertreterin kürzlich darüber informiert, 

dass ihr Mann (Gesuchsgegner), ihr Sohn und sie beschlossen hätten, das Fami-

lienleben wieder aufzunehmen. Dies bedeute, dass die Familienausgaben erheb-

lich sinken würden, weil die Parteien wieder unter einem Dach wohnten. Die zu-

künftige Unterhaltsverpflichtung falle damit weg. Daher sollte der Gesuchsgegner 

auch in der Lage sein, seine Anwaltskosten zu bezahlen (Urk. 72 S. 5). 

4. Gemäss Art. 319 lit. b ZPO sind mit Beschwerde anfechtbar andere erstin-

stanzliche Entscheide und prozessleitende Verfügungen: 1. in den vom Gesetz 

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bestimmten Fällen, 2. wenn durch sie ein nicht leicht wieder gutzumachender 

Nachteil droht. Laut Art. 110 ZPO ist der Kostenentscheid selbständig nur mit Be-

schwerde anfechtbar. Dritte wie Zeugen, Gutachter oder gerichtlich bestellte 

Rechtsbeistände können gegen einen sie betreffenden Kostenentscheid auf kan-

tonaler Ebene ausschliesslich das Rechtsmittel der Beschwerde ergreifen (BSK 

ZPO-Rüegg, Art. 110 N 2). Bei der unentgeltlichen Rechtspflege, wo der unent-

geltliche Rechtsbeistand vom Kanton angemessen zu entschädigen ist (Art. 122 

Abs. 1 lit. a und Abs. 2), besteht für die Rechtsbeistände wie für jeden von einem 

Kostenentscheid direkt betroffenen Dritten die Möglichkeit, den Entscheid über die 

Entschädigung mittels Beschwerde (allenfalls auch vor Bundesgericht) anzufech-

ten (BSK ZPO-Rüegg, Art. 110 N 3). Der Beschwerdeführer 2 ist gerade nicht als 

unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt worden, weshalb er unter dem Titel Ent-

schädigungsanspruch / Parteientschädigung nicht legitimiert ist, den Entscheid 

anzufechten. Im Schrifttum sind weitere Streitgegenstände vermerkt, in denen die 

Rechtsstellung des Rechtsvertreters tangiert ist und dieser zur Beschwerde be-

rechtigt ist, beispielsweise wenn die Einsetzung aus persönlichen oder fachlichen 

Gründen verweigert wird (Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., 

Art. 121 N 2) oder etwa bei Nichternennung zufolge Nichtbeachtung der verfas-

sungsmässigen Schranken des diesbezüglichen Wahlrechts des Gerichts 

(Berner Kommentar, ZPO, Bd. I, 2012, Art. 121 N 12b). Um solche Streitfragen 

geht es vorliegend nicht. Auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 2 ist des-

halb nicht einzutreten. 

5. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausge-

schlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip 

(Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, a.a.O., Art. 321 N 15), d.h. die Be-

schwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (un-

richtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-

halts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet.  

- 7 - 

6. Im Ergebnis kritisiert der Gesuchsgegner, dass ihm die unentgeltliche 

Rechtspflege verweigert worden ist. Die Erstinstanz hat den "sicherheitshalber" 

gestellten Antrag auf Bevorschussung der Gerichts- und Parteikosten (Urk. 27 

S. 3 f., Urk. 38 S. 2) geprüft und alsdann zwar nicht einen Prozesskostenvor-

schuss, indessen einen Prozesskostenbeitrag von Fr. 4'000.– zugesprochen. Dies 

entspricht herrschender Lehre und Praxis. Es kann vollumfänglich auf die zutref-

fenden Ausführungen im Entscheid verwiesen werden (Urk. 67 S. 26 f.). Zu präzi-

sieren ist einzig, dass nach konstanter Praxis der beschliessenden Kammer die 

Pflicht, die Kosten eines Rechtsstreites des Ehepartners vorzuschiessen, aus der 

allgemeinen ehelichen Beistandspflicht gemäss Art. 159 Abs. 3 ZGB folgt (ZR 85 

Nr. 32). Noch einmal ist zu betonen, dass gemäss konstanter Praxis die Pflicht 

des Staates zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege der Beistandspflicht 

aus Familienrecht nachgeht (BGE 85 I 1 ff.; ZR 83 Nr. 21 und ZR 90 Nr. 82). Da 

im zu beurteilenden Fall die Voraussetzungen für die Zusprechung eines Pro-

zesskostenbeitrages erfüllt sind (Bedürftigkeit des Gesuchsgegners, Leistungsfä-

higkeit der Gesuchstellerin, was im Beschwerdeverfahren nicht bestritten wird), 

besteht kein Raum für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Es liegt 

keine unrichtige Rechtsanwendung durch die Erstinstanz vor. Dass das Gesuch 

als gegenstandslos geworden abgeschrieben wurde, ist ebenfalls nicht zu bean-

standen.  

7.  Der Einwand, durch die von der Gegenseite vorgenommene Verrechnung 

gehe der Rechtsvertreter leer aus (Urk. 67 S. 3), ist eine neue Behauptung, die im 

Beschwerdeverfahren nicht zu hören ist. Doch selbst wenn darauf einzutreten wä-

re, wäre das Vorbringen unbegründet. Erstens ist die Unterhaltspflicht als solche 

und deren Beginn nicht angefochten und sie sind somit für den vorliegenden Ent-

scheid verbindlich. Und zweitens ist der Gesuchstellerin zuzustimmen, dass der 

Gesuchsgegner letztlich über die gleichen Mittel verfügt wie ohne Verrechnung: 

Zwar wird ihm der Prozesskostenbeitrag von Fr. 4'000.– nicht überwiesen, aller-

dings verringert sich gleichzeitig seine Verpflichtung für ausstehende Unterhalts-

beiträge um denselben Betrag. Ebenso ist der Gesuchstellerin beizupflichten, 

dass der Anwalt oder die Anwältin das (wirtschaftliche) Risiko trägt, dass die Kli-

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entschaft die nötigen Rückstellungen für die Begleichung der Anwaltsrechnungen 

tätigt.  

8. Weiter moniert der Gesuchsgegner, es seien die Kosten für den unentgeltli-

chen Rechtsbeistand aus folgenden Gründen der Gesuchstellerin des vorausge-

gangenen Verfahrens aufzuerlegen: Sie habe wesentliches Vermögen verheim-

licht, sei von Anfang an anwaltlich vertreten gewesen und habe mit ihrem Verhal-

ten zur vorliegenden Beschwerde Anlass gegeben und die entstandene unhaltba-

re Situation verursacht (Urk. 67 S. 3).  

9. Laut den Erwägungen zu den Prozesskosten obsiegt der Gesuchsgegner 

mit seinem Antrag auf Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses bzw. eines 

Beitrages an die Prozess- und Anwaltskosten (Urk. 68 S. 29). Die Gesuchstellerin 

hat also die Kosten diesbezüglich zu tragen, weshalb der Gesuchsgegner nicht 

beschwert ist. Auf die Beschwerde des Gesuchsgegners ist in diesem Punkt nicht 

einzutreten.  

III. 

Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (vgl. BGE 137 III 470). Gemäss 

Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegenden Partei aufer-

legt. Bei Nichteintreten gilt die klagende Partei als unterliegend. Ausgangsgemäss 

erscheint es angemessen, die Kosten zu zwei Dritteln dem Gesuchsgegner und 

zu einem Drittel dem Beschwerdeführer 2 aufzuerlegen. Ferner sind der Ge-

suchsgegner und der Beschwerdeführer 2 anteilsmässig zu verpflichten, der Ge-

suchstellerin eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen (Art. 106 

ZPO); die Parteientschädigung enthält die gesetzliche Mehrwertsteuer. 

 

 

 

 

- 9 - 

 

Es wird erkannt: 

1. Auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 2 wird nicht eingetreten. 

2. Die Beschwerde des Gesuchsgegners wird abgewiesen, soweit darauf ein-

getreten wird.  

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 900.– festgesetzt. 

4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner 

und Beschwerdeführer 1 zu zwei Dritteln und dem Beschwerdeführer 2 zu 

einem Drittel auferlegt.  

 

5. Die Beschwerdeführer werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, der 

Gesuchstellerin für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von 

Fr. 900.–  zu bezahlen.  

Im internen Verhältnis hat der Beschwerdeführer 2 Fr. 300.– zu tragen, der 

Beschwerdeführer 1 Fr. 600.–. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an das Bezirksgericht Zürich,  

 Einzelgericht 2. Abteilung, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist von der 

Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich 

nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Ver-

fassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über 

das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit. Der Streitwert beträgt weni-
ger als Fr. 30'000.–. 

- 10 - 

 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
 
Zürich, 8. August 2013 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Notz 
 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 8. August 2013
	Erwägungen:
	I.
	II.

	4. Gemäss Art. 319 lit. b ZPO sind mit Beschwerde anfechtbar andere erstinstanzliche Entscheide und prozessleitende Verfügungen: 1. in den vom Gesetz bestimmten Fällen, 2. wenn durch sie ein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil droht. Laut Art....
	5. Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel sind ausgeschlossen (Art. 326 Abs...
	6. Im Ergebnis kritisiert der Gesuchsgegner, dass ihm die unentgeltliche Rechtspflege verweigert worden ist. Die Erstinstanz hat den "sicherheitshalber" gestellten Antrag auf Bevorschussung der Gerichts- und Parteikosten (Urk. 27 S. 3 f., Urk. 38 S. 2...
	7.  Der Einwand, durch die von der Gegenseite vorgenommene Verrechnung gehe der Rechtsvertreter leer aus (Urk. 67 S. 3), ist eine neue Behauptung, die im Beschwerdeverfahren nicht zu hören ist. Doch selbst wenn darauf einzutreten wäre, wäre das Vorbri...
	8. Weiter moniert der Gesuchsgegner, es seien die Kosten für den unentgeltlichen Rechtsbeistand aus folgenden Gründen der Gesuchstellerin des vorausgegangenen Verfahrens aufzuerlegen: Sie habe wesentliches Vermögen verheimlicht, sei von Anfang an anwa...
	9. Laut den Erwägungen zu den Prozesskosten obsiegt der Gesuchsgegner mit seinem Antrag auf Zusprechung eines Prozesskostenvorschusses bzw. eines Beitrages an die Prozess- und Anwaltskosten (Urk. 68 S. 29). Die Gesuchstellerin hat also die Kosten dies...
	III.

	1. Auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 2 wird nicht eingetreten.
	2. Die Beschwerde des Gesuchsgegners wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 900.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden dem Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 1 zu zwei Dritteln und dem Beschwerdeführer 2 zu einem Drittel auferlegt.
	5. Die Beschwerdeführer werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, der Gesuchstellerin für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 900.–  zu bezahlen.  Im internen Verhältnis hat der Beschwerdeführer 2 Fr. 300.– zu tragen, der B...
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, sowie an das Bezirksgericht Zürich,   Einzelgericht 2. Abteilung, je gegen Empfangsschein.
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zi...