# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bb16598e-8092-5db8-8742-be4081e36329
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.06.2018 725 17 385 / 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-17-385---151_2018-06-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Juni 2018 (725 17 385 / 151) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anwendungsfall der Sonderregel für die Bemessung des versicherten Verdienstes für 

mitarbeitende Familienmitglieder, Gesellschafter, Aktionäre und Genossenschafter 

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantonsrichter 

Beat Hersberger, Gerichtsschreiber Markus Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Daniel Tschopp, Advokat, 
Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer-Münch, Advokat, Gü-
terstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Der 1986 geborene A.____ war zuletzt als Personalberater bei der B.____ AG er-
werbstätig. Nachdem über seine Arbeitgeberin am 27. Juni 2012 der Konkurs eröffnet worden 
war, bezog er ab 5. Juli 2012 Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Als Bezüger von Arbeits-
losenentschädigung war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligato-
risch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 23. September 2012 wurde A.____ Opfer 
einer Straftat. Er wurde im Rahmen einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen 

 

 
 
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niedergeschlagen und zog sich dabei ein schweres Schädelhirntrauma mit linkshemisphäri-
schem Epiduralhämatom, rechtsseitigen Kontusionsblutungen und Subarachnoidalblutungen 
sowie einem Epiduralhämatom rechts occipital zu. Nach Eingang der Unfallmeldung erbrachte 
die Suva die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder) für diesen Unfall.  
 

Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen erliess die Suva am 12. Juli 
2017 eine Verfügung, mit der sie die dem Versicherten für die verbleibenden Beeinträchtigun-
gen aus dem Unfallereignis vom 23. September 2012 zustehenden Leistungen festsetzte. Da-
bei sprach sie A.____ mit Wirkung ab 1. Juli 2017 eine auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % 
basierende und gestützt auf einen versicherten Jahresverdienst von Fr. 49'106.-- berechnete 
Invalidenrente sowie eine auf einer Integritätseinbusse von 90 % beruhende Integritätsentschä-
digung in der Höhe von Fr. 113‘400.-- zu. Eine vom Versicherten gegen diese Verfügung erho-
bene Einsprache, mit welcher die Ausrichtung einer auf der Basis eines versicherten Jahres-
verdienstes von Fr. 88‘833.35 festgesetzten Invalidenrente beantragt wurde, wies die Suva mit 
Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2017 ab. 
 

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Daniel 
Tschopp, am 20. November 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte er, es sei der angefochtene Einspracheentscheid 
teilweise aufzuheben und es sei ihm auf der Basis eines versicherten Verdienstes in Höhe von 
Fr. 66'000.-- eine 100 %-Invalidenrente auszurichten. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren; unter o/e-Kostenfolge.  
 
Mit Eingabe vom 21. Dezember 2017 zog der Beschwerdeführer das Gesuch um Bewilligung 
der unentgeltlichen Rechtspflege zurück.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 18. Januar 2018 beantragte die Suva, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten der Beschwerdeführer mit Replik 
vom 12. März 2018 und die SUVA mit Duplik vom 4. April 2018 an ihren bisherigen Anträgen 
und wesentlichen Begründungen fest.  
 
E. Das Kantonsgericht zog zur Vervollständigung der Akten bei der IV-Stelle Basel-
Landschaft das IV-Dossier des Versicherten bei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 ATSG, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 ATSG 
in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 UVG auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen 
Einspracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht des-
jenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohn-

 

 
 
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sitz hat. Vorliegend befindet sich dieser in C.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Be-
schwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist 
somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übri-
gen frist- und formgerecht erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 20. November 2017 
ist demnach einzutreten. 
 
1.2 Mit Verfügung vom 12. Juli 2017 sprach die Suva dem Versicherten für die verbleiben-
den Beeinträchtigungen aus dem Unfallereignis vom 23. September 2012 einerseits mit Wir-
kung ab 1. Juli 2017 eine Invalidenrente und anderseits eine Integritätsentschädigung zu. Die 
vom Versicherten hiergegen erhobene Einsprache richtete sich ausschliesslich gegen die Fest-
setzung der Invalidenrente. Darüber hinaus enthielt die Eingabe keine Anhaltspunkte, dass der 
Versicherte zusätzlich auch die Höhe der Integritätsentschädigung, wie sie in der Verfügung 
festgesetzt worden war, anfechten wollte. Die Suva sah somit - zu Recht - keine Veranlassung, 
diese im Rahmen des Einspracheentscheids von Amtes wegen in die Beurteilung einzubezie-
hen. Im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zum Rügeprinzip im Einspracheverfah-
ren und zur Frage der Teilrechtskraft von nicht angefochtenen Verfügungsbestandteilen (vgl. 
BGE 119 V 347 ff.) ist vielmehr festzuhalten, dass die Verfügung vom 12. Juli 2017 bezüglich 
der darin festgesetzten Integritätsentschädigung mangels Anfechtung in (Teil-) Rechtskraft er-
wachsen ist. Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet somit einzig die 
Höhe der dem Versicherten zustehenden Invalidenrente der Unfallversicherung. 
 
1.3 Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des UVG in Kraft getreten. Zu den geänderten Normen gehört auch die Be-
stimmung von Art. 18 Abs. 1 UVG, welche den Anspruch auf eine Invalidenrente regelt. Laut 
Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung des UVG vom 25. September 2015 werden 
jedoch Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen zugetragen haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge-
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, 
weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug 
genommen wird.  
 
2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Die Leistungspflicht des Un-
fallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Invalidität, Integritätseinbusse) ein natürlicher (vgl. dazu BGE 129 V 177 E. 3.1 mit 
Hinweisen) und ein adäquater (vgl. dazu BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis) Kausalzusam-
menhang besteht.  
 
2.2 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat 
sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 

 

 
 
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ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs-
unfähigkeit. Diese wiederum entspricht dem durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geis-
tigen Gesundheit verursachten und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei-
benden ganzen oder teilweisen Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom-
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG).  
 
2.3 Im Zusammenhang mit der Beurteilung eines unfallversicherungsrechtlichen Renten-
anspruchs ist jeweils als erstes zu prüfen, in welchem Ausmass die versicherte Person unfall-
bedingt arbeitsunfähig ist. Gemäss der Legaldefinition von Art. 6 ATSG ist Arbeitsunfähigkeit 
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten 
(Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Auf-
gabenbereich berücksichtigt (Satz 2). Vorliegend haben die medizinischen Abklärungen erge-
ben, dass dem Beschwerdeführer unter Einbezug der unfallbedingten neurologischen, neu-
ropsychologischen und psychiatrischen Einschränkungen keine relevante, verwertbare Arbeits-
fähigkeit mehr attestiert werden kann. Der Versicherte ist mit anderen Worten vollständig ar-
beitsunfähig (vgl. die abschliessende Beurteilung von Dr. med. D.____, Psychiatrie und Psycho-
therapie FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, vom 28. April 2017). Diese Einschät-
zung wird - zu Recht - von keiner Partei in Frage gestellt.  
 
2.4 Nach Art. 16 ATSG ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zu 
bestimmen. Da der Beschwerdeführer laut dem vorstehend Gesagten in sämtlichen beruflichen 
Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig ist, kann jedoch von einem solchen abgesehen und ohne 
weitere Erörterungen festgehalten werden, dass der Invaliditätsgrad des Versicherten 100 % 
beträgt. Dieser hat deshalb Anspruch auf eine auf einem Invaliditätsgrad von 100 % basierende 
Invalidenrente der Beschwerdegegnerin. Auch darüber besteht zwischen den Verfahrensbetei-
ligten Einigkeit.  
 
3. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren streiten sich die Parteien einzig über die Höhe 
des versicherten Verdienstes, welcher der Berechnung des Rentenbetrages zu Grunde zu le-
gen ist.  
 
4.1 Gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG werden Renten nach dem versicherten Verdienst bemes-
sen. Als versicherter Verdienst gilt dabei der innerhalb eines Jahres vor dem Unfall bezogene 
Lohn (Art. 15 Abs. 2 UVG). Da sich der Unfall des Beschwerdeführers am 23. September 2012 
ereignete, bildet der Zeitraum vom 23. September 2011 bis 22. September 2012 grundsätzlich 
die massgebende Periode für die Bemessung des versicherten Verdienstes. Auch in diesem 
Punkt sind sich die Parteien einig.  
 
4.2 Laut Art. 22 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. De-
zember 1982 gilt der nach der Bundesgesetzgebung über die AHV massgebende Lohn als ver-
sicherter Verdienst. Für mitarbeitende Familienmitglieder, Gesellschafter, Aktionäre und Ge-
nossenschafter statuiert Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV eine Abweichung vom Grundsatz der Überein-
stimmung von versichertem Verdienst und AHV-rechtlich massgebendem Lohn (Art. 5 des Bun-

 

 
 
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desgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG] vom 20. Dezember 
1946), und zwar dahingehend, dass für sie mindestens der berufs- und ortsübliche Lohn zu be-
rücksichtigen ist. Entsprechend dem Sinn und Zweck dieser Sonderregel - Vermeidung einer 
Benachteiligung von Familienmitgliedern und anderen mit dem Betrieb verwandtschaftlich oder 
persönlich eng verbundenen und darin mitarbeitenden Personen, die mit Rücksicht auf diese 
Bindung keine arbeitsmarktkonforme Entlöhnung erzielen können - ist der berufs- oder ortsübli-
che Lohn als versicherter Verdienst aber nur zu berücksichtigen, wenn er höher ist als der ef-
fektive Verdienst. Da der berufs- und ortsübliche Lohn stets ein Durchschnittslohn ist, der auf 
möglichst einfache Weise ohne Mitwirkung der versicherten Person und ihres Arbeitgebers an-
hand von Tabellenlöhnen oder Lohnauskünften von hypothetischen Arbeitgebern zu ermitteln 
ist, besteht unter Vorbehalt von im Einzelfall allenfalls gegebenen arbeitsmarktlichen Besonder-
heiten eine natürliche Vermutung dafür, dass der berufs- und ortsübliche Lohn im Sinne von Art. 
22 Abs. 2 lit. c UVV ein arbeitsmarktlicher Durchschnittslohn ist (Urteil S. des Bundesgerichts 
vom 31. Mai 2012, 8C_893/2011, E. 2 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch: ANDRÉ PIERRE 
HOLZER, Der versicherte Verdienst in der obligatorischen Unfallversicherung, in: Schweizerische 
Zeitschrift für Sozialversicherung und berufliche Vorsorge [SZS] 2010 S. 201 ff., insbes. 
S. 210 ff.).  
 
4.3 Der Beschwerdeführer kaufte am 10. Juli 2011 zusammen mit E.____ 80 % der Aktien 
der B.____ AG und er blieb in der Folge bis zu der am 27. Juni 2012 erfolgten Konkurseröff-
nung Aktionär der Gesellschaft. Laut den entsprechenden Handelsregisterauszügen war der 
Versicherte ab 20. Juli 2011 Mitglied des Verwaltungsrats der B.____ AG mit Einzelunterschrift. 
Am 1. Dezember 2011 schied er für kurze Zeit aus dem Verwaltungsrat aus, ehe er ab 21. Feb-
ruar 2012 wiederum als Mitglied des Verwaltungsrats der B.____ AG mit Einzelunterschrift am-
tete. Damit ist in Bezug auf den massgebenden Zeitraum vom 23. September 2011 bis 22. Sep-
tember 2012 die persönliche Verflechtung des Beschwerdeführers mit seiner damaligen Arbeit-
geberin, der B.____ AG, erstellt und er fällt demnach klar unter die Sonderbestimmung von 
Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV. Es stellt sich deshalb die Frage, wie hoch der branchen- und ortsübli-
che Lohn eines Personalberaters mit dem Ausbildungsstand und der Berufserfahrung des Be-
schwerdeführers im fraglichen Zeitraum (23. September 2011 bis 22. September 2012) gewe-
sen ist.  
 
4.4 Der Versicherte bezeichnet in seiner Beschwerde - allerdings ohne auf die Rechts-
grundlage von Art. 22 Abs. 2 lit. c UVV Bezug zu nehmen - den von ihm geltend gemachten 
versicherten Verdienst von Fr. 66‘000.-- (12 x Fr. 5‘500.--) als branchenüblichen Lohn. Zur Be-
gründung legt er Bestätigungen von zwei potentiellen Arbeitgeberinnen vor, wonach er ohne 
Unfall im einen Betrieb ab 1. November 2012 eine Stelle mit einem Gehalt von Fr. 5‘500.-- pro 
Monat und im andern eine solche mit einem Lohn von ca. Fr. 5‘400.-- angeboten erhalten hätte. 
Diesen beiden Belegen kommt zwar durchaus eine gewisse Aussagekraft zu, verschaffen sie 
doch in Bezug auf die Branche, in welcher der Versicherte vor dem Unfall tätig gewesen war, 
einen gewissen (ersten) Eindruck über die Grössenordnung eines berufs- und ortsüblichen 
Lohnes. Dessen effektive Höhe kann aber nicht einzig und allein anhand dieser beiden Doku-
mente ermittelt werden. Insbesondere steht in keiner Weise fest, ob es sich bei den Angaben 
der beiden Arbeitgeberinnen um repräsentative Lohnzahlen oder um eher überdurchschnittliche 

 

 
 
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Gehälter handelt. Um dies zu verifizieren, müssten weitere Lohnauskünfte hypothetischer regi-
onaler Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber vorliegen.  
 
4.5 Da der berufs- und ortsübliche Lohn stets ein Durchschnittslohn ist, kann er, wie be-
reits weiter oben erwähnt (vgl. E. 4.2 hiervor), auf relativ einfache Weise (auch) anhand von 
Tabellenlöhnen ermittelt werden. Dabei erscheint es richtig, die Tabellenlöhne gemäss den vom 
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heranzu-
ziehen. Vorliegend steht das Einkommen eines Personalberaters mit dem Ausbildungsstand 
und der Berufserfahrung des Beschwerdeführers im Zeitraum vom 23. September 2011 bis 
22. September 2012 zur Diskussion. Laut Tabelle TA1 der LSE 2012 belief sich der Durch-
schnitt der Männerlöhne im Bereich “Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“ im Kom-
petenzniveau 1 im Jahre 2012 auf Fr. 4'962.-- (LSE 2012, Privater Sektor, Tabelle TA1, Zeile 78 
“Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“, Männer, Kompetenzniveau 1). Dabei ist zu 
beachten, dass dieser Tabellenlohn auf einer einheitlichen Arbeitszeit von 40 Wochenstunden 
beruht und deshalb auf die durchschnittliche Wochenarbeitszeit des Jahres 2012 von 
41,7 Stunden (vgl. Die Volkswirtschaft 3/2014 S. 88 Tabelle B 9.2) umzurechnen ist. Daraus 
resultiert ein Monatslohn von Fr. 5‘172.85 bzw. ein Jahresgehalt von Fr. 62'074.--. Bei diesem 
Betrag handelt es sich somit um den im Zeitraum vor dem Unfall vom 23. September 2012 be-
rufs- und ortsüblichen Lohn, der beim Beschwerdeführer gemäss der Bestimmung von Art. 22 
Abs. 2 lit. c UVV mindestens als massgeblicher versicherter Verdienst zu berücksichtigen ist.  
 
4.6 Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2 hiervor), handelt es sich beim berufs- oder ortsübli-
chen Lohn nur dann um den massgeblichen versicherten Verdienst, wenn er höher ist als der 
effektive Verdienst. Dies ist vorliegend der Fall. Die Suva hat ihrer Rentenverfügung vom 
12. Juli 2017, die sie mit dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 20. Oktober 2017 be-
stätigt hat, einen deutlich tieferen effektiven Verdienst von Fr. 49‘106.-- zu Grunde gelegt. Der 
versicherte Verdienst ist demnach auf den dem berufs- oder ortsüblichen Lohn entsprechenden 
Betrag von Fr. 62‘074.-- zu korrigieren.  
 
4.7 Der Beschwerdeführer macht nun allerdings geltend, sein effektiver Verdienst vor dem 
Unfall habe sich auf Fr. 66’000.-- belaufen, weshalb auf diesen Betrag abzustellen sei. Diesem 
Einwand kann jedoch nicht gefolgt werden.  
 
4.7.1 Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. 
Im Sozialversicherungsrecht hat die rechtsanwendende Behörde ihren Entscheid, sofern das 
Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-
scheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Be-
weisanforderungen nicht. Verwaltung und Gericht haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung 
zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen 
(BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen).  
 
4.7.2 Der Beschwerdeführer beruft sich für seinen Standpunkt in erster Linie auf einen 
schriftlichen Arbeitsvertrag zwischen ihm und der B.____ AG vom 1. Juli 2011, den er im Laufe 

 

 
 
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des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nachgereicht hat. Darin ist in der Tat ein Monatslohn 
von Fr. 5‘500.-- vereinbart worden. Dieser Arbeitsvertrag weist nun aber etliche Ungereimthei-
ten auf, weshalb vorliegend in beweisrechtlicher Hinsicht nicht darauf abgestellt werden kann. 
So fällt auf, dass vertraglich 13 Monatslöhne vereinbart worden sind, was eigentlich zu einem 
Jahresverdienst in der Höhe von Fr. 71‘500.-- und nicht nur zu einem solchen im geltend ge-
machten Betrag von Fr. 66‘000.-- führen würde. Sodann ist der Vertrag lediglich von der Arbeit-
geberin, nicht aber vom Beschwerdeführer als Arbeitnehmer unterzeichnet. Weiter ist nicht ver-
ständlich, weshalb eine Probezeit vereinbart worden sein soll, obwohl der Versicherte laut sei-
nen eigenen Angaben bereits seit 2004 in der Gesellschaft angestellt gewesen war. Schliesslich 
ist auch kaum nachvollziehbar, dass die B.____ AG den Versicherten laut Vertrag „ab 1. Juli 
2011 als Personalberater/Sachbearbeiter“ engagierte, obwohl dieser im Zeitpunkt des Ver-
tragsabschlusses bereits Mitinhaber der Gesellschaft war und praktisch gleichzeitig als Verwal-
tungsrat mit Einzelunterschrift und als Geschäftsführer der B.____ AG tätig wurde. 
 
4.7.3 Im Weiteren beruft sich der Beschwerdeführer darauf, dass die B.____ AG der zustän-
digen Pensionskasse am 16. November 2011 gemeldet habe, dass sich sein Jahreseinkommen 
im Jahr 2012 auf Fr. 66’000.-- belaufen werde. Diese Darstellung trifft zwar zu, damit ist aber 
noch nicht belegt, dass der Versicherte ab 2012 effektiv ein entsprechendes Gehalt bezogen 
hat. In diesem Zusammenhang ist gleichzeitig zu berücksichtigen, dass die B.____ AG sowohl 
auf dem Lohnausweis des Versicherten für das Jahr 2011 als auch in der zuhanden der Aus-
gleichskasse erstellten Lohndeklaration für das Jahr 2011 einen Jahreslohn des Beschwerde-
führers von Fr. 49‘106.-- ausgewiesen hat, und dies obwohl dessen Gehalt gemäss dem nach-
gereichten Arbeitsvertrag vom 1. Juli 2011 ab diesem Zeitpunkt Fr. 5‘500.-- (x 13) pro Monat 
betragen haben soll. Im Weiteren weist die Suva in ihre Vernehmlassung darauf hin, dass die 
B.____ AG dem Versicherten im Zeitraum vom 28. Juli 2011 bis 18. Juni 2012 effektiv Saläre 
und Lohnvorschüsse in der Höhe von insgesamt Fr. 45‘808.80 geleistet hat. Bemerkenswert ist 
schliesslich, dass die Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland den versicherten Verdienst des 
Beschwerdeführers für die ab 5. Juli 2012 laufende Rahmenfrist für den Leistungsbezug auf 
lediglich Fr. 3‘250.-- festgesetzt hat. 
 
4.7.4 In Anbetracht all dieser Unklarheiten, Ungereimtheiten und teilweisen Widersprüche ist 
in beweisrechtlicher Hinsicht festzuhalten, dass die Darstellung des Beschwerdeführers, wo-
nach sich sein versicherter Verdienst im Jahr vor dem Unfallereignis auf Fr. 66’000.-- belaufen 
habe, nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt 
ist. Somit ist nicht rechtsgenüglich belegt, dass der Beschwerdeführer im fraglichen Zeitraum 
effektiv ein höheres Gehalt als den oben ermittelten berufs- und ortsüblichen Lohn von 
Fr. 62‘074.-- bezogen hat. Dies hat zu Folge, dass bei der Bemessung des massgebenden ver-
sicherten Verdienstes demnach auf diesen berufs- und ortsüblichen Lohn von Fr. 62‘074.-- ab-
zustellen ist.  
 
4.8 Zusammenfassend ist als Ergebnis festzuhalten, dass der versicherte Jahresverdienst 
des Beschwerdeführers, welcher der Berechnung seiner Invalidenrente zu Grunde zu legen ist, 
von Fr. 49‘106.-- auf Fr. 62‘074.-- zu korrigieren ist. Somit ist in teilweiser Gutheissung der Be-
schwerde der angefochtene Einspracheentscheid der Suva vom 20. Oktober 2017 dahingehend 

 

 
 
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abzuändern, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juli 2017 Anspruch auf eine 
auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % und auf einem versicherten Jahresverdienst von 
Fr. 62'074.-- basierende Invalidenrente hat.  
 
5.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben.  
 
5.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Da der Beschwerdeführer obsiegende Partei ist, ist ihm eine Parteient-
schädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 11. April 2018 für das vorliegende Verfahren 
einen Zeitaufwand von 12 Stunden und 25 Minuten geltend gemacht, was sich in Anbetracht 
der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen 
sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur An-
wendung gelangenden Stundenansatz von 250 Franken zu entschädigen. Nicht zu beanstan-
den sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 44.10. Dem Be-
schwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3‘397.60 (12 Stunden 
und 25 Minuten à Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 44.10 zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer auf 
Fr. 2‘314.90 bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer auf Fr. 833.35) zu Lasten der Suva zuzusprechen. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Suva vom 20. Oktober 2017 wird dahingehend 
abgeändert, als festgestellt wird, dass der Beschwerdeführer ab 1. Juli 
2017 Anspruch auf eine auf einer Erwerbsunfähigkeit von 100 % und 
auf einem versicherten Jahresverdienst von Fr. 62'074.-- basierende 
Invalidenrente hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 3‘397.60 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer auf 
Fr. 2‘314.90 bzw. 7,7 % Mehrwertsteuer auf Fr. 833.35) zu bezahlen. 

 

 

 
 
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