# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dbea74a8-9789-532e-8c4f-d40dd5ab8f2c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** UE250008-O7
**Docket/Reference:** UE250008-O7
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/UE250008-O7.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: UE250008-O/U/BEE

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. D. Oehninger, Präsident, lic. iur. B. Stiefel und 

Ersatzoberrichter Dr. T. Graf sowie Gerichtsschreiber Dr. A. 

Brüschweiler

Beschluss vom 1. September 2025

in Sachen

A._____ AG,

Beschwerdeführerin

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____,

gegen

1.

2.

B._____,

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich,

Beschwerdegegner

1 verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. Y._____,

betreffend Einstellung 

Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft III des 

Kantons Zürich vom 19. Dezember 2024

- 2 -

Erwägungen:

I.

Die A._____ AG (nachfolgend Beschwerdeführerin) und die C1._____ AG liessen 

mit Eingabe an die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 11. August 2021 

Strafanzeige  gegen  B._____  (nachfolgend  Beschwerdegegner  1)  wegen  unge-

treuer  Geschäftsbesorgung,  Urkundenfälschung  etc.  erstatten  (Urk.  23/1/1).  Die 

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (nachfolgend Staatsanwaltschaft) stellte 

das  Strafverfahren  mit  Verfügung  vom  19.  Dezember  2024  ein  (Urk.  7).  Gegen 

diese Einstellungsverfügung liess die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 10. Ja-

nuar 2025 innert Frist Beschwerde erheben und die folgenden Anträge stellen (Urk. 

2 S. 3):

1.

Die  Einstellungsverfügung  im  Strafverfahren  gegen  den  Beschwerde-

gegner 1 vom 19. Dezember 2024 (…) sei aufzuheben und die Angele-

genheit  sei  an  die  Beschwerdegegnerin  2  zwecks  Weiterführung  des 

Strafverfahrens zurückzuweisen. 

2.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8.1% MwSt.) zu 

Lasten der Staatskasse. 

Mit Verfügung vom 14. Januar 2025 wurde der Beschwerdeführerin aufgegeben, 

eine  Prozesskaution  von  einstweilen  Fr.  3'000.-  zu  leisten  (Urk.  9),  worauf  am 

20. Januar  2025  zwei  entsprechende  Geldzahlungen  eingingen  (Urk.  12  und 

Urk. 13). Nachdem dem Beschwerdegegner 1 und der Staatsanwaltschaft mit Ver-

fügung  vom  21. Januar  2025  Frist  zur  Stellungnahme  angesetzt  worden  war 

(Urk. 14), beantragten die Staatsanwaltschaft in ihrer Vernehmlassung vom 5. Fe-

bruar 2025 (Urk. 19 S. 2) und der Beschwerdegegner 1 in seiner Stellungnahme 

vom 5. Februar 2025 (Urk. 17 S. 2) die Abweisung der Beschwerde. Die Beschwer-

deführerin replizierte mit Eingabe vom 24. Februar 2025 innert  Frist (Urk. 25 und 

Urk. 27). Mit Verfügung vom 6. Mai 2025 wurde der Beschwerdeführerin und dem 

Beschwerdegegner  1  Frist  zur  Mitteilung  angesetzt,  ob  zwischen  den  beteiligten 

Gesellschaften  oder  zwischen  einer  der  beteiligten  Gesellschaften  und  dem  Be-

schwerdegegner 1 ein Zivilprozess hängig sei und - gegebenenfalls - in welchem 

- 3 -

Stadium sich dieser befinde (Urk. 31), worauf diese mit Eingaben vom 19. Mai 2025 

mitteilen liessen, dass zwischen dem Beschwerdegegner 1 und den beteiligten Ge-

sellschaften keine Zivilprozesse hängig seien (Urk. 34 und Urk. 36). Mit Verfügung 

vom  23.  Mai  2025  wurde  der  Staatsanwaltschaft  und  dem  Beschwerdegegner  1 

Frist zur Duplik angesetzt (Urk. 40). Die Dupliken der Staatsanwaltschaft und des 

Beschwerdegegners  1,  welche  dem  Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  mit 

Schreiben  vom  1.  Juli  2025  zugestellt  wurden  (Urk.  48),  datieren  vom  5.  und 

10. Juni 2025 (Urk. 42 und Urk. 45). Das Verfahren ist spruchreif.

Infolge Ferienabwesenheit eines Richters und Nachachtung des Beschleunigungs-

gebots (Art. 5 Abs. 1 und Art. 397 Abs. 5 StPO) ergeht dieser Entscheid teilweise 

in anderer Besetzung als angekündigt.

II. Beschwerdelegitimation

1.

Duplicando liess der Beschwerdegegner 1 geltend machen, der Rechtsver-

treter der Beschwerdeführerin habe in seiner Beschwerdeschrift (Urk. 2 S. 3) aus-

drücklich betont, dass er die C1._____ AG (nachfolgend C1._____ AG) nicht mehr 

vertrete.  In  der  Beschwerdeschrift  werde  moniert,  dass  sich  durch  unzutreffende 

Buchungen zum Nachteil der C1._____ AG bei der Beschwerdeführerin der Miet-

ertrag und der Gewinn erhöht hätten. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren bean-

stande die Beschwerdeführerin Buchungen zu ihren Gunsten und nicht zu ihrem 

Nachteil bzw. Schaden, und die C1._____ AG, die gemäss der Sachverhaltsdar-

stellung der Beschwerdeführerin geschädigt worden sei, führe keine Beschwerde. 

Mit ihrer Argumentation offenbare die Beschwerdeführerin, dass es ihr im vorlie-

genden Beschwerdeverfahren an der Geschädigtenstellung und damit an der Be-

schwerde-legitimation fehle (Urk. 45 S. 2 ff.).

2.

Die Dupliken des Beschwerdegegners 1 und der Staatsanwaltschaft wurden 

dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1. Juli 2025 mit 

dem Hinweis zugestellt, dass allfällige Bemerkungen während einer nicht erstreck-

baren Frist von zehn Tagen eingereicht werden können und Stillschweigen als Ver-

- 4 -

zicht  auf  diese  Möglichkeit  ausgelegt  wird  (Urk.  48).  In  der  Folge  liess  sich  der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin nicht vernehmen.

3.

Nach  Art.  382  Abs.  2  StPO  kann  jede  Partei,  die  ein  rechtlich  geschütztes 

Interesse an der Aufhebung oder Änderung eines Entscheides hat, ein Rechtsmittel 

ergreifen. Ein rechtlich geschütztes Interesse liegt nur vor, wenn der Beschwerde-

führer selbst in seinen eigenen Rechten unmittelbar und direkt betroffen ist; eine 

blosse Reflexwirkung genügt nicht (Urteil des Bundesgerichts 1B_440/2021 vom 

17. Februar 2022 E. 4.3).

Im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist allein die A._____ AG (und nicht auch 

die C1._____ AG) Beschwerdeführerin, und der Beschwerdegegner 1 liess in sei-

ner Duplik zu Recht vorbringen, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen des Be-

schwerdeverfahrens Buchungen allein zum Nachteil der C1._____ AG, nicht aber 

zu  ihrem  eigenen  Nachteil  beanstandet.  Im  Rahmen  ihrer  Strafanzeige  warf  die 

Beschwerdeführerin dem Beschwerdegegner 1 zwar noch zusätzlich vor, nach Be-

zug des Covid 19 Kredites die Kreditmittel in ungerechtfertigter Weise der C._____ 

Holding AG zur Verfügung gestellt zu haben, wodurch die Beschwerdeführerin ei-

nen Schaden erlitten habe (Urk. 7 S. 3). Nachdem die Staatsanwaltschaft in der 

Begründung  der  angefochtenen  Einstellungsverfügung  jedoch  ausgeführt  hatte, 

dass die Verwendung des Covid-Kredits zur Amortisation und Zinszahlung auf die 

zum Zeitpunkt des Kreditbezuges bereits bestehenden Gruppenverbindlichkeiten 

zulässig gewesen sei (Urk. 7 S. 8), hielt die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwer-

deschrift nicht an ihrem Vorwurf fest, die Verwendung des Covid-Kredits sei unzu-

lässig gewesen (Urk. 2 S. 12 f.). 

Bei dieser Sachlage ist ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 

Änderung des angefochtenen Entscheides bzw. eine Geschädigtenstellung der Be-

schwerdeführerin zu verneinen, weshalb auf die Beschwerde mangels Beschwer-

delegitimation nicht einzutreten ist. 

- 5 -

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen

Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Diese sind in Anwendung von § 2 Abs. 1 

lit. b-d und gestützt auf § 17 Abs. 1 der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 

8. September 2010 (GebV OG) auf Fr. 900.– festzusetzen und mit der von der Be-

schwerdeführerin geleisteten Prozesskaution von Fr. 3'000.– zu verrechnen. 

Im Weiteren ist die Beschwerdeführerin zu verpflichten, den Beschwerdegegner 1 

für  die  Aufwendungen  von  dessen  anwaltlicher  Vertretung  zu  entschädigen.  Bei 

den beanzeigten Delikten der ungetreuen Geschäftsbesorgung und der Urkunden-

fälschung handelt es sich zwar um Offizialdelikte, jedoch liegt der Beschwerdeer-

hebung offensichtlich eine zivilrechtliche Streitigkeit zu Grunde, und der Beschwer-

deschrift lässt sich kein öffentliches Interesse an einer Strafverfolgung entnehmen. 

Nach Massgabe der §§ 19 und 2 AnwGebV erweist sich eine Prozessentschädi-

gung von Fr. 1'500.– (inklusive Mehrwertsteuer) als angemessen. Diese Entschä-

digung ist ebenfalls aus der von der Beschwerdeführerin geleisteten Prozesskau-

tion zu entrichten. Der Restbetrag der Kaution (Fr. 3'600.–, da am 20. Januar 2025 

zwei entsprechende Geldzahlungen, nämlich auch eine durch die D._____ AG, in 

der  Höhe  von  je  Fr.  3'000.–  eingingen,  Urk.  12  und  Urk.  13)  ist  im  Betrag  von 

Fr. 600.–  der  Beschwerdeführerin  unter  Vorbehalt  des  Verrechnungsrechts  des 

Staates und im Betrag von Fr. 3'000.– der D._____ AG zurückzuerstatten.

1.

2.

Es wird beschlossen:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 900.– festge-

setzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und mit der von ihr geleisteten Pro-

zesskaution verrechnet.

3.

RA Dr. iur. Y._____ wird für das Beschwerdeverfahren eine Entschädigung 

von Fr. 1'500.– entrichtet, die aus der von der Beschwerdeführerin geleisteten 

Kaution bezogen und von der Gerichtskasse überwiesen wird.

- 6 -

Der Restbetrag (Fr. 3'600.–) der beiden Kautionszahlungen in der Höhe von 

je Fr. 3'000.– wird der Beschwerdeführerin im Betrag von Fr. 600.– unter Vor-

behalt des Verrechnungsrechts des Staates und der D._____ AG im Betrag 

von Fr. 3'000.– zurückerstattet.

4.

Schriftliche Mitteilung an:







RA MLaw X._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und zuhanden 
der Beschwerdeführerin (per Gerichtsurkunde)

RA Dr. iur. Y._____, in zweifacher Ausfertigung, für sich und zuhanden 
des Beschwerdegegners 1 (per Gerichtsurkunde)

die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (gegen Empfangsbestäti-
gung).

5.

Rechtsmittel:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  Beschwerde  in  Strafsachen  erhoben  wer-

den.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der ge-

mäss Art. 35 und 35a BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bun-

desgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgeset-

zes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen.

Die  Beschwerdelegitimation  und  die  weiteren  Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsge-

setzes.

Hinweis:  Eingaben  müssen  spätestens  am  letzten  Tag  der  Frist  beim  Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen 

diplomatischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden.

Zürich, 1. September 2025

Obergericht des Kantons Zürich
III. Strafkammer

Präsident:

Gerichtsschreiber:

lic. iur. D. Oehninger

Dr.  A. Brüschweiler