# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 11ee27b8-eb6d-5500-8c30-72545099eb38
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-31
**Language:** de
**Title:** Zug Obergericht Beschwerdeabteilung 31.10.2025 BS 2025 37
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Obergericht/ZG_OG_003_BS-2025-37_2025-10-31.pdf

## Full Text

20250905_162020_ANOM.docx

I. Beschwerdeabteilung BS 2025 37

Oberrichterin F. Wiget, Abteilungspräsidentin
Oberrichter M. Siegwart
Oberrichter A. Staub
Gerichtsschreiber C. Schwegler

Beschluss vom 31. Oktober 2025 [rechtskräftig]

in Sachen

A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, I. Abteilung, An der Aa 4, Postfach, 6301 Zug,
vertreten durch Staatsanwältin E.________,
Beschwerdegegnerin,

betreffend

Siegelung

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Sachverhalt

1. Gestützt auf eine Strafanzeige der C.________ vom 6. März 2025 führt die Staatsanwalt-
schaft des Kantons Zug, I. Abteilung, eine Strafuntersuchung (Verfahren 1A 2025 410) gegen 
D.________, Inhaberin der G.________ betreffend Widerhandlung gegen das Heilmittelge-
setz, Schändung, Ausnützung der Notlage, Betrug, Verletzung des Berufsgeheimnisses, Wi-
derhandlung gegen das Datenschutzgesetz, Widerhandlung gegen das Arbeitsgesetz, Wi-
derhandlung gegen das Umweltschutzgesetz, Widerhandlung gegen das Gesundheitsgesetz. 

2. Gestützt auf zwei Verfügungen der Staatsanwaltschaft vom 8. April 2025 führte die Zuger Po-
lizei am 11. April 2025 in den Räumlichkeiten der G.________ am F.________ in 
H.________ sowie in der Wohnung von D.________ und ihrem Ehemann A.________ (nach-
folgend: Beschwerdeführer) in I.________ Hausdurchsuchungen durch. Bei der Durchsu-
chung der Wohnung war lediglich der Beschwerdeführer anwesend.

2.1 Dabei stellte die Polizei in der G.________ ein Mobiltelefon iPhone 15 Pro Max und in der 
Wohnung einen Laptop Macbook Pro und ein iPad Air schwarz/grau, Unterlagen und Rech-
nungen im Zusammenhang mit der G.________, ein Mobiltelefon iPhone weiss und einen 
Laptop silber sicher. Die Unterlagen und Rechnungen, das Mobiltelefon iPhone weiss und 
der Laptop silber befanden sich in einem Rucksack des Beschwerdeführers.

2.2 Im Anhang zum Hausdurchsuchungs- und Durchsuchungsbefehl vom 8. April 2025 betref-
fend die Wohnung in I.________ unterzeichnete der Beschwerdeführer eine Bestätigung, 
dass er auf das Siegelungsrecht hingewiesen wurde und dass er spätestens 3 Tage seit der 
Sicherstellung die Siegelung sichergestellter Unterlagen und Daten verlangen kann. Nach 
dem Hinweis "Die unterzeichnende Person verzichtet ausdrücklich auf das Siegelungsrecht 
in Bezug auf die an der Hausdurchsuchung sichergestellten Gegenstände" kreuzte er das 
Feld "teilweise" an, welches einen Verweis auf das Sicherstellungsprotokoll enthielt. 

2.3 Im Sicherstellungsprotokoll der Zuger Polizei vom 11. April 2025 ist bei den im Rucksack des 
Beschwerdeführers aufgefundenen Gegenständen im Feld Siegelung bei den Unterlagen und 
Rechnungen "Offen", beim Laptop silber "Ja" und beim Mobiltelefon iPhone weiss "Nein" 
vermerkt. Der Beschwerdeführer weigerte sich, das Sicherstellungsprotokoll zu unterzeich-
nen ("verweigert"). 

3. Am 12. April 2025 teilte der Beschwerdeführer den bei der Hausdurchsuchung anwesenden 
Polizisten sowie an die allgemeine Mailadresse der Staatsanwaltschaft mit, dass er die Sie-
gelung sämtlicher beschlagnahmter elektronischer Geräte, Datenträger und Unterlagen be-
antrage. Am 14. April 2025 mandatierte der Beschwerdeführer seinen Rechtsvertreter, wel-
cher bei der Staatsanwaltschaft im Namen des Beschwerdeführers die Siegelung aller an-
lässlich der Hausdurchsuchungen beim Beschwerdeführer sichergestellten Daten, inklusive 
des Laptops und des Mobiltelefons, beantragte, da diese Gegenstände dem Berufsgeheimnis 
unterliegende Daten und höchstpersönliche Unterlagen enthielten. 

4. Am 18. April 2025 erteilte die Staatsanwaltschaft der Zuger Polizei einen Ermittlungsauftrag. 
Sie beauftragte diese unter anderem, den Laptop silber und das iPhone Weiss des Be-
schwerdeführers zu spiegeln. Zudem sollte Letzteres bezüglich deliktsrelevanter Hinweise 

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ausgewertet werden. Mit Eingabe ebenfalls vom 18. April 2025 an das Zwangsmassnahmen-
gericht beantragte die Staatsanwaltschaft – was die beim Beschwerdeführer sichergestellten 
Gegenstände betrifft – die Entsiegelung und Durchsuchung des Laptops silber. Das Zwangs-
massnahmengericht setzte am 22. April 2025 unter anderem dem Beschwerdeführer gestützt 
auf Art. 248a Abs. 3 StPO eine nicht erstreckbare Frist von 10 Tagen an, um Einwände ge-
gen das Entsiegelungsgesuch vorzubringen.

5. Mit Eingabe vom 5. Mai 2025 reichte der Beschwerdeführer bei der I. Beschwerdeabteilung 
des Obergerichts Beschwerde betreffend die Erteilung eines Ermittlungsauftrages zur Aus-
wertung des Mobiltelefons "iPhone weiss" ein mit folgenden Anträgen:

1. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu erteilen.

2. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, das Mobiltelefon nicht auszuwerten und eine allenfalls 
bereits begonnene Auswertung zu beenden und die bereits gewonnenen Daten aus den Akten zu 
entfernen und zu vernichten. 

3. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer das sichergestellte Mobiltelefon 
herauszugeben. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten der Staatskasse.

6. Die Abteilungspräsidentin erkannte der Beschwerde am 7. Mai 2025 die aufschiebende Wir-
kung zu.

7. Die Staatsanwaltschaft beantragte in der Vernehmlassung vom 16. Mai 2025 die kostenfälli-
ge Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.

Erwägungen

1. Gegen Entscheide der Staatsanwaltschaft kann innert 10 Tagen bei der I. Beschwerdeabtei-
lung des Obergerichts Beschwerde geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO, Art. 393 Abs. 1 
lit. a StPO, Art. 396 Abs. 1 StPO, § 21 Abs. 1 lit. b GOG und § 7 Abs. 1 GO OG). Die Be-
schwerde ist unter anderem zulässig gegen die Weigerung, die Versiegelung anzuordnen, 
sowie für den Fall, dass die Staatsanwaltschaft innert 20 Tagen kein Entsiegelungsgesuch 
stellt und der berechtigten Person die versiegelten Aufzeichnungen und Gegenstände entge-
gen Art. 248 Abs. 3 StPO nicht zurückgibt sowie gegen Durchsuchungen von Aufzeichnun-
gen und Gegenständen im Fall der Weigerung, diese zu versiegeln (Guidon, Basler Kom-
mentar, 3. A. 2023, Art. 393 StPO N 10 Lemma 35 und N 11 Lemma 8; je m.H.). Auf die un-
bestrittenermassen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist mithin einzutreten.

Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder unrichtige Sach-
verhaltsfeststellung und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 393 Abs. 2 StPO). Die 
Beschwerdeinstanz entscheidet in einem schriftlichen Verfahren (Art. 397 Abs. 1 StPO). Sie 
verfügt über volle Kognition (Art. 391 Abs. 1 StPO). 

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2. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist einzig das Mobiltelefon iPhone 
weiss, welches beim Beschwerdeführer sichergestellt wurde, nicht aber der Laptop silber des 
Beschwerdeführers, hinsichtlich welchem der Beschwerdeführer unbestrittenermassen an 
der Hausdurchsuchung die Siegelung verlangt und die Staatsanwaltschaft am 18. April 2025 
beim Zwangsmassnahmengericht die Entsiegelung beantragt hat. Ebenso wenig Gegenstand 
des vorliegenden Beschwerdeverfahrens sind die bei der Beschuldigten D.________ anläss-
lich der Hausdurchsuchungen sichergestellten Gegenstände und Unterlagen.

3. Der Beschwerdeführer macht zur Begründung zusammengefasst Folgendes geltend:

3.1 Er sei Inhaber des bei ihm sichergestellten Mobiltelefons. Dieses sei bei ihm – in seinem 
Rucksack, den er getragen habe, als er bei der Hausdurchsuchung erschienen sei – sicher-
gestellt worden. Er habe zudem dargelegt, wie der Aufkleber auf das Mobiltelefon gelangt 
sei, und habe belegt, dass er das Mobiltelefon von seinem alten Arbeitgeber übernommen 
habe und dieses mithin ihm gehöre. 

3.2 Gemäss dem an der Hausdurchsuchung erstellten Durchsuchungs- und Untersuchungspro-
tokoll habe der Beschwerdeführer unterschrieben, dass er auf das Siegelungsrecht hinge-
wiesen worden sei und dass er spätestens innert drei Tagen seit der Sicherstellung die Sie-
gelung sichergestellter Unterlagen und Daten verlangen könne. Aus dem Protokoll gehe nicht 
hervor, was die Folgen einer bereits anlässlich der Hausdurchsuchung abgegebenen Er-
klärung seien und was dem Beschwerdeführer diesbezüglich erklärt worden sei. Klar sei je-
doch, dass der Beschwerdeführer mit dem Vermerk "Nein" im Sicherstellungsprotokoll, mit 
der Nichtsiegelung des Mobiltelefons und der mutmasslichen Zuordnung als J.________, 
nicht einverstanden gewesen sei bzw. der Beschwerdeführer innerhalb der gesetzlich zuge-
standenen Tage rechtliche Beratung betreffend die Siegelung habe einholen wollen. Am Tag 
nach der Hausdurchsuchung habe der Beschwerdeführer die Siegelung des Mobiltelefons 
verlangt und überdies innerhalb der dreitägigen Frist das Mobiltelefons durch seinen Rechts-
vertreter siegeln lassen. Die Siegelung sei somit rechtzeitig erfolgt.

3.3 Der Beschwerdeführer habe im Siegelungsantrag die Siegelung damit begründet, dass das 
Mobiltelefon den Beschwerdeführer betreffende, dem Berufsgeheimnis unterliegende Daten 
und höchstpersönliche Unterlagen enthalte. Es sei Gegenstand eines allfälligen Entsiege-
lungsverfahrens, die geltend gemachten Siegelungsgründe einlässlich zu substanziieren. 

3.4 Gemäss Sicherstellungsprotokoll sei die Polizei mutmasslich davon ausgegangen, dass das 
Mobiltelefon dem Beschwerdeführer zuzuordnen sei, zumal anlässlich der Hausdurchsu-
chung gemäss Protokollen nur er gefragt worden sei, ob er das Mobiltelefon siegeln lassen 
wolle. Wenn die Staatsanwaltschaft das Mobiltelefon nun mutmasslich der Beschuldigten und 
aufgrund des K.________ siegelungsberechtigten Nichtinhaberin des Mobiltelefons zurechne 
oder zurechnen wolle, hätte sie vor der Erteilung eines Ermittlungsauftrages zur Auswertung 
des Mobiltelefons der siegelungsberechtigten Nichtinhaberin ohnehin eine Frist einräumen 
müssen, um den Datenträger zu siegeln. Das gleiche würde gelten, wenn die Staatsanwalt-
schaft im Rahmen einer Auswertung feststellen würde, dass auf einem Datenträger Daten 
enthalten seien, in Bezug auf welche eine Nichtinhaberin geheimnisberechtigt sei. Der Be-
schwerdeführer gehe zwar davon aus, dass sein privates Mobiltelefon keine oder kaum Da-
ten seiner Ehefrau oder der G.________, somit auch keine Daten mit Untersuchungsrele-

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vanz oder Deliktskonnex, enthalte. Dennoch sei festzuhalten, dass die Beschuldigte in Bezug 
auf die Wahrung der Dreitagesfrist rechtzeitig durch ihren Rechtsvertreter unter Berufung auf 
das Berufsgeheimnis die Siegelung beantragt habe. Damit sei klar, dass das Mobiltelefon 
nicht nur durch den Inhaber, sondern auch durch die auf dem Mobiltelefon allenfalls enthal-
tenen Daten berechtigte L.________ rechtzeitig gesiegelt worden sei.

3.5 Vorliegend sei das Mobiltelefon trotz Siegelungsantrag zur Auswertung freigegeben worden, 
ohne dass die Staatsanwaltschaft ein Entsiegelungsgesuch gestellt oder den Siegelungsan-
trag abgewiesen hätte. Eine unterlassene Siegelung und Auswertung bzw. Auswertung trotz 
Siegelung stelle einen derart schweren Verfahrensmangel dar, der zur (akzessorisch zu prü-
fenden) Unverwertbarkeit und Herausgabe des Mobiltelefons führen müsse.

4. Die Staatsanwaltschaft hielt hingegen in der Vernehmlassung fest, dass der Beschwerdefüh-
rer anlässlich der Hausdurchsuchung eingehend mündlich und schriftlich über seine Rechte 
belehrt worden sei. Im Wissen darum habe er auf die Siegelung des Mobiltelefons verzichtet 
bzw. in die Datenspiegelung eingewilligt. Vor dessen intellektuellen und beruflichen Hinter-
grund sei der Einwand, nicht verstanden zu haben, um was es gehe bzw. was er unterzeich-
net habe, als Schutzbehauptung zu werten. Der Tatverdacht sei offensichtlich und unbestrit-
ten und die Massnahme offensichtlich geeignet und notwendig, den Tatverdacht zu klären. 
Dies gelte insbesondere für den Vorwurf, dass der Beschwerdeführer Zugang zu vertrauli-
chen, intimen M.________ gehabt habe, ohne hierzu befugt gewesen zu sein.

5. Gemäss Art. 248 StPO versiegelt die Strafbehörde bestimmte Aufzeichnungen und Ge-
genstände, wenn die Inhaberin oder der Inhaber geltend macht, diese dürften aufgrund von 
Art. 264 StPO nicht beschlagnahmt werden. Die Inhaberin oder der Inhaber hat das Begeh-
ren innert drei Tagen seit der Sicherstellung vorzubringen. Während dieser Frist und nach ei-
ner allfälligen Siegelung darf die Strafbehörde die Aufzeichnungen und Gegenstände weder 
einsehen noch verwenden (Abs. 1). Sobald die Strafbehörde feststellt, dass die Inhaberin 
oder der Inhaber nicht mit der an den Aufzeichnungen oder Gegenständen berechtigten Per-
son identisch ist, gibt sie dieser Gelegenheit, innert drei Tagen die Siegelung zu verlangen 
(Abs. 2). Stellt die Strafbehörde nicht innert 20 Tagen ein Entsiegelungsgesuch, so werden 
die versiegelten Aufzeichnungen und Gegenstände der Inhaberin oder dem Inhaber zurück-
gegeben (Abs. 3).

Damit die betroffene Person wirksam um Siegelung ersuchen kann, muss sie von den Straf-
behörden rechtzeitig und ausreichend über ihre Siegelungsrechte informiert werden. Dies gilt 
insbesondere bei juristischen Laien. Die Information ist zu protokollieren (vgl. Art. 143 Abs. 1 
lit. c und Abs. 2 StPO) und hat in verständlicher Weise zu erfolgen; ein blosser Abdruck von 
Gesetzesbestimmungen auf der Rückseite des von der betroffenen Person unterzeichneten 
Formulars vermag diesen Anforderungen regelmässig nicht zu genügen (Urteil des Bundes-
gerichts 1B_393/2022 vom 30. Juni 2023 E. 3.1 mit Hinweisen). 

6. Es stellt sich zunächst die Frage, ob der Beschwerdeführer an der Hausdurchsuchung auf 
die Siegelung des in Frage stehenden Mobiltelefons verzichtet hat.

6.1 Festzuhalten ist vorab, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Anhang zum Hausdurchsu-
chungs- und Durchsuchungsbefehl betreffend die Wohnung zumindest schriftlich unter Hin-

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weis auf die einschlägigen Gesetzesbestimmungen über seine Rechte belehrt wurde. Im 
diesbezüglichen Durchsuchungsprotokoll vom 11. April 2025 ist sodann unter dem Randtitel 
"Siegelung bei Abwesenheit" vermerkt "Der/die Inhaber-/in war bei der Durchsuchung nicht 
anwesend; das Siegelungsrecht wird später eröffnet." bzw. unter dem Randtitel "Bemerkun-
gen zur Siegelung" "Hausdurchsuchung wurde mit dem Ehemann vollzogen." Ob der Be-
schwerdeführer damit ausreichend über seine Siegelungsrechte informiert wurde, kann vor-
liegend offenbleiben. Selbst bei ausreichender Information könnte aus nachfolgenden Grün-
den nicht auf einen Verzicht geschlossen werden.  

6.1.1 Im Sicherstellungsprotokoll vom 11. April 2025 wird betreffend den Gegenstand "Mobiltelefon 
iPhone weiss", Sicherstellungsprotokoll-Nr. B 9.2, unter Fundort der Rucksack des Be-
schwerdeführers aufgeführt und als dessen Inhaber der Beschwerdeführer angegeben. Es ist 
somit klar, dass es sich auch aus Sicht der Staatsanwaltschaft beim Beschwerdeführer um 
den Inhaber des sichergestellten Mobiltelefons handelt.

6.1.2 Gemäss dem Anhang zum Hausdurchsuchungs- und Durchsuchungsbefehl verzichtete der 
Beschwerdeführer teilweise auf eine Siegelung, wobei in der Fussnote auf das Sicherstel-
lungsprotokoll verwiesen wurde. Darin wurde im Feld "Siegelung (Art. 248 StPO)" zwar 
"Nein" vermerkt. Der Beschwerdeführer verweigerte aber danach die Unterschrift. Er begrün-
det dies in der Beschwerdeschrift damit, an der Hausdurchsuchung völlig überfordert gewe-
sen zu sein und rechtliche Beratung benötigt zu haben, währenddem sich die Staatsanwalt-
schaft auf den Standpunkt stellt, dass es sich damit angesichts des intellektuellen und beruf-
lichen Hintergrundes des Beschwerdeführers um eine Schutzbehauptung handle. 

6.1.3 Da sich der Beschwerdeführer weigerte, das Protokoll zu unterzeichnen, kann aus diesem 
nicht abgeleitet werden, dass er zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung auf die Siegelung 
seines Mobiltelefons verzichtete. Sodann gelangte er innert der dreitägigen Frist per E-Mail 
an die Staatsanwaltschaft und beantragte darin die Siegelung sämtlicher "beschlagnahmter" 
elektronischer Geräte, Datenträger und Unterlagen (act. 1/2). Am 14. April 2025 – und somit 
ebenfalls noch innert der dreitägigen Frist gemäss Art. 248 Abs. 1 StPO – gelangte der Be-
schwerdeführer durch seinen neu mandatierten Rechtsvertreter an die Staatsanwaltschaft 
und stellte ein formelles Siegelungsgesuch, indem er die Siegelung sämtlicher Informatio-
nen/Daten/Dokumente, welche anlässlich der Hausdurchsuchung vom 11. April 2025 sicher-
gestellt wurden, beantragte (act. 1/3). Der Auffassung der Staatsanwaltschaft, wonach der 
Beschwerdeführer bewusst auf die Siegelung des Mobiltelefons verzichtete bzw. in die Aus-
wertung der Daten eingewilligt hätte, kann somit nicht gefolgt werden und findet in den Akten 
keine Stütze.

6.2 Nach dem Gesetzeswortlaut von Art. 248 Abs. 1 StPO darf nicht nur nach Stellung des Sie-
gelungsantrags, sondern bereits während der diesbezüglichen Antragsfrist weder eine Ein-
sichtnahme noch eine Verwertung der sichergestellten Aufzeichnungen und Gegenstände 
stattfinden. Es handelt sich mithin um ein einstweiliges Durchsuchungs- und suspensiv be-
dingtes Verwertungs- bzw. Verwendungsverbot (Thormann/Brechbühl, Basler Kommentar, 
a.a.O., Art. 248 StPO N 23 m.H.). 

Die Staatsanwaltschaft hat somit, nachdem sich der Beschwerdeführer nach dem Gesagten 
anlässlich der Hausdurchsuchung der Durchsuchung des Mobiltelefons widersetzt und innert 

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der dreitätigen Frist ausserdem ein formelles Siegelungsgesuch einreichen liess, die Zuger 
Polizei am 18. April 2025 zu Unrecht damit beauftragt, das Mobiltelefon des Beschwerdefüh-
rers bezüglich deliktsrelevanter Hinweise auszuwerten. 

6.3 Die Staatsanwaltschaft hat konsequenterweise – da sie davon ausging, dass der Beschwer-
deführer auf eine Siegelung des Mobiltelefons verzichtete – in der Eingabe an das Zwangs-
massnahmengericht vom 18. April 2025 keinen Antrag auf Entsiegelung des Mobiltelefons 
des Beschwerdeführers gestellt. Indessen kann darin – entgegen der Argumentation des Be-
schwerdeführers – nach Treu und Glauben kein antizipierter und schon gar nicht ein absicht-
licher Verzicht auf die Einreichung eines Entsiegelungsgesuchs mit den Rechtsfolgen 
gemäss Art. 248 Abs. 3 StPO gesehen werden. Vielmehr gilt mit dem heutigen Entscheid im 
Beschwerdeverfahren das fragliche iPhone erstmals als versiegelt und muss folglich der 
Staatsanwaltschaft nachfolgend die gesetzliche 20-Tagesfrist zugestanden werden, um ge-
gebenenfalls die Entsiegelung zu verlangen.

7. Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde mit Bezug auf die beantragte Nichtauswer-
tung als begründet und ist entsprechend gutzuheissen. Hinsichtlich der beantragten Rückga-
be des Mobiltelefons iPhone weiss des Beschwerdeführers ist sie indessen abzuweisen. Da 
der Beschwerdeführer somit mit seinen Anträgen zur Hälfte durchdringt, sind ihm die Hälfte 
der Verfahrenskosten aufzuerlegen und ist die andere Hälfte auf die Staatskasse zu nehmen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Zudem ist dem Beschwerdeführer für das Beschwerdeverfahren eine 
reduzierte Entschädigung zuzusprechen. Ausgehend von einem geschätzten Aufwand von 
fünf Stunden zu einem Ansatz von CHF 220.00 sowie einer Auslagenpauschale von 3 % und 
der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 8,1 % ist ein Betrag von CHF 620.00 angemessen. 

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Beschluss

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird festgestellt, dass das Mobiltelefon iPhone 
weiss des Beschwerdeführers, Sicherstellungsprotokoll-Nr. B 9.2 vom 11. April 2025, als ver-
siegelt gilt und die Frist gemäss Art. 248 Abs. 3 StPO mit Zustellung dieses Entscheids an 
die Staatsanwaltschaft zu laufen beginnt.

2. Die Kosten dieses Verfahrens betragen

CHF 800.00 Gebühren
CHF 20.00 Auslagen
CHF 820.00 Total

und werden zur Hälfte dem Beschwerdeführer auferlegt. Die andere Hälfte wird auf die 
Staatskasse genommen.

3. Der Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren mit CHF 620.00 aus der Staats-
kasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 78 ff. und 90 ff. des 
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) erhoben werden. Die Beschwerdegründe richten sich nach 
Art. 95 ff. BGG. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schrift-
lich, begründet und mit bestimmten Anträgen sowie unter Beilage des Entscheides und der 
Beweismittel (vgl. Art. 42 BGG) beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 
einzureichen.

5. Mitteilung an:
- Parteien
- Gerichtskasse (im Dispositiv)

Obergericht des Kantons Zug 
I. Beschwerdeabteilung

F. Wiget C. Schwegler
Abteilungspräsidentin Gerichtsschreiber

versandt am: