# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d8f3e20-d77a-53f4-934a-ca72aae85bdc
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-06-16
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 16.06.2023 SB230307
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB230307_2023-06-16.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB230307-O/U/nk 
 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Spiess, Präsident, Oberrichter lic. iur. Castrovilli 

und Ersatzoberrichterin lic. iur. Jeker sowie Gerichtsschreiberin 

MLaw Lazareva 

Beschluss vom 16. Juni 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Missachtung der Ein- oder Ausgrenzung und Widerruf sowie 
Rückversetzung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 
1. März 2023 (DG220112) 
 
 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Am 13. März 2023 (Datum Poststempel) liess der Beschuldigte gegen das 

Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 1. März 2023 fristgerecht Be-

rufung anmelden (Urk. 51), reichte hernach jedoch keine Berufungserklärung ein. 

2. Gemäss Art. 399 Abs. 3 StPO hat die Partei, die Berufung angemeldet hat, 

dem Berufungsgericht innert 20 Tagen seit der Zustellung des begründeten Ur-

teils eine Berufungserklärung einzureichen, worauf im vorinstanzlichen Urteil hin-

gewiesen wurde (Urk. 55 S. 36). Vorliegend wurde das begründete Urteil der Ver-

teidigung am 17. Mai 2023 zugestellt (Urk. 54/2). Die 20-tägige Frist zur Einrei-

chung der Berufungserklärung lief demnach am 6. Juni 2023 unbenützt ab. 

Da innert Frist keine Berufungserklärung einging, ist auf die Berufung des Be-

schuldigten androhungsgemäss nicht einzutreten, ohne dass von den Parteien ei-

ne Stellungnahme im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO einzuholen ist (vgl. 

ZR 110/2011 S. 217). 

3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterliegend gilt auch die Partei, auf de-

ren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die das Rechtsmittel zurückzieht 

(Art. 428 Abs. 1 StPO). Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfah-

rens dem Beschuldigten aufzuerlegen. Allfällige Kosten der amtlichen Verteidi-

gung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei eine Rückzahlungspflicht des 

Beschuldigten im Sinne von Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten bleibt. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Beschuldigten wird nicht eingetreten. 

Demgemäss ist das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 

1. März 2023 rechtskräftig. 

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.–. 

- 3 - 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. 

Allfällige Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse 

genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten. 

4. Schriftliche Mitteilung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Be-
schuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat 
− das Staatssekretariat für Migration 

sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfäl-

liger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten). 

5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsa-
chen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 
 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Strafkammer 

 
 

Zürich, 16. Juni 2023 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Oberrichter lic. iur. Spiess 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

MLaw Lazareva 
 

 

	Beschluss vom 16. Juni 2023
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Beschuldigten wird nicht eingetreten.
	Demgemäss ist das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 1. März 2023 rechtskräftig.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 400.–.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt. Allfällige Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	4. Schriftliche Mitteilung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 das Staatssekretariat für Migration
	sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung allfälliger Rechtsmittel an
	 die Vorinstanz (unter Rücksendung der Akten).

	5. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.