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**Case Identifier:** 42516c66-3f42-5d82-b6a3-6b18d41bb5d1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.05.2021 100 2019 311
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2019-311_2021-05-20.pdf

## Full Text

100.2019.311U
KEP/SES/SPR

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Mai 2021

Verwaltungsrichter Häberli, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Keller, Verwaltungsrichterin Steinmann 
Gerichtsschreiberin Seiler

Einwohnergemeinde Bern
handelnd durch den Gemeinderat, vertreten durch Direktion für Tiefbau, 
Verkehr und Stadtgrün, Bundesgasse 38, Postfach, 3001 Bern
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführerin 

gegen

1. A.________
2. B.________
3. C.________
4. D.________
5. E.________
alle vertreten durch Fürsprecherin …
Beschwerdegegnerschaft 1 

F.________
Beschwerdegegner 2

und

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20.05.2021, Nr. 100.2019.311U, 
Seite 2

Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern
Reiterstrasse 11, 3011 Bern

betreffend Baugesuch für die Umnutzung eines Werkhofs in eine Café-Bar 
(Entscheid der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern vom 
15. August 2019; RA Nr. 110/2019/47)

Sachverhalt:

A.

Die Einwohnergemeinde (EG) Bern stellte am 12. Juni 2018 ein Baugesuch 
für die Umnutzung einer Werkstatt in eine Café-Bar mit 45 Innen- und 24 
Aussensitzplätzen auf der Parzelle Bern 4 (Kirchenfeld/Schosshalde) Gbbl. 
Nr. 1________ in der Zone für öffentliche Nutzungen (ZöN), Freifläche A 
(FA). Dabei beantragte sie vorsorglich auch eine auf fünf Jahre befristete 
Ausnahmebewilligung für zonenfremde Nutzung. Nebst anderen erhoben 
A.________, B.________, C.________, D.________, der E.________ und 
der F.________ Einsprache. Mit Gesamtentscheid vom 11. Februar 2019 
erteilte der Regierungsstatthalter Bern-Mittelland die Baubewilligung (inkl. 
Ausnahmebewilligung für zonenfremde Nutzung) befristet auf fünf Jahre 
unter verschiedenen Auflagen.

B.

Gegen diesen Entscheid führten einerseits die EG Bern und andererseits 
A.________, B.________, C.________, D.________ und der E.________ je 
am 14. März 2019 sowie der F.________ am 20. März 2019 Beschwerde bei 
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE; heute: 
Bau- und Verkehrsdirektion [BVD]). Diese wies die Beschwerde der EG Bern 
am 15. August 2019 ab, die anderen Beschwerden hiess sie gut und 
verweigerte dem Vorhaben die Bewilligung (Bauabschlag).

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C.

Dagegen hat die EG Bern am 13. September 2019 Verwaltungsgerichtsbe-
schwerde erhoben und beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuhe-
ben und die Sache zu neuem Entscheid im Sinn der Erwägungen an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. 

A.________, B.________, C.________, D.________, der E.________ und 
der F.________ schliessen mit Beschwerdeantworten vom 14. und 
23. Oktober 2019 auf Abweisung der Beschwerde, ebenso die BVE mit 
Vernehmlassung vom 10. Oktober 2019.

Die Verfahrensbeteiligten haben in der Folge – teilweise auf Aufforderung 
des Instruktionsrichters hin – weitere Unterlagen eingereicht und sich mehr-
fach zur Sache geäussert. 

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig. Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teil-
genommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders berührt und 
hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung 
(Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 40 Abs. 5 i.V.m. Abs. 2 des Baugeset-
zes vom 9. Juni 1985 [BauG; BSG 721.0]). Die Bestimmungen über Form 
und Frist sind eingehalten (Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG). 

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2.

2.1 Die Café-Bar soll im ehemaligen städtischen Werkhof an der Mu-
ristrasse 21e betrieben werden. Als «Werkschuppen für das städtische Tief-
bauamt» wurde das Gebäude seit 1945 genutzt (Baubewilligung der städti-
schen Baudirektion II vom 22.12.1945, Beilage 1 zur Beschwerdeantwort der 
Gemeinde vom 16.4.2019 im vorinstanzlichen Verfahren, act. 3A hinter 
pag. 87 ff.). Bis Ende 2015 waren darin zudem ein Entsorgungshof und zu-
mindest bis zum Herbst 2019 ein Stützpunkt der Strassenreinigung unterge-
bracht (unwidersprochen gebliebene Angabe der Gemeinde, Beschwerde 
Ziff. 12). Das Gebäude steht südlich des Egelsees, in der Ecke zwischen der 
Muri- und der Segantinistrasse. Im Nordwesten schliessen daran ein befes-
tigter Platz und ein Wohnhaus mit Privatgarten an. Das gesamte Areal liegt 
in der ZöN FA, die sich über weitere Parzellen im Osten der geplanten Café-
Bar erstreckt. Darauf befinden sich u.a. Schrebergärten, Kindergärten, ein 
Spielplatz und ein weiteres Wohnhaus. 

2.2 Im Sommer 2017 wurde die Café-Bar gestützt auf eine Festwirt-
schaftsbewilligung nach der Gastgewerbegesetzgebung betrieben. Mangels 
Baubewilligung hob die Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Bern (VOL; 
heute: Wirtschafts-, Energie- und Umweltdirektion [WEU]) die Gastgewerbe-
bewilligung auf. Die Gemeinde reichte daraufhin das eingangs erwähnte 
Baugesuch ein. Sie stellte vorsorglich auch ein Ausnahmegesuch für zonen-
fremde Nutzung (vorne Bst. A; act. 3C pag. 3 ff. und 9 ff.), obwohl das Vor-
haben ihrer Ansicht nach zonenkonform und unbefristet zu bewilligen ist 
(Stellungnahme vom 14.9.2018 act. 3C pag. 225 ff., 221). Das Bauinspekto-
rat der Gemeinde führte in seinem Bericht vom 9. Oktober 2018 an das Re-
gierungsstatthalteramt (RSA) aus, ein Gastgewerbebetrieb sei in der ZöN FA 
grundsätzlich nicht zonenkonform, da es sich dabei nicht um eine öffentliche 
Nutzung handle; eine Ausnahmebewilligung nach Art. 26 BauG könne aber 
erteilt werden (act. 3C pag. 385 ff., 382 ff.). Der Regierungsstatthalter 
schloss sich dieser Ansicht an und erteilte eine auf fünf Jahre befristete Aus-
nahmebewilligung. Auch die BVE kam zum Schluss, dass das Vorhaben 
nicht zonenkonform ist. Gleichzeitig fehlten Gründe, die eine Ausnahmebe-
willigung rechtfertigen würden.

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3.

3.1 Die Umnutzung einer bestehenden Baute bedarf grundsätzlich einer 
Bewilligung, ausser es wären – anders als hier – keine bau- oder umwelt-
rechtlich relevanten Tatbestände betroffen (Art. 1a Abs. 2 BauG; Art. 6 
Abs. 1 Bst. c des Dekrets vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsver-
fahren [Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1]; Zaugg/Ludwig, Kom-
mentar zum bernischen BauG, Band I/II, 5./4. Aufl. 2020/2017, Art. 1a 
N. 24). Die Bewilligungspflicht wird hier zu Recht von keiner Seite in Frage 
gestellt. Eine Baubewilligung setzt grundsätzlich voraus, dass die Baute oder 
Anlage dem Zweck der Nutzungszone entspricht, mithin zonenkonform ist 
(Art. 22 Abs. 2 Bst. a des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die 
Raumplanung [Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700]; Art. 2 Abs. 1 BauG). 

3.2 Der ehemalige Werkhof liegt in einer ZöN. Als solche bezeichnen die 
Gemeinden die für Bauten und Anlagen im öffentlichen Interesse verwende-
ten oder noch benötigten Grundstücke oder Grundstückteile (Art. 77 Abs. 1 
BauG). Das Gesetz fordert namentlich die Angabe einer Zweckbestimmung, 
damit einerseits das öffentliche Interesse an der Ausscheidung der Zone und 
deren Zweckmässigkeit beurteilt werden können. Die Zweckbestimmung ist 
ein wesentlicher Bestandteil der Grundordnung und daher der Stimmbürger-
schaft vorbehalten (Art. 77 Abs. 2 BauG; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 77 N. 3 
auch zum Folgenden). Andererseits soll auch mit Blick auf die Wahrung 
nachbarlicher Interessen ersichtlich sein, welcher Nutzung die Zone zugäng-
lich ist. Die Zweckbestimmung muss daher den Verwendungszweck der 
Zone wenigstens der Art nach umschreiben (z.B. «Verwaltungsgebäude», 
«Schulhaus», «Spital», «Sportplatz» usw.). Das zuständige Gemeinwesen 
entscheidet, welche Bauten und Anlagen im öffentlichen Interesse auf den 
für seine Bedürfnisse ausgeschiedenen Zonen ausgeführt werden sollen 
(Art. 77 Abs. 3 BauG), was heisst, dass es – unter Vorbehalt der Baubewilli-
gung – zur Ausübung der ihm zustehenden Nutzungsbefugnisse berechtigt 
ist (BVR 2002 S. 65 E. 2; Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 77 N. 4c). 

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4.

4.1 Die Bauordnung der Stadt Bern vom 24. September 2006 (BO, 
SSSB 721.1) regelt im 5. Kapitel zwei Arten von Zonen im öffentlichen Inte-
resse; einerseits die Freiflächen (Art. 24 BO) und andererseits die Schutzzo-
nen (Art. 25 BO). Art. 24 BO lautet, soweit hier interessierend, wie folgt: 

Art. 24 Zonen für öffentliche Nutzungen F und Zonen für private Bau-
ten und Anlagen im allgemeinen Interesse F*

1 Die Zonen für öffentliche Nutzungen F (Freifläche F) sind für Bauten 
und Anlagen im öffentlichen Interesse bestimmt.
2 Die Zone FA umfasst Grundstücke für stark durchgrünte Anlagen; die 
oberirdische Geschossflächenziffer beträgt 0,1.
3 Die Zonen FB bis FD umfassen für die Überbauung bestimmte Grund-
stücke. [Festlegung der einzelnen oberirdischen Geschossflächenzif-
fern]
4 Der Gemeinderat kann zur besseren wirtschaftlichen Nutzung der 
Hauptanlagen Nebenbetriebe im Umfang von maximal einem Drittel des 
gesamten Bauvolumens gestatten, sofern Zweck und Funktion der 
Hauptanlagen nicht beeinträchtigt werden.
5 [Zonen für private Bauten und Anlagen im allgemeinen Interesse]
6 In Zonen für öffentliche Nutzungen F und Zonen für private Bauten und 
Anlagen im allgemeinen Interesse F* werden die Zweckbestimmung so-
wie die Grundzüge der Überbauung und Gestaltung in Anhang II festge-
legt. Sofern Anhang II nichts Abweichendes festlegt, gelten ergänzend 
Artikel 24 Absätze 1 bis 5 und Artikel 61.

4.2 Die Gemeinde bringt vor, Art. 24 BO erfülle die Anforderungen von 
Art. 77 BauG nicht, sondern beruhe noch auf den Vorschriften zu den Frei-
flächen nach Art. 27 des Baugesetzes vom 7. Juni 1970 (aBauG; GS 1970 
S. 163, in Kraft bis 31.12.1985). – Damals war eine Zweckbestimmung für 
Freiflächen (heute ZöN) wenn immer möglich festzulegen, aber (ausser für 
eine Enteignung) nicht zwingend notwendig (Aldo Zaugg, Kommentar zum 
aBauG, 1971, Art. 27 N. 2). Fehlte die Zweckbestimmung, waren alle in 
Art. 27 Abs. 1 aBauG beispielhaft aufgezählten Werke und Anlagen zonen-
konform (VGE 19086 vom 16.5.1994 E. 4b). Altrechtliche Freiflächen haben 
ihre Gültigkeit nicht verloren, wenn sie den Anforderungen von Art. 77 BauG 
nicht genügen. Vielmehr ist u.a. der Zonenzweck anhand einer Lückenfül-
lung zu bestimmen. Dabei ist auf den Quartiercharakter und die benachbar-
ten Zonen Rücksicht zu nehmen und eine den konkreten Verhältnissen ent-
sprechende Ersatzordnung zu suchen (BVR 2002 S. 65 E. 4c; Zaugg/Lud-
wig, a.a.O., Art. 77 N. 3b f.). 

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4.3 So ist auch hier vorzugehen (ebenso Beschwerde Ziff. 17 f.; ange-
fochtener Entscheid E. 2f): Zwar hat die Gemeinde ihre Bauordnung im 
Jahr 2006 komplett revidiert, die Bestimmung zu den ZöN FA (vormals Frei-
fläche A) hat sie inhaltlich aber – bis auf die beispielhafte Aufzählung zuläs-
siger Nutzungen – unverändert ins neue Recht übernommen (vgl. Art. 22 der 
Bauordnung der EG Bern vom 12. Juni 2002 [in Kraft bis 31.12.2006] und 
zuvor Art. 12 der Vorschriften zum Zonenplan der Stadt Bern über die zuläs-
sigen Nutzungsarten vom 8. Juni 1975 [VzNZP; in Kraft bis 31.12.2002]; Vor-
trag des Gemeinderats zur BO vom 8. Juni 2005; act. 16C S. 7). Art. 24 
Abs. 2 und 3 BO unterteilen ZöN, wie schon ihre Vorgängerbestimmungen, 
lediglich grob in solche für stark durchgrünte Anlagen und solche, die zur 
Überbauung bestimmt sind. Um das Revisionsvorhaben im Jahr 2006 nicht 
zu gefährden, verzichtete die Gemeinde (vorerst) bewusst auf eine Anpas-
sung der altrechtlichen Freiflächen an die Vorgaben von Art. 77 BauG (Kom-
mentar zu den Bestimmungen, act. 16B; vgl. auch act. 16 S. 2; Beschwerde 
Ziff. 17; Beschwerdeantwort vor BVE vom 16.4.2019 Ziff. 12 [act. 3A 
pag. 92 f.]; Stellungnahme zu den Einsprachen vom 14.9.2018 Ziff. 18-21 
[act. 3C pag. 213 ff.]; Begründung zum Ausnahmegesuch vom 9.4.2018 
Ziff. 2.1-2.4 [act. 3C pag. 9 f.]). Die Zweckbestimmung und die Grundsätze 
einer Überbauung will sie für jede einzelne ZöN im Anhang 2 der Bauord-
nung festlegen (nun ausdrücklich Art. 24 Abs. 6 BO, in Kraft seit 1.10.2020, 
Gemeinderatsbeschluss Nr. 2020-656 vom 13. Mai 2020); so auch für die 
hier zu beurteilende ZöN (vgl. öffentliche Auflage vom 25.5. bis 23.6.2020 
zur Zone FA 2 Stadtteilpark Egelmösli Wyssloch; einsehbar unter: 
<www.bern.ch>, Rubriken «Themen/Planen und Bauen/Mitwirkungen und 
öffentliche Auflagen/Abgeschlossene Publikationen/2020/Öffentliche Auf-
lage Zonenplan Egelmösli Wyssloch und Teilrevision der Bauordnung). Bis 
dahin gibt es folglich keine nähere Zweckbestimmung, an der sich die zuläs-
sige Nutzung dieser ZöN beurteilen liesse. Ungeachtet der formell neurecht-
lichen Grundlage ist daher von einer altrechtlichen ZöN auszugehen bzw. ist 
die ZöN wie eine solche zu behandeln und ihre Zweckbestimmung anhand 
der konkreten Verhältnisse festzulegen (vorne E. 4.2). 

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5.

5.1 Die Vorinstanz hat erwogen, der Zonenzweck für die unterschiedlich 
genutzten Teilgebiete der ZöN sei einzeln zu bestimmen. Im fraglichen Be-
reich sei aufgrund der langjährigen Nutzung als Werkhof nur ein solcher, 
nicht aber ein Gastgewerbebetrieb zonenkonform (angefochtener Entscheid 
E. 2f). Die Gemeinde beanstandet dieses «künstliche (…) Zerschneiden der 
multifunktionalen ZöN». Der Park sei als Ganzes zu betrachten. Darin befän-
den sich unmittelbar neben dem Werkhofareal ein Kinderspielplatz, der 
«halböffentliche» Quartiertreffpunkt des F.________ und rund um das 
weitgehend abgezäunte Seebiotop weitere Spielplatzareale mit 
Spielgeräten, Tischen und Grillinstallationen. Ein «bescheidenes» Park-Café 
gehöre, wie in anderen städtischen Parks, zu dieser Gesamtheit an 
öffentlichen Nutzungen (Beschwerde Ziff. 18).

5.2 Der Nutzungszonenplan der Stadt Bern unterteilt die fragliche ZöN 
nicht in einzelne Bereiche. Vielmehr zieht sich die ZöN von der Muristrasse 
über die Egelgasse bis zur Laubeggstrasse. Der südlichste Streifen entlang 
der Muristrasse ist überbaut (Werkhof, Wohnhaus, Vereinslokal und geteer-
ter Platz), daran schliesst der grösstenteils umzäunte Egelsee mit einem 
Rundweg an sowie Kindergärten und Spielplätze. An der Egelgasse steht 
ein weiteres Wohnhaus in der ZöN und jenseits dieser Strasse befinden sich 
Familiengärten und ein Sportplatz. An letzteren grenzt eine ZöN FB (Schule), 
ansonsten ist die ZöN FA rund um den Egelsee von Wohnzonen umgeben. 
Der Egelsee und das Biotop haben damit offensichtlich (auch) Parkfunktion. 
Mit dem erwähnten Spazierweg einschliesslich Sitzbänken, Tischen und 
Grillinstallationen dienen sie als Quartiertreffpunkt und Naherholungsgebiet. 
Mit Blick auf die konkrete Situation ist es haltbar, dass die Gemeinde diesem 
Gebiet den Zweck einer multifunktionalen Parkanlage zuschreibt. Ein auf 
diese Nutzung ausgerichtetes Café, das vorab dem Verweilen und als Treff-
punkt dient, darf die Gemeinde ohne weiteres als zonenkonform erachten, 
zumal es sich aufgrund der überschaubaren Grösse gut in die Parkanlage 
einfügt und die bestehenden Nutzungen nicht verdrängt. Insofern leuchtet 
ein, dass die Gemeinde mit dem Café nur zweitrangig Erwerbszwecke ver-
folgt und primär ein öffentliches Interesse an einer Verpflegungsmöglichkeit 
im Park befriedigen will (Beschwerde Ziff. 19; anders angefochtener Ent-

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scheid E. 2g; Beschwerdeantwort BG 1 act. 4 Ziff. 39 f.; sinngemäss Be-
schwerdeantwort BG 2 act. 5 Ziff. 11 und das Bauinspektorat der Stadt Bern, 
act. 3C pag. 382). 

5.3 Entgegen der Beschwerdegegnerschaft 1 schliesst der Wortlaut von 
Art. 24 Abs. 2 BO eine solche Nutzung nicht aus (vgl. Beschwerdeantwort 
BG 1 act. 4 Ziff. 14). Zwar spricht der Begriff «stark durchgrünte Anlagen» 
für eine naturnahe Gestaltung. In den Zonen FA ist indes nicht jede bauliche 
Tätigkeit und damit zusammenhängende Nutzung verboten, würde eine 
Geschossflächenziffer ansonsten doch keinen Sinn ergeben. Der Wortlaut 
erlaubt eine Palette unterschiedlichster Parkanlagen, die von beschaulichen, 
ausschliesslich mit Grün- und Weganlagen gestalteten Geländen, bis hin zu 
stark belebten Örtlichkeiten reichen kann (BVR 2002 S. 65 E. 3d/aa). Der 
von der Beschwerdegegnerschaft 1 erwähnte Entscheid der BVE vom 
26. April 2012 (RA Nr. 110/2011/152), in dem die Zonenkonformität eines 
öffentlichen Gastgewerbebetriebs des F.________ nur während des 
Betriebs der Natureisbahn Egelmoos bejaht wurde, führt zu keinem anderen 
Ergebnis (Beschwerdeantwort BG 1 act. 4 Ziff. 14); er wurde nicht 
angefochten, so dass sich das Verwaltungsgericht hier erstmals mit der 
Zonenkonformität eines Restaurationsbetriebs in der ZöN FA zu befassen 
hat.

5.4 Zusammenfassend ist – gestützt auf die geltenden Bestimmungen –
nicht zu beanstanden, wenn die Gemeinde der ZöN am Egelsee den Zweck 
einer multifunktionalen Parkanlage mit Treffpunktcharakter zuschreibt, in der 
ein auf diese Nutzung ausgerichtetes Café Platz hat. Sollte der Zonenzweck 
künftig anders lauten (vgl. zur hängigen Planung vorne E. 4.3), ist es an der 
Gemeinde, ihm Nachachtung zu verschaffen und die Zonenkonformität des 
Cafés mit Blick auf die dannzumal geltenden Grundlagen zu überprüfen (vgl. 
zum Besitzstandsschutz in ZöN Zaugg/Ludwig, a.a.O., Art. 77 N. 4a). Inso-
fern wäre die Bewilligung des Cafés (falls die weiteren Voraussetzungen 
gegeben sind, dazu hinten E. 6.1) für eine künftige Nutzungsordnung nicht 
präjudizierend, zumal auch nur untergeordnete bauliche Massnahmen not-
wendig sind. 

5.5 Nach dem Gesagten kann offenbleiben, ob die Vorinstanz das recht-
liche Gehör der Gemeinde verletzt hat. Ebenso kann auf einen Augenschein 

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verzichtet werden. Der entsprechende Beweisantrag der Gemeinde wird ab-
gewiesen (zu beidem Beschwerde Ziff. 16).

6.

6.1 Die Vorinstanz hat die Baubewilligung schon mangels Zonenkon-
formität des Vorhabens verweigert und die Voraussetzungen für eine ent-
sprechende Ausnahmebewilligung verneint. Zu den übrigen umstrittenen 
Punkten (u.a. Lärmschutz, Gewässerraum, Naturschutz) hat sie sich nicht 
geäussert. Es ist nicht am Verwaltungsgericht, sich als erste Instanz damit 
auseinanderzusetzen. Entsprechend dem Antrag der Gemeinde ist die Sa-
che daher zur Fortsetzung des Verfahrens und zu neuem Entscheid an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. 

6.2 Die Beschwerde erweist sich als begründet und ist gutzuheissen. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdegegnerschaft 1 
und der Beschwerdegegner 2. Sie haben die Verfahrenskosten je hälftig zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG) und zudem der als Bauherrin auftretenden 
Gemeinde je hälftig die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 i.V.m. 
Art. 104 Abs. 4 VRPG; Ruth Herzog, in Herzog/Daum [Hrsg.], Kommentar 
zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 104 N. 41 mit zahlreichen Hinwei-
sen). 

6.3 Gegen das vorliegende Urteil kann Beschwerde in öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten an das Bundesgericht geführt werden (Art. 82 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht [Bundesge-
richtsgesetz, BGG; SR 173.110]). Da es sich um einen Zwischenentscheid 
im Sinn von Art. 93 BGG handelt (vgl. etwa BGE 135 II 30 E. 1.3, 133 V 477 
E. 4.2), ist die Beschwerde aber nur zulässig, wenn eine der zusätzlichen 
Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG erfüllt ist.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der Entscheid der Bau-, Verkehrs- 
und Energiedirektion des Kantons Bern vom 15. August 2019 aufgehoben 
und die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an die Vorinstanz zurück-
gewiesen.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 3’500.--, werden der Beschwerdegegner-
schaft 1 und dem Beschwerdegegner 2 je hälftig, ausmachend je 
Fr. 1'750.--, auferlegt.

3. Die Beschwerdegegnerschaft 1 und der Beschwerdegegner 2 haben der 
Beschwerdeführerin die Parteikosten für das Verfahren vor dem Verwal-
tungsgericht, bestimmt auf Fr. 6'462.-- (inkl. MWSt), je hälftig, ausma-
chend je Fr. 3'231.--, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführerin
- Beschwerdegegnerschaft 1
- Beschwerdegegner 2
- Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern

und mitzuteilen:
- Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss 
Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bun-
desgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.