# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0230a762-f363-5a4f-9bdc-cb7bbde7b211
**Source:** Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** fr
**Title:** FR 48/2010
**Docket/Reference:** 48/2010
**URL:** https://www.fr.ch/sites/default/files/contens/tc/_www/files/pdf22/tf_4A_48_2010.pdf

## Full Text

4A_48/2010 (09.07.2010)

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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_48/2010

Urteil vom 9. Juli 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Corboz,
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch,
Bundesrichterin Kiss,
nebenamtlicher Bundesrichter Brunner,
Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte
HFR Freiburg - Kantonsspital,
vertreten durch Rechtsanwalt Elmar Perler,
Beschwerdeführer,

gegen

1. A. X.________,
2. B. X.________,
3. C. X.________,
4. D. X.________,
5. E. X.________,
6. F. X.________,
vertreten durch Fürsprecher Rolf P. Steinegger,
7. Eidgenössische Invalidenversicherung,
vertreten durch Fürsprecher Franz Müller,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Spitalhaftung,

Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, I. Verwaltungsgerichtshof,
vom 1. Dezember 2009.
Sachverhalt:

A.
B. X.________ (Beschwerdegegnerin 2) wurde im Jahre 1996 zum dritten Mal schwanger. 
Sie begab sich in der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 1997, um etwa 01.50 Uhr, sieben 
Tage vor dem errechneten Entbindungstermin, in das Kantonsspital Freiburg, weil sie den 
Eindruck hatte, etwas stimme nicht. Um 6.31 Uhr gebar sie ihre Tochter A. X.________ 
(Beschwerdegegnerin 1), die körperlich und geistig schwerstbehindert auf die Welt kam. A. 
X.________ ist insbesondere irreversibel hirngeschädigt und bedarf einer lebenslangen 
Intensivpflege. Der Grund ist eine hypoxisch-ischämische Enzephalopathie 
(Hirnschädigung infolge Sauerstoffmangels und Minderdurchblutung des Gehirns).

Die Familie X.________ (Beschwerdegegner 1-6) und die Eidgenössische 
Invalidenversicherung (Beschwerdegegnerin 7) sind der Auffassung, dass die Schäden, an 
denen A. X.________ leidet, auf ärztliche Kunst- und Behandlungsfehler zurückzuführen 
sind. Wenn die richtigen Untersuchungen rechtzeitig durchgeführt, deren Ergebnisse richtig 
analysiert und die richtigen Entscheidungen und Massnahmen getroffen bzw. veranlasst 
worden wären, wäre kein Gesundheitsproblem eingetreten, insbesondere nicht, wenn 
rechtzeitig ein Kaiserschnitt durchgeführt worden wäre.

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B.
Mit Klage vom 8. Juni 2001 leiteten die Beschwerdegegner 1-7 beim Verwaltungsgericht 
des Kantons Freiburg (heute: Kantonsgericht Freiburg, verwaltungsrechtliche Abteilung) ein 
Klageverfahren gegen das "HFR Freiburg - Kantonsspital" (damals noch: Kantonsspital 
Freiburg; Beschwerdeführer) ein, in dem sie Schadenersatz und Genugtuung forderten. Sie 
beantragten, die Beschwerdeführerin sei zur Bezahlung folgender Beträge zu verpflichten: 
Der Beschwerdegegnerin 1 Fr. 450'021.--, Fr. 9'194'120.-- und Fr. 200'000.-- sowie einen 
gerichtlich zu bestimmenden Betrag für zukünftige Heilungskosten, bauliche 
Anpassungen/Fahrzeug, Rentenschaden und erhöhte Bedürfnisse, je nebst Zins; den 
Beschwerdegegnern 2 und 3 je Fr. 100'000.-- nebst Zins; den Beschwerdegegnern 4-6 je 
Fr. 50'000.-- nebst Zins; der Beschwerdegegnerin 7 Fr. 2'790'217.-- nebst Zins.

Am 25. Januar 2002 beschränkte der Instruktionsrichter das Verfahren einstweilig auf die 
Frage der grundsätzlichen Haftung der Beschwerdeführerin. Nach einem umfangreichen 
Beweisverfahren bejahte das Kantonsgericht mit Urteil vom 1. Dezember 2009 die Haftung 
des Beschwerdeführers im Grundsatz, hiess die Klage insofern gut und überwies die Akten 
zur Feststellung des Schadenersatz- und Genugtuungsanspruchs an den 
Instruktionsrichter. Es bejahte das Vorhandensein eines Schadens, und befand, der 
Beschwerdeführer müsse sich mehrere und teilweise schwere Sorgfaltspflichtverletzungen 
bei der Überwachung und Betreuung des Geburtsvorgangs vorwerfen lassen; das 
Vorgehen seiner Ärzte habe spätestens ab 03.17 Uhr nicht mehr den Regeln der ärztlichen 
Kunst entsprochen; bei Verzicht auf eine Mikroblutuntersuchung des Kindes (MBU) und 
insbesondere in Unkenntnis des tatsächlichen Zustands des Kindes hätte aufgrund der 
gesamten Umstände spätestens um 05.10 Uhr ein Kaiserschnitt vorgenommen werden 
müssen. Ferner erachtete das Kantonsgericht die natürliche und die adäquate Kausalität 
zwischen der sorgfaltswidrigen Betreuung der Geburt und dem Schaden der 
Beschwerdegegnerin 1 als erstellt.

C.
Der Beschwerdeführer erhob gegen das Urteil vom 1. Dezember 2009 Beschwerde in 
Zivilsachen mit den Anträgen, dieses aufzuheben und die Klage abzuweisen.

Die Beschwerdegegner und die Vorinstanz beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, 
soweit darauf eingetreten werden kann.

Erwägungen:

1.
1.1 Gegenstand des angefochtenen Entscheids sind Schadenersatz- und 
Genugtuungsansprüche wegen fehlerhafter Behandlung in einem öffentlichen Spital nach 
dem kantonalen öffentlichen Haftungsrecht. Da solche Entscheide in unmittelbarem 
Zusammenhang mit dem Zivilrecht stehen, kann dagegen nach Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG 
Beschwerde in Zivilsachen erhoben werden (BGE 135 III 329 E. 1.1; 133 III 462 E. 2.1 S. 
465).

1.2 Das Verwaltungsgericht fällte den angefochtenen Entscheid als kantonalrechtlich 
einzige Instanz (Art. 75 Abs. 1 BGG). Der Umstand, dass das Verwaltungsgericht die 
Anforderungen des BGG an die kantonalen Vorinstanzen (Art. 75 Abs. 2 Satz 2 BGG) 
insofern nicht erfüllt, als es nicht als Rechtsmittelinstanz entschied, hindert das Eintreten 
auf die Beschwerde nicht, da die Frist für die kantonalen Ausführungsvorschriften (Art. 130 
Abs. 2 BGG) noch läuft (BGE 133 III 439 E. 2.2.2.2 und 2.2.2.3).

1.3 Mit dem angefochtenen Urteil bejahte die Vorinstanz die Haftung des 
Beschwerdeführers dem Grundsatz nach und überwies die Sache zur Feststellung des 
Schadenersatz- und Genugtuungsanspruchs an den Instruktionsrichter. Dieser Entscheid 
schliesst das Verfahren nicht ab, sondern stellt einen Zwischenentscheid dar (vgl. dazu 
BGE 135 III 329 E. 1.2, 212 E. 1.2; 134 II 124 E. 1.3 S. 127; 133 IV 121 E. 1.3).
1.3.1 Gegen selbständig eröffnete Zwischenentscheide, die weder die Zuständigkeit noch 
den Ausstand betreffen, ist die Beschwerde nur zulässig, wenn eine der folgenden 
alternativen Voraussetzungen erfüllt ist: Erstens, wenn der Zwischenentscheid einen nicht 
wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG). Zweitens, 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit 

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einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren 
ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG).

Dass der angefochtene Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne 
von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG bewirken könnte, macht der Beschwerdeführer nicht geltend 
und ist auch nicht ersichtlich. Hingegen beruft er sich auf Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG.
1.3.2 Die selbständige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden bildet aus 
prozessökonomischen Gründen eine Ausnahme vom Grundsatz, dass sich das 
Bundesgericht mit jeder Angelegenheit nur einmal befassen soll (BGE 135 I 261 E. 1.2; 
134 III 188 E. 2.2; 133 III 629 E. 2.1). Die Ausnahme ist restriktiv zu handhaben, zumal die 
Parteien keiner Rechte verlustig gehen, wenn sie einen Zwischenentscheid im Sinne von 
Art. 93 BGG nicht selbständig anfechten, können sie ihn doch mit dem Endentscheid 
anfechten, soweit er sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 93 Abs. 3 BGG; BGE 133 IV 288 
E. 3.2). Dementsprechend obliegt es dem Beschwerdeführer, detailliert darzutun, dass die 
Eintretensvoraussetzungen von Art. 93 BGG erfüllt sind, soweit deren Vorliegen nicht 
offensichtlich in die Augen springt (vgl. dazu BGE 134 III 426 E. 1.2 in fine; 133 III 629 E. 
2.3.1 und 2.4.2).

Macht der Beschwerdeführer geltend, die Voraussetzung des Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, 
dass mit einem Endentscheid ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte, sei erfüllt, ist zu differenzieren: Geht 
es bereits aus dem angefochtenen Urteil oder der Natur der Sache hervor, dass ein 
bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erforderlich 
sein wird, darf auf lange Ausführungen verzichtet werden. Andernfalls hat der 
Beschwerdeführer im Einzelnen darzutun, welche Tatfragen offen sind und welche 
weitläufigen Beweiserhebungen in welchem zeit- oder kostenmässigen Umfang erforderlich 
sind. Zudem hat er unter Aktenhinweisen darzulegen, dass er die betreffenden Beweise im 
kantonalen Verfahren bereits angerufen oder entsprechende Anträge in Aussicht gestellt 
hat (BGE 133 IV 288 E. 3.2; 118 II 91 E. 1a S. 92 mit Hinweis; Urteil 4A_109/2007 vom 30. 
Juli 2007 E. 2.4).
1.3.3 Das Bundesgericht prüft nach freiem Ermessen, ob die Voraussetzung, dass bei 
einer Gutheissung der Beschwerde ein bedeutender Aufwand an Zeit oder Kosten für ein 
weitläufiges Beweisverfahren erspart werden kann, erfüllt ist (vgl. BGE 118 II 91 E. 1a S. 
92; Urteil 4A_7/2007 vom 18. Juni 2007 E. 2.2). Soweit im weiteren Verfahren wie hier der 
Umfang des Schadens aus einer körperlichen Schädigung festzustellen bleibt, ist zu 
beachten, dass der Invaliditätsschaden nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts so 
weit wie möglich konkret zu berechnen ist (BGE 131 III 360 E. 5.1; 117 II 609 E. 9 S. 624; 
113 II 345 E. 1a S. 347; vgl. dazu auch BGE 125 III 14 E. 2c S. 17 und die Urteile 
4A_481/2009 vom 26. Januar 2009 E. 3.2 und 4C.170/2005 vom 9. November 2005 E. 
2.2). Dabei ist nicht bloss von der allgemeinen Lebenserfahrung, sondern so weit wie 
möglich von den konkreten Verhältnissen des einzelnen Falles auszugehen, was heisst, 
dass diese und der sich daraus ergebende Schaden im Einzelnen zu beweisen und dazu 
naturgemäss oftmals umfassende Beweismassnahmen erforderlich sind (Notwendigkeit 
solcher bejaht in den Entscheiden 4A_276/2008 vom 31. Juli 2008 E. 1 und 4A_7/2007 
vom 18. Juni 2007 E. 2.2.2, Urteile 4C.97/2002 vom 1. Juli 2002 E. 1.3 und 4C.182/2001 E. 
2, nicht publ. in: BGE 127 III 538, wobei in diesen Fällen nach der Rückweisung nicht 
einzig Feststellungen zum Umfang des Schadens zu treffen gewesen wären). Dies 
entbindet aber den Beschwerdeführer nicht von der Begründungspflicht hinsichtlich der 
entsprechenden Eintretensvoraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG (vgl. BGE 118 II 91 
E. 1c; Urteil 4A_407/2009 vom 19. Oktober 2009; 4A_109/2007 vom 30. Juli 2007 E. 2.5; 
vgl. immerhin auch die Urteile 4C.97/2002 vom 1. Juli 2002 E. 1.3 und 4C.182/2001 E. 2, 
nicht publ. in: BGE 127 III 538), was namentlich gilt, wenn nur eine Teilklage über einen 
relativ bescheidenen Betrag des Schadens erhoben wurde, mithin nur dieser Teil des 
Schadens zu beweisen wäre (Urteil 4A_490/2008 vom 4. März 2009 E. 1.2).
1.3.4
1.3.4.1 Im vorliegenden Fall ist die erste Voraussetzung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG, dass 
das Bundesgericht, sollte es die Rechtsauffassung des Beschwerdeführers teilen, einen 
verfahrensabschliessenden Endentscheid fällen könnte, erfüllt. Der Beschwerdeführer 
verlangt im Hauptantrag die Abweisung der Klage der Beschwerdegegner. Zur Begründung 
macht er u.a. geltend, die Vorinstanz habe willkürlich entschieden, dass seinen Ärzten 
vorliegend Sorgfaltspflichtverletzungen vorzuwerfen seien und zwischen solchen und der 
Schädigung der Beschwerdegegnerin 1 ein Kausalzusammenhang bestehe. Bei 
Gutheissung dieser Rügen, d.h. bei Bejahung einer im Ergebnis willkürlichen 

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Entscheidung, wäre die Klage in einem Endentscheid abzuweisen.
1.3.4.2 Hinsichtlich der Voraussetzung, dass mit einem Endentscheid ein bedeutender 
Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren erspart werden könnte, 
bringt der Beschwerdeführer vor, den Rechtsschriften des vorinstanzlichen Verfahrens 
lasse sich über den für die Berechnung der Schadenhöhe bedeutsamen 
Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin 1 und über die Bedürfnisse für ihre 
Betreuung für die Zeit seit Juni 2001 nichts entnehmen; es bedürfe daher eines zweiten 
Schriftenwechsels zur Aktualisierung des Sachverhalts. Insoweit gehen seine Vorbringen 
an der Sache vorbei. Denn die Bestimmung von Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG beschlägt nur das 
Beweis- und nicht das Hauptverfahren; es ist namentlich auch unerheblich, ob sich 
komplexe Rechtsfragen stellen, die umfassende Recherchen und eine gründliche Prüfung 
erfordern (Urteil 4A_23/2008 vom 28. März 2008 E. 1.3).

Alsdann bringt der Beschwerdeführer vor, die Feststellung der in der Klage geltend 
gemachten, zu kapitalisierenden Schadensposten dürfte je ein Gutachten über den 
Betreuungsaufwand und über die infolge der Hirnschädigung verkürzte Lebenserwartung 
der Beschwerdegegnerin 1 notwendig machen. Angesichts der eingeklagten Forderung 
von knapp Fr. 13 Mio. werde dies einen hohen Aufwand an Kosten zur Folge haben. Die 
Klärung der vielen offenen Fragen mittels Gutachten dürfte eine weitere zwei- bis 
dreijährige Prozessdauer nach sich ziehen. Damit hat der Beschwerdeführer hinreichend 
dargetan, dass bei einer Weiterführung des kantonalen Verfahrens umfangreiche und 
kostspielige und zeitaufwändige Beweismassnahmen erforderlich sein dürften. Den 
Beschwerdegegnern 1-6 kann nicht gefolgt werden, wenn sie unter Hinweis auf die 
Internetseite www.hardy-landolt.ch dafür halten, hinsichtlich des Betreuungsaufwandes 
stünden die nötigen Erfahrungszahlen ohne Weiteres zur Verfügung. Wohl finden sich auf 
dieser Internetseite u.a. auch Gutachten betreffend Betreuungs- und Pflegeschaden von 
invalid gewordenen Personen. Aus diesen geht jedoch gerade hervor, dass der Schaden 
unter Berücksichtigung aller Umstände der konkreten Fälle ermittelt wurde. Auch im 
vorliegenden Fall wird kein Weg daran vorbeiführen, den Betreuungsschaden individuell 
und konkret zu ermitteln, wozu die Einholung eines Gutachtens angebracht ist (vgl. Hardy 
Landolt, Der Pflegeschaden, 2002, S. 22 ff., insbes. Rz. 44 f.). Was die Lebenserwartung 
betrifft, machen die Beschwerdegegner 1-6 geltend, es müsste auf verfügbare Statistiken 
abgestellt werden. Sie tun aber nicht dar, dass und welche Statistiken bestehen, die einen 
Fall wie den Vorliegenden hinreichend erfassen. Die Mortalitätstafeln von Stauffer/ 
Schaetzle (Barwerttafeln, 5. Aufl. 2001) können vorliegend, um der Anforderung der 
möglichst konkreten Schadensberechnung zu genügen, nicht ohne Weiteres angewendet 
werden, ist doch hier davon auszugehen, dass die Lebenserwartung der 
Beschwerdegegnerin 1 keineswegs dem Durchschnittswert entspricht (vgl. dazu Schaetzle/ 
Weber, Kapitalisieren, Handbuch zur Anwendung der Barwerttafeln, 5. Aufl. 2001, Rz. 
3.199 und 5.10; Brehm, Berner Kommentar, N. 32 ff. in Vorbem. zu Art. 45 und 46 OR; 
Oftinger/Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 5. Aufl. 1995, § 6 
Rz. 164). Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin 1 am 18. Juni 1997 
aus dem Inselspital Bern zur Sterbebegleitung nach Hause entlassen wurde, aber heute 
noch, bald 13 Jahre danach, am Leben ist. Unter den gegebenen Umständen ist davon 
auszugehen, dass auch insoweit ein individuelles Gutachten einzuholen sein wird.

Unter diesen Umständen ist anzunehmen, dass bei einer Weiterführung des kantonalen 
Verfahrens ein zeit- und kostenintensives Beweisverfahren durchgeführt werden müsste. 
Danach rechtfertigt es sich aus prozessökonomischen Gründen (BGE 123 III 140 E. 2a S. 
141; 122 III 254 E. 2a S. 255), auf die vorliegende Beschwerde, die im Übrigen die 
Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt, einzutreten, unter Vorbehalt der rechtsgenügenden 
Begründung.

2.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz 
festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur gerügt 
werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von 
Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels für den Ausgang des Verfahrens 
entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei 
"willkürlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2). Der Beschwerdeführer, der die 
Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, kann sich nicht damit begnügen, 
den bestrittenen Feststellungen eigene tatsächliche Behauptungen gegenüberzustellen 
oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu würdigen gewesen wären. 

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Vielmehr hat er klar und substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die gerügten Feststellungen 
bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer 
Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 
350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Wird Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend 
gemacht, ist zu beachten, dass dem Sachrichter in der Beweiswürdigung ein breiter 
Ermessensspielraum zusteht; der Beschwerdeführer hat daher darzulegen, inwiefern das 
kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare 
Schlüsse gezogen, erhebliche Beweise übersehen oder willkürlich ausser Acht gelassen 
habe (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1; 129 I 8 E. 2.1; 120 Ia 31 E. 4b S. 40; 118 Ia 28 E. 1b S. 
30). Auf eine Kritik an den tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen 
Anforderungen nicht genügt, namentlich auf bloss appellatorische Vorbringen, ist nicht 
einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3, 396 E. 3.1 S. 399).

3.
Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf Art. 6 des Gesetzes vom 16. September 1986 
des Kantons Freiburg über die Haftung der Gemeinwesen und ihrer Amtsträger (HGG/FR; 
SGF 16.1), das aufgrund des in Art. 61 Abs. 1 OR enthaltenen fakultativen Vorbehalts 
zugunsten des kantonalen öffentlichen Rechts erlassen wurde (vgl. dazu BGE 133 III 462 
E. 2.1 S. 465 und 4.1 S. 467 f.; 122 III 101 E. 2a/aa S. 104). Eine Haftung nach Art. 6 HGG 
setzt voraus, dass einem Beamten ein widerrechtliches, seiner Amtstätigkeit 
zuzurechnendes Verhalten vorzuwerfen ist, dass ein Schaden eingetreten ist und dass 
zwischen dem widerrechtlichen Verhalten und dem Schaden ein (natürlicher und ein) 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Die Widerrechtlichkeit des Verhaltens kann 
namentlich darin liegen, dass bei der ärztlichen Behandlung in einem Spital gegen die 
objektiv gebotene Sorgfalt verstossen wird (BGE 123 II 577 E. 4d/ee; 120 Ib 411 E. 4a S. 
414; 115 Ib 175 E. 2a S. 180). Die Anwendbarkeit dieser Haftungsordnung ist vorliegend 
nicht umstritten.

Das Bundesgericht prüft die Anwendung des kantonalen Rechts durch die kantonale 
Behörde lediglich auf Willkür (Art. 9 BV; BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 521 f.). Das gilt gemäss 
ständiger Praxis auch für Arzthaftungsprozesse nach kantonalem öffentlichen Recht, in 
denen Schadenersatz- oder Genugtuungsforderungen wegen fehlerhafter Behandlung in 
öffentlichen Spitälern streitig sind (133 III 462 E. 4.4.1; Urteil 4P.92/2004 vom 19. Oktober 
2004 E. 1.3.2, nicht publ. in: BGE 130 I 337; 2P.101/1994 vom 5. Mai 1995, E. 3b, in: ZBl 
97/1996 S. 280 f.; Urteil 4P.265/2002 vom 28. April 2003 E. 2.2). Eine solche Prüfung setzt 
entsprechende Rügen voraus, in denen klar und detailliert anhand der Erwägungen des 
angefochtenen Urteils dargelegt wird, inwiefern verfassungsmässige Rechte verletzt 
worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1; 135 III 513 E. 4.3 S. 522)

Wird eine willkürliche Anwendung von kantonalem Recht gerügt, genügt es nicht, wenn der 
Beschwerdeführer einfach behauptet, der angefochtene Entscheid sei willkürlich; bei der 
Rechtsanwendungsrüge hat er vielmehr die Rechtsnorm, die qualifiziert unrichtig 
angewandt bzw. nicht angewandt worden sein soll, zu bezeichnen und anhand der 
angefochtenen Subsumtion im Einzelnen zu zeigen, inwiefern der Entscheid offensichtlich 
unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in klarem und offensichtlichem Widerspruch 
steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in 
stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. BGE 134 II 349 E. 3 S. 
352; 132 I 13 E. 5.1 S. 18; 110 Ia 1 E. 2a S. 3 f.). Auf rein appellatorische Kritik am 
angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 V 138 E. 2.1; 133 II 
396 E. 3.1. S. 399). Willkür liegt nicht schon vor, wenn eine andere Lösung ebenfalls 
vertretbar erscheint oder sogar vorzuziehen wäre. Das Bundesgericht hebt einen 
kantonalen Entscheid wegen Willkür nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist. Willkür 
liegt zudem nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheids, sondern auch das 
Ergebnis unhaltbar ist (BGE 135 V 2 E. 1.3; 134 II 124 E. 4.1; 133 I 149 E. 3.1; 132 III 209 
E. 2.1, je mit Hinweisen).

4.
Bevor der Kläger seine Klage beim Kantonsgericht Freiburg einreicht, muss er nach Art. 20 
Abs. 1 lit. d HGG/FR seine Ansprüche beim obersten Organ des Beklagten geltend 
machen. Wird dieses im Gesetz vorgesehene Vorverfahren ausgelassen, ist die Klage 
gemäss Art. 102 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 23. Mai 1991 über die 
Verwaltungsrechtspflege (VRG/FR, SGF 150.1) unzulässig.

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Die Vorinstanz trat auch auf die Klage der Beschwerdegegner 6 und 7 ein, obwohl sich 
diese nicht am Vorverfahren, das durch die Beschwerdegegner 1-5 durchgeführt wurde, 
beteiligt hatten. Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe das Willkürverbot verletzt, 
indem sie auf die Klage der Beschwerdegegnerin 7 eingetreten sei. Überdies habe sie 
ihren Entscheid insoweit unter Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht begründet.

4.1 Das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde ihren 
Entscheid begründet. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene 
über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der 
Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz 
die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf 
die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88 mit Hinweisen).

Hinsichtlich des Beschwerdegegners 6, der erst nach Einleitung des Vorverfahrens 
geboren wurde und deshalb selber kein Vorverfahren eingeleitet hatte, führte die 
Vorinstanz aus, dass im Vorverfahren ein Formalismus zu vermeiden sei. Wenn der 
Beschwerdeführer bereits die Ansprüche der Beschwerdegegner 1-5 bestreite, wäre es 
einem prozessualen Leerlauf gleichgekommen, wenn auch der Beschwerdegegner 6, 
dessen Begehren identisch sei mit jenem der Beschwerdegegner 1-5, ein Vorverfahren 
eingeleitet hätte. Das Ergebnis wäre gleich gewesen. Demnach sei es nicht zu 
beanstanden, wenn sich der Beschwerdeführer im Vorverfahren nicht mit dem Begehren 
des Beschwerdegegners 6 zu befassen gehabt habe. Gleich anschliessend führte die 
Vorinstanz aus, der Beschwerdegegnerin 7 stehe ein Regressrecht zu. Insofern erübrige 
sich die Teilnahme am Vorverfahren. Die Beschwerdegegnerin 7 sei im Verfahren als 
Streitgenossin zu qualifizieren.

Damit lehnte die Vorinstanz die Begründung für das Eintreten auf die Klage der 
Beschwerdegegnerin 7 implizit an diejenige für das Eintreten auf die Klage des 
Beschwerdegegners 6 an. Daraus gehen die wesentlichen Überlegungen, die die 
Vorinstanz zum Eintreten auf die Klage der Beschwerdegegnerin 7 bewogen haben, mit 
hinreichender Deutlichkeit hervor, nämlich dass auch die Durchführung eines 
Vorverfahrens durch die Beschwerdegegnerin 7 sinnlos gewesen wäre. Der 
Beschwerdeführer hat diese Argumentation denn auch erfasst und war in der Lage, den 
Entscheid beim Bundesgericht in voller Kenntnis der Sache anzufechten, wenn er unter 
anderem geltend macht, an der Notwendigkeit der Durchführung des Vorverfahrens ändere 
es nichts, dass der damalige Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin 7 gewusst habe, 
dass der Beschwerdeführer die Haftung ablehnen würde. Die Rüge, die Vorinstanz habe 
den Anspruch auf Begründung des Entscheids verletzt, ist unbegründet.

4.2 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe Art. 20 HGG/FR in Verbindung mit Art. 
102 VRG/FR willkürlich angewendet, indem sie auf die Klage der Beschwerdegegnerin 7 
eingetreten sei.

Nach dem vorstehend Dargelegten begründete die Vorinstanz ihren Eintretensentscheid 
damit, es würde einen prozessualen Leerlauf darstellen, wenn von der 
Beschwerdegegnerin 7 die Durchführung eines Vorverfahrens verlangt würde, obwohl der 
Beschwerdeführer seine Haftung gegenüber den Beschwerdegegnern 1-5 abgelehnt habe 
und die Beschwerdegegnerin 7 Regressansprüche geltend mache, mithin von den 
Haftpflichtansprüchen der Beschwerdegegner 1-5 abgeleitete Rechte. Dass die Vorinstanz 
weiter ausführte, die Beschwerdegegnerin 7 sei als Streitgenossin zu qualifizieren, spielt 
für ihren Entscheid offensichtlich keine erhebliche Rolle. Insoweit stossen die Vorbringen 
des Beschwerdeführers ins Leere, wenn er betont, dass jeder Streitgenosse die 
Prozessvoraussetzungen selbständig erfüllen müsse. An der Sache vorbei gehen auch 
seine Vorbringen, dass nicht von einem überspitzten Formalismus gesprochen werden 
könnte, wenn von der Beschwerdegegnerin 7 die Durchführung des Vorverfahrens verlangt 
worden wäre. Zu prüfen ist nicht, ob es überspitzt formalistisch gewesen wäre, die 
Durchführung eines Vorverfahrens zu verlangen, sondern ob es willkürlich war, auf die 
Klage trotz Nichtdurchführung eines solchen einzutreten. Eine rechtsgenüglich begründete 
Willkürrüge, die geeignet wäre, Entsprechendes darzutun, erhebt der Beschwerdeführer 
aber nicht. Er beharrt einzig darauf, dass nach Art. 20 HGG/FR in Verbindung mit Art. 102 
VRG/FR ein Vorverfahren durchgeführt werden müsse, und behauptet, die genannten 
Bestimmungen würden ihres Sinnes entleert, wenn die Vorinstanz zu Recht auf die Klage 
der Beschwerdegegnerin 7 eingetreten wäre, ohne aber darzulegen, was denn der Sinn 

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der angerufenen Bestimmungen sein soll. Auf die entsprechende Rechtsanwendungsrüge 
ist mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten (Erwägung 3 vorne). Davon 
abgesehen ist der Entscheid der Vorinstanz offensichtlich nicht willkürlich. Der Zweck von 
Vorverfahren, wie es im HGG/FR vorgesehen ist, liegt insbesondere darin, unnötige 
Prozesse zu vermeiden, indem dem Belangten ermöglicht werden soll, die geltend 
gemachten Ansprüche anzuerkennen (vgl. MERKLI/AESCHLIMANN/HERZOG, 
Kommentar zum Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege des Kantons 
Bern, 1997, N. 9 zu Art. 87 VRPG/BE). Diesen Zweck konnte das Vorverfahren angesichts 
der Bestreitung der Haftung durch den Beschwerdeführer gegenüber den anderen 
Beschwerdegegnern offensichtlich nicht erreichen, weshalb der Entscheid der Vorinstanz, 
auf ein solches zu verzichten, keineswegs willkürlich ist.

5.
Die Haftungsvoraussetzung des grundsätzlichen Vorhandenseins eines Schadens ist 
vorliegend unbestritten. Die Beschwerdegegnerin 1 wurde mit einer schweren Anämie 
(Blutarmut) infolge fetomaternaler Transfusion (Blutübertritt vom Fetus in den Kreislauf der 
Mutter) und einer schweren Azidose (Übersäuerung des Blutes und des Körpers infolge 
langdauernder Unterversorgung des Fetus mit Sauerstoff) ohne Lebenszeichen praktisch 
tot geboren und in der Folge reanimiert. Sie ist körperlich und geistig schwerst behindert 
und bedarf einer lebenslangen intensiven Pflege und Betreuung.

6.
Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, ihm willkürlich und unter Verletzung des 
rechtlichen Gehörs ein sorgfaltswidriges, die Widerrechtlichkeit begründendes Verhalten 
vorgeworfen zu haben.

6.1 Die Besonderheit der ärztlichen Kunst liegt darin, dass der Arzt mit seinem Wissen und 
Können auf einen erwünschten Erfolg hinzuwirken hat, was aber nicht heisst, dass er 
diesen auch herbeiführen oder gar garantieren müsse; denn der Erfolg als solcher gehört 
nicht zu seiner Verpflichtung, gleichviel ob er als Beamter oder als Beauftragter des 
Patienten handelt. Die Anforderungen an die ärztliche Sorgfaltspflicht lassen sich zudem 
nicht ein für allemal festlegen; sie richten sich vielmehr nach den Umständen des 
Einzelfalles, namentlich nach der Art des Eingriffs oder der Behandlung, den damit 
verbundenen Risiken, dem Ermessensspielraum, den Mitteln und der Zeit, die dem Arzt im 
einzelnen Fall zur Verfügung stehen, sowie nach dessen Ausbildung und 
Leistungsfähigkeit. Allgemein lässt sich immerhin sagen, dass seine Haftung sich nicht auf 
grobe Verstösse gegen Regeln der ärztlichen Kunst beschränkt. Der Arzt hat Kranke stets 
fachgerecht zu behandeln, zum Schutze ihres Lebens oder ihrer Gesundheit insbesondere 
die nach den Umständen gebotene und zumutbare Sorgfalt zu beachten, grundsätzlich 
folglich für jede Pflichtverletzung einzustehen (BGE 133 III 121 E. 3.1 S. 124; 130 IV 7 E. 
3.3 S. 11; 120 Ib 411 E. 4 S. 413, je mit Hinweisen).

Der Begriff der Pflichtverletzung darf jedoch nicht so verstanden werden, dass darunter 
jede Massnahme oder Unterlassung fällt, welche bei nachträglicher Betrachtung den 
Schaden bewirkt oder vermieden hätte. Der Arzt hat für jene Risiken, die immanent mit 
jeder ärztlichen Handlung und auch mit der Krankheit an sich verbunden sind, im 
allgemeinen nicht einzustehen und übt eine gefahrengeneigte Tätigkeit aus, der auch 
haftpflichtrechtlich Rechnung zu tragen ist. Dem Arzt ist sowohl in der Diagnose wie in der 
Bestimmung therapeutischer oder anderer Massnahmen nach dem objektiven 
Wissensstand oftmals ein Entscheidungsspielraum gegeben, der eine Auswahl unter 
verschiedenen in Betracht fallenden Möglichkeiten zulässt. Sich für das eine oder das 
andere zu entscheiden, fällt in das pflichtgemässe Ermessen des Arztes, ohne dass er zur 
Verantwortung gezogen werden könnte, wenn er bei einer Beurteilung ex post nicht die 
objektiv beste Lösung gefunden hat. Eine Pflichtverletzung ist daher nur dort gegeben, wo 
eine Diagnose, eine Therapie oder ein sonstiges ärztliches Vorgehen nach dem 
allgemeinen fachlichen Wissensstand nicht mehr als vertretbar erscheint und damit 
ausserhalb der objektivierten ärztlichen Kunst steht (BGE 130 IV 7 E. 3.3 S. 12; 120 Ib 411 
E. 4 S. 413).

6.2 Die Vorinstanz bejahte das Vorliegen von Sorgfaltspflichtverletzungen nach einer 
umfassenden Würdigung der vorhandenen Beweise: so insbesondere eines 
aussergerichtlichen Gutachtens der FMH vom 5. Januar 2000 (von dem die Vorinstanz 
annahm, dass es von beiden Parteien in Auftrag gegeben worden war, und dem sie 

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entsprechend volle Beweiskraft zumass, KlBl 15), einer gerichtlichen Expertise der 
Professoren Y.________ und Z.________ vom 25. Juli 2004 (die bereits das FMH-
Gutachten erstellt hatten, act. 66) und eines Ergänzungsgutachtens von Prof. Y.________ 
vom 28. Januar 2005 (act. 88), eines von den Beschwerdegegnern am 12. April 2006 
eingereichten Gutachtens von Dr. G.________ (von der Vorinstanz als Beweismittel 
zugelassen, wobei sie ihm nur die Bedeutung einer Parteibehauptung zumass, KlBl 1 und 2 
in Ordner 4 zur Eingabe vom 12. April 2006), einer Stellungnahme von Prof. Y.________ 
vom 9./10. Mai 2007 zum Gutachten G.________ (act. 116) sowie der Aussagen der in das 
Geburtsgeschehen im Kantonsspital involvierten Personen (Ärzte und Hebamme).

Aus den Aussagen von Dr. H.________ (Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe beim 
Beschwerdeführer), dem Gerichtsgutachten und der AWMF Leitlinie 2004 Nr. 015/036 
(Leitlinie der deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe zur Anwendung des 
CTG [Kardiotokogramm; laufende appartive Aufzeichnung der fetalen Herzfrequenz und 
gleichzeitig der mütterlichen Wehentätigkeit] während der Schwangerschaft und Geburt) 
schloss die Vorinstanz zusammengefasst auf die folgenden Handlungsregeln für die 
ärztliche Betreuung einer Geburt: Ist das CTG suspekt oder pathologisch, ist eine 
kontinuierliche CTG-Aufzeichnung erforderlich. Im Sinne eines konservativen Abwartens 
erfolgt eine CTG-Beurteilung nach spätestens 30 Minuten bei suspektem CTG 
beziehungsweise fortlaufend bei pathologischem CTG. Je nach Schweregrad und 
Entwicklung des CTG-Musters sind dabei konservative Massnahmen (Lagewechsel, 
Wehenhemmung, Sauerstoffabgabe, Infusion) sowie, abhängig von der Lage des Kindes 
und der Einschätzung der vermeintlichen Dauer bis zur vaginalen Geburt aufgrund des 
bisherigen Geburtsfortschritts, weitere Abklärungs- beziehungsweise 
Handlungsmassnahmen zu ergreifen: Sectio-Bereitschaft (Bereitschaft zum Kaiserschnitt) 
erstellen, Oberarzt rufen, MBU (Mikroblutuntersuchung; Verfahren zur Überwachung des 
Kindes unter der Geburt durch Entnahme einiger Tropfen Blut aus der Haut des Feten und 
Bestimmung des pH-Werts des Blutes zur frühzeitigen Erfassung einer intrauterinen 
Azidose), Sectio.

Aufgrund einer eingehenden Beweiswürdigung kam die Vorinstanz zum Schluss, dem 
Beschwerdeführer seien die folgenden Sorgfaltspflichtverletzungen vorzuwerfen:
dass der die Geburt betreuende Assistenzarzt, Dr. I.________, nicht schon um 03.00 Uhr 
den Oberarzt Gynäkologie und Geburtshilfe, Dr. H.________, beizog;
dass mit dem Einholen einer Zweitmeinung jedenfalls zu lange gewartet wurde, umso 
mehr, als das CTG seit längerem mindestens als abklärungsbedürftig zu bezeichnen war 
und sich durch konservative Massnahmen nicht korrigieren liess;
dass zudem - bei seit 02.45 Uhr abklärungsbedürftigem CTG - das CTG von 03.17 bis 
03.50 Uhr infolge Abwesenheit des Assistenzarztes beziehungsweise eines vorgesetzten 
Arztes im Gebärsaal der Beschwerdegegnerin 2 während über 30 Minuten nicht fortlaufend 
beurteilt wurde;
dass demzufolge während über 30 Minuten gar keine Beurteilung und Klärung des 
aktuellen kindlichen Zustands trotz vorausgegangenen Anzeichen einer zunehmenden 
potentiellen Gefährdung der Beschwerdegegnerin 1 erfolgte (was der Beschwerdeführer im 
vorliegenden Verfahren nicht in Frage stellt);
dass die Sectio-Bereitschaft nur unvollständig angeordnet wurde (was der 
Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren nicht in Frage stellt);
dass ab 04.45 bis gegen 06.00 Uhr kein Arzt der Gynäkologie bei der Beschwerdegegnerin 
2 im Gebärsaal anwesend war, um den Verlauf zu beurteilen und die nötigen 
Entscheidungen zu treffen, sondern nur eine Hebamme, die gleichzeitig noch eine andere 
Geburt zu betreuen hatte;
dass bei Verzicht auf eine MBU nicht spätestens um 05.10 Uhr ein Entscheid zu einer 
Kaiserschnittentbindung gefällt (und umgesetzt) wurde;
dass auch nach 05.15 Uhr keine Massnahmen zur Abklärung des tatsächlichen kindlichen 
Zustands unternommen wurden (pathologisches CTG führte nicht zu rascher 
Geburtsbeendigung);
dass es selbst in der Schlussphase zu keiner vaginal-operativen Geburtsbeendigung kam.

6.3 Zu den vom Beschwerdeführer gegen diese Beurteilung erhobenen Rügen ist was folgt 
auszuführen.
6.3.1 Der Beschwerdeführer macht zunächst geltend, die Vorinstanz lasse die Frage, ob 
die AWMF-Leitlinie aus dem Jahr 2004 im vorliegenden Fall anwendbar sei, offen. Daher 
sei es widersprüchlich und somit willkürlich, wenn sich die Vorinstanz danach bei der 

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Beurteilung des Verhaltens der Ärzte ausschliesslich auf diese Leitlinie stütze. Es sei 
unhaltbar, das Verhalten des Beschwerdeführers aufgrund dieser Leitlinie zu beurteilen, die 
im Jahre 1997 noch gar nicht existiert habe.

Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers traf das Kantonsgericht seine 
Feststellungen über die Handlungsregeln für die ärztliche Betreuung einer Geburt, nach 
denen es das Vorgehen des Beschwerdeführers im konkreten Fall beurteilte, nicht in erster 
Linie aufgrund der AWMF-Leitlinie. Vielmehr erschloss es die entsprechenden Regeln aus 
den Aussagen von Dr. H.________ und dem Gerichtsgutachten und hielt fest, die 
festgestellten Handlungsgrundsätze stimmten mit der AWMF-Leitlinie überein. Die Rüge ist 
unbegründet.
6.3.2 Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Vorinstanz habe an die Stelle des Schlusses 
des Gerichtsgutachters, dem Assistenzarzt könne für den Geburtsverlauf bis 03.15 Uhr 
kein Vorwurf gemacht werden, grundlos und damit willkürlich ihre eigene Meinung gesetzt, 
indem sie diesem vorgeworfen habe, nicht spätestens um 03.00 Uhr eine Zweitmeinung 
eingeholt zu haben. Sie habe in willkürlicher Weise angenommen, dass der Assistenzarzt 
um 03.00 Uhr bei pflichtgemässer Ermessensausübung eine Zweitmeinung hätte einholen 
müssen bzw. nur die Wahl zwischen einer MBU und dem Einholen einer Zweitmeinung 
gehabt hätte.

Ein Gutachten unterliegt als Beweismittel der freien richterlichen Prüfung. Das Abstellen 
auf nicht schlüssige Gutachten kann gegen Art. 9 BV verstossen (BGE 128 I 81 E. 2 S. 86). 
In Fachfragen darf der Richter allerdings nicht ohne triftige Gründe vom Gutachten 
abweichen und muss eine allfällige Abweichung begründen. Ein Abweichen ist zulässig, 
wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist. 
Bestehen Zweifel an der Richtigkeit des Gutachtens und werden dennoch keine 
ergänzenden Abklärungen vorgenommen, kann sich das als rechtswidrig erweisen (BGE 
132 II 257 E. 4.4.1; 130 I 337 E. 5.4.2 S. 345 f.).

Die Vorinstanz hielt im Wesentlichen fest, im Anschluss an eine Vaginaluntersuchung 
durch Dr. I.________ zwischen 02.40 und 02.45 sei bei unbestrittenermassen 
abklärungsbedürftigem CTG offenbar ein Klärungsversuch durch Lagewechsel erfolgt. Da 
das CTG bereits ab 02.53 bis 03.12 Uhr wegen schlechter Aufzeichnung nicht 
interpretierbar gewesen sei, habe während dieser Zeit nicht überprüft werden können, ob 
diese konservative Massnahme den gewünschten Erfolg, eine Besserung des CTG-
Befundes, zeitigte. Diese Situation hätte gemäss Beurteilung der FMH-Gutachter um 03.00 
Uhr eine Amniotomie (künstliche Eröffnung der Fruchtblase) mit interner Ableitung 
erforderlich gemacht, mit allenfalls nachfolgender MBU - sofern die Sectio-Bereitschaft 
gewährleistet sei, was hier nicht der Fall war; gemäss den Handlungsmaximen und der 
Einschätzung der FMH-Gutachter habe hier zwar ein medizinischer 
Entscheidungsspielraum vorgelegen. Dieser habe jedoch nur die Wahl zwischen der 
Abklärung des tatsächlichen Zustands der Beschwerdegegnerin 1 und der Einholung einer 
Zweitmeinung zugelassen, zur Evaluation, ob ein Kaiserschnitt erforderlich sei; ein weiteres 
Zuwarten habe er nicht erlaubt. Das CTG wäre laufend zu überwachen gewesen. Da es 
nicht interpretierbar und keine Sectio-Bereitschaft erstellt gewesen sei, wäre bereits um 
03.00 Uhr eine Zweitmeinung einzuholen gewesen, nicht erst um 03.17 Uhr, als sich Dr. 
I.________ mit dem CTG-Streifen entfernt habe, um eine Zweitmeinung des Chefarztes, 
Dr. J.________, einzuholen.

Die Vorinstanz begründete damit ihr Abweichen von der Meinung der Gerichtsgutachter 
eingehend und nachvollziehbar, wobei sie sich im Wesentlichen auf das FMH-Gutachten 
und auf verschiedene andere Äusserungen des Gerichtsgutachters selber abstützen 
konnte, aufgrund der sie die Meinung, es sei dem Assistenzarzt bis 03.15 Uhr kein Vorwurf 
zu machen, für nicht überzeugend hielt. Lässt sich eine Schlussfolgerung eines Gutachters 
nicht in überzeugender Weise aus seinen weiteren Äusserungen ableiten bzw. nicht mit 
einem weiteren Gutachten, an dem er beteiligt war, in Einklang bringen, ist es nicht 
willkürlich, wenn das Gericht von dieser Folgerung abweicht. Von einem grundlosen 
Abweichen, wie der Beschwerdeführer geltend macht, kann damit keine Rede sein.

Was der Beschwerdeführer gegen die Ausführungen vorbringt, mit denen die Vorinstanz 
den Vorwurf gegen den Assistenzarzt begründete, ist weitgehend appellatorischer Natur 
und vermag jedenfalls im Ergebnis keine Willkür aufzuzeigen. So namentlich, wenn er 
vorbringt, bei den vorgenommenen Lagewechseln könne der Bauchgurt mit den 

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Aufzeichnungsgeräten verrutschen und dadurch die Qualität der Aufzeichnungen leiden; es 
habe im Ermessenspielraum des Assistenzarztes gelegen, dass er bei einer 
Drittgebärenden, bei der eine Geburt in den meisten Fällen sehr rasch verlaufe, zuerst 
abwartete, ob die Lagewechsel zu einer Verbesserung des CTG führten, und erst um 
03.10, als das CTG eine leichte Dezeleration aufgewiesen habe, den diensthabenden 
Oberarzt, Dr. H.________, telefonisch informierte und nach Absprache mit diesem beim 
zufällig anwesenden Chefarzt, Dr. J.________, eine Zweitmeinung einholte.

Der Beschwerdeführer hält dafür, die Vorinstanz habe die Aussage der Gutachter 
Z.________ und Y.________, wonach bei Fehlen der CTG-Aufzeichnungen um 03.00 Uhr 
eine Amniotomie mit allenfalls nachfolgender MBU angebracht gewesen wäre, willkürlich 
interpretiert, indem sie daraus folgere, es wäre zu diesem Zeitpunkt eine Zweitmeinung 
einzuholen gewesen. Er setzt sich dabei aber in keiner Weise mit den Erwägungen 
auseinander, in denen die Vorinstanz zwar von der erwähnten Aussage der Gutachter 
Z.________ und Y.________ ausging, jedoch verschiedene weitere Elemente 
berücksichtigte, die sie zum kritisierten Schluss führten, um 03.00 Uhr hätte ohne weiteres 
Zuwarten eine Zweitmeinung eingeholt werden müssen. Die Anforderungen an die 
Begründung einer Willkürrüge sind damit nicht erfüllt. Der Willkürvorwurf ist in diesem 
Punkt unbegründet, soweit auf die Rüge überhaupt eingetreten werden kann.
6.3.3 Die Vorinstanz liess offen, ob eine angenommene Abgabe von Syntocinon 
(wehenförderndes Mittel) ab 02.20 Uhr den Regeln der ärztlichen Kunst entsprochen hätte, 
da dies von den Beschwerdegegnern nicht geltend gemacht werde. Der Beschwerdeführer 
rügt, es sei nicht zu überlesen, dass die Vorinstanz hier von einem ärztlichen Fehler 
ausgehe. Diese implizite Schuldzuweisung sei willkürlich. Darauf ist mangels 
Entscheidwesentlichkeit der gerügten (angeblichen) Schlüsse und damit mangels 
Rechtsschutzinteresses des Beschwerdeführers nicht einzutreten. Denn die Vorinstanz zog 
einen entsprechenden Kunstfehler jedenfalls nicht zur Begründung der grundsätzlichen 
Haftung des Beschwerdeführers heran.
6.3.4
6.3.4.1 Die Vorinstanz erwog sodann, bei schlechtem bzw. abklärungsbedürftigem CTG, 
wie es ab 02.45 Uhr unbestrittenermassen vorgelegen habe, werde nach den erwähnten 
Handlungsgrundsätzen, wenn der Assistenzarzt das CTG durch die üblichen Massnahmen 
nicht korrigieren könne, der Oberarzt gerufen. Gleichzeitig werde die CTG-Aufzeichnung 
kontinuierlich fortgesetzt und müsse sie bei pathologischem CTG, wie es hier seit 
Aufnahme bis 03.15 Uhr vorgelegen habe, fortlaufend beurteilt werden. Es sei indessen bis 
unmittelbar vor der Geburt nie ein vorgesetzter Arzt in den Gebärsaal gekommen. Im 
Weiteren scheine die Behauptung von Dr. J.________ zuzutreffen, dass zwischen 03.15 
und 03.45 Uhr keine CTG-Aufzeichnung gemacht worden sei. Es lägen allerdings Indizien 
vor, dass das CTG auch in diesem Zeitraum weitergeschrieben worden sei und die 
gegenteilige Erklärung überzeuge nicht. Es frage sich daher, warum das CTG den 
Gutachtern und dem Gericht nicht vollständig vorliege und wie das für die Zeit von 03.17 
bis 03.45 nicht vorliegende CTG fachärztlich zu qualifizieren wäre. Wegen Fehlens der 
entsprechenden Aufzeichnungen - unabhängig davon, ob diese bloss fehlten oder gar 
keine Aufzeichnung erfolgt sei - könne nicht beantwortet werden, ob aufgrund der CTG-
Entwicklung bis dahin in Kombination mit dem bisherigen und prospektiv abzuschätzenden 
Geburtsverlauf ein Kaiserschnitt gegen 03.40 indiziert gewesen wäre.

Jedenfalls wäre, so die Vorinstanz weiter, das CTG vorliegend ständig zu registrieren und 
zu beurteilen gewesen, mit Dokumentation alle 10 Minuten. Eine solche kontinuierliche 
Beurteilung habe aber von 02.53 bis 03.12 Uhr allein schon mangels interpretierbarem 
CTG nicht erfolgen können und sei auch anschliessend nicht geschehen, da Dr. 
I.________ den Gebärsaal um 03.17 - nachdem er zu lange mit der Einholung einer 
Zweitmeinung gewartet habe - verlassen habe und offenbar erst nach der Besprechung um 
03.45 mit Dr. J.________ zurückgekehrt sei. Die Handlungsweise des Beschwerdeführers 
entspreche damit zwischen 03.00 und 03.45 Uhr allein schon wegen der fehlenden 
ärztlichen Überwachung und Betreuung der Beschwerdegegnerin 2 dem medizinischen 
Standard offensichtlich nicht. Auch die Nichtanwesenheit eines vorgesetzten Arztes stelle 
eine offensichtliche Verletzung der medizinischen Standards dar. Dr. H.________ habe 
denn auch bestätigt, dass er hätte anwesend sein müssen; er habe nicht gewusst, dass Dr. 
J.________ noch für eine halbe Stunde mit einer anderen Patientin beschäftigt gewesen 
sei.
6.3.4.2 Was der Beschwerdeführer gegen diese Beurteilung vorbringt, ist unbegründet, 
soweit darauf eingetreten werden kann:

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Soweit er geltend macht, die Vorinstanz habe sein Vorgehen in diesem Zusammenhang 
willkürlich nach der AWMF-Leitlinie beurteilt, kann auf das in vorstehender Erwägung 6.3.1 
Ausgeführte verwiesen werden.

Der Beschwerdeführer wendet sich weiter gegen die "Unterstellung", dass die zwischen 
03.15 und 03.45 Uhr fehlenden CTG-Aufzeichnungen den Gutachtern und dem Gericht 
absichtlich vorenthalten worden seien. Darauf ist mangels Rechtsschutzinteresses nicht 
einzugehen, da der Beschwerdeführer nicht dartut und nicht ersichtlich ist, dass der 
Schluss der Vorinstanz, die Erklärung des Beschwerdeführers, wonach in diesem Zeitpunkt 
keine Aufzeichnung gemacht worden sei, vermöge nicht zu überzeugen, einen Einfluss auf 
den Ausgang des Verfahrens gehabt hätte. Auch wenn gemäss den Behauptungen des 
Beschwerdeführers keine Aufzeichnung vorgenommen worden wäre, läge darin nach der 
Vorinstanz eine Sorgfaltspflichtverletzung. Im Zusammenhang mit der Frage, ob ein 
natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den vorgeworfenen Pflichtverletzungen und 
dem Schaden besteht, ist sodann beweisrechtlich einzig von Bedeutung, dass eine - so 
oder anders - vom Beschwerdeführer zu vertretende Dokumentationslücke vorliegt (vgl. 
Erwägung 7 unten). Abgesehen davon ist die einzige in diesem Zusammenhang 
rechtsgenüglich erhobene Verfassungsrüge, die Vorinstanz habe den aus dem 
Gehörsanspruch (Art. 29 Abs. 2 BV) fliessenden Anspruch auf Begründung des Urteils 
verletzt, indem sie nicht hinreichend begründet habe, weshalb sie den Aussagen der 
Beteiligten des Beschwerdeführers (wonach zwischen 03.15 und 03.45 Uhr keine 
Aufzeichnungen erfolgt seien) keinen Glauben schenken wolle, offensichtlich unbegründet. 
Die Vorinstanz legte detailliert dar, weshalb sie zum kritisierten Schluss kam, und tat damit 
den verfassungsrechtlichen Anforderungen an die Urteilsbegründung offensichtlich Genüge 
(vgl. dazu Erwägung 4.1 vorne).

Mit seinen weiteren Vorbringen gegen die vorinstanzliche Beurteilung in diesem Punkt, 
vermag der Beschwerdeführer offensichtlich keine Willkür aufzuzeigen, soweit darauf 
angesichts ihrer appellatorischen Natur überhaupt einzutreten ist. So wenn er, ohne sich 
weiter mit den vorinstanzlichen Ausführungen auseinanderzusetzen, behauptet, die 
Schlussfolgerung der Vorinstanz sei unhaltbar, das CTG sei (bis 03.10 Uhr) laufend 
ausgewertet worden und als das CTG um 03.10 Uhr eine erneute Dezeleration 
aufgewiesen habe, habe Dr. I.________ umgehend Dr. H.________ informiert und mit 
diesem beschlossen, dass das CTG dem zufällig persönlich anwesenden Chefarzt Dr. 
J.________ gezeigt werden solle, womit es nicht zutreffend sei, dass kein vorgesetzter Arzt 
für eine Lageanalyse anwesend gewesen sei; es sei auch nicht entscheidend, dass Dr. 
J.________ die Beschwerdegegnerin 2 nicht selber gesehen habe, da dieser aufgrund der 
Analyse der Krankengeschichte, des von Dr. I.________ mitgeteilten Geburtsverlaufs und 
des vorliegenden CTG-Streifens die Lage habe analysieren und das weitere Vorgehen, die 
Abgabe eines wehenhemmenden Mittels und die Erstellung der Sectio-Bereitschaft, 
anordnen können. Damit übergeht der Beschwerdeführer namentlich die vorinstanzlichen 
Erwägungen, dass von 2.53 bis 03.12 Uhr mangels interpretierbaren CTG-Aufzeichnungen 
gar keine Beurteilung erfolgen konnte, dass Dr. J.________ bis um 03.45 Uhr mit einer 
anderen Geburt beschäftig war und deshalb nicht zur Verfügung stand, dass Dr. 
I.________ mangels Anwesenheit eines vorgesetzten Arztes im Geburtssaal der 
Beschwerdegegnerin 2 diesen Raum verlassen musste, um eine Zweitmeinung eines 
Vorgesetzten einzuholen, und deshalb die Beschwerdegegnerin 2 während längerer Zeit 
überhaupt nicht ärztlich überwacht und betreut wurde und wiederum keine kontinuierliche 
Beurteilung (allfälliger) CTG-Aufzeichnungen erfolgen konnte. Der Beschwerdeführer zeigt 
somit in keiner Weise auf und es ist auch nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz mit ihrer 
Beurteilung in Willkür verfallen sein soll.
6.3.5 Die Vorinstanz stellte weiter die Frage, ob es - im Nichtwissen darum, ob bereits um 
03.40 Uhr eine Sectio-Indikation vorlag - in prospektiver Betrachtung regelkonform war, ab 
03.40 Uhr die vaginale Geburt bis zum Ende fortzusetzen (zuwartendes Verhalten), oder 
ob im Verlauf ein Kaiserschnitt indiziert gewesen sei. Sie kam aufgrund der Meinung der 
Gerichtsgutachter und der erwähnten Handlungsgrundsätze zum Schluss, angesichts der 
bisher aufgezeichneten CTG-Muster und der entgegen entsprechender Hoffnungen kaum 
fortschreitenden Geburtsentwicklung - mit einer Spontangeburt habe kaum mehr gerechnet 
werden können - sei ein weiterhin abwartendes Verhalten in Unkenntnis des wirklichen 
Zustands der Beschwerdegegnerin 1 spätestens um 05.10 Uhr nicht mehr vertretbar 
gewesen. Da beim Beschwerdeführer in der Regel keine MBU's zur Abklärung des 
tatsächlichen kindlichen Zustands durchgeführt würden und eine solche 

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unbestrittenermassen nicht in Betracht gezogen worden sei, habe nach den Regeln der 
ärztlichen Kunst um diese Zeit nur noch eine Handlungsoption bestanden: ein 
Kaiserschnitt. Indessen sei seit 04.45 bis gegen 06.00 Uhr kein Gynäkologe mehr im 
Geburtssaal anwesend gewesen.

Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers, warf ihm die Vorinstanz damit nicht vor, 
in diesem Zusammenhang vor 05.10 Uhr nicht den Regeln der ärztlichen Kunst gemäss 
gehandelt zu haben. Die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers stossen 
daher ins Leere. Weitere Rügen gegen die vorstehend dargestellte Beurteilung erhebt er 
nicht. Er anerkennt vielmehr die dargestellte, Schlussfolgerung der Vorinstanz (dass 
gestützt auf die Aussage des FMH- und des Gerichtsgutachters die Unterlassung eines 
Kaiserschnittes zwischen 05.30 und 05.40 Uhr als Verletzung der ärztlichen Kunst[regeln] 
zu bezeichnen sei) ausdrücklich als nicht willkürlich.
6.3.6 Die Vorinstanz setzte sich in der nachfolgenden Erwägung mit Aussagen des 
Gerichtsgutachters bei der Beantwortung der Zusatzfragen auseinander, mit denen der 
Gutachter seine früheren Aussagen anscheinend dahingehend relativiert habe, dass das 
Vorgehen der Ärzte vertretbar sei. Die Vorinstanz verwarf die entsprechende 
Argumentation, weil aus retrospektiver Sicht erfolgend, als unzulässig (vgl. dazu BGE 130 I 
337 E. 5.3 S. 344; 115 Ib 175 E. 3b S. 184 f.) und als nicht überzeugend.

Es ist nicht leicht verständlich, wenn der Beschwerdeführer diese Erwägungen - nachdem 
er es ausdrücklich als nicht willkürlich anerkennt, gestützt auf die Aussage des FMH - und 
des Gerichtsgutachters die Unterlassung eines Kaiserschnittes zwischen 05.30 und 05.40 
Uhr als Verletzung der ärztlichen Kunst(regeln) zu bezeichnen - zum Anlass nimmt, 
sinngemäss zu behaupten, der Gutachter habe entgegen der Beurteilung der Vorinstanz 
seine Aussagen nicht bloss relativiert, sondern schon im Gerichtsgutachten entsprechende 
Aussagen gemacht. Darauf ist jedenfalls schon nicht einzutreten, weil der 
Beschwerdeführer dazu keine rechtsgenüglich begründete Willkürrüge erhebt:

Die Vorinstanz stützte ihre Vorwürfe betreffend Sorgfaltspflichtverletzungen in umfassender 
Beweiswürdigung u.a. auf die Äusserungen des Gutachters im Gerichtsgutachten ab und 
folgte weiteren Äusserungen des Gutachters bei der Beantwortung der Ergänzungsfragen, 
die ihrem Verständnis nach damit teilweise im Widerspruch zu stehen scheinen, nicht. 
Soweit der Beschwerdeführer, ohne sich mit den entsprechenden Erwägungen detailliert 
auseinanderzusetzen und darzulegen, weshalb diese im Ergebnis willkürlich sein sollen, 
behauptet, die Vorinstanz verhalte sich widersprüchlich, wenn sie sich in ihrer 
Urteilsbegründung immer wieder auf den Gerichtsgutachter beziehe, dessen 
Argumentation nun jedoch als nicht überzeugend und unzulässig erachte, erhebt er keine 
rechtsgenügend begründete Rüge.

Entgegen der Behauptung des Beschwerdeführers begründete die Vorinstanz einlässlich, 
weshalb sie die Argumentation des Gutachters bei der Beantwortung der Zusatzfragen als 
nicht zulässig und nicht überzeugend betrachtete, und beschränkte sich nicht auf die 
Bemerkung, dass sich dies von selbst ergebe. Die Rüge, die Begründung genüge den 
Anforderungen nach Art. 29 Abs. 2 BV nicht, ist offensichtlich unbegründet (vgl. Erwägung 
4.1 vorne). Wenn der Beschwerdeführer dabei die Schlüssigkeit der vorinstanzlichen 
Begründung bemängelt, übersieht er, dass die grundrechtliche Gehörsgarantie keinen 
Anspruch auf einen sachlich richtigen Entscheid verleiht (vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3; 129 I 
232 E. 3.2; 127 III 576 E. 2b; 126 I 97 E. 2b, je mit Hinweisen); die materielle Richtigkeit 
der Begründung und des darauf gestützten Entscheids ist Gegenstand der materiellen 
Beurteilung und keine Frage, ob der Entscheid den formellen Anforderungen an die 
Begründung genügt, wenn diese auch darauf ausgelegt sind, die Basis für einen inhaltlich 
richtigen Entscheid zu legen (vgl. Urteil 4A_106/2009 vom 1. Oktober 2009 E. 4.4, nicht 
publ. in BGE 136 III 23; BGE 130 II 530 E. 4.3 S. 540; 114 Ia 233 E. 2d in fine S. 242).

6.4 Zusammenfassend verletzte die Vorinstanz weder das Willkürverbot noch den 
Gehörsanspruch, indem sie dem Beschwerdeführer die in vorstehender Erwägung 6.2 
aufgeführten Sorgfaltspflichtverletzungen vorwarf. Die diesbezüglichen Rügen sind 
unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann.

7.
Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, den Kausalzusammenhang zwischen den 
vorgeworfenen Sorgfaltspflichtverletzungen und der körperlichen Schädigung der 

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Beschwerdegegnerin 1 willkürlich und unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 
Gehör bejaht zu haben. Namentlich habe sich die Vorinstanz bei der Feststellung der 
natürlichen Kausalität, statt auf die überwiegende Wahrscheinlichkeit abzustellen, in 
willkürlicher Weise mit der blossen Möglichkeit einer Verursachung begnügt und den 
Begriff der natürlichen Kausalität verkannt.

7.1 Die Haftung nach der hier massgebenden Haftungsordnung setzt, wie jede Haftung 
allgemein, voraus, dass zwischen der pflichtwidrigen Handlung und dem eingetretenen 
Schaden ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang gegeben ist.

Ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht dann, wenn das pflichtwidrige Verhalten für 
den eingetretenen Schaden eine notwendige Bedingung (conditio sine qua non) bildet, d.h. 
nicht hinweggedacht werden könnte, ohne dass auch der eingetretene Erfolg entfiele (BGE 
133 III 462 E. 4.4.2; 132 III 715 E. 2.2; 125 IV 195 E. 2b). Ob ein natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist, beschlägt die tatsächlichen Verhältnisse (BGE 133 III 
462 E. 4.4.2; 132 III 715 E. 2.2; 130 III 591 E. 5.3; 128 III 180 E. 2d S. 184). Für den 
natürlichen Kausalzusammenhang gilt nach ständiger Rechtsprechung das Beweismass 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 133 III 81 E. 4.4.2 S. 88; 462 E. 4.4.2 S. 470, 
je mit Hinweisen). Danach gilt ein Beweis als erbracht, wenn für die Richtigkeit der 
Sachbehauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart gewichtige Gründe sprechen, 
dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Betracht fallen 
(BGE 133 III 81 E. 4.2.2 S. 89; 132 III 715 E. 3.1. S. 720; 130 III 321 E. 3.3 S. 325).

Die Frage nach der Adäquanz des Kausalzusammenhangs ist rechtlicher Natur (vgl. BGE 
132 III 715 E. 2.2; 116 II 519 E. 4a S. 524). Ein Ereignis gilt als adäquate Ursache eines 
Erfolgs, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 
herbeizuführen, der Eintritt des Erfolgs also durch das Ereignis als allgemein begünstigt 
erscheint (BGE 123 III 110 E. 3a mit Verweisen).

7.2 Im vorliegenden Fall wirft die Vorinstanz dem Beschwerdeführer für die Schädigung der 
Beschwerdegegnerin 1 kausale Unterlassungen vor, die hauptsächlich in der nicht 
rechtzeitigen Vornahme von Massnahmen zur Abklärung des kindlichen Zustands unter der 
Geburt und, bei Verzicht auf eine MBU, in der Nicht-Vornahme eines Kaiserschnitts 
spätestens um 05.10 Uhr liegen; es habe an der Betreuung durch einen vorgesetzten Arzt 
und zeitweise an einer notwendigen ärztlichen Geburtsbegleitung überhaupt gemangelt 
und damit hätten auch die Voraussetzungen gefehlt, dass von 04.45 bis kurz vor 06.00 Uhr 
überhaupt die notwendigen ärztlichen Entscheide hätten gefällt werden können.

Im Fall einer Unterlassung bestimmt sich der Kausalzusammenhang danach, ob der 
Schaden auch bei Vornahme der unterlassenen Handlung eingetreten wäre. Es geht um 
einen hypothetischen Kausalverlauf, für den nach den Erfahrungen des Lebens und dem 
gewöhnlichen Lauf der Dinge eine überwiegende Wahrscheinlichkeit sprechen muss. 
Grundsätzlich unterscheidet die Rechtsprechung auch bei Unterlassungen zwischen 
natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang. Während bei Handlungen die 
wertenden Gesichtspunkte erst bei der Beurteilung der Adäquanz zum Tragen kommen, 
spielen diese Gesichtspunkte bei Unterlassungen in der Regel schon bei der Feststellung 
des hypothetischen Kausalverlaufs eine Rolle. Es ist daher bei Unterlassungen in der 
Regel nicht sinnvoll, den festgestellten oder angenommenen hypothetischen 
Geschehensablauf auch noch auf seine Adäquanz zu prüfen (BGE 132 III 305 E. 3.5 S. 
311, 715 E. 2.3 S. 718 f.; 124 III 155 E. 3d S. 165 f.; 115 II 440 E. 5a S. 447 f., je mit 
Hinweisen).

7.3 Die Vorinstanz prüfte gesondert, ob der natürliche und der adäquate 
Kausalzusammenhang gegeben seien. Wenn der Beschwerdeführer ihr vorwirft, nicht klar 
zwischen dem natürlichen und dem adäquaten Kausalzusammenhang unterschieden und 
teilweise Erfahrungssätze herangezogen zu haben, um den natürlichen 
Kausalzusammenhang zu begründen, gehen seine Vorbringen nach den vorstehend 
(Erwägung 7.2) dargelegten Besonderheiten bei der Feststellung des 
Kausalzusammenhangs bei vorgeworfenen Unterlassungen an der Sache vorbei. Zu 
prüfen ist vorliegend, ob die Vorinstanz im Ergebnis in Willkür verfallen ist, indem sie - nach 
ihren gesamten, unter den Titeln "natürlicher" und "adäquater" Kausalzusammenhang 
angestellten Erwägungen - zum Schluss kam, dass nach dem hypothetischen 

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Kausalverlauf die körperliche und geistige Schädigung der Beschwerdegegnerin 1 bei 
Vornahme der gebotenen Handlungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht 
eingetreten wäre. Dies verkennt der Beschwerdeführer, und es ist daher unbehelflich, wenn 
er allein aufgrund der Erwägungen der Vorinstanz zum "natürlichen 
Kausalzusammenhang" rügt, die Vorinstanz habe den natürlichen Kausalzusammenhang 
willkürlich bejaht, weil sie dafür gehalten habe, der dafür notwendige Nachweis sei 
erbracht, indem sowohl eine Schädigung der Beschwerdegegnerin 1 als auch schwere 
Sorgfaltspflichtverletzungen des Beschwerdeführers erstellt seien. Die Rüge, welche die 
von der Vorinstanz bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs angestellten 
Erwägungen ausser Acht lässt, greift zu kurz. Insbesondere ist es auch nicht willkürlich, 
wenn sich die Vorinstanz bei der Feststellung des massgeblichen hypothetischen 
Kausalverlaufs auch auf Erfahrungssätze stützte.

7.4 Die Vorinstanz erwog sinngemäss, dass bei Unterlassungen der "Kausalitätsbeweis im 
naturwissenschaftlichen Sinn" nicht zu erbringen sei. Es erstaune deshalb nicht, dass sich 
die Gerichtsgutachter dahingehend äusserten, es sei rein spekulativ, in welchem Ausmass 
eine in welchem Zeitpunkt auch immer vorgenommene Schnittentbindung das Ausmass 
der Schädigung reduziert hätte. Es fehle im vorliegenden Fall eine exakte Dokumentation 
über die Entwicklung des kindlichen Zustands unter der Geburt (Fehlen einer 
durchgehenden CTG-Aufzeichnung trotz Verzichts auf eine MBU) bzw. über das 
Geburtsgeschehen, was die Ärzte des Beschwerdeführers zu vertreten hätten und wodurch 
die Beweislage der Beschwerdegegner erschwert werde. Dies würde eine Herabsetzung 
des Beweismasses rechtfertigen.

In der Folge prüfte die Vorinstanz, ob die Schädigung der Beschwerdegegnerin 1 mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit mögliche Folge der Unterlassungen des 
Beschwerdeführers sei bzw. ob die Schädigung nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge 
und der allgemeinen/medizinischen Erfahrung durch die sorgfaltswidrige Unterlassung 
eines Kaiserschnitts herbeigeführt oder die Unterlassung zumindest geeignet gewesen sei, 
den Eintritt einer solchen zu begünstigen. Sie hielt es zunächst nicht als mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass bereits bei Spitaleintritt eine ausgeprägte fetomaternale 
Transfusion vorlag bzw. dass bei Spitaleintritt bereits eine Schädigung bestanden hatte. 
Vielmehr ging sie mit den FMH-Gutachtern davon aus, dass es in Folge der Anämie "unter 
der Geburt" zur schweren Azidose der Beschwerdegegnerin 1 gekommen ist. In 
eingehender Auseinandersetzung mit den Gutachtermeinungen kam die Vorinstanz sodann 
zum Schluss, dass sich in 60-70 % der Fälle von im CTG angezeigter bloss potentieller 
Gefährdung, d.h. bei schlechtem CTG, herausstelle, dass das Kind im Mutterleib 
tatsächlich gefährdet gewesen sei. Demnach lohne sich eine regelkonforme CTG-
Überwachung, wenn aus schlechten CTG's gemäss den Regeln der ärztlichen Kunst 
rechtzeitig die nötigen Konsequenzen gezogen würden, mithin ein Kaiserschnitt 
vorgenommen werde, wenn weiteres Zuwarten nicht mehr vertretbar sei. Vorliegend sei 
eine rasche Schnittentbindung mit Sicherheit um 05.10 Uhr indiziert gewesen, 
möglicherweise bereits gegen 03.40 Uhr. Es dürfte, so die Vorinstanz weiter, eine 
Erfahrungstatsache sein, dass eine asphyktische Schädigung in der Regel kumulativ und 
progressiv verlaufe. Der zeitliche Verlauf, der Schweregrad und die Dauer des 
Sauerstoffmangels beeinflussten das Ausmass der Gehirnverletzung und der sekundären 
asphyktischen Schädigung. Sowohl bei einer durch Abklärung (mittels MBU) objektivierten 
"fetalen Azidose" als auch bei einem pathologischen CTG, verzögerter Geburt (und) 
Geburtsstillstand, wenn weiteres Abwarten aufgrund der medizinischen Handlungsregeln 
nicht mehr vertretbar sei, müsse ein Kaiserschnitt zur Rettung von Leben und Gesundheit 
des Kindes rasch vorgenommen werden. Dies gelte nach der AWMF online 2006 Leitlinie 
015/054, einer auf langjähriger klinischer Erfahrung beruhenden Leitlinie einer 
gynäkologischen Fachgesellschaft, die auch beim Beschwerdeführer gegolten habe, und 
nicht grundlos erstellt worden sei. Mithin sei davon auszugehen, dass ihre Befolgung mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet sei, Schäden der eingetretenen Art zu 
verhindern oder wenigstens zu vermindern.

Bei erstellter Sectio-Bereitschaft wäre die Beschwerdegegnerin 1 spätestens um 05.30 Uhr 
bis 05.40 Uhr geboren worden. Statt dessen sei sie um 05.40 Uhr bei schweren variablen 
Dezelerationen (erneut) intrauterin reanimiert worden. Danach habe es nach Erhöhung der 
Syntocinonabgabe um 05.50 und damit künstlich erhöhtem Geburtsstress für das Kind bei 
pathologischem CTG noch 41 Minuten bis zur vaginalen Geburt gedauert. Aus dem 
Zustand der Beschwerdegegnerin 1 bei der Geburt müsse geschlossen werden, dass sie 

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vorgeburtlich während mindestens 20-40 Minuten einem zunehmend erheblichen 
Sauerstoffmangel ausgesetzt gewesen sei, der geeignet gewesen sei, nach unauffälligem 
Schwangerschaftsverlauf die festgestellte Schädigung zu verursachen. Da eine 
Hirnschädigung gemäss allgemeiner Erfahrung progressiv verlaufe, sei vorliegend mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass eine rechtzeitige Kaiserschnittentbindung 
die Hirnschädigung der Beschwerdegegnerin 1 verhindert oder zumindest begrenzt hätte. 
Wäre die Beschwerdegegnerin 1 schon bei Spitaleintritt infolge einer bereits 
stattgefundenen fetomaternalen Transfusion erheblichen Ausmasses hirngeschädigt 
gewesen (was nicht schon allein aufgrund der fehlenden Kindsbewegungen angenommen 
werden könne), könnte nicht plausibel erklärt werden, wie sie in einem solchen Zustand 
schwerer Anämie und Azidose die Belastungen der stundenlangen Geburt überhaupt hätte 
überleben können. Mithin sei die adäquate Kausalität zwischen der sorgfaltswidrigen 
Betreuung der Geburt und der Schädigung erstellt.

Dass die Sorgfaltspflichtverletzung des Beschwerdeführers rechtserheblich sei, dürfe, so 
die Vorinstanz ergänzend, auch aus dem Umstand abgeleitet werden, dass aufgrund der 
nicht vollständigen CTG-Dokumentation letztlich nicht beurteilt werden könne, ob ein 
Kaiserschnitt nach den Regeln der ärztlichen Kunst nicht bereits gegen 03.40 Uhr hätte 
vorgenommen werden müssen. Jedenfalls wäre der Zustand der Beschwerdegegnerin 1 
bei Geburt nach Ansicht der FMH-Gutachter mit grosser Wahrscheinlichkeit besser 
gewesen, wenn eine MBU um 03.00 Uhr eine leichte Azidose gezeigt hätte und danach 
eine Kaiserschnittentbindung erfolgt wäre, wobei aufgrund des Umstandes, dass die 
Beschwerdegegnerin 1 die Geburt überhaupt überlebt habe, nicht von einer erheblichen 
Schädigung schon bei Spitaleintritt auszugehen sei. Unter den gegebenen Umständen den 
rechtserheblichen Kausalzusammenhang nicht zu bejahen, würde dem Grundgedanken 
der gesetzlichen Haftpflicht widersprechen, dass ein Handlungsträger sich nicht einer 
möglichen Haftung soll entziehen können, indem er im Einzelfall medizinisch indizierte 
Abklärungsmassnahmen unterlässt.

7.5 Was der Beschwerdeführer gegen diese Würdigung vorbringt, ist weitgehend 
appellatorischer Natur. Es gelingt dem Beschwerdeführer damit nicht aufzuzeigen, dass die 
Vorinstanz im Ergebnis in Willkür verfallen wäre, indem sie schloss, der Schaden wäre bei 
Vornahme der gebotenen Handlungen, insbesondere eines Kaiserschnitts spätestens um 
05.30 Uhr, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht oder in vermindertem Ausmass 
eingetreten.
7.5.1 Zunächst trifft es nicht zu, dass sich die Vorinstanz bezüglich des Beweismasses, 
statt auf die überwiegende Wahrscheinlichkeit abzustellen, willkürlich mit der blossen 
Möglichkeit einer Verursachung zufrieden gab. Dieser Vorwurf basiert auf einer ungenauen 
Lektüre des angefochtenen Entscheids. Daraus geht klar hervor, dass die Vorinstanz den 
Begriff der überwiegenden Wahrscheinlichkeit richtig erfasste und den massgeblichen 
hypothetischen Kausalverlauf als mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als erstellt 
betrachtete, wobei sie ergänzend festhielt, dass es sich rechtfertige, das Beweismass 
wegen der vom Beschwerdeführer zu vertretenden Unvollständigkeit der Dokumentation zu 
reduzieren.
7.5.2 Der Beschwerdeführer rügt es als willkürlich, dass die Vorinstanz ihm implizite 
bezüglich der fehlenden CTG-Dokumentation einen Vorwurf mache, ohne zu prüfen, 
weshalb während einer gewissen Zeit keine CTG-Dokumentation vorliege. Auch diese 
Rüge ist unbegründet. Die Vorinstanz legte dar, dass bei der gegebenen Sachlage eine 
lückenlose CTG-Aufzeichnung geboten gewesen wäre. Das Fehlen einer solchen (ab 
03.17 Uhr) habe, so die Vorinstanz, jedenfalls der Beschwerdeführer zu vertreten, 
unabhängig davon, ob vorhandene Aufzeichnungen den Gutachtern und dem Gericht 
vorenthalten worden oder ob keine Aufzeichnungen erfolgt seien. Für den Fall der 
Vorenthaltung von Aufzeichnungen bedarf es keiner weiteren Begründung, weshalb der 
Beschwerdeführer deren Fehlen zu vertreten hat. Für den Fall, dass tatsächlich keine 
Aufzeichnungen erfolgten, ergibt sich die Verantwortung des Beschwerdeführers dafür 
zwangslos daraus, dass der Assistenzarzt den Geburtssaal im fraglichen Zeitraum unter 
Verletzung der massgebenden Handlungsmaximen verliess und nicht für eine lückenlose 
Aufzeichnung sorgte (Erwägung 6.3.4.1 vorne).

Haltlos ist auch die Behauptung des Beschwerdeführers, die "Folgerung" der Vorinstanz 
führe zu einer Umkehr der Beweislast, die weder im kantonalen noch im Bundesrecht ein 
Stütze finde. Die Vorinstanz befürwortete lediglich eine weitergehende, das Beweismass 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit reduzierende Beweiserleichterung für die 

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Beschwerdegegner, nicht eine Beweislastumkehr. Dass sie damit in Willkür verfallen wäre, 
macht der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich (vgl. dazu das 
Urteil des Bundesgerichts 4C.378/1999 vom 23. November 2004 E. 3, 6.3, 7.4). Die 
Behauptung, die Vorinstanz habe die Beweislast umgekehrt, ist überdies schon deshalb 
unbehelflich, weil vorliegend kein offenes Beweisergebnis vorliegt. Die Beweislastverteilung 
ist damit gegenstandslos (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 277; 114 II 289 E. 2a).
7.5.3 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe krass willkürlich angenommen, der 
Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs sei gegeben bzw. es sei in Folge der 
Anämie unter der Geburt zur schweren Azidose gekommen. Sie missachte die Tatsache, 
dass die fetomaternale Transfusion und damit die Gehirnschädigung bereits vor dem 
Eintritt ins Spital des Beschwerdeführers stattgefunden haben könne, was 
vernünftigerweise nicht auszuschliessen bzw. mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit 
anzunehmen sei.
Der Beschwerdeführer übergeht dabei, dass die Vorinstanz nicht ohne nachvollziehbare 
Begründung von der aus dem Umstand der verminderten Kindsbewegungen geschöpften 
Vermutung der Gutachter abgewichen ist, wonach die fetomaternale (Makro)Transfusion 
bereits vor Spitaleintritt erfolgt sei. Sie stützte ihren Schluss auf weitere Äusserungen der 
FMH-Gutachter, wonach es in Folge der Anämie unter der Geburt zur schweren Azidose 
der Beschwerdegegnerin 1 gekommen und das CTG bei Eintritt nicht das in der Literatur 
bei der seltenen fetomaternalen Transfusion mehrfach beschriebene sinusoidale Muster 
(spezielles wellenförmiges CTG-Muster) ausgewiesen habe. Ferner berücksichtigte sie, 
dass abnehmende Kindsbewegungen als unspezifisches Zeichen gälten und dass die 
Beschwerdegegnerin 1 die Belastungen der stundenlangen Geburt überhaupt überlebte. 
Dieser Würdigung der Vorinstanz setzt der Beschwerdeführer, ohne darauf 
rechtsgenügend einzugehen, in weitgehend appellatorischer Kritik bloss seine eigenen 
Schlüsse entgegen, die er aus dem Umstand der verminderten Kindsbewegungen und 
verschiedener gutachterlicher Äusserungen über die Schwierigkeit zieht, eine sichere 
Aussage über die entscheidende Frage einer vorbestehenden Schädigung zu machen. 
Damit vermag er keine Willkür aufzuzeigen, insbesondere nicht, dass die Vorinstanz die 
überwiegende Wahrscheinlichkeit des Bestehens einer erheblichen Schädigung bereits bei 
Spitaleintritt in offensichtlich unhaltbarer Weise verneint hätte. Der in umfassender 
Beweiswürdigung gezogene Schluss der Vorinstanz erscheint nicht schon unhaltbar, wenn 
er sich nicht auf explizite Aussagen der Gutachter stützen lässt.
7.5.4 Der Beschwerdeführer wendet sich sodann gegen den Schluss der Vorinstanz, die 
Vornahme eines Kaiserschnitts bzw. die Befolgung der massgeblichen Handlungsregeln 
wäre vorliegend mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet gewesen, Schäden der 
eingetretenen Art zu vermeiden oder wenigstens zu vermindern. Dass die Befolgung der 
Handlungsregeln an sich geeignet ist, Schäden der eingetretenen Art zu vermeiden, stellt 
der Beschwerdeführer dabei nicht, jedenfalls nicht rechtsgenüglich begründet in Frage.

Er rügt indes, die Vorinstanz sei in willkürlicher Weise von der Annahme ausgegangen, 
eine MBU um 03.00 Uhr hätte nur eine leichte Azidose gezeigt. Entsprechendes sei aber 
nicht bekannt. Die Begründung der Vorinstanz, weshalb mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit bei Spitaleintritt noch keine schwere Schädigung vorgelegen habe, lässt 
sich indessen nach den gesamten vorinstanzlichen Erwägungen und insbesondere der 
Tatsachen, dass die Beschwerdegegnerin 1 die Geburt überhaupt überlebt hat und eine 
asphyktische Schädigung progressiv verläuft, willkürfrei auch auf die spätere Zeit beziehen, 
bis ein Kaiserschnitt indiziert gewesen wäre. Die Argumentation des Beschwerdeführers 
läuft darauf hinaus, dass eine Gewissheit über den Zustand der Beschwerdegegnerin 1 
während dem Geburtsvorgang bestehen müsste, um zu entscheiden, dass die Befolgung 
der Handlungsregeln hier geeignet gewesen wäre, einen Schaden der eingetretenen Art zu 
vermeiden. Der hauptsächliche Vorwurf besteht indes gerade darin, dass trotz Unkenntnis 
des Zustands der Beschwerdegegnerin 1, die der Beschwerdeführer nicht mit einer MBU 
beseitigt hatte, kein Kaiserschnitt vorgenommen wurde, als ein solcher angesichts der 
erkennbaren Gefährdung des Kindes um 05.10 Uhr indiziert war, wobei wegen Fehlens von 
CTG-Aufzeichnungen nicht beurteilt werden kann, ob eine Schnittentbindung schon früher 
geboten gewesen wäre. Bei einer solchen Sorgfaltspflichtverletzung und solchen 
Dokumentationslücken bestehen naturgemäss Unsicherheiten über den Kausalverlauf. 
Indem die Vorinstanz dem bei der Beweiswürdigung Rechnung trug und namentlich den 
Umstand berücksichtigte, dass der Beschwerdeführer es in der Hand gehabt hätte, den 
Zustand des Kindes unter der Geburt hinreichend zu dokumentieren bzw. dass er es zu 
verantworten hat, dass der tatsächliche Zustand nicht hinreichend dokumentiert ist, verfiel 
sie nicht in Willkür.

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Die Vorinstanz schloss aus dem Zustand der Beschwerdegegnerin 1 nach der Geburt, d.h. 
dass sie die Geburt zwar überlebte, allerdings nur mit einer schweren Schädigung, sowie 
aus der Erfahrungstatsache, dass eine Hirnschädigung progressiv verläuft, je länger der 
ungünstige Zustand andauere, das Kind müsse (nach 05.10 Uhr) während mindestens 20 
bis 40 Minuten einem zunehmend erheblichen Sauerstoffmangel ausgesetzt gewesen sein, 
der geeignet war, die Schädigung zu verursachen. Auch diesen nachvollziehbaren Schluss 
vermag der Beschwerdeführer nicht mit dem blossen Argument als willkürlich auszuweisen, 
dass kein Gutachter solche Feststellungen gemacht habe und sich das Gericht dabei auf 
Fachliteratur abgestützt habe.
7.5.5 Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze ihre Begründungspflicht (Art. 29 
Abs. 2 BV), indem sie erwäge, bei vorbestehender schwerer Anämie und Azidose könnte 
nicht plausibel erklärt werden, wie die Beschwerdegegnerin 1 die Belastungen der 
geschilderten stundenlangen Geburt überhaupt hätte überleben können, ohne zu sagen, 
welchen Belastungen sie ausgesetzt gewesen sein solle und inwiefern diese tödlich oder 
den Schaden vergrössernd hätten sein müssen. Die Erwägung, die Beschwerdegegnerin 1 
wäre stundenlang einer grossen Belastung ausgesetzt gewesen, sei auch tatsachenwidrig 
und lasse sich dem Beweisverfahren nicht entnehmen.

Auch diese Rügen sind unbegründet, soweit darauf eingetreten werden kann. Wenn die 
Vorinstanz ausführt, die Beschwerdegegnerin 1 sei stundenlangen Belastungen der Geburt 
ausgesetzt gewesen, ohne dies näher zu präzisieren, hat sie ihre Begründungspflicht 
offensichtlich nicht verletzt. Aus den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt sich ohne 
weiteres, welchen Belastungen das Kind ausgesetzt war (Erwägung 4.1 vorne). Es ist 
danach unbestritten, dass Wehen der Beschwerdegegnerin 2 jedenfalls vor 03.00 Uhr 
durch wehenfördernde Mittel stimuliert wurden. Dass der mit den Wehen einsetzende 
Geburtsvorgang an sich mit einer Belastung für das Kind verbunden ist, stellt eine 
notorische Tatsache dar und bedarf keiner besonderen Erwähnung oder Beweise.
7.5.6 Die Vorinstanz hielt in einer zusammenfassenden Erwägung fest, es habe sich nach 
unauffälligem Schwangerschaftsverlauf bei der Beschwerdegegnerin 1 im Rahmen des 
Geburtsgeschehens eine durch schweren Blutverlust entstandene Anämie und damit 
einhergehend eine mangelnde Organversorgung mit Sauerstoff ereignet. Es ist nicht leicht 
verständlich, wenn der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, die Vorinstanz sage nicht, 
was sie unter "Geburtsgeschehen" verstehe, namentlich ob auch die Zeit vor Eintritt ins 
Spital gemeint sei, worin eine Verletzung des Gehörsanspruchs nach Art. 29 Abs. 2 BV 
liege. Aus den gesamten Erwägungen der Vorinstanz geht ohne weiteres hervor, dass 
damit die Geburtsphase nach Spitaleintritt gemeint ist (Erwägung 4.1 vorne). Die Rüge ist 
offensichtlich unbegründet.

Die Vorinstanz führte in der genannten Erwägung in Zusammenfassung ihrer Begründung 
aus, es könne davon ausgegangen werden, dass die bei Geburt erkannte Hirnschädigung 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge der äusserst mangelhaften 
Geburtsüberwachung und -betreuung gewesen sei, indem entgegen den Regeln der 
ärztlichen Kunst bei Verzicht auf eine MBU und unter alleinigem Abstellen auf das CTG 
nicht spätestens um 05.10 Uhr die Entscheidung zu einem raschen Kaiserschnitt getroffen 
wurde. Zu den dagegen vom Beschwerdeführer erhobenen Rügen, in denen er nichts 
Neues vorbringt und die weitgehend appellatorischer Natur sind, kann vollumfänglich auf 
das vorstehend Ausgeführte verwiesen werden.

8.
Zusammenfassend bejahte die Vorinstanz die grundsätzliche Haftung des 
Beschwerdeführers verfassungskonform. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf 
eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beschwerdeführer 
kosten- und entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Die Höhe der 
Parteientschädigung ist für die durch denselben Anwalt vertretenen Beschwerdegegner 1-6 
einerseits mit Rücksicht auf den von ihnen insgesamt eingeklagten Betrag und für die 
durch einen anderen Anwalt vertretene Beschwerdegegnerin 7 anderseits zu bemessen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

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4A_48/2010 (09.07.2010)

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2.
Die Gerichtskosten von Fr. 20'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegner 1-6 für das bundesgerichtliche 
Verfahren mit insgesamt Fr. 20'000.-- und die Beschwerdegegnerin 7 mit Fr. 10'000.-- zu 
entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht Freiburg, I. 
Verwaltungsgerichtshof, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 9. Juli 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Widmer

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