# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1c67c696-6062-59a6-86c0-953bcdab8526
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.11.2023 UV 2023/25
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2023-25_2023-11-06.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/16

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2023/25

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.01.2024

Entscheiddatum: 06.11.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2023
Art. 6, 10 und 19 Abs. 1 UVG; Art. 67 Abs. 2 UVV; Art. 43 Abs. 1 ATSG: Bevor 
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, ob es sich bei der 
Operation vom 28. September 2022 um eine zweckmässige, indizierte 
Behandlung gehandelt hat, kann die Frage nach dem medizinischen 
Endzustand nicht beantwortet werden. Aber auch unabhängig von der 
Operationsindikation überzeugen die Beurteilungen der beratenden Ärzte 
der Beschwerdegegnerin zur Frage, wann der medizinische Endzustand 
i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG eingetreten ist, nicht. Rückweisung zur weiteren 
Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 6. November 2023, UV 2023/25)

Entscheid vom 6. November 2023

Besetzung

Versicherungsrichter Michael Rutz (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Mirjam Angehrn 

und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Sabrina Bleile

Geschäftsnr.

UV 2023/25

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

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vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Manuela Küng-Studach, Müller, Streiff & Partner 

AG, Zürcherstrasse 25, Postfach 326, 8730 Uznach,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG als (…) angestellt und 

dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) unfallversichert, als 

er am 14. Dezember 2021 als Fussgänger von einem Auto angefahren wurde (Suva-

act. 1 und 31). Noch gleichentags wurde er per Ambulanz ins Spital C.___ gebracht, wo 

ein Mehrfachtrauma mit distaler, intraartikulärer Radiusfraktur links, einer undislozierten 

Acromionfraktur rechts sowie einer LTHV (leichten traumatischen Hirnverletzung) II 

Grades diagnostiziert wurde. Während die Acromionfraktur konservativ behandelt 

wurde, wurde die Radiusfraktur links am 15. Dezember 2021 operativ versorgt (Suva-

act. 24 und 25-2) mit einem komplikationslosen intraoperativen Verlauf. Postoperativ 

bestand jedoch eine Hypästhesie palmar im Bereich der Fingerbeere Dig. (Digitus) I. 

Am 17. Dezember 2021 konnte der Versicherte in gebessertem Allgemeinzustand und 

mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden (Suva-act. 25-2). Die 

Suva kam für die Heilbehandlung auf und entrichtete Taggeldleistungen (vgl. Suva-act. 

3 und 18).

A.a. 

Anlässlich der ambulanten Nachkontrolle in der Klinik für Orthopädie und 

Traumatologie des Spitals C.___ vom 30. Dezember 2021 berichtete der Versicherte 

A.b. 

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über noch bestehende Schmerzen am linken Handgelenk, jedoch über eine insgesamt 

regrediente Symptomatik. Das bereits postoperativ aufgetretene Taubheitsgefühl am 

linken Daumen sei persistent (Suva-act. 28). Im Rahmen einer weiteren Sprechstunde 

vom 4. Februar 2022 beklagte er neben leichten Schmerzen im Bereich des 

Handgelenks sowie der rechten Schulter auch seit dem Unfall bestehende 

Kopfschmerzen und intermittierende Albträume und Flashbacks, sodass die 

behandelnden Ärzte beim Verdacht auf eine beginnende posttraumatische 

Belastungsstörung eine psychotherapeutische Anbindung empfahlen (Suva-act. 29). Im 

Bericht zur Sprechstunde vom 14. März 2022 hielt der behandelnde Arzt der Klinik für 

Orthopädie und Traumatologie des Spitals C.___ fest, dass drei Monate postoperativ 

soweit ein regelrechter Verlauf bestehe. Die Acromionfraktur sei geheilt. Am linken 

Handgelenk bestehe noch eine Hypästhesie im Narbenbereich mit noch 

eingeschränkter Beweglichkeit im Handgelenk. Die Hypästhesie am ulnaren Daumen 

präsentiere sich unverändert. Die Acromionfraktur an der rechten Schulter habe sich 

radiologisch deutlich gebessert, allerdings sei die Beweglichkeit noch eingeschränkt 

(Suva-act. 30). Da der Versicherte auch anlässlich der Sprechstunde vom 28. April 

2022 noch immer an den Folgen des Unfalls litt und zwischenzeitlich durch die leicht 

überstehende Schraube am Processus styloideus gestört war, wurde am 6. Mai 2022 

eine operative Schraubenentfernung durchgeführt (Suva-act. 48 und 76 f.).

Nach der Einholung einer versicherungsinternen Beurteilung (Suva-act. 47) erteilte 

die Suva am 10. Mai 2022 Kostengutsprache für eine wöchentliche Psychotherapie für 

vier Monate (Suva-act. 50; zum entsprechenden Kostengutsprachegesuch des 

Psychiatrie-Zentrums D.___ vgl. Suva-act. 34).

A.c. 

Anlässlich der Sprechstunde vom 28. Juni 2022 in der Klinik für Orthopädie und 

Traumatologie des Spitals C.___ zeigte sich, dass der Versicherte von der 

Osteosynthesematerialentfernung nicht signifikant profitierten konnte. Beim 

Versicherten bestand weiterhin eine Schmerzproblematik im Bereich des radialen 

Handgelenks. Objektiv zeigte sich eine verbesserte Handgelenksbeweglichkeit zu 

unmittelbar präoperativ. Die Hypästhesie im Bereich des Daumens war allerdings 

unverändert. Aufgrund der lokalen Schmerzproblematik wies der behandelnde Arzt den 

Versicherten für die Einholung einer Zweitmeinung Dr. med. E.___, Klinik F.___ AG, zu 

(Suva-act. 92).

A.d. 

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Am 1. Juli 2022 gelangte das Psychiatrie-Zentrum G.___ mit einem 

Kostengutsprachegesuch für eine tagesklinische Behandlung für drei Monate an die 

Suva, welches letztere am 14. Juli 2022 für die Zeit ab dem 11. Juli 2022 guthiess 

(Suva-act. 108).

A.e. 

Am 20. Juli 2022 erfolgte eine Vorstellung des Versicherten bei Dr. E.___. Dieser 

empfahl eine ergotherapeutische Mitbehandlung (Suva-act. 116).

A.f. 

Per ___ 2022 wurde das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten seitens der 

Arbeitgeberin gekündigt (Suva-act. 86).

A.g. 

Am 3. August 2022 erklärte die Suva mit Bezug auf ein erneutes 

Kostengutsprachegesuch des Psychiatrie-Zentrums D.___ (Suva-act. 122), dass sie 

nach Beendigung der tagesklinischen Behandlung, für welche sie am 14. Juli 2022 

bereits Kostengutsprache erteilt habe (vgl. Suva-act. 108), die ambulante 

psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung gerne vorerst weiter übernehme 

(Suva-act. 125).

A.h. 

Im Auftrag der Suva (Suva-act. 121) erfolgte am 6. September 2022 eine 

neurologische Untersuchung bei PD Dr. med. H.___, Facharzt für Neurologie FMH, 

I.___. Dieser kam in seiner Beurteilung zum Schluss, dass sich kernspintomographisch 

kein Hinweis für eine traumatische Läsion finde (zur im Auftrag der Suva am 5. August 

2022 durchgeführten MRT-Untersuchung des Neurocraniums vgl. Suva-act. 115 und 

127). Aber es finde sich eine Läsion des Nervus medianus auf der linken Seite, sehr 

wahrscheinlich unfallbedingt, da beim Versicherten als Rechtshänder der rechte Nervus 

medianus unauffällig und der linke Nervus medianus mit einer Läsion zur Darstellung 

komme. Dr. H.___ bat Dr. E.___ um eine entsprechende Beurteilung und erachtete im 

weiteren Verlauf gegebenenfalls eine Karpaldachspaltung als sinnvoll (Suva-act. 137).

A.i. 

Am 12. September 2022 erteilte die Suva Kostengutsprache entsprechend dem 

Gesuch des Psychiatrie-Zentrums D.___ vom 26. August 2022, mithin für die 

Fortführung der teilstationären psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung bis 

zum 11. November 2022 an fünf Tagen und ab dem 14. November 2022 für weitere 

drei Monate an drei Tagen pro Woche (Suva-act. 134 und 139; zur entsprechenden 

A.j. 

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Beurteilung des beratenden Arztes der Suva vom 5. September 2022 vgl. Suva-act. 

136).

Im Bericht vom 14. September 2022 zur gleichentags erfolgten Sprechstunde 

nannte Dr. E.___ als Diagnosen einen Status nach einer distalen Radiusfraktur links 

vom 14. Dezember 2021, Schraubenosteosynthese am 15. Dezember 2021 und 

Osteosynthesematerialentfernung am 6. Mai 2022 sowie aktuell ein posttraumatisches 

Karpaltunnelsyndrom. Bei anhaltenden Sensibilitätsminderungen sowie bereits leicht 

eingetretener Thenararthropathie riet er zu einem operativen Vorgehen (Suva-act. 140). 

Am 28. September 2022 führte Dr. E.___ bei der Diagnose einer posttraumatischen 

Kompression des Nervus medianus mit chronischer Tenosynovitis der Beugesehnen 

links eine operative Neurolyse des Nervus medianus und eine Tenosynovektomie der 

Beugesehnen links durch (Suva-act. 143).

A.k. 

In einer Aktenbeurteilung vom 25. Oktober 2022 kam Dr. med. J.___, Facharzt für 

Neurologie, Suva Versicherungsmedizin Ost und Süd, zum Schluss, dass auf 

neurologischem Fachgebiet ausser einem subgalealem Hämatom (lokaler Blutergruss 

unter der Kopfhaut) keine strukturellen Folgen des Unfalls vom 14. Dezember 2021 

vorlägen. Die Frage, ob sämtliche in Frage kommenden medizinischen Fachrichtungen 

ausreichend abgeklärt worden seien, bejahte er und die Frage, ob von weiteren 

Behandlungsmassnahmen noch eine wesentliche Verbesserung der strukturell 

fassbaren Unfallfolgen zu erwarten sei, erachtete er als gegenstandslos, da keine 

traumatischen Unfallfolgen mehr vorlägen (Suva-act. 155).

A.l. 

Mit Verfügung vom 7. November 2022 stellte die Suva die vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) per 30. November 2022 ein, da 

ihre Abklärungen ergeben hätten, dass sich die noch geklagten Beschwerden 

organisch nicht hinreichend erklären liessen und die Adäquanz nicht mehr gegeben sei. 

Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf weitere 

Geldleistungen in Form einer Invalidenrente oder einer Integritätsentschädigung. Aus 

der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 25. Oktober 2022 ergebe sich 

zudem, dass kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zwischen dem 

Ereignis vom 14. Dezember 2021 und der Operation vom 28. September 2022 

(Karpaltunnelsyndrom) vorliege. Die entsprechenden Kosten könnten demnach nicht 

A.m. 

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B.  

von der Suva übernommen werden. Bezüglich der beim Ereignis vom 14. Dezember 

2021 erlittenen Handgelenksverletzung (Radiusfraktur links) und Schulterverletzung 

(undislozierte Acromionfraktur rechts) sei keine Behandlung mehr erforderlich (Suva-

act. 163).

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin lic. 

iur. M. Küng-Studach, Uznach, am 9. Dezember 2022 Einsprache (Suva-act. 182; zu 

einem vorgängig geführten Telefonat mit der Suva vom 5. Dezember 2022 vgl. Suva-

act. 178).

B.a. 

In einer Aktenbeurteilung vom 16. Dezember 2022 hielt Dr. J.___ fest, er habe 

bereits in der Beurteilung vom 25. Oktober 2022 festgestellt, dass nicht vom Vorliegen 

eines Karpaltunnelsyndroms auszugehen gewesen sei. Weder der klinische noch der 

neurophysiologische Befund hätten dies nahegelegt. Wie der Telefonnotiz vom 5. 

Dezember 2022 entnommen werden könne, habe sich die Problematik an der Hand 

seit dem Eingriff verschlimmert. Dies bestätige, dass die Beschwerden nicht durch ein 

Karpaltunnelsyndrom zu erklären gewesen seien. Hätte ein solches vorgelegen, wären 

die Beschwerden nach dem operativen Eingriff verschwunden oder zumindest deutlich 

besser geworden.  Ein Zusammenhang zwischen dem Unfall vom 14. Dezember 2021 

und der Operation vom 28. September 2022 bestehe somit nach wie vor nicht. Die 

Operation sei nicht indiziert und leitliniengerecht gewesen. Für eine weitere 

neurologische Diagnostik sehe er aktuell keine Indikation, insbesondere werde eine 

MRT-Untersuchung zu keiner Klärung auf neurologischem Fachgebiet beitragen. Ob 

eine Indikation für eine erneute MRT-Untersuchung aus unfallchirurgisch-

orthopädischer Sicht gegeben sei, könne er nicht beurteilen (Suva-act. 186).

B.b. 

In einer Aktenbeurteilung vom 3. Januar 2023 kam der beratende Arzt der Suva, 

Dr. med. K.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie (D), zum Schluss, 

dass sich aus unfallchirurgisch-orthopädischer Sicht keine Änderungen an den bereits 

vorliegenden neurologischen Beurteilungen ergäben. Vielmehr könnten diese 

vollumfänglich bestätigt werden. Eine weiterführende MRT-Abklärung sei daher auch 

aus unfallchirurgischer Sicht nicht angezeigt (Suva-act. 195).

B.c. 

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C.  

Mit Schreiben vom 9. Januar 2023 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie 

an der Verfügung vom 7. November 2022 festhalte. Sie gab ihm die Gelegenheit unter 

Einsicht in die versicherungsmedizinischen Beurteilungen von Dr. J.___ vom 16. 

Dezember 2022 und Dr. K.___ vom 3. Januar 2023 erneut Stellung zu nehmen (Suva-

act. 197).

B.d. 

Am 30. Januar 2023 reichte der Versicherte eine ergänzende 

Einsprachebegründung ein (Suva-act. 202).

B.e. 

Mit Einspracheentscheid vom 8. März 2023 hiess die Suva die Einsprache insofern 

gut, als sie die gesetzlichen Versicherungsleistungen für die psychischen Beschwerden 

des Versicherten im Rahmen der Kostengutsprache vom 12. September 2022 über den 

30. November 2022 hinaus bis zum 14. Februar 2023 erbringe und erst per 14. Februar 

2023 einstelle. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab (Suva-act. 208).

B.f. 

Gegen diese Verfügung erhob der weiterhin durch Rechtsanwältin Küng-Studach 

vertretene Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 24. April 2023 Beschwerde 

(act. G 1). Er beantragte, der Einspracheentscheid vom 8. März 2023 sei aufzuheben 

und die Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, ihm die gesetzlichen 

Leistungen, insbesondere die Heilbehandlung bezüglich seiner linken Hand, weiterhin 

zu gewähren. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) 

zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1 S. 2). Präzisierend zu den Rechtsbegehren 

führte der Beschwerdeführer aus, dass sich die Beschwerde einzig gegen die 

Einstellung der Versicherungsleistungen zur Behandlung der linken Hand richte (act. G 

1 S. 3, unten). Zusammen mit seiner Beschwerde reichte er eine Beurteilung von Dr. 

E.___ vom 28. März 2023 ein, worin sich dieser mit der Einschätzung von Dr. J.___ 

auseinandergesetzt hatte (act. G 1.7).

C.a. 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2023 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

Einspracheentscheides vom 8. März 2023 (act. G 3). Sie legte ihrer Beschwerdeantwort 

eine Aktenbeurteilung von Dr. K.___ und Dr. J.___ vom 16. Mai 2023 bei (act. G 3.1).

C.b. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist einzig, ob die Beschwerdegegnerin ihre 

Versicherungsleistungen betreffend die Behandlung der linken Hand zu Recht per 30. 

November 2022 eingestellt und die Übernahme der Kosten der Operation vom 28. 

September 2022 zu Recht verweigert hat (vgl. act. G 1 S. 3, unten).

2.  

In seiner Replik vom 3. Juli 2023 hielt der Beschwerdeführer sinngemäss an den 

bereits in der Beschwerde gestellten Anträgen fest (vgl. act. G 6).

C.c. 

Mit Eingabe vom 24. Juli 2023 erneuerte die Beschwerdegegnerin ihren Antrag auf 

Abweisung der Beschwerde und verzichtete auf die Erstattung einer umfassenden 

Duplik (act. G 8).

C.d. 

Ist die versicherte Person infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 

6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

[ATSG; SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Sie hat zudem 

Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG). Gemäss 

Art. 67 Abs. 2 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) sind 

Heilbehandlungen dann zweckmässig, wenn sie aufgrund der konkreten Umstände des 

Einzelfalls geeignet und notwendig sind, um das gesetzliche Ziel in einem vernünftigen 

Verhältnis zwischen Kosten und Nutzen zu erreichen. Eine Heilbehandlung muss somit 

die aus dem Krankenversicherungsrecht bekannten WZW-Kriterien (Wirksamkeit, 

Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit) erfüllen (Martina Filippo, N 6 und 13 ff. zu Art. 

10 UVG, in: Ghislane Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [BSK UVG]; vgl. ferner Art. 32 des 

Bundesgesetzes über die Krankenversicherung [KVG; SR 832.10]).

2.1. 

Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht nur für Gesundheitsschäden, 

die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (BGE 129 V 181 E. 3; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 

53 ff.). Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen Gesundheitsschaden 

2.2. 

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einmal anerkannt, so entfällt diese erst dann, wenn der Unfall nicht (mehr) die 

natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also 

letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, 

wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 

bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 

schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall früher 

oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (Urteil des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 

8C_101/2008, E. 2.2 mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; 

Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 54).

Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher 

Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in der Regel auf 

Angaben ärztlicher Experten oder Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem 

adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht 

nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 

E. 3.1 und 123 III 110; PVG 1984 Nr. 82, 174). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen 

die Adäquanz gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine 

selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 3a).

2.3. 

Unabhängig vom Kausalzusammenhang sind die vorübergehenden Leistungen 

(Heilbehandlung und Taggeld) unter Prüfung der Ansprüche auf Rente und 

Integritätsentschädigung auch einzustellen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der versicherten 

Person mehr erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 und 24 Abs. 2 UVG). Was unter einer 

namhaften Besserung des Gesundheitszustandes (Art. 19 Abs. 1 UVG) zu verstehen ist, 

umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die soziale 

Unfallversicherung ihrer Konzeption nach grundsätzlich auf die erwerbstätigen 

Personen ausgerichtet ist, ist die namhafte Besserung namentlich nach Massgabe der 

zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit – soweit diese 

unfallbedingt beeinträchtigt ist – zu beurteilen. Der Begriff "namhaft" bringt sodann 

zum Ausdruck, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 

Gewicht fallen muss, mithin unbedeutende Verbesserungen nicht genügen (BGE 134 V 

115 E. 4.3 mit Hinweisen). Grundlage für die Beurteilung der Frage, ob eine namhafte 

Besserung noch zu erwarten ist, bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den 

2.4. 

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therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter 

dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteile des Bundesgerichts vom 17. Februar 

2021, 8C_739/2020, E. 3, und vom 13. April 2022, 8C_682/2021, E. 5.1; je mit 

Hinweisen). Dabei ist zu berücksichtigen, dass ärztliche Verlaufskontrollen sowie 

manualtherapeutische Behandlungen in der Regel nicht als kontinuierliche, mit einer 

gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes 

gerichtete Behandlung im Sinne der Rechtsprechung zählen (Urteile des 

Bundesgerichts vom 22. September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3, und vom 3. Dezember 

2019, 8C_674/2019, E. 4.3; je mit Hinweisen). Für die Annahme des medizinischen 

Endzustandes wird nicht gefordert, dass eine ärztliche Behandlung nicht länger 

erforderlich ist oder dass eine Besserung der Befindlichkeit nicht mehr möglich ist 

(Urteile des Bundesgerichts vom 4. April 2013, 8C_729/2012, E. 5.2, und vom 22. 

September 2016, 8C_306/2016, E. 5.3; je mit Hinweisen).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der 

Anamnese abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

ob die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweis). Auch den Berichten beratender Ärzte und Ärztinnen von Versicherungen kann 

rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden. Soll ein Versicherungsfall 

jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel 

an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen der beratenden 

Ärzteschaft, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 

und 4.6; bestätigt etwa im Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 

8C_592/2012, E. 5.3). Die Rechtsprechung erachtet sodann Aktengutachten als 

zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind. Voraussetzung ist 

ein lückenloser Untersuchungsbefund, damit der Experte bzw. die Expertin imstande 

2.5. 

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3.  

ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild zu verschaffen (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

Die Beschwerdegegnerin hat die vom Beschwerdeführer erlittene Radiusfraktur 

links als unfallkausal anerkannt und entsprechend Versicherungsleistungen 

ausgerichtet, namentlich ist sie für deren operative Versorgung aufgekommen. In ihrer 

Verfügung vom 7. November 2022 hat die Beschwerdegegnerin ihre vorübergehenden 

Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) jedoch per 30. November 2022 

eingestellt und weitere Versicherungsleistungen (Rente und Integritätsentschädigung) 

verneint (Suva-act. 163). Im Einspracheentscheid vom 8. März 2023 hat sie – 

abgesehen von den psychischen Beschwerden, für welche sie eine Leistungspflicht 

entsprechend ihrer Kostengutsprache vom 12. September 2022 noch bis zum 14. 

Februar 2023 anerkannt hat – an der verfügten Leistungseinstellung und 

Leistungsablehnung festgehalten (Suva-act. 208). Der Beschwerdeführer ist mit der 

Einstellung der Versicherungsleistungen betreffend die linke Hand per 30. November 

2022 nicht einverstanden (act. G 1 S. 3, unten)

3.1. 

Zunächst ist mit dem Beschwerdeführer (act. G 6) festzuhalten, dass Dr. K.___ und 

Dr. J.___ in ihrer Aktenbeurteilung vom 16. Mai 2023 die Ansicht vertreten, dass die 

noch geklagten Handgelenksbeschwerden links mit endgradiger 

Bewegungseinschränkung sowie radiologisch diskreter Stufenbildung im Gelenk mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die operativ versorgte distale intraartikuläre 

Radiusfraktur zurückzuführen seien (act. G 3.1-6). Die aktuellen Restbeschwerden mit 

eingeschränkter Beweglichkeit und reduzierter Griffkraft seien somit überwiegend 

wahrscheinlich der erlittenen Radiusfraktur geschuldet (act. G 3.1-7). Die auch über 

den Leistungseinstellungszeitpunkt vom 30. November 2022 geklagten Beschwerden 

und funktionellen Einschränkungen am linken Handgelenk sind demnach aus Sicht der 

beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin als natürlich unfallkausal und objektivierbar 

einzustufen, was nachvollziehbar ist und von der Beschwerdegegnerin mit Schreiben 

vom 24. Juli 2023 – anders als noch im angefochtenen Einspracheentscheid (vgl. Suva-

act. 208-9 f.) – auch anerkannt worden ist (act. G 8). Eine gesonderte Adäquanzprüfung 

braucht es bei somatisch objektivierbaren Beschwerden und Einschränkungen nicht 

(vgl. dazu oben E. 2.3). Vielmehr ist bei unstrittig gegebener natürlicher Kausalität auch 

die Adäquanz hinsichtlich der objektivierbaren Unfallfolgen am linken Handgelenk ohne 

weiteres zu bejahen. Eine Einstellung der vorübergehenden Leistungen per 30. 

November 2022 und eine Ablehnung weiterer Leistungen mit der Begründung, es fehle 

an unfallkausalen somatischen Restfolgen, kommt gestützt auf die vorliegende 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/16

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4.  

medizinische Aktenlage somit nicht in Betracht. Dies gilt unabhängig der Ursache der 

vom Beschwerdeführer geklagten Gefühlsstörung (vgl. dazu sogleich E. 4).

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin ihre vorübergehenden 

Versicherungsleistungen betreffend die linke Hand gleichwohl zu Recht per 30. 

November 2022 eingestellt hat, weil in diesem Zeitpunkt von einer weiteren 

Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes i.S.v. Art. 19 Abs. 1 

UVG mehr zu erwarten gewesen war (vgl. dazu oben E. 2.4). In diesem Zusammenhang 

ist auch von Bedeutung, ob die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für die 

Operation vom 28. September 2022 trifft.

4.1. 

Die Dres. K.___ und J.___ sind in ihrer Beurteilung vom 16. Mai 2023 zum Schluss 

gekommen, dass über den 30. November 2022 hinaus von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte 

Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen sei, 

nachdem der klinische Untersuchungsbefund vom 28. Juni 2022 hinsichtlich des 

Bewegungsausmasses am Handgelenk mit dem von Dr. E.___ am 16. März 2023 

erhobenen Befund identisch gewesen und sich die Gefühlsstörung in diesem Zeitraum 

im Sinne des Spontanverlaufs (patho-physiologische Erholung des Ramus superficialis 

Nervus radialis, welche erfahrungsgemäss ein bis zwei Jahre daure) gebessert habe. 

Die gebesserte Fühlstörung im Daumenbereich sei nur als möglicher Erfolg der 

Operation vom 28. September 2022 anzusehen. Die Ansicht von Dr. E.___, dass die 

gebesserte Fühlstörung auf seine Operation vom 28. September 2022 zurückzuführen 

sei, sei somit nur bedingt nachvollziehbar. Gemäss der in den Akten enthaltenen 

Telefonnotiz vom 5. Dezember 2022 sei es nach der Operation sogar zu einer 

Verschlimmerung der Problematik an der Hand gekommen. Dies bestätige aus 

neurologischer Sicht, dass die Beschwerden nicht durch ein Karpaltunnelsyndrom 

verursacht worden seien und keine Indikation für die Operation vom 28. September 

2022 bestanden habe. Die am 6. September 2022 von Dr. H.___ erhobenen Befunde 

hätten keinen verwertbaren pathologischen Befund dargestellt, der für ein 

Karpaltunnelsyndrom sprechen würde. Die Amplitudendifferenz von etwa 50 % in der 

sensiblen, antidromen Neurografie des Nervus medianus ohne gleichzeitige 

Leistungsverzögerung könne nicht als Zeichen eines Karpaltunnelsyndroms gewertet 

werden (act. G 3.1-7). Sei der neurophysiologische Befund normal und liege zudem 

klinisch keine typische Läsion des Nervus medianus im Karpaltunnel vor, sei eine 

solche Operation nicht leitliniengerecht (act. G 3.1-8).

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/16

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Demgegenüber hat Dr. E.___ in seiner Stellungnahme vom 28. März 2023 

ausgeführt, dass beim Beschwerdeführer zwar kein typisches Karpaltunnelsyndrom, 

jedoch ein posttraumatisches Karpaltunnelsyndrom bestanden habe. Anlässlich der 

ersten Konsultation habe eine Sensibilitätsminderung am Daumen bestanden, welche 

im Verlauf nicht selbständig regredient gewesen sei. Der Daumen sei vom Nervus 

medianus innerviert und eine Gefühlsstörung am Daumen weise damit auf eine Läsion 

des Nervus medianus hin. Eine andere Ursache könne es nicht geben. Auch bei 

schwacher Absicherung im neurologischen Befund in der ENMG 

(Elektroneuromyographie) müsse bei einer persistierenden Gefühlsstörung ohne 

Hinweise auf weiter proximal gelegene Affektionen des Nervus medianus eine 

Dekompression dieses Nerven am Karpaltunnel durchgeführt werden, um einen 

weiteren Schaden zu vermeiden und eine Regeneration zu ermöglichen. Deshalb sei 

die Operation erfolgt. Die Kritik, wonach die Indikation zur Operation nicht 

leitliniengerecht gestellt worden sei, sei damit nicht haltbar. Im weiteren 

Untersuchungsverlauf habe sich denn auch eine Verbesserung der 

Sensibilitätsminderung gezeigt. Bei der letzten Konsultation vom 16. März 2023 sei nur 

noch ein sehr leichtes Defizit vorhanden gewesen. Auch könne eine neurologisch 

bedingte Atrophie im Bereich der Daumenballenmuskulatur messtechnisch nicht 

ausgeschlossen werden. Messtechnisch könne lediglich die Innervation beurteilt 

werden. Eine Medianusläsion könnte durch die operative Revision des Unfallschadens 

bei primärer Drahtfehllage entstanden sein. Wahrscheinlicher sei aber eine Beteiligung 

des Nervs durch die Fraktur und den Unfallmechanismus selbst (act. G 1.7).

4.3. 

Während die beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin also von einer 

Gefühlsstörung ausgehen, die auf die als unfallkausal anerkannte Radiusfraktur 

zurückzuführen ist, geht Dr. E.___, unter Berücksichtigung der neurologischen 

Beurteilung von Dr. H.___, von einem posttraumatischen Karpaltunnelsyndrom aus, 

dessen Ursache er ebenfalls in dem Unfall (Unfallmechanismus) oder den 

unfallkausalen operativen Eingriffen sieht. Da die Operation vom 28. September 2022 

der Gefühlsstörung gegolten hat, ist somit grundsätzlich anzunehmen, mit ihr sei ein 

unfallkausaler Schaden behandelt worden. Ob die Operation indiziert gewesen ist oder 

nicht, mithin ob sie eine Fehlbehandlung darstellt und damit nicht wirksam und 

zweckmässig gewesen ist (vgl. dazu oben E. 2.1), vermag das aus medizinischen Laien 

bestehende Gericht aufgrund der vorliegenden, sich widersprechenden medizinischen 

Berichte nicht zu beurteilen. Die Stellungnahme von Dr. E.___ vom 28. März 2023 

vermag jedenfalls Zweifel an den versicherungsinternen Beurteilungen von Dr. K.___ 

und Dr. J.___, wonach die Operation des Karpaltunnelsyndroms nicht indiziert gewesen 

sei, zu wecken. Dies gilt umso mehr als Dr. H.___, der seine neurologische Beurteilung 

4.4. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/16

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vom 6. September 2022 im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstellt hat (Suva-act. 

121), ebenfalls von einer Läsion des Nervus medianus ausgegangen ist und den 

Beschwerdeführer an Dr. E.___ zur Beurteilung der Indikation einer operativen 

Karpaldachspaltung überwiesen hat (Suva-act. 137). Im Übrigen schliessen auch Dr. 

K.___ und Dr. J.___ eine mögliche Verbesserung der Gefühlsstörung durch die 

Operation vom 28. September 2022 nicht kategorisch aus (vgl. act. G 3.1-7), was 

darauf hindeutet, dass der Operation die Wirksamkeit – zumindest im Zeitpunkt vor 

deren Durchführung – nicht hat abgesprochen werden können. Die Frage, ob man sich 

von der Operation zu Recht noch eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation 

erhofft hat, kann sich in zeitlicher Hinsicht auf das Erreichen des medizinischen 

Endzustandes i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG auswirken (vgl. dazu Alexia Heine, N 8 zu Art. 

10 UVG, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018 

[KOSS UVG]). Bevor mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, ob es sich bei der 

Operation um eine zweckmässige, indizierte Behandlung gehandelt hat, kann die Frage 

nach dem medizinischen Endzustand nicht beantwortet werden.

Aber auch unabhängig von der Operationsindikation überzeugen die Beurteilungen 

der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin zur Frage, wann der medizinische 

Endzustand i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG eingetreten ist, nicht. Dr. J.___ hatte in seiner 

Beurteilung vom 25. Oktober 2022 die Frage nach dem medizinischen Endzustand als 

hinfällig erachtet, da er sich damals auf den Standpunkt gestellt hatte, mit Ausnahme 

eines subgalealem Hämatoms bestünden aus neurologischer Sicht keine strukturellen 

Unfallfolgen (Suva-act. 155). Auch in der Aktenbeurteilung von Dr. J.___ vom 16. 

Dezember 2022 war der medizinische Endzustand i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG nicht 

Thema gewesen (Suva-act. 186). Ebenso wenig hatte sich Dr. K.___ in seiner 

Beurteilung vom 3. Januar 2023 zum medizinischen Endzustand aus orthopädischer 

Sicht geäussert (Suva-act. 195). Im Widerspruch zur ersten Beurteilung von Dr. J.___ 

vom 25. Oktober 2022 haben die beratenden Ärzte in ihrer Beurteilung vom 16. Mai 

2023 unfallkausale somatische Restfolgen anerkannt, gleichzeitig neu aber 

festgehalten, dass über den 30. November 2022 hinaus von der Fortsetzung der 

ärztlichen Behandlung keine namhafte Verbesserung des unfallbedingten 

Gesundheitszustandes mehr zu erwarten gewesen sei (act. G 3.1). Dass die Ärzte den 

medizinischen Endzustand in ihrer Beurteilung vom 16. Mai 2023 genau auf das Datum 

der von der Beschwerdegegnerin verfügten Leistungseinstellung gelegt haben, ohne 

zuvor dieses Datum im Rahmen ihrer medizinischen Beurteilungen festgesetzt zu 

haben, lässt Zweifel an deren Einschätzung aufkommen. Dies gilt umso mehr, als Dr. 

J.___ bereits in seiner Beurteilung vom 25. Oktober 2022 den medizinischen 

4.5. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/16

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5.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheentscheid 

aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinne 

Endzustand mangels Unfallfolgen implizit angenommen hatte (vgl. Suva-act. 155). Die 

Beurteilung vom 25. Oktober 2022 steht somit auch bezüglich des Erreichens des 

medizinischen Endzustandes im Widerspruch zu derjenigen vom 16. Mai 2023.

Nachdem bereits geringe Zweifel an den versicherungsinternen Beurteilungen 

weitere Abklärungen erfordern, kann auf die Einschätzungen von Dr. J.___ und Dr. 

K.___ nicht abgestellt werden. Vielmehr wäre es an der Beschwerdegegnerin gewesen, 

bei sich widersprechenden ärztlichen Einschätzungen eine versicherungsexterne 

fachmedizinische Abklärung zu veranlassen. Nachdem sie dies in Verletzung ihrer 

Untersuchungspflicht (Art. 43 Abs. 1 ATSG) unterlassen hat, ist der angefochtene 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Streitsache zur weiteren Abklärung und 

neuen Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei wird diese auch 

über die Ansprüche auf Rente und Integritätsentschädigung neu zu befinden haben, 

nachdem sie im vorliegenden Beschwerdeverfahren selber eingestanden hat, dass 

noch immer unfallkausale Beschwerden persistieren (vgl. act. G 8).

4.6. 

Gerichtskosten sind mangels entsprechender spezialgesetzlicher Grundlage keine 

zu erheben (vgl. Art. 61 lit. f  ATSG).

5.1. 
bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Als volles Obsiegen gilt auch die Rückweisung 

der Sache an die Verwaltung zwecks ergänzender Abklärungen (BGE 132 V 235 E. 6.2). 

Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) 

pauschal Fr. 1'500.-- bis Fr. 15'000.--. Mit Blick auf vergleichbare Fälle erscheint eine 

pauschale Parteientschädigung von Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer 

demnach mit Fr. 4'000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2023
	Art. 6, 10 und 19 Abs. 1 UVG; Art. 67 Abs. 2 UVV; Art. 43 Abs. 1 ATSG: Bevor mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, ob es sich bei der Operation vom 28. September 2022 um eine zweckmässige, indizierte Behandlung gehandelt hat, kann die Frage nach dem medizinischen Endzustand nicht beantwortet werden. Aber auch unabhängig von der Operationsindikation überzeugen die Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin zur Frage, wann der medizinische Endzustand i.S.v. Art. 19 Abs. 1 UVG eingetreten ist, nicht. Rückweisung zur weiteren Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2023, UV 2023/25)

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		2025-07-19T00:41:39+0200
	"9001 St.Gallen"
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