# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a6bff0d-b423-5646-8d8a-691c104913ec
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-27
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 27.10.2021 810 21 137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-137_2021-10-27.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 
Verwaltungsrecht 
 
vom 27. Oktober 2021 (810 21 137) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 
 
 
Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft / Weisung zur Inanspruchnahme einer Fami-
lien- und Erziehungsberatung 
 
 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Markus Clausen, Hans 

Furer, Daniel Häring, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiber Stefan Suter 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer 
  

 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 

 C.____, Beigeladene 
 

  
 

Betreff Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft  
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
11. Mai 2021) 

 
 
  

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A. D.____, geboren 2009, und E.____, geboren 2011, sind die gemeinsamen Kinder von 
C.____ und A.____. Mit Scheidungsurteil des Bezirksgerichts F.____ vom 31. Oktober 2013 
wurde die Ehe der Eltern geschieden. Dabei wurden die Kinder unter der gemeinsamen elterli-
chen Sorge beider Eltern belassen und in die Obhut des Vaters gestellt. Seit vier Jahren ver-
bringen die Kinder den Montag, Dienstag und Freitag beim Kindsvater, am Mittwoch und am 
Donnerstag sind sie bei der Kindsmutter. An den Wochenenden sind sie abwechselnd entweder 
beim Kindsvater oder bei der Kindsmutter. 
 
B. Am 10. August 2020 reichte C.____ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
(KESB) B.____ eine Gefährdungsmeldung betreffend ihre zwei Söhne ein. Als Grund führte sie 
mehrere Vorfälle an, welche in den vergangenen Monaten passiert seien. Auslöser der Gefähr-
dungsmeldung sei ein Brief ihres Sohnes D.____ gewesen, in welchem dieser sich suizidal ge-
äussert habe. Gemäss den Aussagen der Kinder komme es vermehrt zu Übergriffen des Va-
ters. Sie äusserte die Angst, dass sich ihr Sohn mit Beginn des Jugendalters das Leben neh-
men könnte. 
 
C. Die KESB B.____ beauftragte in der Folge die in Sozialarbeit ausgebildete und als Be-
hördenmitglied amtierende G.____ mit der Abklärung in Sachen D.____ und E.____. Ihr Abklä-
rungsbericht vom 11. Februar 2021 hält im Wesentlichen fest, dass bei D.____ nicht von einer 
akuten Suizidgefahr auszugehen sei und ausgeschlossen werden könne, dass der Kindsvater 
gegenüber seinen Kindern körperlich Gewalt anwenden würde. Jedoch sei der benötigte päda-
gogische Entwicklungsrahmen für die Kinder in der aktuellen familiären Situation nicht gegeben. 
Die Eltern hätten eine fehlende gemeinsame elterliche Problemeinsicht und unterschiedliche 
Vorstellungen. Darunter litten die Kinder. Vor dem Hintergrund der Belastung der Kinder wurde 
eine behördlich angewiesene Elternberatung empfohlen. 
 
D. Im Zeitraum zwischen dem 19. April 2021 und 21. April 2021 meldete die Primarschule 
H.____ der KESB mehrfach telefonisch, dass sich D.____ gegenüber Lehrern suizidal geäus-
sert und ausgesagt habe, dass er zuhause vom Kindsvater geschlagen werde. 
 
E. Mit Entscheid vom 11. Mai 2021 errichtete die KESB B.____ für D.____ und E.____ eine 
Erziehungsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
(ZGB) vom 10. Dezember 1907 und ernannte I.____ zum Beistand. Sie übertrug ihm die Aufga-
be, die Kindseltern in ihrer Sorge mit Rat und Tat zu unterstützen, die Koordination und Vernet-
zung der involvierten Fachstellen sowie der Schule sicherzustellen und allfällige weitere Unter-
stützungsangebote aufzugleisen. Die Eltern wurden weiter gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB ange-
wiesen, ab sofort die Familien- und Erziehungsberatung (FaBe) aufzusuchen, wobei die Bera-
tungsstelle um Berichterstattung an die KESB ersucht wurde. Einer allfälligen Beschwerde wur-
de sodann die aufschiebende Wirkung entzogen. 
 
F. Gegen den Entscheid der KESB B.____ vom 11. Mai 2021 erhob A.____ mit Eingabe 
vom 4. Juni 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungs-
recht (Kantonsgericht). Er begehrt sinngemäss, der Entscheid der KESB B.____ sei mit soforti-
ger Wirkung aufzuheben. Die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens sowie alle ihm entstan-

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denen Ausfälle und Kosten seien weiter der KESB B.____ in Rechnung zu stellen. Zur Begrün-
dung führt er an, dass der angefochtene Entscheid auf offensichtlichen Falschaussagen von 
Seiten der Kindsmutter beruhe. Der Entscheid sei das Resultat unzureichender Abklärungen, 
unzulänglicher Arbeitsausführung und einer willkürlichen Bewertung und Gewichtung der Aus-
sagen verschiedener im Abklärungsbericht erwähnter Personen. 
 
G. Am 14. Juli 2021 liess sich die KESB B.____ vernehmen. Sie schliesst auf kostenfällige 
Abweisung der Beschwerde. 
 
H. Die zum Verfahren beigeladene C.____ liess sich nicht vernehmen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs. 1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindesschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht erhoben werden. Zu-
ständiges Gericht im Sinne dieser Bestimmung ist nach § 66 Abs. 1 des Gesetzes über die Ein-
führung des Zivilgesetzbuches (EG ZGB) vom 16. November 2006 das Kantonsgericht, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Das Verfahren richtet sich vorab nach den Art. 450 ff. 
ZGB. Im Übrigen sind die Bestimmungen des kantonalen Verwaltungsprozessrechts anwendbar 
(§ 66 Abs. 2 EG ZGB). Der Beschwerdeführer ist als direkt Verfahrensbeteiligter ohne Weiteres 
zur Beschwerde legitimiert (Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB). Da auch die übrigen Prozessvoraus-
setzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), 
die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unange-
messenheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorlie-
genden Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3. Strittig ist, ob die behördliche Weisung gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB zur Inanspruch-
nahme einer Familien- und Erziehungsberatung sowie die Errichtung einer Erziehungsbeistand-
schaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu Recht erfolgten. 
 
4.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, aufgrund der Familiensituation und 
nicht zuletzt auch aufgrund ihrer AD(H)S-Problematik seien E.____ und D.____ in besonderem 
Masse auf einen familiären, emotionalen und pädagogischen Entwicklungsrahmen angewiesen, 
der ihnen Klarheit, Halt und Orientierung gebe. Dies scheine in ihrem familiären Umfeld jedoch 
nicht hinreichend gegeben. Vielmehr gelinge es den Eltern aufgrund diverser Diskrepanzen und 
unterschiedlicher Vorstellungen nicht, den Fokus auf ihre gemeinsame Elternverantwortung zu 
richten und zum Wohle ihrer Kinder zusammenzuarbeiten. Die Kinder bräuchten jedoch einen 
stabilen, für sie überschaubar und verlässlich strukturierten Erziehungs- und Betreuungsrah-
men, sowie ein Familienklima, in dem sie sich frei und unbelastet entfalten könnten. Wenn 
E.____ und D.____ die Uneinigkeiten ihrer Eltern weiterhin direkt oder indirekt miterleben wür-
den, entstehe für sie ein Leidensdruck, den sie alters- oder entwicklungsbedingt noch nicht ein-

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ordnen oder verarbeiten könnten und der Gefühle von Ohnmacht, Unsicherheit und emotionaler 
Überforderung hervorrufe. Die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft werde als notwendige 
und angemessene Kindesschutzmassnahme erachtet. Des Weiteren erscheine es unumgäng-
lich, den Eltern eine Weisung zum Besuch der Familien- und Erziehungsberatung zu erteilen. 
Diese solle ihnen die dringend notwendigen Fähigkeiten vermitteln, die gesundheitlichen, sozia-
len und emotionalen Bedürfnisse von D.____ und E.____ sicherzustellen und ihrem Unterstüt-
zungsbedarf gerecht zu werden sowie eine Vertrauens- und Kommunikationsbasis zu erarbei-
ten, die es ihnen ermögliche, gemeinsam zum Wohle der Kinder zu handeln und im Konfliktfall 
einvernehmliche, kindeswohlgerechte Lösungen zu finden. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer rügt, dass der Entscheid der Vorinstanz auf der Annahme fal-
scher Tatsachen aufgrund offensichtlicher Falschaussagen von Seiten der Kindsmutter und 
weiterer beteiligter Personen beruhe. Eingangs seiner Beschwerdeschrift moniert er die ihm 
gegenüber voreingenommene, parteiische sowie ablehnende Haltung der KESB B.____. Er 
macht geltend, dass er immer wieder haltlosen Beschuldigungen ausgesetzt sei und alles un-
ternehmen müsse, um seine Unschuld zu beweisen. Das bisherige unstete und flatterhafte Ver-
halten der Mutter sei einer der Hauptfaktoren gewesen, welcher zur Unruhe in der Beziehung 
zwischen ihm und den Kindern geführt habe. Nicht nur, dass sie die Kinder immer wieder mit 
Äusserungen gegen ihn aufgebracht habe und damit einen Loyalitätskonflikt provoziert habe, 
sie beeinflusse sie auch gewollt oder ungewollt emotional äusserst negativ. Er bestreitet, dass 
er die Kinder oder die Kindsmutter jemals geschlagen habe oder psychisch übergriffig gewor-
den sei. Solche Unterstellungen könne er nicht dulden. 
 
4.3 In ihrer Vernehmlassung führt die Vorinstanz aus, dass ihrem Entscheid an keiner Stelle 
auch nur eine Bemerkung betreffend Gewalt des Beschwerdeführers gegenüber seinen Kindern 
entnommen werden könne. Eine ablehnende und parteiische Haltung oder gar eine Vorverurtei-
lung werde bestritten. Vielmehr zielten die angeordneten Massnahmen unter ausdrücklichem 
Einbezug der Eltern darauf ab, deren Diskrepanzen und dadurch auch die Kindeswohlgefähr-
dung zu beseitigen. Dass solche Diskrepanzen beständen, bestätige der Beschwerdeführer in 
seiner Beschwerdeschrift gleich selbst. 
 
5.1 Nach Art. 307 Abs. 1 ZGB ist die Kindesschutzbehörde bei einer Gefährdung des Kin-
deswohls verpflichtet, die geeigneten Massnahmen zum Schutze des Kindes zu ergreifen, wenn 
die Eltern nicht von sich aus für Abhilfe sorgen oder dazu ausserstande sind. Der Begriff des 
Kindeswohls entzieht sich einer genauen Definition, weshalb zu dessen Beurteilung sämtliche 
Umstände des Einzelfalls zu beachten sind. Im Sinne einer positiven und nicht abschliessenden 
Beschreibung gehören zum Kindeswohl die Förderung und Entwicklung in geistiger, körperli-
cher und seelischer Hinsicht, ein Umfeld von Kontinuität und Stabilität, die Möglichkeit einer 
inneren Bindung des Kindes an die Beziehungspersonen sowie die Achtung des Willens des 
Kindes und seines Selbstbestimmungsrechts (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; BGE 129 III 250 
E. 3.4.2). Unter Gefährdung wird im Allgemeinen die objektiv fassbare Gefahr einer Beeinträch-
tigung des körperlichen, sittlichen oder geistigen Wohls verstanden. Diese muss - wenn auch 
regelmässig prognostische Elemente miteinzubeziehen sind - einigermassen konkret sein (YVO 
BIDERBOST, in: Breitschmid/Jungo [Hrsg.], Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, Perso-

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nen- und Familienrecht inkl. Kindes- und Erwachsenenschutz, 3. Aufl., Zürich 2016, N. 9 zu 
Art. 307 ZGB). Vorausgesetzt ist ferner eine Gefährdung des Kindeswohls von einer gewissen 
Erheblichkeit. 
 
5.2 Im Allgemeinen bezwecken die Kindesschutzmassnahmen also die Abwendung einer 
Gefährdung des Kindeswohls (CYRIL HEGNAUER, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl., Bern 
1999, N 27.09). Sie müssen zur Erreichung dieses Ziels erforderlich sein (Subsidiarität) und es 
ist immer die mildeste erfolgsversprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese 
soll elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität; zum Ganzen, 
HEGNAUER, a.a.O., N 27.10 ff.; Urteil des BGer 5A_765/2016 vom 18. Juni 2017 E. 3.2; Urteil 
des BGer 5A_932/2012 vom 5. März 2013 E. 5.1). 
 
5.3 Massnahmen nach Art. 307 ZGB bilden die unterste Stufe des Interventionssystems. 
Gemäss Art. 307 Abs. 3 ZGB kann einer Kindeswohlgefährdung mit einer Ermahnung oder ei-
ner Weisung an die Erziehungsberechtigten begegnet werden. Weisungen haben im Gegensatz 
zu Ermahnungen verbindlicheren Charakter und können gegebenenfalls mit der Strafandrohung 
des Verweisungsbruchs gemäss Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB) vom 
21. Dezember 1937 verbunden werden. Als Weisung im Sinne von Art. 307 Abs. 3 ZGB kommt 
unter anderem die Aufforderung an die Kindseltern, eine Erziehungsberatung in Anspruch zu 
nehmen, in Betracht (vgl. LINUS CANTIENI/STEFAN BLUM, in: Fountoulakis/Affolter-Fringeli/
Biderbost/Steck [Hrsg.], Fachhandbuch Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, Zürich 2016, 
N 15.34; BGE 142 III 197 E. 3.7). 
 
5.4 Besteht ein generelles Bedürfnis nach begleitender Hilfe und berücksichtigt die Mass-
nahme alle Aspekte der Verhältnismässigkeit (BIDERBOST, a.a.O., N 3 zu Art. 308 ZGB), er-
nennt die KESB dem Kind gestützt auf Art. 308 Abs. 1 ZGB einen Beistand, der die Eltern in 
ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat unterstützt. Die Beistandschaft zielt auf aktives, autori-
tatives und kontinuierliches Einwirken auf die Erziehungsarbeit der Eltern und das Gebaren des 
Kindes ab (PETER BREITSCHMID, in: Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Zivil-
gesetzbuch, 6. Aufl., Basel 2018, N 2 zu Art. 308 ZGB). Wird bei der Erfüllung einer Einzelauf-
gabe ein besonderer Schwächezustand festgestellt, überträgt die KESB dem Beistand im Sinne 
von Art. 308 Abs. 2 ZGB zudem besondere Befugnisse (BIDERBOST, a.a.O., N 5 zu Art. 308 
ZGB). Die Erziehungsbeistandschaft soll durch den Kontakt mit Eltern und Kind erzieherische 
Missstände abbauen. Dem Beistand stehen dafür Instrumente wie Vermittlung, Anleitung oder 
Weisung gegenüber den Eltern, dem Kind und Dritten zur Verfügung, wobei alle Beteiligten zur 
Zusammenarbeit mit dem Beistand verpflichtet sind. Das elterliche oder familiäre Umfeld bleibt 
erhalten, soll aber durch stete persönliche Kontakte (insbesondere auch Hausbesuche) beo-
bachtet werden. Der Beistand ist Vertrauens- und Ansprechperson aller Betroffenen und soll 
zum Kind eine tragfähige Beziehung aufbauen (BREITSCHMID, a.a.O., N 4 zu Art. 308 ZGB). 
 
5.5 Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass der Erlass von Kindesschutzmassnahmen 
wie die streitgegenständliche Anweisung an die Eltern oder die Errichtung einer Erziehungsbei-
standschaft nicht vom Einverständnis der Eltern abhängt. Obschon Kooperation einer Kindes-
schutzmassnahme im Allgemeinen förderlich ist, wird die Kooperationsbereitschaft der Beteilig-

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ten gesetzlich nicht vorausgesetzt (vgl. BIDERBOST, a.a.O., N 14 zu Art. 307 ZGB; Urteil des 
BGer 5A_839/2008 vom 2. März 2009 E. 4). 
 
6.1 Gemäss dem Abklärungsbericht vom 11. Februar 2021, auf welchen sich die Vorinstanz 
massgeblich stützt, entwickeln sich D.____ und E.____ physisch unauffällig und gesund. Bei 
D.____ sei ein Psycho-Organisches Syndrom (POS) diagnostiziert worden. Er erhalte medika-
mentöse Unterstützung und werde psychotherapeutisch begleitet. In der Schule erhalte er im 
Rahmen der Integrativen Schulungsform (ISF) Unterstützung. Bei E.____ bestehe die Diagnose 
einer Aufmerksamkeits-Defizit-Störung mit Hyperaktivität (ADHS), welche ohne zusätzliche 
Psychotherapie medikamentös behandelt werde. Die Ergotherapie sei im Dezember 2020 be-
endet worden. Beide Kinder könnten ihr schulisches Potential nicht abrufen und hätten teilweise 
Mühe, die vorgegeben Ziele zu erreichen. Die Zusammenarbeit mit den Eltern werde von der 
Schule als anspruchsvoll erlebt. Die Gespräche seien tendenziell ausufernd, so dass es sehr 
schwer falle, auf das Wesentliche zu fokussieren und es auf den Punkt zu bringen. Im Ge-
spräch mit den Eltern seien ihre unterschiedlichen Wahrnehmungen, Vorstellungen und Haltun-
gen spürbar. Beide würden sich jeweils sehr aktiv einbringen, teilweise auch Zusicherungen 
machen, die dann letztlich doch nicht umgesetzt würden. Es entstehe auch der Eindruck, dass 
die Eltern die aus Sicht der Schule tatsächlichen Problematiken nicht sehen würden. Die Eltern 
wollten ihre Kinder schulisch zwar fördern, die Umsetzung entspreche aber aus Sicht der Schu-
le nicht derjenigen Unterstützung, welche sie bräuchten und sie weiterbringen würde. Eine aus 
Sicht der Schule grosse Schwierigkeit seien die fehlenden Strukturen zuhause und die fehlende 
Ruhe. Die involvierten medizinischen Fachpersonen würden die Kinder ebenfalls als durch den 
Elternkonflikt emotional belastet erleben und die Zusammenarbeit mit den Eltern als unbestän-
dig und herausfordernd beschreiben. Der Bericht schliesst mit der fachlichen Beurteilung, dass 
D.____ und E.____ ein emotionales und soziales Verhalten zeigten, das auf wenig Selbstver-
trauen und Selbstsicherheit zurückzuführen sei. Dass der Kindsvater gegenüber seinen Kindern 
physische Gewalt anwende, könne zwar ausgeschlossen werden. Allerdings nähmen die Kinder 
sowohl gewisse Verhaltensweisen des Kindsvaters sowie der Kindsmutter als unangenehm, 
belastend oder beängstigend wahr. Der benötigte pädagogische Entwicklungsrahmen für die 
Kinder scheine im familiären Umfeld nicht hinreichend gegeben. Die Eltern hätten keine ge-
meinsame elterliche Problemeinsicht und unterschiedliche Erziehungsvorstellungen. Darunter 
würden die Kinder leiden, vor allem, wenn sie die Uneinigkeit der Eltern direkt oder indirekt mit-
erleben würden. Die Eltern seien sich der schädlichen Einflüsse bewusst, hätten bislang aber 
noch keinen gemeinsamen Lösungsweg gefunden. Nach übereinstimmender Meinung der in-
volvierten Fachpersonen seien die Kinder aufgrund der Familiensituation und nicht zuletzt auch 
aufgrund ihrer AD(H)S-Problematik in besonderem Masse auf einen familiären, emotionalen 
und pädagogischen Entwicklungsrahmen angewiesen, der ihnen Klarheit, Halt und Orientierung 
gebe. Dies scheine im familiären Umfeld jedoch nicht hinreichend gegeben. Die Eltern verträten 
stark voneinander abweichende oder teilweise gegenläufige Erziehungsvorstellungen und es 
gelinge ihnen nicht, den Fokus auf ihre gemeinsame Elternverantwortung zu richten und zum 
Wohle ihrer Kinder zusammenzuarbeiten. Wenn die Kinder die Uneinigkeiten der Eltern weiter-
hin direkt oder indirekt miterleben würden, entstehe für sie ein Leidensdruck, den sie alters- 
oder entwicklungsbedingt noch nicht einordnen oder bearbeiten könnten und der Gefühle von 
Ohnmacht, Unsicherheit und emotionaler Überforderung hervorrufe. Speziell bei D.____ zeige 

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sich namentlich im psychotherapeutischen Setting bereits sehr deutlich, dass er die elterlichen 
Spannungen spüre und um ihre unterschiedlichen Interessen hinsichtlich der Obhut wisse, was 
ihn sehr belaste und einen grossen Loyalitätskonflikt auslöse. 
 
6.2 Den vorinstanzlichen Akten kann weiter entnommen werden, dass es gemäss den tele-
fonischen Meldungen der Primarschule H.____ vom 19. April 2021, 20. April 2021 und 21. April 
2021 bei D.____ an den jeweiligen Tagen zu emotionalen Krisensituationen in der Schule kam 
(vgl. die entsprechend datierten Aktennotizen). Er habe bei einer Diskussion über Hausauf-
gaben gegenüber einer Lehrerin geäussert, dass er aus dem Fenster habe springen wollen. Er 
habe immer wieder solche Gedanken, dass er nicht mehr leben möchte, und er sehe nur noch 
schwarz. Am darauffolgenden Tag habe D.____ auf der Schulhaustoilette erbrechen müssen. 
Angesprochen darauf, ob man seinen Vater benachrichtigen und ihn nach Hause schicken sol-
le, habe er darauf insistiert, in der Schule bleiben zu können. Er habe auf keinen Fall gewollt, 
dass sein Vater informiert werde. In der darauffolgenden Turnstunde habe er gegenüber der 
Lehrperson wiederholt ausgesagt, dass sein Vater nichts mitbekommen dürfe, ansonsten sein 
Vater wütend werde oder ihn schlage. Die Lehrperson habe gemeint, dass es schwierig gewe-
sen sei, die Situation richtig zu deuten. Seine Reaktion habe theatralische Anteile gehabt, den-
noch seien ein grosser Hilfeschrei und eine grosse Verzweiflung erkennbar gewesen. Die Schu-
le habe bei D.____ aber noch nie Blessuren oder Ähnliches wahrgenommen. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer rügt in der Beschwerde hauptsächlich, der Abklärungsbericht 
vom 11. Februar 2021 sei unsorgfältig erstellt worden und entspreche inhaltlich nicht den Tat-
sachen. Er beruhe auf offensichtlichen Falschaussagen und Verleumdungen von Seiten der 
Kindsmutter. Dieser Auffassung kann nicht beigepflichtet werden. Die Verfasserin des Abklä-
rungsberichts vom 11. Februar 2021 stützte sich neben der ursprünglichen Gefährdungsmel-
dung der Kindsmutter auf Schulberichte, eingeholte Auskünfte der Kinderärztin, der Psychothe-
rapeutin von D.____, der Hausärztin, der Lehrpersonen, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, des 
schulpsychologischen Dienstes und der Ergotherapeutin sowie auf persönliche Gespräche mit 
den Eltern und den Kindern. Der Inhalt der geführten Gespräche und eingeholten Informationen 
wird ausführlich wiedergegeben. Der Bericht basiert somit auf einer erschöpfenden Erhebung 
der massgeblichen Tatsachen im erweiterten Lebensumfeld der Kinder. Eine falsche Wiederga-
be der Auskünfte macht der Beschwerdeführer nicht geltend. Ob die einzelnen protokollierten 
Aussagen der Wahrheit entsprechen und wie sie und die im Bericht enthaltenen Fachempfeh-
lungen einzuordnen sind, ist eine Frage der sogleich abzuhandelnden Beweiswürdigung resp. 
Rechtsanwendung. Dem Beschwerdeführer kann des Weiteren nicht gefolgt werden, wenn er 
der Vorinstanz eine ungenügende Sachverhaltsabklärung vorwirft, zumal er in der Beschwerde 
nicht konkret ausführt, welche weiteren Abklärungen zu treffen gewesen wären. 
 
7.2 Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe die im Abklärungsbericht wie-
dergegebenen Aussagen willkürlich bewertet und gewichtet. Soweit er den Wahrheitsgehalt 
einzelner im Bericht wiedergegebener Aussagen bestreitet, übersieht er, dass weder die abklä-
rende Fachperson noch die Vorinstanz blind auf einzelne Äusserungen abgestellt haben. Viel-
mehr wurden die eingeholten Auskünfte einander sorgfältig gegenübergestellt und in 
ein - letztlich klares - Gesamtbild eingeordnet. Insbesondere die Ausführungen der Kindsmutter 

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wurden kritisch hinterfragt und relativiert. Auch ohne deren Berücksichtigung würde sich am 
Befund nichts ändern, denn die für den Entscheid relevanten Schlussfolgerungen finden alle 
eine mehrfache Stütze in eindringlich geschilderten Beobachtungen von Fachpersonen aus der 
Schule und dem Therapieumfeld, deren Objektivität nicht in Zweifel zu ziehen ist. Entgegen 
dem, was der Beschwerdeführer anzunehmen scheint, wird ihm im angefochtenen Entscheid 
gerade nicht vorgeworfen, dass er die Kinder körperlich misshandelt habe. Gewaltvorkommnis-
se waren nicht der Grund für die Errichtung der Kindesschutzmassnahmen. Es wird auch sonst 
kein strafrechtlich relevanter Verdacht gegen den Beschwerdeführer geäussert. Dass er zum 
festgestellten Loyalitätskonflikt der Kinder genauso wie die Kindsmutter beigetragen hat, lässt 
sich im Übrigen nicht ernsthaft abstreiten. Auch wenn der Beschwerdeführer gewisse Passagen 
der Erwägungen als Vorwurf eines Fehlverhalten empfinden mag und pikiert darauf reagiert, 
ändert dies nichts daran, dass nicht ersichtlich ist, inwiefern die Vorinstanz Beweise falsch ge-
würdigt oder auf unbewiesene rechtserhebliche Tatsachen abgestellt haben sollte. Auf den 
fachgerecht erstellten Abklärungsbericht und die überzeugenden Schlussfolgerungen und Emp-
fehlungen kann im Folgenden abgestellt werden. 
 
7.3 Im Zentrum des Kindesschutzverfahrens stehen die Kinder. Das Kindeswohl gilt als 
oberste Maxime des Kindesrechts (BGE 146 III 313 E. 6.2.2; BGE 142 III 612 E. 4.2; BGE 141 
III 328 E. 5.4). Die kindliche Perspektive lässt der Beschwerdeführer vollkommen ausser Acht, 
wenn er in seiner Beschwerdeschrift zu einem eigentlichen Rundumschlag gegen die Kindsmut-
ter und die Exponentinnen der Kindesschutzbehörde ausholt. Das Wohlergehen seiner Söhne 
erwähnt er bezeichnenderweise an keiner Stelle. Dass dieses gefährdet ist, ergibt sich klar aus 
dem Abklärungsbericht vom 11. Februar 2021 und den restlichen Akten. Die Kinder werden als 
sensibel und emotional fragil beschrieben und sind aufgrund ihrer AD(H)S-Problematik beson-
ders vulnerabel. Beide Kinder legen in der Schule emotionale Auffälligkeiten an den Tag, die als 
Stresserleben und Selbstwertprobleme mit dysfunktionalen Bewältigungsstrategien zu deuten 
sind. D.____ hat wiederholt suizidale Absichten geäussert, die zwar nicht ernst gemeint sein 
mögen, aber ernst zu nehmen sind und zumindest als Ausdruck einer schweren inneren Not 
aufgefasst werden müssen. Dass er Drittpersonen regelmässig - offenbar fabulierend - von 
Schlägen des Beschwerdeführers berichtet, muss gleichermassen als Hilferuf verstanden wer-
den. Die schulischen Leistungsprobleme beider Kinder weisen ebenfalls auf eine Gefährdung in 
ihrer Entwicklung hin. Der elterliche Paarkonflikt, der in der Beschwerdeschrift exemplarisch zu 
Tage tritt, führt dazu, dass die Kinder und ihre Bedürfnisse vernachlässigt werden, und hat bei 
ihnen einen Loyalitätskonflikt ausgelöst, der sich negativ auf sie auswirkt. Die Eltern vermögen 
ihnen unter diesen Vorzeichen kein ausreichendes Umfeld von Halt, Kontinuität und Stabilität zu 
bieten. Diese Umstände lassen ohne Weiteres den Schluss zu, dass die seelische und soziale 
Entwicklung beider Kinder beeinträchtigt ist. Die Eltern sind nicht in der Lage, der Gefährdung 
von sich aus selber oder unter Zuhilfenahme Dritter adäquat zu begegnen. Die Vorinstanz ist 
damit zutreffend von einer Gefährdung des Kindeswohls und einem förmlichen Handlungsbe-
darf ausgegangen. 
 
7.4 Wenn der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang von einer Verletzung der Un-
schuldsvermutung und von einer Vorverurteilung durch die KESB spricht, zeigt er damit nur, 
dass er den Fokus auf die eigene Person legt, anstelle sich der in die Augen springenden 

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Schwierigkeiten seiner Söhne bewusst zu sein. Es fehlt ihm offenbar weitgehend die Einsicht, 
dass seine Söhne Hilfe benötigen. Seine Art, die Problematik zu verkennen oder wegzuwi-
schen, ist für die Kinder nicht hilfreich und keine Unterstützung. Er ist damit Teil des Problems, 
das mit den angefochtenen Kindesschutzmassnahmen angegangen werden soll. Diese sind im 
Übrigen eine Hilfestellung und keine Strafe. Wie die Vorinstanz in der Vernehmlassung zu 
Recht betont, ist die "Schuldfrage" kein Bestandteil des Kindesschutzverfahrens. Es ist uner-
heblich, worauf die Gefährdung zurückzuführen ist. Die Ursachen können in den Anlagen oder 
in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Ebenso 
wenig kommt es darauf an, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft (BGE 146 III 
313 E. 6.2.2; Urteil des BGer 5A_968/2020 vom 3. März 2021 E. 3.1; Urteil des BGer 
5A_379/2019 vom 26. September 2019 E. 3.4.1; BREITSCHMID, a.a.O., N 4 zu Art. 307 ZGB; 
BIDERBOST, a.a.O., N 14. zu Art. 307 ZGB). 
 
7.5 Zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung hat die Vorinstanz zunächst die Eltern an-
gewiesen, eine Familien- und Erziehungsberatung in Anspruch zu nehmen. Wie dem Abklä-
rungsbericht vom 11. Februar 2021 entnommen werden kann, nehmen die Eltern den Entwick-
lungsstand sowie die Schwierigkeiten ihrer Kinder sehr unterschiedlich wahr, dementsprechend 
unterschiedlich schätzen sie ihren Unterstützungs- und Förderbedarf ein. Während der Kindsva-
ter die Schwierigkeiten der Kinder tendenziell bagatellisiert, beschönigt oder zu verkennen 
scheint, wie die Beschwerdeeingabe zeigt, ist die Kindsmutter verstärkt auf die Defizite sensibi-
lisiert und bestrebt, dass die Kinder die aus ihrer Sicht fehlenden Fertigkeiten oder Fähigkeiten 
aufholen. Gleichzeitig fehlt ihr nach den Beobachtungen der involvierten Fachpersonen das 
Vertrauen in die Fachlichkeit des bestehenden Helfernetzes, so dass sie öfters eigene oder 
andere Prioritäten setzt, anstatt die fachlichen bzw. schulischen Lernziele oder Förderimpulse 
umzusetzen. Beide elterlichen Haltungen sind einer bedarfs- und realitätsgerechten Unterstüt-
zung der Kinder abträglich und verhindern nach den überzeugenden Schlussfolgerungen der 
abklärenden Sozialarbeiterin eine in Zusammenarbeit mit den involvierten Fachpersonen ge-
meinsam getragene, entwicklungsfördernde Unterstützung der Kinder. Der Elternkonflikt tritt 
auch augenfällig in der feindseligen Polemik gegenüber dem anderen Elternteil zu Tage. Die 
Externalisierung der Verantwortung und die Schuldzuweisung an den anderen Elternteil treiben 
die Problemeskalation an und führen zu Blockierungen. Aufgrund ihrer Diskrepanzen und un-
terschiedlichen Vorstellungen gelingt es den Eltern nicht, den Blickpunkt auf ihre gemeinsame 
Elternverantwortung zu richten und zum Wohle ihrer Kinder zusammenzuarbeiten. Die Fami-
lien- und Erziehungsberatung setzt damit an der Wurzel des bei den Kindern beobachteten Lo-
yalitätskonflikts an und soll die zerstrittenen Eltern befähigen, die Probleme auf der Ebene der 
Paarbeziehung anzugehen und die strukturellen Erziehungskompetenzen zu stärken. Beide 
Elternteile haben mit Blick auf das Wohl der Kinder die Pflicht, eine gute Beziehung zum jeweils 
anderen zu fördern. Nur mit Veränderungen auf der zurzeit blockierten Elternebene wird es 
ihnen möglich sein, zum Wohle ihrer Kinder zu einer minimalen Verständigung über die Wahr-
nehmung der gemeinsamen Verantwortung für ihre Kinder zu finden. Dazu braucht es die mit 
externer Hilfe zu entwickelnde Bereitschaft, das eigene Handeln und Verhalten zu reflektieren 
sowie negative Emotionen und Impulse zu kontrollieren. Ohne fachgerechte Förderung einer 
konstruktiven elterlichen Zusammenarbeit werden die Kinder weiterhin aussergewöhnlichen 
Belastungen ausgesetzt sein und werden die Eltern weiterhin nicht in der Lage sein, für Abhilfe 

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zu sorgen. Die angeordnete Familien- und Erziehungsberatung erweist sich deshalb als geeig-
net, erforderlich und der vorliegenden Situation angemessen. Sie ist dem Beschwerdeführer, 
der laut seiner Beschwerdeschrift dagegen "grundsätzlich nichts einzuwenden" hat, zumutbar. 
 
7.6 Die Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB erscheint aufgrund 
der vorliegenden Gesamtsituation als eine zusätzlich notwendige und geeignete Massnahme 
zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung. Die Kombination von Weisungen mit der Errichtung 
einer Erziehungsbeistandschaft ist gesetzlich möglich und in der Praxis häufig (CANTIENI/BLUM, 
a.a.O., N 15.44). Im Gegensatz zur Weisung, die auf der Elternebene ansetzt, begegnet die 
Erziehungsbeistandschaft der Gefährdung primär von der Kinderebene her. Die Kinder brau-
chen eine neutrale und vertraute Ansprechperson, die sie begleitet und unterstützt. Von einer 
kontinuierlichen und partnerschaftlichen Erziehungsbegleitung profitieren neben den Kindern 
aber auch die Eltern. Zu den Aufgaben des Beistands gehört im vorliegenden Fall die Koordina-
tion und Vernetzung der Eltern mit den involvierten Fachstellen sowie der Schule. Durch die 
regelmässigen persönlichen Kontakte des Beistands und dessen Berichterstattungspflicht wird 
sichergestellt, dass die Situation der Kinder im Blickfeld der Behörde bleibt und nötigenfalls wei-
tere Unterstützungsangebote aufgegleist werden können. Die Beistandschaft ist erforderlich 
und beachtet das Subsidiaritätsprinzip, da die Kindseltern wie oben aufgezeigt nicht in der Lage 
sind, die für ihre Söhne erforderlichen Ressourcen aufzubringen. Die Errichtung der Erzie-
hungsbeistandschaft ist deswegen eine der vorliegenden Situation angemessene Kindes-
schutzmassnahme und nicht zu beanstanden. 
 
8. Nach dem Gesagten erweisen sich die strittigen Massnahmen unter sämtlichen Ge-
sichtspunkten als rechtmässig. Die Beschwerde ist demzufolge vollumfänglich abzuweisen. 
 
9. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das verwaltungsge-
richtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die 
Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei 
in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten 
in der Höhe von Fr. 1'200.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe zu verrechnen. Die Parteikosten sind wettzu-
schlagen (§ 21 VPO). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'200.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'200.-- verrechnet. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber