# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c890a4a9-cfd0-5fd3-9faa-98ed2256c247
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-03
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 03.07.2018 B 2018/74
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2018-74_2018-07-03.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2018/74

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 03.07.2018

Entscheiddatum: 03.07.2018

Entscheid Verwaltungsgericht, 03.07.2018
Öffentliches Beschaffungswesen, Art. 11 lit. a IVöB.Bei der Beurteilung der 
Terminpläne hat die Vergabebehörde beim Angebot der 
Beschwerdegegnerin festgehalten, die Vorgaben würden eingehalten, bei 
jenem der Beschwerdeführerin, die Umsetzung des Gesamtprojekts dauere 
zwei Monate länger als die Vorgabe. Diese Beurteilung hat sich 
nachvollziehbar in der Benotung niedergeschlagen (Verwaltungsgericht, 
B 2018/74).

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Scherrer

 

Verfahrensbeteiligte

ARGE Fromm + Partner AG / Ingenieurbüro Rissi + Partner AG,

c/o Ingenieurbüro Rissi + Partner AG, Dornau 5, 9477 Trübbach,

Beschwerdeführerinnen,

gegen

 

Politische Gemeinde Altstätten, vertreten durch den Stadtrat, 9450 Altstätten,

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Vorinstanz,

und

 

IG DOSB, c/o Straub AG, Masanserstrasse 17, 7000 Chur,

Beschwerdegegnerin,

 

Gegenstand

Vergabe Brendenbach Geschieberückhalt Weidest (Ingenieurarbeiten)

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A. Die Politische Gemeinde Altstätten schrieb am 18. Dezember 2017 die 

Ingenieurdienstleistungen für das Auflageprojekt und die Realisierung des 

Geschieberückhalts „Weidest“ am Brendenbach im offenen Verfahren aus. Als 

Zuschlagskriterien wurden „Preis“, „Qualifikation und Referenzen der 

Schlüsselpersonen“, „Qualität der Auftragsanalyse“ sowie „Organisation, 

Terminplanung, personelle Ressourcen“ in der Reihenfolge ihrer Bedeutung und ohne 

Gewichtung bekanntgegeben. Für die Eignungskriterien und die geforderten 

Nachweise wurde auf die Ausschreibungsunterlagen verwiesen (ABl 2017 S. 3734 f.). 

Innert der bis 2. Februar 2018 offenen Frist reichten sechs Anbieter je eine Offerte ein 

(act. 8/2). Mit Verfügung vom 5. März 2018 erteilte der Stadtrat der Politischen 

Gemeinde Altstätten den Zuschlag der IG DOSB, deren Angebot zum Preis von 

CHF 241‘605.78 eine Gesamtnote von 4,28 – bei einer möglichen Maximalnote von 5 – 

erzielt hatte.

B. Die aus der Fromm + Partner AG und der Ingenieurbüro Rissi + Partner AG 

(Beschwerdeführerinnen) bestehende Arbeitsgemeinschaft, deren Angebot mit einer 

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Gesamtnote von 3,95 den zweiten Rang erreicht hatte, erhob gegen die am 7. März 

2018 versandte Zuschlagsverfügung des Stadtrates der Politischen Gemeinde 

Altstätten (Vorinstanz) mit Eingabe vom 13. März 2018 Beschwerde beim 

Verwaltungsgericht mit dem sinngemässen Antrag, der Zuschlag sei aufzuheben. Dem 

der Eingabe entnommenen stillschweigenden Gesuch der nicht rechtskundig 

vertretenen Beschwerdeführerinnen um Gewährung der aufschiebenden Wirkung 

entsprach der zuständige Abteilungspräsident mit Zwischenverfügung vom 21. März 

2018 ohne die Erfolgsaussichten der Beschwerde näher zu prüfen, da sich die 

Vorinstanz gegen die Erteilung der aufschiebenden Wirkung nicht ausdrücklich zur 

Wehr gesetzt hatte.

Die Straub AG, Ingenieure + Geoinformatiker, liess sich namens der 

Bietergemeinschaft IG DOSB (Beschwerdegegnerin) am 12. April 2018 vernehmen, 

ohne in der Sache einen Antrag zu stellen. Auch die Vorinstanz, die sich am 13. April 

2018 zur Beschwerde vernehmen liess, stellte keinen Antrag in der Sache. Die 

Beschwerdeführerinnen nahmen am 24. April 2018 Einsicht in die Akten und äusserten 

sich am 1. Mai 2018 zur vorinstanzlichen Vernehmlassung. Als nach wie vor unklar 

bezeichnen sie die Bewertung der Angebote nach dem Zuschlagskriterium des Preises, 

der Auftragsanalyse und der Terminplanung.

Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerinnen und der Vorinstanz zur Begründung 

ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen 

eingegangen.

 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 5 Abs. 2 des 

Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen; sGS 

841.1, EGöB). Die Beschwerdeführerinnen, deren Angebot mit einem Rückstand von 

0,33 bei einer möglichen Maximalnote von 5 den zweiten Rang erreichte, haben mit 

Blick auf die gerügten Bewertungsfehler reelle Chancen auf den Zuschlag und sind 

dementsprechend zur Erhebung der Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit 

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Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die 

Beschwerde gegen die am 7. März 2018 mit A-Post versandte Zuschlagsverfügung 

wurde mit Eingabe vom 13. März 2018 rechtzeitig erhoben und erfüllt die formellen und 

inhaltlichen Anforderungen (Art. 15 Abs. 3 der Interkantonalen Vereinbarung über das 

öffentliche Beschaffungswesen; sGS 841.32, IVöB). Auf die Beschwerde ist 

dementsprechend einzutreten.

2. Die Beschwerdeführerinnen beantragen die Neubeurteilung der Angebote durch eine 

neutrale Fachstelle, beispielsweise die Abteilung Wasserbau des Amtes für Wasser und 

Energie des kantonalen Baudepartements. Gründe, welche Zweifel an der 

Unabhängigkeit oder am Sachverstand der Vorinstanz wecken könnten, bringt sie 

indessen nicht vor. Den Akten sind auch keine entsprechenden Hinweise zu 

entnehmen. Insbesondere bestehen angesichts der sachlichen Nachvollziehbarkeit der 

Benotungen anhand der Begründungen in den Bewertungstabellen keine 

Anhaltspunkte dafür, dass die Vorinstanz nicht sämtliche Angebote unter Beachtung 

des in Art. 11 lit. a IVöB verankerten vergaberechtlichen Grundsatzes der 

Gleichbehandlung der Bewerberinnen bewertet hätte (vgl. dazu nachfolgend Erwägung 

5). Unter diesen Umständen besteht kein Anlass für eine zusätzliche Beurteilung der 

Angebote durch eine „neutrale Fachstelle“.

3. Die Beschwerdeführerinnen gehen davon aus, die Gleichbehandlung der Angebote 

in der Bewertung könne nur beurteilt werden, wenn sämtliche Offerten und 

Bewertungen bekannt seien. Sowohl sämtliche Angebote als auch deren Bewertungen 

nach den Zuschlagskriterien und Teilaspekten mit den entsprechenden Begründungen 

liegen dem Gericht vor. Da sich die nicht berücksichtigten Anbieterinnen – mit 

Ausnahme der Beschwerdeführerinnen – mit dem Zuschlag an die 

Beschwerdegegnerin abgefunden haben und am Verfahren nicht mehr beteiligt sind 

(vgl. VerwGE B 2014/145 vom 21. Oktober 2014 E. 5 mit Hinweisen auf Galli/Moser/

Lang/Steiner, Praxis des öffentlichen Beschaffungsrechts, 3. Aufl. 2013, Rz. 1397; B 

2017/27 vom 15. August 2017 E. 1 mit weiteren Hinweisen), beschränkt sich die 

Überprüfung in erster Linie auf einen Vergleich der Bewertungen der Angebote der 

Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin im Hinblick auf die sachliche 

Nachvollziehbarkeit der unterschiedlichen Benotungen. Zur Erlangung des Zuschlags 

ist deshalb die Rüge der Beschwerdeführerinnen, eine am Beschwerdeverfahren nicht 

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beteiligte Drittbewerberin habe zu wenige Punkte erhalten, unbehelflich. Zu prüfen ist 

jedoch, ob die – von den Beschwerdeführerinnen gerügten – schlechteren Benotungen 

ihres Angebots im Vergleich mit jenem der Beschwerdegegnerin sachlich gerechtfertigt 

erscheinen (vgl. dazu nachfolgend Erwägung 5). Im Übrigen sind Angaben und 

Unterlagen der Anbieter, mithin deren Angebote, auch im Beschwerdeverfahren 

vertraulich zu behandeln (vgl. Art. 6 Abs. 1 VöB). Mithin können die 

Beschwerdeführerinnen mit dem Hinweis auf die Überprüfung der Gleichbehandlung 

der Anbieterinnen bei der Bewertung ihrer Angebote keinen Anspruch auf Einsicht in 

die Angebote der übrigen Bewerberinnen ableiten. Die Beschwerdeführerinnen haben 

im Übrigen am 24. April 2018 vom Recht auf Akteneinsicht Gebrauch gemacht und 

dabei auch Einblick in das Angebot der Beschwerdegegnerin, die trotz entsprechender 

Aufforderung in der verfahrensleitenden Verfügung vom 19. April 2018 in ihrer 

Vernehmlassung vom 21. März 2018 keine Geschäftsgeheimnisse geltend gemacht 

hatte, erhalten.

4. Die Beschwerdeführerinnen beanstanden die Handhabung des Preiskriteriums. Die 

Vorinstanz bestätige, für den Preisvergleich sei der „Gesamtbetrag netto“ und nicht – 

wovon aufgrund der Formulierung in den Angebotsunterlagen in gutem Treu und 

Glauben habe ausgegangen werden dürfen – das „Zwischentotal“ berücksichtigt 

worden. Dieses setze sich aus dem „Zwischentotal Phase 3“ und dem „Zwischentotal 

Phase 4-6“ zusammen. Beim Honorar brutto kämen die Beträge für die 

„Phasenunabhängigen Leistungen und Vorleistungen“ dazu. Um die Preisbewertung 

gemäss der Benotungsformel ermitteln zu können, müssten auch die einzelnen 

Preispositionen des teuersten Angebots bekannt sein. Das im Excel-Format zur 

Verfügung gestellte Formular berücksichtige bei der Position „Zwischentotal Phase 3“ 

die „Phasenunabhängigen Leistungen und Vorleistungen“ nicht. In dem von der 

Beschwerdegegnerin eingereichten Formular seien die „Phasenunabhängigen 

Leistungen und Vorleistungen“ eingerechnet. Deshalb seien die Preise auf der Basis 

„Zwischentotal“ zu bewerten.

In den Ausschreibungsunterlagen wurde zum Zuschlagskriterium Preis ausgeführt, der 

Preisvergleich werde „auf Basis des ‚Zwischentotal Honorar‘ mit Berücksichtigung 

ohne Zusatzleistungen, ohne Nebenkosten und Mehrwertsteuer geführt“ (act. 8/4 Seite 

5). Das Leistungsverzeichnis der Projektphasen war in „Phasenunabhängige 

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Leistungen und Vorarbeiten“ und die Teilphasen der Phasen „3 Projektierung“, „4 

Ausschreibung“, „5 Realisierung“ und „6 Bewirtschaftung“ aufgeteilt (act. 8/4 Seiten 7 

f.). Gemäss Angebotsformular setzte sich das „Zwischentotal Honorar“ aus den Kosten 

für „Phasenunabhängige Leistungen und Vorleistungen“ einerseits und für die 

Teilphasen, wie sie im Leistungsverzeichnis dargestellt waren, anderseits, abzüglich 

Rabatt, zusammen. Für das „Total Honorarofferte“ kamen danach Beträge für 

„Zusatzleistungen“ und „Nebenkosten“ sowie die Mehrwertsteuer hinzu (act. 8/5). Die 

Vorinstanz verweist in der Bewertungstabelle zum Zuschlagskriterium des Preises auf 

die „Angebotssumme gemäss Formular B2“. Zwischen dem billigsten, mit 5 und dem 

teuersten, mit 2,5 benoteten Angebot hat sie die Noten nach der Formel 5 – [2.5 / (P

– P )] x (P  – P ) „linear interpoliert“.

Die Erläuterung zur Preisbewertung in den Angebotsunterlagen war – was auch die 

Vorinstanz erkannt hat – widersprüchlich. Indessen wurde aus dem Angebotsformular – 

wenn auch die Kosten für „Phasenunabhängige Leistungen und Vorarbeiten“ 

tabellarisch ungeschickt dargestellt als Teil des „Zwischentotals Phase 3“ erschienen – 

ersichtlich, dass für die Bewertung – was für das Zuschlagskriterium des Preises die 

sachlich allein richtige Betrachtungsweise ist – auf den Gesamtbetrag netto inklusive 

Mehrwertsteuer abzustellen war. Schliesslich haben die Beschwerdeführerinnen von 

der Möglichkeit gemäss Ausschreibung, bis 19. Januar 2018 eine allenfalls 

verbleibende Unklarheit frageweise zu beseitigen, keinen Gebrauch gemacht. Im 

Übrigen vermögen weder Rechnungsfehler der Vorinstanz – für den Gesamtbetrag 

netto inklusive Mehrwertsteuer des Angebots der Beschwerdegegnerin von 

CHF 241‘605.78 ergibt sich beim Preis des teuersten Angebots von CHF 444‘251.73 

nach der vorinstanzlichen Formel eine gewichtete Note von 1,66 statt 1,68 – noch die 

Bewertung anhand des Zwischentotals – für das Angebot der Beschwerdegegnerin mit 

einem Zwischentotal von CHF 206‘332.20 ergäbe sich beim Preis des teuersten 

Angebots von CHF 365‘190 eine gewichtete Note von 1,58 – für sich allein etwas daran 

zu ändern, dass sich das Angebot der Beschwerdegegnerin im Vergleich zu jenem der 

Beschwerdeführerinnen als das wirtschaftlich günstigere erweist.

5. Die Beschwerdeführerinnen beanstanden sodann die Bewertung ihres Angebots 

nach den Zuschlagskriterien „Qualität der Auftragsanalyse“ (dazu nachfolgend 

max

min Angebot min

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Erwägung 5.2) und „Organisation, Terminplanung, personelle Ressourcen“ (dazu 

nachfolgend Erwägung 5.3).

5.1. Bei der Bewertung der Angebote hinsichtlich der Qualität kommt der 

Vergabebehörde aufgrund ihrer – dem Gericht selber abgehenden – technischen 

Kenntnisse ein erheblicher Ermessensspielraum zu, in welchen das Verwaltungsgericht 

nicht einzugreifen befugt ist (vgl. BGE 141 II 14 E. 8.4.4; 139 II 185 E. 9.3 mit Hinweisen 

auf BGE 135 II 356 E. 3.1, 135 II 384 E. 2.2.2, 133 II 35 E. 3, 130 II 449 E. 4.1). Die 

Vorinstanz, deren Gemeindeautonomie durch Art.  89 der Kantonsverfassung (sGS 

111.1) – und Art. 50 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (SR 101) – gewährleistet ist, ist in Vergabeangelegenheiten zwar an 

die einschlägigen Submissionsvorschriften gebunden, verfügt dabei aber über eine 

relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit namentlich bei der Festlegung des Verfahrens, 

der Zuschlagskriterien und schliesslich beim Zuschlag selber. In Bezug auf die 

Zuschlagskriterien besteht ein erheblicher Spielraum der Gemeinden jedenfalls insoweit 

als sie einen direkten, sachlichen Bezug zur nachgesuchten Leistung aufweisen (vgl. 

BGE 143 II 553 E. 6.3.2 mit Hinweisen).

5.2. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, die Bewertung der Angebote nach 

dem Zuschlagskriterium „Qualität der Auftragsanalyse“ sei nicht nachvollziehbar. – Die 

Vorinstanz anerkennt, dass der Fachbereich Ökologie in der Begründung der 

Bewertung des Angebots der Beschwerdegegnerin nicht ausdrücklich erwähnt wurde. 

Er sei aber aus der Projektorganisation und Auftragsanalyse der Beschwerdegegnerin 

klar ersichtlich und in der Begründung „sehr gutes Aufgabenverständnis, sehr detailliert 

mit Weitsicht“ mit beurteilt worden. Die Beschwerdeführerinnen hätten einen Punkt 

weniger erhalten, weil sie diesen wichtigen Fachbereich weder in der 

Projektorganisation noch in der Auftragsanalyse speziell erwähnt hätten.

Die Vorinstanz hat in der detaillierten Bewertungstabelle das Zuschlagskriterium 

„Qualität der Auftragsanalyse“ in die Teilaspekte „Aufgabenverständnis“, 

„Vorgehensvorschlag, Methodik, Arbeitsschritte“ und „Qualität, Beitrag der 

Lösungsansätze zur Zielerreichung“ aufgeteilt. Die Teilaspekte hat sie beim Angebot 

der Beschwerdeführerinnen mit „gutes Aufgabenverständnis, Fachbereich Ökologie 

nicht explizit aufgeführt“, „Vorgehensvorschlag entspricht mehr oder weniger dem 

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Standardvorgehen“ und „keine zusätzlichen Lösungsansätze“, bei jenem der 

Beschwerdegegnerin mit „sehr gutes Aufgabenverständnis, sehr detailliert mit 

Weitsicht“, „Arbeitsschritte sauber dargelegt und begründet, detaillierte Abhandlung 

der Arbeitsschritte“, „sehr hoher Beitrag“ beurteilt. Diese Beurteilung hat zu einer 

Benotung des Angebots der Beschwerdeführerinnen mit 3 und des Angebots der 

Beschwerdegegnerin mit 4 geführt. Diese Beurteilung ist mit Blick auf den 

Benotungsschlüssel – zu vergeben waren Noten von 0 (nicht beurteilbar, keine 

Angaben), 1 (sehr schlechte Erfüllung des Kriteriums, ungenügende, unvollständige 

Angaben), 2 (schlechte Erfüllung des Kriteriums, Angaben ohne ausreichenden Bezug 

zum Projekt), 3 (normale, durchschnittliche Erfüllung, durchschnittliche Qualität, den 

Anforderungen der Ausschreibung entsprechend), 4 (gute Erfüllung, qualitativ sehr gut) 

und 5 (sehr gute Erfüllung, qualitativ ausgezeichnet, sehr grosser Beitrag zur 

Zielerreichung) – einerseits und den Inhalt insbesondere der Auftragsanalyse – jene der 

Beschwerdegegnerin widmet der Ökologie einen eigenständigen Absatz, erscheint 

hinsichtlich des Projektablaufs detaillierter und sorgfältig gegliedert und lässt die 

Erfahrung mit vergleichbaren Auflageprojekten erkennen – sachlich nachvollziehbar. 

Dass die Vorinstanz dem Aspekt der Ökologie eine erhebliche Bedeutung zumisst, 

wurde bereits aus den Angebotsunterlagen deutlich, in denen im Abschnitt 3 mit der 

Überschrift „Leistungsverzeichnis“ dem „Fachbereich Ökologie“ – „muss im Rahmen 

dieses Projekts durch den Anbieter abgedeckt werden und ist in das Angebot 

einzurechnen“ – eine besondere Ziffer gewidmet war.

5.3.

5.3.1. Die Beschwerdeführerinnen rügen die Bewertung ihres Angebots hinsichtlich der 

Terminplanung. Sie sind der Auffassung, ohne Inkaufnahme entsprechender 

Qualitätseinbussen sollte kein Einbau von Strassenbelägen in der kalten Jahreszeit 

erfolgen. Sie schlügen deshalb vor, die Strassenbeläge erst im Frühjahr (April-Mai 

2020) einzubauen. Die für den Hochwasserschutz massgebenden Bauwerke könnten 

gemäss ihrem Bauprogramm bis Dezember 2019 abgeschlossen und die 

Terminvorgabe damit eingehalten werden. Dieser Umstand sei bei der Beurteilung ihrer 

Terminplanung nicht respektive zu wenig berücksichtigt worden. – Die Vorinstanz 

verweist auf die in der Ausschreibung bekanntgegebenen Termine, nämlich einerseits 

unter dem Titel „Laufzeit des Vertrags, der Rahmenvereinbarung oder des 

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dynamischen Beschaffungswesens“ vom 12. März 2018 bis 11. April 2020 und 

anderseits unter dem Titel „Ausführungstermin“ vom 12. März 2018 bis 11. April 2019. 

Der erste Endtermin gelte für die Realisierung; der zweite Termin sei so zu verstehen, 

dass „bis dann die Projektierung fertiggestellt“ sei und „mit der Realisierung begonnen“ 

werden könne. Grundsätzlich soll das Projekt bis 11. April 2020 fertiggestellt/umgesetzt 

sein.

5.3.2. Die Ausschreibung erscheint hinsichtlich der Terminplanung in der Tat jedenfalls 

auf den ersten Blick nicht schlüssig. Die Beschwerdeführerinnen haben indessen 

diesbezüglich von der Möglichkeit gemäss Ausschreibung, bis 19. Januar 2018 Fragen 

zu stellen, keinen Gebrauch gemacht. Vielmehr sind sie – wie die Vorinstanz und im 

Übrigen auch die Beschwerdegegnerin – davon ausgegangen, die Inbetriebnahme 

beziehungsweise die Übergabe des Bauwerks erfolge in der ersten Hälfte des Jahres 

2020. Aus einer allfälligen Unklarheit ist den Beschwerdeführerinnen mithin kein 

Nachteil entstanden.

Die Terminpläne der Beschwerdeführerinnen und der Beschwerdegegnerin beurteilte 

die Vorinstanz gleichermassen als „detailliert und ausführlich“. Zu jenem der 

Beschwerdegegnerin fügte sie an, die Vorgaben würden eingehalten, zu jenem der 

Beschwerdeführerinnen, der Terminplan für das Auflageprojekt werde sehr gut 

eingehalten, die Umsetzung des Gesamtprojektes daure aber zwei Monate länger als 

die Vorgabe. Diese Bewertung hat sich – nachvollziehbar – in den Noten 3 für das 

Angebot der Beschwerdeführerinnen und 4 für jenes der Beschwerdegegnerin 

niedergeschlagen.

Die Teilaspekte des Zuschlagskriteriums „Qualität der Auftragsanalyse“ – nämlich 

„Aufgabenverständnis“, „Qualität, Beitrag der Lösungsansätze zur Zielerreichung“ und 

“Chancen- und Risikoanalyse mit entsprechenden Massnahmenvorschlägen“ – sowie 

zum Zuschlagskriterium „Organisation, Terminplanung, personelle Ressourcen“ – 

nämlich „Vorgehensvorschlag, Methodik, Arbeitsschritte“ – gemäss 

zusammengefasster Bewertungsmatrix sind in den Detailblättern davon abweichend 

gruppiert. Dort werden die Teilaspekte „Aufgabenverständnis“, „Vorgehensvorschlag, 

Methodik, Arbeitsschritte“ und „Qualität: Beitrag der Lösungsansätze zur 

Zielerreichung“ einerseits und der „Terminplan“ anderseits mit einer Note bewertet. Da 

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indessen das Angebot der Beschwerdeführerinnen und jenes der Beschwerdegegnerin 

bei beiden Zuschlagskriterien jeweils mit der gleichen sachlich gerechtfertigten, 

nachvollziehbaren Note bewertet wurden – die Beschwerdeführerinnen erreichten 

zweimal die Note 3, die Beschwerdegegnerin zweimal die Note 4 – führt diese 

Ungenauigkeit nicht zu einem vergaberechtswidrigen Ergebnis.

6. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde dementsprechend als unbegründet. 

Sie ist abzuweisen.

7. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens von den Beschwerdeführerinnen zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP). 

Eine Entscheidgebühr von CHF 2‘500, darin eingeschlossen die Kosten der 

Zwischenverfügung vom 21. März 2018, erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 211 und 222 

der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem von den 

Beschwerdeführerinnen in der gleichen Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu 

verrechnen. Ausseramtliche Kosten sind mangels Antrags – Beschwerdegegnerin – und 

mangels Anspruchs und Antrags – Vorinstanz – nicht zu entschädigen (vgl. Art. 98 

Abs. 1 und 98  VRP; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kantons St. Gallen, 

2. Aufl. 2003, Rz. 829, R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem 

Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen SZ/St. Gallen 2004, S. 176).

 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Beschwerdeführerinnen bezahlen die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens von CHF 2‘500 unter Verrechnung mit ihrem in gleicher Höhe 

geleisteten Kostenvorschuss.

 

Der Abteilungspräsident                    Der Gerichtsschreiber

Zürn                                                   Scherrer

bis

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