# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b1b215f-932c-5e9a-854b-c22a84cf46aa
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 13.09.2011 PF110032
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF110032_2011-09-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: PF110032-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A. Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichter lic. iur. 

P. Hodel und Ersatzrichter lic. iur. P. Raschle sowie Gerichtsschrei-

berin lic. iur. A. Muraro-Sigalas. 

Urteil vom 13. September 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beklagter und Beschwerdeführer, 

 

gegen 

 

B._____,  
Kläger und Beschwerdegegner, 

 

betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen (Herausgabe) 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes Audienz des Bezirkes Zü-

rich vom 5. Juli 2011 (ER110117) 

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Erwägungen: 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

1.1. Mit Schreiben vom 7. April 2011 (Poststempel) beantragte der Kläger 

und Beschwerdegegner (nachfolgend Beschwerdegegner) vor der Vorinstanz die 

Herausgabe von Dokumenten und Unterlagen, welche er dem Beklagten und Be-

schwerdeführer (nachfolgend Beschwerdeführer) als seinem Rechtsvertreter in 

diversen Verfahren übergeben hatte (act. 1 S. 2). Mit Schreiben vom 16. April 

2011 (Poststempel) beantragte der Beschwerdeführer, der Beschwerdegegner 

habe für das Verfahren eine Sicherheitsleistung für die Parteientschädigung zu 

leisten (act. 5 S. 3 ff.), woraufhin die Vorinstanz dem Beschwerdegegner Frist an-

setzte, um zur Sicherheitsleistung Stellung zu nehmen (act. 10a). Mit Schreiben 

vom 10. Mai 2011 (Poststempel) nahm der Beschwerdegegner zum Gesuch auf 

Sicherheitsleistung Stellung und beantragte, das Gesuch sei abzuweisen (act. 13 

S. 3). Mit Verfügung vom 20. Mai 2011 setzte die Vorinstanz dem Beschwerde-

gegner eine Frist von 7 Tagen an, um einerseits für die Spruchgebühr einen Bar-

vorschuss von Fr. 800.– und andererseits für die Parteientschädigung eine Si-

cherheit von Fr. 600.– zu leisten (act. 15a).  

1.2. Der Beschwerdegegner leistete den Barvorschuss sowie die Sicher-

heitsleistung in der erforderlichen Höhe am 26. Mai 2011 (act. 17a und act. 17b). 

Mit Verfügung vom 5. Juli 2011 setzte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine 

Frist von 7 Tagen an, um schriftlich zum Herausgabebegehren Stellung zu neh-

men. Sie erwog dabei, dass die Beträge für den Kostenvorschuss und die Sicher-

heitsleistung rechtzeitig geleistet worden seien (act. 22a). Mit Verfügung vom 

18. Juli 2011 gewährte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer eine letztmalige 

Fristerstreckung für die Stellungnahme bis am 3. August 2011 (act. 26). 

1.3. Mit Eingabe vom 18. Juli 2011 (Poststempel) reichte der Beschwerde-

führer gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 5. Juli 2011 rechtzeitig Be-

schwerde ein mit folgendem Rechtsbegehren (act. 32 und act. 22b): 

"1. Die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich im Verfah-
ren ER110117-L vom 5. Juli 2011 sei aufzuheben; 

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 2. Dieser Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung 
zuzuerkennen; 

 3. Es sei festzustellen, dass die Sicherheitsleistung für 
die Parteientschädigung nicht fristgemäss bezahlt 
wurde und es sei dementsprechend auf die Klage 
nicht einzutreten, eventualiter sei die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und subeventualiter sei die 
Vorinstanz zu verhalten, ein Protokoll über das Ver-
fahren anzulegen; 

alles unter Kosten- und unter Entschädigungsfolgen zu Lasten des Be-
schwerdegegners." 

1.4. Mit Verfügung vom 29. Juli 2011 erteilte die Präsidentin der 

II. Zivilkammer der Beschwerde die aufschiebende Wirkung und setzte dem Be-

schwerdeführer eine Frist von 10 Tagen an, um für die Gerichtskosten des Be-

schwerdeverfahrens einen Vorschuss von Fr. 600.– zu leisten (act. 34). Der Be-

schwerdeführer leistete den Kostenvorschuss rechtzeitig (act. 39). 

1.5. Mit Verfügung vom 12. August 2011 wurde dem Beschwerdegegner 

eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um die Beschwerde zu beantworten (act. 40). 

Der Beschwerdegegner reichte seine Beschwerdeantwort am 24. August 2011 

(Poststempel) rechtzeitig ein mit den folgenden Anträgen (act. 42): 

"1. Die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf ein-
zutreten ist; 

 2. Der Beklagte und Beschwerdeführer sei zu verpflich-
ten, mir eine Entschädigung von 1.000.- Fr. zu leis-
ten; 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 
des Beschwerdeführers;" 

1.6. Die Beschwerdeantwort wurde dem Beschwerdeführer am 

1. September 2011 (act. 45) zugestellt. Mit Schreiben vom 5. September 2011 

(Poststempel) nahm der Beschwerdeführer Stellung zur Beschwerdeantwort und 

reichte diverse Unterlagen ein (act. 46 und act. 47/1-4). Das Verfahren ist spruch-

reif. 

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2. Prozessuales 

2.1. Der Beschwerdeführer ficht die Verfügung der Vorinstanz vom 5. Juli 

2011 an, mit welcher er aufgefordert wird, zum Gesuch der klagenden Partei Stel-

lung zu nehmen. Hierbei handelt es sich um eine prozessleitende Verfügung, wel-

che nur angefochten werden kann, wenn durch sie ein nicht leicht wiedergutzu-

machender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Es liegt im Ermessen des 

Gerichts zu entscheiden, ob ein solcher Nachteil droht oder nicht. Es können nicht 

nur rechtliche, sondern auch tatsächliche Nachteile geltend gemacht werden (ZK 

ZPO-Freiburghaus/Afheldt, Art. 319 N. 13 ff.). Es ist anzumerken, dass die unzäh-

ligen materiellen Vorbringen der Parteien zum Aktenherausgabeanspruch als sol-

chen unbeachtlich sind. 

2.2. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, er würde im Falle 

des Obsiegens eine Parteientschädigung erhalten, welche aus Geld stamme, das 

mit hoher Wahrscheinlichkeit kriminell kontaminiert sei (act. 32 Rz. 4). Der Lohn 

des Beschwerdegegners sei gepfändet worden, was der Verfügung der Vo-

rinstanz vom 20. Mai 2011 zu entnehmen sei (act. 32 Rz. 8). Diese Lohnpfändung 

bedeute, dass der Beschwerdegegner auf dem Existenzminimum lebe, weshalb 

davon auszugehen sei, dass dieser "schwarze Kassen" führe. Es müsse unter-

sucht werden, ob der Beschwerdegegner dem Betreibungsamt ausländisches 

Einkommen und Vermögen angegeben habe (act. 32 Rz. 13). Der Beschwerde-

gegner müsse das ganze in- und ausländische Einkommen und Vermögen ge-

genüber dem Betreibungsamt offenlegen. Tue er dies nicht, begehe er Betrug und 

ein Urkundendelikt (act. 32 Rz. 18). Der Beschwerdeführer sei einem unange-

messenen Risiko ausgesetzt, allenfalls kriminell kontaminierte Gelder als Partei-

entschädigung entgegennehmen zu müssen, die in Verletzung von Art. 169 StGB 

der Vorinstanz zu Handen des Beschwerdeführers bezahlt würden (act. 32 

Rz. 16). Er riskiere, das Geld wieder an das Betreibungsamt zurückerstatten zu 

müssen (act. 32 Rz. 19). Die Verfügung des Bezirksgerichts vom 5. Juli 2011 sei 

deshalb aufzuheben und es sei festzustellen, dass die Sicherheitsleistung für die 

Parteientschädigung nicht fristgemäss bezahlt worden sei, und es sei dement-

sprechend auf die Klage nicht einzutreten (act. 32 S. 2). 

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2.3. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner sowohl in C._____ 

(Stadt in E._____) als auch in D._____ ein Anwaltsbüro führt; er ist in der An-

waltsliste des Kantons Zürich gemäss Art. 28 BGFA eingetragen (vgl. auch 

http://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/Dokumente/-

obergericht/Aufsichtskommission/Anwaltsliste_BGFA28.pdf). Ob der Beschwer-

degegner einen Wohnsitz in der Schweiz hat, ist aus den Eingaben der Parteien 

an die Rechtsmittelinstanz und den vorinstanzlichen Akten nicht ersichtlich. Im 

Falle eines Wohnsitzes in der Schweiz verfügt der Beschwerdegegner über einen 

ordentlichen Betreibungsort in der Schweiz gemäss Art. 46 SchKG. Andernfalls 

verfügt er aufgrund seines Anwaltsbüros in D._____ zumindest über einen aus-

serordentlichen Betreibungsort in der Schweiz, – den Betreibungsort am Sitz der 

Geschäftsniederlassung –, wobei gilt, dass der Betriebene nur für die auf Rech-

nung der Geschäftsniederlassung eingegangenen Verbindlichkeiten betrieben 

werden kann (Art. 50 SchKG; vgl. BSK SchKG I- Schmid, Art. 50 N. 1 ff.). Im ei-

nen wie im anderen Fall darf der schweizerische Staat seine hoheitlichen Akte 

nicht in einem anderen Staat durchsetzen (vgl. BSK SchKG I- Acocella, Art. 38 

N. 34). Dies bedeutet, dass die Einkommenspfändung des Betreibungsamtes kein 

Einkommen des Beschwerdegegners aus seiner Anwaltstätigkeit in E._____ 

(Land in Europa) umfassen konnte bzw. kann. Auch können keine sonstigen 

Vermögenswerte des Beschwerdegegners in E._____ von der Pfändung in der 

Schweiz betroffen sein. Aus dem Betreibungsregisterauszug über eine Lohnpfän-

dung von circa Fr. 130'000.– in der Schweiz kann deshalb nicht geschlossen wer-

den, der Beschwerdegegner lebe auf dem Existenzminimum und führe "schwarze 

Kassen", weil er während der Zeit des Lohnpfändungsvollzugs Rechnungen be-

zahlte. Es muss angenommen werden, dass der Beschwerdegegner in E._____ 

Einkommen erzielt und dort über Vermögenswerte verfügt. Solange diese nicht 

gepfändet sind – was weder behauptet noch belegt wurde –, kann der Beschwer-

degegner über allfälliges Einkommen und allfällige Vermögenswerte in E._____ 

verfügen. Das Verfügungsverbot (Art. 96 SchKG), dessen Zuwiderhandlung straf-

rechtlich sanktioniert wird (Art. 169 StBG), betrifft nur diejenigen Vermögenswerte, 

welche amtlich gepfändet sind. Da keine Pfändung von sämtlichen Vermögens-

werten des Beschwerdegegners anzunehmen ist, besteht auch kein Anlass, von 

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einer strafrechtlichen Handlung des Beschwerdegegners und damit von einer 

"kriminellen Kontamination" der als Sicherheit geleisteten Gelder auszugehen. 

2.4. Es trifft zu, dass der Schuldner verpflichtet ist, anlässlich einer Pfän-

dung umfassend über sein Vermögen Auskunft zu geben. Diese Auskunftspflicht 

umfasst auch im Ausland erzielte Einkünfte oder gelegene Vermögenswerte (vgl. 

BSK SchKG I-Lebrecht, Art. 91 N. 9 f.). Der im Ausland wohnhafte Schuldner ist 

ebenfalls strafbar, wenn er die Auskunftspflicht verletzt (vgl. BSK SchKG I-

Lebrecht, Art. 91 N. 16). Träfe es also zu, dass der Beschwerdegegner dem Be-

treibungsamt Einkünfte oder Vermögenswerte in E._____ verschwiegen hätte, 

kämen die Straftatbestände der Art. 163 Ziff. 1 StGB und Art. 323 Ziff. 2 SchKG 

zum Tragen. Doch selbst wenn diese Straftatbestände erfüllt wären, würde dies 

nicht zu einer "kriminellen Kontamination" der Gelder führen. Darüber hinaus 

könnte, wenn die Einkünfte und Vermögenswerte in E._____ rechtshilfeweise ge-

pfändet würden (sofern dies in Frage käme, was hier nicht zu prüfen ist), eine 

vom Beschwerdegegner an den Beschwerdeführer als Prozessentschädigung be-

zahlte Geldsumme nicht zurückgefordert bzw. der Zwangsvollstreckung zugeführt 

werden. Es ist nur eine Anfechtung von Rechtshandlungen nach den Art. 286–

288 SchKG vorgesehen. Eine Schenkungsanfechtung gemäss Art. 286 SchKG ist 

ausgeschlossen, weil eine Prozessentschädigung in Erfüllung einer Schuldpflicht 

geleistet wird. Eine Überschuldungsanfechtung im Sinne von Art. 287 SchKG 

kommt nicht in Frage, weil es sich bei der Zahlung einer Prozessentschädigung 

bereits im Zeitpunkt der Sicherstellung um eine fällige Schuld handelt, welche – 

im vorliegenden Fall – durch ein übliches Zahlungsmittel geleistet wurde. Eine 

Absichtsanfechtung gemäss Art. 288 SchKG ist äusserst unwahrscheinlich. Eine 

solche würde voraussetzen, dass der Beschwerdegegner bereits zu einem Zeit-

punkt, da er noch davon hätte ausgehen dürfen, dass seine vermeintlich verheim-

lichten Vermögenswerte unentdeckt blieben, eine Schädigungsabsicht gehabt 

hätte. Konkret bedeutete dies, dass das vorinstanzliche Verfahren vom Be-

schwerdegegner nur eingeleitet (und benutzt) wurde, um Prozesskosten zu be-

zahlen und damit seine Gläubiger zu schädigen. Davon ist nicht auszugehen, da 

der Beschwerdegegner in diesem Fall darauf hätte bedacht sein müssen, einen 

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Prozess mit möglichst hohem Streitwert anzustreben, was er aber nicht getan hat. 

Dergleichen bringt der Beschwerdeführer auch nicht vor. 

2.5. Der Beschwerdeführer macht die Verletzung des rechtlichen Gehörs 

durch die Vorinstanz geltend. Die Vorinstanz habe den Eingaben des Beschwer-

degegners zur Auferlegung einer Sicherheitsleistung entsprochen, das rechtliche 

Gehör zum Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Verfügung nicht gewährt 

und die materielle Beantwortung der Klage verlangt, obwohl dies unmöglich sei, 

weil der Beschwerdeführer nicht vom Anwaltsgeheimnis entbunden worden sei 

(vgl. act. 32 S. 7 ff.). Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen, da 

die Vorinstanz dem Antrag des Beschwerdeführers auf Auferlegung einer Sicher-

heitsleistung entsprach (act. 15a), das Gesuch um Erlass einer superprovisori-

schen Verfügung des Beschwerdegegners abwies und zur Beantwortung des ma-

teriellen Herausgabeanspruchs keine Entbindung vom Anwaltsgeheimnis not-

wendig ist.  

Davon abgesehen hat der Beschwerdeführer den Herausgabeanspruch des 

Beschwerdegegners bejaht. Es kann ihm also nur noch darum gehen, von der Vo-

rinstanz keine Prozesskosten auferlegt zu erhalten, wenn das Verfahren durch 

Herausgabe der Akten gegenstandslos wird (vgl. die vorangegangenen Verfahren 

der Parteien bezüglich Aktenherausgabe: PF110014 und PF110015). Gemäss 

Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO kann das Gericht von den Verteilungsgrundsätzen ab-

weichen und die Prozesskosten nach Ermessen verteilen, wenn das Verfahren 

als gegenstandslos abgeschrieben wird und das Gesetz nichts anderes vorsieht. 

Bei der Auferlegung der Prozesskosten ist zu berücksichtigen, welche Partei An-

lass zur Klage gegeben hat, welches der mutmassliche Prozessausgang gewe-

sen wäre und bei welcher Partei die Gründe eingetreten sind, die dazu geführt 

haben, dass das Verfahren gegenstandslos geworden ist (Botschaft ZPO vom 

28. Juni 2006 7221 ff., 7297). In den Verfahren PF110014 und PF110015 stellte 

die II. Zivilkammer überwiegend darauf ab, wer das vorinstanzliche Verfahren 

veranlasst hatte. Mit der Entbindung vom Anwaltsgeheimnis kann der Beschwer-

deführer nur das Ziel verfolgen, die Hintergründe zu schildern, welche ihn dazu 

bewogen, eine Aktenherausgabe gegen Empfangsschein zu verlangen, und somit 

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darzulegen, dass der Beschwerdegegner die Einleitung des vorinstanzlichen Ver-

fahrens veranlasste. Es kann festgehalten werden, dass nach der Einleitung der 

beiden vorangegangenen Verfahren (PF110014 und PF110015) kaum daran ge-

zweifelt werden kann, dass das Verhältnis zwischen den Parteien derart getrübt 

war, dass sich eine Aktenherausgabe gegen Empfangsschein rechtfertigte 

(vgl. PF110014 E. 3.3/d). Ob damit auch dargetan ist, dass der Beschwerdegeg-

ner das vorinstanzliche Verfahren veranlasste, ist von der Vorinstanz zu prüfen, 

wobei weitere Umstände zu berücksichtigen sind (vgl. PF110014 E. 3.3/d ff.). 

Gemäss diesen Darlegungen war bzw. ist keine Entbindung vom Anwaltsgeheim-

nis notwendig. Es liegt auch hier keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. 

2.6. Im Sinne der Erwägungen erwächst dem Beschwerdeführer aus der  

vorinstanzlichen Verfügung kein nicht wieder gutzumachender Nachteil. Die Si-

cherheitsleistung wurde ausserdem rechtzeitig bezahlt. Die Anträge des Be-

schwerdeführers auf Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung und auf Feststel-

lung, die Sicherheitsleistung sei nicht fristgemäss bezahlt worden, sind somit ab-

zuweisen.  

3. Protokoll 

Der Beschwerdeführer beantragt subeventualiter, die Vorinstanz sei zu ver-

halten, ein Protokoll über das Verfahren anzulegen (act. 32 S. 2). Es gilt, dass das 

Gericht über jede Verhandlung Protokoll führen muss (Art. 235 Abs. 1 ZPO). Eine 

Verhandlung fand vor der Vorinstanz allerdings bisher nicht statt. Eine allgemeine 

Vorschrift über die Protokollierung jedes einzelnen Verfahrensschrittes gibt es 

nicht, auch wenn dies möglicherweise nicht einsichtig ist (vgl. KUKO ZPO-Nägeli, 

Art. 235 N. 3). Der Antrag des Beschwerdeführers ist deshalb abzuweisen. 

4. Kosten- und Entschädigungsfolge 

4.1. Die Gerichtsgebühr richtet sich nach dem Streitwert, welcher durch das 

Rechtsbegehren bestimmt wird (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Da der Beschwerdeführer 

kein beziffertes Rechtsbegehren stellte, forderte die Vorinstanz ihn dazu auf, den 

Streitwert zu beziffern (act. 10a). Der Beschwerdeführer unterliess dies, da er da-

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von ausging, es handle sich um keinen vermögensrechtlichen Anspruch (act. 11 

S. 3), was jedoch nicht zutrifft (vgl. BGer 5D_65/2008 vom 18. August 2008 

E. 1.2). In Ausübung ihres Ermessens ging die Vorinstanz in der Folge von einem 

Streitwert unter Fr. 10'000.– aus (act. 15a). Dagegen opponierten die Parteien 

nicht, weshalb der Streitwert auf unter Fr. 10'000.– festzusetzen ist. 

4.2. In Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit den 

§§ 2 Abs. 1 lit. a, 4 Abs. 1 und 8 Abs. 1 GebV OG ist die Gerichtsgebühr auf 

Fr. 600.– festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfah-

rens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem von ihm geleisteten Kos-

tenvorschuss zu verrechnen. 

4.3. Dem Beschwerdegegner ist gemäss § 13 Abs. 1 und Abs. 4 i.V.m. § 4 

Abs. 1 und § 9 AnwGebV eine Parteientschädigung von Fr. 200.– zuzusprechen.  

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 600.– festgesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.  

4. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner für das Be-

schwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 200.– zu bezahlen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Bei-

lage eines Doppels von act. 46, sowie – unter Rücksendung der vorinstanz-

lichen Akten – an das Bezirksgericht Zürich (Einzelgericht Audienz), je ge-

gen Empfangsschein. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

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schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert liegt unter 
Fr. 10'000.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. A. Muraro-Sigalas 
 
 
versandt am: 

	Urteil vom 13. September 2011
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	2.  Prozessuales
	2.1. Der Beschwerdeführer ficht die Verfügung der Vorinstanz vom 5. Juli 2011 an, mit welcher er aufgefordert wird, zum Gesuch der klagenden Partei Stellung zu nehmen. Hierbei handelt es sich um eine prozessleitende Verfügung, welche nur angefochten w...
	2.2. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, er würde im Falle des Obsiegens eine Parteientschädigung erhalten, welche aus Geld stamme, das mit hoher Wahrscheinlichkeit kriminell kontaminiert sei (act. 32 Rz. 4). Der Lohn des Beschwerdegegners ...
	2.3. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdegegner sowohl in C._____ (Stadt in E._____) als auch in D._____ ein Anwaltsbüro führt; er ist in der Anwaltsliste des Kantons Zürich gemäss Art. 28 BGFA eingetragen (vgl. auch http://www.gerichte-zh.ch/file...
	2.4. Es trifft zu, dass der Schuldner verpflichtet ist, anlässlich einer Pfändung umfassend über sein Vermögen Auskunft zu geben. Diese Auskunftspflicht umfasst auch im Ausland erzielte Einkünfte oder gelegene Vermögenswerte (vgl. BSK SchKG I-Lebrecht...
	2.5. Der Beschwerdeführer macht die Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Vorinstanz geltend. Die Vorinstanz habe den Eingaben des Beschwerdegegners zur Auferlegung einer Sicherheitsleistung entsprochen, das rechtliche Gehör zum Gesuch um Erlass...
	Davon abgesehen hat der Beschwerdeführer den Herausgabeanspruch des Beschwerdegegners bejaht. Es kann ihm also nur noch darum gehen, von der Vorinstanz keine Prozesskosten auferlegt zu erhalten, wenn das Verfahren durch Herausgabe der Akten gegenstand...
	2.6. Im Sinne der Erwägungen erwächst dem Beschwerdeführer aus der  vorinstanzlichen Verfügung kein nicht wieder gutzumachender Nachteil. Die Sicherheitsleistung wurde ausserdem rechtzeitig bezahlt. Die Anträge des Beschwerdeführers auf Aufhebung der...
	3. Protokoll
	4. Kosten- und Entschädigungsfolge
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 600.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
	4. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, dem Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 200.– zu bezahlen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage eines Doppels von act. 46, sowie – unter Rücksendung der vorinstanzlichen Akten – an das Bezirksgericht Zürich (Einzelgericht Audienz), je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...