# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08dbbaaf-31c9-5251-b983-54106c1cbbcc
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1981-11-20
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 20.11.1981 OG ARGVP 1988 3042
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-1988-3042_1981-11-20.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3041,3042

Eher wäre ungerechtfertigte Bereicherung anzunehmen. Aber hier 
fehlt es an der Voraussetzung einer Bereicherung «aus dem Vermögen 
eines andern», d.h. des Klägers (Art. 62 Abs.1 OR).

Das schweizerische Recht sieht für Vorteile, die ein Vertragspartner 
ohne Schädigung des Kontrahenten aus einer Vertragsverletzung erzielt, 
keine Rückerstattungs- oder Ausgleichspflicht vor (vgl. zu dieser Frage 
neuestens Schaufelberger, Bereicherung durch unerlaubte Handlung, 
Zürcher Studien zum Privatrecht, Heft 14, Zürich 1981).

OGer 21.10.1980 (RBer 1980/81, S. 30)

3042

Arbeitsvertrag . Feriengeld als Lohnbestandteil? (Art. 329d OR)

Die Parteien haben bezüglich Lohn, Lohnzulagen und Spesenvergütungen 
keine schriftlichen Abreden getroffen. Die Behauptung des Arbeitgebers, 
man habe seinerzeit einen Lohn vereinbart, in dem alles inbegriffen sein 
sollte, findet nirgends eine schriftliche Stütze. Weil solche Fälle in der Ver­
gangenheit immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Arbeit­
gebern und Arbeitnehmern geführt haben, hat sich die bereits vom Kan­
tonsgerichtspräsidium erwähnte Praxis herausgebildet, dass nur dort eine 
Feriengeld-Abgeltung angenommen werden kann, wo ein solcher Lohn­
zuschlag ausdrücklich festgelegt wurde und auch aus den Lohnabrech­
nungen ersichtlich ist (Brühwiler, Handkommentar zum Einzelarbeitsver­
trag, 1978, N .4 zu Art.329d OR, S. 142 oben; Entscheidungen des 
Arbeitsgerichts Zürich 1977/78, Nr. 17). Dabei müssten vom Feriengeld 
auch Sozialversicherungsbeiträge erhoben werden; ein prämienfreier, als 
Spesenentschädigung bezeichneter Zuschlag bildet an sich keinen Beweis 
für eine solche Abgeltung.

OGP 20.11.1981 (RBer 1981 /82, S. 52)

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