# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b34b8e0e-9384-5547-a023-fa268ceb90ee
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-08-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 22.08.2011 SB110235
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB110235_2011-08-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB110235-O/U/eh 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

Oberrichterin lic. iur. Chitvanni sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. 

C. Grieder 

 

Urteil vom 22. August 2011 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland,  
vertreten durch Leitenden Staatsanwalt Dr. iur. R. Jäger, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 
betreffend  

Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, vom  
23. Februar 2011 (DG100160) 

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Zweigstelle Flug-

hafen, vom 22. Dezember 2010 ist diesem Urteil beigeheftet  

 

Urteil der Vorinstanz: 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen  

das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 BetmG in  

Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

90 Tage durch Untersuchungshaft, Sicherheitshaft und vorzeitigen Strafvoll-

zug bereits erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. Dezember 2010 be-

schlagnahmten 941 Gramm Kokaingemisch (Lagernummer …) werden ein-

gezogen und sind durch die Kantonspolizei Zürich zu vernichten. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 0.–   Kosten KAPO  

Fr. 300.–   Untersuchungskosten  

Fr.     amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 

Fr.        
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

- 3 - 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der  

amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter Vorbehalt von Art. 135 

Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen werden. 

 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(schriftlich; Urk. 64 S. 2) 

1. Ziff. 2 und Ziff. 3 des angefochtenen Urteils vom 23. Februar 2011 seien 

aufzuheben.  

2. Gegen den Berufungskläger sei eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten auszu-

sprechen.  

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben.  

4. Eventualiter zu Ziff. 3 sei eine teilbedingte Gefängnisstrafe auszusprechen.  

5. Die während der Untersuchungshaft (Art. 51 StGB) und dem vorzeitigen 

Strafantritt erstandene Haft sei dem Berufungskläger anzurechnen. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(schriftlich; Urk. 57) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 

- 4 - 

Erwägungen: 

I. Prozessuales / Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens 

1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil vom 23. Februar 

2011 sprach das Bezirksgericht Bülach, I. Abteilung, den Beschuldigten A._____ 

der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die  

Betäubungsmittel im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 BetmG in Verbindung mit 

Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG schuldig und bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 

30 Monaten, abzüglich 90 Tage erstandener Untersuchungs-, Sicherheitshaft und 

vorzeitigen Strafvollzugs. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde nicht aufge-

schoben. Weiter beschloss das Gericht die Einziehung und Vernichtung der  

sichergestellten Drogen (vgl. Urk. 46 S. 13 f.). 

1.2. Nachdem der angefochtene erstinstanzliche Entscheid am 23. Februar 2011 

ergangen ist, gelten die Bestimmungen der schweizerischen Strafprozessordnung 

(Art. 448 und Art. 454 Abs. 1 StPO).  

1.3. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte fristgerecht durch Eingabe seines 

Verteidigers vom 24. Februar 2011 Berufung anmelden (Urk. 39, vgl. Art. 399 

Abs. 1 StPO). Innert Frist ging die Berufungserklärung des Beschuldigten am 

12. April 2011 hierorts ein (Urk. 49, vgl. Art. 399 Abs. 3 StPO). Mit Präsidialver-

fügung vom 28. April 2011 wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, um seine 

Berufungserklärung zu konkretisieren, namentlich um anzugeben, wie das  

Dispositiv des zu fällenden Berufungsurteils aus seiner Sicht lauten soll (Urk. 51 

S. 2). In der Folge reichte der Beschuldigte mit Eingabe vom 3. Mai 2011 eine 

präzisierte Berufungserklärung ein, wonach er mit einer Freiheitsstrafe von  

20 Monaten zu bestrafen sei, wobei der Vollzug der Freiheitsstrafe aufzuschieben 

sei (Urk. 53). Folglich beschränkt der Beschuldigte seine Berufung auf die  

Bemessung der Strafe bzw. deren Vollzug (Art. 399 Abs. 3 lit. a und Abs. 4 lit. b, 

vgl. dazu Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Straf-

prozessordnung, Zürich 2010, N20 zu Art. 399).  

- 5 - 

1.4. Der Beschuldigte stellte im Übrigen mit seiner Eingabe vom 12. April 2011 

die Beweisanträge, es sei das im Strafregister von B._____ [Land in Europa] er-

wähnte Urteil vom 22. Dezember 2008 von den zuständigen Behörden in B._____ 

rechtshilfeweise einzuverlangen und zu übersetzen. Ausserdem seien die weite-

ren im Strafregisterauszug in B._____ des Beschuldigten erwähnten Verfügungen 

vom 13. Juli 2009 sowie vom 14. April 2010, mit denen die Verbüssung der Haft-

strafe ausgesetzt beziehungsweise die Aussetzung widerrufen wurde, von den 

zuständigen Behörden in B._____ rechtshilfeweise einzuverlangen und zu über-

setzen (Urk. 49). Mit Präsidialverfügung vom 28. April 2011 wurden die Beweisan-

träge mit der Begründung abgewiesen, der Beschuldigte habe zum Strafregister-

auszug von B._____ ausführlich Stellung nehmen können und das entsprechende 

Urteil ausdrücklich anerkannt, wobei die Vorinstanz davon ausgegangen sei, dass 

der Beschuldigte bei der besagten Straftat nicht direkt mit Drogen in Berührung  

gekommen sei, weshalb sich die Vorstrafe nur leicht straferhöhend ausgewirkt 

habe. Im Übrigen habe die Vorinstanz die Strafe in B._____ von 3 ½ Jahren als 

vom Beschuldigten anerkannte Tatsache erwähnt, weshalb sie diese Vorstrafe bei 

der Prognosestellung auch habe berücksichtigen dürfen. Ein Beizug der beantrag-

ten Dokumente erscheine aufgrund der vorliegenden Beweislage als nicht not-

wendig (Urk. 51 S. 2 f.). 

1.5. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits beantragte die Bestätigung des vorinstanz-

lichen Entscheides und verzichtete auf das Stellen von Beweisanträgen (Urk. 57). 

Dem Vertreter der Staatsanwaltschaft wurde - auf entsprechendes Gesuch hin - 

das persönliche Erscheinen zur Berufungsverhandlung erlassen (Urk. 57, 

Urk. 59). 

1.6. Es ist vorab darauf hinzuweisen, dass das Betäubungsmittelgesetz seit dem 

1. Juli 2011 eine neue Fassung aufweist. Diese tangiert den hier relevanten 

Art. 19 BetmG in konkreter Hinsicht nicht, stellt mithin auch nicht milderes Recht 

dar, weswegen in Anwendung von Art. 26 BetmG in Verbindung mit Art. 2 StGB 

vorliegend die alte Fassung massgebend bleibt.  

 

- 6 - 

1.7. Dementsprechend ist festzustellen, dass der erstinstanzliche Entscheid wie 

folgt in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 402 StPO), wobei präzisierend angesichts 

der seither eingetretenen Gesetzesänderung im Dispositiv auf die alte Fassung 

des BetmG hinzuweisen ist (aBetmG):  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 (a)BetmG in Verbindung mit Art. 19  

Ziff. 2 lit. a (a)BetmG. 

2. … 

3. ... 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. Dezember 2010 beschlagnahmten  

941 Gramm Kokaingemisch (Lagernummer …) werden eingezogen und sind durch die Kan-

tonspolizei Zürich zu vernichten. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 0.–   Kosten KAPO  

Fr. 300.–   Untersuchungskosten  

Fr.     amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 

Fr.        

 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einst-

weilen und unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen 

werden." 

- 7 - 

II. Sanktion 

1. Strafrahmen 

1.1. Der Beschuldigte lässt - wie erwähnt - die erstinstanzliche Strafzumessung 

und den Vollzug der Strafe beanstanden. 

1.2. Die Vorinstanz steckte den zur Anwendung gelangenden Strafrahmen für 

die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz korrekt ab, 

worauf verwiesen werden kann (Urk. 46 S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO).  

1.3. Ergänzend ist anzufügen, dass weder Strafschärfungs- noch Strafmilde-

rungsgründe vorliegen.  

2. Strafzumessung 

2.1. Zu den Kriterien der Strafzumessung, insbesondere diejenigen im Zusam-

menhang mit Betäubungsmitteldelikten, hat die Vorinstanz die nötigen theoreti-

schen Ausführungen gemacht und zutreffend festgehalten, dass zwischen der 

Tat- und der Täterkomponente zu unterscheiden ist (vgl. Urk. 46 S. 5 ff.). Darauf 

ist vorweg zu verweisen ( vgl. Art. 82 Abs. 4 StPO). 

2.2. Tatkomponente 

2.2.1. Zunächst ist die objektive Tatschwere als Ausgangskriterium für die  

Verschuldensbewertung bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das  

Betäubungsmittelgesetz festzulegen und zu bemessen. Die Vorinstanz hat weit-

gehend zutreffende Ausführungen dazu gemacht, so dass vorab darauf verwiesen 

werden kann (Urk. 46 S. 5 ff.). Ergänzend ist Folgendes auszuführen: 

2.2.1.1. Der Beschuldigte transportierte 941 Gramm Kokaingemisch, welches  

einen Reinheitsgehalt von 55 % aufwies (vgl. Urk.4/2), insgesamt also  

519 Gramm reines Kokainhydrochlorid und führte es in die Schweiz ein. Damit 

brachte er – zumindest abstrakt – die Gesundheit einer Vielzahl von Menschen in 

erhebliche Gefahr, handelt es sich doch beim Kokain um eine sogenannte "harte 

- 8 - 

Droge" mit unbestritten stark gesundheitsgefährdender und abhängigkeits-

erzeugender Wirkung (vgl. auch Vorinstanz Urk. 46 S. 7). 

2.2.1.2. Dem Beschuldigten, der über 80 Fingerlinge schluckte, war gemäss eige-

nen Aussagen bewusst, welche Menge an Kokain er transportierte (vgl. polizeili-

che Einvernahme vom 15.12.2010: "Er sagte zu mir, mach dir keine Sorgen, du machst nur 
eine Reise und den Rest machen wir. Als Entschädigung bekommst du 3'000 Euro…für nicht mal 

ein Kilo. Für mich war es klar, dass es um Kokain ging…"; vgl. auch Urk. 35 S. 8). Ausser-

dem wusste der Beschuldigte, der vor dem hier zur Diskussion stehenden  

Transport regelmässig Kokain konsumiert hatte (Urk. 3/2 S. 2 f., Urk. 35 S. 7), 

dass es sich dabei um eine gefährliche Droge handelte (Urk. 3/4 S. 2).  

2.2.1.3. Der Beschuldigte führte durch seinen Kokaintransport einen wesentlichen 

und keinesfalls zu verharmlosenden Tatbeitrag aus. Seine Tätigkeit ist dabei nicht 

auf der absolut untersten Hierarchiestufe des Drogenhandels, also beispielsweise 

derjenigen von abhängigen Strassendealern, anzusiedeln. Die Drogenkuriere sind 

für den florierenden Drogenhandel in Europa unabdingbar, weshalb die Funktion 

des Beschuldigten nicht bagatellisiert werden darf, wenn auch festzuhalten ist, 

dass er keine Drahtzieherfunktion hatte, sondern nur ausführend tätig war.  

2.2.1.4. Bei diesem Stand der Dinge muss das objektive Verschulden insgesamt 

als erheblich bezeichnet werden.  

2.2.2. Bei der Bewertung des subjektiven Verschuldens ist die Frage zu beant-

worten, wie dem Täter die objektive Tatschwere tatsächlich anzurechnen ist.  

Dazu gehören die Frage der Schuldfähigkeit sowie das Motiv. 

2.2.2.1. Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und hatte - wie gesehen - Kenntnis 

über die von ihm transportierte Menge. 

2.2.2.2. Zu berücksichtigen ist ferner, dass er von einem [Bewohner des Landes 

C._____] betreffend den Transport angesprochen wurde und die Delinquenz nicht 

auf eigene Initiative des Beschuldigten erfolgte. In diesem Sinne ist von einer rela-

tiv geringen kriminellen Energie auszugehen, der Beschuldigte musste selber 

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nichts organisieren, er musste aufgrund der Anfrage und Vorgabe des [Bewoh-

ners des Landes C._____] auch keine eigenen Entscheide fällen.  

2.2.2.3. Der Beschuldigte konsumierte zwar regelmässig, indessen gemäss  

eigenen Angaben jedoch durchschnittlich nur alle 14 Tage Kokain, womit ihm die 

schädliche Wirkung der Droge bestens bekannt sein musste. Aus den eigenen 

Erklärungen des Beschuldigten erhellt weiter, dass sein Kokainkonsum keinen 

Zusammenhang mit seiner Delinquenz hatte (vgl. Urk. 35 S. 7 oben). Vielmehr 

liess er sich auf den Vorschlag des [Bewohners des Landes C._____] ein, da er 

ohne Geld und weit weg von zu Hause war (Urk. 3/2 S. 3, Urk. 35 S. 8). Nachdem 

er das ihm unterbreitete Drogentransportangebot ohne jeden Druckversuch ein-

fach annahm, kann ihm - entgegen der Verteidigung (vgl. Urk. 37 S. 15) - auch 

kein Handeln in schwerer Bedrängnis attestiert werden. Motiv für die Delinquenz 

war offensichtlich die in Aussicht gestellte Belohnung (3'000.-- Euros; vgl. Urk. 3/3 

S. 2 und 3/4 S. 2), welche letztlich der Sicherstellung seines Lebensunterhaltes 

und der Möglichkeit diente, auf diesem Weg in sein Heimatland B._____ zu ge-

langen.  

Die Vorinstanz hat sodann zutreffend festgehalten (Urk. 46 S. 8; Art. 82  

Abs. 4 StPO), dass der Beschuldigte sich nicht in einer Notsituation befand. Er 

hatte ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern, welche seine wirtschaftliche Lage 

kannten und ihm auch monatlich 150 Euro zukommen liessen (Urk. 3/3 S. 2). Er 

hätte gemäss eigenen Angaben das nötige Geld für den Rückflug nach B._____ 

durch den monatlichen Zustupf seiner Eltern nach fünf bis sechs Monaten  

beisammen gehabt, habe sich aber nicht im Stande gefühlt, so lange zu warten 

(Urk. 63 S. 5). Bei der gegebenen Sachlage stehen für den durchgeführten  

Drogentransport rein geldwerte Motive im Vordergrund. Zu berücksichtigen ist  

indessen, dass der Beschuldigte sich offenbar in einer schwierigen finanziellen 

und persönlichen Situation wähnte und jedenfalls den Erlös aus dem Drogen-

transport nicht für die Anschaffung persönlicher Luxusgüter verwenden wollte. 

2.2.2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass in subjektiver Hinsicht zwar ent-

lastende Momente auszumachen sind, dass sich diese indessen nur in leichtem 

Masse auswirken.  

- 10 - 

2.2.3. Das Tatverschulden des Beschuldigten ist insgesamt in Anbetracht des  

vorgegebenen weiten Strafrahmens als nicht mehr leicht bis erheblich zu  

qualifizieren. Die Einsatzstrafe aufgrund der Tatkomponente ist deshalb im  

Bereich von 32 Monaten anzusetzen. 

2.3. Täterkomponente 

Bei der Täterkomponente stehen das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse 

des Beschuldigten sowie sein Nachtatverhalten im Vordergrund. 

2.3.1. Persönliche Verhältnisse 

2.3.1.1. Zu den persönlichen Verhältnissen, insbesondere den Werdegang des 

Beschuldigten kann auf seine Angaben anlässlich der Untersuchung (vgl. Urk. 3/3 

-S. 1 f. und 3/4 S. 5 ff.) und der Hauptverhandlung (vgl. Urk. 35 S. 2 ff.) sowie auf 

die Zusammenfassung im angefochtenen Entscheid verwiesen werden (vgl. 

Urk. 46 S. 9).   

Es lassen sich somit insgesamt aus den persönlichen Verhältnissen und aus dem 

Werdegang des Beschuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren ent-

nehmen.  

2.3.2. Vorstrafe 

2.3.2.1. Der Beschuldigte ist in B._____ vorbestraft (vgl. Urk. 9/2 u. 9/3). Wie die 

Vorinstanz zutreffend festhielt, geht aus dem Strafregisterauszug in B._____ her-

vor, dass der Beschuldigte wegen illegalen Besitzes und Verkaufs von  

Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten 

und einer Busse von 14'000.-- Euros verurteilt wurde (vgl. Urk. 9/2). Weiter kann 

dem Strafregisterauszug entnommen werden, dass die ausgefällte Freiheitsstrafe, 

deren Vollzug vorerst ausgesetzt wurde, zu verbüssen ist (vgl. Urk. 9/2). Der  

Beschuldigte bestritt nun bereits vor Vorinstanz, tatsächlich Betäubungsmittel be-

sessen und mit diesen gehandelt zu haben (vgl. Urk. 35 S. 4) und verlangte in 

diesem Zusammenhang auch im Berufungsverfahren den Beizug der Strafakten 

aus B._____ (vgl. Urk. 49), welchem Antrag die Verfahrensleitung - wie bereits die 

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Vorinstanz (vgl. Urk. Prot. I S. 5) - nicht entsprach (vgl. Urk. 51). Mangels Kennt-

nis der entsprechenden Akten aus B._____ ging die Vorinstanz zugunsten des 

Beschuldigten davon aus, dass er bei der betreffenden Straftat nicht direkt mit 

Drogen in Kontakt kam, was seiner Darstellung entspricht und auch hier zu über-

nehmen ist. Indessen ist im Rahmen der Bewertung der Auswirkungen dieser  

Vorstrafe in B._____ für das vorliegende Verfahren darauf hinzuweisen, dass 

selbst der Beschuldigte von einer rechtskräftigen Verurteilung ausgeht und weiter 

anerkennt, dass sie im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln stand (vgl. Urk. 35 

S. 3 f.). Sodann räumt er ein, dass er im Strafverfahren in B._____ auf Anraten 

seines Verteidigers gewisse Zugeständnisse in Richtung erhaltene Anfrage zur 

Betäubungsmittelbeschaffung machte (vgl. Urk. 35 S. 3 f.). Damit steht aber  

fest, dass der Beschuldigte eine einschlägige Vorstrafe aufweist, welche hier  

- entgegen der Vorinstanz (vgl. Urk. 46 S. 9) - nicht lediglich leicht, sondern  

empfindlich straferhöhend zu Buche schlägt. 

2.3.3. Nachtatverhalten 

2.3.3.1. Bei der Strafzumessung ist auch das Nachtatverhalten eines Täters zu 

beachten. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren.  

Insbesondere wirken ein Geständnis, das kooperative Verhalten eines Täters bei 

der Aufklärung von Straftaten sowie die Einsicht und aufrichtige Reue straf-

mindernd (Trechsel / Affolter-Eijsten, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxis-

kommentar, Zürich / St.Gallen 2008, Art. 47 N 22 ff., Hans Wiprächtiger in BSK 

StGB I, 2. A., Basel 2007 N 131 zu Art. 47 StGB). Das Bundesgericht hielt in  

seinen Entscheiden BGE 118 IV 349 und 121 IV 202 dafür, ein positives Nachtat-

verhalten könne zu einer Strafreduktion im Bereich von einem Fünftel bis zu  

einem Drittel führen (Hans Wiprächtiger in BSK StGB I, 2. A., Basel 2007 N 131 

zu Art. 47 StGB), was ein Teil der Lehre allerdings zu Recht kritisch hinterfragt 

(Schwarzenegger / Hug / Jositsch, Strafrecht II, Strafen und Massnahmen, 8. A., 

Zürich 2007, S. 101 f., Trechsel / Affolter-Eijsten, Schweizerisches Strafge-

setzbuch, Praxiskommentar, Zürich / St.Gallen 2008, Art. 47 N 24). 

 

- 12 - 

2.3.3.2. Bereits von Beginn an zeigte sich der Beschuldigte bezüglich der Durch-

führung des Drogentransports geständig (Urk. 3/1 S. 1 ff.). Allerdings ist der Vo-

rinstanz beizupflichten, dass ihm angesichts der erdrückenden Beweislage kaum 

eine andere Wahl blieb und er sich im Übrigen nicht sonderlich kooperativ zeigte, 

insbesondere keine Angaben über seine Hintermänner zu machen bereit war 

(Urk. 46 S. 10), weshalb keine Strafreduktion im Umfang eines Drittels erfolgen 

kann. Es rechtfertigt sich vielmehr eine Reduktion von maximal einem Fünftel. 

2.3.3.3. Der Beschuldigte erklärte in der Untersuchung, anlässlich der Haupt-

verhandlung und in der Berufungsverhandlung, er habe einen grossen Fehler  

gemacht. Er werde so etwas nie mehr machen und habe aus seinem Fehler ge-

lernt. Er sei verzweifelt gewesen (Urk. 3/3 S. 3 f., Urk. 3/4 S. 2, Urk. 63 S. 6). Die 

bekundete Reue und eine gewisse daraus erkennbare Einsicht sind strafmindernd 

zu werten. Das Nachtatverhalten bewirkt somit insgesamt eine Reduktion der Ein-

satzstrafe um gut einen Fünftel. 

2.3.4. Strafempfindlichkeit 

2.3.4.1. Schliesslich ist die Wirkung der Strafe auf das Leben des Beschuldigten 

zu berücksichtigen. Mit dieser Formulierung (Art. 47 Abs. 1 StGB) wird letztlich die 

Strafempfindlichkeit angesprochen. Zu Recht hat die Vorinstanz darauf hinge-

wiesen, dass der Beschuldigte nicht verheiratet ist, keine Kinder oder eine Arbeit 

hat und auch nicht alt oder krank ist, weshalb keine besondere Strafempfindlich-

keit aus familiären oder beruflichen Gründen erkennbar ist und auch sonst keine 

Gründe für eine Strafempfindlichkeit vorliegen (Urk. 46 S. 10).  

2.3.5. Zusammenfassend rechtfertigen die bei der Täterkomponente zu berück-

sichtigenden Strafzumessungsfaktoren (positiv: Geständnis, Einsicht und Reue; 

negativ: einschlägige Vorstrafe) insgesamt eine leichte Erhöhung der aufgrund 

der Tatkomponente festgesetzten Einsatzstrafe. 

3. Gesamtwürdigung 

3.1. In Würdigung sämtlicher Elemente sowohl der Tat- als auch der Täter-

komponente ist die von der Vorinstanz ausgefällte Freiheitsstrafe von 

- 13 - 

30 Monaten, welche in diesem Verfahren ohnehin nicht erhöht werden könnte 

(vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO), nicht zu beanstanden und zu bestätigen. Der Anrech-

nung von 270 Tage erstandener Haft und vorzeitiger Strafvollzug (bis heute) an 

die Freiheitsstrafe steht nichts entgegen (Art. 51 StGB). 

3.2. Dass diese Strafe in keiner Weise übersetzt ist, zeigt eine Vergleichsrech-

nung nach dem Strafzumessungsmodell Fingerhuth/Tschurr (Kommentar  

Betäubungsmittelgesetz, Zürich 2007): Bei 502.5 g reinem Kokain wäre von einer 

Einsatzstrafe von 36 Monaten auszugehen (a.a.O. S. 386). Vorliegend betrug die 

Menge reinem Kokain 519 g, was eine leichte Erhöhung dieser Ausgangsbasis 

rechtfertigt. Die Kuriereigenschaft (Kurier aus dem Ausland) bringt einen Abzug 

von maximal 20% (a.a.O. S. 386, N 31) und das Geständnis einen solchen von 

maximal 20 - 33% (hier konkret maximal 20%, siehe oben). Die einschlägige  

Vorstrafe wirkt sich dagegen um mindestens 20 % erhöhend aus (vgl. Fingerhuth/ 

Tschurr, a.a.O. S. 386: Zuschläge für Vorstrafen, insbesondere einschlägige: bis 

50%). Demnach ist die hier ermittelte Sanktion von 30 Monaten durchaus ange-

messen.  

III. Vollzug 

1. Teilbedingter Strafvollzug 

1.1. Die Vorinstanz hielt zutreffend fest, dass angesichts der zur Diskussion  

stehenden Freiheitsstrafe von 30 Monaten der teilbedingte, nicht aber der voll be-

dingte Vollzug, grundsätzlich möglich ist (vgl. Urk. 42 S. 11, Art. 43 Abs. 1 StGB). 

1.2. Nach Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Vollzug u.a. einer Freiheits-

strafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise auf-

schieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend 

Rechnung zu tragen. Grundvoraussetzung für die teilbedingte Strafe im Sinne von 

Art. 43 StGB ist eine begründete Aussicht auf Bewährung, welche sich nach  

Art. 42 StGB richtet (vgl. BGE 134 IV 1, E. 5.3.1. m.w.H.; vgl. Vorinstanz in  

Urk. 46 S. 11). Gemäss Art. 42 StGB schiebt das Gericht den Vollzug u.a. einer 

Freiheitsstrafe auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um 

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den Täter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten 

(Abs. 1). Wurde der Täter innerhalb der letzten fünf Jahren vor der Tat u.a. zu  

einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten 

verurteilt, so ist der Aufschub zulässig, wenn besonders günstige Umstände  

vorliegen (Abs. 2). 

Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid im Übrigen die zu beachtenden Grundsätze 

im Zusammenhang mit der Prüfung der subjektiven Voraussetzungen für die  

Gewährung des bedingten Strafvollzugs zutreffend wiedergegeben, worauf hier 

zur Vermeidung von Wiederholungen verwiesen werden kann, und insbesondere 

festgehalten, dass bei einer schlechten Legalprognose auch ein teilweiser Auf-

schub der Strafe nicht in Frage kommt (vgl. Urk. 46 S. 11, Art. 82 Abs. 4 StPO). 

1.3. Wie oben bereits dargetan, wurde der Beschuldigte am 22. Dezember 2008, 

mithin lediglich knapp zwei Jahre vor dem vorliegend interessierenden Tatzeit-

raum in B._____ mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren bestraft (Urk. 9/2 u. 9/3). 

Demzufolge müssen "besonders günstige Umstände" vorliegen, damit dem  

Beschuldigten der teilbedingte Vollzug der Strafe gewährt werden kann  

(Art. 42 Abs. 1 und 2 StGB), wie dies bereits die Vorinstanz richtig festgestellt hat 

(Urk. 46 S. 11 f.). 

1.4. Der Rückfall im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB ist ein Indiz dafür, dass der 

Täter weitere Straftaten begehen könnte. Die Gewährung des bedingten Strafvoll-

zugs kommt daher nur in Betracht, wenn eine Gesamtwürdigung aller mass-

gebenden Faktoren den Schluss zulässt, dass trotz des Rückfalls eine begründe-

te Aussicht auf Bewährung besteht. Anders als beim nicht rückfälligen Täter nach 

Art. 42 Abs. 1 StGB ist die günstige bzw. das Fehlen einer ungünstigen Prognose 

nicht zu vermuten (Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, Schweizerisches Straf-

gesetzbuch, Kommentar, 18.A., Zürich 2010, N 19 zu Art. 42 StGB). Verlangt  

werden Umstände, die ausschliessen, dass der Rückfall die Prognose verschlech-

tert. Das trifft etwa zu, wenn die neuerliche Straftat mit der früheren Verurteilung 

in keinerlei Zusammenhang steht, oder bei einer besonders positiven Verände-

rung in den Lebensumständen des Täters (BGE 6B_762/2010 E.1.2. mit Verweis 

auf BGE 134 IV 1 E. 4.2.3 S. 6 f.). Im Übrigen kommt im Anwendungsbereich von 

- 15 - 

Art. 42 Abs. 2 StGB ein teilbedingter Strafvollzug nicht in Frage: Falls besonders 

günstige Umstände vorliegen, führt dies zum vollumfänglichen Strafaufschub;  

ansonsten ist die Strafe in voller Länge zu vollziehen (vgl. Donatsch/Flachsmann/ 

Hug/Weder, a.a.O, N 20 zu Art. 42 StGB mit Hinweis auf den Bundesgerichtsent-

scheid vom 19. Mai 2009, 6B_492/2008, Erw. 3.1.3). Diese Bedingung nach  

Art. 42 Abs. 2 StGB muss denn auch beim teilbedingten Vollzug der Strafe beach-

tet werden, da die subjektiven Voraussetzungen von Art. 42 StGB auch für die 

Anwendung von Art. 43 StGB gelten (vgl. BGE 134 IV l E. 5.3.1., Urteil des  

Bundesgerichtes 6B_510/2010 vom 4. Oktober 2010 E. 1.1. und Urteil des  

Bundesgerichtes 6B_857/2010 vom 4. April 2011 E. 5.3.2.). 

1.4.1. Die Vorstrafe vom 22. Dezember 2008 erging - wie gesehen - wegen eines 

Betäubungsmitteldeliktes (vgl. Urk. 9/2) und ist somit einschlägig; es besteht  

folglich ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der früheren Verfehlung und 

dem heute zu beurteilenden Delikt. Nachstehend ist somit zu prüfen, ob eine  

besonders positive Veränderung in den Lebensumständen des Beschuldigten vor-

liegt, sodass für die Gewährung des teilbedingten Strafvollzugs trotz der erneuten 

Delinquenz eine besonders begründete Aussicht auf Bewährung besteht. 

1.4.2. Vor seiner ersten Verurteilung vom 22. Dezember 2008 gestalteten sich die 

Lebensumstände des Beschuldigten einigermassen stabil, da er in B._____ eine 

Wohnung besass, als Chauffeur arbeitete und in einer festen Partnerschaft lebte 

(Urk. 35 S. 2 f.). Nach der Ausfällung der Vorstrafe wanderte der Beschuldigte mit 

seiner damaligen Partnerin nach C._____ aus, wo er aber offenbar nicht Fuss zu 

fassen vermochte. Seine dort gegründete Fisch-Exportfirma hatte keinen Erfolg. 

Er fand auch sonst keine Arbeit in der Fremde und lebte bis zur Durchführung des 

Drogentransports mehr oder weniger von der Hand in den Mund. Auch die Bezie-

hung zu seiner Partnerin brach auseinander. Gefragt nach seinen Zukunftsplänen 

führte der Beschuldigte anlässlich der Hauptverhandlung aus, nach B._____ zu-

rückkehren und dort mit seinem Anwalt Kontakt aufnehmen zu wollen. Nach sei-

ner Haftverbüssung wolle er gemeinnütziger Arbeit nachgehen (vgl. Urk. 35 S. 

11). Sowohl seine Eltern als auch seine Freundin  

hätten mit ihm Kontakt aufgenommen und ihm mitgeteilt, auf ihn zu warten  

- 16 - 

(vgl. Urk. 35 S. 11), so dass er in B._____ einen Neuanfang unternehmen wolle, 

wobei er in diesem Zusammenhang auch eine Familiengründung erwähnte  

(vgl. Urk. 35 S. 11). Anlässlich der Berufungsverhandlung gab er zu Protokoll, 

dass er nach seiner Haftentlassung nach B._____ zurückkehren wolle und ver-

suchen werde, sich in die Gesellschaft zu integrieren (Urk. 63 S. 2). Diese Aus-

führungen des Beschuldigten zeigen, dass er sowohl in beruflicher als auch in 

persönlicher Hinsicht nur vage Hoffnungen in seine Zukunft hegt und dass damit 

von einer konkreten positiven Veränderung in den Lebensumständen des  

Beschuldigten keine Rede sein kann.  

2. Fazit 

Aufgrund der obigen Ausführungen liegen beim Beschuldigten die für einen  

Teilaufschub der Strafe erforderlichen "besonders günstigen Umstände" nach  

Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 43 StGB nicht vor, weswegen die ausgefällte 

Freiheitsstrafe zu vollziehen ist.  

IV. Kosten 

1. Da der Beschuldigte mit seinen Anträgen vollumfänglich unterliegt, sind ihm 

auch die Kosten des Berufungsverfahrens (exklusive Kosten der amtlichen  

Verteidigung) aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen  

Verteidigung für das Berufungsverfahren sind auf die Gerichtskasse zu nehmen 

(Art. 426 Abs. 1 StPO). Eine Rückforderung dieser Kosten durch den Staat bleibt 

vorbehalten (Art. 135 Abs. 4 StPO). 

2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzu-

setzen. 

 

 

- 17 - 

Das Gericht beschliesst: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung, 

vom 23. Februar 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungs-

mittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 (a)BetmG in Verbindung mit Art. 19  

Ziff. 2 lit. a (a)BetmG. 

2. … 

3. ... 

4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. Dezember 2010 beschlagnahmten  

941 Gramm Kokaingemisch (Lagernummer …) werden eingezogen und sind durch die Kan-

tonspolizei Zürich zu vernichten. 

5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Auslagen betragen: 

Fr. 0.–   Kosten KAPO  

Fr. 300.–   Untersuchungskosten  

Fr.     amtl. Verteidigungskosten (ausstehend) 

Fr.        

 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten 

auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einst-

weilen und unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übernommen 

werden." 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

- 18 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wo-

von 270 Tage durch Sicherheits-, Untersuchungshaft und vorzeitigen Straf-

vollzug bis und mit heute erstanden sind. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der  

amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  

genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vorbehalten. 

5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland  
− die Bundesanwaltschaft  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung  

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 

Vollzugsdienste 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

- 19 - 

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen 

erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesge-

richtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 22. August 2011 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. F. Bollinger 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. C. Grieder 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

	Urteil vom 22. August 2011
	Anklage:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen  das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 BetmG in  Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  90 Tage durch Untersuchungshaft, Sicherheitshaft und vorzeitigen Strafvollzug bereits erstanden sind.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. Dezember 2010 beschlagnahmten 941 Gramm Kokaingemisch (Lagernummer …) werden eingezogen und sind durch die Kantonspolizei Zürich zu vernichten.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der  amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse üb...
	Berufungsanträge:
	1. Ziff. 2 und Ziff. 3 des angefochtenen Urteils vom 23. Februar 2011 seien aufzuheben.
	2. Gegen den Berufungskläger sei eine Freiheitsstrafe von 20 Monaten auszusprechen.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben.
	4. Eventualiter zu Ziff. 3 sei eine teilbedingte Gefängnisstrafe auszusprechen.
	5. Die während der Untersuchungshaft (Art. 51 StGB) und dem vorzeitigen Strafantritt erstandene Haft sei dem Berufungskläger anzurechnen.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales / Gegenstand des Rechtsmittelverfahrens
	1.1. Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil vom 23. Februar 2011 sprach das Bezirksgericht Bülach, I. Abteilung, den Beschuldigten A._____ der qualifizierten Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die  Betäubungsmittel im Sinne von A...
	1.2. Nachdem der angefochtene erstinstanzliche Entscheid am 23. Februar 2011 ergangen ist, gelten die Bestimmungen der schweizerischen Strafprozessordnung (Art. 448 und Art. 454 Abs. 1 StPO).
	1.3. Gegen dieses Urteil liess der Beschuldigte fristgerecht durch Eingabe seines Verteidigers vom 24. Februar 2011 Berufung anmelden (Urk. 39, vgl. Art. 399 Abs. 1 StPO). Innert Frist ging die Berufungserklärung des Beschuldigten am 12. April 2011 hi...
	1.4. Der Beschuldigte stellte im Übrigen mit seiner Eingabe vom 12. April 2011 die Beweisanträge, es sei das im Strafregister von B._____ [Land in Europa] erwähnte Urteil vom 22. Dezember 2008 von den zuständigen Behörden in B._____ rechtshilfeweise e...
	1.5. Die Staatsanwaltschaft ihrerseits beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheides und verzichtete auf das Stellen von Beweisanträgen (Urk. 57). Dem Vertreter der Staatsanwaltschaft wurde - auf entsprechendes Gesuch hin - das persönlic...
	1.6. Es ist vorab darauf hinzuweisen, dass das Betäubungsmittelgesetz seit dem 1. Juli 2011 eine neue Fassung aufweist. Diese tangiert den hier relevanten Art. 19 BetmG in konkreter Hinsicht nicht, stellt mithin auch nicht milderes Recht dar, weswegen...
	1.7. Dementsprechend ist festzustellen, dass der erstinstanzliche Entscheid wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 402 StPO), wobei präzisierend angesichts der seither eingetretenen Gesetzesänderung im Dispositiv auf die alte Fassung des BetmG h...

	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 (a)BetmG in Verbindung mit Art. 19  Ziff. 2 lit. a (a)BetmG.
	2. …
	3. ...
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. Dezember 2010 beschlagnahmten  941 Gramm Kokaingemisch (Lagernummer …) werden eingezogen und sind durch die Kantonspolizei Zürich zu vernichten.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übe...
	II.  Sanktion

	1. Strafrahmen
	1.1. Der Beschuldigte lässt - wie erwähnt - die erstinstanzliche Strafzumessung und den Vollzug der Strafe beanstanden.
	1.2. Die Vorinstanz steckte den zur Anwendung gelangenden Strafrahmen für die qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz korrekt ab, worauf verwiesen werden kann (Urk. 46 S. 4; Art. 82 Abs. 4 StPO).
	1.3. Ergänzend ist anzufügen, dass weder Strafschärfungs- noch Strafmilderungsgründe vorliegen.

	2. Strafzumessung
	2.1. Zu den Kriterien der Strafzumessung, insbesondere diejenigen im Zusammenhang mit Betäubungsmitteldelikten, hat die Vorinstanz die nötigen theoretischen Ausführungen gemacht und zutreffend festgehalten, dass zwischen der Tat- und der Täterkomponen...
	2.2. Tatkomponente
	2.2.1. Zunächst ist die objektive Tatschwere als Ausgangskriterium für die  Verschuldensbewertung bei der qualifizierten Widerhandlung gegen das  Betäubungsmittelgesetz festzulegen und zu bemessen. Die Vorinstanz hat weitgehend zutreffende Ausführunge...
	2.2.1.1. Der Beschuldigte transportierte 941 Gramm Kokaingemisch, welches  einen Reinheitsgehalt von 55 % aufwies (vgl. Urk.4/2), insgesamt also  519 Gramm reines Kokainhydrochlorid und führte es in die Schweiz ein. Damit brachte er – zumindest abstra...
	2.2.1.2. Dem Beschuldigten, der über 80 Fingerlinge schluckte, war gemäss eigenen Aussagen bewusst, welche Menge an Kokain er transportierte (vgl. polizeiliche Einvernahme vom 15.12.2010: "Er sagte zu mir, mach dir keine Sorgen, du machst nur eine Rei...
	2.2.1.3. Der Beschuldigte führte durch seinen Kokaintransport einen wesentlichen und keinesfalls zu verharmlosenden Tatbeitrag aus. Seine Tätigkeit ist dabei nicht auf der absolut untersten Hierarchiestufe des Drogenhandels, also beispielsweise derjen...
	2.2.1.4. Bei diesem Stand der Dinge muss das objektive Verschulden insgesamt als erheblich bezeichnet werden.
	2.2.2. Bei der Bewertung des subjektiven Verschuldens ist die Frage zu beantworten, wie dem Täter die objektive Tatschwere tatsächlich anzurechnen ist.  Dazu gehören die Frage der Schuldfähigkeit sowie das Motiv.
	2.2.2.1. Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und hatte - wie gesehen - Kenntnis über die von ihm transportierte Menge.
	2.2.2.2. Zu berücksichtigen ist ferner, dass er von einem [Bewohner des Landes C._____] betreffend den Transport angesprochen wurde und die Delinquenz nicht auf eigene Initiative des Beschuldigten erfolgte. In diesem Sinne ist von einer relativ gering...
	2.2.2.3. Der Beschuldigte konsumierte zwar regelmässig, indessen gemäss  eigenen Angaben jedoch durchschnittlich nur alle 14 Tage Kokain, womit ihm die schädliche Wirkung der Droge bestens bekannt sein musste. Aus den eigenen Erklärungen des Beschuldi...
	2.2.2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass in subjektiver Hinsicht zwar entlastende Momente auszumachen sind, dass sich diese indessen nur in leichtem Masse auswirken.
	2.2.3. Das Tatverschulden des Beschuldigten ist insgesamt in Anbetracht des  vorgegebenen weiten Strafrahmens als nicht mehr leicht bis erheblich zu  qualifizieren. Die Einsatzstrafe aufgrund der Tatkomponente ist deshalb im  Bereich von 32 Monaten an...
	2.3. Täterkomponente
	Bei der Täterkomponente stehen das Vorleben und die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten sowie sein Nachtatverhalten im Vordergrund.
	2.3.1. Persönliche Verhältnisse
	2.3.1.1. Zu den persönlichen Verhältnissen, insbesondere den Werdegang des Beschuldigten kann auf seine Angaben anlässlich der Untersuchung (vgl. Urk. 3/3 -S. 1 f. und 3/4 S. 5 ff.) und der Hauptverhandlung (vgl. Urk. 35 S. 2 ff.) sowie auf die Zusamm...
	Es lassen sich somit insgesamt aus den persönlichen Verhältnissen und aus dem Werdegang des Beschuldigten keine strafzumessungsrelevanten Faktoren entnehmen.
	2.3.2. Vorstrafe
	2.3.2.1. Der Beschuldigte ist in B._____ vorbestraft (vgl. Urk. 9/2 u. 9/3). Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, geht aus dem Strafregisterauszug in B._____ hervor, dass der Beschuldigte wegen illegalen Besitzes und Verkaufs von  Betäubungsmittel...
	2.3.3. Nachtatverhalten
	2.3.3.1. Bei der Strafzumessung ist auch das Nachtatverhalten eines Täters zu beachten. Darunter fällt das Verhalten nach der Tat sowie im Strafverfahren.  Insbesondere wirken ein Geständnis, das kooperative Verhalten eines Täters bei der Aufklärung v...
	2.3.3.2. Bereits von Beginn an zeigte sich der Beschuldigte bezüglich der Durchführung des Drogentransports geständig (Urk. 3/1 S. 1 ff.). Allerdings ist der Vorinstanz beizupflichten, dass ihm angesichts der erdrückenden Beweislage kaum eine andere W...
	2.3.3.3. Der Beschuldigte erklärte in der Untersuchung, anlässlich der Hauptverhandlung und in der Berufungsverhandlung, er habe einen grossen Fehler  gemacht. Er werde so etwas nie mehr machen und habe aus seinem Fehler gelernt. Er sei verzweifelt g...
	2.3.4. Strafempfindlichkeit
	2.3.4.1. Schliesslich ist die Wirkung der Strafe auf das Leben des Beschuldigten zu berücksichtigen. Mit dieser Formulierung (Art. 47 Abs. 1 StGB) wird letztlich die Strafempfindlichkeit angesprochen. Zu Recht hat die Vorinstanz darauf hingewiesen, d...
	2.3.5. Zusammenfassend rechtfertigen die bei der Täterkomponente zu berücksichtigenden Strafzumessungsfaktoren (positiv: Geständnis, Einsicht und Reue; negativ: einschlägige Vorstrafe) insgesamt eine leichte Erhöhung der aufgrund der Tatkomponente fes...

	3. Gesamtwürdigung
	3.1. In Würdigung sämtlicher Elemente sowohl der Tat- als auch der Täterkomponente ist die von der Vorinstanz ausgefällte Freiheitsstrafe von 30 Monaten, welche in diesem Verfahren ohnehin nicht erhöht werden könnte (vgl. Art. 391 Abs. 2 StPO), nicht...
	3.2. Dass diese Strafe in keiner Weise übersetzt ist, zeigt eine Vergleichsrechnung nach dem Strafzumessungsmodell Fingerhuth/Tschurr (Kommentar  Betäubungsmittelgesetz, Zürich 2007): Bei 502.5 g reinem Kokain wäre von einer Einsatzstrafe von 36 Monat...
	III.  Vollzug

	1. Teilbedingter Strafvollzug
	1.1. Die Vorinstanz hielt zutreffend fest, dass angesichts der zur Diskussion  stehenden Freiheitsstrafe von 30 Monaten der teilbedingte, nicht aber der voll bedingte Vollzug, grundsätzlich möglich ist (vgl. Urk. 42 S. 11, Art. 43 Abs. 1 StGB).
	1.2. Nach Art. 43 Abs. 1 StGB kann das Gericht den Vollzug u.a. einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und höchstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des Täters genügend Rechnung zu tragen. Gr...
	Die Vorinstanz hat in ihrem Entscheid im Übrigen die zu beachtenden Grundsätze im Zusammenhang mit der Prüfung der subjektiven Voraussetzungen für die  Gewährung des bedingten Strafvollzugs zutreffend wiedergegeben, worauf hier zur Vermeidung von Wied...
	1.3. Wie oben bereits dargetan, wurde der Beschuldigte am 22. Dezember 2008, mithin lediglich knapp zwei Jahre vor dem vorliegend interessierenden Tatzeitraum in B._____ mit einer Freiheitsstrafe von 3 ½ Jahren bestraft (Urk. 9/2 u. 9/3). Demzufolge m...
	1.4. Der Rückfall im Sinne von Art. 42 Abs. 2 StGB ist ein Indiz dafür, dass der Täter weitere Straftaten begehen könnte. Die Gewährung des bedingten Strafvollzugs kommt daher nur in Betracht, wenn eine Gesamtwürdigung aller massgebenden Faktoren den...
	1.4.1. Die Vorstrafe vom 22. Dezember 2008 erging - wie gesehen - wegen eines Betäubungsmitteldeliktes (vgl. Urk. 9/2) und ist somit einschlägig; es besteht  folglich ein offensichtlicher Zusammenhang zwischen der früheren Verfehlung und dem heute zu ...
	1.4.2. Vor seiner ersten Verurteilung vom 22. Dezember 2008 gestalteten sich die Lebensumstände des Beschuldigten einigermassen stabil, da er in B._____ eine Wohnung besass, als Chauffeur arbeitete und in einer festen Partnerschaft lebte (Urk. 35 S. 2...

	2. Fazit
	Aufgrund der obigen Ausführungen liegen beim Beschuldigten die für einen  Teilaufschub der Strafe erforderlichen "besonders günstigen Umstände" nach  Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 43 StGB nicht vor, weswegen die ausgefällte Freiheitsstrafe zu ...
	IV.  Kosten
	1. Da der Beschuldigte mit seinen Anträgen vollumfänglich unterliegt, sind ihm auch die Kosten des Berufungsverfahrens (exklusive Kosten der amtlichen  Verteidigung) aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der amtlichen  Verteidigung für das B...
	2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.-- festzusetzen.

	Das Gericht beschliesst:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig der qualifizierten Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz im Sinne von Art. 19 Ziff. 1 Abs. 3 (a)BetmG in Verbindung mit Art. 19  Ziff. 2 lit. a (a)BetmG.
	2. …
	3. ...
	4. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 22. Dezember 2010 beschlagnahmten  941 Gramm Kokaingemisch (Lagernummer …) werden eingezogen und sind durch die Kantonspolizei Zürich zu vernichten.
	5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem Beschuldigten auferlegt; davon ausgenommen sind die Kosten der amtlichen Verteidigung, welche einstweilen und unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4 StPO von der Gerichtskasse übe...
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 30 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 270 Tage durch Sicherheits-, Untersuchungshaft und vorzeitigen Strafvollzug bis und mit heute erstanden sind.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	4. Die Kosten des Berufungsverfahrens, mit Ausnahme der Kosten der  amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Gerichtskasse  genommen. Die Rückzahlungspflicht bleibt vo...
	5. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland
	 die Bundesanwaltschaft
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.