# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e31ea2a6-64f1-5eb9-b76e-3f64959ccd76
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-10
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.06.2020 I 2020 24
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2020-24_2020-06-10.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2020 24

Entscheid vom 10. Juni 2020 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,
Vorinstanz,
vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

Gegenstand Unfallversicherung (Leistungen)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 1971, deutscher Staatsangehöriger, Niederlassungsbewil-
ligung C) verdrehte sich am 18. April 2011 beim Heben einer Gasflasche die 
rechte Hand (Rotations- und Hyperextensionstrauma) und zog sich dabei eine 
scapholunäre Bandruptur zu. Der Kreisarzt Dr.med. D.________ (FMH Chirurgie) 
bestätigte nach seinem Untersuch vom 15. Juli 2011 das Vorliegen einer 
unfallähnlichen Körperverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. g der Verordnung 
über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) vom 20. Dezember 1982 (in der 
bis am 31.12.2016 gültigen Version). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leis-
tungen (vgl. betreffend Taggeldzahlung auch VGE I 2012 29 vom 12.6.2012 und 
BGE 139 V 464).

B. Am 4. und 5. Juli 2012 fand in der Rehaklinik E.________ eine ambulante 
Untersuchung der arbeitsbezogenen körperlichen Leistungsfähigkeit statt (Eva-
luation der funktionellen Leistungsfähigkeit, EFL). An deren Beurteilung einer 
vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit hielt Dr.med. D.________ (FMH 
Chirurgie) in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 5. Dezember 2012 fest (Vi-
act. 182-2/3). Darauf informierte die Suva A.________ am 10. Dezember 2012, 
es bestehe in angepasster Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit, die Taggeld-
leistung werde per 31. Dezember 2012 eingestellt (Vi-act. 181). 

C. Mit Schreiben vom 8. März 2013 informiert A.________ die Suva, er sei am 
27. Januar 2013 in Mailand Opfer eines Raubüberfalls geworden und habe sich 
dabei die bereits vorgeschädigte rechte Hand verletzt (Vi-act. 193, 190 und 194). 
Am 23. April 2013 erfolgte eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung. Gemäss 
Bericht von Dr.med. F.________ (FMH Chirurgie, Kreisarzt) änderte sich an der 
gestützt auf die in der Rehaklinik E.________ durchgeführten EFL ausgespro-
chenen Zumutbarkeitsbeurteilung von Dr.med. D.________ vom 5. Dezember 
2012 nichts. Er empfahl den Schadenfall zu terminieren; eine Integritätsent-
schädigung sei bei radiologisch fehlendem Nachweis und gut erhaltener Hand-
gelenksbeweglichkeit nicht geschuldet (Vi-act. 207-8/9). Nachdem die Suva 
A.________ am 8. Mai 2013 in diesem Sinne informierte (Vi-act. 209) und er am 
10. Juli 2013 den Erlass einer einsprachefähigen Verfügung verlangte (Vi-
act. 212), verneinte die Suva mit Verfügung vom 20. November 2013 einen 
Anspruch auf eine Invalidenrente und ebenso auf eine Integritätsentschädigung 
(Vi-act. 226-2/3 f.). Dagegen liess A.________ am 7. Januar 2014 Einsprache 
erheben (Vi-act. 229). 

D. Im Verlaufsbericht an den Hausarzt berichtet der behandelnde Arzt Dr.med. 
G.________ (FMH Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, FMH 

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Handchirurgie, Co-Chefarzt KSLU, Leiter Handchirurgie) nach der Sprechstunde 
vom 27. März 2014 über weiterhin geklagte Beschwerden des Handgelenks 
rechts sowie neu auch des linken Handgelenks (Vi-act. 239). Aufgrund einer 
kreisärztlichen Untersuchung vom 2. September 2014 stellte Kreisarzt med.pract. 
H.________ fest, der medizinische Endzustand sei zum Zeitpunkt der Ab-
schlussuntersuchung vom 23. April 2013 erreicht gewesen, das Zumutbar-
keitsprofil und die Schätzung des Integritätsschadens vom 23. April 2013 blieben 
bestehen. Soweit A.________ eine Zunahme der Beschwerden des rechten 
Handgelenks angebe, handle es sich unfallkausal um einen Rückfall (Vi-act. 
246). Mit Entscheid vom 28. November 2014 wies die Suva die Einsprache vom 
7. Januar 2014 ab, wobei festgehalten wurde, dass der Rückfall nicht Gegen-
stand der angefochtenen Verfügung und somit auch nicht des Einspracheverfah-
rens bilde (Vi-act. 255).

E. Am 19. Januar 2015 erhob A.________ gegen den Einspracheentscheid 
vom 28. November 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Dieses stellte 
fest, die seit Frühjahr 2014 aktenkundigen medizinischen Behandlungen seien 
nach wie vor dem nicht rechtskräftig abgeschlossenen Grundfall zuzuordnen, 
mithin liege kein Rückfall vor. Es hiess die Beschwerde mit VGE I 2015 6 vom 
11. Juni 2015 insofern gut, als dass der Einspracheentscheid aufgehoben und 
die Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz 
zurückgewiesen wurde. 

F. Anlässlich einer weiteren kreisärztlichen Untersuchung vom 8. Februar 
2016 gelangte Kreisarzt Dr.med. K.________ (Facharzt Chirurgie) zur Beurtei-
lung, aufgrund der diversen Abklärungen sowie operativen Eingriffe am rechten 
Handgelenk sei nicht mehr mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein-
lichkeit eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erreichen; ins-
gesamt handle es sich um ein ordentliches Resultat nach Revision des scapho-
lunären Bandes; die Belastbarkeitsprofil der EFL sei weiterhin anwendbar, die 
Erheblichkeitsgrenze zum Ausrichten eines Integritätsschadens sei nicht erreicht. 
Betreffend Handgelenk links sei nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit von einer Unfallfolge auszugehen (Vi-act. 296). 

G. Mit Schreiben vom 3. November 2017 informierte die Suva A.________, 
gemäss Beurteilung des Kreisarztes könne von weiteren Behandlungen keine 
namhafte Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes an der rech-
ten Hand erreicht werden. Die Heilkostenleistungen würden mit dem 1. März 
2016 eingestellt, das Taggeld werde bis und mit 29. Februar 2016 vergütet und 
dann eingestellt. Eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet. Betreffend 

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linke Hand sei überwiegend wahrscheinlich nicht von einer Unfallfolge auszu-
gehen. Es würde geprüft, ob weitere Versicherungsleistungen im Sinne einer 
Rente ausgerichtet werden könnten (Vi-act. 335). Gegen diese Mitteilung erhob 
A.________ am 11. Dezember 2017 Einsprache (Vi-act. 340), worauf die Suva 
am 5. Januar 2018 die Einstellung der Heilkosten per 1. März 2016 und der Tag-
geldleistung per 29. Februar 2016 sowie die Ablehnung eines Anspruches auf 
Integritätsentschädigung verfügte und die Rentenprüfung in Aussicht stellte (Vi-
act. 342). Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 2. Februar 2018 Ein-
sprache (Vi-act. 348). Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte die Suva am 
26. Juli 2018 bei PD Dr.med. J.________ (Facharzt Plastische, Rekonstruktive 
und Ästhetische Chirurgie, Facharzt Handchirurgie; Stv. Klinikdirektor Klinik für 
Plastische Chirurgie und Handchirurgie OA.________spital) ein Gutachten nach 
Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 ein (Vi-act. 367). Das Gutachten 
erging am 24. Januar 2019 (Vi-act. 382). 

H. Mit Verfügung vom 2. September 2019 kam die Suva auf die Verfügung 
vom 5. Januar 2018 zurück und sie stellte fest, dass A.________ keinen An-
spruch auf eine Invalidenrente habe (Vi-act. 395). Hiergegen erhob A.________ 
am 3. Oktober 2019 Einsprache (Vi-act. 399). Mit Einspracheentscheid vom 
17. Februar 2020 vereinigte die Suva die beiden Einspracheverfahren gegen die 
Verfügung vom 5. Januar 2018 und die Verfügung vom 2. September 2019. Sie 
hiess diese insoweit gut, als A.________ Anspruch auf eine Integritätsentschädi-
gung basierend auf einer Integritätseinbusse von 7.5% hat; im Übrigen wurden 
die Einsprachen abgewiesen (Vi-act. 405).

I. Am 13. März 2020 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid vom 
17. Februar 2020 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Be-
schwerde erheben mit den Anträgen:

1. Dispositiv-Ziffer 1 des Einspracheentscheides der Suva vom 17. Februar 2020 
sei insoweit aufzuheben, als die Suva, mit Ausnahme einer Integritätsentschä-
digung, UVG-Leistungsansprüche abweist.

2. Dem Versicherten sei ab 1. März 2016 fortdauernd das ganze Taggeld auszu-
richten.

3. Es sei ein handchirurgisches Gutachten mit dem Auftrag zur Feststellung der 
Gesundheitsbeschwerden in den beiden oberen Extremitäten, insb. in den 
Handgelenken und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit durch das Gericht 
zu veranlassen.

4. Eventuell sei dem Versicherten

4.1 mit Wirkung ab 1. September 2019 eine Invalidenrente gestützt auf einen 
Invaliditätsgrad von 100% auszurichten.

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4.2 eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von 
mindestens 13% auszurichten.

5. Die Vorinstanz sei richterlich anzuweisen, die mit den Einsprachen vom 11. De-
zember 2017 und 2. Februar 2018 beantragte Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtsverbeiständung zu beurteilen.

6. Dem Beschwerdeführer sei für das Verfahren vor Verwaltungsgericht die un-
entgeltliche Rechtsverbeiständung zu bewilligen.

J. Mit Vernehmlassung vom 6. April 2020 beantragt die Suva, die Beschwer-
de vom 13. März 2020 sei, soweit darauf einzutreten sei, vollumfänglich abzu-
weisen. Hierzu nimmt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. April 2020 
Stellung. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nachdem die Suva den Beschwerdeführer am 3. November 2017 formlos 
über die Einstellung der Heilkosten- und Taggeldleistungen per Ende Februar 
2016 sowie die Verneinung eines Integritätsentschädigungsanspruches infor-
mierte und die Rentenprüfung in Aussicht stellte, erliess sie am 5. Januar 2018 
eine förmliche Verfügung desselben Inhalts. Dagegen erhob der Beschwerde-
führer am 2. Februar 2018 Einsprache. Im Rahmen des Einspracheverfahrens 
holte die Suva ein externes Gutachten gemäss Art. 44 ATSG ein. 

Mit Verfügung vom 2. September 2019 klärte die Suva die (in der Verfügung vom 
5.1.2018 noch offen gelassene) Rentenfrage. Sie verneinte eine erhebliche 
unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit und lehnte einen Anspruch 
auf eine Invalidenrente ab. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 3. Oktober 
2019 Einsprache.

Mit dem Einspracheentscheid vom 17. Februar 2020 vereinigte die Suva die zwei 
Einspracheverfahren. Sie bestätigte die Einstellung der Heilkosten- und Taggeld-
leistungen per Ende Februar 2016 und den fehlenden Anspruch auf eine Invali-
denrente. Hingegen sprach sie dem Beschwerdeführer neu eine Integritätsent-
schädigung bei einer Integritätseinbusse von 7.5% zu. 

1.2 Der Beschwerdeführer bringt vor Verwaltungsgericht vor, die Suva stütze 
ihren Einspracheentscheid ausschliesslich auf das Gutachten PD Dr.med. 
J.________ ab; auf die Vorbringen in den beiden Einsprachen gehe sie über-
haupt nicht ein. Mit den einspracheweise vorgebrachten Rügen befasse sich der 
Entscheid ebenso wenig wie mit den gegen das Gutachten vorgetragenen Rü-
gen. Der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unvollständig und unzutref-

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fend festgestellten Sachverhalt und willkürlichen Annahmen. Die Suva verletze 
seinen Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 42 ATSG und Art. 29 Abs. 2 der 
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) vom 
18. April 1999 und sie wende das Recht fehlerhaft an.

1.3 Mithin ist vorliegend strittig, ob die Suva den Fall zu Recht unter Klärung 
der Rentenfrage und der Integritätsentschädigung abschloss, einen Rentenan-
spruch korrekterweise ablehnte und die Integritätseinbusse auf 7.5% festlegte. 

Soweit der Beschwerdeführer mit der Beschwerde auch eine Beurteilung der 
unentgeltlichen Rechtsverbeiständung im vorinstanzlichen Verfahren anbegehrte 
(vgl. Ingress Bst. I Ziff. 5), teilt er am 14. April 2020 mit, dies sei zwischenzeitlich 
gegenstandslos geworden, die Suva habe am 25. März 2020 die unentgeltliche 
Rechtsverbeiständung bewilligt.

2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 
2015 revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversiche-
rung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 in Kraft getreten (AS 2016 4375; 
BBl 2008 5395, 2014 7911). Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor 
deren Inkrafttreten ereignet haben, werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. 
Übergangsbestimmung in Art. 118 Abs. 1 UVG; BGE 143 V 285 Erw. 2.1). So 
verhält es sich auch hier, weshalb nachfolgend auf das bisherige Recht und die 
dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 

2.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das 
Gesetz nichts anderes bestimmt. Als Unfall gilt gemäss Art. 4 ATSG die plötz-
liche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusse-
ren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körper-
lichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. 

Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf die zweckmässige 
Behandlung der Unfallfolgen. Ist der Versicherte infolge des Unfalles voll oder 
teilweise arbeitsunfähig, so hat er Anspruch auf ein Taggeld (vgl. Art. 16 Abs. 1 
UVG). Wird der Versicherte infolge des Unfalles invalid, so hat er Anspruch auf 
eine Invalidenrente (vgl. Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet der Versicherte durch den 
Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder 
psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsent-
schädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).

2.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali-

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dität, Tod) ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 134 V 109 Erw. 2.1; BGE 129 V 177 Erw. 3.1 f.). 

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleini-
ge oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche 
oder geistige Integrität des Versicherten beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele; m.a.W. wenn der Unfall überwiegend wahrschein-
lich zumindest eine indirekte Teilursache der gesundheitlichen Beschwerden ist 
(BGE 142 V 435 Erw. 1; BGE 134 V 109 Erw. 2.1; Urteil BGer 8C_689/2019 vom 
9.3.2020 Erw. 5.3 je mit Hinweisen). 

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung 
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung (im Beschwerdefall der Richter) im Rahmen der ihr obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat (BGE 138 V 218 Erw. 6; 
BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen). Die blosse Möglichkeit eines Zusam-
menhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 
V 177 Erw. 3.1; BGE 119 V 338 Erw. 1, BGE 118 V 289 Erw. 1b).

2.2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt des Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen 
Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 
177 Erw. 3.2; BGE 125 V 461 Erw. 5a, je mit Hinweisen). Dabei ist es Aufgabe 
des Arztes, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es der 
Verwaltung und im Beschwerdefall dem Gericht obliegt, die Frage nach dem 
adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 110 Erw. 2). Die 
Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzu-
sammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers spielt bei organisch 
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die 
adäquate und natürliche Kausalität weitgehend decken (BGE 134 V 109 Erw. 2). 

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Anders verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv 
ausgewiesenen Beschwerden. Hier bedarf es einer besonderen Adäquanz-
beurteilung (BGE 138 V 248 Erw. 4; Urteil BGer 8C_801/2017 vom 24.4.2018 
Erw. 4.2.2). 

2.3 Versicherungsleistungen werden gemäss Art. 11 UVV auch für Rückfälle 
und Spätfolgen gewährt. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder-
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Be-
handlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; 
von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe 
längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem 
anders gearteten Krankheitsbild führen können (Urteile BGer 8C_148/2018 vom 
6.7.2018 Erw. 6.1; 8C_382/2018 vom 6.11.2018 Erw. 2.2). 

2.4 Unfallbedingte Fehlbelastungen wie z.B. wegen Fuss- und Beinverletzun-
gen, Beinlängenverkürzung usw. können im Sinne indirekter Unfallfolgen zu Rü-
ckenbeschwerden führen. Es liegt in der Natur solcher Fehlbelastungs-
beschwerden, dass sie erst einige Zeit nach dem Unfall auftreten und nicht direkt 
traumatisch bedingt sind. Dies muss allerdings im Einzelfall medizinisch ab-
geklärt werden (RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337 Erw. 5.2.2 [U 38/01]; vgl. auch 
Urteile BGer 8C_747/2013 vom 18.3.2014 Erw. 3.2; 8C_588/2013 vom 
16.1.2014 Erw. 4.3.3; 8C_456/2009 vom 28.7.2009 Erw. 5.2). So ist etwa ein 
Schonhinken nicht geeignet, eine Fehlbelastung der Wirbelsäule zu verursachen, 
wenn nicht zusätzlich schwerwiegende Deformationen (wie Beinlängendifferenz 
oder Hüftarthrose) vorliegen (Urteil BGer 8C_248/2008 vom 4.7.2008 Erw. 3.2 
mit Hinweis).

2.5 Der Versicherer hat die Heilbehandlung und das Taggeld nur solange zu 
gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine nam-
hafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Die Frage, 
ob von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes erwartet werden kann, beurteilt sich namentlich nach 
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits-
fähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heil-
behandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende 
Verbesserungen genügen nicht (Urteil BGer 8C_771/2017 vom 3.5.2018 
Erw. 5.2.1). Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter Einstellung der vorüberge-
henden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des Anspruchs auf eine Invaliden-
rente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen. Wenn einerseits von 

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der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung im Sinne 
von Art. 19 Abs. 1 UVG mehr erwartet werden kann und anderseits die Voraus-
setzungen von Art. 21 Abs. 1 UVG nicht erfüllt sind, hat der Unfallversicherer 
keine Heilbehandlung mehr zu übernehmen. An seine Stelle tritt der obligatori-
sche Krankenpflegeversicherer (vgl. BGE 140 V 130 Erw. 2.2; BGE 134 V 109 
Erw. 4.1 mit weiteren Hinweisen).

2.6 Gemäss dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG normierten Untersuchungsgrundsatz 
hat der Versicherungsträger die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen 
vorzunehmen. Diese Untersuchungspflicht gilt grundsätzlich auch im Gerichtsver-
fahren (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 43 Rz. 28). Was notwendig ist, 
ergibt sich zum einen daraus, in welchem Umfang Abklärungen vorzunehmen 
sind, und zum anderen daraus, in welcher Tiefe dies der Fall ist. Zunächst sind 
die für die zu entscheidende Frage massgebenden Bereiche abzustecken und in 
der Folge ist der Sachverhalt abzuklären. Die Verwaltung als verfügende Instanz 
und im Beschwerdefall das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen 
annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversiche-
rungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Ab-
weichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 
Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 Erw. 6; BGE 126 V 
353 Erw. 5b; BGE 125 V 193 Erw. 2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 
Beweislast im Sinne der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache 
des Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für 
die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im Sozialversiche-
rungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur inso-
fern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 
ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten woll-
te. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich er-
weist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdi-
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für 
sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 Erw. 3b; Urteil BGer 
8C_663/2009 vom 27.4.2010 Erw. 2.2). Auf ein beantragtes Beweismittel kann 
ohne Verletzung des Gehörsanspruches des Versicherten verzichtet werden, 
wenn die Verwaltung oder der Richter bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur 
Überzeugung gelangt, der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, sei nicht 
rechtserheblich oder der angebotene Beweis vermöge keine Abklärungen her-
beizuführen. In der damit verbundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein 

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Verstoss gegen das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV erblickt werden 
(BGE 122 V 157 Erw. 1d mit Hinweis auf BGE 104 V 209 Erw. a und BGE 119 V 
335 Erw. 3c je mit Hinweisen).

2.7 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. 

2.7.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 Erw. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 Erw. 3a; 
BGE 122 V 157 f. Erw. 1c mit Hinweisen). 

Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Suva und durch UVG-
Privatversicherer eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf 
Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in 
die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen 
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 
sprechen (BGE 137 V 210 Erw. 1.3.4; BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb). Zu beachten 
ist, dass die SUVA bei der Einholung von solchen Gutachten nach Art. 44 ATSG 
sowie sinngemäss nach den Bestimmungen des Bundeszivilprozesses zu ver-
fahren und insbesondere die in Art. 57 ff. des Bundesgesetzes über den Bundes-
zivilprozess (BZP; SR 273) vom 4. Dezember 1947 genannten Mitwirkungsrechte 
der Verfahrensbeteiligten zu beachten hat (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 96 Erw. 5b; 
BGE 137 V 210 Erw. 3.4; Marco Weiss, Die Mitwirkungsrechte der Bundeszivil-
prozessordnung im Sozialversicherungsrecht, AJP 9/2016, S. 1212).

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2.7.2 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht zu-
kommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 Erw. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 Erw. 4.5; BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich 
nicht nur für Hausärzte (BGE 135 V 465 Erw. 4.5), sondern auch für spezialärzt-
lich behandelnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 
Erw. 4.3.3; 8C_180/2017 vom 21.6.2017 Erw. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschie-
denheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall re-
gelmässig nicht auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden 
(vgl. statt vieler: Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 Erw. 2 mit Hinweisen). 

3. Was den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und dessen Be-
handlung und fachärztliche Beurteilung sowie die versicherungsmässige Fallbe-
arbeitung anbelangt, so ergibt sich aus den Akten:

3.1 Der Beschwerdeführer (Jg. 1971) begann eine Lehre als Heizungsmonteur, 
musste diese indes im dritten Lehrjahr wegen Rückenschmerzen beenden. Seit-
her war er nur noch gelegentlich als Heizungsmonteur tätig. Nach Lehrabbruch 
habe er 2 Jahre eine Handelsschule besucht und sei dann mehrere Jahre im 
Ausland gewesen. Seit 2004 arbeite er als selbständiger Fotograf. 

Am 18. April 2011 trat der Beschwerdeführer eine Temporärstelle als Heizungs-
monteur an. Gleichentags verdrehte er sich um die Mittagszeit beim Heben einer 
schweren Gasflasche die rechte Hand (Vi-act. 4; 12-1/3 und 57-1/3 f.). Ein am 
Unfalltag von Dr.med. N.________ (FMH Allgemeine Medizin, Y.________) an-
gefertigtes Röntgenbild des Handgelenks ap/seitlich ergab keine ossäre Läsion 
(Vi-act. 18-1/2). Nach Zuweisung durch den Hausarzt Dr.med. O.________ (FMH 
Allgemeine Medizin, Y.________) fertigte Dr.med. P.________ (FMH Radiologie, 
Z.________) am 9. Mai 2011 ein MRI des rechten Handgelenks des Beschwer-
deführers an. In seiner Beurteilung hielt der Radiologe einen Verdacht auf eine 
beginnende Osteonekrose im Bereich des proximalen Scaphoiddrittels (luna-
tumsseits) mit DD einer ausgedehnten Bone bruise Läsion fest. Auch hielt er ei-
nen Verdacht auf eine fragliche Partialruptur des scapholunären Bandes (noch 
weitgehend intakt) ohne Nachweis einer Dissoziation fest (Vi-act. 13). 

3.2 Nach Überweisung des Beschwerdeführers an das OA.________spital hielt 
Dr.med. G.________ nach einem ambulanten Untersuch in seinem Bericht vom 
8. Juni 2011 eine partielle scapholunäre Bandruptur sowie grosse Zyste im 
proximalen Scaphoid rechts (dominant) fest. Ein Arthro-MRI des rechten Hand-

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gelenks wurde am 7. Juli 2011 angefertigt und zeigte im Vergleich zur Vorunter-
suchung vom 9. Mai 2011 ein deutlich regredientes Ödem im OS scaphoideum. 
Es wurde eine Läsion des dorsalen SL-Bandes und des membranösen Anteils 
des SL-Bandes sowie eine Teilläsion des scaphoidalen Ansatzes des volaren 
SL-Bandes festgehalten (Vi-act. 67). Kreisarzt Dr.med. D.________ bestätigte 
nach seinem Untersuch vom 15. Juli 2011 das Vorliegen einer unfallähnlichen 
Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. g UVV (Vi-act. 69-3/4). 

3.3 Am 9. September 2011 wurde im OA.________spital beim Beschwerdefüh-
rer eine Handgelenksarthroskopie und scapholunäre Ligamentrekonstruktion mit-
tels drei Ligamenttenodesen rechts durchgeführt (Vi-act. 95-1/3; 96-1/2). Nach 
Anfrischen der SL-Band-Stellen wurde ein Mitek-Anker (1,3 mm) eingebracht (Vi-
act. 95-3/3). Am 27. September 2011 konnten der Gips und die Fäden bei reiz-
losen Wundverhältnissen problemlos entfernt werden (Vi-act. 96-1/2). Acht 
Wochen nach der Operation erfolgte die Osteosynthesematerial-Entfernung (3x 
Kirschnerdraht) (Vi-act. 104). 

3.4 Im Bericht vom 8. Februar 2012 vermerkt Dr.med. G.________, dass ein 
gewisses Rehabilitationsdefizit bei teilweiser Non-Compliance des Patienten be-
stehe. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erscheine relativ schwierig (Vi-act. 
124-2/2).

3.5 Auf Empfehlung von Kreisarzt Dr.med. D.________ (Vi-act. 136) bot die 
Vorinstanz den Beschwerdeführer zur Evaluation der funktionellen Leistungs-
fähigkeit (EFL) in der Rehaklinik E.________ auf. Die EFL-Tests fanden am 4. 
und 5. Juli 2012 statt (Vi-act. 158-1/9 ff.). Gemäss dem dazugehörigen Bericht 
von Dr.med. R.________ (Oberarzt, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on), Dr.med. S.________ (Spitalfacharzt) und I.________ (Therapeutin Ergono-
mie) bestanden beim Beschwerdeführer aktuell belastungsabhängige Schmerzen 
und ein subjektives Instabilitätsgefühl im rechten Handgelenk. Bei den Schluss-
folgerungen und Empfehlungen wurde als arbeitsrelevantes Problem ein Ermü-
den der Muskulatur der rechten oberen Extremität nach zwei Stunden festgehal-
ten. Es konnte keine Symptomausweitung beobachtet werden. Eine berufliche 
Tätigkeit als Heizungsmonteur sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, 
die Anforderungen seien zu hoch (schwere Arbeit, wiederholter Krafteinsatz bei-
der Hände). Hingegen sei ihm ganztägig eine mittelschwere Arbeit ohne repetiti-
ven Krafteinsatz der rechten Hand sowie ohne Exposition derselben gegenüber 
Schlägen und Vibrationen zumutbar. Man schlage den Fallabschluss vor (Vi-act. 
158-2/9 unten f.). 

13

3.6 Mit Bericht vom 20. September 2012 informierte Dr.med. G.________ den 
Hausarzt über die Sprechstunde desselben Tages. Es sei die erste seit Mai 
2012, nachdem der Beschwerdeführer zwei Termine nicht wahrgenommen habe. 
Der Beschwerdeführer berichte, die Arbeit als Fotograf ginge soweit gut, als er 
mit Stativ arbeiten könne, für Reportagen sei jeweils schmerzbedingt nach 2 bis 
3 Stunden Schluss. Gemäss Dr.med. G.________ liege ein zeitgerechtes Resul-
tat nach der Operation vor; es sei damit zu rechnen, dass die Beschwerden über 
die Zeit noch zurückgingen; mit einem Endzustand rechne er nicht vor 2 Jahren 
postoperativ (Vi-act. 172). 

3.7 Gegenüber der Suva teilte Dr.med. G.________ am 27. November 2012 
mit (Vi-act. 179):

Entsprechend Ihrer Rückfrage vom 19.10.12, bzw. dem Telefonat vom 20.11.12 
möchte ich zu oben genanntem Patienten nochmals wie folgt Stellung nehmen. 
WohI ist es so, dass nach entsprechenden Eingriffen ein Endzustand mit definitiver 
Beurteilung der Belastbarkeit und Abgabe einer Prognose nicht vor Ablauf vor rund 
2 Jahren gerechnet werden kann. Bei Herrn A.________ gestaltet sich die ganze 
Behandlung aber insofern schwieriger als in der Regel, als der Patient eher unzu-
verlässig erscheint. Einerseits hat er insbesondere in der Anfangsphase während 
Abklärung und primär postop. Therapie, sowohl die Sprechstundentermine bei mir, 
wie insbesondere auch die Ergotherapietermine nur sehr unregelmässig wahrge-
nommen und erst auf Drohung der Zahlungseinstellung wieder aufgenommen. Auf 
der anderen Seite macht er sehr unexakte Angaben, es ist jeweils während der 
Sprechstundentermine schwierig abzuschätzen, inwiefern die Angaben adäquat 
und richtig sind. Somit würde ich zusammenfassend von einer deutlich einge-
schränkten Compliance sprechen, was mir auch die weitere Verordnung von bei-
spielsweise Ergotherapie als theoretisch sinnvoll, aber praktisch wahrscheinlich 
wenig durchführbar erscheinen lässt. Anlässlich der letzten Kontrolle bei mir wies 
der Patient eine grundsätzlich gute Handgelenksfunktion mit guter Beweglichkeit, 
Extension/ Flexion 45/0/50° und einer Rohkraft mit dem Jamar-Oynamometer von 
40 Kilopounds (Gegenseite 55 Kilopounds bei negativ Watson-Test) auf. Diese 
würde eine grundsätzlich gute Prognose vermuten lassen, allerdings sind wir nach 
wie vor nicht in der Lage, die Schmerzen eines Patienten zu objektivieren.

3.8 Am 5. Dezember 2012 fand eine weitere ärztliche Beurteilung durch Kreisa-
rzt Dr.med. D.________ statt. An der EFL-Beurteilung könne nach wie vor fest-
gehalten werden, d.h. der Versicherte könne mittelschwere Arbeiten ganztags 
ausführen, ohne repetitiven Krafteinsatz der rechten Hand und ohne Exposition 
gegenüber Schlägen oder Vibrationen. Die aktuellen klinischen Berichte von 
Dr.med. G.________ würden eine gute Beweglichkeit und Kraft dokumentieren 
(sogar etwas besser als die Befunde anlässlich der EFL-Untersuchung), so dass 
aktuell von einer diskret besseren Belastbarkeit ausgegangen werden könne. 
Zudem werde unter weiterer ergotherapeutischer Behandlung von handchirurgi-
scher Seite mit weiterer Verbesserung im Sinne einer guten Prognose gerechnet 

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unter der Einschränkung, dass die Therapien natürlich auch tatsächlich durchge-
führt bzw. besucht würde (Vi-act. 182-3/3).

3.9 Notizen der Suva vom Januar 2013 ist zu entnehmen, dass der letzte Kon-
trolltermin bei Dr.med. G.________ am 20. September 2012 war (oben Erw. 3.6). 
Weitere Termine waren nicht geplant (Vi-act. 184). Beim Hausarzt war der Be-
schwerdeführer schon länger nicht mehr; auch wurden seit längerem keine Ergo-
therapie-Verordnungen mehr ausgestellt (Vi-act. 185). Die Suva informierte den 
Beschwerdeführer am 10. Dezember 2012, die Taggeldleistungen per Ende 2012 
einzustellen; für die Kosten der noch notwendigen Behandlungen komme sie 
weiterhin auf (Vi-act. 181).

3.10 Aus der Sprechstunde vom 5. März 2013 berichtet Dr.med. G.________ 
dem Hausarzt, der Beschwerdeführer habe als Fotograf doch wieder bis zu vier 
Stunden täglich arbeiten können. Dann habe er im Januar Pech gehabt, als ihm 
in Mailand der Fotoapparat aus der Hand gerissen worden und er auf das ope-
rierte Handgelenk gestürzt sei. Er sei im Spital in Mailand abgeklärt worden. Zu-
dem klage er über fehlende Feinmotorik und vermehrte Gefühlsstörungen und 
"Chrüsele" im Zeige-, Mittel- und Ringfinger. Die Untersuchung zeige die gleichen 
Befunde wie das letzte Mal (Vi-act. 190).

Am 8. März 2013 informierte der Beschwerdeführer die Suva über ein Unfaller-
eignis vom 27. Januar 2013. Er sei als Opfer eines Raubüberfalles gestürzt und 
habe sich dabei die bereits vorgeschädigte rechte Hand verletzt (Vi-act. 193). 
Beigelegt wurde der Bericht des Spitals Mailand. Dieser nennt ein Ereignis vom 
27. Januar 2013 und als Diagnose ein Verdrehtrauma der operierten Hand rechts 
(Vi-act. 194). 

3.11 Auf Zuweisung durch Dr.med. G.________ (Vi-act. 190) zwecks Aus-
schluss eines Karpaltunnelsyndroms fand am 11. März 2013 eine neurologische 
Untersuchung durch Dr.med. U.________ (FMH Neurologie) statt, wobei eine 
Elektromyographie und eine Elektroneuromyographie der rechten Hand durchge-
führt wurden. Nebst den bereits bekannten Diagnosen (St. n. scapholunärer 
Bandruptur rechts, Ligamenttenodese am 9.9.2011) vermerkte Dr.med. 
U.________, dass ein Sturz auf das operierte Handgelenk im Januar 2013 (in 
Mailand) zu vermehrten Beschwerden in Form einer eingeschränkten Feinmoto-
rik geführt habe. Er hätte Taubheitsparästhesien am Vorderarm und Handrücken 
dorsal und palmar, die Finger III bis V zusätzlich miteinbeziehend. Gemäss 
Dr.med. U.________ bestünden keine gesicherten Hinweise für das Vorliegen 
einer Mononeuropathie am rechten Arm; ein Karpaltunnelsyndrom scheine ihm 
praktisch ausgeschlossen. Der N. ulnaris sei wohl in beiden Sulcii etwas gereizt, 

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die angegebenen Sensibilitätsstörungen und Parästhesien entsprächen aber 
durchaus nicht dem Areal des N. ulnaris. Am ehesten seien diese noch plexogen 
erklärbar. Dies aber im Sinne einer intermittierenden Reizung z.B. bei einem Tho-
racic outlet-Syndrom (TOS) (Vi-act. 200-1/2 f.). 

3.12 Am 2. April 2013 besprach Dr.med. G.________ die neurologische Beurtei-
lung mit dem Beschwerdeführer und verordnete eine TOS-spezifische Physiothe-
rapie. Gegenüber dem Hausarzt führte er aus "Meinerseits sind im Moment keine 
Optionen mehr vorhanden. Ich möchte die Kollegen der Suva bitten, die Sachla-
ge mit Herrn A.________ nochmals zu evaluieren. Wie gesagt sind bei mir im 
Moment keine weiteren Termine geplant, bei Bedarf stehe ich aber zur Verfü-
gung" (Vi-act. 201).

3.13 In der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 23. April 2013 hielt 
Dr.med. F.________ (FMH Chirurgie) fest, die aktuell beklagten Kribbel- und 
Dysästhesien im Bereich von Ring- und Kleinfinger seien gemäss der neurologi-
schen Konsultation bei Dr.med. U.________ vom 11. März 2013 am ehesten auf 
ein Thoracic-outlet-Syndrom zurückzuführen, diese Beschwerden seien unfall-
fremd. An der kreisärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung vom 5. Dezember 2012 
ändere sich nichts. Der momentan stellenlose, aber als selbständiger Fotograf 
arbeitende Versicherte sei somit für den allgemeinen Arbeitsmarkt mit eben ge-
nannter Einschränkung ganztägig arbeitsfähig. Die genannten Einschränkungen 
würden sich lediglich auf das rechte Handgelenk beziehen. Ansonsten gäbe es 
keine weiteren Limitationen, vor allem nicht zeitlicher Natur. Bei nun mehr zwei Jah-
ren nach Trauma und 1 ½ Jahren nach operativer Versorgung könne man den 
Schadenfall mit der heutigen Abschlussuntersuchung terminieren. Eine Inte-
gritätsentschädigung sei bei radiologisch fehlendem Nachweis von Arthrosezei-
chen und gut erhaltener Handgelenksbeweglichkeit nicht geschuldet (Vi-act. 207-
8/9). 

Am 8. Mai 2013 wurde der Beschwerdeführer durch die Suva informiert, dass die 
Leistungen gleichentags eingestellt würden (Vi-act. 209). Hiergegen erhob der 
Beschwerdeführer am 13. Juni 2013 "Einsprache" und nach Akteneinsicht ver-
langte er am 10. Juli 2013 eine anfechtbare Verfügung (Vi-act. 212). Mit Verfü-
gung vom 20. November 2013 verneinte die Suva einen Rentenanspruch, wobei 
sie von folgender Zumutbarkeit ausging: "Ganztags sind sämtliche mittelschwere 
Arbeiten ohne repetitiven Krafteinsatz der rechten Hand und ohne Exposition ge-
genüber von Schlägen und Vibrationen zumutbar. Weitere Einschränkungen be-
stehen nicht." Abgelehnt wurde ebenso ein Anspruch auf Integritätsentschädi-
gung (Vi-act. 226). Hiergegen reichte der Beschwerdeführer am 7. Januar 2014 
Einsprache ein (Vi-act. 229). Gefordert wurden weitere medizinische Abklärun-

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gen, eventualiter eine Rente bei einem IV-Grad von 33% und eine Integritätsent-
schädigung von 10%. 

3.14 Am 19. Februar 2014 begab sich der Beschwerdeführer auf Zuweisung 
durch den Hausarzt zu Dr.med. V.________ (FMH Radiologie), welcher bei klini-
schen Angaben von Handgelenksschmerzen links ohne Trauma radialseitig ein 
MRI des Handgelenks links angefertigte (Vi-act. 258-2/2). Dieses ergab einen 
Verdacht auf eine regionäre Peritendinitis. Der Hausarzt des Beschwerdeführers 
berichtete Dr.med. G.________ hierauf mit Schreiben vom 26. Februar 2014, 
dass durch die Schonung der rechten Hand nun auch die linke Hand symptoma-
tisch geworden sei. Im rechten Vorderarm und in der rechten Hand habe der Pa-
tient immer noch ein sehr störendes Instabilitätsgefühl (Vi-act. 259). 

3.15  Am 27. März 2014 untersuchte Dr.med. G.________ den Beschwerdefüh-
rer. Dieser beschreibe bezüglich der rechten, operierten Hand noch die beste-
henden alten Beschwerden im Sinne eines "Lödele". Es sei ihm nicht mehr mög-
lich, auch nur leicht belastende Tätigkeiten mit der rechten Hand zu machen. Vor 
allem auch beim Heben von nur leichten Gegenständen würde ein Zwicken ein-
schiessen, welches bis in die Schulter ausstrahle und zu länger dauernder Taub-
heit von Klein-, Ring- und Mittelfinger führe. Zudem bestehe eine starke 
Berührungsempfindlichkeit dorso-ulnar über dem Handgelenk. Bezüglich des lin-
ken Handgelenkes gebe der Beschwerdeführer an, eigentlich seit der Operation 
auf der rechten Seite eine Überlastungssymptomatik entwickelt zu haben. Ent-
sprechend schiebe er die Begründung für die Beschwerden links auf die Proble-
matik rechts. Klinisch zeigte sich rechtsseitig ein negativer Watson-Test mit gut 
geführtem Scaphoid. Auch luno-triquetral konnte Dr.med. G.________ keine In-
stabilität entdecken. Den einschiessenden Schmerz könne er gut durch die Prü-
fung der Stabilität des DRUG (Drehgelenk des Unterarms) auslösen, wobei die 
Stabilität gut scheine. Allerdings komme es zu leichten Krepitationen im Gelenk. 
Links finde sich die Druckdolenz über den carpometracarpalen Übergängen II/III; 
ansonsten fand Dr.med. G.________ keine Auffälligkeiten (Vi-act. 239-1/2).

3.16 Am 29. April 2014 fand im OA.________spital ein SPECT-CT beider Hände 
des Beschwerdeführers statt. Beim rechten Handgelenk bei Status nach SL-
Rekonstruktion zeigte sich kein Hinweis auf eine Re-Ruptur. Es bestehe eine an-
geborene Ulna-minus-Situation. Als wahrscheinlichstes Korrelat für die Schmer-
zen bestehe eine deutliche Aktivität zwischen Os capitatum und Os lunatum (DD: 
überlastungsbedingt/beginnende Arthrose). Die Bilder seien auch zusammen mit 
Dr.med. G.________ angeschaut worden. Vermutlich rage der Mitek-Anker im 
Lunatum etwas über den Knorpel ins Gelenk zum Capitatum, was auch die szin-

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tigraphische Aktivität gut erklären würde. Der Befund zum linken Handgelenk lau-
tet: "In der Frühphase keine vermehrte Anreicherung. Auch in der Spätphase und 
im SPECT-CT keine signifikante szintigraphische Aktivität. Leichte Ulna-minus-
Variante. Etwas prominente dorsale Basis des Os metacarpale III jedoch ohne 
szintigraphische Aktivität" (Vi-act. 242-1/2; vgl. auch Vi-act. 237-1/2). 

Hierauf berichtete Dr.med. G.________ dem Hausarzt am 2. Mai 2014, nach 
dem SPECT-CT der beiden Hände zeige sich linksseitig keinerlei Aktivität, die 
Klinik spreche jedoch nach wie vor und noch deutlicher als das letzte Mal für ei-
nen Carpal boss. Entsprechend habe er eine Infiltration empfohlen. Rechts stehe 
zur Diskussion, ob der Mitek-Anker allenfalls gegen palmar hin durch das Luna-
tum in das luno-triquetrale Gelenk hineinrage, was doch einen erheblichen Teil 
der Beschwerden erklären würde (Vi-act. 237). Am 22. Mai 2014 erfolgte die Infil-
tration des symptomatischen Carpal boss am linken Handgelenk (Vi-act. 238).

3.17 Nachdem der Beschwerdeführer am 24. Juni 2014 von keinerlei Beschwer-
delinderung berichtete (Vi-act. 235), erfolgte am 7. Juli 2014 durch Dr.med. 
G.________ eine diagnostische Arthroskopie des Handgelenks rechts aufgrund 
des Verdachts, dass die Spitze des Mitek-Ankers intraartikulär liegt (vgl. Vi-act. 
236). Es zeigte sich, dass die Spitze des Mitek-Ankers im Bereiche der lunären 
Gelenksanteile dargestellt werden konnte; erstaunlicherweise zeigte sich genau 
gegenüber keinerlei Rille im Capitatum, der Überstand des Mitek-Ankers betrug 
maximal 1mm. Der Anker wurde nicht entfernt, aber etwas zurückgeschoben. 

In seinem Sprechstundenbericht vom 21. August 2014 hielt Dr.med. G.________ 
fest, der Beschwerdeführer berichte von einer verschlimmerten Situation nach 
der Arthroskopie. Das beschriebene "Lödelä" sei stärker geworden, er sei nun 
gänzlich belastungsintolerant und könne die Fotokamera nur noch maximal eine 
Stunde halten. Nach Dr.med. G.________ war der Befund / Status bzgl. rechtes 
Handgelenk unverändert. Nach wie vor sei es wohl so, dass der mittels Arthro-
skopie nur ungenügend zurückgestossene Mitek-Anker wahrscheinlich weiterhin 
im Mediocarpalgelenk störe. Dr.med. G.________ sah in dieser Situation keine 
andere Chance als die offene Revision des Gelenkes mit definitiver Entfernung 
des Mitek-Ankers mit Revision der intracarpalen Bänder und allenfalls etwas raf-
fender Naht der dorsalen Kapsel zur weiteren Stabilisierung (Vi-act. 244).

3.18 Eine weitere kreisärztliche Untersuchung fand am 2. September 2014 
durch med.pract. H.________ statt. Nach eingehender Analyse der medizini-
schen Dokumente könne davon ausgegangen werden, dass zum Zeitpunkt der 
Abschlussuntersuchung vom 23. April 2013 der medizinische Endzustand er-
reicht gewesen war (vgl. oben Erw. 3.13). Diese Begründung stütze sich auf die 

18

ausführlichen ärztlichen und apparativen Untersuchungen, in denen keine we-
sentliche Ursache für die beklagten Beschwerden diagnostiziert werden konnte. 
Die Zumutbarkeitsbeurteilung sowie die Schätzung des Integritätsschadens vom 
23. April 2013 bleibe bestehen. Das Thoracic-outlet-Syndrom sei mit überwie-
gender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Unfallereignis vom 28. April 2011 
zurückzuführen. Aufgrund der geschilderten Problematik bestehe seit März 2014 
eine Zunahme der Beschwerden im rechten Handgelenk wobei der Beschwerde-
führer angebe, dass sogar nach der Arthroskopie am 7. Juli 2014 eine erhebliche 
Zunahme der Schmerzen vorliege, somit handle es sich unfallkausal um einen 
Rückfall. Aus diesem Grund werde eine erneute handchirurgische Untersuchung 
durchgeführt (Vi-act. 246). 

3.19 Am 22. September 2014 suchte der Beschwerdeführer die 
MA.________klinik für eine Zweitmeinung auf; es erfolgte eine Untersuchung des 
rechten Handgelenks durch Q.________ (Stv. Oberärztin Handchirurgie) und 
Dr.med. W.________ (Oberarzt Handchirurgie). Ein (mitgebrachtes) Röntgenbild 
des Handgelenks rechts vom 19. September 2014 (Vi-act. 251) zeigte einen Zu-
stand nach scapolunärer Ligamentrekonstruktion mittels Mitek-Ankern. Der Anker 
im Os lunatum zeige gewisse Lockerungszeichen mit einem Lysesaum. Die Dres. 
W.________ und Q.________ empfahlen, die in der Klinik St. Anna im März 
2013 durchgeführte neurologische Untersuchung zu wiederholen und je nach Be-
fund eine Dekompression des Nervus ulnaris zu veranlassen. Das vom Patienten 
beschriebene "Lödelä" sei auch für sie nicht objektiv nachvollziehbar. Möglicher-
weise bestehe nach dieser komplexen Verletzung mit Rekonstruktion eine ge-
wisse Instabilität, welche der Patient so empfinde. Man habe ihm mehrmals er-
klärt, dass eine 100%ige Beschwerdefreiheit und Wiederherstellung des Hand-
gelenks wie vor dem Trauma sicher nicht garantiert werden könne und eher un-
wahrscheinlich sei. Man habe ihm kein Arbeitsunfähigkeitszeugnis ausgehändigt 
(Vi-act. 251-2/2).

3.20 Mit Entscheid vom 28. November 2014 wies die Suva die Einsprache vom 
7. Januar 2014 gegen die Verfügung vom 20. November 2013 ab (Vi-act. 255; 
vgl. oben Erw. 3.13). Sie stellte fest, die weiteren Abklärungen hätten den im 
Rahmen der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 23. April 2013 festge-
stellten medizinischen Endzustand bestätigt. Die im März 2014 behandelten bzw. 
untersuchten Beschwerden seien unter das Institut eines Rückfalles zu subsu-
mieren und würden nicht Gegenstand dieses Verfahrens bilden. Korrekt seien 
ebenso die Ablehnung eines Rentenanspruches sowie eines Anspruches auf In-
tegritätsentschädigung. 

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Die hiergegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde hiess das Verwal-
tungsgericht mit VGE I 2015 6 vom 11. Juni 2015 gut. Das Gericht befand, es sei 
nicht zulässig, die vorliegende Unfallsache aufzuspalten, indem einerseits von 
einem Fallabschluss und andererseits von einem Rückfall ausgegangen werde. 
Es liege noch keine rechtskräftige Verfügung bzw. noch kein rechtskräftiger Ent-
scheid vor, mit welchem abschliessend über die Versicherungsleistungsan-
sprüche des Beschwerdeführers aus dem Unfallereignis vom 18. April 2011 ent-
schieden worden wäre (Erw. 3.4). Die seit Frühjahr 2014 fortgesetzte medizini-
sche Behandlung sei auch deshalb unter dem Aspekt des Grundfalls zu prüfen, 
da davon auszugehen sei, dass der am 9. September 2011 eingebrachte Mitek-
Anker zu Störungen im Mediocarpalgelenk geführt habe, so dass mit einem ar-
throskopischen Eingriff am 7. Juli 2014 versucht worden sei, den Mitek-Anker 
zurückzustossen, was offenbar aber nur teilweise gelungen sei. Inwieweit diese 
seit Frühjahr 2014 dokumentierten Beschwerden am rechten Handgelenk bei der 
Festlegung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen seien, habe die Suva zu Un-
recht offen gelassen (Erw. 3.5). Die seit Frühjahr 2014 aktenkundigen medizini-
schen Behandlungen seien damit nach wie vor dem nicht rechtskräftig abge-
schlossenen Grundfall zuzuordnen. Das Gericht hiess die Beschwerde gut und 
wies die Sache an die Suva zurück, damit sie, unter Berücksichtigung der seit 
dem kreisärztlichen Abschluss vom 23. April 2013 aktenkundigen medizinischen 
Unterlagen (namentlich aus dem Jahr 2014), über allfällige Versicherungsan-
sprüche des Beschwerdeführers neu befinde (Erw. 3.6). 

3.21 Am 1. Dezember 2014 veranlasste Dr.med. G.________ eine weitere neu-
rologische Untersuchung, da nun das erste Mal eine exazerbierte Situation vor-
liege. Manipulationen im Bereiche des N. ulnaris sowohl im Handgelenk wie am 
Ellenbogen führten zu massivsten Gefühlsstörungen bzw. elektrisierenden Dys-
ästhesien (Vi-act. 261). Die Untersuchung erfolgte durch Dr.med. et phil. II 
T.________ (Fachärztin Neurologie) am 29. Dezember 2014 und 5. Januar 2015 
(Vi-act. 271). Laut Beschwerdeführer komme es immer wieder durch Verdrehung 
des Handgelenks in seinem Beruf als Fotograf zu elektrisierenden schmerzhaften 
Sensationen im Bereich des ganzen rechten Armes, ausgehend vom Handge-
lenk bis in Dig. IV-V und auch nach proximal entlang des ulnaren Unterarmes 
über den Ellbogen bis in die Schulter ausstrahlend. Zusätzlich seit längerem Na-
ckenbeschwerden ohne Ausstrahlung in die Arme. Subjektiv Kraftverlust im Be-
reich der rechten Hand; zusätzlich elektrisierende Missempfindungen radiale 
Hand rechts. Dr.med. T.________ gelangte zur Beurteilung, neurographisch und 
sonographisch könnten keine eindeutige Affektion des Ulnarisnerven im Sulcus 
nachgewiesen werden; es finde sich einzig in der Inching-Technik mit Ableitung 
über dem ADM ein pathologischer Latenzsprung im Bereich des Sulcus. Die so-

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nographischen Befunde seien seitengleich. Einzig distal vor Eintritt in die Loge 
zeige sich rechts eine deutlichere Auftreibung des Nervens mit ebendort maxima-
lem Tinel. Neurographisch liess sich ein Loge-de-Guyon-Syndrom jedoch nicht 
nachweisen, sodass die Relevanz des sonographischen Befundes unklar sei. Auf 
eine Myographie zur sensitiveren Erfassung einer möglichen axonalen Läsion sei 
auf ausdrücklichen Wunsch des Beschwerdeführers verzichtet worden. Zusätz-
lich zeige sich klinisch ein Radialis superficialis Reizsyndrom auf der rechten Sei-
te. Die neurographischen Befunde seien nicht verwertbar, die Sonographie zeige 
sich unauffällig. 

3.22 Am 11. Februar 2015 erfolgte die operative Revision des rechten Handge-
lenkes durch Dr.med. G.________ (Vi-act. 275), da der Beschwerdeführer belas-
tungsabhängige Schmerzhaftigkeit im Handgelenk unklaren Ursprungs und ein 
"Lödele" beschreibe, das objektiv nicht nachvollziehbar sei. Zudem bestehe der 
Verdacht des ins midcarpal ragenden Mitek-Ankers. Im OP-Verlauf zeigte sich, 
dass der Mitek-Anker im Lunatum zwar subchondral durchscheine, aber definitiv 
nicht in das Gelenk rage, weshalb er belassen wurde. Bei dynamischer Durch-
leuchtung zeige sich eine sehr schöne Funktion des rekonstruierten scapho-
lunären Bandes, das Scaphoid zeige einen physiologischen Bewegungsablauf. 
Auch von midcarpal betrachtet zeige sich scapho-lunär und luno-triquetral eine 
gute Stabilität. Midcarpal sei auch keine Instabilität zu erkennen. Das distale 
Radioulnargelenk sei gut geführt und nicht subluxierbar. 

Am 26. März 2015 berichtete der Beschwerdeführer von einem beschwerdefreien 
Verlauf. Störend sei für ihn noch die Schwellung im Narbengebiet mit Einschrän-
kung der Handgelenkflexion; die ursprünglichen Nervenprobleme habe er nicht 
mehr verspürt, auch insgesamt einen besseren Eindruck vom Handgelenk, das 
vorher bestehende Verkanten sei nicht mehr aufgetreten, das "Lödele" persistiere 
jedoch. Eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigte Dr.med. G.________ nicht mehr (Vi-
act. 282).

Auch anlässlich der Sprechstunde vom 6. August 2015 berichtete der Beschwer-
deführer von deutlichen Fortschritten seit der Operation. Er habe weniger ein-
schiessende Schmerzen mit Ausstrahlung nach proximal, das Stabilitätsgefühl in 
der Hand sei trotz persistierendem "Lödele" klar besser geworden. Nichts desto 
trotz verspüre er nach ca. 3-stündiger Tätigkeit als Fotograf ein starkes Er-
müdungsgefühl in der Hand mit beginnenden Schmerzen und Gefühlsstörungen, 
die sich vor allem im Ringfingerbereich äussern würden. Bei Verdacht auf ein Ca-
rpaltunnelsyndrom veranlasste Dr.med. G.________ eine Verlaufskontrolle in der 
Neurologie. Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hatte dies gemäss dem be-
handelnden Arzt keine (Vi-act. 283). In der neurologischen Untersuchung vom 

21

15. September 2015 liess sich weder ein Carpaltunnelsyndrom noch ein Loge-
de-Guyon-Syndrom nachweisen (Vi-act. 288).

3.23 Nach der Sprechstunde vom 27. Oktober 2015 berichtete Dr.med. 
G.________ dem Hausarzt, die neurologische Untersuchung habe keinerlei neue 
Anhaltspunkte ergeben. Der Beschwerdeführer berichte, dass die rechte Seite 
soweit nun etabliert sei und er gut damit zurechtkomme. Nun beginne aber die 
linke Seite vermehrt zu schmerzen und weise dasselbe "Lödele" auf wie die Ge-
genseite. Zur raschen Abklärung veranlasste Dr.med. G.________ ein MRT des 
linken Handgelenkes (Vi-act. 285). 

Das Arthro-MR des linken Handgelenks erfolgte am 26. November 2015 (Vi-
act. 290). Dr.med. X.________ (Facharzt Radiologie) erhob als Befund ein 
weitestgehend rupturiertes SL-Band. Dorsal stünden noch degenerierte Fasern; 
der gesamte membranöse und der volare Anteil seien rupturiert. Der SL-Spalt 
klaffe nicht; das Scaphoid kippe aber doch leicht nach volar weg. Keine Arthrose, 
Knorpelverhältnisse gut. Das foveale Band des TFCC sei gering degeneriert, 
TFC intakt. Geringe Synovitis im ulnaren Gelenkrezessus. Das LT-Band sei 
membranös ausgedünnt, aber noch intakt.

Am 10. Dezember 2015 berichtete Dr.med. G.________ dem Hausarzt, mit dem 
Nachweis einer Teilruptur des SL-Bandes und entsprechender Symptomatik 
könne die Indikation zur Rekonstruktion des scapho-lunären Bandes gestellt 
werden. Anspruch auf postoperative Beschwerdefreiheit bestehe indes nicht. 
Aufgrund des komplizierten Verlaufs rechts würden er und der Beschwerdeführer 
zögern (Vi-act. 290). Eine weitere Sprechstunde erfolgte am 14. Januar 2016, 
ohne dass Veränderungen zum Bericht vom 10. Dezember 2015 genannt wur-
den; im Gegenteil wurde darauf verwiesen (Vi-act. 291).

3.24 Am 8. Februar 2016 nahm Dr.med. K.________ (FMH Chirurgie) eine 
kreisärztliche Untersuchung vor. Dies zur Frage, ob mit dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit noch eine namhafte Besserung des unfallbe-
dingten Gesundheitszustandes erwartet werden könne (Vi-act. 296). Nach Wie-
dergabe des aktenmässigen Verlaufs, Aufnahme der Anamnese und persönli-
cher Befundaufnahme gelangte Dr.med. K.________ zur Beurteilung:

Anamnestisch gibt der Versicherte an, dass weiterhin je nach Belastung Be-
schwerden im Bereich des Handgelenks auftreten. Die Schmerzen haben ein-
schiessenden Charakter. Zudem komme es wiederholt zu einem Einschlafgefühl 
im Bereich des Kleinfingerballens und des Mittel- bis Kleinfingers. Auch fühle sich 
das rechte Handgelenk instabil an. Links leide er seit längerem unter Handge-
lenksbeschwerden.

22

Klinisch können Beschwerden im Bereich beider Tabatieren ausgelöst werden. 
Über dem Processus styloideus radi rechts ist ein tinel-artiger Schmerz zu provo-
zieren. Die Funktion rechts ist vermindert, wobei keine nennenswerten Scho-
nungszeichen vorliegen und die Kraft rechts deutlich besser ist als links.

Betreffend des Verlaufes verweise ich auf den zweiten Teil dieses Berichts sowie 
auf die diversen kreisärztlichen Untersuchungen.

Im Bereich des rechten Handgelenks finden sich weiterhin Hinweise auf ein Reiz-
syndrom des Ramus superficialis Nervus radialis, weshalb eine topische Behand-
lung zum Beispiel mittels Emla oder Neurodol zur Beschwerdelinderung evaluiert 
werden kann. Objektiv konnte eine relevante Instabilität des Handgelenks ausge-
schlossen werden. Allenfalls ist es zur Beschwerdelinderung sinnvoll eine Neo-
pren-Orthese anzupassen. Insgesamt ist aber aufgrund der diversen Abklärungen 
sowie operativen Eingriffen nicht mehr mit dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands zu errei-
chen. Insgesamt handelt es sich um ein ordentliches Resultat nach Revision des 
scapholunären Bandes. Das Belastbarkeitsprofil der EFL ist weiterhin anwendbar.

Die Erheblichkeitsgrenze zum Ausrichten eines Integritätsschadens ist nicht er-
reicht.

Betreffend links ist nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit von einer Unfallfolge auszugehen. Echtzeitlich wurde keine Symptomatik links 
erwähnt. Ich verweise unter anderem auch auf den Aussendienst-Rapport vom 
24.05.2011. Damals wurden alleinig Beschwerden am rechten Handgelenk doku-
mentiert. Bei der partiellen scapholunären Läsion ist mit dem Beweisgrad der über-
wiegenden Wahrscheinlichkeit von einer degenerativen Bandläsion auszugehen.

In der Besprechung im Anschluss an die Abschlussuntersuchung wurde festge-
halten, der Zustand an der rechten Hand sei relativ gut, es könne keine namhafte 
Verbesserung mehr erwartet werden, der Endzustand sei erreicht, die Belastbar-
keit bleibe im selben Ausmass wie anlässlich der Untersuchung vom 5. Februar 
2012 bereits festgehalten, es würden allfällige weitergehende Leistungen geprüft 
(Vi-act. 295).

3.25 Am 22. April 2016 hielt der Beschwerdeführer im Nachgang zur kreisärzt-
lichen Abschlussuntersuchung gegenüber der Suva fest, eine abschliessende 
Beurteilung der Folgen der Handverletzungen rechts und links liege bis dato 
noch nicht vor. Bezüglich des rechten Handgelenks verwies er auf den Verwal-
tungsgerichtsentscheid VGE I 2015 6 vom 11. Juni 2015, der weitere Abklärun-
gen gefordert habe. Links sei eine Partialruptur des SL-Bandes bestätigt, was 
eine unfallähnliche Körperschädigung nach Art. 9 Abs. 2 lit. g UVV (in der bis 
31.12.2016 gültigen Version) darstelle und im Übrigen durch Überanstrengung 
der linken Hand nach Ausfall der rechten Hand seit dem Unfallereignis bewirkt 
worden sei. Es seien daher Taggelder zu leisten und die erforderlichen Ab-
klärungen zu tätigen sowie, sollten die Heilbehandlungen abgeschlossen sein, 

23

über Renten- und Integritätsentschädigungsansprüche zu entscheiden (Vi-act. 
301).

3.26 Mit Arztzeugnis vom 2. Februar 2016 hält Dr.med. N.________ fest, er ha-
be den Beschwerdeführer am 18. April 2011 um 18.45 Uhr wegen eines Unfalles 
gesehen. Er habe angegeben, bei Schweissarbeiten eine Gasflasche angehoben 
und sich dabei ein Distorsionstrauma des rechten Handgelenkes zugezogen zu 
haben. "Wie er mir nun mitteilt, sei eine Bandläsion im rechten Handgelenk 
später auch eine Bandläsion im linken Handgelenk diagnostiziert worden. Da die 
Gasflasche mit beiden Händen angehoben wurde, wäre durchaus möglich, dass 
sich die Bandläsion des linken Handgelenkes auch auf diese Unfallsituation 
zurückführen lässt, obwohl bei unserer Untersuchung lediglich das rechte Hand-
gelenk thematisiert worden ist." (Vi-act. 301). Und Dr.med. M.________ 
bestätigte gegenüber dem Beschwerdeführer am 19. Februar 2016, er habe am 
13. Februar 2014 erstmals über Beschwerden der linken Hand geklagt. Es könne 
aber durchaus sein, dass er die schon früher geklagt habe, da durch die Ruhig-
stellung der rechten Hand die linke Hand überbeansprucht worden sei, die Be-
schwerden nicht unbedingt dem Unfallereignis der rechten Hand zugeordnet 
worden sei. Seines Erachtens sollen sich die Handchirurgen des Kantonsspitals 
äussern, ob es sich bei der Pathologie der linken Hand um ein Unfallereignis 
oder um eine Überbeanspruchung der linken Hand handle (Vi-act. 301).

3.27 Am 25. November 2016 informierte der Beschwerdeführer die Suva, dass 
er sich infolge 100%iger Arbeitsunfähigkeit nicht bei der Arbeitslosenkasse ge-
meldet und keine AVIG-Leistungen bezogen habe. Am 4. Januar 2017 stellte der 
Hausarzt ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit vom 
1. Januar 2013 bis 28. Februar 2017 aus (Vi-act. 312). 

In einer Telefonnotiz (Gespräch mit der Hausarztpraxis) vom 26. Januar 2017 ist 
vermerkt, der Beschwerdeführer habe den Hausarzt am 4. Januar 2017 zwecks 
Arbeitsunfähigkeitszeugnis aufgesucht; "es fanden keine Behandlungen statt 
gemäss KG (Krankengeschichte)" (Vi-act. 313). Und gleichentags bestätigte das 
OA.________spital (Behandlung bei Dr.med. G.________), seit dem 14. Januar 
2016 (vgl. oben Erw. 3.23) habe keine Behandlung mehr stattgefunden, der Fall 
gelte als abgeschlossen (Vi-act. 314).

3.28 Auf die Fragen, von wann bis wann und in welchem Ausmass seit dem 1. 
Januar 2013 ausschliesslich wegen des ersten Unfalles (18.4.2011) bezogen auf 
den allgemeinen Arbeitsmarkt, resp. seit dem 27. Januar 2013 bis dato wegen 
des 2. Unfalls eine Behandlungsnotwendigkeit und Arbeitsunfähigkeit bestanden 

24

habe, antwortete Kreisarzt Dr.med. K.________ am 23. Februar 2017 (Vi-act. 
315):

Als Heizungsmonteur besteht eine volle AUF bis heute. Das Belastbarkeitsprofil 
vom Juli 2012 hat auch nach der KU vom 23.04.2013 Gültigkeit. Spätestens zum 
Zeitpunkt der Ankerdislokation (anfangs Mai 2014) bis zur KU vom 08.02.2016 ist 
das Belastbarkeitsprofil limitiert. Eine genaue Stellungnahme ist anhand der Akten 
nicht möglich. Frühestens 3 Monate nach der letzten OP kann eine Steigerung des 
Belastbarkeitsprofiles angenommen werden. Ab November 2015 stand die rechte 
Hand nicht mehr im Behandlungsfokus.

3.29 Am 7. Februar 2017 überwies Dr.med. L.________ (Facharzt FMH für In-
nere Medizin) den Beschwerdeführer an Dr.med. G.________. Das linke Hand-
gelenk sei unverändert, er habe beim Heben von nur 2 kg Schmerzen; auch sei 
das rechte Handgelenk wieder schmerzhafter. Er bat um fachärztliche Weiterbe-
handlung nun auch des linken Handgelenkes (Vi-act. 348-23/29).

Am 30. März 2017 ersuchte Dr.med. G.________ die Suva um Kostengutspra-
che im Falle des rechten Handgelenkes. Bezüglich des linken Handgelenkes er-
suchte er aufgrund der juristischen Diskussionen die Krankenkasse um Kosten-
gutsprache. Der Beschwerdeführer klage weiterhin über Beschwerden an beiden 
Händen, die er im Moment weder anamnestisch noch klinisch noch bildgeben 
evaluiert habe. Aufgrund der deutlichen Symptomatik sei seines Erachtens ein 
weiteres Vorgehen indiziert (Vi-act. 316). Mit Mail vom 17. April 2017 konkreti-
sierte er, man brauche neue vergleichende konventionelle Röntgen beider Hand-
gelenke, zusätzlich dann wohl in Abhängigkeit der klinischen Befunde je ein MRI 
oder SPECT-CT. Dr.med. K.________ empfahl Kostengutsprache für die radio-
logischen Abklärungen (Vi-act. 323). 

Am 23. Juni 2017 stand noch kein Termin für die weiteren Abklärungen fest (Vi-
act. 327). Am 12. Oktober 2017 informierte das OA.________spital, der Be-
schwerdeführer sei dem vereinbarten Termin vom 7. September 2017 unent-
schuldigt ferngeblieben; für sie sei die Angelegenheit damit abgeschlossen; der 
Leidensdruck scheine nicht sehr gross zu sein, ein neues Aufgebot werde nicht 
erlassen (Vi-act. 332). Hierauf informierte die Suva den Rechtsvertreter des Be-
schwerdeführers am 2. November 2017, man werde den Fall abschliessen (Vi-
act. 333). 

3.30 Mit Schreiben vom 3. November 2017 teilte die Suva dem Beschwerde-
führer mit, gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 8. Februar 
2016 (vgl. oben Erw. 3.24) würden die Heilkostenleistungen per 1. März 2016 
eingestellt, das Taggeld bis und mit 29. Februar 2016 bezahlt; Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung bestehe nicht. Die Ausrichtung einer Rente werde ge-

25

prüft (Vi-act. 335). Nachdem der Beschwerdeführer hiergegen am 11. Dezember 
2017 "Einsprache" erhob, erliess die Suva am 5. Januar 2018 eine Verfügung 
des nämlichen Inhalts (Vi-act. 340, 342).

3.31 Mit Einsprache vom 2. Februar 2018 forderte der Beschwerdeführer Tag-
gelder über den 29. Februar 2016 hinaus sowie Kostengutsprache für die indi-
zierte ärztliche Behandlung des rechten und linken Handgelenkes durch Dr.med. 
G.________ (Vi-act. 348). Zum einen verwies er auf seine Eingabe vom 22. April 
2016 (vgl. oben Erw. 3.25). Zum andern hielt er fest, aufgrund der kreisärztlichen 
Feststellung vom 23. Februar 2017 (vgl. oben Erw. 3.28) habe der Bericht vom 
8. Februar 2016 keine Gültigkeit mehr. Der Kreisarzt hebe deutlich hervor, dass 
eine genaue Stellungnahme anhand der Akten nicht möglich sei; er mutmasse, 
dass drei Monate nach der letzten OP eine Steigerung des Belastbarkeitsprofils 
angenommen werden könne. Die Annahme, es hätten seit dem 8. Februar 2016 
keine ärztlichen Behandlungen mehr stattgefunden, sei klar aktenwidrig, was sich 
aus dem Schreiben von Dr.med. G.________ vom 30. März 2017 ergebe (vgl. 
oben Erw. 3.29). Dies ergebe sich auch aus dem jüngsten Bericht vom 5. Januar 
2018 (vgl. nachfolgend Erw. 3.32). Für die notwendigen Abklärungen und Be-
handlungen sei Kostengutsprache zu erteilen. Da weiterhin Behandlungsnotwen-
digkeit bestehe, sei auch weiterhin das Taggeld auszurichten. 

3.32 Am 5. Januar 2018 antwortete Dr.med. G.________ auf die Überweisung 
von Dr.med. L.________ vom 7. Februar 2017 (vgl. oben Erw. 3.29). Die starke 
Sprechstundenauslastung sowie die einmalige Terminversäumnis hätten zu die-
ser Zeitverzögerung geführt. Der Beschwerdeführer beklagte noch immer ein 
beidseitiges "Lödele", wobei die rechte Hand aufgrund der Kameramanipulation 
tendenziell symptomatischer sei als die linke. Weiter führte Dr.med. G.________ 
aus (Vi-act. 348-25/29):

Befund

Ich habe heute entsprechend eine sehr gründliche Untersuchung durchgeführt.

Rechts: Klinisch finde ich rechts bei St.n. scapho-lunärer Bandrekonstruktion die 
Hauptbeschwerden im Bereiche radio-scaphoidal dorsal bei Druck auf den palma-
ren Scaphoidpol im Sinne des Watson-Testes, aber ohne Instabilität. Das Scapho-
id ist jederzeit gut geführt, der Druck löst aber die für den Patienten typischen Be-
schwerden aus. Zudem besteht eine leichte Druckdolenz im Bereiche pisotriquetral 
und noch weniger im Bereiche DRUG. Eine midcarpale Instabilität kann ich nicht 
erkennen, das LT-Band ist stabil und indolent. Unter dynamischer Durchleuchtung 
kann ein leicht vermehrtes Klaffen scapho-lunär (wie häufig nach SL-
Rekonstruktion) nachgewiesen werden, dieses ist jedoch beschränkt auf im kon-
ventionellen Röntgenbild ausgemessen ca. 2.8 mm. Der scapho-lunäre Winkel ist 
sicherlich relativ gross aber noch knapp in der Norm, ebenfalls gut mit einer SL-
Rekonstruktion vereinbar.

26

Links: Auf der linken Seite findet sich klinisch keinerlei Hinweis für eine Affektion 
des scapho-lunären Bandes. Der Watson-Test ist indolent durchführbar und zeigt 
keinerlei Abweichen des Scaphoids. Klinisch lässt sich eine leicht vermehrte 
Translation im luno-triquetralen Gelenk feststellen, was auch zu typischen Schmer-
zen führt. Fraglich besteht auch eine etwas vermehrte Subluxierbarkeit des Capi-
tumkopfes nach dorsal. Das DRUG ist stabil und wenig dolent, das pisotriquetrale 
Gelenk zeigt sich etwas druckschmerzhaft, der Shearing-Test hingegen kaum 
schmerzhaft. Unter dynamischer Durchleuchtung kann keinerlei Pathologie festge-
stellt werden. Auch die klinisch vermutete Subluxierbarkeit midcarpal lässt sich 
nicht darstellen. Im konventionellen Bild zeigt sich ebenfalls eine physiologische 
Stellung mit allfällig leicht vermehrter Sklerosierung des distalen Radius in der 
Fossa lunata und in der Fossa scaphoidea.

Beurteilung

Ich glaube, dass wir hier von 2 grundsätzlich verschiedenen Entitäten ausgehen 
müssen.

Rechts: Auf der rechten voroperierten Seite mit St.n. SL-Reko glaube ich am ehes-
ten an eine nun doch beginnende radio-carpale Arthrose. Diesbezüglich wäre wohl 
eine primär diagnostische Handgelenksarthroskopie das Mittel der Wahl zur Beur-
teilung weiterer Möglichkeiten. Dies macht jedoch nur Sinn, wenn weitere operative 
Eingriffe in Fragen kommen.

Links: Auf der linken Seite ist die Diagnostik etwas schwieriger, hier zeigt sich ein 
Mischbild mit leichten Beschwerden piso-triquetral und midcarpal, vor allem aber 
im luno-triquetralen Bereich. Hier habe ich ein Arthro-MRI angeordnet. Nach 
Durchführung dieses MRI werde ich den Patienten wieder in der Sprechstunde 
sehen und einen konkreten Behandlungsvorschlag unterbreiten.

Die Röntgen vom 4. Januar 2018 zeigten links keine Veränderung zum Befund 
vom 26. November 2015 und rechts Befundkonstanz zum 29. April 2014 (Vi-
act. 352 und 353).

Am 29. Januar 2018 attestierte Dr.med. L.________ dem Beschwerdeführer eine 
Arbeitsunfähigkeit von 100% vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2017 und 
von 75% vom 1. Januar 2018 bis 31. März 2018 (Vi-act. 348).

Am 21. Februar 2018 ersuchte Dr.med. G.________ die Suva um Kostengut-
sprache für eine beidseitige bilanzierende bzw. diagnostische Handgelenksar-
throskopie. Erst damit sei man in der Lage, eine definitive weiterführende Opera-
tion zu planen. Zudem informierte er über das seit dem Untersuch vom 4. Januar 
2018 durchgeführte Arthro-MRI des linken Handgelenkes mit folgendem Befund: 
Subtotale SL-Bandruputur unverändert zu November 2015; LT-Band intakt; aus-
geprägte TFCC-Degeneration Typ IIA (Vi-act. 351, 354).

3.33 Mit Schreiben vom 6. Juni 2018 zeigte die Suva dem Beschwerdeführer an, 
bei PD Dr.med. J.________ ein Gutachten in Auftrag geben zu wollen, wobei er 
zur Notwendigkeit als solcher, zur Begutachtungsstelle und der Fragestellung 
Stellung nehmen konnte (Vi-act. 364). Mit Eingabe vom 6. Juli 2018 hiess er das 

27

Vorgehen gut, verlangte indes, dass auch das aktenkundige Unfallgeschehen 
vom 27. Januar 2013 in die Beurteilung einfliessen müsse (Vi-act. 366). Am 
26. Juli 2018 erging der Auftrag an PD Dr.med. J.________ (Vi-act. 367).

3.34 Am 30. Oktober 2018 untersuchte der Gutachter den Beschwerdeführer. 
Das Gutachten wurde am 24. Januar 2019 eingereicht (Vi-act. 382). Er fasste 
den aktenmässigen Verlauf vom 18. April 2011 bis 21. Februar 2018 zusammen 
und gab die erhobene Anamnese wieder. Den erhobenen Status und die Rönt-
gen- und MRI-Befunde der Handgelenke gab er wie folgt wieder:

Handgelenkstatus Handgelenk rechts:
lnspektorisch reizlose Operationsnarbe. Die Extension/Flexion beträgt 60-0-30°. 
Beim Klopfen an der anatomischen Tabatiere Tinel-Zeichen mit nach proximaler 
Ausstrahlung, ebenfalls im Bereich des distalen Pol des Scaphoides ähnlicher Be-
fund. Bei der Palpation des Handgelenkes gibt er diffuse Schmerzen an. Watson-
Test negativ und Reverse Watson-Test ebenfalls negativ. Keine Instabilität des 
distalen Radioulnargelenkes. Die Faustgriffkraft mit dem Jamar-Gerät Pos. 2 ge-
messen beträgt 48-50 kg bei der wiederholten Untersuchung.

Handgelenkstatus Handgelenk links:
lnspektorisch unauffällig. Die aktive Extension/Flexion beträgt 75-0-80°. Bei der 
forcierten Flexion endphasige palmare Schmerzen. Watson-Test und Reverse 
Watson-Test leicht schmerzhaft, aber negativ. Bei der Palpation Druckdolenz im 
Bereich des LT-Gelenkes und piso-triquetral. Die Pro-/Supination ist frei und sym-
metrisch beidseits. Die Faustgriffkraft mit dem Jamar-Gerät Pos. 2 gemessen be-
trägt links 46-48 kg.

Röntgen- und MRI-Befunde
Die Röntgenkontrolle des rechten Handgelenkes zeigt 2 Mitek-Anker in situ, der 
SL-Abstand ist leicht erweitert, aber das Lunatum ist nicht nach dorsal verkippt.

MRI des linken Handgelenkes:
Unauffällig, bis auf eine kleine Zyste im Bereich der Hamatumspitze, wobei kein 
richtiges lmpingement mit dem Lunatum zu sehen ist.

Als Diagnosen nannte der Gutachter:

Handgelenk rechts:
Restschmerzen bei Zustand nach SL-Band-Rekonstruktion und arthroskopischer 
Synoviektomie bei Zustand nach SL-Band-Ruptur in 2011.

Handgelenk links:
Unklare Handgelenksschmerzen. Verdacht auf Überlastung Strecksehnen, Finger 
und Handgelenk.

Den Fragenkatalog beantwortete der Gutachter wie folgt:

1. Welche organischen Gesundheitsschäden sind an der rechten Hand zu erhe-
ben?

SL-Band-Rekonstruktion mit zurückgebliebenem, erweiterten SL-Abstand, ohne 
statische Instabilität des Os lunatum. Verdacht auf Narbenneurom Ramus pal-
maris N. mediani und Ramus superficialis N. radialis am Handgelenk.

28

2. Welche organischen Gesundheitsschäden sind an der linken Hand zu erheben?

Die berichteten Beschwerden korrelieren mit keinen apparativen Befunden. Der 
Patient berichtet über luno-triquetrale sowie piso-triquetrale Schmerzen, wo 
aber keine relevante Veränderungen, weder im MRI noch im SPECT-CT vor-
handen sind. Kein Zeichen eines Carpe bossu. Bei der Untersuchung in meiner 
Sprechstunde ebenfalls kein Zeichen einer Tenosynovitis.

3. Sind die organischen Gesundheitsschäden gemäss Ziff. 1 (rechte Hand) min-
destens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 18.04.2011 
zurückzuführen?

Der Patient war bis zum Unfall schmerzfrei, dann hat sein Hausarzt ihn notfall-
mässig untersucht, der eine Schwellung und Dolenz des Handgelenkes festge-
stellt hat. Die daraufhin folgenden apparativen Untersuchungen haben eine SL-
Band-Verletzung gezeigt. Deshalb besteht dieser organische Gesundheits-
schaden meiner Meinung nach mind. mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als 
Folge des Unfalles vom 18.4.2011.

4. Sind die organischen Gesundheitsschäden gemäss Ziff. 2 (linke Hand) mindes-
tens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 18.04.2011 
und/oder den Unfall vom 27.01.2013 (act 193, 194) zurückzuführen?

Der Unfall von 2013 (act. 193, 194); es ist eine Verletzung auf der rechten Seite 
in Mailand attestiert worden und nicht links, deshalb ist es unmöglich, dass in 
Zusammenhang mit diesem Unfall eine Verletzung auf der linken Seite ist.
Betreffend dem Zusammenhang mit dem Unfall von 2011 ist es eher unwahr-
scheinlich, da der Patient für 3 Jahre praktisch nichts darüber berichtet hat und 
erster behandelter Arzt ebenfalls nichts darüber notiert hat. Vom Unfall her ist 
es auch unmöglich, dass die zwei Handgelenke in der gleichen Richtung ver-
dreht wurden, weil er an unterschiedlichen Orten die Gasflasche gehalten habe. 
Im MRI keine ausgeprägte Veränderung, ausser degenerative Veränderungen 
im TFCC-Bereich, fraglich im Bereich der Hamatumspitze. Die MRI-Verände-
rungen im Bereich des SL-Bandes sind weder symptomatisch, noch führen zu 
einer Handgelenksinstabilität. Deshalb stehen meiner Meinung nach die berich-
teten Beschwerden und Gesundheitsschäden nicht in Zusammenhang mit dem 
Unfall von 2011.

5. Ist mit Blick auf die organischen Unfallfolgen von weiteren Behandlungsmass-
nahmen mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes, entsprechend einer Steigerung oder Wie-
derherstellung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten?

Nein. Wenn man den Verlauf von 2011 bis 2017 anschaut, sind immer wieder 
neue Probleme aufgetaucht, rechts und dann links. Auf der rechten Seite ist es 
möglich, dass sich eine posttraumatische Arthrose entwickelt, wobei bei der 
letzten Arthroskopie kein Knorpelschaden zu finden war. Ebenfalls im SPECT-
CT lediglich eine Anreicherung im Bereich der Anker in Os Lunatum zu sehen, 
das ist aber häufig der Fall.

- Wenn nein, seit wann nicht mehr?

Es ist immer schwierig einen genauen Zeitpunkt zu nennen, aber wahrschein-
lich zwischen Mai 2012 und Juni 2014, wo der Patient mind. 4 Stunden als Fo-
tograph arbeiten konnte und wo im SPECT-CT keine grösseren Anreicherun-

29

gen, weder im linken, noch im rechten Handgelenk bewiesen wurden, ausser 
einer Anreicherung im Bereich der Knochenanker.

6. Wenn nein (keine namhafte Besserung gemäss Ziff. 5):

6.1. Welche Tätigkeiten und Verrichtungen kann der Versicherte unter Berücksich-
tigung der unfallbedingten organischen Gesundheitsschäden noch ausüben? 
In welchem zeitlichen und leistungsmässigen Umfang?

Der Patient kann keine mittelschwere Arbeit durchführen mit max. Belastung 
von 5 kg häufig und 7.5 kg. selten. Zeitlich hängt von der Belastung ab, aber 
bei max. 5 kg kann man eine ganztägige Beschäftigung erwarten.

6.2. Beeinträchtigen die unfallbedingten organischen Gesundheitsschäden die 
körperliche Integrität?
- Wenn Ja, in welchem Umfang?
Bitte begründen Sie Ihre Beurteilung unter Verweisung auf Anhang 3 (Art. 36 
Abs. 2) zur UVV und die Suva-Tabellen.

Die Tabelle 1 für die Funktionsstörungen an der oberen Extremität betr. Inte-
gritätsschaden beziffert eine Handwurzel-Arthrodese auf 10% und radio-
carpale Arthrodese auf 15%.
Der Patient hat ca. die Hälfte des Bewegungsumfanges des rechten Hand-
gelenkes verloren, das entspricht ungefähr einer medio-carpalen Arthrodese, 
deshalb 5-10%. 

Sofern mehrere Einzelschäden vorliegen, schätzen Sie bitte einen Gesamt-
Integritätsschaden unter Berücksichtigung der resultierenden Wechselwirkun-
gen auf funktioneller Ebene. Inwieweit beeinträchtigen die einzelnen Schäden 
die Integrität der versicherten Person in ihrer Gesamtheit?

Der Patient ist in einer den Einschränkungen angepassten Tätigkeit 100% ar-
beitsfähig. Wenn man den Gesamtintegritätsschaden anschaut, die Summe 
des rechten und des linken Handgelenkes kommen bis 10-15% zusammen. 
Die Rückenbeschwerden habe ich nicht beurteilt, da diese ausserhalb meiner 
Expertise sind und deshalb kann ich das nicht beurteilen.

Welche Gründe sprechen gegebenenfalls für ein Abweichen von der Summe 
der einzelnen Beeinträchtigungen?

Auf der linken Seite sind keine organischen Veränderungen feststellbar, und 
deshalb ist ein Integritätsschaden ebenfalls schwierig festzulegen.

3.35 Am 14. August 2019 nahm der Beschwerdeführer Stellung zum Gutachten 
(Vi-act. 390). Er monierte insbesondere, weil Dr.med. G.________ mit Bericht 
vom 5. Januar 2018 eine Handgelenksarthroskopie zur Klärung der festgestellten 
Beschwerden als indiziert erachtet habe, und gestützt auf das Arthro-MRI am 
21. Februar 2018 um Kostengutsprache für eine Handgelenksarthroskopie er-
sucht habe, sei das Gutachten von einem unvollständig festgestellten Sach-
verhalt ausgegangen (Ziff. 6). Die notwendigen Abklärungen müssten nachgeholt 
werden. Dies habe insbesondere auch Dr.med. G.________ am 17. Juni 2019 
gefordert (vgl. nachfolgend Erw. 3.36).

30

Die Feststellung, wonach der Unfall vom 27. Januar 2013 in Mailand keine Ver-
letzungsfolgen für die linke Hand gehabt haben soll, sei willkürlich da akten-
widrig. Aus den Akten gehe nicht hervor, dass nur die rechte Hand betroffen ge-
wesen sein solle. Der Gutachter lasse ausser Betracht, dass die linke Hand seit 
Anbeginn zum Behandlungskomplex gehört habe und sie insbesondere durch die 
Schonung der rechten Hand symptomatisch geworden sei. 

3.36 Der Stellungnahme zum Gutachten legte der Beschwerdeführer einen Be-
richt von Dr.med. G.________ vom 17. Juni 2019 bei (Vi-act. 390-9/17). Dieser 
ging explizit nicht auf das Gutachten ein, sondern führte nur die aktuellen Anga-
ben und Befunde aus, die er am 13. Juni 2019 erhob. Ebenso explizit verzichtete 
Dr.med. G.________ auf die Wiederholung der Diagnoseliste und auf eine Beur-
teilung der aktuellen Befunde. Der Beschwerdeführer gebe an, rechts seien die 
Beschwerden seit langer Zeit unverändert; es bestünden rein bewegungs- und 
belastungsabhängige Schmerzen vor allem zentral im Handgelenk. In Ruhe sei 
er rechts beschwerdefrei, bereits geringe Belastungen oder belastete Rotations-
bewegungen führten zum nicht ausstrahlenden Schmerz; die Fingerfunktion sei 
dabei unbeeinträchtigt. Immer wieder trete zudem eine Reizung des N. ulnaris im 
Bereiche des Ellbogens auf. Er beschreibe sodann immer wieder kehrende Emp-
findlichkeit im Bereich des Ellbogens mit bei Beklopfen der ulnaren Region krib-
belnden Missempfindungen bis hin zur Halswirbelsäule und nach distal bis zur 
Hand. Dies sei im Moment wieder ausgeprägt. Links beschreibe er eine ähnliche 
Situation mit zwar Beschwerdefreiheit in Ruhe, aber je nach Bewegung Knacken 
im Gelenk und bei jeglicher Belastung Schmerzen zentral im Gelenk. Dies habe 
letzthin zum Einknicken während des Radfahrens bei Aufstützen auf den Lenker 
mit nachfolgendem Sturz geführt. Eine Arbeitstätigkeit sei laut Beschwerdeführer 
unter diesen Umständen seit längerer Zeit nicht mehr möglich gewesen. 

Als Befund hält Dr.med. G.________ fest:

Handgelenk rechts: Trophisch unauffällig, die Narbe vollständig gereift und ohne 
Adhäsionen. Keinerlei Anhaltspunkte für CRPS. Beweglichkeit Pronation/Supina-
tion bei 90/0/90°. Flexion/Extension bei 40/0/60°. Bezüglich der Bandstabilitäten 
finde ich keine Instabilitäten. Der Watson-Test zeigt ein gut geführtes Scaphoid, ist 
allerdings klar schmerzhaft. Auch die Testung des lunotriquetralen Bandes und der 
midacarpalen Stabilität zeigt für mich stabile Verhältnisse, führt jedoch zu einer 
klaren Schmerzauslösung. Das distale Radioulnargelenk ist ebenfalls stabil, dies in 
allen drei Positionen. Die Fingerfunktion ist uneingeschränkt. Hingegen besteht im 
Bereiche des Sulcus nervi ulnaris am Ellbogen eine Überempfindlichkeit mit Aus-
lösung von elektrisierenden Missempfindungen im Moment der oberflächlichen 
Berührung. Distale Atrophien als Hinweis für eine Axonschädigung des Nervus ul-
naris bestehen nicht.

Handgelenk links: Es zeigt sich eine ebenfalls unauffällige Trophik. Die Beweglich-
keit bezüglich Rotation ist bei 90/0/90°, Flexion/Extension bei 70/0/70°. Auch hier 

31

zeigt sich die Testung der Bänder als allseits schmerzhaft, Instabilitäten sind aber 
nicht auszumachen. Auch auf dieser Seite ist die Fingerfunktion uneingeschränkt. 
Der Nervus ulnaris im Sulcus ist auf dieser Seite unempfindlich.

Weitere Aussagen bzw. eine Interpretation dieser Anamnese und klinischen Be-
funde sind weder gefordert noch möglich, da mir aktuell apparative Untersuchun-
gen wie insbesondere Bildgebung nicht vorliegen.

3.37 Mit Verfügung vom 2. September 2019 verneinte die Suva einen Anspruch 
auf eine Invalidenrente (Vi-act. 395). Sie stützt sich dabei auf die Zumutbarkeits-
beurteilung im Gutachten, wonach mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumut-
bar seien; zumutbar seien häufig Gewichte mit einer max. Belastung von 5 kg 
und mit Belastung von 7.5 kg selten. Bei einer maximalen Gewichtsbelastung 
von 5 kg sei von einer ganztägigen Arbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. oben 
Erw. 3.35). Damit sei gemäss LSE/TA1/Schweiz 2016/Total/Kompetenzniveau 1/ 
Männer ein Invalideneinkommen von Fr. 63'463 zumutbar, was bei einem Vali-
deneinkommen von Fr. 66'803 (LSE/TA1/Schweiz 2016/Total/Kompetenzniveau 
1/Männer) eine Erwerbseinbusse von 5% ergebe, womit keine erhebliche unfall-
bedingte Beeinträchtigung (mindestens 10%) bestehe. 

3.38 Mit Einsprache vom 3. Oktober 2019 (Vi-act. 399) forderte der Beschwer-
deführer die weitere Ausrichtung von Taggeldern sowie ein handchirurgisches 
Gutachten zur Feststellung der Gesundheitsbeeinträchtigung in beiden oberen 
Extremitäten, insbesondere in beiden Handgelenken und deren Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit; eventualiter eine Invalidenrente bei einem IV-Grad von 
100%. Zudem eine Integritätsentschädigung von mindestens 15%. 

Mit Verweis auf ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis von Dr.med. L.________ vom 
30. September 2019 macht er eine unfallbedingte vollständige Arbeitsunfähigkeit 
geltend (vgl. Vi-act. 398 2/26). Zudem verwies der Beschwerdeführer auf seine 
Einsprachen vom 11. Dezember 2017 und 2. Februar 2018 betreffend Ein-
stellung der Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per Ende Februar 2016 
(vgl. oben Erw. 3.30 und 3.31). Auf diese Einsprachen gehe die Verfügung vom 
2. September 2019 - trotz Verweis auf die Verfügung vom 5. Januar 2018 - über-
haupt nicht ein. Insbesondere schweige sich die angefochtene Verfügung darü-
ber aus, inwiefern sich der Gesundheitsschaden des Versicherten seit dem 
1. März 2016 verändert habe und die damit einhergehende Arbeitsunfähigkeit, 
was eine Rechtsverweigerung darstelle und das Taggeld auch deshalb ab 
1. März 2016 nachzuleisten sei (Ziff. 3). Auch mit der Stellungnahme zum Gut-
achten setze sich die Verfügung nicht auseinander, namentlich nicht mit dem 
Vorwurf, das Gutachten beruhe auf einem unvollständig festgestellten Sachver-
halt (Ziff. 7; oben Erw. 3.35 und 3.36). 

32

Hinsichtlich Invaliditätsbeurteilung kritisierte der Beschwerdeführer, diese beruhe 
nach wie vor auf der Zumutbarkeitsbeurteilung der EFL E.________ vom Juli 
2012; mithin gehe die Suva von einer längst überholten Zumutbarkeitsbeurteilung 
aus, stütze sich somit auf einen unrichtig festgestellten Sachverhalt (Ziff. 4). 

Weiter bemängelte der Beschwerdeführer, die Suva lasse den Verlauf der Ge-
sundheitsschäden in beiden Händen unbeachtet. Er verweist dabei auf die ver-
schiedenen Arztberichte seit 2013 (Ziff. 5). 

3.39 Am 17. Februar 2020 ergeht der angefochtene Einspracheentscheid (Vi-
act. 405 / Bf-act. 1). Dabei gibt die Suva den wesentlichen Inhalt des Gutachtens 
wieder (Erw. 3) und sie attestiert diesem vollen Beweiswert, da es vollständig sei 
und sämtliche Akten und vorgenommenen Abklärungen berücksichtige und auf 
eingehender Untersuchung des Versicherten beruhe, woran die Ausführungen in 
der Einsprache nichts zu ändern vermöchten (Erw. 4). Im Ergebnis wird dem Be-
schwerdeführer eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 
7.5% zugesprochen, im Übrigen die Einsprachen indes abgewiesen.

4.1 In formeller Hinsicht wirft der Beschwerdeführer der Suva Verletzung des 
rechtlichen Gehörs vor. Sie habe sich mit all seinen Vorbringen in den verschie-
denen Einsprachen und Stellungnahmen überhaupt nicht auseinandergesetzt.

4.2 Der Anspruch auf rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV gebietet, dass 
die Behörde die Vorbringen der betroffenen Person tatsächlich hört, prüft und in 
der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, 
ihren Entscheid zu begründen (BGE 139 V 496 Erw. 5.1 S. 503 f.). Dabei ist es 
nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus-
einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr 
kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die 
Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die 
Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der 
Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinn müssen wenigs-
tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat 
leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGE 143 III 65 Erw. 5.2; 
BGE 142 II 49 Erw. 9.2; BGE 141 IV 249 Erw. 1.3.1; BGE 138 IV 81 Erw. 2.2).

4.3.1 Mit Verfügung vom 5. Januar 2018 hat die Suva die Heilbehandlung und 
Taggeldleistungen per Ende Februar 2016 eingestellt sowie einen Anspruch auf 
Integritätsentschädigung verneint (und die Prüfung eines Rentenanspruches in 
Aussicht gestellt). Hiergegen reichte der Beschwerdeführer am 2. Februar 2018 
eine begründete Einsprache ein und machte u.a. geltend, gemäss Kreisarzt sei 

33

aufgrund der Akten eine genaue Stellungnahme nicht möglich. Er verlangte wei-
tere medizinische Abklärungen (vgl. oben Erw. 3.31). In der Folge veranlasste 
die Suva ein externes Gutachten (vgl. oben Erw. 3.33). Mithin reagierte die Suva 
auf das wesentliche Vorbringen des Beschwerdeführers durch die Einholung 
eines Gutachtens. Sie ging damit sehr wohl auf die Einsprache ein. 

4.3.2 Nach Eingang des Gutachtens vom 24. Januar 2019 wurde dem Be-
schwerdeführer das rechtliche Gehör gewährt, wovon er am 14. August 2019 
Gebrauch machte. Er rügte dabei insbesondere, das Gutachten basiere auf ei-
nem unvollständig festgestellten Sachverhalt, es müssten noch Abklärungen 
nachgeholt werden (vgl. oben Erw. 3.35). Hierzu nahm die Suva nicht gesondert 
Stellung, was nicht zu beanstanden ist.

4.3.3 Mit Verfügung vom 2. September 2019 verneinte die Suva einen Renten-
anspruch. Sie stützte sich dabei auf das Gutachten vom 24. Januar 2019, ohne 
dass sie hierbei auf die Vorbringen in der Stellungnahme des Beschwerdeführers 
eingegangen wäre, was indes zu erwarten wäre. Allerdings musste dem Be-
schwerdeführer auch so klar sein, dass die Suva seine in der Stellungnahme 
vom 14. August 2019 vorgebrachten Rügen als unbegründet erachtete. Zumin-
dest war es ihm anschliessend möglich, auch gegen diese Verfügung eine be-
gründete Einsprache zu erheben (vgl. oben Erw. 3.38).

4.3.4 Damit waren zwei Einspracheverfahren hängig. Einerseits gegen den 
Fallabschluss per Ende Februar 2016 und die Ablehnung einer Integritätsent-
schädigung und anderseits gegen die Verneinung eines Rentenanspruches. Bei-
de Verfahren vereinigte die Suva im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
17. Februar 2020. In diesem Entscheid gab die Suva die Rügen sowohl der bei-
den Einsprachen als auch der Stellungnahme zum Gutachten wieder (vgl. Ein-
spracheentscheid Ingress Bst. C und D). Die Suva mass dem Gutachten (das 
nicht zuletzt Folge der ersten Einsprache war) vollen Beweiswert zu und erwog 
insbesondere, es sei vollständig, berücksichtige sämtliche Akten und vorgenom-
menen Abklärungen und beruhe auf eingehender Untersuchung. Die Vorbringen 
in der Einsprache (welche im Entscheid aufgeführt wurden) würden daran nichts 
ändern. Damit steht fest, dass die Suva die beschwerdeführerischen Vorbringen 
als unbegründet ablehnte, auch wenn sie sich nicht explizit mit jeder Rüge aus-
einandersetzte. Im Weitern äusserte sie sich zum Fallabschluss und der Kausa-
lität der geklagten Beschwerden, setzte sich somit auch mit den Rügen des 
Beschwerdeführers durchaus auseinander. Damit konnte sich der Beschwerde-
führer über die Tragweite des Einspracheentscheides sehr wohl ein Bild machen 
und dieses sachgerecht anfechten. Eine Gehörsverletzung liegt damit nicht vor.

34

5.1 Der Beschwerdeführer wirft der Suva zudem Rechtsverweigerung vor, in-
dem sie sich überhaupt nicht mit der Einsprache vom 2. Februar 2018 befasst 
habe, obwohl sie im angefochtenen Einspracheentscheid auf deren noch aus-
stehende Beurteilung zufolge Rechtshängigkeit hinweise. Weil seit der tatsäch-
lichen, angefochtenen Taggeldeinstellung per Ende Februar 2016 bis zum Ent-
scheid der Rentenfrage mit angefochtener Verfügung mehr als 3 ½ Jahre verstri-
chen seien, ohne das beantragte Taggeld auszurichten, sei dem Beschwerdefüh-
rer ein definitiver Nachteil durch Verstoss gegen das Rechtsverweigerungsverbot 
erwachsen. Auch wegen dieser Rechtsverweigerung sei das ganze Taggeld 
rückwirkend ab 1. März 2016 bis dato nachzuleisten.

5.2 Eine Gehörsverletzung im Sinne einer formellen Rechtsverweigerung liegt 
nach der Praxis des Bundesgerichts vor, wenn eine Behörde auf eine ihr frist- 
und formgerecht unterbreitete Sache nicht eintritt, obschon sie darüber entschei-
den müsste (BGE 135 I 6 Erw. 2.1; 134 I 229 Erw. 2.3; vgl. auch Urteil BGer 
6B_118/2017 vom 22.2.2018 Erw. 2.2). Unerheblich ist, auf welche Gründe - ob 
auf ein Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände - die Rechts-
verweigerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die 
Behörde nicht handelt (SVR 2001 IV Nr. 24 S. 73 Erw. 3b mit Hinweisen, I 
436/00).

5.3 Der Vorwurf der Rechtsverweigerung geht fehl. 

Unmittelbar nach der kreisärztlichen Untersuchung vom 8. Februar 2016 wurde 
dem Beschwerdeführer eröffnet, man schliesse den Fall ab und werde weitere 
Leistungen prüfen (vgl. oben Erw. 3.24). Am 22. April 2016 forderte der Be-
schwerdeführer dann die weitere Taggeldleistung oder aber die Prüfung der Ren-
ten- und Integritätsentschädigungsansprüche (vgl. oben Erw. 3.25). Nach Ein-
gang des Attestes einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit bis 28. Februar 2017 
ergab eine Suva-Abklärung, dass der Beschwerdeführer am 14. Januar 2016 
letztmals in fachärztlicher Behandlung war. Am 30. März 2017 ersuchte Dr.med. 
G.________ um Kostengutsprache für weitere Abklärungen (ohne dass er selber 
die Beschwerden anamnestisch, klinisch oder bildgebend evaluiert hätte), wel-
chem die Suva zustimmte (vgl. oben Erw. 3.29). Da diese bis Oktober 2017 nicht 
durchgeführt wurden, informierte die Suva am 3. November 2017, den Fall nun 
abzuschliessen, was auf "Einsprache" des Beschwerdeführers hin am 5. Januar 
2018 verfügt wurde (vgl. oben Erw. 3.29 ff.). Verfügt wurde u.a. der Fallabschluss 
per Ende Februar 2016. Die dagegen erhobene Einsprache war dann Auslöser 
des Gutachtens, das am 24. Januar 2019 vorlag und zur Stellungnahme des Be-
schwerdeführers am 14. August 2019 führte (vgl. oben Erw. 3.35). Am 2. Sep-
tember 2019 verfügte die Suva über den Rentenanspruch und nachdem auch 

35

dagegen Einsprache erhoben wurde, vereinigte sie beide Einsprachen und ent-
schied darüber am 17. Februar 2020.

Damit aber steht fest, dass die Suva sich keine Rechtsverweigerung vorzuwerfen 
hat. Dass das Verfahren wohl eher lange dauerte, hängt auch damit zusammen, 
dass sich der Beschwerdeführer während langer Zeit gar keiner fachärztlichen 
Behandlung unterzog (keine zwischen dem 14.1.2016 und 4.1.2018), obwohl 
eine Kostengutsprache der Suva vorgelegen hätte. Auch wurde nach dem 
kreisärztlichen Untersuch vom 8. Februar 2016 und der anschliessenden Mittei-
lung, den Fall abzuschliessen, nicht etwa eine anfechtbare Verfügung verlangt, 
was indes Bedingung wäre, um einer Behörde Rechtsverzögerung oder Rechts-
verweigerung vorzuwerfen (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 56 N 35). 
Ob es der einzig mögliche Weg war, noch vor dem Entscheid über die Einspra-
che gegen die Verfügung vom 5. Januar 2018, die u.a. den Fallabschluss zum 
Gegenstand hatte, am 2. September 2019 bereits über die Rentenfrage zu ver-
fügen, kann offen bleiben. Tatsache ist, dass dieses Vorgehen im Ergebnis er-
möglicht hat, anschliessend beide Verfahren zu vereinigen und über den ganzen 
Versicherungsfall in einem Einspracheentscheid zu befinden. Eine Rechtsver-
weigerung kann darin auf jeden Fall nicht erblickt werden.

6.1 Die Suva stützt ihren Entscheid im Wesentlichen auf das Gutachten PD 
Dr.med. J.________ ab. Es handelt sich dabei um ein externes Gutachten nach 
Art. 44 ATSG, dessen Verfahren der Beschwerdeführer zu Recht nicht als fehler-
haft rügt. Die Suva hat den Beschwerdeführer mit der Absicht, ein Gutachten 
einzuholen konfrontiert und ihn diesbezüglich sowie betreffend Begutachtungs-
stelle und Fragenkatalog um Stellungnahme ersucht. Sein Einwand wurde in den 
Fragenkatalog aufgenommen (vgl. oben Erw. 3.33). Auch hat der Gutachter eine 
Erklärung zur Unabhängigkeit, Unbefangenheit und Objektivität abgegeben (Vi-
act. 383).

6.2 Auslöser des Gutachtens war die Einsprache vom 2. Februar 2018, mit 
welcher der Beschwerdeführer einen verfrühten Fallabschluss rügte und weitere 
medizinische Abklärungen sowie Taggeldzahlungen forderte. Dem entsprechend 
umfasste der Fragenkatalog die Erhebung der organischen Gesundheitsschä-
den, die Frage der Kausalität, die Frage des Fallabschlusses sowie eine Zumut-
barkeitsbeurteilung (vgl. Vi-act. 368). Die Forderung des Beschwerdeführers, 
auch das Unfallereignis vom 27. Januar 2013 zu berücksichtigen, wurde dabei 
aufgenommen.

6.3.1 In der Stellungnahme zum Gutachten vom 14. August 2019 (vgl. oben 
Erw. 3.35) sowie der Einsprache vom 3. Oktober 2019 (vgl. oben Erw. 3.38) und 

36

auch in der vorliegenden Beschwerde macht der Beschwerdeführer geltend, das 
Gutachten stelle erklärter- und festgestelltermassen auf einen unvollständig fest-
gestellten Sachverhalt ab. Die von Dr.med. G.________ für die Beurteilung er-
forderlich erklärten bildgebenden Massnahmen seien nachzuholen. Dieser habe 
aufgrund der Arthro-MRI Kostengutsprache für eine bilanzierende bzw. diagnos-
tische Handgelenksarthroskopie ersucht, um eine definitive weiterführende Be-
handlung, Operation zu planen. Da dies nicht erfolgt sei, basiere das Gutachten 
auf einem unvollständig festgestellten Sachverhalt. 

6.3.2 Diesem Vorwurf kann nicht gefolgt werden.

Tatsächlich ersuchte Dr.med. G.________ die Suva am 21. Februar 2018 um 
Kostengutsprache für beidseitige Handgelenksarthroskopien (Vi-act. 351). Dies 
nach der Sprechstunde vom 20. Februar 2018, anlässlich welcher kein Befund 
erhoben wurde, aber neu das Arthro-MRI des linken Handgelenks vorlag, wel-
ches Dr.med. G.________ nach der "sehr gründlichen Untersuchung" vom 4. Ja-
nuar 2018 in Auftrag gab (vgl. oben Erw. 3.32). Bezüglich Befund verwies er auf 
die Untersuchung vom 4. Januar 2018. 

Die Suva erteilte in der Folge keine Kostengutsprache, sondern gab das Gutach-
ten in Auftrag. Mithin diente das Gutachten nicht zuletzt auch der Beantwortung 
der Frage, ob die von Dr.med. G.________ beantragten Abklärungen unter die 
Leistungspflicht der Suva fallen oder nicht.

Dem Gutachter lagen sämtliche medizinischen Berichte seit dem 18. April 2011 
bis und mit dem Kostengutsprachegesuch vom 21. Februar 2018 vor. Insbeson-
dere hatte er auch Einblick in die verschiedenen bildgebenden Untersuchungen, 
so auch die Röntgenbefunde vom 4. Januar 2018 und das Arthro-MRI vom 
15. Februar 2018. Zudem erhob der Gutachter die Anamnese und persönlich 
einen klinischen Befund. Es lagen dem Gutachter damit die vollständigen Unter-
lagen vor, namentlich auch jene, gestützt auf welche Dr.med. G.________ das 
Kostengutsprachegesuch einreichte. Nur weil er dann - anders als Dr.med. 
G.________ - eine weitere Handgelenksarthroskopie als nicht notwendig erach-
tete, sondern von weiteren Behandlungsmassnahmen keine überwiegend wahr-
scheinlich namhafte Besserung erwartete und dies auch begründete, kann ihm 
nicht vorgeworfen werden, sein Gutachten basiere auf einem unvollständig fest-
gestellten Sachverhalt. Nachvollziehbar ist dabei auch seine Begründung. 
Tatsächlich war der Beschwerdeführer seit dem Unfallereignis vom 18. April 2011 
immer wieder, in unregelmässigen und oft längeren Abständen in fachärztlicher 
Behandlung; die Compliance wurde dabei mitunter als ungenügend beurteilt. Die 
Beschwerden wurden teils als diffus beschrieben. Namentlich das hauptsächlich 
beklagte "Lödele" konnte nie objektiviert werden. Die Behandlung wurde durch 

37

den Facharzt mehrfach als abgeschlossen erklärt. Da ist die Beurteilung des 
Gutachters schlüssig, wenn er feststellt, von weiteren Behandlungen sei über-
wiegend wahrscheinlich keine namhafte Besserung zu erwarten, der Verlauf von 
2011 bis 2017 zeige, dass immer wieder neue Probleme aufgetaucht seien, zu-
erst rechts, dann links. 

6.4 Das Gutachten ist auch im Übrigen nachvollziehbar und schlüssig. 

6.4.1 Aus der Wiedergabe des aktenmässigen Verlaufes erhellt, dass dem Gut-
achter die umfassenden medizinischen Berichte zur Verfügung standen und er 
diese auch beachtet hat.

Insofern geht insbesondere auch der Vorwurf des Beschwerdeführers fehl, die 
Suva habe es trotz Aufforderung unterlassen, Abklärungen zum gesamten Ver-
lauf der Gesundheitsschäden in beiden Handgelenken und deren erwerblichen 
Abklärungen vorzunehmen. Genau dies war mitunter Inhalt des Gutachtens. Es 
bestehen keine Anzeichen, dass der Gutachter den Verlauf nicht umfassend 
berücksichtigt hätte. Auch der Beschwerdeführer zeigt nicht auf, welche Unter-
suchungen und Befunde der Gutachter bei seiner Beurteilung ausser Acht ge-
lassen hätte. 

6.4.2 Die vom Gutachter erhobenen Befunde des rechten und linken Handgelen-
kes entsprechen durchaus den im gesamten Verlauf seit 2011 durch die ver-
schiedenen Fachärzte erhobenen Befunde. Eine Instabilität kann