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**Case Identifier:** 43464dce-7603-5f0c-a473-cd9008e14c4c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-19
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 19.08.2021 200 2021 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-12_2021-08-19.pdf

## Full Text

200 21 12 AHV bis
200 21 16 AHV und
200 21 500 AHV (6)
LOU/ISD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 19. August 2021

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schwegler, Verwaltungsrichterin Mauerhofer
Gerichtsschreiber Isliker

A.________
Beschwerdeführer 1

B.________
Beschwerdeführerin 2

C.________
Beschwerdeführer 3

D.________
Beschwerdeführer 4

E.________
Beschwerdeführer 5

F.________
Beschwerdeführer 6

alle vertreten durch Rechtsanwalt MLaw G.________

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Beiträge und Zulagen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheide (6) vom 20. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 3

Sachverhalt:

A.

Die 2008 gegründete … Stiftung H.________ in Liquidation (nachfolgend: 
Stiftung) bezweckte laut Eintrag im Handelsregister unter anderem die Er-
richtung und Führung von Rehabilitationskliniken, Pflegezentren und 
Wohngruppen sowie die Ergreifung und Unterstützung aller Massnahmen 
zur Erreichung der medizinisch-therapeutischen Ziele und einer würdigen 
und fachgerechten Pflege für Menschen mit einer Hirnverletzung. Sie war 
als Arbeitgeberin der Ausgleichskasse des Kantons Bern (AKB; Beschwer-
degegnerin) angeschlossen (vgl. www.zefix.ch). Mit Wirkung ab dem 
20. Februar 2018 wurde über die Stiftung der Konkurs eröffnet und das 
Konkursverfahren per 25. Juni 2018 mangels Aktiven eingestellt (Akten der 
AKB, Antwortbeilage [AB] 26). Mit fünf Verfügungen vom 7. Januar 2019 
(AB 41-44, 46) verpflichtete die AKB die Stiftungsratsmitglieder 
A.________ (Beschwerdeführer 1), B.________ (Beschwerdeführerin 2), 
C.________ (Beschwerdeführer 3), D.________ (Beschwerdeführer 4) und 
F.________ (Beschwerdeführer 6) zu Schadenersatz für unbezahlt geblie-
bene Sozialversicherungsbeiträge (einschliesslich FAK-Beiträge, Verwal-
tungskosten, Verzugszinsen, Mahngebühren und Betreibungskosten) zwi-
schen 2014 und 2017 und für stornierte sowie zurückgeforderte, jedoch 
nicht zurückerstattete Familienzulagen für die Jahre 2016 und 2017 in der 
Höhe von total Fr.  40'658.80 bzw. mit Verfügung vom 7. Januar 2019 
(AB 45) das ehemalige Stiftungsratsmitglied E.________ (Beschwerdefüh-
rer 5) – zufolge dessen Austritts aus dem Stiftungsrat per TT. März 2017 
(vgl. SHAB Nr. … vom TT. März 2017) – zu Schadenersatz bis zum Zeit-
punkt seines Austritts in der Höhe von Fr. 33'419.20. Gegen die (sie betref-
fenden) Verfügungen erhoben die Beschwerdeführenden 1-6 jeweils Ein-
sprache (AB 30, 32, 34, 36, 39 f.). Die AKB traf weitere Abklärungen und 
hiess mit sechs Einspracheentscheiden vom 20. November 2020 (AB 2-7) 
die Einsprachen insoweit teilweise gut, als sie die Schadenersatzforderung 
betreffend die Beschwerdeführenden 1-4 und 6 auf Fr. 39'618.80 respekti-
ve betreffend den Beschwerdeführer 5 auf Fr. 27'145.60 reduzierte. Im Üb-
rigen wies sie die Einsprachen ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 4

B.

Hiergegen erhoben die Beschwerdeführenden 1-6, alle vertreten durch 
Rechtsanwalt G.________, mit Eingabe vom 4. Januar 2021 Beschwerde 
und stellten folgende Rechtsbegehren:

1. Die Einspracheentscheide der Ausgleichskasse des Kantons Bern 
vom 20. November 2020 seien aufzuheben und es sei von der 
Schadenersatzforderung abzusehen.

2. Die Ausgleichskasse des Kantons Bern sei zu verpflichten, der zu-
gunsten der … Stiftung H.________ in Liquidation lautende Saldo 
dem Konkursamt … zuhanden der Konkursmasse zu überweisen.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.

Mit Beschwerdeantwort vom 3. März 2021 beantragte die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf einzutreten 
sei.

Erwägungen:

1.

1.1 Die Verfahren AHV/2021/12 (Einspracheentscheid vom 20. Novem-
ber 2020 [AB 2; Referenz: 672434; A.________] betreffend den Beschwer-
deführer 1), AHV/2021/13 (Einspracheentscheid vom 20. November 2020 
[AB 4; Referenz: 672434; B.________] betreffend die Beschwerdeführe-
rin 2), AHV/2021/14 (Einspracheentscheid vom 20. November 2020 [AB 5; 
Referenz: 672434; C.________] betreffend den Beschwerdeführer 3), 
AHV/2021/15 (Einspracheentscheid vom 20. November 2020 [AB 6; Refe-
renz: 672434; D.________] betreffend den Beschwerdeführer 4), 
AHV/2021/16 (Einspracheentscheid vom 20. November 2020 [AB 3; Refe-
renz: 672434; E.________] betreffend den Beschwerdeführer 5) und 
AHV/2021/500 (Einspracheentscheid vom 20. November 2020 [AB 7; Refe-
renz: 672434; F.________] betreffend den Beschwerdeführer 6) beziehen 
sich auf den gleichen Lebenssachverhalt und sind miteinander konnex, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 5

weshalb die Verfahren zu vereinigen und in einem gemeinsamen Urteil zu 
erledigen sind (Art. 17 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]).

1.2 Die angefochtenen Entscheide sind in Anwendung von Sozialversi-
cherungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführenden sind im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren 
Anträgen nicht durchgedrungen, durch die angefochtenen Entscheide 
berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, 
weshalb sie zur Beschwerde befugt sind (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zu-
ständigkeit ist gegeben (Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes vom 20. De-
zember 1946 über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; 
SR 831.10]). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie 
Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde – vorbehältlich E. 1.3 (hernach) – einzutreten.

1.3 Anfechtungsobjekte bilden die sechs Einspracheentscheide vom 
20. November 2020 (AB 2-7). Streitig und zu prüfen ist die von der Be-
schwerdegegnerin geltend gemachte Schadenersatzforderung für entgan-
gene Sozialversicherungsbeiträge (zzgl. akzessorische Forderungen) und 
für zurückgeforderte Familienzulagen betreffend die Jahre 2014 bis 2017 in 
der Höhe von Fr. 39'618.80 gegenüber den Beschwerdeführenden 1-4 und 
6 (vgl. AB 2, 4-7) respektive von Fr. 27'145.60 gegenüber dem Beschwer-
deführer 5 (vgl. AB 3). Soweit die Beschwerdeführenden zudem hinsichtlich 
der Beiträge für die Jahre 2012 und 2013 Ausführungen machen bzw. Rü-
gen vorbringen (vgl. Beschwerde S. 7 ff. Ziff. 12-19, S. 20 f. Ziff. 34-37, 
S. 25 Ziff. 46), sind die betreffenden Beitragsjahre nicht vom Anfechtungs-
objekt erfasst, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist 
(BGE 131 V 164 E. 2.1 S. 164; SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 2.1).

1.4 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 6

1.5 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Miss-
achtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er 
diesen zu ersetzen. Die zuständige Ausgleichskasse macht den Schaden-
ersatzanspruch durch Erlass einer Verfügung geltend (Art. 52 Abs. 1 und 4 
AHVG; bis 31. Dezember 2011 Art. 52 Abs. 1 und 2 AHVG). Aufgrund von 
Art. 66 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invaliden-
versicherung (IVG; SR 831.20), Art. 6 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung (AVIG; SR 837.0; vgl. BGE 113 V 186) und Art. 21 Abs. 2 
des Bundesgesetzes vom 25. September 1952 über den Erwerbsersatz für 
Dienstleistende, bei Mutterschaft und bei Vaterschaft (EOG; SR 834.1) 
findet die Regelung von Art. 52 AHVG im Beitragsrecht der Invaliden- und 
Arbeitslosenversicherung sowie bei der Erwerbsersatzordnung sinngemäss 
Anwendung. Das Gleiche gilt im Beitragsrecht der Familienzulagen (Art. 25 
lit. c des Bundesgesetzes vom 24. März 2006 über die Familienzulagen 
und Finanzhilfen an Familienorganisationen [FamZG; SR 836.2], in Kraft 
seit 1. Januar 2009).

2.2 Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so 
haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäfts-
führung oder Liquidation befassten Personen (Art. 52 Abs. 2 Satz 1 AHVG; 
BGE 129 V 11, 123 V 12 E. 5b S. 15). Wer als Organ einer juristischen 
Person belangt werden kann, beurteilt sich nicht allein nach formellen Krite-
rien, sondern danach, ob die betreffende Person Organen vorbehaltene 
Entscheide getroffen oder die eigentliche Geschäftsführung besorgt und so 
die Willensbildung der Gesellschaft massgebend beeinflusst hat (BGE 132 
III 523 E. 4.5 S. 528, 114 V 213; SVR 2020 AHV Nr. 8 S. 23 E. 2.2). Sind 
mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie 
für den ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 Satz 2 AHVG). Die so-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 7

lidarische Haftung erlaubt der Ausgleichskasse, gegen alle oder lediglich 
einige von ihnen, allenfalls nur einen Einzelnen, vorzugehen (BGE 
134 V 306 E. 3.1 S. 308, 114 V 213 E. 3 S. 214).

2.3 Der für eine Haftung nach Art. 52 AHVG vorausgesetzte Schaden 
entsteht dann, wenn der Ausgleichskasse ein ihr gesetzlich geschuldeter 
Betrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dem Betrag, dessen die 
Kasse verlustig geht. Dazu gehören die von den Arbeitgebenden geschul-
deten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge, die Verwaltungs- und Be-
treibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszin-
sen (BGE 121 III 382 E. 3b bb S. 384; SVR 2007 AHV Nr. 2 S. 6 E. 5, 1999 
AHV Nr. 16 S. 45 E. 5). Ordnungsbussen sind hingegen nicht Schadensbe-
standteil (SVR 2009 AHV Nr. 3 S. 13 E. 7).

2.4 Der Schaden muss durch eine Missachtung von Vorschriften ent-
standen sein. Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der Verord-
nung vom 31. Oktober 1947 über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVV; SR 831.101) schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder 
Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug bringt und zusammen mit 
den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Ar-
beitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen 
über die von ihnen an ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ausbe-
zahlten Löhne zuzustellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträ-
ge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Ab-
rechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene 
öffentlichrechtliche Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser öffentlichrechtlichen 
Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 
AHVG und zieht die volle Schadensdeckung nach sich (BGE 118 V 193 
E. 2a S. 195).

2.5 Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht 
nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absicht-
lich oder grobfahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese 
Missachtung ein Schaden verursacht worden ist. Absicht bzw. Vorsatz und 
Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG 
statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 8

eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht (BGE 108 V 183 E. 1b 
S. 186).

2.5.1 Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber 
das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage 
und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen 
(SVR 2011 AHV Nr. 14 S. 49 E. 3.2). Das Mass der zu verlangenden Sorg-
falt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die in den kaufmänni-
schen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher der Betreffende an-
gehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die 
Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Einhaltung gesetzli-
cher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich 
ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Or-
gane eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 112 V 156 E. 4 S. 159, 
108 V 199 E. 3a S. 202).

2.5.2 Der Stiftungsrat muss sich analog den Pflichten des Verwaltungs-
rats einer Aktiengesellschaft periodisch über den Geschäftsgang informie-
ren (UELI KIESER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum AHVG, 4. Aufl. 
2020, Art. 52 N. 99 mit Hinweis auf SVR 2010 AHV Nr. 14 E. 5.5). Die 
Oberaufsicht des Verwaltungsrats (Art. 717 Abs. 1 i.V.m. Art. 716a Abs. 1 
Ziff. 5 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR; SR 220]) setzt unter 
anderem voraus, dass der Verwaltungsrat die ihm unterbreiteten Berichte 
kritisch liest, nötigenfalls ergänzende Auskünfte verlangt und bei Irrtümern 
oder Unregelmässigkeiten einschreitet. Dabei wird es aber einem Verwal-
tungsratspräsidenten einer Grossfirma nicht als grobfahrlässiges Verschul-
den angerechnet werden können, wenn er nicht jedes einzelne Geschäft, 
sondern nur die Tätigkeit der Geschäftsleitung und den Geschäftsgang im 
allgemeinen überprüft und daher beispielsweise nicht beachtet, dass in 
Einzelfällen die Abrechnung über Lohnbeiträge nicht erfolgt ist (BGE 
108 V 199 E. 3a S. 202; SVR 2010 AHV Nr. 4 S. 14 E. 6.1). Demgegenü-
ber muss bei einfachen Verhältnissen vom einzigen Verwaltungsrat und 
faktischen Geschäftsführer einer Aktiengesellschaft, der als solcher die 
Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstellung zu besor-
gen hat, der Überblick über alle wesentlichen Belange der Firma verlangt 
werden, und zwar selbst dann, wenn er seine Befugnisse weitgehend an 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 9

Dritte delegiert hat (BGE 108 V 199 E. 3b S. 203; SVR 2007 AHV Nr. 9 
S. 25 E. 6).

2.5.3 Gemäss ständiger Rechtsprechung ist nicht jede Verletzung der 
öffentlichrechtlichen Aufgaben der Arbeitgeber als Institution der Versiche-
rungsdurchführung ohne weiteres als qualifiziertes Verschulden ihrer Orga-
ne im Sinne von Art. 52 AHVG zu werten. Das absichtliche oder grobfahr-
lässige Missachten von Vorschriften verlangt vielmehr einen Normverstoss 
von einer gewissen Schwere. Dagegen kann beispielsweise die relativ kur-
ze Dauer des Beitragsausstandes sprechen, wobei aber immer eine Wür-
digung sämtlicher konkreter Umstände des Einzelfalls Platz zu greifen hat. 
Zudem dürfen die Nichtabrechnung wie auch die Nichtbezahlung der Bei-
träge als solche nicht einem qualifizierten Verschulden gleichgesetzt wer-
den, weil dies auf eine nach Gesetz und Rechtsprechung unzulässige, da 
in Art. 52 AHVG gerade nicht vorgesehene Kausalhaftung hinausliefe. 
Vielmehr sind auch in dieser Hinsicht die gesamten Umstände zu würdigen. 
Verwaltung und Sozialversicherungsgericht dürfen sich bei festgestellter 
Verletzung der AHV-Vorschriften daher nicht auf die Prüfung beschränken, 
ob Exkulpations- oder Rechtfertigungsgründe vorliegen, sondern haben 
vorgängig festzustellen, ob ein qualifiziertes Verschulden im Sinne von 
Art. 52 AHVG anzunehmen ist (BGE 136 V 268 E. 3 S. 274, 121 V 243 
E. 4b und 5 S. 244; Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute Bundesgericht {BGer}] vom 4. Oktober 2004, H 273/03, 
E. 3.2.1).

2.5.4 Bei feststehender Widerrechtlichkeit gilt jedoch die Vermutung eines 
absichtlichen oder grobfahrlässigen Verhaltens des Arbeitgebers resp. sei-
ner Organe. Dies bedeutet eine gesteigerte Mitwirkungspflicht der ins 
Recht gefassten Person bei der Abklärung resp. Feststellung des für die 
Beurteilung des Verschuldens rechtserheblichen Sachverhalts von Amtes 
wegen durch die Ausgleichskasse und das kantonale Versicherungsgericht 
(Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Es obliegt grundsätzlich dem Ar-
beitgeber oder seinen Organen, Gründe, welche ein Verschulden im Sinne 
von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen, zu behaupten, diesbe-
zügliche Beweise zu liefern oder zu beantragen. Werden solche entlasten-
de Umstände nicht geltend gemacht oder nicht hinreichend substantiiert, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 10

sind solche nicht ohne weiteres ersichtlich oder führen die Abklärungen zu 
keinem schlüssigen Ergebnis, hat die ins Recht gefasste Person die Folgen 
der Beweislosigkeit zu tragen. Diese Regelung gilt auch in Bezug auf allfäl-
lige Rechtfertigungs- oder Exkulpationsgründe (SVR 2019 AHV Nr. 14 
S. 40 E. 4.2.2, 2011 AHV Nr. 13 S. 44 E. 4.1).

2.6 Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, 
wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des 
Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im 
Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem 
Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missach-
tung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, 
aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn besondere Umstän-
de die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht 
schuldhaft erscheinen lassen. So kann es sein, dass es einem Arbeitgeber, 
der sich in schwieriger finanzieller Lage befindet, durch das Nichtbezahlen 
der Beiträge gelingt, die Existenz seines Unternehmens zu retten. Ein sol-
ches Vorgehen führt allerdings nur dann nicht zu einer Haftung gemäss 
Art. 52 AHVG, wenn der Arbeitgeber im Zeitpunkt seiner Entscheidung auf-
grund der objektiven Umstände und einer seriösen Beurteilung der Lage 
damit rechnen durfte, dass die Unternehmung überlebt und er die Forde-
rung der Ausgleichskasse innert nützlicher Frist würde befriedigen können 
(BGE 108 V 183 E. 1b S. 186 und 189 E. 2b S. 193; AHI 2003 S. 100 
E. 3a; SVR 2017 AHV Nr. 13 S. 41 E. 7.2).

2.7 Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach 
Art. 52 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässi-
gen Missachtung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein 
adäquater Kausalzusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a 
S. 406). Daran fehlt es, wenn auch ein pflichtgemässes Verhalten den 
Schaden nicht hätte verhindern können. Indessen vermag die blosse Hypo-
these, der Schaden wäre auch bei pflichtgemässem Verhalten eingetreten, 
die Adäquanz nicht zu beseitigen. Dass ein Schaden ohnehin eingetreten 
wäre, muss vielmehr mit Gewissheit oder doch mit hoher Wahrscheinlich-
keit nachgewiesen sein. Das schuldhafte Verhalten eines solidarisch Er-
satzpflichtigen kann nur dann als inadäquat für den eingetretenen Schaden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 11

gelten, wenn das Verschulden des Dritten oder des Geschädigten dermas-
sen schwer wiegt, dass das eigene Fehlverhalten eindeutig in den Hinter-
grund tritt und damit nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der Le-
benserfahrung nicht mehr als adäquate Schadensursache erscheint (SVR 
2011 AHV Nr. 16 S. 60 E. 4.3.1).

3.

3.1  

3.1.1 Gemäss den Akten ist erstellt und zwischen den Parteien folglich zu 
Recht unbestritten, dass die Beschwerdeführenden 1-6 wie folgt Mitglieder 
des Stiftungsrates der Stiftung bzw. ihrer Rechtsvorgängerin Schweizer 
Stiftung H.________ Kompetenzzentrum für hirngeschädigte Menschen 
(Statutendatum: TT. Januar 2008 [SHAB Nr. .., TT. Januar 2008, 
126. Jahrgang; Name geändert mit Urkunde vom TT. Juli 2013 [SHAB 
Nr. … vom TT. Mai 2013]; vgl. www.zefix.ch bzw. Handelsregisterauszug 
vom TT. März 2021 [AB 1]) waren:

A.________ (Beschwerdeführer 1) ab TT. Januar 2008

B.________ (Beschwerdeführerin 2) ab TT. Januar 2008

C.________ (Beschwerdeführer 3) ab T. März 2010

D.________ (Beschwerdeführer 4) ab TT. Januar 2008

E.________ (Beschwerdeführer 5) ab TT. Oktober 2013 bis TT. März 

2017

F.________ (Beschwerdeführer 6) ab TT. Oktober 2015

3.1.2 Als Mitglieder des Stiftungsrates waren die Beschwerdeführenden – 
unabhängig von ihrer jeweiligen Stiftungsinternen Funktion und Zeich-
nungsbefugnis im Aussenverhältnis – formelle Organe der Stiftung. Der 
Beschwerdeführer 1 untersteht als Stiftungsratspräsident direkt der Haftung 
nach Art. 52 AHVG (UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 N. 99). Für die übrigen 
Beschwerdeführenden besteht eine persönliche Haftung analog den Pflich-
ten des Verwaltungsrates einer Aktiengesellschaft (vgl. dazu E. 2.5.2 hier-
vor). Nach konstanter Rechtsprechung wird dabei von einem nicht ge-
schäftsführenden Verwaltungsrat (respektive Stiftungsrat) im Rahmen der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 12

nicht delegierbaren Sorgfaltspflicht verlangt, dass er sich laufend über den 
Geschäftsgang informiert, Rapporte verlangt, sie sorgfältig studiert, nöti-
genfalls ergänzende Auskünfte einzieht und Irrtümer abzuklären versucht 
(Entscheid des BGer vom 21. Juni 2018, 9C_906/2017, E. 4.2.2 mit Hin-
weisen; dazu grundlegend BGE 114 V 219 E. 4a S. 223 f. mit weiteren 
Hinweisen). Dabei muss eine strenge Kontrolle Platz greifen, wenn Mängel 
in der Geschäftsführung erkannt sind, wobei fehlende Sachkenntnis und 
Erfahrung in kaufmännischen Belangen den Verwaltungsrat nicht davon 
entbinden, selbst Einsicht in die Geschäftsunterlagen zu nehmen (UELI 
KIESER, a.a.O., Art. 92 N. 93 mit Hinweisen). Folglich unterstehen auch die 
Beschwerdeführenden 2-6 in persönlicher Hinsicht den Haftungsbestim-
mungen von Art. 52 AHVG (vgl. E. 2.2 hiervor). 

3.1.3 Die Haftung der Beschwerdeführenden 1-6 erstreckt sich, insbe-
sondere bezüglich des erst per TT. Oktober 2015 in den Stiftungsrat einge-
tretenen Beschwerdeführers 6 (vgl. SHAB Nr. … vom TT. Oktober 2015), 
auch auf diejenigen Beiträge, die vor ihrer Übernahme der Funktion als 
Stiftungsratsmitglied geschuldet waren. Denn ein neues Stiftungsratsmit-
glied haftet grundsätzlich für die laufenden wie auch für die bereits vor Auf-
nahme seines Mandats fälligen Sozialversicherungsabgaben (vgl. Ent-
scheid des BGer vom 19. Juni 2020, 9C_358/2019, E. 3). Eine derartige 
reduzierte Haftung (des Beschwerdeführers 6) wäre nur dann zu verneinen, 
wenn die Stiftung bereits vor seinem Eintritt zahlungsunfähig war (vgl. BGer 
9C_358/2019, E. 4.2), was hier jedoch nicht der Fall war. Denn die Revisi-
onsstelle der Stiftung sprach in den Berichten zur eingeschränkten Revisi-
on vom 3. Dezember 2016 (AB 23/61 f. und 83 f.) für die Geschäftsjahre 
2014 und 2015 erst von der Möglichkeit einer begründeten Besorgnis einer 
Überschuldung im Sinne von Art. 84a Abs. 2 ff. des Schweizerischen Zivil-
gesetzbuches (ZGB; SR 210), was rechtsprechungsgemäss jedoch nicht 
genügt (vgl. BGer 9C_538/2019, E. 4.1 f.). 

Die persönliche Haftung ist in zeitlicher Hinsicht sodann dahingehend be-
schränkt, als sie mit dem Ende der (formellen oder faktischen) Organstel-
lung endet, das heisst vorliegend namentlich mit dem Ausscheiden aus 
dem Stiftungsrat (vgl. UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 N. 89). Die persönliche 
Haftung des Beschwerdeführers 5 beschränkt sich demnach, zufolge sei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 13

nes Ausscheidens aus dem Stiftungsrat per TT. März 2017 (vgl. 
www.zefix.ch; SHAB Nr. … vom TT. März 2017) unbestrittenermassen (vgl. 
dazu AB 45/2) in zeitlicher Hinsicht auf die bis zu diesem Datum angefalle-
nen Sozialversicherungsbeiträge.

3.2 Weiter ist erstellt, dass die Stiftung H.________ im vorliegend 
massgebenden Zeitraum für die Beitragsjahre 2014 bis 2017 bis zum 
massgebenden Zeitpunkt der Konkurseröffnung am TT. Februar 2018 
(SHAB Nr. … vom TT. Februar 2018; vgl. UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 
N. 87) die Sozialversicherungsbeiträge nicht im geschuldeten Umfang ge-
leistet sowie die für die Jahre 2016 und 2017 bereits erhaltenen Familien-
zulagen nach deren Stornierung nicht zurückbezahlt hat und die Be-
schwerdegegnerin insoweit einen Schaden erlitten hat. 

3.2.1 Für die Beitragsjahre 2016 und 2017 ermittelte die Beschwerdegeg-
nerin betreffend die Beschwerdeführenden 1-4 und 6 in den Schadener-
satzverfügungen vom 7. Januar 2019 (AB 41-44, 46) für nicht geleistete 
Sozialversicherungsbeiträge und stornierte sowie bisher nicht zurückerstat-
tete Familienzulagen einen Ausstand von Fr. 5'722.30 [2016] bzw. 
Fr. 6'050.20 [2017]; betreffend den Beschwerdeführer 5 bezifferte sie die 
Ausstände auf Fr. 5'628.70 [2016] bzw. Fr. 479.20 [2017] (vgl. AB 45/2 f.). 
Im Rahmen der Einspracheentscheide 20. November 2020 (AB 2, 4-7) re-
duzierte sie sodann die Schadenersatzforderung gegenüber den Be-
schwerdeführenden 1-4 und 6 pro 2017 auf Fr. 5'010.20 respektive ge-
genüber dem Beschwerdeführer 5 für die Jahre 2016 und 2017 auf Fr. 0.-- 
(vgl. AB 3/4). Die dabei von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten 
Schadenspositionen umfassen neben den Sozialversicherungsbeiträgen 
auch Verwaltungskostenbeiträge, Mahngebühren, Veranlagungs- und Be-
treibungskosten sowie Verzugszinsen (vgl. dazu Art. 41bis und 42 AHVV) 
als zulässige Bestandteile des massgebenden Schadens (vgl. E. 2.3 hier-
vor). Die Schadenersatzforderung für die Jahre 2016 und 2017 ist ausge-
wiesen (vgl. etwa AB 41/25 ff. [Kontoauszug Lohnbeiträge ab Januar 2016], 
48, 58), insgesamt nicht zu beanstanden und wird denn auch von den 
rechtskundig vertretenen Beschwerdeführenden 1-6 in masslicher Hinsicht 
ausdrücklich anerkannt (vgl. Beschwerde S. 19 Rz. 32).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 14

3.2.2 Weiter zu prüfen ist die Schadenersatzforderung für die Beitragsjah-
re 2014 und 2015:

3.2.2.1 Für die Beitragsjahre 2014 und 2015 ermittelte die Beschwerdegeg-
nerin betreffend die Beschwerdeführenden 1-4 und 6 in den Schadener-
satzverfügungen vom 7. Januar 2019 (AB 41-44, 46) für nicht geleistete 
Sozialversicherungsbeiträge und stornierte sowie bisher nicht zurückerstat-
tete Familienzulagen einen Ausstand von Fr. 6'027.95 [2014] bzw. 
Fr. 22'858.35 [2015]; betreffend den Beschwerdeführer 5 bezifferte sie die 
Ausstände auf Fr. 4'715.05 [2014] bzw. Fr. 22'596.25 [2015] (vgl. 
AB 45/2 f.). Im Rahmen der Einspracheentscheide 20. November 2020 
(AB 2-7) reduzierte sie die Schadenersatzforderung gegenüber dem Be-
schwerdeführer 5 pro 2014 auf Fr. 4'549.35 (vgl. AB 3/4); im Übrigen 
bestätigte sie die verfügungsweise festgesetzten Schadenersatzpositionen. 
Die dabei von der Beschwerdegegnerin berücksichtigten Schadenspositio-
nen umfassen neben den Sozialversicherungsbeiträgen auch Verwaltungs-
kostenbeiträge, Mahngebühren, Veranlagungs- und Betreibungskosten 
sowie Verzugszinsen (vgl. dazu Art. 41bis und 42 AHVV) als zulässige Be-
standteile des massgebenden Schadens (vgl. E. 2.3 hiervor). Ebenso wur-
den bereits in den Schadenersatzverfügungen vom 7. Januar 2019 (AB 41-
46) die nach der Konkurseröffnung am TT. Februar 2018 (SHAB Nr. … 
vom TT. Februar 2018) fällig gewordenen – und somit nicht Teil des Scha-
denersatzes bildenden (vgl. UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 Nr. 87) – Verzugs-
zinsen und Verwertungskosten ausgeschieden. Im Übrigen bestehen keine 
Anhaltspunkte und solche werden auch nicht substantiiert dargetan (vgl. 
Entscheid des EVG vom 31. August 2005, H 80/05, E. 2.3.2), dass die Zah-
len in den Kontoauszügen (vgl. etwa AB 41/4 ff.) nicht korrekt sein sollten.

3.2.2.2 Die Schadenersatzforderung stützt sich auf die von der Stiftung für 
die Beitragsjahre 2014 und 2015 abgegebenen Lohnbescheinigungen und 
die darin angegebenen Löhne (AB 78, 80). Die auf total rund Fr. 228'000.-- 
bezifferte Lohnsumme entspricht den zwischen der Stiftung und den ge-
schäftsleitenden Beschwerdeführenden 1 bzw. 2 mit Arbeitsverträgen vom 
17. September 2008 (AB 71/6 Ziff. 6.1, 71/13 Ziff. 6.1) vereinbarten festen 
Monatsgehälter von brutto Fr. 8'500.-- zuzüglich 13. Monatslohn und Fami-
lienzulagen. Die besagten Lohnsummen wurden von der Beschwerdegeg-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 15

nerin bestätigt und gestützt darauf der Stiftung die Grundlagen und der 
Zahlungsmodus für die Akontoabrechnung der Sozialversicherungsbeiträge 
bekanntgegeben (vgl. AB 79). Dass für 2014 keine formelle Bestätigung 
erfolgte, ändert nichts (vgl. E. 3.2.2.3 hiernach). Damit waren die deklarier-
ten Lohnsummen ohne Weiteres ausgewiesen.

3.2.2.3 Soweit die Beschwerdeführenden 1-6 – unter Verweis auf die Buch-
haltungsunterlagen der Stiftung – mit Blick auf die Diskrepanz zwischen 
den Lohnbescheinigungen (AB 78, 80) und den "effektiv bezahlten Löhnen" 
geltend machen, dass die entsprechenden Löhne nicht realisiert worden 
seien und die ursprünglichen Beitragsverfügungen daher zweifellos unrich-
tig seien (Beschwerde S. 9 f. Ziff. 9), ist ihnen nicht zu folgen. Vorab ist in 
diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass rechtskräftige Beitrags-
verfügungen im Schadenersatzverfahren grundsätzlich nicht mehr anfecht-
bar sind, ausser wenn sie zweifellos unrichtig sind oder ein Revisionsgrund 
vorliegt (BGE 134 V 401 E. 5.2 S. 403 und E. 5.5 S. 404). Ein derartiger 
Revisionsgrund besteht jedoch vorliegend offensichtlich nicht. Namentlich 
genügt hierfür alleine der Umstand, dass die arbeitsvertraglich unbestritte-
nermassen geschuldeten und im betreffenden Umfang auch der Be-
schwerdegegnerin gemeldeten Einkommen in den Beitragsjahren 2014 und 
2015 nicht (im vollen Umfang) ausbezahlt worden sein sollen, nicht. Denn 
ein Entgelt kann, anstatt ausbezahlt, auch bloss gutgeschrieben werden. 
Ein geldwertes Entgelt gilt durch die Gutschrift als realisiert (Rz. 1009 der 
vom Bundesamt für Sozialversicherungen [BSV] herausgegebenen Weglei-
tung über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML] in der ab 
1. Januar 2014 gültig gewesenen Fassung [entspricht ab 1. Januar 2017 
Rz. 1009 WML]). Insoweit haben die der Beschwerdegegnerin in den 
Lohnbescheinigungen für die Beitragsjahre 2014 und 2015 (AB 78, 80) 
angegebenen Lohnsummen, welche buchhalterisch sowohl auf den Lohn-
konti gutgeschrieben (vgl. 71/17 ff.) wie auch in der Schlussbilanz per 
31. Dezember 2015 (AB 74/4 Konto Nr. 400; mit Vergleichswerten per 
31. Dezember 2014) den Beschwerdeführenden 1 und 2 auf entsprechen-
den Kreditorenlohnkonti ausgewiesen (AB 74/2 Konto Nr. 20111 und 
20112) und damit vorbehaltlos anerkannt wurden, in den jeweiligen Bei-
tragsjahren als realisiert zu gelten. Die von der Beschwerdegegnerin – ins-
besondere mit Blick auf die widersprüchlichen Angaben und Buchhaltungs-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 16

unterlagen der Stiftung sowie der geschäftsführenden Beschwerdeführen-
den 1 und 2 und die bereits im damaligen Zeitpunkt substantiellen 
Ausstände hinsichtlich der Sozialversicherungsbeiträge (vgl. AB 81) – her-
angezogenen Bemessungsgrundlagen sind folglich nicht zu beanstanden. 
Insbesondere liegt kein Verstoss gegen den Grundsatz des Realisierungs-
prinzips (vgl. Art. 30ter Abs. 3 AHVG) vor, da die jeweiligen Lohnansprüche 
nicht von weiteren Faktoren wie etwa dem künftigen Geschäftserfolg der 
Arbeitgeberin abhängig waren, sondern einzig aufgrund von fortwährenden 
Liquiditätsproblemen keine zeitnahe Tilgung der Lohnansprüche erfolgen 
konnte. Im Übrigen wäre selbst im Falle eines Konfliktes mit dem Realisie-
rungsprinzip kein Zurückkommen auf die ursprünglichen Beitragsverfügun-
gen angezeigt, da auch in Bezug auf das Realisierungsprinzip Ausnahmen 
gelten, namentlich um Beitragsumgehungen und Beitragslücken zu verhin-
dern (vgl. UELI KIESER, a.a.O., Art. 14 N. 3 und Art. 30ter N. 4 und 6).

3.2.2.4 Zu keinem anderen Ergebnis führt der Umstand, dass die Beitrags-
abrechnung zumindest bis zum Jahr 2016 im sogenannten Pauschalverfah-
ren erfolgte. Dies hatte zur Folge, dass die Stiftung unter anderem in den 
Jahren 2014 und 2015 gestützt auf die von ihr gemeldeten Lohnsummen 
(vgl. AB 78, 80) monatliche Akontobeiträge zu entrichten hatte (vgl. AB 77, 
79); ein Ausgleich erfolgte jeweils am Ende des Kalenderjahres (vgl. Art. 35 
AHVV). Bei diesem Verfahren wird in Kauf genommen, dass der Arbeitge-
ber zu geringe oder zu hohe Akontozahlungen leistet, wobei er aber we-
sentliche Änderungen der Lohnsumme während des laufenden Jahres zu 
melden hat (Art. 35 Abs. 2 AHVV; UELI KIESER, a.a.O., Art. 14 N. 4), zumal 
es letztlich Sache des Unternehmens respektive der verantwortlichen Or-
gane ist, fortlaufend die korrekten Sozialversicherungsbeiträge abzuziehen 
und monatlich abzuliefern (Art. 14 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 34 Abs. 1 lit. a 
AHVV). Zwar unternahm die Stiftung mit Schreiben vom 13. April 2016 
(AB 76) – und damit ohnehin nicht mehr während den vorliegend zu beur-
teilenden Beitragsjahren 2014 und 2015 – eine Nachdeklaration (Art. 35 
Abs. 2 AHVV) und sie führte in der Folge mit der Beschwerdegegnerin 
auch entsprechende Korrespondenz (vgl. AB 71-75). Jedoch lehnte die 
Beschwerdegegnerin mit zwei Schreiben vom 8. Oktober 2016 (AB 69 f.) 
die ab dem 1. Januar 2015 beantragte Nachdeklaration unter Verweis auf 
die bereits erfolgte Realisierung des Einkommens (vgl. dazu bereits 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 17

E. 3.2.2.3 hiervor) ab, was von der Stiftung respektive den Beschwerde-
führenden 1 und 2 als geschäftsführende Stiftungsräte in der Folge offen-
kundig akzeptiert wurde. Schliesslich verfängt die Argumentation der Be-
schwerdeführenden nicht, soweit sie auf die erfolgte Revision der Buchhal-
tungsunterlagen verweisen (vgl. Beschwerde S. 6 f. Ziff. 9). Denn es erfolg-
te lediglich eine eingeschränkte Revision nach dem Schweizer Standard, 
ohne dass in diesem Zusammenhang qualifizierte Angaben oder gar eine 
Bestätigung hinsichtlich der buchhalterisch erfassten respektive der ausbe-
zahlten Löhne durch die Revisionsstelle erfolgt wäre (vgl. die Revisionsbe-
richte für die Geschäftsjahre 2014 [AB 23/61 f.] und 2015 [AB 23/83 f.]). 
Insgesamt sind damit die von der Beschwerdegegnerin für die Beitragsjah-
re 2014 und 2015 festgesetzten Schadenersatzpositionen ausgewiesen 
und nicht zu beanstanden.

3.3 Die Stiftung hat die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht 
(Art. 14 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV) verletzt. Damit ist das Tatbe-
standselement der Rechtswidrigkeit (vgl. E. 2.4 hiervor) ohne weiteres zu 
bejahen.

3.4

3.4.1 Die Stiftung respektive die Beschwerdeführenden 1-6 als subsidiär 
haftende Stiftungsräte (vgl. E. 3.1 hiervor) sind der ihnen obliegenden 
Sorgfaltsplicht im Zusammenhang mit der Abrechnung der Sozialversiche-
rungsbeiträge in widerrechtlicher Weise (vgl. E. 3.3 hiervor) nicht nachge-
kommen, womit rechtsprechungsgemäss ein schuldhaftes Verhalten zu 
vermuten ist (vgl. E. 2.5.4 hiervor). Die Beschwerdeführenden 1-6 vermö-
gen demgegenüber nicht substantiiert Gründe aufzuzeigen, welche ein 
Verschulden im Sinne von Absicht oder Grobfahrlässigkeit ausschliessen 
würden.

3.4.2 Auch wenn gemäss Rechtsprechung ein kurzfristiges Zurückbehal-
ten von Sozialversicherungsbeiträgen zur Rettung des Unternehmens in 
einer schwierigen finanziellen Lage durchaus zulässig sein mag (vgl. E. 2.6 
hiervor), können sich die Beschwerdeführenden 1-6 offensichtlich nicht auf 
solche Umstände berufen. Denn die Stiftung hat über Jahre hinweg und 
bereits auch vor dem vorliegend massgebenden Zeitraum (vgl. dazu E. 1.3 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 18

hiervor) die geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge geradezu systema-
tisch nicht (fristgerecht) bezahlt oder lediglich ungenügende Akontozahlun-
gen geleistet. Dies geschah trotz der bereits vor 2014 bestandenen (vgl. 
dazu AB 81 f.) und danach andauernden erheblichen Liquiditätsschwierig-
keiten (vgl. die Revisionsberichte für die Geschäftsjahre 2014 [AB 23/61 f.] 
und 2015 [AB 23/83 f.] und die Geschäfts- und Tätigkeitsberichte für die 
Geschäftsjahre 2014 sowie 2015 [Sammelbeilage AB 23]) und offenbar 
ungeachtet der zahlreichen Pfändungsverlustscheine für ausstehende So-
zialversicherungsbeiträge und rückgeforderte Familienzulagen (vgl. AB 48-
57, 58, 60-66 und 68). Die Möglichkeit der vollständigen Nachzahlung der 
ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge innert einer Frist von weniger 
als einem Jahr (vgl. SVR 2011 Nr. 14, E. 3.4) bestand damit zu keinem 
Zeitpunkt. Unter diesen Umständen mutet befremdlich an, dass der Stif-
tungsrat den im Geschäftsjahr 2014 erzielten Jahresgewinn nicht zur De-
ckung der geschuldeten Sozialversicherungsbeiträge verwendete, sondern 
thesaurierte (vgl. Geschäfts- und Tätigkeitsbericht 2014 S. 9 [Sammelbei-
lage AB 23]).

3.4.3 Soweit die Beschwerdeführenden 1-6 unter Verweis auf verschie-
dene Transaktionen in den Jahren 2014 und 2015 (vgl. Beschwerde 
S. 13 ff. Ziff. 20 ff.) ein Verschulden wiederholt damit bestreiten, dass die 
Stiftung nicht die gemeldeten Bruttolohnsummen geleistet habe (Be-
schwerde S. 25 Ziff. 48), ist vorab in Erinnerung zu rufen, dass die Lohn-
summen vorliegend bereits mit deren buchhalterischen Erfassung und nicht 
im Umfang der allfälligen nachfolgenden Auszahlung als realisiert zu gelten 
haben (vgl. E. 3.2.2.3 hiervor), was denn auch von den Beschwerdeführen-
den 1-6 ausdrücklich anerkannt wurde (vgl. Beschwerde S. 27 Ziff. 50 ers-
ter Satz). Weiter ist den Ausführungen der Beschwerdeführenden 1-6 ent-
gegenzuhalten, dass sich – wie von der Beschwerdegegnerin zu Recht 
beanstandet (vgl. Beschwerdeantwort S. 4 Ziff. 2.4. ff.) – zwischen den 
deklarierten Löhnen, den andauernden Privatbezügen (ohne klare Deklara-
tion des Verwendungszwecks) der Beschwerdeführenden 1 und 2 und den 
Geschäftsabschlüssen erhebliche Widersprüche ergeben, sodass sich we-
der der Umfang noch der Zeitpunkt der tatsächlich geflossenen, das heisst 
ausbezahlten Löhne nachvollziehen lässt. Diesbezüglich liefern auch die 
Auskünfte der Steuerverwaltung vom 3. November 2020 (AB 8) keinen wei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 19

teren Aufschluss über die Einkommens- und Lohnverhältnisse der ge-
schäftsführenden Beschwerdeführenden 1 und 2, da Letztere im vorliegend 
massgebenden Zeitraum ausnahmslos ihrer Pflicht zur Steuerdeklaration 
offenbar nicht nachkamen und nach Ermessen veranlagt wurden. Diese 
Umstände sind der Stiftung bzw. den Beschwerdeführenden 1-6 als deren 
Stiftungsratsmitglieder anzurechnen. 

3.4.4 Die langdauernde ausbleibende respektive unvollständige Bezah-
lung der Beiträge stellt damit eine schuldhafte, zumindest grobfahrlässige 
Verletzung der dem Stiftungsrat obliegenden Sorgfaltspflicht und damit ein 
qualifiziertes Verschulden der Beschwerdeführenden 1-6 im Sinne von 
Art. 52 AHVG dar.

3.5

3.5.1 Exkulpations- und Rechtfertigungsgründe (vgl. E. 2.6 hiervor) be-
stehen nicht. Insbesondere vermag eine allfällig erfolgte Delegation die 
übrigen Stiftungsratsmitglieder von Geschäftsführungskompetenzen an den 
Beschwerdeführer 1 (vgl. AB 16/1) keinen Rechtfertigungsgrund darzustel-
len, da die nicht geschäftsführenden Stiftungsratsmitglieder, das heisst die 
Beschwerdeführenden 2-6, im Rahmen ihrer unübertragbaren Aufgaben 
zur Wahrnehmung der Oberaufsicht verpflichtet waren (vgl. E. 2.5.2 und 
3.1.2 hiervor). Zu keinem anderen Schluss führt der Umstand, dass die 
Mitgliedschaft im Stiftungsrat ehrenamtlich und entschädigungslos gewe-
sen sei (AB 16), da die Verantwortlichkeit gemäss Art. 52 AHVG davon 
unberührt bleibt (UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 N. 63 mit Hinweisen). 

3.5.2 Die Beschwerdeführenden 1-6 durften weiter – entgegen ihren Aus-
führungen (Beschwerde S. 26 Ziff. 48) – aufgrund der finanziellen Situation 
der Stiftung nicht davon ausgehen, dass die Sozialversicherungsbeiträge 
(nebst den anderen Ausständen) innert nützlicher Frist (vollständig) nach-
gezahlt werden könnten (vgl. auch E. 3.4.2 hiervor). So hatte die Revisi-
onsstelle der Stiftung bereits in ihren Berichten zur eingeschränkten Revi-
sion vom 3. Dezember 2016 (AB 23/61 f. und 83 f.) für die Geschäftsjahre 
2014 und 2015 darauf aufmerksam gemacht, dass die Stiftung annahme-
weise die Finanzierungsbemühungen nicht erfolgreich abschliessen und 
die bestehenden erheblichen Liquiditätsschwierigkeiten nicht beseitigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 20

können werde, womit die Möglichkeit einer begründeten Besorgnis einer 
Überschuldung i.S.v. Art. 84a Abs. 2 ff. ZGB bestehe. Die Stiftung hatte 
zudem seit 2014 Ausstände gegenüber der Ausgleichskasse (vgl. die Kon-
toauszüge vom 7. Januar 2019 [etwa in AB 46/4 ff.]) und diverse gegen sie 
lautende Pfändungsverlustscheine für ausstehende Sozialversicherungs-
beiträge und zurückgeforderte Familienzulagen (vgl. AB 48-57, 58, 60-66 
und 68), womit offensichtlich nicht allein kurzfristige Ausstände im Sinne 
der Rechtsprechung (vgl. E. 2.6 hiervor) bestanden. Die Möglichkeit einer 
vollständigen Nachzahlung der ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge 
innert einer Frist von weniger als einem Jahr (vgl. SVR 2011 Nr. 14, E. 3.4) 
entfällt bereits aus dem Grund, da die Stiftung ihre Abrechnungspflicht über 
mehrere Jahre verletzte. Ebenso erscheint die Zurückbehaltung der ge-
schuldeten Sozialversicherungsbeiträge in der Höhe von knapp 
Fr. 40'000.-- angesichts eines Kapitalbedarfs von circa Fr. 70'000'000.-- für 
die Realisierung des von der Stiftung angestrebten Pflegezentrums und 
den darin gebundenen Vorleistungen der Stiftung von Fr. 1'800'000.-- (vgl. 
AB 40/48 f.) weder für die Rettung der Projektfinanzierung noch der Stif-
tung ausschlaggebend; sie ist hierfür aufgrund der in Frage stehenden Be-
träge objektiv klar nicht geeignet (SVR 2019 AHV Nr. 14 S. 40 E. 4.2.1, 
2017 AHV Nr. 13 S. 41 E. 7.2; UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 N. 59 mit Hin-
weisen). Daran vermögen schliesslich die von den Beschwerdeführenden 
1-6 ins Recht gelegten verschiedenen "Investitions- und Finanzierungszu-
sagen" (vgl. Beschwerdebeilage [BB] 37-41) nichts zu ändern, da diese 
zwischen März 2013 und Oktober 2016 datierenden Schreiben ebenso in 
Abhängigkeit zur Realisierung der gescheiterten Projektfinanzierung stan-
den, insbesondere das weitere Vorgehen der Projektumsetzung betrafen 
und gestützt auf die besagten Schreiben der Stiftung keine Mittel zuflossen. 
Eine ernsthafte und zielgerichtete Bemühung um Sanierung der Stiftung 
(vgl. SVR 2017 AHV Nr. 19 S. 64 E. 8.2) ist hierin nicht zu erkennen.

3.6 Ein pflichtgemässes Verhalten der Beschwerdeführenden 1-6 bei 
der Abrechnung der Sozialversicherungsbeiträge hätte den Schaden ver-
hindern können. Demnach ist ein adäquater Kausalzusammenhand zwi-
schen der Missachtung der Vorschriften (vgl. E. 2.4 hiervor) und dem ein-
getretenen Schaden gegeben (vgl. E. 2.7 hiervor). Soweit die Beschwerde-
führenden 1-6 ein Mitverschulden der Ausgleichskasse im Zusammenhang 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 21

mit der Berechnung der persönlichen Beiträge für die Jahre 2014 und 2015 
geltend machen (Beschwerde S. 26 f. Ziff. 49 f.), ist dem nicht zu folgen. 
Wie bereits erwähnt (vgl. E. 3.2.2.4 hiervor), lehnte die Beschwerdegegne-
rin mit Schreiben vom 8. Oktober 2016 (AB 69 f.) die von der Stiftung am 
13. April 2016 (AB 76) beantragte Anpassung der massgeblichen Löhne 
ab, was von der Stiftung respektive dem Stiftungsrat als deren oberstes 
Organ faktisch anerkannt wurde. Wenn die Beschwerdegegnerin nachfol-
gend für die Bemessung der Sozialversicherungsbeiträge auf die buchhal-
terisch erfassten, geschuldeten Löhne und nicht auf allfällig tatsächlich 
ausbezahlte Lohnbestandteile abstellte, ist dies nicht zu beanstanden (vgl. 
E. 3.4.3 und 3.2.2.3 hiervor) und hierin keine haftungsreduzierende grobe 
Pflichtverletzung der Ausgleichskasse erkennbar.

3.7

3.7.1 Hinsichtlich der Frage der Verjährung ist vorab darauf hinzuweisen, 
dass Art. 52 Abs. 3 AHVG im Zuge der Revision des Verjährungsrechts im 
Obligationenrecht per 1. Januar 2020 angepasst wurde (siehe dazu AS 
2018 5343). Mangels diesbezüglich besonderer übergangsrechtlicher Re-
gelungen sind nach dem allgemeinen intertemporalrechtlichen Grundsatz 
diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben 
(BGE 146 V 364 E. 7.1 S. 370, 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220; SVR 2018 KV 
Nr. 2 S. 14 E. 2). Nachdem über die Stiftung am TT. Februar 2018 der 
Konkurs eröffnet (SHAB Nr. … vom TT. Februar 2018) und dieser mit Ent-
scheid des zuständigen Einzelgerichts vom 25. Juni 2018 mangels Aktiven 
eingestellt wurden (SHAB Nr. … vom TT. Juli 2018), realisierte sich der 
Schaden als Auslöser für den Beginn der Verjährungsfristen vor der Ände-
rung der Verjährungsbestimmungen. Demnach gelangen vorliegend die 
Verjährungsbestimmungen gemäss aArt. 52 Abs. 3 AHVG in der bis 
31. Dezember 2019 gültig gewesenen Fassung zur Anwendung.

3.7.2 Gemäss aArt. 52 Abs. 3 AHVG in der bis 31. Dezember 2019 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung verjährt der Schadenersatzan-
spruch zwei Jahre nachdem die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden 
Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf Jahre nach Eintritt des Scha-
dens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der Eintritt des Scha-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 22

dens als Beginn der absoluten fünfjährigen Verjährungsfrist erfolgt im Falle 
der Uneinbringlichkeit sobald die Beiträge wegen der Zahlungsunfähigkeit 
des Arbeitgebers nicht mehr im ordentlichen Verfahren nach Art. 14 Abs. 1 
AHVG i.V.m. Art. 34 ff. AHVV erhoben werden können, in der Regel mit der 
Ausstellung eines Pfändungsverlustscheins oder mit der Konkurseröffnung 
über den Arbeitgeber (BGE 141 V 487 E. 2.2 S. 488, 136 V 268 E. 2.6 
S. 273). Bei einer Einstellung des Konkurses mangels Aktiven liegt die 
Schadenskenntnis grundsätzlich im Zeitpunkt der Publikation der Verfah-
renseinstellung, das heisst es wird auf die Veröffentlich der Verfahrensein-
stellung im SHAB abgestellt (UELI KIESER, a.a.O., Art. 52 N. 126 mit Hin-
weis auf BGE 129 V 195). 

3.7.3 Der für die relative zweijährige Verjährungsfrist massgebende Zeit-
punkt ist die im SHAB Nr. … vom TT. Juli 2018 erfolgte Publikation der 
Einstellung des Konkurses über die Stiftung mangels Aktiven am 25. Juni 
2018. Mit Erlass der Schadenersatzverfügungen am 7. Januar 2019 
(AB 41-46) und der Einspracheentscheide am 20. November 2020 (AB 2-7) 
hat die Beschwerdegegnerin sowohl die relative zwei- als auch die absolute 
fünfjährige (unterbrechbare) Verjährungsfrist gewahrt (vgl. UELI KIESER, 
a.a.O., Art. 52 N. 139). Die Schadenersatzforderung ist damit nicht verjährt, 
was von der Beschwerdeführenden 1-6 zu Recht nicht bestritten wird.

4.

Nach dem Dargelegten sind sämtliche Haftungsvoraussetzungen gemäss 
Art. 52 AHVG erfüllt. Die angefochtenen sechs Einspracheentscheide vom 
20. November 2020 (AB 2-7) sind damit nicht zu beanstanden. Die Be-
schwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. 

5.

5.1 Das vorliegende Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 61 Ingress ATSG 
i.V.m. Art. 102 ff. VRPG und Art. 1 des Dekrets vom 24. März 2010 betref-
fend die Verfahrenskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 23

behörden und der Staatsanwaltschaft [Verfahrenskostendekret; VKD; BSG 
161.12]; vgl. auch BBl 2018 1639). Die Verfahrenskosten bestehen aus 
einer Pauschalgebühr (Art. 103 Abs. 1 Satz 1 VRPG). Die Behörde setzt 
die Gebühr gestützt auf die gesetzliche Gebührenordnung nach pflicht-
gemässem Ermessen fest (Art. 103 Abs. 2 VRPG). Die Gebühren für die 
Beurteilung von Streitigkeiten durch das Verwaltungsgericht betragen auf 
dem Gebiet des Sozialversicherungsrechts Fr. 200.-- bis Fr. 2'500.-- (Art. 4 
Abs. 2 i.V.m. Art. 51 lit. e VKD).

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 1’200.--, werden ent-
sprechend dem Ausgang des Verfahrens den Beschwerdeführenden 1-6 je 
zu einem Sechstel (Fr. 200.--) zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen.

5.2 Ausgangsgemäss besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 AHVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Verfahren AHV/2021/12, AHV/2021/13, AHV/2021/14, 
AHV/2021/15, AHV/2021/16 und AHV/2021/500 werden vereinigt.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.-- werden den Beschwerdeführen-
den 1-6 je zu einem Sechstel (Fr. 200.--) auferlegt und dem geleisteten 
Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 19. Aug. 2021, AHV/21/12, Seite 24

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt MLaw G.________ sechsfach z.H. der Beschwerde-

führenden 1-6
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Beiträge und Zulagen  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung bei Verfahren gemäss Art. 52 AHVG
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden. Der Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. BGG beträgt betreffend die Be-
schwerdeführenden 1-4 und 6 Fr. Fr. 39'618.80 und betreffend den Beschwerde-
führer 5 Fr. 27'145.60.
(Zum Streitwert im Sinn von Art. 51 ff. BGG vgl. SVR 2011 AHV Nr. 20 S. 71).