# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** feded787-e5f7-5b97-b4a4-2b1ef41c21a6
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht Praxis des Verwaltungsgerichts (PVG) 00.00.0000 PVG 2015 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_006_PVG-2015-19_0000-00-00.pdf

## Full Text

11/19 Verfahren PVG 2015

Aussergerichtliche Entschädigung. Parteientschädigung. 
Vorsteuerabzug.
– Ist eine Partei mehrwertsteuerpflichtig und kann sie die an 

den eigenen Rechtsvertreter geleisteten Mehrwert- 
steuern als Vorsteuern von der eigenen Mehrwertsteu- 
errechnung abziehen, so ist bei der Parteientschädi- 
gung die vom Rechtsvertreter in Rechnung gestellte 
Mehrwertsteuer nicht zu berücksichtigen.

Ripetibili. Indennità di parte. Deduzione d’imposta.
– Nei casi in cui una delle parti sottostà all’imposta sul va- lore 

aggiunto e può quindi dedurre dalla propria im- posta sul 
valore aggiunto l’imposta sul valore aggiunto corrisposta al 
proprio rappresentante, nella determina- zione delle 
ripetibili non va tenuta in considerazione l’imposta sul 
valore aggiunto fatturata dal rappresen- tante legale.

Erwägungen:
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichts-

kosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der Beschwer- 
deführerin. Diese hat die anwaltlich vertretene, obsiegende 
Beschwerdegegnerin 2 nach Art. 78 Abs. 1 VRG zudem ausserge- 
richtlich zu entschädigen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdegeg- 
nerin 2 hat mit Schreiben vom 29. Januar und 10. April 2015 ein
Honorar von gesamthaft Fr. 5946.50 (= 21 Std. 55 Min. à Fr. 240.– 
[= Fr. 5260.–], zuzüglich Barauslagen von Fr. 246.– und 8 % MWST 
von Fr. 5506.– [= Fr. 440.50]) geltend gemacht. Der geltend ge- 
machte Arbeitsaufwand von 21 Std. 55 Min. sowie die geltend ge- 
machten Barauslagen erscheinen dem Gericht als angemessen. 
Hinsichtlich der geltend gemachten Mehrwertsteuer von Fr. 440.50 
gilt es indes zu beachten, dass die mehrwertsteuerpflichtige 
Beschwerdegegnerin 2 die an ihren für geschäftlich begründete 
Zwecke beauftragten Anwalt geleisteten Mehrwertsteuern als Vor- 
steuern von ihrer eigenen Mehrwertsteuerrechnung abziehen 
kann (vgl. Art. 28 ff. MWSTG; Eidgenössische Steuerverwaltung 
ESTV, MWST-Branchen-Info 19, Gemeinwesen, Bern 2010, Rz. 80; 
SUTER / VON  HOLZEN, in: SUTTER-SOMM / HASENBÖHLER / LEUENBERGER
[Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
[ZPO], 2. Aufl., Zürich / Basel / Genf 2013, Art. 95 Rz. 39). Eine solche 
Partei erleidet mithin durch die Mehrwertsteuer gar keinen zu ent- 
schädigenden Schaden, da sie mit deren Bezahlung gleichzeitig

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(bzw. in der gleichen Periode) einen gleich hohen geldwerten, li- 
quiden und sicheren Anspruch gegenüber der Mehrwertsteuerver- 
waltung erwirbt. Der für die Mehrwertsteuer eingesetzte Betrag 
von Fr. 440.50 ist somit von der zugesprochenen Parteientschädi- 
gung in Abzug zu bringen, woraus eine von der Beschwerdeführe- 
rin an die Beschwerdegegnerin 2 zu bezahlende aussergerichtliche 
Entschädigung von Fr. 5506.– (= Fr. 5946.50 – Fr. 440.50) resultiert. 
Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen 
Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 
VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn 
sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuwei- 
chen besteht vorliegend kein Anlass, weshalb der obsiegenden 
Beschwerdegegnerin 1 keine Parteientschädigung zusteht.
R 14 87 Urteil vom 14. April 2015

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