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**Case Identifier:** c4483b2d-cb14-5e9a-b561-f9d44501e029
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.04.2021 720 20 311/91
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-311-91_2021-04-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. April 2021 (720 20 311 / 91) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Revision der IV-Rente / Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Christof Enderle, Gerichtsschreiberin Olivia Reber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, 
Advokat, Lange Gasse 90, Postfach 335, 4010 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A.1 Der 1959 geborene A.____ meldete sich erstmals am 29. November 1996 unter Hinweis 
auf Rücken- und Knieleiden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungs-
bezug an. Nachdem ihm zweimal berufliche Massnahmen zugesprochen worden waren, wurde 
auch der Anspruch auf eine Invalidenrente geprüft. Nach Abklärung der gesundheitlichen und 
erwerblichen Verhältnisse sowie nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) A.____ schliesslich mit Verfügung vom 3. September 1999 eine vom 

 

 
 
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1. September 1997 bis zum 31. Juli 1998 befristete ganze Rente und ab 1. August 1998 eine 
halbe Rente zu. 
 
A.2 Aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten erhöhte 
die IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 16. März 2001 mit Wirkung ab 1. November 2000 auf 
eine ganze Rente. Im Rahmen von Revisionen in den Jahren 2005, 2009 sowie 2012 bestätigte 
die IV-Stelle den Rentenanspruch jeweils mittels Mitteilungsbeschluss.  
 
A.3 Im September 2016 leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine weitere Revision ein. 
Nach Abklärung der medizinischen Verhältnisse und durchgeführtem Vorbescheidverfahren hob 
sie die Invalidenrente von A.____ aufgrund einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszu-
standes und gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 8 % mit Verfügung vom 2. Juli 2020 auf das 
Ende des der Zustellung folgenden Monats auf.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Dr. Claude Schnüriger, Advokat, mit Eingabe 
vom 27. August 2020 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialver-
sicherungsrecht (Kantonsgericht), und beantragte, es sei die Verfügung vom 2. Juli 2020 aufzu-
heben und die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, ihm weiterhin eine ganze Rente auf der Basis 
eines Invaliditätsgrads von 76 % zu entrichten. Es seien sämtliche Gerichts- und Anwaltskosten 
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Zur Begründung brachte er im Wesentlichen vor, dass er 
bei Einleitung der Revision im September 2016 bereits 57 Jahre alt gewesen sei und seit 1997, 
mithin seit mehr als 15 Jahren, eine IV-Rente bezogen habe. Da die Rentenzusprache am 16. 
März 2001 aufgrund einer somatoformen Schmerzstörung erfolgt sei, dürfe die Rente gemäss 
den Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 (6. IV-Revision, 1. Massnahmen-
paket) lit. a Abs. 4 nicht abgeändert werden. Des Weiteren habe sich die Beschwerdegegnerin 
auf das bidisziplinäre Gutachten von Dr. med. B.____, FMH Rheumatologie, und Dr. med. 
C.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 18. bzw. 29. August 2017 abgestützt, wobei 
das psychiatrische Teilgutachten aus verschiedenen Gründen nicht überzeugend sei. Ferner 
seien die beiden Gutachten nicht sehr aktuell, und die Beschwerdegegnerin habe es versäumt, 
beim Hausarzt des Versicherten einen aktuellen Bericht einzuholen. Schliesslich habe die Be-
schwerdegegnerin bei der Berechnung des Invalideneinkommens einen viel zu tiefen leidensbe-
dingten Abzug vorgenommen.  
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 6. Oktober 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 
D. Mit Replik vom 10. Dezember 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen eingangs ge-
stellten Rechtsbegehren fest. Auch die Beschwerdegegnerin hielt daraufhin mit Duplik vom 5. Ja-
nuar 2021 an ihrem Abweisungsantrag fest.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

 

 
 
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1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen – unter Berücksichtigung des Fristen-
stillstandes vom 15. Juli bis zum 15. August – frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
vom 27. August 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c). 
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig-
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer 
Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berück-
sichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere 
Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Ge-
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der 
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verste-
hen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach 
Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück-
sichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht 
nicht überwindbar ist (Satz 2). 
 
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abge-
stuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, 
auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu min-
destens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG an-
wendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung 
der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-

 

 
 
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bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Be-
ziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor-
den wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs (vgl. 
BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozentvergleichs (vgl. BGE 
114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (vgl. BGE 128 V 29). 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterla-
gen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 
dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 
Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für 
die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet 
werden können (vgl. BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess 
nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa-
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Be-
weiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 
ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). 
 

 

 
 
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3.4 Die Annahme einer allenfalls invalidisierenden psychischen Gesundheitsbeeinträchti-
gung setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich an-
erkannten Klassifikationssystem voraus (vgl. BGE 131 V 49 E. 1.2, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). 
Zu betonen ist, dass im Kontext der rentenmässig abzugeltenden psychischen Leiden belasten-
den psychosozialen Faktoren sowie soziokulturellen Umständen kein Krankheitswert zukommt. 
Ein invalidisierender Gesundheitsschaden im Sinne von Art. 8 ATSG in Verbindung mit Art. 4 
Abs. 1 IVG setzt in jedem Fall ein medizinisches Substrat voraus, das die Arbeits- und Erwerbs-
fähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Um festzustellen, ob und in welchem Umfang die ärztlichen 
Feststellungen auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen, sind sämtliche psychischen Erkrankun-
gen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen. 
 
4. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
5. Der Beschwerdeführer macht in erster Linie geltend, dass er 1959 geboren sei und seit 
1997 eine Rente beziehe, weshalb es der Beschwerdegegnerin aus Gründen seines Alters (55+) 
und der Rentenbezugsdauer (15+) verwehrt sei, die bestehende Rente, welche aufgrund einer 
somatoformen Schmerzstörung zugesprochen worden sei, abzuändern. Er begründet dies mit 
Verweis auf die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 (IV-Revision 6a).  
 
5.1 Gemäss lit. a Abs. 1 SchlB IVG werden Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch un-
klaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen 
wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der Änderung überprüft. Sind die Voraus-
setzungen nach Art. 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch 
wenn die Voraussetzungen von Art. 17 Abs. 1 ATSG nicht erfüllt sind. Abs. 1 findet keine Anwen-
dung auf Personen, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung das 55. Altersjahr zurück-
gelegt haben oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren 
eine Rente der Invalidenversicherung beziehen (Abs. 4).  
 
5.2 Bei den von den Eidgenössischen Räten am 18. März 2011 beschlossenen und am 
1. Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen zur 6. IVG-Revision geht es um die 
generelle Überprüfung von Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Be-
schwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage gesprochen worden waren. Dies soll 
innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der Änderung geschehen. Dabei sollen Renten auch 
gekürzt oder aufgehoben werden, wenn sich der Invaliditätsgrad der versicherten Person nicht 

 

 
 
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erheblich geändert hat. Hierfür regelt die erwähnte Schlussbestimmung in Abs. 4, dass die er-
wähnte Überprüfung auf Personen (mit dem obgenannten Beschwerdebild) keine Anwendung 
findet, die im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung das 55. Altersjahr zurückgelegt haben 
oder im Zeitpunkt, in dem die Überprüfung eingeleitet wird, seit mehr als 15 Jahren eine Rente 
der Invalidenversicherung beziehen. Nach der Botschaft werden mit einer solchen Besitzstands-
garantie die Gesichtspunkte der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes berücksichtigt, 
weil eine Wiedereingliederung in diesen Fällen faktisch ausgeschlossen sein dürfte (Bundesblatt 
[BBl] 2010, S. 1912; SVR 2011 IV Nr. 73 E. 3.4). 
 
5.3 Im Bereich der Wiedereingliederung nach langjährigem Rentenbezug wurden die beiden 
Abgrenzungskriterien (55+ und 15+) analog übernommen. Dies bedeutet nun allerdings nicht, 
dass die darunter fallenden Rentner/innen in dem revisions- (Art.  17 Abs. 1 ATSG) bzw. gege-
benenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext einen Besitzstandsan-
spruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass – von Ausnahmen 
abgesehen – aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbstein-
gliederung nicht mehr zumutbar ist (SVR 2011 IV Nr. 73 E. 3.5).  
 
5.4 Dem Beschwerdeführer ist insofern beizupflichten, als er im Zeitpunkt, in dem die aktu-
elle Überprüfung eingeleitet wurde, mithin im September 2016, seit mehr als 15 Jahren eine 
Rente der Invalidenversicherung bezogen hat. Hingegen hat er im Zeitpunkt des Inkrafttretens 
der Änderung, das heisst per 1. Januar 2012, das 55. Altersjahr noch nicht zurückgelegt. Die 
ganze Invalidenrente wurde ihm ausserdem insbesondere aufgrund einer anhaltenden somato-
formen Schmerzstörung zugesprochen. Wie bereits erwähnt, sind die Schlussbestimmungen zur 
6. IVG-Revision jedoch bereits am 1. Januar 2012 in Kraft getreten. Die Renten, welche bei pa-
thogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organi-
sche Grundlage gesprochen worden waren, sollten innerhalb von drei Jahren ab Inkrafttreten der 
Änderung, mithin bis zum 1. Januar 2015, generell überprüft werden. Als die vorliegende Ren-
tenrevision im September 2016 eingeleitet worden war, waren diese drei Jahre somit bereits ab-
gelaufen. Die IV-Stelle hat die Überprüfung der Rente denn auch nicht gestützt auf die Schluss-
bestimmungen durchgeführt, sondern in Anwendung von Art. 17 ATSG. 
 
Das Kantonsgericht ist der Auffassung, dass es nicht Sinn und Zweck dieser Schlussbestimmun-
gen sein kann, dass Rentenbezüger, die entweder das Kriterium 55+ oder 15+ erfüllen, unabhän-
gig von ihrem Gesundheitszustand nie mehr einer Revision nach Art. 17 ATSG unterliegen kön-
nen. Wie bereits ausgeführt, können Rentner/innen 55+ / 15+ im revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) 
bzw. gegebenenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext keinen Besitz-
standsanspruch geltend machen; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass aufgrund des fortge-
schrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar 
ist. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers ist es der Beschwerdegegnerin demnach 
nicht verwehrt, dessen bestehende ganze Invalidenrente abzuändern, sofern die Voraussetzun-
gen nach Art. 17 ATSG erfüllt sind.  
 
6.1 Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob die Vorinstanz die ganze Rente zu Recht revisions-
weise aufgehoben hat. 

 

 
 
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6.2 Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind laufende IV-Renten für die Zukunft zu erhöhen, herab-
zusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen 
Weise ändert. Anlass zur Anpassung der Rente gibt jede tatsächliche Änderung, die sich auf den 
Invaliditätsgrad und damit auf den Umfang des Anspruchs (Viertelsrente, halbe Rente, Dreivier-
telsrente, ganze Rente; Art. 28 Abs. 2 IVG) auswirkt (vgl. BGE 134 131 E. 3). Ein Revisionsgrund 
in diesem Sinne betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person, 
wozu namentlich der Gesundheitszustand gehört. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, son-
dern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus 
einer anderen Diagnose oder einer unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus me-
dizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenän-
derung geschlossen werden. Umgekehrt ist – bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszu-
stand – eine Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung, welche zu einer Verbesserung 
der Arbeitsfähigkeit führt, revisionsrechtlich von Bedeutung (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.1 mit zahlreichen Hinweisen). 
 
6.3 Die abweichende medizinische oder rechtliche Einschätzung von im Wesentlichen un-
veränderten tatsächlichen Verhältnissen führt nicht zu einer materiellen Revision. Bloss auf einer 
anderen Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind daher von revisi-
onsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugrenzen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, 
die von der früheren abweicht, obwohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht ver-
ändert hat, ist meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens zurück-
zuführen (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3; Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2011, 
9C_418/2010, E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Liegt dagegen ein Revisionsgrund im Sinne von 
Art. 17 Abs. 1 ATSG vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfas-
send zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; 
Urteil des Bundesgerichts vom 18. August 2018, 8C_145/2018, E. 3.2). Wegen des vergleichen-
den Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernisses, erhebliche fak-
tische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, muss deutlich wer-
den, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vor-
bestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substantiell verändert haben. 
Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist 
genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Ge-
sichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer neuen 
diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schweregrades der Störungen geführt haben 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Oktober 2017, 8C_170/2017, E. 5.2 mit Hinweis).  
 
6.4 Zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des In-
validitätsgrades bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, 
welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsab-
klärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten 
für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.4; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Vorliegend sprach die IV-Stelle dem 

 

 
 
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Versicherten mit Verfügung vom 16. März 2001 eine ganze Invalidenrente zu. Der Rentenan-
spruch wurde in der Folge wiederholt revisionsweise überprüft und bestätigt, wobei keine einläss-
lichen materiellen Abklärungen erfolgten. Im Rahmen der aktuellen Rentenrevision hob die IV-
Stelle nach Vornahme einer umfassenden medizinischen und erwerblichen Abklärung die lau-
fende ganze Invalidenrente des Versicherten mit Verfügung vom 2. Juli 2020 auf. Demnach be-
urteilt sich die Frage, ob eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die 
eine revisionsweise Aufhebung der Invalidenrente rechtfertigt, durch Vergleich des Sachverhalts, 
wie er im Zeitpunkt der Verfügung vom 16. März 2001 bestanden hat, mit demjenigen im Zeitpunkt 
der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 2020. 
 
7.1 Die entscheidende, von den Parteien unterschiedlich beantwortete Frage des vorliegen-
den Verfahrens ist, ob ein Revisionsgrund im Sinne des Art. 17 ATSG gegeben ist. In diesem 
Zusammenhang ist zu klären, ob sich der Gesundheitszustand und der Grad der Arbeitsfähigkeit 
des Versicherten in einer anspruchserheblichen Weise verbessert haben.  
 
7.2 Beim Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung vom 3. September 1999, mit welcher 
dem Versicherten eine vom 1. September 1997 bis zum 31. Juli 1998 befristete ganze Rente und 
ab 1. August 1998 eine halbe Rente zugesprochen worden war, stützte sich die IV-Stelle im We-
sentlichen auf das Gutachten von Dr. med. D.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 
2. September 1998. Darin stellte dieser die Diagnose einer depressiv-ängstlichen Schmerzfehl-
verarbeitung (ICD-10 F43.22) bei introvertierter, passiver Persönlichkeit (ICD-10 F60.8). Als Ak-
tendiagnose in somatischer Hinsicht hielt er belastungsabhängige Kniebeschwerden rechts bei 
Instabilität wegen vorderer Kreuzband-Insuffizienz und Status nach zweimaliger medialer Menis-
kus-Teilresektion am 6. Mai 1991 und am 26. Juli 1997 und beginnender Varusgonarthrose sowie 
ein Lumbovertebral-Syndrom bei mässigen degenerativen Veränderungen der unteren Lenden-
wirbelsäule fest. Zur Arbeitsfähigkeit hielt Dr. D.____ fest, der Explorand sei in seiner zuletzt aus-
geübten Tätigkeit sowie in jeder anderen Tätigkeit, die sowohl dem Rücken- als auch dem Knie-
leiden Rechnung trage, aus psychiatrischer Sicht sechs Stunden täglich arbeitsfähig. Es bestehe 
eine gewisse verminderte Belastbarkeit durch die chronischen Schmerzen und die ängstliche af-
fektive Fehlverarbeitung, die dem Versicherten einen Teil seiner Ressourcen raube und es ihm 
verunmögliche, sich vollumfänglich einzusetzen.  
 
Weiter lag damals ein Gutachten von Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie, vom 6. Juli 
1998 vor. Darin diagnostizierte dieser beim Versicherten belastungsabhängige Kniebeschwerden 
rechts bei Instabilität wegen vorderer Kreuzband-Insuffizienz und Status nach zweimaliger medi-
aler Meniskus-Teilresektion und beginnender Varusgonarthrose sowie ein Lumbovertebral-Syn-
drom bei mässigen degenerativen Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule. Aufgrund der 
klinischen und radiologischen Befunde seien sowohl das rechte Kniegelenk als auch die Lenden-
wirbelsäule vermindert belastbar. Dem Versicherten seien daher grundsätzlich nur Arbeiten in 
wechselnder Position, vorwiegend im Sitzen, zumutbar. Er könne keine vorwiegend stehende 
oder gehende Tätigkeit mehr ausüben, auch keine solche, die das Besteigen von Leitern, Trep-
pen oder Gerüsten beinhalte, auch kniende und kauernde Arbeiten seien ihm nicht möglich, 
ebenso wenig solche vorwiegend in Vorhalteposition. Auch sollte er keine Lasten über 10 kg 

 

 
 
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repetitiv heben und tragen müssen, sowohl wegen des rechten Knies als auch wegen des Rü-
ckens. Damit sei der Beschwerdeführer als Maschinist und Schlosser nicht mehr einsetzbar und 
könnte auch die früher ausgeübte Tätigkeit als Schlosser-Maschinist in einem Kieswerk nicht 
mehr verrichten. Hingegen wäre ihm eine dem Bewegungsapparat adaptierte Tätigkeit vollschich-
tig zumutbar.  
 
7.3 Grundlage für die Verfügung vom 16. März 2001, mit welcher die bestehende halbe 
Rente auf eine ganze Rente erhöht worden war, waren insbesondere die Berichte des behan-
delnden Psychiaters Dr. med. F.____, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, vom 15. Dezember 
2000 sowie vom 9. Januar 2001. Demnach bestünden beim Beschwerdeführer mit Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) bei be-
kannter beginnender Gonarthrose rechts nach zweimaliger Teilmeniskektomie 1991 und 1997, 
ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei Diskusprotrusion L4/L5 sowie Kopfschmerzen und 
eine längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit hielt Dr. F.____ einen Verdacht auf eine Panikstörung (ICD-10 F41.0) fest. Als 
Schlosser/Maschinist könne der Versicherte nicht mehr arbeiten. Eine leichte Tätigkeit in wech-
selhafter Körperhaltung sei zu drei Stunden pro Tag vorstellbar. Aufgrund der Bildung und der 
depressiven Elemente seien anspruchsvolle Arbeiten nicht möglich. Die Prognose sei schlecht. 
Der Versicherte erhalte seit 1998 eine halbe IV-Rente sowie wegen des bereits zweimalig ope-
rierten Knies links eine Rente der Suva in der Höhe von 15 %. Neu hinzugekommen seien neben 
der Schmerzzunahme (Kopf-, Rücken- und Knieschmerzen) und der depressiven Stimmung re-
zidivierend auftretende Schmerzattacken von 1-5 Minuten Dauer in der Herzgegend, welche Dr. 
F.____ am ehesten Panikattacken zuordnen würde. Durch diese Symptomausweitung sei die 
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers noch weiter eingeschränkt.  
 
7.4 Im Rahmen der aktuellen Rentenrevision beauftragte die IV-Stelle die Dres. B.____ und 
C.____ mit einem bidisziplinären Gutachten. Am 18. August 2017 diagnostizierte Dr. B.____ in 
seinem rheumatologischen Teilgutachten mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches 
rechtsseitiges Lumbovertebralsyndrom mit resp. bei altersentsprechenden normalen degenerati-
ven Veränderungen sowie chronische Knieschmerzen rechts mit resp. bei Status nach Kniearth-
roskopie mit Teilresektion wegen medialer Meniskusläsion am 5. Mai 1991, Status nach Knie-
arthroskopie mit Teilmeniskektomie medial rechts, beginnenden degenerativen Veränderungen 
und Kreuzbandinsuffizienz am 26. Juli 1997 und altersentsprechenden normalen degenerativen 
Veränderungen. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. B.____ eine arte-
rielle Hypertonie sowie einen Status nach Operation nach Lichtenstein mit Implantation eines 
Ultrapro-Netzes bei direkter Inguinalhernie rechts am 9. Juni 2004 fest. Sowohl bezüglich der 
Rückenschmerzen als auch bezüglich der Kniegelenkschmerzen seien die radiologischen Be-
funde, welche als altersentsprechend normal bezeichnet werden müssten, nicht kongruent zu der 
subjektiven massiven Schmerzangabe. Hier müsse einschränkend gesagt werden, dass früher 
eine Insuffizienz des vorderen Kreuzbands des rechten Kniegelenks beschrieben worden sei, 
diese aber aktuell nicht sehr beeindruckend im Status imponiert habe, wobei der Versicherte al-
lerdings massiv gegengespannt habe. Der Explorand arbeite seit mittlerweile über 20 Jahren 
nicht mehr, sei also aus dem Arbeitsleben seit vielen Jahren ausgeschieden. Die Beurteilung 
erfolge daher theoretisch. In der bisherigen Tätigkeit als Schlosser, das heisse einer körperlich 

 

 
 
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schweren Arbeit, bestehe vor allem aufgrund der Knieproblematik mit früher beschriebener 
Kreuzbandinsuffizienz eine Arbeitsfähigkeit von 0 %. Das Profil einer Verweistätigkeit umfasse 
Folgendes: Aufgrund der degenerativen Veränderungen lumbal seien körperlich schwere Arbei-
ten nicht mehr möglich. Der Beschwerdeführer könne keine Tätigkeit nur sitzend, nur stehend, 
nur repetitiv bückend, nur dauernd in der Vorhalte oder dauernd über Kopf ausführen. Theoretisch 
sei eine leichte bis gelegentlich mittelschwere Arbeit jedoch zulässig. Von Seiten des Kniegelen-
kes könne der Versicherte keine dauernd nur stehenden oder gehenden Tätigkeiten ausführen. 
Er könne nicht dauernd kauernd, kniend oder repetitiv nur bückend arbeiten. Hier kämen keine 
schweren oder mittelschweren Gewichte infrage. Für eine körperlich leichte Tätigkeit, welche die 
oben genannten Restriktionen berücksichtige, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % bezogen 
auf ein Ganztagespensum. Somatisch liege eine Vorbegutachtung vom 6. Juli 1998 vor, damals 
seien in etwa die gleichen Restriktionen beschrieben worden wie heute. Das Belastungsprofil 
habe sich gegenüber der Vorbegutachtung nicht relevant geändert, weshalb Dr. B.____ von einer 
gleich gebliebenen Arbeitsfähigkeit ausgehe. Rein somatisch sei der Zustand seit Jahren stabil, 
allenfalls sogar leicht gebessert, da sich aktuell keine muskulären Atrophien mehr fänden, wie 
diese damals im Bereiche des musculus vastus medialis beschrieben worden seien. Dr. B.____ 
hielt ferner fest, dass er die lumbalen Beschwerden ganz klar als Ausdruck der psychiatrischen 
Problematik sehe. Ähnlich verhalte es sich bezüglich des Kniegelenks, auch hier bestehe eine 
massive Überlagerung. Es hätten sich erhebliche Diskrepanzen zwischen den subjektiven Anga-
ben des Versicherten und der gutachterlichen Beurteilung gefunden. Der Beschwerdeführer führe 
"alles Tätigkeiten auf einem normalen leichten Belastungsniveau" aus, obwohl er sich mehr oder 
weniger beinahe als "invalid" beschreibe. Zweifellos sei der Explorand auf die Beschwerden fi-
xiert. Als organischer Kern bestehe eine VKB-Insuffizienz rechts mit einer leicht vermehrten 
Schublade einer wahrscheinlichen VKB-Teilruptur oder Ruptur entsprechend. Dieser Befund er-
kläre aber nicht das hier vorliegende Bild, welches weit über diesen organischen Befund hinaus-
gehe. Hier liege klar eine psychogene Überlagerung vor. Erwähnenswert sei, dass die initial halbe 
Rente aufgrund eines psychiatrischen Gutachtens ausgesprochen worden sei. Der damals be-
handelnde Psychiater habe dann im Dezember 2000 von einer Symptomausweitung berichtet, 
wobei diese Beurteilung zur Erhöhung auf eine ganze Rente geführt habe. Es sei klar festzuhal-
ten, dass diese ganze Rente aus psychiatrischen, nicht aus somatischen Gründen ausgespro-
chen worden sei.  
 
Dr. C.____ stellte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 29. August 2017 keine Diagnose 
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte 
er eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54). Im Rahmen seiner Beurteilung hielt der Gut-
achter fest, dass das Ausmass der beklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüber-
zeugung, nicht mehr arbeiten zu können, durch die somatischen Befunde nicht objektiviert wer-
den könnten, sodass eine psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Beim Explo-
randen seien keine Hinweise auf schwere, psychosoziale Belastungen bekannt. Er leide auch 
nicht unter schweren, quälenden Schmerzen. Nur gelegentlich würden Therapien durchgeführt. 
Der Versicherte gestalte seinen Alltag aktiv. Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung könne deswegen nicht gestellt werden. Da er im Alltag kaum durch Schmerzen 
eingeschränkt sei, könne auch die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung nicht gestellt 

 

 
 
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werden. Es handle sich vielmehr um eine Schmerzverarbeitungsstörung. Eine weitere psychiat-
rische Störung könne nicht festgestellt werden. Der Versicherte befinde sich nur sporadisch in 
psychiatrischer Behandlung und werde nicht regelmässig psychopharmakologisch behandelt. Er 
leide gelegentlich unter leichten Schlafstörungen, die sich durch Einnahme eines niedrigdosierten 
schlafanstossenden Antidepressivums problemlos behandeln liessen. Er habe am Morgen keine 
Mühe aufzustehen, sei einzig durch die Schmerzen leicht beeinträchtigt. Den Haushalt führe er 
weitgehend selbständig. Er pflege rege Kontakte zu seinem Bruder und dessen Familie sowie zu 
einem Kollegen. In seiner Heimat besuche er regelmässig Restaurants und gehe auch dort re-
gelmässig mit Kollegen fischen. Er sei ausserdem in der Lage, Auto zu fahren. Er sei also im 
Alltag nicht durch psychopathologische Beschwerden beeinträchtigt. Aus psychiatrischer Sicht 
bestehe keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit. Dr. C.____ hielt schliesslich fest, dass aus 
bidisziplinärer Sicht in einer körperlich leichten, adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 
100 % bestehe.  
 
8.1 Die IV-Stelle stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom 2. Juli 2020 auf das bi-
disziplinäre Gutachten der Dres. B.____ und C.____. Dieser Auffassung ist beizupflichten. So-
wohl das rheumatologische als auch das psychiatrische Teilgutachten erfüllen die rechtspre-
chungsgemässen Voraussetzungen an eine medizinische Beurteilungsgrundlage (vgl. E. 3.2 hier-
vor). Sie weisen weder formale noch inhaltliche Mängel auf, sind umfassend, berücksichtigen die 
geklagten Beschwerden, sind in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und leuchten in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation 
ein. Sodann weisen die beiden Teilgutachten keine Widersprüche von entscheidrelevanter Be-
deutung auf und setzen sich auch hinlänglich mit den bei den Akten liegenden Berichten ausei-
nander. Die entsprechenden, vorstehend (vgl. E. 7.4 hiervor) wiedergegebenen Darlegungen in 
den Gutachten vermögen zu überzeugen, sodass darauf verwiesen werden kann. Bei der Begut-
achtung von Dr. C.____ zeigen sich sowohl gegenüber dem Bericht von Dr. F.____ vom 15. 
Dezember 2000 als auch gegenüber dem Gutachten von Dr. D.____ vom 2. September 1998 
deutliche Verbesserungen des psychischen Gesundheitszustands: Dr. D.____ hat den Versicher-
ten damals als antriebsvermindert, demotiviert und lustlos geschildert, er wirke bezüglich der 
Schmerzen resigniert, wenig zuversichtlich und zukunftsorientiert, sei auf seine Schmerzen fixiert, 
mache seine Schmerzen für sämtliches Versagen und nicht mehr leisten können verantwortlich 
(Gutachten Dr. D.____ S. 8 f.). Demgegenüber sind in der Begutachtung von Dr. C.____ keine 
depressiven oder ängstlichen Verstimmungen mehr ersichtlich. Die Stimmung sei ausgeglichen 
gewesen, die Psychomotorik unauffällig, der Antrieb nicht vermindert, der Beschwerdeführer 
habe sich wach, bewusstseinsklar und zeitlich, örtlich, situativ und zur eigenen Person gut orien-
tiert. Er habe keine Konzentrationsschwächen gezeigt, das Denken sei nicht eingeengt, Gedan-
kenausbreitung oder Fremdbeeinflussungserlebnisse seien nicht vorhanden gewesen. Der Ver-
sicherte habe über keine Ängste berichtet und keine Phobien erwähnt, aus seinen Schilderungen 
habe es keine Hinweise auf Veränderungen der Stimmung und des Antriebs im Tagesverlauf 
gegeben (Gutachten Dr. C.____ S. 14). Betrachtet man seine Alltagsaktivitäten (S. 13), kann von 
einer introvertierten, passiven Persönlichkeit – anders als noch 1998 – keine Rede mehr sein. 
Ebenso gestützt auf die Schilderungen des Tagesablaufes im rheumatologischen Gutachten von 
Dr. B.____ (S. 17 f.) kann die Folgerung des psychiatrischen Gutachters geteilt werden, wonach 
der Beschwerdeführer den Alltag aktiv gestaltet und persönliche Ressourcen deutlich erkennbar 

 

 
 
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sind. Gleichmässige Einschränkungen in allen Lebensbereichen sind nicht ersichtlich. Der Versi-
cherte kann im Alltag sämtliche Tätigkeiten in einem normalen leichten Belastungsniveau prob-
lemlos wahrnehmen. 
 
Demnach ging die IV-Stelle zu Recht davon aus, dass sich der Gesundheitszustand des Versi-
cherten seit der ursprünglichen Rentenzusprache wesentlich verbessert hat und er spätestens 
seit der Begutachtung durch die Dres. B.____ und C.____ in angepassten Verweistätigkeiten 
uneingeschränkt leistungsfähig ist. 
 
8.2 Was in der Beschwerde dagegen vorgebracht wird, verfängt nicht. Soweit sich der Be-
schwerdeführer noch immer auf den Arztbericht von Dr. F.____ vom 15. Dezember 2000 stützt, 
ist dazu festzuhalten, dass die in diesem Bericht gestellten Diagnosen weder rechtsgenüglich 
hergeleitet noch nachvollziehbar begründet werden. Dr. F.____ begnügt sich als Erklärung mit 
der Feststellung, dass neben der Schmerzzunahme und der depressiven Stimmung rezidivierend 
auftretende Schmerzattacken von 1-5 Minuten in der Herzgegend neu hinzugekommen seien. 
Der Psychiater zeigt auch nicht auf, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwick-
lung und im Verlauf der Arbeitsunfähigkeit zu seiner neuen diagnostischen Beurteilung einer län-
geren depressiven Reaktion und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung geführt ha-
ben. Die Berichte von Dr. F.____ aus den Jahren 2000 und 2001 vermögen das beweiskräftige 
Gutachten von Dr. C.____ jedenfalls nicht in Zweifel zu ziehen. Für die Beantwortung der hier 
zentralen Frage, ob seit der ursprünglichen Rentenzusprache eine erhebliche Verbesserung des 
Gesundheitszustandes des Versicherten eingetreten ist, sind sie zudem ohnehin nicht geeignet.  
 
8.3 Der Beschwerdeführer hat ausserdem im Rahmen der Begutachtung auch keine psychi-
schen gesundheitlichen Beeinträchtigungen geltend gemacht. Zudem hat er seit der ambulanten 
Behandlung bei Dr. F.____ in den Jahren 2000 und 2001 keine psychiatrische oder psychophar-
makologische Behandlung mehr in Anspruch genommen. Gemäss eigenen Angaben gehe er 
lediglich ein- bis zweimal im Jahr zu einem Psychiater in seinem Heimatland. Im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens hat der Versicherte schliesslich keinerlei neue medizinischen Unterlagen 
eingereicht, welche eine Abweichung vom bidisziplinären Gutachten begründen könnten.  
 
8.4 Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers geht Dr. C.____ in seinem Gutachten 
auch auf dessen Schilderungen in Bezug auf den Verkehrsunfall von 1998 ein (S. 11 des Gut-
achtens). Dr. C.____ gibt wieder, dass es den Versicherten belaste, wenn er im Fernsehen einen 
Unfall sehe. Der Gutachter verweist jedoch zu Recht darauf, dass er – welcher im Übrigen 1998 
noch ausgesagt hatte, das Auto nur zum Einkaufen zu benutzen (Gutachten Dr. D.____ S. 5) – 
mittlerweile das Auto intensiver nutze und beispielsweise in sein Heimatland hin- und zurückfahre 
und weder unter Flashbacks noch unter Albträumen leide, so dass es sich nicht um eine post-
traumatische Belastungsstörung handeln könne (S. 15 des Gutachtens). Unter diesen Umstän-
den verfängt auch dieses Vorbringen des Beschwerdeführers nicht.  
 
8.5 Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, dass seine Ferien in seinem Heimatland 
oder Restaurantbesuche die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung nicht ausschliessen 
würden und die diesbezüglichen Hinweise von Dr. C.____ in seinem Gutachten irrelevant seien. 

 

 
 
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Dazu ist festzuhalten, dass Ausführungen zu alltäglichen Aktivitäten des Versicherten stets rele-
vant sind, da ein Gutachter dadurch noch vorhandene Ressourcen des Patienten oder mögliche 
Diskrepanzen zwischen den geschilderten Symptomen und dem Verhalten in der Begutachtungs-
situation und der Aktenlage und den Alltagsaktivitäten prüfen kann. Es sind denn auch nicht al-
leine die Ferien oder die Restaurantbesuche, welche gemäss Dr. C.____ eine somatoforme 
Schmerzstörung beim Versicherten ausschliessen. Dr. C.____ hält vielmehr fest, dass das Aus-
mass der beklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, nicht mehr arbei-
ten zu können, durch die somatischen Befunde nicht objektiviert werden könnten, sodass eine 
psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Ausserdem seien beim Exploranden 
keine Hinweise auf schwere, psychosoziale Belastungen bekannt. Ferner leide er auch nicht un-
ter schweren, quälenden Schmerzen. Nur gelegentlich würden Therapien durchgeführt. Der Ver-
sicherte gestalte den Alltag aktiv. Die Alltagsaktivitäten des Versicherten, worunter auch die Fe-
rien oder Restaurantbesuche fallen, sind demnach nur ein Punkt, weshalb der Gutachter die Di-
agnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nicht gestellt hat. Daran ist nichts aus-
zusetzen.  
 
8.6 Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung gemäss ICD-10 F45.40 wird wie folgt de-
finiert: Die vorherrschende Beschwerde ist ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz, 
der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht hinreichend erklärt 
werden kann. Er tritt in Verbindung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Belastungen 
auf, denen die Hauptrolle für Beginn, Schweregrad, Exazerbation oder Aufrechterhaltung der 
Schmerzen zukommt. Die Folge ist meist eine beträchtlich gesteigerte persönliche oder medizi-
nische Hilfe und Unterstützung. Die Begründung von Dr. C.____, weshalb er ebendiese Diagnose 
nicht gestellt hat, erscheint aufgrund der obgenannten Definition der anhaltenden somatoformen 
Schmerzstörung als nachvollziehbar.  
 
Ferner ist festzuhalten, dass die Diagnose und die Ausführungen von Dr. C.____ im Einklang mit 
dem psychiatrischen Gutachten von Dr. D.____ vom 2. September 1998 stehen. Dr. C.____ di-
agnostizierte eine Schmerzverarbeitungsstörung und Dr. D.____ eine depressiv-ängstliche 
Schmerzfehlverarbeitung bei introvertierter, passiver Persönlichkeit. Die von Dr. C.____ gestellte 
Diagnose der Schmerzverarbeitungsstörung wird gemäss ICD-10 F54 wie folgt umschrieben: 
Diese Kategorie sollte verwendet werden, um psychische Faktoren und Verhaltenseinflüsse zu 
erfassen, die eine wesentliche Rolle in der Ätiologie körperlicher Krankheiten spielen, die in an-
deren Kapiteln der ICD-10 klassifiziert werden. Die sich hierbei ergebenden psychischen Störun-
gen sind meist leicht, oft langanhaltend (wie Sorgen, emotionale Konflikte, ängstliche Erwartung) 
und rechtfertigen nicht die Zuordnung zu einer der anderen Kategorien des Kapitels V (Psychi-
sche und Verhaltensstörungen).  
 
8.7 Der Beschwerdeführer bringt schliesslich vor, dass die Beschwerdegegnerin es ver-
säumt habe, einen aktuellen Bericht seines behandelnden Hausarztes Dr. med. G.____, FMH 
Allgemeine Innere Medizin, einzuholen. Es trifft zwar zu, dass der letzte sich in den Akten befind-
liche Arztbericht von Dr. G.____ vom 1. November 2016 datiert. Allerdings geht es vorliegend um 
die Würdigung zweier Fachgutachten in Rheumatologie und Psychiatrie. Inwiefern ein aktueller 

 

 
 
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Bericht des Hausarztes des Beschwerdeführers, mithin eines Allgemeinmediziners, diese Fach-
gutachten in Zweifel ziehen könnte, bringt der Beschwerdeführer nicht vor und ist auch nicht er-
sichtlich.  
 
9. Nach dem Gesagten ist im Ergebnis nicht zu beanstanden, dass die IV-Stelle bei der 
Beurteilung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestützt 
auf die Gutachten der Dres. B.____ und C.____ davon ausgegangen ist, dass der Versicherte 
spätestens im Zeitpunkt der Begutachtung in angepassten Tätigkeiten wiederum vollständig ar-
beitsfähig war und dadurch ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen könnte. Da-
mit hat sich der Invaliditätsgrad in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert und die 
Voraussetzungen für eine Revision nach Art. 17 ATSG sind erfüllt.  
 
10. Die konkrete Berechnung des Einkommensvergleichs ist nicht zu beanstanden, weshalb 
von weiteren Erörterungen dazu abgesehen und stattdessen auf die entsprechenden Ausführun-
gen der IV-Stelle in der Verfügung vom 2. Juli 2020 verwiesen werden kann. Der Beschwerde-
führer rügt diesbezüglich lediglich, dass der leidensbedingte Abzug mit 10 % viel zu tief angesetzt 
worden sei. Dazu ist festzuhalten, dass jedoch selbst ein maximaler Abzug vom Tabellenlohn von 
25 % am Ergebnis nichts ändern und dennoch ein Invaliditätsgrad von unter 40 % resultieren 
würde. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich deswegen. 
 
11. Es verbleibt noch, zum Grundsatz Stellung zu nehmen, dass bei Versicherten, die bei 
der revisionsweisen Aufhebung der Rente das 55. Altersjahr vollendet haben oder eine Renten-
bezugsdauer von mindestens 15 Jahren aufweisen, eine Selbsteingliederung in der Regel nicht 
zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts vom 26. April 2011, 9C_228/2010, E. 3 mit weiteren Hin-
weisen). Demnach hätte der Beschwerdeführer Anspruch auf Wiedereingliederungsmassnah-
men. Der Versicherte hat jedoch keine Bereitschaft erkennen lassen, an Massnahmen zur Wie-
dereingliederung teilzunehmen. Er hat zwei Termine (17. Juli und 28. August 2019) für das Erst-
gespräch unentschuldigt nicht wahrgenommen. Aus einer Aktennotiz geht hervor, dass der Ver-
sicherte schliesslich am 2. September 2019 bei der Beschwerdegegnerin vorgesprochen und be-
richtet hat, dass er aus den Ferien zurückgekommen sei und die Einladung für das Gespräch 
vorgefunden habe. Er habe sich erkundigt, ob er nun einen neuen Termin erhalte. Daraufhin hat 
er einen weiteren Termin am 11. Oktober 2019 erhalten. Soweit ersichtlich, hat der Beschwerde-
führer diesen Termin schliesslich wahrgenommen, wobei das Protokoll – wohl versehentlich – 
vom 28. August 2019 datiert. Aus dem Protokoll geht hervor, dass der Versicherte im Gespräch 
keine Chance gesehen habe, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Dies aufgrund seiner gesund-
heitlichen Beschwerden sowie seines Alters, seiner Arbeitsmarktabstinenz etc. Er habe mehrfach 
seine Gebresten erklärt. Er habe dementsprechend auch von der Option der Eingliederungs-
massnahmen keinen Gebrauch machen wollen. Auch nach mehrmaliger Erklärung der Nieder-
schwelligkeit der Massnahmen sei für ihn die Teilnahme an diesen im Hinblick auf den Arbeits-
markt ausgeschlossen gewesen. Im Anschluss an dieses Gespräch hat die IV-Stelle ein Mahn- 
und Bedenkzeitverfahren durchgeführt. Nachdem der Beschwerdeführer noch immer nicht mit-
gewirkt hatte, hat die Beschwerdegegnerin das Dossier im Bereich der beruflichen Massnahmen 
gemäss Aktennotiz vom 29. November 2019 geschlossen. 
 

 

 
 
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Unter diesen Umständen durfte die Beschwerdegegnerin zu Recht von einer fehlenden Einglie-
derungsfähigkeit bzw. –willigkeit des Beschwerdeführers ausgehen und von einer weiteren Pla-
nung und Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen absehen. In ihrer Vernehmlas-
sung hat die Beschwerdegegnerin dennoch erneut darauf hingewiesen, dass es dem Versicher-
ten noch immer freistehe, sich für berufliche Massnahmen zu melden.  
 
12. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Aufhebung der Invalidenrente per Ende August 
2020 gerechtfertigt und die angefochtene Verfügung im Ergebnis nicht zu beanstanden ist. Die 
dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 
 
13. Es bleibt über die Kosten zu entscheiden. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Be-
schwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-
- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand 
entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des bundesrechtli-
chen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfah-
renskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Vorlie-
gend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, weshalb ihm die Verfahrenskosten aufzuer-
legen sind. Diese sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu ver-
rechnen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist keine Parteientschädigung auszurichten.  
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-
deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

 
 
 
 
 
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