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**Case Identifier:** 47b77baf-f2eb-51e2-ac5f-770036305954
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 01.09.2023 ZK1 2021 173
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-173_2023-09-01.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 1. September 2023

Referenz ZK1 21 173

Instanz I. Zivilkammer

Besetzung Aebli, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Bernhard, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführerin

Gegenstand Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsvertretung

Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Viamala, Einzelrichter, vom 
02.06.2021, mitgeteilt am 18.10.2021 (Proz. Nr. 135-2020-271)

Mitteilung 07. September 2023

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Sachverhalt

A. B._____ stellte am 30. November 2020 ein Gesuch um Schuldneranwei-
sung gegen C._____ beim Regionalgericht Viamala.

B. Mit Entscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Viamala vom 2. Fe-
bruar 2021, gleichentags mitgeteilt, wurde B._____ im Verfahren betreffend 
Schuldneranweisung mit Wirkung ab dem 27. November 2020 die unentgeltliche 
Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwältin A._____ bewilligt.

C. Die von B._____ beantragte Schuldneranweisung wies der Einzelrichter am 
Regionalgericht Viamala mit Entscheid vom 2. Juni 2021, mitgeteilt am 18. Okto-
ber 2021, ab. Der unentgeltlichen Rechtsvertreterin von B._____ sprach das Ge-
richt eine Entschädigung von CHF 2'662.30 zu.

D. Gegen den obgenannten Entscheid erhob B._____, vertreten durch 
Rechtsanwältin A._____, am 5. November 2021 Berufung beim Kantonsgericht 
von Graubünden. Die Berufung wurde mit Urteil vom 15. August 2022 abgewiesen 
(Verfahren ZK1 21 172).

E. Gleichzeitig erhob Rechtsanwältin A._____ (nachfolgend Beschwerdeführe-
rin) am 5. November 2021 gegen Dispositivziffer 2c (Entschädigung der unentgelt-
lichen Rechtsvertreterin) Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden. Sie 
beantragte damit eine Parteientschädigung im Verfahren vor der Vorinstanz in 
Höhe von CHF 12'430.10 (inkl. Auslagen und MwSt.) bzw. CHF 9'600.35 (inkl. 
Auslagen und MwSt.) für den Fall, dass der Berufung stattgegeben werde. Sube-
ventualiter beantragte sie eine Entschädigung als unentgeltliche Rechtsvertreterin 
in der Höhe von CHF 9'053.50 (inkl. Auslagen und MwSt.). Subsubeventualiter sei 
die Angelegenheit zur Neufestsetzung der Entschädigung der unentgeltlichen 
Rechtsvertreterin an die Vorinstanz zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Ent-
schädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.

F. Die Vorinstanz liess sich nicht vernehmen.

G. Der mit Verfügung vom 9. November 2021 eingeforderte Kostenvorschuss 
von CHF 1'500.00 wurde von der Beschwerdeführerin mit Eingang beim Kantons-
gericht von Graubünden am 22. November 2021 fristgerecht geleistet.

H. Gegen das Urteil der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts vom 15. August 
2022 (ZK1 21 172) erhob B._____ Beschwerde an das Bundesgericht, weshalb 
das Beschwerdeverfahren ZK1 21 173 mit Verfügung vom 6. Oktober (act. E.1) bis 
zum Vorliegen des bundesgerichtlichen Entscheids sistiert wurde. Das Bundesge-

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richt wies die Beschwerde mit Urteil vom 12. Juli 2023 ab (BGer 5A_742/2022), 
woraufhin das vorliegende Verfahren wieder aufgenommen wurde.

I. Die vorinstanzlichen Akten (Proz-Nr. 135-2020-271 und 135-2020-272) so-
wie die Akten des Verfahrens ZK1 21 172 vor Kantonsgericht wurden beigezogen. 
Das Verfahren erweist sich als spruchreif.

Erwägungen

1.1. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens bildet die im Entscheid des Einzel-
richters am Regionalgericht Viamala vom 2. Juni 2021, begründet mitgeteilt am 
18. Oktober 2021, enthaltene Entschädigungsregelung betreffend die unentgeltli-
che Rechtsvertretung. Gegen Kostenentscheide kann gemäss Art. 110 in Verbin-
dung mit Art. 319 ff. ZPO selbständig Beschwerde erhoben werden. Beschwer-
deinstanz ist die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden (Art. 7 
Abs. 1 EGzZPO [BR 320.100]; Art. 6 KGV [BR 173.100]).

1.2. Die Beschwerdefrist gegen einen im summarischen Verfahren ergangenen 
Entscheid beträgt 10 Tage (Art. 321 Abs. 2 ZPO; Art. 302 Abs. 1 lit. c ZPO). Der 
Entscheid betreffend Schuldneranweisung vom 2. Juni 2021 wurde der Beschwer-
deführerin am 26. Oktober 2021 zugestellt (act. A.1 Ziff.  II.2). Die dagegen erho-
bene Beschwerde datiert vom 5. November 2021 und erfolgte somit rechtzeitig.

1.3. Die übrigen Sachurteilsvoraussetzungen, insbesondere die Beschwerdele-
gitimation der in eigenem Namen Beschwerde führenden Rechtsbeiständin 
(vgl. BGer 4A_456/2021 v. 27.10.2021 E. 2.1; 4A_170/2018 v. 20.6.2018 E. 1.3), 
sind ebenfalls erfüllt, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist.

1.4. Die Beschwerdeführerin beantragte zunächst eine Parteientschädigung von 
CHF 12'430.10 (inkl. Auslagen und MwSt.) bzw. eventualiter von CHF 9'600.35 
(inkl. Auslagen und MwSt.) für den Fall, dass der Berufung stattgegeben werde. 
Mit Abweisung der Berufung im Verfahren ZK1 21 172 und Abweisung der dage-
gen erhobenen Beschwerde durch das Bundesgericht wird der Hauptantrag auf 
Zusprechung einer Parteientschädigung gegenstandslos (Rechtsbegehren Zif-
fer 1). Für die vorliegende Beschwerde massgebend ist der Subeventualantrag 
(Rechtsbegehren Ziffer 2), wonach die Beschwerdeführerin eine Entschädigung 
für sich als unentgeltliche Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin im vorinstanzli-
chen Verfahren in der Höhe von CHF 9'053.50 (inkl. Auslagen und MwSt.) ver-
langt. Da das Verfahren spruchreif und ein reformatorischer Entscheid möglich ist, 
erübrigt sich eine Rückweisung an die Vorinstanz (Rechtsbegehren Ziffer 3; 
vgl. act. A.1).

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1.5. Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind neue Anträge, neue Tatsachenbehaup-
tungen und neue Beweismittel, welche nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren 
vorgebracht beziehungsweise vorgelegt wurden, im Beschwerdeverfahren ausge-
schlossen. Es gilt mithin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ein umfassendes 
Novenverbot (vgl. KGer GR ZK1 17 93 v. 27.06.2018 E. 3 m.H.a. Dieter Freiburg-
haus/Susanne Afheldt, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 3 
f. zu Art. 326 ZPO).

Die nun erstmals im Beschwerdeverfahren eingereichte definitive Honorarnote 
vom 5. November 2021 für das vorinstanzliche Verfahren betreffend den Zeitraum 
vom 27. November 2020 bis zum 26. Oktober 2021 (act. B.2) ist aufgrund des No-
venverbots unbeachtlich (vgl. auch nachfolgend E. 4.2).

2.1. In der Stellungnahme vom 1. Februar 2021 an das Regionalgericht Viamala 
hatte die Beschwerdeführerin eine provisorische Honorarnote für den Zeitraum 
vom 27. November 2020 bis zum 1. Februar 2021 eingereicht. Darin hatte sie ei-
nen Aufwand von 15.43 Stunden geltend gemacht und ihr Honorar auf 
CHF 3'921.40 (zu einem Stundenansatz von CHF 220.00, inkl. Auslagen und 
MwSt.) beziffert (vgl. RG act. III/19), was CHF 3'423.30 (inkl. Auslagen und MwSt.) 
bei einem Stundenansatz von CHF 200.00 entspricht. Anschliessend erfolgten im 
vorinstanzlichen Verfahren noch weitere Aufwendungen, namentlich begründet 
durch die weiteren Eingaben der Beschwerdeführerin vom 18. März 2021 (RG 
act. II/5), vom 20. April 2021 (RG act. II/7) und vom 7. Mai 2021 (RG act. II/8). 

2.2. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz zum Schluss, dass für die 
Streitsache (Schuldneranweisung) ein Zeitaufwand von 12 Stunden angemessen 
gewesen wäre. Den für das Honorar massgebenden Stundenansatz bezifferte sie 
auf CHF 200.00. Der Beschwerdeführerin als unentgeltliche Rechtsvertreterin der 
unterliegenden Gesuchstellerin wurde eine Entschädigung von CHF 2'662.30 (inkl. 
Barauslagen von 3 % und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zugesprochen 
(act. B.1 E. 4.3).

3. Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (vgl. Art. 320 lit. a 
und b ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt die Rügepflicht. Die Beschwerde 
führende Partei hat in der Beschwerdeschrift im Einzelnen darzulegen, an welchen 
Mängeln der angefochtene Entscheid leidet und auf welche Beschwerdegründe 
sie sich beruft. Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Ver-
stoss gegen geschriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz 

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überprüft entsprechende Rügen mit freier Kognition. Unrichtige Rechtsanwendung 
beinhaltet nach einhelliger Lehre auch die Frage der Angemessenheit, wobei sich 
die Rechtsmittelinstanzen jedoch praxisgemäss eine gewisse Zurückhaltung in 
dem Sinne auferlegen, als dass ein Ermessensspielraum der Vorinstanz respek-
tiert und erst bei einem eigentlich unangemessenen Entscheid von der Rechtsmit-
telinstanz korrigierend eingegriffen wird. Dabei ist Unangemessenheit dann gege-
ben, wenn ein gerichtlicher Entscheid, welcher innerhalb des gerichtlichen Ermes-
senspielraums liegt und zudem in Ausübung des dem Gericht zukommenden Er-
messensspielraums getroffen wurde, auf sachlichen Kriterien beruht, unter 
Berücksichtigung der Gegebenheiten des konkreten Falles aber dennoch als un-
zweckmässig erscheint (vgl. KGer GR ZK1 17 93 v. 27.06.2018 E. 2 m.H.a. Peter 
Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kom-
mentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2016, N 36 zu 
Art. 310 ZPO.; vgl. auch KGer GR ZK1 19 187 v. 16.11.2020 E. 2).

4.1. Die Beschwerdeführerin beanstandet, der Einzelrichter am Regionalgericht 
Viamala habe sie nicht aufgefordert, eine aktualisierte Honorarnote einzureichen 
bzw. er habe sie nicht informiert, dass eine solche Aufforderung nicht der Ge-
richtspraxis entspreche (act. A.1 Ziff. IV.3.1). In ihrem Gesuch vom 30. November 
2020 und in ihren Stellungnahmen vom 18. März 2021 sowie vom 20. April 2021 
hatte sie jeweils angeboten, die definitive Honorarnote auf Aufforderung bei Ver-
fahrensabschluss einzureichen (RG act. II/1 Ziff. III.5; RG act. II/5 Ziff. III.12; RG 
act. II/7 Ziff. 3). Fest steht, dass das Regionalgericht die Beschwerdeführerin nicht 
zur Einreichung einer definitiven Honorarnote aufforderte. "Derartiges macht das 
Regionalgericht Viamala aus Prinzip nicht", heisst es im angefochtenen Entscheid. 
Der Gerichtspräsident sah sich dazu auch im Lichte der bundesgerichtlichen Pra-
xis nicht verpflichtet (act. B.1 E. 4.3.a).

4.2.1. Gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO spricht das Gericht die Parteientschädigung 
nach den Tarifen zu. Die Parteien können eine Kostennote einreichen. Wird keine 
Kostennote eingereicht, so spricht das Gericht der Partei aufgrund des kantonalen 
Tarifs und des aus den Akten ersichtlichen und erfahrungsgemäss anfallenden 
Aufwandes eine angemessene Parteientschädigung zu. Der nachträgliche Nach-
weis höherer Auslagen erlaubt keine Berichtigung. Im Beschwerdeverfahren sind 
Noven ausgeschlossen; eine säumige Partei kann die Kostennote nicht auf die-
sem Weg in den Prozess einführen (BGer 9C_327/2014 v. 10.9.2014 E. 4; E. 1.5 
hiervor). Es ist es Sache der ansprechenden Partei, ihren Entschädigungsantrag 
entsprechend zu substantiieren und zu spezifizieren und hierfür eine Kostennote 
einzureichen. Das Gericht kann die Anwälte zur Einreichung ihrer Kostennote auf-

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fordern, muss aber nicht (vgl. Viktor Rüegg/Michael Rüegg, in: Spüh-
ler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung, 3. Aufl., Basel 2017, N 2 zu Art. 105 ZPO; Adrian Urwyler/Myriam Grüt-
ter, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2016 N 6 f. zu Art. 105 ZPO; David Jenny, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung [ZPO], 3. Aufl., Zürich 2016, N 7 zu Art. 105 ZPO). Auch gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung besteht grundsätzlich keine Pflicht eines Ge-
richts, die Partei oder deren Rechtsvertreter zur Einreichung der Kostennote für 
das betreffende Verfahren aufzufordern (BGer 2C_725/2017 v. 13.04.2018 
E. 3.3.1; BGer 4A_325/2015 v. 09.02.2016 E. 5.3, nicht publ. in: BGE 142 III 131; 
BGer 2C_253/2016 v. 10.11.2016 E. 4). Eine entsprechende Pflicht kann sich aus 
dem kantonalen Recht ergeben (vgl. BGer 6B_735/2009 v. 31.05.2010 E. 1). 

4.2.2. Art. 16 Abs. 2 des Anwaltsgesetzes des Kantons Graubünden (BR 310.100) 
sieht vor, dass bei unentgeltlichen Rechtsvertretungen die mit der Sache befasste 
Instanz die Entschädigung der Anwältin oder des Anwaltes nach dem für eine 
sachgerechte Prozessführung notwendigen Zeitaufwand festsetzt. Reicht die amt-
liche Verteidigerin oder der amtliche Verteidiger (oder der unentgeltliche Rechts-
beistand) keine Honorarnote ein, die eine umfassende Überprüfung der Aufwen-
dungen erlaubt, wird die Entschädigung nach Ermessen festgesetzt (Art. 5 Abs. 2 
der Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und 
Rechtsanwälte [Honorarverordnung; HV; BR 310.250]; so auch Art. 2 Abs. 1 HV 
für die Parteientschädigung der obsiegenden Partei). Gestützt auf Art. 105 Abs. 2 
Satz 2 ZPO und unter Berücksichtigung von Art. 5 HV legt das Gericht die Ent-
schädigung im Endentscheid nach pflichtgemässem Ermessen fest (vgl. auch 
KGer GR ZK1 13 112 v. 30.1.2014 E. 2a und KSK 14 61 v. 30.9.2014 E. 3b). Aus 
dem Ausgeführten folgt, dass auch das bündnerische Recht die Gerichte nicht 
verpflichtet, die Parteien zur Einreichung einer Honorarnote aufzufordern.

4.3. Es ist indes zu prüfen, ob die Beschwerdeführerin darauf vertrauen durfte, 
dass eine entsprechende Aufforderung zur Einreichung einer Honorarnote erge-
hen werde, zumal sie das Regionalgericht mehrfach darum ersucht hatte. Anders 
als von der Beschwerdeführerin gerügt, geht es jedoch weniger um die Wahrung 
ihres rechtlichen Gehörs, sondern eher um die Frage, ob sich die Vorinstanz dem 
Grundsatz von Treu und Glaube entsprechend verhalten hat. Art. 9 der Bundes-
verfassung gibt jeder Person den Anspruch, von den staatlichen Organen ohne 
Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Das in Art. 52 ZPO ko-
difizierte Gebot, sich im Prozess nach Treu und Glauben zu verhalten, richtet sich 

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an Parteien und an die Gerichte (Myriam A. Gehri in: Spühler/Tenchio/Infanger 
[Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Ba-
sel 2017, N 18 f. zu Art. 52 ZPO).

4.4. Wie ausgeführt, bestand keine Pflicht des Regionalgerichts Viamala, die 
Beschwerdeführerin zur Einreichung einer Honorarnote aufzufordern. Nach meh-
reren teils fakultativen Stellungnahmen der Parteien musste die Beschwerdeführe-
rin mit dem raschen Ergehen eines Entscheides rechnen, zumal es sich bei der 
Schuldneranweisung um ein Summarverfahren handelt (Art. 302 Abs. 1 lit. c 
ZPO). Sie hätte sich auch beim Gericht hinsichtlich der weiteren bevorstehenden 
Schritte erkundigen können. Es wäre Sache der Beschwerdeführerin gewesen, 
ihren Entschädigungsantrag von sich aus zu substantiieren und zu spezifizieren 
und hierfür eine Kostennote einzureichen. Dies hat sie im Übrigen mit der Eingabe 
vom 1. Februar 2021 unaufgefordert getan. Von der Beschwerdeführerin als prak-
tizierender Rechtsanwältin darf, auch wenn sie mehrheitlich in einem anderen 
Kanton tätig ist, erwartet werden, dass sie die rechtlichen Grundlagen und die 
Praxis kennt oder sich diese Kenntnisse selbst verschafft (vgl. BGer 2C_253/2016 
v. 10.11.2016 E. 4.2 f.). Eine Berufung auf berechtigtes Vertrauen der Beschwer-
deführerin ist vorliegend ausgeschlossen (vgl. die bundesgerichtliche Rechtspre-
chung im Zusammenhang mit falschen Rechtsmittelbelehrungen, statt vieler BGer 
4A_573/2021 v. 17.05.2022 E. 4).

5.1. Die weitere Rüge der Beschwerdeführerin, das Regionalgericht Viamala 
hätte ihr vor Erlass des Entscheids die Gelegenheit geben müssen, darzulegen, 
inwiefern der mit der Kostennote geltend gemachte Aufwand zur gehörigen Erledi-
gung des Prozessmandats erforderlich gewesen sei, stellt keine Verletzung des 
rechtlichen Gehörs dar (s. act. A.1 Ziff. IV.3.2). Denn nach bundesgerichtlicher 
Praxis besteht kein Anspruch, von der entscheidenden Behörde zur beabsichtig-
ten Honorarkürzung vorab angehört zu werden (vgl. BGE 134 I 159 E. 2.1.1 
m.w.H.).

5.2. Die Festsetzung von Anwaltshonoraren muss in der Regel nicht oder ledig-
lich summarisch begründet werden (vgl. BGer 2C_816/2020 v. 18.05.2021 E. 4.3 
m.w.H., u.a. auf BGE 134 I 159 E. 2.1.1). Eine Begründungspflicht kann sich unter 
Umständen aber aus Art. 29 Abs. 2 BV ergeben, insbesondere dann, wenn die 
entscheidende Instanz von einer eingereichten Kostennote abweicht. Das rechtli-
che Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV verlangt, dass die Behörde die Vorbringen des 
vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in 
der Entscheidfindung berücksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, 
ihren Entscheid zu begründen. Dabei kann sie sich auf die wesentlichen Punkte 

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beschränken. Die Begründung muss aber so abgefasst sein, dass sich der Betrof-
fene über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller 
Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne 
müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die 
Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGer 8C_278/2020 
v. 17.8.2020 E. 2.3 m.w.H., u.a. auf BGE 136 I 184 E. 2.2.1). In Bezug auf die 
Festlegung des Honorars der unentgeltlichen Rechtsvertretung bedeutet dies, 
dass – bei Vorliegen einer Honorarnote – allfällige Kürzungen grundsätzlich unter 
Bezugnahme auf die einzelnen Positionen zu begründen sind (Art. 2 HV; vgl. KGer 
GR ZK2 20 8 v. 29.10.2020 E. 3.2 m.w.H.; vgl. auch BGer 5D_15/2012 
v. 28.3.2012 E. 4.2.2; BGer 5A_157/2015 v. 12.11.2015 E. 3.3.3; BGer 
4A_382/2014 v. 4.1.2016 E. 3.1). Zu jeder Reduktion ist zumindest kurz auszu-
führen, aus welchen konkreten Gründen die betreffenden Aufwendungen oder 
Auslagen unnötig sind (vgl. Frank Emmel, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2016, N 7 zu Art. 122 ZPO m.w.H.).

5.3. Die Beschwerdeführerin reichte im vorinstanzlichen Verfahren am 1. Febru-
ar 2021 eine provisorische Honorarnote für ihre bis dahin entstandenen Aufwen-
dungen ein (RG act. III/19). Die Vorinstanz nahm in ihrem Entscheid auf die im 
Recht liegende Honorarnote Bezug. Sie kam zum Schluss, dass der darin ausge-
wiesene Betrag der Sache unangemessen sei. Zwar hat die Vorinstanz nicht jede 
einzelne Position der Honorarnote überprüft und für nötig oder unnötig befunden 
(act. B.1 E. 4.3). Sie hat jedoch hinreichend begründet, warum sie den Ge-
samtaufwand von 12 Stunden als der Sache angemessen erachtete. So führte sie 
aus, dass im Schuldneranweisungsverfahren lediglich zu beurteilen sei, ob und 
inwieweit eine geltende Zahlungspflicht des Gesuchsgegners vorliege und ob der 
Gesuchsgegner seiner Verpflichtung im Prinzip stets, rechtzeitig und vollständig 
nachgekommen sei. Ersteres sei bewiesen und Letzteres lasse sich ohne aus-
ufernde Berechnungen bejahen. Die darüberhinausgehenden Ausführungen der 
Gesuchstellerin interessierten nicht, wobei die Vorinstanz darlegte, welche Vor-
bringen sie als unnötig betrachtete (vgl. dazu nachfolgend E. 7.3). Die Begrün-
dung des angefochtenen Entscheids ermöglichte es der Beschwerdeführerin ohne 
Weiteres, sich in ihrer Beschwerde mit den Argumenten der Vorinstanz auseinan-
derzusetzen. Eine Verletzung der Begründungspflicht, die Ausfluss aus dem An-
spruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) bildet, ist daher nicht ersichtlich.

6.1. Der unentgeltliche Rechtsbeistand hat einen Anspruch auf Entschädigung 
und Rückerstattung der Auslagen, welcher aus Art. 29 Abs. 3 BV hergeleitet wird. 

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Er umfasst indessen nicht alles, was für die Wahrnehmung der Interessen des 
Mandanten von Bedeutung ist. Ein Anspruch besteht der Verfassung wegen nur, 
soweit der Aufwand zur Wahrung der Rechte notwendig ist (vgl. BGE 141 I 124 
E. 3.1), somit nicht schon, soweit er bloss vertretbar erscheint (BGer 5A_209/2016 
v. 12.5.2016 E. 2.1). Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO sieht vor, dass der unentgeltliche 
Rechtsbeistand bei Unterliegen der unentgeltlich prozessführenden Partei vom 
Kanton angemessen entschädigt wird (vgl. auch Art. 96 ZPO). Bei unentgeltlichen 
Rechtsvertretungen setzt die mit der Sache befasste Instanz die Entschädigung 
der Anwältin oder des Anwaltes nach dem für eine sachgerechte Prozessführung 
notwendigen Zeitaufwand fest (Art. 16 Abs. 2 Anwaltsgesetz GR). Für den berech-
tigten Aufwand der unentgeltlichen Vertretung und der amtlichen Verteidigung wird 
der Rechtsanwältin oder dem Rechtsanwalt ein Honorar von 200 Franken pro 
Stunde zuzüglich notwendige Barauslagen und Mehrwertsteuer ausgerichtet. Zu-
schläge werden keine gewährt (Art. 5 Abs. 1 HV). Die (bundesgerichtliche) Recht-
sprechung zur Festsetzung der Parteientschädigung findet auch für die Entschä-
digung des unentgeltlichen Rechtsbeistandes Anwendung (BGer 5D_15/2012 
v. 28.03.2012 E. 4.2.2). Die Bemessung der Entschädigung hat auf einer individu-
ellen Würdigung zu beruhen, bei welcher dem Gericht ein erheblicher Ermessens-
spielraum zukommt (BGer 5A_209/2016 v. 12.05.2016 E. 2.1 m.w.H.). Das Hono-
rar muss allerdings so festgesetzt werden, dass die unentgeltliche Rechtsvertre-
tung über den Handlungsspielraum verfügt, den sie zur wirksamen Ausübung des 
Mandates benötigt (vgl. zum Ganzen BGer 5A_75/2017 v. 19.01.2018 E. 5.1; fer-
ner BGE 141 I 124 E. 3.1 und 3.2 m.w.H.). Das Kantonsgericht auferlegt sich bei 
der Überprüfung der Festlegung einer angemessenen Entschädigung eine gewis-
se Zurückhaltung und greift nur ein, wenn das Ermessen überschritten oder miss-
braucht worden ist (vgl. KGer GR ZK1 21 147 v. 18.3.2022 E. 3.3 m.H. auf PKG 
2012 Nr. 12 E. 2). Bei der Festsetzung der Entschädigung zu berücksichtigen sind 
namentlich die Art und Wichtigkeit der Angelegenheit, besondere Schwierigkeiten 
in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, der Zeitaufwand des Anwalts, die Qualität 
seiner Arbeit, die Anzahl der Sitzungen, Gerichtstermine und Instanzen, an denen 
er teilnahm, das von ihm erreichte Resultat und die von ihm übernommene Ver-
antwortung (vgl. zum Ganzen KGer GR ZK1 21 147 v. 18.3.2022 E. 3.1 ff.; ZK1 21 
165 v. 29.6.2022 E. 3.1 ff.; Frank Emmel, a.a.O., N 5 zu Art. 122 ZPO m.w.H.). 

6.2. Die Vorinstanz befand, ein Zeitaufwand von 12 Stunden sei für die Sache 
notwendig und ausreichend gewesen. Zur Begründung führte sie aus, es habe 
sich im vorliegenden Fall um ein Summarverfahren gehandelt, in dem im Wesent-
lichen nur zwei Dinge interessiert hätten, nämlich, ob und inwieweit eine geltende 
Zahlungsverpflichtung des Gesuchsgegners vorliege, und ob der Gesuchsgegner 

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seiner Verpflichtung im Prinzip stets und vollständig nachgekommen sei. Die 
darüberhinausgehenden Ausführungen der Gesuchstellerin seien unnötig gewe-
sen (act. B.1 E. 4.3.d). Die Beschwerdeführerin hält in ihrer Beschwerde fest, war-
um der von ihr betriebene Aufwand notwendig gewesen sei und inwiefern die Ver-
fahrensleitung des erstinstanzlichen Gerichts diesen verursacht habe (act. A.1 
Ziff. IV.4 ff.). Damit macht sie sinngemäss geltend, mit einer ermessensweisen 
Festlegung eines notwendigen Zeitaufwands von 12 Stunden habe die Vorinstanz 
das Recht nicht richtig angewendet.

7.1. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, das geltend gemachte Honorar 
liege in Anbetracht des Streitwerts und der im vorliegenden Fall vorzunehmenden 
Erhöhungen im Rahmen der Anwaltsgebührenverordnung (vgl. act. A.1 
Ziff. IV.3.2), beruft sie sich offensichtlich auf die Zürcher Praxis, was vorliegend 
unbehelflich ist. Die im Kanton Graubünden massgebenden Grundlagen für die 
Festsetzung des Anwaltshonorars sind vorstehend dargelegt worden (vgl. E. 
4.2.2). Da die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren keine vollständi-
ge Honorarnote eingereicht hat – sie holt dies erst im Beschwerdeverfahren nach, 
was aufgrund des Novenverbots unzulässig ist –, war die Vorinstanz nicht dazu 
veranlasst, ihr Gelegenheit zu geben, um darzulegen, inwiefern zur gehörigen Er-
ledigung des Mandats ein solcher Aufwand erforderlich war. Der entsprechende 
Einwand der Beschwerdeführerin geht somit fehl (vgl. auch E. 5.1 hiervor).

7.2. Die Beschwerdeführerin hält fest, ihre Eingaben umfassten nicht 70 Seiten, 
wie von der Vorinstanz festgestellt. Es trifft zu, dass in den von der Vorinstanz er-
wähnten 70 Seiten auch die Seiten mit Rubrum, Anträgen, Beweismitteln und Un-
terschriften enthalten sind (vgl. act. A.1 Ziff. III.3.2). Die Beschwerdeführerin macht 
geltend, ihre Eingaben seien entgegen der Feststellung im vorinstanzlichen Ent-
scheid nicht unaufgefordert erfolgt, und legt dar, dass sie vom Vorderrichter insge-
samt fünf Mal zur Stellungnahme aufgefordert worden sei (vgl. act. A.1 Ziff. 
IV.4.1 f.). Die Ausführungen der Beschwerdeführerin zum vorinstanzlichen Verfah-
rensablauf sind zutreffend. Sie kann jedoch daraus nichts zu ihren Gunsten ablei-
ten.

7.3. Zu entschädigen ist – wie zuvor erwähnt – nur derjenige Aufwand, der an-
gemessen und für die Prozessführung erforderlich ist (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2 HV; 
Art. 16 Abs. 2 Anwaltsgesetz GR). Auch wenn eine Aufforderung zur Stellung-
nahme erfolgt, kann der Inhalt und Umfang der Eingabe das Notwendige überstei-
gen und unangemessen sein. So hat die Vorinstanz die Ausführungen der Be-
schwerdeführerin über weite Strecken als über den Streitgegenstand hinausge-
hend, nicht sachdienlich oder weitschweifend erachtet. Die Vorinstanz führt in Be-

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zug auf die getätigten Aufwendungen an, dass die Beschwerdeführerin viele 
tatsächliche Ausführungen gemacht habe, welche für den betroffenen Streitge-
genstand der Schuldneranweisung irrelevant seien. Von Belang sei im Wesentli-
chen nur, ob und inwieweit eine Zahlungsverpflichtung des Vaters vorliege und ob 
er dieser rechtzeitig und vollständig nachgekommen sei. Als unerheblich beurteilte 
die Vorinstanz namentlich die Ausführungen, ob der Gesuchsgegner über den Be-
trag von EUR 350.00 hinaus zusätzlich noch die schweizerische Ausbildungszula-
ge schulde, welchen Ausmasses die weiteren besonderen Kosten sind und inwie-
weit der Vater sich daran zu beteiligen habe. Auch die Ausführungen zur eingelei-
teten Betreibung für die Unterhaltsausstände seit Mai 2020 seien entbehrlich ge-
wesen. Die Bedürftigkeit der Gesuchstellerin und die Angewiesenheit auf den Un-
terhaltsbeitrag sei ohne Belang, ebensowenig interessiere, wie schlecht das per-
sönliche Verhältnis zwischen Vater und Tochter sei. Die Darstellung des unfairen 
Verhaltens des Vaters in anderweitig hängigen Gerichtsverfahren sei nicht dien-
lich. In der Beschwerdeschrift wird nicht dargetan, inwieweit die von der Vor-
instanz als rechtlich irrelevant beurteilten Vorbringen für das Verfahren um 
Schuldneranweisung dennoch massgebend gewesen sein sollen. Es fehlt diesbe-
züglich an einer hinreichenden Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Ent-
scheid. Lediglich auf die vorinstanzliche Feststellung betreffend den geschuldeten 
Betrag und die besonderen Kosten geht die Beschwerdeführerin in ihrer Begrün-
dung näher ein (dazu sogleich).

7.4. Die Beschwerdeführerin moniert die vorinstanzliche Feststellung, wonach 
es nicht interessiere, ob der Gesuchsgegner über den Betrag von EUR 350.00 
hinaus noch zusätzlich die schweizerische Ausbildungszulage schulde. Dies sei 
genau die entscheidende Rechtsfrage gewesen (vgl. act. A.1 Ziff. IV.6 ff.). Die 
Aussage der Vorinstanz mag etwas missverständlich formuliert sein; sie ist aller-
dings dahingehend zu verstehen, dass die Ausbildungszulage bereits direkt von 
der zuständigen Ausgleichskasse über die Beschwerdeführerin an die Gesuchstel-
lerin weitergeleitet wird (vgl. Sachverhalt Urteil ZK1 21 172) und im Rahmen der 
Schuldneranweisung gemäss Rechtsbegehren CHF 378.60 (EUR 350.00) und 
kein höherer Betrag gefordert wird. So hält die Vorinstanz denn im Folgenden 
auch fest, es werde keine Schuldneranweisung beantragt, die über EUR 350.00 
hinausgehe (act. B.1 E. 4.3d).

7.5. Des Weiteren bringt die Beschwerdeführerin vor, die Vorinstanz habe sie 
zur Einreichung von Beweisunterlagen für ausserordentliche Kosten aufgefordert 
und die Aufwendungen seien damit angeordnet worden (vgl. act. A.1 Ziff. IV.5). Es 
trifft zu, dass die Vorinstanz mit den Verfügungen vom 3. Februar 2021 (RG 

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act. I/9) und vom 19. April 2021 (RG act. I/13) die Gesuchstellerin ersucht hatte, 
die Stipendienverfügungen und entsprechende Zahlungsbelege zu edieren. Der 
Gesuchsgegner hatte die Edition beantragt (RG act. II/3 Ziff. III.7). Die Gesuchstel-
lerin hielt in ihrer Eingabe vom 18. März 2021 zutreffend fest, dass es für das Ver-
fahren betreffend Schuldneranweisung irrelevant sei, dass sie Stipendien erhalte 
(RG act. II/5 Ziff. III.9). Offensichtlich fühlte sie sich durch die Editionsanordnung 
der Stipendienverfügungen dazu eingeladen, Ausführungen zu den ausserordent-
lichen Kosten zu machen. Tatsächlich erhellt sich aus den Akten nicht, warum das 
vorinstanzliche Gericht die Edition der Stipendienverfügungen im Verfahren betref-
fend Schuldneranweisung anordnete. Dass die Gesuchstellerin Stipendien erhält, 
ist zur Beurteilung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege relevant; für das 
Hauptverfahren betreffend Schuldneranweisung hingegen ist nur von Belang, dass 
sie sich noch in Ausbildung befindet. Entgegen der Auffassung der Beschwerde-
führerin handelte es sich bei der Anordnung der Edition jedoch nicht um eine Aus-
dehnung des Prozessthemas. Ebenso bedeutete die Aufforderung zur Edition 
nicht, dass zugleich auch noch weitere längere Ausführungen zu den eingereich-
ten Unterlagen erfolgen müssen, insbesondere dann nicht, wenn die Beschwerde-
führerin selbst festgestellt hatte, dass die Stipendien nicht Gegenstand des 
Schuldneranweisungsprozesses waren. Auch wenn die Editionen und Eingaben 
aufgrund der prozessleitenden Anordnungen erfolgt sein mögen, wie die Be-
schwerdeführerin vorbringt (vgl. act. A.1 Ziff. IV.7.2), werden Inhalt und Umfang 
der Rechtschrift selbst nicht durch die gerichtliche Anordnung, sondern durch die 
Partei respektive deren Rechtsvertreter bestimmt.

7.6. In Bezug auf den Hinweis der Beschwerdeführerin, dass sie von der An-
wendung der strengeren Verfahrensmaximen habe ausgehen müssen 
(vgl. act. A.1 Ziff. IV.6.2 f.), ist festzuhalten, dass unabhängig von den anwendba-
ren verfahrensrechtlichen Grundsätzen nur rechtlich relevante Sachverhaltsvor-
bringen nötig sind. Dass aufgrund des Auslandbezugs und der Anwendbarkeit von 
portugiesischem Recht ein gewisser Zusatzaufwand namentlich mit Blick auf Art. 
150 Abs. 2 ZPO erforderlich war, trifft im Grundsatz zu. Die Beschwerdeführerin 
unterlässt es jedoch, diese Zusatzaufwendungen näher zu spezifizieren. Aufwand 
für die Weiterleitung und Erläuterung der Korrespondenz und der Schriftsätze fällt 
grundsätzlich bei jedem Mandat – auch wenn die Partei die Verfahrenssprache 
selbst beherrscht – an und für die nach eigenen Angaben zweisprachige Be-
schwerdeführerin dürfte es keinen Unterschied machen, ob dies in deutscher oder 
portugiesischer Sprache erfolgt.

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7.7. Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz lasse offen, inwieweit sie sie 
zu überflüssigen Bemühungen veranlasst habe (act. A.1 Ziff. IV.7.1). Es bedarf 
keiner näheren Erklärung, dass der zeitliche Aufwand des Gerichts durch lange 
Eingaben, die teils Wiederholungen und sachfremde Ausführungen enthalten, 
steigt. Sodann macht die Beschwerdeführerin implizit eine Ungleichbehandlung in 
Bezug auf den gegnerischen Rechtsvertreter geltend. Es ist zwar zutreffend, dass 
der Vorderrichter dem gegnerischen Rechtsvertreter mehrfache Fristerstreckun-
gen gewährt hat (vgl. RG act. I/3, I/5, I/7 und I/10). Dies lag insbesondere auch 
daran, dass die Übersetzung des portugiesischen Scheidungsurteils, dessen Ein-
reichung der Gegenpartei oblag, noch nicht vorlag (vgl. RG act. I/6). Zudem hat 
die Beschwerdeführerin ihrerseits die beantragte Fristerstreckung ebenfalls erhal-
ten (vgl. RG act. I/11). Anders als die Beschwerdeführerin suggeriert, hat der Vor-
derrichter den gegnerischen Rechtsvertreter nicht aufgefordert, eine Honorarnote 
einzureichen, sondern lediglich für das in Aussicht gestellte URP-Gesuch schliess-
lich eine letzte Notfrist gewährt (RG act. I/10).

7.8. Dass die Aufwendungen für das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 
erfasst und mitentschädigt werden, trifft zu (KGer GR ZK1 13 97 v. 7.11.2013 
E. 3b; Ingrid Jent-Sørensen, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommen-
tar zur ZPO, 3. Aufl., Basel 2021, N 11 zu Art. 118 ZPO). Gemäss der geänderten 
Praxis des Kantonsgerichts ist anwaltlich vertretenen Parteien keine Möglichkeit 
zur Verbesserung eines unvollständigen Gesuches mehr einzuräumen (vgl. PKG 
2018 Nr. 11 E. 3.2), so dass es vorliegend als grosszügig gilt, dass der Vorderrich-
ter der Beschwerdeführerin überhaupt die Gelegenheit gab, sich bezüglich der zu 
prüfenden Aussichtslosigkeit ergänzend zur Dauer der Unterhaltspflicht zu äus-
sern (vgl. RG act. 2 [Proz.-Nr. 135-2020-272]). Die Pflicht, eine Nachfrist anzuset-
zen, damit ein unvollständiges oder unklares Gesuch verbessert werden kann, 
bestand jedenfalls nicht (BGer 5A_49/2017 v. 18.7.2017 E. 3.1, BGer 
5A_606/2018 v. 13.12.2018 E. 5.3, BGer 5A_716/2018 v. 27.11.2018 E. 3.2 sowie 
BGer 4A_44/2018 v. 5.3.2018 E. 5.3, je m.w.H.).

7.9. Was den Hinweis auf das portugiesische Sachurteil vom 12. Juli 2021 be-
trifft (act. A.1 Ziff. 7.5), so ist darauf infolge des im vorliegenden Verfahren gelten-
den Novenverbots nicht weiter einzugehen (vgl. E. 1.5 hiervor).

7.10. Die Beschwerdeführerin verlangt gemäss neu eingereichter Honorarnote 
eine Entschädigung von CHF 9'053.50 (inkl. Auslagen und MwSt.) für das vor-
instanzliche Verfahren. Wie bereits dargelegt, kann diese Honorarnote im Be-
schwerdeverfahren nicht berücksichtigt werden. Nicht gefolgt werden kann sodann 
dem Vorbringen, dass der Stundenansatz um CHF 20.00 erhöht wird, weil die un-

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entgeltlich prozessführende Partei keine Deutschkenntnisse besitze und ihren 
Wohnsitz in Portugal habe. Der Ansatz für die unentgeltliche Rechtsvertreterin 
beläuft sich durchgehend auf CHF 200.00 und es werden abgesehen von den 
notwendigen Barauslagen und der Mehrwertsteuer keine Zuschläge gewährt 
(Art. 5 Abs. 1 HV).

7.11. Die Vorinstanz hat das Honorar auf pauschal CHF 2'662.30 (12 Stunden à 
CHF 200.00 zzgl. 3% Barauslagen und 7.7% MwSt.) festgelegt. Insbesondere mit 
Blick auf die Kriterien der Art und Wichtigkeit der Angelegenheit, der besonderen 
Schwierigkeiten in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht, des Verfahrensverlaufs, 
der Arbeitsqualität sowie des erzielten Ergebnisses (vgl. vorstehend E. 6.1) gilt 
diese Entschädigung als angemessen und für das Kantonsgericht besteht vorlie-
gend kein Anlass, in das pflichtgemäss ausgeübte Ermessen der Vorinstanz ein-
zugreifen. 

8. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Die Kosten des Be-
schwerdeverfahrens von CHF 1'500.00 sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen 
und werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

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Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 1'500.00 ge-
hen zu Lasten von Rechtsanwältin lic. iur. A._____ und werden mit dem von 
ihr geleisteten Kostenvorschuss in selbiger Höhe verrechnet.

3. Gegen den Kostenentscheid mit Streitwert von weniger als CHF 30'000.00 
kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwerde in Zivilsa-
chen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. 
Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. 
BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 
ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

4. Mitteilung an: