# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a6f93a23-178b-52c4-9d12-8bdff183a08c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 14.09.2016 ZK1 2016 137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2016-137_2016-09-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 14. September 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 16 137 20. September 2016

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuar ad hoc Guetg

In der Kindes- und Erwachsenenschutzbeschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Mar-
ty, Alexanderstrasse 8, 7001 Chur, 

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 22. August 2016 wurde X._____, geboren am 
_____1993, durch SOS-Ärztin A._____, der SOS-Aerzte, gestützt auf Art. 429 
ZGB in der Klinik B._____, Psychiatrische Dienste Graubünden, O.1_____, für-
sorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einweisung führte die einweisende 
Ärztin ein manisch-psychotisches Zustandsbild mit paranoider Färbung an. 
X._____ sei in Zeit und Platz mässig orientiert und er habe in der Nacht vom 21. 
August 2016 in unanständiger Kleidung Dritte belästigt, weswegen er von der Po-
lizei festgenommen worden sei (vgl. act. 06; 06.1).

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung reichte X._____ am 30. August 
2016, eingegangen am 31. August 2016, ein als "Einzel Klage" (sic) bezeichnetes 
Schreiben beim Verwaltungsgericht des Kantons Glarus ein, welches das Schrei-
ben am 31. August 2016 (Poststempel) zuständigkeitshalber an das Kantonsge-
richt von Graubünden weiterleitete (act. 01). 

C. Mit Schreiben vom 1. September 2016 forderte die Stellvertreterin des Vor-
sitzenden der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Gaubünden X._____ (nach-
folgend Beschwerdeführer) mit, dass seine Eingabe vom 30. August 2016 als Be-
schwerde behandelt werde. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer zur Verbes-
serung seiner Beschwerdeschrift bis zum 6. September 2016 aufgefordert. Darü-
ber hinaus wurde der Beschwerdeführer über die unabhängige psychiatrische Be-
gutachtung im Falle der Beschwerde gegen die ärztliche Unterbringung sowie die 
allfälligen Kostenfolgen informiert (act. 02). 

D. Mit Eingabe vom 2.September 2016 ersuchte X._____ das Kantonsgericht 
um Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und sofortigen Austritt aus dem 
B._____. Begründend führt er aus, dass er unter diesen "Menschenunwürdigen 
Methoden" nicht mehr leben könne (act. 03). 

E. Mit IncaMail vom 5. September 2016 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden die Klinik B._____ um Übermittlung 
eines kurzen Berichts zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, zur Art 
der Behandlung und insbesondere darüber, ob die Voraussetzungen für eine für-
sorgerische Unterbringung noch gegeben seien. Gleichzeitig ersuchte der Vorsit-
zende um Einreichung der wesentlichen Klinikakten des Beschwerdeführers, na-
mentlich Eintrittsbericht, Behandlungsplan und Krankengeschichte. Er setzte hier-
zu Frist bis zum 7. September 2016.

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F. Mit Schreiben vom 5. September 2016 zeigte Rechtsanwalt Dieter Marty 
dem Kantonsgericht von Graubünden sein Vertretungsverhältnis zum Beschwer-
deführer an. Gleichzeitig teilte er mit, dass bis auf das Begehren um sofortige Ent-
lassung aus der Klinik B._____ alle Begehren und Anfragen als zurückgezogen zu 
gelten haben (act. 05). 

G. Am 7.September 2016 stellte die Klinik B._____ die geforderten Unterlagen 
zu. In ihrem Kurzbericht wird ausgeführt, dass der Eintritt per ärztlicher fürsorgeri-
scher Unterbringung, ausgestellt durch die Notfallärzte Zürich, erfolgt sei, nach-
dem der Beschwerdeführer infolge Belästigung Dritter und manisch psychoti-
schem Zustandsbild festgenommen worden sei. In den ersten Tagen sei er sehr 
unruhig, logorrhoisch, zerfahren gewesen und habe sich verfolgt gefühlt. Unter 
Einnahme von Zyprexa und Lithium sowie Haldol habe sich der Zustand nur sehr 
schleppend gebessert. Es seien immer wieder Phasen aufgetreten, in denen er 
gereizt forderte, verbal bedrohlich geworden sei und Drohungen ausgestossen 
habe. Gefolgt von Phasen, in denen er sich verfolgt gefühlt habe und sich als sein 
"Bruder Thomas" ausgegeben habe. Sein Zustand habe sich mittlerweile zuse-
hends stabilisiert, da im aktuellen Setting die kontinuierliche Einnahme der Medi-
kation gewährleistet sei. Bei vorzeitigem Abbruch wäre jedoch eine erneute Ver-
schlechterung der Psychose mit Eigen- bzw. Fremdgefährdung zu erwarten. Da-
her seien zum jetzigen Zeitpunkt keine weniger einschneidenden Massnahmen als 
die Unterbringung in der Akutpsychiatrie ersichtlich (act. 06).

H. Mit prozessleitender Verfügung vom 07. September 2016 betraute der Vor-
sitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden, Dr. med. 
C._____, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH, O.1_____, mit der Be-
gutachtung des Beschwerdeführers und setzte ihr zur Einreichung ihres Gutach-
tens eine Frist bis zum 9. September 2016. Im Gutachten sei darzulegen, ob und 
inwiefern ein Bedarf an der Behandlung einer festgestellten psychischen Erkran-
kung bzw. an der Betreuung der betroffenen Person bestehe und mit welcher kon-
kreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen Person bzw. von 
Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich festgestellten 
Krankheit bzw. die Betreuung unterbliebe. Ebenso sei darzulegen, ob eine statio-
näre Behandlung bzw. Betreuung unerlässlich ist oder allfällige ambulante Alterna-
tiven bestehen würden. Auch sei über die glaubwürdige Krankheits- und Behand-
lungseinsicht Auskunft zu erteilen (act.07).

I. Mit Kurzgutachten vom 8. September 2016 beantwortete die beauftragte 
Gutachterin die ihr gestellten Fragen. Gestützt auf ein Gespräch mit dem Be-

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schwerdeführer sowie in Kenntnis der Vorakten hielt Dr. med. C._____ fest, dass 
der Beschwerdeführer an einer bipolaren affektiven Störung mit gegenwärtig ma-
nischer Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10:F31.2) leide. Dank der 
kontinuierlichen Einnahme von Psychopharmaka habe sich der psychische Zu-
stand stabilisiert und er zeige sich mittlerweile kooperativ und behandlungseinsich-
tig. Er habe sich glaubhaft von Suizidalität distanzieren können und es bestehe 
derzeit weder eine Suizidalität noch eine Fremdgefährdung (act. 08). Komme es 
aber zu einem Therapieabbruch, bestehe die Gefahr, dass es beim Beschwerde-
führer zu einer Verschlechterung des psychischen Zustandes kommen könnte und 
sich das Krankheitsbild rasch verschlechtere, sodass er wieder sozial umtriebiger 
und für seine Umgebung untragbar werden würde. Es sei wichtig, die medika-
mentöse Therapie zu optimieren, weswegen die Verlegung auf die offene Akutsta-
tion empfohlen werde (act. 08). 

J. Am 14. September 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. 
Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Be-
schwerdeführer in Anwesenheit seines Rechtsbeistandes persönlich teilnahm. Be-
züglich der richterlichen Befragung wird auf das separat angefertigte Protokoll 
verwiesen. 

K. Am 14. September 2016 wurde dem Beschwerdeführer und der ärztlichen 
Leitung der psychiatrischen Klinik B._____ das vorzeitige Entscheiddispositiv zu-
gestellt.

L. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie auf die Ausführungen im Gutachten und den beigezogenen Akten 
wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Vorliegend handelt es sich um ein Verfahren, welchem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 426 ff. des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 
210) zugrunde liegt. Da das Kantonsgericht in solchen Angelegenheiten die einzi-
ge kantonale Beschwerdeinstanz ist (vgl. Art. 439 Abs. 1 Ziff. 1 und 4 ZGB in Ver-
bindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGz-
ZGB; BR 210.100]), hat der Beschwerdeführer sein Begehren um gerichtliche 
Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung an das hierfür zuständige Gericht 
eingereicht.

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b) Gegen die am 22. August 2016 gestützt auf Art. 429 Abs. 1 ZGB ärztlich 
angeordnete fürsorgerische Unterbringung kann die betroffene oder eine ihr nahe-
stehende Person innert 10 Tagen schriftlich beim zuständigen Gericht Beschwer-
de erheben (Art. 439 Abs. 1 und 2 ZGB). Eine Begründung ist gemäss Art. 439 
Abs. 3 ZGB, welcher die Bestimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen 
Beschwerdeinstanz und damit auch Art. 450e Abs. 1 ZGB für sinngemäss an-
wendbar erklärt, nicht notwendig. Vorliegend wurde die Beschwerdefrist mit der 
Eingabe vom 30. August 2016, respektive mit dem Weiterleitungsschreiben des 
Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus mit Poststempel vom 31. August 2016, 
sowie deren fristgerechten Ergänzung vom 2. September 2016 (Poststempel) ge-
wahrt. Da keine Begründungspflicht besteht und aus besagten Eingaben mit hin-
reichender Klarheit geschlossen werden kann, dass der Beschwerdeführer mit der 
– seiner Ansicht nach – ungerechtfertigten fürsorgerischen Unterbringung in der 
Klinik B._____ nicht einverstanden ist und seine sofortige Entlassung beantragt, 
ist auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten.

2.a) Art. 439 Abs. 1 ZGB sieht für die gerichtliche Überprüfung einer ärztlich an-
geordneten fürsorgerischen Unterbringung eine sinngemässe Anwendung der Be-
stimmungen über das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz vor (Art. 
450a ff. ZGB). Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, der an sich 
das Verfahren für die gerichtliche Beurteilung eines durch die Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde gefällten Unterbringungsentscheids behandelt (vgl. da-
zu sogleich die nachfolgenden Erwägungen). Vom Verweis nicht erfasst wird da-
gegen Art. 450 ZGB, weil die Vorinstanzen, die Legitimation und die Form der Be-
schwerde in Art. 439 ZGB selbständig und abschliessend geregelt sind (vgl. dazu 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommen-
tar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 38 zu Art. 439 ZGB). Zu beach-ten sind 
sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens 
(Art. 443 ff. ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz 
anwendbar sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden 
Vorschriften enthält (vgl. Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt na-
mentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und 
Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsan-
wendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfah-
rensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwach-
senenschutzbehörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter 
Form – nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren 

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vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (vgl. Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar, Erwachsenen-schutz, Basel 2012, N 1 
zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner der ebenfalls für 
alle Instanzen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Be-stimmungen der Schweize-
rischen Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbar erklärt, soweit die Kantone 
nichts anderes bestimmen. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton Graubün-
den kein Gebrauch gemacht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 EGzZGB ebenfalls 
auf die Zivilprozessordnung als subsidiär anwendbares Recht sowie auf die ent-
sprechende kantonale Einführungsgesetzgebung (Einführungsgesetz zur Schwei-
zerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]). In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB 
wird des Weiteren klargestellt, dass die Bestimmungen der ZPO über den Fristen-
stillstand sowie über neue Tatsachen und Beweismittel keine Anwendung finden. 
Dass im Verfahren der gerichtlichen Beurteilung von fürsorgerischen Unterbrin-
gungen Noven unbeschränkt zuzulassen sind und das Gericht seinem Entscheid 
den Sachverhalt zugrunde zu legen hat, wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung 
präsentiert, ergibt sich im Übrigen auch aus dem Grundsatz der Prozessökonomie 
(vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie 
auch aus Art. 5 Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht so-
wohl die Tat- als auch die Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei über-
prüft und ihm von Bundesrechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vorin-
stanz jeweils keine Behörde, sondern entweder ein Arzt oder eine Einrichtung ist, 
hat das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vorin-
stanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin refor-
matorisch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der 
Massnahme, wobei das Gericht die Massnahme aber auch abändern kann, indem 
es die betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung einweist. Allen-
falls kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zusätzlicher Mass-
nahmen als notwendig erweisen. Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann 
in einem solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, bis die zustän-
dige Behörde die für ein Leben ausserhalb der Einrichtung notwendigen Anord-
nungen getroffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

b) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB, welcher aufgrund von Art. Art. 439 Abs. 3 
ZGB sinngemäss anwendbar ist, muss bei psychischen Störungen für den Ent-
scheid über eine ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein 
Gutachten eingeholt werden. Dieses muss von einem unabhängigen, im laufenden 

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Verfahren noch nicht involvierten Sachverständigen erstellt werden und in dem 
Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden 
Fragen äussern muss (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB, 
und Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwach-
senenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB, sowie BGE 137 III 289 und Ur-
teil des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013 E. 5, jeweils noch zum 
bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.2). Mit dem Kurzgutachten vom 8. Septem-
ber 2016 von Dr. med. C._____, Fachärztin Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
welche den Beschwerdeführer am 7. September 2016 persönlich in der Klinik 
B._____ untersuchte, wurde dieser Vorschrift Genüge getan.

c) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerde-
instanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, N 848 f.). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 14. September 2016 
vor der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden wurde diese Vorgabe 
umgesetzt.

3.a) Gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB können neben der Kindes- und Erwachse-
nenschutzbehörde auch die von den Kantonen bezeichneten Ärztinnen und Ärzte 
eine fürsorgerische Unterbringung, welche die Höchstdauer von sechs Wochen 
nicht überschreiten darf, anordnen. Dabei hat der einweisende Arzt die betroffene 
Person persönlich zu untersuchen und anzuhören (vgl. Art. 430 Abs. 1 ZGB) und 
ihr anschliessend den Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebe-
nen Angaben auszuhändigen (vgl. Art. 430 Abs. 2 und 4 ZGB). Dies bedeutet, 
dass der Arzt selber die Untersuchungen vornehmen muss und diese nicht durch 
Hilfspersonen vornehmen lassen darf. Die SOS-Ärztin, A._____, ist gemäss Art. 
51 Abs. 1 lit. a Ziff. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 22 der Verordnung zum Kin-
des- und Erwachsenenschutz (KESV; BR 215.010) zur Anordnung einer fürsorge-
rischen Unterbringung befugt. Zudem enthält die Verfügung vom 22. August 2016 
die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen Minimalangaben. Allerdings 
fehlt die unterschriftliche Bestätigung des Beschwerdeführers, ein Exemplar der 
Verfügung erhalten zu haben. Dieser Umstand ist letztlich unbeachtlich, da der 
Beschwerdeführer offensichtlich ungeachtet dessen in der Lage war, das gerichtli-
che Verfahren zur Überprüfung seiner Unterbringung in der Klinik B._____ einzu-
leiten.

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b) Aus der Einweisungsverfügung vom 22. August 2016 geht hervor, dass der 
Beschwerdeführer nicht persönlich angehört werden konnte, weil er kaum an-
sprechbar und über der Realität war (vgl. act. A.06). Diese Tatsache ist vorliegend 
jedoch irrelevant, weil im Gegensatz zur ausnahmslos durchzuführenden per-
sönlichen Untersuchung von einer persönlichen Anhörung abgesehen werden 
kann, wenn sich die betroffene Person wie vorliegendenfalls faktisch nicht ausdrü-
cken kann (Olivier Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler [Hrsg.], FamKommen-
tar, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 4 zu Art. 430 ZGB). 

4. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder geistigen Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in 
einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von 
Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die betroffene Person 
wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt 
sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der 
persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensber-
ger, a.a.O., N 6 vor Art. 426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient 
dem Schutz der betroffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft 
zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Per-
sonenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 7001 ff., S. 7062). Ers-
te gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist einer der 
drei abschliessend genannten  Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung (vgl. Christof Bernhart, a.a.O., N 262; 
Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., N 12 zu Art. 426 ZGB; Olivier Guillod, 
a.a.O., N 34 zu Art. 426 ZGB). Erforderlich ist sodann eine sich aus dem 
Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung beziehungsweise 
Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige Behandlung 
oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungs-
weise Zurückbehaltung in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich ver-
langt ist schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013 E. 2.1, 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013 E. 1.2). 
Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in ihrem 
Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine fürsorge-
rische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen mit der 
Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei Vorliegen einer sol-
chen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, 
wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht 

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werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den ange-
strebten Zweck auch tauglich ist (vgl. Thomas Geiser/Mario Etzensberger, a.a.O., 
N 7 zu Art. 426 ZGB).

b) Gemäss dem Bericht der Klinik B._____ vom 7. September 2016 erfolgte 
die Einweisung des Beschwerdeführers aufgrund eines manisch-psychotischen 
Zustandsbildes (vgl. act. 06). Aus dem Bericht über den Eintrittsstatus vom 
22. August 2016 geht hervor, dass der Beschwerdeführer bereits früher (d.h. 
während zweier Wochen  im November 2012 sowie vom 14. August 2015 bis zum 
23. Oktober 2015) stationär behandelt worden war (vgl. act. 06.03). Ferner führt 
der Bericht aus, dass die Eintrittsuntersuchung aufgrund des manischen Zu-
standsbildes des Beschwerdeführers wenig ergiebig zeigte. Vorläufig wurde dem 
Beschwerdeführer eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig manischer Episo-
de mit psychotischen Symptomen F31.2 diagnostiziert (vgl. act. 06.3). Dr. med. 
C._____ bestätigt in ihrem Kurzgutachten vom 8. September 2016 die Diagnose 
der bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig manische Episode, hält aber fest, 
dass diese ohne psychotische Symptome bestehe (ICD-10: F31.2). Der Be-
schwerdeführer gab anlässlich der richterlichen Befragung an, dass er krank sei, 
zumal er festhielt, die Medikamente weiterhin nehmen zu wollen, um nie wieder in 
die gleiche Situation zu gelangen, in welcher er sich jetzt befinde. Aufgrund der 
ärztlichen sowie der beschwerdeführerischen Ausführungen ist davon auszuge-
hen, dass beim Beschwerdeführer ein Schwächezustand in Form einer psychi-
schen Störung im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung bzw. Betreuung. Aus den Ausführungen im Kurzbericht der Klinik 
B._____ vom 7. September 2016 geht hervor, dass der Beschwerdeführer in Fol-
ge seines psychischen Gesundheitszustandes behandlungsbedürftig sei. Der Ge-
sundheitszustand habe sich mittlerweile stabilisiert, weil mit dem aktuellen Setting 
die kontinuierliche Einnahme der Medikamente gewährleistet sei. Bei vorzeitigem 
Abbruch wäre jedoch eine erneute Verschlechterung der Psychose mit Eigen- 
bzw. Fremdgefährdung zu erwarten. Eine weniger einschneidende Massnahme 
als in der Akutpsychiatrie sei nicht ersichtlich. Ebenso hält Dr. med. C._____ in 
ihrem Kurzgutachten vom 8. September 2016 fest, dass durch einen Therapieab-
bruch die Gefahr bestehe, dass es beim Beschwerdeführer zu einer Verschlechte-
rung des psychischen Zustandes kommen könnte. Sie hält jedoch fest, dass der-
zeit keine Suizidalität oder Fremdgefährdung bestehe und empfiehlt die Verlegung 
des Beschwerdeführers auf die offene Akutstation. 

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Angesichts des Berichts der Klinik B._____ und des Gutachtens von Dr. med. 
C._____ erscheint die Behandlungsbedürftigkeit des Beschwerdeführers zwar 
ausgewiesen, doch stellt sich die Frage, ob die fürsorgerische Unterbringung an-
gesichts des schweren Eingriffs in die persönliche Freiheit des Beschwerdeführers 
vorliegend noch als verhältnismässig beurteilt werden kann.

d/aa) Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt werden darf, als mit einer konkreten Selbst- oder 
Fremdgefährdung von einem gewissen Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bun-
desgericht festgehalten, dass es für die Beurteilung des Behandlungs- bzw. Be-
treuungsbedarfs wesentlich sei, mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit 
oder das Leben der betroffenen Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die 
Behandlung der gutachterlich festgestellten Krankheit bzw. die Betreuung unter-
bliebe (vgl. BGE 140 III 101 E. 6.2.2 sowie BGE 140 III 105 E. 2.4 mit Verweisen 
auf die Urteile des Bundesgerichts 5A_312/2007 vom 10. Juli 2007 E. 2.3 und 
5A_288/2011 vom 19. Mai 2011 E. 5.3). Die Person hat mithin besonders schutz-
bedürftig zu erscheinen. Generell ist davon auszugehen, dass für eine stationäre 
Massnahme eine konkrete, unmittelbare und erhebliche Eigengefährdung vorlie-
gen muss. Für eine Unterbringung muss die Gefahr gegenwärtig sein, d.h. Schä-
den müssen drohen, wenn keine Freiheitsentziehung erfolgt. Die Gegenwärtigkeit 
der Gefahr ist dabei gegeben, wenn ein schadenstiftendes Ereignis unmittelbar 
bevorsteht. Ebenso muss für eine Unterbringung eine erhebliche Gefahr ausge-
wiesen werden (Christof Bernhart, a.a.O., N 386 ff.)

d/bb) In Bezug auf die Fremdgefährdung ist festzuhalten, dass den Akten ent-
nommen werden kann, dass sich der Beschwerdeführer in seiner manischen Pha-
se gegenüber Dritten drohend verhalten habe, weswegen er am 21. August 2016 
denn auch festgenommen wurde. Ebenso seien anfänglich immer wieder Phasen 
aufgetreten, in denen er verbal bedrohlich geworden sei und Drohungen ausge-
stossen habe (vgl. act. 06; 06.1). Das Kantonsgericht von Graubünden hat bei der 
Entscheidfindung auf den Zustand des Patienten im Zeitpunkt der Gerichtsver-
handlung abzustellen (vgl. E. 2.a)). Anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. Au-
gust 2016 gab der Beschwerdeführer zu Protokoll, nunmehr ruhiger und ausgegli-
chener zu sein. Diesen Eindruck vermittelte er dem Kantonsgericht von Graubün-
den. Der Beschwerdeführer machte einen entsprechend ruhigen Eindruck. Von 
ihm waren weder Aggressionen noch Gereiztheit zu spüren. Das Gericht – soweit 
es dies beurteilen kann – konnte keine Fremdgefährdung erkennen. Was die Ei-
gengefährdung anbelangt, fehlen im Bericht vom 7. September 2016 konkrete An-
haltspunkte, worin diese Selbstgefährdung bestehen würde, obschon ausgeführt 

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wird, dass bei vorzeitigem Abbruch der Medikation eine erneute Verschlechterung 
der Psychose mit Selbstgefährdung zu erwarten sei (vgl. act. 06). In ihrem Kurz-
gutachten vom 8. September 2016 verweist Dr. med. C._____ ebenfalls auf die 
Möglichkeit einer raschen Verschlechterung des Krankheitsbildes bei vorzeitigem 
Abbruch (vgl. act. 08). Aus vorangegangenen Ausführungen kann indes nicht die 
geforderte konkrete, unmittelbare und erhebliche Selbst- oder Fremdgefährdung 
abgeleitet werden, um die fürsorgerische Unterbringung zu rechtfertigen. Eine le-
diglich hypothetische Gefährdung kann unter dem Gesichtspunkt der Verhältnis-
mässigkeit nicht genügen. Überdies sei festgehalten, dass Dr. med. C._____ in 
ihrem Kurzgutachten ausdrücklich auf die fehlende Suizidalität bzw. Fremdgefähr-
dung des Beschwerdeführers verweist. 

e/aa) Dr. med. C._____ empfiehlt in ihrem Gutachten eine Verlegung des Be-
schwerdeführers auf die offene Akutstation, um dort die medikamentöse Therapie 
zu optimieren und zu überwachen (vgl. act. 08). Ähnlich geht aus dem Kurzbericht 
vom 7. September 2016 hervor, dass eine weniger einschneidende Massnahme 
als die Unterbringung in der Akutpsychiatrie nicht ersichtlich sei, um die notwendi-
ge Medikation des Beschwerdeführers zu sichern (vgl. act. 06). 

e/bb) Auch wenn sich der Beschwerdeführer als behandlungsbedürftig erweist, 
rechtfertigt dies für sich allein noch keine fürsorgerische Unterbringung. Da vorlie-
gend - wie der Rechtsbeistand des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen 
Anhörung zutreffend ausführte - keine hinreichend konkrete, unmittelbare und er-
hebliche Selbst- oder Fremdgefährdung besteht (vgl. vorstehend E. 4.c) ff.) und 
sich der Beschwerdeführer an der Hauptverhandlung in einer relativ guten Verfas-
sung gezeigt hat, kann die Betreuung auch im Rahmen einer ambulanten Thera-
pie erfolgen. Anlässlich der richterlichen Befragung liess sich ferner feststellen, 
dass der Beschwerdeführer zwischenzeitlich krankheitseinsichtig ist. So führte er 
aus, dass er wisse, dass er krank sei. Überdies teilte er dem Gericht glaubhaft mit, 
dass er zukünftig die ambulante Medikation nicht mehr von sich aus absetzen 
werde, zumal er nie wieder in eine solche Situation kommen wolle und nunmehr 
wisse, was Lithium sei (vgl. Verhandlungsprotokoll vom 14. September 2016 S. 4). 
Da der Beschwerdeführer überdies eine Behandlung im ambulanten Rahmen nicht 
ablehnt, sondern einer solchen vielmehr offen gegenübersteht, besteht die 
Chance, dadurch den Weg zu einer weitergehenden Krankheitseinsicht zu ebnen. 
Im Ergebnis erweist sich die Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung somit 
auch unter diesem Gesichtspunkt als unverhältnismässig.

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f) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für die 
Anordnung der fürsorgerischen Unterbringung nicht (mehr) erfüllt sind. Auch wenn 
ein behandlungsbedürftiger Schwächezustand des Beschwerdeführers besteht, 
vermag dessen derzeitige gesundheitliche Verfassung, welche nach Meinung des 
Gerichts soweit als relativ stabil bezeichnet werden kann und auch gemäss der 
gutachterlichen Beurteilung keine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung erken-
nen lässt, einen derart einschneidenden Freiheitsentzug wie die stationäre Unter-
bringung nicht zu rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund ist einer längerdauernden 
fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._____ jegliche Notwendigkeit abzu-
sprechen. Damit ist die ärztliche Einweisungsverfügung vom 22. August 2016 auf-
zuheben und der Beschwerdeführer aus der Klinik zu entlassen. Die vorliegende 
Beschwerde gegen die fürsorgerische Unterbringung ist folglich gutzuheissen.

5.a) Gemäss Art. 436 ZGB haben die behandelnden Ärzte bei Vorliegen einer 
Rückfallgefahr mit der betroffenen Person ein Austrittsgespräch zu führen, um zu 
versuchen, mit ihr die Behandlungsgrundsätze für den Fall einer erneuten Unter-
bringung in der Einrichtung zu vereinbaren. Im Rahmen dieses Austritts-
gespräches ist auch auf die Frage der Nachbetreuung einzugehen. Gestützt auf 
Art. 437 Abs. 1 ZGB sind die Kantone verpflichtet, nach einer beendeten fürsorge-
rischen Unterbringung die Nachbetreuung zu regeln. Dazu können die Kantone 
gemäss Abs. 2 der vorerwähnten Bestimmung auch ambulante Massnahmen vor-
sehen. Da die Nachbetreuung im Einzelfall auf die individuelle Situation zuge-
schnitten werden muss, wurde auf die Aufzählung von geeigneten Massnahmen 
verzichtet (vgl. Botschaft betreffend die Teilrevision des EGzZGB [Umsetzung 
neues Kindes- und Erwachsenenschutzrecht] vom 20. September 2011 Heft 
Nr. 9/2011-2012, S. 1063). Vorliegend ist aufgrund der Akten ausgewiesen, dass 
der Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht behandlungsbedürftig ist. Die ärzt-
liche Leitung der Klinik B._____ wird daher angewiesen, im Rahmen des Austritts-
gesprächs auf den Abschluss einer Vereinbarung über eine geeignete ambulante 
Nachbetreuung hinzuwirken. 

b) Abschliessend ist von dem anlässlich der Anhörung vom 14. September 
2016 geäusserten Willen des Beschwerdeführers Vormerk zu nehmen, gemäss 
welchem er sich gegenüber seiner momentanen medikamentösen Einstellung 
positiv geäussert hat und er sich auch einer ambulanten Therapie gegenüber nicht 
verschliessen werde.

6. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 

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Abs. 2 EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die 
Prozesskosten gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO grundsätzlich der unterliegenden Par-
tei auferlegt. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Antrag auf sofortige Entlassung 
aus der Klinik B._____ umfassend durchgedrungen. Bei diesem Verfahrensaus-
gang verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt 
CHF 2'875.-- (CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1'375.-- Gutachterkosten) 
beim Kanton Graubünden. Ebenso ist der Beschwerdeführer durch den Kanton 
Graubünden aussergerichtlich angemessen zu entschädigen. Rechtsanwalt Dieter 
Marty hat anlässlich der Hauptverhandlung keine Honorarnote eingereicht, son-
dern die Festsetzung des Honorars dem Kantonsgericht von Graubünden überlas-
sen. Die urteilende Instanz setzt die Parteientschädigung der obsiegenden Partei 
nach Ermessen fest (Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Hono-
rars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte [HV; BR 310.250]). Unter Annah-
me eines durchschnittlichen Stundenansatzes von CHF 240.-- (vgl. Art. 3 Abs. 1 
und 2 HV) rechtfertigt sich für die sich im vorliegenden Fall gestellten Fragen zur 
Sach- und Rechtslage und unter Berücksichtigung der geführten Korrespondenz 
eine Pauschale in Höhe von CHF 1'000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) als aus-
sergerichtliche Entschädigung. 

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die fürsorgerische Unterbringung 
wird aufgehoben. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird angewiesen, 
den Beschwerdeführer umgehend aus der Anstalt zu entlassen.

2. Die ärztliche Leitung der Klinik B._____ wird angewiesen, im Rahmen des 
Austrittsgesprächs gemäss Art. 436 ZGB auf den Abschluss einer Verein-
barung über eine geeignete ambulante Nachbetreuung hinzuwirken. Des 
Weiteren wird davon Vormerk genommen, dass der Beschwerdeführer sich 
einer sachdienlichen ambulanten Nachbetreuung nicht widersetzt.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'875.-- 
(CHF 1'500.-- Gerichtsgebühr und CHF 1'375.-- Gutachterkosten) verblei-
ben beim Kanton Graubünden, welcher den Beschwerdeführer zudem mit 
CHF 1‘000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädi-
gen hat.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: