# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6087515f-ec32-5fa9-8661-5c16e4e90278
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-29
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 29.11.2018 IV-2018/142
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_IV-2018-142_2018-11-29.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/9

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV-2018/142

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Verkehr

Publikationsdatum: 29.11.2018

Entscheiddatum: 29.11.2018

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 29.11.2018
Art. 16 Abs. 1, Art. 17 Abs. 5 SVG (SR 741.01). Das Gesetz sieht nach einer 
Verletzung von Auflagen, die im Rahmen der Wiedererteilung des 
Führerausweises nach einem Sicherungsentzug verfügt wurden, zwingend 
den erneuten Sicherungsentzug vor, ohne dass zuvor noch einmal 
verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen hinsichtlich der 
Fahreignung notwendig wären (Verwaltungsrekurskommission, Abteilung IV, 
29. November 2018, IV-2018/142).

Präsident Urs Gmünder, Richter Urs Früh und Beat Fritsche, Gerichtsschreiberin 

Susanne Schmid Etter

 

 

X, Rekurrent,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Thomas Zogg, Oberer Graben 42, 9000 St. Gallen,

gegen

Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt, Abteilung Administrativmassnahmen, 

Frongartenstrasse 5, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

betreffend

Führerausweisentzug (Sicherungsentzug)

 

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Sachverhalt:

A.- X besass den Führerausweis für Personenwagen seit dem 27. Oktober 1977. 

Wegen einer Suchtmittelabhängigkeit (Heroin, Cocain) verfügte das Strassenverkehrs- 

und Schifffahrtsamt des Kantons St. Gallen (nachfolgend: Strassenverkehrsamt) am 

18. September 1991 einen Führerausweisentzug auf unbestimmte Zeit, mindestens für 

die Dauer von zwölf Monaten. Mit Verfügung vom 13. Juni 2001 wies das 

Strassenverkehrsamt ein Wiedererteilungsgesuch ab und empfahl X die Einhaltung 

einer mindestens einjährigen psychiatrisch-fachärztlich betreuten und ärztlich 

kontrollierten Abstinenz bei stabiler Methadon-Behandlung. Wegen Führens eines 

Motorfahrzeugs trotz Entzugs des Ausweises verfügte das Strassenverkehrsamt am 9. 

Juni 2011 eine Sperrfrist von mindestens drei Monaten. Nach einer weiteren Fahrt trotz 

Führerausweisentzugs und zusätzlich in fahrunfähigem Zustand (minimale 

Blutalkoholkonzentration 1,74 Gewichtspromille sowie Nachweis von Cocain und 

Heroin) wurde mit Verfügung vom 15. Juni 2012 eine Sperrfrist von zwölf Monaten 

angeordnet.

B.- Nachdem X den erforderlichen Nachweis einer einjährigen Drogen- und 

Alkoholabstinenz erbracht und ein verkehrsmedizinisches Kurzgutachten seine 

Fahreignung unter Fortführung der Abstinenzauflagen befürwortet hatte, wurde ihm mit 

Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 25. Juli 2016 der Lernfahrausweis erteilt. Er 

hatte weiterhin die vollständige fachlich betreute und kontrollierte Drogen-, Alkohol- 

und Medikamentenabstinenz bei weiterhin stabiler Methadon-Therapie für die Dauer 

von mindestens drei Jahren einzuhalten (Auflagenkontrolle inklusive Haaranalyse alle 

sechs Monate). X wurde ferner darauf hingewiesen, dass er bei Missachten der 

Auflagen mit dem Entzug des Führerausweises, allenfalls auf unbestimmte Zeit, zu 

rechnen habe.

Die nachfolgenden Kontrollen im Dezember 2016, Juni und Dezember 2017 verliefen 

unauffällig. Das Strassenverkehrsamt hob am 3. April 2018 die Auflage der mittels 

Urinproben nachzuweisenden Cannabisabstinenz auf.

C.- Am 15. Juni 2018 unterzog sich X am Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital 

St. Gallen (nachfolgend: IRM) einer weiteren verkehrsmedizinischen Verlaufskontrolle. 

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Bereits im Vorfeld hatte sein Rechtsvertreter dem Strassenverkehrsamt mitgeteilt, dass 

es seit der letzten Kontrolle zu einem gelegentlichen Alkoholkonsum gekommen sei, 

was der Rekurrent mit seinem Therapeuten thematisiert habe. Die Haaranalyse ergab 

eine Ethylglucuronid(EtG)-Konzentration von 12 pg/mg. Das IRM kam im Bericht zur 

Verlaufskontrolle vom 24. Juli 2018 zum Schluss, dass die Fahreignung derzeit 

aufgrund der Missachtung der Alkoholabstinenzauflage nicht befürwortet werden 

könne. Die Vorinstanz verfügte gestützt darauf am 25. Juli 2018 einen vorsorglichen 

Führerausweisentzug und gewährte X das rechtliche Gehör zum vorgesehenen Entzug 

des Führerausweises auf unbestimmte Zeit.

D.- Mit Verfügung vom 24. August 2018 entzog das Strassenverkehrsamt X den 

Führerausweis auf unbestimmte Zeit. Die Wiedererteilung des Führerausweises machte 

es von der Durchführung einer mindestens sechs Monate dauernden kontrollierten und 

psychiatrisch betreuten Alkohol- und Drogenabstinenz bei Methadonsubstitution sowie 

Abstinenz von suchterzeugenden zentralwirksamen Medikamenten und einer positiv 

lautenden verkehrsmedizinischen Kontrolluntersuchung abhängig. Einem allfälligen 

Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen. Mit Verfügung vom 20. September 

2018 wurde X auch der Schiffführerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen.

E.- Gegen die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 24. August 2018 erhob X mit 

Eingabe seines Rechtsvertreters vom 10. September 2018 Rekurs bei der 

Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei 

aufzuheben und der Führerausweis unter Beibehaltung der Auflagen herauszugeben, 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 

27. September 2018 auf eine Vernehmlassung. Auf die Ausführungen des Rekurrenten 

wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

 

Erwägungen:

1.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rekurserhebung ist gegeben. Der Rekurs vom 10. September 2018 ist rechtzeitig 

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eingereicht worden. Er erfüllt in formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen 

Anforderungen (Art. 41 lit. g , 45, 47 und 48 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Auf den Rekurs ist einzutreten.

2.- Umstritten ist, ob die Vorinstanz gegenüber dem Rekurrenten wegen der Verletzung 

von Auflagen zu Recht einen Sicherungsentzug verfügt hat.

a) Der Rekurrent macht zur Hauptsache geltend, es stelle sich vorliegend die 

Grundsatzfrage, inwiefern die Auflagen angesichts der Gesamtumstände im Juni 2018 

noch verhältnismässig gewesen seien. Im Juli 2016 sei ihm der Lernfahrausweis 

wiedererteilt worden. Mit Ausnahme des letzten Untersuchungstermins im Juni 2018 

habe er die Auflagen strikt eingehalten, was unter anderem aus dem positiv lautenden 

Bericht der Fachtherapeutin hervorgehe. Aufgrund der positiven Berichte hätten die 

Auflagen im April 2018 gelockert werden können. Fortan habe er keine monatlichen 

Urinproben auf Cannabis mehr abgeben müssen. Er könne mittlerweile eine rund 

dreijährige Drogen- und Alkoholabstinenz sowie eine Abstinenz von suchterzeugenden 

Medikamenten bei stabiler Methadontherapie nachweisen. Zudem habe er seinen 

Suchttherapeuten aufgesucht und den gelegentlichen Alkoholkonsum mit ihm 

angesprochen. Die Messung des EtG-Wertes sei mit einer Messunsicherheit von +/- 

25% behaftet. Es treffe zwar zu, dass das Bundesgericht im Zusammenhang mit der 

Nichteinhaltung einer Alkoholabstinenz vom Mittelwert ausgehe. Dennoch sei 

hinsichtlich seiner Angaben, er habe nur gelegentlich Alkohol konsumiert, festzuhalten, 

dass bei Berücksichtigung der Messunsicherheit auch ein EtG-Wert von 9 pg/mg in 

Frage komme. Damit läge der Wert gerade einmal 2 pg/mg über dem Grenzwert von 7 

pg/mg, welcher noch auf keinen relevanten Alkoholkonsum schliessen lasse. Er habe 

daher den Grenzwert für den Nachweis der Abstinenz nur geringfügig überschritten. 

Ohnehin sei ein Wert von 9 pg/mg oder 12 pg/mg am unteren Rand der Kategorie des 

sozialverträglichen Trinkens anzusiedeln. Das IRM gehe jedoch von einer nicht 

überwundenen Alkoholproblematik aus, obschon bei ihm in der Vergangenheit vor 

allem der Drogenkonsum das Problem gewesen sei. Sodann habe er zum ersten Mal 

gegen die Auflagen verstossen. Der Sicherungsentzug erweise sich daher insgesamt 

als unverhältnismässig. Wenn er im vergangenen Halbjahr Alkohol getrunken habe, sei 

er nicht mit dem Auto unterwegs gewesen. Von ihm gehe keine abstrakte Gefährdung 

der Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer aus.

bis

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b) Nach allgemeinen verwaltungsrechtlichen Grundsätzen kann eine Bewilligung mit 

Nebenbestimmungen verbunden werden, wenn dafür eine ausdrückliche gesetzliche 

Grundlage besteht oder wenn die Bewilligung aufgrund des Gesetzes ohne 

Nebenbestimmungen verweigert werden müsste. Auflagen stellen eine Art solcher 

Nebenbestimmungen dar. Sie müssen dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit 

genügen, das heisst geeignet und erforderlich sein, um das der Verfügung 

zugrundeliegende öffentliche Interesse zu erfüllen, sowie für den Betroffenen zumutbar 

sein. Im Strassenverkehrsrecht dienen Auflagen generell dazu, Schwächen hinsichtlich 

der Fahreignung zu kompensieren. Sie sind im Vergleich zur Verweigerung oder zum 

Entzug des Führerausweises als milderes Mittel zulässig, wenn sich die Fahreignung 

nur mit dieser Massnahme aufrechterhalten lässt. In Frage kommen auch Auflagen, um 

einer Suchtgefährdung zu begegnen, namentlich die Pflicht zur Einhaltung einer 

Alkohol- oder Drogenabstinenz. Solche Auflagen werden in der Praxis häufig mit der 

Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verbunden, können aber auch mit der 

erstmaligen Ausweiserteilung angeordnet werden (BSK SVG-Rütsche, Basel 2014, 

Art. 17 N 29, 36; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts [BGer] 6A.61/2005 vom 

12. Januar 2006 E. 2.1; BGE 125 II 289 E. 2b mit Hinweis auf R. Schaffhauser, 

Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band III: Die 

Administrativmassnahmen, Bern 1995, Rz. 2224; Ph. Weissenberger, Kommentar SVG 

und OBG, 2. Aufl. 2015, Art. 17 SVG N 14).

Im Strassenverkehrsgesetz gibt es zwei Bestimmungen, welche den Entzug des 

Führerausweises für den Fall vorsehen, dass zuvor verfügte Auflagen missachtet 

wurden. Nach der Generalklausel von Art. 16 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 

741.01, abgekürzt: SVG) sind Ausweise und Bewilligungen zu entziehen, wenn 

festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Erteilung nicht oder nicht 

mehr bestehen; sie können entzogen werden, wenn die mit der Erteilung im Einzelfall 

verbundenen Beschränkungen oder Auflagen missachtet werden. Werden hingegen 

Auflagen verletzt, die bei der Wiedererteilung nach einem Sicherungsentzug verfügt 

worden waren, kommt Art. 17 Abs. 5 SVG als Spezialnorm zur Anwendung (vgl. Art. 17 

Abs. 3 SVG; BGE 140 II 334 E. 2). Art. 16 Abs. 1 SVG ist als "Kann"-Vorschrift 

abgefasst. Der Entscheid, welche Massnahme im Einzelfall angemessen ist, liegt im 

pflichtgemässen Ermessen der Behörde. Demgegenüber führt die Verletzung von 

Auflagen, die im Rahmen von Art. 17 SVG verfügt wurden, nach dem Wortlaut von 

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Art. 17 Abs. 5 SVG in aller Regel zwingend zum Entzug des Führerausweises, ohne 

dass zuvor noch einmal verkehrsmedizinische oder -psychologische Abklärungen 

hinsichtlich der Fahreignung notwendig wären (BSK SVG-Rütsche/Weber, a.a.O., Art. 

17 N 29 und 36).

c) Die Vorinstanz sprach den Sicherungsentzug in der Verfügung vom 24. August 2018 

gestützt auf Art. 17 Abs. 5 SVG aus. Zur Begründung führte sie aus, der Führerausweis 

(und zuvor auch schon der Lernfahrausweis) des Rekurrenten sei mit Verfügung vom 

25. Juli 2016 ausdrücklich mit den Auflagen einer fachlich betreuten (Arzt und 

Psychiater) Drogen- und Alkoholabstinenz sowie einer Abstinenz von 

suchterzeugenden zentralwirksamen Medikamenten bei stabiler Methadontherapie 

versehen worden. Die Lockerung im April 2018 sei lediglich in Bezug auf Cannabis 

erfolgt. Aufgrund des Ergebnisses der Haaranalyse vom 15. Juni 2018 sei die 

Alkoholabstinenz nicht eingehalten worden. Die Messtoleranz von 25% sei vorliegend 

nicht anzuwenden. Selbst wenn man dies tun würde, läge mindestens eine EtG-

Konzentration von 9 pg/mg vor. Ein Alkoholkonsum im untersuchten Zeitraum wäre 

auch damit nachgewiesen. Eine Angewiesenheit auf den Führerausweis könne 

aufgrund des Charakters der Massnahme nicht berücksichtigt werden.

Nachdem der Führerausweis dem Rekurrenten mit Verfügung vom 18. September 1991 

wegen mangelnder Fahreignung (Drogensucht) auf unbestimmte Zeit entzogen worden 

war, versah die Vorinstanz im Rahmen der Erteilung den Lernfahrausweis am 25. Juli 

2016 mit den Auflagen einer fachlich betreuten und vollständigen kontrollierten 

Drogen-, Alkohol- und Medikamentenabstinenz bei weiterhin stabiler 

Methadontherapie. Die Auflagen sollten nach bestandener Führerprüfung auch für den 

Führerausweis gelten. Die halbjährigen Kontrollen hatten jeweils im Dezember und Juni 

zu erfolgen. Die Auflagen wurden auf unbestimmte Zeit, mindestens für die Dauer von 

drei Jahren, ausgesprochen. Da sich die Auflagen bei der Wiedererteilung nach dem 

Sicherungsentzug auf Art. 17 Abs. 3 SVG stützten, worauf in jener Verfügung eingangs 

korrekt hingewiesen wurde, ergibt sich die Rechtsfolge bei Missachten der Auflagen 

aus Art. 17 Abs. 5 SVG, wonach der Führerausweis zwingend zu entziehen ist. Der 

Verweis in Ziff. 3 lit. e der Verfügung vom 25. Juli 2016 auf Art. 16 Abs. 1 SVG, wonach 

der Rekurrent bei Missachten der Auflage mit dem Entzug des Ausweises – allenfalls 

auf unbestimmte Zeit – zu rechnen habe (act. 9/164 f.), war falsch. Allein dieser Hinweis 

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vermag die korrekte Anwendung von Art. 17 Abs. 5 SVG indessen nicht zu hindern. In 

der angefochtenen Verfügung erwähnte die Vorinstanz denn auch richtigerweise Art. 17 

Abs. 5 SVG.

d) Die bei der Verlaufskontrolle vom 15. Juni 2018 durchgeführte Haaranalyse ergab 

eine EtG-Konzentration von 12 pg/mg. Das Ergebnis und damit auch die Missachtung 

der Abstinenzauflage wird vom Rekurrenten nicht bestritten. Bereits vor dem Untersuch 

räumte er der Vorinstanz gegenüber ein, in letzter Zeit gelegentlich Alkohol konsumiert 

zu haben. Er erachtet indessen den deswegen verfügten Sicherungsentzug als nicht 

verhältnismässig.

Es trifft zwar zu, dass die EtG-Konzentration mit 12 pg/mg im unteren Bereich der 

Bandbreite für sozialverträgliches Trinken (8 pg/mg bis 30 pg/mg) liegt. Immerhin 

entspricht dieser Wert nach Angaben der Verkehrsmedizinerin einem täglichen Konsum 

von ein bis zwei Standardgetränken, was nicht mehr als gelegentlicher Konsum, wie es 

der Rekurrent darstellt, einzustufen ist. Unabhängig von der Menge des 

Alkoholkonsums ist jedoch entscheidend, dass der Rekurrent die 

Alkoholtotalabstinenz, zu welcher er auch zwei Jahre nach der Erlangung eines neuen 

Lernfahr- und (nach bestandener Prüfung) Führerausweises unverändert verpflichtet 

war, nicht eingehalten hat. Selbst bei einem aufgrund der Messunsicherheit reduzierten 

EtG-Wert von 9 pg/mg – was aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht 

gerechtfertigt wäre (vgl. BGer 1C_809/2013 vom 13. Juni 2014 E. 6) – könnte nicht von 

einer Alkoholtotalabstinenz ausgegangen werden. Auch der Umstand, dass der 

Rekurrent den Alkoholkonsum bereits mit seinem Therapeuten thematisiert hatte, 

vermag nichts an der Verletzung der Auflage zu ändern. Mit Bezug auf die Fahreignung 

erscheint vielmehr als kritisch, dass er nicht im Stande war, die Alkoholabstinenz 

während der nicht allzu langen Zeit seit dem Erhalt des Lernfahrausweises (25. Juli 

2016) einzuhalten. Eine Lockerung der Auflagen fand sodann lediglich hinsichtlich der 

Cannabiskontrollen statt. Wäre der Rekurrent der Ansicht gewesen, die 

Alkoholabstinenzauflage sei nicht mehr verhältnismässig, hätte er bei der Vorinstanz 

einen Antrag auf Aufhebung derselben stellen müssen. Einen solchen Antrag hat er 

jedoch nicht gestellt. Der Rekurrent war daher nach wie vor verpflichtet, die Auflage der 

Alkoholabstinenz vollständig einzuhalten; namentlich durfte er sich nicht eigenmächtig 

darüber hinwegsetzen.

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Auf eine Unverhältnismässigkeit des Sicherungsentzugs lässt sich auch nicht daraus 

schliessen, dass die Hauptproblematik bei der Verfügung des Sicherungsentzugs im 

Jahr 1991 in der Drogenabhängigkeit bestand. Es ist allgemein bekannt, dass bei 

Abstinenz von der einen Substanz die Gefahr zu einer Verlagerung der Abhängigkeit 

auf ein anderes Suchtmittel besteht (sog. Suchtverlagerung). Dass nebst den Drogen 

und Medikamenten auch Alkohol eine Rolle spielte, zeigt einerseits der Vorfall vom 8. 

April 2012, als der Rekurrent ein Fahrzeug mit einer minimalen Blutalkoholkonzentration 

von 1,74 Gewichtspromille lenkte. Aus den im verkehrsmedizinischen Gutachten vom 

29. Juni 2015 zusammengefassten Fremdauskünften ergeben sich andrerseits mehrere 

Hinweise auf eine Alkoholproblematik. Gemäss Bericht der Psychiatrischen Klinik A 

vom 10. August 2012 liege beim Rekurrenten eine psychische Verhaltensstörung durch 

Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.2) vor, nach Angaben des Hausarztes habe in den 

letzten Jahren ein problematischer, teils nicht kontrollierbarer Alkoholkonsum im 

Vordergrund gestanden und der Therapeut berichtete von einer Behandlung wegen 

eines paroxysmal (anfallsartigen) schädlichen Gebrauchs von Alkohol (ICD-10 F10.1; 

vgl. zum Ganzen act. 9/109 f.). Da Art. 17 Abs. 5 SVG bei Missachtung der Auflagen 

nach einer Wiedererteilung zwingend den erneuten Sicherungsentzug vorsieht, reicht 

sodann bereits "ein" Verstoss aus, wobei davon auszugehen ist, dass der Rekurrent 

angesichts des EtG-Werts von 12 pg/mg über eine längere Zeit und wiederholt Alkohol 

konsumierte. Der Nachweis der fehlenden Fahreignung, wie er bei erstmaliger 

Verfügung des Sicherungsentzugs vorliegen muss, ist schliesslich nicht notwendig. Ob 

beim Rekurrenten nun – wie von der Verkehrsmedizinerin festgestellt – eine nicht 

überwundene Alkoholproblematik vorliegt oder nicht, ist daher ohne Belang. Allein 

aufgrund der Missachtung der Auflagen geht der Gesetzgeber von der fehlenden 

Fahreignung aus, was einen Sicherungsentzug zur Folge hat.

Der Rekurrent hat somit gegen die Auflage der Alkoholtotalabstinenz verstossen, 

weshalb sich der mit Verfügung der Vorinstanz vom 24. August 2018 ausgesprochene 

Sicherungsentzug als rechtmässig erweist.

e) Die Bedingungen für die Aufhebung des Entzugs – kontrollierte und fachlich betreute 

Alkohol- und Drogenabstinenz bei Methadon-Substitution sowie Abstinenz von 

suchterzeugenden zentralwirksamen Medikamenten von mindestens sechs Monaten 

sowie eine verkehrsmedizinische Kontrolluntersuchung – erweisen sich ebenfalls als 

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korrekt und wurden vom Rekurrenten nicht angefochten. Der Rekurs ist folglich 

abzuweisen.

3.- Mit dem Sicherungsentzug soll sichergestellt werden, dass der Rekurrent zum 

Schutz der Sicherheit der übrigen Verkehrsteilnehmer kein Motorfahrzeug lenkt. Dieser 

Zweck wäre gefährdet, wenn der Sicherungsentzug während des 

Beschwerdeverfahrens nicht gelten würde. Einer allfälligen Beschwerde ist deshalb die 

vom Gesetz vorgesehene aufschiebende Wirkung zu entziehen (Art. 64 in Verbindung 

mit Art. 51 VRP).

4.- Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten dem Rekurrenten 

aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500.– erscheint 

angemessen (vgl. Art. 7 Ziff.  122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

Kostenvorschuss von Fr. 1'500.– ist damit zu verrechnen.

Bei diesem Verfahrensausgang ist keine ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen 

(Art. 98  VRP).

 

Entscheid:

1.  Der Rekurs wird abgewiesen.

2.  Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen.

3.  Der Rekurrent hat die amtlichen Kosten von Fr. 1'500.– zu bezahlen, unter 

Verrechnung

     des Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

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		2025-07-19T05:26:09+0200
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