# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efbfa721-8782-592b-84fc-7181cbc22e57
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-04-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.04.2010 D-1679/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1679-2010_2010-04-19.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1679/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 9 .  A p r i l  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Walter Stöckli;
Gerichtsschreiber Lorenz Mauerhofer.

A._______, geboren ...,
Mongolei,
vertreten durch lic. iur. Pascale Bächler, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Vollzug der Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Februar 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1679/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der  Beschwerdeführer  –  ein  Staatsangehöriger  der  Mongolei – 
am 6. Januar 2010 in der Schweiz ein Asylgesuch einreichte, 

dass er vom BFM am 22. Januar 2010 kurz befragt und am 8. Februar 
2010 einlässlich zu den Gründen für sein Gesuch angehört wurde, 

dass  der  Beschwerdeführer  noch  minderjährig  ist,  weshalb  ihm  auf 
Veranlassung des BFM eine rechtskundige Person beigeordnet wurde, 
welche bei der Anhörung zu seinen Gesuchsgründen zugegen war, 

dass er bei der Kurzbefragung und im Rahmen der einlässlichen An-
hörung zu seiner Person angab, er stamme aus Ulaanbaatar, wo er bei  
Adoptiveltern  aufgewachsen  sei,  wobei  er  die  letzten  Monate  aber 
überwiegend auf der Strasse verbracht habe, 

dass  er  in  diesem Zusammenhang vorbrachte,  er  habe ursprünglich 
bei seiner Grossmutter väterlicherseits gelebt, er sei dann aber – da 
seine Grossmutter  krank geworden sei  – im Alter  von drei  oder  vier 
Jahren von einer Familie adoptiert  worden, welche zwar bereits eine 
Tochter gehabt, sich aber auch noch einen Sohn gewünscht habe, 

dass er seine leibliche Mutter gar nicht kenne und ihm seine Gross-
mutter  im  Jahre  2001  oder  2002  über  seinen  Vater  einzig  berichtet 
habe, er befinde sich in der Schweiz, 

dass er heute – nachdem seine Grossmutter im April 2004 verstorben 
sei – in der Mongolei keine leiblichen Verwandten mehr habe, 

dass  er  zur  Begründung  seines  Gesuches  zur  Hauptsache  geltend 
machte, er sei in die Schweiz gekommen, um seinen leiblichen Vater 
zu finden und weil er es in der Mongolei sehr schwer gehabt habe, 

dass er diesbezüglich ausführte, seine Adoptiveltern hätten im Jahre 
2000 doch noch einen eigenen Sohn bekommen, worauf sich das Ver-
hältnis zu ihm zunehmend verschlechtert habe, mithin sie ständig mit  
ihm geschimpft hätten, 

dass ihm etwa mangelnde Mitarbeit im Haushalt vorgeworfen worden 
sei, dass er nichts aus eigenem Antrieb mache, und sie ihn auch ein-

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mal geschlagen hätten, als er auf ihren leiblichen Sohn böse gewesen 
sei, 

dass er  wegen seiner  Adoptiveltern  im März 2009,  gegen Ende der 
8. Klasse, die Schule habe abbrechen und stattdessen seinen Adoptiv-
eltern bei ihrer Arbeit auf dem Markt habe helfen müssen, 

dass er sich deswegen ab März 2009 immer mehr auf der Strasse auf -
gehalten und manchmal sogar dort übernachtet habe, 

dass er als Folge davon zwei- oder dreimal zusammen mit Strassen-
kindern von der Polizei aufgegriffen worden sei, worauf ihn seine Ad-
optiveltern jeweils auf dem Polizeiposten hätten abholen müssen, 

dass er im Juli oder August 2009 – zusammen mit ein paar anderen 
Jungs – unter dem Verdacht des Einbruchs verhaftet worden sei, wo-
bei die Polizei sie eingesperrt, befragt und dabei auch geschlagen ha-
be, worauf sie dann auf dem Polizeiposten hätten Fussböden schrub-
ben und waschen müssen, man sie am dritten Tag jedoch wieder habe 
laufen lassen, nachdem ihre Eltern sie abgeholt hätten, 

dass er bei der Polizei über seine Probleme mit seinen Adoptiveltern 
berichtet habe, ihm aber nicht geglaubt worden sei, 

dass er schon lange geplant habe, seinen Vater in der Schweiz zu su-
chen, und er dann aufgrund einer Anzeige von einer Schlepperin er-
fahren habe und mit dieser in Kontakt getreten sei, sie ihm jedoch ge -
sagt habe, die Reise sei sehr teuer, 

dass er daraufhin im Dezember 2009 das Geld für die Reise – ein Be-
trag von 9 Millionen Tugrik (zirka 6'900 Franken) – aus der Jurte seiner 
Adoptiveltern gestohlen habe, 

dass er in der Folge mit der Schlepperin am 4. Januar 2010 die Mon-
golei  verlassen habe, mit  ihr  auf  dem Luftweg nach Europa gelangt 
und von ihr zuletzt zur Empfangsstelle des BFM gebracht worden sei, 

dass seine Adoptiveltern  –  wie er  anlässlich  eines  von der  Schweiz 
aus mit ihnen geführten Telefonats erfahren habe – seinen Diebstahl 
erkannt hätten, nun sehr wütend auf ihn seien und ihn bei der Polizei 
anzeigen wollten, 

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dass das BFM mit  Verfügung vom 12. Februar 2010 (eröffnet der bei-
geordneten rechtskundigen Person am 15. Februar 2010) die Flücht-
lingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  verneinte,  sein  Asylgesuch 
ablehnte und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Weg-
weisungsvollzug anordnete, 

dass  es  zur  Begründung  seines  Entscheides  im  Wesentlichen  aus-
führte, vom Beschwerdeführer sei mit seinem Wunsch seinen Vater zu 
finden und mit seinen Schilderungen über seine Probleme mit seinen 
Adoptiveltern keine asylrelevante Verfolgung geltend gemacht worden, 
bei den kurzzeitigen Verhaftungen durch die Polizei habe er keine re-
levanten Nachteile erlitten und auch mit der geltend gemachten Furcht 
vor einer Verhaftung wegen Diebstahls  sei kein asylrelevanter Sach-
verhalt eingebracht worden, 

dass  das  BFM  im  Anschluss  daran  den  Wegweisungsvollzug  auch 
unter  Berücksichtigung  der  Minderjährigkeit  des  Beschwerdeführers 
als zulässig, zumutbar und möglich erklärte, 

dass es dabei namentlich betreffend die Frage der Zumutbarkeit des 
Wegweisungsvollzuges ausführte, der Beschwerdeführer sei mutmass-
lich von zu Hause ausgerissen,  er  könne jedoch zu seinen Adoptiv-
eltern zurückkehren, und unter Beachtung des Kindeswohls habe eine 
Rückkehr in die ihm vertraute Mongolei Vorrang vor einem Verbleib in 
der ihm unbekannten Schweiz, 

dass  es  zudem  erwog,  in  der  Mongolei  sei  für  die  Rückkehr  un-
begleiteter  Minderjähriger  eine  nationale  Behörde  zuständig,  wobei 
auch das schweizerische Konsulat in Ulaanbaatar die ordnungsgemäs-
se Rückkehr im Auftrag des BFM kontrolliere, und der Wegweisungs-
vollzug erfolge von Seiten des BFM in Zusammenarbeit mit dem IOM, 
weshalb nichts gegen eine Rückkehr des Beschwerdeführers spreche,

dass der Beschwerdeführer am 17. März 2010 – handelnd durch seine 
Rechtsvertreterin und beschränkt auf den Punkt des Wegweisungsvoll-
zuges – gegen den Entscheid des BFM Beschwerde erhob, 

dass er in seiner Eingabe die Gewährung einer vorläufigen Aufnahme 
zufolge Unzumutbarkeit  des Wegweisungsvollzuges, eventualiter eine 
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zwecks weiterer Abklärun-
gen  beantragte  sowie  um  Erlass  der  Verfahrenskosten  und  um Be-
freiung von der Kostenvorschusspflicht ersuchte, 

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dass er in seiner Beschwerdebegründung zur Hauptsache vorbrachte, 
dem angefochtenen Entscheid liege eine ungenügende Auseinander-
setzung mit seiner spezifischen Situation als unbegleiteter Minder jähri-
ger zugrunde, mithin es vom BFM unterlassen worden sei, sich mit sei -
nen  tatsächlichen  familiären  Verhältnissen  auseinanderzusetzen  re-
spektive diesbezüglich gegebenenfalls weitere Abklärungen zu veran-
lassen, 

dass er in diesem Zusammenhang seine Vorbringen betreffend seine 
Probleme mit seinen Adoptiveltern bekräftigte respektive teils erweiter-
te und dem wesentlichen Sinngehalt nach eine schwere Zerrüttung der 
Beziehung zu ihnen geltend machte, vor deren Hintergrund er ein Le-
ben in Armut und auf der Strasse vorgezogen habe, was jedoch Behel-
ligungen von Seiten der Polizei nach sich gezogen habe, 

dass er insbesondere anführte, der Auffassung des BFM, er könne zu 
seinen  Adoptiveltern  zurückkehren,  sei  vehement  zu  widersprechen, 
mithin er vor seiner Ausreise kaum mehr dort gelebt habe, da es zuvor 
längere Zeit immer wieder zu Misshandlungen gekommen sei, 

dass eine Rückkehr auszuschliessen sei, da seine Adoptiveltern auf-
grund seines Diebstahls bei seiner Rückkehr strafrechtliche Massnah-
men gegen ihn einleiten würden und da er dort dermassen schwierige 
Lebensumstände anzutreffen hätte, dass ein Verbleib bei ihnen in kei -
ner Weise zumutbar wäre, 

dass  er  den  vorinstanzlichen  Erwägungen  des  Weiteren  entgegen 
hielt, bei der vom BFM erwähnten nationalen Behörde, welche ihn un-
terstützen solle, handle es sich nach Kenntnis seiner Rechtsvertretung 
bloss um eine ganz kleine Organisation, welche keine individuelle Be-
treuung anbiete, womit von Seiten des BFM betreffend die Frage sei -
ner  Unterbringung  ausserhalb  seines  Adoptivelternhauses  keine 
rechtsgenüglichen  Abklärungen  vorgenommen  worden  seien,  zumal 
kindgerechte  Unterbringungsmöglichkeiten  in  der  Mongolei  ohnehin 
kaum vorhanden seien, 

dass sich vor diesem Hintergrund – aufgrund seiner Minderjährigkeit 
wie auch seiner gesamten Lebenssituation – eine Rückführung unter 
Berücksichtigung  des  Kindeswohl  unzumutbar  sei,  da  er  über  kein 
tragfähiges Beziehungsnetz  in  seiner  Heimat  verfüge,  oder  aber  zu-
mindest  Abklärungen nach einer  geeigneten Unterbringungsmöglich-
keit für minderjährige Kinder vorzunehmen wären, 

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und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen  Verfügungen  des  BFM  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  entscheidet 
(Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26.  Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31] 
i.V.m. Art.  31  und 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 
2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]), 

dass sich das Verfahren nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) richtet, so-
weit das VGG oder das AsylG nichts anderes bestimmen (Art. 6 und 
105 AsylG sowie Art. 37 VGG), 

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass  auf  die  frist-  und  formgerechte  Eingabe  des  legitimierten  Be-
schwerdeführers  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs.  1  AsylG  und  Art.  52 
VwVG sowie Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass die vorliegende Beschwerde – wie nachfolgend aufgezeigt – of -
fensichtlich unbegründet ist, weshalb darüber in einzelrichterlicher Zu-
ständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin zu entscheiden ist (Art. 111 Bst. e AsylG), 

dass auf einen Schriftenwechsel zu verzichten und der Entscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG), 

dass  sich  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Eingabe  explizit  auf  den 
Punkt der Wegweisung beschränkt, womit die Verfügung des BFM vom 
12.  Februar  2010  hinsichtlich  der  Verneinung  der  Flüchtlingseigen-
schaft und der Ablehnung seines Asylgesuches (Ziffn. 1 und 2 des Dis-
positivs) in Rechtskraft erwachsen ist, 

dass  bei  dieser  Sachlage  praxisgemäss  auch  die  Anordnung  der 
Wegweisung als  solche (Ziff. 3  des Dispositivs)  nicht  mehr  zu  über-
prüfen ist,  da aufgrund der Akten kein Anlass zur Annahme besteht, 
der Beschwerdeführer verfüge über einen Anspruch auf Erteilung ei-
nes Aufenthaltstitels für die Schweiz (Art. 44 Abs. 1 AsylG; Entschei-

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dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2001 Nr. 21 m.w.H.), 

dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens somit  einzig die  Prü-
fung der Frage ist,  ob es Gründe gibt,  die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da die Vorinstanz das Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern zu regeln hat, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht 
zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; 
Art. 83 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass in diesem Zusammenhang vorab festzuhalten ist, dass sich die 
massgeblichen Sachverhaltsumstände – wie nachfolgend aufgezeigt – 
in entscheidrelevanter Hinsicht durchaus als hinreichend erstellt erwei-
sen, weshalb die beantragte Rückweisung der Sache zwecks Vornah-
me zusätzlicher Sachverhaltsabklärungen ausser Betracht fällt, 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungsvollzugs-
hindernissen  nach  ständiger  Praxis  des  Bundesverwaltungsgerichts 
und  seiner  Vorgängerorganisation  ARK  der  gleiche  Beweisstandard 
wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, was heisst, sie sind zu bewei-
sen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 
glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hu-
gi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass aufgrund der vorliegenden Akten keine Gründe ersichtlich sind, 
die  in  rechtserheblicher  Weise  gegen  den  vom  BFM  angeordneten 
Vollzug der  Wegweisung sprechen,  mithin  –  wie  nachfolgend  aufge-
zeigt – von der Zulässigkeit, Zumutbarkeit und Möglichkeit des Weg-
weisungsvollzuges auszugehen ist (vgl. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG), 

dass  die  Feststellung  des  BFM,  der  Beschwerdeführer  erfülle  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht, unangefochten in Rechtskraft erwachsen 
ist, womit das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements keine Anwendung findet, 

dass  im  Weiteren  aufgrund  der  Vorbringen  des  Beschwerdeführers 
kein Anlass zur Annahme besteht, ihm würde bei einer Rückkehr in die 
Mongolei mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Folter oder eine andere 
Art unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung dro-
hen,  weshalb  sich  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der 

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massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen als zuläs-
sig erweist (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass  der  Beschwerdeführer  –  wie  vorstehend  aufgezeigt  –  vor  dem 
Hintergrund seiner Minderjährigkeit von der Unzumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzuges  ausgeht,  wobei  er  namentlich  anführt,  seine  tat-
sächlichen persönlichen Verhältnisse hätten von Seiten des BFM keine 
hinreichende Würdigung erfahren, 

dass  der  spezifischen  Situation  unbegleiteter  minderjähriger  Asylge-
suchsteller bei der Beurteilung der Frage der Zumutbarkeit des Weg-
weisungsvollzuges in  der Tat besondere Beachtung zu schenken ist, 
mithin sich für das BFM der Prüfung des Wegweisungsvollzuges die 
Pflicht ergibt, die spezifisch mit der Minderjährigkeit verbundenen As-
pekte vertieft abzuklären und namentlich den individuellen Verhältnis-
sen der betroffenen Person gebührend Rechnung zu tragen (vgl. dazu 
EMARK 2006 Nr. 24 E. 6.2 mit weiteren Hinweisen), 

dass es indes – wenn, wie vorliegend, klare Anhaltspunkte für das Vor-
handensein  tragfähiger  familiärer  Anknüpfungspunkte  bestehen  –  in 
der  Regel  nicht  weitergehender  Abklärungen  bedarf,  sondern  vorab 
sicherzustellen ist, dass die minderjährige Person wiederum in das ihr  
vertraute Umfeld zurückkehren kann, 

dass der Beschwerdeführer das Vorhandensein solcher Anknüpfungs-
punkte  auf  Beschwerdeebene  vehement  bestreitet,  indem  er  eine 
Rückkehr zu seinen Adoptiveltern aufgrund angeblich erlittener Miss-
handlungen als ausgeschlossen erklärt,  

dass  im  Falle  des  Beschwerdeführers  jedoch  –  anders  als  auf  Be-
schwerdeebene geltend gemacht  – keine hinreichende Veranlassung 
besteht,  er  sei  von  seinen  Adoptiveltern  in  rechtserheblicher  Weise 
misshandelt oder vernachlässigt worden, 

dass  seine  Schilderungen  zwar  darauf  schliessen  lassen,  dass  sich 
mit zunehmendem Alter Probleme zwischen ihm und seinen Adoptiv-
eltern ergaben, welche sich ab dem Frühjahr 2009 akzentuiert hätten, 
aufgrund seiner Ausführungen jedoch davon auszugehen ist, er habe 
dennoch immer wieder den Kontakt zu ihnen gesucht und auch gefun-
den, 

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dass  aufgrund  seiner  Schilderungen  keineswegs  zu  schliessen  ist, 
beim Beschwerdeführer handle es sich um ein Strassenkind, sondern 
seine Angaben vielmehr auf  gelegentlichen Ausbrüchen aus dem fa-
miliären Umfeld schliessen lassen, wobei er früher oder später jeweils 
wieder dorthin zurückkehrte respektive dorthin zurückgeholt wurde, 

dass in diesem Zusammenhang namentlich kein Anlass zur Annahme 
besteht, der Beschwerdeführer sei von seinen Adoptiveltern wiederholt 
misshandelt worden, mithin er selbst auf Nachfrage hin bestätigt hat,  
er sei ein einziges Mal von ihnen geschlagen worden, als er mit sei-
nem jüngeren Bruder einen Streit gehabt habe respektive auf ihn böse 
gewesen sei (vgl. act. A11 F. 32), 

dass aufgrund seiner Schilderungen zwar durchaus zu schliessen ist,  
zwischen ihm und seinen Eltern herrsche gelegentlich ein gespanntes 
Verhältnis, wurde ihm doch offenbar immer wieder ein ungenügendes 
Mitwirken im Haushalt vorgehalten, dass eine solche Konfliktsituation 
aber gerade in der Adoleszenz nicht unüblich ist und sich in Adoptiv-
verhältnissen noch verstärken kann, 

dass  der  Beschwerdeführer  insofern  anlässlich  der  Kurzbefragung 
seine Gefühlslage durchaus deutlich gemacht hat, indem er dort vor-
brachte, er möchte in der Schweiz seinen leiblichen Vater finden, mit  
ihm in die Mongolei zurückkehren und dann in der Mongolei wieder die 
Schule besuchen (vgl. act. A1, S. 5, dritter Absatz) 

dass diese Wünsche subjektiv durchaus nachvollziehbar sind,  in ob-
jektiver Hinsicht jedoch keine Grundlage bieten, aufgrund welcher ein 
Wegweisungsvollzug in die Mongolei als unzumutbar auszuschliessen 
wäre, 

dass auch die Möglichkeit der Verwicklung in ein (Jugend-) Strafverfah-
ren aufgrund des geltend gemachten Diebstahls zulasten seiner Adop-
tiveltern zu keinem anderen Schluss führen kann, 

dass nach vorstehenden Erwägungen – gerade unter Berücksichtigung 
der  Minderjährigkeit  des  Beschwerdeführers  –  von der  Zumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzuges auszugehen ist, 

dass  das  BFM in  seinem Entscheid  sodann  ausdrücklich  aufgezeigt 
hat,  der Vollzug der Wegweisung werde vom BFM organisiert  und in 
Zusammenarbeit mit der International Organization for Migration (IOM) 

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erfolgen, wobei die schweizerische Vertretung in Ulaanbaatar zur Seite 
stehe (EMARK 1998 Nr. 13 E. 5e/bb S. 100 [am Ende]),

dass schliesslich auch von der Möglichkeit des Wegweisungsvollzuges 
auszugehen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG), 

dass  zusammenfassend  festzuhalten  ist,  dass  die  Anordnung  des 
Wegweisungsvollzuges  zu  Recht  erfolgte,  mithin  die  Grundlagen  für 
die Gewährung einer vorläufigen Aufnahme nicht erfüllt sind, 

dass nach vorstehenden Erwägungen die angefochtene Verfügung zu 
bestätigen und  die  eingereichte  Beschwerde als  offensichtlich  unbe-
gründet im vereinfachten Verfahren abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer die 
Kosten aufzuerlegen sind (vgl. dazu Art. 63 Abs. 1 VwVG und Art. 1-3 
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]), 
zumal  das  Gesuch  um  unentgeltliche  Rechtspflege  angesichts  der 
Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen ist (vgl. Art. 65 Abs. 1 
VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Unter  Abweisung  des  Gesuches  um unentgeltliche  Rechtspflege  im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  werden  die  Verfahrenskosten  von 
Fr. 600.– dem  Beschwerdeführer  auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert 
30 Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu  Gunsten  der  Gerichtskasse  zu 
überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die  Rechtsvertreterin  des  Beschwerdeführers  (Einschreiben;  Bei-
lage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N _______ 
(per Kurier; in Kopie)

- ... (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Lorenz Mauerhofer

Versand: 

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