# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5b8a8d16-1b40-5761-a7fb-e84856a67544
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-06-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.06.2020 720 20 5/118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-20-5-118_2020-06-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. Juni 2020 (720 20 5 / 118) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Medizinischer Sachverhalt nicht hinreichend abgeklärt; Rückweisung an die Vorinstanz 

 

 
 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jürg Pulver, Kantons-

richter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nikolaus Tamm, Advokat, 
Spalenberg 20, Postfach 1460, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente 
 
 
 
A. Der 1963 geborene A.____, gelernter Forstwart, ist seit dem 1. April 2012 bei der von 
seiner Lebenspartnerin betriebenen B.____GmbH als Sachbearbeiter (Pensum 50 %) tätig. Am 
23. Februar 2017 meldete er sich unter Hinweis auf eine Depression, eine chronische Leberzir-
rhose und Hepatitis C bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle 
Basel-Landschaft (IV-Stelle) klärte in der Folge die gesundheitlichen und erwerblichen Verhält-
nisse ab, wobei sie den Versicherten durch die Ärztliche Begutachtungsinstitut GmbH (ABI) 
polydisziplinär begutachten liess (Expertise vom 13. August 2018). Gestützt auf die daraus ge-

 

 
 
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wonnenen Erkenntnisse wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 20. No-
vember 2019 ab. Begründend hielt sie fest, A.____ habe das einjährige Wartejahr für den An-
spruch auf eine IV-Rente nicht erfüllt. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Nikolaus Tamm, am 6. Januar 2020 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er be-
antragte, in Gutheissung der Beschwerde sei die Verfügung vom 20. November 2019 aufzuhe-
ben und es sei ihm unter o/e-Kostenfolge mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Be-
gründung führte er im Wesentlichen aus, dass der angefochtene Entscheid auf unzureichenden 
medizinischen Unterlagen beruhe. 
 
C. In ihrer Vernehmlassung vom 4. März 2020 schloss die IV-Stelle unter Hinweis auf eine 
Stellungnahme von Dr. med. C.____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler 
Ärztlicher Dienst (RAD), vom 17. Januar 2020 auf Abweisung der Beschwerde. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 6. Januar 2020 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Massgebend ist der Sachver-
halt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 20. November 2019 entwi-
ckelt hat. Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen 
Überprüfungsbefugnis (BGE 129 V 4 E. 1.2). Später eingereichte ärztliche Berichte sind aber 
ausnahmsweise zu berücksichtigen, wenn daraus Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand 
im Zeitpunkt des Verfügungserlasses gezogen werden können (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b in 
fine).  
 
3.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c) 
 

 

 
 
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3.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich 
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsun-
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund-
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder 
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Ar-
beitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 
 
3.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf 
eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu min-
destens 40 % invalid ist. 
 
4.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
4.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 
zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle an-
deren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

 

 
 
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einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.4 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). In Bezug auf Berichte von behandelnden 
Ärzten darf und soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter 
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih-
rer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur 
von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutach-
tungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 175 
E. 4; Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; heute: Bundesgericht, 
sozialrechtliche Abteilungen] vom 13. Juni 2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administra-
tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbe-
halten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behan-
delnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende – As-
pekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind 
(Urteil des EVG vom 25. Mai 2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Das Administrativverfahren vor der IV-Stelle wie auch der kantonale Sozialversiche-
rungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG). 
Danach haben IV-Stelle und Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. 
 
6.1 Zur Beurteilung des vorliegenden Falls liegen zahlreiche medizinische Unterlagen vor, 
die vom Gericht gesamthaft gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejeni-
gen Gutachten und Berichte wiedergegeben werden, welche sich für den vorliegenden Ent-
scheid als zentral erweisen. 
 
6.2 Im Bericht vom 8. März 2017 (Eingang bei der IV-Stelle) diagnostizierte 
Dr. med. D.____, FMH Infektiologie, Intensivmedizin und Allgemeine Innere Medizin, mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Leberzirrhose (Child A) bei Status nach chronischer Hepa-
titis C und nach chronischem Aethylabusus, eine chronische Pankreatitis nach chronischem 

 

 
 
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Aethylabusus, einen Status nach rezidivierend depressiven Episoden, eine Opioidabhändigkeit, 
in Opioid-Substitutionstherapie, eine Benzodiazepinabhängigkeit, einen Status nach Alkoholab-
hängigkeit, nach schädlichem Konsum von Cannabinoiden, Kokain und LSD. Der Versicherte 
sei rasch erschöpft, habe Konzentrationsstörungen und einen hohen Erholungsbedarf. Es seien 
ihm nur noch leichteste Arbeiten (Büroarbeiten) halbtags zumutbar. 
 
6.3 Am 9. Mai 2017 diagnostizierten Dr. med. E.____, FMH Psychiatrie und Psychothera-
pie, und Dr. med. F.____, Abteilungsarzt beim Zentrum G.____, eine Leberzirrhose bei aethyli-
scher und viraler Leberkrankheit, einen Status nach chronischer Hepatitis C, eine chronische 
Fatigue, rezidivierend depressive Störungen, eine aktuell abstinente Alkoholabhängigkeit und 
eine Opioidabhängigkeit, aktuell Opioid-Substitutionstherapie. Sie würden den Versicherten seit 
dem 5. März 2008 behandeln. Die Kombination von (familiär mitbedingter) chronischer Depres-
sivität wechselnden Ausmasses mit der wahrscheinlich posthepatischen chronischen Fatigue 
führe beim Versicherten seit August 2014 zu einer eingeschränkten Lebensqualität mit reduzier-
ter Erwerbsfähigkeit um 60 %. 
 
6.4 Die IV-Stelle liess den Versicherten bei der ABI polydisziplinär (allgemeininternistisch, 
psychiatrisch, neuropsychologisch und gastroenterologisch) begutachten. Am 13. August 2018 
diagnostizierte das Expertenteam mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Leberzirrhose 
Child A (ICD-10 K70.3), eine chronische Hepatitis C (ICD-10 B18.2) und eine Angst und de-
pressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestün-
den ein Status nach psychischer Verhaltensstörung durch multiplen Substanzgebrauch, ge-
genwärtige Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzprogramm (ICD-10 F19.22), und 
ein fortgesetzter Nikotinabusus (ICD-10 F17.1). Aus gastroenterologischer Sicht könne eine 
chronische Lebererkrankung zur Kenntnis genommen werden mit einer Zirrhose, einerseits 
äthyltoxischer Natur, andererseits bei Status nach langjähriger Hepatitis C bzw. erfolgreicher 
Remission der Virusreplikation seit 2014. Klinisch sei es bisher nie zu einer Dekompensation 
gekommen. Ein Anteil der angegebenen Beschwerden, vor allem der Müdigkeit und Leistungs-
insuffizienz, könne mit der Lebererkrankung erklärt werden, was zu einer geringen Leistungs-
einbusse von 25 % führe. Aus allgemeinmedizinischer Sicht seien keine weiteren Befunde und 
Diagnosen zu erkennen, die eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bewirken würden. Aus 
psychiatrischer Sicht bestünde eine leichtgradige Angst und depressive Störung gemischt. Die-
se führe zu einer geringen Leistungseinbusse von 20 %. Ein Anteil der angegebenen Sympto-
me und Beschwerden mit Leistungseinbusse und Müdigkeit könnte dadurch erklärt werden. Der 
Substanzgebrauch sei nicht mehr gegeben. Die dauerhafte Teilnahme am Ersatzprogramm mit 
der Einnahme von Serve-Long (Opioid-Analgetikum) dürfte sich ungünstig auf die Motivations-
fähigkeit des Versicherten auswirken. Eine Reduktion der Dosierung wäre sinnvoll anzustreben. 
Die Behandlung mit Cipralex (Antidepressivum) sei geeignet, sowohl die depressive Störung als 
auch die Angststörung effektiv zu minimieren. Der Erfolg sollte sich in vier bis sechs Wochen 
einstellen. Alsdann wäre auch die attestierte Arbeitsfähigkeit einlösbar. Aus neuropsychologi-
scher Sicht hätten testpsychologisch keine wesentlichen Einbussen nachgewiesen werden 
können. Eine neuropsychologisch objektivierbare Einschränkung bestünde nicht. Ungünstig sei 
der ärztlich verordnete anhaltend hohe substituierende Morphinkonsum. Aus beruflicher und 
psychosozialer Sicht sei die lange Arbeitsabwesenheit ab 2002 zu vermerken und die Tatsache, 

 

 
 
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dass der Wiedereinstieg quasi im geschützten Rahmen bei der Partnerin des Versicherten er-
folgt sei. Er sei seit vielen Jahren nicht mehr den echten Belastungen des ersten Arbeitsmarkts 
ausgesetzt gewesen und habe sich in dieser Situation eingerichtet. Wesentliche Einschränkun-
gen der kognitiven, psychischen oder auch medizinischen Ressourcen seien nicht zu verzeich-
nen. Die leichten Leistungseinbussen aus gastroenterologischer und psychiatrischer Sicht wür-
den sich ergänzen, da einerseits die gleichen Zeitabschnitte für Pausen und Erholung genutzt 
werden könnten. Andererseits sei die Symptomatik letztlich deckungsgleich und ätiologisch 
nicht sicher zuordenbar, sodass eine überwiegende Schnittmenge bestünde. In der zuletzt aus-
geübten und in einer angepassten Verweistätigkeit sei der Versicherte acht Stunden pro Tag 
arbeitsfähig. Es bestünde ein erhöhter Pausenbedarf bei reduzierter Leistungsfähigkeit mit einer 
leichten Verlangsamung. Insgesamt betrage die Arbeits- und Leistungsfähigkeit seit der Anmel-
dung bei der IV im Februar 2017 75 %. Psychiatrisch sei der affektive Teil der Störung ungenü-
gend behandelt. Durch die effektive Behandlung mit Cipralex könnte eine leichte Verbesserung 
erreicht werden. Zudem dürfte eine Reduktion des Opiats die Wachheit und Motivation des Ver-
sicherten verbessern. Er selbst sehe sich nur sehr geringfügig arbeitsfähig, obwohl dafür keine 
medizinischen Gründe zu finden seien. Wahrscheinlich wäre es sinnvoll, eine Reduktion des 
Opiats vorzunehmen, um dann zu evaluieren, ob sich seine Motivation für ein höheres Pensum 
steigern würde und dieses auch umsetzbar wäre. 
 
6.5 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens nahm Dr. med. H.____, FMH Psychiatrie und 
Psychotherapie, leitende Ärztin des Zentrums G.____, zum Gutachten der ABI vom 13. August 
2018 Stellung. Sie hielt fest, die Gutachter hätten die traumatischen Erfahrungen des Versicher-
ten in der Kindheit mit einem depressiven Vater und einer alkoholkranken Mutter nicht beachtet. 
Eine Schüchternheit, wie im Gutachten als Prädisposition zur Suchterkrankung angedeutet, 
könne so nicht angenommen werden. Es sei davon auszugehen, dass sich der Versicherte 
während der Begutachtung überangepasst gezeigt und schambesetzte Inhalte nicht wiederge-
geben habe. Die aktuelle erhebliche Einschränkung der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit ent-
spreche der Realität. Laut Angaben des Arbeitsgebers betrage die Arbeitsleistung trotz hoher 
Motivation maximal 20 % bis 25 %. Der im Gutachten dargestellte Zusammenhang zwischen 
den Beschwerden, der Motivation des Versicherten und der Dosierung des Substitutionsmittels 
sei nicht nachvollziehbar und die Infragestellung der Substitutionsbehandlungsbedürftigkeit sei 
absurd. Eine stabile Dosis des Substitutionsmittels sei weder motivationsmindernd noch führe 
es zu anhaltender Müdigkeit, Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsproblemen. Weiter bestün-
den Inkongruenzen zwischen dem psychiatrischen Befund und den Resultaten der neuropsy-
chologischen Untersuchung. Während der Psychiater einen verlangsamten formellen Gedan-
kengang sowie Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen erwähne und diese Beschwer-
den als die Arbeitsfähigkeit einschränkend sehe, ergebe die neuropsychologische Untersu-
chung keine Hinweise für Verlangsamung oder Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörun-
gen. Zudem werde im Gutachten die seit Jahren diagnostizierte rezidivierende depressive Stö-
rung weder diskutiert noch seien die depressiven Symptome gemäss ICD-10 vollständig explo-
riert worden. Der psychiatrische Gutachter begründe nicht, weshalb seines Erachtens die Ver-
langsamung, die Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen nicht in einem Zusammen-
hang mit der depressiven Erkrankung stünden. Die Behauptung, mit einer effektiven Behand-
lung mit Cipralex könne eine leichte Verbesserung erreicht werden, sei eine reine Vermutung. 

 

 
 
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Der Versicherte werde aufgrund seiner rezidivierenden Störung seit Jahren psychotherapeu-
tisch und pharmakologisch behandelt. Er vertrage die antidepressive Medikation schlecht. 
Cipralex habe er zwar am besten vertragen, nach jahrelanger Behandlung bei Unverträglichkeit 
und mangelnder Wirksamkeit habe der Versicherte das Medikament in letzter Zeit nur noch un-
regelmässig eingenommen, was verständlich sei. Die depressive Störung sei beim Versicherten 
vor dem Erwachsenenalter eingetreten. Als beste (Selbst-)Medikation hätten sich bisher Alko-
hol, Benzodiazepine und Opioide erwiesen. Chronisch rezidivierende depressive Verläufe seien 
oft therapieresistent und würden zu einer erheblichen Krankheitslast führen. Die Arbeitsunfähig-
keit sei beim Versicherten deutlich höher zu veranschlagen. Schliesslich sei im Gutachten die 
(somatische) Diagnose des chronischen Fatigue-Syndroms (ICD-10 G93.3) nicht berücksichtigt 
worden. 
 
6.6 Am 22. Juni 2019 nahm die RAD-Ärztin pract. med. I.____ Stellung. Sie hielt fest, dass 
die subjektive Müdigkeit und die Leistungsintoleranz nicht vollumfänglich objektivierbar seien. 
Dennoch seien diese subjektiven Beschwerden im Gutachten mit einer 20%igen Arbeitsunfä-
higkeit resp. Leistungseinbusse aus gesamtmedizinischer Sicht ausreichend berücksichtigt 
worden. Die Diagnose eines chronischen Fatigue-Syndroms sei hingegen zu Recht nicht ge-
stellt worden, da die subjektiven Beschwerden des Versicherten nicht vollumfänglich objekti-
vierbar gewesen seien und in einem gewissen Ausmass anderen Grunderkrankungen hätten 
zugeordnet werden können. 
 
6.7 Der RAD-Arzt Dr. C.____ führte am 27. Juni 2019 aus, die von Dr. H.____ angeführten 
Punkte seien weder dazu geeignet, das psychiatrische Gutachten in Zweifel zu ziehen noch 
zusätzliche Informationen einzubringen, die die Einschätzung des Psychiaters in ein anderes 
Licht rücken würden. Die wesentlichen Befunde, namentlich die des depressiven Formenkrei-
ses, seien im Gutachten diskutiert und in Relation zu den teilweise abweichenden Einschätzun-
gen der behandelnden Ärzte gesetzt worden. Auch auf das chronische Fatigue-Syndrom werde 
Bezug genommen. Aufgrund der Befunde komme der Gutachter jedoch zu einer unterschiedli-
chen Bewertung des Sachverhalts. Die vom psychiatrischen Gutachter erhobenen Befunde 
(eingeschränkte Konzentration und Aufmerksamkeit) hätten sich in der neuropsychologischen 
Untersuchung nicht objektivieren lassen, was jedoch eher für als gegen eine Arbeitsfähigkeit 
spreche. Die im Zusammenhang mit der antidepressiven Behandlung gemachte Aussage, als 
beste Selbstmedikation gegen die depressive Störung hätten sich beim Versicherten bislang 
Alkohol, Benzodiazepine und Opiate erwiesen, spreche für sich und bedürfe keines weiteren 
Kommentars. 
 
6.8 Am 19. November 2019 führte Dr. C.____ ergänzend aus, die Gutachter hätten dem 
Abhängigkeitssyndrom bzw. der Substanzkonsumstörung hinreichend Rechnung getragen. Der 
Einfluss des Substanzkonsums auf die Arbeitsfähigkeit sei ausführlich diskutiert und bewertet 
worden. 
 
6.9 Am 6. Januar 2020 nahm Dr. H.____ erneut Stellung. Für das Verständnis der Psy-
chodynamik der Erkrankung seien die anamnestischen Angaben im Gutachten lückenhaft. So 
seien die traumatischen Erlebnisse des Versicherten nicht erfragt und verständlicherweise vom 

 

 
 
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Versicherten nicht spontan berichtet worden. Der realtraumatische Familienhintergrund mit se-
xualisierter und emotionaler Gewalt seitens der schwer alkoholkranken Mutter und der emotio-
nalen Vernachlässigung seitens des depressiven Vaters spiele eine wesentliche Rolle. Der Ver-
sicherte habe bereits als Jugendlicher unter schweren depressiven Symptomen und einer 
Angstsymptomatik gelitten, welche er als Minderjähriger mit Substanzgebrauch (Drogen, Alko-
hol) zu bewältigen versucht habe. Daher seien sowohl die psychiatrischen Störungen als auch 
die Abhängigkeitserkrankungen unter einer traumatologischen Bedeutung und gegenseitiger 
Kausalität zu betrachten. Die Suchtentwicklung sei beim Versicherten eindeutig die Folge eines 
schweren psychischen Leidens. Die aktuelle Substitutionsbehandlung mit Opioiden und Ben-
zodiazepinen ermögliche ihm das Überleben und überdeckte auch teilweise strukturelle Persön-
lichkeitsdefizite. Es sei nicht nachvollziehbar, dass der Gutachter diesen Aspekt nicht erkenne 
und die Substitutionsbehandlung in Frage stelle. Diagnostisch sei von einer rezidivierenden 
depressiven Störung (ICD-10 F33), einer strukturellen Störung im Sinne einer entwicklungsbe-
dingten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61 und F62) sowie von einer Traumafolgestörung 
auszugehen. Die Diagnose einer sekundären Sucht sei im Gutachten nicht beachtet worden. Es 
bestünden eine Müdigkeit und Konzentrationsstörungen, eine leichte Erschöpfbarkeit und ver-
minderte Belastbarkeit, im Verlauf durchaus flukturierend, rezidivierende depressive Verstim-
mungen mit Antriebs-, Kraft- und Interessenlosigkeit, chronisch rezidivierende Suizidgedanken, 
diffuse Ängste, Störungen in der Regulation von Affekten und Impulsen, Störungen der Auf-
merksamkeit und des Bewusstseins mit Amnesien und Depersonalisationserleben, eine Stö-
rung der Selbstwahrnehmung, eine schwere Selbstwertproblematik und ein schwankendes 
Selbstwertgefühl, eine Sorge vor Kritik und Ablehnung, rezidivierende interpersonelle Schwie-
rigkeiten, ein abhängiges Beziehungsmuster, gewaltsame intime Beziehungen mit Retraumati-
sierungen, ein sozialer Rückzug, eine soziale Gehemmtheit, starke Verlassensängste und Ab-
grenzungsprobleme, ein Unterordnen eigener Bedürfnisse, ein Perfektionismus und übermässig 
hohe Anspruche ans Selbst, rezidivierende Gefühle der Leere und Hoffnungslosigkeit, ein chro-
nisches Gefühl der Anspannung, Besorgtheit, eine eingeschränkte Fähigkeit, Entscheidungen 
zu treffen, ein Erleben von innerer Zerstörtheit und Hilflosigkeit, rezidivierende Zustände der 
Überregung oder Erstarrung, Schlafprobleme sowie Somatisierungsbeschwerden. Die Symp-
tome seien chronisch-rezidivierend und könnten in ihrer Gesamtheit bei 1 bis 2 Untersuchungen 
durch einen Psychiater oder durch eine neuropsychologische Testung nicht erfasst werden. Der 
Gutachter spreche von einer Abstinenz und sehe das Problem einer schweren chronischen 
Suchterkrankung aktuell nicht mehr. Gleichzeitig werde aber die notwendige Opiat- und Ben-
zodiazepinsubstitution bemängelt. Diese Sichtweise sei inkonsistent. Die Substitutionsbehand-
lung sei per se keine Abstinenzbehandlung. Die Annahme des Gutachters, der Versicherte sei 
mangelhaft motiviert, sei nicht begründet. 
 
6.10 Am 17. Januar 2020 führte der RAD-Arzt Dr. C.____ aus, die vorgebrachte Kritik am 
Gutachten sei in einzelnen Punkten berechtigt, ohne jedoch die grundsätzliche Einschätzung 
der Gutachter in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit umstürzen zu können. Tatsächlich falle die Be-
schreibung psychodynamischer Prozesse im Gutachten eher knapp aus, was jedoch in der 
Fragestellung begründet liege. Im versicherungsmedizinischen Kontext stehe die Einschätzung 
der Leistungsfähigkeit im Vordergrund, psychodynamische Überlegungen würden dabei eine 
untergeordnete Rolle spielen. Auch liesse sich aus den hier gestellten Diagnosen und Diagno-

 

 
 
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sekombinationen noch keine Aussage über die effektive Arbeitsfähigkeit treffen, auch wenn 
über die vergebenen Diagnosen durchaus diskutiert werden könnte. Von entscheidender Be-
deutung sei die medizinische Querschnittuntersuchung für die aktuelle Beurteilung von Ein-
schränkungen und Ressourcen in Kombination mit dem Längsschnittvergleich, wie von 
Dr. H.____ angemerkt. Daraus prognostische Aussagen für den Krankheitsverlauf und die Ar-
beitsfähigkeit abzuleiten, sei grundsätzlich nicht möglich. Auch wenn der Krankheitsverlauf des 
Versicherten von schwerer Suchterkrankung und affektiven Störungen gekennzeichnet sei, 
ergäben sich mit der bereits bestehenden Abstinenz von Alkohol und dem Verzicht auf Beikon-
sum von Substanzen neben der Substitutionsbehandlung Hinweise auf eine erfreuliche Verbes-
serung des Gesundheitszustands. Ob beim Versicherten die Sucht Folge oder Ursache einer 
weiterreichenden Psychopathologie gelten müsse, sei unerheblich. Für die Beurteilung der Ar-
beitsfähigkeit seien vielmehr die funktionellen Einschränkungen im Vergleich über alle Lebens-
bereiche hinweg massgeblich, wie auch deren Konsistenz. An diesem Punkt komme das Gut-
achten zu einer anderen Einschätzung als die behandelnde Ärztin. Die vom Versicherten ge-
zeigten Leistungen in der neuropsychologischen Testung könnten dabei ebenso wenig unbe-
rücksichtigt bleiben, wie auch die lebenspraktisch gezeigte Arbeitsfähigkeit (50 %). Das in der 
Querschnittsuntersuchung erhobene Bild zeige sich insofern konsistent mit dem Funktionsni-
veau im Alltag, in den sozialen Beziehungen und auch in der Berufstätigkeit. Im Gegensatz zu 
der ausführlichen Auseinandersetzung mit den genannten Themen komme im Gutachten die 
Auseinandersetzung mit den Themenkreis Persönlichkeit deutlich zu kurz. Eine Auseinander-
setzung mit den sogenannten „komplexen ICH-Funktionen“ und anderen, die Persönlichkeit 
betreffenden Merkmalen finde nur in sehr verkürzter Form statt. Gesamthaft habe das Gutach-
ten jedoch sämtliche relevanten Faktoren erfasst, die persönliche, berufliche und gesundheitli-
che Entwicklung hinreichend wiedergegeben und die bisherigen Therapien gewürdigt. Die unter 
Einbezug der durchgeführten Untersuchungen gezogenen Schlussfolgerungen mit Bezug auf 
die funktionalen Einschränkungen und die Arbeitsfähigkeit würden trotz berechtigter Kritik nach-
vollziehbar und plausibel erscheinen, weshalb auf das Gutachten abgestellt werden könne. 
 
7.1 Die IV-Stelle ging in der angefochtenen Verfügung vom 20. November 2019 gestützt 
auf die Beurteilung im Gutachten der ABI vom 13. August 2018 davon aus, dass dem Versi-
cherten angepasste Tätigkeiten im Umfang von 75 % zumutbar seien. Wie in Erwägung 4.4 
hiervor ausgeführt, ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex-
terner Spezialärztinnen und Spezialärzten volle Beweiskraft zuzuerkennen, wenn diese auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Be-
richt erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, und 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indi-
zien sind vorliegend jedoch nicht von der Hand zu weisen, wie die nachstehenden Erläuterun-
gen aufzeigen. 
 
7.2 Zunächst bestehen in psychiatrischer Hinsicht bei der Beurteilung der Leistungsfähig-
keit fachärztliche Diskrepanzen. Zweifel an der Schlüssigkeit der psychiatrischen Expertise er-
geben sich namentlich aufgrund der erheblich unterschiedlichen Beurteilung in den Berichten 
des Zentrums G.____ vom 9. Mai 2017, 13. Februar 2019 und 6. Januar 2020. Während der 
psychiatrische Gutachter – aufgrund einer eimaligen Exploration und eher spärlichen psychiatri-

 

 
 
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schen Vorakten – eine Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2), feststellte, 
deswegen eine geringe Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 20 % attestierte und 
davon ausging, dass sich eine Reduktion der Substitutionsmedikation positiv auf die Motivati-
onsfähigkeit und eine Behandlung mit dem Antidepressivum Cipralex positiv auf die depressive 
Störung und die Angststörung auswirke, ergibt sich aus den Berichten der behandelnden Ärzte 
ein deutlich anderes Bild: So diagnostizierte Dr. H.____ eine rezidivierende depressive Störung 
(ICD-10 F33), eine strukturelle Störung im Sinne einer entwicklungsbedingten Persönlichkeits-
störung (ICD-10 F61 und F62) sowie eine Traumafolgestörung. Sie beobachtete beim Versi-
cherten diverse chronisch-rezidivierende Symptome (etwa Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, 
leichte Erschöpfbarkeit, verminderte Belastbarkeit, depressive Verstimmungen mit Antriebs-, 
Kraft- und Interessenlosigkeit, chronisch rezidivierende Suizidgedanken, diffuse Ängste, Stö-
rungen in der Regulation von Affekten und Impulsen, Störungen der Aufmerksamkeit und des 
Bewusstseins mit Amnesien und Depersonalisationserleben, eine schwere Selbstwertproblema-
tik, ein sozialer Rückzug) die vom psychiatrischen Gutachter weitgehend unerkannt oder unge-
würdigt geblieben sind. Aufgrund ihrer Beobachtungen attestierte sie beim Versicherten – unter 
Hinweis auf einen Bericht der Arbeitgeberin vom 20. Februar 2019, wonach die Arbeitsleistung 
trotz hoher Motivation maximal 20 % bis 25 % betrage – im Vergleich zum psychiatrischen Gut-
achter eine deutlich höhere Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Alsdann wies sie begründet 
auf Mängel im Gutachten hin. So stellte sie zutreffend fest, dass die Gutachter die depressiven 
Symptome gemäss ICD-10 nicht vollständig explorierten und die (somatische) Diagnose des 
chronischen Fatigue-Syndroms (ICD-10 F93.3) nicht berücksichtigten. Soweit sie weiter die 
Anamnese im Gutachten als lückenhaft bezeichnet, erscheint diese Kritik insofern nachvollzieh-
bar, als auch der RAD-Arzt Dr. C.____ in seiner Stellungnahme vom 17. Januar 2020 den vor-
gebrachten Mangel am Gutachten in einzelnen Punkten als berechtigt wertete und feststellte, 
dass die Beschreibung psychodynamischer Prozesse im Gutachten eher knapp, die Auseinan-
dersetzung mit den Themenkreis Persönlichkeit deutlich zu kurz und eine Erörterung mit den 
sogenannten „komplexen ICH-Funktionen“ sowie anderer, die Persönlichkeit betreffender 
Merkmale nur in sehr verkürzter Form ausgefallen seien. Unlösbare Diskrepanzen bestehen 
sodann hinsichtlich den Auswirkungen der Substitutionsmedikation auf die Leistungsfähigkeit 
des Beschwerdeführers. So legte die auf Abhängigkeitserkrankungen spezialisierte Psychiaterin 
glaubhaft dar, dass die verabreichte Medikation erforderlich und entgegen der Auffassung des 
Gutachters eine stabile Dosis des Substitutionsmittels weder motivationsmindernd sei noch zu 
anhaltender Müdigkeit, Aufmerksamkeits- oder Konzentrationsproblemen führe. Zwar enthalten 
die Berichte des Zentrums G.____ vom 9. Mai 2017, 13. Februar 2019 und 6. Januar 2020 kei-
ne vollständige bzw. ausreichende Begründung. Dennoch lassen sie unüberwindbare Zweifel 
an der psychiatrischen Beurteilung im ABI Gutachten aufkommen. Dies gilt umso mehr, als sich 
der psychiatrische Gutachter mit den vorhandenen medizinischen Unterlagen – wenn überhaupt 
– nur sehr oberflächlich auseinandersetzte und seine Beurteilung, wonach mittels Behandlung 
mit Cipralex auch „auch die attestierte Arbeitsfähigkeit einlösbar wäre“ keine aussagekräftige 
Einschätzung der aktuellen Leistungsfähigkeit ist. Mit Blick auf die Beurteilung der behandeln-
den Psychiaterin bestehen vielmehr Zweifel, ob der Gutachter den Gesundheitszustand und die 
daraus resultierende Leistungsfähigkeit korrekt erfasste. Bei dieser Sachlage kann jedenfalls 
nicht ausgeschlossen werden, dass beim Versicherten bereits seit längerer Zeit eine schwer-
wiegendere psychische Erkrankung vorliegen könnte, als der Gutachter der ABI annahm. 

 

 
 
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7.3 Auch die gastroenterologische Beurteilung überzeugt nicht. Zwar wird eine Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit durch eine erhöhte Ermüdbarkeit und Konzentrationsschwäche 
bejaht. Seine Schlussfolgerungen, wonach nicht plausibel sei, dass der Versicherte „zwar keine 
Büroarbeit verrichten könne, aber doch mit dem Hund spazieren gehe“ (Gutachten Ziff. 7.3.2) 
und dass er „noch Ressourcen für eine Tätigkeit zu haben scheine, welche keine erhöhte Kon-
zentration erfordere, wie bei der Büroarbeit“ (Gutachten Ziff. 7.4) sind indes auch mit Blick auf 
den Bericht der Arbeitgeberin vom 20. Februar 2019, wonach die Arbeitsleistung trotz hoher 
Motivation maximal 20 % bis 25 % betrage (act. 53), nicht einleuchtend, weshalb die im Übrigen 
nicht weiter begründete Leistungsfähigkeit von 75 % nicht zu überzeugen vermag. Dies gilt um-
so mehr, als sich der Gutachter mit dem von den behandelnden Ärzten diagnostizierten chroni-
schen Fatigue-Syndrom nicht hinreichend auseinandersetzte. 
 
7.4 Schliesslich wirft auch die im ABI-Gutachten vorgenommene interdisziplinäre Gesamt-
beurteilung der Arbeitsfähigkeit Fragen auf. Die Gutachter gingen unter blossem Hinweis, dass 
sich die Einschränkungen in den einzelnen Disziplinen hinsichtlich eines erhöhten Pausenbe-
darfs bei reduzierter Leistungsfähigkeit mit einer leichten Verlangsamung ergänzten, sodass 
kein additiver Effekt entstehe, davon aus, dass der Versicherte gesamthaft betrachtet unter 
spezifischen Arbeitsplatzbedingungen eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 75% aufweise. 
Bei dieser weder allgemein noch im Hinblick auf ein bestimmtes Belastungsprofil begründeten 
Einschätzung bleibt die Frage nach dem Zusammenspiel der somatischen und psychischen 
Einschränkungen auf die Leistungsfähigkeit weitgehend unklar. 
 
7.5 Insgesamt bestehen erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und Richtigkeit der Aus-
führungen im Gutachten der ABI vom 13. August 2018. Sie stellt daher keine geeignete Ent-
scheidgrundlage für eine abschliessende Beurteilung der medizinischen Sachlage dar. So wie 
sich die Aktenlage präsentiert, ist der massgebende medizinische Sachverhalt nicht ausrei-
chend abgeklärt, weshalb die Auswirkungen der gesundheitlichen Beschwerden auf die Arbeits-
fähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der bestehenden Aktenlage nicht abschliessend be-
urteilt werden können. Folglich ist der rechtserhebliche Sachverhalt durch geeignete medizini-
sche Abklärungen zu vervollständigen. Von weiteren Abklärungen kann nicht abgesehen wer-
den, da nicht von vornherein angenommen werden kann, eine ergänzende Begutachtung ver-
möge zu keinen besseren Erkenntnissen führen. Damit steht fest, dass die angefochtene Ver-
fügung vom 20. November 2019 auf unzureichenden medizinischen Abklärungsergebnissen 
beruht und deshalb aufzuheben ist. 
 
8. Gemäss neuerer bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversiche-
rungsgerichte nicht mehr frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an 
die Verwaltung zurückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Ge-
richtsgutachten einzuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen 
Sachverhalt überhaupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativex-
pertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Eine Rückweisung an die IV-
Stelle bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher voll-
ständig ungeklärten Frage begründet ist oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung  

 

 
 
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oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 ff. E. 4.4.1 ff.). 
Vorliegend erweist sich das der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte Gutachten der ABI 
vom 13. August 2018 als nicht beweistauglich. Da es die IV-Stelle unterliess, den massgebli-
chen medizinischen Sachverhalt – trotz eingehender und detaillierter fachärztlicher Kritik am 
Gutachten und Hinweisen des RAD-Arztes Dr. C.____ auf Mängel im psychiatrischen Teilgut-
achten – mit der gebotenen Sorgfalt widerspruchsfrei abzuklären und es nicht die Aufgabe der 
kantonalen Gerichte ist, im Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nach-
zuholen, steht einer Rückweisung an die Vorinstanz nichts entgegen. Diese wird angehalten, 
den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von einer bisher nicht 
involvierten Institution erneut polydisziplinär abklären zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse 
dieser Aktenergänzungen wird die IV-Stelle anschliessend über den Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers neu zu befinden haben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
9.1 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung 
von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden 
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 
Fr. 1‘000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Verfah-
rensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten in Berücksichtigung des 
bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 20 Abs. 3 VPO werden 
die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass aufer-
legt. Hebt das Kantonsgericht eine bei ihm angefochtene Verfügung auf und weist es die Ange-
legenheit zum weiteren Vorgehen im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Ver-
fügung an die IV-Stelle zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei 
als (vollständig) obsiegende und die IV-Stelle als unterliegende Partei (BGE 137 V 61 f. E. 2.1 
und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hinweisen). Die ordentlichen Kosten von Fr. 800.-- wer-
den somit ihr auferlegt. Der geleistete Kostenvorschuss ist dem Beschwerdeführer zurückzuer-
statten. 
 
9.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Diese werden vom Gericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert 
nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. 
Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts genügt für den bundesrechtlichen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung auch ein formelles Obsiegen in dem Sinne, dass der Beschwerde führen-
den Person durch die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und der Rückweisung der Sa-
che an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Beurteilung alle Rechte im Hinblick 
auf eine beanspruchte Leistung gewahrt bleiben (BGE 132 V 215 E. 6.2). Nachdem die Be-
schwerde gutzuheissen und die Sache zur erneuten Abklärung im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückzuweisen ist, hat diese dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 
auszurichten. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner Honorarnote vom 
24. März 2020 einen Zeitaufwand von 16 Stunden geltend gemacht. Darin befindet sich eine 
Bemühung im Umfang von 15 Minuten, welche auf den Kontakt des Rechtsvertreters mit der 
Rechtsschutzversicherung des Versicherten zurückzuführen ist. Solche Bemühungen würden 
im Falle einer nicht rechtsschutzversicherten Person nicht anfallen und müssen daher unbe-
rücksichtigt bleiben. Die Bemühungen im Zusammenhang mit der Rechtschutzversicherung 

 

 
 
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sind deshalb im genannten Umfang in Abzug zu bringen. Im Übrigen ist der geltend gemachte 
Aufwand in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen nicht zu beanstan-
den. Nach Abzug von 0,25 Stunden ist somit ein Aufwand von 15,75 Stunden zu dem im Sozi-
alversicherungsrecht üblichen Stundenansatz von Fr. 250.-- zu vergüten (vgl. § 3 Abs. 1 der 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Hinzu kommen die in 
der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von insgesamt Fr. 42.60. Somit ist dem Beschwer-
deführer für das vorliegende Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von 
Fr. 4'286.55 (15,75 Stunden à Fr. 250.-- sowie Auslagen von Fr. 42.60 zuzüglich 7,7 % Mehr-
wertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
10.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
10.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die angefochtene 
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. November 2019 aufge-
hoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Beschwer-
degegnerin zurückgewiesen wird. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Be-
schwerdegegnerin auferlegt. 

 

 
 
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Dem Beschwerdeführer wird der geleistete Kostenvorschuss in Höhe 
von Fr. 800.-- zurückerstattet. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 4'286.55 (inkl. Auslagen und 7,7 % 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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