# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4f1b4fe-3288-52f1-bdad-cd83ed020aa5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2012-01-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.01.2012 D-250/2012
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-250-2012_2012-01-27.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­250/2012

U r t e i l   v om   2 7 .   J a nua r   2 0 1 2

Besetzung Einzelrichter Thomas Wespi,
mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

Parteien A._______, geboren B._______,
Serbien, 
C._______,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung
(Flughafenverfahren); 
Verfügung des BFM vom 10. Januar 2012 / N_______.

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  serbischer  Staatsangehöriger,  gemäss 
den Akten am 21. Dezember 2011 auf dem Flughafen D._______ eintraf, 
wo er am folgenden Tag ein Asylgesuch einreichte,

dass  er  sich  gemäss  eigenen  Angaben  bereits  Ende  2010 
beziehungsweise Anfang 2011 in der Schweiz aufgehalten habe, 

dass ihm gemäss Bericht der E._______ nach seiner damaligen Ankunft 
in  F._______  der  Weiterflug  nach  G._______  am  15.  Januar  2011 
verweigert  respektive  ihm  lediglich  die Weiterreise  zu  einer  Tante  nach 
H._______ erlaubt wurde,

dass  er  anschliessend  eigenen  Angaben  zufolge  nach  I._______  und 
H._______ gereist sei, wo er jeweils um Asyl ersucht habe,

dass  er  im  Juni  2011  von  H._______  aus  freiwillig  nach  Serbien 
zurückgekehrt  und  am  21.  Dezember  2011  auf  dem  Luftweg  von 
J._______ nach F._______ gereist sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 22. Dezember 2011 die Einreise in die 
Schweiz vorläufig verweigerte und dem Beschwerdeführer  für die Dauer 
von maximal 60 Tagen den Transitbereich des Flughafens D._______ als 
Aufenthaltsort zuwies,

dass er durch den Dienst Flughafenverfahren des BFM am 24. Dezember 
2011  summarisch  befragt  und  am  4.  Januar  2012  zu  den  Asylgründen 
vertieft angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer gemäss Begleitschreiben der E._______ vom 
24.  Dezember  2011  bei  der  summarischen  Befragung  mehrmals  habe 
unterbrochen  werden  müssen,  weil  er  verwirrte  und  ungereimte 
Antworten  gegeben  habe  und  viele  Aussagen  von  einem 
Verfolgungswahn zeugen würden,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen vorbrachte, er und seine Familie seien seit den neunziger 
Jahren von den serbischen Sicherheitsbehörden verfolgt und beschattet 
worden,

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dass  er  an  Demonstrationen  gegen  Milosevic  teilgenommen  und 
regimekritische Bemerkungen geäussert habe, 

dass  ihm  und  seinen  Familienangehörigen  vorgeworfen  werde,  für 
ausländische Geheimdienste zu arbeiten,

dass  Kriminelle,  welche  für  die  Regierung  arbeiten  würden,  sowie 
rechtsextremistische Nationalisten ihn bedroht hätten,

dass  auch  muslimische  Terroristen  aus  Bosnien  ihm  aus  unbekannten 
Gründen nach dem Leben trachten würden,

dass er von seinen Verfolgern telefonische Drohungen erhalten habe und 
es  zu  verbalen  wie  physischen  Zusammenstössen  auf  der  Strasse 
gekommen sei und man ausserdem versucht habe, ihn umzubringen,

dass  er  insbesondere  in  den  neunziger  Jahren  regelmässig  von  den 
serbischen  Behörden mitgenommen  und  in  der  Regel  nach  einem  Tag 
wieder freigelassen worden sei,

dass er überdies fälschlicherweise beschuldigt worden sei, Raubüberfälle 
und Vergewaltigungen begangen sowie Waffen an Terroristen geliefert zu 
haben,  er  diese  Vorfälle  vergeblich  beim  Ministerium  für  innere 
Angelegenheiten gemeldet habe und er über keine Beweismittel verfüge, 
um diese Bezichtigungen belegen zu können,

dass  der  Beschwerdeführer  seinen  am  16.  Dezember  2009  legal 
ausgestellten  Reisepass,  seine  am  28.  September  2011  ebenfalls  in 
J._______  legal  ausgestellte  Identitätskarte  sowie  eine  Kopie  seines 
staatlichen Sozialversicherungsausweises zu den Akten reichte,

dass er überdies zahlreiche Dokumente mit sich  führte  (u.a. Bericht des 
Spezialkrankenhauses  für  psychiatrische Krankheiten  in  J._______  vom 
29. Juni 2011, Bericht des Gesundheitsdienstes K._______ in J._______ 
vom 17. Oktober 2011 und einen Boarding Pass für den Flug L._______­
J._______ vom 28. Juni 2011),

dass  er  die  Medikamente  (ein  Beruhigungsmittel),  und  (ein 
Antidepressivum) auf sich trug und er auf sein gesundheitliches Befinden 
angesprochen  erklärte,  er  sei  (gesundheitliche  Situation  des 
Beschwerdeführers),

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dass  ihm am 22. Dezember 2011  laut der Auskunft des Medical Centre 
des  Flughafens  F._______  vom  4.  Januar  2012  die  Medikamente 
(Beruhigungsmittel) und (ein Antidepressivum) verschrieben wurden,

dass er mit  schriftlicher Eingabe vom 6.  Januar 2012 an die Vorinstanz 
gelangte, um sich nach der Verständlichkeit seiner gemachten Aussagen 
anlässlich  der  Anhörung  zu  erkundigen,  da  er  während  der  Anhörung 
müde  und  zerstreut  gewesen  sei,  und  er  hinsichtlich  seiner  bereits 
vorgebrachten  Ausführungen  ergänzte,  nicht  nur  an  Demonstrationen, 
sondern  auch  an  anderen  legalen,  politischen Aktivitäten  teilgenommen 
zu  haben,  was  die  serbische  Interpol  und  andere  Behörden  bestätigen 
könnten,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 10. Januar 2012 – gleichentags 
eröffnet  –  in Anwendung  von Art.  34 Abs.  1  des Asylgesetzes  vom 26. 
Juni  1998  (AsylG,  SR  142.31)  auf  das  Asylgesuch  nicht  eintrat,  die 
Wegweisung  aus  dem  Transitbereich  des  Flughafens  F._______ 
anordnete,  den  Beschwerdeführer  verpflichtete,  den  Transitbereich – 
unter  Androhung  von  Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  am  Tage 
nach  Eintritt  der  Rechtskraft  zu  verlassen,  den  Kanton  F._______  mit 
dem  Vollzug  der  Wegweisung  beauftragte  und  mit  der  Eröffnung  der 
Verfügung Einsicht in die editionspflichtigen Verfahrensakten gewährte,

dass das Bundesamt zur Begründung seines Nichteintretensentscheides 
auf die Tatsache hinwies, dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März 
2009 Serbien als verfolgungssicheren Staat ("safe country") im Sinne von 
Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet habe,

dass die Bezeichnung eines Landes als  "safe country" die widerlegbare 
Vermutung der Verfolgungssicherheit begründe und nach Art. 34 Abs. 1 
AsylG  auf  Gesuche  von  Asylbewerbern  aus  solchen  Ländern  nicht 
eingetreten werde, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung,

dass  sich  im  Rahmen  der  Befragungen  die  Aussagen  des 
Beschwerdeführers  infolge  festgestellter  Ungereimtheiten  bezüglich  der 
geltend gemachten Verfolgung als nicht glaubhaft herausgestellt hätten,

dass  namentlich  davon  ausgegangen  werden  könne,  eine  tatsächlich 
verfolgte  Person  würde  die  bei  der  summarischen  Befragung  geltend 
gemachten  Asylgründe  während  der  einlässlichen  Anhörung  erneut  zur 
Sprache  bringen,  um  diese  genauer  darzulegen,  wodurch  der 
Wahrheitsgehalt  der  zentralen  Vorbringen,  die  ohne  zwingende Gründe 

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im späteren Verlauf des Verfahrens geltend gemacht würden, zweifelhaft 
sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  lediglich  bei  der  summarischen  Befragung, 
nicht aber bei der Anhörung erwähnt habe, dass versucht worden sei, ihn 
umzubringen, und er von muslimischen Terrorleuten aus Bosnien verfolgt 
worden sei,

dass  desgleichen  anzunehmen  sei,  eine  verfolgte  Person  würde  alle 
wesentlichen Ausreisegründe bereits bei der Erstbefragung zur Sprache 
bringen,  die  verschiedenen  polizeilichen  Mitnahmen,  welche  prägende 
Ereignisse  darstellen  sollten,  vom  Beschwerdeführer  aber  erst  bei  der 
direkten Anhörung eingebracht worden seien,

dass eine Person, welche über Jahre hinweg auf Grund ihrer politischen 
Ansichten  durch  die  eigene  Regierung  verfolgt  werde,  sich  an  alle 
möglichen  Institutionen,  insbesondere  auch  an  nationale  und 
internationale Menschenrechtsorganisationen wenden würde, um Hilfe zu 
beantragen und auf ihre Lage aufmerksam zu machen,

dass  der  Beschwerdeführer  soweit  nichts  zur  Verzeigung  der  erlittenen 
Behelligungen unternommen habe, ausser dass er sich zwei Mal an das 
Ministerium  für  innere  Angelegenheiten  gewandt  habe,  was  kaum  dem 
Verhalten einer ernsthaft verfolgten Person entspreche,

dass  von  einer  Person,  die  in  ihrer  Heimat  über  Jahre  hinweg  verfolgt 
werde  und  welcher  es  gelinge,  den  Verfolgerstaat  zu  verlassen,  zu 
erwarten sei, unverzüglich nach der Ankunft  in der Schweiz um Asyl zu 
ersuchen, sich der Beschwerdeführer vor ungefähr einem Jahr bereits in 
der  Schweiz  aufgehalten  habe,  ohne  hier  um  Asyl  nachzusuchen,  und 
erst  anschliessend  jeweils  Asylgesuche  in  I._______  und  in H._______ 
eingereicht habe,

dass sein diesbezüglicher Einwand, er sei dazumal noch der Auffassung 
gewesen, die Lage  in seiner Heimat könne sich verändern, eine weitere 
Unstimmigkeit  darstelle,  mit  welcher  er  versuche,  diese  zu  seinen 
Gunsten  zu  erklären,  was  im  Weiteren  auf  einen  konstruierten 
Sachverhalt schliessen lasse,

dass  sich  in  casu  die  Frage  stelle,  ob  die  Einnahme  beziehungsweise 
Nichteinnahme von Medikamenten oder die diagnostizierte Krankheit eine 
zumindest  temporäre  Verwirrtheit/Unzurechnungsfähigkeit  des 

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Beschwerdeführers  bewirkt  habe,  wodurch  ihm  die  aufgetretenen 
Unstimmigkeiten nicht zur Last gelegt werden dürften,

dass  diesbezüglich  festzuhalten  sei,  dass  eine  medikamentös  bedingte 
Verwirrtheit bei den Befragungen ausgeschlossen werden könne, da sich 
der  Beschwerdeführer  während  der  Anhörung  in  Ungereimtheiten 
verstrickt  habe,  welche  in  keinem  Zusammenhang  zur  Erstbefragung 
stehen würden,  und  er  diese Unstimmigkeiten  auf  zum Teil  spitzfindige 
Weise versucht habe aufzulösen,

dass  unter  Berücksichtigung  des  Umstandes,  dass  Serbien  zu  den 
verfolgungssicheren  Herkunftsstaaten  zähle,  bei  der   Annahme  der 
Unzurechnungsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  auf  Grund  seiner 
Krankheit  geschlossen  werden  müsse,  seine  Vorbringen  seien  eine 
Ursache  der  Krankheit  und  die  geltend  gemachte  Verfolgung  bestehe 
objektiv gar nicht, 

dass sich aus den Akten somit keine Hinweise ergeben würden, welche 
die widerlegbare Vermutung von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG umstossen 
könnten,

dass  das  BFM  in  Anwendung  von  Art.  34  Abs.  1  AsylG  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat,

dass  das  Non­Refoulement­Gebot  bezüglich  des  Heimat­  oder 
Herkunftsstaates  nicht  zu  prüfen  sei,  da  der  Beschwerdeführer  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle, er hingegen dem Schutz gemäss Art. 
3  der  Konvention  vom  4. November  1950  zum  Schutze  der 
Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) und Art. 25 Abs. 
3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101)) unterliege, indessen keine Anhaltspunkte für 
eine  ihm  bei  einer  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  mit  beachtlicher 
Wahrscheinlichkeit  drohende  durch  Art.  3  EMRK  verbotene  Strafe  oder 
Behandlung bestünden,

dass  weder  die  in  Serbien  herrschende  Situation  noch  andere  Gründe 
gegen die Wegweisung in diesen Staat sprechen würden,

dass  gemäss  dem  Bericht  des  Gesundheitsdienstes  K._______, 
J._______,  vom  17. Oktober  2011  eine  (Befund)  diagnostiziert  und  er 
wegen (Diagnose) an ein Gesundheitszentrum  in J._______ überwiesen 
worden  sei,  und  in  Anbetracht  der  eingereichten  medizinischen 

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Unterlagen  aus  Serbien  davon  ausgegangen  werden  könne,  die 
medizinischen Behandlungsmöglichkeiten in Serbien seien gegeben, und 
er  die  nötige  medizinische  Versorgung  bis  anhin,  auch  nach  seiner 
Rückreise aus H._______, erhalten habe,

dass  gemäss  Erkenntnissen  des  BFM  in  Serbien  allen  Personen  eine 
medizinische Grundversorgung  offen  stehe,  deren Kosten  bis  auf  einen 
möglichen Selbstbehalt von staatlicher Seite übernommen würden, womit 
auszuschliessen  sei,  der  Beschwerdeführer  erhalte  in  Serbien  nicht  die 
notwendige medizinische Betreuung,

dass  der  Beschwerdeführer  weiter  geltend  mache,  der  serbische  Staat 
verweigere  ihm  eine  feste  Anstellung,  er  habe  vom Erlös  des  Verkaufs 
einer  geerbten  Wohnung  leben  müssen,  er  sei  zuletzt  von  seiner  Ex­
Freundin und deren Familie unterhalten worden und er habe für die Reise 
in die Schweiz sein Auto verkaufen müssen,

dass  auszuschliessen  sei,  der  serbische  Staat  behindere  den 
Beschwerdeführer  bei  der  Arbeitsbeschaffung,  und  aus  den  Akten 
geschlossen  werden  müsse,  er  sei  trotz  seiner  gesundheitlichen 
Probleme  grundsätzlich  arbeitsfähig,  und  keine  konkreten  Hinweise 
vorliegen würden, dass es ihm nicht möglich sei, trotz der angespannten 
wirtschaftlichen  Situation  in  Serbien,  eine  Arbeit  zu  finden,  zumal  von 
einem Bezugsnetz auszugehen sei, das ihn unterstützen könne,

dass der Vollzug der Wegweisung somit zulässig, zumutbar und möglich 
sei,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Beschwerde  vom  17.  Januar  2012 
(Datum  des  Empfangs  des  Telefax)  gegen  diesen  Entscheid  beim 
Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhob  und  dabei  in  materieller 
Hinsicht  beantragte,  dieser  sei  aufzuheben,  es  sei  ihm  die 
Flüchtlingseigenschaft  zuzuerkennen  und  Asyl  zu  gewähren  und  es  sei 
die  vorläufige  Aufnahme  infolge  Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und 
Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzuges anzuordnen, 

dass  er  weiter  beantragte,  es  sei  jegliche  Datenweitergabe  an  die 
Behörden  seines  Heimatstaates  zu  unterlassen  und  er  sei  in  einer 
separaten Verfügung über eine allenfalls bereits erfolgte Weitergabe von 
Daten in Kenntnis zu setzen,

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dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  Verbeiständung  gemäss  Art.  65  Abs.  1  und  2  des 
Bundesgesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das 
Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021),  um  Verzicht  auf  die 
Erhebung  eines  Kostenvorschusses  und  eventualiter  um 
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ersuchte,

dass die Beschwerdebegründung nicht in einer Amtssprache des Bundes 
abgefasst wurde, aus prozessökonomischen Gründen die E._______ am 
17. Januar 2012  telefonisch um Übersetzung des  in serbischer Sprache 
verfassten Textes ersucht wurde und die übersetzte Begründung am 18. 
Januar 2012 per Fax beim Bundesverwaltungsgericht einging,

dass auf die Begründung der Rechtsbegehren, soweit  für den Entscheid 
wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen wird,

dass die vollständigen vorinstanzlichen Akten am 18. Januar 2012 beim 
Bundesverwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art.  5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet  (Art.  105  AsylG  i.V.m.  Art.  31­33  des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005  [VGG, SR 173.32]; Art. 
83 Bst.  d Ziff.  1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17.  Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]),

dass eine solche Ausnahme  im Sinne von Art.  83 Bst.  d Ziff.  1 BGG  in 
casu nicht vorliegt und das Bundesverwaltungsgericht demnach endgültig 
entscheidet,

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist, 
weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 48 Abs. 1 und 52 VwVG),

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dass bezüglich der Beschwerdelegitimation vorliegend zu präzisieren ist, 
dass  beim  derzeitigen  Aktenstand  keine  Rückschlüsse  für  das 
Nichtbestehen der Urteilsfähigkeit  respektive der Handlungsfähigkeit des 
Beschwerdeführers angesichts seiner Medikamentensucht und der damit 
einhergehenden  Folgen  bestehen,  weshalb  die  Prozessfähigkeit  des 
Beschwerdeführers nicht in Zweifel zu ziehen ist, 

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  ­  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  ­  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass  demgegenüber  auf  den  Antrag  auf  Feststellung  der 
Flüchtlingseigenschaft und auf die Gewährung von Asyl nicht einzutreten 
ist,

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dass die Beschwerde aufschiebende Wirkung hat (Art. 42 Abs. 1 AsylG, 
Art.  55  Abs.  1  VwVG)  und  das  BFM  einer  allfälligen  Beschwerde  die 
aufschiebende  Wirkung  nicht  entzogen  hat  (Art.  55  Abs.  2  VwVG), 
weshalb  auf  den  Eventualantrag  auf  Wiederherstellung  der 
aufschiebenden  Wirkung  mangels  Rechtsschutzinteresses  nicht 
einzutreten ist,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staaten 
nach  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  (sogenannte  "safe  countries")  nicht 
eingetreten wird,  ausser  es gebe Hinweise auf  eine Verfolgung  (Art.  34 
Abs. 1 AsylG),

dass der Bundesrat mit Beschluss vom 6. März 2009 Serbien zum "safe 
country"  im  Sinne  von  Art.  6a  Abs.  2  Bst.  a  AsylG  erklärt  hat  und  von 
dieser  Einschätzung  im Rahmen  der  periodischen  Prüfung  (vgl.  Art.  6a 
Abs. 3 AsylG) bisher nicht abgewichen ist,

dass das Bundesamt Serbien daher zu Recht und unbestrittenerweise als 
auf  der  bundesrätlichen  Liste  verfolgungssicherer  Staaten  stehend 
erkannt  hat  und  somit  die  formelle  Bedingung  für  den  Erlass  eines 
Nichteintretensentscheides auf  der Grundlage  von Art.  34 Abs.  1 AsylG 
grundsätzlich erfüllt ist,

dass  praxisgemäss  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  derselbe  weite 
Verfolgungsbegriff zur Anwendung gelangt wie bei Art. 18, Art. 33 Abs. 3 
Bst.  b  und Art.  35 AsylG  (zu  den  beiden  erstgenannten Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass dieser weite Verfolgungsbegriff  nicht  bloss ernsthafte Nachteile  im 
Sinne  von  Art.  3  AsylG  umfasst,  sondern  auch  die  von Menschenhand 
verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art.  44  Abs.  2 
AsylG  i.V.m.  Art.  83  Abs.  3  und  4  des  Bundesgesetzes  vom  16. 
Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  (AuG,  SR 
142.20) (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 
4.3 S. 247),

dass  ausserdem  dabei  ein  im  Vergleich  zum  –  bereits  erleichterten – 
Beweismass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab 
anzuwenden ist,

dass, sobald sich aus den Akten Hinweise auf Verfolgung ergeben, deren 
Unglaubhaftigkeit nicht bereits auf den ersten Blick erkannt werden kann, 

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auch  bei  Asylsuchenden  aus  verfolgungssicheren  Staaten  einlässlich 
geprüft  werden  muss,  ob  sie  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl. 
EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 S. 16 f.),

dass  die  Vorinstanz  zutreffend  und  in  ausführlicher  Begründung 
festgestellt  hat,  dass  sich  aufgrund  der  unglaubhaften  Vorbringen 
insgesamt  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  ergäben,  welche  nicht 
offensichtlich haltlos sind, und  in den diesbezüglichen Erwägungen kein 
Beanstandungspotenzial zu erkennen ist,

dass  sich  das  Bundesverwaltungsgericht  der  vom  BFM  dargelegten 
Auffassung  bezüglich  des  gesundheitlichen  Zustandes  des 
Beschwerdeführers  während  der  Befragungen  anschliesst,  zumal  nach 
eingehender  Durchsicht  der  Akten  davon  ausgegangen  werden  kann, 
dass  der  Beschwerdeführer  auch  angesichts  der  psychischen  und 
physischen  Auswirkungen  seiner  (Krankheit)  zum  Zeitpunkt  der 
Asylgesuchseinreichung  und  der  Befragungen  imstande  war,  die 
Bedeutung  und  Tragweite  des  Asylverfahrens  einschliesslich  der  dazu 
erforderlichen Mitwirkungshandlungen zu erfassen, bezüglich der nötigen 
Mitwirkung  vernunftgemäss  zu  handeln  und  namentlich  die 
Verfolgungssituation  –  trotz  verwirrender  und  ungereimter  Aussagen – 
nachvollziehbar zu schildern,

dass  die  erkannten  Unglaubhaftigkeitselemente  augenfällig  sind  und 
keinen andern Schluss zulassen, als dass die Verfolgungsvorbringen auf 
ein Sachverhaltskonstrukt zurückzuführen sind,

dass der Inhalt der Beschwerdeschrift keine andere Sichtweise erkennen 
lässt, da das darin Aufgeführte nicht geeignet ist, die Ungereimtheiten zu 
entkräften,

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe unter anderem 
vorbrachte,  seine  Ausführung  bezüglich  der  angeblichen  Verfolgung 
durch  muslimische  Terroristen  aus  Bosnien  sei  im  falschen  Kontext 
übersetzt oder auf Grund seiner unpräzisen Aussagen nicht verständlich 
genug dargelegt worden und seine diesbezüglichen Aussagen hätten sich 
allgemein  auf  Kriminelle  bezogen,  unabhängig  von  einer  bestimmten 
Nationalität, 

dass  er  damals  verwirrt  und  übermüdet  gewesen  sei,  da  er  seine 
Medikamente  nicht  rechtzeitig  eingenommen  habe,  weshalb  es  ihm  bei 

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der  direkten  Anhörung  nicht  mehr  wichtig  erschienen  sei,  darauf 
zurückzukommen,

dass  die  geltend  gemachte  Verfolgung  durch  Terroristen  aus  Bosnien 
eine  Information  darstelle,  die  ihm  zugetragen  worden  und  weder 
überprüfbar noch wesentlich sei, 

dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Erstbefragung  indes  explizit  darauf 
verwies,  er  werde  ergänzende  Angaben  zu  seiner  Verfolgung  durch 
"Kriminelle"  bei  der  Anhörung  machen  (A11/S.  11),  weshalb  dieser 
Einwand als unbeholfener Erklärungsversuch zu qualifizieren ist, 

dass  sein  Einwand  auch  nicht  zu  überzeugen  vermag,  zumal  dem 
Beschwerdeführer  am  22.  Dezember  2011  –  mithin  zwei  Tage  vor  der 
anberaumten  Befragung  –  vom  Medical  Centre  (Flughafen  F._______) 
die  erforderlichen Medikamente  verschrieben wurden  und  es  in  seinem 
Interesse ist, diese pünktlich einzunehmen, 

dass  seine  in  der  Rechtsmittelschrift  gemachte  Erklärung  zu  den 
Gründen,  weshalb  er  bei  seiner  ersten  Einreise  in  die  Schweiz  nicht 
unverzüglich ein Asylgesuch  in der Schweiz eingereicht habe (verwirrter 
Zustand), im Widerspruch zu den diesbezüglich gemachten Aussagen bei 
der  direkten  Anhörung  steht  (Meinung,  im Heimatland  etwas  verändern 
zu können; A 13/S. 10), 

dass  die  geltend  gemachte  Furcht  des  Beschwerdeführers,  von 
Mitarbeitern  der  serbischen  Regierung  umgebracht  zu  werden,  durch 
seine Rückreise im Jahr 2011 nach Serbien relativiert wird, 

dass  die  auf  Beschwerdeebene  erstmals  vorgebrachte  (nicht 
diagnostizierte  und  nicht  belegte)  (Krankheit)  als  nachgeschobenes 
Argument und konsequenterweise als nicht glaubhaft zu werten ist, 

dass der Beschwerdeführer zwar auf die von der Vorinstanz aufgezeigten 
Ungereimtheiten eingeht, er sich in seinen diesbezüglichen Ausführungen 
in  der  Hauptsache  jedoch  damit  begnügt,  die  bei  der  Vorinstanz 
vorgebrachten Schilderungen zu wiederholen,

dass  seine  Beschwerdevorbringen  die  grundsätzliche  Feststellung  der 
Verfolgungssicherheit  nicht  umzustossen  vermögen  und  das 
Bundesverwaltungsgericht somit nach einlässlicher Prüfung der Akten zur 
Ansicht gelangt, dass keine konkreten Verfolgungshinweise im Sinne von 

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Art.  34  Abs.  1  AsylG  vorliegen  und  zwecks  Vermeidung  von 
Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen  in der angefochtenen 
Verfügung verwiesen werden kann,

dass nach dem Gesagten das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 
Abs. 1 AsylG zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht 
eingetreten ist, 

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegweisung 
aus  der  Schweiz  zur  Folge  hat  (Art.  44  Abs.  1  AsylG),  vorliegend  der 
Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 
auf  Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50  E.  9  S.  733), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet 
wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art.  3  Abs.  1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 
1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
weil  keine  Hinweise  auf  Verfolgung  vorliegen,  die  sich  nicht  als 
offensichtlich  haltlos  erweisen,  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  EMRK 
ersichtlich sind, die dem Beschwerdeführer in Serbien droht (Art. 83 Abs. 
3 AuG),

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die allgemeine Lage in Serbien nicht auf eine konkrete Gefährdung 
im Falle einer Rückkehr des Beschwerdeführers schliessen lässt,

dass  im  Weiteren  auch  aufgrund  der  individuellen  Situation  des 
Beschwerdeführers  keine  Gründe  ersichtlich  sind,  welche  gegen  die 
Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  sprechen  würden,  da  er  eine 
solide Schulausbildung genossen hat und er in Gestalt eines Onkels und 
dessen  Kinder  über  ein  bestehendes  Beziehungsnetz  verfügt  und 
angesichts  der  traditionellerweise  engen  sozialen  Familienbande  davon 
auszugehen ist, seine Verwandten würden ihn nötigenfalls unterstützen,

dass er bei einer Rückkehr nach Serbien angesichts seiner psychischen 
Erkrankung  mit  gewissen  Schwierigkeiten  bei  der  sozialen  und 
beruflichen  Eingliederung  konfrontiert  werden  könnte,  die  geltend 
gemachten  psychischen  Probleme  des  Beschwerdeführers  indes  nicht 
gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges sprechen, da er auf 
Grund  der  vorhandenen medizinischen Grundversorgung  in Serbien  bei 
Bedarf  weiterhin  um  psychiatrische  Betreuung  in  seinem  Heimatland 
nachsuchen kann,

dass  somit  weder  allgemeine  noch  individuelle  Unzumutbarkeitsgründe 
gegen den Vollzug der Wegweisung sprechen,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

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dass das Gesuch um vorsorgliche Massnahmen  im Zusammenhang mit 
einer Datenweitergabe an den Heimatstaat durch den direkten Entscheid 
in der Hauptsache gegenstandslos geworden ist,

dass  aus  den  Akten  nicht  hervorgeht,  es  seien  bereits  Daten  an  den 
Heimatstaat  übermittelt  worden,  weshalb  auf  das  Begehren  um 
entsprechende Offenlegung nicht einzugehen ist,

dass mit vorliegendem Direktentscheid ohne vorgängige Instruktion auch 
das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses mit 
vorliegendem Urteil gegenstandslos geworden ist,

dass  die  Beschwerde  angesichts  der  vorstehenden  Erwägungen  als 
aussichtslos  zu  bezeichnen  war,  weshalb  das  Gesuch  um  Gewährung 
der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  und  2 
VwVG  –  unabhängig  von  der  Frage  der  Bedürftigkeit  des 
Beschwerdeführers – abzuweisen ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des  Reglements  vom  21.  Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
und 5 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: