# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f2211c56-9cff-537b-9f4d-ae8bab0b146c
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-06
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 06.10.2025 VBE.2025.158
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2025-158_2025-10-06.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

1. Kammer 

 

VBE.2025.158 / / GM  
Art. 130 

 

Urteil vom 6. Oktober 2025 
 

 

Besetzung  Oberrichter Kathriner, Präsident  

Oberrichterin Gössi  

Oberrichter Roth 

Gerichtsschreiber Bächli         

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____,  

vertreten durch Dr. iur. Peter F. Siegen, Rechtsanwalt, 

Stadtturmstrasse 10, Postfach, 5401 Baden    

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

 
   

Beigeladene   Avadis Vorsorge AG, Zollstrasse 42, Postfach, 8005 Zürich      

    

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 10. März 2025) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1984 geborene Beschwerdeführer war zuletzt als Senior Treasurer bei 

der B._____ GmbH erwerbstätig und meldete sich am 11. November 2021 

bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (berufliche Mass-

nahmen) der Eidgenössischen Invalidenversicherung an. Die Beschwerde-

gegnerin tätigte in der Folge medizinische und berufliche Abklärungen und 

leistete Kostengutsprache für berufliche Massnahmen. Mit Vorbescheid 

vom 12. Dezember 2023 stellte die Beschwerdegegnerin dem Beschwer-

deführer gestützt auf eine Stellungnahme ihres Regio-nalen Ärztlichen 

Dienstes (RAD) die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Nach 

erneuter Rücksprache mit dem RAD verfügte die Beschwerdegegnerin am 

10. März 2025 ihrem Vorbescheid entsprechend, hielt jedoch fest, dass ein 

Anspruch auf Arbeitsvermittlung bestehen würde. 

 

2. 

2.1. 

Mit Eingabe vom 11. April 2025 erhob der Beschwerdeführer fristgerecht 

Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. März 2025 und stellte folgendes 

Rechtsbegehren: 

 

" Es sei die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons  
Aargau, IV-Stelle, vom 10. März 2025 aufzuheben und es sei dem Be-
schwerdeführer rückwirkend ab dem 1. Oktober 2023, evtl. ab dem frühst 
möglichen Termin nach IV-Gesuch vom 11. November 2021, eine ganze 
Rente, ev. Teilrente, zuzusprechen; 

 
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Beschwerdegegnerin;" 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 13. Mai 2025 beantragte die Beschwerdegegne-

rin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 19. Mai 2025 wurde die berufli-

che Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers zum Verfahren beigela-

den und ihr Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Diese liess sich in 

der Folge nicht vernehmen. 

 

2.4. 

Mit Eingabe vom 16. Juli 2025 reichte der Beschwerdeführer einen neuen 

Arbeitsvertrag zu den Akten und hielt an seinem Rechtsbegehren fest. 

 

  

 - 3 - 

 

 

    

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 

10. März 2025 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 145) zu Recht das Renten-

begehren des Beschwerdeführers abgewiesen hat. 

 

2. 

In der angefochtenen Verfügung vom 10. März 2025 (VB 145) stützte sich 

die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf die 

Aktenbeurteilungen der RAD-Ärzte Dr. med. C._____, Praktischer Arzt und 

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe, vom 27. Mai 2024 (VB 124) 

sowie von Dr. med. D._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

vom 7. Dezember 2024 (VB 140). 

 

2.1. 

Dr. med. C._____ führte in seiner Stellungnahme vom 27. Mai 2024 aus, 

die – in der RAD-Stellungnahme vom 13. November 2023 (vgl. VB 103) 

gestellte – Prognose habe sich nicht vollständig erfüllt. Durch eine erneute 

depressive Episode während des Arbeitstrainings habe die geplante Stei-

gerung auf ein 80-100%-Pensum nicht erreicht werden können. Ein Pen-

sum von 70% erscheine allerdings möglich und zumutbar. Warum die bis-

herige Tätigkeit im Finanzsektor nicht mehr möglich sein solle, erschliesse 

sich aus dem Bericht des Psychiaters nicht. Es lägen verschiedene Motive 

des Beschwerdeführers zum Wunsch, den Beruf zu wechseln, vor. In einer 

neuen Tätigkeit des Beschwerdeführers sei ein wohlwollendes Arbeits-

klima, ein stabiles und vertrauensvolles Arbeitsumfeld, keine hohe Position, 

nicht zu viel Verantwortung – welche sukzessive aufzubauen sei – sowie 

eine Tätigkeit mit nur wenigen Unsicherheiten, strukturierten und definier-

ten Arbeitsaufträgen sowie klaren Instruktionen notwendig. Ab April 2022 

sei eine Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätigkeit von 70-80% möglich 

(VB 124). 

 

2.2. 

Dr. med. D._____ führte in seiner Stellungnahme vom 7. Dezember 2024 

aus, es würden in den bisherigen Arztberichten einerseits subjektive 

Gründe des Beschwerdeführers aufgeführt, warum dieser nicht zurück in 

seine bisherige berufliche Tätigkeit möchte. Andererseits werde dokumen-

tiert, dass beim Beschwerdeführer eine mittelgradig ausgeprägte depres-

sive Episode vorliege, aber ohne dies hinreichend und differenziert zu be-

gründen. Die aufgeführte akzentuierte Persönlichkeit könne schon per De-

finition nicht als Gesundheitsschaden mit Krankheitswert gesehen werden. 

Es sei festzuhalten, dass eine depressive Episode nicht als Hinderungs-

grund gesehen werden könne, dass der Beschwerdeführer nicht zurück in 

seinen Beruf könne. Einerseits seien depressive Symptome gut behandel-

bar und anderseits stelle der zuletzt ausgeübte Beruf vom Belastbarkeits-

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profil her keine Tätigkeit dar, welche grundsätzlich aufgrund einer depres-

siven Erkrankung nicht mehr zumutbar wäre (VB 140). 

 

3. 

3.1. 

Im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

beschwerdeverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von sich aus und 

ohne Bindung an die Parteibegehren für die richtige und vollständige Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen (Art. 43 Abs. 1 und 

Art. 61 lit. c ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; 132 V 93 E. 5.2.8 S. 105; 

130 V 64 E. 5.2.5 S. 68 f.). Verwaltungsbehörden und Sozialversiche-

rungsgericht haben zusätzliche Abklärungen stets vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu auf Grund der Parteivorbringen oder anderer sich 

aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht 

(BGE 117 V 282 E. 4a S. 283). 

 

3.2. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situ-

ation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 

3.3. 

Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner me-

dizinischer Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen 

praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder ei-

nem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 

gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff.; 122 V 157 E. 1c 

S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versicherungsinternen 

Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee 

S. 353 ff.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen 

Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge 

Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest-

stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E. 4.4 S. 469 f.; 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.4. 

Beweistauglich kann auch eine reine Aktenbeurteilung sein, wenn es im 

Wesentlichen um die Beurteilung eines feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht und sich neue Untersuchungen erübrigen. Dies ist 

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insbesondere der Fall, wenn genügend Unterlagen aufgrund anderer per-

sönlicher Untersuchungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anam-

nese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sach-

verständige muss sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen 

ein lückenloses Bild machen können (vgl. statt vieler Urteil des Bundesge-

richts 8C_46/2019 vom 10. Mai 2019 E. 3.2.1 mit Hinweisen). 

 

4. 

Aus den Akten, auf denen die Beurteilungen der RAD-Ärzte Dr. med.  

C._____ und D._____ beruhen, geht im Wesentliches Folgendes hervor: 

 

4.1. 

4.1.1. 

Im Fragebogen für Arbeitgebende vom 7. Januar 2022 wurde durch die 

bisherige Arbeitgeberin B._____ festgehalten, der Beschwerdeführer sei 

vom 1. November 2010 bis zum 30. Juli 2021 bei ihr angestellt gewesen. 

Vor Eintritt des Gesundheitsschadens sei er Senior Treasurer gewesen. 

Die Tätigkeit des Beschwerdeführers habe unter anderem Teamführung, 

die Durchführung von Analysen, Cash Management, Revision und Jahres-

abschlussarbeiten, konzeptionelle Arbeiten sowie Repräsentationsaufga-

ben in diversen Gremien umfasst. Als zusätzliche Belastung seien bei der 

Tätigkeit komplexe Aufgabenstellungen, Kontakt mit verschiedenen An-

spruchsgruppen und hohe finanzielle Verantwortung vorhanden gewesen 

(VB 27.1 S. 3). 

 

4.1.2. 

Dr. med. F._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in 

seinem Bericht vom 29. November 2021 aus, die Behandlung des Be-

schwerdeführers erfolge seit 15. Oktober 2021 durch ihn. Es liege eine Ar-

beitsunfähigkeit von 100 % seit Juli 2021 vor. Der Beschwerdeführer leide 

seit Oktober 2021 an einer schweren depressiven Episode (ICD-10 F32.2), 

zudem seien seit November 2021 zwanghaft-ängstliche Persönlichkeits-

züge bekannt. Die Prognose sei gut bezüglich schrittweiser Wiedereinglie-

derung (VB 18). 

 

4.1.3. 

In der Folge wurde im Assessment Arbeitsfähigkeit und psychische Ge-

sundheit (AAPsy) des G._____ vom 18. Oktober 2022 durch Dr. med. 

H._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie den Psycho-

logen Dr. I._____ und die Psychologin J._____ ausgeführt, es sei dem Be-

schwerdeführer unter Berücksichtigung des beschriebenen Zumutbarkeits-

profils möglich, im bisherigen Berufsfeld zu arbeiten. Es sei jedoch davon 

auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch in einer anderen Tätigkeit 

mit ähnlichen Problemen zu kämpfen habe und Angst haben werde, seine 

Arbeit nicht gut zu machen und Fehler zu machen. Es werde dem Be-

schwerdeführer ein wohlwollendes Arbeitsklima mit einem stabilen und 

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vertrauensvollen Arbeitsumfeld, ohne hohe Position mit nicht zu viel Ver-

antwortung, welche sukzessive aufgebaut werden könne, sowie mit klar 

strukturierten und definierten Arbeitsaufträgen empfohlen. Aus psychiatri-

scher Sicht könne theoretisch in einer angepassten Tätigkeit und mit den 

nötigen Rahmenbedingungen von einer Arbeitsfähigkeit von 80-100 % aus-

gegangen werden. Es werde ein Startpensum von 50 % mit rascher Stei-

gerung innerhalb von drei Monaten auf 80-100 % empfohlen (VB 65).  

 

4.1.4. 

Gestützt auf in der Folge durchgeführte berufliche Massnahmen vom 

26. Januar 2023 bis 30. September 2023 wurde durch K._____ im Ab-

schlussbericht vom 29. September 2023 ausgeführt, der Beschwerdeführer 

habe seinen Einsatz als Immobilien-Sachbearbeiter Anfang April 2023 mit 

einem Pensum von 50 % verteilt auf fünf Tage gestartet. Bis ca. Mitte Au-

gust 2023 habe das Pensum auf ca. 80 % gesteigert werden können. In 

der Folge habe der Beschwerdeführer im September 2023 mitgeteilt, er sei 

in eine Krise geraten. Ein Telefongespräch mit der Teamleiterin (im Ein-

satzbetrieb) habe ergeben, dass der Beschwerdeführer durch die Stellver-

tretung des Sachbearbeiters, welcher ferienabwesend gewesen sei, über-

fordert gewesen sei. Er sei unkonzentriert gewesen und hätte manchmal 

den Eindruck erweckt, gar nicht richtig anwesend zu sein. Der Beschwer-

deführer habe angegeben, er könne sich vorstellen, in einem 70 %-Pensum 

zu arbeiten (VB 99). 

 

4.1.5. 

In seinem Bericht vom 25. März 2024 führte Dr. med. F._____ aus, aktuell 

erlebe er den Beschwerdeführer weiterhin leidend und ratlos, wobei es aus 

ärztlich-psychiatrischer Sicht nicht zumutbar scheine, wieder den Weg zu-

rück in die alte Arbeit noch in eine angepasste Tätigkeit auf ein Pensum 

von über 70 % zu gehen, weil damit ein psychisches Leiden verbunden 

wäre (VB 120 S. 6). 

 

4.2. 

Wie Dr. med. C._____ in seiner Stellungnahme vom 27. Mai 2024 aus-

führte, ist dem Beschwerdeführer nur noch eine Tätigkeit in einem wohlwol-

lenden Arbeitsklima, ohne hohe Position und mit nicht zu viel Verantwor-

tung sowie mit nur wenig Unsicherheiten, klar strukturierten und definierten 

Arbeitsaufträgen und klarer Instruktion zumutbar. Dies widerspricht aber 

der Beschreibung der bisherigen Stelle durch den vormaligen Arbeitgeber, 

welche unter anderem komplexe Aufgabenstellungen, Teamführung und 

hohe finanzielle Verantwortung umfasste (vgl. E. 4.1.1. hiervor). Es ist so-

mit nicht nachvollziehbar, wenn Dr. med. C._____ ausführt, es erschliesse 

sich nicht, wieso dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit im Finanz-

sektor nicht mehr zumutbar sein solle, anerkennt er doch, dass verschie-

dene Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit eine Arbeitsfähigkeit 

von 70 % möglich und zumutbar sei (vgl. E. 2.1. hiervor). Dr. med. C._____ 

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setzt sich nicht mit den gemäss dem ehemaligen Arbeitgeber in der bishe-

rigen Tätigkeit vorhandenen hohen Anforderungen an den Beschwerdefüh-

rer auseinander, wenn er ausführt, die bisherige Tätigkeit im Finanzsektor 

sei dem Beschwerdeführer zumutbar. Zudem kommt der von der fachpsy-

chiatrischen Beurteilung durch Dr. med. F._____ abweichenden Beurtei-

lung der Auswirkung der psychischen Symptomatik auf die Arbeitsfähigkeit 

durch Dr. med. C._____, welcher nicht über einen Facharzttitel in Psychi-

atrie und Psychotherapie verfügt, kein Beweiswert zu (vgl. Urteil des Bun-

desgerichts 8C_584/2018 vom 13. November 2018 E. 4.1.1.2. mit Hinwei-

sen). Der RAD-Arzt Dr. med. D._____, welcher in der Folge aus psychiat-

rischer Sicht eine Stellungnahme abgegeben hat, nahm nicht explizit Stel-

lung zur Arbeitsfähigkeit, stellte vorwiegend eine gute Behandelbarkeit der 

depressiven Symptome fest und führte aus, der zuletzt ausgeübte Beruf 

stelle vom Belastbarkeitsprofil her keine Tätigkeit dar, welche grundsätzlich 

aufgrund einer depressiven Erkrankung nicht zumutbar wäre (VB 140 S. 2). 

Dies lässt darauf schliessen, dass Dr. med. D._____ von einer vollständi-

gen Arbeitsfähigkeit selbst im bisherigen Beruf ausgegangen ist. Er setzt 

sich dabei jedoch nicht mit den erhöhten Anforderungen auseinander, wel-

che vom Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Senior Treasurer 

gefordert waren (vgl. E. 4.1.1. hiervor). Auch ist aufgrund der Aktenlage 

nicht klar, ob nun von einer Arbeitsfähigkeit von 70 % gemäss Dr. med. 

C._____ oder sinngemäss von keinem invalidisierenden Gesundheitsscha-

den gemäss Dr. med. D._____ auszugehen ist. Die Beschwerdegegnerin 

stützte sich aber in ihrer Verfügung vom 10. März 2025 auf die Stellung-

nahme von Dr. med. C._____ ab, wenn sie von einer Arbeitsfähigkeit von 

70-80% ausging (vgl. VB 145 S. 2). Es wäre an der Beschwerdegegnerin 

gewesen, die vorhanden Widersprüche auch in Bezug auf die bisherige Tä-

tigkeit des Beschwerdeführers abzuklären. 

 

4.3. 

Nach dem Dargelegten ergibt sich, dass der anspruchsrelevante medizi-

nische Sachverhalt zum Zeitpunkt der Verfügung vom 10. März 2025 nicht 

abschliessend geklärt war, was jedoch eine Voraussetzung für eine 

beweistaugliche Aktenbeurteilung darstellt (vgl. E. 3.4. hiervor). Die Be-

schwerdegegnerin wäre gehalten gewesen, den Sachverhalt sowohl in 

Bezug auf die bisherige Tätigkeit des Beschwerdeführers als auch auf die 

psychiatrischen Beschwerden weiter abzuklären.  

 

4.4. 

Zusammenfassend erweist sich der anspruchsrelevante medizinische 

Sachverhalt vor diesem Hintergrund im Lichte der Untersuchungsmaxime 

(Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200; 132 

V 93 E. 5.2.8 S. 105; vgl. auch RENÉ WIEDERKEHR, in: Kieser/- 

Kradolfer/Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, 5. Aufl. 2024, N. 14 ff. zu 

Art. 43 ATSG) als nicht rechtsgenüglich abgeklärt. Es rechtfertigt sich 

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damit, die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zu-

rückzuweisen (BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100; 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.). 

Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin neu über das Rentenbegehren 

zu verfügen. 

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, 

dass die angefochtene Verfügung vom 10. März 2025 aufzuheben und die 

Sache zur weiteren Abklärung und zur Neuverfügung an die Beschwerde-

gegnerin zurückzuweisen ist. 

 

5.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 

5.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der rich-

terlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender Ab-

klärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). 

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 

10. März 2025 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne 

der Erwägungen und zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin zu-

rückgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2'500.00 zu bezahlen.  

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Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 6. Oktober 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

1. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Kathriner Bächli