# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 021df103-6d60-5453-acaf-a70bd84374f5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 24.11.2021 S 2021 94
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2021-94_2021-11-24.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 21 94

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 24. November 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Kurzarbeit

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I. Sachverhalt:

1. Das Einzelunternehmen A._____, Gastrobetrieb in Chur, war gemäss Ver-

fügung vom 26. Oktober 2020 vom 30. Oktober 2020 bis am 29. Januar 

2021 sowie gemäss Verfügung vom 20. Januar 2021 ab 1. Februar 2021 

bis 30. April 2021 Bezügerin von Kurzarbeitsentschädigung, als der Be-

trieb am 20. April 2021 das Gesuch um Anpassung der im Herbst 2020 

ausgestellten Bewilligung für Kurzarbeit stellte, und beantragte, die Bewil-

ligung sei auf die Maximaldauer zu verlängern, die Voranmeldefrist aufzu-

heben und der Beginn der Bewilligung zurückzusetzen, damit sich eine 

lückenlose Bewilligung der Kurzarbeitsentschädigung von September bis 

Dezember 2020 ergebe. Das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit 

Graubünden (KIGA) hob am 22. April 2021 die Verfügung vom 26. Okto-

ber 2020 auf und bewilligte neu die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschä-

digung für die Periode vom 20. Oktober 2020 bis zum 29. Januar 2021. 

Sämtliche ergangenen Verfügungen erwuchsen unangefochten in Rechts-

kraft.

2. Am 4. Juni 2021 stellte das A._____ der Arbeitslosenkasse Graubünden 

die Unterlagen für die Geltendmachung der Kurzarbeitsentschädigung für 

die Abrechnungsperiode Mai 2021 zu. Mit Verfügung vom 17. Juni 2021 

lehnte die Arbeitslosenkasse Graubünden die Anspruchsberechtigung des 

Betriebes auf Kurzarbeitsentschädigung für den Monat Mai 2021 ab, da 

keine rechtzeitige, bewilligte Voranmeldung vorlag.

3. Dagegen erhob das A._____ mit Eingabe vom 17. Juni 2021 (Eingang 

9. Juli 2021) Einsprache, die mit Entscheid des KIGA vom 22. Juli 2021 

abgewiesen wurde.

4. Gegen den Einspracheentscheid erhob das A._____ (nachfolgend Be-

schwerdeführerin) am 14. September 2021 (Poststempel) Beschwerde 

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beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit dem Antrag, die 

Entschädigung für Kurzarbeit für die Zeit ab 1. Mai 2021 bis 30. Juni 2021 

sei lückenlos zu bezahlen. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen an, 

mit Gesuch vom 20. April 2020 sei u.a. die Verlängerung der bestehenden 

Voranmeldung auf die Maximaldauer beantragt worden. Sie hätten nicht 

wissen können und es mache für sie auch keinen Sinn, dass mit diesem 

Gesuch nur die zu diesem Zeitpunkt bereits abgelaufene Bewilligung auf 

die Maximaldauer verlängert werde, hätten sie ihr Gesuch doch erst am 

20. April 2021 eingereicht. Sie seien vielmehr in gutem Glauben davon 

ausgegangen, dass die bestehende Voranmeldefrist ab 1. Februar 2021 

auf sechs Monate verlängert werde, und sie somit keine neue Voranmel-

dung mehr hätten einreichen müssen. Unbestritten sei, dass aufgrund der 

behördlichen Anweisung gezwungenermassen für den ganzen Monat Mai 

Kurzarbeit gegolten habe.

5. Mit Vernehmlassung vom 30. September 2021 beantragte das KIGA 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die Abweisung der Beschwerde unter 

gesetzlicher Kostenfolge. Er begründete seinen Entscheid im Wesentli-

chen damit, dass die Kasse nur dann eine Kurzarbeitsentschädigung aus-

richten dürfe, wenn eine bewilligte Voranmeldung vorliege. Vorliegend 

habe der Beschwerdegegner der Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädi-

gung bis Ende April 2021 zugestimmt. Entgegen der Auffassung der Be-

schwerdeführerin, wonach die Bewilligung vom 20. Januar 2021 auf die 

Maximaldauer hätte verlängert werden müssen, sei im Gesuch vom 

20. April 2021 von einer Verlängerung der Bewilligung vom 20. Januar 

2021 keine Rede gewesen. Zweck des Gesuchs sei vielmehr die lücken-

lose Bewilligung der Kurzarbeit von September bis Dezember 2020 und 

damit die Anpassung der Bewilligung vom 26. Oktober 2020 gewesen. Die 

Beschwerdeführerin habe es versäumt, die ergangenen Verfügungen an-

zufechten, so dass die Bewilligung für die Kurzarbeitsentschädigung 

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tatsächlich am 30. April 2021 geendet habe, und die Arbeitslosenkasse 

Graubünden auch nicht berechtigt gewesen sei, für Mai 2021 eine Kurza-

rbeitsentschädigung auszurichten.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid sowie auf die im Recht lie-

genden Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

des Beschwerdegegners vom 22. Juli 2021, worin der Anspruch der Be-

schwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädigung für den Monat Mai 2021 

verneint wurde. Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obliga-

torische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung 

(AVIG; SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bun-

desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG; SR 830.1) kann gegen Entscheide aus dem Bereich der Arbeits-

losenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht er-

hoben werden. Nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Ver-

ordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolven-

zentschädigung (AVIV; SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwer-

den gegen Entscheide einer kantonalen Amtsstelle das Verwaltungsge-

richt desselben Kantons örtlich zuständig. Der angefochtene Entscheid 

wurde vom KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG er-

lassen, so dass die örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gege-

ben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100). Als Adressatin des angefochtenen Entscheids ist die Beschwer-

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deführerin berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Auf-

hebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- und form-

gerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 ATSG) ist damit – 

vorbehältlich der nachstehenden Ausführungen unter Erwägung 2 – ein-

zutreten.

2. Der Beschwerdegegner stellte mit Entscheid vom 22. Juli 2021 fest, dass 

die Bewilligung für Kurzarbeitsentschädigung am 30. April 2021 geendet 

habe. Vorliegend unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin grundsätz-

lich Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung hat, so dass sich weitere Aus-

führungen dazu erübrigen. Streitig und zu prüfen ist hingegen, ob der Be-

schwerdegegner den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeits-

entschädigung für den Monat Mai 2021 zu Recht abgelehnt hat oder ob 

normativ keine Voranmeldung Ende April 2021 für die Kurzarbeitsentschä-

digung für den Monat Mai 2021 notwendig war. Nicht Streitgegenstand, da 

erst im vorliegenden Verfahren vorgebracht, ist hingegen die beantragte 

Kurzarbeitsentschädigung für den Monat Juni 2021, so dass auf dieses 

Rechtsbegehren nicht einzutreten ist (vgl. Art. 61 ATSG i.V.m. Art. 51 

Abs. 2 VRG; BGE 125 V 413 E.1 und 2).

3. Der Bundesrat kann vom Arbeitslosenversicherungsgesetz abweichende 

Bestimmungen erlassen über den Ablauf des Verfahrens zur Voranmel-

dung von Kurzarbeit und zur Ausrichtung der Kurzarbeitsentschädigung 

sowie die Form von deren Auszahlung (Art. 17 Abs. 1 lit. d des Bundesge-

setzes über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen des Bundes-

rates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie [Covid-19-Gesetz; SR 

818.102]). Gemäss Art. 17b Abs. 1 Covid-19-Gesetz (Stand 1. April 2021) 

ist in Abweichung von Art. 36 Abs. 1 AVIG keine Voranmeldefrist für Kurz-

arbeit einzuhalten. Die Voranmeldung ist jedoch zu erneuern, wenn die 

Kurzarbeit länger als sechs Monate dauert. Für rückwirkende Anpassun-

gen einer bestehenden Voranmeldung ist ein entsprechendes Gesuch bis 

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am 30. April 2021 bei der kantonalen Amtsstelle einzureichen. Nach Ab-

satz 2 dieser Bestimmung wird bei Betrieben, die aufgrund der seit dem 

18. Dezember 2020 beschlossenen behördlichen Massnahmen von Kurz-

arbeit betroffen sind, der Beginn der Kurzarbeit rückwirkend auf das In-

krafttreten der entsprechenden Massnahme bewilligt, wobei das Gesuch 

bis spätestens 30. April 2021 einzureichen ist. Schliesslich sind neu ent-

standene Entschädigungsansprüche nach den Absätzen 1 und 2 in Ab-

weichung von Art. 38 Abs. 1 AVIG bis zum 30. April 2021 bei der zustän-

digen Arbeitslosenkasse geltend zu machen. Daraus erhellt, dass zwar die 

10-tägige Frist nicht einzuhalten, jedoch weiterhin eine Voranmeldung zu 

tätigen ist (vgl. dazu https://www.arbeit.swiss/secoalv/de/home/menue/un-

ternehmen/versicherungsleistungen/kurzarbeit-covid-19.html; letztmals 

besucht am 24. November 2021). Unbestritten ist, dass die Beschwerde-

führerin den Antrag um Kurzarbeitsentschädigung für die Abrechnungspe-

riode Mai 2021 erst am 4. Juni 2021 und damit nach dem 30. April 2021 

gestellt hat (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1).

4. Bei den in Art. 17b Abs. 1 bis 3 Covid-19-Gesetz genannten Fristen han-

delt es sich um sog. Verwirkungsfristen (siehe dazu AVIG-Praxis KAE/G6–

G9 [Kurzarbeitsentschädigung, gültig ab 1. Januar 2021], https://www.ar-

beit.swiss/secoalv/de/home/service/publikationen/kreisschreiben---avig-

praxis.html). Verwirkungsfristen sind dadurch gekennzeichnet, dass ein 

materielles oder prozessuales Recht erlischt, wenn die erforderliche Hand-

lung nicht innerhalb der Frist vorgenommen wird. Das Bundesgericht geht 

in der Regel dann von einer Verwirkung aus, wenn aus Gründen der 

Rechtssicherheit oder der Verwaltungstechnik die Rechtsbeziehungen 

nach Ablauf einer bestimmten Frist endgültig festgelegt werden müssen, 

ohne dass diese durch eine Unterbrechungshandlung verlängert werden 

kann (vgl. BGE 125 V 262 E.5a, Urteile des Bundesgerichts 8C_843/2018 

vom 22. Januar 2019 E.3.2, 2C_756/2010 vom 19. Januar 2011 E.3.2.2; 

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PVG 2015 Nr. 17). Wird also eine der beiden Fristen verpasst, d.h. wird 

entweder das Gesuch um Anpassung einer Bewilligung für Kurzarbeit oder 

aber werden die neuen Abrechnungen nicht fristgerecht bis zum 30. April 

2021 eingereicht, so geht der Anspruch auf eine Bewilligung für Kurzarbeit 

für den Monat Mai 2021 verloren.

5.1. Mit Verfügung vom 26. Oktober 2020 hiess der Beschwerdegegner die 

Voranmeldung von Kurzarbeit vom 20. Oktober 2020 nur teilweise bzw. 

erst ab dem 30. Oktober 2020 gut, da die Beschwerdeführerin die Frist zur 

Voranmeldung von 10 Tagen nicht eingehalten hatte (vgl. Bg-act. 3). Die 

erneute Voranmeldung vom 19. Januar 2021 wurde ab dem 1. Februar 

2021 bis zum 30. April 2021 bewilligt (vgl. Bg-act. 7). Mit Gesuch vom 

20. April 2021 ersuchte die Beschwerdeführerin um Anpassung der Bewil-

ligung für Kurzarbeit vom Herbst 2020 und um das Zurücksetzen des Be-

ginns der Bewilligung aufgrund behördlicher Massnahmen zwecks lücken-

loser Bewilligung der Kurzarbeitsentschädigung von September bis De-

zember 2020 (vgl. Bg-act. 8). Mit Verfügung vom 22. April 2021 entsprach 

der Beschwerdegegner diesem Gesuch, hob die Verfügung vom 26. Ok-

tober 2020 auf und bewilligte u.a. die Ausrichtung von Kurzarbeit für die 

Zeit vom 20. Oktober 2020 bis am 29. Januar 2021, sämtliche übrigen Ver-

fügungen betreffend Voranmeldung von Kurzarbeit behielten ihre Gültig-

keit (vgl. Bg-act. 9). Die Beschwerdeführerin wurde überdies darauf hinge-

wiesen, dass für jede Abrechnungsperiode, für die eine Anpassung ver-

langt würde, für den kompletten Monat ein neuer Antrag/Abrechnung 

getätigt werden müsse und diese bis 30. April 2021 bei der zuständigen 

Arbeitslosenkasse eingereicht werden müssten, ansonsten der Anspruch 

auf Kurzarbeitsentschädigung untergehe.

5.2. Der Arbeitgeber macht den Entschädigungsanspruch seiner Arbeitnehmer 

innert dreier Monaten nach Ablauf jeder Abrechnungsperiode gesamthaft 

für den Betrieb bei der von ihm bezeichneten Kasse geltend (Art. 38 Abs. 1 

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AVIG). Sind alle Anspruchsvoraussetzungen erfüllt und liegt kein Ein-

spruch der kantonalen Amtsstelle vor, verfügt die Kasse die rechtmässig 

ausgerichtete Kurzarbeitsentschädigung (Art. 39 Abs. 2 AVIG). Voraus-

setzung zur Ausrichtung der Entschädigung ist demnach eine durch das 

KIGA bzw. den Beschwerdegegner bewilligte Voranmeldung. Vorliegend 

hat der Beschwerdegegner die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädi-

gung gestützt auf die Voranmeldung vom 19. Januar 2021 lediglich bis 

Ende April 2021 bewilligt, so dass die Entschädigungen durch die Arbeits-

losenkasse Graubünden auch nur bis zu diesem Zeitpunkt geleistet wer-

den konnten. Für eine Fortführung der Kurzarbeitsentschädigung über den 

30. April 2021 hinaus, hätte eine Voranmeldung bis am 30. April 2021 ein-

gereicht und bewilligt sein sollen. Diese Voranmeldung einzureichen hat 

die Beschwerdeführerin unterlassen. Der Beschwerdegegner hat also zu 

Recht einen Anspruch der Beschwerdeführerin auf Kurzarbeitsentschädi-

gung für den Monat Mai 2021 verneint.

6. Die Beschwerdeführerin vermag auch aus dem Grundsatz von Treu und 

Glauben (Art. 5 Abs. 3 der Bundesverfassung; SR 101) nichts zu ihren 

Gunsten ableiten, war sie doch mit dem Instrument der Kurzarbeitsent-

schädigung bereits vertraut, da sie ab Herbst 2020 eine solche Entschä-

digung bezog bzw. mittels Verfügung vom 20. Januar 2021 bis am 

30. April 2021 Kurzarbeitsentschädigungen zugesprochen erhielt und da-

mit Kenntnis von der Notwendigkeit einer Voranmeldung von Kurzarbeit 

hatte (vgl. Bg-act. 3, 6, 7, 8 und 9). Auch das Argument der Beschwerde-

führerin, wonach sie in gutem Glauben davon ausgegangen sei, dass die 

bestehende Voranmeldefrist ab 1. Februar 2021 auf sechs Monate verlän-

gert werde, und sie somit keine neue Voranmeldung mehr hätte einreichen 

müssen, verfängt nicht. Selbst wenn die bestehende Voranmeldung von 

Oktober 2020 auf sechs Monate verlängert worden wäre, so hätte diese 

im April 2021 geendet, womit kein Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung 

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im Mai 2021 bestanden hätte. Das Gesuch der Beschwerdeführerin vom 

20. April 2021 konnte einzig dahingehend verstanden werden, als dass die 

bestehende Verfügung von Oktober 2020 rückwirkend angepasst werden 

solle, da sich die Beschwerdeführerin explizit auf diese Verfügung und 

nicht auf diejenige vom Januar 2021 bezogen hat. Das Gesuch muss da-

mit klarerweise entgegen der Argumentation der Beschwerdeführerin in-

terpretiert werden. Im Weiteren enthielt die Verfügung vom 22. April 2021 

die expliziten Hinweise, dass die übrigen Verfügungen betreffend Voran-

meldung von Kurzarbeit – mit Ausnahme der aufgehobenen Verfügung 

vom 26. Oktober 2020 – ihre Gültigkeit behielten, womit die Bewilligung 

für die Kurzarbeitsentschädigung am 30. April 2021 endete, sowie für jede 

Abrechnungsperiode, für die eine Anpassung gewünscht werde, für den 

kompletten Monat ein neuer Antrag/Abrechnung gemacht werden müsse 

und diese bis spätestens 30. April 2021 bei der zuständigen Arbeitslosen-

kasse eingereicht werden müssten (vgl. Bg-act. 9). Es hätte der Beschwer-

deführerin somit bewusst sein müssen, dass demzufolge bis am 30. April 

2021 eine neue, separate Voranmeldung für den Monat Mai 2021 einzu-

reichen war. Auch kann sie aus ihrer eigenen Rechtsunkenntnis keinen 

Vorteil ableiten (vgl. BGE 111 V 402 E.3; Urteil des Bundesgerichts 

8C_50/2021 vom 25. Januar 2021). Schliesslich bringt die Beschwerde-

führerin auch keine Voraussetzungen für eine Fristwiederherstellung vor, 

und es sind auch keine solchen ersichtlich (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_403/2021 vom 14. Juni 2021, 8C_425/2021 vom 25. Juni 2021).

7. Zusammenfassend erweist sich damit der Einspracheentscheid vom 

29. Juni 2021 als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen ist, soweit 

darauf eingetreten werden kann. 

8. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren – vorbehältlich der mutwil-

ligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für die Parteien kostenlos, 

weshalb vorliegend keine Kosten zu erheben sind. Ein Parteikostenersatz 

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ist dem obsiegenden Beschwerdegegner nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 

lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

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