# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26a5ee8a-4b83-5db8-9473-cdcdd8463094
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-12
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 12.08.2015 RT150083
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT150083_2015-08-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT150083-O/U.doc 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichterin 

Dr. D. Scherrer und Ersatzoberrichter Dr. M. Nietlispach sowie  

Gerichtsschreiberin lic. iur. K. Montani Schmidt 

Urteil vom 12. August 2015 

in Sachen 

 

1. A._____,  
2. B._____,  

Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

1, 2 vertreten durch Rechtsanwalt MLaw UZH X._____ 

 

gegen 

 
C._____,  

Gesuchsteller und Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Y._____ 

 
betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 10. April 2015 (EB150066-G) 

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Erwägungen: 

1.1 Am 17. Februar 2015 reichte der Gesuchsteller und Beschwerdegeg-

ner (fortan Gesuchsteller) folgendes Rechtsöffnungsbegehren in der Betreibung 

Nr. … des Betreibungsamtes Küsnacht-Zollikon-Zumikon (Zahlungsbefehl vom 

23. Januar 2015), gestützt auf den Schuldbrief vom 12. April 1991, ein (Urk. 1 S. 

2):  

"1. Es sei dem Gesuchsteller in der Betreibung Nr. … des Betreibungsamtes Küsnacht-

Zollikon-Zumikon definitive Rechtsöffnung i.S.v. Art. 80 SchKG, evtl. provisorische 

Rechtsöffnung i.S.v. Art. 82 SchKG zu erteilen für den Forderungsbetrag von 

Fr. 122'003.85 zuzüglich Zins zu 5% aus Fr. 115'000.– seit 7. Dezember 2006 sowie 

Kosten des Betreibungsverfahrens gemäss Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes 

Küsnacht-Zollikon-Zumikon vom 23. Januar 2015. 

2. Es sei festzustellen, dass der Gesuchsteller in der Betreibung Nr. … des Betrei-

bungsamtes Küsnacht-Zollikon-Zumikon über ein Pfandrecht von Fr. 270'000.– zu-

züglich Zins zu 10% gemäss Schuldbrief vom 12. April 1991 (Grundstück Grundbuch 

Blatt …, Plan …, Kat.-Nr. …, …strasse …, D._____) sowie über eine Pfandforderung 

von Fr. 122'003.85 zuzüglich Zins zu 5% aus Fr. 115'000.– seit 7. Dezember 2006 

verfügt. 

 Eventualiter: Es sei dem Gesuchsteller in der Betreibung Nr. … des Betreibungsam-

tes Küsnacht-Zollikon-Zumikon definitive Rechtsöffnung i.S.v. Art. 80 SchKG, eventu-

aliter provisorische Rechtsöffnung i.S.v. Art. 82 SchKG zu erteilen, für das auf dem 

Grundstück Grundbuch Blatt …, Plan …, Kat.-Nr. …, …strasse …, D._____, lastende 

Pfand über Fr. 270'000.– zuzüglich Zins zu 10% wie eine Pfandforderung im Betrag 

von Fr. 122'003.85 zuzüglich Zins zu 5% aus Fr. 115'000.– seit 7. Dezember 2006, 

sowie Kosten des Betreibungsverfahrens gemäss Zahlungsbefehl des Betreibungs-

amtes Küsnacht-Zollikon-Zumikon vom 23. Januar 2015. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegner, je unter so-

lidarischer Haftung auf die volle Prozessentschädigung." 

1.2 Mit Verfügung vom 10. April 2015 entschied die Vorinstanz wie folgt 

(Urk. 41 S. 8 f. = Urk. 46 S. 8 f.):  

1. Auf das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. …, 

Betreibungsamt Küsnacht-Zollikon-Zumikon, 

Zahlungsbefehl vom 23. Januar 2015, 

wird nicht eingetreten. 

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2. Auf die prozessualen Anträge der Gesuchsgegnerin 2 wird nicht eingetreten. 

3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF1'000.–. 

4. Die Gerichtskosten werden dem Gesuchsteller auferlegt. 

5. Die Gerichtskosten werden mit dem vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss 

von CHF 1'000.– verrechnet. 

6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin 2 eine Parteientschädigung 

von CHF 3'500.– (8 % MWST in diesem Betrag eingeschlossen) zu bezahlen. 

7. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner 1 keine Parteientschä-

digung verlangt hat. 

8. (Schriftliche Mitteilung). 

9. (Rechtsmittelbelehrung: Beschwerde, Frist 10 Tage, Hinweis auf Art. 325 Abs. 1 ZPO 

[Rechtskraft] und fehlenden Fristenstillstand gemäss Art. 145 ZPO). 

1.3 Hiergegen erhoben die Gesuchsgegner und Beschwerdeführer (fortan 

Gesuchsgegner 1 und 2) mit Schreiben vom 1. Mai 2015 (Datum Poststempel 

4. Mai 2015, eingegangen am 5. Mai 2015) innert Frist Beschwerde mit folgenden 

Anträgen (Urk. 45 S. 2):  

"1. Es sei dem Beschwerdegegner eine Gerichtsgebühr von Fr. 2'400.00 aufzuerlegen 

und der von diesem geleistete Kostenvorschuss an diesem Betrag anzurechnen; 

 2. Es sei der Beschwerdegegner zu verpflichten 

a) der Beschwerdeführerin 2 eine Parteientschädigung so wie von der Vorinstanz 

in Aussicht gestellt von Fr. 12'220.00, eventualiter von mindestens Fr. 7'600.00 

(inkl. MwSt.),  

b) dem Beschwerdeführer 1 eine angemessene durch die Beschwerdeinstanz 

festzusetzende, reduzierte Parteientschädigung (inkl. MwSt.) von mindestens 

Fr. 1'000.00  

zu bezahlen; 

 3. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten Beschwerdegegner." 

2. Mit Schreiben vom 8. Mai 2015 stellten die Gesuchsgegner ein Gesuch 

um Sistierung des Verfahrens bis längstens 8. Juni 2015 (Urk. 54). Mit Schreiben 

vom 18. Mai 2015 teilte der Gesuchsteller mit, dass die aussergerichtlichen Ver-

gleichsgespräche gescheitert seien, weshalb eine Verfahrenssistierung hinfällig 

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sei (Urk. 55). Am 27. Mai 2015 (Datum Eingang) zogen die Gesuchsgegner das 

Sistierungsgesuch zurück (Urk. 57). Entsprechend ist dasselbe abzuschreiben. 

3.1.1 Zunächst rügen die Gesuchsgegner die ihrer Ansicht nach falsch be-

rechnete Gerichtsgebühr. Sie sind der Ansicht, dass diese – berechnet auf der 

Grundlage von § 1 GebV OG in Verbindung mit § 2 GebV OG, § 4 GebV OG und 

§ 8 GebV OG – auf Fr. 2'400.– hätte festgesetzt werden müssen (Urk. 45 S. 2 f.).  

3.1.2 Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen 

erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Hierzu gehört unter anderem die Frage, ob die Partei, 

welche ein Rechtsmittel einlegt, durch den angefochtenen Entscheid beschwert 

ist. Ohne Beschwer hat sie kein schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung ih-

res Rechtsmittels (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Mit Verfügung vom 10. April 2015 

wurde die auf Fr. 1'000.– festgesetzte Gerichtsgebühr dem Gesuchsteller, nicht 

hingegen den Gesuchsgegnern auferlegt. Entsprechend wurden diese in Bezug 

auf die Gerichtsgebühr zu nichts verpflichtet, weshalb sie durch Dispositivziffer 3 

des angefochtenen Entscheids in keiner Weise beschwert sind. Damit ist auf die 

diesbezügliche Beschwerde nicht einzutreten. Lediglich der Vollständigkeit halber 

sind die Gesuchsgegner darauf hinzuweisen, dass die diesbezügliche Beschwer-

de hätte abgewiesen werden müssen, wenn darauf einzutreten gewesen wäre, da 

sich die erstinstanzliche Gerichtsgebühr in Rechtsöffnungsverfahren nach Art. 48 

der Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs 

(GebV SchKG) berechnet und nicht nach der Gerichtsgebührenverordnung des 

Obergerichts des Kantons Zürich (ZR 110/2011 Nr. 28). Erstere sieht bei einem 

Streitwert von Fr. 122'003.85 eine Gerichtsgebühr von Fr. 70.– bis Fr. 1'000.– vor. 

Damit aber wäre die von der Vorinstanz festgesetzte Gebühr nicht – wie geltend 

gemacht – willkürlich, sondern rechtskonform festgelegt worden. 

3.2.1 Die Gesuchsgegnerin 2 rügt sodann die Höhe der ihr zugesproche-

nen Parteientschädigung als zu tief (Urk. 45 S. 3 ff.). Sie macht geltend, dass die 

Vorinstanz einen zweifachen Schriftenwechsel angesetzt habe, um dann einen 

Nichteintretensentscheid zu erlassen. Dieser Entscheid aber wäre gemessen an 

seiner Begründung auch ohne jeden Schriftenwechsel möglich gewesen, zumal 

das Konkursamt D._____ mit Eingabe vom 23. Februar 2015 frühzeitig interve-

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niert habe und sie ebenso in ihrer ersten Rechtsschrift vom 4. März 2015 auf 

Nichtigkeit bzw. Nichteintreten plädiert habe. Ein solches Vorgehen der Vor-

instanz sei prozessual ungehörig. Die Gebührentabelle gemäss Gebührenverord-

nung ergebe bei einem Streitwert von Fr. 122'003.85 vor Zins als Grundgebühr für 

die Bemessung der Parteientschädigung den Betrag von Fr. 12'220.–. Entspre-

chend würde die Berechnung gemäss Anwaltsgebührenverordnung (AnwGebV) 

unter Berücksichtigung, dass es sich um ein summarisches Verfahren handle, wie 

folgt lauten:  

Streitwert:  Fr. 122'003.85 
Grundbetrag laut Tabelle zur AnwGebV  Fr.  12'220.00 
Nach Reduktion laut § 9 AnwGebV Fr.  6'110.00 [1/2 von 1] 
Zuschlag laut § 11 Abs. 2 Fr. 1'527.50 [1/4 von 1/2] 
_____________________________________________________________ 
Parteientschädigung minimal Fr.  7'637.50 

Diese Entschädigung sei – verglichen mit der in der Verfügung der Vor-

instanz vom 18. Februar 2015 vorgegebenen Parteientschädigung von 

Fr. 13'000.– sowie mit früheren, von demselben Gericht erlassenen Entscheiden 

in Rechtsöffnungsverfahren zwischen den Parteien – jedenfalls angemessen und 

ausgewogen (Urk. 45 S. 5 mit Verweis auf frühere Entscheide zwischen den Par-

teien, namentlich CG090008, EZ110004-G, EB110332-G, EK120063-G). So falle 

auf, dass die Vorinstanz in früheren Entscheiden zugunsten des Gesuchstellers 

und zu Lasten des Gesuchsgegners 1 wesentlich grosszügiger verfahren sei als 

im vorliegenden Fall. Dies sei eine Bevorzugung einer der Parteien, was verpönt 

und zu rügen sei. So müsse mit der Parteientschädigung der von der entspre-

chenden Partei im Prozess zu betreibende Aufwand abgegolten sein. Aktenkun-

dig sei vorliegend, dass die Gesuchsgegnerin 2 zwei Rechtsschriften einzu-

reichen gehabt habe, nämlich eine erste vom 4. März 2015 à 20 Seiten und eine 

zweite vom 30. März 2015 à 5 Seiten mit insgesamt über 30 Beweisurkunden. 

Diese Rechtsschriften seien mit weiterem honorarberechtigtem Aufwand, Akten-

bereitstellung, Prüfung von Rechtsfragen und anderem mehr verbunden gewe-

sen. Es habe aufgrund der Aufforderung seitens der Vorinstanz ein erheblicher 

Aufwand betrieben werden müssen. Indem die Vorinstanz mehr als nur den Ab-

zug aufgrund der summarischen Natur des Verfahrens vorgenommen habe, habe 

sie die Parteientschädigung willkürlich festgesetzt (Urk. 45 S. 3 ff.).  

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3.2.2 Die Argumentation der Gesuchsgegnerin 2 greift schon deshalb zu 

kurz, weil sie verkennt, dass sich die Entschädigung nach § 2 der Verordnung 

über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 (AnwGebV) richtet, wonach 

Grundlage für die Bemessung der Gebühr (a) der Streitwert bzw. Interessenwert, 

(b) die Verantwortung des Anwalts oder der Anwältin, (c) der notwendige Zeitauf-

wand des Anwalts oder der Anwältin und (d) die Schwierigkeit des Falles sind. Die 

Gesuchsgegnerin 2 aber argumentiert allein mit dem Streitwert und dem ihr ange-

fallenen Zeitaufwand. Zu dessen Notwendigkeit äussert sie sich nicht und die wei-

teren bemessungsrelevanten Kriterien der Verantwortung und der Schwierigkeit 

des Falles lässt sie ausser Acht. Auch mit dem Verweis auf weitere, zwischen den 

Parteien geführte Verfahren ist keine rechtsfehlerhafte Bemessung der Parteient-

schädigung dargetan. So wurden diese teils in einer anderen Verfahrensart (or-

dentlich, nicht summarisch) sowie unter der Herrschaft der alten, bis Ende 2010 

geltenden AnwGebV geführt, weshalb die zugesprochene Parteientschädigung 

schon aus diesem Grund nicht vergleichbar ist (Urk. 49/4). Zum anderen liegen 

die Entscheide teils in unbegründeter Form vor (Urk. 49/5), so dass die Höhe der 

darin festgesetzten Parteientschädigung nicht nachvollzogen werden kann. Selbst 

der Umstand, dass es sich bei den (übrigen) Verfahren auch um summarische 

Verfahren gehandelt hat, ändert nichts; so wäre es von der Gesuchsgegnerin 2 

aufzuzeigen gewesen, inwiefern die Parteientschädigungen mit Blick auf die vor-

genannten Kriterien vergleichbar mit dem vorliegenden Verfahren gewesen wä-

ren. Mit dem blossen Hinweis auf weitere, zwischen den Parteien stattgefundene 

Verfahren und die Höhe der darin zugesprochenen Entschädigungen lässt sich 

der Nachweis eines Bemessungsfehlers jedenfalls nicht erbringen. 

Schliesslich aber überzeugt die Darstellung der Gesuchsgegnerin 2 auch in 

der Sache nicht. Entgegen ihrer Ansicht existiert zum einen nicht nur der Redukti-

onsgrund gemäss § 9 AnwGebV, sondern eine weitere Reduktionsmöglichkeit 

nach § 4 Abs. 2 AnwGebV, wonach die Gebühr um bis zu einem Drittel erhöht 

oder ermässigt werden kann, wenn die Verantwortung oder der Zeitaufwand der 

Vertretung oder die Schwierigkeit des Falls besonders hoch oder tief sind. Zum 

anderen sieht § 9 AnwGebV für das summarische Verfahren nicht eine starre Er-

mässigung auf die Hälfte vor, sondern in der Regel eine solche auf zwei Drittel bis 

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auf einen Fünftel, wobei dem Sachrichter bei der konkreten Bemessung ein weiter 

Ermessensspielraum zukommt. Aus welchen Gründen vorliegend unter sachge-

mässer Gewichtung sämtlicher bemessungsrelevanter Kriterien (notwendiger 

Aufwand, Verantwortung des Anwalts, Schwierigkeit des Falles) exakt um die 

Hälfte zu ermässigen sein sollte, zeigt die Gesuchsgegnerin 2 nicht auf. So be-

trägt die Gebühr bei einem Streitwert von rund Fr. 122'000.-- in Anwendung von 

§ 4 Abs. 1 AnwGebV in Verbindung mit § 9 AnwGebV zwischen Fr. 2'444.– und 

Fr. 8'146.–, zuzüglich ein Zuschlag gemäss § 11 Abs. 2 AnwGebV. Allein die Tat-

sache, dass die Vorinstanz das Verfahren nicht so geführt hat, wie dies der Ge-

suchsgegnerin 2 vorgeschwebt hat, lässt die Festsetzung der Gebühr auf Fr. 

3'500.– inkl. 8% MwSt. und damit auf Fr. 3'240.75 ohne MwSt. nicht als rechtsver-

letzend im Sinne von Art. 320 lit. a ZPO erscheinen, sondern im Rahmen des der 

Vorinstanz zustehenden Ermessensbereichs. Für eine Korrektur des Entscheids 

des Sachgerichts (Vorinstanz), welches die Anforderungen des Prozesses aus ei-

gener unmittelbarer Anschauung kennt, besteht somit kein Anlass, insbesondere 

auch in Anbetracht der Zurückhaltung, die sich die Beschwerdeinstanz bei der 

Überprüfung derartiger Ermessensentscheide praxisgemäss auferlegt (vgl. 

ZR 111/2012 Nr. 53 E. 3). Diesbezüglich ist die Beschwerde unbegründet und ab-

zuweisen. 

3.3.1 Schliesslich rügt der Gesuchsgegner 1, dass er von der Vorinstanz 

nicht angehört und ihm in der Folge keine Parteientschädigung zugesprochen 

worden sei. Dies stelle eine krasse Rechtsverweigerung dar, zumal ein zweiter 

Schriftenwechsel stattgefunden habe. Es könne nicht behauptet werden, der Ge-

suchsgegner 1 habe keine Parteientschädigung beantragt, wenn ihm das rechtli-

che Gehör verweigert worden sei (Urk. 45 S. 7 f.).  

3.3.2 Die Vorinstanz war hinsichtlich der gegen den Gesuchsgegner 1 an-

gehobenen Betreibung davon ausgegangen, dass es sich bei dem in dieser Be-

treibung zu verwertenden Faustpfand um den Schuldbrief vom 12. April 1991 

handelt. Diesen aber habe allein der Gesuchsgegner 1 errichten lassen; er allein 

sei als Schuldner auf dem Titel aufgeführt. Da nur der Gesuchsgegner 1 Ver-

tragspartei der Verkaufsabmachung vom 11. April 1991 mit dem Gesuchsteller 

und dessen Ehefrau gewesen sei, mit welcher die Parteien übereingekommen 

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seien, die beiden Darlehen durch eben diesen Schuldbrief sicherzustellen, sei da-

von auszugehen, dass es ebenfalls einzig der Gesuchsgegner 1 gewesen sei, 

welcher dem Gesuchsteller den Schuldbrief nach dessen Errichtung zugestellt 

bzw. zu Faustpfand übergeben habe. Somit könne keine Rede davon sein, dass 

dieses Faustpfand von einem Dritten bestellt worden wäre. Da die der vorliegen-

den Betreibung zugrundeliegende Forderung schliesslich vor der Konkurseröff-

nung über den Gesuchsgegner 1 entstanden sei, erweise sich die Betreibung als 

nichtig, da neue Betreibungen für Forderungen, welche vor dem Konkurs entstan-

den seien, während des Konkursverfahrens nicht eingeleitet werden können 

(Art. 206 Abs. 1 SchKG). Da eine nichtige Betreibung nicht fortgesetzt werden 

könne, sei mangels Rechtsschutzinteresse betreffend den Gesuchsgegner 1 auf 

das Rechtsöffnungsbegehren nicht einzutreten (Urk. 46 S. 6 f.).  

3.3.3 Diese Ausführungen beanstandet der Gesuchsgegner 1 nicht. Ge-

mäss Art. 253 ZPO gibt das Gericht der Gegenpartei Gelegenheit, mündlich oder 

schriftlich Stellung zu nehmen, wenn das Gesuch nicht offensichtlich unzulässig 

oder offensichtlich unbegründet erscheint. Da die Vorinstanz die Prozessvoraus-

setzung des Rechtsschutzinteresses in Bezug auf das gegen den Gesuchsgegner 

1 angehobene Rechtsöffnungsbegehren verneint hatte, qualifizierte sie dieses als 

unzulässig. Deshalb stand es ihr in Anwendung von Art. 253 ZPO auch offen, ob 

sie dem Gesuchsgegner bzw. dessen bisherigem Rechtsbeistand (vgl. 

Urk. 43/1-3) Gelegenheit zur Stellungnahme ansetzte oder nicht. Entscheidend ist 

aber ohnehin allein, dass dem Gesuchsgegner 1 kein zu entschädigender Auf-

wand entstanden ist (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). Deshalb wurde ihm für das erstin-

stanzliche Verfahren zu Recht keine Parteientschädigung zugesprochen. Damit 

ist der vorinstanzliche Entscheid im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dies-

bezügliche Beschwerde ist ebenso abzuweisen. 

3.4 Entsprechend erweist sich die Beschwerde als offensichtlich unzuläs-

sig bzw. unbegründet, weshalb auf das Einholen einer Beschwerdeantwort der 

Gegenpartei verzichtet werden kann (Art. 322 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerde ist 

abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.  

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4.1 Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 

GebV SchKG in Verbindung mit Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 500.– festzu-

setzen. Die Gerichtskosten sind ausgangsgemäss den Gesuchsgegnern je zur 

Hälfte unter solidarischer Haftung für den gesamten Betrag aufzuerlegen (Art. 106 

Abs. 1 ZPO).  

4.2 Der Gesuchsteller hat keinen Antrag auf Zusprechung einer Parteient-

schädigung gestellt (Art. 105 Abs. 2 ZPO). Entsprechend ist ihm daher keine sol-

che zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Das Sistierungsgesuch der Gesuchsgegner wird abgeschrieben. 

2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Gesuchsgeg-

nern je zur Hälfte unter solidarischer Haftung für den ganzen Betrag aufer-

legt. 

5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage 

eines Doppels von Urk. 45 sowie je einer Kopie der Urk. 48; Urk. 49/2-8, 

Urk. 50 und Urk. 51/Aa-Ac, an die Gesuchsgegner unter Beilage eines Dop-

pels von Urk. 59, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

- 10 - 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 
11'120.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
Zürich, 12. August 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. K. Montani Schmidt 

 
 
versandt am: js 

	Urteil vom 12. August 2015
	Erwägungen:
	1. Auf das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. …, Betreibungsamt Küsnacht-Zollikon-Zumikon, Zahlungsbefehl vom 23. Januar 2015, wird nicht eingetreten.
	2. Auf die prozessualen Anträge der Gesuchsgegnerin 2 wird nicht eingetreten.
	3. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF1'000.–.
	4. Die Gerichtskosten werden dem Gesuchsteller auferlegt.
	5. Die Gerichtskosten werden mit dem vom Gesuchsteller geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'000.– verrechnet.
	6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin 2 eine Parteientschädigung von CHF 3'500.– (8 % MWST in diesem Betrag eingeschlossen) zu bezahlen.
	7. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner 1 keine Parteientschädigung verlangt hat.
	8. (Schriftliche Mitteilung).
	9. (Rechtsmittelbelehrung: Beschwerde, Frist 10 Tage, Hinweis auf Art. 325 Abs. 1 ZPO [Rechtskraft] und fehlenden Fristenstillstand gemäss Art. 145 ZPO).
	Es wird erkannt:
	1. Das Sistierungsgesuch der Gesuchsgegner wird abgeschrieben.
	2. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	4. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Gesuchsgegnern je zur Hälfte unter solidarischer Haftung für den ganzen Betrag auferlegt.
	5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Gesuchsteller unter Beilage eines Doppels von Urk. 45 sowie je einer Kopie der Urk. 48; Urk. 49/2-8, Urk. 50 und Urk. 51/Aa-Ac, an die Gesuchsgegner unter Beilage eines Doppels von Urk. 59, sowie an d...
	7. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...