# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ff2dc3b3-f4aa-5bec-a715-b5814ef550d8
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-22
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 22.10.2008 BK 2008 42
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_BK-2008-42_2008-10-22.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 22. Oktober 2008 Schriftlich mitgeteilt am: 
BK 08 42

Entscheid
Beschwerdekammer

Vorsitz Vizepräsident Bochsler
RichterInnen Rehli und Hubert 
Aktuarin Thöny

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In der strafrechtlichen Beschwerde

des X., Beschwerdeführer, vertreten durch E. und D., wiedervertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. iur. Rudolf Kunz, Ottoplatz 19, 7000 Chur,

gegen

die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 15. August 
2008, mitgeteilt am 21. August 2008, in Sachen des Beschwerdeführers gegen 
Y., Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Andreas Steiner, 
Plazzet 11, Chesa Engiadina, 7503 Samedan, und gegen Z., Beschwerdegeg-
ner, 

betreffend fahrlässige Körperverletzung,

hat sich ergeben:

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A. Am 10. April 2007 um ca. 13.40 Uhr ereignete sich im Skigebiet A.-
B. auf der Sesselbahn C. zwischen den Masten Nr. 4 und Nr. 5 ein Unfall. Beim 
Hochfahren mit dem Sessellift fiel der knapp fünfjährige X. aus noch ungeklärten 
Gründen von der Sitzbank auf die ca. 8.60 Meter tiefer unten liegende Piste und 
zog sich einen Bruch beider Fersenbeine sowie Prellungen mehrerer Milchzähne 
zu. D., die Mutter von X., stellte am 11. April 2007 Strafantrag gegen die straf-
rechtlich verantwortliche Person.

B. Zur Abklärung des Unfallhergangs eröffnete die Staatsanwaltschaft 
Graubünden mit Verfügung vom 4. Juli 2007 eine Strafuntersuchung mit dem 
Betreff A.: Sessellift-Unfall vom 10. April 2007 zum Nachteil von X.. Mit der Durch-
führung wurde das Untersuchungsrichteramt Samedan beauftragt. Ab 27. Juli 
2007 wurde das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Y. und Z. 
weitergeführt. 

C. Die Strafuntersuchung ergab, dass die D. und E. ihre vier Kinder 
bei der Schneesportschule F.-AG für Skikurse angemeldet hatten. Bereits bei der 
Anmeldung wurden die von den Eltern gemachten Altersangaben der Kinder im 
Computer des Skischulbüros registriert. Danach waren sowohl X. wie auch seine 
Schwester G. Jahrgang 2000. Am 8. April 2007 wurden die Gruppeneingeilungen 
der Kinder für die anschliessende Woche durch den Vater telefonisch angepasst, 
so dass G. und X. in der gleichen Klasse fuhren. Die Anpassung wurde am dar-
auffolgenden Tag am Schalter der Skischule noch einmal bestätigt. Die Klasse, 
in welcher G. und X. unterrichtet wurden, war am Montag, 9. April 2007 Z. anver-
traut worden, der vom Skischulbüro eine Liste mit den Namen der Kinder, deren 
Alter und Muttersprache ausgehändigt erhalten hatte. Am Morgen des 10. April 
2007 nahmen acht Kinder am Unterricht teil. Nach dem Mittagessen verblieben 
nur noch drei Kinder der am Morgen unterrichteten Klasse in der Gruppe, darun-
ter auch G. und X.. Zusätzlich kamen zwei Kinder hinzu. Nachdem Z. bereits am 
Vortag und am Morgen des 10. April 2007 mit seinen Skischülern mit einem 
Schlepplift und mehreren Sesselliften gefahren war, beabsichtigte er, nach der 
Mittagspause mit dem Sessellift C. von H. hinaufzufahren, um - wie bereits am 
Morgen - die Kinder am Bügellift I. zu unterweisen. Dazu begab er sich an die 
Talstation, welche zum damaligen Zeitpunkt von Y. bedient wurde. Beim Zu-
gangsbereich des Sessellifts waren vom Betreiber Tafeln mit der Aufschrift „Kin-
der unter sechs Jahren nur in Begleitung von Erwachsenen“ sowie „Unbeaufsich-
tigtes Einsteigen verboten“ angebracht worden. Weil sich zu diesem Zeitpunkt 
keine erwachsenen Skifahrer an der Talstation befanden, fragte Z. die Geschwis-
ter X. und G. , ob sie ohne Begleitung hochfahren könnten, was diese ihm offen-

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bar bestätigten. Die Liste des Skischulbüros wies aus, dass beide Kinder älter als 
sechs Jahre waren. Zudem war Z. mit ihnen bereits am Vortag und am Morgen 
mit Sesselliften gefahren, woraus sich keine Probleme ergeben hatten. Er selbst 
stieg zusammen mit den drei anderen Kindern, von denen das eine noch nicht 
sechs Jahre alt war, auf den nächsten Sessel, weil er insbesondere von den zwei 
neuen Skischülern nicht wusste, ob sie in der Lage waren, allein mit dem Sessel-
lift zu fahren. Der Bergbahnmitarbeiter, welcher zur fraglichen Zeit Dienst im Ein-
steigebereich hatte, bemerkte, dass X. und seine Schwester G. zu einer Skischul-
klasse in Begleitung eines Skilehrers gehörten. Er half ihnen daher in Befolgung 
der Anweisungen der Betriebsleitung auf den Sessel, klappte den Sicherungsbü-
gel herunter und schloss zusätzlich die Windschutzhaube. Während der Fahrt 
versuchten die beiden Kinder diese Windschutzhaube hochzuklappen. Dabei 
rutschte X. zu weit nach vorne, was zur Folge hatte, dass er zwischen Siche-
rungsbügel und Sitzbank hindurchrutschte. Obwohl er sich festzuhalten ver-
suchte und dabei von seiner Schwester unterstützt wurden, fiel er kurze Zeit 
später rund 8.60 Meter in die Tiefe.

D. Mit Verfügung vom 15. August 2008, mitgeteilt am 21. August 2008, 
stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung gegen Y. und 
Z. wegen fahrlässiger Körperverletzung ein, da ihnen keine strafrechtliche Ver-
antwortlichkeit am Unfall von X. angelastet werden könnte. Die Kosten der Stra-
funtersuchung wurden auf die Staatskasse genommen. 

E. Gegen diese Einstellungsverfügung liess X., vertreten durch seine 
Eltern, am 11. September 2008 bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichts 
von Graubünden Beschwerde erheben, wobei folgendes Rechtsbegehren ge-
stellt wurde:

„1. Die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft vom 15. August 
2008 (zur Mitteilung verschickt am 21. August 2008) sei zu kassieren.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerde-
gegnerin.“

F. Die Staatsanwaltschaft Graubünden teilte mit Schreiben vom 
18. September 2008 mit, dass sie auf die Einreichung einer Vernehmlassung ver-
zichte. Y. beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1. Oktober 2008 die Abwei-
sung der Beschwerde unter voller amtlicher und ausseramtlicher Entschädi-
gungsfolge zu Lasten des Beschwerdeführers. Z. liess sich innert Frist nicht ver-
nehmen. 

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Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen im angefochtenen 
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen einge-
gangen.

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung :

1. Gemäss Art. 138 StPO kann gegen die vom Staatsanwalt geneh-
migten Amtshandlungen von Untersuchungsorganen bei der Beschwerdekam-
mer des Kantonsgerichts Beschwerde geführt werden. Zur Beschwerdeführung 
ist berechtigt, wer durch den angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutz-
würdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung geltend macht. Insbe-
sondere kann sich der Geschädigte gegen Einstellungsverfügungen beschweren 
(Art. 139 Abs. 1 StPO). Die Beschwerde ist innert 20 Tagen seit der Betroffene 
vom angefochtenen Entscheid Kenntnis erhalten hat, schriftlich einzureichen.

Der Beschwerdeführer X. wurde bei dem zu untersuchenden Unfall ver-
letzt und erlitt dadurch einen unmittelbaren Schaden. Somit ist er als Geschädig-
ter im Sinne von Art. 139 Abs. 1 StPO zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die 
im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.

2. Gemäss Art. 138 StPO kann die Beschwerdekammer angefochtene 
Einstellungsverfügungen nicht nur auf Rechtswidrigkeit, sondern auch auf Unan-
gemessenheit überprüfen. Eine Einstellungsverfügung ist dann angemessen, 
wenn aufgrund des Untersuchungsergebnisses nicht genügend Anhaltspunkte 
für das Vorliegen einer straf- und verfolgbaren Handlung gegeben sind und somit 
bei gerichtlicher Beurteilung ein Freispruch erwartet werden müsste, und wenn 
keine neuen Beweismittel ersichtlich sind, die das Beweisergebnis massgeblich 
beeinflussen könnten (vgl. PKG 1999 Nr. 36 S. 133). Aufzuheben ist eine Ein-
stellungsverfügung hingegen, wenn in objektiver und subjektiver Hinsicht An-
haltspunkte vorliegen, die einen Schuldspruch als wahrscheinlich erscheinen las-
sen, oder wenn die Möglichkeiten zu einer sinnvollen Untersuchungsergänzung 
nicht ausgeschöpft wurden (PKG 1995 Nr. 45, S. 156 sowie Padrutt, Kommentar 
zur Strafprozessordnung des Kantons Graubünden, Chur 1996, S. 347 und S. 
164).

3. In der angefochtenen Verfügung führte die Staatsanwaltschaft 
Graubünden aus, Z. habe vor Aufnahme seiner Tätigkeit als Hilfsskilehrer meh-
rere Kurse absolviert und sei auch von der Skischule über das Verhalten auf den 
Pisten und an den Transportanlagen instruiert worden. Er sei sich bewusst ge-

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wesen, dass er Skischüler mit einem Alter unter sechs Jahren nicht ohne Beglei-
tung einer erwachsenen Person mit dem Sessellift fahren lassen dürfe. Auf der 
vom Skischulbüro abgegebenen Liste seiner Skischüler seien die Geschwister 
G. und X. mit Jahrgang 2000 angegeben gewesen. Es habe für ihn kein Grund 
bestanden, an diesen Angaben zu zweifeln. Vielmehr habe er sich durch den 
vorgängigen Skiunterricht ein Bild über die Fähigkeiten der Kinder gemacht und 
deshalb davon ausgehen dürfen, dass G. und X. in der Lage seien, einen Ses-
sellift ohne Begleitung einer erwachsenen Person zu benützen. Da zu diesem 
Zeitpunkt keine weiteren verbindlichen Vorschriften zur Benutzung der Anlagen 
durch Kinder bestanden hätten, könne im Verhalten des Skilehrers keine Verlet-
zung von Sorgfaltspflichten gesehen werden. Auch was das Verhalten des Berg-
bahnangestellten Y. anbelange, habe die Untersuchung keine Hinweise auf fahr-
lässiges Handeln ergeben. Y. habe sich im Einstiegbereich der Sesselbahn ab-
solut regelkonform verhalten. Es sei nicht seine Aufgabe gewesen, das Alter der 
Kinder zu hinterfragen. Da diese in Begleitung eines Skilehrers gewesen seien, 
habe er vielmehr darauf vertrauen dürfen, dass sich der Skilehrer an die Vor-
schriften bezüglich Altersbegrenzung halten würde. Weder Z. noch Y. hätten da-
mit rechnen müssen, dass die zwei Kinder während der Fahrt versuchen würden, 
die Windschutzscheibe hochzuklappen. Es sei für sie daher von vornherein nicht 
vorhersehbar gewesen, dass es zu einem derartigen Unfall kommen könnte. 

4. Gegen die Begründung der Staatsanwaltschaft Graubünden wen-
det der Beschwerdeführer zunächst ein, gemäss den Aussagen des direkten Vor-
gesetzten von Y., J., habe zum Zeitpunkt des Unfalls die Regel bestanden, dass 
Kinder nicht alleine mit dem Sessellift fahren dürften, wenn sie die Skis nicht auf 
der dafür vorgesehen Ablage abstützen könnten. Der Bahnangestellte sei in sol-
chen Fällen gehalten, die Bahnfahrt sofort zu stoppen. Da Y. erkannt habe, dass 
X. zu klein war, um die Skiablage zu erreichen, hätte er ihn nicht alleine fahren 
lassen dürfen. Allein die Körpergrösse von X. hätte ihn dazu veranlassen müs-
sen, diesen zu begleiten. Indem er X. die Fahrt habe fortsetzen lassen, habe er 
sorgfaltswidrig gehandelt. 

a) Der Beschwerdeführer stützt sich auf die Aussage des Bahnchefs 
J., wonach Y. die Fahrt hätte verhindern müssen, als er sah, dass X. zu klein war, 
um seine Skis auf die Stützbügel zu legen. Bei genauer Betrachtung der Aussa-
gen von J. zeigt sich jedoch, dass diese nicht schlüssig sind. So führte er in seiner 
polizeilichen Befragung vom 7. Juni 2007 (act. 4.11) aus, Y. hätte die Fahrt ver-
hindern sollen, als er feststellte, dass die beförderten Kinder nicht in der Lage 
waren, ihre Ski auf den vorhandenen Stützbügel zu legen. In der gleichen Ein-

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vernahme gab er jedoch zu Protokoll, die Anweisungen der Skilehrer und Hilfs-
skilehrer würden den allgemeinen Richtlinien vorgehen. Die meisten Skilehrer 
würden dafür sorgen, dass die Schüler über die sogenannte „Single-Line“ zur 
Einsteigestelle kommen. Dies erleichtere die Arbeit bei der Talstation und sei zu-
dem ein Zeichen dafür, dass die Kinder mit einer erwachsenen Person zur Berg-
station fahren wollen. Aus diesen Aussagen geht hervor, dass es in erster Linie 
in der Verantwortung des Skilehrers liegt zu entscheiden, ob ein Kind die Beglei-
tung einer erwachsenen Person benötigt und es somit über die „Single-Line“ zu 
schicken. Kommen die Skischüler jedoch - wie im vorliegenden Fall X. und G. - 
nicht über die „Single-Line“ zur Einsteigestelle, liegt es gemäss den Aussagen 
von J. auch nicht am Bahnangestellten, den Kindern eine erwachsene Begleit-
person zuzuweisen. Diese Regelung findet auch Bestätigung in der Äusserung 
von J. auf den Vorhalt hin, dass vor Ort der Bahnangestellte oder der Hilfsskileh-
rer entscheide, ob ein Kind mit dem Sessellift alleine hochfahren dürfe. Darauf 
antwortete J., dass der Bahnangestellte nur dann entscheide, wenn das Kind 
über die „Single-Line“ zur Einsteigestelle komme, ansonsten der Skilehrer ver-
antwortlich sei. Anlässlich seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme vom 
2. Juli 2008 (act. 4.24) wurde J. erneut gefragt, was es für den Bahnangestellten 
zu bedeuten habe, wenn der Skilehrer oder der Hilfsskilehrer mit seinen Skischü-
lern nicht die „Single-Line“, sondern den üblichen Zugang zum Sessellift benutze. 
J. führte daraufhin aus, es stelle für den Bahnangestellten einen Hinweis dar, 
dass der Skilehrer ihm zu erkennen gebe, dass die Kinder alt genug seien, um 
ohne Begleitung fahren zu dürfen. Trotzdem würde in dieser Situation meistens 
beim Skilehrer nachgefragt, ob dies wirklich zutreffe. Nur auf das Verhalten des 
Skilehrers dürfe sich der Bahnangestellte nicht verlassen. Was die Vorschriften 
betreffe, so werde mittels einer für jeden Fahrgast sichtbaren Tafel darauf hinge-
wiesen, dass Kinder unter sechs Jahren nur in Begleitung von Erwachsenen die 
Sesselbahn benützen dürfen. Neben dem Alter und der Begleitung werde jedoch 
auch auf die Grösse des Kindes acht gegeben. Dies müsse jedoch immer der 
verantwortliche Bahnangestellte selbst beurteilen. Messtafeln oder ähnliche 
Hilfsmittel hierfür seien jedoch keine vorhanden. Auch Y. sei instruiert worden, 
dass er Kindern, welche nicht selbst aufsteigen können, auf den Sessellift helfen 
müsse und dass er allenfalls Begleitpersonen beizuziehen habe, welche mit den 
Kinder zusammen hochfahren würden. Damit sind die Aussagen von J., soweit 
sie die Verantwortung des Bahnangestellten betreffen, in sich nicht wider-
spruchslos. Während er bei der polizeilichen Einvernahme noch deutlich davon 
sprach, dass die Anweisungen des Skilehrers den allgemeinen Grundsätzen vor-
gehen würden, relativierte er diese Aussage anlässlich der untersuchungsrich-

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terlichen Einvernahme, indem er ausführte, dass nicht allein auf das Verhalten 
des Skilehrers abgestellt werden dürfe. Fest steht im vorliegenden Fall, dass X. 
und G. nicht über die „Single-Line“ zur Einsteigestelle gelangten, weshalb es in 
erster Linie in der Verantwortlichkeit des Skilehrers lag, die Kinder alleine mit dem 
Sessellift hochfahren zu lassen. Hinzu kommt, dass Y. vor dem Untersuchungs-
richter aussagte (act. 4.20), er habe den Skilehrer gefragt, ob er sicher sei, dass 
die zwei Kinder alleine fahren können. Dies wird vom Skilehrer Z. denn auch sinn-
gemäss bestätigt. Dieser gab zu Protokoll (act. 4.19), der Bahnangestellte habe 
eine Bemerkung gemacht, dass die Kinder noch etwas klein seien. Mit anderen 
Worten steht aufgrund der übereinstimmenden Aussagen fest, dass sich Y. beim 
Skilehrer nochmals rückversichert hatte, ob die beiden Kinder die Fahrt mit dem 
Sessellift wirklich alleine antreten sollten. Und dies, obwohl sie nicht via „Single-
Line“ kamen und somit der Skilehrer die Verantwortung trug. 

b) Aus den Aussagen von J. kann des Weiteren nicht geschlossen 
werden, dass er Y. im Vorfeld eine verbindliche Weisung erteilt hatte, wonach 
Kinder, welche ihre Skis nicht auf dem Steigbügel abstellen können, nicht alleine 
mit dem Sessellift fahren dürfen. Zwar sagte er bei seiner Einvernahme aus (act. 
4.11), dass Y. die Fahrt in einer solchen Situation hätte verhindern sollen. Diese 
Äusserung erfolgte jedoch rückblickend auf den Vorfall und somit in Kenntnis des 
sich später zugetragenen Ereignisses. Es scheint sich damit vielmehr um eine 
persönliche Einschätzung des Geschehens im Sinne einer Nachbetrachtung zu 
handeln. Jedenfalls bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass zum Zeitpunkt des 
Unfalls eine entsprechende Weisung bestanden hatte. So gab Y. gegenüber der 
Polizei zu Protokoll (act. 4.4), er kenne keine Regel, wonach Kinder eine Körper-
grösse von mindestens 1.25 m aufweisen müssten, um alleine mit dem Sessellift 
fahren zu dürfen. Es sei diesbezüglich auch nicht instruiert worden. Anlässlich 
einer späteren Einvernahme (act. 4.26) bestätigte er seine Aussage, indem er 
ausführte, er könne sich nicht vorstellen, dass sonst jemand im Betrieb Kenntnis 
von dieser Empfehlung gehabt habe. Für die Bahnangestellten sei das Mindest-
alter von sechs Jahren massgebend und aufgrund des Verhaltens des Skilehrers 
sei er davon ausgegangen, dass dieses bei X. erreicht gewesen sei. Auch der 
Skilehrer Z. sagte anlässlich der untersuchungsrichterlichen Einvernahme (act. 
4.19) aus, er sei während der Instruktion durch einen Verantwortlichen der Ski-
schule nie darüber aufgeklärt worden, ab welchem Alter beziehungsweise ab 
welcher Körpergrösse Kinder unbegleitet von Erwachsenen mit Sesselliften fah-
ren dürften. Die Regel, wonach Kinder mit einer Körpergrösse von weniger als 
1.25 m nur in Begleitung von erwachsenen Personen den Sessellift benützen 

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dürfen, kenne er nicht und er sei auch nie darauf hingewiesen worden. Während 
seiner Tätigkeit als Skilehrer habe er lediglich die Tafeln an den Talstationen der 
Sessellifte gesehen, wonach es Kindern unter sechs Jahren untersagt sei, die 
Anlagen alleine zu benützen. Damit sagten sowohl Y. wie auch Z. übereinstim-
mend aus, nicht in Kenntnis von einer zusätzlich zur Altersbeschränkung gelten-
den Weisung gewesen zu sein. Hätte eine solche bestanden, hätte neben dem 
Bahnangestellten sicher auch der Skilehrer darüber informiert sein müssen, zu-
mal dieser gemäss Aussagen von J. für die Kinder verantwortlich ist, sofern sie 
nicht die „Single-Line“ passieren. Es ist sodann allgemein üblich, dass derartige 
Weisungen, von denen sämtliche Bahnangestellte, Skilehrer und Hilfsskilehrer 
wissen müssen, in schriftlicher Form mitgeteilt werden. Dass dies vorliegend der 
Fall war, behauptet selbst J. nicht. Hinzu kommt, dass diesfalls wohl auch die 
Tafel betreffend Mindestalter von sechs Jahren zusätzlich mit einem Hinweis be-
züglich minimaler Körpergrösse versehen worden wäre. 

c) Es ist somit davon auszugehen, dass als einzige verbindliche Wei-
sung zum Unfallzeitpunkt die Altersgrenze von sechs Jahren bestand. Gegentei-
liges ist weder aktenmässig erstellt noch wird es rechtsgenüglich ausgewiesen. 
Der Vorwurf des Beschwerdeführers, Y. hätte vorschriftswidrig gehandelt, indem 
er X. alleine mit dem Sessellift fahren liess, obwohl er zu klein war, seine Skis 
auf den Stützbügel zu stellen, ist somit unbegründet. 

5. Des Weiteren beanstandet der Beschwerdeführer, die Staatsan-
waltschaft habe nicht weiter untersucht, welche Pflichten dem Bahnangestellten, 
welcher den Gästen an der Talstation auf den Sessel hilft, obliegen. Dazu gehöre 
zweifelsohne auch die Prüfung, ob Kinder in der Lage seien, den Sessellift ge-
fahrlos zu benützen. Auch wenn er sich hinsichtlich des Alters auf den Skilehrer 
verlassen könne, so dürfe er offensichtliche Gefahren nicht einfach übersehen. 
Es sei seine Aufgabe dafür besorgt zu sein, dass Kinder den Sessellift ohne Ge-
fährdung benutzen können. Stelle er fest, dass dies nicht der Fall sei, weil wie im 
vorliegenden Fall die Kinder offensichtlich zu klein seien, so dürfe er die Kinder 
nicht fahren lassen, sondern müsse sich zumindest zu Rückfragen veranlasst 
sehen. Der Bahnangestellte dürfe nicht die gesamte Verantwortung für den Be-
trieb des Sessellifts auf den Skilehrer delegieren. 

Wie bereits in der vorstehenden Erwägung ausgeführt wurde, galt zum 
Zeitpunkt des Unfalls keine Weisung betreffend Minimalgrösse der Kinder bezie-
hungsweise dass diese mit ihren Skis den Stützbügel erreichen müssen, um al-
leine mit dem Sessellift fahren zu dürfen. Somit bestand für Y. auch keine Veran-

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lassung, X. und G. von der Fahrt abzuhalten. Allein aus dem Umstand, dass X. 
zu klein war, seine Skis auf der dafür vorgesehenen Ablage abzustellen, musste 
er nicht darauf schliessen, dass die Sesselfahrt für den Knaben zu gefährlich sein 
könnte. Aus seiner Einvernahme (act. 4.4) geht zudem hervor, dass er den bei-
den Geschwistern geholfen hatte, auf den Sessel zu steigen und anschliessend 
den Sicherheitsbügel nach unten drückte, wodurch sich die Schutzhaube auto-
matisch schloss. Dass der Sicherheitsbügel von Y. geschlossen wurde, bestätigt 
auch der Skilehrer Z. in seiner polizeilichen Einvernahme (act. 4.6 S. 3). Die Hil-
festellung des Bahnangestellten vor Ort war damit korrekt. Hinzu kommt, dass 
sich Y. nochmals beim anwesenden - und verantwortlichen - Skilehrer erkun-
digte, ob die beiden Kinder auch tatsächlich alleine fahren könnten. Damit steht 
fest, dass sich Y. entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers auch kei-
ner weiteren Sorgfaltspflichtverletzung schuldig gemacht hat. Den Ausführungen 
der Staatsanwaltschaft, soweit sie Y. betreffen, ist somit vollumfänglich zu folgen. 

6. In Bezug auf das Verhalten des Skilehrers Z. wendet der Beschwer-
deführer zunächst ein, diesem hätte auffallen müssen, dass X. offensichtlich zu 
klein war, um alleine mit dem Sessellift zu fahren. Allein schon auf den Fotos 
werde deutlich, dass X. mit Abstand der kleinste Skischüler der Gruppe sei. Z. 
hätte ihn deshalb begleiten müssen und zwar unbesehen davon, ob er Kenntnis 
des tatsächlichen Alters von X. hatte oder ob er auf die Altersangabe der Ski-
schule habe vertrauen dürfen. Allein die Grösse des ihm anvertrauten Skischü-
lers hätte ihn dazu veranlassen müssen, eine erwachsene Begleitperson hinzu-
zuziehen. 

Auf dem sich bei den Akten befindlichen Fotosequenzen-Auszug (act. 4.3) 
ist deutlich erkennbar und auch unbestritten, dass X. kleiner war als seine 
Schwester. Hingegen lässt sich den Fotos - entgegen der Behauptung des Be-
schwerdeführers - nicht entnehmen, dass er auch viel kleiner war als die übrigen 
Skischüler. Auch der Skilehrer Z. führte vor dem Untersuchungsrichter (act. 4.19) 
aus, X. sei etwa gleich gross wie die Mitschüler gewesen, die er am Morgen un-
terrichtet habe und auch nicht kleiner als die Teilnehmer der Nachmittagsgruppe. 
Wie jedoch bereits ausgeführt wurde, war die Grösse eines Kindes nach den da-
mals geltenden Weisungen nicht massgebend für die Beantwortung der Frage, 
ob es auch ohne erwachsene Begleitperson mit dem Sessellift fahren durfte. Viel-
mehr wurde einzig auf das Alter des Kindes abgestellt. Dabei ist selbstverständ-
lich, dass sich der verantwortliche Skilehrer auch bei erfülltem Mindestalter des 
Kindes zu vergewissern hat, ob dieses überhaupt in der Lage ist, den Sessellift 
alleine zu benutzen. Im vorliegenden Fall war Z. im Zeitpunkt des Unfalls für X. 

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verantwortlich. Wie er in seiner polizeilichen Einvernahme vom 11. April 2007 
(act. 4.6) ausführte, hatte er am fraglichen Nachmittag fünf Kinder in seiner Ski-
schulgruppe. Als die Gruppe den Sessellift erreicht hatte, befanden sich gemäss 
seinen Aussagen keine weiteren Erwachsenen an der Einsteigestelle. Deshalb 
habe er X. und G. vorgängig gefragt, ob sie alleine mit dem Sessellift hochfahren 
könnten. Er habe sich sodann mit den anderen drei Kindern auf den Sessel un-
mittelbar hinter den Geschwister X. und G. gesetzt. Auf eine entsprechende 
Frage hin führte Z. zudem aus, X. und G. seien bis dahin noch nie alleine mit dem 
Sessellift gefahren. Jedoch hätten sie schon gemeinsam mit andern Kindern glei-
chen Alters aus der Skischulgruppe den Sessellift benützt. Zudem würden die 
Kinder am Anfang des ersten Tages in der Skischule darüber informiert, wie sie 
sich auf den Pisten sowie auf den Transportanlagen zu verhalten hätten. Ausser-
dem habe er die Kinder zu Beginn des Kurses gefragt, ob sie bereits einmal mit 
einem Sessellift gefahren seien, was sie ihm bestätigt hätten. Auch anlässlich der 
untersuchungsrichterlichen Einvernahme (act. 4.19) legte er diesbezüglich dar, 
er habe die Geschwister X. und G.  bereits am 9. April 2007, somit am Vortag 
des Unfalls, unterrichtet und dabei festgestellt, dass sie recht gut Ski fuhren und 
den Umgang mit dem Sessellift beherrschten. Da er am Nachmittag des Unfall-
tages zwei neue Schüler erhalten habe, über deren Fähigkeiten er sich noch nicht 
im Klaren gewesen sei, und das fünfte Kind das Kleinste der Gruppe war, habe 
er X. und G. gefragt, ob sie glaubten, alleine fahren zu können, was diese bejaht 
hätten. In der Folge seien sie denn auch selbstständig mit dem Sessellift hoch-
gefahren. Bei einer weiteren untersuchungsrichterlichen Befragung (act. 4.25) er-
gänzte er diese Angaben noch dahingehend, als er anfügte, er sei bereits am 
Morgen mit den Geschwister X. und G.  mit dem Sessellift gefahren, so dass er 
gewusst habe, dass sie dies auch alleine bewältigen könnten. Z. wusste somit, 
dass X. schon zuvor mit anderen Kindern auf dem Sessellift gefahren war und 
sich hierbei keine Probleme ergeben hatten. Er durfte daher davon ausgehen, 
dass auch die fragliche Fahrt zusammen mit der Schwester zu keinen Schwierig-
keiten führen würde. Insofern kann ihm kein Vorwurf eines sorgfaltswidrigen Ver-
haltens gemacht werden. 

7. Der Beschwerdeführer macht des Weiteren geltend, Z. habe trotz 
der Feststellung, dass bei X. und G. derselbe Jahrgang eingetragen worden sei, 
keinen Verdacht hinsichtlich des Alters von X. geschöpft. Dies sei ungewöhnlich, 
weil es sehr selten vorkomme, dass Geschwister im selben Jahr Geburtstag hät-
ten. Ausserdem sei X. als Junge deutlich kleiner als seine Schwester gewesen. 
Auch seien die körperlichen, motorischen und sprachlichen Unterschiede bei ei-

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nem tatsächlichen Altersunterschied von zwei Jahren derart frappant, dass das 
gleiche Geburtsjahr bei den Geschwister X. und G. offensichtlich ein Fehler ge-
wesen sein müsse. Deshalb sei die Behauptung von Z., er habe gemeint, X. sei 
bereits sechs Jahre alt, als reine Schutzbehauptung zu qualifizieren.

a) Wie bereits dargelegt wurde, bestand zum Zeitpunkt des Unfalls die 
Weisung, dass es Kindern unter sechs Jahren untersagt war, alleine den Sessel-
lift zu benutzen. Auch aus diesem Grund werden bei der Anmeldung von Kindern 
in die Skischule die Personalien einschliesslich Jahrgang erhoben. Wie der Ge-
schäftsführer der Skischule, K., aussagte (act. 4.10), gab im vorliegenden Fall 
der Vater, E., die Angaben der Kinder telefonisch bekannt. Am Montagmorgen 
beim Wochenrapport werde die Arbeit sodann durch den Klassenchef den ein-
zelnen Lehrern zugeteilt. Die Klassenliste sei Z. zu diesem Zeitpunkt abgegeben 
worden. Mit diesen Informationen habe er sich fürs erste begnügen müssen. Aus 
dem sich bei den Akten befindlichen Ausdruck aus der Datenbank der Skischule 
(act. 4.14) geht hervor, dass beide Kinder, X. und G., mit dem Jahrgang 2000 
eingetragen waren. Auch Z. bestätigte (act. 4.19), von der Skischule eine Liste 
erhalten zu haben, auf welcher X. mit Jahrgang 2000, demselben Jahrgang wie 
seine Schwester, eingetragen gewesen sei. Auf die Frage hin, ob es ihm nicht 
komisch erschienen sei, dass beide Geschwister Jahrgang 2000 hatten, antwor-
tete er, dass man in erster Linie nur schaue, ob die Klasse ausgeglichen sei und 
wie sie fahren könne. Wenn ein Kind wesentlich kleiner sei als die anderen, was 
bei X. aber nicht der Fall gewesen sei, dann schaue er in der Regel nach, wie alt 
es sei. Ausserdem müsse er sich auf die Angaben, die im vom Büro übermittelt 
würden, verlassen können, da es ihm ja nicht möglich sei, bei jedem Kind das 
genaue Geburtsdatum zu überprüfen (act. 4.25).

b) Z. wendet damit zu Recht ein, dass er sich hinsichtlich der Perso-
nalien und Altersangaben der Kinder auf die Liste des Verkaufsbüros der Ski-
schule verlassen können müsse. Der Umstand, dass G. trotz vermeintlich glei-
chen Jahrgangs um einiges grösser war als ihr Bruder, muss noch keineswegs 
als derart aussergewöhnlich betrachtet werden, als dass sich Rückfragen seitens 
des Skilehrers aufgedrängt hätten. Dies insbesondere auch deshalb, weil X. nach 
den Aussagen von Z. relativ gut Ski fuhr (act. 4.19) und damit auch von seinen 
Fähigkeiten her durchaus mit der Gruppe mithalten konnte. Im Übrigen kommt es 
nicht selten vor, dass Mädchen in der Entwicklung den Knaben einiges voraus 
sind, und zwar sowohl hinsichtlich Grösse als auch bezüglich ihrer motorischen 
und sprachlichen Fähigkeiten. Behauptet der Beschwerdeführer, es sei aufgrund 
der körperlichen Entwicklung der Kinder offensichtlich gewesen, dass sie nicht 

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das gleiche Geburtsjahr haben konnten, so muss auch die umgekehrte Variante 
in Betracht gezogen werden, nämlich dass nicht bei X., sondern bei seiner 
Schwester G. ein falscher Jahrgang eingetragen worden sein könnte. Y. wurde 
anlässlich seiner polizeilichen Einvernahme (act. 4.4) zum Alter der beiden Kin-
der befragt. Er schätze das Kind auf der linken Seite, somit X., auf ca. sechs 
Jahre und das Kind auf der rechten Seite, somit G., auf ca. acht Jahre. Auch bei 
seiner untersuchungsrichterlichen Einvernahme schätzte er die Kinder als sechs 
Jahre und älter ein (act. 4.20). Selbst wenn somit der Argumentation des Be-
schwerdeführers gefolgt würde, wonach zwischen den Geschwistern augen-
scheinlich ein Altersunterschied von mehr als einem Jahr bestanden haben 
musste, kann daraus nicht gefolgt werden, dass zwangsläufig der Jahrgang von 
X. nicht zutreffen konnte. Von einer Schutzbehauptung seitens von Z. kann damit 
keine Rede sein. 

8. Schliesslich erachtet der Beschwerdeführer die Argumentation der 
Staatsanwaltschaft, wonach Z. und Y. nicht damit hätten rechnen müssen, dass 
die beiden Kinder Windschutzhaube öffnen würden, für unbehelflich. X. sei zur 
Unfallzeit noch nicht einmal fünf Jahre alt gewesen, weshalb dieser Vorwurf oh-
nehin ins Leere ziele. Auch dürfe die Windschutzhaube während der Fahrt geöff-
net werden, was die Kinder bei der täglichen Fahrt mit Erwachsenen beobachten 
könnten. Wenn ihnen das Öffnen der Windschutzhaube verboten sein sollte, 
dann hätte es erst recht keinen Grund gegeben, die offensichtlich zu kleinen Kin-
der alleine auf den Sessellift zu lassen. Es liege durchaus im Rahmen des ge-
wöhnlichen Laufs der Dinge, dass Kinder auf dem Sessellift versuchen würden, 
eine Windschutzhaube zu öffnen, die dafür konzipiert sei, geöffnet zu werden. 

Damit den Angeschuldigten eine pflichtwidrige Unvorsichtigkeit unterstellt 
werden kann, muss der eingetretene Erfolg vorhersehbar gewesen sein. Dies 
bedeutet, dass der spätere Geschehensablauf mindestens in seinen wesentli-
chen Zügen für die beiden Angeschuldigten voraussehbar gewesen sein musste 
(Stratenwerth, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, 2. Auflage, Bern 
1996, § 16 N. 16 und 17). Zwar trifft es im vorliegenden Fall zu, dass Erwachsene 
und ältere Kinder die Windschutzhaube gelegentlich während der Fahrt hoch- 
und hinunterziehen. Allein daraus kann nun aber noch keineswegs geschlossen 
werden, dass damit auch bei kleinen Kindern gerechnet werden muss. Dabei gilt 
es insbesondere zu berücksichtigen, dass sich die Windschutzhaube aufgrund 
des relativ schweren Mechanismus nur mit einer gewissen Kraftanstrengung öff-
nen lässt. G. bestätigte denn auch (act. 4.9), dass zu Beginn der Fahrt die Wind-
schutzhaube geschlossen war. Ihr Bruder habe diese aber öffnen wollen. Sie hät-

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ten dann beide zusammen die Haube hochgeklappt. Sie habe X. gesagt, dass er 
ihr helfen solle. Dabei habe er sich nicht mehr festgehalten. Weil er sich zu weit 
nach hinten gelehnt hätte, sei er „durchgerutscht“. Weder der Bahnangestellte 
noch der Skilehrer mussten damit rechnen, dass sich ein Kind trotz relativ schwe-
rem Mechanismus derart mit dem Hochdrücken der Windschutzhaube zu schaf-
fen macht, dass es immer weiter nach vorne rutscht und sodann zwischen Siche-
rungsbügel und Sitzbank hindurchrutscht. Damit fehlt es, wie die Staatsanwalt-
schaft zu Recht ausführte, bereits an der Vorhersehbarkeit des eingetretenen Er-
folgs. Somit kann das Verhalten von Y. und Z. auch unter diesem Gesichtspunkt 
nicht als pflichtwidrig bezeichnet werden. 

9. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass sich aus den vorlie-
genden Akten nicht genügend Anhaltspunkte dafür ergeben, dass im konkreten 
Fall der Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 
1 StGB erfüllt wurde. Mit anderen Worten kann angesichts des vorliegenden Be-
weisergebnisses nicht davon ausgegangen werden, dass Y. und Z. fahrlässig im 
Sinne von Art. 12 Abs. 3 StGB gehandelt haben, so dass die beiden Angeschul-
digten nicht zur Rechenschaft gezogen werden können. Die Einstellung der Stra-
funtersuchung erfolgte daher aus triftigen Gründen und ist nicht zu beanstanden. 
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde von X., vertreten durch seine Eltern E. 
und D., somit abzuweisen.

10. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens 
gestützt auf Art. 160 Abs. 1 StPO zu Lasten des Beschwerdeführers beziehungs-
weise unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten seiner Eltern E. und D. als dessen 
gesetzliche Vertreter. Diese haben zudem den anwaltlich vertretenen Beschwer-
degegner Y. für das Beschwerdeverfahren aussergerichtlich zu entschädigen 
(Art. 160 Abs. 4 StPO in Verbindung mit Art. 139 Abs. 3 StPO). Eine Entschädi-
gung von Fr. 800.-- einschliesslich Mehrwertsteuer erscheint dem zeitlichen Auf-
wand und der Schwierigkeit der Sache als angemessen. 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer :

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 800.-- gehen zu Lasten des 
Beschwerdeführers beziehungsweise unter solidarischer Haftbarkeit zu 
Lasten seiner Eltern E. und D. als dessen gesetzliche Vertreter, die zudem 
den Beschwerdegegner Y. ausseramtlich mit Fr. 800.-- zu entschädigen 
haben. 

3. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 des Bundesgerichtsge-
setzes (BGG) Beschwerde in Strafsachen an das Schweizerische Bundes-
gericht geführt werden. Diese ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 
Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 90 ff. 
BGG.

4. Mitteilung an:

__________

Für die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Die Aktuarin: