# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f5f08c46-a3c7-58b6-9ac6-788979b0e07c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-09-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.09.2017 C-5739/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-5739-2015_2017-09-28.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-5739/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 8 .  S e p t e m b e r  2 0 1 7  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Beat Weber, Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiber Michael Rutz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

vertreten durch Dr. iur. Heiner Schärrer, Advokat,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenrevision, Verfügung vom 

14. August 2015. 

 

 

 

C-5739/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der 1973 geborene, mazedonische Staatsangehörige A._______ (vor der 

Namensänderung im Jahre 2003 registriert als B._______; nachfolgend: 

Versicherter oder Beschwerdeführer) reiste im Jahr 1986 in die Schweiz 

ein (IVSTA-act. 16) und war hier in den Jahren 1991 bis 2000 mit Unter-

brüchen vorwiegend im Gastgewerbe erwerbstätig, wobei er Beiträge an 

die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung leis-

tete (AHV/IV; IV-act. 2; IVSTA-act. 2). Am 7. Mai 2001 meldete er sich zum 

Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (IV-act. 1). Nachdem 

die IV-Stelle des Kantons (…) Abklärungen vorgenommen und insbeson-

dere IV-Arztberichte beim Hausarzt und beim behandelnden Psychiater 

eingeholt hatte, sprach sie ihm mit Verfügung vom 13. Dezember 2001 bei 

einem Invaliditätsgrad von 90 % eine ganze Invalidenrente samt Zusatz-

renten ab 1. Mai 2001 zu (IV-act. 17). Diesen Anspruch bestätigte sie revi-

sionsweise mit Mitteilungen vom 26. September 2002 (IV-act. 31) und vom 

26. Oktober 2004 (IV-act. 45). 

B.  

B.a Die infolge Wegzugs des Versicherten nach Mazedonien per Ende 

2004 nunmehr zuständige IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfol-

gend: IVSTA oder Vorinstanz) leitete anfangs 2010 ein Revisionsverfahren 

ein. Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (nachfolgend: 

RAD) vom 9. März 2010 (IVSTA-act. 21) beauftragte die IVSTA am 18. Ja-

nuar 2011 die Klinik C._______ mit der Begutachtung des Versicherten (IV-

STA-act. 45). Das entsprechende, auf den 28. Juni 2011 datierte psychiat-

rische Gutachten ging am 20. März 2012 bei der IVSTA ein (IVSTA-act. 78). 

Dieses Gutachten sowie vom Versicherten eingereichte Arztberichte aus 

Mazedonien (IVSTA-act. 27-28; 83-84) legte die IVSTA dem RAD vor, der 

am 13. Juli 2012 einen Schlussbericht verfasste (IVSTA-act. 89). Daraufhin 

stellte die IVSTA dem Versicherten mit Vorbescheid vom 10. August 2012 

die Aufhebung der Rente in Aussicht (IVSTA-act. 90).  

B.b Nach Einwänden des Versicherten vom 4. September 2012 (IVSTA-

act. 92) und 24. September 2012 (IVSTA-act. 94) holte die IVSTA eine Stel-

lungnahme ihres Rechtsdienstes vom 5. Oktober 2012 (IVSTA-act. 96) so-

wie eine weitere Stellungnahme des RAD vom 1. Februar 2013 ein (IVSTA-

act. 106). Gestützt darauf ermittelte die IVSTA mittels Einkommensver-

gleich vom 14. März 2013 einen Invaliditätsgrad von 42 % (IVSTA-act. 110) 

und erliess am 18. Juni 2013 einen neuen Vorbescheid (IVSTA-act. 114). 

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Seite 3 

B.c Dagegen erhob der Versicherte am 12. August 2013 erneut Einwände 

(IVSTA-act. 115) und reichte einen neuen Arztbericht aus Mazedonien ein 

(IVSTA-act. 116). Dazu liess die IVSTA den RAD am 6. September 2013 

(IVSTA-act. 119) und am 14. November 2013 Stellung nehmen (IVSTA-

act. 124). Nachdem der Versicherte einen Bericht über eine stationäre Be-

handlung vom 9. April bis 12. Mai 2014 in einer psychiatrischen Klinik in 

Mazedonien eingereicht hatte (IVSTA-act. 135), holte die IVSTA auf Emp-

fehlung des ärztlichen Expertengremiums vom 10. Juli 2014 (IVSTA-

act. 137) ein psychiatrisches Gutachten von Dr. med. D._______ vom 

28. Dezember 2014 ein (IVSTA-act. 157). Gestützt auf eine Stellungnahme 

des ärztlichen Expertengremiums vom 6. Februar 2015 (IVSTA-act. 160) 

und nach Durchführung des Vorbescheidverfahrens (IVSTA-act. 161, 166) 

hob die IVSTA mit Verfügung vom 14. August 2015 die bisher ausgerichtete 

ganze Invalidenrente per 1. Oktober 2015 auf und entzog einer allfälligen 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung (IVSTA-act. 172). 

C.  

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte durch seinen Rechtsvertre-

ter mit Eingabe vom 16. September 2015 (Poststempel) Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht und beantragte, dass die angefochtene Verfü-

gung aufzuheben und ihm weiterhin eine ganze IV-Rente auszurichten sei. 

Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Vornahme eines Einkom-

mensvergleichs zurückzuweisen. Bei Obsiegen sei ihm eine Parteient-

schädigung auszurichten. Zudem beantragte er die Gewährung der unent-

geltlichen Rechtspflege (BVGer-act. 1).  

D.  

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 28. Oktober 2015 

die Abweisung der Beschwerde (BVGer-act. 4). 

E.  

In seiner Replik vom 4. Januar 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen 

in der Beschwerde gestellten Rechtsbegehren fest (BVGer-act. 8). 

F.  

Mit Verfügung vom 13. Januar 2016 wurde das Gesuch des Beschwerde-

führers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gutgeheissen. 

Dabei wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsverbeistän-

dung gewährt und Rechtsanwalt Dr. iur. Heiner Schärrer als amtlich bestell-

ter Rechtsbeistand beigeordnet (BVGer-act. 9).  

C-5739/2015 

Seite 4 

G.  

Die Vorinstanz verzichtete mit Eingabe vom 19. Januar 2016 unter Hinweis 

auf die Ausführungen und Anträge in ihrer Vernehmlassung vom 28. Okto-

ber 2015 auf eine weitere Stellungnahme (BVGer-act. 10). 

H.  

Auf den weiteren Inhalt der Akten sowie der Rechtsschriften ist – soweit 

erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der Beschwerde zu-

ständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG [SR 

831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochtenen Verfü-

gung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse 

an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung der Be-

schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 59 ATSG [SR 

830.1]). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten (Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG; siehe auch Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung vom 14. August 2015, mit der die Vorinstanz die bisher ausge-

richtete ganze Invalidenrente des Beschwerdeführers auf der Grundlage 

von Art. 17 Abs. 1 ATSG revisionsweise per Ende September 2015 aufge-

hoben hat. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer auch ab 

dem 1. Oktober 2015 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Inva-

lidenversicherung hat. 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Mazedonien, wes-

halb das Abkommen vom 9. Dezember 1999 zwischen der Schweizeri-

schen Eidgenossenschaft und der Republik Mazedonien über Soziale Si-

cherheit (SR 0.831.109.520.1; nachfolgend: Sozialversicherungsabkom-

men) zur Anwendung gelangt. Nach Art. 4 Abs. 1 des Sozialversicherungs-

abkommens sind die Staatsangehörigen des einen Vertragsstaates in ihren 

Rechten und Pflichten aus den Rechtsvorschriften des anderen Vertrags-

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Seite 5 

staates, zu denen gemäss Art. 1 Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Art. 2 A 

Bst. ii des Sozialversicherungsabkommens auch die Bundesgesetzgebung 

über die schweizerische Invalidenversicherung gehört, den Staatsangehö-

rigen dieses Vertragsstaates gleichgestellt; abweichende Bestimmungen 

in diesem Abkommen bleiben vorbehalten. Mangels vorliegend anwendba-

rer, abweichender Vorschriften bestimmt sich der Anspruch des Be-

schwerde-führers auf Leistungen der Invalidenversicherung demnach aus-

schliesslich nach schweizerischem Recht. 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 14. August 2015) eingetretenen Sachverhalt 

ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

der Verfügung vom 14. August 2015 in Kraft standen; weiter aber auch Vor-

schriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die 

aber für die Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche 

von Belang sind. 

4.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

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Seite 6 

4.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme ist vorliegend nicht gegeben. 

Bei dem für die Ausrichtung der Viertelsrente vorausgesetzten Wohnsitz 

und gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz handelt es sich nicht um eine 

blosse Auszahlungsvorschrift, sondern um eine Anspruchsvoraussetzung 

(BGE 121 V 270 E. 5b). 

4.3 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so 

wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft ent-

sprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). 

Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch-

lichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den In-

validitätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist 

die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes re-

vidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheits-

zustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbe-

reich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hinge-

gen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen 

gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe-

achtlich. Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenan-

spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu 

prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 

V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Ist eine anspruchserhebliche Änderung des 

Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, bleibt es 

nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast beim bisherigen Rechts-

zustand (vgl. Urteil des BGer 9C_273/2014 vom 16. Juni 2014 E. 3.1.1 mit 

Hinweis). 

4.4 Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Ab-

schluss eines Rentenrevisionsverfahrens eine anspruchsrelevante Ände-

rung des Invaliditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte Beurteilung, wel-

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che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonfor-

mer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und – bei Anhaltspunkten 

für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen eines Gesundheits-

schadens – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 

V 108). 

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und 

im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

4.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Exper-

tin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 

E. 3a).  

5.  

5.1 Die Vorinstanz bejahte die Voraussetzungen für eine Rentenrevision 

nach Art. 17 Abs. 1 ATSG und begründete in ihrer Verfügung die Einstellung 

der Invalidenrente damit, dass im beweiskräftigen Gutachten der Klinik 

C._______ vom 28. Juni 2011 eine erhebliche Verbesserung des psychi-

schen Zustandes des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache aus-

gewiesen werde. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Selbständigerwer-

bender in einem Restaurant bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 

90 %. Die Ausübung leichterer, dem Gesundheitszustand besser ange-

passten Tätigkeiten (ohne Verantwortung und Gruppenarbeit, keine ge-

fährlichen Arbeiten) seien dem Beschwerdeführer noch zu 60 % möglich 

und zumutbar. In Betracht kämen beispielsweise Tätigkeiten im Bereich 

Detailhandel, im Bereich allgemeine und persönliche Dienstleistungen so-

wie im Bereich einfache, unqualifizierte Büro- und Administrationstätigkei-

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Seite 8 

ten. Die Schlussfolgerungen des C._______-Gutachtens seien im beweis-

kräftigen Gutachten von Dr. med. D._______ bestätigt worden. Diesem 

Gutachten könne entnommen werden, dass die im Jahr 2011 festgestellte 

Verbesserung des Gesundheitszustandes andauere. Der Einkommensver-

gleich, bei dem ein Leidensabzug von 5 % gewährt worden sei, ergebe 

eine rentenausschliessende Erwerbeinbusse von 42 %. 

5.2 Dagegen machte der Beschwerdeführer geltend, dass das Gutachten 

der Klinik C._______ die Anforderungen an ein korrektes Gutachten nicht 

erfülle und zudem ohnehin nur eine abweichende Beurteilung zu einem 

unveränderten Gesundheitszustand abgebe. Auch im Gutachten von Dr. 

med. D._______ werde eine unveränderte Situation wie im Jahr 2001 be-

schrieben. Eine erhebliche Verbesserung des Gesundheitszustandes sei 

nicht eingetreten. Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass selbst 

wenn von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen 

wäre, ein korrekter Einkommensvergleich einen Invaliditätsgrad von über 

60 % ergeben würde, sicher aber einen solchen von über 50 %.  

6.  

Vorliegend ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenzusprechenden Ver-

fügung vom 13. Dezember 2001 (IV-act. 17) mit demjenigen im Zeitpunkt 

der angefochtenen Verfügung vom 14. August 2015 zu vergleichen und zu 

prüfen, ob in den für den Leistungsanspruch relevanten Tatsachen eine 

wesentliche Änderung eingetreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad 

in anspruchsrelevanter Weise zu beeinflussen (vgl. E. 4.3 hiervor). Die Mit-

teilungen, mit welchen die kantonale IV-Stelle gestützt auf Verlaufsberichte 

des behandelnden Psychiaters die laufende Rente in den Jahren 2002 (IV-

act. 31) und 2004 (IV-act. 45) bestätigte, sind vorliegend unbeachtlich, da 

diesen jeweils keine hinreichende materielle Prüfung der anspruchserheb-

lichen Tatsachen zugrunde gelegen hat (vgl. Urteil des BGer 9C_213/2015 

vom 5. November 2015 E. 4.3). 

7.  

Im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache im Dezember 2001  

lagen die folgenden medizinischen Beurteilungen vor: 

7.1 Der behandelnde Arzt Dr. med. E._______, Facharzt für Psychiatrie 

und Psychotherapie, hat im IV-Arztbericht vom 28. Juni 2001 als Diagnose 

eine seit anfangs 2000 bestehende (schwere) Anpassungsstörung mit län-

gerdauernder depressiver Reaktion festgehalten. Er hielt fest, dass dem 

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Seite 9 

Beschwerdeführer die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Serviceange-

stellter nicht mehr zumutbar sei. Eine andere Tätigkeit, welche die erhöhte  

Ermüdbarkeit und die Konzentrationsschwierigkeiten berücksichtige, sei 

vermutlich zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar, was aber noch abge-

klärt werden müsste (IV-act. 7). Im IV-Arztbericht vom 1. November 2001 

bestätigte Dr. med. E._______ seine Diagnose und berichtete von einer 

erneuten Dekompensation im August 2001 (IV-act. 13). 

7.2 Im Austrittsbericht der psychiatrischen Klinik F._______ vom 30. Au-

gust 2001, wo der Beschwerdeführer vom 23. bis 28. August 2001 hospi-

talisiert war, wurden eine depressive Anpassungsstörung (ICD-10: F43.20) 

und eine Panikstörung (ICD-10: F41.0) diagnostiziert. Als Belastungsfaktor 

wurde ein Partnerkonflikt (ICD-10: Z63.0) genannt (IV-act. 11 S. 5 f.). 

7.3 Der Hausarzt Dr. med. G._______, Facharzt für Allgemeine Innere Me-

dizin, nannte im IV-Arztbericht vom 14. September 2001 als Diagnosen mit 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine zunehmende ängstlich-gehemmte de-

pressive Entwicklung sowie Panikattacken. Als Verdachtsdiagnose führte 

er eine rezidivierende asthmatische Bronchitis auf allergischer Basis auf. 

Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine rezidi-

vierende Lumbalgie, eine vegetative Dystonie mit Tendenz zur Hyperventi-

lation sowie eine periphere, arterielle Hypertonie bzw. Bluthochdruck-Labi-

lität. Die bisherige Tätigkeit als Kellner/Gerant sowie andere Tätigkeiten 

seien dem Beschwerdeführer laut dem Hausarzt nicht mehr zumutbar (IV-

act. 11).  

8.  

Für den Zeitraum zwischen Erlass der Verfügung vom 13. Dezember 2001 

und der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 14. August 2015 liegen 

im Wesentlichen die folgenden ärztlichen Einschätzungen des Gesund-

heitszustandes des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit in den Akten:  

8.1 Im IV-Verlaufsbericht vom 20. August 2002 hielt Dr. med. E._______ 

fest, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär. Dieser 

sei weiterhin in einer mittelschweren depressiven Verfassung mit latenter 

Suizidalität ohne Zukunftshorizont. Die Arbeitsfähigkeit sei weiterhin nicht 

gegeben (IV-act. 29). Am 8. Oktober 2004 hielt Dr. med. E._______ in ei-

nem weiteren Verlaufsbericht fest, der Gesundheitszustand des Beschwer-

deführers habe sich seit der letzten Beurteilung eher verschlechtert (IV-

act. 43). 

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Seite 10 

8.2 Die behandelnde Psychiaterin Dr. H._______ berichtete am 13. April 

2010, dass der Beschwerdeführer an einer schweren depressiven Störung 

mit psychotischen Symptomen (ICD-10: F32.3) leide (IVSTA-act. 51). Der 

Arbeitsmediziner Dr. I._______ hielt in seinem Bericht vom 14. April 2010 

fest, dass der Beschwerdeführer neben der depressiven Störung an einer 

arteriellen Hypertonie, einer Angina pectoris, einer Lumboischialgie, einer 

Dyslipidämie, Schwindel, einer chronischen Entzündung der Nasenneben-

höhlen und an einem sinubronchialen Syndrom leide (IVSTA-act. 52). 

8.3 Der Beschwerdeführer wurde am 28. Juni 2011 in der Klinik C._______ 

im Auftrag der Vorinstanz psychiatrisch untersucht. Das von Prof. Dr. med. 

J._______, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und Facharzt für 

Neurologie, und Dr. med. K._______, Fachärztin für Psychiatrie und Psy-

chotherapie, unterzeichnete Gutachten wurde auf den 28. Juni 2011 da-

tiert, jedoch erst am 15. März 2012 an die Vorinstanz versandt. Es wurden 

folgende psychiatrische Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit ge-

stellt: 

– Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10: F40.0) 

– Zopiklonabhängigkeit (ICD-10: F13.2) 

Als psychiatrische Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nann-

ten die Gutachter: 

– Pathologisches Spielen (ICD-10: F63.0) 

– Leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) 

Die Gutachter kamen zum Schluss, dass der Beschwerdeführer aus rein 

psychiatrischer Sicht in einer den körperlichen Beschwerden angepassten 

Tätigkeit zu 60 % arbeitsfähig sei (IVSTA-act. 78). 

8.4 Dr. L._______, Neuropsychiater der psychiatrischen Einrichtung 

M._______, hielt im Bericht vom 25. April 2012 (IVSTA-act. 84) fest, dass 

der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-

10: F33) leide, und er zu 100 % arbeitsunfähig sei. Diese Diagnose bestä-

tigte er auch später in seinem Bericht vom 9. Juli 2013 (IVSTA-act.116). 

Der behandelnde Arzt Dr. med. N._______ stellte in seinem Bericht vom 2. 

Mai 2012 ebenfalls die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Stö-

rung (IVSTA-act. 83). 

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Seite 11 

8.5 Der RAD-Arzt Dr. med. O._______, Facharzt für Psychiatrie und Psy-

chotherapie, hielt in seiner Stellungnahme vom 13. Juli 2012 gestützt auf 

die Arztberichte aus Mazedonien sowie das Gutachten der Klinik 

C._______ als Hauptdiagnose eine Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-

10: F40) fest. Als Nebendiagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig-

keit führte er eine Zolpidemabhängigkeit (ICD-10: F13.2), pathologisches 

Spielen (ICD-10: F63.0) sowie eine leichte depressive Episode (ICD-10: 

F32.0) auf. Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in 

der bisherigen Tätigkeit von 90 % ab 1. Mai 2001 und von 40 % ab 28. Juni 

2011. In einer angepassten Tätigkeit bestehe ab 28. Juni 2011 eine Arbeits-

unfähigkeit von 40 %. Der RAD-Arzt legte das folgende Zumutbarkeitsprofil 

fest: keine Arbeit mit Verantwortung, erniedrigte Stressresistenz, Vermei-

den von Arbeit in Gruppen, vorzugsweise individuelle Arbeiten, verminderte 

Durchhaltefähigkeit, keine Arbeiten an gefährlichen Arbeitsplätzen, auf Ge-

rüsten, an Maschinen, keine Tätigkeiten in engen Räumen oder in der 

Höhe (IVSTA-act. 89). In seiner Stellungnahme vom 1. Februar 2013 prä-

zisierte Dr. med. O._______, dass sich die Arbeitsfähigkeit von 60 % in der 

bisherigen Tätigkeit auf den Arbeitsmarkt in Mazedonien beziehe. In einem 

schweizerischen Speiserestaurant wäre der Beschwerdeführer wegen der 

erheblichen Verantwortung, die dort auf ihm lasten würde, nicht mehr ar-

beitsfähig (IVSTA-act. 106). 

8.6 Laut einem undatierten Bericht der psychiatrischen Einrichtung 

M._______ befand sich der Beschwerdeführer dort vom 9. April bis 12. Mai 

2014 in stationärer Behandlung. Als Diagnose wurde eine rezidivierende 

depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit psychotischen 

Symptomen (F33.3), genannt (IVSTA-act. 135). 

8.7 Nach Eingang verschiedener weiterer medizinischer Berichte gab die 

Vorinstanz eine psychiatrische Begutachtung bei Dr. med. D._______, 

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in Auftrag. Im entsprechen-

den Gutachten vom 28. Dezember 2014 wurde keine Diagnose mit Auswir-

kung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf 

die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter: 

– rezidivierende depressive Episode, zurzeit leichten Grades (ICD-10: F33.0) 

– akzentuierte Persönlichkeitszüge vom abhängigen, süchtigen, passiv-aggres-

siven Typ (ICD-10: Z73.1) 

– Panikattacken (ICD-10: F40) 

– pathologisches Spielen (ICD-10: F63.0) 

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Seite 12 

– Zoplicon-Abhängigkeit (ICD-10: F13.2) 

– Verdacht auf Benzodiazepin-Abhängigkeit (ICD-10: F13.2) 

Im Rahmen seiner Beurteilung hielt der Gutachter fest, dass differentialdi-

agnostisch an eine deutliche Aggravation gedacht werden müsse. Er kam 

zum Schluss, dass es dem Beschwerdeführer aus rein psychiatrischer 

Sicht zumutbar sei, im Rahmen von 100 % eine leichte Hilfstätigkeit, zum 

Beispiel als Hilfskellner oder Küchengehilfe, zu verrichten. Diese Beurtei-

lung gelte nicht nur für den Arbeitsmarkt in Mazedonien, sondern auch für 

den Arbeitsmarkt in der Schweiz (IVSTA-act. 157). 

8.8 Der medizinische Dienst der Vorinstanz hielt im Rahmen eines Rap-

ports vom 6. Februar 2015 fest, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde-

führers aufgrund einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33) 

und Panikattacken (ICD-10: F40.0) in der bisherigen Tätigkeit zu 90 % und 

in einer angepassten Verweistätigkeit zu 40 % eingeschränkt sei (IVSTA-

act. 160). 

9.  

Streitig und zu prüfen ist vorab, ob ein Revisionsgrund gemäss Art. 17 

Abs. 1 ATSG vorliegt. 

9.1 Die Feststellung einer revisionsbegründenden Veränderung erfolgt 

durch eine Gegenüberstellung eines vergangenen und des aktuellen Zu-

standes. Gegenstand des Beweises ist das Vorhandensein einer ent-

scheiderheblichen Differenz in den – hier den medizinischen Gutachten zu 

entnehmenden – Tatsachen. Die Feststellung des aktuellen gesundheitli-

chen Befunds und seiner funktionellen Auswirkungen ist zwar Ausgangs-

punkt der Beurteilung; sie erfolgt aber nicht unabhängig, sondern wird nur 

entscheiderheblich, soweit sie tatsächlich einen Unterschied auf der Tatsa-

chenebene zum früheren Zustand wiedergibt. Bloss auf einer anderen 

Wertung beruhende, revisionsrechtlich unerhebliche Differenzen sind da-

her von revisionsbegründenden tatsächlichen Veränderungen abzugren-

zen. Eine ärztliche Schlussfolgerung, die von der früheren abweicht, ob-

wohl sich der beurteilte Gesundheitszustand effektiv nicht verändert hat, ist 

meist auf eine unterschiedliche Ausübung des medizinischen Ermessens 

zurückzuführen und nicht revisionsbegründend (vgl. Urteil des BGer 

9C_418/2010 vom 29. August 2011 E. 4.1 und 4.2). 

9.2 Im vorliegenden Fall erfolgte die Zusprache der ganzen Invalidenrente 

mit der ursprünglichen Verfügung vom 13. Dezember 2001 einzig infolge 

C-5739/2015 

Seite 13 

einer psychisch bedingten Einschränkung des Gesundheitszustandes des 

Beschwerdeführers. Die Vorinstanz stützt sich für die Annahme eines ver-

besserten psychischen Gesundheitszustandes auf das Gutachten der Kli-

nik C._______ vom 28. Juni 2011 bzw. vom 15. März 2012 (Versand), das 

sie im Ergebnis durch das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 

D._______ vom 28. Dezember 2014 bestätigt sieht. In beiden Gutachten 

wurden die bereits im Jahr 2001 fachärztlich festgestellten Panikattacken 

weiterhin diagnostiziert. Die im Rahmen der ursprünglichen Rentenzuspra-

che ebenfalls massgebende Diagnose einer depressiven Anpassungsstö-

rung wurde indes nicht mehr gestellt. Daraus leitet die Vorinstanz eine mas-

sgebende Verbesserung des Gesundheitszustandes ab. Einzig aufgrund 

einer veränderten Diagnosestellung lässt sich aber keine wesentliche Ver-

besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers belegen, 

weil es im Rahmen der Invaliditätsbemessung grundsätzlich nicht auf die 

Diagnose ankommt, sondern einzig darauf an, welche Auswirkungen eine 

psychische Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat. Massgebend ist in ers-

ter Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symp-

tomatik (Urteil des BGer 9C_634/2015 vom 15. März 2016 E. 6.1 mit Hin-

weisen; vgl. auch BGE 136 V 279 E. 3.2.1). Danach beurteilt sich auch, ob 

sich der Gesundheitszustand in revisionsrechtlich erheblicher Weise geän-

dert hat (vgl. Urteil des BGer 9C_388/2016 vom 2. November 2016 

E. 4.2.2).  

9.3 Hinsichtlich der veränderten Diagnosestellung ist dem Gutachten der 

Klinik C._______ zu entnehmen, dass sich die im Jahr 2001 diagnostizierte 

Anpassungsstörung mit längerdauernder depressiver Reaktion aktuell 

nicht mehr stellen lasse, da der damalige Partnerschaftskonflikt schon viele 

Jahre zurückliege und der Beschwerdeführer trotz einer noch andauernden 

gerichtlichen Auseinandersetzung durch die Trennung von seiner Ehefrau 

aktuell nicht mehr belastet scheine. Der RAD-Arzt Dr. med. O._______ hat 

in seiner Stellungnahme vom 14. November 2013 (IVSTA-act. 124) dazu 

festgehalten, dass sich aufgrund der Ausführungen im Gutachten der Klinik 

C._______ zur veränderten Diagnosestellung keine revisionsrelevante 

Verbesserung des Gesundheitszustandes ableiten lässt. Diese Einschät-

zung ist überzeugend, zumal im Gutachten nicht aufgezeigt wird, welche 

konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der 

Arbeitsunfähigkeit zu der neuen diagnostischen Beurteilung und der ver-

änderten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit geführt haben. Die Gutachter 

haben ihre Schlussfolgerungen nicht unter Bezugnahme auf eine Verände-

rung der psychopathologischen Befundlage im Vergleich zum Zustand im 

Jahr 2001 begründet, sondern nur auf invaliditätsfremde Faktoren Bezug 

C-5739/2015 

Seite 14 

genommen. Den im Jahr 2001 von Dr. med. E._______ und den Ärzten der 

Klinik F._______ gestellten Diagnosen lagen im Wesentlichen Befunde wie 

eine starke Ermüdbarkeit, Atemprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, 

eine eingeengtes Denken, ein reduzierter Antrieb, Lebensüberdrussgedan-

ken, Panikattacken mit Hyperventilationen, ein deprimierter bzw. ängstlich-

angespannter Affekt sowie eine gedrückte Stimmung zugrunde. Die psy-

chiatrischen Gutachter der Klinik C._______ fanden im Jahr 2011 rezidi-

vierende Angstattacken, anamnestisch ausgeprägte Schlafstörungen, eine 

gesteigerte Ermüdbarkeit, Lebensüberdrussgedanken und eine subjektiv 

geklagte depressive Stimmung vor. Dr. med. D._______ beschrieb im Jahr 

2014 im Rahmen der Befunderhebung und der Beurteilung im Wesentli-

chen einen verlangsamten Gedankengang, eine verminderte Ideenproduk-

tion, eine eingeschränkte Schwingungsfähigkeit, eine Passivität, ein ver-

minderter Antrieb, eine niedergeschlagene und gedrückte Stimmungslage 

sowie eine Freud- und Interessenlosigkeit. Im Vergleich der Befundlage 

sind zu den beiden Vergleichszeitpunkten damit kaum Unterschiede im me-

dizinischen Substrat auszumachen; daran ändert die abweichende diag-

nostische Erfassung nichts.  

9.4 Die Aussage der Gutachter der Klinik C._______, wonach sich retro-

spektiv schwer erkennen lasse, warum damals ein so hoher Invaliditäts-

grad festgestellt worden sei, lässt darauf schliessen, dass sie von einem 

unveränderten Gesundheitszustand ausgingen, die damalige Einschät-

zung aber nicht nachvollziehen können. So hält auch der RAD-Arzt Dr. 

med. O._______ in seiner Stellungnahme vom 14. November 2013 fest, 

dass die C._______-Gutachterin zwischen den Zeilen, an einer Stelle so-

gar mehr oder weniger explizit, andeute, dass sie die Anerkennung der im 

Jahr 2001 attestierten Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehen könne, wo-

mit das Vorhandensein einer erheblichen, offensichtlichen Besserung des 

Gesundheitszustandes in Frage gestellt sei. Dr. med. O._______ erachtete 

es deshalb für notwendig, dass bei den Gutachtern der Klinik C._______ 

eine ausführliche Ergänzung einzuholen sei, worin die erhebliche, offen-

sichtliche Besserung des Gesundheitszustandes bestehe und ein argu-

mentativer Vergleich der psychopathologischen Zustandsbilder im Jahr 

2001 einerseits und im Jahr 2011 (Datum der Begutachtung in der Klinik 

C._______) vorgenommen werde. Auf die Stellung von Zusatzfragen an 

die Gutachter der Klinik C._______ hat die Vorinstanz dann aber verzichtet 

und stattdessen ein neues psychiatrisches Gutachten bei Dr. med. 

D._______ eingeholt. Dieser hat in seinem Gutachten vom 28. Dezember 

2014 im Wesentlichen die gleichen Diagnosen wie die Gutachter der Klinik 

C._______ gestellt, diesen jedoch keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

C-5739/2015 

Seite 15 

zugemessen. Er hat aber ausdrücklich festgehalten, dass es sich dabei um 

eine andere Beurteilung handle, als sie einerseits im Jahr 2002 (recte: 

2001), als es zur Rentenzusprache gekommen sei, und später im Gutach-

ten der Klinik C._______ von 2011 vorgenommen worden sei (IVSTA-act. 

157 S. 13). Wenn die Gutachter eine höhere Arbeitsfähigkeit in einer zu-

mutbaren Verweistätigkeit als im Jahr 2001 postulieren, handelt es sich da-

bei somit lediglich um eine andere Einschätzung eines im Wesentlichen 

gleich gebliebenen Sachverhalts, was im revisionsrechtlichen Kontext un-

beachtlich ist. 

9.5 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine anspruchserhebliche 

Änderung des Sachverhalts nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt ist, womit es nach dem Grundsatz der materiellen Beweislast, wel-

che im Falle der Rentenrevision von Amtes wegen bei der Vorinstanz liegt, 

beim bisherigen Rechtszustand bleibt. Die Voraussetzungen für eine revi-

sionsweise Aufhebung der Rente nach Art. 17 Abs. 1 ATSG sind nicht er-

füllt, weshalb die angefochtene Verfügung in Gutheissung der Beschwerde 

aufzuheben ist. Der Beschwerdeführer hat somit weiterhin Anspruch auf 

eine ganze Invalidenrente. 

10.  

10.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis und 2 

IVG), wobei die Verfahrenskosten gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG in der Re-

gel der unterliegenden Partei auferlegt werden. Dem obsiegenden Be-

schwerdeführer sind keine Kosten aufzuerlegen. Der Vorinstanz sind eben-

falls keine Verfahrenskosten aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

10.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG 

in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Ver-

waltung, womit die mit Zwischenverfügung vom 13. Januar 2016 gewährte 

unentgeltliche Rechtsverbeiständung gegenstandslos wird. Da keine Kos-

tennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der Akten fest-

zusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des Ver-

fahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, der Be-

deutung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurtei-

lenden Verfahrens ist eine Parteientschädigung von Fr. 2'800.– (inkl. Aus-

lagen, ohne Mehrwertsteuer; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 10 Abs. 2 

VGKE) angemessen.  

C-5739/2015 

Seite 16 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

14. August 2015 wird aufgehoben. Der Beschwerdeführer hat ab dem 

1. Oktober 2015 weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von CHF 2‘800.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Michael Rutz 

 

 

  

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Seite 17 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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