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**Case Identifier:** 70061eec-a54b-54ca-aab2-33a260c5401d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2011-09-21
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 21.09.2011 IV 2009/292
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2009-292_2011-09-21.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2009/292

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 23.06.2020

Entscheiddatum: 21.09.2011

Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2011
Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung durch Einkommensvergleich (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. September 2011, 
IV 2009/292). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_798/2011.

Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2011

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Ralph Jöhl

Entscheid vom 21. September 2011

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Petra Oehmke, Bahnhofplatz 9, Postfach 976, 

8910 Affoltern am Albis,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

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Sachverhalt:

A.     

A.___ meldete sich am 25. März 2004 zum Bezug von IV-Leistungen an (IV-act. 1). Sie 

gab an, sie habe acht Jahre die Schule besucht. Sie habe keine weiteren Ausbildungen 

absolviert. Die B.___ AG teilte am 22. April 2004 mit (IV-act. 9), sie habe die Versicherte 

als Maschinenbedienerin beschäftigt. Das Arbeitsverhältnis sei aus gesundheitlichen 

Gründen per 30. April 2004 aufgelöst worden. Aktuell würde die Versicherte Fr. 4000.- 

(x13) verdienen. Dr. med. C.___, Chefarzt der Klinik D.___, berichtete am 3. Mai 2004 

(IV-act. 11), die Versicherte leide an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

und an einer Anpassungsstörung, Angst und depressive Reaktion gemischt. Seit dem 

23. Oktober 2003 sei die Versicherte zu 100% arbeitsunfähig. Sie klage insbesondere 

über unerträgliche Schmerzen am ganzen Körper und sie fühle sich sehr aggressiv. Alle 

Medikamente seien wirkungslos gewesen. Dr. C.___ betrachtete eine leichte Arbeit als 

zu 50% zumutbar. Dr. E.___, c/o Praxis Dr. F.___, Rheumatologie FMH, berichtete am 

26. April 2004 (IV-act. 12), die Versicherte sei seit dem 10. Juni 2003 zu 100% 

arbeitsunfähig. Folgende Diagnosen seien erhoben worden: Chronifiziertes 

zervikozephales Syndrom bds. rechtsbetont bei ausgeprägten degenerativen HWS-

Veränderungen, generalisiertes Schmerzsyndrom und Periarthropathia 

humeroscapularis calcarea rechts. Dr. E.___ gab weiter an, seitens des 

Bewegungsapparates bestünden chronifizierte zervikozephale Schmerzen rechts sowie 

Schulterschmerzen rechts. Bezüglich der angegebenen glutealen Schmerzen und der 

Beinschmerzen könne keine klinische oder radiomorphologische Korrelation gefunden 

werden. Es bestehe lediglich eine Osteoporose im Segment L5/S1, in der klinischen 

Untersuchung ohne radikuläre Reizung, keine spondylogene Provokation der 

angegebenen Beschwerden. Es handle sich um eine weichteilrheumatische 

Problematik mit Ansatztendinosen. Aus rein rheumatologischer Sicht bestehe eine 

Arbeitsunfähigkeit von 50%. Ein Arbeitsversuch sei wegen Schmerzzunahme, Zittern 

und Übelkeit abgebrochen worden. Derartige Symptomatikzeichen hätten sicher keinen 

direkten Ursprung im Bewegungsapparat, weshalb eine psychiatrische Untersuchung 

erfolgen sollte.

B.     

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Dr. med. G.___, FMH Innere Medizin und FMH Physikalische Medizin und 

Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, berichtete in einem von der IV-Stelle in 

Auftrag gegebenen Gutachten vom 15. Februar 2006 (IV-act. 28), die Versicherte sei 

einer internistisch-rheumatologischen und einer psychiatrischen Begutachtung 

unterzogen worden. Sie habe angegeben, sie könne die Schmerzen im ganzen Körper 

nicht auf der Schmerzskala von 0 bis 10 einordnen. Die Schmerzen seien nämlich 

unbeschreiblich und unerträglich. Dr. G.___ führte aus, die Versicherte habe ein zum 

subjektiven Schmerzempfinden völlig inkompatibles objektivierbares Schmerzverhalten 

gezeigt. Sie habe sich, nachdem sie zeitweise mit übereinander geschlagenen Beinen 

locker dagesessen sei, anlässlich der zweistündigen Anamnese mehrmals erhoben, 

ohne dass ihr dieser Belastungswechsel schwergefallen wäre. Bei der angebotenen 

Untersuchungspause sei sie auf dem Stuhl sitzen geblieben. Die Versicherte habe 

ausgesprochen theatralisch und demonstrativ Schmerzen und Behinderungen 

vorgezeigt. Die Sensomotorik der oberen und der unteren Extremitäten sowie des 

Rumpfs hätten keine Auffälligkeiten gezeigt. Es habe keine Gangstörung beobachtet 

werden können. Die LWS habe eine Fehlform mit nach kaudal verlängerter, tief 

sitzender Kyphose aufgewiesen. Die Beweglichkeit sei in allen drei Abschnitten nicht 

relevant eingeschränkt gewesen. Die Extremitätengelenke hätten einen 

altersentsprechenden Funktionsstatus gezeigt. Die Kopf- und Nackenmotilität sei 

lebhaft und ungezwungen gewesen und habe anlässlich der zweistündigen Befragung 

nie zu averbalen Schmerzäusserungen Anlass gegeben. Neuroradiologisch hätten sich 

lumbal bescheidene, zervikal fortgeschrittenere degenerative Systemerkrankungen 

gezeigt. Es bestehe aber kein invalidisierendes Leiden aus dem rheumatologisch-

orthopädischen bzw. somatischen Formenkreis. Den degenerativen Veränderungen 

lasse sich kaum zuverlässig eine funktionelle (krankmachende) Bedeutung am 

demonstrierten Geschehen beimessen. Art und Ausmass der Veränderungen seien an 

der LWS gängig und erreichten an der HWS ein deutlich über das Altersphysiologische 

hinausgehendes Ausmass. Letzteres könne durchaus Anlass zu chronisch 

wiederkehrenden Beschwerden bieten. Die somatischen Leiden hätten keine 

Arbeitsunfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zur Folge. Dr. med. 

H.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, führte in seinem Gutachten vom 25. April 

2006 aus, die Versicherte leide an einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

bei einfach strukturierter Persönlichkeit. Von der in der Klinik D.___ gestellten Diagnose 

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einer depressiven Verstimmung sei im Lauf der Untersuchung kaum noch etwas zu 

spüren gewesen. Längerfristig sei keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen.

C.     

Die IV-Stelle verglich einen der Einkommensentwicklung bis 2006 angepassten Lohn 

als Maschinenbedienerin von Fr. 52'900.- mit einem anhand eines statistischen 

Durchschnittslohns ermittelten Einkommen von Fr. 47'460.- und ermittelte so einen 

Invaliditätsgrad von 10%. Mit einer Verfügung vom 20. Juni 2006 wies sie das 

Rentenbegehren der Versicherten ab (IV-act. 33). Die Versicherte liess Einsprache 

erheben (IV-act. 41). Sie stützte sich dabei auf neuere Berichte der behandelnden Ärzte 

Dr. E.___, Innere Medizin FMH, Dr. med. I.___, Facharzt für Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, und Dr. med. J.___, Facharzt FMH für Gynäkologie und 

Geburtshilfe, Akupunktur/Laser. Dr. E.___ hatte am 8. August 2006 ausgeführt (IV-act. 

43), sie habe folgende Diagnose erhoben: Sekundäres Fibromyalgiesyndrom betont in 

der rechten Körperhälfte bei Fehlform der Wirbelsäule, ausgeprägten ossären und 

diskogenen degenerativen Veränderungen der HWS, leicht ausgeprägten 

degenerativen Veränderungen der LWS und Periarthropathia humeroscapularis 

calcarea rechts. Aufgrund der vorliegenden pathologischen Befunde im Bereich des 

muskuloskelettären Apparates sowie der im Vordergrund stehenden chronifizierten, 

bewegungsabhängigen Schmerzen in der rechten Körperhälfte, überlagert durch die 

depressive Entwicklung, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50% für leichte bis 

mittelschwere Arbeiten ohne Heben von Gewichten über 15 kg. Die initialen 

Beschwerden hätten direkt mit objektivierbaren pathologischen Befunden im Bereich 

von HWS, Schulter und LWS zusammengehangen. Dr. I.___ hatte dem Rechtsvertreter 

der Versicherten am 17. Juli 2006 angegeben (IV-act. 44), er habe die Diagnose einer 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer Anpassungsstörung mit 

längerer schwerwiegender depressiver Reaktion auf dem Boden einer anhaltenden 

psychosozialen, somatischen Belastung bei einem subakuten zervikovertebralen 

Syndrom bds. bei ausgeprägten degenerativen HWS-Veränderungen sowie bei einem 

Fibromyalgiesyndrom erhoben. Neben der affektiven Inkontinenz mit phasenweise 

auftretendem Kontrollverlust sei die gesamte Symptomatologie im Rahmen der 

anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu sehen. Es sei zu einer erheblichen 

psychischen Fehlentwicklung im Sinne der Schmerzstörung mit Schmerzausweitung 

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und Generalisierung bei mangelnder Motivation und Kooperation für 

Rehabilitationsmassnahmen gekommen. Aufgrund der schwerwiegenden 

Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion bestehe eine Arbeitsunfähigkeit 

von 70%. Dr. J.___ hatte an 11. Juli 2006 festgehalten (IV-act. 45), er habe das 

chronische Schmerzsyndrom mit Akupunktur behandelt. Die Symptome hätten sich 

mässig bis gering verbessert. Dr. med. K.___ vom RAD wies am 16. August 2006 u.a. 

darauf hin, dass eine Anpassungsstörung per definitionem eine vorübergehende 

Erkrankung sei (IV-act. 47-2). Der Gutachter Dr. H.___ teilte am 26. August 2006 mit 

(IV-act. 50), die vom Rechtsvertreter der Versicherten eingereichten Arztberichte 

ergäben keine Änderungen in seinen Schlussfolgerungen. Die Arbeitsunfähigkeit sei 

offenbar aufgrund verschiedener Beurteilungskriterien verschieden beurteilt worden. 

Der Gutachter Dr. G.___ hielt am 16. Oktober 2006 fest (IV-act. 52), er habe nicht zu 

dem MRI vom 15. Mai 2003, sondern zu den aktuellen Röntgenbildern vom 17. August 

2005 Stellung genommen. Deshalb sei die Behauptung der Versicherten falsch, er habe 

in Unkenntnis der MRI-Untersuchung den degenerativen Veränderungen nicht den 

richtigen Stellenwert eingeräumt. In der Einsprache werde zudem bemängelt, dass er 

eine erklärende bzw. verursachende Grunderkrankung in Abrede gestellt habe. Die 

umfassenden labormedizinischen Abklärungen aus den Jahren 2003 und 2004 

belegten mit hoher Wahrscheinlichkeit, dass kein solches Grundleiden vorliege. Die IV-

Stelle wies die Einsprache am 15. Dezember 2006 ab (IV-act. 54).

D.     

Dr. I.___ gab am 29. Januar 2007 an (IV-act. 59), die von ihm attestierte 

Arbeitsunfähigkeit von 70% sei nach wie vor vorhanden. Sie werde durch die 

depressive Symptomatologie mit latenter Suizidalität und durch die ausgeprägte 

Schmerzsymptomatologie gerechtfertigt. Die Entwicklung habe gezeigt, dass die aus 

unbewussten psychischen Gründen entstandene Schmerzerkrankung derart intensiv 

erlebt werde, dass sie zu einer faktischen Invalidität führe. Es liege kein 

bewusstseinsnaher Prozess vor, denn die psychopathologischen Phänomene spielten 

sich im Unbewussten ab, unterlägen also nicht der Willenskontrolle der Versicherten. 

Die Versicherte liess Beschwerde gegen den abweisenden Einspracheentscheid 

erheben. Die Klinik L.___ erstattete Dr. I.___ am 5. April 2007 einen Kurzaustrittsbericht 

(IV-act. 71). Die Versicherte war vom 21. Februar bis 4. April 2007 stationär behandelt 

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worden. Die Klinikärzte hatten berichtet, sie hätten die Diagnose einer schwergradigen 

depressiven Episode mit psychotischen Symptomen und einer somatoformen 

Schmerzstörung erhoben. Bis 15. April 2007 sei die Versicherte nicht arbeitsfähig. Die 

depressive Symptomatik habe sich während des stationären Aufenthalts deutlich 

gebessert. Von der wahnhaft übersteigerten Reaktion auf die als negativ und kränkend 

erlebte Behandlung durch die IV-Ärzte könne sich die Versicherte nun besser 

distanzieren, auch wenn der enorme Ärger weiterhin anhalte. In einem an die IV-Stelle 

gerichteten Bericht vom 3. Mai 2007 (IV-act. 74) bestätigten die Ärzte der Klinik L.___ 

die im Kurzaustrittsbericht angegebene Diagnose. Sie führten aus, die Versicherte habe 

angegeben, sie sei sehr aggressiv und habe immer wieder den Gedanken, andere 

anzugreifen oder sogar umzubringen. Sie habe Angst davor, den Kindern etwas 

anzutun. Dem von der IV-Stelle beauftragten orthopädischen Gutachter würde sie 

sofort einen Stein oder eine Stange über den Kopf hauen, um ihn zu töten. Die Ärzte 

führten weiter aus, im Verlauf des stationären Aufenthalts habe sich gezeigt, dass bei 

der Versicherten ein voll ausgeprägtes Bild einer schweren depressiven Episode mit 

neu psychotischen Anteilen (wahnhaft) bestehe. Das Ganze sei auf der Grundlage einer 

seit mehreren Jahren bestehenden somatoformen Schmerzstörung zu sehen. Im 

Verlauf sei die wahnhafte Komponente durch ein potentes Neuroleptikum gebessert 

worden. Dadurch habe eine psychoedukativ orientierte Massnahme anlaufen können. 

Im weiteren Verlauf habe sich die Situation deutlich gebessert. In einem geschützten 

Rahmen könnte die Versicherte vier bis sechs Stunden pro Tag eine körperlich leichte, 

wechselbelastende Tätigkeit ausüben. Die Versicherte weise kognitive Defizite auf, 

insbesondere im Bereich Konzentration und Aufmerksamkeit, was die 

Leistungsfähigkeit reduziere. Aktuell sei von einer bleibenden Arbeitsunfähigkeit von 

50-70% auszugehen. Dr. med. M.___ und Dr. med. N.___ berichteten am 15. Mai 2007 

(IV-act. 81), die Versicherte leide an einem schweren Fibromyalgiesyndrom und 

Begleitsymptomatik. Das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen wies die 

Beschwerde der Versicherten am 18. März 2008 ab (IV-act. 86), worauf die Versicherte 

Beschwerde beim Bundesgericht erheben liess. Dieses hiess die Beschwerde am 28. 

November 2008 gut (IV-act. 93). Es begründete seinen Rückweisungsentscheid damit, 

dass im Gutachten von Dr. G.___ erhebliche Ungereimtheiten bestünden, weshalb 

ergänzende medizinische Abklärungen der somatisch bedingten Arbeitsunfähigkeit 

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angezeigt seien. Unter diesen Umständen könne noch gar nicht beurteilt werden, ob 

eine invalidisierende psychische Gesundheitsbeeinträchtigung vorliege.

E.        

E.a   Die IV-Stelle beauftragte die MEDAS Ostschweiz mit einer interdisziplinären 

Begutachtung (IV-act. 103). Die Sachverständigen der MEDAS führten in ihrem 

Gutachten vom 10. Juni 2009 (IV-act. 109) aus, die Versicherte habe angegeben, das 

Schmerzproblem habe vor über zehn Jahren mit Kopfschmerzen angefangen. Dann 

seien Schmerzen in beiden Beinen und schliesslich auch Schmerzen im Rücken und im 

Schultergürtel hinzugekommen. Mit der Zeit sei der ganze Körper schmerzhaft 

geworden. Die Kopfschmerzen seien okzipital lokalisiert mit zeitweisen Blitzen im Kopf. 

Die Seitenrotation des Kopfes sei linksbetont schmerzhaft eingeschränkt. Sie habe 

wegen der Schmerzen am zervikothorakalen Übergang Mühe bei der Seitenrotation der 

Arme. Diese Schmerzen strahlten bds. aus, zeitweise einschiessend wie Blitze. Seit 

kurzem bestehe eine Morgensteifigkeit der Finger. Die tieflumbalen Rückenschmerzen 

seien permanent vorhanden, schlechter beim Gehen oder bei Flexionsstellungen. Die 

Beine seien von gluteal bis in den Fersenbereich und die Zehen schmerzhaft. 

Therapeutisch hätten sämtliche bisher durchgeführten Massnahmen nichts genützt.

E.b   Zum somatischen Status gab der entsprechende Sachverständige der MEDAS an, 

die Beschreibung sei nicht repräsentativ und könne keinesfalls als objektive 

Befunderhebung des Bewegungsapparates angesehen werden und zwar sowohl in 

bezug auf die Funktionsuntersuchungen als auch in bezug auf die Palpationsbefunde. 

Der Grund dafür sei ein ausgeprägtes, nicht übersehbares demonstratives Verhalten 

der Versicherten, das sich u.a. in folgenden Punkten gezeigt habe: Nach auch feiner 

Palpation habe die Versicherte mit einer Latenz von zwei bis drei Sekunden mit 

Schreien und Aufspringen aus sitzender oder liegender Stellung reagiert. Weitere 

untrügliche Charakteristika hätten sich in einem physiologisch nicht erklärbaren 

Abwehrverhalten bei Funktionsuntersuchungen (z.B. Stakkatoverhalten, blitzartige 

Ausweichbewegungen, abwechselnd kurzfristige Innervation von Agonisten und 

Antagonisten) gezeigt. Auch aus der Bauchlage heraus habe die Versicherte bei der 

manualtherapeutisch-osteopathischen, bewusst vorsichtig durchgeführten 

Untersuchung im mittleren BWS-Bereich oder lumbal nach entsprechender Latenz 

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starke Ausweichbewegungen in Richtung Hochwerfen des Oberkörpers oder des 

Beckens, biomechanisch entsprechend einer Hyperlordose, gemacht. Bei der 

Untersuchung im Sitzen oder Stehen seien Schmerzen mit aktiver Abwehrspannung 

angegeben worden. Bei biomechanisch relevanten Funktionsstörungen oder 

anatomischen Veränderungen hätte die Versicherte all die beschriebenen Phänomene 

wegen der Auslösung von Schmerzen tunlichst vermieden. In der Zusammenfassung 

wurde zum entsprechenden Teil der Abklärung festgehalten, der Somatostatus sei 

ausführlich aufgenommen worden, obwohl er aufgrund des Verhaltens der Versicherten 

nicht repräsentativ bzw. objektiv sein könne. Es scheine eine gewisse 

Bewegungseinschränkung der HWS mit Tendomyosen im dorsalen Schultergürtel 

rechts mit einer mässig schmerzhaften Kibbler'schen Hautfalte vorzuliegen, 

möglicherweise auch eine gewisse Bewegungseinschränkung der linken Schulter mit 

etwas Kettentendinosen links. Ein weiterer Schmerzort sei die untere LWS mit 

Tendomyosen im distalen Erector trunci rechtsbetont und gluteal linksbetont. Die 

Oberschenkel und der Hüftbereich seien adipös und klinisch scheine ein Lipoedem mit 

einer schmerzhaften Pannikulose vorzuliegen. Es bestehe eine geringe Varikosis, die 

peripher arterielle Zirkulation sei intakt. Kursorisch-internistisch bestehe kein 

grobpathologischer Befund. Die Druckdolenz im rechten Oberbauch dürfte durch die 

Cholecystolithiasis bedingt sein. Die aktuellen Laborwerte seien abgesehen von einer 

grenzwertigen BSR durchwegs normal.

E.c   Eine somatische Begutachtung beruhe auf drei Säulen, der genauen Beobachtung 

des Bewegungsverhaltens, der klinischen Untersuchung (Funktionstests, Palpation) 

und den bildgebenden Verfahren. Ersteres sei bereits von Dr. G.___ ausführlich 

beschrieben worden. Medizinisch sei die Beanstandung durch das Bundesgericht nicht 

haltbar gewesen, da allein aufgrund des Bewegungsverhaltens wichtige klinische 

Rückschlüsse gezogen werden könnten. So nehme beispielsweise ein Patient mit 

einem akuten Hexenschuss eine Schonhaltung in der schmerzärmsten Position ein und 

er vermeide tunlichst jede Bewegung oder Änderung der Position, welche die 

Schmerzen verstärken könnte. Das beschriebene Verhalten der Versicherten sei das 

genaue Gegenteil davon gewesen. Das lasse nur einen einzigen sicheren Schluss zu: 

Eine biomechanisch relevante invalidisierende Funktionsstörung und/oder eine 

strukturelle anatomische Veränderung sei auszuschliessen. Die durchwegs 

beobachtete auffallende Latenzzeit von ein bis drei Sekunden bis zum Auftreten der 

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letztlich nur als grotesk zu bezeichnenden Schleuderbewegung deute auf eine bewusst 

eingeleitete Aktion und nicht auf ein schmerzrefraktorisches Geschehen hin, wie es bei 

einer klinischen Untersuchung durchaus ausgelöst werden könne. Vom subjektiven 

Verhalten völlig unabhängig seien die Resultate bildgebender Verfahren, die bei der 

Versicherten unzweifelhaft im unteren HWS-Bereich fortgeschrittene degenerative 

Veränderungen auf der Höhe C5 und C6 mit Diskushernie und reaktiver 

Spinalkanalstenose C5/6 ohne sichere Nervenkompression zeigten. Diese 

Veränderungen seien in ihrer Gesamtheit fortgeschritten, während die leichten 

degenerativen Veränderungen lumbal auf der Höhe L4/5 und L5/S1 nicht über das 

Altersnormale hinausgingen. Streng genommen könnten aus rheumaorthopädischer 

Sicht aufgrund nicht objektivierbarer organischer Befunde mit Ausnahme der 

beschriebenen Röntgenbilder und MRI keine genauen Angaben betreffend eine 

allfällige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit gemacht werden. Das Zervikalsyndrom sei 

die Ausnahme, da es aufgrund der degenerativen Veränderungen der unteren HWS 

beurteilbar sei. Es verursache nicht zwingend Schmerzen, jedenfalls aber eine gewisse 

Bewegungseinschränkung. Ob die angegebenen Kopfschmerzen zervikogenen 

Ursprungs seien, könne mangels segmentaler Untersuchungsmöglichkeit nicht gesagt 

werden. Ein zusätzliches myofasziales Schmerzsyndrom sei aufgrund der wenigen 

objektivierbaren Befunde denkbar. Dasselbe gelte für eine mögliche leichte 

Funktionseinschränkung der linken Schulter. Aufgrund der radiologisch 

nachgewiesenen leichten Verkalkungen im Bereich der Supraspinatussehne rechts 

dürfte die rechte Seite schmerzhaft sein. Die geklagten tieflumbalen Rückenschmerzen 

könnten klinisch nicht verifiziert werden. Aufgrund des geschilderten Verhaltens bei der 

segmentalen Untersuchung sei eine biomechanisch relevante Funktionsstörung aber 

mit Sicherheit auszuschliessen. Das MRI schliesse auch eine biomechanisch relevante 

strukturelle oder anatomische Veränderung aus. Die im MRI dargestellten 

degenerativen Veränderungen entsprächen dem Altersnormalen. Im Rahmen der 

unbefriedigenden Untersuchung sei auf weitere relevante Faktoren hinzuweisen: Die 

Versicherte zeige ein ausgeprägtes nichtorganisches Krankheitsverhalten mit nicht 

begründbarer höchster Schmerzintensität auf der VAS-Schmerzskala und eine völlig 

fehlende Besserung trotz vieler Therapien mit sogar Schmerzverstärkung bei 

Akupunktur und Massage, die Beschreibung der Beschwerden sei diffus, inkonsistent 

und teilweise widersprüchlich gewesen. Das Verhalten sei demonstrativ und der PACT-

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Test sei tief gewesen, was ebenfalls für ein nichtorganisches Krankheitsverhalten 

spreche.

E.d   Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS berichtete, bereits die 

Anamneseerhebung sei aufgrund der mangelnden Mitarbeit (mehrfach ausweichende 

Antworten, scheinbar fluktuierende Gedächtnislücken) kaum möglich gewesen. 

Diagnostisch sei aktuell von einer leichten depressiven Episode bei einer 

rezidivierenden depressiven Störung auf dem Boden von akzentuierten 

Persönlichkeitszügen und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung 

auszugehen. Bei akzentuierten Persönlichkeitszügen mit histrionischen, sensitiven und 

passiv-aggressiven Anteilen bestünden Auffälligkeiten und Defizite bezüglich der 

Selbstwahrnehmung, der Fremdwahrnehmung, der Kommunikation, der Bindung und 

der Selbststeuerung. Das bewirke, dass die Möglichkeit eingeschränkt sei, 

insbesondere in Konfliktsituationen auf das Gegenüber flexibel und adäquat zu 

reagieren. Diese Besonderheiten seien bei der Versicherten nicht so ausgeprägt, dass 

sie die Arbeitsfähigkeit in entsprechend adaptierten Tätigkeiten beeinträchtigen 

würden. Die diagnostischen Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung seien erfüllt. 

Es stelle sich die Frage, ob die Versicherte bei einer zumutbaren Willensanstrengung in 

der Lage wäre, die Schmerzen zu überwinden und wieder in den Arbeitsprozess 

einzusteigen. Eine chronische psychiatrische Begleiterkrankung liege nicht vor. Es liege 

allenfalls ein teilweiser sozialer Rückzug vor, aber kein Rückzug in allen Belangen des 

Lebens. Die psychiatrische Symptomatik sei kein verfestigter, therapeutisch nicht mehr 

angehbarer innerseelischer Verlauf einer an sich verunglückten, psychisch aber 

entlastenden Konfliktbewältigung. In bezug auf die Psychotherapiemotivation liege eine 

gewisse Ambivalenz vor. Zudem sei von einem sekundären Krankheitsgewinn 

auszugehen. Demnach sei es der Versicherten zumutbar, die Schmerzen zu 

überwinden und zumindest teilweise wieder in den Arbeitsprozess einzusteigen. 

Weitere psychische Störungen seien weitgehend auszuschliessen. Bei der 

rezidivierenden Störung bestehe aktuell eine leichte bis höchstens mittelschwere 

depressive Episode. Zu den Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit in den Vorbefunden 

sei festzuhalten, dass die Behandler die psychosozialen Faktoren in die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung einbezogen hätten. Zu Beginn der Krankheitssymptomatik 

hätten ausschliesslich Schmerzen vorgelegen, die im Rahmen der anhaltenden 

somatoformen Schmerzstörung zu sehen gewesen seien. Die 2007 angegebene 

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psychotische Symptomatik sei eher fraglich gewesen. Es habe sich wohl eher um eine 

isolierte Wut gehandelt. Der behandelnde Psychiater habe in seinem Bericht vom 17. 

Juli 2006 den somatischen Schmerzanteil deutlich überschätzt. Ausserdem habe er 

anhaltende psychosoziale Belastungen bei der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit 

mitberücksichtigt. Die von ihm angegebene Arbeitsunfähigkeit von 70% könne aus 

interdisziplinärer Sicht nicht nachvollzogen werden. Im Austrittsbericht der Klinik L.___ 

sei eine Verbesserung festgestellt worden. Aktuell könne eine weitere Besserung 

festgestellt werden. Mit der Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung mit 

wechselnd ausgeprägten depressiven Episoden über die Jahre seit 2003 sei die 

depressive Symptomatik retrospektiv am besten beschrieben. Während den 

stationären Behandlungen und jeweils einige Wochen vorher und nachher sei wohl von 

einer Arbeitsunfähigkeit von 100% auszugehen. Über den gesamten Verlauf betrage 

die Arbeitsunfähigkeit ca. 30%. Die leichtgradigen psychischen Einschränkungen 

beeinträchtigten die Leistungsfähigkeit. Eingeschränkt seien die Aufmerksamkeit, die 

Ausdauer und die Konzentrationsfähigkeit, die emotionale Belastbarkeit und die Stress- 

und Frustrationstoleranz seien leicht vermindert. Die Restarbeitsfähigkeit sei in der 

freien Wirtschaft verwertbar, aber die Arbeit dürfe keine erhöhten Anforderungen an die 

Stress- und Frustrationstoleranz und an die emotionale Belastbarkeit stellen. Der letzte 

Aufenthalt in der Klinik L.___ im September 2009 habe primär der Durchführung einer 

antibiotischen Behandlung einer latenten Frühsyphilis gedient.

E.e   Die Gesamtdiagnose lautete: Anhaltende somatoforme Schmerzstörung, leichte 

bis mittelschwere depressive Episode, generalisiertes Schmerzsyndrom (mit/bei 

Zervikokranialsyndrom bei/mit wahrscheinlicher, klinisch nicht relevant objektivierbarer 

Bewegungseinschränkung, deutlichen degenerativen Veränderungen C5/6 und C6/7 

mit Diskushernie L5 mit Myelonkompression und konsekutiver Spinalkanalstenose 

sowie Diskusprotrusion C6 ohne sichtbare Kompression der Nervenwurzeln, 

chronischen Kopfschmerzen, DD: zervikogen/Spannungskopfschmerzen bei normalem 

Schädel-MRI, möglichem myofaszialem Schultergürtel-Syndrom, leichter PHS calcarea 

rechts, möglichem Lumbovertebralsyndrom bei leichten Osteochondrosen L4/5 und 

L5/S1 mit je leichter Bandscheibenprotrusion ohne Nervenwurzelkompression, 

Lipödem und Pannikulose Hüft-/Oberschenkelbereich bds.). Die beteiligten 

Sachverständigen hielten abschliessend fest, die Arbeitsfähigkeit betrage gesamthaft 

70%, wobei die radiologischen Befunde qualitative Einschränkungen zur Folge hätten: 

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Keine repetitiven Tätigkeiten, die eine freie HWS-Beweglichkeit in alle Richtungen 

voraussetzten, und keine häufigen repetitiven Tätigkeiten elevatorischer oder 

rotatorischer Art. Die Versicherte sollte vermehrt Pausen machen, um 

Entspannungstechniken durchführen zu können. Das Arbeitspensum sollte wegen der 

langen Arbeitsabsenz schrittweise erhöht werden.

F.      

Die IV-Stelle verglich ein Einkommen 2008 als Betriebsmitarbeiterin der O.___ AG von 

Fr. 54'487.-. mit einem Einkommen aus einer durchschnittlichen leidensangepassten 

Tätigkeit bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 70% von Fr. 38'141.-. Die 

Erwerbseinbusse entsprach einem Invaliditätsgrad von 30% (IV-act. 111). Mit einem 

Vorbescheid vom 25. Juni 2009 kündigte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung 

des Rentengesuchs an (IV-act. 113). Die Versicherte liess am 9. Juli 2009 einwenden 

(IV-act. 114), das MEDAS-Gutachten sei weder in rheumatologischer noch in 

psychiatrischer Hinsicht schlüssig. Obwohl die klinische Untersuchung angeblich nicht 

habe stattfinden können, seien keine neuen MRI- oder Röntgenbilder erstellt worden. 

Die vorhandenen MRI-Bilder der HWS seien über zwei Jahre und diejenigen der LWS 

über vier Jahre alt gewesen und sie hätten schon erhebliche degenerative 

Veränderungen gezeigt. Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS habe die 

Arbeitsfähigkeit für die Vergangenheit zu tief angesetzt. Das Valideneinkommen, das 

mit Fr. 54'487.- angenommen worden sei, lasse die früher erhaltenen Schichtzulagen 

und die früher regelmässig geleisteten Überstunden ausser Betracht. Der Bruttolohn 

habe 2001 Fr. 58'478.-, 2002 Fr. 58'400.- und 2003 (umgerechnet auf ein Jahr) Fr. 

61'331.- betragen. Das anzurechnende Valideneinkommen belaufe sich demnach auf 

Fr. 60'028.- (Einkommen 2002 unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung bis 

2004). Das zumutbare Invalideneinkommen sei anhand eines statistischen 

Durchschnittslohns zu ermitteln. Dabei sei ein Leidensabzug von 15% vorzunehmen. 

Ausgehend von der Lohnstrukturerhebung 2004 resultiere so ein zumutbares 

Invalideneinkommen von Fr. 28'977.-. Die Erwerbseinbusse von Fr. 31'051.- ergebe 

einen Invaliditätsgrad von 51,7%. Dr. med. P.___ vom RAD wies am 17. August 2009 

darauf hin (IV-act. 115), dass die Bewegungen der Versicherten bei der Untersuchung 

eine gute Funktion des Bewegungsapparates, also einen Zustand somatischer 

Gesundheit bestätigt hätten. Aufgrund der gesamten somatischen Konstellation könne 

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keine Arbeitsunfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit angenommen werden. Es liege in 

der Kompetenz des Gutachters zu entscheiden, ob ein neues MRI notwendig sei. Mit 

einer Verfügung vom 19. August 2009 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab (IV-

act. 116). Der Einkommensvergleich entsprach demjenigen im Vorbescheid.

G.     

Die Versicherte liess am 1. September 2009 Beschwerde erheben (act. G1) und die 

Zusprache einer halben, eventualiter einer Viertelsrente rückwirkend ab 1. Juni 2004 

beantragen; eventualiter sei das Verfahren zwecks Ergänzung der medizinischen 

Aktenlage an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur Begründung liess die 

Beschwerdeführerin geltend machen, sie habe Schichtzulagen erhalten und 

Überstunden geleistet. Das entsprechende Einkommen sei zu berücksichtigen. Im Jahr 

2002 habe sie Fr. 58'400.- verdient. Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 

2004 ergebe das ein Einkommen von Fr. 59'500.-. Das zumutbare Invalideneinkommen 

könne nicht anhand dieses Lohns ermittelt werden, da es sich nicht um eine adaptierte 

Tätigkeit handle. Deshalb sei von einem statistischen Jahreslohn von Fr. 48'701.- 

auszugehen. Da körperlich schwere Arbeiten und Arbeiten mit repetitiven Belastungen 

des Schultergürtels nicht mehr zumutbar seien, müsse ein Leidensabzug von 15% 

vorgenommen werden. Daraus resultiere ein zumutbares Invalideneinkommen von Fr. 

28'977.-. Das ergebe einen Invaliditätsgrad von 51,3%. Die Arbeitsfähigkeitsschätzung 

des psychiatrischen Gutachters sei widersprüchlich, denn wenn sich die psychische 

Problematik gebessert habe, dann könne sie nicht seit Jahren 30% betragen haben. 

Das rheumatologische Teilgutachten sei gänzlich unbrauchbar, denn eine adäquate 

Untersuchung des Bewegungsapparates sei ja nicht möglich gewesen.

H.     

Die Beschwerdegegnerin beantragte am 30. Oktober 2009 die Abweisung der 

Beschwerde (act. G4). Sie machte insbesondere geltend, der Umstand, dass das 

"dramatische" Verhalten der Beschwerdeführerin die klinische Untersuchung äusserst 

schwierig, wenn nicht sogar unmöglich gemacht habe, bewirke noch nicht, dass das 

Gutachten mangelhaft sei. Weil das bildgebende Material keine ausgeprägten 

Beeinträchtigungen am Bewegungsapparat gezeigt habe, sei es plausibel, dass der 

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Beschwerdeführerin bloss eine qualitative und keine quantitative Arbeitsunfähigkeit 

attestiert worden sei. In Abweichung vom ansonsten voll beweiskräftigen MEDAS-

Gutachten sei davon auszugehen, dass die Schmerzüberwindung vollumfänglich 

zumutbar sei, so dass keine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestehen könne. 

Bei einem Arbeitsfähigkeitsgrad von 100% stehe selbst bei einem zusätzlichen Abzug 

von 15% zum vornherein fest, dass kein Rentenanspruch bestehe.

I.        

Die Beschwerdeführerin liess in ihrer Replik vom 30. November 2009 (act. G8) 

einwenden, der MEDAS Ostschweiz sei die Gerichtspraxis zur Überwindbarkeit 

somatoformer Schmerzstörungen bekannt gewesen. Wenn die Gutachter doch zum 

Schluss gekommen seien, dass eine Arbeitsunfähigkeit von 30% bestehe, so müsse 

davon ausgegangen werden, dass dies im Einklang mit der Gerichtspraxis stehe. 

Neben der somatoformen Schmerzstörung bestehe eine erhebliche psychische 

Komorbidität, es lägen erhebliche somatische Befunde vor, es seien verschiedene 

therapeutische Ansätze durchlaufen worden und die ambulante psychiatrische 

Behandlung dauere an, es bestehe ein erheblicher sozialer Rückzug und der 

psychiatrische Gutachter habe erhebliche Einschränkungen der Aufmerksamkeit, der 

Ausdauer, der Konzentrationsfähigkeit und der emotionalen Belastbarkeit festgestellt. 

Angesichts der nachgewiesenen rheumatologischen Befunde und der anderen 

Krankheiten sei die Arbeitsunfähigkeit mit 30% tendenziell eher zu ihren Ungunsten als 

zu ihren Gunsten ausgefallen.

J.      

Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 8. Dezember 2009 auf eine Duplik (act. G10).

K.     

Die Beschwerdeführerin liess am 12. März 2010 einen Austrittsbericht der Klinik L.___ 

vom 18. Dezember 2009 einreichen (act. G12.1). In diesem Bericht waren folgende 

Diagnosen angegeben worden: Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 

mittelgradige Episode, Somatisierungsstörungen, multiple somatische Diagnosen. Die 

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Beschwerdeführerin hatte sich nach mehrwöchigem Aufenthalt wieder stabil genug 

gefühlt, um aus der Klinik auszutreten.

Erwägungen:

1.      

Gemäss Art. 16 ATSG ist das Einkommen, das die versicherte Person nach dem Eintritt 

der Invalidität und nach der Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung zu setzen zum 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Valideneinkommen).

1.1    Grundlage der Bemessung des Valideneinkommens bildet jene erwerbliche 

Situation, in der sich die versicherte Person befinden würde, wenn sie nicht krank 

geworden wäre. Diese hypothetische erwerbliche Situation wird als Validenkarriere 

bezeichnet. Ausgehend von dieser Validenkarriere wird das Valideneinkommen 

ermittelt. Meist besteht die Validenkarriere in der hypothetischen weiteren Ausübung 

der letzten Arbeitstätigkeit, so dass das Valideneinkommen anhand jenes Lohnes zu 

ermitteln ist, den die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt an ihrem letzten 

Arbeitsplatz erzielen würde. Die Beschwerdeführerin hat keinen Beruf erlernt. Sie ist 

immer als Hilfsarbeiterin tätig gewesen. Im Jahr 2003, als die 

Gesundheitsbeeinträchtigung erstmals eine andauernde Arbeitsunfähigkeit zur Folge 

gehabt hat, ist die Beschwerdeführerin bereits x-jährig gewesen. All das spricht dafür, 

dass sie keine Berufsausbildung mehr absolviert oder sich anderswie beruflich 

qualifiziert hätte. Die plausibelste Verhaltensweise im hypothetischen "Gesundheitsfall" 

ist also die weitere Ausübung einer Hilfsarbeit. Die Beschwerdeführerin ist seit 1991 bei 

der B.___ AG angestellt gewesen. Im Jahr 2002 hat die Beschwerdeführerin einen Lohn 

von Fr. 58'400.- erzielt. Dieser Lohn ist erheblich höher als die Durchschnittslöhne der 

Hilfsarbeiterinnen gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen 

Lohnstrukturerhebung 2002 (Anhang Tabelle TA1) gewesen. Er ist auch höher gewesen 

als der Betrag, den die O.___ AG als Lohn angegeben hat (Fr. 52'000.-). Die Differenz 

ist auf die Schichtzulagen sowie auf eine Prämie aufgrund der guten Geschäftsgangs 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/25

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zurückzuführen. Die entsprechenden Lohnbestandteile sind in das Valideneinkommen 

einzubeziehen, da die Ausübung einer Schichtarbeit nicht unzumutbar war. Der 

deutlich überdurchschnittliche Lohn lässt die Annahme zu, dass die 

Beschwerdeführerin, wäre sie gesund geblieben, bis zu ihrer Pensionierung als 

Maschinenbedienerin für die B.___ AG tätig gewesen wäre. Anders als eine 

Hilfsarbeiterin, die unterdurchschnittlich entlöhnt wird, hatte sie nämlich keine 

Veranlassung, eine andere Stelle zu suchen, denn sie hätte kaum eine noch besser 

entlöhnte Stelle gefunden. Die Validenkarriere der Beschwerdeführerin besteht also in 

der hypothetischen weiteren Ausübung der Arbeit als Maschinenbedienerin bei der 

B.___ AG. Im Jahr 2002 hat die Beschwerdeführerin letztmals einen Lohn erzielt, der 

nicht durch eine Arbeitsunfähigkeit beeinflusst worden ist. Der Grundlohn hat im Jahr 

2003 offenbar noch Fr. 3987.- betragen, denn ab August 2003 hat die B.___ AG diesen 

Betrag angegeben, d.h. die Beschwerdeführerin hat keine Schichtzulage mehr erhalten. 

Das Valideneinkommen, das sich auf das Jahr 2004 bezieht (Ablauf des sogenannten 

Wartejahres) ist deshalb ausgehend vom Jahreslohn 2002 von Fr. 58'400.- zu ermitteln. 

In der verarbeitenden Industrie ist der Nominallohn gemäss der vom Bundesamt für 

Statistik herausgegebenen Lohnentwicklung 2004 (Tabelle T1.93) von 111,4% im Jahr 

2002 auf 113,5% im Jahr 2004 angestiegen. Das entspricht einem Valideneinkommen 

2004 von Fr. 59'501.-.

1.2   

1.2.1           Die Invalidenkarriere wird von jener Erwerbstätigkeit bestimmt, der eine 

versicherte Person trotz der Gesundheitsbeeinträchtigung zumutbarerweise noch 

nachgehen kann. Dabei sind sowohl qualitative als auch quantitative Einschränkungen 

zu beachten. Die Gesundheitsbeeinträchtigung kann zur Folge haben, dass gewisse 

Hilfsarbeiten nicht mehr möglich oder zumutbar sind. Eine solche qualitative 

Einschränkung bewirkt, dass der versicherten Person nicht mehr der gesamte Markt für 

Hilfsarbeiten offen steht. Die Gesundheitsbeeinträchtigung kann aber auch bewirken, 

dass keine volle Leistung mehr erbracht werden kann, so dass eine quantitative 

Einschränkung besteht. Die qualitative und die quantitative Arbeitsunfähigkeit treten in 

den meisten Fällen kumuliert auf, was dann zur Folge hat, dass sich die quantitative 

Arbeitsunfähigkeit auf eine der qualitativen Arbeitsunfähigkeit Rechnung tragende, d.h. 

behinderungsadaptierte Hilfsarbeit bezieht. Das gilt auch für den vorliegenden Fall. In 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/25

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qualitativer Hinsicht sind gemäss dem MEDAS-Gutachten repetitive Tätigkeiten 

ausgeschlossen, die eine freie HWS-Beweglichkeit in allen Richtungen voraussetzen. 

Repetitive Tätigkeiten elevatorischer oder rotatorischer Art sollten nicht häufig 

ausgeführt werden müssen. Die quantitative Arbeitsunfähigkeit muss von der 

Beschwerdeführerin dazu benützt werden können, vermehrt Pausen zu machen und 

dabei Entspannungsübungen auszuführen. Aus psychiatrischer Sicht sollte eine 

adaptierte Tätigkeit keine erhöhten Anforderungen an die Stress- und 

Frustrationstoleranz stellen. Diese Einschätzung wird von der Beschwerdeführerin zwar 

unter Bezugnahme auf die Äusserungen einiger behandelnder Ärzte bestritten, aber sie 

erweist sich, wie unten im Zusammenhang mit der quantitativen Arbeitsunfähigkeit 

noch einlässlich zu begründen sein wird, als überwiegend wahrscheinlich richtig. Die 

Frage, ob diese qualitativen Einschränkungen die (Wieder-) Ausübung der früheren 

Tätigkeit als Maschinenbedienerin bei der B.___ AG ausschlössen, lässt sich anhand 

der vorliegenden Akten nicht beantworten. Das schadet nicht, da die Arbeitsstelle 

bereits 2004 durch eine Kündigung seitens des Arbeitgebers verloren gegangen ist. Es 

kann nicht unterstellt werden, dass die Beschwerdeführerin diese Stelle wieder erhalten 

würde, um sie dann mit reduzierter Leistung bzw. reduziertem Beschäftigungsgrad, 

aber identischem (nominallohnangepassten) Lohnniveau wieder ausüben zu können. Es 

ist weit wahrscheinlicher, dass die B.___ AG die Stelle, wenn sie neu zu besetzen wäre, 

mit einer gesunden und vollzeitlich tätigen Hilfsarbeiterin besetzen würde. Die 

Invalidenkarriere der Beschwerdeführerin bestimmt sich deshalb nach irgendeiner 

adaptierten Hilfsarbeit auf dem allgemeinen und ausgeglichenen Arbeitsmarkt, wobei 

aufgrund der Qualität der früheren beruflichen Betätigung davon auszugehen ist, dass 

die Beschwerdeführerin trotz ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung einer Hilfsarbeit 

mit durchschnittlichen Anforderungen gewachsen wäre. Derartige Hilfsarbeiten werden 

in praktisch allen Branchen geleistet. Die Beschwerdeführerin weist keine 

branchenspezifischen Erfahrungen oder Kenntnisse auf, die es nahelegen würden, zur 

bestmöglichen Verwertung der verbliebenen quantitativen Arbeitsfähigkeit eine Stelle in 

eben dieser Branche anzunehmen. Die Invalidenkarriere der Beschwerdeführerin ist 

also jene durchschnittliche Hilfsarbeit, die in der Tabelle TA1 im Anhang der 

schweizerischen Lohnstrukturerhebungen durch den Zentralwert der Löhne aller 

Branchen definiert wird.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/25

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1.2.2           Die Sachverständigen der MEDAS haben eine Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von 30% angegeben. Die Beschwerdeführerin hat die Richtigkeit 

dieser Arbeitsfähigkeitsschätzung bestritten und dies einerseits mit der angeblichen 

Unvollständigkeit der rheumatologisch-orthopädischen Abklärung und andererseits mit 

den abweichenden Arbeitsfähigkeitsschätzungen der behandelnden Ärzte begründet. 

Die Unvollständigkeit der Untersuchung beruht nach der Auffassung der 

Beschwerdeführerin zum einen auf der problematischen klinischen Untersuchung und 

zum andern auf der Verwendung veralteter MRI-und Röntgenaufnahmen. Die klinische 

Untersuchung hat nach der klaren Aussage des Sachverständigen als Folge des 

Verhaltens der Beschwerdeführerin nicht das gewünschte objektive Resultat geliefert. 

Die Reaktionen der Beschwerdeführerin auf die einzelnen Untersuchungshandlungen 

waren durchwegs überzogen oder sogar grotesk, auf jeden Fall aber unglaubhaft. 

Damit stellt sich die Frage, ob dieses Verhalten die korrekte Beurteilung verhindert hat 

bzw. ob in Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG ein Mahn- und Bedenkzeitverfahren 

hätte durchgeführt werden müssen. Diese Frage ist zu verneinen, denn wie der 

rheumatologische Sachverständige dargelegt hat, beruht seine Abklärung auf drei 

Säulen, neben der klinischen Untersuchung auf der genauen Beobachtung des 

Bewegungsverhaltens und auf den bildgebenden Verfahren. Somit war es dem 

rheumatologischen Sachverständigen möglich, trotz des (Teil-) Ausfalls der einen Säule 

eine überzeugende Arbeitsfähigkeitsschätzung abzugeben. Das Verhalten der 

Beschwerdeführerin bei der klinischen Untersuchung, das offenbar unerträgliche 

Schmerzen belegen sollte, war offenkundig willensgesteuert. Zudem liess es selbst 

wieder Rückschlüsse auf das effektive Schmerzempfinden bzw. eben auf das Fehlen 

von Schmerzen zu, wie der rheumatologische Sachverständige mit seinem Beispiel von 

dem von einem Hexenschuss geplagten Menschen gezeigt hat. Der rheumatologische 

Sachverständige der MEDAS ist also trotz der faktischen Mitwirkungsverweigerung der 

Beschwerdeführerin in der Lage gewesen, durch genaue Beobachtung des 

Bewegungsverhaltens während der simulierten Schmerzdarstellung auf die objektiven 

Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigungen seines Fachgebietes zu schliessen. 

Die Durchführung eines Mahn- und Bedenkzeitverfahrens war nicht notwendig. 

Anlässlich der MEDAS-Abklärung sind keine Röntgen- oder MRI-Aufnahmen 

angefertigt worden. Die zur Beurteilung beigezogenen Aufnahmen sind alle mindestens 

zwei Jahre, teilweise sogar noch einiges älter gewesen. Der RAD hat in der Folge zu 

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Recht darauf hingewiesen, dass es im Ermessen des Sachverständigen liegen müsse, 

ob er aktuelle Aufnahmen benötige oder nicht. Entgegen der Auffassung der 

Beschwerdeführerin ist es nicht so, dass bei einer rheumatologischen oder 

orthopädischen Begutachtung mit Selbstverständlichkeit neue Aufnahmen angefertigt 

werden müssen. Viele Krankheitsentwicklungen sind so langsam, dass auch ältere 

Aufnahmen noch aktuell sind. Der rheumatologische Sachverständige der MEDAS 

konnte dem Bewegungsverhalten und zum Teil den "Ergebnissen" der klinischen 

Untersuchung entnehmen, dass sich am Zustand der Beschwerdeführerin im Vergleich 

zum Zeitpunkt, in dem die Aufnahmen erstellt worden waren, nichts oder nichts 

Wesentliches geändert hatte. Die rheumatologische Abklärung beruhte also sowohl auf 

einer umfassenden bildgebenden Untersuchung als auch auf einer besonders 

umfassenden Beobachtung des Bewegungsverhaltens der Beschwerdeführerin. Das 

Gesamtbild der rheumatologisch-orthopädischen Abklärung durch die MEDAS ist 

deshalb trotz des völlig unkooperativen Verhaltens der Beschwerdeführerin so klar, 

dass die Schlussfolgerung, aus der Sicht dieses Fachgebietes bestehe von Seiten des 

Zervikalsyndroms und allenfalls von Seiten eines myofaszialen Schmerzsyndroms eine 

qualitative, aber keine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit richtig ist. Zu prüfen bleibt, ob abweichende 

Einschätzungen behandelnder Ärzte geeignet sind, Zweifel an der Richtigkeit der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der MEDAS zu wecken. Dr. E.___ hat am 26. April 2004 

eine Arbeitsunfähigkeit von 50% angegeben (vgl. IV-act. 12). Sie hat aber nur 

chronifizierte zervikozephale Schmerzen rechts und Schulterschmerzen rechts 

angeben können. Für die geklagten glutealen und Beinschmerzen hat sie weder eine 

klinische noch eine radiomorphologische Korrelation finden können. Die hohe 

Arbeitsunfähigkeit von 50% hat sich demnach wohl nicht auf die erhobenen objektiven 

Befunde, sondern auf die Schmerzangaben der Beschwerdeführerin abgestützt. Es ist 

davon auszugehen, dass die (übertriebenen) Schmerzangaben der Beschwerdeführerin 

und deren Überzeugung, vollständig arbeitsunfähig zu sein, in die 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. E.___ eingeflossen sind und dass das Kriterium der 

zumutbaren Willensanstrengung zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung 

keine Berücksichtigung gefunden hat. Deshalb vermag diese 

Arbeitsfähigkeitsschätzung keine Zweifel an der Richtigkeit der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung der Sachverständigen der MEDAS zu wecken. Dr. G.___, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/25

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dessen Gutachten vom 15. Februar 2006 (vgl. IV-act. 28) wohl nur aufgrund seiner 

Kürze und aufgrund seiner Ausrichtung auf einen medizinischen Empfänger vom 

Bundesgericht als nicht überzeugend betrachtet worden ist, hat aus rheumatologischer 

Sicht in Übereinstimmung mit dem rheumatologischen Sachverständigen der MEDAS 

keine quantitative Arbeitsunfähigkeit festgestellt. Dr. E.___ hat im Bericht vom 8. 

August 2006 (vgl. IV-act. 43) darauf hingewiesen, dass ihre Schmerztherapie 

(Analgesie, antientzündliche medikamentöse Behandlung, physikalische und 

physiotherapeutische Behandlung) keine dauerhafte Besserung habe bewirken können. 

Sie hat ihre Arbeitsfähigkeitsschätzung (50%) nun nicht mehr nur mit den körperlichen 

Beschwerden, sondern auch mit der Überlagerung durch die depressive Entwicklung 

begründet. Da sie damit ihr Fachgebiet verlassen hat, vermag auch diese Einschätzung 

keine Zweifel an der Richtigkeit der Arbeitsfähigkeitsschätzung des rheumatologischen 

Sachverständigen der MEDAS zu wecken. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die 

Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit aufgrund ihrer körperlichen Beeinträchtigung allein nicht quantitativ 

arbeitsunfähig ist.

1.2.3           Der psychiatrische Sachverständige der MEDAS hat eine anhaltende 

somatoforme Schmerzstörung und eine leichte bis höchstens mittelschwere depressive 

Episode diagnostiziert. Er hat die Arbeitsunfähigkeit in einer auch der psychischen 

Beeinträchtigung angepassten Erwerbstätigkeit auf 30% geschätzt. In bezug auf die 

somatoforme Schmerzstörung ist er von einer vollständigen Überwindbarkeit durch 

eine zumutbare Willensanstrengung ausgegangen, da keines jener Kriterien erfüllt sei, 

welche die Vermutung der Überwindbarkeit widerlegen könnte (vgl. BGE 130 V 352 ff.). 

Er hat die Ursache der von ihm angegebenen Arbeitsunfähigkeit von 30% offenbar nur 

in den Folgen der Depression, nämlich in den Einschränkungen in der Aufmerksamkeit, 

der Ausdauer und der Konzentrationsfähigkeit gesehen. Dr. C.___ hat am 3. Mai 2004 

eine Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von 50% angegeben (vgl. IV-act. 11), 

wobei er allerdings auf die verschiedenen somatischen und auf die psychischen 

Probleme abgestellt hat. Zudem hat er es unterlassen, die Höhe der von ihm 

angenommenen Arbeitsunfähigkeit im Detail zu begründen. Insbesondere fehlt eine 

Auseinandersetzung mit dem Element der zumutbaren Willensanstrengung. Diese 

abweichende Einschätzung vermag keine Zweifel an der Richtigkeit der Einschätzung 

des psychiatrischen Sachverständigen der MEDAS für die Vergangenheit zu wecken. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 21/25

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Dr. I.___ hat in seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2007 (vgl. IV-act. 59) ausgeführt, 

die Schmerzerkrankung werde derart intensiv erlebt, dass sie zu einer faktischen 

Invalidität geführt habe. Es liege kein bewusstseinsnaher Prozess vor. Die 

psychopathologischen Phänomene, die sich im Unterbewussten abspielten, 

unterstünden nicht der Willenskontrolle der Beschwerdeführerin. Diese Auffassung ist 

anlässlich der MEDAS-Abklärung eindeutig widerlegt worden: Die 

Schmerzäusserungen sind willensgesteuert. Das bedeutet, dass der 

Arbeitsfähigkeitsschätzung von Dr. I.___ der Boden entzogen ist. Sie vermag deshalb 

die Überzeugungskraft der Einschätzung des psychiatrischen Sachverständigen der 

MEDAS nicht zu erschüttern. Dasselbe muss für den Bericht vom 17. Juli 2006 (vgl. IV-

act. 61-17) gelten, denn es ist davon auszugehen, dass Dr. I.___ weiterhin 

angenommen hat, die sich im Unterbewussten abspielenden Prozesse seien nicht 

gesteuert und hätten deshalb eine hohe Arbeitsunfähigkeit zur Folge. Im Bericht der 

Klinik L.___ vom 3. Mai 2007 (vgl. IV-act. 74) über den stationären Aufenthalt wird die 

bis dahin bekannte Diagnose einer rezidivierenden Depression ergänzt. Die Ärzte 

gehen von einer Depression mit psychotischen Symptomen aus. Diese sollen hinter 

den Wutausbrüchen und Drohungen stehen, die sich insbesondere gegen Dr. G.___ 

richteten. Auch hier ist den behandelnden Ärzten offenbar entgangen, dass das 

Verhalten der Beschwerdeführerin durchaus willensgesteuert ist, auch wenn es 

aufgrund der akzentuierten Persönlichkeitszüge mit histrionischen, sensitiven und 

passiv-aggressiven Anteilen zeitweise als sehr unkontrolliert erschienen ist. Der 

psychiatrische Sachverständige der MEDAS hat überzeugend dargelegt, dass es sich 

nur um eine isolierte Wut gehandelt habe, denn die Beschwerdeführerin weise 

Auffälligkeiten und Defizite u.a. bezüglich der Selbststeuerung auf. Die Ärzte der Klinik 

L.___ sind sich offenbar dessen nicht bewusst gewesen, dass die Beschwerdeführerin 

nicht nur ihre körperlichen, sondern auch ihre psychischen Beschwerden - jedenfalls in 

deren Ausmass - zumindest übertrieben hat. Im übrigen hat sich der Zustand der 

Beschwerdeführerin gemäss den Angaben der Ärzte der Klinik L.___ während des 

stationären Aufenthalts deutlich gebessert, wobei offen geblieben ist, ob sich das auch 

auf die angeblichen psychotischen Symptome bezogen hat. Auch dieser Bericht 

vermag also die Überzeugungskraft der Arbeitsfähigkeitsschätzung im Gutachten der 

MEDAS nicht in Frage zu stellen. Im letzten Bericht der Klinik L.___ vom 14. Oktober 

2008 über einen stationären Aufenthalt fehlt der Hinweis auf psychotische Symptome 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 22/25

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und auch in bezug auf die Depression wird nur noch von einer mittelgradigen Episode 

ausgegangen. Zusammenfassend erweist sich die Arbeitsfähigkeitsschätzung der 

MEDAS demnach als überwiegend wahrscheinlich richtig. Das gilt auch für die 

Einschätzung betreffend die Zeit ab 2003, denn es ist mit den vorhandenen 

medizinischen Akten in Übereinstimmung zu bringen, dass sich der effektive 

psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin (mit Ausnahme allfälliger 

kurzfristiger und vorübergehender Verschlechterungen) in den Jahren ab 2003 nicht 

wesentlich verändert hat. Die Beschwerdegegnerin hat im Lauf des 

Beschwerdeverfahrens geltend gemacht, die diagnostizierte psychische 

Beeinträchtigung könne gar keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben, da sie 

entsprechend der höchstrichterlichen Rechtsprechung als durch eine zumutbare 

Willensanstrengung vollumfänglich überwindbar zu betrachten sei. Die leichte bis 

mittelschwere depressive Episode sei nämlich keine psychiatrische Komorbidität, 

sondern nur eine reaktive Begleiterscheinung der somatoformen Schmerzstörung. 

Entgegen der missverständlichen Formulierung steht nicht die Überwindung der 

somatoformen Erkrankung und der depressiven Episode zur Diskussion, denn das liefe 

ja auf eine willentliche Selbstheilung hinaus. Dasselbe gilt für eine Überwindung der 

empfundenen Schmerzen in dem Sinn, dass mittels einer Willensanstrengung eine 

weitgehende Schmerzfreiheit erreicht werden müsste. Zur Diskussion steht nur eine 

aus der Krankheitsüberzeugung und aus der Schmerzempfindung erwachsene 

subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung. Sie gilt es durch eine zumutbare 

Willensanstrengung zu überwinden. Es wird also von der versicherten Person verlangt, 

dass sie trotz der empfundenen Schmerzen und trotz der pessimistischen Einstellung 

zur persönlichen Leistungsfähigkeit arbeite. Demnach ist es irrelevant, welche Ursache 

die neben der somatoformen Schmerzstörung auftretende rezidivierende Depression 

hat, ob sie also selbständig entstanden ist oder ob sie nur eine Folgekrankheit der 

somatoformen Schmerzstörung ist. Massgebend ist nur, ob sie geeignet ist, die 

versicherte Person (ganz oder auch nur teilweise) an der willentlichen Überwindung der 

Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung zu hindern. Dabei ist zu beachten, dass die Folgen 

einer Depression grundsätzlich geeignet sind, die der versicherten Person zur 

Überwindung der subjektiven Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung und zur 

Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit zur Verfügung stehende Willensenergie 

herabzusetzen. Wer zusätzlich zu den Schmerzen auch noch depressionsbedingt Mühe 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 23/25

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hat, über längere Zeit aufmerksam und konzentriert eine bestimmte Tätigkeit 

auszuüben, dem fällt es schwerer, die subjektive Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung zu 

überwinden. Jedenfalls benötigt er, wie die Beschwerdeführerin, vermehrte Pausen, um 

sich erholen zu können. Das bedeutet, dass die Depression bei der Beantwortung der 

Frage, ob eine somatoforme Schmerzstörung durch eine zumutbare 

Willensanstrengung "überwunden" werden könne, d.h. ob eine versicherte Person trotz 

der somatoformen Schmerzstörung zu 100% einer Erwerbstätigkeit nachgehen könne, 

nicht einfach ignoriert werden kann, unabhängig davon, ob sie eine eigenständige 

Erkrankung oder nur eine Folge der somatoformen Schmerzstörung ist. Der 

psychiatrische Sachverständige hat den Folgen der Depression für die zumutbare 

Arbeitsfähigkeit Rechnung getragen, indem er den zusätzlichen Pausenbedarf auf 30% 

eines Vollpensums geschätzt hat. Angesichts der bei der Beschwerdeführerin objektiv 

vorhandenen Symptome der leichten bis mittelschweren depressiven Episode erweist 

sich diese Einschätzung als deutlich überzeugender als die Behauptung der 

Beschwerdegegnerin, die Folgen der Depression müssten ignoriert werden, weil es 

sich bei dieser Krankheit nicht um eine psychiatrische Komorbidität handle. Das 

zumutbare Invalideneinkommen ist deshalb ausgehend von einem 

Arbeitsfähigkeitsgrad der Beschwerdeführerin von 70% zu ermitteln.

1.2.4           Der Durchschnittslohn (Zentralwert) der Löhne der Hilfsarbeiterinnen aller 

Branchen hat gemäss der Lohnstrukturerhebung 2004 des Bundesamtes für Statistik 

Fr. 3893.- betragen. Dieser Lohn beruht auf einer Wochenarbeitszeit von 40 Std. Der 

Durchschnitt aller Branchen hat sich im Jahr 2004 aber auf 41,6 Std. belaufen. Der 

Durchschnittslohn ist entsprechend umzurechnen. Er beläuft sich auf Fr. 4048.72 bzw. 

Fr. 48'585.-. Bei einem Arbeitsfähigkeits- bzw. Beschäftigungsgrad von 70% entspricht 

das einem Jahreslohn von Fr. 34'010.-. Im Gegensatz zu den männlichen Hilfskräften 

müssen Hilfsarbeiterinnen bei einer Teilzeitbeschäftigung keinen überproportionalen 

Lohnnachteil in Kauf nehmen. Im Gegenteil kommt es bei ihnen im Vergleich zu dem 

auf einem Beschäftigungsgrad von 100% beruhenden Zentralwert sogar zu einem 

geringfügig unterproportionalen Lohnnachteil (vgl. die Schweizerische 

Lohnstrukturerhebung 2004, S. 25 Tabelle T6*). Wenn ein zusätzlicher Abzug vom 

statistischen Durchschnittseinkommen erfolgen muss, wie die Beschwerdeführerin 

annimmt, dann lässt sich dieser Abzug also nicht mit einem sogenannten 

"Teilzeitnachteil" erklären. Ursache eines "Leidensabzuges" können deshalb nur 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 24/25

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allfällige Konkurrenznachteile der Beschwerdeführerin gegenüber gesunden 

Hilfsarbeiterinnen sein, die einen Arbeitgeber dazu veranlassen würden, die 

Beschwerdeführerin unterdurchschnittlich zu entlöhnen, um bestehende oder auch nur 

drohende zusätzliche Lohnkosten zu kompensieren. Zu diesen zusätzlichen 

Lohnkosten gehören etwa die Gefahr überdurchschnittlicher Krankheitsabsenzen, die 

Notwendigkeit, für die versicherte Person einen besonderen Arbeitsplatz einzurichten, 

die Unfähigkeit der versicherten Person, Überstunden zu leisten, der Bedarf nach 

besonderer Rücksichtnahme usw. Diese Nachteile sind bei der Beschwerdeführerin, 

wenn sie einmal ihre Arbeitsunfähigkeitsüberzeugung überwunden hat, nur wenig 

ausgeprägt anzunehmen. Dies rechtfertigt es, den "Leidensabzug" ermessensweise auf 

5% festzusetzen. Damit resultiert ein zumutbares Invalideneinkommen 2004 von Fr. 

32'310.-.

1.3    Bei einem Valideneinkommen von Fr 59'501.- und einem zumutbaren 

Invalideneinkommen von Fr. 32'310.- resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 27'191.-. 

Diese entspricht einem Invaliditätsgrad von aufgerundet 46%. Die Beschwerdeführerin 

hat also einen Anspruch auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss der auf den 

vorliegenden Fall anwendbaren intertemporalrechtlichen Praxis (vgl. die IV-

Rundschreiben Nr. 253 und Nr. 300 des Bundesamtes für Sozialversicherungen) bleibt 

die vor der 5. IV-Revision geltende Regelung der Anspruchsentstehung massgebend, 

weil der Versicherungsfall vor dem Inkrafttreten der Gesetzesänderung, nämlich vor 

dem 1. Januar 2008 eingetreten ist. Der Viertelsrentenanspruch der 

Beschwerdeführerin ist deshalb mit der Erfüllung des sogenannten Wartejahres 

entstanden (aArt. 29 Abs. 1 lit. b IVG). Die Beschwerdeführerin ist an ihrem Arbeitsplatz 

gemäss den Angaben von Dr. E.___ vom 26. April 2004 seit dem 10. Juni 2003 zu 

100% arbeitsunfähig gewesen. Sie hat also am 10. Juni 2004 das Wartejahr erfüllt, so 

dass auf den Beginn dieses Monats, d.h. ab 1. Juni 2004 ein Anspruch auf eine 

Viertelsrente besteht.

2.      

Zusammenfassend ist der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Juni 2004 eine 

Viertelsrente zuzusprechen. Die Sache ist zur Ermittlung des Rentenbetrages und zur 

Ausrichtung der Rentenleistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 25/25

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bezug auf das Begehren um die Zusprache einer Parteientschädigung ist dieser 

Verfahrensausgang als vollumfängliches Obsiegen zu qualifizieren. Die 

Beschwerdeführerin hat deshalb einen Anspruch auf eine volle Parteienschädigung. 

Diese Entschädigung bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache und nach der 

Schwierigkeit des Prozesses (Art. 61 lit. g ATSG). Unter Berücksichtigung dieser beiden 

Kriterien erscheint das vorliegende Verfahren als durchschnittlich, so dass die 

Parteientschädigung praxisgemäss auf Fr. 3500.- (inklusive Barauslagen und 

Mehrwertsteuer) festzusetzen ist. Die Beschwerdegegnerin wird die 

Beschwerdeführerin also mit Fr. 3500.- zu entschädigen haben. Das 

Beschwerdeverfahren in IV-Sachen ist kostenpflichtig. Die Gerichtsgebühr bemisst sich 

nach dem Verfahrensaufwand (Art. 69 Abs. 1  IVG). Auch hier ist von einem 

durchschnittlichen Verfahren auszugehen, weshalb die Gerichtsgebühr praxisgemäss 

auf Fr. 600.- festzusetzen ist. Da die unterliegende Beschwerdegegnerin für die 

Gerichtskosten aufzukommen hat, wird der von der Beschwerdeführerin geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.- zurückerstattet werden.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass der Beschwerdeführerin 

mit Wirkung ab 1. Juni 2004 eine Viertelsrente zugesprochen wird; die Sache wird zur 

Ermittlung und Ausrichtung der Viertelsrente an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.       Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 3500.- zu bezahlen.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen; der 

in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss ist der Beschwerdeführerin 

zurückzuerstatten.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 21.09.2011
	Art. 16 ATSG. Invaliditätsbemessung durch Einkommensvergleich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 21. September 2011, IV 2009/292). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_798/2011.

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		2025-07-19T12:17:38+0200
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