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**Case Identifier:** 251debdd-2ffa-5fcf-8c84-38ae783cd69f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-07
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 07.05.2021 200 2021 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-19_2021-05-07.pdf

## Full Text

200 21 19 IV
ACT/COC/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 7. Mai 2021

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Jakob, Verwaltungsrichter Furrer
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 25. November 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, IV/21/19, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Oktober 2019 unter Hinweis auf eine Parkinson-
Erkrankung bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Ak-
ten der IV [act. II] 10). Daraufhin führte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) medizinische und erwerbliche Erhebungen durch, wo-
bei sie namentlich eine Beurteilung von Dr. med. C.________, Fachärztin 
für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), vom 30. Juli 2020 
(act. II 47) einholte. Mit Vorbescheid vom 14. August 2020 (act. II 48) stellte 
die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 33% die Abweisung des Rentenbe-
gehrens in Aussicht. Damit zeigte sich der Versicherte nicht einverstanden 
und erhob Einwand (act. II 51). Nach Einholung einer Stellungnahme der 
RAD-Ärztin Dr. med. C.________ (act. II 55) verfügte die IVB am 25. No-
vember 2020 wie im Vorbescheid angekündigt und verneinte einen Ren-
tenanspruch (act. II 56).

B.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch B.________, am 7. Ja-
nuar 2021 Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung sowie die Durchführung weiterer Abklärungen. Gleichzeitig stell-
te er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. 

Mit Verfügung vom 26. Januar 2021 wies der Instruktionsrichter das Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege ab und setzte Frist zur Leistung eines 
Kostenvorschusses von Fr. 800.-- bis am 9. Februar 2021. Dieser wurde 
fristgerecht geleistet.

Am 12. Februar 2021 ging eine weitere Stellungnahme des Beschwerde-
führers (inkl. Beilage) beim Gericht ein.

Mit Beschwerdeantwort vom 17. März 2021 schloss die Beschwerdegegne-
rin auf Abweisung der Beschwerde.

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Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 25. November 2020 
(act. II 56). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine IV-Rente. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1). 

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3.

3.1 Bezüglich des Gesundheitszustandes und der Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit finden sich in den Akten insbesondere folgende Angaben:

3.1.1 Prof. Dr. med. D.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte 
im Bericht vom 20. November 2019 (act. II 26) mit Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit einen Morbus Parkinson, erstdiagnostiziert im August 2019 
(S. 5 Ziff. 2.5), und attestierte seit dem 30. August 2019 eine 50%-ige Ar-
beitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer sei generell sehr verlangsamt, un-
geschickt und sehr erschöpft. Er habe einen Tremor. Sachen würden ihm 
ständig aus der Hand fallen (S. 3 f. Ziff. 1.3). Die bisherige Tätigkeit sei 
noch an vier Stunden am Tag zumutbar (S. 7 Ziff. 4.1).

3.1.2 Der Hausarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, diagnostizierte im Bericht vom 20. Juli 2020 (act. II 45 S. 3 ff.) mit 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Morbus Parkinson und ein leich-
tes obstruktives Schlafapnoesyndrom (S. 5 Ziff. 2.5). Er attestierte seit dem 
31. August 2019 eine 50%-ige Arbeitsunfähigkeit (S. 3 Ziff. 1.3). Der Be-
schwerdeführer leide an einer langsam progredienten Müdigkeit, Konzen-
trationsstörungen, einer eingeschränkten Feinmotorik, einem beeinträchtig-
ten Schlaf, einem Zittern, einer Gleichgewichtsstörung und einer kognitiven 
Verlangsamung. Die Symptomatik sei langsam progredient (S. 4 
Ziff. 2.1 f.). Als Funktionseinschränkungen bestünden eine sehr einge-
schränkte Geschwindigkeit und eine eingeschränkten Feinmotorik (S. 6 
Ziff. 3.4). Die bisherige Tätigkeit sei maximal an fünf Stunden in angepass-
ter Geschwindigkeit zumutbar. Dabei sei die Leistung massiv eingeschränkt 
(S. 7 Ziff. 4.1). 

3.1.3 Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ diagnostizierte im Aktenbe-
richt vom 30. Juli 2020 (act. II 47) einen Morbus Parkinson und ein leichtes 
obstruktives Schlafapnoesyndrom. Der Beschwerdeführer sei trotz der ein-
geleiteten Therapien weiterhin allgemein verlangsamt, schneller erschöpft 
und aufgrund des Tremors der Hände und einer Dysbradydiadochokinese 
insgesamt ungeschickter, was sich auch bei seiner beruflichen Tätigkeit als 
... nachvollziehbar störend bemerkbar mache. Nach Durchschau der neuro-
logischen Befunde sei eine quantitative und qualitative Leistungsminderung 

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ausgewiesen. Der Beschwerdeführer sei in der Lage, in einer angepassten 
Tätigkeit, körperlich leichte und gelegentlich mittelschwere Arbeiten im Ste-
hen, Gehen und Sitzen auszuführen. Tätigkeiten mit wiederholtem schwe-
rem Heben und Tragen von Lasten und in Zwangshaltungen sowie Tätig-
keiten mit Absturzgefahr seien nicht möglich. Letztere da Einbussen bezüg-
lich der Koordination und des Gleichgewichts vorlägen. Die Gebrauchs-
fähigkeit der Hände sei leicht eingeschränkt, da feinmotorische Störungen 
mit einer Verlangsamung der Bewegungsabläufe und ein Zittern der Hände 
beständen. Tätigkeiten mit Nachtarbeit und unter Akkordbedingungen seien 
nicht möglich. Dies gelte aufgrund der leichten kognitiven Defizite auch für 
Arbeiten, die eine sehr hohe Konzentration, Aufmerksamkeit und Umstell-
fähigkeit voraussetzten. Tätigkeiten mit Publikumsverkehr sollten wegen 
des Zitterns der Hände vermieden werden (S. 3). Es müsse von einem ins-
gesamt verlangsamten Arbeitstempo ausgegangen werden. Die Möglich-
keit zusätzlicher Pausen und ein ruhiges Arbeitsumfeld seien notwendig. 
Eine derartige angepasste Tätigkeit könne der Beschwerdeführer sechs 
Stunden an fünf Tagen in der Woche ausüben. Dabei könne eine Leis-
tungsfähigkeit von 80% angenommen werden. Bei einer längeren Arbeits-
zeit sei mit einer deutlichen Zunahme der Fehlerquote, einer weiteren Ab-
nahme des Arbeitstempos und einer erheblichen Ermüdung zu rechnen. 
Die bisherige Tätigkeit im ... sei als nur bedingt angepasst einzuschätzen, 
da der Beschwerdeführer mit Publikumsverkehr und unter Zeitdruck arbei-
ten müsse. Diese Tätigkeit könne er sechs Stunden an fünf Tagen in der 
Woche mit einer Leistungsfähigkeit von 60% ausüben. Das erstellte Zu-
mutbarkeitsprofil gelte seit November 2019 (S. 4).

3.1.4 Dr. med. E.________ nahm am 27. August 2020 (act. II 49 S. 1) 
zum Vorbescheid Stellung. Wenn man den Beschwerdeführer "vor sich hat" 
werde schnell klar, dass er aktuell höchstens fünf Stunden pro Tag mit ei-
ner 50%-igen Leistungsreduktion arbeiten könne. Dies entspreche auch der 
Einschätzung der Arbeitgeberin. Er sei viel zu langsam in allen Bereichen 
und könne kaum einen Löffel halten. …, was seine Haupttätigkeit gewesen 
sei, sei nicht mehr zumutbar. Dem Beschwerdeführer drohe bereits jetzt, 
wenn er die geforderte Leistung nicht bringen könne, eine Kündigung (bzw. 
Leistungsvertrag) und somit konsekutiv ein Abstieg in die Sozialhilfe. Zu-

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dem müsse wegen der Progredienz der Erkrankung in den weiteren Mona-
ten mit einer weiteren Verschlechterung gerechnet werden. 

3.1.5 Prof. Dr. med. D.________ nahm in der E-Mail vom 21. September 
2020 (act. II 54 S. 9) ebenfalls zum Vorbescheid Stellung. Aufgrund der 
Erkrankung des Beschwerdeführers sei es ihm maximal möglich, fünf 
Stunden am Tag mit 50%-iger Reduktion zu arbeiten. Es stehe ihm daher 
ein Lohnausfall von 50% zu. 

3.1.6 Die RAD-Ärztin Dr. med. C.________ nahm am 12. November 2020 
nochmals Stellung (act. II 55). Nach nochmaliger Durchschau des Dossiers 
und der neu vorgelegten Unterlagen bestehe in der bisherigen Tätigkeit 
eine Arbeitsunfähigkeit von 50%, wie sie auch vom behandelnden Prof. Dr. 
med. D.________ attestiert werde. In einer angepassten Tätigkeit sei das 
Leistungsvermögen unverändert als etwas höher einzuschätzen. In diesem 
Zusammenhang hielt sie am erstellten Zumutbarkeitsprofil fest (S. 2).

3.1.7 Der Neuropsychologe Prof. Dr. phil. F.________ führte im – im Be-
schwerdeverfahren eingereichten – Bericht vom 19. Januar 2021 (Akten 
des Beschwerdeführers [act. I] 2) aus, im Vergleich zu entsprechenden 
Alters-, Geschlechts- und Bildungsnormen zeige sich in guter Überein-
stimmung mit den subjektiven Angaben ausser einer schweren Verlangsa-
mung und einer leichten Antriebsproblematik ein unauffälliges Leistungs-
profil. Aufgrund der Verlangsamung sei rein neuropsychologisch betrachtet 
die Arbeitsfähigkeit bzw. Arbeitsleistung um ca. die Hälfte, also 50%, redu-
ziert (S. 2). 

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte 
kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354). Soll ein Versi-
cherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden wer-
den, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig-
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzen-
de Abklärungen vorzunehmen. Insbesondere sind die von der versicherten 
Person aufgelegten Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte mitzu-
berücksichtigen. Wird die Schlüssigkeit der Feststellungen der versiche-
rungsinternen Fachpersonen durch einen nachvollziehbaren Bericht eines 
behandelnden Arztes in Zweifel gezogen, so genügt der pauschale Hinweis 
auf dessen auftragsrechtliche Stellung (BGE 125 V 351 E. 3a cc S. 353) 
nicht, um solche Zweifel auszuräumen. Vielmehr wird das Gericht entweder 
ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den Versicherungs-
träger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65, 139 V 
225 E. 5.2 S. 229, 135 V 465 E. 4.4 - 4.6 S. 469). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
massgeblich auf die Aktenberichte der RAD-Ärztin Dr. med. C.________ 
vom 30. Juli 2020 (act. II 47) und vom 12. November 2020 (act. II 55) ge-
stützt.

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Diese Aktenberichte genügen für eine abschliessende Beurteilung des Ge-
sundheitszustandes (vgl. E. 3.2 hiervor) jedoch nicht. Die RAD-Ärztin kam 
zum Schluss, dass in der angestammten Tätigkeit im ... eine 50%-ige Ar-
beitsfähigkeit besteht, dies namentlich wegen des Publikumsverkehrs und 
des Zeitdrucks (act. II 55 S. 2, 47 S. 4). Dies deckt sich insofern mit dem 
Arbeitsplatzbeschrieb der Arbeitgeberin, welche am 31. Januar 2020 ge-
genüber dem Krankentaggeldversicherer ausführte, die Tätigkeit im ... sei 
"oft sehr hektisch und anspruchsvoll" (act. II 36 S. 3), was auch gilt, wenn 
eine Person – wie hier – einzig … und … (act. II 54 S. 2), da sie auch in 
diesem Fall mit dem Publikum im ... zu tun hat (wie z.B. Auskünfte erteilen, 
allgemeine Hektik). Weiter hat die RAD-Ärztin dargelegt, dass in einer an-
gepassten Tätigkeit (in einem ruhigen Arbeitsumfeld und mit der Möglich-
keit zusätzlicher Pausen) eine höhere Arbeitsfähigkeit besteht als am an-
gestammten Arbeitsplatz (act. II 47 S. 3 f., 55 S. 2), was nachvollziehbar 
scheint. Soweit Dr. med. C.________ die Restarbeitsfähigkeit in der ange-
stammten Tätigkeit auf 50% bzw. in einer Verweisungstätigkeit auf sechs 
Stunden täglich mit einer Leistungsfähigkeit von 80% festgelegt hat (act. II 
47 S. 3 f., 55 S. 2), kann ihr jedoch nicht ohne weiteres gefolgt werden. 
Denn diese Aktenbeurteilung findet keinen Rückhalt in den vorliegenden 
Akten. So geht der Hausarzt Dr. med. E.________ – im Gegensatz zur 
RAD-Ärztin – im Bericht vom 27. August 2020 (act. II 49 S. 1) davon aus, 
dass der Beschwerdeführer nur noch fünf Stunden pro Tag mit einer Leis-
tung von 50% arbeiten könne, was er mit dem aktuell erkennbaren Zustand 
des Beschwerdeführers sowie der Rückmeldung der Arbeitgeberin begrün-
dete. Auch unter Berücksichtigung des Umstands, dass sich der Hausarzt 
nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit äussert, weckt sei-
ne Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit zumindest geringe 
Zweifel an der Beurteilung der RAD-Ärztin (vgl. E. 3.2 hiervor), denn diese 
hat den Beschwerdeführer nicht persönlich untersucht und konnte deshalb 
den genauen Zustand des an Parkinson leidenden Beschwerdeführers 
nicht berücksichtigen. Eine Auseinandersetzung mit der abweichenden 
Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit durch Dr. med. 
E.________ fand im Bericht der RAD-Ärztin vom 12. November 2020 
(act. II 55 S. 2) denn auch nicht statt. Die Auffassung des Hausarztes wird 
zudem durch die gleichlautende Einschätzung des behandelnden Neurolo-
gen Prof. Dr. med. D.________ (E-Mail vom 21. September 2020; act. II 54 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, IV/21/19, Seite 10

S. 9) bestätigt. Auch der Neuropsychologe Prof. Dr. phil. F.________ kam 
im Bericht vom 19. Januar 2021 (act. I 2 S. 2) zum Schluss, dass die Ar-
beitsleistung des Beschwerdeführers um 50% reduziert sei. Dieser Bericht 
ist vorliegend zu berücksichtigen, da keine Anhaltspunkte dafür bestehen, 
dass sich der Gesundheitszustand zwischen Verfügungserlass und dem 
Bericht vom 19. Januar 2021 wesentlich verändert hätte (vgl. BGE 131 V 
242 E. 2.1 S. 243, 130 V 138 E. 2.1 S. 140). Da sich die behandelnden 
Ärzte und der Neuropsychologe jedoch nicht zur Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit äussern, kann hier ebenfalls nicht abschliessend auf 
deren Einschätzungen abgestellt werden, abgesehen davon, dass der Be-
schwerdeführer aktuell in einem Pensum von 50% arbeitet (Beschwerde 
S. 1), auch wenn der Arbeitsplatz adaptiert ist (Beschwerde S. 2), und da-
mit mehr leistet, als die behandelnden Ärzte annehmen. 

3.4 Unter diesen Umständen kann vorliegend – entsprechend der Auf-
fassung in der Beschwerde (S. 2) – keine abschliessende Beurteilung der 
medizinischen Situation bzw. deren Auswirkung auf die Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit vorgenommen werden. Die Beschwerde ist deshalb gutzu-
heissen, die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie den medizinischen Sach-
verhalt durch ein externes Gutachten oder eine Untersuchung im RAD ab-
klären lasse, wobei detailliert zum Zumutbarkeitsprofil und zur Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als ... resp. im ... wie 
auch in einer allfällig geeigneteren Verweisungstätigkeit Stellung zu neh-
men sein wird. Anschliessend hat die Beschwerdegegnerin über den Ren-
tenanspruch neu zu verfügen. 

Letztlich bleibt darauf hinzuweisen, dass über die Verwertbarkeit (vgl. Be-
schwerde S. 1) der Arbeits- und Leistungsfähigkeit zurzeit noch kein Ent-
scheid gefällt werden kann, da diese – wie oben dargelegt wurde – nicht 
feststeht.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, IV/21/19, Seite 11

kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- ist dem Beschwerdeführer nach Eintritt der Rechts-
kraft des Urteils zurückzuerstatten.

4.2 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Diese werden vom Versicherungsgericht festge-
setzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit-
sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g 
ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt es unter dem Gesichtspunkt des 
(bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Parteientschädigung im Streit um 
eine Sozialversicherungsleistung bereits als Obsiegen, wenn die versicher-
te Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu derjenigen nach Abschluss 
des Administrativverfahrens insoweit verbessert, als sie die Aufhebung 
einer ablehnenden Verfügung und die Rückweisung der Sache an die Ver-
waltung zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung erreicht (BGE 
137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhängig davon, ob die Rückweisung 
beantragt oder ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventu-
alantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 S. 43 E. 9.1).

Der Beschwerdeführer wird durch G.________, Sozialarbeiter FH (vgl. 
www…..ch/team), vom gemeinnützigen Verein B.________ vertreten. An-
gesichts des einfachen Schriftenwechsels, der Eingabe vom 11. Februar 
2021 und der sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren stellenden 
Rechtsfrage rechtfertigt sich eine Parteikostenentschädigung von pauschal 
Fr. 350.-- (inkl. Auslagen). Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer zu ersetzen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 7. Mai 2021, IV/21/19, Seite 12

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IV-Stelle Bern vom 25. November 2020 aufgehoben und die Sache an 
die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach Vornahme 
der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kos-
tenvorschuss von Fr. 800.-- wird ihm nach Rechtskraft des Urteils 
zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 350.-- (inkl. Auslagen), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.