# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c17968e8-3ab7-5821-a810-5f477a4223e1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-12-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.12.2013 PS130198
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PS130198_2013-12-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: PS130198-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. A: Katzenstein, Vorsitzende, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichterin lic. iur. M. 

Stammbach sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. D. Tolic Hamming. 

Urteil vom 24. Dezember 2013 

in Sachen 

 

A._____ AG,  
Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin, 

 

vertreten durch B._____, 

 

betreffend Überschuldungsanzeige / 
Ersatzvornahme durch die Revisionsstelle 

 
 
Beschwerde gegen ein Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich 
vom 24. Oktober 2013 (EK131338) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

 1.1 Mit Eingabe vom 24. Juli 2013 gelangten C._____ und D._____ von 

der E._____ AG, Revisionsstelle der Gesuchstellerin und Beschwerdeführerin 

(nachfolgend Beschwerdeführerin), an das Konkursgericht des Bezirksgerichtes 

Zürich und zeigten die Überschuldung der Beschwerdeführerin an (act. 9/1).  

 1.2 Mit Verfügung vom 26. Juli 2013 setzte die Vorinstanz dem 

Verwaltungsrat der Beschwerdeführerin Frist an, um eine von der Revisionsstelle 

geprüfte Zwischenbilanz mit Anhang zu Fortführungs- und Veräusserungswerten 

sowie einen Bericht der Revisionsstelle, der die Überschuldung zu Fortführungs- 

und Veräusserungswerten bestätigt, einzureichen. Gleichzeitig gab sie dem 

Verwaltungsrat Gelegenheit zur Stellungnahme zur Überschuldungsanzeige (act. 

9/4). Nach mehrfach bewilligten Fristerstreckungsgesuchen (act. 9/7-10) und 

nachdem sich aufgrund der eingereichten Unterlagen die Frage des Verbotes der 

Einlagerückgewähr gemäss Art. 680 Abs. 2 OR stellte, verlangte die Vorinstanz 

von der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 24. September 2013 eine Kopie 

der Steuererklärungen und Steuerrechnungen der Verwaltungsräte, Aktionäre und 

Gesellschaftsschuldner A1._____ und F._____ für die Jahre 2011 und 2012 

sowie den Nachweis, dass der Rangrücktritt des Gesellschaftsgläubigers 

A1._____ den gesetzlichen Anforderungen insbesondere der Unanfechtbarkeit 

genüge (act. 9/13). Mit weiterer Fristerstreckungsgewährung machte die 

Vorinstanz die Verwaltungsräte F._____ und A1._____ mit Schreiben vom 10. 

Oktober 2013 darauf aufmerksam, dass die Rangrücktrittsvereinbarung fehle und 

sie sich darüber zu äussern hätten, weshalb die ihnen von der Gesellschaft 

gewährten Darlehen trotz bestehender Überschuldung im Jahre 2012 erhöht 

worden seien und aus welchen Mittel diese zurückbezahlt werden könnten 

(act. 9/18). 

- 3 - 

 1.3 Nach Eingang der verlangten Unterlagen eröffnete die Vorinstanz mit 

Urteil vom 24. Oktober 2013 den Konkurs über die Beschwerdeführerin (act. 9/22 

= act. 8). 

 2. Gegen dieses Urteil erhoben G._____ und B._____ von der B1._____ 

AG im Namen der Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 6. November 2013 

rechtzeitig Beschwerde mit den Anträgen, es sei der angefochtene Entscheid 

aufzuheben und sinngemäss, es sei das Konkursbegehren abzuweisen, soweit 

darauf einzutreten sei. In prozessualer Hinsicht wurde beantragt, es sei der 

Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen (act. 2 S. 2). Diesem Gesuch 

wurde mit Präsidialverfügung vom 11. November 2013 entsprochen (act. 10). 

Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin Frist zur Leistung eines 

Kostenvorschusses für das Rechtsmittelverfahren angesetzt. Dieser wurde 

rechtzeitig geleistet (act. 11/1 und 12). 

 3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 9/1-26). Die Sache 

erweist sich als spruchreif. 

II. 

 1. Die Beschwerdeführerin rügt zunächst, dass die Vorinstanz die Vor-

aussetzungen für eine Anzeige durch die Revisionsstelle gemäss Art. 728c Abs. 3 

OR nicht geprüft habe und mangels deren Vorliegen die Sache "gar nicht an die 

Hand hätte nehmen dürfen". So sei vorliegend weder eine Überschuldung 

offensichtlich gewesen, noch habe eine Untätigkeit des Verwaltungsrates 

vorgelegen. Die Revisionsstelle habe im Juni 2013 den Richter nur gestützt auf 

Spekulationen angerufen. So habe die hernach von ihr erstellte Zwischenbilanz 

per 30. Juni 2013 zwar ein Eigenkapital von Fr. -15'071.19 aufgewiesen, sei aber 

durch den Rangrücktritt von A1._____ im Umfang von Fr. 71'000.-- gedeckt 

gewesen. Und auch die Vorinstanz hätte kaum drei Monate gebraucht und 

verschiedene Akten einverlangt, wenn die Überschuldung offensichtlich gewesen 

wäre. Sodann habe die Revisionsstelle dem Verwaltungsrat weder die Möglichkeit 

- 4 - 

gegeben, die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft zu belegen noch selbst die 

Bilanz beim Gericht zu deponieren (act. 2 S. 4 f.). 

 2. Vor Vorinstanz hatten die Vertreter der Revisionsstelle geltend 

gemacht, dass der Verwaltungsrat über längere Zeit seine Mitwirkung verweigert 

habe und dass aufgrund ihnen bekannter Umstände auf offensichtliche 

Überschuldung der Gesellschaft geschlossen werden müsse. So hätten die 

Revisionsberichte für die Jahre 2010 und 2011 noch nicht erstellt werden können, 

da die Verwaltungsräte A1._____ und F._____ trotz mehrmaliger schriftlicher 

Aufforderung - zwei eingeschriebene Briefe und eine E-Mail - mit Fristansetzung 

die erforderlichen Unterlagen nicht abgegeben hätten. Und auch für das 

Geschäftsjahr 2012 seien trotz mehrmaliger Nachfrage bei der Gesellschaft 

weder Buchhaltungsunterlagen noch ein Jahresabschluss vorgelegt und eben so 

wenig ein aktueller Zwischenabschluss für das Geschäftsjahr 2013 geliefert 

worden. Nachdem die provisorische Jahresrechnung 2011 zwar eine 

Überschuldung von Fr. -26'677.63 aufgewiesen habe, zufolge des Rangrückritts 

von A1._____ für ein der Gesellschaft gewährtes Darlehen von Fr. 71'000.-- 

jedoch gedeckt gewesen sei, müsse nunmehr wegen Verlusten von bedeutenden 

Aufträgen darauf geschlossen werden, dass sich der Geschäftsgang der 

Gesellschaft weiter verschlechtert sowie die Überschuldung in den Jahren 2012 

und 2013 vergrössert habe und vom Rangrücktritt nicht mehr gedeckt sei (act. 

9/1). 

 3.1 Stösst die Revisionsstelle auf Anzeichen einer Überschuldung, hat sie 

den Verwaltungsrat unter Ansetzung einer angemessenen Frist zur Einhaltung 

seiner Pflichten nach Art. 725 Abs. 2 OR anzuhalten. Bleibt dieser trotz der 

Fristansetzung säumig und ist die Überschuldung offensichtlich, löst dies die 

Anzeigepflicht der Revisionsstelle nach Art. 728c Abs. 3 OR aus. Unterlässt sie 

die Anzeige, wird sie in der Regel zusammen mit dem Verwaltungsrat für den 

Schaden potentiell verantwortlich, der ab dem Zeitpunkt ihres möglichen 

Einschreitens entsteht (BSK OR II-Watter/Maizar, 4. Aufl. 2012, N 29 ff. und 38 zu 

Art. 728c OR m.w.H.). Eine offensichtliche Überschuldung liegt laut Bundesgericht 

dann vor, wenn jeder verständige Mensch ohne weitere Abklärungen sofort sieht, 

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dass die Aktiven die Schulden und notwendigen Rückstellungen nicht mehr zu 

decken vermögen und dass die evtl. vorhandenen Rangrücktritte nicht gültig sind 

oder im Ausmass nicht ausreichen (BGE 5_A221/2008 vom 10. Juli 2008).  

 3.2 Vom Vorliegen der Voraussetzungen der Untätigkeit des 

Verwaltungsrates sowie der offensichtlichen Überschuldung hängt demnach die 

Zulässigkeit der Überschuldungsanzeige und vom Vorliegen der Voraussetzung 

der Überschuldung auch deren Begründetheit ab. Eine solche zweifach 

erhebliche oder doppelt relevante Tatsache wird nur in einer Prüfungsstation 

untersucht. Die betroffene Zulässigkeitsvoraussetzung wird nicht geprüft, sofern 

sie – wie vorliegend vor Vorinstanz – schlüssig behauptet wurde. So hat die 

Revisionsstelle plausibel dargelegt und dokumentiert, dass kein Kontakt zum 

Verwaltungsrat hat hergestellt werden können und weshalb trotz fehlender 

Unterlagen zur aktuellen Finanzlage der Gesellschaft von einer Vergrösserung 

der Überschuldung ausgegangen werden müsse, welche durch den Rangrücktritt 

nicht mehr gedeckt sei. Die Klärung der entsprechenden rechtlichen Frage 

erfolgte daher zu Recht im Rahmen der materiellen Beurteilung, wozu die der 

Revisionsstelle unbestrittenermassen nicht vorgelegenen Unterlagen einverlangt 

wurden und hernach ein Sachentscheid gefällt wurde (KUKO ZPO-Domej, N 6 f. 

zu Art. 60; Hoffmann-Nowotny, Doppelrelevante Tatsachen in Zivilprozess und 

Schiedsverfahren, Zürich/St. Gallen 2010, N 83 ff., N 187 ff. und N 211 ff.; BGE 

137 III 32 E. 2.3).  

III. 

 1. Zur Sache erwog die Vorinstanz, dass die vorhandenen Aktiven der 

Beschwerdeführerin gemäss Zwischenbilanz vom 30. Juni 2013 die Forderungen 

der Gläubiger zwar nicht zu decken vermögen, der Rangrücktritt des 

Verwaltungsrates und Gesellschaftsgläubigers A1._____ in Höhe von Fr. 71'000.-

- jedoch das Ausmass der Unterdeckung von Fr. -15'071.19 überschreite. 

Weshalb die den Verwaltungsräten A1._____ und F._____ per Ende 2011 

gewährten Darlehen von Fr. 74'794.76 (A1._____) bzw. Fr. 46'136.40 (F._____) 

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trotz der sich verschlechternden Liquiditäts- und Ertragslage per Ende Juni 2013 

auf Fr. 111'399.76 (A1._____) bzw. Fr. 114'692.45 (F._____) noch erhöht worden 

seien, sei unbegründet geblieben. Gemäss Bericht der Revisionsstelle verstosse 

die Gewährung dieser Darlehen möglicherweise gegen das in Art. 680 Abs. 2 OR 

verankerte Verbot der Einlagerückgewähr. Wenn auch in der Literatur umstritten 

sei, wann die Gewährung eines Darlehens an Aktionäre gegen dieses Verbot 

verstosse, hätte jedenfalls die mangelnde Bonität der Gesellschaftsschuldner bei 

bereits bestehender Überschuldung Abschreibungen zur Folge, was die 

Überschuldung weiter vergrössern würde. Aus den eingereichten 

Steuerunterlagen 2011 und 2012 der Gesellschaftsschuldner A1._____ und 

F._____ sei zu schliessen, dass diese nicht über genügend Bonität zur 

Rückzahlung ihrer Darlehen verfügten und voraussichtlich mindestens 

Fr. 100'000.-- uneinbringlich sein würden und abgeschrieben werden müssten, 

womit die Überschuldung vom bestehenden Rangrücktritt bei Weitem nicht mehr 

gedeckt wäre. Bei diesem Sachverhalt könne offen bleiben, ob der Rangrücktritt 

den einschlägigen Anforderungen wie namentlich der Unanfechtbarkeit 

entspreche. Gestützt auf diese Überlegungen kam die Vorinstanz zum Schluss, 

die Beschwerdeführerin sei überschuldet. Dies führte zur Konkurseröffnung (act. 8 

S. 3-5). 

 2. Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, die 

Rangrücktrittsvereinbarung vom 4. Dezember 2009 zwischen ihr und dem 

Aktionär A1._____ im Umfang von Fr. 71'000.-- genüge den gesetzlichen 

Anforderungen und sei aufgrund der sehr guten Bonität des Rangrücktrittgebers 

auch nicht von deren Anfechtbarkeit durch Dritte auszugehen (act. 2 S. 5 f.).  

 Bei der Bewertung der Liegenschaften der beiden Darlehensschuldner sei 

entgegen der Vorinstanz nicht auf den Steuerwert sondern auf den Verkehrswert 

abzustellen. A1._____ sei Eigentümer von zwei Liegenschaften in H._____ im 

Kanton Nidwalden. Bei der Liegenschaft …-Strasse … handle es sich um ein 

freistehendes Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen und zwei Garagen an bester 

Lage am Vierwaldstättersee. Gemäss einer von der Credit Suisse im Jahre 2002 

in Auftrag gegebenen Schätzung habe die Liegenschaft einen Verkehrswert von 

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Fr. 1,75 Mio., welcher aufgrund der Entwicklung der Immobilienpreise heute wohl 

noch deutlich höher liegen dürfte. Die Liegenschaft an der …-Strasse … bestehe 

aus einem Büro/Studio (Steuerwert 64'000.--), zwei Bootsplätzen (Steuerwert je 

Fr. 91'000.--) und zwei Parkplätzen (Steuerwert je Fr. 20'000.--). Im Jahre 2003 

habe die Credit Suisse einen Bootsplatz schätzen lassen. Dessen Verkehrswert 

liege bei Fr. 150'000.--. Somit hätten die beiden Liegenschaften zusammen einen 

Verkehrswert von mindestens Fr. 2'129'000.--. Gegenüber dem Steuerwert von 

Fr. 1'576'000.-- ergäbe sich somit eine Differenz von Fr. 553'000.--. Die 

Vorinstanz sei bei diesen Verhältnissen zu Unrecht davon ausgegangen, dass 

zumindest ein Teil des Aktionärsdarlehens von Fr. 110'000.-- abgeschrieben 

werden müsste. Dieses könne durch den Verkauf eines Teils der Liegenschaften - 

gegenwärtig werde der Verkauf der Bootsplätze und des Büros geprüft - oder 

durch Aufstockung der Hypothek problemlos zurückbezahlt werden (act. 2 S. 6 f.). 

 F._____ und ihr Ehemann seien Eigentümer eines 5-Zimmer-

Einfamilienhauses in der Gemeinde L._____. Dieses sei in der Steuererklärung 

2012 mit einem Steuerwert von Fr. 540'000.-- aufgeführt. Wenn auch keine 

Schätzung vorliege, sei offensichtlich, dass der Verkehrswert massiv höher liege. 

Gemäss eines aktuellen Auszugs der Plattform homegate.ch würden 

vergleichbare Einfamilienhäuser in der Gemeinde L._____/M._____ zu Preisen 

zwischen Fr. 880'000.-- und Fr. 1,3 Mio. angeboten. Selbst wenn sehr vorsichtig 

von einem Verkehrswert von Fr. 850'000.-- ausgegangen werden würde, wäre 

das Vermögen rund Fr. 300'000.-- höher als in der Steuererklärung ausgewiesen. 

Da die Hypothek lediglich Fr. 580'000.-- betrage, bliebe genügend Luft, um durch 

die Aufnahme einer weiteren Hypothek oder allenfalls durch den Verkauf der 

Liegenschaft liquide Mittel zwecks Rückzahlung des Aktionärsdarlehens von 

Fr. 115'000.-- zu beschaffen (act. 2 S. 7 f.).  

 Dass die Aktionärsdarlehen in einer finanziell schwierigen Situation erhöht 

worden seien, liege daran, dass die Aktionäre in den letzten Jahren immer wieder 

auf Lohn verzichtet hätten, um der angeschlagenen Firma zu helfen bzw. ihren 

persönlichen Beitrag zur Sanierung der Firma zu leisten. Wenn für Ausgaben 

trotzdem flüssige Mittel benötigt worden seien, seien die Bezüge als Darlehen 

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gebucht worden. Das sei weder buchhalterisch noch ökonomisch sinnvoll 

gewesen, erkläre sich aber dadurch, dass eine Beratung in den letzten Jahren 

praktisch inexistent sowie Abschlüsse und Revisionen zwei bis drei Jahre im 

Rückstand gewesen seien (act. 2 S. 8 f.).  

 3.1 Das vorliegende Verfahren ist ein Beschwerdeverfahren nach Art. 319 

ff. ZPO (vgl. Art. 194 i.V.m. Art. 174 Abs. 1 SchKG). Die Beschwerde ist innert 

einer Frist von 10 Tagen einzureichen und abschliessend zu begründen (vgl. ZR 

110/2011 Nr. 5). Dabei kann unrichtige Rechtsanwendung und offensichtlich 

unrichtige Sachverhaltsfeststellung geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). 

 Nach Art. 326 Abs. 1 ZPO sind neue Anträge, neue 

Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen. In Abs. 2 

werden besondere Be-stimmungen des Gesetzes vorbehalten. Als solche 

besondere Bestimmungen, welche eine Ausnahme erlauben, gelten Art. 174 Abs. 

1 und 2 SchKG betreffend die Beschwerde gegen eine Konkurseröffnung. Art. 

174 Abs. 1 SchKG, wonach in der Beschwerde unechte Noven vorgebracht 

werden können, gilt auch bei der Konkurseröffnung nach einer 

Überschuldungsanzeige. Die in Art. 174 Abs. 2 SchKG abschliessend als zulässig 

genannten echten Noven sind dagegen nicht auf eine Konkurseröffnung nach 

Überschuldungsanzeige zugeschnitten. Ein Analogieschluss auf weitere Arten 

von echten Noven wird mehrheitlich abgelehnt (vgl. die Ausführungen der 

Kammer in OGer ZH PS110058 vom 15. Juli 2011, E. III./1.; vgl. auch BSK 

SchKG II-Brunner/Boller, 2. Auflage 2010, Art. 194 N 8). Wird in der Lehre die 

Frage diskutiert, inwieweit Nachbringen während der Beschwerdefrist zulässig 
sind, ist klar, dass Weiterungen und Ergänzungen nach Ablauf der 
Beschwerdefrist unzulässig sind. Dafür darf auch keine Frist mehr angesetzt 

werden. Diesbezüglich sieht auch Art. 174 SchKG keine Ausnahme vor. 

 3.2 Im Rechtsmittelverfahren stützt sich die Beschwerdeführerin auf neue 

Vorbringen und neue Beweismittel, so v.a. auf Liegenschafts-Verkehrswert-

schätzungen, welche vor Vorinstanz nicht eingebracht wurden. Dabei handelt es 

sich um unechte Noven, welche wie vorerwähnt zulässig sind. 

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 4.1 Gemäss Zwischenbilanz der Beschwerdeführerin zu 

Fortführungswerten vom 30. Juni 2013 stehen den Aktiven im Umfang von Fr. 

433'712.12 Forderungen von Gläubigern im Umfang von Fr. 448'783.31 

gegenüber (act. 5/4). Somit besteht eine bilanzmässige Überschuldung in Höhe 

von Fr. -15'071.19, welche jedoch durch den Rangrücktritt des 

Gesellschaftsgläubigers und Aktionärs A1._____ vom 4. Dezember 2009 im 

Umfang von Fr. 71'000.-- gedeckt ist. Der Rangrücktritt ist mit einer Stundung der 

Forderung verbunden, unkündbar und kann nur mit Zustimmung der 

Revisionsstelle aufgehoben werden, sofern die Überschuldung der Gesellschaft 

nicht mehr besteht. Die Rangrücktrittsvereinbarung wurde vom Verwaltungsrat 

der Gesellschaft in Würdigung der Bonität des Gläubigers A1._____ genehmigt. 

Für die Gesellschaft signierte die einzelzeichnungsberechtigte Verwaltungsrätin 

F._____ (act. 5/5; act. 6). Hinweise, dass der Rangrückritt gesetzlichen 

Anforderungen nicht genügt (vgl. Forstmoser/Meier-Hayoz/Nobel, 

Schweizerisches Aktienrecht, Bern 1996, § 50 N 216 ff.) und der Prüfung durch 

die Revisionsstelle (vgl. BGE 129 III 129 E. 7.1) nicht stand gehalten hätte, sind 

nicht ersichtlich. 

 4.2.1   Das steuerbare Einkommen von A1._____ und seiner Ehefrau betrug 

gemäss Steuererklärung 2012 Fr. 93'754.--, das steuerbare Vermögen 

(bestehend aus liquiden Mitteln, Wertschriften und Liegenschaften) Fr. 222'959.--. 

Zwei Drittel der gesamten Einkünfte von knapp Fr. 148'000.-- entfielen auf 

Mieteinnahmen aus den beiden Liegenschafen …-Strasse … und … (inkl. zweier 

Bootsplätze und zweier Garagen) im Kanton Nidwalden, ca. Fr. 42'000.-- 

resultierten aus AHV-Renten und ein kleiner Teil von ca. Fr. 11'000.-- aus der 

Mitarbeit bei der Beschwerdeführerin (act. 5/6). Gestützt auf diesen Umstand kam 

die Vorinstanz zum Schluss, dass ein Verkauf der Liegenschaften, in welchen ein 

Grossteil des Vermögens gebunden sei, das Ehepaar seiner 

Haupteinnahmequelle berauben würde und daher weder in Frage komme noch 

geltend gemacht worden sei. Das bewegliche Vermögen der Eheleute habe per 

Ende 2012 lediglich Fr. 67'798.-- betragen und eine Verrechnung der Forderung 

aus dem Darlehen an die Gesellschaft mit der Schuld aus dem Darlehen von der 

Gesellschaft sei aufgrund des Rangrückritts für Erstere ausgeschlossen. Damit 

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bleibe für einen Darlehensbetrag von über Fr. 43'000.-- unklar, wie der Schuldner 

diesen begleichen könne (act. 8 S. 4 f.).  

 4.2.2   Wie die Beschwerdeführerin zu Recht einwendet, ist bei der 

Bewertung der Liegenschaften nicht auf den Steuerwert sondern auf den höheren 

Verkehrswert abzustellen. Indes lagen der Vorinstanz nur die Steuerdokumente 

vor und wurden Unterlagen zum Verkehrswert der Liegenschaften wie vorerwähnt 

erst im Rechtsmittelverfahren eingereicht. 

 4.2.3   Das freistehende Wohnhaus mit drei Wohnungen und zwei Garagen 

an der …-Strasse … in H._____, deren Eigentümer A1._____ ist, weist gemäss 

Bewertung von I._____ aus dem Jahre 2002 einen Verkehrswert von 

Fr. 1'725'000.-- auf. Unter Berücksichtigung des Umstandes, dass es sich um 

eine Immobilie an sehr begehrter Lage mit direktem Seeanstoss handelt (act. 5/7 

S. 3) und sich in der Schweiz die Preise für Immobilien in den letzten Jahren 

stetig verteuert haben, kann auch noch heute von (mindestens) diesem Wert 

ausgegangen werden. Dasselbe gilt für die im Jahre 2003 erfolgte Schätzung 

eines der Bootsplätze an der …-Strasse …, welcher einen Verkehrswert von 

Fr. 150'000.-- aufweist. Für Büro/Studio und die beiden Parkplätze an der …-

Strasse … sind einzig die Steuerwerte von Fr. 64'000.-- und je Fr. 20'000.-- 

bekannt. Somit ist mit der Beschwerdeführerin von einem Verkehrswert der 

beiden Liegenschaften von mindestens Fr. 2'129'000.-- auszugehen. Diese sind 

gemäss Steuererklärung 2012 mit einer Hypothek in Höhe von Fr. 1'405'395.-- 

belastet. Damit liegt die Belehnung bei 66% des Verkehrswertes und könnte bis 

auf die von den meisten Banken üblicherweise gewährte Belehnung von 80% 

erhöht werden. Ein damit verbundener Barbezug von knapp Fr. 300'000.-- läge 

weit über dem der Gesellschaft geschuldeten Darlehen von Fr. 111'399.76.  

 4.3.1   Gemäss Feststellung der Vorinstanz versteuerten F._____ und ihr 

Ehemann im Jahre 2011 bzw. 2012 ein Einkommen von Fr. 40'800.-- bzw. 

Fr. 48'400.-- und Vermögen von Fr. 16'636.-- bzw. Fr. 20'782.--, weshalb nicht 

ersichtlich sei, woher bei diesen finanziellen Verhältnissen kurzfristig fast 

Fr. 115'000.-- zwecks Darlehensrückzahlung abgerufen werden könnten (act. 8 

- 11 - 

S. 5). Zur in der Steuererklärung aufgeführten Liegenschaft äusserte sich die Vor-

instanz nicht. 

 4.3.2   In der Steuererklärung der Eheleute F._____ aus dem Jahre 2012 ist 

die Liegenschaft im … in der Gemeinde M._____ mit einem Steuerwert von 

Fr. 540'000.-- aufgeführt. Die Hypothek beträgt Fr. 580'000.-- (act. 5/9). Allein der 

Umstand, dass die Hypothek einige zehntausend Franken höher ist als der 

Steuerwert, die Belehnung aber kaum 100% beträgt, zeigt, dass der Verkehrswert 

der Liegenschaft viel höher sein muss. Wenn auch keine Verkehrswertschätzung 

vorliegt und konkrete Angaben zum, wie geltend gemacht, 5-Zimmer-

Einfamilienhaus fehlen, vermochte die Beschwerdeführerin anhand der Preise 

anderer Objekte mit nämlicher Anzahl Zimmer in der Gemeinde M._____/L._____ 

glaubhaft darzulegen, dass der für die Beurteilung massgebende Verkehrswert 

der Liegenschaft im … in der Gemeinde M._____ bedeutend höher ist als der 

Steuerwert und bei einem Verkauf oder der Aufstockung der Hypothek zuzüglich 

des vorhandenen Vermögens genügend flüssige Mittel erhältlich gemacht werden 

können, um die Darlehensschuld in Höhe von Fr. 115'000.-- zu tilgen. 

 5. Zu erwähnen bleibt, dass die Beschwerdeführerin, welche 

offensichtlich bereits im Jahre 2009 finanzielle Schwierigkeiten aufwies und 

gemäss Review der Revisionsstelle vom 3. September 2013 über eine 

angespannte Liquidität und eine ungenügende Ertragslage verfügt, sich zwar 

nicht zu konkreten Sanierungsmassnahmen geäussert aber immerhin dargelegt 

und belegt hat, dass Massnahmen ergriffen wurden, um einen Grossteil der 

Schulden in absehbarer Zeit abzutragen. So entfallen vom kurzfristen 

Fremdkapital von Fr. 380'000.-- gemäss Zwischenbilanz per 30. Juni 2013 rund 

Fr. 260'000.-- auf Schulden bei Sozialversicherungen und der Eidg. 

Steuerverwaltung, mit welchen Gläubigern Abzahlungsvereinbarungen 

geschlossen wurden (act. 2 S. 8 f.; act. 5/11-16). 

 6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass gemäss 

Zwischenbilanz per 30. Juni 2013 zwar eine Unterdeckung im Umfang von  

Fr. -15'071.19 vorliegt, diese jedoch vom bestehenden Rangrücktritt von 

A1._____ im Umfang von Fr. 71'000.-- gedeckt ist. Sodann verfügen die 

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Gesellschaftsschuldner A1._____ und F._____ über ausreichend finanzielle 

Kapazitäten, um ihre Darlehen kurzfristig zurückzuzahlen zu können, weshalb 

nicht mit deren Abschreibung und damit einer Vergrösserung der Überschuldung 

gerechnet werden muss.  

IV. 

 Die Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung der Vorinstanz vom 24. 

September 2013 unter Androhung von Säumnisfolgen aufgefordert darzulegen, 

dass der Rangrücktritt des Gesellschaftsgläubigers A1._____ den gesetzlichen 

Anforderungen insbesondere der Unanfechtbarkeit genügt bzw. A1._____ den 

Verlust seiner Forderung ohne eigene Überschuldung verkraften kann und dass 

die Gesellschaftsschuldner in der Lage sind, die ihnen gewährten Darlehen 

zurückzuzahlen (act. 9/13). Auf die Notwendigkeit der Darlegung des letzteren 

Umstandes wurde nochmals mit Schreiben vom 10. Oktober 2013 hingewiesen, 

nachdem nur ein Teil der einverlangten Unterlagen, nämlich die Steuererklärung 

der Gesellschaftsschuldner für das Jahr 2011, eingereicht wurde. Auch mit 

Einreichung der verlangten Steuerunterlagen für das Jahr 2012 äusserte sich die 

Beschwerdeführerin nicht zu den vorerwähnten Punkten und kam somit ihrer 

Mitwirkungsobliegenheit nicht in genügender Weise nach. Gestützt nur auf die ihr 

vorgelegten Unterlagen wurde der Konkurs von der Vorinstanz zu Recht eröffnet 

und der Beschwerdeführerin entsprechend die Kosten auferlegt. Ihre mangelnde 

Mitwirkung machte vorliegendes Rechtsmittelverfahren nötig, in welchem erstmals 

die im konkreten Fall relevante Bonität der Gesellschaftsschuldner dargelegt und 

mit neu eingereichten Dokumente belegt wurde. Nach dem Gesagten sind der 

Beschwerdeführerin die Kosten des Beschwerdeverfahrens gestützt auf Art. 107 

Abs. 1 lit. f ZPO aufzuerlegen und mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss 

zu verrechnen.  

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Es wird erkannt: 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des 

Bezirksgerichtes Zürich vom 24. Oktober 2013, mit dem über die 

Beschwerdeführerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben. 

2. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziffer 3) wird bestätigt. 

3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, der 

Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Barvorschuss 

verrechnet. 

4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin und an deren 

Revisionsstelle E._____ AG, an das Konkursamt J._____, an das 

Betreibungsamt K._____ sowie an das Handelsregisteramt des Kantons 

Zürich sowie  

– unter Rücksendung der erstinstanzlichen Akten – an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein. 

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um einen Entscheid des Konkurs- oder Nachlassrichters oder der 
Konkurs- oder Nachlassrichterin im Sinne von Art. 74 Abs. 2 lit. d BGG. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 
 

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Obergericht des Kantons Zürich 

II. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. D. Tolic Hamming 
 
versandt am: 
 
 
 

	Urteil vom 24. Dezember 2013
	Erwägungen:
	I.
	II.
	III.
	IV.
	Es wird erkannt:
	1. In Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Konkursgerichtes des Bezirksgerichtes Zürich vom 24. Oktober 2013, mit dem über die Beschwerdeführerin der Konkurs eröffnet wurde, aufgehoben.
	2. Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziffer 3) wird bestätigt.
	3. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird auf Fr. 750.-- festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem von ihr geleisteten Barvorschuss verrechnet.
	4. Schriftliche Mitteilung an die Beschwerdeführerin und an deren Revisionsstelle E._____ AG, an das Konkursamt J._____, an das Betreibungsamt K._____ sowie an das Handelsregisteramt des Kantons Zürich sowie  – unter Rücksendung der erstinstanzlichen ...
	5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...