# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 76783e80-0936-57ee-8cd4-d3a9f40622d9
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-08-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.08.2013 UV 2012/76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2012-76_2013-08-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2012/76

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 30.08.2019

Entscheiddatum: 07.08.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 07.08.2013
Art. 6 UVG. Unfallkausalität von Beschwerden nach 
schleudertraumaähnlicher Verletzung. Frage der Leistungseinstellung 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. August 
2013, UV 2012/76).

Präsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, Versicherungsrichter 

Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 7. August 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Kurt Balmer, Stadelhoferstrasse 40, Postfach 354, 

8024 Zürich,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

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Sachverhalt:

A.

A.___ war als Schreiner bei der B.___ AG (UV-act. 14), bei der Suva unfallversichert, als 

er als Beifahrer in einem Lieferwagen auf der Autobahn in einen Auffahrunfall verwickelt 

war (UV-act. 20, 64). Hierbei erlitt er ein kranio-zervikales Beschleunigungstrauma und 

eine Thoraxkontusion (UV-act. 4). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht. Nach 

Durchführung von ärztlichen Behandlungen und Abklärungen eröffnete sie dem 

damaligen Rechtsvertreter des Versicherten, Rechtsanwalt lic. iur. E. Nisple, St. Gallen, 

mit Verfügung vom 1. Februar 2012, dass die Versicherungsleistungen auf den 1. 

Februar 2012 eingestellt worden sind. Die noch geklagten Beschwerden seien 

organisch nicht hinreichend nachweisbar. Der adäquate Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall vom 5. Juli 2010 und den gesundheitlichen Beschwerden sei zu 

verneinen. Mangels Vorliegens adäquater Unfallfolgen bestehe auch kein Anspruch auf 

weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung 

(UV-act. 195). Die gegen diese Verfügung vom Rechtsvertreter erhobene Einsprache 

(UV-act. 198) wies die Suva mit Einspracheentscheid vom 21. August 2012 (UV-act. 

208) ab.

B.  

B.a  Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Nisple für den 

Versicherten mit Eingabe vom 21. September 2012 Beschwerde. Er stellte die 

Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei 

anzuweisen, weiterhin Taggelder auszurichten und die Kosten der Heilbehandlung zu 

übernehmen. Eventualiter sei der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine 

Integritätsentschädigung aufgrund des neuen medizinischen Gutachtens zu beurteilen. 

Zur Begründung legte der Rechtsvertreter unter anderem dar, es werde bestritten, dass 

beim Beschwerdeführer keinerlei objektivierbares organisches Korrelat feststellbar sei. 

Ein solches ergebe sich aus den von Dr. med. C.___, Facharzt für diagnostische 

Radiologie, beschriebenen Befunden (UV-act. 90). Der Untersuch in der 

Universitätsklinik Balgrist (Prof. Dr. med. D.___) sei anhand eines herkömmlichen MRT 

erfolgt. Insoweit könne es nicht erstaunen, dass dort kein objektivierbares Substrat 

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habe eruiert werden können. In verschiedenen Bereichen hätten in jüngster Zeit mit der 

fMRT-Methode diagnostische Fortschritte erzielt werden können. Es sei mehr als 

angezeigt, diese Art der Diagnostik kritisch zu prüfen und deren Resultate angemessen 

zu würdigen. Es widerspreche diversen Rechtsgrundsätzen, "neue" wissenschaftliche 

Methoden per se auszuschliessen bzw. nicht zu beachten und auf diese Art und Weise 

Befunde richtiggehend zu verdrängen. Indem sich die Beschwerdegegnerin um solche 

Erkenntnisse foutiere, keine diesbezüglichen Abklärungen gelten lasse und den 

Ergebnissen von Dr. C.___ keine Beachtung schenke, verletze sie das rechtliche Gehör 

des Beschwerdeführers und den Untersuchungsgrundsatz. Die von Dr. C.___ 

angewendete Methode sei zu Lasten der gesetzlichen Unfallversicherungsträger im 

Landesverband E.___ im Jahr 2009 offiziell genehmigt worden und genüge damit den 

hohen Anforderungen Deutschlands. Entsprechend müsse diese Art der Diagnostik 

durchaus versicherungsrechtlich verwertbare Resultate liefern. Der medizinische 

Sachverhalt sei unter Berücksichtigung der Resultate von Dr. C.___ ergänzend 

abzuklären. Des Weiteren sei ein Fachgutachten zur Tauglichkeit der fMRT respektive 

der Upright-Kernspintomographie-Methode einzuholen. Beim Beschwerdeführer könne 

eine nennenswerte Besserung des Gesundheitszustands durch die Fortsetzung der 

ärztlichen und therapeutischen Behandlung erreicht werden. Die intensive 

Rehabilitationsphase führe in jedem Fall dazu, dass Kopfschmerzen und der Schwindel 

minimiert sowie der psychische Zustand stabilisiert werden könnten. Ein Abbruch der 

Heilbehandlung wäre daher fatal und würde das Gegenteil bewirken. Sollte das Gericht 

dennoch zur Auffassung gelangen, dass die Befunde von Dr. C.___ nicht verwertbar 

seien, so wäre jedenfalls der adäquate Kausalzusammenhang gegeben. Die 

Beschwerdegegnerin habe den Anspruch auf eine Dauerrente zu früh geprüft, da von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung zu erwarten 

sei.

B.b  In der Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2012 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die 

Darlegungen im angefochtenen Entscheid und führte unter anderem aus, das 

angerufene Gericht habe von Amtes wegen zu prüfen, ob es örtlich zuständig sei. Der 

Beschwerdeführer sei sowohl im Unfallzeitpunkt als auch im Zeitpunkt der 

Beschwerdeerhebung in Deutschland domiziliert gewesen. Den mit funktioneller 

Magnetresonanztomographie erhobenen Befunden komme nach der Rechtsprechung 

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für die Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach Schleudertraumen der 

HWS und äquivalenten Unfallmechanismen kein Beweiswert zu. Es sei davon 

auszugehen, dass kein objektivierbares unfallkausales organisches Substrat vorliege. 

Der medizinische Endzustand sei im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (1. Februar 

2012) erreicht gewesen. Der Beschwerdeführer leide unter einer posttraumatischen 

Belastungsstörung, welche nicht zu den schleudertraumaspezifischen Beschwerden 

gehöre, sondern ein davon zu trennendes, eigenständiges Leiden darstelle. Deshalb 

habe die Adäquanzprüfung diesbezüglich nach der Psycho-Praxis zu erfolgen. Da 

keine organisch objektivierbaren Unfallfolgen vorlägen, würden die entsprechenden 

Adäquanzkriterien zum vornherein entfallen. Die psychischen Beschwerden stünden 

also ebenfalls in keinem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 5. Juli 2010.

B.c  Mit Replik vom 18. Dezember 2012 bestätigte der neu mandatierte Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt lic. iur Kurt Balmer, Zürich, die in der 

Beschwerde gestellten Anträge. Ergänzend wies er darauf hin, dass die Beurteilung von 

Prof. D.___ vom 28. Oktober 2011 äusserst kurz ausgefallen sei und in den Akten nicht 

die nötige Unterschrift des Arztes enthalte. Somit sei die Stellungnahme ungültig, auch 

wenn angeblich eine elektronische Genehmigung vorliege. Eine gültige Stellungnahme 

enthalte nach den üblichen obligationenrechtlichen Bestimmungen eine Unterschrift 

oder eine analoge gesetzlich gültige Genehmigung. Diese liege nicht vor. In der 

Beurteilung vom 28. Oktober 2011 weise Prof. D.___ darauf hin, dass ein Vergleich 

aufgrund der unterschiedlichen Untersuchungstechnik nur bedingt möglich sei. Die 

Feststellung des Kreisarztes Dr. med. F.___, wonach keine objektivierbaren 

somatischen Befunde existieren würden, die vom Unfall vom 5. Juli 2010 stammten , 

sei unzutreffend und nicht nachvollziehbar. Auch zum Bericht von Dr. F.___ vom 

21. November 2011 - sowie weiteren ähnlichen Dokumenten - sei festzuhalten, dass 

die Authentizität aufgrund der Akten nicht nachvollzogen werden könne, da eine 

ordentliche Unterschrift fehle und die elektronische Signatur lediglich auf 

elektronischen Datenträgern überprüft werden könne. Die Beschwerdegegnerin sei 

anzuhalten, die Originalakten ins Recht zu legen. Diese seien dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers zur Einsichtnahme zur Verfügung zu stellen (act. G 8). Auf das 

Schreiben des Versicherungsgerichts vom 7. Januar 2013 (act. G 9) reichte der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 14. Januar 2013 die unterzeichnete Version 

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der Eingabe vom 18. Dezember 2012 sowie eine Meldebescheinigung des 

Einwohneramtes vom 19. November 2012 nach (act. G 10).

B.d  In der Duplik vom 8. Februar 2013 nahm die Beschwerdegegnerin Stellung zur 

Frage der Unterzeichnung von Arztberichten. Im Übrigen bestätigte sie ihren 

Standpunkt (act. G 13). 

Erwägungen:

1. 

Nach Art. 58 Abs. 2 ATSG ist für das erstinstanzliche Rechtspflegeverfahren im Bereich 

des Sozialversicherungsrechts des Bundes das Versicherungsgericht desjenigen 

Kantons zuständig, in dem sich der letzte schweizerische Wohnsitz der versicherten 

Person befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat, wenn 

sich der Wohnsitz der versicherten Person im Ausland befindet; lässt sich keiner dieser 

Orte ermitteln, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem 

das Durchführungsorgan seinen Sitz hat. Der Beschwerdeführer war im Unfallzeitpunkt 

bei einer Arbeitgeberin mit Sitz im Kanton St. Gallen angestellt. Er war vom 5. Juli 2010 

bis 3. April 2011 gemeldet und zog danach wieder nach Deutschland (act. G 10.2). Die 

örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts ist damit gegeben. - In materieller 

Hinsicht streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin die im Nachgang zum Unfall vom 5. 

Juli 2010 erbrachten Leistungen auf den 1. Februar 2012 zu Recht einstellte oder nicht. 

Sie legte im angefochtenen Entscheid (E. 1, 3a, 4a und 5a) die rechtlichen 

Voraussetzungen des Vorliegens eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen Unfall und Gesundheitsschädigung sowie die 

Beweisanforderungen zutreffend dar; darauf ist zu verweisen.

2. 

2.1 Ein ambulantes Assessment in der Rehaklinik Bellikon ergab gemäss Bericht vom 

26. November 2010 als aktuelle Probleme des Beschwerdeführers Schmerzen im 

Schulter-/Nackenbereich, Kopfschmerzen, diffuse Schwindelepisoden, 

Durchschlafstörungen, Tagesmüdigkeit, subjektive Störung von Konzentration, 

Kribbelparästhesien in den Händen und einen Tinnitus beidseits. Insgesamt hätten ein 

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adäquates Schmerzverhalten und gute Leistungsbereitschaft bestanden (UV-act. 59). 

Dr. med. G.___, Fachärztin für HNO-Heilkunde, bestätigte am 28. Februar 2011 das 

Vorliegen eines beidseitigen Tieftontinnitus (UV-act. 85). Die Arbeitgeberin löste das 

Arbeitsverhältnis auf Anfang April 2011 auf (UV-act. 86). Eine Upright-MRT-

Untersuchung durch Dr. med. C.___ ergab gemäss Bericht vom 18. März 2011 unter 

anderem einen hochgradigen Verdacht, dass es im densnahen Ansatzbereich/mittleren 

Verlauf des linken Ligamentum alare zu einer Partialruptur gekommen sei. Die 

Befundkonstellation im Bereich der Kopfgelenke sei durchaus mit einem 

posttraumatischen Residuum bei Zustand nach Schleuderverletzung in der Kopf-Hals-

Region vereinbar (UV-act. 90, 95). Dr. med. H.___ berichtete am 22. März 2011, es 

handle sich um eine posttraumatische Vertigo, welche atiologisch nicht sicher 

zuzuordnen sei. Für eine relevante axonale radikuläre Schädigung habe sich kein 

sicherer Hinweis ergeben. Offensichtlich sei es im Verlauf zu einer erheblichen 

Chronifizierung gekommen. Eine medikamentöse Therapie und physiotherapeutische 

Betreuung sei indiziert (UV-act. 92). Dr. med. I.___, Chirurgie/Orthopädie & 

Unfallchirurgie, empfahl im Bericht vom 29. April 2011 die Fortführung der 

Physiotherapie und Mitbeurteilung durch HNO und Neurologie (UV-act. 109). Dr. med. 

Ch. J.___, Fachärztin für Orthopädie, diagnostizierte am 27. Juni 2011 eine 

Atlasgefügestörung nach Schleudertrauma, eine Teilruptur des ligamentum alare, eine 

chronische cranio-cervikale Instabilität und eine Psoriasis Arthritis (UV-act. 118). Der 

Suva-Kreisarzt erachtete die Brillenversorgung des Beschwerdeführers und die 

Psoriasis Arthritis am 1. Juli 2011 als in keinem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 

5. Juli 2010 stehend (UV-act. 120, 122). Am 27. Juli 2011 bescheinigte Dr. J.___ eine 

seit dem Unfall andauernde volle Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 123). In der kreisärzlichen 

Beurteilung vom 5. Oktober 2011 kam Dr. med. F.___, Facharzt für Chirurgie FMH, zum 

Schluss, subjektiv würden belastungsabhängige Beschwerden, verminderte 

Belastbarkeit, Konzentrationsstörungen, Einschlafen der Hände und eine depressive 

Stimmungslage persistieren. Klinisch objektivierbar fänden sich bei der aktuellen 

Untersuchung somatisch eine leichte Einschränkung der HWS-Beweglichkeit und eine 

Verspannung der Paravertebral-Muskulatur im BWS-Bereich (UV-act. 135).

2.2 Der Neurologe PD Dr. med. K.___ berichtete am 28. September 2011, dass keine 

neurologischen Ausfälle bestünden. Die elektrophysiologischen Untersuchungen seien 

unauffällig. Es bestehe eine posttraumatische Belastungsstörung infolge des schweren 

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Verkehrsunfalls. Diese sollte psychotherapeutisch behandelt werden. Bezüglich der 

HWS habe er keine zusätzlichen Therapievorschläge (UV-act. 137). Ein an der Uniklinik 

Balgrist am 28. Oktober 2011 durchgeführtes MRI der HWS zeigte gemäss Bericht von 

Prof. Dr. med. D.___ eine leichte Diskusprotrusion C4/C5 und im Übrigen einen 

unauffälligen Befund. Aufgrund der unterschiedlichen Untersuchungstechnik sei ein 

Vergleich mit der Voruntersuchung (fMRI) nur bedingt möglich. Eine eindeutige 

Pathologie sei nicht abgrenzbar (UV-act. 144). Am 21. November 2011 hielt Kreisarzt 

Dr. F.___ ergänzend fest, bildgebend seien in der aktuellen Untersuchung keine 

Unfallfolgen mehr nachweisbar. Die vom Patienten geklagte Sensibilitätsstörung der 

gesamten linken oberen Extremität sei aus chirurgisch-rheumatologischer Sicht nicht 

erklärbar. Eine neurale Kompromittierung sei aufgrund des aktuellen MRI im HWS-

Bereich ausgeschlossen. Die enggradige Bewegungseinschränkung der HWS sei durch 

die Bildgebung nicht objektivierbar. Die paravertebrale Verspannung im Bereich der 

BWS könne nach mehr als 15 Monaten nicht mehr mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als unfallbedingt angesehen werden, da insbesondere die 

Muskulatur unauffällig sei (UV-act. 149). Dr. J.___ bestätigte am 23. November 2011 die 

im früheren Bericht bescheinigten Diagnosen und hielt fest, ein gezieltes muskuläres 

Koordinations- und Stabilisationstraining sei indiziert (UV-act. 152). Der Neurologe Dr. 

med. L.___ diagnostizierte am 1. Dezember 2011 schwerwiegende, ernsthafte Folgen 

eines unverschuldeten massiven Verkehrsunfalls mit Schleuderverletzung der HWS und 

davon abhängigen neurologischen Störungen, insbesondere eine Wurzelläsion C7 bzw. 

eine traumatische Myelopathie, einen traumatischen Bandscheibenschaden mit einer 

L5-Läsion rechts und traumaabhängiger schwerer Schädigung der Kopfgelenke mit 

einem abhängigen tanzenden Dens, eine traumaabhängige Vertebralis-Basilaris­

insuffizienz und den Ausschluss einer psychosomatischen Erkrankung. Er empfahl 

osteopathische Massnahmen, Medikation und physikalische Massnahmen für die LWS 

(UV-act. 163). Dr. med. M.___, Facharzt für Innere Medizin und psychotherapeutische 

Medizin, berichtete am 3. Januar 2012, er behandle den Beschwerdeführer seit dem 

11. Oktober 2011. Es lägen eine ängstliche Übererregbarkeit, Schreckhaftigkeit, 

Konzentrationsstörungen, Flashbacks und Alpträume vor. Es sei eine posttraumatische 

Belastungsstörung nach Autounfall zu diagnostizieren. Bei Einsatz 

psychotherapeutischer Methoden sei die Prognose als günstig einzuschätzen. Die 

körperliche Genesung sei jedoch eine wesentliche Vorbedingung für die psychische 

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Genesung (UV-act. 186). Am 7. Januar 2012 vermerkte Dr. L.___ ergänzend, dass die 

Untersuchungen in der Klinik Balgrist nur mit einer herkömmlichen MRT der HWS 

erfolgt und keine MRT-Aufnahme mit Upright-Technik durchgeführt worden sei. Die in 

der Klinik Balgrist erhobenen Befunde seien daher absolut wertlos (UV-act. 191).

2.3 Am 27. Januar 2012 nahm Kreisarzt Dr. F.___ zum Bericht von Dr. L.___ vom 1. 

Dezember 2011 Stellung. Dr. L.___ beschreibe eine zervikale Wurzelläsion C7 bzw. eine 

entsprechende traumatische Myelopathie. Sodann beschreibe er normale motorische 

und sensible Nervenleitgeschwindigkeiten im Elektromyogramm und schliesse ein 

Wurzelkompressionssyndrom derzeit mit Sicherheit aus. Er habe eine extrakranielle 

Dopplersonographie durchgeführt und eine Minderdurchblutung der linken Vertebral­

arterie und der Basilaris-arterie gefunden. Für eine traumatisch bedingte Einschränkung 

ergebe sich keinerlei Anhalt. Es sei indessen bekannt, dass inbesondere die 

Vertebralarterien oft unterschiedlich angelegt seien, so dass eine Hypoplasie einer 

Vertebralarterie nichts Ungewöhnliches sei. Eine Evidenz, dass hier eine unfallbedingte 

Schädigung vorliege, existiere nicht. Wenn Dr. L.___ sowohl eine kraniale als auch 

zervikale Läsion vermute und diese "mutmasslich im Zusammenhang mit dem 

schweren Auffahrunfall" sehe, handle es sich um eine Spekulation, die nicht weiter zu 

objektivieren sei. Die Wertigkeit der Upright-Kernspintomographie sei Gegenstand der 

Diskussion. Es gebe jedoch keinerlei Grund, die von Dr. D.___ erhobenen Befunde in 

irgendeiner Weise anzuzweifeln; seine radiologische Expertise sei höher zu gewichten 

als diejenige von Dr. L.___, der Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sei. Aufgrund 

der vorliegenden Untersuchungsbefunde seien keine strukturelle Unfallfolgen 

nachgewiesen (UV-act. 193). Im Bericht vom 9. Februar 2012 verwies Dr. L.___ auf 

seine bisherigen Darlegungen. Es könne keine Rede davon sein, dass die Aussagen 

von Prof. D.___, die wesentliche Untersuchungen (Upright-MRI) nicht beinhalten 

würden, den seinigen überlegen seien. Er könne es nicht hinnehmen, dass die 

Beschwerdegegnerin sich auf Befunde von Radiologen und eines Neurologen beziehe, 

die nicht den modernen medizinisch-rechtlichen Anforderungen an Aussagekraft 

entsprechen würden (UV-act. 197). Dr. J.___ hielt im Bericht vom 29. Februar 2012 

unter anderem fest, im Rahmen des Unfallgeschehens sei es zu einer substantiellen 

MRT-technisch objektivierten Schädigung des craniozervikalen Übergangs mit 

Instabilitätszeichen gekommen. Vor dem Unfall habe sich der Patient nicht in 

Behandlung befunden. Er befinde sich nicht in einer Wohlfühl-Wellnesstherapie, 

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sondern in einer intensiven Rehabilitationsphase mit schwankenden Erfolgen. Eine 

Einstellung der Zahlungen bezüglich der notwendigen therapeutischen und 

diagnostischen Konsequenzen sei nicht begründet und nachvollziehbar (UV-act. 198). 

3.   

3.1 Der Beschwerdeführer lässt beantragen, die kreisärztlichen Berichte sowie der 

Bericht von Prof. D.___, Uniklinik Balgrist, vom 28. Oktober 2011 (UV-act. 144) seien 

wegen fehlender Unterschrift aus den Akten zu entfernen. - Im erwähnten Bericht vom 

28. Oktober 2011 findet sich im Unterschriftenbereich der Hinweis, dass der Befund 

elektronisch visiert und auch ohne Unterschrift gültig sei (UV-act. 144). Ebenfalls 

elektronisch visiert wurde der kreisärztliche Bericht vom 21. November 2011 (vgl. UV-

act. 149 S. 2 unten). Von der Authentizität der Berichte ist damit ohne Weiteres 

auszugehen, zumal gegenteilige Anhaltspunkte weder vom Beschwerdeführer geltend 

gemacht werden noch aus den Akten ersichtlich sind. Die Beschwerdegegnerin wies 

sodann darauf hin, dass die Unfalldossiers elektronisch angelegt und keine Dossiers 

mit physischen Originalen mehr geführt würden (act. G 13). Ein Anlass, die erwähnten 

Berichte aus den Akten zu entfernen bzw. ihnen die Beweistauglichkeit abzusprechen, 

liegt damit nicht vor.

3.2

3.2.1 Funktionale Magnetresonanztomographie-Aufnahmen (fMRT) können zwar einen 

bestehenden Gesundheitsschaden als solchen durchaus zuverlässig aufzeigen, sofern 

die Bildqualität stimmt. Die Ergebnisse von funktionalen MRI-Aufnahmen werden in 

diesem Sinn - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. G 1 S. 6) - von 

der Rechtsprechung auch nicht per se ausgeschlossen bzw. verdrängt (vgl. dazu 

explizit BGE 134 V 109 E. 7.2). Nach der Rechtsprechung gelten jedoch fMRT-

Untersuchungen (funktionale Aufnahmen) nicht als geeignetes Beweismittel zur 

Beurteilung der Unfallkausalität von Beschwerden nach HWS-Traumen (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 26. Mai 2008 i/S K. [8C_152/2007 = BGE 134 V 231] E. 5; Urteil 

des Bundesgerichts vom 5. September 2011, 8C_310/2011, E. 4.2). Weder aus den 

durchgeführten Röntgen- und MRI-Abklärungen der HWS (vgl. UV-act. 25, 59 S. 1, 

144) noch aus dem Upright-MRI der HWS vom 18. März 2011, welches unter anderem 

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ergab, dass die Befundkonstellation im Bereich der Kopfgelenke "durchaus mit einem 

posttraumatischen Residuum bei Zustand nach Schleuderverletzung in der Kopf-Hals-

Region vereinbar" sei (UV-act. 90, 95), lässt sich überwiegend wahrscheinlich auf das 

Vorhandensein von unfallbedingten Strukturläsionen schliessen, welche überwiegend 

wahrscheinlich als Ursache für die nach dem 1. Februar 2012 geklagten Beschwerden 

gelten könnten. Die Bemerkung von Prof. D.___, dass aufgrund der unterschiedlichen 

Untersuchungstechnik ein Vergleich mit der Voruntersuchung nur bedingt möglich sei 

(UV-act. 144), ändert an der fehlenden Objektivierbarkeit von Unfallfolgen nichts. Die 

erwähnte Schlussfolgerung in BGE 134 V 231 hat nicht den Hintergrund einer 

Verdrängung von medizinischen Erkenntnissen, sondern beruht darauf, dass die im 

erwähnten Upright-MRI angeführten Strukturveränderungen konkret zwar eine 

gesundheitliche Schädigung zu belegen vermögen, nicht jedoch den kausalen 

Zusammenhang zwischen der Schädigung und dem acht Monate früher aufgetretenen 

Unfallereignis. Dieser Beweis wäre allenfalls unter der Voraussetzung des Vorliegens 

von fMRT-Aufnahmen unmittelbar vor und nach dem Unfall - und daraus resultierender 

Vergleichbarkeit der Bilder - näher zu diskutieren. Diese Bedingung ist jedoch hier nicht 

gegeben. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang auch die Feststellung von Prof. 

D.___, wonach eine eindeutige Pathologie nicht abgrenzbar sei (UV-act. 144) sowie 

diejenige von Dr. H.___, wonach sich für eine relevante axonale Schädigung kein 

sicherer Hinweis ergeben habe (UV-act. 92). Der Neurologe Dr. K.___ verneinte im 

Weiteren neurologische Ausfälle und bezeichnete die elektrophysiologischen 

Untersuchungen als unauffällig (UV-act. 137). Die Berichte von Prof. D.___ und Dr. 

L.___ brauchen unter diesen beweismässigen Voraussetzungen nicht inhaltlich bzw. 

beweisrechtlich gegeneinander abgewogen zu werden (vgl. UV-act. 197), zumal daraus 

zur Frage der Unfallkausalität keine überwiegend wahrscheinlich zutreffende Antwort 

resultieren würde. Die blosse Vereinbarkeit der festgestellten fMRI-Befunde mit einem 

posttraumatischen Residuum bei Zustand nach Schleuderverletzung (UV-act. 90) 

genügt für den überwiegend wahrscheinlichen Nachweis von Folgen des hier in Frage 

stehenden Ereignisses nicht.

3.2.2 Sodann vermag der Umstand, dass das Gerät "Fonar Upright-MRI" die 

gesetzlichen Anforderungen zur Durchführung von Untersuchungen erfüllt und die 

Genehmigung zur Durchführung der kernspintomographischen Abklärung vom 

zuständigen Unfallversicherungsträger erteilt worden war (Schreiben Dr. C.___ vom 14. 

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September 2012; act. G 1 Beilage 4), den Beweis einer Unfallkausalität von 

strukturellen Schäden nicht zu leisten. Der Beschwerdegegnerin kann bei diesem 

Sachverhalt auch nicht vorgeworfen werden, sie habe das rechtliche Gehör des 

Beschwerdeführers und den Untersuchungsgrundsatz verletzt (vgl. act. G 1 S. 7). 

Nachdem wie dargelegt die Tauglichkeit der (funktionalen) Upright-

Kernspintomographie-Methode als solche in diesem Verfahren gar nicht in Frage 

gestellt werden soll, bedarf es auch keines diesbezüglichen Gutachtens (vgl. act. G 1 

S. 8). Im Weiteren bleibt festzuhalten, dass klinisch erhobene Druckdolenzen, 

Muskelhartspann sowie Bewegungseinschränkungen im Bereich der HWS 

praxisgemäss kein klar fassbares organisches Substrat darstellen (vgl. Urteil des EVG 

vom 3. August 2005, U 9/05, E. 4 und vom 23. November 2004, U 109/04, E. 2.2). In 

diesem Zusammenhang ist sodann zu beachten, dass gemäss der einschlägigen 

Literatur (Bär/Kiener, Prellung, Verstauchung oder Zerrung der Wirbelsäule, 

Medizinische Mitteilungen Nr. 67 der Suva, S. 45ff) nach einem Unfall mit fehlenden 

strukturellen Schädigungen der Wirbelsäule eine vorübergehende Verschlimmerung 

eines degenerativen Vorzustands nach spätestens einem Jahr als abgeschlossen zu 

betrachten ist. Eine eigentliche Verursachung bzw. eine richtunggebende (dauernde) 

Verschlimmerung einer Wirbelsäulenpathologie durch das in Frage stehende 

Unfallereignis kann angesichts der geschilderten medizinischen Gegebenheiten sowie 

des Unfallsachverhalts nicht überwiegend wahrscheinlich angenommen werden. Eine 

allfällige vorübergehende unfallbedingte Verschlimmerung wäre längst als abgeheilt 

anzusehen. Kreisarzt Dr. F.___ hatte am 21. November 2011 denn auch festgehalten, 

dass die paravertebrale Verspannung im Bereich der BWS nach mehr als 15 Monaten 

nach dem Unfall nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als unfallbedingt 

angesehen werden könne (UV-act. 149).

3.3 Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert 

und liegt - wie die vorstehenden Ausführungen vorliegend ergeben haben - kein als 

Unfallfolge fassbarer organischer Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der 

natürlichen Kausalität ein typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von 

Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und 

Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, 

Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. gegeben sein (BGE 117 V 359 E. 

4b; vgl. auch BGE 117 V 369 E. 3e; Bestätigung in BGE 134 V 109 E. 9; Urteile des 

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Bundesgerichts vom 30. Januar 2007, U 215/05, und vom 15. März 2007, U 258/06; 

RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 E. 5e). - Den Angaben der erstbehandelnden Ärztin (in UV-

act. 8 Ziff. 4) lassen sich Kopf- und Nackenschmerzen entnehmen. Nach der 

Arbeitsaufnahme am 19. Juli 2010 ergaben sich erneut HWS-Schmerzen und 

Schwindel (UV-act. 16). Am 17. August 2010 berichtete der Beschwerdeführer, dass 

sich der seit dem Unfall leicht vorhandene Tinnitus vorübergehend verstärkt habe (UV-

act. 21 S. 2). Von Seiten des Hausarztes wurden am 22. August 2010 sodann Angst, 

Anspannung und Nervosität bestätigt (UV-act. 19). Der Beschwerdeführer klagte 

danach weiterhin über Tinnitus und Schwindelgefühl (UV-act. 37, 59, 83). Einzelne 

Ausprägungen eines typischen Beschwerdebildes lagen somit in der Zeit nach dem 

Unfall vor. Entsprechend anerkannte die Beschwerdegegnerin den diesbezüglichen 

Anspruch auf Versicherungsleistungen denn auch bis zum 31. Januar 2012.

3.4 Sind Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Hat die 

versicherte Person beim Unfall kein Schleudertrauma bzw. keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung erlitten, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 

115 V 140 E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen indessen das Vorliegen 

eines Schleudertraumas oder einer ähnlichen Verletzung, muss geprüft werden, ob die 

zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden 

Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik 

aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung 

ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen 

aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). Andernfalls erfolgt die 

Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 359 festgelegten und in BGE 134 

V 109 präzisierten Kriterien. Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS sowie bei äquivalenten 

Verletzungen setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall 

hervorgehen und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das 

Unfallereignis zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 

Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

4.   

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Zu klären ist - als Voraussetzung für die Adäquanzprüfung (BGE 134 V 109) - die Frage, 

ob Anfang Februar 2012 die Behandlung als abgeschlossen betrachtet werden durfte. 

Der Abschluss des Falls durch den Unfallversicherer im Sinn von Art. 19 Abs. 1 UVG 

bedingt, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung 

des Gesundheitszustands mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine ärztliche 

Behandlung nicht länger erforderlich ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

November 2008, 8C_467/2008, E. 5.2.2.2.). Es genügt für eine weiterdauernde 

Übernahme der Behandlungskosten nicht, dass eine Therapie lediglich eine 

unbedeutende Besserung erhoffen lässt oder dass für eine namhafte Besserung nur 

eine weit entfernte Möglichkeit besteht (A. Maurer, Unfallversicherungsrecht, 2. A., 

Bern 1989, 274). Von einer namhaften Besserung des Gesundheitszustands kann auch 

dann nicht gesprochen werden, wenn eine therapeutische Massnahme mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit nur die sich aus einem stationären 

Gesundheitsschaden ergebenden Beschwerden für eine begrenzte Zeit zu lindern 

vermag (RKUV 2005, Nr. U 557, S. 388). Für die Bejahung des medizinischen 

Endzustands wird keine vollständige Schmerzfreiheit vorausgesetzt (vgl. Rumo-Jungo, 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 3. A., S. 145). - Der Neurologe Dr. H.___ 

befürwortete am 22. März 2011 eine medikamentöse Therapie und 

physiotherapeutische Betreuung, wobei er von einer erheblichen Chronifizierung 

ausging (UV-act. 92). Am 27. Juni 2011 empfahl Dr. J.___ die Behandlung bezüglich 

Psoriasis Arthritis der Hand-, Schulter- und Kniegelenke (UV-act. 118), welche der 

Kreisarzt Dr. F.___ als unfallfremd bezeichnete (120, 122) bzw. die vorbestehend war 

(UV-act. 8 Beilage Ziff. 5) und später auch nicht mehr zur Diskussion stand. Am 27. Juli 

2011 beschrieb Dr. J.___ die Beschwerdesymptomatik (Zervikalbereich, Schlafstörung, 

Depression) und bestätigte eine regelmässige osteopathische Behandlung und einen 

Muskelaufbau (UV-act. 123). Der Neurologe Dr. K.___ verneinte am 4. Oktober 2011 mit 

Bezug auf sein Fachgebiet einen Behandlungsbedarf und empfahl eine psychiatrische 

Behandlung (UV-act. 137). Der Kreisarzt legte am 5. Oktober 2011 dar, dass subjektiv 

belastungsabhängige Beschwerden, verminderte Belastbarkeit, 

Konzentrationsstörungen, Einschlafen der Hände und eine depressive Stimmungslage 

persistieren würden. Objektiv finde sich somatisch eine leichte Einschränkung der 

HWS-Beweglichkeit und eine Verspannung der Paravertebral-Muskulatur im BWS-

Bereich (UV-act. 135 S. 4). Dr. J.___ befürwortete hierauf am 23. November 2011 ein 

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muskuläres Koordinations- und Stabilisationstraining (UV-act. 152) und hielt am 29. 

Februar 2012 fest, dass sich der Beschwerdeführer nicht in einer Wohlfühl-

Wellnesstherapie, sondern in einer intensiven Rehabilitationsphase mit schwankenden 

Erfolgen befinde (UV-act. 198). Dr. L.___ hatte sich am 1. Dezember 2011 für weitere 

osteopathische und physikalische Massnahmen sowie Medikation bezüglich der LWS 

ausgesprochen (UV-act. 163). Der Psychiater Dr. M.___ machte, bezugnehmend auf die 

Frage, in welchem Zeitraum eine gegebenenfalls Besserung des psychischen 

Beschwerdebildes zu erwarten sei (UV-act. 153 Ziff. 5), die psychische Genesung am 

3. Januar 2012 von der körperlichen Gesundung abhängig. Bei Einsatz von 

traumatherapeutischen Methoden sei die Prognose als günstig einzuschätzen (UV-act. 

186). Zur Frage einer Aussicht auf Verbesserung des Gesundheitszustands und der 

Arbeitsfähigkeit durch weitere Behandlung (für die Zeit ab Februar 2012) lässt sich den 

erwähnten Berichten von Dr. L.___ und Dr. J.___ sowie sämtlichen weiteren bei den 

Akten liegenden ärztlichen Berichten keine klare Äusserung entnehmen. Die erwähnten 

Ärzte wurden allerdings diesbezüglich auch nicht befragt. Die Feststellung von 

Kreisarzt Dr. F.___ vom 27. Januar 2012, dass sich die Frage von weiteren 

Behandlungsmassnahmen erübrige, wenn keine strukturellen Unfallfolgen 

nachgewiesen seien (UV-act. 193 S. 3 unten), trifft dabei insofern nicht zu, als 

grundsätzlich auch somatisch-strukturell nicht objektivierbare sowie psychische Folgen 

von schleudertraumaähnlichen Verletzungen einen Behandlungsbedarf (mit Aussicht 

auf namhafte Verbesserung) begründen können. Aus dem kreisärztlichen Bericht lässt 

sich somit eine Begründung für die Einstellung der weiteren Heilbehandlung ab Februar 

2012 nicht ableiten. Zur Arbeitsfähigkeit in diesem Zeitpunkt äusserte sich der Kreisarzt 

nicht. Gestützt auf die geschilderte Aktenlage lässt sich eine unfallbedingte 

Behandlungsbedürftigkeit mit der Aussicht auf eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab Februar 2012 nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschliessen. Ein Fallabschluss im Sinn von Art. 19 

Abs. 1 UVG auf Ende Januar 2012 mit Einstellung der Leistungen erscheint damit nicht 

ausgewiesen. Nachdem die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines 

Leistungseinstellungsgrundes ausreichend zu belegen hat (vgl. RKUV 2000 Nr. U 363 

S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328 Erw. 3b), wird sie die Frage der Aussicht auf namhafte 

Besserung durch Behandlung nach dem erwähnten Zeitpunkt noch abzuklären haben. 

Bevor diese Frage nicht geklärt, kann die Adäquanz nicht geprüft werden.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

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5.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 21. August 2012 dahingehend gutzuheissen, dass die 

Sache zur Abklärung der Frage, ob nach dem 1. Februar 2012 noch Aussicht auf eine 

namhafte Verbesserung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit durch 

weitere Behandlung bestanden hat, an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Hingegen besteht bei 

diesem Verfahrensausgang Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es 

rechtfertigt sich, diese - wie in vergleichbaren Verfahren üblich - auf pauschal 

Fr. 4'000.-- anzusetzen (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid 

vom 21. August 2012 aufgehoben und die Sache zur Abklärung der Frage, ob nach 

dem 1. Februar 2012 noch Aussicht auf namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit durch weitere Behandlung bestanden 

hatte, an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 4'000.-- zu 

entschädigen (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer).

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.08.2013
	Art. 6 UVG. Unfallkausalität von Beschwerden nach schleudertraumaähnlicher Verletzung. Frage der Leistungseinstellung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. August 2013, UV 2012/76).

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