# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 971a1d52-daad-5fbf-9209-9475942791d8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-07-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.07.2009 E-8189/2007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8189-2007_2009-07-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-8189/2007/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  J u l i  2 0 0 9

Einzelrichter Kurt Gysi, 
mit Zustimmung von Richter Gérald Bovier, 
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.

X._______, geboren (...),
Sri Lanka,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Einreisebewilligung; Verfügung des BFM vom 
16. Oktober 2007 / N (...)

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-8189/2007

Sachverhalt:

A.
Mit an die schweizerische Botschaft in Colombo gerichteten Eingaben 
vom  9.  November  2006  und  25.  November  2006  ersuchte  der 
Beschwerdeführer  sinngemäss  um  Bewilligung  der  Einreise  in  die 
Schweiz und die Gewährung des Asyls und reichte mehrere Beweis-
mittel  (Auszug  aus  Polizeiprotokoll  vom  17.  Oktober  2006,  mehrere 
Bestätigungsschreiben) ein.

B.
Mit Schreiben vom 10. Januar 2007 bestätigte die schweizerische Bot-
schaft in Colombo den Eingang des Asylgesuchs des Beschwerdefüh-
rers und forderte diesen auf,  seine Asylgründe detailliert  darzulegen 
und  alle  entsprechenden  Beweismittel  einzureichen.  Im  Unterlas-
sungsfall werde davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer nicht 
an der Weiterbehandlung seines Asylbegehrens interessiert sei. 

C.
Mit  Eingabe  vom  26.  Januar  2007  machte  der  Beschwerdeführer 
ergänzende Ausführungen zu seinen Asylgründen und reichte diverse 
weitere Beweismittel zu den Akten.

D.
Zur Begründung seines Asylgesuchs brachte der Beschwerdeführer in 
seinen Eingaben im Wesentlichen vor, sein Bruder A._______ sei am 
2.  September  1995  verschwunden.  Aufgrund  von  Berichten,  dass 
dieser von der LTTE rekrutiert worden sei, habe sich sein anderer Bru-
der namens B._______ in das von den Rebellen kontrollierte Gebiet 
begeben, um die Freilassung von A._______ zu erreichen. B._______ 
sei  jedoch seit  dem 28. Dezember  1995 ebenfalls  verschwunden. In 
beiden Fällen sei Anzeige bei der Polizei erstattet worden, welche sich 
jedoch nicht um eine Aufklärung der Fälle bemüht habe. Am 7. Dezem-
ber  2002  habe  er,  der  Beschwerdeführer,  ein  Schreiben  der  LTTE 
erhalten, wonach sein Bruder A._______ am 5. März 1999 bei einem 
Gefecht mit den staatlichen Sicherheitskräften den Märtyrertod erlitten 
habe. Er, der Beschwerdeführer, werde nun von unbekannten maskier-
ten  Männern  dazu  aufgefordert,  seinen  Bruder  B._______  auszu-
liefern. Es sei ihm angedroht worden, andernfalls würden seine Fahr-
zeuge und weiteres Eigentum beschlagnahmt. Ausserdem sei  er be-
reits zweimal entführt und jeweils gegen eine Lösegeldzahlung wieder 

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freigelassen  worden.  Er  könne  nicht  bei  den  Behörden  um  Schutz 
ersuchen,  da  er  diesfalls  von  seinen  Peinigern  gefoltert  oder  gar 
getötet  würde.  Es  sei  ausserdem  zu  berücksichtigen,  dass  nach 
Ansicht des UNHCR im Norden und Osten Sri Lankas eine Situation 
allgemeiner Gewalt herrsche. Die srilankische Regierung gewährleiste 
keinen Schutz gegen Menschenrechtsverletzungen und andere Straf-
taten,  welche  von  bewaffneten  Banden  begangen  würden,  sondern 
unterstütze diese vielmehr.

E.
Die schweizerische Botschaft in Colombo übermittelte in Anwendung 
von Art. 20 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 
142.31) am 16. Juli 2007 die Asylakten an das BFM.

F.
Mit Verfügung vom 16. Oktober 2007 wies das BFM gestützt auf Art. 3 
und Art. 20 Abs. 2 AsylG das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab 
und bewilligte seine Einreise in die Schweiz nicht. 

G.
Mit  Eingabe  vom  26.  November  2007  erhob  der  Beschwerdeführer 
sinngemäss Beschwerde gegen die vorinstanzliche Verfügung.

H.
Mit Begleitschreiben vom 6. Dezember 2007 übermittelte die schwei-
zerische  Botschaft  in  Colombo  dem  Bundesverwaltungsgericht  eine 
der  Botschaft  zugestellte  Kopie  der  Beschwerdeeingabe  vom 
26. November 2007.

I.
In ihrer Vernehmlassung vom 28. August 2008 hielt die Vorinstanz an 
ihrer Verfügung fest und beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 
2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 

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vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 des Asylgeset-
zes  vom 26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Gemäss  Schreiben  der  schweizerischen  Botschaft  in  Colombo 
vom 29. Oktober  2007  wurde  die  angefochtene  Verfügung  des BFM 
vom 16. Oktober  2007  dem Beschwerdeführer  mit  eingeschriebener 
Post, aufgegeben am 26. Oktober 2007, zugestellt. Da sich indessen 
kein vom Beschwerdeführer unterschriebener Rückschein in den Akten 
befindet,  steht  der  Zeitpunkt  der  Eröffnung der  Verfügung der  Vorin-
stanz  nicht  fest.  Gemäss  Lehre  und  Rechtsprechung  obliegt  der 
Beweis der Tatsache und des Zeitpunktes der Zustellung, mit anderen 
Worten dafür, dass und wann die Zustellung an die Partei erfolgt ist, 
der Behörde (vgl. ALFRED KÖLZ/ISABELLE HÄNER, Verwaltungsverfahren und 
Verwaltungsrechtspflege des Bundes,  2. Aufl.,  Zürich 1998,  Rz. 341; 
ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX UHLMANN,  Allgemeines  Verwaltungs-
recht,  5. Aufl.,  Zürich/Basel/Genf  2006,  Rz. 1651;  Verwaltungspraxis 
der Bundesbehörden [VPB] 61.66 E. 3a). Nachdem dieser Beweis auf-
grund der Aktenlage nicht möglich ist, ist zugunsten des Beschwerde-
führers  davon  auszugehen,  dass  seine  Beschwerdeeingabe  vom 
26. November 2007 den Schweizer Behörden fristgerecht zuging.  Die 
Beschwerde ist im Übrigen formgerecht eingereicht. Der Beschwerde-
führer  ist durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung.  Er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist nach 
dem Gesagten einzutreten.

1.3 Die Beschwerdeeingabe sowie die als Beweismittel eingereichten 
Dokumente sind nicht  in  einer der Amtssprachen des Bundes abge-
fasst.  Auf  die  Ansetzung  einer  Frist  zur  Beschwerdeverbesserung 
beziehungsweise zur Übersetzung kann indessen aus verfahrensöko-
nomischen Gründen verzichtet werden, da der in Englisch gehaltenen 
Eingabe  genügend klare,  sinngemässe Rechtsbegehren mit  Begrün-

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dung zu entnehmen sind und ohne Weiteres darüber entschieden wer-
den kann.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.  
3.1 Über offensichtlich begründete Beschwerden wird in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters bzw. einer 
zweiten  Richterin  entschieden  (Art. 111  Bst.  e  AsylG). Wie  nachste-
hend aufgezeigt, handelt es sich vorliegend um eine solche, weshalb 
der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 
Abs. 2 AsylG). 

3.2 Gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  wurde  vorliegend  auf  die 
Durchführung des Schriftenwechsels verzichtet.

4.  
Gemäss  Art.  19  Abs. 1  AsylG  kann  ein  Asylgesuch  im  Ausland  bei 
einer schweizerischen Vertretung gestellt werden, welche es mit einem 
Bericht an das Bundesamt überweist (Art. 20 Abs. 1 AsylG). Die Ver-
tretung führt  mit  der asylsuchenden Person in der Regel eine Befra-
gung durch (Art. 10 Abs. 1 der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Ist dies nicht möglich, 
so wird die asylsuchende Person von der Vertretung aufgefordert, ihre 
Asylgründe schriftlich festzuhalten (Art. 10 Abs. 2 AsylV 1). Die Vertre-
tung  überweist  dem  Bundesamt  das  Befragungsprotokoll  oder  das 
schriftliche Asylgesuch sowie weitere zweckdienliche Unterlagen und 
einen ergänzenden Bericht, der ihre Beurteilung des Asylgesuchs ent-
hält (Art. 10 Abs. 3 AsylV 1). Das BFM kann ein im Ausland gestelltes 
Asylgesuch ablehnen, wenn die asylsuchenden Personen keine Verfol-
gung  glaubhaft  machen  können  oder  ihnen  die  Aufnahme  in  einem 
Drittstaat  zugemutet  werden  kann  (vgl.  Art.  3,  Art.  7  und  Art.  52 
Abs. 2 AsylG). Gemäss Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt 
Asylsuchenden die  Einreise  zur  Abklärung des Sachverhaltes,  wenn 
ihnen  nicht  zugemutet  werden kann,  im Wohnsitz-  oder  Aufenthalts-
staat zu bleiben oder in ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf 
Art. 20 Abs. 3 AsylG kann das Eidgenössische Justiz- und Polizeide-
partement (EJPD) schweizerische Vertretungen ermächtigen, Asylsu-
chenden die Einreise zu bewilligen, die glaubhaft machen, dass eine 

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unmittelbare Gefahr für Leib und Leben oder für die Freiheit aus einem 
Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG bestehe.

5.
5.1 Gemäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts ist im Auslandver-
fahren die asylsuchende Person in der Regel zu befragen. Davon kann 
nur abgewichen werden, wenn eine Befragung faktisch oder aus orga-
nisatorischen  oder  kapazitätsmässigen  Gründen  unmöglich  ist.  Falls 
die Befragung nicht durchgeführt werden kann, muss die gesuchstel-
lende Person - soweit  möglich und notwendig -  in  einem individuali-
sierten Schreiben mittels konkreter  Fragen aufgefordert  werden,  ihre 
Lebensgeschichte  und  die  konkreten  Umstände  ihrer  Verfolgung 
schriftlich  einzureichen.  Dabei  ist  sie  auf  die  allfällige  Konsequenz 
eines negativen Entscheids infolge Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht 
aufmerksam zu machen. Ist der Sachverhalt schon aufgrund des ein-
gereichten Asylgesuchs entscheidreif erstellt, kann sich eine persönli-
che  Befragung  ebenfalls  erübrigen;  zeichnet  sich  ein  negativer  Ent-
scheid ab, ist der asylsuchenden Person diesbezüglich das rechtliche 
Gehör  zu  gewähren.  Das  Bundesamt  ist  gehalten,  den  Verzicht  auf 
eine Befragung im Ausland in der Verfügung zu begründen (vgl. zum 
Ganzen: BVGE 2007/30, E. 5 S. 7 ff.). 

5.2 Vorliegend hat die Botschaft in Colombo ohne Angabe von Grün-
den auf eine persönliche Befragung des Beschwerdeführers verzichtet. 
Ein Hinweis der Auslandsvertretung auf organisatorische oder kapazi-
tätsmässige  Schwierigkeiten  kann  den  Akten  nicht  entnommen wer-
den.  Es  ist  somit  davon  auszugehen,  dass  eine  Befragung  des 
Beschwerdeführers  durch  die  schweizerische  Botschaft  in  Colombo 
möglich gewesen wäre. 

5.3 In  der  angefochtenen  Verfügung  sowie  in  der  Vernehmlassung 
wird darauf hingewiesen, dass die Gefährdungssituation aufgrund der 
Aktenlage abschliessend beurteilt  werden könne. Selbst  wenn diese 
Auffassung zutreffend wäre - dies kann erst nach der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs zuverlässig beurteilt werden -, hätte das BFM dem 
Beschwerdeführer  gemäss  Rechtsprechung  des  Bundesverwaltungs-
gerichts das rechtliche Gehör zu dem sich abzeichnenden negativen 
Entscheid  gewähren müssen (vgl. vorstehend E. 5.1),  was indessen 
unterlassen wurde.

5.4 Aufgrund des oben Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz dem 
Beschwerdeführer zu Unrecht das gemäss Rechtsprechung zwingend 

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zu gewährende rechtliche Gehör nicht gewährte. Dieser Mangel ist auf 
Beschwerdeebene nicht zu heilen, zumal es nicht Sinn und Zweck des 
Beschwerdeverfahrens vor dem Bundesverwaltungsgericht ist, von der 
Vorinstanz unterlassene Verfahrenshandlungen nachzuholen. 

6.
Die Feststellung, dass das BFM dem Beschwerdeführer das rechtliche 
Gehör nicht gewährte, führt indessen nicht dazu, dass ihm die Einrei-
se in die Schweiz bereits aus diesem Grund zu bewilligen wäre. Aus 
dem Umstand, dass er bisher nicht befragt - respektive ihm das rechtli-
che  Gehör  nicht  gewährt  -  wurde,  kann  nicht  geschlossen  werden, 
dass ihm zur persönlichen Anhörung oder der Gewährung des rechtli-
chen  Gehörs  die  Einreise  in  die  Schweiz  bewilligt  werden  müsste. 
Angesichts der Aktenlage bestehen nicht genügend konkrete Anhalts-
punkte für  die Annahme, ihm wäre ein Verbleib in  Sri  Lanka für  die 
Dauer  der  weiteren,  noch erforderlichen Verfahrenshandlungen nicht 
zumutbar im Sinne von Art. 20 Abs. 2 AsylG.

7.
7.1 Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  den 
Anspruch des Beschwerdeführers auf  rechtliches Gehör verletzt  hat. 
Da eine Heilung dieses Verfahrensmangels im Rahmen des Beschwer-
deverfahrens nicht möglich erscheint  und jedenfalls nicht angebracht 
wäre, ist der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Gewährung 
des rechtlichen Gehörs sowie zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Nach der Gewährung des 
rechtlichen Gehörs wird das BFM zudem zu beurteilen haben, ob sich 
gestützt auf die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts eine 
Befragung des Beschwerdeführers als notwendig erweist oder nicht. 

7.2 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, die vorin-
stanzliche Verfügung vom 16. Oktober 2007 aufzuheben und  das BFM 
anzuweisen, dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu gewäh-
ren,  den  rechtserheblichen  Sachverhalt  gegebenenfalls  ergänzend 
vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden.

Im  Übrigen  wird  das  Bundesamt  ersucht,  zukünftige  Korrespondenz 
betreffend das vorliegende Verfahren nicht durch die srilankische Post 
übermitteln zu lassen,  aufgrund des Risikos, dass dadurch vertrauli-
che und heikle Informationen den Behörden des möglichen Verfolger-
staats zur Kenntnis gelangen könnten.

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8.
8.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Kosten aufzuerle-
gen (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG). 

8.2 Da der  Beschwerdeführer  im Beschwerdeverfahren nicht  anwalt-
lich vertreten wurde, ist nicht davon auszugehen, ihm seien durch die 
Beschwerdeführung unverhältnismässige Kosten erwachsen. Daher ist 
ihm  keine  Parteientschädigung  zuzusprechen  (vgl.  Art.  64  Abs.  1 
VwVG sowie Art. 7 ff. des Reglements vom 11. Dezember 2006 über 
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE, SR 173.320.2]).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die Verfügung des BFM vom 16. Oktober 2007 wird aufgehoben und 
das BFM angewiesen, dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör zu 
gewähren,  gegebenenfalls  den rechtserheblichen Sachverhalt  ergän-
zend vollständig festzustellen und in der Sache neu zu entscheiden.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Es wird keine Parteientschädigung entrichtet.

5.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer  (durch  Vermittlung  der 
Schweizerischen Botschaft in Colombo), die Schweizerische Botschaft 
in Colombo und das BFM. 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Nicholas Swain

Versand: 

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