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**Case Identifier:** 146ca589-ad89-5908-ab46-50f309114ff7
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2013-04-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.04.2013 IV 2011/141
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2011-141_2013-04-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2011/141

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 04.04.2013

Entscheiddatum: 04.04.2013

Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2013
Art. 28a Abs. 3 IVG. Ablehnung des Rentenanspruchs einer im 
Gesundheitsfall teilzeitlich erwerbstätigen Person (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 4. April 2013, IV 2011/141).

Versicherungsrichterin Marie Löhrer (Vorsitz), Versicherungsrichterinnen Miriam 

Lendfers und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiberin Jeannine Bodmer

 

Entscheid vom 4. April 2013

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Rente

 

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Sachverhalt:

A.       

A.a   A.___ meldete sich am 24. Februar 2009 zum Bezug von Invalidenleistungen 

(Berufliche Integration/Rente) an (act. G 5.1.2). Im Rahmen einer telefonischen 

Abklärung durch den RAD-Arzt Dr. med. B.___ beim Hausarzt Dr. med. C.___ vom 2. 

März 2009 gab jener gestützt auf Untersuchungen vom 3. März und 15. September 

2008 bei Dr. med. D.___, Innere Medizin und Rheumatologie FMH, St. Gallen (vgl. act. 

G 5.1.21-4ff.), als Leiden der Versicherten eine nicht klassifizierbare entzündlich-

rheumatische Erkrankung mit Arthritis der Hände und der Füsse (Befall der MCP-

Gelenke, der Handgelenke sowie der unteren Sprunggelenke [USG] beidseits, CRP 

konstant erhöht, Rheumaserologie negativ, die differentialdiagnostische Möglichkeit 

einer Virus-assoziierten Arthritis [z.B. Parvovirus B19] werde noch überprüft), ein 

chronisches Panvertebralsyndrom mit muskulärer Dysbalance und bei Adipositas, eine 

Thalassaemia minor und eine morbide Adipositas (BMI 42) an. Der Hausarzt erachtete 

die Versicherte in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit ohne monotone Handarbeiten 

für vier bis fünf Stunden pro Tag als arbeitsfähig. Anlässlich des Telefongesprächs vom 

2. März 2009 zwischen dem RAD-Arzt und der die Versicherte seit 19. Januar 2006 

behandelnden Psychologin E.___, Psychiatrie-Zentrum X.___, stimmte diese - wenn 

auch zögerlich - der Beurteilung des Hausarztes zu, wonach die Arbeitsfähigkeit der 

Versicherten zumindest im Hinblick auf einen Arbeitsversuch mit 50% eingestuft 

werden könne. Laut der Psychologin litt die getrennt lebende Versicherte an einer 

zurzeit mittelschweren depressiven Störung mit Müdigkeit und Lustlosigkeit. Sie sei mit 

ihrem sechsjährigen Sohn überfordert und wenig belastbar (act. G 5.1.7).

A.b   Am 14. September 2009 begann die Versicherte über das Regionale 

Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) ein Einsatzprogramm im Sohomet zur Überprüfung 

ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Aus gesundheitlichen Gründen musste dieses 

Anfang Oktober 2009 jedoch wieder abgebrochen werden (act. G 5.1.31-3, 5.1.30). Mit 

Mitteilung vom 13. Oktober 2009 teilte die IV-Stelle der Versicherten den Abschluss der 

Arbeitsvermittlung mit (act. G 5.1.34).

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A.c   Im Arztbericht vom 15. Oktober 2009 befand der Hausarzt eine leidensadaptierte 

Tätigkeit im Rahmen von 30-50% als zumutbar (act. G 5.1.35-5). Das Psychiatrie-

Zentrum Rheintal hielt im Bericht vom 29. Oktober 2009 fest, dass aus psychiatrischer 

Sicht aktuell keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Sie sähen das leichtgradig depressive 

Syndrom als Reaktion auf die chronische körperliche Erkrankung. Zudem wirke es sich 

für sich alleine aus rein psychiatrischer Sicht nicht nennenswert einschränkend auf die 

Arbeitsfähigkeit aus (act. G 5.1.37).

A.d   Am 11. Januar 2010 wurde die Versicherte erneut durch den Rheumatologen 

Dr. D.___ untersucht. Dieser stellte im Bericht vom 14. Januar 2010 weiterhin eine 

unklare entzündlich-rheumatische Erkrankung, ein chronisches Panvertebralsyndrom, 

Tendomyosen der Wadenmuskulatur, eine Depression, eine Thalassaemia minor sowie 

eine Adipositas fest und empfahl eine Anpassung der Medikation (act. G 5.1.40-2ff.). Im 

Verlaufsbericht vom 2. März 2010 beurteilte der Hausarzt die Prognose als schlecht. 

Ziel sei eine Stabilisierung (act. G 5.1.40-1). Zur Frage der IV-Stelle, ob auf Grund der 

relativ geringen entzündlichen Aktivität der vorliegenden Arthritis ohne Gelenkszer­

störungen/Fehlstellungen eine Arbeitsfähigkeit in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit 

unter Einhaltung der Gelenkschutzrichtlinien bzw. bei Einsatz notwendiger Hilfsmittel 

und ohne grössere Belastung der Hände (ohne grobe Greiffunktion bzw. ohne grosse 

Ansprüche an die Feinmotorik) angenommen werden könne, nahm Dr. F.___ am 1. April 

2010 Stellung. Nach seiner Beurteilung war unter diesen Voraussetzungen eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (halbtags) ab Anfang Januar 2010 möglich (act. G 5.1.42-2).

A.e   Am 12. Mai und 3. Juni 2010 wurde die Versicherte im SMAB, Bern, internistisch, 

psychiatrisch und rheumatologisch begutachtet. Die Fachpersonen hielten im Bericht 

vom 17. Juni 2010 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein ätiologisch 

unklares rheumatisch-entzündliches Krankheitsbild milder Ausprägung mit aktueller 

Oligoarthropathie der linken Hand und Arthralgie des linken oberen Sprunggelenks, 

Rheumafaktor- und ANA-negativ, fest. In der bisherigen Tätigkeit seien Arbeiten an 

schweren Industriemaschinen nicht mehr zumutbar, ansonsten bestehe in der 

bisherigen Tätigkeit durch das entzündliche Gelenksleiden eine Einschränkung in der 

Leistungsfähigkeit von 20% und somit eine Arbeitsfähigkeit in der Grössenordnung von 

80%. Leichte, körperlich und insbesondere die Hände nicht belastende Tätigkeiten 

(Kontrollarbeiten, Telefonbedienung etc.) seien in vollem zeitlichen und 

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leistungsmässigen Ausmass zumutbar. Somit bestehe bei der Versicherten eine 

Arbeitsfähigkeit von 100% (act. G 5.1.48).

A.f    Im Fragebogen zur Abklärung der Haushaltstätigkeit vom 26. August 2010 gab die 

Versicherte an, dass sie aktuell ohne Behinderung einer Erwerbstätigkeit im Rahmen 

von 80% nachgehen würde (act. G 5.1.50-2).

A.g   Anlässlich der Haushaltsabklärung vom 22. Oktober 2010 hielt der 

Abklärungsverantwortliche im Bericht vom 12. November 2010 fest, die Versicherte 

würde heute ohne Behinderung zu 50-60% erwerbstätig sein. Gestützt darauf sowie 

auf Grund einer Einschränkung im Haushalt von 25% ermittelte er einen 

Invaliditätsgrad von 11% (act. G 5.1.54). Die IV-Sachbearbeitung befand jedoch, da 

aus medizinischer Sicht lediglich eine 20%ige Einschränkung in einer mittelschweren 

bis schweren Tätigkeit bestehe, seien dem Haushalt nicht 25%, sondern höchstens 

eine 20%ige Einschränkung anzurechnen, denn die Haushaltstätigkeit entspreche einer 

mittelschweren Tätigkeit. In der Folge ergebe sich ab 1. November 2010 ein 

Invaliditätsgrad von 9% (act. G 5.1.55).

A.h   Im Vorbescheid vom 2. Dezember 2010 stellte die IV-Stelle der Versicherten eine 

Rentenablehnung in Aussicht (act. G 5.1.58). Den dagegen erhobenen Einwand vom 

21. Januar mit Ergänzung vom 7. Februar 2011 und der Begründung, die Versicherte 

würde im Gesundheitsfall einer 100%igen Erwerbstätigkeit nachgehen und werde 

gemäss dem Rheumatologen Dr. D.___ lediglich zu 50% als arbeitsfähig eingeschätzt 

(act. G 5.1.64-1, 5.1.67-1f.), wies die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. März 2011 ab. 

Sie hielt dabei am Invaliditätsgrad von 9% fest und wies darauf hin, dass die 

Versicherte selbst bei einer Qualifikation als Vollerwerbstätige infolge der vollen 

Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit keinen Rentenanspruch hätte (act. 

G 5.1.70).

B.       

B.a   Gegen diese Verfügung richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 8. April 

2011 mit dem Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung und nochmalige 

Prüfung des Rentenanspruchs. Zur Begründung machte die Beschwerdeführerin 

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geltend, seit dem 1. Oktober 2008 zu 100% arbeitsunfähig zu sein. Ihre 

Gelenkschwellungen und Gelenkentzündungen in den Händen und Füssen würden ihr 

beinahe jede Arbeit verunmöglichen. Innert Kürze bekomme sie jeweils Schmerzen, so 

dass sie nicht weiterarbeiten könne. Auch Dr. D.___ sehe sie laut seinen Berichten vom 

28. März 2011 lediglich zu 50% in einer leichten Arbeit als arbeitsfähig. Zudem würde 

sie ohne die gesundheitlichen Einschränkungen mindestens einer 80%igen 

Erwerbstätigkeit nachgehen, da ihr Sohn ab Sommer 2011 die erste Klasse besuchen 

werde, wo es einen Mittagstisch gebe, und ihr Vater ebenfalls ganz in der Nähe wohne 

(act. G 1, 1.2, 1.3).

B.b   Mit Beschwerdeantwort vom 7. Juni 2011 stellte die Beschwerdegegnerin Antrag 

auf Beschwerdeabweisung. Sie begründete diesen damit, dass vollumfänglich auf das 

SMAB-Gutachten abgestellt werden könne und unter Berücksichtigung einer 

Einschränkung im Haushalt von 25% sowie einer Gewährung eines Leidensabzugs von 

15% im Erwerbsbereich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 17% resultiere 

(act. G 5).

B.c   Mit Präsidialentscheid vom 10. Juni 2011 wurde dem Gesuch der 

Beschwerdeführerin um Befreiung von den Gerichtskosten für das 

Beschwerdeverfahren entsprochen (act. G 6).

B.d   In der Replik vom 4. Juli 2011 hielt die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag fest. 

Im Weiteren machte sie geltend, seit ca. einer Woche an zwei Fingern der linken Hand 

sowie am kleinen Finger der rechten Hand gefühllos zu sein. Sie benötige momentan 

sehr viel Hilfe zur Bewältigung ihres Haushalts. Zur Bestätigung reichte sie einen 

Bericht

ihres Hausarztes Dr. C.___ vom 1. Juli 2011 ein, wonach sie sich weiterhin in 

medizinischer Behandlung befinde, welche nicht als abgeschlossen angesehen werden 

könne (act. G 8, 8.1).

B.e   Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (act. G 10).

 

Erwägungen:

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1.        

Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf 

Rentenleistungen der Invalidenversicherung hat.

2.      

Rechtsprechungsgemäss stellt das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum 

Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung (vorliegend: 10. März 2011) 

eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 220 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Später 

eingetretene Tatsachen, die zu einer Änderung des Sachverhalts geführt haben, sind 

grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen Gerichtsverfahrens, sondern im Rahmen 

einer allfälligen Neuanmeldung bei der IV zu berücksichtigen (BGE 121 V 366 E. 1b mit 

Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführerin in der Replik vom 4. Juli 2011 geltend 

macht, seit ca. einer Woche an mehreren Fingern unter einer Gefühllosigkeit zu leiden 

(act. G 8), ist dies daher im vorliegenden Verfahren nicht zu berücksichtigen.

3.        

3.1    Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Die Invalidität kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch 

Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte 

und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 

Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

3.2    Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

50% besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

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3.3    Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen 

Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 

261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte Verwaltungs- und 

Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen). Rechtsprechungsgemäss kommt 

einem Gutachten oder anderen medizinischen Beurteilungen schon dann kein voller 

Beweiswert zu, wenn Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit sprechen; es muss nicht 

feststehen, dass die medizinischen Beurteilungen effektiv nicht den Tatsachen 

entsprechen, was nicht mit medizinischen Fachpersonen besetzte Behörden in der 

Regel nicht beurteilen können (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; 

seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts] vom 16. Oktober 

2002, I 779/01, E. 4.2).

4.        

4.1    Vorab zu klären ist die Frage, ob die medizinische Aktenlage eine 

rechtsgenügliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erlaubt. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung auf das SMAB-

Gutachten vom 17. Juni 2010 (act. G 5.1.48).

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4.2    Hinsichtlich der rheumatologischen Teilbegutachtung wurde im Hauptgutachten 

festgehalten, dass die Zusammenschau von Anamnese, persönlicher Untersuchung 

sowie vorliegenden Aktenstücken bei der Beschwerdeführerin die Situation eines 

offensichtlich entzündlichen Gelenkleidens widerspiegle, welches dokumentiert im 

Januar 2008 mit bilateralen Handschmerzen und -schwellungen begonnen und bisher 

nicht genau habe klassiert werden können. Dies sei auch in der Begutachtung nicht 

präziser möglich gewesen. In Frage kämen in der Tat die vom rheumatologischen 

Behandler schon diskutierten Differentialdiagnosen einer klassischen, seronegativen 

rheumatoiden Arthritis, es gebe aber auch kutane Hinweise auf die Möglichkeit einer 

Psoriasis-assoziierten Arthritis, schliesslich auch den möglichen Zusammenhang mit 

dem vorliegenden hämatologischen Leiden einer Thalassaemia minor. Sämtliche 

Differentialdiagnosen seien nicht durch eindeutige klinische Zeichen oder 

Laborbefunde zu sichern, sondern würden im Allgemeinen erst im Verlauf klarer. 

Festzuhalten sei jedoch, dass das Leiden an den wechselnd befallenen Gelenken 

(zumeist aber doch an den Grundgelenken der linken Hand, aktuell des Zeige- und 

Mittelfingers) zu keinen bleibenden Schädigungen geführt habe, was Fehlstellungen 

oder radiologisch fassbare Veränderungen betreffe. Aktuell scheine der klinisch 

fassbare Gelenksbefall eher diskret mit leichten, kaum von der Adipositas 

abgrenzbaren Schwellungen der Fingergrundgelenke II und III links (bei etwas 

reduzierter Faustschlusskraft) sowie unklaren, objektiv-klinisch nicht fassbaren 

Schmerzen im linken oberen Sprunggelenk bei passiven Gelenksbewegungen und bei 

der Gehbelastung. Die Laboruntersuchungen der letzten beiden Jahre würden einen 

leicht-mässigen Entzündungszustand wechselnder Intensität dokumentieren. Daraus 

ergebe sich ein Belastungsprofil, wonach Tätigkeiten mit vorwiegend (aber nicht 

ausschliesslich) sitzender Position unter Einsatz des Körpers und der Hände im 

leichten bis mittleren Bereich ohne spezielle Kraftanwendung (insbesondere Druck auf 

die Fingergelenke) und ohne über längere Zeit erforderliche stereotype Repetitionen in 

einem Zeitrahmen von 80% Leistungsfähigkeit bei voller Präsenzzeit denkbar und 

zumutbar seien. Eine mechanische Arbeit an schweren Industriemaschinen komme 

allerdings nicht mehr in Frage. Leichte körperlich und insbesondere die Hände nicht 

belastende Tätigkeiten (Kontrollarbeiten, Telefonbedienung etc.) seien in vollem 

zeitlichen und leistungsmässigen Ausmass zumutbar (act. G 5.1.48-36ff.).

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4.3    Das psychiatrische Teilgutachten vom 12. Mai 2010 fasste zusammen, dass sich 

die Beschwerdeführerin durch die therapeutischen Massnahmen aus der Abhängigkeit 

von ihrem Partner und der Mutter habe befreien können und dabei sei, ihr Leben in 

jeder Hinsicht neu zu ordnen. Der aktuelle psychische Befund der Beschwerdeführerin 

sei gänzlich unauffällig. Es bestünden keine Störungen im Kontaktverhalten, der 

Aufmerksamkeit, der Konzentration, der Willensbildung, des Antriebs und der 

Psychomotorik. Affektiv sei die Beschwerdeführerin in emotionaler Hinsicht gut 

schwingungsfähig. Sie wirke freundlich und ihre Stimmungslage sei ausgeglichen. Da 

die Realitätsorientierung und der Realitätsbezug vollständig erhalten seien, bestünden 

auch in prognostischer Hinsicht positive Aussichten. Bereits jetzt sei die 

Beschwerdeführerin in der Lage, ihrem Beruf einer Kassiererin oder Arbeiterin in einer 

Druckerei in vollem Umfang nachzugehen. Damit entspreche die gutachterliche 

Arbeitsfähigkeitseinschätzung auch der Beobachtung des Psychiatrie-Zentrums 

Rheintal im Bericht vom 29. Oktober 2009 (act. G 5.1.48-28f.).

4.4    In der gesamtgutachterlichen Würdigung kamen die Experten zum Schluss, dass 

die Beschwerdeführerin für leidensangepasste Tätigkeiten über eine 100%ige Rest­

arbeitsfähigkeit verfüge. In bisherigen Tätigkeiten bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 

80%, mit einer Leistungsminderung um 20% bei vollem Pensum, mit der 

Einschränkung, dass Arbeit an schweren Industriemaschinen nicht mehr zumutbar sei. 

Führend für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei das entzündliche Gelenkleiden, das 

ätiologisch nicht klar zuzuordnen sei. Differentialdiagnostisch komme vor allem eine 

seronegative rheumatoide Arthritis und eine Psoriasis-assoziierte Arthritis in Frage. 

Auch ein Zusammenhang mit der Thalassaemie sei möglich, bei Thalassaemia minor 

würden leichte Arthropathien, insbesondere der Hand- und der Sprunggelenke, 

beschrieben. Die Ausprägung der Arthritis sei bei der Beschwerdeführerin leicht mit 

Lokalisationen aktuell nur im Bereich der linken Hand und des linken Sprunggelenks. 

Aus gutachterlicher rheumatologischer Sicht bestünden weitere Behandlungsoptionen 

der Arthritis, die in Betracht gezogen werden sollten, da eine klinische Remission 

weiterhin nicht habe erreicht werden können. Auf die Therapiecompliance müsse 

zudem geachtet werden. Die anamnestisch bekannte und familiär vorkommende 

Thalassaemia minor manifestiere sich im roten Blutbild mit leichter mikrozytärer 

Anämie. Wegen der massiven Adipositas erfolge eine Behandlung mit Xenical, die zu 

einer Gewichtsreduktion von 16kg innert des letzten Jahres geführt habe. Um spätere 

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Komplikationen zu vermeiden sei eine weitere Gewichtsreduktion/

Gewichtsnormalisierung dringend angezeigt. Aus psychiatrischer Sicht bestünden 

keine Diagnosen, welche die Arbeitsfähigkeit einschränken würden (act. G 5.1.48).

4.5    Die Beschwerdeführerin bemängelt am Gutachten die Höhe der ihr attestierten 

Arbeitsfähigkeit. Sowohl ihr Hausarzt Dr. C.___ als auch Dr. D.___ würden die Prognose 

ihres Krankheitsverlaufs eher zweifelhaft bis schlecht einschätzen. Im Bericht vom 28. 

März 2011 hielt Dr. D.___ eine Arbeitsfähigkeit von 50% (halbtags) in einer leichten 

Arbeit für angemessen. Die Arbeitsfähigkeit von 80% in den bisherigen Tätigkeiten der 

Patientin (zuletzt Kassiererin) scheine ihm angesichts der auch im MRI nachgewiesenen 

klaren Entzündungen der Hände nicht realistisch. Eine sehr leichte Arbeit der Hände, 

z.B. eine kaufmännische Tätigkeit mit geringen Belastungen oder eine Tätigkeit am 

Telefon mit Kopfhörern, könne sie möglicherweise zu 60-80% ausführen, wobei sie 

dafür wohl die persönlichen Möglichkeiten nicht mitbringe. Im Arztbericht vom 

15. Oktober 2009 hatte der Hausarzt Dr. C.___ die Arbeitsfähigkeit in sitzenden und 

wechselbelastenden Tätigkeiten auf 30-50% geschätzt und als einschränkend die 

rheumatische Erkrankung sowie eine verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine 

erhöhte Ermüdbarkeit, welche nicht zuletzt von der Medikation herrühre, festgehalten 

(act. G 5.1.35-3ff.).

4.6    Damit weicht das SMAB-Gutachten nicht bezüglich der Feststellungen, sondern 

nur in Bezug auf die Beurteilung der Höhe der zumutbaren Arbeitsfähigkeit von den 

Einschätzungen der behandelnden Ärzte ab. Zu dieser Diskrepanz hält das 

rheumatologische Teilgutachten vom 7. Juni 2010 fest, bei dem eher diskreten 

entzündlichen Gelenksbild ohne Anzeichen destruktiver Veränderungen oder 

funktioneller Ausfälle erscheine doch eine erhöhte Arbeitsfähigkeit möglich. Obschon 

die Beschwerdeführerin nicht auffallende Anzeichen einer psychogenen Überlagerung 

erkennen lasse, scheine ihre subjektive Schmerzbewertung gemessen am objektiven 

Zustand etwas zu gewichtig. Allerdings bestätige sie auf gezieltes Befragen hinsichtlich 

der Selbstbeurteilung ihrer Arbeitsfähigkeit, dass sie sich schwere Arbeit wie früher an 

Maschinen nicht mehr denken könne, hingegen leichtere möglich sein sollten (act. 

G 5.1.48-37). Auch das Gesamtgutachten hält eine Diskrepanz zwischen den geklagten 

Beschwerden der Beschwerdeführerin und den offensichtlich aktuell nicht sehr 

ausgeprägten Schmerzen im Bereich der Fingergrundgelenke links, der rechten Hüfte 

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und des linken Sprunggelenks bei aktuell gutem Allgemeinzustand ohne sichtbaren 

Leidensausdruck fest. Anlässlich der klinischen Untersuchung habe keine 

eingenommene Schonhaltung wahrgenommen werden können und die allgemeine 

Beweglichkeit scheine sehr gut zu sein. Das Aus- und Anziehen der Kleider gelinge 

stehend problemlos und rasch. Die Beschwerdeführerin wirke auch nicht müde, 

obwohl sie sich am Vormittag bereits der rheumatologischen Untersuchung und nach 

einer einstündigen Mittagspause der aktuellen internistischen Untersuchung, welche 

insgesamt über zwei Stunden gedauert habe, unterzogen habe (act. G 5.1.48-12). Die 

gutachterliche Beurteilung erscheint in sich konkludent und nachvollziehbar. Bei ihrer 

Würdigung fällt weiter ins Gewicht, dass sie auf eigenständigen Abklärungen beruht 

und für die streitigen Belange umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden 

verwertet und die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden berücksichtigt 

und gewürdigt. Die Attestierung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte 

Tätigkeiten (d.h. leichte körperlich und insbesondere die Hände nicht belastende 

Tätigkeiten wie Kontrollarbeiten, Telefonbedienung etc.) leuchtet in der Darlegung der 

medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein, 

zumal auch Dr. F.___ für sehr leichte Tätigkeiten mit den Händen - wozu er 

kaufmännische Tätigkeiten mit geringen Belastungen oder eine Tätigkeit am Telefon 

mit Kopfhörern zählt - eine mögliche Arbeitsfähigkeit von 60 bis 80% einräumt. Weiter 

bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv wesentliche Tatsachen nicht 

berücksichtigt worden wären. Damit geht einher, dass auch die Beschwerdeführerin 

keine wesentlichen Mängel an der Begutachtung ins Feld führt. Die 

Beschwerdegegnerin hat damit der Bestimmung des Invaliditätsgrades in der 

angefochtenen Verfügung zu Recht die gutachterliche Leistungsfähigkeitsbeurteilung 

zugrunde gelegt.

5.        

5.1    Gestützt auf die gutachterliche Beurteilung der SMAB ist demnach von einer 

medizinisch-theoretischen 100%igen Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten auszugehen.

5.2    Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als 

nichterwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen 

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unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 

bestünde (BGE 125 V 150 E. 2c). Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen 

sind nach der Rechtsprechung die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen 

Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber 

Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 

persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt 

sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung 

entwickelt hätten, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall 

ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 125 V 150 E. 2c; BGE 117 

V 194 f. E. 3b mit Hinweisen; AHI 1997 S. 288 ff. E. 2b, AHI 1996 S. 197 E. 1c, je mit 

Hinweisen). Wie die Beschwerdeführerin im Fragebogen zur Rentenabklärung 

betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt am 26. August 2010 angab (vgl. act. G 5.1.50-2), 

ist davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall wieder einer Erwerbstätigkeit von 

80% nachgehen würde. Dies hat ihr auch die Beschwerdegegnerin in der 

Beschwerdeantwort vom 7. Juni 2011 zugestanden. Zudem erscheint dieses Pensum 

bereits mit Blick auf die prekäre finanzielle Lage der Beschwerdeführerin als 

überwiegend wahrscheinlich sowie gestützt auf den Umstand, dass der Sohn das 

Schulalter erreicht hat und durch Mittagstisch und Grossvater eine genügende 

Betreuung gesichert wäre.

5.3    Hinsichtlich der erwerblichen Tätigkeit besteht für die Bestimmung des 

Valideneinkommens keine repräsentative Grundlage. Wie die Beschwerdegegnerin 

zutreffend ausführt (act. G 5), ist daher sowohl für das Valideneinkommen als auch für 

das Invalideneinkommen auf die Tabelle TA1 der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik, Total sämtlicher 

Wirtschaftszweige, Anforderungsniveau 4, Frauen, abzustellen. Da die beiden 

Vergleichseinkommen somit auf derselben Grundlage zu berechnen sind, kann ein 

Prozentvergleich vorgenommen werden. Zu klären ist damit lediglich noch die Frage 

der Höhe des Tabellenabzugs bei der Bestimmung des Invalideneinkommens.

5.3.1           Mit dem Tabellenabzug ist zu berücksichtigen, dass gesundheitlich 

beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, 

im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren arbeitnehmenden 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

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Personen lohnmässig benachteiligt sind und deshalb mit unterdurchschnittlichen 

Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann wird dem Umstand Rechnung getragen, dass 

weitere persönliche und berufliche Merkmale einer versicherten Person, wie Alter, 

Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie 

Beschäftigungsgrad, Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 129 V 481 

E. 4.2.3, vgl. auch BGE 134 V 327 E. 5.2).

5.3.2           Die Beschwerdegegnerin anerkannte im Beschwerdeverfahren einen 

15%igen Abzug, weil die Beschwerdeführerin nur noch ein sehr eingeschränktes 

Spektrum von körperlich leichten Hilfstätigkeiten ausführen könne und damit im 

Vergleich zu einer gesunden Arbeitnehmerin mit einem Minderverdienst zu rechnen 

habe. Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführerin auf Grund ihrer Beschwerden an 

beiden Händen sowie einer fehlenden Ausbildung v.a. in einer hier wohl eher möglichen 

Bürotätigkeit eine sehr beschränkte Auswahl an adaptierten Tätigkeiten zur Verfügung 

steht, erscheint ein Leidensabzug von 15% gerechtfertigt. Bei der Vornahme eines 

Leidensabzugs von 15% resultiert im Erwerbsbereich ein Teilinvaliditätsgrad von 12% 

(0.8 x 15%).

5.4    Hinsichtlich der Einschränkung im Haushalt fand am 22. Oktober 2010 eine 

Abklärung vor Ort statt (act. G 5.1.52). Gemäss dem Abklärungsbericht vom 12. 

November 2010 wurde eine Einschränkung von 25% ermittelt, welche die 

Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren als plausibel erachtete und welche die 

Beschwerdeführerin ebenfalls nicht beanstandet hat. Anhaltspunkte für eine Nicht- 

bzw. Falschberücksichtigung der Angaben der Beschwerdeführerin sind vorliegend 

keine ersichtlich. Zudem zeigt sich der Berichtstext als plausibel, begründet und 

angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen (vgl. in der Amtlichen 

Sammlung nicht veröffentlichte, aber in AHI 2003 S. 218 publizierte E. 2.3.2 des Urteils 

BGE 129 V 67 [I 90/02 vom 30. Dezember 2002]). Damit beträgt die Invalidität im 

Haushaltsbereich bei einem 20%igen Anteil 5% (0.2 x 25%).

5.5    Gemäss der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) nach Praxis des 

Bundesgerichts ergibt sich in der Folge ein Invaliditätsgrad von insgesamt 17% (12% + 

5%), weshalb die Abweisung des Rentenbegehrens nicht zu beanstanden ist.

6.        

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6.1    Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.

6.2    Der Beschwerdeführerin wurde das Gesuch um Befreiung von den 

Gerichtskosten am 10. Juni 2011 bewilligt (act. G 6). Wenn die wirtschaftlichen 

Verhältnisse der Beschwerdeführerin es gestatten, kann sie jedoch zur Nachzahlung 

der Gerichtskosten verpflichtet werden (Art. 123 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die 

Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 99 Abs. 2 VRP/SG).

6.3    Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Der unterliegenden 

Beschwerdeführerin sind die Gerichtskosten in der Höhe von Fr. 600.-- aufzuerlegen. 

Zufolge unentgeltlicher Rechtspflege ist sie von der Bezahlung zu befreien.

 

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Die Beschwerdeführerin wird im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der 

Gerichtskosten von Fr. 600.-- befreit.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.04.2013
	Art. 28a Abs. 3 IVG. Ablehnung des Rentenanspruchs einer im Gesundheitsfall teilzeitlich erwerbstätigen Person (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St.Gallen vom 4. April 2013, IV 2011/141).

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