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**Case Identifier:** 837656c9-cd21-57a1-a57c-96c83fa1a99d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 04.05.2021 IV 2019/182
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_IV-2019-182_2021-05-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2019/182

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 10.08.2021

Entscheiddatum: 04.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 04.05.2021
Art. 28 und 28a IVG. Gemischte Methode der Invaliditätsbemessung. 
Rückwirkend befristete Rente und Rückweisung des jüngeren Sachverhalts 
zur ergänzenden medizinischen Abklärung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Mai 2021, IV 2019/182).

Entscheid vom 4. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Karin Huber-Studerus (Vorsitz), Michaela Machleidt 

Lehmann und Corinne Schambeck; Gerichtsschreiberin Fides Hautle

Geschäftsnr.

IV 2019/182

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

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Rente

Sachverhalt

A.  

Am 26. Februar 2015 (IV-act. 9; Eingangsdatum 4. März 2015) übermittelte die ___ 

AHV-IV-FAK der Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen eine an 

Erstere gerichtete Anmeldung von A.___, wohnhaft in ___, zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung vom 5. Februar 2015, namentlich einer Rente (IV-act. 1), zur 

Erstprüfung. Die Versicherte hatte angegeben, nach der Berufsschule (19__) 

hierzulande eine Lehre als ___ abgeschlossen und ___ erwachsene Kinder zu haben. 

Seit September 2007 sei sie (in der Schweiz) als Serviceangestellte tätig. Seit 2012 

leide sie an Lupus erythematodes, Gelenkschmerzen (nach zweistündiger Arbeit stark), 

Müdigkeit (mit mehrmals täglich Bedarf an langen Ruhephasen) und 

Leistungsschwäche (infolge Einnahme sehr vieler Medikamente). In einem Fragebogen 

hatte die Versicherte ergänzt, Knie, Rücken und Arme würden bei der sehr gern 

ausgeübten Arbeit, die sie nicht vollständig missen wolle, überlastet. Es seien ihr aber 

dennoch alle Tätigkeiten möglich, allerdings nicht für die volle Zahl an Arbeitsstunden.

A.a. 

Die Arbeitgeberin gab in einer Bescheinigung vom 18. Februar 2014 (recte: 2015; 

IV-act. 14) an, die Versicherte habe von September 2007 bis 11. Dezember 2014 

während der betriebsüblichen Arbeitszeit von 3 bis 5.5 Stunden pro Tag bzw. 

22 Stunden pro Woche gearbeitet, danach bis zum letzten Arbeitstag am 16. Dezember 

2014 noch an zwei Stunden pro Tag bzw. 11 bis 12 Stunden pro Woche. Sie verdiene 

einen Stundenlohn von Fr. 21.60 (einschliesslich Ferien- und Feiertagsentschädigung 

von Fr. 0.40 und Fr. 1.90 und 13. Monatslohn von Fr. 1.50), pro Monat ca. Fr. 1'760.-- 

und pro Jahr ca. Fr. 23'000.--. Seit 17. Dezember 2014 sei die Versicherte zu 50 % 

arbeitsunfähig und beziehe Krankentaggelder. Nach zwei Stunden Arbeit würden ihre 

Leistungen zurückgehen.

A.b. 

Dr. med. B.___, Rheumatologie FMH, gab in seinem IV-Arztbericht vom 18. Mai 

2015 (IV-act. 18) als Diagnosen bekannt (erstens) einen systemischen Lupus 

erythematodes (SLE; mit u.a. Rheumafaktor positiv, Hypergammaglobulinämie, 

A.c. 

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Komplementverbrauch, Polyarthralgien/Arthritiden, Hautbefall), (zweitens) ein 

chronisches lumbospondylogenes und intermittierendes Reizsyndrom L3 rechts (mit 

u.a. Diskussequester im Recessus L3/4 mit u.a. Kompression der rechten 

Nervenwurzel L3, mässiger Spinalkanalstenose L3/4 und grenzwertig L2/3), (drittens) 

beginnende Gonarthrosen bds. (mit u.a. St. n. KAS rechts und links), (viertens) eine 

Polyglobulie und (fünftens) ein vaskuläres Risikoprofil mit Adipositas und 

Nikotinabusus. Im MR des Schädels hätten sich flächige Gliosezonen im Marklager der 

Grosshirnhemisphären gezeigt, differentialdiagnostisch würden postischämische 

Veränderungen im Rahmen einer Vaskulitis vermutet, ggf. könnte ein Zusammenhang 

mit einem Phospholipid-Syndrom bestehen. Klinisches Korrelat seien wiederkehrende 

Kopfschmerzen. Es werde wegen der Grunderkrankung eine erweiterte 

Immunotherapie durchgeführt. Er habe ab 17. Dezember 2014 eine Arbeitsunfähigkeit 

von 50 % attestiert, seit 23. April 2015 sei die Versicherte nun wegen des radikulären 

Schmerzsyndroms voll arbeitsunfähig. Sie sei infolge der verschiedenen Erkrankungen 

eingeschränkt belastungsfähig und es sei mittel- bis langfristig nicht mit einer 

Besserung der (gemeint wohl: 50-prozentigen) Arbeitsfähigkeit zu rechnen.

In einem Strategie-Protokoll vom 26. Oktober 2015 (IV-act. 32) wurde 

festgehalten, es seien die Voraussetzungen für einen Anspruch auf berufliche 

Eingliederungsmassnahmen in Form von Arbeitsvermittlung (Arbeitsplatzerhaltung und 

Steigerung der Arbeitsfähigkeit auf das Vorniveau) erfüllt. - Nach einem 

Abklärungsgespräch bei der Versicherten zuhause vom 17. September 2015 hielt die 

IV-Eingliederungsverantwortliche am 18. September 2015 (IV-act. 33) fest, die 

Versicherte nehme bereits ein Pensum von 30 % wahr, das sich gemäss 

Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der Invalidenversicherung 

allenfalls steigern lasse. Die Versicherte habe berichtet, es gehe ihr gesundheitlich 

insgesamt besser (geringere Schmerzen nach Infiltration und vorübergehender 

Opiateinnahme; keine Operation vorgenommen). Sie wolle an ihrem bisherigen 

Arbeitsplatz verbleiben. Ihr momentanes Arbeitspensum von etwa 30 %, das etwa der 

Hälfte des vormaligen Pensums entspreche, zu erhöhen, sehe sie sich längerfristig 

nicht mehr in der Lage, da sie damit an die körperlichen Grenzen stosse. Am 30. März 

2016 (IV-act. 38) wurde Letzteres erneut bestätigt, worauf die beruflichen Massnahmen 

gleichentags abgeschlossen wurden (Mitteilung IV-act. 40).

A.d. 

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Dr. B.___ gab im Arztbericht vom 30. Mai 2016 (IV-act. 45) an, infolge einer 

Besserung sei ab Mitte Juli 2015 nach der vollen Arbeitsunfähigkeit ein stufenweiser 

Wiedereinstieg in die Tätigkeit als Serviceangestellte erfolgt. Die 

Rückenschmerzsymptomatik habe sich deutlich stabilisiert. Ab Ende August (sc. wohl 

2015) bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %. Eine Steigerung des Pensums sei nicht 

möglich. Nebst den Rücken- und Knieschmerzen, die seit der Reduktion des 

Arbeitspensums auf 50 % besser erträglich seien, leide die Versicherte - im Rahmen 

der Grunderkrankung - auch an einem ausgeprägten Fatigue-Syndrom, weshalb die 

körperliche Belastbarkeit in einer allfälligen angepassten Verweisungstätigkeit 

schwierig einzuschätzen sei.

A.e. 

Das ___spital hatte am 14. Februar 2016 (IV-act. 52) u.a. von einer Pneumonie links 

(vgl. auch IV-act. 49) berichtet und die Versicherte bis 21. Februar 2016 voll 

arbeitsunfähig geschrieben. 

A.f. 

Am 18. April 2016 (IV-act. 42) teilte die Krankentaggeldversicherung der 

Versicherten mit, sie richte ein Taggeld aus. Am folgenden Tag (Fremd-act. 1-1) reichte 

sie ihre Akten ein, darunter zahlreiche Arbeitsunfähigkeitszeugnisse. Ausserdem hatte 

___ Dr. med. C.___, Chefarzt Neurochirurgie, am 19. Juni 2015 (Fremd-act. 1-9 f.) 

mitgeteilt, es liege bei der Versicherten ein lumbales Wurzelkompressionssyndrom 

rechts bei engem Wirbelkanal und Diskushernien LWK 2/3 und LWK 3/4 rechtsbetont 

vor. Sie leide an einer Lumboischialgie rechts mit anfangs sehr starken, nun eher etwas 

rückläufigen Schmerzen im rechten Bein, insbesondere in der rechten Leiste, und an 

einer leichten Hüftbeugerparese. Er habe zur Operation im Sinn einer Dekompression 

und Nukleotomie LWK 2/3 und LWK 3/4 rechts raten müssen. Die Versicherte wolle 

davon zurzeit infolge der eingetretenen Besserung noch absehen, bleibe aber auf die 

Einnahme von täglich zweimal 10 mg Targin angewiesen und sei zurzeit nicht 

arbeitsfähig.- Dr. med. D.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, hatte am 

20. Januar 2016 (Fremd-act. 1-7) erklärt, es bestünden drei Leiden, nämlich die 

Spinalkanalstenose mit lumbalen Diskushernien, welche eine Arbeitsunfähigkeit von 

50 % als Serviceangestellte nachvollziehbar erscheinen lasse, dann ein systemischer 

Lupus erythematodes, der bei ihr medikamentös offensichtlich schwierig in den Griff zu 

bekommen sei, was mit einer Einschränkung des Allgemeinzustands einhergehe, und 

schliesslich Gonarthrosen, welche die Arbeitsfähigkeit im Service, aber auch jene auf 

A.g. 

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dem freien (wohl: allgemeinen) Arbeitsmarkt einschränkten und bezüglich welcher die 

Versicherte wahrscheinlich um Eingriffe nicht herumkommen werde. Die 

Arbeitsunfähigkeit von derzeit 50 % sei deshalb ausgewiesen und er teile die 

Auffassung des Rheumatologen, dass es kaum zu einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit 

kommen werde.

In einem Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend Erwerbstätigkeit/Haushalt 

(IV-act. 53-1 und 53-3 ff.) gab die Versicherte am 14. Juni 2016 an, sie sei derzeit zu 10 

bis 12 Stunden pro Woche erwerbstätig, die Reduktion um etwa dasselbe Mass sei im 

Dezember 2014 aus gesundheitlichen Gründen erfolgt. Ohne Behinderung würde sie 

einer Erwerbstätigkeit im Service im Umfang von 60 % nachgehen. Nicht oder nur 

teilweise möglich seien ihr das Heben schwerer Pfannen und anderer schwererer 

Gegenstände, die Fensterreinigung, der Grosseinkauf und das Tragen des 

Wäschekorbs zur Maschine.

A.h. 

Auf Empfehlung des RAD vom 8. Juli 2016 (IV-act. 54) wurde am 10. August 2016 

(IV-act. 57) eine monodisziplinäre rheumatologische Begutachtung bei Dr. med. E.___, 

Facharzt FMH für Innere Medizin, spez. Rheumatologie, in Auftrag gegeben (Mitteilung 

IV-act. 56). Weil ihr bei mehrsegmentärer Einengung des Spinalkanals zu einer 

operativen Dekompression geraten worden sei, ersuchte die Versicherte am 

13. September 2016 um Verschiebung der Begutachtung (vgl. IV-act. 59 f.). Dr. B.___ 

erachtete die Verschiebung am 19. September 2016 als sinnvoll (vgl. IV-act. 60; die 

Operation sei im Oktober vorgesehen).

A.i. 

Am 29. September 2016 (IV-act. 69) wurden eine Laminektomie L3 rechts, eine 

Diskektomie L3/4 von rechts und Entfernungen des kranial luxierten 

Bandscheibenvorfalls subligamentär und des rezessal bis foraminal reichenden 

Bandscheibenvorfalles L2/3 rechts vorgenommen. Der Operateur Dr. med. F.___, 

Neurochirurgie FMH, gab im Austrittsbericht vom 12. Oktober 2016 (IV-act. 68) über 

den Aufenthalt der Versicherten vom 28. September bis 2. Oktober 2016 in der Klinik 

bekannt, die Operation sei bei Claudicatio spinalis mit radikulärer Reizung L3 und L2 

rechts bei fortgeschrittener Degeneration der LWS mit Torsionsskoliose und 

Diskopathien, kaudal luxiertem Bandscheibenvorfall L2/3 rechts und rezessal und 

kranial luxiertem Bandscheibenvorfall L3/4 rechts erfolgt. Die Versicherte sei nur noch 

A.j. 

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in vornüber geneigter Position stehfähig gewesen und habe intensivste proximale 

Oberschenkelschmerzen sowie eine Quadrizeps- und Iliopsoasparese von M3-M4 

gehabt. Schon sechs Stunden nach der Operation habe sie eine deutliche Besserung 

der Beschwerdesymptomatik wahrgenommen, nach 24 Stunden habe sich die ihr 

mögliche Gehstrecke deutlich verlängert. Für die nächsten zwei bis drei Wochen 

bestehe volle Arbeitsunfähigkeit. - Am 26. Oktober 2016 (IV-act. 67) berichtete der Arzt, 

die Versicherte benenne eine weiterhin persistierende Schmerzsensation im proximalen 

und distalen Oberschenkelbereich rechts nach Zurücklegung einer gewissen 

Gehstrecke, zusätzlich neu auch linksseitig inguinale Schmerzen. - In einem weiteren 

Austrittsbericht vom 18. November 2016 (IV-act. 74) über einen Klinikaufenthalt vom 

11. bis 16. November 2016 wurde bekanntgegeben, nach initial fast unmittelbarer 

vollständiger Beschwerdefreiheit hätten die lumbovertebralen Schmerzen der 

Versicherten zugenommen und die Einschränkung der möglichen Gehstrecke sei 

wieder zurückgekehrt. Bei mikrobiologisch nachgewiesenem Wundinfekt habe sie 

notfallmässig hospitalisiert werden müssen. Am 12. November 2016 (IV-act. 73) sei 

wegen progredienter lumbovertebraler Schmerzen bei tiefliegendem abszedierendem 

Wundinfekt nach Laminektomie L3 rechts eine operative Revision (Abszessentlastung, 

Wundrevision, Teilentfernung eines Rezidivsequesters, IV-act. 74) vorgenommen 

worden. Mittelfristig stelle sich die Frage nach einer weiteren operativen Versorgung 

zur Spondylodese, um die progrediente Skoliosierung der LWS therapeutisch 

anzugehen (vgl. IV-act. 74). - Am 24. November 2016 (IV-act. 75) teilte Dr. F.___ mit, es 

sei vorgesehen, eine Zweitmeinung von der Orthopädie am Kantonsspital St. Gallen 

einzuholen. Am 15. Dezember 2016 (IV-act. 84) gab er bekannt, es zeigten sich nebst 

einer subkutanen Flüssigkeitseinlagerung klare Instabilitätszeichen, die eine 

stabilisierende Intervention notwendig werden lasse. - Die Klinik für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates am Kantonsspital St. Gallen 

(Wirbelsäulenchirurgie, Dr. med. G.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates) gab in einem Bericht vom 11. Januar 2017 

(IV-act. 86) als Diagnosen eine persistierende rechtsseitige Femoralgie und chronische 

belastungsabhängige Lumbalgien an. Als strukturelles Korrelat der 

belastungsabhängigen Lumbalgien zeige sich eine deutliche linkskonvexe degenerative 

Lumbalskoliose mit 34°. Auf den Etagen L2 und L3 würden die Foramina konsekutiv 

eingeengt, auf letzterer Höhe bestehe ferner eine Diskushernie foraminal bis 

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extraforaminal. Eine erneute Dekompression würde wegen der Skoliose wenig Erfolg 

versprechen, es sei eine Aufrichtungsspondylodese Th10-S1 oder allenfalls bis zum 

Ilium angeraten worden. Osteoporose und Nikotinabusus stellten ungünstige Faktoren 

dar. Ausserdem sei bei hohem Opiatbedarf die Medikation zu optimieren. - Die Klinik 

für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen (Dr. med. H.___) hatte am 29. August 

2016 (IV-act. 91) berichtet, die Versicherte leide an einer therapieresistenten 

Lumbofemoralgie rechts und einer neurogenen Claudicatio spinalis-Symptomatik. 

Klinisch hätten sich mit Ausnahme einer seit mehr als einem Jahr bekannten 

Hypästhesie im ventrolateralen Oberschenkel rechts keine neuen neurologischen 

Defizite gezeigt. Kernspintomographisch bestehe nebst einer Rezessusstenose L1/2 

rechts eine degenerative, vor allem diskogen bedingte Wirbelkanalstenose L2 - L4. Es 

werde eine Dekompression L1 - L4 rechts empfohlen.

Am 13. Juli 2017 (IV-act. 95-1 f.) gab Dr. B.___ bekannt, es seien eine intensivierte 

ambulante Schmerztherapie mit Ausbau der Analgesie durch Schmerzmodulatoren und 

Opiate und stationäre Spitalaufenthalte nötig gewesen. Die Versicherte habe deutlich 

an Gewicht abgenommen. Bei einem Verlaufs-MR habe sich der hochgradige Verdacht 

auf eine Spondylodiszitis mit Wirbelkörperosteolyse und Psoasabszess ergeben. Am 

17. Juli 2017 werde eine Abszess-Biopsie erfolgen und am 27. Juli 2017 wäre eine 

Revisionsoperation geplant. Die Versicherte sei weiterhin voll arbeitsunfähig. Beigelegt 

wurden zwei Berichte der Klinik I.___ vom 5. April 2017 und vom 6. Juli 2017 (IV-

act. 95-3 ff.).

A.k. 

Die Klinik I.___ (Wirbelsäulenchirurgie, Dr. med. J.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates) reichte am 13. September 

2017 (IV-act. 98) u.a. einen Operationsbericht vom 24. Juli 2017 (IV-act. 98-9 ff.: 

absolute Operationsindikation, weil andernfalls mit Lähmung zu rechnen und Gefahr 

einer lebensbedrohlichen Sepsis) und einen Austrittsbericht vom 4. August 2017 (IV-

act. 98-5 ff.) ein. In Letzterem war die Spondylodiszitis L3/4 mit Wirbelkörperosteolyse 

L4, Subluxation und grosser segmentaler Instabilität diagnostiziert worden. Bei der 

Operation seien eine Infektrevision und eine instrumentierte Korrekturspondylodese mit 

Reposition Subluxation L3/4, eine Stabilisation L2-L5, eine TLIF L2/3 rechts, L4/5 links, 

ein partieller Wirbelkörperersatz L4 über TLIF Zugang von links, eine Vertebroplastik 

transpedikulär L2-L5 und eine Dekompression L2-L5 erfolgt. - In einem Bericht vom 

A.l. 

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5. September 2017 (IV-act. 98-2 ff.) war beschrieben worden, bei der Kontrolle sechs 

Wochen nach der Operation habe die Versicherte erklärt, die präoperativ 

ausstrahlenden Beinschmerzen rechts seien komplett verschwunden und die Haltung 

des Oberkörpers habe sich verbessert.  Die Versicherte fühle sich allerdings vor allem 

wegen der Antibiotika-Einnahme (noch bis Mitte Oktober 2017 geplant) schwach und 

seit einiger Zeit bestünden linksseitige Leistenschmerzen. Diese seien am ehesten auf 

eine beginnende Coxarthrose zurückzuführen oder im Rahmen der Grunderkrankung 

zu sehen. Die Opiate seien langsam zu reduzieren. Es bestehe weiterhin volle 

Arbeitsunfähigkeit. - Am 1. November 2017 (IV-act. 122) wurde dargelegt, drei Monate 

postoperativ habe die Versicherte berichtet, praktisch keine lumbalen 

Rückenschmerzen zu haben und auch die Ausstrahlung in die Leiste und jene in die 

Beine seien verschwunden. Zwischenzeitlich seien starke Beschwerden seitens des 

Lupus erythematodes aufgetreten, die regredient seien. - Am 9. Februar 2018 (IV-

act. 116) wurde von einem ein halbes Jahr nach der Operation vorliegenden weiterhin 

guten Verlauf berichtet. - Am 12. Oktober 2017 (IV-act. 109) hatte der RAD noch einen 

instabilen Gesundheitszustand angenommen, der versicherungsmedizinisch noch nicht 

abschliessend eingeordnet werden könne.

Dr. B.___ hatte inzwischen am 18. Dezember 2017 (IV-act. 114) mitgeteilt, die 

Schmerzsituation der Versicherten habe sich deutlich gebessert, doch bestehe 

weiterhin ein Opiatbedarf bei ausgedehnten bewegungsabhängigen Schmerzen der 

LWS und deutlicher muskulärer Dekonditionierung. Wie der RAD am 16. März 2018 (IV-

act. 119) festhielt, teilte Dr. B.___ ihm damals mit, der Gesundheitszustand der 

Versicherten habe sich einigermassen stabilisiert. Der Verlauf nehme sich gemessen an 

der hochdelikaten Problematik, die in der Klinik I.___ habe bewältigt werden müssen, 

erfreulich gut aus. Die Versicherte habe stark an Gewicht abgenommen und es bestehe 

immer noch eine Opiatabhängigkeit, allerdings sei eine starke Reduktion der Dosis 

gelungen. Er sehe sich angesichts des hochkomplexen Gesundheitsschadens 

ausserstande, die Arbeitsfähigkeit festzulegen, schätze sie aber approximativ auf ca. 

50 % ein. Der RAD befürwortete eine Haushaltabklärung und eine nachfolgende 

rheumatologische Begutachtung.

A.m. 

Am 4. Juni 2018 (IV-act. 123) erfolgte die Abklärung an Ort und Stelle im Haushalt. 

Gemäss dem Bericht hat die Versicherte angegeben, von 2004 bis 2009 in einem 

A.n. 

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Pensum von 50 % als Produktionsmitarbeiterin tätig gewesen zu sein und ab 

September 2007 im Service, und zwar bis 2009 als Aushilfe (mit Fr. 1'000.-- bis 

Fr. 2'000.-- Einkommen pro Jahr), nach Aufgabe der Stelle als Produktionsmitarbeiterin 

dann ansteigend auf ein Pensum von 50 bis 60 % bzw. an ca. 28 Stunden pro Woche. 

Bei guter Gesundheit würde sie weiterhin im bisherigen Ausmass von 60 % als 

Serviceangestellte arbeiten. Im Vordergrund stünden die Freude an der Arbeit und die 

zwischenmenschlichen Kontakte, und natürlich gebe es auch einen wirtschaftlichen 

Aspekt. Betreuungsaufgaben habe sie keine. Sie habe stets zum Lebensunterhalt und 

zu Extras ihren Teil beigesteuert. Der IV-Abklärungsbeauftragte hielt fest, die 

Versicherte stelle sich ihrer Situation positiv, mache das Beste daraus und habe sich 

bereits einige Hilfsmittel zugelegt, u.a. zwei Hochbetten, was auf die bestehende 

Problematik hinweise. Er ermittelte im Haushaltsanteil von 40 % (Differenz von 100 % 

zur Erwerbstätigkeit von 60 %) keine Einschränkung. Die Versicherte habe im Bereich 

der Ernährung (von 47 % des Haushaltsbereichs) eine Einschränkung von 25 %, bei 

der Wohnungspflege (22 %) eine solche von 50 % und beim Einkauf und weiteren 

Besorgungen (12 %) sowie bei der Wäsche und Kleiderpflege (8 %) je eine solche von 

25 %, total eine Einschränkung von 27.75 %, geltend gemacht. Weil den 

Familienangehörigen eine Mithilfe von 60 bis 90 Minuten pro Tag 

rechtsprechungsgemäss zumutbar sei, könnten die 21 Minuten bei der Ernährung und 

die 20 Minuten bei der Wohnungspflege vom Ehemann übernommen werden. Auch bei 

der Wäsche und Kleiderpflege müsse dessen Unterstützung eingefordert werden, doch 

sei auch verständlich, dass die Versicherte diese Arbeit - mit grösserem Zeitaufwand - 

selbst besorge. Die notwendige Unterstützung beim Einkauf sei minim. Damit sei 

insgesamt eine Schadenminderungspflicht von rund 28 % bzw. 50 Minuten pro Tag bei 

einem Gesamtaufwand von 3.03 Stunden berücksichtigt worden. Die langdauernde 

Krankheit habe am 17. Dezember 2014 begonnen. Bei einer Einschränkung von 50 % 

bezüglich des Erwerbsteils von 60 % ergebe sich eine Invalidität von insgesamt 30 %. 

Im Verlauf des dritten Monats (sc. voller Arbeitsunfähigkeit) nach der ersten Operation 

vom September 2016, d.h. im Dezember 2016, resultiere eine jahresdurchschnittliche 

Einschränkung von 40 %. Die Versicherte habe daher ab 1. Dezember 2016 Anspruch 

auf eine Viertelsrente, drei Monate später, d.h. ab 1. März 2017, auf eine ganze Rente. 

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Am 4. Dezember 2018 (IV-act. 129) erstattete Dr. E.___ das internistisch-

rheumatologische Gutachten (Begutachtung am 2. Oktober 2018). Er gab bekannt, als 

Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit lägen vor (teilweise verkürzt 

wiedergegeben, erstens) eine fortgeschrittene linksbetonte und beidseits aktivierte 

Pangonarthrose mit degenerativen Meniskopathien mit Kniegelenksarthroskopie links 

02/05, 08/05 und 03/15, Kniegelenksarthroskopie rechts 08/11 und Genua vara, und 

(zweitens) eine aufgehobene LWS-Beweglichkeit und ein anamnestisch 

lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit u.a. Laminektomie L3 rechts, Diskektomie 

L3/4 von rechts und Entfernung des Bandscheibenvorfalls L2/3 rechts am 29.09.2016, 

oberflächlicher und tiefer Wundrevision am 12.11.2016 und Infektrevision am 

24.07.2017. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, aber von Krankheitsrelevanz sei 

der systemische Lupus erythematodes (mit u.a. sekundärem Raynaudsyndrom und 

Polyarthralgien/-arthritiden), bei aktuell klinischer Remission. Daneben bestünden 

weitere Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (etwa Senkfüsse bds.). Eine 

berufliche Reintegration in die zuletzt ausgeübte Berufstätigkeit als Serviceangestellte 

sei aufgrund des deutlich eingeschränkten Belastungsprofils der Wirbelsäule und der 

Kniegelenke nicht sinnvoll. Diesbezüglich sei die Versicherte seit spätestens August 

2016 dauerhaft arbeitsunfähig. Davor sei eine schlüssige Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit nicht möglich. Es gebe keine sicheren 

Hinweise auf eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % bezogen auf ein 

volles Pensum. Auch andere körperlich mittelschwere und schwere berufliche 

Tätigkeiten und Arbeiten, die ein hilfsmittelfreies Gehen über längere Strecken, ein 

Treppensteigen ohne Handlauf oder mit gleichzeitigem Tragen von leichten Lasten 

oder längeres Stehen erforderten, seien dauerhaft zu vermeiden bzw. nicht möglich. In 

körperlich leichten, wechselbelastenden und überwiegend sitzend auszuführenden 

beruflichen Tätigkeiten ohne Heben/Tragen von Lasten über 5 kg, ohne längerdauernde 

Wirbelsäulenzwangshaltungen, ohne repetitive Wirbelsäulenflexionen/-extensionen und 

insbesondere ohne Wirbelsäulentorsionen und ohne im Knien oder in der Hocke 

auszuführende Arbeiten bestehe aus rheumatologischer Sicht spätestens ab dem 

Zeitpunkt des Gutachtens eine Arbeitsunfähigkeit von 50 %, wahrscheinlich bereits ab 

1. November 2017. Von August 2016 bis Oktober 2017 sei für alle beruflichen 

Tätigkeiten eine volle Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Vor August 2016 lasse sich eine 

Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % diesbezüglich aufgrund der vorhandenen 

A.o. 

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medizinischen Akten retrospektiv nicht begründen. Nach der Implantation von 

Knietotalendoprothesen bds. könne mit einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

gerechnet werden; aufgrund der persönlichen Erfahrungen mit den 

Wirbelsäuleneingriffen sei die Versicherte einem erneuten operativen Eingriff gegenüber 

aber (verständlicherweise, vgl. IV-act. 129-27) skeptisch. - Der RAD schloss sich dem 

Gutachten an (vgl. IV-act. 130).

Mit Vorbescheid vom 5. Februar 2019 (IV-act. 134) stellte die 

Sozialversicherungsanstalt/IV-Stelle des Kantons St. Gallen der Versicherten eine 

Abweisung ihres Leistungsgesuchs um eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 30 % 

in Aussicht. Im Einkommensvergleich ergebe sich eine Einschränkung von 50 %, 

bezogen auf das Teilpensum von 60 % entsprechend eine solche von 30 %. Im 

Haushaltteil von 40 % bestehe dagegen keine Einschränkung. 

A.p. 

Dr. B.___ erhob am 11. März 2019 (IV-act. 136) einen von der Versicherten 

mitunterzeichneten Einwand (vgl. ausserdem IV-act. 140-2). Die Versicherte sei 

polymorbid, befinde sich in Dauer-Physiotherapie, sei auf eine Daueranalgesie 

einschliesslich Opiat-Medikation angewiesen und stehe unter einer immunsuppressiven 

Therapie des - intermittierend aktiven - Lupus erythematodes. In diesem 

Zusammenhang leide sie seit Jahren an einem Fatigue-Syndrom. Intermittierend 

komme es zu schubartigen Polyarthralgien und Kopfschmerzen, die sich lediglich 

durch passagere Erhöhung der Steroidtherapie bessern liessen. Das müsse ergänzend 

bei der zumutbaren Belastbarkeit berücksichtigt werden, zumindest mit einem 

erhöhten Erholungsbedarf. Es sei grundsätzlich schwierig nachvollziehbar, dass die 

Versicherte im Erwerb zu 50 % arbeitsfähig sein solle, insbesondere da sie gleichzeitig 

den Haushalt führen müsse. Die Tätigkeiten im Haushalt könnten zudem kaum 

mehrheitlich im Sitzen ausgeführt werden. Dass sie von Familienangehörigen dabei 

Hilfe bekomme (nötig beim Rasenmähen, Reinigen von Treppen, Fenstern und 

Duschkabine/Badewanne sowie beim Zehennägelschneiden), sei schön, könne jedoch 

bei der Abschätzung des Invaliditätsgrads nicht bewertet werden. Bei entsprechender 

Belastung habe die Versicherte deutlich mehr Rückenschmerzen und brauche 

Erholungsphasen. Daher sei aus medizinischer Sicht nachvollziehbar, dass sie, wie sie 

dafürhalte, die zugemutete Belastung mit Erwerb und Haushalt in der Summe nicht 

bewerkstelligen könne, auch wenn sie sich die Haushaltarbeiten einteilen könne. 

A.q. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/26

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Mit Schreiben vom 28. Mai 2019 (IV-act. 144) nahm der Gutachter zum Einwand 

Stellung. Die seit Jahren bestehende Fatigue-Symptomatik sei multifaktorieller Genese 

und könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die entzündliche 

rheumatische Systemerkrankung zurückgeführt werden. Diesbezüglich sei auf die 

installierte Opiattherapie hinzuweisen. Die chronische Fatigue sei bei der Begutachtung 

auch auf gezielte Befragung hin nicht erwähnt worden. Die Versicherte habe vielmehr 

von einer Besserung der chronischen Müdigkeit unter der medikamentösen 

Behandlung des SLE berichtet. Für die Arbeitsfähigkeitsschätzungen ergäbe sich 

nichts Neues. Das Ergebnis des Haushaltabklärungsberichts sei aus gutachterlicher 

rheumatologischer Sicht nachvollziehbar gewesen. Zum Zeitpunkt des Gutachtens 

habe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten als Hausfrau bei 

allfälliger Teilerwerbstätigkeit nicht gerechtfertigt geschienen, auch nicht unter 

Würdigung der qualitativen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit. Unter 

Berücksichtigung der aktuell aufgeführten Einschränkungen liesse sich eine 

Einschränkung von maximal 20 % begründen. Bei einer Einstufung als zu 60 % 

Erwerbstätige und zu 40 % im Haushalt Arbeitende bedürfe die Versicherte gemäss 

dem geschilderten Tagesablauf einer verlängerten Mittagsruhe, welche die gleichzeitige 

Bewältigung eines Teilzeitarbeitspensums von 50 % und des Pensums als Hausfrau 

nicht massgeblich tangiere. Bei der Verrichtung der Haushaltarbeiten könne die 

Versicherte wiederholt Pausen einlegen, bei welchen sie sich sitzend ausruhen könne. 

Daher bestehe kein Widerspruch in der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung in den beiden 

Bereichen. 

A.r. 

Mit Verfügung vom 14. Juni 2019 (IV-act. 146) wies die Sozialversicherungsanstalt/

IV-Stelle des Kantons St. Gallen den Rentenanspruch der Versicherten ab. Vor August 

2016 sei keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen. Von August 2016 bis Oktober 2017 

bzw. bis zum Ablauf einer an die Operation vom Juli 2017 anschliessenden 

dreimonatigen Rekonvaleszenz sei die Versicherte im Erwerb voll und im Haushalt zu 

25 % arbeitsunfähig gewesen, nach der Verbesserung durch die dritte Operation vom 

Juli 2017 im Erwerb noch zu 50 % und im Haushalt nicht mehr. Der 

Einkommensvergleich ergebe eine Einschränkung von 50 % (Valideneinkommen 

Fr. 54'783.--, Invalideneinkommen Fr. 27'397.--). Damit resultiere bei gemischter 

Methode ein Invaliditätsgrad von insgesamt 30 % (0.6 mal 50 %). 

A.s. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/26

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B.

Gegen diese Verfügung richtet sich die Beschwerde vom 14. August 2019 (act. G 3; 

vgl. auch act. G 1). Die Beschwerdeführerin beantragt eine zweite, unabhängige 

rheumatologische Abklärung und sinngemäss die Zusprache einer Rente. Es sei ihr 

weder eine Tätigkeit im Stehen noch eine solche im Sitzen möglich. Dem beigelegten 

Bericht der Klinik I.___ vom 16. Juli 2019 lasse sich entnehmen, dass sich der Zustand 

ihrer Bandscheibe weiterhin verschlechtere. - Die Klinik I.___ (PD Dr. J.___) hatte im 

genannten Bericht (act. G 3.2) festgehalten, die Beschwerdeführerin sei bei der letzten 

Kontrolle relativ beschwerdearm gewesen. Sie berichte über eine seitherige gewisse 

Schmerzzunahme im oberen Bereich der Instrumentation und gehäuft auch Richtung 

rechte Leiste ausstrahlende Schmerzen, vor allem bei körperlichen Aktivitäten. Zwei 

Jahre nach der Operation zeige sich (in einem Röntgenbild der LWS vom 16. Juli 2019) 

eine im Vergleich zu den Voraufnahmen progrediente Anschlusssegmentdegeneration 

L1/2 mit deutlicher Verschmälerung des Bandscheibenfaches und Verlust der 

segmentalen Höhe, welche die vermehrten lumbalen Schmerzen erkläre. Zu empfehlen 

seien physiotherapeutische Massnahmen, allenfalls eine Facettengelenkinfiltration und/

oder L1-Wurzel-Infiltration.

C.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2019 beantragt die Beschwerdegegnerin 

eine teilweise Gutheissung der Beschwerde und Zusprache einer auf die Zeit vom 

1. August 2017 bis 31. Januar 2018 befristeten ganzen Rente gemäss Rz 4015 ff. (sc. 

wohl insbesondere Rz 4018) des vom Bundesamt für Sozialversicherungen erlassenen 

Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH). Es 

sei sehr unwahrscheinlich, dass vor Erlass der Verfügung eine Verschlechterung 

eingetreten sei, hätte sich doch dann Dr. B.___ in seiner Stellungnahme kurz davor 

entsprechend geäussert. Der Beschwerdeführerin werde empfohlen, sich neu 

anzumelden, damit der RAD prüfen könne, ob eine Verschlechterung seit Erlass der 

Verfügung glaubhaft sei. Die Beschwerdeführerin habe seit jeher in Teilzeit gearbeitet. 

Anhaltspunkte für eine anderweitige Aufteilung bestünden nicht. Eine Nichtanwendung 

der gemischten Methode wäre unrechtmässig. Dem Abklärungsbericht sei die 

erforderliche Beweiskraft zuzugestehen.

D.  

Von der ihr mit Schreiben vom 30. Oktober 2019 eingeräumten Möglichkeit, zur 

Beschwerdeantwort Stellung zu nehmen, hat die Beschwerdeführerin keinen Gebrauch 

gemacht.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/26

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Erwägungen

1.

Im Streit liegt die Verfügung vom 14. Juni 2019, mit welcher die Beschwerdegegnerin 

einen Rentenanspruch abwies. Sie hielt darin fest, sie habe damit das Gesuch vom 

März 2015 beurteilt. In der Beschwerdeantwort beantragt sie eine teilweise 

Gutheissung der Beschwerde und Zusprache einer befristeten Rente für die Zeit vom 

1. August 2017 bis 31. Januar 2018. Die Beschwerdeführerin beantragt eine erneute 

rheumatologische Abklärung sowie sinngemäss Rentenleistungen.

2.  

Nach Art. 28 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 

40 % Anspruch auf eine Viertelsrente.

2.1. 

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c). Nach Art. 29 Abs. 1 IVG entsteht der Rentenanspruch frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 

Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.2. 

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen versicherten Personen ist 

gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG Art. 16 ATSG anwendbar. Danach wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen; sog. allgemeine Methode der Invaliditätsbemessung). - Nach 

Art. 5 Abs. 1 IVG bestimmt sich die Invalidität bei versicherten Personen mit 

vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträchtigung ihrer körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit nicht erwerbstätig waren und denen eine 

2.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/26

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3.

Unbestrittenermassen (und nach überwiegender Wahrscheinlichkeit) ist davon 

auszugehen, dass die Beschwerdeführerin im hypothetischen Gesundheitsfall zu 60 % 

erwerbstätig (und dementsprechend zu 40 % im Haushalt tätig) wäre, weshalb ihre 

Invalidität nach der gemischten Methode mit einer entsprechenden Aufteilung in einen 

Erwerbsteil von 60 % und einen Haushaltteil von 40 % zu bemessen ist.

4.  

Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, nach Art. 8 Abs. 3 ATSG. Nach dieser 

letztgenannten Bestimmung gelten volljährige solche versicherten Personen als invalid, 

wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. 

Gemäss Art. 28a IVG wird bei nicht erwerbstätigen versicherten Personen, die im 

Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 

zugemutet werden kann, für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 

ATSG darauf abgestellt, in welchem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen (Abs. 2; spezifische Methode). - Bei versicherten Personen, die nur zum Teil 

erwerbstätig sind (oder unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten mitarbeiten), wird die 

Invalidität gemäss Art. 28a Abs. 3 IVG für diesen Teil nach Art. 16 ATSG festgelegt. 

Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese 

Tätigkeit nach Abs. 2 festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und 

der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in 

beiden Bereichen zu bemessen (gemischte Methode).

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich 

die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine 

Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG, vgl. schon BGE 102 V 165).

2.4. 

Hinsichtlich des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin hat sich die Beschwerdegegnerin bei der Begründung des Antrags 

in ihrer Beschwerdeantwort offenbar auf das Ergebnis der rheumatologischen 

Begutachtung durch Dr. E.___ vom 2. Oktober 2018 (Gutachten vom 4. Dezember 

2018) gestützt.

4.1. 

Zunächst lässt sich dazu festhalten, dass der Gutachter der Rheumatologie die 

Vorakten zur Kenntnis nahm (vgl. IV-act. 129-4 ff.) und ergänzende Akten einholte (vgl. 

IV-act. 129-3); er machte konventionelle Röntgenaufnahmen (vgl. IV-act. 129-3 und 

-21 f.: von Thorax stehend dv und von Kniegelenken links und rechts ap im 

4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/26

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Einbeinstand und seitlich) und liess die Laborbefunde erheben (vgl. IV-act. 129-3), 

erfragte von der Beschwerdeführerin die geklagten Beschwerden und erhob die 

Anamnese (vgl. IV-act. 129-14 ff.) sowie die Untersuchungsbefunde (vgl. IV-

act. 129-20 ff.).

Die Beschwerdeführerin hatte ihm im Oktober 2018 u.a. berichtet, es bestünden 

Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit beim Heben/Tragen von Lasten 

(ab Boden nur bezüglich leichter Gegenstände möglich) und beim Stehen. Gehen 

könne sie an Wanderstöcken maximal eine halbe Stunde ohne Pause, bergauf 

allerdings nicht. Treppensteigen könne sie nur mit Benutzung eines Handlaufs. 

Langsames Bücken sei möglich; geschehe es repetitiv, so würden jedoch lumbale 

Schmerzen mit Ausstrahlungen in die rechte Inguina (von 0 bis 5, sc. wohl auf der VAS-

Skala) auftreten. Sie verspüre eine Kraftlosigkeit in den Knien und in diesen Gelenken 

liege eine Schmerzintensität von 2 bis 8 vor. Bei den Haushaltarbeiten benötige sie 

wiederholte Pausen; nach maximal einer halben Stunde müsse sie sich hinsetzen (vgl. 

IV-act. 129-25). - Der Gutachter gab bekannt, die Beschwerden seien konsistent und 

plausibel geschildert worden und sie hätten mit den objektivierbaren pathologischen 

Befunden korreliert. Die geltend gemachten Einschränkungen der körperlichen 

Belastung beim Stehen und Gehen und bei rückenbelastender Arbeit seien 

nachvollziehbar (vgl. IV-act. 129-27).

4.3. 

Die Begutachtung erscheint nach dem Dargelegten vollständig. Der Gutachter hat 

soweit ersichtlich alle geklagten und aktenkundigen gesundheitlichen Schädigungen 

berücksichtigt (vgl. Befunde und Diagnosen).

4.4. 

Er schloss, die Beschwerdeführerin sei in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als 

Serviceangestellte seit spätestens August 2016 dauerhaft voll arbeitsunfähig, bis 

Oktober 2017 sei sie es auch für alle anderen beruflichen Tätigkeiten gewesen. Für 

angepasste Tätigkeiten mit ihren zahlreichen beschriebenen (vgl. IV-act. 129-28) 

Beschränkungen bestehe seit 1. November 2017 wieder eine Arbeitsfähigkeit von 

50 %. Diese Einschätzungen erscheinen zunächst gutachterlich nachvollziehbar 

begründet.

4.5. 

Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Haushalt äusserte sich der 

Gutachter erst in der Stellungnahme vom 28. Mai 2019. Er hielt dafür, der 

Haushaltabklärungsbericht sei aus gutachterlicher rheumatologischer Sicht 

nachvollziehbar gewesen. Es könne angenommen werden, dass die 

Beschwerdeführerin die anfallenden Haushaltarbeiten selbständig einteilen und 

zwischendurch Pausen einlegen könne. Die punktuelle Mithilfe von 

4.6. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/26

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Familienangehörigen habe dazu geführt, dass keine prozentuale Einschränkung 

resultiert habe. Eine Einschränkung in diesem Tätigkeitsbereich sei zum Zeitpunkt der 

Begutachtung bei allfälliger Teilerwerbstätigkeit nicht als gerechtfertigt erschienen. 

Auch unter Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin (gemäss dessen 

Einwandschreiben vom 11. März 2019) Dr. B.___ gegenüber beschriebenen 

Beeinträchtigungen liesse sich rheumatologisch eine Einschränkung der (spezifischen) 

Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % begründen. Die verlängerte Mittagsruhe, welche die 

Beschwerdeführerin nach ihren Angaben benötige, tangiere die gleichzeitige 

Bewältigung eines Teilzeiterwerbspensums von 50 % (entsprechend der 

Arbeitsfähigkeit) und des Haushalts (Anteil von 40 %) nicht.

Bei der Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode wird gemäss dem 

am 1. Januar 2018 in Kraft getretenen Art. 27  Abs. 3 lit. a IVV in einem ersten Schritt 

das Erwerbseinkommen, das durch die Teilerwerbstätigkeit erzielt werden könnte, auf 

eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet, mit welchem ein Einkommensvergleich 

gemacht wird (vgl. Art. 28a Abs. 1 IVG). Und gemäss Art. 27  Abs. 4 IVV wird für die 

Berechnung des Invaliditätsgrades in Bezug auf die Betätigung der versicherten Person 

im Aufgabenbereich der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im 

Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, da die versicherte Person nicht invalid 

geworden wäre, ermittelt. - In einem zweiten Vorgang erfolgen je Gewichtungen der 

Resultate, nämlich eine solche betreffend den Erwerbsteil anhand des hypothetischen 

Beschäftigungsgrads als nicht invalide Person (vgl. Art. 27  Abs. 3 lit. b; hier von 

60 %) und eine weitere betreffend den Haushaltteil anhand der Differenz dieses Grads 

zu einer Vollzeiterwerbstätigkeit (vgl. Art. 27  Abs. 4 Satz 2; hier von 40 %). - Als 

Drittes werden die beiden so ermittelten (Teil-) Invaliditätsgrade aus dem 

Erwerbstätigkeitsbereich und aus dem Aufgabenbereich summiert (vgl. Art. 27  Abs. 2 

IVV). - Bei einer solchen Invaliditätsbemessung für teilzeiterwerbstätige versicherte 

Personen mit einem Aufgabenbereich sind demnach im ersten Schritt zwei separate 

Invaliditätsbemessungen vorzunehmen, einmal, als ob die versicherte Person 

Vollerwerbstätige (reiner Einkommensvergleich) wäre, und einmal, als ob sie 

vollumfänglich im Haushalt tätig wäre (reiner Betätigungsvergleich).

4.6.1. 
bis

bis

bis

bis

bis

Für eine einwandfreie solche Invaliditätsbemessung ist vorausgesetzt, dass die 

beiden medizinischen Arbeitsfähigkeitsschätzungen die Einschränkungen einer 

versicherten Person bezeichnen, wenn diese im einen Fall ein vollzeitliches 

Erwerbspensum und wenn sie im andern Fall ein vollständiges Haushaltpensum leisten 

müsste. Das Zusammentreffen und die Kombination der beiden Bereiche - d.h. die 

4.6.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/26

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Berücksichtigung, dass beide Tätigkeiten zu entsprechenden Teilen erfüllt werden 

müssen - erfolgt dagegen erst mit Gewichtung und Addition.

Nach gutachterlicher Beurteilung ist die Beschwerdeführerin in einer - diversen 

einschränkenden Bedingungen entsprechenden - Erwerbstätigkeit zu 50 % (einer 

Vollzeitarbeit) in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Zu 50 % zu leisten vermag sie 

demnach - was wie erwähnt als nachvollziehbar begründet scheint - nur noch 

körperlich leichte, wechselbelastende und überwiegend im Sitzen auszuführende 

berufliche Tätigkeiten ohne Heben/Tragen von Lasten über 5 kg, ohne längerdauernde 

Wirbelsäulenzwangshaltungen, ohne repetitive Wirbelsäulenflexionen/-extensionen und 

insbesondere ohne Wirbelsäulentorsionen und ohne im Knien oder in der Hocke 

auszuführende Arbeiten. Körperlich mittelschwere und schwere berufliche Tätigkeiten 

und Arbeiten, die ein hilfsmittelfreies Gehen über längere Strecken, ein Treppensteigen 

ohne Handlauf oder mit gleichzeitigem Tragen von leichten Lasten oder längeres 

Stehen erfordern, sind ihr nicht möglich. - Die gutachterliche Antwort auf den 

grundsätzlich berechtigten Einwand Dr. B.___s, dass die Arbeiten im Haushalt kaum 

mehrheitlich im Sitzen ausgeführt werden könnten bzw. dass sie den umschriebenen 

Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit nicht entsprächen, wonach die 

Beschwerdeführerin im Haushalt wie erwähnt dank Pausenmöglichkeit, freier Einteilung 

und Mithilfe der Familienangehörigen voll arbeitsfähig sei, erscheint deshalb nicht ohne 

weiteres überzeugend.

4.6.3. 

Bei der Haushaltabklärung vom Juni 2018 hatte die Beschwerdeführerin eine 

Einschränkung von rund 28 % geltend gemacht, die aufgrund der beschriebenen und 

auch der medizinisch anerkannten rheumatologischen Beeinträchtigungen als plausibel 

betrachtet werden kann. Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte in der Folge 

grundsätzlich zu Recht eine Mithilfe der Familienangehörigen bei der Bewältigung des 

(auch deren) Haushalts. Denn eine gewisse Entlastung durch sie ist nach der 

Rechtsprechung des Bundesgerichts in die Schätzung einzubeziehen; allerdings darf 

nach dieser Rechtsprechung nicht etwa die Bewältigung der Haushalttätigkeit in 

einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmitglieder überwälzt 

werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach 

gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine 

ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt (vgl. BGE 133 

V 504 E. 4.2). Die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Arbeitsfähigkeit sind 

aber durch geeignete organisatorische Massnahmen und die Mithilfe der 

Familienangehörigen - denen dadurch ausserdem keine unverhältnismässige Belastung 

entstehen darf - möglichst zu mildern (vgl. BGE 130 V 396 E. 8), stets allerdings ohne 

4.6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/26

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5.  

aus dem Blick zu verlieren, dass es um die Bemessung der behinderungsbedingten 

Einbusse an persönlicher Leistungsfähigkeit der versicherten Person geht.

Vorliegend ist demnach davon auszugehen, dass im Betätigungsvergleich eine 

gewisse Mithilfe der Familienangehörigen zu berücksichtigen ist, und dass die Tätigkeit 

im Haushalt, obwohl ebenfalls im ersten Schritt bezogen auf ein vollumfängliches 

Pensum zu betrachten, einen grösseren Spielraum in der Arbeitseinteilung (vgl. 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Juni 2007, IV 

2006/111 E. 5g) bietet als eine ausserhäusliche berufliche Betätigung in einem 

Anstellungsverhältnis. Ein vermehrter Zeitbedarf und erforderliche Pausen sind jedoch 

auch dort arbeitsunfähigkeitsrelevant. In Anbetracht der einschränkenden 

Umschreibung einer angepassten Arbeit, welche der Beschwerdeführerin medizinisch 

lediglich zu 50 % zumutbar ist, ist für die Haushaltstätigkeit mit ihren eingeschlossenen 

ungeeigneten Tätigkeiten im Ergebnis (nach Berücksichtigung von Mithilfe und freierer 

Arbeitseinteilung) die Feststellung des Gutachters als überzeugend zu betrachten, 

wonach sich bei einer Berücksichtigung der von der Beschwerdeführerin gegenüber 

Dr. B.___ neu dargelegten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit im Haushalt eine 

Einschränkung von maximal 20 % begründen liesse. Da diesbezüglich allerdings nicht 

von einer Sachverhaltsentwicklung auszugehen ist, ist auf diese Einschätzung auch für 

die Zeit der Begutachtung abzustellen.

4.6.5. 

Für den Begutachtungszeitpunkt erscheint zusammenfassend das Ergebnis voller 

Arbeitsunfähigkeit für die Tätigkeit als Serviceangestellte und hälftiger 

Arbeitsunfähigkeit in adaptierter Tätigkeit wie erwähnt einleuchtend begründet. Darauf 

kann abgestellt werden. Für die Arbeitsunfähigkeit im Haushalt ist von einem Ausmass 

von (maximal) 20 % auszugehen (zur Differenz der Arbeitsunfähigkeitsgrade vgl. 

Bundesgerichtsurteil vom 29. Dezember 2014, 9C_487/2014 E. 3.2.1).

4.7. 

Was den Erwerbsbereich betrifft, ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen. 

Gemäss der Arbeitgeberbescheinigung vom 18. Februar 2015 hätte die 

Beschwerdeführerin damals ohne Gesundheitsschaden Fr. 23'000.-- pro Jahr verdient 

(vgl. IV-act. 14-4). Es lässt sich annehmen, dass sie in jenem hypothetischen Fall 

möglicherweise zunächst an der betreffenden Stelle verblieben wäre, allenfalls jedoch 

auch nur vorübergehend, denn sie hatte gemäss dem IK-Auszug auch schon 

verschiedene Arbeitsverhältnisse gehabt. Es rechtfertigt sich jedenfalls, für die 

Bemessung des Valideneinkommens auf die Tabellenlöhne abzustellen. Die bisherige 

Arbeit ist der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar und sie hat nach der Aktenlage 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/26

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auch keine andere Erwerbstätigkeit mehr aufgenommen. Daher (vgl. BGE 129 V 472 

E. 4.2.1) ist für die Bemessung des Invalideneinkommens ebenfalls auf die statistisch 

erhobenen Tabellenlöhne zu greifen. Sind sowohl Validen- wie Invalideneinkommen 

ausgehend vom selben Tabellenlohn zu bestimmen, so entspricht der Invaliditätsgrad 

dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom 

Tabellenlohn gemäss BGE 126 V 75 (vgl. Bundesgerichtsentscheide vom 9. Mai 2016, 

8C_934/2015, und vom 20. April 2010, 9C_215/2010 E. 5.2).

Bestehen im Einzelfall Anhaltspunkte dafür, dass die versicherte Person ihre 

gesundheitlich zumutbare verbleibende (Rest-) Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen 

Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann, ist 

ein Abzug von den Tabellenlöhnen zu machen. Bei der Bestimmung der Höhe des 

Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das 

Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu 

schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. 

BGE 134 V 322 E. 5.2 und BGE 126 V 75). - Die medizinischen Beeinträchtigungen der 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben in der medizinisch 

begründeten Arbeitsunfähigkeitsschätzung ihren Ausdruck gefunden und sind nicht 

nochmals beim Abzug zu berücksichtigen. Auch zur Thematik der Fatigue hat sich der 

Gutachter geäussert (vgl. IV-act. 129-14 und 144-1) und den Opiateinsatz dabei 

berücksichtigt. Ob die Beschwerdeführerin die Arbeitsfähigkeit von 50 % (bezogen auf 

100 %) während einer vollzeitlichen Erwerbsbeschäftigung erbringen könnte, lässt sich 

dem Gutachten zwar nicht entnehmen. Gemäss der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts ist aber unter diesem Aspekt kein Abzug zu gewähren (vgl. 

Bundesgerichtsurteil vom 19. Juli 2017, 9C_72/2017 E. 4.3). Ein Abzug wegen nicht 

mehr zumutbarer körperlich belastenderer Arbeit fällt schliesslich, da der gewählte 

Tabellenlohn bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst, 

nicht ohne weiteres in Betracht (vgl. Bundesgerichtsurteile vom 20. April 2018, 

9C_833/2017 E. 5.1, und vom 24. Mai 2018, 8C_884/2017 E. 4.2). Unter diesen 

Umständen erscheint es - auch bei einer gesamthaften Würdigung aller Faktoren - 

nicht gerechtfertigt, einen Abzug anzubringen. - Bei einer Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin von 50 % ergibt sich somit eine invaliditätsbedingte 

Erwerbseinschränkung von ebenfalls 50 %. Bezogen auf den Anteil der 

Erwerbstätigkeit von 60 % beläuft sich der Teilinvaliditätsgrad auf 30 %.

5.2. 

Zusammen mit dem Teilinvaliditätsgrad aus dem Haushaltbereich von 8 % 

(Einschränkung von 20 % bezogen auf einen Anteil von 40 %) ergibt sich - für den 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/26

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6.  

Zeitpunkt der Begutachtung berechnet - ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad 

von 38 %.

Indessen ist auch der vor der Begutachtung liegende Zeitraum zu berücksichtigen. 

Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG versicherte Personen, die ihre 

Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, 

erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 

sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) 

sind (lit. c). - Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsfähigkeit im Sinn von Art. 28 Abs. 

1 lit. b IVG liegt vor, wenn die versicherte Person an mindestens 

30 aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war (Art. 29  IVV; 

Bundesgerichtsentscheide vom 16. Februar 2018, 8C_633/2017 E. 3.4, und vom 

10. August 2016, 9C_289/2016 E. 3.2). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach 

Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach 

Art. 29 Abs. 1 ATSG (Art. 29 Abs. 1 IVG).

6.1. 

ter

Was die zurückliegende Zeit vor der medizinischen Begutachtung betrifft, zeigt 

sich zur Arbeitsfähigkeit Folgendes:

6.2. 

Betreffend zunächst die erste Phase vor August 2016 hielt der Gutachter der 

Rheumatologie eine schlüssige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der 

Beschwerdeführerin als Serviceangestellte für nicht möglich. Sichere Hinweise für eine 

längerfristige Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % (bezogen auf ein volles 

Arbeitspensum) in dieser Tätigkeit bestünden nicht (vgl. IV-act. 129-28). Eine 

Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50 % lasse sich auch für eine adaptierte Tätigkeit nicht 

begründen (vgl. IV-act. 129-29). - Eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % erscheint nach 

dieser gutachterlichen Auffassung demgemäss möglich, nach der gesamten Aktenlage 

aber ausserdem überwiegend wahrscheinlich. Denn wie der RAD festgehalten hat, sind 

die medizinischen Einschätzungen von Dr. B.___, der wie der Gutachter ausgewiesener 

Rheumatologe sei, nicht etwa lediglich mit Blick auf seine Funktion als behandelnder 

Arzt weniger aussagekräftig. Seine echtzeitlichen Beurteilungen erscheinen denn auch 

begründet.

6.3. 

Nach der entsprechenden Aktenlage wurde der Beschwerdeführerin erstmals ab 

14. Dezember 2014 eine (solche) Arbeitsunfähigkeit von 50 % (vgl. IV-act. 18-3) 

bescheinigt, anschliessend vom 23. Februar bis 22. März 2015 eine solche von 100 %, 

6.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/26

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hernach bis 12. April 2015 wiederum eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (vgl. auch 

Fremd-act. 1-32 bis 40) und vom 13. April 2015 bis Ende August 2015 eine solche von 

erneut 100 % (vgl. auch schon den Bericht von ___ Dr. C.___ vom 15. Juni 2015). Nach 

einer von Dr. B.___ beschriebenen (vgl. IV-act. 45) Verbesserung des 

Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin Ende August 2015 lag bis Ende August 

2016 wieder eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % vor. Bei Ablauf einer möglichen 

Wartezeit von einem Jahr Mitte Dezember 2015 war die Beschwerdeführerin demnach 

im Erwerb während eines Jahres zu durchschnittlich (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) über 

70 % (72.9 %; 2.5 Monate zu 50 %, 1x 100 %, 0.5x 50 %, 4.5x 100 %, 3.5x 50 %) 

arbeitsunfähig gewesen. Im Haushaltsbereich lag der Durchschnitt entsprechend bei 

über 50 % (56.6 %; je bei Teilarbeitsfähigkeitsphasen mit 20 % Arbeitsunfähigkeit 

berechnet: 2.5 Monate zu 20 %, 1x 100 %, 0.5x 20 %, 4.5x 100 %, 3.5x 20 %). Bei 

gemischter Berechnung (wie nach BGE 130 V 97 E. 3.4, Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 14. August 2012, IV 2010/302, und 

Rz 2019.1 KSIH erforderlich) ergibt sich ein über 40 % liegender Durchschnitt (von 

66 %, 43.7 % und 22.6 %).

Da angesichts einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % im Erwerb und einer wie oben 

dargelegt anzunehmenden spezifischen Arbeitsunfähigkeit im Haushalt von 20 % 

indessen damals kein rentenbegründender Invaliditätsgrad, sondern ein solcher von 

38 %, resultiert, hat die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht bereits ab Dezember 2015 

eine Rente zugesprochen (oder in der Beschwerdeantwort beantragt).

6.3.2. 

Auf den Zeitpunkt von August 2016 (zweite Phase) setzte der Gutachter im 

Weiteren den Beginn der vollen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin für alle 

beruflichen Tätigkeiten fest, und zwar weil spätestens bei der damaligen 

Erstbeurteilung durch die Klinik für Neurochirurgie am Kantonsspital St. Gallen eine 

solche ausgewiesen sei (vgl. IV-act. 129-28, vgl. IV-act. 129-7). Auch dieser 

Einschätzung kann nach der Aktenlage gefolgt werden.

6.4. 

Während der Zeit einer vollen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin auch 

für adaptierte Tätigkeiten ergibt sich unbestrittenermassen eine Invalidität eines 

Ausmasses, das Anspruch auf eine ganze Rente gibt.

6.4.1. 

Was den Eintritt des Rentenfalls betrifft, wird der Anspruch auf eine ganze Rente 

in der Beschwerdeantwort ab 1. August 2017 - somit ein Jahr nach dem Beginn der 

vollen Arbeitsunfähigkeit - anerkannt. Bei der Abklärung an Ort und Stelle war dagegen 

davon ausgegangen worden, dass bei vorbestehender Einschränkung der 

Beschwerdeführerin im Umfang von 30 % (50 % Arbeitsunfähigkeit in 60-prozentigem 

6.4.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/26

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Erwerbsteil) im Verlauf des dritten Monats nach Eintritt der vollen Arbeitsunfähigkeit, 

somit im Dezember 2016, die (sc. gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) erforderliche 

jahresdurchschnittliche Einschränkung von 40 % erreicht werde, weshalb zu jenem 

Zeitpunkt ein Anspruch auf eine Viertelsrente entstanden und drei Monate später (sc. 

gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV und Art. 29  IVV) eine ganze Rente geschuldet sei.bis

Vor der vollen Arbeitsunfähigkeit ab August 2016 war die Beschwerdeführerin 

wie oben (E. 6.3.2) dargelegt bereits zu 38 % in ihrer (kombinierten) erwerblichen und 

spezifischen Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Nach elf Monaten dieser Einschränkung 

von 38 % und einem Monat voller Arbeitsunfähigkeit wird ein Durchschnitt von 43 % 

Arbeitsunfähigkeit erreicht. Die Beschwerdeführerin erfüllt die Wartezeit-Voraussetzung 

demnach schon im September 2016 (und nicht erst im Dezember 2016 wie vom 

Abklärungsbeauftragten berechnet).

6.4.3. 

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis (vgl. 

Bundesgerichtsurteile vom 21. Februar 2019, 8C_718/2018 E. 2.2, vom 18. Februar 

2016, 9C_942/2015 E. 3.1, vom 21. Oktober 2013, 8C_174/2013 E. 3.2, vom 24. März 

2010, 8C_5/2010 E.3.2, und vom 2. Dezember 2008, 9C_718/2008 E. 4.1.1; AHI 1996 

S. 187; BGE 105 V 156 E. 2c und 2d, entsprechend ZAK 1980 S. 282; Rz 4001 f. KSIH, 

vgl. auch Rz 4005 KSIH) müssen die durchschnittliche Beeinträchtigung der 

Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende 

Erwerbsunfähigkeit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstufungen 

erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entsprechenden 

Umfang zugesprochen werden kann. - Deshalb kann bei einer Invalidität der 

Beschwerdeführerin von 100 % ab September 2016 eine Viertelsrente zugesprochen 

werden. - Für eine erforderliche Abstufung der Rente bei einer rückwirkenden 

Rentenfestsetzung ist in der Folge nicht mehr Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG, sondern (der 

zunächst auf Rentenrevisionen zugeschnittene) Art. 88a IVV massgebend (vgl. BGE 

109 V 125 E. 4a für den alten Art. 29 Abs. 1 IVG). Nach dessen Abs. 2 ist eine 

anspruchsbeeinflussende Änderung bei einer Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu 

berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert 

hat. Artikel 29  IVV ist sinngemäss anwendbar (vgl. dazu ZAK 1990 S. 49). Letztere 

Bestimmung vermag vorliegend jedoch keine Erhöhung innert weniger als drei Monaten 

zu bewirken. Demnach ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin nach Ablauf 

von drei Monaten auf eine ganze Rente zu erhöhen.

6.4.4. 

bis

Gemäss dem Gutachten dauerte die volle Arbeitsunfähigkeit der 

Beschwerdeführerin (von August 2016) bis Oktober 2017. Ab dem 1. November 2017 

ist die bei der Begutachtung vorgefundene Arbeitsfähigkeit anzunehmen. Demnach ist 

6.5. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 24/26

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7.  

Angemerkt werden kann, dass der Beschwerdeführerin für den Zeitraum des 

ermittelten Invaliditätsgrades von 38 %, da sie im Erwerb zu 50 % arbeitsunfähig ist 

und sich das auf ein 60 %-Pensum bezieht, in der gemischten Methode eine 

Erwerbstätigkeit von 30 % (2.46 Stunden pro Tag) zugemutet wird. Daneben soll sie 

den Haushalt mit einem Anteil von 40 % noch zu 80 % leisten können, d.h. also an 

rund 2.6 Stunden pro Tag. Zusammen sind das rund fünf Stunden täglicher Arbeitszeit.

8.

Am 16. Juli 2019 hat die Klinik I.___ darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin 

im Vergleich zur letzten Kontrolle über eine gewisse Schmerzzunahme berichtet habe. 

In einem aktuellen Röntgenbild der LWS sei eine im Vergleich zu den Voraufnahmen 

progrediente Anschlusssegmentdegeneration L1/2 mit deutlicher Verschmälerung des 

Bandscheibenfaches und Verlust der segmentalen Höhe zu sehen, welche die 

vermehrten lumbalen Schmerzen erkläre. Das stellt einen Hinweis auf eine mögliche 

rentenrelevante Verschlechterung dar. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den 

Standpunkt, eine allfällige Verschlechterung sei jedenfalls nicht vor dem vorliegend 

massgeblichen letzten Beurteilungszeitpunkt bei Erlass der angefochtenen Verfügung, 

somit nicht vor dem 14. Juni 2019, eingetreten, und verweist die Beschwerdeführerin 

auf ein Neuanmeldungsverfahren. Sie begründet dies mit dem Bericht von Dr. B.___ 

vom 11. März 2019, worin keine Verschlechterung beschrieben wurde. Da die 

Verschlechterung jedoch bereits rund einen Monat nach Erlass der Verfügung in einer 

medizinischen Beurteilung beschrieben wurde, und zwar als degenerative Progredienz, 

ist anzunehmen, dass es sich gegebenenfalls um eine allmähliche Entwicklung 

handelte, die zumindest möglicherweise bereits in den vorliegenden Zeitraum 

ab jenem Zeitpunkt eine erhebliche und anhaltende Verbesserung des 

Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin anzunehmen, 

nach welcher die oben (E. 5.3) ermittelte Invalidität von 38 % verbleibt. - Der 

Rentenanspruch ist daher drei Monate nach Andauern dieser Verbesserung, somit auf 

den 31. Januar 2018, wie es die Beschwerdegegnerin beantragt, aufzuheben. Denn 

gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die 

Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung bei einer Verbesserung der 

Erwerbsfähigkeit von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen 

werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu 

berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate 

angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 25/26

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zurückreicht. Die Beschwerdeführerin damit in neues Verfahren zu verweisen, erscheint 

daher nicht gerechtfertigt. Denn für die (richterliche) Beurteilung sind grundsätzlich die 

tatsächlichen Verhältnisse massgebend, wie sie sich bis zum Zeitpunkt der 

angefochtenen Verwaltungsverfügung entwickelt haben (vgl. BGE 121 V 362 E. 1b; 

BGE 125 V 150 E. 2c). Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, sind jedoch 

insoweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem 

Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung des Sachverhalts im 

Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu beeinflussen (vgl. Bundesgerichtsurteil vom 

7. Oktober 2016, 8C_357/2016 E. 3.2; vgl. BGE 99 V 102). Da Dr. B.___ am 11. März 

2019, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend darlegt, noch keine Verschlechterung 

der Beschwerdesituation der Beschwerdeführerin beschrieb, ist der Sachverhalt ab 

März 2019 als abklärungsbedürftig zu betrachten.

9.  

Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin nach gegenwärtiger 

Aktenlage vom 1. September 2016 bis 31. Dezember 2016 Anspruch auf eine 

Viertelsrente (vgl. E. 6.4.3 f.) und vom 1. Januar 2017 (vgl. E. 6.4.3) bis 31. Januar 2018 

(vgl. E. 6.5) Anspruch auf eine ganze Rente hat. Anschliessend besteht kein 

Rentenanspruch mehr, bis sich eine allfällige rentenrelevante Verschlechterung 

eingestellt hat. Ob und wann dies noch im vorliegend zu beurteilenden Zeitraum (bis 

14. Juni 2019) der Fall sei, lässt sich noch nicht beurteilen, da diesbezüglich der 

Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (E. 8). 

10.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 2019 teilweise gutzuheissen und der 

Beschwerdeführerin ist ab 1. September 2016 (bis 31. Dezember 2016) eine 

Viertelsrente und von 1. Januar 2017 bis 31. Januar 2018 eine ganze Rente 

zuzusprechen. Was den Sachverhalt ab März 2019 betrifft, ist die Sache zu 

ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu 

entsprechender neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

10.1. 

Es rechtfertigt sich, bei diesem Ausgang des Verfahrens für die Kosten von einem 

vollen Obsiegen der Beschwerdeführerin auszugehen und die Gerichtskosten, die nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festgelegt werden (Art. 69 

Abs. 1  IVG), gesamthaft der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (vgl. Art. 95 Abs. 1 

10.2. 

bis

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 26/26

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 14. Juni 

2019 im Sinn der Erwägungen insofern teilweise gutgeheissen, als der 

Beschwerdeführerin ab 1. September 2016 (bis 31. Dezember 2016) eine Viertelsrente 

und von 1. Januar 2017 bis 31. Januar 2018 eine ganze Rente zugesprochen wird und 

als die Sache, was den Sachverhalt ab März 2019 betrifft, zu ergänzenden 

medizinischen Abklärungen im Sinn der Erwägungen und zu entsprechender neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.

Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtskosten von Fr. 600.-- zu bezahlen.

3.

Der von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr 

zurückerstattet.

VRP/SG). Eine Entscheidgebühr von Fr. 600.-- erscheint angemessen. Der 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.05.2021
	Art. 28 und 28a IVG. Gemischte Methode der Invaliditätsbemessung. Rückwirkend befristete Rente und Rückweisung des jüngeren Sachverhalts zur ergänzenden medizinischen Abklärung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Mai 2021, IV 2019/182).

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