# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d784e346-b805-53e7-94e8-857b53eb2f30
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-10-23
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 23.10.2009 A-924/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-924-2009_2009-10-23.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-924/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 3 .  O k t o b e r  2 0 0 9

Richterin Marianne Ryter Sauvant (Vorsitz), Rich-
ter Beat Forster, Richter André Moser, 
Gerichtsschreiber Stefan von Gunten.

A._______ und B.________, 
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Vonmoos, 
Neuengasse 7, P.O. Box 8620, 3001 Bern,
Beschwerdeführende,

gegen

Schweizerische Bundesbahnen SBB, Infrastruktur, 
Projekt Management, Tannwaldstrasse 2, 4601 Olten,
Beschwerdegegnerin,

Bundesamt für Verkehr BAV, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Plangenehmigung, Bahnfunk (Ausrüstung der Strecke 
Fribourg-Bern mit Bahnfunk GSM).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-924/2009

Sachverhalt:

A.
Für  die  betriebliche  Kommunikation  wird  bei  den  Bahnen  in  der 
Schweiz eine Vielzahl unterschiedlicher Funksysteme eingesetzt. Die-
se genügen den heutigen Anforderungen jedoch nicht mehr. Als Ersatz 
richten  die  Schweizer  Bahnen  für  die  bisherigen  analogen  Systeme 
und als künftige einheitliche Kommunikationsplattform das digitale Mo-
bilfunksystem "Global System of Mobile Communications-Rail" (GSM-
R) ein. So auch auf der Strecke Fribourg – Bern.

B.
Um die lückenlose Versorgung mit GSM-R auf der Strecke Fribourg – 
Bern gewährleisten zu können, sind gemäss Auflageprojekt insgesamt 
dreizehn  Basisstationen  erforderlich,  die  via  Übertragungsnetzwerk 
(Glasfaserkabel) untereinander und mit dem Basisstationscontroller im 
Bahnhof Bern verbunden sind. Bestandteil  des Projekts ist auch eine 
GSM-R-Basisstation in der Gemeinde Schmitten (Kanton Fribourg) mit 
zwei  Sendeantennen  mit  horizontalen  Hauptstrahlrichtungen.  Diese 
werden 20m über der Schienenoberkante an einem 22m langen Mast 
aus verzinktem Stahlrohr montiert,  der ca. 15m von der Gleisanlage 
entfernt  direkt  neben dem SBB-Gebäude auf  einem Fundament  aus 
Stahlbeton  erstellt  und  auf  ca.  3.6m  Höhe  mit  der  Betondecke  des 
SBB-Gebäudes  verbunden  wird.  Die  dazu  gehörende  Sendeanlage 
wird in einem bestehenden Telecom-Raum installiert.

C.
Am 3. Februar  2009  erteilte  das  Bundesamt  für  Verkehr  (BAV) dem 
Auflageprojekt für die Strecke Fribourg – Bern die Plangenehmigung 
für  zwölf  Basisstationen. Von der  Plangenehmigung vorläufig  ausge-
nommen war der Standort  Grandfey. Die Einsprache von A._______ 
und  B._______  gegen  die  Basisstation  in  der  Gemeinde  Schmitten 
wies das BAV ab.

D.
Gegen die  Verfügung vom 3. Februar  2009 erhoben  A._______  und 
B.________ (Beschwerdeführende) am 13. Februar 2009 Beschwerde 
beim Bundesverwaltungsgericht  mit  den Begehren,  auf  den Bau der 
GSM-R-Antenne am Standort Schmitten sei zu verzichten (Beschwer-
deantrag 1). Im Falle des Baus der Antenne seien die Eigentümer der 
Liegenschaft X.________ für den Minderwert der Liegenschaft unver-

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züglich mit Fr. 200'000.-- zu entschädigen (Beschwerdeantrag 2). Die 
Anlage sei mit der Bezeichnung "Mobilfunksender GSM-Rail" unter An-
gabe der Sendeleistung und des Einspracheradius neu zu publizieren 
(Beschwerdeantrag 3). Eventualiter sei die Antenne an einem besser 
geeigneten und von der Wohnzone weiter entfernten Standort  zu er-
stellen. Hierzu sei die Sache zur Prüfung an die Bewilligungsbehörde 
zurückzuweisen  (Eventualantrag  1)  oder  die  Antenne  sei  zu 
redimensionieren (Eventualantrag 2).

Ihre Beschwerde begründen sie im Wesentlichen damit, dass die An-
tenne das Orts-  und Landschaftsbild empfindlich störe. Sie liege zu-
dem in ihrem Blickfeld zum Dorfkern und vermindere den Wert  ihrer 
Liegenschaft. Es bestünden Alternativstandorte,  die wesentlich weni-
ger beeinträchtigten. Die Publikation unter dem Titel "Bahnfunk GSM-
Rail"  sei  irreführend gewesen und habe einen falschen Eindruck er-
weckt. Zudem seien die Verordnung vom 23. Dezember 1999 über den 
Schutz vor nichtionisierender  Strahlung (NISV, SR 814.710)  und die 
entsprechenden Grenzwerte überholt  und würden das Recht  auf  Le-
ben und die persönliche Freiheit verletzen. Die zu erwartenden Immis-
sionen stünden schliesslich in keinem Verhältnis zur Verbesserung der 
Kommunikation.

E.
Am 24. Februar 2009 beantragen die Schweizerischen Bundesbahnen 
(SBB; Beschwerdegegnerin)  beim Bundesverwaltungsgericht  die  Ab-
weisung der Beschwerde. In verfahrensrechtlicher Hinsicht verlangen 
sie den Entzug der aufschiebenden Wirkung. 

F.
Nach Anhörung der übrigen Parteien entzog das Bundesverwaltungs-
gericht  mit  Zwischenverfügung  vom 19. März  2009  der  Beschwerde 
vom 13. Februar 2009 die aufschiebende Wirkung. Gleichzeitig forder-
te es die Beschwerdegegnerin, die Vorinstanz, das Bundesamt für Um-
welt (BAFU) und das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) auf, zur 
Beschwerde Stellung zu nehmen.

G.
Mit Eingabe vom 6. April 2009 hält die Vorinstanz an ihrem Entscheid 
fest, verlangt die Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begrün-
dung auf die Ausführungen in der Verfügung vom 3. Februar 2009.

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H.
Mit  Beschwerdeantwort  vom 9. April  2009  verlangt  die  Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie führt aus, durch die Er-
stellung  der  Antenne  am  fraglichen  Standort  entstehe  weder  eine 
Wertverminderung noch liege ein unzumutbares Sonderopfer vor. Der 
massgebende  Grenzwert,  der  vom Bundesgericht  mehrmals  als  ge-
setzmässig  bestätigt  worden  sei,  werde  bei  der  Liegenschaft  der 
Beschwerdeführenden  fast  um  das  10-fache  unterschritten.  Der 
geplante  Standort  entspreche  betrieblichen,  funktechnischen  und 
wirtschaftlichen  Aspekten.  Zu  den  von  den  Beschwerdeführenden 
vorgeschlagenen  Alternativstandorten  –  in  ihrer  Beschwerdebeilage 
als "mögliche neue Standorte" (B und C) bezeichnet – äussert sich die 
Beschwerdegegnerin wie folgt: 

Grosser Nachteil der Alternativstandorte sei, dass die Antenne aus al-
len Richtungen viel besser einsehbar wäre und so eine Verschlechte-
rung des Orts- und Landschaftsbildes darstelle. Zudem müsste zusätz-
lich ein Technikcontainer installiert  werden, was erhebliche Mehrkos-
ten verursache. Weiter müssten temporäre und dingliche Rechte Drit-
ter beansprucht und allenfalls ein Enteignungsverfahren durchgeführt 
werden, was zu grosser zeitlicher Verzögerung führen würde. Der Ein-
griff  in Rechte Dritter stünde in keinem Verhältnis zur rein faktischen 
Betroffenheit  der Beschwerdeführenden. Die rechtliche Durchsetzung 
der erforderlichen Eigentumseingriffe wäre mangels zwingender Not-
wendigkeit zudem fraglich. Eine Verschiebung hätte weiter zur Folge, 
dass  Dritte  stärker  betroffen  würden  und  die  Alternativstandorte  mit 
dem Risiko erneuter Einsprachen neu aufgelegt werden müssten.

I.
Das ARE führt  in  seiner  Stellungnahme vom 5. Mai  2009  aus,  eine 
differenzierte Beurteilung möglicher Alternativstandorte sei schwierig. 
Die von den Beschwerdeführenden vorgeschlagenen Alternativstand-
orte schienen den Nachteil zu haben, ausserhalb der Bauzone zu lie-
gen.  Sollte  der  Antennenstandort  allerdings  innerhalb  der  Bauzone 
weiter weg von Wohn- und näher zu Industriebauten verschoben wer-
den  können,  so  wäre  dies  tendenziell  als  Vorteil  aus  der  Sicht  der 
Raumplanung anzusehen.

J.
Das BAFU teilte am 6. Mai 2009 mit, es habe bereits im Plangenehmi-
gungsverfahren  aus  Sicht  des  Landschaftsschutzes  keine  Einwände 

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gegen den projektierten Standort gehabt. Auch heute käme es zu kei-
nem anderen Ergebnis. Der Alternativstandort  sei,  soweit  ersichtlich, 
nicht innerhalb eines Siedlungsgebietes. Aufgrund des Schonungsge-
bots  nach  Art. 3  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 1. Juli  1966  über 
den Natur- und Heimatschutz (NHG, SR 451) sei aber ein Standort in-
nerhalb eines Siedlungsgebiets – wie der projektierte Standort – vor-
zuziehen. Die in der NISV festgelegten Grenzwerte seien vom Bundes-
gericht geprüft und für bundesrechtskonform befunden worden.

K.
Die Gemeinde Schmitten teilte mit Schreiben vom 9. Juni 2009 mit, die 
alternativen Standorte seien ausserhalb der Bauzone, in offenem Ge-
biet und daher ungeeignet.

L.
Mit  Replik  vom 1. Juli  2009  beschränken  die  Beschwerdeführenden 
ihre Beschwerde auf folgende Anträge: 

1. 

Die Anlage sei mit der Bezeichnung "Mobilfunksender GSM-Rail"  neu zu 

publizieren unter Angabe der Sendeleistung und des Einspracheradius.

2.

Die Antenne sei an einem besser geeigneten und von der Wohnzone wei-

ter entfernten Standort zu errichten.

Sie begründen ihre Anträge wie folgt: Die Publikation der Antennenan-
lage sei  mangelhaft  erfolgt. Unter  "Bahnfunk GSM-Rail"  erwarte  der 
nicht vorinformierte Bürger eine traditionelle (und kleine) Funkanlage 
der Bahn und nicht eine 22m hohe GSM-Antenne wie für die Verbrei-
tung des Mobiltelefon-Signals. 

Mit Verschiebung des Alternativstandortes um ca. 20m in die Bauzone 
liessen sich die Bedenken der Gemeinde Schmitten beheben. Mit die-
ser Verschiebung an den Bauzonenrand unmittelbar an die Industrie-
gebäude  könne  nicht  weiter  von  einem  offenen  Gebiet  gesprochen 
werden (vgl. Replikbeilage 1).

Der geplante Antennenstandort befinde sich in einer Mischzone mit In-
dustrie und Wohnen, mitten auf dem Bahnhofgelände. Nordöstlich an 
das Bahnhofsgelände grenze eine Wohnsiedlung mit ca. 130 Wohnein-
heiten in einer Distanz von 30 – 400m zum geplanten Antennenstand-

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ort. Der Antennenmast überrage die umliegenden Gebäude um min-
destens  5 –  15 Meter  und präge das Ortsbild  damit  nachteilig. Auf-
grund der Hanglage der Wohnsiedlung liege die Antenne in deren di-
rekten  Blickfeld  zum  Dorfkern  von  Schmitten.  Damit  verletze  der 
Standort das Erfordernis der Schonung des Orts- und Landschaftsbil-
des, zumal geeignetere Alternativstandorte existierten.

Der vorgeschlagene Alternativstandort liege unmittelbar am Rand, je-
doch noch innerhalb der Bauzone zwischen dem Denner-Industriege-
bäude und der Strassenüberführung über die Bahnlinie. Zwar rage die 
Antenne über das anliegende Dennergebäude hinaus, störe das Orts-
bild aber massiv weniger, da der Alternativstandort sich in ein stärker 
industrielles Umfeld einbette und eine bedeutend grössere Distanz zu 
der nächsten Wohnsiedlung aufweise. Zudem liege die Antenne nicht 
in deren bevorzugten Aussicht.

Aufgrund  der  Beeinträchtigung  des  Ortsbildes,  der  mit  den  Rech-
nungsmodellen  und  dem  Erkenntnisstand-NISV  verbundenen  Un-
sicherheiten, gepaart mit den knappen Distanzen zu einer bedeuten-
den Zahl von Wohneinheiten und der damit verbundenen Wertvermin-
derungen der  betroffenen Liegenschaften sei  eine  Verschiebung der 
Antenne  an  den  vorgeschlagenen  Alternativstandort  angezeigt.  Dies 
umso mehr, als die Beschwerdegegnerin nicht ausreichend dargelegt 
und substantiiert habe, inwiefern ein Alternativstandort den reibungslo-
sen Bahnbetrieb beeinträchtigen könnte.

M.
In ihrer Stellungnahme zur Replik der Beschwerdeführenden hält die 
Vorinstanz  fest,  das  Projekt  sei  unter  dem  Titel  "Planvorlage  der 
Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) betreffend Strecke Fribourg – 
Bern,  Ausrüstung  mit  Bahnfunk  GSM-Rail"  ordentlich  publiziert  wor-
den; bezüglich der Gemeinde Schmitten zudem mit folgendem Inhalt:

"Standort SCMI (Koord. 585'902/190'236; Schmitten): Bau einer neuen Funk-

anlage mit zwei GSM-R-Antennen am 22m hohen Mast; Sendeanlage im be-

stehenden SBB-Gebäude."

Die Planunterlagen hätten die geforderten Angaben enthalten und das 
Projekt sei ordentlich ausgesteckt worden. Das aufgelegte Plandossier 
der  Bahnfunkanlage  Schmitten  enthalte  zudem  eine  detaillierte  Be-
schreibung des Bauvorhabens. Darauf werde in der Publikation verwie-
sen.  Im  erstinstanzlichen  Verfahren  hätten  sich  die  beigezogenen 

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Amts-  und  Fachstellen  mit  keinem  Wort  gegen  den  projektierten 
Standort ausgesprochen.

N.
In ihrer Duplik vom 14. Juli 2009 schliesst sich die Beschwerdegegne-
rin den Ausführungen der Vorinstanz betreffend Publikation an. In Be-
zug auf die alternativen Standorte verweist sie auf ihre Beschwerde-
antwort  vom  9. April  2009  und  betont  (nochmals),  da  der  geplante 
Standort rechtskonform sei, stelle sich die Frage, ob dafür nicht grund-
sätzlich  ein  Anspruch  auf  Genehmigung  bestehe  und  alternative 
Standorte gar nicht mehr geprüft werden müssten, gar nicht mehr.

O.
Das BAFU hat  sich in  seiner  Eingabe vom 3. August  2009 dahinge-
hend  geäussert,  dass  der  Alternativstandort  (Replikbeilage  1)  nicht 
präzise bestimmt sei und auch nicht genau lokalisiert  werden könne. 
Ebenfalls liege kein ausgearbeitetes Projekt vor. Es könne daher nicht 
Stellung nehmen.

P.
Am 25. August  2009 haben die Beschwerdeführenden ihre Schluss-
bemerkungen eingereicht. Sie führen darin insbesondere aus, dass es 
nicht ihre Aufgabe sei, Pläne für einen Alternativstandort ausarbeiten 
zu lassen. Sie erinnerten nochmals an die Stellungnahme des ARE, 
worin  dieses  einen  Standort  weiter  weg  von  Wohn-  und  näher  zu 
Industriebauten aus raumplanerischer Sicht als vorteilig beurteile.

Q.
Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit für den Entscheid wesentlich, 
in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (VGG,  SR  173.32)  beurteilt  dieses  Be-
schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 
20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR 
172.021),  sofern  keine  Ausnahme  nach  Art.  32  VGG  vorliegt.  Als 
Vorinstanzen gelten die in Art. 33 und 34 VGG genannten Behörden. 

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Die Verfügungen des BAV im Bereich der Plangenehmigungen nach 
Art. 18 ff.  des  Eisenbahngesetzes  vom  20. Dezember  1957  (EBG, 
SR 742.101) sind vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar. Das Ver-
fahren richtet sich gemäss Art. 37 VGG nach dem VwVG, soweit das 
VGG nichts anderes bestimmt.

1.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 Bst. b und c VwVG berech-
tigt, wer durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist und 
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. 
Wer Beschwerde führt,  muss materiell  beschwert,  d.h. in  Interessen 
rechtlicher oder tatsächlicher Natur betroffen sein. Bei Mobilfunkanla-
gen gelten grundsätzlich alle Personen als in besonderer Weise betrof-
fen, die innerhalb eines Perimeters wohnen, indem eine Strahlung von 
bis zu 10 % des Anlagegrenzwertes erzeugt werden kann, wobei auf 
den massgebenden Betriebszustand der Anlage und die Verhältnisse 
in der Hauptstrahlrichtung abzustellen ist  (HEINZ AEMISEGGER,  Die bun-
desgerichtliche Rechtsprechung zu Standortgebundenheit und Stand-
ortplanung von Mobilfunkanlagen, Schriftenfolge der Schweizerischen 
Vereinigung für Landesplanung VLP-ASPAN, Nr. 2/08, S. 20). Voraus-
gesetzt ist  aber auch eine formelle Beschwer, d.h. eine beschwerde-
führende Partei muss am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen 
haben oder es müssen ihr Parteirechte verweigert worden sein (Art. 48 
Abs. 1 Bst. a VwVG i.V.m. Art. 18f Abs. 1 des Eisenbahngesetzes vom 
20. Dezember 1957 [EBG, SR 742.101]).

1.2.1 Die Liegenschaft der Beschwerdeführenden befindet sich an der 
X._______, Gemeinde Schmitten, ca. 150m von der geplanten Bahn-
funkanlage entfernt. Aufgrund der Hauptstrahlrichtung und der Distanz 
resultiert dort ein Wert von 0.47 V/m, mithin 11.8% des Grenzwertes. 
Der  zur  Beschwerde  berechtigende  Perimeter  beträgt  im  Übrigen 
428.7m (vgl. Standortdatenblatt NIS). Die Beschwerdeführenden sind 
somit  als  Anwohner  und  Grundeigentümer  durch  die  angefochtene 
Verfügung ohne weiteres materiell berührt und  – da sie mit ihren An-
trägen  im  Einspracheverfahren  unterlegen  sind – auch  formell  be-
schwert.

1.3 Mit dem Beschwerdeantrag wird gleichzeitig der Streitgegenstand 
im  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  bestimmt.  Die  be-
schwerdeführende Partei legt mit ihrem Begehren fest, in welche Rich-
tung und inwieweit  sie das streitige Rechtsverhältnis überprüfen las-
sen will. Sofern die Beschwerdebegehren lediglich auf Aufhebung oder 

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Änderung  der  angefochtenen  Verfügung  lauten,  muss  auf  die  Be-
schwerdebegründung  zurückgegriffen  werden,  um  zu  ermitteln,  was 
nach  dem  massgeblichen  Willen  der  beschwerdeführenden  Partei 
Streitgegenstand  ist.  Die  Begehren  einer  Beschwerde  können  nach 
Ablauf der Beschwerdefrist  nicht  erweitert,  sondern höchstens präzi-
siert,  eingeengt  oder  fallengelassen  werden  (ANDRÉ MOSER/MICHAEL 
BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER,  Prozessieren vor dem Bundesverwaltungs-
gericht, Basel 2008, S. 95 Rz. 2.213 und 2.218 mit Verweis BGE 133 II 
34 E. 2.4). 

1.3.1 Mit Eingabe der Replik haben die Beschwerdeführenden die Be-
schwerdeanträge 1 und 2 sowie den Eventualantrag 2 fallengelassen. 
Diese sind infolge Rückzug als gegenstandslos zu betrachten. Zu be-
urteilen sind daher nur noch Beschwerdeantrag 3 und Eventualantrag 
1 (vgl. Sachverhalt Bst. D. und L.).

1.4 Auf  die  im  Übrigen  form-  und  fristgerecht  (Art. 50  und  Art. 52 
VwVG) eingereichte Beschwerde ist einzutreten, soweit sie nicht durch 
Rückzug gegenstandslos geworden ist (vgl. E. 1.3.1).

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft  die angefochtene Verfü-
gung auf Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvoll-
ständiger  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  und 
Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens – sowie auf Angemes-
senheit  hin  (Art. 49  VwVG).  Es  auferlegt  sich  allerdings  dann  eine 
gewisse  Zurückhaltung,  wenn  unter  anderem  technische  Fragen  zu 
beurteilen  sind  und  wenn  der  Entscheid  der  Vorinstanz  mit 
Amtsberichten  bzw.  Stellungnahmen  der  Fachstellen  des  Bundes 
übereinstimmt. Sachkundige  Auskünfte  einer  Amtsstelle  werden  nur 
dann inhaltlich überprüft und es wird nur dann von ihnen abgewichen, 
wenn dafür stichhaltige Gründe, also etwa offensichtliche Mängel oder 
innere Widersprüche, gegeben sind (KÖLZ/HÄNER, a.a.O., Rz. 290; Urteil 
des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-2422/2008 vom 18. August 
2008  E. 7.2).  Allerdings  muss  sichergestellt  sein,  dass  das  Gericht 
auch Verwaltungsentscheide, die überwiegend auf Ermessen beruhen, 

wirksam  überprüfen  kann  (Urteil  des  Bundesgerichts  1C_309/2007 

vom 29. Oktober 2008 E. 2.1.1 mit Hinweisen). Es ist ohne weiteres 

zulässig,  bei  der  Prüfung  naturwissenschaftlicher  und  technischer 

Fragen  auf  die  Berichte  und  Stellungnahmen der  vom Gesetzgeber 

beigegebenen  sachkundigen  Instanzen  abzustellen.  Ergänzende 

Beweiserhebungen in Form von Expertisen sind denn auch nur aus-

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nahmsweise und nur dort vorzunehmen, wo die Klärung der umstritte-

nen Sachverhaltsfrage für  die rechtliche Beurteilung unabdingbar  ist 

(Urteil des Bundesgerichts 1E.1/2006 vom 12. April 2006 E. 5 mit wei-

teren  Hinweisen;  Urteile  des  BVGer  A-2016/2006  vom  2. Juli  2008 

E. 15.5.1 und A-5466/2008 vom 3. Juni 2009 E. 4.1). 

2.
Die Beschwerdeführenden rügen vorab, die NISV sei überholt und die 
Grenzwerte würden das Recht auf Leben und die persönliche Freiheit 
verletzen.

2.1 Die  umstrittene  Antennenanlage  ist  Teil  des  Ausbauprojekts  der 
Beschwerdegegnerin, ihr gesamtes Schienennetz mit digitalem Mobil-
funk GSM-R auszurüsten. Da die Anlage dem Bahnbetrieb dient,  gilt 
sie als Eisenbahnanlage im Sinne von Art. 18 EBG. Die für den Dienst 
von  Bahnunternehmungen  notwendigen  Fernmeldeanlagen  unterlie-
gen  in  allen  Fällen  der  Plangenehmigung  nach  Art. 18-18i EBG 
(Art. 22 EBG). Die Eisenbahnanlage untersteht somit grundsätzlich der 
Eisenbahnhoheit des Bundes und nicht dem kommunalen und kanto-
nalen  Planungsrecht.  Das  kantonale  Recht  ist  zu  berücksichtigen, 
soweit es die Bahnunternehmung in der Erfüllung ihrer Aufgaben nicht 
unverhältnismässig einschränkt (Art. 18 Abs. 4 EBG; BGE 115 Ib 166 
E. 3 und E. 4; Urteil  des Bundesgerichts  1A.140/2003 vom 18. März 
2004  E. 2.5;  BENJAMIN WITTWER,  Bewilligung  von  Mobilfunkanlagen, 
Zürich  2006,  S. 137; Urteil  des  BVGer  A-2422/2008 vom 18. August 
2009 E. 4).

2.2 Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im Umweltschutzgesetz 
vom 7. Oktober 1983 (USG, SR 814.01) und den gestützt darauf erlas-
senen  Verordnungen  geregelt.  Für  den  Schutz  vor  schädlicher  oder 
lästiger nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester Anla-
gen erzeugt wird, hat der Bundesrat die NISV erlassen. Diese regelt 
insbesondere auch die Immissionen von Mobilfunksendeanlagen (vgl. 
Ziff. 6 Anhang 1 NISV). Die Regelung ist abschliessend und die Anord-
nung einer  weitergehenden vorsorglichen Emmissionsbegrenzung ist 
unzulässig (BGE 133 II 321 E. 4.3.4, BGE 126 II 399 E. 3c; AEMISEGGER, 
a.a.O., S. 3), so dass für das kommunale und kantonale Recht inso-
weit kein Raum bleibt (WITTWER, a.a.O., S. 91 f.).

2.2.1 Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind im Sinne der Vorsorge Einwir-
kungen,  die  schädlich  oder  lästig  werden  könnten,  frühzeitig  zu  be-
grenzen.  Luftverunreinigungen,  Lärm,  Erschütterungen  und  Strahlen 

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werden  durch  Massnahmen  bei  der  Quelle  begrenzt  (Emissionsbe-
grenzungen, Art. 11 Abs. 1 USG). Unabhängig von der bestehenden 
Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge so weit zu 
begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaft-
lich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). In Konkretisierung dieser Bestim-
mung müssen nach Art. 4 Abs. 1 NISV Anlagen so erstellt und betrie-
ben  werden,  dass  sie  die  in  Anhang 1  festgelegten  vorsorglichen 
Emissionsbegrenzungen  einhalten.  Für  die  Beurteilung  der  schädli-
chen oder lästigen Einwirkungen hat der Bundesrat in der NISV Immis-
sionsgrenzwerte festgelegt  (Art. 13 Abs. 1 USG). Während diese Im-
missionsgrenzwerte nach Anhang 2 überall dort zu beachten sind, wo 
sich  Menschen  aufhalten  können  (Orte  für  kurzfristigen  Aufenthalt 
[OKA],  Art. 13  Abs. 1  NISV),  müssen  die  Anlagegrenzwerte  aus-
schliesslich an Orten mit empfindlicher Nutzung (OMEN) eingehalten 
werden (Ziff. 65 Anhang 1 NISV). 

Das  Bundesgericht  hat  die  Anlage-  und  Immissionsgrenzwerte  ge-
mäss NISV wiederholt als verfassungs- und gesetzeskonform beurteilt 
(BGE 126 II  399 E. 3c,  Urteil  des Bundesgerichts  1A.218/2004 vom 
29. November 2005 E. 3, Urteil des Bundesgerichts 1A.129/2006 vom 
10. Januar 2007 E. 6 mit Hinweisen). Auch neuere Forschungen hätten 
keine Evidenz für gesundheitliche Wirkungen von Hochfrequenzstrah-
lung  im  Niederfrequenzbereich  durch  Mobilfunkbasisstationen  erge-
ben. Zwar sei die wissenschaftliche Datenlage für die Beurteilung der 
Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung durch hochfrequente Strah-
lung  im  Niedrigdosisbereich,  namentlich  durch  Mobilfunkbasisstatio-
nen, noch immer sehr lückenhaft, weshalb Forschungsprogramme be-
sonders wichtig seien. Die bestehenden Wissenslücken rechtfertigten 
es aber nicht, die Grenzwerte der NISV als rechtswidrig zu beurteilen 
und den weiteren Bau von Mobilfunkantennen zu verbieten (Urteil des 
Bundesgerichts 1C_170/2007 vom 20. Februar 2008 E. 2 mit Hinwei-
sen).

2.2.2 Entgegen  der  Auffassung  der  Beschwerdeführenden  sind  die 
Anlage- und Immissionsgrenzwerte der NISV daher als  bundesrechts-
konform zu  betrachten. Den  diesbezüglichen  Ausführungen  der  Vor-
instanz  in  der  Plangenehmigungsverfügung  ist  zuzustimmen.  Die 
Grenzwerte genügen denn insofern auch dem individuellen Anspruch 
des Bürgers auf das Recht auf Leben und die persönliche Freiheit. Im 
Übrigen  ist  es  in  erster  Linie  Sache  der  zuständigen  Fachbehörden 
und  nicht  des  Bundesverwaltungsgerichts,  die  internationale  For-

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schung sowie  die  technische  Entwicklung zu verfolgen und  gegebe-
nenfalls eine Anpassung der Grenzwerte der NISV zu beantragen (Ur-
teil des Bundesgerichts 1C_316/2007 vom 30. April 2008 E. 5.1).

2.3 Für den Standort Schmitten hat die Beschwerdegegnerin das NIS 
Standortdatenblatt eingereicht. Diesem können die Strahlungswerte an 
den  (zwei)  höchstbelasteten  Orten  für  den  kurzfristigen  Aufenthalt 
(Ziff. 4) und die Strahlungswerte an den (neun) höchstbelasteten Orten 
mit empfindlicher Nutzung (Ziff. 5) entnommen werden. Sowohl die Im-
missions- wie auch die Anlagegrenzwerte werden eingehalten. Wo der 
Anlagegrenzwert zu mehr als 80% ausgeschöpft wird, sieht die Plan-
genehmigung eine Abnahmemessung vor (S. 30/34 Ziff. 3.4). 

2.3.1 Der Standort der Beschwerdeführenden wird im NIS Standortda-
tenblatt nicht aufgeführt. In der Plangenehmigung – mit Verweis auf die 
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 16. Juli 2008 zu der Ein-
sprache der Beschwerdeführenden – wird für diesen eine elektrische 
Feldstärke  von  0.47  V/m  ausgewiesen.  Gemäss  NISV  Anhang  1 
Ziff. 64 Bst. a beträgt der massgebende Anlagegrenzwert für die elek-
trische Feldstärke von Sendeanlagen für  Mobilfunk 4 V/m. Der prog-
nostizierte Wert für die Liegenschaft der Beschwerdeführenden unter-
schreitet den zulässigen Höchstwert daher fast um das 10-fache. We-
der hat die zuständige Fachinstanz (BAFU) die berechneten Werte be-
mängelt  noch sind  offensichtliche Mängel  oder  innere  Widersprüche 
erkennbar. Es sind insbesondere auch keine weiteren Sendeantennen 
ersichtlich,  die  in  die  Beurteilung  der  gesamten  Strahlungswirkung 
hätten einbezogen werden müssen.

Im Lichte  dieser  Ausführungen ist  der  projektierte  Standort  nicht  zu 
beanstanden. 

3.
Die Beschwerdeführenden führen weiter aus, der projektierte Standort 
beeinträchtige das Orts- und Landschaftsbild in unzumutbarer Weise. 
Der geplante Antennenstandort befinde sich in einer Mischzone mit In-
dustrie und Wohnen, mitten auf dem Bahnhofgelände. Nordöstlich an 
das Bahnhofsgelände grenze eine Wohnsiedlung mit ca. 130 Wohnein-
heiten in einer Distanz von 30 – 400m. Der Antennenmast überrage 
die umliegenden Gebäude um mindestens 5 – 15 Meter und präge das 
Ortsbild  damit  nachteilig.  Aufgrund  der  Hanglage  der  Wohnsiedlung 
liege die Antenne im direkten Blickfeld zum Dorfkern von Schmitten. 

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3.1 Die  Beschwerdegegnerin  begründet  den  gewählten  Standort  in 
unmittelbarer  Nähe  der  Bahnlinie  mit  den  Anforderungen  an  eine 
genügende Funkversorgung und damit mit der Betriebssicherheit.

3.2 Die  Vorinstanz  führt  in  der  Plangenehmigung  aus,  dass  neben 
dem Kanton Fribourg die Gemeinde Schmitten, das ARE, das BAFU 
und das BAK die umstrittene Bahnfunkanlage hinsichtlich ihrer Auswir-
kungen auf das Orts- und Landschaftsbild geprüft und dem Bauvorha-
ben ihre Zustimmung erteilt  hätten. Technische Rahmenbedingungen 
und  immissionsrechtliche  Anforderungen  bedingten,  dass  Mobilfunk-
anlagen praktisch an jedem Standort per se etwas Störendes hätten. 
Als  Teil  der  Verkehrsinfrastruktur  gehörten  Bahnfunkanlagen  grund-
sätzlich zum Ortsbild.

3.3 Die eisenbahnrechtliche Plangenehmigung stellt  eine Bundesauf-
gabe  im  Sinne  von  Art. 2  Abs. 1  Bst. a  des  Bundesgesetzes  vom 
1. Juli  1966 über den Natur-  und Heimatschutz (NHG, SR 451) dar. 
Nach Art. 3 NHG sorgen u.a. der Bund sowie die Kantone bei der Er-
füllung von Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- 
und Ortsbild geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ih-
nen überwiegt,  ungeschmälert  erhalten bleiben (Abs. 1). Sie  erfüllen 
diese Pflicht u.a., indem sie eigene Bauten und Anlagen entsprechend 
gestalten und unterhalten oder gänzlich auf ihre Einrichtung verzichten 
(Abs. 2 Bst. a). Die Pflicht zur Schonung des heimatlichen Orts- und 
Landschaftsbildes gilt unabhängig davon, ob ein Objekt von nationaler, 
regionaler  oder  lokaler  Bedeutung  betroffen  ist  (Abs. 3  i.V.m.  Art. 4 
NHG).  Das  Gebot  der  ungeschmälerten  Erhaltung  beschränkt  sich 
dagegen  im  Wesentlichen  auf  Objekte  von  nationaler  Bedeutung 
(Art. 6 NHG).

3.4 Da vorliegend  kein  Objekt  eines  Bundesinventars  nach  Art. 4  f. 
NHG betroffen ist, sind die Auswirkungen auf die Landschaft und das 
Ortsbild nach Art. 3 NHG zu beurteilen. 

3.5 Die Beschwerdeführenden führen hauptsächlich ein eigenes, da-
mit  privates Interesse an,  nämlich den ungetrübten Ausblick auf  den 
Dorfkern der Gemeinde Schmitten. Inwiefern dieser überhaupt als Kri-
terium für  den Schutz des Orts-  und Landschaftsbildes massgebend 
ist,  kann bezweifelt,  letztlich aber aufgrund der nachfolgenden Erwä-
gungen offen gelassen werden.

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3.6 Zwar ist das Interesse der Beschwerdeführenden an einem unver-
fälschten  Ausblick  auf  den  Dorfkern  von  Schmitten  nachvollziehbar, 
doch erscheint der projektierte Standort geeignet. Er befindet sich un-
mittelbar  an der  Bahnlinie,  der  die Bahnfunkanlage dienen soll,  und 
auf  dem Gebiet der Beschwerdegegnerin. Beilage 1 der Replik lässt 
zudem erkennen, dass hinter dem geplanten Standort, über den Gelei-
sen, ein industriell genutzt anmutender Komplex von nicht wesentlich 
geringerer Grösse als derjenigen des Dennergebäudes den Blick der 
Wohnsiedlung zum Dorfkern der Gemeinde Schmitten erschwert. Wei-
ter ist aus Beilage 2, Foto 3, der Replik ersichtlich, dass die Bahnlinie 
mit Fahrleitungen "überdacht" ist. Diese beschränken den bereits ge-
trübten  Blick  auf  den  Dorfkern  ebenfalls.  Insofern  kann  nicht  davon 
ausgegangen werden, dass die Bahnfunkanlage völlig deplatziert und 
in einem unerträglichen Masse störend wirkt. Zudem steht sie auf dem 
Bahnhofgelände,  wo eine dem Bahnbetrieb  dienende Anlage grund-
sätzlich auch hingehört. Dass eine Bahnfunkanlage über eine gewisse 
Höhe  verfügen  muss,  um ihre  Funktion  erfüllen  zu  können,  liegt  im 
Weiteren auf der Hand. Wie andere Mobilfunkanlagen sind Bahnfunk-
antennen  daher  zwangsläufig  aus  der  Ferne  sichtbar  und  gehören 
grundsätzlich zum Ortsbild (Entscheid des Bundesgerichts 1A.6/2007 
vom 6. September 2007 E. 4.3). 

Nicht nur die Vorinstanz, sondern auch das Bundesverwaltungsgericht 
setzt  sich  im  Weiteren  nicht  leichthin  über  die  Zustimmungen  der 
Fachinstanzen (ARE und BAFU) und der übrigen Verfahrensbeteiligten 
zum projektierten Standort  im erstinstanzlichen Verfahren hinweg. Im 
Übrigen  überragen  mindestens  fünf  der  geplanten  zwölf  neuen 
Bahnfunkanlagen  auf  der  Strecke  Fribourg  –  Bern  den  fraglichen 
Masten um drei bis neun Meter (25 – 31m). Mit 22 Metern fällt dieser 
daher zwar hoch, im Vergleich mit den anderen Bahnfunkanlagen auf 
der Strecke Fribourg – Bern aber eher durchschnittlich aus.

3.7 Die Beschwerdeführenden halten dafür, dass die Antenne an ei-
nem  besser  geeigneten  und  von  der  Wohnzone  weiter  entfernten 
Standort errichtet werden soll. Sie schlagen daher in ihrer Replik den 
Standort unmittelbar beim Dennergebäude vor (vgl. Replikbeilage 1).

3.8 Die Vorinstanz hat im vorinstanzlichen Verfahren keine konkreten 
Alternativstandorte geprüft, gestützt auf die Stellungnahmen der Ver-
fahrensbeteiligten und der verschiedenen Fachbehörden aber die Inte-

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ressen  der  Beschwerdegegnerin  am  projektierten  Standort  höher 
gewichtet als diejenigen der Beschwerdeführenden. 

3.9 Das ARE führt  hierzu in  grundsätzlicher  Weise aus,  dass,  sollte 
der Antennenstandort  innerhalb der  Bauzone weiter  weg von Wohn- 
und  näher  zu  Industriebauten  verschoben  werden  können,  dies 
tendenziell  als  Vorteil  aus  der  Sicht  der  Raumplanung  anzusehen 
wäre.

3.10 Beide  Standorte  befinden  sich  in  der  Bauzone,  unmittelbar  an 
der Bahnlinie und tragen daher dem Schonungsgebot nach Art. 3 NHG 
Rechnung. Sowohl am einen wie auch am anderen Standort überragt 
der Masten die umliegenden Bauten um mehrere Meter. Zuzustimmen 
ist den Beschwerdeführenden insofern, als dass sich der Masten auf 
dem Alternativstandort stärker in das industrielle Umfeld einbettet. Wie 
den Erwägungen unter Ziffer 3.6 aber zu entnehmen ist, dürfte dieser 
Unterschied indes nur gering sein. Grosser Nachteil des angebotenen 
Alternativstandortes  ist,  dass  das  betreffende  Land  nicht  der 
Beschwerdegegnerin gehört, mithin ein Dritter enteignet werden müss-
te. Hierbei würde sich weiter die Frage stellen, inwieweit die Beschwer-
degegnerin  überhaupt  auf  diesen  Standort  angewiesen  ist,  da,  wie 
vorstehend ausgeführt, der projektierte Standort geeignet ist und die 
gesetzlichen Bestimmungen einhält. Nach Art. 1 Abs. 2 des Bundesge-
setzes vom 20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711) kann 
das Enteignungsrecht denn auch nur geltend gemacht werden, wenn 
und  soweit  es  zur  Erreichung  des  Zweckes  notwendig  ist.  Zudem 
müsste für die Sendeanlage ein geeigneter Platz gefunden und wahr-
scheinlich ein entsprechender Technikcontainer gebaut werden, wohin-
gegen beim projektierten Standort  eine entsprechende Vorrichtung – 
ein Telecom-Raum – zur Verfügung steht. Sowohl die Enteignung wie 
auch  der  Bau  einer  solchen  Vorrichtung  würden  zusätzliche,  nicht 
zwingend  notwendige  Kosten  für  die  Beschwerdegegnerin  verur-
sachen. 

3.11 Die Empfehlung des ARE, wonach der Standort weiter weg von 
Wohn- und näher zu Industriebauten zu verschieben sei,  muss denn 
auch  im  Lichte  dieser  Interessensabwägung  gesehen  und  relativiert 
werden.  Die  Empfehlung  beschränkt  sich  auf  die  raumplanerischen 
Aspekte.  Eine  Interessenabwägung  erfolgt  aber  umfassend,  d.h. 
sämtliche  (berechtigten)  Interessen  sind  zu  berücksichtigen. Konkret 
überwiegen  die  Interessen  der  Beschwerdegegnerin.  Einerseits  wird 

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mit dem projektierten Standort  dem Gebot nach Art. 3 NHG Genüge 
getan,  andererseits  rechtfertigt  es  das  Interesse  der 
Beschwerdeführenden  an  einer  besseren  Aussicht  nicht,  dem 
angebotenen Alternativstandort den Vorzug zu geben. 

Der  Antrag  der  Beschwerdeführerin,  wonach  die  Antenne  an  einem 
besser geeigneten und von der Wohnzone weiter entfernten Standort 
errichtet werden soll, ist demnach abzuweisen. 

4.
Die Beschwerdeführenden bemängeln weiter, die Publikation des vor-
liegenden Projekts sei irreführend gewesen und habe einen falschen 
Eindruck erweckt.

4.1 Hiergegen bringt insbesondere die Vorinstanz vor, das Projekt sei 
ordentlich publiziert,  ausgesteckt und im Plandossier hinreichend de-
tailliert beschrieben worden.

4.2 Nach Art. 18b ff. EBG ist  das Plangenehmigungsgesuch mit  den 
erforderlichen  Unterlagen  bei  der  Genehmigungsbehörde  einzurei-
chen.  Es hat  alle Angaben zu enthalten,  die für die Beurteilung des 
Projekts notwendig sind, wie z.B. Technischer Bericht mit Begründung 
des Vorhabens, Übersichtsplan, Situationsplan und Sicherheitsbericht 
(Art. 3  der  Verordnung über  das  Plangenehmigungsverfahren  für  Ei-
senbahnanlagen  [VPVE, SR 742.142.1]). Vor der öffentlichen Auflage 
des  Gesuchs  muss  die  Bahnunternehmung  die  Veränderungen,  die 
das geplante Werk im Gelände bewirkt,  sichtbar  machen, indem sie 
diese aussteckt; bei Hochbauten hat sie Profile aufzustellen (vgl. Art. 4 
VPVE). Das Gesuch ist in den amtlichen Publikationsorganen der be-
troffenen Kantone und Gemeinden zu publizieren und während 30 Ta-
gen öffentlich aufzulegen.

4.2.1 Aufgrund von Seite 165 ff. der Vorakten ("pour publication dans 
la feuille officielle du canton de Fribourg du vendredi 1er février 2008") 
und  den  Bildern  unter  der  Rubrik  9  "Fotos/Diverses"  sowie  des  In-
haltsverzeichnisses des Plandossiers ist davon auszugehen, dass das 
Gesuch der Beschwerdegegnerin vollständig eingereicht,  das Projekt 
ordnungsgemäss  ausgesteckt,  publiziert  und  öffentlich  aufgelegt 
worden  ist.  Seite  165  der  Vorakten  ist  insbesondere  zu  entnehmen, 
dass  am  Standort  Schmitten  der  Bau  einer  neuen  Funkanlage  mit  
zwei  GSM-R-Antennen  am  22m  hohen  Masten  geplant  ist.  Die 
Sendeanlage soll im bestehenden SBB-Gebäude installiert werden.

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4.2.2 Diese (öffentlich aufgelegten) Informationen lassen den Schluss 
zu, dass der (durchschnittliche) Bürger nicht von einem falschen Bild 
des Projekts in die Irre geführt  wurde. Sie ermöglichen allenfalls be-
troffenen Anwohnern oder Grundeigentümern ohne Weiteres, ihre Ein-
sprache hinreichend zu begründen. Inwiefern eine erneute Publikation 
mit  der  Bezeichnung  "Mobilfunksender  GSM-Rail" unter  Angabe  der 
Sendeleistung und des Einspracheradius aufschlussreicher sein sollte 
als  die  im  Plangenehmigungsverfahren  erfolgte  Publikation,  ist  nicht 
ersichtlich. Die  Rüge der  Beschwerdeführenden ist  daher  unbegrün-
det.

5.
Die Beschwerde ist aus diesen Gründen insgesamt abzuweisen.

6.
6.1 Die spezialgesetzliche Kostenfolge nach Art. 114 ff. des Bundes-
gesetzes vom 20. Juni 1930 über die Enteignung (EntG, SR 711) fin-
det  vorliegend  keine  Anwendung,  weil  die  Beschwerdeführenden  ihr 
Entschädigungsgesuch  beim  Bundesverwaltungsgericht  zurückgezo-
gen haben und damit keine enteignungsrechtlichen Ansprüche zu be-
urteilen waren. Die Kostenfolge richtet sich daher nach den allgemei-
nen Grundsätzen des VwVG. 

6.2 Die Beschwerdeführenden sind im Beschwerdeverfahren mit  kei-
nem ihrer Rechtsbegehren durchgedrungen; sie gelten somit als unter-
liegend und haben gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die gesamten Verfah-
renskosten zu tragen. Diese werden auf  Fr. 1'500.--  bestimmt. Darin 
eingeschlossen sind insbesondere auch die Kosten für den Erlass der 
Zwischenverfügung für den Entzug der aufschiebenden Wirkung. Der 
Betrag wird mit dem Kostenvorschuss in derselben Höhe verrechnet.

6.3 Angesichts  ihres Unterliegens ist  den anwaltlich  vertretenen Be-
schwerdeführenden keine Parteientschädigung zuzusprechen (Art. 64 
VwVG i.V.m. Art. 7  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
(VGKE, SR 173.320.2). Die Vorinstanz hat gemäss Art. 7 Abs. 3 VGKE 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Da sich die obsiegen-
de Beschwerdegegnerin  nicht  anwaltlich  vertreten liess  und ihr  des-
halb keine Kosten im Sinne von Art. 64 Abs. 1 VwVG entstanden sind, 
steht auch ihr keine Parteientschädigung zu. 

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  abgewiesen, soweit  sie  nicht  durch  Rückzug 
gegenstandslos geworden ist.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.-- werden den Beschwerdeführen-
den auferlegt. Sie werden mit  dem geleisteten Kostenvorschuss von 
Fr. 1'500.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteikostenentschädigung gesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführenden (Gerichtsurkunde)
- die Beschwerdegegnerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 341.18/2009-01-06/185; Einschreiben)
- das GS UVEK (Gerichtsurkunde)
- das BAFU (A-Post)
- das ARE (A-Post)
- die Gemeinde Schmitten (A-Post)

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Marianne Ryter Sauvant Stefan von Gunten

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 

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Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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