# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aaaeb609-f1eb-5c9f-924a-434a3d01e75b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.12.2018 200 2018 718
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-718_2018-12-20.pdf

## Full Text

200 18 718 UV
KOJ/LUB/SMA/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. Dezember 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 5. September 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1973 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan-
stalt (Suva bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als er 
am 30. August 2016 von einem Gerüst stürzte und sich dabei eine Krikoid-
fraktur und eine Lungenkontusion zuzog (Akten der Suva, Antwortbeilage 
[AB] 1, 22). Die Suva gewährte in Zusammenhang mit diesem Ereignis die 
gesetzlichen Leistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld (AB 15-
18, 32, 33, 36). Mit Verfügung vom 8. Februar 2018 stellte sie die Versiche-
rungsleistungen per 28. Februar 2018 ein und verneinte gleichzeitig einen 
Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder 
einer Integritätsentschädigung (AB 58). Die dagegen erhobene Einsprache 
vom 28. Februar 2018 (AB 63) wies sie mit Entscheid vom 5. September 
2018 ab (AB 70). 

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1. Oktober 2018 Be-
schwerde und beantragte sinngemäss, der angefochtene Einspracheent-
scheid sei aufzuheben und ihm seien in Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 30. August 2016 über den 28. Februar 2018 hinaus die gesetzlichen 
Unfallversicherungsleistungen zu gewähren.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. November 2018 schloss die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid der Suva vom 
5. September 2018 (AB 70). Streitig und zu prüfen ist, ob die Suva ihre 
Leistungen für die Folgen des Unfallereignisses vom 30. August 2016 zu 
Recht per 28. Februar 2018 eingestellt hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 

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Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung [UVG; 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

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2.4

2.4.1 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 
einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage – im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang – nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33). Dem Erfordernis eines adäquaten Kausalzu-
sammenhangs zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen 
gesundheitlichen Schädigung als Voraussetzung für die Leistungspflicht 
der Versicherung kommt die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 
129 V 177 E. 3.3 S. 182, 125 V 456 E. 5c S. 462; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 
E. 3.3).

2.4.2 Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die 
adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die 
Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 140 V 
356 E. 3.2 S. 358; SVR 2017 UV Nr. 8 S. 28 E. 3.3).

Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden ist für die Beur-
teilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, 
und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. 
Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkri-
terien unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 140 V 356 
E. 3.2 S. 358, 115 V 133 E. 6c aa S. 140).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 6

Bei psychischen Unfallfolgen setzt die Bejahung des adäquaten Kausalzu-
sammenhangs grundsätzlich voraus, dass dem Unfallereignis für die Ent-
stehung einer psychisch bedingten Erwerbsunfähigkeit eine massgebende 
Bedeutung zukommt. Das trifft dann zu, wenn es objektiv eine gewisse 
Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für 
die Beurteilung dieser Frage ist gemäss BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 an das 
objektiv erfassbare Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom 
augenfälligen Geschehensablauf mit den sich dabei entwickelnden Kräften 
(SVR 2013 UV Nr. 3 S. 8 E. 5.2) – eine Katalogisierung der Unfälle in leich-
te (banale), im mittleren Bereich liegende und schwere Unfälle vorzuneh-
men ist (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183). Die erlittenen Verletzungen können 
dabei Rückschlüsse auf die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, 
gestatten (SVR 2011 UV Nr. 10 S. 36 E. 4.2.2). Abhängig von der Unfall-
schwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubezie-
hen. Diese werden unter Ausschluss psychischer Aspekte geprüft (BGE 
140 V 356 E. 5.1 S. 359).

Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes 
oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem ge-
wöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammen-
hang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel 
(vgl. jedoch BGE 140 V 356 E. 5.3 S. 360) ohne weiteres verneint werden, 
weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug 
unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass 
ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsscha-
den zu verursachen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6a 
S. 139).

Bei schweren Unfällen dagegen ist der adäquate Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel 
zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der 
allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende 
psychische Gesundheitsschäden zu bewirken (BGE 129 V 177 E. 4.1 
S. 183, 115 V 133 E. 6b S. 140).

Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit ein adäquater Kausal-

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zusammenhang besteht, nicht auf Grund des Unfalles allein schlüssig be-
antworten. Das Bundesgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv 
erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammen-
hang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 
eine Gesamtwürdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind zu 
nennen (BGE 129 V 177 E. 4.1 S. 183, 115 V 133 E. 6c aa S. 140):

̶ besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalles;

̶ die Schwere oder besondere Art der erlittenen (somatischen) Ver-
letzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychi-
sche Fehlentwicklungen auszulösen;

̶ ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
̶ körperliche Dauerschmerzen;
̶ ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-

schlimmert;
̶ schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
̶ Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit.

Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist 
jedoch nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen 
kann für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 
Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall allen-
falls ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es 
sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittle-
ren Bereich zu zählen ist oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Un-
fall zu qualifizieren ist. Sowohl einem mittelschweren wie auch einem im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegenden Ereignis kommt nur dann 
im Sinne adäquater Kausalität massgebende Bedeutung für die aktuelle 
Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu, wenn ein einzelnes der unfallbezoge-
nen Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist oder aber diese in 
gehäufter oder auffallender Weise gegeben sind (RKUV 2005 U 548 S. 232 
E. 3.2.3). Liegt im eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien 
in besonders ausgeprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein 
(SVR 2012 UV Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren 
Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung 
der Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 
E. 4.5). Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Krite-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 8

rien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz (BGE 117 V 359 
E. 6b S. 367, BGE 115 V 133 E. 6c bb S. 140; vgl. RKUV 1997 U 272 
S. 174 E. 4b).

2.5 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer – sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind – die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 140 V 130 E. 2.2 S. 132, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). 
Was unter einer namhaften Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit 
Blick darauf, dass die soziale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf 
die erwerbstätigen Personen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich 
nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der 
Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei ver-
deutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Ge-
wicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 
134 V 109 E. 4.3 S. 115). Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen 
Verbesserung ist nur prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest-
stellungen zu beurteilen (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 
Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99).

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3.

3.1 Dass das Ereignis vom 30. August 2016 (AB 14, 19) die kumulati-
ven Tatbestandselemente des Unfallbegriffs gemäss Legaldefinition (vgl. 
E. 2.1 hiervor) erfüllt, ist unbestritten und aufgrund der Akten erstellt. Für 
diesen Unfall ist in intertemporalrechtlicher Hinsicht die bis 31. Dezember 
2016 gültige Rechtslage massgebend (vgl. Abs. 1 der Übergangsbestim-
mungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG), was sich im 
vorliegenden Fall indes nicht anspruchsrelevant auswirkt.

3.2 Den medizinischen Unterlagen lassen sich im Wesentlichen die fol-
genden Angaben entnehmen:

3.2.1 Nach dem Unfallereignis vom 30. August 2016 erfolgte eine Ret-
tungsdienstzuweisung an das Spital B.________, wo der Beschwerdefüh-
rer bis zum 2. September 2016 hospitalisiert blieb. Gemäss dem Austritts-
bericht des Spitals B.________ vom 1. September 2016 (AB 22) wurden 
beim Beschwerdeführer eine dislozierte posteriore Krikoidfraktur bei Status 
nach Sturz aus 3 Metern Höhe, eine Lungenkontusion links sowie multiple 
oberflächliche Prellmarken an den oberen Extremitäten (zufallsbefundlich 
zudem ein 5 Millimeter grosser Lungenrundherd Oberlappen basal rechts) 
diagnostiziert. Weitere Traumafolgen hätten klinisch wie bildmorphologisch 
ausgeschlossen werden können. Zur Sicherung des Atemweges sei eine 
Tracheotomie in Lokalanästhesie erfolgt, zudem sei ein Diprogenta Plug 
eingefügt worden. Dem Beschwerdeführer wurde vom 30. August 2016 bis 
am 18. September 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% attestiert.

Im Rahmen einer zusätzlichen Hospitalisation im Spital B.________ vom 
6. bis zum 8. September 2016 wurde die Rüsch-Kanüle auf eine Silber-
kanüle gewechselt und schliesslich eine Dekanülierung vorgenommen, 
aufgrund der gut dokumentierten Stimmlippenbeweglichkeit aber auf eine 
Reposition der Fraktur verzichtet (Austrittsbericht des Spitals B.________ 
vom 13. September 2016, AB 23). Der Beschwerdeführer habe am 8. Sep-
tember 2016 – bei einer Arbeitsunfähigkeit von 100% bis am 25. Septem-
ber 2016 – in regelrechtem Allgemeinzustand nach Hause entlassen wer-
den können.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 10

3.2.2 Im Anschluss an eine Untersuchung im Februar 2017 gelangte Prof. 
Dr. med. C.________, Facharzt für Oto-Rhino-Laryngologie, im Bericht 
vom 7. Februar 2017 (AB 50) zum Schluss, der Beschwerdeführer leide an 
einem Larynxtrauma mit dislozierter Cricoidfraktur, wobei, trotz etwas kräf-
tigerer und resonanterer Stimme, weiterhin grosse Einschränkungen in der 
Stimmdynamik und im Stimmumfang bestünden. 

3.2.3 In ihrem Schreiben vom 1. November 2017 (AB 47) äusserten sich 
D.________, Psychologin, und Regula F.________, Fachärztin für Psychia-
trie und Psychotherapie, bei welchen sich der Beschwerdeführer seit Okto-
ber 2016 in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung befand, zum 
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Dieser habe dank trauma-
spezifischen psychotherapeutischen Interventionen relativ schnell wieder 
arbeiten gehen können und die psychische Verfassung habe sich stabili-
siert. Allerdings fühle er sich bei längeren Arbeiten auf einem Gerüst unsi-
cher, womit sich abzeichne, dass er nicht mehr auf dem gelernten Beruf als 
… arbeiten könne.

3.2.4 Mit Bericht vom 22. November 2017 (AB 52) diagnostizierte Prof. 
Dr. med. C.________ ein Larynxtrauma mit dislozierter Cricoidfraktur bei 
einer weiterhin bestehenden Minderspannung der Stimmlippen. Die Stim-
me sei jedoch kräftiger und resonanter als noch bei der Voruntersuchung 
und der Patient komme im Alltag mit seiner Stimmfunktion zurecht. Daher 
bestehe im Moment keine Therapieindikation; phoniatrische Kontrollen 
könnten bei Bedarf durchgeführt werden.

3.2.5 Der Kreisarzt Dr. med. E.________, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in seinen 
Stellungnahmen vom 12. Dezember 2017 (AB 53) und vom 15. Januar 
2018 (AB 54) fest, gestützt auf den Bericht von Prof. Dr. med. C.________ 
vom 22. November 2017 böten sich keine Massnahmen an, welche in ab-
sehbarer Zeit eine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheits-
zustandes erwarten liessen. Somit sei der Endzustand erreicht. 

3.2.6 Im Schreiben vom 20. Februar 2018 (AB 62) führten Psychologin 
D.________ und Psychiaterin F.________ aus, beim Beschwerdeführer 
habe sich Anfang 2017 abgezeichnet, dass er auf wackligem Boden bereits 

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in der Höhe von ca. 2 Meter bei längeren Arbeiten andauernde und starke 
Angst habe und sich unsicher fühle. Dabei handle es sich um nichtüber-
windbare psychische (Unfall-) Folgeschäden, welche es dem Beschwerde-
führer verunmöglichten, eine Arbeitsstelle in seiner angestammten Tätigkeit 
als … zu finden und zu behalten. 

3.3 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Den 
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert 
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 
bestehen. 

3.4 Die Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin, die organischen 
Unfallfolgen seien im Wesentlichen abgeheilt, ist nicht zu beanstanden. Im 
Bericht vom 22. November 2017 (AB 52) von Prof. Dr. med. C.________ 
resp. den Stellungnahmen vom 12. Dezember 2017 (AB 53) und vom 
4. Januar 2018 (AB 54) von Kreisarzt Dr. med. E.________ wird schlüssig 
und nachvollziehbar dargelegt, dass in organischer Hinsicht von weiteren 
Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr 
zu erwarten und damit der Endzustand erreicht sei. Eine Therapieindikation 
bestand nicht mehr (AB 52). Darüber hinaus wurde dem Beschwerdeführer 
auch bereits ab dem 8. November 2016 eine vollumfängliche Arbeitsfähig-
keit attestiert (AB 39). Die Eingabe vom 20. Februar 2018 (AB 62) der be-
handelnden Psychologin D.________ und der Psychiaterin F.________ 
ändert nichts an dieser Einschätzung, zumal darin einzig nichtorganische 
Unfallfolgeschäden geltend gemacht werden. Im Übrigen macht auch der 
Beschwerdeführer nichts anderes geltend. Als Zwischenergebnis ist damit 
festzuhalten, dass in somatischer Hinsicht der medizinische Endzustand 
zum Zeitpunkt des Fallabschlusses im Februar 2018 erreicht war.

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4.

4.1 Zu prüfen bleibt, wie es sich mit der Adäquanz hinsichtlich der ge-
klagten psychischen Beschwerden verhält. Soweit der Beschwerdeführer 
allgemein geltend macht, die Angstzustände bestünden erst seit dem Unfall 
und müssten daher auf diesen zurückzuführen sein, beruft er sich sinn-
gemäss auf den Grundsatz "post hoc, ergo prompter hoc", wonach eine 
gesundheitliche Schädigung schon dann als durch einen Unfall verursacht 
gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist. Dieser Grundsatz ist praxis-
gemäss indessen nicht massgebend (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; 
SVR 2008 UV Nr. 11 S. 36 E. 4.2.3). Zu prüfen ist die Adäquanz vielmehr 
anhand der sog. Psycho-Praxis (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Soweit der Be-
schwerdeführer bemängelt, dass (im Rahmen dieser Praxis) die psychisch 
begründeten Anteile nicht berücksichtigt werden, ist auf die entsprechende 
ständige Praxis des Bundesgerichts zu verweisen (BGE 140 V 356 E. 5.1 
S. 359, vgl. E. 2.4.2 hiervor). Auch der Einwand des Beschwerdeführers, es 
sei kein psychiatrisches Gutachten erstellt worden, verfängt nicht. Umstrit-
ten ist im vorliegenden Fall in erster Linie nicht, ob und in welchem Umfang 
eine psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit vorliegt oder ob eine natürliche 
Kausalität zwischen dem Unfall und allfälligen psychischen Beschwerden 
besteht, sondern ob sich der Unfall auch nach Februar 2018 adäquat kau-
sal auf den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers aus-
wirkt. Dabei handelt es sich um eine Rechtsfrage, deren Beantwortung da-
von abhängt, ob ein bestimmter Unfall geeignet ist, psychische Beschwer-
den hervorzurufen. Massgebend dafür ist die Schwere des Unfalls nebst 
anderen Kriterien, wobei psychische Aspekte wie erwähnt nicht berücksich-
tigt werden (vgl. E. 2.4.2 hiervor). Somit ist hier auf das Einholen eines 
psychiatrischen Gutachtens zu verzichten. 

4.2 Zur Prüfung der Adäquanz ist vorab die Schwere des Unfalls zu 
bestimmen. Entgegen dem Beschwerdeführer ist der Unfallhergang hin-
sichtlich des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwi-
ckelnden Kräften gestützt auf seine Aussagen gegenüber der Beschwerde-
gegnerin (AB 14, 19, 25) und die medizinischen Akten (AB 21, 22) ausrei-
chend erstellt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 13

Den Akten lässt sich in Bezug auf den Unfallhergang Folgendes entneh-
men (AB 14, 19, 25): Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers habe 
er am 30. August 2016 im Rahmen seiner Arbeit mit einem Arbeitskollegen 
ein Rollgerüst an einem zweistöckigen Gebäude aufgebaut. Als er auf der 
Höhe des zweiten Stocks auf dem Gerüst gestanden sei und dieses habe 
sichern wollen, sei es umgekippt. Der Beschwerdeführer sei daraufhin zu-
sammen mit dem Gerüst 3-3.5 Meter zu Boden gestürzt, wobei er mit dem 
Oberkörper und dem Hals auf dem Gerüst gelandet und mit dem Kehlkopf 
direkt auf einer Stange aufgeprallt sei. 

Mit Blick auf die Praxis des Bundesgerichts ist bei Stürzen aus einer Höhe 
zwischen etwa zwei und vier Metern grundsätzlich von einem mittelschwe-
ren Unfall im engeren Sinne auszugehen (vgl. etwa Entscheid des Bundes-
gerichts [BGer] vom 21. November 2014, 8C_496/2014, E. 4.2.3 mit weite-
ren Hinweisen). In Anbetracht des Sturzes aus 3-3.5 Metern hat die Be-
schwerdegegnerin den Unfall des Beschwerdeführers damit zu Recht als 
mittelschweren Unfall im engeren Sinne qualifiziert. Es gilt somit, die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung in diesem Bereich entwickelten 
Kriterien (vgl. E. 2.4.2) zu prüfen.

4.2.1 Der Beschwerdeführer macht geltend, aufgrund erlittener Todes-
angst sowie dem durchgeführten Luftröhrenschnitt sei das Kriterium der 
besonders dramatischen Begleitumstände resp. einer besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalles erfüllt. Dazu müssten die Umstände des Unfalls 
geeignet sein, bei der betroffenen Person während des Unfallgeschehens 
oder nachher psychische Abläufe in Bewegung zu setzen, die an den nach-
folgenden psychischen Fehlentwicklungen mitbeteiligt sein können (vgl. 
etwa Entscheid des BGer vom 23. Dezember 2011, 8C_587/2011, 
E. 9.3.1). Bezüglich der geschilderten Todesangst ist zu bemerken, dass 
das Vorliegen einer besonderen Eindrücklichkeit aus einer objektiven Sicht 
zu beurteilen ist und nicht auf das subjektive Angstgefühl des Beschwerde-
führers abgestützt werden kann (vgl. RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207, U 
287/97 E. 3b/cc; vgl. dazu auch RUMO-JUNGO/HOLZER, Bundesgesetz über 
die Unfallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 69). Demgemäss ist dem vorlie-
genden mittelschweren Unfall wie bei sämtlichen Unfällen dieser Art zwar 
eine gewisse, nicht aber eine besondere Eindrücklichkeit eigen (vgl. etwa 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 14

Entscheid des BGer vom 5. September 2015, 8C_437/2015, E. 3.6.1). 
Auch soweit der Beschwerdeführer besonders dramatische Begleitumstän-
de aufgrund des Luftröhrenschnitts geltend macht, kann ihm nicht gefolgt 
werden. So litt er laut dem Austrittsbericht des Spitals B.________ vom 
1. September 2016 (AB 22) bei der Ankunft im Spital zwar (unter anderem) 
an einem Engegefühl, Globusgefühl und an Heiserkeit, jedoch ausdrücklich 
nicht an Atemnot (Dyspnoe). Der vorgenommene Luftröhrenschnitt erfolgte 
gemäss dem erwähnten Austrittsbericht (AB 22) sowie dem Operationsbe-
richt vom 6. September 2016 (AB 21) zur vorsorglichen Sicherung der 
Atemwege und um allfällige weitere Verletzungen bei einer Intubation zu 
verhindern. Somit ist der Luftröhrenschnitt nicht als Teil des Geschehens-
verlaufs, sondern als Unfallfolge zu werten, weshalb das Kriterium der 
dramatischen Begleitumstände resp. der besonderen Eindrücklichkeit des 
Unfallereignisses nicht erfüllt ist. 

4.2.2 Auch liegen im vorliegenden Fall keine besonderen oder besonders 
schweren Verletzungen vor, welche erfahrungsgemäss geeignet sind, psy-
chische Fehlentwicklungen auszulösen. Der Beschwerdeführer erlitt bei 
seinem Unfall eine dislozierte posteriore Krikoidfraktur und eine Lungen-
kontusion, weitere Verletzungen konnten in Anwendung verschiedener dia-
gnostischer Methoden ausgeschlossen werden (AB 22). Im Rahmen seiner 
Hospitalisierung vom 30. August 2016 bis 2. September 2016 wurde ein 
Luftröhrenschnitt unter Lokalanästhesie durchgeführt (AB 22). Auf eine 
Reposition der Fraktur wurde – im Rahmen der erneuten Hospitalisierung 
vom 6. bis zum 8. September 2018 – wegen der als gut dokumentierten 
Stimmlippenbeweglichkeit verzichtet (AB 23). Die Lungenkontusion ist in 
der Folge folgenlos ausgeheilt (AB 54) und die Stimmfunktion hat sich 
gemäss dem Bericht von Prof. Dr. med. C.________ vom 22. November 
2017 (AB 52) dahingehend verbessert, dass der Beschwerdeführer im All-
tag mittlerweile mit dem Sprechen und der Stimme zurechtkommt und kein 
weiterer Therapiebedarf mehr besteht. Da in Anbetracht der erlittenen Ver-
letzungen auch keine akute Lebensgefahr vorlag (vgl. E. 4.2.1 hiervor), 
werden die Anforderungen des Kriteriums der Schwere oder besonderen 
Art der Verletzungen nicht erfüllt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 15

4.2.3 Der Beschwerdeführer führt schliesslich an, aufgrund des Grads 
und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit habe er beinahe 
zwei Jahre lang keine Arbeit finden können, womit dieses Kriterium zu be-
jahen sei. Gemäss dem Unfallschein (AB 39) war der Beschwerdeführer 
aufgrund des Unfalls zwar in den Monaten September und Oktober 2016 
arbeitsunfähig, bereits ab November 2016 aber wieder zu 100% arbeits-
fähig, eine somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit bestand ab diesem Zeit-
punkt nicht mehr. Die späteren Schwierigkeiten, eine Arbeitsstelle zu fin-
den, sind (wenn überhaupt) gemäss dem Bericht der behandelnden Psy-
chologin D.________ resp. der Psychiaterin F.________ vom 20. Februar 
2018 (AB 62) auf die psychischen Beeinträchtigungen zurückzuführen, 
welche bei der Beurteilung dieses Kriteriums auszuklammern sind. Damit 
ist auch dieses Kriterium zu verneinen.

4.2.4 Die Erfüllung eines der weiteren Kriterien wie namentlich einer un-
gewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung oder einer ärztlichen 
Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, ist nicht 
ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht geltend gemacht. 
Ebenso wenig lagen körperliche Dauerschmerzen oder ein schwieriger 
Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen vor. Der Beschwerdeführer 
konnte am 2. September 2016 in regelrechtem Zustand aus dem Spital 
entlassen werden, es erfolgte einzig noch ein stationärer Aufenthalt vom 
6. bis am 8. September (AB 22, 23). Anfang November 2016 konnte er sei-
ne Tätigkeit wieder vollumfänglich aufnehmen (AB 39).

4.3 Nach dem Gesagten ist vorliegend keines der Kriterien erfüllt und 
folglich im hier interessierenden Zeitpunkt die adäquate Unfallkausalität der 
psychischen Beschwerden hinsichtlich des Unfalls vom 30. August 2016 zu 
verneinen. Weil auch keine somatischen Unfallfolgen weiterbestehen, hat 
die Suva zu Recht die Versicherungsleistungen per 28. Februar 2018 ein-
gestellt und die Ausrichtung von weiteren Versicherungsleistungen ver-
neint. Die Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. Dez. 2018, UV/18/718, Seite 16

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. a ATSG sind 
keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist weder dem unterliegenden 
Beschwerdeführer noch der obsiegenden Beschwerdegegnerin eine Par-
teientschädigung zuzusprechen (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]; BGE 126 V 143 E. 4a S. 150).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteientschä-
digung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Suva 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.