# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b2a5307-99c3-5f5e-bafc-2a83a042f62e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-27
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Verwaltungskommission 27.10.2022 VR220013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_004_VR220013_2022-10-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
Verwaltungskommission    
 

 

Geschäfts-Nr. VR220013-O/U 

Mitwirkend: Der Obergerichtspräsident lic. iur. M. Langmeier, Oberrichterin 

lic. iur. E. Lichti Aschwanden und Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz sowie 

die Gerichtsschreiberin MLaw N. Jauner 

 

Beschluss vom 27. Oktober 2022 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Rekurrent 

 

gegen 

 

Fachgruppe Sprachdienstleistungen,  
Rekursgegnerin 

 

betreffend Rekurs gegen den Beschluss der Fachgruppe Sprachdienstleis-
tungen vom 22. Juni 2022; vorsorglicher Entzug der Akkreditierung 
(KQ220001-O) 
  

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Die Fachgruppe Sprachdienstleistungen (fortan: Rekursgegnerin) entzog 

dem Dolmetscher A._____ (fortan: Rekurrent) mit Beschluss vom 22. Juni 

2022 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme die Akkreditierung als Be-

hörden- und Gerichtsdolmetscher für die Sprache Arabisch. Einem allfälligen 

Rekurs gegen diesen Beschluss wurde die aufschiebende Wirkung entzo-

gen (act. 6/24). Gegen diesen Beschluss erhob der Rekurrent mit Eingabe 

vom 3. August 2022 bei der Verwaltungskommission des Obergerichts des 

Kantons Zürich fristgerecht Rekurs und stellte die folgenden Anträge (act. 1): 

"1.  Es sei die von der Vorinstanz entzogene aufschiebende Wirkung ge-
stützt auf § 25 Abs. 1 VRG wiederherzustellen und dem vorliegenden 
Rekurs zu erteilen, weil sich die verfügte Massnahme als unverhält-
nismässig und ungerechtfertigt erweist. 

"2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Rekurs-
gegnerin." 

- 3 - 

2. Innert mittels Notfrist erstreckter Frist nahm die Rekursgegnerin mit Eingabe 

vom 20. September 2022 zum Rekurs Stellung und führte aus, dass dem 

Rekurrenten mit Beschluss der Fachgruppe Sprachdienstleistungen vom 

16. September 2022 die Akkreditierung für den Bereich Dolmetschen in der 

Sprache Arabisch endgültig entzogen worden sei (act. 4; vgl. auch act. 5). 

Einem allfälligen Rekurs gegen diesen Beschluss wurde die aufschiebende 

Wirkung entzogen und der Beschluss wurde der Zentralstelle Sprachdienst-

leistungen zugestellt zur definitiven Entfernung des Eintrags des Rekurren-

ten für die Sprache Arabisch aus dem Dolmetscherverzeichnis (act. 5; Dis-

positiv-Ziffer 4 und 5). 

3. Mit Verfügung vom 22. September 2022 wurde dem Rekurrenten Gelegen-

heit gegeben, zur Frage der Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Re-

kursverfahrens Stellung zu nehmen (act. 7). Innert Frist ging keine Stellung-

nahme des Rekurrenten ein, weshalb androhungsgemäss aufgrund der Ak-

ten zu entscheiden ist.  

4. Gegen den Beschluss vom 16. September 2022 erhob der Rekurrent mit 

Eingabe vom 22. Oktober 2022 (hierorts eingegangen: 25. Oktober 2022) 

bei der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich Re-

kurs. Dieses Verfahren ist bei der Verwaltungskommission pendent. 

5. Das Rekursverfahren wird gegenstandslos und ist aus diesem Grund abzu-

schreiben, wenn bspw. der geltend gemachte Nachteil selbst bei Gutheis-

sung des Rekurses nicht mehr behoben werden könnte oder wenn die ange-

fochtene Anordnung infolge Wiedererwägung, Widerrufs oder Zeitablaufs zu 

existieren aufhört. In diesen Konstellationen entfällt während des hängigen 

Verfahrens das aktuelle und praktische Rechtsschutzinteresse des Rekur-

renten an der autoritativen Entscheidung der Streitsache (GRIFFEL, in: Kom-

mentar VRG, 3. Aufl. 2014, § 28 N 25).  

Der mit Beschluss vom 16. September 2022 erfolgte endgültige Entzug der 

Akkreditierung für den Bereich Dolmetschen in der Sprache Arabisch löste 

- 4 - 

den mit Beschluss vom 22. Juni 2022 im Sinne einer vorsorglichen Mass-

nahme ergangenen Entzug der Akkreditierung als Behörden- und Gerichts-

dolmetscher ab. Damit erweist sich der vorliegende Rekurs, welcher sich 

einzig gegen den vorsorglichen Entzug der Akkreditierung als Behörden- 

und Gerichtsdolmetscher für die Sprache Arabisch bzw. gegen den Entzug 

der aufschiebenden Wirkung des Beschlusses vom 22. Juni 2022 richtet, im 

Sinne des vorstehend Ausgeführten als gegenstandslos. Das vorliegende 

Verfahren ist daher zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abzuschrei-

ben.  

6. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren ist auf Fr. 500.– festzu-

setzen (§ 20 GebV OG). Das VRG enthält keine Vorschrift über die Kosten-

auflage bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens. Zu berücksichtigen ist 

insbesondere die zivilprozessrechtliche Praxis zu Art. 107 Abs. 2 lit. e ZPO. 

Die Behörde entscheidet im Fall der Gegenstandslosigkeit des Verfahrens 

nach Ermessen über die Kosten- und Entschädigungsfolgen. Dabei sind fol-

gende Grundsätze zu beachten: Die Kosten sind in erster Linie so zu verle-

gen, dass den Prozessaussichten nach dem Stand der Streitsache vor der 

Gegenstandslosigkeit Rechnung getragen wird. Lässt sich der mutmassliche 

Ausgang eines Verfahrens im konkreten Fall nicht ohne Weiteres bestim-

men, gehen die Kosten zulasten jener Partei, die das gegenstandslos ge-

wordene Verfahren veranlasst hat oder bei der die Gründe eingetreten sind, 

die zur Gegenstandslosigkeit des Prozesses geführt haben. Kann weder der 

mutmassliche Verfahrensausgang noch der Verursacher des Verfahrens 

oder der Gegenstandslosigkeit mit vernünftigem Aufwand eruiert werden, 

dürfen die Kosten nach Billigkeit verlegt werden (vgl. PLÜSS, in: Kommentar 

VRG, 3. Aufl. 2014, § 13 N 74 f.). In E. 2.2. ff. des angefochtenen Beschlus-

ses vom 22. Juni 2022 begründete die Rekursgegnerin den vorsorglichen 

Entzug der Akkreditierung. Gemäss diesen Erwägungen erscheint es nach-

vollziehbar und sachgerecht, dass dem Rekurrenten die Akkreditierung als 

Behörden- und Gerichtsdolmetscher vorsorglich entzogen wurde. Die Pro-

zessaussichten des Rekurrenten sind daher nach dem Stand der Streitsa-

- 5 - 

che vor Eintritt der Gegenstandslosigkeit als schlecht einzustufen. Zudem 

hat der Rekurrent das Verfahren verursacht. Nach dem Ausgeführten sind 

die Kosten des Rekursverfahrens dem Rekurrenten aufzuerlegen. 

7. Im Verfahren vor Verwaltungsbehörden werden keine Parteientschädigun-

gen zugesprochen (§ 17 Abs. 1 VRG). Im Rekursverfahren kann indessen 

die unterliegende Amtsstelle zu einer angemessenen Entschädigung für die 

Umtriebe ihrer Gegenpartei verpflichtet werden, wenn die rechtsgenügende 

Darlegung komplizierter Sachverhalte und schwieriger Rechtsfragen beson-

deren Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtbeistandes rechtfer-

tigte oder wenn die angefochtene Anordnung offensichtlich unbegründet war 

(§ 17 Abs. 2 VRG). Vorliegend liegt keiner der genannten Umstände vor, 

weshalb dem Rekurrenten keine Parteientschädigung zuzusprechen ist. 

8. Hinzuweisen bleibt auf das Rechtsmittel der Beschwerde ans Bundesge-

richt. 

Es wird beschlossen:  

1. Das Verfahren wird als gegenstandslos am Register abgeschrieben.  

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt. 

3. Die Kosten des Verfahrens werden dem Rekurrenten auferlegt. 

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.  

5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: 

- den Rekurrenten 

- die Rekursgegnerin. 

6. Rechtsmittel: 

Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von 

der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, 

einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich 

- 6 - 

nach Art. 72 ff. (ordentliche Beschwerde) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Ver-

fassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 des Bundesgesetzes über 

das Bundesgericht (BGG). 

 
Zürich, 27. Oktober 2022 
 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

Verwaltungskommission 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 

MLaw N. Jauner 
 
versandt am: 

	Beschluss vom 27. Oktober 2022
	Erwägungen:
	1. Die Fachgruppe Sprachdienstleistungen (fortan: Rekursgegnerin) entzog dem Dolmetscher A._____ (fortan: Rekurrent) mit Beschluss vom 22. Juni 2022 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme die Akkreditierung als Behörden- und Gerichtsdolmetscher für di...
	"1.  Es sei die von der Vorinstanz entzogene aufschiebende Wirkung gestützt auf § 25 Abs. 1 VRG wiederherzustellen und dem vorliegenden Rekurs zu erteilen, weil sich die verfügte Massnahme als unverhältnismässig und ungerechtfertigt erweist.
	"2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Rekursgegnerin."

	2. Innert mittels Notfrist erstreckter Frist nahm die Rekursgegnerin mit Eingabe vom 20. September 2022 zum Rekurs Stellung und führte aus, dass dem Rekurrenten mit Beschluss der Fachgruppe Sprachdienstleistungen vom 16. September 2022 die Akkreditier...
	3. Mit Verfügung vom 22. September 2022 wurde dem Rekurrenten Gelegenheit gegeben, zur Frage der Gegenstandslosigkeit des vorliegenden Rekursverfahrens Stellung zu nehmen (act. 7). Innert Frist ging keine Stellungnahme des Rekurrenten ein, weshalb and...
	4. Gegen den Beschluss vom 16. September 2022 erhob der Rekurrent mit Eingabe vom 22. Oktober 2022 (hierorts eingegangen: 25. Oktober 2022) bei der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich Rekurs. Dieses Verfahren ist bei der Verwaltu...
	5. Das Rekursverfahren wird gegenstandslos und ist aus diesem Grund abzuschreiben, wenn bspw. der geltend gemachte Nachteil selbst bei Gutheissung des Rekurses nicht mehr behoben werden könnte oder wenn die angefochtene Anordnung infolge Wiedererwägun...
	Der mit Beschluss vom 16. September 2022 erfolgte endgültige Entzug der Akkreditierung für den Bereich Dolmetschen in der Sprache Arabisch löste den mit Beschluss vom 22. Juni 2022 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme ergangenen Entzug der Akkrediti...
	6. Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Verfahren ist auf Fr. 500.– festzusetzen (§ 20 GebV OG). Das VRG enthält keine Vorschrift über die Kostenauflage bei Gegenstandslosigkeit des Verfahrens. Zu berücksichtigen ist insbesondere die zivilprozessrec...
	7. Im Verfahren vor Verwaltungsbehörden werden keine Parteientschädigungen zugesprochen (§ 17 Abs. 1 VRG). Im Rekursverfahren kann indessen die unterliegende Amtsstelle zu einer angemessenen Entschädigung für die Umtriebe ihrer Gegenpartei verpflichte...
	8. Hinzuweisen bleibt auf das Rechtsmittel der Beschwerde ans Bundesgericht.
	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird als gegenstandslos am Register abgeschrieben.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 500.– festgesetzt.
	3. Die Kosten des Verfahrens werden dem Rekurrenten auferlegt.
	4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an: - den Rekurrenten - die Rekursgegnerin.
	6. Rechtsmittel: Eine allfällige Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 f...