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**Case Identifier:** 98667393-d563-5a36-8d8c-5c6de7ddaee8
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.06.2021 200 2020 278
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-278_2021-06-08.pdf

## Full Text

200 20 278 BV
FUE/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. Juni

Verwaltungsrichter Furrer, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Kläger

gegen

C.________
c/o D.________ AG
vertreten durch Advokatin E.________
Beklagte

betreffend Klage vom 14. April 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1969 geborene A.________ (Kläger), angelernter ..., seit 2. Mai 2001 
bei der (zwischenzeitlich im Handelsregister gelöschten [vgl. Schweizeri-
sches Handelsamtsblatt Nr. ... vom TT. MM. 2010]) F.________ AG als ... 
angestellt und dadurch bei der (damaligen) G.________ (heute: 
G.________ [vgl. www.zefix.ch]) berufsvorsorgeversichert (Akten der IV-
Stelle für Versicherte im Ausland [IVSTA; act. IIIA] 15), erlitt am 16. Juni 
2003 auf einer Baustelle einen Unfall am linken Knie (Verdrehtrauma des 
linken Kniegelenks; vgl. act. IIIA 10 S. 6), woraufhin die H.________ ge-
stützt auf erwerbliche und medizinische Abklärungen, insbesondere auf 
eine kreisärztliche Untersuchung, mit Verfügung vom 14. Juni 2007 bei 
einem Invaliditätsgrad von 18 % eine Invalidenrente mit Wirkung ab 1. Juni 
2007 zusprach (Akten der H.________ [act. III] 55, 125, 140). Die IV-Stelle 
Bern verneinte mit Verfügung vom 2. Oktober 2007 bei einem Invaliditäts-
grad von 18 % einen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung 
(act. IIIA 43).

Vom 22. März bis 31. August 2012 war A.________ bei der I.________ AG 
(Klagebeilage [act. I] 5; Akten der C.________ [Beklagte; act. IIA] 2) und 
vom 1. September bis 14. Dezember 2012 sowie vom 1. Februar bis 31. 
Oktober 2013 bei der D.________ AG in einem Vollpensum als ... ange-
stellt (act. I 6 f., 9 f., 14). Durch letzteres Arbeitsverhältnis war er bei der 
C.________ berufsvorsorgerechtlich versichert (Akten der C.________ 
[act. II] 1, 5 f.). Am 5. März 2013 verdrehte sich A.________ gemäss Un-
fallmeldung vom 12. März 2013 (act. III 157) das linke Knie, woraufhin er 
vollständig arbeitsunfähig geschrieben wurde (act. III 158, 164, 166 S. 3, 
168 S. 2). Mit Verfügung vom 5. Juli 2018 sprach die IVSTA A.________ 
bei einem Invaliditätsgrad von 80 % eine ganze Invalidenrente samt Kinder-
rente mit Wirkung ab 1. April 2014 zu (Akten der IVSTA [IIIC] 231). In der 
Folge ersuchte A.________ die C.________ um Ausrichtung einer Invali-
denrente aus beruflicher Vorsorge, welches Gesuch diese abschlägig be-
antwortete (act. II 9, 12).

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B.

Mit Eingabe vom 14. April 2020 erhob A.________, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Klage gegen die C.________ mit dem Rechts-
begehren, die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Invalidenrente 
ab 1. April 2014 auszurichten, nebst Zins zu 5 % seit 14. April 2020.

Mit prozessleitender Verfügung vom 16. April 2020 ersuchte der Instrukti-
onsrichter die IVSTA und die H.________ um Zustellung der den Kläger 
betreffenden Akten. Diese gingen am 22. (H.________) bzw. am 30. April 
2020 (IVSTA) beim Verwaltungsgericht ein.

Die Beklagte, vertreten durch Advokatin E.________, beantragte mit Kla-
geantwort vom 1. Juli 2020 die Abweisung der Klage.

Mit Replik vom 6. August 2020 bzw. Duplik vom 4. September 2020 hielten 
die Parteien an den bisherigen Ausführungen und Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des Verwaltungsge-
richts des Kantons Bern ist als einzige kantonale Instanz sachlich und funk-
tionell zuständig zur Beurteilung der mit Klage vom 14. April 2020 geltend 
gemachten Ansprüche (Art. 73 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 25. Juni 
1982 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge 
[BVG; SR 831.40] i.V.m. Art. 87 lit. c des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 
1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21] und Art. 54 
Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organi-
sation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 
161.1]). Die Beklagte hat ihren Sitz im Kanton Bern (Schweizerisches Han-
delsamtsblatt [SHAB] Nr. ... vom TT. MM. 2003), womit das angerufene 
Gericht zur Behandlung der Klage örtlich zuständig ist (Art. 73 Abs. 3 

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BVG). Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen sind erfüllt, insbesondere 
ist die Klage formgerecht eingelangt (Art. 32 VRPG) und ist der Rechtsver-
treter des Klägers gehörig bevollmächtigt (Art. 15 Abs. 1 VPRG; Akten des 
Klägers [act. I] 1). Auf die Klage ist somit einzutreten.

1.2 Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Klägers auf eine Invali-
denrente gegenüber der Beklagten ab 1. April 2014 (nebst Zins zu 5 % seit 
14. April 2020) und damit zusammenhängend insbesondere, wann die für 
die Entstehung des Leistungsanspruchs relevante Arbeitsunfähigkeit einge-
treten ist und ob der sachliche und zeitliche Konnex zur nachmaligen Inva-
lidität gegeben sind.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Nach Art. 73 Abs. 2 BVG sehen die Kantone ein einfaches, ra-
sches und in der Regel kostenloses Verfahren vor, wobei der Richter den 
Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat. Innerhalb des Streitge-
genstandes ist das Berufsvorsorgegericht in Durchbrechung der Dispositi-
onsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden (BGE 135 V 26 
E. 3.1 mit Hinweisen, Art. 92 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Anspruch auf Invalidenleistungen haben nach Art. 23 lit. a BVG 
Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu mindestens 40 % 
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Inva-
lidität geführt hat, versichert waren.

Versicherte, denen eine Invalidenrente zusteht, haben für jedes Kind, das 
im Falle ihres Todes eine Waisenrente beanspruchen könnte, Anspruch auf 
eine Kinderrente in Höhe der Waisenrente (Art. 25 Abs. 1 Satz 1 BVG).

2.2 Das BVG definiert den Begriff der Invalidität nicht, sondern verweist 
auf die Invalidenversicherung (vgl. Art. 23 lit. a BVG und Art. 4 der Verord-
nung vom 18. April 1984 über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenvorsorge [BVV 2; SR 831.441.1]). Aus der engen Verbindung zwi-

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schen dem Recht auf eine Rente der Invalidenversicherung und demjeni-
gen auf Invalidenleistungen nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbe-
griff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invali-
denversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 120 V 106 E. 3c 
S. 108).

2.2.1 Nach der Rechtsprechung sind Vorsorgeeinrichtungen, die aus-
drücklich oder unter Hinweis auf das Gesetz vom gleichen Invaliditätsbe-
griff wie die Invalidenversicherung ausgehen, an die Invaliditätsbemessung 
der IV-Stelle oder – im Beschwerdefall – des kantonalen Sozialversiche-
rungsgerichts resp. des Bundesgerichts gebunden, sofern sie in das invali-
denversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wurden, die konkrete 
Fragestellung für die Beurteilung des Rentenanspruchs gegenüber der In-
validenversicherung entscheidend war und die invalidenversicherungs-
rechtliche Betrachtungsweise aufgrund einer gesamthaften Prüfung der 
Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Diese Bindungswirkung 
findet ihre positivrechtliche Grundlage in den Art. 23, 24 Abs. 1 und 26 
Abs. 1 BVG, welche an die Regelung des Bundesgesetzes vom 19. Juni 
1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) anknüpfen oder 
diese übernehmen (BGE 143 V 434 E. 2.2 S. 437).

2.2.2 Im Hinblick auf die verbindliche Wirkung der IV-rechtlichen Qualifi-
kation sind die IV-Stellen gehalten, die Vorsorgeeinrichtung(en) spätestens 
im Vorbescheidverfahren in das IV-rechtliche Verfahren einzubeziehen. 
Erfolgt dieser Einbezug nicht, vermag der Beschluss der IV-Stelle keine 
Bindungswirkung für die berufliche Vorsorge zu entfalten (BGE 138 V 125 
E. 3.3 S. 130, 129 V 73 E. 4.2.2 S. 76; SVR 2019 BVG Nr. 44 E. 5.1 
S. 173). Selbst wenn die Vorsorgeeinrichtung – bei fehlendem Einbezug ins 
IV-rechtliche Verfahren – innerhalb der Rechtsmittelfrist anderweitig von 
der Verfügung Kenntnis erhält, erzeugt der Entscheid der IV-Organe keine 
Bindungswirkung für die Vorsorgeeinrichtung. Sie ist auch nach Treu und 
Glauben nicht gehalten, die Verfügung anzufechten oder deren Eröffnung 
zu ihren Handen zu verlangen (SVR 2012 BVG Nr. 30 S. 122 E. 3.2).

2.3 Die Invalidenleistungen nach Art. 23 lit. a BVG werden von derje-
nigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher der Ansprecher bei Eintritt 
des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Entscheidend ist dabei 

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einzig der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit, unabhängig davon, in 
welchem Zeitpunkt und in welchem Masse daraus ein Anspruch auf Invali-
denleistungen entsteht. Die Versicherteneigenschaft muss nur bei Eintritt 
der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise 
auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Verschlimmerung der Invalidität. 
Für eine einmal aus – während der Versicherungsdauer aufgetretener – 
Arbeitsunfähigkeit geschuldete Invalidenleistung bleibt die Vorsorgeeinrich-
tung somit leistungspflichtig, selbst wenn sich nach Beendigung des Vor-
sorgeverhältnisses der Invaliditätsgrad ändert. Entsprechend bildet denn 
auch der Wegfall der Versicherteneigenschaft keinen Erlöschungsgrund 
(Art. 26 Abs. 3 BVG [Umkehrschluss]; BGE 136 V 65 E. 3.1 S. 68; SVR 
2020 BVG Nr. 6 S. 26 E. 3.1).

2.4 Unter Arbeitsunfähigkeit ist eine erhebliche und dauerhafte Ein-
busse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Auf-
gabenbereich zu verstehen (BGE 134 V 20 E. 3.2.2 S. 23). Sie muss min-
destens 20 % betragen (BGE 144 V 58 E. 4.4 S. 62; SVR 2020 BVG Nr. 6 
S. 27 E. 3.2). Ob eine Person trotz Lohnzahlung tatsächlich erheblich ar-
beitsunfähig war, ob sie also im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses – im 
Hinblick auf den angestammten Tätigkeitsbereich – ihre übliche oder aber 
nunmehr eine behinderungsbedingt eingeschränkte Leistung erbrachte, ist 
von Amtes wegen mit aller Sorgfalt zu prüfen. Rechtsprechungsgemäss ist 
erforderlich, dass sich die behauptete Arbeitsunfähigkeit im Arbeitsverhält-
nis, das über die Vorsorgepflicht den Versicherungsschutz begründet, kon-
kret nachteilig bemerkbar gemacht hat, so etwa durch einen Abfall der Leis-
tungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitge-
bers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich be-
dingte Arbeitsausfälle. Nur beim Vorliegen besonderer Umstände darf die 
Möglichkeit einer von der arbeitsrechtlich zu Tage tretenden Situation in 
Wirklichkeit abweichenden Lage – etwa in dem Sinne, dass ein Arbeitneh-
mer zwar zur Erbringung einer vollen Arbeitsleistung verpflichtet war und 
auch entsprechend entlöhnt wurde, tatsächlich aber eben doch keine volle 
Arbeitsleistung hat erbringen können – in Betracht gezogen werden (SVR 
2008 IV Nr. 11 S. 33 E. 5.1, 2005 BVG Nr. 5 S. 15 E. 2.2). Die Leistungs-
einbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen 
sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgestellte medizinisch-

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theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der be-
ruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur 
reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso 
wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des 
Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeu-
genden) medizinischen Einschätzung, die ordentlicherweise echtzeitlicher 
Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch 
nachträgliche erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative 
Überlegungen ersetzt werden (SVR 2020 BVG Nr. 6 S. 27 E. 3.2, 2014 
BVG Nr. 6 S. 19 E. 4.2).

2.5 Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) berufli-
chen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitlichen Zusammen-
hang zwischen der während der Dauer des Vorsorgeverhältnisses (einsch-
liesslich der Nachdeckungsfrist nach Art. 10 Abs. 3 BVG) bestandenen 
Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität 
voraus.

2.5.1 Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsscha-
den, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen 
derselbe ist wie derjenige, der der Erwerbsunfähigkeit zu Grunde liegt. 
Nicht erforderlich ist ein adäquater Kausalzusammenhang; eine Wechsel-
wirkung im Sinne natürlicher Kausalität genügt (BGE 134 V 20 E. 3.2 S. 22; 
SVR 2020 BVG Nr. 17 S. 76 E. 2.2.2, 2001 BVG Nr. 18 S. 70 E. 5b).

2.5.2 Die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs setzt vor-
aus, dass die versicherte Person nach Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren 
Ursache zur Invalidität geführt hat, nicht während längerer Zeit wieder ar-
beitsfähig war. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände 
des konkreten Einzelfalles zu berücksichtigen, namentlich die Art des Ge-
sundheitsschadens, dessen prognostische Beurteilung durch den Arzt so-
wie die Beweggründe, welche die versicherte Person zur Wiederaufnahme 
oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit veranlasst haben. Zu den für die Be-
urteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umständen zählen auch die 
in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tretenden Verhältnisse, wie 

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etwa die Tatsache, dass eine voll vermittlungsfähige, Stellen suchende 
Person über längere Zeit hinweg Taggelder der Arbeitslosenversicherung 
bezieht. Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung bei-
gemessen werden wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit. So schliesst na-
mentlich die Vermittlungsfähigkeit im arbeitslosenversicherungsrechtlichen 
Sinne das Vorliegen einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsun-
fähigkeit nicht per se aus (BGE 134 V 20 E. 3.2.1 S. 22; SVR 2020 BVG 
Nr. 17 S. 76 E. 2.2.2, 2019 BVG Nr. 30 S. 118 E. 2.2). Eine zuverlässige 
Einschätzung des zeitlichen Zusammenhangs ist nur möglich, wenn die 
Entwicklung gesamthaft betrachtet wird. Die Frage, ob eine nachhaltige 
Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit möglich war, ist somit auch im Lichte 
von erst später gewonnenen Erkenntnissen zu beurteilen (SVR 2014 BVG 
Nr. 36 S. 136 E. 5.3).

2.5.3 Der zeitliche Konnex zwischen der während des Vorsorgeverhält-
nisses eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der späteren Invalidität wird 
unterbrochen, wenn während mehr als drei Monaten eine Arbeitsfähigkeit 
von über 80 % in einer angepassten Erwerbstätigkeit gegeben ist; eine 
Arbeitsfähigkeit von 80 % genügt nicht (BGE 144 V 58; SVR 2019 BVG 
Nr. 30 S. 118 E. 2.2, 2018 BVG Nr. 37 S. 138 E. 2.1.2). Anders verhält es 
sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige Tätigkeit (allen-
falls auch erst im Rückblick) als Eingliederungsversuch zu werten ist oder 
massgeblich auf sozialen Erwägungen des Arbeitgebers beruhte und eine 
dauerhafte Wiedereingliederung unwahrscheinlich war (BGE 134 V 20 
E. 3.2.1 S. 22; SVR 2014 BVG Nr. 36 S. 135 E. 1.2.2).

2.6 Nach Art. 26 Abs. 1 BVG beginnt der Anspruch auf Invalidenleis-
tungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge seit Inkrafttreten der 
5. IV-Revision (1. Januar 2008) mit der Entstehung des Anspruchs auf eine 
Rente der Invalidenversicherung nach Art. 29 Abs. 1 IVG, d.h. frühestens 
sechs Monate nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung, und 
nicht mit Ablauf der Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (BGE 142 V 
419 E. 4.3.2 S. 422).

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3.

3.1 Die IVSTA sprach dem Kläger ab dem 1. April 2014 eine ganze 
Invalidenrente samt Kinderrente zu. Der diesbezügliche Vorbescheid vom 
28. Februar 2018 sowie die Verfügung vom 5. Juli 2018 wurden der Be-
klagten eröffnet (act. IIIC 220 S. 2, 231 S. 2). Damit sind die formellen Vor-
aussetzungen für deren Bindung an die Feststellungen der IV erfüllt (vgl. E. 
2.2.1 hiervor). In materieller Hinsicht ist eine Bindungswirkung indes zu 
verneinen: Aufgrund der IV-Anmeldung vom Oktober 2013 (act. IIIA 45), die 
von der IVSTA als verspätet qualifiziert wurde (vgl. act. IIIC 225 S. 2), be-
stand invalidenversicherungsrechtlich kein Anlass, den Verlauf der Arbeits-
unfähigkeit mehr als sechs Monate vor dem Zeitpunkt der Anmeldung (d.h. 
vor April 2013) zu prüfen (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b und 29 Abs. 1 IVG). Hin-
sichtlich weiter zurückliegender Zeiten fallen daher verbindlichkeitsrechtlich 
massgebende Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe von vorn-
herein ausser Betracht. Dabei ist nicht entscheidend, ob die IVSTA den – 
weiter als sechs Monate vor der Anmeldung zurückliegenden – Zeitpunkt 
des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit offenlässt oder wie vorliegend bestimmt 
(auf den 5. März 2013 [act. IIIC 225 S. 2]; Entscheid des Bundesgerichts 
[BGer] vom 16. Dezember 2016, 9C_896/2015, E. 4.2 mit Hinweisen; vgl. 
auch MARC HÜRZELER in: SCHNEIDER/GEISER/GÄCHTER, Kommentar zum 
BVG und FZG, 2. Aufl. 2019, N 6 zu Art. 24, wonach die Feststellungen der 
IV für deren Leistungen rechtserheblich gewesen sein müssen, damit sie 
für die Vorsorgeeinrichtungen verbindlich sind). Mithin sind die vorliegend 
zu beurteilenden streitbetroffenen Fragen ohne Bindung an die von der 
IVSTA getroffenen und der Verfügung vom 5. Juli 2018 (act. IIIC 231) zu-
grunde gelegten Tatsachenfeststellungen zu prüfen. Dasselbe Ergebnis 
folgt auch aus dem Umstand, dass die IVSTA keine präzise Invaliditätsbe-
messung vornahm, sondern direkt von einer attestierten Arbeitsunfähigkeit 
in der angestammten Tätigkeit von 80 % (vgl. act. IIIC 202 S. 1, 219 S. 2) 
schloss, es bestehe Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (act. IIIC 220 
S. 2). Nimmt die Invalidenversicherung nämlich – wie hier – keine präzise 
Bemessung des Invaliditätsgrades vor, so entfaltet der von der Invaliden-
versicherung ermittelte Invaliditätsgrad für die berufliche Vorsorge keine 
Bindungswirkung (SVR 2007 IV Nr. 3 S. 9 E. 4.1). Schliesslich ist die be-
klagte Vorsorgeeinrichtung – wie nachfolgend bei der zeitlichen Konnexität 

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gezeigt wird (vgl. E. 3.4 und 3.6) – nur für eines von mehreren invalidisie-
renden Leiden leistungspflichtig, womit auch aus diesem Grund die Fest-
stellungen der IVSTA für die Beklagte nicht verbindlich sind (HÜRZELER, 
a.a.O., N 6 zu Art. 24).

3.2 Der Rentenzusprache durch die IVSTA per 1. April 2014 mittels 
Verfügung vom 5. Juli 2018 (act. IIIC 231) lag einerseits ein somatisches 
Leiden in Form einer schweren posttraumatischen Gonarthrose links
(ICD-10: M17.5) und andererseits ein psychisches Leiden in Form einer 
rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.1) zu Grunde (vgl. act. 
IIIB 100 S. 25; act. IIIC 202, 219).

Nachfolgend ist zunächst auf das somatische Leiden einzugehen. Diesbe-
züglich ergibt sich aus den Akten – soweit entscheidwesentlich – das Fol-
gende:

3.2.1 Der Kreisarzt der H.________ Dr. med. J.________, Facharzt für 
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
definierte im Bericht betreffend die ärztliche Abschlussuntersuchung vom 
10. November 2005 (act. III 55) mit Blick auf einen Status nach Arbeitsun-
fall am 16. Juni 2003 mit Verdrehtrauma des linken Kniegelenks das fol-
gende Zumutbarkeitsprofil: Ganztägiger Einsatz für leichte Tätigkeiten in 
alternierender Position weitgehend sitzend mit der Möglichkeit, das linke 
Kniegelenk zuweilen etwas zu bewegen, ganz kurz zu stehen oder wenige 
Meter umher zu gehen. Keine Arbeiten in Zwangsposition der Kniegelenke, 
d.h. in tiefer Hocke oder in kniender Position. Kein Heben und Tragen von 
Lasten über 5 kg.

Im Bericht vom 27. Februar 2007 (act. III 123) stellte der Kreisarzt nach 
erfolgter Untersuchung des Versicherten einen weiterhin stabilisierten Zu-
stand des linken Kniegelenks fest und bestätigte das im Bericht vom 
10. November 2005 definierte Zumutbarkeitsprofil.

3.2.2 In der Krankengeschichte hielt Dr. med. K.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, betreffend Konsultation vom 6. März 2013 (act. 
IIIC 199 S. 31) fest, am Vortag sei beim Abdrehen des Körpers zur linken 
Seite ein Schmerz in das linke Knie eingeschossen, der 20-25 Minuten 
angedauert habe. Seither könne der Patient das linke Bein nicht mehr mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 11

vollem Körpergewicht belasten. Im Zeugnis vom 8. März 2013 (act. III 158 
S. 2) attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem 6. März 
2013 und führte aus, der Patient stehe bei ihm wegen eines Unfalls in Be-
handlung. In der Folge verlängerte der behandelnde Arzt die Arbeitsun-
fähigkeitsbescheinigung mehrfach (vgl. act. III 168 S. 2, 182 S. 2, 185 S. 1, 
190 S. 2, 191).

3.2.3 Dem Bericht des Spitals L.________ AG vom 22. März 2013 (act. 
III 166 S. 2 f.) ist die Diagnose schwere posttraumatische Gonarthrose links 
(ICD-10: M17.5) bei Status nach Arbeitsunfall linkes Knie 2003 sowie Sta-
tus nach Tibiaosteotomie links und Mosaikplastik am medialen Femurkon-
dylus 04/05 zu entnehmen. Der Patient habe seit ca. drei Wochen bei der 
Arbeit starke linksseitige Knieschmerzen. Ein am 8. März 2013 durchge-
führtes Röntgen habe keine Hinweise auf frische ossäre Läsionen gezeigt. 
Die Symptome würden am ehesten im Rahmen einer aktivierten Arthrose 
medial interpretiert. Die Arthrose sei sekundär posttraumatisch und als eine 
Folge des Unfalles im Jahr 2003 zu bezeichnen.

3.2.4 Am 6. Mai 2013 erfolgte im M.________ ein chirurgischer Eingriff 
am linken Knie (Kniearthroskopie, Osteophytendébridement medialer Fe-
murkondylus und distaler Patellapol, Microfracturing medialer Femurkondy-
lus, Metallentfernung [act. III 184]). In dessen Folge wurde eine vollständi-
ge Arbeitsunfähigkeit bis 16. Juni 2013 attestiert (act. III 189).

3.2.5 Im Bericht betreffend kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 
9. August 2013 (act. III 203) diagnostizierte der Kreisarzt Dr. med. 
N.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, eine posttraumatische medial betonte Gonarthrose. 
Bereits bei der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 10. November 
2005 sei seines Erachtens das Problem mit seiner weiteren Entwicklung 
erkannt und folgerichtig ein vorausschauend bereits tiefes Zumutbar-
keitsprofil im Sinne eines Knietotalprothesenträgers definiert worden. Die 
letzte Operation vom 6. Mai 2013 habe gemäss Aussage des Versicherten 
nur anfänglich eine kurzzeitige Besserung gebracht, insgesamt aber keine 
relevante Veränderung. Aktuell bestünden wieder die gleichen Beschwer-
den. Der Versicherte gebe an, insgesamt sei die Situation trotz mehrerer 
Operationen eigentlich kontinuierlich schlechter geworden. Bei der heutigen 

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Untersuchung sei ein reizloses Knie ohne Entzündungszeichen zu finden. 
Nicht zu zweifeln sei an der radiologisch eindeutig feststellbaren relevanten 
medial betonten Gonarthrose links. Die geltend gemachten Beschwerden 
seien allerdings mit dem Röntgenbefund nicht zu vereinbaren. Insgesamt 
wirke der Versicherte körperlich doch etwas dekonditioniert und auf seine 
Schmerzproblematik am Knie fixiert. Das Zumutbarkeitsprofil, wie es be-
reits zweimal definiert worden sei, bleibe unverändert.

3.3 Gestützt auf die hiervor wiedergegebenen kreisärztlichen Berichte 
vom 10. November 2005 (act. III 55), 27. Februar 2007 (act. III 123) und 
9. August 2013 (act. III 203) ist erstellt, dass dem Kläger die angestammte 
Tätigkeit als ... infolge des Unfalls vom 16. Juni 2003 (act. III 208; act. IIIA 
15) aus somatischer Sicht mindestens seit November 2005, dem Zeitpunkt 
der ersten kreisärztlichen Untersuchung, dauerhaft und vollständig 
unzumutbar war, währenddem ihm eine adaptierte Verweistätigkeit ohne 
Leistungseinschränkung vollschichtig zumutbar war (vgl. auch act. IIIC 84). 
Mithin bestand in der angestammten Tätigkeit seit mindestens 2005 
durchgehend eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Gestützt auf das 
erstmals von Kreisarzt Dr. med. J.________ definierte Zumutbarkeitsprofil 
wurde der Kläger von der H.________ denn auch bei einem 
Invaliditätsgrad von 18 % berentet (act. III 140). Nach dem zweiten Unfall 
vom 5. März 2013 (act. III 157) bestätigte die H.________ mit Schreiben 
vom 13. August 2013 (act. III 209) unter Hinweis auf die kreisärztliche 
Untersuchung vom 9. August 2013 dieses Zumutbarkeitsprofil, an welchem 
sich nichts geändert habe. Entsprechend verweigerte sie eine Erhöhung 
der Rentenleistungen.

3.4 Beim heute geklagten somatischen Leiden im linken Knie handelt 
es sich nach dem Gesagten um denselben Gesundheitsschaden, für 
welchen dem Kläger seitens der H.________ ab dem 1. Juni 2007 eine 
Rente zugesprochen worden war (act. III 140). Die mindestens seit 
November 2005 bestehende Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf als 
... dauert seit damals ununterbrochen an.

Die ab 2012 stattgehabten mehrmonatigen Einsätze des Klägers als ... bei 
der I.________ AG bzw. bei der D.________ AG vermochten diesen zeitli-
chen Kausalzusammenhang nicht zu unterbrechen, weil die während die-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 13

sen Arbeitsverhältnissen ausgeführten Tätigkeiten nicht als angepasst bzw. 
zumutbar, sondern im Gegenteil dem von den Kreisärzten der H.________ 
definierten Zumutbarkeitsprofil klar widersprechend – namentlich beinhalte-
ten die Tätigkeiten häufiges Heben und Tragen von Lasten bis 20 kg, lan-
ges Stehen und kniende Tätigkeiten (act. IIIA 53 S. 5) – und daher als of-
fenkundig unzumutbar bzw. gesundheitsschädigend qualifiziert werden 
müssen. In diesem Sinne äusserte sich auch med. pract. O.________, 
Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation und Ärztin beim 
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD), wonach der Versicherte bis zum Un-
fall vom 5. März 2013 einer "nicht angepassten Tätigkeit ganztags auf dem 
Bau" nachgegangen sei (act. IIIC 84 S. 2). Der behandelnde Arzt Dr. med. 
K.________ vermerkte in der Krankengeschichte diesbezüglich, seit dem 
Jahr 2003 habe sich die Schwellung des linken Knies nie vollständig 
zurückgebildet. Das vergangene Jahr habe der Patient sehr gut gearbeitet, 
wobei das linke Bein am Abend aber müde gewesen sei und ihn etwas 
geschmerzt habe (Konsultation vom 6. März 2013 [act. IIIC S. 199 S. 31]). 
Aufgrund der medizinischen Akten ist damit evident, dass sich der Ge-
sundheitszustand des Klägers nach dem Unfall vom 16. Juni 2003 nicht in 
einer Weise verbessert hatte, die ihm erlaubte, seinen angestammten Beruf 
als ... wieder dauerhaft auszuüben. Darüber hinaus gilt nicht nur als ar-
beitsunfähig, wer gesundheitsbedingt die bisherige Tätigkeit nicht mehr 
oder nur noch beschränkt ausüben kann, sondern auch eine Person, wel-
cher die weitere Verrichtung ihrer Berufsarbeit nur unter der Gefahr, ihren 
Gesundheitszustand zu verschlimmern, möglich ist (Entscheid des BGer 
vom 8C_407/2020, E. 6.1), was hier offensichtlich der Fall ist. So hat der 
Kläger gegenüber der H.________ im Juni 2013 denn auch ausgeführt, er 
habe letztes Jahr wieder mehr gearbeitet, was sich schlecht auf das Knie 
ausgewirkt habe (act. IIIA 58 S. 121).

Damit wurde der zeitliche Konnex trotz der mehr als dreimonatigen Tätig-
keit auf dem angestammten Beruf nicht unterbrochen (vgl. HANS-ULRICH 
STAUFFER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 
4. Aufl. 2019, S. 94). In diesem Zusammenhang ist klarzustellen, dass die 
Feststellung der IVSTA in der Begründung vom 18. Mai 2018 (act. IIIC 225 
S. 2) zur Verfügung vom 5. Juli 2018 (act. IIIC 231), (erst) seit 5. März 2013 
bestehe in der Tätigkeit als ... eine Arbeitsunfähigkeit von (lediglich) 80 %, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 14

im Lichte der Aktenlage, wie sie sich den Organen der Invalidenversiche-
rung bei Verfügungserlass präsentierte, offensichtlich unhaltbar ist. Damit 
bestand die Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Gründen bereits bei Be-
ginn des Vorsorgeverhältnisses bei der Beklagten (hier interessierend: ab 
1. Februar 2013 [act. I 7; act. II 6]), womit sie keine Leistungspflicht für das 
Knieleiden links trifft.

3.5 In psychischer Hinsicht präsentiert sich die medizinische 
Aktenlage wie folgt:

3.5.1 Der Kreisarzt-Stellvertreter Dr. med. P.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, stellte anlässlich der Untersuchung vom 
18. Oktober 2004 (act. III 20) eine schlechte psychische Verfassung fest. 
Der Patient breche während der Schilderung der Beschwerden, welche 
sehr nervös vorgetragen würden, immer wieder in Tränen aus.

3.5.2 Dr. med. K.________ diagnostizierte im Bericht vom 13. März 
2006 (act. IIIA 18) u.a. einen Status nach reaktiver Depression von Februar 
bis Juni 2003 und attestierte diesbezüglich eine vollständige 
Arbeitsunfähigkeit für den Zeitraum vom 3. März bis zum 21. April 2003.

3.5.3 Im Abklärungsbericht der Beruflichen Abklärungsstelle 
Q.________ vom 8. November 2006 (act. IIIA 34) wurde ein Status nach 
reaktiver Depression Februar - Juni 2003 festgehalten (S. 5). Der 
Versicherte habe im Rahmen der vierwöchigen Abklärung ganztags 
arbeiten können. Er habe vor allem sitzend mit hochgelagertem linken Bein 
und Gehpausen gearbeitet. Seine Leistungsfähigkeit sei im Verlaufe der 
Abklärung bis 75 bzw. 80 % angestiegen. Die fehlenden 
Deutschkenntnisse seien für die Wiedereingliederung ein Hindernis.

3.5.4 Der Kreisarzt Dr. med. J.________ führte im Bericht vom 27. 
Februar 2007 (act. III 123) aus, der Versicherte habe im Rahmen der 
Abschlussbesprechung angegeben, seit einigen Monaten sei seine 
moralische Verfassung sehr schlecht. Er sehe sich in seinem Zustand nicht 
als arbeitsfähig an.

3.5.5 Dr. med. K.________ diagnostizierte im Zuweisungsschreiben an 
das Spital M.________ vom 7. September 2013 (act. IIIA 55 S. 24) u.a. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 15

eine reaktive Depression wegen existenzieller Zukunftsängste sowie einen 
Status nach reaktivem ängstlich-depressivem Zustandsbild im 
Winter/Frühling 2002/2003: psychosomatisches Konsilium vom 19. Mai 
2003 im Spital M.________. Im Zeugnis vom 18. Oktober 2013 (act. IIIA 50 
S. 6) attestierte er eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem 6. August 
2013 aufgrund einer posttraumatischen reaktiven Depression.

3.5.6 Dr. med. R.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, diagnostizierte im Gutachten vom 28. Januar 2014 zu Handen des 
Taggeldversicherers (act. IIIC 177) aus psychiatrischer Sicht eine mittel-
gradige depressive Episode einer rezidivierenden depressiven Störung 
(ICD-10: F33.1) mit/bei psychogenem Tremor/Wippen (S. 20). Es lägen die 
Kardinalsymptome Stimmungstief, Freudlosigkeit, Antriebsmangel sowie 
die Zusatzsymptome Konzentrationsverminderung, leichte Gedächtniss-
törung, Aufmerksamkeitsverminderung, Selbstwertverminderung, negative 
Zukunftsperspektiven, Früherwachen und Morgentief vor. Gegen eine 
schwere Depression sprächen die zwar verminderte aber doch teilweise 
noch erhaltene Konzentrationsleistung und Aufmerksamkeit, auch nach 
einer langen Exploration, sowie die nicht vorhandene Suizidalität. Die ob-
jektiv nachvollziehbare Belastung durch seine nicht besser werdenden 
Knieprobleme im Rahmen der Gonarthrose und die Knieschmerzen gingen 
der aktuellen depressiven Störung sicherlich voraus (S. 18). Die Arbeits-
fähigkeit betrage aktuell 50 %. Konkret sei es dem Exploranden möglich, 
während ca. sechs Stunden pro Tag an fünf Tagen in der Woche eine Leis-
tung von ca. jeweils 80 % zu erbringen.

3.5.7 Dem Bericht der psychiatrischen Dienste S.________ vom 10. Fe-
bruar 2014 (act. I 12) ist die Diagnose mittelgradige depressive Episode mit 
somatischem Syndrom (ICD-10: F32.1) zu entnehmen. Der Patient habe 
sich in einem ängstlich-agitierten Zustand gezeigt, stark zitternd im Erstge-
spräch. Er habe vor allem innere Unruhe, Grübeln, Konzentrationsstörun-
gen, Früherwachen, Antriebs-/Appetitstörungen, Sorgen und Zukunftsängs-
te und Verzweiflung geschildert. Der Patient führe die Symptomatik auf die 
massive Verschlechterung der Knieproblematik trotz mehrmaliger Operati-
onen zurück.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 16

3.5.8 In der Nachbeurteilung vom 22. Mai 2014 (act. IIIC 185 S. 141 ff.) 
hielt Dr. med. R.________ fest, das aktuell vorliegende Zustandsbild unter-
scheide sich wenig vom im Januar anlässlich der Begutachtung angetroffe-
nen Zustandsbild. In einigen Bereichen gehe es etwas besser (Psychomo-
torik/Wippen, Schlaf, Diarrhöe), im Kern bestünden aber die depressiven 
Symptome unverändert weiter. Die Stimmung sei gedrückt, die Kurzzeitge-
dächtnisleistung vermindert, die Konzentration sei sogar etwas schlechter 
als vor drei Monaten, es bestehe ein vermehrter sozialer Rückzug und neu 
seien agoraphobische Symptome aufgetreten, welche sich aber noch unter 
der Depression subsumieren liessen. Die Symptome seien nach wie vor 
mittelschwer. Überlagert sei das Bild weiterhin von der Schmerzproblematik 
im Knie, welche sich auf das rechte Knie und den Rücken ausgeweitet ha-
be. Die während der Begutachtung vor vier Monaten ausgesprochenen 
Behandlungsempfehlungen bezüglich Pharmakotherapie seien zwar umge-
setzt worden, hätten aber kaum Verbesserung gebracht. Angesichts der 
anhaltenden mittelschweren Depression sei der Explorand aus psychiatri-
scher Sicht weiterhin zu 50 % arbeitsfähig in einer Tätigkeit, welche or-
thopädisch möglich sei. Bezüglich depressiver Symptomatik stelle sich die 
Situation angesichts der fehlenden Fortschritte weniger optimistisch als vor 
vier Monaten dar.

3.5.9 Im Bericht der psychiatrischen Dienste S.________ vom 13. Juni 
2014 (act. IIIC 79) wurde eine mittelgradige bis schwere depressive Episo-
de mit somatischem Syndrom im Sinne einer agitierten Depression (ICD-
10: F32.11), bestehend seit Juni 2013, diagnostiziert. Die bisherige Tätig-
keit im Baugewerbe sei aus psychiatrischer Sicht nicht zumutbar. Eine dem 
Beschwerdebild angepasste, vor allem das Knie nicht belastende, leichte 
Tätigkeit sei für maximal 2 Stunden am Tag vermutlich zumutbar. Es sei 
von einer deutlich eingeschränkten Leistungsfähigkeit mit einer deutlich 
verminderten Belastbarkeit resp. Stresstoleranz auszugehen.

Dem Austrittsbericht der psychiatrischen Dienste S.________ vom 28. Au-
gust 2014 (act. IIIC 89) betreffend den stationären Aufenthalt vom 11. bis 
26. August 2014 sind die Diagnosen schwere depressive Episode ohne 
psychotische Symptome (ICD-10: F32.2), anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und schädlicher Gebrauch von Sedativa 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 17

(Xanax; ICD-10: F13.1) zu entnehmen. Laut Aussage des Patienten hänge 
seine depressive Krise sehr stark mit der Knieproblematik zusammen. Im 
Verlauf des stationären Aufenthaltes berichte der Patient nach Umstellung 
der Medikation über eine leichte Verbesserung der depressiven Symptoma-
tik.

Im Bericht vom 12. Februar 2015 (act. IIIC 129) diagnostizierten die Ärzte 
der psychiatrischen Dienste S.________ eine schwere depressive Episode 
ohne psychotische Symptome (ICD-10: F32.2). Der Heilungsverlauf gestal-
te sich problematisch. Trotz stationärer Behandlung im August 2014 habe 
keine wesentliche Besserung des Zustandsbilds erzielt werden können. Im 
Gegenteil scheine die Chronifizierung den Verlauf noch negativ zu beein-
flussen. Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 80 %. Leichte, nicht an-
strengende Tätigkeiten seien – soweit körperlich bei den starken Schmer-
zen tolerierbar – zumutbar.

Zwischen dem 7. Januar und dem 3. Februar 2015 befand sich der Kläger 
wiederum bei den psychiatrischen Diensten S.________ in stationärer Be-
handlung. Im diesbezüglichen Bericht vom 24. Februar 2015 (act. IIIC 98 
S. 2 ff.) wurden eine Angst und depressive Störung, gemischt (ICD-10: 
F41.2) sowie ein Benzodiazepin-Abhängigkeitssyndrom (ICD-10: F13.2) 
diagnostiziert. Der Patient sei auf freiwilliger Basis durch seine bisherige 
ambulante Betreuung zur medikamentösen Einstellung einer depressiven 
Episode und zum stationären Xanax-Entzug zugewiesen worden. Im Ver-
lauf der Behandlung habe sich das depressive Syndrom leicht verbessert, 
vor allem hätten sich die Schlafstörungen reduziert. Die Ängste seien wei-
terhin bestehen geblieben.

3.5.10 Dr. med. T.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera-
pie, Arzt beim Medizinischen Dienst der IVSTA, diagnostizierte in der Stel-
lungnahme vom 7. Dezember 2016 (act. IIIC 202) eine rezidivierende chro-
nifizierte depressive Störung, mindestens mittelgradig (ICD-10: F33.1). In 
der bisherigen Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 80 % ab 
5. März 2013. Eine Verweisungstätigkeit sei nicht zumutbar. Orthopädisch 
sei eine Arbeit auf dem angestammten Beruf nicht mehr möglich. Psychia-
trisch gesehen wäre bei einem ..., der des Deutschen mächtig sei und über 
eine genügende Intelligenz verfüge, eine Verweisarbeit von vielleicht 50 % 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 18

möglich gewesen. Diese sei aber beim Versicherten nicht verwirklichbar. 
Daher sei er je länger der Kampf mit den Versicherungen angedauert habe, 
desto mehr in eine verzweifelte Depression gestürzt.

3.6 Aus den hiervor wiedergegebenen medizinischen Unterlagen er-
gibt sich, dass im Nachgang an das Ereignis vom 5. März 2013 (act. III 
157) eine psychische Beeinträchtigung erstmals von Dr. med. K.________, 
dem Hausarzt des Klägers, im Zuweisungsschreiben vom 7. September 
2013 an das Spital M.________ (act. IIIA 55 S. 24) beschrieben worden ist. 
Im Zeugnis vom 18. Oktober 2013 (act. IIIA 50 S. 6) attestierte er daraufhin 
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab dem 6. August 2013 aufgrund einer 
posttraumatischen reaktiven Depression. Dies deckt sich mit den 
Eintragungen in der Krankengeschichte, worin der Hausarzt erstmals 
bezüglich der Konsultation vom 6. August 2013 eine reaktive Depression 
festhielt (act. IIIA 58 S. 109]). Zu diesem Zeitpunkt war der Kläger bei der 
D.________ AG angestellt (vgl. act. I 7) und dadurch bei der Beklagten 
berufsvorsorgerechtlich versichert (act. II 6 f.). Im weiteren Verlauf sind 
diesbezüglich Behandlungen, dabei insbesondere stationäre Aufenthalte in 
den psychiatrischen Diensten S.________, sowie eine durchgehende Ar-
beitsunfähigkeit dokumentiert (act. IIIC 79, 89, 98 S. 2, 129). Der sachliche 
und zeitliche Konnex zur nachmaligen Invalidität, aufgrund welcher die 
IVST dem Kläger ab dem 1. April 2014 eine ganze Rente zugesprochen hat 
(Verfügung vom 5. Juli 2018 [act. IIIC 231]), ist damit erstellt.

3.7 Soweit die Beklagte vorbringt, bereits bei Begründung des Vorsor-
geverhältnisses zwischen dem Kläger und ihr habe eine Arbeitsunfähigkeit 
aus psychischen Gründen vorgelegen und deren zeitlicher Zusammenhang 
mit der später eingetretenen Invalidität sei nie unterbrochen worden (vgl. 
Klageantwort, S. 2 Ziff. 1, S. 4 f. Ziff. 10, S. 13 Ziff. 25; Duplik S. 5 Ziff. 8), 
ist ihr nicht zu folgen:

Aufgrund der Aktenlage ist erstellt und insoweit auch unbestritten, dass der 
Kläger im Anschluss an den Unfall vom 16. Juni 2003 (act. IIIA 10 S. 6) – 
bzw. gemäss Aussagen von Dr. med. K.________ bereits zuvor (vgl. act. 
IIIA 18) – längere Zeit an psychischen Beschwerden gelitten hat, wobei 
diese von den Ärzten grösstenteils in Zusammenhang mit den Kniebe-
schwerden links und der damit verbundenen Arbeitsunfähigkeit, Zukunfts-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 19

angst und Perspektivlosigkeit gebracht worden sind. Bezüglich des Zeit-
raums nach Abschluss der Verfahren bei der H.________ (Zusprache einer 
Rente bei einem Invaliditätsgrad von 18 % mittels Verfügung vom 14. Juni 
2007 [act. III 140]) und der IV-Stelle Bern (Verneinung einer Rente bei ei-
nem Invaliditätsgrad von 18 % mittels Verfügung vom 2. Oktober 2007 [act. 
IIIA 43]) bis zum Ereignis vom 5. März 2013 (act. III 157) finden sich in den 
medizinischen Akten keine Auskünfte über den psychischen Gesundheits-
zustand des Klägers. Im Anschluss an das Ereignis vom 5. März 2013 ist – 
wie vorstehend dargelegt (E. 3.6) – eine psychische Einschränkung erst 
wieder ab dem 6. August 2013 aktenkundig. Eine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit aus psychischen Gründen für den Zeitraum von 2008 bis Au-
gust 2013 ist damit gestützt auf die medizinische Aktenlage nicht ausge-
wiesen. Gegen eine entsprechende Einschränkung spricht die Tatsache, 
dass der Kläger zunächst mit der I.________ AG (22. März bis 31. August 
2012) und sodann mit der D.________ AG (1. September bis 14. Dezem-
ber 2012 sowie 1. Februar bis 31. Oktober 2013) einen Einsatzvertrag bzw. 
Arbeitsverträge mit jeweils einem Pensum von 100 % im Stundenlohn ab-
geschlossen (act. I 5 ff.) und – wie aus den jeweiligen Lohnabrechnungen 
hervorgeht (act. I 8) – auch grösstenteils zu diesem Pensum gearbeitet hat. 
So bestreitet denn auch die Beklagte explizit nicht, dass der Kläger zumin-
dest im Rahmen des Arbeitsverhältnisses mit der I.________ AG während 
fünfeinhalb Monaten zu 100 % gearbeitet hat (Klageantwort S. 9 Ziff. 14). 
Selbst wenn also vor der Aufnahme der Arbeitstätigkeit bei der I.________ 
AG eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen vor-
gelegen haben sollte, wurde der zeitliche Zusammenhang zur nachmaligen 
Invalidität durch die mehrmonatige Arbeitstätigkeit – wenn auch in einer 
aus somatischen Gründen unzumutbaren Tätigkeit – unterbrochen (vgl. 
E. 2.5.3 hiervor).

4.

4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungs-gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 20

Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

4.3 Für die Invaliditätsbemessung ist auf das psychiatrische Gutachten 
von Dr. med. R.________ vom 28. Januar 2014 (act. IIIC 177) bzw. vom 
22. Mai 2014 (Nachbeurteilung; act. IIIC 185 S. 141 ff.) abzustellen. Dieses 
erfüllt die vorstehend wiedergegebenen, von der Rechtsprechung 
aufgestellten Anforderungen an den Beweiswert von ärztlichen Berichten 
und Gutachten. Die vom Gutachter gestellte Diagnose einer mittelgradigen 
depressiven Episode einer rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: 
F33.1) ist unter Berücksichtigung der klassifikatorischen Vorgaben (BGE 
143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285) nachvollziehbar 
hergeleitet und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit schlüssig 
begründet. Das Gutachten wurde in Kenntnis der Vorakten erstellt, beruht 
auf zwei Untersuchungen im Abstand von mehreren Monaten und ist für die 
streitigen Belange umfassend. Die geklagten Beschwerden wurden 
wiedergegeben und es fand eine Auseinandersetzung damit statt. Die 
Einschätzungen des Gutachters hinsichtlich Diagnostik und 
Arbeitsunfähigkeit wurden von Dr. med. T.________, Arzt beim Medizini-
schen Dienst der IVSTA, in der Stellungnahme vom 7. Dezember 2016 
(act. IIIC 202) denn auch grundsätzlich bestätigt. Nicht zu folgen ist Dr. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 21

med. T.________ insoweit, als er ausgeführt hat, die vom Gutachter nach-
vollziehbar begründete Arbeitsfähigkeit von 50 % in einer Verweisungs-
tätigkeit sei beim Kläger aus sprachlichen und intellektuellen Gründen nicht 
umsetzbar und somit auch nicht zumutbar gewesen. Dabei handelt es sich 
um invaliditätsfremde Faktoren, welche bei der Frage des invalidisierenden 
Charakters des diagnostizierten Gesundheitsschadens unberücksichtigt zu 
bleiben haben (vgl. BGE 142 V 106 E. 4.4 S. 110). Ebenfalls nichts an der 
überzeugenden Einschätzung des Gutachters zu ändern vermögen die 
Atteste des Hausarztes Dr. med. K.________, wonach eine Arbeitsunfähig-
keit von 80 % vorliege (bspw. act. IIIC 190 S. 1, 197). Einerseits ist er als 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin nicht befähigt, die psychiatrische 
Beurteilung des Gutachters in Zweifel zu ziehen (vgl. Entscheid des BGer 
vom 6. Oktober 2014, 9C_139/2014, E. 5.2), andererseits tritt er teilweise 
advokatorisch auf, indem er eine Berentung für angezeigt hält und die Mög-
lichkeit, eine Verweistätigkeit auszuüben, aus nicht medizinischen Gründen 
(fehlende schulische Kenntnisse) ausschliesst (vgl. act. IIIC 185 S. 87).

Der psychiatrische Gutachter setzte sich im Rahmen der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und schlüssig begründet mit den sog. 
Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 auseinander (vgl. act. IIIC 
177 S. 18 ff., 185 S. 146 f.). Er verneinte eine Aggravation (sog. Aus-
schlussgrund [BGE 141 V 281 E. 2.2 und 2.2.1 S. 287]), verwies auf die 
fehlenden Fortschritte trotz Inanspruchnahme von Therapieoptionen, den 
vermehrten sozialen Rückzug und die schlechte Tagesstruktur. Die medizi-
nisch-psychiatrische Folgenabschätzung ist daher grundsätzlich nicht an-
zuzweifeln und eine vertiefte juristische Überprüfung hat demnach zu un-
terbleiben (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3 S. 369). Dementsprechend ist auf die 
ärztlicherseits attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % aus rechtlicher Optik 
abzustellen. Anhaltspunkte, dass im Nachgang an die letzte gutachterliche 
Untersuchung vom 21. Mai 2014 (act. IIIC 185 S. 141) erhebliche Änderun-
gen des Gesundheitszustandes des Klägers eingetreten wären, ergeben 
sich aufgrund der Aktenlage nicht. Vielmehr hat denn auch die IVSTA im 
Rahmen der Rentenzusprache vom 28. Februar 2018 erkannt, es liege 
seither ein unveränderter Zustand vor (act. IIIC 219 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 22

5.

5.1 Der Versicherte hat Anspruch auf eine volle Invalidenrente, wenn 
er im Sinne der IV zu mindestens 70 % invalid ist, auf eine Dreiviertelsren-
te, wenn er zu mindestens 60 % invalid ist, auf eine halbe Rente, wenn er 
mindestens zur Hälfte und auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens zu 
40 % invalid ist (Art. 24 Abs. 1 BVG; vgl. auch Ziff. 3.4.3 des Reglements 
für die obligatorische Vorsorge [Reglement act. II 10]). 

Der Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht nach Ablauf der Lohnzah-
lung oder der Auszahlung von Kranken- und Unfalltaggeldern, welche min-
destens 80 Prozent des entgangenen Lohnes betragen und mindestens zur 
Hälfte vom Arbeitgeber finanziert wurden (Ziff. 3.4.4 des Reglements).

5.2 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der 
Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung 
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Fak-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 23

toren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; SVR 2019 UV Nr. 40 
S. 153 E. 6.2.3).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen wer-
den (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3).

5.3 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). 

5.4 Nach dem hiervor Dargelegten wurde die – hier massgebende –
Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen seit dem 6. August 2013 at-
testiert (vgl. act. IIIC 171 S. 2; E. 3.6 hiervor). Der frühestmögliche Renten-
beginn ist damit auf August 2014 festzusetzen (vgl. Art. 26 Abs. 1 BVG 
i.V.m. Art. 28 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist die Invaliditätsbe-
messung vorzunehmen.

5.4.1 Da mit dem Arbeitsvertrag vom 13. Juli 2012 zwischen dem Be-
schwerdeführer und der D.________ AG einzig ein bis zum 14. Dezember 
2012 befristetes Arbeitsverhältnis vereinbart worden war (vgl. act. I 6) und 
nicht feststeht, dass dieses bei guter Gesundheit des Klägers in der Folge 
verlängert worden wäre, ist für die Bestimmung des Valideneinkommens 
nicht das in jenem Arbeitsverhältnis erzielte Einkommen, sondern ein Ta-
bellenlohn gemäss LSE heranzuziehen. Gestützt auf Tabelle TA1 der LSE 
2014, Männer, Ziffer 41-43 (Baugewerbe), Kompetenzniveau 1 ("Einfache 
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art") und unter Berücksichti-
gung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit resultiert ein Valideneinkom-
men von Fr. 68'562.-- (Fr. 5'507.-- x 12 / 40 Wochenstunden x 41.5 Wo-
chenstunden [BFS, Tabelle T03.02.03.01.04.01, Ziff. 41-43]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 24

5.4.2 Das Invalideneinkommen ist – da der Beschwerdeführer keine ihm 
an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (vgl. E. 4.2.2 
hiervor) – ebenfalls anhand eines LSE-Tabellenlohnes zu bestimmen. Ge-
stützt auf Tabelle TA1 der LSE 2014, Männer, Total, Kompetenzniveau 1 
("Einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art") und unter 
Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit sowie der gut-
achterlich festgestellten zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 50 % ergibt sich 
ein Invalideneinkommen von Fr. 33'227.-- (Fr. 5'312.-- x 12 / 40 Wochen-
stunden x 41.7 Wochenstunden [BFS, Tabelle T03.02.03.01.04.01, Ziff. 41-
43] x 0.5).

5.4.3 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen re-
sultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet [vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 
3.3 S. 123; SVR 2019 IV Nr. 61 S. 198 E. 7.1]) 52 % ([Fr. 68'562.-- -
Fr. 33'227.--] / Fr. 68'562.--), was zu einer halben Invalidenrente samt Kin-
derrenten (vgl. Art. 25 Abs. 1 Satz 1 BVG sowie Ziff. 3.4.1 des Reglements 
[act. I 10]) berechtigt (vgl. E. 5.1 hiervor).

6.

6.1 Im Berufsvorsorgerecht werden Verzugszinsen sowohl im Leis-
tungs- als auch im Beitragsbereich im Falle fehlender statutarischer Grund-
lage gestützt auf Art. 104 Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts 
(OR; SR 220) zugelassen. Denn die Gewährung von Verzugszinsen war im 
Bereich der beruflichen Vorsorge seit jeher aufgrund der vorsorgevertragli-
chen Entstehung des Versicherungsverhältnisses und der damit anwend-
baren allgemeinen Bestimmungen des Obligationenrechts die Regel, und 
es hat diese Ordnung durch das BVG keine Änderung erfahren (BGE 145 
V 18 E. 4.2 S. 21).

Für BVG-Renten gilt die Verzugszinsregelung von Art. 105 Abs. 1 OR, wo-
nach Verzugszinsen für Renten ab Betreibung oder Klageerhebung ge-
schuldet sind (BGE 137 V 373 E. 6.6 S. 382; SVR 2015 BVG Nr. 32 S. 119 
E. 4.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 25

6.2 Mangels anderweitiger Regelung im einschlägigen Reglement 
(act. II 10) gilt hinsichtlich der seitens des Klägers beantragten Verzugszin-
sen das hiervor Wiedergegebene. Demnach hat die Beklagte dem Kläger 
auf die geschuldeten Invalidenleistungen einen Verzugszins von 5 % ab 
dem Zeitpunkt der Klageeinreichung, d.h. ab dem 14. April 2020, resp. ab 
später eingetretenem Verfall auszurichten.

7.

Nach dem Dargelegten ist die Klage insoweit gutzuheissen, als die Beklag-
te dem Kläger ab dem 1. August 2014 eine halbe Invalidenrente samt Kin-
derrenten (vgl. act. IIIC 231 ff.) gemäss den gesetzlichen und reglementari-
schen Bestimmungen – basierend auf einem Invaliditätsgrad von 52 % – 
auszurichten hat. Zudem hat die Beklagte dem Kläger einen Verzugszins 
von 5 % ab dem 14. April 2020 resp. ab später eingetretenem Verfall aus-
zurichten. Soweit weitergehend ist die Klage abzuweisen.

Die frankenmässige Bezifferung des Anspruchs bildet nicht Streitgegen-
stand (vgl. Rechtsschriften) und ist folglich nicht vom Gericht vorzunehmen 
(vgl. BGE 129 V 450 E. 3.4 und 4 S. 453 ff.). Die Sache ist zur betraglichen 
Festsetzung der Rente – unter Koordination der Leistungen der Unfallversi-
cherung im Sinne von Ziff. 3.2 des Reglements (act. II 10) – sowie des Ver-
zugszinses an die Beklagte zu überweisen.

8.

8.1 In Anwendung von Art. 73 Abs. 2 BVG sind keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht dem obsiegenden, an-
waltlich vertretenen Kläger ein Anspruch auf Parteientschädigung zu 
(Art. 109 Abs. 1 VRPG).

Der Kläger wird durch Rechtsanwalt B.________ vertreten. Dessen Kos-
tennote vom 15. September 2020 mit geltend gemachtem Honorar von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 26

Fr. 3'962.50 (15.85 Stunden à Fr. 250.--), Auslagen von Fr. 97.30 sowie 
Fr. 312.60 Mehrwertsteuer (7.7 % von Fr. 4'059.80) ist nicht zu beanstan-
den. Dementsprechend hat die Beklagte dem Kläger eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von Fr. 4'372.40 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu bezahlen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Klage wird insoweit gutgeheissen, als die Beklagte verurteilt wird, 
dem Kläger mit Wirkung ab 1. August 2014 eine halbe Invalidenrente 
samt Kinderrenten aus beruflicher Vorsorge gemäss den gesetzlichen 
und reglementarischen Bestimmungen – basierend auf einem Invali-
ditätsgrad von 52 % – zu bezahlen, zuzüglich Zins von 5 % ab dem 
14. April 2020 resp. ab später eingetretenem Verfall. Soweit weiterge-
hend wird die Klage abgewiesen.

2. Die Sache wird an die Beklagte überwiesen, damit sie im Sinne der 
Erwägungen die Rentenbetreffnisse und den Verzugszins betraglich 
festsetze und auszahle.

3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4. Die Beklagte hat dem Kläger die Parteikosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr. 4'372.40 (inkl. Auslagen und MWSt.) zu ersetzen.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. des Klägers
- Advokatin E.________ z.H. der Beklagten 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Zur Kenntnis:
- Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA), Belpstrasse 48, Post-

fach, 3000 Bern 14

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Juni 2021, BV/20/278, Seite 27

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.