# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43816111-cab4-50d6-ac93-8fd095b1fd79
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2021 D-5019/2018
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5019-2018_2021-08-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-5019/2018 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richterin Daniela Brüschweiler (Vorsitz), 

Richterin Gabriela Freihofer, Richter Daniele Cattaneo,    

Gerichtsschreiber Stefan Weber. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (...), 

Sudan,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan, 

Beschwerdeführer,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 31. Juli 2018 / N (...). 

 

 

 

D-5019/2018 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Der Beschwerdeführer suchte am (...) in der Schweiz um Asyl nach. 

A.b Am 21. September 2015 fand die Befragung zur Person (BzP) statt. 

Zur Begründung seines Gesuchs brachte der Beschwerdeführer anlässlich 

der BzP vor, er habe zusammen mit seinen Eltern und (...) Geschwistern – 

ausser in den Jahren (...) und (...), als er in B._______ gelebt habe – in 

C._______, einem Teil von D._______, gewohnt. (Nennung Verwandte) 

lebten in E._______, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaates 

F._______ B._______. Seine Eltern seien beide (Nennung Volkszugehö-

rigkeit) und stammten ursprünglich aus E._______ in B._______. Er habe 

sein Heimatland sowohl wegen der wirtschaftlichen Lage als auch wegen 

der Situation im Allgemeinen verlassen. Es gebe im Sudan keine Zukunft 

für junge Menschen, keine wirtschaftliche Entwicklung und keine Rechte, 

so insbesondere kein Recht auf Gesundheitsversorgung, auf Schulbildung 

oder auf Arbeit. Als Bürger müsse man für alles immer zuerst bezahlen. 

Auch habe er trotz seines Alters von (...) Jahren noch nicht heiraten kön-

nen. Vor seiner Ausreise habe er als (Nennung Tätigkeit) in C._______ ge-

arbeitet und vergeblich versucht, seine Familie finanziell zu unterstützen. 

Da er unter diesem von der Regierung verursachten "politischen Druck" 

respektive diesen Ungerechtigkeiten im Sudan gelitten habe und der Staat 

die Konflikte zwischen den verschiedenen Stämmen schüre, habe er sich 

am (Nennung Zeitpunkt) dazu entschieden, seine Heimat zu verlassen. Auf 

Nachfrage, ob der Beschwerdeführer persönlich Probleme mit dieser Poli-

tik der sudanesischen Regierung gehabt habe, erklärte er, dass er für den 

Erhalt eines Passes fünf Zeugen hätte bringen und schwören müssen, 

dass er wahrhaftig ein sudanischer Staatsangehöriger sei. Andere Prob-

leme habe er keine gehabt. 

A.c Am 21. Dezember 2015 beendete das SEM das Dublin-Verfahren und 

informierte den Beschwerdeführer über die Durchführung des nationalen 

Asyl- und Wegweisungsverfahrens. 

A.d Am 19. Oktober 2017 wurde der Beschwerdeführer vom SEM zu sei-

nen Asylgründen angehört. Dabei gab er hinsichtlich seiner Ausreise-

gründe im Wesentlichen an, er habe mit seinen Familienangehörigen bis 

im Jahr (...) in der Provinz G._______ in D._______ gelebt. Im Rahmen 

seiner Tätigkeit als (Nennung Tätigkeit) sei er einmal für (Nennung Dauer) 

inhaftiert und danach ohne Auflagen wieder freigelassen worden. Im (Nen-

nung Zeitpunkt) sei die oppositionelle (Nennung Bewegung) mit ihrem Chef 

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Seite 3 

H._______ nach G._______ gekommen, sei aber mit ihren Bemühungen, 

einen Wechsel in der Regierung zu bewirken, gescheitert. Da sowohl 

H._______ als auch er selber dem Clan der (Nennung Volkszugehörigkeit) 

angehörten und er nicht in die Schule gegangen sei, sondern gearbeitet 

habe, sei er in der Folge verdächtigt worden, ein Mitglied dieser oppositio-

nellen Bewegung zu sein. Angehörige der Regierung hätten ihr Haus ge-

stürmt und seine Mutter zu seinem Aufenthaltsort verhört, da er sich zu 

diesem Zeitpunkt bei einem Freund aufgehalten habe. Seine Mutter habe 

ihn daraufhin über die Suche nach seiner Person und die beabsichtigte 

Verhaftung informiert. Er habe sich deshalb weiterhin im Haus des Freun-

des versteckt, bis er im (Nennung Zeitpunkt) mit Hilfe eines Schleppers 

über I._______ nach J._______ gereist sei. Nachdem er dort ein Visum 

erhalten habe, habe er in K._______ als (Nennung Tätigkeit) gearbeitet. 

Nachdem sich der Südsudan für unabhängig erklärt habe, habe die Regie-

rung von J._______ beschlossen, Angehörige des Südsudan in ihre Hei-

mat zurückzuschicken. Als er sein Visum habe erneuern wollen, sei er ver-

haftet und trotz seines Einwandes, aus dem Nordsudan zu stammen, im 

(Nennung Zeitpunkt) in den Südsudan zurückgeschafft worden. Er habe 

sich während (Nennung Dauer) im Grenzgebiet aufgehalten und sei 

schliesslich im (Nennung Zeitpunkt) – da er keine Papiere gehabt habe – 

illegal in den Nordsudan zu seinen Eltern zurückgekehrt. Dort habe er sich 

zunächst (Nennung Dauer) zuhause aufgehalten und danach während 

(Nennung Dauer) wiederum als (Nennung Tätigkeit) gearbeitet. Im An-

schluss daran sei ihr Haus in seiner Abwesenheit erneut von Angehörigen 

der Regierung gestürmt worden. Da die Lage gefährlich gewesen sei, sei 

er zu seinem (Nennung Verwandter) gegangen, wo er sich versteckt habe. 

Seine Mutter habe ihn telefonisch über die Suche der Regierungsbeamten 

informiert und ihn gewarnt. In der Folge habe er seine Heimat am (...) in 

Richtung L._______ verlassen. Ferner habe er nach seiner Einreise in die 

Schweiz begonnen, sich exilpolitisch zu betätigen. So sei er Mitglied des 

M._______ und gebe als solches – zusammen mit anderen Mitgliedern – 

über (Nennung Radiosender) Informationen über Probleme im Sudan wei-

ter. Zudem nehme er an Demonstrationen teil. 

Der Beschwerdeführer reichte (Aufzählung Beweismittel) zu den Akten. 

B.  

Mit Verfügung vom 31. Juli 2018 stellte das SEM fest, der Beschwerdefüh-

rer erfülle die Flüchtlingseigenschaft nicht, und lehnte sein Asylgesuch ab. 

Gleichzeitig ordnete es die Wegweisung des Beschwerdeführers aus der 

Schweiz sowie den Vollzug derselben an. 

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Seite 4 

C.  

Mit Eingabe vom 3. September 2018 erhob der Beschwerdeführer dage-

gen beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Er beantragte, es sei 

die Verfügung der Vorinstanz vollumfänglich aufzuheben und die Sache zur 

rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zu neuem Entscheid an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei seine Flüchtlingseigen-

schaft festzustellen und ihm Asyl, subeventualiter die vorläufige Aufnahme 

als Flüchtling zu gewähren. Subsubeventualiter sei die vorläufige Auf-

nahme anzuordnen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung 

der unentgeltlichen Prozessführung samt Verzicht auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses und um Beiordnung seines Rechtsvertreters als unent-

geltlicher Rechtsbeistand. 

D.  

In ihrer Verfügung vom 6. November 2018 hiess die Instruktionsrichterin 

das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung – unter 

Vorbehalt einer nachträglichen Veränderung der finanziellen Verhältnisse 

des Beschwerdeführers – gut, verzichtete auf die Erhebung eines Kosten-

vorschusses und ordnete dem Beschwerdeführer seinen Rechtsvertreter 

als amtlicher Rechtsbeistand bei. Ferner ersuchte sie das SEM, bis zum 

21. November 2018 eine Vernehmlassung einzureichen. 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 27. November 2018 hielt die Vorinstanz – 

nach einmalig gewährter Fristerstreckung – nebst einigen ergänzenden 

Bemerkungen an ihren bisherigen Erwägungen vollumfänglich fest. 

F.  

Der Beschwerdeführer replizierte – nach einmalig gewährter Fristerstre-

ckung – am 15. Januar 2019. 

G.  

Mit Eingaben vom 16. April 2019 und 8. August 2019 reichte der Beschwer-

deführer weitere Beweismittel zu seinem exilpolitischen Engagement (Auf-

zählung Beweismittel) nach. 

H.  

Mit Schreiben vom 9. Juni 2021 beantwortete die Instruktionsrichterin die 

Anfrage des Beschwerdeführers vom 2. Juni 2021 betreffend den Stand 

des Verfahrens. 

 

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Seite 5 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurtei-

lung von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig 

und entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorlie-

gend – endgültig (Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). 

1.2 Für das vorliegende Verfahren gilt das bisherige Recht (vgl. Abs. 1 der 

Übergangsbestimmungen zur Änderung des AsylG vom 25. September 

2015). 

1.3 Der Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat zur Beschwerdefüh-

rung legitimiert (Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 

Beschwerde ist einzutreten (aArt. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG). 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer rügt, das SEM habe sowohl den Untersu-

chungsgrundsatz als auch – sinngemäss – die Begründungspflicht verletzt. 

Diese verfahrensrechtlichen Rügen sind vorab zu prüfen.  

3.1.1 Das Verwaltungs- respektive Asylverfahren wird vom Untersuchungs-

grundsatz beherrscht (Art. 12 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG), wonach die Be-

hörde von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des 

rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen, die für das Verfahren notwen-

digen Unterlagen zu beschaffen, die rechtlich relevanten Umstände abzu-

klären und ordnungsgemäss darüber Beweis zu führen hat (BVGE 2015/10 

E. 3.2 m.w.H.). Die Behörde ist dabei jedoch nicht verpflichtet, zu jedem 

Sachverhaltselement umfangreiche Nachforschungen anzustellen. Zu-

sätzliche Abklärungen sind vielmehr nur dann vorzunehmen, wenn sie auf-

grund der Aktenlage als angezeigt erscheinen (vgl. dazu AUER/BINDER, in: 

Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Rz. 16 zu Art. 12). 

3.1.2 Es ergeben sich nach Prüfung der Akten keine hinreichenden An-

haltspunkte, welche den Schluss zulassen würden, das SEM habe den 

http://links.weblaw.ch/BVGE-2015/10

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Seite 6 

Sachverhalt unrichtig oder unvollständig abgeklärt, mithin den Untersu-

chungsgrundsatz verletzt. Zu Recht ging die Vorinstanz vorliegend auf-

grund der Parteiauskünfte und der eingereichten Beweismittel (vgl. Art. 12 

Bstn. a und b VwVG) davon aus, dass der rechtserhebliche Sachverhalt 

als erstellt gelten könne und keine weiteren Beweismassnahmen zu ergrei-

fen seien. Die Vorinstanz hat sich bei der Prüfung des Asylgesuchs an den 

vom Beschwerdeführer vorgebrachten Fluchtgründen (Nennung Flucht-

gründe) orientiert und diese entsprechend gewürdigt. Dabei hat es explizit 

auf die in diesem Zusammenhang geäusserten Befürchtungen des Be-

schwerdeführers sowie die zur Stützung derselben eingereichten Beweis-

mittel Bezug genommen und sich mit diesen Sachverhaltselementen und 

den entsprechenden Dokumenten auseinandergesetzt. Der Umstand, 

dass es nach einer gesamtheitlichen Würdigung der Parteivorbringen res-

pektive der Situation im Sudan zu einem anderen Schluss als der Be-

schwerdeführer gelangte, stellt keine unrichtige oder unvollständige Fest-

stellung des Sachverhalts oder Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Un-

ter diesen Umständen ist das Vorbringen, das SEM habe es unterlassen 

abzuklären, ob und wie er nach seinem Aufenthalt in J._______ in den Su-

dan zurückgekehrt sei, ob und wie er schliesslich den Sudan im (Nennung 

Zeitpunkt) verlassen habe und dass er in seiner Heimat aufgrund seines 

Aufenthalts in J._______ verfolgt und bestraft würde, als unbehelflich zu 

erachten. Im Übrigen ist auch keine Verletzung der Begründungspflicht zu 

erkennen, weil es dem Beschwerdeführer möglich war, sich ein Bild über 

die Tragweite des vorinstanzlichen Entscheides zu machen und diesen – 

wie die vorliegende Beschwerde zeigt – sachgerecht anzufechten (vgl. 

BGE 129 I 232 E. 3.2). Die verfügende Behörde muss sich denn auch nicht 

ausdrücklich mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen 

Einwand auseinandersetzen, sondern darf sich auf die wesentlichen Ge-

sichtspunkte beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b). Von einer Verletzung des 

Untersuchungsgrundsatzes im Rahmen einer unrichtigen oder unvollstän-

digen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes kann demnach 

nicht ausgegangen werden.  

 

Soweit der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz verletze mit der unter-

lassenen Prüfung der Glaubhaftigkeit seiner durchwegs kohärenten Aus-

sagen anlässlich der Befragungen ihre Untersuchungspflicht (vgl. Replik 

S. 2), vermengt er die sich aus dem Untersuchungsgrundsatz ergebende 

Frage der Feststellung des Sachverhalts mit der Frage der rechtlichen 

Würdigung der Sache, welche die materielle Entscheidung über die vorge-

brachten Asylgründe betrifft. 

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Seite 7 

3.2 Die Rüge der Verletzung formellen Rechts erweist sich als unbegrün-

det. Das Eventualbegehren um Rückweisung der Sache an das SEM ist 

demzufolge abzuweisen. 

4.  

4.1 Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grund-

sätzlich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung 

des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen 

unerträglichen psychischen Druck bewirken (Art. 3 Abs. 2 AsylG). 

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Das Bundesverwaltungsgericht hat die 

Anforderungen an das Glaubhaftmachen der Vorbringen in verschiedenen 

Entscheiden dargelegt und folgt dabei ständiger Praxis. Darauf kann hier 

verwiesen werden (vgl. BVGE 2015/3 E. 6.5.1 mit Verweisen). 

5.  

5.1 Das SEM führte zur Begründung des ablehnenden Asylentscheids aus, 

die Asylvorbringen des Beschwerdeführers würden weder den Anforderun-

gen an die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG noch denjenigen an 

die Glaubhaftigkeit gemäss Art. 7 AsylG standhalten.  

 

Im Einzelnen hielt es fest, der Beschwerdeführer habe sich anlässlich der 

BzP auf die Frage nach seinen Ausreisegründen gänzlich anders geäus-

sert als in der späteren Anhörung. Die angebliche Suche im Jahr (...), sei-

nen Aufenthalt in J._______, die anschliessende Rückkehr in den Sudan 

und die erneute Suche durch sudanesische Regierungsbeamte habe er in 

der BzP mit keinem Wort erwähnt. Diese diametralen Widersprüche habe 

er auf Vorhalt mit seinem Hinweis auf seine Angst und den Umstand, dass 

sein Hirn nach der anstrengenden Flucht wie ausgeschaltet gewesen sei, 

nicht glaubhaft aufzulösen vermocht. Da er die Korrektheit seiner Angaben 

anlässlich der BzP mit seiner Unterschrift bestätigt habe, müsse er sich 

grundsätzlich auf seinen Angaben behaften lassen. Auch habe er auf die 

explizite Frage nach persönlichen Problemen mit der sudanesischen Re-

gierung, abgesehen von Schwierigkeiten bei der Ausstellung eines Passes, 

keine weiteren Probleme erwähnt. Im Verlauf der Anhörung sei er sodann 

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Seite 8 

mehrfach aufgefordert worden, ausführlich über die Vorfälle in seiner Hei-

mat zu berichten. Seine diesbezüglichen Angaben seien jedoch oberfläch-

lich, substanz- und leblos sowie stereotyp geblieben. Aufgrund der wider-

sprüchlichen und unglaubhaften Aussagen gelinge es ihm nicht, die angeb-

lichen Suchen nach seiner Person in den Jahren (...) und (...) glaubhaft 

darzulegen. Zwar sei davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer 

zu irgendeinem Zeitpunkt in J._______ aufgehalten habe, nicht aber, dass 

er aufgrund einer behördlichen Suche im Jahr (...) dorthin habe flüchten 

müssen oder dass die sudanesischen Behörden in irgendeiner Form 

Kenntnis von seinem Aufenthalt in J._______ erhalten hätten, zumal auch 

gänzlich offenbleibe, ob er nach seinem Aufenthalt in J._______ überhaupt 

in den Sudan zurückgekehrt sei. Die eingereichten Beweismittel seien nicht 

geeignet, zu einer anderen Einschätzung zu führen. Zwar vermöchten die 

(Nennung Beweismittel) einen Aufenthalt in J._______, nicht aber eine 

asylrechtliche relevante Verfolgung glaubhaft zu machen. Bei der (Nen-

nung Beweismittel) handle es sich um ein Schreiben der Behörden von 

J._______, wonach vom (...) bis (...) Rückkehrhilfe bei einer freiwilligen 

Rückkehr in den Südsudan ausgerichtet werde. Es beziehe sich indes nicht 

auf den Beschwerdeführer persönlich und vermöge dementsprechend die 

angebliche Ausschaffung im (Nennung Zeitpunkt) nicht näher zu belegen. 

Weiter seien die im Rahmen der BzP angeführten schwierigen Lebensum-

stände im Sudan auf die dortigen allgemeinen politischen, wirtschaftlichen 

und sozialen Lebensbedingungen zurückzuführen und würden keine asyl-

rechtliche Relevanz entfalten. Der Beschwerdeführer habe nie im 

B._______ gelebt, weshalb vorliegend darauf verzichtet werden könne, nä-

her auf die Konfliktsituation einzugehen. Die (...) Haft vor seiner angebli-

chen Flucht nach J._______ im Jahr (...) sei mangels Intensität nicht asyl-

relevant.  

 

Sodann vermöge das geltend gemachte exilpolitische Engagement (...) 

keine Furcht vor flüchtlingsrechtlich relevanter Verfolgung bei einer Rück-

kehr in den Sudan zu begründen. Seine in diesem Zusammenhang ge-

machten Aussagen zu seinen Aufgaben beim (Nennung Radiosender) und 

den Demonstrationen seien vage und ausweichend ausgefallen. Die Akten 

enthielten keine konkreten Hinweise auf eine qualifizierte exilpolitische Tä-

tigkeit, welche die vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte 

(EGMR) angeführten Kriterien (allfälliges Interesse der sudanesischen Be-

hörden an den Betroffenen aufgrund deren Vergangenheit, sei es im Sudan 

oder Ausland; die Zugehörigkeit im Sudan zu einer regimekritischen Orga-

nisation unter Berücksichtigung des Charakters und der Weise, in welcher 

diese Organisation durch die sudanesische Regierung anvisiert werde; der 

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Seite 9 

Charakter des politischen Engagements der Betroffenen in ihrem Aufent-

haltsland, insbesondere ihre Beteiligung an Versammlungen und Kundge-

bungen sowie ihre Aktivitäten im Internet; ihre persönlichen oder familiären 

Verbindungen mit prominenten Mitgliedern der Opposition im Exil) erfüllten. 

Die geltend gemachten Probleme mit der sudanesischen Regierung seien 

vom Beschwerdeführer nicht glaubhaft gemacht worden, weshalb nicht da-

von auszugehen sei, dass er den heimatlichen Behörden aufgrund seiner 

Vergangenheit negativ aufgefallen wäre. Aus den diesbezüglich einge-

reichten Beweismitteln lasse sich ein exponiertes exilpolitisches Engage-

ment nicht ableiten. Den Akten seien keine Hinweise zu entnehmen, dass 

die heimatlichen Behörden Kenntnis von seiner Mitgliedschaft bei der 

M._______ erlangt oder gar gestützt darauf Massnahmen zu seinem Nach-

teil eingeleitet hätten. Das Bestätigungsschreiben der M._______ stelle ein 

Gefälligkeitsschreiben ohne Beweiswert dar. 

5.2 In der Rechtsmitteleingabe wendete der Beschwerdeführer ein, er 

habe seine Fluchtgründe in der Anhörung kohärent, ohne Übertreibungen 

und mit verschiedenen Realkennzeichen versehen vorgetragen. Die von 

ihm geschilderten Ereignisse würden zudem mit den Geschehnissen in der 

Region übereinstimmen, weshalb seine Ausführungen als glaubhaft zu 

werten seien. Er habe in der BzP die erst in der späteren Anhörung vorge-

brachten Sachverhaltselemente aus Angst vor einer erneuten Rückschaf-

fung nicht erwähnt, da er mit der Rückführung aus J._______ bereits Er-

fahrungen mit Ausschaffungen habe machen müssen und überdies bereits 

damals sicher gewesen sei, dass ihn der sudanesische Geheimdienst aus-

findig gemacht habe und ihn nach wie vor suche. Zudem dürften die Aus-

sagen in der Erstbefragung nur mit Zurückhaltung zum Vergleich herange-

zogen werden, da diese summarische Befragung nicht der Abklärung der 

Flüchtlingseigenschaft diene. Gemäss Rechtsprechung des EGMR sei zu 

berücksichtigen, dass die BzP nur wenige Tage nach Ankunft einer asylsu-

chenden Person und damit nur kurze Zeit nach traumatischen Ereignissen, 

welche zur Flucht geführt hätten, stattfinde. Ohnehin sei vernachlässigbar, 

dass er seine eigentliche Fluchtgeschichte erst anlässlich der Anhörung 

offenbart habe, da die eingereichten Unterlagen einen tatsächlichen Auf-

enthalt in J._______ belegen würden. Weiter habe er sich in beiden Befra-

gungen übereinstimmend, mithin glaubhaft zu seiner illegalen Ausreise aus 

dem Sudan geäussert. Sodann habe er lebensnahe und detaillierte Aus-

führungen zur Fahndung nach seiner Person infolge seiner Zugehörigkeit 

zu den (Nennung Volkszugehörigkeit) im (...) und eine plausible Erklärung, 

weshalb er nicht verhaftet worden sei, geben können. Im Weiteren habe er 

– entgegen der vom SEM vertretenen Ansicht – den genauen Zeitrahmen 

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Seite 10 

seines Aufenthalts in J._______ angegeben und belegt. Die Befristung sei-

ner (Nennung Beweismittel) korrespondiere exakt mit seinem Vorbringen, 

dass er bei der Erneuerung dieser Bewilligung verhaftet und anschliessend 

ausgeschafft worden sei. Auch die Daten seines Visums belegten seine 

Angaben. Die Vorinstanz liefere keine Erklärung für ihre Vermutung, dass 

er nie in den Sudan zurückgekehrt sei. Aufgrund seiner Angaben sei jedoch 

nachvollziehbar, wie er von J._______ über N._______ in den Südsudan 

ausgeschafft und anschliessend in den Nordsudan zurückgekehrt sei. 

Auch wenn nicht eindeutig belegt werden könne, wie die heimatlichen Be-

hörden von seiner Rückkehr aus J._______ erfahren hätten, habe er den-

noch detailliert über die erneute Fahndung nach ihm berichten können. Es 

sei naheliegend, dass ihm der Geheimdienst auf die Schliche gekommen 

sei, zumal er als Angehöriger der (Nennung Volkszugehörigkeit), der be-

reits einmal im Visier der Behörden gestanden sei, mit grosser Wahrschein-

lichkeit auch nach seiner Rückkehr aus J._______ beobachtet worden sei. 

So suche der sudanesische Geheimdienst durchaus nach Rückkehrern 

aus J._______ und es sei demnach glaubhaft, wenn er vorgebe, dass es 

in der Hauptstadt von Geheimpolizisten wimmle und er wohl von Nachbarn 

denunziert worden sei. Ohnehin sei er als Angehöriger der (Nennung 

Volkszugehörigkeit) einer erhöhten Gefahr ausgesetzt, bereits am Flugha-

fen in G._______ aufgegriffen und verhaftet zu werden. Öffentlichen Be-

richten zufolge würden Staatsangehörige, die – wie er – einer nicht-arabi-

schen Ethnie angehörten, leichter die Aufmerksamkeit der Behörden auf 

sich ziehen, wenn ihnen eine Verbindung mit Rebellengruppen unterstellt 

werde oder sie sich politisch engagierten. Da er dem sudanesischen Ge-

heimdienst bereits aufgefallen sein müsse, über ihn bei den Behörden von 

J._______ Datenbankeinträge bestünden, in die auch der sudanesische 

Geheimdienst Einblick haben dürfte, müsse er bei einer Rückkehr mit einer 

menschenrechtswidrigen Strafe rechnen. Zudem bestünden aufgrund sei-

nes exilpolitischen Engagements als M._______-Mitglied, seiner ethni-

schen Zugehörigkeit und seines Aufenthalts in J._______ subjektive Nach-

fluchtgründe. Gemäss der Rechtsprechung des EGMR genügten im Sudan 

angesichts der dortigen Lage bereits geringe politische Aktivitäten, um der 

Gefahr von Folter ausgesetzt zu werden. Er erfülle angesichts seines 

glaubhaft gemachten Profils eine Vielzahl der vom Bundesverwaltungsge-

richt in seiner Rechtsprechung entwickelten Kriterien für die Beurteilung 

des Verfolgungsrisikos, weshalb er ins Visier der sudanesischen Behörden 

geraten sei. 

5.3 In seiner Vernehmlassung entgegnete das SEM, die Argumente in der 

Beschwerdeschrift vermöchten keine Änderung des vorinstanzlichen 

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Seite 11 

Standpunktes zu rechtfertigen. Zunächst sei anzumerken, dass der Aufent-

halt des Beschwerdeführers in J._______ nicht bestritten werde. Hinsicht-

lich der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Vorbringen sei auf die Erörte-

rungen im angefochtenen Entscheid zu verweisen. Angesichts der un-

glaubhaften Angaben zu den Asylvorbringen stünden hinsichtlich einer 

denkbaren oder eben nicht geschehenen Rückkehr in den Sudan viele 

Möglichkeiten offen, die vom SEM nicht abschliessend geklärt werden 

könnten. Es sei dem Beschwerdeführer eben gerade nicht gelungen glaub-

haft zu machen, dass die sudanesischen Behörden in irgendeiner Art 

Kenntnis von seinem Aufenthalt in J._______ erlangt hätten. Hinsichtlich 

seines exilpolitischen Engagements sei anzumerken, dass sich das Bun-

desverwaltungsgericht bereits mehrmals einlässlich mit der Gefährdung 

von sudanesischen Personen, welche exilpolitisch tätig seien, auseinan-

dergesetzt habe (mit beispielhaftem Verweis auf das Urteil D-2992/2018 

vom 26. Juli 2018, E. 5.4 f.). Der Beschwerdeführer habe sich mit seinen 

marginalen exilpolitischen Tätigkeiten nicht in einer Art und Weise profiliert, 

welche das Interesse der sudanesischen Sicherheitsbehörden auf sich zu 

ziehen vermöchten. 

5.4 In seiner Replik hielt der Beschwerdeführer im Wesentlichen an seinen 

bereits in der Beschwerdeschrift vorgebrachten Argumenten fest und führte 

ergänzend an, der Umstand, dass er anlässlich der BzP seinen offensicht-

lich stattgefundenen J._______-Aufenthalt noch nicht erwähnt habe, sei 

als Zeichen dafür zu werten, dass auch der Rest der Fluchtgeschichte als 

glaubhaft einzustufen sei. Da die Ausreise aus dem Sudan habe glaubhaft 

dargelegt werden können, stelle sich die Frage, wie er den Sudan hätte 

verlassen können, ohne zuvor aus J._______ beziehungsweise dem 

Südsudan in den Sudan zurückgekehrt zu sein. Im Weiteren sei anhand 

seiner glaubhaften Aussagen und der Quellenangaben zum Vorgehen des 

Geheimdienstes NISS gegen Rückkehrer aus J._______ hinreichend 

nachgewiesen worden, dass er dem Geheimdienst bekannt geworden sein 

müsse. Die Vorinstanz erschöpfe sich in ihrer Vernehmlassung in Wieder-

holungen und vermöge nicht darzulegen, inwiefern seine detaillierte Be-

richterstattung zur erneuten Fahndung nach ihm nicht glaubhaft erscheine. 

Hinsichtlich seines exilpolitischen Engagements sei zunächst auf die mit 

der Replik eingereichten weiteren Beweismittel (Nennung Beweismittel) 

sowie auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts E-186/2017 vom 

26. November 2018 hinzuweisen. Wende man die dortige Argumentation 

auf den vorliegenden Fall an, müsse aufgrund einer Gesamtbetrachtung 

seiner verschiedenen Tätigkeiten der eindeutige Schluss gezogen werden, 

D-5019/2018 

Seite 12 

dass auch er den sudanesischen Behörden als ernstzunehmender Re-

gimekritiker aufgefallen sein müsse. Er sei seit (Nennung Dauer) Mitglied 

der Schweizer Sektion der M._______ und beteilige sich (Nennung Tätig-

keiten für die M._______). Hinzu komme, dass er – ähnlich wie der Be-

schwerdeführer im zitierten Urteil – den (Nennung Volkszugehörigkeit), ei-

ner im Sudan verfolgten ethnischen Minderheit angehöre und überdies aus 

B._______ stamme. Sein Aufenthalt in J._______, welcher den Behörden 

bekannt sein müsse, trage zusätzlich zur Wahrnehmung als Regimefeind 

bei. Medienberichte zeigten auf, wie rücksichtslos die Regierung und ihre 

Behörden gegen (vermeintliche) Regimegegner vorgingen. Eine Wegwei-

sung in den krisengeschüttelten Staat sei als unzulässig und generell un-

zumutbar einzustufen. 

6.  

6.1 Die Ausführungen auf Beschwerdeebene und die zu deren Stützung 

eingereichten Dokumente sind insgesamt nicht geeignet, die dargelegte 

Asylbegründung in ihrer Gesamtheit als glaubhaft gemacht respektive als 

asylrelevant erscheinen zu lassen und dadurch zu einer anderen Beurtei-

lung als die Vorinstanz zu gelangen. 

6.1.1 Soweit der Beschwerdeführer einwendet, dass er in der BzP die erst 

in der späteren Anhörung vorgebrachten Sachverhaltselemente aus Angst 

vor einer erneuten Rückschaffung nicht erwähnt habe, vermag dieser Ein-

wand nicht zu überzeugen. Nachdem sich der Beschwerdeführer in die 

Schweiz begeben hat, um sich unter den Schutz der hiesigen Behörden zu 

stellen und ihm seine Rechte und Pflichten zu Beginn der Befragung erklärt 

worden sind, erscheint es nicht nachvollziehbar, dass er sich während der 

BzP zu einem derartigen Aussageverhalten hätte veranlasst sehen sollen. 

Der Beschwerdeführer vermag denn auch nicht zu belegen oder glaubhaft 

zu machen, dass er bereits einmal von J._______ aus tatsächlich in den 

Südsudan ausgeschafft worden sein soll. Soweit er sich in diesem Zusam-

menhang auf das eingereichte (...) Schreiben der Behörden von J._______ 

bezieht, gemäss welchem bei einer freiwilligen Rückkehr in den Südsudan 

im Zeitraum von (...) bis (...) Rückkehrhilfe ausgerichtet würde, vermag er 

daraus zum Beleg der Glaubhaftigkeit seiner Vorbringen nichts zu seinen 

Gunsten abzuleiten. Wie die Vorinstanz zu Recht erkannte, vermag dieses 

Dokument, da es sich nicht an den Beschwerdeführer direkt, sondern an 

alle sich im damaligen Zeitpunkt in J._______ aufhaltende Südsudanesen 

richtete, die behauptete Ausschaffung seiner Person im (Nennung Zeit-

punkt) in keiner Weise zu belegen. 

D-5019/2018 

Seite 13 

6.1.2 Weiter führt der Beschwerdeführer an, die in der BzP gemachten 

summarischen Aussagen dürften nur mit Zurückhaltung zum Vergleich her-

angezogen werden, da diese summarische Befragung nicht der Abklärung 

der Flüchtlingseigenschaft diene. Gemäss ständiger Rechtsprechung ist es 

zulässig, Widersprüche für die Beurteilung der Glaubhaftigkeit heranzuzie-

hen, wenn klare Aussagen in der BzP in wesentlichen Punkten der Asylbe-

gründung von den späteren Aussagen in der Anhörung bei der Vorinstanz 

diametral abweichen, oder wenn bestimmte Ereignisse oder Befürchtun-

gen, welche später als zentrale Asylgründe genannt werden, nicht bereits 

im Empfangszentrum zumindest ansatzweise erwähnt werden (vgl. statt 

vieler: Urteil des BVGer D-3114/2018 vom 28. Juni 2019 E. 5.1 m.w.H;  

EMARK 1993 Nr. 3). In der angefochtenen Verfügung hat sich das SEM 

nicht in unzulässiger Weise auf das Protokoll der BzP abgestützt. Zu Recht 

führte es an, dass sich der Beschwerdeführer auf die Frage nach seinen 

Ausreisegründen gänzlich anders als in der späteren Anhörung äusserte 

und insbesondere die angeblichen Suchen nach seiner Person in den Jah-

ren (...) und (...) durch die sudanesischen Behörden komplett unerwähnt 

liess. Nachdem der Beschwerdeführer am Schluss der BzP die Wahrheit 

und Korrektheit seiner Aussagen nach Rückübersetzung in seiner Mutter-

sprache unterschriftlich bestätigte (vgl. act. A5 S. 2 und 9), muss er sich 

bei seinen diesbezüglichen Aussagen behaften lassen. Auf entsprechen-

den Vorhalt in der Anhörung gab er als Erklärung an, sein Hirn sei nach der 

(...)-tägigen Flucht wie ausgeschaltet gewesen, weshalb er nicht wirklich 

habe erzählen können, was mit ihm gewesen sei (vgl. act. A16, F179). Da 

die Erstbefragung des Beschwerdeführers erst (Nennung Dauer) nach sei-

ner Einreise in die Schweiz stattgefunden hat, ist ohne Weiteres davon 

auszugehen, dass er sich in diesem Zeitraum von seiner Flucht erholen 

und sich auch in einem gewissen Ausmass an die hiesigen Verhältnisse 

angewöhnen konnte, weshalb obige Erklärung als blosse Schutzbehaup-

tung zu qualifizieren ist. Daher erscheint auch der Hinweis auf die Recht-

sprechung des EGMR, gemäss welcher zu berücksichtigen sei, dass die 

BzP nur wenige Tage nach Ankunft einer asylsuchenden Person und damit 

nur kurze Zeit nach traumatischen Ereignissen, welche zur Flucht geführt 

hätten, stattfinde, als nicht stichhaltig. Dies auch deshalb, weil vorliegend 

die vom Beschwerdeführer angeführte behördliche Suche nach seiner Per-

son zuhause – welche ungefähr im (Nennung Zeitpunkt) geschehen sei 

(vgl. act. A16, F26 und F149) –, im Zeitpunkt seiner Ausreise bereits zirka 

(Nennung Dauer) zurücklag und angesichts der geschilderten Umstände 

zwar als einschneidender, aber infolge seiner Abwesenheit im Zeitpunkt 

der behördlichen Vorsprache aus seiner Sicht kaum als traumatischer Vor-

fall bezeichnet werden kann. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer im 

D-5019/2018 

Seite 14 

Rahmen der BzP die letztlich fluchtauslösenden Gründe seiner Ausreise 

auch auf explizite Nachfrage nicht benannte (vgl. act. A5, S. 7 f., Ziff. 7.02) 

und sein Aussageverhalten nicht plausibel zu erklären vermochte, lässt 

überwiegende Zweifel an der Glaubhaftigkeit dieser Vorbringen entstehen. 

6.1.3 Der Beschwerdeführer führt weiter an, die eingereichten Unterlagen 

belegten einen tatsächlichen Aufenthalt in J._______, weshalb es nicht von 

Relevanz sei, dass er die eigentlichen Fluchtgründe erst im Rahmen der 

Anhörung offenbart habe. Dieser Einwand überzeugt nicht. Das Bundes-

verwaltungsgericht geht zwar – wie auch das SEM – angesichts der einge-

reichten (Nennung Beweismittel) der Behörden von J._______ und der 

(Nennung Beweismittel) davon aus, dass sich der Beschwerdeführer in ei-

nem bestimmten Zeitraum tatsächlich in J._______ aufgehalten haben 

mag. Zu einer angeblich flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung respek-

tive einer tatsächlichen Rückschaffung aus J._______ in den (Süd)Sudan 

vermögen diese aber keinerlei Anhaltspunkte zu liefern. Auch erklären 

diese Unterlagen in keiner Weise, weshalb er seine effektiven Flucht-

gründe nicht bereits anlässlich der BzP offenbarte. 

6.1.4 Weiter vermag der Beschwerdeführer die vorinstanzliche Einschät-

zung, gemäss welcher gänzlich offenstehe, ob er nach seinem Aufenthalt 

in J._______ überhaupt in den Sudan zurückgekehrt sei, nicht zu entkräf-

ten. Soweit er die vorinstanzlichen Zweifel mit dem Argument zu widerle-

gen versucht, er habe sich in beiden Befragungen übereinstimmend, mithin 

glaubhaft zu seiner illegalen Ausreise aus dem Sudan geäussert, vermag 

sein Vorbringen nicht zu überzeugen. So machte er in der BzP und der 

Anhörung bereits hinsichtlich des Datums, wann er den Sudan im (Nen-

nung Zeitpunkt) verlassen habe, unterschiedliche Angaben (vgl. act. A5, 

Ziffn. 1.17.04 und 5.01; A16, S. 11, F96). Sodann enthalten seine Ausfüh-

rungen anlässlich der Anhörung zu den Umständen seiner Ausreise aus 

dem Sudan – ausser, dass er das Land am (...) nach L._______ verlassen 

habe – keinerlei Details, weshalb sich insgesamt auch keine übereinstim-

menden Aussagen zu den Äusserungen in der BzP erkennen lassen. Es 

hätte ihm sodann freigestanden, seine diesbezüglichen Schilderungen auf 

Beschwerdeebene zu konkretisieren, was er indessen unterlassen hat. 

6.1.5 Ferner sind seine Ausführungen zur Fahndung nach seiner Person 

infolge seiner Zugehörigkeit zu den (Nennung Volkszugehörigkeit) im 

(Nennung Zeitpunkt) – entgegen der in der Beschwerde vertretenen An-

sicht – vage und oberflächlich ausgefallen und erscheinen überdies als lo-

D-5019/2018 

Seite 15 

gisch nicht nachvollziehbar. Weder führte der Beschwerdeführer die Ereig-

nisse im Vorfeld der Attacke der M._______ in G._______ am (...) an, noch 

enthalten die wenigen Angaben zu den Ereignissen, die ihn letztlich zu sei-

ner Ausreise nach J._______ bewogen haben sollen, konkrete Details zu 

den gewalttätigen Vorkommnissen, die einen effektiv erlebten Sachverhalt 

greifbar machen würden (vgl. act. A16, S. 10, F96; Crackdown on Khar-

toum: Mass Arrests, Torture, and ...10. Mai 2021, https://www.hrw.org/re-

ports/2008/darfur0608/4.htm m.w.H., abgerufen am 16.08.2021). Unlo-

gisch ist in diesem Zusammenhang überdies der vorgebrachte Umstand, 

dass die Regierung alle O._______ habe festnehmen wollen und dabei alle 

Häuser in der Gegend ihres Clans gestürmt habe, jedoch bei der Stürmung 

ihres Hauses ausschliesslich nur nach ihm gesucht, nicht aber seinen dort 

anwesenden Vater oder seinen jüngeren, im damaligen Zeitpunkt auch 

schon (...) Jahre alten (Nennung Verwandter) festgenommen oder auch 

nur befragt hätten (vgl. act. A16, F21, F96, F102). Ausserdem lässt auch 

die Schilderung des Hergangs der behördlichen Vorsprache nicht auf einen 

tatsächlich existierenden Sachverhalt schliessen. Auf Nachfrage, er solle 

das Gespräch mit seiner Mutter wiedergeben, welche ihn über die behörd-

liche Suche orientiert habe, gab er lediglich an, diese habe ihm gesagt, die 

Behörden respektive (...) Geheimbeamte hätten nach ihm gefragt, weshalb 

ihn seine Mutter seinerseits gefragt habe, was er falsch gemacht habe (vgl. 

act. A16, F107 f. und F110). Weitere Details gab er nicht an, obwohl er sich 

seinen Angaben zufolge ganz genau an das Gespräch mit seiner Mutter zu 

erinnern wusste (vgl. act. A16, F109). Demgegenüber führte er bei der Be-

schreibung, wie die Regierungsbeamten zu ihnen nach Hause gekommen 

seien, Details an, die er so nicht wissen konnte und ihm offenbar auch nicht 

von seiner Mutter am Telefon mitgeteilt wurden. So beispielsweise die Art, 

wie sich die Beamten dem Haus genähert hätten (diese seien über die 

Mauern gesprungen, notabene in der Nacht als die Familie geschlafen 

habe), wie seine jüngeren Geschwister angezogen gewesen seien, wo ge-

nau im Haus diese geschlafen hätten oder die Konversation zwischen den 

Beamten und diesen Geschwistern (vgl. act. A16, F98, F103). Diese Un-

gereimtheiten lassen den Schluss zu, dass es sich bei den Schilderungen 

des Beschwerdeführers lediglich um ein Sachverhaltskonstrukt rund um 

die tatsächlichen Ereignisse des (Nennung Zeitpunkt) handelt. 

6.1.6 Sodann vermag der Beschwerdeführer keine überzeugenden 

Gründe anzuführen, wie die heimatlichen Sicherheitskräfte von seiner an-

geblichen Rückkehr aus J._______ erfahren hätten. Seine Ausführungen 

stellen sich als blosse Mutmassungen dar, zumal er niemanden über seine 

D-5019/2018 

Seite 16 

Rückkehr informiert habe (vgl. act. A16, F147 ff.). Der in der Beschwerde-

schrift gemachte Einwand, er sei wohl von Nachbarn denunziert worden, 

bleibt daher unbehelflich, zumal es auch nicht einsichtig ist, inwiefern die 

Nachbarn auf den Gedanken gekommen sein sollen, er habe sich ausge-

rechnet in J._______ aufgehalten, selbst wenn sie ihn während längerer 

Zeit nicht mehr in der Umgebung des Wohnortes gesehen hätten. Überdies 

erweisen sich auch in diesem Punkt seine Angaben zum Vorgehen der Be-

hörden als stereotyp und hinsichtlich des Zeitpunkts, wann das Haus nach 

seiner Rückkehr aus dem Südsudan von Beamten gestürmt worden sein 

soll, als widersprüchlich (vgl. act. A16, S. 10, F96 und F143). 

6.1.7 Im Weiteren stellt das in der Rechtsmitteleingabe gemachte Vorbrin-

gen, er müsse dem sudanesischen Geheimdienst deshalb bereits aufge-

fallen sein, da über ihn bei den Behörden von J._______ Datenbankein-

träge bestünden, in die auch der sudanesische Geheimdienst Einblick ha-

ben dürfte, eine durch nichts belegte Parteibehauptung dar. In Ermange-

lung eines glaubhaften Sachverhaltsvortrags vermag sodann alleine der 

Verweis auf Quellenangaben zum Vorgehen des Geheimdienstes NISS ge-

gen Rückkehrer aus J._______ zu keiner anderen Einschätzung zu führen. 

6.1.8 Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass eine Verfolgung allein auf-

grund der Zugehörigkeit zu einer nicht-arabischen Ethnie zu verneinen ist 

(vgl. Urteil D-6300/2018 vom 17. Dezember 2018 E. 5.1 S. 12 m.w.H.). An 

dieser Einschätzung ist – nach dem vorgängig Gesagten – weiterhin fest-

zuhalten. 

6.1.9 Nachdem im Herbst 2020 der Sudan und J._______ eine Normalisie-

rung ihrer Beziehungen vereinbart haben, J._______ mit der Unterzeich-

nung des (Nennung Abkommen) am 6. Januar 2021 in G._______ diplo-

matische Beziehungen mit dem Sudan aufgenommen und der Sudan am 

19. April 2021 das (Nennung Gesetz) aufgehoben hat, stellen sich die Be-

fürchtungen des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit seinem Auf-

enthalt in J._______ von den sudanesischen Behörden in flüchtlingsrecht-

lich relevanter Weise verfolgt zu werden, im heutigen Zeitpunkt ohnehin als 

unbegründet dar (Nennung Quellen; alle abgerufen am 16.08.2021). 

6.1.10 Schliesslich ist anzuführen, dass Nachteile, die auf die allgemeinen 

politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Lebensbedingungen in einem 

Staat zurückzuführen sind, keine Asylrelevanz zu entfalten vermögen, da 

sie keine individuelle Verfolgung darstellen, sondern die ganze Bevölke-

D-5019/2018 

Seite 17 

rung oder einen grossen Teil derselben in gleichem Ausmass treffen. So-

weit der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang auf die schwierigen 

Lebensumstände in seiner Heimat hinweist, stellen diese keine asylbeacht-

liche Verfolgung dar, zumal sie nicht gezielt gegen seine Person gerichtet 

waren oder in ihrer Art und Dauer nicht als genügend intensiv zu erachten 

sind, um ernsthafte Nachteile im Sinne von Art. 3 AsylG darzustellen. 

6.2 Bei dieser Sachlage bestehen insgesamt keine konkreten Anhalts-

punkte dafür, dass der Beschwerdeführer im Zeitpunkt seiner Ausreise aus 

dem Sudan einer asylrelevanten Verfolgung ausgesetzt war beziehungs-

weise eine solche zu befürchten hatte.  

7.  

Asylsuchende sind auch dann als Flüchtlinge anzuerkennen, wenn sie erst 

aufgrund von Ereignissen nach ihrer Ausreise im Falle einer Rückkehr in 

ihren Heimat- oder Herkunftsstaat in flüchtlingsrechtlich relevanter Weise 

verfolgt würden. Zu unterscheiden ist dabei zwischen objektiven und sub-

jektiven Nachfluchtgründen. Objektive Nachfluchtgründe liegen vor, wenn 

äussere Umstände, auf welche die asylsuchende Person keinen Einfluss 

nehmen konnte, zur drohenden Verfolgung führen; der von einer Verfol-

gung bedrohten Person ist in solchen Fällen die Flüchtlingseigenschaft zu-

zuerkennen und Asyl zu gewähren. Subjektive Nachfluchtgründe liegen 

vor, wenn eine asylsuchende Person erst durch die unerlaubte Ausreise 

aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder wegen ihres Verhaltens nach 

der Ausreise eine Verfolgung zu befürchten hat; in diesen Fällen wird kein 

Asyl gewährt (Art. 54 AsylG; vgl. BVGE 2010/44 E. 3.5 m.w.H.). 

7.1 Der Beschwerdeführer macht mit dem Hinweis auf seine exilpolitischen 

Aktivitäten in der Schweiz subjektive Nachfluchtgründe geltend. Dazu 

bringt er vor, er sei Mitglied der Schweizer Sektion des M._______, betei-

lige sich dabei aktiv an der Organisation von Kundgebungen und Demonst-

rationen, an der Verfassung von Berichten sowie im Rahmen einer wö-

chentlichen Sendung auf (Nennung Radiosender) an der Verbreitung von 

Informationen. Zudem habe er an verschiedenen Demonstrationen teilge-

nommen. 

7.2 In seinem Referenzurteil D-2899/2016 vom 24. August 2017 beschäf-

tigte sich das Bundesverwaltungsgericht mit der aktuellen Rechtsprechung 

des EGMR betreffend den Sudan. In den Entscheiden A. I. gegen die 

Schweiz (Beschwerde Nr. 23378/15) und N. A. gegen die Schweiz (Be-

D-5019/2018 

Seite 18 

schwerde Nr. 50364/14) vom 30. Mai 2017 habe der Gerichtshof seine bis-

herige Einschätzung, dass sich die Gefährdung des sudanesischen Staats 

nicht ausschliesslich auf Oppositionelle mit ausgeprägtem Profil zu be-

schränken scheine, sondern jede Person treffen könne, die sich dem Re-

gime widersetze oder entsprechend verdächtigt werde, wiederholt. Auch 

habe der Gerichtshof erneut darauf hingewiesen, dass das sudanesische 

Regime die Aktivitäten der politischen Opposition im Ausland überwache. 

In beiden Urteilen habe der EGMR allerdings auch eine gewisse Präzisie-

rung vorgenommen. Gestützt auf die Feststellung, dass die Überwachung 

der Aktivitäten der regimekritischen Opposition im Ausland durch die suda-

nesischen Geheimdienste nicht systematisch sei, habe der Gerichtshof 

festgehalten, dass bei der Beurteilung des Verfolgungsrisikos bei einer 

Rückkehr in den Sudan verschiedene Kriterien zu berücksichtigen seien: 

das allfällige Interesse der sudanesischen Behörden an den Betroffenen 

aufgrund deren Vergangenheit, sei es im Sudan oder Ausland; die Zuge-

hörigkeit im Sudan zu einer regimekritischen Organisation unter Berück-

sichtigung des Charakters und der Weise, in welcher diese Organisation 

durch die sudanesische Regierung anvisiert werde; der Charakter des po-

litischen Engagements der Betroffenen in ihrem Aufenthaltsland, insbeson-

dere ihre Beteiligung an Versammlungen und Kundgebungen sowie ihre 

Aktivitäten im Internet; ihre persönlichen oder familiären Verbindungen mit 

prominenten Mitgliedern der Opposition im Exil (vgl. D-2899/2016 E. 4.5 f.). 

7.3  

7.3.1 Das Bundesverwaltungsgericht stellt nicht in Abrede, dass der Be-

schwerdeführer seit dem Jahr (...) Mitglied des M._______ ist und sich in 

der Schweiz exilpolitisch betätigt.  

Er dokumentierte im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Teilnahme an 

insgesamt fünf Demonstrationen (...). In der Anhörung vom 19. Oktober 

2017 verwies er zudem darauf, bislang an drei Kundgebungen teilgenom-

men zu haben (vgl. act. A16, F158). Den beim SEM und dem Bundesver-

waltungsgericht eingereichten Beweismitteln lässt sich entnehmen, dass 

er sich im Vergleich zu den anderen Teilnehmern nicht in besonderem 

Masse exponiert hat und er jeweils Teil einer Gruppe gewesen ist (siehe 

Beschwerde sowie Eingaben vom 15. Januar 2019, 16. April 2019 und 

8. August 2019). In Anbetracht der nunmehr rund (Nennung Dauer) Mit-

gliedschaft beim M._______ spricht die Teilnahme an acht Demonstratio-

nen während dieses Zeitraums für ein lediglich niederschwelliges und nicht 

intensives politisches Engagement, umso mehr als er anlässlich derer 

keine herausstechende Rolle innehatte. Daran ändert auch das Vorbringen 

D-5019/2018 

Seite 19 

in der Beweismitteleingabe vom 16. April 2019, anlässlich der regimekriti-

schen Demonstration vom (...) in (...) sei er an prominenter Stelle als orga-

nisationsinterner Ordner mit Leuchtweste zu erkennen, was seine expo-

nierte Stellung innerhalb der sudanesisch-exilpolitischen Bewegung 

exemplarisch aufzeige, nichts. Weder trägt der Beschwerdeführer auf den 

fraglichen Fotos (Beilage 2 dieser Eingabe) eine Leuchtweste noch er-

scheint er als Teilnehmer mit einer Ordnungs- oder Führungsfunktion. Den 

eingereichten Unterlagen zu den Demonstrationsteilnahmen lässt sich 

nicht entnehmen, inwiefern sich der Beschwerdeführer im Vergleich zu den 

anderen Teilnehmern in besonderem Masse hervorgehoben hätte noch 

wird Entsprechendes substantiiert von ihm dargelegt. Das blosse Beschrif-

ten und Tragen von Spruchbändern und Plakaten dürfte den sudanesi-

schen Behörden nicht bekannt geworden sein, zumal eine namentliche 

Nennung des Beschwerdeführers in diesem Zusammenhang nicht geltend 

gemacht wird. Aus einem der beim SEM eingereichten Fotos ist zu schlies-

sen, dass sich der Beschwerdeführer mit (Nennung Person) fotografieren 

liess. Unbesehen des Umstands, dass das Foto über den Ort oder den 

Zeitpunkt der Aufnahme keinerlei Rückschlüsse liefert, belegt dieses je-

doch nicht, dass der Beschwerdeführer selbst persönliche Verbindungen 

zu prominenten Mitgliedern des M._______ respektive selber eine füh-

rende Position innerhalb der Bewegung hat und vermag nicht zu einer er-

heblichen Schärfung seines Profils zu führen. 

7.3.2 Eine andere Sachlage ergibt sich auch nicht aus dem Vorbringen des 

Beschwerdeführers, er habe sich an mehreren Beiträgen des von (Nen-

nung Radiosender) gesendeten Programms (...) beteiligt respektive habe 

diese mitproduziert, welche sich gegen das heimatliche Regime gerichtet 

hätten. Der Beschwerdeführer hat als Beweismittel verschiedene Fotogra-

fien eingereicht, die ihn alleine oder mit mehreren Personen zusammen im 

Studio des (Nennung Radiosender) zeigen. Er macht aber weder nähere 

Angaben zum Inhalt der Sendung noch zu seiner Beteiligung an der Pro-

duktion. Darüber hinaus ist auch nicht erstellt, dass er in den jeweiligen 

Sendungen namentlich genannt wurde und sich selbst regimekritisch äus-

serte. Abgesehen davon handelt es sich beim (Nennung Radiosender) ge-

mäss seiner Website (…) um (nähere Ausführungen zum Radiosender). 

Das Risiko, dass der sudanesische Geheimdienst Sendungen des (Nen-

nung Radiosender) systematisch auswertet, ist angesichts dessen einge-

schränkten finanziellen, technischen und personellen Möglichkeiten als 

äusserst gering einzustufen (vgl. Urteil des BVGer D-6310/2018 vom 

13. Dezember 2019 E. 6.5.4). Hinzu kommt, dass die vom Beschwerdefüh-

D-5019/2018 

Seite 20 

rer im Rahmen seines Engagements kritisierte politische und menschen-

rechtliche Situation im Sudan (vgl. act. A16, F151 ff.; Replik, S. 3) noch 

nicht auf eine besondere Exponiertheit im erwähnten Sinn schliessen lässt. 

Es ist davon auszugehen, dass es sich dabei um allgemein von einer 

Grosszahl in ganz Europa und ausserhalb Sudans exilpolitisch Tätigen im-

mer wiederkehrend aufgegriffene regimekritische Beiträge handelt, die sich 

auf das Darstellen von Ereignissen beziehungsweise Anprangern von 

Missständen im Sudan limitieren. 

7.3.3 Die beim SEM eingereichte Bestätigung von (Nennung Person) vom 

(...) ist als blosses Gefälligkeitsscheiben zu werten. So wird darin lediglich 

in pauschaler Weise festgehalten, der Beschwerdeführer sei seit (Nennung 

Zeitpunkt) aktives – und mittlerweile im Vorstand arbeitendes – Mitglied 

des M._______, und bei einer Rückkehr in den Sudan gefährdet. Nähere 

Informationen zur aktiven Mitgliedschaft sowie zur Funktion als Vorstands-

mitglied lassen sich dem Dokument aber nicht entnehmen. Die mit Eingabe 

vom 8. August 2019 eingereichten (Nennung Beweismittel) beziehen sich 

auf die allgemeine Lage sowie die Geschehnisse im Sudan und nicht auf 

die persönlich geltend gemachten Probleme des Beschwerdeführers, wes-

halb sie zum Beleg einer Verfolgung desselben nicht beweiskräftig sind. 

7.3.4 Was das vom Beschwerdeführer erwähnte Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts E-186/2017 vom 26. November 2018 betrifft, ist vorliegender 

Sachverhalt nicht mit jenem im genannten Verfahren vergleichbar. Darin 

wurde festgehalten, dass glaubhafte Hinweise auf ein niederschwelliges 

regierungskritisches Engagement während der Studienzeit des Beschwer-

deführers in den Jahren 2011 bis 2013 vorliegen würden (vgl. Urteil BVGer 

E-186/2017 vom 26. November 2018 E. 6.4.1 und E. 6.4.4). Dies ist vorlie-

gend nicht der Fall, war doch der Beschwerdeführer – wie sich vorstehend 

ergibt – vor der Ausreise aus dem Sudan nicht politisch aktiv und gehörte 

zudem auch nicht zur Bildungselite. Bei dieser Sachlage ist nicht überwie-

gend wahrscheinlich, dass die sudanesischen Behörden ihn registriert ha-

ben und ihn bei einer Rückkehr behelligen würden. 

7.3.5 Die geltend gemachten Nachfluchtgründe vermögen die Anforderun-

gen einer flüchtlingsrechtlich relevanten Verfolgung nach dem Gesagten 

nicht zu erfüllen. 

7.3.6 Diese Einschätzung rechtfertigt sich umso mehr vor dem Hintergrund 

der aktuellen Besserung der Situation im Sudan und einer positiven Ent-

wicklung im Land (vgl. dazu E. 6.1.8 vorstehend sowie auch die Urteile des 

D-5019/2018 

Seite 21 

BVGer D-2782/2019 vom 25. Januar 2021, E. 6.3, E-4834/2018 vom 

4. August 2020 E. 7.3.2, E-2525/2020 vom 1. Juli 2020 E. 6.1,  

E-3986/2017 vom 20. April 2020 E. 6.2.1, E-4301/2017 vom 27. Januar 

2020 E. 6.5, D-6029/2018 vom 21. November 2019 S. 9, E-303/2018 vom 

16. September 2019 E. 3.6).

7.4 Insgesamt ist es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine gemäss 

Art. 3 AsylG relevante Verfolgungsgefahr nachzuweisen oder glaubhaft 

darzutun, weshalb das SEM die Flüchtlingseigenschaft zu Recht verneint 

und das Asylgesuch abgelehnt hat. 

8.  

Lehnt das SEM das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht ein, so verfügt 

es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug 

an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Familie (Art. 44 

AsylG). Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4). 

9.  

9.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]).  

Beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen gilt gemäss 

Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard wie bei 

der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft; das heisst, sie sind zu beweisen, 

wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft 

zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.).  

9.2  

9.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG).  

So darf keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem Grund 

nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur 

Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; 

D-5019/2018 

Seite 22 

vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die 

Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]).  

Gemäss Art. 25 Abs. 3 BV, Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezem-

ber 1984 gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder ernied-

rigende Behandlung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 

und Art. 4 EMRK darf niemand der Folter oder unmenschlicher oder er-

niedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden.  

9.2.2 Die Vorinstanz wies in ihrer angefochtenen Verfügung zutreffend da-

rauf hin, dass das Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulement nur 

Personen schützt, die die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Be-

schwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche Gefähr-

dung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, kann der in Art. 5 AsylG 

verankerte Grundsatz der Nichtrückschiebung im vorliegenden Verfahren 

keine Anwendung finden. Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in den 

Sudan ist demnach unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig.  

Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 

noch aus den Akten Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall einer Aus-

schaffung in den Heimatstaat dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit ei-

ner nach Art. 3 EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung 

ausgesetzt wäre. Gemäss Praxis des EGMR sowie jener des UN-Anti-Fol-

terausschusses müsste der Beschwerdeführer eine konkrete Gefahr ("real 

risk") nachweisen oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rück-

schiebung Folter oder unmenschliche Behandlung drohen würde (vgl. Ur-

teil des EGMR Saadi gegen Italien 28. Februar 2008, Grosse Kammer 

37201/06, §§ 124–127 m.w.H.). Dies ist ihm – wie vorstehend ausgeführt 

– nicht gelungen. Zwar ist die im Sudan herrschende politische und men-

schenrechtliche Lage in verschiedener Hinsicht schwierig. Die dortige all-

gemeine Menschenrechtssituation bietet aber nach Einschätzung des Ge-

richts – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers – keinen kon-

kreten Anlass zur Annahme, ihm selbst drohe eine entsprechende Gefähr-

dung (vgl. Urteil des BVGer E-986/2021 vom 19. April 2021 E. 9.3). 

9.2.3 Der Vollzug der Wegweisung ist somit sowohl im Sinne der asyl- als 

auch der völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.  

9.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 

Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf-

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grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und me-

dizinischer Notlage konkret gefährdet sind. Wird eine konkrete Gefährdung 

festgestellt, ist – unter Vorbehalt von Art. 83 Abs. 7 AIG – die vorläufige 

Aufnahme zu gewähren.  

9.3.1 Im Sudan besteht derzeit – mit Ausnahme der Region B._______ 

(vgl. dazu BVGE 2013/5) – keine Kriegs- beziehungsweise Bürgerkriegssi-

tuation oder ein Zustand allgemeiner Gewalt gemäss Art. 83 Abs. 4 AIG 

(vgl. auch E. 7.3.6 vorstehend zur verbesserten Lage im Sudan seit der 

Ausreise des Beschwerdeführers im [Nennung Zeitpunkt]). 

9.3.2 Der Beschwerdeführer stammt aus G._______, verfügt über eine 

(...)jährige Schulbildung, diverse Berufserfahrungen und ein familiäres Be-

ziehungsnetz an seinem Herkunftsort (vgl. act. A5, S. 4 f.; A16, F17 ff.). Es 

ist nicht davon auszugehen, der den Akten zufolge gesunde Beschwerde-

führer wäre bei einer Rückkehr in den Sudan mit beachtlicher Wahrschein-

lichkeit – auch unter Berücksichtigung seiner nun zwar mehrjährigen, aber 

nicht zu einer eigentlichen Entwurzelung führenden Landesabwesenheit – 

mit einer existenziellen Notlage irgendwelcher Art konfrontiert. Daran än-

dert auch der in der Beschwerdeschrift gemachte Hinweis auf die schwie-

rige wirtschaftliche Situation seiner Familie nichts, war es dem Beschwer-

deführer doch seinen Angaben zufolge offensichtlich möglich, sowohl seine 

Ausreise nach J._______ als auch seine Reise nach Europa überwiegend 

selber zu finanzieren (vgl. act. A16, F121 f. und F175). Im Übrigen stünde 

ihm auch die Möglichkeit offen, in der Schweiz finanzielle Rückkehrhilfe zu 

beantragen. Der Vollzug der Wegweisung erweist sich als zumutbar. 

9.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich bei der zuständi-

gen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr notwendigen Rei-

sedokumente zu beschaffen (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12).  

Der Möglichkeit des Vollzugs der Wegweisung steht auch die Corona-Pan-

demie nicht entgegen. Bei dieser handelt es sich – wenn überhaupt – um 

ein temporäres Vollzugshindernis, welchem im Rahmen der Vollzugsmo-

dalitäten durch die kantonalen Behörden Rechnung zu tragen ist, indem 

etwa der Zeitpunkt des Vollzugs der Wegweisung der Situation im Sudan 

angepasst wird (vgl. EMARK 1995 Nr. 14 E. 8d und e sowie statt vieler 

Urteil des BVGer D-4796/2019 vom 27. April 2020 E. 8.9). Der Vollzug der 

Wegweisung ist daher auch als möglich zu bezeichnen (Art. 83 Abs. 2 

AIG). 

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Seite 24 

9.5 Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu 

Recht als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der 

vorläufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG).  

10.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG) und – soweit diesbezüglich 

überprüfbar – angemessen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.  

11.  

11.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Indessen wurde 

mit Verfügung vom 6. November 2018 das Gesuch um Gewährung der un-

entgeltlichen Prozessführung – unter Vorbehalt einer nachträglichen Ver-

änderung der finanziellen Verhältnisse – gutgeheissen. Da der Beschwer-

deführer im heutigen Zeitpunkt noch immer bedürftig ist, ist vorliegend am 

Ergebnis der oben erwähnten Verfügung vom 6. November 2018 festzu-

halten und auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

11.2 Nachdem der rubrizierte Rechtsvertreter dem Beschwerdeführer als 

Rechtsbeistand beigeordnet worden ist (vgl. Art. 110a AsylG), ist ihm ein 

amtliches Honorar für seine notwendigen Aufwendungen im Beschwerde-

verfahren auszurichten. In der Kostennote vom 15. Januar 2019 wird ein 

Aufwand von 14.15 Stunden und Auslagen von Fr. 8.30 geltend gemacht, 

der als angemessen erscheint. Bei amtlicher Vertretung wird in der Regel 

von einem Stundenansatz von Fr. 100.– bis Fr. 150.– für nicht-anwaltliche 

Vertreterinnen und Vertreter ausgegangen (Art. 8 Abs. 2, Art. 12 i.V.m. Art. 

10 Abs. 2 VGKE), weshalb der angeführte Stundenansatz von Fr. 300.– 

praxisgemäss auf Fr. 150.– zu reduzieren ist. In der eingereichten Kosten-

note noch nicht berücksichtigt ist sodann der Aufwand für die Beweismit-

teleingaben vom 16. April 2019 und vom 8. August 2019, der auf 1.85 Stun-

den veranschlagt wird. Es ergibt sich demnach ein Gesamtaufwand von 16 

Stunden. Die Auslagen erhöhen sich um Fr. 10.60 auf insgesamt Fr. 18.90. 

Das amtliche Honorar für den Rechtsvertreter ist somit gerundet auf insge-

samt Fr. 2605.– (inklusive Auslagen und Mehrwertsteueranteil) festzuset-

zen. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-5019/2018 

Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dem amtlich beigeordneten Rechtsbeistand wird zulasten der Gerichts-

kasse ein Honorar von Fr. 2605.– zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Daniela Brüschweiler Stefan Weber 

 

 

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