# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4858e910-f412-5591-b0f8-7813926fea6b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-06-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 20.06.2005 B 2005/56
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2005-56_2005-06-20.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2005/56

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 20.06.2005

Entscheiddatum: 20.06.2005

Entscheid Verwaltungsgericht vom 20. Juni 2005
Ausländerrecht, Art. 7 Abs. 1 ANAG (SR 142.20), Art. 8 EMRK (SR 0.101). 
Rechtsmissbräuchliche Berufung eines nigerianischen Staatsangehörigen 
auf eine nur noch formal bestehende Ehe mit einer Schweizerin. 
Rechtmässigkeit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des 
Ehemannes trotz des gemeinsamen Kindes mit Schweizer Bürgerrecht nach 
einer Dauer der ehelichen Gemeinschaft von nur rund vier Jahren und 
Fehlens einer engen Beziehung zum Kind (Verwaltungsgericht, B 2005/56).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

M.E.,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. A.,

gegen

Justiz- und Polizeidepartement des Kantons St. Gallen,

Oberer Graben 32, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

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betreffend

Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und

Nichterteilung der Niederlassungsbewilligung

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ M.E., geboren 1970, ist Staatsangehöriger von Nigeria. Er reiste am 13. Juni 1995 

illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Am 11. Juni 1996 wurde er wegen 

mehrfachen Diebstahls mit fünfzehn Wochen Gefängnis bestraft. Am 6. November 

1996 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge das Asylgesuch ab. Mit Entscheid vom 16. 

Dezember 1996 wies die Asylrekurskommission eine gegen die Abweisung des 

Asylgesuchs erhobene Beschwerde ab. In der Folge wurde eine Ausreisefrist 

angesetzt, die bis 15. August 1997 verlängert wurde. M.E. befolgte die Pflicht zur 

Ausreise nicht. Er heiratete am 23. September 1997 in Zürich die Schweizer Bürgerin 

S.M. Am 5. Oktober 1997 wurde das gemeinsame Kind Jimy-Ede geboren. Dieses ist 

schwer behindert. In der Folge wurde M.E. am 26. Januar 1998 im Rahmen des 

Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung erteilt.

Die Vormundschaftsbehörde Buchs entzog am 18. Februar 1998 den Eltern die Obhut 

über das Kind und brachte dieses in einer spezialisierten Pflegefamilie unter. Im August 

1999 bestätigte die Vormundschaftsbehörde St. Gallen den Obhutsentzug und die 

Fremdplazierung und errichtete für die Mutter eine Beistandschaft.

Am 4. April 2001 wies das Kreisgericht St. Gallen eine Ehescheidungsklage von S.E.-M. 

ab. Am 12. April 2001 ersuchte die Klägerin um Eheschutzmassnahmen, worauf mit 

Entscheid vom 18. Mai 2001 das Getrenntleben der Eheleute festgestellt und der 

Obhutsentzug sowie die Beistandschaft bestätigt wurden. Auf die Festlegung eines 

Besuchsrechts und von Unterhaltspflichten wurde verzichtet.

Am 14. August 2002 ersuchte M.E. um Erteilung der Niederlassungsbewilligung.

Mit Verfügung vom 2. März 2004 lehnte das Ausländeramt die Verlängerung der 

Aufenthaltsbewilligung und die Erteilung der Niederlassungsbewilligung ab. Zur 

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Begründung hielt es im wesentlichen fest, seit November 2001 bestehe die eheliche 

Gemeinschaft nicht mehr. Die Ehefrau wolle sich scheiden lassen und lebe in einer 

Drittbeziehung. Es werde rechtsmissbräuchlich an der Ehe festgehalten, um die 

Aufenthaltsbewilligung sowie den Erhalt der Niederlassungsbewilligung zu sichern. 

Zwar verfüge der Sohn des Gesuchstellers über ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz. 

Da der Gesuchsteller die Beziehung zum Sohn abgebrochen habe, finanziell nicht für 

diesen aufkomme und auch sonst zu Klagen Anlass gegeben habe, erfülle er die 

Voraussetzungen für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Erteilung 

einer Niederlassungsbewilligung nicht.

B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob der Gesuchsteller durch seinen 

Rechtsvertreter Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 24. 

März 2005 abgewiesen wurde.

C./ Mit Eingabe vom 11. April 2005 erhob M.E. durch seinen Rechtsvertreter 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 24. 

März 2005 und die Verfügung des Ausländeramts vom 2. März 2004 seien aufzuheben 

und es sei ihm die Niederlassungsbewilligung zu erteilen, eventualiter sei ihm die 

Aufenthaltsbewilligung zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Verfügung vom 12. April 2005 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das 

Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung wegen 

Aussichtslosigkeit des Rechtsmittels ab.

In seiner Beschwerdebegründung vom 10. Mai 2005 hielt der Beschwerdeführer an 

seinem Antrag fest.

Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 18. Mai 2005 auf Abweisung der 

Beschwerde.

Die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten 

Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

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1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der 

Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 11. April 2005 und 

deren Ergänzung vom 10. Mai 2005 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den 

gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 

Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2./ Strittig ist die Frage, ob die Vorinstanz und das Ausländeramt die Berufung auf die 

Ehe zu Recht als rechtsmissbräuchlich qualifizierten.

Nach Art. 7 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (SR 

142.20, abgekürzt ANAG) hat der ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin 

Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem 

ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch 

auf die Niederlassungsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund 

vorliegt. Kein Anspruch besteht nach Absatz 2 dieser Vorschrift, wenn die Ehe 

eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von 

Ausländern und namentlich jene über die Begrenzung der Zahl der Ausländer zu 

umgehen. Erfasst wird davon die sogenannte Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe, bei 

der die Ehegatten von vornherein keine echte eheliche Gemeinschaft beabsichtigten 

(BGE 128 II 151, 127 II 55 mit Hinweisen). Auch wenn die Ehe nicht bloss zum Schein 

eingegangen worden ist, heisst dies jedoch nicht zwingend, dass dem ausländischen 

Ehepartner der Aufenthalt ungeachtet der weiteren Entwicklung gestattet werden 

muss. Zu prüfen ist insbesondere, ob sich die Berufung auf die Ehe nicht anderweitig 

als rechtsmissbräuchlich erweist (BGE 128 II 151 mit Hinweis).

a) Rechtsmissbrauch liegt vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung 

von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 128 II 

151, 127 II 56 je mit Hinweisen). Im Zusammenhang mit Art. 7 ANAG ist dies dann der 

Fall, wenn der Ausländer sich in einem fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe 

beruft, welche nur noch formell und ohne Aussicht auf Aufnahme bzw. 

Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht (BGE 128 II 151 mit Hinweis 

auf BGE 127 II 56, 123 II 50 f.). Ein Rechtsmissbrauch darf nach der 

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bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht leichthin angenommen werden, namentlich 

nicht schon deshalb, weil die Ehegatten nicht mehr zusammenleben oder ein 

Eheschutz- oder Scheidungsverfahren eingeleitet worden ist (BGE 128 II 151). 

Erforderlich sind konkrete Hinweise darauf, dass die Führung einer 

Lebensgemeinschaft nicht mehr beabsichtigt und nicht mehr zu erwarten ist (BGE 128 

II 151, 127 II 57). Wie es sich damit verhält, entzieht sich in der Regel dem direkten 

Beweis und ist oft nur durch Indizien zu ermitteln (BGE 128 II 152, 127 II 57).

b) Der Beschwerdeführer bestreitet, der Ehewille sei im Jahr 2001 erloschen. Die 

Ehefrau habe vier Jahre nach der Anordnung von Eheschutzmassnahmen noch kein 

Scheidungsbegehren eingereicht. Er habe nach dem Eheschutzverfahren zudem 

regelmässig Kontakt zu seiner Ehefrau gehabt, habe sie bei sich zu Hause über 

mehrere Tage beherbergt und sie regelmässig finanziell unterstützt. Es dürfe nicht zu 

seinen Ungunsten angenommen werden, der Ehewille der Ehefrau sei bereits im April 

2001 erloschen.

c) Der Ehewille ist eine innere Tatsache, die nach ihrem Wesen einem strikten Beweis 

nicht zugänglich ist. Daher ist aufgrund objektiver Anhaltspunkte zu prüfen, ob ein 

Ehewille tatsächlich noch besteht und deswegen das Interesse am Bestand der Ehe 

schützenswert ist.

Im Eheschutzverfahren wurde am 18. Mai 2001 festgestellt, dass die Eheleute getrennt 

leben. Der Beistand der Ehefrau erklärte am 2. April 2003 gegenüber der Polizei, sie 

habe im November 2000 den gemeinsamen Haushalt verlassen.

Die Ehefrau äusserte gegenüber dem Instruktionsrichter, sie sei bereits während der 

Schwangerschaft von ihrem Mann geschlagen worden. Auch gegenüber der Polizei 

hielt sie in Anwesenheit ihres Beistands fest, ihr Ehegatte habe sie immer viel 

geschlagen, schon während ihrer Schwangerschaft. Die Frage, ob sie gedenke, die 

Ehegemeinschaft wieder aufzunehmen, verneinte sie und hielt fest, sie wisse, dass sie 

noch mehr kaputt gehe, wenn sie zu ihrem Ehemann zurückgehe. Sie habe ihm gesagt, 

dass sie nicht mehr zurückkomme. Es gehe jeweils zwei Wochen gut, und dann fange 

er wieder an, sie zu schlagen und zu demütigen. Sie würde sich sofort scheiden lassen, 

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wenn sie dies tun könnte. Die Schwester der Ehefrau bestätigte, dass diese vom 

Beschwerdeführer geschlagen wurde.

Aus dem Umstand, dass die Ehefrau nach dem Entscheid vom 4. April 2001 längere 

Zeit kein Scheidungsbegehren mehr einreichte, kann somit nichts zu Gunsten ihres 

Ehewillens abgeleitet werden, da sich der Ehemann der Scheidung widersetzte und sie 

die vierjährige Frist abwarten musste. Die Berufung auf eine Ehe kann auch dann 

rechtsmissbräuchlich sein, wenn der andere Ehegatte kein Scheidungsbegehren 

eingereicht hat. Die behaupteten regelmässigen Kontakte zur Ehefrau sowie deren 

finanzielle Unterstützung durch den Beschwerdeführer sind nicht belegt und würden im 

übrigen ein Erlöschen des Willens der Ehefrau zur Wiederaufnahme der ehelichen 

Gemeinschaft nicht ausschliessen. Die Ehefrau hielt ausdrücklich fest, es sei nach einer 

Rückkehr jeweils zwei Wochen gut gegangen, und dann habe der Ehemann wieder 

begonnen, sie zu schlagen und zu demütigen. Unter den gegebenen Umständen ist 

davon auszugehen, dass hinreichende Anhaltspunkte bestehen, dass der Ehewille der 

Ehefrau nicht mehr besteht. Daran vermag auch ihre schriftliche Erklärung nichts zu 

ändern. Eine solche Erklärung kann unter Druck zustande gekommen sein, was die 

Ehefrau übrigens bestätigt hat.

Nach einer rund viereinhalbjährigen Trennung kann der Beschwerdeführer bei 

objektiver Einschätzung der gesamten Umstände keinen Zweifel mehr am definitiven 

Scheitern der Ehe haben. Stellt er sich dennoch auf den Standpunkt, er halte weiterhin 

an der Ehe fest, so ist mit der Vorinstanz und dem Ausländeramt davon auszugehen, 

dass er sich aus ausländerrechtlichen Motiven und damit in rechtsmissbräuchlicher 

Weise auf die Ehe beruft. Somit steht dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 7 Abs. 1 

ANAG kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Erteilung der 

Niederlassungsbewilligung zu (statt vieler BGE 128 II 154 und 127 II 59).

d) Der Sohn des Beschwerdeführers verfügt über das Schweizer Bürgerrecht. Der 

Beschwerdeführer kann sich daher grundsätzlich auf Art. 8 der Europäischen 

Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) berufen.

Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) 

gewährleisten das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens. Darauf kann sich 

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im Rahmen eines ausländerrechtlichen Bewilligungsverfahrens berufen, wer nahe 

Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz (Schweizer 

Bürgerrecht oder Niederlassungsbewilligung) hat. Soweit eine familiäre Beziehung 

tatsächlich gelebt wird und intakt ist, wird das der zuständigen Behörde grundsätzlich 

eingeräumte freie Ermessen beschränkt (BGE 127 II 64, 126 II 427, 118 Ib 157 und 116 

Ib 355). Der in Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Anspruch auf Achtung des Privat- und 

Familienlebens entspricht materiell der Garantie von Art. 8 EMRK und gewährt darüber 

hinaus im Bereich des Ausländerrechts keine zusätzlichen Ansprüche (BGE 126 II 394).

Im Verhältnis zwischen Vater und leiblichen Kindern ist ein eigentliches 

Zusammenleben nicht ohne weiteres unentbehrlich für das Bestehen eines 

Familienlebens im Sinn von Art. 8 EMRK. Eine intakte und gelebte familiäre Beziehung 

wird schon dann angenommen, wenn ein regelmässiger Kontakt besteht (BGE 120 Ib 

3, 119 Ib 84). Der nicht sorgeberechtigte Ausländer kann die familiäre Beziehung zu 

seinem Kind nur in einem beschränkten Rahmen, nämlich durch Ausübung des ihm 

eingeräumten Besuchsrechts, leben. Hierzu ist indessen nicht unabdingbar, dass er 

dauernd im gleichen Land wie die Kinder lebt und dort über eine 

Anwesenheitsberechtigung verfügt. Ein Besuchsrecht gegenüber einem in der Schweiz 

fest anwesenheitsberechtigten Kind verschafft dem ausländischen Elternteil daher im 

Allgemeinen noch keinen Anspruch auf dauernde Anwesenheit; den Anforderungen von 

Art. 8 EMRK ist Genüge getan, wenn das Besuchsrecht im Rahmen von 

Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allerdings dessen 

Modalitäten entsprechend aus- bzw. umzugestalten sind. In ausländerrechtlicher 

Hinsicht hat das Bundesgericht daraus die Konsequenz gezogen, dass die 

Aufenthaltsbewilligung nur dann erteilt oder erneuert werden muss, wenn einerseits 

zwischen dem Ausländer und dessen in der Schweiz ansässigen Kindern in 

wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht, die 

sich wegen der Distanz zwischen der Schweiz und dem Land, in das der Ausländer bei 

Verweigerung der Bewilligung auszureisen hätte, praktisch nicht aufrechterhalten 

liesse, und wenn andererseits das Verhalten des Ausländers weitgehend tadellos ist 

(Urteil 2A.119/2004 vom 5. März 2004, Urteil 2A.563/2002 vom 23. Mai 2003, BGE 120 

Ib 4 ff. und 24 ff.).

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Das Kind des Beschwerdeführers wurde am 5. Oktober 1997 geboren. Es leidet an 

einer schwerwiegenden Behinderung und ist seit 1998 in einer Pflegefamilie 

untergebracht. Im Zeitpunkt des Entzugs der elterlichen Obhut war das Kind somit 

noch viel zu jung, um zum Beschwerdeführer eine affektive Beziehung aufbauen zu 

können. Der Beistand der Ehefrau erklärte gegenüber der Polizei, der 

Beschwerdeführer gehe davon aus, das Kind sei von einem andern Mann. Die Ehefrau 

schilderte, dass der Beschwerdeführer sie während der Schwangerschaft misshandelt 

habe.

Aufgrund des geringen Einkommens wurde im Entscheid des Bezirksgerichts St. Gallen 

vom 18. Mai 2001 darauf verzichtet, den Beschwerdeführer zu Beitragszahlungen für 

sein Kind zu verpflichten. Die Vormundschaftsbehörde hielt am 4. April 2001 gegenüber 

dem Kreisgericht fest, der Beschwerdeführer kümmere sich seit rund einem Jahr gar 

nicht mehr um seinen Sohn. Von seiten der Mutter her sei der Kontakt zum Kind und 

zur Pflegefamilie dann auch rasch abgebrochen.

Der Beschwerdeführer bestritt denn auch nicht, dass er seine Ehefrau in Anwesenheit 

ihrer Schwester geschlagen habe. Im weiteren ist unbestritten, dass direkte persönliche 

Kontakte des Beschwerdeführers mit seinem Sohn nicht mehr bestehen. Der 

Beschwerdeführer hält fest, er sende seinem Sohn regelmässig Karten auf die 

Geburtstage und halte telefonischen Kontakt mit den Pflegeeltern.

Dem Beschwerdeführer wurde die Obhut über das Kind entzogen, weshalb angesichts 

der Fremdplazierung davon abgesehen wurde, im Eheschutzentscheid eine Regelung 

über die Zuteilung der elterlichen Sorge vorzunehmen. Auch wurde im 

Eheschutzverfahren wegen fehlender Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die 

Festlegung einer Verpflichtung zu Unterhaltsleistungen verzichtet. Ungeachtet des 

formal noch bestehenden Sorgerechts ist davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer nichts zur Sicherung der Lebenshaltungskosten seines Sohnes 

beiträgt. Jedenfalls besteht zwischen dem Beschwerdeführer und seinem Sohn 

ungeachtet der fehlenden behördlichen Verpflichtung zu Unterhaltsleistungen und des 

nur noch formal bestehenden Sorgerechts weder in wirtschaftlicher noch in affektiver 

Hinsicht eine besonders enge Beziehung, die sich wegen der Distanz zwischen der 

Schweiz und dem Land, in das der Ausländer bei Verweigerung der Bewilligung 

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auszureisen hätte, praktisch nicht aufrechterhalten liesse. Im weiteren ist das Verhalten 

des Beschwerdeführers alles andere als tadellos. Wie erwähnt, wurde er wegen 

Diebstahls zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, und er wurde gegen seine Ehefrau 

gewalttätig. Die Berufung auf Art. 8 EMRK geht daher fehl.

f) Zu prüfen bleibt abschliessend, ob die Behörde das ihr in Art. 4 ANAG eingeräumte 

Ermessen pflichtgemäss wahrgenommen hat.

Das Verwaltungsgericht übt lediglich eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2 

VRP). Im Streitfall kann somit nur geprüft werden, ob die Verwaltung ihr Ermessen 

überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte, als sie die 

Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigerte. Das Verwaltungsgericht hat den 

Ermessensspielraum der Verwaltung zu respektieren, wenn diese bei ihrem Entscheid 

von sachlichen und vernünftigen Ueberlegungen ausging, die im Einklang mit Sinn und 

Zweck des Gesetzes stehen (GVP 1996 Nr. 9 und 1998 Nr. 71).

Nach der Praxis des Ausländeramts wird die Aufenthaltsbewilligung in gewissen Fällen 

zwar auch nach der Auflösung der Ehe bzw. der ehelichen Gemeinschaft verlängert. Als 

massgebend werden dabei nach den Weisungen des Bundesamts für Migration (Ziff. 

654) unter anderen die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, insbesondere wenn 

Kinder vorhanden sind, die berufliche Situation, die Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage 

sowie das Verhalten und der Integrationsgrad betrachtet. Zu berücksichtigen sind 

ferner die Umstände, die zur Auflösung der Ehe geführt haben. Nach der ständigen 

Praxis des Ausländeramts wird bei einer Dauer der ehelichen Gemeinschaft von fünf 

Jahren und mehr in der Regel eine Jahresaufenthaltsbewilligung nicht mehr widerrufen 

(ABl 2001, S. 32).

Der Beschwerdeführer hält sich seit 1997 mit einer ordentlichen Aufenthaltsbewilligung 

in der Schweiz auf. Zu Recht ging die Vorinstanz davon aus, dass bei ihm keine 

weitgehende Integration angenommen werden kann, was seine beschränkten 

Deutschkenntnisse belegen. Der Beschwerdeführer verbrachte den grössten Teil 

seines Lebens, insbesondere auch seine Kindheit und seine Jugend, im Heimatstaat. In 

wirtschaftlicher Hinsicht bestehen keine Gründe, die eine Verlängerung der Bewilligung 

nahelegen. Der Beschwerdeführer ist als Hilfskraft und zudem nur temporär 

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erwerbstätig. Hinzu kommt, dass er wiederholt zu Klagen Anlass gegeben hat und 

zudem seinen finanziellen Verpflichtungen gegenüber seinem Kind nicht 

nachgekommen ist. Auch pflegt der Beschwerdeführer Kontakte mit seinem 

Heimatstaat. Er hielt fest, er sei im Dezember 2000/Januar 2001 in Afrika gewesen. 

Fest steht weiter, dass seine Angehörigen in Nigeria in relativ gut situierten 

Verhältnissen leben. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, inwiefern eine Rückkehr nach 

Nigeria für den Beschwerdeführer mit unüberwindlichen oder überdurchschnittlichen 

Schwierigkeiten verbunden wäre. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz kein 

Ermessensmissbrauch bzw. keine Ermessensüberschreitung vorgeworfen werden, 

wenn sie die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert hat. Folglich ist die 

Beschwerde als unbegründet abzuweisen.

3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen.

2./ Die amtlichen Kosten von Fr. 2'000.-- bezahlt der Beschwerdeführer unter 

Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

 

V. R. W.

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

 

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Zustellung dieses Entscheides an:

 

lic. iur. A.)

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Soweit die Verletzung von Bundesrecht bzw. eines Rechtsanspruchs auf Erteilung einer 

Aufenthaltsbewilligung geltend gemacht wird (Art. 100 lit. b Ziff. 3 und Art. 104 lit. a und 

b OG), kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen seit der Eröffnung 

Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 

14, eingereicht werden.

den Beschwerdeführer (durch Rechtsanwalt–

die Vorinstanz–

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