# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62dd3017-3e80-5b48-94f2-af90b27f4fbf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 31.08.2023 RT230116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT230116_2023-08-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RT230116-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss und Urteil vom 31. August 2023 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Gesuchsgegner und Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Schweizerische Eidgenossenschaft,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

vertreten durch Schweizerisches Bundesgericht, Kasse 

 

betreffend Rechtsöffnung 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen  
Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 8. August 2023 (EB230256-K) 
 
  

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Erwägungen: 

1. a) Mit Urteil vom 8. August 2023 erteilte das Bezirksgericht Win-

terthur (Vorinstanz) der Gesuchstellerin in der Betreibung Nr. … des Betreibungs-

amts Winterthur-Stadt (Zahlungsbefehl vom 20. Februar 2023) – für ausstehende 

Gerichtskosten – definitive Rechtsöffnung für Fr. 3'000.-- nebst 5 % Zins seit 

1. August 2022 sowie Entschädigung gemäss diesem Entscheid (Urk. 7 = 

Urk. 10). 

b) Hiergegen erhob der Gesuchsgegner am 19. August 2023 fristgerecht 

Beschwerde und stellte sinngemäss den Beschwerdeantrag (Urk. 9): 

Das angefochtene Urteil sei aufzuheben und das Rechtsöffnungsgesuch sei 
abzuweisen. Dem Gesuchsgegner sei die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-
währen. 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-8). Da sich die 

Beschwerde sogleich als offensichtlich unbegründet erweist, kann auf weitere 

Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Mit der Beschwerde können unrichtige Rechtsanwendung und of-

fensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden 

(Art. 320 ZPO). Dabei bedeutet Geltendmachung, dass in der Beschwerde darge-

legt werden muss, was genau am angefochtenen Entscheid unrichtig sein soll. 

Das Beschwerdeverfahren ist nicht einfach eine Fortsetzung des erstinstanzlichen 

Verfahrens, sondern es dient der Überprüfung des angefochtenen Entscheids im 

Lichte von konkret dagegen vorgebrachten Beanstandungen. Die Beschwerde 

muss sich daher mit den entsprechenden Entscheidgründen der Vorinstanz konk-

ret und im Einzelnen auseinandersetzen; eine blosse Darstellung der Sach- und 

Rechtslage aus eigener Sicht genügt nicht. Was nicht rechtsgenügend bean-

standet wird, braucht von der Beschwerdeinstanz nicht überprüft zu werden und 

hat insofern grundsätzlich Bestand. 

b) Die Vorinstanz erwog im Wesentlichen, die Gesuchstellerin stütze sich 

auf zwei Urteile des Schweizerischen Bundesgerichts vom 22. April 2022, worin 

dem Gesuchsgegner die Gerichtskosten von jeweils Fr. 1'500.-- auferlegt worden 

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seien. Diese Urteile seien rechtskräftig und vollstreckbar; sie würden damit defini-

tive Rechtsöffnungstitel bilden. Aus den Ausführungen des Gesuchsgegners wür-

den sich keine nach Art. 81 Abs. 1 SchKG zulässigen Einwendungen ergeben. 

Folglich sei der Gesuchstellerin definitive Rechtsöffnung für Fr. 3'000.-- nebst 

Verzugszinsen zu erteilen (Urk. 10 S. 3 ff.). 

c) Die Beschwerdevorbringen des Gesuchsgegners sind weitgehend un-

verständlich. Abgesehen davon, dass das angefochtene Urteil und Forderungen 

daraus "vollumfänglich ins Leere" laufen würden, bleibt völlig unklar, welchen Zu-

sammenhang (und welche Relevanz) die Vorbringen über eine "mutmassliche 

Erbmasse", eine Verfügung vom 23. November 2015 (Urk. 6/1 = Urk. 11), die Er-

bengemeinschaft (wohl) im Nachlass der Mutter, einen Mangel an Steuernach-

weisen der Erblasserin etc. mit den vorliegenden, durch das Bundesgericht ab-

schliessend entschiedenen Forderungen (Gerichtskosten) von zwei mal 

Fr. 1'500.-- (Urk. 2/1 und 2/2) haben sollen (vgl. Urk. 9). Soweit der Gesuchsgeg-

ner damit geltend machen wollte, dass er kein Geld zur Zahlung dieser Forderun-

gen habe (und sie aus diesem Grund ins Leere laufen würden), wäre dem entge-

genzuhalten, dass dies im Rechtsöffnungsverfahren nicht berücksichtigt werden 

kann, sondern erst im Rahmen des Pfändungsvollzugs vom Betreibungsamt zu 

prüfen sein wird (Art. 92 und 93 SchKG). Die vorinstanzlichen Erwägungen wer-

den in der Beschwerde jedenfalls nicht beanstandet, womit es bei diesen und der 

damit begründeten Rechtsöffnung bleibt. 

d) Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet. Sie 

ist demgemäss abzuweisen. 

3. a) Für das Beschwerdeverfahren beträgt der Streitwert Fr. 3'000.--. 

Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 

Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 250.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

dem Gesuchsgegner aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

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c) Der Gesuchsgegner hat ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege für 

das Beschwerdeverfahren gestellt (Urk. 9). Ein Anspruch auf unentgeltliche 

Rechtspflege setzt neben der Mittellosigkeit auch voraus, dass die Rechtsbegeh-

ren nicht aussichtslos erscheinen (Art. 117 lit. b ZPO). Die Beschwerde ist jedoch 

als aussichtslos anzusehen (vgl. vorstehende Erwägungen), weshalb das Gesuch 

um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist. 

d) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, dem Gesuchsgegner zufolge seines Unterliegens, der Gesuchstellerin 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch des Gesuchsgegners um Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtspflege wird abgewiesen. 

2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung erfolgen mit dem nachste-

henden Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner 

auferlegt. 

4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

des Doppels von Urk. 9, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

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Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 3'000.--. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 31. August 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
ip 

	Beschluss und Urteil vom 31. August 2023
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch des Gesuchsgegners um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung und Rechtsmittelbelehrung erfolgen mit dem nachstehenden Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 250.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage des Doppels von Urk. 9, und an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...