# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a24bc59a-28f6-56a6-bb36-aa6c93f5d047
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-29
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 29.06.2010 C-3465/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-3465-2008_2010-06-29.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-3465/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 9 .  J u n i  2 0 1 0

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Michael Peterli, Richter Francesco Parrino, 
Gerichtsschreiberin Sabine Uhlmann.

X._______,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenversicherung, Verfügung vom 8. April 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-3465/2008

Sachverhalt:

A.
Der  am  _______  geborene  X._______  (Beschwerdeführer), 
kosovarischer  Staatsangehöriger,  arbeitete  von  1991  bis  2004  (mit 
Unterbrüchen)  als  Bauarbeiter  in  der  Schweiz  (act.  13,  15,  58)  und 
entrichtete  in  dieser  Zeit  Beiträge  an  die  Schweizerische  Alters-, 
Hinterlassenen-  und Invalidenversicherung. Am 9. März 2005 reichte 
der  Beschwerdeführer  ein  vom 8. März  2005  datiertes  Gesuch  zum 
Bezug von IV-Leistungen in Form von besonderen medizinischen Ein-
gliederungsmassnahmen und einer Rente bei der IV-Stelle der Sozial-
versicherungsanstalt des Kantons Z.______ (IV-Stelle Z._______) ein. 
Als  Behinderung  gab  er  starke  Rückenschmerzen  an  (act.  11).  Am 
22. Februar  2006  kehrte  er  definitiv  in  sein  Heimatland  zurück  (act. 
27), wo er gemäss seinen Angaben nicht mehr erwerbstätig war (act.  
36). Mit Verfügung vom 29. März 2006 wurde das Leistungsgesuch bei 
einem ermittelten  Invaliditätsgrad  von  9% abgewiesen  (act.  25).  Mit 
Verfügung vom 30. März 2006 wies die IV-Stelle Z._______ das Ge-
such um Kostengutsprache für medizinische Massnahmen ab (act. 28). 
Die Verfügung vom 29. März 2006 wie auch diejenige vom 30. März 
2006 sind unangefochten in Rechtskraft erwachsen. 

Infolge Wegzugs ins Ausland übermittelte die IV-Stelle Z._______ am 
13. Juni 2006 die Akten der IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA 
(nachfolgend: IV-Stelle; act. 27, 31).

B.
Mit  Schreiben  vom 26. Februar  2007,  eingegangen bei  der  IV-Stelle 
am  7. März  2007,  erkundigte  sich  der  Beschwerdeführer  nach  dem 
Stand des IV-Verfahrens (act. 33). 

Diese  Eingabe  nahm  die  IV-Stelle  als  neues  Leistungsbegehren 
entgegen  (act.  34).  Auf  Aufforderung  der  IV-Stelle  reichte  der 
Beschwerdeführer  folgende  Unterlagen  zu  den  Akten,  die  zum  Teil 
bereits  Grundlage  für  die  Abweisung  des  Leistungsbegehren  vom 
29. März 2006 bildeten:

- Fragebogen  für  den  Versicherten  (datiert  vom  23. Juli  2007,  bei  der  IV-Stelle 

eingegangen am 31. Juli 2007, act. 36);

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- Spitalbericht,  Rheumaklinik  und  Institut  für  Physikalische  Medizin, 

Universitätsspital Z._______, unterzeichnet von Dres. K._______ und C._______, 

vom 20. November 2002 (act. 37);

- Arztbericht von PD Dr. med. O._______, Neuroradiologisches und Radiologisches 

Institut, Hirslanden Klinik, Z._______, vom 19. Dezember 2003 (act. 38);

- Arztbericht, Spital T._______, Z._______, unterzeichnet von Dres. L._______ und 

W._______ vom 26. Februar 2004 (nicht paginiert);

- Befundbericht  von  Dr.  med.  H._______,  Hirslanden  Klinik,  Z._______,  vom 

23. September 2004 (act. 43);

- Arztbericht von Dr. med. R._______ vom 18. März 2005 (act. 42);

- Arztbericht von Dr. med. U._______, Allgemeinmediziner, vom 10.  April 2004 (act. 

44);

- zu  Handen  der  IV-Stelle  erstellter  Verlaufsbericht  von  Dr.  med.  B._______, 

Orthopäde, Schulthess Klinik, Z._______, vom 18. August 2005 (act. 45-46);

- Gutachten  von Dr.  med.  S._______,  Facharzt  für  orthopädische  Chirurgie,  vom 

14. September 2005 (act. 47);

- Arztbericht  des  allgemeinen  medizinischen  Zentrums,  E._______,  von  Dr. 

D._______,  Neuropsychiater,  vom 14. Dezember 2006 (act. 48, übersetzt  in act. 

49);

- Diagnostikbericht  von  Dr.  V._______,  Radiologe,  vom  29. Mai  2007  (act.  50, 

übersetzt in 51);

- Arztbericht  von  Dr.  G._______,  Neurochirurge,  vom  29. Mai  2007  (act.  52, 

übersetzt in act. 53),

- Arztbericht  von  Dr.  P._______,  Arbeitsmediziner,  vom  10. Juli  2007  (act. 54, 

übersetzt in act. 55);

- Arztbericht  von  Dr.  med.  W._______,  Neurologe,  vom  25. Juni  2007  (act. 56, 

übersetzt in act. 57).

Der zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. A._______, Facharzt Neuro-
logie des regionalen ärztlichen Dienstes Rhône (RAD), bezifferte am 
13. Dezember  2007  aufgrund  eines  chronischen  Lumbovertebral-
syndroms  mit  gelegentlicher  Ischialgie  die  Arbeitsunfähigkeit  in  der 
bisherigen Tätigkeit  als Bauarbeiter ab 1. Mai 2004 auf 100% und in 
einer Verweisungstätigkeit auf 0% (act. 59). 

Gestützt auf die ärztliche Stellungnahme des RAD liess die IV-Stelle 
den Einkommensvergleich durchführen, welcher einen Invaliditätsgrad 
von 6,09% ergab (act. 60). 

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Mit  Vorbescheid  vom  31. Januar  2008  teilte  die  IV-Stelle  dem  Be-
schwerdeführer mit, dass sein Leistungsbegehren abgewiesen werden 
müsste (act. 61). 

C.
Mit  Verfügung  vom 8. April  2008  wurde  auch  das  zweite  Leistungs-
begehren abgewiesen (act. 62).

D.
Mit  Eingabe  vom  6. Mai  2008  reichte  der  Beschwerdeführer 
Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht ein (der Post übergeben 
am  14. Mai  2008,  beim  Bundesverwaltungsgericht  eingegangen  am 
28. Mai  2008)  und  beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung  und  die  Ausrichtung  einer  Invalidenrente. Eventualiter  sei 
eine Begutachtung durchzuführen. Zur Begründung machte er geltend, 
sein  Gesundheitszustand  habe  sich  verschlechtert.  Mit  der 
Beschwerde  reichte  er  verschiedene  medizinische  Unterlagen  ein 
(BVGer act. 1).

E.
Auf  Aufforderung  der  Instruktionsrichterin  gab der  Beschwerdeführer 
ein Zustellungsdomizil in der Schweiz bekannt (BVGer act. 2, 4).

F.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 15. Dezember 
2008  die  Abweisung  der  Beschwerde  und  Bestätigung  der  an-
gefochtenen Verfügung. Zur Begründung verwies sie auf die Stellung-
nahme  ihres  ärztlichen  Dienstes  vom  4. Dezember  2008  (act.  64), 
wonach keine objektiven Sachverhaltselemente vorlägen, die eine ab-
weichende Einschätzung der  Arbeitsfähigkeit  seit  der  angefochtenen 
Verfügung zu begründen vermöchten. Demnach sei der Beschwerde-
führer in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bauarbeiter seit dem 
1. Mai  2004  zu  100%  arbeitsunfähig.  Leichtere,  leidensangepasste 
Verweisungstätigkeiten seien jedoch weiterhin uneingeschränkt zumut-
bar. Aufgrund der  vorliegenden ausführlichen medizinischen Unterla-
gen,  die  ein  umfassendes  und  präzises  Bild  der  Leiden  des  Be-
schwerdeführers  übermittelten,  erübrigten  sich  weitere  Abklärungen 
(BVGer act. 10).

G.
Mit  Zwischenverfügung  vom  22. Dezember  2008  wurde  der 
Beschwerdeführer aufgefordert, einen Kostenvorschuss von Fr. 300.-- 

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bis zum 2. Februar 2009 zu leisten. Gleichzeitig wurde dem Beschwer-
deführer  Gelegenheit  gegeben,  sich  zur  Vernehmlassung  der  Vor-
instanz  zu  äussern  (BVGer  act.  11).  Der  Kostenvorschuss  ging  am 
8. Januar 2009 ein (BVGer act. 12). Der Beschwerdeführer liess sich 
nicht vernehmen.

H.
Mit  Verfügung  vom  13. Februar  2009  wurde  der  Schriftenwechsel 
geschlossen (BVGer act. 13).

Auf  die  weiteren  Vorbringen  der  Parteien  wird,  soweit  für  die  Ent -
scheidfindung erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
Anfechtungsobjekt  ist  die  Verfügung  vom 8. April  2008,  mit  welcher 
das  zweite  Leistungsbegehren  des  Beschwerdeführers  abgewiesen 
worden ist. 

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  für  die  Beurteilung  von 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art.  5  des  Bundesgesetzes 
vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 
172.021) zuständig, sofern kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist (Art. 31 
und  Art.  32  des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das 
Bundesverwaltungsgericht  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 
173.32]).  Letzteres  ist  vorliegend  nicht  der  Fall.  Zulässig  sind 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  von  Vorinstanzen  gemäss  Art.  33 
VGG. Die IV-Stelle für  Versicherte im Ausland ist  eine Vorinstanz im 
Sinn  von  Art.  33  Bst.  d  VGG (vgl.  auch  Art.  69  Abs.  1  Bst.  b  des 
Bundesgesetzes  vom  19. Juni  1959  über  die  Invalidenversicherung 
[IVG,  SR  831.20]).  Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  somit  für  die 
Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. 

1.2 Der  Beschwerdeführer  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung 
besonders  berührt  und  hat  an  deren  Aufhebung  oder  Änderung  ein 
schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59  des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts  [ATSG,  SR  830.1]).  Er  ist  daher  zur 
Beschwerde legitimiert.

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1.3 Gemäss Art. 50 Abs. 1 VwVG (vgl. Art. 60 Abs. 1 ATSG) ist  die 
Beschwerde  innert  30  Tagen  nach  Eröffnung  der  Verfügung  einzu-
reichen.  Die  angefochtene  Verfügung  trägt  das  Datum  vom  8.  April 
2008;  die  Beschwerde  vom  6. Mai  2008  ist  am  14. Mai  2008  der 
kosovarischen  Post  übergeben  worden  und  am  28. Mai  2008  beim 
Bundesverwaltungsgericht  eingegangen.  Die  Vorinstanz  ist  der  Auf-
forderung des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juli 2008, sich zum 
Zustellungszeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung  Stellung  zu 
nehmen,  nicht  nachgekommen.  Da  der  Zustellungsbeweis  der  Ver-
waltung  obliegt  (vgl.  UELI KIESER,  Das  Verwaltungsverfahren  in  der 
Sozialversicherung, Zürich 1999, S. 166 Rz. 364 mit Hinweisen), muss 
zu Gunsten des Beschwerdeführers davon ausgegangen werden, dass 
die  Beschwerde  beim  Bundesverwaltungsgericht  rechtzeitig  ein-
gegangen ist. Da die Beschwerde im Übrigen formgerecht eingereicht 
wurde (Art. 52 Abs. 1 VwVG) und der  Beschwerdeführer den einver-
langten Kostenvorschuss innert der gesetzten Frist bezahlt hat, ist auf 
sie einzutreten. 

2.
Streitig  und  damit  zu  prüfen  ist  vorliegend,  ob  die  Vorinstanz  das 
zweite  Gesuch  um  Zusprechung  einer  Invalidenrente  zu  Recht  ab-
gewiesen hat. 

2.1 Mit  der  Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden, die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich  Über-  bzw.  Unterschreitung  oder  Missbrauch  des  Er-
messens),  beruhe  auf  einer  unrichtigen  oder  unvollständigen  Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts oder sei unangemessen 
(Art. 49 VwVG). 

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung  von  Amtes  wegen  nicht  an  die  Begründung  der 
Begehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die 
Beschwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 
FRITZ GYGI,  Bundesverwaltungsrechtspflege,  2.  Auflage,  Bern  1983, 
S. 212, vgl. BGE 128 II 145 E. 1.2.2, BGE 127 II 264 E. 1b). 

3.
Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in  ver-
fahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 

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welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2),  unter  Vorbehalt  der spezialgesetzlichen Übergangs-
bestimmungen.

3.1 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes 
bestimmt. Das VwVG findet aufgrund von Art. 3 Bst. dbis VwVG jedoch 
keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das  ATSG 
anwendbar  ist.  Nach  Art.  2  des  ATSG sind  die  Bestimmungen  des 
ATSG  anwendbar,  soweit  die  einzelnen  Sozialversicherungsgesetze 
des  Bundes  dies  vorsehen.  Nach  Art.  1  Abs.  1  IVG  sind  die  Be-
stimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a-26bis und 
28-70) anwendbar, soweit das IVG nicht ausdrücklich eine Abweichung 
vom ATSG vorsieht.

3.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze  massgebend,  die  bei  Erlass  der  angefochtenen  Ver-
fügung vom 8. April  2008 in Kraft  standen, weiter  aber auch solche, 
die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber 
für  die Beurteilung eines allenfalls  früher  entstandenen Leistungsan-
spruchs von Belang sind (BGE 134 V 315 E. 1.2, BGE 130 V 329 E. 
2.3). 

3.3 Der Beschwerdeführer ist Staatsangehöriger von Kosovo und lebt 
dort. Nach dem Zerfall der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien blie-
ben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Föderativen Volksrepub-
lik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  vom  8. Juni  1962 
(SR 0.831.109.818.1) für alle Staatsangehörigen des ehemaligen Ju-
goslawiens  anwendbar  (BGE 126 V 203  E. 2b,  122 V 382  E. 1, 
119 V 101  E. 3).  Zwischenzeitlich  hat  die  Schweiz  mit  Nachfolge-
staaten des ehemaligen Jugoslawiens (Kroatien, Slowenien, Mazedo-
nien), nicht aber mit Serbien oder mit der im Februar 2008 als Staat 
anerkannten Republik Kosovo, neue Abkommen über Soziale Sicher-
heit abgeschlossen. Gemäss Bundesratsbeschluss vom 16. Dezember 
2009 wird darauf verzichtet, ab dem Zeitpunkt der Unabhängigkeit der 
Republik Kosovo die zwischen der Schweiz und der Republik Serbien 
geltenden  bilateralen  Abkommen  im  Verhältnis  zu  Kosovo  anzu-
wenden.  Eine  Ausnahme  gilt  für  den  Bereich  der  Invalidenver-
sicherung, in dem über Leistungsanträge bis spätestens am 31. März 
2010  nach  den  Regeln  des  Abkommens  entschieden  wird.  Gestützt 

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auf diesen Bundesratsbeschluss wurde eine diplomatische Note vom 
18. Dezember 2009 an die Republik Kosovo gerichtet, worin der Vor-
schlag Kosovos, das Abkommen zwischen der Schweiz und der ehe-
maligen  Republik  Jugoslawiens  weiterzuführen,  zurückgewiesen 
wurde. 

3.4 Vorliegend ist  die  angefochtene  Verfügung  am 8. April  2008  er-
lassen  worden.  Somit  findet grundsätzlich  das  schweizerisch-jugo-
slawische  Sozialversicherungsabkommen  vom  8. Juni  1962  An-
wendung.  Nach  Art. 2  dieses  Abkommens  stehen  die  Staats-
angehörigen der  Vertragsstaaten hinsichtlich der  in  Art. 1 genannten 
Rechtsvorschriften,  zu  welchen  die  schweizerische  Bundes-
gesetzgebung über die Invalidenversicherung gehört, in ihren Rechten 
und  Pflichten  einander  gleich,  soweit  nichts  anderes  bestimmt  ist. 
Betreffend  die  Voraussetzungen  des  Anspruchs  auf  eine 
schweizerische  Invalidenrente  sind  keine  abweichenden  Vorschriften 
auszumachen. 

Die Frage, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf Leistungen 
der  schweizerischen  Invalidenversicherung  besteht,  bestimmt  sich 
demnach  ausschliesslich  nach  den  innerstaatlichen  schweizerischen 
Rechtsvorschriften, insbesondere nach dem IVG sowie der Verordnung 
über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 (IVV, SR 831.210; 
vgl.  Urteil  des  Bundesgerichts  [ehemals  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht] I 785/04 vom 25. April 2006 E. 1 mit weiteren Hin-
weisen  und  Art.  4  des  schweizerisch-jugoslawischen  Sozialver-
sicherungsabkommens). Für  die  Beurteilung  eines  Rentenanspruchs 
sind  die  Feststellungen  ausländischer  Versicherungsträger,  Kranken-
kassen,  Behörden  und  Ärzte  bezüglich  Invaliditätsgrad  und  An-
spruchsbeginn für  die  rechtsanwendenden Behörden in der  Schweiz 
nicht  verbindlich  (BGE 130 V 253 E. 2.4,  AHI-Praxis  1996,  S. 179). 
Vielmehr  unterstehen  ausländische  Beweismittel  der  freien  Beweis-
würdigung des Gerichts.

Ferner sind im vorliegend Verfahren die Bestimmungen des ATSG in 
der Fassung vom 6. Oktober 2006 sowie der zugehörigen Verordnung 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 
830.11) in der Fassung vom 28. September 2007 (5. IVG-Revision, AS 
2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Januar 2008) anwend-
bar.  Für  die  Prüfung  eines  allfälligen  Leistungsanspruchs  vor  dem 
31. Dezember  2007  sind  das  ATSG in  der  Fassung  vom 6. Oktober 

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2000 sowie die Verordnung in der Fassung vom 11. September 2002 
anwendbar (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 
Basel Genf 2009, Art. 82 Rz. 5).

Das IVG ist grundsätzlich in der Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft 
seit  dem 1. Januar 2008 anwendbar (5. IV-Revision, AS 2007 5129), 
bzw. pro rata temporis vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 in 
der  Fassung  vom 21.  März  2003  (4. IVG-Revision,  AS  2003  3837); 
ferner  seit  dem  1.  Januar  2008  die  zugehörige  Verordnung  in  der 
Fassung vom 28. September 2007 (5. IV-Revision, AS 2007 5155) bzw. 
vom  1.  Januar  2004  bis  31.  Dezember  2007  in  der  Fassung  vom 
21. Mai 2003 (4. IV-Revision, AS 2003 3859). 

Bezüglich der vorliegend auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit 
Art. 1 Abs. 1 IVG zu berücksichtigenden ATSG-Normen zur Arbeitsun-
fähigkeit (Art. 6), Erwerbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur 
Bestimmung  des  Invaliditätsgrades  (Art.  16)  sowie  zur  Revision  der 
Invalidenrente  und  anderer  Dauerleistungen  (Art.17)  hat  das 
Schweizerische  Bundesgericht  (vormals:  Eidgenössisches  Ver-
sicherungsgericht)  erkannt,  dass  es  sich  bei  den in  Art.  3-13 ATSG 
enthaltenen Legaldefinitionen in aller Regel um eine formellgesetzliche 
Fassung  der  höchstrichterlichen  Rechtsprechung  zu  den  ent-
sprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten  des  ATSG handelt  und  sich 
inhaltlich damit keine Änderung ergibt, weshalb die hierzu entwickelte 
Rechtsprechung  übernommen  und  weitergeführt  werden  kann  (vgl. 
BGE 130 V 343 E. 3). Auch die Normierung des Art. 16 ATSG führt  
nicht  zu einer Modifizierung der bisherigen Judikatur zur Invaliditäts-
bemessung  bei  erwerbstätigen  Versicherten,  welche  weiterhin  nach 
der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs vorzunehmen ist 
(zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft ge-
standenen Fassung vgl. BGE 128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und 
b).

3.5 Nach  der  bundesgerichtlichen  Rechtsprechung  sind  für  die  Be-
stimmung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  im  Beschwerde-
verfahren grundsätzlich die tatsächlichen Verhältnisse zur Zeit des Er-
lasses der angefochtenen Verfügung massgebend (hier: 8. April 2008; 
vgl.  auch  BGE  132  V  368  E.  6.1  mit  Hinweisen,  vgl.  auch THOMAS 
LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage,  Bern 
2003, S. 489 Rz. 20).

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Sachverhaltsänderungen,  die  nach  dem  massgebenden  Zeitpunkt 
des  Erlasses  des  angefochtenen  Entscheides  eingetreten  sind, 
können  im  vorliegenden  Beschwerdeverfahren  daher  grundsätzlich 
nicht  berücksichtigt  werden.  Allerdings  können  Tatsachen,  die  den 
Sachverhalt  seither verändert  haben, unter Umständen Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 121 V 362 E. 1b mit 
weiteren Hinweisen). 

4.
Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 
hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (Art. 8 ATSG) und bei Ein -
tritt  der  Invalidität  während  der  vom  Gesetz  vorgesehenen  Dauer 
Beiträge  an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung 
(AHV/IV) geleistet hat; d.h. während mindestens eines vollen Jahres 
gemäss Art. 36 Abs. 1 IVG in der bis zum 31. Dezember 2007 gültig  
gewesenen  und  während  mindestens  drei  Jahren  gemäss  Art.  36 
Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fassung. Diese Be -
dingungen  müssen  kumulativ  gegeben  sein;  fehlt  eine,  so  entsteht 
kein Rentenanspruch. 

Der  Beschwerdeführer  hat  unbestrittenermassen während mehr  als 
eines Jahres, aber auch während mehr als drei  Jahren Beiträge an 
die  schweizerische  Alters-,  Hinterlassenen-  und  die  Invalidenver-
sicherung  geleistet,  so  dass  die  Mindestbeitragsdauer  für  den  An-
spruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt ist (vgl. act. 10).

4.1 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  besteht  der  Anspruch  auf  eine  ganze  Rente, 
wenn  die  versicherte  Person  mindestens  70%,  derjenige  auf  eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem In-
validitätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe 
Rente  und  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  40%  ein 
solcher  auf  eine  Viertelsrente. Hieran  hat  die  5.  IV-Revision  nichts 
geändert  (Art. 28  Abs.  2  IVG  in  der  ab  1. Januar  2008  geltenden 
Fassung). 

Gemäss Art. 28 Abs. 1 ter IVG (in der von 2004 bis Ende 2007 gültig 
gewesenen  Fassung)  bzw. Art. 29  Abs. 4  IVG (in  der  ab 1. Januar 
2008 geltenden Fassung) werden jedoch Renten, die einem Invalidi-
tätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte aus-
gerichtet,  die  ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13 
ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinba-

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rungen  eine  abweichende  Regelung  vorsehen.  Eine  solche  abwei-
chende  Regelung  enthält  das  Sozialversicherungsabkommen  mit 
Jugoslawien nicht; vielmehr bestätigt dessen Art. 8 Bst. e ausdrück-
lich,  dass  ordentliche  Invalidenrenten  an  Versicherte  mit  jugo-
slawischer  Staatsangehörigkeit,  die  weniger  als  zur  Hälfte  invalid 
sind, nur gewährt werden, solange sie ihren Wohnsitz in der Schweiz 
haben.

4.2 Gemäss Art. 29 Abs. 1 Bst. a und b IVG (in der von 2004 bis Ende 
2007  gültig  gewesenen  Fassung)  entsteht  der  Rentenanspruch 
frühestens  in  dem  Zeitpunkt,  in  dem  die  versicherte  Person  min-
destens zu 40% bleibend erwerbsunfähig (Art. 7 ATSG) geworden ist 
oder  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durch-
schnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen 
war. Laut Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab dem 1. Januar 2008 geltenden 
Fassung) haben jene Versicherten Anspruch auf  eine Rente,  welche 
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 
herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), und die zusätz-
lich  während  eines  Jahres  ohne  wesentlichen  Unterbruch  durch-
schnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind 
und auch nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 
ATSG) sind (Bst. b und c). 

Eine  bleibende  Erwerbsunfähigkeit  besteht  vorliegend  nicht.  Es 
handelt  sich nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts  vielmehr 
um ein labiles Krankheitsgeschehen, welches frühestens nach Ablauf 
der gesamten gesetzlichen Wartezeit einen allfälligen Rentenanspruch 
begründen kann (Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG in der seit 1. Januar 2008 
bzw. Art. 29 Abs. 1 Bst. b  IVG in der  bis  31. Dezember  2007 gültig 
gewesenen  Fassung;  Urteil  des  Bundesgerichts  I  163/2005  vom 
30. Mai 2005, BGE 119 V 98 E. 4a).

Da es sich bei Art. 28 Abs. 1ter IVG um eine Anspruchsvoraussetzung 
und  nicht  lediglich  um eine  Auszahlungsvorschrift  handelt,  kann  ein 
Rentenanspruch  des  Beschwerdeführers  nur  entstehen,  wenn  er 
während eines Jahres durchschnittlich zu mindestens 50% arbeitsun-
fähig  war  und  nach  Ablauf  des  Wartejahres  ein  Invaliditätsgrad  von 
mindestens 50% bestand (BGE 121 V 264 E. 5 und 6).

4.3 Nach dem ATSG in  Verbindung mit  dem IVG ist  der  Begriff  "In-
validität"  nicht  nach  medizinischen  Kriterien  definiert,  sondern  nach 

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der Unfähigkeit, Erwerbseinkommen zu erzielen (BGE 132 V 93 E. 4,  
BGE 110 V 273 E. 4a, BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Auf-
gabenbereich zu betätigen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmög-
lichkeiten  nicht  nur  im  angestammten  Beruf  bzw.  in  der  bisherigen 
Tätigkeit,  sondern  auch  in  zumutbaren  Verweisungstätigkeiten  zu 
prüfen. 

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG (sowohl in der Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in  Kraft  vom 1. Januar 2003 bis 31. Dezember 2007 als auch in  der 
Fassung vom 6. Oktober 2006, in Kraft seit 1. Januar 2008) ist die In-
validität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit.  Art.  4  IVG führt  dazu  aus, 
dass die Invalidität Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall 
sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die Invalidität als eingetreten, 
sobald  sie  die  für  die  Begründung  des  Anspruchs  auf  die  jeweilige 
Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat.

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder  geistigen  Gesundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Be-
handlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 
der  Erwerbsmöglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  aus-
geglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG, Fassung vom 6. Oktober 2000, 
in  Kraft  vom 1. Januar  2003 bis  31. Dezember  2007). Mit  der  5. IV-
Revision hält Art. 7 Abs. 2 ATSG neu fest, dass für die Beurteilung des 
Vorliegens  einer  Erwerbsunfähigkeit  ausschliesslich  die  Folgen  der 
gesundheitlichen  Beeinträchtigung  zu  berücksichtigen  sind.  Eine  Er-
werbsunfähigkeit  liegt  zudem nur  vor,  wenn sie  aus  objektiver  Sicht 
nicht  überwindbar  ist.  Mit  dieser  neuen  Regelung  beabsichtigte  der 
Gesetzgeber, dass eine Rente erst dann gesprochen wird, wenn die 
versicherte Person alle zumutbaren Schritte zur Vermeidung oder Ver-
ringerung der Invalidität vorgenommen hat (BBl 2005 4531).

Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen 
und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im 
bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zumutbare  Arbeit  zu  leisten. 
Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen 
Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).

4.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei aus-

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geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalidenein-
kommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er-
zielen  könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog. 
Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter  Begriff,  welcher  dazu  dient,  den  Leistungsbereich  der  In-
validenversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzu-
grenzen.  Der  Begriff  umschliesst  einerseits  ein  bestimmtes  Gleich-
gewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; 
andererseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur 
her  einen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen 
Gesichtspunkten  bestimmt  sich  im Einzelfall,  ob  die  invalide  Person 
die Möglichkeit  hat,  ihre restliche Erwerbsfähigkeit  zu verwerten und 
ob  sie  ein  rentenausschliessendes  Einkommen  zu  erzielen  vermag 
oder nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus 
folgt,  dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist,  
ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen 
vermittelt  werden  kann,  sondern  einzig  darauf,  ob  sie  die  ihr  ver-
bliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die ver-
fügbaren  Arbeitsplätze  dem  Angebot  an  Arbeitskräften  entsprechen 
würden (AHI-Praxis 1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit 
im  Sinn  von  Art.  16  ATSG  kann  aber  dort  nicht  mehr  gesprochen 
werden,  wo die zumutbare Tätigkeit  nur  in  so  eingeschränkter  Form 
möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt 
oder  dass  sie  nur  unter  nicht  realistischem Entgegenkommen eines 
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 
204 E. 3c, ZAK 1989 S. 322 E. 4).

Zu  bemerken  ist,  dass  aufgrund  des  im  gesamten  Sozialversiche-
rungsrechts geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht ein 
in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich dauernd arbeitsunfähiger Versi-
cherter gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen Be-
rufs- oder Erwerbszweig zu suchen und anzunehmen, soweit sie mög-
lich und zumutbar erscheint (BGE 133 V 508 ff. E. 4, 113 V 28 E. 4a, 
111 V 239 E. 2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Ver-
trauensarzt  einer IV-Stelle  zu entscheiden,  in  welchem Ausmass ein 
Versicherter  seine verbliebene Arbeitsfähigkeit  bei  zumutbarer  Tätig-
keit  und  zumutbarem Einsatz  auf  dem ausgeglichenen  Arbeitsmarkt 
verwerten kann. Diese sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  der 
Versicherte  anrechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstä-

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tigkeit; ZAK 1986 S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob er seine Rest-
arbeitsfähigkeit tatsächlich verwertet oder nicht. 

4.5 Wurde  eine  Rente  wegen  eines  zu  geringen  Invaliditätsgrades 
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur  
geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist im Zusammenhang mit einer Neuanmeldung – 
gleich wie im Revisionsgesuch – glaubhaft zu machen, dass sich der 
Invaliditätsgrad der versicherten Person in einer für den Anspruch er-
heblichen Weise geändert hat. 

Tritt die Verwaltung – wie im vorliegenden Fall – auf die Neuanmeldung 
ein,  so  hat  sie  die  Sache  materiell  abzuklären  und  sich  zu  ver-
gewissern,  ob  die  von  der  versicherten  Person  glaubhaft  gemachte 
Veränderung  des  Invaliditätsgrades  auch  tatsächlich  eingetreten  ist; 
sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach 
Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 
83 E. 1b mit Hinweisen). Danach beurteilt sich die Frage, ob beim Be-
schwerdeführer  eine  wesentliche  Änderung  eingetreten  ist,  welche 
geeignet ist, den IV-Grad und damit den Rentenanspruch im Sinne von 
Art. 17 ATSG zu beeinflussen, durch Vergleich des Sachverhalts, wie 
er zur Zeit der ursprünglichen Verfügung vom 29. März 2006 (act. 25) 
bestanden hatte, grundsätzlich mit demjenigen, der bis zum Erlass der 
angefochtenen Verfügung vom 8. April 2008 (act. 62) eingetreten war. 
Stellt  sie  fest,  dass  der  Invaliditätsgrad  seit  Erlass  der  früheren 
rechtskräftigen Verfügung, die auf einer umfassenden Abklärung des 
Sachverhalts  basierte,  keine Veränderung erfahren hat,  so  weist  sie 
das neue Gesuch ab (BGE 133 V 108 E. 5.4). 

4.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung – 
und im Beschwerdefall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu 
stellen  haben.  Aufgabe  des  Arztes  oder  der  Ärztin  ist  es,  den  Ge-
sundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung  zu  nehmen,  in 
welchem Umfang  und  bezüglich  welcher  Tätigkeiten  die  versicherte 
Person arbeitsunfähig  ist. Im Weiteren  sind  die  ärztlichen  Auskünfte 
eine  wichtige  Grundlage  für  die  Beurteilung  der  Frage,  welche 
Arbeitsleistungen  der  versicherten  Person  noch  zugemutet  werden 
können (BGE 125 V 256 E. 4, BGE 115 V 133 E. 2; AHI-Praxis 2002 S. 
62 E. 4b.cc). 

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Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Be-
richt für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden  berücksichtigt,  in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Dar-
legung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen be-
gründet  sind. Ausschlaggebend für  den Beweiswert  ist  grundsätzlich 
somit weder die Herkunft  eines Beweismittels noch die Bezeichnung 
der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Be-
richt oder Gutachten, sondern dessen Inhalt  (BGE 125 V 351 E. 3a; 
AHI 2001 S. 113 f. E. 3a; RKUV 2003 U 487 S. 345 E. 5.1).

5.
Nachfolgend ist  zu prüfen,  ob die Vorinstanz den Anspruch auf  eine 
Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat. Der Beschwerdeführer bringt 
vor,  dass  sich  sein  Gesundheitszustand in  erheblichem Masse  ver-
schlechtert habe. 

5.1 Mit Verfügung vom 29. März 2006 wies die damals zuständige IV-
Stelle  Z._______  das  erste  Gesuch  des  Beschwerdeführers  vom 
9. März 2005 ab. Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Be-
urteilung  von Dr. M._______ des RAD vom 8. Dezember  2005  (act. 
26), der insbesondere auf das zu Handen der IV-Stelle Z._______ er-
stellte Gutachten von Dr. med. S._______, Facharzt für Orthopädische 
Chirurgie, vom 14. September 2005 abstellte (act. 47). Der Gutachter 
diagnostizierte  ein  chronisches  Lumbovertebralsyndrom  mit  inter-
mittierendem chronischem lumbospondylogenem Syndrom bei  radio-
logischer  Diskushernie  L4/L5  links  ohne  signifikante  Wurzel-
kompression.  Dr.  S._______  befand,  dass  mit  Sicherheit  ein  hart-
näckiges  Lumbovertebralsyndrom  bestehe,  weshalb  eine  Arbeits-
fähigkeit in einer anstrengenden Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. In 
der  bisherigen  Tätigkeit  als  Bauarbeiter  bestehe  wahrscheinlich  seit 
dem  1.  Mai  2004  eine  100%-ige  Arbeitsunfähigkeit.  In  einer  an-
gepassten  wechselbelastenden  Tätigkeit  bestehe  bei  Normalarbeits-
zeit,  eventuell  mit  zusätzlichen  Pausen  von  etwa  10  Minuten  alle 
2 Stunden, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab 1. Mai 2004 volle 
Arbeitsfähigkeit. Der zur Stellungnahme aufgeforderte Dr. M._______, 
RAD, schloss  sich  am 8. Dezember  2005  der  Einschätzung  von Dr. 
S._______ an und  befand,  dass  mit  Wirkung  ab  1. Mai  2004 in  der 
angestammten Tägigkeit eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit und in einer 

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angepassten  Tätigkeit  eine  100%-ige  Arbeitsfähigkeit  bestehe  (act. 
26).

5.2 Im  Rahmen  des  Neuanmeldeverfahrens  nahm  die  IV-Stelle  ins-
besondere folgende Arztberichte zu den Akten:

Dr. D.________, Neuropsychiater, diagnostiziert in seinem Bericht vom 
14. Dezember  2006  eine  Depression  mit  somatischen  Elementen, 
Kopfschmerzen,  Schwindel  und  Lumboischialgie.  Ohne  nähere  Be-
gründung  bezifferte  der  Neuropsychiater  die  Arbeitsunfähigkeit  auf 
70% (act. 48, übersetzt in act. 49).

Im  Befundbericht  von  Dr.  V._______  vom  29. Mai  2007  wird  eine 
minime  linksseitige  Protrusion  der  Bandscheibe  mit  einer  leichten 
Wurzelkompression diagnostiziert. L3/L4 und L4/L5 der Bandscheiben 
seien intakt und der Spinalkanal sei frei (act. 50, übersetzt in act. 51).

Im Arztbericht  von Dr. G._______, Neurochirurge,  vom 29. Mai  2007 
sind die Diagnosen Diskusprotrusion, Lumboischialgie rechts und links 
und  instabile  Bandscheibe  aufgeführt.  Aufgrund  der  chronischen 
Schmerzen liege eine 65%-ige Arbeitsunfähigkeit  vor (act.  52,  über-
setzt in act. 53).

Dr.  P._______,  Spezialist  für  Arbeitsmedizin,  diagnostizierte  am 
10. Juli 2007 Lumboischialgie beidseitig und Diskushernie im Bereich 
L5/S1.  Er  befand,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  des 
Beschwerdeführers verschlechtert  habe und attestierte eine 70%-ige 
Arbeitsunfähigkeit (act. 54, übersetzt in act. 55).

Im Arztbericht von Dr. W._______, Neurologe, vom 25. Juli 2007 sind 
die  Diagnosen  beidseitige  Lumboischialgie  und  Diskushernie  L5/S1 
aufgeführt.  Die  Arbeitsunfähigkeit  bzw. eine  Invalidität  wird  auf  70% 
beziffert (act. 56, übersetzt in act. 57). 

5.2.1 Dr.  A._______,  Facharzt  für  Neurologie,  RAD,  hielt  in  seiner 
Stellungnahme vom 13. Dezember  2007  fest,  der  Beschwerdeführer 
habe nie objektivierbare Defizite  entwickelt. Die in den Arztberichten 
beschriebenen  Parästhesien  und  Dysästhesien  stimmten  mit  den 
radiologischen Befundberichten nicht  überein. Im Übrigen hätten die 
Lumbalscanner  immer  eine  Diskushernie  im  Bereich  L5/S1  gezeigt, 
die  jedoch  als  minim  qualifiziert  worden  sei,  weshalb  eine 
Wurzelkompression fraglich sei. Im Scannerbericht vom 29. Mai 2007 

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werde  die  Diskushernie  im  Bereich  L4/L5  nicht  einmal  erwähnt, 
weshalb  eine  Besserung  eingetreten  sei.  Den  eingereichten 
Arztberichten  könnten  keine  medizinischen  Elemente  entnommen 
werden,  die  nicht  von  Dr. S._______  in  seinem  Gutachten  vom 
14. September 2005 bereits gewürdigt worden seien, weshalb dessen 
Einschätzung  der  Arbeitsfähigkeit  weiterhin  gültig  sei,  wonach  der 
Beschwerdeführer  mit  Wirkung  ab  1. Mai  2004  in  der  bisherigen 
Tätigkeit  zu  100%  arbeitsunfähig  und  in  wechselbelastenden 
Verweisungstätigkeit  zu  100%  arbeitsfähig  sei.  Im  Übrigen  sei  zu 
bemerken, dass in den Arztberichten von Dres. P._______, G._______ 
und  W._______ die  Diagnosen  depressiver  Zustand,  Schwindel  und 
Kopfschmerzen nicht erwähnt würden, weshalb anzunehmen sei, dass 
diese Leiden die Arbeitsfähigkeit nicht beeinflussten (act. 59). 

5.3 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der  Beschwerde-
führer neue Arztberichte von Dr. P._______ vom 21. Februar 2008 und 
Dr. D._______ vom 27. März 2008, die von Dr. A._______ des RAD 
wie  folgt  zusammengefasst  wurden  (vgl.  Stellungnahme  vom 
4. Dezember 2008, act. 64):

Dr. P._______beziffere in seinem Arztbericht vom 21. Februar 2008 die 
Arbeitsfähigkeit auf 30%. Der Beschwerdeführer, der sich zeitweise in 
Behandlung befinde, leide an einer Protrusion der Bandscheibe L5/S1 
sowie  an  beidseitiger  Lumboischialgie,  insbesondere  links.  Ein 
Lendenwirbelscanner  lasse  eine  Diskushernie  im  Bereich  L5/S1 
erkennen. Dr. D._______ habe in seinem Bericht vom 27. März 2008 
die  verschiedenen  Beschwerden  des  Versicherten  übernommen: 
Rachialgie,  Kopfschmerzen,  Schwindel,  depressive  Veranlagung  und 
sonstige somatischen Probleme; der Beschwerdeführer leide auch an 
Anpassungsstörungen  und  habe  familiäre  sowie  soziale 
Schwierigkeiten.  Die  neurologische  Untersuchung  erwähne  im 
Wesentlichen  Schmerzen,  mit  Taubheitsgefühlen  an  den  unteren 
Extremitäten. In  psychiatrischer  Hinsicht  spreche Dr. D._______ von 
einer  depressiven  Veranlagung  begleitet  von  psychotischen 
Elementen. 

Im  Übrigen  hielt  Dr.  A._______  in  seiner  Stellungnahme  vom 
4. Dezember  2008  fest,  in  somatischer  Hinsicht  –  wie  er  bereits  in  
seiner  früheren  Beurteilung  vom  13. Dezember  2007  festgehalten 
habe  –  belegten  die  verschiedenen  Arztberichte,  dass  der 
Beschwerdeführer keine objektivierbaren Defizite entwickelt habe. Dr. 

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P._______ führe keine neuen Elemente auf, die eine Arbeitsunfähigkeit 
von  70%  rechtfertigten  (vgl.  Bericht  vom  21. Februar  2008).  Die 
neurologische  Untersuchung  von  Dr. D._______  belege,  dass  beim 
Beschwerdeführer keine Defizite vorhanden seien, ausser den von ihm 
geklagten Schmerzen. Zu bemerken sei, dass vom Neurologen selbst 
die diskale Protrusion nicht erwähnt werde. Im Bereich der Wirbelsäule 
werde  nicht  von  einem  Krankheitsbild  ausgegangen,  das  geeignet 
wäre, die Arbeitsfähigkeit in einer den Einschränkungen angepassten 
Tätigkeit  zu  beeinflussen.  Den  depressiven  Zustand,  den  Schwindel 
und die Kopfschmerzen betreffend sei darauf hinzuweisen, dass diese 
Diagnosen in den Arztberichten der Dres. P._______, G._______ und 
W._______ nicht erwähnt seien, weshalb anzunehmen sei, dass diese 
Leiden  die  Arbeitsfähigkeit  nicht  beeinflussten.  In  einem  früheren 
Arztbericht spreche Dr. D._______ von einer depressiven Veranlagung, 
was  einer  depressiven  Verstimmung  entspreche,  die  keine  die 
Arbeitsfähigkeit  beeinträchtigende  Schwere  aufweise.  In  diesem 
Zusammenhang sei  darauf  hinzuweisen,  dass der Beschwerdeführer 
nur  mit  einem schwachen  Antidepressivum und  zwei  anxiolytischen 
Medikamenten  behandelt  werde.  Zu  bemerken  sei,  dass  der 
Beschwerdeführer  kein  Antipsychotikum  einnehme,  woraus 
geschlossen  werden  könne,  dass  die  erwähnten  psychotischen 
Elemente  nicht  ausgeprägt  seien.  Mit  Auswirkungen  auf  die 
Arbeitsfähigkeit  nannte  Dr.  A._______  die  Diagnose  chronisches 
lumbovertebrales  Syndrom  mit  gelegentlichem  Ischias;  ohne 
Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  wurde  Schwindel, 
Kopfschmerzen  und  depressiver  Zustand  aufgeführt.  Dr.  A._______ 
kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Mai 
2004 in der bisherigen Tätigkeit zu 100% und in wechselbelastenden 
Verweisungstätigkeiten  zu  0%  arbeitsunfähig  sei,  wobei  das  Tragen 
von schweren Lasten zu vermeiden sei (act. 64). 

5.3.1 Aufgrund  der  Aktenlage  ist  festzustellen,  dass  hinsichtlich  der 
Diagnosen  aus  neurologischer/orthopädischer Sicht  keine  wesent-
lichen Differenzen in den verschiedenen ärztlichen Beurteilungen zu 
verzeichnen  sind. Neu  hingegen  werden  die  Leiden  depressive  Ver-
anlagung, Schwindel und Kopfschmerzen aufgeführt,  allerdings ohne 
detailliertere Ausführungen zu der Schwere der Krankheiten. Wie Dr. 
A._______ zu Recht festgestellt  hat,  vermögen die neu aufgeführten 
Diagnosen  keine  Invalidität  zu  begründen.  Gemäss  bundesgericht-
licher Rechtsprechung braucht es auch bei psychischen Erkrankungen 
ein medizinisches Substrat, das fachärztlich schlüssig festgestellt wird 

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und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit grund-
legend beeinträchtigt (BGE 127 V 294 E. 5, Urteil des Bundesgerichts  
I 138/06 vom 21.12.2006 E. 2.2). Aufgrund der Akten finden sich keine 
Anzeichen, dass der Beschwerdeführer an einer von depressiven Ver-
stimmungszuständen klar unterscheidbaren andauernden Depression 
leidet,  die durch eine zumutbare Willensanstrengung nicht  überwind-
bar  wäre.  Es  wird  lediglich  von  einer  depressiven  Veranlagung  be-
gleitet von psychotischen Elementen gesprochen; ebenso finden sich 
betreffend  der  geklagten  Schmerzen  keine  Hinweise  auf  eine 
somatoforme  Schmerzstörung  von  psychiatrisch-medizinischer 
Relevanz,  so  dass  kein  Anlass  besteht  zur  neurologischen/ortho-
pädischen Untersuchung eine psychiatrische Untersuchung durchzu-
führen. 

5.3.2 Des Weiteren wird die Arbeitsfähigkeit unterschiedlich beurteilt. 
Die  Dres.  P._______,  W._______  und  D._______ bezifferten  die 
Arbeitsunfähigkeit auf 70%, Dr. G._______ auf 65%, ohne nähere Be-
gründung oder Angaben dazu, ob sich die Arbeitsunfähigkeit lediglich 
auf  die  bisherige Tätigkeit  oder  auch auf  Verweisungstätigkeiten be-
ziehe. Dr. A._______, RAD, befand, dass der Beschwerdeführer in der 
bisherigen  Tätigkeit  zu  100%  arbeitsunfähig  und  in  wechsel-
belastenden Verweisungstätigkeiten zu 100% arbeitsfähig sei. 

Zu bemerken ist, dass die behandelnden Ärzte im Zweifelsfalle eher zu 
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Dagegen 
ist auf Stellungnahmen von RAD-Ärzten abzustellen, wenn diese den 
allgemeinen  beweisrechtlichen Anforderungen an ein  ärztliches Gut-
achten genügen. Insbesondere müssen sie in  Kenntnis  der Vorakten 
abgegeben worden sein und in  der Beschreibung der medizinischen 
Situation  und  Zusammenhänge  einleuchten  (URS MÜLLER,  Das  Ver-
waltungsverfahren in der Invalidenversicherung, Bern 2010, Rz. 1740).

Die  Stellungnahme von  Dr. A.________  wurde  in  Kenntnis  der  Vor-
akten abgeben und ist in der Darlegung der Zusammenhänge sowie in 
der  Beurteilung der  medizinischen Situation  einleuchtend. Der  RAD-
Arzt hat sich mit der unterschiedlichen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit  
und  den  neu  aufgeführten  Diagnosen  auseinandergesetzt.  Die 
Schlussfolgerungen  von  Dr. A.________  sind  hinreichend  begründet 
und nachvollziehbar. Ebenfalls finden sich in den Akten keine Hinweise 
für  eine  somatische  Beeinträchtigung  in  rentenrelevantem Ausmass. 
Die Einschätzung des RAD-Arztes,  wonach der Beschwerdeführer in 

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seiner  bisherigen Tätigkeit  zu 100% arbeitsunfähig,  in  einer  leidens-
angepassten Tätigkeit  jedoch voll  arbeitsfähig ist,  ist  durchaus nach-
vollziehbar.

5.3.3 Insgesamt  kommt  das  Gericht  deshalb  zum  Schluss,  dass 
gemäss dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad 
der  überwiegenden  Wahrscheinlichkeit  keine  rentenrelevante 
Veränderung  zwischen  dem  Zeitpunkt  der  Abweisung  des 
Leistungsgesuches vom 29. März 2006 und dem Gesundheitszustand 
im  aktuellen  Beurteilungszeitpunkt  eingetreten  ist,  weshalb  der 
Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter zu 100% 
und in einer Verweisungstätigkeit zu 0% arbeitsunfähig ist. 

5.4 Zu  prüfen  bleibt  der  von  der  Verwaltung  durchgeführte  Einkom-
mensvergleich. 

Die Verwaltung stellte in ihrem Einkommensvergleich vom 24. Januar 
2008  (act. 60)  praxisgemäss auf  den vom Beschwerdeführer  zuletzt 
erzielten Jahreslohn im Jahr 2004 von Fr. 56'810.-- ab und ermittelte 
einen Monatslohn von Fr. 4'734.17. Für die Berechnung des Invaliden-
lohnes  hat  die  IV-Stelle  aufgrund  der  Stellungnahme  von  Dr. 
A._______,  wonach  der  Beschwerdeführer  in  wechselbelastenden 
Tätigkeiten  voll  arbeitsfähig  sei,  die  Monatslöhne  von  Verweisungs-
tätigkeiten  gemäss  LSE-Tabelle  im  Anforderungsniveau  4  (einfache 
und repetitive Tätigkeiten) im Bereich sonstige öffentliche und persön-
liche  Dienstleistungen,  Detailhandel  und  Reparatur  und  Informatik, 
Forschung  und  Entwicklung,  Dienstleistungen  für  Unternehmungen 
herangezogen, einen durchschnittlichen Monatslohn von Fr. 4'264.67 
ermittelt  und diesen gemäss der üblichen Arbeitsstunden pro Woche 
von 41,7 Std./Woche auf Fr. 4'4445.92 angepasst, was einen Invalidi -
tätsgrad von 6,09% ergab ([{4'734.17 – 4'4445.92} x 100] : 4'734.17 = 
6,09%). Da der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Verfügung knapp 
40 Jahre alt war und in Verweisungstätigkeiten zu 100% arbeitsfähig 
ist, hat die Verwaltung keinen leidensbedingten Abzug vorgenommen 
(vgl. BGE 126 V 75). Selbst wenn dem Beschwerdeführer aufgrund der 
psychischen  Beschwerden  ein  leidensbedingter  Abzug  von  5%  ge-
währt  würde,  ergäbe  sich  kein  rentenbegründender  Invaliditätsgrad, 
zumal  der  Beschwerdeführer  als  kosovarischer  Staatsangehöriger 
einen Invaliditätsgrad von mindestens 50% aufweisen müsste, um in 
den Genuss einer Invaliditätsrente zu kommen (vgl. E. 4.1). Damit hat  
die Vorinstanz das zweite Leistungsgesuch des Beschwerdeführers zu 

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C-3465/2008

Recht abgewiesen. Daran würde auch eine Berücksichtigung der bis 
im  Zeitpunkt  der  angefochtenen  Verfügung  eingetretenen  Lohnent-
wicklung nichts zu ändern.

5.5 Zusammenfassend  ist  festzustellen,  dass  die  Beschwerde  abzu-
weisen  und  die  angefochtene  Verfügung  vom  8. April  2008  zu  be-
stätigen ist.

6.
Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige 
Parteientschädigung.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG ist 
das  Beschwerdeverfahren bei  Streitigkeiten um die  Bewilligung  oder 
Verweigerung  von  IV-Leistungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel  der unter-
liegenden Partei auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfahrenskosten 
sind gemäss  dem Reglement vom 21. Februar 2008 über die Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 
173.320.2) zu bestimmen. Sie werden auf Fr. 300.-- festgelegt und mit 
dem bereits einbezahlten Kostenvorschuss verrechnet. 

6.2 Der  unterliegende  Beschwerdeführer  hat  keinen  Anspruch  auf 
eine Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario i.V.m. Art. 7 
Abs.  1  VGKE e  contrario).  Die  Vorinstanz  hat  keinen  Anspruch  auf  
Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 300.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 300.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Seite 21

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4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Einschreiben)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Sabine Uhlmann

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

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