# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a3e8241a-1297-57eb-9bd1-72e6ec90609a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-12-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.12.2017 C-2079/2016
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2079-2016_2017-12-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2079/2016 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  D e z e m b e r  2 0 1 7   

Besetzung 
 Richter Christoph Rohrer (Vorsitz), 

Richter David Weiss, Richterin Franziska Schneider,    

Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser. 
 

 
 

Parteien 
 1. CSS Kranken-Versicherung AG,   

2. Intras Assurance-maladie SA,  

3. Arcosana AG,  

4. Sanagate AG,   

2 - 4 vertreten durch CSS Kranken-Versicherung AG,  

Beschwerdeführerinnen,  

 
 

 
gegen 

 
 

Kantonsspital Obwalden,   

Beschwerdegegner,  

 

Regierungsrat des Kantons Obwalden,   

handelnd durch Gesundheitsamt des Kantons Obwalden,   

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Krankenversicherung, Festsetzung Taxpunktwert 

Physiotherapie (Beschluss vom 23. Februar 2016). 

 

 

C-2079/2016 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Das Kantonsspital Obwalden (nachfolgend: KSOW) und santésuisse – Die 

Schweizer Krankenversicherer (nachfolgend: santésuisse) vereinbarten in 

ihrem ab 1. August 2008 gültigen „Vertrag über den Taxpunktwert für am-

bulante Paramedizin im Spital“ (nachfolgend: Vertrag Taxpunktwert) unter 

anderem die Abgeltung ambulanter physiotherapeutischer Leistungen (Ak-

ten Beschwerdeverfahren C-1918/2016, act. 24 Beilage 11). Grundlage bil-

dete der Tarifvertrag zwischen H+ Die Spitäler Schweiz und santésuisse 

(sowie der Medizinaltarif-Kommission UVG [MTK] und der für die Invaliden- 

und Militärversicherung zuständigen Bundesämter) vom 15. Dezember 

2001 (nachfolgend: nationaler Tarifvertrag H+ – santésuisse [C-1918/2016 

act. 24 Beilage 18), mit welchem auch die vom Bundesrat am 1. Juli 1998 

genehmigte Tarifstruktur (vgl. auch BVGE 2014/18 [Sachverhalt]) über-

nommen wurde (vgl. Art. 1 und Art. 6 Abs. 4 nationaler Tarifvertrag H+ – 

santésuisse sowie Vertrag Taxpunktwert [insbes. Präambel; die erwähnte 

Zusatzvereinbarung vom 15. Juni 2003 befindet sich nicht in den Akten]). 

Der Taxpunktwert für ambulante physiotherapeutische Leistungen im Spital 

wurde auf CHF 0.83 festgelegt (Anhang 2 Vertrag Taxpunktwert). 

A.a Mit Schreiben an tarifsuisse ag (für den Leistungseinkauf zuständige 

Tochtergesellschaft von santésuisse; nachfolgend tarifsuisse) vom 23. Juni 

2014 kündigte das KSOW den Vertrag Taxpunktwert (wobei auf einen 

Vertrag aus dem Jahr 2004 [nicht in den Akten] Bezug genommen wurde) 

auf den 31. Dezember 2014 (C-1918/2016 V-act. 4 Beilage 1). Mit Eingabe 

an das Finanzdepartement / Gesundheitsamt des Kantons Obwalden vom 

18. Februar 2015 ersuchte das KSOW um die Festsetzung von provi-

sorischen Taxpunktwerten für paramedizinische Leistungen für die von 

tarifsuisse vertretenen Krankenversicherer. Zur Begründung führte es 

namentlich aus, das KSOW habe – wie die Spitäler der Kantone Uri, 

Nidwalden und Schwyz – den noch mit santésuisse abgeschlossenen 

Vertrag per Ende 2014 gekündigt. Die Spitäler hätten sich mit tarifsuisse 

hinsichtlich Taxpunktwert Physiotherapie nicht einigen können. Für die 

übrigen Leistungsbereiche könnten sich die Vertragspartner aber vermut-

lich auf einen neuen Vertrag einigen (act. 6 Beilage 2). Der Regierungsrat 

des Kantons Obwalden (nachfolgend: Regierungsrat) setzte mit Beschluss 

Nr. 406 vom 21. April 2015 provisorische „Tarife für ambulante Para-

medizin im Spital“ fest. Entsprechend dem Antrag des KSOW setzte er den 

Taxpunktwert für Physiotherapie einstweilen auf CHF 0.92 fest (RRB 

406/2015 [act. 6 Beilage 3]). 

C-2079/2016 

Seite 3 

A.b Mit Eingabe vom 29. April 2015 ersuchte das KSOW den Regierungs-

rat um die hoheitliche Festsetzung des Taxpunktwerts Physiotherapie auf 

CHF 1.06 (act. 6 Beilage 4). Die Verhandlungen betreffend Physiotherapie 

seien gescheitert; für die übrigen Tarife im Bereich Paramedizin hätten sich 

die Parteien auf eine vertragliche Lösung einigen können. Zur Begründung 

seines Antrages führte das KSOW unter anderem aus, die Spitäler hätten 

tarifsuisse ITAR_K (integriertes Tarifmodell Kostenträgerrechnung, das auf 

REKOLE® beruht) als Grundlage für die Tarifverhandlungen zur Verfügung 

gestellt. Darin seien die Kostendaten nach Tarifwerk ausgewiesen. Die 

durchschnittlichen Kosten (arithmetisches Mittel) pro Taxpunktwert Physio-

therapie der betroffenen Spitäler betrage CHF 1.08. Der Median des kos-

tenbasierten Benchmarks für die Zentralschweizer Spitäler betrage 

(gerundet) CHF 1.06. Die Forderung der Spitäler liege erheblich unter dem 

nationalen Benchmark von SpitalBenchmark von CHF 1.25. Im Jahr 2004 

hätten die Spitäler eingewilligt, einen Rabatt von 10 % auf Medikamente 

mit einem Publikumspreis von weniger als CHF 1‘000.- zu gewähren. Unter 

den seither veränderten Rahmenbedingungen sei ein Rabatt jedoch nicht 

mehr opportun beziehungsweise eine solche Verknüpfung nicht zulässig. 

A.c Als Vertreterin von 47 Krankenversicherern (die vier im Rubrum aufge-

führten Versicherer sowie die Beschwerdeführerinnen im Verfahren C-

1918/2016) stellte tarifsuisse insbesondere den Antrag, den bisherigen 

Vertrag vom 1. August 2008 um ein Jahr zu verlängern (Eingabe vom 

26. Juni 2015 [act. 6 Beilage 7]). Eventualiter sei ein Taxpunktwert zwi-

schen CHF 0.83 bis 0.92 festzusetzen. Sofern das Spital nicht den Nach-

weis erbringe, dass es ab 1. Januar 2015 für Medikamente keine Vergüns-

tigungen erhalte, die gemäss Art. 56 Abs. 3 KVG an die Versicherer weiter-

zugeben seien, sei hoheitlich die Weitergabe der Vergünstigungen im bis-

herigen Rahmen (10 % für Medikamente mit einem Publikumspreis von 

weniger als CHF 1‘000.-) anzuordnen. Weiter sei das Spital aufzufordern, 

„datenbasiertes transparentes, vollständiges, reales und nicht normatives 

Leistungs- und Kostendatenmaterial (inkl. Anlagebuchhaltung) zu edieren“ 

(anschliessend folgen detaillierte Beweisanträge). 

A.d Das KSOW nahm mit Eingabe vom 13. August 2015 zum Festset-

zungsantrag der tarifsuisse Stellung und hielt an seinen Rechtsbegehren 

fest (act. 6 Beilage 8). 

A.e Die Preisüberwachung hielt in ihrer Stellungnahme vom 9. Oktober 

2015 namentlich fest, die Festlegung von Taxpunktwerten zu ambulanten 

C-2079/2016 

Seite 4 

Einzelleistungstarifen (wie für Physiotherapieleistungen) folge einer grund-

sätzlich anderen Logik als die Festlegung stationärer Spitaltarife. Der Tax-

punktwert beruhe auf einem nationalen Tarifmodell, welches auf der Basis 

der Kosten einer Auswahl von effizient arbeitenden Betrieben gebildet wor-

den sei. Für die Anpassung des Tarifs seien nicht die konkreten Kosten der 

einzelnen Leistungserbringer, sondern die kantonale Entwicklung der Kos-

ten der jeweiligen Leistungsart – vorliegend ambulante Physiotherapie – 

zu berücksichtigen. Gemäss der von der Preisüberwachung angewende-

ten Berechnungsformel wäre der Taxpunktwert auf maximal CHF 0.83 fest-

zulegen. Die Tarifparteien seien aufzufordern, die Verhandlungen über den 

Taxpunktwert für die ambulante Physiotherapie – getrennt vom Thema Me-

dikamentenrabatte – nochmals aufzunehmen. Sollten die Verhandlungen 

erneut scheitern, sei der Taxpunktwert auf maximal CHF 0.83 festzusetzen 

(act. 6 Beilage 9). 

A.f Das KSOW beantragte in seiner Stellungnahme vom 9. November 

2015, der Empfehlung der Preisüberwachung nicht zu folgen. Das Berech-

nungsmodell der Preisüberwachung habe – wie das Bundesverwaltungs-

gericht bereits festgestellt habe – grundsätzliche Mängel (act. 6 Bei-

lage 10). 

A.g Der Regierungsrat setzte mit Beschluss Nr. 341 vom 23. Februar 2016 

den Taxpunktwert für ambulante Physiotherapieleistungen – im Verhältnis 

zwischen KSOW und den von tarifsuisse vertretenen Krankenversicherern 

– mit Wirkung ab 1. Januar 2015 auf CHF 0.92 und ab dem 1. Januar 2016 

auf CHF 0.95 fest (act. 1 Beilage 1). In der Begründung wird unter anderem 

auf den Beschluss des Regierungsrates vom 21. April 2015 verwiesen, mit 

welchem der zwischen dem KSOW und der Einkaufsgemeinschaft HSK 

vereinbarte Taxpunktwert Physiotherapie von 0.92 genehmigt worden sei. 

Gemäss E-Mail des KSOW vom 21. Januar 2016 (nicht in den Akten) könn-

ten Physiotherapeuten in privater Praxis im Kanton Obwalden ab 1. Januar 

2016 den Krankenversicherern einen Taxpunktwert von CHF 0.95 verrech-

nen. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts sei die Be-

rechnungsmethode der Preisüberwachung mit Mängeln behaftet und da-

her nicht anwendbar. Zudem sollten sich die Taxpunktwerte der Spitäler 

und der freien Praxen angleichen. Betreffend Medikamentenrabatt wird 

festgehalten, dass im vorliegenden Verfahren lediglich der Taxpunktwert 

Physiotherapie zu bestimmen sei. Die Medikamentenpreise seien auf nati-

onaler Ebene in der Spezialitätenliste geregelt. 

C-2079/2016 

Seite 5 

B.  

Mit Eingabe vom 4. April 2016 erhoben die die CSS Kranken-Versicherung 

AG, die INTRAS Assurance-maladie SA, die Arcosana AG und die Sana-

gate AG Beschwerde und stellten folgende Anträge: 

„1. Der angefochtene Beschluss des Regierungsrates des Kantons Obwalden 

vom 23.02.2016 (Nr. 341) betreffend Festsetzung TPW für ambulante 

physiotherapeutische Leistungen im Kantonsspital Obwalden ab 

01.01.2016 sei aufzuheben. 

2.1 Das Kantonsspital Obwalden sei zu verpflichten, datenbasiertes 

transparentes, vollständiges, reales und nicht normatives Leistungs- und 

Kostendatenmaterial (inkl. Anlagebuchhaltung) zu edieren. Dieses ist für 

das Gesamtspital wie auch separat für die ambulanten Leistungen, 

insbesondere auch Physiotherapie, getrennt für die Jahre 2012 bis 2014 

auszuweisen. Dabei hat dies insbesondere gemäss nachfolgenden 

detaillierten Beweisanträgen zu erfolgen. Das Spital ist somit zu 

verpflichten: 

a) datenbasiert genau aufzuzeigen, wie es seine Gesamtkosten, insbe-

sondere auch Gemeinkosten, aufteilt und wie es diese Kosten auf die 

Kostenträger – Tarife – verteilt; 

b) datenbasiert nachzuweisen, dass es keine Leistungen und Kosten auf 

den Kostenträger Physiotherapie gebucht hat, die mit der Leistungs-

erbringung nach KVG nichts zu tun haben oder die Kostenanteile für 

gemeinwirtschaftliche Leistungen enthalten; 

c) detailliertes, belegtes Datenmaterial betr. Anlagenutzungskosten mit 

entsprechender Anlagebuchhaltung zu edieren und den Nachweis zu 

erbringen, dass diese gemäss den Vorgaben der VKL abgeschrieben 

wurden; 

d) datenbasiert den Nachweis zu erbringen, dass die in der Kostenrech-

nung eingeflossenen Kosten einer effizient betriebenen Spitalphysio-

therapie entsprechen. 

2.2 Es sei das Spital zu verpflichten, Erfolgsrechnungen und Bilanzen wie 

auch Geschäftsberichte, getrennt für die Jahre 2012 bis 2014 vorzulegen. 

2.3 Es sei dieses Datenmaterial nach detaillierter Vorlage den Beschwerde-

führerinnen integral zur Stellungnahme zukommen zu lassen. 

2.4 Der Beschwerdeführerin sei ausdrücklich vorzubehalten, im Verlauf des 

Verfahrens weitere formelle wie materielle Einreden, Einwendungen und 

Anträge zu formulieren. 

C-2079/2016 

Seite 6 

2.5 Dieses Datenmaterial sei für das Gesamtspital wie auch separat für die 

ambulanten Leistungen, insbesondere auch Physiotherapie inkl. Löhne 

der Physiotherapeuten, getrennt pro Jahr auszuweisen und die Sache sei 

in der Folge zur erneuten Beurteilung an den Regierungsrat Obwalden zu-

rückzuweisen, zur Begründung der Höhe des festgesetzten Tarifs. 

3. Eventualiter sei rückwirkend mit Wirkung ab 01.01.2015 ein Taxpunktwert 

für ambulante physiotherapeutische Leistungen in der Höhe von CHF 0.83 

bis maximal CHF 0.92 festzusetzen. 

4. Die rückwirkende Geltendmachung einer allfälligen Tarifdifferenz zuguns-

ten der Versicherer zwischen dem provisorisch für die Dauer des Verfah-

rens und dem definitiv festgesetzten Taxpunktwert sei vorzubehalten. 

5. Das Spital sei zu verpflichten, den Nachweis zu erbringen, dass die Liefe-

ranten von Medikamenten ab 01.01.2015 keine direkten oder indirekten 

Vergünstigungen mehr gewähren, welche gemäss Art. 56 Abs. 3 KVG an 

die Versicherer weiter zu geben sind. Andernfalls sei hoheitlich die Wei-

tergabe der Vergünstigungen auf Medikamenten im bisherigen Rahmen 

zu verordnen. 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.“ 

Zur Begründung machen die Beschwerdeführerinnen namentlich geltend, 

der angefochtene Beschluss verstosse gegen Art. 59c KVV (SR 832.102). 

Es sei weder eine Wirtschaftlichkeitsprüfung vorgenommen worden noch 

habe die Vorinstanz vollständiges und transparentes Datenmaterial einge-

fordert. Es sei nicht nachvollziehbar, wie der Taxpunktwert von CHF 0.92 

(ab 1. Januar 2015) beziehungsweise CHF 0.95 (ab 1. Januar 2016) zu-

stande gekommen sei. Zudem werde die Anwendbarkeit von ITAR_K be-

stritten. Weiter habe die Vorinstanz nicht abgeklärt, ob das KSOW von Me-

dikamentenrabatten profitieren könne. Sofern dem Spital Medikamenten-

rabatte oder (andere) Vergünstigungen gewährt würden, sei die Weiter-

gabe der Vergünstigungen anzuordnen. 

C.  

Der mit Zwischenverfügung vom 7. April 2016 auf CHF 5'000.- festgesetzte 

Kostenvorschuss (act. 2) ging am 13. April 2016 bei der Gerichtskasse ein 

(act. 3). 

D.  

Mit Instruktionsverfügung vom 19. April 2016 wurde der Vorinstanz Frist 

angesetzt, um ihre Akten und eine Vernehmlassung einzureichen. Gleich-

zeitig erhielt der Beschwerdegegner Gelegenheit zur Stellungnahme 

(act. 5). 

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Seite 7 

D.a In ihrer Vernehmlassung vom 13. Mai 2016 beantragte die Vorinstanz, 

die Beschwerde sei – unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten 

der Beschwerdeführerinnen – abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei 

(act. 6). Zur Begründung hielt sie unter anderem fest, sie habe sehr wohl 

eine Datenanalyse vorgenommen. Aufgrund der unklaren Rechtslage habe 

sie sich aber für eine Parallelisierung und das Abstützten auf den Taxpunkt-

wert der frei praktizierenden Physiotherapeuten entschieden. Es sei insbe-

sondere auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2380/2012 vom 

17. September 2015 (betreffend spitalambulante Tarife) abgestellt worden. 

D.b Der Beschwerdegegner schloss in seiner Beschwerdeantwort vom 

18. Mai 2016 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde (act. 7). Im Rah-

men der Tarifverhandlungen hätten die Spitäler ihre Daten (ITAR_K) offen-

gelegt und erläutert. Die Datengrundlage sei von tarifsuisse nicht bestritten 

worden. Es sei lediglich um den Preis und den Medikamentenrabatt ge-

gangen. Mit ihrem Verfahrensantrag betreffend Vorlegen von Geschäftsbe-

richten, Erfolgsrechnungen und Bilanzen negiere die Beschwerdeführerin, 

dass sie – soweit das vorliegend massgebende Jahr 2013 betreffend – 

schon lange im Besitze dieser Unterlagen sei. Im Übrigen bestimme 

Art. 59a KVG, welche Daten zur Verfügung stehen müssten. Zum Vorbrin-

gen betreffend Medikamentenrabatte sei festzuhalten, dass die diesbezüg-

liche Forderung der Versicherer bereits in den Verhandlungen begründet 

zurückgewiesen worden sei. Im Unterschied zu den Beschwerdeführerin-

nen habe tarifsuisse unter Hinweis auf das Urteil des Bundesverwaltungs-

gerichts C-1190/2012 (BVGE 2015/52) festgestellt, dass die Medikamen-

tenrabatte nicht mehr zum Streitgegenstand gehörten. 

E.  

Auf entsprechende Einladung des Instruktionsrichters nahm die Preisüber-

wachung am 22. Juni 2016 Stellung (act. 9). Zunächst hielt sie fest, die 

Kosten im Bereich Physiotherapie seien im ersten Quartal überdurch-

schnittlich gestiegen. Der angefochtene Entscheid des Regierungsrates 

führe zu einer weiteren Kostensteigerung. Eine Erhöhung von CHF 0.83 

auf CHF 0.92 bzw. 0.95 könne nicht als wirtschaftlich betrachtet werden. 

Das von der Vorinstanz herangezogene Urteil des Bundesverwaltungsge-

richts betreffe den Tarmed-Taxpunktwert von Spitälern. Im Unterschied 

dazu könne der Taxpunktwert der Physiotherapieleistungen des KSOW auf 

Grund einer die Kostenentwicklung dämpfenden Methode berechnet wer-

den. Die Berechnungsformel („Bundesratsformel“) ergebe einen Taxpunkt-

wert von CHF 0.83. In seinem Schreiben vom 7. Juni 2013 betreffend An-

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Seite 8 

trag von physioswiss auf Neufestsetzung des nationalen Modelltaxpunkt-

wertes habe der Bundesrat nicht gesagt, die Taxpunktwerte dürften nicht 

mehr aufgrund der Bundesratsformel berechnet werden. Die Preisüberwa-

chung halte daher an ihrer Empfehlung vom 9. Oktober 2015 fest. 

F.  

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat auf eine Stellungnahme verzich-

tet (Eingabe vom 12. September 2016 [act. 11]). 

G.  

Mit Verfügung vom 21. September 2016 wurde den Verfahrensbeteiligten 

Frist zur Einreichung allfälliger Schlussbemerkungen angesetzt (act. 12).  

G.a Die Beschwerdeführerinnen hielten mit Eingabe vom 3. Oktober 2016 

an den Ausführungen in der Beschwerdeschrift vom 4. April 2016 fest. In 

Bezug auf die Höhe des Taxpunktwertes stützten sie die Stellungnahme 

des Preisüberwachers vom 22. Juni 2016, wonach die Anwendung der Be-

rechnungsformel einen Taxpunktwert von CHF 0.83 ergebe (act. 16). 

G.b Der Beschwerdegegner hielt mit Eingabe vom 11. Oktober 2016 am 

seinem Antrag vom 13. Mai 2016 auf Abweisung der Beschwerde fest und 

verwies auf einen neuen Kostenbenchmark des Vereins SpitalBenchmark 

(act. 17). 

G.c Die Vorinstanz reichte keine Schlussbemerkungen ein. 

H.  

Im Parallelverfahren C-1918/2016 stellte der Instruktionsrichter mit Instruk-

tionsverfügung vom 9. August 2017 fest, dass die Vorinstanz nicht ihre ge-

samten Akten eingereicht habe. Die Vorinstanz wurde aufgefordert, bis 

zum 29. August 2017 ihre gesamten Akten (nummeriert und in einem Ak-

tenverzeichnis aufgenommen) nachzureichen. Die Instruktionsverfügung 

sowie die daraufhin eingereichte Eingabe der Vorinstanz vom 11. August 

2017 (mit „Beweismittelverzeichnis“) wurden den Beschwerdeführerinnen 

zur Kenntnis gebracht (act. 19 und 21).  

I.  

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die eingereich-

ten Akten wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, im Rahmen 

der nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

C-2079/2016 

Seite 9 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 53 Abs. 1 KVG kann gegen Beschlüsse der Kantonsregie-

rungen nach Art. 47 KVG beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ge-

führt werden. Den angefochtenen Beschluss vom 23. Februar 2016 hat die 

Vorinstanz gestützt auf Art. 47 Abs. 1 KVG erlassen. Das Bundesverwal-

tungsgericht ist demnach zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (vgl. 

auch Art. 90a Abs. 2 KVG). 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich gemäss 

Art. 37 VGG und Art. 53 Abs. 2 Satz 1 KVG grundsätzlich nach den Vor-

schriften des VwVG. Vorbehalten bleiben allfällige Abweichungen des VGG 

und die besonderen Bestimmungen des Art. 53 Abs. 2 KVG. Insbesondere 

dürfen gemäss Art. 53 Abs. 2 KVG neue Tatsachen und Beweismittel nur 

soweit vorgebracht werden, als erst der angefochtene Beschluss dazu An-

lass gibt; neue Begehren sind unzulässig (Bst. a). Weiter sind die Art. 22a 

VwVG (Stillstand der Fristen) und Art. 53 VwVG (Ergänzende Beschwer-

deschrift) nicht anwendbar (Bst. b). 

1.2.1 Die Beschwerdeführerinnen sind primäre Adressatinnen des ange-

fochtenen Beschlusses und ohne Zweifel zur Beschwerde legitimiert (vgl. 

Art. 48 Abs. 1 VwVG). 

1.2.2 Gemäss Art. 50 Abs. 1 VwVG ist Beschwerde innerhalb von 30 Tagen 

nach Eröffnung der Verfügung einzureichen. Der Beschluss vom 23. Feb-

ruar 2016 wurde am 2. März 2016 versandt und ging am 3. März 2016 bei 

tarifsuisse (damalige Vertreterin der Beschwerdeführerinnen) ein. Die Be-

schwerde wurde am 4. April 2016 eingereicht. Unter Berücksichtigung von 

Art. 20 Abs. 3 VwVG, wonach die Frist am nächstfolgenden Werktag endet, 

wenn der letzte Tag der Frist ein Samstag, ein Sonntag oder ein anerkann-

ter Feiertag ist, erfolgte die Beschwerdeerhebung rechtzeitig. 

1.2.3 Auf die formgerecht erhobene Beschwerde ist, nachdem auch der 

Kostenvorschuss rechtzeitig geleistet wurde, demnach einzutreten (vgl. 

Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

1.3 Die Beschwerdeführerinnen können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

C-2079/2016 

Seite 10 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 

Tariffestsetzungsbeschlüsse nach Art. 47 KVG sind vom Bundesverwal-

tungsgericht mit voller Kognition zu überprüfen (Art. 53 Abs. 2 Bst. e KVG 

e contrario; BVGE 2014/3 E. 1.4; 2010/24 E. 5.1). 

1.3.1 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der 

volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel-

raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene Ent-

scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre-

ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun-

desverwaltungsgericht darf demzufolge sein Ermessen nicht ohne triftigen 

Grund an die Stelle desjenigen der Vorinstanz setzen (vgl. BGE 126 V 75 

E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung 

unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hoch ste-

hende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche 

Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü-

fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3; 

133 II 35 E. 3; 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher keine unzulässige Kog-

nitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht ‒ das nicht als Fachgericht 

ausgestaltet ist ‒ nicht ohne Not von der Auffassung der Vorinstanz ab-

weicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wissenschaftlicher oder 

wirtschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz über ein be-

sonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 139 II 185 E. 9.3; 135 II 296 

E. 4.4.3; 133 II 35 E. 3 m.H.; BVGE 2010/25 E. 2.4.1 m.w.H.). Dies gilt je-

denfalls, soweit die Vorinstanz die für den Entscheid wesentlichen Ge-

sichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und um-

fassend durchgeführt hat (BGE 139 II 185 E. 9.3; 138 II 77 E. 6.4). 

1.3.2 Im Bereich der Tariffestsetzungen gilt es indessen zu beachten, dass 

die Kantonsregierung die Preisüberwachung zunächst anhören (vgl. 

Art. 14 Abs. 1 PüG [SR 942.20]) und zudem begründen muss, wenn sie 

deren Empfehlung nicht folgt (Art. 14 Abs. 2 PüG). Nach der Rechtspre-

chung des Bundesrates kam den Empfehlungen der Preisüberwachung ein 

besonderes Gewicht zu, weil die auf Sachkunde gestützte Stellungnahme 

bundesweit einheitliche Massstäbe bei der Tariffestsetzung setze (vgl. 

RKUV 1997 KV 16 S. 343 E. 4.6). Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt 

sich praxisgemäss dann eine Zurückhaltung, wenn der Entscheid der Vor-

instanz mit den Empfehlungen der Preisüberwachung übereinstimmt 

C-2079/2016 

Seite 11 

(BVGE 2010/25 E. 2.4.2; 2012/18 E. 5.4). Weicht die Kantonsregierung 

hingegen von den Empfehlungen der Preisüberwachung ab, kommt weder 

der Ansicht der Preisüberwachung noch derjenigen der Vorinstanz generell 

ein Vorrang zu (BVGE 2014/3 E. 1.4.2 mit Hinweisen). Nach dem Willen 

des Gesetzgebers obliegt es ‒ trotz Anhörungs- und Begründungspflicht 

gemäss Art. 14 PüG ‒ der Kantonsregierung, bei vertragslosem Zustand 

den Tarif festzusetzen. Das Gericht hat in diesen Fällen namentlich zu prü-

fen, ob die Vorinstanz die Abweichung in nachvollziehbarer Weise begrün-

det hat. Im Übrigen unterliegen die verschiedenen Stellungnahmen ‒ auch 

der weiteren Verfahrensbeteiligten ‒ der freien Beweiswürdigung bezie-

hungsweise Beurteilung durch das Bundesverwaltungsgericht (zum Gan-

zen: BVGE 2014/3 E. 1.4.2; 2012/18 E. 5.4; 2010/25 E. 2.4.3).  

2.  

Streitig und im vorliegenden Verfahren zu beurteilen ist die vorinstanzliche 

Festsetzung des Taxpunktwertes für ambulante Physiotherapieleistungen 

des KSOW zu Lasten der Beschwerdeführerinnen ab 1. Januar 2015. Da 

in zeitlicher Hinsicht – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Re-

gelungen – grundsätzlich diejenigen materiellen Rechtssätze massgebend 

sind, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1; 138 V 475 E. 3.1), ist vorliegend 

auf das KVG und dessen Ausführungsbestimmungen in der ab 1. Januar 

2015 anwendbaren Fassung abzustellen. 

2.1 Die obligatorische Krankenversicherung (OKP) übernimmt die Kosten 

für die Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und 

ihrer Folgen dienen, wobei die Leistungen den Voraussetzungen gemäss 

Art. 32-34 entsprechen müssen (Art. 24 i.V.m. Art. 25 Abs. 1 KVG). Als 

Leistungserbringer zulasten der OKP sind unter anderem Physiotherapeu-

tinnen und Physiotherapeuten, die ihren Beruf selbstständig und auf ei-

gene Rechnung ausüben, sowie Organisationen der Physiotherapie zuge-

lassen (vgl. Art. 35 Abs. 2 Bst. e und Art. 38 KVG i.V.m. Art. 46 Abs. 1 

Bst. a und Art. 52a KVV). Spitäler sind gemäss Art. 39 Abs. 1 KVG zur Tä-

tigkeit zu Lasten OKP zugelassen, wenn sie die in Bst. a-c aufgeführten 

Dienstleistungs- und Infrastrukturvoraussetzungen erfüllen, der von einem 

oder mehreren Kantonen gemeinsam aufgestellten Planung für eine be-

darfsgerechte Spitalversorgung entsprechen (Bst. d) und auf der nach 

Leistungsaufträgen in Kategorien gegliederten Spitalliste des Kantons auf-

geführt sind (Bst. e).  

C-2079/2016 

Seite 12 

2.2 Gemäss Art. 43 KVG erstellen die (zugelassenen) Leistungserbringer 

ihre Rechnungen nach Tarifen und Preisen (Abs. 1). Der Tarif ist eine 

Grundlage für die Berechnung der Vergütung; er kann namentlich für die 

einzelnen Leistungen Taxpunkte festlegen und den Taxpunktwert bestim-

men (Einzelleistungstarif; Abs. 2 Bst. b). Tarife und Preise werden in Ver-

trägen zwischen Versicherern und Leistungserbringern (Tarifvertrag) ver-

einbart oder in den vom Gesetz bestimmten Fällen von der zuständigen 

Behörde festgesetzt. Dabei ist auf eine betriebswirtschaftliche Bemessung 

und eine sachgerechte Struktur der Tarife zu achten (Abs. 4). Einzelleis-

tungstarife müssen auf einer gesamtschweizerisch vereinbarten einheitli-

chen Tarifstruktur beruhen. Können sich die Tarifpartner nicht einigen, so 

legt der Bundesrat diese Tarifstruktur fest (Abs. 5). Der Bundesrat kann An-

passungen an der Tarifstruktur vornehmen, wenn sie sich als nicht mehr 

sachgerecht erweist und sich die Parteien nicht auf eine Revision einigen 

können (Abs. 5bis). Die Vertragspartner und die zuständigen Behörden ach-

ten darauf, dass eine qualitativ hoch stehende und zweckmässige gesund-

heitliche Versorgung zu möglichst günstigen Kosten erreicht wird (Abs. 6). 

Der Bundesrat kann Grundsätze für eine wirtschaftliche Bemessung und 

eine sachgerechte Struktur sowie für die Anpassung der Tarife aufstellen. 

Er sorgt für die Koordination mit den Tarifordnungen der anderen Sozial-

versicherungen (Abs. 7). 

2.3 Parteien eines Tarifvertrages sind einzelne oder mehrere Leistungser-

bringer oder deren Verbände einerseits sowie einzelne oder mehrere Ver-

sicherer oder deren Verbände andererseits (Art. 46 Abs. 1 KVG). Der Tarif-

vertrag bedarf der Genehmigung durch die zuständige Kantonsregierung 

oder, wenn er in der ganzen Schweiz gelten soll, durch den Bundesrat. Die 

Genehmigungsbehörde prüft, ob der Tarifvertrag mit dem Gesetz und dem 

Gebot der Wirtschaftlichkeit und Billigkeit in Einklang steht (Art. 46 Abs. 4 

KVG). 

2.4 Kommt zwischen Leistungserbringern und Versicherern kein Tarifver-

trag zustande, so setzt die Kantonsregierung nach Anhören der Beteiligten 

den Tarif fest (Art. 47 Abs. 1 KVG). Können sich Leistungserbringer und 

Versicherer nicht auf die Erneuerung eines Tarifvertrages einigen, so kann 

die Kantonsregierung den bestehenden Vertrag um ein Jahr verlängern. 

Kommt innerhalb dieser Frist kein Vertrag zustande, so setzt sie nach An-

hören der Beteiligten den Tarif fest (Art. 47 Abs. 3 KVG).  

2.5 Die Spitäler verfügen gemäss Art. 49 Abs. 7 KVG über geeignete Füh-

rungsinstrumente; insbesondere führen sie nach einheitlicher Methode zur 

C-2079/2016 

Seite 13 

Ermittlung ihrer Betriebs- und Investitionskosten und zur Erfassung ihrer 

Leistungen eine Kostenrechnung und eine Leistungsstatistik. Diese bein-

halten alle für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit, für Betriebsvergleiche, 

für die Tarifierung und für die Spitalplanung notwendigen Daten. Die Kan-

tonsregierung und die Vertragsparteien können die Unterlagen einsehen. 

2.6 Nach Art. 59c KVV hat die Genehmigungsbehörde im Sinne von Art. 46 

Abs. 4 KVG zu prüfen, ob der Tarifvertrag namentlich folgenden Grundsät-

zen entspricht (Abs. 1): Der Tarif darf höchstens die transparent ausgewie-

senen Kosten der Leistung decken (Bst. a). Der Tarif darf höchstens die für 

eine effiziente Leistungserbringung erforderlichen Kosten decken (Bst. b). 

Ein Wechsel des Tarifmodells darf keine Mehrkosten verursachen (Bst. c). 

Die Vertragsparteien müssen die Tarife regelmässig überprüfen und an-

passen, wenn die Erfüllung der Grundsätze nach Abs. 1 Bst. a und b nicht 

mehr gewährleistet ist (Abs. 2). Bei Tariffestsetzungen nach Art. 47 KVG 

sind Abs. 1 und Abs. 2 sinngemäss anzuwenden (Abs. 3). 

3.  

Im Parallelverfahren (weiterhin von tarifsuisse vertretene Versicherer) hat 

das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil C-1918/2016 vom 16. November 

2017 festgestellt, dass der Anspruch der Beschwerdeführerinnen auf recht-

liches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) im vorinstanzlichen Verfahren verletzt wor-

den ist. Die Krankenversicherer erhielten – soweit aus den unvollständigen 

Akten ersichtlich – keine Gelegenheit, sich zu den späteren Eingaben des 

KSOW und der Stellungnahme der Preisüberwachung zu äussern (Verlet-

zung des Rechts auf Anhörung und der Aktenführungspflicht als Voraus-

setzung für das Akteneinsichtsrecht [Urteil C-1918/2016 E. 3 - 3.3 und 

3.5]). Zudem ist der angefochtene Beschluss unzureichend begründet 

(E. 3.4), was auch im vorliegenden Verfahren von den Beschwerdeführe-

rinnen beanstandet wird. Insbesondere wird nicht dargelegt, weshalb der 

Taxpunktwert ab 1. Januar 2016 auf CHF 0.95 festgesetzt wurde. Erst auf-

grund der Vernehmlassung wird hinreichend deutlich, von welchen Überle-

gungen sich die Vorinstanz hat leiten lassen. Eine Heilung der festgestell-

ten Gehörsverletzung im Beschwerdeverfahren ist nicht möglich, weshalb 

der angefochtene Beschluss bereits aus formellen Gründen aufzuheben ist 

(vgl. Urteil C-1918/2016 E. 3.2 - 3.6). 

Des Weiteren hat das Bundesverwaltungsgericht im erwähnten Urteil zu 

den grundsätzlichen materiellen Streitfragen betreffend Festlegung des 

Taxpunktwertes für ambulante physiotherapeutische Leistungen Stellung 

genommen. Es hat namentlich festgestellt, dass der nationale Tarifvertrag 

C-2079/2016 

Seite 14 

(abgeschlossen am 1. September 1997 zwischen dem Schweizerischen 

Physiotherapeutenverbandes [SPV] und dem Konkordat Schweizerischer 

Krankenversicherer [KSK]), welcher den nationalen Modelltaxpunktwert als 

Referenzwert für die Festsetzung der kantonalen Taxpunktwerte enthielt 

und Grundlage für die sogenannte „Bundesratsformel“ bildete, seit Juli 

2011 nicht mehr gilt. Der für die Spitäler weiterhin gültige nationale Tarif-

vertrag H+ - santésuisse vom 15. Dezember 2001 (vgl. vorne Bst. A) sieht 

keine Bindung an einen nationalen Modelltaxpunkt vor. Der ab 1. Januar 

2015 anwendbare Taxpunktwert für ambulante Physiotherapieleistungen 

ist deshalb nicht nach der sogenannten „Bundesratsformel“ festzusetzen 

(zum Ganzen: Urteil C-1918/2016 E. 5.1 - 5.3). 

4.  

4.1 Im Urteil C-1918/2016 hat das Bundesverwaltungsgericht weiter ge-

prüft, ob der Taxpunktwert mittels „Parallelisierung“ oder aufgrund spitalin-

dividueller Kosten festzusetzen ist. Darauf ist nachfolgend näher einzuge-

hen, da auch im vorliegenden Verfahren die Beschwerdeführerinnen bean-

standen, die Vorinstanz habe für die Tariffestsetzung keine vollständigen 

und transparenten Daten verlangt und keine Wirtschaftlichkeitsprüfung vor-

genommen. 

4.2 Laut Vernehmlassung hat sich der Regierungsrat bei seiner Beurtei-

lung hauptsächlich auf Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-2380/2012 

vom 17. September 2015 betreffend spitalambulanten Tarif (TARMED-

Taxpunktwert) abgestützt. Das Gericht habe den Taxpunktwert mittels 

„Parallelisierung“ auf der Höhe des Taxpunktwerts der frei praktizierenden 

Ärztinnen und Ärzte festgesetzt. Für den Kanton Obwalden sei primär die 

vertragliche Vereinbarung mit physioswiss massgebend, weil der vorwie-

gend in der Westschweiz aktive SVFP / ASPI – laut dessen Angaben auf 

der Homepage – keine im Kanton Obwalden tätigen Mitglieder habe. Mit 

Beschluss vom 28. Oktober 2014 habe der Regierungsrat sodann den 

kantonalen Anschlussvertrag Physiotherapie zwischen physioswiss und 

tarifsuisse mit einem Taxpunktwert von CHF 0.95 genehmigt (act. 6). 

4.3 Wie das Bundesverwaltungsgericht betreffend TARMED-Taxpunktwert 

verschiedentlich festgestellt hat, geben das KVG und dessen Ausführungs-

verordnungen keine Methode vor, wie ein Taxpunktwert zu bestimmen ist 

(Urteil C-2380/2012 E. 5.2 und E. 7.3.2; Urteil BVGer C-4505/2013 vom 

22. Juli 2016 E. 5.2 und 7.3 mit Hinweis). Mit dem Wegfallen des nationa-

len Tarifvertrages SPV – KSK per Ende Juni 2011 besteht auch im Bereich 

C-2079/2016 

Seite 15 

Physiotherapieleistungen keine von der Rechtsprechung vorgegebene 

Berechnungsmethode mehr (Urteil C-1918/2016 E. 5.2.2 - 5.3). Dass sich 

die Vorinstanz auf die Rechtsprechung zum TARMED-Taxpunktwert 

stützte, ist daher grundsätzlich nicht zu beanstanden (jedenfalls soweit die 

Verhältnisse vergleichbar sind). Daraus kann jedoch nicht abgeleitet 

werden, dass der Taxpunktwert alternativ mit oder ohne Bezug auf die 

Kosten- und Leistungsdaten der Leistungserbringer festgesetzt werden 

kann (Urteil C-1918/2016 E 6.3). 

4.3.1 Der von den Tarifparteien vereinbarte oder von der zuständigen 

Behörde festgesetzte Tarif darf höchstens die transparent ausgewiesenen 

Kosten der Leistung (Bst. a) sowie höchstens die für eine effiziente Leis-

tungserbringung erforderlichen Kosten (Bst. b) decken (Art. 59c Abs. 1 

i.V.m. Abs. 3 KVV). Art. 59c KVV wurde vom Bundesrat gestützt auf Art. 43 

Art. 43 Abs. 7 KVG erlassen, wonach er Grundsätze für eine wirtschaftliche 

Bemessung und eine sachgerechte Struktur sowie für die Anpassung der 

Tarife aufstellen kann (vgl. Kommentar BAG vom Juni 2007 betreffend die 

Änderungen der KVV für den 1. August 2007 und 1. Januar 2008, S. 6 

[nachfolgend: Kommentar KVV-Änderungen 2007]; eingehend zu Art. 59c 

KVV und dessen Bedeutung für den stationären Bereich BVGE 2014/3 

E. 2.2 ff.). Mit der Verordnungsbestimmung sollten einige der vom Bundes-

rat als Rechtsprechungsbehörde entwickelten Grundsätze verankert 

werden (Kommentar KVV-Änderungen 2007 S. 6). 

4.3.2 Der Kostenbegriff nach Art. 59c Abs. 1 Bst. a KVV bezieht sich auf 

Kosten, die nach dem Krankenversicherungsrecht bei der Tarifbemessung 

anrechenbar sind. Grundsätzlich darf dabei nicht auf hypothetische Kosten 

abgestellt werden. Zwar müssen sich die ausgewiesenen Kosten nicht in 

jedem Fall zwingend auf die individuellen Kosten eines Leistungserbrin-

gers beziehen. Ist aber im ambulanten Bereich der Tarif eines bestimmten 

Leistungserbringers zu ermitteln, bildet die konkrete Kostensituation Aus-

gangspunkt der Tarifermittlung (Urteil BVGer C-6561/2015 vom 18. Juli 

2017 E. 10.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil C-4505/2013 E. 7.3).  

4.3.3 Für eine wirtschaftliche Tarifgestaltung ist die Transparenz bei den 

Kosten und den Leistungen eine wesentliche Grundlage (BEATRICE GROSS 

HAWK, Leistungserbringer und Tarife in verschiedenen Sozialversiche-

rungszweigen, in: Recht der Sozialen Sicherheit, 2014, S. 1240 Rz. 34.97; 

Kommentar KVV-Änderungen 2007 S. 6). Nach der Rechtsprechung setzt 

eine transparente und nachvollziehbare Tarifgestaltung aussagekräftige 

C-2079/2016 

Seite 16 

Unterlagen voraus; nur so lässt sich die vom KVG angestrebte Kosten-

dämpfung verwirklichen (Urteile BVGer C-2997/2012 vom 7. Oktober 2015 

E. 4.3; in BVGE 2010/14 [Urteil C-4308/2007] nicht publizierte E. 6.6.1; 

vgl. auch BVGE 2014/17 E. 13.2). Erst das Vorliegen transparenter Daten 

erlaubt es der Genehmigungs- oder Festsetzungsbehörde den zweiten 

Prüfungsschritt nach Art. 59c Abs. 1 Bst. b KVV vorzunehmen, d.h. zu prü-

fen, ob die ausgewiesenen Kosten einer wirtschaftlichen Leistungserbrin-

gung entsprechen (vgl. Urteile C-2997/2012 E. 4.3; C-2380/2012 E. 3.3; C-

1918/2016 E. 6.3.3).  

4.3.4 Die Spitäler sind gemäss Art. 49 Abs. 7 KVG und der Verordnung 

vom 3. Juli 2002 über die Kostenermittlung und die Leistungserfassung 

durch Spitäler, Geburtshäuser und Pflegeheime in der Krankenversiche-

rung (VKL, SR 832.104) verpflichtet, eine Kostenrechnung und eine Leis-

tungsstatistik zu führen. Die Kostenrechnung muss insbesondere die Ele-

mente Kostenarten, Kostenstellen, Kostenträger und die Leistungserfas-

sung umfassen; sie muss den sachgerechten Ausweis der Kosten für die 

Leistungen erlauben (Art. 9 Abs. 2 und 3 VKL). Zur Ermittlung der Kosten 

für Anlagenutzung müssen die Spitäler eine Anlagebuchhaltung führen 

(vgl. Art. 10 Abs. 5 und Art. 10a VKL). Die Leistungsstatistik muss den 

sachgerechten Ausweis der erbrachten Leistungen erlauben (Art. 12 

Abs. 2 VKL; vgl. dazu auch Art. 13 VKL). Zu den Zielen der Kosten- und 

Leistungserfassung gehören gemäss Art. 2 Abs. 1 VKL namentlich die 

Schaffung der Grundlagen für die Unterscheidung der Leistungen und der 

Kosten zwischen der stationären, der ambulanten und der Langzeitbe-

handlung (Bst. a) und die Bestimmung der Leistungen und der Kosten der 

OKP in der ambulanten Behandlung im Spital und im Geburtshaus (Bst. d). 

Die Unterlagen eines Jahres sind ab dem 1. Mai des Folgejahres zur Ein-

sichtnahme bereitzuhalten. Zur Einsichtnahme berechtigt sind die Geneh-

migungsbehörden, die fachlich zuständigen Stellen des Bundes sowie die 

Tarifpartner (Art. 15 VKL).  

4.4 Die Spitäler sind somit aufgrund des KVG und der VKL verpflichtet, das 

für eine rechtskonforme Tariffestlegung massgebende Zahlenmaterial zur 

Verfügung zu stellen. Weiter ist auf die Mitwirkungspflicht der Parteien (vgl. 

Art. 13 VwVG) hinzuweisen, welcher im Tariffestsetzungsverfahren eine 

erhebliche Bedeutung zukommt (BVGE 2014/36 E. 1.5.1.2). Sie gilt insbe-

sondere für Tatsachen, welche die Behörde ohne die Mitwirkung der Partei 

gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand erheben könnte (Urteil C-

4308/2007 E. 6.6.2 mit Hinweisen; KRAUSKOPF/EMMENEGGER/BABEY, in: 

C-2079/2016 

Seite 17 

Praxiskommentar VwVG, 2. Aufl. 2016, Art. 13 Rz. 37). Die Mitwirkungs-

pflicht führt jedoch lediglich zu einer Relativierung des – auch im Tarif-

festsetzungsverfahren – geltenden Untersuchungsgrundsatzes (vgl. BVGE 

2014/18 E. 5.7.3), hebt diesen aber nicht auf. Ungeachtet der Pflicht der 

Parteien zur Mitwirkung obliegt es der zuständigen Behörde, den rechts-

erheblichen Sachverhalt von Amtes wegen vollständig und richtig zu 

ermitteln (KRAUSKOPF/EMMENEGGER/BABEY, a.a.O., Art. 12 Rz. 16 und 

Art. 13 Rz. 5). Es ist somit Aufgabe der Tariffestsetzungsbehörde, das für 

den Entscheid wesentliche Tatsachenmaterial zu beschaffen. Mit einem 

passiven Zuwarten und Abstellen auf die von den Parteien aus eigenem 

Antrieb eingereichten Unterlagen wird der Untersuchungspflicht nicht 

genüge getan (BVGE 2014/18 E. 5.7.3; Urteil C-6561/2015 E. 10.2). Die 

zuständige Kantonsbehörde hat die für eine rechtskonforme Tariffest-

setzung erheblichen Unterlagen bei den Parteien einzufordern (vgl. BVGE 

2014/3 E. 3.6.3; Urteil BVGer C-4334/2013 vom 11. November 2015 E. 6.6 

mit Hinweis). Nur wenn es der Behörde – in Nachachtung ihrer Untersu-

chungspflicht – nicht gelingt, hinreichend zuverlässige Daten zu erhalten, 

kommt eine Festsetzung aufgrund anderer, behelfsweise beigezogener 

Kriterien – wie die sogenannte „Parallelisierung“ – überhaupt in Frage (C-

4505/2013 E. 7.3). Dabei ist jedoch zu gewährleisten, dass ein Spital 

keinen Vorteil daraus ziehen kann, dass es – entgegen den Vorschriften – 

keine transparenten Daten eingereicht hat (vgl. BVGE 2014/3 E. 6.5; 

2015/39 E. 12.10; Urteil C-4334/2013 E. 8.6; siehe auch BVGE 2014/18 

E. 5.7.3; zum Ganzen: Urteil C-1918/2016 E. 6.4). 

4.4.1 Die vom Beschwerdegegner im Tariffestsetzungsverfahren einge-

reichten Unterlagen erlaubten keine rechtskonforme Tariffestsetzung. Es 

wurde weder eine Kostenrechnung im Sinne von Art. 9 VKL noch eine 

Anlagebuchhaltung (gemäss Art. 10 Abs. 5 i.V.m. Art. 10a VKL) vorgelegt. 

Das Spital beschränkte sich darauf, ein Formular „ITAR_K konsolidiert“ 

(mithin kein vollständiges ITAR_K) einzureichen, welches die Taxpunkt-

wertberechnung für sechs Spitäler der Zentralschweiz (darunter das 

KSOW) enthält. Ob es sich bei den angeführten Kosten nur um die für die 

OKP-Tarifberechnung ambulanter Physiotherapieleistungen anrechen-

baren Kosten handelt, lässt sich nicht feststellen. Ein hinreichend trans-

parenter Nachweis der Kosten OKP-pflichtiger Leistungen setzt voraus, 

dass auch die Kosten für nicht OKP-pflichtige Leistungen transparent 

ausgeschieden werden (vgl. BVGE 2014/3 E. 6.4; 2015/39 E. 12.5). Will 

sich die Festsetzungsbehörde auf die Angaben im ITAR_K stützen, so hat 

sie dieses vollständig (mit allen Kostenträgern) zu verlangen und sich nicht 

C-2079/2016 

Seite 18 

mit einem Auszug für den in Frage stehenden Leistungsbereich zu begnü-

gen. Aufgrund der Unterlagen muss zudem nachvollziehbar sein, nach wel-

chem Schlüssel einzelne Kosten auf die verschiedenen Kostenträger im 

ITAR_K verteilt wurden (Urteil BVGer C-3133/2013 vom 24. August 2015 

E. 10.5 mit Hinweisen; vgl. auch Urteil C-4308/2007 E. 6.6.4.3). Reicht das 

Spital keine Anlagebuchhaltung im Sinne von Art. 10 Abs. 5 in Verbindung 

mit Art. 10a VKL ein, ist die Festsetzungsbehörde gehalten, eine solche zu 

verlangen (Urteil BVGer C-4479/2013 vom 12. November 2015 E. 5.9.3; 

Urteil C-1918/2016 E. 6.4.1). 

4.4.2 Die Vorinstanz hat es unterlassen, vom Beschwerdegegner die voll-

ständigen und transparenten Daten zu verlangen. Sie ist somit ihrer Unter-

suchungspflicht nicht nachgekommen. Die Voraussetzungen für eine aus-

nahmsweise Festsetzung des Taxpunktwertes ohne Berücksichtigung der 

konkreten Kosten- und Leistungsdaten waren daher nicht erfüllt. 

4.4.3 Es trifft zwar zu, dass eine Angleichung der Taxpunktwerte für Spitä-

ler und in freier Praxis tätige Physiotherapeutinnen und -therapeuten anzu-

streben ist (vgl. zum TARMED-Taxpunktwert Urteil C-2997/2012 E. 7.6; Ur-

teil BVGer C-1220/2012 vom 22. September 2015 E. 7.8.4). Dieses Ziel gilt 

indessen nicht absolut, denn es sind auch die übrigen Tarifgestaltungs-

grundsätze des KVG – namentlich der Wirtschaftlichkeit und der betriebs-

wirtschaftlichen Bemessung der Tarife – zu beachten (vgl. Urteil BVGer C-

3583/2013 vom 8. Juni 2017 E. 11.6.3). Der Vergleich mit anderen Leis-

tungserbringern hat in der Regel beim zweiten Schritt der Tariffestsetzung, 

mithin bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung zu erfolgen (anders bei stationä-

ren Spitaltarifen [Bereich Akutsomatik], vgl. Urteile BVGer C-3497/2013 

vom 26. Januar 2015 E. 3.1.3; C-2350/2014 vom 29. Januar 2016 E. 4; 

grundlegend: BVGE 2014/3 E. 2.8 ff.). Würde der Taxpunktwert für physio-

therapeutische Leistungen eines Spitals unabhängig von hinreichend aus-

gewiesenen Kosten auf das Niveau anderer Leistungserbringer angeho-

ben, stünde dies im Widerspruch zu dem in Art. 59c Abs. 1 KVV veranker-

ten Grundsatz, wonach ein Tarif höchstens die transparent ausgewiesenen 

Kosten der Leistung sowie höchstens die für eine effiziente Leistungser-

bringung erforderlichen Kosten decken darf (Urteil C-1918/2016 E. 6.4.3).  

4.5 Weiter ist auf die Frage einzugehen, ob sich die Kantonsbehörde bei 

der Taxpunktwertfestsetzung grundsätzlich auf das vom Spital eingereichte 

Formular ITAR_K stützen darf. 

C-2079/2016 

Seite 19 

4.5.1 Die Vorinstanz führte im angefochtenen Beschluss aus, das Bundes-

verwaltungsgericht habe das Tarifherleitungsmodell ITAR_K – wenn auch 

nur im stationären Bereich – „geprüft und als KVG-konform bezeichnet“. 

Die Beschwerdeführerinnen bestreiten vorliegend die Anwendbarkeit von 

ITAR_K. 

4.5.2 In BVGE 2014/3 (betreffend stationäre Spitaltarife) hat das Bundes-

verwaltungsgericht erwogen, die Anwendbarkeit der vom Branchenver-

band H+ erarbeiteten Rechnungslegungs- und Tarifherleitungsmodelle RE-

KOLE® und ITAR_K sei angesichts der Bedeutung und der Verbreitung, 

welche diese zwischenzeitlich erlangt haben, nicht grundsätzlich in Frage 

zu stellen. Zu prüfen sei jedoch, ob einzelne in diesen Modellen enthaltene 

Berechnungsvorgaben gesetzeskonform sind (BVGE 2014/3 E. 3.4.3). Auf 

die im ITAR_K ausgewiesenen Anlagenutzungskosten kann nur abgestellt 

werden, wenn sichergestellt ist, dass diese den Vorgaben der VKL entspre-

chen (BVGE 2015/39 E. 11.8; Urteil C-4334/2013 E. 6.5). Aus der Recht-

sprechung kann daher nicht abgeleitet werden, dass ITAR_K per se KVG-

konform sei (Urteil C-1918/2016 E. 6.5.1). 

4.5.3 Die Festsetzung des Taxpunktwerts gestützt auf ITAR_K ist nach der 

Rechtsprechung nicht grundsätzlich unzulässig (Urteile C-2380/2012 

E. 7.3.2; C-4505/2013 E. 7.3). Wie im stationären Bereich kann jedoch 

nicht ohne weitere Prüfung auf die Angaben im ITAR_K abgestellt werden 

(Urteil C-1918/2016 E. 6.5.2). 

5.  

Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, die Vorinstanz habe 

zu Unrecht nicht abgeklärt, ob das KSOW von Medikamentenrabatten pro-

fitiere. Den Antrag von tarifsuisse, die Weitergabe von allfälligen Medika-

mentenrabatten anzuordnen, habe die Vorinstanz mit der Begründung er-

ledigt, eine Verknüpfung von Rabattforderungen mit Taxpunktwerten sei 

sachfremd und nicht zulässig. Es sei kein Grund ersichtlich, weshalb das 

Thema Rabatte von der Vorinstanz nicht hätte behandelt werden können. 

5.1 Im angefochtenen Beschluss hielt die Vorinstanz hierzu fest, im vorlie-

genden Verfahren sei lediglich der Taxpunktwert Physiotherapie zu bestim-

men. Die Medikamentenpreise seien auf nationaler Ebene in der Speziali-

tätenliste geregelt. Der Regierungsrat sehe keine Notwendigkeit und auch 

keine Verpflichtung für weitere vertragliche Regelungen in diesem Bereich 

(act. 1 Beilage 1 S. 7). Obwohl aus dem Dispositiv des angefochtenen 

Beschlusses nicht ersichtlich, ist die Vorinstanz auf den Antrag betreffend 

C-2079/2016 

Seite 20 

Medikamentenrabatte nicht eingetreten. Das Bundesverwaltungsgericht 

hat demnach nur zu beurteilen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf diesen 

Antrag eingetreten ist. Auf darüber hinausgehende Begehren ist hingegen 

nicht einzutreten (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 

Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 30 

Rz. 2.7 f.). 

5.2 Laut Art. 52 Abs. 1 KVG erstellt das Bundesamt nach Anhören der zu-

ständigen Kommissionen und unter Berücksichtigung der Grundsätze nach 

den Art. 32 Abs. 1 KVG (wonach die Leistungen wirksam, zweckmässig 

und wirtschaftlich sein müssen) und Art. 43 Abs. 6 KVG eine Liste der phar-

mazeutischen Spezialitäten und konfektionierten Arzneimittel mit Preisen 

(Spezialitätenliste). Diese hat auch die mit den Originalpräparaten aus-

tauschbaren preisgünstigeren Generika zu enthalten (Bst. b). Die Spezia-

litätenliste zählt die pharmazeutischen Spezialitäten und konfektionierten 

Arzneimittel im Sinne einer Positivliste abschliessend auf (BGE 139 V 375 

E. 4.2; 142 V 325 E. 2.2). Es dürfen höchstens die in der Spezialitätenliste 

festgesetzten Preise verrechnet werden (Art. 52 Abs. 3 KVG). Die Spezia-

litätenliste enthält die bei Abgabe durch Apothekerinnen und Apotheker, 

Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler und Pflegeheime massgebenden 

Höchstpreise (Art. 67 Abs. 1 KVV). Die OKP hat grundsätzlich (vgl. BGE 

142 V 325 E. 2.2 ff.) nur die in der Spezialitätenliste aufgeführten Arznei-

mittel entsprechend dem festgelegten Höchstpreis zu vergüten.  

5.3 Nach der Rechtsprechung unterstehen die Tarifparteien in Bezug auf 

die in Art. 52 KVG aufgeführten Leistungen – und somit auch betreffend die 

in der Spezialitätenliste aufgeführten Arzneimittel – keiner Verhandlungs-

pflicht. Folglich verfügen die Kantonsregierungen nicht über die Kompe-

tenz, subsidiär gestützt auf Art. 47 KVG hoheitlich einen (höheren, tieferen 

oder gleich hohen) Tarif zur individuellen Vergütung dieser Leistungen zu 

erlassen (BVGE 2015/52 E. 6.5.8; betreffend Pauschaltarife vgl. E. 6.8.1). 

Das Verfahren betreffend Erlass und Anpassung der Spezialitätenliste ist 

durch das Bundesrecht (das KVG und dessen Ausführungsverordnungen) 

verbindlich geregelt, weshalb davon nicht abgewichen werden darf (vgl. 

BVGE 2015/52 E. 6.5.5 m.H. auf RKUV 1999 S. 150 E. II.4.1). 

5.4 Die Beschwerdeführerinnen berufen sich auf Art. 56 KVG. Nach des-

sen Abs. 3 Bst. b muss der Leistungserbringer dem Schuldner der Vergü-

tung (Versicherer oder versicherte Person), die direkten oder indirekten 

Vergünstigungen weitergeben, die ihm Personen oder Einrichtungen ge-

C-2079/2016 

Seite 21 

währen, welche Arzneimittel oder der Untersuchung oder Behandlung die-

nende Mittel oder Gegenstände liefern. Art. 56 Abs. 4 KVG bestimmt, dass 

die versicherte Person oder der Versicherer deren Herausgabe verlangen 

kann, wenn der Leistungserbringer die Vergünstigung nicht weitergibt.  

5.5 Die Pflicht, Medikamentenrabatte (einzelfallspezifisch) weiterzugeben, 

ergibt sich unmittelbar aus dem Gesetz und bedarf keiner zusätzlichen An-

ordnung. Die Durchsetzung dieser Weitergabepflicht obliegt nach der ak-

tuellen gesetzlichen Regelung den Krankenversicherern. Dass diese oft 

daran scheitern, dass sie die erforderlichen Informationen zum Einkauf von 

Arzneimitteln durch den Leistungserbringer nicht erhältlich machen können 

(vgl. GEBHARD EUGSTER, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, 

Soziale Sicherheit, 3. Aufl. 2016, S. 690 Rz. 931), hat auch der Gesetzge-

ber erkannt. Um das Vollzugsdefizit in diesem Bereich zu beheben, wurde 

im Rahmen der Revision des Heilmittelgesetzes (Änderung vom 18. März 

2016) ein neuer Art. 82a KVG eingefügt (noch nicht in Kraft, vgl. AS 2017 

2745, S. 2782 und 2775). Dieser beauftragt das BAG mit der Kontrolle der 

Weitergabe von Vergünstigungen und ermächtigt das Bundesamt, bei Ver-

sicherern und Leistungserbringern sowie deren Lieferanten die nötigen An-

gaben zu erheben (vgl. auch „Erläuterungen zur Verordnung über Integrität 

und Transparenz im Heilmittelbereich [VITH] und zur Änderung der Verord-

nung über die Krankenversicherung [KVV]“ des BAG vom Mai 2017, abruf-

bar unter < https://www.bag.admin.ch/bag/ de/home/themen/mensch-ge-

sundheit/biomedizin-forschung/heilmittel/aktuelle-rechtsetzungsprojek-

te/ordentliche-revision-hmg.html > [besucht am 6.12.2017]). 

5.6 Als Tariffestsetzungsbehörde war die Vorinstanz nach dem Gesagten 

weder gehalten noch ermächtigt, die Weitergabe von Medikamentenrabat-

ten zu einem bestimmten Prozentsatz anzuordnen. Auf den diesbezügli-

chen Antrag von tarifsuisse ist sie demnach zu Recht nicht eingetreten. 

6.  

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der streitige Tariffestsetzungsbe-

schluss den bundesrechtlichen Anforderungen in formeller und materieller 

Hinsicht nicht entspricht. Insbesondere wurde der Taxpunktwert für ambu-

lante physiotherapeutische Leistungen des Beschwerdegegners nicht auf-

grund individueller (transparenter) Daten und anschliessender Wirtschaft-

lichkeitsprüfung bestimmt; zudem ist die Vorinstanz ihrer Untersuchungs-

pflicht nicht nachgekommen. Der angefochtene Beschluss ist daher aufzu-

heben und die Sache ist an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit sie vom 

C-2079/2016 

Seite 22 

Beschwerdegegner vollständige und transparente Daten verlange und an-

schliessend, den Tarifgestaltungsgrundsätzen des KVG entsprechend, den 

Taxpunktwert neu festsetze; dabei wird sie auch den Anspruch auf rechtli-

ches Gehörs der Parteien beachten.  

6.1 Der Antrag 1 der Beschwerdeführerinnen, wonach der angefochtene 

Beschluss aufzuheben sei, ist demnach gutzuheissen. Abzuweisen ist hin-

gegen Antrag 5 betreffend Medikamentenrabatte, soweit darauf einzutre-

ten ist.  

6.2 Der Antrag 3 betreffend reformatorische Festsetzung des Taxpunkt-

werts durch das Gericht ist als Eventualantrag formuliert. Unter Ziff. 2.1 bis 

2.5 führen die Beschwerdeführerinnen verschiedene (nicht als Verfahrens-

anträge bezeichnete) Beweisanträge auf, wobei im Wesentlichen die von 

tarifsuisse im vorinstanzlichen Verfahren gestellten Anträge übernommen 

wurden (vgl. act. 6 Beilage 7 S. 3). Erst in Ziff. 2.5 folgt das Begehren, die 

Sache sei – nach Einholen der beantragten Beweismittel und einer weite-

ren Stellungnahme der Beschwerdeführerinnen – zur erneuten Beurteilung 

an den Regierungsrat „zurückzuweisen, zur Begründung der Höhe des 

festgesetzten Tarifs“ (act. 1 S. 2). Gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG entschei-

det die Beschwerdeinstanz in der Sache selbst oder weist diese aus-

nahmsweise mit verbindlichen Weisungen an die Vorinstanz zurück. Bei 

Beschwerdeverfahren betreffend Tariffestsetzung nimmt das Bundesver-

waltungsgericht ‒ mit dem Ziel, ein reformatorisches Urteil zu fällen ‒ nur 

ausnahmsweise selber ergänzende Sachverhaltsabklärungen vor, denn es 

hat einerseits die in Art. 53 Abs. 2 Bst. a KVG verankerte Novenregel und 

andererseits den der Vorinstanz zustehenden Ermessensspielraum zu 

beachten (vgl. dazu BVGE 2014/3 E. 1.5.4; 2014/36 E. 1.5). Es obliegt 

primär der zuständigen Kantonsbehörde, die tarifrelevanten Daten zu erhe-

ben (vgl. vorne E. 4.4 sowie Urteil C-6561/2015 E. 12 m.H.; BVGE 2014/36 

E. 1.5.1.1). Weshalb das Bundesverwaltungsgericht anstelle der kanto-

nalen Behörde den rechtserheblichen Sachverhalt abklären und anschlies-

send die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückweisen soll, 

ist nicht nachvollziehbar und wird von den Beschwerdeführerinnen nicht 

begründet. Die unter Ziff. 2.1 bis 2.5 aufgeführten Anträge sind daher 

abzuweisen, soweit damit mehr als die Rückweisung an die Vorinstanz 

beantragt wird. 

6.3 Was den Antrag 4 betreffend rückwirkende Geltendmachung einer 

allfälligen Tarifdifferenz betrifft, ist der Beschluss des Regierungsrates vom 

C-2079/2016 

Seite 23 

21. April 2015 betreffend provisorische Tarife (RRB 406/2015) heranzuzie-

hen. Darin wurde die rückwirkende Geltendmachung einer Tarifdifferenz 

durch die Berechtigten vorbehalten (Ziff. 2). Vorsorgliche Massnahmen 

haben grundsätzlich bis zum Eintritt der Rechtskraft der Hauptverfügung 

Bestand (vgl. STEFAN VOGEL, Vorsorgliche Massnahmen, in: Häner/Wald-

mann [Hrsg.], Das erstinstanzliche Verwaltungsverfahren, 2008, S. 98; 

KIENER/RÜTSCHE/KUHN, Öffentliches Verfahrensrecht, 2012, Rz. 471; 

ISABELLE HÄNER, Vorsorgliche Massnahmen im Verwaltungsverfahren und 

Verwaltungsprozess, ZSR 1997 II, Ziff. 193; HANSJÖRG SEILER, in: Praxis-

kommentar VwVG, Waldmann/Weissenberger [Hrsg.], 2. Aufl. 2016, 

Art. 56 Rz. 54; vgl. auch Urteil BVGer C-4334/2013 vom 11. November 

2015 Bst. E). Da vorliegend der angefochtene Beschluss aufgehoben und 

die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, gilt das mit RRB 

406/2015 Angeordnete weiterhin. Antrag 4 wird mit dem vorliegenden Urteil 

demnach gegenstandslos. 

7.  

Zu befinden ist abschliessend über die Verfahrenskosten und allfällige Par-

teientschädigungen. 

7.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt die Verfahrenskosten in der 

Regel der unterliegenden Partei. Unterliegt diese nur teilweise, so werden 

die Verfahrenskosten ermässigt (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Den Vorinstanzen 

werden keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). Die 

Spruchgebühr richtet sich nach Umfang und Schwierigkeit der Streitsache, 

Art der Prozessführung und finanzieller Lage der Parteien (vgl. Art. 63 

Abs. 4bis VwVG; zur Qualifikation als vermögensrechtliche Streitigkeit vgl. 

BVGE 2010/14 E. 8.1.3).  

Für das vorliegende Beschwerdeverfahren sind die Verfahrenskosten 

– unter Berücksichtigung des Parallelverfahrens – auf CHF 2‘500.- festzu-

setzen (vgl. auch Urteil C-1918/2016 E. 8.1). Die je teilweise obsiegenden 

beziehungsweise unterliegenden Beschwerdeführerinnen und der 

Beschwerdegegner haben die Verfahrenskosten je zur Hälfte zu tragen. 

Der von den Beschwerdeführerinnen zu übernehmende Betrag von CHF 

1‘250.- ist dem geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen, der Rest-

betrag von CHF 3‘750.- wird ihnen zurückerstattet.  

7.2 Gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG hat die (teilweise) obsiegende Partei An-

spruch auf eine Parteientschädigung für die ihr erwachsenen notwendigen 

und verhältnismässig hohen Kosten. Weder die Beschwerdeführerinnen 

C-2079/2016 

Seite 24 

noch der Beschwerdegegner sind anwaltlich vertreten. Da beiden Parteien 

keine verhältnismässig hohen Kosten erwachsen sind, haben sie keinen 

Anspruch auf Parteientschädigung (vgl. auch Art. 7 Abs. 4 und Art. 9 Abs. 2 

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-

gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

8.  

Die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundes-

gericht gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die 

das Bundesverwaltungsgericht gestützt auf Art. 33 Bst. i VGG in Verbin-

dung mit Art. 53 Abs. 1 KVG getroffen hat, ist gemäss Art. 83 Bst. r BGG 

(SR 173.110) unzulässig. Das vorliegende Urteil ist somit endgültig. 

 

 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene 

Beschluss aufgehoben. Die Sache wird zur ergänzenden Sachverhalts-

abklärung und erneuten Festsetzung des Taxpunktwerts im Sinne der 

Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die 

Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2.  

Den Beschwerdeführerinnen werden Verfahrenskosten von CHF 1‘250.- 

auferlegt. Der Betrag wird dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen. 

Der Restbetrag von CHF 3‘750.- wird ihnen zurückerstattet. 

Dem Beschwerdegegner werden Verfahrenskosten von CHF 1‘250.- auf-

erlegt. Der Betrag ist innert 30 Tagen nach Zustellung des vorliegenden 

Urteils der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

  

C-2079/2016 

Seite 25 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerinnen (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl-

adresse) 

– den Beschwerdegegner (Gerichtsurkunde; Beilage: Einzahlungs-

schein) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. RRB 341/2016; Gerichtsurkunde) 

– das Bundesamt für Gesundheit (Einschreiben) 

– die Preisüberwachung (Kopie zur Kenntnis) 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Christoph Rohrer Susanne Fankhauser 

 

 

 

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