# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d87a5db8-1fad-5374-bb83-2a4fcfc3b834
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2009-11-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.11.2009 D-2685/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2685-2008_2009-11-17.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2685/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 7 .  N o v e m b e r  2 0 0 9

Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richter Daniel Schmid, 
Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Sri Lanka,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asylgesuch aus dem Ausland und Einreisebewilligung; 
Verfügung des BFM vom 25. März 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2685/2008

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer, ein srilankischer Staatsangehöriger tamilischer 
Ethnie  aus B._______,  suchte  mit  in  englischer  Sprache verfasstem 
Schreiben  vom  31.  Oktober  2006  (Eingang  Botschaft:  6. November 
2006)  an die  Schweizerische Vertretung in  Colombo um Asyl  in  der 
Schweiz nach.

B.
Mit  Schreiben  vom 20. November  2006  forderte  die  Schweizerische 
Botschaft  in  Colombo  den  Beschwerdeführer  auf,  seine  Vorbringen 
und allfällige unterstützende Dokumente sowie Kopien von Identitäts-
papieren  als  seine  letzte  und  bindende  Eingabe  („final  and  binding 
submission“) bis zum 20. Dezember 2006 einzureichen, sofern er am 
Gesuch festhalten wolle. 

C.
Mit Eingabe vom 25. November 2006 (Eingang Botschaft: 28. Novem-
ber 2006) reichte der Beschwerdeführer bei der Botschaft ein Schrei-
ben ein, in welchem er sein Asyl- und Einreisegesuch erneuerte und 
welchem  er  Kopien  der  Todesscheine  betreffend  C._______  und 
D._______ beilegte.

D.
Mit einem an die Botschaft gerichteten Schreiben vom 17. Januar 2007 
(Eingang Botschaft: 22. Januar 2007) ersuchte der Beschwerdeführer 
um baldige Behandlung seines Asylgesuchs.

E.
In seiner Eingabe vom 18. Mai 2007 (Eingang Botschaft: 22. Mai 2007) 
brachte  der  Beschwerdeführer  einen  erneuten  kurzen  Abriss  seiner 
Asylvorbringen vor und reichte mit dieser Kopien eines Schreibens der 
Sri Lanka Monitoring Mission (SLMM), Kopien ausgestellter Karten der 
SLMM,  des  International  Committee  of  the  Red  Cross  (ICRC),  des 
Amts  des  Hohen  Flüchtlingskommissars  der  Vereinten  Nationen 
(UNHCR),  Kopien der  bereits  eingereichten Todesscheine sowie  Ko-
pien seines Geburtsregisterauszuges und seiner Identitätskarte ein.

F.
Mit  Schreiben  vom 31.  Juli  2007  überwies  die  Schweizerische  Bot-

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schaft in Colombo - ohne den Beschwerdeführer angehört zu haben - 
das Asylgesuch an das BFM.

G.
Mit Schreiben vom 14. und 27. November 2007 überwies die Schwei-
zerische Botschaft in Colombo weitere Ergänzungsschreiben des Be-
schwerdeführers vom 22. August,  18. September, 4. Oktober, 6. und 
21. November 2007 an das BFM.

H.
Mit E-Mail-Schreiben vom 10. Dezember 2007 ersuchte die Vorinstanz 
die Schweizerische Botschaft in Colombo um Durchführung einer An-
hörung des Beschwerdeführers.

I.
Am 11. Januar 2008 wurde der Beschwerdeführer von der Schweizeri-
schen Botschaft in Colombo angehört. Dabei führte er zur Begründung 
seines Asylgesuchs im Wesentlichen aus, er habe als (...) und als (...) 
gearbeitet.  Im Jahre  Y._______ sei  sein  Vater  von der  srilankischen 
Armee getötet worden. Während der Jahre (...) habe er die Liberation 
Tigers  of  Tamil  Eelam  (LTTE)  zwangsweise  mit  Lebensmitteln 
unterstützt. Im Jahre 1988 sei ihr ganzes Dorf von der Indian Peace 
Keeping Force (IPKF) zwangsgeräumt worden und man habe ihn und 
seine Familie vorübergehend umgesiedelt. Nach dem Abzug der IPKF 
seien  sie  dann  wieder  in  ihr  Dorf  zurückgekehrt.  Zwischen  (...) 
respektive  im Jahre  Z._______  seien  zwei  Angehörige  des  Criminal 
Investigation  Departement  (CID)  in  seinem  Haus  von  den  LTTE 
aufgespürt  und festgenommen worden,  wobei  einer  die  Flucht  habe 
ergreifen  können. An  der  Festnahme des anderen CID-Beamten sei 
ihm  in  der  Folge  seitens  der  srilankischen  Sicherheitskräfte  ein 
Mitverschulden  angelastet  worden.  Im  Jahre  W._______  sei  eine 
Granate auf ihr Haus niedergegangen, welche C._______ getötet und 
in  der  Folge  einen  Wechsel  ihres  Wohnortes  nach  E._______  zur 
Folge  gehabt  habe.  Im  V._______  habe  ihn  die  srilankische  Armee 
während  drei  beziehungsweise  vier  Monaten  ohne  Anklage 
festgehalten und gefoltert, wobei er zum Vorfall mit der Verhaftung des 
CID-Angehörigen  befragt  worden  sei.  Auf  Ersuchen  eines  Ar-
meeangehörigen, der sich für sie eingesetzt  habe, sei er schliesslich 
wieder  freigelassen  worden.  Im  Jahre  U._______  sei  D._______  im 
Rahmen der Armee-Operation "Ranagosa" umgekommen, worauf sie 
nach B._______ umgezogen seien. Ab dem Jahre T._______ hätten 

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ihn Angehörige der srilankischen Armee wiederholt  gesucht; er habe 
sich  aber  versteckt  gehalten  und  dies  der  SLMM  gemeldet.  Die 
Belästigungen der Armee hätten jedoch angedauert, weshalb er in ein 
neues Haus in F._______ in der Nähe von B._______ gezogen sei. Am 
S._______ sei er in Begleitung von zwei weiteren Personen auf dem 
Weg nach B._______ gewesen, als zwei unbekannte Personen seinen 
Namen  gerufen  und  anschliessend  geschossen  hätten.  An  seiner 
Stelle  sei  jedoch  einer  der  beiden  ihn  begleitenden  Männer  tödlich 
getroffen worden. Schliesslich seien am R._______ zehn bis fünfzehn 
bewaffnete  und  schwarz  gekleidete  Männer  bei  ihm  zu  Hause 
erschienen  und  hätten  seine  Ehefrau  nach  seinem Verbleib  gefragt. 
Man  habe  ihr  ausgerichtet,  dass  er  bei  einer  Rückkehr  im  Haus 
bleiben und nicht flüchten solle.

J.
Mit Schreiben vom 11. Januar 2008 überwies die Schweizerische Bot-
schaft in Colombo - nebst Kopien der Beilagen zum Asylgesuch - das 
Befragungsprotokoll der Botschaft gleichen Datums an das BFM.

K.
Mit  Verfügung vom 25. März  2008 wies  das BFM das Einreise-  und 
Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  gestützt  auf  Art.  20  Abs. 2  des 
Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  i.V.m.  Art.  3 
AsylG ab. Zur Begründung führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, 
die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  müssten  aufgrund  ihrer 
realitätsfremden Schilderungen als  unglaubhaft  beurteilt  werden. Die 
tragischen  Ereignisse  bezüglich  (...)  stellten  Folgen  der  damaligen 
Kriegssituation  in  seiner  Herkunftsregion  dar.  Dabei  handle  es  sich 
nicht um Nachteile, welche als zielgerichtete Verfolgung im Sinne von 
Art. 3 AsylG eingestuft werden könnten. 

Die Verfügung wurde am 3. April 2008 durch Vermittlung der Schwei-
zerischen Vertretung in Colombo an den Beschwerdeführer geschickt.

L.
Mit in englischer Sprache verfasster und an das BFM gerichteter Ein-
gabe vom 12. April 2008, welche - jeweils mit der Bitte um Prüfung, ob 
es sich bei der Eingabe um eine Beschwerde handle - mit Schreiben 
der Vorinstanz vom 25. April  2008 an das Bundesverwaltungsgericht 
übermittelt  (Eingang  Bundesverwaltungsgericht:  28.  April  2008)  res-
pektive mit Schreiben der Botschaft vom 21. April  2008 an das Bun-
desverwaltungsgericht  weitergeleitet  wurde  (Eingang  Bundesverwal-

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tungsgericht: 29. April 2008) nahm der Beschwerdeführer Stellung zur 
vorinstanzlichen Verfügung vom 25. März 2008 und ersuchte um Be-
willigung der Einreise in  die Schweiz sowie sinngemäss um Gewäh-
rung von Asyl. Ausserdem wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass 
er  -  um eine vollständige Antwort  auf  den BFM-Entscheid geben zu 
können - eine  englische Übersetzung desselben benötige.

M.
Mit Eingabe vom 13. Mai 2008 überwies die Schweizerische Botschaft 
in Colombo - nebst einem Schreiben der Botschaft an den Beschwer-
deführer, in welchem ihm das Dispositiv des angefochtenen Entschei-
des auf Englisch übersetzt, jedoch auf die Unmöglichkeit einer weiter-
gehenden Übersetzung hingewiesen wurde, Kopien bereits eingereich-
ter Beilagen zum Asylgesuch, dem angefochtenen Entscheid des BFM 
sowie  Bestätigungs-  und  Unterstützungsschreiben  Dritter  -  eine  mit 
"An Appeal to the decision made bei the BFM" betitelte Eingabe vom 
1. Mai 2008 an das BFM. In dieser beantragte der Beschwerdeführer 
(erneut) die Aufhebung der vorinstanzlichen Verfügung vom 25. März 
2008. Die gleiche Eingabe vom 1. Mai 2008 wurde von der Botschaft in 
Colombo  am 13.  Mai  2008  direkt  an  das  Bundesverwaltungsgericht 
weitergeleitet. Auf die Begründungen der Eingaben des Beschwerde-
führers  wird,  soweit  wesentlich,  in  den  nachfolgenden  Erwägungen 
eingegangen.

N.
Mit Schreiben vom 9. Juni 2008 erkundigte sich der Beschwerdeführer 
bei der Schweizer Botschaft in Colombo schriftlich nach einer Antwort 
auf seine Beschwerde. Mit an die Vorinstanz und die Botschaft gerich-
teten und an das Bundesverwaltungsgericht weitergeleiteten Eingaben 
vom 25. Dezember 2008 (Eingang BFM: 5. Januar 2009; Eingang Bot-
schaft und Bundesverwaltungsgericht: 6. und 12. Januar 2009) und je-
weils  identischer  und  unter  vier  Malen  eingereichter  Eingabe  vom 
1. Mai beziehungsweise 1. August 2009 (Eingang BFM: 19. Mai 2009, 
1. Juli 2009, 1. September 2009 und 6. November 2009; Eingang Bun-
desverwaltungsgericht:  20.  Mai  2009,  2.  Juli  2009,  10. September 
2009 und 10. November 2009), wies der Beschwerdeführer erneut auf 
seine schwierige  Situation  in  Sri  Lanka hin  und  dass  auf  seine Be-
schwerde bis dato noch nicht geantwortet worden sei. Bei drei von den 
vier Mal eingereichten gleichen Schreiben legte der Beschwerdeführer 
eine deutsche Übersetzung seiner Rechtsmitteleingabe bei.

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Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Ju-
ni 2005  (VGG,  SR 173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  des  Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021). Das BFM gehört zu den Behörden nach Art. 33 VGG und 
ist  daher  eine  Vorinstanz  des  Bundesverwaltungsgerichts.  Eine  das 
Sachgebiet  betreffende  Ausnahme  im  Sinne  von  Art.  32  VGG  liegt 
nicht  vor. Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  daher  zuständig  für  die 
Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entscheidet in diesem 
Bereich endgültig (Art. 105 AsylG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG).

1.3 Die Beschwerde vom 12. April 2008 ist nicht in einer Amtssprache 
des Bundes abgefasst. Aus prozessökonomischen Gründen wurde auf 
eine  Rückweisung  der  englischsprachigen  Beschwerdeeingabe  zur 
Übersetzung in eine Amtssprache verzichtet, da die (teilweise sinnge-
mäss) gestellten Rechtsbegehren verständlich sowie begründet sind. 
Zudem wurde zur  zunächst  nur in  englischer  Sprache eingereichten 
Beschwerdeergänzung vom 1. Mai 2008 mit der nachfolgenden, beim 
BFM am 1. Juli 2009 eingegangenen Eingabe eine deutsche Überset-
zung eingereicht. Der vorliegende Entscheid ergeht in deutscher Spra-
che (vgl. Art. 33a Abs. 2 VwVG i.V.m. Art. 6 AsylG).

1.4 Die  Beschwerde  ist,  abgesehen vom sprachlichen Mangel,  frist- 
und formgerecht eingereicht. Der Beschwerdeführer ist durch die an-
gefochtene Verfügung besonders berührt  und hat ein schutzwürdiges 
Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise  Änderung.  Der  Be-
schwerdeführer ist  daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1, Art. 50 und 52 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.

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2.  
2.1 Das Bundesamt kann ein im Ausland gestelltes Asylgesuch ableh-
nen,  wenn  die  asylsuchenden  Personen  keine  Verfolgung  glaubhaft 
machen können oder ihnen die Aufnahme in einem Drittstaat zugemu-
tet  werden  kann  (Art.  3,  Art.  7  und  Art.  52  Abs. 2  AsylG). Gemäss 
Art. 20 Abs. 2 AsylG bewilligt das Bundesamt Asylsuchenden die Ein-
reise zur Abklärung des Sachverhaltes,  wenn ihnen nicht  zugemutet 
werden kann,  im Wohnsitz-  oder  Aufenthaltsstaat  zu bleiben oder  in 
ein anderes Land auszureisen. Gestützt auf Art. 20 Abs. 3 AsylG kann 
das Eidgenössische Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) schweize-
rische Vertretungen ermächtigen, Asylsuchenden die Einreise zu be-
willigen, die glaubhaft machen, dass eine unmittelbare Gefahr für Leib 
und Leben oder für die Freiheit aus einem anderen Grund nach Art. 3 
Abs. 1 AsylG bestehe. 

2.2 Die Voraussetzungen zur Erteilung einer Einreisebewilligung sind 
grundsätzlich restriktiv zu umschreiben, wobei den Behörden ein wei-
ter  Ermessensspielraum zukommt. Neben der  erforderlichen Gefähr-
dung im Sinne von Art. 3 AsylG sind namentlich die Beziehungsnähe 
zur Schweiz, die Möglichkeit der Schutzgewährung durch einen ande-
ren  Staat,  die  Beziehungsnähe  zu  anderen  Staaten,  die  praktische 
Möglichkeit  und  objektive  Zumutbarkeit  zur  anderweitigen  Schutzsu-
che  sowie  die  voraussichtlichen  Eingliederungs-  und  Assimilations-
möglichkeiten  in  Betracht  zu  ziehen. Ausschlaggebend für  die  Ertei-
lung der Einreisebewilligung ist  dabei die Schutzbedürftigkeit der be-
troffenen Personen,  mithin  die  Prüfung der  Fragen,  ob eine Gefähr-
dung im Sinne von Art. 3 AsylG glaubhaft  gemacht wird und ob der 
Verbleib  am Aufenthaltsort  für  die  Dauer  der  Sachverhaltsabklärung 
zugemutet werden kann (vgl. dazu beispielsweise Urteil  des Bundes-
verwaltungsgerichts D-2490/2009 vom 16. Juni 2009, mit weiteren Hin-
weisen.

3. Zur Prüfung steht vorliegend, ob die vorinstanzlichen Erwägungen 
zur  fehlenden  Einreisebeachtlichkeit  der  vorgebrachten  Benachteili-
gungen zutreffend sind.

3.1 Die Vorinstanz führte  zur  Begründung ihres Entscheides im We-
sentlichen aus, es müsse als realitätsfremd bezeichnet werden, dass 
die srilankischen Sicherheitskräfte nicht unmittelbar nach dem Vorfall 
im  Jahre  Z._______,  bei  welchem  zwei  Angehörige  einer 
Spezialeinheit  derselben  im  Haus  des  Beschwerdeführers  von  den 

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LTTE  aufgespürt  und  festgenommen  worden  seien,  gegen  den 
Beschwerdeführer  vorgegangen  seien,  sondern  erst  im  Jahre 
Q._______.  Daneben  erscheine  es  unwahrscheinlich,  dass  der 
Beschwerdeführer  im  Jahre  Q._______  trotz  des  gravierenden 
Verdachts,  für  die  Festnahme  eines  Angehörigen  der  srilankischen 
Sicherheitskräfte  durch  die  LTTE  verantwortlich  gewesen  zu  sein, 
allein  aufgrund  eines  einzelnen  mitleidigen  Armeeangehörigen,  der 
auch noch seine Wunden gepflegt haben soll, wieder auf freien Fuss 
gesetzt  worden  wäre.  Hinsichtlich  des  Vorfalls  vom  S._______  in 
B._______, wo auf den Beschwerdeführer geschossen, dabei jedoch 
versehentlich  sein  ihn  begleitender  Freund  getötet  worden  sei,  falle 
auf,  dass  der  Beschwerdeführer  nicht  einmal  den  Namen  dieses 
getöteten Freundes habe nennen können. Weiter habe der Beschwer-
deführer keinen nachvollziehbaren Grund dafür geliefert, aus welchem 
Motiv  die  Männer  auf  ihn  hätten  schiessen  sollen.  Zudem sei  nicht 
nachvollziehbar,  dass  diese  Männer,  die  sich  offenbar  auf  Hörweite 
zum  Beschwerdeführer  befunden  haben  sollen,  aus  dieser  kurzen 
Distanz nicht ihn, sondern versehentlich seinen Freund getroffen hät-
ten.  Darüber  hinaus  habe  der  Beschwerdeführer  vorgebracht,  dass 
zehn  bis  fünfzehn  Männer  in  schwarzer  Kleidung  am  R._______  in 
seiner Abwesenheit  zu ihm nach Hause gekommen seien und seine 
Ehefrau  unter  Drohungen  nach  ihm  gefragt  hätten.  Diesbezüglich 
erstaune es, dass diese Männer ausgerechnet in seiner Abwesenheit 
zu ihm nach Hause gekommen sein sollen, müsse man doch bei dem 
geschilderten  Verfolgungsinteresse  eine  vorherige  Beobachtung  der 
Lage voraussetzen. Schliesslich sei  es als lebensfremd zu erachten, 
dass Armeeangehörige mehrfach vor dem Haus des Beschwerdefüh-
rers gestanden seien, ohne etwas zu unternehmen. Wäre tatsächlich 
ein  Verfolgungsinteresse  vorhanden  gewesen,  dann  hätte  man  sich 
nicht mit diesem Vorgehen begnügt, sondern sofort  weitergreifendere 
Massnahmen  unternommen.  Die  Asylvorbringen  müssten  daher 
aufgrund ihrer realitätsfremden Schilderungen als unglaubhaft beurteilt 
werden. An dieser  Einschätzung vermöchten auch die  eingereichten 
Beweismittel nichts zu ändern, da es sich bei diesen Bestätigungen in 
erster  Linie  um  auf  Wunsch  des  Beschwerdeführers  ausgestellte 
Schreiben handle und sich diese zudem im Wesentlichen auf dessen 
eigene Angaben und nicht auf objektivierte Erkenntnisse stützen wür-
den.

Ferner  stellten  die  tragischen  Ereignisse  bezüglich  (...)  Folgen  der 
damaligen  Kriegssituation  in  der  Herkunftsregion  des 

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Beschwerdeführers  dar.  Dabei  handle  es  sich  nicht  um  Nachteile, 
welche  als  zielgerichtete  Verfolgung  im  Sinne  von  Art.  3  AsylG 
eingestuft werden könnten. Diese belastenden Ereignisse vermöchten 
daher keine Schutzbedürftigkeit zu begründen.

3.2 Die betreffenden Erkenntnisse des Bundesamtes sind nach Prü-
fung der Akten zu bestätigen. Insbesondere vermag der Beschwerde-
führer eine Gefährdung nach Art. 3 AsylG nicht glaubhaft zu machen. 
Grundsätzlich  sind  die  Vorbringen eines  Gesuchstellers  dann  glaub-
haft, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel 
sind; d. h. sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in 
wesentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der innern Logik 
entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfah-
rung widersprechen. Darüber hinaus muss ein Gesuchsteller persön-
lich glaubwürdig erscheinen. Glaubhaftmachen bedeutet -  im Gegen-
satz  zum  strikten  Beweis  -  ein  reduziertes  Beweismass  und  lässt 
durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen 
eines  Gesuchstellers.  Entscheidend  ist,  ob  die  Gründe,  die  für  die 
Richtigkeit  der  Sachverhaltsdarstellung  sprechen,  überwiegen  oder 
nicht. Dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 1 E. 5a S. 4 f.).

Diesen Voraussetzungen vermögen die Schilderungen des Beschwer-
deführers nicht zu genügen. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Ent-
scheid in einlässlicher Weise die zu Recht erwogenen Unstimmigkei-
ten im Sachverhaltsvortrag des Beschwerdeführers aufgelistet, denen 
sich  das  Bundesverwaltungsgericht  vollumfänglich  anschliesst.  Dem 
Beschwerdeführer gelingt es weder mit seinen Ausführungen auf Be-
schwerdeebene noch mit den in diesem Zusammenhang eingereichten 
Beweismitteln, seine Vorbringen in einem anderen, mithin glaubhafte-
ren Licht darzustellen, zumal er den vorinstanzlichen Erwägungen kei-
ne stichhaltigen Argumente  entgegenzuhalten  vermag. Insbesondere 
führt  der  Beschwerdeführer  in  seiner  Beschwerdeergänzung  vom 
1. Mai 2008 im Widerspruch zu seinen Angaben anlässlich der Anhö-
rung durch die Schweizerische Botschaft  in  Colombo zum angeblich 
entscheidenden  und  die  behördliche  Verfolgung  auslösenden  Vorfall 
des Jahres Z._______ -  den der Beschwerdeführer notabene in sei-
nem Asylgesuch vom 31. Oktober 2006 noch in den Zeitraum (...) legte 
- an, nicht Angehörige des CID seien durch die LTTE festgenommen, 
sondern  einer  von  zwei  Angehörigen  des  LTTE-Kaders  sei  von 

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Armeeangehörigen verhaftet  worden,  wobei  der  andere habe fliehen 
können. Auch bezüglich des Attentatsversuchs im S._______, das vom 
Beschwerdeführer  einmal  auf  den  25. dann  wieder  auf  den 26. des 
erwähnten Monats datiert  wurde, bleiben die Aussagen uneinheitlich. 
So  will  der  Beschwerdeführer  gemäss  den  Ausführungen  in  seiner 
Beschwerdeergänzung nun einen der in den bisherigen Eingaben für 
ihn noch unbekannten Attentäter erkannt haben. Auch habe ihm dieser 
Attentäter in der Folge ins Gesicht gesagt, er werde ihm nicht erlauben 
zu leben. In diesem Zusammenhang bleibt aber nicht nachvollziehbar, 
weshalb  der  Attentäter  seine  Drohung  nicht  bereits  anlässlich  des 
Aussprechens  dieser  Drohung  gegenüber  dem  Beschwerdeführer 
wahrgemacht hat. Überdies bleibt unerklärlich, weshalb die Attentäter - 
die sich offenbar auf Hörweite zum Beschwerdeführer befunden haben 
sollen  -  nach  der  Schussabgabe  nicht  sicherstellten,  dass  er  auch 
tatsächlich  getroffen  wurde.  Zudem  erstaunt,  dass  es  dem 
Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Anhörung  in  der  Botschaft  nicht 
gelang, den Namen seines getöteten Freundes zu benennen, zumal er 
dessen  Namen  nun  in  seiner  Beschwerdeschrift  problemlos 
wiederzugeben  imstande  war.  Jedenfalls  vermag  der  Beschwer-
deführer aus dem Umstand der nachträglichen Angabe des Namens 
seines  getöteten  Freundes  mit  Blick  auf  die  Glaubhaftigkeit  dieses 
Sachverhaltselementes unter den geschilderten Umständen nichts zu 
seinen  Gunsten  herzuleiten,  zumal  der  Name  dieses  Freundes 
G._______ sein soll, laut dem anlässlich der Anhörung vom 11. Januar 
2008  vom Beschwerdeführer  gezeigten  Zeitungsartikel  hingegen  auf 
H._______ lauten soll (vgl. A6/19, S. 12). 

Die zur Stützung der Vorbringen eingereichten Bestätigungen vermö-
gen nicht zu einer anderen Einschätzung zu führen, erweisen sich die-
se doch - soweit sie sich nicht bloss auf die Angaben des Beschwerde-
führers  stützen  -  in  einzelnen  Sachverhaltselementen  als  im  Wider-
spruch zu seinen Ausführungen stehend oder widersprechen sich un-
tereinander, so beispielsweise hinsichtlich der Umstände der Verhaf-
tung eines Armeeangehörigen beziehungsweise eines Kadermitglieds 
der LTTE im Jahre Z._______, der Anzahl Attentäter und der genauen 
Örtlichkeiten des Vorfalls im S._______.

Ferner  hat  das  BFM  im  angefochtenen  Entscheid  zutreffend  fest-
gestellt,  dass  die  vom  Beschwerdeführer  angeführte  Tötung  (...) 
unmittelbar  eine  Folge der  damaligen  Kriegsereignisse  in  Sri  Lanka 
gewesen  sind.  Dasselbe  gilt  auch  in  Bezug  auf  die  Todesumstände 

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von D._______ im Jahre U._______. Diese Ereignisse vermögen zum 
heutigen Zeitpunkt zu keiner objektiv begründeten Furcht vor zukünfti-
ger Verfolgung im Sinne der zu beachtenden Bestimmungen zu führen.

Unter diesen Umständen vermögen die geltend gemachten Ereignisse 
praxisgemäss nicht  zur  Anerkennung der  Flüchtlingseigenschaft  und 
zur Gewährung des Asyls zu führen.

3.3 Bei  dieser Sachlage und in  Würdigung der gesamten Umstände 
und Vorbringen des Beschwerdeführers ist zusammenfassend festzu-
stellen, dass dieser die Voraussetzungen für die Bewilligung der Ein-
reise nicht erfüllt. Es erübrigt sich angesichts obiger Erwägungen, auf 
die weiteren Ausführungen in der Beschwerde und die eingereichten 
Beweismittel  im  Einzelnen  weiter  einzugehen,  da  sie  am  Ergebnis 
nichts zu ändern vermögen. Die Vorinstanz hat daher die Einreise des 
Beschwerdeführers zu Recht verweigert und das Asylgesuch abgewie-
sen.

4.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist nach dem Gesagten abzuweisen.

5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären dessen Kosten grundsätz-
lich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). 
In  Anwendung  von  Art.  6  Abs.  1  des  Reglements  vom  21. Februar 
2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-
tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) ist aus verwaltungsökonomischen 
Gründen auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 11

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (durch Vermittlung der Schweizerischen Bot-
schaft in Colombo; per EDA-Kurier)

- die Schweizerische Botschaft in Colombo (mit der Bitte, das Urteil 
dem  Beschwerdeführer  gegen  Unterzeichnung  der  beigelegten 
Empfangsbestätigung oder  gegen postalischen Rückschein  zu  er-
öffnen und den Eröffnungsbeleg dem Bundesverwaltungsgericht zu-
zustellen; per EDA-Kurier; in Kopie)

- das  BFM,  Abteilung  Asylverfahren,  mit  den  Akten  Ref.-Nr. 
N_______ (per Kurier; in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand:

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