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**Case Identifier:** b68339f9-bb72-567b-8758-4911ae39b73c
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-28
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 28.05.2008 OG ARGVP 2008 2277
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-2008-2277_2008-05-28.pdf

## Full Text

B. Gerichtsentscheide 2277 

 

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Das Bundesgericht ist auf eine gegen dieses Urteil erhobene 
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht einge-
treten (1C_23/2009). Es qualifizierte den Rückweisungsentscheid des 
Verwaltungsgerichtes als Zwischenentscheid; für dessen Anfechtung 
fehle es an der zweiten Voraussetzung in Art.  93 Abs. 1 lit. b BGG: 
Im vorliegenden Fall sei nicht zu erwarten, dass im nachträglichen 
Baubewilligungsverfahren noch ein weitläufiges Beweisverfahren 
durchgeführt werden müsse.  

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Assekuranz. Ermittlung des versicherten Elementarschadens und 
Abgrenzung zu nicht versicherten Schäden im Fall einer durch 
Schneedruck eingestürzten Produktionshalle. 

 Sachverhalt: 
 Die C. AG ist Eigentümerin einer im Jahr 1968 in Holzbauweise 
erstellten Produktionshalle, welche 1972 erweitert und 1982 im 
Gefolge eines Sturmschadens verstärkt wurde. Der mittlere Teil der 
Halle (zwischen den Bindern 4–14) stürzte im März 2006 ein, 
nachdem innerhalb weniger Tage erhebliche Schneemengen gefallen 
waren. Durch Windverfrachtung an eine über das Hallendach 
hinausragende Silowand war dort der Schneedruck am grössten; 
zugleich wies dort das Rahmenfachwerk einmalig einen von 6 auf 8 m 
vergrösserten Abstand zwischen zwei Bindern auf, weshalb der 
initiale Bruch im Bereich dieser Binder 8 und 9 vermutet wird. 
 Mit einer auch auf Einsprache hin unveränderten Schadens-
verfügung, welche gestützt auf ein im Strafverfahren eingeholtes 
Gutachten der Ingenieure B. erging, setzte die Assekuranz von 
Appenzell Ausserrhoden (Assekuranz) den Gebäudeschaden auf Fr. 
… und die Baunebenkosten auf Fr. … fest. Sie kürzte diesen Betrag 
um 20 % auf eine Schadenvergütung im Betrag von Fr. … mit der 
Begründung, dass die Schäden im Bereich der Binder 8 bis 10 
aufgrund der dort grobfahrlässig vergrösserten Rahmenabstände 
entstanden seien. Obwohl Schäden, die auf eine mangelhafte 
Konstruktion zurückzuführen seien, nicht als versicherte Elementar-
schäden gelten, verzichtete die Assekuranz aufgrund der länger 

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zurückliegenden Erstellung und der seither geänderten Eigen-
tümerschaft auf eine gänzliche Leistungsverweigerung und kürzte 
stattdessen ihre Versicherungsleistung im vorgenannten Umfang. 
 Mit Beschwerde beantragt die betroffene Versicherte und heutige 
Eigentümerin beim Verwaltungsgericht, es sei ihr der Schaden ohne 
Leistungskürzung zu vergüten. Dies im Wesentlichen mit der 
Begründung, alle in der Vergangenheit von der früheren Eigentümerin 
vorgenommenen baulichen Massnahmen seien jeweils von der 
Baubehörde abgenommen und auch von der Assekuranz nicht 
beanstandet worden. Zudem sei die Behebung des Sturmschadens 
seinerzeit nicht nur von der Assekuranz überwacht und bezahlt 
worden, sondern auch durch den Statiker G. begleitet worden. Ferner 
sei das Verhöramt in seiner auch der Assekuranz eröffneten und in 
Rechtskraft erwachsenen Einstellungsverfügung gestützt auf das 
Gutachten der Ingenieure B. zum Schluss gekommen, dass beim Bau 
der vor 30 Jahren erstellten Halle die Regeln der Baukunde beachtet 
und die Tragwerke entsprechend erstellt worden seien.  
 
 Aus den Erwägungen: 
 1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der pro-
zessualen Voraussetzungen ergibt, dass das Verwaltungsgericht nach 
Art. 54 VRPG in Verbindung mit Art. 39 Abs. 3 des Gesetzes über die 
Gebäude und Grundstückversicherung (Assekuranzgesetz, AssG; 
bGS 862.1) zur Behandlung der Beschwerde gegen den Einsprache-
entscheid des Verwaltungsrates der Assekuranz zuständig ist. […] Auf 
die Beschwerde ist einzutreten. 
 2. Nach Art. 9 Abs. 1 AssG sind die Gebäude gegen Ele-
mentarschäden versichert, die insbesondere durch Sturmwind (lit. a) 
und Schneedruck entstehen (lit. e). Keine Elementarschäden im Sinne 
des Gesetzes sind nach Abs. 2 dieser Bestimmung Schäden, die nicht 
auf eine Einwirkung von aussergewöhnlicher Heftigkeit oder die auf 
fortgesetztes Einwirken zurückzuführen sind (lit. a), oder Schäden, die 
voraussehbar waren und deren Entstehung durch rechtzeitige, 
zumutbare Massnahmen hätten verhindert werden können. Keine 
Elementarschäden im Sinne dieses Art. 9 Abs. 2 AssG und somit 
nicht versichert sind insbesondere Schäden, die auf schlechten 
Baugrund, ungenügende Fundamente, fehlerhafte Arbeit oder 
Konstruktion und mangelhaften Unterhalt zurückzuführen sind (Art. 5 

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Abs. 1 der Verordnung über die Gebäude- und Grundstückver-
sicherung [Assekuranzverordnung; AssV; bGS 862.11]).  
 2.1  Als Schneedruckschaden gilt derjenige Schaden, der an 
einem versicherten Gebäude durch die Last, das Gewicht und den 
Druck des ruhenden Schnees entsteht. Gebäude müssen aber derart 
konstruiert sein, dass sie der Last einer ortsüblich als normal 
geltenden Schneemenge standzuhalten vermögen. Der Schweize-
rische Ingenieur- und Architektenverein (SIA) hat in seiner Norm 160 
entsprechende Berechnungen angestellt. Nur wenn eine Schneelast 
grösser als in der SIA-Norm angegeben auftritt, gilt der deswegen 
erfolgte Einsturz eines Daches als (versicherter) Elementarschaden 
und nicht als fehlerhafte Konstruktion. Auf die Berechnung der 
aufgetretenen Mindestschneelast kann nur verzichtet werden, wenn 
die Schneefälle derart ausserordentlich ergiebig oder schwer sind, 
dass Kollektivschäden entstehen. Andernfalls ist im Einzelfall zu 
prüfen, ob ein nach Art. 5 Abs. 1 AssV nicht versicherter Konstruk-
tionsfehler Ursache des Schadens ist (vgl. A. Kleiner, Das Recht der 
öffentlichen Gebäudeversicherungen, Interkantonaler Rückversiche-
rungsverband, Separatdruck aus den Mitteilungen Jg. 1978/79, S. 73; 
Hauswirth/Suter, Sachversicherung, Zürich 1990, S. 163). Ausserdem 
ist zu prüfen, ob ein nicht versicherter Unterhaltsmangel vorliegt; 
namentlich die nicht rechtzeitige Räumung des Daches vom Schnee 
wird als solcher betrachtet (vgl. Kleiner, a.a.O., Fn 245).  
 2.2  Von der Ermittlung, ob ein versicherter Elementarschaden 
vorliegt, zu unterscheiden ist gegebenenfalls dessen Schätzung 
(Art. 30 AssV) und ferner, ob der Versicherte einen Grund zur 
Verwirkung oder zur Kürzung der Entschädigung gesetzt hat (Art. 
32 AssG): 
 2.2.1 Die Assekuranz ermittelt den Schaden unverzüglich und auf 
ihre Kosten (Art. 25 Abs. 1 AssG i.V.m. Art. 30 AssV). Die 
Schadensschätzung ist die Grundlage für die Versicherungsleistung 
(Art. 25 Abs. 2 AssG). 
 2.2.2 Die Entschädigung darf nicht zu einer Bereicherung der 
Geschädigten führen (Art. 26 AssG). Wenn das Gebäude vollständig 
beschädigt ist, bezahlt die Assekuranz nach Abschluss der Unter-
suchung den Verkehrswert, und allfällige Restzahlungen werden nach 
Massgabe des Fortschritts beim Wiederaufbau ausgerichtet (Art. 31 
AssV). Die Behebung von Teilschäden wird grundsätzlich aufgrund 
der Bauabrechnungen vergütet, aber es können Pauschalvergü-

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tungen vereinbart werden (Art. 32 Abs. 1 AssV). Versicherte, die ein 
Schadenereignis absichtlich herbeigeführt haben, verlieren jeglichen 
Entschädigungsanspruch (Art. 32 Abs. 1 AssG). Bei grober Fahr-
lässigkeit (des Versicherten) kann die Entschädigung gekürzt werden 
(Art. 32 Abs. 2 AssG). Andere Gründe, welche eine Kürzung der 
Entschädigung erlauben, sieht das Gesetz nicht vor. Sind Dritte für 
den Schaden haftbar, ist keine Kürzung vorgesehen, sondern die 
Schadenersatzansprüche der Versicherten gehen diesfalls auf die 
Assekuranz über, soweit diese Entschädigung geleistet hat (Art. 33 
Abs. 1 AssG). 
 2.3  Zu beachten ist ferner, dass auch im öffentlichen 
Assekuranzrecht der Versicherte die Beweislast für das Eintreten des 
Schadensereignisses und des Schadens trägt, wogegen die Asse-
kuranz behauptungs- und beweispflichtig ist für das Vorliegen der ihre 
Leistungspflicht ausschliessenden oder herabsetzenden Tatsachen 
(vgl. VGer SG, in: GVP 2003, Nr. 42 und VGer ZH, VB.2003.00134 
vom 3.9.2003, E. 6.b/ee). 
 3. Im angefochtenen Einspracheentscheid und auch in der zuvor 
eröffneten Schadensverfügung wird davon ausgegangen, dass ein 
klassischer konstruktiver Fehler den Schaden verursacht habe und 
zwar sei dieser Schaden durch die im Bereich des Silos über den als 
normgemäss anerkannten Rahmenabstand von 6.0 m hinaus ver-
grösserten Abstände sowie durch die Verwendung von teils nicht 
normgemäss der Güteklasse II angehörenden schwächeren Hölzern 
entstanden. Im Einspracheentscheid wird gestützt auf das Gutachten 
der Ingenieure B. zusätzlich auch von etwas höheren Schneelasten 
und von einer langen Belastungsdauer in diesem ausserordentlichen 
Winter gesprochen, welche in Kumulation mit den vergrösserten 
Abständen und der nicht optimalen Holzsortierung zum Schaden-
ereignis geführt haben sollen. Es wurde somit einerseits auf Indizien 
abgestellt, welche auf einen anfänglichen Konstruktionsfehler hin-
deuten (normwidrig vergrösserte Abstände bzw. geringere Holzquali-
tät). Ein anfänglicher Konstruktionsfehler stünde gegebenenfalls der 
Annahme eines versicherten Elementarschadens entgegen (Art. 5 
Abs. 1 AssV i.V.m. Art. 9 Abs. 2 AssG). Anderseits wurde auch auf ein 
Indiz abgestellt (etwas höhere Schneelast), welches auf ein 
versichertes Elementarereignis hindeutet, nämlich auf eine nicht orts-
üblich hohe, über der SIA-Norm 160 liegende Schneelast (Schaden 
durch Schneedruck im Sinne von Art. 9 Abs. 1 lit. e AssG). Gleich-

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zeitig wurde aber auch auf eine lange Belastungsdauer in diesem 
ausserordentlichen Winter abgestellt, und dies deutet auf Drittes hin, 
nämlich auf einen Unterhaltsmangel bzw. auf ein fortgesetztes 
Einwirken im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a AssG: Einer sich langsam 
aufbauenden, normwidrig hohen Schneelast hätte gegebenenfalls 
durch rechtzeitiges Schneeräumen begegnet werden können und 
müssen, so dass sich die Annahme eines versicherten Ele-
mentarschadens allenfalls auch daher verbietet (Art. 9 Abs. 2 lit. b 
AssG). Soweit die Beschwerdeführer selber von massiven Schnee-
verfrachtungen an die (windzugewandte) Silowand sprechen, stellt 
sich die Frage, ob eine solche Überlast angesichts der notorisch 
häufigen Westwindlagen und der nach Westen hin ausgerichteten 
Längsseite des Daches nicht im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. b AssG 
voraussehbar war, weshalb diesem Umstand entweder von Anfang an 
konstruktiv oder aber durch rechtzeitiges Schneeräumen bei der 
westlichen Silowand hätte begegnet werden können und müssen. 
 3.1  Die Vorinstanz hat bislang darauf verzichtet, diese ver-
sicherungsrechtlich sehr verschieden zu würdigenden Indizien und 
möglichen Einsturzursachen durch die Einholung eines eigenen 
Gutachtens hinsichtlich ihres ursächlichen Beitrages gewichten zu 
lassen, obschon sie selber und auf eigene Kosten zur Schaden-
sermittlung verpflichtet ist (Art. 25 AssV). Dass sie stattdessen 
entscheidend auf das im Strafverfahren eingeholte Gutachten der 
Ingenieure B. abgestellt hat, wäre dann nicht zu beanstanden, wenn 
dieses die spezifisch versicherungsrechtlich sich stellenden Fragen 
alle schlüssig auch mitbeantworten würde. Dies ist vorliegend nicht 
der Fall, wie die Vorinstanz in ihrer Duplik nun auch selber anerkennt, 
denn sonst wären die nachträglich in Aussicht gestellten Be-
lastungstests und visuellen Kontrollen nicht erforderlich. Das Gut-
achten der Ingenieure B. geht von einer Kumulation von sehr 
verschiedenen Ursachen des Halleneinsturzes aus, ohne diese aber 
nach ihrem Beitrag zu versicherten Schäden (als Folge eines 
normwidrig hohen und rasch aufgetretenen Schneedruckes) und nicht 
versicherten Schäden (als Folge eines Konstruktionsfehlers oder/und 
einer pflichtwidrig – trotz wiederholten Schneefällen – unterlassenen 
Schneeräumung) zu differenzieren und zu gewichten. Dass das 
Gutachten der Ingenieure B. die sich stellenden Fragen zwar in 
strafrechtlicher, nicht aber in versicherungsrechtlicher Hinsicht voll-
ständig beantwortet, mag daher rühren, dass ein allfälliger Beitrag der 

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ursprünglichen Erbauer und Eigentümer der Halle strafrechtlich 
infolge Verjährung nicht mehr abzuklären war, wogegen ver-
sicherungsrechtlich eben genau abzuklären ist, ob bei der in den 
Jahren 1968 und 1972 erstellten bzw. erweiterten Halle von Anfang 
an oder allenfalls bei ihrer Reparatur (1982) konstruktive Fehler 
begangen wurden, indem der für den Schneedruck einschlägigen SIA-
Norm 160 in der jeweils massgebenden Fassung nicht oder nicht 
durchwegs Rechnung getragen worden ist. Insbesondere lässt sich 
dem Gutachten der Ingenieure B. nicht entnehmen, ob und in 
welchem Umfang im Zeitpunkt des Halleneinsturzes (8.3.2006) die 
nach der SIA-Norm 160 ortsüblich als normal geltende Schneelast 
überschritten war. Denn dort wird lediglich unpräzise von "gegenüber 
dem Zulässigen etwas höheren Schneelasten" gesprochen; die 
zulässige Schneelast wird einerseits auf 2.65 kN/m

2
 beziffert (nach 

SIA-Norm 160, in der Fassung von 1953) und anderseits auf 3.30 
kN/m

2
 (nach SIA-Norm 160 in der Fassung von 2003). Dabei blieb 

aber offenkundig noch unberücksichtigt, dass gemäss einer von der 
Beschwerdeführerin nachträglich bei G. eingeholten Stellungnahme 
dieser 1982 als Ingenieur den Auftrag hatte, im Gefolge des damals 
aufgetretenen Sturmschadens die gesamte Pfettenkonstruktion 
nachzurechnen und nötigenfalls zu verstärken. Sind solche Ver-
stärkungen tatsächlich durchgeführt worden, wären diese selbst-
redend auf die im Jahr 1982 geltende Fassung der SIA-Norm 160 hin 
zu dimensionieren gewesen. Entsprechend müsste ein Gutachter die 
zulässige Schneelast auch nach dieser Fassung der SIA-Norm 
berechnen. Nachdem die nach Norm noch ohne Schäden tragbare 
Schneehöhe bzw. -last bis auf 3.30 kN/m

2
 erhöht wurde (2003), steht 

somit nach wie vor nicht fest, ob die Halle wegen eines schon 
anfänglich oder allenfalls 1982 nicht restlos behobenen Kon-
struktionsmangels eingestürzt ist oder aber aufgrund einer nicht 
ortsüblich – nämlich normwidrig hohen – Schneelast eingestürzt ist. 
Ungeklärt ist ferner auch, ob im Bereich des Silos nicht von 
vornherein (1968 oder spätestens 1982) mit durch Windfracht 
(Westwind) erhöhten Schneelasten zu rechnen war. Ungeklärt ist 
auch, ob die Schneelast sich auf den 8. März 2006 hin kontinuierlich 
oder innert kürzester Zeit erhöht hat und gegebenenfalls die Normlast 
überschritten wurde. Diese Fragen nach dem Vorliegen eines 
versicherten Elementarschadens oder negativ ausgedrückt, nach dem 
Vorliegen eines nicht versicherten Ereignisses im Sinne von Art. 9 

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Abs. 2 AssG müssen zwingend beantwortet werden. Denn vor-
behältlich einer gütlichen Einigung der Parteien hat die Assekuranz 
als juristische Person des öffentlichen Rechts auf dem Ver-
fügungsweg nur versicherte Schäden zu entschädigen. Anderseits ist 
der Assekuranz eine Verweigerung oder Kürzung der Entschädigung 
verwehrt, wenn sie der Beschwerdeführerin weder eine absichtliche 
Herbeiführung noch eine grobe Fahrlässigkeit nachweisen kann 
(Art. 32 AssG). Soweit die Vorinstanz im Einspracheentscheid das 
Vorliegen einer Fahrlässigkeit nun doch verneint, verbietet sich eine 
Kürzung. Sie scheint aber bislang nicht näher geprüft zu haben, ob 
eine Fahrlässigkeit als Folge pflichtwidrig unterlassener Schnee-
räumung oder allenfalls anlässlich der 1982 erfolgten Dachreparatur 
und -verstärkung gegeben sein könnte. Im Gutachten der Ingenieure 
B. werden dazu keine schlüssigen Aussagen gemacht. Weil mit dem 
Gutachten der Ingenieure B. die spezifisch versicherungsrechtlich sich 
stellenden Fragen noch nicht vollständig geklärt wurden, lässt sich 
derzeit der eingetretene Schaden (Halleneinsturz) weder ganz noch 
teilweise als versicherter Elementarschaden qualifizieren. Sollte sich 
in bestimmtem Umfang ein versicherter Schaden ergeben (soweit kein 
konstruktiver Mangel gegeben ist), wäre in einem zweiten Schritt auch 
die Verschuldensfrage zu klären und zwar insbesondere bezüglich 
einer allenfalls nicht rechtzeitig veranlassten, aber zumutbaren 
Schneeräumung.  
 3.2  Die Vorinstanz anerkennt in der Duplik, dass zur Klärung der 
umstrittenen Frage, ob es sich hier um einen Teil- oder Totalschaden 
handelt, noch ein Belastungstest sowie eine visuelle Kontrolle durch 
einen Experten vorzunehmen sein werden. Dieser Experte wird sich 
im Zuge des Belastungstests nach Darstellung der Assekuranz noch 
eingehend mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob der be-
treffende Hallenteil (Binder 15–18) den im Zeitpunkt seiner Erstellung 
(teils 1968, teils 1972) geltenden Fassung der SIA-Norm 160 genügt. 
Um widersprüchliche Ergebnisse zu vermeiden, drängt sich auf, dass 
dieser Experte diese Frage auch für den eingestürzten mittleren 
Hallenteil prüft. Dass der in Aussicht gestellte Belastungstest keine 
Rückwirkungen auf das vorliegende Verfahren haben soll, wie die 
Vorinstanz behaupten lässt, trifft offenkundig nicht zu. Denn die 
Frage, ob ein Teil- oder Totalschaden vorliegt, ist auch vor Ver-
waltungsgericht umstritten. Da diese und die anderen, oben 
skizzierten Fragen von der Vorinstanz noch nicht hinreichend ab-

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geklärt wurden, obschon die Assekuranz als erste Instanz auf ihre 
Kosten zur Sachverhaltsabklärung verpflichtet ist (Art. 25 Abs. 1 
AssG), bleibt nichts anderes übrig, als die Sache zur vollständigen 
Abklärung des Sachverhaltes und zur Neubeurteilung an diese 
zurückzuweisen. Im Anfechtungsverfahren kann es nicht angehen, 
dass wesentliche Teile des Sachverhaltes erstmals vor Gericht 
vollständig abgeklärt und beurteilt werden. Dies insbesondere 
deshalb, weil das Gericht über reine Ermessensfragen, wie ins-
besondere die Schätzung des Schadens, nur mit eingeschränkter 
Kognition urteilen kann. Eine volle – auch die Unangemessenheit 
umfassende Überprüfung ist für den Assekuranzbereich im Gesetz 
nicht vorgesehen, und der Entscheid des Verwaltungsgerichts kann 
auch nicht an eine Bundesinstanz mit unbeschränkter Überprü-
fungsbefugnis weitergezogen werden, wie dies nach Art. 56 Abs. 2 
VRPG dafür aber eine alternative Voraussetzung wäre (die 
Unangemessenheit einer Entscheidung kann vor Bundesgericht nicht 
mehr gerügt werden; vgl. Basler Kommentar BGG, M. Schott, N 34 zu 
Art. 95). Somit ist und bleibt es Sache der Vorinstanz, den 
Sachverhalt durch die Belastungsprobe und durch ein auf die 
versicherungsrechtlichen Fragestellungen hin ergänztes oder neues 
Gutachten vollständig abzuklären. Dabei wird die Assekuranz in 
Bezug auf alle in Mitleidenschaft gezogenen Hallenteile festzustellen 
haben, ob und inwiefern diese durch einen versicherten Elementar-
schaden betroffen sind und inwiefern die aufgetretenen Schäden ihre 
Ursache in Konstruktions-, Unterhalts- oder sonstigen Mängeln haben 
und daher nicht gedeckt sind (Art. 9 Abs. 2 AssG i.V.m. Art. 5 Abs. 1 
AssV). Soweit in bestimmtem Umfang ein versicherter Elementar-
schaden zu bejahen sein wird, wird die Vorinstanz mit Blick auf die 
ganze Halle neu über deren Qualifizierung als Teil- oder Totalschaden 
zu befinden haben. Entsprechend wird sie anschliessend über die zu 
vergütende Entschädigung und auch die Modalitäten ihrer Auszahlung 
hoheitlich befinden müssen (vorbehalten bleibt die Vereinbarung einer 
Pauschalvergütung nach Art. 32 Abs. 1 Satz 2 AssV). Eine Kürzung 
oder Verweigerung der Entschädigung wird nur im Rahmen von Art. 
32 AssG oder allenfalls gestützt auf das Bereicherungsverbot zulässig 
sein (Art. 26 AssG). Für die Zusprache einer gekürzten Entschädi-
gung mit der Begründung (der Vorinstanz), eigentlich liege kein 
versicherter Elementarschaden, sondern ein konstruktiver Mangel vor, 
weshalb nun aus Kulanzgründen wenigstens eine gekürzte Entschädi-

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gung zu gewähren sei, besteht weder eine gesetzliche Grundlage 
noch ist eine solche Entschädigungspraxis mit Art. 9 AssG zu 
vereinbaren. Die Vorinstanz kommt nicht umhin, für die gesamte Halle 
abzuklären, ob und inwiefern ein versicherter Elementarschaden im 
Sinne der vorgenannten Bestimmung vorliegt oder nicht; es bleibt ihr 
nicht erspart, das offenbar als unzeitgemäss empfundene "Alles oder 
Nichts-Prinzip" zu vollziehen, solange der kantonale Gesetzgeber 
nicht ein anderes Entschädigungsmodell und eine darauf bezogene 
Prämienerhebung vorsieht (die Praxis anderer Gebäudeversicherer 
kann nur bei gleicher oder ähnlicher gesetzlicher Grundlage analog 
angewendet werden). Je nach Ergebnis der Sachverhaltsabklärungen 
ist die Assekuranz als juristische Person des öffentlichen Rechts 
gehalten, die vom kantonalen Gesetzgeber dafür je unterschiedlich 
vorgesehenen Rechtsfolgen eintreten zu lassen, indem sie ent-
sprechend verfügt und ihr Ermessen nur dort (pflichtgemäss) betätigt, 
wo ihr Gesetz und Verordnung auch tatsächlich einen Anordnungs-
spielraum einräumen. Der angefochtene Entscheid ist somit zwar 
antragsgemäss aufzuheben, aber die Sache ist zur vollständigen 
Sachverhaltsabklärung und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen. Die Beschwerde ist in diesem Sinn gutzuheissen.  
 3.3  Da nach den Ausführungen am Augenschein offenbar weder 
die Vorinstanz noch die Beschwerdeführerin mit ihren eigenen Fragen 
an die vom Verhöramt bestellten Experten gelangen konnten bzw. 
gelangt sind, sei im Hinblick auf eine korrekte Gewährung des 
rechtlichen Gehörs auf Folgendes hingewiesen: Die Vorinstanz wird 
nach dem Gesagten für den Belastungstest und die weiteren Fragen 
einen Experten beiziehen und diesen mit einem Fragenkatalog oder 
dergleichen instruieren müssen. Die Vorinstanz wird der Beschwerde-
führerin Gelegenheit einräumen müssen, sich zur Person des zu 
beauftragenden Experten vorgängig zu äussern. Ferner wird der 
Beschwerdeführerin die Möglichkeit einzuräumen sein, dem Experten 
in Kenntnis der vorinstanzlichen Fragen Ergänzungsfragen zu stellen. 

VGer, 28.05.2008 

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