# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 430d40fb-b8a6-50e8-8a78-75ee9c052b10
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.01.2021 200 2020 772
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2020-772_2021-01-25.pdf

## Full Text

200 20 772 IV
KOJ/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. Januar 2021

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 9. Oktober 2020

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1981 geborenen A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), 
gelernte … mit eidg. Fachausweis als … wurde von der IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) gestützt auf eine (Neu-)Anmeldung vom 
18. Dezember 2013 (Akten der IVB [act. II] 1, 99) mit Verfügung vom 
20. Mai 2014 (act. II 114) eine Viertelsrente ab dem 1. Dezember 2013 
zugesprochen. Diesen Anspruch bestätigte die IVB im Rahmen von ordent-
lichen Rentenrevisionen mit Mitteilungen vom 22. März 2017 (act. II 145) 
und 24. Mai 2018 (act. II 163). Am ... Dezember 2018 wurde die Versicher-
te Mutter einer Tochter. Im Rahmen der darauffolgenden ordentlichen Ren-
tenrevision tätigte die IVB verschiedene Abklärungen, insbesondere veran-
lasste sie durch ihren Abklärungsdienst einen Abklärungsbericht Haus-
halt/Erwerb vom 22. Juli 2020 (act. II 180). Mit Vorbescheid vom 30. Juli 
2020 (act. II 181) stellte die IVB der Versicherten bei einem in Anwendung 
der gemischten Methode (Status 40 % Erwerb und 60 % Haushalt) ermittel-
ten Invaliditätsgrad von 32 % bzw. 25 % die Aufhebung der laufenden Vier-
telsrente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in 
Aussicht. Daran hielt sie auf Einwand der Versicherten hin (act. II 183) mit 
Verfügung vom 9. Oktober 2020 (act. II 185) fest.

B.

Mit Eingabe vom 12. Oktober 2020 erhob die Versicherte Beschwerde und 
beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 9. Oktober 
2020.

Mit Eingabe vom 19. November 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf 
Abweisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 9. Oktober 2020 
(act. II 185). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwer-
deführerin und dabei namentlich, ob die IVB die bisherige Rente zu Recht 
aufgehoben hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.3.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-

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keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 290 E. 4 S. 293).

2.3.2 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des Invali-
ditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der 
Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich summiert 
(Art. 27bis Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung [IVV; SR 831.201]). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Das Er-
werbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätig-
keit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, wird dabei auf 
ein Vollpensum hochgerechnet. Die prozentuale Erwerbseinbusse wird 
schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den die Person hätte, wenn 
sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 27bis Abs. 3 IVV). Für die 
Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufga-
benbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der 
Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versi-
cherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Er wird anhand des 
Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 27bis Abs. 4 IVV).

2.4 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.4.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 

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ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 
E. 2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.4.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5).

2.4.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

Die weitere Ausrichtung einer Invalidenrente nach einer von Amtes wegen 
durchgeführten Revision, sofern dabei keine leistungsbeeinflussende Ände-
rung der Verhältnisse festgestellt wurde, bedarf gemäss Art. 74ter lit. f IVV 
keiner Verfügung. Die blosse Mitteilung eines solchen Revisionsergebnis-
ses ist, wenn keine Verfügung verlangt wurde (Art. 74quater Abs. 1 IVV), in 
Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer rechtskräftigen Verfügung gleich-
zustellen (SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2, 2010 IV Nr. 4 S. 8 E. 3.1).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 

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beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2018 IV 
Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Der Anspruch auf die mit Verfügung vom 20. Mai 2014 (act. II 114) 
zugesprochene Invalidenrente wurde mit Mitteilungen vom 22. März 2017 
(act. II 145) und 24. Mai 2018 (act. II 163) revisionsweise bestätigt. Die 
Verfügung vom 11. Januar 2019 (act. II 164) ist revisionsrechtlich unbe-
achtlich, weil die Beschwerdegegnerin damit lediglich der Geburt der Toch-
ter Rechnung tragend die entsprechende Kinderrente festsetzte; eine mate-
rielle Prüfung der anspruchsrelevanten Tatsachen lag dieser nicht zu 
Grunde (vgl. E.  2.4.2 hiervor). Ob die vorerwähnten Mitteilungen auf 
rechtskonformen Sachverhaltsabklärungen und Beweiswürdigungen fuss-
ten und damit als zeitliche Anknüpfungspunkte im vorerwähnten Sinne tau-
gen (vgl. E. 2.4.3 hiervor), kann letztlich offen bleiben. In der rentenzuspre-
chenden Verfügung sowie in den rentenbestätigenden Mitteilungen wurde 
die Beschwerdeführerin als voll Erwerbstätige bemessen. Mit der Geburt 
der Tochter am … Dezember 2018 ist ein Wechsel von Voll- zu Teiler-
werbstätigkeit, mithin eine Statusänderung verbunden (vgl. E. 4 hiernach) 
und damit gleichzeitig ein Revisionsgrund gegeben (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 27. Oktober 2020, 9C_82/2020 [zur Publikation 
vorgesehen]). Folglich ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin frei 
zu prüfen. 

3.2 In medizinischer Hinsicht besteht seit Jahren als unveränderte 
psychiatrische Diagnose im Wesentlichen eine schizoaffektive Störung 
(act. II 55, 71, 78, 103). Anlässlich der Rentenrevision im Jahr 2018 ging 
Dr. med. B.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, im 
Verlaufsbericht vom 17. Februar 2018 (act. II 160) verweisend auf die be-
kannte (die Arbeitsfähigkeit beeinflussende) Diagnose von einem seit der 

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letzten Diagnosestellung unveränderten Gesundheitszustand aus und führ-
te betreffend Beruf/Tätigkeit bzw. gesundheitlich begründete Arbeitsun-
fähigkeit aus, dass aus psychiatrischer Sicht die Situation unverändert sei; 
die Versicherte habe eine Festanstellung bei der C.________ mit einem 
Pensum von 8 bis 20 Std. pro Woche. Der Hausarzt Dr. med. D.________, 
Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, ging sodann im 
Rahmen der im Januar 2020 eingeleiteten Rentenrevision weiterhin eben-
falls von einem seit der letzten Diagnosestellung unveränderten Gesund-
heitszustand aus (act. II 172 S. 2), was im Verlaufsbericht der Klinik 
E.________ vom 24. März 2020 (act. II 178 S. 2 ff.) bestätigt wurde. PD 
Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab 
nämlich an, dass der Gesundheitszustand stationär sei und sich seit der 
letzten Diagnosestellung keine Änderung ergeben habe. Einfluss auf die 
Arbeitsfähigkeit habe eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig hypoma-
nisch (ICD-10 F25.0; S. 2). Die Patientin sei vom 30. Dezember 2019 bis 
15. Januar 2020 stationär hospitalisiert gewesen. Seit dem 16. Januar 2020 
komme sie einmal in der Woche ambulant in die Psychotherapie. Sie habe 
sich aktuell wieder stabilisieren können und wieder zu arbeiten begonnen 
(S. 3). Sie sei vom 16. Januar 2020 bis auf Weiteres zu 50 % arbeitsun-
fähig; die Patientin sei bei der C.________ als … beschäftigt. Die bisherige 
Tätigkeit sei weiterhin zumutbar. Sie arbeite momentan wieder im Umfang 
von 20-40 %, was sie bewältigen könne. Es seien alle Tätigkeiten weiterhin 
zumutbar. In Bezug auf ihre Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit sollte sie 
nicht mehr als 40 % arbeiten, um nicht wieder in eine Situation der Überlas-
tung zu kommen (S. 4). Auf telefonische Nachfrage der Abklärungsfach-
person der IVB vom 20. Juli 2020 betreffend die Arbeitsfähigkeit führte die 
Klinik E.________ aus, die attestierte 50 %-ige Arbeitsunfähigkeit nach 
Austritt habe sich auf das Arbeitspensum von 20-40 % bezogen. Dies sei 
jedoch seit ca. 2 Monaten hinfällig, da sich die Patientin gut stabilisiert habe 
und nur noch am Dienstag und ca. alle zwei Wochen am Samstag arbeite. 
Die maximal zumutbare Arbeitsfähigkeit betrage 40 % wie bisher 
(act. II 179).

3.3 Mit Blick auf die Angaben der behandelnden Ärzte ist erstellt, dass 
der Beschwerdeführerin die Tätigkeit als …, die sie bereits vor der Geburt 
der Tochter ausgeübt hat, nach wie vor im Umfang eines Arbeitspensums 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 9

von 40 % zumutbar ist, mit Ausnahme in der Zeit des Klinikaufenthaltes 
vom 30. Dezember 2019 bis 15. Januar 2020 bzw. nach dem Austritt bis 
ca. April 2020, als ihr eine 50 %-ige Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit 
(bezogen auf das Teilzeitpensum) attestiert wurde.

4.

Was den Status betrifft (Ausmass der Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall), 
nahm die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben der Beschwerde-
führerin anlässlich der Haushaltsabklärung und dem im Jahr 2019 trotz 
Krankheit und Kleinkind geleisteten Arbeitspensum an, die Beschwerdefüh-
rerin wäre im hypothetischen Gesundheitsfall zu 40 % im Erwerb und zu 
60 % im Aufgabenbereich Haushalt tätig (act. II 180 S. 5 Ziff. 4). Dieser 
Status wird nicht bestritten und dessen Festsetzung gibt aufgrund der Er-
werbsbiographie, der familiären Verhältnisse sowie der Aussagen der Be-
schwerdeführerin gegenüber der Abklärungsfachperson denn auch zu kei-
nen Beanstandungen Anlass. Infolge dessen ist der Invaliditätsgrad anhand 
der gemischten Methode (vgl. E. 2.3 hiervor) zu bestimmen (vgl. E. 5 f. 
hiernach).

5.

Zunächst ist die Einschränkung im Erwerbsbereich nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.3 hiervor).

5.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 10

und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn nach den vom Bundesamt 
für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. 
Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mit-
berücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele-
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 
I 103 E. 5.3 S. 110; Entscheid des [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

5.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen wer-
den (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

5.3 Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf den Zeitpunkt 
der Rentenrevision abzustellen (Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht {BGer}] vom 12. Februar 2004, 
I 607/03, E. 7.2.1). Vorliegend ist das Bestehen eines Revisionsgrundes 
(Statuswechsel infolge der Geburt der Tochter im Dezember 2018; vgl. 
E. 3.1 und E. 4 hiervor) seit 2018 ausgewiesen, womit ein (erster) Einkom-
mensvergleich auf diesen Zeitpunkt hin durchzuführen ist.

5.4 Die Beschwerdegegnerin bemass das Valideneinkommen anhand 
der Tabelle TA1 der LSE 2018, Ziff. 47 …, Kompetenzniveau 1, stellte da-
bei jedoch irrtümlicherweise auf den Tabellenwert der Männer (Fr. 4'952.--) 
anstatt denjenigen der Frauen (Fr. 4'425.--) ab. Bei der Bemessung des 
Invalideneinkommens zog sie das effektiv erzielte Einkommen als … bei 
der C.________ heran (act. II 180 S. 6 Ziff. 5.2, act. II 181 S. 2 f.). Vorlie-
gend erübrigt sich eine betragsmässige genaue Ermittlung der beiden Ver-
gleichseinkommen; da die Beschwerdeführerin gelernte … ist (act. II 1) und 
es sich bei der sowohl bislang als auch weiterhin ausgeübten beruflichen 
Tätigkeit als … bei der C.________ (act. II 158, 173) um eine (weitgehend 
adaptierte) zumutbare Tätigkeit handelt (vgl. act. II 178 Ziff. 13 f.), sind Va-
liden- und Invalideneinkommen auf derselben Lohnbasis zu bestimmen. 
Ausserdem ist das basierend auf einem massgebenden Stundenlohn von 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 11

Fr. 28.53 für 2018 bei der aktuellen Arbeitgeberin auf ein Vollpensum auf-
gerechnete Jahreseinkommen (Fr. 54'977.30 = Fr. 28.53 x 41 Std/W. x 
47 W.; vgl. act. II 158 S. 3 Ziff. 2.10) nur unwesentlich tiefer als das mittels 
des zuvor erwähnten Tabellenwertes berechnete (Fr. 55'489.50 = 
Fr. 4'425.-- / 40 Std./W. x 41.8 Std./W. x 12 Mt.). Bei einer medizinisch zu-
mutbaren Arbeitsfähigkeit von 40 % bzw. einer Einschränkung von 60 % 
(act. II 160) resultiert nach Gewichtung mit dem Beschäftigungsgrad von 
40 % (vgl. E. 4 hiervor) ein Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätig-
keit von 24 % (60 % x 0.40) für das Jahr 2018. Aufgrund der Verschlechte-
rung des Gesundheitszustands (Revisionsgrund) ab Ende Dezember 2019 
(Klinikaufenthalt vom 30. Dezember 2019 bis 15. Januar 2020 mit ansch-
liessender Arbeitsunfähigkeit von 50 % bezogen auf ein Arbeitspensum von 
40 %) bis ca. April 2020 (act. II 178 S. 4, act. II 179, vgl. E. 3.3 hiervor) re-
sultiert ein solcher von 32 % (80 % x 0.40), was sich jedoch nicht entschei-
dend auswirkt (vgl. E. 7 hiernach). Danach resultiert mit der Wiedererlan-
gung der bisherigen Arbeitsfähigkeit (40 % bezogen auf ein Vollpensum) 
wiederum ein solcher von 24 % (60 % x 0.40).

6.

Im Folgenden ist die Einschränkung im Bereich Haushalt zu ermitteln, wo-
bei praxisgemäss auf Abklärungsberichte abgestellt wird.

6.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und 
räumlichen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich 
ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die 
Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende 
Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen 
Einschränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit 
den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der 
Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 12

Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, 
dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten 
Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 
543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 
3.2).

6.2 Der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 22. Juli 2020 
(act. II 180) erfüllt die Voraussetzungen der Rechtsprechung an derartige 
Berichte (vgl. E. 6.1 hiervor) und überzeugt hinsichtlich der Feststellungen 
zu den Einschränkungen der Beschwerdeführerin im Aufgabenbereich. Die 
Feststellungen der fachkundigen Abklärungsperson basieren auf eigenen, 
vor Ort und in Anwesenheit der Beschwerdeführerin durchgeführten Erhe-
bungen und berücksichtigen die bestehenden gesundheitlichen Einschrän-
kungen. Der Abklärungsbericht ist zudem hinsichtlich der Gewichtung der 
Tätigkeitsbereiche ausreichend detailliert und den Einschränkungen sowie 
den Angaben der Beschwerdeführerin wird darin angemessen Rechnung 
getragen. Klare Fehleinschätzungen, die entscheidwesentlich sind, liegen 
keine vor und werden auch nicht geltend gemacht. Auf die Ergebnisse der 
Haushaltsabklärung ist demnach beweisrechtlich abzustellen. Dementspre-
chend ist ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin unter Berücksichti-
gung der Mitwirkungspflicht ihres Partners im Aufgabenbereich Haushalt 
nicht eingeschränkt ist (act. II 180 S. 10), was – ausgehend von einem Sta-
tus von 60 % Haushalt (vgl. E. 4 hiervor) – einer gewichteten Einschrän-
kung von 0 % entspricht.

7.

Aus den Einschränkungen im Erwerb (vgl. E. 5.4 hiervor) und im Haushalt 
(vgl. E. 6.2 hiervor) resultiert ein Invaliditätsgrad von 24 % (24 % + 0 %) ab 
Dezember 2018 bzw. ca. April 2020 und 32 % im Rahmen der zwischen-
zeitlichen Gesundheitsverschlechterung. Damit hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch mehr auf eine Rente (vgl. E. 2.2 hiervor) und es ist nicht 
zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin diese unter Berücksichti-
gung von Art. 88bis Abs. 2 lit. a IVV per Ende des der Zustellung der Verfü-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 13

gung folgenden Monats aufgehoben hat. Die gegen die Verfügung vom 
9. Oktober 2020 (act. II 185) erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

8.

8.1 Gemäss aArt. 69 Abs. 1bis IVG in der bis 31. Dezember 2020 gültig 
gewesenen und hier anwendbaren Fassung (vgl. Art. 83 ATSG) ist das 
Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitig-
keiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kosten-
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig 
vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Umkehr-
schluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern  

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 14

- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Jan. 2021, IV/20/772, Seite 15

fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.