# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1d334030-2c83-5f67-8953-3b429b9e58cd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 09.02.2018 UV 2016/23
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-23_2018-02-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/23

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.02.2018

Entscheiddatum: 09.02.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 09.02.2018
Art. 6 UVG: Verneinung unfallkausaler Spätfolgen (insbesondere hinsichtlich 
radiologisch erhobenen Arthrosen und einer Impingement-Problematik) 
nach Bandläsion rechtes OSG (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 9. Februar 2018, UV 2016/23).

Entscheid vom 9. Februar 2018

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und a.o. Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle 

Frei; Gerichtsschreiber Markus Lorenzi            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/23         

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

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gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen (Spätfolgen, Kausalität)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) war als Lehrtochter des Sportgeschäfts B.___ bei 

der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen 

versichert, als sie am 24. März 1991 im Fussballtraining bei einem Kopfball hochsprang 

und bei der Landung mit ihrem rechten Fuss auf den Fuss einer Gegenspielerin auftrat 

und abknickte (Suva-act. 3, 16). Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, bestätigte 

im Arztzeugnis UVG vom 22. April 1991 eine Erstbehandlung am 25. März 1991 und 

stellte bei einem durch einen Notfallarzt erhobenen Röntgenbefund die Diagnose einer 

Bandläsion rechtes OSG lateral ohne ossäre Läsion. Er attestierte der Versicherten eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 25. März 1991 und überwies sie an Dr. med. D.___, 

Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie (Suva-act. 4). Dieser erhob am 2. April 

1991 die folgenden klinischen Befunde: OSG rechts lateral mit leichter diffuser, 

ödematöser Schwellung, Druckdolenz über der distalen Fibula sowie entlang der Fibula 

calcaneare und Fibula talare anterius, supinatorisch deutlich vermehrt aufklappbar, 

leichtes Talusshift, periphere Sensomotorik intakt, keine Anhaltspunkte für eine 

Peronealsehnenluxation. Eine durch Dr. D.___ durchgeführte Röntgenuntersuchung 

bestätigte die klinisch erhobene vermehrte Aufklappbarkeit (ca. 12 Grad rechts 

gegenüber ca. 6 Grad links) und das bereits vorliegende Röntgenergebnis (Suva-act. 

1). Am 9. April 1991 führte Dr. D.___ bei der Diagnose "neu traumatisierte, chronische 

Instabilität OSG rechts mit Rupturierung der Peronealsehnenscheide" eine 

Bandraffungsnaht des Ligamentum fibulatalare anterius, eine Naht fibula calcaneare 

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sowie einen Verschluss der Peronealsehnenscheide rechts durch (Suva-act. 2). Der 

postoperative Verlauf war komplikationslos (Suva-act. 5) und am 6. Juni 1991 

bestätigte die Versicherte gegenüber der Suva, dass sie seit 27. Mai 1991 wieder zu 

100% arbeitsfähig und die ärztliche Behandlung beendet sei (Suva-act. 6).

A.b  Am 9. April 2014 meldete die Versicherte, dass sie aufgrund wieder vermehrt 

auftretender Beschwerden durch Dr. med. E.___, Facharzt für Allgemeine Medizin, 

untersucht worden sei; zudem sei ein MRI erstellt worden (Suva-act. 7). Auf Ersuchen 

der Suva reichte Dr. E.___ am 7. Mai 2014 das Arztzeugnis UVG für Rückfall mit der 

Diagnose eines vorderen Impingement des OSG und den Bericht über die von Dr. med. 

F.___, FMH Radiologie und FMH Nuklearmedizin, Röntgeninstitut G.___, am 9. April 

2014 durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten OSG der Versicherten ein (Suva-

act. 10, 12). Dr. med. H.___, FMH Orthopädische Chirurgie, welchem die Versicherte 

von Dr. E.___ zugewiesen worden war, bestätigte am 15./19. Mai 2014 ein 

anteromediales Impingement des OSG rechts (Suva-act. 14).

A.c  Am 28. Mai 2014 wurde die Versicherte von der Suva zum Beschwerdeverlauf seit 

1991 befragt, wobei sie unter anderem erklärte, die letzte Konsultation bei Dr. H.___ 

habe am 15. Mai 2014 stattgefunden (Suva-act. 16).

A.d  In der Folge legte die Suva den Schadenfall zur Prüfung der Frage der 

Rückfallkausalität dem kreisärztlichen Dienst vor. Die Beurteilung erfolgte am 6. Juni 

2014 durch med. pract. I.___, die eine überwiegend wahrscheinliche Teilkausalität der 

Beschwerden bejahte, jedoch vor Durchführung einer Operation am OSG "unbedingt" 

die Wiedervorlage des Schadenfalls verlangte. Es sei dann nochmals zu beurteilen, "ob 

die vorgesehene Operation überwiegend wahrscheinlich unfallkausal sei" (Suva-act. 

17). Gestützt auf diese Beurteilung erbrachte die Suva Heilkostenleistungen. Eine 

Taggeldzahlung entfiel, weil die Arbeitsunfähigkeit weniger als drei Tage gedauert hatte 

(Suva-act. 18).

A.e  Am 20. November 2014 teilte die Versicherte der Suva telefonisch mit, dass 

bezüglich des OSG rechts keine ärztliche Behandlung oder Kontrolle mehr stattfinde, 

worauf diese den Fallabschluss in Aussicht stellte und die Versicherte über ein 

allfälliges Rückfallmelderecht informierte (Suva-act. 24).

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A.f  Am 9. März 2015 erstattete die Versicherte erneut eine Rückfallmeldung. Sie habe 

seit einigen Wochen wieder mehr Beschwerden im OSG. Diese seien ohne neues 

Ereignis aufgetreten. Sie habe am 11. März 2015 einen Untersuchungstermin bei Dr. 

med. J.___, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates, (Suva-act. 25). Auf Ersuchen der Suva reichte Dr. J.___ am 1. 

Mai 2015 seine Patientenberichte zu einer Erstkonsultation vom 11. März 2015 und 

einer Verlaufskonsultation vom 25. März 2015 sowie einen Bericht von Dr. med. K.___, 

Fachärztin für Radiologie FMH, Radiologie L.___, über eine von dieser auf seine 

Zuweisung am 20. März 2015 durchgeführte MRI-Untersuchung des OSG rechts ein 

(Suva-act. 30 f.). Die Suva liess die medizinischen Unterlagen hinsichtlich der Frage der 

Rückfallkausalität durch ihren Kreisarzt Dr. med. M.___, Facharzt für Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, prüfen. In einer 

Kurzbeurteilung vom 26. Mai 2015 verneinte Dr. M.___ eine Rückfallkausalität und 

schrieb die beklagten Beschwerden beginnenden Verschleisserscheinungen zu (Suva-

act. 32).

A.g  Gestützt auf diese kreisärztliche Einschätzung eröffnete die Suva der Versicherten 

mit Verfügung vom 8. Juni 2015, dass zwischen den als Rückfall gemeldeten 

Beschwerden am Fussgelenk rechts und dem Unfall vom 24. März 1991 kein sicherer 

oder überwiegend wahrscheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Die Suva sei 

demzufolge nicht leistungspflichtig (Suva-act. 33).

B.   

B.a  Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte mit Eingabe vom 9. Juli 2015 

Einsprache (Suva-act. 34), worauf die Suva den Schadenfall Dr. M.___ nochmals zur 

Kausalitätsbeurteilung vorlegte (Suva-act. 35). Dessen Stellungnahme datiert vom 

16./21. Juli 2015 (Suva-act. 37).

B.b  Mit Entscheid vom 16. Februar 2016 wies die Suva die Einsprache der 

Versicherten ab und bestätigte die Ablehnung ihrer Leistungspflicht (Suva-act. 44).

C.  

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C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. A. Rufener, St. Gallen, mit 

Eingabe vom 4. April 2016 Beschwerde mit dem Antrag, der Einspracheentscheid der 

Suva (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 16. Februar 2016 sei aufzuheben und 

der Beschwerdeführerin seien die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, unter Kosten- 

und Entschädigungsfolge (act. G 1). Zusammen mit der Beschwerde reichte der 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin verschiedene Arztberichte sowie eine 

Stellungnahme von Dr. J.___ vom 16. März 2016 zur Unfallkausalität der OSG-

Problematik rechts ein (act. G 1.5-1.9).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 9. Mai 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.c In der Replik vom 21. September 2016 bekräftigte der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin den Beschwerdeantrag. Er ersuchte ausserdem um Beizug von 

Akten zu weiteren Unfällen der Beschwerdeführerin vom 29. August 1994 und 6. 

September 2008, für welche die Beschwerdegegnerin ebenfalls leistungspflichtig sei 

und welche den Zustand des OSG rechts mitbeeinflusst hätten bzw. mitbeeinflussen 

würden (act. G 5).

C.d Auf Ersuchen des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen (act. G 6) reichte 

die Beschwerdegegnerin die Akten zu den Unfällen vom 29. August 1994 (Nr. 

09.91406.94.8; Akten II) und 6. September 2008 (Nr. 09.36935.08.7; Akten III) ein und 

hielt ihrerseits an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (act. G 7).

C.e Mit Schreiben vom 14. November 2016 nahm der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin zu den Akten der Unfälle von 1994 und 2008 Stellung. Aus diesen 

gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin mehrere namhafte Verletzungen der oder an 

den unteren Extremitäten erlitten habe. Aufgrund der Art der Verletzungen bestehe eine 

Abhängigkeit, d.h. die Verletzungen beeinflussten die Auswirkungen der anderen 

Verletzung negativ (act. G 9).

Erwägungen

1.   

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Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der Einspracheentscheid 

vom 16. Februar 2016 (Suva-act. 44). Diesem liegt die Verfügung vom 8. Juni 2015 zu 

Grunde (Suva-act. 33). Die Verfügung - wie auch der angefochtene 

Einspracheentscheid - befassen sich mit der Frage eines möglichen Anspruchs auf 

Heilbehandlungskostenleistungen für die am 9. März 2015 gemeldeten OSG-

Beschwerden rechts, wobei hinsichtlich dieser Beschwerden das Vorliegen von 

Spätfolgen des Unfalls vom 21. März 1991 geprüft wurde. Nicht Gegenstand des 

angefochtenen Einspracheentscheids bzw. der Verfügung bildet die Frage nach dem 

Anspruch auf Heilbehandlungskostenleistungen für die OSG-Beschwerden rechts aus 

den Unfällen vom 29. August 1994 und 6. September 2008 und damit die vom 

Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin formulierte Frage, inwiefern die bei den 

vorgenannten Unfällen erlittenen Verletzungen die Beschwerden im OSG rechts negativ 

beeinflusst haben. Diese Frage kann demnach im vorliegenden Beschwerdeverfahren 

nicht geprüft werden (vgl. dazu BGE 125 V 413, 119 Ib 36 E. 1b, 118 V 313 E. 3b). Der 

Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass durch die Unfälle vom 29. August 1994 und 

6. September 2008 offensichtlich keine direkte Verletzung des rechten OSG 

stattgefunden hat (beim Unfall vom 29. August 1994 hat sich die Beschwerdeführerin 

den linken Fuss verletzt, beim Unfall vom 6. September 2008 das rechte Knie) und von 

beschwerdeführender Seite auch in keiner Weise dargelegt wird, inwiefern eine 

indirekte Kausalität zwischen den beiden vorgenannten Unfällen und den OSG-

Beschwerden rechts bestehen könnte.

2.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 1991 zur Debatte steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

3.   

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3.1  Im Einspracheentscheid vom 16. Februar 2016 hat die Beschwerdegegnerin die 

Bestimmungen über die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 UVG 

und den Anspruch auf Versicherungsleistungen bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 

UVV) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt in Bezug auf die Ausführungen über die 

gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG geltenden Voraussetzungen des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem Gesundheitsschaden 

(BGE 129 V 181 f. E. 3 mit Hinweisen). Darauf ist zu verweisen. Für die Beantwortung 

der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen 

angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber 

eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten 

Regeln zu beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 

174). Bei physischen Unfallfolgen hat indessen die Adäquanz gegenüber dem 

natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 

291 f. E. 3a). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit, die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1).

3.2  Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a je mit 

Hinweisen; vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die 

Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im 

Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus 

dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Bei der hinsichtlich 

Rückfällen und Spätfolgen zu erfüllenden Anspruchsvoraussetzung eines erneuten 

natürlichen Kausalzusammenhangs handelt es sich um eine anspruchsbegründende 

Tatsache. Die diesbezügliche Beweislast liegt insofern bei der versicherten Person, als 

im Fall der Beweislosigkeit der Entscheid zu ihren Lasten ausfällt. Selbstverständlich 

kommt die obgenannte Beweisregel erst dann zur Anwendung, wenn die Verwaltung 

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und - im Beschwerdefall - das Gericht dem Untersuchungsgrundsatz rechtsgenüglich 

nachgekommen sind bzw. es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des 

Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu 

ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu 

entsprechen (BGE 138 V 222 E. 6, 117 V 264 E. 3b mit Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 

206 S. 328 E. 3b).

3.3  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, das heisst ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 21. Juli 2003, U 327/02, E. 2.1, und vom 25. 

Januar 2002, U 277/00, E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis 

der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen 

Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder der Expertin 

begründet sind. Insofern darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch Gutachten 

folgen, welche der Unfallversicherer im Administrativverfahren einholt, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 353 E. 

3b/cc; RKUV 2000 Nr. U 377 S. 186 E. 4a). Auch eine ärztliche Beurteilung aufgrund 

der Akten, wie sie vorliegend von Dr. M.___ am 16./21. Juli 2015 (Suva-act. 37) erstellt 

wurde, ist nicht an sich unzuverlässig. Für die Beweistauglichkeit entscheidend ist, 

dass genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vorliegen (RKUV 1988 

Nr. U 56 S. 371).

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4.   

Die kreisärztliche Beurteilung von Dr. M.___ vom 16./21. Juli 2015 erfüllt die in 

Erwägung 3.3 dargelegten Beweisanforderungen. Dr. M.___ legt die Anamnese bzw. 

die umfassenden Ergebnisse der im konkreten Fall durchgeführten persönlichen 

ärztlichen Untersuchungen der Beschwerdeführerin lückenlos dar. Im Weiteren 

beziehen sich seine Ausführungen auf die im Rahmen der Beurteilung einer 

Rückfallkausalität massgebenden Beurteilungskriterien, nämlich die ursprünglich 

gestellte Unfalldiagnose sowie die im Rahmen des Rückfalls erhobene Diagnose bzw. 

die im Grundfall und Rückfall durchgeführten radiologischen Untersuchungsergebnisse 

betreffend Vorliegen relevanter unfallkausaler somatischer Befunde im Sinn 

struktureller Veränderungen, die Vorzustände und den zeitlichen Ablauf.

4.1  Die bei einem Unfall erlittene Verletzung, d.h. die Unfalldiagnose, bildet den 

massgebenden Ausgangspunkt für traumatische Folgeschäden. Dies in dem Sinne, 

dass es offensichtlich erscheint, dass in der Regel nur ein vom Unfall betroffener 

Körperteil eine Verletzung mit nachfolgenden Beschwerden zeitigen kann und sich 

auch sekundär traumatische Spätfolgen in der Regel im ursprünglichen 

Verletzungsgebiet und nicht verletzungsfern entwickeln. In die Beurteilung 

unfallkausaler Spätfolgen sind sodann die nach dem Unfall im gesamten Verlauf 

erhobenen Diagnosen und Befunde bzw. Beschwerden einzubeziehen. Für die 

Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen wird im Regelfall eine strukturelle 

Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als objektivierbares Korrelat 

verlangt. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann erst gesprochen 

werden, wenn die erhobenen Befunde mit - wissenschaftlich anerkannten (BGE 134 V 

231) - apparativen/bildgebenden Abklärungen (Röntgen, Computertomographie, MRI) 

bestätigt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 

2).

4.2  Im Rahmen des Grundfalls erlitt die Beschwerdeführerin eine Bandläsion des 

rechten OSG mit einer röntgenologisch erhobenen vermehrten Aufklappbarkeit von ca. 

12 Grad. Eine frische ossäre Läsion war hingegen nicht sichtbar. Die 

Beschwerdeführerin wurde am 9. April 1991 durch Dr. D.___ am rechten OSG operiert, 

wobei sich ein deutlich elongiertes Ligamentum fibulatalare anterius, gegen cranial 

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eingerissen, ein ebenfalls eingerissenes Ligamentum calcaneare sowie eine offene 

Peronealsehnenscheide zeigten. Dr. D.___ führte eine Bandraffungsnaht beim 

Ligamentum fibulatalare anterium durch und nähte auch das Ligamentum calcaneare 

sowie die Peronealsehnenscheide (Suva-act. 1 f., 4 f.). Am 6. Juni 1991 bestätigte die 

Beschwerdeführerin die Beendigung der ärztlichen Behandlung sowie die 

Wiederaufnahme der Arbeit zu 100% ab 27. Mai 1991 (Suva-act. 6). Infolge im Frühjahr 

2014 wieder vermehrt auftretender Beschwerden im rechten OSG wurde auf 

Zuweisung des am 8. April 2014 konsultierten Dr. E.___ am 9. April 2014 eine MRI-

Untersuchung des rechten OSG durch Dr. F.___ durchgeführt, bei welcher sich narbige 

Residuen im Bereich des Ligamentum fibulatalare anterius und fibulocalcaneare sowie 

ein 2 cm grosses Weichteilganglion im Bereich der Aussenknöchelspitze zeigten. 

Weiter kamen atrophytäre Veränderungen im ventro-medialen Bereich des OSG sowie 

ein 3.5 x 2 cm grosses Weichteilganglion im plantaren Bereich der 

Tarsometatarsalgelenke I und II zur Darstellung. Aufgrund der atrophytären 

Veränderungen im ventro-medialen Bereich erhob Dr. F.___ den Verdacht auf ein 

anteriores Impingement und zum Weichteilganglion im plantaren Bereich der 

Tarsometatarsalgelenke I und II fügte er an, dass dieses an die distale Peroneus 

longus-Sehne angrenze und bis nach intraossär zwischen der Basis des Metatarsale I 

und II reiche (Suva-act. 10). Entsprechend stellte Dr. E.___ im Arztzeugnis UVG vom 7. 

Mai 2014 die Diagnose eines vorderen Impingements des OSG (Suva-act. 12). Am 15. 

Mai 2014 wurde die Beschwerdeführerin ausserdem orthopädisch durch Dr. G.___ 

untersucht, der in seinem Bericht vom 19. Mai 2014 gestützt auf das Ergebnis der MRI-

Untersuchung vom 9. April 2014 die Diagnose anteromediales Impingement bestätigte, 

zusätzlich ein Ganglion im Bereich des Sinus tarsi diagnostizierte und festhielt, dass die 

Hauptbeschwerden auf das Impingement bei Tibianase und Talusbump zurückzuführen 

seien. Diesbezüglich könnte der Beschwerdeführerin bei rezidivierenden 

Schmerzepisoden die OSG-Infiltration und gegebenenfalls die OSG-Arthroskopie 

offeriert werden. Ein symptomatisches Ganglion im Sinus tarsi könne exzidiert werden, 

wobei es häufig Ausdruck einer Pathologie des USG sei (Suva-act. 14). Entsprechende 

Heilbehandlungen wurden sodann jedoch keine durchgeführt. Am 20. November 2014 

bestätigte die Beschwerdeführerin, dass weder eine ärztliche Behandlung noch eine 

Kontrolle stattfinden würde. Die Beschwerden seien erträglich oder weniger geworden 

(Suva-act. 24). Am 9. März 2015 meldete die Beschwerdeführerin erneut eine Zunahme 

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der Beschwerden (Suva-act. 25) und begab sich am 11. März 2015 bei Dr. J.___ in 

Behandlung. Dieser diagnostizierte ein anteriores Narbenimpingement OSG rechts 

sowie eine Ganglionbildung laterales OSG rechts bei Status nach Bandraffung vor 

Jahren (Suva-act. 30). Die auf Zuweisung von Dr. J.___ am 20. März 2015 durch Dr. 

K.___ ausgeführte MRI-Untersuchung des OSG rechts zeigte folgende Befunde: eine 

geringe Arthrose im medialen tibiotalaren Anteil des OSG mit hier Chondropathie Grad 

I-II und deutlichem Reizzustand des alt gezerrten zumindest in seinen anterioren 

tibiotalaren Faserzügen partialrupturierten Ligamentum deltoideum; eine diskreteste 

initiale Arthrose im Chopart-Gelenk talonavicular sowie intertarsal naviculo-cuneiforme 

und intercuneiforme mit punktueller Chondropathie Grad I-II, jedoch ohne signifikante 

Reizsynovialitis; eine deutlich aktivierte Arthrose (DD:-Itis) im MTP I und 

metatarsosesamoidalen Gelenkabschnitt und zusätzlich nachweisbare postoperative 

Suszeptibilitätsartefakte; eine diskreteste Insertionstendinose (DD: -Itis) der 

Peronealsehne sowie der Sehne des Musculus tibialis posterius bei insgesamt intakten 

Extensor- und Flexorensehnen sowie reizlosem subfibularen peritendinösem lobulierten 

Ganglion mit einer aktuellen Ausdehnung von 15.9 x 16.1 x 9.1 mm; eine in erster Linie 

vom Lisfranc-Gelenk ausgehende flächige ebenfalls reizlose Ganglionformation mit 

einer aktuellen Ausdehnung von 20 x 3.3 x 25.1 mm sowie zwei maximal bis 3.7 mm 

grosse freie Ossikel zum einen im OSG posterior tibiotalar und inferior talo-navicular. 

Ansonsten zeigte sich der postoperative MRI-Befund von OSG, USG und Mittelfuss 

regelhaft, insbesondere liess sich keine ligamentäre Reruptur und keine Ostedystrophie 

feststellen (Suva-act. 31). Gestützt auf dieses MRI-Untersuchungsergebnis bestätigte 

Dr. J.___ am 25. März 2015 seine Diagnose vom 11. März 2015 und empfahl eine 

arthroskopische Adhäsiolyse, eine Narbenreduktion sowie eine Abtragung des 

Talushöckers. Zusätzlich würde über eine weitere Inzision die Exstirpation des 

Ganglions erfolgen (Suva-act. 30).

4.3  Gestützt auf die in Erwägung 4.2 dargestellte Aktenlage stellte Dr. M.___ zunächst 

nachvollziehbar fest, es sei überwiegend wahrscheinlich davon auszugehen, dass die 

aktuelle Beschwerdesymptomatik dem von allen untersuchenden Ärzten 

übereinstimmend (vgl. Suva-act. 12, 14, 30 f.) diagnostizierten anterioren Impingement 

(Einklemmung von Weichteilgewebe im vorderen Bereich des OSG) infolge der 

osteophytären Knochenanlagerung am körperfernen Schienbeinende und dem 

Sprungbein bzw. bei Tibianase und Talusbump geschuldet sei. Radiologisch 

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objektiviert sind sodann verschiedene Arthrosen im Bereich des rechten Fusses, 

welche ebenfalls Schmerzen verursachen können (vgl. dazu PSCHYREMBEL, 

Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. Berlin/Boston 2017, S. 152 f.; ROCHE LEXIKON, 

Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 134; ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 586; vgl. auch Dr. M.___ in Suva-act. 

37-4). Weder ein Impingement noch eine Arthrose können eine primäre 

Unfallverletzung darstellen. Die Arthrose ist eine degenerative Erkrankung, die als 

unfallkausaler Gesundheitsschaden lediglich sekundär, d.h. als Spätfolge einer 

primären Unfallverletzung - beispielsweise einer Gelenksfraktur, eines Sturzes aus 

grosser Höhe mit der Folge einer Störung der Fussstatik, einer Bandläsion mit 

nachfolgender Bandinsuffizienz und Gelenkinstabilität - auftritt (DEBRUNNER, a.a.O., 

S. 580 f., 740, 1175, 1183; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 152; ROCHE LEXIKOn, a.a.O., 

S. 134). Als Impingement bezeichnet man eine schmerzhafte Funktionseinschränkung 

der Gelenkbeweglichkeit durch eine schmerzhafte Verdrängung oder Einklemmung von 

Gewebe. Es wird damit noch keine konkrete pathologisch-anatomische 

Gesundheitsstörung definiert (DEBRUNNER, a.a.O., S. 601, 619, 725, 975, S. 1183; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 862; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 915). Im konkreten Fall 

werden als Ursache des Impingements die atro- bzw. osteophytären Veränderungen im 

ventro-medialen Bereich des OSG der Beschwerdeführerin genannt (Suva-act. 10). 

Angesichts des Gesagten enthält die Beurteilung von Dr. M.___ nachvollziehbarerweise 

Aussagen zu den Fragen, ob vorliegend eine traumatisch bedingte, sekundäre Arthrose 

gegeben sein könnte bzw. ob die Beschwerdeführerin im Bereich der arthrotisch 

veränderten Bereiche eine Unfallverletzung erlitten habe, und ob es sich bei den 

atrophytären Veränderungen im ventro-medialen Bereich des OSG um die Folge einer 

primären Unfallverletzung handeln könnte.

4.4 

4.4.1      Bezüglich der Frage einer traumatisch bedingten, sekundären Arthrose weist 

Dr. M.___ zunächst zutreffend darauf hin, dass es gemäss Dokumentationen aus dem 

Jahr 1991 zu einer Teilverletzung des äusseren Kapselbandapparates des rechten OSG 

gekommen sei, wobei keine strukturelle Gelenkbinnenverletzung des rechten OSG 

stattgefunden habe (vgl. Suva-act. 1 f., 4). Entsprechend habe Dr. D.___ bei seiner 

Operation vom 2. April 1991 eine Naht des vorderen und mittleren Verstärkungsbandes 

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des Kapselbandapparates und einen operativen Verschluss der 

Peronealsehnenscheide durchgeführt. Gemäss Operationsbericht seien keine 

Strukturen im intraartikulären Bereich OSG rechts versorgt worden und keine Eröffnung 

der das Gelenk umgebenden Kapsel beschrieben (vgl. dazu Suva-act. 2, Suva-act. 

37-3). Mit diesem Sachverhalt stimmt überein, dass die verschiedenen anlässlich der 

MRI-Untersuchung des OSG rechts von Dr. K.___ vom 20. März 2015 erhobenen 

Arthrosen nicht im Verletzungsgebiet der Aussenbänder (Kapsel-Band-Apparat) bzw. 

des lateralen OSG liegen, sondern innenseitig im medialen tibiotalaren Anteil des OSG, 

im Chopart-Gelenk und im Bereich der Metatarsalgelenke lokalisiert sind (Suva-act. 

31).

4.4.2      Dr. M.___ weist sodann darauf hin, dass es erst im Zeitraum vom 9. April 2014 

(MRI-Untersuchung durch Dr. F.___, Suva-act. 10) bis zur Kontrollkernspintomographie 

vom 20. März 2015 durch Dr. K.___ (Suva-act. 31) zu einer leichten Entwicklung einer 

innenseitig lokalisierten Arthrose des OSG gekommen sei. Dass eine erstmals 24 Jahre 

nach einer Bandläsion im OSG objektivierte und zudem erst leichte Arthrose 

überwiegend wahrscheinlich traumatisch bedingt sein soll, erscheint selbst angesichts 

des Umstands, dass eine Arthrose für ihre Entwicklung definitionsgemäss einen 

gewissen Zeitraum benötigt, d.h. nicht zeitgleich mit der primären Verletzung auftritt, 

zweifelhaft. Anamnestisch entnimmt Dr. M.___ schliesslich dem Bericht von Dr. D.___ 

vom 2. April 1991 und dessen Operationsbericht vom 9. April 1991 korrekt, dass darin 

eine bereits vor dem Unfall vom 24. März 1991 vorliegende chronische Instabilität des 

rechten OSG erwähnt ist. Dass Dr. M.___ diesen Vorzustand als weiteren bedeutsamen 

Umstand für eine unfallfremde Problematik sieht, erscheint schlüssig und fügt sich 

ohne Weiteres in einen Sachverhalt mit unfallfremder Arthrosebildung ein (vgl. dazu 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 601, 612, 619, 636). Insgesamt liegt mithin ein in sich 

geschlossener Sachverhalt für eine umfassende unfallfremde Problematik ohne 

passende traumatische Verletzung vor (degenerative Pathologie bzw. Arthrosebildung 

ausserhalb des ursprünglich verletzten OSG-Bereichs; dokumentierter Vorzustand 

einer Instabilität als pathologische Grundlage für eine Arthrosebildung; jahrzehntelange 

Latenzzeit bis zur radiologischen Erhebung der Arthrosen).

4.5  Hinsichtlich der Impingement-Symtomatik stellt sich die Sachlage - wie von Dr. 

M.___ aufgezeigt - vergleichbar mit der Arthrosesituation dar. Die das Impingement 

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verursachenden osteophytären Knochenanlagerungen befinden sich - wie von Dr. 

M.___ den radiologischen Berichten richtig entnommen - ebenfalls nicht im 

Verletzungsgebiet, d.h. im Bereich des beim Unfall vom 24. März 1991 verletzten 

äusseren Kapselbandapparates mit Ligamentum fibulatalare anterius, Ligamentum 

calcaneare und Peronealsehnenscheide (vgl. dazu Suva-act. 1 f.), sondern liegen - wie 

in den medizinischen Akten übereinstimmend dargestellt - im vorderen, inneren Anteil 

des rechten OSG bzw. der körperfernen Tibiakante und des Sprungbeins. 

Entsprechend spricht Dr. H.___ von einer Tibianase und einem Talusbump (vgl. Suva-

act. 10, 12, 14). Der Umstand, dass das vorliegende Impingement gegenüber dem vom 

Unfall tangierten OSG-Bereichs neu in einem anderen OSG-Bereich auftritt, lässt die 

Schlussfolgerung von Dr. M.___, dass dieses nicht überwiegend wahrscheinlich eine 

Folge der Bandläsion vom 24. März 1991 sei, ohne Weiteres einleuchtend erscheinen.

4.6  Wie Dr. M.___ bereits bezüglich der Arthrose hervorhob, betonte er in seiner 

Beurteilung nochmals generell das jahrzehntelange Intervall zwischen dem 

Unfallereignis und den schmerzverursachenden Diagnosen ohne dokumentierte 

Brückensymptome. Tatsächlich sind - abgesehen von nachträglichen subjektiven 

Aussagen (vgl. Suva-act. 16) - während 23 (Impingement mit osteophytärer 

Knochenanlagerung) bzw. 24 Jahren (Arthrose) echtzeitlich keine Beschwerden, 

ärztliche Behandlungen oder Kontrollen und keine Arbeitsunfähigkeiten dokumentiert, 

was unfallkausale Spätfolgen unwahrscheinlich erscheinen lässt. Nach der 

Rechtsprechung sind die Anforderungen an den Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs im Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit umso 

strenger, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem erneuten 

Eintritt der Gesundheitsschädigung ist (RKUV 1997 Nr. U 275 S. 188 E. 1c). Dieser 

Grundsatz ist insbesondere in denjenigen Fällen zu beachten, in welchen nach einer 

längeren Latenzzeit nur Befunde erhoben werden konnten, welche - wie die Arthrose 

und das Impingement mit osteophytären Knochenveränderungen - im Regelfall nicht 

sekundär traumatisch bedingt sind, sondern degenerativ oder krankhafte Ursachen 

haben. Während einer solch langen Latenzzeit wie der vorliegenden sind die 

unfallunabhängigen Vorgänge in einem menschlichen Körper vielfältig und der 

Beweisgrad einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit ohne klar ersichtlichen Hinweis 

auf eine traumatische Unfallfolge kaum zu erreichen.

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4.7  Wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 4.2), erhob Dr. F.___ anlässlich seiner MRI-

Untersuchung vom 9. April 2014 auch narbige Residuen im Bereich des Ligamentum 

fibulotalare anterius und fibulocalcaneare sowie ein 2 cm grosses Weichteilganglion im 

Bereich der Aussenknöchelspitze (Suva-act. 10). Angesichts ihrer Lokalisation sowie 

der medizinischen Erfahrungstatsache, dass Operationen Narben hinterlassen können 

(vgl. DEBRUNNER, a.a.O., S. 86), und Dr. F.___ von postoperativen Artefakten spricht, 

könnten diese Befunde grundsätzlich in einem Zusammenhang mit der unfallbedingten 

Operation mit Bandraffung des Ligamentum fibulatalare anterius, der Naht beim 

Ligamentum calcaneare sowie des Verschlusses der Peronealsehnenscheide vom 9. 

April 1991 bzw. der Bandläsion des rechten OSG lateral gesehen werden (Suva-act. 2). 

Dr. J.___ diagnostizierte jedoch in seinen Konsultationsberichten vom 11. und 25. März 

2015 ein anteriores Narbenimpingement OSG rechts und empfahl am 25. März 2015 

eine Narbenreduktion und Abtragung des Talushöckers (Suva-act. 30). Ein anteriores 

Narbenimpingement befindet sich - gleich wie die in den Erwägungen 4.2 genannten 

Arthrosen und osteophytären Knochenanlagerungen - nicht im Bereich des beim Unfall 

vom 24. März 1991 verletzten lateralen OSG, womit folglich kein Zusammenhang zur 

Operation vom 9. April 1991 bzw. zur lateralen Bandläsion gesehen werden kann (vgl. 

Suva-act. 2). Gleiches gilt hinsichtlich des radiologisch zur Darstellung gelangten 

grösseren, in erster Linie vom Lisfranc Gelenk ausgehenden Ganglions bzw. des von 

Dr. H.___ in seinem Untersuchungsbericht vom 19. Mai 2014 genannten Ganglions im 

Sinus tarsi, welches häufig Ausdruck einer Pathologie des USG sei (Suva-act. 14). 

Gestützt auf das MRI-Untersuchungsergebnis schrieb Dr. J.___ im 

Verlaufskonsultationsbericht vom 25. März 2015, dass zusätzlich über eine weitere 

Inzision die Exstirpation des Ganglions erfolgen könnte. Sollte Dr. J.___ damit das 

Ganglion im Bereich des lateralen OSG rechts gemeint haben und würde in der Zukunft 

eine entsprechende operative Vorkehr erfolgen, hätte die Beschwerdegegnerin eine 

diesbezügliche Unfallkausalität zu prüfen. Entsprechend hatte med. pract. I.___ am 6. 

Juni 2014 erklärt, dass der Schadenfall vor einer Operation des OSG "unbedingt" 

wieder vorgelegt werden müsste, um dann nochmals die Kausalität zu beurteilen 

(Suva-act. 17). Dr. M.___ verneinte zwar in seiner Kurzbeurteilung vom 26. Mai 2015 mit 

Blick auf die lange Latenzzeit eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität des 

Ganglions (Suva-act. 32), wobei zu überprüfen wäre, ob seine Aussage auch bezüglich 

das Ganglion laterales OSG rechts gemeint ist. Anlässlich der MRI-Untersuchung vom 

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20. März 2015 durch Dr. K.___ hat sich das Ganglion im Aussenknöchelbereich reizlos 

gezeigt (Suva-act. 31) und über die Durchführung einer Fussoperation ist nichts 

bekannt. Hier geht es einzig um die Überprüfung der Unfallkausalität der 

beschwerdeverursachenden Gesundheitsschäden (anteriores Impingement des rechten 

OSG infolge osteophytärer Knochenanlagerung am körperfernen Schienbeinende und 

Sprungbein, verschiedene Arthrosen; vgl. Erwägungen 4.3 ff.), hinsichtlich welcher 

nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan ist, dass es 

sich um Spätfolgen der Bandläsion vom 24. März 1991 handelt.

4.8 

4.8.1      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass - wie von Dr. M.___ angenommen 

und schlüssig begründet - aufgrund der ursprünglich erlittenen Unfallverletzung, der im 

Rahmen des Rückfalls erhobenen Diagnosen bzw. radiologischen 

Untersuchungsergebnisse sowie des zeitlichen Ablaufs keine Anhaltspunkte für eine 

natürliche Unfallkausalität der am 9. März 2015 gemeldeten Beschwerden im rechten 

OSG vorliegen. Damit hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht aus der 

obligatorischen Unfallversicherung zu Recht verneint. Weder die Stellungnahme zur 

Unfallkausalität von Dr. J.___ vom 16. März 2016 (act. G 1.9) noch die weiteren der 

Beschwerde vom 4. April 2016 beigelegten Berichte von Dr. E.___ vom 18. August 

2009 (act. G 1.5), von Dr. D.___ vom 26. Oktober 2009 (act. G 1.6), von Dr. med. N.___, 

Leitender Arzt Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, Universitätsspital 

Zürich, vom 15. November 2011 (act. G 1.7) und von Dr. med. O.___, Leitender Arzt, 

Reha P.___, vom 30. März 2012 (act. G 1.8) vermögen an dieser Beurteilung etwas zu 

ändern, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.

4.8.2      Aus der von Dr. J.___ in seiner Stellungnahme von Dr. K.___ übernommenen 

Formulierung "des alt gezerrten…partialrupturierten Ligamentum…" kann kein sicherer 

Hinweis auf eine sekundäre Unfallfolge abgeleitet werden. Die alte Zerrung betraf das 

Ligamentum fibulotalare anterius, das Ligamentum fibulocalcaneare sowie die 

Peronealsehnenscheide. Seine weitere Feststellung, aus seiner Sicht könnte aufgrund 

der beschriebenen alten Zerrung von einer posttraumatischen Instabilität ausgegangen 

werden, wäre zwar ein denkbarer und damit möglicher, jedoch kein überwiegend 

wahrscheinlicher Sachverhalt. Zwar stellt die Instabilität des OSG eine in der Medizin 

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anerkannte Folge von Bandläsionen dar (vgl. DEBRUNNER, a.a.O., s. 636; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 231). Wie in Erwägung 4.4.2 gesagt, ist jedoch im 

konkreten Fall bereits eine vorbestehende Instabilität dokumentiert, von der Dr. J.___ 

offensichtlich keine Kenntnis hatte. So gibt er selbst an, dass ihm die Akten aus dem 

Jahr 1991 nicht zur Verfügung gestanden hätten, weshalb er nicht habe herausfinden 

können, ob die Beschwerdeführerin eine frühere Instabilität vor 1991 beschrieben 

habe. Die von Dr. J.___ dargestellte traumatische Kausalkette mit primärer Bandläsion 

und nachfolgender Instabilität vermag folglich nicht zu überzeugen. Die von der 

Beschwerdeführerin erlittene "alte" Verletzung vom 24. März 1991 war sodann - 

entgegen der Annahme von Dr. J.___ - keine Verletzung des medialen Seitenbandes 

(Ligamentum deltoideum in den anterioren Bereichen). Damit fällt auch eine 

unfallkausale vermehrte Abnutzung des medialen Knorpels sowie die Bildung eines 

unfallkausalen Talushöckers und einer ebensolchen Tibianase ausser Betracht. Mit 

seiner Formulierung, er gehe somit "eher" davon aus, dass es sich um eine 

"posttraumatische" Veränderung handle, drückt Dr. J.___ nur einer Vermutung aus, 

welche den im Sozialversicherungsrecht geltenden Anforderungen an den Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen vermag (THOMAS LOCHER/

THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 58). Zudem relativiert er seine Schlussfolgerung gleich selbst, wenn er einräumt, 

anhand der vorliegenden Akten nicht sagen zu können, ob es sich bei den 

Abnutzungserscheinungen um eine Folge des Unfalls von 1991 handle.

4.8.3      Die weiteren in Erwägung 4.8.1 genannten Arztberichte befassen sich nicht 

explizit mit der hier zur Diskussion stehenden OSG-Problematik. Es handelt sich um 

Berichte über Untersuchungen, bei welchen andere Gesundheitsstörungen der 

Beschwerdeführerin im Vordergrund standen, insbesondere ein Panvertebralsyndrom, 

Essstörungen und ein Meniskusschaden. Die alleinige Nennung der Diagnose einer 

posttraumatischen Arthrose des linken OSG anamnestisch bei Status nach Operation 

einer angeblichen Trümmerfraktur und Sehnenruptur ca. 1991 durch Dr. E.___ (act. G 

1.5) sowie der Diagnose einer Arthrose OSG links posttraumatisch und im rechten 

MTP-Gelenk bei Status nach Naht einer lateralen Bandruptur 1994 und entzündlicher 

Veränderung OSG inklusive medialer und lateraler Bandapparat (Scintigrafie 16. April 

1996, MRI 12. Juni 1996) durch Dr. O.___ vermögen jedenfalls nicht als überwiegend 

wahrscheinlicher Beweis für das Vorliegen von Unfallspätfolgen im Bereich des rechten 

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OSG zu dienen. Wie gesagt, folgt in den einzelnen Berichten keinerlei medizinische 

Auseinandersetzung mit der OSG-Problematik, anhand derer die Diagnosen überprüft 

werden könnten. Diese enthalten im Übrigen bereits an sich keine stichhaltigen 

Hinweise für das Vorliegen von Spätfolgen des Unfalls vom 24. März 1991. Mit der 

Formulierung "posttraumatisch" wird lediglich eine zeitliche Einordnung vorgenommen, 

aus welcher keine überzeugende, medizinisch begründete Bestätigung der 

Unfallkausalität abgeleitet werden kann. Der zeitliche Aspekt besitzt keine 

wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich mit dem 

blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen und 

davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann (sekundär) durch 

den Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (UELI KIESER, ATSG-

Kommentar, 3. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2015, N 69 zu Art. 4 ATSG; ALFRED MAURER, 

Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. Bern 1989, S. 460 N 1205 [= 

Beweisführung nach der Formel "post hoc ergo propter hoc"]; SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). 

Ausserdem enthalten die Diagnosen gewisse Ungenauigkeiten hinsichtlich Daten und 

ursprünglicher Unfalldiagnose, was ihre Exaktheit allgemein in Frage stellt. Verstärkt 

wird dieser Umstand durch die Formulierung "angeblich" von Dr. E.___, welche 

vermuten lässt, dass er seine Diagnose nicht anhand medizinischer Vorakten verifiziert 

hat und er sich mit der OSG-Problematik eben auch nicht ausdrücklich befasste. Ein 

Scintigrafie- und MRI-Untersuchungsbericht aus dem Jahr 1996 liegen schliesslich 

nicht bei den Akten und wurden selbst von beschwerdeführender Seite nirgends 

thematisiert. Insgesamt vermögen mithin die obgenannten Berichte keine Aufschlüsse 

hinsichtlich unfallkausaler Spätfolgen im Bereich des lateralen OSG zu geben.

5.   

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gegen den 

Einspracheentscheid vom 16. Februar 2016 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin keinen 

Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

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1.   

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 09.02.2018
	Art. 6 UVG: Verneinung unfallkausaler Spätfolgen (insbesondere hinsichtlich radiologisch erhobenen Arthrosen und einer Impingement-Problematik) nach Bandläsion rechtes OSG (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Februar 2018, UV 2016/23).

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