# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f092bd6-55d5-5f72-a13a-4f70352904e8
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-04
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 04.07.2018 603 2017 133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_603-2017-133_2018-07-04.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

603 2017 133

Urteil vom 4. Juli 2018

III. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Johannes Frölicher

Dominique Gross 
Gerichtsschreiber-Praktikant: Mischa Poffet

Parteien A.________, Beschwerdeführerin

gegen

TIEFBAUAMT, Vorinstanz   

Gegenstand Strassenverkehr und Transportwesen

Verkehrsmassnahmen auf Alp- und Waldwegen

Beschwerde vom 3. August 2017 gegen die Verfügung vom 4. Juli 2017

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Das Tiefbauamt (Vorinstanz) hat am 11. November 2008 diverse Verkehrsmassnahmen auf 
den Alp- und Waldwegen im Gebiet der Gemeinden Val-de-Charmey, Jaun, La Roche, Plaffeien 
und Plasselb bzw. der Mehrzweckgenossenschaften B.________, C.________, D.________ und 
E.________ verfügt. Bei diesen Massnahmen handelte es sich hauptsächlich um Fahrverbote, 
zum Teil mit Ausnahmeregelungen wie beispielsweise für den Zubringerdienst, für die land- und 
forstwirtschaftliche Nutzung oder für bestimmte Perioden.

Insbesondere wurden mit dieser Verfügung auf dem Gebiet der Gemeinde Plasselb, im Perimeter 
der Mehrzweckgenossenschaft E.________ (MZG E.________) Verkehrsmassnahmen erlassen, 
welche unter anderem den Weg P1.1.2 entlang der Ärgera sowie die Zufahrtswege P1.1.5 Au 
(Ärgera) Nord und Au (Ärgera) Süd betrafen (gemäss dem Situationsplan vom 11. November 2008 
der Vorinstanz zum Perimeter MZG E.________ [nachfolgend: Situationsplan 2008]). So sah die 
Verfügung auf den Wegen P1.1.2 und P1.1.5 ein Fahrverbot mit Signalisation und Zusatztafel 
"Land- und Forstwirtschaft oder mit Ausweis gestattet" vor (vgl. den Situationsplan 2008 mit der 
Legende).

B. Gegen die Verfügung vom 11. November 2008 sind zahlreiche Beschwerden ans Kantons-
gericht erhoben worden. Sämtliche Beschwerden wurden vom Kantonsgericht bzw. vom Bundes-
gericht abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wurde (vgl. insbesondere das Urteil BGer 
1C_416/2009 vom 14. September 2009 betreffend die Beschwerde der Gemeinde Plasselb). Die 
angeordnete Signalisation wurde jedoch namentlich im Bereich P1.1.2 und P1.1.5 bis heute nicht 
umgesetzt.

C. Mittlerweile hat das Amt für Wald, Wild und Fischerei (WaldA) über die Forstingenieurin des 
2. Forstkreises (Sense-See) – wegen der Schwierigkeiten, die bei der praktischen Umsetzung der 
erwähnten Verfügung auftraten – ein Gesuch eingereicht, um die Verfügung teilweise zu ändern 
und neue Verkehrsmassnahmen einzuführen und die damit festgestellten Widersprüche respektive 
Ungenauigkeiten zu korrigieren.

Die Vorinstanz hat mit Verfügung vom 4. Juli 2017 die Einführung dieser Massnahmen beschlos-
sen. Diese Verfügung wurde im Amtsblatt Nr. 27 vom 7. Juli 2017 publiziert.

Insbesondere sieht diese Verfügung vor, die erwähnten Verkehrsregelungen dahingehend zu än-
dern, dass die mit Verfügung vom 11. November 2008 angeordnete Zusatztafel "Land- und Forst-
wirtschaft oder mit Ausweis gestattet" bei P1.1.5 Au (Ärgera) Nord durch die Zusatztafel "Land- 
und Forstwirtschaft und Zubringerdienst gestattet" ersetzt wird. Bei P1.1.5 Au (Ärgera) Süd soll 
neu die (bisher nicht umgesetzte) Signalisation "Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motor-
fahrräder" mit Zusatztafel "Land- und Forstwirtschaft oder mit Ausweis gestattet" bis hinter die 
Sammelstelle versetzt werden.

D. Die A.________ (Beschwerdeführerin) hat am 3. August 2017, verbessert am 14. August 
2017 gegen diese Verfügung Beschwerde an das Kantonsgericht erhoben. Sie beantragt 
sinngemäss die Aufhebung des Fahrverbotes bzw. der entsprechenden angeordneten Sig-
nalisationen bei P1.1.2 und P1.1.5.

E. Die Gemeinde Plasselb beantragt am 19. Oktober 2017 sinngemäss die Gutheissung der 
Beschwerde.

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F. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2017 bzw. vom 10. November 2017 beantragen die Vor-
instanz respektive das WaldA die Abweisung der Beschwerde, soweit überhaupt darauf einzutre-
ten sei.

G. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zuständig (Art. 114 Abs. 1 lit. a des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1991 [VRG; SGF 150.1] in 
Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 des kantonalen Gesetzes vom 12. November 1981 zur Ausführung 
der Bundesgesetzgebung über den Strassenverkehr [AGSVG; SR 781.1]). Die Beschwerdefrist 
wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Auch wurde der Kostenvorschuss rechtzeitig bezahlt 
(Art. 128 VRG).

1.2. Wie erwähnt, werden mit der vorliegend angefochtenen Verfügung die am 11. November 
2008 beschlossenen Verkehrsregelungen dahingehend geändert, dass die aktuell angeordnete 
Zusatztafel "Land- und Forstwirtschaft oder mit Ausweis gestattet" bei P1.1.5 Au (Ärgera) Nord 
durch die Zusatztafel "Land- und Forstwirtschaft und Zubringerdienst gestattet" ersetzt wird. Bei 
P1.1.5 Au (Ärgera) Süd soll neu die Signalisation "Verbot für Motorwagen, Motorräder und Motor-
fahrräder" mit Zusatztafel "Land- und Forstwirtschaft oder mit Ausweis gestattet" bis hinter die 
Sammelstelle versetzt werden. Es ist daher fraglich, ob die Beschwerdeführerin überhaupt ein 
schutzwürdiges Beschwerdeinteresse (vgl. Art. 76 lit. a VRG) aufweist, da die angefochtene Verfü-
gung im Vergleich zu jener vom 11. November 2008 (gemessen an den Beschwerdeanträgen) 
eine Lockerung der Signalisation und damit eine Besserstellung der Beschwerdeführerin und nicht 
einen rechtlichen oder faktischen Nachteil für sie bedeutet (siehe BGE 125 I 7).

Diese Frage kann indes offen gelassen werden, da – wie nachfolgend aufzuzeigen ist – auf die 
Beschwerde auch aus anderen Gründen nicht eingetreten werden kann bzw. da diese ohnehin 
abzuweisen ist. Aus demselben Grund kann auch darauf verzichtet werden zu klären, inwiefern die 
Theatergesellschaft eine zur Beschwerdeeinreichung befähigte juristische Person ist. 

2.

Die Beschwerdeführerin begründet ihre Beschwerde im Wesentlichen damit, dass durch die an-
gefochtene Verfügung die Zufahrt zur Muelersgrotte (welche sich auf dem Wegabschnitt P1.1.2 
befindet), bei der alljährlich zu Weihnachten ein Krippenspiel aufgeführt werde, ganzjährig offen 
bleiben müsse, damit die Laienspieler zum Abhalten ihrer Proben bis zur Grotte fahren können. 
Weiter werde das Krippenspiel auch von vielen älteren und behinderten Personen besucht; für 
diese Personen sei die Zufahrt zum Parkplatz zwingend nötig. Zudem handle es sich beim be-
troffenen Strassenabschnitt weder um eine Alp- noch um eine Waldstrasse und die Gemeinde 
Plasselb habe die Verkehrs- und Parkplatzsituation mittels Signalisation geregelt. Es wäre unver-
hältnismässig, jedem Besucher des Krippenspiels einen Ausweis zu erstellen.

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2.1. Bereits die Verfügung der Vorinstanz vom 11. November 2008, bestätigt (unter anderem) 
im Urteil BGer 1C_416/2009 vom 14. September 2009, sah für die von der Beschwerdeführerin 
erwähnten Wegabschnitte P1.1.2 und P1.1.5 wie dargelegt ein Fahrverbot vor (siehe Situations-
plan 2008). Den verfügten Fahrverboten liegen insbesondere folgende Erwägungen zugrunde:

2.1.1. Art. 15 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über den Wald (WaG; SR 921.0) sieht 
vor, dass Wald und Waldstrassen nur zu forstlichen Zwecken mit Motorfahrzeugen befahren wer-
den dürfen. Der Bundesrat regelt die Ausnahmen dieses Fahrverbotes für militärische und andere 
öffentliche Aufgaben (Abs. 1). Die Kantone können zulassen, dass Waldstrassen zu weiteren Zwe-
cken befahren werden dürfen, wenn nicht die Walderhaltung oder andere öffentliche Interessen 
dagegen sprechen (Abs. 2). Die Kantone sorgen für die entsprechende Signalisation und für die 
nötigen Kontrollen. Wo Signalisation und Kontrollen nicht genügen, können Barrieren angebracht 
werden (Abs. 3). Im Kanton Freiburg regelt nach Art. 29 des kantonalen Gesetzes vom 2. März 
1999 über den Wald und den Schutz vor Naturereignissen (WSG; SGF 921.1) das Ausführungs-
reglement den Motorverkehr im Wald (Art. 29 Abs. 1 WSG). Dementsprechend sieht Art. 28 Abs. 1 
des kantonalen Reglements vom 11. Dezember 2001 über den Wald und den Schutz vor Natur-
ereignissen (WSR; SGF 921.11) vor, dass grundsätzlich nur Eigentümern, deren Grundstück von 
der Strasse erschlossen wird, und Personen in Verbindung mit der Land- oder Forstwirtschaft (lit. 
a) sowie Zubringern (lit. b) der Verkehr auf Waldstrassen gestattet ist. Als Waldstrassen im er-
wähnten Sinne, die grundsätzlich nicht mit Motorfahrzeugen befahren werden darf, gelten Er-
schliessungsanlagen, die der Pflege und Nutzung des Waldes dienen und die nach den Interessen 
des Waldes dimensioniert und angelegt sind (Botschaft vom 29. Juni 1988 zum WaG, Bundesblatt 
1988 III 173 ff., S. 190; BGE 111 Ib 45 E. 3c).

2.1.2. Die streitbetroffenen Wegbereiche P1.1.2 bzw. P1.1.5 wurden demnach in der Verfügung 
der Vorinstanz vom 11. November 2008 als Waldstrassen qualifiziert, mit der Folge, dass diese 
Bereiche mit Motorfahrzeugen nur zu den vorerwähnten Zwecken bzw. durch die vorgenannten 
Personengruppen befahren werden dürfen und grundsätzlich ein Fahrverbot besteht 
(vgl. insbesondere die Erwägungen in der Verfügung und den Situationsplan 2008).

Diese Verfügung ist vollumfänglich in Rechtskraft erwachsen.

2.2. Mit Verfügung vom 4. Juli 2017 wurde – wie dargelegt – nicht das Fahrverbot an sich, son-
dern (lediglich) eine Änderung der Zusatztafel bei P1.1.5 Au (Ärgera) Nord sowie eine Versetzung 
der Signalisation bei P1.1.5 Au (Ärgera) Süd (neu) angeordnet. Diese Anordnungen stellen in casu 
das Anfechtungsobjekt dar.

2.3. Das Anfechtungsobjekt bildet den Ausgangspunkt und zugleich den äussersten Rahmen 
für die Definition des Streitgegenstandes und auf die Beschwerde kann nicht eingetreten werden, 
soweit sie über das Anfechtungsobjekt hinausgeht (BGE 136 II 457 E. 4.2; 133 II 35 E. 2).

2.4. Soweit die Beschwerdeführerin mithin rügt, dass die Zufahrt zur Muelersgrotte respektive 
zu den Parkplätzen (innerhalb des Fahrverbotes) gewährleistet werden müsse, geht die Be-
schwerde über das Anfechtungsobjekt hinaus und auf diese kann nicht eingetreten werden. Dies 
gilt auch deshalb, weil wie erwähnt über das Fahrverbot mit der Verfügung vom 11. November 
2008 bereits rechtskräftig entschieden wurde.

2.5. Auch macht die Beschwerdeführerin vorliegend in keiner Weise geltend, dass hinsichtlich 
des Fahrverbotes ein Motiv für die Abänderung dieser Dauerverfügung (d.h. der Verfügung vom 
11. November 2008) bestünde. Dies wäre der Fall, wenn die Umstände sich seither wesentlich 

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geändert hätten oder die Beschwerdeführerin erhebliche Tatsachen oder Beweismittel namhaft 
machen würde, die ihr im früheren Verfahren nicht bekannt waren oder die schon damals geltend 
zu machen für sie rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder wenn hierzu keine Veranlassung 
bestand (vgl. BGE 138 I 61 E. 4.3; 136 II 177 E. 2.1; 124 II 1 E. 3a; siehe auch Urteil BGer 
2C_487/2012 vom 2. April 2013 E. 3.3 betreffend die Wiedererwägung bei Dauersachverhalten). 
Wie erwähnt, stellt die Waldstrasse eine Erschliessungsanlage dar, die der Pflege und Nutzung 
des Waldes dient und nach den Interessen des Waldes dimensioniert und angelegt ist. Die Be-
schwerdeführerin vermag in ihrer Beschwerde bezüglich der Qualifikation als Waldstrasse weder 
geltend zu machen, weshalb dies bei P1.1.5 bzw. P1.1.2 mit Bezug auf den Auenwald von Anfang 
an nicht der Fall gewesen sein sollte, noch inwiefern sich die Umstände seither wesentlich geän-
dert hätten oder erhebliche neue Tatsachen oder Beweismittel zu berücksichtigen seien. Entspre-
chende Gründe für ein Rückkommen auf die Verfügung vom 11. November 2008 sind auch aus 
den Akten nicht ersichtlich.

Für die Vorinstanz bestand daher kein Grund, (ausnahmsweise) auf die rechtskräftig verfügten 
Fahrverbote im Bereich P1.1.2 bzw. P1.1.5 zurückzukommen und die angefochtene Verfügung 
erweist sich diesbezüglich als gerechtfertigt.

2.6. Hinsichtlich des Arguments der Beschwerdeführin, wonach die Muelersgrotte weiterhin 
ganzjährig für den Motorfahrzeugverkehr zugänglich sein müsse, ist in der Sache weiter festzu-
halten, dass vorliegend (neben dem Interesse der Beschwerdeführerin und der Besucher) auch 
weitere gewichtige öffentliche Interessen zu berücksichtigen sind. Dazu gehört der Waldschutz im 
Allgemeinen und damit die Schutz-, Wohlfahrt- und Nutzfunktionen des Waldes im Besonderen 
(Art. 77 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [BV; SR 101]). Gestützt auf die entsprechende 
Kompetenz des Bundes wurde in einem demokratisch legitimierten Verfahren Art. 15 WaG erlas-
sen, welcher den Motorfahrzeugverkehr auf Waldstrassen grundsätzlich auf forstliche Zwecke be-
schränkt. Der Kanton Freiburg sieht in seinen Ausführungsbestimmungen insbesondere keine 
Ausnahmeregelung zu touristischen oder Erholungszwecken vor (Art. 29 WSG in Verbindung mit 
Art. 28 Abs. 1 WSR e contrario), worunter auch der Besuch der Grotte zu subsumieren ist. Ge-
stützt auf diese Bestimmungen erklärt sich das Fahrverbot bei P1.1.2 und P1.1.5 gemäss der 
Verfügung vom 11. November 2008, welches wie erwähnt vollumfänglich in Rechtskraft erwachsen 
ist.

Die Beschwerdeführerin sei jedoch daran erinnert, dass der Zugang zur Grotte grundsätzlich 
durchaus gewährleistet ist und lediglich die Zufahrt mit Motorfahrzeugen verboten bzw. beschränkt 
ist; dieses Verbot besteht wie dargelegt bereits aufgrund der rechtskräftigen Verfügung vom 
11. November 2008 und nicht aufgrund der hier angefochtenen Verfügung. Das Argument, es be-
stehe ein Parkplatzbedarf mit Bezug auf Anlässe bei der Muelersgrotte, hätte die Beschwerdefüh-
rerin im Rahmen des Erlasses der Verfügung vom 11. November 2008 respektive im diesbezügli-
chen Beschwerdeverfahren vorbringen können, sodass auch dieser Einwand mangels Geltendma-
chung einer erheblichen Änderung der Umstände (vgl. oben E. 2.5) über das Anfechtungsobjekt 
hinausgeht. Die Notwendigkeit allfälliger Fahrzeugabstellplätze ist in einem separaten Verfahren 
zu überprüfen und bildet demnach nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens. Des Weiteren 
können allfällige zeitlich befristete Fahrbewilligungen – etwa für das von der Beschwerdeführerin 
durchgeführte Krippenspiel – nach wie vor beantragt werden (vgl. Art. 28 Abs. 2 WSR), sie bilden 
aber ebenfalls nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.

2.7. Soweit die Beschwerdeführerin sich auf die Regelung der Verkehrs- und Parkplatzsituation 
durch die Gemeinde Plasselb beruft, ist sie darauf hinzuweisen, dass die aktuelle Verkehrssitua-

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tion bzw. Signalisation im Gebiet des Auenwaldes nicht rechtskonform ist, da die Verfügung vom 
11. November 2008 durch die Gemeinde nie umgesetzt wurde. Wie erwähnt sind die Fahrverbote 
bei P1.1.2 bzw. P1.1.5 mit der Verfügung vom 11. November 2008 in Rechtskraft erwachsen. Die 
Parkplätze im Bereich dieser Fahrverbote dürften damit überhaupt nicht existieren und können von 
der Beschwerdeführerin somit auch nicht als Argument gegen die ohnehin bereits rechtskräftig 
verfügten Verkehrsmassnahmen vorgebracht werden.

2.8. Weitergehend verweist das Kantonsgericht die Parteien auf die ausführlichen Erwägungen 
im heutigen Urteil KG FR 603 2017 125 betreffend die Gemeinde Plasselb gegen das Tiefbauamt.

3.

Die Beschwerdeführerin beantragt in ihrer Beschwerde schliesslich eine Ortsbesichtigung.

3.1. Nach Art. 46 Abs. 1 lit. d VRG kann die Behörde einen Augenschein anordnen. Die Durch-
führung eines Augenscheins ist indes nur dann geboten, wenn die tatsächlichen Verhältnisse un-
klar sind und anzunehmen ist, die Parteien vermöchten durch ihre Darlegungen vor Ort Wesentli-
ches zur Erhellung der sachlichen Grundlagen des Rechtsstreits beizutragen (PLÜSS, in Kom-
mentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 N. 79).

3.2. Die lokalen Gegebenheiten und der massgebliche Sachverhalt sind, soweit prozessrele-
vant, aus den eingereichten Verfahrensakten, insbesondere den Plänen und Abbildungen genü-
gend ersichtlich, weshalb sich die Fragen, welche die vorliegende Angelegenheit aufwirft, ohne 
den beantragten Augenschein beantworten lassen. Demnach kann das Kantonsgericht auf dessen 
Durchführung verzichten (zur antizipierten Beweiswürdigung siehe Urteil BGer 6B_82/2015 vom 
26. März 2015 E. 1.1 mit weiteren Hinweisen).

3.3. Soweit die Beschwerdeführerin mit ihrem Begehren um Besichtigung vor Ort sinngemäss 
eine öffentliche Verhandlung beantragen will, ist auch dieser Antrag abzuweisen, da sich die Be-
schwerde als offensichtlich aussichtslos erweist und damit eine Ausnahme der durch Art. 6 Ziff. 1 
der Europäischen Konvention vom 4. November 1950 zum Schutz der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) geforderten Öffentlichkeit des Verfahrens gemacht werden darf 
(Urteil BGer 8C_504/2010 vom 2. Februar 2011 E. 1.3; BGE 122 V 47 E. 3b/dd).

4.

Im Ergebnis ist die Beschwerde daher abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden 
kann, und die Verfügung der Vorinstanz vom 4. Juli 2017 ist zu bestätigen.

5.

Die Verfahrenskosten, die auf CHF 800.- festgelegt werden, sind dem Verfahrensausgang ent-
sprechend der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu 
verrechnen (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 der 
Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz [TarifVJ; SGF 150.12]). 

Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet (Art. 137 und 139 VRG).

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann.

II. Die Verfahrenskosten von CHF 800.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt und mit dem 
geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.

III. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht 
eingereicht werden. Gegen die Festsetzung der Höhe der Verfahrenskosten ist innert 30 Tagen die 
Einsprache an die Behörde, die entschieden hat, zulässig, sofern nur dieser Teil des Entscheides 
angefochten wird (Art. 148 VRG).

Freiburg, 4. Juli 2018/dgr/mpo

Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber-Praktikant: