# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aa4f956e-24ed-5a7a-a61d-59f9cf43927b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-13
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 13.12.2016 200 2015 175
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-175_2016-12-13.pdf

## Full Text

200 15 175 IV
KNB/PES/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 13. Dezember 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Peter

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt und Notar Dr. B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 20. Januar 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Im Oktober 2013 meldete sich die 1966 geborene A.________ (nachfol-
gend Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) bei der IV-Stelle Bern (nach-
folgend IV-Stelle bzw. Beschwerdegegnerin) zum Bezug von IV-Leistungen 
für Erwachsene an. Bezüglich Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
gab sie eine HWS-Distorsion an, die sie anlässlich eines Unfalls vom 
7. Dezember 2012 erlitten habe. Seither sei sie arbeitsunfähig (Antwortbei-
lage [AB] 3). Gleichzeitig mit der Anmeldung gingen der IV-Stelle die bishe-
rigen Akten der C.________ zu, denen u.a. zu entnehmen war, dass die 
Versicherte nächstens ärztlich untersucht werden sollte (AB 1.1). Die IV-
Stelle ersuchte die C.________ in der Folge um Zustellung einer Kopie des 
entsprechenden Berichts (AB 5). Diese stellte ihr hierauf am 6. Dezember 
2013 neben dem Arztbericht sämtliche bei ihr bis dahin vorhandenen Akten 
zu (AB 12.1). 

Die IV-Stelle unterbreitete das Dossier in der Folge ihrem Regionalen Ärzt-
lichen Dienst RAD zur Stellungnahme (AB 13). Dieser empfahl zur Ver-
vollständigung der Akten einen psychiatrischen Verlaufsbericht einzuver-
langen, um entscheiden zu können, ob ein psychiatrisches Gutachten an-
gezeigt sei (AB 14 S. 5). Nach Eingang des entsprechenden Berichts von 
Dr. med. D.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, 
vom 6. April 2014 (AB 17) und erneuter Rücksprache mit dem RAD (AB 18) 
beauftragte die IV-Stelle Dr. med. E.________, Facharzt für Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, mit einer psychiatrischen Begutachtung der Ver-
sicherten. Das entsprechende Gutachten datiert vom 6. Oktober 2014 
(AB 26.1). Bereits am 2. Juli 2014 hatte das Verwaltungsgericht eine Be-
schwerde gegen die von der C.________ zwischenzeitlich per 31. Januar 
2014 verfügte und mit Einspracheentscheid vom 28. Februar 2014 bestätig-
te Leistungseinstellung abgewiesen (VGE UV/2014/315).

Mit Vorbescheid vom 13. Oktober 2014 stellte die IV-Stelle der Versicher-
ten die Abweisung ihres Leistungsbegehrens auf Leistungen der Invaliden-
versicherung in Aussicht. Mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidi-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 3

sierender Wirkung im Rechtssinne bestehe kein Anspruch (AB 27). Hierge-
gen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, 
am 13. November 2014 Einwand (AB 28), welchen sie am 19. Dezember 
2014 (AB 33) ergänzend begründen liess. Mit Verfügung vom 20. Januar 
2015 hielt die IV-Stelle am vorgesehenen Entscheid fest und wies das Leis-
tungsbegehren der Versicherten ab (AB 34).

B.

Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, wiederum vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, am 19. Februar 2015 Beschwerde mit den 
Rechtsbegehren, die Verfügung vom 20. Januar 2015 sei aufzuheben und 
es sei ihr ab dem 31. Januar 2014 eine Invalidenrente auszuzahlen. Even-
tualiter seien die Akten an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen zurück-
zuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. März 2015 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Am 24. Februar 2016 reichte die Beschwerdegegnerin auf Aufforderung 
des Gerichts hin eine Ergänzung zur Beschwerdeantwort ein, worin sie an 
ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde festhält.

Am 27. Mai 2016 nahm die Beschwerdeführerin, wiederum vertreten durch 
Rechtsanwalt Dr. B.________, hierzu Stellung mit der Schlussfolgerung, 
dass ergänzende Abklärungen notwendig seien.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 

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Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 20. Januar 
2015 (AB 34). Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin An-
spruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 

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Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden kön-
nen auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. 
Art. 7 ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens 
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Ein-
schränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei 
Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver-
werten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitge-
hend objektiv bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 
S. 353; SVR 2014 IV Nr. 2 S. 5 E. 3.1).

2.3 Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG so-
wie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische Be-
fundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur dann 
anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchti-
gung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 
281 E. 2.1 S. 285).

Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Vermutung, wonach eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung oder ein vergleichbarer ätiolo-
gisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstrengung 
überwindbar ist, aufgegeben (E. 3.5). Unverändert ist jedoch auch in Zu-
kunft dem klaren Willen des Gesetzgebers gemäss Art. 7 Abs. 2 ATSG 
Rechnung zu tragen, wonach im Zuge einer objektivierten Betrachtungs-
weise von der grundsätzlichen „Validität" der versicherten Person auszuge-
hen ist (E. 3.7.2). Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird – gemäss 
erwähntem Entscheid – durch einen strukturierten, normativen Prüfungs-
raster ersetzt. Anhand eines Kataloges von Indikatoren erfolgt eine ergeb-
nisoffene symmetrische Beurteilung des – unter Berücksichtigung leis-
tungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensati-
onspotentialen (Ressourcen) anderseits – tatsächlich erreichbaren Leis-
tungsvermögens (E. 3.6). Es gilt neu im Regelfall nach gemeinsamen Ei-
genschaften systematisierte Standardindikatoren zu beachten (E. 4.1.3), 

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welche sich in die Kategorien „funktioneller Schweregrad“ (E. 4.3) und 
„Konsistenz“ einteilen lassen (E. 4.4). Der Prüfungsraster ist rechtlicher 
Natur (E. 5). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgra-
des ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch 
festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand 
der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat 
die Folgen der Beweislosigkeit nach wie vor die materiell beweisbelastete 
versicherte Person zu tragen (E. 6). 

2.4 Die sachverständige Person schätzt das Leistungsvermögen an-
hand der einschlägigen Indikatoren ein. Die Rechtsanwender überprüfen 
die betreffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die 
massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das 
heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, 
welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 
erster Satz ATSG), sowie, ob die versicherungsmedizinische Zumutbar-
keitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter 
Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 S. 307).

2.5 Nach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten verlieren 
nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften 
Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den 
erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die 
vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält. In sinngemäs-
ser Anwendung dieser in BGE 137 V 210 E. 6 S. 266 entwickelten Grund-
sätze auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen 
ist in jedem einzelnen Fall zu prüfen, ob die beigezogenen administrativen 
und/oder gerichtlichen Sachverständigengutachten – gegebenenfalls im 
Kontext mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung 
im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Ab-
klärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle 
Ergänzung genügen (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309).

2.6 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 

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wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-
spruchs nach Art. 29 Abs. 1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die 
Vollendung des 18. Altersjahres folgt. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht 
der Anspruch auf eine ganze Rente, wenn die versicherte Person mindes-
tens 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% 
invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% besteht An-
spruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.7 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.8 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

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Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen Spezia-
lärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersuchun-
gen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3). Die unterschiedliche 
Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes 
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini-
schen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizinisches Administra-
tiv- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass wei-
terer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anders-
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen 
sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden 
Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entsprin-
gende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1).

3.

3.1 Zu den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Be-
schwerden lässt sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entneh-
men:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. F.________, Facharzt für Neurologie FMH, 
legte im Dokumentationsbogen vom 29. Januar 2013 für Erstkonsultation 
nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma (AB 1.1 S. 167 ff.) dar, bei 
der Beschwerdeführerin seien eine Stunde nach dem Unfall vom 7. De-
zember 2012 Kopf- und Nackenschmerzen aufgetreten. Weiter führte er 
aus, sie leide unter Schlafstörungen sowie an einer Angststörung (AB 1.1 
S. 168). Sodann sei ein Hämatom am Unterschenkel rechts aufgetreten 
und es liege ein kranio-zervikales Beschleunigungstrauma Grad II vor; die 
Röntgenuntersuchung vom 7. Dezember 2012 habe keine ossäre Läsion 
gezeigt (vgl. AB 1.1 S. 164 sowie E. 3.1.2 hiernach). Ab dem 7. Dezember 
2012 bis auf weiteres bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit (AB 1.1 S. 169).

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3.1.2 Gemäss dem Befundbericht der G.________ AG vom 7. Dezem-
ber 2012 zeigten sich anlässlich der Röntgenuntersuchung der Halswir-
belsäule (HWS) in zwei Ebenen sowie des Dens axis der Beschwerdefüh-
rerin eine vermutlich antalgisch bedingte leichtgradige linkskonvexe Skolio-
se und Streckstellung der HWS sowie leichtgradige degenerative Verände-
rungen der Intervertebralgelenke. Direkte oder indirekte Hinweise für ossä-
re Läsionen fanden sich nicht. Die perivertebralen Weichteile kamen re-
gulär zur Darstellung und es bestand eine normale Knochentransparenz 
(AB 1.1 S. 164).

3.1.3 Die Fachärzte der Klinik H.________ diagnostizierten im Bericht 
vom 10. April 2013 (AB 1.1 S. 139 ff.) eine anlässlich des Unfalls vom 
7. Dezember 2012 erlittene HWS-Distorsion Grad II, eine Laktoseintole-
ranz, eine Urtikaria, leichtes Übergewicht (Präadipositas, BMI 25) sowie 
einen Verdacht auf ein depressives Syndrom. Aktuell bestünden Nacken-
schmerzen, Schlafstörungen, Angst, Müdigkeit sowie eine gedrückte Stim-
mung. Sodann habe eine mässige Symptomausweitung beobachtet wer-
den können (AB 1.1 S. 139). 

3.1.4 Mit Zwischenbericht vom 10. Juli 2013 diagnostizierte Dr. med. 
F.________ einen Status nach HWS-Distorsion am 7. Dezember 2012, ein 
zervikozephales Syndrom, Spannungskopfschmerzen, eine neuropsycho-
logische Funktionsstörung sowie eine mittelschwere depressive Episode 
(AB 1.1 S. 50; siehe auch AB 1.1 S. 23).

3.1.5 Dr. med. I.________, Facharzt für Neurologie FMH, diagnostizierte 
mit Bericht vom 13. August 2013 (AB 1.1 S. 32 f.) chronische zervikale 
Schmerzen, eine Urtikaria sowie eine Laktoseintoleranz (AB 1.1 S. 32). Der 
in der klinisch-neurologischen Untersuchung detailliert geprüfte Neurosta-
tus der Beschwerdeführerin sei unauffällig. Es fänden sich keine Hinweise 
für eine traumatisch bedingte Schädigung des zentralen oder peripheren 
Nervensystems. Die geklagten Kopfschmerzen seien als zervikogen oder 
als Spannungskopfweh zu interpretieren. Sie seien von der Beschreibung 
her nicht verdächtig für eine Migräne. Aus neurologischer Sicht resultiere 
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für das vorbestehende Pensum 
von 50% Büroarbeit (AB 1.1 S. 33).

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3.1.6 Mit Bericht vom 20. Oktober 2013 (AB 12.1 S. 22 f.) diagnostizierte 
die behandelnde Psychiaterin Dr. med. D.________ bei der Beschwerde-
führerin eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-
10: F43.21), eine ängstliche Persönlichkeit und Anzeichen einer posttrau-
matischen Belastungsstörung sowie eine generalisierte Angststörung (ICD-
10: F41.1). Aus ihrer Sicht bestehe noch keine umsetzbare Arbeitsfähigkeit 
(AB 12.1 S. 23).

3.1.7 Dr. med. J.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin so-
wie für Chirurgie FMH, diagnostizierte im Untersuchungsbericht vom 
12. November 2013 (AB12.1 S. 8 ff.) eine HWS-Distorsion Grad II, einen 
Verdacht auf Symptomausweitung bei Anpassungsstörung mit längerer 
depressiver Reaktion sowie eine Angststörung. Weiter bestünden ana-
mnestisch eine Urtikaria, eine Laktoseintoleranz, eine Glutenunverträglich-
keit sowie eine unklare Leberpathologie in Abklärung (AB 12.1 S. 13). Die 
klinischen Befunde der HWS-Funktion seien inkonsistent und liessen eine 
gewisse Symptomausweitung und Selbstlimitierung vermuten. Erfahrungs-
gemäss seien HWS-Distorsionen Grad II spätestens nach einem Jahr ab-
geheilt. Ein neurologisches Konsil sei bereits erfolgt. Dieses habe keine 
Hinweise für eine traumatisch bedingte Schädigung des zentralen oder 
peripheren Nervensystems gezeigt. Es sei eine volle Arbeitsfähigkeit für 
das vorbestehende Pensum von 50% Büroarbeit attestiert worden. Zum 
sicheren Ausschluss von im konventionellen Röntgen nicht darstellbaren 
ligamentären Veränderungen schlage er vor, noch ein MRI der HWS 
durchzuführen (AB 12.1 S. 14 f.).

3.1.8 Das in der Folge von der G.________ AG durchgeführte MRI der 
HWS vom 26. November 2013 brachte keine frische oder alte Fraktur und 
auch keine fassbare ligamentäre Läsion zur Darstellung. Es fanden sich 
lediglich beginnende leichte degenerative Veränderungen HWK 5/6 und 
HWK 6/7 ohne Neurokompression (AB 12.1 S. 5).

3.1.9 Gemäss Verlaufsbericht der behandelnden Psychiaterin Dr. med. 
D.________ vom 6. April 2014 war der Gesundheitszustand der Beschwer-
deführerin stationär, wobei sich seit der letzten Diagnosestellung eine Än-
derung in den Diagnosen ergeben habe. Zu diagnostizieren seien neu eine 

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posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1), ein Schmerzsyndrom 
im Nacken sowie eine hohe Disposition zu einer Urtikaria (AB 17 S. 1).

3.1.10 Am 19. Mai 2014 fand eine psychiatrische Begutachtung der Be-
schwerdeführerin durch Dr. med. E.________ statt. Dieser diagnostizierte 
bei der Beschwerdeführerin eine chronische Schmerzstörung mit somati-
schen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41; AB 26.1 S. 8). Es be-
stehe eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden 
und den objektivierbaren Befunden. Es müsse folglich von einer psychi-
schen Überlagerung ausgegangen werden. Die Beschwerdeführerin habe 
grosse Mühe, mit ihren Beschwerden umzugehen. Sie fühle sich durch sie 
viel mehr beeinträchtigt, als dass es den objektivierbaren Befunden ent-
sprechen würde. Die Gründe für die ausgeprägte psychische Überlagerung 
der geklagten Beschwerden seien schwierig zu benennen. Es scheine ein-
fach so zu sein, dass sich die Beschwerdeführerin nicht damit abfinden 
könne, dass sie gelegentlich unter Nackenbeschwerden leide. Sie messe 
diesen Beschwerden eine weit höhere Bedeutung zu, als dies den objekti-
vierbaren Befunden entspreche. So habe sich zunehmend ein passives, 
regressives Zustandsbild entwickelt. Sie habe ihre Arbeit aufgegeben und 
mache auch im Haushalt kaum mehr etwas, sondern verbringe den Alltag 
passiv. In der Folge sei eine erhebliche Diskrepanz zwischen der früheren 
Leistungsbereitschaft und dem gegenwärtigen Zustand entstanden. Dies 
habe bei der Beschwerdeführerin zu depressiven Verstimmungen geführt, 
die im Rahmen der chronischen Schmerzstörung zu sehen seien. Eine an-
tidepressive Therapie sei nicht durchgeführt worden, angeblich wegen ei-
ner Allergie auf alle Medikamente. Auch die ambulante psychiatrische Be-
handlung habe die Beschwerdeführerin als wenig hilfreich erlebt. Das pas-
siv-regressive Zustandsbild stehe deutlich im Vordergrund. Eine posttrau-
matische Belastungsstörung, wie sie die behandelnde Psychiaterin postu-
liere, könne nicht diagnostiziert werden. Die Beschwerdeführerin habe kei-
nen schweren Unfall erlebt. Sie sei nicht bewusstlos gewesen und auch nie 
stationär behandelt worden. Auch die Schwiegermutter habe beim Unfall 
keine schweren Verletzungen erlitten. Die Beschwerdeführerin leide weder 
unter Nachhallerinnerungen noch unter angstbesetzten Träumen. Auch sei 
sie wieder in der Lage, Auto zu fahren, auch wenn sie dabei seit dem Unfall 
etwas ängstlicher geworden sei. Die Diagnose einer posttraumatischen 

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Belastungsstörung könne somit nicht bestätigt werden, da weder ein auslö-
sendes Ereignis noch die Symptome einer posttraumatischen Belastungs-
störung vorhanden seien. In der Klinik H.________ sei der Verdacht auf ein 
depressives Syndrom gestellt worden. Eine mittelgradige oder schwere 
depressive Störung liege bei der Beschwerdeführerin nicht vor. Sie beklage 
zwar Schlafstörungen, insgesamt schlafe sie aber doch regelmässig sechs 
bis sieben Stunden. Die geklagten Schlafstörungen würden auch mit der 
passiven Lebensführung zusammenhängen. Die Beschwerdeführerin sitze 
meistens herum, mache höchstens einen kurzen Spaziergang. Ansonsten 
enthalte sie sich praktisch jeder körperlichen Betätigung aus Angst vor ei-
ner Zunahme der Beschwerden, was ebenfalls durch die erhobenen Be-
funde nicht objektiviert werden könne. Dass sich die Beschwerdeführerin 
nicht gut fühle, darunter leide, ihre Leistungsfähigkeit verloren zu haben, 
hänge vor allem mit der ausgeprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung 
zusammen, nach der sie sich eine weitgehende Schonung verordnet habe 
und überhaupt nicht mehr aktiv am Leben teilnehme. Die passive Lebens-
führung hänge also weitgehend mit dem nicht adäquaten Umgang mit noch 
vorhandenen Restbeschwerden zusammen und sei nicht Ausdruck einer 
depressiven Störung. Die leichten depressiven Verstimmungen seien im 
Rahmen der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu sehen; eine 
eigenständige depressive Erkrankung bestehe nicht. Aus rein psychiatri-
scher Sicht sei die Prognose günstig. Eine psychiatrische Störung, die die 
Arbeitsfähigkeit beeinträchtige, liege nicht vor. Aufgrund der ausgeprägten 
subjektiven Krankheitsüberzeugung, die weder durch die psychiatrischen 
noch die somatischen Befunde objektiviert werden könne, sei es jedoch 
aus krankheitsfremden Gründen eher unwahrscheinlich, dass die Be-
schwerdeführerin in nächster Zeit eine berufliche Tätigkeit aufnehmen wer-
de. Aus psychiatrischer Sicht bestehe jedoch keine Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit. Ausser der chronischen Schmerzstörung könne keine weite-
re psychiatrische Diagnose gestellt werden. Ein ausgeprägter sozialer 
Rückzug lasse sich trotz der passiven Lebensführung nicht feststellen. 
Dass alle therapeutischen Bemühungen gescheitert seien, hänge wesent-
lich damit zusammen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer ausge-
prägten subjektiven Krankheitsüberzeugung wenig Motivation zeige, sich 
trotz allfälliger Restbeschwerden aktiv um ihre Genesung zu bemühen und 
sich den Belastungen der Arbeitswelt wieder auszusetzen. Schwere le-

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bensgeschichtliche Belastungen fänden sich nicht. Die geklagten Schmer-
zen seien weder durch eine somatische noch durch eine psychiatrische 
Störung hinreichend erklärbar. Daher sei auch nicht zu erwarten, dass 
durch somatisch orientierte Therapien oder durch eine psychiatrische Be-
handlung diese Schmerzen wesentlich beeinflusst werden könnten. Aus 
psychiatrischer Sicht könne es der Beschwerdeführerin zugemutet werden, 
trotz der geklagten Beschwerden ganztags einer beruflichen Tätigkeit 
nachzugehen. Aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in je-
der beruflichen Tätigkeit vollschichtig und ohne jede Leistungseinschrän-
kung arbeitsfähig. Die Beschwerdeführerin sehe sich selber als nicht ar-
beitsfähig an. Als Grund dafür nenne sie ihre somatischen Beschwerden. 
Die ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung und die passive, re-
gressive Lebensweise begründeten jedoch weder eine psychiatrische Dia-
gnose noch eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht. Dass sich die 
Beschwerdeführerin derart schone, sich überhaupt nichts mehr zutraue, 
lasse sich nicht durch eine psychiatrische Störung begründen (AB 26.1 
S. 9 ff.). 

3.2 Die medizinischen Akten stimmen nach dem Dargelegten darin 
überein, dass die Beschwerdeführerin im vorliegend relevanten Zeitraum 
bis zum Verfügungserlass vom 20. Januar 2015 nie aus objektivierbaren 
somatischen Gründen längerdauernd in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt 
war. Dass die bei ihr diagnostizierte HWS-Distorsion Grad II zu strukturel-
len Veränderungen geführt hätte, kann aufgrund der umfassenden Ab-
klärungen der C.________ nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Weder bildgebend noch kli-
nisch konnte eine somatische Ursache für die geklagten Beschwerden ge-
funden werden. Den weiteren somatischen Diagnosen, die in den Akten 
erwähnt werden (hohe Disposition zu einer Urtikaria, Laktoseintoleranz, 
Glutenunverträglichkeit), wird in keinem der medizinischen Berichte eine 
längerdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zuerkannt. Eine solche 
wird denn auch beschwerdeweise nicht geltend gemacht. Gestützt auf die 
medizinischen Akten ist nach dem Dargelegten erstellt, dass die Be-
schwerdeführerin zumindest im vorliegend relevanten Zeitraum bis zum 
Zeitpunkt des Verfügungserlasses vom 20. Januar 2015, welcher recht-
sprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbe-

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fugnis bildet, nie aus somatischen Gründen längerdauernd in ihrer Arbeits-
fähigkeit eingeschränkt war. Da von weiteren medizinischen Abklärungen 
diesbezüglich keine neuen Erkenntnisse mehr zu erwarten sind, ist auf sol-
che in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (vgl. BGE 122 V 157 
E. 1d S. 162).

3.3 In psychischer Hinsicht wurde bei der Beschwerdeführerin im 
Rahmen der Begutachtung durch Dr. med. E.________ vom 19. Mai 2014 
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto-
ren (ICD-10: F45.41) diagnostiziert. Dabei hat sich der Gutachter mit den 
Vorakten, insbesondere den im Zeitpunkt der Begutachtung von Seiten der 
behandelnden Ärzte gestellten psychiatrischen Diagnosen explizit ausein-
andergesetzt und begründet dargelegt, warum diese im Falle der Be-
schwerdeführerin nicht zutreffend sind (vgl. E. 3.1.10 hiervor). Eine post-
traumatische Belastungsstörung, wie sie die behandelnde Psychiaterin 
postuliert, tritt als eine verzögerte psychische Reaktion auf ein extrem be-
lastendes Ereignis, eine Situation außergewöhnlicher Bedrohung oder ka-
tastrophenartigen Ausmaßes auf. Die Erlebnisse (Traumata) können von 
längerer oder kürzerer Dauer sein, wie z.B. schwere Unfälle, Gewaltverbre-
chen, Naturkatastrophen oder Kriegshandlungen, wobei die Betroffenen 
dabei Gefühle wie Angst und Schutzlosigkeit erleben und in Ermangelung 
ihrer subjektiven Bewältigungsmöglichkeiten Hilflosigkeit und Kontrollver-
lust empfinden (vgl. ICD-10: F43.1). Das Vorliegen eines solchen Ereignis-
ses ist im Falle der Beschwerdeführerin nicht ersichtlich. Wie der psychia-
trische Gutachter gestützt auf die Unfallakten zu Recht festgehalten hat, 
erlebte die Beschwerdeführerin am 7. Dezember 2012 entgegen den eige-
nen Vorbringen keinen schweren Unfall. Vielmehr ist bezüglich des Ereig-
nisses vom 7. Dezember 2012 von einem mittelschweren Unfall im Grenz-
bereich zu den leichten Unfällen auszugehen, wie das Verwaltungsgericht 
mit rechtskräftigem Urteil vom 2. Juli 2014, UV/2014/315, E. 4.3, bereits 
festgehalten hat. Ein solches ist nicht geeignet, eine posttraumatische Be-
lastungsstörung auszulösen und hat dies auch im Falle der Beschwerde-
führerin nicht getan, wie der psychiatrische Gutachter gestützt auf die von 
ihm erhobenen Befunde schlüssig darlegt (siehe AB 26.1 S. 10 und 12 so-
wie E. 3.1.10 hiervor). Eine eigenständige depressive Erkrankung liegt bei 
der Beschwerdeführerin gemäss Gutachten ebenfalls nicht vor. Dies deckt 

http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/glossar/?tx_mksglossary_pi1%5BshowUid%5D=41&cHash=8c351317c10c761be15ffb762d1f9d68

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sich mit der Einschätzung der behandelnden Psychiaterin (vgl. E. 3.1.6 und 
3.1.9 hiervor), wobei festzuhalten ist, dass Dr. med. E.________ in seinem 
Gutachten vom 6. Oktober 2014 nicht das Vorliegen depressiver Sympto-
me verneint, sondern vielmehr überzeugend und nachvollziehbar darlegt, 
warum diese mit der subjektiven Krankheitsüberzeugung der Beschwerde-
führerin zusammenhängen und nicht Ausdruck einer eigenständigen de-
pressiven Erkrankung sind (vgl. AB 26.1 S. 10). 

Dass Dr. med. E.________ im Falle der Beschwerdeführerin eine Behand-
lung mit einem leichten, schlafanstossenden Antidepressivum empfiehlt 
und sich davon einen günstigen Einfluss auf die Schmerzwahrnehmung 
und die geklagten Schlafstörungen verspricht, ist entgegen der in der Be-
schwerde S. 7 lit. e vertretenen Auffassung bei dieser Ausgangslage nicht 
widersprüchlich und lässt nicht darauf schliessen, dass die Beschwerdefüh-
rerin entgegen den gutachterlichen Feststellungen wie auch den Diagnosen 
der behandelnden Psychiaterin an einer eigenständigen depressiven Er-
krankung leidet. 

3.4 Das Gutachten von Dr. med. E.________ vom 6. Oktober 2014 
(AB 26.1) erfüllt nach dem Dargelegten sämtliche der unter E. 2.8 hiervor 
genannten, von der Rechtsprechung an medizinische Expertisen gestellten 
Anforderungen. Es ist im Hinblick auf die streitigen Belange umfassend, 
beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Be-
schwerden, ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden und ist in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtend und die getätigten Schlussfolgerun-
gen sind begründet. Es erbringt damit grundsätzlich vollen Beweis (vgl. 
BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353). Aspekte, die vom Gutachter unerkannt 
oder ungewürdigt geblieben wären, sind keine ersichtlich. Soweit die Be-
schwerdeführerin eine mangelhafte Untersuchung moniert, mit der Begrün-
dung, diese habe lediglich 60 Minuten gedauert, wobei davon noch Über-
setzungszeit abzuziehen sei (vgl. Beschwerde S. 6 lit. a), ist festzuhalten, 
dass für den Aussagegehalt eines Gutachtens grundsätzlich nicht die Dau-
er der Untersuchung massgebend ist, sondern ob die Expertise inhaltlich 
vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, was nach dem Dargelegten auf 
das Gutachten von Dr. med. E.________ zutrifft. Dass die Untersuchungs-

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zeit der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie nicht 
angemessen gewesen wäre, kann ausgeschlossen werden, nachdem sich 
in den gesamten umfangreichen Akten keine Anhaltspunkte dafür finden, 
dass wesentliche Aspekte von Dr. med. E.________ unerkannt oder unge-
würdigt geblieben wären (vgl. Entscheid des BGer vom 29. März 2010, 
8C_942/2009, E. 5.2). Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. 
E.________ ist nach dem Dargelegten erstellt, dass bei der Beschwerde-
führerin in psychischer Hinsicht einzig eine chronische Schmerzstörung mit 
somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) vorliegt. Eine 
Auswirkung dieser Störung auf die Arbeitsfähigkeit hat Dr. med. 
E.________ explizit verneint, wobei mangels Indizien, die gegen die Zuver-
lässigkeit dieser Beurteilung sprechen würden, grundsätzlich darauf abzu-
stellen ist. Hat eine Schmerzstörung aufgrund schlüssiger medizinischer 
Beurteilung keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, erübrigt sich 
grundsätzlich die (rechtliche) Prüfung der einzelnen Indikatoren im Sinne 
von BGE 141 V 281. Bei medizinisch fehlendem invalidisierendem Ge-
sundheitsschaden lässt sich ein solcher rechtlich von Vornherein nicht be-
gründen. Da sich Dr. med. E.________ in der Begründung seiner Arbeits-
fähigkeitsbeurteilung jedoch (zumindest auch) auf die rechtlich nicht mehr 
massgebenden Foerster-Kriterien bezieht, erscheint es vorliegend trotzdem 
angezeigt, explizit zu prüfen, ob seine Einschätzung auch im Lichte der 
massgeblichen Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 überzeugt. 

4.

Zunächst ist zu prüfen, ob das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
E.________ zusammen mit den übrigen medizinischen Akten eine schlüs-
sige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im Lichte der massgeblichen Indikato-
ren gemäss BGE 141 V 281 überhaupt erlaubt (vgl. E. 2.5 hiervor). Dies ist 
vorliegend zu bejahen. Die klassifikatorischen Merkmale einer chronischen 
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: 
F45.41) sind gestützt auf das Gutachten wie auch die übrigen medizini-
schen Akten erstellt. Die Diagnose hält auch unter dem Gesichtspunkt der 
Ausschlussgründe nach BGE 131 V 49 stand. Dabei besteht jedoch eine 
erhebliche Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden und den ob-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 17

jektivierbaren Befunden, wie Dr. med. E.________ in seinem Gutachten 
schlüssig darlegt. Die Beschwerdeführerin habe grosse Mühe, mit ihren 
Beschwerden umzugehen. Sie fühle sich durch die Beschwerden viel mehr 
beeinträchtigt, als es den objektivierbaren Befunden entspreche. Es schei-
ne so, dass die Beschwerdeführerin sich nicht damit abfinden könne, dass 
sie gelegentlich unter Nackenbeschwerden leide. Sie sehe sich als nicht 
arbeitsfähig an, wobei diese ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeu-
gung keinen Krankheitswert habe und somit auch keine Arbeitsunfähigkeit 
aus psychiatrischer Sicht zu begründen vermöge (vgl. AB 26.1 S. 9 ff. so-
wie E. 3.1.10 hiervor). Eine schwere Ausprägung der Befunde und Sym-
ptome der diagnostizierten chronischen Schmerzstörung ist angesichts 
dieser Beschreibung klar zu verneinen. Es kann auch nicht von einem defi-
nitiven Scheitern einer indizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation 
der Beschwerdeführerin durchgeführten Therapie gesprochen werden. An-
lässlich eines ambulanten HWS-Assessments in der Klinik H.________ 
vom 8. April 2013 zeigte die Beschwerdeführerin eine stark beeinträchtigte 
Leistungsbereitschaft (AB 1.1 S. 141). Das Assessment führte zur Empfeh-
lung einer intensivierten ambulanten Therapie mit zunächst drei- bis vier-
mal wöchentlich medizinischer Trainingstherapie sowie – zur Erweiterung 
der aktivierenden Massnahmen – regelmässigen Spaziergängen in der 
Natur von dreimal 15 – 20 Minuten täglich. Sie müsse unbedingt den Phy-
siotherapeuten wechseln, der sie mit seinen Aussagen sehr verängstigt 
habe und dessen Therapiemassnahmen (Massagen und Elektrotherapie) in 
ihrem Falle auch nicht das Richtige seien. Sie müsse nun intensives Kraft-
training machen. Bei guter Kooperation und Leistungsbereitschaft habe sie 
eine gute Prognose, innert weniger Wochen wieder schmerzfrei zu sein 
(vgl. AB 1.1 S. 140 f. sowie S. 152). Wie sich aus den weiteren Akten er-
gibt, hat die Beschwerdeführerin den Physiotherapeuten in der Folge nicht 
gewechselt. Ihr Hausarzt habe aber mit dem Therapeuten Kontakt aufge-
nommen und dieser habe die Behandlung nun angepasst. Sie müsse nun 
mehr aktiv arbeiten. Auch gehe sie nun ein- bis zweimal täglich spazieren 
(vgl. AB 1.1 S. 146). Bereits sechs Wochen nach dem HWS-Assessment 
ist sodann festgehalten, dass die Beschwerdeführerin keine Spaziergänge 
mehr macht. Als Therapie gehe sie zweimal wöchentlich ins Krafttraining 
und einmal wöchentlich in die passive Physiotherapie, sprich Massage 
(AB 1.1 S. 132; siehe auch AB 1.1 S. 53). Wie sich aus einer Stellungnah-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 18

me des Physiotherapeuten zwei Monate nach dem HWS-Assessment er-
gibt, bestand die von der Beschwerdeführerin als Krafttraining bezeichnete 
aktive Physiotherapie bei ihm nicht in einem Kraft-, sondern in einem Aus-
dauertraining. Er sei der Meinung, für ein Krafttraining sei es noch zu früh 
(AB 1.1 S. 131). Gemäss Angaben im Bericht von Dr. med. I.________, 
Facharzt für Neurologie FMH, vom 13. August 2013 fand seit Juni 2013 
keine Physiotherapie mehr statt, wobei Dr. med. I.________ gleichzeitig 
festhielt, dass aus neurologischer Sicht auch keine weiteren diagnostischen 
oder therapeutischen Massnahmen erforderlich seien (AB 1.1 S. 32; siehe 
auch AB 1.1 S. 23). Am 29. August 2013 gab die Beschwerdeführerin an, 
wieder vermehrt spazieren zu gehen, wenn auch nicht täglich (AB 1.1 
S. 30). Am 23. September 2013 teilte sie mit, wieder regelmässig ins Fit-
nessstudio zu gehen, wobei sie da mit einer Seniorengruppe trainiere. 
Zumba, Krafttraining oder Training mit den Hanteln seien ihr noch zu 
schwer (AB 1.1 S. 15). Ab Winter 2013 liess sie sich gemäss Akten sodann 
wieder physiotherapeutisch behandeln (vgl. AB 12.1 S. 6), wobei das 
Schwergewicht wiederum entgegen den expliziten ärztlichen Empfehlungen 
nicht auf eine aktive Therapie, sondern auf passive Massnahmen gelegt 
wurde (vgl. AB 26.1 S. 5). Die Beschwerdeführerin hat sich nach dem Dar-
gelegten definitiv nicht an die von den Spezialisten der Klinik H.________ 
gemachten Therapieempfehlungen gehalten. Gemäss dem Bericht von 
Dr. med. D.________ vom 20. Oktober 2013 (AB 12.1 S. 22) fanden bei ihr 
ab dem 9. April 2013 mehrere psychotherapeutische Gespräche statt. Auf 
eine intensive Therapie lässt dies nicht schliessen. Die Gespräche schei-
nen anfänglich eher sporadisch, später alle zwei bis drei Wochen stattge-
funden zu haben (vgl. AB 1.1 S. 146 und 128, AB 17 S. 2 und AB 26.1 
S. 5). Eine psychopharmakologische Behandlung fand aus Angst der Be-
schwerdeführerin, sie könnte darauf – wie offenbar auf andere Medikamen-
te – mit einer Allergie reagieren, nie statt (AB 12.1 S. 23, AB 17 S. 2, 
AB 26.1 S. 10). Im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. med. E.________ 
am 30. September 2014 war die Beschwerdeführerin seit einem Monat 
nicht mehr bei Dr. med. D.________ gewesen mit der Begründung, die 
Behandlung habe eigentlich nicht viel verändert (AB 26.1 S. 5). Mangels 
einer lege artis mit optimaler Kooperation der Beschwerdeführerin durchge-
führten Therapie kann nach dem Dargelegten nicht vom Scheitern einer 
solchen gesprochen werden. Auch der Indikator „Komorbiditäten“ spricht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 19

angesichts des Fehlens von psychischen und körperlichen Begleiterkran-
kungen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gegen das Vorliegen 
eines invalidisierenden Gesundheitsschadens. Ebenfalls kann die Be-
schwerdeführerin aus dem Komplex „Persönlichkeit“ nichts zu ihren Guns-
ten ableiten. Im psychiatrischen Befund fanden sich keine Hinweise auf 
eine Persönlichkeitsstörung oder auch nur auffällige Persönlichkeitszüge 
(vgl. AB 26.1 S. 7 f.). Das Vorliegen diesbezüglicher leistungshindernder 
Belastungsfaktoren ist somit zu verneinen. Ein ausgeprägter sozialer Rück-
zug liess sich anlässlich der Begutachtung nicht feststellen (vgl. AB 26.1 
S. 10). Die Beschwerdeführerin lebt in intakten familiären Verhältnissen 
(AB 26.1 S. 6), geht noch ein- bis zweimal pro Woche ins Fitnesscenter, 
am Sonntag geht sie mit ihrem Mann spazieren (AB 26.1 S. 7) und es sind 
in den Akten auch mehrere Reisen dokumentiert (AB 1.1 S. 129, AB 12.1 
S. 17, AB 26.1 S. 7). Der Komplex „Sozialer Kontext“ spricht damit gegen 
das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens. Hinsichtlich 
Konsistenz ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin bereits anlässlich 
des HWS-Assessments in der Klinik H.________ vom 8. April 2013 nur 
eine stark beeinträchtigte Leistungsbereitschaft gezeigt hat (vgl. AB 1.1 
S. 141) und dass anlässlich der ärztlichen Untersuchung vom 12. Novem-
ber 2013 die klinischen Befunde der HWS-Funktion inkonsistent waren und 
eine gewisse Symptomausweitung und Selbstlimitierung vermuten liessen 
(AB 12.1 S. 14). Die geringe Intensität der in Anspruch genommenen The-
rapien lässt sodann nicht auf einen massiven Leidensdruck schliessen. 
Dass es ihr möglich ist, ein- bis zweimal pro Woche ins Fitness zu gehen, 
auch wenn sie angibt, dass ihr Zumba, Krafttraining oder Training mit den 
Hanteln noch zu schwer seien und sie deshalb mit einer Seniorengruppe 
trainiere (AB 1.1 S. 15), wie auch die Reisen, die sie nach dem Unfall wie-
der gemacht hat und auch der Umstand, dass sie wieder Auto fährt, spre-
chen sodann ebenfalls gegen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden. 
Zusammenfassend ist bei einer gesamthaften Betrachtung über alle mass-
geblichen Indikatoren hinweg nach dem Dargelegten keine medizinisch-
gesundheitliche Anspruchsgrundlage erstellt, welche zur Anerkennung ei-
ner Invalidität führen könnte. Die Folgen der Beweislosigkeit hat die materi-
ell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (vgl. BGE 141 V 281 E. 6 
S. 308). Demnach ist die vorinstanzliche Beurteilung rechtens und die Be-
schwerde abzuweisen.

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 20

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
eine Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 13. Dez. 2016, IV/15/175, Seite 21

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt und Notar Dr. B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.