# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 96fdedba-fa43-59ce-b23c-77b0688ca113
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-20
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 20.06.2018 LC180013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LC180013_2018-06-20.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: LC180013-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter Dr. P. 

Higi und Oberrichter Dr. S. Mazan sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. 

I. Vourtsis-Müller 

Beschluss und Urteil vom 20. Juni 2018 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Gesuchsteller und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Fürsprecher lic. iur. Y._____ 

 

betreffend Ehescheidung  

 

Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren 
des Bezirksgerichtes Dietikon vom 6. Februar 2018; Proz. FE170096 

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Erwägungen: 

1. Sachverhaltsüberblick und Prozessgeschichte 

1.1. Die Parteien heirateten am tt. Oktober 2002 in Mazedonien. Aus der Ehe 

gingen drei Kinder hervor, nämlich C._____ (Jg. 2004), D._____ (Jg. 2006) und 

E._____ (Jg. 2015) (act. 20). 

1.2. Am 17. Mai 2017 reichten die Parteien am Bezirksgericht Dietikon ein ge-

meinsames Scheidungsbegehren ein und ersuchten um Regelung der Nebenfol-

gen (act. 1). Am 19. Juni 2017 wurde die Anhörung der Parteien durchgeführt  

(VI-Prot. S. 3 ff.). Am 5. Juli 2017 fand eine Anhörung der beiden älteren Töchter 

C._____ (Jg. 2004) und D._____ (Jg. 2006) statt (act. 23).  

1.3. Anlässlich einer Vergleichsverhandlung vom 15. November 2017 schlossen 

die Parteien eine Scheidungsvereinbarung, wobei in Bezug auf den Kinderunter-

halt, den nachehelichen Unterhalt und die Grundlagen der Unterhaltsberechnung 

folgende Regelung getroffen wurde (act. 37): 

 6. Kinderunterhalt 
Die Parteien halten fest, dass die Unterhaltsbeiträge gemäss Eheschutzurteil 
vom 17. Dezember 2015 mangels Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners 
vom 19. Juni 2017 bis zum 15. April 2018 nicht geschuldet sind. 

Der Vater verpflichtet sich, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung 
der Kinder folgende Kinderunterhaltsbeiträge (zuzüglich allfällige Familien-, 
Kinder- und Ausbildungszulagen) zu bezahlen: 

 - Fr.  430.– pro Kind ab 16. April 2018 bis zum ordentlichen Abschluss ei-
ner angemessenen Erstausbildung eines jeden Kindes (auch über die Voll-
jährigkeit hinaus). 

Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und zwar monatlich im  
Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. 

Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das 
Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber 
dem Vater stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet. 

Mit den vereinbarten Unterhaltsbeiträgen ist der gebührende Unterhalt der 
Kinder nicht gedeckt. Zur Deckung des gebührenden Unterhalts fehlen mo-
natlich die folgenden Beträge:  

 - Fr.  282.40 für C._____ (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt) 

- 3 - 

  - Fr.  333.40 für D._____ (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt) 

  - Fr.  1'502.00 für E._____ (davon Fr. 900.00 Betreuungsunterhalt) 

 
 7. Nachehelicher Unterhalt 

Die Gesuchstellerin akzeptiert die Berechnung des Gerichts, wonach mangels 
Leistungsfähigkeit des Gesuchstellers kein nachehelicher Unterhalt zuge-
sprochen werden kann. Gestützt darauf verzichtet sie einstweilen auf nach-
ehelichen Unterhalt. 

 8. Grundlagen der Unterhaltsberechnung 
Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde: 

Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen se-
parat: 

- Gesuchstellerin: Fr. 2'050.00 (50%-Pensum) 

 - Gesuchsteller: Fr. 3'500.00 bis und mit 15. April 2018 
  Fr.  4'850.00 ab 16. April 2018 (hypothetisch und 

auf das Jahr berechneter durch-
schnittlicher Monatslohn) 

- Kinder: je die Familienzulage von derzeit Fr. 250.00 resp. Fr. 200.00. 

1.4. In Bezug auf das hypothetische Einkommen führte der Berufungskläger an-

lässlich der Vergleichsverhandlung vom 15. November 2017 aus, dass er aktuell 

aufgrund eines Temporärarbeitsvertrages als Gleisbauer arbeite. Ab 1. März 2018 

sei voraussichtlich von einem Monatseinkommen von Fr. 4'850.00 netto inkl. 

13. Monatslohn sowie sämtlicher Zulagen (Schichtzulagen, Nachzulagen) und zu-

züglich Spesen auszugehen (VI-Prot. S. 12).  

1.5. Da das Bezirksgericht noch Abklärungen zu den Pensionskassenguthaben 

der Parteien treffen musste, ersuchte der Berufungskläger das Bezirksgericht, ihm 

vor der Fällung des Scheidungsurteils die Möglichkeit zu geben, zum Vorsorge-

ausgleich Stellung zu nehmen (VI-Prot. S. 13). Am 23. Januar 2018 orientierte 

das Bezirksgericht die Parteien über die Berechnung der Pensionskassengutha-

ben und stellte ihnen in Aussicht, dass ohne Gegenbericht bis am Freitag, 2. Feb-

ruar 2018, das Scheidungsurteil gefällt würde (act. 51/1 und act. 51/2 [Exemplar 

an die Rechtsvertreterin des Berufungsklägers]). Nachdem bis am 2. Februar 

2018 kein Gegenbericht der Parteien einging, fällte das Bezirksgericht wie ange-

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kündigt am 6. Februar 2018 das Scheidungsurteil (zunächst in unbegründeter 

Fassung) (act. 54).  

1.6. Nach dem Abschluss der Scheidungsvereinbarung vom 15. November 2017 

schloss der Berufungskläger am 4. Dezember 2017 mit der F._____ einen Ar-

beitsvertrag als "Mitarbeiter Verkauf Food". Der Vertragsbeginn war auf den 

15. Dezember 2017 festgesetzt, und der Stundenlohn (inkl. Ferien-, Feiertags- 

und Urlaubstagezuschlag) betrug CHF 25.09 brutto (act. 60). Mit Schreiben vom 

9. Februar 2018 – das heisst gut zwei Monate nach Abschluss der erwähnten Ar-

beitsvertrages und kurz nachdem das Scheidungsurteil vom 6. Februar 2018 ge-

fällt worden war – teilte der Berufungskläger dem Bezirksgericht mit, dass er bei 

F._____ eine Stelle gefunden habe und CHF 25.09 brutto pro Stunde verdiene, 

was bei acht Stunden pro Tag und unter Berücksichtigung der Sozialabzüge und 

BVG-Prämien einem Nettolohn von rund Fr. 3'300.00 entspreche; bei einer An-

stellung im Monatslohn, welche ihm in Aussicht gestellt worden sei, würde sein 

Lohn Fr. 3'500.00 netto pro Monat nicht übersteigen. Es könne daher nicht auf 

den höheren hypothetischen Lohn gemäss Scheidungsvereinbarung vom 15. No-

vember 2017 in der Höhe von Fr. 4'850.00 pro Monat ab dem 15. April 2018 ab-

gestellt werden (act. 59). 

1.7. Nach Eingang des Schreibens vom 9. Februar 2018 teilte das Bezirksgericht 

dem Berufungskläger mit, dass das Scheidungsurteil am 6. Februar 2018 bereits 

gefällt worden sei (act. 61). Darauf verlangte der Berufungskläger am 26. Februar 

2018 die Zustellung des begründeten Urteils (act. 63). Am 11. April 2018 wurde 

dem Berufungskläger das begründete Scheidungsurteil zugestellt (act. 65 und 

act. 67a). 

1.8. Mit Berufung vom 9. Mai 2018 stellte der unterdessen durch einen neuen 

Anwalt vertretene Berufungskläger folgende Anträge (act. 73 S. 2): 

"1. Das Urteil des Bezirksgericht Dietikon, vom 6. Februar 2018 
(FE170096) sei bezüglich Ziffer 3 (Genehmigung der Vereinba-
rung über die Scheidungsfolgen) betreffend Unterziffer 6 (Kinder-
unterhalt) alinea 3 aufzuheben und durch folgenden Wortlaut zu 
ersetzen: 

- 5 - 

 'Fr. 100.- pro Kind ab 16. April 2018 bis zum ordentlichen Ab-
schluss einer angemessenen Erstausbildung eines jeden Kindes 
(auch über die Volljährigkeit hinaus)'. 

2. Das Urteil des Bezirksgericht Dietikon, vom 6. Februar 2018 
(FE170096) sei sodann bezüglich Ziffer 8 (Grundlagen der Unter-
haltsberechnung) in alinea 6 wie folgt anzupassen: 

 'Fr. 3'800.- ab 16. April 2018' (statt Fr. 4'850.-). 
3. Eventualiter sei die Streitsache unter vollständiger Aufhebung des 

angefochtenen Urteils zur Durchführung eines Beweisverfahrens 
betreffend wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit des Berufungsklä-
gers an die Vorinstanz zurück zu weisen. 

4. Die alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Berufungsbeklagten." 

In prozessualer Hinsicht stellte der Berufungskläger das Gesuch, es sei ihm für 

das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und ein un-

entgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen (act. 73 S. 2). 

1.9. Da sich die Berufung als offensichtlich unbegründet erweist, kann auf die 

Einholung einer Berufungsantwort verzichtet werden (Art. 312 ZPO Abs. 1). Das 

Verfahren ist spruchreif.  

2. Formelles, unzulässige Noven 

2.1. Der Berufungskläger macht geltend, er habe sich beim Abschluss der 

Scheidungskonvention über seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Sinn von 

Art. 24 Ziff. 3 OR geirrt. Er sei irrtümlich davon ausgegangen, dass er einen Lohn 

von Fr. 4'850.00 monatlich werde erwirtschaften können (act. 73 S. 3 Rz. 1.2). 

Gemäss einem ärztlichen Attest von Dr. med. G._____ vom 27. April 2018 hätten 

seine Arbeitsversuche als Gleisbauer bereits im Oktober und November 2017 ab-

gebrochen werden müssen (act. 73 S. 3 Rz. 1.3). Er habe daher am 4. Dezember 

2017 einen Arbeitsvertrag mit der F._____ abgeschlossen, worin ein Stundenlohn 

von Fr. 21.95 vereinbart worden sei; in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 

habe er Einkünfte zwischen Fr. 2'654.35 und Fr. 4'239.20 erwirtschaftet, weshalb 

ihm höchstens ein Lohn von Fr. 3'800.00 netto pro Monat anzurechnen sei 

(act. 73 S. 3 f. E. 1.4.-1.7.).  

- 6 - 

2.2. Gemäss Art. 279 Abs. 1 ZPO genehmigt das Gericht eine Scheidungsver-

einbarung, wenn es sich davon überzeugt hat, dass die Ehegatten sie aus freiem 

Willen und nach reiflicher Überlegung geschlossen haben und sie klar, vollständig 

und nicht offensichtlich unangemessen ist. Wenn die Parteien dem Gericht in An-

wendung von Art. 111 ZGB eine Scheidungsvereinbarung mit umfassender Eini-

gung einreichen, kann die Vereinbarung bis zur Genehmigung durch das Gericht 

von beiden Parteien frei widerrufen werden (BGE 135 III 193 E. 2.2. mit Hinwei-

sen). Wenn die Parteien hingegen erst im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens 

(im Rahmen einer Scheidungsklage nach Art. 114 f. ZGB bzw. bei Vorliegen einer 

Teileinigung nach Art. 112 ZGB) eine Scheidungsvereinbarung abschliessen, ist 

umstritten, ob diese für die Parteien bis zur Genehmigung durch das Gericht bin-

dend ist (vgl. Sutter-Somm/Gut, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-

Komm., 3. Auflage, Zürich 2016, Art. 279 Rz. 25 mit Hinweis auf die kontroverse 

Literatur). Immerhin kann eine Partei, die sich von der im Verlauf des Verfahrens 

unterzeichneten Scheidungsvereinbarung lösen will, dem Gericht die Nichtge-

nehmigung der Scheidungsvereinbarung wegen Willensmängeln oder offensichtli-

cher Unangemessenheit (Art. 279 Abs. 1 ZPO, Art. 23 ff. OR) beantragen (BGE 

5A_683/2014, Urteil vom 18. März 2015, E. 2.1).  

2.3. Im vorliegenden Fall hätte der Berufungskläger Gelegenheit gehabt, bei der 

Vorinstanz vor der Fällung des Scheidungsurteils am 6. Februar 2018 zu beantra-

gen, dass die am 15. November 2017 abgeschlossene Scheidungsvereinbarung 

wegen Irrtums oder offensichtlicher Unangemessenheit nicht zu genehmigen sei. 

Dies hat er unterlassen. Vielmehr beruft er sich erstmals im Berufungsverfahren 

auf einen Willensmangel. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen 

und Beweismittel (Noven) im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn 

sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht 

schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Praxisgemäss wird 

zwischen echten und unechten Noven unterschieden. Echte Noven sind Tatsa-

chen und Beweismittel, die erst nach dem Aktenschluss des erstinstanzlichen 

Verfahrens (Art. 229 Abs. 1 ZPO) bzw. in Verfahren mit Untersuchungs- und Offi-

zialmaxime nach der Urteilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO) entstanden sind. Sie 

sind im Berufungsverfahren grundsätzlich immer zulässig, wenn sie ohne Verzug 

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nach ihrer Entdeckung vorgebracht werden. Unechte Noven sind Tatsachen und 

Beweismittel, die im erstinstanzlichen Verfahren bereits vor Aktenschluss 

(Art. 229 Abs. 1 ZPO) bzw. in Verfahren mit Untersuchungs- und Offizialmaxime 

vor der Urteilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO) entstanden sind. Ihre Zulassung 

wird im Berufungsverfahren insofern eingeschränkt, als sie ausgeschlossen sind, 

wenn sie bei Beachtung zumutbarer Sorgfalt bereits im erstinstanzlichen Verfah-

ren hätten vorgebracht werden können. Im Fall unechter Noven hat die betreffen-

de Partei die Gründe detailliert darzulegen, weshalb die Tatsachen oder Beweis-

mitteln nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (BGE 143 III 

42 E. 4.1 S. 43). 

2.4. Die Voraussetzungen für die Berücksichtigung von Noven sind im vorliegen-

den Berufungsverfahren nicht erfüllt. Bereits aus formellen Gründen fällt die Be-

rücksichtigung der neuen Behauptungen des Berufungsklägers ausser Betracht, 

weil er mit keinem Wort ausführt, weshalb er diese nicht bereits im Verfahren vor 

dem Bezirksgericht Dietikon hätte vorbringen können. Effektiv hätte der Beru-

fungskläger bereits im Verfahren vor Bezirksgericht Dietikon geltend machen 

können, er habe sich in Bezug auf das hypothetische Einkommen beim Abschluss 

der Scheidungsvereinbarung am 15. November 2017 geirrt. Die Vorinstanz orien-

tierte die Parteien mit Schreiben vom 23. Januar 2018 über die Berechnung der 

Pensionskassenguthaben und stellte dabei in Aussicht, dass ohne Gegenbericht 

bis am Freitag, 2. Februar 2018, das Scheidungsurteil gefällt würde (act. 51/1 und 

act. 51/2 [Exemplar an die Rechtsvertreterin des Berufungsklägers]). Da in Ver-

fahren mit Untersuchungs- und Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO) neue 

Vorbringen bis zur Urteilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO) vorgetragen werden 

können, hätte der Berufungskläger vor Bezirksgericht Dietikon bis am 2. Februar 

2018 vorbringen können und müssen, dass nur ein Monatseinkommen von 

Fr. 3'500.00 (so act. 59) bzw. Fr. 3'800.00 (so act. 73) – und nicht ein hypotheti-

sches Einkommen von Fr. 4'850.00 pro Monat ab 15. April 2018 – angerechnet 

werden könne. Da der anwaltlich vertretene Berufungskläger am 4. Dezember 

2017 mit F._____ einen Arbeitsvertrag abgeschlossen hatte, hätte er schon ab 

diesem Zeitpunkt vorbringen können, dass das in der Scheidungsvereinbarung 

angegebene hypothetische Einkommen nicht erreichbar sei und die Vereinbarung 

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daher nicht genehmigt werden könne. Überdies bringt der Berufungskläger unter 

Hinweis auf ein Attest von Dr. G._____ vom 27. April 2018 selbst vor, es habe 

sich bereits bei einem Arbeitsversuch im Oktober und November 2017 bestätigt, 

dass ein Arbeitseinsatz im angestammten Bereich als Gleisbauer nicht möglich 

sei (act. 75/3), woraus sich ergibt, dass dem Beklagten schon beim Abschluss der 

Scheidungsvereinbarung am 15. November 2017 bekannt war bzw. sein musste, 

dass ein Einsatz als Gleisbauer fraglich sein könnte.  

2.5. Aus diesen Gründen ist davon auszugehen, dass der Berufungskläger bei 

zumutbarer Sorgfalt bereits vor erster Instanz hätte beantragen können, die 

Scheidungsvereinbarung sei nicht zu genehmigen. Der Berufungskläger bringt im 

vorliegenden Berufungsverfahren unzulässige (unechte) Noven vor. Da der Be-

klagte im Berufungsverfahren mit seiner neuen Behauptung, er habe sich beim 

Abschluss der Vereinbarung am 15. November 2017 in einem Irrtum befunden, 

nicht gehört werden kann, erweist sich die Berufung insoweit als unbegründet. 

Auch sonst findet sich in der Berufungsschrift nichts, was zu einem anderen Er-

gebnis führen könnte. Die Berufung erweist sich somit insgesamt als unbegründet 

und ist abzuweisen. 

3. Unentgeltliche Rechtspflege; Kosten- und Entschädigungspflicht 

3.1. Der Berufungskläger beantragt die Bewilligung der unentgeltlichen Prozess-

führung und Rechtsverbeiständung (act. 73 S. 2). Gemäss Art. 117 ZPO hat eine 

Partei Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn sie bedürftig ist und wenn 

ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 117 ZPO). Als aussichtslos 

gilt ein Begehren, bei dem die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die 

Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können; 

dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich die Gewinnaussich-

ten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer 

sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, 

sich bei vernünftigen Überlegungen zu einem Prozess entschliessen würde. Eine 

Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen 

würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie zumindest vorläufig nichts 

kostet. Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten bestehen, beurteilt sich 

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aufgrund einer vorläufigen und summarischen Prüfung der Prozessaussichten, 

wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs massgebend 

sind (BGE 142 III 138 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). Der anwaltlich vertretene 

Berufungskläger hätte im Verfahren vor Vorinstanz wochenlang bis zum Beginn 

der Urteilsberatung am 2. Februar 2018 Zeit gehabt, geltend zu machen, dass er 

wegen einem Willensmangel nicht an die Scheidungsvereinbarung gebunden sein 

wolle, worauf die Vorinstanz auf seine Argumentation hätte eingehen müssen. 

Dem Berufungskläger hätte ohne Weiteres klar sein müssen, dass er das im vo-

rinstanzlichen Verfahren Versäumte nicht im Berufungsverfahren nachholen kann, 

weshalb sein Standpunkt aussichtslos ist. Damit muss nicht weiter auf die Vo-

raussetzung der Bedürftigkeit eingegangen werden. 

3.2. Da der Berufungskläger unterliegt, wird er kostenpflichtig (Art. 106 ZPO). 

Das Verfahren konnte ohne grossen Aufwand erledigt werden, weshalb eine Ent-

scheidgebühr von Fr. 1'000.00 angemessen ist (§§ 5 Abs. 1, 10 Abs. 1 und 12 

Abs. 1 GebV OG). Eine Entschädigungspflicht entfällt, weil der Berufungsbeklag-

ten kein Aufwand entstanden ist, der zu entschädigen wäre.  

Es wird beschlossen: 

1. Das Gesuch des Berufungsklägers um Gewährung der unentgeltlichen Pro-

zessführung und unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen. 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt: 

1. Die Berufung wird abgewiesen. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Berufungskläger 

auferlegt. 

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4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beila-

ge eines Doppels von act. 73 und act. 75/3-10, sowie an das Bezirksgericht 

Dietikon und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  
Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt 
Fr. 30'000.00. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 
 
 
versandt am: 
 

 

	Beschluss und Urteil vom 20. Juni 2018
	Erwägungen:
	1. Sachverhaltsüberblick und Prozessgeschichte
	6. Kinderunterhalt
	Die Parteien halten fest, dass die Unterhaltsbeiträge gemäss Eheschutzurteil vom 17. Dezember 2015 mangels Leistungsfähigkeit des Gesuchsgegners vom 19. Juni 2017 bis zum 15. April 2018 nicht geschuldet sind.
	Der Vater verpflichtet sich, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder folgende Kinderunterhaltsbeiträge (zuzüglich allfällige Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen) zu bezahlen:
	- Fr.  430.– pro Kind ab 16. April 2018 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Erstausbildung eines jeden Kindes (auch über die Volljährigkeit hinaus).
	Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und zwar monatlich im  Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
	Die Zahlungsmodalitäten gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.
	Mit den vereinbarten Unterhaltsbeiträgen ist der gebührende Unterhalt der Kinder nicht gedeckt. Zur Deckung des gebührenden Unterhalts fehlen monatlich die folgenden Beträge:

	- Fr.  282.40 für C._____ (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt)
	- Fr.  333.40  für D._____ (davon Fr. 0.00 Betreuungsunterhalt)
	- Fr.  1'502.00 für E._____ (davon Fr. 900.00 Betreuungsunterhalt)
	7. Nachehelicher Unterhalt
	Die Gesuchstellerin akzeptiert die Berechnung des Gerichts, wonach mangels Leistungsfähigkeit des Gesuchstellers kein nachehelicher Unterhalt zugesprochen werden kann. Gestützt darauf verzichtet sie einstweilen auf nachehelichen Unterhalt.
	8. Grundlagen der Unterhaltsberechnung
	Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:
	Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen separat:

	- Gesuchstellerin: Fr. 2'050.00 (50%-Pensum)
	- Gesuchsteller: Fr. 3'500.00 bis und mit 15. April 2018
	Fr.  4'850.00 ab 16. April 2018 (hypothetisch und auf das Jahr berechneter durch-schnittlicher Monatslohn)
	- Kinder:  je die Familienzulage von derzeit Fr. 250.00 resp. Fr. 200.00.

	2. Formelles, unzulässige Noven
	3. Unentgeltliche Rechtspflege; Kosten- und Entschädigungspflicht
	Es wird beschlossen:
	1. Das Gesuch des Berufungsklägers um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und unentgeltlichen Rechtsverbeiständung wird abgewiesen.
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Berufung wird abgewiesen.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'000.00 festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Berufungskläger auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Berufungsbeklagte unter Beilage eines Doppels von act. 73 und act. 75/3-10, sowie an das Bezirksgericht Dietikon und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...