# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3684168b-d57a-5554-bdeb-3071494947d4
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.05.2008 UV 2007/111
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-111_2008-05-28.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/111

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 28.05.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 28.05.2008
Art. 6 UVG: Unfallkausalität im Nachgang zu einer bei einem Auffahrunfall 
erlittenen HWS-Distorsion. Ein typisches Beschwerdebild mit einer Häufung 
von Beschwerden konnte zu keinem Zeitpunkt nach dem Unfall festgestellt 
werden. Trotzdem ist die natürliche Kausalität zu bejahen, nachdem ein von 
der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenes Gutachten nicht vollständig 
erstellt wurde und dementsprechend beim Fallabschluss nicht 
berücksichtigt werden konnte. Kein adäquater Kausalzusammenhang 
zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2008, UV 
2007/111). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_550/2008.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 28. Mai 2008

in Sachen

C.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Michael Ausfeld, Weinbergstrasse 18, 

8001 Zürich,

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft, Postfach, 8085 Zürich,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.         

A.a    Die 1969 geborene C.___ war bei der A.___ als Lageristin tätig und dadurch bei 

den Alpina Versicherungen (Rechtsnachfolgerin ab 1. Januar 2004: Zürich 

Versicherungs-Gesellschaft) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als 

sie am 17. November 1997 als Lenkerin eines Personenwagens in einen Auffahrunfall 

verwickelt wurde. Bei der Erstbehandlung am 18. November 1997 diagnostizierte Dr. 

med. B.___, Allgemeine Medizin FMH, ein rezidives HWS-Schleudertrauma und schrieb 

die Versicherte ab 18. November 1997 vollständig arbeitsunfähig (act. M 2, 3). Ab 9. 

Dezember 1997 bestand wieder hälftige und ab 5. Januar 1998 volle Arbeitsfähigkeit; 

die ärztliche Behandlung wurde abgeschlossen (act. M 3, 4). Im ärztlichen 

Zwischenbericht vom 25. Januar 1999 (act. M 5) erhob Dr. B.___ die Diagnose eines 

Zervikalsyndroms bei einem Status nach HWS-Distorsion. Eine Arbeitsunfähigkeit 

wurde nicht ausgewiesen und die ärztliche Behandlung endigte am 6. April 1999 (act. 

M 7). Im Bericht vom 26. April 1999 (act. M 8) hielt Dr. B.___ erneut einen Status nach 

HWS-Distorsion fest, wobei keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestand. Dr. 

med. D.___, Allgemeine Medizin FMH, diagnostizierte am 2. November 1999 (act. M 9) 

ein Rezidiv eines Zervikalsyndroms bei einem Status nach Schleudertrauma. Ab 26. 

November 1999 bestand bei der Versicherten wieder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

(act. M 11). Eine Untersuchung im Kantonsspital Zug vom 13. Januar 2000 (act. M 13) 

ergab ein normales Schädel-CT. In der Folge bestand ab 20. März 2000 eine 50%ige 

und ab 26. Mai 2000 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit (act. M 21). Nach einer 

vorübergehenden Verbesserung mit voller Arbeitsfähigkeit (19. Juni 2000 bis 1. Oktober 

2001) wurde ab 2. Oktober 2001 wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (act. 

M 30). In der Begutachtung von Dr. med. E.___, Spezialarzt FMH für 

Rheumaerkrankungen, vom 10. Oktober 2001 (act. M 25) wurde die Diagnose eines 

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Zervikokranialsyndroms bei deutlichen segmentalen Bewegungsstörungen der oberen 

HWS und deutlicher muskulärer Dysbalance/Dekompensation der Schultergürtel- und 

HWS-Muskulatur infolge Beschleunigungstrauma der HWS vom 17. November 1997 

erhoben. Dr. med. F.___, Neurologie FMH, hielt im Bericht vom 30. November 2001 

(act. M 27) einen Status nach Auffahrkollision vom 17. November 1997 mit 

persistierendem Zervikalsyndrom, neurovegetativer und neuropsychologischer 

Symptomatik, mit Funktionsstörung der oberen HWS, vor allem C2/3, bei einem 

gewissen Verdacht auf Läsion des Ligamentum alare rechts und ohne Hinweise auf 

eine Diskushernie oder fokale Protrusionen fest. Bis zur Besserung der Symptomatik 

bleibe die Versicherte 50% arbeitsunfähig. Vom 1. bis 29. Oktober 2002 erfolgte ein 

stationärer Aufenthalt in der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Zurzach. Im 

Austrittsbericht vom 19. November 2002 (act. M 38) wurde ein chronisches 

zervikozephales Schmerzsyndrom mit/bei Status nach HWS-Distorsionstrauma, 

diskreter Osteochondrose C4/5, keiner Stenose, keiner foraminalen Enge und 

Hypermobilität C2 festgehalten. Gemäss neuropsychologischer Beurteilung bestehe im 

angestammten Beruf eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Das Gutachten der AEH, 

Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG, Zürich, vom 25. April 2005 

(act. M 51) bestätigt die Diagnose eines chronischen zervikozephalen 

Schmerzsyndroms mit muskulärer Dysbalance und verminderter Stabilisationsfähigkeit. 

Aus rheumatologischer Sicht seien vorwiegend sitzende bis leicht wechselbelastende 

Tätigkeiten halbtags zumutbar. Die Alpina Versicherungen und nach der Fusion die 

Zürich Versicherungs-Gesellschaft anerkannten ihre Leistungspflicht und erbrachten für 

den Unfall vom 17. November 1997 die gesetzlichen Versicherungsleistungen 

(Heilkosten- und Taggeldleistungen).

A.b   Den Akten ist zu entnehmen, dass die Versicherte bereits vor dem Auffahrunfall 

am 27. Februar 1996 von einem Gestell auf den Ellbogen gestürzt war und sich dabei 

eine Radiusköpfchenfraktur zugezogen hatte. Trotz wahrscheinlich fehlendem 

Kopfanprall entwickelten sich nach diesem Ereignis Kopf- und Nackenschmerzen und 

es wurde die Diagnose einer HWS-Kontusion gestellt. Im ärztlichen Zeugnis vom 31. 

Oktober 1997 hielt Dr. B.___ fest, dass der Fall wegen vollständiger Beschwerdefreiheit 

abgeschlossen werden konnte (act. M 2, 10 und 51 S. 9).

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A.c    Mit Verfügung vom 13. Juni 2007 eröffnete die Zürich Versicherungs-Gesellschaft 

der Versicherten, dass es am Erfordernis des natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs fehle und deshalb die Taggeld- und Heilkostenleistungen per 

30. April 2007 definitiv eingestellt würden. Die Anträge auf eine weitere Begutachtung 

und auf die Befragung von Zeugen würden abgelehnt. Die gegen diese Verfügung 

erhobene Einsprache wies die Zürich Versicherungs-Gesellschaft mit 

Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2007 (act. K 230) ab.

B.        

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. 

M. Ausfeld, Zürich, im Namen der Versicherten erhobene Beschwerde vom 8. 

November 2007 mit den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die 

Sache sei zur Festlegung der gesetzlichen Leistungen an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen; unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Zur Begründung wird im Wesentlichen ausgeführt, dass 

sämtliche Ärzte festgehalten hätten, dass zwischen den aktuellen Beschwerden der 

Beschwerdeführerin und dem Unfallereignis eine kausale Beziehung bestehe. Aus den 

Akten ergebe sich, dass die Beschwerdeführerin nach dem Unfallereignis vom 17. 

November 1997 nie beschwerdefrei gewesen sei, weshalb entgegen den Ausführungen 

im angefochtenen Entscheid, nicht von einem Rückfall ausgegangen werden könne. 

Die Beschwerdegegnerin sei auf den Antrag der Zeugenbefragung nicht mit einem 

Wort eingegangen, weshalb eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehörs 

vorliege und der angefochtene Entscheid bereits aus diesem Grund aufzuheben sei. 

Das Gutachten des AEH erscheine als umfassend und sei insbesondere in Kenntnis 

sämtlicher Akten erstattet worden. Es bestehe deshalb kein Grund von den im 

Gutachten getroffenen Schlussfolgerungen abzuweichen, weshalb bereits aus 

rheumatologischer Sicht von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 

50% auszugehen sei. Sodann könne nicht davon ausgegangen werden, der adäquate 

Kausalzusammenhang sei nicht gegeben. Ausgehend von einem mindestens 

mittelschweren Unfallereignis lägen ein langwieriger Heilverlauf und eine langjährige 

teilweise Arbeitsunfähigkeit vor. Zudem leide die Beschwerdeführerin an 

Dauerschmerzen und sei auch noch auf physiotherapeutische Massnahmen 

angewiesen, nur um den Gesundheitszustand halten zu können.

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B.b In der Beschwerdeantwort vom 15. November 2007 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Zeugenaussagen könnten keine 

ausreichend gesicherten Angaben begründen, zumal die von der Beschwerdeführerin 

genannten Zeugen aus der Familie oder dem engeren Freundes-/Bekanntenkreis 

stammten. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liege nicht vor. Im Übrigen werde 

auf die Ausführungen im Einspracheentscheid verwiesen, an denen vollumfänglich 

festgehalten werde.

B.c   Die Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet.

Erwägungen:

1.         

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin macht vorerst eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs geltend, da es die Beschwerdegegnerin nicht für notwendig 

erachtet habe, auf die beantragte Zeugenbefragung auch nur mit einem Wort 

einzugehen. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich der Anspruch, dass 

die angebotenen Beweise abgenommen werden, soweit sie sich auf Tatsachen 

erstrecken, die für die Entscheidung wesentlich sind (vgl. BGE 122 V 162); nach der 

Rechtsprechung ist dabei auch eine antizipierte Beweiswürdigung zulässig; danach 

kann auf die Erhebung von Beweisen verzichtet werden, wenn zweifelsfrei davon 

ausgegangen werden kann, dass diese zur Erhellung eines Sachverhaltselements nicht 

beizutragen vermögen (Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 42 Rz. 16). Die 

Beschwerdegegnerin führte in der Verfügung vom 13. Juni 2007 (act. K 219 S. 13, 

Absch. III.) aus, mit welcher Begründung der Antrag auf die Befragung von Zeugen 

abgelehnt wurde. Da eine Zeugenbefragung keine neuen entscheidrelevanten 

Tatsachen erbracht hätte, sei auf die Beweiserhebung nicht eingetreten worden. Eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt mithin nicht vor.

2.         

2.1    Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob nach dem 30. April 

2007 noch natürliche und adäquate Unfallfolgen vorliegen und demnach eine weitere 

Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht.

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2.2    In der Verfügung vom 13. Juni 2007 hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass sich 

im vorliegenden Fall die Frage stelle, ob die heutigen Beschwerden der 

Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 17. 

November 1997 zurückzuführen seien. Nachdem der natürliche und adäquate 

Kausalzusammenhang zu verneinen sei, würden die Leistungen per 30. April 2007 

eingestellt. Im Einspracheentscheid vom 11. Oktober 2007 führte die 

Beschwerdegegnerin aus, dass aufgrund der medizinischen Angaben der Endzustand 

im Januar 1998 erreicht gewesen sei und seitens des Unfallversicherers keine 

Heilungskosten oder gar Taggelder bezahlt worden seien. Somit müsse bei den im 

Januar 1999 von Dr. B.___ angeführten Beschwerden von einem Rückfall bzw. von 

Spätfolgen ausgegangen werden, was vorliegend unter Voraussetzung der 

Unfallkausalität zu prüfen sei. Die Verfügung vom 13. Juni 2007 begrenzt den 

möglichen Streitgegenstand auf die Prüfung der Frage, ob die auf den 30. April 2007 

hin vorgenommene Leistungseinstellung zu Recht erfolgte. Die den Unfallversicherern 

im Einspracheverfahren (Art. 52 ATSG und Art. 10 ff. ATSV) eingeräumte Befugnis zur 

Überprüfung des in der vorausgegangenen Verfügung geregelten Rechtsverhältnisses 

umfasst ebenso wenig wie die richterliche Urteilskompetenz im nachfolgenden 

Verwaltungsgerichtsverfahren eine Befugnis zur Ausdehnung des Verfahrens auf 

beliebige, ausserhalb des Anfechtungsgegenstands liegende Streitpunkte. Vielmehr 

folgt aus der analogen Geltung des Verfügungsgrundsatzes im Einspracheverfahren 

zwingend, dass die Entscheidkompetenz des Kranken- oder Unfallversicherers in 

diesem Verfahrensstadium ebenfalls durch die Grundsätze über den 

Anfechtungsgegenstand begrenzt ist. Dies bedeutet, dass der Versicherer Streitfragen, 

die nicht das in der angefochtenen Verfügung geregelte Rechtsverhältnis betreffen, im 

Einspracheentscheid nur aufgreifen darf, wenn diese einen engen Sachzusammenhang 

im Sinn einer Tatbestandsgesamtheit mit dem Anfechtungsgegenstand aufweisen 

(RKUV 1998 S. 455 Erw. 2c). Der Streitgegenstand kann auch im vorliegenden 

Verfahren nicht einfach auf die in der Vergangenheit bereits erbrachten Leistungen 

ausgedehnt werden, nachdem sie nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung 

waren. Da eine Tatbestandsgesamtheit nicht vorliegt und über bereits erbrachte 

Leistungen in der angefochtenen Verfügung nicht entschieden wurde, fehlt es im 

Einspracheverfahren an einem diesbezüglichen Anfechtungsobjekt, weshalb nicht 

darüber zu befinden ist, ob die im Januar 1999 beklagten Beschwerden einen Rückfall 

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oder Spätfolgen zum Unfallereignis vom 17. November 1997 darstellen. Die 

Beschwerdegegnerin hat ihre Leistungspflicht bis am 30. April 2007 anerkannt, 

weshalb im vorliegenden Verfahren lediglich die Leistungseinstellung per 30. April 2007 

im Streit liegt.

2.3    Da bereits der Unfall vom 27. Februar 1996 bei den Alpina Versicherungen 

versichert war (act. K 123), hat die Frage, ob von diesem Unfall noch Restfolgen 

bestanden und sich diese auf den Gesundheitszustand nach dem Unfall vom 17. 

November 1997 ausgewirkt haben, aus unfall-sozialversicherungsrechtlicher Sicht 

keinen direkten Einfluss auf die vorzunehmende Beurteilung. Nachdem die 

Beschwerdegegnerin für unfallkausale Beschwerden aus beiden Unfallereignissen 

leistungspflichtig ist, braucht eine diesbezügliche Abgrenzung nicht vorgenommen zu 

werden.

3.         

3.1    Gemäss ständiger Praxis des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 

1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) kann ein nach einem 

versicherten Unfall aufgetretenes Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, 

wenn und soweit es sicher oder doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von 

jenem Unfall herrührt (natürliche Kausalität; BGE 115 V 133 und 399 sowie 117 V 359 

und 369). Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 

eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 119 V 338 und 118 V 289). Der Unfallversicherer 

haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem Unfall adäquat-kausal 

zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, sondern die objektive 

Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist (SVR 2000 UV Nr. 14 

S. 45). Adäquat ist der Kausalzusammenhang dann, wenn ein Ereignis geeignet ist, den 

eingetretenen Erfolg zu bewirken, so dass an andere Ursachen vernünftigerweise nicht 

zu denken ist (BGE 117 V 359 und 112 V 30). Während es Aufgabe des Arztes oder der 

Ärztin ist, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, obliegt es dem Gericht, 

die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (BGE 123 III 

110 Erw. 3a).

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3.2    Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von 

nachweisbaren strukturellen Veränderungen (ein organisches Substrat konnte mit 

bildgebenden Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] 

nachgewiesen werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus 

dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers 

praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu 

bejahen (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb, 123 V 102 Erw. 3b, 118 V 291 Erw. 3a, 117 V 365 

Erw. 5d/bb mit Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) 

fassbar, bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die 

Bejahung der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde 

erfahrungsgemäss auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine 

eigenständige Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu 

differenzieren ist: Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein 

Schleudertrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung 

gemäss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 

indessen, dass eine versicherte Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, 

muss geprüft werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung 

gehörenden Beeinträchtigungen zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen 

Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 Erw. 

2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 366 

Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb).

4.       

Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die von der Beschwerdeführerin über 

den 30. April 2007 hinaus geklagten Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen 

organischen Befunden im Sinn nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar 

sind. Eine Untersuchung im Kantonsspital Zug vom 13. Januar 2000 (act. M 13) ergab 

ein normales Schädel-CT. Dr. E.___ hielt im Gutachten vom 10. Oktober 2001 fest, 

dass es sich röntgenologisch um eine morphologisch altersnormale Halswirbelsäule 

ohne posttraumatische Veränderungen mit deutlichen segmentalen 

Bewegungsstörungen handle. Beim Aufprall sei es wahrscheinlich zu keiner Kontusion 

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des Schädels gekommen und eine Bewusstlosigkeit sei nicht eingetreten. Die im 

Bericht von Dr. F.___ erwähnte diskrete Osteochondrose C4/5 und die linkskonvexe 

Skoliose sind auf degenerative Ursachen zurückzuführen und stellen deshalb 

unfallfremde Beschwerden dar. Im Weiteren stellen Druckdolenzen im Nacken- und 

Schulterbereich sowie Bewegungseinschränkungen der HWS kein klar fassbares, 

organisches Substrat dar (vgl. Urteile des EVG vom 3. August 2005 [U 9/05] i/S M., 

Erw. 4 und vom 23. November 2004 [U 109/04] i/S B., Erw. 2.2).

5.         

5.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Distorsionen der HWS (vgl. dazu RKUV 

1999 Nr. 341 S. 408 Erw. 3b), d.h. bei so genannten Beschleunigungsverletzungen der 

HWS, auch ohne nachweisbare pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre 

nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der 

Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine Distorsion der HWS typischen 

Beschwerden nicht mit entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, 

Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die 

diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen (BGE 117 V 359 E. 5d/aa). Ist ein 

Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert und liegt ein 

für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden 

wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, 

Depression, Wesensveränderung usw. vor, so ist der natürliche Kausalzusammenhang 

zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in 

der Regel anzunehmen (BGE 117 V 359 Erw. 4b; vgl. auch BGE 117 V 369 Erw. 3e). 

Nach der aktuellen Rechtsprechung des Bundesgerichts (Urteile vom 30. Januar 2007 

[U 215/05] i/S T. und vom 15. März 2007 [U 258/06] i/S G.) muss bei einer HWS-

Verletzung das typische Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in 

seiner umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem 

Unfall auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der 

Halsregion oder an der HWS manifestieren (RKUV 2000 Nr. 359 S. 29 Erw. 5e). Die 

andern im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer HWS-Distorsion typischerweise 

auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem Zeitraum 

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manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

5.2    Die von Dr. B.___ diagnostizierte HWS-Distorsion wurde in den folgenden 

Gutachten von sämtlichen Ärzten übereinstimmend übernommen und bestätigt. 

Allerdings kann nach Lage der Akten von einem für HWS-Verletzungen typischen 

Beschwerdebild mit einer Häufung der oben genannten Beschwerden im Nachgang 

zum Unfall und auch bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids nicht 

gesprochen werden. Nach Angaben der Beschwerdeführerin sind zwar unmittelbar 

nach dem Unfall - somit innerhalb der erforderlichen Latenzzeit - Kopf- und 

Nackenschmerzen aufgetreten. Weitere Beschwerden, welche dem typischen 

Beschwerdebild hätten zugeordnet werden können, sind den Akten jedoch nicht zu 

entnehmen. Insbesondere in den ärztlichen Berichten des erstbehandelnden Arztes Dr. 

B.___ sind - neben den Kopf- und Nackenschmerzen - keine weiteren Beschwerden 

erwähnt. Wenn Dr. E.___ im Bericht vom 10. Oktober 2001 (act. M 25) einen sozialen 

Rückzug erwähnt und die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. F.___ am 20. November 

2001 (act. M 27) Konzentrations- und Gedächtnisprobleme anführte sowie dem 

Gutachten der Klinik Zurzach (act. M 38) eine verlangsamte 

Verarbeitungsgeschwindigkeit, Aufmerksamkeitsschwankungen und eine verminderte 

Stressresistenz zu entnehmen sind, so können diese Beschwerden schon wegen der 

grossen Latenzzeit nicht als kausale Unfallfolgen angesehen werden. Sodann könnte 

auch ohne Berücksichtigung der Latenzzeit zu keinem Zeitpunkt von einem typischen 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden ausgegangen werden. Gemäss 

Gutachten des Zentrums für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene vom 25. April 

2005 (act. M 51) entsprechen zwar die aktuell noch geschilderten somatischen 

Beschwerden mit Kopf- und Nackenschmerzen praxisgemäss der nach HWS-

Distorsionen auftretenden Symptomatik. An der wegen fehlendem typischen 

Beschwerdebild bzw. fehlender Beschwerdehäufung nicht gegebenen Unfallkausalität 

im Sinn der Rechtsprechung (vgl. z.B. Urteil vom 4. November 2005 i/S K. [U 312/05]) 

vermag dies jedoch nichts zu ändern.

5.3    Mit Schreiben vom 19. Oktober 2004 (act. K 170) ordnete die 

Beschwerdegegnerin beim Zentrum für Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene eine 

polydisziplinäre Begutachtung der Beschwerdeführerin an. Dem Gutachten vom 25. 

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April 2005 (act. M 51) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 7. und 8. 

Februar 2005 untersucht und eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 

durchgeführt wurde. Zusätzlich erfolgte eine neuropsychologische, neurologische und 

psychiatrische Untersuchung. Die entsprechenden Teilgutachten seien allerdings trotz 

mehrmaligem Nachfragen bis zur Erstellung des Hauptgutachtens nicht eingetroffen 

und deshalb nicht mitberücksichtigt worden. Die Beschwerdegegnerin hat somit den 

Fall abgeschlossen, ohne das von ihr in Auftrag gegebene vollständige polydisziplinäre 

Gutachten in die Beurteilung mit einzubeziehen. Eine solche Vorgehensweise genügt 

einem formell-rechtlich korrekten Fallabschluss offensichtlich nicht, nachdem die 

Beschwerdegegnerin zumindest bei der Auftragserteilung der Meinung war, dass eine 

solche polydisziplinäre Beurteilung notwendig sei. Weshalb dies nachträglich nicht 

mehr der Fall sein sollte, wird zumindest im Einspracheentscheid nicht einleuchtend 

dargelegt. Da die Beschwerdegegnerin den Gutachtensauftrag nach mehrmaliger 

erfolgloser Anmahnung des Teilgutachtens schliesslich zurückgezogen hat, ist nicht 

anzunehmen, dass zum heutigen Zeitpunkt die entsprechenden Berichte noch 

eingeholt werden können. Ebenso wenig ist davon auszugehen, dass zum heutigen 

Zeitpunkt weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des vorliegend 

relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse brächten, weshalb darauf verzichtet werden 

kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; Pra 88 Nr. 117; SVR-

UV 1996). Nachdem aber der Beschwerdeführerin durch das ungenügende 

polydisziplinäre Gutachten und aus dem Vorgehen der Beschwerdegegnerin kein 

Nachteil erwachsen darf, ist zu ihren Gunsten davon auszugehen, dass die von ihr 

geklagten Beschwerden weiterhin eine kausale Folge des Unfallereignisses darstellen. 

Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem 

Unfall vom 17. November 1997 ist somit zu bejahen. Dementsprechend hat die 

Adäquanzbeurteilung gemäss den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b 

festgelegten Kriterien zu erfolgen. 

6.          

6.1    Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ist im Einzelfall zu 

verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit 

eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine 

gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (BGE 

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117 V 359 Erw. 6a). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis 

anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen 

banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und 

schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unterschieden wird. Während 

der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres 

bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt sich die Frage der 

Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens 

allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 

unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte 

Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen 

rechtsprechungsgemäss (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 

2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien 

entweder in gehäufter oder auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders 

ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die 

Adäquanzbeurteilung einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 134 V 

109 Erw. 10.3) abschliessend: besonders dramatische Begleitumstände oder 

besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, die Schwere oder besondere Art der erlittenen 

Verletzungen, fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung, erhebliche 

Beschwerden, ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert, schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und 

erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

6.2    In der Praxis werden Auffahrkollisionen auf ein (haltendes) Fahrzeug regelmässig 

als mittelschweres, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegendes Ereignis 

eingestuft (vgl. RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 Erw. 5.1.2 mit Hinweisen, U 380/04). Laut 

der biomechanischen Beurteilung vom 4. Juni 2002 wurde die kollisionsbedingte 

Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeugs, in dem die Beschwerdeführerin als 

Lenkerin sass, mit 6.7 bis 10.5 km/h berechnet. Als biomechanisch relevante 

Besonderheit sei zu berücksichtigen, dass ein Vorunfall im HWS-Bereich stattgefunden 

habe. Aufgrund des Geschehensablaufs, der biomechanischen Beurteilung sowie mit 

Blick auf die entsprechende Kasuistik (vgl. SZS 2001, S. 429 ff.) sind bezüglich beider 

Unfälle keine Gründe ersichtlich, die ein Abweichen vom Regelfall rechtfertigen 

konnten, weshalb von einem mittelschweren Unfallereignis im Grenzbereich zu den 

leichten Unfällen auszugehen ist. Der adäquate Kausalzusammenhang wäre daher zu 

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bejahen, wenn ein einzelnes der für die Beurteilung massgebenden Kriterien in 

besonders ausgeprägter Weise erfüllt wäre oder die zu berücksichtigenden Kriterien in 

gehäufter oder auffallender Weise gegeben wären (BGE 117 V 359 Erw. 6b).

6.3    Der Unfall vom 17. November 1997 hat sich nicht unter besonders dramatischen 

Begleitumständen ereignet noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer 

Eindrücklichkeit. Er hatte auch keine schweren Verletzungen oder Verletzungen 

besonderer Art zur Folge. Die Diagnose eines Schleudertraumas vermag die Schwere 

oder besondere Art der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen. Es 

bedarf hiezu einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen 

Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen 

können. Solche Umstände sind vorliegend nicht ausgewiesen. Nicht erfüllt ist sodann 

das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung. Im 

Anschluss an den Unfall wurde vorübergehend das Tragen eines Halskragens 

verordnet. Im weiteren Verlauf wurde von den behandelnden Ärzten Physiotherapie und 

eine Akupunkturbehandlung verordnet. Anlässlich des stationären Aufenthalts in der 

Klinik Zurzach erfolgten eine intensive Einzelphysiotherapie sowie weitere 

Therapieformen. Im Gutachten des Zentrums für Arbeitsmedizin, Ergonomie und 

Hygiene vom 25. April 2005 wurde die Weiterführung des Kräftigungstrainings 

empfohlen. Zudem sollte in physiotherapeutischer Einzelbehandlung die aktive 

Stabilisation der HWS geübt und automatisiert werden. Auch wenn sich diese 

Massnahmen insgesamt über mehrere Jahre erstreckten, kann unter Berücksichtigung, 

dass insbesondere in den Jahren unmittelbar nach dem Unfall längere 

behandlungsfreie Intervalle stattfanden und sich die Behandlung im Wesentlichen auf 

physiotherapeutische Massnahmen sowie eine Anleitung zur Eigenbehandlung 

(Krafttraining) beschränkte, nicht von einer fortgesetzt spezifischen, belastenden 

ärztlichen Behandlung ausgegangen werden. Im Vordergrund der von der 

Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden standen Nacken- und Kopfschmerzen, 

welche bandförmig von occipital nach frontal ausstrahlten. Obwohl die glaubhaft 

dargelegten Beschwerden gemäss Angaben der Beschwerdeführerin ohne 

wesentlichen Unterbruch bestanden hatten, ist das Kriterium der erheblichen 

Beschwerden nicht erfüllt. Die durch die geklagten Schmerzen erlittene 

Beeinträchtigung im Lebensalltag kann nicht als gravierend genug betrachtet werden, 

damit von erheblichen Beschwerden im Sinn der Rechtsprechung ausgegangen 

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werden kann. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hat, kann ebenso wenig gesprochen werden, wie von einem schwierigen 

Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen. Hiezu bedürfte es besonderer 

Gründe, welche die Heilung beeinträchtigt haben. Solche Gründe sind vorliegend 

bezüglich der Unfallfolgen indessen nicht ersichtlich. Nach dem Unfallereignis variierte 

die Arbeitsfähigkeit zwischen voller Arbeitsfähigkeit und voller Arbeitsunfähigkeit. Ab 2. 

Oktober 2000 bestand durchgehend eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit. Eine 

Arbeitsunfähigkeit von einer gewissen Erheblichkeit ist somit ausgewiesen. Bei der 

Therapie in der Klinik Zurzach zeigte die Beschwerdeführerin ein gutes Arbeitsverhalten 

sowie Durchhaltevermögen. Auch den übrigen Akten sind keine Hinweise zu 

entnehmen, dass die Beschwerdeführerin nicht ernsthafte Anstrengungen 

unternommen hätte, um die Arbeitsunfähigkeit zu überwinden. Insbesondere hat sie 

bereits nach weniger als zwei Monaten nach dem Unfall die Arbeit vorübergehend 

wieder in einem vollen Pensum aufgenommen. Das Kriterium der erheblichen 

Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen kann somit als erfüllt gelten, 

wenn auch nicht in besonders ausgeprägter Weise. Da somit lediglich eines der zu 

berücksichtigenden Kriterien, dieses aber nicht in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

ist, muss die Adäquanz des Kausalzusammenhangs verneint werden. Die Einstellung 

der Versicherungsleistungen durch die Beschwerdegegnerin per 30. April 2007 lässt 

sich daher nicht beanstanden.

7.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 28.05.2008
	Art. 6 UVG: Unfallkausalität im Nachgang zu einer bei einem Auffahrunfall erlittenen HWS-Distorsion. Ein typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden konnte zu keinem Zeitpunkt nach dem Unfall festgestellt werden. Trotzdem ist die natürliche Kausalität zu bejahen, nachdem ein von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenes Gutachten nicht vollständig erstellt wurde und dementsprechend beim Fallabschluss nicht berücksichtigt werden konnte. Kein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Mai 2008, UV 2007/111). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_550/2008.

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