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**Case Identifier:** 5b98b4ed-3473-5067-9602-237f70ef4794
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-05
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Zivilrecht 05.04.2022 400 22 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_001_400-22-2_2022-04-05.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht  
 
vom 5. April 2022 (400 22 2) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Zivilprozessrecht 
 
 
Behauptungs- und Substantiierungslast (Art. 55 Abs. 1 ZPO); Grad der Substantiierung 
einer behaupteten Tatsache und deren Bestreitung (E. 3.2 ff.) 
 
 
Besetzung  Präsidentin Christine Baltzer-Bader,  

Richterin Barbara Jermann Richterich (Ref.),  
Richter Philippe Spitz;  
Gerichtsschreiber i.V. Nicolas Lehmann 

  
 

Parteien  A.____, 
vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray,  
Steinentorstrasse 13, Postfach 204, 4010 Basel,  
Kläger und Berufungsbeklagter 

  gegen 

  B.____,  
vertreten durch Advokat Dr. Edgar Schürmann,  
St. Alban-Vorstadt 21, Postfach 359, 4010 Basel,  
Beklagter und Berufungskläger 

   

Gegenstand  Forderung  
Berufung gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft 
West vom 23. September 2021 

 
 
 

 
 
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A. B.____ war seit April 2012 Gast des zum damaligen Zeitpunkt von der C.____ AG geführ-
ten Nachtclubs "X.____" in Basel, deren Inhaber A.____ war. Mit Klage vom 16. Dezember 
2014 beantragte die C.____ AG beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West (Zivilkreisgericht) 
die Verurteilung von B.____ (Beklagter) zur Bezahlung von CHF 147'903.00 nebst Zins zu 5% 
seit dem 4. Juni 2014. Des Weiteren seien letzterem die ordentlichen und die ausserordentli-
chen Kosten aufzuerlegen. Der Beklagte beantrage demgegenüber mit Klageantwort vom 
15. Mai 2015 die vollumfängliche Abweisung der Klage unter o/e Kostenfolge. Nach rechtskräf-
tiger Konkurseröffnung über die C.____ AG am 23. Mai 2016 und anschliessender Sistierung 
des Verfahrens vor dem Zivilkreisgericht mit Verfügung vom 13. Juni 2016 führte A.____ (Klä-
ger) mit Eingabe vom 10. April 2019 aus, dass er sich den eingeklagten Rechtsanspruch der 
Konkursmasse gegen den Beklagten vom Konkursamt Basel-Stadt habe abtreten lassen. Infol-
gedessen teilte der Kläger dem Zivilkreisgericht mit Eingabe vom 31. Mai 2019 mit, auf Kläger-
seite in den Prozess einzutreten, worauf die Sistierung des vorinstanzlichen Verfahrens mit Ver-
fügung vom 4. Juni 2019 aufgehoben wurde. Nach durchgeführtem, doppeltem Schriftenwech-
sel wurden die Parteien zur erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 23. September 2021 ge-
laden, an welcher sie an ihren Anträgen festhielten. 

B. Mit Entscheid vom 23. September 2021 hiess die Dreierkammer des Zivilkreisgerichts die 
Klage teilweise gut und verurteilte den Beklagten, dem Kläger CHF 104'786.00 nebst 5% Zins 
seit dem 4. Juni 2014 zu bezahlen. Für die Mehrforderung wurde die Klage abgewiesen (Dispo-
sitiv-Ziffer 1). Die Gerichtsgebühr von CHF 15'000.00 zuzüglich Expertisekosten von 
CHF 1'900.00 sowie Zeugengeld von CHF 50.00 wurden zu 3/10 dem Kläger und zu 7/10 dem 
Beklagten auferlegt (Dispositiv-Ziffer 2). Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 
zugunsten des Klägers ordnete die Dreierkammer des Zivilkreisgerichts an, dass der klägeri-
sche Gerichtskostenanteil von CHF 5'085.00 vom Staat übernommen wird. Der Beklagte habe 
dem Kläger sodann eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 13'000.00 (inkl. MWST) zu 
bezahlen. Die Entscheidfindungsgründe können wie folgt zusammengefasst werden: 

Der Kläger beschreibe in seinen Rechtsschriften den Grund für die von ihm geltend gemachten 
Forderungen und nenne dabei die einzelnen Forderungsbestandteile in genau bezifferter Höhe 
sowie unter Verweis auf den jeweiligen Kassenbeleg, womit aufgrund der genauen Referenzie-
rung der Inhalt der je einzeln als Beilage eingereichten Originalkassenbelege als Parteibehaup-
tung zu werten sei. Infolgedessen erweise sich die Behauptung des Klägers, der Beklagte habe 
die auf den von letzterem unterzeichneten bzw. visierten Kassenbelegen genannten einzelnen 
Summen für in Anspruch genommene Konsumationen zu bezahlen, grundsätzlich als schlüssig 
und hinreichend substantiiert. Demgegenüber seien die Bestreitungen des Beklagten, jedenfalls 
soweit er sie nur pauschalisierend gegen sämtliche Kassenbelege richte, ohne dabei genaue 
Spezifizierungen vorzunehmen, nicht genügend substantiiert, um die klägerischen Behauptun-
gen schlüssig ausräumen zu können. Soweit der Beklagte in der Klageantwort und Duplik ein-
zelne Belege spezifisch bestreite, komme er seiner Substantiierungslast indes nach. Allerdings 
erfülle auch der Kläger die ihm obliegende Substantiierungspflicht, indem er in seiner Replik zu 
jeder einzelnen Bestreitung des Beklagten Stellung nehme und diese zu entkräften versuche. 
Indem der Kläger zum Beweis seiner Forderungspositionen gedruckte und unterzeichnete Kas-
senbelege ins Recht lege, welche vom Beklagten bezogene Konsumationen nebst den dazuge-

 
 
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hörigen Einzelpreisen sowie eine gedruckte Gesamtsumme ausweisen würden und, abgesehen 
von 16 Klagebeilagen, der Beklagte die entsprechenden Unterschriften als seine eigenen aner-
kannt habe, habe der Kläger den Nachweis der von ihm geltenden gemachten Forderungsposi-
tionen in der Höhe von CHF 104'786.00 erbringen können.  

C. Gegen den begründeten Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 23. September 2021 erhob 
B.____ (fortan: Berufungskläger), vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Edgar Schürmann, mit Ein-
gabe vom 3. Januar 2022 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht (Kan-
tonsgericht) Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren: 

 "1. Es sei der Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 23. September 
2021 aufzuheben und es sei die Forderung des Berufungsbeklagten vollumfänglich und 
kostenpflichtig abzuweisen. 

  2. Eventualiter sei der Entscheid des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft West vom 
23. September 2021 aufzuheben und zur neueren Beurteilung an die Vorinstanz  
zurückzuweisen. 

  3. Unter o/e-Kostenfolge, zzgl. MWST, zu Lasten des Berufungsbeklagten.". 

Zur Begründung führte der Berufungskläger im Wesentlichen an, was folgt: 

Der Berufungsbeklagte sei in seinen vorinstanzlichen Rechtsschriften der ihm im Rahmen eines 
Forderungsprozesses obliegenden Substantiierungslast gemäss Art. 55 Abs. 1 der Schweizeri-
schen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) nicht genügend nachgekommen. Obwohl der Beru-
fungskläger die in der Klageschrift aufgeführten Behauptungen bestritten habe, habe sich der 
Berufungsbeklagte in seiner Replik vom 4. Mai 2020 mit einer Bestreitung der Bestreitungen 
des Berufungsklägers begnügt. Indem der Berufungsbeklagte in seiner Klage lediglich eine  
eigene Aufstellung, umfassend ein Datum sowie einen (Teil-)Betrag, als Tatsachenbehauptung 
für seine Teilforderung angefertigt habe, sei er seiner Substantiierungslast nicht nachgekom-
men. Insbesondere habe er zu keinem Zeitpunkt näher spezifiziert, welche Leistungen er er-
bracht und infolgedessen dem Berufungskläger in Rechnung gestellt habe und ob diese Leis-
tungen auch von letzterem in Auftrag gegeben bzw. gekauft worden seien. Entgegen der An-
sicht der Vorinstanz könnten auch nicht sämtliche der eingereichten Kassenbelege unisono als 
Parteibehauptungen angesehen werden, zumal die Klage keinerlei Details enthalte und folglich 
auch keine genaue Referenzierung bestehe. Anhand der Vorbringen des Berufungsbeklagten 
im vorinstanzlichen Verfahren bleibe völlig unklar, wer wann wieviel von was bestellt bzw. kon-
sumiert habe. Des Weiteren habe die Vorinstanz die Erkenntnisse aus der Strafuntersuchung 
gegen den Berufungsbeklagten gänzlich ausser Acht gelassen, insbesondere habe keine  
Abwägung betreffend die Glaubhaftigkeit der Parteiaussagen stattgefunden. Damit habe die 
Vorinstanz zum einen den relevanten Sachverhalt unvollständig festgestellt und zum anderen 
eine rechtlich nicht haltbare Beweiswürdigung vorgenommen. 

D. A.____ (fortan: Berufungsbeklagter), vertreten durch Advokat Christoph Dumartheray, 
reichte mit Eingabe vom 14. Februar 2022 seine Berufungsantwort mit folgenden Anträgen ein: 

 
 
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 "1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen und der Entscheid des Zivilkreisgerichts Ba-
sel-Landschaft West vom 23. September 2021 sei zu bestätigen. 

  2. Für den Fall der ganzen oder teilweisen Gutheissung der Berufung sei dem Rechtsvertre-
ter der Berufungsbeklagten für dessen Tätigkeit als unentgeltlicher Rechtsvertreter im 
Verfahren vor dem Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West ein amtliches Honorar von 
CHF 6'000.00 zuzüglich Mehrwertsteuer auszurichten. 

  3. Die ordentlichen Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Berufungskläger aufzuerle-
gen und der Berufungskläger sei zu verpflichten, dem Berufungsbeklagten für das Beru-
fungsverfahren eine angemessene Parteientschädigung zuzüglich Mehrwertsteuer zu be-
zahlen.". 

Zur Begründung führte der Berufungsbeklagte zusammenfassend folgendes an: 

Die Vorinstanz habe in ihrem schriftlichen Urteil ausführlich dargelegt, weshalb er seiner Be-
hauptungs- und Substantiierungslast ausreichend nachgekommen sei, womit die diesbezügli-
che Rüge des Berufungsklägers als unberechtigt zurückzuweisen sei. In Bezug auf die Rüge 
der Verletzung der Regeln zur Beweisführung sowie der Verletzung des rechtlichen Gehörs sei 
anzumerken, dass der Berufungskläger bezüglich der im vorliegenden Berufungsverfahren strit-
tigen Forderung gegenüber den Strafverfolgungsbehörden nie den geringsten Verdacht einer 
strafbaren Handlung geäussert, geschweige denn eine Strafanzeige eingereicht habe. In Bezug 
auf die vom Berufungskläger geltend gemachten Erkenntnisse aus den Strafverfahren sei fest-
zuhalten, dass der Berufungsbeklagte vom Vorwurf der Drohung gegenüber dem Berufungsklä-
ger rechtskräftig freigesprochen worden sei. Es sei zwar zutreffend, dass der Berufungsbeklag-
te vom Appellationsgericht Basel-Stadt wegen Sachbeschädigung verurteilt worden sei, dies sei 
aber einzig ein Hinweis darauf, dass zwischen den ehemaligen Freunden ein Streit ausgebro-
chen sei. Sodann sei er mit demselben Urteil zwar des Betruges schuldig gesprochen worden, 
es handle sich diesbezüglich aber um ein eher geringfügiges Delikt. Des Weiteren sei darauf 
hinzuweisen, dass das gegen ihn geführte Verfahren wegen Nötigung rechtskräftig eingestellt 
worden sei. Entgegen den Behauptungen des Berufungsklägers habe sodann D.____, ein Gast 
des Nachtclubs "X.____", nie ausgesagt, dass ihm vom Berufungsbeklagten zu viele Champag-
ner-Flaschen in Rechnung gestellt worden seien. Schliesslich habe E.____ im Rahmen einer 
Befragung durch die Staatsanwaltschaft ausdrücklich bestätigt, dass sämtliche der in diesem 
Zusammenhang beachtlichen Kassenbelege von ihm visiert worden seien und demzufolge von 
Unterschriftenfälschung keine Rede sein könne. Im Ergebnis ergebe sich damit aus den Straf-
akten keinerlei Hinweis, welche das Beweisergebnis des Zivilkreisgerichts auch nur im Gerings-
ten in Frage stellen könnte. 

E. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 15. Februar 2022 wurde der Schriftenwechsel 
geschlossen und die Parteien wurden darauf hingewiesen, dass der Entscheid der Dreierkam-
mer des Kantonsgerichts aufgrund der Akten erfolge. 

F. Mit freiwilliger Replik vom 22. Februar 2022 äusserte sich der Berufungskläger zur Beru-
fungsantwort und beantragte die Gutheissung seiner Berufung. Die Ausführungen des Beru-
fungsbeklagten zur Behauptungs- und Substantiierungslast im Umfang von lediglich zwei Sät-
zen würden abermals aufzeigen, dass sich dieser mit Verweisen begnüge und dessen Stand-

 
 
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punkt zusammengesucht werden müsse. Hinsichtlich der mit Berufungsantwort eingereichten 
Beilagen zwei bis acht sei zudem äusserst fraglich, ob diese den Anforderungen von Art. 317 
Abs. 1 ZPO genügten, zumal diese vor dem Zeitpunkt der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 
entstanden seien und damit bereits damals hätten eingebracht werden können. In Bezug auf 
die Vorbringen des Berufungsbeklagten zu den strafrechtlichen Verfahren führte der Berufungs-
kläger insbesondere an, dass eine nicht vorhandene Strafanzeige wegen Urkundenfälschung 
keinen Beweis für den Bestand der unberechtigten Forderung darstelle. Im Zentrum stehe die 
Glaubhaftigkeit des Berufungsbeklagten. Sodann würden die diesbezüglichen Ausführungen 
des Berufungsbeklagten aufzeigen, dass sich die Vorinstanz im Mindesten mit den Erkenntnis-
sen aus den Strafverfahren hätte auseinandersetzen müssen. Abschliessend sei darauf hinzu-
weisen, dass das Rechtsbegehren Nr. 2 des Berufungsbeklagten mangels Anschlussberufung 
nicht zulässig sei. 
 
 
Erwägungen 

1. Gegen erstinstanzliche Endentscheide kann gemäss Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO Berufung 
erhoben werden, wobei in vermögensrechtlichen Angelegenheiten die Berufung gemäss 
Art. 308 Abs. 2 ZPO nur zulässig ist, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechts-
begehren mindestens CHF 10'000.00 beträgt. Die Berufung ist schriftlich und begründet innert 
30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen 
(Art. 311 Abs. 1 ZPO). Vorliegend hat das Kantonsgericht die Berufung vom 3. Januar 2022 
gegen den Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 23. September 2021 zu beurteilen. Mit diesem 
erstinstanzlichen Endentscheid bejahte die Vorinstanz den Anspruch des Berufungsbeklagten 
gegenüber dem Berufungskläger auf Bezahlung von CHF 104'786.00 nebst 5% Zins seit dem 
4. Juni 2014 und hiess die Klage damit teilweise gut. Der Streitwert im vorliegenden Prozess 
nach den zuletzt beim Zivilkreisgericht aufrechterhaltenen Rechtsbegehren liegt bei 
CHF 147'903.00 und damit über der für eine Berufung erforderlichen Streitwertgrenze von 
CHF 10'000.00. Der begründete Entscheid des Zivilkreisgerichts vom 23. September 2021 wur-
de dem Berufungskläger gemäss Rückschein der Schweizerischen Post am 18. November 
2021 zugestellt. Der letzte Tag der 30-tägigen Rechtsmittelfrist fällt in die Gerichtsferien 
(18. Dezember 2021), weshalb sich die Frist gestützt auf Art. 145 Abs. 1 lit. c ZPO bis Montag, 
3. Januar 2022, verlängerte. Die gleichentags bei der Post zum Versand aufgegebene Berufung 
erfolgte somit fristgerecht (Art. 142 f. ZPO). Der Berufungskläger rügt mit seiner Berufung vom 
3. Januar 2022 namentlich die rechtsfehlerhafte Anwendung der in Art. 55 ZPO normierten Be-
hauptungs- und Substantiierungspflicht sowie die unrichtige Feststellung des Sachverhalts 
durch die Vorinstanz, mithin allesamt zulässige Berufungsgründe (Art. 310 ZPO). Da auch die 
weiteren Formalien und Prozessvoraussetzungen erfüllt sind (Art. 59 ZPO), insbesondere auch 
die fristgerechte Bezahlung des Kostenvorschusses von CHF 8'000.00 mit Valutadatum vom 
10. Januar 2022, ist auf die Berufung einzutreten. Gemäss § 6 Abs. 1 lit. d des Einführungsge-
setzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EG ZPO; SGS 221) ist die Dreierkammer der 
Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts für die Beurteilung von Berufungen gegen Entscheide 
der Dreierkammern der Zivilkreisgerichte sachlich zuständig. 

 
 
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2.1 Nach Art. 317 Abs. 1 ZPO können neue Tatsachen und Beweismittel im Rechtsmittelver-
fahren nur noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden und trotz 
zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten. Neue rechtli-
che Begründungen sind von dieser Bestimmung nicht erfasst und können im kantonalen Beru-
fungsverfahren sowie vor Bundesgericht unbeschränkt vorgebracht werden, was sich insbeson-
dere aus dem Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen ergibt (BGer 4A_519/2011 
vom 28. November 2011 E. 2.1; KARL SPÜHLER, Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 317 N 12). Zum Vorbringen sog. unechter Noven, von Tat-
sachenbehauptungen oder Beweismitteln zu einem Sachverhalt, welcher sich bereits vor Ab-
schluss des vorinstanzlichen Verfahren verwirklicht hat, ist zudem auf die strenge Praxis des 
Bundesgerichts hinzuweisen, wonach der Rechtsmittelkläger die Gründe detailliert darzulegen 
habe, weshalb er die Tatsache oder das Beweismittel nicht schon vor erster Instanz habe vor-
bringen können (vgl. BGE 143 III 43 E. 4.1). 

2.2 Der Berufungsbeklagte reichte mit seiner Berufungsantwort vom 14. Februar 2022 als 
neue Beweismittel drei Auszüge aus einem Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 
24. Januar 2019 (Beilagen 2, 3 und 4), einen Auszug aus einem Urteil des Kantonsgerichts 
Freiburg vom 13. Juli 2017 (Beilage 5), einen Auszug aus einem Urteil des Strafgerichts Basel-
Landschaft vom 14. Februar 2019 (Beilage 6), eine Verfügung des Kantonsgerichts vom 
28. November 2019 (Beilage 7) sowie ein Protokoll der Einvernahme von E.____ vom 12. Mai 
2015 (Beilage 8) ein. Bei sämtlichen der erwähnten Beweisurkunden handelt es sich um unech-
te Noven, welche vom Berufungsbeklagten eingereicht wurden, ohne auszuführen, weshalb es 
ihm nicht möglich gewesen sein soll, diese bereits bei der Vorinstanz vorzubringen. Weil diese 
Urkunden als Beweismittel und nicht zur Untermauerung eines Rechtsstandpunkts beigebracht 
wurden, können sie nicht berücksichtigt werden und sind im Berufungsverfahren unbeachtlich.  

In diesem Zusammenhang ist zudem auf das Vorbringen des Berufungsklägers in seiner Ein-
gabe vom 22. Februar 2022 hinzuweisen, wonach das Rechtsbegehren Nr. 2 in der Berufungs-
antwort vom 14. Februar 2022 mangels Anschlussberufung nicht zulässig sei. Weil dieses 
Rechtsbegehren, wonach für den Fall der ganzen oder teilweisen Gutheissung der Berufung 
dem Rechtsvertreter des Berufungsbeklagten für dessen Tätigkeiten als unentgeltlicher Rechts-
vertreter im vorinstanzlichen Verfahren ein amtliches Honorar von CHF 6'000.00 zuzüglich 
Mehrwertsteuer auszurichten sei, wie sich nachstehend zeigen wird, für die Beurteilung der 
Streitsache jedoch nicht von Relevanz ist, kann die Frage an dieser Stelle offenbleiben, ob die-
ses gestützt auf Art. 317 Abs. 2 i.V.m. Art. 227 Abs. 1 ZPO zuzulassen wäre. 

3.1 Hauptstreitpunkt des vorliegenden Verfahrens bildet die unterschiedliche Wahrnehmung 
der Parteien über den Umfang noch nicht beglichener Konsumationen des Berufungsklägers im 
Nachtclub "X.____" zwischen Oktober 2013 und April 2014. Der Berufungsbeklagte stützt seine 
Forderungsklage auf 67 Kassenbelege (Klagebeilagen 5–71) aus dem Nachtclub. Nicht bestrit-
ten ist, dass der Berufungskläger in genanntem Zeitraum den Nachtclub besuchte und Konsu-
mationen erfolgten. Der Berufungskläger bringt in seiner Berufungsschrift vor, entgegen der 
Auffassung der Vorinstanz sei der Berufungsbeklagte im vorinstanzlichen Vortrag seiner Sub-
stantiierungslast nicht ausreichend nachgekommen. Vielmehr habe sich letzterer in seiner Rep-
lik vom 4. Mai 2020 mit einer Bestreitung der Bestreitungen des Berufungsklägers begnügt. Die 

 
 
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einfache Tabelle in der Klageschrift mit Aufstellung mit Datum und (Teil-)Betrag genüge nicht, 
um der Substantiierungspflicht rechtsgenügend nachzukommen, zumal die als Beilage einge-
reichten Kassenbelege mangels genauer Referenzierung in der Klage auch nicht unisono als 
Parteibehauptungen angesehen werden könnten. Demgegenüber stellt sich der Berufungsbe-
klagte im Wesentlichen auf den Standpunkt, er sei seiner Behauptungs- und Substantiierungs-
last ausreichend nachgekommen. 

3.2 Will eine Partei aus dem Verkauf von konsumierten Waren bzw. Leistungen eine Kauf-
preisforderung ableiten, hat sie für den konkreten Verkauf Beweis zu erbringen (Art. 8 des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB, SR 210]). Wie dieser Beweispflicht in prozessualer 
Hinsicht nachzukommen ist, wird im Grundsatz in Art. 55 Abs. 1 ZPO umschrieben: "Die Partei-
en haben dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihr Begehren stützen, darzulegen und die Be-
weismittel anzugeben". Nach diesem sog. Verhandlungsgrundsatz stehen die Parteien in der 
Pflicht und insbesondere nicht das entscheidende Gericht, den rechtlich relevanten Prozessstoff 
aufzubereiten (DANIEL GLASL, Schweizerische Zivilprozessordnung, Kommentar, 2. Aufl. 2016, 
Art. 55 N 3; CHRISTOPH HURNI, Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Schweize-
rische Zivilprozessordnung, Band I, Art. 1–149 ZPO, 2012, Art. 55 N 4; RAOUL A. MEIER, Die 
Behauptungs-, Bestreitungs- und Substantiierungslast im ordentlichen und vereinfachten Ver-
fahren nach dem Verhandlungsgrundsatz der Schweizerischen Zivilprozessordnung, 2015, 
Rz. 17 ff.; THOMAS SUTTER-SOMM/CLAUDE SCHRANK, Kommentar zur Schweizerischen Zivilpro-
zessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 55 N 11). Ihnen obliegt es, dem Gericht, welches den Sachver-
halt nicht kennt, einerseits jene Fakten zu unterbreiten, auf die sie ihre Rechtsbegehren stützen 
und andererseits die zur Erhärtung ihrer Sachvorbringen dienlichen Beweismittel anzugeben. 
Dies geschieht im Behauptungsstadium (SUTTER-SOMM/SCHRANK, a.a.O., Art. 55 N 20). Auf-
grund der sog. Behauptungslast liegt es deshalb am Berufungsbeklagten als Kläger im  
vorinstanzlichen Verfahren, die erwähnten relevanten, rechtsbegründenden Tatsachen im Pro-
zess vorzutragen. D. h. es sind alle Tatbestandselemente der materiellrechtlichen Norm zu be-
haupten, welche dessen Rechtsbegehren stützen (BGer 4A_210/2009 vom 7. April 2010 E. 3.2; 
BGer 4A_62/2021 vom 27. Dezember 2021 E. 4.1). Was nicht behauptet wird, ist für das Ge-
richt inexistent. Damit verbunden ist auch ein sog. Verbot des Ausforschungsbeweises, wonach 
das Gericht keine über die Parteibehauptungen hinausgehenden Ermittlungen vornehmen darf. 
Ebenso wenig dient das dem Schriftenwechsel folgende Beweisverfahren dazu, die notwendi-
gen schlüssigen Tatsachenbehauptungen zur Vervollständigung einer lückenhaften Sachdar-
stellung zu gewinnen (GLASL, a.a.O., Art. 55 N 22; SUTTER-SOMM/SCHRANK, a.a.O., Art. 55 
N 12). Fehlt es an einem hinreichenden Sachvorbringen, bleibt auch der Beweis aus (HURNI, 
a.a.O., Art. 55 N 15). Allerdings genügt es zunächst, die rechtsrelevanten Tatsachen in allge-
meiner Weise zu benennen (SUTTER-SOMM/SCHRANK, a.a.O., Art. 55 N 21) bzw. – um es im 
Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auszuführen – ist der Behauptungslast Genüge 
getan, wenn die Tatsachenbehauptungen "unter der Annahme, sie seien bewiesen, einen 
Sachverhalt ergeben, den das Gericht den entsprechenden Gesetzesnormen zuordnen und 
gestützt darauf die Forderung zusprechen kann" (BGE 132 III 186 E. 8.2; BGer 4A_62/2021 
vom 27. Dezember 2021 E. 4.1.1). Stellvertretend für die konstante bundesgerichtliche Recht-
sprechung ist sodann BGE 127 III 365 zu nennen, welcher auch in der Literatur mehrfach zitiert 
wird (statt vieler: HURNI, a.a.O., Art. 55 N 29; SUTTER-SOMM/SCHRANK, a.a.O., Art. 55 N 21) und 

 
 
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der die Thematik der Behauptungslast dergestalt zusammenfasst, dass zunächst das materielle 
Recht bestimme, wie weit die anspruchsbegründenden Tatsachen dabei inhaltlich zu substan-
tiieren seien, damit sie unter die massgeblichen Bestimmungen des materiellen Rechts subsu-
miert werden könnten. Zu den Anforderungen inhaltlicher Art präzisiert das Bundesgericht des 
Weiteren, dass die Tatsachenbehauptungen dabei so konkret formuliert sein müssten, dass ein 
substantiiertes Bestreiten möglich sei oder der Gegenbeweis angetreten werden könne 
(BGE 127 III 365 E. 2b; vgl. Erwägung 3.3 hiernach). Konkret muss es der Gegenpartei auf-
grund der Umschreibung des Prozessstoffes m.a.W. möglich sein, dazu einzeln und unter-
schiedlich Stellung zu nehmen, die Behauptungen zu bestreiten, zu anerkennen oder eine Ge-
gendarstellung dazu abzugeben (GLASL, a.a.O., Art. 55 N 22). Dabei genügt der blosse Verweis 
auf Beilagen zur Klage den Anforderungen an die Behauptungslast in aller Regel nicht 
(BGer 4A_317/2014 vom 17. Oktober 2014 E. 2.2: BGer 4A_280/2019 vom 14. Oktober 2019 
E. 4.1). Beilagen stellen blosse Beweismittel dar, weshalb zum Behauptungsfundament nur 
zählt, was eine Partei in ihrer Rechtsschrift oder ihrem Parteivortrag ausführt (GLASL, a.a.O., 
Art. 55 N 26). Ein Verweis auf Beilagen zur Ergänzung der Sachbehauptungen ist daher nur 
ausnahmsweise zulässig und setzt voraus, dass die Tatsachen in ihren wesentlichen Zügen 
oder Umrissen in der Rechtsschrift selbst behauptet werden (BGer 4A_280/2019 vom 14. Okto-
ber 2019 E. 4.1). Hat eine Klagpartei die rechtsbegründenden Tatsachen im Sinne dieser Aus-
führungen in einem ersten Vortrag hinreichend behauptet, hängt das weitere Vorgehen vom 
Verhalten der Gegenpartei ab (BGE 127 III 365 E. 2b; BGer 4A_271/2013 vom 26. September 
2013 E. 6.1; BGer 4A_57/2014 vom 8. Mai 2014 E. 1.3.3; HURNI, a.a.O., Art. 55 N 23). Bestrei-
tet der Prozessgegner das an sich schlüssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, 
greift eine über die Behauptungslast hinausgehende Substantiierungslast. Diesfalls ist der zu-
nächst in den Grundzügen umschriebene Sachverhalt nunmehr in Einzeltatsachen so umfas-
send und klar darzulegen, dass darüber Beweis abgenommen oder dagegen der Gegenbeweis 
angetreten werden kann (BGE 144 III 519 E. 5.2.1.1; BGer 4A_36/2021 vom 1. November 2021 
E. 5.1.1). Diese prozessuale Obliegenheit, welche eine grössere Detaillierung oder Dichte in der 
Sachverhaltsdarstellung verlangt, wird in der Lehre und bundesgerichtlichen Rechtsprechung 
gemeinhin als Substantiierungslast bezeichnet (HURNI, a.a.O., Art. 55 N 23; MEIER, a.a.O., 
Rz. 167). Kommt eine Partei dieser Substantiierungsobliegenheit nicht nach, so dass das Ge-
richt den Sachverhalt letztlich nicht unter die entsprechende Rechtsnorm subsumieren und den 
Beweis abnehmen kann, ist die Klage ohne Durchführung eines Beweisverfahrens durch  
Sachurteil abzuweisen (GLASL, a.a.O., Art. 55 N 28; HURNI, a.a.O., Art. 55 N 28; SUTTER-
SOMM/SCHRANK, a.a.O., Art. 55 N 31a). In der Literatur wird allerdings auch darüber diskutiert, 
ob die Gerichte gehalten sind, eine Partei im Rahmen der Fragepflicht gemäss Art. 56 ZPO auf 
den Mangel an Substanz ihres Vortrages hinzuweisen. Diese Bestimmung nimmt das Gericht in 
die Pflicht, einer Partei, deren Vorbringen offensichtlich unvollständig ist, durch gezielte Fragen 
Gelegenheit zur Ergänzung zu geben. Zum Teil wird dabei differenziert, ob die betreffende Par-
tei anwaltlich vertreten ist oder nicht, wobei Einhelligkeit darüber besteht, dass es bei anwaltli-
cher Verbeiständung unter diesem Titel keinerlei Hinweis durch das Gericht bedarf, wenn die 
Gegenpartei in ihrer Entgegnung bereits konkret auf eine mangelnde Substantiierung hingewie-
sen hat (GLASL, a.a.O., Art. 55 N 32; THOMAS SUTTER-SOMM/ALAIN GRIEDER, Kommentar zur 
Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 56 N 30). Das Bundesgericht hat sich 
mit der letztgenannten Konstellation wiederholt befasst und gelangte dabei zum selben Schluss, 

 
 
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dass kein Grund für die Anrufung der richterlichen Fragepflicht bestehe, wenn die Gegenpartei 
bereits auf die mangelnde Substantiierung hingewiesen und die beweisbelastete Partei ihr Un-
terlassen daher "ihrer eigenen Nachlässigkeit" zuzuschreiben habe (BGer 4A_57/2014 vom 
8. Mai 2014 E. 1.3.3; BGer 4A_635/2009 vom 24. März 2010 E. 2.2). 

3.3 Bestreitungen sind so konkret zu halten, dass sich bestimmen lässt, welche einzelnen 
Behauptungen der klagenden Partei damit bestritten werden. Letzterer muss klar sein, welche 
einzelnen Tatsachenbehauptungen sie zu beweisen hat. Der Grad der Substantiierung einer 
Behauptung beeinflusst dabei den erforderlichen Grad an Substantiierung einer Bestreitung. Je 
detaillierter mithin ein Parteivortrag ist, desto höher sind die Anforderungen an die Substantiie-
rung einer Bestreitung. Pauschale Bestreitungen reichen indessen nicht aus. Erforderlich ist 
eine klare Äusserung, wonach der Wahrheitsgehalt einer bestimmten und konkreten gegneri-
schen Behauptung infrage gestellt wird (BGE 141 III 433 E. 2.6). Die beweisbefreite Partei ist 
grundsätzlich aber nicht gehalten, darzutun, weshalb eine bestrittene Behauptung unrichtig sei 
(BGer 4A_36/2021 vom 1. November 2021 E. 5.1.2; DANIEL WILLISEGGER, Basler Kommentar 
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, Art. 222 N 21). Die Obliegenheit, sub-
stantiiert zu bestreiten, bedeutet mithin nicht, dass Positionen, zu denen die beweisbefreite Par-
tei keine konkreten Einwände erheben konnte, als akzeptiert zu gelten hätten. Dies würde nach 
Ansicht des Bundesgerichts sowie der herrschenden Lehre auf eine Umkehr der Behauptungs- 
und Beweislast hinauslaufen (BGer 4A_36/2021 vom 1. November 2021 E. 5.1.2; CHRISTOPH 
LEUENBERER, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 222 
N 22; ROMAN RICHERS/GEORG NAEGELI, Kurzkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessord-
nung, 3. Aufl. 2021, Art. 222 N 7). Ein qualifiziertes (begründetes) Bestreiten kann indes in Aus-
nahmefällen verlangt werden, etwa bei Sachverhalten, die Gegenstand eigener Handlungen 
oder Wahrnehmungen der bestreitenden Partei bilden (BGer 4A_36/2021 vom 1. November 
2021 E. 5.1.2). 

3.4 Das Zivilkreisgericht kam im angefochtenen Entscheid vom 23. September 2021 zum 
Schluss, dass der Berufungsbeklagte mit seinem vorinstanzlichen Vortrag insgesamt der gebo-
tenen Behauptungs- und Substantiierungslast rechtsgenügend nachgekommen ist und hiess 
die Klage teilweise gut, wie nachstehend gezeigt wird, völlig zu Recht. 

3.5 Gestützt auf Art. 8 ZGB trägt vorliegend der Berufungsbeklagte die Behauptungs- und 
Substantiierungslast. Das Kantonsgericht ist der Ansicht, dass für den Entscheid darüber, ob 
eine Partei ihre Behauptungslast im Sinne der vorstehenden Erwägung 3.2 hinreichend erfüllt 
hat, kein allzu strenger Massstab anzusetzen ist, um nicht dem materiellen Recht den Durch-
bruch zu verwehren (vgl. KGE BL 400 16 43 vom 14. Juni 2016 E. 4.1). Entsprechend konnte 
sich der Berufungsbeklagte zunächst in seiner Klagebegründung darauf beschränken, Behaup-
tungen zum Beweisthema gemäss Art. 8 ZGB in den Grundzügen aufzustellen. Im Kontext des 
vorliegenden Falls bedeutet dies eine allgemeine Darstellung zu Verkauf bzw. Konsumation der 
Waren und Leistungen, zur Rechnungsstellung sowie zur Bezifferung der eingeklagten Forde-
rung. Der Berufungsbeklagte führte in seiner erstinstanzlichen Klagebegründung vom 16. De-
zember 2014 im Wesentlichen aus, der Berufungskläger sei seit April 2012 ein zahlreicher und 
gern gesehener Gast des Nachtclubs "X.____" gewesen und habe bis und mit September 2013 
monatlich Waren und Leistungen im Betrag zwischen CHF 10'000.00 und CHF 20'000.00  

 
 
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konsumiert. Diese Beträge habe er jeweils Ende Monat in bar beglichen und als Folge die ent-
sprechenden von ihm visierten Kassenbelege entgegengenommen. Zwischen Oktober 2013 
und April 2014 habe der Berufungskläger den Nachtclub zwar weiterhin regelmässig besucht 
und für gewisse Leistungen auch direkt und in bar bezahlt, mehrheitlich habe er aber die Rech-
nungen anschreiben lassen mit dem Versprechen, diese demnächst zu begleichen. Nachdem 
bis Ende April 2014 keine Zahlung eingegangen sei, habe der Berufungsbeklagte mit einer letz-
ten Mahnung vom 9. Mai 2014 den geschuldeten Gesamtbetrag eingefordert. Der Berufungs-
beklagte listete in Ziffer 3 seiner Klagebegründung 67 vom Berufungskläger handschriftlich un-
terzeichnete Kassenbelege einzeln, inklusive Datum und jeweiligem Rechnungsbetrag, und 
nach Monaten sortiert auf und legte diese der Klage bei (Klagebeilagen 5–71). Entgegen der 
Ansicht des Berufungsklägers genügt im Lichte der Behauptungslast eine derartige Aufstellung 
in der Klage, umfassend ein Datum sowie den dazugehörigen Teilbetrag. Der Berufungsbeklag-
te hat damit die wesentlichen Tatsachen in der Rechtsschrift selbst behauptet, womit vorliegend 
kein blosser Verweis auf Beilagen auszumachen ist. Eine nähere Spezifizierung in der Klage-
schrift ist nicht erforderlich. Welche Leistungen erbracht worden sind, ergibt sich ohne Weiteres 
aus den eingereichten Kassenbelegen. Der Klageschrift ist sodann in Ziffer 4 eine Zusammen-
stellung der monatlich geschuldeten Beträge zu entnehmen, aus welcher als Summe die im 
vorinstanzlichen Verfahren eingeklagte Forderung von CHF 147'903.00 hervorgeht. Als Be-
weismittel führte der Berufungsbeklagte zudem drei Mitarbeiterinnen des Nachtclubs als Zeu-
ginnen bzw. Auskunftspersonen auf. Damit ist der Berufungsbeklagte im frühen Verfahrenssta-
dium der Klageeinreichung seiner Behauptungslast rechtsgenügend nachgekommen. Dem Be-
rufungskläger war es aufgrund dieser Vorbringen möglich, diese substantiiert zu bestreiten. 

3.6 Demgegenüber ist fraglich, ob der Berufungskläger mit seiner Klageantwort vom 15. Mai 
2015 die in der Klage aufgeführten schlüssigen Behauptungen des Berufungsbeklagten zu den 
geltend gemachten Forderungen genügend bestritt. Der Berufungskläger machte in seiner Kla-
geantwort vom 15. Mai 2015 geltend, die eingereichten Kassenbelege würden teils willkürlich 
festgelegte Leistungen aufweisen, welche der Berufungskläger nicht konsumiert habe, oder 
seien nachträglich abgeändert worden. Er habe sodann eine Excel-Tabelle betreffend Konsu-
mationen im Nachtclub "X.____" zwischen Oktober 2013 und April 2014 erstellt, mit welcher die 
vom Berufungsbeklagten geltend gemachten Konsumationen nicht übereinstimmen würden. 
Ausserdem seien die Kassenbelege unglaubwürdig und beweisuntauglich, da sie völlig unüber-
sichtlich, kaum leserlich und teils sogar nachgebessert worden seien oder Seiten fehlen wür-
den. Darüber hinaus würden einige Belege unechte Unterschriften aufweisen. Der Berufungs-
kläger habe zudem sämtliche Konsumationen bis Ende April 2014 bezahlt. Der Berufungskläger 
wäre indessen nach Ansicht des Kantonsgerichts gehalten gewesen, seine zunächst unter dem 
Abschnitt "B. Vorbemerkungen" allgemein gehaltenen Ausführungen zum Umfang der geltend 
gemachten Konsumation sowie zu den Kassenbelegen durch detaillierte, umfassende und 
plausible Tatsachenbehauptungen zu konkretisieren. Aufgrund der hinreichend detaillierten 
Darstellung des Prozessstoffes seitens des Berufungsbeklagten (vgl. Erwägung 3.5 hiervor), 
wäre es dem Berufungskläger zuzumuten gewesen, substantiierte Bestreitungen vorzutragen. 
Demgegenüber hat sich der Berufungskläger im Wesentlichen mit pauschalen Vorbringen be-
gnügt, ohne zu präzisieren, auf welche Kassenbelege er sich beziehe respektive welche der 
eingeklagten (Teil-)Beträge er bestreite (vgl. exemplarisch: "teils willkürlich festgelegte Leistun-

 
 
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gen", "Zusammensetzung gewisser Forderungen anhand der Kassenbelege nicht nachvollzieh-
bar", "einige Belege weisen unechte Unterschriften auf", "Kassenbelege […] teils sogar nach-
gebessert"). Insofern hat es der Berufungskläger unterlassen, seine Bestreitungen so konkret 
zu halten, dass sich bestimmen lässt, welche einzelnen Behauptungen des Berufungsbeklagten 
damit bestritten werden. Detaillierte Bestreitungen hätten vom Berufungskläger auch erwartet 
werden dürfen, zumal die mit Klageschrift vom 16. Dezember 2014 eingereichten Kassenbelege 
einzeln nummeriert waren, was eine Referenzierung, anders als bei Sammelbeilagen, ohne 
Weiteres ermöglicht hätte. Wie die Vorinstanz somit zu Recht erwogen hat, sind die Bestreitun-
gen des Berufungsklägers, soweit er sie nur pauschalisierend gegen sämtliche Kassenbelege 
richtet, ohne dabei genaue Spezifizierungen vorzunehmen, nicht ausreichend substantiiert er-
folgt. Sein Vorbringen in der Berufungsschrift, die Vorinstanz habe höhere Anforderungen an 
die Bestreitungslast gestellt als an die Behauptungs- und Substantiierungslast, ist nicht zu  
hören. 

Immerhin führte der Berufungskläger in seiner Klageantwort unter "C. Stellungnahme zur Klage 
vom 16. Dezember 2014" in Bezug auf 14 ausdrücklich genannte Kassenbelege konkret aus, 
inwiefern Abweichungen zwischen den in der Klage aufgeführten Forderungen und den Anga-
ben in der von ihm erstellten Excel-Tabelle betreffend Konsumationen von Oktober 2013 bis 
April 2014 bestehen würden. Des Weiteren nahm der Berufungskläger in Ziffer 15 seiner Duplik 
vom 4. September 2020 in tabellarischer Form Stellung zu 57 konkret genannten Kassenbele-
gen und führte mit Hinweis auf das Datum der Belege sowie den entsprechenden Rechnungs-
beträgen in der dritten Spalte der Tabelle unter "Bemerkungen" aus, inwiefern Unstimmigkeiten 
bestünden. Insofern ist den vorinstanzlichen Ausführungen beizupflichten, wonach in Bezug auf 
diese konkreten Bestreitungen einzelner Kassenbelege in der Klageantwort sowie in der Duplik 
der Berufungskläger seiner Substantiierungslast nachgekommen ist.  

3.7 Soweit überhaupt von einer genügenden Bestreitung der Vorbringen des Berufungsbe-
klagten durch den Berufungskläger auszugehen ist, womit der Berufungsbeklagte gehalten war, 
seine in der Klage ausgeführten Behauptungen weiter zu substantiieren, ist der Vorwurf unge-
nügender Substantiierung nicht gerechtfertigt. Der Berufungsbeklagte kam seiner Substantiie-
rungslast in der Replik vom 4. Mai 2020 nach, in dem er sich in tabellarischer Aufstellung zu 
den 14 vom Berufungskläger konkret beanstandeten Kassenbelegen einzeln äusserte und an-
gab, aus welchen Gründen die Ausführungen des Berufungsklägers nicht berechtigt seien. Ent-
gegen der Ansicht des Berufungsklägers kann daher nicht gesagt werden, dass sich der Beru-
fungsbeklagte in seiner Replik mit einer Bestreitung der Bestreitungen des Berufungsklägers 
begnügt habe. Vielmehr hat der Berufungsbeklagte seine Forderung nicht nur rechtsgenügend 
behauptet (vgl. Erwägung 3.5 hiervor), sondern diese auch ausreichend substantiiert dargelegt. 
Der Berufungsbeklagte ist – soweit aufgrund weitgehend pauschalisierenden Bestreitungen 
seitens des Berufungsklägers überhaupt möglich – seiner Substantiierungspflicht rechtsgenü-
gend nachgekommen. 

3.8 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass der Berufungsbeklagte im vorinstanz-
lichen Verfahren seiner Behauptungs- und Substantiierungslast rechtsgenügend nachgekom-
men ist, womit der erstinstanzliche Entscheid diesbezüglich nicht zu monieren ist. Die Berufung 
ist dementsprechend in diesem Punkt abzuweisen. 

 
 
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4.1 Des Weiteren beanstandet der Berufungskläger, die Vorinstanz habe wesentliche Sach-
verhaltselemente, namentlich die Erkenntnisse aus den Strafakten im Strafverfahren gegen den 
Berufungsbeklagten, nicht berücksichtigt, womit diese den Sachverhalt unrichtig festgestellt 
habe. Damit habe das Zivilkreisgericht die Regeln der Beweiswürdigung bzw. sein rechtliches 
Gehör verletzt. Dem kann sich das Kantonsgericht nicht anschliessen. 

4.2 Wie bereits in Erwägung 3.2 hiervor dargelegt, obliegt es im Rahmen des vorliegenden 
Forderungsprozesses nach der allgemeinen Beweislastregel von Art. 8 ZGB dem Berufungsbe-
klagten, den Verkauf der konsumierten Ware bzw. der Leistungen an den Berufungskläger zu 
beweisen, da er hieraus die Forderung des Kaufpreises ableitet. Dem Berufungskläger obliegt 
es derweil, die Tilgung der vom Kläger nachgewiesenen Forderungspositionen zu beweisen. 
Der Berufungsbeklagte legte zum Beweis seiner Forderungspositionen 67 gedruckte Kassenbe-
lege ins Recht (Klagebeilagen 5–71), welche vom Berufungskläger bezogene Konsumationen 
nebst den dazugehörigen Einzelpreisen sowie eine gedruckte Gesamtsumme aufweisen. Einige 
der beigelegten Kassenbelege weisen handschriftliche Ergänzungen auf. Sämtliche der Kas-
senbelege sind sodann unterzeichnet, wobei der Berufungskläger im Rahmen seines  
vorinstanzlichen Vortrags lediglich in 16 Fällen die Unterschrift bestritt (Klagebeilagen 10, 12, 
21, 22, 26, 41, 43, 46, 48, 49, 50, 55, 64, 65, 66 und 67). Der Beweis einer Forderung unterliegt 
keinem Formerfordernis. Wie die Vorinstanz zu Recht festhält, ist die Leistung einer Unterschrift 
auf einem Kassenbeleg grundsätzlich als Einverständnis und Anerkennung mit dem darauf 
festgehaltenen Saldo zu Lasten des Unterzeichneten zu werten. Der Vorinstanz ist zudem bei-
zupflichten, wenn diese davon ausgeht, dass die Unterschrift mit Ausnahme der als Klagebeila-
gen 13, 15, 19, 33 und 69 eingereichten Kassenbelegen sowohl als Anerkennung der gedruck-
ten Forderungssumme wie auch der handschriftlichen Ergänzungen auf den Kassenbelegen 
anzusehen ist. Im Rahmen der Duplik vom 4. September 2020 bestritt der Berufungskläger die 
Unterschrift auf 16 konkret genannten Kassenbelegen (Klagebeilagen 10, 12, 21, 22, 26, 41, 
43, 46, 48, 49, 50, 55, 64, 65, 66 und 67). Zur Klärung der Echtheit dieser Unterschriften veran-
lasste das Zivilkreisgericht ein gerichtliches Gutachten. Das entsprechende Gutachten der Kri-
minalpolizei Basel-Landschaft vom 1. März 2021 kommt in Ziffer 8 zum Schluss, dass die Be-
funde nach Abschluss der schriftvergleichenden Untersuchungen gleich wahrscheinlich seien 
unter der Hypothese, dass die fraglichen Unterschriften vom Berufungskläger ausgeführt wur-
den, wie auch unter der Hypothese, dass diese von jemand anderem ausgeführt wurden, womit 
der Sachverhalt nicht entscheidbar sei. Damit gelingt es dem Berufungsbeklagten in Bezug auf 
diese 16 Kassenbelege nicht, den Bestand der entsprechenden Forderungspositionen nachzu-
weisen. Mangels anderer Beweisofferte hat er die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen, womit 
vom Nichtbestand der Forderungspositionen auf besagten Klagebeilagen auszugehen ist. 
Demgemäss hat die Vorinstanz den eingeklagten Forderungsbetrag zu Recht entsprechend von 
CHF 147'903.00 auf CHF 104'786.00 gekürzt. Darüber hinaus gelingt es dem Berufungskläger 
indes nicht, eine weitergehende Tilgung der Forderung nachzuweisen. Weder behauptet er, 
dass er gar nicht im Nachtclub gewesen sei, noch kann er Belege vorweisen, aus welchen eine 
allfällige Bezahlung der eingeklagten Forderungspositionen hervorgehen würde. Die von ihm 
aufgerufene Zeugin, F.____, sagte sodann anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung 
aus, sie könne sich nicht daran erinnern, ob der Berufungskläger in ihrer Anwesenheit je eine 
Zahlung an den Berufungsbeklagten geleistet habe. Zudem lässt der Umstand allein, dass der 

 
 
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Berufungsbeklagte hohe Summen hat anschreiben lassen, für sich genommen nicht auf den 
Nichtbestand der Forderungspositionen schliessen. Sollte der Berufungskläger, wie von ihm 
behauptet, tatsächlich sämtliche Forderungen beglichen haben, so erstaunt es, dass sich der 
erfahrene Geschäftsmann die entsprechenden Kassenbelege nicht hat herausgeben lassen, 
wie er dies laut unbestritten gebliebenen Ausführungen in der Klagebegründung (vgl. Erwägung 
3.5 hiervor) bezüglich der Konsumationen bis und mit September 2013 ebenfalls getan hat. 
Damit konnte er im vorinstanzlichen Verfahren nichts vorbringen, was den Nichtbestand respek-
tive die Tilgung der vom Berufungsbeklagten geltend gemachten Forderung beweisen könnte. 
Die Vorinstanz ist damit zu Recht davon ausgegangen, dass die geltend gemachte Forderung 
im Umfang von CHF 104'786.00 aufgrund der als Klagebeilagen eingereichten unterzeichneten 
Kassenbelege rechtsgenügend bewiesen ist. 

4.3 Die Vorinstanz hat die strafrechtlichen Akten nur im Zusammenhang mit den Prozesskos-
ten explizit erwähnt und ausgeführt, dass diese für das Verfahren letztlich von keinerlei Rele-
vanz gewesen seien, ohne dies weiter zu begründen. Vorweg ist anzumerken, dass der Beru-
fungskläger im Zusammenhang mit der vorliegenden Angelegenheit kein strafrechtliches Ver-
fahren gegen den Berufungsbeklagten weder wegen allfällig gefälschter Unterschriften noch 
wegen zu Unrecht eingeklagter Forderung eingeleitet hat. Da sich wie in Erwägung 4.2 hiervor 
gesehen die geltend gemachten Forderungspositionen auf vom Berufungskläger unterzeichnete 
Kassenbelege stützt, spielt die Glaubwürdigkeit des Berufungsbeklagten keine Rolle, weshalb 
es bereits im Vornherein nicht möglich ist, mittels allfälliger Erkenntnisse aus den Strafakten 
den Nichtbestand respektive die Tilgung der Forderung aus Konsumationen zu belegen. Damit 
kann auch die Frage offen gelassen werden, ob aus Strafverfahren, die einen anderweitigen 
Sachverhalt beschlagen, überhaupt Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit des Berufungsbeklag-
ten im vorliegenden Verfahren gezogen werden könnten. Die fehlende Auseinandersetzung im 
erstinstanzlichen Entscheid mit den strafrechtlichen Akten ist deshalb entgegen der Ansicht des 
Berufungsklägers nicht zu beanstanden und es liegt keine Verletzung seines rechtlichen Ge-
hörs vor. Die Berufung erweist sich deshalb auch in diesem Punkt als unbegründet. 

5. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass das Kantonsgericht zum selben 
Schluss gelangt wie die Vorinstanz. Der Berufungsbeklagte hat den für sein Klagefundament 
rechtlich relevanten Sachverhalt in der erforderlichen Detaillierung in den Prozess eingebracht, 
womit er der ihm obliegenden Behauptungs- und Substantiierungslast rechtsgenügend nachge-
kommen ist. Durch Einreichung der 67 Originalkassenbelege hat er eine Gesamtforderung von 
CHF 104'786.00 bewiesen, wobei die Vorinstanz den zugrundeliegenden Sachverhalt korrekt 
festgestellt hat. Die Berufung ist demnach abzuweisen, was zur vollumfänglichen Bestätigung 
des erstinstanzlichen Entscheids führt. 

6. Abschliessend ist über die Verteilung der Prozesskosten für das Berufungsverfahren zu 
entscheiden. Massgebend für die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen sind die 
Bestimmungen der Art. 95 ff. ZPO. Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der 
unterliegenden Partei auferlegt. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind deshalb voll-
umfänglich dem Berufungskläger aufzuerlegen. Zudem hat dieser der Gegenpartei eine Partei-
entschädigung zu entrichten. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanzliche Verfahren mit ei-
nem Streitwert von CHF 104'786.00 wird in Anwendung von § 9 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 lit. f 

 
 
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Ziff. 3 der Verordnung über die Gebühren der Gerichte (Gebührentarif [GebT, SGS 170.31]) auf 
CHF 8'000.00 festgelegt. Der Rechtsbeistand des Berufungsbeklagten hat keine Honorarnote 
eingereicht, weshalb die Parteientschädigung gemäss Art. 105 Abs. 2 ZPO nach der kantonalen 
Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (TO, SGS 178.112) zuzusprechen ist. Das Kan-
tonsgericht legt die zu leistende Parteientschädigung gestützt auf §§ 7 und 10 TO fest, wobei 
für die Bemessung derselben vorliegend nebst einem Grundhonorar keine Zuschläge gemäss 
§ 8 TO gerechtfertigt sind. Bei einem Streitwert zwischen CHF 100‘000.00 und 200‘000.00 sieht 
§ 7 Abs. 1 TO ein Grundhonorar von mindestens CHF 9‘750.00 bzw. maximal CHF 17‘250.00 
vor, weshalb die vom Berufungskläger an den Berufungsbeklagten für dessen anwaltliche Ver-
tretung geschuldete Entschädigung in einer Höhe von CHF 9'750.00 in Anbetracht des Um-
fangs der Bemühungen sowie der Schwierigkeiten des vorliegenden Falls als angemessen er-
scheint. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von 7,7%, womit eine Parteientschädigung von 
CHF 10'500.75 resultiert. Auslageersatz ist mangels Antrag des Berufungsbeklagten keiner 
zuzusprechen (KGE BL 400 19 196 vom 19. November 2019 E. 10.2). 
 
 
Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Berufung wird abgewiesen. 

 2. Die Entscheidgebühr von CHF 8'000.00 für das Berufungsverfahren wird 
dem Berufungskläger auferlegt. 

Die Forderung des Staates wird mit dem geleisteten Kostenvorschuss 
von CHF 8'000.00 verrechnet. 

 3. Der Berufungskläger hat dem Berufungsbeklagten eine Parteientschädi-
gung von pauschal CHF 10'500.75 (inkl. MWSt) zu bezahlen. 

 

Präsidentin 
 
 
Christine Baltzer-Bader 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
Nicolas Lehmann