# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 161c42dd-f131-590d-8df1-5b3099193e8e
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2002-05-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Baurekursgericht 29.05.2002 BRKE III Nrn. 0055-0056/2002
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Baurekurs/ZH_BRK_001_BRKE-III-Nrn--0055-0_2002-05-29.pdf

## Full Text

BRKE III Nrn. 55 und 56/2002 vom 29. Mai 2002 in BEZ 2002 Nr. 40

6. Nach Ziffer 3.1 des Anhanges zur Verordnung über das baurechtliche Verfahren
(Bauverfahrensverordnung [BVV]; Fassung vom 3. Dezember 1997/13. September 
2000) fällt die Überprüfung von ortsfesten Anlagen der Industrie, des Gewerbes und der 
Landwirtschaft gemäss Art. 2 Abs. 1 der Lärmschutzverordnung (LSV), die beim Betrieb 
Aussenlärm erzeugen, bezüglich ihrer Übereinstimmung mit den Vorschriften über den 
Lärmschutz in die unmittelbare Zuständigkeit des Amtes für Wirtschaft und Arbeit der 
Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich. Ausgenommen sind die Städte Zürich und 
Winterthur.

Von dieser Zuständigkeitsordnung erfasst werden neben den Landwirtschaftsbe-
trieben zunächst alle herkömmlichen Industrie- und Gewerbebetriebe bezüglich sämtli-
cher Lärm erzeugenden Betriebsanlagen (Produktionsmaschinen, Werkstätten, Ventila-
toren, Abluftanlagen, Werkplätze, Güterumschlagflächen, Garagen, Parkplätze etc.; vgl. 
Ziffer 1 Anhang 6 LSV). Mit der Begründung, dass den meisten Gemeinden das für den 
Vollzug der Lärmschutzvorschriften erforderliche, ausgebildete Fachpersonal sowie die 
notwendigen technischen Ausrüstungen fehlen, haben die Baurekurskommissionen in 
konstanter Rechtsprechung die Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion auch für die 
Beurteilung von ortsfesten Anlagen als gegeben erachtet, bei deren Betrieb vergleich-
barer Aussenlärm erzeugt wird; so insbesondere etwa bei Ladengeschäften, Praxen,
Büros, Ateliers, Gaststätten, Sportanlagen (Schwimmbäder, Tennisplätze etc.), 
Schiessplätzen, Freizeit- und Vergnügungsanlagen, Tankstellen, Glas- und Altstoff-
sammelstellen und dergleichen.

Die kommunalen Baubehörden waren somit nach bisheriger Auffassung zur Beur-
teilung von entsprechenden ortsfesten Anlagen unter lärmschutzrechtlichen Aspekten 
nicht befugt. Vielmehr hatten sie, soweit sich relevante Lärmfragen überhaupt stellen, im 
koordinierten Verfahren die Baugesuchsakten dem Amt für Wirtschaft und Arbeit 
(Volkswirtschaftsdirektion) zu unterbreiten und dessen Verfügung zusammen mit der 
Baubewilligung zu eröffnen (vgl. Art. 25a RPG, § 318 und § 319 Abs. 2 PBG, §§ 7 ff. 
BVV).

Die Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion zur lärmrechtlichen Beurteilung von 
Bauvorhaben geht auf die Umsetzung des eidgenössischen Lärmschutzrechts, insbe-
sondere auf den Erlass der Lärmschutzverordnung vom 15. Dezember 1986 zurück. Mit 
Beschluss vom 24. Februar 1988 statuierte der Regierungsrat im Zuge der Änderung 
der Besonderen Bauverordnung in Ziffer 1.2.2 Anhang BVV (vom 19. April 1978) die 
unmittelbare Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion zur Bewilligung von «Anlagen 
in Betrieben, die gemäss Arbeitsgesetzgebung einer Plangenehmigung bedürfen», be-
züglich ihrer Übereinstimmung mit den Vorschriften über die Luftreinhaltung und den 

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Lärmschutz. Am 5. September 1990 wurde die Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirekti-
on auf alle Betriebe ausgedehnt und die Einschränkung in Ziffer 1.2.2 Anhang BVV fal-
len gelassen (RRB Nr. 2975/1990). Der Regierungsrat führte zur Begründung an, dass 
die im Vollzug zu lösenden technischen Probleme oft auch bei kleinen Betrieben kom-
plex seien. Viele Gemeinden (ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur) könnten 
anhand der wenigen zu beurteilenden Betriebe keine Erfahrungen entwickeln, die einen 
Vollzug ohne unvertretbaren administrativen Aufwand erst ermöglichten. Es sei daher 
angezeigt, eine unmittelbare Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion vorzusehen 
und diese auch auf Anlagen in Betrieben auszudehnen, die der Arbeitsgesetzgebung 
nicht unterstünden (Familienbetriebe, Landwirtschaftsbetriebe, gewisse öffentlichrechtli-
che Betriebe).

Mit Beschluss vom 21. Juni 1995 präzisierte der Regierungsrat aufgrund der von 
den Baurekurskommissionen eingeführten, vorne dargelegten Praxis (ausdehnende 
Auslegung der Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion, vgl. BEZ 1992 Nr. 6), Ziffer 
1.2.2 Anhang BVV dahingehend, dass nunmehr «Industrie-, Gewerbe- und Dienstleis-
tungsbetriebe» (ohne Gastwirtschaftsbetriebe, die nach wie vor der Beurteilung durch 
die Finanzdirektion oblagen) erfasst werden sollten; dies in einem weiteren, sich an der 
Lärmproblematik orientierenden Sinne. Der Regierungsrat hielt dabei ausdrücklich fest, 
dass die meisten Gemeinden mit dem Vollzug von Lärmvorschriften überfordert seien, 
da ihnen das hiefür erforderliche und ausgebildete Fachpersonal sowie die notwendigen 
technischen Ausrüstungen fehlten. Nur für Lärmimmissionen, die aus nicht betrieblichen 
Tätigkeiten, insbesondere Wohnnutzung, herrührten, sollten weiterhin die Gemeinden 
zuständig bleiben. Am 16. Juli 1997 wurde die Sonderzuständigkeit der Finanzdirektion 
zur Beurteilung von Gastwirtschaftsbetrieben fallen gelassen, und es wurden auch diese 
Betriebe der Beurteilung durch die Volkswirtschaftsdirektion anheimgestellt. 

Mit dem Neuerlass der Bauverfahrensverordnung am 3. Dezember 1997 wurde bei 
der Umschreibung der Zuständigkeit der Volkswirtschaftsdirektion in Ziffer 3.1 Anhang 
BVV die Terminologie der eidgenössischen Lärmschutzverordnung übernommen und 
«ortsfeste Anlagen der Industrie, des Gewerbes und der Landwirtschaft gemäss Art. 2 
Abs. 1 LSV, die beim Betrieb Aussenlärm erzeugen» der Prüfung durch die Volkswirt-
schaftsdirektion unterstellt. Mit Regierungsratsbeschluss vom 13. September 2000 wur-
de schliesslich die Entscheidkompetenz auf das Amt für Wirtschaft und Arbeit (der 
Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich) übertragen.

Die Baurekurskommissionen hielten auch unter der Geltung der total revidierten 
Bauverfahrensverordnung weiter dafür, dass sich mit der Anpassung des Wortlautes 
Sinn und Zweck der Bestimmung nicht geändert hätten und unterstellten weiterhin alle 
Anlagen, bei deren Betrieb Aussenlärm erzeugt wird, der mit demjenigen ortsfester An-
lagen vergleichbar ist, der lärmmässigen Überprüfung durch die Volkswirtschaftsdirekti-
on bzw. neuerdings deren Amt für Wirtschaft und Arbeit (vgl. etwa BRKE II Nr. 144/1999 
betreffend ein Beach-Volleyballfeld in einer bestehenden Sport- und Mehrzweckanlage, 
bestätigt mit VB.1999.00284 = RB 2000 Nr. 111).

An dieser über den Wortlaut hinausgehenden Interpretation der Zuständigkeits-
norm von Ziffer 1.3 Anhang BVV ist aus den folgenden Gründen nicht länger festzuhal-
ten:

Nach den Feststellungen der Baurekurskommissionen haben sich die meisten Ge-
meinden in den letzten Jahren im Rahmen der ihnen im Zusammenhang mit der Beurtei-

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lung von ortsfesten Anlagen verbliebenen und in anderen Bereichen des Lärmrechts zu-
stehenden Kompetenzen (Ausscheidung und Erschliessung von Bauzonen, Erteilung 
von Baubewilligungen in lärmbelasteten Gebieten [Art. 29 ff. LSV], Schallschutz an be-
stehenden [Art. 10, 15 LSV] und neuen Gebäuden [Art. 32 ff. LSV], Festsetzung von 
Empfindlichkeitsstufen, Strassen- und Fluglärmproblematik schlechthin etc.) einlässlich 
mit der Lärmschutzgesetzgebung befassen müssen, weshalb die erforderlichen Kennt-
nisse nunmehr weitgehend vorausgesetzt werden dürfen.

Sodann existieren im hier relevanten Bereich allein die im Anhang 6 der LSV fest-
geschriebenen Belastungsgrenzwerte für Anlagen der Industrie, des Gewerbes und der 
Landwirtschaft. Bei entsprechenden, zumeist lärmintensiven Betrieben und komplexen 
Sachverhalten hat die Vollzugsbehörde die Aussenlärmimmissionen zu ermitteln oder 
deren Ermittlung anzuordnen (Art. 36 Abs. 1 LSV). In Ausführung der den Vollzugsbe-
hörden obliegenden Ermittlungspflicht wird die Bauherrschaft regelmässig angehalten, 
eine Lärmprognose oder ein Lärmgutachten einzureichen. Die rein fachtechnische Ebe-
ne steht bei der behördlichen Prüfung dieser ortsfesten Anlagen im Vordergrund. Viel-
fach stellen sich Probleme bezüglich der baulichen Schalldämmung. Es sind Expertisen 
auf ihre Schlüssigkeit hin zu prüfen und zu würdigen sowie unter Umständen auch selb-
ständig Messungen durchzuführen.

Die in Anhang 6 LSV vorgesehenen Belastungsgrenzwerte sind indessen auf typi-
schen Industrie- und Gewerbelärm zugeschnitten (z.B. Maschinenlärm) und lassen sich 
nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes nicht auf Gastwirtschaften und ähnliche 
Betriebe anwenden. Gerade der von den Besuchern selber und mit den von ihnen be-
nutzten Fahrzeugen verursachte Lärm (Unterhaltungen der Gäste, Lachen, Schreien, 
Zuwerfen von Autotüren, Starten von Fahrzeugen etc.) ist schwer zu erfassen. Abgese-
hen davon, dass sich der dem menschlichen Lärm immanente Informationsgehalt, der 
stark störend wirken kann, in Belastungsgrenzwerten nicht niederschlägt, müsste aus-
serdem das Störpotential der fraglichen Emissionen aufgrund von breit angelegten sozi-
opsychologischen Umfragen ermittelt werden. Solche, den Schluss von einem bestimm-
ten Pegelwert auf die Störung oder Belästigung der Bevölkerung zulassenden Untersu-
chungen fehlen indessen. Überdies erscheint auch fraglich, ob der für Anhang 6 LSV 
massgebliche Mittelungspegel die nach Art und Stärke sehr unterschiedlichen und teil-
weise nur unregelmässig auftretenden Geräusche angemessen erfassen könnte. 
Schliesslich konzentrieren sich Lärmimmissionen von Unterhaltungsstätten in der Regel 
auf wenige Stunden am Tag bzw. der Nacht, weshalb der in Ziffer 31 Anhang 6 LSV 
vorgesehene gemittelte Beurteilungspegel für den Tag von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr und 
die Nacht von 19.00 Uhr bis 07.00 Uhr die tatsächliche Störung der Nachbarschaft nicht 
angemessen erfassen würde. Aus diesen Gründen ist der Anhang 6 LSV weder direkt 
noch indirekt auf solche Emissionen anzuwenden, auch wenn diese formell als Gewer-
belärm qualifiziert werden könnten (vgl. zum Ganzen BGE 123 II 74 E. 4b S. 83; BGE 
123 II 325 E. 4aa und bb S. 333 ff. mit Hinweisen; BGE 1A.86/1996 vom 24. Juni 1997 
in URP/DEP 1997 S. 495 ff.). Diese im Zusammenhang mit Gastwirtschaftsbetrieben 
entwickelten Überlegungen lassen sich auf eine Vielzahl ähnlicher Emissionen übertra-
gen (vgl. die nachfolgende Zusammenstellung).

Fehlen Belastungsgrenzwerte, haben die Vollzugsbehörden unter Orientierung an 
den Kriterien der Art. 15, 19 und 23 USG (Art. 40 Abs. 3 LSV) im Einzelfall zu beurteilen, 
ob eine unzumutbare Störung vorliegt. Dabei sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt 
und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmvorbelastung 
der Zone, in der die Immissionen auftreten, zu berücksichtigen (Art. 2 Abs. 5 LSV). 

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Schallpegelmessungen können dabei eine gewisse Hilfe bedeuten, sind jedoch ange-
sichts des Fehlens gesicherter Grenzwerte nicht überzubewerten (vgl. BGE Nr. 
1A./86/1996 in URP/DEP 1997 S. 500). Neue Anlagen haben den Anforderungen von 
Art. 25 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV zu genügen, das heisst, dass mangels unmittel-
bar anwendbarer Planungswerte ein Immissionsniveau einzuhalten ist, bei welchem 
nach behördlicher Beurteilung höchstens geringfügige Störungen auftreten (BGE 123 II 
325 E. 4bb S. 335).

Bei der Beurteilung von Baugesuchen und Immissionsklagen sind, wo Belastungs-
grenzwerte fehlen, einzelfallweise Würdigungen im genannten Sinne unumgänglich (Art. 
40 Abs. 3 LSV). Dabei wie auch bei der Anwendung des Vorsorgeprinzips (Art. 11 Abs. 
2 USG und 7 Abs. 1 lit. a LSV) stellt sich sodann häufig die Frage nach emissionsbe-
schränkenden Betriebvorschriften. In Frage kommen dabei vorab Beschränkungen der 
Betriebs-, Öffnungs- oder Benutzungszeiten, insbesondere zum Schutz der Nacht-, Mit-
tags- oder Sonntagsruhe. Zur Würdigung der Emissionsbeschränkungsmassnahmen 
sind regelmässig die örtlichen Polizeiverordnungen beizuziehen (BGE 126 II 366 E. 4a; 
118 Ib 590 E. 3c).

Nach diesen Grundsätzen waren in jüngster Zeit zahlreiche ortsfeste Anlagen zu 
überprüfen. Zu erwähnen sind etwa Urteile betreffend den Zeitpunkt des Frühgeläutes 
von Kirchen (RB 1995 Nr. 93, VB.98.00310 und VB.2001.00167), die Öffnungszeiten 
von Gastwirtschaftsbetrieben (BRKE I Nr. 64/2000 [Gartenrestaurant in Zentrumszone], 
BRKE I Nr. 231/2000 [Restaurationsbetrieb im Freien], BRKE II Nr. 169 und 170/1999 
[Gastwirtschaft in beheiztem Zelt], BRKE III Nr. 110/1999 [nachts benutzter Parkplatz 
einer Diskothek], VB.2000.00152 [Gartenrestaurant auf Terrasse], RB 1999 Nr. 132 
[Techno-Diskothek], BRKE I Nr. 23/2001 [Take-away-Betrieb]) und betreffend Hobby-
tierställe (BRKE III Nr. 82/1989 und BRKE IV Nr. 150/1989 [Hühnerställe], BRKE III Nr. 
131/1999 [Pferdestall]); sodann Entscheide über Betriebskonzepte und -zeiten (RRB Nr. 
891/1998 [bekiester Festplatz], RB 1997 Nr. 105 [privater Tennisplatz], BRKE III Nr. 
7/2001 [Hobbywerkstatt in Wohnzone], BRKE IV Nrn. 77 und 78/2001 [Turn- und Pau-
senplatz bei Schulhaus], VB.2001.00277,285 und 286 [Kulturzentrum für Glaubensge-
meinschaft], BRKE II Nr. 155/1999 [Wellness- und Erotik-Center], BGE 118 Ib 593 [Ju-
gendtreff], BRKE I Nr. 124/1991 [Altstoffsammelstellen]. In allen diesen Fällen war eine 
Abwägung unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse und lokalen Gegebenhei-
ten vorzunehmen, welche keine naturwissenschaftlichen Detailkenntnisse erforderte. 
Die Nichtanwendbarkeit der Belastungsgrenzwerte spricht klar für eine Prüfung durch 
die lokale Behörde.

Zu erwähnen bleibt vollständigkeitshalber, dass selbstredend auch bei den Belas-
tungsgrenzwerten nach Anhang 6 LSV unterstehenden Industrie- und Gewerbebetrie-
ben nach Massgabe des Vorsorgeprinzips Betriebszeitenbeschränkungen geprüft bzw. 
angeordnet werden können (vgl. VB 93/0086 = BEZ 1994 Nr. 13 [Betonwerk, Betrieb 
über Mittag] oder VB.2001.00111 [Selbstbedienungsautowaschcenter bei einem Gara-
genbetrieb, Betrieb am Abend, Samstag und Sonntag]).

Mit einer strikten Beschränkung der kantonalen Zuständigkeit auf ortsfeste Anlagen 
der Industrie, des Gewerbes und der Landwirtschaft lassen sich auch die vermehrt auf-
getretenen, der Rechtssicherheit wenig zuträglichen Abgrenzungsstreitigkeiten vermei-
den. Es ist unergiebig und führt zumeist zu unnötigen Verzögerungen der Verfahren, 
wenn Anordnungen von den Rechtsmittelinstanzen nur deshalb aufgehoben werden 

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müssen, weil sie von der kommunalen Baubehörde in Unzuständigkeit getroffen bzw. 
weil die Vorhaben der zuständigen kantonalen Behörde nicht unterbreitet worden sind.

Nach dem Gesagten ist die Kompetenz des Amtes für Wirtschaft und Arbeit zur 
lärmmässigen Beurteilung neu nur mehr bei den in Ziffer 3.1 Anhang BVV explizit er-
wähnten Industrie-, Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe im Sinne von Art. 2 Abs. 1 
LSV in Verbindung mit Anhang 6 LSV (ausserhalb der Städte Zürich und Winterthur) 
gegeben. Im übrigen obliegt die Beurteilung vom Lärmemissionen im Baubewilligungs-
verfahren den kommunalen Baubehörden (ausgenommen die der Baudirektion zu un-
terbreitenden Vorhaben in lärmbelasteten Gebieten bzw. an geplanten Strassen und Ei-
senbahnanlagen nach Massgabe von Ziffern 3.2 und 3.3 Anhang BVV). Den Baubehör-
den steht es offen, bei Bedarf die Beratung der kantonalen Fachstellen in Anspruch zu 
nehmen.