# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 01dcd048-97d5-5fa1-a44f-cdc63b66ca1c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-03-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.03.2016 200 2015 710
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-710_2016-03-14.pdf

## Full Text

200 15 710 UV
ACT/ZID/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. März 2016

Verwaltungsrichter Ackermann, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
Beschwerdeführer

gegen

AXA Versicherungen AG 
Generaldirektion, General Guisan-Strasse 40, Postfach 357
8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 21. Juli 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. März 2016, UV/15/710, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1950 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) verletzte sich laut Unfallmeldung vom 3. Juli 2014 am 
3. Juni 2014 an der linken Schulter, als er seine die Treppe herunterstür-
zende Partnerin aufzufangen versuchte (Akten der AXA Versicherungen 
AG [nachfolgend: AXA bzw. Beschwerdegegnerin], Antwortbeilage 
[AB] A1), dies nachdem diese bereits im März 2014 beim Einsteigen in ein 
Fahrzeug auf ihn bzw. seine linke Schulter gestürzt war (vgl. AB 2c, M1, 
M9). Die AXA, bei welcher der Versicherte gegen die Folgen von Unfällen 
obligatorisch versichert war, verneinte nach Beizug zweier Arztberichte 
(AB M1 f.) und gestützt auf den Bericht ihres beratenden Arztes vom 
12. September 2014 (AB M3) mit Schreiben vom 23. Oktober 2014 den 
Anspruch auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung, da 
die Schulterbeschwerden links nicht überwiegend wahrscheinlich in Zu-
sammenhang mit dem Ereignis vom 3. Juni 2014 stünden (AB A7). Dage-
gen opponierte der Versicherte (AB A10) und reichte eine Stellungnahme 
seines behandelnden Arztes ein (AB M4). Da der die AXA beratende Arzt 
weiterhin keinen Zusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden 
und dem Ereignis vom 3. Juni 2014 erkennen konnte (Bericht vom 6. Fe-
bruar 2015; AB M6), stellte die AXA mit Verfügung vom 7. April 2015 ihre 
Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung per 30. Juni 2014 
ein (AB A12). Die hiergegen erhobene Einsprache (AB A19) unter Beilage 
einer Stellungnahme des behandelnden Arztes vom 5. Mai 2015 (AB M8) 
wies die AXA mit Entscheid vom 21. Juli 2015 (AB A23) ab.

B.

Hiergegen erhob der Versicherte mit vom 7. August datiertem und am 
12. August 2015 der Post übergebenem Schreiben Beschwerde. Er wies 
unter Bezugnahme auf ein Schreiben des behandelnden Arztes vom 7. Au-
gust 2015 (in den Gerichtsakten bzw. AB M9) im wesentlichen sinngemäss 
darauf hin, dass zwei Unfallereignisse – von März und Juni 2014 – vorlä-

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gen, durch die die Schulterfunktion richtunggebend verschlimmert worden 
sei; die Unfälle seien mindestens als Teilursache zu werten.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2015 beantragte die Be-
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 21. Juli 2015 
(AB A23). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf Leistungen der obliga-
torischen Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

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1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalls, eines Nicht-
berufsunfalls oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; 
SR 832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen 
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi-
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG). Der Unfallver-
sicherer haftet für einen Gesundheitsschaden jedoch nur insoweit, als die-
ser in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versi-
cherten Ereignis steht (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 
UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind al-
le Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1). Für die Bejahung des natürli-
chen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine bestimm-
te gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 109 
E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3).

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2.3 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitli-
chen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tat-
frage, worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im 
Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversi-
cherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für 
die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 
S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; RKUV 1994 U 206 S. 328 
E. 3b).

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ur-
sächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders 
als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.

3.1 Beide vorliegend relevanten Ereignisse von März und Juni 2014 
erfüllen offensichtlich den Unfallbegriff (vgl. E. 2.1 hiervor), stellen doch die 

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Stürze der Partnerin auf den Beschwerdeführer jeweils besondere "pro-
grammwidrige" Vorkommnisse bzw. aussergewöhnliche äussere Ereignisse 
dar.

3.2 In medizinischer Hinsicht ist den Akten im Wesentlichen Folgendes 
zu entnehmen:

3.2.1 Gemäss Sprechstundeneintrag von Dr. med. B.________, Facharzt 
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates 
FMH, vom 27. Juni 2014 (AB M1) sei im März 2014 die Partnerin des Be-
schwerdeführers beim Einsteigen in einen Jeep rückwärts gestürzt und der 
Beschwerdeführer habe sie noch knapp mit den Armen auffangen können. 
Es habe ihm einen Zwick in die linke adominante Schulter gegeben; seither 
habe er zunehmend Schmerzen, vor allem auch Nachtschmerzen. In Be-
zug auf das rechtsseitige AC-Gelenk sei früher – am 19. Dezember 2013 – 
eine Infiltration erfolgt.

3.2.2 Am 1. Juli 2014 wurde im Spital C.________ ein MRI der linken 
Schulter durchgeführt und was folgt festgestellt (AB M2): ausgeprägte 
Omarthrose; ausgeprägte Rotatorenmanschettenruptur mit vollständigem 
chronischem Abriss sowohl der Supra- als auch der Infraspinatussehne mit 
muskulärer Atrophie und Schädigung der langen Bizepssehne intraartikulär 
sowie Unterflächenpartialruptur der Subscapularissehne mit Subluxation 
der langen Bizepssehne in die Subscapularissehne und nach kaudomedial 
vor das Tuberculum minus; Kapselverdickung am axillären Recessus und 
Rotatorenintervall als Hinweis auf fibrosierende Kapsulitis; erhebliche De-
zentrierung des arthrotisch veränderten Humeruskopfes.

3.2.3 Auf Vorlage hin diagnostizierte der beratende Arzt der Beschwerde-
gegnerin, Dr. med. D.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, mit Stellungnahme vom 
12. September 2014 (AB M3) eine fortgeschrittene Omarthrose und Cuff-
Arthropathie bei chronischer vollständiger Ruptur von Supra- und Infraspi-
natussehne sowie eine Partialruptur der Supraspinatussehne und Luxation 
der langen Bizepssehne der Schulter links. Ungeachtet der Ereignisse von 
März und Juni 2014 hätten in der Arthro-MRT vom 1. Juli 2014 (AB M2; vgl. 
E. 3.2.2 hiervor) ausschliesslich pathologische Befunde erhoben werden 

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können, die sich über einen langen Zeitraum kontinuierlich entwickelt hät-
ten. Strukturelle Alterationen, die im Zusammenhang mit einem traumati-
schen Ereignis jüngeren Datums und gemäss dem geschilderten Mecha-
nismus stehen könnten, würden sich jedoch nicht finden lassen. So würden 
sich weder durch die zeitnahen ärztlichen Berichte noch durch den Befund 
in der durchgeführten MRT Hinweise dafür finden, dass sich der Be-
schwerdeführer beim Ereignis vom 3. Juni 2014 relevant strukturell verletzt 
hätte. Die vorliegende Problematik an der linken Schulter sei ausschliess-
lich unfallfremd. Es ergäben sich auch keine Hinweise dafür, dass das Er-
eignis vom 3. Juni 2014 zu einer richtunggebenden Verschlimmerung die-
ses Vorzustandes geführt hätte. Eine vorübergehende Verschlimmerung im 
Sinne einer Schmerzaktivierung sei zwar denkbar, wenngleich sie in den 
vorliegenden ärztlichen Berichten nicht dokumentiert sei. Auch für diesen 
Fall wäre aber wahrscheinlich schon nach sechs Wochen, spätestens je-
denfalls nach drei Monaten (vorliegend somit Anfang September 2014) 
wieder ein status quo sine eingetreten gewesen.

3.2.4 Mit Schreiben vom 16. Dezember 2014 (AB M4) machte Dr. med. 
B.________ ein sinnfälliges Ereignis mit entsprechender richtunggebender 
Verschlimmerung eines krankhaften Vorzustandes geltend. Der Beschwer-
deführer habe vorbestehend zwar eine Supra-/Infraspinatusruptur gehabt, 
diese sei aber erst durch das sinnfällige Ereignis manifestiert worden.

3.2.5 Auf erneute Vorlage hin widersprach Dr. med. D.________ in der 
Stellungnahme vom 6. Februar 2015 (AB M6) Dr. med. B.________ dahin-
gehend, als in dessen Sprechstundeneintrag vom 27. Juni 2014 (AB M1; 
vgl. E. 3.2.1 hiervor) bereits seit März 2014 zunehmende Schulterschmer-
zen festgehalten würden, ein Ereignis vom 3. Juni 2014 aber überhaupt 
keine Erwähnung finde. Zusammenfassend sei somit nochmals zu bestäti-
gen, dass in der Arthro-MRT vom 1. Juli 2014 (AB M2; vgl. E. 3.2.2 hiervor) 
keine strukturellen Alterationen hätten gefunden werden können, die auf 
ein Ereignis vom 3. Juni 2014 zurückzuführen seien. Dies scheine insofern 
plausibel, als der Beschwerdeführer auch bereits seit März 2014 Schulter-
schmerzen beklage, die im Zusammenhang mit dem erwähnten Ereignis 
lediglich aktiviert worden sein könnten. Es handle sich somit "bestenfalls" 
um eine vorübergehende schmerzhafte Aktivierung eines pathologischen 

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Vorzustandes, eine richtunggebende Verschlimmerung sei hingegen über-
wiegend wahrscheinlich auszuschliessen.

3.2.6 Mit Schreiben vom 5. Mai 2015 (AB M8) wies Dr. med. B.________ 
darauf hin, dass es Dr. med. D.________ entgangen sei, dass der Be-
schwerdeführer ab dem 26. Februar 2013 wegen der rechten Schulter in 
Behandlung gewesen sei. Die linke Schulter sei erstmals in der Kranken-
geschichte am 27. Juni 2014 erwähnt worden. Erst durch den Unfall vom 
März 2014 seien die Schmerzen in der linken Schulter ausgelöst worden, 
womit es sich um eine richtunggebende Verschlimmerung eines zuvor nicht 
manifesten krankhaften Vorzustandes handle.

3.2.7 Mit Schreiben vom 7. August 2015 (in den Gerichtsakten bzw. 
AB M9) wies Dr. med. B.________ detailliert darauf hin, dass der subjektiv 
schultergesunde Beschwerdeführer zwei Traumata linksseitig erlitten habe, 
nämlich im März und (in der Krankengeschichte jedoch nicht erwähnt) im 
Juni 2014. Am krankhaften Vorzustand würde niemand zweifeln. Erst durch 
die beiden Unfälle, wobei schon einer ausgereicht hätte, sei die Schulter-
funktion richtunggebend verschlimmert worden, zumal der Beschwerdefüh-
rer bis zum Unfall schmerzfrei gewesen sei.

3.3 Aufgrund der diesbezüglich übereinstimmenden und überzeugen-
den Annahmen des behandelnden Arztes Dr. med. B.________ in den Be-
richten vom 16. Dezember 2014 (AB M4) und 7. August 2015 (in den Ge-
richtsakten bzw. AB M9) sowie des beratenden Arztes der Beschwerde-
gegnerin, Dr. med. D.________, im Bericht vom 6. Februar 2015 (AB M6, 
S. 2 Ziff. 1) ist erstellt, dass der Riss der Supra- und Infraspinatussehne 
bereits vor den Ereignissen von März und Juni 2014 bestand. Dies wird 
denn auch durch das MRI vom 1. Juli 2014 (AB M2) bestätigt, wonach al-
lein pathologische Befunde erhoben worden sind, die sich über einen lan-
gen Zeitraum kontinuierlich – also nicht während eines kurzen, genau zu 
beschreibenden Ereignisses – entwickelt haben (so der überzeugende Be-
richt des Dr. med. D.________ vom 12. September 2014; AB M3, S. 2 
Ziff. 3). Damit liegt ein klinisch stummer Vorzustand vor, der durch die Er-
eignisse aktiviert worden ist; eine richtunggebende Verschlimmerung (wie 
es Dr. med. B.________ im Bericht vom 7. August 2015 [in den Gerichtsak-
ten bzw. AB M9] annimmt) ist deshalb ausgeschlossen, da die Sehne ja 

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bereits rupturiert war. In vergleichbaren Fällen einer Diskushernie mit de-
generativem Vorzustand sieht die Rechtsprechung vor, dass bei einer 
durch den Unfall nur aktivierten, nicht aber verursachten Diskushernie der 
Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit 
dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen hat; der Status quo 
sine ist in solchen Fällen nach drei bis vier Monaten erreicht (SVR 2009 UV 
Nr. 1 S. 2 E. 2.3.1 und 2.3.2). Hier ist analog zu verfahren, weshalb die 
Beschwerdegegnerin allein Leistungen für das unmittelbar im Zusammen-
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen hat; insoweit 
besteht – wie es Dr. med. B.________ im Bericht vom 7. August 2015 (in 
den Gerichtsakten bzw. AB M9) erwähnt – eine Teilursache. Gemäss Dr. 
med. D.________ ist der status quo sine "wahrscheinlich" nach sechs Wo-
chen, spätestens nach drei Monaten (d.h. Anfang September 2014) einge-
treten (AB M3, S. 3 Ziff. 5); massgebend sind dabei die drei Monate, da das 
Erreichen des status quo sine nach sechs Wochen allein wahrscheinlich, 
nicht aber überwiegend wahrscheinlich ist. Entgegen der Auffassung in der 
Beschwerde hat der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin berücksich-
tigt, dass hier zwei Ereignisse stattgefunden haben (AB M3, S. 2 Ziff. 3; 
nicht mehr so eindeutig dann aber AB M6, S. 2 Ziff. 1). Da die Beschwer-
degegnerin ihre Leistungen schon per Ende Juni 2014 eingestellt hat 
(AB A12, S. 2), besteht mit Blick auf das Ereignis vom 3. Juni 2014 noch 
Anspruch auf Leistungen für die Monate Juli und August 2014.

3.4 Die Beschwerde ist folglich in Bezug auf die Monate Juli und August 
2014 teilweise gutzuheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
21. Juli 2015 (AB A23) ist insoweit aufzuheben und die Sache ist an die 
Beschwerdegegnerin zur Festlegung der Leistungsansprüche für die Mona-
te Juli und August 2014 zurückzuweisen.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Da der Aufwand für die Beschwerdeführung nicht das Mass dessen 
überstieg, was dem Einzelnen zur Besorgung eigener Angelegenheiten 

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zugemutet werden darf, hat der anwaltlich nicht vertretene Beschwerdefüh-
rer trotz seines (teilweisen) Obsiegens keinen Anspruch auf Ausrichtung 
einer Parteientschädigung (BGE 127 V 205 E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheent-
scheid der Axa vom 21. Juli 2015, soweit die Monate Juli und August 
2014 betreffend, aufgehoben und die Sache insoweit an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägun-
gen verfahre. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- A.________
- AXA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.