# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 9ed4e07f-3e5d-514a-9498-3d2594c51360
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2016 C-183/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-183-2015_2016-03-08.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-183/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 1 6  

Besetzung 
 Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 

Richter Vito Valenti, Richterin Michela Bürki Moreni,    

Gerichtsschreiber Tobias Merz. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch, 

Verfügung vom 18. Dezember 2014. 

 

 

 

C-183/2015 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am 1965 geborene A._______ (im Folgenden: Versicherter oder Be-

schwerdeführer) wohnt in Deutschland und ist schweizerischer Staatsan-

gehöriger. Er arbeitete 1999 bis 2012 in verschiedenen Tätigkeiten, zuletzt 

als Traktorführer in einer Baumschule, in der Schweiz und leistete in diesen 

Jahren Beiträge an die obligatorische Alters-, Hinterlassenen- und Invali-

denversicherung (Akten der Vorinstanz [im Folgenden: act.] 1, 18, 20 und 

36). 

B.  

Mit Gesuch vom 18. März 2013, eingegangen am 25. März 2013, bean-

tragte der Versicherte bei der eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 

Leistungen wegen gesundheitsbedingten Einschränkungen der Arbeits- 

und Erwerbsfähigkeit in der Folge eines Unfalls am 8. Oktober 2012. Die 

für das Gesuch des zuletzt im Kanton Zürich erwerbstätigen Grenzgängers 

zuständige IV-Stelle des Kantons Zürich veranlasste im Wesentlichen die 

folgenden versicherungstechnischen Abklärungen und stützte sich u.a. auf 

die folgenden Akten: 

– Beizug der Akten der sozialen Unfallversicherung (AXA Winterthur) in-

klusive der medizinischen Akten (act. 15 bis 16); 

– Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; act. 18); 

– Arztbericht für die Beurteilung des Anspruchs von Erwachsenen auf 

IV-Leistungen von Dr. med. B._______, Facharzt für Allgemeinmedizin, 

vom 9. Oktober 2013 mit beigelegten Berichten der behandelnden 

Neurochirurgen (act. 19); 

– Fragebogen für Arbeitgebende vom 15. November 2013 über das Ar-

beitsverhältnis bei der C._______ AG, wo der Versicherte ab 2000 an-

gestellt war, und welches per Ende Januar 2014 durch Kündigung der 

Arbeitgeberin aufgelöst wurde (act. 20); 

– Stellungnahme der Ärztin des regionalen ärztlichen Dienst [RAD] Zü-

rich, D._______, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und Trauma-

tologie vom 13. Dezember 2013 (act. 38 S. 3 f.) 

– Undatierter Arztbericht für die Beurteilung des Anspruchs von Erwach-

senen auf IV-Leistungen von Dr. B._______ (erstellt im April 2014, 

act. 30); 

– Stellungnahme der RAD-Ärztin D._______ vom 29. April 2014 (act. 38) 

– Bericht vom 18. Juli 2014 betreffend orthopädische Untersuchung vom 

16. Juli 2014 durch den RAD Zürich, D._______ (act. 36); 

– Berechnung des Invaliditätsgrades vom 18. August 2014 (act. 37). 

C-183/2015 

Seite 3 

Der Hausarzt des Versicherten (Dr. B._______) beschrieb in seinen Be-

richten vom 9. Oktober 2013 (act. 19) und vom April 2014 (act. 30) ver-

schiedene gesundheitliche Beeinträchtigungen der Lendenwirbelsäule 

(LWS). Er attestierte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 8. Oktober 

2012 bis auf weiteres. Unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Ein-

schränkungen seien dem Versicherten auch keine behinderungsangepass-

ten Tätigkeiten zumutbar. 

Auch die RAD-Ärztin (D._______) stellte nach ihrer orthopädischen Unter-

suchung vom 16. Juli 2014 (act. 36) eine Beeinträchtigung der LWS mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest. Sie attestierte einen ausgewiese-

nen somatischen Gesundheitsschaden und eine 100%ige Arbeitsunfähig-

keit in der bisherigen Tätigkeit als Traktorführer seit dem 8. Oktober 2012. 

In einer angepassten Tätigkeit sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben 

seit Mai 2014. 

C.  

Mit Vorbescheid vom 18. August 2014 (act. 40) teilte die IV-Stelle des Kan-

tons Zürich dem Versicherten mit, seit dem 8. Oktober 2012 liege eine er-

hebliche Einschränkung der Arbeitsunfähigkeit vor. Die Arbeitstätigkeit als 

Traktorführer sei ihm nicht mehr zumutbar. Ab dem Unfalldatum sei kein 

Einkommen erzielbar gewesen, und der Invaliditätsgrad habe 100% betra-

gen. Seit Mai 2014 habe sich der Gesundheitszustand erheblich verbes-

sert. Gemäss der ärztlichen Beurteilung sei seit diesem Zeitpunkt eine be-

hinderungsangepasste Tätigkeit, unter Berücksichtigung von leichten, an-

gepassten Tätigkeiten in Wechselbelastung unter Ausschluss ungünstiger 

Witterungsbedingungen, auch mit gelegentlichem Heben, Tragen und 

Transportieren von Lasten bis maximal 10 kg körpernah, ohne Verharren 

in Zwangshaltungen zu 100% zumutbar. Beim Vergleich des Einkommens, 

das ohne gesundheitliche Einschränkung erzielt würde, und dem Einkom-

men, das unter Berücksichtigung des eingeschränkten Tätigkeitsspekt-

rums hypothetisch erzielt werden könnte, resultiere seit Mai 2014 ein Inva-

liditätsgrad von 6%. Unter Berücksichtigung der einjährigen Wartezeit für 

den Rentenbeginn bestehe ab 1. Oktober 2013 ein Anspruch auf eine 

ganze Rente der Invalidenversicherung. Aufgrund des verbesserten Ge-

sundheitszustandes ab Mai 2014 und unter Berücksichtigung einer weite-

ren dreimonatigen Frist sei die Rente per 31. Juli 2014 zu befristen. 

Mit Eingabe vom 8. September 2014 (act. 42) liess der Versicherte, vertre-

ten durch Rechtsanwalt Jörg Prinz, zum Vorbescheid Stellung nehmen. Er 

bemängelt die Herabsetzung des Invaliditätsgrades. Der Gesundheitszu-

C-183/2015 

Seite 4 

stand habe sich nicht verbessert, sondern sei gleichbleibend. Mit Schrei-

ben vom 15. September 2014 stellte die IV-Stelle Zürich dem Rechtsver-

treter des Versicherten die Akten zu und eröffnete eine 30-tägige Nachfrist 

zur Ergänzung der Begründung des Einwandes. Eine weitere Eingabe des 

Versicherten folgte nicht.  

Mit Verfügung der IV-Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA) vom 18. De-

zember 2014 (act. 50) wurde dem Versicherten aufgrund eines Invaliditäts-

grades von 100% mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 bis 31. Juli 2014 eine 

ordentliche Invalidenrente (ganze Rente) in der Höhe von CHF 1'170.- pro 

Monat zugesprochen. In ihrer Begründung wiederholte die Vorinstanz die 

Ausführungen im Vorbescheid. Mit seinem Einwand habe der Versicherte 

keine neuen Tatsachen vorgebracht, weshalb an den Abklärungen der IV 

festzuhalten sei. 

D.  

Gegen die Verfügung der IVSTA vom 18. Dezember 2014 liess der Versi-

cherte, vertreten durch RA Prinz, am 8. Januar 2015 Beschwerde erheben 

(Akten im Beschwerdeverfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 1). Er bean-

tragte, die Verfügung sei aufzuheben und die Vorinstanz sei zu verpflich-

ten, dem Beschwerdeführer eine ganze IV-Rente über den 31. Juli 2014 

hinaus zu gewähren. 

Zur Begründung führt der Beschwerdeführer aus, die gesundheitliche Ein-

schränkung bestehe weiterhin und es sei von einer fortwährenden Invalidi-

tät auszugehen. Betreffend den Gesundheitszustand verwies der Be-

schwerdeführer auf einen Bericht des behandelnden Arztes (E._______, 

Facharzt für Neurochirurgie) vom 6. November 2014 zu einer Untersu-

chung vom 27. Oktober 2014 (Beschwerdebeilage 1) und auf eine gut-

achterliche Äusserung der des ärztlichen Dienstes der Bundesagentur für 

Arbeit (Dr. med. F._______, Fachärztin für Allgemeinmedizin) vom 30. Ok-

tober 2014 (Beschwerdebeilage 2). Gemäss der gutachterlichen Äusse-

rung liege eine Minderung der Leistungsfähigkeit vor, die eine mindestens 

15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung nicht zulasse. Der Be-

schwerdeführer liess ausserdem ein Sachverständigengutachten beantra-

gen. 

E.  

In ihrer Vernehmlassung vom 10. März 2015 (BVGer-act. 4) beantragte die 

IVSTA die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung der angefoch-

tenen Verfügung. Zur Begründung wurde auf beigelegte Stellungnahme 

C-183/2015 

Seite 5 

der IV-Stelle Zürich vom 5. März 2015 verwiesen. Zur Abklärung des me-

dizinischen Sachverhalts sei der Versicherte durch den RAD untersucht 

worden. Gemäss dem Untersuchungsbericht vom 18. Juli 2014 sei er in 

einer angepassten Tätigkeit seit Mai 2014 arbeitsfähig. Der Arztbericht sei 

umfassend, begründet und nachvollziehbar. Es könne darauf abgestellt 

werden, und die Verfügung erweise sich im Ergebnis als korrekt. 

F.  

Der mit Zwischenverfügung vom 18. März 2015 (BVGer-act. 5) auf 

CHF 400.- festgesetzte und beim Beschwerdeführer eingeforderte Kosten-

vorschuss ging am 1. April 2015 bei der Gerichtskasse ein (BVGer-act. 7). 

G.  

In seiner Replik vom 21. April 2015 (BVGer-act. 8) liess der Beschwerde-

führer ausführen, der RAD-Bericht vom 18. Juli 2014 berücksichtige nicht 

in ausreichendem Mass die vorliegenden Arztberichte und die gesundheit-

lichen Beeinträchtigungen. Es werde ausdrücklich ein Sachverständigen-

gutachten beantragt. 

H.  

Am 24. April 2015 (BVGer-act. 9) wurde die Vorinstanz zur Einreichung ei-

ner Duplik eingeladen. Mit Eingabe vom 7. Mai 2015 (BVGer-act. 10) liess 

der Versicherte zwei Arztberichte einreichen: 

– Bericht vom 3. Februar 2015 betreffend Hospitalisation vom 28. Ja-

nuar 2015 bis zum 3. Februar 2015, Spital G._______; 

– Bericht vom 10. April 2014 betreffend Hospitalisation vom 8. April 2015 

bis zum 12. April 2015, Spital G._______; 

Die vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen wurden der Vo-

rinstanz zugestellt, und die Frist zur Einreichung einer Duplik wurde er-

streckt (BVGer-act. 11). Mit Eingabe vom 12. Mai 2015 (BVGer-act. 12) 

teilte die IVSTA mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte.  

I.  

Mit Instruktionsverfügung vom 21. Mai 2015 (BVGer-act. 13) schloss die 

Instruktionsrichterin den Schriftenwechsel. Am 17. Juni 2015 teilte die Vo-

rinstanz erneut mit, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte 

(BVGer-act. 15) und wies darauf hin, dass sich die eingereichten Arztbe-

richte auf den Zeitraum nach Erlass der angefochtenen Verfügung bezie-

hen würden. 

C-183/2015 

Seite 6 

J.  

Ein dem Gericht am 4. August 2015 weitergeleitetes Akteneinsichtsgesuch 

der Deutschen Rentenversicherung (BVGer-act. 17) wurde mit Verfügung 

vom 10. August 2015 (BVGer-act. 18) zuständigkeitshalber an die Vo-

rinstanz überwiesen. 

K.  

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Un-

terlagen wird – soweit erforderlich – in den nachfolgenenden Erwägungen 

näher eingegangen. 

 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde zustän-

dig (Art. 31 VGG i. V. mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG 

[SR 831.20]; vgl. auch Art. 32 VGG). Der Beschwerdeführer ist als Adres-

sat der angefochtenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung. Er ist 

im vorliegenden Verfahren beschwerdelegitimiert (Art. 48 VwVG, vgl. Art. 

59 ATSG [SR 831.1]). Der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig geleistet, 

und die Eingabe erfolgte frist- und formgerecht, so dass darauf eingetreten 

werden kann (Art. 52 Abs. 1 VwVG, vgl. Art. 60 ATSG). 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstandes des 

vorliegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet die 

Verfügung der Vorinstanz vom 18. Dezember 2014, mit der die Vorinstanz 

dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2013 eine bis zum 

31. Juli 2014 befristete ganze Rente der Invalidenversicherung zugespro-

chen hat. Prozessthema ist somit der Anspruch des Beschwerdeführers 

auf eine schweizerische Invalidenrente. 

  

C-183/2015 

Seite 7 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer ist deutscher Staatsangehöriger und wohnt in 

Deutschland, weshalb das am 1. Juni 2002 in Kraft getretene Abkommen 

vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft ei-

nerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten 

andererseits über die Freizügigkeit (FZA, SR 0.142.112.681) sowie die ge-

mäss Anhang II des FZA anwendbaren Verordnungen (EG) des Europäi-

schen Parlaments und des Rates Nr. 883/2004 vom 29. April 2004 sowie 

Nr. 987/2009 vom 16. September 2009, welche am 1. April 2012 die Ver-

ordnungen (EWG) des Rates Nr. 1408/71 vom 14. Juni 1971 sowie 

Nr. 574/72 vom 21. März 1972 abgelöst haben, anwendbar sind. Gemäss 

Art. 8 Bst. a FZA werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, 

um insbesondere die Gleichbehandlung aller Angehörigen der Vertrags-

staaten zu gewährleisten. Soweit – wie vorliegend – weder das FZA und 

die gestützt darauf anwendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte ab-

weichende Bestimmungen vorsehen noch allgemeine Rechtsgrundsätze 

dagegen sprechen, richtet sich die Ausgestaltung des Verfahrens und die 

Prüfung des Rentenanspruchs alleine nach der schweizerischen Rechts-

ordnung (vgl. BGE 130 V 257 E. 2.4), was sich auch mit dem Inkrafttreten 

der oben erwähnten Verordnungen am 1. April 2012 nicht geändert hat (vgl. 

Urteil des BVGer C-3985/2012 vom 25. Februar 2013 E. 2.1). Demnach 

bestimmt sich der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der 

schweizerischen Invalidenversicherung alleine aufgrund der schweizeri-

schen Rechtsvorschriften. 

3.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 18. Dezember 2014) eingetretenen Sachver-

halt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither 

verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwal-

tungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Die Entwicklung der tatsäch-

lichen Verhältnisse nach Verfügungserlass ist jedoch mitzuberücksichti-

gen, sofern sie für die zurückliegende Zeit aussagekräftig ist (BGE 116 V 

80 E. 6b; Urteil des BGer I 649/06 vom 13. März 2007 E. 3.4). 

3.3 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechts-

folgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1), 

weshalb jene Vorschriften Anwendung finden, die spätestens beim Erlass 

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Seite 8 

der Verfügung vom 18. Dezember 2014 in Kraft standen (so auch die Nor-

men des auf den 1. Januar 2012 in Kraft gesetzten ersten Teils der 6. IV-

Revision [IV-Revision 6a], AS 2011 5659); weiter aber auch Vorschriften, 

die zu jenem Zeitpunkt bereits ausser Kraft getreten waren, die aber für die 

Beurteilung allenfalls früher entstandener Leistungsansprüche von Belang 

sind. 

4.  

Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung hat, 

wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und beim 

Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer Beiträge 

an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (AHV/IV) geleis-

tet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut Art. 36 Abs. 1 IVG. 

Diese Voraussetzungen müssen kumulativ gegeben sein; ist eine davon 

nicht erfüllt, so entsteht kein Rentenanspruch, selbst wenn die andere zu 

bejahen ist.  

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). 

4.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherte Anspruch auf eine 

Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a); 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen sind (Bst. b); und nach Ablauf 

dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (Bst. c). 

4.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 

wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-

telsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 

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Seite 9 

von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-

nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertels-

rente. Nach Art. 29 Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad 

von weniger als 50 % entsprechen, nur an Versicherte ausgerichtet, die 

ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz 

haben, soweit nicht völkerrechtliche Vereinbarungen eine abweichende 

Regelung vorsehen. Eine solche Ausnahme gilt seit dem 1. Juni 2002 für 

Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU und der Schweiz, sofern 

sie in einem Mitgliedstaat der EU Wohnsitz haben (BGE 130 V 253 E. 2.3 

und 3.1). 

4.4 Nach Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, 

nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die er-

forderlichen Auskünfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungs-

organ die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Un-

tersuchungsgrundsatz abzuklären, so dass gestützt darauf die Verfügung 

über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Auf dem 

Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (zuständi-

gen) Invalidenversicherungsstelle (Art. 54 - 56 in Verbindung mit Art. 57 

Abs. 1 Bst. c - g IVG). 

4.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und 

im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche 

und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand 

zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-

züglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 

noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4; 125 V 256 E. 4).  

4.6 Für die Beurteilung des Rentenanspruchs sind Feststellungen auslän-

discher Versicherungsträger, Krankenkassen, Behörden und Ärzte bezüg-

lich Invaliditätsgrad und Anspruchsbeginn für die rechtsanwendenden Be-

hörden in der Schweiz nicht verbindlich (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4). Viel-

mehr unterstehen auch aus dem Ausland stammende Beweismittel der 

freien Beweiswürdigung des Gerichts (vgl. zum Grundsatz der freien Be-

weiswürdigung BGE 125 V 351 E. 3a). 

C-183/2015 

Seite 10 

4.7 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter-

suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-

gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der me-

dizinischen Situation einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der Expertin 

oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) 

und ob der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt 

(Urteil des BGer 9C_736/2009 vom 26. Januar 2010 E. 2.1). 

4.8 Der Beweiswert von RAD-Berichten ist mit jenem von externen medizi-

nischen Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den von der 

Rechtsprechung umschriebenen Anforderungen an ein ärztliches Gutach-

ten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) genügen (BGE 137 V 210 E. 

1.2.1 mit weiteren Hinweisen). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung 

eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis-

würdigung strenge Anforderungen in dem Sinne zu stellen, dass bei auch 

nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versi-

cherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen sind (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4; Urteil des BGer 9C_196/2014 

vom 18. Juni 2014 E. 5.1.2). 

5.  

Der Beschwerdeführer hat unbestrittenermassen während mehr als drei 

Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet, so dass die Vo-

raussetzung der Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentli-

che Invalidenrente erfüllt ist. Unumstritten ist die Erkenntnis der Vorinstanz, 

wonach Beschwerdeführer ab dem 8. Oktober 2012 sowohl in seiner bis-

herigen Tätigkeit als Traktorführer als auch in jeder anderen Tätigkeit zu 

100 % arbeitsunfähig war. Der von der Vorinstanz verfügte Beginn des 

Rentenanspruchs am 1. Oktober 2013 sowie dessen Höhe (monatliche 

Rente: CHF 1'170.-) werden nicht bestritten. Bemängelt wird die Aufhe-

bung des Rentenanspruchs per Ende Juli 2014.  

6.  

Die Vorinstanz stellt sich in der angefochtenen Verfügung auf den Stand-

punkt, dass seit dem 1. Mai 2014 in einer leidensangepassten Tätigkeit 

keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Sie stützt sich in 

medizinischer Hinsicht auf die Beurteilung des RAD ab. Der Beschwerde-

führer macht geltend, dass sich sein Gesundheitszustand nicht verbessert 

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Seite 11 

habe, sondern gleichbleibend sei. Es sei von einer fortwährenden Invalidi-

tät auszugehen. Die Vorinstanz habe die vorliegenden Arztberichte nicht in 

ausreichendem Mass berücksichtigt. Zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die 

Rente zu Recht per 31. Juli 2014 aufgehoben hat. 

6.1 Nach der Rechtsprechung ist bei rückwirkender Zusprechung einer ab-

gestuften oder befristeten Invalidenrente nebst der Revisionsbestimmung 

des Art. 17 Abs. 1 ATSG die Bestimmung über die Änderung des Leistungs-

anspruchs bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (Art. 88a Abs. 1 

IVV) analog anzuwenden, weil noch vor Erlass der ersten Rentenverfü-

gung eine anspruchsbeeinflussende Änderung eingetreten ist mit der 

Folge, dass diese mitberücksichtigt wird (Urteil des BGer 8C_670/2011 

vom 10. Februar 2012 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen). 

6.2 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird eine Rente entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad des Renten-

bezügers erheblich verändert hat. Bei einer Verbesserung der Erwerbsfä-

higkeit ist die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung 

oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in 

dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dau-

ern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 1 IVV). Sie ist in jedem Fall zu berücksichti-

gen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedau-

ert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (Art. 88a Abs. 1 Satz 2 

IVV). 

6.3  Die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert 

gebliebenen Sachverhalts ist kein Revisionsgrund; unterschiedliche Beur-

teilungen sind revisionsrechtlich nur dann beachtlich, wenn sie Ausdruck 

von Änderungen der tatsächlichen Verhältnisse sind (siehe nur 

BGE 115 V 313 E. 4a/bb mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a). 

Identisch gebliebene Diagnosen schliessen eine revisionsrechtlich erheb-

liche Steigerung des tatsächlichen Leistungsvermögens (Arbeitsfähigkeit) 

grundsätzlich nicht aus. Dies gilt namentlich dann, wenn der Schweregrad 

eines Leidens sich verringert hat oder es der versicherten Person gelungen 

ist, sich besser an das Leiden anzupassen. Ob eine derartige tatsächliche 

Änderung vorliegt oder aber eine revisionsrechtlich unbeachtliche abwei-

chende ärztliche Einschätzung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen 

Gesundheitszustands, bedarf auch mit Blick auf die mitunter einschneiden-

den Folgen für die versicherte Person einer sorgfältigen Prüfung. Dabei gilt 

der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit; die blosse Mög-

C-183/2015 

Seite 12 

lichkeit einer Verbesserung tatsächlicher Art genügt nicht (Urteil des Bun-

desgerichts [BGer] 9C_88/2010 vom 4. Mai 2010 E. 2.2.2 mit Hinweis). Bei 

Herabsetzung oder Einstelllung einer bisher ausgerichteten Leistung trägt 

der Versicherungsträger die Folgen der Beweislosigkeit (RKUV 1994 328, 

1992 76 vgl. auch 121 V 228). 

6.4 Vorliegend war der Nachweis einer dauerhaften und voraussichtlich 

weiterhin andauernden erheblichen Verbesserung des Gesundheitszu-

standes Voraussetzungen für der Rentenaufhebung. 

7.  

Den vorliegenden medizinischen Akten lässt sich im Wesentlichen das Fol-

gende entnehmen: 

7.1 In den Berichten der behandelnden Ärzte ist festgehalten, dass der Be-

schwerdeführer am 8. Oktober 2012 einen Arbeitsunfall erlitten hat. Beim 

Wechseln eines Rades an einem Traktor sei dieses plötzlich von der Rad-

nabe gefallen und gegen den Versicherten gerollt respektive gekippt. Beim 

Versuch, das Rad aufzufangen, seien plötzlich starke und anhaltende 

Schmerzen im unteren Rückenbereich aufgetreten (act. 16 S. 9, 11, 16 und 

25).  

Die Erstkonsultation beim Hausarzt (Dr. B._______) erfolgte am Unfalltag. 

Am 11. Oktober 2012 erfolgten eine konventionelle Röntgenuntersuchung 

sowie eine Computertomografie (CT) der Lendenwirbelsäule (LWS; act. 16 

S. 5). Am 12. Oktober 2012 wurde eine Magnetresonanztomografie (MRT) 

der LWS gemacht (act. 16 S. 3). Am 31. Oktober und am 7. Novem-

ber 2012 erfolgten Konsultationen bei H._______, Facharzt für Allgemein-

medizin, Chirurgie und Chirotherapie, wegen Schmerzen der LWS. Bei der 

Kontrolle am 7. November 2012 sei der Versicherte beschwerdefrei gewe-

sen. Am 8. Januar 2013 und am 29. Januar 2013 wurden durch Dr. med. 

I._______, Facharzt für Neurochirurgie, interventionelle Schmerzbehand-

lungen durchgeführt (röntgenkontrollierte Infiltrationen des Iliosakralge-

lenks [ISG] und der Facettengelenke LWK4 bis SWK1 und am 17. Ja-

nuar 2013). Am 11. März 2013 folgte eine Termokoagulation der Facetten-

gelenke LWK4 bis SWK1 und des ISG (act. 16 S. 13). Nach einer weiteren 

CT-Untersuchung am 9. April 2013 (act. 16 S. 19) erfolgte aufgrund der Di-

agnosen Bandscheibenvorfall LWK5/SWK1 links und Durafistel am 22. Ap-

ril 2013 eine Bandscheibenoperation (Duraabdichtung; Sequestro- und 

Nukleotomie L5/S1 links; act. 16 S. 22 und 23). Am 17. Juni 2013 wurde 

C-183/2015 

Seite 13 

bei wiederkehrendem Bandscheibenvorfall eine erneute Bandscheiben-

operation durchgeführt (Resequesterotomie und Renukleotomie 

LWK5/SWK1 links; act. 19 S. 7). Anlässlich einer Kontrolluntersuchung 

beim Neurochirurgen am 24. Juli 2013 wurden dem Versicherten aufgrund 

von anhaltenden Schmerzen erneute Infiltrationen der Facettengelenke 

und des ISG und – bei positivem Effekt - eine anschliessende Facettenko-

agulation empfohlen (act. 19 S. 6). Aus den Vorakten ist nicht ersichtlich, 

ob und wann diese Schmerztherapien durchgeführt wurden. Am 24. Sep-

tember 2013 erfolgte eine operative Versteifung der Lendenwirbelsäule 

(Spondylodese LWK5/SWK1von links; act. 19 S. 5). Nach einem erneuten 

Sturz und einer Schraubenlockerung mit Wirbeldislokation erfolgte am 

21. November 2013 eine weitere Operation (Respondylodese mit Umset-

zen der linken Schraube L5 und Augmentation; act. 33 und 34). Anlässlich 

der Untersuchung durch den Neurochirurgen am 17. Februar 2014 wurde 

eine deutliche ISG-Symptomatik links bei nachgewiesener ISG-Arthrose 

diagnostiziert und eine Rizothomie empfohlen (act. 35). Aufgrund der Di-

agnose Facettensyndrom lumbal und sakral nahm der Neurochirurg am 

29. April 2014 eine weitere Operation vor (Facettenrhizotomie SWK1, 

transsakraler Block links; act. 32). Im Untersuchungsbericht des Neurochi-

rurgen E._______ vom 6. November 2014 (eingereicht im Beschwerdever-

fahren; Beilage zu BVGer-act. 1) ist vermerkt, dass der Versicherte stark 

schmerzgeplagt sei und sich kaum bewegen oder drehen könne. Als The-

rapiealternative wurde die Implantation einer Morphium Pumpe intrathekal 

erwogen. Gemäss den im Beschwerdeverfahren eingereichten Entlas-

sungsberichten (Beilagen zu BVGer-act. 10) wurde der Versicherte Ende 

Januar 2015 und im April 2015 erneut an der Lendenwirbelsäule operiert 

(29. Januar 2015: Entfernung des Schrauben/Stabsystems in Höhe 

LWK5/SWK1 links mit L5- und S1-Freilegung links sowie Thermokoagula-

tion von LWK5 bis ISG in mikrochirurgischer Technik aufgrund einer fora-

minalen Stenose mit LWK5-Affektion in Höhe LWK, Facettensyndrom der 

LWS und ISG Syndrom; 9. April 2015: DIANA-Operation links [Distrakti-

ons-Interferenz-Arthrodese] aufgrund der ISG-Arthrose.  

7.2 Nach Untersuchungen am 18. Dezember 2012 (act. 16 S. 11), am 

8. Januar 2013 (act. 16 S. 4) und am 17. Januar 2013 (act. 16 S. 7) und 

unter Berücksichtigung der radiologischen Untersuchungen vom 11. und 

12. Oktober 2012 stellte der Neurochirurg Dr. I._______ mit Bezug auf das 

Rückenleiden die folgenden Diagnosen (act. 16 S. 7, 10, 11, 13, 14) : 

« - LWK5/SWK1: mediolateral links gelegener Bandscheibenvorfall 

- LWK4/LWK5: beginnende Rezessusstenose beidseits 

- ISG-Syndrom links». 

C-183/2015 

Seite 14 

Im Bericht vom 24. April 2013 (act. 16 S. 23) hielt der Neurochirurg auch 

ein Facettensyndrom fest. In den Berichten des Neurochirurgen vom 

17. Februar 2014 (act. 35) und vom 6. November 2014 (act. 52 S. 5 und 

Beilage zu BVGer-act. 1) wurde zusätzlich die Diagnose ISG-Syndrom 

links bei ISG-Arthrose aufgeführt. 

7.3 Der Formularbericht des behandelnden Hausarztes (Dr. B._______) an 

die Invalidenversicherung vom 9. Oktober 2013 (act. 19 S. 1 bis 4) erfolgte 

kurz nach der Operation vom 24. September 2013 nach einer Untersu-

chung am 7. Oktober 2013. Im Bericht wurde darauf hingewiesen, dass 

das Ergebnis der Operation noch abzuwarten sei. Eine körperliche Arbeit 

wurde aber auch für die Zukunft ausgeschlossen. Der Versicherte könne 

sich nicht bewegen und leide unter abnormen Schmerzen. In einem detail-

lierten Zumutbarkeitsprofil (act. 19 S. 4) wurden diverse Arten von Tätig-

keiten und Funktionen ausgeschlossen (rein "sitzende" Tätigkeiten, rein 

"stehende" Tätigkeiten, vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten, Bü-

cken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern; Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, He-

ben/Tragen körpernah/-fern, auf Leitern/Gerüste steigen, Treppen stei-

gen). Lediglich wechselbelastende Tätigkeiten seien eventuell in einem 

späteren Verlauf in einem Umfang von 3 bis 4 Stunden möglich. Aufgrund 

der Schmerzen wurden auch Einschränkungen des Konzentrationsvermö-

gens und der Belastbarkeit beschrieben. Der Hausarzt stellte die folgenden 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

– Rezidivierender Bandscheibenvorfall L5/S1; 

– Zustand nach Sequestero – und Nukleotomie L5/S1 am 22. April 2013, 

Resequesterotomie am 17. Juni 2013, Resequesterotomie und Renuk-

leotimie am 24. September 2013; 

– Starke psychische Belastung; 

– ISG-Syndrom links. 

7.4 Der am 25. April 2014 in den Vorakten erstmals erwähnte undatierte 

Bericht des behandelnden Arztes (Dr. B._______) an die Invalidenversi-

cherung (act. 30 S. 1 bis 5; act. 38) wurde nach einer Kontrolluntersuchung 

am 11. April 2014 und vor der Hospitalisation Ende April 2014 erstellt. Die 

Seite 2 des Berichtsformulars wurde nicht ausgefüllt. Anstelle aktualisierter 

Angaben wurde eine Kopie der entsprechenden Seite des Berichtes vom 

9. Oktober 2013 eingefügt. Zu den Fragen unter den Ziffern 1.4 bis 1.7 des 

Formulars wurden die Antworten damit nicht aktualisiert. Eine behinde-

rungsangepasste Tätigkeit wurde auch in diesem Bericht ausgeschlossen. 

Im aktualisierten Zumutbarkeitsprofil wurde nebst allen anderen Tätigkei-

C-183/2015 

Seite 15 

ten neu auch eine wechselbelastende Tätigkeit vollständig ausgeschlos-

sen. Neu wurden auch schmerzbedingte Einschränkungen des Auffas-

sungsvermögens und der Anpassungsfähigkeit beschrieben. 

7.5 Der Bericht des regionalärztlichen Dienstes vom 18. Juli 2014 (act. 36) 

basiert auf der Untersuchung vom 16. Juli 2014 durch die Fachärztin für 

orthopädische Chirurgie und Traumatologie D._______. Durch Befragung 

des Versicherten wurden die aktuellen Beschwerden und Therapiemass-

nahmen, eine vegetative Anamnese sowie die die Familien-, Sozial- und 

Arbeitsanamnese erhoben. Unter dem Titel «Eigenanamnese» wurden 

fünf operative Eingriffe an der Lendenwirbelsäule erwähnt. Die RAD-Ärztin 

führte eine orthopädische/rheumatologische Körperuntersuchung der Wir-

belsäule sowie der oberen und der unteren Extremitäten durch. Im RAD-

Bericht wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä-

higkeit festgehalten: 

– Schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der LWS bei  

– Status nach Diskushernie L5/S1 links (Operationen 4/2013 und 6/13) 

– Status nach Spondylodese L5/S1 (Operationen 9/2013 und 11/2013) 

– Fragliche Hypästhesie linkes Bein (kein Dermatom-Bezug). 

In ihrer Würdigung hielt die RAD-Ärztin fest, es bestünden deutliche Inkon-

sistenzen zwischen den demonstrierten Einschränkungen der Wirbelsäu-

lenfunktion und der spontanen Beweglichkeit. Es hätten sich Hinweise auf 

eine Symptomausweitung und eine Verdeutlichungstendenz gezeigt. Bei 

der klinischen Untersuchung hätten sich keine Hinweise auf eine Funkti-

onsminderung des linken Beines gezeigt. Hinweise auf stärkste Schmer-

zen, wie vom Hausarzt beschrieben, hätten bei der Untersuchung nicht ge-

funden werden können. Ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigender soma-

tischer Gesundheitsschaden sei ausgewiesen. Die bisherige Tätigkeit als 

Traktorführer sei nicht mehr möglich. In einer angepassten Tätigkeit (mit 

körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- 

und Tragebelastung über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, 

ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulenbelastende Tä-

tigkeiten) sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit gegeben seit Mai 2014. 

8.  

Die Vorinstanz stützte ihren Entscheid auf den Bericht des RAD vom 

18. Juli 2014. Nicht umstritten und vom RAD bestätigt ist die Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit zwischen Oktober 2012 und April 2014. Die vollum-

fängliche Einschränkung der Erwerbsfähigkeit in diesem Zeitraum ist an-

C-183/2015 

Seite 16 

gesichts des Verlaufs mit zahlreichen Operationen evident, und die Beur-

teilung der Vorinstanz ist nicht zu bemängeln. Zu prüfen ist im Folgenden, 

ob die Vorinstanz die anspruchsbegrenzende Verfügung zu Recht auf die 

Beurteilung des RAD abgestellt hat beziehungsweise ob der medizinische 

Sachverhalt genügend abgeklärt wurde. 

8.1 Gemäss ihrer Stellungnahme vom 29. April 2014 ging die RAD-Ärztin 

davon aus, dass der Krankheitsverlauf gemäss den Ausführungen des 

Hausarztes hochgradig auffällig sei. Dem Hausarztbericht vom April 2014 

sei zu entnehmen, dass sieben Monate nach der Operation noch eine 

Wunde bestehe, der Patient nur mit Gehstöcken gehfähig sei und der Be-

ginn der Krankengymnastik erst geplant werden könne (act. 38 S. 5). Die 

RAD Ärztin liess dabei den Umstand unberücksichtigt, dass diese Be-

schreibung des Verlaufs aus dem Formularbericht vom 9. Oktober 2013 

(act. 19) stammt (vgl. E. 7.4) und aufgrund einer Untersuchung zwei Wo-

chen nach der betreffenden Operation vom 24. September 2013 erstellt 

wurde. Die Annahme eines hochgradig auffälligen Verlaufs kann daher 

nicht nachvollzogen werden. 

8.2 Im Bericht des RAD vom 18. Juli 2014 sind die Befragung des Versi-

cherten und die Körperuntersuchung ausführlich dokumentiert. In dieser 

Stellungnahme wurde der Formularbericht des Hausarztes vom April 2014 

(act. 30) und die Thermodenervation der Facettengelenke vom 29. Ap-

ril 2014 (vgl. act. 32) erwähnt. Weitere Hinweise auf die medizinischen 

Vorakten sind im Bericht nicht enthalten. Die Anamnese der Wirbelsäu-

lenerkrankung und die Auflistung der operativen Eingriffe (act. 36 S. 3) sind 

im Rahmen der Befragung des Patienten respektive unter dem Titel «Ei-

genanamnese» dargestellt. Im Bericht des RAD sind keine Hinweise dafür 

enthalten, dass die RAD-Ärztin – über die neuesten Arztberichte vom 

23. und 29. April 2014 hinaus - Kenntnis der Vorakten, insbesondere auch 

der Arztberichte der Neurochirurgen, hatte.  

8.3 Die in der Stellungnahme des RAD aufgeführten Diagnosen differieren 

zu denjenigen, welche in den Berichten der behandelnden Ärzte aufgeführt 

sind. Die RAD-Ärztin hält als Diagnose im Wesentlichen eine schmerzhafte 

Bewegungs- und Belastungseinschränkung der LWS bei Status nach Dis-

kushernie und Spondylodese L5/S1 links fest. Die in den Berichten der be-

handelnden Neurochirurgen aufgeführten Diagnosen « LWK4/LWK5: be-

ginnende Rezessusstenose beidseits», «ISG-Syndrom links » (act. 16 S. 

7, 10, 11, 13, 14) sowie «Facettensyndrom» (act. 16 S. 23) wurden im RAD-

Bericht nicht erwähnt. Im Bericht des Neurochirurgen vom 19. Februar 

C-183/2015 

Seite 17 

2014 wurde neu die Diagnose «ISG-Syndrom bei ISG-Arthrose» gestellt 

und festgehalten und eine Versteifungsoperation erwogen (act. 35). Auch 

Ausführungen dazu finden sich in der RAD-Stellungnahme nicht. Eine Aus-

einandersetzung mit den erwähnten Diagnosen der behandelnden Ärzte 

oder eine Begründung, warum diese Diagnosen im RAD-Bericht nicht be-

stätigt wurden, fehlt. 

8.4 Gemäss den Ausführungen des Hausarztes leide der Versicherte an 

Schmerzen, welche sich sowohl auf die Körperfunktionen als auch auf das 

Konzentrationsvermögen, die Belastbarkeit, das Auffassungsvermögen 

und die Anpassungsfähigkeit auswirkten. In einem detaillierten Zumutbar-

keitsprofil schloss der Hausarzt jegliche Tätigkeit aus. Aufgrund der beklag-

ten Schmerzen wurden dem Versicherten von Fachärzten diverse Behand-

lungen empfohlen, und seit Januar 2013 wurden diverse interventionelle 

Schmerzbehandlungen und mehrere Rückenoperationen durchgeführt. 

Anlässlich der Untersuchung vom 16. Juli 2014 teilte der Versicherte mit, 

auch die vielen ärztlichen Eingriffe hätten keine Besserung gebracht. Die 

RAD-Ärztin führte in ihrer Würdigung demgegenüber aus, bei der Untersu-

chung hätten sich deutliche Inkonsistenzen zwischen den demonstrierten 

Einschränkungen der Beweglichkeit der Wirbelsäulenfunktion und der 

spontanen Beweglichkeit gezeigt. Hinweise auf stärkste Schmerzen, wie 

vom Hausarzt berichtet, seien nicht gefunden worden. Eine weitergehende 

Auseinandersetzung mit dem Widerspruch zur Einschätzung der Schmerz-

situation durch den Hausarzt und dem Umstand, dass der Versicherte auf-

grund der beklagten Schmerzproblematik wiederholt und intensiv thera-

piert wurde, erfolgte nicht. 

8.5 Im Rahmen seiner eigenen Beurteilung muss sich der Arzt mit den we-

sentlichen Vorakten befassen, soweit die betreffenden Stellungnahmen - 

abhängig von ihrem Entstehungskontext - hinreichend substantiiert und 

nicht unter einem anderen Aspekt offenkundig vernachlässigbar sind. Dass 

und inwiefern der Sachverständige die Vorakten bei der Untersuchung in 

seine Überlegungen einbezieht, muss im Text des Gutachtens zum Aus-

druck kommen. Die Ausführungen müssen umso ausführlicher ausfallen, 

je grösser allfällige Divergenzen sind und je unmittelbarer sie für die zu 

klärenden Belange bedeutsam sind (137 V 210 E. 6.2.4). Ein Arztbericht, 

der die medizinischen Vorakten unzureichend berücksichtigt, ist unvoll-

ständig und kann daher nicht zu Ergebnissen führen, die auf gesamthafter 

Würdigung der medizinischen Lage beruhen. Einem solchen Bericht fehlt 

rechtsprechungsgemäss die erforderliche Überzeugungs- und Beweiskraft 

selbst dann, wenn die auf der Grundlage der vom Arzt selbst erhobenen 

C-183/2015 

Seite 18 

Befunde gezogenen Schlüsse an sich einleuchten und vom Rechtsanwen-

der prüfend nachvollzogen werden können (Urteil des BGer vom 

9C_51/2008 15. Juli 2008 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen). Divergierende 

Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit sprechen nicht von vornherein gegen 

die Beweiskraft des Gutachtens (Urteil des BGer 9C_761/2013 vom 

16.12.2013 E. 3.3.1), eine überzeugende Auseinandersetzung mit diver-

gierenden Einschätzungen ist jedoch erforderlich (Urteil des BGer 

8C_219/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 5.3). 

8.6 Aufgrund der fehlenden Auseinandersetzung mit den Vorakten und der 

divergierenden Diagnosen der behandelnden Ärzte sind Zweifel an der Zu-

verlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen der RAD-Ärztin gebo-

ten. Den Anforderungen an ein ärztliches Gutachten genügt der Bericht des 

RAD nicht, und ohne weitere Abklärungen durfte die Vorinstanz nicht da-

rauf abstellen.  

8.7 Zur Beurteilung der umstrittenen Erwerbsfähigkeit ab Mai 2014 wurde 

der medizinische Sachverhalt nicht genügend abgeklärt respektive unvoll-

ständig ermittelt (vgl. hierzu Art. 12 und 49 Bst. b VwVG sowie Art. 43 

ATSG). 

9.  

Zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für eine reformatorische Beurteilung 

durch das Gericht gegeben sind, oder ob die Sache zur weiteren Abklärung 

des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen ist.  

9.1 Die dokumentierte Entwicklung weckt Zweifel daran, ob die von Art. 88a 

Abs. 1 IVV vorausgesetzte voraussichtlich längere Zeit dauernde Verbes-

serung der Erwerbsfähigkeit im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung am 

18. Dezember 2014 gegeben war. Die im Februar 2014 aufgrund der ISG-

Arthrose diskutierte Versteifung des ISG (act. 35) wurde im April 2015 rea-

lisiert, nachdem im Januar 2015 die Metallentfernung durchgeführt worden 

war (Beilagen zu BVGer-act. 10; im Beschwerdeverfahren eingereicht). Im 

April 2014 erfolgte eine operative Schmerzbehandlung (act. 32), und im 

November 2014 wurde die Implantation einer Morphiumpumpe diskutiert 

(Beilage zu BVGer-act. 1). Die Entwicklung der tatsächlichen Verhältnisse 

nach Verfügungserlass ist vorliegend mitzuberücksichtigen, da sie auch für 

den Zeitraum vor Erlass der Verfügung aussagekräftig ist (E. 3.2). Die 

RAD-Ärztin schloss aufgrund ihrer Untersuchung vom 16. Juli 2014 auf 

eine Verbesserung des Gesundheitszustandes seit Mai 2014. Die Frage, 

C-183/2015 

Seite 19 

ob voraussichtlich eine länger dauernde Verbesserung des Gesundheits-

zustandes gegeben war, wurde bezogen auf den Verfügungszeitpunkt 

nicht abgeklärt.  

9.2 Im vorinstanzlichen Verfahren sind damit entscheidwesentliche As-

pekte vollständig ungeklärt geblieben. Eine Rückweisung an die Vorinstanz 

zur weiteren Abklärung ist sachgerecht und rechtsprechungsgemäss zu-

lässig (vgl. hierzu BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4). Von der Einholung eines 

Gerichtsgutachtens oder Erhebung anderer Beweismassnahmen ist daher 

abzusehen. 

10.  

Zusammenfassend kann das Folgende festgehalten werden: 

10.1 Aufgrund der ausgewiesenen Erwerbsunfähigkeit zwischen Okto-

ber 2012 und April 2014 und der Regelung von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV 

ist der Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung zwischen 

dem 1. Oktober 2013 und dem 31. Juli 2014 ausgewiesen.  

10.2 Für die Zeit ab Mai 2014 ist der medizinische Sachverhalt im Verwal-

tungsverfahren nicht ausreichend abgeklärt worden zur Beurteilung der Er-

werbsunfähigkeit respektive der Invalidität. Die Frage, ob, und gegebenen-

falls ab wann eine revisionsrelevante Änderung des Gesundheitszustan-

des eingetreten ist, blieb vollständig ungeklärt. Die Beschwerde ist insoweit 

gutzuheissen, als die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache 

an die Vorinstanz zurückzuweisen ist. Die Vorinstanz ist anzuweisen, unter 

Berücksichtigung sämtlicher aktenkundiger Arztberichte sowie Beizug wei-

terer verfügbarer medizinischer Unterlagen eine fachärztliche Begutach-

tung des Gesundheitsschadens des Beschwerdeführers sowie von dessen 

Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab Mai 2014 vorzuneh-

men. Ein förmlicher Anspruch des Beschwerdeführers auf versicherungs-

externe Begutachtung besteht nicht; eine solche ist indessen anzuordnen, 

wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 

der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 

465 E. 4.4 S. 470). Vorliegend ist eine versicherungsexterne Begutachtung 

geboten. 

  

C-183/2015 

Seite 20 

11.  

11.1 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis IVG), 

wobei das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG die Ver-

fahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei auferlegt. Da eine 

Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Par-

tei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwerde-

führer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Diesem ist der geleistete Ver-

fahrenskostenvorschuss von CHF 400.- nach Eintritt der Rechtskraft des 

vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. Da der Vorinstanz gestützt auf 

Art. 63 Abs. 2 VwVG ebenfalls keine Kosten aufzuerlegen sind, werden 

keine Verfahrenskosten erhoben. 

11.2 Der obsiegende Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG 

in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Ver-

waltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 

aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Be-

rücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundi-

gen Aufwands und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden Ver-

fahrens ist eine Parteientschädigung von CHF 1'200.- (inkl. Auslagen, ohne 

Mehrwertsteuer [vgl. dazu auch Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-

6173/2009 vom 29. August 2011 mit Hinweis]; Art. 9 Abs. 1 in Verbindung 

mit Art. 10 Abs. 2 VGKE) gerechtfertigt. 

Das Dispositiv und die Rechtsmittelbelehrung folgen auf der nächsten 

Seite. 

  

C-183/2015 

Seite 21 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene Verfü-

gung vom 18. Dezember 2014 aufgehoben und die Streitsache zu weiteren 

Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfügung im Sinne der Erwä-

gungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Dem Beschwerdeführer wird 

der geleistete Kostenvorschuss von CHF 400.- nach Eintritt der Rechtskraft 

des vorliegenden Urteils zurückerstattet. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-

digung von CHF 1'200.- zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein; Beilage: 

Auszahlungsformular) 

– die Vorinstanz (Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Franziska Schneider Tobias Merz 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-

scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-

den hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

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