# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4d7a05cd-1923-53d1-89fc-3cf88378cabb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-11-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.11.2008 D-6828/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6828-2008_2008-11-03.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-6828/2008/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  N o v e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas
mit Zustimmung von Richter Fulvio Haefeli, 
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

A._______, geboren _______, Nigeria,
wohnhaft _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 21. Oktober 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-6828/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer Nigeria gemäss eigenen Angaben im Au-
gust  2008 auf  dem Luftweg verliess und am 27. August  2008 in  die 
Schweiz gelangte, wo er am 28. August 2008 ein Asylgesuch stellte, 

dass er dazu am 17. September 2008 in Altstätten summarisch befragt 
wurde, 

dass die Vorinstanz am 8. Oktober 2008 in Bern-Wabern eine Anhö-
rung durchführte, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  geltend  machte,  aus 
X._______  (Imo  State)  zu  stammen  und  katholischen  Glaubens  zu 
sein, 

dass seine Mutter an einer Einweihungsfeier der Pfingstgemeinde teil-
genommen habe, 

dass auch er in der besagten Kirche gewesen und aufgefordert  wor-
den sei, mit seiner Zwillingsschwester sexuell zu verkehren, 

dass er die Aufforderung nicht befolgt habe und aus der Kirche geflo-
hen sei, 

dass seine Mutter verhaltensauffällig geworden sei und man ihn dafür 
verantwortlich gemacht habe, 

dass  er  aus  den  erwähnten  Gründen einige  Tage später  zu  seinem 
Onkel nach Y._______ weitergeflohen sei, 

dass auch dort erzürnte Dorfbewohner und die Polizei seiner habhaft 
hätten werden wollen, 

dass die Zwillingsschwester seinetwegen unter Druck gesetzt und auf-
gefordert  worden  sei,  den  Aufenthaltsort  ihres  Bruders  bekannt  zu 
geben, 

dass er in Anbetracht dieser Sachlage wenig später ausser Landes ge-
reist sei, 

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dass er keine Identitätsdokumente zu den Akten gab, 

dass  das  BFM  auf  das  Asylgesuch  mit  Verfügung  vom 21.  Oktober 
2008 - eröffnet am 22. Oktober 2008 - gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) nicht eintrat 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das Amt zur Begründung seines Entscheids im Wesentlichen an-
führte, aufgrund von widersprüchlichen, realitätsfremden und auswei-
chenden  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  zu  Identitätsbelegen 
und zu den Reisemodalitäten müsse davon ausgegangen werden, er 
habe seine Identität nicht offengelegt, obwohl er dazu in der Lage ge-
wesen wäre, 

dass entsprechend keine entschuldbaren Gründe für die Papierlosig-
keit vorlägen, 

dass das BFM weiter festhielt, er erfülle die Flüchtlingseigenschaft ge-
mäss  Art.  3  und  7  AsylG  nicht,  wobei  zusätzliche  Abklärungen  zur 
Feststellung der  Flüchtlingseigenschaft  oder  eines  Wegweisungsvoll-
zugshindernisses aufgrund der Aktenlage nicht erforderlich seien, 

dass es in diesem Zusammenhang erwog, er  habe widersprüchliche 
Angaben zum Zeitpunkt seiner Flucht zum Onkel und unlogische Aus-
sagen zur angeblichen Verfolgungsmotivation der Dorfbevölkerung ge-
macht, 

dass er auf Fragen zudem oftmals ausweichend oder gar nicht geant-
wortet habe,

dass im Weiteren der Vollzug der Wegweisung aufgrund der Aktenlage 
als zulässig, zumutbar und möglich erscheine, 

dass in  Nigeria  aktuell  nicht  eine Situation  allgemeiner  Gewalt  herr-
sche und auch keine in der Person des Beschwerdeführers liegende 
Gründe dem Vollzug entgegenstünden, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 29. Oktober 2008 (Datum 
der  Postaufgabe)  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht 
anfocht  und  die  Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung  und  die 
Asylgewährung,  eventualiter  das  Absehen  vom  Wegweisungsvollzug 

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und entsprechend die vorläufige Aufnahme in der Schweiz, die unent-
geltliche Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensge-
setzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) beantragte, 

dass er zur Begründung ausführte, sein Leben sei in Nigeria gefähr-
det, 

dass er deshalb entgegen der vorinstanzlichen Sichtweise die Flücht-
lingseigenschaft erfülle, 

dass ein allfälliger Vollzug der Wegweisung gegen die relevanten ge-
setzlichen Bestimmungen verstosse, 

dass er eine Bestätigung für seine Bedürftigkeit einreichte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 30. Oktober 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgesetzes  vom 17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht  [BGG, 
SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung hat,

dass er entsprechend zur Einreichung der Beschwerde legitimiert  ist 
(Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass auf seine frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde somit 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und es sich, wie nachfolgend aufge-
zeigt, um eine solche Beschwerde handelt, weshalb der Entscheid nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass vorliegend gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  das  BFM  den  angefochtenen  Nichteintretensentscheid  auf  der 
Grundlage von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG getroffen hat,

dass bei  Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide die Beurtei-
lungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz grundsätzlich auf die Über-
prüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das 
Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entscheidung  an  die  Vorin- 
stanz  zurückzuweisen  ist  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2000 Nr. 34 E. 2.1 
S. 240 f.),

dass gemäss der revidierten,  am 1. Januar 2007 in  Kraft  getretenen 
Bestimmung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb 
von 48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitäts-
papiere abgeben,

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG),

dass  mithin  auch die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand des 
Beschwerdeverfahrens  bildet,  wobei  im  Rahmen  der  summarischen 
Prüfung  das offenkundige  Fehlen der  Flüchtlingseigenschaft,  sei  es, 

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weil die Vorbringen offensichtlich unglaubhaft sind, oder sei es, weil sie 
offensichtlich  keine  flüchtlingsrechtliche  Relevanz  nach  Art.  3  AsylG 
aufweisen, und das offenkundige Fehlen von Wegweisungsvollzugshin-
dernissen zu beurteilen sind (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1),

dass demzufolge auf die Anträge des Beschwerdeführers, es sei seine 
Flüchtlingseigenschaft materiell festzustellen und ihm Asyl zu gewäh-
ren, nicht einzutreten ist, 

dass unter  den Begriff  „Reise und Identitätspapiere“  gemäss Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG nur solche Dokumente und Ausweise fallen, wel-
che die Identität zweifelsfrei und fälschungssicher belegen, namentlich 
Reisepässe und Identitätskarten (vgl. dazu im Einzelnen BVGE 2007/7 
E. 4-6),

dass der  Beschwerdeführer unbestrittenermassen keine Identitätsdo-
kumente einreichte und dafür keine entschuldbaren Gründe glaubhaft 
machen konnte, 

dass seine Aussagen zu Identitätsbelegen und zu den Reisemodalitä-
ten  ausweichend,  konstruiert  und  in  keiner  Weise  kooperativ  wirken 
(A 1/9, S. 3 und 6; A 11/12, Antworten 45 ff. und 86 ff), 

dass dieses Aussageverhaltens darauf schliessen lässt,  er versuche, 
den Schweizer Asylbehörden seine Reiseroute zu verheimlichen, um 
seine wahre Identität nicht preisgeben zu müssen, 

dass in der Beschwerde Argumente, welche die Papierlosigkeit allen-
falls als plausibel erscheinen lassen würden, vollumfänglich fehlen,

dass demnach die entsprechenden vorinstanzlichen Erwägungen nach 
einer Prüfung der Akten und unter Berücksichtigung der Beschwerde-
eingabe als insgesamt zutreffend zu erachten sind und zwecks Vermei-
dung  von  Wiederholungen  darauf  verwiesen  werden  kann  (Art.  109 
Abs. 3 BGG i.V.m. Art. 6 AsylG und Art. 4 VwVG),

dass der Beschwerdeführer somit nicht glaubhaft darzulegen vermag, 
er sei durch nicht selbst zu verantwortende Umstände an der unver-
züglichen Einreichung von Reise- oder Identitätspapieren im Sinne von 
Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG gehindert  worden (Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG),

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dass  aufgrund der pflichtwidrigen Nichtabgabe entsprechender Doku-
mente die Identität des Beschwerdeführers nicht feststeht,

dass - wie bereits erwähnt - bei Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozessgegenstand  des  Beschwer-
deverfahrens bildet, wobei im Rahmen der summarischen Prüfung das 
offenkundige Fehlen der Flüchtlingseigenschaft und das offenkundige 
Fehlen von Wegweisungsvollzugshindernissen zu beurteilen sind, und 
sich  die  Offensichtlichkeit  auch  auf  die  Asylrelevanz  beziehen  kann 
(vgl. BVGE 2007/8 E. 5.6.6),

dass die Vorinstanz die Vorbringen des Beschwerdeführers zu Recht 
als offensichtlich nicht glaubhaft qualifiziert hat, 

dass er zwar in der Lage war, eine rituelle Versammlung beziehungs-
weise eine kirchliche Veranstaltung relativ detailliert  zu schildern und 
an einer  solchen  -  welcher  Art  auch immer -  möglicherweise  teilge-
nommen hat (A 11/12, Antwort 59), 

dass seine Kernaussagen zu den ihm angeblich daraus erwachsenden 
Schwierigkeiten  indes  keine Realkennzeichen aufweisen und  bereits 
deshalb nicht den Eindruck von tatsächlich Erlebtem oder Befürchte-
tem in der geltend gemachten Form erwecken, weshalb die entspre-
chenden Vorbringen offensichtlich haltlos erscheinen, 

dass er die angebliche Suche zudem ausgesprochen vage und unsub-
stanziiert zu Protokoll gab (A 11/12, Antworten 60 ff.), 

dass namentlich auch der Zeitpunkt der angeblichen Flucht zum Onkel 
widersprüchlich erscheint (A 11/12, Antwort 91),

dass er sich im Rahmen der Beschwerdeargumentation zur offensicht-
lichen Haltlosigkeit der Vorbringen im Wesentlichen darauf beschränkt, 
seine Flüchtlingseigenschaft zu behaupten, und auf die detaillierte vor-
instanzliche Argumentation wiederum nicht eingeht, 

dass aufgrund der Aktenlage nach der Anhörung vom 8. Oktober 2008 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft einerseits und - wie sich 
auch noch aus den nachfolgenden Erwägungen zum Vollzug der Weg-
weisung  ergibt  -  das  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen 
andererseits nach dem Gesagten gleichermassen offensichtlich waren,

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dass  auch  keine  Anhaltspunkte  für  die  Annahme zu  erkennen  sind, 
das BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine mehr als 
bloss  summarische  materielle  Prüfung  vornehmen  oder  zusätzliche 
sachliche  oder  rechtliche  Abklärungen  treffen  müssen  (vgl.  hierzu 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.),

dass der Beschwerdeschrift keine Argumente, welche eine andere als 
die  vorgenommene Beurteilung  rechtfertigen  würden,  zu  entnehmen 
sind,

dass das BFM demnach korrekterweise Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG ange-
wendet hat und auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass gemäss Art. 44 Abs. 1 AsylG die Ablehnung eines Asylgesuchs 
oder das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Kanton keine Auf-
enthaltsbewilligung  erteilt  hat  (Art. 32  Bst. a  der  Asylverordnung  1 
über Verfahrensfragen vom 11. August  1999 [AsylV 1])  und sich der 
Beschwerdeführer auch nicht auf einen dahingehenden Anspruch be-
rufen kann (vgl. EMARK 2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20), 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers ins Heimat-
land unter Berücksichtigung der völkerrechtlichen Verpflichtungen der 
Schweiz (Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze 
der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  [Europäische  Menschen-
rechtskonvention,  EMRK, SR 0.101],  Art. 33  Abs. 1 des  Abkommens 
vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [Flüchtlings-
konvention,  FK,  SR 0.142.30])  und  der  Bestimmungen  von  Art.  5 
Abs. 1  AsylG sowie  Art.  25  Abs. 2  und 3  der  Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) 
zulässig ist, da offensichtlich keine Menschenrechtsverletzungen dro-
hen und ebenso offensichtlich die Flüchtlingseigenschaft nicht besteht,

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dass sich alleine aus der allgemeinen Menschenrechtssituation in Ni-
geria kein reales Risiko von Folter oder unmenschlicher oder erniedri-
gender Strafe oder Behandlung herleiten lässt,

dass im Übrigen selbst das Vorliegen einer allgemein schlechten Men-
schenrechtslage  für  die  Annahme  einer  drohenden  Verletzung  von 
Art. 3 EMRK nicht genügt (vgl. EMARK 2001 Nr. 16 E. 6a S. 122 mit 
zahlreichen Hinweisen),

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  aktuell  nicht  von  einer  Situation  allgemeiner  Gewalt  und  einer 
konkreten Gefährdung der Bevölkerung in Nigeria ausgegangen wer-
den kann,

dass  der  junge  und  gemäss  Aktenlage  gesunde  Beschwerdeführer 
über ein soziales Netz vor Ort, eine gewisse Schulbildung und Arbeits-
erfahrung im Verkauf verfügt, weshalb er nach seiner Rückkehr nicht in 
eine  existenzbedrohende  Situation  geraten  wird  (A  1/9,  S.  2  f.; 
A 11/12, Antwort 31), 

dass sich aus den Akten mithin auch keine Hinweise auf individuelle 
Gefährdungsmomente des Beschwerdeführers in seinem Heimatstaat 
ergeben, weshalb der Vollzug der Wegweisung zumutbar ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  den  Heimatstaat  schliesslich 
möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse  bestehen  (Art.  83  Abs.  2 
AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist darzutun, inwiefern 
die angefochtene Verfügung Bundesrecht  verletzt,  den rechtserhebli-
chen Sachverhalt  unrichtig oder unvollständig feststellt  oder unange-
messen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen ist,

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dass aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde das Gesuch im 
Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  VwVG  abzulehnen  und  die  Kosten  von 
Fr. 600.--  (Art.  1-3  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die 
Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht 
[VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind 
(Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs.1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an:

- den  Beschwerdeführer (Einschreiben;  Beilage:  Einzahlungsschein 
und angefochtene Verfügung im Original)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)

- _______ (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber

Versand:

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