# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a7139c6a-64bd-5298-90b7-eb55f9bfdb0a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.05.2008 D-1014/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1014-2008_2008-05-15.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1014/2008
law/rep
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 5 .  M a i  2 0 0 8

Richter Walter Lang (Vorsitz), 
Richterin Marianne Teuscher, Richter Daniel Schmid, 
Gerichtsschreiber Philipp Reimann.

A._______, geboren (...), Kongo (Kinshasa),
vertreten durch lic. iur. Kathrin Stutz, 
Zürcher Beratungsstelle für Asylsuchende, (...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Familiennachzug betreffend B._______, geboren (...), 
Kongo (Kinshasa); Verfügung des BFM vom 
17. Januar 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1014/2008

Sachverhalt:

A.
Mit  Verfügung vom 9. Juni 2004 stellte  das damalige Bundesamt für 
Flüchtlinge (BFF; heute: Bundesamt für Migration, BFM) fest, die Be-
schwerdeführerin  A._______  erfülle  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht, 
und lehnte ihr Asylgesuch vom 30. Mai 2004 ab. Gleichzeitig verfügte 
es  die  Wegweisung  aus  der  Schweiz,  ordnete  indessen  wegen 
Unzumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  die  vorläufige  Aufnahme 
an. A._______ focht diese Verfügung mit Beschwerde vom 8. Juli 2004 
bei  der  damals  zuständigen  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
(ARK)  an,  wobei  sie  beantragte,  es  sei  ihr  in  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft Asyl zu gewähren. Am 8. Februar 2007 hob das 
BFM  im  Rahmen  eines  zweiten  Schriftenwechsels  seine  Verfügung 
vom 9. Juni 2004 wiedererwägungsweise auf, stellte die Flüchtlingsei-
genschaft der Beschwerdeführerin fest und gewährte ihr Asyl, worauf-
hin die ARK am 20. Februar 2007 das Beschwerdeverfahren als ge-
genstandslos geworden abschrieb.

B.
Mit  an das BFM gerichteter Eingabe vom 14. Dezember 2007 bean-
tragte  A._______  mittels  ihrer  Rechtsvertreterin,  es  sei  ihrer 
volljährigen  Tochter  B._______,  geboren (...),  welche  in  C._______, 
Malawi  (Rwanda)  lebe  und  gesundheitlich  schwer  beeinträchtigt  sei, 
gestützt auf Art. 51 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 
142.31]  der  Familiennachzug  in  die  Schweiz  zu  gestatten.  Dabei 
reichte  sie  zur  Untermauerung  des  Familienzusammen-
führungsgesuchs einen ärztlichen Bericht von Dr. D._______, Medical 
Officer  in-Charge,  C._______  Health  Clinic  vom  6.  Dezember  2007 
betreffend ihre Tochter B._______ ein.

C.
Mit Verfügung vom 17. Januar 2008 - eröffnet am 18. Januar 2008 - 
lehnte das BFM das Gesuch um Familiennachzug ab und verweigerte 
B._______ die Einreise in die Schweiz.

D.
Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin A._______ am 
18. Februar  2008  mittels  ihrer  Rechtsvertreterin  Beschwerde  beim 
Bundesverwaltungsgericht. Dabei liess sie beantragen, der Entscheid 
des BFM vom 17. Januar 2008 sei aufzuheben und die Einreise in die 

Seite 2

D-1014/2008

Schweiz zu bewilligen; es sei B._______ im Rahmen von Art. 51 Abs. 
2 AsylG Asyl zu gewähren. Ferner stellte sie in verfahrensrechtlicher 
Hinsicht den Antrag, es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 
zu verzichten und die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Zur 
Begründung wurde namentlich ausgeführt,  B._______ lebe alleine in 
einer  Wohnung,  während  ihre  beiden  erwachsenen  Schwestern  in 
einem  Internat  untergebracht  seien.  B._______  habe  -  wiewohl 
pflegebedürftig  -  keine  Hilfe  für  ihr  tägliches  Leben,  weshalb  sie 
dringend  auf  die  Hilfe  ihrer  in  der  Schweiz  befindlichen  Mutter 
angewiesen  sei,  welche  sie  zufolge  Bedürftigkeit  nicht  finanziell 
unterstützen könne. 

E.
Mit Verfügung vom 18. März 2008 hiess der zuständige Instruktions-
richter  des  Bundesverwaltungsgerichts  das  Gesuch  um  Gewährung 
der unentgeltlichen Prozessführung vorbehältlich einer nachträglichen 
Veränderung der finanziellen Verhältnisse der Beschwerdeführerin gut 
und verzichtete auf die Erhebung eines Kostenvorschusses. Gleichzei-
tig lud er die Vorinstanz zu einem Schriftenwechsel ein.

F.
In seiner Vernehmlassung vom 26. März beantragte das BFM die Ab-
weisung der Beschwerde.

G.
Am  16. April  2008  reichte  die  Beschwerdeführerin  ihre  Replikschrift 
ein.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021). Das Bundesamt für Migration (BFM) gehört zu den Be-
hörden nach  Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundes-
verwaltungsgerichts. Eine  das  Sachgebiet  betreffende  Ausnahme im 
Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 

Seite 3

D-1014/2008

ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde 
und entscheidet in diesem Bereich endgültig (Art. 105 AsylG;  Art. 83 
Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [BGG, 
SR 173.110]).

1.2 Die  Beschwerde  ist  form-  und  fristgerecht  eingereicht.  Die  Be-
schwerdeführerin  ist  durch  die  angefochtene  Verfügung  berührt  und 
sie hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungs-
weise Änderung. Sie ist daher zur Einreichung der Beschwerde legiti-
miert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 VwVG). Auf die Be-
schwerde ist einzutreten.

2.
Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3.
Gemäss Art. 51 Abs. 2 AsylG können "andere nahe Angehörige" (als 
es  Ehegatten  oder  minderjährige  Kinder  sind;  vgl.  Art.  51  Abs.  1 
AsylG) von in der Schweiz lebenden Flüchtlingen in das Familienasyl 
eingeschlossen werden, wenn besondere Gründe für die Familienver-
einigung  sprechen;  anders  als  Ehegatten  und  minderjährige  Kinder 
nach Art. 51 Abs. 1 AsylG haben andere Angehörige keinen Anspruch 
auf Vereinigung mit einem in der Schweiz als Flüchtling anerkannten 
Familienmitglied. Andere nahe Familienangehörige sind insbesondere 
dann zu berücksichtigen, wenn sie behindert oder aus einem anderen 
Grund auf die Hilfe einer in der Schweiz lebenden Person angewiesen 
sind (Art. 38  der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfah-
rensfragen [AsylV 1, SR 142.311]). Art. 51 Abs. 2 AsylG räumt der ent-
scheidenden Behörde diesbezüglich ein Ermessen ein; sie hat dabei 
auf  den  Einzelfall  bezogene  Umstände  zu  berücksichtigen  und  sich 
durch humanitäre Überlegungen leiten zu lassen (vgl. Entscheidungen 
und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 1994 Nr. 7 E. 3b S. 61). Gemäss Praxis liegt ein besonderer 
Grund dann vor, wenn die asylsuchende Person zur Abwendung einer 
existenzbedrohenden Lage notwendigerweise und im Sinne einer dau-
ernden Abhängigkeit darauf angewiesen ist, in Gemeinschaft mit dem 
in der Schweiz asylberechtigten Familienmitglied zusammen zu leben 
(EMARK 1994 Nr. 7 E. 2 S. 59). Im Weiteren wird ein besonderes En-
gagement des in der Schweiz asylberechtigten Familienmitgliedes vor-

Seite 4

D-1014/2008

ausgesetzt; dieses muss sich persönlich um den in das Familienasyl 
einzubeziehenden Verwandten kümmern und ihn nicht bloss finanziell 
oder  moralisch  unterstützen  (EMARK  2001  Nr.  24  E.  3  S.  191  f.; 
EMARK 2000 Nr. 21 E. 6c S. 200 f.). Die Erteilung einer Einreisebewil-
ligung zwecks Familienvereinigung setzt im Weiteren voraus, dass die 
Familiengemeinschaft  bereits vor der Flucht bestanden hat und dass 
die Familie durch Flucht getrennt worden ist (vgl. EMARK 2006 Nr. 8 E. 
3.2. S. 94; EMARK 2000 Nr. 11 E. 3b S. 89).

3.1 Wie  den  Ausführungen  der  Beschwerdeführerin  A._______ 
anlässlich ihrer Befragung zu ihren Asylgründen zu entnehmen ist, leb-
te sie nach ihrer Flucht aus der Demokratischen Republik Kongo (Juli 
1999)  zusammen mit  ihren sechs Kindern  in  einem kleinen Haus in 
C._______ in Malawi (vgl. act. A11 S. 4 i.V.m. S. 7). Da sie im Monat 
Mai des Jahres 2004 von Mai-Mai Rebellen mit Messern angegriffen 
und diesen nur knapp entkommen sei,  habe sie Malawi  am 28. Mai 
2004 verlassen und sei  am 30. Mai  2004 in  die Schweiz eingereist, 
ohne  in  der  Lage  gewesen  zu  sein,  sich  vor  ihrer  Flucht  von  ihren 
Kindern verabschieden zu können (vgl. act. A1 S. 5 f. und S.7 Ziff. 17 
i.V.m.  act.  A11  S.  3  f.).  Es  ist  mithin  davon  auszugehen,  dass  die 
Beschwerdeführerin  vor  ihrer  Ende Mai  2004 erfolgten Flucht  in  die 
Schweiz  zusammen  mit  ihren  sechs  Kindern  -  also  auch  mit 
B._______  -  in  Malawi  in  einer  Gemeinschaft  gelebt  hat  und  von 
diesen Ende Mai 2004 durch Flucht getrennt wurde.

3.2 Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob tatsächlich besondere Gründe 
im Sinne von Art. 51 Abs. 2 AsylG vorliegen, welche eine Familienver-
einigung der Tochter B._______ mit ihrer in der Schweiz als Flüchtling 
anerkannten Mutter A._______ rechtfertigen.

3.2.1 Wie dem im Rahmen des Gesuchs um Familienvereinigung ein-
gereichten  ärztlichen  Bericht  von  Dr.  D._______  vom  6.  Dezember 
2007 zu entnehmen ist, leidet B._______ zufolge eines im Jahre 2003 
erlittenen  Autounfalls  an  einer  gravierenden  Verletzung  der 
Wirbelsäule,  deren  Folgen  sich  aufgrund  mehrerer  später  erfolgter 
Stürze verschlimmert hätten. Im Jahre 2005 habe sich B._______ bei 
einem  weiteren  Sturz  derart  erheblich  verletzt,  dass  sie  ihre 
zwischenzeitlich  wiedererlangte  Gehfähigkeit  unwiederbringlich 
eingebüsst  habe  und  nunmehr  lebenslänglich  an  den  Rollstuhl 
gefesselt  sei.  Ihre  Lähmung  habe  zusätzlich  zur  Folge,  dass  sie 
inkontinent  geworden  sei.  Seit  die  Patientin  die  gravierenden  und 

Seite 5

D-1014/2008

mutmasslich  lebenslänglichen  Folgen  ihrer  Lähmung  zu  realisieren 
begonnen  habe,  neige  sie  immer  mehr  zu  Depressionsanfällen  und 
komme sich als Wesen wertlos vor. Sowohl die körperlichen als auch 
die  seelischen  Leiden  der  Patientin  liessen  es  als  empfehlenswert 
erscheinen, ihr dauerhaft eine Betreuungsperson zur Seite zu stellen, 
welche sie bei  der Bewältigung der mit  ihrer  Krankheit  verbundenen 
körperlichen und seelischen Defizite unterstützen könnte. Andernfalls 
sei  zu  befürchten,  dass  die  Depressionen  die  Patientin  in  den 
Selbstmord treiben könnten.

3.2.2 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt  aufgrund des ärztlichen 
Berichts  zur  Auffassung,  dass  die  mit  der  Lähmung von  B._______ 
verbundenen Folgen  für  ihren Lebensalltag  gravierender  Natur  sind. 
Gleichwohl  ist  sowohl  dem Gesuch um Familienvereinigung vom 14. 
Dezember 2007 als auch der Beschwerde vom 18. Februar 2008 zu 
entnehmen, dass zwei erwachsene Schwestern von B._______ nach 
wie vor in Malawi leben und in einem Internat untergebracht sind. Es 
ist anzunehmen, dass diese grundsätzlich die Möglichkeit haben, sich 
zumindest  zeitweilig  persönlich  um  ihre  Schwester  zu  kümmern. 
Darüber hinaus deutet der ärztliche Bericht von Dr. D._______ vom 6. 
Dezember  2007  darauf  hin,  dass  B._______  die  notwendige 
medizinische  Betreuung  offenbar  erhält,  obwohl  gemäss  den 
Ausführungen in der Beschwerde die Mutter A._______ aufgrund ihrer 
Bedürftigkeit nicht in der Lage ist, ihre pflegebedürftige Tochter von der 
Schweiz  aus  finanziell  zu  unterstützen.  Aufgrund  der  Aktenlage  - 
namentlich  dem  Umstand,  dass  der  Internatsaufenthalt  der  beiden 
gesunden  erwachsenen  Töchter  von A._______  durch  die  Kirche  in 
Malawi  finanziert  wird  (vgl.  Replik  vom  16.  April  2008)  und  sich 
A._______  vor  ihrer  im  Mai  2004  erfolgten  Ausreise  aus  Malawi 
hinsichtlich der  Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung für  sich und 
ihre Kinder wiederholt  hilfesuchend an das in C._______ stationierte 
UNHCR  (UNO  Hochkommissariat  für  Flüchtlinge)  gewandt  hat  (vgl. 
act. A10 S. 1 i.V.m. act. A11 S. 3 und 7) - ist davon auszugehen, dass 
die  Finanzierung  der  medizinischen  Betreuung  der  behinderten 
Tochter  von  A._______  in  Malawi  von  verschiedener  Seite  her 
sichergestellt  ist.  Vor  diesem  Hintergrund  kann  nicht  davon 
ausgegangen  werden,  dass  sich  die  Bewilligung der  Einreise  in  der 
Schweiz  für  B._______  zwingend  aufdrängt,  um  eine 
existenzbedrohende Lage von ihr abzuwenden.

Seite 6

D-1014/2008

Darüber hinaus scheint  auch fraglich,  ob es der Beschwerdeführerin 
A._______, welche in der Schweiz bereits für ihre drei minderjährigen 
-  im Rahmen von bewilligten Asylgesuchen aus dem Ausland am 4. 
Oktober  2006  in  die  Schweiz  eingereisten  und  hier  ebenfalls  als 
Flüchtlinge  anerkannten  -  Kinder  zu  sorgen  hat,  überhaupt  möglich 
wäre, zusätzlich ihre Tochter B._______ zu betreuen. Dies umso mehr, 
als  die  Ausführungen  im  ärztlichen  Bericht  vom  6.  Dezember  2007 
darauf  hindeuten,  dass  der  Betreuungsaufwand  für  B._______  als 
erheblich  eingestuft  wird.  Gemäss  Praxis  setzt  die  Bejahung 
besonderer  Gründe  im  Sinne  von Art.  51  Abs.  2  AsylG  indes  auch 
voraus,  dass  sich  der  in  der  Schweiz  befindliche  Flüchtling  in 
namhafter Weise persönlich für das Wohlergehen der unterstützungs-
bedürftigen Person einsetzen muss und die Unterstützung nicht primär 
durch die Schweizer Behörden oder durch Dritte zu erbringen ist (vgl. 
EMARK 2001 Nr. 24 E. 3 S. 191 f.).

3.3 Zusammenfassend  gelangt  das  Bundesverwaltungsgericht  daher 
zum Schluss, dass kein besonderer Grund vorliegt, welcher es recht-
fertigt, B._______ gestützt auf Art. 51 Abs. 2 AsylG in das Familienasyl 
ihrer Mutter A._______ einzubeziehen. 

4.
Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 
Bundesrecht  nicht  verletzt,  den rechtserheblichen Sachverhalt  richtig 
und vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten grundsätzlich 
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 und 5 VwVG). Da 
der zuständige Instruktionsrichter  des Bundesverwaltungsgerichts  in-
dessen mit Zwischenverfügung vom 18. März 2008 deren Gesuch um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65 
Abs. 1  VwVG gutgeheissen  hat,  ist  auf  die  Auferlegung  von Verfah-
renskosten zu verzichten.

(Dispositiv nächste Seite)

Seite 7

D-1014/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (eingeschrieben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N (...) (per Kurier; in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Lang Philipp Reimann

Versand: 

Seite 8