# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e508cdbc-5d13-5b57-b1b5-d0dfcc3a4861
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 14.01.2014 ZK1 2013 130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2013-130_2014-01-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 14. Januar 2014 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 13 130 17. Januar 2014

Entscheid
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schlenker
Aktuar ad hoc Decurtins

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X._____, Beschwerdeführer, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
19. Dezember 2013, mitgeteilt am 19. Dezember 2013, in Sachen des Beschwer-
deführers,

betreffend fürsorgerische Unterbringung,

hat sich ergeben:

Seite  2 — 14

I. Sachverhalt

A. Mit Verfügung vom 14. November 2013 wurde der Beschwerdeführer durch 
Hausarzt A._____ (O.1_____) gestützt auf Art. 429 des Schweizerischen Zivilge-
setzbuches (ZGB; SR 210) in der Klinik B._____ fürsorgerisch untergebracht. Zu-
vor musste er wegen einer akuten Psychose von der Polizei aus seinem Wohn-
haus in O.1_____, aus welchem seine Familie aus Angst geflüchtet war, abgeholt 
und der Klinik zugeführt werden. Begründet wurde die fürsorgerische Unterbrin-
gung (FU) mit einer akuten ausgeprägten Paranoia mit starken Angstzuständen 
und Selbstgefährdung.

B. Gegen diese ärztliche FU hatte der Beschwerdeführer am 19. November 
2013 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden erhoben. Die mit einer 
Kurzbegutachtung beauftragte Psychiaterin Dr. med. C._____ besuchte ihn am 
26. November 2013 und brachte ihn im Gespräch zum Rückzug der Beschwerde, 
welche noch gleichentags beim Gericht einging. Damit konnte das Kantonsgericht 
die Beschwerde am 12. Dezember 2013 infolge Rückzugs abschreiben (ZK1 13 
117). Im Kurzgutachten von Dr. med. C._____ vom 26. November 2013 wurde die 
manische Episode (einer bipolaren affektiven Störung) bestätigt, jedoch gleichzei-
tig eine deutliche Zustandsbesserung mit noch besserer Prognose für die kom-
mende Woche attestiert.

C. Mit Schreiben vom 11. Dezember 2013 ersuchte Dr. med. D._____, Ober-
arzt Psychiatrische Klinik B._____, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
(KESB) Nordbünden um einen Unterbringungsentscheid, um den Beschwerdefüh-
rer weiterhin in der Klinik B._____ behandeln zu können. Entgegen der optimisti-
schen Prognose von Dr. med. C._____ sei es bislang nicht gelungen, das psychi-
sche Zustandsbild des Beschwerdeführers nachhaltig zu verbessern. Dazu bedür-
fe es weiterhin einer ununterbrochenen und konsequenten medizinischen Behand-
lung. Zum gleichen Schluss kam auch die Psychiaterin Dr. med. E._____ in ihrem 
Kurzgutachten vom 17. Dezember 2013, welches von der KESB in Auftrag gege-
ben worden war. Seine schwergradige psychische Störung könne nur mit medi-
kamentöser Therapie in Kombination mit Psychotherapie behandelt werden. Ohne 
stationäre Behandlung drohe erhöhte Gefahr der Suizidalität und der Gewalt ge-
gen die Familie.

D. Am 18. Dezember 2013 wurde der Beschwerdeführer in der Klinik B._____ 
von einer Delegation der KESB angehört. Dabei äusserte er sich dahingehend, 
dass er auf dem Wege der Genesung schon weit fortgeschritten sei, in der Klinik 

Seite  3 — 14

wichtige Erkenntnisse gewonnen habe und deshalb einem weiteren Verbleib in der 
Klinik nicht zustimmen könne. In seinen Ausführungen kam seine ambivalente 
Haltung gegenüber der Therapie, seiner Frau und seinem Alkoholkonsum klar 
zum Ausdruck. Gestützt auf diese Anhörung und das Gutachten von Dr. med. 
E._____ kam die KESB Nordbünden in ihrem Entscheid der Kollegialbehörde vom 
19. Dezember 2013 zum Schluss, dass eine weitere fürsorgerische Unterbringung 
im stationären Rahmen in der Akutpsychiatrie oder alternativ in der Gerontopsych-
iatrie der Psychiatrischen Dienste Graubünden unumgänglich sei. Die Entlas-
sungszuständigkeit im Sinne von Art. 428 ZGB verbleibe ausdrücklich bei der 
KESB Nordbünden.

E. Gegen diesen Unterbringungsentscheid vom 19. Dezember 2013, mitgeteilt 
am selben Tag, beschwerte sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 
25. Dezember 2013 (Poststempel 27. Dezember 2013) beim Bezirksgericht Imbo-
den, welches die Beschwerde am 30. Dezember 2013 an das Kantonsgericht von 
Graubünden weiterleitete. Er wolle schnellstmöglich aus der Klinik B._____ ent-
lassen werden, da er dort „fehl am Platz sei“ und sich „eindeutig mehr gesund als 
krank“ fühle.

F. Im Rahmen ihrer gestützt auf Art. 450d Abs. 1 ZGB angeforderten Ver-
nehmlassung vom 7. Januar 2014 beantragte die KESB Nordbünden - unter Ver-
weis auf ihre Ausführungen im angefochtenen Entscheid, das psychiatrische 
Kurzgutachten von Dr. med. E._____ sowie das Protokoll der Anhörung - die Ab-
weisung der Beschwerde.

G. Mit Schreiben vom 3. Januar 2014 ersuchte der Vorsitzende der I. Zivil-
kammer die Psychiatrische Klinik B._____ um einen kurzen Bericht zum Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers, zur Art der Behandlung sowie über die Not-
wendigkeit eines weiteren Verbleibs in der Klinik. Im Bericht der Psychiatrischen 
Dienste Graubünden vom 9. Januar 2014 wird ausgeführt, dass die manische Epi-
sode mit psychotischen Symptomen bei bekannter bipolarer Störung nach wie vor 
bestehe, während sich die paranoiden Symptome aber deutlich gebessert hätten. 
Nach der Verlegung von der geschlossenen auf die offene Station habe der Be-
schwerdeführer mit dem offenen Rahmen Mühe bekundet. So habe er beispiels-
weise am 6. Januar 2014 die Klinik ohne Absprache mit dem Pflegepersonal ver-
lassen und habe sein Haus in O.1_____ aufgesucht. Nach einem heftigen Streit 
mit seiner Frau habe die Polizei eingeschaltet werden müssen, um ihn wieder in 
die geschlossene Akutstation der Klinik zurückzubringen. Weil sich der Beschwer-

Seite  4 — 14

deführer wechselnd krankheits- und behandlungseinsichtig zeige, komme ein vor-
zeitiger Abbruch der stationären Behandlung nicht in Frage.

H. Am 14. Januar 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor der I. Zivil-
kammer des Kantonsgerichts von Graubünden statt, an welcher der Beschwerde-
führer sowie Herr F._____, ein Angestellter der Klinik B._____, anwesend waren. 
Die richterliche Befragung bezog sich insbesondere auf das derzeitige Wohlbefin-
den des Beschwerdeführers, dessen Krankheitseinsicht sowie Einstellung ge-
genüber Therapie und Medikamenten, das Verhältnis zur Familie, die Alkohol-
sucht, den Vorfall vom 6. Januar 2014 sowie auf die geplante Wohnsituation im 
Falle einer Entlassung.

I. Auf die Aussagen des Beschwerdeführers anlässlich der richterlichen Be-
fragung sowie die Ausführungen im angefochtenen Entscheid, im Gutachten und 
in den beigezogenen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwä-
gungen eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Da es sich vorliegend um ein Verfahren handelt, dem eine fürsorgerische 
Unterbringung nach Art. 429 ZGB zugrunde liegt, ist das Kantonsgericht unter der 
neuen Rechtsordnung die einzige kantonale Beschwerdeinstanz (Art. 439 Abs. 1 
Ziff. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Zivilge-
setzbuch [EGzZGB; BR 210.100]). Auch wenn der Beschwerdeführer sein Begeh-
ren um gerichtliche Überprüfung der fürsorgerischen Unterbringung beim sachlich 
unzuständigen Bezirksgericht Imboden eingereicht hat, liegt es nach der Pro-
zessüberweisung vom 30. Dezember 2013 an das Kantonsgericht von Graubün-
den nun der hierfür zuständigen Stelle vor.

b) Vorliegend handelt es sich um einen Unterbringungsentscheid der Erwach-
senenschutzbehörde (Art. 426 i.V.m. Art. 428 Abs. 1 ZGB), welcher eine auslau-
fende ärztlich angeordnete fürsorgerische Unterbringung im Sinne von 
Art. 429 Abs. 2 ZGB verlängern soll. Dagegen kann die betroffene oder eine ihr 
nahestehende Person innert 10 Tagen schriftlich das zuständige Gericht anrufen 
(Art. 450 Abs. 1 und Art. 450b Abs. 2 ZGB). Eine Begründung ist gemäss 
Art. 450e Abs. 1 ZGB nicht notwendig. Vorliegend hat der Beschwerdeführer den 
Entscheid der KESB Nordbünden am 20. Dezember 2013 erhalten. Seine Eingabe 
vom 27. Dezember 2013 (Poststempel) richtete er an das Bezirksgericht Imboden 

Seite  5 — 14

und damit an eine sachlich unzuständige Behörde. Da das Bezirksgericht Imboden 
seine Eingabe jedoch mit Poststempel vom 30. Dezember 2013 und damit am 
letzten Tag der zehntägigen Frist an das Kantonsgericht von Graubünden weiter-
geleitet hatte, gilt die Beschwerdefrist auf jeden Fall als gewahrt. Da keine Be-
gründungspflicht besteht und aus besagter Eingabe mit hinreichender Klarheit ge-
schlossen werden kann, dass der Beschwerdeführer mit der fürsorgerischen Un-
terbringung in der Klinik B._____ nicht einverstanden ist, ist auf die frist- und form-
gerecht eingereichte Beschwerde einzutreten.

c) Für die Beschwerde gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörden 
enthält das neue Erwachsenenschutzrecht in Art. 450 ff. ZGB eigene Verfahrens-
bestimmungen. Von besonderer Bedeutung ist dabei Art. 450e ZGB, welcher spe-
zielle Vorschriften für Verfahren auf dem Gebiet der fürsorgerischen Unterbrin-
gung statuiert. Zu beachten sind sodann die allgemeinen Verfahrensgrundsätze 
des erstinstanzlichen Verfahrens vor der Erwachsenenschutzbehörde (Art. 443 ff. 
ZGB), die auch im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar 
sind, soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 
enthält (Daniel Steck, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwach-
senenschutz, Basel 2012, N 13 zu Art. 450 ZGB). Dies gilt namentlich für die in 
Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime 
und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von 
Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentralen Verfahrensgrundsätze 
bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde und erstreckt sich – wenn auch teilweise in abgeschwächter Form – nach 
dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Verfahren vor der gericht-
lichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle Marti, in: Geiser/Reusser 
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 1 zu Art. 446 
ZGB mit weiteren Hinweisen). Zu erwähnen ist ferner der ebenfalls für alle Instan-
zen geltende Art. 450f ZGB, welcher die Bestimmungen der Schweizerischen Zi-
vilprozessordnung (ZPO; SR 272) als subsidiär anwendbar erklärt, soweit die Kan-
tone nichts anderes bestimmen. Von letzterer Möglichkeit wurde im Kanton 
Graubünden kein Gebrauch gemacht. Vielmehr verweist Art. 60 Abs. 2 des Ein-
führungsgesetzes zum Zivilgesetzbuch [EGzZGB; BR 210.100]) ebenfalls auf die 
ZPO sowie auf die entsprechende kantonale Einführungsgesetzgebung (Ein-
führungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]) 
als subsidiär anwendbares Recht. In Art. 60 Abs. 3 EGzZGB wird des Weiteren 
klargestellt, dass die Bestimmungen (der ZPO) über den Fristenstillstand sowie 
über neue Tatsachen und Beweismittel keine Anwendung finden. Dass im Verfah-

Seite  6 — 14

ren der gerichtlichen Beurteilung von fürsorgerischen Unterbringungen Noven un-
beschränkt zuzulassen sind und das Gericht seinem Entscheid den Sachverhalt 
zugrunde zu legen hat, wie er sich im Zeitpunkt der Urteilsfällung präsentiert, er-
gibt sich im Übrigen auch aus dem Grundsatz der Prozessökonomie (Gei-
ser/Etzensberger, a.a.O., N 40 zu Art. 439 ZGB). Aus Art. 450a ZGB wie auch aus 
Art. 5 Ziff. 4 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreihei-
ten (EMRK; SR 0.101) ergibt sich schliesslich, dass das Gericht sowohl Tat- und 
Rechtsfragen als auch die Angemessenheit frei überprüft und ihm von Bundes-
rechts wegen volle Kognition zukommt. Weil die Vorinstanz nicht zwingend eine 
Behörde sein muss, sondern auch ein Arzt oder eine Einrichtung sein kann, hat 
das Gericht die Sache endgültig zu entscheiden und diese nicht an die Vorinstanz 
zu neuer Entscheidung zurückzuweisen. Das Rechtsmittel ist mithin reformato-
risch. Das Urteil lautet entweder auf Aufhebung oder Aufrechterhaltung der Mass-
nahme, wobei das Gericht die Massnahme auch abändern kann, indem es die 
betroffene Person beispielsweise in eine andere Einrichtung einweist. Allenfalls 
kann sich auch eine Überweisung an die zuständige Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde für weitere Abklärungen und die Anordnung zusätzlicher Mass-
nahmen als notwendig erweisen. Zur Sicherstellung der gebotenen Fürsorge kann 
in einem solchen Fall die Entlassung auch aufgeschoben werden, bis die zustän-
dige Behörde die für ein Leben ausserhalb der Anstalt notwendigen Anordnungen 
getroffen hat (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 39 und 41 zu Art. 439 ZGB).

d) Gemäss Art. 450e Abs. 2 ZGB kommt einer Beschwerde im Bereich der 
fürsorgerischen Unterbringung von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung 
zu. Damit wollte der Gesetzgeber sicherstellen, dass die nötige persönliche Für-
sorge bei Bedarf sofort gewährt werden kann. Falls eine Unterbringung nicht 
dringlich ist, kann die Erwachsenenschutzbehörde oder die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz die aufschiebende Wirkung jedoch von Amtes wegen erteilen 
(Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, 
Basel 2012, N 12 ff. zu Art. 450e ZGB; Steck, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 7 ff. zu Art 450e ZGB). 
Vorliegend ist der Beschwerdeführer bereits in der Klinik B._____ untergebracht 
und soll dort ohne Unterbruch behandelt werden können, weshalb der Beschwer-
de gemäss Ziff. 5 des angefochtenen Entscheides keine aufschiebende Wirkung 
eingeräumt werden kann.

e) Gemäss Art. 450e Abs. 3 ZGB muss bei psychischen Störungen für den 
Entscheid über eine angeordnete fürsorgerische Unterbringung zwingend ein Gut-
achten eingeholt werden. Dieses muss von einem unabhängigen, im laufenden 

Seite  7 — 14

Verfahren noch nicht involvierten Sachverständigen erstellt werden und in dem 
Sinne aktuell sein, dass es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden 
Fragen äussert (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 48 ff. zu Art. 439 ZGB und 
Thomas Geiser, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachse-
nenschutz, Basel 2012, N 19 zu Art. 450e ZGB sowie BGE 137 III 289 und Urteil 
des Bundesgerichts 5A_63/2013 vom 7. Februar 2013, E. 5, jeweils noch zum 
bisherigen Recht und nunmehr zum neuen Recht Urteil des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013, E. 2.2). Am 17. Dezember 2013 erstattete Dr. 
med. E._____ im Auftrag der KESB Nordbünden nach einer persönlichen Konsul-
tation des Beschwerdeführers ein psychiatrisches Kurzgutachten. Auch wenn es 
sich dabei um ein von der Vorinstanz im gleichen Verfahren eingeholtes Gutach-
ten handelt, darf sich das Kantonsgericht in seiner Entscheidfindung ebenfalls auf 
dieses Gutachten stützen (vgl. Thomas Geiser, a.a.O., N 19 zu Art. 450e ZGB und 
Steck, a.a.O., N 16 zu Art. 450e ZGB), weshalb dieser Vorschrift Genüge getan 
wird.

f) Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche Beschwerdein-
stanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was faktisch 
zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt (vgl. Chri-
stof Bernhart, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, Basel 2011, S. 319). 
Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung am 14. Januar 2014 wur-
de diese Vorgabe umgesetzt.

2. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer psychi-
schen Störung oder an geistiger Behinderung leidet oder verwahrlost ist, in einer 
geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die nötige Behandlung oder 
Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und der Schutz von Angehö-
rigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Absatz 2). Die betroffene Person wird 
entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung nicht mehr erfüllt sind 
(Absatz 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine Person der per-
sönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 6 vor Art. 
426-439 ZGB). Die fürsorgerische Unterbringung dient primär dem Schutz der be-
troffenen Person und nicht der Umgebung (vgl. dazu Botschaft zur Änderung des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kin-
desrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, S. 7062). Erste gesetzliche Voraus-
setzung für eine Anordnung der Massnahme ist das Vorliegen einer der drei im 
Gesetz abschliessend genannten Schwächezustände der psychischen Störung, 
geistigen Behinderung oder schweren Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine 
sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung 

Seite  8 — 14

bzw. Betreuung. Weitere Voraussetzung bildet, dass der Person die nötige Be-
handlung oder Betreuung nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung bzw. 
Zurückbehaltung in einer Anstalt gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist 
schliesslich eine geeignete Einrichtung (vgl. Urteile des Bundesgerichts 
5A_189/2013 vom 11. April 2013, E. 2.1 und 5A_346/2013 vom 17. Mai 2013, E. 
1.2). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind nur in 
ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag eine 
fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur zusammen 
mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst dann ist die frei-
heitsbeschränkende Unterbringung aber nur gesetzeskonform, wenn der Zweck 
der Unterbringung nicht mit einer milderen Massnahme erreicht werden kann 
(Verhältnismässigkeitsprinzip) und die Unterbringung für den angestrebten Zweck 
auch tauglich ist (vgl. Geiser/Etzensberger, a.a.O., N 7 zu Art. 426 ZGB).

a) Im vorliegenden Verfahren ist darüber zu befinden, ob die am 19. Dezem-
ber 2013 durch die KESB Nordbünden angeordnete fürsorgerische Unterbringung 
rechtmässig war. Auszugehen ist somit vom Gesundheitszustand des Beschwer-
deführers im Zeitpunkt der Beurteilung durch die KESB Nordbünden, wobei auf-
grund des Novenrechts auch die gesundheitliche Entwicklung bis zum Zeitpunkt 
der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht zu berücksichtigen ist. Abzustellen ist 
somit auf das Gutachten von Dr. med. E._____ vom 17. Dezember 2013, die seit-
her ergangenen Berichte der Klinik B._____ und die an der Hauptverhandlung vor 
Kantonsgericht gewonnenen Erkenntnisse.

b) Aufgrund des Gutachtens von Dr. med. E._____ vom 17. Dezember 2013, 
welches sich nebst einer persönlichen Konsultation zulässigerweise auch auf den 
Antrag auf behördlichen Unterbringungsentscheid vom 11. Dezember 2013 von 
Dr. med. D._____, Oberarzt der Klinik B._____, stützte, steht fest, dass der Be-
schwerdeführer an einer bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig einer mani-
schen Episode mit psychotischen Symptomen, leidet. Dieses Krankheitsbild stellt 
eine psychische Störung im Sinne der gesetzlichen Bestimmung von Art. 426 Abs. 
1 ZGB dar (vgl. Bernhart, a.a.O., S. 118 f.). Laut Dr. med. E._____ sei der Be-
schwerdeführer in räumlicher, örtlicher und zeitlicher Hinsicht orientiert und im di-
rekten Kontakt freundlich, habe aber Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite 
und wirke psychisch erschöpft und labil. Sein Gedankengang sei assoziativ gelo-
ckert, umständlich, sprunghaft und er beschreibe unbeirrbare Vergiftungs-, Verfol-
gungs- und Eifersuchtsideen. Wie aus dem Bericht der Klinik B._____ vom 9. Ja-
nuar 2014 hervorgeht, besteht die manische Episode mit psychotischen Sympto-
men bei bekannter bipolarer Störung über den Jahreswechsel hinaus weiterhin. 

Seite  9 — 14

Auch an der Hauptverhandlung präsentierte sich der Beschwerdeführer freundlich, 
bestätigte in seinen teilweise ausschweifenden und sehr detaillierten Ausführun-
gen aber bei ihm bekannte Symptome wie Logorrhoe, Denkbeschleunigung, Um-
ständlichkeit und Konzentrationsdefizite. Zudem äusserte er erneut paranoide 
Vergasungsideen und offenbarte seine ambivalente Haltung in Bezug auf die 
Krankheitseinsicht, die Therapie als solche und seine Familie. Da die in den fach-
männischen Gutachten und Berichten festgestellten Symptome - ohne dass sich 
das Gericht eine fundierte psychiatrische Einschätzung des Beschwerdeführers 
anmassen möchte - anlässlich der Hauptverhandlung grösstenteils ebenfalls zum 
Ausdruck kamen, ist kein Grund ersichtlich, weshalb zur Beurteilung des Zustan-
des des Beschwerdeführers im relevanten Zeitpunkt nicht auf die entsprechenden 
fachkundigen Ausführungen abgestellt werden kann.

c) Eine weitere kumulative Voraussetzung für eine fürsorgerische Unterbrin-
gung ist die sich aus diesem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit einer 
Behandlung resp. Betreuung. Gemäss dem Gutachten von Dr. med. E._____ kann 
die schwergradige psychische Störung des Beschwerdeführers nur durch eine 
Kombination von medikamentöser Therapie und Psychotherapie behandelt wer-
den. Nur so sei es ihm möglich, zu einem späteren Zeitpunkt ein selbständiges 
Leben mit guter Lebensqualität zu führen. Für die ausreichende Behandlung sei 
eine stationäre Behandlung bei möglichst weitgehender Reizabschirmung und 
Aussenstrukturierung indiziert. Bei Nichtbehandlung resp. Abbruch der derzeitigen 
Behandlung bestehe erhöhte Suizidgefahr sowie die Gefahr, dass der Beschwer-
deführer seine Familie in wahnhafter Verkennung der Situation angreife. Der glei-
che Befund lässt sich auch dem Schreiben von Dr. med. D._____ vom 11. De-
zember 2013 sowie dem Bericht der Klinik B._____ vom 9. Januar 2014 entneh-
men. Anlässlich der Hauptverhandlung bestätigte der Beschwerdeführer diese 
Bedenken, indem er mit Suizid drohte, sollte er in der Klinik „noch länger hingehal-
ten werden“. Insofern erscheint eine Behandlung sowohl in Bezug auf seinen ei-
genen wie auch den Schutz seiner Angehörigen (vgl. Art. 426 Abs. 2 ZGB) als 
notwendig.

In Bezug auf die Notwendigkeit einer Behandlung zeigte sich der Be-
schwerdeführer an der Hauptverhandlung einsichtig, obwohl er sich „mehr gesund 
als krank“ fühle. Er möchte die Klinik nicht so schnell wie möglich verlassen, son-
dern so schnell wie möglich gesund werden. Folglich ziele seine Beschwerde nicht 
auf eine sofortige Entlassung aus der Klinik ab, sondern vielmehr auf eine Aufhe-
bung der fürsorgerischen Unterbringung, welche ihm die Freiheit einräume, sich 
auf freiwilliger Basis in der Klinik behandeln zu lassen. So könne er diese nach 

Seite  10 — 14

eigenem Gutdünken jederzeit und rasch wieder verlassen. Aufgrund seiner ambi-
valenten Haltung gegenüber der Behandlung und den Medikamente sowie seiner 
gemäss den fachkundigen Befunden stark schwankenden Krankheits- und Be-
handlungseinsicht ist der Beschwerdeführer derzeit nicht zu einer anhaltenden 
Kooperation fähig. Aus diesen Gründen ist die Notwendigkeit einer Behandlung 
offensichtlich.

d) Als weitere Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung darf die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen können als mit der Ein-
weisung in eine Einrichtung. Weil eine Unterbringung stets eine schwerwiegende 
Einschränkung der persönlichen Freiheit darstellt, muss sie verhältnismässig sein. 
Mit anderen Worten muss die Unterbringung in einer Einrichtung geeignet sein, 
den Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu Geiser/Etzensberger, 
a.a.O., N 22 ff. zu Art. 426 ZGB und Guillod, in: Büchler/Häfeli/Leuba/Stettler 
[Hrsg.], FamKomm, Erwachsenenschutz, Bern 2013, N 64 f. zu Art. 426 ZGB). 
Eine Unterbringung kommt in den Worten der Botschaft zum neuen Erwachse-
nenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (a.a.O., S. 7062). Sowohl 
aus dem Gutachten von Dr. med. E._____ als auch aus dem Bericht der Klinik 
B._____ und dem Antrag von Dr. med. D._____ geht unmissverständlich hervor, 
dass eine stationäre Behandlung unumgänglich ist und die angezeigte Behand-
lung nicht auf anderem Weg - etwa mittels ambulanter Therapie - ausreichend er-
folgen kann. Eine ambulante Therapie scheitert schon an der stark schwankenden 
Krankheits- und Behandlungseinsicht, die den Beschwerdeführer nicht zu einer 
anhaltenden Kooperation befähigt. Laut Dr. med. E._____ ist eine Behandlung bei 
möglichst weitgehender Reizabschirmung und Aussenstrukturierung indiziert. Zu-
dem ist der Beschwerdeführer in seiner derzeitigen Verfassung nicht in der Lage, 
ein selbständiges Leben zu führen. Gemäss dem Bericht der Klinik B._____ be-
kundete er schon Probleme mit dem offenen Rahmen, als er versuchsweise von 
der geschlossenen in die offene Abteilung verlegt worden war.

Ebenfalls unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit der Unterbringung zu 
berücksichtigen ist gemäss Art. 426 Abs. 2 ZGB die Belastung der Angehörigen. 
Die psychischen Störungen sowie die Alkoholsucht des Beschwerdeführers haben 
im Laufe der Zeit zu einer starken Zerrüttung der Familienverhältnisse geführt. 
Dies ergibt sich nicht nur aus den Akten, wo von verschiedenen heftigen Streite-
reien und in einem Fall gar von der Flucht der Familie aus dem gemeinsamen 
Haus die Rede ist, sondern auch aus den Ausführungen des Beschwerdeführers 
anlässlich der Hauptverhandlung. Von seiner Frau habe er sich mittlerweile defini-

Seite  11 — 14

tiv getrennt, und auch mit seinen beiden Kindern pflege er einen äusserst spärli-
chen Kontakt. Der Beschwerdeführer stellt für sein Umfeld seit geraumer Zeit eine 
grosse Belastung dar, weshalb unter diesen Umständen von seiner Familie keine 
Betreuungsleistung zu erwarten, geschweige denn zu fordern ist (vgl. Guillod, 
a.a.O., N 63 zu Art. 426 ZGB). Wie bereits erwähnt, geht aus dem Gutachten von 
Dr. med. E._____ gar hervor, dass bei Nichtbehandlung insofern eine Fremdge-
fährdung bestehe, als der Beschwerdeführer in wahnhafter Verkennung der Situa-
tion seine Familie angreife.

Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer - im Falle einer ambulanten Be-
handlung - über keine Wohnmöglichkeit verfügen würde. Er führt selber aus, dass 
er in seinem Familienhaus angesichts der oben dargelegten Verhältnisse derzeit 
nicht wohnen könne. Seine Optionen, die von einer Beherbergung im Hotel Cresta 
in O.1_____ über eine kleine Wohnung in Ilanz oder Chur bis zu einem flüchtigen, 
45 Jahre zurückliegenden Kontakt zu einer Bekannten aus Linz/Österreich rei-
chen, vermögen nicht zu überzeugen und sind mit der angezeigten Behandlung 
zweifellos nicht zu vereinbaren. Folglich drängt sich eine stationäre Behandlung in 
einer Einrichtung nicht nur aus medizinischer Perspektive auf, sondern erscheint 
auch mangels valabler Alternativen als angezeigt. Insofern genügt die Unterbrin-
gung des Beschwerdeführers in der Klinik B._____ den Anforderungen der Ver-
hältnismässigkeit.

e) Als letzte kumulative Voraussetzung für eine rechtmässige fürsorgerische 
Unterbringung fordert Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die nötige 
Behandlung und Betreuung geeignete Einrichtung. Dass die Klinik B._____ der 
Psychiatrischen Dienste Graubünde eine geeignete Einrichtung in diesem Sinne 
darstellt, steht ausser Frage. Dies anerkennt auch der Beschwerdeführer, auch 
wenn er anlässlich der Hauptverhandlung vereinzelte Punkte wie die Unterstüt-
zung bei der Körperpflege oder die Terminplanung der betreuenden Ärzte bemän-
gelt. Gemäss Dispositivziffer 1. des angefochtenen Entscheides soll der Be-
schwerdeführer alternativ zur Akutpsychiatrie auch in der Gerontopsychiatrie der 
Psychiatrischen Dienste Graubünden untergebracht werden können. Im Hinblick 
auf eine möglichst individuell angepasste Behandlung des Beschwerdeführers ist 
es begrüssenswert, dass die KESB Nordbünden der ausführenden Behörde ein 
derartiges Auswahlermessen einräumt.

f) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Voraussetzungen für eine 
fürsorgerische Unterbringung gemäss Art. 426 ZGB nach wie vor erfüllt sind. Der 
angefochtene Unterbringungsentscheid der KESB Nordbünden ist damit recht-

Seite  12 — 14

mässig erfolgt und auch in formeller Hinsicht nicht zu beanstanden. Damit ist die 
vorliegende Beschwerde abzuweisen.

3. Infolge Abweisung der Beschwerde bleibt der Beschwerdeführer vorerst in 
der Klinik B._____ untergebracht. Dies entspricht insofern seinen Absichten, als er 
sich für eine Entlassung noch gar nicht bereit fühlt und ohnehin so lange in der 
Klinik bleiben wollte, bis er vollständig gesund sei. Seinem Wunsch, die fürsorgeri-
sche Unterbringung aufzuheben und ihm dadurch die Freiheit einzuräumen, die 
Klinik nach eigenem Gutdünken jederzeit verlassen zu können, kann aus den vor-
stehend unter Ziffer 2 dargelegten Gründen nicht nachgekommen werden. Der 
Beschwerdeführer sei an dieser Stelle jedoch abermals darauf verwiesen, dass er 
- sobald er sich eine selbständige Lebensführung zutraut - bei der KESB Nord-
bünden jederzeit ein Entlassungsgesuch stellen kann, über welches dann unver-
züglich entschieden wird (Art. 426 Abs. 4 ZGB). Ein solches Gesuch wird aber nur 
Aussicht auf Erfolg haben, wenn sich der Beschwerdeführer der in der Klinik 
B._____ angebotenen Behandlung konsequent unterzieht und sich kooperativ 
verhält.

Die Vorinstanz führt in Ziff. 2 des angefochtenen Entscheides zutreffend 
aus, dass ein Entlassungsgesuch im interdisziplinären Kontext und unter Berück-
sichtigung psychosozialer Faktoren zu beurteilen ist. Laut eigenen Aussagen fühlt 
sich der Beschwerdeführer in der Klinik B._____ hingehalten. Andererseits er-
weckt er mit seinen Äusserungen den Anschein, dass er sich ein Leben ausser-
halb der Klinik derzeit selber nicht vorstellen kann. Eine konkrete Vorstellung von 
einem „Leben nach der Klinik“ würde den Beschwerdeführer mit Sicherheit moti-
vieren, die angebotene Behandlung, deren Notwendigkeit er sich grundsätzlich 
bewusst ist, konsequent durchzuziehen. Deshalb erscheint es nicht nur im Hinblick 
auf eine künftige Entlassung, sondern allgemein zur Überwindung seiner mani-
schen Phase als enorm wichtig, dem Beschwerdeführer eine Perspektive aufzu-
zeigen. Eine solche Perspektive kann sich etwa auf einen Behandlungsplan be-
ziehen, der auf das Erreichen gemeinsam definierter Ziele ausgerichtet ist, oder 
darin bestehen, dass der Beschwerdeführer schon jetzt bei der Suche nach einer 
adäquaten Wohnform begleitend unterstützt wird. Dabei hat sich die Leitung der 
Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Dienste Graubünden mit der KESB Nordbün-
den abzusprechen, ob allenfalls eine Beistandschaft errichtet oder eine andere 
Massnahme nach Erwachsenenschutzrecht getroffen werden muss.

4. In Bezug auf die Grundsätze der Kostenauflage im erwachsenenschutz-
rechtlichen Beschwerdeverfahren verweisen die Art. 63 Abs. 5 und Art. 60 Abs. 2 

Seite  13 — 14

EGzZGB subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO. Demnach werden die Pro-
zesskosten gemäss Ar. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegenden Partei auferlegt. Bei 
diesem Ausgang des Verfahrens gehen deshalb sowohl die vorinstanzlichen Ver-
fahrenskosten in Höhe von Fr. 755.-- wie auch die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens in Höhe von Fr. 1‘500.-- zu Lasten des Beschwerdeführers.

Seite  14 — 14

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden, Klinik B._____, allen-
falls in Zusammenarbeit mit der KESB Nordbünden, wird angewiesen, unter 
Einbezug von X._____ im Sinne der Erwägungen dessen Zukunftsplanung 
an die Hand zu nehmen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt Fr. 1‘500.-- gehen zu 
Lasten von X._____.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 
173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht 
schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der 
Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzu-
reichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Vor-
aussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 
72 ff. und Art. 90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: