# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4fdb5768-50de-556a-a85a-fb58e76a169f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-12
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 12.09.2025 ZR1 2024 174
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2024-174_2025-09-12.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 12. September 2025
mitgeteilt am 23. September 2025

Referenz ZR1 24 174

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Aebli, Vorsitz
Bäder Federspiel und Richter-Baldassarre
Jent-Sørensen, Aktuarin ad hoc

Parteien A.________
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Claudio Allenspach

gegen

B.________
Berufungsbeklagte 1
vertreten durch Rechtsanwältin MLaw Flavia Brülisauer

C.________
Berufungsbeklagter 2
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Suenderhauf

und

Erben von D.________  nämlich: 

E.________

F.________

Gegenstand Aufhebung von Miteigentum

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Anfechtungsobj. Entscheid Regionalgericht Plessur vom 17. Mai 2024, mitgeteilt 
am 16. August 2024 (Proz. Nr. 115-2021-53)

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Sachverhalt

A.a. Mit schriftlicher Vereinbarung vom 29. Januar 1996 begründeten 
G.________, H.________ und C.________ Miteigentum am Gemälde "Ein Arzt bei 
einer kranken Frau" von Pieter de Hooch (1629-1684), Oel auf Leinwand, 65 cm x 
56 cm, gerahmt. Die Anteile legten sie dabei wie folgt fest: 

G.________ 28.125 Anteile
H.________ 28.125 Anteile
C.________ 18.750 Anteile
Total 75.000 Anteile

A.b. Mit Erklärung vom 21. Januar 2016 bestätigte H.________, dass er keine 
rechtlichen Ansprüche mehr am Gemälde habe. Seine 28.125 Anteile seien an 
D.________ (recte: D.________; vgl. nachfolgend lit. O.; so wird ihr Name im 
Folgenden generell geschrieben) übergegangen. Im Rahmen eines Vergleichs vor 
Bezirksgericht Dielsdorf vom 29. Juni 2016 übertrug D.________ 10.000 Anteile 
ihrer 28.125 Anteile am Gemälde an I.________ zu Eigentum. Mit Vereinbarung 
vom 23. März 2017 verkaufte I.________ ihre 10.000 Anteile am Gemälde der 
Grischa Stellenvermittlung AG. 

A.c. Per 21. Juni 2017 fusionierte die Grischa Stellenvermittlung AG mit der 
B.________. Auf den gleichen Tag hin wurde die Grischa Stellenvermittlung AG im 
Handelsregister gelöscht.

B. Am 16. August 2017 reichte die B.________ gegen G.________, 
C.________ und D.________ beim Vermittleramt Plessur ein Schlichtungsgesuch 
auf Aufhebung des Miteigentums am Gemälde ein. Nachdem an der 
Schlichtungsverhandlung keine Einigung erzielt werden konnte, stellte der 
Vermittler am 26. Oktober 2017 die Klagebewilligung aus. 

C. Mit Eingabe vom 24. Januar 2018 erhob die B.________ gegen G.________, 
C.________ und D.________ beim Regionalgericht Plessur Klage auf Aufhebung 
des Miteigentums mit folgendem Rechtsbegehren:

1. Es sei das Miteigentum am Gemälde "Ein Arzt bei einer kranken Frau" 
von Pieter de Hooch (1629-1684), Oel auf Leinwand, 65 cm x 56 cm, 
gerahmt, aufzuheben, im Sinne von Art. 651 Abs. 2 ZGB öffentlich zu 
versteigern und der Steigerungserlös wie folgt zu verteilen: 

10.000/75 zu Gunsten der Klägerin;

28.125/75 zu Gunsten des Beklagten 1; 

18.750/75 zu Gunsten des Beklagten 2; und

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18.125/75 zu Gunsten der Beklagen 3.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten in 
Solidarhaftung.

D. Die gemeinsame Klageantwort von G.________, C.________ und 
D.________ datiert vom 16. April 2018. Sie beantragten: 

1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese überhaupt 
einzutreten ist. 

2. Eventualiter sei der objektive Wert des behaupteten Anteils der Klägerin 
am streitgegenständlichen Gemälde auf Grundlage des von ihr hierfür 
bezahlten Kaufpreises, subeventuell anhand einer gerichtlichen 
Expertise, festzulegen, und den Beklagten alsdann die Möglichkeit 
einzuräumen, den behaupteten Anteil der Klägerin am Gemälde in 
Abgeltung dieses Wertes zu übernehmen.

3. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge (zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer) zu 
Lasten der Klägerin.

E. Nach Durchführung des erstinstanzlichen Verfahrens mit Einvernahme von 
H.________ und I.________ als Zeugen erging am 5. Juni 2019 zunächst 
unbegründet, dann begründet mitgeteilt am 28. Juni 2019, folgender Entscheid des 
Regionalgerichts Plessur vom 28. Mai 2019 (Proz. Nr. 115-2018-6):

1. Die Klage wird abgewiesen.

2.a) Die Gerichtskosten von CHF von 16'745.00 gehen zu Lasten der 
B.________ und werden mit den von ihr geleisteten Vorschüssen von 
CHF 21'000.00 verrechnet. Die Differenz von CHF 4'255.00 wird der 
B.________ durch den Kanton Graubünden erstattet. 

  b) G.________, C.________ und D.________ (recte: D.________) wird 
der durch sie geleistete Vorschuss von insgesamt CHF 550.00 durch 
den Kanton Graubünden erstattet.

  c) Die B.________ hat G.________, C.________ und D.________ (recte: 
D.________) eine Parteientschädigung von insgesamt CHF 25'298.75 
(inkl. Barauslagen, Interessenwertzuschlag und MwSt.) zu bezahlten. 

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung)

F. Gegen diesen Entscheid reichte die B.________ am 29. August 2019 
Berufung beim damaligen Kantonsgericht von Graubünden ein (ZK1 19 144) mit 
folgenden Anträgen:

1. Der Entscheid des Regionalgerichts Plessur 115-2018-6 vom 28. Mai 
2019 sei aufzuheben und es sei das Miteigentum am Gemälde "Ein Arzt 
bei einer kranken Frau" von Pieter de Hooch (1629-1684), Oel auf 
Leinwand, 65 cm x 56 cm, gerahmt, aufzuheben, im Sinne von Art. 651 
Abs. 2 ZGB öffentlich zu versteigern und der Steigerungserlös wie folgt 
zu verteilen: 

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10.000/75 zu Gunsten der Berufungsklägerin;

28.125/75 zu Gunsten des Berufungsbeklagten 1;

18.750/75 zu Gunsten des Berufungsbeklagten 2; und

18.125/75 zu Gunsten der Berufungsbeklagten 3.

2. Eventualiter sei der Entscheid des Regionalgerichts Plessur 115-2018-
6 vom 28. Mai 2019 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an 
das Regionalgericht Plessur zurückzuweisen. 

3. Subeventualiter sei der Entscheid des Regionalgerichts Plessur 115-
2018-6 vom 28. Mai 2019 Dispositivziffer 2 dahingehend aufzuheben 
und abzuändern, als dass die Gerichtskosten angemessen, mithin auf 
maximal CHF 7'000.00 festzusetzen und die Berufungsbeklagten 
insgesamt mit maximal CHF 14'528.75 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
zu entschädigen sind. 

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Berufungsbeklagten in Solidarhaftung. 

G. Mit Berufungsantwort und Anschlussberufung vom 2. Oktober 2019 wurde 
namens von G.________ und D.________ Folgendes beantragt: 

A. Betreffend Berufung

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf dieselbe 
überhaupt einzutreten ist.

2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich die 
gesetzliche Mehrwertsteuer auf die ausseramtliche Entschädigung) für 
sämtliche Instanzen zu Lasten der Berufungsklägerin.

B. Betreffend Anschlussberufung

1. Dispositivziffer 2./c des angefochtenen Entscheids sei aufzuheben, 
soweit die geltend gemachte Parteientschädigung den 
Berufungsbeklagten 1 und 3 nicht zugesprochen wurde.

2. Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, G.________ und D.________ 
(recte: D.________) für das erstinstanzliche Verfahren eine 
Parteientschädigung von insgesamt CHF 44'684.75 (inkl. Barauslagen, 
Interessenwertzuschlag und MwSt.) zu bezahlen.

3. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich die 
gesetzliche Mehrwertsteuer auf die ausseramtliche Entschädigung) für 
sämtliche Instanzen zu Lasten der Berufungsklägerin.

H. Nach Durchführung des Berufungsverfahrens erging mit Datum vom 9. Juli 
2021 folgendes Urteil:

1. In Gutheissung der Berufung wird der Entscheid des Regionalgerichts 
Plessur vom 28. Mai 2019 aufgehoben und die Sache an das 
Regionalgericht Plessur zurückgewiesen.

2. Die Anschlussberufung wird zufolge Gegenstandslosigkeit 
abgeschrieben. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden auf 
CHF 10'000.00 festgesetzt.

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4. Die Festsetzung einer Parteientschädigung und die Verteilung der 
Prozesskosten für das Berufungsverfahren wird dem Regionalgericht 
Plessur überlassen.

5. Es wird vorgemerkt, dass die B.________ für die Gerichtskosten des 
Berufungsverfahrens einen Kostenvorschuss in Höhe von 
CHF 10'000.00 geleistet hat.

6. Der Kostenvorschuss für die Anschlussberufung in Höhe von 
CHF 2'000.00 wird G.________ und D.________ (recte: D.________) 
durch das Kantonsgericht erstattet.

7. (Rechtsmittelbelehrung)

8. (Mitteilung)

I. Gegen dieses Urteil wurde namens von G.________ und D.________ am 
15. September 2021 Beschwerde beim Bundesgericht (5A_747/2021) erhoben und 
verlangt, die Berufung der B.________ vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf 
einzutreten sei, sowie die Anschlussberufung gutzuheissen. Weil die 
Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG zur Anfechtung eines 
Zwischenentscheides nicht gegeben waren, trat das Bundesgericht auf die 
Beschwerde mit Urteil vom 21. März 2022 nicht ein.

J. Aufgrund der Rückweisung im Berufungsentscheid vom 9. Juli 2021 teilte das 
Regionalgericht Plessur den Parteien am 1. März 2024 mit, dass direkt die 
Urteilsberatung stattfinde. Der Entscheid mit der Proz. Nr. 115-2021-53 vom 17. Mai 
2024 erging zunächst unbegründet, dann wurde er am 16. August 2024 in 
begründeter Form mitgeteilt. Er lautet wie folgt:

1. Die Klage wird gutgeheissen.

2. Das Miteigentum von B.________, G.________, C.________ und 
D.________ (recte: D.________) am Gemälde "Ein Arzt bei einer 
kranken Frau" von Pieter de Hooch (1629-1684), Öl auf Leinwand, 65 x 
56 cm, gerahmt, wird aufgehoben.

3. Das Regionalpräsidium der Region Plessur wird angewiesen, das 
Gemälde "Ein Arzt bei einer kranken Frau" von Pieter de Hooch nach 
den Vorschriften von Art. 229 ff. OR (öffentliche private Versteigerung) 
öffentlich zu versteigern. 

4. Der Erlös der Versteigerung ist nach Abzug der Versteigerungskosten 
an die Parteien im Verhältnis ihres Miteigentums, d.h. 10.00/75.00 an 
die B.________, 28.125/75.00 an G.________, 18.75/75.00 an 
C.________ und 18.125/75.00 an D.________ (recte: D.________), zu 
verteilen.

5.a) Die Gerichtskosten für das Verfahren 115-2018-6 vor dem 
Regionalgericht Plessur betragen CHF 16'745.00 (Entscheidgebühr von 
CHF 15'900.00, der Schlichtungspauschale von CHF 500.00 und den 
Kosten der Beweisführung von CHF 345.00). Sie gehen zu je einem 
Drittel unter solidarischer Haftung zu Lasten von G.________, 
C.________ und D.________ (recte: D.________).

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Die Gerichtskosten für das Verfahren 115-2021-53 vor dem 
Regionalgericht Plessur betragen CHF 8'000.00 für den begründeten 
Entscheid. Sie gehen unter solidarischer Haftung zu je 9/20 zu Lasten 
von G.________ und D.________ (recte: D.________) sowie zu 2/20 zu 
Lasten von C.________.

Die Gerichtskosten werden mit den von G.________, C.________ und 
D.________ (recte: D.________) geleisteten Vorschüssen von CHF 
550.00 verrechnet.

Die Gerichtskosten werden mit den von der B.________ geleisteten 
Vorschüssen von CHF 21'000.00 (inkl. Schlichtung) verrechnet.

Den Fehlbetrag von CHF 3'195.00 haben G.________, C.________ und 
D.________ (recte: D.________) dem Kanton Graubünden 
nachzuzahlen.

G.________, C.________ und D.________ (recte: D.________) haben 
der B.________ die geleisteten Vorschüsse von CHF 21'000.00 unter 
solidarischer Haftung zu ersetzen.

  b) Die Gerichtskosten für das Verfahren ZK1 19 144 vor dem 
Kantonsgericht von Graubünden in der Höhe von CHF 10'000.00 gehen 
unter solidarischer Haftung zu je 9/20 zu Lasten von G.________ und 
D.________ (recte: D.________) sowie zu 2/20 zu Lasten von 
C.________.

Die Gerichtskosten werden mit den von der B.________ geleisteten 
Vorschüssen von CHF 10'000.00 verrechnet.

G.________, C.________ und D.________ (recte: D.________) haben 
der B.________ die geleisteten Vorschüsse von CHF 10'000.00 unter 
solidarischer Haftung zu je 9/20 zu Lasten von G.________ und 
D.________ (recte: D.________) sowie zu 2/20 zu Lasten von 
C.________ zu ersetzen.

  c) G.________, C.________ und D.________ (recte: D.________) haben 
der B.________ für das Verfahren 115-2018-6 vor dem Regionalgericht 
Plessur unter solidarischer Haftung zu je einem Drittel eine 
Parteientschädigung von CHF 12'587.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
zu bezahlen.

G.________, C.________ und D.________ (recte: D.________) haben 
der B.________ für das Verfahren 115-2021-53 vor dem 
Regionalgericht Plessur unter solidarischer Haftung zu je 9/20 zu Lasten 
von G.________ und D.________ (recte: D.________) sowie zu 2/20 zu 
Lasten von C.________ eine Parteientschädigung von CHF 1'000.00 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

G.________, C.________ und D.________ (recte: D.________) haben 
der B.________ für das Verfahren ZK1 19 144 vor dem Kantonsgericht 
von Graubünden unter solidarischer Haftung zu je 9/20 zu Lasten von 
G.________ und D.________ (recte: D.________) sowie zu 2/20 zu 
Lasten von C.________ eine Parteientschädigung von CHF 9'254.90 
(inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

6. (Rechtsmittelbelehrung) 

7. (Mitteilung)

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K. Gegen den Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 17. Mai 2024 reichte 
Rechtsanwalt Bardill namens von G.________ (nachfolgend Berufungskläger) und 
D.________ gegen die B.________ und unter Erwähnung des abstandserklärenden 
Beklagten 2 C.________ am 13. September 2024 Berufung beim damaligen 
Kantonsgericht von Graubünden ein und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 17. Mai 
2024, mitgeteilt am 16. August 2024 (Proz. Nr. 115-2021-53), sei 
vollumfänglich aufzuheben.

2. Die Klage der B.________ sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf 
diese überhaupt einzutreten sei.

3. Eventualiter sei die Sache im Sinne der Erwägungen zur erneuten 
Abklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich die 
gesetzliche Mehrwertsteuer auf die ausseramtliche Entschädigung) für 
beide Instanzen zu Lasten der Klägerin.

L. C.________ liess am 11. Oktober 2024 (Poststempel) seine bereits früher 
erklärte Abstandserklärung bestätigen. Die B.________ (nachfolgend 
Berufungsbeklagte 1) erstattete am 11. Oktober 2024 ihre Berufungsantwort mit 
folgendem Rechtsbegehren (und stellte ausserdem zwei prozessuale Anträge 
[Sicherheitsleistung für die Parteientschädigung, Einreichung aktueller 
Anwaltsvollmacht mitsamt Handlungsfähigkeitszeugnis von D.________]):

1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten 
werden kann.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der 
Berufungskläger 1 und 3 in Solidarhaftung.

M. Für die Kosten des Berufungsverfahrens wurde ein Kostenvorschuss von 
CHF 10'000.00 eingeholt, der geleistet wurde. Die Parteien wurden über die 
Behandlung des Gesuches um Sicherheitsleistung im separaten Verfahren ZK1 24 
191 informiert.

N. Rechtsanwalt Bardill reichte mit Datum vom 6. Dezember 2024, neu lediglich 
namens des Berufungsklägers (G.________), eine Replik ein, die 
Berufungsbeklagte 1 am 17. Januar 2025 die Duplik, die sich gegen den 
Berufungskläger und D.________ "vormalige Beklagte 3" richtete sowie den 
abstandserklärenden Beklagten 2 C.________ nennt.

O. Am 19. Dezember 2024 wurde beim Bezirksgericht Dielsdorf eine schriftliche 
Auskunft betreffend Erben von D.________ eingeholt. Aus dem zugestellten 
Erbschein ergibt sich zum einen die korrekte Schreibweise des Namens der 

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Verstorbenen und zum anderen, dass sie als gesetzliche Erben zwei Nachkommen, 
E.________ und F.________, hinterlassen hat.

P. Per 1. Januar 2025 fusionierte das Kantonsgericht von Graubünden mit dem 
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zum Obergericht des Kantons 
Graubünden. Infolge der damit verbundenen Anpassung der Verfahrensnummern 
wird das Verfahren ZK1 24 174 neu als ZR1 24 174 geführt.

Q. Die Duplik vom 17. Januar 2025 wurde dem Berufungskläger zur Kenntnis 
gebracht, der um eine Fristansetzung für eine ergänzende Stellungnahme bis zum 
20. Februar 2025 ersuchte.

R. Mit Verfügung vom 20. Januar 2025 wurde das Verfahren bis zum 21. März 
2025 sistiert, um den Erben von D.________ Gelegenheit zu geben, die von 
Rechtsanwalt Bardill ohne Vollmacht und namens der Verstorbenen erklärte 
Berufung zu genehmigen. Nachdem die Erben innert Frist die Berufung nicht 
genehmigten, wurde ihnen am 4. April 2025 Gelegenheit gegeben, aus der Sicht 
von Berufungsbeklagten Stellung zu nehmen. Mit Eingaben je datiert vom 19. Mai 
2025 erklärten E.________ und F.________ gleichlautend den Abstand.

S. Am 7. März 2025 teilte Rechtsanwalt Claudio Allenspach mit, dass er 
nunmehr den Berufungskläger vertrete, nachdem Rechtsanwalt Bardill leider 
verstorben sei.

T. Mit Eingabe vom 15. April 2025 machte die Berufungsbeklagte 1 geltend, die 
Erben D.________ hätten nicht als Berufungsbeklagte 3.1 und 3.2 (vgl. lit. R) ins 
Rubrum aufgenommen werden dürfen, u.a. weil sich die Berufung nur noch gegen 
sie allein richte.

U. Am 15. August 2025 wurde dem Berufungskläger Gelegenheit gegeben, die 
beantragte Stellungnahme zur Duplik einzureichen und sich zur Eingabe vom 
15. April 2025 der Berufungsbeklagten 1 sowie den Abstandserklärungen der Erben 
zu äussern. Die entsprechende Stellungnahme des Berufungsklägers datiert vom 
28. August 2025. Die vorinstanzlichen Akten sowie jene des Verfahrens ZK1 19 144 
wurden beigezogen. Die Sache ist spruchreif.

Erwägungen

1.1. Der angefochtene Entscheid ist ein erstinstanzlicher Endentscheid, der 
grundsätzlich mit Berufung anfechtbar ist (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). In 

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vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der 
Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Im vorliegenden Fall wurde der 
Streitwert bereits im ersten Berufungsverfahren (ZK1 19 144) erörtert, und weil die 
Parteien keine Einigung über den Streitwert erzielt hatten, wurde dieser vom Gericht 
bestimmt (Art. 91 Abs. 2 ZPO). Wird eine Aufhebungsklage nach Art. 650 ZGB wie 
auch eine Teilungsklage nach Art. 651 Abs. 2 ZGB erhoben, so entspricht der 
Streitwert dem Gesamtwert der Sache (BRUNNER/WICHTERMANN, in: Geiser/Wolf 
[Hrsg.], Basler Kommentar Zivilgesetzbuch II, Art. 457–977 ZGB, 7. Aufl. 2024, 
Art. 651 N. 17). Wie die Vorinstanz damals ausgeführt hatte, sind die Parteien 
ursprünglich von einem Gesamtwert des Gemäldes von CHF 750'000.00 
ausgegangen (act. B.1 E. 1 [ZK1 19 144]). Die Berufungsklägerin jenes Verfahrens 
zog diesen Streitwert nicht in Zweifel, während die damaligen Berufungsbeklagten 1 
und 3 ihn – zumindest mit Bezug auf die Höhe der Parteientschädigung – auf 
CHF 1.4 Mio. bezifferten (act. A.2 Ziff. 9.2 [ZK1 19 144]). Ob der Streitwert mehr als 
CHF 750'000.00 beträgt, kann an dieser Stelle offenbleiben, weil er die für die 
Berufung vorausgesetzte Höhe in jedem Fall übersteigt. Das hat sich bis heute nicht 
geändert, sodass auch die Berufung im vorliegenden Verfahren zulässig ist.

1.2. Die Berufung ist innert 30 Tagen seit Zustellung des begründeten Entscheids 
schriftlich, begründet und unter Beilage des angefochtenen Entscheides (Art. 311 
ZPO) beim Kantonsgericht bzw. Obergericht des Kantons Graubünden (Art. 7 
Abs. 1 EGzZPO; BR 320.100) einzureichen. Der erstinstanzliche Entscheid ging 
dem Berufungskläger in begründeter Form am 19. August 2024 zu (RG-act. V/3). 
Die dagegen mit Eingabe vom 13. September 2024 erhobene Berufung erfolgte 
demnach fristgerecht (act. A.1). Sie entspricht zudem den in Art. 311 ZPO 
vorgegebenen Formerfordernissen. Auf die Berufung ist einzutreten.

1.3. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen 
Verfahrens dar, sondern ist als eigenständiges Verfahren ausgestaltet 
(BGE 142 III 413 E. 2.2.1). Mit der Berufung kann unrichtige Rechtsanwendung und 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). 
Die Berufungsinstanz verfügt über eine unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und 
Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung 
(Angemessenheitsprüfung). In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 
ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid 
in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der 
genannten Mängel leidet. Das setzt – jedenfalls grundsätzlich – voraus, dass der 
Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich 

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inhaltlich mit diesen auseinandersetzt und mittels präziser Verweisungen auf die 
Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitungen 
und Einreden erhoben wurden beziehungsweise aus welchen konkreten 
Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll (statt vieler 
BGE 138 III 374 E. 4.3.1 m.w.H.). Das Berufungsgericht ist jedenfalls nicht 
gehalten, von sich aus wie ein erstinstanzliches Gericht alle sich stellenden 
tatsächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden 
Rügen der Parteien vor der zweiten Instanz vorliegen. Abgesehen von 
offensichtlichen Mängeln hat sich das Berufungsgericht grundsätzlich auf die 
Beurteilung der in der Berufung und Berufungsantwort gegen das erstinstanzliche 
Urteil erhobenen Beanstandungen zu beschränken. Die Rügen der Parteien geben 
mithin das Prüfungsprogramm der Berufungsinstanz vor. In rechtlicher Hinsicht ist 
das Berufungsgericht, in Anwendung des Grundsatzes iura novit curia, bei dieser 
Prüfung jedoch weder an die Erwägungen der ersten Instanz noch an die 
Argumente der Parteien gebunden. In tatsächlicher Hinsicht ist es nicht an die 
Feststellungen des erstinstanzlichen Gerichts gebunden, auch wenn mangels 
entsprechender Sachverhaltsrügen der Parteien im Berufungsverfahren der 
erstinstanzliche Entscheid nach dem Gesagten in der Regel als Grundlage des 
Rechtsmittelverfahrens dient (vgl. BGE 144 III 394 E. 4.1.4; 142 III 413 E. 2.2.4; je 
m.w.H.).

1.4. Die streitige Angelegenheit war bereits im Verfahren ZK1 19 144 mit einer 
Berufung angefochten worden, die mit Urteil des Kantonsgerichts Graubünden vom 
9. Juli 2021 entschieden worden war: Der vorinstanzliche Entscheid wurde 
aufgehoben und die Sache in Gutheissung der Berufung an das Regionalgericht 
Plessur zurückgewiesen. Das Dispositiv und die Erwägungen des 
Rückweisungsentscheides sind für die Vorinstanz – und im Falle einer zweiten 
Berufung – auch für die Rechtsmittelinstanz selber verbindlich (vgl. BGE 143 III 290 
E. 1.5; Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich LB170009 vom 6. Juni 2017 
E. II.1.c). Keine Bindung besteht an jene Punkte, über die sich die Berufungsinstanz 
nicht ausgesprochen hat (SEILER, Die Berufung nach ZPO, 2013, Rz. 1545).

2.1. Erstmals in der Berufungsantwort (act. A.3 Rz. 5) wies die Berufungsbeklagte 
1 darauf hin, dass sie im Zuge des Verfassens der Rechtsschrift Kenntnis davon 
erhalten habe, dass D.________ am 13. November 2023 verstorben sei. 
Verstorbene seien nicht mehr parteifähig, sodass eine Prozessvoraussetzung, die 
für alle notwendigen Streitgenossen erfüllt sein müssten, fehle. Die Berufung hätte 
von ihren Erben erhoben werden müssen, was nicht geschehen sei. Zwar würden 
rechtzeitige Prozesshandlungen eines Streitgenossen für die anderen wirken, was 

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jedoch nicht für die Ergreifung von Rechtsmitteln (Art. 70 Abs. 2 ZPO) gelte. Auf ein 
nicht von allen Streitgenossen erhobenes Rechtsmittel könne nicht eingetreten 
werden.

2.2. In der Replik (act. A.4) änderte der Rechtvertreter der beiden bisherigen 
Berufungskläger die Verfahrensbeteiligung und strich die noch in der Berufung als 
Berufungsklägerin 3 aufgeführte D.________ ersatzlos. Auf der Gegenseite blieb 
es wie bisher bei der Berufungsbeklagten B.________ und der Nennung des 
abstanderklärenden Beklagten 2 C.________. Dabei wies er darauf hin, dass er 
bisher vom Tod von D.________ keine Kenntnis gehabt habe, ebenso wenig wie 
offenbar auch das Regionalgericht, das ein Urteil gegen eine verstorbene Person 
ausgefällt habe. Hätte der Berufungskläger bzw. sein Rechtsvertreter vom Ableben 
Kenntnis gehabt, wäre die Berufung selbstverständlich nur im Namen des 
Berufungsklägers (G.________) erhoben worden. Ein Vertretungsverhältnis 
bezüglich der "Erben D.________ habe nicht bestehen können, weil eine 
verstorbene Person nicht vertreten werden könne. Die Verstorbene habe dem 
Berufungskläger am 12. Februar 2018 eine Generalvollmacht erteilt, die mit ihrem 
Tod erloschen sei, sodass das anwaltliche Vertretungsverhältnis auch nicht mehr 
habe substituiert werden können. Rechtsanwalt Bardill vertrete nunmehr weder die 
Verstorbene noch ihre Erben (act. A.4 A. Rz. 3.2 a). Das Urteil hätte nach ihrem Tod 
gar nicht ergehen dürfen; ein Urteil gegen eine verstorbene Person sei ausserdem 
nicht vollstreckbar (act. A.4 A. Rz. 3.2 b/cc). Es könnten auch nicht einfach die 
Parteibezeichnungen des erstinstanzlichen Urteils geändert werden, um nunmehr 
anstelle der Verstorbenen ihre allfälligen Erben aufzuführen. Das Problem der 
Vollstreckbarkeit der der Verstorbenen auferlegten Parteientschädigung stelle sich 
im vorliegenden Verfahren nicht, da die Berufungsbeklagte 1 mit ihrer Klage nach 
dem Versterben von D.________ ohnehin nicht erfolgreich sein könne (act. A.4 A. 
Rz. 3.2 b/cc). Die Angehörigen der Verstorbenen seien nach dem Tod ihrer Mutter 
nicht an das Regionalgericht oder die übrigen Miteigentümer des Gemäldes gelangt, 
obwohl der hängige Prozess in zahlreichen Dokumenten erwähnt gewesen sei 
(act. A.4 A. Rz. 3.2 b/dd). Prozessual belaste die fehlende Kenntnis einzig die 
Berufungsbeklagte 1, die hätte sicherstellen müssen, dass sich ihre Klage im 
Zeitpunkt des Entscheides des Regionalgerichts vom 17. Mai 2024 nicht gegen eine 
Verstorbene richtete (act. A.4 A. Rz. 3.2 b/dd). Die Berufungsbeklagte 1 bringe vor, 
dass die Verstorbene nicht parteifähig sei, sodass eine Prozessvoraussetzung für 
die Berufung fehle; diese hätte vom Berufungskläger zusammen mit deren Erben 
erhoben werden müssen, sodass auf die Berufung nicht einzutreten sei (act. A.4 A. 
Rz. 5.1). Allerdings habe jeder notwendige Streitgenosse eine selbständige 
Rechtsmittellegitimation; getrenntes Handeln sei insbesondere im Zusammenhang 

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mit der Teilung gemeinsamen Eigentums möglich, was sich auch aus der Literatur 
ergebe (act. A.4 A. Rz. 5.2 a und b). Der Tod von D.________ habe die 
Ausgangslage komplett verändert, weil die Parteifähigkeit mit dem Tod ende. Eine 
verstorbene Person könne nicht beklagt werden und folglich könne auch kein 
gerichtliches Urteil gegen diese Person ergehen. Da bei einer Klage auf Aufhebung 
von Miteigentum alle Miteigentümer am Gerichtsverfahren teilnehmen müssten, 
habe die klagende Partei alle anderen nicht klagewilligen Beteiligten ins Verfahren 
miteinzubeziehen (act. A.4 A. Rz. 5.2 c). Im Zeitpunkt der Urteilsfällung seien wegen 
des Versterbens von D.________ nicht sämtliche Miteigentümer eingeklagt 
gewesen. Es sei daher nicht nachvollziehbar, wenn die Berufungsbeklagte 1 meine, 
sie dürfte ihre Klage im massgeblichen Zeitpunkt der Urteilsfällung gegen eine 
verstorbene Person richten, der Rechtsmittelkläger habe aber alsdann sein 
Rechtsmittel zusammen mit den allfälligen Erben einreichen müssen (act. A.4 A. 
Rz. 5.2 c). Auf die Berufung des Berufungsklägers müsse eingetreten werden, 
hingegen sei das Urteil des Regionalgerichts aufzuheben, weil auf eine Klage gegen 
eine verstorbene Person nicht eingetreten werden könne (act. A.4 A. Rz. 5.3). Aus 
dem Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich RU170058 vom 17. Oktober 2017 
E. II./3. ergebe sich, dass es eigentlich nicht möglich gewesen wäre, den Prozess 
nach dem Tod fortzuführen bis die Erbfolge feststehe und bekannt sei, was wohl zur 
Sistierung des Verfahrens hätte führen müssen. Die Klagegutheissung sei daher 
ein Fehlentscheid und die Vorinstanz hätte die Klage nicht gutheissen dürfen. Das 
könne nicht dadurch korrigiert werden, dass die Berufungsinstanz nunmehr die 
Erbfolge nachträglich feststelle und einfach die Namen austausche (act. A.4 C. 
Rz. 1.1 a). Richtig wäre ein Nichteintreten auf die Klage gewesen (act. A.4 C. 
Rz. 1.1 b/aa). Angesichts des Alters der Verstorbenen hätte es für die 
Berufungsbeklagte 1 erst Recht Grund gegeben, abzuklären, ob im Laufe des 
erstinstanzlichen Verfahrens auf der Beklagtenseite eine Änderung eingetreten sei 
(act. A.4 C. Rz. 1.1 b/bb). Der vorinstanzliche Entscheid sei daher aufzuheben und 
auf die Klage der Berufungsbeklagten 1 sei gar nicht einzutreten. An 
Gerichtsverfahren zur Aufhebung des Miteigentums müssten alle Miteigentümer 
beteiligt sein, ausser sie würden mit der aufhebungswilligen Miteigentümerschaft 
übereinkommen oder sich dem Prozessergebnis zum Vorneherein unterwerfen 
(act. A.4 C. Rz. 1.2 a). Tod bedeute nicht nur mangelnde Parteifähigkeit, sondern 
überdies, dass nicht alle passivlegitimierten Miteigentümer eingeklagt worden 
seien. Die Behauptung, D.________ sei Miteigentümerin am Gemälde, sei falsch, 
weil Verstorbene nicht Miteigentümer sein könnten, und im Zeitpunkt der 
Entscheidfällung sei D.________ nicht mehr am Leben gewesen (act. A.4 C. Rz. 1.2 
b). Schliesslich stehe nicht fest, ob es überhaupt Erben gebe und ob sie 
ausgeschlagen hätten, ob die Ausschlagungsvermutung greife und ob die 

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Miteigentumsanteile noch der Erblasserin gehört hätten. Das müsse jedoch nicht 
der Berufungskläger wissen, sondern die Berufungsbeklagte 1, die die 
Miteigentumsverhältnisse im Urteilszeitpunkt substantiiert behaupten und 
nachweisen müsse (act. A.4 C. Rz. 1.2 b/aa und bb). Neue Behauptungen in Bezug 
auf die Miteigentümerschaft wären verspätet und daher unzulässig (act. A.4 C. 
Rz. 1.2 c).

3.1. Der den Abstand erklärende C.________ hat sich – entsprechend der von 
ihm gewählten prozessualen Stellung – zu diesen Vorbringen nicht geäussert 
(act. A.2). 

3.2. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass Streitgenossen, die den 
Abstand erklären, das Urteil vorbehaltlos anerkennen (RUGGLE, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 70 N. 24) bzw. sich "dem später 
ergehenden Urteil unterwerfen" (VON HOLZEN, Die Streitgenossenschaft im 
Zivilprozess, Basler Studien zur Rechtswissenschaft, Reihe A Privatrecht, Band 85, 
2006,  S. 99; BGE 74 II 215 E. 4: "Statt dessen kann sie [die betreffende Partei] aber 
auch zuhanden der Gerichte die Erklärung abgeben, sie anerkenne das Urteil, wie 
es auch lauten wird, als für sie selbst ebenfalls verbindlich"). Nehmen alle 
notwendigen Streitgenossen am Verfahren teil bzw. haben sie sich im vorstehenden 
Sinne dem zu ergehenden Urteil unterworfen, so kann die Klage – mit Wirkung für 
und gegen alle Miteigentümer – beurteilt werden (BGE 84 III 451 E. 3) und wird nicht 
wegen fehlender Aktiv- oder Passivlegitimation abgewiesen, obwohl die 
Verzichtenden nicht aktiv am Prozess teilnehmen (GROSS/ZUBER, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 
Band I, Art. 1-149 ZPO, 2012, Art. 70 N. 20).

4.1. Die Berufungsbeklagte 1 äusserte sich in der Duplik (act. A.5) wie folgt: 
Versterbe eine Partei, bevor sie ein Rechtsmittel ergriffen habe, so könne das 
eingeleitete Verfahren nicht übernommen werden (Urteil des Bundesgerichts 
4A_441/2022 vom 3. Januar 2024 E. 1.1), die Erben müssten dieses kraft 
Universalsukzession in eigenem Namen einleiten. Solange die Erben von 
D.________ nicht festgestellt seien, bleibe der Berufungsbeklagten 1 aber nichts 
Anderes übrig, als ihre Begehren gegen die "Berufungskläger" zu richten (act. A.5 
Rz. 5). Das Gericht werde aufgefordert, angesichts der Gesamtrechtsnachfolge von 
Amtes wegen den Erbschein und den Familienausweis zu beschaffen. Inzwischen 
sei das Verfahren zu sistieren (act. A.5 Rz. 6). Beim Tod einer Partei würden die 
Erben ipso iure an die Stelle der verstorbenen Person treten. Für die verstorbene 
Partei könne in deren Namen kein Rechtsmittel eingelegt werden (Urteil des 

15 / 24

Bundesgerichts 4A_441/2022 vom 3. Januar 2024 E. 1.1). Für den gesetzlichen 
Parteiwechsel kraft Gesamtrechtsnachfolge bedürfe es keiner Parteierklärung. Der 
vorinstanzliche Entscheid sei auch vollstreckbar (act. A.5 Rz. 6). Rechtsanwalt 
Bardill habe auch D.________ vertreten; eine indirekte Vertretung gebe es nicht 
(act. A.5 Rz. 8). Die angebliche Zusicherung hinsichtlich der Verschonung von 
Kosten könne nur inter partes wirken; deshalb würden D.________ bzw. ihre Erben 
das vollumfängliche Kostenrisiko tragen (act. A.5 Rz. 8). Bei der Aufhebung des 
Miteigentums führten diejenigen Gesamthänder, die sich der Klage nicht 
anschliessen würden, den Prozess auf der Passivseite als notwendige 
Streitgenossenschaft (act. A.5 Rz. 12 m.H.a. GROSS/ZUBER, a.a.O., Art. 70 ZPO N. 
18 ff.). Der Anteil der Verstorbenen werde nicht einfach herrenlos, sondern die 
Erben träten ohne weiteres an die Stelle der verstorbenen Person (act. A.5 Rz. 22). 
Da die Berufung lediglich vom Berufungskläger (G.________) erhoben worden sei, 
sei sie schon deshalb abzuweisen. Rechtsanwalt Bardill habe es unterlassen, den 
Tod seiner Mandantin mitzuteilen. Den Erben gegenüber würde der bereits 
ergangene Sachentscheid ebenfalls gelten (act. A.5 Rz. 23 f.).

4.2. Mit der Eingabe vom 15. April 2025 (act. A.8) wies die Berufungsbeklagte 1 
auf die Verfügung vom 4. April 2025 hin, wonach die Berufung mangels 
Vernehmlassung durch die beiden Erben D.________ als nicht genehmigt gelte. Sie 
beanstandet, dass die Erben – nachdem sie kein Rechtsmittel ergriffen hätten – 
nunmehr ohne weiteres als Berufungsbeklagte 3.1 und 3.2 aufgeführt worden seien. 
Das Bundesgericht habe in BGE 130 III 550 entschieden, dass jeder Miterbe 
unabhängig von seinen Miterben berechtigt sei, das Urteil über die Erbteilung 
anzufechten, dass jedoch alle Miterben belangt werden müssten, andernfalls das 
Rechtsmittel abgewiesen werden müsse. Der Berufungskläger habe die Erben 
D.________ jedoch gar nicht aufgeführt und ihnen damit auch keine Parteistellung 
eingeräumt. Die Bezeichnung der falschen Gegenpartei sei ein schwerwiegender 
Mangel, sodass auf die Berufung nicht eingetreten werden könne. Es gehe nicht an, 
die beiden Erben D.________ telquel zu Berufungsbeklagten zu machen.

4.3.  Der nach dem Tod von Rechtsanwalt Bardill neu den Berufungskläger 
vertretende Rechtsanwalt Allenspach wies darauf hin (act. A.7), dass ein Entscheid 
nur unter den Prozessparteien wirke, die aus dem Rubrum des Entscheides 
ersichtlich seien. Sofern auf die Berufung nicht eingetreten bzw. diese abgewiesen 
würde, würde der angefochtene Entscheid bestätigt. Die Verfügung vom 20. Januar 
2025 könne allerdings nicht zurückwirken, sodass die Aufnahme der Brüder 
D.________ ins Rubrum keine Rückwirkung haben könne, andernfalls diese auch 
den antizipierten Abstand vom Prozess mit entsprechender Rückwirkung erklären 

16 / 24

könnten. Die Abstandserklärung mit Wirkung ex nunc sei auch im jetzigen 
Verfahrensstadium möglich. Im Zusammenhang mit der Auflösung einer 
Gesellschaft oder Teilung gemeinsamen Eigentums könnte sich jeder Beteiligte 
selbständig zur Wehr setzen. Werde der Berufungskläger als Miteigentümer 
behandelt, obwohl er seit jeher bestreite, Eigentümer zu sein, so müsse er 
unabhängig von den übrigen Parteien Berufung einlegen können.

4.4. Zusammengefasst ergibt sich, dass der Berufungskläger und die 
Berufungsbeklagte 1 aus dem Versterben von D.________ verschiedene Schlüsse 
ziehen. Vom Ersteren wird vertreten, dass das erstinstanzliche Urteil in der Sache 
gar nicht hätte ergehen dürfen und es daher im vorliegenden Berufungsverfahren 
aufgehoben werden müsse, weil eine Miteigentümerin durch den Tod parteiunfähig 
geworden sei; auf das erstinstanzliche Verfahren wäre richtigerweise wegen 
nachträglichem Wegfall einer Prozessvoraussetzung nicht einzutreten gewesen. 
Die andere Meinung geht davon aus, dass in der Berufung berücksichtigt werden 
müsse, dass die Parteifähigkeit von D.________ infolge Todes weggefallen sei und 
die Erben die Berufung hätten erheben müssen, sodass auf die Berufung nicht 
einzutreten sei. Ist die erstgenannte Ansicht richtig, so bleibt es beim ursprünglichen 
Rechtszustand und damit hinsichtlich des Miteigentums "Alles beim Alten" und der 
Prozess müsste von dem oder den aufhebungswilligen Miteigentümern neu 
eingeleitet werden. Trifft die andere Meinung zu, so wird das erstinstanzliche Urteil 
vollstreckbar bzw. rechtskräftig und das Gemälde wird nach der von der Vorinstanz 
erlassenen gerichtlichen Anordnung versteigert.

5.1. Gemäss Art. 560 Abs. 1 ZGB erwerben die Erben die Erbschaft als Ganzes. 
Es handelt sich um einen eo ipso-Erwerb; der Nachlass fällt den Erben im 
Todeszeitpunkt unmittelbar von Gesetzes wegen zu, und zwar ohne Hinzutun von 
Behörden oder der Erben selber. Zivilprozessual führt das dazu, dass die Erben 
auch die hängigen Gerichtsverfahren des Erblassers "erben", indem sie ohne 
weiteres seinen Platz in pendenten Prozessen einnehmen, ausser es würde um ein 
höchstpersönliches Recht prozessiert (WEBER, in: Oberhammer/Domej/Haas 
[Hrsg.], Kurzkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, 
Art. 126 N. 10). Dass Erben nichts vom Tod des Erblassers wissen bzw. dass sie 
nicht wissen, dass er an einem gerichtlichen Verfahren beteiligt war, und sie nun 
wegen des Versterbens des Erblassers in einem gerichtlichen Verfahren sind, 
ändert daran nichts. Funktioniert ein erbrechtliches System nach dem Prinzip der 
Universalsukzession, so hat dies zur Folge, dass Übergangsprobleme vermieden 
werden, weil Rechte und Pflichten lückenlos übergehen.

17 / 24

5.2. Nachdem D.________ am 13. November 2023 verstorben war, wurde der 
Vorinstanz keine Mitteilung gemacht und diese erfuhr offensichtlich auch nicht auf 
andere Weise vom Todesfall, sodass das Verfahren mit der Verstorbenen als Partei 
weitergeführt wurde. Die Weiterführung eines Prozesses mit einer nicht 
parteifähigen Partei wäre in anderen Fällen ein Problem, vorliegend greifen jedoch 
die Regeln der Gesamtrechtsnachfolge bzw. der Universalsukzession und die 
Erben waren ab dem Todeszeitpunkt im Prozess, auch wenn davon weder von den 
anderen Parteien noch von der Vorinstanz Kenntnis genommen wurde. Dass das 
Verfahren nicht sistiert wurde, ist im Nachhinein unproblematisch, weil inzwischen 
längst feststeht, wer aufgrund des Erbscheines (act. D.9) die Erben D.________ 
sind, und dass diese die Erbschaft nicht ausgeschlagen haben. Die Prozessführung 
ihrer Mutter bzw. von deren Vertretung müssen die Erben bis zum Todeszeitpunkt 
ohne weiteres gelten lassen. Sind die Erben ab dem Tod im Prozess, so stellt sich 
allerdings die Frage ihrer Vertretung im Prozess, insbesondere wenn weiterhin im 
Namen der Verstorbenen gehandelt wurde.

Im Todeszeitpunkt am 13. November 2023 war der vorinstanzliche 
Schriftenwechsel abgeschlossen; seitens des Regionalgerichts erging danach 
lediglich noch die Verfügung vom 1. März 2024, worin den Parteien der Abschluss 
des Beweisverfahrens mitgeteilt, auf eine zweite Hauptverhandlung verzichtet und 
das Datum der Urteilsberatung auf den 17. Mai 2024 festgesetzt wurde (act. B.1 lit. 
O; RG-act. IV/8). Da es dabei für die Parteien bzw. ihre Vertreter nichts zu tun gab 
bzw. geben konnte, ist es nicht entscheidend, dass mit dem Tod von D.________ 
die Vollmacht erloschen war; Rechtsanwalt Bardill nahm im erstinstanzlichen 
Verfahren keine Prozesshandlungen mehr vor. Und was das Ersuchen um 
Urteilsbegründung anbelangt, ist davon auszugehen, dass jede Partei diese allein 
verlangen kann, sodass es dafür nicht massgeblich auf eine noch gültige Vollmacht 
von D.________ ankam, weil die Begründung auch im Namen von G.________ 
verlangt wurde (RG-act. IV/9).

5.3. Dass das Urteil dann letztlich noch auf den Namen der Verstorbenen lautet, 
gibt die materiellrechtliche Situation zwar nicht wieder, spielt nach dem Gesagten 
aber keine Rolle, weil die Erben als ihre Rechtsnachfolger daraus gleich verpflichtet 
bzw. berechtigt werden, wie wenn der Todesfall erst nach der Urteilsfällung 
eingetreten wäre. Dass dies so sein muss, ergibt sich daraus, dass Urteile, die auf 
eine verstorbene Person lauten, von den Erben und gegen dies vollstreckbar sind, 
wenn ihre Erbenstellung nachgewiesen wird. Dass die Erben dadurch, dass sie am 
erstinstanzlichen Verfahren nicht effektiv beteiligt waren, keine Einschränkungen 
erlitten, ergibt sich daraus, dass sich das Verfahren im Todeszeitpunkt an einem 

18 / 24

Punkt befand, wo es für keine der Parteien mehr etwas zu tun und zu bewirken gab. 
Das übersieht der Berufungskläger, wenn er darauf hinweist, dass die Erben im 
hängigen vorinstanzlichen Prozess ihre Interessen nicht wahrnehmen und keine 
rechtswirksamen Prozesshandlungen hätten vornehmen können (vgl. act. A.11 
Rz. 5.2). Dies unterscheidet den vorliegenden Fall von dem von ihm zitierten 
Entscheid des Zürcher Obergerichts RU170058 vom 17. Oktober 2017 E. II./3.3, wo 
das Verfahren erst noch geführt bzw. fortgeführt werden musste. Das 
erstinstanzliche Urteil, u.a. lautend auf die Erblasserin D.________, hat daher 
Bestand und ist nicht aufzuheben, wie es der Berufungskläger verlangt. Ferner 
kritisiert der Berufungskläger in act. A.11 Rz. 4.3 das nach seiner Ansicht 
unvollständige Zitat von TENCHIO (in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 4. Aufl. 2024, Art. 66 N. 56; 
vgl. im gleichen Sinn auch VISCHER/HRUBESCH-MILLAUER, in: 
Brunner/Schwander/Vischer [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2025, Art. 66 N. 24), auf das sich die 
Berufungsbeklagte 1 beziehe, obwohl es nur die Meinung eines Teils der Lehre 
wiedergebe und den anderen Teil nicht erwähne. Im kritisierten Zitat wird die Ansicht 
vertreten, dass ein Urteil, das ausgefällt wurde, ohne dass das Fehlen der 
Parteifähigkeit einer beteiligten Person bemerkt wurde, voll wirksam sei. In beiden 
erwähnten Kommentarstellen werden Schwierigkeiten bei der Vollstreckung (gegen 
eine solche parteiunfähige Person) erwähnt, die im vorliegenden Fall gerade nicht 
eintreten, weil an die Stelle der Verstorbenen ihre parteifähigen Erben getreten sind. 
Der Kritik ist daher nicht weiter nachzugehen.

6.1. Was das Rechtsmittelverfahren anbelangt, wären die Erben D.________, 
weil sie infolge der Gesamtrechtsnachfolge an die Stelle ihrer verstorbenen Mutter 
getreten sind, berechtigt gewesen, gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung 
einzulegen. Die im Namen der Erblasserin eingereichte Berufung konnte für sie 
nicht wirken, weil sie als Folge ihres Versterbens nicht mehr Partei sein konnte. 
Auch für die Erben fehlt ihr die unmittelbare Wirksamkeit, weil Rechtsanwalt Bardill 
nicht von ihnen bevollmächtigt worden war.

Grundsatz ist, dass vollmachtlose Handlungen genehmigt werden können (für das 
materielle Recht vgl. Art. 38 Abs. 1 OR). Im Zivilprozess ist in Art. 132 Abs. 1 ZPO 
die gerichtliche Fristansetzung zur Verbesserung von Mängeln vorgesehen, was 
insbesondere auch die nachträgliche Unterzeichnung von Eingaben durch eine zur 
Vertretung nicht berechtigte Person erfasst (GULDENER, Schweizerisches 
Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 285; Urteile des Bundesgerichts 4A_376/2022 
vom 5. Dezember 2022 E. 3.2.2; 5A_822/2014 vom 4. Mai 2015 E. 2.3). Dabei wird 

19 / 24

darauf hingewiesen, dass das Nachbesserungsrecht dann nicht besteht, wenn der 
Mangel auf ein bewusst unzulässiges Verhalten zurückzuführen ist oder bei 
offensichtlichem Rechtsmissbrauch. Darauf gibt es im vorliegenden Fall keine 
Hinweise und keine entsprechenden Behauptungen. Als sich aus dem eingeholten 
Erbschein ergab, wer die Erben waren, wurde diesen deshalb Frist angesetzt, um 
die von Rechtsanwalt Bardill im Namen ihrer Mutter erhobene Berufung zu 
genehmigen (vgl. act. F.1). Das ist nicht genau derselbe Vorgang wie die 
nachträgliche Bevollmächtigung. Im Ergebnis kommt es aber auf das Gleiche 
heraus.

6.2. Trotz fehlender Genehmigung der Erben bleibt die Berufung als solche 
bestehen, weil sie auch im Namen von G.________ erhoben wurde und auch ein 
Miteigentümer allein Berufung erklären kann. Allerdings muss die Berufung, um zu 
einem vollstreckbaren Urteil zu gelangen, infolge notwendiger Streitgenossenschaft 
gegen die anderen Miteigentümer gerichtet sein (vgl. nachfolgend E. 7). Den beiden 
Erben D.________, die inzwischen den Abstand erklärt haben (act. A.9 und A.10), 
kommt daher nicht die Stellung von Berufungsklägern zu.

Die Berufungsbeklagte 1 hat auf den Entscheid des Bundesgerichts 4A_441/2022 
vom 3. Januar 2024 hingewiesen. Dort wird in E. 1.1 ausgeführt, dass die 
Rechtspersönlichkeit mit dem Tod ende (Art. 31 Abs. 1 ZGB) und dass Verstorbene 
nicht mehr Träger von Rechten und Pflichten seien, die gerichtlich geltend gemacht 
werden könnten. Diese seien auf die Erben übergegangen. Der Tod des Erblassers 
in jenem Entscheid sei vor dem Erlass des Berufungsentscheides eingetreten 
(Todesfall im August 2022, Urteil erlassen am 6. September 2022), sodass die 
Erben diesen im eigenen Namen rechtzeitig hätten anfechten müssen. Nicht restlos 
klar ist, ob und in welchem Zeitpunkt die Rechtsnachfolge bekannt geworden war. 
Die Formulierung "anziché pretendere di subentrare nella procedura innanzi al 
Tribunale federale una volta che gli opponenti hanno segnalato il decesso" weist 
aber darauf hin, dass sich die Ausführungen auf die Konstellation beziehen, in der 
der Todesfall und damit die Gesamtrechtsnachfolge bekannt war und trotzdem im 
Namen der Verstorbenen ans Bundesgericht gelangt wurde. Die Annahme, dass es 
auf die Kenntnis des Todesfalles ankommt, legt auch das Urteil 4A_43/2017 vom 
7. März 2017 E. 1.1 nahe, in dem Mieter gegen ihre Vermieterin Beschwerde beim 
Bundesgericht einlegten und erst im Rahmen des bundesgerichtlichen Verfahrens 
erfuhren, dass sie verstorben war. Hier wurde die Bezeichnung der Vermieterin 
(offenbar die Beschwerdegegnerin) auf den Namen ihrer Erben umgeschrieben, 
nachdem diese aufgrund eines eingereichten Erbscheins ermittelt werden konnten. 

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Angeführt wurde, dass den Mietern bei ihrem Vorgehen keine Unkorrektheit 
vorgeworfen werden könne.

6.3. Anzumerken ist, dass im vorliegenden Verfahren nicht geltend gemacht wird, 
der Tod von D.________ sei einer der Parteien zu einem früheren Zeitpunkt bekannt 
gewesen (vgl. act. A.4 A. Rz. 2.3). Der Berufungskläger wirft der 
Berufungsbeklagten 1 vor, sie hätte sich angesichts des hohen Alters der 
Verstorbenen erkundigen müssen, sodass das erstinstanzliche Urteil nicht gegen 
die Verstorbene hätte ergehen können. Und die Berufungsbeklagte 1 hält der 
gemeinsamen Rechtsvertretung des Berufungsklägers sowie der Verstobenen vor, 
dass es an ihm als Rechtsvertreter gewesen wäre, sich auf dem Laufenden zu 
halten. Mehrfach wird in diesem Zusammenhang erwähnt, dass Rechtsanwalt 
Bardill nur zu G.________ in einem direkten Vertretungsverhältnis gestanden sei, 
der ihn nicht nur für sich, sondern auch für D.________, die G.________ eine 
Generalvollmacht ausgestellt hatte (act. A.4 A. Rz. 3.2 a und 3.2 b/dd), mandatiert 
habe. Daher ist davon auszugehen, dass der Todesfall vorliegend erst im Laufe des 
Berufungsverfahrens bekannt wurde.

7.1. Vorab ist festzuhalten, dass der Berufungskläger die Berufung durchaus 
allein einreichen konnte, worauf er in act. A.7 zutreffend hinweist. Es genügt, wenn 
die anderen Miteigentümer auf der Gegenseite ins Recht gefasst werden.

7.2. Nachdem die Erben D.________ die im Namen ihrer Mutter erhobene 
Berufung nicht genehmigt hatten, wurde ihnen, die bisher umständehalber noch 
keine Gelegenheit gehabt hatten, sich im Rahmen des Berufungsverfahrens zu 
äussern, Gelegenheit zur Stellungnahme (schematisch als Berufungsantwort 
bezeichnet; Berufungskläger waren sie nach der Nichtgenehmigung der Berufung 
jedenfalls nicht mehr) gegeben (vgl. act. D.17). GULDENER, a.a.O., S. 144 weist zu 
Recht darauf hin, dass sogar in Prozessen, die infolge des Versterbens einer Partei 
nicht mehr weitergeführt werden, die Erben einzubeziehen sind, um ihnen vom 
Ausgang des Prozesses Kenntnis zu geben und um sie mindestens auch bezüglich 
der Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Wort kommen zu lassen. Die Erben 
D.________ nahmen alsdann keine Stellung, sondern E.________ und F.________ 
erklärten je mit einer gleich lautenden Eingabe den Abstand (act. A.9 und A.10).

7.3. Die Einreihung der Erben im Rubrum auf der Seite der Berufungsbeklagten 
wird von der Berufungsbeklagten 1 kritisiert, weil der Berufungskläger seine 
Berufung explizit nicht gegen E.________ und F.________ gerichtet habe, sodass 
auf die Berufung nicht einzutreten sei. Eine solche Einreihung ist mit Blick auf das 
Erfordernis der Beteiligung sämtlicher Miteigentümer an der Aufhebungsklage (vgl. 

21 / 24

vorstehend E. 6.2) systemlogisch, nachdem die Miteigentümer und im Falle der 
Erben ihre Rechtsvorgängerin am vorangehenden erstinstanzlichen Verfahren 
beteiligt waren. Allerdings trifft es zu und ist in der Sache zu berücksichtigen, dass 
sich der Berufungskläger explizit gegen die Beteiligung der Erben D.________ am 
Berufungsverfahren wendet. In der Replik (act. A.4) nennt er lediglich noch sich 
selbst als Berufungskläger und die B.________ als Berufungsbeklagte und 
unabhängig davon den Abstand erklärenden C.________. Ebenfalls in der Replik 
hält er abschliessend dafür, dass "das Kantonsgericht wohl kaum ein Urteil fällen 
könnte, in welchem die verstorbene D.________ sel. (recte: D.________) weiterhin 
als parteifähige Partei behandelt würde" (act. A.4 C. Rz. 1.2 c). Und weiter fügt er 
hinzu: "Möchte sie [die Berufungsbeklagte 1] das Miteigentum auf gerichtlichem 
Weg aufheben lassen, wird sie von vorn beginnen und in einem ersten Schritt die 
jetzigen Miteigentümer am Gemälde eruieren müssen. Sodann wird sie 
sorgfaltswahrend sicherzustellen haben, dass sich ihre Klage während des 
Verfahrens stets gegen die „korrekten“ Beklagten im Sinne der jeweils aktuellen 
Miteigentümer richtet" (act. A.4 D.). Das zeigt, dass er die Erben D.________ vom 
hier zu beurteilenden Berufungsverfahren ausgeschlossen haben will, sodass die 
Miteigentümer – zu denen die Erben D.________ infolge erbrechtlicher 
Rechtsnachfolge gehören – nicht allesamt als Partei am Berufungsverfahren 
beteiligt sind.

Dass E.________ und F.________ im Hinblick auf die Stellungnahme vom Gericht 
rein schematisch als Berufungsbeklagte bezeichnet wurden (act. D.17), führt nicht 
dazu, dass sie deswegen zu Berufungsbeklagten geworden sind: Denn es sind 
ausschliesslich die Parteien, die bestimmen, wer ins Recht gefasst wird und wer 
nicht.

7.4. Dies führt allerdings anders als der Berufungskläger meint, nicht zur 
Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheides, an dem sämtliche Miteigentümer 
beteiligt waren: B.________, G.________, C.________ sowie zunächst 
D.________ und nach ihrem Versterben ihre Erben als ihre 
Gesamtrechtsnachfolger, auch wenn sie noch nicht bekannt und benannt waren. Im 
Berufungsverfahren hat der Berufungskläger D.________ gestrichen und will ihre 
Erben nicht im Prozess haben, sodass sich seine Berufung nicht gegen sämtliche 
Miteigentümer richtet, was ohne weitere inhaltliche Prüfung zur Abweisung der 
Berufung und zur Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheides führt. Für die 
Klärung der materiellrechtlichen Frage, dass die Erben allenfalls nicht Eigentümer 
des Gemäldes sein könnten, besteht schon deshalb kein Bedarf.

22 / 24

Die Berufung ist daher – weil nicht alle Miteigentümer des Gemäldes Parteien des 
Berufungsverfahrens sind – abzuweisen (DOMEJ, in: Oberhammer/Domej/Haas 
[Hrsg.], Kurzkommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2021, 
Art. 70 N. 10) und es bleibt beim vorinstanzlichen Entscheid. Dass der 
vorinstanzliche Entscheid nur unter den dortigen Prozessparteien Wirkung entfalten 
könne und nur für die im Rubrum genannten Personen (wozu die Miteigentümerin 
und Erblasserin D.________, nicht aber deren Erben gehörten), wirken soll 
(act. A.7), trifft nach dem Gesagten (vgl. E. 5.3) nicht zu. Die vorinstanzlich 
angeordnete Versteigerung des Gemäldes ist demnach durchzuführen.

8.1. Bleibt es beim vorinstanzlichen Entscheid, bleibt es auch bei der 
vorinstanzlichen Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen. Soweit sich 
Kosten- und Entschädigungsfolgen gegen die verstorbene D.________ richten, 
haften ihre Erben nach den Regeln über die Gesamtrechtsnachfolge. Der 
nochmalige Hinweis des Berufungsklägers in der Stellungnahme vom 28. August 
2025 (act. A.11 Rz. 2.2 a), dass er sich verpflichtet habe, gegebenenfalls den 
Prozesskostenanteil von D.________ zu übernehmen, ändert daran nichts, weil 
Kosten und Entschädigungen durch das Gericht nach den Regeln von Art. 95 ff. 
ZPO auferlegt werden. Inwieweit sich die Erben der verstorbenen D.________ auf 
diese Zusage berufen können, müssen sie ausserhalb des gerichtlichen Verfahrens 
klären.

8.2. Soweit es um die Berufung geht, wird der Berufungskläger entsprechend 
seinem Unterliegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO) allein kosten- und 
entschädigungspflichtig, ohne dass E.________ und F.________ daran zu 
beteiligen sind. Zwar ist die Berufung zunächst auch im Namen der Verstorbenen 
D.________ – in der gleichen Rechtsschrift, wie sie für den Berufungskläger 
erstattet wurde (act. A.1) – erhoben worden. Allerdings hat das keine zusätzlichen 
kostenpflichtigen Umtriebe verursacht. Die diesbezüglichen Tätigkeiten gehören zu 
den allgemeinen prozessleitenden Verfügungen, die nicht separat abgerechnet 
werden. Wer sich einem noch auszufällenden Urteil unterzieht, ist hinsichtlich der 
Kosten dann uneingeschränkt auf der Gewinnerseite, wenn es im Prozess eine 
vollumfänglich obsiegende Partei (Art. 106 Abs. 1 ZPO) gibt und der Abstand nicht 
erst erklärt wurde, nachdem die betreffende Person im Prozess Kosten verursachte 
(vgl. dazu MINNIG, Prozessrechtliche Überlegungen zur antizipierten 
Abstandserklärung im Erbteilungsprozess, in: ZZZ 2019, S. 126).

Der Berufungskläger hat unbestrittenermassen den ganzen Kostenvorschuss von 
CHF 10'000.00 geleistet, sodass er vollumfänglich an die ihm aufzuerlegenden 
Kosten angerechnet wird (Art. 111 Abs. 1 aZPO). Zwar wird die Berufung wegen 

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der Legitimationsfrage abgewiesen, jedoch ist der erforderliche Prozessaufwand in 
gewisser Weise vergleichbar mit einem Nichteintretensentscheid, sodass es sich 
rechtfertigt, die Gerichtskosten auf den Betrag von CHF 5'000.00 festzusetzen. Der 
Restbetrag von CHF 5'000.00 ist dem Berufungskläger folglich zu erstatten.

8.3. Zudem hat der Berufungskläger die Berufungsbeklagte 1 für die Kosten der 
anwaltlichen Vertretung zu entschädigen. Da die Berufungsbeklagte 1 im 
Berufungsverfahren keine Honorarnote eingereicht hat, ist der Stundenaufwand 
vom Obergericht zu schätzen (vgl. Art. 2 Honorarverordnung [HV; BR 310.250]). Für 
das Studium des vorinstanzlichen Urteils und der berufungsklägerischen Eingaben 
sowie für das Verfassen der Rechtsschriften (Berufungsantwort, Duplik und 
Stellungnahmen) erscheint unter Berücksichtigung, dass sich die Thematik 
hauptsächlich auf die Legitimationsfrage bezog und die Rechtsvertreterin mit dem 
übrigen Prozessstoff bereits vertraut war, eine Entschädigung von pauschal 
CHF 6'000.00 inklusive Spesen angemessen. Die Zusprechung der Mehrwertsteuer 
erübrigt sich indessen. Die Berufungsbeklagte 1 ist selber mehrwertsteuerpflichtig 
und kann daher die Mehrwertsteuer, welche sie ihrer Rechtsvertretung zu zahlen 
hat, als Vorsteuer von ihrer eigenen Mehrwertsteuerschuld abziehen. Die 
Abstanderklärenden C.________ sowie E.________ und F.________, die sich nicht 
bzw. nur mit unbedeutendem Aufwand geäussert haben, sind nicht zu 
entschädigen; die letzteren beiden waren zudem nicht anwaltlich vertreten.

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Es wird erkannt:

1. Die Berufung wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 5'000.00 gehen zu Lasten von 
G.________ und werden mit dem von ihm geleisteten Vorschuss von 
CHF 10'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 5'000.00 wird 
G.________ durch das Obergericht erstattet.

3. G.________ hat der B.________ für das Berufungsverfahren eine 
Parteientschädigung von CHF 6'000.00 (inkl. Spesen) zu bezahlen.

4. [Rechtsmittelbelehrung] 

5. [Mitteilung an.]