# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 624e8591-60e8-5a66-b338-83198c25af0a
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-10-15
**Language:** de
**Title:** Aargau Regierungsrat 15.10.2008 AGVE_2008_109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_RR_001_AGVE-2008-109_2008-10-15.pdf

## Full Text

2008 Verwaltungsrechtspflegegesetz 501 

IV. Verwaltungsrechtspflegegesetz 

 

109 Unterzeichnungsbefugnis 
- Alle verfügungsberechtigten Mitarbeitenden des Kantons sind in das 

von der Staatskanzlei geführte Register der unterzeichnungsbefugten 
Personen einzutragen.  

- Mitarbeitende erhalten die Unterzeichnungsbefugnis bereits mit ich-
rer Ermächtigung. 

- Der Registereintrag hat rein deklaratorischen Charakter. 

Aus dem Entscheid des Regierungsrats vom 15. Oktober 2008 i.S. U.M. ge-
gen den Entscheid des Departements Volkswirtschaft und Inneres  

Aus den Erwägungen 

1.4. Zwischen § 20 und § 31 Abs. 2 des Organisationsgesetzes 
(Gesetz über die Organisation des Regierungsrats und der kantonalen 
Verwaltung) vom 26. März 1985 besteht in dem Sinn ein Spannungs-
verhältnis, dass gemäss § 20 der Regierungsrat die Unterzeichnungs-
befugnis (allein) regelt und die Staatskanzlei darüber ein Register 
führt, während gemäss dem Wortlaut von § 31 Abs. 2 Organisations-
gesetz die Departemente ihrerseits berechtigt werden, selber weitere 
Personen für deren Aufgabenkreis zur Unterschrift zu ermächtigen.  

Die alleinige Kompetenz des Regierungsrats, die Unterzeich-
nungsbefugnis der Mitarbeitenden selber zu regeln, wurde durch die 
Neufassung von § 31 Organisationsgesetz eingeschränkt. Zwar sah 
schon die ursprüngliche Fassung von § 31 Abs. 1 Organisationsge-
setz vor, weiteren Personen (d.h. Chefbeamten) die Unterzeichnungs-
befugnis für ihren Aufgabenbereich zu verleihen, die Ermächtigung 
musste aber vom Regierungsrat selber erteilt werden (a§ 31 Abs. 1 
Organisationsgesetz [in der bis zum 1. August 2005 gültigen Fas-
sung]).