# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 871f41dd-457d-5149-9c58-99694b4f444a
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-07-24
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 24.07.2017 605 2016 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2016-83_2017-07-24.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2016 83

Urteil vom 24. Juli 2017

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo 
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas 
Zbinden    

gegen

SUVA, Vorinstanz

Gegenstand Militärversicherung – Knieproblematik, Kausalität

Beschwerde vom 8. April 2016 gegen den Einspracheentscheid vom 
21. März 2016

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1991, wohnhaft in B.________, erlitt 2007 eine Kniedistorsion. In der 
Folge traten beim Fussballspielen rezidivierende Kniebeschwerden auf. Ein Arthro-MRI vom 
11. Oktober 2007 zeigte Meniskusläsionen medial und lateral sowie zwei Plicae medial und lateral. 
Am 2. November 2007 erfolgte die operative Sanierung (Kniearthroskopie rechts mit Refixation des 
medialen Meniskus Hinterhornes, mit Teilresektion am lateralen Meniskus sowie Hoffa Shaving 
und Resektion der medialen und partiell lateralen Plica). Anschliessend war er wieder sportfähig 
und konnte uneingeschränkt Fussball spielen und Thaiboxsport betreiben. 

Am 28. Oktober 2013 trat er in die Rekrutenschule (nachfolgend: RS) ein. Im Dezember 2013 tra-
ten während der RS belastungsabhängige Beschwerden am rechten Knie auf. Ein Arthro-MRI vom 
17. Januar 2014 ergab eine ausgeprägte Degeneration des lateralen Meniskus mit Riss des 
Hinterhorns, allenfalls auch des Vorderhorns. Am 1. Februar 2014 wurde er vorzeitig aus der RS 
entlassen. Die Suva, Abteilung Militärversicherung (nachfolgend: Suva MV), anerkannte mit 
Schreiben vom 7. März 2014 die Haftung für die Verschlimmerung der rechten Kniebeschwerden 
und richtete die gesetzlichen Leistungen aus.

Nach Absolvierung der Lehrabschlussprüfungen arbeitete er in den Monaten Juni und Juli 2014 für 
ein Temporärbüro. Am 17. September 2014 unterzog er sich einer Arthroskopie des rechten Knies. 
Dabei zeigte sich medial im Übergang zum Hinterhorn eine Unterflächenläsion und lateral eine 
ausgedehnte Horizontalläsion vom Vorderhorn bis zum Hinterhorn, was zu einer Teilmeniskekto-
mie am medialen Meniskushinterhorn und einer Teilresektion des lateralen Meniskus führte.

Mit Verfügung vom 17. November 2014, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 21. März 2016, 
verneinte die Suva MV ihre Leistungspflicht für die rechtsseitigen Kniebeschwerden ab dem 
31. Mai 2014. Die während der RS aufgetretenen Verschlimmerung sei mit der Arbeitsaufnahme 
Anfang Juni 2014 behoben gewesen.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt 
Thomas Zbinden, am 8. April 2016 Beschwerde am Kantonsgericht Freiburg und stellt die Anträge, 
der Einspracheentscheid vom 21. März 2'016 sei aufzuheben und die Suva MV sei für die 
rechtsseitigen Kniebeschwerden auch über den 31. Mai 2014 hinaus haftbar und bis mindestens 
31. Oktober 2014 leistungspflichtig. Überdies sei die Suva MV betreffend die von ihm vorge-
nommenen Umschulung entschädigungspflichtig zu erklären und habe ihm einen richterlich zu be-
stimmenden Betrag im Sinne des Gesetzes zu bezahlen, und schliesslich sei die Suva MV zu ver-
pflichten, ihm eine Genugtuungssumme von CHF 3'000.- zu bezahlen. Der rechtserhebliche Sach-
verhalt sei unrichtig und unvollständig festgestellt worden.

Die Suva MV bestätigt in ihren Bemerkungen vom 16. Juni 2016 ihren Einspracheentscheid und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde. Hinsichtlich der Übernahme von Heilungskosten, der 
Zusprechung einer Entschädigung für die Verzögerung der Berufsausbildung sowie der Zusprache 
einer Genugtuung fehle es an einem Anfechtungsgegenstand, weshalb diesbezüglich auf die 
Beschwerde nicht einzutreten sei. Im Übrigen sei kein neues traumatisches Ereignis dokumentiert 
und aufgrund der vorübergehenden Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit per 1. Juni 2014 sei die 
Leistungspflicht zu Recht ab diesem Datum verneint worden.

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

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Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen. 

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 8. April 2016 gegen den Einspracheentscheid der Suva MV vom 
21. März 2016 ist fristgerecht durch einen ordentlich bevollmächtigten Rechtsvertreter bei der 
sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer 
hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, 
prüft, ob die Suva MV auch über den 31. Mai 2014 hinaus leistungspflichtig ist.

a) Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhält-
nisse zu überprüfen und zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig 
verbindlich – in Form einer Verfügung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung 
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Der Einspracheentscheid tritt an 
die Stelle der Verfügung. Er ist alleiniger Anfechtungsgegenstand des erstinstanzlichen Beschwer-
deverfahrens. Die ursprüngliche Verfügung, soweit angefochten, hat mit Erlass des Einspracheent-
scheides jede rechtliche Bedeutung verloren (Urteil BGer 8C_592/2012 vom 23. November 2012 
E. 3.1 f. mit Hinweisen). 

b) Gegenstand der Verfügung vom 17. Mai 2014 und des Einspracheentscheids vom 
21. März 2016 war einzig und allein die zeitlich bis zum 31. Mai 2014 begrenzte Haftung der Mili-
tärversicherung gemäss Art. 5 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über die Militärver-
sicherung (MVG; SR 833.1). In seiner Einsprache vom 10. Dezember 2014 (MV-Akte Nr. 78) 
stellte der bereits damals anwaltlich vertretene Beschwerdeführer zwar den Antrag, die Suva MV 
sei im Rahmen ihrer Haftung auch über den 31. Mai 2014 hinaus und mindestens bis zum 31. Ok-
tober 2014 leistungspflichtig und entsprechend sei sie u. a. zu verpflichten, die entsprechend anfal-
lenden Taggelder zu zahlen, machte aber ebenfalls einzig Ausführungen zu Art. 5 MVG betreffend 
die Feststellung der Gesundheitsschädigung während des Dienstes.

Demgegenüber stellt der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde diverse Anträge, die nicht Ge-
genstand des Einspracheentscheides waren und deshalb hier nicht behandelt werden können. 
Dies betrifft die Heilungskosten (Antrag 3), die Zusprache einer Entschädigung für die Verzöge-
rung der Berufsausbildung nach Art. 30 MVG (Antrag 4) und die Zusprache einer Genugtuung 
i. S. v. Art. 59 MVG (Antrag 5).

Eine Ausdehnung des Streitverfahrens auf diese Punkte ist nicht möglich, da die Voraussetzungen 
hierfür (vgl. KIESER, ATSG Kommentar, 3. Aufl. 2015, Rz. 91 zu Art. 61 mit Hinweis auf BGE 110 V 
48) nicht erfüllt sind. So sind diese Punkte namentlich weder spruchreif noch hat sich die Suva MV 
dazu geäussert.

Auf die Beschwerde ist mit dieser Einschränkung einzutreten.

2. a) Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1992 über die Militärversiche-
rung (MVG; SR 833.1) haftet die Militärversicherung nach den Bestimmungen des Gesetzes für 
alle Schädigungen der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit des Versicherten und 
für die unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen solcher Schädigungen.

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b) Nach Art. 5 MVG erstreckt sich die Militärversicherung auf jede Gesundheitsschädigung, 
die während des Dienstes in Erscheinung tritt und gemeldet oder sonstwie festgestellt wird 
(Abs. 1). Laut Abs. 2 derselben Bestimmung haftet die Militärversicherung nicht, wenn sie den Be-
weis erbringt, dass (Bst. a) die Gesundheitsschädigung sicher vordienstlich ist oder sicher nicht 
während des Dienstes verursacht werden konnte und dass (Bst. b) diese Gesundheitsschädigung 
sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf beschleunigt worden ist. 
Gemäss Abs. 3 dieser Norm haftet die Militärversicherung für die Verschlimmerung der Gesund-
heitsschädigung, wenn der nach Abs. 2 Bst. a geforderte Beweis erbracht wird, dagegen nicht der-
jenige nach Abs. 2 Bst. b. Der nach Abs. 2 Bst. b geforderte Beweis gilt auch für die Bemessung 
des versicherten Schadens.

Diese gesetzliche Vermutung bezieht sich sowohl auf den natürlichen als auch den adäquaten 
Kausalzusammenhang zwischen Einwirkungen während des Dienstes und der Gesundheitsschädi-
gung (BGE 111 V 370 E. 1b).

Für die während des Dienstes oder während einer versicherten Dienstleistung i. S. v. Art. 1a 
Abs. 1 Bst. i MVG in Erscheinung getretenen und gemeldeten oder sonst wie festgestellten Ge-
sundheitsschädigungen gilt gemäss Art. 5 Abs. 1 MVG das Kontemporalitätsprinzip. Aufgrund 
eines zeitlichen Kriteriums, nämlich der Dauer des Dienstes oder einer dieser gleichgestellten 
Dienstleistung wird ein Dienstschaden gesetzlich vermutet. Die Militärversicherung kann jedoch 
i. S. v. Art. 5 Abs. 2 MVG den Entlastungsbeweis erbringen, dass die Gesundheitsschädigung 
nicht oder nur teilweise auf ungünstige dienstliche Einwirkungen zurückgeführt werden kann (Urteil 
EVG M 8/05 vom 25. August 2006 E. 6.1 mit Hinweisen). Dieser Sicherheitsbeweis gilt als geleis-
tet, wenn feststeht, dass nach der medizinischen Erfahrung eine Einwirkung verschlimmernder 
Faktoren während des Dienstes praktisch ausgeschlossen ist (Urteil BGer 8C_522/2016 vom 
1. Dezember 2016 E. 5 mit Hinweis auf BGE 111 V 141 E. 4).

Der Beweis der Vordienstlichkeit kann konkret oder abstrakt erfolgen. Vordienstlich i. S. v. Art. 5 
Abs. 2 Bst. a MVG ist eine Gesundheitsschädigung, wenn sie bereits vor Beginn des Dienstes be-
standen hat (konkrete Vordienstlichkeit). Es muss sich um einen Unfall (bzw. Unfallfolgen) oder 
eine Krankheit handeln; eine blosse Krankheitsdisposition stellt noch keine Gesundheitsschädi-
gung dar. Die Gesundheitsschädigung muss in irgendeiner Form (Symptome oder Beschwerden) 
in Erscheinung getreten oder ärztlich festgestellt worden sein. Einer Behandlungsbedürftigkeit oder 
Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit bedarf es nicht (MAESCHI, Kommentar zum MVG, 2000, Rz. 25 
zu Art. 5). Der abstrakte Beweis der Vordienstlichkeit besteht darin, dass die Militärversicherung 
den Nachweis dafür erbringen kann, dass die Gesundheitsschädigung "sicher nicht während des 
Dienstes verursacht werden konnte".

Die Haftungsbefreiung nach Art. 5 Abs. 2 MVG setzt des Weitern voraus, dass die vordienstliche 
Gesundheitsschädigung sicher während des Dienstes weder verschlimmert noch in ihrem Ablauf 
beschleunigt worden ist. Eine Verschlimmerung liegt vor, wenn anzunehmen ist, dass Einwir-
kungen während des Dienstes den Verlauf der Gesundheitsschädigung ungünstig beeinflusst ha-
ben. Dies kann dann der Fall sein, wenn eine bisher latente Gesundheitsschädigung zufolge Ein-
wirkungen während des Dienstes in Erscheinung tritt. Kann die Verschlimmerung oder Beschleuni-
gung nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, haftet die Militärversicherung nach Art. 5 Abs. 3 
MVG (vorerwähntes Urteil M 8/05 E. 6.3 mit Hinweisen).

Die Haftung der Militärversicherung endet, wenn der Dienstschaden behoben ist. Dies ist der Fall, 
wenn die versicherte Gesundheitsschädigung geheilt ist oder – bei der Verschlimmerungshaftung 
– der "Status quo ante" erreicht ist. Wo dies aufgrund der Art der Gesundheitsschädigung nicht 

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möglich ist, genügt nach gefestigter Rechtsprechung der "Status quo sine". Die Beweislast hierfür 
liegt bei der Militärversicherung (Urteil BGer 8C_283/2007 vom 7. März 2008 E. 5.2 mit Hinweisen 
auf STEGER-BRUHIN, Die Haftungsgrundsätze der Militärversicherung, 1996 S. 252 u. 258).

c) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. In Bezug auf Berichte von 
Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Guns-
ten ihrer Patienten aussagen. Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Admini-
strativverfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit 
nicht durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der 
Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen 
vorhanden sind (BGE 125 V 351 E. 3 mit Hinweisen).

Ferner besteht auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Ge-
richtshofes für Menschenrechte kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. 
Eine solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit 
und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 
E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der 
Richter im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Ver-
sicherten die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zu-
mutbaren zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 
V 319 E. 5a; ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

3. Vorliegend ist streitig, ob die Suva MV über den 31. Mai 2014 hinaus für die rechten Kniebe-
schwerden leistungspflichtig ist.

a) Der Beschwerdeführer macht eine unrichtige/unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts geltend. Aus den medizinischen Akten ergebe sich, dass auch über den 
31. Mai 2014 hinaus Kniebeschwerden vorhanden gewesen seien. Ebenso gelinge der Suva MV 
der Sicherheitsbeweis nicht.

b) Die Suva MV ihrerseits ist der Ansicht, es stehe fest, dass hinsichtlich des rechten Knies 
bereits ein Vorzustand bestanden habe. Ferner seien einzig – im Sinne einer Verschlimmerung – 
rein belastungsabhängige Beschwerden geltend gemacht worden. Ein Unfallereignis habe nicht 
stattgefunden, was sich ebenfalls aus dem Arthro-MRI von 2014 ergebe. Da eine Arbeitsunfähig-
keit einzig bis Ende Mai 2014 ausgewiesen gewesen sei, ergebe sich auch nur bis zu diesem 
Datum eine Leistungspflicht der Militärversicherung.

c) Das Arthro-MRI vom 11. Oktober 2007 (MV-Akte Nr. 42) ergab folgenden Befund: 
"Images d'une déchirure verticale de la corne moyenne avec extension à la corne antérieure du 
ménisque externe. Images d'une déchirure complexe de la corne postérieure du ménisque 
interne."

Deswegen nahm Dr. med. C.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, am 5. November 2007 eine Kniearthroskopie rechts mit 
Refixation des medialen Meniskus Hinterhornes, mit Teilresektion am lateralen Meniskus sowie 

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Hoffa Shaving und Resektion der medialen und partiell lateralen Plica vor. Dem Operationsbericht 
vom gleichen Tag (MV-Akte Nr. 8) ist zu entnehmen, es sei zu rezidivierende Kniebeschwerden 
rechts beim Fussballspielen, seit einer Kniedistorsion vor wenigen Wochen, gekommen. Das 
vorerwähnte MRI zeige eine mediale und laterale Meniskusläsion. Längsriss am Hinterhorn, im 
Bereich des mittleren Meniskus Drittels sowie Radiärris am Übergang Vorderhorn zur Pars 
intermedia, circa die Hälfte des Meniskus betreffend. Als Diagnosen hielt der Operateur namentlich 
eine mediale Meniskushinterhorn Längsruptur sowie eine laterale Meniskus Radiärruptur rechtes 
Knie fest.

Damit steht fest, dass beim rechten Knie des Beschwerdeführers bereits vor dem Eintritt in die RS 
von einem Vorzustand auszugehen ist. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer nach der Ope-
ration von 2007 wiederum Fussball spielen sowie Thaibox-Sport betreiben konnte, ändert daran, 
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers, nichts, wie es die Suva-MV zu Recht festgehalten 
hat. Es ist zwar richtig, dass der Beschwerdeführer vor der RS offenbar grundsätzlich schmerz- 
und beschwerdefrei war. Dies schliesst aber einen Vorzustand nicht aus. Der genaue Zustand des 
Knies vor der RS kann jedoch nicht ermittelt werden, da es an bildgebenden Unterlagen aus der 
Zeit zwischen 2007 und dem Eintritt in die RS im Oktober 2013 fehlt.

d) Nach dem Eintritt in die RS am 28. Oktober 2013 ergibt sich was folgt aus den Akten.

Im Protokoll der ärztlichen Untersuchungen (MV-Akte Nr. 8, S. 4 ff.) findet sich ein erster Eintrag 
vom 19. November 2013, der aber einzig den Rücken betraf. Hinsichtlich des Knies datiert der ers-
te Eintrag vom 5. Dezember 2013 (6. RS-Woche). Der Beschwerdeführer habe wieder Schmerzen 
und gelegentliche Blockierungen im rechten Knie. Gemäss dem nächsten Eintrag vom 7. Januar 
2014 beständen teilweise auch Schmerzen ohne Belastung. Der Truppenarzt, Dr. med. 
D.________, hielt in seinem Bericht vom gleichen Tag (MV-Akte Nr. 8, S. 10) an Dr. med. 
E.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, weiter fest, in der aktuellen Anamnese sei kein Trauma bekannt. Am 
17. Januar 2014 (vgl. Bericht vom 19. Januar 2014; MV-Akte Nr. 1) wurde ein Artho-MRI 
vorgenommen. Gemäss diesem bestand eine ausgeprägte mukoide Degeneration des 
Aussenmeniskus mit Riss des Hinterhorns und allenfalls Riss des Vorderhorns, einen Status nach 
partieller Resektion des Hinterhorns sowie Signalveränderungen im Bereich des Hinterhorns 
medial, wahrscheinlich bei Status nach Meniskusnaht, bei sonst unauffälligem Kniegelenk rechts.

Vom ehemaligen Hausarzt wurde der Beschwerdeführer an Dr. med. F.________, Facharzt FMH 
für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, überwiesen. Dieser hielt 
am 5. Februar 2014 (MV-Akte Nr. 5) fest, es bestehe ein Status nach Naht medialer Meniskus 
rechts (November 2007) sowie nach arthroskopischer medialer und lateraler Meniskektomie links 
(August 2011). Anfang Dezember sei es in der RS zum Auftreten von Schwellung und Schmerzen 
nach längerem Marsch gekommen. Seitdem beständen persistierende Schmerzen medial in Ruhe 
und lateral bei Belastung.

Weiter wurde der Beschwerdeführer von Dr. med. G.________, Facharzt FMH für Chirurgie, unter-
sucht. Gemäss diesem ergab sich keine Indikation für eine sofortige Operation. Er habe mit dem 
Beschwerdeführer im Prinzip die Arthroskopie und dorso-laterale Teilmeniskektomie besprochen. 
Da er sich kurz vor den praktischen Lehrabschlussprüfungen befinde, habe er ihm geraten, zu-
nächst diese zu absolvieren (vgl. Bericht vom 10. April 2014; MV-Akte Nr. 30).

Der aktuelle Hausarzt, Dr. med. H.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, attes-
tierte am 10. Juni 2014 (MV-Akte Nr. 37) eine Arbeitsunfähigkeit vom 2. Februar 2014 bis 31. Mai 

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2014. In einem ärztlichen Zeugnis vom 1. September 2014 (MV-Akte Nr. 46) attestierte er zudem 
eine erneute Arbeitsunfähigkeit ab dem 25. August 2014 für zwei Monate.

Dr. med. G.________ hielt im Operationsbericht vom 17. September 2014 (MV-Akte Nr. 53) die 
Diagnose einer ausgedehnten lateralen und dorso-medialen Meniskusläsion Kniegelenk rechts bei 
einem Status nach medialer Meniskushinterhornnaht fest. Er nahm eine Arthroskopie Kniegelenk 
rechts, dorso-mediale und laterale Teilmeniskektomie, vor.

Bei dieser Aktenlage wurde vom Kreisarzt der Suva MV, Dr. med. I.________, Facharzt FMH für 
Allgemeine Innere Medizin, am 22. Oktober 2014 (MV-Akte Nr. 62) eine versicherungsmedi-
zinische Beurteilung vorgenommen. Das Arthro-MRI von 2007 zeige einen vertikalen Riss am 
Übergang des Vorderhorns des Aussenmeniskus rechts. Ebenso sei eine komplexe Läsion Grad 
IV des medialen Meniskus im Bereich des Hinterhorns nachgewiesen. Das Arthro-MRI von 2014 
zeige eine ausgeprägte mukoide Degeneration des Aussenmeniskus mit Riss des Hinterhorns und 
allenfalls Riss des Vorderhorns, einen Status nach partieller Resektion des Hinterhorns sowie 
Signalveränderungen im Bereich des Hinterhorns medial. Es könne nicht sein, dass diese ausge-
dehnten degenerativen Veränderungen des medialen und lateralen Meniskus erst während der RS 
entstanden seien. Zudem seien keine neuen posttraumatische Veränderungen an den Menisken 
dargestellt worden. Die am 17. September 2014 durchgeführte Kniearthroskopie habe somit der 
Therapie der bereits vordienstlich bestehenden ausgedehnten degenerativen Veränderungen des 
lateralen und medialen Meniskus Knie rechts gedient. Weiter sei von keinem der behandelnden 
Ärzten für die Zeit vom 1. Juni bis 24. August 2014 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Es 
könne deshalb angenommen werden, dass die MV-versicherte Beschwerdezunahme im rechen 
Knie während der RS mit der Arbeitsaufnahme Anfang Juni 2014 behoben war.

e) Gemäss den dargelegten Unterlagen sind erst ab der 6. RS-Woche Kniebeschwerden 
aktenkundig. Ebenso finden sich keine Hinweise auf ein vorgefallenes Trauma. So ist dem AD-Be-
richt vom 1. April 2014 (MV-Akte Nr. 27) betreffend die Besprechung mit dem Beschwerdeführer 
zu entnehmen, dass dieser in den ersten 4-5 Wochen beschwerdefrei war. Es liege bestimmt kein 
Unfall vor. In der 7. oder 8. Woche habe im Freien biwakiert werden müssen. Vermutlich rein be-
lastungsabhängig sei dann eines Morgens das rechte Knie stark angeschwollen gewesen. Er sei 
dennoch zu einem Marsch von 5–10 km "gezwungen worden". Auch sind gemäss der Zusammen-
fassung des Opening-Erstgesprächs vom 2. September 2014 (MV-Akte Nr. 47) Anfang Dezember 
ohne Ereignis Kniebeschwerden rechts (Schwellung, Schmerzen) aufgetreten. Demgegenüber be-
streitet der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde, dass es nicht zu einem Trauma gekommen 
sei. Er legt jedoch nicht dar, wie das Trauma vorgefallen sein soll. Nichts anderes ergibt sich aus 
der Telefonnotiz vom 17. Oktober 2014 (MV-Akte Nr. 59), wonach der Beschwerdeführer sich 
wegen den Kniebeschwerden regelmässig gemeldet habe. Ebenfalls die in der MVG-Anmeldung 
vom 3. Februar 2014 (MV-Akte Nr. 3) festgehaltene Diagnose einer Meniskusläsion rechts ändert 
daran nichts, da der Begriff "Läsion" einzig für eine Verletzung steht, diese aber nicht zwingend 
traumatischer Art sein muss.

Auch die Tatsache, dass 2007 beim Aussenmeniskus "nur" ein Riss des Vorderhorns bestand und 
2014 ein Riss des Hinterhorns festgestellt wurde, ändert daran nichts. Der Riss des Hinterhorns 
deutet entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht automatisch auf eine traumatische Ur-
sache hin. So kann ein Meniskusriss auch degenerativer Natur sein (vgl. Pschyrembel Orthopädie 
und Unfallchirurgie, 2013). Davon ist hier auszugehen. Zum einen angesichts der explizit beim 
Aussenmeniskus im Arthro-MRI von 2014 festgestellten ausgeprägten degenerativen Veränderun-
gen, die aufgrund ihres Ausmasses nicht erst während der RS entstanden sein können, wie es der 

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Kreisarzt zu Recht festgehalten hatte. Zum anderen wegen der Tatsache, dass ein Trauma eben 
gerade nicht aktenkundig ist und auch vom Beschwerdeführer nicht konkret beschrieben wird.

Zudem ist daran zu erinnern, dass, wie vorne bereits ausgeführt, schon vor der RS beim rechten 
Knie von einem Vorzustand auszugehen ist. Dies bestätigt sich in den neueren Akten. So gab der 
ehemalige Hausarzt, Dr. med. J.________, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, in 
seinem Bericht vom 31. März 2014 (MV-Akte Nr. 24) an, das rechte Knie sei vorbelastet und der 
Beschwerdeführer deswegen bereits in Behandlung gewesen. Ferner ergibt sich ein Vorzustand 
aus der Angabe im vorerwähnten AD-Bericht, wonach der Beschwerdeführer während der kalten 
Jahreszeit, im Winter, das rechte Knie jeweils an der Innenseite gespürt habe. Dass die Knie des 
Beschwerdeführers bereits vor der RS grossen Belastungen ausgesetzt waren, zeigt sich auch 
darin, dass Dr. med. F.________ in seinem vorerwähnten Bericht vom 5. Februar 2014 ebenso auf 
eine Operation des linken Knies im Jahr 2011 hinweist.

Damit ist vorliegend einzig von einer Haftung für eine vorübergehenden Verschlimmerung des vor-
belasteten rechten Knies gemäss Art. 5 Abs. 3 MVG auszugehen. Die Suva MV haftet deshalb nur 
so lange, bis der Status quo ante bzw. der Status quo sine erreicht ist.

f) Die Suva MV ging ab dem 1. Juni 2014 vom Erreichen des Status quo sine aus und 
stellte ihre Leistungen per diesem Datum ein.

Gemäss der Situationsanalyse vom 3. September 2014 (MV-Akte Nr. 48) nach Besprechung mit 
dem Beschwerdeführer, hat dieser im Juni und Juli 2014 als Heizungsmonteur gearbeitet. Nach 
ca. 1 ½ Monate habe er kniebedingt mit der Arbeit aufgehört und bis Anfang August 2014 Ferien 
gemacht. Von ärztlicher Seite wurde einzig vom 2. Februar bis 31. Mai 2014 und erneut ab dem 
25. August 2014 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.

Die zusammen mit der Beschwerde eingereichten ärztlichen Zeugnisse des aktuellen Hausarztes 
vom 24. September sowie 15. Dezember 2014 (Beschwerdebeilagen Nr. 3 f.), wonach ab dem 
2. Februar 2014 eine durchgehende vollständige Arbeitsunfähigkeit bis 31. Oktober 2014 als Hei-
zungsmonteur bestanden habe und seit dem 1. November 2014 eine angepasste Tätigkeit als 
möglich zu erachten sei, müssen als Gefälligkeitszeugnisse angesehen werden. Zum einen stehen 
sie im klaren Widerspruch zu den früheren Angaben dieses Hausarztes, zum anderen besteht 
auch ein Widerspruch darin, dass der Beschwerdeführer im Juni und Juli eben gerade als Hei-
zungsmonteur tätig gewesen war.

Für die Zeit vom 1. Juni bis Ende August 2014 befinden sich keine Arztberichte in den Unterlagen 
und es ist davon auszugehen, dass in dieser Zeit keine Behandlung notwendig war. Ferner gibt es 
an der Sichtweise des Kreisarztes, wonach die Knie-Operation vom September 2014 der Behand-
lung der bereits vordienstlich bestehenden ausgedehnten degenerativen Veränderungen des late-
ralen und medialen Meniskus Knie rechts gedient habe, nichts auszusetzen, da wie gesehen eben 
gerade kein Trauma während der RS vorgefallen war. Aus diesem Grund kann der Beschwerde-
führer auch nichts zu seinen Gunsten aus der Tatsache ableiten, dass diese Knie-Operation ur-
sprünglich schon für März 2014 (vgl. Bericht Dr. med. F.________ vom 20. Februar 2014; MV-Akte 
Nr. 6) vorgesehen war, der Beschwerdeführer diesen Termin aber kurzfristig absagte. So bestand 
im April 2014 gemäss dem vorerwähnten Bericht von Dr. med. G.________ vom 10. April 2014 
keine eindeutige Indikation für eine sofortige Operation.

Bei dieser Aktenlage ist übereinstimmend mit der Suva MV davon auszugehen, dass der Status 
quo sine am 1. Juni 2014 erreicht gewesen war und ab diesem Datum keine Leistungspflicht mehr 
bestand.

Kantonsgericht KG
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4. Zusammenfassend ist die Suva MV zur Recht von einer Leistungspflicht nur bis zum 31. Mai 
2014 ausgegangen. Der Einspracheentscheid vom 21. März 2016 ist zu bestätigen und die Be-
schwerde abzuweisen.

Gemäss dem hier zur Anwendung kommenden Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens werden 
keine Gerichtskosten erhoben.

Der mit seinen Anträgen unterliegende Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf Parteient-
schädigung.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird, soweit darauf eingetreten werden kann, abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 24. Juli 2017/bsc

Präsident Gerichtsschreiber-Berichterstatter