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**Case Identifier:** 9d48b820-3953-5351-b98a-843cf9c56af0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-08-25
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 25.08.2020 200 2018 424
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-424_2020-08-25.pdf

## Full Text

200 18 424 UV
LOU/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 25. August 2020

Verwaltungsrichter Loosli, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Furrer, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

Sympany Versicherungen AG
Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 30. April 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1956 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
war über ihre Arbeitgeberin bei der Sympany Versicherungen AG (Sympa-
ny bzw. Beschwerdegegnerin) obligatorisch unfallversichert, als sie gemäss 
Unfallmeldung UVG am 24. September 2011 beim Motorradfahren verun-
fallte und sich dabei eine Schaftfraktur Metacarpale V, eine Ulnaschaftspi-
ralfraktur sowie eine Weichteilavulsionsverletzung Dig. IV rechts zuzog 
(Akten der Sympany [act. II] 1 f.). Im Zusammenhang mit diesem Ereignis 
erbrachte die Sympany zunächst die gesetzlichen Unfallversicherungsleis-
tungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld und klärte den Sachver-
halt in beruflicher sowie medizinischer Hinsicht ab. Insbesondere edierte 
sie die Akten der IV-Stelle … (act. II 9), bei welcher sich die Versicherte 
bereits im Mai 2007 unter Hinweis auf Muskelschwund und fortlaufenden 
Zerfall der rechten Hand zum Leistungsbezug angemeldet hatte bzw. im 
Januar 2012 unter Hinweis auf ein "Burnout" und den besagten Unfall er-
neut an diese gelangt war (act. II 9 Doc 2, 18). Die IV-Stelle … verfügte am 
31. Mai 2017 die befristete Ausrichtung einer ganzen Rente für die Zeit 
vom 1. Juli 2012 bis 30. September 2013 und verneinte für die Zeit danach 
einen Rentenanspruch (Invaliditätsgrad 30 %; act. II 28 S. 19-26). Mit Ver-
fügung vom 4. Juli 2017 (act. II 27) stellte die Sympany – im Wesentlichen 
gestützt auf ein von der IV-Stelle … veranlasstes Gutachten von Dr. med. 
C.________, Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie, vom 9. Mai 2016 
(act. II 9 Doc 110) – die vorübergehenden Leistungen (Taggeld und Heil-
behandlung) per 1. Juli 2017 ein und verneinte einen Rentenanspruch (In-
validitätsgrad 8 %). Zugleich sprach sie eine Integritätsentschädigung ba-
sierend auf einer Integritätseinbusse von 15 % zu. Daran hielt sie auf Ein-
sprache hin (act. II 28) mit Entscheid vom 30. April 2018 (act. II 30) fest.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 3

B.

Mit Eingabe vom 4. Juni 2018 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin MLaw D.________, Beschwerde. Sie beantragte, es sei der 
Einspracheentscheid vom 30. April 2018 aufzuheben, soweit er das An-
recht auf eine Rente aus UVG ab 1. Juli 2018 (recte: 2017) sowie weitere 
Heilbehandlungen verweigere. Ihr sei eine Rente von mindestens 20 % 
zuzusprechen. Die zum Erhalt der Restarbeitsfähigkeit notwendigen regel-
mässigen Ergotherapien seien weiterhin zu gewähren.

Mit Beschwerdeantwort vom 10. September 2018 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 13. September 2018 edierte der In-
struktionsrichter bei der IV-Stelle … die die Beschwerdeführerin betreffen-
den Akten der Invalidenversicherung (IV) ab Erlass des Vorbescheides 
vom 28. Oktober 2016. Diese gingen am 19. September 2018 beim Verwal-
tungsgericht ein (act. III).

Mit Replik vom 4. Februar 2019 hielt die Beschwerdeführerin an den be-
schwerdeweise gestellten Anträgen und vorgebrachten Standpunkten unter 
Verweis auf eine von ihr eingeholte Stellungnahme von Dr. med. 
E.________, Facharzt für Chirurgie und Handchirurgie, vom 8. Dezember 
2018 (Akten der Beschwerdeführerin [act. IA] 3), fest.

In ihrer Duplik (Posteingang: 9. Mai 2019) ging die Beschwerdegegnerin 
nunmehr von einem gerundeten Invaliditätsgrad von höchstens 10 % und 
damit grundsätzlich von einem Rentenanspruch in dieser Höhe aus. Im 
Übrigen hielt sie an ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort fest.

Mit Stellungnahme vom 8. Juli 2019 reichte die Beschwerdeführerin ein 
Gutachten von Dr. med. E.________ vom 13. Februar 2019 (act. IA 4) zu 
den Akten und beantragte, es seien ihr die Kosten des Gutachtens im Um-
fang von Fr. 1‘600.-- und Fr. 3‘400.-- (Total Fr. 5‘000.--) zu erstatten. Im 
Weiteren hielt sie an den mit Beschwerde vom 4. Juni 2018 bzw. Replik 
vom 4. Februar 2019 gestellten Rechtsbegehren fest.

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In ihrer Stellungnahme (Posteingang: 11. November 2019) schloss die Be-
schwerdegegnerin auf Abweisung der Kostenübernahme für das Privatgut-
achten und hielt an ihren Ausführungen in der Beschwerdeantwort bzw. 
Duplik fest.

Mit Zuschrift vom 12. Mai 2020 zeigte B.________ dem Gericht an, dass 
die bisher das Verfahren führende Rechtsanwältin MLaw D.________ die 
Anwaltskanzlei verlassen habe und die Beschwerdeführerin nunmehr durch 
ihn vertreten werde.

Am 25. August 2020 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) i.V.m. Art. 37 Abs. 1 lit. b des kantonalen Gesetzes über die 
Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (VRPG; BSG 155.21) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfah-
ren mit ihren Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen 
Entscheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhe-
bung, weshalb sie zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche 
Zuständigkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über 
Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. 
Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

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1.2 Anfechtungsobjekt bildet der die Verfügung vom 4. Juli 2017 
(act. II 27) bestätigende Einspracheentscheid vom 30. April 2018 
(act. II 30). Streitig und zu prüfen sind sowohl der Anspruch auf eine Rente 
als auch auf Heilbehandlung. Ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes 
liegt hingegen der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung, da die Ver-
fügung vom 4. Juli 2017 (act. II 27) mangels diesbezüglicher Anfechtung 
(vgl. act. II 28 S. 1 f., Beschwerde S. 2 Ziff. I) in Teilrechtskraft erwuchs.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Die Be-
schwerdeführerin erlitt den Motorradunfall am 24. September 2011 
(act. II 1), womit das bis 31. Dezember 2016 gültig gewesene Recht zur 
Anwendung gelangt.

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 
UVG). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die 

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eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.3 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1). 

2.3.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2019 IV Nr. 9 S. 26 E. 3.1; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 21. September 2018, 8C_781/2017, E. 5.1). Für die Bejahung des 
natürlichen Kausalzusammenhangs genügt es, wenn der Unfall für eine 
bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 134 V 
109 E. 9.5 S. 125, 123 V 43 E. 2b S. 45; SVR 2009 UV Nr. 3 S. 12 E. 8.3). 
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 142 V 435 E. 1 S. 438, 
129 V 177 E. 3.1 S. 181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.3.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 

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einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen 
deckt sich die adäquate Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausa-
lität; die Adäquanz hat hier praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 
140 V 356 E. 3.2 S. 358; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 10 E. 3.1).

2.4 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen Entscheid des BGer 
vom 17. Juli 2018, 8C_210/2018, E. 3.2.3.1). 

2.5 Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung). Der 
Bundesrat regelt die Bemessung des Invaliditätsgrades in Sonderfällen. Er 
kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen (Art. 18 Abs. 2 UVG).

Nach der Festsetzung der Rente werden dem Bezüger die Pflegeleistun-
gen und Kostenvergütungen (Art. 10-13) gewährt, wenn er zur Erhaltung 
seiner verbleibenden Erwerbsfähigkeit dauernd der Behandlung und Pflege 
bedarf (Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG).

2.6 Zur Klärung der Leistungspflicht des Unfallversicherers, insbeson-
dere der Frage der natürlichen Kausalität, ist die Verwaltung (und im Be-
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und gege-

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benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
und dazu Stellung zu nehmen (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 
E. 4 S. 99; SVR 2018 IV Nr. 27 S. 87 E. 4.2.1).

3.

3.1 Es steht fest und ist unbestritten, dass das Ereignis vom 24. Sep-
tember 2011 (act. II 1), bei dem die Beschwerdeführerin mit dem Motorrad 
gestürzt ist und sich an der rechten Hand bzw. am rechten Arm verletzt hat 
(vgl. act. II 2), einen Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) darstellt (vgl. 
E. 2.2 hiervor). Die Beschwerdegegnerin hat denn auch entsprechende 
Versicherungsleistungen erbracht. Umstritten ist hingegen, ob die Be-
schwerdeführerin über die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene 
Leistungseinstellung per 1. Juli 2017 (act. II 27, 30) hinaus weiterhin An-
spruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, namentlich 
auf eine Rente und Weiterführung der Heilbehandlung (vgl. E. 1.2 hiervor), 
hat. Den medizinischen Akten lässt sich hierzu im Wesentlichen das Fol-
gende entnehmen:

3.1.1 Im Operationsbericht vom 26. September 2011 (act. II 2) über die 
offenen Frakturrepositionen mit Plattenosteosynthese der Metacarpale V 
rechts und des Ulnaschaftes rechts, diagnostizierte Dr. med. F.________, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs-
apparates sowie Handchirurgie, eine dislozierte extraartikuläre Schaftfrak-
tur proximales Drittel mit Rotationsfehlstellung Metacarpale V rechts, eine 
leicht dislozierte Ulnaschaftspiralfraktur rechts und eine Weichteilavulsions-
verletzung ohne Ischämie Dig. IV rechts.

3.1.2 Im Austrittsbericht der Klinik G.________ vom 12. Dezember 2011 
(act. II 7) wurden als Diagnosen unfallbedingt eine Ulnaschaftspiralfraktur 
rechts, eine extraartikuläre Schaftfraktur proximales Drittel Os Metacarpale 
V rechts, eine undislozierte ossäre Ausrissläsion ulnares Kollateralband 
MCP-IV-Gelenk rechts sowie eine traumatisch aktivierte Rhizarthrose 
rechts (8. November 2011: Manifestes komplexes regionales Schmerzsyn-
drom [CRPS] I der rechten Hand, aktuell: CRPS Typ I, Ansatztendinose M. 

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subscapularis am Tuberculum minus rechts) und unfallfremd ein Status 
nach Revision Plexus brachialis rechts vor 10 Jahren bei chronisch progre-
dienter Läsion des unteren Armplexus über ca. 3 Jahre (persistierende, 
residuelle Läsion des unteren Armplexus mit Atrophien der Handbinnen-
muskulatur rechts) sowie ein Status nach Erschöpfungsdepression im 
Frühling 2011 (ICD-10 F32.4), inzwischen remittiert, aufgeführt (S. 1). Es 
liege keine psychische Störung vor, welche eine arbeitsrelevante Leis-
tungsminderung begründen könne. Die Tätigkeit als … sei aktuell nicht 
zumutbar. Häufiges Tastaturschreiben und Bedienen sonstiger Tasten sei 
mit der rechten Hand zurzeit nicht möglich. Es bestehe eine volle Arbeits-
unfähigkeit (S. 3). 

3.1.3 Dr. med. H.________, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte im 
Bericht vom 26. Juni 2012 (act. II 9 Doc 37) ein CRPS Typ I bei Status 
nach Unfall mit distaler Ulnaschaftfraktur rechts und Fraktur des Metacar-
pale V rechts sowie Status nach Plattenosteosynthesen des Metacarpale V 
und des distalen Ulnaschaftes rechts am 26. September 2011, eine etwas 
unklare Hypästhesie in der rechten Hand betont dorsal über dem Handrü-
cken und Streckseite Vorderarm, volarseits umschrieben über dem Hand-
gelenk, DD in Zusammenhang mit der vorbestehenden Plexusaffektion 
rechts, und eine Läsion des unteren Armplexus rechts seit 1997 (S. 2). 
Trotz des schweren CRPS Typ I nach dem Unfall von 2011 habe sich be-
züglich Sensibilität und Leistungsparameter in den medianus- und ulnari-
sinnervierten Handarealen erstaunlich wenig verändert. Die Gefühlsstörung 
volarseitig in der Hand und in den Fingern sei mit dieser Überempfindlich-
keit wohl auf das CRPS zurückzuführen. Immerhin lasse sich jetzt aber 
keine Allodynie mehr nachweisen. Das umschriebene Taubheitsgefühl im 
Bereich des Handrückens betont Metacarpale könne nicht sicher eingeord-
net werden. Es sei anzunehmen, dass auch dieses in Zusammenhang mit 
der Schwellung bei CRPS stehe. Die Taubheit am Vorderarm radialseits sei 
bereits 2006 festgehalten worden und somit auf die alte Plexusaffektion 
rechts zurückzuführen (S. 2).

3.1.4 Im zu Handen der Taggeldversicherung verfassten psychiatrischen 
Gutachten vom 29. August 2012 (act. II 9 Doc 60) stellte Dr. med. 
I.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, keine Diagnose 

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mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit seien eine depressive Episode, remittiert (ICD-10 F32.4), und ein 
Tabakabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F17.20). Zu-
sammenfassend könne aktuell keine relevante psychische Störung mit er-
heblicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Aus versi-
cherungspsychiatrischer Sicht wäre eine Wiederaufnahme der angestamm-
ten Tätigkeit oder einer den Fähigkeiten angemessene Verweistätigkeit per 
sofort denkbar. Zum Verlauf der Arbeitsunfähigkeit sei mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit im September 2011 von einer Arbeitsunfähigkeit von 
20 % und ab Oktober 2011 von keiner Arbeitsunfähigkeit mehr auszugehen 
(S. 17).

3.1.5 Im zu Handen der IV-Stelle … erstellten handchirurgischen Gutach-
ten vom 9. Mai 2016 (act. II 9 Doc 110) diagnostizierte Dr. med. 
C.________ mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Intrinsicmuskelparesen 
bei Status nach Neuropathie im unteren Plexusbereich 1997 und ein chro-
nischer Restzustand bei Status nach schwerem CRPS I rechte Hand ab 
Oktober 2011 (S. 19). Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ein 
Motorradunfall mit Frakturen Metacarpale V und distaler Ulnaschaftfraktur 
rechts vom 24. September 2011, ein Status nach depressiver Episode 
März 2011 (S. 20), eine Tendoperiostose in der rechten Schulter, voll aus-
geheilt, ein Status nach Nikotinabhängigkeit, eine fragliche Beuger-
Tendinitis Dig. V und IV rechts, eine Kapselreizung DIP-Gelenk rechter 
Zeigefinger bei Verdacht auf Strecksehnenabriss (S. 21) und ein Fersen-
sporn links. Die einzige Beeinträchtigung, welche festzustellen sei, sei der 
Gebrauch der rechten Hand. Diese zeige schwere funktionelle Defizite, 
zum grössten Teil herrührend von der Plexusneuropathie von 1997, seit 
wann die wichtigen intrinsischen Muskeln an der rechten Hand atrophisch 
und dadurch viele Komplexbewegungen schwierig geworden seien. Un-
glücklich wirke sich die Kombination aus mit den Folgen der schweren 
CRPS-Erkrankung, welche sich nach der Versorgung der Fingerfrakturen 
im September 2011 entwickelt habe. Nach Jahren sei es nun zur Aushei-
lung der CRPS-eigenen trophischen Störung gekommen, wobei der Rest-
zustand lediglich in (S. 22) einer subjektiv störenden Schmerzhaftigkeit 
dorsal am Handrücken sowie in einer partiellen Einsteifung der Fingerge-
lenke resultiere. So könne die Hand im Moment nicht für ein Greifen von 

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mittleren und kleineren Gegenständen verwendet werden, weil der Faust-
schluss so wenig gelinge, dass nur Objekte von über 10 cm Durchmesser 
wirkungsvoll gegriffen werden könnten. Andererseits sei ein Pinzettengriff 
und auch eine gewisse Geschicklichkeit erhalten geblieben, was auch den 
Spitzgriff oder den Dreiergriff von Dig. I-III betreffe. Die noch vorhandene 
Faustschlusskraft von 10 kp sei sehr erfreulich und würde es ohne weiteres 
ermöglichen, Büroarbeiten oder Arbeiten mit feinen Gegenständen weiter-
hin auszuführen, ebenso werde dadurch das Autofahren nicht zu einem 
Wagnis. Aufgrund der beschriebenen Einschränkungen sei ein Einsatz als 
… und z.T. für … wirklich problematisch. Durch eine angepasste Arbeitssi-
tuation (spezielle Mausform z.B. "Trackball", relativ zügiges Schreiben mit 
fünf Fingern der linken Hand möglich) sollte jedoch eine normale Arbeits-
fähigkeit wieder möglich gemacht werden können (S. 23). Schwierig sei es, 
einen Prozentsatz für diese Arbeitsfähigkeit einzusetzen. Dies sei Sache 
der Juristen. Aus medizinischer Sicht könne er zu bedenken geben, dass 
eine gewisse Arbeitsfähigkeit postuliert werden könne, im Idealfall sogar 
eine 100 %-ige, wenn die Anpassung des Arbeitsplatzes gelinge und der 
Arbeitsstress am … nicht allzu gross sei, sodass mit einer gewissen redu-
zierten Geschwindigkeit der manuellen Handlungen die Arbeit befriedigend 
bewerkstelligt werden könnte. Jedenfalls müsste nach so vielen Jahren der 
Untätigkeit die Rehabilitation schrittweise aufgebaut und mit vorerst nur 
kleinen zeitlichen täglichen Belastungen begonnen werden. Die 100 %-ige 
Arbeitsunfähigkeit im angestammten Beruf habe mit der depressiven Epi-
sode im März 2011 begonnen. Mit dem Motorradunfall vom 24. September 
2011 sei eine unfallbedingte 100 %-ige Arbeitsunfähigkeit für mindestens 
6 Wochen entstanden. Was darüber hinaus gehe sei der Komplikation, 
nämlich dem CRPS der rechten Hand als Unfallfolge, zuzuschreiben. Im 
Verlaufe dieses schwer verlaufenden CRPS sei die Versicherte sicherlich 
für viele Monate nicht arbeitsfähig gewesen. Da aus heutiger Sicht aber 
durchaus eine Arbeitsfähigkeit, unter Berücksichtigung der beeinträchtigten 
Funktionen mindestens eine Erwerbstätigkeit in einem angepassten Ar-
beitsbereich (S. 24), postuliert werden könne, dürfte diese retrospektiv 
schon seit mindestens Anfang 2014, d.h. nach Abklingen der trophischen 
Störungen, bestanden haben. Der aktuelle Zustand sei der definitive. Eine 
nachhaltige Verbesserung sei nicht zu erwarten (S. 25). Die Weiterführung 
der Ergotherapie habe mehr psychologisch-unterhaltenden Wert (S. 26).

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3.1.6 Der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) der IV-Stelle …, 
Dr. med. J.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato-
logie des Bewegungsapparates, nannte im Bericht vom 23. Juni 2016 
(act. II 9 Doc 115) als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit Funk-
tionseinschränkungen der rechten (dominanten) Hand mit/bei unfallkausa-
lem Motorradunfall vom 24. September 2011 mit Fraktur Os Metacarpale V 
und distaler Ulnaschaftfraktur, Restschmerzen nach postoperativen Kom-
plikationen (CRPS), rechte dominante Hand (S. 7). Als Diagnosen ohne 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien ein Status nach frozen shoulder 
rechts, der Verdacht auf Beuger-Tendinitis Dig. IV rechts, eine Kapselrei-
zung DIP-Gelenk, der Verdacht auf Strecksehnenabriss, ein Fersensporn 
links und ein Status nach depressiver Episode. Die Arbeitsfähigkeit in an-
gestammter Tätigkeit betrage ca. 50 %, dies nach Abschluss der postope-
rativen Rehabilitation und Rückgang des CRPS ab Januar 2013. Die Ar-
beitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit (kein Greifen von mittleren und klei-
nen Gegenständen, nur Objekte von über 10 cm Durchmesser könnten 
wirkungsvoll gegriffen werden) betrage 100 % ab Januar 2013. Ab diesem 
Zeitpunkt könne das zentral komplizierende CRPS als soweit abgeklungen 
eingestuft werden, wobei bereits Mitte 2012 klinisch eine Rückläufigkeit 
beschrieben worden sei (S. 8).

3.1.7 Der beratende Arzt der Sympany, Dr. med. K.________, Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin, hielt in einem undatierten und nicht unter-
zeichneten Bericht (act. II 12) fest, das von der IV veranlasste Gutachten 
vom 9. Mai 2016 sei schlüssig. Die Faustschlusssperre rechts und Einstei-
fung der Hand stünden in natürlichem Kausalzusammenhang zum Unfall 
vom 24. September 2011. Als unfallfremde Vorzustände bezeichnete er 
eine atypische Fingerdarstellung, eine fehlende Kraftentwicklung und eine 
Ungeschicklichkeit beim Greifen. Gestützt auf das Gutachten von Dr. med. 
I.________ vom 29. August 2012 könne davon ausgegangen werden, dass 
keine unfallkausale psychische Einschränkung vorliege.

3.1.8 Anlässlich der Konsultation vom 9. Januar 2017 berichtete Dr. med. 
F.________ – nachdem er am 27. September 2016 eine Metallentfernung 
Metacarpale V rechts, Tenolysen Extensor digitorum communis und Exten-
sor digitorum quinti Strecksehnen Dig. V und IV sowie eine Arthrolyse, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 13

Kapsolyse MCP III-V Gelenk Hand rechts durchgeführte hatte (act. II 13 
S. 4 f.) – die Funktion der rechten Hand habe sich wesentlich verschlech-
tert. Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 26. September 
2011 bis auf Weiteres (act. II 13 S. 8).

3.1.9 In der Stellungnahme vom 15. Februar 2017 führte Dr. med. 
C.________ (act. II 14) aus, im Dezember 2012 sei die Situation relativ gut 
ausgelotet worden und klar gewesen. Es sei davon auszugehen, dass sich 
in der Zwischenzeit nicht mehr sehr viel geändert habe. Bei strenger Beur-
teilung folge daraus, dass ab diesem Zeitpunkt eine Arbeitsfähigkeit in ent-
sprechend angepasster Tätigkeit bestanden habe, unlimitiert in dem Sinne, 
als die Anpassung entsprechend der verbliebenen eingeschränkten Fähig-
keiten sein müsste. Das Ausmass einer verbleibenden Arbeitsunfähigkeit 
sei in solchen Situationen auch für Gutachter aber auch für den Juristen 
nicht einfach zu bestimmen (S. 1). Eine faire Lösung wäre, die Patientin ab 
Anfang 2013 tatsächlich arbeitsfähig für angepasste Tätigkeiten zu er-
klären, jedoch in einem prozentual deutlich reduzierten Ausmass (z.B. 
25 %). Es müsse in dieser Situation eine Aufbauphase über einige Monate 
mit jeweils 25 % Steigerung akzeptiert werden, die bis maximal ein Jahr 
dauern könne. Ab Mitte 2013 dürfe jedoch von der (im Gutachten) be-
schriebenen unlimitierten Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend angepass-
ten Tätigkeit ausgegangen werden (S. 2).

3.1.10 Am 22. Februar 2017 (act. II 16) führte der beratende Arzt der Sym-
pany, Dr. med. K.________, aus, die Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit als "…" müsse vom Rechtsanwender beurteilt werden, und ver-
wies auf das Gutachten von Dr. med. C.________. In einer optimal ange-
passten Tätigkeit bestehe eine 100 % Arbeitsfähigkeit (Bsp. Kundenbe-
treuung, Beratung). Eine Verbesserung des Gesundheitszustands könne 
nicht erreicht werden, der medizinische Endzustand sei erreicht. Es beste-
he als Folge des Unfalls eine dauernde, erhebliche Schädigung der körper-
lichen Integrität von 13-15 % (Vollständiger Verlust Hand 40 %; 50 % Ver-
lust der Handfunktion, wobei davon 1/3 Vorzustand unfallfremd nach Ple-
xusschaden; S. 2).

3.1.11 In der im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten und als 
"Vorabprüfung der Unfallfolgen unter Berücksichtigung des Vorzustandes 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 14

einer sensomotorischen unteren Plexus-Parese rechts" bezeichneten Stel-
lungnahme vom 8. Dezember 2018 (act. IA 3) kam Dr. med. E.________, 
zu Handen der Rechtsvertretung der Beschwerdeführerin zum Schluss, es 
sei nur zu vermuten, dass der stabile Vorzustand der unteren Plexus-
Parese rechts durch den Unfall nicht verschlimmert oder aktiviert worden 
sei und auch danach über Jahre bis aktuell weitgehend unverändert ge-
blieben wäre. Die zusätzlichen Schmerzen, die Sensibilitätsstörungen und 
die multiplen funktionellen Beeinträchtigungen mit Gelenks-Einsteifungen 
seien mit (S. 5) überwiegender Wahrscheinlichkeit dem Unfallereignis vom 
September 2011 und der nachfolgenden Komplikation mit CRPS zuzu-
schreiben. Eine umfassende, tiefgreifende und kritische Auseinanderset-
zung mit den komplexen Erscheinungen eines CRPS habe nicht stattge-
funden (S. 6).

Im daraufhin ebenfalls zu Handen der Rechtsvertretung der Beschwerde-
führerin erstellten Gutachten vom 13. Februar 2019 (act. IA 4) stellte 
Dr. med. E.________ als unfallbedingte Diagnosen eine Ulnaschaftfraktur 
rechts, eine extraartikuläre Schrägfraktur proximales Drittel Os Metacarpale 
V rechts, eine Weichteilavulsionsverletzung Dig. V rechts, eine undislozier-
te ossäre Ausrissläsion ulnares Kollateralband MCP-Gelenk IV rechts, eine 
Strecksehnenabrissverletzung Endgelenk Dig. II rechts (Mallet-Finger), 
einen Status nach Plattenosteosynthese distale Ulna und Metacarpale V 
(26. September 2011), ein posttraumatisches CRPS Typ I der rechten 
Hand, einen Status nach traumatisch aktivierter Rhizarthrose rechts (inak-
tiv). Als unfallfremde Diagnosen nannte er eine residuelle und persistieren-
de (inaktive) untere Armplexus-Parese rechts, unklarer Aetiologie, einen 
Status nach Revision Plexus brachialis rechts (ca. 2000), einen Status 
nach passagerer Erschöpfungsdepression (Frühjahr 2011), remittiert, den 
Verdacht auf Schultergürtel-Kompressions-Syndrom rechts mit sensiblen 
Störungen und ein klinisch sensibles Sulcus-Ulnaris-Reiz-Syndrom rechts 
(S. 35). Die Versicherte habe erstmals ab 1997 über eine Zeitspanne von 
drei Jahren an einer langsam progredienten und stets schmerzlos, senso-
motorischen unteren Plexus-Teil-Parese an ihrem dominanten rechten 
Arm/Hand gelitten. Hinsichtlich dieses Vorzustandes seien mehrfach Ab-
klärungen durchgeführt worden, die klinisch wie auch neurophysiologisch 
weitgehend einen Stillstand dieser Parese seit der Operation im Jahr 2000 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 15

belegten. Der jetzt am rechten Ellbogen nachweisbare Reizzustand des 
Nervus ulnaris mit ausgeprägtem Tinel-Zeichen könne das aktuelle Aus-
breitungsgebiet der sensiblen Störungen bis zum Mittelfinger und einer 
Aussparung (S. 36) ulnar in der Hohlhand allein auch nicht erklären. Übrig 
bleibe somit als Erklärung für das ungewöhnliche Muster der bestehenden 
sensiblen Störungen und der qualitativ sehr unterschiedlichen Schmerz-
komponenten in diesem Areal allein das CRPS. Die als leichtgradig einzu-
stufende Teil-Parese habe aus der Retrospektive medizinisch nachvoll-
ziehbar zu einer gewissen Beeinträchtigung der zuletzt ausgeübten berufli-
chen Beschäftigung als … geführt. Das Unfallereignis habe indessen zu 
einem markanten Einbruch der persönlichen Integrität aufgrund der schick-
salhaft aufgetretenen Komplikation des CRPS geführt. Dieses habe sich 
bereits sehr früh als intensiver, nicht abklingen wollender und stets bren-
nender Schmerz mit entzündlichen Komponenten manifestiert und resultier-
te in mittelschweren Gelenk-Kontrakturen an allen Fingern sowie in einer 
zwar regional begrenzten, aber mit erheblicher funktioneller Beeinträchti-
gung einhergehenden Allodynie, sodass die dominante Hand weitgehend 
nur noch als Zudienerhand eingesetzt werden könne. Grobmotorisch sei 
diese sehr begrenzt einsatzfähig und auch feinmotorisch stark beeinträch-
tigt (S. 37). Das in den meisten CRPS-Fällen beobachtete, zum Teil 
vollständige Verschwinden sämtlicher entzündlicher Komponenten, sollte 
nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass die auffallend oft dokumen-
tierten Kardinalssymptome des CRPS, namentlich die Allodynie, Hyperal-
gesie und Hyperpathie, motorische Schwäche und weitere, nie verschwun-
den seien und bis aktuell unvermindert vorherrschten. Verblieben seien 
auch die teilweise schmerzhaften Gelenkkontrakturen. Alle diese Kompo-
nenten seien keinesfalls dem Vorzustand oder dem Fortschreiten der Ple-
xus-Parese zuzuschreiben, die sich einerseits erwiesenermassen als inak-
tiv erweise und andererseits kaum derart spezifische Symptome verursacht 
hätte. Diese Parese selbst sei zudem stets schmerzslos gewesen und habe 
nur in engen Grenzen funktionell behindert. Was aktuell an über das Hand-
gelenk hinausgehende Sensibilitätsstörungen geltend gemacht werde, sei 
einzig Folge des CRPS. Trotz Rückbildung gewisser Symptome seien ak-
tuell die Budapester Kriterien, welche eine CRPS-Diagnose bestätigten, 
erfüllt. Kein anderes krankhaftes Geschehen könne die vorhandenen Be-
schwerden und Befunde besser erklären (S. 38). In der zuletzt ausgeübten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 16

Tätigkeit werde, gemessen an einem 100 % Pensum, die vorübergehende 
unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit auf 100 % bis mindestens Ende 2012 
geschätzt. Für die darauffolgende Zeitspanne ab Januar 2013 bis mindes-
tens zur Operation vom 27. September 2016 könne keine verlässliche Be-
urteilung vorgenommen werden. Nach diesem Eingriff sei es zu einer mar-
kanten Verschlechterung der Beschwerden an der rechten Hand gekom-
men, welche anschliessend eine bleibende Arbeitsunfähigkeit von 100 % 
begründe (S. 44). Aufgrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien 
im zuletzt ausgeübten Beruf gesamthaft betrachtet folgende Tätigkeiten 
nicht mehr ausführbar: Tragen, Heben, Hochheben, Stossen Drücken Zie-
hen auf Tischflächen, Hochstemmen oder Herunterholen von Gestellen von 
Gewichten über 3 kg, feinmotorische Bewegungen mit den Fingern und 
Daumen (Greifen, Festhalten und koordiniertes Führen sind nur teilwiese 
ausführbar, stark verlangsamt, abhängig von den Gegenständen/Geräten 
und von der Grösse), kein sicheres Ergreifen von dünnem Schreibpapier, 
kleinsten Gegenständen (Nadeln, Schreibminen, Büroklammern etc.), keine 
Erschütterungen, Schläge, heftige Vibrationen, kein Besteigen von Leitern, 
kein Einsatz der rechten Hand zur Sicherung des Körpergleichgewichts, die 
andauernde und repetitive Bedienung einer handelsüblichen PC-Maus über 
mehrere Stunden pro Tag. Ohne Unfallfolgen wären Gewichte der Katego-
rie 5-10 kg möglich, weitestgehend auch alle feinmotorischen Bewegungen 
und Griffe. Die aktuell vorliegenden unfallbedingten Beeinträchtigungen 
überlagerten gesamthaft sämtliche Einschränkungen, welche dem Vorzu-
stand zugeschrieben werden könnten (S. 45). Aufgrund der unfallbedingten 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien im zuletzt ausgeübten Beruf 
gesamthaft betrachtet folgende Verrichtungen ausführbar: Sämtliche grob-
motorischen Bewegungen bis max. 3 kg, nur vereinzelt und nicht repetitiv, 
feinmotorisches Ergreifen von Gegenständen mit mindestens einer Dimen-
sion von 5 cm und bis zu einem Gewicht (bzw. notwendige Haltekraft) von 
1 kg, vereinzelt, kurzfristig, nicht repetitiv oder anhaltend, Bedienen einer 
PC-Tastatur im Einfingersystem, verlangsamt, mit Fehlerquote, rascher 
Ermüdung, sämtliche Körperhaltungen (Stehen, Gehen, Sitzen, Knien) un-
eingeschränkt, die linke Hand/Arm uneingeschränkt. Die Erbringungen ei-
ner Leistung innerhalb dieses Belastungsprofils werde bezogen auf eine 
100 %-Pensum auf maximal 66 % geschätzt. Gesamthaft betrachtet unter 
Einbezug aller Limitierungen ergebe sich eine Arbeitsleistung für die zuletzt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 17

ausgeübte Tätigkeit von weniger als 50 % (S. 46). Aufgrund der unfallbe-
dingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien in einer optimal beein-
trächtigungsangepassten Tätigkeit gesamthaft betrachtet folgende Verrich-
tungen zumutbar: Grobmotorische Bewegungen bis max. 3 kg, nur verein-
zelt und nicht repetitiv, nicht anhaltend, feinmotorische Bewegungen be-
grenzt auf gröbere Gegenstände von über 5 cm mit Gewicht bis max. 1 kg, 
vereinzelt, nicht anhaltend oder fliessbandmässig, einfaches Bedienen ei-
ner PC-Tastatur mit den einzelnen Fingern I-III über kürzere Zeiträume, 
nicht repetitiv, nicht anhaltend über Stunden hinweg, Nutzung als Zudien-
hand in sämtlichen Armpositionen, ausser in der Hochhalteposition und 
sämtliche Körperhaltungen, Stehen, Gehen, Sitzen, Knien. Die linke 
Hand/Arm könne uneingeschränkt genutzt werden. Unter Einhaltung dieses 
Belastungsprofils sei ein Arbeitspensum von 75 % zumutbar. Mit kognitiven 
Einschränkungen von 10 % (Konzentrations-, Aufmerksamkeits-, Memorie-
rungsfähigkeit, Reaktionsgeschwindigkeit) sei zusätzlich zu rechnen falls 
bestimmte schmerzlindernde Medikamente mit zentraler Wirkung einge-
setzt würden. Rein unfallbedingt sei ein 75 % Pensum zumutbar (S. 47).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 18

gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Nach der medizinischen Aktenlage leidet die Beschwerdeführerin 
seit ungefähr 1997 an einer Beeinträchtigung im Bereich des unteren Arm-
plexus mit ausgeprägter Atrophie und Paresen in den kleinen Handmuskeln 
rechts. Eine operative Versorgung im Jahr 2000 blieb ohne wesentliche 
Veränderung (act. II 7, act. II 9 Doc 37 S. 1, act. II 9 Doc 110 S. 5 f., 
act. IA 3 S. 36; vgl. auch Berichte von Dr. med. H.________ vom 9. De-
zember 2006 sowie des Spitals L.________ vom 30. April und 22. Juni 
2007 [act. II 9 Doc 5 S. 6-12, Doc 6]). Die danach aufgetretene depressive 
Phase ab März 2011 remittierte und blieb ohne Folgen (act. 7 S. 3act. II 9 
Doc 60). Beim Motorradunfall vom 24. September 2011 verletzte sich die 
Beschwerdeführerin rechtsseitig an der Hand und am Arm. Sie wurde zwar 
danach erfolgreich operiert, jedoch traten Komplikationen in Form eines 
CRPS auf, welches trotz jahrelanger Behandlung weiterhin Beschwerden 
verursachte (act. II 2, act. II 7, act. II 9 Doc 37, Doc 110 S. 19-22, act. IA 4 
S. 35, 37 f.; vgl. auch Berichte von Dr. med. F.________ von 2011-16 
[act. II 3, 8, 10]). Zudem trat auch eine Schultereinschränkung auf, die aber 
remittierte (act. II 8 S. 3, 8).

3.4 Die Beschwerdegegnerin verneinte im angefochten Einspracheent-
scheid vom 30. April 2018 (act. II 30) den Anspruch auf eine Rente bzw. 
auf Übernahme der Heilbehandlung ab 1. Juli 2017 bezogen auf die ge-
sundheitliche Situation bzw. die Arbeits- und Leistungsfähigkeit im Wesent-
lichen damit, dass die Beschwerdeführerin im Gebrauch der rechten Hand 
beeinträchtigt sei, wobei die schweren funktionellen Defizite zum grössten 
Teil von der (nicht unfallkausalen) Plexusneuropathie aus dem Jahre 1997 
herrühre (act. II 30 S. 4 Ziff. 4). Trotz unfallkausalen Restbeschwerden an 
der rechten Hand sei sie in der Lage, in einer ergonomisch angepassten 
Tätigkeit die Arbeitsfähigkeit vollständig zu verwerten. Eine Weiterführung 
der Ergotherapie führe zu keinem nennenswerten Erfolg mehr (act. II 30 
S. 5  Ziff. 5). Im Zeitpunkt der Rentenprüfung sei in Bezug auf die Arbeits-
fähigkeit von einer weitgehend identischen Einschränkung an der rechten 
Hand auszugehen, wie sie bereits vor dem erlittenen Motorradunfall be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 19

standen habe (act. II 30 S. 5 Ziff. 6). In medizinischer Hinsicht stützte sich 
die Beschwerdegegnerin dabei massgebend auf die handchirurgischen 
Beurteilungen von Dr. med. C.________ (act. II 9 Doc 110, act. II 14). 

Es fällt auf, dass Dr. med. C.________ bei der gutachtlichen Einschätzung 
der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit diffus und unschlüssig blieb. 
Er bezeichnete die prozentuale Festlegung der Arbeitsfähigkeit im ange-
stammten Beruf als schwierig und überliess diese den Rechtsanwendern. 
Er gab einzig an, dass von einer gewissen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei, 
im Idealfall sogar von einer 100 %-igen (act. II 9 Doc 110 S. 23 f. Ziff. 7.2). 
Zu deren Beginn und Verlauf führte er aus, der Töffunfall habe eine volle 
Arbeitsunfähigkeit von mindestens 6 Wochen begründet, die weiterandau-
ernde Arbeitsunfähigkeit für "viele Monate" sei der Komplikation durch das 
CRPS zuzuschreiben. Ab dem Begutachtungszeitpunkt (Mai 2016) bzw. 
retrospektiv seit mindestens Anfang 2014 ging er von einer Arbeitsfähigkeit 
aus, ohne diese jedoch zu quantifizieren (act. II 9 Doc 110 S. 24 f. Ziff. 7.3). 
Die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit wurde im Gutachten ebenfalls 
unklar bzw. überhaupt nicht direkt beantwortet (act. II 9 Doc 110 S. 24 
Ziff. 7.4). Anhand der Ausführungen lässt sich auch nicht ohne weiteres auf 
eine volle Arbeitsfähigkeit schliessen, zumal der Gutachter abschliessend 
anmerkte, verschiedene Handfunktionen könnten durchaus noch nützlich 
eingesetzt werden und somit bestehe eindeutig eine, wenn auch nicht 
100 %-ige, Arbeitsfähigkeit, am ehesten im angestammten Beruf 
(act. II 9 Doc 110 S. 27). Der RAD-Arzt Dr. med. J.________ hielt das Gut-
achten von Dr. med. C.________ zwar für voll beweiskräftig, wies aber 
ebenfalls darauf hin, dass dessen Angaben nicht ganz einheitlich seien 
bzw. nicht direkt widersprüchlich (act. II 9 Doc 115 S. 6; vgl. auch Schrei-
ben des RAD vom 26. Januar 2017 an Dr. med. C.________ [act. II 14 
S. 3 f.]). Im Rahmen seiner Interpretation des Gutachtens schloss er auf 
eine volle Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit bereits ab Januar 2013 
und – in Abweichung zum Gutachter – auf eine Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 50 % selbst bei angepasstem 
Arbeitsplatz (act. II 9 Doc 115 S. 7 f.). In der auf Nachfrage des RAD-Arztes 
hin verfassten Stellungnahme vom 15. Februar 2017 (act. II 14) hielt Dr. 
med. C.________ erneut fest, dass in der hier vorliegenden Situation die 
Bestimmung des Ausmasses der verbleibenden Arbeitsfähigkeit sowohl für 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 20

ihn als Gutachter als auch für den Juristen nicht einfach sei. Er kam zum 
Ergebnis, dass als "faire Lösung" der Beschwerdeführerin ab anfangs 2013 
eine 25 %-ige Arbeitsfähigkeit zu attestieren sei mit Steigerung in einer 
Aufbaufase von jeweils 25 % über maximal ein Jahr, was wiederum im Wi-
derspruch steht, wenn er die Beschwerdeführerin bereits ab Mitte 2013 in 
einer entsprechend angepassten Tätigkeit für unlimitiert arbeitsfähig erklärt 
(act. II 14 S. 2). Die vorgeschlagene gestaffelte Zunahme der Arbeitsfähig-
keit leuchtet nicht ein, sondern mutet vielmehr als Kompromiss an, der 
nicht medizinisch begründet erscheint. Zudem fehlt auch eine Auseinan-
dersetzung mit dem zwischenzeitlich durchgeführten operativen Eingriff an 
der rechten Hand vom 27. September 2016 und der vom behandelnden 
Arzt postulierten wesentlichen Funktionsverschlechterung (act. II 13 S. 4 f., 
8). Es liegt damit keine zuverlässige und schlüssige Einschätzung der me-
dizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit vor.

3.5 Des Weiteren bezog Dr. med. C.________ hinsichtlich der Kausa-
lität sehr zurückhaltend Stellung. Er kam zum Schluss, dass die funktionel-
len Defizite grösstenteils von der Plexusneuropathie von 1997 herrühren, 
seit wann die wichtigsten intrinsischen Muskeln an der rechten Hand atro-
phisch und dadurch viele Komplexbewegungen schwierig geworden seien 
(act. II 9 Doc 110 S.19, 22). Als wahrscheinliche Ursache ("Starter") des 
CRPS bezeichnete er das Trauma des Unfalls bzw. der Operation (act. II 9 
Doc 110 S. 20) und erachtete die CRPS-eigenen trophischen Störungen 
nach Jahren als ausgeheilt, wobei der Restzustand lediglich in einer sub-
jektiv störenden Schmerzhaftigkeit dorsal am Handrücken sowie in einer 
partiellen Einsteifung der Fingergelenke resultiere (act. II 9 110 S. 22 f.). 
Demgegenüber hielt der Privatgutachter Dr. med. E.________ fest, dass 
Abklärungen hinsichtlich der vorbestehenden Plexus-Teil-Parese klinisch 
wie auch neurophysiologisch weitgehend einen Stillstand seit dem Jahr 
2000 belegten und die Teil-Parese als aktuell leichtgradig eingestuft wer-
den müsse. Das Unfallereignis habe indessen zu einem markanten Ein-
bruch der persönlichen Integrität geführt, nicht wegen der erlitten Frakturen, 
sondern ausschliesslich aufgrund der schicksalhaft aufgetretenen Kompli-
kation des CRPS (act. IA 4 S. 36 f. Ziff.  7.1-3). Die oft dokumentierten Kar-
dinalssymptome des CRPS, namentlich die Allodynie, Hyperalgesie und 
Hyperpathie, motorische Schwäche und weitere, seien nie verschwunden 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 21

und bis aktuell unvermindert vorherrschend. Verblieben seien auch die 
teilweise schmerzhaften Gelenkkontrakturen. Alle diese Komponenten sei-
en keinesfalls dem Vorzustand oder dem Fortschreiten der Plexus-Parese 
zuzuschreiben, die sich einerseits erwiesenermassen als inaktiv erwies und 
andererseits kaum derart spezifische Symptome verursacht hätte. Diese 
Parese selbst sei zudem stets schmerzlos gewesen und habe nur in engen 
Grenzen funktionell behindert (act. IA 4 S. 3). Die im Gutachten festgestell-
ten erheblichen funktionellen Einschränkungen an der rechten dominanten 
Hand seien mit stark überwiegender Wahrscheinlichkeit Folgen des nach 
dem Unfallereignis eingetretenen CRPS, welches bis heute aktiv geblieben 
sei. Der Vorzustand der Plexus-Teil-Parese spiele kaum eine massgebliche 
Rolle. Die aktuell noch nachweisbare untere Plexus-Teilläsion könnte mehr 
als sieben Jahre nach dem Unfall eine höhere Einschränkung der Arbeits-
fähigkeit kaum nachvollziehbar begründen (act. IA 4 S. 42 Ziff. 10.3). Diese 
Ausführungen erwecken hinsichtlich des Kausalzusammenhangs zusätzli-
che Zweifel am an sich schon mit Unklarheiten behafteten (vgl. E. 3.4 hier-
vor) Gutachten.

3.6 Schliesslich war das Gutachten von Dr. med. C.________ vom 
9. Mai 2016 (act. II 9 Doc 110) bei Erlass des hier angefochtenen Einspra-
cheentscheides vom 30. April 2018 (act. II 30) nicht mehr aktuell, wurde 
doch am 27. September 2016 eine Metallentfernung Metacarpale V rechts, 
Tenolysen Extensor digitorum communis und Extensor digitorum quinti 
Strecksehnen Dig. V und IV sowie eine Arthrolyse, Kapsolyse MCP III-V 
Gelenk Hand rechts durchgeführt (act. II 13 S. 4 f.) in deren Folge der be-
handelnde Arzt von einer wesentlichen Funktionsverschlechterung der 
rechten Hand berichtete (act. II 13 S. 8). Laut dem Privatgutachter Dr. med. 
E.________ war der Eingriff vom September 2016 ein "Verzweiflungsakt" 
anstatt eine gewinnbringende Massnahme (act. IA 4 S. 35). Zwar holte die 
IV-Stelle … nach Rücksprache mit dem RAD eine Stellungnahme von 
Dr. med. C.________ vom 15. Februar 2017 (act. II 14) ein. Diese nimmt 
jedoch in keiner Weise Bezug auf den operativen Eingriff vom 27. Septem-
ber 2016 und die danach postulierte Verschlechterung; eine persönliche 
Untersuchung fand ebenso wenig statt. Hinzu kommt, dass anlässlich der 
Operation vom 27. September 2016 – die somit noch vor der Leistungsein-
stellung vom 1. Juli 2017 (act. II 30) erfolgte – u.a. das Osteosynthesema-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 22

terial der Metacarpale V entfernt wurde (act. II 13 S. 4 f.), welches am 
26. September 2011 zur unfallbedingten Frakturreposition verwendet wurde 
(act. II 2). Die Behandlung steht damit mitunter (auch noch) im Zusammen-
hang mit den Unfallfolgen (vgl. Art. 10 Abs. 1 UVG). Abgesehen davon hat 
die Versicherung auch Leistungen für Schädigungen zu erbringen, die dem 
Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt wurden (Art. 6 Abs. 3 UVG), 
was ebenfalls unangesprochen blieb. Die Stellungnahme von Dr. med. 
C.________ erlaubt betreffend die Aktualität damit keine weiteren Auf-
schlüsse.

3.7 Unter diesen Umständen bietet das handchirurgische Gutachten 
(inkl. ergänzende Stellungnahme) von Dr. med. C.________ keine hinrei-
chend zuverlässige Grundlage für die Beurteilung der (unfallbedingten) 
Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie der Kausalität. Allerdings verbietet es 
sich, allein auf das Privatgutachten von Dr. med. E.________ abzustellen, 
indem die Fixierung des Experten auf das CRPS und das (weitgehende) 
Ausblenden des Vorzustands als Ursachen der unbestrittenen Schmerz-
problematik in der rechten Hand nicht einleuchtet, zumal nicht nur Dr. med. 
C.________ das CRPS für ausgeheilt erachtet, sondern auch der RAD-Arzt 
Dr. med. J.________ (act. II 9 Doc 119). Abgesehen davon hält auch der 
beratende Arzt der Sympany Dr. med. K.________ – wenn auch im Zu-
sammenhang mit der Integritätsentschädigung – den Unfall bzw. die Kom-
plikationen als nur zu zwei Drittel kausal zur Beeinträchtigung (act. II 16). 
Soweit schliesslich Dr. med. E.________ die Klassifizierung des CRPS im 
ICD-11 kritisiert und auf den voraussichtlich 2022 einzuführenden neuen 
ICD-10 verweist (act. IA 4 S. 43 f.), ist dies unbehelflich, kann doch diese 
Klassifikation für den aktuellen Fall nicht vorwirkend herangezogen werden.

3.8 Nach dem Dargelegten erweist sich der medizinische Sachverhalt 
als nicht hinreichend abgeklärt und es ist eine neue externe Begutachtung 
unabdingbar. Diese ist durch die Vorinstanz einzuholen, indem sie bislang 
im Wesentlichen allein auf die durch die IV-Stelle … eingeholten – im Zeit-
punkt des Erlasses des angefochtenen Einspracheentscheides nicht mehr 
aktuellen bzw. umfassenden – medizinischen Grundlagen abstellte und 
darin im Rahmen der final konzipierten Invalidenversicherung (vgl. BGE 
124 V 174 E. 3b S. 178) naturgemäss die mitunter zentrale Frage der Kau-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 25. Aug. 2020, UV/18/424, Seite 23

salität zum Unfall vom September 2011 nur ganz am Rande behandelt 
wurde. Insofern ist die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht 
rechtsgenüglich nachgekommen. Die Expertise wird mindestens in den 
Disziplinen Orthopädie, Handchirurgie und Neurologie einzuholen sein, 
wobei sich die Gutachter insbesondere auch zum Einfluss des Vorzustan-
des und zur Kausalität zu äussern haben werden. 

Zusammenfassend ist die Beschwerde unter Aufhebung des angefochte-
nen Einspracheentscheides vom 30. April 2018 (act. II 30) gutzuheissen 
und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie – 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge.

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, so-
weit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen ange-
ordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). 
Nach der Rechtsprechung können die Kosten eines Privatgutachtens, auf 
das sich der Entscheid der Rechtsmittelinstanz stützt, im Rahmen der Par-
teientschädigung zurückerstattet werden (RKUV 2004 U 503 S. 187 E. 5.1).

Zwar bestehen bereits unabhängig vom Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 13. Februar 2019 (act. IA 4) gewisse Zweifel am Gutach-
ten von Dr. med. C.________ vom 9. Mai 2016 (act. II 9 Doc 110; inkl. des-
sen Stellungnahme vom 15. Februar 2017; act. II 14), jedoch hat ersteres 
die Zweifel noch massgeblich verstärkt und trägt dazu bei, die Sache zur 
weiteren Abklärung zurückzuweisen. Insofern hat die Beschwerdegegnerin 
der Beschwerdeführerin die Kosten für das Gutachten von Dr. med. 
E.________ vom 13. Februar 2019 zu erstatten gemäss Antrag in der Stel-
lungnahme vom 8. Juli 2019, wobei allein das Gutachten zu Fr. 3'400.-- 
(act. IA 4 S. 59) nicht aber auch die Kosten für die Vorabprüfung 

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(Fr. 1'600.--; act. IA 4 S. 60) zu entschädigen sind, weil diese für den vor-
liegenden Entscheid nicht massgeblich war.

4.3 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt 
es unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine 
Parteientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits 
als Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Ver-
gleich zu derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit 
verbessert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die 
Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und 
neuer Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). Dies gilt unabhän-
gig davon, ob die Rückweisung beantragt oder ob das entsprechende Be-
gehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (SVR 2017 KV Nr. 9 
S. 43 E. 9.1).

Mit am 18. November 2019 eingereichter Kostennote hat Rechtsanwältin 
MLaw D.________ ein Honorar von Fr. 6'854.05, Auslagen von Fr. 205.60 
und die Mehrwertsteuer (MWSt.) von Fr. 543.60, insgesamt einen Aufwand 
von Fr. 7'603.25, geltend gemacht. Dieser Betrag erweist sich mit Blick auf 
andere vergleichbare Verfahren bezüglich des objektiv gebotenen Prozes-
saufwands, der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro-
zesses, selbst unter Berücksichtigung des mehrfachen Schriftenwechsels, 
als zu hoch. Zudem ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin 
bereits sowohl im nichtstreitigen wie auch im streitigen Verwaltungsverfah-
ren mit der Beschwerdegegnerin (act. II 5, 28), in denen sich im Wesentli-
chen dieselben Fragen stellten, wie auch im Verfahren mit der Invaliden-
versicherung (act. II 9 Doc 57), durch dieselbe Anwaltskanzlei vertreten 
wurde. Es rechtfertigt sich deshalb, den Parteikostenersatz auf pauschal 
Fr. 5'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.) festzusetzen. Zuzüglich der Kosten 
des Privatgutachtens von Fr. 3'400.-- (vgl. E. 4.2 hiervor) ist der Beschwer-
deführerin von der Beschwerdegegnerin eine Parteientschädigung von ins-
gesamt Fr. 8'900.-- zu bezahlen.

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspra-
cheentscheid der Sympany vom 30. April 2018 aufgehoben und die 
Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – nach 
Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu verfüge. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 5'500.-- (inkl. Auslagen und MWSt.), zu er-
setzen. Darüber hinaus hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerde-
führerin die Kosten für das Gutachten des Dr. med. E.________ im 
Umfang von Fr. 3'400.-- zu erstatten.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- Sympany Versicherungen AG  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.