# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a9e1ce14-5e15-5082-836a-3c7baeb8523c
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-08-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.08.2015 SB150172
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB150172_2015-08-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB150172-O/U/eh 
 
 

Mitwirkend: Die Oberrichter Dr. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. S. Volken und 

Dr. iur. D. Schwander sowie der Gerichtsschreiber Dr. iur. F. Manfrin 

 
Urteil vom 31. August 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

 

Beschuldigter und Berufungskläger 

erbeten verteidigt durch Fürsprecher lic. iur. X._____,  

 

 

gegen 

 
Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis,  

vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr,  

 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend  

Diebstahl etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Dietikon, Einzelgericht, vom  

26. November 2014 (GB140001) 

 

-   2   - 

Strafbefehl: 

Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 12. Dezember 2013 

ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 9). 

 

Urteil der Vorinstanz: 

(Urk. 52 S. 25 f.) 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

- des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, 

- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 

Fr. 110.00, wovon bis und mit heute 2 Tagessätze als durch Untersuchungs-

haft geleistet gelten. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre 

festgesetzt. 

4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 1'800.00  ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 900.00   Gebühr Anklagebehörde. 
 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem 

Beschuldigten auferlegt. 

6. (Mitteilungen) 

7. (Rechtsmittel) 

 

-   3   - 

Berufungsanträge: 

 

a) der Verteidigung des Beschuldigten: 
 (Urk. 69) 

 1. Herr A._____ sei vom Vorwurf des angeblichen Diebstahls zN 

B._____, C._____ und D._____ freizusprechen. Ebenfalls sei ein Frei-

spruch betreffend den Vorwurf der Sachbeschädigung auszufällen. 

 2. Es seien die Kosten der ersten und zweiten Instanz auf die Staats-

kasse zu nehmen. 

 3. Es sei eine Genugtuung von Fr. 400.00 für ungerechtfertigte Haft zuzu-

sprechen. 

 4. Es sei eine Parteientschädigung für die in erster Instanz angefallenen 

angemessenen Anwaltskosten von Fr. 2'550.00 (10,2 h à Fr. 250.00, 

Auslagen Fr. 93.80 und MWST Fr. 211.50) zu bezahlen. Für das  

Berufungsverfahren seien Fr. 1'418.28 (5,2 h à Fr. 250.00, Auslagen 

von Fr. 42.40 und Fr. 105.28 MWST) zuzüglich Kosten für die heutige 

Verhandlung zu ersetzen. 

 (keine Beweisanträge) 

b) des Vertreters der Staatsanwaltschaft: 

 (Urk. 58) 

 Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils 

 (keine Beweisanträge) 

-   4   - 

Erwägungen: 

1. Verfahrensgang 

1.1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 26. November 2014 wurde der Beschuldig-

te des Diebstahls (im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB) sowie der Sachbeschädi-

gung (im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB) schuldig gesprochen (Dispositivziffer 1) 

und mit einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 110.00 bestraft 

(unter Anrechung von 2 Tagessätzen zufolge Untersuchungshaft; Probezeit: 

4 Jahre; Dispositivziffern 2 und 3). Die Kosten der Untersuchung sowie des ge-

richtlichen Verfahrens wurden dem Beschuldigten auferlegt (Dispositivziffer 5). 

1.2. Gegen dieses Urteil, das den Parteien am 1. Dezember 2014 (bzw.  

2. Dezember 2014: Privatklägerin) schriftlich in unbegründeter Form zugestellt 

wurde (Prot. I S. 23 unten; Urk. 47/1-4), meldete der Beschuldigte mit Eingabe 

vom 8. Dezember 2014 innert der zehntägigen Frist von Art. 399 Abs. 1 StPO  

Berufung an (Urk. 48). Am 7. April 2015 wurde dem Beschuldigten das begründe-

te Urteil zugestellt (Urk. 51/1). Seine Berufungserklärung erfolgte am 27. April 

2015 und damit innert der zwanzigtägigen Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO 

(Urk. 54). Mit Präsidialverfügung vom 30. April 2015 wurde den Privatklägern so-

wie der Staatsanwaltschaft die Berufungserklärung des Beschuldigten zugestellt, 

um gegebenenfalls Anschlussberufung zu erheben oder ein Nichteintreten auf die 

Berufung zu beantragen (Urk. 56). Mit Eingabe vom 6. Mai 2015 beantragte die 

Staatsanwaltschaft die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils (Urk. 58). Die  

Privatklägerschaft liess sich nicht vernehmen. 

1.3. Am 10. Juli 2015 wurden die Parteien auf den 31. August 2015 zur Beru-

fungsverhandlung vorgeladen (Urk. 65). 

2. Umfang der Berufung 

Die Berufung wurde vom Beschuldigten nicht beschränkt (Urk. 54). Das erstin-

stanzliche Urteil ist deshalb in keinem Punkt in Rechtskraft erwachsen und bildet 

gesamthaft Gegenstand des Berufungsverfahrens. 

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3. Prozessuales 

3.1. Die Parteien haben das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staats-

anwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen 

Fragen zu stellen (Art. 147 Abs. 1 Satz 1 StPO; Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK). Bewei-

se, die in Verletzung dieser Vorschrift erhoben worden sind, dürfen nicht zulasten 

der Partei verwertet werden, die nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 StPO). 

3.2. C._____, D._____ und B._____ wurden vorliegend lediglich polizeilich ein-

vernommen (Urk. 3/1; Urk. 3/2; Urk. 3/3), wobei der Beschuldigte keine Gelegen-

heit hatte den Einvernahmen beizuwohnen. Soweit die Aussagen der drei Ge-

nannten den Beschuldigten belasten, erweisen sie sich demnach als unverwert-

bar. 

4. Feststellung des Sachverhalts 

4.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen in einem Musikstudio eine verschlos-

sene Kasse behändigt, aufgebrochen und das in ihr befindliche Bargeld an sich 

genommen zu haben, wobei er die Kasse selbst entsorgte (Diebstahl). Weiter 

wird ihm vorgeworfen, einige Tage später die Tür zum fraglichen Musikstudio auf-

gebrochen zu haben, wodurch ein Sachschaden entstand (Sachbeschädigung).  

Bezüglich der Behändigung der Kasse ist der Beschuldigte geständig (so zuletzt 

Urk. 68 S. 8 f., S. 12). Er bestreitet aber die Bereicherungsabsicht (so zuletzt 

durch seine Verteidigung, Urk. 69 S. 4 und Prot. II S. 6 f.). Mit Blick auf die  

Beschädigung der Tür ist der Beschuldigte ebenfalls geständig, macht jedoch gel-

tend, den Schaden fahrlässig verursacht zu haben. Im Einzelnen:  

4.2. C._____, D._____ und B._____ sind seit dem 1. August 2011 Mieter von 

Geschäftsräumlichkeiten, die sie als Musikstudio nutzen. Die monatlich zu bezah-

lende Miete beträgt Fr. 710 (ND 1 Urk. 6). Von März 2012 an war der Beschuldig-

te Untermieter der Vorgenannten und nutzte das Musikstudio ebenfalls (Urk. 3/2 

Ziff. 3; Urk. 44 S. 4 oberhalb Mitte; Urk. 68 S. 6). Dieser Untermietvertrag wurde 

mündlich abgeschlossen (Urk. 3/2 Ziff. 3). Die monatlich vom Beschuldigten zu 

bezahlende Untermiete betrug Fr. 200.00 und wurde von diesem stets bezahlt 

(Urk. 3/2 Ziff. 11 f.; Urk. 68 S. 6 f.). Mitte Oktober 2013 kam es zwischen den Mie-

tern und dem Beschuldigten zu Streit (Urk. 3/2 Ziff. 5), da – wie sich B._____ 

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ausdrückte – „eine kleine, nun nicht relevante Sache“ abhanden gekommen sei 

(Urk. 3/2 Ziff. 5), wobei sie nähere Angaben dazu verweigerte (Urk. 3/2 Ziff. 6). 

Man habe dem Beschuldigten vorgeworfen für dieses Abhandenkommen verant-

wortlich zu sein (Urk. 3/2 Ziff. 7). Aus der vorinstanzlichen Einvernahme des Be-

schuldigten erhellt, dass sich dieser Streit um im Musikstudio gelagertes Marihua-

na drehte (Prot. I S. 17 unten sowie S. 18 oben). 

Im Rahmen dieses Streits, der offensichtlich eskalierte, warf der Beschuldigte den 

drei Hauptmietern unter anderem vor, sie hätten seine Boxen beim Koksen zer-

kratzt, seine Kopfhörer und seinen Laptop kaputt gemacht; zudem habe er an-

fänglich noch Fr. 480.00 für Getränke bezahlt, die er nicht mehr zurückerhalten 

habe (Prot. I S. 17 f.; Urk. 2/2 S. 2 unten). Auch anlässlich der Berufungsverhand-

lung machte der Beschuldigte geltend, die drei Mieter würden ihm Geld schulden 

aufgrund verursachter Sachschäden an seinen Gerätschaften, wegen abredewid-

riger Geldentnahmen aus der gemeinsamen Studiokasse (dazu sogleich) und  

für einen von ihm angelegten gemeinsamen Getränkestock im Wert von  

ca. Fr. 200.00 (Urk. 68 S. 7 ff.). 

Zur Zahlung des Mietzinses von Fr. 720.00 führte der Beschuldigte in der vo-

rinstanzlichen Hauptverhandlung Folgendes aus (Prot. I S. 18 unterhalb Mitte): Es 

sei vereinbart worden, dass jeder monatlich Fr. 200.00 in die Kasse lege, so dass  

monatlich ein Überschuss von Fr. 80.00 entstehe, jeder also Fr. 20.00 pro Monat 

an die gemeinsame Kasse leiste. Die Verteidigung stellte vor Vorinstanz die glei-

che Berechnung an, ging jedoch – in Übereinstimmung mit dem Mietvertrag (ND 

Urk. 6) von einem monatlichen Mietzins von Fr. 710.00 aus, so dass monatlich 

pro Person Fr. 22.50 zu viel bezahlt wurden (Urk. 44 S. 4 oberhalb Mitte). Weiter 

legte der Beschuldigte sinngemäss dar, dass die so entstandenen Überschüsse 

für gemeinsame Bedürfnisse oder für Anschaffungen verwendet bzw. geäufnet 

wurden (Prot. I S. 18 unterhalb Mitte). Diese Aussage deckt sich insofern mit der-

jenigen der Hauptmieter als auch diese erwähnten, der Beschuldigte habe monat-

lich Fr. 200.00 bezahlt. Da nicht davon auszugehen ist, dass der Untermieter  

einen höheren Anteil zu bezahlen hatte als die drei Hauptmieter (d.h. Untermieter 

Fr. 200.00 und Hauptmieter je Fr. 173.30) und der Beschuldigte sich bereits in ei-

ner früheren Einvernahme im entsprechenden Sinne geäussert hatte (Urk. 2/2  

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S. 2 unten), erweist sich der vom Beschuldigten geschilderte Einzahlungsmodus 

als glaubhaft. Damit im Einklang stehen denn auch seine Schilderungen zu den 

Mietzinszahlungsmodalitäten anlässlich der Berufungsverhandlung (Urk. 68  

S. 6 f.: je Fr. 200.00 monatlich, wobei Überschüsse von monatlich total Fr. 90.00 

für Anschaffungen angespart wurden). 

Im Zuge der vorerwähnten Streitigkeiten lösten die drei Hauptmieter sowie der 

Beschuldigte ihr Vertragsverhältnis per Ende Oktober 2013 in gegenseitigem Ein-

vernehmen mündlich auf (Urk. 3/2 Ziff. 7 und 8). Es war vorgesehen, dass der 

Beschuldigte seine Gerätschaften bis Ende Oktober aus dem Studio abholt und 

anschliessend seinen Schlüssel abgibt; der Beschuldigte räumte ein, dazu aber 

vorerst keine Zeit gehabt zu haben (Urk. 2/1 Ziff. 13; Urk. 2/2 S. 3 oben). 

4.3. Am Dienstag 12. November 2013 behändigte der Beschuldigte im Studio, 

zu dem er nach wie vor mittels Schlüssel Zutritt hatte, die Studiokasse. Der Be-

schuldigte ist insofern geständig (Urk. 2/1 Ziff. 19 f.; Urk. 2/2 S. 2 oben; Prot. I 

S. 16 unten; Urk. 68 S. 7 ff.). Der Beschuldigte gestand weiter ein, dass er die 

verschlossene Kasse, zu der er keinen Schlüssel hatte, „irgendwie“ öffnete, das 

darin enthaltene Bargeld an sich nahm und die Kasse entsorgte (Urk. 2/1 Ziff. 23; 

Urk. 2/2 S. 2 oben). Dem Beschuldigten zufolge befanden sich Fr. 369.95 in der 

Kasse (Urk. 2/1 Ziff. 22; vgl. auch Urk. 68 S. 6 f.); B._____ nannte einen leicht 

höheren Betrag, der auch in der Anklage aufgeführt wird (Fr. 469.95; Urk. 3/2 Ziff. 

16). Mangels Konfrontation mit dem Beschuldigten kann auf diese Aussage indes 

nicht abgestellt werden (Art. 147 Abs. 4 StPO). Der Beschuldigte sagte aus, sich 

mit dem behändigten Bargeld Kopfhörer gekauft zu haben (Urk. 2/2 S. 2 Mitte). 

Die Kasse selbst, d.h. das entsprechende Behältnis, gehörte B._____ und wies 

einen Wert von ca. Fr. 20.00 auf (Urk. 2/2 S. 2 oben; Urk. 68 S. 10). 

Der Beschuldigte machte in der Ersteinvernahme geltend, der in der Kasse vorge-

fundene Betrag habe ihm zugestanden (Urk. 2/1 Ziff. 25 f.). In der Zweiteinver-

nahme räumte er ein, das Geld habe allen gehört (Urk. 2/2 S. 2 unten). Anlässlich 

der Berufungsverhandlung stellte sich der Beschuldigte auf den Standpunkt, dass 

ihm das Geld in der Kasse wegen Forderungen aus dem mietrechtlichen Verhält-

nis mit den drei Privatklägern zustehe, und zwar aufgrund verursachter Sach-

schäden an seinen Gerätschaften, wegen abredewidriger Geldentnahmen aus der 

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gemeinsamen Studiokasse und für einen von ihm angelegten gemeinsamen Ge-

tränkestock im Wert von ca. Fr. 200.00 Ihm würde sogar mehr Geld zustehen als 

das, was sich noch in der Kasse befunden habe (Urk. 68 S. 7 ff., S. 12 ff.). Man 

habe aber nicht mehr gewusst, wieviel Geld dannzumal genau in der Kasse war, 

d.h. ob es sich um den Rest der Mietzinsüberschüsse handelte, weil Frau 

B._____ die Kasse abgeschlossen gehabt habe, die anderen Mieter bereits Geld 

verbraucht hätten und er mal Fr. 200.00 eingeworfen gehabt habe (Urk. 68 S. 13). 

Nach Entdeckung der weggenommenen Kasse wechselten die Hauptmieter das 

Türschloss zum Musikstudio aus und teilten dies dem Beschuldigten mit; zudem 

forderten sie ihn auf, die Kasse zurückzubringen, wobei sie die dem Beschuldig-

ten gehörenden Sachen im Studio als Pfand zurückbehalten würden (ND Urk. 7). 

Dieser Brief traf allerdings erst nach dem 2. Vorfall (dazu sogleich) beim Beschul-

digten ein (Urk. 3/2 Ziff. 32; Urk. 2/1 Ziff. 18; ND Urk. 7). 

4.4. Am Freitag 14. November 2013 begab sich der Beschuldigte erneut zum 

Musikstudio. Als er realisierte, dass er die Studiotür nicht mehr mit seinem 

Schlüssel öffnen konnte, drückte er die Tür auf, so dass ein entsprechender 

Sachschaden im Umfang von ca. Fr. 1'200.00 entstand (Urk. 2/1 Ziff. 6 f.; Urk. 2/2 

S. 3 unterhalb Mitte). Insofern ist der Beschuldigte geständig, weist allerdings 

sinngemäss darauf hin, dass er den Sachschaden lediglich fahrlässig verursacht 

habe (Urk. 44 S. 5 Mitte; anders zunächst noch: Urk. 2/2 ganz unten). Auch an-

lässlich der Berufungsverhandlung machte er geltend, den Schaden nicht vorsätz-

lich verursacht zu haben (Urk. 68 S. 10-12; so auch die Verteidigung Prot. II S. 7; 

Urk. 69 S. 4 f.). 

Am Eingang zum Studio liess der Beschuldigte ein handschriftliches Schreiben 

zurück (Urk. 2/1 Ziff. 4 f.; ND Urk. 8; Urk. 68 S. 11). Aus diesem geht hervor, dass 

er die ihm gehörenden Gerätschaften aus dem Studio entfernt hatte, um sie an 

einem „sicheren Ort“ zu lagern (ND Urk. 8; Urk. 2/1 Ziff. 4; Prot. I S. 19 unten;  

insofern als unzutreffend erweist sich die vom Beschuldigten gemachte Aussage, 

er habe lediglich seinen Stick mit seiner Musik geholt; Urk. 2/2 S. 3 unten, so 

auch wieder anlässlich der Berufungsverhandlung Urk. 68 S. 10). Weiter hängte 

der Beschuldigte seine beiden noch bei ihm verbliebenen Studioschlüssel an die 

Türklinke und verliess die Örtlichkeit (Urk. 2/1 Ziff. 4). 

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5. Rechtliche Würdigung 

5.1. Vorwurf des Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB) = Vorfall 1 

Einen Diebstahl im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB begeht, wer jemandem eine 

fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich oder einen andern 

damit unrechtmässig zu bereichern.  

5.1.1. Ob eine Sache im Sinne der genannten Bestimmung fremd ist, beurteilt 

sich nach zivilrechtlichen Kriterien. Fremd ist eine Sache, die nicht allein im  

Eigentum des Täters steht (Urteil des Bundesgerichts 6B_994/2010 vom 7. Juli 

2011 E. 5.3.2); darunter fällt auch eine von einer Privatperson separat für einen 

anderen Rechtsträger zu führende Kasse (BGE 81 IV 228 E. 2b). 

Vorliegend hat der Beschuldigte eingeräumt, dass das Geld in der Kasse allen, 

d.h. ihm und den drei Hauptmietern, gemeinsam gehörte (Urk. 2/2 S. 2 unten), 

respektive dass sich nicht mehr genau sagen liess, um welches Geld es sich  

genau handelte (Urk. 68 S. 13). Da das Geld somit im Miteigentum aller Beteilig-

ten war, handelte es sich um eine fremde bewegliche Sache. 

5.1.2. Die Wegnahme der Kasse erfolgte vorliegend im Rahmen einer hochstritti-

gen Auflösung eines Untermietverhältnisses bzw. einer faktischen Musiker-

gemeinschaft. Der Beschuldigte gab das Behändigen der Kasse von Beginn zu, 

machte aber geltend, ihm stehe ein entsprechender Geldbetrag zu. In diesem  

Zusammenhang legte er einerseits dar, dass die Kassenüberschüsse allen  

gemeinsam gehörten, so dass auch ihm grundsätzlich Fr. 22.50 pro Monat  

zustand (Urk. 44 S. 4 oberhalb Mitte; vgl. Prot. I S. 18 unten; Urk. 68 S. 7), da  

er insofern jeweils zu viel einzahlte (4x Fr. 200.00 = Fr. 800.00 - Fr. 710.00 =  

Fr. 90.00 : 4 = Fr. 22.50), woraus – bezogen auf die gesamte Mietdauer – ein  

Betrag von Fr. 450.00 resultierte; andererseits schilderte der Beschuldigte einge-

hend, wie die übrigen Mieter ihm angeblich verschiedene Schäden zufügten, 

unter anderem indem sie seine Kopfhörer beschädigten (Prot. I S. 17 f.; Urk. 68  

S. 8). In einer früheren Einvernahme hatte der Beschuldigte denn auch spontan 

ausgeführt, er habe sich mit dem behändigten Bargeld neue Kopfhörer gekauft 

(Urk. 2/2 S. 2 Mitte). Während der Beschuldigte im Rahmen der Einvernahme be-

züglich anderer Punkte teilweise etwas ausweichend antwortete, stellte er sich 

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ohne Umschweife und mit Nachdruck sinngemäss auf den Standpunkt, dass ihm 

gegenüber den anderen Mietern zivilrechtliche Ansprüche im Umfang des behän-

digten Geldes zustanden (so zuletzt und explizit anlässlich der Berufungsverhand-

lung, Urk. 68 S. 6 ff., 12 ff.). Wie erwähnt betrachtete er als Grundlage dieser For-

derung einerseits Schadenersatz für Gegenstände, welche die anderen Mieter 

angeblich kaputt gemacht hätten, andererseits eine anteilsmässige Forderung am 

in der Kasse geäufneten Betrag sowie ein angeblicher Rückerstattungsanspruch 

für einen von ihm angelegten Getränkestock (Urk. 68 S. 6 ff.; vgl. auch Urk. 69 

S. 4). Ob derartige zivilrechtliche Forderungen tatsächlich bestanden, kann vorlie-

gend offen bleiben. Im Lichte der gesamten Umstände kann aber zumindest nicht 

mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass der Beschuldigte subjektiv (in der 

möglicherweise auch irrigen) Annahme handelte, entsprechende zivilrechtliche 

Ansprüche stünden ihm tatsächlich zu, so dass er in unerlaubter Selbsthilfe han-

delte (vgl. BSK StGB II-NIGGLI/RIEDO, 3. Aufl. 2013, Vor Art. 137 N 86 sowie 

Art. 137 N 57). Insofern lässt sich das Tatbestandsmerkmal der Bereicherungsab-

sicht nicht mit Sicherheit feststellen. 

5.1.3. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte vom Vorwurf des Diebstahls im 

Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB freizusprechen. 

5.2. Vorwurf der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht 

(Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB) = Vorfall 1 

In Frage kommt in einer derartigen Konstellation der unerlaubten Selbsthilfe eine 

Verurteilung wegen unrechtmässiger Aneignung ohne Bereicherungsabsicht nach 

Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB (BSK StGB II-NIGGLI/RIEDO, 3. Aufl. 2013, Vor Art. 137 

N 86 sowie Art. 137 N 57), wobei der Sachverhalt in der Anklage hierfür aus-

reichend umschrieben ist.  

 

5.2.1. Allerdings bedarf es für einen Schuldspruch wegen unrechtmässiger An-

eignung eines entsprechenden Strafantrages. Ein gültiger Strafantrag bildet bei 

Antragsdelikten eine Prozessvoraussetzung. Liegt ein Strafantrag nicht vor, ist ein 

bereits eröffnetes Verfahren einzustellen (Art. 319 Abs. 1 lit. d StPO; Urteil des 

Bundesgerichts 6B_87/2012 vom 27. April 2012 E. 1.1). Nach Ansicht der Vertei-

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digung fehlt es an einem entsprechenden Strafantrag (Prot. II S. 7). Das Vorliegen 

eines gültigen Strafantrags ist folglich vorab zu prüfen. 

5.2.1.1. Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, kann jede Person, die durch sie ver-

letzt worden ist bzw. behauptet, durch sie verletzt worden zu sein, die Bestrafung 

des Täters beantragen (Art. 30 Abs. 1 StGB). Der Strafantrag ist die Willenserklä-

rung des Verletzten, dass der Täter strafrechtlich zu verfolgen sei (BGE 122 IV 

207 E. 3a). Nach Art. 304 Abs. 1 StPO, der die Formvorschriften für die Antrags-

stellung normiert, sind Strafanträge bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder 

der Übertretungsstrafbehörde schriftlich (vgl. Art. 110 Abs. 1 und 2 StPO) einzu-

reichen oder mündlich zu Protokoll zu geben (Art. 304 Abs. 1 StPO). 

5.2.1.2. Am 15. November 2013 wurde die Privatklägerin B._____ durch die Kan-

tonspolizei zur Sache befragt. Dabei gab sie unter anderem Folgendes zu Proto-

koll (Urk. 3/2 S. 3): 

"Am 12.11.2013 wurde zudem bemerk t, dass unsere Studiokasse, mit gesamtem Inhalt von 

CHF 469.95 fehlte. A._____ wurde auch von mir angesprochen, ob er diese Studiokasse 

gestohlen habe, was er bejahte. Ich muss dazu aber sagen, dass er diesen Diebstahl, den 

ich hier ebenfalls anzeigen möchte, vorab schon gegenüber C._____ gestanden hat, der ihn 

auch zuerst diesbezüglich angesprochen hatte."  

5.2.1.3. Die Privatklägerin B._____ hat damit, innerhalb der Antragsfrist nach 

Art. 31 StGB, gegenüber der Kantonspolizei ihren klaren Willen zum Ausdruck 

gebracht, dass sie die strafrechtliche Verfolgung des Beschuldigten für das Ent-

wenden der Kasse resp. des Inhalts derselben verlangt. Dass sie als juristischer 

Laie von "Diebstahl" spricht, kann ihr nicht zum Nachteil gereichen. Es genügt die 

Umschreibung des Tatgeschehens, nicht erforderlich ist dessen rechtliche Qualifi-

zierung (Urteil des Bundesgerichts 6B_65/2015 vom 25. März 2015 E. 2.4; RIEDO, 

Der Strafantrag, Diss. Freiburg, Basel/Genf/München 2004, S. 400). Die Verwen-

dung des Wortes "anzeigen" schadet ebenfalls nicht. Gerade bei juristischen 

Laien, wie vorliegend, ergibt sich der auf die Strafverfolgung gerichtete Wille 

schon aus der blossen Strafanzeige. Wer sich an eine Behörde wendet und diese 

über eine begangene Straftat in Kenntnis setzt, wird üblicherweise auch wollen, 

dass die angezeigte Person strafrechtlich belangt wird (Urteil des Bundesgerichts 

6B_972/2009 vom 16. Februar 2010 E. 3.5.1; RIEDO, a.a.O., S. 399). 

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5.2.1.4. Im zitierten Passus ist damit ein gültiger, nach Art. 304 Abs. 1 StPO 

mündlich gegenüber der Polizei zu Protokoll gegebener, Strafantrag nach Art. 30 

StGB zu erblicken. Darin liegt kein Widerspruch zur vorstehenden Feststellung, 

dass die im Rahmen dieser polizeilichen Einvernahmen gemachten Aussagen 

wegen Nichtgewährens des Konfrontationsanspruchs (Art. 147 StPO) als Beweis 

für die Erstellung des angeklagten Sachverhalts unverwertbar sind. Die Teil-

nahmerechte des Beschuldigten beziehen sich auf die Beweiserhebungen im 

Rahmen eines Strafverfahrens und nicht auf die (blosse) Willensbekundung der 

antragsberechtigten Person, ein solches überhaupt erst einzuleiten.  

5.2.2. Zu prüfen ist demnach eine Strafbarkeit nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB. 

Danach macht sich strafbar, wer sich eine fremde bewegliche Sache ohne  

Bereicherungsabsicht aneignet. 

Die Verteidigung hat auf explizite Nachfrage des Gerichts verzichtet, sich materiell 

zu einer möglichen Strafbarkeit nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB zu äussern 

selbst für den Fall, dass das Vorliegen eines gültigen Strafantrags bejaht würde 

(Prot. II S. 7 f.). 

5.2.3. Dass es sich beim Geld in der Kasse um eine fremde bewegliche Sache 

handelt, wurde bereits vorstehend unter dem Aspekt des Diebstahls geprüft und 

bejaht. 

Aneignung bedeutet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass der Tä-

ter die fremde Sache oder den Sachwert wirtschaftlich seinem eigenen Vermögen 

einverleibt, sei es, um sie zu behalten oder zu verbrauchen, sei es, um sie an ei-

nen andern zu veräussern. Ebenfalls eine Aneignung liegt vor, wenn  

jemand wie ein Eigentümer über die Sache verfügt, ohne diese Eigenschaft zu 

haben. Beim Vorgang der Aneignung wird zwischen der negativen Seite der Ent-

eignung und der positiven Seite der Zueignung unterschieden. Der Täter muss  

einerseits den Willen auf dauernde Enteignung des bisherigen Eigentümers und 

andererseits den Willen auf mindestens vorübergehende Zueignung haben. Dabei 

genügt aber nicht, dass der Täter den Aneignungswillen hat; er muss ihn vielmehr 

auch betätigen (BGE 129 IV 223 E. 6.2.1). 

-   13   - 

Der Beschuldigte nahm das Geld an sich, weil er Ansprüche gegenüber den drei 

Privatklägern und Mietern zu haben glaubte und ihm das Geld seiner Ansicht 

nach deshalb zustand. Er hatte mithin den Willen, dieses Geld dem Zugriff der 

Privatkläger zu entziehen und zur Deckung seiner vermeintlichen Ansprüche in 

sein Vermögen zu überführen (unerlaubte Selbsthilfe, dazu bereits vorstehend). 

Diesen Aneignungswillen manifestierte er dadurch, dass er das Geld aus dem 

Musikstudio wegnahm und offenbar für neue Kopfhörer verbrauchte (Urk. 2/2 S. 2 

Mitte). 

5.2.4.  Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Aneignung insbe-

sondere dann als unrechtmässig zu qualifizieren, wenn das als Aneignung zu 

qualifizierende Verhalten gegen den Willen des Eigentümers verstösst (BGE 129 

IV 223 E. 6.3).  

Entgegen der Verteidigung (Urk. 69 S. 3) ist vorliegend nicht davon auszugehen, 

dass die vom Beschuldigten behaupteten Ansprüche aus dem Untermietverhältnis 

zu den drei Privatklägern unbestritten geblieben sind und die Wegnahme des 

Geldes durch den Beschuldigten mit dem (konkludenten) Einverständnis der  

Privatkläger erfolgt ist, womit die Unrechtmässigkeit der Aneignung entfallen wür-

de. Ohne die Aussage der Privatklägerin B._____ als Beweis einzuführen, kommt 

im darin enthaltenen Strafantrag als solcher bereits zum Ausdruck, dass der Be-

schuldigte nach Ansicht der Privatklägerin Geld an sich nahm, das ihm nicht zu-

stand. Genau darin liegt der Grund für die verlangte Strafverfolgung. Von einver-

ständlicher Aneignung des Geldes kann nicht die Rede sein. Wem das Geld in 

der Kasse zusteht, war und ist vielmehr strittig.  

Selbst wenn die vom Beschuldigten behaupteten Forderungen unbestritten wä-

ren, liesse sich daraus nicht ohne weiteres auf das Einverständnis der Privatklä-

ger schliessen, dass sich der Beschuldigte aus der Kasse bedienen darf. Dass  

der Zugriff des Beschuldigten vielmehr gerade gegen den Willen der Privatkläger 

erfolgt ist, erhellt aus der Aussage des Beschuldigten selbst, wonach die Privat-

klägerin B._____ die Kasse bereits einige Zeit früher abgeschlossen und er selber 

keinen Zugriff mehr darauf gehabt habe (so zuletzt Urk. 68 S. 8 und S. 13). Der 

Grund für die Strafbarkeit nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB liegt in der vorliegen-

den Konstellation nicht einzig darin, dass der Beschuldigte sich etwas aneignet, 

-   14   - 

worauf er keinen Anspruch hat, sondern vielmehr darin, dass er sich etwas uner-

laubterweise, also gegen den Willen des Eigentümers – und unabhängig von all-

fällig bestehenden Ansprüchen gegen denselben – aneignet (vgl. BSK StGB II-

NIGGLI/RIEDO, 3. Aufl. 2013, Vor Art. 137 N 86). 

5.2.5. Der Beschuldigte wusste um die Fremdheit des Geldes, da er eingeräumt 

hat, dass das Geld in der Kasse allen, d.h. ihm und den drei Hauptmietern,  

gemeinsam gehörte (Urk. 2/2 S. 2 unten) respektive dass sich nicht mehr genau 

sagen liess, um welches Geld es sich genau handelte (Urk. 68 S. 13). Dass er 

weiter auch den Willen hatte, sich dieses Geld dennoch anzueignen, offenbaren 

die Aussagen des Beschuldigten selbst, wonach er Forderungen zu haben glaub-

te, wegen diesen – wie er es ausdrückte – "paar lumpigen Fränkli" nicht vor  

Gericht gehen wollte (Urk. 68 S. 13), sondern seine (vermeintlichen) Ansprüche 

gegen den Willen der Privatkläger mit dem (verbleibenden) Geld in der Kasse  

decken wollte. Der Beschuldigte handelte mithin vorsätzlich. 

5.2.6. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte der unrechtmässigen Aneignung 

ohne Bereicherungsabsicht nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB schuldig zu  

sprechen. 

5.3. Vorwurf der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

5.3.1. Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutz-

niessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, wird auf 

Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 144 

Abs. 1 StGB). 

5.3.2. Die drei strafantragsberechtigten Hauptmieter (BGE 108 IV 209) haben vor-

liegend rechtzeitig Strafanträge gestellt (Art. 31 StGB; ND Urk. 2, 3 und 4). 

5.3.3. Im bereits erwähnten handschriftlichem Schreiben, das der Beschuldigte 

am Tatort zurückliess, heisst es unter anderem (ND Urk. 8): „Hallo zusammen, ich 

wollte rasch noch meine restliche Ware abholen, doch als ich zur Türe rein wollte, 

klemmte leider das Schloss irgendwie???..... Ich habe mich dann gefragt, ob es 

irgendwie an meinem Schlüssel liegen könnte, doch das konnte ich fast nicht 

glauben?.... Ich wollte die Türe aufmachen, da ging sie einfach kaputt.....???  

Keine Ahnung, wie das passieren konnte??? [...].“ 

-   15   - 

5.3.4. Im Rahmen der Ersteinvernahme sagte der Beschuldigte Folgendes aus 

(Urk. 2/1 Ziff. 6 f.): Er habe überraschend festgestellt, dass sich die Türe mit  

seinem Schlüssel nicht mehr öffnen liess. Er habe dann „im Stress“ mit seiner 

„Körperseite gegen die Türe gedrückt, bis die Türe aufsprang“. In der Zweit-

einvernahme führte er hierzu aus (Urk 2/2 S. 3 unterhalb Mitte): „Ich drückte  

etwas zu heftig gegen die Türe und dann ging die Türe schon kaputt.“ Vor der  

Vorinstanz präzisierte der Beschuldigte, er habe „wirklich nur ein bisschen  

gedrückt“ (Prot. I S. 19 ganz unten). 

5.3.5. Dass der Beschuldigte im Rahmen der Zweiteinvernahme auf entsprechen-

den Vorhalt hin, pauschal anerkannte, sich im Sinne von Art. 144 StGB schuldig 

gemacht zu haben, erweist sich nicht als ausschlaggebend, zumal er in dieser 

Einvernahme anwaltlich nicht vertreten und er zudem möglicherweise nicht wuss-

te, dass eine fahrlässige Sachbeschädigung straffrei ist. 

5.3.6. Abzustellen ist hingegen auf die tatzeitnahe Erst- und Zweiteinvernahme, 

namentlich auf das Eingeständnis des Beschuldigten mit seiner Körperseite „zu 

heftig“ gegen die Tür gedrückt zu haben. Auch aus den bei den Akten liegenden 

Polizeifotos erhellt, dass zum Aufdrücken der Tür eine erhebliche Gewaltein-

wirkung nötig war (ND Urk. 5 S. 2). Vor diesem Hintergrund steht fest, dass der 

Beschuldigte die Sachbeschädigung zumindest eventualvorsätzlich beging. Daran 

vermag auch das am Tatort zurückgelassene Schreiben nichts zu ändern, denn 

damit versuchte der Beschuldigte – wie aus den übertriebenen Formulierungen 

unschwer zu erkennen ist – lediglich sein Tun im Nachhinein zu rechtfertigen, 

ähnlich wie er dies auch vor Vorinstanz tat. 

5.3.7. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte der Sachbeschädigung im Sinne 

von Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

6. Strafzumessung 

6.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung gemäss 

Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 und 5.5 mit Hinwei-

sen). Darauf kann verwiesen werden. Da lediglich der Beschuldigte Berufung  

erhoben hat, gilt es das Verschlechterungsverbot zu beachten (Art. 391 Abs. 2 

Satz 1 StPO). 

-   16   - 

6.2. Nachdem der Beschuldigte zwei Straftaten verwirklicht hat und für beide 

bereits mit Blick auf das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 Satz 1 StPO) 

eine Geldstrafe und damit konkret gleichartige Strafen auszufällen sind, ist vor-

liegend eine Gesamtstrafe in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB zu bilden 

(BGE 138 IV 120 E. 5.2 mit Hinweisen). Zunächst ist eine Einsatzstrafe innerhalb 

des Strafrahmens für die schwerste Straftat zu bestimmen. Diese ist anschlies-

send unter Einbezug der weiteren Delikte in Anwendung des Asperationsprinzips 

angemessen zu erhöhen (BSK StGB I-ACKERMANN, Art. 49 N 113 ff. mit Hinwei-

sen). Im Anschluss an die so festgelegte Gesamtstrafe sind schliesslich die  

Täterkomponenten zu berücksichtigen (BGer 6B_865/2009 vom 25. März 2010 

E. 1.6.1). 

Die beiden verwirklichten Delikte der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereiche-

rungsabsicht nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB und der Sachbeschädigung nach 

Art. 144 Abs. 1 StGB weisen die gleiche abstrakte Strafandrohung auf. Es recht-

fertigt sich indes, zunächst eine Einsatzstrafe für die unrechtmässige Aneignung 

ohne Bereicherungsabsicht nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB festzusetzen und 

diese anschliessend unter Einbezug der Sachbeschädigung nach Art. 144 Abs. 1 

StGB angemessen zu erhöhen. 

6.3. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor 

er wegen einer anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe 

in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren 

Handlungen gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB; sog. retro-

spektive Konkurrenz). Für die Frage, ob eine derartige Zusatzstrafe auszu-

sprechen ist, ist auf das Datum der ersten Verurteilung im ersten Verfahren (und 

nicht auf dessen rechtskräftigen Abschluss) abzustellen (BGE 138 IV 113 E. 

3.4.2).  

Die vorliegend zu beurteilenden Taten beging der Beschuldigte (am 12. [unrecht-

mässige Aneignung ohne Bereicherungsabsicht] und 14. November 2013 [Sach-

beschädigung]), bevor er mit Strafbefehl vom 26. Juni 2014 zu einer Geldstrafe 

von 50 Tagessätzen verurteilt wurde (Urk. 53 S. 2) sowie mit Strafbefehl vom 

24. Juli 2014 zur einer Zusatzgeldstrafe zur vorerwähnten Strafe im Umfang von 

50 Tagessätzen (Urk. 53 S. 2). Diese Strafen sind demzufolge noch vor dem erst-

-   17   - 

instanzlichen Urteil (vom 26. November 2014) bzw. für vor dem erstinstanzlichen 

Urteil begangene Taten ausgefällt worden, weshalb die im vorliegenden erstin-

stanzlichen Urteil verhängte Geldstrafe als Zusatzstrafe hätte ergehen müssen. 

Da der Beschuldigte nunmehr mit einem weiteren Strafbefehl vom 19. Januar 

2015 zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen verurteilt wurde (Urk. 53 S. 3), liegt 

auch hierfür ein Fall retrospektiver Konkurrenz nach Art. 49 Abs. 2 StGB vor. 

Nachdem die beiden vorliegend zu beurteilenden Taten vor der Ausfällung aller 

drei genannten Strafbefehle begangen wurden, auch hierfür eine Geldstrafe aus-

zusprechen ist und damit gleichartige Strafen vorliegen (vgl. BGE 137 IV 57 

E. 4.3.1), ist zu den drei Strafen eine Zusatzstrafe auszusprechen.  

6.4. Unrechtmässige Aneignung ohne Bereicherungsabsicht, Art. 137 Ziff. 2 

Abs. 2 StGB 

6.4.1. Es handelt sich vorliegend um einen eher geringen Deliktsbetrag 

(Fr. 369.95), womit die Grenze des geringen Vermögenswerts resp. des geringen 

Schadens von Fr. 300.00 im Sinne von Art. 172ter Abs. 1 StGB (BGE 123 IV 113 

E. 3d) nur knapp überschritten wurde. Das Vorgehen des Beschuldigten scheint 

im Übrigen auch nicht näher geplant gewesen zu sein. Die objektive Tatschwere 

ist folglich als leicht einzustufen.  

6.4.2. Der Beschuldigte handelt direktvorsätzlich, da die Einverleibung des Geldes 

in sein Vermögen zur Deckung seiner vermeintlichen Ansprüche sein eigentliches 

Handlungsziel war. 

6.4.3. Angemessen erscheint eine erste hypothetische Einsatzstrafe von 15 Ta-

gessätzen. 

6.5. Sachbeschädigung, Art. 144 Abs. 1 StGB 

6.5.1. Der Beschuldigte handelte vorliegend in einem Akt von rücksichtsloser 

Selbstjustiz. Seine Tat erfolgte allerdings spontan, als er unvermittelt und uner-

wartet vor verschlossener Türe stand. Der an der Tür angerichtete Sachschaden 

beträgt ca. Fr. 1200.00. Insgesamt ist die objektive Tatschwere als leicht einzu-

stufen. 

-   18   - 

6.5.2. Der Beschuldigte handelte mit Eventualvorsatz. Dadurch wird die objektive 

Tatschwere leicht relativiert. 

6.5.3. Unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Strafzumessungs-

gründe wiegt das Verschulden des Beschuldigten hinsichtlich der Sachbeschädi-

gung als leicht, wofür 10 Tagessätze angemessen erscheinen. 

6.6. Asperation / Hypothetische Einsatzstrafe 

Angemessen erscheint unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips (Art. 49 

Abs. 1 StGB) eine hypothetische Einsatzstrafe von 20 Tagessätzen. 

6.7. Täterkomponenten 

6.7.1. Aus den persönlichen Verhältnissen und dem Vorleben des Beschuldigten 

ergeben sich keine strafzumessungsrechtlich relevanten Faktoren (Prot. I S. 20 

oben; Urk. 2/2 S. 4; Urk. 68 S. 1 ff.). 

6.7.2. Der Beschuldigte wies zum Tatzeitpunkt zwei allerdings nicht einschlägige 

Vorstrafen auf (Urk. 53). 

6.7.3. Der Beschuldigte zeigte sich bezüglich der äusseren Abläufe beider Delikte 

geständig. Dies wird allerdings dadurch relativiert, dass er im Zeitraum zwischen 

der Begehung der vorliegend zu beurteilenden Tat und dem erstinstanzlichen  

Urteil erneut delinquierte (Urk. 53 S. 3). 

6.7.4. Insgesamt heben sich die straferhöhenden und die strafmindernden Täter-

komponenten gegenseitig auf. 

6.7.5. Angemessen erscheint unter Berücksichtigung der Täterkomponenten eine 

Geldstrafe von 20 Tagessätzen. 

6.8. Zusatzstrafe 

Für die vorliegenden Taten sowie für die drei im Rahmen von Art. 49 Abs. 2 StGB 

zu beurteilenden Taten (von denen die zweite [Strafbefehl vom 24. Juli 2014] be-

züglich der ersten bereits eine Zusatzstrafe darstellt, was es zu berücksichtigen 

gilt) rechtfertigt sich insgesamt eine Geldstrafe von 175 Tagessätzen. Für die drei 

-   19   - 

bereits abgeurteilten Taten wurden zusammen 160 Tagessätze ausgesprochen. 

Vorliegend hat somit eine Zusatzstrafe von 15 Tagessätzen Geldstrafe zu den 

erwähnten drei Strafbefehlen zu ergehen. 

6.9. Vollzug 

Aufgrund des Verschlechterungsverbots hat es beim bedingten Strafvollzug sein 

Bewenden. Die vorinstanzlich auf 4 Jahre angesetzte Probezeit erweist sich mit 

Blick auf die Vorstrafen als angemessen. Auch der Anrechnung der erstandenen 

Haft von 2 Tagen steht nichts entgegen. 

6.10. Tagessatzhöhe 

6.10.1. Eine Erhöhung der vorinstanzlich festgelegten Tagessatzhöhe verbietet 

sich allein schon aufgrund des Verschlechterungsverbots.  

6.10.2. Der Beschuldigte ist arbeitslos und erhält monatlich von der Arbeitslosen-

versicherung Fr. 3'400.00 (Urk. 64/1; vgl. auch Urk. 68 S. 2 ff.). Aus der Neuein-

vernahme des Betreibungsamts E._____ vom 2. Juni 2015 geht zudem hervor, 

dass das betreibungsrechtliche Existenzminimum des Beschuldigten bei 

Fr. 3'050.00 veranschlagt wird, wobei für die Einkommen, die diesen Betrag über-

steigen eine Einkommenspfändung zur Anwendung kommt (Urk. 64/2). Die vom 

Beschuldigten in der Zweiteinvernahme gemachte Äusserung, wonach er monat-

lich Fr. 5'000.00 verdiene (Urk. 2/2 S. 5 Mitte), trifft daher jedenfalls heute nicht 

mehr zu. 

6.10.3. Nicht abzugsfähig sind bei der Tagessatzberechnung die Wohnkosten 

(BGE 134 IV 60 E. 6.4 Abs. 2 S. 70 f.). Abzugsfähig sind hingegen die laufenden 

Steuern sowie die obligatorischen Kranken- und Unfallversicherungsprämien 

(BGE 134 IV 60 E. 6.1 Abs. 2 S. 68).  

6.10.4. Ausganspunkt für die Bemessung des Tagessatzes ist auch bei einkom-

mensschwachen Personen das strafrechtliche Nettoeinkommen. Der zusätzliche 

Hinweis in Art. 34 Abs. 2 Satz 2 StGB gibt dem Gericht jedoch ein Kriterium zur 

Hand, das erlaubt, vom Nettoeinkommensprinzip abzuweichen und den Tages-

satz bedeutend tiefer zu bemessen. Dem Existenzminimum kommt insofern  

Korrekturfunktion zu. Der Tagessatz für Verurteilte, die nahe oder unter dem  

-   20   - 

Existenzminimum leben, ist daher in dem Masse herabzusetzen, dass einerseits 

die Ernsthaftigkeit der Sanktion durch den Eingriff in die gewohnte Lebensführung 

erkennbar ist und andererseits der Eingriff nach den persönlichen und wirtschaftli-

chen Verhältnissen als zumutbar erscheint. Als Richtwert lässt sich festhalten, 

dass eine Herabsetzung des Nettoeinkommens um mindestens die Hälfte ge-

boten ist (BGE 134 IV 60 E. 6.5.2). 

6.10.5. Im Lichte dieser Grundsätze erscheint vorliegend eine Tagessatzhöhe von 

Fr. 30.00 als angemessen. 

7. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

7.1. Das erstinstanzliche Kostendispositiv ist zu bestätigen (vorinstanzliche 

Dispositivziffern 4 und 5). 

7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen 

auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Vorliegend rechtfertigt es sich, im Lichte 

einer interessengemässen Wertung (Wegfall des Schuldspruchs wegen Dieb-

stahls, Tagessatzhöhe) dem Beschuldigten die Kosten zu 3/4 aufzuerlegen und 

zu 1/4 auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

7.3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens (vollumfänglicher Schuldspruch) steht 

dem Beschuldigten kein Anspruch auf Genugtuung nach Art. 436 Abs. 1 i.V.m. 

Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO zu (so der Antrag der Verteidigung für den Fall eines 

Freispruchs, Urk. 69 S. 5). Aufgrund der für den Beschuldigten vorliegend margi-

nal günstigeren Beurteilung, ist ihm in Anwendung von Art. 436 Abs. 2 StPO eine 

reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 500.00 für die Verteidigung aus der  

Gerichtskasse zuzusprechen. 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

- der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht im Sinne 

von Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB 

- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB. 

-   21   - 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu 

Fr. 30.00 als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Limmattal/Albis vom 26. Juni 2014, zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft 

Zürich-Limmat vom 24. Juli 2014 sowie zum Strafbefehl der Staatsanwalt-

schaft Zürich-Sihl vom 19. Januar 2015, wovon 2 Tagesätze durch Unter-

suchungshaft erstanden sind. 

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf vier 

Jahre festgesetzt. 

4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv wird bestätigt (vorinstanzliche Disposi-

tivziffern 4 und 5). 

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.00  

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 3/4 auf-

erlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen. 

7. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von 

Fr. 500.00 für die Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen. 

8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten 
(versandt) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt) 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis  

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 
− das Migrationsamt des Kantons Zürich  
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A  

− die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Ver-
nichtung des ED-Materials. 

-   22   - 

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
Zürich, 31. August 2015 

 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. F. Manfrin 
 

 
 

	Urteil vom 31. August 2015
	 Strafbefehl:
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	- des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB,
	- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 110.00, wovon bis und mit heute 2 Tagessätze als durch Untersuchungs-haft geleistet gelten.
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt.
	4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Erwägungen:
	1. Verfahrensgang
	1.1. Mit vorinstanzlichem Urteil vom 26. November 2014 wurde der Beschuldigte des Diebstahls (im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB) sowie der Sachbeschädigung (im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB) schuldig gesprochen (Dispositivziffer 1) und mit einer bed...
	1.2. Gegen dieses Urteil, das den Parteien am 1. Dezember 2014 (bzw.  2. Dezember 2014: Privatklägerin) schriftlich in unbegründeter Form zugestellt wurde (Prot. I S. 23 unten; Urk. 47/1-4), meldete der Beschuldigte mit Eingabe vom 8. Dezember 2014 in...
	1.3. Am 10. Juli 2015 wurden die Parteien auf den 31. August 2015 zur Berufungsverhandlung vorgeladen (Urk. 65).

	2. Umfang der Berufung
	3. Prozessuales
	3.1. Die Parteien haben das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwaltschaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fragen zu stellen (Art. 147 Abs. 1 Satz 1 StPO; Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK). Beweise, die in Verletzung ...
	3.2. C._____, D._____ und B._____ wurden vorliegend lediglich polizeilich einvernommen (Urk. 3/1; Urk. 3/2; Urk. 3/3), wobei der Beschuldigte keine Gelegenheit hatte den Einvernahmen beizuwohnen. Soweit die Aussagen der drei Genannten den Beschuldigte...

	4. Feststellung des Sachverhalts
	4.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen in einem Musikstudio eine verschlossene Kasse behändigt, aufgebrochen und das in ihr befindliche Bargeld an sich genommen zu haben, wobei er die Kasse selbst entsorgte (Diebstahl). Weiter wird ihm vorgeworfen, e...
	4.2. C._____, D._____ und B._____ sind seit dem 1. August 2011 Mieter von Geschäftsräumlichkeiten, die sie als Musikstudio nutzen. Die monatlich zu bezahlende Miete beträgt Fr. 710 (ND 1 Urk. 6). Von März 2012 an war der Beschuldigte Untermieter der V...
	4.3. Am Dienstag 12. November 2013 behändigte der Beschuldigte im Studio, zu dem er nach wie vor mittels Schlüssel Zutritt hatte, die Studiokasse. Der Beschuldigte ist insofern geständig (Urk. 2/1 Ziff. 19 f.; Urk. 2/2 S. 2 oben; Prot. I S. 16 unten; ...
	4.4. Am Freitag 14. November 2013 begab sich der Beschuldigte erneut zum Musikstudio. Als er realisierte, dass er die Studiotür nicht mehr mit seinem Schlüssel öffnen konnte, drückte er die Tür auf, so dass ein entsprechender Sachschaden im Umfang von...
	Am Eingang zum Studio liess der Beschuldigte ein handschriftliches Schreiben zurück (Urk. 2/1 Ziff. 4 f.; ND Urk. 8; Urk. 68 S. 11). Aus diesem geht hervor, dass er die ihm gehörenden Gerätschaften aus dem Studio entfernt hatte, um sie an einem „siche...

	5. Rechtliche Würdigung
	5.1. Vorwurf des Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 StGB) = Vorfall 1
	5.1.1. Ob eine Sache im Sinne der genannten Bestimmung fremd ist, beurteilt sich nach zivilrechtlichen Kriterien. Fremd ist eine Sache, die nicht allein im  Eigentum des Täters steht (Urteil des Bundesgerichts 6B_994/2010 vom 7. Juli 2011 E. 5.3.2); d...
	5.1.2. Die Wegnahme der Kasse erfolgte vorliegend im Rahmen einer hochstrittigen Auflösung eines Untermietverhältnisses bzw. einer faktischen Musikergemeinschaft. Der Beschuldigte gab das Behändigen der Kasse von Beginn zu, machte aber geltend, ihm s...
	5.1.3. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte vom Vorwurf des Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB freizusprechen.
	5.2. Vorwurf der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht (Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB) = Vorfall 1
	In Frage kommt in einer derartigen Konstellation der unerlaubten Selbsthilfe eine Verurteilung wegen unrechtmässiger Aneignung ohne Bereicherungsabsicht nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB (BSK StGB II-Niggli/Riedo, 3. Aufl. 2013, Vor Art. 137 N 86 sowi...
	5.2.1. Allerdings bedarf es für einen Schuldspruch wegen unrechtmässiger Aneignung eines entsprechenden Strafantrages. Ein gültiger Strafantrag bildet bei Antragsdelikten eine Prozessvoraussetzung. Liegt ein Strafantrag nicht vor, ist ein bereits eröf...
	5.2.1.1. Ist eine Tat nur auf Antrag strafbar, kann jede Person, die durch sie verletzt worden ist bzw. behauptet, durch sie verletzt worden zu sein, die Bestrafung des Täters beantragen (Art. 30 Abs. 1 StGB). Der Strafantrag ist die Willenserklärung ...
	5.2.1.2. Am 15. November 2013 wurde die Privatklägerin B._____ durch die Kantonspolizei zur Sache befragt. Dabei gab sie unter anderem Folgendes zu Protokoll (Urk. 3/2 S. 3):
	5.2.1.3. Die Privatklägerin B._____ hat damit, innerhalb der Antragsfrist nach Art. 31 StGB, gegenüber der Kantonspolizei ihren klaren Willen zum Ausdruck gebracht, dass sie die strafrechtliche Verfolgung des Beschuldigten für das Entwenden der Kasse ...
	5.2.1.4. Im zitierten Passus ist damit ein gültiger, nach Art. 304 Abs. 1 StPO mündlich gegenüber der Polizei zu Protokoll gegebener, Strafantrag nach Art. 30 StGB zu erblicken. Darin liegt kein Widerspruch zur vorstehenden Feststellung, dass die im R...
	5.2.2. Zu prüfen ist demnach eine Strafbarkeit nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB. Danach macht sich strafbar, wer sich eine fremde bewegliche Sache ohne  Bereicherungsabsicht aneignet.
	Die Verteidigung hat auf explizite Nachfrage des Gerichts verzichtet, sich materiell zu einer möglichen Strafbarkeit nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB zu äussern selbst für den Fall, dass das Vorliegen eines gültigen Strafantrags bejaht würde (Prot. I...
	5.2.3. Dass es sich beim Geld in der Kasse um eine fremde bewegliche Sache handelt, wurde bereits vorstehend unter dem Aspekt des Diebstahls geprüft und bejaht.
	Aneignung bedeutet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, dass der Täter die fremde Sache oder den Sachwert wirtschaftlich seinem eigenen Vermögen einverleibt, sei es, um sie zu behalten oder zu verbrauchen, sei es, um sie an einen andern zu ver...
	Der Beschuldigte nahm das Geld an sich, weil er Ansprüche gegenüber den drei Privatklägern und Mietern zu haben glaubte und ihm das Geld seiner Ansicht nach deshalb zustand. Er hatte mithin den Willen, dieses Geld dem Zugriff der Privatkläger zu entzi...
	5.2.4.  Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Aneignung insbesondere dann als unrechtmässig zu qualifizieren, wenn das als Aneignung zu qualifizierende Verhalten gegen den Willen des Eigentümers verstösst (BGE 129 IV 223 E. 6.3).
	Entgegen der Verteidigung (Urk. 69 S. 3) ist vorliegend nicht davon auszugehen, dass die vom Beschuldigten behaupteten Ansprüche aus dem Untermietverhältnis zu den drei Privatklägern unbestritten geblieben sind und die Wegnahme des Geldes durch den Be...
	Selbst wenn die vom Beschuldigten behaupteten Forderungen unbestritten wären, liesse sich daraus nicht ohne weiteres auf das Einverständnis der Privatkläger schliessen, dass sich der Beschuldigte aus der Kasse bedienen darf. Dass  der Zugriff des Besc...
	5.2.5. Der Beschuldigte wusste um die Fremdheit des Geldes, da er eingeräumt hat, dass das Geld in der Kasse allen, d.h. ihm und den drei Hauptmietern,  gemeinsam gehörte (Urk. 2/2 S. 2 unten) respektive dass sich nicht mehr genau sagen liess, um welc...
	5.2.6. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB schuldig zu  sprechen.
	5.3. Vorwurf der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB
	5.3.1. Wer eine Sache, an der ein fremdes Eigentums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht, wird auf Antrag mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft (Art. 144 Abs. 1 StGB).
	5.3.2. Die drei strafantragsberechtigten Hauptmieter (BGE 108 IV 209) haben vorliegend rechtzeitig Strafanträge gestellt (Art. 31 StGB; ND Urk. 2, 3 und 4).
	5.3.3. Im bereits erwähnten handschriftlichem Schreiben, das der Beschuldigte am Tatort zurückliess, heisst es unter anderem (ND Urk. 8): „Hallo zusammen, ich wollte rasch noch meine restliche Ware abholen, doch als ich zur Türe rein wollte, klemmte l...
	5.3.4. Im Rahmen der Ersteinvernahme sagte der Beschuldigte Folgendes aus (Urk. 2/1 Ziff. 6 f.): Er habe überraschend festgestellt, dass sich die Türe mit  seinem Schlüssel nicht mehr öffnen liess. Er habe dann „im Stress“ mit seiner „Körperseite gege...
	5.3.5. Dass der Beschuldigte im Rahmen der Zweiteinvernahme auf entsprechenden Vorhalt hin, pauschal anerkannte, sich im Sinne von Art. 144 StGB schuldig gemacht zu haben, erweist sich nicht als ausschlaggebend, zumal er in dieser Einvernahme anwaltli...
	5.3.6. Abzustellen ist hingegen auf die tatzeitnahe Erst- und Zweiteinvernahme, namentlich auf das Eingeständnis des Beschuldigten mit seiner Körperseite „zu heftig“ gegen die Tür gedrückt zu haben. Auch aus den bei den Akten liegenden Polizeifotos er...
	5.3.7. Nach dem Gesagten ist der Beschuldigte der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.

	6. Strafzumessung
	6.1. Das Bundesgericht hat die Grundsätze der Strafzumessung gemäss Art. 47 ff. StGB wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 und 5.5 mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden. Da lediglich der Beschuldigte Berufung  erhoben hat, gilt es das Vers...
	6.2. Nachdem der Beschuldigte zwei Straftaten verwirklicht hat und für beide bereits mit Blick auf das Verschlechterungsverbot (Art. 391 Abs. 2 Satz 1 StPO) eine Geldstrafe und damit konkret gleichartige Strafen auszufällen sind, ist vorliegend eine ...
	Die beiden verwirklichten Delikte der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht nach Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB und der Sachbeschädigung nach Art. 144 Abs. 1 StGB weisen die gleiche abstrakte Strafandrohung auf. Es rechtfertigt sich indes,...
	6.3. Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer anderen Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlun...
	Die vorliegend zu beurteilenden Taten beging der Beschuldigte (am 12. [unrechtmässige Aneignung ohne Bereicherungsabsicht] und 14. November 2013 [Sachbeschädigung]), bevor er mit Strafbefehl vom 26. Juni 2014 zu einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen ver...
	6.4. Unrechtmässige Aneignung ohne Bereicherungsabsicht, Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB
	6.4.1. Es handelt sich vorliegend um einen eher geringen Deliktsbetrag (Fr. 369.95), womit die Grenze des geringen Vermögenswerts resp. des geringen Schadens von Fr. 300.00 im Sinne von Art. 172ter Abs. 1 StGB (BGE 123 IV 113 E. 3d) nur knapp überschr...
	6.4.2. Der Beschuldigte handelt direktvorsätzlich, da die Einverleibung des Geldes in sein Vermögen zur Deckung seiner vermeintlichen Ansprüche sein eigentliches Handlungsziel war.
	6.4.3. Angemessen erscheint eine erste hypothetische Einsatzstrafe von 15 Tagessätzen.
	6.5. Sachbeschädigung, Art. 144 Abs. 1 StGB
	6.5.1. Der Beschuldigte handelte vorliegend in einem Akt von rücksichtsloser Selbstjustiz. Seine Tat erfolgte allerdings spontan, als er unvermittelt und unerwartet vor verschlossener Türe stand. Der an der Tür angerichtete Sachschaden beträgt ca. Fr....
	6.5.2. Der Beschuldigte handelte mit Eventualvorsatz. Dadurch wird die objektive Tatschwere leicht relativiert.
	6.5.3. Unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven Strafzumessungsgründe wiegt das Verschulden des Beschuldigten hinsichtlich der Sachbeschädigung als leicht, wofür 10 Tagessätze angemessen erscheinen.
	6.6. Asperation / Hypothetische Einsatzstrafe
	6.7. Täterkomponenten
	6.7.1. Aus den persönlichen Verhältnissen und dem Vorleben des Beschuldigten ergeben sich keine strafzumessungsrechtlich relevanten Faktoren (Prot. I S. 20 oben; Urk. 2/2 S. 4; Urk. 68 S. 1 ff.).
	6.7.2. Der Beschuldigte wies zum Tatzeitpunkt zwei allerdings nicht einschlägige Vorstrafen auf (Urk. 53).
	6.7.3. Der Beschuldigte zeigte sich bezüglich der äusseren Abläufe beider Delikte geständig. Dies wird allerdings dadurch relativiert, dass er im Zeitraum zwischen der Begehung der vorliegend zu beurteilenden Tat und dem erstinstanzlichen  Urteil erne...
	6.7.4. Insgesamt heben sich die straferhöhenden und die strafmindernden Täterkomponenten gegenseitig auf.
	6.7.5. Angemessen erscheint unter Berücksichtigung der Täterkomponenten eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen.
	6.8. Zusatzstrafe
	6.9. Vollzug
	6.10. Tagessatzhöhe
	6.10.1. Eine Erhöhung der vorinstanzlich festgelegten Tagessatzhöhe verbietet sich allein schon aufgrund des Verschlechterungsverbots.
	6.10.2. Der Beschuldigte ist arbeitslos und erhält monatlich von der Arbeitslosenversicherung Fr. 3'400.00 (Urk. 64/1; vgl. auch Urk. 68 S. 2 ff.). Aus der Neueinvernahme des Betreibungsamts E._____ vom 2. Juni 2015 geht zudem hervor, dass das betreib...
	6.10.3. Nicht abzugsfähig sind bei der Tagessatzberechnung die Wohnkosten (BGE 134 IV 60 E. 6.4 Abs. 2 S. 70 f.). Abzugsfähig sind hingegen die laufenden Steuern sowie die obligatorischen Kranken- und Unfallversicherungsprämien (BGE 134 IV 60 E. 6.1 A...
	6.10.4. Ausganspunkt für die Bemessung des Tagessatzes ist auch bei einkommensschwachen Personen das strafrechtliche Nettoeinkommen. Der zusätzliche Hinweis in Art. 34 Abs. 2 Satz 2 StGB gibt dem Gericht jedoch ein Kriterium zur Hand, das erlaubt, vom...
	6.10.5. Im Lichte dieser Grundsätze erscheint vorliegend eine Tagessatzhöhe von Fr. 30.00 als angemessen.

	7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
	7.1. Das erstinstanzliche Kostendispositiv ist zu bestätigen (vorinstanzliche Dispositivziffern 4 und 5).
	7.2. Im Berufungsverfahren werden die Kosten nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt (Art. 428 Abs. 1 Satz 1 StPO). Vorliegend rechtfertigt es sich, im Lichte einer interessengemässen Wertung (Wegfall des Schuldspruchs wegen Diebstahls, Tagessatzhöhe)...
	7.3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens (vollumfänglicher Schuldspruch) steht dem Beschuldigten kein Anspruch auf Genugtuung nach Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. c StPO zu (so der Antrag der Verteidigung für den Fall eines Freispruchs, Urk....

	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	- der unrechtmässigen Aneignung ohne Bereicherungsabsicht im Sinne von Art. 137 Ziff. 2 Abs. 2 StGB
	- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 30.00 als Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 26. Juni 2014, zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 24. Juli 2014 so...
	3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf vier Jahre festgesetzt.
	4. Das erstinstanzliche Kostendispositiv wird bestätigt (vorinstanzliche Dispositivziffern 4 und 5).
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden dem Beschuldigten zu 3/4 auferlegt und zu 1/4 auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 500.00 für die Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen.
	8. Schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (versandt)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt)
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A
	 die KOST Zürich mittels Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials.

	9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.