# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 10f2eb2a-51c0-5989-a23d-22e36bb61304
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Vergabekammer 18.11.2021 V 2021 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_004_V-2021-21_2021-11-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

VERWALTUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub, Dr. iur. Matthias Suter
lic. iur. Ivo Klingler und lic. iur. Adrian Willimann
Gerichtsschreiber: lic. iur. Peter Kottmann

U R T E I L  vom 18. November 2021 [rechtskräftig]

in Sachen

1. A.________ 
2. B.________ 

beide vertreten durch RA C.________
Beschwerdeführer

gegen

Regierungsrat des Kantons Zug
Beschwerdegegner 

betreffend

Ausländerrecht
(Familiennachzug)

V 2021 21

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Urteil V 2021 21

A. A.________, geb. 1955, und B.________, geb. 1956, beide Staatsangehörige der 
Republik Kosovo, besitzen seit 1998 respektive 2008 Niederlassungsbewilligungen in der 
Schweiz. 2018 beantragten sie in der Republik Kosovo die Adoption ihres Enkelkindes, 
D.________, geb. 2003, ebenfalls Staatsangehöriger der Republik Kosovo und Sohn ihres 
eigenen Sohnes, E.________, geb. 1979, und dessen Ehefrau, F.________, geb. 1981. 
Mit Entscheid vom 28. Dezember 2018 genehmigte das Grundgericht Prizren, Zweigstelle 
Dragash, Republik Kosovo, die Adoption. 

B. In der Folge ersuchte A.________ am 29. Juli 2019 das Amt für Migration des 
Kantons Zug (AFM) um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für D.________ im Rahmen 
des Familiennachzugs. Nach einem Schriftenwechsel zwischen dem mittlerweile 
anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer und dem AFM lehnte Letzteres das Gesuch von 
A.________ mit Verfügung vom 21. April 2020 ab. Im Wesentlichen begründete das AFM 
die Abweisung damit, dass die durch die Entscheidung des Grundgerichts Prizren, 
Zweigstelle Dragash, Republik Kosovo, bewilligte Adoption von D.________ in der 
Schweiz nicht anerkannt werden könne. Diese verstosse gegen den schweizerischen 
Ordre public, indem bei der Adoption nicht das Kindeswohl im Vordergrund gestanden 
habe, sondern adoptionsfremde Motive, nämlich das Erlangen sozialrechtlicher, 
aufenthaltsrechtlicher oder sonstiger Vorteile. Der Altersunterschied zwischen dem 
Gesuchsteller und D.________ übersteige zudem die gesetzlich festgelegte 
Maximalgrenze von 45 Jahren. Des Weiteren sei das Gesuch auch abgesehen von der 
Nichtanerkennung der Adoption abzulehnen, da dieses in Verletzung der Frist von 12 
Monaten im Sinne von Art. 47 Abs. 1 AIG eingereicht worden sei. Die viel zu späte 
Adoption werde dazu missbräuchlich geltend gemacht, um D.________ in der Schweiz ein 
Aufenthaltsrecht zu verschaffen. 

C. Gegen diese Verfügung erhoben A.________ und B.________ (fortan: 
Beschwerdeführer) mit Schreiben vom 12. Mai 2020 Verwaltungsbeschwerde beim 
Regierungsrat des Kantons Zug und beantragten, die angefochtene Verfügung des AFM 
sei aufzuheben und das Familiennachzugsgesuch gutzuheissen sowie D.________ eine 
Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. In der Begründung liessen die Beschwerdeführer 
vorbringen, die Adoption sei nicht Ordre public-widrig und müsse anerkannt werden: Eine 
kleine Überschreitung des Altersunterschieds von 45 Jahren (vorliegend nur um drei 
Jahre) zwischen dem Adoptivkind und den Adoptiveltern verletze das einheimische 
Rechtsempfinden nicht in unerträglicher Weise, zumal Art. 264d ZGB nicht als 
grundlegende Norm der schweizerischen Rechtsordnung betrachtet werden könne. 

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Urteil V 2021 21

Die Nachzugsfrist sei ohne weiteres gewahrt worden, da diese erst mit der Entstehung des 
Kindesverhältnisses durch die Adoption zu laufen begonnen habe. Vor der Adoption seien 
die Beschwerdeführer gar nicht zum Familiennachzug berechtigt gewesen. Es handle sich 
auch nicht um eine vom AFM vorgeworfene Scheinadoption. Eine solche liege dann vor, 
wenn sie nicht dem Wohl des Kindes, sondern ausschliesslich adoptionsfremden Motiven, 
wie das Erlangen aufenthaltsrechtlicher Vorteile, diene, was vorliegend bestritten werde. 
Aus diesem Grund könne auch von einem missbräuchlichen Familiennachzug keine Rede 
sein. Vorliegend handle es sich um eine tatsächlich gelebte Familiengemeinschaft. Der 
Schluss der Vorinstanz auf arglistiges und rechtsmissbräuchliches Verhalten der 
Beschwerdeführer, weil der Familiennachzug im Sinne des Kindeswohls auch 
aufenthaltsrechtlich motiviert sei, sei unzulässig. 

Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens forderte der Regierungsrat die Beschwerdeführer 
auf, in Erfüllung ihrer Mitwirkungsrechte und zwecks Sachverhaltsabklärung einen 
Fragenkatalog zu beantworten und die Aussagen rechtsgenügend zu belegen; der 
Aufforderung sind die Beschwerdeführer nachgekommen. Nach dem durchgeführten 
Schriftenwechsel wies der Regierungsrat mit Entscheid vom 19. Januar 2021 die 
Beschwerde mit der folgenden Begründung ab: Der Adoptionsentscheid des 
Grundgerichts Prizren, Zweigstelle Dragash, Republik Kosovo, vom 28. Dezember 2018 
verstosse aufgrund des zu grossen Altersunterschieds zwischen Adoptiveltern und 
Adoptivkind, des fehlenden vorgängigen Pflegeverhältnisses sowie infolge dessen, dass 
die Adoption mit dem Kindeswohl nicht vereinbar sei und in erster Linie adoptionsfremde 
Motive verfolge, gegen den schweizerischen Ordre public und werde dementsprechend in 
der Schweiz nicht anerkannt. Darüber hinaus sei der Anspruch auf Familiennachzug 
rechtsmissbräuchlich geltend gemacht worden, da mit der Adoption nicht die 
Zusammenführung der Familie in der Schweiz bzw. die Begründung einer echten 
Familiengemeinschaft verfolgt worden sei, sondern eine bessere Ausgangslage für die 
Zukunft des Enkelkindes angestrebt werde. Demnach liege eine Umgehungsadoption vor, 
mit welcher die ausländerrechtlichen Zulassungs- und Aufenthaltsvorschriften umgangen 
werden sollten. Dies führe zum Erlöschen des Anspruchs auf Familiennachzug. Das vom 
AFM vorgebrachte Argument der Fristverletzung im Sinne von Art. 47 Abs. 1 AIG 
unterstützte der Regierungsrat nicht, wobei angemerkt wurde, die entsprechende 
Begründung der Vorinstanz sei bei der Beurteilung der Rechtsmissbräuchlichkeit des 
Gesuchs zu berücksichtigen.

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Urteil V 2021 21

D. Am 22. Februar 2021 erhoben die Beschwerdeführer 
Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragten, den Beschluss des Regierungsrates 
des Kantons Zug vom 19. Januar 2021 sei aufzuheben, ihr Gesuch um Familiennachzug 
sei gutzuheissen und D.________ die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Zur Begründung 
wurden im Wesentlichen die gleichen Argumente wie vor der Vorinstanz vorgebracht, neu 
aber mit dem besonderen Gewicht auf die enge Beziehung zwischen den 
Beschwerdeführern und ihrem Enkel. Den vom Gericht angeordneten Kostenvorschuss 
von Fr. 2'000.– bezahlten die Beschwerdeführer fristgerecht.

E. Vernehmlassend hielt der Regierungsrat an seinen Ausführungen im Beschluss 
vom 19. Januar 2021 fest. Darüber hinaus äusserte er Zweifel an der Seriosität der mit der 
Beschwerdeschrift neu eingereichten Berichte der Schulpsychologin und der Lehrer, 
welche die enge Beziehung von D.________ zu den Beschwerdeführern belegen sollten. 

F. Daraufhin replizierten die Beschwerdeführer mit dem Einwand, die eingereichten 
Berichte der Schulpädagogin, der Lehrpersonen und der leiblichen Eltern seien 
authentisch, was das Gericht rechtshilfeweise verifizieren könne. Den späten Zeitpunkt 
des Einbringens dieser Berichte ins Verfahren begründete der Rechtsvertreter damit, dass 
die Beschwerdeführer als juristische Laien nicht hätten wissen können, welche grosse 
Rolle die Beziehung zwischen Adoptiveltern und -sohn prozessual spielen könnte. In der 
vom Regierungsrat am 9. Juli 2021 eingereichten Duplik hielt die Vorinstanz an ihren 
bisherigen Ausführungen fest. Am 12. Juli 2021 kündigte das Gericht den Abschluss des 
Schriftenwechsels an. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 61 Abs. 1 Ziff. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; 
BGS 162.1) ist die Beschwerde an das Verwaltungsgericht gegen Verwaltungsentscheide 
des Regierungsrates zulässig, soweit die Gesetzgebung den Weiterzug nicht 
ausnahmsweise ausschliesst. Ein solcher Ausschluss liegt nicht vor. Die 
Beschwerdeführer sind Adressaten des angefochtenen Regierungsratsbeschlusses. Sie 
sind davon besonders berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

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Urteil V 2021 21

Aufhebung. Ihre Beschwerdeberechtigung ist gemäss § 62 VRG fraglos gegeben. Die 
Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht, weshalb sie zu prüfen ist.

Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg gemäss § 29 der Geschäftsordnung des 
Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

1.2 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann jede Rechtsverletzung gerügt 
werden. Als Rechtsverletzung gelten insbesondere die Nichtanwendung und die unrichtige 
Anwendung eines Rechtssatzes, die unrichtige rechtliche Beurteilung einer Tatsache 
sowie der Missbrauch oder die Überschreitung des Ermessens (§ 63 Abs. 1 VRG). 
Überdies kann jede für den Entscheid erhebliche unrichtige oder ungenügende 
Feststellung des Sachverhaltes gerügt werden (§ 63 Abs. 2 VRG). Die Handhabung des 
Ermessens unterliegt der gerichtlichen Beurteilung nicht (vgl. § 63 Abs. 3 VRG).

2.  Streitgegenstand bildet die Frage, ob das AFM das Familiennachzugsgesuch der 
Beschwerdeführer zu Recht abgewiesen hat.

2.1 Im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen ist vorab anzumerken, dass es sich 
weder bei den Beschwerdeführern noch bei D.________ – alle Staatsangehörige der 
Republik Kosovo – um EU/EFTA-Bürger handelt, weswegen das Abkommen zwischen der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und 
ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) auf den 
vorliegenden Fall keine Anwendung findet. Für Nicht-EU/EFTA-Bürger ist der 
Familiennachzug in den Art. 42 ff. des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und 
Ausländer und über die Integration (Ausländer- und Integrationsgesetz, AIG; SR 142.20) 
geregelt. Gemäss Art. 43 Abs. 1 AIG haben ausländische Ehegatten und ledige Kinder 
unter 18 Jahren von Personen mit Niederlassungsbewilligung unter den Voraussetzungen 
in lit. a–e Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Der 
Anspruch auf Familiennachzug erlischt, wenn er rechtsmissbräuchlich geltend gemacht 
wird, namentlich um Vorschriften des AIG und seiner Ausführungsbestimmungen über die 
Zulassung und den Aufenthalt zu umgehen (Art. 51 Abs. 2 lit. a AIG). Zudem setzt der 
Rechtsanspruch auf Familiennachzug die Wahrung der gesetzlichen Fristen voraus 
(Art. 47 AIG). 

2.2 Da das Gesuch um Familiennachzug vorliegend vor dem Hintergrund einer Heimat-
adoption eines zum Adoptionszeitpunkt 15-jährigen Enkelkindes erfolgte, ist – vor der 

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Prüfung der Voraussetzungen nach Art. 43 Abs. 1 lit. a–e AIG – der Tatbestand in 
zweierlei Hinsicht zu beurteilen: erstens im Hinblick auf das Bestehen eines 
Kindesverhältnisses bzw. die Anerkennung der Adoption (E. 3 und 4) und zweitens in 
Bezug auf eine allfällige Rechtsmissbräuchlichkeit des Gesuchs um Familiennachzug 
(E. 5). 

3.
3.1 Betreffend Anerkennung einer Entscheidung oder einer Urkunde der freiwilligen 
Gerichtsbarkeit besteht zwischen der Schweiz und der Republik Kosovo kein 
Staatsvertrag. Auch das Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die 
Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Internationalen Adoption (HAÜ; SR 0.211.221.311) 
ist vorliegend nicht anwendbar, da der Kosovo diesem Übereinkommen nicht beigetreten 
ist. Folglich bestimmen Art. 78 des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht 
(IPRG; SR 291) und die allgemeinen Vorschriften nach Art. 25 ff. i.V.m. Art. 31 IPRG über 
die Anerkennung der Adoptionsentscheidung des Grundgerichts Prizren, Zweigstelle 
Dragash, Republik Kosovo. Ausländische Adoptionsentscheide, die – wie vorliegend – 
ausländische Adoptierende und Adoptierte betreffen, werden nicht im Schweizer 
Zivilstandsregister eingetragen, wenn weder das Ereignis in der Schweiz eingetreten ist 
noch eine Familienbeziehung zu Schweizer Staatsangehörigen besteht; es findet somit 
auch kein Anerkennungsverfahren durch die kantonale Aufsichtsbehörde im 
Zivilstandswesen statt. Die formelle Anerkennung wird vielmehr vorfragewese im 
jeweiligen Sachzusammenhang geprüft (Schickel-Küng/Hauser, in: Basler Kommentar 
zum Internationalen Privatrecht, 4. Aufl. 2021, Art. 78 N 11). 

3.2 Nach Art. 25 IPRG wird eine ausländische Entscheidung in der Schweiz anerkannt, 
wenn die Zuständigkeit der Gerichte oder Behörden des Staates, in dem die Entscheidung 
ergangen ist, begründet war (lit. a); wenn gegen die Entscheidung kein ordentliches 
Rechtsmittel mehr geltend gemacht werden kann oder wenn sie endgültig ist (lit. b), und 
wenn kein Verweigerungsgrund im Sinne von Art. 27 IPRG vorliegt (lit. c). Gemäss Art. 27 
IPRG wird eine im Ausland ergangene Entscheidung in der Schweiz nicht anerkannt, 
wenn die Anerkennung mit dem schweizerischen materiellen (Abs. 1) oder formellen Ordre 
public (Abs. 2) unvereinbar ist. 

Des Weiteren regelt Art. 78 IPRG die Handhabung von ausländischen Adoptionen und 
ähnlichen Akten. Demnach werden ausländische Adoptionen in der Schweiz anerkannt, 
wenn sie im Staat des Wohnsitzes oder im Heimatstaat der adoptierenden Person oder 

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der adoptierenden Ehegatten ausgesprochen worden sind (Abs. 1). Diese Bestimmung 
sieht vor, dass Adoptionen vorzugsweise im zukünftigen Lebensumfeld des Adoptivkindes, 
also im Wohnsitzstaat oder subsidiär im Heimatstaat der Adoptierenden abgeklärt und 
ausgesprochen werden. Dies gewährleistet, dass ausländische Adoptionen in der Schweiz 
nur anerkannt werden, wenn sie von Behörden ausgesprochen werden, die besser 
geeignet sind, die im Lichte des Kindeswohls entscheidenden Voraussetzungen der 
Adoption wie Persönlichkeit und Gesundheit der Adoptiveltern, deren erzieherischen 
Fähigkeiten, deren wirtschaftlichen und familiären Verhältnisse und Beweggründe 
abzuklären (BGE 134 III 467 E. 4.3; Schickel-Küng/Hauser, a.a.O., Art. 78 N 6 mit 
weiteren Hinweisen). Sowohl das nationale Adoptionsrecht als für internationale Belange 
auch das HAÜ sowie das Bundesgesetz zum Haager Adoptionsübereinkommen und über 
Massnahmen zum Schutz des Kindes bei internationalen Adoptionen (BG-HAÜ; SR 
211.221.31) stellen eine Reihe von Schutznormen zugunsten des Kindes auf (vgl. Art. 264 
ZGB; Art. 5 der Verordnung über die Adoption [AdoV; SR 211.221.36]; Art. 4, 5, 15, 16 
und 17 HAÜ; Art. 9 BG-HAÜ). Wesentlicher gemeinsamer Nenner dieser 
Schutzbestimmungen ist, dass eine Adoption nicht ohne vorgängige Prüfung der Eignung 
der Adoptiveltern und des Kindeswohls stattfinden darf. Dieses Erfordernis ist zentral, und 
eine auf Art. 78 Abs. 1 IPRG gestützte Anerkennung einer im Ausland erfolgten Adoption 
ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Ordre public-widrig, wenn der 
Heimatstaat die massgeblichen Verhältnisse und die Eignung der Adoptiveltern nicht 
abgeklärt (BGer 5A.10/1992 vom 20. Januar 1993 E. 5b) oder soweit sich die 
begründende Behörde bei einer Adoption nicht ausschliesslich am Kindeswohl orientiert 
hat (BGer 5A_604/2009 vom 9. November 2009 E. 2.2.2.2; 5A_15/2011 vom 20. Juni 
2011 E. 4), sondern adoptionsfremde Motive wie sozial- oder aufenthaltsrechtliche Vorteile 
im Vordergrund standen (BGer 5A.20/2005 vom 21. Dezember 2005 E. 3.3) (vgl. zum 
Ganzen BGE 141 III 328 E. 6.6). 

Gerade bei Adoptionen in Nicht-HAÜ-Vertragsstaaten besteht die Gefahr, dass die 
Adoption dazu missbraucht wird, einen Aufenthaltstitel, versicherungsrechtliche Ansprüche 
oder andere Vorteile in der Schweiz zu erwirken. So ist insbesondere bei Adoptionen 
innerhalb der erweiterten Familie eine genaue Prüfung des Kindeswohls im 
Aufnahmeverfahren sowie bei der Anerkennung im Rahmen des Ordre public angezeigt, 
da oft die leiblichen Eltern noch leben und sogar für das Kind sorgen könnten (vgl. zum 
Ganzen Schickel-Küng/Hauser, a.a.O., Art. 78 N 15). 

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4. Der Anerkennung des Adoptionsentscheids des Grundgerichts Prizren, Zweigstelle 
Dragash, Republik Kosovo, steht nach Ansicht der Vorinstanz dessen offensichtliche 
Unvereinbarkeit mit dem materiellen schweizerischen Ordre public im Sinne von Art. 27 
Abs. 1 IPRG entgegen. Dabei wird der Verstoss gegen den schweizerischen materiellen 
Ordre public vom Regierungsrat durch die Überschreitung des im Art. 264d ZGB 
gesetzlich vorgesehenen Altersunterschieds zwischen den Adoptiveltern und dem 
Adoptivkind von maximal 45 Jahren, durch die im Vordergrund stehenden 
adoptionsfremden Motive und schliesslich durch die Unvereinbarkeit der strittigen 
Adoption mit dem Kindeswohl begründet. 

4.1 Das Gericht prüft den Ordre public gemäss Art. 27 Abs. 1 IPRG von Amtes wegen. 
Das Bundesgericht definiert die offensichtliche Verletzung des schweizerischen 
materiellen Ordre public wie folgt: Eine Anerkennung verstösst dann gegen den 
materiellen Ordre public, wenn das einheimische Rechtsgefühl durch die Anerkennung 
und Vollstreckung eines ausländischen Entscheids in unerträglicher Weise verletzt würde, 
weil dadurch grundlegende Vorschriften der schweizerischen Rechtsordnung missachtet 
werden (BGE 131 III 182 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen). Ebenfalls bejaht das 
Bundesgericht einen Verstoss gegen den Ordre public, wenn das Ergebnis auf stossende 
Weise Sinn und Geist der eigenen Rechtsordnung widerspricht (BGE 128 III 201 E. 1b mit 
Hinweisen). Nach dem schweizerischen Ordre public ist bei einer Adoption das 
Kindeswohl das zentrale Element. Vor der Anerkennung einer ausländischen Adoption ist 
sicherzustellen, dass sich die ausländische Behörde beim Entscheid über die Adoption am 
Kindeswohl orientiert hat. Ohne zumindest wesensmässige Beachtung der dem Schutz 
des Kindeswohls dienenden Adoptionsvoraussetzungen des schweizerischen Rechts, wie 
zum Beispiel des erforderlichen Altersunterschieds, verstösst die im Ausland 
ausgesprochene Adoption gegen den schweizerischen Ordre public (BGer 5A_604/2009 
vom 9. November 2009 E. 4.2.2.2, in: FamPra 2010 S. 199 ff.). In Bezug auf die 
Anerkennung einer ausländischen Adoption erachtet das Bundesgericht den Ordre public 
bei einer Scheinadoption aus adoptionsfremden Gründen, wie zum Beispiel das 
ausschliessliche Erlangen der Aufenthaltsbewilligung, als verletzt (vgl. BGer 5A.20/2005 
vom 21. Dezember 2005 E. 3.3). 

4.2 Von der zentralen Bedeutung des Kindeswohls in der schweizerischen 
Rechtsordnung ausgehend ist vorliegend zu prüfen, ob das Kindeswohl im Zentrum dieser 
Adoption gestanden hat. Ist dem nicht so, ist die Adoption mit dem schweizerischen 
materiellen Ordre public nicht vereinbar. Die im ZGB und in der AdoV enthaltenen 

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Adoptionsvoraussetzungen stellen nicht bloss formelle Schranken für die Prüfung der 
Adoptionseignung der Adoptiveltern dar, vielmehr dienen sie dazu, die umfassende 
Beachtung des Kindeswohls sicherzustellen. Auf diese Kriterien ist dementsprechend 
abzustellen, um zu prüfen, ob die Adoption im Interesse des Kindes erfolgte. 

4.3 Das schweizerische Institut der Adoption ist ausschliesslich auf die Bedürfnisse des 
Kindes ausgerichtet, welche sich ungeachtet der Herkunft des Kindes nach den hiesigen 
Vorstellungen richten (BGE 135 III 80 E. 3.3). Das Kindeswohl ist Ziel und Rechtfertigung 
der Adoption überhaupt (Peter Breitschmid, in: Basler Kommentar zum ZGB, 6. Aufl. 2018, 
Art. 264 N 19; Hausheer/Geiser/Aebi-Müller, Das Familienrecht des Schweizerischen 
Zivilgesetzbuches, 6. Aufl. 2018, § 16 Rz. 16.90). Daran sind hohe Anforderungen zu 
stellen. Die Adoption ist dem natürlichen Kindesverhältnis nachgebildet. Die fehlende 
biologische Abstammung wird durch eine der biologischen Elternschaft entsprechende 
Beziehungsintensität als Folge der sozialpsychischen Elternstellung der Adoptierenden 
ersetzt. Eine solche Beziehungsintensität bedingt eine gegenseitige Gewöhnungsfrist, 
weshalb das Gesetz wenigstens ein Jahr Pflege und Erziehung verlangt (vgl. Art. 264 
Abs. 1 ZGB). Die Mindestdauer ist zwingend. Bloss aufsummierte gemeinsame 
Ferienaufenthalte erfüllen die Anforderungen an das vorausgesetzte Pflege- und 
Erziehungsverhältnis nicht (Breitschmid, a.a.O., Art. 264 N 6; Yvo Biderbost, in: 
Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2. Aufl. 2012, Art. 264 N 11; BGE 111 II 230 
E. 3; BGer 5A_604/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2.2, in: FamPra 2010 S. 199 ff.). 
Diese Dauer rechtfertigt die Erwartung, es sei die nötige, gewöhnlich mit der biologischen 
Elternschaft verbundene gewachsene Stabilität der gegenseitigen Beziehung erreicht und 
auf Dauer gewährleistet (vgl. zum Ganzen Breitschmid, a.a.O., Art. 264 N 6 ff.). Das 
Kindeswohl beinhaltet gedeihliche physische und psychische Entwicklung, ausgewogene 
und tragfähige emotionale Bindung, konsequente und optimale Erziehung und Förderung, 
adäquate soziale und wirtschaftliche Rahmenbedingungen (wobei weder die Adoption 
wirtschaftlich privilegierten Kreisen vorbehalten sein darf noch eine Besserstellung in der 
Aufnahmefamilie als solche ausschlaggebend sein kann) (Biderbost, a.a.O., Art. 264 N 15 
mit weiteren Hinweisen). 

Eine Adoption geht von der Integration des Kindes in die neue Familie aus. Förderlich für 
die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Kindes muss nicht nur die 
Begründung des Kindesverhältnisses zu den Adoptiveltern, sondern auch die regelmässig 
mit der Adoption einhergehende Aufhebung des Kindesverhältnisses zu den bisherigen 
Eltern sein. Der Umstand, dass das Kind durch die Adoption die bisherigen rechtlichen 

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(und regelmässig zugleich leiblichen) Eltern verliert, kann unter anderem einer Adoption 
durch Stief- oder Grosseltern entgegenstehen (vgl. BGE 136 III 423 E. 3.3 und 3.4.1). Der 
Abbruch persönlicher Beziehungen ist zwar keine förmliche Adoptionsvoraussetzung 
(Biderbost, a.a.O, Art. 264 N 17), aber eine Familiengemeinschaft, in der die leiblichen 
Eltern auch nach der Adoption ihres Kindes tatsächlich dessen Entwicklung mitverfolgen 
können, ist in hohem Masse konfliktgefährdet (Rainer Frank, Grenzen der Adoption, 
Rechtsvergleichende Untersuchung zur Schutzbedürftigkeit faktischer Eltern-Kind-
Verhältnisse, 1978, S  136; Marie-Thérèse Meulders-Klein, Le printemps des grands-
parents et le droit, in: Mélanges Grossen, 1992, S. 178). Das Bundesgericht hat – gestützt 
auf die in BGE 119 II 1 ff. festgelegten Grundsätze – in einem Urteil aus dem Jahre 1998 
betreffend eine Enkeladoption betont, dass die Qualifikation der bestehenden Beziehung 
(partnerschaftlich, autoritär etc.) zwischen dem zu Adoptierenden und seiner Mutter nicht 
ausschlaggebend sei (BGer 5C.146/1998 vom 27. Juli 1998 E. 4). Ebenso wurden die 
Adoption eines Bruders (BGer 5A_619/2008 vom 16. Dezember 2008 E. 5.3, in: 
FamPra.ch 2009 S. 500) wie auch die Bewilligung des Adoptionspflegeverhältnisses für 
einen Neffen verweigert (BGer 5A.35/2004 vom 4. Februar 2005 E. 4.2, in: FamPra 2005 
S. 949), weil jeweils ein Bestehen bzw. Fortdauern wesentlicher Beziehungen zu den 
leiblichen Eltern bzw. zu einem Elternteil feststand (vgl. zum Ganzen BGE 136 III 423 
E. 3.3).

4.4
4.4.1 Von Gesetzes wegen darf der Altersunterschied zwischen dem Kind und den 
adoptionswilligen Personen nicht weniger als 16 Jahre und nicht mehr als 45 Jahre 
betragen (Art. 264d Abs. 1 ZGB und Art. 5 Abs. 4 AdoV). Davon kann abgewichen 
werden, wenn dies zur Wahrung des Kindeswohls nötig ist. Die adoptionswilligen 
Personen haben die Abweichung zu begründen (Art. 264d Abs. 2 ZGB). Die 
Beschwerdeführer überschreiten die Altersunterschiedsgrenze um 3,5 respektive 2,5 
Jahre. Im Einzelnen ist zu prüfen, ob dies mit dem Wohl ihres Enkels noch vereinbar ist. 
An dieser Stelle ist anzumerken, dass vor dem Inkrafttreten des neuen Adoptionsrechts 
am 1. Januar 2018 der Altersunterschied im zuvor geltenden Art. 265 Abs. 1 ZGB auf 
wenigstens 16 Jahren festgesetzt war. Die Rechtsprechung würdigte einen grossen 
Altersunterschied aber seit jeher als kritisch (vgl. BGE 136 III 423 E. 3.5; BGer 5A.19/2006 
vom 5. Dezember 2006 E. 3.3; 5A.11/2005 vom 3. August 2005 E. 3.2; 5A.6/2004 vom 
7. Juni 2004 E. 3.2; 5A.1/2001 vom 19. April 2001 E. 8b). Positivrechtlich wurde der 
maximale Altersunterschied zunächst in der am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen AdoV 
(Ergänzungs- und Ausführungserlass zum ZGB) verankert, nämlich in Art. 5 Abs. 4 AdoV, 

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welcher der Prüfung der Adoptionseignung der künftigen Adoptiveltern gewidmet ist. 
Danach ist die Eignung zu verneinen, wenn der Altersunterschied zwischen dem 
aufzunehmenden Kind und den künftigen Adoptiveltern mehr als 45 Jahre beträgt. 
Ausnahmsweise kann die Eignung trotzdem gegeben sein, namentlich wenn zwischen den 
künftigen Adoptiveltern und dem aufzunehmenden Kind bereits eine vertraute Beziehung 
besteht. Diese kann beispielsweise aufgrund eines vorangegangenen Pflegeverhältnisses 
entstehen (Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Adoption], 
BBl 2015 877, S. 906). Mit der Revision des Adoptionsrechts vom 17. Juni 2016 (AS 2017 
3699) hat der Maximalaltersunterschied den Eingang in den Gesetzestext (vorne 
erwähnter Art. 264d ZGB) gefunden. Dies mit der Intention, den Zugang zur Adoption auch 
materiell [Hervorhebung im Botschaftstext] zu beschränken. Die Tatsache, dass der 
Gesetzgeber die Regelung des maximalen Altersunterschieds per 1. Januar 2018 in ein 
formelles und höherrangiges Gesetz aufgenommen hat, zeigt gerade die Wichtigkeit der 
Bestimmung für die Wahrung des Kindeswohls aus der schweizerischen Sicht. Die 
Beschwerdeführer gehen somit fehl, wenn sie versuchen, dieser Regelung das Gewicht 
abzusprechen oder gar durch das mathematische Ausrechnen des Prozentsatzes einer 
allfälligen Abweichung die Überschreitung des relevanten Altersunterschieds zu 
bagatellisieren. Die Abweichungen vom gesetzlich vorgeschriebenen Altersunterschied 
müssen nach dem Gesetzestext für das Wohl des Kindes nötig sein, was den besonderen 
Ausnahmecharakter der Abweichungen verdeutlicht. Eine solche Ausnahme wurde 
beispielsweise bei der Adoption eines vaterlosen Enkels durch die Grosseltern nach dem 
Tod der Mutter bewilligt. Die Adoption sollte das Kind aus rechtlicher und sozialer Isolation 
lösen und es mit den beiden Personen, die ihm durch Abstammung und affektiv am 
nächsten stehen, verbinden (Cyril Hegnauer, in: ZVW 1994 S. 121 ff.). 

Ausschlaggebend für die Würdigung des Altersunterschieds ist, dass beide Elternteile das 
Kind voraussichtlich bis zum und über das Erwachsenenalter hinaus aktiv begleiten 
können. Überschreiten beide Ehepartner die vorgegebene Altersdifferenz von 45 Jahren, 
ist eine negative Prognose zu stellen. Überschreitet nur einer der Ehepartner die 
Altersdifferenz, sind an die Eignung erhöhte Anforderungen zu stellen. Eine Eignung ist 
auch dann wenig denkbar, wenn einer der Eltern im Teenageralter des Kindes bereits das 
Rentenalter erreicht. Im Vordergrund steht der Gedanke, dass einem Kind, das bereits 
einen Beziehungsabbruch erleben musste, eine möglichst dauerhafte Familienbindung 
ermöglicht werden soll (David Urwyler, Die neue Verordnung über die Adoption, in: ZKE 
5/2011 S. 361 ff.). Mit der Festlegung eines Altersspektrums (statt wie bislang der 
Regelung bloss eines Mindestaltersunterschieds) bezweckt das Gesetz die Angleichung 

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Urteil V 2021 21

an die biologische Elternschaft und damit an eine ausgewogene Familienstruktur. Das 
Spektrum von 16 bis 45 Jahre berücksichtigt sowohl strafrechtliche als auch biologische 
Grenzen und bildet eine übliche Zeitspanne ab (Breitschmid, a.a.O., Art. 264d N 1; vgl. 
auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Adoption], 
BBl 2015 877, S. 905). 

4.4.2 Die Beschwerdeführer waren zum Adoptionszeitpunkt (28. Dezember 2018) 63 
Jahre und 10 Monate (A.________) respektive 62 Jahre und 8 Monate (B.________) alt. 
Ihr Enkelkind war dannzumal 15 Jahre und 2 Monate alt. Der massgebende 
Altersunterschied beträgt somit etwas mehr als 48,5 Jahre für den Beschwerdeführer und 
47,5 Jahre für die Beschwerdeführerin. Nach dem bereits Ausgeführten wird eine solche 
Überschreitung des Altersunterschieds, insbesondere wenn sie beide Adoptiveltern betrifft, 
im Lichte des Kindeswohls negativ beurteilt. Es ist daher fraglich, ob diese negative 
Prognose durch die Notwendigkeit der Adoption gerechtfertigt werden könnte. Seit der 
Geburt lebt der Enkel der Beschwerdeführer in einer intakten, vollständigen Familie mit 
seinen beiden leiblichen Eltern und seinem Bruder und besucht ein Gymnasium. Gemäss 
Angaben der leiblichen Eltern vor dem kosovarischen Grundgericht Prizren, Zweigstelle 
Dragash, lebt die Familie in durchschnittlichen wirtschaftlichen Verhältnissen. Als Grund 
zur Adoption geben die leiblichen Eltern von D.________ seine Zustimmung zur Adoption 
und seine enge Verwandtschaft mit den Grosseltern an. Von einer Not zur Adoption kann 
vorliegend somit keine Rede sein. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer erwähnt, 
dass von den leiblichen Eltern von D.________ eine Kindeswohlgefährdung ausgehe (vgl. 
act. 10 S. 2). Dabei sind den Akten aber lediglich die Ausführungen zur emotionalen 
Belastung, zu einer verlorenen Beziehung zu den leiblichen Eltern und zu deren 
Bevorzugung des Bruders von D.________ zu entnehmen, welche jedoch nicht näher 
konkretisiert werden. Diese sehr pauschal beschriebenen Umstände lassen keinen 
Schluss auf die objektive Notwendigkeit zu, sich von der leiblichen Familie zu trennen. 
Eine Adoption bezweckt gerade die Aufhebung des bisherigen Kindesverhältnisses zu den 
leiblichen Eltern, wogegen die Aufrechterhaltung des Kontakts sehr konfliktgeladen sein 
kann. Vielmehr fehlen vorliegend die Überlegungen der Beschwerdeführer dazu, dass die 
emotionale Belastung Jugendliche in der Pubertätphase unvermeidlich begleitet, eine 
angespannte und teilweise emotional gelockerte Beziehung zu den Eltern während des 
Erwachsenwerdens in der Natur der Sache liegt und mit der Adoption auch die Beziehung 
zum leiblichen Bruder wesentlich beeinträchtigt oder gar gekappt werden muss. Dabei 
scheinen, wie die Vorinstanz dies richtig erkennt, die Eltern ihren Fürsorgepflichten in 
genügender Weise nachgekommen zu sein: D.________ sei gemäss eigenen Angaben 

13

Urteil V 2021 21

der Beschwerdeführer sehr gebildet, habe die Grundausbildung mit sehr guten Noten 
abgeschlossen und besuche das Gymnasium. Es mag vielleicht zutreffen, dass die Eltern 
von D.________ dessen Bruder mehr lieben als ihn selber. Solche Verhältnisse, wie auch 
Eifersucht unter Geschwistern, gehören jedoch ebenfalls regelmässig zum Familienleben. 
Auf welche Weise die Bevorzugung des jüngeren Sohns durch die Eltern das Leben von 
D.________ unerträglich gemacht haben sollte, wird ebenfalls nicht näher spezifiziert. 
Eine stärkere emotionale Bindung zu den Grosseltern als zu den Eltern – was der 
Vertreter der Beschwerdeführer mit Nachdruck vor Augen führt – entsteht zudem oftmals 
gerade deswegen, weil Letztere im Gegensatz zu den Eltern in das alltägliche Leben nicht 
involviert sind und grundsätzlich keine Pflichten gegenüber ihren Enkelkindern haben. 
Dies kann dazu führen, dass sich Kinder durch die Grosseltern mehr geliebt und akzeptiert 
fühlen und ihnen die Eltern lediglich als Erzieher vorkommen. Die Tatsache alleine, dass 
die leiblichen Eltern bereit sind, mit dem eigenen Kind den Kontakt abzubrechen – und 
gerade dies wird für die Gründung einer neuen Familiengemeinschaft erforderlich sein –, 
so dass dieses eine bessere wirtschaftliche Zukunft (wie es dem Urteil des Grundgerichts 
Prizren zu entnehmen ist) und Ausbildungschancen hat, veranschaulicht gerade, dass den 
Eltern das Kindeswohl ihres Sohnes sehr wichtig ist. Vorliegend ist jedenfalls eine 
Notwendigkeit der Adoption, welche den grossen Altersunterschied zwischen D.________ 
und seinen Grosseltern rechtfertigen würde, nicht ersichtlich. 

4.4.3 Artikel 5 Abs. 4 Satz 2 AdoV sieht vor, dass die Adoptionseignung ausnahmsweise 
trotz eines überschrittenen Altersunterschieds gegeben sein kann, namentlich wenn 
zwischen den künftigen Adoptiveltern und dem aufzunehmenden Kind bereits eine 
vertraute Beziehung besteht. Wie bereits vorne ausgeführt, kann diese aufgrund eines 
vorangegangenen Pflegeverhältnisses entstehen. Nach der Auffassung des 
Bundesgerichts reichen gemeinsam mit dem Adoptivkind verbrachte Ferien nicht aus, um 
eine genügende Bindung zwischen dem Adoptivkind und seinen künftigen Adoptiveltern 
herzustellen (BGer 5A_604/2009 vom 9. November 2009 E. 4.2.2.2, in: FamPra 2010 
S. 199 ff.). Den Akten sind keine Belege zu entnehmen, welche die Dauer der gemeinsam 
verbrachten Zeit bzw. das Vorliegen eines der Adoption vorangegangenen 
Pflegeverhältnisses belegen. Wenn es um die gemeinsam verbrachten Ferien geht – wie 
dies die Beschwerdeführer vorbringen –, dürften dies bei Erwerbstätigen maximal 4 bis 5 
Wochen im Jahr sein. Weitere Spekulationen zu dieser Frage können aber unterlassen 
werden, da die Angaben zu den gemeinsam verbrachten Ferien lediglich 
Parteibehauptungen darstellen und nicht substanziiert belegt sind. Die Vorinstanz deutet 
zu Recht auf die erstaunliche Tatsache hin, dass D.________ offenbar keine Ferien bei 

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Urteil V 2021 21

den Grosseltern in der Schweiz verbracht hat; dies wäre doch bei dem durch die 
Beschwerdeführer gezeichneten dramatischen Bild der Beziehung in der leiblichen Familie 
zu erwarten gewesen. Infolge des fehlenden Pflegeverhältnisses kann nicht belegt 
werden, dass die Stabilität der gegenseitigen Beziehung erreicht und auf Dauer 
gewährleistet ist. Auch die den Akten zu entnehmenden Aussagen der Lehrer und 
Psychologen betreffend die "enge emotionale Bindung" zwischen den Beschwerdeführern 
und D.________ vermögen dies nicht zu erstellen. Die Beziehung zwischen den 
Beschwerdeführern und ihrem Enkel erscheint – trotz des in den Beweisakten mit 
Nachdruck wiederholten Ausdrucks "enge emotionale Bindung" – nicht über die 
gewöhnliche Beziehung Grosseltern–Enkelkind hinauszugehen. Nicht jedes Kind, das eine 
emotional anstrengende Beziehung mit den Eltern hat (was für die Pubertät ohnehin 
typisch ist), muss von den Grosseltern adoptiert werden. Insgesamt erscheinen die 
Beschwerdeführer auch im Sinne einer Ausnahme nach Art. 5 Abs. 4 Satz 2 AdoV als 
Adoptiveltern für D.________ nicht geeignet.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Adoption durch die Grosseltern nicht im 
Interesse des Kindes, geschweige denn notwendig, erscheint. Der nicht geringfügig 
überschrittene Altersunterschied zwischen den Adoptiveltern und dem Adoptivkind kann 
durch das Interesse des Kindes nicht gerechtfertigt werden und wirkt sich negativ auf das 
Kindeswohl aus. Die beiden leiblichen Eltern des Adoptivkindes leben noch und können 
selber für ihren Sohn sorgen.

4.5
4.5.1 Neben dem zu grossen Altersunterschied stehen auch weitere Umstände dieser 
Adoption dem Kindeswohl entgegen. So erscheint die durch die Adoption beabsichtigte 
Gründung einer neuen Familiengemeinschaft problematisch, weil die beiden leiblichen 
Eltern von D.________ noch leben, sie ihn bis zum Zeitpunkt der Adoption (sowie bis 
heute) aufgezogen haben und das Kindesverhältnis zwischen dem jüngeren Bruder von 
D.________ und seinen leiblichen Eltern weiterhin bestehen bleibt. Unter diesen 
Umständen erscheint es fraglich, ob die neue Familiengemeinschaft zwischen den 
Grosseltern und D.________ richtig entstehen kann. Solche Konstellationen sind nach der 
vorne zitierten Auffassung des Bundesgerichts (vgl. E. 4.3) in hohem Masse 
konfliktgefährdet. Der Beziehungsabbruch nicht nur mit den leiblichen Eltern, sondern 
auch mit dem Bruder (faktisch die wichtigsten Bezugspersonen seit Geburt und bis heute), 
kann nicht als zumutbar und im Sinne des Kindeswohls bezeichnet werden. 

15

Urteil V 2021 21

4.5.2 D.________ müsste infolge der Adoption zudem in ein Land gebracht werden, wo 
er bis jetzt noch nie gewesen ist. Den Akten sind zwar Diplome von D.________ 
betreffend den Besuch des Deutschunterrichts, Stufen eins bis drei, zu entnehmen. Die 
Gesamtzahl der absolvierten Unterrichtsstunden beträgt jedoch lediglich 225, was gemäss 
der Empfehlung des Goethe-Instituts für die Dauer jeder einzelnen Stufe dem 
Sprachniveau zwischen A1 und A2 entspricht (vgl. Vorgaben des Goethe-Instituts auf: 
https://www.goethe.de/ins/de/de/kur/kuv/stu.html, besucht am 6. Oktober 2021). Dieses 
Sprachniveau ist keinesfalls für einen Einstieg in die Berufsausbildung ausreichend. Die 
Schwierigkeiten (nicht nur die Sprache alleine, sondern auch fehlende Integration), mit 
welchen das Kind (zum Zeitpunkt der Urteilsfällung bereits volljährig) bezüglich des 
beruflichen Fortkommens konfrontiert würde, sind zwar nicht unlösbar, aber sicherlich 
unzumutbar und kaum mit dem Kindeswohl, insbesondere unter Berücksichtigung der 
übrigen Umstände, vereinbar.

4.6 Mit der Vorinstanz ist auch dann einig zu gehen, wenn sie festhält, dass die 
Adoption von D.________ aus adoptionsfremden Gründen erfolgt sei, nämlich um ihm 
bessere Ausbildungs- und Erwerbsmöglichkeiten zu verschaffen (Näheres dazu siehe 
E. 5.2 hinten). Richtig ist auch der Einwand des Regierungsrats, dass diese 
wirtschaftlichen Motive dem Kindeswohl indirekt sehr wohl dienen mögen, aber eine 
Adoption nicht rechtfertigen können. Da eine Adoption aus adoptionsfremden Motiven 
nach der vorne vorgebrachten Rechtsprechung des Bundesgerichts einen klaren Verstoss 
gegen den schweizerischen Ordre public darstellt, ist sie auch aus diesem Grund nicht 
anzuerkennen. 

4.7 Es bleibt zusammenzufassen, dass unter Berücksichtigung der vorne erläuterten 
Umstände die Adoption von D.________ nicht dessen Kindeswohl entspricht und aus 
adoptionsfremden Motiven erfolgte, womit ihre Anerkennung auch mit dem materiellen 
schweizerischen Ordre public nicht vereinbar ist. Infolgedessen ist der Adoptionsentscheid 
des Grundgerichts Prizren, Zweigstelle Dragash, Republik Kosovo, nach den Vorgaben 
von Art. 27 Abs. 1 IPRG nicht anzuerkennen. An dieser Stelle erübrigt sich die Prüfung 
von weiteren Voraussetzungen der Anerkennung eines ausländischen Entscheids.

4.8 Die fehlende Anerkennung des Adoptionsentscheids des Grundgerichts Prizren, 
Zweigstelle Dragash, Republik Kosovo, führt dazu, dass aus schweizerischer Sicht kein 
Kindesverhältnis zwischen den Beschwerdeführern und D.________ besteht, weswegen 

16

Urteil V 2021 21

die Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für ihren 
Enkel infolge des Familiennachzugs im Sinne von Art. 43 AIG haben. 

5.
5.1 Der Regierungsrat wies die gegen den Entscheid des AFM erhobene Beschwerde 
auch aufgrund des Erlöschens des Anspruchs auf Familiennachzug gemäss Art. 51 Abs. 2 
lit. a AIG ab. Demnach erlöschen die Ansprüche nach den Artikeln 43, 48 und 50, wenn 
sie rechtsmissbräuchlich geltend gemacht werden, namentlich um Vorschriften des AIG 
und seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und den Aufenthalt zu 
umgehen. Das Bundesgericht spricht von einer sogenannten "Umgehungsadoption" (vgl. 
BGer 2C_404/ 2014 vom 19. Juni 2014 E. 2.2; 2C_1115/2013 vom 11. Februar 2014 
E. 2.6). Die Regelungen über den Familiennachzug haben das Ziel, ein Zusammenleben 
von Familienangehörigen in der Schweiz zu ermöglichen 
(Caroni/Scheiber/Preisig/Zoeteweij, Migrationsrecht, 4. Aufl. 2018, S. 208). Wirtschaftliche 
Gründe (d.h. die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz) oder 
Ausbildungsabsichten stellen keine familiären Gründe dar. Die Migration in diesen Fällen 
ist nicht durch das Institut des Familiennachzugs gedeckt. 

Ein missbräuchlicher Familiennachzug von Kindern liegt dann vor, wenn man aufgrund der 
gesamten Umstände davon ausgehen muss, dass Kinder in erster Linie aus 
ökonomischen Gründen (erleichterte Zulassung zum Arbeitsmarkt) nachgezogen werden 
sollen und dabei nicht das Zusammenleben der Familienmitglieder im Vordergrund steht. 
Massgebend ist das Kindesinteresse, wobei wirtschaftliche Gründe (d.h. die Aufnahme 
einer Erwerbstätigkeit in der Schweiz) nicht ausschlaggebend sein können (Botschaft zum 
Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 3709, 
S. 3795 f.). Dem Bundesgericht erscheint es umso weniger glaubwürdig, dass vorrangig 
die Zusammenführung der Familie angestrebt wird, je näher das Alter des betreffenden 
Kindes bei der Grenze von 18 Jahren liegt (BGE 126 II 329 E. 4a). 

5.2 Die Vorinstanz hat überzeugend dargelegt, dass nicht die Zusammenführung der 
Gesamtfamilie bzw. Gründung einer Familiengemeinschaft in der Schweiz im Vordergrund 
steht, sondern vielmehr davon auszugehen ist, dass dem Adoptivsohn eine bessere 
Ausgangslage für seine Zukunft verschafft werden soll. D.________ wuchs zusammen mit 
seinen leiblichen Eltern und seinem Bruder im Kosovo auf, und insofern stammt er aus 
einer intakten Familie; eine Familiengemeinschaft zwischen den Beschwerdeführern und 
D.________ bestand nie. Wie es vorne aufgezeigt wurde, reichen zusammen verbrachte 

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Urteil V 2021 21

Ferien dafür nicht aus. Die Notwendigkeit der vorliegenden Adoption aus familiären 
Gründen oder in Wahrung des Kindeswohls kann nicht erstellt werden. Vielmehr erscheint 
das Vorgehen der Beschwerdeführer fraglich, die trotz der angeblich nicht 
funktionierenden emotionalen Beziehung zwischen D.________ und seinen leiblichen 
Eltern bis zu dessen 15. Altersjahr mit der Adoption zugewartet haben. Würde von den 
Eltern tatsächlich eine Gefährdung des Kindeswohls ausgehen, wäre eine Intervention (mit 
einer Adoption als letztes Mittel) viel früher angesagt gewesen. Zum Zeitpunkt der 
Einreichung des Gesuchs um Familiennachzug war D.________ knapp 16-jährig und 
stand vor dem baldigen Eintritt ins Erwachsenenleben mit der dazugehörigen Orientierung 
im Bereich Berufsausbildung. In Würdigung sämtlicher Umstände erscheint es höchst 
unwahrscheinlich, dass durch die Beschwerdeführer die Gründung einer 
Familiengemeinschaft und nicht die Gewährung des Zugangs ihres Enkelkindes zum 
Ausbildungs- und Arbeitsmarkt angestrebt wurde. 

5.3 Es liegt somit eine sogenannte "Umgehungsadoption" vor, mit welcher die 
ausländerrechtlichen Zulassungs- und Aufenthaltsvorschriften umgangen werden sollen. 
Sie widerspricht dem Sinn und Zweck des Familiennachzugs und führt gemäss Art. 51 
Abs. 2 lit. a AIG zum Erlöschen des Anspruchs nach Art. 43 Abs. 1 AIG. Eine weitere 
Interessenabwägung ist hier nicht vorzunehmen, zumal die Umgehungsadoption als 
solche verfassungs- und konventionsrechtlich keinen besonderen Schutz verdient (Art. 8 
EMRK; Art. 13 BV; BGE 137 I 247 E. 5.1.2; 135 I 143 E. 3.1)

6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdeführer mangels Anerkennung 
des Adoptionsentscheids in der Schweiz keinen Anspruch auf Familiennachzug im Sinne 
von Art. 43 Abs. 1 AIG haben. Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass der 
Anspruch auf Familiennachzug, selbst abgesehen von dessen vorliegend fehlenden 
Entstehung, infolge der Umgehungsadoption und in Anwendung von Art. 51 Abs. 2 AIG 
erlöschen würde. Dem Gesuch der Beschwerdeführer um Familiennachzug wurde somit 
zu Recht nicht entsprochen, weswegen eine entsprechende Aufenthaltsbewilligung an 
D.________ nicht zu erteilen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen.

7. Gemäss § 23 Abs. 1 Ziff. 3 VRG sind die Kosten im Beschwerdeverfahren vor dem 
Verwaltungsgericht der unterliegenden Partei – hier den Beschwerdeführern – 
aufzuerlegen. Die Spruchgebühr beträgt Fr. 2'000.– und wird mit dem geleisteten 
Kostenvorschuss verrechnet. Anspruch auf eine Parteientschädigung für die in ihrem 
amtlichen Wirkungskreis obsiegende Behörde besteht nicht (§ 28 Abs. 2a VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Den Beschwerdeführern wird eine Spruchgebühr von Fr. 2'000.– auferlegt, die mit 
dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet wird.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten eingereicht werden.

4. Mitteilung an den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (im Doppel), an den 
Regierungsrat des Kantons Zug (dreifach), an das Staatssekretariat für Migration 
SEM, Bern, sowie zum Vollzug von Ziff. 2 im Dispositiv an die Finanzverwaltung 
des Kantons Zug.

Zug, 18. November 2021

Im Namen der
VERWALTUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Der Gerichtsschreiber

versandt am