# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d1f4ac66-0f31-5a95-902a-7fea301c2c56
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 16.11.2021 S 2020 83
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2020-83_2021-11-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 83

2. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz von Salis

RichterIn Meisser und Pedretti

Aktuarin Maurer

URTEIL

vom 16. November 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Laurent Häusermann,

Beschwerdeführerin

gegen

C._____ AG,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Philipp,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1961, wohnhaft in B._____, verunfallte am 27. März 

2019 beim Skifahren in D._____. Sie war zu jenem Zeitpunkt bei der 

E._____ AG, B._____, als Skilehrerin angestellt und damit bei der 

C._____ AG obligatorisch gegen Unfall versichert. Sie zog sich beim Unfall 

diverse Prellungen, eine Commotio cerebri, eine HWS-Distorsion und ei-

nen Muskelfaserriss am Gastrognemius medialis rechts zu und war da-

nach zu 100 % arbeitsunfähig. Die C._____ AG kam für die gesetzlichen 

Leistungen in der Form von Heilbehandlungskosten und Taggeldern auf.

2. Mit Verfügung vom 5. Februar 2020 legte die C._____ AG das Taggeld 

von A._____ im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 27. März 

2019 auf CHF 26.80 fest. Berechnet wurde dieses Taggeld anhand des 

Lohnes für die Monate Februar 2019 (CHF 1'264.65) und März 2019 

(CHF 775.10), was zu einem durchschnittlichen Monatslohn von 

CHF 1'019.85 bzw. einem durchschnittlichen Jahreslohn von 

CHF 12'238.50 führte, und wiederum abgegolten zu 80 % ein Taggeld von 

CHF 26.80 ausmachte.

3. Mit dagegen erhobener Einsprache vom 9. März 2020 beantragte A._____ 

die Ausrichtung eines Taggeldes in der Höhe von CHF 92.30. Sie führte 

dazu begründend an, dass am 10. Februar 2019 mündlich ein befristetes 

Arbeitsverhältnis für die Hochsaison vom 18. Februar 2019 bis 10. März 

2019 vereinbart worden sei. Gestützt auf der Basis eines Jahreslohnes 

von CHF 42'108.-- betrage das Taggeld deshalb vielmehr CHF 92.30.

4. Mit Einspracheentscheid vom 8. Juni 2020 hiess die C._____ AG die Ein-

sprache von A._____ teilweise gut und erhöhte das Taggeld im Zusam-

menhang mit dem Unfallereignis vom 27. März 2019 auf CHF 34.85, ba-

sierend auf dem neu berechneten Jahreslohn von CHF 15'909.70. Dies 

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unter Berücksichtigung, dass am 29. März 2019 noch ein Arbeitseinsatz 

geplant gewesen wäre und A._____ deshalb Ende März noch drei Tage 

während maximal 6.25 Stunden angerechnet wurden, womit im März 2019 

eine Arbeitszeit von 42.50 Stunden resultierte.

5. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 9. Juli 

2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und 

beantragte die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Ausrich-

tung eines Taggeldes in der Höhe von CHF 92.30; eventualiter die Rück-

weisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen. Zur Be-

gründung führt sie im Wesentlichen an, es handle sich um eine befristete 

und regelmässige Tätigkeit, so dass für die Berechnung des Taggelds auf 

die allgemeine Regel von Art. 15 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 3 UVV 

abzustützen sei, was zu einem angemessenen Taggeld führe. Es ergebe 

sich daraus ein Jahreslohn von CHF 42'108.-- und damit ein Taggeld von 

CHF 92.30. Beim geplanten Einsatz vom 29. März 2019 habe es sich um 

einen neuen, nur auf einen einzigen Tag beschränkten Arbeitsvertrag ge-

handelt.

6. In ihrer Beschwerdeantwort vom 2. September 2020 beantragte die 

C._____ AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Be-

schwerde. Begründend führt sie im Wesentlichen aus, dass am 10. Fe-

bruar 2019 ein unbefristeter Arbeitsvertrag auf Abruf mit einmonatiger Pro-

bezeit und einmonatiger Kündigungsfrist abgeschlossen worden sei und 

sowohl Arbeitsbeginn wie -ende jeweils gemäss persönlicher Anmeldung 

– das Arbeitsende zudem je nach Schneesituation – vorgesehen gewesen 

seien. Die Arbeitszeit hätte sich nach Arbeitsanfall und betrieblicher Not-

wendigkeit gerichtet. Die Beschwerdeführerin habe unregelmässig gear-

beitet und der Lohn habe stark geschwankt, so dass die Taggeld-Berech-

nung nach Art. 23 Abs. 3 UVV zu erfolgen habe. Dies unter Berücksichti-

gung von drei zusätzlichen Tagen Ende März 2019, so dass die Beschwer-

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deführerin auf 42.50 Stunden im Monat März 2019 und somit auf ein er-

höhtes Taggeld von CHF 34.85 gekommen wäre.

7. In ihrer Replik vom 2. November 2020 hielt die Beschwerdeführerin im 

Wesentlichen unverändert an ihren Rechtsbegehren fest und beantragte 

neu, ihr sei rückwirkend, nach Ablauf der 3-tägigen Wartefrist, ab dem 

30. März 2019 ein Taggeld in der Höhe von CHF 92.30 auszurichten; 

eventualiter sei die Angelegenheit zur Abklärung und Neubeurteilung an 

die Vorinstanz zurückzuweisen. Die Beschwerdeführerin änderte damit 

auch ihre Argumentation und machte nun nicht mehr zwei Arbeitsverträge 

(einen befristeten Arbeitsvertrag auf Abruf bis 10. März 2019 und einen 

Arbeitsvertrag auf den 29. März 2019 beschränkt) geltend, sondern führte 

vielmehr neu an, dass sie am 29. März 2019 einen ausgefallenen Arbeits-

tag habe nachholen wollen.

8. In ihrer Duplik vom 16. November 2020 hielt die Beschwerdegegnerin un-

verändert an ihren Rechtsbegehren fest. Sie wies auf die widersprüchliche 

und weder sachlich noch rechtlich haltbare Argumentation der Beschwer-

deführerin hin und vertiefte im Übrigen ihren Standpunkt.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf den angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in 

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

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II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 8. Juni 2020. Ein solcher Entscheid kann 

gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 

(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 des Bundesgesetzes 

über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 

SR 830.1) beim Versicherungsgericht desjenigen Kantons angefochten 

werden, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung 

Wohnsitz hat. Die versicherte Beschwerdeführerin wohnt in B._____, wes-

halb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde gegeben 

ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Damit ist die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts zu be-

jahen. Als formelle und materielle Adressatin des angefochtenen Einspra-

cheentscheids ist die Beschwerdeführerin vom angefochtenen Einspra-

cheentscheid berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen 

Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 

eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten (Art. 60 und Art. 61 ATSG).

2. Unbestritten geblieben ist der Anspruch auf Unfalltaggeld. Streitig und zu 

prüfen ist vorliegend dessen Höhe bzw. der versicherte Verdienst.

3.1. Ist ein Versicherter infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig 

(Art. 6 ATSG), so hat er Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 

Gemäss Art. 15 Abs. 1 UVG werden Taggelder nach dem versicherten 

Verdienst bemessen. Als versicherter Verdienst gilt für die Bemessung der 

Taggelder der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn (Art. 15 Abs. 2 erster 

Halbsatz UVG). Dies kann ein Monats-, Wochen- oder Stundenlohn sein. 

Zudem werden noch nicht ausbezahlte Lohnbestandteile, auf welche ein 

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Rechtsanspruch besteht, hinzugerechnet (Art. 22 Abs. 3 UVV). Unter 

Letzteres fallen etwa die anteilsmässig erworbenen Ansprüche auf Bezah-

lung eines 13. Monatslohns oder Ferienentschädigung. Der so ermittelte 

Lohn wird auf ein Jahr aufgerechnet und durch 365 geteilt, so dass der 

versicherte Tagesverdienst resultiert (vgl. RIEDI HUNOLD, in: HÜRZELER/KIE-

SER [Hrsg.], KOSS – Kommentar zum schweizerischen Sozialversiche-

rungsrecht, UVG – Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Bern 2018, 

Rz. 11 zu Art. 15 UVG). Das Taggeld beträgt bei voller Arbeitsunfähigkeit 

(Art. 6 ATSG) 80 Prozent des versicherten Verdienstes (Art. 17 Abs. 1 

Satz 1 UVG). Abs. 3 von Art. 15 UVG ermächtigt den Verordnungsgeber, 

den versicherten Verdienst in Sonderfällen zu regeln. Davon hat er in den 

Art. 22–24 UVV Gebrauch gemacht. Unter Vorbehalt der in Art. 22 Abs. 2 

lit. a–d UVV genannten – und im vorliegenden Fall nicht zu interessieren-

den – Abweichungen entspricht der versicherte Verdienst dem nach der 

Bundesgesetzgebung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung 

(AHVG; SR 831.10) massgebenden Lohn. Als für die Berechnung der 

AHV-Beiträge massgebender Lohn gilt nach Art. 5 Abs. 2 AHVG jedes 

Entgelt für in unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte 

Zeit geleistete Arbeit. Der massgebende Lohn umfasst auch Teuerungs- 

und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, 

Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trink-

gelder, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes 

darstellen.

3.2. Nach Art. 23 Abs. 3 UVV wird auf einen angemessenen Durchschnittslohn 

pro Tag abgestellt, wenn die Versicherte keine regelmässige Erwerbstätig-

keit ausübt oder ihr Lohn starken Schwankungen unterliegt. Gemäss 

Art. 23 Abs. 4 UVV gilt für eine Versicherte, die während einer Saisonbe-

schäftigung einen Unfall erleidet, Art. 22 Abs. 3 UVV. Ereignet sich der Un-

fall in der Zeit, in der sie nicht erwerbstätig ist, so wird der im vorangegan-

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genen Jahr tatsächlich erzielte Lohn durch 365 geteilt. Auch bei den Son-

derbestimmungen von Art. 23 UVV ist nicht der mutmasslich entgangene 

Lohn massgeblich, sondern jenes Einkommen, welches die versicherte 

Person unmittelbar vor dem Unfall bezogen hat (vgl. BGE 139 V 464 E.2.4, 

128 V 298 E.2.a und b/aa; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_296/2013 

vom 14. Januar 2014 E.5.1).

4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, es habe sich um ein befristetes 

Arbeitsverhältnis (18. Februar 2019 – 10. März 2019) mit einer durch-

schnittlichen Wochenarbeitszeit von 25 Stunden gehandelt (vgl. Schaden-

meldung UVG, beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1). Das Dokument 

"Arbeitsvertrag auf Abruf" (vgl. Bg-act. 78 S. 3) entspreche nicht den 

mündlichen Vereinbarungen und sei deshalb nicht der Arbeitsvertrag, zu-

mal auch die objektiv und subjektiv wesentlichen Punkte darin nicht wie 

vereinbart aufgeführt seien. Einzig der Lohn sei schriftlich festgehalten. 

Das Einkommen sei in dieser Zeit nicht von bestimmten Faktoren abhän-

gig gewesen. Es liege keine unregelmässige Tätigkeit und auch kein stark 

schwankendes Einkommen vor. Für die Berechnung sei deshalb auf die 

allgemeine Regel von Art. 15 Abs. 2 UVG i.V.m. Art. 22 Abs. 3 UVV abzu-

stützen. Das Taggeld berechne sich wie folgt: Grundlohn CHF 27.60 plus 

Arbeitsverhinderung CHF 2.30 (vgl. Bg-act. 78 S. 3) aber ohne Ferienent-

schädigung = CHF 29.90 x 25 x 52 = CHF 38'870.-- plus 13. Monatslohn 

8.33 %. Dies ergebe einen Jahreslohn von CHF 42'108.-- bzw. ein Tag-

geld zu 80 % von CHF 92.30 (Jahreslohn CHF 33'686.40 : 365). Der ge-

plante Einsatz vom 29. März 2019 als Skilehrerin sei ein neuer Arbeitsver-

trag gewesen, befristet auf diesen einen Tag. Von letzterem Vorbringen 

rückt die Beschwerdeführerin jedoch in der Replik ab und stellt auch nur 

mehr auf den einen "Arbeitsvertrag auf Abruf" ab.

4.2. Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, es sei auf den 

tatsächlich erzielten Lohn in der Zeit vom 18. Februar 2019 – 9. März 2019 

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gemäss Einsatzplan (Wochen 8–10) abzustellen. Es handle sich um einen 

unbefristeten "Arbeitsvertrag auf Abruf" vom 10. Februar 2019, mit Probe-

zeit und Kündigungsfrist von je einem Monat, sowohl Arbeitsbeginn wie -

ende seien jeweils gemäss persönlicher Anmeldung – das Arbeitsende zu-

dem je nach Schneesituation – vorgesehen gewesen sowie mit unregel-

mässigen Arbeitseinsätzen und stark schwankendem Lohn (Art. 23 Abs. 3 

UVV). Zu Gunsten der Beschwerdeführerin sei auf den Durchschnittslohn 

der beiden Monate Februar/März 2019 abgestellt worden, wobei billiger-

weise auch der Lohn aufgerechnet worden sei, der erst Ende März 2019 

angefallen wäre.

4.3.1. Die ursprüngliche Argumentation der Beschwerdeführerin bezüglich be-

fristetem Arbeitsverhältnis bis 10. März 2019 bzw. zusätzlichem einem Ar-

beitstag am 29.  März 2019, womit sich der Unfall in der Nachdeckungsfrist 

ereignet hätte, überzeugt nicht. Sie selbst argumentiert in der Replik nicht 

mehr mit zwei Arbeitsverträgen, sondern spricht von zwei Ersatzeinsätzen 

am 15. und 29. März 2019 im Rahmen des einen "Arbeitsvertrags auf Ab-

ruf". Tatsächlich ist von diesem einen Arbeitsverhältnis auszugehen auf-

grund folgender Feststellungen: Am 23. Mai 2019 schrieb die Beschwer-

deführerin in einem E-Mail an die Beschwerdegegnerin, dass im Zeitpunkt 

des Unfalls ein nächster Arbeitseinsatz am 29. März 2019 geplant gewe-

sen sei (vgl. Bg-act. 13 S. 1). Im E-Mail vom 18. Oktober 2019 an die Be-

schwerdegegnerin wies die Beschwerdeführerin zudem darauf hin, dass 

ein ganz wichtiger Punkt übrigens noch sei, dass sie ihre Anstellung zum 

Zeitpunkt des Unfalls noch nicht abgeschlossen gehabt habe. Es wären 

noch weitere Einsätze geplant gewesen, z. B. sei sie zwei Tage nach dem 

Unfall für Arbeit gebucht gewesen. Sie habe ein Arbeitsaufgebot gehabt 

und habe sich wegen des Unfalls von der Arbeit abmelden müssen (vgl. 

Bg-act. 80). Diese Aussagen stehen im Einklang mit dem Arbeitsvertrag 

vom 10. Februar 2019, dessen Formulierung (Überschrift "Arbeitsvertrag 

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auf Abruf") klar ist und keiner Auslegung bedarf (vgl. Bg-act. 78 S. 3). Der 

Arbeitsvertrag ist nicht befristet abgeschlossen worden, sondern mit einer 

Probezeit und einer Kündigungsfrist von je einem Monat und sowohl Ar-

beitsbeginn wie -ende sind jeweils gemäss persönlicher Anmeldung – das 

Arbeitsende zudem je nach Schneesituation – vorgesehen gewesen. In 

den Vereinbarungen zum "Arbeitsvertrag auf Abruf" vom 10. Februar 2019 

wird explizit festgehalten, "Die Arbeitszeit richtet sich nach Arbeitsanfall 

und betrieblicher Notwendigkeit. Es werden keine Arbeitsstunden garan-

tiert. […]" (vgl. Bg-act. 78 S. 3). Die Beschwerdeführerin war bereits in den 

Jahren 2001–2003, 2005–2007 und 2009 für dieselbe Arbeitgeberin als 

Skilehrerin tätig (vgl. Bg-act. 50 S. 6 und 11). Ein Blick in den IK-Auszug 

über die frühere Tätigkeit der Beschwerdeführerin für die E._____ AG in 

jenen Jahren zeigt, dass die Beschwerdeführerin jeweils nur unregelmäs-

sig und monateweise gearbeitet und dabei in etwa in der gleichen Grös-

senordnung verdient hat (vgl. Bg-act. 50 S. 6 und 11). Damit ist erstellt, 

dass die Beschwerdeführerin wusste, welche rechtliche, zeitliche und fi-

nanzielle Bedeutung der "Arbeitsvertrag auf Abruf" hatte.

4.3.2. Angeblich abweichende mündliche (Vertrags-)Vereinbarungen können 

durch die angebotene Partei- und/oder Zeugenaussage von F._____ so-

mit nicht mehr mit der notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit be-

wiesen werden. Der angerufene Zeuge kennt die Beschwerdeführerin 

nach ihren eigenen Aussagen schon sehr lange, da sie in den vergange-

nen Jahren immer wieder für die E._____ AG tätig war und weil es sich 

bei ihrer Tätigkeit auch um einen Gefallen der Beschwerdeführerin für die 

E._____ AG handelte (siehe Beschwerde Rz. 17). Der Beweiswert der 

Zeugeneinvernahme wäre damit gering, so dass davon keine entscheid-

relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind und deshalb in antizipierter Be-

weiswürdigung auf eine Befragung verzichtet werden kann (vgl. BGE 144 

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V 361 E.6.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_831/2019 vom 13. Februar 

2020 E.3.2.1).

4.3.3. Es ist somit für die Berechnung des Taggeldanspruchs auf die tatsächlich 

im Rahmen dieses einen Arbeitsverhältnisses erzielten Einkünfte abzu-

stellen.

4.4. Weder das UVG noch die dazugehörende Verordnung umschreiben den 

Begriff der «regelmässigen Erwerbstätigkeit» («activité lucrative régu-

lière»; «regolarmente un’attività lucrativa») gemäss Art. 23 Abs. 3 UVV. 

Nach der Rechtsprechung haben als unregelmässig beschäftigt jene Ver-

sicherten zu gelten, die über eine gewisse Zeitspanne keine gleichblei-

bende durchschnittliche Arbeitszeit (oder Lohn bei Entschädigung auf Pro-

visionsbasis) aufweisen. Es handelt sich dabei nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung beispielsweise um Hausfrauen, die nur aushilfs-

weise bei einem Arbeitgeber tätig werden, um Lehrer und Vertreter, um 

während der Ferien erwerbstätige Studenten und um Vertreter mit provisi-

onsabhängigem Verdienst. Weiter können die Arbeit auf Abruf, sporadi-

sche oder kurz befristete Arbeitsverhältnisse, saison- und witterungsab-

hängige Arbeitseinsätze oder Lohnschwankungen durch umsatz-, beteili-

gungs- oder leistungsabhängige Lohnstruktur (z.B. Taxi, Sport, Kunst, Ak-

kord, Arbeit auf Abruf) genannt werden. Gemäss einer – zwar für das Bun-

desgericht nicht rechtsverbindlichen, jedoch von ihm dennoch beachteten 

– Empfehlung der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG Nr. 3/84 ist für die 

Taggeldbemessung in Anwendung von Art. 23 Abs. 3 UVV (angemesse-

ner Durchschnittslohn) bei unregelmässig beschäftigten Personen in der 

Regel der Durchschnittslohn der letzten drei Monate zu berücksichtigen; 

bei sehr starken Schwankungen kann der Zeitraum auf maximal zwölf Mo-

nate ausgedehnt werden (siehe GÄCHTER/GERBER, Variable Einkommen 

und ihre Auswirkungen auf die Taggelder und Renten der Invaliden- und 

der Unfallversicherung, in: Schweizerische Zeitschrift für Sozialversiche-

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rung und berufliche Vorsorge [SZS], 2020, S. 374 f. m.w.H. insbesondere 

in Fussnoten 111–113; GEHRING, in: KIESER/GEHRING/BOLLINGER [Hrsg.], 

KVG/UVG-Kommentar, Zürich 2018, Rz. 20 zu Art. 15 UVG; BGE 139 V 

464 E.2.5, 128 V 298 E.3.b; Empfehlungen Nr. 03/84 Ad-hoc-Kommission 

Schaden UVG, letztmals revidiert per 1. Januar 2017, wonach nach Art. 23 

Abs. 3 UVV vorzugehen ist, wenn die Arbeits- und Stundenrapporte zei-

gen, dass die versicherte Person nur auf Abruf oder effektiv unregelmässig 

gearbeitet hat; abrufbar unter: https://www.svv.ch/sites/default/files/2017-

11/84-3_ad_hoc_-_1.1.2017.d.pdf; zuletzt besucht am 16. November 

2021).

4.5.1. In casu war die Beschwerdeführerin nicht einmal drei, sondern lediglich 

zwei Monate bei der E._____ AG tätig. Im Monat Februar 2019 arbeitete 

sie insgesamt 38.75 Std. mit einem Bruttolohn von CHF 1'264.65 (vgl. Bg-

act. 78 S. 2, 78 S. 4 und 78 S. 5) und im Monat März 2019 waren es ins-

gesamt 23.75 Std. mit einem Bruttolohn von CHF 775.10 (vgl. Bg-act. 78 

S. 2, 78 S. 4 und 78 S. 6).

Nicht zu folgen ist der Beschwerdeführerin, die das Taggeld unter Beru-

fung auf Art. 23 Abs. 4 UVV gemäss Art. 22 Abs. 3 UVV berechnet haben 

will. Die Bestimmung Art. 23 Abs. 4 UVV findet Anwendung auf Saisonni-

ers, die in der erwerbslosen ("toten") Zeit verunfallen, die in dieser Zeit 

kein Einkommen und damit keinen versicherten Verdienst und auch kei-

nen Anspruch auf Taggeld haben. Dieses unbillige Ergebnis soll Art. 23 

Abs. 4 UVV verhindern, indem auf den im letzten Jahr erzielten Lohn ge-

teilt durch 365 abgestellt wird (vgl. RIEDI HUNOLD, a.a.O., Rz. 18 zu Art. 15 

UVG). Von einer Saisonbeschäftigung im Sinne von Art. 23 Abs. 4 UVV 

kann dann gesprochen werden, wenn sie an eine bestimmte Jahreszeit 

gekoppelt ist oder von der Jahreszeit entsprechenden Verhältnissen, wie 

insbesondere der Witterung, abhängt. Ferner liegt eine Saisonbeschäfti-

gung auch dann vor, wenn eine Tätigkeit regelmässig während einer be-

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stimmten Zeit im Jahr ausgeübt wird, ohne dass sie zwingend von der Jah-

reszeit abhängen muss (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_241/2009 vom 

1. Oktober 2009 E.5.1). Leistet ein Arbeitnehmer hingegen pro Jahr meh-

rere Arbeitseinsätze unterschiedlicher Dauer und verteilt über einzelne, 

jährlich verschiedene Monate, so liegt eine unregelmässige Tätigkeit im 

Sinne von Art. 23 Abs. 3 UVV vor. Ereignet sich der Unfall während der 

Saison bzw. während der Arbeitsperiode, gilt bei einem saisonalen Ar-

beitsverhältnis als Lohnbasis der letzte vor dem Unfall bezogene Lohn, der 

auf ein volles Jahr umgerechnet wird, wobei die Dauer des Arbeitsverhält-

nisses unerheblich ist. Ereignet sich der Unfall ausserhalb der Arbeitspe-

riode (innerhalb der Nachdeckung), gilt der in den letzten 12 Monaten vor 

dem Unfall tatsächlich erzielte Verdienst als Jahreslohn. Demgegenüber 

wird bei unregelmässigen Arbeitsverhältnissen oder starken Lohnschwan-

kungen gemäss Art. 23 Abs. 3 UVV auf einen angemessenen Durch-

schnittslohn pro Tag abgestellt, während bei temporär Beschäftigten in der 

Regel der im letzten Einsatzvertrag abgemachte Lohn massgebend ist 

(siehe Empfehlung Nr. 06/85 der Ad-hoc-Kommission Schaden UVG zum 

massgebenden Lohn für das Taggeld bei unterjährigen befristeten Arbeits-

verhältnissen; letztmals revidiert am 1. Januar 2017, abrufbar unter: 

https://www.svv.ch/sites/default/files/2017-11/85-06_de_empf_d_tg_

1.1.17.pdf, zuletzt besucht am 16. November 2021).

4.5.2. Von einem befristeten Arbeitsverhältnis ist in casu gerade nicht auszuge-

hen angesichts des "Arbeitsvertrags auf Abruf". Zwar verunfallte die Be-

schwerdeführerin im Rahmen der Ausübung einer Saisontätigkeit als Ski-

lehrerin, doch kam ihr kein Saisonnier-Status zu, da sie erst ab dem 

18. Februar 2019 zum Einsatz kam und dies ohne garantierte Stunden, 

sondern auf persönliche Anmeldung beider Vertragspartner hin, d.h. bei 

Bedarf der Arbeitgeberin (Arbeit auf Abruf) und aufgrund der Disponibilität 

der Beschwerdeführerin im Sinne einer in zeitlicher Hinsicht variablen, un-

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regelmässigen Aushilfs- oder Gelegenheitsarbeit (vgl. dazu BGE 139 V 

464 E.4.5). Zudem handelt es sich nach eigenen Aussagen der Beschwer-

deführerin um einen Gefallen für die E._____ AG (siehe Beschwerde 

Rz. 17) bzw. um ein Aushelfen und Einspringen (vgl. Bg-act. 68 S. 2, 77).

Es ist somit vorliegend Art. 23 Abs. 3 UVV massgebend. Dies, weil die 

Beschwerdeführerin tatsächlich unregelmässig arbeitete, nämlich in der 

ersten Woche (18.–22. Februar 2019) 27.5 Std., in der zweiten Woche 

(25. Februar–3. März 2019) 18.75 Std. und in der dritten Woche (4.–

9. März 2019) noch 16.25 Std., bevor am 29. März 2019 wieder ein Einsatz 

geplant gewesen wäre (vgl. Bg-act. 78 S. 5 und 78 S. 6). Gemäss "Arbeits-

vertrag auf Abruf" vom 10. Februar 2019 wurde explizit festgehalten: "Die 

Arbeitszeit richtet sich nach Arbeitsanfall und betrieblicher Notwendigkeit. 

Es werden keine Arbeitsstunden garantiert. […]" (vgl. Bg-act. 78 S. 3). So-

mit sind die in der Schadenmeldung UVG erwähnten 25 Stunden pro Wo-

che (vgl. Bg-act. 1) eine Zielgrösse, nicht aber eine vertraglich festgelegte 

Arbeitszeit. Insgesamt hat die Beschwerdeführerin somit 62.5 Stunden ge-

arbeitet, was einen Durchschnitt pro Woche von 20.8 Stunden ergibt. Dass 

die Anzahl Stunden falsch berechnet worden wären, macht die Beschwer-

deführerin nicht geltend. Dem angefochtenen Einspracheentscheid ist zu 

entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin zu ihren Gunsten drei Tage à 

6.25 (Tageshöchst ihres dreiwöchigen Einsatzes; vgl. Bg-act. 78 S. 4 und 

78 S. 5) hinzugerechnet hat, die sie im März 2019 nach dem Unfall noch 

hätte arbeiten können (siehe angefochtener Einspracheentscheid 

Ziff. 2.13; Bg-act. 107). So wäre die Beschwerdeführerin im Monat März 

auf 42.50 Stunden gekommen (23.75 effektiv gearbeitete Stunden zuzüg-

lich 18.75 hypothetische, angerechnete Stunden; vgl. Bg-act. 78 S. 6; an-

gefochtener Einspracheentscheid Ziff. 2.13; Bg-act. 107). Letzteres aus 

Kulanz, denn es waren vertraglich keine Arbeitsstunden garantiert (vgl. 

Bg-act. 78 S. 3). Dass die Beschwerdeführerin auch im Monat April 2019 

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noch für die E._____ AG tätig gewesen wäre, macht sie selbst nicht gel-

tend und es sind keine Hinweise dafür ersichtlich. Als Folge der unregel-

mässigen Arbeit schwankte auch der Lohn stark, indem die Beschwerde-

führerin im Februar 2019 CHF 1'264.65 und im März 2019 CHF 775.10 

verdiente (vgl. Bg-act. 78 S. 2), womit auch die zweite Voraussetzung von 

Art. 23 Abs. 3 UVV erfüllt ist.

4.5.3. Das Taggeld wird gemäss Anhang 2 der UVV berechnet (Art. 25 Abs. 1 

UVV). Die Berechnung der Beschwerdegegnerin bezüglich den Monat Fe-

bruar 2019 ist nicht angefochten worden. Unter Ausmerzung eines margi-

nalen Rechnungsfehlers ergibt sich für den Monat Februar 2019 folgender 

versicherter Verdienst: 38.75 Std. x CHF 27.60 = CHF 1'069.50 + 38.75 

Std. x CHF 2.30 Lohnzuschlag Abgeltung Arbeitsverhinderung = 

CHF 89.13 + 38.75 Std. x CHF 2.75 Anteil 13. Monatslohn = CHF 106.56, 

total CHF 1'265.20 (statt CHF 1'264.65 gemäss angefochtenem Einspra-

cheentscheid Ziff. 2.15 [Bg-act. 107]; vgl. Bg-act. 78 S. 2).

Für den Monat März 2019 ergibt sich zudem folgender versicherter Ver-

dienst: 42.50 Std. x CHF 27.60 = CHF 1'173.00 + 42.50 Std. x CHF 2.30 

Lohnzuschlag Abgeltung Arbeitsverhinderung = CHF 97.75 + 42.50 Std. x 

CHF 2.75 Anteil 13. Monatslohn = CHF 116.88, total CHF 1'387.60 (statt 

CHF 1'386.95 gemäss angefochtenem Einspracheentscheid Ziff. 2.15; 

Bg-act. 107). Für die beiden Monate Februar und März 2019 ergibt sich 

damit insgesamt ein Verdienst von CHF 2'652.80, d.h. im Durchschnitt 

CHF 1'326.40 x 12 = ein Jahreslohn von CHF 15'916.80 x 0.8 = 

CHF 12'733.40 : 365 = CHF 34.89 als Taggeld. Unter Berücksichtigung 

allfälliger Rundungsdifferenzen ist die Berechnung der Beschwerdegeg-

nerin von einer Taggeldhöhe von CHF 34.85 somit korrekt. Anzumerken 

ist, dass das zugesprochene Taggeld von CHF 34.85 den Brutto-Stunden-

lohn der Beschwerdeführerin von CHF 32.65 (Grundlohn zuzüglich Abgel-

tung bei Arbeitsverhinderung sowie Anteil 13. Monatslohn) übersteigt und 

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annähernd dem Bruttolohn Arbeitsstunde von CHF 35.60 (vorstehende 

Berechnung mit zusätzlicher Ferienentschädigung, gemäss Arbeitsvertrag 

vom 10. Februar 2019; vgl. Bg-act. 78 S. 3) entspricht.

Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 8. Juni 2020 in Bezug auf den versicherten Verdienst zur Bemessung 

des Taggelds sowie auf das errechnete Taggeld im Ergebnis als rechtens, 

was zur Abweisung der Beschwerde führt.

5. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 82a ATSG ist das Verfahren – vor-

behältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für die 

Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden. Ein 

Parteikostenersatz steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin gemäss 

Art. 61 lit. g ATSG nicht zu.

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]