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**Case Identifier:** ddf7064b-55e7-5851-a233-fb73ce4a5708
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.01.2015 IV 2013/50
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-50_2015-01-23.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/50

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 23.01.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 23.01.2015
Lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG: 
Bejahung eines ausschliesslich pathogenetisch-ätiologisch unklaren 
syndromalen Beschwerdebildes sowohl im Zeitpunkt der ursprünglichen 
Rentenzusprechung als auch der Rentenrevision. Rückweisung zu weiteren 
Abklärungen, ob insofern von einer Überwindbarkeit des pathogenetisch-
ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes (Fibromyalgie bzw. 
Schmerzsyndrome) auszugehen ist, als die Försterkriterien erfüllt sind 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. 
Januar 2015, IV 2013/50).

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Peter 

Wohnlich

Entscheid vom 23. Januar 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christoph Anwander, Bahnhofstrasse 21,

Postfach 1016, 9102 Herisau,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

betreffend

Revision (Einstellung)

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherte) meldete sich am 13. August 2002 zum Bezug 

einer Invalidenrente an (IV-act. 1). Dr. med. B.___, Arzt für allgemeine Medizin, nannte 

im Arztbericht vom 29. August 2002 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die 

Diagnosen Hemifibromyalgie rechts, Zervikobrachialsyndrom und 

Lumboischialgiesyndrom rechts, Status nach sekundärer Sectio, Uterusruptur und 

iatrogener Blaseneröffnung sowie Status nach Achäsiolyse und Appendektomie bei 

massiver Entzündung. Nach einer Geburt am ____ 2001 mit Uterusruptur und 

Blasenverletzung habe die Versicherte andauernd Unterbauchbeschwerden gehabt, 

worauf am 20. Dezember 2001 eine Revision inklusive Appendektomie durchgeführt 

worden sei. Die Bauchbeschwerden hätten sich danach langsam gebessert. Seit 

anfangs 2001 klage die Versicherte zunehmend anfangs über Schulterschmerzen 

rechts mit Ausstrahlung in den Nacken und in den Arm, anschliessend über 

Kreuzschmerzen mit Ausstrahlung in das rechte Bein sowie über Parästhesien im 

rechten Arm und im rechten Bein. Die Versicherte wirke etwas depressiv. Als Befunde 

erhob er insbesondere eine leicht schmerzhaft eingeschränkte Beweglichkeit der HWS, 

einen paravertebralen Hartspann, eine Druckdolenz im Bereich der rechten Schulter 

ohne Einschränkung der Beweglichkeit, eine schmerzhafte LWS bei Lateralflexion 

beidseits und Ventralflexion, einen paravertebralen Hartspann ebenfalls rechts, eine 

Druckschmerzhaftigkeit an allen für eine Fibromyalgie typischen muskulo-skelettalen 

Punkten im Bereich der rechten Körperhälfte und ausserdem ein chronisches Ekzem an 

beiden Händen. Dr. B.___ notierte schliesslich ab dem 15. Februar 2001 mehrere 

100%-ige Arbeitsunfähigkeiten; vom 15. bis 16. Februar 2001, vom 28. Februar bis 27. 

April 2001, vom 5. November bis 20. Dezember 2001 und seit dem 1. Februar 2002 bis 

auf weiteres (IV-act. 5). Am 27. Mai 2002 hatte die Versicherte auf Zuweisung von Dr. 

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B.___ erstmals Dr. med. C.___, Rheumatologie FMH, konsultiert. Dieser stellte in 

seinem Bericht vom 24. März 2003 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die 

Diagnose einer Fibromyalgie, vor allem rechter oberer Körperquadrant, bestehend seit 

2000, und ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem die Diagnose eines 

Waschmittelekzems. In der Anamnese bzw. als von der Versicherten angegebene 

Beschwerden führte Dr. C.___ seit ca. 2000 zunehmende Schmerzen im Bereich der 

ganzen rechten Körperhälfte sowie Parästhesien von der Schulter bis zum Handgelenk 

rechts und von der Hüfte bis zum Fuss rechts an. Als Befunde erhob er eine 

ekzematöse Hautveränderung an Händen und Fussrücken, eine verstärkte lumbale 

Lordose, schmerzhafte Bewegungseinschränkungen lumbal, thorakal und zervikal, eine 

paravertebrale Druckschmerzhaftigkeit beidseits entlang der HWS rechts mehr als links 

und der oberen BWS rechts sowie eine Druckschmerzhaftigkeit an 12 von 18 für eine 

Fibromyalgie typischen muskulo-skelettalen Punkten, vor allem im Bereich des rechten 

oberen Körperquadranten. Neurologisch hatte sich die Versicherte unauffällig gezeigt 

und auch eine röntgenologische Untersuchung der HWS, BWS und LWS hatte 

unauffällige osteoartikuläre Befunde ergeben. Dr. C.___ bezifferte die Arbeitsfähigkeit 

der Versicherten für eine optimal angepasste leichte Tätigkeit, ohne Zwangshaltungen 

und ohne repetitive manuelle Tätigkeiten, mit maximal 20%. Als therapeutische 

Massnahmen wurden eine Physiotherapie sowie eine medikamentöse Behandlung mit 

Analgetika, nichtsteroidalen Entzündungshemmern und Antidepressiva getroffen (IV-

act. 13).

A.b  Mit Verfügung vom 13. August 2003 sprach die IV-Stelle der Versicherten bei einer 

erheblichen Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit seit 8. Februar 2001 (Beginn der 

einjährigen Wartezeit) und auf der Grundlage eines Invaliditätsgrads von 80% eine 

ganze Invalidenrente ab 1. Februar 2002 zu (IV-act. 20).

A.c  In den nachfolgenden, von Amtes wegen durchgeführten Revisionen bestätigte die 

IV-Stelle gestützt auf Verlaufsberichte von Dr. B.___ (IV-act. 27, 36) den Anspruch auf 

eine ganze Rente, wie sie der Versicherten am 5. April 2006 (IV-act. 30) und am 9. 

Oktober 2007 (IV-act. 42) mitteilte.

A.d  Am 22. September 2011 gab die Versicherte in einem ihr von Amtes wegen 

zugestellten Revisionsfragebogen an, ihr Gesundheitszustand sei gleich geblieben (IV-

act. 46).

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A.e  In dem im Rahmen dieses Revisionsverfahrens bei Dr. med. D.___, Arzt für 

Allgemeinmedizin, eingeholten Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2011 gab dieser an, 

der Gesundheitszustand seit Juli 2007 sei stationär und die Diagnosen hätten sich 

nicht geändert. Die Versicherte leide weiterhin unter Fibromyalgie, einem chronischen 

zervikalen und spondylogenen Schmerzsyndrom sowie unter einer Depression. Sie 

werde mit Fentanyl-Pflastern, NSAR bei Bedarf und einem Antidepressivum behandelt. 

Sie habe von einer chiropraktischen Behandlung profitieren können. Eine 

rückenschonende und wechselbelastende Tätigkeit sei an vier Stunden täglich 

zumutbar (IV-act. 51).

A.f Im Fragebogen "Überprüfung medizinischer Sachverhalt" führte Dr. D.___ am 26. 

August 2012 aus, der Gesundheitszustand der Versicherten habe sich seit 2003 nicht 

wesentlich und anhaltend verändert. Seine Diagnosen lauteten: Fibromyalgie, 

chronisches Zervikalsyndrom, chronisches lumbovertrebrales Schmerzsyndrom und 

Depression. Er wiederholte schliesslich, dass eine rückenschonende und 

wechselbelastende Tätigkeit an maximal vier Stunden pro Tag ausgeführt werden 

könne (IV-act. 54).

A.g  In einer Stellungnahme vom 10. Oktober 2012 legte Dr. med. E.___ vom 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) gegenüber der Invalidenversicherung (IV) dar, in 

den medizinischen Akten sei ausschliesslich eine Schmerzstörung bei Fibromyalgie 

dokumentiert. Die Fibromyalgie sei ein pathogenetisch-ätiologisch unklares 

syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage. Aus den 

Akten lasse sich keine psychische Beeinträchtigung im Sinn einer Komorbidität (wie 

etwa depressive Störung oder anhaltende somatoforme Schmerzstörung) ableiten. Es 

würden nur die (subjektiv empfundenen) Schmerzen als beeinträchtigender Faktor 

beschrieben. Weitere Gesundheitsschäden würden keine vorliegen. Im Vergleich zum 

massgeblichen Vorzustand sei wahrscheinlich keine relevante Änderung des 

Gesundheitszustands eingetreten (IV-act. 57).

A.h  Am 24. Oktober 2012 nahm die IV-Stelle einen Einkommensvergleich vor, bei dem 

sie ein das Valideneinkommen übersteigendes zumutbares Invalideneinkommen 

berücksichtigte, so dass keine Invalidität resultierte (IV-act. 59). Sie hielt fest, dass sie 

den medizinischen Sachverhalt im Rahmen der aktuellen Rentenrevision aktualisiert 

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und überprüft habe. Es liege ein klares syndromales Leiden vor, das gemäss den 

Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision keinen Anspruch auf Rentenleistungen 

begründe. Weitere Diagnosen liessen sich aus den vorhandenen Unterlagen keine 

ableiten (IV-act. 58).

A.i Mit Vorbescheid vom 30. Oktober 2012 kündigte die IV-Stelle der Versicherten die 

Einstellung der laufenden ganzen Invalidenrente an (IV-act. 61).

A.j Mit Schreiben gleichen Datums teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass vor 

Aufhebung der IV-Rente berufliche Eingliederungsmassnahmen zu prüfen seien. 

Während der Durchführung bestehe bis zum Abschluss der Massnahmen Anspruch auf 

Weiterzahlung der bisherigen Rentenleistungen. Im Rahmen der 

Schadenminderungspflicht sei die Versicherte zur aktiven Mitwirkung bei der 

Eingliederung verpflichtet, weshalb sie um Rücksendung des ausgefüllten 

Anmeldetalons gebeten werde. Sobald dieser vorliege, werde die 

Eingliederungsberatung mit ihr Kontakt aufnehmen (IV-act. 62).

B.  

B.a  Am 3. Dezember 2012 liess die DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG 

(nachfolgend: DAS) für die Versicherte einwenden, dass entgegen den Angaben von 

RAD-Arzt Dr. E.___ neben der Fibromyalgie ein Zervikal- und Lumboischialgie-Syndrom 

sowie eine Depression bestünden, so dass nicht nur ein pathogenetisch-ätiologisch 

unklares syndromales Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage 

vorliege (IV-act. 67).

B.b  Am 14. Dezember 2012 nahm Dr. E.___ aus medizinischer Sicht zum Einwand der 

DAS Stellung (IV-act. 66).

B.c  Am 4. Januar 2013 verfügte die IV-Stelle entsprechend dem Vorbescheid die 

Einstellung der laufenden ganzen Invalidenrente auf den ersten Tag des zweiten 

Monats nach Zustellung der Verfügung und entzog einer allfälligen Beschwerde die 

aufschiebende Wirkung (IV-act. 68).

C.  

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C.a  Hiegegen richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. Ch. Anwander, Herisau, im 

Namen der Versicherten eingereichte Beschwerde vom 1. Februar 2013. Er beantragt 

die Aufhebung der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die Einstellung der 

Invalidenrente sowie in Bezug auf den Entzug der aufschiebenden Wirkung. Eventuell 

sei die Streitsache zur weiteren Abklärung und zu anschliessender neuer Beurteilung 

bzw. Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, unter Kosten- und 

Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b  In der Beschwerdeantwort vom 8. März 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde und des Gesuchs um Wiederherstellung der 

aufschiebenden Wirkung (act. G 4).

C.c  Mit Zwischenentscheid vom 16. April 2013 wies das Versicherungsgericht den 

Antrag des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin auf Aufhebung der Verfügung in 

Bezug auf den Entzug der aufschiebenden Wirkung ab (act. G 5).

C.d  Mit Replik vom 8. Juli 2013 hält der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 

Antrag auf Aufhebung der angefochtenen Verfügung in Bezug auf die Einstellung der 

Invalidenrente und am Eventualantrag fest (act. G 11). Die Beschwerdegegnerin hat auf 

die Einreichung einer Duplik verzichtet (act. G 13).

C.e  Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1. 

Zwischen den Parteien ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin bzw. die 

Renteneinstellung gestützt auf lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. 

März 2011 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20; 

nachfolgend Schlussbestimmungen) umstritten.

2.

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Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Rentenaufhebung einzig auf lit. a der 

Schlussbestimmungen, wonach Renten, die bei pathogenetisch-ätiologisch unklaren 

syndromalen Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage 

gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung 

unter dem Gesichtspunkt der seit BGE 130 V 352 im Bereich der somatoformen 

Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze neu überprüft werden. Sind die 

Voraussetzungen nach Art. 7 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1; Erwerbsunfähigkeit) nicht erfüllt, so wird 

die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn der Tatbestand von Art. 17 Abs. 1 

ATSG (Revision) nicht verwirklicht ist.

2.1 Nach BGE 140 V 197 E. 6.2.3 sind vom Anwendungsbereich von lit. a der 

Schlussbestimmungen laufende Renten nur auszunehmen, wenn und soweit sie auf 

erklärbaren Beschwerden beruhen. Lassen sich unklare Beschwerden von erklärbaren 

Beschwerden trennen, können die Schlussbestimmungen der 6. IV-Revision auf erstere 

Anwendung finden.

2.2 Ausgangspunkt für die Bemessung der Invalidität bildet die Frage, ob und in 

welchem Ausmass es einer versicherten Person zumutbar ist, trotz ihres 

Gesundheitsschadens ein Erwerbseinkommen zu erzielen. In Art. 7 Abs. 2 ATSG, der 

mit der 5. IVG-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft getreten ist, wird festgelegt, dass 

eine Erwerbsunfähigkeit nur vorliegt, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist. Damit wurde gesetzlich verankert, dass die Zumutbarkeit nicht nach dem 

subjektiven Empfinden der versicherten Person, sondern nach objektiven 

Gesichtspunkten zu beurteilen ist. Art. 7 Abs. 2 ATSG schreibt somit auf Gesetzesstufe 

das Erfordernis der Objektivierbarkeit fest, was seit jeher galt (BGE 135 V 215 E. 7.3; 

Thomas Gächter/Eva Siki, Sparen um jeden Preis?, Kritische Würdigung der geplanten 

Schlussbestimmung zur 6. IV-Revision, in: Jusletter vom 29. November 2010, S. 3).

3. 

In einem ersten Schritt ist zu prüfen, ob die der Beschwerdeführerin zugesprochenen 

Rentenleistungen auf einem pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen 

Beschwerdebild ohne nachweisbare organische Grundlage beruhen.

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3.1 Die ursprüngliche Rentenzusprache erfolgte gestützt auf die Berichte von Dr. B.___ 

vom 29. August 2002 (IV-act. 5) und von Dr. C.___ vom 24. März 2003 (IV-act. 13). 

Unbestritten ist zunächst, dass im Zusammenhang mit dem im Bericht von Dr. B.___ 

diagnostizierten Status nach sekundärer Section, Uterusruptur und iatrogener 

Blasenöffnung bei der Geburt ihres Kindes im ____ 2001 sowie dem Status nach 

Achäsiolyse und Appendektomie bei massiver Entzündung im Dezember 2001 bereits 

im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprache keine gesundheitlichen 

Beschwerden mehr geltend gemacht wurden, welche zudem eine Arbeitsunfähigkeit 

verursacht hätten. Sowohl im Bericht von Dr. B.___ als auch in demjenigen von Dr. 

C.___ wird sodann eine (Hemi-)Fibromyalgie rechts bzw. vor allem im Bereich des 

rechten oberen Körperquadranten diagnostiziert. Dabei handelt es sich laut 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung um ein einschlägiges Beschwerdebild im Sinn 

von lit. a der Schlussbestimmungen, d.h. um ein pathogenetisch-ätiologisch unklares 

syndromales Beschwerdebild (vgl. BGE 132 V 65), was vom Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin nicht bestritten wird. Dr. B.___ attestierte der Beschwerdeführerin 

sowohl in der bisherigen als auch in einer anderen Tätigkeit eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit. Dr. C.___ notierte in seinem Bericht eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit seit 1. Februar 2000 als Fabrikarbeiterin und eine Arbeitsfähigkeit 

von maximal 20% in einer leidensangepassten Tätigkeit. Der Rechtsvertreter der 

Beschwerdeführerin macht nun aber geltend, die ursprüngliche Rentenzusprache sei 

nicht ausschliesslich wegen einer Schmerzstörung bei Fibromyalgie erfolgt und 

verweist auf die von Dr. B.___ weiter angeführten Diagnosen eines Zervikobrachial- und 

Lumboischialgie-Syndroms rechts, welche von der IV übernommen worden seien (vgl. 

IV-act. 17).

3.2 Nicht jedes syndromale Beschwerdebild fällt an sich in den Anwendungsbereich 

von lit. a der Schlussbestimmungen. Vorausgesetzt ist, wie gesagt, dass das 

Beschwerdebild pathogenetisch-ätiologisch unklar und ohne nachweisbare organische 

Grundlage ist. Der Begriff "Syndrom" umfasst neben Symptomen mit unbekannter, 

unklarer Ursache auch Symptomenkomplexe oder pathogenetisch verbundene 

Phänomene (vgl. Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch 2013, 264. Aufl. Berlin 2012, S. 

2035; beispielsweise das Zervikobrachialsyndrom). Grundsätzlich schliesst also die 

Diagnose eines Syndroms eine organische Genese nicht aus, doch muss eben ein 

wesentlicher organischer Befund nachgewiesen sein, der im Rahmen des fraglichen 

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Syndroms die geltend gemachten Beschwerden erklärt. Sind Ätiologie sowie 

Pathogenese eines Krankheitsbildes unbekannt, führen bereits das subjektiv 

angegebene "Symptommuster" oder die klinisch erhobenen Befunde zur Diagnose 

eines Syndroms (vgl. dazu Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 1791). 

Die Beschwerdeführerin klagte sowohl gegenüber Dr. B.___ und Dr. C.___ über 

Schmerzen und Parästhesien im Bereich der ganzen rechten Körperhälfte (Schulter, 

Nacken, LWS, Bein, Fuss). Beide Ärzte erhoben bei der Beschwerdeführerin im Bereich 

der Wirbelsäule klinisch verschiedene Bewegungseinschränkungen, Druckdolenzen 

sowie Verhärtungen der Muskulatur. Sowohl die subjektiv geklagten Beschwerden als 

auch die klinisch erhobenen Befunde können ohne weiteres mit den von Dr. B.___ 

gestellten Syndromdiagnosen in Zusammenhang gebracht werden. Hinweise auf eine 

organische Grundlage sind dagegen den ärztlichen Berichten keine zu entnehmen. Die 

röntgenologische Untersuchung der HWS, BWS und LWS durch Dr. C.___ ergab einen 

unauffälligen osteoartikulären Befund. Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule 

werden von den Ärzten nirgends thematisiert. Angesichts des Gesagten ist denn auch 

vielmehr davon auszugehen, dass es sich bei den obgenannten Symptomen mit dem 

im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit (vgl. dazu Th. Locher, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. 

Aufl. Bern 2003, S. 451 f.) um Begleitsymptome der Fibromyalgie handelt bzw. die 

Syndrome das Beschwerdebild der Beschwerdeführerin im Rahmen ihrer Fibromyalgie 

beschreiben (vgl. dazu Pschyrembel, a.a.O., S. 672 f.; A. Debrunner, Orthopädie, 

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2005, S. 577 f., S. 858). Zumindest ergeben sich 

aus den Berichten von Dr. B.___ (IV-act. 5) und Dr. C.___ (IV-act. 13) keine 

gegenteiligen Hinweise. Dementsprechend beschränkt sich Dr. C.___ - trotz im 

Wesentlichen übereinstimmender Befunderhebung mit Dr. B.___ - auf die Diagnose 

"Fibromyalgie". Eine Zusammengehörigkeit der Fibromyalgie mit den 

Syndromdiagnosen ist auch dem offensichtlich gleichzeitigen Beginn der 

gesundheitlichen Störungen bzw. Diagnosen - seit anfangs 2001 bzw. Frühling 2001 

(IV-act. 5) - zu entnehmen. Die Nichtübereinstimmung der Zeitangaben in den 

Arztberichten von Dr. B.___ (Frühling 2001) und Dr. C.___ (Fibromyalgie bestehend seit 

2000; der Beginn der Arbeitsunfähigkeit ist in der Rubrik "Medizinisch begründete 

Arbeitsunfähigkeit …." auf das Jahr 2000 und in der Rubrik "Anamnese" auf das Jahr 

2002 datiert) ist ungeklärt. Unbestritten ist jedenfalls, dass der Beschwerdeführerin ab 

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Februar 2001 wiederholt Arbeitsunfähigkeiten attestiert wurden, weshalb auch der 

Beginn der 1-jährigen Wartezeit auf den Februar 2001 gelegt wurde.

3.3 Bereits in den für die ursprüngliche Rentenzusprache massgebenden Berichten von 

Dr. B.___ und Dr. C.___ ist als Befund ein chronisches Ekzem an Händen und 

Fussrücken erwähnt. Diese somatische Gesundheitsstörung hat jedoch weder in den 

Diagnosen mit noch ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ihren Niederschlag 

gefunden. Der Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin, dass die Zusprache der 

ursprünglichen Rente hauptsächlich wegen der Fibromyalgie bzw. deren Symptomen 

erfolgt sei, ist mithin beizupflichten.

3.4 Aus dem vorstehend Gesagten ergibt sich, dass die der Rentenzusprache zu 

Grunde gelegte Arbeitsunfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten ausschliesslich 

auf einem pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebild ohne 

nachweisbare organische Grundlage basiert, womit der Tatbestand von lit. a der 

Schlussbestimmungen erfüllt ist. Die Beschwerdegegnerin hat deshalb die 

Rentenleistung der Beschwerdeführerin, entgegen der Beurteilung von ihrem 

Rechtsvertreter, zu Recht einer Überprüfung im Sinn der Schlussbestimmungen 

unterzogen.

4. 

Die Aufhebung der Rentenleistungen gemäss lit. a der Schlussbestimmungen setzt 

weiter voraus, dass auch im Revisionszeitpunkt ausschliesslich ein unklares 

Beschwerdebild vorliegt. Zu klären ist daher, ob sich der Gesundheitszustand seit der 

Rentenzusprache allenfalls verschlechtert hat und ob neben den nicht objektivierbaren 

Störungen anhand klinischer psychiatrischer Untersuchungen nunmehr klar eine 

Diagnose gestellt werden kann (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.1.2).

4.1 Eine Verschlechterung des Gesundheitszustands in Form einer Verschlimmerung 

der Fibromyalgiebeschwerden bzw. einer Ausweitung des Zervikobrachial- und 

Lumboischialgie-Syndroms auf andere Körperteile und auf die andere Körperhälfte (vgl. 

hierzu IV-act. 27, 36) vermag am Umstand, dass es sich bei der Fibromyalgie sowie 

den Syndromen um unklare Beschwerdebilder handelt, nichts zu ändern und steht 

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insofern einer Rentenrevision gestützt auf lit a der Schlussbestimmungen nicht 

entgegen. Anhaltspunkte dafür, dass die erstmals im Verlaufsbericht von Dr. B.___ vom 

9. März 2006 (IV-act. 27) erhobene diffuse leichte Schwellung der Finger der rechten 

Hand und laut Verlaufsbericht von Dr. B.___ vom 6. Juli 2007 ein Jahr später auch des 

rechten Sprunggelenks (IV-act. 36) auf einer neuen, von der Fibromyalgie losgelösten, 

organischen Gesundheitsstörung basieren würden, liegen keine vor. 

Schwellungsgefühle stellen ebenfalls ein Begleitsymptom der Fibromyalgie dar 

(Pschyrembel, a.a.O., S. 673). Im Übrigen haben weder Dr. B.___ noch Dr. D.___ in 

ihren Berichten (IV-act. 27, 36, 51, 54) diesbezüglich eine neue somatische Diagnose 

gestellt. Gerade auch die Formulierung "diffus" von Dr. B.___ lässt erkennen, dass er 

den Befund nicht anderweitig konkret einzuordnen vermochte.

4.2 Dem nach der ursprünglichen Rentenzusprechung weiterhin ärztlich beschriebenen 

beidseitigen Handekzem (IV-act. 27) wurde in den verschiedenen Verlaufsberichten 

nach der ursprünglichen Rentenzusprache bzw. im Rahmen der 

Rentenrevisionsprüfungen offensichtlich nach wie vor keine massgebende Bedeutung 

zugemessen. Eine entsprechende Diagnose ist jedenfalls nirgends vermerkt (vgl. auch 

IV-act. 36, 51).

4.3

4.3.1 Im Gegensatz zu Dr. B.___ und Dr. C.___ (IV-act. 5, 13) führt Dr. D.___ in seinem 

Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2011 (IV-act. 51) und im Fragebogen "Überprüfung 

medizinischer Sachverhalt" vom 26. August 2012 (IV-act. 54) die Diagnose einer 

Depression an. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin sieht hierin eine neue, 

psychische Krankheit, welche nicht als pathogenetisch-ätiologisch unklares 

syndromales Beschwerdebild zu betrachten sei und damit eine Aufhebung der 

Invalidenrente nach Massgabe von lit. a der Schlussbestimmungen ausschliesse.

4.3.2 Tatsächlich hat der Gesetzgeber im Rahmen der 6. IV-Revision deutlich 

hervorgehoben, dass depressive Leiden invalidenversicherungsrechtlich (weiterhin) 

relevant seien und nicht als pathogenetisch-ätiologisch unklare syndromale 

Beschwerdebilder gelten würden (vgl. Votum Kleiner Marianne ["Nicht dazu gehören 

diagnostizierte Depressionen, …"], sowie diverse Voten Burkhalter Didier ["ne sont pas 

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et ne seront jamais concernées par cette disposition les maladies telle que la 

dépression, …"], Amtliches Bulletin Nationalrat, 16. Dezember 2010, AB 2010 N 2117 

ff.; vgl. auch Amtliches Bulletin Ständerat, 1. März 2011, AB 2011 S. 39 f.). Es 

widerspricht damit dem klaren Willen des Gesetzgebers, wenn eine - auf ein klinisch 

festgestelltes depressives Leiden zurückzuführende - gutachterlich bescheinigte 

Arbeitsunfähigkeit vom Rechtsanwender bloss unter Hinweis auf das gleichzeitige 

Vorliegen eines pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Leidens korrigiert 

und als invalidenversicherungsrechtlich irrelevant erklärt wird. Entscheidend ist, ob ein 

klinisch festgestellter psychischer Gesundheitsschaden - wie etwa eine Depression - 

vorliegt (vgl. Votum Burkhalter Didier, Amtliches Bulletin Nationalrat, a.a.O., AB 2010 N 

2122: "Toutes celles qui peuvent être clairement établies au moyen d'examens 

cliniques, c'est-à-dire psychiatriques, en seront pas concernées, soit - je cite à 

nouveau pour que ce soit vraiment clair - la dépression, …" sowie Votum Kleiner 

Marianne, Amtliches Bulletin Nationalrat, a.a.O, AB 2010 N 2118 f.: "Es handelt sich 

nicht um Beschwerdebilder, bei denen gestützt auf klinische oder auch psychiatrische 

Untersuchungen eine klare Diagnose gestellt werden kann … z.B. Depressionen, …"). 

Was Auslöser der depressiven Erkrankung war - sei es nun eine Hirnschädigung, ein 

psychosozialer Umstand, ein Unfall oder Schmerzen -, ist deshalb für die Bestimmung 

der dadurch verursachten Arbeitsfähigkeitsbeeinträchtigung 

invalidenversicherungsrechtlich irrelevant. Gleiches gilt bei Vorliegen weiterer 

(Schmerz-) Krankheiten. Mit anderen Worten sind Kausalitätsüberlegungen in der 

Invalidenversicherung (weiterhin) fehl am Platz. Vor diesem Hintergrund fehlt dem 

Bestreben, selbständig diagnostizierte Leiden von Schmerzsyndromen konsumieren zu 

lassen, die gesetzliche Grundlage.

4.3.3 Im konkreten Fall kann jedoch nicht von einem anhand klinischer Untersuchungen 

neuen, vom syndromalen Leiden unabhängigen depressiven Leiden ausgegangen 

werden. RAD-Arzt Dr. E.___ bestätigt zwar in seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 

2012 (IV-act. 67), dass Dr. D.___ in seinen Berichten vom 10. Dezember 2011 (IV-act. 

51) und 26. August 2012 (IV-act. 54) eine "Depression" erwähne. Er weist allerdings 

zutreffenderweise darauf hin, dass Dr. D.___ in seinem Bericht vom 26. August 2012 

ausdrücklich bestätigt habe, dass sich der Gesundheitszustand gegenüber der 

Situation zur Rentenfestsetzung nicht geändert habe. Gleiches habe er auch bereits im 

vorangegangenen Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2011 bestätigt. Dr. E.___ zieht 

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daraus die richtige Schlussfolgerung, dass eine Veränderung des relevanten 

Gesundheitszustands bzw. Gesundheitsschadens nicht plausibel nachvollziehbar sei, 

insbesondere keine Verschlechterung aufgrund einer möglicherweise neu 

hinzugekommenen psychischen Störung. Gestützt wird die Schlussfolgerung durch 

seine Feststellung, dem Störungsbild der Fibromyalgie seien affektive 

Beeinträchtigungen wie Niedergeschlagenheit und Leiden in Form von traurigen 

Verstimmungen bei chronischen Schmerzen krankheitsimmanent (vgl. dazu http://

www.rheumaliga.ch/Symptome, abgerufen am 1. Dezember 2014). So wird laut 

medizinischer Literatur bei Fibromyalgie therapeutisch Antidepressiva eingesetzt und 

stellt die Depression eine Differentialdiagnose der Fibromyalgie dar (vgl. Pschyrembel, 

a.a.O., S. 673). Dr. B.___ berichtete bereits im Arztbericht vom 29. August 2002 (IV-act. 

5) bzw. zum Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprechung über eine depressive 

Verstimmung der Beschwerdeführerin und laut Bericht von Dr. C.___ vom 24. März 

2003 (IV-act. 13) wurde sie medikamentös mit Antidepressiva therapiert. Eine 

Depression wurde damals nicht diagnostiziert. Die Annahme eines psychischen 

Gesundheitsschadens, so auch einer Depression, setzt eine fachärztlich (psychiatrisch) 

gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich anerkannten Klassifikationssystem 

voraus. Dr. D.___ vermerkte in seinem Verlaufsbericht vom 10. Dezember 2011 (IV-act. 

51) eine Depression lediglich unter der Rubrik "Verlauf, veränderte Befunde" im 

Anschluss an die Fibromyalgie und die Schmerzsyndrome und erklärte, die 

Beschwerdeführerin leide weiterhin unter den vorgenannten Befunden. Eine Änderung 

der Diagnose verneinte er und vermerkte keinen Einfluss der Depression auf die 

Arbeitsfähigkeit. Erst im nachfolgenden Bericht vom 26. August 2012 führte er eine 

Depression als psychiatrische Diagnose an, diese jedoch ohne Angabe eines ICD-

Codes für Psychische und Verhaltensstörungen. Laut Berichten von Dr. C.___ und Dr. 

D.___ wurde die Beschwerdeführerin im Zeitraum zwischen der ursprünglichen 

Rentenzusprache und der Rentenrevision fortdauernd medikamentös mit 

Antidepressiva behandelt, ohne dass - wie von Dr. E.___ zutreffend angeführt - aus den 

für die ursprüngliche Rentenzusprache und insbesondere die Rentenrevision 

massgebenden Arztberichten eine konkrete Beschreibung der psychischen 

Beschwerden bzw. ihres Schweregrades hervorginge, erhobene objektive Befunde 

angeführt wären oder eine psychiatrische Behandlung angeordnet worden wäre. 

Angesichts des Gesagten ist mithin davon auszugehen, dass auch Dr. D.___ im 

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Revisionszeitpunkt nicht von einer eigenständigen psychischen Problematik, sondern 

von depressiven Symptomen als Reaktion auf die Fibromyalgie ausging. Eine 

psychiatrische Behandlung fand auf Zuweisung von Dr. D.___ erst ab 30. April 2013 bei 

Dr. med. F.___, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, statt (act. G 11.1). Das 

Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den 

bis zum Zeitpunkt der streitigen Verfügung (hier: 4. Januar 2013) eingetretenen 

Sachverhalt ab (BGE 129 V 356 E. 1 mit Hinweisen). Selbst wenn bei der 

Beschwerdeführerin zu einem späteren Zeitpunkt von einem selbständigen depressiven 

Leiden ausgegangen werden müsste, könnte ein solches zumindest nicht aus dem 

Bericht von Dr. F.___ vom 12. Juni 2013 für den Revisionszeitpunkt abgeleitet werden. 

Der Vollständigkeit halber ist jedoch festzuhalten, dass seine Feststellung, die 

Beschwerdeführerin leide seit ca. 6 Jahren an einer mittlerweile chronifizierten 

Depression, nur im Rahmen der Anamnese ("Krankengeschichte") erfolgte. Eine 

genaue psychiatrische Diagnose sowie eine zeitliche Angabe, wann allenfalls sich aus 

dem Begleitsymptom der Fibromyalgie ein eigenständiges psychisches Leiden 

entwickelt haben könnte, enthält der Bericht nicht. Bei den von Dr. F.___ in der 

Anamnese angeführten zahlreichen Symptomen (Herabgestimmtsein mit 

Freudlosigkeit, innere Unruhe und Nervosität, …..) handelt es sich sodann 

offensichtlich um subjektive Angaben der Beschwerdeführerin. Von einem klinisch 

festgestellten, objektivierten psychischen Störungsbild kann diesbezüglich nicht 

gesprochen werden. Insgesamt ist folglich mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die depressiven Beschwerden der 

Beschwerdeführerin nicht als eigenständige Beschwerden im Sinne einer 

eigenständigen Krankheit, sondern als Symptom der Fibromyalgie bzw. der 

Schmerzsyndrome zu betrachten sind.

4.4 Aus dem vorstehend Gesagten ergibt sich, dass auch der Arbeitsunfähigkeit im 

Zeitpunkt der Rentenrevision ausschliesslich ein unklares Beschwerdebild zu Grunde 

lag.

5. 

Schliesslich ist zu prüfen, ob bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom 4. Januar 

2013 dennoch eine rentenbegründende Invalidität bestanden hat. Nach der 

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Rechtsprechung vermögen eine diagnostizierte anhaltende somatoforme 

Schmerzstörung ebenso wie grundsätzlich sämtliche pathogenetisch-ätiologisch 

unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage als 

solche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung 

der Arbeitsfähigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG zu bewirken. Ein Abweichen von 

diesem Grundsatz fällt nur in jenen Fällen in Betracht, in denen die festgestellte 

somatoforme Schmerzstörung bzw. das unklare syndromale Beschwerdebild nach 

Einschätzung des Arztes eine derartige Schwere aufweist, dass der versicherten 

Person die Verwertung ihrer verbliebenden Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt bei 

objektiver Betrachtung - und unter Ausschluss von Einschränkungen der 

Leistungsfähigkeit, die auf aggravatorische Verhalten zurückzuführen sind - sozial-

praktisch nicht mehr zumutbar oder dies für die Gesellschaft gar untragbar ist. Die - nur 

in Ausnahmefällen anzunehmende - Unzumutbarkeit einer willentlichen 

Schmerzüberwindung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess setzt jedenfalls 

das Vorliegen einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidität von 

erheblicher Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer oder aber das Vorhandensein 

anderer qualifizierter, mit gewisser Intensität und Konstanz erfüllter Kriterien (sog. 

"Foerster-Kriterien") voraus. Diese Kriterien lassen mit anderen Worten den 

Gegenbeweis der Arbeitsunfähigkeit bei diagnostizierten unklaren Beschwerden zu 

(BGE 139 V 547 E. 9.1, 131 V 50 f. E. 1.2, 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 

vom 2. Dezember 2013, 8C_311/2013, E. 5).

5.1 Unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und 

gegebenenfalls inwieweit einer versicherten Person unter Aufbringung allen guten 

Willens trotz ihrer Schmerzen die Verwertung ihrer verbleibenden Arbeitskraft zumutbar 

ist oder nicht, bilden die fachärztlichen Stellungnahmen zum psychischen 

Gesundheitszustand und zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen 

Leistungspotenzial (BGE 130 V 355 E. 2.2.5). Bei ihrer Einschätzung der psychischen 

Ressourcen des Exploranden, mit den Schmerzen umzugehen, haben die 

begutachtenden Ärzte notwendigerweise auch die in Erwägung 5 genannten Kriterien 

zu beachten (BGE 135 V 213 E. 7.1.3, 130 V 355 E. 2.2.4) und sich daran zu orientieren. 

Insbesondere haben sie sich dazu zu äussern, ob eine psychische Komorbidität 

gegeben ist oder weitere Umstände vorliegen, welche die Schmerzbewältigung 

behindern (SVR 2008 IV Nr. 23 S. 71, I 683/06 E. 2.2). Nicht erforderlich ist, dass sich 

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eine psychiatrische Expertise in jedem Fall über jedes einzelne der genannten Kriterien 

ausspricht; massgeblich ist eine Gesamtwürdigung der Situation (SVR 2005 IV Nr. 6 S. 

21, I 457/02 E. 7.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 130 V 396). Gestützt darauf haben 

die rechtsanwendenden Behörden zu prüfen, ob eine festgestellte psychische 

Komorbidität hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten 

weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vorliegen, um gesamthaft den 

Schluss auf eine im Hinblick auf eine erwerbliche Tätigkeit nicht mit zumutbarer 

Willensanstrengung überwindbare Schmerzstörung zu erlauben (Urteil des 

Bundesgerichts vom 21. September 2010, 9C_482/2010, E. 4.3). Die Prüfung schliesst 

die Frage ein, inwiefern die ärztliche Einschätzung der psychisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und 

soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt (Urteile des Bundesgerichts vom 

7. Mai 2010, 9C_651/2009, E. 5.1, und vom 6. Juni 2011, 9C_1040/2010, E. 3.4.1; vgl. 

auch Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2014, 9C_620/2013, E. 3.2).

5.2 Angesichts der Ausführungen in Erwägung 4.3.3 ist im konkreten Fall das Vorliegen 

einer mitwirkenden, psychisch ausgewiesenen Komorbidität von erheblicher Schwere 

im Zeitpunkt der Rentenrevision mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit auszuschliessen. Zu prüfen bleibt damit die Frage, ob im Falle der 

Beschwerdeführerin insofern von einer Unüberwindbarkeit der Fibromyalgie bzw. der 

Schmerzsyndrome auszugehen ist, als die Foersterkriterien erfüllt sind. Vorliegend fehlt 

es an einer umfassenden medizinischen Abklärung der Frage des Erfülltseins der 

Foersterkriterien, was jedoch zur Beurteilung des Rentenanspruchs bei unklaren 

Beschwerdebildern unabdingbar ist (vgl. Erwägung 5.1 hievor). Die Foersterkriterien 

dürfen nicht rein aktenmässig oder gar als reine Rechtsfrage abgehandelt werden, 

sondern bedürfen einer medizinisch fundierten Grundlage aufgrund einer aktuellen 

Befunderhebung. Am 29. August 2012 wurde zwar RAD-Arzt Dr. E.___ von der 

Beschwerdegegnerin ersucht, die Kriterien zur Willensanstrengung gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung aus medizinischer Sicht zu diskutieren. Seine 

Antwort beschränkte sich jedoch lediglich auf die Verneinung einer psychischen 

Beeinträchtigung im Sinne einer Komorbidität wie eine depressive Störung oder eine 

anhaltende somatoforme Schmerzstörung (IV-act. 57). Auch die Beschwerdegegnerin 

selbst hat sich mit der Fragestellung der Zumutbarkeit der Überwindung der 

vorhandenen Beschwerden und der Verwertung der Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der 

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strittigen Verfügung vom 4. Januar 2013 in keiner Weise auseinandergesetzt. Gestützt 

auf eine ausreichende medizinische Aktenlage hätte sie jedoch prüfen müssen, ob die 

ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte 

(insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mit 

berücksichtigt, welche vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus 

unbeachtlich sind, und ob die von den Ärzten anerkannte Arbeitsunfähigkeit im Lichte 

der für eine Unüberwindlichkeit der Schmerzsymptomatik massgebenden rechtlichen 

Kriterien standhält (vgl. BGE 127 V 299.

5.3 Nach dem Gesagten ist die Sache zur Vornahme einer psychiatrischen Abklärung 

bei einer mit der Sache bisher nicht befassten, unabhängigen Fachperson, welche sich 

mit der Fragestellung der zumutbaren Willensanstrengung auseinandersetzt, an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6. 

Der Vollständigkeit halber bzw. trotz fehlenden entsprechenden Beschwerdeantrags ist 

darauf hinzuweisen, dass eine Unterlassung der Prüfung beruflicher 

Eingliederungsmassnahmen für die Beschwerdeführerin durch die 

Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden ist. Wer auf Leistungen der Versicherung - 

darunter fallen auch Massnahmen beruflicher Art gemäss Art. 15 ff. IVG - Anspruch 

erhebt, hat sich gemäss Art. 65 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung 

(IVV; SR 831.201) mit einem amtlichen Formular anzumelden (vgl. dazu auch Art. 29 

Abs. 2 ATSG). Das Anmeldeformular wurde der Beschwerdeführerin von der 

Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 30. Oktober 2012 zugestellt (IV-act. 62). Wird 

- wie offensichtlich im vorliegenden Fall - kein Begehren auf Leistungen gestellt, 

besteht für die Beschwerdegegnerin automatisch auch keine entsprechende 

Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 ATSG.

7.   

7.1 In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 4. 

Januar 2013 (IV-act. 68) aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung im Sinn der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

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7.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt praxisgemäss als volles 

Obsiegen (BGE 132 V 215 E. 6.2). Somit unterliegt die Beschwerdegegnerin 

vollumfänglich. Sie hat deshalb die gesamte Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu 

bezahlen. Der durch die Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in gleicher 

Höhe wird ihr zurückerstattet.

7.3 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu 

beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 4. 

Januar 2013 aufgehoben und die Sache wird zur weiteren Abklärung im Sinn der 

Erwägungen an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der in gleicher 

Höhe geleistete Vorschuss wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.01.2015
	Lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG: Bejahung eines ausschliesslich pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes sowohl im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenzusprechung als auch der Rentenrevision. Rückweisung zu weiteren Abklärungen, ob insofern von einer Überwindbarkeit des pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebildes (Fibromyalgie bzw. Schmerzsyndrome) auszugehen ist, als die Försterkriterien erfüllt sind (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Januar 2015, IV 2013/50).

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