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**Case Identifier:** 2dad6d74-ba7e-5007-8289-5b8cbfb4558f
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-11-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.11.2014 200 2014 792
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2014-792_2014-11-06.pdf

## Full Text

200 14 792 IV
MAW/BRM/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. November 2014

Verwaltungsrichter Matti, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Schütz, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Juli 2014

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2014, IV/14/792, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1980 geborene A.________ erlitt am 28. November 2011 bei der Ver-
richtung seiner Tätigkeit als … bei C.________ anlässlich eines Raubüber-
falls Schussverletzungen, die im Rahmen einer Notoperation im Spital 
D.________ versorgt wurden (Akten der IV-Stelle Bern [IVB; act. II] 11.2 S. 
30 f.). Die E.________, bei der A.________ über seinen Arbeitgeber obli-
gatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten versichert war, und der das Ereignis mittels Schaden-
meldung UVG am 30. November 2011 (act. II 11.3) gemeldet worden war, 
erbrachte die gesetzlichen Leistungen.

Mit Antrag vom 9. November 2012 meldete sich der Versicherte für Berufli-
che Integration/Rente bei der IVB an. Zur gesundheitlichen Beeinträchti-
gung gab er „Schussverletzung in der Hüfte, Psychische Probleme“ an (act. 
II 2).

Die IVB holte einen Auszug aus dem individuellen Konto (act. II 8), die Ak-
ten der E.________ (act. II 11.1 – 11.3), einen Fragebogen für Arbeitge-
bende (act. II 13) sowie medizinische Berichte (act. II 21, 22) ein und ord-
nete eine berufliche Abklärung in der F.________ in der Zeit vom 2. April 
bis 30. Juni 2013 an (act. II 23, 42). 

Auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. 
G.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (act. II 29), liess die IVB 
den Versicherten bidisziplinär (psychiatrisch/orthopädisch) begutachten 
und holte weitere medizinische Berichte ein (act. II 33, 43). Das Gutachten 
samt polydisziplinärer Konsensbeurteilung erstatteten die Dres. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und I.________, 
FMH Orthopädie, am 9. November bzw. 5. Dezember 2013 (act. II 47.1, 
48.1).

Gestützt auf diese Abklärungen stellte die IVB dem Versicherten mit Vor-
bescheid vom 12. März 2014 die Abweisung des Leistungsbegehrens 

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mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung in Aus-
sicht (act. II 52). 

B.

Nachdem der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________, 
am 10. bzw. 28. April 2014 hiergegen Einwand erhoben (act. II 56, 62) und 
der Unfallversicherer angekündigt hatte, dass die Taggeldleistungen ab 1. 
Mai 2014 auf 25% reduziert sowie per Ende September 2014 eingestellt 
würden (act. II 61), und aktuelle Arztberichte eingegangen waren (act. II 55, 
65, 66 S. 2 und 6), zu denen der RAD Stellung nahm (act. II 69, 70), ver-
fügte die IVB am 7. Juli 2014 entsprechend dem Vorbescheid; zum erho-
benen Einwand nahm sie in der Verfügung Stellung (act. II 77).

C.

Hiergegen lässt der Versicherte, weiterhin vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 
B.________, Beschwerde erheben mit dem Antrag, die Verfügung vom 
7. Juli 2014 sei aufzuheben und die Angelegenheit sei an die Beschwerde-
gegnerin zwecks Festsetzung und Ausrichtung einer ganzen IV-Rente 
zurückzuweisen. Gerügt wird im Wesentlichen, dass die IVB in psychiatri-
scher Hinsicht einzig auf das Gutachten abgestellt habe; dies sei zwar nicht 
unüblich, hingegen könne sich der Gutachter anlässlich einer Exploration 
kein so umfassendes Bild bezüglich der psychischen Entwicklung sowie 
der verbleibenden Einschränkungen machen, wie es den behandelnden 
Ärzten, welchen den Patienten kontinuierlich und interdisziplinär begleite-
ten, möglich sei. Deren Beurteilung sei deshalb grösseres Gewicht beizu-
messen als dem Gutachten. Überdies sei das Gutachten nicht schlüssig, 
wenn darin davon ausgegangen werde, die posttraumatische Belastungs-
störung habe sich zurückgebildet und es bestehe einzig noch eine über-
windbare Schmerzstörung. Letztere sei Teil des Belastungsbildes und kön-
ne nicht isoliert betrachtet werden, zumal weitere Kriterien wie die körperli-
che Begleitkrankheit, der soziale Rückzug sowie die unbefriedigenden Be-

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handlungsergebnisse gegen eine Überwindbarkeit der Einschränkungen 
sprächen.

Mit Beschwerdeantwort vom 23. September 2014 beantragt die IVB unter 
Verzicht auf eine ausführliche Stellungnahme die Abweisung der Be-
schwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Juli 2014 betreffend 
Leistungen der Invalidenversicherung (act. II 77). Streitig ist der Anspruch 
auf eine Invalidenrente.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden, ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG).

Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit inva-
lidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der 
Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten 
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könn-
te; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 2007 IV Nr. 
47 S. 154 E. 2.4).

Entscheidend ist, ob und inwiefern es der versicherten Person trotz ihres 
Leidens sozialpraktisch zumutbar ist, die Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr 
nach ihren Fähigkeiten offen stehenden, ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu 
verwerten, und ob dies für die Gesellschaft tragbar ist. Dies ist nach einem 
weitgehend objektivierten Massstab zu prüfen (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 
281).

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2.3 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 
282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes auch 
eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als solche 
noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die somato-
forme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensan-
strengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbe-
wältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in 
den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person als-
dann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Res-
sourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im 
Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Fest-
stellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprä-
gung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere Faktoren, so: 
chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähriger, chronifizier-
ter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik 
ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen 
des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer in-
nerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlas-
tenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die 
Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten 
oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem 
Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser 
Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde 
darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für 
eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 V 64 E. 4.1 S. 
67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.3 S. 
354). Diese für alle Versicherten in gleicher Weise geltende Gerichtspraxis 
ist weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend (SVR 2008 IV Nr. 62 
S. 204 E. 4.2) noch basiert sie – mit Blick auf die rechtliche Natur des Krite-
rienkataloges – auf medizinwissenschaftlich unhaltbaren Annahmen (SVR 
2012 IV Nr. 32 S. 128 E. 2.3 - 2.5).

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Aus Gründen der Rechtsgleichheit ist es geboten, sämtliche pathogene-
tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweis-
bare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtlichen 
Anforderungen zu unterstellen (BGE 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 E. 
4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283). Die zu den somatoformen Schmerz-
störungen entwickelten Grundsätze sind deshalb analog anwendbar auf 
PTBS (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 4. Dezember 2012, 
8C_483/2012, E. 4.2).

2.4 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.5 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung 
gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.6 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass das 
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, unab-
hängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, ob 

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die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.1.1 Der den Versicherten seit Mai 2012 behandelnde Dr. med. 
J.________, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, diagnostizierte in sei-
nem Bericht vom 7. August 2012 eine posttraumatische Belastungsstörung 
(ICD-10: F43.1). Durch die medikamentöse und psychotherapeutische Be-
handlung habe sich der Patient soweit stabilisieren können, dass die Phase 
der Trauma-Konfrontation begonnen werden könne; erst danach – spätes-
tens ab Anfang 2013 - könne die Integration und berufliche Rehabilitation 
begonnen werden (act. II 11.2 S. 16 – 18). 

3.1.2 K.________, praktischer Arzt FMH, hielt in seinem Bericht vom 
13. März 2013 zuhanden der IVB als Diagnosen mit Auswirkung auf die 
Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach Schussverletzungen, eine Steck-

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schussverletzung Hüfte rechts, einen Verdacht auf Metallose sowie eine 
posttraumatische Belastungsreaktion fest. Ohne Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit diagnostizierte er einen chronischen Reizhusten bei Zustand 
nach Lungendurchschuss. Die körperliche Belastbarkeit sei wegen der 
ausgeprägten Schmerzhaftigkeit der rechten Hüfte sowie der Arme, der 
Beine und des Rückens vermindert und die psychische Belastbarkeit sei 
stark eingeschränkt. Durch medizinische Massnahmen (Lymphozyten-
Transformationstest zur Abklärung einer allfälligen Metallose, ggf. Operati-
on der rechten Hüfte, und Beizug eines ärztlichen oder psychologischen 
Kollegen, der Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von posttraumati-
schen Belastungsstörungen hat) könnten die Einschränkungen vermindert 
werden (act. II 22). 

3.1.3 Dr. med. J.________ gab am 22. Juli 2013 als Diagnose mit Aus-
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen irritierenden Schmerz in der Hüfte, 
wo die Kugel stecken geblieben sei, als der Patient bei einem Raubüberfall 
angeschossen worden sei, an. Die bestehende akute Belastungsreaktion 
nach Raubüberfall am Arbeitsplatz (ICD-10: F43.0) wirke sich nicht auf die 
Arbeitsfähigkeit aus; die posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: 
F43.1) sei aktuell vollständig remittiert. Die gegenwärtige medikamentöse 
und psychotherapeutische Behandlung diene der Aufrechterhaltung der 
Remission, der Rezidiv-Prophylaxe sowie der Begleitung während dem 
beruflichen Wiedereingliederungsprozess. Rein psychiatrische Gründe zur 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seien nicht mehr gegeben. Weitere me-
dizinische Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sollten vor 
allem analgetischer und orthopädischer Natur sein. Aus psychiatrischer 
Sicht sei die Prognose gut; eine optimale Schmerzbehandlung könnte die 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vollständig aufheben (act. II 43).

3.1.4 Der psychiatrische Gutachter Dr. med. H.________ diagnostizierte 
(mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit) eine posttraumatische Belas-
tungsstörung (ICD-10: F43.1), bestehend von etwa 11/2011 bis 06/2013, 
sowie eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung von 
anderen Gefühlen (ICD-10: F43.23), bestehend seit etwa 06/2012. Ohne 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge 

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mit narzisstischen und histrionischen Zügen (ICD-10: Z73.1). Nach dem 
Überfall mit mehreren Schussverletzungen habe sich eine posttraumati-
sche Belastungsstörung entwickelt. Durch die psycholo-
gisch/psychotherapeutische Behandlung habe – wie auch vom behandeln-
den Psychiater bestätigt – deren weitgehende Remission erreicht werden 
können. Infolge der anhaltenden Beschwerdesymptomatik und der damit 
einhergehenden Beeinträchtigung liessen sich seit 06/2012 Anpassungs-
störungen mit vorwiegender Beeinträchtigung von anderen Gefühlen erhe-
ben; dabei handle es sich um eine leichte psychische Störung, gekenn-
zeichnet durch überwiegend leichte depressive Verstimmungen mit Angst, 
Sorgen, Anspannung, Ärger und Wut, wechselnd mit Stimmungsaufhellun-
gen. Zudem könne aus psychiatrischer Sicht aufgrund der anhaltenden 
Schmerzsymptomatik mit Schmerzausweitung eine anhaltende somatofor-
me Schmerzstörung angenommen werden, bei der die Schmerzen durch 
eine organische Störung nicht ausreichend erklärt werden könnten. Eine 
psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer 
stelle die Anpassungsstörung nicht dar und es liessen sich auch keine wei-
teren massgebenden Kriterien erheben, die die Schmerzüberwindung un-
zumutbar machten. Der Patient verfüge auch über die notwendigen Res-
sourcen für den Umgang mit den Schmerzen. Aus rein psychiatrischer 
Sicht könne ohne Berücksichtigung der körperlich begründbaren Be-
schwerden in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ein 75%ige Arbeitsfähigkeit 
bei vollem Stundenpensum (Arbeitsunfähigkeit 25%) seit etwa 07/2013 
angenommen werden. Für den Zeitraum 28.11.2011 bis 06/2013 könne 
aufgrund der posttraumatischen Belastungsstörung und der Anpassungs-
störung eine 40%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum (Arbeits-
unfähigkeit 60%) angenommen werden. In einer angepassten Tätigkeit 
(Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck 
[Stressbelastung], ohne Tätigkeit an traumaassoziierten Orten [z.B. 
C.________] und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung) bestehe aus 
psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stunden-
pensum seit etwa 07/2013. Für den Zeitraum 28.11.2011 bis 06/2013 kön-
ne eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stundenpensum angenommen 
werden (act. II 47.1). 

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3.1.5 In somatischer Hinsicht konnte der orthopädische Gutachter, Dr. 
med. I.________, keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
stellen. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte er eine 
Lumbopseudoischialgie rechts, ein grenzwertiges Mischimpingement der 
rechten Hüfte mit umschriebener superiorer Labrumruptur und diskreter 
Chondropathie des anterioren Pfannenknorpels bei Status nach Schussver-
letzung mit Projektil im Acetabulum zentral rechts 11/2011 sowie eine Adi-
positas. Die geklagten lumbalen Schmerzen kontrastierten massiv mit dem 
unauffälligen MRI der LWS. Aufgrund der Spezialuntersuchungen könne 
davon ausgegangen werden, dass das Projektil das Hüftgelenk nicht beein-
trächtige und auch von dieser Seite die Schmerzen nicht erklärt werden 
könnten. Eine aus den Beschwerden resultierende Funktionseinschränkung 
könne nicht objektiviert werden. Der Patient sei aus somatischer Sicht in 
der angestammten wie in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig (act. 
II 48.1 S. 7 – 10).

In der Konsensbeurteilung wurden die Einschätzungen der Gutachter 
bestätigt (act. II 48.1 S. 33 ff.).

3.1.6 Das Spital L.________ hielt im Bericht vom 10. März 2014 als 
Schmerzdiagnosen eine chronische Schmerzerkrankung mit Schmerzen in 
der rechten Leiste mit Ausbreitung in das rechte Bein und nach rechts lum-
bal auch und zusätzlich rechts thorakal, nur laterale Seite (mit/bei Zustand 
nach konservativer Therapie bei multiplen Schusseinstichstellen mit einem 
Eintritt an der Spina iliaca anterior rechts, Verbleib eines Projektils entlang 
der quadrolateralen Fläche in der Fossa acetabuli, Labrumläsion superior 
mit einem grenzwertigen Misch-Impingement) sowie muskuloskeletale 
Schmerzen cervical beidseits (DD Lumboischialgien) fest. Es sei zu einer 
Ausbreitung der Schmerzsymptomatik gekommen, eine medikamentöse 
Behandlung zeige sich als sehr schwierig. Bei der jetzigen Schmerzaus-
breitung, die durch das ursprüngliche Trauma nicht mehr erklärbar sei, 
könne ein infiltratives Vorgehen nicht unterstützt werden. Die Situation soll-
te orthopädisch neu beurteilt werden (act. II 55).

3.1.7 Im Rahmen einer psychosomatischen Beurteilung diagnostizierte 
das Spital L.________ eine chronische, therapieresistente, komplexe 
Schmerzstörung rechts-inguinal, beginnende Halbseitensymptomatik rechts 

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mit somatischen und psychischen Anteilen sowie einen Verdacht auf post-
traumatische Belastungsstörung; die psychische Komorbidität hinsichtlich 
der Diagnose ergebe sich aus der psychosozialen Belastungssituation bei 
anhaltenden Arbeitslosigkeit, Zukunftsängsten sowie rezidivierenden leicht- 
bis mittelgradig depressiven Episoden mit latenter Suizidalität. Der Patient 
leide an einem chronischen, therapieresistenten Schmerzsyndrom; insge-
samt zeige sich das klinische Bild einer rechts-seitigen, schmerzassoziier-
ten funktionellen Halbseitensymptomatik (ohne fassbares neurostrukturel-
les Korrelat), was am ehesten für eine zentral-nervöse Schmerzsensibilisie-
rung oder Schmerzamplifizierung spreche. Mit der – zwar seit 2 Jahren 
therapierten – zunehmenden psychischen Belastung bzw. posttraumati-
schen Belastungsstörung sei der Patient bei Entwicklung einer leicht- bis 
mittelgradigen depressiven Episode mit Zukunftsängsten, Hoffnungslosig-
keit, Perspektivlosigkeit b.u.m. zur Verzweiflung an seine persönliche Be-
lastungsgrenze gestossen (act. II 66). 

3.2 Aus den oben zusammengefassten Berichten geht einerseits her-
vor, dass die geklagten Beschwerden in somatischer Hinsicht nicht objekti-
vierbar sind. Bereits das Spital D.________ hat am 10. Juni 2012 festge-
halten, dass es keine Erklärung für die angegebenen starken Beschwerden 
gebe. Dies bestätigte auch der Gutachter Dr. med. I.________, indem er 
ausführte, dass das in der Hüfte verbliebene Projektil keine Beeinträchti-
gung hervorrufe und die bestehenden Beschwerden dadurch nicht erklärt 
werden könnten; überdies kontrastierten die lumbalen Beschwerden mas-
siv mit dem unauffälligen MRI der LWS.

Andererseits ist den Unterlagen zu entnehmen, dass – wovon offensichtlich 
auch der Beschwerdeführer ausgeht  – die psychischen Symptome im Vor-
dergrund stehen. Der RAD erachtete zunächst die Diagnose einer post-
traumatischen Belastungsstörung grundsätzlich für nachvollziehbar, hielt 
indessen zur Klärung des medizinischen Sachverhalts eine bidisziplinäre 
Begutachtung für angezeigt (act. II 29). Den anschliessend eingegangenen 
medizinischen Unterlagen ist dann zu entnehmen, dass der behandelnde 
Psychiater, Dr. med. J.________, anfänglich eine posttraumatische Belas-
tungsstörung diagnostiziert und eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
hatte (act. II 11.2 S. 16; vgl. E. 3.1.1 hiervor). Nach entsprechender medi-

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kamentöser und therapeutischer Behandlung hielt er dann in seinem Be-
richt vom 22. Juli 2013 (act. II 43) fest, dass einzig noch der intermittieren-
de Schmerz in der Hüfte, wo die Kugel stecken geblieben sei, Auswirkun-
gen auf die Arbeitsfähigkeit habe. Dagegen gab er an, die posttraumatische 
Belastungsstörung sei aktuell (d.h. anlässlich der letzten Kontrolle am 18. 
Juni 2013) vollständig remittiert und wirke sich, wie auch die akute Belas-
tungsreaktion nach dem Raubüberfall, nicht mehr auf die Arbeitsfähigkeit 
aus. Der psychiatrische Gutachter gelangt zu den gleichen Schlüssen. Er 
legt unter Würdigung der übrigen Arztberichte einleuchtend dar, dass und 
warum einerseits vorübergehend eine posttraumatische Belastungsstörung 
bestanden hat, diese zwischenzeitlich aber vollständig remittiert ist, und 
andererseits seit Juni 2012 eine Anpassungsstörung mit vorwiegender Be-
einträchtigung von anderen Gefühlen besteht, welche allerdings im Rah-
men der, die Arbeitsfähigkeit nicht einschränkenden, anhaltenden – psy-
chogen von Verdeutlichungstendenzen überlagerten – somatoformen 
Schmerzstörung keine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, 
Ausprägung und Dauer darstelle; der Versicherte verfüge zudem ausrei-
chend über die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmer-
zen, sodass diese mit einer zumutbaren Willensanstrengung aus medizini-
scher Sicht als überwindbar erscheinen. Ebenso überzeugt, wenn der 
psychiatrische Gutachter bzw. beide Gutachter in der Konsensbeurteilung 
aufgrund der geschilderten medizinischen Situation eine angepasste Tätig-
keit (ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne 
Tätigkeit an traumaassoziierten Orten und ohne überdurchschnittliche 
Dauerbelastung) als zu 100% zumutbar beurteilen. 

Das Gericht hat keinen Anlass, an der Schlüssigkeit des den rechtspre-
chungsgemäss geltenden Anforderungen entsprechenden bidisziplinären 
Gutachtens zu zweifeln. 

Soweit in der Beschwerde unter Berufung auf die Berichte der Ärzte des 
des Spitals M.________ (act. II 55 und 66; vgl. E. 3.1.5 und 3.1.6) geltend 
gemacht wird, die posttraumatische Belastungsstörung bestehe nach wie 
vor und namentlich stelle auch die Schmerzstörung einen Teil dieses Be-
lastungsbildes dar, kann dem nicht gefolgt werden. Das Spital L.________ 
äusserte sich in ihren Bericht vom 10. März 2014 (act. II 55) lediglich hin-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2014, IV/14/792, Seite 14

sichtlich der Ausweitung der Schmerzsymptomatik und bemerkte, dass 
diese durch das ursprüngliche Trauma nicht mehr erklärbar sei, erwähnte 
dagegen psychosoziale Faktoren (z.B. finanzielle Sorgen und Exis-
tenzängste); auf eine posttraumatische Belastungsstörung wurde indessen 
nicht Bezug genommen. Das Spital N.________ hielt im Bericht vom 2. Mai 
2014 im Übrigen als Diagnose nebst der chronischen, therapieresistenten 
Schmerzstörung (einzig) einen Verdacht auf eine posttraumatische Belas-
tungsstörung fest. Wie sie selber einräumte war sie bei Erstellung des Be-
richts nicht im Besitz der Unterlagen der bisherigen psychiatrischen Beur-
teilungen (act. II 66 S. 4) und hatte damit offenbar keine Kenntnis von der – 
letztlich übereinstimmenden und schlüssigen – fachärztlichen psychiatri-
schen Beurteilung einerseits des behandelnden Psychiaters und anderer-
seits des Gutachters.  

Die somatoforme Schmerzstörung hat gemäss der nachvollziehbaren Be-
gründung des psychiatrischen Gutachters keine Auswirkung auf die Ar-
beitsfähigkeit, sodass sich eine Prüfung der massgeblichen zusätzlichen 
Kriterien (sog. Foerster-Kriterien) von vornherein erübrigt. Festzuhalten ist 
immerhin, dass eine körperliche Begleitkrankheit – entgegen der in der 
Beschwerde (S. 7 Art. 10) vertretenen Auffassung – schon deshalb nicht 
anzunehmen ist, weil für die in somatischer Hinsicht geklagten Beschwer-
den kein medizinisches Korrelat objektiviert werden konnte. 

3.3 Nicht zu überzeugen vermag indessen, dass die Zumutbarkeit einer 
vollständigen Arbeitsleistung aus gutachterlicher Sicht erst ab Juli 2013 
anzunehmen sei und bis dahin eine 40%ige Einschränkung bestanden ha-
ben soll. Offensichtlich haben sich die Gutachter dabei auf das Datum des 
Berichts des behandelnden Psychiaters, Dr. med. J.________ (act. II 43), 
gestützt, ohne zu beachten, dass dieser seinen Bericht zwar am 22. Juli 
2013 verfasst, darin aber die spätestens anlässlich der letzten Konsultation 
am 18. Juni 2013 getroffenen Feststellungen wiedergegeben hat. Hinzu 
kommt, dass im Lichte des Berichts von Dr. med. J.________ nicht davon 
auszugehen ist, dass es sich bei der darin festgestellten um eine eben erst 
eingetretene Entwicklung handelt. Die posttraumatische Belastungsstörung 
wurde im Zeitpunkt der Konsultation vom 18. Juni 2013 als vollständig re-
mittiert beschrieben; die Remission eines bestehenden Leidens ergibt sich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2014, IV/14/792, Seite 15

aus einem therapeutisch begleiteten Prozess, sodass sich kein exakter 
Zeitpunkt für die Beendigung dieses Prozesse festlegen lässt. Berücksich-
tigt man in diesem Zusammenhang allerdings, dass im Abschlussbericht 
betreffend die vom 2. April bis 30. Mai 2013 absolvierte Abklärung in der 
F.________ keine auf die posttraumatische Belastungsstörung zurückzu-
führende psychische Beeinträchtigung erwähnt bzw. entsprechende Sym-
ptome festzustellen waren, sondern die Unmöglichkeit, das anfängliche 
Pensum von 50% wie vorgesehen zu steigern, einzig mit den Hüftschmer-
zen begründet wurde (act. II 42), ergibt sich, dass die vollständige Arbeits-
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit spätestens im April 2013 – wenn 
nicht bereits zu einem früheren Zeitpunkt – bestanden hat bzw. die post-
traumatische Belastungsstörung schon damals remittiert war. 

Von einer allfälligen von der Unfallversicherung veranlassten Begutachtung 
ist diesbezüglich kein anderes Ergebnis zu erwarten, weshalb das Vorlie-
gen eines solchen Gutachtens nicht abgewartet werden muss (antizipierte 
Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

3.4 Nachdem sich der Beschwerdeführer im November 2012 zum Be-
zug von Leistungen der Invalidenversicherung angemeldet hatte, hätte ein 
Rentenanspruch nach Ablauf des Wartejahres (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) 
und in Berücksichtigung der sechsmonatigen Wartefrist nach der Anmel-
dung (Art. 29 Abs. 1 IVG) frühestens per Mai 2013 entstehen können. Auf 
diesen Zeitpunkt hin ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen. 

Hinsichtlich des Valideneinkommens ist vom zuletzt bei C.________ erziel-
ten Einkommen auszugehen, welches sich im Jahr 2011 auf Fr. 66‘322.— 
belief (act. II 13 S. 9; Bruttolohn). Zahlen für das Jahr 2013 (frühestmögli-
cher Rentenbeginn) liegen nicht vor und es ist auch nicht möglich, eine 
allfällige Lohnentwicklung festzulegen. Es erscheint deshalb als angezeigt, 
das Invalideneinkommen für den gleichen Zeitpunkt (d.h. das Jahr 2011) 
festzulegen und mit dem oben genannten Valideneinkommen zu verglei-
chen, ausgehend davon, dass sich beide Vergleichseinkommen in der glei-
chen Weise verändert hätten. 

Gemäss Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik des 
Jahres 2010, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Männer, umgerechnet 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2014, IV/14/792, Seite 16

auf eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden sowie inde-
xiert auf das Jahr 2011 hätte der Beschwerdeführer in einer angepassten 
Tätigkeit bei vollem Pensum einen Verdienst in Höhe Fr. 5‘160.40 (4‘901 : 
40 x 41,7 x 1,01) pro Monat bzw. Fr. 61‘924.80 pro Jahr erzielen können. 
Der resultierende Invaliditätsgrad (6.63%) liegt damit deutlich unter der 
rentenbegründenden Schwelle. 

Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtmässig, die gegen 
sie erhobene Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen.

4.

4.1 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung  
oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versiche-
rungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensauf-
wand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.— bis 
Fr. 1'000.— festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Vorliegend werden die Verfahrenskosten, gerichtlich auf Fr. 700.— festge-
setzt, dem unterliegenden Beschwerdeführer zur Bezahlung auferlegt und 
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnommen.

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 6. Nov. 2014, IV/14/792, Seite 17

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.— werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt Dr. B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.