# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 464e556c-d396-5de8-bdd3-217aea9123cc
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-01-19
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 19.01.2021 C-2011/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2011-2019_2021-01-19.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2011/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 9 .  J a n u a r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter David Weiss (Vorsitz), 

Richterin Madeleine Hirsig-Vouilloz,  

Richterin Viktoria Helfenstein,    

Gerichtsschreiber Roland Hochreutener. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Frankreich),  

vertreten durch lic. iur. Christoph Rudin, Advokatur Blum 

Kunz Rudin Soland,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Berufliche Massnahmen,  

Rentenanspruch, Verfügung der IVSTA vom 18. März 2019. 

 

 

 

C-2011/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die am (…) geborene französische Staatsangehörige A._______ (nachfol-

gend: Versicherte oder Beschwerdeführerin) wohnt in B._______ (F) und 

arbeitete seit 1. Juni 2007 als Kassierin im Grenzgängerstatus bei der 

C._______ in D._______. Wegen der Folgen eines Sturzereignisses vom 

4. Oktober 2014 meldete sie sich im Oktober 2015 bei der IV-Stelle des 

Kantons Solothurn (nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Als 

Folge der lang andauernden Arbeitsunfähigkeit wurde das Arbeitsverhält-

nis von der Arbeitgeberin per 4. Oktober 2016 aufgelöst (Akten der IV-Stelle 

des Kantons Solothurn gemäss Aktenverzeichnis und -nummerierung vom 

06.06.2019 [act.] 2, 4, 6, 14, 22, S. 1).  

B.  

B.a Die IV-Stelle holte daraufhin die Akten der Unfallversicherung ein 

(act. 6 und 7), klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab 

und gab insbesondere ein bidisziplinäres (psychiatrisches und orthopädi-

sches) Gutachten bei der E._______ in Auftrag, welches am 26. Oktober 

2017 erstattet wurde (nachfolgend: Gutachten; act. 53, S. 1 - 18). Darin 

kamen die Gutachter zum Schluss, dass die Versicherte in ihrer ange-

stammten Tätigkeit als Kassierin ab September 2015 vollständig arbeits-

unfähig sei. In einer nur leichten und gut adaptierten Tätigkeit sei sie von 

Oktober bis Dezember 2014 vollständig arbeitsunfähig gewesen. In der 

Zeit von Januar 2015 bis Juli 2017 habe die Arbeitsunfähigkeit zwischen 

0 %, 20 %, 50 % und 100 % variiert, und ab August 2017 sei von einer 

dauerhaften Arbeitsfähigkeit von 80 % auszugehen. Diese könne voll-

schichtig – mit einem erhöhten Pausenbedarf – umgesetzt werden (act. 53, 

S. 18).  

B.b Mit Vorbescheid vom 19. Juli 2018 stellte die IV-Stelle die Abweisung 

des Leistungsbegehrens in Aussicht (act. 61). 

B.c Dagegen erhob die Versicherte, nunmehr vertreten durch Rechtsan-

walt Christoph Rudin, mit Eingabe vom 14. September 2018 Einwand, im 

Wesentlichen mit der Begründung, es sei vorab die von den Experten des 

E._______ empfohlene schulterchirurgische Begutachtung nachzuholen. 

Vor der Prüfung des Rentenspruchs seien darüber hinaus die möglichen 

Eingliederungsmassnahmen zu prüfen (act. 62, S. 1 - 14).  

C-2011/2019 

Seite 3 

B.d Mit Verfügung vom 18. März 2019 bestätigte die nunmehr zuständige 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA oder Vorinstanz) 

den Vorbescheid. Zur Begründung hielt sie insbesondere fest, laut Gutach-

ten bestehe bei der Versicherten in einer adaptierten Tätigkeit eine voll-

schichtige Arbeitsfähigkeit mit erhöhtem Pausenbedarf im Sinne einer Leis-

tungsminderung von 20 %. Es bestehe demnach keine IV-relevante, lang 

andauernde Arbeitsunfähigkeit. Der ermittelte IV-Grad von 22 % sei nicht 

rentenbegründend. Die von der Versicherten beantragte Massnahme stelle 

keine Beweis-, sondern eine Behandlungsmassnahme dar (act. 69).  

C.  

Gegen diese Verfügung erhob die Beschwerdeführerin, weiterhin vertreten 

durch Rechtsanwalt Christoph Rudin, mit Eingabe vom 29. April 2019 (Ak-

ten im Beschwerdeverfahren [BVGer act.] 1) beim Bundesverwaltungsge-

richt Beschwerde mit den folgenden Anträgen: 

„1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 18.03.2019 sei aufzuheben.  

2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine ih-

rer realen Erwerbsunfähigkeit entsprechende, mindestens 25 %-Rente, aus-

zurichten, zuzüglich 5 % Verzugszins ab theoretischer Fälligkeit der Rente.  

3. Eventuell sei die Angelegenheit zur weiteren Abklärung des medizinischen 

Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und die Rente, 

entsprechend der Erwerbsunfähigkeit und gemäss Rechtsbegehren 1 und 2, 

neu festzusetzen. 

4. Der Beschwerdeführerin sei die Möglichkeit zur Replik einzuräumen.  

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegegnerin.“ 

D.  

Am 13. Mai 2019 ging der von der Beschwerdeführerin geforderte Kosten-

vorschuss von Fr. 800.- bei der Gerichtskasse ein (BVGer act. 2 und 4).  

E.  

Mit Vernehmlassung vom 19. August 2019 stellte die Vorinstanz unter Ver-

weis auf die Stellungnahme der IV-Stelle vom 14. August 2019 den Antrag 

auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochtenen Ver-

fügung (BVGer act. 9 samt Beilage). 

F.  

In ihrer Replik vom 13. September 2019 hielt die Beschwerdeführerin an 

ihren bisherigen Anträgen fest (BVGer act. 11). 

C-2011/2019 

Seite 4 

G.  

Unter Hinweis auf die Stellungnahme der IV-Stelle vom 16. Oktober 2019 

hielt auch die Vorinstanz in ihrer Duplik vom 23. Oktober 2019 an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde und Bestätigung der angefochte-

nen Verfügung fest (BVGer act. 13 samt Beilage). 

H.  

Mit Zwischenverfügung vom 28. Oktober 2019 schloss der Instruktionsrich-

ter den Schriftenwechsel – vorbehältlich weiterer Instruktionsmassnahmen 

– per 8. November 2019 ab (BVGer act. 14).  

I.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Beweis-

mittel ist – soweit für die Entscheidfindung erforderlich – in den nachfolgen-

den Erwägungen einzugehen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]) und die Beschwerdeführerin ist als Adressatin der ange-

fochtenen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutz-

würdiges Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb sie zur 

Erhebung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; vgl. 

auch Art. 48 Abs. 1 VwVG). Nachdem die Beschwerdeführerin auch den 

ihr auferlegten Kostenvorschuss fristgerecht geleistet hat (BVGer act. 4) ist 

auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 29. April 2019 

einzutreten (Art. 60 Abs. 1 und Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 Bst. a ATSG; vgl. 

auch Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Wie in der Zuständigkeitsregelung des Art. 40 Abs. 2 IVV (SR 831.201) vor-

gesehen, hat die kantonale IV-Stelle, in deren Tätigkeitsgebiet die Be-

schwerdeführerin als Grenzgängerin eine Erwerbstätigkeit ausgeübt hat, 

das Leistungsbegehren entgegengenommen und geprüft, währenddem die 

Vorinstanz die angefochtene Verfügung vom 18. März 2019 erlassen hat. 

Diese Verfügung, mit der die Vorinstanz das Leistungsbegehren der Be-

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Seite 5 

schwerdeführerin abgewiesen hat, bildet Anfechtungsobjekt und damit Be-

grenzung des Streitgegenstandes des vorliegenden Beschwerdeverfah-

rens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1).  

3.   

3.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 18. März 2019) eingetretenen Sachverhalt ab 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Neue Tatsachen, die sich vor Erlass der streiti-

gen Verfügung verwirklicht haben, die der Vorinstanz aber nicht bekannt 

waren oder von ihr nicht berücksichtigt wurden (unechte Noven), können 

im Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht vorgebracht werden und 

sind zu würdigen. Gleiches gilt auch für neue Beweismittel (ANDRÉ MO-

SER/MICHAEL BEUSCH/LORENZ KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bun-

desverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, S. 117 Rz. 2.204). Später eingetre-

tene Tatsachen (echte Noven), die zu einer Änderung des Sachverhalts 

geführt haben, sind grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern 

gegebenenfalls im Rahmen eines weiteren Verfahrens zu berücksichtigen 

(BGE 132 V 215 E. 3.1.1; 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch Urteil 

des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.1).  

3.2 Die Beschwerdeführerin ist französische Staatsangehörige, wohnt in 

Frankreich und war in der Schweiz erwerbstätig. Damit gelangen das Frei-

zügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die 

Regelwerke der Gemeinschaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen 

Sicherheit gemäss Anhang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz 

am 1. April 2012 in Kraft getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 

0.831.109.268.1) und Nr. 987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwen-

dung. Seit dem 1. Januar 2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) 

Nr. 1244/2010, Nr. 465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in 

den Beziehungen zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten an-

wendbar. Das Vorliegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt 

sich indes auch im Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungs-

vorschriften nach schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Ur-

teil des BGer 9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4). 

3.3 Anspruch auf eine Rente der schweizerischen Invalidenversicherung 

hat, wer invalid im Sinne des Gesetzes ist (vgl. Art. 8 Abs. 1 ATSG) und 

beim Eintritt der Invalidität während der gesetzlich vorgesehenen Dauer 

Beiträge an die Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung 

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(AHV/IV) geleistet hat, das heisst während mindestens drei Jahren laut 

Art. 36 Abs. 1 IVG. Die Beschwerdeführerin hat unbestrittenermassen wäh-

rend mehr als drei Jahren Beiträge an die schweizerische AHV/IV geleistet 

(vgl. IK-Auszug, act. 9, S. 3 - 5), so dass die Voraussetzung der Mindest-

beitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Invalidenrente erfüllt 

ist. 

3.4 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

3.5 Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden Fas-

sung) haben jene Versicherten Anspruch auf eine Rente, die ihre Erwerbs-

fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht 

durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten 

oder verbessern können (Bst. a), und die zusätzlich während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeits-

unfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und auch nach Ablauf dieses Jahres 

zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (Bst. b und c). Der Renten-

anspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Gel-

tendmachung des Leistungsanspruchs nach Art. 29 Absatz 1 ATSG, jedoch 

frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (Art. 

29 Abs. 1 IVG). Die Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG ist eine materi-

elle Anspruchsvoraussetzung für die Rentenberechtigung, diejenige nach 

Art. 29 Abs. 1 IVG (zum Normzweck BGE 140 V 2 E. 5.3 S. 7) ist eine 

solche verfahrensmässiger Natur (formelle Karenzfrist; BGE 142 V 547 

E. 3.2 S. 550).  

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Seite 7 

3.6 Laut Art. 29 Abs. 4 IVG (in der ab 2008 geltenden Fassung) werden 

Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 50 % entsprechen, je-

doch nur an Versicherte ausgerichtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnli-

chen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben, soweit nicht völker-

rechtliche Vereinbarungen eine abweichende Regelung vorsehen. Nach 

der Rechtsprechung des EVG stellt diese Regelung nicht eine blosse Aus-

zahlungsvorschrift, sondern eine besondere Anspruchsvoraussetzung dar 

(BGE 121 V 275 E. 6c). Bei Nichtvertragsausländern mit Wohnsitz im Aus-

land entsteht der Rentenanspruch demnach erst, wenn sie während eines 

Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zu mindestens 

50 % arbeitsunfähig gewesen sind und der IV-Grad nach Ablauf dieser 

Wartezeit mindestens 50 % beträgt (BGE 121 V 264 E. 6c). 

3.7 Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während ei-

nes Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbsunfä-

higkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen Rentenabstu-

fungen erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im ent-

sprechenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 264 

E. 6b/cc S. 274; 105 V 156 E. 2c/d S. 160 f.; Urteil des BGer 9C_718/2008 

vom 2. Dezember 2008 E. 4.1.1). 

3.8 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 

ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommens-

vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die ver-

sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der me-

dizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch 

eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom-

men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Vali-

deneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise 

zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern-

mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, 

worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen 

lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 

E. 3.4.2; Urteil des BGer 8C_536/2017 vom 5. März 2018 E. 5.1). 

3.9 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des 

(hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Vali-

den- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben 

und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis 

zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 

http://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/bge20/121_v_264.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/bge20/121_v_264.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/bge10/105_v_156.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/9c08/9c_718_2008.pdf
http://www.koordination.ch/fileadmin/files/urteile/9c08/9c_718_2008.pdf

C-2011/2019 

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E. 4.2; Urteil des BGer 8C_61 vom 23. März 2018 E. 6.1). Für die Bemes-

sung der Invalidität einer im Ausland wohnhaften versicherten Person sind 

Validen- und Invalideneinkommen grundsätzlich bezogen auf denselben 

Arbeitsmarkt zu ermitteln (BGE 137 V 20 E. 5.2.3.2; Urteil des BGer 

8C_300/2015 vom 10. November 2015 E. 7.1).  

3.10 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der be-

ruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Per-

son konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit 

aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben 

sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen 

aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt 

grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil 

die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder 

jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenom-

men hat, so können insbesondere Tabellenlöhne gemäss LSE herangezo-

gen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis; Urteil des BGer 

9C_422/2017 vom 17. Mai 2017 E. 4.1), wobei grundsätzlich immer die ak-

tuellsten statistischen Daten zu verwenden sind (BGE 143 V 295 E. 2.3).  

3.11  

3.11.1 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwal-

tung und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztli-

chen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stel-

len sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 

und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher 

Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-

lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 

E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson 

muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des 

BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

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Seite 9 

3.11.2 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichts-

verfahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Recht-

sprechung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 

351 E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-

holten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehen-

der Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 

Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Er-

gebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, so-

lange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre-

chen (vgl. BGE 137 V 210 E. 2.2.2; 135 V 465 E. 4.4; 125 V 351 E. 3b/bb). 

Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlicher Ver-

trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 

allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt 

(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März 

2006 E. 5.4 m.H. auf BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die 

potenziellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen wer-

den, namentlich wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-

gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 

9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutach-

ten versicherungsinterner Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-

spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivi-

tät und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-

stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob-

jektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125 

V 351 E. 3b/ee). 

3.11.3 Geht es um eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ein da-

mit vergleichbares psychosomatisches Leiden (vgl. BGE 140 V 8 

E. 2.2.1.3) oder depressive Störungen leicht- bis mittelgradiger Natur (BGE 

143 V 409), sind für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit systematisierte In-

dikatoren beachtlich, die – unter Berücksichtigung leistungshindernder 

äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotentialen 

(Ressourcen) anderseits – erlauben, das tatsächlich erreichbare Leis-

tungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 - 3.6 und 4.1; 

143 V 418 E. 6 ff.). Ausgangspunkt der Prüfung und damit erste Vorausset-

zung bildet eine psychiatrische, lege artis gestellte Diagnose (vgl. BGE 141 

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Seite 10 

V 281 E. 2.1; 143 V 418 E. 6 und E. 8.1). Die für die Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit erwähnten Indikatoren hat das Bundesgericht wie folgt sys-

tematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.1.3): Kategorie «funktioneller Schwere-

grad» (E. 4.3) mit den Komplexen «Gesundheitsschädigung» (Ausprägung 

der diagnoserelevanten Befunde und Symptome; Behandlungs- und Ein-

gliederungserfolg oder -resistenz; Komorbiditäten [E. 4.3.1]), «Persönlich-

keit» (Persönlichkeitsentwicklung und -struktur, grundlegende psychische 

Funktionen [E. 4.3.2]) und «sozialer Kontext» (E. 4.3.3) sowie Kategorie 

«Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens [E. 4.4]) mit den Faktoren 

gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleichba-

ren Lebensbereichen (E. 4.4.1) und behandlungs- und eingliederungs-

anamnestisch ausgewiesener Leidensdruck (E. 4.4.2). 

4.  

4.1 Die Vorinstanz geht in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass 

bei der Beschwerdeführerin in einer adaptierten Tätigkeit (wechselbelas-

tend, ohne wiederholtes Heben und Tragen von Lasten über 5 kg, ohne 

Einsatz der rechten oberen Extremität oberhalb des Brustniveaus) eine 

vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit erhöhtem Pausenbedarf im Sinne einer 

Leistungsminderung von 20 % besteht. Gestützt auf diese gutachterlich 

festgelegte Leistungsfähigkeit könne die Beschwerdeführerin ein renten-

ausschliessendes Erwerbseinkommen erzielen (IV-Grad: 22 %). Ein lei-

densbedingter Abzug falle ausser Betracht. Selbst bei Gewährung eines 

leidensbedingten Abzugs von 20 % würde keine rentenbegründende Inva-

lidität resultieren. Die mit Einwand vom 14. September 2018 vorgebrachten 

Argumente und die neuen medizinischen Unterlagen vermöchten – ent-

sprechend der RAD-Stellungnahme vom 22. November 2018 – an den 

Schlussfolgerungen des Administrativgutachtens nichts zu ändern. Die im 

Gutachten empfohlene Massnahme der ergänzenden Einholung eines 

schulterchirurgischen Gutachtens stelle entgegen der Auffassung der Be-

schwerdeführerin keine Beweis-, sondern lediglich eine Behandlungs-

massnahme dar. 

4.2 Dagegen wendet die Beschwerdeführerin ein, die Sachverständigen 

würden im Hinblick auf die Beurteilung der möglichen Behandlungen zu-

sätzlich noch eine schulterchirurgische Begutachtung empfehlen. Sie sei 

bereit, sich spezialärztlich ergänzend begutachten zu lassen und sich den 

empfohlenen Behandlungen zu unterziehen. Weshalb die von den Gutach-

tern des E._______ vorgeschlagene Evaluation aus versicherungsmedizi-

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Seite 11 

nischer Sicht nicht relevant sein soll, sei nicht nachvollziehbar. Entspre-

chend ihrer Argumentation im Einwand leide sie auch an Beschwerden in 

der linken Schulter, welche im E._______-Gutachten zu Unrecht nicht be-

rücksichtigt worden seien. Nach dem Abschluss der medizinischen Be-

handlungen und vor der Rentenprüfung hätte die Vorinstanz die in Betracht 

fallenden Eingliederungsmassnahmen konkret prüfen müssen, was sie zu 

Unrecht unterlassen habe (BVGer act. 1 und 11). 

5.  

In den Akten finden sich zum Gesundheitszustand und zur Einschränkung 

der Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Wesentli-

chen die folgenden ärztlichen Beurteilungen: 

5.1 Der Radiologe Dr. med. F._______ hielt mit Bericht vom 7. Oktober 

2014 fest, seine Untersuchung habe ein kleines subcoroidales Hämatom 

(von 27 x 11 mm) und eine intakte Rotatorenmanschette ergeben (act. 6, 

S. 8).  

5.2 Dr. med. G._______, Orthopädische Chirurgie FMH, hielt in seinem zu-

handen der Unfallversicherung erstatteten orthopädischen Gutachten vom 

31. August 2015 fest, im rechten Armbereich bestehe eine mässige bis 

deutliche Bewegungseinschränkung zufolge endgültiger Schmerzprovoka-

tion ohne eigentliche Frozen Shoulder. Die Schmerzen würden dabei nicht 

nur endgradig, sondern auch nach erfolgter Bewegung auftreten. Auch 

links bestehe eine mässige bis deutliche schmerzbedingte Bewegungsein-

schränkung, im Vergleich zum rechten Bereich allerdings etwas geringer. 

Als Diagnosen hielt er einen Status nach Sturz auf die rechte Schulter vom 

4. Oktober 2014 mit Kontusion, Hämatom proximal und Traumatisierung 

des AC-Gelenks, persistierende posttraumatische Schulterschmerzen 

rechts mit ausgeprägter Impingement-Symptomatologie, eine Bursitis sub-

acromialis/subdeltoidea, eine schmerzbedingte Bewegungseinschränkung 

sowie eine erhebliche schmerzhafte muskuläre Verspannung des Trape-

zius und der Rhomboidei, bei zusätzlicher HWS-Distorsion, traumatisierte 

unfallfremde Osteophyten C5/C6 und C6/C7 mit Einschränkung der HWS-

Rechtsrotation, ohne neurologische Pathologie bei Status nach HWS-Dis-

torsion vom 4. Oktober 2014, sowie eine leichtgradige unfallfremde AC-

Gelenksarthrose rechts fest. In seiner Beurteilung kam er zum Schluss, 

dass aller Voraussicht nach noch mit einer namhaften Verbesserung des 

Gesundheitszustandes gerechnet werden könne. Bis anhin sei die medizi-

nische Problematik zu wenig zielgerichtet und zu wenig konsequent ange-

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Seite 12 

gangen worden. Eine derart schmerzhafte Schulter benötige eine engma-

schige Betreuung. Sofern nach drei Monaten konsequenter konservativer 

Behandlung keine Besserung eingetreten sei, empfehle er die Durchfüh-

rung einer Schulterarthroskopie mit Acromioplastik, eine Bursektomie so-

wie, abhängig von den vorgefundenen Befunden, zusätzliche therapeuti-

sche Massnahmen (act. 6, S. 9 - 26). 

5.3 Am 19. November 2015 nahm Dr. med. H._______ an der rechten 

Schulter eine glenohumorale Arthroskopie und eine subacromiale Burso-

skopie vor (act. 26, S. 14). Am 31. März 2016 unterzog sich die Beschwer-

deführerin einer Knochenszintigrafie (Bericht von Dr. med. I._______ vom 

31. März 2016, act. 26, S. 13). 

5.4 Gestützt auf ein MRI vom 27. Mai 2016 hielt Dr. med. J._______ na-

mentlich einen intraartikulären Gelenkserguss fest (act. 26, S. 12). 

5.5 Eine Arthrografie der rechten Schulter vom 26. Juli 2016 ergab dege-

nerative acromio-klavikuläre Veränderungen sowie eine Ruptur der Supra-

spinatussehne (Bericht von Dr. med. K._______ vom 26. Juli 2016; act. 26, 

S. 7 f.).  

5.6 Dr. med. L._______, Orthopädische Chirurgie FMH, führte in seinem 

zuhanden der Unfallversicherung erstellten Aktengutachten vom 5. De-

zember 2016 aus, seines Erachtens wäre der medizinische Endzustand 

Ende 2015 eingetreten, wenn an der rechten Schulter keine Arthroskopie 

vorgenommen worden wäre. Falls die Schmerzsituation unkontrollierbar 

werde, müsse die Implantation einer Schultertotalprothese (rechts) in Be-

tracht gezogen werden. Vor einer chirurgischen Intervention empfehle er 

eine Abklärung in einem universitären Spital, um den möglichen Zusam-

menhang zwischen der erheblichen Supraspinatussehnen-Ruptur und der 

am 19. November 2015 durchgeführten Arthroskopie abzuklären (act. 29.3, 

S. 1 - 7).  

5.7 Mit Bericht vom 6. Januar 2017 hielt Dr. med. M._______ eine schwere 

depressive Episode (ICD-10 F32.2) als Folge der unfallbedingten somati-

schen und funktionellen Beeinträchtigungen respektive der dadurch verur-

sachten beruflichen Schwierigkeiten fest. Die Durchführung der psychothe-

rapeutischen und psychopharmakologischen Therapie habe anfänglich 

eine gewisse Verbesserung herbeigeführt. Die definitive Kündigung der Ar-

beitsstelle und die Einstellung der Versicherungsleistungen habe allerdings 

C-2011/2019 

Seite 13 

zu einer Verschlechterung des depressiven Zustandes geführt (act. 41, 

S. 3). 

5.8 Am 2. Februar 2017 nahm Dr. med. H._______ bei der Beschwerde-

führerin eine anterior-inferiore Acromioplastik vor (act. 38, S. 2).  

5.9 Mit Bericht vom 28. Februar 2017 hielt Dr. med. H._______ insbeson-

dere fest, dass die bisherige berufliche Tätigkeit im Umfang von 50 % und 

mit einem verminderten Rendement weiterhin ausgeübt werden könne 

(act. 39).  

5.10 Dr. med. H._______ führte überdies mit Bericht 24. April 2017 aus, 

aufgrund der ungünstigen Entwicklung habe er der Beschwerdeführerin 

empfohlen, erneut ein MRI der rechten Schulter durchzuführen, um die 

Frage einer erneuten Ruptur der Supraspinatussehne abzuklären (act. 44, 

S. 1). 

5.11 RAD-Arzt Dr. med. N._______, Allgemeine Medizin FMH, kam nach 

Prüfung der vorliegenden medizinischen Akten zum Schluss, dass eine or-

thopädische und psychiatrische Begutachtung notwendig sei (act. 45). 

5.12 Die Gutachter des ABI Basel, Dres. med. O._______, Psychiatrie und 

Psychotherapie FMH, und P._______, Orthopädische Chirurgie FMH, hiel-

ten in ihrem Gutachten vom 26. Oktober 2017 als Diagnosen mit Einfluss 

auf die Arbeitsfähigkeit chronische Schulterbeschwerden der adominanten 

rechten Seite (ICD-10 M79.61/Z98.8/M75.1/M25.61) fest, bei Status nach 

Schulterkontusion im Rahmen eines Sturzes, Status nach Schulterarthro-

skopie, subakromialer Bursektomie, Resektion des Ligamentum coracro-

miale und Akromioplastik am 19.11.2015, intraoperativem Befund: Labrum, 

Knorpel, lange Bizepssehne und Rotatorenmanschette unauffällig, Bursitis 

subakromialis, Status nach anteroinferiorer Akromioplastik am 2.2.2017, 

ausgedehnter Ruptur der Supraspinatussehne mit Hochstand des Hume-

ruskopfes sowie Hinweisen für eine Frozen Shoulder. Als Diagnosen ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führten sie eine leichte depressive Episode 

(ICD-10 F32.0), ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom ohne 

radikuläre Symptomatik (ICD-10 M54.5) sowie eine Fingerarthrose im Be-

reich der DIP Dig. II und V beidseits (ICD-10 M19.04) an. In ihrer Konsens-

beurteilung kamen sie zum Schluss, dass sich die Beschwerdeführerin sel-

ber als vielleicht maximal zu 50 % arbeitsfähig in leichter Tätigkeit einstufe. 

In der orthopädischen Untersuchung seien die authentischen Schulterbe-

schwerden der adominanten rechten Schulter festgestellt worden. Diese 

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Seite 14 

seien durch entsprechende Befunde untermauert, mit klinisch klaren Zei-

chen der Rotatorenmanschetteninsuffizienz und Hinweisen für eine Frozen 

Shoulder, bei Status nach Eingriff mit Akromioplastik im Februar 2017. Im 

Hintergrund bestehe ein chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom 

ohne radikuläre Symptomatik und eine Fingerarthrose beidseits, wobei 

diese Diagnosen ohne wesentlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien. 

Aufgrund der gravierenden Schulterproblematik seien der Beschwerdefüh-

rerin keine schweren und mittelschweren Tätigkeiten mehr zumutbar. Auch 

die jahrelang ausgeübte angestammte Tätigkeit als Kassiererin mit Heben 

von Lasten bis zu 10 kg sei bleibend ungeeignet. In körperlich nur sehr 

leichten, wechselbelastenden Tätigkeiten, ohne wiederholtes Heben und 

Tragen von Lasten über 5 kg, ohne Einsatz der rechten oberen Extremität 

oberhalb des Brustniveaus, bestehe eine vollschichtige Arbeitsfähigkeit mit 

erhöhtem Pausenbedarf im Sinne einer Leistungseinbusse von 20 %. Aus 

psychiatrischer Sicht könne auf affektiver Ebene eine leichte depressive 

Episode festgestellt werden, wobei eine Komorbidität nicht vorliege. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

Zusammenfassend resultiere bei der Beschwerdeführerin aus bidisziplinä-

rer Sicht ab September 2015 eine andauernde und bleibende Arbeitsunfä-

higkeit für die angestammte Tätigkeit, nachdem vorangehend faktisch eine 

solche bereits ab Oktober 2014 bestanden habe, mit nur zwischenzeitlicher 

50%iger Arbeitsaufnahme von März bis Oktober 2015. In nur leichten und 

gut adaptierten Tätigkeiten habe arbiträr von Oktober 2014 bis Dezember 

2014 keine Arbeitsfähigkeit mehr bestanden. Danach habe von Januar bis 

Februar 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % vorgelegen, und anschlies-

send sei bis Oktober 2015 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszu-

gehen. Danach sei die Arbeitsfähigkeit bis Februar 2016 ganz aufgehoben 

gewesen. Anschliessend könne arbiträr in adaptierten Tätigkeiten eine Ar-

beitsfähigkeit von 80 % postuliert werden bis Januar 2017. In der Zeit von 

Februar bis April 2017 sei die Arbeitsfähigkeit für leichte Verweistätigkeiten 

ganz aufgehoben gewesen. Von Mai bis Juli 2017 sei von einer Arbeitsfä-

higkeit von 50 % auszugehen, und ab August 2017 sei dauerhaft von einer 

Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %, vollschichtig umsetzbar mit er-

höhtem Pausenbedarf, auszugehen. Aus orthopädischer Sicht sei die Eva-

luation an einem schulterchirurgisch spezialisierten Zentrum wie beispiels-

weise in der Klinik Balgrist, Zürich, vorzuschlagen. Aus psychiatrischer 

Sicht könne auf die bestehende Behandlung verwiesen werden. Berufliche 

Massnahmen seien grundsätzlich möglich, wobei sich die Beschwerdefüh-

rerin in einer leichten Tätigkeit als allenfalls maximal zu 50 % arbeitsfähig 

einstufe (act. 53, S. 17 f.). 

C-2011/2019 

Seite 15 

5.13 RAD-Arzt Dr. med. N._______ führte in seiner Stellungnahme vom 

7. Juni 2018 insbesondere aus, das Gutachten sei bezüglich der Diagno-

sen und der funktionellen Einschränkungen nachvollziehbar. Die vom or-

thopädischen Gutachter empfohlene Evaluation an einem schulterchirur-

gisch spezialisierten Zentrum sei vom versicherungsmedizinischen Stand-

punkt her nicht relevant. Hinzu komme, dass es mit Blick auf die seit dem 

Unfall verstrichene Zeit von 4 Jahren unwahrscheinlich sei, dass die Ar-

beitsfähigkeit noch verbessert werden könne (act. 59).  

6.  

6.1.1 Das von der Vorinstanz veranlasste bidisziplinäre Gutachten vom 

26. Oktober 2017 basiert auf persönlichen Untersuchungen der Beschwer-

deführerin vom 30. August 2017 und einer ausführlichen Anamnese durch 

die Teilgutachter (act. 53, S. 5 ff. und S. 10 ff.); es wurden sämtliche rele-

vanten körperlichen und psychischen Befunde erhoben (act. 53, S. 5 ff. und 

S. 10 ff.) und gestützt darauf klare und unbestrittene Diagnosen mit Aus-

wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (chronische Schulterbeschwerden der do-

minanten rechten Seite nach ICD-10 M79.61/Z98.8/M75.1/M25.61) ge-

stellt.  

Der psychiatrische Teilgutachter, Dr. med. O._______, konnte mehrheitlich 

normale Untersuchungsbefunde erheben (gut herstellbarer affektiver Kon-

takt, unbeeinträchtigte Aufmerksamkeit, keine Einschränkung in Bezug auf 

Auffassung und Gedächtnis, normaler Appetit, keine Hinweise auf mani-

feste Ängste, formal geordnetes Denken, keine Wahnideen, Halluzinatio-

nen oder Ich-Störungen, fehlende Hinweise auf eine Suizidalität). Als be-

lastende Faktoren wurden eine erhöhte Ermüdbarkeit, Schlafstörungen 

(auch mit Albträumen) sowie ein verminderter Selbstwert erhoben (act. 53, 

S. 5 f.). Die diagnostizierte leichte depressive Episode, gekennzeichnet 

durch depressive Verstimmungen, erhöhte Ermüdbarkeit und Schlafstörun-

gen, wird vom psychiatrischen Gutachter ausführlich und nachvollziehbar 

begründet (act. 53, S. 7 f.). Diese Diagnose steht im Einklang mit der An-

gabe der Beschwerdeführerin, dass sie den Hausarzt und den Psychiater 

jeweils etwa einmal im Monat konsultiere (act. 53, S. 11), so dass nicht von 

einer engmaschigen psychiatrischen Behandlung gesprochen werden 

kann. Die Schlussfolgerung des psychiatrischen Gutachters, dass die 

leichte depressive Episode keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit be-

gründe (act. 53, S. 8 und 17), ist damit überzeugend, zumal diese von der 

C-2011/2019 

Seite 16 

Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht in-

frage gestellt oder gar mit entsprechenden Berichten der behandelnden 

Ärzte widerlegt worden wäre.  

6.1.2 Der orthopädische Gutachter, Dr. med. P._______, befundete insbe-

sondere im Bereich der Schultern eine Flexion 180o links und 60° rechts, 

dort selbstständig unter Zuhilfenahme der Gegenhand auf 140° spontan 

gesteigert, eine Abduktion 160° links und 40° rechts, eine Innenrotation 

links bis 1 und rechts bis 6 Querfinger unterhalb der Scapulaspitze, eine 

Aussenrotation 70° links und 40° rechts. In Bezug auf den neurologischen 

Status führte er aus, mit Ausnahme einer diffus und leichtgradig am rechten 

Oberarm angegebenen Hypästhesie bestehe eine regelrechte Sensomo-

torik der Extremitäten. Gestützt auf die diagnostizierten chronischen Schul-

terbeschwerden der adominanten rechten Seite (ICD-10 

M79.61/Z98.8/M75.1/M25.61) kam der Gutachter zum Schluss, dass das 

Gangbild auf der Treppe und auf ebenem Terrain unauffällig sei. Bei der 

Untersuchung habe sich überdies eine weitgehend freie Beweglichkeit 

sämtlicher Abschnitte gezeigt. Gleiches gelte auch bezüglich der Extremi-

täten; davon ausgenommen sei allerdings die adominante rechte Schulter, 

an welcher aktive Auslenkungen nur bis deutlich unterhalb der Horizonta-

len, bei der Flexion aber aktiv assistiert ohne grössere Einschränkung, 

möglich seien. Es bestünden klare Zeichen einer Insuffizienz der Rotato-

renmanschette sowie in Form der verminderten Aussenrotation auch für 

eine Frozen Shoulder der rechten Seite. Die an der rechten Schulter be-

klagten Beschwerden liessen sich durch die klinischen und radiologischen 

Befunde vollumfänglich begründen. Die Schlussfolgerung des Orthopäden, 

dass für die angestammte Tätigkeit sowie für jede andere körperliche, mit-

telschwere bis schwere Tätigkeit sowie für Arbeiten mit häufigem Einsatz 

der rechten oberen Extremität eine vollständige Arbeitsunfähigkeit besteht, 

ist ausführlich und nachvollvollziehbar begründet. Nachvollziehbar und 

schlüssig ist grundsätzlich auch die Schlussfolgerung, dass für körperlich 

sehr leichte Tätigkeiten unter weitgehender Schonung der rechten oberen 

Extremität sowie Vermeidung deren Einsatzes oberhalb des Brustniveaus 

eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bei ganztägigem Pensum, mit um 20 % re-

duzierter Leistung aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfs, möglich und 

zumutbar ist (act. 53, S. 12 ff.).  

6.2 Insgesamt erweist sich das Gutachten demnach als grundsätzlich be-

weiskräftig. Vorliegend ist indes nicht zu übersehen, dass der orthopädi-

sche Gutachter im Rahmen der Beurteilung des Beginns und des Verlaufs 

C-2011/2019 

Seite 17 

der Arbeitsunfähigkeit (unter dem Titel der Massnahmen aus orthopädi-

scher Sicht) explizit festgehalten hat, dass dringend eine vertiefte orthopä-

dische Abklärung in einem auf Schulterchirurgie spezialisierten Zentrum 

wie der Klinik Balgrist erfolgen sollte (act. 53, S. 15). Die von Seiten des 

RAD gegen diese Empfehlung angeführten Argumente fallen bei näherer 

Betrachtung nicht überzeugend aus. Vorab wird die vom RAD-Arzt ge-

troffene Annahme, dass die empfohlene Evaluation an einem schulterchi-

rurgisch spezialisierten Zentrum in versicherungsmedizinischer Hinsicht 

nicht relevant sei (act. 59, S. 2), nicht begründet, so dass das Absehen von 

weiteren spezialärztlichen Abklärungen in einem ungeklärten Widerspruch 

zur dringenden Empfehlung des orthopädischen Spezialisten steht. Dass 

weitere Abklärungen in einem schulterchirurgisch spezialisierten Zentrum 

von vornherein keine neuen Erkenntnisse in beweisrechtlicher Hinsicht zu 

bringen vermöchten, kann entgegen der Argumentation des RAD-Arztes 

nicht angenommen werden. Auch die ergänzende Argumentation, dass 

nach 4 Jahren nicht mehr mit einer wesentlichen Verbesserung des Ge-

sundheitszustandes zu rechnen sei, beruht offenbar auf einer auf allgenei-

nes Erfahrungswissen abgestützten Vermutung und steht insbesondere im 

Widerspruch zur genannten dringlichen Empfehlung des orthopädischen 

Spezialisten. Hinzu kommt, dass den Aussagen des orthopädischen Spe-

zialisten im Vergleich zu den Angaben des Allgemeinmediziners rechtspre-

chungsgemäss ein grösserer Beweiswert beizumessen ist (vgl. dazu z.B. 

Urteil des BGer 8C_309/2016 vom 14. Dezember 2016 E. 4.3). Überdies 

ist es im Rahmen der Begutachtung auch Aufgabe des Facharztes, zu be-

stimmen, welche konkreten Behandlungsmöglichkeiten der versicherten 

Person noch möglich und zumutbar sind. Erst die Erkenntnis darüber er-

möglicht es der IV-Stelle, die versicherte Person in Nachachtung ihrer Mit-

wirkungs- und Schadenminderungsobliegenheit zu konkreten Therapie-

massnahmen anzuhalten (vgl. dazu BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 70; Urteil des 

BGer 8C_741/2018 vom 22. Mai 2019 E. 4.2). Daraus folgt, dass die drin-

gend empfohlenen Abklärungen bei einem auf Schulterchirurgie speziali-

sierten Zentrum noch vorzunehmen sind.  

6.3 Damit steht fest, dass sich der gesundheitliche Zustand und dessen 

Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit sowie die gebotenen 

Therapiemassnahmen unter Berücksichtigung der Akten, wie sie der Vor-

instanz im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 

18. März 2019 zur Verfügung standen, nicht schlüssig beurteilen lassen. 

 

C-2011/2019 

Seite 18 

7.   

7.1 Trotz der in Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG (in der ab 1. Januar 2008 geltenden 

Fassung) aufgestellten (negativen) Anspruchsvoraussetzung der fehlen-

den Eingliederungsfähigkeit ist die frühere Rechtsprechung weiterhin an-

wendbar. Danach entsteht der Rentenanspruch, wenn die versicherte Per-

son nach Ablauf der einjährigen Wartezeit (Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG) nicht 

oder noch nicht eingliederungsfähig war, selbst wenn in Zukunft Eingliede-

rungsmassnahmen beabsichtigt sind (BGE 122 V 77 E. 2 S. 78; Urteil des 

BGer 8C_787/2014 vom 5. Februar 2015 E. 3.2). Zudem ist erforderlich, 

dass die versicherte Person nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist.   

7.2 Vorliegend hat sich die Beschwerdeführerin im Oktober 2015 zum Leis-

tungsbezug bei der IV-Stelle angemeldet. Mit Blick auf die 6monatige Ka-

renzfrist (vgl. E. 3.5 hievor) kann der IV-Rentenanspruch frühestens per 

1. April 2016 entstehen. Aus dem Gutachten geht hervor, dass retrospektiv 

vom 5. Oktober 2014 bis 28. Februar 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 %, vom 1. März 2015 bis 31. Oktober 2015 eine solche von 50 % und 

ab 1. November 2015 wiederum eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % be-

stand (act. 53, S. 17). Die einjährige Wartefrist mit einer Arbeitsunfähigkeit 

von mindestens 50 % war dementsprechend Ende September 2015 abge-

laufen.  

7.3 Rechtsprechungsgemäss wird die Rentenhöhe nicht nur durch die 

Höhe der am Ende der Wartezeit verbleibenden Erwerbsunfähigkeit be-

stimmt, sondern auch durch den durchschnittlichen Grad der Arbeitsunfä-

higkeit während dieser Zeit. Eine ganze Rente kann also nur dann gewährt 

werden, wenn der Versicherte im Jahresdurchschnitt zu mindestens 70 % 

arbeitsunfähig war und am Jahresende mindestens ebenso arbeitsunfähig 

ist (vgl. Urteil des BGer 9C_900/2013 vom 8. April 2014 E. 6). Der im Jah-

resdurchschnitt bestehende Grad der Arbeitsunfähigkeit und die nach der 

Wartezeit verbleibende Erwerbsunfähigkeit müssen daher kumulativ sein 

und den gesetzlichen Mindestanspruch auf die verschiedenen Renten er-

reichen, damit eine Rente in entsprechender Höhe gewährt werden kann 

(MICHEL VALTERIO, Commentaire sur la loi fédérale sur l’assurance-invali-

dité, 2018, Art. 28 N 16; BGE 121 V 264 E. 6b/cc S. 274). Die durchschnitt-

liche Arbeitsunfähigkeit in der Zeit vom 1. April 2015 bis 31. März 2016 

betrug vorliegend aufgerundet 71 % (= [7 x 50 + 5 x 100 %] : 12). Art. 6 

Abs. 1 Satz 2 ATSG sieht vor, dass bei lange dauernder Arbeitsunfähigkeit 

https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=8C_787%2F2014&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F122-V-77%3Ade&number_of_ranks=0#page77

C-2011/2019 

Seite 19 

auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbe-

reich berücksichtigt wird. Eine Verwertung in einer anderen Tätigkeit gilt 

jedenfalls so lange ausgeschlossen, als dies «vernünftigerweise» nicht 

verlangt werden kann (vgl. dazu auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 

4. Aufl. 2020, Art. 6 NN. 98 f.). Im konkreten Fall war die Beschwerdefüh-

rerin nach einer vorübergehenden teilweisen Wiedererlangung der Arbeits-

fähigkeit von 50 % ab Anfang November 2015 wieder voll arbeitsunfähig; 

das Arbeitsverhältnis wurde alsdann per 4. Oktober 2016 aufgelöst (Sach-

verhalt, Bst. A hievor). Mit Blick auf die vorübergehende Wiederaufnahme 

der bisherigen Tätigkeit als Kassiererin bis Ende Oktober 2015 und die ge-

nannte Auflösung per 4. Oktober 2016 kann von der Beschwerdeführerin – 

auch unter Beachtung des Zumutbarkeitsprinzips und der Schadenminde-

rungspflicht im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Satz 2 ATSG – jedenfalls bis zur 

Auflösung des Arbeitsverhältnisses kein Berufswechsel zugemutet wer-

den, zumal die Beschwerdeführerin bereits seit 2007 bei der damaligen 

Arbeitgeberin angestellt und damals auch bereits 55-jährig war. Ab wel-

chem Zeitpunkt eine Aufnahme in einer angepassten Tätigkeit als zumut-

bar zu bewerten ist, wird die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung des 

Ergebnisses der ergänzenden Abklärungen noch zu prüfen haben.  

7.4 Daraus folgt, dass die Beschwerdeführerin ab 1. April 2016 Anspruch 

auf eine (mindestens bis Ende Oktober 2016) befristete Rente hat. Wie es 

sich mit dem Anspruch für die Zeit danach verhält, wird die Vorinstanz nach 

Prüfung der ergänzenden Abklärungen und gegebenenfalls nach Durch-

führung der beruflichen Massnahmen (vgl. dazu nachstehende E. 8) zu be-

urteilen haben.  

8.  

Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf die Durch-

führung von beruflichen Massnahmen hat.  

8.1 Die Beschwerdeführerin bringt in diesem Zusammenhang vor, die Vor-

instanz hätte bei pflichtgemässem Vorgehen die möglichen Eingliede-

rungsmassnahmen und die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit konkret 

prüfen müssen. Diese Prüfung hätte nach Behandlungsabschluss und vor 

der Durchführung der Rentenbemessung vorgenommen werden müssen 

(BVGer act. 1, S. 4).  

 

 

C-2011/2019 

Seite 20 

8.2  

8.2.1 Gemäss Anhang XI, Schweiz, Ziffer 8 der VO Nr. 883/2004 (in Kraft 

seit 1. April 2012) gilt ein Arbeitnehmer oder Selbstständiger, der den 

schweizerischen Rechtsvorschriften über die Invalidenversicherung nicht 

mehr unterliegt, weil er seine existenzsichernde Erwerbstätigkeit in der 

Schweiz infolge Unfalls oder Krankheit aufgeben musste, als in dieser Ver-

sicherung versichert für den Erwerb des Anspruchs auf Eingliederungs-

massnahmen bis zur Zahlung einer Invalidenrente und während der Durch-

führung dieser Massnahmen, sofern er keine anderweitige Erwerbstätigkeit 

ausserhalb der Schweiz aufnimmt.  

8.2.2 Diese (Nachversicherungs-)Norm wurde in Ziffer 1011.2 des Kreis-

schreibens über das Verfahren zur Leistungsfestsetzung in der AHV/IV 

KSBIL; gültig ab 4. April 2016, Stand 1. Januar 2018) konkretisiert 

(vgl. hierzu auch IV-Rundschreiben Nr. 309). Gemäss dieser Bestimmung 

gelten schweizerische Staatsangehörige oder Personen mit der Staatsan-

gehörigkeit eines EU-Landes, die in der Schweiz ohne Wohnsitz zu haben 

eine Erwerbstätigkeit als Arbeitnehmende oder Selbständigerwerbende 

ausgeübt haben und den schweizerischen Rechtsvorschriften über die In-

validenversicherung nicht mehr unterliegen, weil sie ihre existenzsichernde 

Erwerbstätigkeit in der Schweiz in Folge Unfalls oder Krankheit aufgeben 

mussten, in Bezug auf den Anspruch von Eingliederungsmassnahmen als 

versichert. Dies gilt auch während der Durchführung dieser Massnahmen, 

sofern sie keine anderweitige Erwerbstätigkeit ausserhalb der Schweiz auf-

nehmen. Der Nachversicherungsschutz endet hingegen beim Bezug einer 

(ganzen oder teilweisen) Invalidenrente, bei abgeschlossener erstmaliger 

Eingliederung oder beim Bezug einer Leistung der Arbeitslosenversiche-

rung des Wohnlandes (BVGE 2017/V/7 E. 6.6 und 6.7; Urteil des BVGer 

C-5883/2013 vom 5. Oktober 2016 E. 9.3). 

8.2.3 Vorliegend ist aktenkundig, dass die Beschwerdeführerin ihre Er-

werbstätigkeit bei der C._______ (Grenzgängerin) als Folge ihres Arbeits-

unfalles und der seit Oktober 2014 bestehenden Arbeitsunfähigkeit hat auf-

geben müssen und in der Folge – nach einem nur wenige Monate dauern-

den, erfolglosen Eingliederungsversuch (mit attestierter Arbeitsfähigkeit 

von 50 %) am angestammten Arbeitsplatz (act. 12, S.  1) – keine ander-

weitige Erwerbstätigkeit ausserhalb der Schweiz mehr aufgenommen hat. 

Damit sind die Voraussetzungen für einen Nachversicherungsschutz im 

Sinne der genannten Bestimmungen erfüllt.  

C-2011/2019 

Seite 21 

8.3 Laut Gutachter stufte sich die Beschwerdeführerin als zu 50 % arbeits-

fähig ein, wobei sie sich hierbei nicht sicher sei (act. 53, S. 6). Unter dem 

Aspekt der Zumutbarkeit von Eingliederungsmassnahmen führte der psy-

chiatrische Gutachter sodann aus, dass solche prinzipiell zumutbar seien; 

sie könnten aber nur empfohlen werden im Sinne einer Beratung, Hilfe bei 

der Stellensuche und allenfalls bei einem Arbeitstraining, wenn die Explo-

randin glaubhaft die dazu notwendige Motivation mitbringe (act. 53, S. 9). 

Der Umstand allein, dass sich die Beschwerdeführerin über das Ausmass 

ihrer Restarbeitsfähigkeit im Ungewissen ist, steht der Prüfung und Einlei-

tung von Eingliederungsmassnahmen nicht per se entgegen.  

8.4 Dass bei der Beschwerdeführerin konkrete Eingliederungsbemühun-

gen, wie insbesondere Arbeitstrainings, Arbeitsvermittlungen (Art. 18 IVG), 

Arbeitsversuche (Art. 18a IVG), veranlasst worden wären, geht aus den 

Akten nicht hervor. Im Gegenteil wurden die beruflichen Massnahmen laut 

Bericht vom 19. September 2016 abgeschlossen mit dem Hinweis, die Be-

schwerdeführerin fühle sich nicht mehr arbeitsfähig und müsse sich vo-

raussichtlich einer erneuten Operation unterziehen (act. 25).   

Aus dem Gutachten geht allerdings hervor, dass die Beschwerdeführerin 

grundsätzlich bereit und motiviert wäre, eine neue angepasste Tätigkeit in 

Angriff zu nehmen. Unter diesen Umständen kann nicht angenommen wer-

den, dass bei ihr die subjektive Eingliederungsfähigkeit und Motivation 

nicht vorhanden wäre (vgl. dazu auch Urteil des Bundesgerichts 

8C_664/2013 vom 25. März 2014 E. 3.4).  

8.5 Art. 1a lit. a und Art. 28 Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG 

sowie Art. 7 ATSG statuieren den Grundsatz "Eingliederung vor Rente“. 

Demnach gehen Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. 

Diese werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss 

in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann. Für die Abklärungs-

pflicht der IV-Stelle bedeutet dies, dass sie zuerst prüfen muss, ob Einglie-

derungsmassnahmen angezeigt sind, bevor der Rentenanspruch unter-

sucht wird (Urteil des BGer 9C_163/2009 vom 10. September 2010 E. 4.1 

mit Hinweisen, in: SVR 2011 IV Nr. 30 S. 86; MÜLLER, a.a.O., S. 193 

Rz. 1033).  

8.6 Vorliegend hätte die Vorinstanz nach der Durchführung der zweiten 

Operation vom 2. Februar 2017 (anterio-inferiore Akromioplastik) die zur 

Verfügung stehenden Eingliederungsmöglichkeiten eingehend prüfen und 

gegebenenfalls geeignete Massnahmen in die Wege leiten müssen, zumal 

C-2011/2019 

Seite 22 

auch der behandelnde Orthopäde, Dr. med. H._______, in seinem Bericht 

vom 28. Februar 2017 noch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit mit vermindertem 

Rendement festgehalten hat (act. 39).  

9.  

9.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz ihrer Abklä-

rungspflicht nach Art. 43 Abs. 1 ATSG nicht hinreichend nachgekommen ist 

und sie den Sachverhalt unvollständig festgestellt hat, indem sie auf die 

dringend empfohlenen Abklärungen bei einem auf Schulterchirurgie spezi-

alisierten Zentrum verzichtet hat. Darüber hinaus wird sie nach Vorliegen 

des definitiven Beweisergebnisses berufliche Eingliederungsmassnahmen 

zu prüfen und gegebenenfalls zu veranlassen haben.   

9.2 Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben. Nachdem die an-

gefochtene Verfügung gestützt auf eine unvollständige Sachverhaltsabklä-

rung ergangen ist, ist die Sache in Anwendung von Art. 61 Abs. 1 VwVG 

zur Vornahme der notwendigen medizinischen Abklärungen und hernach 

neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese Rückweisung 

an die Vorinstanz erfolgt in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung, gemäss welcher eine Rückweisung an die IV-Stelle ins-

besondere im Falle einer Klarstellung, Präzisierung und Ergänzung von 

gutachterlichen Ausführungen ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4).  

9.3 Steht – wie hier – fest, dass der medizinische Sachverhalt ungenügend 

abgeklärt ist, so ist nach der mit BGE 137 V 210 begründeten Rechtspre-

chung grundsätzlich eine Begutachtung durch das Gericht in die Wege zu 

leiten. Gerichtliche Expertisen sind nach dieser Rechtsprechung insbeson-

dere angezeigt, wo der im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobene 

medizinische Sachverhalt überhaupt gutachterlich abklärungsbedürftig ist 

oder ein Administrativgutachten in einem rechtserheblichen Punkt nicht be-

weiskräftig ist. Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren 

Abklärung des Sachverhaltes (Art. 43 Abs. 1 ATSG) bleibt allerdings mög-

lich, wenn sie in der notwendigen Beantwortung der bisher ungeklärten 

Frage nach den Auswirkungen des Gesundheitszustandes auf die Arbeits- 

respektive Leistungsfähigkeit begründet liegt oder wenn lediglich eine Klar-

stellung, Präzisierung oder Ergänzung gutachterlicher Ausführungen erfor-

derlich ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG; vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4).  

C-2011/2019 

Seite 23 

Die regelmässige Einholung medizinischer Gerichtsgutachten entspricht 

allerdings nicht dem für das Abklärungsverfahren der Invalidenversiche-

rung gesetzlich vorgesehenen System der Verwaltungsrechtspflege 

schweizerischen Zuschnitts (BGE 137 V 210 E. 2.2.2). Eine regelmässige 

Einholung von Gerichtsgutachten ist auch nicht unbedingt erforderlich, um 

das Abklärungsverfahren verfassungs- und konventionskonform auszuge-

stalten. Eine weitgehende Verlagerung der Expertentätigkeit von der admi-

nistrativen auf die gerichtliche Ebene ist – von der staatspolitischen Trag-

weite einer solchen grundsätzlichen, dem Gesetzgeber vorbehaltenen 

Grundsatzentscheidung abgesehen – auch sachlich gar nicht wünschbar. 

Die Rechtsstaatlichkeit der Versicherungsdurchführung litte empfindlich 

und wäre von einem Substanzverlust bedroht, wenn die Verwaltung von 

vornherein darauf bauen könnte, dass ihre Arbeit ohnehin in jedem verfü-

gungsweise abgeschlossenen Sozialversicherungsfall auf Beschwerde hin 

gleichsam gerichtlicher Nachbesserung unterläge (BGE 137 V 210 E. 4.2).  

Würde eine gravierend mangelhafte Sachverhaltsabklärung im Verwal-

tungsverfahren durch Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwer-

deverfahren korrigiert, bestünde mithin die konkrete Gefahr der uner-

wünschten Verlagerung der den Durchführungsorganen vom Gesetz über-

tragenen Pflicht zur Abklärung des rechtserheblichen medizinischen Sach-

verhalts auf das Gericht mit entsprechender zeitlicher und personeller In-

anspruchnahme der Ressourcen (BGE 137 V 210 E. 4.2; Urteil des BVGer 

C-1358/2014 vom 11. Dezember 2015 E. 5). Die Verwaltung soll nicht dazu 

verleitet werden, das Gericht die eigentliche Abklärungsarbeit machen zu 

lassen (vgl. dazu MIRIAM LENDFERS, Sachverständige im Verwaltungsver-

fahren, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum Sozialversi-

cherungsrecht 2016, S. 187).  

9.4 Angesichts der bereits durchgeführten Begutachtung ist es geboten, 

die ergänzende Begutachtung bei einem auf die Schulterchirurgie spezia-

lisierten Zentrum in der Schweiz durchzuführen.  

Die Beurteilung des Leistungsanspruchs muss sich für alle Fachbereiche 

auf eine aktuelle Aktenlage stützen, weshalb die Vorinstanz nach Aktuali-

sierung der medizinischen Akten zu prüfen hat, ob das ABI-Gutachten noch 

aktuell ist respektive ob die Gutachter des ABI nach Kenntnisnahme der 

ergänzenden Abklärungen an ihren Schlussfolgerungen festhalten.  

9.5 Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde insoweit gutzuheissen 

ist, als die angefochtene Verfügung vom 18. März 2019 aufgehoben und 

C-2011/2019 

Seite 24 

die Streitsache zur Durchführung ergänzender Abklärungen und zur Neu-

beurteilung im Sinne von Ziff. 7.4 und 9.1 - 9.4 der Erwägungen an die 

Vorinstanz zurückgewiesen wird.  

10.  

Zu befinden bleibt noch über die Verfahrenskosten und eine allfällige Par-

teientschädigung. 

10.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da 

eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden 

Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall der Beschwer-

deführerin keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Der Vorinstanz werden 

ebenfalls keine Verfahrenskosten auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

10.2 Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung, 

die von der Vorinstanz zu leisten ist (Art. 64 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 7 

ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Da 

keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung aufgrund der 

Akten festzusetzen (14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Berücksichtigung des 

gebotenen und aktenkundigen Aufwandes wird die Parteientschädigung 

(inkl. Auslagenersatz, exkl. MWSt; vgl. Urteil BVGer C-1741/2014 vom 

28. April 2016 E. 8.3 mit Hinweisen) auf Fr. 2'800.- festgelegt (Art. 10 

VGKE). 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Für das Urteilsdispositiv wird auf die nächste Seite verwiesen). 

C-2011/2019 

Seite 25 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als die Verfügung vom 

18. März 2019 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zurückgewie-

sen wird, damit sie die erforderlichen zusätzlichen Abklärungen und Beur-

teilungen im Sinne von Ziff. 7.4 und 9.1 - 9.4 der Erwägungen vornehme 

und anschliessend neu verfüge. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der Beschwerdeführerin wird 

der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 800.- nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Urteils zurückerstattet. 

3.  

Der Beschwerdeführerin wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'800.- zu-

gesprochen, die nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils von 

der Vorinstanz zu leisten ist. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Formular Zahladresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

 

 

 

 

 

(Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen). 

  

C-2011/2019 

Seite 26 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

David Weiss Roland Hochreutener 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

 

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