# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7329c6cc-a58a-506d-9d3c-bf58f17253c0
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-11
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 11.10.2021 SB210280
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB210280_2021-10-11.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 
 

Geschäfts-Nr.: SB210280-O/U/cwo 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. M. Langmeier, Präsident, lic. iur. S. Volken 

und Ersatzoberrichter lic. iur. K. Vogel sowie der Gerichtsschreiber 

M.A. HSG M. Wolf-Heidegger 

Urteil vom 11. Oktober 2021 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis,  
vertreten durch Leitende Staatsanwältin lic. iur. C. Wiederkehr, 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend mehrfache Sachbeschädigung etc.  
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Affoltern  
vom 31. August 2020 (DG200002) 
  

- 2 - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 31. März 2020 

(Urk. 18) ist diesem Urteil beigeheftet. 

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 77 S. 52 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB 

(Dossier-Nr. 1); 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier-Nr. 6); 

− des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in 

Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 6); 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinn e von Art. 95 Abs. 1 lit. 

a SVG (Dossier-Nr. 2); 

− der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im 

Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG (Dossier-Nr. 2); 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

(Dossier-Nr. 1 u. 5); 

− der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 

AIG (Dossier-Nr. 7); 

− der mehrfachen Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne gültigen 

Fahrausweis im Sinne von Art. 57 Abs. 3 PBG in Verbindung mit Art. 20 PBG 

(Dossier-Nr. 4).  

2. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf  

− der Sachbeschädigung mit grossem Schaden im Sinne von Art. 144 Abs. 1 in 

Verbindung mit Abs. 3 StGB (Dossier-Nr. 1); 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier-Nr. 6); 

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− des einfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB betreffend das 

Mobiltelefon (Dossier-Nr. 6). 

3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit 

heute 5 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr.  500.–. 

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. Die Busse ist zu bezahlen. 

5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

6. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes 

verwiesen. 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 

beschlagnahmten 2 Klebebänder mit Glasscherben (Asservat-Nr. A012'037'353) 

werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung resp. gutscheinenden 

Verwendung überlassen.  

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 

beschlagnahmten 2 Nothämmer (Asservat-Nr. A012'037'400) werden den B._____ 

auf deren erstes Verlangen herausgegeben. Sollten sich die B._____ bis am 31. 

Oktober 2020 bei der zuständigen Lagerbehörde nicht melden, werden dieser die 

beiden Nothämmer zur gutscheinenden Verwendung überlassen.  

9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 

beschlagnahmte Paar braune Herrenschuhe, Grösse 43.5 (Asservat-Nr. 

A012'037'411), wird dem Beschuldigten auf dessen erstes Verlangen herausge-

geben. Sollte sich der Beschuldigte bis am 31. Oktober 2020 bei der zuständigen 

Lagerbehörde nicht melden, wird dieser das Paar Schuhe zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen. 

10. Es wird festgestellt, dass folgende beiden Privatkläger keine Zivilforderungen 

gestellt haben: 

- Privatkläger 4, C._____ (Dossier-Nr. 6); 
- Privatklägerin 6, D._____ Zürich AG (Dossier-Nr. 6). 

11. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 1, B._____ (Dossier-Nr. 1), im Betrag von Fr. 2'338.20 

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Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin 1 auf den Weg 

des Zivilprozesses verwiesen.  

12. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 3, E._____ Versicherung (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 258.10 

Schadenersatz anerkannt hat.  

13. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung des 

Privatklägers 5, F._____ (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 400.– Schadenersatz 

anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger 5 auf den Weg des 

Zivilprozesses verwiesen.  

14. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 7, G._____ AG (Dossier-Nr. 4), im Betrag von Fr. 390.– 

Schadenersatz anerkannt hat.  

15. Der Privatkläger 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird mit seinem 

Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.  

16. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird 

abgewiesen.  

17. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'400.–   Gebühr für das Vorverfahren; 
 
 

Fr. 10'776.–   Auslagen Polizei; 

Fr.  10'739.40   Kosten für die amtliche Verteidigung (inkl. 7.7% MwSt.). 

Allfällige weitere Kosten (Barauslagen usw.) bleiben vorbehalten. 

18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden, mit 

Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung, dem Beschuldigten auferlegt.  

19. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Staatskasse 

genommen. Die Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.  

20. (Mitteilung) 

21. (Rechtsmittel)" 

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Berufungsanträge: 
(Prot. II S. 3 f.) 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten: 

(Urk. 94 S. 1) 

1. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit nicht mehr als 12 Monaten 

Freiheitsstrafe (wovon 5 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit 

einer Busse von Fr. 250.–. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bedingt aufzuschieben unter An-

setzung einer Probezeit von 4 Jahren. 

3. Eventualiter sei die Strafe im Umfang von 6 Monaten bedingt 

aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren. 

4. Von einer Landesverweisung sei abzusehen. 

5. Die amtliche Verteidigung sei für ihre Aufwendungen vollumfänglich zu 

entschädigen. 

6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse. 

b) Der Staatsanwaltschaft: 

(Urk. 83) 

Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils. 

Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1.  Mit dem eingangs im Dispositiv wiedergegebenen Urteil der Vorinstanz vom 

31. August 2020 wurde der Beschuldigte A._____ anklagegemäss diverser 

Delikte schuldig und betreffend einige Tatvorwürfe frei gesprochen. Er wurde mit 

einer unbedingten Freiheitsstrafe von 14 Monaten bestraft und für 5 Jahre des 

Landes verwiesen (Urk. 77 S. 52 f.). Gegen diesen Entscheid liess der 

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Beschuldigte durch seine amtliche Verteidigung mit Eingabe vom 18. September 

2020 innert gesetzlicher Frist Berufung anmelden (Art. 399 Abs. 1 StPO; Urk. 57). 

Die Berufungserklärung der Verteidigung ging ebenfalls innert gesetzlicher Frist 

beim Berufungsgericht ein (Art. 399 Abs. 3 StPO; Urk. 79). Die Anklagebehörde 

hat mit Eingabe vom 10. Juni 2021 innert Frist mitgeteilt, dass auf 

Anschlussberufung verzichtet wird (Urk. 83; Art. 400 Abs. 2 f. und Art. 401 StPO). 

Beweisergänzungsanträge wurden im Berufungsverfahren nicht gestellt (Art. 389 

Abs. 3 StPO; Urk. 79 und 83).  

2.  Die Verteidigung hat die Berufung in ihrer Berufungserklärung ausdrücklich 

beschränkt (Urk. 79; Art. 399 Abs. 4 StPO). Die Anklagebehörde beantragt 

die Bestätigung des angefochtenen Entscheides (Urk. 83). Demnach sind im 

Berufungsverfahren einzig die Höhe und der Vollzug der Sanktion 

(Urteilsdispositiv-Ziffer 3 bis 5) sowie die Landesverweisung (Urteilsdispositiv-

Ziffer 6) angefochten. Im Übrigen Umfang ist das vorinstanzliche Urteil in 

Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels Beschluss festzustellen ist (Art. 404 

StPO). 

II. Sanktion 

1.1.  Im Hauptverfahren beantragte die Anklagebehörde eine Bestrafung des 

Beschuldigten bei anklagegemässer Verurteilung mit 20 Monaten Freiheitsstrafe 

und einer Busse von Fr. 500.– (Urk. 77 S. 4). Die Verteidigung beantragte im 

Hauptverfahren (bei einer lediglich teilweisen Verurteilung gemäss Anklage) eine 

Bestrafung mit "nicht mehr als" 6 Monaten Freiheitsstrafe und einer Busse von 

Fr. 250.– und – wie auch im Berufungsverfahren – eventualiter, bei anklagege-

mässer Verurteilung, eine Bestrafung mit 12 Monaten Freiheitsstrafe und einer 

Busse von Fr. 250.– (Urk. 77 S. 5; Urk. 94 S. 1). Die Vorinstanz sprach den 

Beschuldigten in einigen Anklagepunkten frei und bestrafte ihn mit einer 

Freiheitsstrafe von 14 Monaten und einer Busse von Fr. 500.– (Urk. 77 S. 52 f.). 

1.2.  Zur Bemessung des anwendbaren Strafrahmens sowie den allgemeinen 

Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung wird auf die entsprechenden 

Erwägungen der Vorinstanz verwiesen (Urk. 77 S. 25-28; Art. 82 Abs. 4 StPO). 

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2.1.  Die Vorinstanz hat in Abgeltung des Schuldspruchs der Störung des 

Eisenbahnverkehrs (Anklageziffer 1.1. Dossier 1) eine Einsatzstrafe von 9 

Monaten bemessen. Der Beschuldigte habe objektiv mit seinem zerstörerischen 

Verhalten verursacht, dass die Zugseinheit gestoppt werden musste und die 

verunreinigten Wagons mitsamt zwei eingeschlagenen Scheiben nicht mehr zur 

Personenbeförderung verwendet werden konnten. Durch sein Verhalten, 

insbesondere aufgrund der herausgeschlagenen Scheiben, habe er auch andere 

Personen gefährdet. Subjektiv habe er vorsätzlich und einzig mit dem Motiv 

blinder Zerstörungswut gehandelt. Das Verschulden wiege allerdings im Bereich 

des Möglichen noch verhältnismässig leicht (Urk. 77 S. 28 f.). Dies ist – entgegen 

der Verteidigung (Urk. 94 S. 9) – grundsätzlich zutreffend und hierfür wäre auch 

eine Einsatzstrafe von 9 Monaten Freiheitsstrafe angemessen.  

Allerdings ist die vorinstanzliche Strafzumessung wie folgt zu ergänzen: Die Ver-

teidigung hat im bisherigen Verfahren pauschal dafür gehalten, "möglicherweise 

bestehe mit Bezug auf die Sachbeschädigungen ein Zusammenhang zur 

psychischen Belastungssituation des Beschuldigten, die sich auf seine Einsichts- 

oder Steuerungsfähigkeit auswirkte". Diese Umstände seien bei den 

Anklagevorwürfen 1.1., 1.2. und 1.5. strafmindernd zu berücksichtigen (Urk. 39 

S. 15). Im Berufungsverfahren machte die Verteidigung sodann geltend, dass der 

Beschuldigte zur Tatzeit unter Einfluss von erheblichen Mengen Alkohol 

gestanden habe, was seine Einsichts- und Steuerungsfähigkeit insbesondere mit 

Blick auf die Gefährdung anderer Personen zumindest vermindert haben dürfte 

(Urk. 94 S. 9). 

Die Vorinstanz hat sich bei der Strafzumessung nicht mit einer möglichen 

eingeschränkten Schuldfähigkeit des Beschuldigten auseinandergesetzt. 

Sinngemäss hat sie das Vorliegen eines Strafmilderungsgrundes verneint (Urk. 77 

S. 26 und S. 32 f.).  

Der Beschuldigte wies bei seiner Verhaftung nach seiner Randale im S-Bahn-Zug 

eine Atemluftalkoholkonzentration von 0,69 mg/L auf (Urk. 1 S. 5). In seiner 

ersten polizeilichen Einvernahme gab er an, in der Nacht vor der Tat erhebliche 

Mengen Alkohol getrunken zu haben (Urk. 6/4 S. 2 f.). Die gemessene 

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Atemluftalkoholkonzentration entspricht einer Blutalkoholkonzentration von knapp 

1,6 Gewichtspromillen und damit einer doch erheblichen Berauschung.  

Immerhin für die Taten vom 17. November 2018 (Anklageziffern 1.1. und 1.5) 

muss dem Beschuldigten somit alkoholbedingt eine gewisse Einschränkung der 

Steuerungsfähigkeit zugestanden werden.  

Für eine weitergehende, generelle Einschränkung der Schuldfähigkeit fehlen 

jedoch die entsprechenden Indizien: Es wird nicht geltend gemacht, dass der 

Beschuldigte bei den unerlaubten Fahrten betrunken gewesen wäre (Urk. 39 

S. 11). In der Nacht der versuchten und vollendeten Fahrzeugeinbrüche war er 

wohl angetrunken, aufgrund der gezielten Vorgehensweise und seiner doch 

detailliert erhaltenen Erinnerung jedoch nicht massiv berauscht (Prot. I S. 25 ff.). 

Eine für seine psychische Stabilität begonnene Psychotherapie hat der 

Beschuldigte abgebrochen, jedoch ohne externe Hilfe eine weitgehende Alkohol- 

und Drogenabstinenz erreichen können (Prot. I S. 18 f.). Bereits an der 

Hauptverhandlung liess er sich durch seine Verteidigung als stabilisiert darstellen 

(Urk. 39 S. 16), was sich auch aufgrund des persönlichen Eindrucks an der 

Berufungsverhandlung bestätigte. 

Unter Berücksichtigung der immerhin leicht eingeschränkten Steuerungsfähigkeit 

und dem noch verhältnismässig leichten Verschulden ist die Einsatzstrafe für die 

Störung des Eisenbahnverkehrs (Anklageziffer 1.1. Dossier 1) somit auf 6 Monate 

festzusetzen. 

2.2.  Ihre Einsatzstrafe hat die Vorinstanz in Abgeltung des mehrfachen 

Diebstahls diverser Gegenstände aus zwei parkierten Fahrzeugen (Anklageziffer 

1.2. Dossier 6) um einen Monat Freiheitsstrafe erhöht. Objektiv wären die 

Schadensposten betragsmässig nicht sehr hoch, subjektiv habe der Beschuldigte 

vorsätzlich und einzig zu seiner Bereicherung gehandelt (Urk. 77 S. 29). Diese 

Straferhöhung ist zwar eigentlich wohlwollend: Der Beschuldigte ist dreist in eine 

Tiefgarage eingedrungen, in welcher die Eigentümer der Fahrzeuge ihr Eigentum 

in Sicherheit wähnen durften. Sodann hatte er zweifellos eine deliktische Absicht 

auf einen jeweils unbestimmten, jedoch möglichst grossen Wert des gesuchten 

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Diebesgutes. Insgesamt ist die unter Berücksichtigung des Asperationsprinzips 

festgesetzte Strafe von einem Monat Freiheitsstrafe jedoch zu übernehmen, da 

die Taten nicht von langer Hand geplant waren und da der Beschuldigte mit dem 

ursprünglichen Motiv in die Tiefgarage eindrang, sich dort mit seiner damaligen 

Freundin aufzuhalten, zumal er nicht, wie geplant, in die sich im gleichen 

Gebäude befindliche Wohnung seiner Schwester gelangen konnte (Urk. 6/7 S. 5; 

Urk. 6/10 S. 6 f.; Prot. I S. 26 ff.). 

2.3.  Gleiches gilt, wenn die Vorinstanz in der Folge den versuchten Diebstahl 

von Vermögenswerten aus 17 weiteren Fahrzeugen (Anklageziffer 1.2. Dossier 6) 

mit einer weiteren Straferhöhung um einen Monat Freiheitsstrafe sanktioniert 

(Urk. 77 S. 29). Auch diese ist zu übernehmen, da das Verschulden den 

Umständen entsprechend und unter Berücksichtigung sämtlicher möglicher 

Tatvarianten leicht wiegt.  

2.4.  In keiner Weise überrissen ist sodann die weitere Straferhöhung um 2 

Monate Freiheitsstrafe wegen fünffachen Fahrens ohne Fahrberechtigung in drei 

Kantonen (Anklageziffern 1.3. und 1.4. Dossier 2). Zum Vergleich: Die 

Strafmassempfehlungen der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich sehen 

für einen Ersttäter (was der Beschuldigte nicht ist) eine Strafe von 15 

Tagessätzen Geldstrafe pro inkriminierter Fahrt und für Wiederholungstäter eine 

solche von ab 45 Tagessätzen Geldstrafe vor. Entsprechend ist die 

vorinstanzliche Straferhöhung um 2 Monate zu übernehmen. 

2.5.  Weiter nicht zu beanstanden und zu übernehmen ist die nächste Erhöhung 

der Einsatzstrafe um einen Monat Freiheitsstrafe wegen Vereitelung einer 

Massnahme zur Feststellung der Fahrunfähigkeit (Anklageziffer 1.4. Dossier 2; 

Urk. 77 S. 30). Der Beschuldigte verweigerte sich mit der Vorinstanz vorsätzlich 

und grundlos, trotz eines positiven Cannabis-Schnelltestresultats.  

2.6.  Die Beurteilung der Vorinstanz, der Beschuldigte habe bei seiner 

blindwütigen Zerstörungsaktion im Zug (Anklageziffer 1.1. Dossier 1) keinen 

Schaden von über Fr. 10'000.– verursacht respektive Solches nicht in Kauf 

genommen, ist grundsätzlich ebenfalls wohlwollend ausgefallen (Urk. 77 S. 15-

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17). Ausgehend von den mehrfachen einfachen Sachbeschädigungen 

(Anklageziffer 1.1. Dossier 1 und Anklageziffer 1.5. Dossier 5) mit einem 

Strafrahmen bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe für eine deliktische Tat wiegt das 

Verschulden der mehrfachen diesbezüglichen Taten des Beschuldigten eigentlich 

erheblich. Wenn die Vorinstanz die Einsatzstrafe in Abgeltung dafür – lediglich – 

um weitere drei Monate Freiheitsstrafe erhöht hat, ist dies grundsätzlich zu milde. 

Jedoch hat die Vorinstanz, wie zuvor erwogen, nicht berücksichtigt, dass dem 

Beschuldigten für diese Taten, welche am 17. November 2018 verübt wurden, 

eine teilweise verminderte Steuerungsfähigkeit infolge erheblichen 

Alkoholkonsums zugestanden werden muss (vgl. E. II.2.1.). Vor diesem 

Hintergrund erscheint auch die vorinstanzliche Beurteilung, der Beschuldigte habe 

nicht abschätzen können, dass er mit seinen Handlungen einen schweren 

Schaden verursachen könnte, als nicht unhaltbar. Entsprechend – und unter 

Berücksichtigung der leicht verminderten Steuerungsfähigkeit zum Tatzeitpunkt – 

ist die Strafe für die mehrfachen Sachbeschädigungen um weitere 2 Monate 

Freiheitsstrafe zu erhöhen. 

2.7.  Auch die Bestrafung des Beschuldigten für die Missachtung seiner Aus-

grenzung mit – asperiert – einem Monat Freiheitsstrafe entspricht dem üblichen 

Strafmass in vergleichbaren Fällen und ist nicht zu beanstanden (Urk. 77 S. 31).  

2.8.  Entsprechend ist die Strafe für die vom Beschuldigten begangenen Taten 

nach Beurteilung der Tatkomponente auf 14 Monate Freiheitsstrafe festzusetzen. 

3.1.  Zur Täterkomponente hat die Vorinstanz den Werdegang und die per-

sönlichen Verhältnisse des Beschuldigten angeführt (Urk. 77 S. 31 ff.). An der 

Berufungsverhandlung wurde aktualisiert, dass der Beschuldigte sich in der 

Zwischenzeit von der Mutter seines Sohnes getrennt habe und beide wieder über 

neue Partner verfügen. Er habe sich zwischenzeitlich rund ein halbes Jahr in 

Österreich aufgehalten und sei dort auch vereinzelt einer Erwerbstätigkeit nach-

gegangen. Er sei jedoch regelmässig über Wochenenden wieder in die Schweiz 

gekommen, um seinen Sohn besuchen zu können. Seit seiner Rückkehr etwa im 

August 2021 wohne er wieder bei seiner Mutter und bezahle ihr für Kost und 

Logis einen monatlichen Beitrag von Fr. 500.–. Er habe wieder regelmässigen 

- 11 - 

Kontakt zu seinem Sohn, und die Beziehung zu seinem Sohn sei in der 

Zwischenzeit auch gerichtlich geregelt worden. In diesem Zusammenhang 

komme er mit einem monatlichen Unterhaltsbeitrag von rund Fr. 1'000.– für den 

Unterhalt des Sohnes auf und könne diesen derzeit jeden zweiten Samstag 

sehen, wobei sich die Besuche ab Mitte des kommenden Jahres auf gesamte 

Wochenenden alle zwei Wochen erstrecken würden. Er sei nicht mehr in 

ärztlicher Behandlung wegen seiner Leistenverletzung und versuche den 

andauernden Schmerzen mit CBD-Zigaretten entgegenzuwirken. Er bemühe sich 

um eine Festanstellung mit einem fixen monatlichen Lohn; dies sei jedoch 

aufgrund der spezifischen Arbeitstätigkeit von Eisenlegern schwierig. Auch habe 

er vermehrt Stellenangebote angenommen und diese teilweise verlassen 

(müssen), da ihm kein schriftlicher Vertrag ausgestellt oder gemachte 

Versprechungen nicht eingehalten worden seien. Er gehe jedoch weiterhin seiner 

Tätigkeit als Eisenleger nach und bestätigte auf mehrfache Fragen, auch in der 

Zeit nach der Berufungsverhandlung Arbeitseinsätze zu absolvieren (Urk. 93 S. 2 

ff.).  

3.2. Eine besondere Strafempfindlichkeit weist der Beschuldigte nicht auf. Die 

Vorinstanz hat ihm seine schwierige Kindheit und Jugend "deutlich strafmindernd" 

angerechnet. Dies kann übernommen werden. Anschliessend hat die Vorinstanz 

die zahlreichen Vorstrafen des Beschuldigten im In- und Ausland "deutlich 

straferhöhend" berücksichtigt, was ohne Weiteres zutreffend und zu übernehmen 

ist. Schliesslich hat die Vorinstanz zum Nachtatverhalten die 

Geständnisbereitschaft des Beschuldigten strafmindernd angerechnet (Urk. 77 

S. 33-35). Insgesamt hat sie die nach der Beurteilung der Tatkomponenten 

bemessene hypothetische Einsatzstrafe von 18 Monaten Freiheitsstrafe in 

Berücksichtigung der genannten erhöhenden wie mindernden Täterkomponenten 

merklich auf letztlich 14 Monate Freiheitsstrafe reduziert. Unter Berücksichtigung 

des Umstandes, dass die zahlreichen Vorstrafen des Beschuldigten dessen – 

fraglos – schwierige Kindheit dennoch klar überwiegen, erscheint die 

vorinstanzliche Reduktion der Strafe um rund ein Fünftel – auch bei 

angemessener Berücksichtigung seines Nachtatverhaltens – als zu grosszügig. 

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Entsprechend ist die festgesetzte Strafe von 14 Monaten nach Beurteilung der 

Täterkomponente um 2 Monate auf 12 Monate Freiheitsstrafe zu reduzieren. 

3.3. Der Beschuldigte ist somit für die zahlreichen Schuldsprüche gesamthaft mit 

einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen. Eine andere Strafart als eine 

Freiheitsstrafe steht bei dieser Sanktionshöhe schon objektiv nicht zur Diskussion 

(Art. 34 Abs. 1 StGB) und wird seitens der Verteidigung auch nicht verlangt 

(Urk. 39; Urk. 94).  

4.  Der Anrechnung der erstandenen 5 Tage Haft steht nichts entgegen (Art. 51 

StGB).  

5.  Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für das zweimalige Benützen eines 

öffentlichen Busses ohne Busbillet (Anklageziffer 1.7 Dossier 4) gemäss dem 

Antrag der Anklagebehörde (Urk. 41 S. 1) mit einer Busse von Fr. 500.– bestraft 

(Urk. 77 S. 26 und S. 35 f.). Diese Bussenhöhe ist unbegründet und überhöht. Der 

Beschuldigte ist vielmehr dem Antrag der Verteidigung folgend mit einer Busse 

von Fr. 250.– zu bestrafen (Urk. 39 S. 1). Die Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall des 

schuldhaften Nichtbezahlens der Busse ist auf zwei Tage festzusetzen.  

6.1.  Die Vorinstanz hat dem Beschuldigten mit einlässlicher Begründung den 

vollständig bedingten Vollzug der Freiheitsstrafe verweigert (Urk. 77 S. 37 f.). 

Darauf kann grundsätzlich verwiesen werden. 

6.2. Die Verteidigung konzedierte vor Vorinstanz freimütig, "dass die 

Legalprognose des Beschuldigten aufgrund seiner Vorstrafen nicht besonders 

günstig ausfallen dürfte" und beantragt – eventualiter – die Gewährung des 

teilbedingten Strafvollzugs (Urk. 39 S. 2 und S. 16). Im Berufungsverfahren 

brachte sie jedoch vor, dass der Beschuldigte in der Zwischenzeit für sein eigenes 

Leben und für seinen Sohn Verantwortung übernommen habe. Er habe seine 

Strafen abbezahlt, gehe einer Erwerbstätigkeit nach und bemühe sich ernsthaft 

um regelmässigen Kontakt und ein gutes Verhältnis zu seinem Sohn. Diese 

Bemühungen des Beschuldigten seien zu berücksichtigen, weil ihm mit der 

Ausfällung einer Freiheitsstrafe erstmals eine unmittelbar spürbare Sanktion 

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drohe, die möglicherweise auch eine gewisse Vorwirkung zeitigen würde (Urk. 94 

S. 12). 

6.3. Diesen Ausführungen kann aufgrund des persönlichen Eindrucks des 

Beschuldigten anlässlich der Berufungsverhandlung zugestimmt werden: Beim 

Beschuldigten ist seit dem erstinstanzlichen Verfahren eine klare 

Verhaltensverbesserung ersichtlich. Er erklärte glaubhaft, von seinem – teilweise 

exzessiven – Alkoholkonsum Abstand genommen zu haben und dass er sich nun 

einem geregelten Leben und der Beziehung zu seinem Sohn zuwenden wolle 

(Urk. 93 S. 2 ff.). Dass er es damit ernst meint, geht auch aus dem Entscheid des 

Familiengerichts des Bezirksgerichts Baden vom 20. August 2021 hervor, in 

welchem ihm neben der geteilten elterlichen Sorge über seinen Sohn auch ein 

Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende eingeräumt wurde und gemäss 

welchem er sich verpflichtete, der Kindsmutter einen monatlichen Beitrag an die 

Unterhaltskosten des gemeinsamen Sohnes von rund Fr. 1'000.– zu bezahlen 

(Urk. 95/7). Anlässlich der Berufungsverhandlung reichte er sodann auch 

Zahlungsbelege für zwei monatliche Unterhaltsbeitragsraten ein, um seine 

Bemühungen zu belegen (Urk. 95/8-9). Die derzeit noch unbeständige 

Erwerbstätigkeit des Beschuldigten ist sodann offensichtlich weniger seinen 

fehlenden Bemühungen, sondern mehr seinem Beruf als Eisenleger, in welchem 

Anstellungen eher selten in Form eines unbefristeten Arbeitsvertrags erfolgen, 

geschuldet. Auch zeigte er sich an anlässlich der Berufungsverhandlung 

durchwegs reuig. Trotz alledem bestehen aufgrund seiner langjährigen 

Delinquenz und der zahlreichen Vorstrafen gewisse Vorbehalte für eine günstige 

Legalprognose, welche auch im Berufungsverfahren einen vollständig bedingten 

Vollzug der Strafe verunmöglichen. Diesen Bedenken scheint jedoch mit einem 

teilbedingten Vollzug der Freiheitsstrafe genügend Rechnung getragen. So dürfte 

dem Beschuldigten ein teilweiser Vollzug einer Freiheitsstrafe genügend Eindruck 

machen, um ihn langfristig vor einer weiteren Delinquenz abzuhalten. 

Entsprechend ist der Vollzug der Freiheitsstrafe im Umfang von 6 Monaten 

aufzuschieben und die Probezeit auf 4 Jahre festzusetzen. Im Übrigen (6 Monate) 

ist die Freiheitsstrafe sodann zu vollziehen (Art. 43 Abs. 1 StGB). 

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7.1.  Die Vorinstanz hat den Beschuldigten für 5 Jahre des Landes verwiesen 

(Urk. 77 S. 53). Der Beschuldigte verlangt im Berufungs- wie bereits im 

Hauptverfahren, es sei von einer Landesverweisung abzusehen (Urk. 39 S. 2 und 

Urk. 79 S. 2).  

7.2.  Vorab wird auf die ausführliche Darstellung der theoretischen Grundsätze 

zur Landesverweisung im angefochtenen Entscheid verwiesen (Urk. 77 S. 38-40 

und S. 43f.). 

7.3.  Der Beschuldigte hat durch die Störung des Eisenbahnverkehrs eine 

Katalogtat begangen, was grundsätzlich obligatorisch zu einer Landesverweisung 

führt (Art. 66a Abs. 1 lit. k StGB), sofern nicht kumulativ von einem schweren 

persönlichen Härtefall ausgegangen werden muss und das Interesse des 

Beschuldigten am Verbleib in der Schweiz das öffentliche Interesse an einer 

Ausweisung überwiegt (Art. 66a Abs. 2 StGB). 

7.4. Der Beschuldigte kam gemäss seinen Aussagen im Jahr 2001 – im Alter von 

7 Jahren – mit seiner Schwester und seiner Mutter aus seinem Heimatland 

Österreich in die Schweiz. Er wuchs somit den grössten Teil seiner Kindheit und 

Jugend in der Schweiz auf und besuchte hier auch verschiedene 

Bildungsinstitutionen, wenn ihm auch der Besuch von öffentlichen Schulen 

aufgrund der Folgen seiner problembelasteten Kindheit grösstenteils verwehrt 

blieb (Prot. I S. 11). Der Beginn der Adoleszenz war geprägt von sich 

abwechselnden Aufenthalten in Österreich und in der Schweiz, wobei ihm 

aufgrund der vorbestehenden Delinquenz mehrmals keine Aufenthaltsbewilligung 

für die Schweiz erteilt und er zur Ausreise angehalten wurde (vgl. vorinstanzliche 

Erwägungen mit Hinweisen in Urk. 77 S. 40 f.). Erst im Jahr 2020 wurde ihm der 

Aufenthalt in der Schweiz unter Auflagen und befristet bis Ende Juni 2021 

bewilligt. Nach der Trennung von der Mutter seines Kindes begab er sich gegen 

Ende des Jahres 2020 für einen längeren Aufenthalt nach I._____ (Urk. 40/2). 

Seit seiner Rückkehr aus Österreich in die Schweiz im Sommer 2021 ist sein 

Aufenthaltsstatus noch ungeklärt. Er gab jedoch an, dass es er sich um eine 

eigene Wohnung und auch um eine fünfjährige Aufenthaltsbewilligung bemühe, 

weil er seine Verantwortung als Vater wahrnehmen und für seinen Sohn 

- 15 - 

aufkommen wolle (Urk. 93 S. 15). Während der Beschuldigte damit zwar einen 

Grossteil seiner Adoleszenz nur teilweise in der Schweiz verbracht hat, hat er 

aufgrund seines prägenden Aufenthalts in der Schweiz während seiner Kindheit 

und Jugend dennoch als in der Schweiz aufgewachsen zu gelten, was in aller 

Regel als starkes Indiz für das Vorliegen von genügend starken privaten 

Interessen und damit für die Bejahung eines Härtefalls zu werten ist (Art. 66a 

Abs. 2 Satz 2 StGB; BGE 146 IV 105 E. 3.4.). Auch erscheint aufgrund seiner 

Aussagen klar, dass er in der Schweiz verwurzelt ist und J._____ als seine 

Heimat betrachtet (Urk. 93 S. 11), auch wenn ihm eine vertiefte wirtschaftliche 

und persönliche Integration in seiner Erwachsenenzeit grösstenteils durch die als 

Folge seiner schwierigen Kindheit zu wertende Delinquenz nur zögerlich möglich 

war. 

Der Beschuldigte hat weiter als Kernfamilie in der Schweiz einen gut 

zweieinhalbjährigen Sohn, um den er sich sichtlich bemüht. So ist ausgewiesen, 

dass er sich trotz seiner derzeit noch instabilen Anstellungsverhältnisse 

verpflichtet hat, einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'000.– für seinen Sohn zu 

bezahlen, was er nachweislich auch tut (Urk. 95/7-9). Er hat regelmässigen 

Kontakt zu seinem Sohn, seit eine entsprechende Vereinbarung der Eltern über 

ein Besuchsrecht des Beschuldigten gerichtlich genehmigt wurde (Urk. 95/7). Mit 

der Verteidigung (Urk. 94 S. 13) ist davon auszugehen, dass es dem 

Beschuldigten aufgrund des Alters seines Sohnes nur schwer möglich bis 

unmöglich sein dürfte, von Österreich aus weiterhin regelmässigen Kontakt zu 

seinem Sohn zu pflegen. So habe sich dies auch während seines halbjährigen 

Aufenthalts in Österreich als schwierig bis unmöglich präsentiert, weshalb er das 

"Experiment" frühzeitig abgebrochen habe (Urk. 93 S. 19; Urk. 94 S. 9 und S. 13). 

Unter diesen Umständen würde eine Landesverweisung für den Beschuldigten 

zweifelsohne zu einer massiven Beeinträchtigung der Beziehung zu seinem Sohn 

bis hin zu deren Verlust und damit auch zu einem schweren persönlichen 

Härtefall führen. 

Des Weiteren lebt der Grossteil seiner engsten Familie, mit der er noch Kontakt 

hat, in der Schweiz. Er lebt derzeit bei seiner Mutter und auch seine Schwester ist 

- 16 - 

weiterhin in der Schweiz wohnhaft. Zwar hat der Beschuldigte noch seinen 

leiblichen Vater in Österreich. Er hat jedoch nachvollziehbar geschildert, dass er 

zu diesem praktisch keinen Kontakt pflegt und der wenige vorhandene Kontakt 

sich als schwierig gestalte (Urk. 93 S. 19 f.). 

Aufgrund des Gesagten ist daher davon auszugehen, dass eine 

Landesverweisung für den Beschuldigten einen schweren persönlichen Härtefall 

bewirken würde. 

7.5. Trotz Vorliegens eines schweren persönlichen Härtefalls ist ein straffälliger 

Ausländer des Landes zu verweisen, wenn die öffentlichen Interessen an der 

Landesverweisung die privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in der 

Schweiz überwiegen (Art. 66a Abs. 2 StGB Satz 1, 2. Halbsatz). Wie gross das 

öffentliche Interesse an der Landesverweisung ist, hängt von der Art der 

begangenen Straftaten und vom Ausmass der Rückfallgefahr ab. Je schwerer die 

Delikte sind, desto geringer muss das Rückfallrisiko sein, um eine Wegweisung 

des Täters aus der Schweiz zu rechtfertigen. 

Vorliegend einschlägige Katalogtat ist die vorsätzliche Störung des Eisenbahn-

verkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB. Diese Bestimmung enthält eine 

Strafandrohung von Geldstrafe bis zu 20 Jahren Freiheitsstrafe. Soweit seine 

Taten am 17. November 2018 diesen Tatbestand erfüllen, ist eine Bestrafung des 

Beschuldigten mit 6 Monaten Freiheitsstrafe angemessen (s. vorstehend E. 

II.2.1). Es liegt demnach – bei einer konkreten Strafe von nur gerade 2,5 % der 

Maximalstrafe – eine Straftat sehr geringer Schwere vor. Auch das Ausmass der 

Rückfallgefahr des Beschuldigten ist nicht hoch: Zwar kann ihm – wie unter E. 

II.6.3 vorstehend erwogen – insbesondere angesichts seines Vorstrafenregisters 

keine vorbehaltlos günstige Prognose gestellt werden. Es ist jedoch davon 

auszugehen, dass der teilbedingte Vollzug der ausgesprochenen Freiheitsstrafe 

den Beschuldigten nachhaltig von der Begehung weiterer Straftaten abhalten 

wird, nachdem er bislang einzig relativ geringfügige Strafen von bis zu 120 

Tagessätzen Geldstrafe zu verbüssen hatte. Diese Annahme wird, wie gesehen, 

bestärkt dadurch, dass er sich seit der Geburt seines Sohnes am tt.mm 2019 

bemerkenswert entwickelt hat und belegtermassen Verantwortung für diesen 

- 17 - 

übernimmt. Ein massgebliches öffentliches Interesse an einer Landesverweisung 

des Beschuldigten besteht damit nicht.  

Demgegenüber sind die privaten Interessen des Beschuldigten, welche auch für 

das Vorliegen eines Härtefalls ausschlaggebend sind, an einem Verbleib in der 

Schweiz klar gewichtiger. Eine Landesverweisung würde den in der Schweiz 

geborenen Beschuldigten entwurzeln und neben seiner Beziehung zu seiner 

Mutter und seiner Schwester namentlich die Beziehung zu seinem Sohn stark 

beeinträchtigen. 

7.6. Zusammengefasst ist daher vorliegend von der Anordnung einer 

Landesverweisung im Sinne von Art. 66a StGB abzusehen. 

III. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1.  Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 2'500.− festzu-

setzen. 

2.  Der appellierende Beschuldigte obsiegt im Berufungsverfahren mit seinen 

Anträgen vollumfänglich. Daher sind die Kosten des Berufungsverfahrens, 

einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung, vollumfänglich auf die 

Gerichtskasse zu nehmen (Art. 428 StPO).  

3. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten, Rechtsanwalt lic. iur. X._____, 

macht im Berufungsverfahren – noch ohne Berufungsverhandlung –

Aufwendungen von 19.6 Stunden bzw. Fr. 4'312.– (exkl. MwSt.) sowie Auslagen 

in Höhe von Fr. 73.50 (exkl. MwSt.) und damit ein Honorar von Fr. 4'723.20 (inkl. 

MwSt.) geltend (Urk. 96). Diese Aufwendungen und Auslagen sind ausgewiesen 

und angemessen. Unter Einbezug der Aufwendungen für den Weg zu und von 

sowie die Teilnahme an der Berufungsverhandlung, ist der amtliche Verteidiger 

des Beschuldigten für das Berufungsverfahren mit pauschal Fr. 5'400.– (inkl. 

MwSt. und Auslagen) zu entschädigen. 

  

- 18 - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 

31. August 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig 

− der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB 

(Dossier-Nr. 1); 

− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB   

(Dossier-Nr. 6); 

− des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 6); 

− des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 

Abs. 1 lit. a SVG (Dossier-Nr. 2); 

− der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit 

im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG (Dossier-Nr. 2); 

− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB 

(Dossier-Nr. 1 u. 5); 

− der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 

Abs. 1 AIG (Dossier-Nr. 7); 

− der mehrfachen Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne 

gültigen Fahrausweis im Sinne von Art. 57 Abs. 3 PBG in Verbindung 

mit Art. 20 PBG  (Dossier-Nr. 4).  

2. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf  

− der Sachbeschädigung mit grossem Schaden im Sinne von Art. 144 

Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB (Dossier-Nr. 1); 

− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier-Nr. 6); 

− des einfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB betreffend 

das Mobiltelefon (Dossier-Nr. 6). 

- 19 - 

3.-6. (…) 

7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 

2020 beschlagnahmten 2 Klebebänder mit Glasscherben (Asservat-Nr. 

A012'037'353) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung 

resp. gutscheinenden Verwendung überlassen.   

8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 

2020 beschlagnahmten 2 Nothämmer (Asservat-Nr. A012'037'400) werden 

den B._____ auf deren erstes Verlangen herausgegeben. Sollten sich die 

B._____ bis am 31. Oktober 2020 bei der zuständigen Lagerbehörde nicht 

melden, werden dieser die beiden Nothämmer zur gutscheinenden 

Verwendung überlassen.  

9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 

2020 beschlagnahmte Paar braune Herrenschuhe, Grösse 43.5 (Asservat-Nr. 

A012'037'411), wird dem Beschuldigten auf dessen erstes Verlangen 

herausgegeben. Sollte sich der Beschuldigte bis am 31. Oktober 2020 bei der 

zuständigen Lagerbehörde nicht melden, wird dieser das Paar Schuhe zur 

gutscheinenden Verwendung überlassen. 

10. Es wird festgestellt, dass folgende beiden Privatkläger keine Zivilforderungen 

gestellt haben: 

− Privatkläger 4, C._____ (Dossier-Nr. 6); 

− Privatklägerin 6, D._____ Zürich AG (Dossier-Nr. 6). 

11. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 1, B._____ (Dossier-Nr. 1), im Betrag von Fr. 2'338.20 

Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin 1 auf 

den Weg des Zivilprozesses verwiesen.  

12. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 3, E._____ Versicherung (Dossier-Nr. 6), im Betrag von 

Fr. 258.10 Schadenersatz anerkannt hat.  

13. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung des 

Privatklägers 5, F._____ (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 400.– 

- 20 - 

Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger 5 auf den 

Weg des Zivilprozesses verwiesen.  

14. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der 

Privatklägerin 7, G._____ AG (Dossier-Nr. 4), im Betrag von Fr. 390.– 

Schadenersatz anerkannt hat.  

15. Der Privatkläger 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird mit seinem 

Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.  

16. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), 

wird abgewiesen.  

17. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 4'000.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 3'400.–   Gebühr für das Vorverfahren; 
 
 

Fr. 10'776.–   Auslagen Polizei; 

Fr.  10'739.40   Kosten für die amtliche Verteidigung (inkl. 7.7% MwSt.). 

Allfällige weitere Kosten (Barauslagen usw.) bleiben vorbehalten. 

18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden, mit 

Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung, dem Beschuldigten 

auferlegt.  

19. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die 

Staatskasse genommen. Die Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO 

bleibt vorbehalten.  

20. (Mitteilung) 

21. (Rechtsmittel) " 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

- 21 - 

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, 

wovon 5 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von  

Fr. 250.–. 

2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 6 Monaten 

aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 

Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen. 

3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft 

nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen. 

4. Von einer Landesverweisung wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 2 StGB 

abgesehen.  

5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 2'500.– ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr. 5'400.–   amtliche Verteidigung 

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich der Kosten der amt-

lichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen. 

7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten (übergeben) 

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt) 

− die Privatkläger B._____, H._____, E._____ Schweizerische 
Versicherungsgesellschaft AG, C._____, F._____, D._____ Zürich AG 
und Regionale G._____ (G._____) AG (je im Auszug gemäss 
Rechtskraftbeschluss; versandt) 

− das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt) 
  

- 22 - 

 

sowie in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des 
Beschuldigten  

− die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und 
Vollzugsdienste  

− das Migrationsamt des Kantons Zürich 

− Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A 

− die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung 
des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials". 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

 

 

 

 

 

- 23 - 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 11. Oktober 2021 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. M. Langmeier 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

M.A. HSG M. Wolf-Heidegger 
 

 

Zur Beachtung: 

Der/die Verurteilte wird auf die Folgen der Nichtbewährung während der Probezeit aufmerksam 

gemacht: 

Wurde der Vollzug einer Geldstrafe unter Ansetzung einer Probezeit aufgeschoben, muss sie 

vorerst nicht bezahlt werden. Bewährt sich der/die Verurteilte bis zum Ablauf der Probezeit, muss 

er/sie die Geldstrafe definitiv nicht mehr bezahlen (Art. 45 StGB); Analoges gilt für die bedingte 

Freiheitsstrafe. 

Eine bedingte Strafe bzw. der bedingte Teil einer Strafe kann im Übrigen vollzogen werden 

(Art. 46 Abs. 1 bzw. Abs. 4 StGB), 

- wenn der/die Verurteilte während der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht, 

- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet. 

	Urteil vom 11. Oktober 2021
	Anklage:
	Urteil der Vorinstanz: (Urk. 77 S. 52 ff.)
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 1);
	 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB (Dossier-Nr. 6);
	 des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 6);
	 des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinn e von Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG (Dossier-Nr. 2);
	 der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG (Dossier-Nr. 2);
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 1 u. 5);
	 der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AIG (Dossier-Nr. 7);
	 der mehrfachen Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne gültigen Fahrausweis im Sinne von Art. 57 Abs. 3 PBG in Verbindung mit Art. 20 PBG (Dossier-Nr. 4).

	2. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf
	 der Sachbeschädigung mit grossem Schaden im Sinne von Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB (Dossier-Nr. 1);
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier-Nr. 6);
	 des einfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB betreffend das Mobiltelefon (Dossier-Nr. 6).

	3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heute 5 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr.  500.–.
	4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. Die Busse ist zu bezahlen.
	5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	6. Der Beschuldigte wird im Sinne von Art. 66a StGB für 5 Jahre des Landes verwiesen.
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 beschlagnahmten 2 Klebebänder mit Glasscherben (Asservat-Nr. A012'037'353) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung resp. gutscheinenden Verwendung überlassen.
	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 beschlagnahmten 2 Nothämmer (Asservat-Nr. A012'037'400) werden den B._____ auf deren erstes Verlangen herausgegeben. Sollten sich die B._____ bis am 31. Oktober 2020 bei d...
	9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 beschlagnahmte Paar braune Herrenschuhe, Grösse 43.5 (Asservat-Nr. A012'037'411), wird dem Beschuldigten auf dessen erstes Verlangen herausgegeben. Sollte sich der Beschu...
	10. Es wird festgestellt, dass folgende beiden Privatkläger keine Zivilforderungen gestellt haben:
	11. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 1, B._____ (Dossier-Nr. 1), im Betrag von Fr. 2'338.20 Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin 1 auf den Weg des Zivilprozesses verw...
	12. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 3, E._____ Versicherung (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 258.10 Schadenersatz anerkannt hat.
	13. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung des Privatklägers 5, F._____ (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 400.– Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger 5 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	14. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 7, G._____ AG (Dossier-Nr. 4), im Betrag von Fr. 390.– Schadenersatz anerkannt hat.
	15. Der Privatkläger 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	16. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird abgewiesen.
	17. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten (Barauslagen usw.) bleiben vorbehalten.
	18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden, mit Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung, dem Beschuldigten auferlegt.
	19. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Staatskasse genommen. Die Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	Berufungsanträge: (Prot. II S. 3 f.)
	1. Der Beschuldigte sei zu bestrafen mit nicht mehr als 12 Monaten Freiheitsstrafe (wovon 5 Tage durch Haft erstanden sind) sowie mit einer Busse von Fr. 250.–.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei bedingt aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren.
	3. Eventualiter sei die Strafe im Umfang von 6 Monaten bedingt aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
	4. Von einer Landesverweisung sei abzusehen.
	5. Die amtliche Verteidigung sei für ihre Aufwendungen vollumfänglich zu entschädigen.
	6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Staatskasse.
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	II.  Sanktion
	III.  Kosten- und Entschädigungsfolgen

	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Affoltern vom 31. August 2020 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig
	 der Störung des Eisenbahnverkehrs im Sinne von Art. 238 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 1);
	 des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB   (Dossier-Nr. 6);
	 des mehrfachen versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 6);
	 des mehrfachen Fahrens ohne Berechtigung im Sinne von Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG (Dossier-Nr. 2);
	 der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit im Sinne von Art. 91a Abs. 1 SVG (Dossier-Nr. 2);
	 der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Dossier-Nr. 1 u. 5);
	 der Missachtung einer Ein- oder Ausgrenzung im Sinne von Art. 119 Abs. 1 AIG (Dossier-Nr. 7);
	 der mehrfachen Benutzung eines öffentlichen Verkehrsmittels ohne gültigen Fahrausweis im Sinne von Art. 57 Abs. 3 PBG in Verbindung mit Art. 20 PBG  (Dossier-Nr. 4).

	2. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf
	 der Sachbeschädigung mit grossem Schaden im Sinne von Art. 144 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 StGB (Dossier-Nr. 1);
	 des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Dossier-Nr. 6);
	 des einfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB betreffend das Mobiltelefon (Dossier-Nr. 6).

	3.-6. (…)
	7. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 beschlagnahmten 2 Klebebänder mit Glasscherben (Asservat-Nr. A012'037'353) werden eingezogen und der Lagerbehörde zur Vernichtung resp. gutscheinenden Verwendung überlasse...
	8. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 beschlagnahmten 2 Nothämmer (Asservat-Nr. A012'037'400) werden den B._____ auf deren erstes Verlangen herausgegeben. Sollten sich die B._____ bis am 31. Oktober 2020 bei ...
	9. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 23. März 2020 beschlagnahmte Paar braune Herrenschuhe, Grösse 43.5 (Asservat-Nr. A012'037'411), wird dem Beschuldigten auf dessen erstes Verlangen herausgegeben. Sollte sich der Beschul...
	10. Es wird festgestellt, dass folgende beiden Privatkläger keine Zivilforderungen gestellt haben:
	 Privatkläger 4, C._____ (Dossier-Nr. 6);
	 Privatklägerin 6, D._____ Zürich AG (Dossier-Nr. 6).

	11. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 1, B._____ (Dossier-Nr. 1), im Betrag von Fr. 2'338.20 Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird die Privatklägerin 1 auf den Weg des Zivilprozesses verw...
	12. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 3, E._____ Versicherung (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 258.10 Schadenersatz anerkannt hat.
	13. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung des Privatklägers 5, F._____ (Dossier-Nr. 6), im Betrag von Fr. 400.– Schadenersatz anerkannt hat. Im Mehrbetrag wird der Privatkläger 5 auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	14. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung der Privatklägerin 7, G._____ AG (Dossier-Nr. 4), im Betrag von Fr. 390.– Schadenersatz anerkannt hat.
	15. Der Privatkläger 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
	16. Das Genugtuungsbegehren des Privatklägers 2, H._____ (Dossier-Nr. 6), wird abgewiesen.
	17. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	Allfällige weitere Kosten (Barauslagen usw.) bleiben vorbehalten.
	18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden, mit Ausnahme der Kosten für die amtliche Verteidigung, dem Beschuldigten auferlegt.
	19. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen auf die Staatskasse genommen. Die Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
	20. (Mitteilung)
	21. (Rechtsmittel) "
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 12 Monaten Freiheitsstrafe, wovon 5 Tage durch Haft erstanden sind, sowie mit einer Busse von  Fr. 250.–.
	2. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 6 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (6 Monate) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
	3. Die Busse ist zu bezahlen. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
	4. Von einer Landesverweisung wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 2 StGB abgesehen.
	5. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	6. Die Kosten des Berufungsverfahrens, einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung im Dispositiv an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten (übergeben)
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis (versandt)
	 die Privatkläger B._____, H._____, E._____ Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, C._____, F._____, D._____ Zürich AG und Regionale G._____ (G._____) AG (je im Auszug gemäss Rechtskraftbeschluss; versandt)
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich (versandt)
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis
	 die Vorinstanz
	 den Justizvollzug des Kantons Zürich, Abteilung Bewährungs- und Vollzugsdienste
	 das Migrationsamt des Kantons Zürich
	 Strassenverkehrsamt des Kantons Zürich
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A
	 die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials".

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.
	Zur Beachtung:
	- wenn der/die Verurteilte sich der Bewährungshilfe entzieht oder die Weisungen missachtet.