# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bd099d89-7031-5035-abce-473013f95f82
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-07-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 4. Kammer 14.07.2021 A 2021 28
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_004_A-2021-28_2021-07-14.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

A 21 28
4. Kammer 

Einzelrichter Racioppi

Aktuarin Hemmi

URTEIL

vom 14. Juli 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Kantons-, Gemeinde- und direkte Bundessteuer

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I. Sachverhalt:

1. Im Rahmen der Steuererklärung 2020 machte A._____ Mehrkosten für 

Verpflegung bei auswärtigem Wochenaufenthalt von CHF 6'400.-- gel-

tend. Anlässlich der Veranlagung der direkten Bundessteuer sowie Kan-

tons- und Gemeindesteuer 2020 vom 28. April 2021 wurde dieser Betrag 

nicht zum Abzug zugelassen. Zur Begründung führte die Steuerverwaltung 

des Kantons Graubünden (nachfolgend: Steuerverwaltung) aus, dass sich 

der Arbeits- und Wohnort in B._____ befinde, weshalb ein Abzug nicht 

möglich sei. 

2. Dagegen erhob A._____ mit Schreiben vom 13. Mai 2021 Einsprache mit 

dem Antrag, es sei der Verpflegungsabzug gemäss Selbstdeklaration zu 

genehmigen. Begründend brachte er im Wesentlichen vor, dass er im Re-

staurant C._____ mit Teilschicht, d.h. Zimmerstunde, arbeite und zwar 

morgens bis meistens ca. 14.00 Uhr und ab 16.00 Uhr bis Schichtende. 

Somit esse er jeweils am Mittag und am Abend im Betrieb. Er übernehme 

während der Mittagspause (Winter: 11.00 bis 11.30 Uhr, Sommer: 11.20 

bis 11.50 Uhr) jeweils die Pausenvertretung. Das heisse, dass andere Mit-

arbeiter zu diesem Zeitpunkt in der Pause in einem separaten Raum seien 

und er jeweils vorne im Gastraum sei, um allfällige Gäste zu bedienen. Es 

sei ihm daher nicht möglich, nach Hause zu gehen, um zu kochen und zu 

essen. Die Steuerverwaltung sei wohl davon ausgegangen, dass die 

Pause an einem Stück bezogen werden könne. Dies sei bei ihm nicht der 

Fall. Wie aus dem Arbeitsvertrag ersichtlich sei, werde monatlich ein Be-

trag von CHF 396.-- für die Verpflegung in Abzug gebracht. 

3. Mit Einspracheentscheid vom 19. Mai 2021 wies die Steuerverwaltung die 

Einsprache ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen festgehalten, laut 

eingereichtem Arbeitsvertrag würden A._____ pro Monat CHF 396.-- vom 

Lohn für die Mittags- und Abendverpflegung in Abzug gebracht. Gemäss 

Merkblatt N 2 der Eidgenössischen Steuerverwaltung (nachfolgend: 

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ESTV) betrage der monatliche Marktwert für Mittagessen (CHF 300.--) und 

Abendessen (CHF 240.--) total CHF 540.--. Aufgrund der Unterschreitung 

der erwähnten Ansätze würden A._____ keine Mehrkosten für die auswär-

tige Verpflegung entstehen. Der beantragte Abzug könne daher nicht ge-

währt werden.

4. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe 

vom 19. Juni 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte, es sei der Abzug gemäss Selbstdeklaration 

zuzulassen. Begründend machte er hauptsächlich geltend, dass der Ar-

beits- und Wohnort tatsächlich im gleichen Dorf liege. Allerdings sei es ihm 

nicht möglich, die Verpflegung zu Hause einzunehmen, da er während der 

Essenspause, welche genau 30 Minuten dauere, die Gäste bewirte. Dies 

könne jederzeit von seiner Vorgesetzten bestätigt werden. Zudem werde 

je nach Gästeaufkommen unterschiedlich gegessen und die 30 Minuten 

könnten selten eingehalten werden. Der Verpflegungsabzug in seinem Ar-

beitsvertrag basiere auf Mittag- und Abendessen, allerdings auf 21 und 

nicht auf 30 Arbeitstagen. An den freien Tagen könne nicht im Betrieb ge-

gessen werden. 

5. In ihrer Vernehmlassung vom 25. Juni 2021 beantragte die Steuerverwal-

tung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die teilweise Gutheissung der 

Beschwerde. Begründend wurde hauptsächlich ausgeführt, dass die An-

sätze gemäss Merkblatt N 2 der ESTV nicht unterschritten würden, wes-

halb der halbe Abzug in Abweichung zum Einspracheentscheid für die 

auswärtige Verpflegung am Mittag und Abend gewährt werden könne. Der 

vom Beschwerdeführer beantragte volle Abzug für die auswärtige Verpfle-

gung am Mittag und Abend könne nicht gewährt werden, weil die Verpfle-

gung vom Arbeitgeber verbilligt werde. 

6. Nachdem der Beschwerdeführer innert der gesetzten Frist keine Replik 

einreichte, wurde der Schriftenwechsel am 14. Juli 2021 geschlossen. 

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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

im angefochtenen Einspracheentscheid vom 19. Mai 2021 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehen-

den Erwägungen eingegangen.

II. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid 

der Beschwerdegegnerin vom 19. Mai 2021 betreffend direkte Bundes-

steuer sowie Kantons- und Gemeindesteuer 2020. Nach Art. 139 Abs. 1 

des Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 720.000) kön-

nen solche Entscheide mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kan-

tons Graubünden angefochten werden. Die sachliche Zuständigkeit des 

streitberufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 

über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das Ver-

waltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Dienststellen der 

kantonalen Verwaltung und von unselbständigen Anstalten des kantona-

len Rechts beurteilt, soweit das kantonale Recht den direkten Weiterzug 

vorsieht, was vorliegend − wie gesehen (vgl. Art. 139 Abs. 1 StG) − der 

Fall ist. Demzufolge fällt die Beurteilung der vorliegenden Streitsache in 

die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden. Der 

Beschwerdeführer ist als formeller und materieller Adressat des angefoch-

tenen Einspracheentscheids berührt und weist ein schutzwürdiges Inter-

esse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. Art. 50 VRG). Auf die 

zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutre-

ten.

1.2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in ein-

zelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht über-

schreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Da der Streitwert 

unbestrittenermassen unter CHF 5'000.-- liegt und die vorliegende Ange-

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legenheit auch nicht in Fünferbesetzung (vgl. Art. 43 Abs. 2 VRG) zu ent-

scheiden ist, ist die Zuständigkeit des Einzelrichters gegeben. 

2. Materiell umstritten ist die Gewährung des Berufskostenabzugs für aus-

wärtige Verpflegungskosten. 

3.1. Kosten für die Ernährung sind primär nicht abzugsfähige Lebenshaltungs-

kosten. Soweit der steuerpflichtigen Person wegen der Berufsausübung 

Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung erwachsen, sind diese auf-

grund der ausdrücklichen Nennung in Art. 26 Abs. 1 lit. b des Bundesge-

setzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) und Art. 31 

Abs. 1 lit. b StG abzugsfähig. Die berufliche Notwendigkeit auswärtiger 

Verpflegung kann auf verschiedene Ursachen zurückzuführen sein, so auf 

grosse Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, schlechte Verkehrs-

verbindungen oder kurze Essenspausen (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/ 

MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 26 Rz. 23; 

Praxisfestlegung der Beschwerdegegnerin, Berufsauslagen: Verpflegung 

und Unterkunft, abrufbar unter: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwal-

tung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-

01.pdf). 

3.2. Zur Ermittlung des Reineinkommens werden bei der direkten Bundes-

steuer von den gesamten steuerbaren Einkünften die Aufwendungen und 

allgemeinen Abzüge nach den Art. 26-33a DBG abgezogen (Art. 25 DBG). 

Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit können nach Art. 26 Abs. 1 lit. b DBG 

als Berufskosten die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb 

der Wohnstätte und bei Schichtarbeit abgezogen werden. Laut Art. 26 

Abs. 2 DBG werden für diese Berufskosten Pauschalansätze festgelegt. 

Diese sind im Anhang zur Verordnung des EFD über den Abzug der Be-

rufskosten unselbständig Erwerbstätiger bei der direkten Bundessteuer 

(Berufskostenverordnung; SR 642.118.1) geregelt: Für die Mehrkosten 

der Verpflegung bei auswärtiger Verpflegung bzw. Schicht- oder Nachtar-

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-01.pdf
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-01.pdf
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-01.pdf

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beit beträgt der Pauschalansatz ab dem Steuerjahr 2016 als voller Abzug 

pro Hauptmahlzeit bzw. Tag CHF 15.--, im Jahr CHF 3'200.--, und als hal-

ber Abzug pro Hauptmahlzeit bzw. Tag CHF 7.50, im Jahr CHF 1'600.--. 

Nur der halbe Abzug ist zulässig, wenn die Verpflegung vom Arbeitgeber 

anders als in bar verbilligt wird (Abgabe von Gutscheinen) oder wenn sie 

in einer Kantine, einem Personalrestaurant oder einer Gaststätte des Ar-

beitgebers eingenommen werden kann (Art. 6 Abs. 2 Berufskostenverord-

nung). 

3.3. Gemäss Art. 31 Abs. 1 lit. b StG können unselbständig Erwerbende als 

Berufsunkosten die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung und Unter-

kunft ausserhalb der Wohnstätte sowie bei Schichtarbeit in der Höhe der 

von der Regierung festzulegenden Pauschalen abgezogen werden. Nach 

Art. 10a Abs. 1 der Ausführungsbestimmungen zur Steuergesetzgebung 

(ABzStG; BR 720.015) können für die Mehrkosten der auswärtigen Ver-

pflegung folgende Abzüge vorgenommen werden: CHF 15.-- pro Arbeits-

tag, bei ständiger auswärtiger Verpflegung CHF 3'200.-- im Jahr (lit. a); 

CHF 7.50 pro Arbeitstag, bei ständiger auswärtiger Verpflegung 

CHF 1'600.-- im Jahr, wenn die Verpflegung vom Arbeitgeber verbilligt 

wird (lit. b). 

3.4. Kein Abzug ist mangels Mehrkosten zulässig, wenn der Arbeitgeber bei 

der Bewertung von Naturalbezügen die von den Steuerbehörden festge-

legten Ansätze (vgl. Merkblatt N 2 der ESTV "Naturalbezüge von Arbeit-

nehmenden, Merkblatt über die Bewertung von Verpflegung und Unter-

kunft von Unselbständigerwerbenden", beschwerdegegnerische Akten 

[Bg-act.] 8) unterschreitet oder wenn sich die steuerpflichtige Person zu 

Preisen verpflegen kann, die unter diesen Bewertungsansätzen liegen 

(vgl. Art. 6 Abs. 3 Berufskostenverordnung; Praxisfestlegung der Be-

schwerdegegnerin, Berufsauslagen: Verpflegung und Unterkunft, abrufbar 

unter: https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumenta-

tion/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-01.pdf). 

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-01.pdf
https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/dfg/stv/dokumentation/praxis/PraxisEinkommenVermgen/031-01-b-01.pdf

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4. Dem im Recht liegenden Arbeitsvertrag des Beschwerdeführers vom De-

zember 2019 kann entnommen werden, dass ihm der Arbeitgeber für die 

Mittags- und Abendverpflegung monatlich einen Betrag von CHF 396.-- 

vom Lohn abzieht (vgl. Bg-act. 5). Wie sich dieser Betrag im Detail zusam-

mensetzt, ergibt sich aus dem besagten Arbeitsvertrag nicht. In seiner Be-

schwerde macht der Beschwerdeführer geltend, dass der Verpflegungs-

abzug in seinem Arbeitsvertrag auf 21 Arbeitstagen basiere. Wenn das 

tatsächlich so wäre, würde der Arbeitgeber dem Beschwerdeführer für die 

Verpflegung am Arbeitsplatz pro Tag einen ungeraden Betrag in der Höhe 

von CHF 18.8571429 (CHF 396.-- : 21 Arbeitstage) vom Lohn abziehen, 

was – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend festhält – eher unwahr-

scheinlich erscheint. Gemäss oben erwähntem Merkblatt N 2 der ESTV 

beläuft sich der Ansatz für einen Erwachsenen für ein Mittagessen und ein 

Abendessen pro Tag auf total CHF 18.-- (Mittagessen: CHF 10.--, Abend-

essen: CHF 8.--; vgl. Bg-act. 8). Wird der im Arbeitsvertrag des Beschwer-

deführers festgelegte monatliche Verpflegungsabzug durch den besagten 

Tagesansatz dividiert, resultieren genau 22 Arbeitstage (CHF 396.-- : 

CHF 18.--). Es ist also mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, 

dass bei der Berechnung des monatlichen Verpflegungsabzugs mit durch-

schnittlich 22 Arbeitstagen pro Monat gerechnet wurde. Die vom be-

schwerdeführerischen Lohn abzuziehenden Verpflegungskosten entspre-

chen genau den Ansätzen gemäss Merkblatt N 2 der ESTV oder liegen 

sogar – wenn mit durchschnittlich 21 Arbeitstagen pro Monat gerechnet 

würde –  etwas höher. Da damit die von den Steuerbehörden festgelegten 

Ansätze gemäss Merkblatt N 2 der ESTV nicht unterschritten werden, ist 

dem Beschwerdeführer – in Abweichung zum angefochtenen Einspra-

cheentscheid, aber in Übereinstimmung mit der Vernehmlassung der Be-

schwerdegegnerin – der halbe Abzug für die auswärtige Verpflegung am 

Mittag und Abend zu gewähren (2 x CHF 1'600.--). Demgegenüber kann 

der volle Abzug für die auswärtige Verpflegung am Mittag und Abend (2 x 

CHF 3'200.--) nicht zugelassen werden, zumal die Verpflegung des Be-

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schwerdeführers unbestrittenermassen vom Arbeitgeber verbilligt wird. 

Ebenfalls kann der vom Beschwerdeführer in seiner Selbstdeklaration un-

ter Ziff. 9.8/9.9 geltend gemachte Abzug (2 x CHF 6'400.--) nicht gewährt 

werden, da vorliegend das Erfordernis des auswärtigen Wochenaufent-

halts offenkundig nicht erfüllt ist (vgl. Bg-act. 1). 

5. Zusammenfassend ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und der an-

gefochtene Einspracheentscheid vom 19. Mai 2021 aufzuheben. Die Sa-

che ist zur Neuveranlagung im Sinne der Erwägungen an die Beschwer-

degegnerin zurückzuweisen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen. 

6. Es bleibt über die Kosten zu befinden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 

die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde erst 

im vorliegenden Beschwerdeverfahren beantragte. Sie hätte aber bereits 

im Rahmen des vorinstanzlichen Einspracheverfahrens zum Schluss kom-

men müssen, dass die Verpflegung vom Arbeitgeber des Beschwerdefüh-

rers verbilligt wird bzw. die Ansätze gemäss Merkblatt N 2 der ESTV nicht 

unterschritten werden und damit, dass der halbe Abzug für die auswärtige 

Verpflegung am Mittag und Abend gewährt werden kann, zumal der be-

schwerdeführerische Arbeitsvertrag bereits damals bei den Akten lag (vgl. 

Bg-act. 4). Es rechtfertigt sich daher, die Staatsgebühr in der Höhe von 

CHF 800.-- (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG) sowie die Kanzleiauslagen der Be-

schwerdegegnerin aufzuerlegen. Eine Parteientschädigung an den teil-

weise obsiegenden Beschwerdeführer ist mangels anwaltlicher Vertretung 

nicht zuzusprechen. Der Beschwerdegegnerin steht gemäss der Regel in 

Art. 78 Abs. 2 VRG keine aussergerichtliche Entschädigung zu.

III. Demnach erkennt der Einzelrichter:

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1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und der angefochtene Ein-

spracheentscheid vom 19. Mai 2021 aufgehoben. Die Sache wird zur Neu-

veranlagung im Sinne der Erwägungen an die Steuerverwaltung des Kan-

tons Graubünden zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde ab-

gewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 800.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 238.--

zusammen CHF 1'038.-- 

gehen zulasten der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]