# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99328a78-f493-5f56-9b4f-b54714601efd
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-08-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.08.2017 B-3788/2017
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_B-3788-2017_2017-08-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 
 Abteilung II 

 

Postfach 

CH-9023 St. Gallen 

Telefon +41 (0)58 465 25 60 

Fax +41 (0)58 465 29 80 

www.bundesverwaltungsgericht.ch 

 

Geschäfts-Nr. B-3788/2017 

asd/taa/lii 

 
 

 
 Z w i s c h e n v e r f ü g u n g  

v o m  3 0 .  A u g u s t  2 0 1 7  

 

 
 In der Beschwerdesache 

   
Parteien 

 A.______,  

vertreten durch Rechtsanwalt  

lic. iur. Stephan W. Feierabend,  

Gloor & Sieger Rechtsanwälte,  

Utoquai 37, 8008 Zürich,  

Beschwerdeführer,  

 

  gegen 

  
B.______,  

vertreten durch E. Blum & Co. AG  

Patent- und Markenanwälte VSP,  

Vorderberg 11, 8044 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

 

Eidgenössisches Institut für Geistiges Eigentum IGE,  

Stauffacherstrasse 65/59g, 3003 Bern,    

Vorinstanz,  

 

Gegenstand 
 Widerspruchsverfahren Nr. […],  

IR […] / CH […], 

 

B-3788/2017 

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wird festgestellt und in Erwägung gezogen, 

dass der Beschwerdeführer mit seiner Beschwerde vom 6. Juli 2017 ge-

gen den gutheissenden Widerspruchsentscheid Nr. […] der Vorinstanz 

vom […] 2017 beantragt, das Widerspruchsbeschwerdeverfahren zu sis-

tieren, bis rechtskräftig über sein Teillöschungsgesuch gegen den 

Schweizer Teil der Widerspruchsmarke entschieden sei, das er am 

29. Juni 2017 an die Vorinstanz gerichtet hat, 

dass die Beschwerdegegnerin sich mit Stellungnahme vom 25. August 

2017 dem Sistierungsantrag im Wesentlichen mit der Begründung wider-

setzt, ein Löschungsverfahren könne viel Zeit beanspruchen, der Be-

schwerdeführer habe die Einrede des Nichtgebrauchs im Widerspruchs-

verfahren nicht erhoben, das Teillöschungsverfahren präjudiziere das Wi-

derspruchsbeschwerdeverfahren nicht hinreichend und selbst im Fall ei-

ner beidseitigen Markenlöschung könnte die angefochtene Marke nach 

Abschluss beider Verfahren neu eingetragen werden, 

dass die Vorinstanz auf Bemerkungen zum Sistierungsantrag verzichtet 

hat, 

dass Verfahren grundsätzlich beförderlich zu erledigen sind, aber aus 

Gründen der Zweckmässigkeit ausgesetzt werden können, insbesondere 

wenn das Urteil von der Entscheidung in einem anderen Rechtsstreit be-

einflusst werden kann (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Bun-

deszivilprozess vom 4. Dezember 1947 [BZP, SR 273] in Verbindung mit 

Art. 4 des Verwaltungsverfahrensgesetzes [VwVG, SR 172.021]; vgl. 

Art. 23 Abs. 4 der Markenschutzverordnung [MSchV, SR 232.111), 

dass sich das Widerspruchsbeschwerdeverfahren vorliegend zwar im Ge-

genstand der Widerspruchsmarke, nicht aber in der Rechtsfrage des 

rechtserhaltenden Gebrauchs mit dem parallel hängigen Löschungsver-

fahren überschneidet, 

dass die mit dem Löschungsgesuch begehrte Einschränkung des Waren- 

und Dienstleistungsverzeichnisses der Widerspruchsmarke materiell im 

Brennpunkt der (semantischen) Streitfrage des Widerspruchsbeschwer-

deverfahrens steht, dieses aber formell nicht potentiell erledigt, da sie die 

Widerspruchsmarke nur teilweise angreift, 

dass der Widerspruchsgegner die Einrede des Nichtgebrauchs im Wider-

spruchsverfahren gegebenenfalls mit seiner ersten Stellungnahme an die 

B-3788/2017 

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Vorinstanz geltend machen muss (Art. 22 Abs. 3 MSchV; Urteile des 

BVGer B-1637/2015 vom 14.9.2015, E. 5.4 „Femibion/Feminabiane“;  

B-6279/2016 vom 25.7.2016, E. 4.3 „Campagnolo/F.illi Campagnolo“), 

dass das unmittelbare Beschleunigungsinteresse dieser Bestimmung das 

Interesse an der Berücksichtigung einer bloss potentiellen und darum in-

direkten Präjuidizwirkung des Löschungsverfahrens auf das Wider-

spruchsbeschwerdeverfahren überwiegt, 

dass im Interesse der Rechtssicherheit und Vorhersehbarkeit des Verfah-

rens möglichst einheitlich über den Vorrang zwischen parallel hängigen 

Widerspruchs- und Löschungsverfahren zu entscheiden ist, während die 

Möglichkeit, jeder verpassten Nichtgebrauchseinrede durch ein späteres 

Löschungsgesuch mit Sistierung des Widerspruchsbeschwerdeverfah-

rens abhelfen zu können, eine differenziertere Einzelfallgewichtung erfor-

derte, 

dass offenbleibt wie zu entscheiden wäre, wäre das Löschungsgesuch 

vor dem Widerspruch gestellt oder die Einrede des Nichtgebrauchs erho-

ben worden, 

dass das Sistierungsbegehren somit abzuweisen ist, 

dass gegen diesen Entscheid kein Rechtsmittel zur Verfügung steht 

(Art. 73 des Bundesgerichtsgesetzes [BGG, SR 173.110]). 

 

Demnach verfügt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 25. August 2017  

mitsamt Beilagen geht in Kopie an den Beschwerdeführer und an die Vor-

instanz. 

2.  

Das Sistierungsbegehren wird abgewiesen. 

3.  

Die Kosten dieser Zwischenverfügung werden mit dem Entscheid in der 

Hauptsache erhoben. 

B-3788/2017 

Seite 4 

4.  

Diese Verfügung geht an: 

– den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilagen gemäss Ziffer 1) 

– die Beschwerdegegnerin (Einschreiben) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben; Beilagen gemäss  

Ziffer 1) 

 

 

Der Instruktionsrichter:  

  

David Aschmann  

 

 

Versand: 30. August 2017