# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98c699a0-7267-5c98-945e-04a0b38b9f7d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.05.2008 D-3076/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3076-2008_2008-05-20.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3076/2008/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 0 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Daniel Schmid, 
mit Zustimmung von Richterin Christa Luterbacher, 
Gerichtsschreiber Alfred Weber.

A._______, geboren (...), Äthiopien,
wohnhaft (...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 28. April 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3076/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die  Beschwerdeführerin  ihr  Heimatland gemäss eigenen Anga-
ben Mitte Dezember 2005 verliess und über (Land 2), wo sie sich län-
gere Zeit aufhielt, schliesslich am 21. September 2006 in die Schweiz 
gelangte,

dass die Beschwerdeführerin gleichentags im Empfangs- und Verfah-
renszentrum (EVZ) des BFM in B._______ um Asyl nachsuchte,

dass sie keine Ausweispapiere vorlegte, worauf sie mit einem Informa-
tionsblatt  zur  Abgabe  sämtlicher  bei  anderen  Behörden  hinterlegter 
oder  anderweitig  verfügbarer  Identitätsdokumente  innerhalb  von 
48 Stunden aufgefordert wurde,

dass  sie  am 4.  Oktober  2006  im  EVZ  B._______  summarisch  zum 
Reiseweg und zu den Gründen für  das Verlassen des Heimatlandes 
befragt wurde,

dass  sie  für  die  weitere  Dauer  des  Verfahrens  dem Kanton  (...)  zu-
gewiesen wurde,

dass die zuständige Behörde am 21. Mai 2007 die Anhörung zu den 
Asylgründen durchführte,

dass die Beschwerdeführerin zur Begründung im Wesentlichen geltend 
machte, sie habe im "Walta Information Mahakel", einem Nachrichten 
verarbeitenden Informationsbüro, in Adis Abeba gearbeitet,

dass sie am 29. November 2005 zu Hause von etwa zehn Bundespoli-
zisten wegen des Verdachts der Verbreitung von Nachrichten festge-
nommen und während 13 Tagen im Kerchele-Gefängnis in Adis Abeba 
inhaftiert worden sei, 

dass sie am Tag nach ihrer Freilassung (12. Dezember 2005) an ihrem 
Arbeitsplatz von der Entlassung erfahren habe,

dass am gleichen Abend die Polizei sie zu Hause erneut habe festneh-
men wollen,

dass sie durch ein Fenster ins Nachbarhaus habe fliehen können, wo 
sie die Nacht verbracht habe,

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dass sie vor diesem Hintergrund Äthiopien verlassen habe,

dass sie unterwegs, bereits in (Land 1), vergewaltigt worden sei,

dass  sie  zur  Untermauerung  einen  an  das  "Walta  Information 
Mahakel" adressierten Beschwerdebrief zu den Akten reichte, in wel-
chem sie  sich  gegen  die  ohne  Vorwarnung  ausgesprochene  Entlas-
sung zur Wehr setzt und eine Entschädigung fordert,

dass das BFM mit Verfügung vom 28. April 2008 - eröffnet am 2. Mai 
2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 des Asylge-
setzes  vom  26.  Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch 
nicht eintrat und die Wegweisung sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung des Nichteintretens  auf  das  Asylge-
such zusammenfassend festhielt, die Beschwerdeführerin habe innert 
48  Stunden  nach  Gesuchseinreichung  ohne  entschuldbare  Gründe 
keine Reise- oder Identitätspapiere abgegeben, sie erfülle die Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG nicht und zusätzliche Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Weg-
weisungsvollzugshindernisses seien in ihrem Fall aufgrund der Akten-
lage nicht erforderlich,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  8.  Mai  2008  (Poststempel:  9.  Mai 
2008) beim Bundesverwaltungsgericht sinngemäss die Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung beantragte,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [(VwVG,  SR 172.021])  des  BFM auf 
dem  Gebiet  des  Asyls  entscheidet  (Art.  105  Abs.  1  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR  173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  indessen  im  Falle  des  Nichteintretens  auf  ein  Asylgesuch  ge-
mäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG über das Nichtbestehen 
der Flüchtlingseigenschaft abschliessend materiell zu entscheiden ist, 
soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. 
BVGE 2007/8 insb. E. 5.6.5 S. 90 f.),

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dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides  auch  die  Flüchtlingseigenschaft  Prozess-
gegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
rührt  ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  bezie-
hungsweise Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde 
legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist  (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 6  AsylG i.V.m. Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung eines zweiten Richters entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfol-
gend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeent-
scheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde, 

dass vorab festzustellen ist, dass die Vorinstanz ihrer Pflicht, in Anbe-
tracht des mehr als eineinhalbjährigen Aufenthaltes der Beschwerde-
führerin  eine  angemessene  Ausreisefrist  anzusetzen  (vgl.  Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission 
[EMARK] 2004 Nr. 27 E. 5.d S. 177), nachgekommen ist,

dass nach Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf Asylgesuche nicht eingetre-
ten  wird,  wenn  Asylsuchende  den  Behörden  nicht  innerhalb  von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspa-
piere abgeben,

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Asylgesuch-
steller  glaubhaft  machen können, dass sie dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage sind oder auf Grund der Anhörung sowie 
gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt 
wird oder zusätzliche Abklärungen zur Feststellung der Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  nötig  sind 
(vgl. Art. 32 Abs. 3 AsylG),

dass vorliegend die Nichtabgabe von Reise- oder Identitätspapieren im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches sachverhaltsmässig 
erstellt ist,

dass damit die in Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG statuierte Grundvoraus-
setzung für  ein Nichteintreten wegen fehlender Papiere  somit  vorlie-
gend erfüllt ist,

dass die Beschwerdeführerin keine entschuldbaren Gründe (vgl. hierzu 
BVGE 2007/8 E. 3.2 S. 74 f., EMARK 1999 Nr. 16 E. 5c.aa S. 109 f.) 
für die Nichtabgabe eines beweistauglichen Identitätsdokuments inner-
halb der Frist von 48 Stunden nach Einreichen der Asylgesuche nam-
haft zu machen vermag,

dass  hierzu,  zur  Vermeidung  von Wiederholungen,  zunächst  auf  die 
zutreffenden  Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  (vgl.  da-
selbst, E. I.1. S. 2 und 3) verwiesen werden kann,

dass diesen ergänzend hinzuzufügen ist, dass die Beschwerdeführerin 
während des vorinstanzlichen Verfahrens wiederholt dazu aufgefordert 
wurde, möglichst rasch Identitätspapiere zu beschaffen (EVZ, Kanton),

dass  die  Beschwerdeführerin  anlässlich  der  Anhörung  beim  Kanton 
(21.  Mai  2007)  unter  anderem  auch  zu  Protokoll  gab,  telefonischen 
Kontakt mit  ihrer  Mutter und den Halbschwestern im Heimatland ge-
habt  zu  haben,  woraus  sich  mithin  ergibt,  der  Beschwerdeführerin 
wäre es nicht nur zumutbar sondern wohl auch möglich gewesen, in-
nert der ihr zur Verfügung gestandenen Zeit (über 11 Monate bis zum 
Entscheid  des  BFM)  rechtsgenügliche  Identitätsdokumente  zu  be-
schaffen, 

dass diese Sichtweise ihre Bestätigung nicht zuletzt dadurch erfährt, 
dass  die  Beschwerdeführerin  -  im Gegensatz  zu  der  sich  zu  Hause 

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befindlichen Identitätskarte -  anlässlich  derselben Anhörung den Be-
schwerdebrief gegen ihre ungerechtfertigte Entlassung von "Walta In-
formation Center"  im Original  zu den Akten reichen konnte, welchen 
die Mutter ihr über eine Drittperson zukommen liess (vgl. kant. Proto-
koll S. 5),

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  unter  Angabe  der 
Fundstellen in den Protokollen (EVZ; Kanton) sodann ausführlich dar-
legt, weshalb die Vorbringen der Beschwerdeführerin offenkundig un-
glaubhaft sind (Fehlen grundlegendster Kenntnisse zur Institution, für 
die  sie  gearbeitet  haben  will;  widersprüchliche  Angaben  hinsichtlich 
der Befragungen zur Zeit der Inhaftierung; Umstände der Freilassung 
und erneute Suche nach ihr am folgenden Tag;  realitätsfremde Schil-
derungen zur Flucht in diesem Zusammenhang) bzw. Flüchtlingsrecht-
lich irrelevant sind (Zuständigkeit eines Drittstaates hinsichtlich allfälli-
ger Strafmassnahmen im Zusammenhang mit dem geltend gemachten 
Übergriff  durch private Dritte),  und vor diesem Hintergrund feststellt, 
sie erfülle weder die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 und 7 AsylG 
noch  würden  zusätzliche  Abklärungen  hinsichtlich  der  Flüchtlingsei-
genschaft  oder  eines  Wegweisungsvollzugshindernisses  erforderlich 
sein,

dass sich aufgrund der Akten die vorinstanzlichen Erwägungen als zu-
treffend erweisen,

dass, zur Vermeidung von Wiederholungen, ebenfalls auf die diesbe-
züglich nicht zu beanstandenden Ausführungen des BFM in der ange-
fochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  die  Vorbringen in  der  Rechtsmitteleingabe keine Änderung der 
angefochtenen Verfügung bewirken, zumal eine konkrete Auseinander-
setzung  mit  den  von  der  Vorinstanz  aufgeworfenen 
Unglaubhaftigkeitselementen  grundsätzlich  unterbleibt  und  sich  die 
diesbezüglich  anderen  Einwendungen  entweder  in  nicht  über  Allge-
meinplätze hinausgehenden Darlegungen (aktuelle Situation in Äthio-
pien)  oder  in  unbehelflichen Erklärungsversuchen erschöpfen (Nicht-
besitz von Dokumenten, welche ihre Schilderungen und Erinnerungen 
bestätigen würden), 

dass zum anderen die nicht näher belegte Behauptung,  Mitglied der 
Kinjit  gewesen und für  Veränderungen eingestanden zu sein,  in  den 

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Akten keine Stütze findet und als nachgeschobenes Begründungsele-
ment zu qualifizieren ist (vgl. kant. Protokoll S. 8 und 9), 

dass sich angesichts dieser Sachlage weitere Erörterungen erübrigen 
und aufgrund der Aktenlage das Nichtbestehen der Flüchtlingseigen-
schaft einerseits und - wie sich auch noch aus den nachfolgenden Er-
wägungen zum Vollzug der Wegweisung ergibt - das Fehlen von Weg-
weisungsvollzugshindernissen andererseits gleichermassen offensicht-
lich waren,

dass ferner keine Anhaltspunkte für die Annahme zu erkennen sind, 
das BFM habe, um zu seiner Erkenntnis zu gelangen, eine mehr als 
bloss  summarische  materielle  Prüfung  vornehmen  oder  zusätzliche 
sachliche  oder  rechtliche  Abklärungen  treffen  müssen  (vgl.  hierzu 
BVGE 2007/8 E. 5.6.6 S. 91 f.),

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch der Beschwerdeführe-
rin nicht eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte Wegwei-
sung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-
nach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 

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einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich  sind,  die  der  Beschwerdeführerin  im  Heimat-  oder  Her-
kunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine  konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, 

dass die junge, ledige und - soweit aktenkundig - gesunde Beschwer-
deführerin aus Adis Abeba stammt, über eine 12-jährige Schulbildung 
verfügt und eine Ausbildung zur Coiffeuse absolviert hat,

dass die vor der Ausreise während fast zweieinhalb Jahren gesammel-
ten Erfahrungen im Erwerbsleben sowie das am Herkunftsort der Be-
schwerdeführerin vorhandene familiäre Beziehungsnetz ihr im Falle ei-
ner Rückkehr nach Äthiopien von Nutzen sein beziehungsweise eine 
Reintegration zweifelsohne erleichtern werden,

dass der Vollzug der Wegweisung nach dem Gesagten deshalb als zu-
mutbar zu erachten ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 

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der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art.  8  Abs.  4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  1-3  des  Reglements  vom 11. Dezember  2006  über  die  Kosten 
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 
173.320.2]) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. (...) (per Kurier; in Kopie)
- (zuständige kantonale Behörde) ad (...) (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Daniel Schmid Alfred Weber

Versand: 

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