# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4d6240c-2f07-5e0c-8a18-5e01a9337ad5
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-03-18
**Language:** de
**Title:** Einschätzung 2006 und Direkte Bundessteuer 2006
**Docket/Reference:** ST.2008.295
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_ST_2008_295_ic.pdf

## Full Text

STEUERREKURSKOMMISSION III 
DES KANTONS ZÜRICH 

Entscheid 

18. März 2010 

Mitwirkend: 

Einzelrichter A. Widl und Sekretärin S. Weigold 

In Sachen 

3 ST.2008.295 
3 DB.2008.178 

1.  A,    

2.  B,    

Rekurrenten/ 
Beschwerdeführer,  

vertreten durch RA lic.iur. Daniel Pagnamenta,  
Burki Rechtsanwälte, 
Rotfluhstrasse 85, Postfach, 8702 Zollikon,  

gegen 

1.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

2.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

Rekursgegner,  

Beschwerdegegnerin,  

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Nord, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

betreffend 

Einschätzung 2006 und Direkte Bundessteuer 2006 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige  bzw.  zusammen  mit  seiner  Ehefrau  B  die 

Pflichtigen) arbeitete nach Abschluss der Lehre zum Elektrotechniker im Jahr 1991 drei 

Monate bei seiner Lehrfirma weiter. In der Folge absolvierte er an der Ingenieurschule 

Rapperswil  das  Studium  der  Elektrotechnik,  welches  er  im  Januar  1995  abschloss. 

Danach war er bei verschiedenen Firmen, zuletzt bei der Firma C als Systemintegrator 

und  Systemengineer  tätig.  Ab  April  2005  wechselte  er  in  die  Verkaufsabteilung  als 

"Pre-Sales  engineer".  Im  Rahmen  der  Fortbildung  absolvierte  der  Pflichtige  verschie-

dene Sprachaufenthalte in England und Südamerikar. Von April 2005 bis Januar 2007 

absolvierte er an der Berner Fachhochschule ein Nachdiplomstudium zum Wirtschafts-

ingenieur  FH  mit  Vertiefung  in  Marketingmanagement.  In  diesem  Zusammenhang 

machte er in der Steuererklärung 2006 u.a. Weiterbildungskosten von Fr. 6'937.- (Stu-

diengebühren Fr. 6'600.- und weitere Kosten von Fr. 337.-) geltend. 

Das  kantonale  Steueramt  veranlagte  die  Pflichtigen  am  7.  Februar  2008  für 

die  Staats-  und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2006,  mit  einem  steuerbaren  Ein-

kommen  von  Fr. 149'400.-  und  einem  steuerbaren  Vermögen  von  Fr. 0.-.  Dabei  wür-

digte  es  die  geltend  gemachten  Kosten  als  Ausbildungskosten  und  liess  stattdessen 

nur den Pauschalabzug von Fr. 400.- zu. Am 27. März 2008 erging eine entsprechende 

Veranlagung  betreffend  die  direkte  Bundessteuer,  Steuerperiode  2006,  mit  einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 148'700.-. 

B.  Hiergegen  erhobene  Einsprachen  wies  das  kantonale  Steueramt  am 

15. August 2008 ab. 

C.  Mit  Rekurs  und  Beschwerde  vom  18.  September  2008  beantragten  die 

Pflichtigen,  die  geltend  gemachten  Weiterbildungskosten  vollumfänglich  vom  Einkom-

men in Abzug zu bringen. 

Im  Rahmen  eines  zweiten  Schriftenwechsels  schloss  das  kantonale  Steuer-

amt am 26. Februar 2009 auf Abweisung der Rechtsmittel. 

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Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 

1. Gemäss § 25 StG und Art. 25 DBG  werden  zur Ermittlung des Reineinkom-

mens  von  den  gesamten  steuerbaren  Einkünften  die  zur  Erzielung  notwendigen  Auf-

wendungen  abgezogen.  Abzugsfähig  im  Bereich  der  unselbstständigen  Erwerbstätig-

keit sind  nach  § 26  Abs. 1  lit. d  StG  bzw.  Art. 26  Abs. 1  lit. d  DBG  unter  anderem  die 

mit  dem  Beruf  zusammenhängenden  Weiterbildungs-  und  Umschulungskosten.  Nicht 

abzugsfähig  sind  hingegen  die  Ausbildungskosten  (§ 33  lit. b  StG  bzw.  Art. 34  lit. b 

DBG). 

a) Weiterbildung  im  Sinn  des  Gesetzes  besteht  in  denjenigen  Bildungsmass-

nahmen, die ein Steuerpflichtiger auf sich nimmt, um in einem Beruf, in dem er tätig ist, 

auf  dem  Laufenden  und  den  steigenden  Anforderungen  seiner  beruflichen  Stellung 

gewachsen zu bleiben (Philip Funk, Der Begriff der Gewinnungskosten nach schweize-

rischem  Einkommenssteuerrecht,  1989,  S. 96  f.;  Felix  Richner,  Bildungskosten,  ZStP 

2002,  189  und  264).  Die  Ausgaben  der Weiterbildung  dienen der  Erhaltung  und  Ver-

besserung  der  für  die  gegenwärtige  Berufsausübung  erforderlichen  Sachkenntnisse 

oder der Erhaltung/Sicherung der gegenwärtigen Berufsstellung (vgl. Michael Beusch, 

Bildungskosten – Eine  Analyse  der  Abgrenzung  von  Aus-  und  Weiterbildung  anhand 

neuerer  Entwicklungen  in  der  Rechtsprechung,  "zsis",  Zeitschrift  für  Schweizerisches 

und  Internationales  Steuerrecht,  Aufsätze,  www.zsis.ch,  Ziff. 10;  Richner/Frei/Kauf-

mann/Meuter, Kommentar zum harmonisierten Zürcher Steuergesetz, 2. A., 2006, § 26 

N 64  und  71  ff.;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Handkommentar  zum  DBG,  2.  A., 

2009, Art. 26 N 71 und 78 ff.), aber auch dem Erwerb besonderer Fachkenntnisse mit 

Blick  auf  eine  Spezialisierung  (RB 2004  Nr. 92).  Abzugsfähige  Weiterbildungskosten 

stellen  auch  die  so  genannten  Berufsaufstiegskosten  dar,  sofern  die  getätigten  Auf-

wendungen  im  Hinblick  auf  den  Aufstieg  im  angestammten  Beruf  erfolgen  (Rich-

ner/Frei/Kaufmann/Meuter,  § 26  N 95  ff.;  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art. 26  N 98 

ff.). Zielen die Aufwendungen aber auf einen Anstieg in eine von der bisherigen Berufs-

tätigkeit zu unterscheidende höhere Stellung oder gar in einen anderen Beruf, so sind 

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die betreffenden Aufwendungen als solche für die Ausbildung zu einem neuen Beruf zu 

würdigen und demzufolge  zu den grundsätzlich nicht abzugsfähigen privaten Lebens-

haltungskosten zu rechnen (RB 2004 Nr. 92; RB 1996 Nr. 34 = StE 1997 B 27.6 Nr. 12 

und  VGr,  23. Februar  2000  =  StE 2000  B 22.3  Nr. 71  E.  3d;  BGr,  6. Juli  2005  = 

StE 2006 B 22.3 Nr. 86 mit weiteren Hinweisen; BGE 113 Ib 114 E.3 S. 120 f.).  

b) Unter nicht abziehbarer Ausbildung im Sinn von § 33 lit. b StG bzw. Art. 34 

lit  b  DBG  sind  diejenigen  Bildungsvorgänge  zu  verstehen,  die  nicht  mit  einer  bereits 

ausgeübten Erwerbstätigkeit zusammenhängen, insbesondere die Ausbildung, die der 

erstmaligen  Erlangung  eines  Berufs  oder  der  ersten  Erwerbstätigkeit  dient  (RB 2004 

Nr. 92; Funk, S. 95; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 26 N 8; Richner/Frei/Kaufmann/ 

Meuter, Art. 26 N 7). Sie bilden mangels eines qualifiziert engen wesentlichen Zusam-

menhangs  mit  einer  vorbestehenden,  so  genannten  angestammten  beruflichen  Tätig-

keit keine Berufskosten im Sinn des Gesetzes, sondern nicht abzugsfähige private Le-

benshaltungskosten.  Als  Kosten  der  Ausbildung  gelten  aber  auch  diejenigen  einer 

Zweitausbildung, die im Hinblick auf einen späteren Berufswechsel absolviert wird und 

deren  Kosten  nur  unter  bestimmten  Voraussetzungen  abzugsfähig  sind  (§ 26  Abs. 1 

lit. d StG bzw. Art. 26 Abs. 1 lit. d DBG; Umschulung).  

c) Das Verwaltungsgericht verweist in seiner Rechtsprechung zu den Weiter-

bildungskosten auf Art. 30 lit. a und b des Bundesgesetzes über die Berufsbildung vom 

13. Dezember 2002 (BBG; SR 412.10) und hält fest, die Bestimmung enthalte insofern 

ein taugliches Kriterium für den Weiterbildungsbegriff, als die berufsorientierte Weiter-

bildung primär dazu dient, "durch organisiertes Lernen bestehende berufliche Qualitä-

ten  zu  erneuern,  zu  vertiefen  und  zu  erweitern"  (RB 2004  Nr. 92).  Indessen  schliesst 

die in Art. 30 lit. a und b BBG erwähnte Zwecksetzung auch Elemente der Umschulung 

bzw. Ausbildung mit ein ("neue berufliche Qualifikationen" bzw. "berufliche Flexibilität"), 

welche  über  die  steuerlich  abzugsfähige  Weiterbildung  hinausgehen.  Ob  die  Kosten 

eines Lehrgangs als abzugsfähige Weiterbildungskosten zu würdigen sind, kann daher 

nicht allgemein gesagt werden, sondern beurteilt sich aufgrund der konkreten Umstän-

de, indem es namentlich auf den im Lehrgang vermittelten Stoff einerseits und die be-

rufliche  Tätigkeit  oder  die  Grundausbildung  des  Absolventen  andrerseits  ankommt. 

Mitentscheidend, insbesondere bei Master-Lehrgängen, sind nach der bundesgerichtli-

chen Rechtsprechung aber auch die Auswirkungen, welche die Zusatzausbildung und 

der  damit  erworbene  Titel  auf  die  gegenwärtige  und künftige Berufstätigkeit  hat  (BGr, 

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17. Oktober  2005,  2A.182/2005  =  StR  2006,  41;  BGr,  6. Juli  2005,  2A.623/2004  = 

StE 2006  B.22.3  Nr. 86;  BGr,  6. Juli  2005,  2A.671/2004  =  www.bger.ch;  BGr, 

18. Dezember  2003,  2A.277/2003 =  StE 2004  B 22.3  Nr. 77 =  StR  2004,  451).  In  der 

Regel gelten jedoch Aufwendungen für meist mehrjährige Lehrgänge an (Fach-) Hoch-

schulen als Ausbildungskosten, und zwar auch dann, wenn die Absolvierung des Stu-

diums  dem  Steuerpflichtigen  als  persönlicher  Leistungsausweis  für  die  Erhaltung  und 

Sicherung seiner Stellung im Beruf dient und er die im Studium erworbenen Kenntnisse 

und Fähigkeiten bei der Arbeit auch verwenden kann (BGr, 6. Juli 2005, 2A.623/2004; 

BGr, 18. Dezember 2003, 2A.277/2003; VGr, 3. November 2004, SB.2004.00069; VGr, 

28. April  2004,  SB.2003.00069;  VGr,  23. Oktober  2002,  SB.2002.00046  =  StE 2003 

B 22.3 Nr. 75).  

d) Als steuermindernde Tatsachen sind Weiterbildungskosten vom Steuerpflich-

tigen geltend zu machen, hinreichend darzulegen und nachzuweisen.  

2.  Streitig  ist,  ob  das  absolvierte  Nachdiplomstudium  (Certificate  of  Advanced 

Studies  [CAS])  zum  Wirtschaftsingenieur  FH  einen  engen  wesentlichen  Zusammen-

hang mit einer vorbestehenden so genannten angestammten beruflichen Tätigkeit auf-

weist  und  somit  die  geltend gemachten  Kosten  als Weiterbildungskosten  abzugsfähig 

sind.  

a)  Beim  vom  Pflichtigen  absolvierten  CAS-Studiengang  handelte  es  sich  um 

eine  berufsbegleitende  betriebswirtschaftliche  Grundausbildung mit  Vertiefung  in Mar-

ketingmanagement.  Der  Lehrgang  dauerte  insgesamt  drei  Semester  und  berechtigte 

den Absolventen, den Titel "Nachdiplom FH als Wirtschaftsingenieur" zu tragen. In den 

ersten beiden Semestern wurden betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt. Zu den 

Fächern gehörten Finanzwesen, Business Game Ökonomikus, Organisation, Erlebnis-

seminar "Outdoor", Präsentieren und Moderieren, Projektmanagement, Recht, Selbst-

management,  betriebliches  Rechnungswesen,  Businessplanung,  Führen  und  Motivie-

ren, 

Integrationsseminar  "Indoor",  Kommunizieren  und  Verhandeln,  Marketing, 

Personalmanagement  und  Volkswirtschaftslehre.  Im  dritten  Semester  absolvierte  der 

Pflichtige  entsprechend  seiner  neu  ausgeübten  Tätigkeit  als  Verkaufsingenieur  das 

Vertiefungsmodul  Marketingmanagement.  Dazu  gehörten  die  Fächer  Marketing-

Konzept,  Kundengewinnung,  Kundenbindung,  Marketingkommunikation,  Marketing-

Simulation  und  Internationales  Marketing.  Insgesamt  vermittelte  der  streitbetroffene 

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Lehrgang,  der  nicht  nur  Ingenieuren  offen  steht  (www.phw.info),  allgemeines  Grund-

wissen in Betriebswirtschaft und Marketing (ebenso BGr, 3. November 2005, StE 2006 

B  22.3  Nr.  85  betreffend  den  gleichen  Lehrgang).  Über  solche  umfassende  betriebs-

wirtschaftliche Kenntnisse verfügte der Pflichtige vor Antritt des Lehrgangs noch nicht. 

Dies  kommt  mit  aller  Deutlichkeit  aus  der  Bestätigung  seiner  Arbeitgeberin  zum  Aus-

druck,  welche  die  berufliche  Positionsveränderung  von  der  Absolvierung  einer  be-

triebswirtschaftlichen  Weiterbildung  abhängig  machte.  Im  Übrigen  legte  der  Pflichtige 

nicht in substanziierter Form dar, inwieweit das gesamte Studienprogramm – wie spä-

ter behauptet und auf Wunsch des Pflichtigen von der Arbeitgeberin bescheinigt – eine 

Auffrischung  und  Vertiefung  bereits  vorhandener  betriebswirtschaftlicher  Kenntnisse 

bedeutete.  Jedenfalls  geht  aus  dem  Lebenslauf  nicht  hervor,  bei  welcher  früheren 

Ausbildung  oder  Berufstätigkeit  er  derartige  betriebswirtschaftliche  Kenntnisse  in  ge-

wichtigem Umfang erlangt haben will. 

Der  betreffenden  Bildungsmassnahme  kommt  gemäss  bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung  auch  ein  gewisser  Eigenwert  zu,  da  betriebswirtschaftliche  Zusatz-

kenntnisse  wie  auch  der  erlangte  Titel  die  Berufsaussichten  im  Allgemeinen  verbes-

sern (StE 2006 B 22.3 Nr. 85). Allerdings darf der Eigenwert bei CAS-Studiengängen 

heutzutage nicht überbewertet werden. Denn es gibt ein grosses Angebot von universi-

tären Bachelor- und Masterlehrgängen (MBA, MBE, LL.M, EMBA, MAS usw.) auf  teil-

weise  noch  höherem  (wissenschaftlichem)  Niveau  und/oder  mit  einem  höheren  Stel-

lenwert  des  erworbenen  Titels.  Entsprechend  treten  auch  immer  mehr  qualifizierte 

Betriebswirtschafter  in  den  Arbeitsmarkt  ein.  Vor  diesem  Hintergrund  erscheinen  ge-

plante  Karriereschritte,  die  bis  anhin  –  soweit  bekannt  –  nicht  eingetreten  sind,  unsi-

cher.  

Allein  wegen des Eigenwerts der erlangten betriebswirtschaftlichen Kenntnisse 

und des Titels, der wie erwähnt nicht überbewertet werden kann, können die streitbe-

troffenen  Kosten  aber  noch  nicht  als  Ausbildungskosten  gewürdigt  werden.  Entschei-

dend für  die  Abzugsfähigkeit  der  Kosten  ist  vor  allem,  ob  das  Nachdiplomstudium  ei-

nen  engen  Zusammenhang  mit  der  angestammten  Berufstätigkeit  als  Ingenieur 

aufweist. 

b) Dieser Zusammenhang ist im vorliegenden Fall gegeben. Zwar arbeitete der 

Pflichtige  gemäss  den  eingereichten  Arbeitszeugnissen  vor  Aufnahme  des  Studiums 

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ausschliesslich  im  technischen  Bereich.  Er  war  bei  verschiedenen  Firmen  (seit  Sep-

tember  2000  bei  C)  als  Systemingenieur  und  Systemintegrator  primär  auf  dem  

Gebiet  der  Telekommunikation  (Netzwerklösungen,  Multimedia-Kommunikation,  IP-

Telephonie, Security-Lösungen) tätig. Zu seinem Aufgabenbereich bei C gehörten bis 

Juni  2002  das  Evaluieren  von  Übertragungs-  und  Kommunikationseinrichtungen,  die 

Erarbeitung von Konzepten für Kommunikationsnetze in verschiedenen Projekten, das 

Planen,  Testen,  Installieren  und  Überwachen  von  Übertragungs-  und  Kommunikati-

onseinrichtungen,  das  Lokalisieren  und  Beheben  von  Fehlern  in  Kundennetzen,  das 

Erstellen von Netzwerkdokumentationen und diversen Statistiken, der technische Sup-

port  der  C-Kundennetze,  das  Mitverfolgen  und  Weitervermitteln  der  technischen  Ent-

wicklung und der Einsatzmöglichkeiten von Übertragungs- und Kommunikationseinrich-

tungen und die Ausbildung und Schulung von Kunden. Von Juni 2002 bis Februar 2005 

war er als "Pre-IS Network Integration team engineer" tätig. Einzelheiten über die kon-

kret  ausgeübt  Tätigkeiten  während  dieser  Zeit  legte  er  nicht  dar.  Es  ist  jedoch  davon 

auszugehen, dass er weiterhin Aufgaben im technischen Bereich erfüllte. Ab April 2005 

wechselte er nach einer Firmenrestrukturierung in die Verkaufsabteilung und arbeitete 

fortan als Vertriebsingenieur. Dort war er im Wesentlichen für den Verkauf und die Imp-

lementierung  von  Computernetzwerklösungen  und  anderer  C  Produkte  für  Unterneh-

men  in  der  Schweiz  zuständig.  Die  berufliche  Veränderung  hat  aber  weder  zu  einem 

Anstieg in eine höhere Stellung noch zu einem andern Beruf geführt. Viel eher kann die 

neue Position als Vertriebsingenieur als Spezialisierung der angestammten Ingenieur-

tätigkeit bezeichnet werden. Denn die Tätigkeit als Vertriebsingenieur erfordert gemäss 

Stellenbeschrieb  in  erster  Linie  ein hohes Mass  an technologischem  Fachwissen  und 

steht somit in der Regel nur Ingenieuren, vorzugsweise mit Marketingerfahrung offen. 

Anders  lassen  sich  die  Produkte  der  Firma  nicht verkaufen.  Insofern  ist  der  Pflichtige 

ab Mai 2005 weiterhin in seinem angestammten Beruf, wenn auch mit einem anderen 

Schwerpunkt  tätig.  Das  Erfordernis,  wonach  der  Beruf  angestammt  sein  muss,  setzt 

nicht voraus, dass der Pflichtige während des ganzen Lebens die gleichen Tätigkeiten 

ausführen muss (Felix Richner, Bildungskosten ZStP 2002, 182).  

Somit sind Rekurs und Beschwerde gutzuheissen. Das steuerbare Einkommen 

bei  den  Staats-  und  Gemeindesteuern,  Steuerperiode  2006,  ist  von  Fr. 149'400.-  auf 

Fr. 142'500.- (Fr. 149'490.- - Fr. 6'937.- = Fr. 142'553.-) herabzusetzen. Das steuerbare 

Einkommen bei der direkten Bundessteuer 2006 ist von Fr. 148'700.- auf Fr. 141'800.- 

(Fr. 148'790.- – Fr. 6'937.- = Fr. 141'853.-) herabzusetzen. 

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3.  Bei  diesem  Ausgang  sind  die  Kosten  des  Rekurs-  und  Beschwerdeverfah-

rens  dem  Rekursgegner/der  Beschwerdegegnerin  aufzuerlegen  (§  151  Abs.  1  StG, 

Art. 144 Abs. 1 DBG).  

Demgemäss erkennt der Einzelrichter: 

1.  Der  Rekurs  wird  gutgeheissen.  Die  Rekurrenten  werden  für  die  Staats-  und  Ge-

meindesteuern,  Steuerperiode  2006,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 142'500.- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.- eingeschätzt (Tarif ge-

mäss § 35 Abs. 2 bzw. § 47 Abs. 2; Verheiratetentarif). 

2.  Die  Beschwerde  wird  gutgeheissen.  Die  Beschwerdeführer  werden  für  die  direkte 

Bundessteuer,  Steuerperiode  2006,  mit  einem  steuerbaren  Einkommen  von 

Fr. 141'800.- veranlagt (Tarif gemäss Art. 214 Abs. 2 DBG; Verheiratetentarif). 

[…] 

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