# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 18ecbc4b-d4c9-588e-8556-a21b63002fa5
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.08.2019 III 2019 114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2019-114_2019-08-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2019 114

Entscheid vom 29. August 2019 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Ruth Mikšovic-Waldis, Richterin
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________, ,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Sicherungsentzug)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb.1994) war seit Mai 2015 im Besitze des Führerausweises 
auf Probe, als sie am 30. Dezember 2017 in E.________ einen Personenwagen 
lenkte und von der Polizei kontrolliert wurde, welche 47.4 Gramm Amphetamin im 
Handschuhfach feststellte. Der durchgeführte Drogenschnelltest fiel in Bezug auf 
Kokain positiv aus. Der Führerausweis auf Probe wurde von der Polizei abge-
nommen. Dieser Führerausweis wurde am 11. Januar 2018 wieder ausgehän-
digt, nachdem ein pharmakologisch-toxikologisches Gutachten des Instituts für 
Rechtsmedizin (IRM) vom 9. Januar 2018 keine Hinweise für eine Verminderung 
der Fahrfähigkeit im Ereigniszeitpunkt durch Alkohol oder Drogen ergeben hatte.

B. Nachdem das Verkehrsamt am 12. Januar 2018 den Polizeirapport zum 
Vorfall vom 30. Dezember 2017 erhalten hatte, ordnete es gleichentags einen 
vorsorglichen Sicherungsentzug des Führerausweises auf Probe an; die Wieder-
erteilung des Führerausweises wurde vom Ergebnis einer verkehrsmedizinischen 
Untersuchung abhängig gemacht. A.________ deponierte den Führer-ausweis 
am 19. Januar 2018.

C. Die von A.________ gegen den vorsorglichen Sicherungsentzug erhobene 
Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht mit Entscheid III 2018 31 vom 25. 
April 2018 abgewiesen. In der Folge beschwerte sich A.________ erfolglos beim 
Bundesgericht (Urteil 1C_285/2018 vom 12.10.2018).

D. Am 11. April 2019 ging beim Verkehrsamt ein verkehrsmedizinisches Gut-
achten ein, in welchem die Fahreignung von A.________ im aktuellen Zeitpunkt 
negativ beurteilt wurde. In der Folge gewährte das Verkehrsamt mit Schreiben 
vom 16. April 2019 A.________ das rechtliche Gehör zur vorgesehenen Mass-
nahme (Vi-act. 5). Davon machte sie innert erstreckter Frist in einer Eingabe vom 
14. Mai 2019 Gebrauch (Vi-act. 12).

E. Am 17. Mai 2019 ordnete das Verkehrsamt einen Sicherungsentzug des 
Führerausweises auf Probe für unbestimmte Zeit an. Als Voraussetzung für die 
Aufhebung des Entzugs wurde die Erfüllung von folgenden Auflagen gefordert:

Alkoholproblematik
- Nachweis einer mindestens 6-monatigen Alkoholtotalabstinenz gemäss der im 

Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;
- Regelmässige Gespräche bei einer Fachperson für Alkohol und Drogenpro-

bleme (Fachstelle für Suchtprobleme, Arzt, Psychiater oder Psychologen), 
welche über den Mindestzeitraum bis zur Neubegutachtung fortzusetzen sind;

Drogenproblematik

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- Nachweis einer mindestens 6-monatigen Drogenabstinenz gemäss der im 
Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;

Psychische Erkrankung
- Regelmässige Behandlung der psychischen Erkrankung nach Ermessen der 

behandelnden Ärztin;

Weiteres Vorgehen
- Neubegutachtung inklusive Haaranalyse auf Alkohol und Drogen beim Institut 

für Rechtsmedizin Zürich, frühestens im September 2019;
- Die Überprüfung der Abstinenz erfolgt mittels Haaranalyse. (...)

F. Gegen diese am 20. Mai 2019 eingegangene Verfügung liess A.________ 
fristgerecht am 11. Juni 2019 (= 1. Werktag nach Pfingsten) beim Verwaltungs-
gericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Es sei der Beschwerdeführerin das Führen von Motorfahrzeugen der Kategorie 
B sowie von Motorfahrzeugen, für welche kein Führerausweis erforderlich ist, 
wieder zu erlauben und es sei ihr umgehend der Führerausweis der Kategorie 
B wieder auszuhändigen.

2. Es sei von der Anordnung jeglicher Auflagen abzusehen;

3. Eventualiter sei die Verfügung des Verkehrsamtes Schwyz vom 17. Mai 2019 
aufzugeben (recte wohl: aufzuheben) und die Sache zur Neubeurteilung an 
den Beschwerdegegner zurückzuweisen;

unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten des 
Staates.

Zudem ersuchte die Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege und 
unentgeltliche Rechtsverbeiständung.

G. Mit Vernehmlassung vom 26. Juni 2019 beantragte die Vorinstanz, die Be-
schwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese einzutreten sei, unter 
Kostenfolgen zulasten der Beschwerdeführerin.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Nach Art. 14 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) vom 
19. Dezember 1958 müssen Motorfahrzeugführer über Fahreignung und 
Fahrkompetenz verfügen. Für die Fahreignung ist unter anderem erforderlich, 
dass der Motorfahrzeugführer frei von einer Sucht ist, die das sichere Führen von 
Motorfahrzeugen beeinträchtigt (Art. 14 Abs. 2 lit. c SVG). Der Führerausweis ist 
zu entziehen, wenn festgestellt wird, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur 
Erteilung nicht oder nicht mehr bestehen (Art. 16 Abs. 1 SVG). Insbesondere 
wird einer Person der Führerausweis zwingend auf unbestimmte Zeit entzogen, 
wenn ihre körperliche und geistige Leistungsfähigkeit nicht oder nicht mehr 

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ausreicht, um ein Motorfahrzeug sicher zu führen, oder sie an einer Sucht leidet, 
welche die Fahreignung ausschliesst (Art. 16d Abs. 1 lit. a und b SVG). Diesfalls 
kann der Ausweisentzug selbst ohne Vorliegen einer konkreten Widerhandlung 
gegen die Strassenverkehrsregeln erfolgen (vgl. BGE 133 II 331 Erw. 9.1 S. 351 
f.). Sicherungsentzüge dienen der Gewährleistung der Verkehrssicherheit; in den 
entsprechenden Verfahren gilt die Unschuldsvermutung nicht (BGE 140 II 334 
Erw. 6 S. 339). 

1.2 Die Rechtsprechung bejaht eine Trunksucht, wenn die betroffene Person 
regelmässig so viel Alkohol konsumiert, dass ihre Fahrfähigkeit vermindert wird 
und sie diese Neigung zum übermässigen Alkoholgenuss durch den eigenen 
Willen nicht zu überwinden oder zu kontrollieren vermag. Auf eine fehlende 
Fahreignung darf geschlossen werden, wenn die Person nicht mehr in der Lage 
ist, Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen, oder wenn die 
nahe liegende Gefahr besteht, dass sie im akuten Rauschzustand am 
motorisierten Strassenverkehr teilnimmt. Die Person muss mithin in einem Mass 
abhängig sein, dass sie mehr als jede andere Person der Gefahr ausgesetzt ist, 
sich in einem Zustand ans Steuer eines Fahrzeugs zu setzen, der das sichere 
Führen nicht mehr gewährleistet. Der Suchtbegriff des Verkehrsrechts deckt sich 
nicht mit dem medizinischen Begriff der Alkoholabhängigkeit. Auch bloss 
suchtgefährdete Personen, bei denen aber jedenfalls ein Alkoholmissbrauch 
vorliegt, können vom Führen eines Motorfahrzeuges ferngehalten werden (siehe 
zum Ganzen: BGE 129 II 82 Erw. 4.1 S. 86 f.; Urteil BGer 1C_384/2017 vom 
7.3.2018 Erw. 2.1 mit Hinweis).

1.3 Ist die Fahreignung nicht mehr gegeben, muss ein Sicherungsentzug 
zwingend angeordnet werden. Als schwerwiegender Eingriff in den 
Persönlichkeitsbereich des Betroffenen setzt er eine sorgfältige Abklärung aller 
wesentlichen Gesichtspunkte voraus (BGE 133 II 384 Erw. 3.1 S. 387 f.). Der 
Umfang der Nachforschungen richtet sich nach den Umständen des Einzelfalls 
und liegt im pflichtgemässen Ermessen der Entzugsbehörde (BGE 129 II 82 Erw. 
2.2 S. 84). Zu den Abklärungen die sich vor einem allfälligen Sicherungsentzug 
regelmässig aufdrängen, gehören die einlässliche Prüfung der persönlichen 
Verhältnisse (welche in begründeten Fällen auch die Einholung von 
Fremdberichten einschliessen kann), die gründliche Aufarbeitung allfälliger 
Trunkenheitsfahrten, eine spezifische Alkoholanamnese (betreffend 
Trinkverhalten bzw. Muster und Motivationen des Alkoholkonsums) sowie eine 
umfassende medizinische körperliche Untersuchung mit besonderem Augenmerk 
auf mögliche alkoholbedingte Veränderungen oder gesundheitliche Störungen 

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(vgl. BGE 129 II 82 Erw. 6.2.2 S. 91 f.; Urteil BGer 1C_147/2017 vom 22.6.2017 
Erw 3.2.3; je mit Hinweisen).

1.4 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung anerkennt die Haaranalyse als 
geeignetes Mittel sowohl zum Nachweis eines übermässigen Alkoholkonsums 
als auch der Einhaltung einer Abstinenzverpflichtung (BGE 140 II 334 Erw. 3 S. 
337 f. mit Hinweisen). Biochemische Analyseresultate von Haarproben betreffend 
das Trinkalkohol-Stoffwechselprodukt EtG erlauben objektive Rückschlüsse auf 
den Alkoholkonsum eines Probanden während einer bestimmten Zeit (vgl. 
Schweizerische Gesellschaft für Rechtsmedizin [SGRM], Arbeitsgruppe 
Haaranalytik, Bestimmung von Ethylglucuronid [EtG] in Haarproben, Version 
2017, Ziff. 3.1). Die Haaranalyse gibt direkten Aufschluss über den 
Alkoholkonsum. Nach dem Alkoholgenuss wird das Abbauprodukt EtG im Haar 
eingelagert und erlaubt über ein grösseres Zeitfenster (als bei einer 
Blutuntersuchung) Aussagen über den erfolgten Konsum. Die festgestellte EtG-
Konzentration korreliert mit der aufgenommenen Menge an Trinkalkohol. 
Aufgrund des Kopfhaar-Längenwachstums von rund einem Zentimeter pro Monat 
lassen sich Aussagen über den Alkoholkonsum während der entsprechenden 
Zeit vor der Haarentnahme machen. EtG-Werte ab 7 pg/mg, aber unterhalb von 
30 pg/mg sprechen für einen moderaten, darüber liegende Werte (> 30 pg/mg) 
für einen übermässigen Alkoholkonsum (BGE 140 II 334 Erw. 3 S. 337 mit 
Hinweisen, und Erw. 7 S. 340). 

1.5 Das Bundesgericht weicht nicht ohne triftigen Grund von einer Haaranalyse 
ab, die in einem dafür vorgesehenen Labor durchgeführt wurde. Ein Abweichen 
ist nur zulässig, wenn die Glaubwürdigkeit des Gutachtens durch die Umstände 
ernsthaft erschüttert ist (BGE 140 II 334 Erw. 3 S. 338 mit Hinweis). Das 
Abstellen auf eine nicht schlüssige Expertise bzw. der Verzicht auf die gebotenen 
zusätzlichen Beweiserhebungen kann gegen das Verbot willkürlicher Beweiswür-
digung (Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
[BV, SR 101] vom 18.4.1999) verstossen (vgl. Urteil des BGer 1C_491/2017 vom 
9.5.2018 Erw. 3.4.1 mit Verweis auf BGE 133 II 384 Erw. 4.2.3 S. 391 mit 
Hinweisen). 

1.6 Das Gericht ist gemäss der Rechtsprechung an die Auffassung von 
Sachverständigen gebunden, soweit Fachfragen betroffen sind und keine triffigen 
Gründe für eine abweichende Würdigung sprechen (vgl. Urteil BGer 
1C_147/2018 vom 5.10.2018 Erw. 5.1 mit Verweis auf BGE 132 II 257 Erw. 4.4.1 
S. 269; Urteil BGer 1C_5/2014 vom 22.5.2014 Erw. 3.3).

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2.1 Als Ausgangslage ist zu berücksichtigen, dass die Vorinstanz am 12. 
Januar 2018 gegenüber der Beschwerdeführerin einen vorsorglichen 
Sicherungsentzug des Führerausweises auf Probe angeordnet und die 
Wiedererteilung dieses Führerausweises vom Ergebnis einer 
verkehrsmedizinischen Untersuchung abhängig gemacht worden war, weil die 
Vorgeschichte (u.a. bei Polizeikontrolle 47.4 Gramm Amphetamin im 
Handschuhfach des von der Beschwerdeführerin gelenkten Fahrzeuges 
sichergestellt) ernsthafte Zweifel an der Fahreignung der Beschwerdeführerin 
hervorrief.

2.2 Diese (vorinstanzlichen) ernsthaften Zweifel an der Fahreignung der 
Beschwerdeführerin wurden vom Bundesgericht im Urteil 1C_285/2018 vom 12. 
Oktober 2018 nicht in Frage gestellt, sondern vielmehr im Ergebnis bestätigt. 
Dabei führte das Bundesgericht unter anderem aus (Fettdruck nicht im Original):

- Ernsthafte Zweifel an der Fahreignung einer Person bestehen namentlich bei 
Vorliegen der in der nicht abschliessenden Aufzählung von Beispielen in 
Art. 15d Abs. 1 lit. a - e SVG genannten Gegebenheiten. Diesfalls ist 
grundsätzlich zwingend und ohne weitere Einzelfallprüfung eine 
Fahreignungsuntersuchung anzuordnen, selbst wenn die Zweifel im konkreten 
Fall noch nicht erhärtet oder nur abstrakter Natur sind. Diese Tatbestände 
begründen mithin einen Anfangsverdacht fehlender Fahreignung, welcher zur 
Anordnung einer Fahreignungsuntersuchung führt (Erw. 3.3).

- Die Vorinstanz hat ebenfalls zu Recht ausgeführt, auch der Umstand, wonach bei 
den am 30. Dezember 2017 entnommenen Blut- und Urinproben weder Alkohol 
im Blut noch Betäubungsmittel im Urin festgestellt werden konnten, ändere 
nichts an den Zweifeln betreffend die Fahreignung der Beschwerdeführerin. Der 
Gutachter führte zwar aus, es könne aufgrund der negativen Analyseergebnisse 
eine fahrfähigkeitsvermindernde Wirkung für den Zeitpunkt des Ereignisses mit 
sehr grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Gleichzeitig hielt er 
aber auch fest, Amphetamine liessen sich nach dem letzten Konsum im Urin 
noch etwa 2-3 Tage und Kokain etwa 3-4 Tage lang nachweisen. Es ist daher 
nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz festhielt, es handle sich beim 
pharmakologisch-toxikologischen Gutachten lediglich um eine Momentaufnahme 
und das generelle Konsumverhalten der Beschwerdeführerin lasse sich 
damit nicht hinreichend beurteilen (Erw. 5.3).

- Bei gesamthafter Betrachtung der genannten Umstände hat die Vorinstanz daher 
weder den Sachverhalt willkürlich festgestellt noch Bundesrecht verletzt, wenn 
sie den vorsorglichen Sicherungsentzug sowie die Anordnung einer 
verkehrsmedizinischen Begutachtung durch das Verkehrsamt gestützt hat 
(Erw. 5.6).

2.3 Dieses vom Bundesgericht bestätigte Erfordernis nach Durchführung einer 
verkehrsmedizinischen Begutachtung führte dazu, dass das IRM am 19. Februar 

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2019 eine "Fahreignungsabklärung bei Verdacht auf das Vorliegen einer Betäu-
bungsmittelproblematik" vornahm. Das von Dr.med. C.________ (Abteilungsleite-
rin/ Fachärztin für Rechtsmedizin/ Verkehrsmedizinerin SGRM) sowie von dipl. 
Ärztin Anette Kehrt (Assistenzärztin) unterzeichnete verkehrsmedizinische Gut-
achten vom 10. April 2019 basiert auf den Akten des Verkehrsamts, den Anga-
ben der Beschwerdeführerin, den Untersuchungsbefunden, den Laboranalysen 
sowie Fremdauskünften. 

2.3.1  Das Gutachten enthält nach der Vorgeschichte die Angaben der Unter-
suchten, welche wie folgt gegliedert sind: Sozialanamnese/ medizinische Ana-
mnese/ Psychiatrische Anamnese/ Verkehrsanamnese/ Anamnese zum Untersu-
chungsanlass/ Suchtmittelanamnese. Diesen Angaben ist u.a. zu entnehmen:

Psychiatrische Anamnese

Vor drei Jahren habe sie eine leichte Depression gehabt und sei deswegen auch 
ambulant in Behandlung gewesen. Nach dem Führerausweisentzug im Dezember 
2017 sei es ihr schlechter gegangen und sie sei dann für ca. fünf Wochen in einer 
psychiatrischen Klinik in Zug gewesen. Anschliessend sei sie noch alle zwei Wo-
chen ambulant in Behandlung gewesen, zuletzt vor zwei Wochen. Sie habe auch 
Citalopram eingenommen, habe dieses aber vor einem Monat abgesetzt. Mittler-
weile fühle sie sich gut und psychisch stabil.

Suchtmittelanamnese

Alkohol: Mit 15 Jahren habe Frau .. erstmals Bier probiert. Danach habe sie an Ju-
gendpartys auch Wodka getrunken. Die letzten Jahre habe sie im Ausgang, ca. al-
le zwei Monate, durchschnittlich 4-5 Gläser Wodka getrunken. Unter der Woche 
trinke sie ein Glas Wein zum Essen oder bei Geburtstagen. In ihrer Jugend habe 
sie auch einmal einen Filmriss infolge Alkoholkonsums gehabt. Frau … sei ca. alle 
zwei Monate angetrunken. Letztmals habe sie vor fünf Tagen im Rahmen des Va-
lentinstags 4 Gläser Wein getrunken.

Drogen: Mit 15/16 Jahren habe Frau … erstmals gekifft. Danach habe sie in ihrer 
Jugend noch zwei- bis dreimal mit Kollegen THC konsumiert. 2015, vor der Lehr-
abschlussprüfung (LAP), habe sie erstmals Amphetamine konsumiert, um die Leis-
tungen zu steigern. Im Anschluss habe sie während zwei bis drei Monaten, ca. 
einmal pro Woche, zum Lernen Amphetamine konsumiert. Nach der LAP habe sie 
Amphetamine dann ca. alle zwei Monate im Ausgang konsumiert. Ca. 2016 habe 
sie erstmals Kokain probiert und danach ca. alle drei Monate bei Kollegen eine Li-
nie mitkonsumiert. Der letzte Kokainkonsum sei im Dezember 2017 gewesen. Am-
phetamine habe sie zuletzt im März 2018 konsumiert.

Der Vorfall habe ihr die Augen geöffnet und sie möchte auch ihren Fahrausweis 
wiederhaben. Seit März 2018 lebe sie drogenabstinent, es gehe ihr wesentlich 
besser seither. Sie habe gemerkt, dass Drogen sie runterziehen würden. Frau … 
habe keine Probleme mit der Drogenabstinenz und könne sich auch gut von Dro-
gen distanzieren. (…)

Genussmittel
Frau … rauche ca. 10 Zigaretten pro Tag.

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2.3.2  Das im IRM durchgeführte Urinscreening (Urinprobe vom 19.2.2019) auf 
gängige Drogen und andere psychotrope Substanden war negativ, was so beur-
teilt wurde, dass ein Konsum solcher Substanzen im zeitlich näheren Umfeld zur 
Untersuchung zu verneinen sei.

2.3.3  Hinsichtlich der Haaranalyse zur Abklärung des Betäubungsmittelkonsums 
wurden am 19. Februar 2019 Kopfhaare sichergestellt, wovon die kopfnahen 
5 cm untersucht wurden, die einem untersuchten Zeitraum von anfangs Septem-
ber 2018 bis anfangs Februar 2019 entsprechen. Für diesen Zeitraum konnten 
hinsichtlich Drogen und andere psychotrope Substanzen keine Wirkstoffe festge-
stellt werden, woraus gefolgert wurde, dass die Beschwerdeführerin mindestens 
seit anfangs September 2018 keine Drogen konsumiert habe. Hingegen wurde 
bezüglich Alkoholkonsum 63 pg/mg Ethylglucuronid nachgewiesen, was als star-
ker chronischer Alkoholkonsum beurteilt wurde. 

2.3.4  Als Fremdauskünfte holten die IRM-Gutachterinnen einen Bericht der Psy-
chologin lic.phil. D.________ (Triaplus AG,) vom 25. März 2019 ein. Dieser Be-
richt enthält folgende Diagnosen und Angaben:

- Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode weit-
gehend remittiert

- Status nach psychischer und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher 
Gebrauch

- Status nach akuter Belastungsreaktion, nach Trennung von langjährigem 
Freund sowie Verlust der Arbeitsstelle

- Status nach appellativem Suizidversuch durch Tabletteneinnahme und Alkohol 
am 31.07.2018

Vorbehandlung im SPD (seit 01.01.2018 APP) … vom 27.01. bis 02.03.2017. Wie-
deraufnahme im APP … nach stationärem Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik 
Zugersee vom 02.08. bis 12.09.2018 mit in der Regel psychotherapeutischen Ge-
sprächen in zwei wöchentlichen Abständen.

Medikation: Citalopram 20 mg, Tardyferon Depot jeweils morgens 1 Tbl., Redormin 
500mg, Temesta 1 mg und Quetiapin 25 mg in Reserve. (Seit Klinikaustritt Reser-
ve Medikation nur je einmal Temesta und Quetiapin).

Im Verlauf psychische Stabilisation. Deutliche Verbesserung von Antrieb und 
Stimmung. Keine Anhaltspunkte für Zwänge, phobische Ängste, Sinnestäuschun-
gen, Ich-Störungen oder Wahn eruierbar. Gute Compliance.

2.3.5  In der Beurteilung führten die IRM-Gutachterinnen u.a. was folgt aus:

Bei der körperlichen Untersuchung zeigten sich keine die Fahreignung einschrän-
kenden Befunde. Frau … präsentierte sich in einem körperlich und psychisch un-
auffälligen Zustandsbild.

Zur Überprüfung der geltend gemachten Drogenabstinenz führten wir eine Haar-
analyse auf Drogen durch, wobei für den Zeitraum von Anfang September 2018 bis 

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Anfang Februar 2019 keine Drogen nachweisbar waren, was mit den anamnesti-
schen Angaben übereinstimmt.

Zur Überprüfung der Alkoholkonsumgewohnheiten führten wir aufgrund der frem-
danamnestischen Angaben eine Haaranalyse auf das Alkoholabbauprodukt Ethyl-
glucuronid (EtG) durch, wobei für den Zeitraum von Anfang September 2018 bis 
Anfang Februar 2019 EtG in einer Konzentration von 63 pg/mg nachgewiesen 
werden konnte, was für einen starken, chronischen Alkoholkonsum spricht. Auch 
unter Berücksichtigung der Messunsicherheit von ± 30% (44.1 pg/mg bis 81.9 
pg/mg) ist von einem risikoreichen und übermässigen Alkoholkonsum auszugehen. 
Das Analyseergebnis lässt sich nicht mit den anamnestischen Angaben der Explo-
randin in Einklang bringen, weshalb eine Bagatellisierung des Alkoholkonsums an-
zunehmen ist.

Laut der behandelnden Psychologin zeigte Frau … im Therapieverlauf eine psy-
chische Stabilisation und eine deutliche Verbesserung von Stimmung und Antrieb 
bei guter Compliance. Vorbestehend wurden eine rezidivierende Depression sowie 
ein schädlicher Gebrauch von Alkohol diagnostiziert.

Nach Abschluss unserer Untersuchung kann davon ausgegangen werden, dass 
Frau … in der Vergangenheit einen Amphetamin- und Kokainkonsum betrieben 
hat, der aufgrund des Konsummusters mit einer erhöhten Gefahr für eine Fahrt in 
fahrunfähigem Zustand verbunden war, sodass ein verkehrsrelevanter Drogen-
missbrauch bestand. Sowohl bei Amphetamin als auch bei Kokain handelt es sich 
um Substanzen mit hohem Suchtpotential. Seit März 2018 lebt sie gemäss ihren 
Aussagen drogenabstinent, was seit Anfang September 2018 haaranalytisch 
bestätigt werden kann. Eine verkehrsmedizinisch relevante psychische Erkrankung 
scheint derzeit stabil eingestellt zu sein. Allerdings muss aktuell von einem über-
mässigen und risikoreichen Alkoholkonsum ausgegangen werden, welcher als ver-
kehrsrelevant einzustufen ist. Hierbei ist vor allem auch anzumerken, dass eine 
gewisse Bagatellisierung des Alkoholkonsums zu bestehen scheint, was prognos-
tisch ungünstig ist. Ohne eine entsprechende Verhaltensänderung muss das Risi-
ko für eine Trunkenheitsfahrt als erhöht angesehen werden.

Die Fahreignung von Frau … muss somit zum jetzigen Zeitpunkt negativ be-
urteilt werden.

Wiederzulassungsvoraussetzungen:
- Einhaltung einer mindestens 6-monatigen Alkohol- und Betäubungsmittelabsti-

nenz;
- Regelmässige Besprechungen bei einer Fachperson für Suchtprobleme (Fach-

stelle für Suchtprobleme, Psychiater oder Psychologe);
- Regelmässige Behandlung der psychischen Erkrankungen nach Ermessen der 

behandelnden Ärzte;
- Neubegutachtung (inklusive Haaranalysen) bei einem Arzt/ einer Ärztin mit der 

Anerkennungsstufe 4 frühestens im September 2019;
- Die Abstinenz sowie die Begleitgespräche sind über den Mindestzeitraum bis 

zur Neubegutachtung fortzusetzen;
- Die Überprüfung der Abstinenz erfolgt mittels Haaranalysen. (…)
- Bei einer Neubegutachtung ist ein entsprechender Bericht über die Begleitge-

spräche sowie ein ärztliches Zeugnis (Fahreignung und Psyche) vorzulegen.

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3.1 Die Vorinstanz hat sich an diese dargelegten Ergebnisse im verkehrsmedi-
zinischen Gutachten gehalten und gestützt darauf am 17. Mai 2019 einen Siche-
rungsentzug angeordnet sowie die von den Verkehrsmedizinerinnen formulierten 
Wiederzulassungsvoraussetzungen übernommen, was von der Beschwerdefüh-
rerin beanstandet wird. Konkret wird in der Beschwerde (S. 5f.) namentlich sinn-
gemäss kritisiert:

- dass die im Ergebnis negative Einschätzung im Gutachten letztlich einzig und 
allein auf dem Umstand beruhe, wonach von einem aktuell übermässigen Al-
koholkonsum ausgegangen werde; diese Beurteilung basiere auf dem Ergeb-
nis einer entsprechenden Haaranalyse, die ihrerseits lediglich Hinweise auf 
das Ausmass des Konsums liefern könne;

- dass der Beschwerdeführerin nie die Auflage gemacht worden sei, sich hin-
sichtlich Alkohol abstinent zu verhalten;

- dass gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung für die Frage, ob von einem 
bestimmten Konsumverhalten auf fehlende Fahreignung geschlossen werden 
könne, entscheidend sei, ob die betroffene Person nicht mehr in der Lage sei, 
Alkoholkonsum und Strassenverkehr ausreichend zu trennen;

- dass keine Anhaltspunkte bestünden für die Annahme, dass die Beschwerde-
führerin Alkoholkonsum und Strassenverkehr nicht ausreichend trennen könne, 
entsprechend sei auch das Konsumverhalten betreffend Alkohol bislang nicht 
zur Diskussion gestanden;

- dass auch im verkehrsmedizinischen Gutachten nicht begründet werde, wes-
halb die Beschwerdeführerin zu einer Trennung von Alkoholkonsum und 
Strassenverkehr nicht in der Lage sein sollte;

- dass im Gutachten nicht von einer Alkoholsucht ausgegangen werde (wofür 
keine Hinweise vorliegen würden);

- dass in der vorliegenden Konstellation der Aufarbeitung von (gerade nicht ge-
gebenen) Trunkenheitsfahrten grosses Gewicht zukäme sowie den Trinkge-
wohnheiten, den Trinkmustern und den subjektiven Einstellungen der betroffe-
nen Person;

- dass diesbezüglich im Gutachten nichts enthalten sei;

- dass die gemessene Konsummenge unbesehen mit fehlender Fahreignung 
gleichgesetzt werde, erweise sich als Kompetenzüberschreitung der Gutachte-
rin(nen);

- dass die ermittelte Konsummenge umso weniger die bei der Beschwerdeführe-
rin bestehende Fähigkeit, Alkoholkonsum und Strassenverkehr zu trennen, in 
Frage stellen könne, als die Beschwerdeführerin damals aufgrund des vorsorg-
lichen Sicherungsentzugs ohnehin nicht zur Führung eines Motorfahrzeugs be-
rechtigt gewesen sei;

- und dass die konsumierte Menge das Resultat davon sei, dass die 24-jährige 
Beschwerdeführerin vorübergehend etwas mehr am Wochenende in den Aus-
gang gegangen und dabei alkoholische Getränke konsumiert habe, was nicht 
verboten sei.

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3.2.1  Es trifft nach der Aktenlage zu, dass der Beschwerdeführerin bislang von 
der Vorinstanz keine Alkoholabstinenz auferlegt worden war und auch keine sog. 
Trunkenheitsfahrt bekannt ist. Indes wusste die Beschwerdeführerin seit der vor-
sorglichen Sicherungsentzugsverfügung vom 12. Januar 2018, dass die Wieder-
erlangung des entzogenen Führerausweises vom Ergebnis einer verkehrsmedi-
zinischen Untersuchung bei einem Verkehrsmediziner SGRM abhängig ist. Dass 
eine solche verkehrsmedizinische Untersuchung ausschliesslich den Konsum 
von Amphetaminen, Kokain oder ähnlichen Substanzen betreffe und der (allfälli-
ge) Alkoholkonsum ausgeklammert bleibe, wird in der zugrundeliegenden Verfü-
gung (vom 12.1.2018) nirgends thematisiert. Mithin musste die Beschwerdefüh-
rerin bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen, dass zur Ausräumung des 
ernsthaften Verdachts auf eine verkehrsrelevante Suchtproblematik bzw. zur 
Ausräumung der ernsthaften Zweifel an der Fahreignung eine umfassende ver-
kehrsmedizinische Untersuchung durchzuführen war, welche den gesamten 
Suchtmittelkonsum (inkl. Alkoholkonsum) abzuklären hatte. Mit anderen Worten 
musste die Beschwerdeführerin offenkundig damit rechnen, dass auch der Alko-
holkonsum Thema der verkehrsmedizinischen Untersuchung bilden werde. 

3.2.2  Im Rahmen der umfassenden verkehrsmedizinischen Untersuchung, wel-
che wegen eines eingestandenen Konsums von Amphetaminen und gelegentlich 
Kokain ausgelöst wurde, stellte sich heraus, dass die Beschwerdeführerin min-
destens seit anfangs September 2018 die ihr auferlegte Drogenabstinenz einge-
halten hat, hingegen nachgewiesenermassen im Zeitraum von anfangs Septem-
ber 2018 bis anfangs Februar 2019 einen übermässigen Alkoholkonsum aufweist 
(obwohl sie darum wissen musste, dass auch der Alkoholkonsum geprüft werde, 
siehe vorstehend). 

Der Beschwerdeführerin ist insofern beizupflichten, dass dieser ermittelte EtG-
Wert von 63 pg/mg für sich allein keine hinreichende Grundlage für einen Siche-
rungsentzug darstellt. Nach der Rechtsprechung können deutlich überhöhte EtG-
Werte zwar als wichtiges Indiz für mangelnde Fahrtüchtigkeit gelten, sie vermö-
gen jedoch eine ausreichende verkehrsmedizinische Abklärung als Vorausset-
zung für einen Sicherungsentzug nicht vollständig zu ersetzen (vgl. Urteil BGer 
1C_701/2017 vom 14.5.2018 Erw.3.2 mit Hinweis). Indessen wurden im vorlie-
genden Gutachten zusätzlich die Trinkgewohnheiten der Beschwerdeführerin 
evaluiert (vgl. Gutachten, S. 2 unten). Sodann wurde ein Bericht der behandeln-
den Psychologin beigezogen, welche einerseits einen "Status nach psychischer 
und Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch" diagnostizierte. 
Andererseits wies die behandelnde Psychologin auf einen Status nach appellati-
vem Suizidversuch durch Tabletteneinnahme und Alkohol am 31. Juli 2018 hin.

12

Nachdem die Beschwerdeführerin als alleinerziehende Mutter eines Sohnes 
(Jahrgang 2012) am 31. Juli 2018 einen Suizidversuch begangen hat, bei wel-
chem gemäss Angaben der behandelnden Psychologin Alkohol beteiligt war,

anschliessend ein stationärer Aufenthalt in der psychiatrischen Klinik Zugersee 
(2.8.2018 bis 12.9.2018) folgte,

daraufhin (d.h. nach dem Klinikaufenthalt) für die Zeit von September 2018 bis 
anfangs Februar 2019 ein übermässiger chronischer Alkoholkonsum nachgewie-
sen ist (EtG-Wert von 63 pg/mg),

sodann bis zwei Wochen vor der verkehrsmedizinischen Untersuchung die Be-
schwerdeführerin in regelmässiger ambulanter Behandlung bei einer Psychologin 
(APP …) war, allerdings diese therapeutische Behandlung offensichtlich kaum 
einen Einfluss auf den übermässigen chronischen Alkoholkonsum hatte (andern-
falls ein deutlich tieferer EtG-Wert zu erwarten gewesen wäre), 

und schliesslich dieser Suizidversuch (mit Alkoholbeteiligung und anschliessen-
dem Klinikaufenthalt) im Zeitpunkt der verkehrsmedizinischen Begutachtung 
(19.2.2019) noch nicht lange zurücklag,

ist es unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände nicht zu beanstanden, 
dass die Sachverständigen des verkehrsmedizinischen Gutachtens derart ernst-
hafte Zweifel an der Fahreignung der Beschwerdeführerin hegten, welche die 
Fahreignung im Begutachtungszeitpunkt verneinen lässt, auch wenn keine sog. 
Trunkenheitsfahrt aktenkundig ist und die Beschwerdeführerin sich im Begutach-
tungszeitpunkt psychisch unauffällig präsentierte. Dies gilt erst recht, als nach 
der Aktenlage "Verhaltensstörungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch" dia-
gnostiziert wurden. Der erneute Sicherungsentzug bezweckt, die zu befürchtende 
Gefährdung der Verkehrssicherheit durch einen ungeeigneten Fahrzeugführer in 
der Zukunft zu verhindern und wird allein aus Gründen der Verkehrssicherheit 
angeordnet. Er knüpft - im Gegensatz zum Warnungsentzug - gerade nicht an 
ein strafrechtlich vorwerfbares schuldhaftes Verhalten, sondern an die fehlende 
Fahreignung an (vgl. BGE 133 II 331 Erw. 9.1 S. 351). 

3.3 Am dargelegten Ergebnis vermögen die Vorbringen in der Beschwerde 
nichts zu ändern. Unbehelflich ist namentlich die Argumentation in der Be-
schwerde (S. 6 oben), dass sinngemäss der übermässige Alkoholkonsum in der 
Zeitspanne ab September 2018 unproblematisch sei, weil die Beschwerdeführe-
rin aufgrund des vorsorglichen Sicherungsentzugs ohnehin nicht zur Führung ei-
nes Motorfahrzeugs berechtigt gewesen sei. Diese Argumentation verkennt die 
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin ihren bis zum vorsorglichen Sicherungs-
entzug betriebenen Amphetamin- und Kokainkonsum in der Folge (trotz Aufent-

13

halt in einer psychiatrischen Klinik) durch einen übermässigen und risikoreichen 
Alkoholkonsum ersetzt hat, was hinsichtlich der Fahreignung von Relevanz ist, 
zumal in dieser Übergangsphase noch ein Suizidversuch mit Alkoholbeteiligung 
fällt. 

Zudem ist massgeblich zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin ihren 
Alkoholkonsum gegenüber den Sachverständigen des verkehrsmedizinischen 
Gutachtens offensichtlich bagatellisiert hat (vgl. zit. Gutachten, S. 5, 6. Abs. in fi-
ne), was in prognostischer Hinsicht gegen die Annahme spricht, wonach die Be-
schwerdeführerin in der Lage sei, zuverlässig zwischen Alkoholkonsum und 
Strassenverkehr zu trennen. Dies gilt erst recht, als der Beschwerdeführerin seit 
dem 30. Dezember 2017 (bis auf eine kurze Phase vom 11. bis 19.1.2018) der 
Führerausweis auf Probe entzogen war, weshalb sie seither nicht damit konfron-
tiert war, Alkoholkonsum und Strassenverkehr zu trennen. Sodann verfügte die 
Beschwerdeführerin vor dem Vorfall vom 30. Dezember 2017 noch nicht lange 
über einen Führerausweis auf Probe (seit 1.3.2015). 

3.4 Aus all diesen Gründen sprechen die gewichtigeren Aspekte für den Stand-
punkt der Vorinstanz, wonach gestützt auf das vorliegende verkehrsmedizinische 
Gutachten die Fahreignung im Zeitpunkt des Verfügungserlasses zu Recht ver-
neint worden ist. Im Übrigen erweisen sich die im verkehrsmedizinischen Gutach-
ten formulierten Wiederzulassungsvoraussetzungen als nicht unverhältnismäs-
sig, weshalb die Übernahme dieser Auflagen in die angefochtene Verfügung 
nicht zu beanstanden ist.

4. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend ist die Beschwerde als unbe-
gründet abzuweisen, weshalb die Verfahrenskosten der Beschwerdeführerin auf-
zuerlegen sind.

5. Dem Begehren der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege 
und Rechtsverbeiständung ist stattzugeben (siehe auch VGE III 2018 31 
Erw. 6.1ff.). Das Honorar für den unentgeltlichen Rechtsbeistand wird in Beach-
tung des Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 280.411) vom 
27. Januar 1975, welcher für das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsge-
richt in § 14 GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie 
zudem unter Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der 
Streitsache, Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleistung sowie notwendi-
ger Zeitaufwand) in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 2'000.-- 
(inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr und Kanzleikosten) werden auf 
Fr. 900.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Auf das Inkasso 
wird derzeit unter Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege verzichtet.

3. Der Beschwerdeführerin wird Rechtsanwalt lic.iur. B.________ (Zürich) als 
unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Ihm ist zu Lasten des Verwaltungs-
gerichts und unter Vorbehalt der Rückerstattungspflicht ein Honorar (inkl. 
Auslagen und MwSt) von Fr. 2'000.-- zu entrichten.

4. Die Beschwerdeführerin hat die Verfahrenskosten von Fr. 900.-- sowie das 
anwaltliche Honorar von Fr. 2'000.-- dem Gericht zurückzuerstatten, wenn 
sie dazu innert 10 Jahren seit Rechtskraft dieses Entscheides in der Lage 
ist (§ 75 Abs. 3 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRP; SRSZ 234.110] 
vom 6.6.1974).

5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

6. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz
- und das Bundesamt für Strassen, Sekretariat Administrativmassnah-

men, 3003 Bern (A).

Schwyz, 29. August 2019

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

 

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 23. September 2019