# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6b1c0399-926a-5074-88e3-059fb5828792
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-01-24
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 24.01.2014 LB130062
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB130062_2014-01-24.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: LB130062-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, Oberrichter 

Dr. R. Klopfer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn sowie Gerichts-

schreiber lic. iur. Ch. Büchi 

Beschluss vom 24. Januar 2014 

 

in Sachen 

 

A._____,  
 

Beklagter und Berufungskläger 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____,  

 

gegen 

 

B._____,  
 

Klägerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

 

betreffend Forderung 
 
Berufung gegen eine Verfügung des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, 
vom 7. Oktober 2013 (CG130058-L) 

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Erwägungen: 

1.1 Mit Eingabe vom 1. Juli 2013 (Urk. 4/2) machte die Klägerin und Beru-

fungsbeklagte (fortan Klägerin) bei der Vorinstanz unter Beilage der Klagebewilli-

gung des Friedensrichteramtes der Stadt Zürich Kreise … die vorliegende Klage 

über einen Betrag von Fr. 156'898.80 nebst Zinsen anhängig (Urk. 4/1). Der Be-

klagte und Berufungskläger (fortan Beklagter) informierte die Vorinstanz mit 

Schreiben vom 10. Juli 2013 über das von ihm am 25. Juni 2013 beim genannten 

Friedensrichteramt hängig gemachte Revisionsgesuch betreffend die von der 

Klägerin eingereichte Klagebewilligung (Urk. 4/6). Hierauf setzte die Vorinstanz 

der Klägerin mit Beschluss vom 15. Juli 2013 Frist an, um zu dieser Eingabe des 

Beklagten Stellung zu nehmen (Urk. 4/9). Nach zweimaliger Fristerstreckung er-

folgte mit Eingabe vom 16. September 2013 die klägerische Stellungnahme 

(Urk. 4/17). Mit Verfügung vom 7. Oktober 2013 stellte die Vorinstanz dem Be-

klagten das Doppel der Klagebegründung zu und setzte ihm gleichzeitig Frist an, 

um die schriftliche Klageantwort zu erstatten (Urk. 18 S. 7).  

1.2 Hiergegen richtet sich die vorliegende Berufung des Beklagten vom 

15. November 2013 (Urk. 1). Er beantragt die Aufhebung der vorinstanzlichen 

Verfügung und das Nichteintreten auf die Klage; unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen zu Lasten der Klägerin. 

1.3 Da sich die Berufung sogleich als unbegründet bzw. unzulässig er-

weist, kann auf die Einholung einer Berufungsantwort der Klägerin verzichtet wer-

den (Art. 312 Abs. 1 ZPO). 

1.4 Auf die Parteivorbringen ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, als 

für die Entscheidfindung notwendig ist. 

2.1 Der Beklagte moniert in seiner Berufungsschrift im Wesentlichen, dass 

die Vorinstanz mit Erlass des angefochtenen Entscheides auf die Klage eingetre-

ten sei. Die von der Klägerin bei der Vorinstanz eingereichte Klagebewilligung sei 

jedoch nicht rechtmässig, da das ihr zugrunde liegende Schlichtungsverfahren zu-

folge fehlender Anwesenheit der Klägerin nicht korrekt durchgeführt worden sei. 

- 3 - 

Diesen Umstand habe er bereits vor Vorinstanz gerügt. Die rechtmässige Klage-

bewilligung bilde Prozessvoraussetzung. Mangels Vorliegen einer solchen sei der 

Eintretensentscheid zu Unrecht erfolgt. Sodann sei der angefochtene Entscheid 

auch unter Verletzung des rechtlichen Gehörs erfolgt, da die Vorinstanz diesen 

erlassen habe, ohne dem Beklagten die klägerische Eingabe vom 16. September 

2013 vorgängig zukommen zu lassen. Damit sei ihm das Recht auf Stellungnah-

me vereitelt worden (Urk. 1 S. 3 ff.). 

2.2 Das Gericht prüft von Amtes wegen, ob die Prozessvoraussetzungen 

erfüllt sind (Art. 60 ZPO). Das Prüfungsverfahren endet mit einem Entscheid des 

Gerichts über das Vorhandensein der Prozessvoraussetzungen. Ist eine der (po-

sitiven) Prozessvoraussetzungen nicht erfüllt bzw. liegt eine der (negativen) Pro-

zessvoraussetzungen vor, erkennt das Gericht auf Nichteintreten. Im entgegen-

gesetzten Fall tritt das Gericht auf die Klage ein und fällt einen Entscheid über die 

Begründetheit des Anspruches. Der positive Eintretensentscheid findet in der Re-

gel keine ausdrückliche Erwähnung im Urteilsdispositiv, sondern – dies im Sinn 

einer Vorfrage – lediglich in den Motiven, und dies abgesehen von Zuständig-

keitserwägungen praxisgemäss nur insoweit, wie die Prozessvoraussetzungen im 

Prozessverlauf umstritten sind (Zürcher, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-

berger, Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 2. Aufl., Zü-

rich/Basel/Genf 2013, Art. 60 N 26 m.w.H.; siehe auch Art. 59 N 6). Sowohl beim 

Nichteintretensentscheid als auch beim Eintretensentscheid handelt es sich um 

einen erstinstanzlichen Zwischenentscheid (Art. 237 ZPO), der mit Berufung an-

fechtbar ist (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO).  

2.3 In Rechtskraft erwachsen allein die Anordnungen im Dispositiv, nicht 

jedoch – mit der vorliegend ausser Betracht fallenden Ausnahme derjenigen für 

die Verrechnung – die Erwägungen (vgl. Isaak Meier, Schweizerisches Zivilpro-

zessrecht, Zürich/Basel/Genf 2010, S. 241 f.). Im angefochtenen Entscheid erwog 

die Vorinstanz zwar, dass von einer Rückweisung des Verfahrens an das Frie-

densrichteramt zufolge fehlender Anwesenheit der Klägerin an der Schlichtungs-

verhandlung abzusehen sei. Ein positiver Eintretensentscheid im Dispositiv des 

angefochtenen Entscheides erfolgte jedoch nicht, auch wenn den Erwägungen im 

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angefochtenen Entscheid entnommen werden kann, dass mit der Fristansetzung 

an den Beklagten einstweilen der Fortgang des Prozesses beabsichtigt wird (vgl. 

Urk. 2 S. 7). Die Vorinstanz hat demzufolge formell über die Eintretensfrage 

einstweilen noch nicht entschieden. Der angefochtene Entscheid stellt damit ent-

gegen der Auffassung des Beklagten (Urk. 1 S. 3) gerade kein "gemäss Art. 237 

ZPO zulässiger, selbständig eröffneter Zwischenentscheid dar". Soweit im erstin-

stanzlichen Verfahren über die Eintretensfrage kein selbständiger Zwischenent-

scheid erfolgt ist, mangelt es an einem dem Rechtsmittel der Berufung zugängli-

chen anfechtbaren Entscheid (vgl. Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO). Für ein allfälliges 

Rechtsmittel hätte der Beklagte bei der Vorinstanz entweder einen selbständigen 

Zwischenentscheid zu erwirken versuchen oder aber, sollte sich ein Eintreten auf 

die Klage erst aus den Erwägungen mit dem Sachentscheid ergeben, gegen Letz-

teren vorzugehen. Da es vorliegend jedenfalls an einem Anfechtungsobjekt man-

gelt, ist auf die Berufung nicht einzutreten. 

2.4 Dementsprechend kann auch die Frage nach der geltend gemachten 

Gehörsverletzung des Beklagten offen bleiben. Es bleibt diesbezüglich jedoch in 

Erinnerung zu rufen, dass die Verletzung des rechtlichen Gehörs im Rahmen ei-

nes kantonalen Rechtsmittelverfahrens geheilt werden kann, wenn der An-

spruchsberechtigte die Möglichkeit hatte, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu 

äussern, die zu freier Prüfung aller Fragen befugt war, die der Erstinstanz hätten 

unterbreitet werden können. In diesem Fall kann von einer Rückweisung abgese-

hen werden (BGE 5P.472/2006 vom 15. Januar 2007, BGE 133 I 100). Das 

Obergericht verfügt im Berufungsverfahren über eine umfassende Kognition 

(Reetz/Theiler, in: ZPO-Kommentar Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 

a.a.O., N 6 zu Art. 310), mithin über die gleiche Kognition wie die Vorinstanz. Der 

Berufungsinstanz steht daher im Rahmen der Berufungsanträge eine uneinge-

schränkte Überprüfung des angefochtenen Entscheides zu. 

2.5 Es verbleibt darauf hinzuweisen, dass Gegenstand der angefochtenen 

Verfügung vom 7. Oktober 2013 die Zustellung des Doppels der Klagebegrün-

dung an den Beklagten sowie die Fristansetzung zur schriftlichen Klageantwort 

bildete (Urk. 18 S. 7). Beide Anordnungen sind prozessleitender Natur. Gegen 

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erstinstanzliche, prozessleitende Verfügungen ist die Beschwerde - von der hier 

ausser Betracht fallenden alternativen Voraussetzung nach Art. 319 lit. b Ziff. 1 

ZPO abgesehen - nur zulässig, wenn dem Beklagten durch sie ein nicht leicht 

wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b ZPO). Der Beklagte macht in 

seiner Rechtsmittelschrift keinen solchen Nachteil geltend. Demnach wäre vorlie-

gend auch auf das Rechtsmittel der Beschwerde nicht einzutreten, wenn die 

Rechtsmittelschrift des Beklagten als solche entgegenzunehmen wäre. 

3.1 Für das Berufungsverfahren beträgt der Streitwert Fr. 156'898.80. Die 

zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2, § 9 in 

Verbindung mit § 12 GebV OG auf Fr. 2'000.– festzusetzen. 

3.2 Die Kosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss dem Be-

klagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

3.3 Der Klägerin ist für das Berufungsverfahren mangels relevanter Um-

triebe keine Parteientschädigung zuzusprechen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten aufer-

legt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, und an 

die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein. 

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Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 156'898.80. Die Be-
schwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des 
Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 24. Januar 2014 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. Ch. Büchi 
 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 24. Januar 2014
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'000.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 1, sowie an das Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, und an die Obergerichtskasse, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...