# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8173159d-5d10-5355-8d96-4794a637c368
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-15
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 15.09.2020 RV200011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RV200011_2020-09-15.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: RV200011-O/U 
 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. D. Scherrer, Vorsitzende, Oberrichter Dr. M. Kriech 

und Oberrichter lic. iur. A. Huizinga sowie Gerichtsschreiber lic. iur. 

M. Hochuli 

Urteil vom 15. September 2020 

 

in Sachen 
 

A._____ AG,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ und / oder 

Rechtsanwältin lic. iur. X2._____,  
 

gegen 
 

B._____ Limited,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 
 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y1._____ und / oder 

Rechtsanwältin lic. iur. Y2._____,  
 

betreffend Vollstreckbarerklärung 
 

Beschwerde gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfah-
ren am Bezirksgericht Hinwil vom 24. Februar 2020 (EZ200002-E) 

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Erwägungen: 

1.1. Mit Urteil vom 6. September 2018 (Urk. 3/7-8) verpflichtete der High Court of 

Justice, Chancery Division, die Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin (fortan 

Gesuchsgegnerin) zur Zahlung von GBP 4'306'605.33 an die Gesuchstellerin und 

Beschwerdegegnerin (fortan Gesuchstellerin). Mit Eingabe vom 13. Februar 2020 

begehrte die Gesuchstellerin vor Vorinstanz die Vollstreckbarerklärung des obge-

nannten Urteils (Urk. 1). Diesem Begehren kam die Vorinstanz mit Urteil vom 

24. Februar 2020 (Urk. 12) nach. 

1.2. Mit Eingabe vom 26. März 2020 erhob die Gesuchsgegnerin gegen das Ur-

teil des Vollstreckungsgerichts vom 24. Februar 2020 im Sinne von Art. 327a ZPO 

in Verbindung mit Art. 43 LugÜ (SR 0.275.12) Beschwerde mit folgenden Anträ-

gen (Urk. 11 S. 2): 

" 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Hinwil vom 24. Februar 2020 (Geschäfts-
Nr. EZ200002-E) sei aufzuheben. 

 2. Das Gesuch der Gesuchstellerin (Beschwerdegegnerin) um Vollstreckbarer-
klärung des Urteils des High Court of Justice, Chancery Division, vom 6. Sep-
tember 2018 sei abzuweisen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurtei-
lung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST) zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin." 

1.3. Der mit Verfügung vom 12. Mai 2020 einverlangte Kostenvorschuss von 

Fr. 5'000.– wurde rechtzeitig geleistet (Urk. 14 und 16). Mit Eingabe vom 13. Juli 

2020 erstattete die Gesuchstellerin die Beschwerdeantwort (Urk. 18). Diese wur-

de der Gesuchsgegnerin zur Kenntnis gebracht (Urk. 21), welche sich dazu nicht 

mehr vernehmen liess. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. 

2. Erfolgt eine Vollstreckbarklärung im besonderen Verfahren nach den Art. 38-

52 LugÜ, so gelten für das Rechtsmittelverfahren der Beschwerde (Art. 319 ff. 

ZPO) Sonderregeln (vgl. Art. 327a ZPO). Die hier zu beurteilende Beschwerde ist 

der Rechtsbehelf gemäss Art. 43 LugÜ. Die Beschwerdeinstanz prüft die im 

Übereinkommen vorgesehenen Verweigerungsgründe (Art. 34 und 35 LugÜ) so-

wohl in rechtlicher als auch in tatsächlicher Hinsicht mit voller Kognition, darf die 

Entscheidung in der Sache aber keinesfalls selbst nachprüfen (Art. 36 LugÜ). Der 

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Beschwerde kommt aufschiebende Wirkung zu (Art. 327a Abs. 2 ZPO) und  

Noven sind grundsätzlich zulässig (BGE 138 III 82 E. 3.5.3). Innerhalb der Be-

schwerde- bzw. Beschwerdeantwortfrist haben die Parteien ihre Beanstandungen 

vollständig vorzutragen; es sind konkrete Begehren zu stellen und zu begründen. 

Auch im Rahmen der LugÜ-Beschwerde gilt die Rügepflicht. Es ist aufzuzeigen, 

an welchen Mängeln der angefochtene Entscheid leidet; das Gericht überprüft 

den Sachverhalt nicht von sich aus (vgl. ZK ZPO-Freiburghaus/Afheldt, Art. 327a 

N 3 ff.; SHK LugÜ-Staehelin/Bopp, Art. 43 N 13 ff.). 

3. Die Vorinstanz erwog, beim vorgelegten Entscheid des High Court of Jus-

tice, Chancery Division, vom 6. September 2018 handle es sich um ein Urteil, das 

in Grossbritannien und damit einem Vertragsstaat des LugÜ ergangen sei. Das 

LugÜ sei in zeitlicher und sachlicher Hinsicht anwendbar, weshalb das vorgelegte 

Urteil ohne weiteres als Entscheidung im Sinne von Art. 32 LugÜ zu qualifizieren 

sei. Weiter hielten das Urteil und der damit zusammenhängende Beschluss vom 

19. Dezember 2018 (Urk. 3/11) fest, welche Zahlungen die Gesuchsgegnerin der 

Gesuchstellerin schulde, womit die Entscheidungen hinreichend bestimmt seien. 

Schliesslich liege auch eine Bescheinigung nach Art. 54 LugÜ vor, gemäss wel-

cher das Urteil im Ursprungsland vollstreckbar sei. Damit seien die Vorausset-

zungen für eine Vollstreckbarerklärung erfüllt (Urk. 12 S. 2 f.). 

4.1. Die Gesuchsgegnerin rügt, vorliegend sei das LugÜ gar nicht anwendbar. 

Die im vorliegenden Kontext gegenüber der Schweiz relevante Vertragspartei des 

LugÜ sei die Europäische Union, aus welcher das Vereinigte Königreich per 

31. Januar 2020 ausgetreten sei. Mit dem Verlust der Mitgliedschaft in der Euro-

päischen Union sei das Vereinigte Königreich ab diesem Zeitpunkt kein durch das 

LugÜ gebundener Staat mehr. Demzufolge sei mit Bezug auf Urteile, die im Ver-

einigten Königreich ergangen seien, unter anderem auch die Bestimmungen von 

Art. 38 ff. LugÜ nicht mehr anwendbar, regelten diese doch die Vollstreckbarerklä-

rung und Vollstreckung von Urteilen, die in einem durch das LugÜ gebundenen 

Staat ergangen seien. Ob diese Bestimmungen übergangsrechtlich zur Anwen-

dung kämen, wenn es sich um die Vollstreckbarerklärung eines Urteils handle, 

das in einem Zeitpunkt erlassen worden sei, in dem der Urteilsstaat noch ein 

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durch das LugÜ gebundener Staat gewesen sei, sei im LugÜ nicht geregelt und 

soweit ersichtlich auch noch nicht gerichtlich entschieden worden (Urk. 11 S. 4 f.). 

4.2. Vertragsparteien des Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit 

und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und  

Handelssachen vom 30. Oktober 2007 (Lugano-Übereinkommen [LugÜ], 

SR 0.275.12) sind die Europäische Union, die Schweiz, Island, Dänemark (ohne 

die Färöer-Inseln und Grönland) und Norwegen, nicht aber das Vereinigte König-

reich. Dieses war bisher als EU-Mitgliedstaat am Lugano-Übereinkommen betei-

ligt, ist aber am 31. Januar 2020 aus der Europäischen Union ausgetreten 

("Brexit"). Die Modalitäten dieses Austritts wurden im am 24. Januar 2020 unter-

zeichneten Abkommen über den Austritt des Vereinigten Königreichs Grossbri-

tannien und Nordirland aus der Europäischen Union und der Europäischen Atom-

gemeinschaft (Amtsblatt der Europäischen Union, 2019/C 384 I/01; fortan: Aus-

trittsabkommen) geregelt. Darin ist eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 

2020 vorgesehen, während der das Unionsrecht weiterhin für das Vereinigte Kö-

nigreich gilt und die gleichen Rechtswirkungen wie innerhalb der Europäischen 

Union entfaltet (Art. 126 und Art. 127 Abs. 1 und 3 Austrittsabkommen). Ausser-

dem sind Verpflichtungen aus internationalen Übereinkünften der Europäischen 

Union während der Übergangsphase für das Vereinigte Königreich weiterhin bin-

dend, weshalb es nach Ansicht der Europäischen Union während der Übergangs-

phase für die Zwecke dieser Übereinkünfte als Mitgliedsstaat zu behandeln ist 

(Art. 129 Abs. 1 und FN 137 Austrittsabkommen; vgl. auch die Mitteilung des Jus-

tizministeriums des Vereinigten Königreichs vom 28. Januar 2020: "The UK will 

continue  

to participate in this convention for the duration of the transition period.", 

https://www.gov.uk/government/news/support-for-the-uks-intent-to-accede-to-the-

lugano-convention-2007, besucht am 3. September 2020). Entgegen der Ansicht 

der Gesuchsgegnerin ist das Vereinigte Königreich daher auch während der 

Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2020 weiterhin wie ein durch das Lugano-

Übereinkommen gebundener Staat zu behandeln (vgl. Markus/Huber-Lehmann, 

Rechtsprechung zum Lugano-Übereinkommen [2019], in: SRIEL 2020, 295 ff., 

297; Stellungnahme des Bundesamtes für Justiz, https://www.bj.admin.ch/bj/de/ 

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home/wirtschaft/privatrecht/lugue-2007/brexit-auswirkungen.html, besucht am  

3. September 2020). Die Rüge, die Vorinstanz sei vorliegend zu Unrecht von der 

Anwendbarkeit des Lugano-Übereinkommens ausgegangen, erweist sich deshalb 

als unbegründet. In der Folge erweist sich auch die Rüge, die Vorinstanz habe 

der Gesuchsgegnerin das rechtliche Gehör verweigert (Urk. 11 S. 5), als unbe-

gründet, da der Schuldner in diesem Abschnitt des Verfahrens keine Gelegenheit 

erhält, eine Erklärung abzugeben (Art. 41 LugÜ). 

5.1. Im Eventualstandpunkt macht die Gesuchsgegnerin geltend, dass die Förm-

lichkeiten gemäss Art. 53 LugÜ nicht erfüllt seien und das Urteil des High Court of 

Justice vom 6. September 2018 auch aus diesem Grund nicht hätte als voll-

streckbar erklärt werden dürfen. So habe die Gesuchstellerin das für vollstreckbar 

zu erklärende Urteil nicht im Original, sondern bloss in Form einer angeblich be-

glaubigten Kopie vorgelegt. Aus den Akten ergebe sich indes weder, dass es sich 

dabei tatsächlich um eine beglaubigte Kopie handle, noch durch wen diese Be-

glaubigung ausgestellt worden sei. Das vorgelegte Dokument erfülle daher die 

Anforderungen nach Art. 53 LugÜ nicht. 

5.2. Art. 53 Ziff. 1 LugÜ sieht vor, dass die Partei, die eine Vollstreckbarerklärung 

beantragt, eine Ausfertigung der Entscheidung vorzulegen hat, welche die für ihre 

Beweiskraft erforderlichen Voraussetzungen erfüllt. Diesem Erfordernis, welches 

dazu dient, dass sich das Gericht im Vollstreckungsstaat von der Echtheit der die 

Entscheidung verkörpernden Urkunde überzeugen kann (BSK LugÜ-Gelzer, 

Art. 53 N 3; SHK LugÜ-Naegeli, Art. 53 N 6), genügt das Original des Entscheides 

oder auch eine amtliche Abschrift durch das den Entscheid erlassende Gericht. 

Fraglich ist, ob auch eine beglaubigte Kopie den Echtheitsnachweis zu erbringen 

vermag. Diesbezüglich wird in der Literatur vertreten, angesichts der Zielsetzung 

der Revision des Lugano-Übereinkommens, das Anerkennungs- und Vollstre-

ckungsverfahren zu vereinfachen, genüge – zumindest solange das Gericht keine 

Zweifel an der Aussagekraft des vorgelegten Dokuments habe – auch eine be-

glaubigte Kopie als Ausfertigung im Sinne von Art. 53 Ziff. 1 LugÜ (BSK LugÜ-

Gelzer, Art. 53 N 4 und 5; Geimer, in: Geimer/Schütze, Kommentar Europäisches 

Zivilverfahrensrecht, 2. Aufl., München 2004, Art. 53 aEuGVVO N 3; kritisch: SHK 

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LugÜ-Naegeli, Art. 53 N 8). Eine unbeglaubigte Kopie genügt hingegen nicht, da 

damit der gemäss Art. 53 Ziff. 1 LugÜ geforderte Echtheitsnachweis nicht er-

bracht werden kann (vgl. Urteil 410 17 198 des Kantonsgerichts Basel-Land vom  

19. September 2018, E. 3.3; Geimer, a.a.O., Art. 53 aEugVVO N 3; Rassi, in:  

Fasching, Kommentar zu den Zivilprozessgesetzen, 5. Band, 2. Teilband, 2. Aufl., 

Wien 2010, Art. 53 aEuGVVO N 3; Geimer, in: Geimer/Schütze, Kommentar Eu-

ropäisches Zivilverfahrensrecht, 4. Aufl., München 2020, Art. 37 EuGVVO N 4; 

Hüsstege, in: Thomas/Putzo, Kommentar Zivilprozessordnung, 40. Aufl., Mün-

chen 2019, Art. 37 EuGVVO N 3). 

5.3. Vorliegend reichte die Gesuchstellerin bei der Vorinstanz gemäss Angaben 

im Beweismittelverzeichnis (Urk. 2) das Urteil des High Court of Justice, Chancery 

Division, vom 6. September 2018 in Form einer beglaubigten Kopie ein (vgl. auch 

Urk. 18 S. 7 Rz. 14). In ihrer Eingabe vom 20. Februar 2020 führte sie sodann er-

gänzend aus, nach Erlass des Urteils vom 6. September 2018 habe sie beim eng-

lischen High Court mit Gesuch vom 4. Februar 2019 die Ausstellung einer be-

glaubigten Kopie des Urteils beantragt. Gestützt darauf habe der High Court am 

6. Februar 2019 die ins Recht gelegte beglaubigte Kopie des Urteils (Urk. 3/7) 

und die verlangte Bescheinigung gemäss Art. 54 LugÜ (Urk. 3/9) ausgestellt 

(Urk. 7 S. 1 ff. und Urk. 8/1-3; vgl. auch Urk. 18 S. 8). Entgegen der Darstellung 

der Gesuchstellerin handelt es sich indes beim eingereichten Exemplar des Ur-

teils des High Court of Justice, Chancery Division, vom 6. September 2018 offen-

sichtlich um eine gewöhnliche Kopie. Inwiefern diese beglaubigt worden sein soll, 

ist weder konkret dargetan noch ersichtlich. Selbst wenn zugunsten der Gesuch-

stellerin davon ausgegangen würde, die Beglaubigung sei durch den angebrach-

ten Stempel auf der ersten Seite des Urteils vorgenommen worden, hülfe dies der 

Gesuchstellerin nicht, denn auch beim Stempel handelt es sich aufgrund des er-

kennbaren Pixelmusters offensichtlich bloss um die Fotokopie eines physischen 

Stempelabdrucks (zum Unterschied zu einem elektronischen Stempel vgl. 

Urk. 3/11 S. 1 und S. 3 f.). Das eingereichte Exemplar des Urteils des High Court 

of Justice, Chancery Division, vom 6. September 2018 liegt somit nur in Form ei-

ner unbeglaubigten Kopie vor, welche keine Ausfertigung im Sinne von Art. 53 

Ziff. 1 LugÜ darstellt. Die entsprechende Rüge der Gesuchsgegnerin erweist sich 

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daher als begründet. In der Folge ist in Gutheissung der Beschwerde das Gesuch 

der Gesuchstellerin um Vollstreckbarerklärung des Urteils des High Court of Jus-

tice, Chancery Division, vom 6. September 2018 abzuweisen. 

6.1. Fällt die Beschwerdeinstanz einen reformatorischen Entscheid, entscheidet 

sie in Analogie zum Berufungsverfahren nach Art. 318 Abs. 3 ZPO auch über die 

Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (ZK ZPO-Freiburghaus/Afheldt, 

Art. 327 N 24). Nach erfolgter Korrektur des angefochtenen Urteils unterliegt die 

Gesuchstellerin vollumfänglich (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die vorinstanzlichen Ge-

richtskosten von Fr. 5'000.– sind daher der Gesuchstellerin aufzuerlegen. Für das 

erstinstanzliche Verfahren sind keine Parteientschädigungen zuzusprechen, da 

die Gesuchstellerin unterliegt und die Gesuchsgegnerin nicht am Verfahren parti-

zipierte. 

6.2. Die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren ist streitwertunabhängig 

(Art. 52 LugÜ) aufgrund des Schwierigkeitsgrades, des Zeitaufwandes und der 

Verantwortung festzusetzen (BSK LugÜ-Hofmann/Kunz, Art. 52 N 16 m.w.H.). 

Aufgrund dieser Kriterien ist die Entscheidgebühr auf Fr. 5'000.– zu veranschla-

gen. Sie ist ausgangsgemäss der unterliegenden Gesuchstellerin aufzuerlegen 

(Art. 106 Abs. 1 ZPO), jedoch vorab aus dem von der Gesuchsgegnerin geleiste-

ten Kostenvorschuss zu beziehen unter Verpflichtung der Gesuchstellerin zum 

Ersatz (vgl. Art. 111 ZPO). 

6.3. Die Regelung der Parteientschädigung wird nicht von Art. 52 LugÜ erfasst. 

Es ist diesbezüglich die Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 

2010 (AnwGebV, LS 215.3) heranzuziehen (OGer ZH RV140013 vom 20. März 

2015, E. 4.3). Der Streitwert beläuft sich auf umgerechnet rund Fr. 5.45 Mio. 

(Urk. 1 S. 12), was in Anwendung von § 4 Abs. 1 AnwGebV zu einer ordentlichen 

Gebühr von Fr. 72'275.– führt. Diese Grundgebühr ist infolge der summarischen 

Natur des Verfahrens auf einen Fünftel bzw. Fr. 14'455.– zu reduzieren (§ 9 An-

wGebV). Eine weitere Reduktion um einen Drittel erfolgt in Anwendung von § 2 

Abs. 2 AnwGebV, womit eine Parteientschädigung von Fr. 10'380.– (antragsge-

mäss inklusive Mehrwertsteuer) resultiert. 

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7. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde an das Schweizerische Bun-

desgericht zulässig (Art. 44 LugÜ). 

Es wird erkannt: 

1. Das Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Hinwil vom 24. Februar 

2020, Geschäfts-Nr. EZ200002-E, wird aufgehoben. 

2. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Vollstreckbarerklärung des Urteils des 

High Court of Justice, Chancery Division, vom 6. September 2018 wird ab-

gewiesen. 

3. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 5'000.– wird der Gesuchstelle-

rin auferlegt. 

4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'000.– festgesetzt. 

5. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin 

auferlegt und mit dem von der Gesuchsgegnerin geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, der Gesuchsgegne-

rin den geleisteten Vorschuss von Fr. 5'000.– zu ersetzen. 

6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für das Be-

schwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 10'380.– zu bezahlen. 

7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz, je gegen Emp-

fangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

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Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert übersteigt Fr. 30'000.–. Die Beschwerde 
an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. Hinsichtlich des Fristenlaufs 
gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
 
Zürich, 15. September 2020 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. M. Hochuli 
 
 
versandt am: 
rl 

	Urteil vom 15. September 2020
	Erwägungen:
	2. Erfolgt eine Vollstreckbarklärung im besonderen Verfahren nach den Art. 38-52 LugÜ, so gelten für das Rechtsmittelverfahren der Beschwerde (Art. 319 ff. ZPO) Sonderregeln (vgl. Art. 327a ZPO). Die hier zu beurteilende Beschwerde ist der Rechtsbehel...
	6.3. Die Regelung der Parteientschädigung wird nicht von Art. 52 LugÜ erfasst. Es ist diesbezüglich die Verordnung über die Anwaltsgebühren vom 8. September 2010 (AnwGebV, LS 215.3) heranzuziehen (OGer ZH RV140013 vom 20. März 2015, E. 4.3). Der Strei...
	7. Gegen diesen Entscheid ist die Beschwerde an das Schweizerische Bundesgericht zulässig (Art. 44 LugÜ).

	Es wird erkannt:
	1. Das Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Hinwil vom 24. Februar 2020, Geschäfts-Nr. EZ200002-E, wird aufgehoben.
	2. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Vollstreckbarerklärung des Urteils des High Court of Justice, Chancery Division, vom 6. September 2018 wird abgewiesen.
	3. Die erstinstanzliche Entscheidgebühr von Fr. 5'000.– wird der Gesuchstellerin auferlegt.
	4. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'000.– festgesetzt.
	5. Die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden der Gesuchstellerin auferlegt und mit dem von der Gesuchsgegnerin geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin den geleisteten Vorschuss von...
	6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 10'380.– zu bezahlen.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien und die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...