# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7098fc50-ee91-544a-822c-4d26909e40d0
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-09-19
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 19.09.2014 RR.2014.232
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2014-232_2014-09-19.pdf

## Full Text

Entscheid vom 19. September 2014  
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Andreas J. Keller, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Nathalie Zufferey Franciolli,  

Gerichtsschreiber Miro Dangubic  

   
 

Parteien 

  

A., im Kanton Zürich in Auslieferungshaft, vertreten 

durch die Rechtsanwälte Ulrich Kohli und Guido E. 

Urbach, 

 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH AUS-

LIEFERUNG,  

 

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Auslieferung an Frankreich 

 

Auslieferungsentscheid (Art. 55 IRSG); Rückzug der 

Beschwerde 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2014.232 

 

 

 

- 2 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer hält fest, dass: 

 

- die französischen Behörden mit Ausschreibung im Schengener Informati-

onssystem vom 26. Dezember 2013 um Fahndung und Verhaftung zwecks 

Auslieferung des israelischen Staatsangehörigen A. ersuchten (act. 6.1); 

 

- A. am 27. Februar 2014 am Flughafen Zürich angehalten wurde und das 

Bundesamt für Justiz (nachfolgend "BJ") gleichentags die provisorische 

Auslieferungshaft gegen ihn anordnete (act. 6.2);  

 

- am 28. Februar 2014 A. erklärte, mit einer vereinfachten Auslieferung nicht 

einverstanden zu sein (act. 6.3);  

 

- das BJ am 3. März 2014 die Auslieferungshaft gegen den Obgenannten 

verfügte (act. 6.4); dagegen keine Beschwerde erhoben wurde;  

 

- mit Note innerhalb erstreckter Frist vom 28. März 2014, ergänzt am 

31. März 2014, die französischen Behörden das formelle Auslieferungser-

suchen übermittelten (act. 1.2); 

 

- am 9. April 2014 A. erneut erklärte, mit einer vereinfachten Auslieferung 

nicht einverstanden zu sein (act. 6.12);  

 

- A., vertreten durch Rechtsanwalt Guido Urbach, mit Schreiben vom 5. Mai 

2014 Stellung zum französischen Auslieferungsersuchen nahm (act. 6.15);  

 

- das BJ mit Entscheid vom 11. Juli 2014 die Auslieferung von A. bewilligte 

(act. 1.2);  

 

- A., vertreten durch die Rechtsanwälte Ulrich Kohli und Guido E. Urbach, 

am 13. August 2014 Beschwerde bei diesem Gericht gegen den Ausliefe-

rungsentscheid vom 11. Juli 2014 erhebt (act. 1);  

 

- der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 17. September 2014 seine Be-

schwerde vom 13. August 2014 zurückzieht (act. 8). 

- 3 - 

 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:  

 

- das Beschwerdeverfahren zufolge Rückzugs der Beschwerde als erledigt 

abzuschreiben ist; 

 

- der Beschwerdeführer, der seine Beschwerde zurückzieht, grundsätzlich 

als unterliegende Partei zu gelten und folglich gemäss Art. 63 Abs. 1 VwVG 

i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG die Gerichtskosten 

zu tragen hat (s. zuletzt Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2013.276 

vom 27. März 2014);  

 

- für die Berechnung der Gerichtsgebühren das Reglement vom 31. Au-

gust 2010 des Bundesstrafgerichts über die Kosten, Gebühren und Ent-

schädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) zur An-

wendung gelangt (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 53 Abs. 2 lit. a StBOG) 

und die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 500.-- anzusetzen ist, unter An-

rechnung des entsprechenden Betrags aus dem geleisteten Kostenvor-

schuss in der Höhe von Fr. 3'000.--; 

 

- die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, den Restbetrag von 

Fr. 2'500.-- dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  

 

- 4 - 

 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Das Beschwerdeverfahren wird zufolge Rückzugs der Beschwerde als erle-

digt abgeschrieben. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt und 

mit dem entsprechenden Betrag aus dem geleisteten Kostenvorschuss von 

Fr. 3'000.-- verrechnet. Die Bundesstrafgerichtskasse wird angewiesen, dem 

Beschwerdeführer Fr. 2'500.-- zurückzuerstatten.  

 

 

 

 

 

Bellinzona, 19. September 2014 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Vorsitzende: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwälte Ulrich Kohli und Guido E. Urbach  

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 

 

 

 

 

 

- 5 - 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).