# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** faeb3abc-2e48-58e5-aed2-c44c87765f33
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-01-13
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 13.01.2023 UE210265
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UE210265_2023-01-13.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: UE210265-O/U/HUN 

 

Verfügung vom 13. Januar 2023 
 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschwerdeführer 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____,  

 

gegen 

 

1. B._____,  
2. Statthalteramt Bezirk Bülach,  
Beschwerdegegner 

 

1 verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____,  

 

betreffend Einstellung   
 
Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung des Statthalteramts des Be-
zirks Bülach vom 31. August 2021, ST.2019.10245 
 
  

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Erwägungen: 

1. Am 10. Juli 2010 kam es im C._____-tunnel im Kanton D._____ zu einem 

schweren Autounfall. Der Unfallverursacher fuhr mit seinem Personenwagen mit 

100 km/h auf das Heck des damals 23-jährigen A._____ auf. Dieser flog durch 

das gläserne Autodach seines Fahrzeugs und zog sich beim Aufprall auf dem As-

phalt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, eine Lungenkontusion und eine Be-

ckenringfraktur zu. 

Die Wiederaufnahme der Arbeit gestaltete sich für A._____ aufgrund der Unfall-

folgen als schwierig. Mehrere Arbeitsversuche scheiterten, wobei er von der Suva 

und der eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) unterstützt/begleitet worden 

war. Am 12. Juli 2017 beauftragte die ebenfalls involvierte Motorfahrzeug-

Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers, die E._____ Versicherungs-

Gesellschaft (kurz: E._____), die F._____ GmbH in G._____ (DE) mit der Erstat-

tung eines neuropsychologischen Gutachtens zu Fragen rund um den Gesund-

heitszustand und die Arbeitsfähigkeit A._____s (Urk. 13/2/3). Das F._____ erstat-

tete das Gutachten am 16. Januar 2018 (Urk. 13/2/3). Gestützt darauf stufte die 

Suva A._____ im Jahr 2018 zu 70% arbeitsunfähig ein (vgl. Urk. 13/9/2). 

Die E._____ bzw. ihr damaliger Mitarbeiter B._____, Fachspezialist Personen-

schaden Haft Komplex, hegte Zweifel an der Aussagekraft des Gutachtens 

"F._____" (mangels Vereinbarkeit mit Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiat-

rische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psycho-

therapie SGPP) und erachtete eine erneute interdisziplinäre Begutachtung mit 

Blick auf den Grad der Arbeitsunfähigkeit als unabdingbar. Am 22. September 

2018 beauftragte daher die E._____ bzw. B._____ Prof. Dr. med. H._____ von 

der I._____ Begutachtung, Universitätsspital Basel, und am 26. November 2018 

Dr. med. J._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der 

Ausarbeitung eines Aktengutachtens zwecks Beurteilung des Gutachtens 

"F._____". Hierzu überliess die E._____ bzw. B._____ den beiden Gutachtern 

sämtliche Akten des Haftpflichtfalles (vgl. Urk. 13/2/1-7). Die Aktengutachten 

"J._____" und "H.______" datieren vom 27. November 2018 bzw. 17. Mai 2019 

(Urk. 13/2/5 und 13/2/7). 

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2. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2019 liess A._____ gegen Unbekannt bzw. die 

zuständigen Sachbearbeiter bei der E._____ Strafanzeige einreichen. Er machte 

geltend, dass eine Verletzung der beruflichen Schweigepflicht im Sinne von Art. 

35 DSG vorliege, da besonders schützenswerte Personendaten (sämtliche medi-

zinischen Akten) an die beiden Gutachter J._____ und H._____ unbefugt bekannt 

gegeben worden seien (Urk. 13/1). 

3. Die Kantonspolizei Zürich befragte im Rahmen eines Vorermittlungsauftrages 

(nach Art. 309 Abs. 2 StPO) B._____ als beschuldigte Person (Urk. 13/20 und 

13/26) und rapportierte am 16. Juni 2021 zuhanden des Statthalteramtes Bezirk 

Bülach (vorliegend: Beschwerdegegner 2, nachfolgend: Statthalteramt) 

(Urk. 13/19). Mit Verfügung vom 31. August 2021 stellte das Statthalteramt die 

Strafuntersuchung gegen B._____ (vorliegend: Beschwerdegegner 1, nachfol-

gend: Beschwerdegegner) im Kontext mit den Aktengutachten "J._____" und 

"H._____" ein (Urk. 3). 

4. Dagegen liess A._____ (vorliegend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 

13. September 2021 Beschwerde bei der hiesigen Kammer einlegen mit dem An-

trag, der Beschwerdegegner sei in Aufhebung der angefochtenen Verfügung an-

gemessen zu bestrafen (Urk. 2 S. 2). Der Beschwerdeführer leistete die ihm auf-

erlegte Prozesskaution im Betrag von Fr. 2'200.– rechtzeitig (Urk. 5-8). Das Statt-

halteramt reichte die am 30. Dezember 2021 angeforderten Untersuchungsakten 

(Urk. 13) am 11. Januar 2022 ein (Urk. 12 und 14). 

5. Das Verfahren erweist sich spruchreif. Die angefochtene Verfügung unterliegt 

der Beschwerde (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO). Die Beschwerde erfolgte form- und 

fristgerecht. Die Beschwerdelegitimation dürfte ebenfalls erfüllt sein (vgl. Art. 35 

DSG i.V.m. Art. 115 Abs. 2 und Art. 118 Abs. 2 und Art. 382 Abs. 1 StPO) bzw. 

bedarf mit Blick auf den Ausgang des Beschwerdeverfahrens keiner abschlies-

senden Beurteilung. Zur Behandlung der Beschwerde ist die Verfahrensleitung 

der Beschwerdeinstanz zuständig (Art. 395 lit. a StPO). 

6.1 Nach Art. 35 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Datenschutz vom 19. Juni 

1992 (Datenschutzgesetz, DSG, SR 235.1) wird auf Antrag mit Busse bestraft, 

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wer vorsätzlich geheime, besonders schützenswerte Personendaten oder Persön-

lichkeitsprofile unbefugt bekannt gibt, von denen er bei der Ausübung seines Be-

rufes, der die Kenntnis solcher Daten erfordert, erfahren hat, wobei Eventualvor-

satz genügt (NIGGLI/MÄDER, BSK DSG/BGÖ, 3. Auflage, Basel 2014, N 42 zu 

Art. 35 DSG). 

6.2 Die Verletzung der beruflichen Schweigepflicht im vorstehenden Sinne wird 

mit Busse bedroht. Sie bildet folglich ein Übertretungstatbestand (Art. 103 StGB). 

6.3 a) Bei Übertretungen beträgt die Strafverfolgungsverjährungsfrist drei Jahre 

(Art. 109 StGB), die auch für das Nebenstrafrecht (Art. 333 Abs. 1 StGB) gilt, so-

fern dort keine besondere (abweichende) Regelung zur Verfolgungsverjährungs-

frist aufgestellt worden ist. Das DSG hat keine zu Art. 109 StGB abweichende 

Regelung aufgestellt. 

b) Der Eintritt der Verfolgungsverjährung ist von Amtes wegen und grundsätzlich 

in jedem Verfahrensstadium zu beachten (ZURBRÜGG, BSK Strafrecht I, 4. Auflage 

2019, N 61 vor Art. 97-101 StGB). Auch vorliegend stellt sich die Frage, ob die 

Verfolgungsverjährungsfrist bereits abgelaufen ist. 

6.4 a) Die Verfolgungsverjährungsfrist beginnt gemäss Art. 98 lit. a StGB mit dem 

Tag zu laufen, an dem der Täter die strafbare Tätigkeit ausführt (ZURBRÜGG, 

a.a.O., N 1-5 und 7 zu Art. 98 StGB). Bei Art. 35 Abs. 1 DSG besteht die strafbare 

Tätigkeit in der unbefugten Bekanntgabe der entsprechenden Daten (NIG-

GLI/MÄDER, BSK DSG/BGÖ, a.a.O., N 15 zu Art. 35 DSG).  

b) Der Beschwerdegegner bestätigte anlässlich seiner Befragung als Beschuldig-

ter, dass er im Zuge der von ihm erteilten Aufträge an die Gutachter H._____ und 

J._____ auch sämtliche medizinischen Akten an die Gutachter weitergeleitet habe 

(vgl. Urk. 13/20 S. 1-2 [Rz 6-11 und 13]). Die Aufträge ergingen wie gezeigt am 

22. September 2018 bzw. 26. November 2018. Die Bekanntgabe der Akten an die 

Gutachter H._____ und J._____ dürfte daher spätestens Ende September 2018 

bzw. Ende November/anfangs Dezember 2018 erfolgt sein. Entsprechend ist der 

Eintritt der Verfolgungsverjährung auf Ende September 2021 bzw. Ende Novem-

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ber/anfangs Dezember 2021 anzuberaumen. Die Verjährungsfrist von 3 Jahren ist 

demzufolge seit längerer Zeit abgelaufen und die Verjährung ist eingetreten. 

c) Die Bestimmung von Art. 97 Abs. 3 StGB, wonach die Verjährung nicht mehr 

eintritt, wenn vor Ablauf der Verjährungsfrist ein erstinstanzliches Urteil ergangen 

ist, gilt auch bei Übertretungen. Sie kommt jedoch vorliegend nicht zum Tragen: 

Die Einstellungsverfügung des Statthalteramtes vom 31. August 2021 gilt nicht als 

erstinstanzliches Urteil im Sinne von Art. 97 Abs. 3 StGB und steht dem Eintritt 

der Verjährung nicht entgegen (BuGer 6B_479/2018, Urteil vom 19. Juli 2019, 

E. 2.4.2; ZURBRÜGG, a.a.O., N 57c zu Art. 97 StGB m.H. und N 50 zu Art. 97 

StGB). 

d) Bei Eintritt der Verfolgungsverjährung ist das Verfahren einzustellen. Eine ma-

terielle Prüfung der vorgeworfenen Straftat entfällt (Art. 357 Abs. 1 i.V.m. Art. 319 

Abs. 1 lit. d StPO; vgl. ZURBRÜGG, a.a.O., N 57 und 60 f. vor Art. 97-101 StGB). 

Folglich hält die angefochtene Einstellungsverfügung jedenfalls im Ergebnis vor 

Bundesrecht stand. Auf die eigentlichen Einstellungsgründe des Statthalteramtes 

und die dagegen in der Beschwerdeschrift erhobenen Rügen braucht daher nicht 

weiter eingegangen zu werden. 

6.5 Dies führt zur Abweisung der Beschwerde. 

7.1 Will man trotzdem auf die Begründung der angefochtenen Verfügung einge-

hen und die dagegen erhobenen Rügen einer – immerhin summarischen Prüfung 

unterziehen – wäre das Folgende in Erwägung zu ziehen. 

7.2 a) Das Statthalteramt ging in der Einstellungsverfügung von einer Einwilligung 

des Beschwerdeführers (zur Weitergabe der medizinischen Akten an die Gutach-

ter J._____ und H._____) aus, weil er am 10. Dezember 2010 gegenüber der 

E._____ eine Vollmacht unterschrieben habe, wonach er sie ermächtigte, alle ihr 

notwendig erscheinenden Auskünfte bei Ärzten, Spitälern etc. im Zusammenhang 

mit dem Unfall vom 10. Juli 2010 zu verlangen (verbunden mit einer Entbindung 

von der Schweigepflicht der jeweiligen Personen und Institutionen) und Ak-

ten/Röntgenbilder an Arztpersonen weiterzuleiten (Urk. 3/2 S. 2 i.V.m. 

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Urk. 13/9/5). Das Statthalteramt erkannte daher im Grundsatz zu Recht auf einen 

Rechtfertigungsgrund (NIGGLI/MÄDER, BSK DSG/BGÖ, a.a.O., N 48 zu Art. 35 

DSG). Allenfalls sinngemäss oder implizit widerrufen hat der Beschwerdeführer 

die erteilte Vollmacht frühestens mit Schreiben seines Rechtsanwaltes vom 12. 

Dezember 2018 (Urk. 13/2/6). In jenem Zeitpunkt waren die Gutenachtensaufträ-

ge/Bekanntgabe der medizinischen Akten durch die E._____ bzw. den Beschwer-

degegner aber bereits erfolgt (vorstehend E. 6.4/b). 

b) Die bei den Akten liegende Vollmacht vom 10. Dezember 2010 kommt faktisch 

einer "Generalvollmacht" oder "Blankovollmacht" gleich und kann in dieser Form 

angesichts der tangierten besonders schützenswerten Gesundheitsdaten und der 

Persönlichkeitsrechte des Beschwerdeführers infrage gestellt werden, wie der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit eingehender Begründung darzulegen 

versucht (Urk. 2 S. 7 ff.). Entsprechend werden auch in der Lehre an die Einwilli-

gung gewisse Anforderungen gestellt: Erforderlich ist, dass der Geheimnisherr ur-

teilsfähig ist und die Einwilligung in Kenntnis aller wesentlichen Umstände freiwil-

lig geäussert wird (NIGGLI/MÄDER, BSK DSG/BGÖ, a.a.O., N 51 zu Art. 35 DSG 

m.H. auf OBERHOLZER, BSK Strafrecht II, 4. Auflage, Basel 2019, N 22 zu Art. 321 

StGB). Gleichzeitig oder andererseits wird in der Lehre aber auch anerkannt, dass 

die Einwilligung routinemässig erfolgen oder durch konkludentes (stillschweigen-

des) Verhalten erteilt werden kann (NIGGLI/MÄDER, BSK DSG/BGÖ, a.a.O., N 51 

und 54 zu Art. 35 DSG). 

Die Vollmacht vom 10. Dezember 2010 war einfach und verständlich abgefasst. 

Sie hatte einen überschaubaren, standardisierten Inhalt zum Gegenstand und die 

Einwilligung zur Bekanntgabe bezog sich auf einen sehr beschränkten Personen-

kreis, d.h. nur auf Ärzte, die notabene wiederum dem Berufsgeheimnis unterste-

hen (Urk. 13/9/5). Letzteres schliesst ein tatbestandsmässiges Verhalten nach 

Art. 35 DSG zwar nicht aus, doch spricht es zusätzlich für die Gültigkeit einer ent-

sprechend pauschal formulierten Vollmacht. Insofern kann man sich tatsächlich 

fragen, ob es wirklich nötig war, dass die E._____ bzw. der Beschwerdegegner im 

Zeitpunkt der Datenbekanntgabe an die beiden Gutachter J._____ und H._____ 

gehalten war, beim Beschwerdeführer zurückzufragen, ob die früher erklärte Ein-

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willigung noch gelte. Der Beschwerdeführer hätte die Vollmacht auch jederzeit – 

z.B. nach Ergehen des Gutachtens "F._____" – frei widerrufen können, wenn er 

keine weitere ("unbesehene") Bekanntgabe seiner medizinischen Akten durch die 

E._____ bzw. den Beschwerdegegner mehr tolerieren wollte. Darauf verlassen, 

dass die E._____ bzw. der Beschwerdegegner nach dem Gutachten "F._____" 

keinen weitergehenden Abklärung- und/oder Informationsbedarf mehr sieht und 

die Vollmacht nicht mehr beansprucht, konnte er sich jedenfalls nicht. Die ange-

führten Gründe sprechen daher eher für das Vorliegen einer gültigen Einwilligung 

des Beschwerdeführers. 

7.3 Losgelöst von der Frage der Gültigkeit der Einwilligung fällt in subjektiver Hin-

sicht das Folgende auf: Der Beschwerdegegner bestreitet ein vorsätzliches bzw. 

eventualvorsätzliches Handeln. Er sei sich aufgrund der Vollmacht vom 

10. Dezember 2010 "absolut" keiner Verletzung des DSG bewusst gewesen, wie 

er gegenüber der Polizei mehrfach versicherte (Urk. 13/20 S. 2-3 [Rz 12, 14, 16, 

17, 18, 20, 24 und 25]). Die Aussagen lassen sich nicht als blosse Schutzbehaup-

tungen abtun. Immerhin konnte er sich auf eine (zumindest) versicherungsinterne 

Praxis berufen. Es bestand auch kein Anlass, die Rechtmässigkeit des Vorgehens 

per se anzweifeln zu müssen. Vor diesem Hintergrund liesse sich aufgrund der 

bestehenden Aktenlage und/oder durch weitere Untersuchungshandlungen ein 

subjektiv tatbestandsmässiges Verhalten daher kaum – jedenfalls nicht in ankla-

gegenügender Weise – nachweisen.  

7.4 Nach dem Gesagten wäre der Beschwerdeführer mit seinen Rügen wohl auch 

in materieller Hinsicht nicht durchgedrungen. 

8.1 Ausgangsgemäss sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem unterlie-

genden Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Ge-

richtsgebühr für das Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 800.– festzusetzen (§ 2 

Abs. 1 lit. b-d und § 17 Abs. 1 GebV OG). Die Zusprechung einer Prozessent-

schädigung fällt ausser Betracht. 

8.2 Der Beschwerdeführer hat für das Beschwerdeverfahren eine Sicherheitsleis-

tung von Fr. 2'200.– geleistet. Diese ist zur Deckung der ihm auferlegten Ge-

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richtskosten (Fr. 800.–) heranzuziehen und im Restbetrag (Fr. 1'400.–) nach 
Rechtskraft des vorliegenden Entscheids (unter Vorbehalt allfälliger Verrech-

nungsansprüche des Staates) zurückzuerstatten. 

Es wird verfügt: 
(Oberrichter lic. iur. A. Flury) 

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerdefüh-

rer auferlegt (bezogen aus der von ihm geleisteten Sicherheitsleistung). 

Im Restbetrag wird die Sicherheitsleistung dem Beschwerdeführer (unter 

Vorbehalt allfälliger Verrechnungsansprüche des Staates) nach Rechtskraft 

des Entscheids zurückerstattet.  

3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen. 

4. Schriftliche Mitteilung an: 

− den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, zweifach, per Gerichtsur-
kunde 

− den Verteidiger des Beschwerdegegners 1, zweifach, per Gerichtsur-
kunde 

− den Beschwerdegegner 2, gegen Empfangsbestätigung 
sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 
Rechtsmittel an: 
− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch) 
− den Beschwerdegegner 2, unter Rücksendung der beigezogenen 

Akten (Urk. 13), gegen Empfangsbestätigung 

5. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der 
Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der 

in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich 

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einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 
Hinweis: Eingaben müssen spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht einge-
reicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplo-

matischen oder konsularischen Vertretung übergeben werden. 

 
 
Zürich, 13. Januar 2023 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. A. Flury 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. L. Künzli 
 
 
 

	Verfügung vom 13. Januar 2023
	Erwägungen:
	Es wird verfügt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 800.– festgesetzt und dem Beschwerdeführer auferlegt (bezogen aus der von ihm geleisteten Sicherheitsleistung). Im Restbetrag wird die Sicherheitsleistung dem Beschwerdeführer (unter Vorbehalt allfälliger Verrechnung...
	3. Es werden keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
	4. Schriftliche Mitteilung an:
	 den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, zweifach, per Gerichtsurkunde
	 den Verteidiger des Beschwerdegegners 1, zweifach, per Gerichtsurkunde
	 den Beschwerdegegner 2, gegen Empfangsbestätigung
	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte (elektronisch)
	 den Beschwerdegegner 2, unter Rücksendung der beigezogenen Akten (Urk. 13), gegen Empfangsbestätigung

	5. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes...