# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ed671160-be26-5cf2-ad72-50df11a18960
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-09-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.09.2017 200 2017 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-101_2017-09-18.pdf

## Full Text

200 17 101 IV
KOJ/REL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. September 2017

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 28. Dezember 2016

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1988 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich im Mai 2012 aufgrund einer seit November 2011 bestehenden 
vollständigen Arbeitsunfähigkeit wegen „regelmässiger Rückenschmerzen“ 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zur Früherfassung (Ak-
ten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin, Antwortbeilage 
AB] 1) und am 6. Juni 2012 zum Leistungsbezug an (AB 9). Die IVB nahm 
Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht vor und gewährte 
Frühinterventionsmassnahmen in Form eines Ausbildungskurses (AB 33), 
worauf die beruflichen Massnahmen abgeschlossen wurden (AB 34). Am 
5. September 2014 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbe-
zug an und verwies dabei auf eine Amputation des kleinen Fingers sowie 
Verletzungen der Zeig-, Mittel- und Ringfinger der linken Hand infolge einer 
Fräsverletzung (AB 36). Nach neuerlichen Abklärungen zum erwerblichen 
und medizinischen Sachverhalt wies die IVB das Rentenbegehren bei Vor-
liegen eines rentenausschliessenden Invaliditätsgrades (IV-Grades) von 
10 % am 25. November 2014 ab (AB 48), was unangefochten blieb.

Aufgrund psychischer Probleme meldete sich der Versicherte am 9. De-
zember 2015 abermals zum Leistungsbezug an (AB 49). Die IVB holte Ak-
ten zur erwerblichen und medizinischen Situation ein und liess den Versi-
cherten orthopädisch und psychiatrisch begutachten (AB 60). Gestützt auf 
das entsprechende Gutachten vom 16. August 2016 (AB 67.1) stellte die 
IVB mit Vorbescheid vom 6. September 2016 die Abweisung des Leis-
tungsbegehrens bei einem IV-Grad von 30 % in Aussicht (AB 74). Damit 
zeigte sich der Versicherte – vertreten durch Rechtsanwältin B.________ – 
mit Einwand vom 3. November 2016 (AB 80) nicht einverstanden und be-
antragte die Durchführung einer arbeitsmarktlich-medizinischen Abklärung 
und eine erneute Prüfung des Rentenanspruchs. Nach Rücksprache mit 
dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD [AB 82 und AB 83]) verfügte die 
IVB am 28. Dezember 2016 (AB 84) dem Vorbescheid entsprechend und 
wies das Leistungsbegehren ab.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 3

B.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte – weiterhin vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________ – am 1. Februar 2017 Beschwerde beim Ver-
waltungsgericht des Kantons Bern. Er beantragt die Festsetzung des Ren-
tenanspruchs ausgehend von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit. Even-
tualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, eine arbeitsmarktlich-
medizinische Abklärung in Auftrag zu gegeben und gestützt auf deren Er-
gebnisse den Rentenanspruch neu zu prüfen.

In der Beschwerdeantwort vom 5. April 2017 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde und reicht eine Stellungnahme 
des psychiatrischen Gutachters zu den Akten.

Mit Replik vom 19. Mai 2017 und Duplik vom 20. Juni 2017 hielten die Par-
teien an ihren Rechtsbegehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 

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über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 28. Dezember 2016 
(AB 84). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
eine IV-Rente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 

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von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG).

2.4

2.4.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invali-
denversicherung [IVV; SR 831.201]). Erheblich ist eine Sachverhaltsände-
rung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine Invaliden-
rente (oder deren Erhöhung) sei begründet, falls sich die geltend gemach-
ten Umstände als richtig erweisen sollten (SVR 2014 IV Nr. 33 S. 121 E. 2).

2.4.2 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

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2.5 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung vom 9. Dezember 2015 
(AB 49) eingetreten und hat den Leistungsanspruch des Beschwerdefüh-
rers materiell geprüft. Die Eintretensfrage ist somit vom Gericht nicht zu 
überprüfen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b S. 114 f.).

Hingegen ist zu prüfen, ob zwischen der letzten rentenabweisenden Verfü-
gung vom 25. November 2014 (AB 48) und der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 28. Dezember 2016 (AB 84) eine wesentliche Änderung in medi-
zinischer bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, die geeignet ist, den IV-
Grad und damit einen allfälligen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.4.1 hiervor).

3.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin an-
lässlich der rentenabweisenden Verfügung vom 25. November 2014 
(AB 48) auf die Berichte der operierenden Ärzte, welche nach einem 
Kreissägeunfall am 29. April 2014 den linken Kleinfinger auf Mittelgliedhöhe 
amputiert hatten (AB 44.2 S. 15 f.). Dr. med. C.________, Facharzt für 
Chirurgie, attestierte dem Beschwerdeführer ab dem 27. August 2014 keine 
Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit mehr (AB 44.1 S. 9). Die Beschwer-
degegnerin ging in der Verfügung vom 25. November 2014 (AB 48) von 
einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer leichteren, wechselbelastenden 
Tätigkeit, welche nicht mit Heben oder Tragen von Gewichten über 15 kg 
verbunden ist, aus.

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3.2 Der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 28. Dezember 2016 
(AB 84) lagen hauptsächlich folgende medizinischen Akten zu Grunde:

3.2.1 Dr. med. D.________, Oberarzt des Spitals E.________, diagnosti-
zierte im Bericht vom 15. Februar 2016 (AB 55) eine emotional instabile 
Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10: F60.30), eine mittelgradige 
depressive Episode (ICD-10: F30.1), bestehend seit ca. Frühling 2015, 
sowie einen Status nach Diskushernie 2012 (S. 2). Seit dem 20. August 
2015 bestehe bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 4). 
Psychisch beständen deutliche Einschränkungen wie Affektlabilität mit er-
höhter Reizbarkeit, Dysphorie, verminderter Stress- und Frustrationstole-
ranz, vermindertem Antrieb, depressiver Stimmungslage, hoher psychomo-
torischen Anspannung, Insuffizienzgefühlen und Versagensängsten. Der-
zeit sei der Beschwerdeführer zu 40 % im geschützten Arbeitsbereich tätig, 
was für ihn zu bewältigen sei. 

3.2.2 Die Fachärzte der psychiatrischen Dienste F.________ führten in 
ihrem Austrittsbericht vom 13. August 2015 zur Hospitalisation vom 28. Juli 
2015 bis zum 13. August 2015 (AB 57 S. 5 ff.) die Diagnosen von Anpas-
sungsstörungen mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten 
(ICD-10: F43.25), differentialdiagnostisch einer Persönlichkeitsstörung mit 
narzisstischen, unreifen und impulsiven Zügen sowie aus somatischer Sicht 
eines Status nach Diskushernie 2012 auf. Für die Zeit der Hospitalisation 
sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen, danach sa-
hen die Fachärzte eine Arbeitsfähigkeit von 100 % auf dem freien Arbeits-
markt als gegeben an.

3.2.3 Der Hausarzt Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin, nannte in seinem Bericht vom 29. Februar 2016 (AB 57) die Dia-
gnose einer Persönlichkeitsstörung mit aggressivem Verhalten (S. 2). Ei-
gentlich seien alle Tätigkeiten trotz der gesundheitlichen Situation zumutbar 
(S. 3). Als Einschränkungen beständen eine rasche Ermüdbarkeit und eine 
instabile Psyche. Der Beschwerdeführer sollte dringend in eine Umschu-
lung integriert werden.

3.2.4 Im orthopädisch-psychiatrischen Gutachten der Begutachtungsstelle 
H.________ (MEDAS) vom 16. August 2016 (AB 67.1) führten die 

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Dres. med. I.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma-
tologie des Bewegungsapparates, und J.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie, die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit auf:

- Cervicovertebralsyndrom bei Status nach Densverschraubung 
11/2007, Osteochondrose C2/3 sowie Uncovertebralarthrose 
C4 bis 7 ohne neurale Kompression

- Lumboischialgie beidseits bei Status nach Dekompression 
L5/S1 links mit Neurolyse der Nervenwurzel L5 sowie partiel-
ler Mikrodiskektomie 03/2012 und Narbenbildung der Ner-
venwurzel S1 links, Diskushernie L4/5 mit Kontakt zur Ner-
venwurzel L4 rechts sowie spondylogener Einengung L5/S1 
links und möglichem Tangieren der Nervenwurzel L5

- mittelgradige depressive Episode, bestehend seit etwa März 
2015 (ICD-10: F32.1)

- emotional instabile Persönlichkeit vom impulsiven Typ, beste-
hend seit der Adoleszenz (ICD-10: F60.30)

In orthopädischer Hinsicht hielt der Gutachter Dr. med. I.________ in sei-
nem Teilgutachten (AB 67.1 S. 3 bis S. 10) fest, dass die Arbeitsfähigkeit in 
der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bei der … (körperlich leicht, vorwiegend 
stehend oder gehend) ab dem Zeitpunkt der Begutachtung bei voller Stun-
denpräsenz 60 % betrage (S. 9). In einer körperlich leichten Tätigkeit in 
temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend ohne häu-
fige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen könne spätestens 
seit September 2012 bei voller Stundenpräsenz eine Arbeitstätigkeit von 
100 % zugemutet werden.

Der psychiatrische Gutachter Dr. med. J.________ attestierte dem Be-
schwerdeführer in seinem Teilgutachten vom 2. August 2016 (AB 68.1) aus 
rein psychiatrischer Sicht ohne Berücksichtigung der körperlich begründba-
ren Beschwerden in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als … eine 50 %ige 
Arbeitsfähigkeit bei einem vollen Stundenpensum seit etwa März 2015 
(S. 23). In einer leidensangepassten Tätigkeit sei eine 70 %ige Arbeits-
fähigkeit bei vollem Stundenpensum zumutbar (S. 24). Bei der adaptierten 
Tätigkeit sollte es sich um eine Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Belas-

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tung, ohne erhöhten Zeitdruck (Stressbelastung), ohne erforderliche geisti-
ge Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte mit Arbeiten in kleinen 
Teams oder an einem Einzelarbeitsplatz mit besonderer Rücksicht und 
Verständnis des Vorgesetzten handeln.

Nach polydisziplinärer Konsensbesprechung attestierten die beiden Gut-
achter in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bei 
voller Stundenpräsenz (AB 67.1 S. 38). In einer körperlich leichten Tätigkeit 
in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend ohne 
häufige inklinierte, reklinierte und rotierte Körperhaltungen sowie Arbeiten 
ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforder-
liche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte mit Arbeiten in 
kleinen Teams oder an einem Einzelarbeitsplatz mit besonderer Rücksicht 
und Verständnis der Vorgesetzten könne seit März 2015 gesamthaft bei 
voller Stundenpräsenz eine Arbeitstätigkeit von 70 % zugemutet werden 
(S. 38).

3.2.5 Die RAD-Ärztin Dr. med. K.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie und Fachärztin für Neurologie, nahm in ihrer Aktenno-
tiz vom 14. Dezember 2016 (AB 82) aus psychiatrischer Sicht Stellung zum 
bidisziplinären Gutachten der MEDAS vom 16. August 2016 (AB 67.1). Sie 
hielt fest, dass die ICD-10-Diagnosekriterien einer mittelgradigen depressi-
ven Episode vom psychiatrischen Gutachter nicht objektiv ausgewiesen 
worden seien. Den situationsbedingten Ängsten des Beschwerdeführers 
(Zukunfts- und Existenzängsten) komme kein Krankheitswert zu, weil sie 
nicht sein Denken und Handeln dominierten und weil sein Verhalten weder 
affekt- noch impulsgesteuert (gewesen) sei (S. 2). Die im Gutachten doku-
mentierten Befunde und der Umfang der sozialen Teilhabe sprächen gegen 
das Vorliegen eines Gesundheitsschadens im psychiatrischen Fachgebiet. 
Es liessen sich somit keine quantitativen und keine qualitativen Leistungs-
einschränkungen begründen.

3.2.6 Der RAD-Arzt Dr. med. L.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und Vertrauensarzt, nahm im Bericht vom 20. Dezember 2016 
(AB 83) ebenfalls Stellung zum Gutachten der MEDAS vom 16. August 
2016 (AB 67.1) und führte aus, dass die orthopädischen Diagnosen nach-
vollziehbar seien und die Beurteilung des orthopädischen Gutachters, dass 

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in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsunfähigkeit bestehe, anhand 
der objektiven orthopädischen Befundlage nachvollziehbar sei (S. 3). An-
hand der gutachterlichen Angaben könnten die diagnostischen Kriterien 
einer mittelgradigen depressiven Episode nicht objektiviert werden. Die 
sozialen Interessen, die aktive soziale Teilhabe, die Selbstfürsorgefähig-
keit, die Fähigkeit, feste Termine einzuhalten und sich in eine Leistungssi-
tuation einzufügen sprächen eindeutig gegen eine leistungsrelevante affek-
tive bzw. depressive Störung. Zusammenfassend sei die interdisziplinär-
gutachterliche Annahme, dass sowohl in der angestammten, wie auch in 
einer sogenannt leistungsangepassten Tätigkeit eine qualitative Leistungs-
einschränkung bestehe, nicht nachvollziehbar (S. 4). Die von den Gutach-
tern erhobenen Befunde sprächen – zumindest in einer rückenangepassten 
Tätigkeit – nicht für eine medizinisch objektiv begründete leistungsrelevante 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

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3.4 Seit der letzten rentenabweisenden Verfügung vom 25. November 
2014 (AB 48) wurden neu die psychiatrischen Diagnosen einer mittelgradi-
gen depressiven Episode (ICD-10: F32.1) und einer emotional instabilen 
Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.30) bzw. Anpassungsstörung mit ge-
mischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten (ICD-10: F43.25) mit 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt (vgl. z.B. AB 57 S. 5 und 
AB 67.1 S. 37). Ob aufgrund dieser Diagnosen ein Revisionsgrund gege-
ben ist, was von den beiden RAD-Ärzten verneint wird (AB 82 und AB 83), 
kann vorliegend offen bleiben. Denn so oder anders, d.h. auch wenn zu 
Gunsten des Beschwerdeführers von einer potentiell anspruchsrelevanten 
Sachverhaltsänderung ausgegangen und der Rentenanspruch frei geprüft 
wird, ist ein solcher Anspruch vorliegend zu verneinen, wie nachfolgend 
darzulegen ist.

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 28. Dezember 2016 (AB 84) massgeblich auf das orthopädisch-
psychiatrische Gutachten der MEDAS vom 16. August 2016 (AB 67.1), 
basierend auf dem orthopädischen Teilgutachten von Dr. med. I.________ 
(S. 3 ff.) und dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. med. J.________ 
vom 2. August 2016 (AB 68.1), gestützt. 

Dieses Gutachten vom 28. Dezember 2016 (AB 67.1) erfüllt die von der 
höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (E. 3.3 hiervor), weshalb ihm volle 
Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin ent-
haltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen der Sachver-
ständigen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die Ausführungen in der 
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sind einleuchtend und die 
gezogenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nach-
vollziehbar, umfassend und einlässlich begründet. Schliesslich stehen auch 
die beiden Teilbeurteilungen untereinander wie auch mit den übrigen Akten 
in Übereinstimmung und sie finden in den vorliegenden medizinischen Ak-
ten auch ihren Rückhalt. Die Erkenntnisse der Gutachter flossen sodann in 
die überzeugende interdisziplinäre Beurteilung ein, so dass auf das Gut-
achten der MEDAS vom 16. August 2016 (AB 67.1) und das dort im poly-

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disziplinären Konsens definierte Zumutbarkeitsprofil, wonach der Be-
schwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 70 % arbeitsfähig ist 
(S. 38), abgestellt werden kann.

3.6 Daran vermögen die weiteren aktenkundigen Arztberichte nichts 
zu ändern. Vielmehr bescheinigen die Fachärzte der psychiatrischen 
Dienste F.________ in ihrem Austrittsbericht vom 13. August 2015 (AB 57 
S. 5 ff.) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit lediglich für die Zeit der Hospi-
talisation vom 27. Juli bis zum 13. August 2015. Danach sehen sie eine 
Arbeitsfähigkeit von 100 % auf dem freien Arbeitsmarkt als gegeben an. 
Auch der behandelnde Hausarzt Dr. med. G.________ hält in seinem Be-
richt vom 29. Februar 2016 (AB 57) dafür, dass dem Beschwerdeführer 
„eigentlich alle“ Tätigkeiten zumutbar sind. Eine Einschränkung in der Ar-
beitsfähigkeit beschreibt er nicht. Diese Beurteilung entspricht auch der 
Einschätzung der RAD-Ärzte: Nach Angaben der RAD-Psychiaterin 
Dr. med. K.________ in ihrer Aktennotiz vom 14. Dezember 2016 (AB 82) 
sind die Diagnosekriterien einer mittelgradigen depressiven Episode nicht 
objektiv ausgewiesen und besteht aus psychiatrischer Sicht keine quantita-
tive und/oder qualitative Leistungseinschränkung. Aus somatischer Sicht 
liegt auch gemäss der Beurteilung des RAD-Internisten Dr. med. 
L.________ vom 20. Dezember 2016 (AB 83) objektiv keine leistungsrele-
vante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer rückenangepassten Ver-
weistätigkeit vor (S. 4). An diesen Feststellungen vermag auch der Bericht 
des Facharztes Dr. med. D.________ des Spitals E.________ vom 15. Fe-
bruar 2016 (AB 55) nichts zu ändern. Er attestiert zwar eine volle Arbeits-
unfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und verneint insoweit eine Vermittel-
barkeit im ersten Arbeitsmarkt (S. 4). In diesem Zusammenhang ist jedoch 
der Tatsache Rechnung zu tragen, dass es die unterschiedliche Natur von 
Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und 
Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten 
anderseits nicht zulässt, ein medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgut-
achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 
nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-
gen gelangen. Vorbehalten bleiben zwar Fälle, in denen sich eine abwei-
chende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige (und 
nicht rein subjektiver ärztlicher Interpretation entspringende) Aspekte be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 13

nennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt 
geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 E. 2.2.1). Davon ist jedoch vor-
liegend offenkundig nicht auszugehen, ergeben sich aus dem Bericht des 
Dr. med. D.________ doch keine derartigen Gesichtspunkte.

Schliesslich vermag auch der Bericht des M.________ vom 31. Oktober 
2016 (AB 80 S. 4 f.) die Beurteilung der Gutachter der MEDAS nicht in 
Zweifel zu ziehen. Bei diesem Sozialwerk der Heilsarmee arbeitet der Be-
schwerdeführer seit dem 1. Januar 2016 jeweils von Dienstag- bis Freitag-
morgen. Zwar wird in diesem Bericht ein bisweilen schwieriges Verhalten 
des Beschwerdeführers mit verbalen Entgleisungen seinen Mitarbeitern 
und Vorgesetzten gegenüber erwähnt, doch hielten sich diese emotionalen 
Schwankungen im Rahmen (S. 5). Bezüglich der Arbeitstätigkeit wird einzig 
festgehalten, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich motiviert sei und 
diese Motivation auch gut aufrechterhalten könne, er über eine gute Auf-
fassungsgabe verfüge und nach entsprechender Einführung jederzeit 
selbstständig arbeite. Hinreichende Anhaltspunkte für eine erhebliche 
Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers werden 
damit nicht aufgezeigt. Praxisgemäss sind für die Bestimmung der Arbeits-
fähigkeit in angepassten Tätigkeiten ohnehin primär die Angaben der Ärzte 
und nicht jene der Fachpersonen einer beruflichen Eingliederung oder gar 
eines mit der Eingliederung betrauten Betriebes massgebend (vgl. BGE 
140 V 193 E. 3.2 S. 195 f., 107 V 17 E. 2b S. 20). Der psychiatrische 
Gutachter der MEDAS Dr. med. J.________ hält denn auch zu Recht in 
seiner Stellungnahme vom 13. März 2017 (Beilage zur Beschwerdeantwort 
vom 5. April 2014, S. 3 Ziff. 2 [in den Gerichtsakten]) dafür, dass der 
Bericht dem von ihm aus psychiatrischer Sicht definierten 
Zumutbarkeitsprofil nicht widerspricht.

3.7 Zusammenfassend ist deshalb mit den Gutachtern von einer weit-
gehenden (d.h. 70 %igen) Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerde-
führers in einer angepassten Tätigkeit auszugehen. 

3.8 Der medizinische Sachverhalt erweist sich damit als genügend ab-
geklärt. Es ist davon auszugehen, dass von weiteren Beweismassnahmen 
und dabei insbesondere von einer arbeitsmarktlich-medizinischen Ab-
klärung – wie sie vom Beschwerdeführer in der Beschwerde eventualiter 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 14

beantragt wird (S. 2 Rechtsbegehren 3) – keine zusätzliche Erkenntnisse 
zu erwarten sind, weshalb auf deren Durchführung in antizipierter Beweis-
würdigung verzichtet werden kann (BGE 122 V 157 E.  1d S. 162). 

4.

Gestützt auf die festgestellte Arbeitsunfähigkeit von maximal 30 % (E. 3.7 
vorstehend) ist der IV-Grad zu ermitteln:

4.1 Für den Einkommensvergleich sind Validen- und Invalidenein-
kommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten-
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungser-
lass zu berücksichtigen (BGE 129 V 222). 

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne 
gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinrei-
chend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss 
Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditäts-
bemessung nur unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzel-
fall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren ab-
gestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössi-
schen Versicherungsgerichts [EVG; heute Bundesgericht] vom 30. Oktober 
2002, I 517/02, E. 1.2).

Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon-
kret steht (BGE 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 
E. 2.2). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 15

gemäss den vom Bundesamt für Statistik BFS herausgegebenen Lohn-
strukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 142 V 178 E. 2.5.7 
S. 188, 139 V 592 E. 2.3 S. 593; SVR 2016 UV Nr. 13 S. 40 E. 2.2).

4.3 Was die Invaliditätsbemessung betrifft, ist der von der Beschwerde-
gegnerin vorgenommene Einkommensvergleich (AB 84 S. 2) nicht zu be-
anstanden. Wenn die Beschwerdegegnerin hierfür auf das im Gutachtern 
der MEDAS vom 16. August 2016 (AB 67.1) formulierte Zumutbarkeitsprofil 
abgestellt hat, ist dies angesichts der weiteren RAD-ärztlichen Einschät-
zungen, wonach gar keine Leistungseinschränkung besteht (vgl. E. 3.6 
vorstehend), für den Beschwerdeführer gar vorteilhaft. Entsprechende so-
genannte Nischenarbeitsplätze – also Stellen- und Arbeitsangebote, bei 
denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des 
Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts [BGer] vom 
20. März 2013, 9C_941/2012 E. 4.1.1) – sind auf dem ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt insbesondere im Kompetenzniveau 1 durchaus vorhanden. Es 
ist deshalb für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die LSE (vgl. 
E. 4.2 vorstehend) und hierbei auf das Total der Männer, Kompetenzniveau 
1 abzustellen.

Der Beschwerdeführer hat aus IV-fremden Gründen keine Ausbildung ab-
geschlossen (vgl. „Beruflicher Werdegang“ [AB 67.1 S. 18 Ziff. 3.2.4.1) und 
bisher vorwiegend verschiedene Hilfstätigkeiten ausgeübt. Auch das Vali-
deneinkommen ist damit gestützt auf die Tabellenlöhne (Total Männer, 
Kompetenzniveau 1) festzusetzen. Eine genaue Ermittlung des Validen- 
und Invalideneinkommens erübrigt sich somit, da beide aufgrund des glei-
chen Tabellenlohnes festzusetzen sind: der IV-Grad entspricht dem Grad 
der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Tabellen-
lohnabzuges (Entscheid des BGer vom 20. April 2015, 8C_304/2014, E. 6). 
Die Beschwerdegegnerin hat auf die Vornahme eines Abzuges beim Invali-
deneinkommen implizit verzichtet (AB 84 S. 2), was nicht zu beanstanden 
ist, da invaliditätsfremde Aspekte bei beiden, auf den Zahlen der LSE ba-
sierenden Vergleichseinkommen zu beachten wären (vgl. Entscheid des 
BGer vom 19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5), während ein eingeschränk-
tes Rendement bei ganztägiger Arbeitsfähigkeit nicht zu einem Abzug führt 
(vgl. Entscheid des BGer vom 14. Dezember 2016, 9C_635/2016, E. 4.3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 16

4.4 Bei einem IV-Grad von (höchstens) 30 % hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine IV-Rente (vgl. E. 2.2 vorstehend).

5.

Nach dem Dargelegten ist die angefochtene Verfügung vom 28. Dezember 
2016 (AB 84) rechtens. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich 
als unbegründet und ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.–, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt und dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss ent-
nommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat weder der Beschwerdefüh-
rer (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG) noch 
die obsiegende Beschwerdegegnerin als öffentlich-rechtliche Anstalt des 
Kantons Bern einen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 104 
Abs. 3 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Sept. 2017, IV/17/101, Seite 17

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.– werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.