# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** dcfe66e2-d4e7-5333-bd5c-1278feecfda2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-06-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 26.06.2006 ZF 2006 29
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZF-2006-29_2006-06-26.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 26. Juni 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
ZF 06 26
      06 29

Urteil
Zivilkammer

Vorsitz Schlenker
RichterInnen Heinz-Bommer, Riesen, Giger und Zinsli
Aktuar ad hoc Cavegn

——————

In der zivilrechtlichen Berufung

der A., Klägerin, Widerbeklagte, Berufungsklägerin und Berufungsbeklagte, vertre-
ten durch Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid Kistler, Promenade 132A, 7260 
Davos Dorf, 

gegen

das Urteil des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 8. Dezember 2005, mitgeteilt 
am 1. März 2006, in Sachen der Klägerin, Widerbeklagten, Berufungsklägerin und 
Berufungsbeklagten, gegen D., Beklagter, Widerkläger, Berufungsbeklagter und 
Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. H. Just, Rechtsanwalt und 
Notar, Advokatur und Notariat Buchli, Caviezel & Just, Masanserstrasse 35, 7001 
Chur,  

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

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hat sich ergeben:

A.1. Die Klägerin A. mit Sitz in T. bezweckt den Unterhalt von Anstalten 
und Einrichtungen, in denen Kranke sowie erholungs- und betreuungsbedürftige 
Personen ohne Ansehen der Konfession und Nationalität Aufnahme finden. Sie führt 
die Aufgabe im Sinne des christlichen und sozialen Wirkens des am 7. Februar 1923 
verstorbenen B. durch, welcher die Heilstätte im Jahre 1898 errichtet hatte. Die 
Klägerin ist dazu Eigentümerin der Parzelle C. in T. im Halte von 78'120 m2. Nebst 
der Klinik und weiteren Gebäuden befindet sich darauf auch ein Soldatenfriedhof. 
Dieser wurde im Jahre 1918 eingeweiht und gedenkt der im ersten Weltkrieg 
gefallenen deutschen Soldaten. Der Soldatenfriedhof weist eine Fläche von 1'400 
m2 auf und ist durch eine Mauer eingegrenzt. Innerhalb des Soldatenfriedhofs 
befindet sich eine kleine Kapelle. Der Soldatenfriedhof wies bei seiner Gründung 
eine junge Bepflanzung auf. Dies hatte zur Folge, dass sich im Laufe der Zeit ein 
Baumwuchs mit insgesamt 142 Lärchen und Fichten entwickelte. 

2. Die Klägerin stellte am 19. Dezember 1999 den Beklagten D. als 
Geschäftsführer mit Arbeitsbeginn am 1. April 2000 ein. Für seine Dienstaufgaben 
wurde im Anstellungsvertrag auf das Organisationsreglement in der Fassung von 
1998 verwiesen. Unter Ziff. IV des Organisationsreglements wurde die 
Kompetenzzuordnung des Geschäftsführers beschrieben. Danach wurde die 
Klägerin durch den Geschäftsführer verantwortlich geführt. Bei der Führung der 
laufenden Geschäfte hatte der Geschäftsführer unter anderem für eine 
wirtschaftliche und sparsame Betriebsführung zu sorgen. Er hatte eine 
Informationspflicht gegenüber dem Stiftungsrat und ein Informationsrecht des 
Stiftungsrats sowie eine Vorlagepflicht von Entscheidungsentwürfen bei 
Zuständigkeit oder Zustimmungsrecht des Stiftungsrats zu beachten. Ebenso hatte 
er vertrauensvoll mit den Organen der Stiftung sowie mit den Mitarbeitern der 
Klägerin zusammenzuarbeiten. Der Geschäftsführer war nach dem 
Organisationsreglement zudem unmittelbar zuständig für Entscheidungen über das 
Budget, welches er dem Stiftungsrat zur Zustimmung vorzulegen hatte.

   3. Im Jahre 2001 zog der Beklagte Erhaltungsmassnahmen für den 
obgenannten Soldatenfriedhof in Betracht. Dieser war in den Jahren 1983 und 1984 
zum letzten Mal einer Renovation unterzogen worden. Der Beklagte beauftragte den 
stellvertretenden Geschäftsführer E., über einen Mitarbeiter der Klägerin den F. 
anzuschreiben und diesen um eine finanzielle Unterstützung für den Erhalt und die 
Verschönerung des Friedhofs zu ersuchen. Der F. erklärte sich mit Schreiben vom 

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24. Januar 2002 bereit, bei konkreten Massnahmen einen finanziellen und 
personellen Beitrag zu leisten und insbesondere nachgewiesene Kosten nach 
vorheriger Abstimmung ganz oder teilweise zu übernehmen.

4. Beim Revierforstamt H. wurden im Sommer 2002 Offerten für 
Holzereiarbeiten sowie für Pflanzarbeiten über CHF 21'746.-- und CHF 30'418.52 
eingeholt. Auf Veranlassung des Beklagten wurden im Oktober und November 2002 
sämtliche 142 Fichten und Lärchen durch das Revierforstamt H. gerodet. Dafür 
wurde der Klägerin am 18. Dezember 2002 eine Rechnung über CHF 21'000.-- 
gestellt, welche am 3. Januar 2003 bezahlt wurde. Im Juli 2003 schliesslich wurden 
Wurzelstöcke entfernt und 54 Jungbäume in der Höhe zwischen 1 und 3 m gepflanzt 
(8 Lärchen, 7 Arven, 20 Bergföhren, 8 Legföhren, 6 Birken, 3 Fichten und 2 
Vogelbeeren) und dafür am 11. Dezember 2003 eine Rechnung über CHF 
19'965.20 gestellt. Bereits früher war die beschädigte Friedhofsmauer für CHF 
12'158.88 instand gestellt und waren die Wurzelstöcke für CHF 10'420.-- entfernt 
worden. An die entstandenen Kosten von CHF 63'544.08 bezahlte der F. in zwei 
Malen insgesamt CHF 27'000.--. Damit hatte die Klägerin unter dem Strich für einen 
Betrag von CHF 36'544.08 aufzukommen. 

B. Mit Schreiben vom 16. Februar 2004 gelangte die Klägerin an den 
Beklagten und machte Schadenersatzansprüche aus der Entfernung der 142 
Bäume geltend. Der Schaden bestehe einerseits aus den Rechnungen für die 
Abholz- und Wiederherstellungsarbeiten und andererseits aus dem Wertverlust für 
die Liegenschaft bzw. für den Friedhof. Nachdem sich die Parteien in der Folge nicht 
über eine Beilegung der Streitigkeit haben einigen können, liess die Klägerin beim 
Vermittler des Kreises T. am 16. Februar 2004 eine Klage anhängig machen und 
an der Sühneverhandlung vom 24. März 2004 folgendes Rechtsbegehren stellen:

 „1. Der Beklagte sei zu verpflichten, an die Klägerin Schadenersatz in der 
Höhe von CHF 188'500.00 zuzüglich 5% Zinsen ab dem 24. März 2004, 
eventualiter gemäss richterlichem Ermessen zu leisten.

2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und 
Entschädigungsfolge zuzüglich 7.5% Mehrwertsteuer zu Lasten des 
Beklagten.“

C. Der Beklagte seinerseits brachte an der Sühneverhandlung eine 
Widerklage mit folgendem Rechtsbegehren an:

„1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.

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2. Die Klägerin und Widerbeklagte sei zu verpflichten, dem Beklagten und 
Widerkläger Fr. 38'832.90 zuzüglich 5% Zins seit dem 25. März 2004 zu 
bezahlen.

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, letztere zuzüglich 
7.6% Mehrwertsteuer, zu Lasten der Klägerin und Widerbeklagten.“

D. Nachdem die Sühneverhandlung ergebnislos verlaufen war und der 
Leitschein am 10. Mai 2004 ausgestellt wurde, reichte die Klägerin am 26. Mai 2004 
beim Bezirksgericht Prättigau/Davos eine Prozesseingabe ein. Sie hielt an den an 
der Vermittlung gestellten Rechtsbegehren fest, wobei die beantragte 
Mehrwertsteuer auf 7.6% erhöht wurde. Zur Begründung der Forderung wurde 
geltend gemacht, die Arbeiten hätten Kosten von CHF 63'504.08 verursacht. 
Nachdem der F. einen Betrag von CHF 21'000.-- geleistet habe und weitere CHF 
4'000.-- in Aussicht gestellt habe, stehe ein Betrag von CHF 38'544.08 aus. Für die 
Wiederherstellung und die Neupflanzung werde überdies ein Schaden von CHF 
150'000.-- geltend gemacht. Der Beklagte habe in Überschreitung seiner 
Kompetenzen gehandelt. Als Geschäftsführer sei er unmittelbar für Entscheidungen 
über das Budget zuständig gewesen, welches er aber dem Stiftungsrat zur 
Genehmigung hätte vorlegen müssen. Finanzielle Entscheidungen hätten mit dem 
Jahresbudget in Einklang gebracht werden müssen. Kosten für die Abholzung der 
Bäume innerhalb der Friedhofsmauern seien aber nicht budgetiert gewesen. Die 
Abholzung der Bäume und eine Umgestaltung der Anlage nach amerikanischer Art 
seien die alleinige Idee des Beklagten gewesen. Den Stiftungsrat habe er darüber 
nie informiert. Entsprechende Ausgaben seien auch nicht genehmigt worden. Der 
Beklagte habe keine wesentliche Veränderungen des Kulturgutes oder gar 
Entweihungen vornehmen dürfen. Dem freigelegten Friedhof mangle es nun an 
Ruhe, Stille und Abgeschiedenheit. Zudem hätte der Beklagte nur mit 
Kollektivunterschrift zu zweien handeln dürfen. Dies habe er nicht getan. Damit 
hafte er insgesamt nach Art. 321e OR für den gesamten, von ihm verursachten 
Schaden. 

  E. Am 16. August 2004 liess der Beklagte in seiner Prozessantwort die 
Abweisung der Klage beantragen. Gleichzeitig prosequierte er eine Widerklage auf 
Leistung von CHF 34'314.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 25. März 2004. Zur 
Begründung wurde geltend gemacht, einige Arbeiten seien an Herrn E. delegiert 
worden, der für den Unterhalt der Gebäude und Anlagen zuständig sei. 
Entsprechend den Gepflogenheiten habe dieser die Arbeiten weitgehend 
selbständig ausgeführt. Alle Rechnungen seien von ihm visiert worden. Die 
Abholzung des Baumbestandes sei nicht die alleinige Idee des Beklagten gewesen. 

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Der Unterhalt des Friedhofes sei seit dem Bestehen vernachlässigt worden. 
Dementsprechend habe der F. auch einen Beitrag dazu geleistet. Das beschädigte 
Mauerwerk zeige auf, dass Instandstellungsarbeiten notwendig gewesen seien. Mit 
dem Bepflanzungsplan habe der Unterhalt denn auch möglichst gering gehalten 
werden sollen. Die Sanierung habe keine Entweihung dargestellt. Vielmehr sei eine 
dauerhafte Sanierung durchgeführt worden. Dem Beklagten sei das Gehalt der 
Monate Januar bis März 2004 nicht ausbezahlt worden, ebenso nicht der 
anteilsmässige 13. Monatslohn von CHF 4'000.--. Bezahlt worden seien CHF 
10'500.--, weshalb nach Abzügen von Sozialversicherungsbeiträgen noch CHF 
34'314.-- verbleiben würden.

F. Mit Replik und Widerklageantwort vom 1. Oktober 2004 beantragte die 
Klägerin die Abweisung der Widerklage. Sie anerkannte die Bezahlung von CHF 
27'000.-- durch F. und reduzierte ihre Forderung auf CHF 186'500.--. Es werde 
bestritten, dass E. die Arbeiten weitgehend selber habe ausführen dürfen und dieser 
alle Rechnungen visiert habe. Vielmehr seien die Offerte für die Abholzung und die 
Rechnung für die Pflanzarbeiten direkt an den Beklagten gesendet worden. Dieser 
habe selbst den Kontakt mit dem F. gepflegt. Mit späteren Schreiben bezwecke der 
Beklagte nur die nachträgliche Übertragung der Verantwortung auf Dritte. Es sei 
nicht ersichtlich, weshalb der Beklagte alleine über die Friedhofsanierung 
entschieden habe, ohne den Stiftungsrat vorher anzufragen. Es treffe nicht zu, dass 
der Unterhalt des Friedhofs vernachlässig worden sei, habe der Beklagte doch 
selbst von einer umfassenden Renovation in den Jahren 1983 und 1984 
gesprochen. Es sei die Absicht des Beklagten gewesen, den Waldcharakter zu 
vernichten und eine Grünzone zu schaffen. Eine umfassende Erneuerung habe 
ohnehin nicht stattgefunden, wenn anstelle der 142 gefällten Bäume nur 54 
Jungbäume gepflanzt worden seien. Die Wiederherstellung der Friedhofsruhe 
könne nur durch eine Gesamtsanierung erreicht werden.

G. Der Beklagte beharrte in seiner Duplik vom 15. November 2004 
darauf, dass E. in seiner Funktion als Stellvertreter des Geschäftsführers 
insbesondere den Bereich Unterhalt der Gebäude und Anlagen der A. unter sich 
gehabt habe. Es werde nicht bestritten, dass das Projekt dem Stiftungsrat nicht 
vorgelegt worden sei. Im Budget seien die Projekte jeweils nicht im Einzelnen 
aufgeführt, sondern sehr allgemein umschrieben worden. Für den Unterhalt des 
Gebäudes seien im Jahre 2003 CHF 270'000.-- eingesetzt worden, ohne dass 
entsprechende Unterhaltsarbeiten näher spezifiziert worden seien. Für 
Unvorhergesehenes seien CHF 20'000.-- budgetiert worden. Im Jahre 2002 sei für 

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den Unterhalt „Gebäude/Gelände“ ein Betrag von CHF 150'000.-- vorgesehen 
gewesen. Dabei sei nur spezifiziert gewesen, dass für Beläge CHF 30'000.-- 
aufgewendet würden. Die im Betrieb gelebte Praxis zeige auf, dass nicht jede 
einzelne Unterhaltsmassnahme vom Stiftungsrat beschlossen worden sei. Es treffe 
zudem nicht zu, dass der Stiftungsrat über die Friedhofsanierung nicht informiert 
gewesen sei. Der Beklagte habe den Stiftungsratspräsidenten anlässlich eines 
seiner ersten Besuche bei einem Rundgang über die anstehenden 
Sanierungsmassnahmen orientiert. Der Unterhalt des Soldatenfriedhofes sei 
notwendig gewesen. Es habe sich insbesondere eine Sanierung des 
Baumbestandes aufgedrängt, welcher die Gräber und die Mauer zu gefährden 
drohten. Ebenso sei eine Sanierung der Mauer fällig gewesen. 

H. Mit Stellungnahme vom 7. Dezember 2004 erhob die Klägerin Einrede 
gegen die vom Beklagten in der Duplik gestellten Beweisanträge. 

I. Mit Urteil vom 8. Dezember 2005, mitgeteilt am 1. März 2006, erkannte 
das Bezirksgericht Prättigau/Davos:

„1. Die Klage der A. gegen D. wird abgewiesen.

2. Die Widerklage des D. gegen die A. wird teilweise gutgeheissen und die 
A. wird verpflichtet, D. netto Fr. 28'580.80, zuzüglich 5% Zins seit dem 25. 
März 2004, zu bezahlen.

3. Die Kosten des Kreisamtes T. in Höhe von Fr. 200.00 sowie die Kosten 
des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos, bestehend aus

- einer Gerichtsgebühr von Fr. 5'500.00
- einem Interessenwertzuschlag von Fr. 4'000.00
- Schreibgebühren von Fr. 1'100.00
- Barauslagen von Fr. 160.00
total somit von Fr. 10'760.00
gehen zu 11/12 zulasten der A. (= Fr. 9'863.35) und zu 1/12 zulasten des 
D. (= Fr. 896.95). Beide Beiträge werden mit den geleisteten 
Kostenvorschüssen verrechnet.  

4. Die A. wird verpflichtet, D. ausseramtlich mit Fr. 21'749.35 (inkl. Spesen, 
Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

5. (Rechtsmittelbelehrung).

6. (Mitteilung).“

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, ein Schaden im 
Sinne eines Interesses an der Wiederherstellung des früheren Zustandes der 

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Friedhofanlage sei nicht erkennbar. Laut den Zeugen seien die Abholzarbeiten 
notwendig gewesen, um die übrigen Friedhofsbauten wie Mauern und 
Soldatengräber zu schützen. Der Waldbestand sei labil gewesen, bei Schnee oder 
Sturm hätte die Gefahr umstürzender Bäume oder Baumteile bestanden. Die 
oberen Abdeckplatten der Mauer seien durch die Bäume beschädigt worden. Die 
Sanierung sei geradezu ein Gebot der Stunde gewesen. Ansonsten hätte die 
sachverständige Stelle kaum einen Radikalschnitt empfohlen. Auch der F. habe von 
der Beseitigung der Bäume gewusst und diese als notwendig erachtet. Es fehlten 
Anhaltspunkte, dass der neue Friedhof von Gästen und Einheimischen abgelehnt 
werde, so dass daraus ein sachliches Interesse an der Wiederherstellung durch die 
Klägerin abgeleitet werden könnte. Ebenso könne nicht von einer Entweihung 
gesprochen werden. Gleiches sei auch mit Bezug auf das Klinikgesamtbild nicht der 
Fall. Die Sanierung habe die Klägerin nach Abzug des Beitrages F. CHF 36'544.08 
gekostet. Nachdem in den Jahren 2002 und 2003 für Instandhaltungsmassnahmen 
insgesamt CHF 208'000.-- zur Verfügung gestanden hätten, sei dieser Betrag 
längstens abgedeckt gewesen. Die Klägerin habe den Nachweis unterlassen, dass 
diese Summe für andere Projekte verbraucht worden sei. Keine Änderungen 
ergäben sich durch die von der Klägerin eingeholte Expertise. Diese weise ein 
sachliches Interesse an der Wiederherstellung des früheren Zustandes nicht aus 
und lasse die aus der Gefahrenabwehr gebotene Sanierung und die Meinungen des 
F. ausser Acht. Vielmehr entstehe der Eindruck, dass die Klägerin es an der 
genügenden Pflege des Friedhofes in den vergangenen Jahren habe missen 
lassen. Eine Vertragsverletzung liege ebenfalls nicht vor. Gemäss 
Organisationsreglement obliege dem Geschäftsführer die Führung der laufenden 
Geschäfte. Für Entscheidungen über das Budget und die Jahresrechnung sei der 
Geschäftsführer zudem unmittelbar zuständig, ohne dass ein frankenmässiger 
Kompetenzbetrag geregelt sei. Der Geschäftsführer müsse über Kompetenzen 
verfügen, welche für die Klägerin nicht von entscheidender Tragweite seien. Der 
Betrag von CHF 36'544.08, welchen die Klägerin für die Sanierung tragen müsse, 
sei offensichtlich nicht von Bedeutung, wenn in Betracht gezogen werden, dass nur 
schon im Jahre 2004 Investitionen von CHF 1.88 Mio. allein für die Instandhaltung 
der Klinik vorgesehen seien. Hinsichtlich der Widerklage falle für die Monate Januar 
bis März 2004 und für den Anteil am 13. Monatslohn nach Abzug der 
Sozialversicherungsbeiträge ein Betrag von CHF 35'977.-- an. Nach Abzug der 
erhaltenen Zahlungen und Aufrechnung des Pensionskassenarbeitgeberanteils 
bestehe noch ein Guthaben von CHF 28'580.--

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J. Gegen dieses Urteil liess die Klägerin mit Eingabe vom 21. März 2006 
Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben. Sie beantragte die 
Aufhebung des angefochtenen Urteils und die Zusprechung einer Forderung von 
CHF 186'500.-- zuzüglich 5% Zins ab dem 24. März 2004, eventualiter nach 
richterlichem Ermessen. Die Widerklage sei demgegenüber abzuweisen. 

K. Der Beklagte erhob gegen das Urteil mit Berufungserklärung vom 22. 
März 2006 ebenfalls Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Er verlangte 
die Aufhebung der Ziffern 3 und 4 des angefochtenen Urteils, die vollumfängliche 
Übernahme der vorinstanzlichen Kosten durch die Klägerin sowie die Verpflichtung 
der Klägerin zu einer ausseramtlichen Entschädigung an den Beklagten von CHF 
26'099.25. Mit Antrag auf Ergänzung des Beweisverfahrens vom 27. März 2006 er-
suchte der Beklagte zudem um die Durchführung eines Augenscheines auf dem 
Friedhof.

L. An der mündlichen Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden vom 26. Juni 2006 waren die Rechtsvertreter beider Parteien, der Be-
klagte sowie J., Stiftungsratspräsident der Klägerin, anwesend. Das Kantonsgericht 
hielt vor der Hauptverhandlung einen Augenschein auf dem Friedhof auf der Par-
zelle C. ab. Dabei war zu erkennen, dass innerhalb der Friedhofsmauern keine alten 
Baumbestände mehr vorhanden waren. Ebenso konnte sich das Kantonsgericht ein 
Bild über die rund um die Friedhofsanlage bestehenden Waldbestände machen. An 
der anschliessenden Hauptverhandlung in Klosters wurden von den Parteien gegen 
die Zuständigkeit und die Zusammensetzung des Gerichts keine Einwände erho-
ben. Die Rechtsvertreter der Parteien bestätigten ihre in den Berufungserklärungen 
gestellten Anträge. 

Beide Rechtsvertreter gaben im Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. b OG die 
schriftliche Ausfertigung ihres Vortrages zu den Akten.

Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Urteil sowie der Par-
teien in ihren Vorträgen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägun-
gen eingegangen.

Die Zivilkammer zieht in Erwägung :

1. Nach Art. 219 Abs. 1 ZPO kann gegen Urteile der Bezirksgerichte in-
nert der peremptorischen Frist von 20 Tagen seit der schriftlichen Mitteilung des 

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Urteils Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erklärt werden. Diese hat 
die formulierten Anträge auf Abänderung des erstinstanzlichen Urteils und der Bei-
urteile sowie neue Einreden, soweit solche noch zulässig sind, zu enthalten. Beide 
Parteien haben ihre Berufungserklärungen frist- und formgerecht eingereicht. Dar-
auf ist einzutreten.

2.a. Die Vertreterin der Klägerin, Rechtsanwältin lic. iur. Andrea Schmid 
Kistler, führte vor Schranken aus, Rechtsgrundlage für den geltend gemachten 
Schadenersatz bildeten Art. 321e OR und Art. 321a Abs. 1 OR. Der Arbeitnehmer 
sei für den Schaden verantwortlich, den er der Arbeitgeberin vorsätzlich oder fahr-
lässig zufüge. Beim eingeklagten Schaden sei zwischen den Kosten für die Abholz-
arbeiten einerseits und den Kosten für die Wiederherstellung des bisherigen Zu-
standes andererseits zu entscheiden. Nach Abzug der freiwilligen Beiträge des F. 
betrage ersterer CHF 36'544.08, während letzterer sich nach einem eingeholten 
Gutachten von M. auf CHF 542'000.-- belaufe. Die Zerstörung eines Baumes führe 
zu Kosten für die Neuanpflanzung eines gleichwertigen Ersatzbaumes, für die zu-
sätzlich erforderlichen Pflegemassnahmen sowie für die Wiederherstellung der Um-
gebung. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe kein dringender Handlungs-
bedarf für eine Sanierung des Baumbestandes bestanden. Die Vorinstanz habe das 
Wiederherstellungsinteresse der Klägerin verkannt. Dieses bestehe unabhängig da-
von, ob der Wald tatsächlich wiederhergestellt werde, und sei auch nicht von Drit-
tinteressen abhängig. Massgebend sei ausschliesslich das Eigentümerinteresse. 
Der Eigentümer dürfe die Sache so erhalten, wie er wolle. Wenn die Klägerin die 
Ruhe und Abgeschiedenheit nur durch einen hohen und dichten Baumbestand ge-
währleistet sehe, genüge dieses subjektive Interesse. Unmissverständlich habe der 
Experte M. vor der Austrocknung des nun gerodeten Waldbodens gewarnt, welche 
auch die weitere Umgebung gefährde. Die Klägerin habe den Schaden aus der Wie-
derherstellung auf CHF 150'000.-- reduziert, was ihr frei stehe. Der Beklagte habe 
durch Kompetenzüberschreitungen eine Vertragsverletzung begangen. Gemäss 
dem Organisationsreglement sei er strikt an die Geschäftsführerkompetenzen ge-
bunden gewesen. Der Stiftungsrat habe die gesamte Geschäftsführertätigkeit zu 
überwachen. Entscheidungskompetenzen des Beklagten mit finanziellen Auswir-
kungen seien nur innerhalb des Budgets möglich gewesen. Über das genehmigte 
Budget hinausgehende Ausgaben habe er nicht tätigen können. In Verletzung sei-
ner Pflichten habe der Beklagte den Stiftungsrat nicht über die Sanierung des Fried-
hofs informiert. Entgegen der Vorinstanz könne auch nicht davon ausgegangen wer-
den, dass ein Geschäft von nicht entscheidender Tragweite nicht zu einer Informa-
tion des Stiftungsrats führen müsse, zumal ausserordentliche Kosten ohnehin unter 

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die Budgetpflicht fielen. Die Umgestaltung des Friedhofs zähle jedenfalls nicht zu 
den ordentlichen Instandhaltungsmassnahmen. Für das Jahr 2002 seien sämtliche 
Instandhaltungsmittel gestrichen worden. Von unvorhergesehenen Massnahmen 
könne nicht die Rede sein, wenn die Sanierung von langer Hand vorbereitet worden 
sei. Schliesslich habe der Beklagte auch das Vertrauen in die Zusammenarbeit mit 
den Organen der Stiftung verletzt, indem er die Aufforderung zur Information miss-
achtet habe. Der Kausalzusammenhang zwischen dem Schaden und der Vertrags-
verletzung sei vorhanden. Weil der Beklagte keinen Entlastungsbeweis erbracht 
habe, sei der eingeklagte Anspruch ausgewiesen. Der ausstehende Lohnanspruch 
sei mit dieser Forderung im Sinne von Art. 323b OR verrechnet worden.

b. Der Beklagte führte durch seinen Vertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Her-
mann Just, zur eigenen Berufung aus, die teilweise Reduktion des eingeklagten 
Lohnanspruchs sei einzig auf den durch die Klägerin in ihrer Lohnabrechnung falsch 
angewendeten Quellensteuersatz zurückzuführen. Erst nach Abschluss des 
Rechtsschriftenwechsels sei eine richtige Lohnabrechnung offen gelegt worden. 
Aufgrund einer Kürzung des Lohnanspruches um 16% infolge eines Quellensteuer-
abzuges seien dem Beklagten zu Unrecht Gerichtskosten von 1/12 und eine Kür-
zung der ausseramtlichen Entschädigung um 1/6 auferlegt worden. Dies gelte umso 
mehr, als sich die Klägerin bis zur Sühneverhandlung geweigert habe, überhaupt 
eine Abrechnung anzufertigen. Hätte die Klägerin eine richtige Abrechnung ange-
fertigt, hätte der Beklagte nicht zuviel gefordert. Bereits die gleichmässige Aufteilung 
der Gerichtskosten auf das Klage- und Widerklageverfahren sei willkürlich, zumal 
der von der Klägerin geforderte Betrag rund fünfmal höher sei als derjenige der Wi-
derklage. Die Kosten des Verfahrens seien zu einem wesentlichen Teil auf die For-
derung der Klägerin zurückzuführen. Selbst wenn davon auszugehen sei, dass der 
Beklagte zu Unrecht eine zu hohe Widerklage eingegeben habe, so hätten ihm ma-
ximal 1/36 der Gerichtskosten und eine Kürzung der ausseramtlichen Entschädi-
gung um 1/18 zugemutet werden können.

Was die Sanierung des Friedhofs betreffe, so seien die Entfernung 
des überalterten Baumbestandes sowie die Sanierung des Mauerwerks notwendig 
gewesen, um einen drohenden Schaden abzuwenden. Selbst E. habe erklärt, be-
reits im Jahre 2000 habe eine Begehung stattgefunden, an welcher das Fällen eini-
ger Bäume angesprochen worden sei. E. habe die Sanierung selbständig bearbei-
tet. Seit Jahren sei bemüht worden, finanzielle Mittel für die Sanierung zu beschaf-
fen. Zusammen mit den Beträgen im Instandhaltungsplan 2002, welche sich auf 
CHF 150'000.-- belaufen hätten und genehmigt worden seien, seien genügend Mit-

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tel vorhanden gewesen. Die Klägerin habe keinen genügenden Nachweis einer 
Budgetüberschreitung erbracht. Die Gründer der Klinik hätten sich denn auch ver-
pflichtet, den Friedhof auf Dauer in Ordnung zu halten. Damit habe die Klägerin 
alles unternehmen müssen, um den dauernden Erhalt des Friedhofes sicherzustel-
len. Im Sinne der Gefahrenabwehr seien die getroffenen Massnahmen erforderlich 
gewesen. Ein Schaden wäre der Klägerin nur dann entstanden, wenn die Kosten 
auf unnötige Arbeiten zurückzuführen wären. Der in der Expertise von M. genannte 
Betrag von CHF 542'000.-- stelle eine Parteibehauptung dar. Die Behauptung eines 
Schadens ohne detaillierten Schadenbetrag genüge den Anforderungen an die Be-
hauptungslast nicht. Ein sachliches Interesse an der Anpflanzung von 142 möglichst 
grossen und älteren Bäumen bestehe nicht, zumal in Kürze umfangreiche, die Pas-
siven der Klägerin belastende Pflegemassnahmen hätten erwartet werden müssen. 
Aufgrund der Zeugenaussagen des Försters sei davon auszugehen, dass der 
Baumbestand keinen Wert mehr aufgewiesen habe. Die Klägerin habe es aber un-
terlassen, den Wert des früheren Baumbestandes zu behaupten und nachzuwei-
sen. Berechnungen für die Neupflanzung von Bäumen reichten nicht aus. Eine Ver-
tragsverletzung aus einer Schlechterfüllung des Arbeitsvertrages liege ebenfalls 
nicht vor. Die Klägerin unterstelle dem Beklagten eine Überschreitung von Kompe-
tenzen. Die Problematik gründe jedoch in persönlichen Differenzen zwischen dem 
Beklagten und dem Stiftungsrats-präsidenten J.. Aus den Zeugenaussagen ergebe 
sich die Kompetenz des Beklagten, Umgestaltungen an Gebäuden oder Umgebung 
planen und ausführen zu dürfen. Zu den unvorhergesehenen Arbeiten habe keine 
Zustimmung des Stiftungsrates eingeholt werden müssen. Die Klägerin habe auch 
nicht den Nachweis erbracht, dass die in den Budgets 2002 und 2003 enthaltenen 
Positionen Gebäude und Gelände andere Arbeiten betroffen hätten. Aus den Zeu-
geneinvernahmen sei hervorgegangen, dass sich der Stiftungsratspräsident mit den 
Budgets nicht sonderlich gut ausgekannt habe. Ein Verschulden könne dem Be-
klagten nicht zur Last gelegt werden. Er habe in Erfüllung der Instandhaltungspflicht 
die notwendigen Massnahmen angeordnet. Selbst wenn ihm ein Verschulden an-
zulasten wäre, müsse das Mass der Haftung angesichts des Sanierungsbedarfs des 
Friedhofs erheblich reduziert werden.

3. Der Beklagte stand mit der Klägerin unbestrittenermassen in einem 
Arbeitsverhältnis, welches erst durch die Kündigung gegenüber dem Beklagten per 
31. März 2004 beendet wurde. Die Klägerin leitet ihren Anspruch aus der Verletzung 
arbeitsvertraglicher Pflichten des Beklagten und einem für sie daraus verbundenen 
Schaden ab. 

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a. Nach Art. 321a Abs. 1 OR hat ein Arbeitnehmer die ihm übertragene 
Arbeit sorgfältig auszuführen und die berechtigten Interessen seines Arbeitgebers 
in guten Treuen zu bewahren. Der Arbeitgeber kann über die Ausführung der Arbeit 
und das Verhalten eines Arbeitnehmers im Betrieb allgemeine Anordnungen erlas-
sen und ihm besondere Weisungen erteilen. Kommt der Arbeitnehmer seinen Ar-
beitspflichten nicht oder nicht gehörig nach, so liegt eine Vertragsverletzung vor. 
Resultiert daraus in adäquat kausaler Weise ein Schaden für den Arbeitgeber, so 
hat der Arbeitnehmer im Falle eines Verschuldens nach den allgemeinen Grundsät-
zen von Art. 97 ff. OR dafür einzustehen. Der Arbeitgeber hat die Vertragsverlet-
zung, den dadurch entstandenen Schaden sowie den natürlichen Kausalzusam-
menhang nachzuweisen. Der Arbeitnehmer hat seinerseits den Entlastungsbeweis 
zu führen, dass ihn kein oder nur ein geringes Verschulden trifft (Art. 97 Abs. 1 OR; 
vgl. zum Ganzen: Rehbinder/Portmann, Basler Kommentar zum schweizerischen 
Privatrecht, Obligationenrecht I, Art. 1 - 529 OR, 3. Aufl., Basel 2003, N 1 ff. zu Art. 
321e OR; Streiff/von Kaenel, Arbeitsvertrag, Praxiskommentar zu Art. 319 - 362 OR, 
6. Aufl., Zürich 2006, N 13 zu Art. 321e OR). 

b. Nach Art. 8 ZGB ist ein Beweis nur erbracht, wenn vom Beweispflich-
tigen das erforderliche Mass an Überzeugung geschaffen wird. Als Regelbeweis-
mass gilt dabei, dass ein Beweis erbracht ist, wenn der Richter aufgrund objektiver 
Gesichtspunkte von der Verwirklichung einer Tatsache überzeugt ist und allfällige 
vorhandene Zweifel nicht als erheblich erscheinen, was deutlich mehr sein muss, 
als eine bloss überwiegende Wahrscheinlichkeit (BGE 130 III 321 ff.; Schmid, Basler 
Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, a.a.O., N 16 f. zu Art. 8 ZGB). Der 
genügende Beweis setzt zudem voraus, dass die entsprechenden Tatsachenbe-
hauptungen auch in den Prozess eingeführt werden. Im Sinne der Substantiierungs-
pflicht und als Ausfluss der Verhandlungsmaxime sind Tatsachenbehauptungen in 
den Rechtsschriften so konkret zu formulieren, dass der Gegenpartei auch eine sub-
stantiierte Bestreitung möglich ist (PKG 1997 Nr. 5; Schmid, a.a.O., N 33 zu Art. 8 
ZGB; Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Zürich 1979, S. 168; 
Nay, Zivilprozessgesetz und Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Graubünden, 
Chur 1986, S. 64). 

4.a. Der Begriff des Schadens ist im schweizerischen Privatrecht nicht ge-
nau normiert. Nach allgemeiner Auffassung entspricht der relevante Schaden der 
Differenz zwischen dem gegenwärtigen, nach dem schädigenden Ereignis festge-
stellten Vermögensstand und dem Stand, den das Vermögen ohne das schädi-
gende Ereignis hätte (BGE 129 III 332 mit weiteren Hinweisen auf die Rechtspre-

13

chung). Nach Art des Schadens wird unterschieden zwischen Personenschäden, 
Sachschäden und sonstigen Vermögensschäden. Was den Sachschaden anbe-
langt - nur dieser steht vorliegend in Frage -, wird dessen Umfang in der Regel 
entweder nach dem Minderwert des betroffenen Aktivums oder nach der Vergrös-
serung der Passiven infolge zusätzlicher Beseitigungs- und Reparaturkosten be-
stimmt (BGE 127 III 75 f.).

b. Wie das Bundesgericht in BGE 127 III 73 ff. und BGE 129 III 331 ff. 
festgehalten hat, stellen Bäume Sachen dar und gehören nach dem Akzessions-
prinzip dem Eigentümer des Grundstücks, auf dem sie wachsen. Ihre Beschädigung 
beeinflusst den Wert des Grundstücks, dessen Bestandteil sie bilden. Der Verkehrs-
wert eines Grundstücks kann durch die Beschädigung eines Baumes je nach Art 
und Nutzung der Liegenschaft unabhängig vom Wert des beschädigten Baumes 
selbst betroffen sein. Unter Umständen tritt aber gar kein Schaden, sondern sogar 
eine Wertvermehrung des Grundstücks ein. Lässt sich eine Werteinbusse eines 
Grundstücks nicht feststellen, so ist vom beschädigten oder beseitigten Baum als 
solchem auszugehen (BGE 116 II 441). Der Schaden entspricht dann dem Auf-
wand, welcher für die Entfernung des beschädigten Baumes, für die Neuanpflan-
zung eines Ersatzbaumes und für allenfalls zusätzlich erforderliche Pflegemassnah-
men sowie für die Wiederherstellung der Umgebung anfällt. Massgebend ist dabei 
auch, welches Interesse der jeweilige Eigentümer an der Wiederherstellung des 
früheren Zustandes hat. Es ist anhand der konkreten Umstände zu prüfen, ob eine 
Beschädigung oder Zerstörung eines Baumes überhaupt als Vermögensschaden 
betrachtet werden kann. 

c. Der vom Bundesgericht entwickelte Schadensbegriff ist damit nicht 
ausschliesslich objektiv zu verstehen, sondern enthält vor allem auch eine subjek-
tive, das Erhaltungsinteresse des Geschädigten berücksichtigende Komponente 
(BGE 129 III 333). Diese subjektive Komponente erlaubt die Berücksichtigung der 
Interessenslage des betroffenen Eigentümers. Hat dieser ein subjektives, aber 
sachlich begründetes Interesse an der Unversehrtheit der zerstörten oder beschä-
digten Bäume, darf das Vorliegen eines Vermögensschadens nicht mit der Begrün-
dung verweigert werden, die Zerstörung oder Beschädigung der Bäume habe den 
Verkehrswert des Grundstücks nicht vermindert (BGE 129 III 334). Die Schadens-
bestimmung richtet sich in einem solchen Fall grundsätzlich nach den Kosten der 
Neuanpflanzung (BGE 127 III 73 ff.). Verlangt werden kann in einem solchen Fall 
der Ersatz der Kosten eines Baumes, welcher dem ausgewachsenen möglichst 
noch entspricht, im Handel noch erhältlich und von seinem Alter her nicht ungeeig-

14

net ist, an den vorgesehenen Ort verpflanzt zu werden (ZBJV 139/2003 S. 44 f.; 
AJP 1/2001 S. 724). 

d. Entsprechend der Beweisregel von Art. 8 ZGB hat der Eigentümer der 
beschädigten Bäume zu beweisen, dass einerseits ein Schaden vorliegt. Anderer-
seits hat er den ziffernmässigen Nachweis des Schadens zu erbringen. Es obliegt 
damit dem Geschädigten, im Prozessfall den geltend gemachten Schaden in des-
sen ziffernmässiger Höhe nicht nur zu behaupten, sondern auch zu beweisen (Rey, 
Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 3. Aufl., Zürich 2003, N 198 f. mit weiteren Hin-
weisen). Die Schadenshöhe wird nach richterlichem Ermessen festgelegt, wenn es 
für den Geschädigten unzumutbar ist, den Schaden ziffernmässig nachzuweisen, 
beispielsweise durch unverhältnismässige Kosten mit der Einholung einer Expertise 
(Rey, a.a.O., N 201). Damit hat die Klägerin vorliegend einerseits nachzuweisen, 
dass entweder eine objektive Wertverminderung der Liegenschaft durch die Entfer-
nung des Baumbestandes eingetreten ist oder zumindest ein sachlich begründetes, 
subjektives Interesse an der Wiederherstellung des Baumbestandes besteht. Über-
dies ist in jedem Fall der ziffernmässige Nachweis des Schadens zu leisten.  

5.a. In tatsächlicher Hinsicht ist unbestritten, dass die für die Abholzung 
und Beseitigung des Baumbestandes, die Instandstellung der Friedhofsmauer so-
wie für die Neubepflanzung des Friedhofs entstandenen Aufwendungen sich auf 
insgesamt CHF 63'544.08 belaufen haben. Es liegen zwei Rechnungen der N. über 
CHF 21'000.-- vom 18. Dezember 2002 und über CHF 19'965.20 vom 11. Dezember 
2003 im Recht. Des Weiteren sind Kosten des Bauunternehmens R. für die Sanie-
rung der Friedhofsmauer von CHF 12'158.88 sowie des Unternehmers O. für die 
Entfernung der Wurzelstöcke über CHF 10'420.-- ausgewiesen und anerkannt. Un-
bestritten ist ebenfalls, dass die Klägerin vom F. in zwei Malen insgesamt CHF 
27'000.-- erhalten hat. Damit verblieb ihr von den gestellten Rechnungen noch eine 
Summe von CHF 36'544.08, welche sie unbestrittenermassen selbst bezahlte.

b. Die Klägerin hat mit ihrer Prozesseingabe eine Expertise von M. ein-
gelegt, wonach mit der Wiederherstellung des früheren Baumbestandes Kosten von 
CHF 542'000.-- verbunden seien. In ihrer Prozesseingabe setzt sie sich mit den in 
der Expertise von M. geltend gemachten, einzelnen Schadenspositionen allerdings 
nicht auseinander. Die Rechtsschriften enthalten einen blossen Hinweis auf die ein-
gelegte Expertise. Nach der Beurteilung von M. setzen sich die Aufwendungen aus 
den Kosten zum Entfernen des Wurzelwerks von CHF 14'950.--, der Lieferung von 
neuen Bäumen in gleicher Art und Menge wie die abgeholzten Bäume von CHF 

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276'479.--, dem Transport und Pflanzarbeiten von CHF 131'900.-- sowie aus Kosten 
für die Wiederherstellung der Umgebung von CHF 9'000.--, für Unvorhergesehenes 
von CHF 6'300.-- und von CHF 78'000.-- für Pflegearbeiten und Nachpflanzarbeiten 
zusammen. Schliesslich wurden Kosten für den M. gegen Wildfrass von CHF 
25'000.-- aufgeführt. Die Klägerin reduzierte die Forderung für die Wiederherstel-
lung des Baumbestandes auf CHF 150'000.--. Andere Urkunden als der Bericht von 
M. finden sich zur Berechnung des Schadens nicht im Recht. Es wurden auch keine 
Beweisanträge gestellt. 

c.aa. Im Beweisverfahren haben sich mehrere Zeugen zur Entfernung des 
alten Baumbestandes auf dem Friedhof und dessen Notwendigkeit geäussert. Der 
Zeuge Q., Förster und Mitarbeiter der P., führte aus, der Zustand sei wie die umlie-
genden Wälder auf dem Areal der A. labil, sehr dicht und ungepflegt gewesen. Sei-
nes Erachtens seien die Bäume rund 100 Jahre alt gewesen. Es habe praktisch 
keine jungen Bäume gehabt. Auch die Friedhofsmauern seien zum Teil beschädigt 
gewesen. Das Verhältnis zwischen der Höhe der Bäume und deren Durchmesser 
sei schlecht gewesen. Bei einem Sturm oder auch bei Nassschnee hätte die Gefahr 
umstürzender Bäume bestanden. Weil der Soldatenfriedhof aber nicht als Wald 
gelte, habe das Forstamt den Baumbestand stehen gelassen. 

bb. Der Zeuge R. gab an der Zeugeneinvernahme zu Protokoll, die Um-
friedungsmauer um den Soldatenfriedhof sei rissig und die Fugen seien aufgeplatzt 
gewesen. Der alte Baumbestand auf dem Soldatenfriedhof habe durch die Wurzeln 
in das Mauerwerk eingegriffen und Schäden an der Mauer verursacht. Auch die 
oberen Abdeckplatten seien durch die Bäume beschädigt worden. Die Abdeckplat-
ten seien daher ebenfalls saniert worden, wobei er die Arbeiten an der Mauer auf 
das Nötigste beschränkt habe. Jeder Wanderer habe sich ihm gegenüber geäus-
sert, es sei gut, dass der Schaden endlich behoben werde, es habe bisher fürchter-
lich ausgesehen. Seiner Auffassung nach hätten die Bäume, welche bis zu 2 Meter 
an die Mauer herangeragt hätten, die Schäden an der Mauer verursacht.

cc. M., Ersteller der klägerischen Expertise, führte als Zeuge aus, er habe 
feststellen können, dass der Altbestand nur teilweise mit jüngeren Pflanzen ersetzt 
worden sei. Der frühere Baumbestand habe weniger Licht auf den Boden gelassen. 
Eine Wiederherstellung sei kurzfristig nicht möglich. Man könne sich höchstens an 
den Altbestand annähern. Zur Notwendigkeit der Beseitigung des Baumbestandes 
machte M. hingegen keine Aussagen.

16

dd. E., Technischer Leiter der Klägerin, machte geltend, anlässlich einer 
Begehung habe man von vier bis fünf Bäumen gesprochen, welche die Mauern ge-
fährden könnten. Der Wuchs sei seines Erachtens normal gewesen wie beim übri-
gen Wald, der heute noch stehe. Ob der Friedhof gefährdet gewesen sei, könne er 
als Nichtfachmann nicht beurteilen.

d. Aus den vorliegenden Akten und den erhobenen Beweisen ist erstellt, 
dass der frühere Zustand  der Friedhofsanlage in etwa dem heutigen Zustand des 
umliegenden Waldbestandes entsprochen hat. Das Kantonsgericht hat sich anläss-
lich des Augenscheines am Gerichtstag von dessen Dichte und Bewuchs überzeu-
gen können, zumal im Boden noch sichtbar war, wo die 142 Bäume sich vor der 
Entfernung befunden haben. Gleichzeitig kann davon ausgegangen werden, dass 
der Friedhof nicht immer eine dicht bewachsene Erscheinungsform gekannt hat. 
Wie dem mit der Expertise M. eingereichten Foto zu entnehmen ist, wies der Sol-
datenfriedhof im Jahre 1926 - also 8 Jahre nach seiner Gründung - einen weit we-
niger starken Bewuchs auf als vor der Sanierung der Friedhofsanlage im Jahre 
2002. 

6. Zu prüfen ist, ob angesichts dieser Umstände von einem Schaden der 
Klägerin ausgegangen werden kann, welcher entweder in einer objektiven Wertver-
änderung des Grundstücks besteht oder in einem begründeten subjektiven Inter-
esse der Klägerin an der Wiederherstellung des bisherigen Baumbestandes zu se-
hen ist. 

a. Von einer Veränderung des objektiven Grundstückwerts kann vorlie-
gend nicht ausgegangen werden. Der Förster Q. führte in seiner Zeugeneinver-
nahme aus, er schätze das Alter des Baumbestandes auf etwa 100 Jahre. Jung-
wuchs sei nicht vorhanden gewesen. Die Bäume seien wild gewachsen. Seiner Ein-
schätzung nach handelte es sich beim früheren Zustand um eine Fläche, welche 
nach forstwirtschaftlichen Kriterien mindestens teilweise hätte ausgeholzt werden 
müssen. Er machte darauf aufmerksam, dass beim alten Baumbestand erhebliche 
Gefahren betreffend umstürzende Bäume bei Stürmen oder Nassschnee bestanden 
hätten. Die Abholzarbeiten erachtete er aus diesem Grund als notwendig. Seine 
Aussagen sind stark zu gewichten. Dem Zeugen Q. ist als Förster ein grosser Sach-
verstand zuzumessen. Insbesondere war er der einzige Zeuge, welcher sich aus 
forstwirtschaftlicher Sicht und mit Blick auf die Sicherheitslage über die Erforderlich-
keit der Abholzung geäussert hat. Untermauert wird dieser Eindruck durch die Aus-
sagen von R., welcher Beschädigungen der Friedhofsmauer unter anderem durch 

17

den angrenzenden Baumbewuchs bestätigte. Von einem objektiven Wertverlust der 
Liegenschaft kann aus diesen Gründen nach der Entfernung des Baumbestandes 
nicht gesprochen werden. Es wird von der Klägerin denn auch nicht behauptet, dass 
der Friedhof nach der Entfernung des Baumbestandes einen geringeren objektiven 
Wert aufweise.

b. Hingegen leitet die Klägerin einen Schaden aus einem subjektiven In-
teresse an der Wiederherstellung des bisherigen Baumbestandes ab, da ein Erhal-
tungsinteresse an der Unversehrtheit der abgeholzten Bäume bestanden habe und 
dies von anderen, namentlich vom Beklagten, hätte respektiert werden müssen. Die 
Ruhe und Abgeschiedenheit des Friedhofs habe die Klägerin nur durch einen hohen 
und dichten Baumbestand gewährleistet gesehen. 

Ein sachlich begründetes subjektives Interesse kann die Klägerin da-
mit nicht rechtsgenüglich darlegen, selbst wenn davon auszugehen ist, dass ein 
Eigentümer in der Regel kein Interesse an einer Veränderung eines Baumbestan-
des durch Dritte hat. Der Zeuge Q. hat nachvollziehbar dargelegt, dass eine Sanie-
rung des Baumbestandes auf dem Friedhof insbesondere aufgrund von dessen 
Schadensgeneigtheit sich geradezu aufgedrängt habe und der Baumbestand längs-
tens ausgeholzt worden wäre, wenn die Forstgruppe für den Friedhof zuständig ge-
wesen wäre. Gegen ein subjektives Erhaltungsinteresse spricht insbesondere auch 
der Umstand, dass die Klägerin als Eigentümerin der Friedhofsanlage bei Schäden 
infolge herabfallender Äste bzw. umstürzender Bäume durchaus mit Haftpflichtan-
sprüchen hätte konfrontiert werden können (vgl. auch Brehm, Berner Kommentar 
zum Schweizerischen Privatrecht, N 30 zu Art. 58 OR). Dementsprechend wäre der 
Klägerin eher ein subjektives Interesse an einem gefahrlosen Zustand der Fried-
hofsanlage zuzusprechen. Ein subjektives Interesse kann die Klägerin auch nicht 
aus einer angeblichen Beeinträchtigung der Ruhe und Abgeschiedenheit des Fried-
hofs durch die Entfernung des bisherigen Baumbestandes ableiten. Es ist zum ei-
nen darauf hinzuweisen, dass die Friedhofsanlage anlässlich ihrer Entstehung 
ebenfalls keinen hohen Baumbestand aufgewiesen hat, was insbesondere das der 
Beurteilung von M. beigelegte Foto aus dem Jahre 1926 belegt. Von einer Beein-
trächtigung der Ruhe und Abgeschiedenheit kann auch nach der Sanierung des 
Friedhofs keinesfalls gesprochen werden. Anlässlich des Augenscheins hat sich 
das Kantonsgericht davon überzeugen können, dass gerade aufgrund des den 
Friedhof umgebenden hohen Baumbestandes auch im heutigen Zeitpunkt die Ruhe 
und Abgeschiedenheit gewahrt ist. Eine Störung des Gesamtbilds des Friedhofs 
kann jedenfalls nicht ausgemacht werden. Von einer Entweihung eines kulturellen 

18

Gutes durch die Abholzung des bisherigen Baumbestandes und durch die Neuan-
pflanzung von 54 Bäumen kann ebenfalls nicht die Rede sein. Zwar hat die Sanie-
rung des Friedhofes fraglos eine Veränderung des Erscheinungsbildes zur Folge 
gehabt. Dass sich der Friedhof nach der Sanierung in „amerikanischer“ Art zeigen 
würde, trifft jedoch nicht zu. Nicht zuletzt wurde eine Bepflanzung wieder vorgenom-
men und wird ein stärkerer Bewuchs auch innerhalb der Friedhofsmauern nur eine 
Frage der Zeit sein. Von Bedeutung ist, dass sich auch der F. an der Entfernung 
des Baumbestandes gerade nicht gestört, sondern diese unterstützt hat. Auch wenn 
ein subjektives Erhaltungsinteresse grundsätzlich nicht von Dritten zu bestimmen 
ist, lassen die besonderen Umstände des vorliegenden Einzelfalls keinesfalls den 
Schluss zu, es liege ein genügendes subjektives Erhaltungsinteresse der Klägerin 
am bisherigen Baumbestand vor. Dementsprechend fehlt es am Interesse an der 
Wiederherstellung des bisherigen Baumbestandes und kann die Klägerin zum Vorn-
herein keinen Schaden aus der Entfernung der neuen Pflanzung und der Wieder-
anpflanzung von 142 Fichten, Lärchen und Föhren im Umfang von CHF 150'000.-- 
ableiten. Die Vorinstanz hat die Forderung in diesem Punkt folgerichtig zu Recht 
abgewiesen. Es kann im Sinne von Art. 229 Abs. 3 ZPO ergänzend auf deren Er-
wägungen verwiesen werden.

c. Angesichts des fehlenden subjektiven Erhaltungsinteresses kann 
letztlich offen bleiben, ob die Forderung hinsichtlich der Wiederherstellung des 
früheren Baumbestandes in den Rechtsschriften überhaupt genügend substantiiert 
ist. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass in den Rechtsschriften der Klä-
gerin selbst keine Auseinandersetzung mit dem Schaden vorgenommen und in der 
klägerischen Replik darauf überhaupt kein Bezug genommen wird. Lediglich unter 
Hinweis auf ein bei M. eingeholtes Gutachten wird ein Schaden von CHF 150'000.-- 
behauptet. Eine detaillierte Auseinandersetzung über die Zusammensetzung der 
einzelnen Schadenspositionen fehlt gänzlich. Ein blosser Hinweis auf eine beige-
legte private Expertise vermag den Anforderungen an die Substantiierung einer 
Rechtsschrift im Sinne von Art. 82 ZPO aber kaum zu genügen. Nur am Rande sei 
darauf hingewiesen, dass für den Nachweis eines Schadensbetrages aus der Wie-
deranpflanzung des Baumbestandes ausser der Beurteilung der S. AG keine wei-
teren Beweise eingelegt oder beantragt wurden. Die eingereichte Beurteilung vom 
21. Mai 2004 ist aber als Parteibehauptung zu qualifizieren. Bei genauer Betrach-
tung des Berichts von M. fällt zudem auf, dass dieser eine sehr grobe Kostenschät-
zung enthält. Diese ist wenig detailliert ausgefallen und beruht unter anderem auf 
pauschalen Annahmen von Baumpreisen, Maschinen und Arbeitskosten sowie ei-
nem Rabatt von ca. 30% für entsprechende Aufträge. Dem Privatgutachten mangelt 

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es daher an Vollständigkeit, das heisst es gibt hinsichtlich der Anknüpfungs- und 
Befundtatsachen sowie der Begründung der daraus gezogenen Schlussfolgerun-
gen nicht hinreichend Auskunft. Da der Bericht auch keine hinreichenden Schluss-
folgerungen enthält, kann er letztlich auch nicht prüfend nachvollzogen werden. Ist 
aber ein überzeugendes und widerspruchsfreies Nachvollziehen nicht möglich, fehlt 
es dem Bericht auch an Schlüssigkeit. Weitere Unterlagen zur Schadensberech-
nung wurden nicht eingereicht. Insbesondere wurden keine Beweisanträge zur 
Feststellung eines allfälligen Schadens gestellt.

7.a. Auch wenn weder eine objektive Wertverminderung des klägerischen 
Grundstücks noch ein genügendes subjektives Interesse an der Wiederherstellung 
des bisherigen Baumbestandes besteht, stellt sich die Frage, ob die nach Abzug 
der Leistungen des F. von der Klägerin unbestrittenermassen bezahlten CHF 
36'544.08 als Schaden zu qualifizieren sind. Dies wäre namentlich dann der Fall, 
wenn sich eine Sanierung des Friedhofs als nicht notwendig erwiesen hätte und die 
Klägerin ohne die Sanierung im heutigen Zeitpunkt über höhere Aktiven verfügen 
würde. 

b. Davon kann nach dem vorliegenden Beweisergebnis allerdings nicht 
mit der nach Art. 8 ZGB erforderlichen Wahrscheinlichkeit ausgegangen werden. 
Wie bereits die Vorinstanz festgehalten hat, war die Sanierung des Friedhofs aus 
fachlicher Sicht offensichtlich notwendig. Dies einerseits, um weiteren Schaden an 
Personen oder an der Friedhofsanlage (Kapelle, Gräber, Mauern) durch weiter 
wachsende Bäume oder herab- bzw. umstürzende Baumteile zu vermeiden. Es 
kann auch nicht gesagt werden, die Arbeiten hätten ein grösseres Ausmass als not-
wendig gezeigt. Der Zeuge U. hat zu Protokoll gegeben, dass die Ausbesserungs-
arbeiten an der Mauer sich auf das Nötigste beschränkt haben. Sie seien jedoch 
notwendig gewesen, um den Schaden zu beheben und weiteren Schaden abzu-
wenden. Auch Q. bestätigte die Beschädigungen an den Mauern. 

c. Hinzu kommt, dass die Schäden am Mauerwerk nach Aussagen der 
Zeugen Q. und U. durch den alten Baumbestand und dessen Wurzeln verursacht 
worden sind. Es ist nachvollziehbar, dass zur Verhinderung weiteren Schadens an 
der Friedhofsmauer in deren Nähe der überalterte Baumbestand hat entfernt wer-
den müssen. Wenn des Weiteren in Betracht gezogen wird, dass der Baumbestand 
überaltert war und bei Sturm oder Nassschnee gemäss den Zeugenaussagen des 
Försters Q. Baumteile herabzustürzen drohten, wird klar, dass auch die Beseitigung 
des nicht in unmittelbarer Nähe des Mauerwerks liegenden Baumbestands ange-

20

zeigt war und von der Klägerin hätte vorgenommen werden müssen, um Personen- 
und Sachschäden vorzubeugen. Die Beseitigung des überalterten Baumbestandes 
war daher nach Auffassung des Kantonsgerichts von Graubünden durchaus not-
wendig. Daran ändert auch die Renovation in den Jahren 1983 und 1984, deren 
Umfang aus den Akten nicht ersichtlich ist, nichts. Nicht zuletzt macht gerade die 
Klägerin in ihren Rechtsschriften zumindest sinngemäss ein Interesse an der Erhal-
tung des Friedhofs geltend. War aber eine Sanierung angezeigt und angesichts der 
drohenden Schäden geradezu im Interesse der Klägerin, hätte sie ohnehin vorge-
nommen werden müssen. Dementsprechend kann nicht davon ausgegangen wer-
den, die Klägerin verfüge über höhere Aktiven, als wenn die Sanierung vom Beklag-
ten nicht vorgenommen worden wäre. Nur am Rande sei darauf hingewiesen, dass 
jeder Schadenfall zusätzlich eine Vergrösserung der Passiven nach sich gezogen 
hätte. 

d. Schliesslich kann nicht gesagt werden, die Sanierung des Soldaten-
friedhofs sei überteuert erfolgt und es sei der Klägerin aufgrund eines zu hohen 
Sanierungsaufwandes ein Schaden von CHF 36'544.08 entstanden. Anhaltspunkte 
dafür sind gerade mit Blick auf die von der Klägerin eingereichte Expertise von M., 
welche viel höhere Kosten auszuweisen versucht, nicht gegeben. Der Beklagte hat 
sich offensichtlich auch bemüht, die finanziellen Aufwendungen für die Klägerin so 
gering wie möglich zu halten. Jedenfalls ist es nach den vorliegenden Akten mass-
geblich ihm zuzuschreiben, dass der F. Beiträge an die Sanierung des Friedhofs 
leistete.  

e. Zusammenfassend kann nicht gesagt werden, es liege durch die Be-
zahlung von CHF 36'544.08 eine Verminderung der klägerischen Aktiven vor, wenn 
eine Sanierung angesichts der auf dem Friedhof herrschenden Zustände ohnehin 
hätte anhand genommen werden müssen. Ein Schaden ist von der beweisbelaste-
ten Klägerin nach dem Beweisergebnis jedenfalls nicht rechtsgenüglich dargetan. 
Die Vorinstanz hat aus diesem Grund die klägerische Forderung zu Recht abgewie-
sen. Auch hier kann gestützt auf Art. 229 Abs. 3 ZPO ergänzend auf die Erwägun-
gen der Vorinstanz verwiesen werden.

8.a. Für einen Anspruch aus der Verantwortlichkeit eines Arbeitnehmers 
ist neben einem Schaden auch eine Vertragsverletzung nachzuweisen (vgl. Art. 
321e Abs. 1 OR). Eine Vertragsverletzung ist dabei in der Regel in der Verletzung 
der Sorgfalts- und Treuepflicht oder der im Arbeitsvertrag vereinbarten Arbeitspflich-
ten zu ersehen. Vertraglich übernommen ist eine Arbeit, wenn ein bestimmter Ein-

21

satz des Angestellten ausdrücklich oder stillschweigend fixiert ist, sei es im Einzel-
arbeitsvertrag, durch ein Pflichtenheft oder im Organigramm (Streiff/von Kaenel, 
a.a.O., N 7 zu Art. 321 OR). Ebenso kann der Arbeitgeber Weisungen erlassen (Art. 
321d OR). Der Arbeitnehmer hat seine ihm übertragene Arbeit sorgfältig auszu-
führen und die berechtigten Interessen des Arbeitgebers in guten Treuen zu wahren 
(Art. 321a Abs. 1 OR). Er darf nicht aktiv den Zielsetzungen des Arbeitgebers ent-
gegen wirken. Die Treuepflicht ist primär eine Unterlassungspflicht und zwingt den 
Arbeitnehmer, zu unterlassen, was den Arbeitgeber wirtschaftlich schädigen könnte 
(Streiff/von Kaenel, a.a.O., N 2 zu Art. 321a OR). Ein Anwendungsfall einer Treu-
widrigkeit kann in der Verletzung der vertraglich vereinbarten Mitteilungs- und Aus-
kunftspflicht liegen. Grundsätzlich ist unaufgefordert, rechtzeitig, vollständig und 
wahrheitsgetreu über alle für den Arbeitgeber wesentlichen Tatsachen zu informie-
ren. Die Treuepflicht zwingt einen Arbeitnehmer andererseits in gewissen Situatio-
nen auch zu einem positiven Handeln, wenn dies im Interesse des Arbeitgebers ist. 
Von Bedeutung ist dabei, dass sich das Mass an Sorgfalt und Treue, für das ein 
Arbeitnehmer einzustehen hat, nach dem einzelnen Arbeitsverhältnis richtet, und 
zwar unter Berücksichtigung des Berufsrisikos, des Bildungsgrades oder der Fach-
kenntnisse, die zu der Arbeit verlangt werden, sowie der Fähigkeiten und Eigen-
schaften des Arbeitnehmers, die der Arbeitgeber gekannt hat oder hätte kennen 
sollen (Art. 321e Abs. 2 OR; vgl. auch Streiff/von Kaenel, a.a.O., N 2 zu Art. 321a 
OR).

b. Die Parteien sind am 14. Dezember 1999 übereingekommen, ein An-
stellungsverhältnis zu begründen. Der Beklagte wurde bei der Klägerin als Arbeit-
nehmer in der Funktion eines Geschäftsführers zu einem Jahreslohn von CHF 
208'000.-- angestellt. Für die Dienstaufgaben wurde auf das Organisationsregle-
ment in der Fassung von 1998 verwiesen, welches eine Kompetenzordnung für den 
Geschäftsführer enthielt. In Ziff. IV.a. des Organisationsreglements wurde einleitend 
festgehalten, dass die Klägerin durch den Geschäftsführer verantwortlich geführt 
werde. Dem Beklagten oblag unter anderem die Führung der laufenden Geschäfte 
unter Beachtung der Beschlüsse des Stiftungsrates und eine wirtschaftliche und 
sparsame Betriebsführung. Ebenso hatte er eine Informationspflicht gegenüber 
dem Stiftungsrat und das Informationsrecht des Stiftungsrats sowie eine Vorlage-
pflicht von Entscheidungsentwürfen, soweit die Zuständigkeit oder das Zustim-
mungsrecht des Stiftungsrats gegeben waren (z.B. Budget, grundsätzliche Fragen 
etc.), zu beachten. Der Geschäftsführer war unmittelbar zuständig für Entscheidun-
gen über das Budget (Haushalt und Stellenplan), die Jahresrechnung und sonstige 
Vorlagen an den Stiftungsrat. Er hatte ebenfalls über die laufenden Geschäfte zu 

22

informieren. Aufgaben des Stiftungsrates wiederum waren gemäss den im Recht 
liegenden Statuten die Überwachung der gesamten Geschäftstätigkeit der Stiftung, 
die Abnahme der Jahresrechnung, aber auch die Genehmigung der Voranschläge 
für die Jahresrechnung. Der Stiftungsrat hatte nach den geltenden Statuten mindes-
tens eine Sitzung im Jahr abzuhalten.

c. Für die Beurteilung der dem Beklagten als Geschäftsführer obliegen-
den Pflichten ist eine Betrachtung der zwischen den Parteien konkret gelebten Ver-
hältnisse (vgl. Art. 321e Abs. 2 OR) unerlässlich. Auszugehen ist davon, dass dem 
Geschäftsführer gemäss Organisationsreglement umfangreiche Kompetenzen 
übertragen worden sind, wobei er den Stiftungsrat über die Projekte zu informieren 
und diese bei der Erstellung des Voranschlags (Budgets) zu berücksichtigen hatte. 
Der Stiftungsrat war seinerseits für die Genehmigung des Voranschlags zuständig. 
Den zwischen den Parteien gelebten Verhältnissen ist zu entnehmen, dass sich die 
Parteien nicht im Detail über die vorzunehmenden Projekte und Arbeiten abgespro-
chen haben. Der Beklagte war als Geschäftsführer grundsätzlich für sämtliche Be-
lange innerhalb des Betriebs der Klägerin zuständig. Ihm wurde die volle Verant-
wortung übertragen. Zwar hatte er dem Stiftungsrat ein Budget vorzulegen. Der Stif-
tungsrat liess es aber offensichtlich nur bei sehr weit gefassten Budgetpositionen 
bewenden. Die vom Beklagten dem Stiftungsrat eingereichten und von letzterem 
genehmigten Budgets für die Instandhaltungsmassnahmen der Jahre 2002 und 
2003 zeigen auf, dass diese einen sehr geringen Detaillierungsgrad aufweisen und 
einzelne Projekte für den Stiftungsrat daraus kaum ersichtlich waren. Gleichwohl 
war dies für den Stiftungsrat der Klägerin offensichtlich genügend. Ausdruck dafür 
sind die Aussagen des Zeugen J., Präsident des Stiftungsrates. Dieser gab zu Pro-
tokoll, dass er sich mit den schweizerischen Buchhaltungsregeln nicht auskenne. 
Er wies darauf hin, dass es beim Instandstellungsplan 2003 in erster Linie um ein 
neues Zutrittssystem zur Tiefgarage gegangen sei, welches seiner Auffassung nach 
in der fraglichen Periode realisiert wurde. Der Unterhalt des Geländes sei in keiner 
der Positionen enthalten gewesen. Wenn dies doch der Fall gewesen sei, dann wohl 
unter der Position „Unterhalt Gebäude“. Eine detailliertere Version des Instandhal-
tungsplanes habe es nicht gegeben. Den unter der Position Unterhalt Gebäude / 
Gelände im Jahre 2002 budgetierten Betrag konnte er nicht genauer umschreiben. 
Offensichtlich setzte sich der Stiftungsrat über die Verwendung der Mittel damit nicht 
genau ins Bild und überliess es dem Geschäftsführer, diese zweckentsprechend 
einzusetzen. Unter diesen gelebten Verhältnissen sind die dem Beklagten von der 
Klägerin vorgeworfenen Vertragsverletzungen zu beurteilen.

23

9.a. Soweit dem Beklagten eine Verletzung der Budgetpflicht vorgeworfen 
wird, ist den Akten zu entnehmen, dass der Stiftungsrat für die Jahre 2002 und 2003 
auf Vorschlag des Beklagten Instandhaltungspläne genehmigt hat. Im Jahre 2002 
wurden bei Gesamtaufwendungen für Instandhaltungsmassnahmen von CHF 1.23 
Mio. für den Unterhalt der Gebäude und des Geländes CHF 150'000.-- vorgesehen, 
wobei CHF 30'000.-- für Beläge bestimmt waren. Für Unvorhergesehenes belief 
sich der budgetierte Betrag auf CHF 38'000.--. Im Instandhaltungsplan 2003 waren 
bei Gesamtaufwendungen von CHF 1.120 Mio. CHF 20'000.-- für Unvorhergesehe-
nes eingeplant. Daraus geht hervor, dass in beiden Voranschlägen Aufwendungen 
für den Unterhalt der Anlagen der Klägerin aufgenommen wurden, welche die vom 
Beklagten in Auftrag gegebenen Arbeiten betragsmässig bei Weitem abgedeckt ha-
ben. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Arbeiten auf dem Friedhof dem Revier-
forstamt H. auf den Oktober und November 2002 in Auftrag gegeben wurden und 
damit ein Zusammenhang mit dem Budget des Jahres 2002 für Instandhaltungs-
massnahmen an Gebäude und Gelände durchaus nachvollziehbar ist. 

b. Für welche Arbeiten die budgetierten Beträge Unterhalt Gebäude / 
Gelände und Unvorhergesehenes bestimmt waren, kann angesichts der vorliegen-
den Beweise nicht mit abschliessender Sicherheit festgestellt werden. Dass unter 
den Unterhalt Gebäude / Gelände und Unvorhergesehenes aber keine Beträge für 
die Sanierung des Friedhofs subsumiert werden können, geht aus den Akten nicht 
hervor. Vielmehr erscheint dies aufgrund der Bezeichnung im Instandhaltungsplan 
2002 nicht ausgeschlossen. Nachdem die Beweislast für den Nachweis der Kom-
petenzüberschreitung nach Art. 8 ZGB bei der Klägerin als Ansprecherin liegt, trägt 
sie die Nachteile der fehlenden Beweise. 

c. Selbst im Instandhaltungsplan 2003 wurden im Übrigen CHF 20'000.-
- für unvorhergesehene Arbeiten budgetiert. Dass dabei keine Arbeiten betreffend 
die Sanierung des Friedhofs darunter fallen würden, kann nicht gesagt werden. Es 
ist immerhin darauf hinzuweisen, dass der im Recht befindliche Instandstellungs-
plan 2003 vom 5. November 2002 stammt und damit aus einem Zeitpunkt, in wel-
chem der Beklagte noch nicht gewusst haben konnte, dass nach der Entfernung 
des Baumbestandes sich die Wurzelwerke noch auf dem Friedhof befinden würden. 
Wie der Beklagte in seinem Plädoyer festgehalten hat, ist den Unterlagen zu ent-
nehmen, dass die Sanierung im Jahre 2002 in Auftrag gegeben wurde und die ent-
sprechenden Mittel im Jahre 2002 auch unter der Position Unterhalt Gebäude / 
Gelände gesprochen wurden. Eine Verletzung der Budgetpflicht ist auch aus die-
sem Grund nicht erkennbar.

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10. Ebenso wenig kann von einer Verletzung der Pflicht zur Information 
des Stiftungsrates ausgegangen werden, wenn dieser es bei einem offensichtlich 
sehr geringen Detaillierungsgrad des Budgets bewenden liess und - wie den Aus-
führungen von J. zu entnehmen ist - selbst grössere Budgetposten nicht einzelnen 
Projekten zuordnen konnte. Hinzu kommt, dass dem Stiftungsrat seinerseits die sta-
tutarische Aufgabe zukam, die Geschäfte der Klägerin zu überwachen. Der Zeuge 
J. ist eigenen Angaben zufolge jedoch erst im November 2003 überhaupt über die 
Sanierung des Soldatenfriedhofs in Kenntnis gelangt, obwohl die Entfernung des 
gesamten Baumbestandes bereits im Jahre 2002 erfolgt war. Dies zeigt auf, dass 
die gelebte Praxis der Kontrolle des Geschäftsführers durch den Stiftungsrat nicht 
sehr eng war. Dem Beklagten als Geschäftsführer nun den Vorwurf der Vertrags-
verletzung zu machen, geht unter diesem Umständen nicht an. Dies gilt umso mehr, 
wenn die Verhältnismässigkeit zwischen den Kosten der Friedhofsanierung und den 
Kosten der Instandhaltungsmassnahmen der Klägerin in Betracht gezogen wird. Die 
Friedhofsanierung kostete der Klägerin in den Jahren 2002 und 2003 insgesamt 
CHF 36'544.08, während dem Beklagten als Geschäftsführer für die beiden Jahre 
allein für Instandstellungsmassnahmen CHF 2.35 Mio. zur Verfügung gestanden 
haben. Die Sanierung des Friedhofs belief sich damit auf rund 1.5% der Instandstel-
lungsmassnahmen der Klägerin. Gemäss den Statuten der Klägerin war es Aufgabe 
des Stiftungsrates, die Jahresrechnung abzunehmen. Eine am 20. Dezember 2002 
von der P. zugestellte Rechnung hätte dem Stiftungsrat grundsätzlich auffallen müs-
sen. Ebenso ist festzuhalten, dass die Sanierung des Baumbestandes auf dem Sol-
datenfriedhof nicht unbemerkt hat vollzogen werden können. Eine Verletzung der 
Informationspflicht kann dem Beklagten gerade auch deshalb nicht unterstellt wer-
den. 

11. Ebenso wenig hat der Beklagte den Grundsatz der sparsamen und 
wirtschaftlichen Betriebsführung verletzt. Eher Gegenteiliges ist der Fall. Aus den 
Akten geht hervor, dass sich der Beklagte bereits im Jahre 2001 an den F. gewandt 
hat und um Unterstützung für die Sanierung des Soldatenfriedhofs ersucht hat. Es 
gelang ihm, einen Unterstützungsbeitrag von CHF 27'000.-- zu erlangen. Damit hat 
sich der Beklagte durchaus den im Reglement beschriebenen Pflichten entspre-
chend verhalten und sich einer wirtschaftlichen und sparsamen Betriebsführung be-
dient. Mit den Beiträgen des F. wurde die finanzielle Belastung der Klägerin bei der 
Sanierung um einen erheblichen Betrag reduziert. Dass es ihm nicht gelungen ist, 
den ganzen Sanierungsbetrag über Dritte zu finanzieren, kann ihm nicht zum Vor-
wurf gereichen, zumal keine Anhaltspunkte darüber im Recht sind, dass eine solche 
Finanzierung problemlos möglich gewesen wäre. 

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12.a. Keine Vertragsverletzung ergibt sich schliesslich bei der Beurteilung 
der vorgeschriebenen vertrauensvollen Zusammenarbeit des Beklagten mit den Or-
ganen der Stiftung. Dem Geschäftsführer wurde von den Stiftungsorganen nach der 
gelebten Praxis eine grosse Freiheit gelassen, um die ihm übertragenen Tätigkeiten 
auszuführen. Wenn der Beklagte nun die Sanierungsarbeiten in dem ihm offerierten 
Bereich in Auftrag gegeben hat, kann nicht gesagt werden, dass damit die Auffor-
derungen zur Information vertragswidrig missachtet wurden. Offenkundig war das 
Sanierungsgeschäft für den Klinikbetrieb in finanzieller Hinsicht nicht von grosser 
Wichtigkeit gewesen, zumal der Klägerin noch erhebliche Beiträge durch den F. in 
Aussicht gestellt wurden. 

b. Es ist in diesem Zusammenhang schliesslich darauf hinzuweisen, 
dass dem Beklagten mit dem Arbeitsvertrag und dem Verweis auf das Organigramm 
die gesamte Führung und volle Verantwortung über die Klägerin übertragen wurde. 
Dementsprechend wurde der Beklagte mit erheblichen Kompetenzen ausgestattet. 
Es kann in der Verwendung von CHF 36'544.08 für die Sanierung eines Friedhofs 
keine Verletzung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit ersehen werden, wenn 
der Beklagte einerseits gleichzeitig versuchte, einen möglichst grossen Anteil der 
Sanierungskosten auf Dritte zu überwälzen, und andererseits dadurch ein scha-
densgeneigter Zustand in den Anlagen der Klägerin behoben wurde. Hinzu kommt, 
dass ein eigenes Interesse des Beklagten an der Sanierung des Friedhofes nicht 
ersichtlich ist. Vielmehr ist darauf hinzuweisen, dass sich in einem Schadenfall 
durchaus die Frage nach der Verantwortlichkeit für die schadhafte Anlage hätte stel-
len können. 

13. Damit ist auch eine Verletzung des Arbeitsvertrags zwischen den Par-
teien nicht erstellt und fehlt es nebst dem Nachweis eines Schadens auch an einer 
weiteren Voraussetzung für eine Verantwortlichkeit nach Art. 321e Abs. 1 OR. Auf-
grund dieser Umstände braucht die Frage des Vorliegens der Kausalität nicht mehr 
weiter überprüft zu werden. Die Klage ist daher von der Vorinstanz zu Recht auch 
aus diesem Grund abgewiesen worden. Es kann gestützt auf Art. 229 Abs. 3 ZPO 
ergänzend auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden.

14. Zur Widerklage hat sich die Klägerin nur insoweit geäussert, als sie 
abzuweisen sei, wenn die Hauptklage gutgeheissen werde bzw. bis zu demjenigen 
Geldbetrag gutgeheissen werde, als durch Verrechnung mit zurückbehaltenem 
Lohn die Deckung erreicht werden könne. Nachdem die Hauptklage abgewiesen 

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wird und der Bestand der Lohnforderung nicht bestritten wird, erübrigen sich - auch 
unter Hinweis auf Art. 229 Abs. 3 ZPO - weitere Erwägungen dazu.

15.a. Die Vorinstanz hat die Widerklage des Beklagten gutgeheissen und 
die Klägerin verpflichtet, dem Beklagten einen Betrag von CHF 28'580.80 zuzüglich 
5% Zins seit dem 25. März 2004 zu bezahlen. Weil der Beklagte anlässlich der Ver-
mittlungstagfahrt einen Betrag von CHF 38'832.90 geltend gemacht und die Kläge-
rin dem Beklagten anlässlich der Sühneverhandlung inkl. Zins noch CHF 33'099.70 
geschuldet habe, habe er rund einen 1/6 zu viel gefordert. Nachdem die Widerklage 
die Hälfte der Gerichtskosten beschlagen würde, habe der Beklagte einen Betrag 
von 1/12 der Gerichtskosten zu tragen. Ebenso habe er nur Anspruch auf eine re-
duzierte ausseramtliche Entschädigung von 5/6 seines Aufwandes.

b. Der Beklagte rügt das vorinstanzliche Urteil in diesem Punkt und be-
antragt in seiner Berufung die Verpflichtung der Klägerin zur Übernahme sämtlicher 
vorinstanzlicher Gerichtskosten sowie zur Leistung einer vollen ausseramtlichen 
Entschädigung von CHF 26'099.25. Zur Begründung wurde geltend gemacht, eine 
arithmetische Verteilung der Kosten nach dem Ausgang des Verfahren rechtfertige 
sich deshalb nicht, weil der Lohnanspruch des Beklagten nie bestritten worden sei 
und der zu hoch eingeklagte Betrag einzig darauf gründe, dass ein falscher Quel-
lensteueransatz von der Klägerin infolge zu tief ausbezahlter Beträge berechnet 
worden sei. Die Klägerin habe sich nach der Sühneverhandlung zudem noch ge-
weigert, eine Abrechnung vorzulegen. Es sei die Pflicht der Klägerin gewesen, die 
Lohnguthaben ordnungsgemäss abzurechnen. Der Beklagte hätte dabei nicht auf-
grund eines falschen Quellensteueransatzes zu viel gefordert. Eine gleichmässige 
Aufteilung der Gerichtskosten auf Klage und Widerklage sei willkürlich. Der in der 
Klage geforderte Betrag liege rund fünf Mal höher als die Widerklageforderung. Die 
Klägerin hielt dem anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung entgegen, der 
zurückbehaltene Lohn sei korrekt berechnet worden, was die Vorinstanz bestätigt 
habe. Die Restlohnforderung sei vielmehr vom Beklagten falsch ermittelt worden, 
was Auswirkungen auf den Kostenentscheid zeigen müsse. 

16.a. Gemäss Art. 122 ZPO sind die Kosten des Gerichtsverfahrens in der 
Regel von der unterliegenden Partei zu tragen. Hat keine der Parteien vollständig 
obsiegt, können die Kosten verhältnismässig verteilt werden. Sie werden dann den 
Parteien nach dem Masse ihres Unterliegens überbunden (Vogel/Spühler, Grund-
riss des Zivilprozessrechts, 7. Aufl., Bern 2001, S. 294 ff.). Von diesen Regeln kann 
insbesondere dann abgewichen werden, wenn sich die unterliegende Partei in gu-

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ten Treuen zur Prozessführung veranlasst sah oder der genaue Umfang des An-
spruchs für den Kläger aus objektiven Gründen nicht überblickbar war (Art. 122 Abs. 
1 ZPO). Grundsätzlich ist daher bei der Kostenverteilung in der Regel auf das for-
melle Obsiegen und Unterliegen abzustellen. Ausnahmen zu dieser Regel ergeben 
sich aus ausdrücklichen Gesetzesbestimmungen oder werden durch die Rechtspre-
chung nach den Umständen ausgebildet (PKG 1997 Nr. 14). 

b. Vorliegend ist davon auszugehen, dass die Klägerin vor dem Vermitt-
ler des Kreises T. einen Betrag von CHF 188'500.-- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 
24. März 2004 eingeklagt hat und mit ihrem Begehren vollständig unterlegen ist. 
Gleichzeitig hat der Beklagte widerklageweise eine Forderung von CHF 38'832.90 
zuzüglich 5% Zins seit dem 25. März 2004 geltend gemacht. Damit standen gemäss 
Vermittlungsbegehren insgesamt CHF 227'332.90 im Streit. In der Replik reduzierte 
die Klägerin ihren Anspruch auf CHF 186'500.--, während der Beklagte seine For-
derung mit Eingabe der Widerklage auf CHF 34'314.-- verminderte, da die Klägerin 
in der Zwischenzeit noch Zahlungen geleistet hatte. Nach Abweisung der Berufung 
steht fest, dass die Forderung der Klägerin vollständig abgewiesen wurde und der 
Beklagte mit CHF 28'580.80 netto durchgedrungen ist. 

c. Entgegen der Vorinstanz kann nun weder gesagt werden, es rechtfer-
tige sich eine hälftige Aufteilung der Kosten auf das Klage- und Widerklageverfahren 
noch ist im konkreten Fall eine rein formelle Aufteilung der Gerichtskosten nach dem 
formellen Obsiegen und Unterliegen angezeigt. Die gerichtlichen Aufwendungen 
sind nämlich grösstenteils dem Forderungsbegehren der Klägerin zuzuschreiben. 
Namentlich die Rechtsschriften sowie das Beweisverfahren hatten fast ausschliess-
lich die klägerische Forderung zum Inhalt. Die Widerklage bereitete demgegenüber 
der Vorinstanz und den Parteien ausschliesslich einige rechnerische Probleme, 
während der Bestand der Lohnforderung unbestritten blieb. Sie hatte kaum gericht-
liche Aufwendungen zur Folge. Damit ist der weitaus grösste Teil der aufgelaufenen 
Verfahrenskosten auf das klägerische Forderungsbegehren zurückzuführen. Wenn 
nun in Betracht gezogen wird, dass die Klägerin nach der Vermittlungsverhandlung 
noch Lohnzahlungen im Betrag von Fr. 4'518.90 erbracht hat und dass der Beklagte 
im Vergleich zum gesamten anlässlich der Vermittlungsverhandlung noch streitigen 
Betrag abzüglich der nachträglichen Zahlung nur zu einem unwesentlichen Anteil 
unterlegen ist, rechtfertigt es sich, die Gerichtskosten vollumfänglich der Klägerin 
aufzuerlegen. Eine Kostenauflage an den Beklagten ist unter diesen Umständen 
nicht gerechtfertigt. Dies gilt umso mehr, als eine korrekte Lohnabrechnung von der 
Arbeitgeberin zu erstellen ist und der Beklagte mit seiner ursprünglichen geltend 

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gemachten Forderung nur deshalb nicht durchgedrungen ist, weil die von der Ar-
beitgeberin vorzunehmenden Abzüge falsch berechnet wurden, diese noch Nach-
zahlungen tätigte und dies zumindest auch auf das Verhalten der Klägerin zurück-
zuführen ist. Folglich ist die Berufung des Beklagten in diesem Punkt gutzuheissen. 
Die Ziffer 3 des angefochtenen Urteils ist aufzuheben und die Kosten des vorin-
stanzlichen Gerichtsverfahrens sind vollumfänglich der Klägerin aufzuerlegen. 

17.a. Nach Art. 122 Abs. 2 ZPO wird die unterliegende Partei in der Regel 
verpflichtet, der obsiegenden alle ihr durch den Rechtsstreit verursachten, notwen-
digen Kosten zu ersetzen. Für die Bemessung der Prozessentschädigung wird auf 
die Bedeutung des Prozesses, vor allem aber auf seine Schwierigkeiten und den 
dadurch erforderlichen Umfang der Bemühungen abgestellt (Frank/Sträuli/ Mess-
mer, Kommentar zur zürcherischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 1997, N 1 
ff. zu § 69 ZPO ZH). Auch bei der Bemessung einer Parteientschädigung bei Haupt- 
und Widerklagen sind grundsätzlich der Ausgang des Verfahrens sowie der mit den 
beiden Verfahren verbundene Aufwand nach den gleichen Kriterien wie bei der Auf-
teilung der Gerichtskosten zu beurteilen. Hinsichtlich der Bemessung der Parteien-
tschädigung ist zu beachten, dass nicht allein auf den Zeitaufwand abzustellen ist, 
der im zu beurteilenden Fall angefallen ist. Ebenso ist ein Interessenwertzuschlag 
zu berechnen, der sich nach der Honorarordnung des Bündnerischen Anwaltsver-
bandes richtet. Er setzt sich aus dem Interessenwert der Hauptklage und der Wi-
derklage zusammen (PKG 1986 Nr. 11).

b. Vorliegend sind keine Gründe ersichtlich, welche bei der Zusprechung 
einer ausseramtlichen Entschädigung an den Beklagten eine andere Aufteilung der 
Kosten als bei den Gerichtskosten rechtfertigen würden. Auch bezüglich der aus-
seramtlichen Kosten ist darauf hinzuweisen, dass hauptsächlich die Beurteilung der 
klägerischen Forderung im Vordergrund stand und die Widerklage des Beklagten in 
den Rechtsschriften nur einen sehr geringen Raum einnahm. Dies geht augen-
scheinlich aus der klägerischen Replik/Widerklageantwort hervor, bei welcher auf 
nur rund vier Zeilen auf die Widerklage eingegangen wurde. Damit ist auch bei Be-
urteilung der Prozessentschädigung davon auszugehen, dass die anwaltlichen Auf-
wendungen praktisch ausschliesslich die klägerische Forderung betroffen haben. 
Selbst in den Plädoyers wurde nur kurz auf die Widerklageforderung eingegangen. 
Wenn nun der Beklagte formell in geringfügigem Umfang unterlegen ist, so kann 
sich dies unter diesen Umständen nicht dahingehend auswirken, dass sein An-
spruch auf die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung eingeschränkt 
wird. Dies gilt auch hinsichtlich der Beurteilung der ausseramtlichen Kosten, zumal 

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es Sache der Arbeitgeberin war, eine richtige Aufstellung der abzugspflichtigen Be-
träge zu erstellen. Zusammenfassend ist dem Beklagten eine volle ausseramtliche 
Entschädigung für seine anwaltlichen Aufwendungen zuzusprechen. Damit ist auch 
Ziffer 4 des angefochtenen Urteils in Gutheissung der Berufung des Beklagten auf-
zuheben.

c. Der vom beklagtischen Anwalt mit seiner Honorarnote geltend ge-
machte Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung von CHF 26'099.25 inkl. 
Mehrwertsteuer scheint ausgewiesen. Sowohl der mit der Klage verbundene Auf-
wand von 76.45 Stunden als auch die Berechnung des Interessenwertzuschlags auf 
dem Streitwert von Klage und Widerklage sind zutreffend. Folglich ist die Klägerin 
zu verpflichten, dem Beklagten für das Verfahren vor dem Bezirksgericht Prätti-
gau/Davos eine entsprechende ausseramtliche Entschädigung zu bezahlen.

18. Somit ist der Beklagte mit seiner Berufung vor dem Kantonsgericht 
von Graubünden vollständig durchgedrungen, während die Berufung der Klägerin 
abzuweisen ist. Die Kosten des Berufungsverfahrens vor dem Kantonsgericht von 
Graubünden gehen bei diesem Ausgang ebenfalls zu Lasten der Klägerin, welche 
den Beklagten angesichts des vollständigen Unterliegens aussergerichtlich zu ent-
schädigen hat. Da im Berufungsverfahren die gleichen Rechtsfragen zu beurteilen 
waren wie bereits vor der Vorinstanz, erscheint unter Berücksichtigung des notwen-
digen Aufwandes und der Honoraransätze des bündnerischen Anwaltsverbandes 
für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht eine von der Klägerin an den 
Beklagten entsprechend dessen Honorarrechnung zu leistende aussergerichtliche 
Entschädigung von Fr. 3'450.10 inklusive Mehrwertsteuer als angemessen.

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Demnach erkennt die Zivilkammer :

1. Die Berufung der A. wird abgewiesen und die Berufung von D. wird gutge-
heissen.

2. Die Ziffern 3 und 4 des angefochtenen Urteils werden aufgehoben.

3. Die Kosten des Kreisamtes T. von Fr. 200.-- sowie die Kosten des Bezirks-
gerichts Prättigau/Davos von Fr. 10'760.-- gehen zu Lasten der A., welche D. 
für das Verfahren vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos mit Fr. 26'099.25 
inkl. MWSt. zu entschädigen hat.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 6'000.-- gehen zu Lasten  der 
A., welche D. für das Berufungsverfahren mit Fr. 3'450.10 inkl. MWSt. zu ent-
schädigen hat.

5. Mitteilung an:

__________

Für die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
Der Vizepräsident: Der Aktuar ad hoc: