# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 71f5ba17-2917-5e18-84ab-118e75cf0adf
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.05.2008 C-2814/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2814-2006_2008-05-14.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-2814/2006
{T 1/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  M a i  2 0 0 8

Richterin Franziska Schneider (Vorsitz), 
Richter Stefan Mesmer, Richter Michael Peterli, 
Gerichtsschreiberin Susanne Genner.

Elsa Futterknecht-Bosmans, Rue Henner 22, 
FR-68300 St. Louis,
vertreten durch Advokat Dr. Heiner Schärrer, 
Aeschenvorstadt 67, Postfach, 4010 Basel,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA, 
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

Antrag auf Revision der Invalidenrente.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-2814/2006

Sachverhalt:

A.
Die  am 14. Dezember  1954  geborene  Beschwerdeführerin  französi-
scher Nationalität war zwischen 1980 und 1991 als Verkäuferin in der 
Schweiz angestellt. Im Januar 1991 erkrankte sie an Lungenkrebs und 
war vom 7. Januar 1991 bis 15. März 1991 mit kurzen Unterbrüchen zu 
100% krank geschrieben. Per 31. März 1991 löste die Beschwerdefüh-
rerin das Arbeitsverhältnis auf. Der Tumor wurde im August/September 
1991 operiert. Mit Gesuch vom 27. Mai 1992, eingegangen bei der In-
validenversicherungs-Kommission Basel-Stadt  am 21. Oktober  1992, 
beantragte  die  Beschwerdeführerin,  vertreten  durch  Advokat  Dr.  H. 
Schärrer, eine Invalidenrente. Mit Verfügungen vom 8. April 1994 wur-
de der  Beschwerdeführerin  eine  ganze Rente  von 1. März 1992 bis 
31. Dezember  1993  und  eine halbe Rente  ab 1. Januar  1994  zuge-
sprochen. Der  Anspruch  auf  eine  halbe  Rente  wurde  mit  Verfügung 
vom 15. September 1997 anlässlich einer von Amtes wegen durchge-
führten Rentenrevision bestätigt.

B.
Mit  Eingabe  vom 25.  März  1999  (Dokument  1  S. 2)  stellte  die  Be-
schwerdeführerin, erneut vertreten durch Advokat Dr. H. Schärrer, ein 
Gesuch um Erhöhung der  Rente  auf  100%. Mit  Vorbescheid  vom 6. 
Dezember 1999 (Dokument 6) teilte die IV-Stelle Basel-Stadt der Be-
schwerdeführerin  mit,  es liege kein Revisionsgrund vor,  so dass die 
Rentenerhöhung abgelehnt werden müsse. Auf das Schreiben der Be-
schwerdeführerin  vom  28.  Dezember  1999  (Dokument  9/10)  hin,  in 
dem sich diese mit dem vorgesehenen Entscheid nicht einverstanden 
erklärte,  veranlasste  die  IV-Stelle  Basel-Stadt  eine  Begutachtung 
durch  die  medizinische  Abklärungsstelle  Universitätskliniken  Basel 
(nachfolgend: MEDAS). Das  polydisziplinäre  Gutachten  vom 24. No-
vember 2000 (Dokument 16) besteht aus den Ergebnissen einer am 4. 
September 2000 durch Dr. E. Odenheimer vorgenommenen internisti-
schen Untersuchung und einer ebenfalls am 4. September 2000 von 
den Dres. M. Brutsche und W. Strobel  durchgeführten Lungenfunkti-
onsprüfung (Dokument 16 S. 11-12) sowie einem am 14. September 
2000 durch Dr. med. U. Gschwandter, Dr. med O. Scharbau und Prof. 
Dr. med. A. Riecher-Rössler erstellten psychiatrischen Untergutachten 
(Dokument 16 S. 13-16). Das Gesamtgutachten (Dokument 16 S. 1-10) 
wurde von PD Dr. B. Martina und Dr. E. Odenheimer unterzeichnet. 

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C-2814/2006

C.
Die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: Vorinstanz) wies 
das Revisionsgesuch mit Verfügung vom 8. Juni 2001 (Dokument 20) 
ab. Zur  Begündung  führte  sie  an,  die  umfangreichen  medizinischen 
Abklärungen  hätten  ergeben,  dass  der  aktuelle  Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin als besserungsfähig bezeichnet werden müs-
se und sich die Arbeitsfähigkeit nach wie vor im Rahmen von 50% be-
wege. Die geltend gemachte erhebliche Verschlechterung könne nicht 
bestätigt werden. 

Die Verfügung vom 8. Juni 2001 (Dokument 20) erwuchs unangefoch-
ten in Rechtskraft.

D.
Mit  Gesuch vom 31. März 2004 (Dokument 23 S. 1-7),  eingegangen 
bei  der  IV-Stelle  Basel-Stadt  am  1.  April  2004,  beantragte  die  Be-
schwerdeführerin  sinngemäss  erneut  eine  Erhöhung  der  Rente.  Sie 
machte  geltend,  seit  dem 16. Juni  2003 zu 100% arbeitsunfähig  zu 
sein. 

Folgende Unterlagen wurden zu den Akten gegeben:
• Bericht  Dr.  D.  Greffe,  Clinique  du  diaconat,  vom  3.  Juni  1993 

(Dokument 24 S. 1-2) 
• Bericht  Dr.  G.  Lebigre,  Clinique  du  diaconat,  vom  16.  Dezember 

2003 (Dokument 24 S. 3-4) 
• Spitalbericht Dr. R. Temam vom 7. November 2003 (Dokument 24 S. 

6-5)
• Attest Dr. A. Le Guillou, Clinique du diaconat, vom 20. Januar 2004 

(Dokument 24 S. 7)
• Bericht Dr. A. Le Guillou, Clinique du diaconat, vom 20. Januar 2004 

(Dokument 24 S. 9-8)
• Zweidimensionale  Ultraschalluntersuchung  vom  30.  Januar  2003, 

durchgeführt von Dr. R. Temam (Dokument 24 S. 10)

E.
Auf  Veranlassung  der  Vorinstanz  wurde  die  Beschwerdeführerin  am 
10. September  2004  von  Dr. med. B. Zaslawski,  Facharzt  für  Allge-
meinmedizin, und auf dessen Veranlassung hin am 15. Oktober 2004 
von Dr. med. H. Brunner, Facharzt für Kardiologie, untersucht. Die Er-
gebnisse  des  kardiologischen  Teilgutachtens  vom 19.  Oktober  2004 
(Dokument  29 S. 16-17)  wurden in  den Arztbericht  für  Grenzgänger 
vom 2. November 2004 (Dokument 29) integriert  und dieser von Dr. 

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med. B. Zaslawski und Dr. med. H. Brunner unterzeichnet. Die Gutach-
ter kamen zum Schluss, die gesundheitliche Situation der Beschwer-
deführerin sei im Wesentlichen stabil, wobei wegen der Nebendiagno-
sen eher von einer Verschlechterungstendenz auszugehen sei (Doku-
ment 29 S. 5). Als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
wurden genannt:

"1. Pancoasttumor mit
- Status nach Bestrahlung und Operation 1991, klinisch geheilt

2. Multiple postaktinische Schäden mit
- Status nach Vena Saphena Bypass bei Verschluss der Arteria subclavia 
rechts 1993

3. Status  nach  Claviculocarotidealer  Prothesenimplantation  bei  Verschluss 
der Arteria Carotis communis rechts 1999

4. Status nach Operation einer Arteria Vertebralisverschlusses Oktober 2003
5. Mittelschwere  Aorteninsuffizienz,  leichte  bis  mittelschwere  Mitralinsuffizi-

enz
6. Stimmlippenveränderung

Betreffend aktuelle Kardiologische Situation vergleiche Gutachten Dr. med. 
H. Brunner FMH für Kardiologie vom 15. Oktober 2004"

F.
Mit Verfügung vom 27. Dezember 2004 (Dokument 35) wies die Vorin-
stanz das Revisionsgesuch ab. Sie hielt dafür, die umfassenden medi-
zinischen Abklärungen hätten die geltend gemachte dauernde gesund-
heitliche Verschlechterung nicht  bestätigt. Die angestammte Tätigkeit 
als  Verkäuferin  sei  der  Beschwerdeführerin  weiterhin zu einem Pen-
sum von 50% zumutbar.

G.
Gegen die Verfügung vom 27. Dezember 2004 erhob die Beschwerde-
führerin, wiederum vertreten durch Advokat Dr. H. Schärrer, am 28. Ja-
nuar 2005 Einsprache (vgl. Dokument 36 S. 1). In der Einspracheer-
gänzung vom 9. März 2005 (Dokument 38) machte sie geltend, sie sei 
im Jahr 2003 viermal an der Halsschlagader operiert  worden; zudem 
seien  ihre  Stimmbänder  inzwischen  so  stark  geschädigt,  dass  sie 
kaum mehr in einem Beruf arbeiten könne, in dem gesprochen werden 
müsse. Aufgrund dieser Situation seien weitere Abklärungen geboten. 
Zum Beweis legte sie erneut das Attest von Dr. A. Le Guillou vom 20. 
Januar 2004 (Dokument 38 S. 5/Dokument 24 S. 7) vor.

H.
Auf entsprechende Nachfrage der IV-Stelle Basel-Stadt vom 31. Janu-
ar 2006 (Dokument 43 S. 1) nahm Dr. med. L. B. Schmid vom regional-

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ärztlichen Dienst beider Basel (RAD) am 15. Februar 2006 folgender-
massen Stellung (vgl. Dokument 43 S. 1-2): Die Angaben der Dres. B. 
Zaslawski und H. Brunner seien nachvollziehbar. Die schwere Krebser-
krankung sei nach der üblichen Krebsheilungsphase von 5 Jahren als 
geheilt anzusehen. Die Versicherte leide lediglich unter den Folgen der 
erfolgreichen Behandlung. Der angegebene Verlust der Stimme bleibe 
als einzige nicht behebbare Gesundheitsstörung zurück, wie eventuell 
auch ein abgesenktes Augenlid. Diese Störungen seien in der Arbeits-
unfähigkeit von 50% einbezogen.

I.
Mit  Einspracheentscheid  vom 2.  Juni  2006  (Dokument  44)  wies  die 
Vorinstanz die Einsprache ab. Während das Grundleiden (das Lungen-
karzinom)  stabil  geblieben  sei,  seien  postaktinische  Veränderungen 
eingetreten. Es seien denn auch und gerade diese Folgen der Bestrah-
lung, welche zu einer Arbeitsunfähigkeit von 50% geführt hätten. Eine 
akute Erkrankung bestehe nicht; die unbestreitbaren multiplen Gefäss-
verschlüsse  seien  immer  wieder  geöffnet  worden.  Die  Beurteilung 
durch die Dres. med. B. Zaslawski und H. Brunner sei nachvollziehbar 
und deren Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit  korrekt,  so dass zu 
Recht darauf abgestellt  worden sei. Weitere Abklärungen seien nicht 
erforderlich.

J.
Gegen  den  Einspracheentscheid  vom  2.  Juni  2006  (Dokument  44) 
liess die Beschwerdeführerin durch ihren Rechtsvertreter Dr. H. Schär-
rer am 3. Juli 2006 Beschwerde erheben mit den Begehren, die Verfü-
gung  vom  27.  Dezember  2004  sowie  der  Einspracheentscheid  vom 
2. Juni 2006 seien aufzuheben, und es sei ihr aufgrund eines Invalidi-
tätsgrades von mindestens 70% eine ganze Invalidenrente zuzuspre-
chen. Zudem sei  ihr  die  unentgeltliche  Rechtspflege  mit  dem unter-
zeichneten Advokaten zu gewähren. 

K.
Mit Vernehmlassung vom 30. August 2006 beantragte die Vorinstanz, 
die Beschwerde sei abzuweisen.

L.
Mit Replik vom 30. Oktober 2006 liess die Beschwerdeführerin an ih-
ren Anträgen festhalten. 

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M.
Mit Duplik vom 30. November 2006 bestätigte die Vorinstanz ihren An-
trag auf Abweisung der Beschwerde.

N.
Das Verfahren wurde am 1. Januar 2007 vom Bundesverwaltungsge-
richt übernommen.

O.
In ihrer Triplik vom 1. Februar 2007 liess die Beschwerdeführerin an ih-
ren Rechtsbegehren festhalten. Mit Schreiben vom 22. Mai 2007 reich-
te sie einen Hämatologiebericht von Dr. B. Marichal vom 16. Mai 2007 
zu den Akten. Die Vorinstanz teilte mit Schreiben vom 3. August 2007 
mit,  sie verzichte auf eine Stellungnahme zum Laborbefund vom 16. 
Mai 2007.

P.
Das mit der Beschwerde vom 3. Juli 2006 eingereichte Gesuch der Be-
schwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege wurde mit Verfügung 
vom 31. Mai 2007 gutgeheissen und Advokat Dr. H. Schärrer als un-
entgeltlicher Rechtsbeistand ernannt.

Q.
Der Schriftenwechsel wurde am 16. August 2007 geschlossen. Gegen 
die mit Verfügung vom 2. April 2008 bekannt gegebenen Mitglieder des 
Spruchkörpers sind keine Ausstandsbegehren eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  sofern  es  zuständig 
ist, die Beurteilung der beim Inkrafttreten des Verwaltungsgerichtsge-
setzes bei Eidgenössischen Rekurs- oder Schiedskommissionen oder 
bei  Beschwerdediensten  der  Departemente  hängigen  Rechtsmittel. 
Die  Beurteilung  erfolgt  nach  neuem Verfahrensrecht  (Art.  53  Abs. 2 
des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungsgericht  (Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 

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172.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht unter Vorbehalt der in 
Art. 32 VGG genannten Ausnahmen Beschwerden gegen Verfügungen 
nach Art. 5  des Bundesgesetzes  vom 20. Dezember  1968 über  das 
Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Beim angefochtenen Ent-
scheid handelt es sich um eine Verfügung im Sinn von Art. 5 VwVG. 
Zulässig sind Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen ge-
mäss Art.  33 VGG. Die IV-Stelle  für  Versicherte  im Ausland ist  eine 
Vorinstanz im Sinn von Art. 33 Bst. d VGG. Gemäss Art. 69 Abs. 1 Bst. 
b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversiche-
rung (IVG,  SR 831.20)  sind  die  Verfügungen der  IV-Stelle  für  Versi-
cherte  im Ausland direkt  beim Bundesverwaltungsgericht  anfechtbar. 
Das Bundesverwaltungsgericht ist somit für die Behandlung der vorlie-
genden Beschwerde zuständig.

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am Verfahren vor der Vorinstanz teil-
genommen. Sie ist durch die angefochtene Verfügung besonders be-
rührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein schutzwürdiges 
Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG, vgl. auch Art. 59 des Bundesgesetzes 
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil  des Sozialversiche-
rungsrechts [ATSG, SR 830.1]). Sie ist daher zur Beschwerdeführung 
legitimiert.

1.4 Der angefochtene Entscheid wurde der Beschwerdeführerin nach 
Angabe  ihres  Rechtsvertreters  am  6.  Juni  2006  zugestellt.  Die  am 
3. Juli 2006 der Post übergebene Beschwerde ist somit rechtzeitig ein-
gereicht  worden. Auch die Formerfordernisse gemäss Art. 52 Abs. 1 
VwVG sind erfüllt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist. 

2.
2.1 Mit  der  Beschwerde an das  Bundesverwaltungsgericht  kann ge-
rügt  werden,  die angefochtene Verfügung verletze Bundesrecht  (ein-
schliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens), beruhe 
auf einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts oder sei unangemessen (Art. 49 VwVG).

2.2 Das  Bundesverwaltungsgericht  ist  gemäss  dem  Grundsatz  der 
Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht an die Begründung der Be-
gehren der Parteien gebunden (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Es kann die Be-
schwerde auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen gut-
heissen  oder  den  angefochtenen  Entscheid  im  Ergebnis  mit  einer 
Begründung  bestätigen,  die  von  jener  der  Vorinstanz  abweicht  (vgl. 

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FRITZ GYGI, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Auflage, Bern 1983, S. 
212).

3.
Aufgrund der Beschwerdebegehren streitig  und zu prüfen ist  im Fol-
genden, ob die Vorinstanz in ihrem Einspracheentscheid vom 2. Juni 
2006 (Dokument 44) aufgrund ihrer Sachverhaltsabklärungen zu Recht 
den Schluss gezogen hat, die Voraussetzungen für eine Erhöhung der 
Rente seien nicht erfüllt. 

4.
Vorab ist zu prüfen, welche Rechtsnormen im vorliegenden Verfahren 
zur Anwendung gelangen.

4.1 Nach  den  allgemeinen  intertemporalrechtlichen  Regeln  sind  in 
verfahrensrechtlicher  Hinsicht  diejenigen  Rechtssätze  massgebend, 
welche im Zeitpunkt der Beschwerdebeurteilung Geltung haben (BGE 
130 V 1 E. 3.2).

4.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 
führenden Sachverhalts Geltung haben (BGE 130 V 329 E. 2.3).

4.2.1 Die  Beschwerdeführerin  ist  Staatsangehörige  eines  Mitglied-
staates der Europäischen Gemeinschaft, so dass vorliegend das am 1. 
Juni  2002  in  Kraft  getretene  Abkommen  zwischen  der  Schweizeri-
schen  Eidgenossenschaft  einerseits  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (Freizü-
gigkeitsabkommen,  nachfolgend FZA,  SR 0.142.112.681) anwendbar 
ist (Art. 80a IVG in der Fassung gemäss Art. 2 Ziff. 7 des Bundesrats-
beschlusses vom 17. Dezember 2004 über die Genehmigung und Um-
setzung des Protokolls über die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkom-
mens  auf  die  neuen  EG-Mitgliedstaaten  zwischen  der  Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft  einerseits  und der  EG und ihren Mitglied-
staaten andererseits  sowie  über  die  Genehmigung der  Revision  der 
flankierenden Massnahmen zur Personenfreizügigkeit, in Kraft seit 1. 
April 2006, AS 2006 979 994). Das Freizügigkeitsabkommen setzt die 
verschiedenen  bis  dahin  geltenden  bilateralen  Abkommen  zwischen 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft  und den einzelnen Mitglied-
staaten der Europäischen Gemeinschaft insoweit aus, als darin dersel-
be Sachbereich geregelt wird (Art. 20 FZA). Gemäss Art. 8 Bst. a FZA 
werden die Systeme der sozialen Sicherheit koordiniert, um insbeson-

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dere die Gleichbehandlung aller Mitglieder der Vertragsstaaten zu ge-
währleisten.

4.2.2 Am 1. Januar 2003 sind das ATSG sowie die zugehörige Verord-
nung vom 11. September 2002 über den Allgemeinen Teil des Sozial-
versicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) in Kraft getreten. Die entspre-
chenden  Bestimmungen  sind  anwendbar  auf  Sachverhalte,  die  sich 
nach dem 1. Januar 2003 verwirklicht haben. Bezüglich der vorliegend 
auf Grund von Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG zu be-
rücksichtigenden  ATSG-Normen  zur  Arbeitsunfähigkeit  (Art.  6),  Er-
werbsunfähigkeit (Art. 7), Invalidität (Art. 8) und zur Bestimmung des 
Invaliditätsgrades (Art. 16) sowie zur Revision der Invalidenrente und 
anderer Dauerleistungen (Art.17) hat das Schweizerische Bundesge-
richt (vormals Eidgenössisches Versicherungsgericht) erkannt, dass es 
sich bei den in Art. 3-13 ATSG enthaltenen Legaldefinitionen in aller 
Regel  um  eine  formellgesetzliche  Fassung  der  höchstrichterlichen 
Rechtsprechung  zu  den  entsprechenden  Begriffen  vor  Inkrafttreten 
des  ATSG handelt  und  sich  inhaltlich  damit  keine  Änderung  ergibt, 
weshalb die hierzu entwickelte Rechtsprechung übernommen und wei-
tergeführt werden kann (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1, 3.2 und 3.3). Auch 
die Normierung des Art. 16 ATSG führt  nicht  zu einer  Modifizierung 
der bisherigen Judikatur zur Invaliditätsbemessung bei erwerbstätigen 
Versicherten,  welche  weiterhin  nach  der  allgemeinen  Methode  des 
Einkommensvergleichs vorzunehmen ist (zu Art. 28 Abs. 2 IVG in der 
bis zum 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen Fassung vgl. BGE 
128 V 29 E. 1, BGE 104 V 135 E. 2a und b). 

4.2.3 Am 1. Januar 2004 sind die Änderungen des IVG und des ATSG 
vom 21. März 2003 sowie der Verordnung über die Invalidenversiche-
rung vom 21. Mai 2003 (IVV, SR 831.201) in Kraft getreten (4. IV-Revi-
sion, AS 2003 3837 bzw. AS 2003 3859). Somit ist für die Prüfung von 
Ansprüchen, die nach diesem Zeitpunkt entstanden sind, die seit dem 
1. Januar 2004 gültige Fassung des IVG und des ATSG, vorbehältlich 
der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 21. März 2003 (AS 
2003 3850), anwendbar. Die Änderungen des IVG und des ATSG vom 
6. Oktober 2006 sowie der IVV und der ATSV vom 28. September 2007 
(5. IV-Revision, AS 2007 5129 bzw. AS 2007 5155, in Kraft seit 1. Ja-
nuar  2008)  sind  im vorliegenden Verfahren nicht  anwendbar,  da  der 
angefochtene Entscheid vor Inkrafttreten der entsprechenden Bestim-
mungen ergangen ist (vgl. auch UELI KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 
Basel Genf 2003, Art. 82 Rz. 4).

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5.
5.1 Nach der  ständigen  Rechtsprechung  des  Schweizerischen  Bun-
desgerichts sind für die richterliche Beurteilung grundsätzlich die tat-
sächlichen Verhältnisse zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Ver-
fügung  massgebend (BGE 129  V  1  E. 1.2  mit  Hinweisen,  vgl. auch 
THOMAS LOCHER,  Grundriss  des  Sozialversicherungsrechts,  3. Auflage, 
Bern 2003, S. 489 Rz. 20). Im Rentenrevisionsverfahren ist nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung als  zeitlicher  Referenzpunkt  für 
die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgra-
des die letzte rechtskräftige Verfügung massgeblich, welche auf einer 
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sach-
verhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkom-
mensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerb-
lichen  Auswirkungen  des  Gesundheitszustands)  beruht  (BGE 133  V 
108 E. 5.4). Der rechtserhebliche Sachverhalt  wird somit in zeitlicher 
Hinsicht durch die Verfügung der Vorinstanz vom 8. Juni 2001 (Doku-
ment  20)  als  Referenzpunkt  für  die  Prüfung  einer  anspruchserhebli-
chen Änderung des Invaliditätsgrades einerseits und den angefochte-
nen Einspracheentscheid  vom 2. Juni  2006 (Dokument  44)  anderer-
seits bestimmt. Es wird daher zu prüfen sein, ob zwischen dem 8. Juni 
2001 und dem 2. Juni 2006 eine anspruchsbeeinflussende Änderung 
des Gesundheitszustands eingetreten ist. 

5.2 Nach dem ATSG in Verbindung mit dem IVG ist der Begriff "Invali-
dität"  nicht  nach medizinischen Kriterien definiert,  sondern  nach der 
Unfähigkeit,  Erwerbseinkommen zu erzielen  (BGE 110 V 273 E. 4a, 
BGE 102 V 165) oder sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betäti-
gen. Dabei sind die Erwerbs- bzw. Arbeitsmöglichkeiten nicht  nur im 
angestammten Beruf bzw. in der bisherigen Tätigkeit, sondern auch in 
zumutbaren Verweisungstätigkeiten zu prüfen.

Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG ist die Invalidität die voraussichtlich bleibende 
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 
Art. 4 IVG führt dazu aus, dass die Invalidität Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein kann; nach Abs. 2 dieser Norm gilt die 
Invalidität als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An-
spruchs auf  die jeweilige Leistung erforderliche Art  und Schwere er-
reicht hat. 

Erwerbsunfähigkeit  ist  der  durch  Beeinträchtigung  der  körperlichen 
oder geistigen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-

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lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf  dem in Betracht  kommenden ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 ATSG in der bis am 31. Dezember 2007 gültig 
gewesenen Fassung). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträch-
tigung der körperlichen und geistigen Gesundheit bedingte, volle oder 
teilweise  Unfähigkeit,  im bisherigen Beruf  oder  Aufgabenbereich  zu-
mutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG). 

5.3 Ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht gemäss Art. 28 Abs. 1 
IVG (in der vom 1. Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2007 gültig ge-
wesenen  Fassung)  bei  einem  Invaliditätsgrad  von  mindestens  70%, 
auf eine Dreiviertelsrente bei einem Grad der Invalidität  von mindes-
tens 60%, auf eine halbe Rente bei einem Invaliditätsgrad von mindes-
tens 50% und auf  eine Viertelsrente bei einem solchen von mindes-
tens 40%. Gemäss Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis am 31. Dezember 
2007 gültig gewesenen Fassung) werden Renten, die einem Invalidi-
tätsgrad von weniger als 50% entsprechen, nur an Versicherte ausge-
richtet, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) 
in der Schweiz haben. Eine Ausnahme von diesem Prinzip gilt  ab 1. 
Juni  2002  für  Schweizer  Bürgerinnen  und  Bürger  sowie  Angehörige 
von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, welche Anspruch 
auf Viertelsrenten haben, wenn sie in einem Mitgliedstaat der Europäi-
schen Gemeinschaft Wohnsitz haben. Nach der Rechtsprechung des 
Schweizerischen Bundesgerichts stellt Art. 28 Abs. 1ter IVG (in der bis 
am 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fassung) nicht eine blosse 
Auszahlungsvorschrift,  sondern  eine besondere Anspruchsvorausset-
zung dar (BGE 121 V 264 E. 5).

5.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte  Person nach Eintritt  der Invalidität  und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr  zumutbare Tätigkeit  bei  aus-
geglichener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sog.  Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 
könnte,  wenn  sie  nicht  invalid  geworden  wäre  (sog.  Valideneinkom-
men, Art. 16 ATSG). 

Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarkts ist ein theoretischer und 
abstrakter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invali-

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denversicherung  von  jenem  der  Arbeitslosenversicherung  abzugren-
zen. Der Begriff  umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht 
zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; ander-
seits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her ei-
nen  Fächer  verschiedenartiger  Stellen  offen  hält.  Nach  diesen  Ge-
sichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall,  ob die invalide Person die 
Möglichkeit  hat,  ihre  restliche Erwerbsfähigkeit  zu  verwerten und ob 
sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag oder 
nicht  (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 E. 3b). Daraus folgt, 
dass für die Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine 
invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermit-
telt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Ar-
beitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Ar-
beitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 
1998 S. 291 E. 3b). Von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 
ATSG kann aber dort nicht mehr gesprochen werden, wo die zumutba-
re Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der 
allgemeine Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder dass sie nur unter 
nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeit-
gebers möglich wäre (SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3c, ZAK 1989 S. 
322 E. 4).

5.5 Zu bemerken bleibt, dass aufgrund des im gesamten Sozialversi-
cherungsrecht  geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht 
eine  in  ihrem  bisherigen  Tätigkeitsbereich  dauernd  arbeitsunfähige 
Versicherte gehalten ist, innert nützlicher Frist Arbeit in einem anderen 
Berufs-  oder  Erwerbszweig  zu  suchen  und  anzunehmen,  soweit  sie 
möglich und zumutbar erscheint (BGE 113 V 22 E. 4a, 111 V 235 E. 
2a). Deshalb ist es am behandelnden Arzt bzw. am Vertrauensarzt ei-
ner  IV-Stelle  zu  entscheiden,  in  welchem Ausmass  eine  Versicherte 
ihre verbliebene Arbeitsfähigkeit bei  zumutbarer Tätigkeit  und zumut-
barem Einsatz auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt verwerten kann. 
Diese  sogenannte  Verweisungstätigkeit  hat  sich  die  Versicherte  an-
rechnen zu lassen (leidensangepasste Verweisungstätigkeit; ZAK 1986 
S. 204 f.), wobei es unerheblich ist, ob sie ihre Restarbeitsfähigkeit tat-
sächlich verwertet oder nicht.

6.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, infolge der Bestrahlungen, ins-
besondere  wegen  der  damit  einhergehenden  Beeinträchtigung  der 
Stimme, könne sie nicht mehr zu 50% als Verkäuferin arbeiten. Da sie 

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sich alle paar Jahre wieder operieren lassen müsse, wie die Vergan-
genheit  gezeigt  habe,  und sich  ständig Bestrahlungstherapien unter-
ziehe,  könne  sie  höchstens  30% Präsenzzeit  an  einem Arbeitsplatz 
zeigen.  Beim  Einkommensvergleich  sei  wegen  der  häufigen  krank-
heitsbedingten  Absenzen  der  maximale  leidensbedingte  Abzug  von 
25% zu gewähren. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 30% und unter Be-
rücksichtigung  des leidensbedingten  Abzugs resultiere  eine Einkom-
menseinbusse von über  70%, so  dass  der  Beschwerdeführerin  eine 
ganze Rente zustehe. Zum Beginn der beantragten Erhöhung der Ren-
te macht die Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 3. Juli 2006 
keine Angaben. 

6.1 Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen 
oder  auf  Gesuch hin  für  die  Zukunft  entsprechend erhöht,  herabge-
setzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbe-
zügerin erheblich ändert. Art. 88a Abs. 2 IVV führt dazu aus, dass bei 
einer  Verschlechterung  der  Erwerbsfähigkeit  die  anspruchsbeeinflus-
sende Änderung zu berücksichtigen ist,  sobald sie ohne wesentliche 
Unterbrechung drei Monate angedauert hat. Gemäss Art. 88bis Abs. 1 
Bst. a IVV erfolgt die Erhöhung der Rente, sofern die Versicherte die 
Revision verlangt, frühestens von dem Monat an, in dem das Revisi-
onsbegehren gestellt wurde. Im vorliegenden Fall würde die Rente so-
mit  gegebenenfalls frühestens ab 1. April  2004 (Eingang des Revisi-
onsgesuchs bei der IV-Stelle Basel-Stadt) erhöht. Im Folgenden ist zu 
prüfen,  ob nach dem 8. Juni  2001 (Datum der  letzten rentenbestäti-
genden Verfügung) eine anspruchsbeeinflussende Änderung des Ge-
sundheitszustands eingetreten ist. 

6.2 Die Vorinstanz erachtete in ihrer Vernehmlassung vom 30. August 
2006 die geltend gemachten gesundheitlichen Beeinträchtigungen der 
Beschwerdeführerin als in der Arbeitsunfähigkeit von 50% mit berück-
sichtigt. Der Umstand, dass sie alle paar Jahre wieder operiert werden 
müsse, bedeute nicht, dass ihre Arbeitsunfähigkeit dauerhaft höher als 
50% liege. Ein leidensbedingter Abzug sei im vorliegenden Fall nicht 
angebracht,  da  die  Beschwerdeführerin  ihre  Tätigkeit  noch  zu  50% 
ausüben könne und das Invalideneinkommen somit die Hälfte des Vali-
deneinkommens ausmache. Für die Berechnung des Invalideneinkom-
mens habe daher nicht auf Tabellenlöhne zurückgegriffen werden müs-
sen, so dass sich die Frage nach einem leidensbedingten Abzug nicht 
stelle. 

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6.2.1 Hinsichtlich  des  Grades  der  Arbeitsunfähigkeit  beruft  sich  die 
Vorinstanz auf den von Dr. med. B. Zaslawski und Dr. med. H. Brunner 
erstellten Arztbericht für Grenzgänger vom 2. November 2004 (Doku-
ment 29). Die darin erwähnten Verschlechterungstendenzen liess sie 
unbeachtet, nachdem Dr. med. L. B. Schmid vom RAD beider Basel in 
seiner Stellungnahme vom 15. Februar 2006 (Dokument 43 S. 1-2) auf 
diese nicht eingegangen war. Da im Arztbericht für Grenzgänger vom 
2. November 2004 (Dokument 29) lediglich von Verschlechterungsten-
denzen die Rede ist und die medizinische Situation bis zu diesem Da-
tum nachvollziehbar erläutert wird, kann vorliegend davon ausgegan-
gen werden, im Zeitpunkt der Begutachtung durch Dr. med. B. Zaslaw-
ski und Dr. med. H. Brunner im Herbst 2004 habe eine Arbeitsunfähig-
keit  von  50%  bestanden.  Was  jedoch  den  Zeitraum  zwischen  der 
Erstattung des Gutachtens (2. November 2004) und dem für die Erhe-
bung  des  Sachverhalts  relevanten  Datum des  Einspracheentscheids 
(2. Juni  2006)  betrifft,  kann angesichts  der  erwähnten  Verschlechte-
rungstendenzen im Bereich der Nebendiagnosen (also der Diagnosen, 
welche die Folgen der fortgesetzten Bestrahlungen betreffen) die Stel-
lungnahme von Dr. med. L. B. Schmid des RAD beider Basel vom 15. 
Februar  2006  (Dokument  43  S. 1-2)  nicht  als  ausreichend  gewertet 
werden. Der Arzt erläutert  darin, ein Carotisverschluss bewirke keine 
Müdigkeit oder den Verlust der Stimme; es gebe Patienten, bei denen 
eine Carotis vollständig verschlossen sein könne. Diese Ausführungen 
sind jedoch nicht ausreichend, um die in der Einsprache vom 28. Janu-
ar 2005 (Dokument 36) und in der Einspracheergänzung vom 9. März 
2005 (Dokument 38 S. 1-4) geltend gemachten gesundheitlichen Be-
einträchtigungen zu würdigen. Damit bleibt unklar, ob und allenfalls ab 
wann eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten ist 
und inwiefern die genannten Beschwerden sich im konkreten Fall auf 
die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben könnten. 

6.2.2 Offen ist auch die Frage, ob die Beschwerdeführerin tatsächlich 
in  ihrem angestammten Beruf  als  Verkäuferin  einsetzbar  ist,  wie die 
Vorinstanz seit der Zusprechung der halben Rente ab 1. Januar 1994 
angenommen  hatte  (vgl.  dazu  den  Einkommensvergleich  im  Vorbe-
scheid vom 26. November 1993, welcher von einer Beschäftigung zu 
50% im angestammten Bereich als Parfumerie-Verkäuferin und einer 
entsprechenden  Einkommenseinbusse  von  50%  ausgeht).  Das  dem 
Einkommensvergleich vom 23. November 1993 zugrunde gelegte Vali-
deneinkommen von jährlich Fr. 42'000.00 wurde im Einkommensver-
gleich  vom 5.  September  1997  der  Teuerung  bis  Ende  1996  ange-

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passt,  was ein Valideneinkommen von Fr. 45'056.00 pro  Jahr ergab. 
Dieses  wurde  (ohne  Indexierung)  auch  der  Verfügung  vom  8.  Juni 
2001 (Dokument 20) zugrunde gelegt. In der Verfügung vom 27. De-
zember  2004  (Dokument  35)  wurde  das  Valideneinkommen  auf 
Fr. 49'306.00 indexiert.  Da das Invalideneinkommen auf  jeweils  50% 
des Valideneinkommens festgesetzt  wurde, änderte sich am Invalidi-
tätsgrad nichts. Die Frage, ob die erwerblichen Möglichkeiten der Be-
schwerdeführerin  sich als  Folge der Bestrahlungen und Operationen 
geändert haben könnten, wurde nicht aktenkundig beantwortet. Nach 
der Rechtsprechung können jedoch Anhaltspunkte für eine Änderung 
in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands im Revi-
sionsverfahren  Anlass  für  die  Durchführung  eines  (neuen)  Einkom-
mensvergleichs bilden (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.4). In Anbetracht der 
langen Zeitspanne seit der Rentenzusprache am 8. April 1994 und der 
im Arztbericht für Grenzgänger vom 2. November 2004 (Dokument 29) 
gestellten Diagnosen wäre zu überprüfen gewesen, ob die Beschwer-
deführerin nach wie vor zu 50% als (Parfümerie)-Verkäuferin arbeiten 
kann oder ob sie auf leichtere, insbesondere die Stimme weniger be-
lastende,  eventuell  sitzende  Tätigkeiten  verwiesen  werden  müsste. 
Denn selbst wenn die Festsetzung des Grades der Arbeitsunfähigkeit 
von 50% gerechtfertigt  ist,  bleibt zu überprüfen, ob die Beschwerde-
führerin  angesichts  ihrer  gesundheitlichen  Einschränkungen  in  der 
Lage wäre, die Hälfte ihres ursprünglichen Gehalts zu erzielen. Neben 
dem Rückgriff  auf  die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstruk-
turerhebung (LSE) ist auch die Gewährung eines leidensbedingten Ab-
zugs in Betracht zu ziehen. Denn nach der Rechtsprechung ist beim 
Einkommensvergleich unter Verwendung statistischer Tabellenlöhne zu 
berücksichtigen,  dass  gesundheitlich  beeinträchtigte  Personen,  die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu  voll  leistungsfähigen  und  entsprechend  einsetzbaren  Arbeitneh-
mern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit un-
terdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Sodann ist dem 
Umstand Rechnung zu tragen,  dass weitere persönliche und berufli-
che  Merkmale  einer  versicherten  Person,  wie  Alter,  Dauer  der  Be-
triebszugehörigkeit,  Nationalität  oder  Aufenthaltskategorie  sowie  Be-
schäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der 
Einfluss  sämtlicher  Merkmale  auf  das  Invalideneinkommen  ist  nach 
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug 
auf 25% zu begrenzen ist (BGE 129 V 472 E. 4.2.3 mit Hinweisen).

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6.3 Aus den vorstehenden Überlegungen ergibt sich, dass die Vorin-
stanz  sowohl  die  gesundheitlichen  als  auch  die  erwerblichen  Gege-
benheiten des vorliegenden Falls unzureichend abgeklärt hat. Die me-
dizinische Situation der Beschwerdeführerin, insbesondere der Beginn 
einer  allfälligen  Verschlechterung,  ist  durch  eine  ergänzende  Begut-
achtung zu eruieren, und die beruflich-erwerblichen Möglichkeiten der 
Beschwerdeführerin  sind,  entsprechend dem festgesetzten Grad der 
Arbeitsunfähigkeit  und der medizinisch bedingten Lohneinbussen auf 
dem Arbeitsmarkt,  in einem neuen Einkommensvergleich zu evaluie-
ren.

7.
Zusammenfassend  wird  festgestellt,  dass  die  Beschwerde  sich  im 
Eventualstandpunkt als begründet erweist und im Sinne der Erwägun-
gen gutzuheissen ist. Die Sache wird gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG 
zur  Vornahme  ergänzender  Sachverhaltsabklärungen  im  medizini-
schen und erwerblichen Bereich und zum Erlass  einer  neuen Verfü-
gung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

8.
8.1 Das Verfahren ist nach der Praxis des Bundesverwaltungsgerichts 
kostenlos (Übergangsbestimmung zur Änderung des IVG vom 16. De-
zember 2005 [AS 2006 2004], Bst. b in Verbindung mit Art. 69 Abs. 1bis 

IVG bzw. in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVG).

8.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens steht der Beschwerdeführerin 
eine Parteientschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhält-
nismässig hohe Kosten zu (Art. 64 VwVG in Verbindung mit  Art. 7 ff. 
des  Reglements  vom 11. Dezember  2006 über  die  Kosten und Ent-
schädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  (VGKE,  SR 
173.320.2).  Die  Parteientschädigung  für  Beschwerdeverfahren  vor 
dem Bundesverwaltungsgericht umfasst die Kosten der Vertretung so-
wie allfällige weitere notwendige Auslagen der Partei und tritt  an die 
Stelle der in Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung vom Bun-
desverwaltungsgericht zu übernehmenden Anwaltskosten. Die Partei-
entschädigung ist nach dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters 
oder der Vertreterin zu bemessen; der Stundenansatz für Anwälte und 
Anwältinnen  beträgt  (exkl.  Mehrwertsteuer)  mindestens  200  und 
höchstens 400 Franken (Art. 10 Abs. 2 VGKE). Der vorliegend notwen-
dige  Zeitaufwand  wird  in  Berücksichtigung  des  Umfangs  der  Be-
schwerdeschrift,  der  Replik  und  der  Triplik  auf  10  Stunden  und  der 

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Stundenansatz auf Fr. 220.- veranschlagt, ausmachend ein Anwaltsho-
norar von Fr. 2'200.- zuzüglich Auslagen von pauschal Fr. 100.-. Da ge-
mäss Art. 5 Bst. b des Bundesgesetzes vom 2. September 1999 über 
die  Mehrwertsteuer  (Mehrwertsteuergesetz,  MWSTG,  SR 641.20)  in 
Verbindung mit Art. 14 Abs. 3 Bst. c MWSTG für Leistungen von An-
wälten,  die  im  Ausland  erbracht  werden,  keine  Mehrwertsteuer  ge-
schuldet ist, wird diese nicht entschädigt (Art. 9 Abs. 1 Bst. c VGKE). 
Die Parteientschädigung ist somit auf Fr. 2'300.- festzusetzen und von 
der Vorinstanz zu leisten.

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen. 

2.
Die Verfügung vom 27. Dezember 2004 und der Einspracheentscheid 
vom 2. Juni 2006 werden aufgehoben. Die Sache wird zur weiteren Ab-
klärung im Sinne der Erwägungen und zum Erlass einer neuen Verfü-
gung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

4.
Die Vorinstanz hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 
von Fr. 2'300.- zu bezahlen.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 374.54.876.157)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

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Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Franziska Schneider Susanne Genner

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern,  Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden, sofern  die  Vor-
aussetzungen der (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgeset-
zes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110])  erfüllt  sind. Die Rechts-
schrift  hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis-
mittel  und die Unterschrift  zu enthalten. Der angefochtene Entscheid 
und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen 
hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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