# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8f3a1e0a-3c62-5338-997d-06833e451799
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2024-06-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.06.2024 C-2793/2024
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2793-2024_2024-06-14.pdf

## Full Text

E r w ä g u n -
g e n  

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-2793/2024 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 4 .  J u n i  2 0 2 4  

Besetzung 
 Einzelrichterin Viktoria Helfenstein, 

Gerichtsschreiber Roger Stalder. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, 

Beschwerdeführerin,  

  
 

 
gegen 

 
 

Stiftung Swiss Sport Integrity,  

Eigerstrasse 60, 3007 Bern,    

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Einziehung und Vernichtung von Dopingmitteln;  

Verfügung der Swiss Sport Integrity vom 28. März 2024. 

 

 

 

C-2793/2024 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass die Stiftung Swiss Sport Integrity (ehemals Stiftung Antidoping 

Schweiz; im Folgenden: Vorinstanz) mit "Vorbescheid (gegebenenfalls Ver-

fügung)" vom 28. März 2024 A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführe-

rin) mitgeteilt hat, dass eine an sie adressierte Postsendung aus Deutsch-

land mit 100 Stück B._______ 5mg (...) vom Zollinspektorat C._______ zu-

rückgehalten worden sei, da es sich um verbotene Dopingmittel handle 

(Seite 1), weshalb mit allfälliger Verfügung die zurückgehaltenen Inhalte 

eingezogen und vernichtet würden (Dispositiv-Ziff. 1) und die Gebühr für 

die Einziehung und Vernichtung auf Fr. 400.– festgelegt werde (Dispositiv-

Ziff. 2; Akten der Vorinstanz [im Folgenden: act.] 2), 

dass die Vorinstanz in ihren Erwägungen auf Seite 1 des "Vorbescheids 

(gegebenenfalls Verfügung)" ausgeführt hat, die Beschwerdeführerin habe 

die Möglichkeit, bis am 17. April 2024 per Post oder E-Mail an die Vor-

instanz zur Einziehung und Vernichtung Stellung zu nehmen, 

dass die Vorinstanz "gestützt auf den Sachverhalt und die Erwägungen des 

Vorbescheids" in ihren Erwägungen auf Seite 2 des "Vorbescheids (gege-

benenfalls Verfügung)" ausgeführt hat, die "Rechtsform dieser Verfügung" 

trete ein, wenn der im Vorbescheid auf der ersten Seite vorgeworfene 

Sachverhalt nicht frist- und formgerecht bestritten werde, 

dass im Weiteren das Bundesverwaltungsgericht als Rechtsmittelinstanz 

für "gegen die vorliegende Verfügung" gerichtete Beschwerden angegeben 

worden ist, 

dass die Beschwerdeführerin mit brieflicher Eingabe vom 28. April 2024 

und ergänzender E-Mail vom 30. April 2024 an die Vorinstanz gelangt ist 

und ihre Sicht der Dinge dargelegt hat (act. 3 und Akten des BVGer [im 

Folgenden: BVGer-act.] 1), 

dass ihr am 29. April 2024 von der Vorinstanz per E-Mail mitgeteilt worden 

ist, innerhalb der im "Vorbescheid (gegebenenfalls Verfügung)" vom 

28. März 2024 gesetzten Frist sei keine Stellungnahme eingegangen, wes-

halb der "Vorbescheid am 18. April zur Verfügung" erwachsen sei (act. 3 

und BVGer-act. 1), 

dass die Vorinstanz dem Bundesverwaltungsgericht mit Eingabe vom 

3. Mai 2024 die Stellungnahmen der Beschwerdeführerin vom 28. und 

30. Mai (recte: April) 2024 mit den gesamten Akten mit entsprechendem 

Verzeichnis übermittelt hat (BVGer-act. 2), 

C-2793/2024 

Seite 3 

dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe vom 28. April 2024 zusam-

mengefasst ausgeführt hat, die Hormonkapseln seien aufgrund einer Hor-

monspiegelbestimmung ärztlich verordnet worden; sie weise den Vorwurf 

des Missbrauchs illegaler Substanzen entschieden zurück und bitte um 

Korrektur des Sachverhalts (act. 3 und BVGer-act. 1), 

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. De-

zember 1968 (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach 

Art. 32 VGG vorliegt, 

dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten und 

die Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. h VGG eine solche Behörde darstellt 

und ihre Verfügungen betreffend die Einziehung und Vernichtung von Do-

pingmitteln (vgl. Art. 20 Abs. 4 des Sportförderungsgesetzes [SpoFöG,  

SR 415.0]) vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts C-6302/2013 vom 14. September 2015 [in 

BVGE 2015/46 nicht publizierte] E. 1.2), 

dass die Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG im Beschwerdeverfahren 

vor dem Bundesverwaltungsgericht das Beschwerdeobjekt bildet (ALFRED 

KÖLZ ET AL., Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bun-

des, 3. Aufl. 2013, N. 862), 

dass das Vorliegen eines Beschwerdeobjekts eine objektive Prozessvor-

aussetzung darstellt und damit die Rechtsmittelinstanz auf eine Be-

schwerde eintritt und diese materiell behandelt, die Prozessvoraussetzun-

gen nachgewiesen sein müssen (ALFRED KÖLZ ET AL., a.a.O., N. 693 und 

697), 

dass der Beschwerdeführerin mit "Vorbescheid (gegebenenfalls Verfü-

gung)" vom 28. März 2024 das rechtliche Gehör zur beabsichtigten Mass-

nahme der Einziehung und Vernichtung der benannten Dopingmittel sowie 

zur Kostenauferlegung gewährt worden ist (Art. 30 Abs. 1 VwVG), 

dass ein mit einer Bedingung verknüpfter Vorbescheid bei Verzicht auf Ein-

wendungen nicht automatisch in eine vor dem Bundesverwaltungsgericht 

anfechtbare Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG erwachsen kann resp. 

demgemäss nicht von einem ordentlich durchgeführten und abgeschlosse-

nen Vorbescheidverfahren (vgl. hierzu bspw. Urteil des BVGer  

C-1933/2022 vom 28. Juni 2022) auszugehen ist,  

C-2793/2024 

Seite 4 

dass das Schreiben der Vorinstanz vom 28. März 2024 deshalb (nach wie 

vor) als vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht anfechtbarer Vorbe-

scheid zu qualifizieren ist, 

dass es sich somit bei der Eingabe der Beschwerdeführerin vom 28. April 

2024 und deren Ergänzung vom 30. April 2024 nicht um eine Beschwerde 

gegen eine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG, sondern um eine zwar 

formgerechte, jedoch verspätete Stellungnahme zu der im Vorbescheid ge-

währten Frist (17. April 2024) gemäss Seite 1 des "Vorbescheids (gegebe-

nenfalls Verfügung)" handelt, 

dass nach dem Dargelegten kein Beschwerdeobjekt vorliegt, weshalb die 

Prozessvoraussetzungen nicht erfüllt sind und auf die Eingabe der Be-

schwerdeführerin vom 28. April 2024 im einzelrichterlichen Verfahren nicht 

einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG; vgl. Urteil des BVGer  

C-2163/2022 vom 5. Juli 2022), 

dass die Sache gestützt auf Art. 8 Abs. 1 VwVG zuständigkeitshalber an 

die Vorinstanz zur Durchführung eines in verfahrensrechtlicher Hinsicht 

korrekten Vorbescheidverfahrens und anschliessendem Erlass einer un-

missverständlichen, beschwerdefähigen Verfügung zu überweisen ist,  

dass für das vorliegende Verfahren auf die Auferlegung von Verfahrens-

kosten zu verzichten ist (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 6 Bst. b des Regle-

ments über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-

gericht [VGKE, SR 173.320.2]),  

dass weder der nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführerin noch der 

Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG, Art. 7 Abs. 3 VGKE, Art. 7 Abs. 4 VGKE). 

 

  

C-2793/2024 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 28. April 2024 wird nicht ein-

getreten. 

2.  

Die Sache wird an die Vorinstanz zur Durchführung eines in verfahrens-

rechtlicher Hinsicht korrekten Vorbescheidverfahrens und anschliessen-

dem Erlass einer unmissverständlichen, beschwerdefähigen Verfügung 

überwiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

4.  

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet. 

5.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, die Vorinstanz und das  

Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und 

Sport VBS. 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

 

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber: 

  

Viktoria Helfenstein Roger Stalder 

 

 

C-2793/2024 

Seite 6 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Frist ist 

gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim 

Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen 

Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Ver-

tretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in 

einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung 

mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der ange-

fochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-

führende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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