# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 98fc6694-ad8c-5a78-b210-c98dad16a9b0
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.11.2025 D-8333/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8333-2025_2025-11-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8333/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Lukas Müller, 

mit Zustimmung von Richterin Gabriela Freihofer;   

Gerichtsschreiber Michal Koebel. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Sierra Leone,  

(…),   

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 3. Oktober 2025 / (…). 

 

 

 

D-8333/2025 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass der Beschwerdeführer am 2. September 2023 in der Schweiz um Asyl 

nachsuchte, 

dass am 3. Oktober 2023 ein Dublin-Gespräch durchgeführt wurde und 

nach der Wiederaufnahme des nationalen Verfahrens (Verfügung des SEM 

vom 6. Juni 2024) am 15. August 2024 die Anhörung zu den Asylgründen 

durchgeführt wurde, 

dass der Beschwerdeführer hierbei geltend machte, er habe am (…) – 

ohne dies zu wissen – auf einem Grundstück der Poro-Society an einem 

(…) teilgenommen, weshalb er in den Busch getragen und zur Teilnahme 

am vierteiligen Initiationsritual verpflichtet worden sei, von dem er die ers-

ten beiden Stufen – die rituellen Verletzungen und das Essen ungekochter 

Nahrung – absolviert habe, bevor man ihn in einem Compound eingesperrt 

habe, von wo ihm nach ungefähr fünf Tagen die Flucht und schliesslich – 

mit Hilfe eines Freundes – die Ausreise aus Sierra Leone gelungen sei,  

dass sich nach seiner Ausreise der «Chief» der Poro-Society bei seinem 

Vater nach seinem Aufenthalt erkundigt habe und Mitglieder der Society 

seine Eltern belästigt hätten, wobei der «Chief» der Stadt weitere Nachteile 

verhindert und den Eltern – die temporär umgezogen seien – die Rückkehr 

an deren vormalige Adresse ermöglicht habe, 

dass das Verfahren am 23. August 2024 dem erweiterten Verfahren zuge-

teilt wurde, 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

3. Oktober 2025 ablehnte, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und 

deren Vollzug anordnete, 

dass es zur Begründung ausführte, aus den geltend gemachten Vorbringen 

könne flüchtlingsrechtlich keine Relevanz abgeleitet werden, da die 

Zwangsinitiation der Poro-Society vorliegend nicht auf einem flüchtlings-

rechtlich relevanten Motiv beruhe und in Sierra Leone weit verbreitet sowie 

gesellschaftlich verankert sei, die Familie zudem offensichtlich unter dem 

Schutz des «Chiefs» der Stadt stehe und im Übrigen von einer innerstaat-

lichen Fluchtalternative ausgegangen werden könne, 

dass der Beschwerdeführer unter Beilage verschiedener Fotos von Kör-

perteilen, eines Links zu einem Medienbericht vom (…) («[...]») und einer 

Geburtsurkunde (in Kopie) mit Eingabe vom 30. Oktober 2025 beim 

D-8333/2025 

Seite 3 

Bundesverwaltungsgericht Beschwerde einreichte und beantragt, es sei 

die Verfügung des SEM vom 3. Oktober 2025 aufzuheben, die Flüchtlings-

eigenschaft anzuerkennen und Asyl zu gewähren, eventualiter die vorläu-

fige Aufnahme aufgrund der Unzulässigkeit oder Unzumutbarkeit des Weg-

weisungsvollzugs anzuordnen, subeventualiter die Sache zur korrekten Er-

stellung des Sachverhalts sowie zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zu-

rückzuweisen, 

dass er in prozessualer Hinsicht beantragt, es sei die unentgeltliche Pro-

zessführung zu gewähren, auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu 

verzichten und ein amtlicher Rechtsbeistand einzusetzen, 

dass er zur Begründung seiner Beschwerde ausführte, die Poro-Society 

übe gesellschaftliche Macht aus, weshalb es sich bei der Verweigerung 

des Beitritts durchaus um eine politische Verfolgung handle, zudem lokale 

Autoritäten, wie namentlich der «Chief» der Region, keinen Schutz garan-

tieren könnten, schliesslich auch keine Aufenthaltsalternative gegeben sei, 

da die Society landesweit aktiv und er aufgrund der unfertigen Narben als 

Abtrünniger erkennbar sei, 

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 31. Oktober 2025 

den Eingang der Beschwerde bestätigte, 

 

und zieht in Erwägung,  

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls – in der Re-

gel und auch vorliegend – endgültig über Beschwerden gegen Verfügun-

gen (Art. 5 VwVG) des SEM entscheidet (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. 

Art. 31‒33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

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dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, 

wie nachfolgend aufgezeigt wird, um ein solches Rechtsmittel handelt, 

weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 

AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht rügt, die Vorinstanz habe 

es unterlassen, die innerstaatliche Fluchtalternative sowie – trotz erwähn-

ter Magenprobleme – seinen Gesundheitszustand sorgfältig abzuklären, 

womit sie den Untersuchungsgrundsatz, das rechtliche Gehör und die Be-

gründungspflicht verletzt habe, 

dass das Subeventualbegehren um Rückweisung der Beschwerdesache 

an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung aber unbegründet bleibt,  

dass es zwar zutrifft, dass der Beschwerdeführer anlässlich der Anhörung 

von Magenproblemen berichtete, aber weder entsprechende Konsultatio-

nen beim Zentrumsarzt noch anderweitige Arztberichte aktenkundig sind, 

die auf ernsthafte medizinische Nachteile schliessen lassen würden, wes-

halb die Vorinstanz – unter Berücksichtigung der entsprechenden Mitwir-

kungspflicht des Beschwerdeführers – nicht gehalten war, diesbezüglich 

von Amtes wegen weitere Abklärungen zu treffen, 

dass sich die Vorinstanz vor dem Hintergrund der offensichtlich fehlenden 

Asylrelevanz der Fluchtvorbingen (hierzu nachfolgend) sodann auch unter 

Wahrung der Begründungspflicht ausreichend mit der Möglichkeit einer in-

nerstaatlichen Aufenthaltsalternative auseinandergesetzt hat und auf eine 

entsprechende Möglichkeit – unter Berücksichtigung der Aussagen des 

Beschwerdeführers – lediglich hinweist, was vorliegend ebenfalls nicht zu 

beanstanden ist, 

dass insgesamt festzustellen ist, dass der Sachverhalt weder unvollständig 

noch fehlerhaft festgestellt wurde und die angefochtene Verfügung ausrei-

chend begründet ist, zumal sich die Vorinstanz nicht mit jedem einzelnen 

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Vorbringen auseinandersetzen muss (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1), und 

eine sachgerechte Anfechtung möglich war, was die Beschwerde selbst 

zeigt,  

dass alleine im Umstand, dass die Vorinstanz aus sachlichen Gründen zu 

einer anderen Würdigung der Vorbringen gelangt, als vom Beschwerde-

führer verlangt, weder eine ungenügende Sachverhaltsfeststellung noch 

eine Verletzung der Begründungspflicht liegt,  

dass folglich das entsprechende Rückweisungsbegehren abzuweisen ist,  

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass das Bundesverwaltungsgericht nach Prüfung der Akten zum Schluss 

gelangt, dass die Vorinstanz zu Recht die Asylrelevanz der Fluchtvorbrin-

gen des Beschwerdeführers verneint hat, da die geltend gemachten Prob-

leme keine Verfolgung erkennen lassen, welche auf einem flüchtlingsrecht-

lich relevanten Motiv (Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer 

bestimmten sozialen Gruppe oder politische Anschauungen) gründen 

würde, 

dass sich im Übrigen auch keine Anhaltspunkte dafür ergeben, die den 

Schluss zuliessen, wonach dem Beschwerdeführer der Schutz durch den 

«Chief» seiner Stadt verweigert worden wäre oder ihm dieser in Zukunft 

verweigert würde, hat dieser doch vielmehr dessen Eltern effektiven Schutz 

vor der Belästigung durch Poro-Mitglieder gewährt und ihnen die Rückkehr 

in ihr Zuhause ermöglicht (vgl. bspw. SEM-Akten 33/15 F 75 ff.), 

dass diese Hilfe in der Beschwerde zwar in Frage gestellt wird, aber die 

unsubstantiierten Beschwerdeausführungen nicht zu überzeugen vermö-

gen und nach wie vor nicht erhellt, weshalb der Beschwerdeführer bei Be-

darf nicht ebenfalls von diesem Schutz profitieren sollte, 

dass die mit der Beschwerde eingereichten Beweismittel (Fotos von ver-

narbten Hautstellen, Geburtsurkunde und Link zum Bericht vom 21. De-

zember 2020) keinen von der Vorinstanz abweichenden Schluss zulassen, 

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dass diese höchstens geeignet sind, die Vorbringen des Beschwerdefüh-

rers zu untermauern, deren Glaubhaftigkeit vorliegend indessen nicht zu 

beurteilen ist, 

dass aufgrund des Datums des Berichts (21. Dezember 2020) sowie aus-

bleibender Folgeberichte vielmehr davon auszugehen ist, dass der behörd-

liche Schutz Wirkung gezeigt und sich die Situation nicht zugespitzt hat, 

dass der Bericht zudem die Schlussfolgerung der Vorinstanz dahingehend 

belegt, wonach die Familie auf behördliche Hilfe zurückgreifen kann, wurde 

der Vater doch von der Polizei gehört und ist das Problem – insbesondere 

auf den Distrikt des Beschwerdeführers konzentriert – allgemein bekannt 

(vgl. Bericht vom 21. Dezember 2020: ‘Poro’ Members Declare Sheku Kon-

neh Alhaji Wanted - Africa24 Newspaper, <https://africa24newspa-

per.com/poro-members-declare-sheku-konneh-alhaji-wanted/>, abgerufen 

am 5. November 2025),  

dass schliesslich die Rechtsmitteleingabe an der zutreffenden Schlussfol-

gerung der Vorinstanz insgesamt nichts zu ändern vermag und es dem Be-

schwerdeführer offensichtlich nicht gelingt, die Flüchtlingseigenschaft 

nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb die  

Vorinstanz das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der Kanton keine Aufenthaltsbe-

willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen 

besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die 

verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen 

steht und demnach vom Staatssekretariat ebenfalls zu Recht angeordnet 

wurde,  

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

https://africa24newspaper.com/poro-members-declare-sheku-konneh-alhaji-wanted/
https://africa24newspaper.com/poro-members-declare-sheku-konneh-alhaji-wanted/

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Seite 7 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung 

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in Sierra Leone noch individuelle Gründe 

des Beschwerdeführers auf eine konkrete Gefährdung im Falle seiner 

Rückkehr schliessen lassen,  

dass die Vorinstanz zutreffend ausführte, dass der Vollzug der Wegwei-

sung nach Sierra Leone insbesondere dann zumutbar ist, wenn es 

sich – wie vorliegend – um einen jungen, alleinstehenden Mann handelt,  

dass der Beschwerdeführer zudem über Schulbildung, Berufserfahrung 

und ein Beziehungsnetz vor Ort verfügt, auf dessen Hilfe er bereits zurück-

greifen konnte und bei Bedarf zurückgreifen kann, und es ihm mithin 

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möglich sein sollte, sich in seiner Heimat erneut eine wirtschaftliche Le-

bensgrundlage aufzubauen, 

dass schliesslich weder der einzige aktenkundige Arztbericht vom 25. Ok-

tober 2023 (vgl. SEM-Akten 16/3) noch die unbelegt gebliebenen Bauch-

schmerzen an der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs etwas ändern 

und dasselbe für die erst auf Beschwerdeebene oberflächlich behaupteten 

psychischen Probleme gilt, 

dass der Beschwerdeführer im Übrigen zur Einreichung entsprechender 

Arztberichte seit September 2023 ausreichend Zeit gehabt hätte,  

dass der Vollzug der Wegweisung demnach zumutbar ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass die Vorinstanz den Vollzug demnach zu Recht als zulässig, zumutbar 

und möglich erachtet hat, womit die Anordnung einer vorläufigen Aufnahme 

ausser Betracht fällt (Art. 83 Abs. 1–4 AIG) und folglich das entsprechende 

Eventualbegehren abzuweisen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass mit dem vorliegenden Direktentscheid in der Sache das Gesuch des 

Beschwerdeführers um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses 

gegenstandslos geworden ist, 

dass die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und 

amtlichen Rechtsverbeiständung – ungeachtet der geltend gemachten pro-

zessualen Bedürftigkeit – abzuweisen sind, da sich die Beschwerdebegeh-

ren entsprechend den vorstehenden Erwägungen als aussichtslos erwie-

sen haben (Art. 65 Abs. 1 VwVG), 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten dem Beschwerdefüh-

rer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und auf insgesamt Fr. 1’000.‒ fest-

zusetzen sind (Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

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Seite 9 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, 

SR 173.320.2]). 

 

(Dispositiv nächste Seite)  

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Seite 10 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Gesuche um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um 

Beiordnung einer amtlichen Rechtsverbeiständung werden abgewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1’000.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die zuständige 

kantonale Behörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Lukas Müller Michal Koebel 

 

 

Versand: