# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bdaae0d4-6eeb-5ff6-a989-c0419f204c8a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2009-10-12
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 12.10.2009 UV 2008/102
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2008-102_2009-10-12.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2008/102

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 27.04.2020

Entscheiddatum: 12.10.2009

Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2009
Art. 6 Abs. 1 UVG: Beurteilung des natürlichen und adäquaten 
Kausalzusammenhangs von geklagten Beschwerden nach erlittenem 
Verkehrsunfall. Neuropsychologische Defizite ohne organische Befunde 
werden rechtsprechungsgemäss den psychischen Problemen gleichgesetzt 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. 
Oktober 2009; UV 2008/102).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider 

und Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 12. Oktober 2009

in Sachen

S.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. Fritz Dahinden, Blumenbergplatz 1,

9000 St. Gallen,

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Hohlstrasse 552, Postfach, 8048 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.       

A.a   S.___, geboren 1976, war seit 1. Oktober 2001 bei der A.___ (ehemals AA.___) als 

Revisor tätig und in dieser Eigenschaft bei der Allianz Suisse Versicherungs-

Gesellschaft obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten 

versichert. Am 4. September 2003 verunfallte er als Beifahrer eines Personenwagens 

auf der Autobahn (UV-act. 8 und 18). Im Austrittsbericht des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG) wurden nach einem stationären Aufenthalt mit operativen Eingriffen vom 4. bis 

10. September 2003 die Diagnosen Halswirbelsäulenfraktur 6/7, Rissquetschwunde 

Skalp parietal links und Schürfungen mit Eröffnung proximales Interphalangealgelenk 

(PIP) Digitus (Dig) II rechts sowie Verdacht auf Fremdkörper Dig III erhoben (UV-act. 6). 

Im Bericht des KSSG vom 30. September 2003 wurde zusätzlich der Verdacht auf eine 

discoligamentäre Verletzung C 5/6 diagnostiziert (UV-act. 14). Nach einer vollen 

Arbeitsunfähigkeit seit dem Unfallereignis bestand ab 27. Oktober 2003 wieder eine 

100%ige Arbeitsfähigkeit. Gemäss Bericht des KSSG vom 12. Januar 2004 wurde bei 

bestehenden Restbeschwerden vorerst der Abschluss der Behandlung vorgenommen 

(UV-act. 21 und 23). Dr. med. B.___, Allgemeine Medizin, teilte im Schreiben vom 17. 

November 2004 mit, dass die Behandlung nach dreimonatigem Unterbruch wieder 

aufgenommen werde. Der Versicherte beklage sich über erhebliche Schmerzen im 

Bereich der HWS (UV-act. 38). Am 22. November 2004 erfolgte eine 

neuropsychologische Untersuchung bei Dr. phil. C.___l. Im Gutachten vom 6. Januar 

2005 wurde aufgrund der leichten kognitiven Leistungsminderungen eine 

Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20% bescheinigt (UV-act. 39). Im Bericht 

vom 9. Mai 2007 stellte Dr. B.___ einen günstigen Verlauf fest. Der Versicherte verspüre 

nur noch gelegentlich leichte Beschwerden im Bereich der HWS bzw. ein leichtes 

Schwächegefühl der Muskulatur. Ein Arbeitsausfall oder schwergradige Beschwerden 

seien in den vergangenen Monaten nicht aufgetreten. Es seien im Moment keine 

weiteren Kontrollen vorgesehen (UV-act. 48). Dr. med. D.___, FMH Orthopädische 

Chirurgie, stellte im Schreiben vom 24. September 2007 fest, dass Frakturen an den 

HWK 6 und 7 ohne relevante Höhenminderung oder Instabilität vorliegen würden. Der 

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kleine Vorderkantendefekt sei wahrscheinlich langfristig ohne mechanische Bedeutung. 

Gemäss Schmerzfunktionsskala 7.2 (Integritätsentschädigung gemäss UVG, Tabelle 7) 

bestehe ein Grad 0. Die reinen Unfallverletzungen hätten zu keiner bleibenden 

Schädigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität geführt (UV-act. 57 und 59). 

Im Aktengutachten vom 22. März 2008 kam Dr. med. E.___, Spezialärztin FMH für 

Neurologie, zum Schluss, dass eine Leistungsminderung von 20% neurologisch nicht 

ausgewiesen sei. Die gute Stabilität und Funktion der HWS nach den Frakturen 

begründe keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (UV-act. 66).

A.b   Mit Verfügung vom 31. März 2008 stellte die Allianz die Leistungen für den Unfall 

vom 4. September 2003 per 4. Mai 2007 ein. Die Begehren um Ausrichtung einer 

Invalidenrente sowie einer Integritätsentschädigung wurden abgelehnt (UV-act. 67). Die 

gegen diese Verfügung erhobene Einsprache wies die Allianz mit Einspracheentscheid 

vom 22. Juli 2008 ab (UV-act. 70).

B.       

B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. oec. 

Fritz Dahinden, St. Gallen, im Namen des Versicherten eingereichte Beschwerde vom 

12. September 2008 mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 22. Juli 2008 sei 

aufzuheben, es sei festzustellen, dass die Adäquanzbeurteilung erst nach Klärung des 

medizinischen Sachverhalts erfolgen könne und es sei die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, eine unabhängige und polydisziplinäre Begutachtung durchzuführen, 

wobei die Gutachterstelle durch das Versicherungsgericht zu bestimmen sei. Eventuell 

sei die Existenz des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs festzustellen, 

es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen zu erbringen und dabei die Streitsache zur Festlegung der 

Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder, Rente sowie Integritätsentschädigung) an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die 

Kosten der vom Beschwerdeführer veranlassten fachärztlichen Abklärung 

zurückzuvergüten und im Rahmen des gestellten Eventualantrags sei eine mündliche 

Verhandlung mit Partei- und Zeugenbefragungen durchzuführen. Dem 

Beschwerdeführer sei für die Kosten der Rechtsvertretung eine angemessene 

ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen. Zur Begründung wird im Wesentlichen 

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ausgeführt, dass der Nachweis für den Wegfall jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen des Gesundheitsschadens bei der Beschwerdegegnerin 

liege. Die bisher vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und Einschränkungen 

würden auf einem klar fassbaren physischen Substrat basieren. Die 

Beschwerdegegnerin habe den Nachweis nicht erbracht, dass keinerlei physische 

Unfallfolgen mehr vorliegen würden. Das Aktengutachten von Dr. E.___ erweise sich als 

beweisuntauglich. Dr. med. F.___, Spezialarzt Neurologie FMH, habe im zusätzlich ins 

Recht gelegten Bericht vom 4. September 2008 festgestellt, dass der 

Beschwerdeführer hinsichtlich der erlittenen und somatisch nachweisbaren 

Halswirbelsäulenverletzung keineswegs beschwerdefrei sei. Die Verneinung des 

adäquaten Kausalzusammenhangs sei zu Unrecht erfolgt, da fast alle 

Adäquanzkriterien erfüllt seien. Die behauptete Erreichung des Endzustands per 6. 

Januar 2004 erweise sich als aktenwidrig.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 19. November 2008 beantragt die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde. Die Ausrichtung der Leistungen sei 

für die nach dem Unfall aufgetretenen und thematisierten Gesundheitsschädigungen, 

die zu einer Arbeitsunfähigkeit respektive einer medizinischen Behandlung geführt 

hätten, nicht jedoch für die erst mit erheblicher Verzögerung geltend gemachten, 

ätiologisch unspezifischen und nie zu einer Arbeitsunfähigkeit führenden 

neuropsychologischen Defizite erfolgt. Von einer Anerkennung der Unfallkausalität der 

kognitiven Minderleistungen könne unter diesen Umständen nicht ausgegangen 

werden, zumal weder ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung 

diagnostiziert worden sei noch jemals ein dafür typisches buntes Beschwerdebild 

vorgelegen habe. Gemäss medizinischen Akten beständen praktisch keine 

behandlungsbedürftigen körperlichen Beschwerden mehr, welche zu einer 

Arbeitsunfähigkeit führen würden. Die geltend gemachten neuropsychologischen 

Defizite seien nicht körperlicher oder organischer Natur, weshalb bei Bejahung des 

natürlichen Kausalzusammenhangs eine separate Adäquanzbeurteilung zu erfolgen 

hätte. Eine Integritätsentschädigung sei aufgrund der Aktenlage nicht geschuldet. Bei 

einer Adäquanzprüfung selbst nach der Schleudertrauma-Praxis sei kein einziges 

Kriterium erfüllt, weshalb die Adäquanz klar zu verneinen sei. Ein Anspruch auf eine 

Rente müsste selbst bei Bejahung eines natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhangs mangels unfreiwilliger Einkommens- respektive 

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Erwerbseinbusse verneint werden. Das Gutachten von Dr. F.___ habe zu keinen neuen 

medizinischen Erkenntnissen geführt, die Kosten für die veranlasste Untersuchung 

seien deshalb vom Beschwerdeführer selber zu tragen.

B.c   Mit Replik vom 25. Februar 2009 hielt der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 

an den gestellten Anträgen fest. Ergänzend legte er einen Bericht des RODIAG 

Diagnostic Centers, St. Gallen, vom 16. Juni 2008 ins Recht.

B.d   Mit Duplik vom 23. März 2009 hielt auch die Beschwerdegegnerin an ihrem 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest.

Erwägungen:

1.        

Streitig ist vorliegend, ob nach dem 4. Mai 2007 noch natürliche und adäquate 

Unfallfolgen bestehen, welche eine Leistungspflicht (Heilbehandlung und Taggelder) 

der Beschwerdegegnerin begründen. Im Weiteren gilt es zu prüfen, ob die 

Beschwerdegegnerin zu Recht die Begehren um Ausrichtung einer Invalidenrente 

sowie einer Integritätsentschädigung abgelehnt hat.  

2.        

2.1    Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige 

Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise 

arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld 

zu. Anspruch auf Heilbehandlung und Taggeld besteht grundsätzlich so lange, wie von 

der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung (der Unfallfolgen) noch eine namhafte 

Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten erwartet werden kann (Art. 19 

Abs. 1 UVG).

2.2    Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden Leistungen der Unfallversicherung bei 

Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz 

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nichts anderes bestimmt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein 

natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Die Leistungspflicht des 

Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und 

dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der 

Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolgs zu gelten, 

wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 

Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolgs also durch das Ereignis allgemein als 

begünstigt erscheint (BGE 129 V 181, 119 V 337 f. E. 1). Aufgabe des Arztes ist es 

dabei, den natürlichen Kausalzusammenhang zu beurteilen, während es dem Gericht 

obliegt, die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang zu beantworten (PVG 

1984 Nr. 82, 174). Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt 

dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177, E. 3 mit Hinweisen). 

Bei physischen Unfallfolgen hat jedoch die Adäquanz gegenüber dem natürlichen 

Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 118 V 291 f. E. 

3a).

3.        

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3.1    Eine radiologische Untersuchung vom 5. September 2003 ergab u.a. multiple 

Wirbelkörperfrakturen mit Höhenminderung HWK 6 und 7, eine intraspongiöse Fraktur 

Th 1, 2, 3 und 4, eine Fraktur des Processus articularis inferior rechts HWK6 sowie eine 

Ruptur des Ligamentum flavum in Höhe HWK 6 links. Die nach dem Unfall 

erstbehandelnden Ärzte im KSSG diagnostizierten im Bericht vom 10. September 2003 

u.a. eine Halswirbelsäulenfraktur 6/7, eine Rissquetschwunde am Kopf und 

Schürfungen an den Fingern der rechten Hand. Es wurden keine neurologischen 

Ausfälle festgestellt. (UV-act. 4 und 6). Im Bericht des KSSG vom 30. September 2003 

wurden als Befunde eine eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule in allen 

Graden, insbesondere bei Reklination sowie eine Druckdolenz über den Dornfortsätzen 

der unteren Halswirbelsäule aufgeführt. Neurologisch würden bis auf eine diskrete 

Taubheit der Daumenfingerbeere keine Auffälligkeiten bestehen (UV-act. 14). Dr. B.___ 

teilte im Arztzeugnis vom 1. Oktober 2003 mit, dass der Beschwerdeführer über keine 

Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule klage. Sein Hauptproblem seien zur Zeit die 

Schulter- und Armschmerzen rechts (UV-act. 16). Im Bericht des KSSG vom 23. 

Oktober 2003 konnte eine Besserung des Gesundheitszustands des 

Beschwerdeführers und eine gute Beweglichkeit der Halswirbelsäule festgestellt 

werden. Knöchern seien die Frakturen konsolidiert. Es solle mit Physiotherapie zum 

Muskeltraining begonnen werden (UV-act. 17). Im Schreiben vom 12. Januar 2004 teilte 

das KSSG den Abschluss der Behandlung mit. Der Beschwerdeführer komme aktuell 

mit den Restbeschwerden gut zurecht. Seit 27. Oktober 2003 bestehe keine 

Arbeitsunfähigkeit mehr (UV-act. 23). Dr. B.___ stellte am 17. November 2004 einen 

nicht zufriedenstellenden Verlauf fest. Der Beschwerdefürer leide an erheblichen 

Beschwerden im Bereich der HWS (UV-act. 38). Im Bericht vom 9. Mai 2007 hielt 

jedoch Dr. B.___ einen günstigen Verlauf fest. Der Versicherte verspüre nur noch 

gelegentlich leichte Beschwerden im Bereich der HWS bzw. ein leichtes 

Schwächegefühl der Muskulatur. Ein Arbeitsausfall oder schwergradige Beschwerden 

seien in den vergangenen Monaten nicht aufgetreten. Es seien im Moment keine 

weiteren Kontrollen vorgesehen (UV-act. 48).

3.2    Der Beschwerdeführer hat beim Unfall vom 4. September 2003 

unbestrittenermassen strukturell nachweisbare Verletzungen erlitten. Aufgrund der 

medizinischen Aktenlage ist allerdings ersichtlich, dass diese somatischen Unfallfolgen 

relativ schnell und gut abheilten. Bereits am 12. Januar 2004 teilte das KSSG mit, dass 

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die Wirbelfrakturen konsolidiert seien und die Behandlung abgeschlossen werden 

könne. Weitere Konsultationen im KSSG sind den Akten nicht zu entnehmen. Auch 

bezüglich der Beschwerden im Bereich der HWS ist ein positiver Heilungsverlauf 

dokumentiert. Der Beschwerdeführer teilte der Beschwerdegegnerin am 8. Juli 2005 

telefonisch mit, dass es ihm gut gehe und er momentan keine Schmerzen mehr habe 

(UV-act. 42). Dr. B.___ bestätigte am 9. Mai 2007, dass der Beschwerdeführer nur noch 

gelegentlich leichte Beschwerden im Bereich der HWS verspüre. Dr. E.___ stellte im 

Aktengutachten vom 22. März 2008 eine komplikationslose Heilung der beim 

Verkehrsunfall erlittenen Frakturen im Bereich der HWS und der Verletzungen am Skalp 

und der rechten Hand fest. Aufgrund des neurologischen Befunds, respektive der 

medizinischen Befunde im KSSG, sei ausserdem davon auszugehen, dass nie eine 

Verletzung des Gehirns bestanden habe (UV-act. 66). Die am 16. Juni 2008 

durchgeführte cranio-cerebrale Kernspintomographie ergab keinen Hinweis auf fokale 

Hirnparenchymläsionen und insbesondere keinen Hinweis auf posttraumatische 

Strukturalterationen (act. G 16.1 Beilage 4). Aufgrund dieser Aktenlage ist 

rechtsgenüglich erstellt, dass spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (4. Mai 

2007) keine klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen mehr vorlagen, welche beim 

Beschwerdeführer zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt haben. Zu prüfen bleibt, ob im 

Zeitpunkt der Leistungseinstellung organisch nicht hinreichend fassbare adäquat 

kausale Unfallfolgen vorlagen.

4.        

4.1    Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei 

Schleuderverletzungen sowie bei äquivalenten Distorsionen der HWS oder bei einem 

Schädelhirntrauma (vgl. BGE 117 V 369) auch ohne nachweisbare pathologische bzw. 

organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausfälle verschiedenster 

Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein Schleudertrauma oder eine 

Distorsion der HWS typischen Beschwerden nicht mit entsprechenden 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) objektivierbar sind, 

rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden in Abrede zu stellen 

(BGE 117 V 359 E. 5d/aa).

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4.2    Den medizinischen Akten ist nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer 

beim Unfallereignis ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Distorsion der HWS 

erlitten hat. Hingegen hält Dr. F.___ im Bericht vom 4. September 2008 fest, dass der 

Beschwerdeführer mit grosser Wahrscheinlichkeit eine milde traumatische 

Gehirnverletzung erlitten habe. Unter Berücksichtigung der gesamten Aktenlage ist 

diese rund fünf Jahre nach dem Unfall gestellte Diagnose nur schwer nachvollziehbar. 

Insbesondere fehlen Hinweise der erstbehandelnden Ärzte, aus welchen auf eine 

derartige Verletzung geschlossen werden könnte. Im Bericht des KSSG vom 30. 

September 2003 wurde neurologisch bis auf eine diskrete Taubheit der 

Daumenfingerbeere ein unauffälliger Befund festgehalten. Rechtsprechungsgemäss 

kann bei einer Diagnose eines Schädelhirntraumas sowie beim Vorliegen eines für 

diese Verletzung typischen Beschwerdebilds mit einer Häufung von Beschwerden wie 

diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, 

Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit und Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, 

Depression, Wesensveränderung usw. der natürliche Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in der Regel 

angenommen werden (BGE 117 V 359 Erw. 4b). Ein solches Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden ist den medizinischen Akten allerdings nicht zu entnehmen. 

Anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung bei Dr. C.___ vom 22. November 

2004 erwähnte der Beschwerdeführer erstmals Konzentrationsprobleme. Somit spricht 

der unfallbedingte Krankheitsverlauf ebenfalls gegen die Diagnose einer milden 

traumatischen Hirnverletzung. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass beim 

vorliegenden Unfallereignis ein schleudertraumaähnlicher Verletzungsmechanismus 

nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden kann. Sodann ist denkbar, dass im 

Hinblick auf die vom Beschwerdeführer erlittenen Verletzungen der Problematik eines 

Schädelhirntraumas in der Diagnoseerhebung keine Beachtung geschenkt wurde. 

Allerdings sind den vorliegenden medizinischen Akten keine diesbezüglichen 

echtzeitlichen Diagnosen und kein typisches Beschwerdebild zu entnehmen. Ein 

solches zeigte sich aber auch im Nachgang zum Unfallereignis zu keinem Zeitpunkt. 

Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände ist entgegen der von Dr. F.___ gestellten 

Diagnose davon auszugehen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine 

schleudertraumaähnliche Verletzung stattgefunden hat.

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4.3    Der Beschwerdeführer macht im Weiteren geltend, dass die von Dr. C.___ 

festgestellten kognitiven Einschränkungen eine direkte Folge des Unfalls seien. Als 

Folge dieser Einschränkungen sei er zur Kündigung der bisherigen Arbeitsstelle 

gezwungen gewesen. Bei der neu angetretenen Stelle erziele er ein tieferes 

Einkommen, weshalb er eine unfallbedingte Lohneinbusse erleide. Dr. C.___ stellte im 

Gutachten vom 6. Januar 2005 fest, dass die objektivierbaren Funktionsstörungen in 

ihrem Ausmass als leicht einzustufen seien, in ihrer beruflichen Konsequenz in 

Kombination mit der vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzproblematik jedoch 

weitreichende Auswirkungen hätten. In Anbetracht der Doppelbelastung bei vollem 

Arbeitspensum und anspruchsvoller Weiterbildung erscheine aus 

neuropsychologischer Sicht eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit aufgrund der 

kognitiven Leistungsminderungen von ca. 20% gegeben. Dr. B.___ diagnostizierte im 

Bericht vom 26. Januar 2005 fragliche leichte kognitive Minderleistungen. Dr. E.___ 

führte im Gutachten vom 22. März 2008 aus, dass eine kognitive Leistungsminderung 

von 20%, die sich auch praktisch nie ausgewirkt habe, jetzt kaum im Zusammenhang 

mit dem Unfall stehe. Gemäss Rechtsprechung vermag es die Neuropsychologie, nach 

derzeitigem Wissensstand, nicht, selbständig die Beurteilung der Genese 

abschliessend vorzunehmen. Spricht nach der Aktenlage medizinisch vieles für 

Unfallkausalität der ausgewiesenen Beschwerden, ohne dass aber vom unfallärztlichen 

Standpunkt aus der Zusammenhang direkt mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

bejahen wäre, können die neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse im 

Rahmen der gesamthaften Beweisführung bedeutsam sein. Das setzt aber voraus, 

dass der Neuropsychologe - im Einzelfall - in der Lage ist, überprüf- und 

nachvollziehbare, mithin überzeugende Aussagen zur Unfallkausalität zu machen, die 

sich in die anderen (interdisziplinären) Abklärungsergebnisse schlüssig einfügen. 

Blosse Klagen über diffuse Beschwerden genügen somit keineswegs für den Beweis 

der Unfallkausalität (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb; RKUV 2000, U 395, S. 318). Die 

Beschwerdegegnerin führt diesbezüglich zu Recht aus, dass selbst Dr. C.___ nicht 

explizit eine Unfallkausalität bejahe. Ausserdem bezog sich die von Dr. C.___ 

festgestellte Leistungseinschränkung auf die Doppelbelastung eines vollen 

Arbeitspensums und der anspruchsvollen Weiterbildung. Im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung hatte der Beschwerdeführer die Weiterbildung jedoch bereits 

erfolgreich abgeschlossen, weshalb die Doppelbelastung spätestens dann weggefallen 

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war. Sodann teilte die ehemalige Arbeitgeberin am 4. September 2007 mit, dass sie mit 

den Leistungen des Beschwerdeführers stets zufrieden gewesen seien und ihnen eine 

Leistungsminderung nicht aufgefallen sei. Aufgrund der medizinischen Aktenlage sowie 

unter Berücksichtigung der Rechtsprechung bezüglich neuropsychologischer Defizite 

ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den vom Beschwerdeführer 

geklagten neuropsychologischen Beschwerden und dem Unfallereignis nicht 

überwiegend wahrscheinlich gegeben. Wie die folgende Erwägung zeigen wird, wäre 

selbst bei Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs die Adäquanz und somit 

der Leistungsanspruch zu verneinen.   

4.4    Gemäss Rechtsprechung sind neuropsychologische Defizite ohne organische 

Befunde den psychischen Problemen gleichgesetzt mit der Folge, dass sie bei 

Dominanz auch als psychische Überlagerung betrachtet werden, wobei die 

Adäquanzprüfung unter diesen Umständen nach der Praxis gemäss BGE 115 V 133 zu 

erfolgen hat (Urteil U 321/06 vom 25. April 2007 Erw. 4.1 mit Hinweisen). Da vorliegend, 

wie die obigen Erwägungen gezeigt haben, weder eine HWS-Distorsion diagnostiziert 

wurde noch von einer traumatischen Hirnverletzung ausgegangen werden kann, ist 

eine Adäquanzbeurteilung nach der sogenannten "Psycho-Praxis" durchzuführen.   

4.4.1           Bei der Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall und 

einer anschliessend einsetzenden psychischen Fehlentwicklung mit Einschränkung der 

Arbeits- und Erwerbsfähigkeit ist nach der Rechtsprechung (BGE 115 V 138 ff. Erw. 6, 

bestätigt im Urteil vom 19. Februar 2008 [U 394/06] Erw. 10.1) vom Unfallereignis 

auszugehen. Dabei besteht ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den 

Beschwerden und dem Unfall, wenn dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die 

Entstehung der Beschwerden zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse 

Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Für die 

Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend 

vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen bzw. leichten Unfällen 

einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischen liegenden 

mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in 

der Regel bei schweren Unfällen ohne Weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem 

mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig beantworten. Es 

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sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall in 

Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in 

eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Dabei müssen rechtsprechungsgemäss (vgl. 

BGE 115 V 140 Erw. 6c; SVR 1999 UV Nr. 10 S. 31 Erw. 2, 2001 UV Nr. 8 S. 32, je mit 

Hinweisen) die weiteren unfallbezogenen Kriterien entweder in gehäufter oder 

auffallender Weise oder ein einziges Kriterium in besonders ausgeprägter Weise erfüllt 

sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Als in die Adäquanzbeurteilung 

einzubeziehende Kriterien nennt die Rechtsprechung (BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa): 

besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls, 

die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre 

erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen, ungewöhnlich 

lange Dauer der ärztlichen Behandlung, körperliche Dauerschmerzen, ärztliche 

Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert, schwieriger 

Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen und Grad und Dauer der physisch 

bedingten Arbeitsunfähigkeit.

4.4.2           Gemäss Polizeirapport vom 16. September 2003 verlor der Lenker des 

Personenwagens, in welchem der Beschwerdeführer als Beifahrer mitfuhr, auf der 

Autobahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und kollidierte danach, als er einem 

anderen Verkehrsteilnehmers ausweichen musste, mit der sich im Mittelstreifen 

befindlichen Böschung. Das Fahrzeug überschlug sich daraufhin über die Längsachse, 

fiel zurück auf die Fahrbahn und blieb auf dem Dach liegen. Der Beschwerdeführer 

konnte das Fahrzeug unter Beihilfe des kaum verletzten Lenkers selbständig verlassen. 

Aufgrund dieses Geschehensablaufs und mit Blick auf die Kasuistik hat die 

Beschwerdegegnerin den Unfall zu Recht dem mittleren Bereich zugeordnet. Somit 

bleibt zu prüfen, ob von den in die Adäquanzbeurteilung einzubeziehenden Kriterien 

entweder ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise oder aber mehrere in 

gehäufter oder auffälliger Weise erfüllt sind.

4.4.3           Das Unfallereignis weist unbestrittenermassen eine gewisse 

Eindrücklichkeit auf, indem sich das Fahrzeug auf der Autobahn mit rund 120km/h 

überschlagen hat und auf der Fahrbahn auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Für 

die Beurteilung des Kriteriums der besonders dramatischen Begleitumstände oder 

besonderer Eindrücklichkeit des Unfalls ist im Vergleich mit ähnlichen Unfällen 

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festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer aus dem Fahrzeug befreien konnte und 

es zu keiner Kollision mit anderen Fahrzeugen gekommen ist. Das Kriterium kann 

vorliegend bejaht werden, es erreicht jedoch keine besonders intensive Ausprägung 

(vgl. RKUV 2003 U 481 S. 203 ff.; Urteil U 492/06 vom 16. Mai 2007 Erw. 4.3.1).

Die erlittenen Verletzungen können nicht als besonders schwer eingestuft werden. Dem 

Beschwerdeführer wurde bereits ab 27. Oktober 2003 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit 

attestiert. Am 12. Januar 2004 teilte das KSSG mit, dass die Wirbelkörperfrakturen 

konsolidiert seien. Über diesen Zeitpunkt hinaus sind keine objektivierbaren 

körperlichen Restschäden bekannt, weshalb das Kriterium nicht erfüllt ist.

Ebenfalls ist den medizinischen Akten keine ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen 

Behandlung zu entnehmen. Nach dem stationären Aufenthalt im KSSG vom 4. bis 

10. September 2003 erfolgten, abgesehen von Kontrolluntersuchungen und 

physiotherapeutischen Massnahmen, keine weiteren ärztlichen Behandlungen.

Im Bericht des KSSG vom 10. November 2003 wurde festgehalten, dass es dem 

Beschwerdeführer zunehmend besser gehe und er noch gelegentlich ausstrahlende 

Schmerzen in die rechte Schulter und in den Arm aufweise. Gegenüber der 

Beschwerdegegnerin erwähnte der Beschwerdeführer am 8. Juli 2005, dass er 

momentan keine Beschwerden mehr habe und mit dem Zustand zufrieden sei. Dr. 

B.___ führte am 9. Mai 2007 aus, dass der Beschwerdeführer nur noch gelegentlich 

leichte Beschwerden im Bereich der HWS bzw. ein leichtes Schwächegefühl der 

Muskulatur verspüre. Das Kriterium der Dauerschmerzen ist aufgrund dieser Aktenlage 

nicht ausgewiesen.

Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, 

ist nicht ersichtlich und wurde vom Beschwerdeführer zu Recht auch nicht geltend 

gemacht.

Ebenso wenig ist aufgrund der vorliegenden Akten von einem schwierigen 

Heilungsverlauf und erheblichen Komplikationen auszugehen. Wie bereits mehrfach 

erwähnt, wurde im KSSG mit Schreiben vom 12. Januar 2004 der Abschluss der 

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Behandlung mitgeteilt. Die zwischenzeitlich geklagten starken Schmerzen im Bereich 

der HWS vermögen keinen schwierigen Heilungsverlauf zu begründen.

Dem Beschwerdeführer wurde bereits weniger als zwei Monate nach dem 

Unfallereignis wieder eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert, welche er auch entsprechend 

verwerten konnte. Das Kriterium Grad und Dauer der physisch bedingten 

Arbeitsunfähigkeit ist nicht erfüllt.

4.4.4           Somit kann lediglich eines der praxisgemäss zu berücksichtigenden 

Kriterien als erfüllt betrachtet werden, jedoch nicht in derart ausgeprägter Weise, dass 

es zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen den geltend 

gemachten neuropsychologischen Defiziten und dem Unfall führen würde.

4.5    Zusammenfassend ist festzustellen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 

keine mit dem Unfall in natürlichem und adäquatem Kausalzusammenhang stehende 

Beschwerden mehr bestanden und die Leistungseinstellung per 4. Mai 2007 

diesbezüglich nicht zu beanstanden ist.

4.6    Dem Antrag des Beschwerdeführers, eine polydisziplinäre Begutachtung 

durchzuführen, ist nicht stattzugeben. Die vorliegenden Akten ermöglichen eine 

hinreichende Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers. Da nicht 

anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die Beurteilung des 

vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann darauf verzichtet 

werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; Pra 88 Nr. 117; 

SVR-UV 1996 Nr. 62.211).

5.        

5.1    Die obigen Erwägungen haben gezeigt, dass die vom Beschwerdeführer 

geklagten neuropsychologischen Störungen nicht in einem natürlichen und adäquaten 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stehen. Dementsprechend ist beim 

Beschwerdeführer auch keine, wie von ihm geltend gemacht, unfallbedingte Arbeits- 

bzw. Erwerbsunfähigkeit eingetreten. Da ausserdem seit 27. Oktober 2003 wieder eine 

volle Arbeitsfähigkeit bestand, wurde ein Invalidenrentenanspruch mangels Arbeits- 

und Erwerbsunfähigkeit zu Recht verneint.

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5.2    Bezüglich der Ausrichtung einer Integritätsentschädigung ist festzuhalten, dass 

diesbezüglich ebenfalls ein Kausalzusammenhang zwischen den geklagten 

Beschwerden und dem Unfallereignis gegeben sein muss. Diese Voraussetzung ist 

vorliegend, wie soeben ausgeführt, nicht gegeben. Dr. D.___ teilte am 13. und 24. 

September 2007 mit, dass zwar Frakturen am HWK 6 und 7 vorliegen würden, jedoch 

ohne relevante Höhenminderung oder Instabilität. Dr. E.___ bestätigte im Gutachten 

vom 22. März 2008, dass bei guter Stabilität und Funktion der HWS keine 

Integritätsentschädigung geschuldet sei. Damit muss es sein Bewenden haben.

5.3    Dem Antrag des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, 

die Kosten der veranlassten fachärztlichen Abklärung zurückzuvergüten, ist nicht statt 

zu geben. Wie die obigen Erwägungen gezeigt haben, sind dem Gutachten von 

Dr. F.___ vom 4. September 2008 keine neuen entscheidrelevanten Tatsachen zu 

entnehmen. Eine weitere neurologische Abklärung war unter Berücksichtigung der 

bestehenden Aktenlage nicht angezeigt, weshalb es sich nicht rechtfertigen lässt, der 

Beschwerdegegnerin die Kosten für den Bericht von Dr. F.___ zu überbinden. 

6.        

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 12.10.2009
	Art. 6 Abs. 1 UVG: Beurteilung des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs von geklagten Beschwerden nach erlittenem Verkehrsunfall. Neuropsychologische Defizite ohne organische Befunde werden rechtsprechungsgemäss den psychischen Problemen gleichgesetzt (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 12. Oktober 2009; UV 2008/102).

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