# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80340afd-6092-5274-b695-63a673e18aee
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 1990-10-30
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP 30.10.1990 OG ARGVP 1990 3170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_OG-ARGVP-1990-3170_1990-10-30.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3170,3171

3. Verfahren

3.1 Zivilprozess 

3170

Parteientschädigung. Bemessung bei bloss teilweisem Obsiegen 
(Art. 86 ZPO).

Bei der Verlegung der ausseramtlichen Kosten ist nach verbreiteter Praxis 
in Fällen, wo keine Partei vollständig obsiegt, vom Prozessaufwand der 
mehrheitlich obsiegenden Partei auszugehen. Dieser Betrag ist zu multi­
plizieren mit der Differenz zwischen den Bruchteilen, für die beide Parteien 
als kostentragungspflichtig erklärt werden (vgl. GVP SG 1983, Nr. 56). Zu 
dieser Praxis bekennt sich auch das Obergericht.

Vorliegend trägt die Klägerin 3/4, der Beklagte 1/4 der amtlichen 
Kosten. Somit beläuft sich diese Differenz auf 1/2; der Entschädigungs­
anspruch des Beklagten gegenüber der Klärgerin demzufolge auf die 
Hälfte der gemäss normalem Tarif (Art. 90 Ziff.2 ZPO) zu berechnenden 
Entschädigung des beklagtischen Anwalts.

OGer 30.10.1990

3171

Klageänderung. Die Änderung des Antrags auf Klageabweisung in ein 
Feststellungsbegehren ist unzulässig (Art. 141 Abs.1 ZPO).

Gemäss Art. 114 Abs.1 ZPO ist eine Änderung des Rechtsbegehrens nur 
dann zulässig, wenn die Gegenpartei einwilligt oder wenn durch die 
Änderung das Verfahren nicht wesentlich erschwert und die Rechtstellung 
der Gegenpartei nicht beeinträchtigt wird. Der Ausschluss der Klage­
änderung beruht -  dies gilt insbesondere für Verfahren, die vollständig

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