# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1220ecb8-fa02-57aa-8abc-f9dafa73c18a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 02.09.2014 IV 2013/636
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-636_2014-09-02.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/636

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 08.06.2020

Entscheiddatum: 02.09.2014

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2014
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Bestimmung 
Vergleichseinkommen/Prozentvergleich. Tabellenlohnabzug von 25% für 
funktionelle Einhändigkeit und Teilzeitarbeit. Anspruch auf eine halbe Rente. 
(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. 
September 2014, IV 2013/636).

Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2014

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterin Marie Löhrer, a.o. 

Versicherungsrichter Christian Zingg; Gerichtsschreiber Daniel Furrer

Entscheid vom 2. September 2014

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Eugen Koller, LL.M., Anwaltskanzlei St. Jakob, 

St. Jakob Strasse 37, 9000 St. Gallen

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.    

A.a  A.___ meldete sich im November 2007 unter Hinweis auf starke Schmerzen im 

linken Handgelenk zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung bei der IV-

Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Der Versicherte musste sich in den Jahren 

2007 bis 2012 am linken Handgelenk verschiedenen operativen Eingriffen in der Klinik 

für Handchirurgie am Kantonsspital St. Gallen (KSSG) unterziehen (vgl. IV-act. 122, S. 

28). Gemäss Fragebogen für Arbeitgebende vom 8. Januar 2008 hatte er zuletzt von 

Mai 2002 bis März 2007 als Hilfsmetzger in der Herstellung von Convenience-Artikeln 

bei der B.___ AG gearbeitet (IV-act. 12).

A.b  Im Gutachten vom 10. Juni 2008 zuhanden der Krankenversicherung hielt Dr. med. 

C.___, Handchirurgie, Orthopädie D.___, fest, die massiven bewegungs- bzw. 

belastungsabhängigen Schmerzen des Versicherten würden sich durch die Befunde im 

Röntgenbild erklären lassen. Alle handwerklichen Tätigkeiten in jeder Position seien 

erschwert und würden praktisch einhändig durchgeführt. Die linke Hand diene lediglich 

noch als Hilfshand. Der Versicherte funktioniere als Handarbeiter für mittelschwere und 

schwere Arbeiten nur als Einhänder. Er sei demzufolge für seine bisherige Tätigkeit in 

der Metzgerei 100% arbeitsunfähig. Leichtere Arbeiten könnten rechts durchgeführt 

werden, wobei anzumerken sei, dass das rechte Handgelenk auch vorgeschädigt sei. 

Zurzeit würde eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit zur Schädigung der 

Gesundheit des Versicherten führen. Dieser würde nämlich vermehrt die rechte, bereits 

vorgeschädigte Hand mehr belasten, was dort wieder zur Beschleunigung der 

pathologischen Veränderungen führen würde. In einer angepassten Tätigkeit bestehe 

eine Arbeitsfähigkeit von 30%. Eine erneute Beurteilung sei sinnvoll, wenn das linke 

Handgelenk erneut operiert worden sei (IV-act. 67-3 ff.).

A.c  Die seit 6. Mai 2010 behandelnde Psychiaterin, Dr. med. E.___, Fachärztin 

Psychiatrie und Psychotherapie FMH, diagnostizierte in ihrem Bericht vom 7. 

September 2010 eine Anpassungsstörung, eine längere depressive Reaktion (ICD-10:

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F 43.21), eine Kahnbein-Pseudoarthrose beidseitig und eine Handgelenksarthrose 

links. Durch die Arbeitsunfähigkeit nach den neun Operationen an seinem linken 

Handgelenk und der unbefriedigenden Behandlung sowie wegen massiver 

psychosozialer Belastung habe der Versicherte eine Anpassungsstörung mit längerer 

depressiver Reaktion entwickelt. Er sei zunehmend nervös geworden, leide unter einer 

umfassend depressiven Stimmung, Angst, Besorgnis und einem Gefühl, unmöglich mit 

dem Alltag zu Recht zu kommen. Weiter habe er auch Ein- und Durchschlafstörungen. 

Aus psychiatrischer Sicht sei er aktuell 50% arbeitsunfähig (IV-act. 139-11 f.).

A.d  Mit Verfügung vom 10. Januar 2011 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des 

Versicherten ab (IV-act. 73). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 10. Februar 2011 

(IV-act. 82) wurde mit Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 

11. Mai 2012 teilweise gutgeheissen, die Verfügung vom 10. Januar 2011 aufgehoben 

und die Sache zur weiteren Abklärung und zur neuen Verfügung im Sinn der 

Erwägungen an die IV-Stelle zurückgewiesen (IV-act. 100).

A.e  Gestützt auf das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen erteilte 

die IV-Stelle dem ABI Ärztliches Begutachtungsinstitut GmbH, Basel (ABI), am 18. Juli 

2012 den Auftrag für eine interdisziplinäre Abklärung (IV-act. 110). Im ABI-Gutachten 

vom 14. Mai 2013 wurde dem Versicherten in der angestammten Tätigkeit eine 

bleibende, volle Arbeitsunfähigkeit attestiert. Für körperlich nur leichte und gut 

adaptierte Tätigkeiten bestehe noch eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60% (IV-

act. 122).

A.f   Mit Vorbescheid vom 4. Juli 2013 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. In einer optimal leidensadaptierten 

Tätigkeit bestehe eine Leistungsfähigkeit von 60%. Dies führe zu einem Invaliditätsgrad 

von 32%, womit kein Rentenanspruch bestehe (IV-act. 127).

A.g  Mit Einwand vom 9. September 2013 machte der Versicherte geltend, dass nicht 

nachvollziehbar sei, wie die IV-Stelle die Arbeitsunfähigkeit auf 32% reduzieren könne, 

nachdem gemäss ABI-Gutachten eine äusserst positiv beurteilte Arbeitsunfähigkeit von 

mindestens 40% vorliege. Zudem sei auch die gutachterliche Abweichung von der 

Einschätzung von Dr. C.___, wonach eine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit 

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von 30% bestehe, nicht nachvollziehbar. Des Weiteren sei der Invaliditätsgrad falsch 

berechnet worden (IV-act. 129).

A.h  Gestützt auf die Stellungnahmen des RAD vom 20. September 2013 (IV-act. 130) 

und vom 10. Oktober 2013 (IV-act. 132) wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des 

Versicherten mit Verfügung vom 13. November 2013 ab (IV-act. 135). Aufgrund des 

Einwandes wurde im Einkommensvergleich beim Invalideneinkommen ein 

Minderverdienst von 20.48% berücksichtigt, was neu zu einem Invaliditätsgrad von 

37% führte.

B.    

B.a  Gegen diese Verfügung vom 13. November 2013 richtet sich die vorliegend zu 

beurteilende Beschwerde vom 16. Dezember 2013. Der Beschwerdeführer beantragt 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge die Aufhebung der Verfügung vom 13. 

November 2013 und die Ausrichtung einer ganzen Rente spätestens ab 1. März 2008, 

eventualiter die Rückweisung der Streitsache zur erneuten Beurteilung an die 

Beschwerdegegnerin. Er begründet dies damit, dass nicht auf das ABI-Gutachten 

abgestellt werden könne. Zudem lasse sich aufgrund der bestehenden 

Beeinträchtigungen und des Alters des Beschwerdeführers eine allfällig bestehende 

Resterwerbsfähigkeit nicht mehr verwerten. Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades 

sei zudem von einem zu hohen erzielbaren Einkommen ausgegangen worden und es 

sei ein Leidensabzug von 25% festzusetzen (act. G 1).

B.b  Mit Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2014 beantragt die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde. Sie stellt sich auf den Standpunkt, dass auf das ABI-

Gutachten und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit abgestellt werden könne. 

Weiter sei der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Verfügung 49-jährig gewesen, womit 

davon auszugehen sei, dass er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt seine 

Restarbeitsfähigkeit noch verwerten könne. Ein Leidensabzug sei nicht vorzunehmen, 

da die Beschwerdegegnerin das Einkommen bereits um 20,48% parallelisiert und 

somit den Höchstwert bereits ausgereizt habe (act. G 6).

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B.c  Am 19. Februar 2014 wurde dem Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege (Befreiung von Gerichtskosten und Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung) entsprochen (act. G 7).

B.d  Mit Replik vom 21. März 2014 hält der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 

Rechtsbegehren gemäss Beschwerdeschrift vollumfänglich fest (act. G 9). Die 

Beschwerdegegnerin verzichtete am 25. April 2014 auf die Einreichung einer Duplik 

(act. G 11).

Erwägungen:

1.     

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

1.1   Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen 

des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20), der Verordnung 

über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) und des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) bzw. am 1. Januar 

2012 die gemäss der IV-Revision 6a revidierten Bestimmungen in Kraft getreten. In 

materiellrechtlicher Hinsicht gilt der übergangsrechtliche Grundsatz, dass der 

Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des 

angefochtenen Entscheids bzw. im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den 

materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklichte (vgl. BGE 127 V 467 E. 1, 

126 V 136 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung erging am 13. 

November 2013, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der 

revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat (Eintritt 

Arbeitsunfähigkeit am 20. März 2007; IV-act. 17-2). Daher und aufgrund dessen, dass 

der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, ist für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf 

die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen 

der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juni 2006, I 428/04, E. 1) bzw. ab 1. Januar 2012 auf die 

Normen der 6a-Revision. Diese übergangsrechtliche Lage zeitigt insoweit keine 

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materiellrechtlichen Folgen, als die 5. und 6a IV-Revisionen hinsichtlich des Begriffs 

und der Bemessung der Invalidität keine substantiellen Änderungen gegenüber der bis 

Ende 2007 gültig gewesenen Rechtslage brachten. Nachfolgend werden die seit 1. 

Januar 2012 gültigen Bestimmungen des ATSG und IVG wiedergegeben, soweit nicht 

ausdrücklich auf die altrechtlichen Bestimmungen verwiesen wird.

1.2   Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit 

ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 

Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung 

verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in 

Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

1.3   Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn 

die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn 

sie mindestens zu 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.4   Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 

Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 

zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen). Für das gesamte 

Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

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Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

1.5   Die Rechtsprechung hat es mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als 

vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 

Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das 

im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholte Gutachten von externen 

Spezialärzten, die aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie 

nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu 

schlüssigen Ergebnissen gelangen, besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 

125 V 351 E. 3b/bb).

2.     

Vorab ist die Frage zu beantworten, ob die medizinische Aktenlage eine rechtsgenüg­

liche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers erlaubt.

2.1   In medizinischer Sicht stützt sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 13. November 2013 auf das ABI-Gutachten vom 14. Mai 2013 (IV-act. 

122). Der Beschwerdeführer erachtet dieses aus verschiedenen Gründen für nicht 

beweistauglich. So bringt er vor, dass die darin attestierte Arbeitsfähigkeit von 60% 

dem Gutachten von Dr. C.___ vom 10. Juni 2008 widerspreche, in welchem dieser zum 

Schluss gekommen sei, dass in einer adaptierten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 

nicht mehr als 30% bestehe. Der Gutachter, Dr. F.___, habe im ABI-Gutachten 

ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Lagebeurteilung des gutachterlich tätigen 

Dr. C.___ vom 10. Juni 2008 fachtechnisch korrekt und schlüssig formuliert sei. Es sei 

somit nicht ersichtlich, weshalb nicht auf dessen Beurteilung abgestellt werde und aus 

welchen Gründen die Arbeitsfähigkeit plötzlich 60% betragen solle. Es fehle eine 

Begründung für diese Abweichung (act. G 1, S. 4 ff.).

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2.1.1         Bezüglich der Arbeitsfähigkeit aus handchirurgischer Sicht wird im ABI-

Gutachten festgehalten, dass Dr. C.___ dazu bereits Stellung bezogen habe. Eine 

höhergradige eingeschränkte Arbeitsfähigkeit sei grundsätzlich nachvollziehbar, da der 

Beschwerdeführer funktionell als Einhänder anzusehen sei und auch sein dominantes 

rechtes Handgelenk eine posttraumatische Handgelenksarthrose mittelschweren 

Stadiums aufweise. Aus medizinisch-theoretischer Sicht komme einzig eine leichte 

manuelle Tätigkeit unter "wechselhaften" Arbeitsbedingungen mit überwiegend 

administrativer Natur in Betracht, die einhändig durchgeführt werden könne (IV-act. 

122, S. 29). Insoweit stimmt das ABI-Gutachten mit der Beurteilung von Dr. C.___ (vgl. 

IV-act. 67-5) überein. Beschwerdeführer und Beschwerdegegnerin sowie auch das 

ABI-Gutachten stimmen weiter überein, dass die Evaluation der arbeitsbezogenen 

funktionellen Leistungsfähigkeit EFL nicht verwertbar sei (vgl. act. G 6, Ziff. 2, act. G 1, 

Ziff. 3 lit. e sowie IV-act. 122, S. 32). In der interdisziplinären Gesamtbeurteilung 

kommen die ABI-Gutachter zum Schluss, dass für körperlich leichte Tätigkeiten, bei 

denen die linke Hand lediglich als Zudienhand einzusetzen sei, bei denen auch 

bezüglich der rechten Hand deutlich Limitierungen bestehen würden, indem keine 

Lasten generell über 10 kg und wiederholt über 5 kg bewegt werden sollten, ohne 

repetitives Bewegungsmuster oder Zwangshaltung, eine zumutbare Präsenz von 

maximal 6 Stunden pro Tag mit einer pausenbedingten Leistungseinbusse von 20% 

bestehe. Dadurch ergebe sich eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit für diese gut 

adaptierten Tätigkeiten von 60% (IV-act. 122, S. 33).

2.1.2         Es trifft zwar zu, dass sich der Handchirurg im ABI-Gutachten nicht konkret 

mit der Arbeitsfähigkeitsschätzung durch Dr. C.___ auseinander setzte. Hingegen hielt 

Dr. F.___ explizit einen höhergradigen Arbeitseinsatz (als 30%) für "denkbar", weil das 

rechte Handgelenk aktuell beschwerdearm sei und eine gute Funktion und Kraft 

aufweise. In der Gesamtbeurteilung wird zudem erwähnt, dass mit den verschiedenen 

Wiederholungsoperationen bis am 30. Mai 2012 im linken Handgelenk eine leichte 

Ruheschmerzbesserung habe erreicht werden können. Bei der orthopädischen 

Untersuchung bestätigte der Beschwerdeführer denn auch ausdrücklich, dass die 

aktuellen Schmerzen beim linken Handgelenk geringer seien als vor der ersten 

Operation (IV-act. 122, S. 18). Gesamthaft erscheint die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit 

plausibel und nachvollziehbar begründet. Dies gilt umso mehr als Dr. C.___ explizit eine 

vorläufige Einschätzung abgab, die sinnvollerweise nach weiteren Operationen neu 

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vorzunehmen sei (IV-act. 67-10). Zugunsten der Beurteilung durch das ABI-Gutachten 

spricht weiter, dass sie auf umfassenden Untersuchungen beruht, und in Kenntnis und 

Würdigung der gesamten Aktenlage sowie der Beschwerdeschilderung erfolgte.

2.2   Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass sich das ABI-Gutachten mit der 

Belastung des rechten Handgelenks und der damit verbundenen Beschleunigung der 

pathologischen Veränderung der rechten Hand, sollte der Beschwerdeführer einer 

Tätigkeit nachgehen, in keiner Weise auseinandersetze. Es könne dem 

Beschwerdeführer nicht zugemutet werden, eine Tätigkeit aufzunehmen, die zu einer 

Beschleunigung des pathologischen Zustands der rechten Hand führen werde, bis er 

auch diese nicht mehr gebrauchen könne. Da sich das Gutachten bezüglich dieser 

Zumutbarkeit nicht geäussert habe, sei es diesbezüglich unvollständig (act. G 1, S. 7).

2.2.1         Das ABI-Gutachten geht mehrfach auf die Probleme beim rechten 

Handgelenk ein;

es wird eine posttraumatische Handgelenksarthrose rechts Stadium III (SLAC-wrist, 

Scaphoid Nonunion Advanced Collapse, ICD-10: M 19.9), eine Rhizarthrose beidseits 

links > rechts (ICD-10: M 18.9) und eine leichtgradige STT-Gelenksarthrose rechts 

diagnostiziert (IV-act. 122, S. 28). Auch bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus 

handchirurgischer Sicht werden die Einschränkungen am rechten Handgelenk 

berücksichtigt. So wird explizit als erschwerend angeführt, dass auch das rechte 

Handgelenk eine posttraumatische Handgelenksarthrose mittelschweren Stadiums 

aufweise, was sich auf die Einsatz- und Leistungsfähigkeit beider Hände in Beruf und 

Haushalt auswirke (IV-act. 122, S. 28). Es komme einzig eine leichte manuelle Tätigkeit 

unter "wechselhaften" (wohl: wechselbelastenden) Arbeitsbedingungen mit 

überwiegend administrativer Natur in Betracht, die einhändig durchgeführt werden 

könne. Aus handchirurgischer Sicht sei ein Teilzeitpensum denkbar, indem die rechte 

Hand nur gering belastet werden solle, ohne repetitive Bewegungen, mit einer 

Gewichtslimite von vereinzelt unter 10 kg und repetitiv unter 5 kg (IV-act. 122, S. 32). 

Zudem wird aufgrund der unklaren Prognose bezüglich des Fortschreitens der Arthrose 

am rechten Handgelenk eine gutachterliche Reevaluation in 2-jährigen Abständen 

empfohlen (IV-act. 122, S. 29).

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2.2.2         Wie dargelegt, trägt das ABI-Gutachten dem geschädigten rechten 

Handgelenk durchaus Rechnung, indem nur eine umschriebene leichte manuelle 

Tätigkeit in Teilzeit mit Ruhepausen als zumutbar erachtet wird. Das Fortschreiten der 

posttraumatischen Handgelenksarthrose rechts sei nur bei höherer Belastung zu 

befürchten. Zudem wird mit der empfohlenen in 2-jährigen Abständen stattfindenden 

Reevaluation einem möglichen Fortschreiten der Arthrose Rechnung getragen. Der 

Einwand des Beschwerdeführers, dass das ABI-Gutachten diesbezüglich unvollständig 

sei, ist somit unbegründet.

2.3   Weiter macht der Beschwerdeführer geltend, dass er gemäss "Gutachten" von 

Dr. E.___ vom 7. September 2010 (IV-act. 139-11 f.) allein aus psychiatrischer Sicht zu 

mindestens 50% arbeitsunfähig sei. Aufgrund der 10 Operationen, die der 

Beschwerdeführer über sich habe ergehen lassen müssen, erstaune es nicht, dass 

auch in psychischer Hinsicht eine Beeinträchtigung gegeben sei. Zudem habe der 

Beschwerdeführer extreme Angst davor, dass die Schmerzen an der rechten Hand 

noch mehr zunehmen würden und er auch diese bald nicht mehr benützen könne. 

Diesbezüglich sei das ABI-Gutachten schlichtweg falsch. Hinsichtlich der Beurteilung 

der psychischen Beeinträchtigung scheine die Behauptung, der Beschwerdeführer sei 

selbst mit dem Auto nach G.___ gefahren, eine erhebliche Bedeutung zu haben. Es 

werde geltend gemacht, dass der Beschwerdeführer keine Konzentrationsstörungen 

habe, und dies sei auch nicht weiter abgeklärt worden. Der Beschwerdeführer sei 

jedoch zu jedem Termin in G.___ und auch in H.___ chauffiert worden. Er traue sich 

aufgrund von Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsstörungen nicht mehr, 

längere Strecken zu fahren. Auch die Behauptung, dass der Beschwerdeführer nicht 

zurückgezogen lebe, werde bestritten. Mit Ausnahme zur Familie pflege er keine 

sozialen Kontakte (act. G 1, S. 8 ff.).

2.3.1         Diesbezüglich gilt es zu berücksichtigen, dass rechtsprechungsgemäss 

unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und 

Abklärungsauftrag es nicht angehen kann, eine medizinische Administrativ- oder 

Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen 

zu nehmen, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen nachher zu 

unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten 

abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die 

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behandelnden medizinischen Fachpersonen objektiv festellbare Gesichtspunkte 

vorbringen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und die geeignet 

sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche Abteilungen des 

Bundesgerichts] vom 13. März 2006, I 676/05, E. 2.4 mit Hinweisen). Weiter ist zu 

beachten, dass – behandelnde und begutachtende – Psychiater, mit der gleichen 

Person als Patientin oder Explorandin in verschiedenen Zeitpunkten und Situationen 

konfrontiert, zu unterschiedlichen Beurteilungen der psychischen Beeinträchtigungen 

und – invalidenversicherungsrechtlich entscheidend – deren Schweregrades mitsamt 

den sich daraus ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit gelangen können. 

Diese in der Natur der Sache begründete, weitgehend fehlende Validierbarkeit 

("Reliabilität") psychiatrischer Diagnosen kann nicht automatisch zu 

Beweisweiterungen bei sich widersprechenden psychiatrischen Berichten und 

Expertisen führen, wenn die gutachterliche Einschätzung die Anforderungen an 

beweiskräftige Gutachten erfüllt (Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 2009, 

9C_661/09, E. 3.2).

2.3.2         Die behandelnde Psychiaterin diagnostizierte eine Anpassungsstörung mit 

einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10: F 43.21) und attestierte dem 

Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 50% (IV-act. 139-11 f.). Im ABI-

Gutachten wurde demgegenüber eine leichte depressive Episode (ICD-10: F 32.0) ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert. Zudem setzte sich der Gutachter explizit 

und nachvollziehbar mit dem Bericht der behandelnden Psychiaterin auseinander (IV-

act. 122, S. 13 ff.). Die von der behandelnden Psychiaterin gestellte Diagnose vermag 

daher keinen wesentlichen Mangel am Gutachten zu begründen. Es ergeben sich auch 

aus dem Bericht der behandelnden Psychiaterin keine objektiven Gesichtspunkte, die 

im Gutachten ausser Acht gelassen worden wären.

2.3.3         Aufgrund der vom Beschwerdeführer eingereichten Bestätigungen (act. G 

1.6 ff.) kann als erwiesen angenommen werden, dass der Beschwerdeführer mit 

seinem Privatauto von einer Drittperson nach G.___ gefahren wurde. Somit erscheint 

die Beurteilung im ABI-Gutachten, dass die Autofahrt des Beschwerdeführers nach 

G.___ gegen eine deutliche Konzentrationsstörung spreche, nicht schlüssig. Gegen 

eine Konzentrationsstörung spricht aber weiterhin der psychiatrische Befund, wonach 

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die Vigilanz ungestört war, die Aufmerksamkeit, die Auffassung und das Gedächtnis 

nicht beeinträchtigt waren (IV-act. 122, S. 13). Zudem habe sich der Beschwerdeführer 

im Untersuchungsgespräch gut konzentrieren können, die Anamneseerhebung sei gut 

möglich gewesen und er habe auch Lebensdaten gut angeben können (IV-act. 122, S. 

14). Auch aus dem Bericht der behandelnden Psychiaterin geht keine 

Konzentrationsstörung hervor, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken würde; es 

wird lediglich festgestellt, dass die Aufmerksamkeit und Konzentration leicht 

herabgesetzt seien (IV-act. 139-11).

2.4   Zusammenfassend bestehen keine Zweifel an dem auf umfassenden 

Untersuchungen beruhenden, in Kenntnis der vollständigen Aktenlage und in 

Berücksichtigung des gesamten Leidensbilds ergangenen, nachvollziehbaren ABI-

Gutachten vom 14. Mai 2013. Gestützt darauf ist davon auszugehen, dass der 

Beschwerdeführer für gut adaptierte Tätigkeiten aus medizinischer Sicht über eine 

Arbeitsfähigkeit von 60% verfügt (IV-act. 122, S. 33). Es besteht kein Bedarf für die 

Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen.

3.     

3.1   Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht weiter geltend, dass sich eine 

allfällig bestehende Resterwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund der 

bestehenden Beeinträchtigungen und aufgrund des Alters (er sei bereits 57 Jahre alt) 

ohnehin nicht mehr verwerten lasse. Dr. C.___ halte lediglich eine leichte Tätigkeit eher 

intellektueller Art für möglich. Aufgrund der Bildung und der Sprachkenntnisse des 

Beschwerdeführers sei aber eine solche Tätigkeit ohnehin ausgeschlossen. Fehle es an 

der Möglichkeit überhaupt eine allfällige Resterwerbsfähigkeit wirtschaftlich verwerten 

zu können, bestehe ebenfalls Anspruch auf eine ganze Rente (act. G. 1, S. 10).

3.2   Entgegen der Behauptung des Rechtsvertreters war der Beschwerdeführer 

(geboren am 27. Juli 1964; vgl. IV-act. 3) bei der Beschwerdeerhebung im Dezember 

2013 erst 49 ½ Jahre alt und nicht bereits 57-jährig. Der Einwand, eine allfällige 

Resterwerbsfähigkeit könne aufgrund des Alters wirtschaftlich nicht verwertet werden, 

ist demzufolge unbegründet (zum massgeblichen Zeitpunkt vgl. im Übrigen BGE 138 V 

457). Wie die Beschwerdegegnerin geltend macht, geht die Gerichtspraxis davon aus, 

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dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt für Personen, welche funktionell als Einarmige zu 

betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend 

realistische Betätigungsmöglichkeiten bietet. Zu denken sei etwa an einfache 

Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und 

Überwachung von (halb-)auto-matischen Maschinen oder Produktionseinheiten (Urteil 

des Bundesgerichts vom 8. September 2009, 9C_207/2009, E. 3.2 mit Hinweisen). Der 

Einwand, die Resterwerbsfähigkeit könne wirtschaftlich nicht verwertet werden, ist 

somit unbegründet.

4.    

Ausgehend von einer 60%igen Restarbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten 

verbleibt die Prüfung des Invaliditätsgrads. Dabei kann offen bleiben, ob die von der 

Beschwerdegegnerin vorgenommene Parallelisierung mit einem 5%igen Selbstbehalt 

zulasten des Beschwerdeführers wegen Minderverdienst vorliegend zutreffend ist. 

Denn selbst wenn auf die von der Beschwerdegegnerin ermittelten 

Vergleichseinkommen (Valideneinkommen: Fr. 49'231.--; Invalideneinkommen ohne 

Tabellenlohnabzug Fr. 31'015.--, IV-act. 136) abgestellt und kein Prozentvergleich 

vorgenommen würde, resultierte ein rentenbegründender Invaliditätsgrad, da die 

Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung zu Unrecht die Gewährung eines 

Tabellenlohnabzugs unterlassen hat.

4.1   Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt 

werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit einer 

gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht 

erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem 

allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg zu 

verwerten in der Lage sind. Nach der Rechtsprechung hängt die Frage, ob und in 

welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von sämtlichen persönlichen 

und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden Faktoren – des konkreten 

Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem 

Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige Abzug auf 25% 

festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des Tabellenlohnabzugs ist unzulässig 

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(BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit 

Hinweisen).

4.2   Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt (act. G 6, Rz 6), gilt es zu 

beachten, dass bestimmte einkommensbeeinflussende Merkmale nicht mehr als 

ursächliche Faktoren für einen Tabellenlohnabzug berücksichtigt werden dürfen, wenn 

denselben IV-fremden Aspekten bereits bei der Parallelisierung der 

Vergleichseinkommen Rechnung getragen wurde (Urteil des Bundesgerichts vom 5. 

September 2011, 8C_273/2011, E. 5). Entgegen den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin steht die Parallelisierung indessen der Gewährung des 

höchstzulässigen Abzugs von 25% nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

30. September 2008, 9C_677/2008), zumal bereits aufgrund leidensbedingter 

Einschränkungen ein Abzug von 25% gewährt werden kann (vgl. etwa Urteil des 

Bundesgerichts vom 17. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.3.2 mit Hinweisen 

betreffend "Einhändigkeit"). Die Parallelisierung der Vergleichseinkommen einerseits 

und der Abzug vom statistisch ermittelten Invalideneinkommen andererseits verfolgen 

unterschiedliche Ziele. Die Korrektur bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen 

dient dem Grundsatz, dass die Invalidenversicherung für invaliditätsbedingte 

Erwerbsunfähigkeit einzustehen hat. Würde diese Korrektur nicht vorgenommen, wäre 

der Invaliditätsgrad bei Versicherten mit unterdurchschnittlichem Valideneinkommen 

stets kleiner als bei Versicherten mit dem gleichen Gesundheitsschaden jedoch 

durchschnittlichem Valideneinkommen. Dies würde gegen das Gebot der 

Rechtsgleichheit verstossen. Der Abzug vom Invalideneinkommen hingegen bezweckt, 

ausgehend von statistischen Werten ein Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der 

im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der noch möglichen Verrichtungen 

im Rahmen der (Rest-)Arbeitsfähigkeit am besten entspricht (vgl. BGE 134 V 329, E. 6.2 

mit Hinweisen).

4.3   Ein Tabellenlohnabzug von 20% erscheint mit Blick auf die Rechtsprechung des 

Bundesgerichts bei "Einhändigkeit" als angemessen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

vom 17. September 2008, 9C_418/2008, E. 3.3.2 mit Hinweisen, sowie vom 10. August 

2011, 8C_390/2011, E. 6, wo gar ein 25%iger Abzug gewährt wurde). Dieser Abzug 

erscheint auch dann als gerechtfertigt, wenn nicht die dominante rechte Hand von der 

Gesundheitsschädigung betroffen ist (vgl. Urteil des Versicherungsgerichts des 

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Kantons St. Gallen vom 29. Januar 2014, IV 2012/309, E. 4.3). Hinzu kommt, dass der 

Beschwerdeführer auch bei der Belastung der dominanten rechten Hand eingeschränkt 

ist. Da der Beschwerdeführer aufgrund seiner Einschränkungen zudem nur noch einer 

teilzeitlichen Tätigkeit nachgehen kann, rechtfertigt sich eine Erhöhung des 

leidensbedingten Tabellenlohnabzugs auf insgesamt 25% (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 10. Februar 2011, 9C_617/2010, E. 4.3).

4.4   Bei einem Tabellenlohnabzug von 25% resultieren beim Abstellen auf das von der 

Beschwerdegegnerin ermittelte Einkommen von Fr. 31'015.-- (60% des um einen 

Minderverdienst von 20.48% gekürzten Tabellenlohne von Fr. 61'776.-- im Jahr 2011, 

IV-act. 136) ein Invalideneinkommen von Fr. 23'261.25 (Fr. 31'015.-- x 0.75), eine 

Erwerbseinbusse von Fr. 25'969.75 (Fr. 49'231.-- – Fr. 23'261.25) und ein 

rentenbegründender Invaliditätsgrad von gerundet (zur Rundung vgl. BGE 130 V 121 E. 

3.2) 53% ([Fr. 25'969.75 / Fr. 49'231.--] x 100). Würde zugunsten des 

Beschwerdeführers ein Prozentvergleich vorgenommen, resultierte ein Invaliditätsgrad 

von gerundet 55% (40% + [60% x 0.25]). Würde zulasten des Beschwerdeführers 

lediglich mit einem Leidensabzug von 20%, bzw. einem Invalideneinkommen von Fr. 

24'812.-- (Fr. 31'015.-- x 0.80) gerechnet, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von gerundet 

50% ([Fr. 24'419.-- / Fr. 49'231.--] x 100).

4.5   Das ABI-Gutachten bescheinigt dem Beschwerdeführer seit März 2007 für die 

angestammte Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit und für eine gut adaptierte, leichte 

Tätigkeit eine 60%ige Arbeitsfähigkeit (IV-act. 122, S. 33). Die Arbeitsunfähigkeit ist 

somit vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision 

eingetreten. In der Fassung der bis 31. Dezember 2007 noch gültigen Bestimmungen 

des IVG (vgl. Erwägung 1.1) entsteht der Rentenanspruch für die versicherte Person, 

die zumindest zu 40% invalid ist (aArt. 29 Abs. 1 lit b i.V.m. aArt. 28 Abs. 1, Erster Satz 

IVG), frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres 

ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40% arbeitsunfähig 

gewesen war. Im vorliegenden Fall lief das Wartejahr im März 2008 ab. Somit entsteht 

der Rentenanspruch am 1. März 2008, zumal sich der Beschwerdeführer auch vor 

Inkrafttreten der 5. IV-Revision im November 2007 bei der Beschwerdegegnerin 

angemeldet hat (vgl. BGE 138 V 475).

5.     

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5.1   Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die Verfügung 

vom 13. November 2013 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 

1. März 2008 eine halbe Rente zuzusprechen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe ist die 

Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2   Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als angemessen. Dem Ausgang des 

Verfahrens entsprechend sind sie vollumfänglich der Beschwerdegegnerin 

aufzuerlegen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 19. Dezember 2011, IV 2009/459, E. 5.2 f.).

5.3   Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Im hier zu 

beurteilenden Fall erscheint eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 3'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen. Die Festlegung einer 

Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt sich bei diesem 

Prozessausgang.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.      In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 13. November 

2013 aufgehoben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. März 2008 eine halbe 

Rente zugesprochen. Zur Festsetzung der Rentenhöhe wird die Sache an

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.      Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--.

bis

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3.      Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung 

von Fr. 3'500.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 02.09.2014
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Würdigung Gutachten. Bestimmung Vergleichseinkommen/Prozentvergleich. Tabellenlohnabzug von 25% für funktionelle Einhändigkeit und Teilzeitarbeit. Anspruch auf eine halbe Rente. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 2. September 2014, IV 2013/636).

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