# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** abf0f651-65dc-524d-b626-681a8fd7de27
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-13
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 13.06.2019 BK 2019 72
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2019-72_2019-06-13.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 19 72

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 13. Juni 2019

Besetzung Oberrichterin Schnell (Präsidentin), Oberrichterin Falkner, Ober-
richter J. Bähler
Gerichtsschreiber i.V. Hagnauer

Verfahrensbeteiligte A.________ AG
v.d. Rechtsanwalt B.________

Beschuldigte

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
3013 Bern

C.________ GmbH
v.d. Fürsprecherin D.________

Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin

Gegenstand Nichtanhandnahme

Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Gesetz über den 
unlauteren Wettbewerb, Verleumdung und übler Nachrede

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Emmental-Oberaargau vom 31. Januar 2019
(EO 18 10617)   

2

Erwägungen:

1. Am 31. Januar 2019 nahm die Regionale Staatsanwaltschaft Emmental-
Oberaargau (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) das Verfahren gegen die 
A.________ AG (nachfolgend: Beschuldigte) wegen Widerhandlung gegen das 
Gesetz über den unlauteren Wettbewerb, Verleumdung und übler Nachrede nicht 
an die Hand (EO 18 10617). Dagegen erhob die C.________ GmbH (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) mit Schreiben vom 14. Februar 2019 Beschwerde (postali-
scher Eingang bei der Beschwerdekammer: 15. Februar 2019).

2. Die Beschwerdeführerin und die Beschuldigte sind Konkurrentinnen auf dem Markt 
von Rezepturen für Kosmetikartikel. Die Beschwerdeführerin wurde für die Entwick-
lung eines Serums und eines Shampoos beauftragt, während die Beschuldigte die 
Produktion desselben übernahm. Im Rahmen dieses Auftrags holte die Auftragge-
berin Referenzen über die Beschwerdeführerin ein, so auch bei der Beschuldigten. 
Die Beschuldigte habe gegenüber der Aufraggeberin geäussert, dass die Rezeptur 
der Beschwerdeführerin unstabil und somit nicht produzierbar sei, und habe dies 
mit selbst durchgeführten Tests belegt. Gemäss der Beschwerdeführerin ent-
sprächen diese Tests keinem wissenschaftlichen Standard und könnten zudem von 
der Beschwerdeführerin widerlegt werden. Die Beschuldigte habe mit diesen Äus-
serungen ihre Kompetenzen als Produzentin überschritten und versucht, die Be-
schwerdeführerin in ein schlechtes Licht zu stellen. Nach einigen Email-
Korrespondenzen reichte die Beschwerdeführerin am 21. September 2018 Strafan-
zeige gegen die Beschuldigte wegen unlauteren Wettbewerbs, Verleumdung und 
übler Nachrede ein.

3. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen innert 10 Tagen schriftlich und begründet 
Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 der Straf-
prozessordnung [StPO; SR 312.0], Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der 
Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. 
Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 
162.11]). Die Beschwerdeführerin ist als Straf- und Zivilklägerin durch die ange-
fochtene Nichtanhandnahme-Verfügung unmittelbar in ihren rechtlich geschützten 
Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert 
(Art. 382 Abs. 1 StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

4. Die Staatsanwaltschaft begründete die Nichtanhandnahme mit der Nichteinhaltung 
der dreimonatigen Frist bei Antragsdelikten (Art. 31 des Schweizerischen Strafge-
setzbuchs [StGB; SR 311.0]). Gemäss Verfügungsbegründung sind die vorgewor-
fenen Delikte der Verleumdung (Art. 174 StGB), der üblen Nachrede 
(Art. 173 StGB) und des unlauteren Wettbewerbs (Art. 23 i.V.m. Art. 3 Bst. a des 
Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG; SR 241]) Antragsdelik-
te. Diese müssten innert dreimonatiger Frist, seitdem der Antragsberechtigte vom 
Täter und der Tat Kenntnis habe, angezeigt werden (RIEDO, in: Basler Kommentar 
zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 6 zu Art. 31 StGB). Dabei sei es irrelevant, ob der 
Antragssteller die rechtliche Qualifikation der Tat kenne. Es gelte, im Zweifelsfall 

3

vorsorglich einen Strafantrag zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 6B_267/2008 
vom 9. Juli 2008 E. 3.3). Gleiches gelte, wenn in Bezug auf die Strafbarkeit des 
fraglichen Verhaltens Unklarheiten bestünden. Die Kenntnis der Tat beinhalte das 
Wissen um deren Tatbestandselemente (Urteile des Bundesgerichts 6B_396/2008 
vom 25. August 2008 E. 3.3.3; 6B_1335/2015 vom 23. September 2016 E. 1.1; 
RIEDO, in: Basler Kommentar Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 17 f. zu Art. 31 StGB) und 
erfordere eine sichere, zuverlässige Kenntnis, die ein Vorgehen gegen den Täter 
als aussichtsreich erscheinen lassen würde (BGE 126 IV 131 E. 2a). Die Strafan-
tragsfrist sei eine Verwirkungsfrist, die weder erstreckt noch unterbrochen werden 
könne.

Vorliegend habe die Beschwerdeführerin am 18. Juni 2018 einen Bericht via Email 
an die Beschuldigte und an die Auftraggeberin gesendet, zu welchem sie geschrie-
ben habe, dass die Beschuldigte den Test nur angewendet habe, um die Rezeptur 
der Beschwerdeführerin zu diskreditieren oder den Kunden einzuschüchtern. Die 
Beschwerdeführerin verwende in dem Bericht bereits den Begriff der Verleumdung 
und schreibe vom Erwägen allfälliger rechtlicher Schritte. Die Staatsanwaltschaft 
geht aufgrund des Berichtes und seiner Wortwahl davon aus, dass die Beschwer-
deführerin spätestens zum Zeitpunkt des Versendens des Berichts am 18. Ju-
ni 2018 von den Taten der Beschuldigten gewusst und an deren Bösgläubigkeit 
geglaubt hatte. Die Staatsanwaltschaft verwendete als massgebenden Zeitpunkt 
zur Fristberechnung den 18. Juni 2018 als Fristbeginn, womit die dreimonatige An-
tragsfrist am 18. September 2018 enden würde (Art. 31 StGB i.V.m. 
Art. 110 Abs. 6 StGB). Der Strafantrag der Beschwerdeführerin vom 21. Septem-
ber 2018 sei somit zu spät erfolgt und daher nicht gültig. Ein gültiger Strafantrag sei 
aber eine Prozessvoraussetzung und müsse zwingend bei der Eröffnung einer Un-
tersuchung vorliegen (RIEDO, in: Basler Kommentar zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, 
N 39 zu Art. 31 StGB; BGE 69 IV 69 E. 5).

5. Die Beschwerdeführerin entgegnet in ihrer Beschwerdebegründung vom 14. Fe-
bruar 2019, dass sie mit dem Bericht vom 18. Juni 2018 noch keine zuverlässige 
Kenntnis von den Vorfällen gehabt habe, die ein Vorgehen gegen die Täter als 
aussichtsreich hätte erscheinen lassen können. Der Bericht sei von der Beschwer-
deführerin selbst verfasst worden und liefere somit keine genügende Kenntnis über 
die Tatbestandselemente, sondern nur eine Vermutung. Sichere Kenntnisse seien 
erst mit dem Prüfbericht vom 9. Juli 2018, welcher durch ein externes Unterneh-
men durchgeführt worden sei, erlangt worden. Diesen Prüfbericht habe die Be-
schwerdeführerin an den Kunden und an die Beschuldigte via Email am 18. Ju-
li 2018 weitergesendet. Gemäss der Beschwerdeführerin sei somit der Fristbeginn 
frühestens am 9. Juli 2018, womit die dreimonatige Frist am 8. Oktober 2018 geen-
det hätte. Der Strafantrag vom 21. September 2018 sei somit rechtzeitig erfolgt und 
gültig.

6. In ihrer Stellungnahme hält die Generalstaatsanwaltschaft fest, dass die Be-
schwerdeführerin eine Auskunft zur letzten relevanten und fristauslösenden Hand-
lung gegenüber der Staatsanwaltschaft unterlassen habe und dass danach die Ver-
fügung, das Verfahren nicht an die Hand zu nehmen, ergangen sei.

4

Zudem sei spätestens beim Verfassen des Berichts bzw. bei dessen Weiterleitung 
per Email-Nachricht am 18. Juni 2018 die letzte relevante Handlung zur Fristauslö-
sung geschehen. Gemäss der Staatsanwaltschaft seien detaillierte Kenntnisse 
über den Tathergang für die fristauslösende Kenntnis nicht notwendig (RIEDO, Der 
Strafantrag, 2004, S. 451). Wenn Unklarheit bezüglich der Strafbarkeit des Verhal-
tens bestehen sollte, müsse präventiv ein Strafantrag gestellt (Urteil des Bundesge-
richts 6B_317/2015 vom 22. Juni 2015 E. 2) und nicht abgewartet werden, bis 
genügend Beweismittel erlangt worden seien (BGE 101 IV 113 E. 1b). Das Wissen 
um die rechtliche Qualifikation der Tat sei in dieser Sache irrelevant (RIEDO, in: 
Basler Kommentar zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 16 zu Art. 31 StGB).

Die Beschwerdeführerin habe in ihrem Abschlussbericht vom 18. Juni 2018 bereits 
festgehalten, dass die Beschuldigte die Tests nur durchgeführt habe, um die Be-
schwerdeführerin zu diskreditieren. Zudem erwähne die Beschwerdeführerin auch 
die Stellungnahme eines beigezogenen externen Fachexperten und in ihrer Einlei-
tung des Berichts habe sie geschrieben, der Bericht basiere auf «fundierte Fach-
tests» und «fundierte Fachexpertise». Im Bericht sei das Vorgehen der Beschuldig-
ten bereits mehrmals als Verleumdung genannt worden. Auch werde erwähnt, dass 
die Beschwerdeführerin sich rechtliche Schritte vorbehalte.

7. In ihrer Replik hält die Beschwerdeführerin fest, dass die Aufforderung zur Auskunft 
über die letzte relevante fristauslösende Handlung nicht erfolgt sei. Es sei lediglich 
nach weiterem Material «in Form von Mailkorrespondenz zwischen den Parteien» 
gefragt worden, ohne eine allfällige Erwähnung, dass die Strafantragsfrist als ver-
passt angesehen hätte werden können.

Gemäss der Beschwerdeführerin sei der Abschlussbericht vom 18. Juni 2018 nur 
eine Vermutung über das Motiv der Beschuldigten. Sichere Kenntnis hätte die Be-
schwerdeführerin erst erlangt, nachdem sie durch ein externes Unternehmen einen 
Prüfbericht habe erstellen lassen. «Die sichere und zuverlässige Kenntnis, die ein 
Vorgehen gegen den Täter als aussichtsreich erscheinen liess» habe die Be-
schwerdeführerin erst mit dem Prüfbericht vom 9. Juli 2018 erlangt 
(BGE 126 IV 131 E. 2a), welchen sie an die anderen Parteien am 18. Juli 2018 wei-
tergeleitet habe.

8. Die Staatsanwaltschaft verfügt gemäss Art. 310 Abs. 1 Bst. a StPO die Nichtan-
handnahme, sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, 
dass die fraglichen Straftatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig 
nicht erfüllt sind, Verfahrenshindernisse bestehen oder aus den in Art. 8 StPO ge-
nannten Gründen auf eine Strafverfolgung zu verzichten ist. Bei Antragsdelikten ist 
ein rechtzeitig eingereichter Strafantrag eine positive Prozessvoraussetzung. Kern-
frage ist vorliegend, ob der für die Antragsdelikte der Verleumdung, der üblen 
Nachrede und des unlauteren Wettbewerbs erforderliche Strafantrag innerhalb der 
in Art. 31 StGB vorgesehenen Frist eingereicht worden ist. Umstritten ist der Zeit-
punkt des Beginns der Strafantragsfrist.

8.1 Gemäss Art. 31 StGB erlischt das Antragsrecht nach Ablauf von drei Monaten. Die 
Frist beginnt mit dem Tag, an welchem der antragsberechtigten Person der Täter 
bekannt wird (Art. 31 StGB). Die Dreimonatsfrist von Art. 31 StGB wird gemäss 

5

Art. 110 Abs. 6 StGB nach der Kalenderzeit berechnet (RIEDO, in: Basler Kommen-
tar zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 34 zu Art. 31 StGB; BGE 73 IV 6). Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist auch bei der Berechnung der Strafantrags-
frist der Tag, an dem die Antragsfrist zu laufen beginnt, nicht mitzuzählen 
(BGE 73 IV 6; BGE 97 IV 238 E. 2; Urteil des Bundesstrafgerichts BG.2012.42 vom 
23. Januar 2013 E. 1.5; STRATENWERTH/WOHLERS, Schweizerisches Strafgesetz-
buch Handkommentar, 3. Aufl. 2013, N. 16 zu Art. 110 StGB mit Hinweis; TRECH-
SEL/JEAN-RICHARD, Schweizerisches Strafgesetzbuch Handkommentar, 
3. Aufl. 2017, N 2 f. zu Art. 31 StGB mit konkreter Berechnung). Diese Regel ergibt 
sich nunmehr auch direkt aus Art. 90 Abs. 1 StPO, welcher normiert, dass die Fris-
ten, die durch den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag 
zu laufen beginnen (vgl. RIEDO, in: Basler Kommentar zum Strafrecht, 
4. Aufl. 2019, N 35 zu Art. 31 StGB). Art. 90 Abs. 1 StPO als allgemeine Regel der 
Fristberechnung muss auch in Bezug auf die Strafantragsfrist Anwendung finden. 
Zu unterscheiden ist somit auch bei der Berechnung der Strafantragsfrist zwischen 
der Fristauslösung (die als solche die Frist eben gerade nicht auslöst) und dem 
Beginn der Frist (vgl. RIEDO, in: Basler Kommentar zur Schweizerische Strafpro-
zessordnung, 2. Aufl. 2014, N 29 zu Art. 90 StPO; vgl. zudem ZURBRÜGG, in: Basler 
Kommentar, Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 9 zu Art. 110 Abs. 6 StGB, wonach dies 
namentlich auch für die Strafantrags- und Verjährungsfristen gelte, obwohl diese 
nach dem Wortlaut von Art. 98 und 100 StGB mit dem Tag zu laufen begännen, an 
dem die strafbare Tätigkeit ausgeführt bzw. das Urteil vollstreckbar geworden sei).

8.2 Die Strafantragsfrist nach Art. 31 StGB ist eine gesetzliche, nicht erstreckbare Frist. 
Eine Strafantragsfrist beginnt zu laufen, wenn die antragsberechtigte Person das 
Bewusstsein hat, dass ein Delikt begangen worden ist. Es spielt keine Rolle, ob sie 
weiss, welcher Tatbestand erfüllt ist (RIEDO, Der Strafantrag, 2004, S. 451 f.; RIE-
DO, in: Basler Kommentar zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 16 zu Art. 31 StGB). Wie 
die Staatsanwaltschaft richtigerweise festhielt, sind für die fristauslösende Kenntnis 
der Tat keine detaillierten Kenntnisse des Tathergangs notwendig. Die Kenntnis 
muss jedoch sicher und bestimmt genug sein, damit der Betroffene nicht selbst ei-
ne üble Nachrede oder Verleumdung riskiert (BGE 101 IV 113 E. 1b; vgl. RIEDO, in: 
Basler Kommentar zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 22 zu Art. 31 StGB). Wenn hin-
sichtlich der Strafbarkeit des fraglichen Verhaltens Unklarheit besteht, so ist vor-
sorglich Strafantrag zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 6B_317/2015 vom 
22. Juni 2015 E. 2). Der Antragsberechtigte hat nicht zuzuwarten, bis er genügend 
Beweismittel in den Händen hält (BGE 101 IV 113 E. 1b: «Ce délai commence à courir le 
jour où l'auteur et - l'art. 29 ne le dit pas expressément mais cela va de soi - l'acte délictueux sont 
connus de l'ayant droit (RO 97 I 774 consid. 2; 80 IV 3; 75 IV 20). La connaissance exigée de l'ayant 
droit doit être sûre et certaine, lui permettant de considérer qu'il aurait de fortes chances de succès en 
poursuivant l'auteur, sans s'exposer au risque d'être attaqué pour dénonciation calomnieuse ou 
diffamation; ce que l'ayant droit aurait dû connaître ou de simples soupçons ne suffisent pas (mêmes 
arrêts, et RO 76 IV 5, 6); toutefois, il n'est pas nécessaire que le plaignant dispose déjà de moyens de 
preuve (RO 80 IV 4). Quant à l'acte dont le plaignant doit avoir connaissance, il s'agit des éléments 
constitutifs de l'infraction. Dès que l'ayant droit connaît ces éléments et l'auteur, le délai de trois mois 
commence à courir. S'agit-il des seuls éléments objectifs de l'infraction, comme l'a posé la 
jurisprudence (RO 79 IV 59; cf. 80 IV 3, 213), ou de tous les éléments constitutifs tant objectifs que 

6

subjectifs, comme le soutient une partie de la doctrine (SCHULTZ, Strafrecht, Allg. Teil I, 2e éd., p. 
158; REHBERG, in RPS 85 (1969), p. 266-267; cf. aussi implicitement in RO 75 IV 20)? La question 
peut rester indécise […].»).

9. Gemäss Aktennotiz vom 17. Dezember 2018 hat die verfahrensleitende Staatsan-
wältin am 25. Oktober 2018 telefonisch nach der letzten relevanten fristauslösen-
den Handlung gefragt und bisher keine Rückmeldung erhalten. Am 28. Janu-
ar 2019 hielt die Staatsanwaltschaft fest, dass immer noch keine Rückmeldung 
hinsichtlich der telefonischen Anfrage erfolgt sei. Der Ablauf der telefonischen Kon-
taktnahme wird von der Beschwerdeführerin etwas anders dargestellt. Das ändert 
nichts daran, dass der Zeitpunkt des Fristbeginns entweder auf den 18. Juni 2018 
(Ansicht Staatsanwaltschaft) oder auf den 9. Juli 2018 (Ansicht Beschwerdeführe-
rin) festzulegen ist.

9.1 Bestritten wird vorliegend der notwendige Umfang der Kenntnis (von der Tat) für 
eine fristauslösende Handlung. Sowohl die Staatsanwaltschaft wie auch die Be-
schwerdeführerin führen die bundesgerichtliche Rechtsprechung auf, dass es für 
die Auslösung der Strafantragsfrist eine «sichere, zuverlässige Kenntnis, die ein 
Vorgehen gegen den Täter als aussichtsreich erscheinen lässt» benötigt 
(BGE 126 IV 131 E. 2a; BGE 121 IV 272 E. 2a; BGE 101 IV 113 E. 1b; Urteile des 
Bundesgerichts 6B_317/2015 vom 22. Juni 2015 E. 2.1; 6B_1148/2013 vom 5. De-
zember 2014 E. 2.2). Gemäss Rechtsprechung und Lehre müssen keine Detail-
kenntnisse zur Tat resp. zur strafrechtlichen Qualifikation des Verhaltens vorhan-
den sein, damit die Frist ausgelöst wird, sondern lediglich der Wille des Antragstel-
lers, dass für die (anzuzeigende) Handlung eine Strafverfolgung stattfinden solle 
(BGE 129 IV 1 E. 3.1; BGE 131 IV 97 E. 3.3; BGE 115 IV 1 E. 2a; 
BGE 85 IV 73 E. 2; BGE 78 IV 49 E. 2; Urteile des Bundesgerichts 6B_317/2015 
vom 22. Juni 2015 E. 2.1; 6B_396/2008 vom 25. August 2008 E. 3.3.3; 
6B_265/2008 vom 9. Juli 2008 E. 3.3; RIEDO, in: Basler Kommentar Strafrecht, 
4. Aufl. 2019, N 16 zu Art. 31 StGB). Eine «antragsberechtigte Person ist nicht ver-
pflichtet, nach dem Täter zu forschen, dies gilt auch in Bezug auf die Kenntnis der 
Tat» (Urteil des Bundesgerichts 6B_396/2008 vom 25. August 2008 E. 3.3.3). Die 
Beschwerdeführerin zeigte bereits in ihrem Abschlussbericht explizit die Absicht an, 
allfällige rechtliche Schritte vorzunehmen, bevor sie ein externes Unternehmen be-
auftragte, um (nochmals) einen Bericht zu verfassen, der die Ergebnisse der Be-
schuldigten widerlegen sollte.

9.2 Die dreimonatige Strafantragsfrist dient schlussendlich dem Beschleunigungsgebot 
und der Rechtssicherheit, indem der Täter innert 3 Monaten seit dem Vorfall Ge-
wissheit erlangen soll, ob gegen ihn ein Strafverfahren eingeleitet wurde oder nicht 
(Urteil des Bundesgerichts vom 22. Juni 2015 6b_317/2015 E. 2.3; RIEDO, in: Bas-
ler Kommentar zum Strafrecht, 4. Aufl. 2019, N 1 zu Art. 31 StGB). Die Beschwer-
deführerin erwähnte bereits in ihrem Abschlussbericht vom 18. Juni 2018 den Ver-
dacht auf Verleumdung und den Vorbehalt allfälliger rechtlicher Schritte.

9.3 Gemäss der Mailkorrespondenz sind seit Ende Mai 2018 Differenzen hinsichtlich 
der Testergebnisse bzw. des Produkterisikos zwischen der Beschwerdeführerin 
und der Beschuldigten ersichtlich. Mit Email-Nachricht vom 11. Juni 2018 äusserte 

7

die Beschwerdeführerin erstmals Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit der 
Beschuldigten («Leider benötige ich in diesem Fall einen Arbeitspartner, der mit mir 
an der Lösung des Problems zusammenarbeitet, aber leider scheint das hier mit 
[der Beschuldigten] nicht der Fall zu sein», «werde ich sicher alles, (…), gern tun, 
aber dazu benötige ich einen Partner auf Seiten der Herstellung, auf die ich mich 
wirklich verlassen kann»). Die Beschuldigte sendete am selben Tag nochmals ei-
nen Bericht in Bezug auf den Bericht der Beschwerdeführerin vom 7. Juni 2018. 
Daraufhin leitete die Beschwerdeführerin am 18. Juni 2018 ihren «Abschlussbe-
richt» mit der Erwähnung weiter, dass sie für weitere Diskussionen mit der Be-
schuldigten nicht mehr zur Verfügung stehe.

Die Wortwahl der Email-Korrespondenz und des Abschlussberichtes vom 18. Ju-
ni 2018 weisen daraufhin, dass die Beschwerdeführerin bereits (wissenschaftliche) 
Tests durchgeführt hatte und die Beschuldigte bezichtigt, falsche Ergebnisse dar-
zustellen. Wie die Generalstaatsanwalt in ihrer Stellungnahme vom 5. März 2019 
zutreffend aufführt, hatte die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt des Versendens 
des Abschlussberichtes wissenschaftlich fundierte Kenntnis, dass die Ergebnisse 
der Beschuldigten nicht der Wahrheit entsprachen und nur aus Böswilligkeit so 
aufgeführt wurden. Die Wahl des Titels «Abschlussbericht» spricht bei einer gram-
matikalischen Auslegung ebenfalls dafür, dass die Beschwerdeführerin mit dem 
Vorfall abgeschlossen hatte, also der Vorfall für sie klar (und beendet) gewesen ist. 
Nichtsdestotrotz wird im Juli 2018 die Email-Korrespondenz zwischen den Parteien 
bezüglich desselben Sachverhalts fortgeführt. Mit der Ankündigung allfälliger recht-
licher Schritte in ihrem Abschlussbericht zeigt die Beschwerdeführerin, dass sie in 
der Annahme war, dass das Verhalten der Beschuldigten (straf-)rechtlich relevant 
gewesen ist. Somit ist den Ausführungen der Staatsanwaltschaft zu folgen und als 
Fristbeginn der Strafantragsfrist den 18. Juni 2018 festzusetzen. Der Strafantrag 
vom 21. September 2018 erfolgte nach Ende der Frist am 18. September 2018 und 
damit zu spät.

10. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde zu abzuweisen.

11. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens der unterliegenden Beschwer-
deführerin aufzuerlegen. Diese werden bestimmt auf CHF 1‘000.00.

Der Beschuldigten sind keine entschädigungswürdige Aufwendungen entstanden.

8

Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1‘000.00, trägt die Be-
schwerdeführerin.

3. Zu eröffnen:
- der Straf- und Zivilklägerin/Beschwerdeführerin, v.d. Fürsprecherin D.________
- der Beschuldigten, v.d. Rechtsanwalt B.________
- der Generalstaatsanwaltschaft

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Emmental-Oberaargau, Staatsanwältin 

E.________
(mit den Akten)

Bern, 13. Juni 2019 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Die Präsidentin:

Oberrichterin Schnell

Die Gerichtsschreiberin i.V.:

Hagnauer

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Be-
schwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.