# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bf1462dd-e1d0-5d7f-8f32-27906e68cb7d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-01
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 01.04.2014 100 2012 396
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2012-396_2014-04-01.pdf

## Full Text

100.2012.396U
BUR/MAM/RAP

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 1. April 2014

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichterin Herzog, Verwaltungsrichter Keller
Gerichtsschreiberin Marti

Frauenverband Berner Oberland
handelnd durch die statutarischen Organe, Untere Hauptgasse 14, 3601 Thun
vertreten durch Fürsprecher …
Beschwerdeführer

gegen

Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern
Münstergasse 2, 3011 Bern

betreffend Widerruf der Genehmigungen zur Übertragung der Inkassohilfe und 
Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen (Entscheid der Justiz-, Gemeinde- und 
Kirchendirektion des Kantons Bern vom 5. Oktober 2012; 32.17-12.48)

Sachverhalt:

A.

Der Frauenverband Berner Oberland (FBO) ist ein Verein im Sinn von Art. 60 ff. des 
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210). Seit Jahren besorgt er für 
zahlreiche Gemeinden die Inkassohilfe und die Bevorschussung von 
Unterhaltsbeiträgen für Kinder. Am 16. September 2011 beschloss er, die mit der 
Inkassohilfe betrauten Mitarbeiterinnen zu entlassen und für diese Aufgabe die A.___ 
GmbH in … zu mandatieren. Das Kantonale Jugendamt (KJA) machte den FBO in der 
Folge darauf aufmerksam, dass die Zusammenarbeit mit der A.____ GmbH nicht 
toleriert werden könne, da das Gesetz eine Übertragung der Inkassohilfe auf eine 
gewinnorientierte Kapitalgesellschaft nicht vorsehe. Am 22. Dezember 2011 
genehmigte es die Vereinbarung zwischen dem FBO und der A.____ GmbH betreffend 
Übertragung der Alimentenhilfe als Übergangslösung. Am 10. Februar 2012 
intervenierte der Regierungsstatthalter des Verwaltungskreises Thun beim KJA. Mit 
Schreiben vom 16. April 2012 forderte das KJA alle Gemeinden, welche die 
Alimentenhilfe dem FBO übertragen hatten, auf, das Vertragsverhältnis mit dem FBO 
auf Ende Jahr zu kündigen. Am 25. Juni 2012 verfügte das KJA was folgt:

«1. Sämtliche vom Kantonalen Jugendamt im Sinne von Art. 1 Abs. 2, Art. 1a Abs. 2 
und Art. 5 Abs. 3 GIB ausgesprochenen Genehmigungen von 
Gemeinderatsbeschlüssen, mit welchen die betroffenen Gemeinden die 
Alimentenhilfe an den Frauenverband Berner Oberland übertragen haben, werden 
per 1. Januar 2013 widerrufen.

2. Alle vom Kantonalen Jugendamt im Sinne der in Ziffer 1 genannten Ge-
setzesbestimmungen ausgesprochenen Genehmigungen von Zu-
sammenarbeitsverträgen zwischen den betroffenen Gemeinden und dem FBO 
werden per 1. Januar 2013 widerrufen.

[…]»

B.

Gegen diese Verfügung erhob der FBO am 12. Juli 2012 Beschwerde bei der Justiz-, 
Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern (JGK). Mit Entscheid vom 
5. Oktober 2012 wies die JGK die Beschwerde ab und änderte die Ziffern 1 und 2 der 
angefochtenen Verfügung von Amtes wegen insoweit ab, als der Widerruf nicht per 
1. Januar 2013, sondern «drei Monate ab Rechtskraft der vorliegenden Verfügung 
wirksam» wird. 

C.

Hiergegen hat der FBO am 7. November 2012 Verwaltungsgerichtsbeschwerde 
erhoben und beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm die 
Genehmigung für das Alimenteninkasso per 2013 – allenfalls unter Nennung von 
Auflagen und Bedingungen – in Aussicht zu stellen.

Mit Vernehmlassung vom 4. Dezember 2012 hat die JGK die Abweisung der 
Beschwerde beantragt. 

Am 27. März 2013 hat eine Delegation des Verwaltungsgerichts eine In-
struktionsverhandlung durchgeführt. In deren Verlauf stellte sich heraus, dass der FBO 
mit der A.____ GmbH am 28. Januar 2013 einen neuen Vertrag abgeschlossen hatte. 
Am 30. April 2013 hat sich die JGK dahingehend geäussert, dass auch dieser Vertrag 
nicht genehmigungsfähig sei, da er eine unzulässige Weiterübertragung des 
Alimenteninkassos bedeute. 

Mit Eingabe vom 1. Juli 2013 hat der FBO erklärt, dass er ab Juli 2013 das 
Alimenteninkasso wieder mit eigenem Personal durchführe. Daraufhin hat der 
Instruktionsrichter den FBO aufgefordert, diverse Fragen zu beantworten und 
Unterlagen einzureichen. Mit Eingabe vom 6. September 2013 beantragt die JGK 
erneut die Abweisung der Beschwerde. Am 26. September 2013 hat der FBO 
Schlussbemerkungen eingereicht. Am 21. Oktober, 4. November und 10. Dezember 
2013 haben die Verfahrensbeteiligten weitere Eingaben gemacht.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte kantonale 
Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes vom 23. Mai 1989 
über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) zuständig. Der 
Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenommen, ist durch den 
angefochtenen Entscheid besonders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an 
dessen Aufhebung oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und 
fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten. 

1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 VRPG). 

2.

Strittig ist, ob die Genehmigungen zur Übertragung der Inkassohilfe und 
Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen auf den Beschwerdeführer zu Recht 
widerrufen worden sind. 

2.1 Verwaltungsbehörden können auf ihre Verfügungen unter bestimmten 
Voraussetzungen zurückkommen. Nach Eintritt der formellen Rechtskraft sind die 
Voraussetzungen für eine Neubeurteilung allerdings strenger, weil dem Gebot der 
Rechtssicherheit und dem Vertrauensschutz grössere Bedeutung zukommt. Ein 
Widerruf kommt nur bei fehlerhaften Verfügungen in Betracht, wobei die 
Fehlerhaftigkeit ursprünglicher oder nachträglicher Art sein kann. Die ursprünglich 
fehlerhafte Verfügung ist von Anfang an mit einem Rechtsfehler behaftet; nachträgliche 
Fehlerhaftigkeit liegt vor, wenn seit dem Ergehen der Verfügung eine Änderung der 
Rechtsgrundlagen oder eine erhebliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse 
eingetreten ist (vgl. Tschannen/Zimmerli/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 3. Aufl. 
2009, § 31 N. 19 ff.; Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 
2010, N. 994 ff.). Das Spezialgesetz kann die Voraussetzungen des Widerrufs 
ausdrücklich regeln. Ist dies nicht der Fall, ist nach den allgemeinen Grundsätzen des 
Verwaltungsrechts u.a. dann auf eine Verfügung zurückzukommen, wenn wesentliche 
Bewilligungsvoraussetzungen weggefallen sind. Einer besonderen gesetzlichen 
Grundlage bedarf der Entzug der Bewilligung unter diesen Umständen nicht 
(BGE 98 Ia 596 E. 1c; VGE 2010/64 vom 27.9.2010, E. 4.2.1, 2009/72 vom 15.9.2009, 
E. 3.2; Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., § 31 N. 43). Ob eine Verfügung den 
veränderten Verhältnissen anzupassen ist, verlangt weiter eine Abwägung des 
öffentlichen Interesses an der Gesetzmässigkeit gegen die Anforderungen der 
Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes (Tschannen/Zimmerli/Müller, a.a.O., 
§ 31 N. 49 ff.; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, 
Art. 56 N. 19 und 20). 

2.2 Massgebend ist hier das Gesetz vom 6. Februar 1980 über Inkassohilfe und 
Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen (nachfolgend: GIB; BSG 213.22). Das GIB 
wurde im Zuge des neuen Kindes- und Erwachsenenschutzrechts per 1. Januar 2013 
geändert (vgl. Art. 84 Ziff. 10 des Gesetzes vom 1. Februar 2012 über den Kindes- und 
Erwachsenenschutz [KESG; BSG 213.316]). Die diesem Verfahren ursprünglich zu 
Grunde liegende Verfügung des KJA erging am 25. Juni 2012, weshalb grundsätzlich 
die bis 31. Dezember 2012 geltende Fassung des GIB (GS 1980 S. 30) sowie der 
Verordnung vom 10. September 1980 über Inkassohilfe und Bevorschussung von 
Unterhaltsbeiträgen für Kinder (nachfolgend: VIB; BSG 213.221 bzw. GS 1980 S. 212) 
zur Anwendung kommen. 

2.3 Weder das GIB noch dessen Ausführungserlass enthalten Vorschriften über 
den Widerruf der Genehmigung zur Übertragung der Inkassohilfe und Bevorschussung 
von Unterhaltsbeiträgen. Ein Widerruf kommt damit in Betracht, wenn wesentliche 
(Genehmigungs-)Voraussetzungen weggefallen sind (vgl. vorne E. 2.1). Dazu ergibt 
sich Folgendes: Mit der Revision des GIB ging die Zuständigkeit für die Inkassohilfe 
zwar von den damaligen Vormundschaftsbehörden am zivilrechtlichen Wohnsitz der 
berechtigten Person (heute: Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden) auf die 
Gemeinde am zivilrechtlichen Wohnsitz der berechtigten Person über (vgl. aArt. 1 
Abs. 2 Satz 1 und aArt. 1a Abs. 2 Satz 1 GIB sowie Art. 1 Abs. 2 Satz 1 und Art. 1a 
Abs. 2 Satz 1 GIB; Vortrag der Kommission zum KESG, Tagblatt des Grossen Rates 
2011, Beilage 31, S. 31). Der Gemeinderat kann aber weiterhin die Inkassohilfe mit 
Genehmigung der zuständigen Stelle der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion u.a. 
einer gemeinnützigen Stelle übertragen (vgl. aArt. 1 Abs. 2 Satz 2 und aArt. 1a Abs. 2 
Satz 2 GIB sowie Art. 1 Abs. 2 Satz 2 und Art. 1a Abs. 2 Satz 2 GIB). Das Gleiche gilt 
für die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen, wobei in diesem Bereich nur 
Aufgaben wie Beratung, Abklärung und Antragstellung übertragbar sind (vgl. aArt. 5 
Abs. 3 Satz 2 GIB und Art. 5 Abs. 3 Satz 2 GIB).

2.4 aArt. 3 VIB sieht zur Übertragung der Inkassohilfe vor was folgt:

1 Die Übertragung der Inkassohilfe durch den Gemeinderat auf eine andere Behörde, 
einen regionalen Sozialdienst oder eine gemeinnützige Stelle bedarf eines 
begründeten Beschlusses und wird erst gültig mit der Genehmigung des kantonalen 
Jugendamtes.
2 Die Übertragung auf einen regionalen Sozialdienst oder eine gemeinnützige Stelle 
darf nur erfolgen, wenn die ordnungsgemässe Erfüllung der anfallenden 
administrativen Arbeiten sichergestellt ist. Die Inkassohilfe durch den regionalen 
Sozialdienst oder die gemeinnützige Stelle muss unentgeltlich und in der Region des 
Wohnsitzes des Gesuchstellers gewährt werden.

[…]

Seit 1. Januar 2013 lautet Art. 3a VIB wie folgt:

1 Die Übertragung der Inkassohilfe durch den Gemeinderat an einen regionalen 
Sozialdienst, eine andere geeignete Behörde oder eine gemeinnützige Stelle bedarf 
eines begründeten Beschlusses und wird erst gültig mit der Genehmigung des 
Kantonalen Jugendamtes (KJA).
2 Die Übertragung darf nur erfolgen, wenn die ordnungsgemässe Erfüllung der 
anfallenden administrativen Arbeiten sichergestellt ist. Die Inkassohilfe durch die 
beauftragte Stelle muss unter Vorbehalt von Artikel 1a Absatz 4 des Gesetzes 
unentgeltlich und in der Region des Wohnsitzes des Gesuchstellers gewährt werden.

[…]

Gemäss aArt. 3 Abs. 1 VIB wie auch nach Art. 3 Abs. 1 VIB ist die Genehmigung 
konstitutiv, d.h. der Gemeinderats-Beschluss ist erst mit der Genehmigung rechtsgültig. 
Diese erfolgt durch das KJA als Aufsichtsbehörde, die auch Weisungen erlassen kann 
(Art. 12 Abs. 3 GIB i.V.m. Art. 13 Bst. h der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die 
Organisation und die Aufgaben der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion 

[Organisationsverordnung JGK, OrV JGK; BSG 152.221.131], Art. 18 VIB). aArt. 3 Abs. 
2 VIB nennt zwei Voraussetzungen zur Genehmigungserteilung: Zum einen muss die 
ordnungsgemässe Erfüllung der anfallenden administrativen Arbeiten sichergestellt 
sein. Zum anderen muss die Inkassohilfe unentgeltlich und in der Region des 
Wohnsitzes der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers erfolgen. Art. 3 Abs. 2 VIB 
macht die Genehmigung von denselben Voraussetzungen abhängig, behält aber 
bezüglich der Unentgeltlichkeit neu ausdrücklich Art. 1a Abs. 4 GIB vor; diese 
Gesetzesvorschrift hat per 1. Januar 2013 nicht geändert. Die Revision hat somit – 
soweit hier interessierend – keine relevanten Änderungen mit sich gebracht. Die 
Genehmigung des KJA soll nach beiden Fassungen insbesondere «Gewähr für Eig-
nung und Zuverlässigkeit der Inkassostelle» bieten (Vortrag der damaligen 
Justizdirektion betreffend das GIB, Tagblatt des Grossen Rates 1979, Beilage 36, S. 4; 
vgl. auch Kantonales Jugendamt Bern [Hrsg.], Bevorschussung von Unterhaltsbei-
trägen für Kinder und Inkassohilfe, Juni 1999, Teil I, S. 5).

3.

Die Vorinstanz hat mit Entscheid vom 5. Oktober 2012 erkannt, es seien wesentliche 
Voraussetzungen zur Übertragung der Inkassohilfe auf den Beschwerdeführer 
nachträglich dahingefallen, weshalb die Genehmigungen zu widerrufen seien. 

3.1 Dem angefochtenen Entscheid lag folgender Sachverhalt zu Grunde (vgl. insb. 
dessen E. 2): Der Beschwerdeführer beschloss am 16. September 2011, seinen 
beiden Mitarbeiterinnen per Ende Jahr zu kündigen und die A.____ GmbH mit der 
Inkassohilfe zu mandatieren (vgl. Aktennotiz vom Gespräch vom 23.11.2011, in unpag. 
Vorakten KJA; vgl. auch zum Folgenden). Ihm war bekannt, dass die Geschäftsführerin 
der A.____ GmbH im Zusammenhang mit Vorkommnissen im Kanton ... in zivil- und 
strafrechtliche Verfahren verwickelt war (vgl. hierzu hinten E. 4.2.1). Dessen 
ungeachtet wurden der A.____ GmbH sämtliche Dossiers übergeben. In der Folge 
stellte die A.____ GmbH für erbrachte Leistungen einen Betrag von über Fr. 100ʹ000.-- 
in Rechnung. Der Beschwerdeführer war indes nicht in der Lage, diese Forderung zu 
begleichen, worauf die A.____ GmbH auf einen grossen Teil davon verzichtete (vgl. 
Revisorenbericht vom 22.3.2012, in unpag. Vorakten KJA). Mitte Dezember 2011 
informierte das KJA den Beschwerdeführer darüber, dass die Zusammenarbeit mit der 
A.____ GmbH nicht den gesetzlichen Vorschriften entspreche. Da kurzfristig keine 
andere Lösung realisierbar sei, sei es bereit, die Zusammenarbeit während eines 
Jahres zu tolerieren (vgl. E-Mail vom 16.12.2011, in unpag. Vorakten KJA). Nachdem 
der Beschwerdeführer den Beanstandungen des KJA zum Vertragstext Rechnung 
getragen hatte, genehmigte dieses am 22. Dezember 2011 die Vereinbarung vom 
21. Dezember 2011 im Sinn einer Übergangslösung (in unpag. Vorakten KJA). Der 

Beschwerdeführer übertrug somit per 1. Januar 2012 die «Bearbeitung des Bereichs 
Alimenteninkasso» an die A.____ GmbH, welche das Mandat auf eigene Rechnung 
und Verantwortung führte und die Geschäftsstelle in Thun mit eigenen Mitarbeiterinnen 
und Mitarbeitern besetzte (vgl. Vertrag, Ziff. 1, 5 und 9). Mit Verfügung vom 25. Juni 
2012 widerrief das KJA sowohl sämtliche Genehmigungen von 
Gemeinderatsbeschlüssen, mit welchen die betroffenen Gemeinden die Alimentenhilfe 
an den Beschwerdeführer übertragen haben, als auch die Genehmigungen von 
Zusammenarbeitsverträgen zwischen den betroffenen Gemeinden und dem 
Beschwerdeführer.

3.2 Die JGK bestätigte als Beschwerdeinstanz die Auffassung des KJA. Sie 
gelangte aufgrund der Vereinbarung vom 21./22. Dezember 2011 zum Schluss, «der 
gesamte Bereich der Inkassohilfe» sei an die A.____ GmbH ausgelagert worden, was 
nach den gesetzlichen Grundlagen unzulässig sei (E. 3.3 f., 4.4 und 6.1 des 
angefochtenen Entscheids). Die A.____ GmbH sei als Gesellschaft mit beschränkter 
Haftung nach Art. 772 ff. des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) eine 
gewinnstrebige Unternehmung. Ferner sei die A.____ GmbH nicht über alle Zweifel 
erhaben, solange eine Mitarbeiterin in Zivil- und Strafverfahren verwickelt sei 
(angefochtener Entscheid, E. 3.5 a.E.). Auch müsse aufgrund der finanziellen 
Schwierigkeiten des Beschwerdeführers auf eine wenig professionelle Arbeitsweise 
geschlossen werden (E. 3.5 des angefochtenen Entscheids). Somit sei nicht zu be-
anstanden, dass das KJA mit Verfügung vom 25. Juni 2012 sämtliche Genehmigungen 
widerrufen habe.

4.

4.1 Das Verwaltungsgericht stellt auf den Sachverhalt ab, wie er sich im Zeitpunkt 
des Urteils präsentiert. Gemäss Art. 25 VRPG, der auch im Rechtsmittelverfahren 
anwendbar ist, dürfen die Parteien denn auch solange neue Tatsachen und 
Beweismittel in das Verfahren einbringen, als weder verfügt noch entschieden noch mit 
prozessleitender Verfügung das Beweisverfahren förmlich geschlossen ist. Zu den 
neuen Sachverhaltselementen bzw. Beweismitteln zählen auch solche, die während 
der Rechtshängigkeit des Verfahrens entstanden sind (echte Noven; vgl. BVR 2012 S. 
529 E. 6.5, 2011 S. 448 E. 3.4.1, 2011 S. 107 E. 4.3.2; Merkli/Aeschlimann/Herzog, 
a.a.O., Art. 25 N. 2 und 3). 

4.2 Während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens sind relevante Änderungen 
im Sachverhalt eingetreten: 

4.2.1 Mit Aufhebungsvertrag vom 10. bzw. 17. Juli 2013 haben der Beschwerdeführer 
und die A.____ GmbH das zwischen ihnen bestehende Mandatsverhältnis im 

gegenseitigen Einvernehmen per 30. Juni 2013 beendet (vgl. Ziff. 2 des 
Aufhebungsvertrags; act. 21A). Der Beschwerdeführer hat sich – entgegen der noch 
anlässlich der Instruktionsverhandlung vertretenen Auffassung (vgl. Protokoll, S. 4; 
act. 13) – dazu entschlossen, das Alimenteninkasso ab 1. Juli 2013 wieder selbst zu 
besorgen. Er hat drei Mitarbeiterinnen privatrechtlich angestellt. Ein fester Arbeitsort 
wurde nicht bestimmt. Festgehalten ist, dass die «Unterlagen und Dossiers» in Thun 
aufzubewahren sind (vgl. Ziff. 2 des jeweiligen Arbeitsvertrags; act. 21B-D). Vertraglich 
geregelt sind weiter folgende Punkte: Lohn, Ferien, Lohnfortzahlung bei Krankheit, 
Unfall und Mutterschaft, Unfallversicherung und Pensionskasse. Über die 
Mitarbeiterinnen ist Folgendes bekannt:

– B.________, wohnhaft in …, ist als Buchhalterin im Bereich Alimenteninkasso tätig 
(Arbeitsvertrag vom 4./31.7.2013; act. 21B). Ihr Beschäftigungsgrad beträgt je nach 
Arbeitsanfall 20 bis 40 Prozent. 

– C.________, wohnhaft in ..., arbeitet als Sachbearbeiterin im Bereich 
Alimenteninkasso (Arbeitsvertrag vom 3./31.7.2013; act. 21C). Ihr 
Beschäftigungsgrad ist ebenfalls variabel und beträgt je nach Arbeitsanfall 50 bis 90 
Prozent. C.________ verfügt über den Fachausweis in Alimentenhilfe. Sie ist zudem 
Gesellschafterin der A.____ GmbH (…). 

– D.________, wohnhaft in …, ist ebenfalls als Sachbearbeiterin im Bereich 
Alimenteninkasso angestellt (Arbeitsvertrag vom 3./31.7.2013; act. 21D). Ihr 
Beschäftigungsgrad variiert je nach Arbeitsanfall zwischen 25 und 40 Prozent. 
D.________ ist Gesellschafterin und auch Geschäftsführerin der A.____ GmbH mit 
Einzelunterschrift (…).. D.________ ist zudem Vorstandsmitglied des 
Schweizerischen Vereins für Alimentenfachleute (…). Auch sie verfügt über den 
Fachausweis in Alimentenhilfe.

D.________ und C.________ waren nebst weiteren Personen u.a. im Zusammenhang 
mit der Entfernung von Akten und Daten des Vereins E.________ in zivil- und 
strafrechtliche Verfahren verwickelt. Ein Zerwürfnis zwischen den Mitarbeiterinnen und 
Mitarbeitern der Alimenten-Inkassostelle und der Leitung des Vereins E.________ 
hatte offenbar dazu geführt, dass der Verein F.________ gegründet wurde. Dieser 
bemächtigte sich aller Dossiers des Vereins E.________, wogegen Letzterer juristisch 
vorging. Am 26. September 2012 stellte das Handelsgericht des Kantons ... fest, dass 
der Betrieb des Vereins F.________ mit den Akten und Daten, welche am Wochen-
ende vom 20./21. Juni 2009 aus den Geschäftsräumlichkeiten des Vereins E.________ 
entfernt wurden, oder mit Kopien solcher Akten und Daten oder mit dem vom Verein 
E.________ abgeworbenen Personal rechtswidrig ist (vgl. die gerichtlich angeordnete 
Urteilspublikation; act. 23A). Das Strafverfahren soll infolge Vergleichs eingestellt 
werden (vgl. Schreiben der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons … vom 22.7.2013; 
act. 25A/7). 

4.2.2 Seit Herbst 2012 steht dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt G.________ als 
Berater in juristischen Angelegenheiten zur Verfügung (E-Mail vom 14.8.2012, act. 
21E). Er hat sich aber nicht – wie anlässlich der Instruktionsverhandlung noch in 
Aussicht gestellt (vgl. Protokoll der Instruktionsverhandlung vom 27.3.2013, S. 2 und 4; 
act. 13) – in den Vorstand wählen lassen (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 
14.8.2013; act. 21). 

4.2.3 Folgende Gemeinden haben die Inkassohilfe nach wie vor dem Be-
schwerdeführer übertragen (Stand: 20.2.2013): …, …, …, …, …, …, …, …, .., …, … 
und … (vgl. act. 10 und 10A). Während des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens 
haben die Gemeinden …, …, …, …, … und … schriftlich bestätigt, mit den Leistungen 
des Beschwerdeführers zufrieden zu sein (vgl. act. 25/1-6). Für das Jahr 2010 erzielte 
der Beschwerdeführer einen Inkassoerfolg von 51,4 % und im Jahr 2011 einen solchen 
von 51,1 %. Im Vergleich dazu beträgt die durchschnittliche Rücklaufquote für das Jahr 
2011 im Kanton Bern 56,3 % (vgl. act. 12C). 

4.2.4 Am 6. März 2013 hat das KJA eine Revision von 131 Dossiers durchgeführt 
(vgl. Bericht über die Revision der vom Frauenverband Berner Oberland 
übernommenen Dossiers Alimentenbevorschussung, Inkassohilfe, Inkassohilfe nach 
Sozialhilfe vom 8.3.2012 [nachfolgend: Revisionsbericht]; act. 11; auch zum 
Folgenden). Diese Dossiers hatte der Beschwerdeführer an die Sozialen Dienste Spiez 
übertragen, da acht Gemeinden (…, …, …, …, …, …, … und …) der Aufforderung des 
KJA vom 16. April 2012 Folge geleistet und die Zusammenarbeit mit dem Beschwer-
deführer gekündigt hatten (vgl. vorne Bst. A). Das KJA hat zuhanden der Sozialen 
Dienste Spiez einen Revisionsbericht erstellt. Es hat festgestellt, dass «die Arbeit des 
FBO in der Alimentenhilfe sicher nicht als durchwegs ungenügend zu qualifizieren» sei. 
Allerdings sei die Dossierführung «teilweise mangelhaft». Folgende Mängel seien 
festgestellt worden: Nichtergreifen von verjährungsunterbrechenden Massnahmen, 
falsche Angaben auf dem Stammblatt, intransparente Rückstandsberechnungen, 
unvollständige Dossiers, zu wohlwollender Umgang mit Schuldnerparteien und falsche 
Indexierung. Der Beschwerdeführer konnte sich zu diesem Bericht nicht äussern. 
Aktenkundig ist ferner, dass das KJA «derzeit wegen Ressourcenmangels eigentlich 
keine Inspektionen in der Alimentenhilfe mehr» durchführt. Es sei aber damit zu 
rechnen, dass die Revisionen in der Zukunft wieder aufgenommen würden (vgl. 
Revisionsbericht).

5. 

5.1 Es steht fest, dass die Weiterübertragung der Inkassohilfe und der 
Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen vom Beschwerdeführer auf die nicht 

gemeinnützige A.____ GmbH zum hier strittigen Widerruf der Genehmigungen geführt 
hat (vgl. vorne E. 3). Die Vorinstanz und das KJA haben mehrfach darauf hingewiesen, 
dass einer Genehmigung der Übertragung der Inkassohilfe auf den Beschwerdeführer 
nichts entgegenstehe, wenn dieser den Vorstand mit mindestens einer fachkundigen 
Person ergänze und eigenes Personal mit Kenntnissen in der Alimentenhilfe anstelle 
(vgl. angefochtener Entscheid, E. 4.4; Stellungnahme der JGK vom 30.4.2013; act. 15). 
Per 30. Juni 2013 hat der Beschwerdeführer die Vereinbarung mit der A.____ GmbH 
gekündigt; er hat für die Inkassohilfe eigenes Personal angestellt und es steht ihm ein 
juristischer Berater zur Seite (vgl. vorne E. 4.2.1 f.). Weiter ist davon auszugehen, dass 
die finanziellen Schwierigkeiten des Beschwerdeführers weitgehend überwunden sind. 
Jedenfalls liegen keine Hinweise vor, die auf Gegenteiliges schliessen lassen. 
Ungeachtet der neuen Situation erachtet die Vorinstanz die Voraussetzungen für die 
Übertragung der Inkassohilfe weiterhin als nicht erfüllt und hält am Widerruf der 
Genehmigungen fest. Sie macht insbesondere organisatorische Mängel geltend, 
welche der ordnungsgemässen Erfüllung der anfallenden administrativen Arbeiten 
entgegenstünden.

5.2 Die Vorinstanz wendet zunächst ein, dass der Beschwerdeführer zwar formell 
über eigenes Personal verfüge, faktisch aber das gleiche Konzept weiterführe wie 
bisher. Zwei von drei Mitarbeiterinnen seien Gesellschafterinnen der A.____ GmbH. 
Mit Blick auf die Arbeitsverträge falle auf, dass sie keinen Arbeitsort festlegen, sondern 
nur vorschreiben würden, dass die Dossiers in Thun aufzubewahren seien. Der 
Beschwerdeführer hält dagegen, es treffe zwar zu, dass die Arbeit weitgehend von den 
gleichen Personen besorgt werde. Entscheidend sei aber, dass die Inkassohilfe nicht 
mehr auf Mandatsbasis abgewickelt werde. Die Mitarbeiterinnen würden «einen 
wesentlichen Teil ihrer Arbeit» in Thun verrichten. Die Präsenzzeiten seien so geregelt, 
dass die Klientschaft jederzeit eine Ansprechperson in Thun erreiche und die Arbeit 
dort auch kontrolliert werden könne. – Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass sich 
D.________ und C.________ bereits vor dem 1. Juli 2013 als Mitarbeiterinnen der 
A.____ GmbH den dem FBO anvertrauten Dossiers widmeten. Die Genannten 
erbringen ihre Arbeitsleistung aber nunmehr im Rahmen eines Arbeitsvertrags mit dem 
Beschwerdeführer und nicht mehr als Mitarbeiterinnen einer mandatierten 
gewinnstrebigen juristischen Person. Das Arbeitsverhältnis zeichnet sich dadurch aus, 
dass die arbeitnehmende Person in eine fremde Arbeitsorganisation eingegliedert ist, 
ihren Lohn gemessen an der geleisteten Arbeitszeit erhält und der Arbeitgeberin oder 
dem Arbeitgeber in persönlicher, zeitlicher und organisatorischer Hinsicht 
untergeordnet ist (vgl. Art. 319 OR; ferner BGer 4A_553/2008 vom 9.2.2009, E. 4.1). 
Der Beschwerdeführer führt folglich nicht mehr dasselbe Konzept wie bis anhin fort. Als 
Arbeitgeber trägt er die wirtschaftliche Verantwortung für seine Mitarbeiterinnen; er hat 
insbesondere Lohn zu entrichten und Beiträge an die obligatorischen 
Sozialversicherungen abzurechnen. Weiter kommt ihm eine umfassende 

Weisungsbefugnis zu. Er ist auch organisatorisch vollumfänglich für seinen Betrieb 
verantwortlich und muss insbesondere die ordnungsgemässe Erfüllung der anfallenden 
administrativen Arbeiten sicherstellen und die Inkassohilfe in der Region des 
Wohnsitzes der Gesuchstellerin oder des Gesuchstellers gewähren (vgl. Art. 3 Abs. 2 
VIB). Der Beschwerdeführer sichert ausdrücklich zu, dass die Angestellten einen «we-
sentlichen Teil ihrer Arbeit in Thun» verrichten würden, dass die «Klientschaft jederzeit 
eine Ansprechperson in Thun» erreiche und die Tätigkeit der Angestellten auch in 
Thun kontrolliert werden könne (vgl. Eingabe des Beschwerdeführers vom 26.9.2013; 
act. 25). Überdies ist mit den drei Mitarbeiterinnen vertraglich geregelt, dass die 
Dossiers in Thun aufzubewahren sind (vgl. vorne E. 4.2.1). Es wäre mit den 
gesetzlichen Vorschriften denn auch nicht vereinbar, wenn die Arbeiten am Sitz der 
A.____ GmbH in ... erledigt würden. Somit ergibt sich, dass das vom Beschwerde-
führer seit dem 1. Juli 2013 verfolgte Konzept mit den gesetzlichen Vorgaben 
grundsätzlich in Einklang steht. 

5.3 Weiter zeigt sich die Vorinstanz erstaunt, dass der Beschwerdeführer 
insgesamt mindestens eine Vollzeitstelle geschaffen hat, obwohl lediglich 109 Dossiers 
zu bearbeiten seien. Die Anzahl Dossiers entspreche einer halben Stelle. Der 
Beschwerdeführer entgegnet, er habe für den Beschäftigungsgrad eine Bandbreite 
festgelegt, um auf Schwankungen im Arbeitsanfall reagieren zu können. Im Übrigen 
treffe es nicht zu, dass lediglich 109 Dossiers bearbeitet würden. Um die effektive 
Inkassoarbeit wiederzugegeben, müssten die Mandate in Kinder-, Mündigen- und 
Frauenunterhalt unterteilt werden. Per Stichtag 28. Oktober 2013 führe er in 186 Fällen 
249 Einzelmandate. – Aufgrund der drei Anstellungsverhältnisse besteht ein minimaler 
Beschäftigungsgrad von insgesamt 95 Prozent (20 % + 50 % + 25 %; vgl. vorne 
E. 4.2.1). Ob die Mitarbeiterinnen derzeit 186 oder 109 Dossiers betreuen, kann 
dahingestellt bleiben. Denn es ist weder seitens der Vorinstanz dargelegt noch 
ersichtlich, inwiefern der Umstand, dass der Beschwerdeführer eine (zu) grosszügige 
Stellenbesetzung vorgenommen hat, einen Widerruf der Genehmigung rechtfertigen 
kann. Zum einen trägt der Beschwerdeführer als Arbeitgeber die wirtschaftliche 
Verantwortung. Zum anderen spricht eine grosszügige Stellenbesetzung umso mehr 
dafür, dass – wie von Art. 3 Abs. 2 VIB verlangt – die ordnungsgemässe Erfüllung der 
anfallenden administrativen Arbeiten sichergestellt ist. 

5.4 Nach der Vorinstanz bestehen auch in den Personen der Mitarbeiterinnen 
Gründe, die gegen eine ordnungsgemässe Erfüllung der Arbeiten und somit für einen 
Widerruf der Genehmigungen sprechen. Es sei zweifelhaft, ob D.________ als Leiterin 
der A.____ GmbH und C.________ als Mitarbeiterin der A.____ GmbH die nötigen 
Kapazitäten haben, um zusätzlich für den Beschwerdeführer zu arbeiten. Auch 
bestünden aufgrund eines hängigen Strafverfahrens Vorbehalte gegen die beiden 
Mitarbeiterinnen. Der Beschwerdeführer bringt vor, beide Mitarbeiterinnen seien 

überdurchschnittlich qualifiziert. Die Vorkommnisse im Kanton ... und die damit zusam-
menhängenden Gerichtsverfahren betreffend den Verein E.________ spielten hier 
keine Rolle. – Dass D.________ und C.________ Gesellschafterinnen der A.____ 
GmbH sind, steht einem Arbeitsverhältnis mit dem Beschwerdeführer nicht entgegen. 
Ein Nebenbeschäftigungsverbot haben die Mitarbeiterinnen nicht. Es liegt in erster 
Linie in der Verantwortung des Beschwerdeführers, in dessen Arbeitsorganisation die 
Mitarbeiterinnen eingegliedert sind, zu kontrollieren, ob die anfallenden Arbeiten (in 
zeitlicher, örtlicher und fachlicher Hinsicht) ordnungs- und weisungsgemäss erledigt 
werden. Die genannten zwei Mitarbeiterinnen besitzen einen Fachausweis in 
Alimentenhilfe, was die Vorinstanz nicht bestreitet. Damit verfügen sie ohne weiteres 
über eine hinreichende fachliche Qualifikation. Zwar mag der Umstand Anlass zu 
Bedenken geben, dass D.________ und C.________ im Zusammenhang mit dem 
Verein E.________ in zivil- und strafrechtliche Verfahren verwickelt waren. Allerdings 
machen weder die Vorinstanz noch das KJA als Aufsichtsbehörde Einzelheiten im 
Zusammenhang mit diesen Verfahren geltend, die dafür sprächen, dass die beiden 
Mitarbeiterinnen die ihnen übertragenen Arbeiten nicht korrekt erledigen würden. 
Solche sind denn auch nicht bekannt. Aktenkundig ist, dass das Strafverfahren infolge 
Vergleichsabschlusses eingestellt werden soll; zu einer Verurteilung wird es 
voraussichtlich nicht kommen (vgl. vorne E. 4.2.1). Im Umstand allein, dass die beiden 
Mitarbeiterinnen in zivil- und strafrechtliche Verfahren verwickelt waren, ist aber kein 
Grund zu erblicken, der den Widerruf der Genehmigung der Übertragung der 
Inkassohilfe auf den Beschwerdeführer nachträglich rechtfertigen könnte. Letztlich ist 
für eine ordnungsgemässe Erfüllung der anfallenden Arbeiten entscheidend, dass die 
beiden Mitarbeiterinnen hinreichend qualifiziert sind, wovon auszugehen ist. 

5.5 Weiter wendet die Vorinstanz ein, das KJA habe anlässlich einer Inspektion 
festgestellt, dass die Arbeit der A.____ GmbH teilweise mangelhaft war. Der 
Beschwerdeführer bringt vor, zu den im Revisionsbericht erwähnten Mängeln habe er 
nie Stellung nehmen können. Auf den Bericht könne nicht abgestellt werden. Das 
Inkasso funktioniere gut, was sich im Inkassoerfolg und in der Zufriedenheit der 
Gemeinden mit der geleisteten Arbeit zeige. – Es ist unbestritten, dass das KJA seit 
längerer Zeit keine Inspektionen mehr durchgeführt hat (vgl. vorne E. 4.2.4; auch zum 
Folgenden). Auch ist es bislang nicht mit Beanstandungen an den Beschwerdeführer 
gelangt. Der erwähnte Revisionsbericht ist an die Sozialen Dienste Spiez adressiert 
und bezieht sich auf 131 Dossiers, die vom Beschwerdeführer auf die Sozialen Dienste 
Spiez übertragen worden sind. Der Beschwerdeführer hat – wie er zu Recht ausführt – 
nie Gelegenheit erhalten, hierzu Stellung zu nehmen. Kommt hinzu, dass sich der 
Revisionsbericht darauf beschränkt, Kritik in allgemeiner Weise zu äussern. Aufgrund 
dieses Berichts kann jedenfalls nicht geschlossen werden, die drei Mitarbeiterinnen 
würden ihre Arbeit nicht ordnungsgemäss erledigen. Stellt das KJA Mängel in den Dos-
siers fest, muss es den Beschwerdeführer damit konfrontieren und nötigenfalls mit 

Weisungen für Abhilfe sorgen. Auch der Umstand, dass der Inkassoerfolg des 
Beschwerdeführers (51,1 %) etwas unter dem gesamtbernischen Durchschnitt 
(56,3 %) liegt (vgl. vorne E. 4.2.3), lässt keinen solchen Schluss zu. 

5.6 Schliesslich macht die Vorinstanz geltend, der Vorstand des Be-
schwerdeführers verfüge nicht über genügend Fachwissen in der Alimentenhilfe. Der 
Beschwerdeführer bestreitet dies und wendet ein, Rechtsanwalt G.________ stehe ihm 
als juristischer Berater zur Verfügung. – Die Gesetzgebung nennt keine bestimmten 
fachlichen Anforderungen, welche eine gemeinnützige Stelle erfüllen muss, damit sie 
von den Gemeinden mit der Inkassohilfe betraut werden kann. Die gemeinnützige 
Stelle muss indes so beschaffen und organisiert sein, dass sie die ordnungsgemässe 
Erfüllung der anfallenden administrativen Arbeiten sicherstellen kann; zudem ist die 
Inkassohilfe unentgeltlich und in der Region des Wohnsitzes der Gesuchstellerin oder 
des Gesuchstellers durchzuführen (vgl. vorne E. 2.4). Per 1. Juli 2013 hat der 
Beschwerdeführer drei fachkundige Mitarbeiterinnen angestellt. Als Arbeitgeber wird er 
– wie in E. 5.4 bereits erwähnt – zu kontrollieren haben, dass die anfallenden Arbeiten 
ordnungsgemäss erledigt werden. Dass er hierzu nicht im Stande sein sollte, ist nicht 
ersichtlich. Der Beschwerdeführer hat während Jahren für zahlreiche Gemeinden die 
Inkassohilfe und die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen besorgt. Bis Ende 2011 
hat er auch stets Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die mit dieser Aufgabe 
betraut waren (vgl. vorne Bst. A und E. 3.1). Somit kann der Vorinstanz nicht gefolgt 
werden, wenn sie geltend macht, dem Beschwerdeführer fehle es am erforderlichen 
Wissen, zumal ihm nun ein Rechtsanwalt als juristischer Berater zur Verfügung steht 
(vgl. vorne E. 4.2.2). 

6.

Zusammenfassend ergibt sich, dass der Grund, der zum Widerruf der Genehmigungen 
geführt hat, nicht mehr besteht. Der Beschwerdeführer hat die Übertragung der 
Inkassohilfe und die Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen auf die A.____ GmbH 
rückgängig gemacht und besorgt die Aufgabe wieder selbst. Er hat dafür fachkundiges 
Personal angestellt und es steht ihm ein juristischer Berater zur Verfügung. Allerdings 
waren zwei der drei Mitarbeiterinnen in zivil- und strafrechtliche Verfahren verwickelt, 
weshalb ihre Anstellung nicht frei von Bedenken ist. Daraus kann aber nicht 
geschlossen werden, die beiden Mitarbeiterinnen würden ihre Arbeiten nicht ordnungs- 
und weisungsgemäss erledigen. Weder die Vorinstanz noch das KJA machen 
Einzelheiten im Zusammenhang mit diesen Justizverfahren geltend, die eine solche 
Schlussfolgerung nahe legen würden. Zudem ist die fachliche Qualifikation der beiden 
Mitarbeiterinnen unbestritten. Die Vorbehalte genügen daher nicht als 
nachgeschobene Begründung, den Widerruf der Genehmigung der Übertragung der 

Inkassohilfe auf den Beschwerdeführer zu bestätigen. Es liegen insgesamt keine 
(substanziellen) Hinweise vor, dass der Beschwerdeführer die ordnungsgemässe 
Erfüllung der anfallenden administrativen Arbeiten nicht sicherstellen kann oder die In-
kassohilfe nicht in der Region des Wohnsitzes der gesuchstellenden Person gewährt 
wird. Soweit das KJA Zweifel an der korrekten Erfüllung der Inkassohilfe durch den 
Beschwerdeführer hat, ist es ihm als Aufsichtsbehörde unbenommen, die Dossiers zu 
überprüfen. Das KJA hat auch angekündigt, seine Inspektionstätigkeit wieder 
aufzunehmen. Werden dabei Mängel in der Inkassohilfe des Beschwerdeführers 
festgestellt, wie es bei einigen der an die Sozialen Dienste Spiez übergebenen 
Dossiers der Fall sein soll (vgl. vorne E. 4.2.4), kann das KJA dem Beschwerdeführer 
verbindliche Weisungen erteilen (vgl. Art. 18 VIB). In Würdigung aller Umstände 
gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass der Beschwerdeführer die 
Voraussetzungen zur Übertragung der Inkassohilfe wieder erfüllt und heute kein Grund 
für die Verweigerung der entsprechenden Genehmigungen besteht. Die Beschwerde 
erweist sich somit als begründet und ist gutzuheissen. Der angefochtene Entscheid ist 
aufzuheben. Der Rechtssicherheit halber ist der Inhalt der Zusicherung des 
Beschwerdeführers betreffend Arbeitsort, Erreichbarkeit und Arbeitskontrolle dispositiv-
mässig festzuhalten (vgl. vorne E. 5.2 a.E.).

7.

Bei diesem Prozessausgang gilt der Beschwerdeführer als obsiegend. Es sind daher 
grundsätzlich keine Verfahrenskosten zu erheben und der Kanton Bern hat dem 
Beschwerdeführer für das vorinstanzliche und das verwaltungsgerichtliche Verfahren 
die Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG).

7.1 Allerdings kann das prozessuale Verhalten einer Partei eine vom 
Unterliegerprinzip abweichende Verlegung der Verfahrenskosten und eine andere 
Teilung oder die Wettschlagung der Parteikosten gebieten (Art. 108 Abs. 1 und 3 
VRPG). Ein für die Kostenverlegung bedeutsames prozessuales Verhalten liegt vor, 
wenn der obsiegenden Partei vorgeworfen werden muss, sie habe im zu beurteilenden 
Beschwerdeverfahren unnötigerweise zusätzliche Kosten verursacht (BVR 2004 S. 133 
E. 3.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 8). – Der Beschwerdeführer hat 
im Verlauf des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens für eine entscheidrelevante 
Veränderung des Sachverhalts gesorgt. So hat er die Zusammenarbeit mit der A.____ 
GmbH in einem neuen Vertrag geregelt. Später hat er sich entgegen der an der 
gerichtlichen Instruktionsverhandlung vertretenen Auffassung dazu entschlossen, 
diesen Vertrag aufzuheben und die Inkassohilfe wieder selbst zu besorgen. Dieses 
Verhalten hat zu unnötigen Weiterungen geführt. Es rechtfertigt sich daher, dem 
Beschwerdeführer die Hälfte der Verfahrenskosten aufzuerlegen und ihm lediglich die 

Hälfte der Parteikosten zu ersetzen. Die verbleibenden Kosten können nicht erhoben 
werden (Art. 108 Abs. 2 VRPG). 

7.2 Zum vorinstanzlichen Kostenschluss ergibt sich was folgt: Ein prozessuales 
Verhalten, welches ein Abweichen vom Unterliegerprinzip rechtfertigen könnte, liegt 
hier nicht vor. Insbesondere hat der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren 
keinen Mehraufwand verursacht. Allerdings können besondere Umstände im Sinn von 
Art. 108 Abs. 1 VRPG für die Verlegung der vorinstanzlichen Kosten vorliegen, wenn 
der angefochtene Entscheid aufgrund der seinerzeitigen Verhältnisse korrekt war, die 
Beschwerde sich aber trotzdem als berechtigt erweist, weil eine inzwischen veränderte 
Sach- oder Rechtslage eine für die beschwerdeführende Person vorteilhaftere 
Regelung des Rechtsverhältnisses erlaubt (BVR 2008 S. 193 E. 9.2; 
Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 108 N. 9). – Der Gemeinderat kann die 
Inkassohilfe mit Genehmigung des KJA einer gemeinnützigen Stelle übertragen (vgl. 
aArt. 1 Abs. 2 und aArt. 1a Abs. 2 GIB sowie Art. 1 Abs. 2 und Art. 1a Abs. 2 GIB). Der 
Beschluss des Gemeinderats, die Inkassohilfe zu übertragen, bedarf zu seiner 
Gültigkeit der Genehmigung durch das KJA (vgl. aArt. 3 Abs. 1 VIB und Art. 3 Abs. 1 
VIB). Dass die gemeinnützige Stelle diese Aufgabe in der Folge weiterüberträgt, sieht 
das GIB nicht vor. Im Zeitpunkt des vorinstanzlichen Entscheids hat die JGK aufgrund 
der damaligen Sachlage somit zu Recht erkannt, die Mandatierung der A.____ GmbH 
sei gesetzwidrig (vgl. vorne E. 3). Darin sind besondere Umstände im Sinn von Art. 108 
Abs. 1 VRPG zu erblicken, welche es rechtfertigen, den vorinstanzlichen 
Kostenschluss zu bestätigen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen und Ziffer 1 des Entscheids der Justiz-, 
Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern vom 5. Oktober 2012 wird 
aufgehoben.

2. Der Beschwerdeführer hat dafür zu sorgen, dass seine Angestellten den 
wesentlichen Teil ihrer Arbeit am Sitz der Stelle in der Region verrichten, dass die 
Stelle während der üblichen Arbeitszeiten besetzt ist und dort die Tätigkeit der 
Angestellten kontrolliert werden kann.

3. a) Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf eine 
Pauschalgebühr von Fr. 3ʹ000.--, werden dem Beschwerdeführer zur Hälfte, 

ausmachend Fr. 1ʹ500.--, auferlegt. Die verbleibenden Verfahrenskosten werden 
nicht erhoben. 

b) Der Kanton Bern (Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion) hat dem 
Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht die 
Parteikosten, festgesetzt auf Fr. 6ʹ588.-- (inkl. MWSt), zur Hälfte, ausmachend 
Fr. 3ʹ294.--, zu ersetzen.

4. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion des Kantons Bern

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begründung beim 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.