# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7d6ad95d-c8e4-5db6-92f7-b82b5abf1cdb
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-03-30
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 30.03.2022 810 21 63
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-63_2022-03-30.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 30. März 2022 (810 21 63) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Rückstufung 

 

 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Hans Furer, Markus  

Clausen, Claude Jeanneret, Stefan Schulthess, Gerichtsschreiber i.V. 
Matthias Plattner 
 
 

Beteiligte A.____ und B.____, Beschwerdeführende, vertreten durch Mustafa 
Ates, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung / Rückstufung  

(RRB Nr. 261 vom 2. März 2021) 
 
 
 

A. Die türkische Staatsangehörige B.____ (geb. 1975) reiste am 24. September 1979 in 
die Schweiz ein und erhielt in der Folge die Niederlassungsbewilligung. Sie heiratete am 
2. August 1993 den ebenfalls türkischen Staatsangehörigen A.____ (geb. 1972). Am 1. Januar 
1996 reiste A.____ im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und erhielt am 
8. Januar 2001 die Niederlassungsbewilligung. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, welche 

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in der Schweiz geboren wurden und eine Niederlassungsbewilligung besitzen: C.____ (geb. 
1998) und D.____ (geb. 2006).  
 
B. Am 13. Februar 2013 trennten sich die Ehegatten rückwirkend auf den 14. Oktober 
2011, wobei die Trennung am 1. September 2013 wieder aufgehoben wurde. Während der 
Trennung lebte die Ehefrau mit beiden Kindern in E.____ und der Ehemann in F.____. Am 
4. April 2013 stellte A.____ ein Gesuch für einen Kantonswechsel beim Migrationsamt F.____, 
welches jedoch aufgrund von hohen Schulden und fehlender sprachlicher Integration abgelehnt 
wurde. 
 
C. A.____ trat seit seinem Aufenthalt in der Schweiz zweimal strafrechtlich in Erscheinung 
im Rahmen von Strassenverkehrsdelikten. Wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln wurde 
er am 26. Juni 2013 von der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt und wegen Nichtabgabe von Aus-
weisen und Kontrollschildern und Verletzung der Verkehrsregeln am 18. Juni 2019 von der 
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft jeweils zu bedingten Geldstrafen verurteilt. 
 
D. Mit Verfügung vom 11. Februar 2014 wurden A.____ und B.____ vom Amt für Migrati-
on und Bürgerrecht des Kantons Basel-Landschaft (AFMB) aufgrund des mehrjährigen Sozial-
hilfebezugs in der Höhe von Fr. 111'759.-- sowie aufgrund von Betreibungen verwarnt. Bezüg-
lich A.____ waren Betreibungen in der Höhe von Fr. 170'094.50 sowie 21 Verlustscheine in der 
Höhe von Fr. 151'504.45 verzeichnet, bezüglich B.____ lagen Betreibungen in der Höhe von 
Fr. 52'394.45 und sieben Verlustscheine in der Höhe von Fr. 19'723.15 vor.  
 
E. Am 14. März 2016 wurde das Ehepaar vom AFMB aufgefordert, zu ihrer finanziellen 
Situation Stellung zu nehmen und insbesondere darzulegen, wie diese verbessert werden solle, 
und keine neuen Schulden mehr zu generieren. Mit Schreiben vom 13. Mai 2016 teilte das 
Ehepaar mit, den Verkauf ihres Restaurants mit Pizzaservice (G.____ GmbH) zur Schuldende-
ckung zu beabsichtigen. Dies erfolgte jedoch nicht und Ende 2017 wurde über die G.____ 
GmbH der Konkurs eröffnet.  
 
F. Ende 2017 zog die Familie von E.____ nach H.____, wobei das Ehepaar im Zeitraum 
vom 31. Januar 2019 bis 31. Oktober 2019 erneut durch die Sozialhilfe mit Leistungen in der 
Höhe von Fr. 33'622.-- unterstützt werden musste. Mit Schreiben vom 29. April 2020 gewährte 
das AFMB den Ehegatten das rechtliche Gehör im Hinblick auf allfällige ausländerrechtliche 
Massnahmen, wovon diese mit Schreiben vom 21. Mai 2020 Gebrauch machten.  
 
G. Mit Verfügung vom 20. August 2020 widerrief das AFMB die Niederlassungs-
bewilligungen von A.____ und B.____ und ersetzte diese im Rahmen einer Rückstufung durch 
Aufenthaltsbewilligungen. Ausserdem erlegte das AFMB dem Ehepaar verschiedene Bedin-
gungen auf mit der Drohung der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligungen sowie der 
Wegweisung aus der Schweiz bei deren Nichteinhaltung. So wurde die Aufenthaltsbewilligung 
von A.____ unter anderem mit den Bedingungen verbunden, dass er nicht mehr gegen die öf-
fentliche Ordnung und Sicherheit verstosse, dass er Deutschkurse absolviere und dass er keine 
neuen, vermeidbaren Schulden generiere. Die Aufenthaltsbewilligung von B.____ wurde mit 

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den Bedingungen verbunden, sich weiterhin um ein existenzsicherndes Einkommen zu bemü-
hen und keine neuen, vermeidbaren Schulden zu generieren. 
 
H. Die Ehegatten A.____ und B.____, nachfolgend immer vertreten durch Mustafa Ates, 
Advokat in Basel, erhoben am 28. August 2020 Beschwerde an den Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (Regierungsrat) und beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfü-
gung unter o/e-Kostenfolge sowie die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Ver-
beiständung. 
 
I. Mit Regierungsratsbeschluss (RRB) Nr. 261 vom 2. März 2021 wurde die Beschwerde 
abgewiesen und dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung entspro-
chen. 
 
J. Mit Eingabe vom 12. März 2021 erheben A.____ und B.____ Beschwerde gegen den 
Beschluss des Regierungsrats vom 2. März 2021 beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Die Ehegatten beantragen die Auf-
hebung des RRB Nr. 261 vom 2. März 2021 unter o/e-Kostenfolge. Weiter beantragen sie die 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege.  
 
K. In seiner Vernehmlassung vom 8. Juni 2021 beantragt der Regierungsrat die kostenfäl-
lige Abweisung der Beschwerde. 
 
L. Mit Präsidialverfügung vom 8. Juli 2021 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und den Beschwerdeführenden die unentgeltliche Prozessführung und Verbeistän-
dung bewilligt. 
 
M. Mit Eingabe vom 9. August 2021 reichte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden 
seine Honorarnote ein. 
 
N. Beide Beschwerdeparteien halten anlässlich der heutigen Parteiverhandlung an ihren 
bereits gestellten Rechtsbegehren fest. Weiter sind von beiden Beschwerdeparteien Unterlagen 
eingereicht worden, unter anderem ein Strafbefehl vom 29. September 2021 von der Staatsan-
waltschaft Basel-Landschaft, mit welchem die Beschwerdeführerin wegen geringfügigen Dieb-
stahls zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt wurde. Auf die weiteren Unterlagen wird, sofern 
erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder ein 
Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand vor-
liegt, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der Beschwerde gegeben. Die 

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weiteren formellen Voraussetzungen sind ebenfalls erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutre-
ten ist. 
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit des angefochtenen Rechtsaktes ist dem Kantonsge-
richt dagegen – abgesehen von hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 
lit. c VPO e contrario). 
 
3. Materiell umstritten ist, ob das AFMB zu Recht gestützt auf Art. 63 Abs. 2 des Bundes-
gesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration (Ausländer- und In-
tegrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 die Niederlassungsbewilligungen der Be-
schwerdeführenden widerrufen und durch Aufenthaltsbewilligungen ersetzt hat. 
 
4.1 Am 1. Januar 2019 sind diverse neue Bestimmungen des AIG in Kraft getreten (Ände-
rung vom 16. Dezember 2016, Amtliche Sammlung [AS] 2017 S. 6521 und 2018 S. 3171). Ins-
besondere wurden die Bestimmungen zur Integration grundlegend überarbeitet. Um die gesell-
schaftliche Bedeutung der Integration zu unterstreichen, wurde das bis dahin geltende "Bun-
desgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer" (AuG) vom 16. Dezember 2005 in "Bun-
desgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und über die Integration" (Ausländer- und 
Integrationsgesetz, AIG) vom 16. Dezember 2005 umbenannt (Botschaft zur Änderung des 
Ausländergesetzes [Integration] vom 8. März 2013, Bundesblatt [BBl] 2013 S. 2403). Mit der 
Gesetzesänderung wurde eine neue ausländerrechtliche Massnahme geschaffen: die soge-
nannte Rückstufung von der Niederlassungsbewilligung zur Aufenthaltsbewilligung (Art. 63 
Abs. 2 AIG). Die Massnahme basiert ursprünglich auf der von Philipp Müller eingereichten par-
lamentarischen Initiative 08.406 "Rückstufung eines niedergelassenen integrationsunwilligen 
Ausländers zum Jahresaufenthalter". Nachdem der Bundesrat unter anderem unter Hinweis 
darauf, dass die Schaffung der Massnahme zu neuen, komplizierten und langwierigen Verfah-
ren führe, vorgeschlagen hatte, die Initiative nicht umzusetzen (vgl. Zusatzbotschaft zur Ände-
rung des Ausländergesetzes [Integration] vom 4. März 2016, BBl 2016 S. 2822), wurde im Ver-
lauf der parlamentarischen Debatte ein gegenteiliger Antrag angenommen und die Rückstufung 
mit Art. 63 Abs. 2 AIG in der heute geltenden Form beschlossen und ins Gesetz aufgenommen 
(Urteil des Kantonsgerichts, Abteilung Verwaltung- und Verfassungsrecht [KGE VV], vom 
10. Juni 2020 [810 19 335] E. 2.1). 
 
4.2 Art. 63 Abs. 2 AIG sieht vor, dass die Niederlassungsbewilligung widerrufen und durch 
eine Aufenthaltsbewilligung ersetzt werden kann, wenn die Integrationskriterien nach Art. 58a 
AIG nicht erfüllt sind. Mit der Rückstufung soll erreicht werden, dass die betroffene Person zu-
künftig ihr Verhalten ändert und sich besser integriert. Die Rückstufung hat somit auch einen 
präventiven Charakter (Staatssekretariat für Migration [SEM], Weisungen AIG, Stand 1. März 
2022, Ziff. 8.3.3). Die Rückstufung kann gemäss Art. 62a Abs. 1 der Verordnung über Zulas-
sung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE) vom 24. Oktober 2007 mit einer Integrationsver-
einbarung oder einer Integrationsempfehlung nach Art. 58b AIG verbunden werden. Wird die 

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Verfügung nicht mit einer Integrationsvereinbarung oder Integrationsempfehlung verbunden, so 
muss sie gemäss Art. 62a Abs. 2 VZAE mindestens folgende Elemente enthalten: lit. a) die In-
tegrationskriterien nach Art. 58a Abs. 1 AIG, die die Ausländerin oder der Ausländer nicht erfüllt 
hat; lit. b) die Gültigkeitsdauer der Aufenthaltsbewilligung; lit. c) die Bedingungen, an die der 
weitere Verbleib in der Schweiz geknüpft wird (Art. 33 Abs. 1 AIG) und lit. d) die Folgen für den 
Aufenthalt in der Schweiz, wenn die Bedingungen nach lit. c) nicht eingehalten werden (Art. 62 
Abs. 1 lit. d AIG). 
 
4.3 Mit der per 1. Januar 2019 in Kraft gesetzten Gesetzesänderung wurden die massge-
benden Integrationskriterien neu auf Gesetzesstufe in Art. 58a AIG explizit und abschliessend 
definiert. Gemäss Art. 58a Abs. 1 AIG berücksichtigt die zuständige Behörde bei der Beurtei-
lung der Integration folgende Kriterien: 
 

a. die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung; 
b. die Respektierung der Werte der Bundesverfassung; 
c. die Sprachkompetenzen; und  
d. die Teilnahme am Wirtschaftsleben oder am Erwerb von Bildung.  

 
Der Situation von Personen, welche die Integrationskriterien von Art. 58a Abs. 1 lit. c und lit.  d 
AIG aufgrund einer Behinderung oder Krankheit oder anderen gewichtigen persönlichen Um-
ständen nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erfüllen können, ist gemäss Art. 58a 
Abs. 2 AIG angemessen Rechnung zu tragen. Die in Art. 58a Abs. 1 AIG genannten Integrati-
onskriterien wurden in den verschiedenen migrationsrechtlichen Erlassen (AIG, Asylgesetz 
[AsylG] vom 26. Juni 1998 und Bundesgesetz über das Schweizer Bürgerrecht [Bürgerrechts-
gesetz, BüG] vom 20. Juni 2014) vereinheitlicht und aufeinander abgestimmt (Botschaft zur 
Änderung des Ausländergesetzes [Integration] vom 8. März 2013, BBl 2013 S. 2399). Die in 
Art. 58a Abs. 1 AIG genannten Integrationskriterien bilden den Massstab zur Beurteilung der 
Integration im Hinblick auf Bewilligungserteilungen sowie Änderungen des Aufenthaltsstatus. 
Die Integrationsbeurteilung hat immer im Rahmen einer zukunftsgerichteten Gesamtbetrach-
tung zu erfolgen. Defizite bei einzelnen Kriterien können durch ausgeprägt vorhandene andere 
Kriterien aufgewogen werden (KGE VV vom 2. Dezember 2020 [810 20 168] E. 5.1; vgl. MARC 
SPESCHA, in: Spescha/Zünd/Bolzli/Hruschka/de Weck [Hrsg.], Kommentar Migrationsrecht, 
5. Auflage, 2019, N 1 zu Art. 58a AIG). 
 
5.1 Das AFMB begründete die Rückstufungsverfügung primär mit der mutwilligen Ver-
schuldung der Ehegatten, welche seit der Verwarnung im Jahr 2014 weiter gestiegen sei, und 
der schlechten Integration in beruflicher sowie bezüglich des Ehemanns in sprachlicher Hin-
sicht. Per August 2020 weise der Beschwerdeführer 56 Betreibungen in der Höhe von 
Fr. 216'038.20 und sieben Verlustscheine in der Höhe von Fr. 256'106.55 auf, bei der Be-
schwerdeführerin seien es 35 Betreibungen über einen Betrag von Fr. 41'814.55 und 
54 Verlustscheine über Fr. 79'582.45.  
 
5.2 Der Regierungsrat bestätigte die angefochtene Verfügung und begründete seinen Ent-
scheid vom 2. März 2021 im Wesentlichen damit, dass sich das Ehepaar nach ihrer Verwar-

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nung im Februar 2014 weiter verschuldet und Sozialhilfeleistungen bezogen habe und aufgrund 
der Schuldenentwicklung und der mangelnden Sanierungsbestrebungen von einer mutwilligen 
Vernachlässigung der finanziellen Verpflichtungen ausgegangen werden dürfe. Nach der Ver-
warnung hätte vom Beschwerdeführer erwartet werden dürfen, dass er Massnahmen ergreife, 
um keine weiteren Schulden mehr anzuhäufen, wie die Aufgabe der Selbstständigkeit, durch 
welche dieser nicht genügend Einnahmen für den Lebensunterhalt hätte generieren können. 
Weiter hätten die Schulden, welche primär aus öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen (Steuern 
und Krankenkassenprämien) bestünden, zumindest in dieser Höhe, vermieden werden können, 
wenn sich das Ehepaar um entsprechende Hilfe bemüht hätte. Auch die restlichen Integrations-
kriterien seien nur ungenügend oder nicht in einem Mass erfüllt, als dass sie die hohe mutwillige 
Verschuldung und den erheblichen und dauerhaften Sozialhilfebezug aufwiegen könnten, wes-
halb in einer Gesamtbetrachtung ein deutliches Integrationsdefizit resultiere. Die Rückstufung 
sei verhältnismässig, da die Ehegatten die Aufenthaltsbewilligung behalten würden und die 
Schweiz nicht verlassen müssten und mit einer zweiten Verwarnung keine Verbesserung zu 
erwarten sei. Anlässlich der Parteiverhandlung macht der Regierungsrat geltend, dass das dem 
Strafbefehl vom 29. September 2021 zugrundeliegende Delikt zu einem Zeitpunkt erfolgt sei, 
als der angefochtene Regierungsratsbeschluss bereits vorgelegen habe, was hinsichtlich des 
Kriteriums der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sehr negativ zu werten sei. 
 
5.3 In der Beschwerdebegründung vom 14. Mai 2021 machen die Beschwerdeführenden 
im Wesentlichen geltend, dass keine mutwillige Verschuldung vorliege und das Integrationskri-
terium der Teilnahme am Wirtschaftsleben erfüllt sei. Der Beschwerdeführer sei stetig arbeitstä-
tig gewesen und darum bemüht, auf eigenen Füssen zu stehen. Aufgrund der schlechten Ge-
schäftsverläufe sei er jedoch in eine Schuldenfalle geraten, aus welcher er trotz Bemühungen 
nicht mehr herausgekommen sei. Mit der zweiten Firmengründung hätte das Ehepaar gerade 
beabsichtigt, ihre angeschlagenen Finanzen wieder in den Griff zu bekommen. Sodann sei die 
Verschuldenszunahme grösstenteils auch in der Zeit des Sozialhilfebezugs erfolgt. Eine mutwil-
lige Verschuldung könne deswegen nicht angenommen werden. Ausserdem hätte eine Rück-
stufung negative Auswirkungen auf die Möglichkeit zur wirtschaftlichen Reintegration. Anläss-
lich der Parteiverhandlung machen die Beschwerdeführenden geltend, dass sie keine neuen 
Schulden generiert hätten, es sich bei sämtlichen neuen Betreibungen um Schulden aus frühe-
ren Zeiten handle und sie bestehende Schulden im Rahmen ihrer begrenzten Möglichkeiten 
zurückzahlen würden.  
 
6.1 Da die Niederlassungsbewilligung ihrer Rechtsnatur nach unbefristet und nicht an Be-
dingungen geknüpft ist (Art. 34 Abs. 1 AIG), rechtfertigen Integrationsdefizite eine Rückstufung 
nicht leichthin, sondern nur, wenn sie derart sind, dass auch ein Widerruf der Niederlassungs-
bewilligung samt Wegweisung aus der Schweiz ernsthaft in Betracht fällt (vgl. SPESCHA, a.a.O., 
N 23 zu Art. 63 AIG). Voraussetzung für eine Rückstufung nach Art. 63 Abs. 2 AIG ist eine Prü-
fung der Integrationskriterien nach Art. 58a AIG im Rahmen einer zukunftsgerichteten Gesamt-
betrachtung. Im Rahmen dieser Gesamtbetrachtung sind alle vier in Art. 58a Abs. 1 AIG ab-
schliessend genannten Kriterien zu prüfen. Erforderlich ist eine Gesamtwürdigung aller mass-
geblichen Aspekte im Einzelfall (SPESCHA, a.a.O., N 1 zu Art. 58a AIG). Eine gleichartige Ge-
samtwürdigung ist auch im Einbürgerungsverfahren vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesge-

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richts 1D_7/2019 vom 18. Dezember 2019 E. 3.4). Die Anforderungen an die Integration sind 
umso höher, je mehr Rechte einer ausländischen Person mit dem angestrebten Rechtsstatus 
verliehen werden. Sinn dieser Gesamtbetrachtung und Gesamtwürdigung ist, dass Defizite bei 
einzelnen Kriterien durch ausgeprägt vorhandene andere Kriterien aufgewogen werden können. 
Im Gegensatz dazu muss beim Widerruf einer Niederlassungsbewilligung nach Art. 63 Abs. 1 
AIG nur ein Widerrufsgrund geprüft und bejaht werden. Die Rückstufung setzt weiter voraus, 
dass die betroffene Person in der Lage ist, ihr Verhalten zu steuern, d.h. ihre Integration zu ver-
bessern, was zum Beispiel im Falle von Sozialhilfeabhängigkeit dann nicht der Fall ist, wenn der 
Sozialhilfebezug aufgrund persönlicher Umstände im Sinne von Art. 77f VZAE entschuldbar 
erscheint (KGE VV vom 10. Juni 2020 [810 19 290] E. 5.1; SPESCHA, a.a.O., N 26 zu Art. 63 
AIG).  
 
6.2 Die jeweilige Integration des Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin muss 
separat geprüft werden, zumal es sich bei den angeordneten Massnahmen um individuell-
konkrete Hoheitsakte handelt. Zudem ist zu beachten, dass es sich bei der Verfügung betref-
fend Erteilung einer Niederlassungsbewilligung um eine sogenannte Dauerverfügung handelt, 
die einen Sachverhalt für eine längere Zeitspanne regelt. Die Verfügung entfaltet damit nicht 
bloss Wirkung für ein einmaliges und zeitlich abgeschlossenes Ereignis, sondern entfaltet auch 
Rechtsfolgen für die Zukunft. Diese Qualifikation ist insbesondere bei Änderungen der gesetzli-
chen Rahmenbedingungen – wie die Rückstufung – entscheidend, da sich die Regelungen des 
Status im Laufe seiner Gültigkeit ändern können (vgl. ANNE KNEER UND BENJAMIN SCHINDLER, 
Schutz des Kontinuitätsvertrauens in die Rechtsordnung bei Rückstufung und Widerruf von 
Niederlassungsbewilligungen, in: Achermann et. al. [Hrsg.], Jahrbuch für Migrationsrecht 
2019/2020, Bern 2020, S. 38 f.). Der Gesetzgeber hat für die Änderung von Art. 63 Abs. 2 AIG 
keine Übergangsbestimmung erlassen, weshalb die Möglichkeit der Rückstufung grundsätzlich 
für alle Niederlassungsbewilligungen ohne Differenzierung der bisherigen Aufenthaltsdauer ab 
dem 1. Januar 2019 gilt (KNEER UND SCHINDLER, a.a.O., S. 41). Neues Recht darf jedoch keine 
Wirkungen für Sachverhalte vorsehen, die sich abschliessend unter altem Recht verwirklicht 
haben (sog. Rückwirkungsverbot). Nicht als Rückwirkung gelten demgegenüber Situationen, in 
denen ein neuer Erlass auf einen zeitlich offenen Sachverhalt angewendet wird. Ein zentraler 
Gedanke des intertemporalen Rechts ist, dass neues Recht nicht an Tatbestandselemente an-
knüpft, die von den betroffenen Personen nicht mehr beeinflusst werden können (KGE VV vom 
3. Februar 2021 [810 20 229] E. 6.3). Die Rückstufung muss beim Widerruf einer altrechtlich 
erteilten Niederlassungsbewilligung im Hinblick auf deren Unbefristetheit und Bedingungsfeind-
lichkeit (Art. 34 Abs. 1 AIG) sowie wegen des Grundsatzes des Vertrauensschutzes und des 
Rückwirkungsverbots an ein unter dem neuen Recht aktualisiertes, hinreichend gewichtiges 
Integrationsdefizit anknüpfen. Nur dann besteht ein genügendes öffentliches Interesse an der 
Rückstufung altrechtlich erteilter Niederlassungsbewilligungen unter dem seit dem 1. Januar 
2019 gültigen (neuen) Recht. Die Migrationsbehörden dürfen dabei vor dem 1. Januar 2019 
eingetretene Sachverhaltselemente mitberücksichtigen, um die neue Situation im Lichte der 
bisherigen würdigen und in diesem Sinn die Entstehung und das Fortdauern des Integrations-
defizits umfassend klären zu können. Dabei müssen sie sich wie gesagt jedoch auf Sachverhal-
te abstützen, die sich nach dem 1. Januar 2019 zugetragen haben bzw. nach diesem Datum 
fortdauern; andernfalls läge eine grundsätzlich unzulässige echte Rückwirkung vor (Urteil des 

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Bundesgerichts 2C_711/2021 vom 15. Dezember 2021 E. 4.2). Im vorliegenden Fall ist für die 
Beurteilung des Integrationskriteriums "Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung" 
insbesondere die Verschuldung ab dem 1. Januar 2019 relevant, wobei diese unter Berücksich-
tigung des vergangenen Verhaltens der Beschwerdeführer zu würdigen ist. Auch die weiteren 
Integrationskriterien müssen geprüft werden und dabei sind allfällige Defizite oder ausgeprägtes 
Vorhandensein gegeneinander abzuwägen.  
 
7.1 Voraussetzung für die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung nach 
Art. 58a Abs. 1 lit. a AIG ist die Beachtung der schweizerischen Rechtsordnung. Eine Nichtbe-
achtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung liegt gemäss Art. 77a VZAE insbesondere vor, 
wenn die betroffene Person gesetzliche Vorschriften und behördliche Verfügungen missachtet 
oder öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht erfüllt. In Bezug 
auf die Gewichtung einer Straftat ist selbstverständlich nebst deren Schwere auch der Zeitab-
lauf seit deren Begehung zu beachten. Bei geringen und lang zurückliegenden Straftaten ist 
nicht leichthin ein relevantes Integrationsdefizit anzunehmen (vgl. SPESCHA, a.a.O., N 2 zu 
Art. 58a AIG). Die Verschuldung, als Folge des Nichterfüllens von öffentlich-rechtlichen oder 
privatrechtlichen Verpflichtungen, muss mutwillig erfolgen, das heisst sie muss selbst verschul-
det und qualifiziert vorwerfbar sein. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Schulden-
wirtschaft für sich allein noch nicht mutwillig und es ist nicht leichthin von der Mutwilligkeit des 
Schuldenmachens auszugehen. Wurde bereits eine ausländerrechtliche Verwarnung (Art. 96 
Abs. 2 AIG) ausgesprochen, ist entscheidend, ob die ausländische Person danach weiterhin 
mutwillig Schulden angehäuft hat. Von entscheidender Bedeutung ist, welche Anstrengungen 
zur Sanierung unternommen worden sind. Positiv zu würdigen ist etwa, wenn vorbestandene 
Schulden abgebaut worden sind. Auch anwachsende Schulden lassen nicht ohne Weiteres auf 
Mutwilligkeit schliessen (Urteil des Bundesgerichts 2C_93/2018 vom 21. Januar 2019 E. 3.4). 
 
7.2 Hinsichtlich des Beschwerdeführers sind zwei strafrechtliche Verfehlungen bekannt. 
Wie vom Beschwerdegegner anerkannt, würden diese Verstösse an sich nicht für eine Rückstu-
fung ausreichen. Sie sind bei der Gesamtbetrachtung zu würdigen, fallen allerdings nicht 
schwer ins Gewicht. Stärker ins Gewicht fällt jedoch die hohe Schuldenbelastung. Insgesamt 
sind auf den Beschwerdeführer per 25. März 2022 99 Betreibungen im Gesamtbetrag von 
Fr. 362'385.82 und 82 Verlustscheine im Wert von Fr. 257'606.05 verzeichnet, was nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung zweifellos als erheblich einzustufen ist und von den Be-
schwerdeführenden auch nicht bestritten wird. Bestritten wird hingegen die Mutwilligkeit der 
Verschuldung mit dem Argument, dass der Beschwerdeführer aufgrund des schlechten Ge-
schäftsverlaufes in der selbständigen Tätigkeit in eine Schuldenfalle geraten sei, aus der er sich 
nicht mehr habe befreien können, und er stets bemüht gewesen sei, seine finanzielle Situation 
zu verbessern. Mit Schreiben vom 13. Mai 2016 gaben die Beschwerdeführenden an, das Res-
taurant wegen der Schulden verkaufen zu wollen und dass der Beschwerdeführer eine Anstel-
lung suchen werde, um ein geregeltes Einkommen erzielen zu können, wodurch sie die Schul-
den zum grössten Teil begleichen könnten. Der Verkauf des Restaurants erfolgte allerdings 
nicht und eineinhalb Jahre später wurde über die G.____ GmbH der Konkurs eröffnet. Der Be-
schwerdeführer macht anlässlich der Parteiverhandlung geltend, dass er aufgrund seiner 
Sprachprobleme keine neue Stelle gefunden habe und deswegen lieber an der Selbständigkeit 

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festgehalten habe, um nicht gänzlich ohne Arbeit dazustehen sowie in der Hoffnung, dass sich 
die Geschäftssituation doch noch verbessern würde. Das Bundesgericht bejahte in einem Ent-
scheid die Mutwilligkeit der Verschuldung bei einem Beschwerdeführer, welcher trotz mehrfa-
chen Scheiterns und Anhäufung weiterer Schulden an der selbständigen Tätigkeit festhielt (Ur-
teil des Bundesgerichts 2C_384/2021 vom 22. November 2021 E. 5.4.2.). Auch im vorliegenden 
Fall ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer mit der Übernahme der Coop Pronto Filia-
le im Jahr 2006 sowie der Gründung der G.____ GmbH im Jahre 2009 mehrfach in der Selb-
ständigkeit versucht hat und trotz der prekären finanziellen Lage und zunehmender Schulden 
im Jahr 2009 Fr. 20'000.-- in ein neues Geschäft investierte und trotz ausbleibenden Erfolgs 
sowie weiterhin zunehmender Schulden an dieser festhielt. Es sind ausserdem keine Anstren-
gungen des Beschwerdeführers nach der Verwarnung im Jahr 2014 aktenkundig, um eine wei-
tere Zunahme der Verschuldung zu verhindern. Insgesamt ist der Beurteilung des Beschwerde-
gegners zuzustimmen, dass die Schuldenzunahme insbesondere auf das passive Zusehen des 
Beschwerdeführers zurückzuführen ist. Entsprechend ist vorliegend beim Beschwerdeführer die 
Mutwilligkeit der Verschuldung anzunehmen. 
 
7.3 Bei der Beschwerdeführerin ist eine Verurteilung per Strafbefehl aufgrund eines gering-
fügigen Diebstahls bekannt. Auch wenn es sich dabei um ein geringfügiges Delikt handelt, ist 
insbesondere negativ zu werten, dass das Delikt im Juni 2021 trotz hängigen Beschwerdever-
fahrens beim Kantonsgericht begangen wurde. Bei der Beschwerdeführerin fällt allerdings die 
Schuldenbelastung geringer aus als beim Beschwerdeführer. Per 25. März 2022 sind 30 Betrei-
bungen im Gesamtbetrag von Fr. 46'593.63 und 58 Verlustscheine im Wert von Fr. 83'510.40 
auf die Beschwerdeführerin verzeichnet. Bei den Beschwerdeführenden handelt es sich um 
eine Lebens- und Schicksalsgemeinschaft, weshalb es nicht möglich ist, exakt festzustellen, 
welcher Ehegatte für welchen Anteil der Verschuldung verantwortlich ist. Gemäss Aussagen der 
Beschwerdeführenden anlässlich der Parteiverhandlung gab es zwischen den Ehegatten eine 
klare Rollenverteilung. Die Beschwerdeführerin hat sich um die Kinder und den Haushalt ge-
kümmert und war nur aushilfsmässig im Geschäft tätig. Eine andere Rollenverteilung sei nicht 
zur Diskussion gestanden, da insbesondere der jüngere Sohn stärker auf die Mutter fokussiert 
gewesen sei und auch grösserer Aufmerksamkeit bedurft habe. Aufgrund dieser Rollen- und 
Aufgabenverteilung können der Beschwerdeführerin das Festhalten des Beschwerdeführers an 
seiner Selbständigkeit trotz Erfolglosigkeit und die fehlenden Bemühungen zur Verhinderung 
der Zunahme der Verschuldung weniger stark vorgeworfen werden als dem Beschwerdeführer 
selbst. Überdies kann ihr für die Zeit, in der die Kinder noch klein waren, und für diejenige, in 
der sie alleinerziehend war, die Verschuldung nicht qualifiziert vorgeworfen werden. Insofern ist 
bei der Beschwerdeführerin nur in Bezug auf einen Teil ihrer Verschuldung Mutwilligkeit zu be-
jahen.  
 
8. Das Kriterium der Respektierung der Werte der Bundesverfassung nach Art. 58a 
Abs. 1 lit. b AIG fokussiert insbesondere auf die rechtstaatlichen Prinzipien sowie die freiheit-
lich-demokratische Grundordnung der Schweiz. Art. 77c Bst. B VZAE nennt dahingehend aus-
drücklich die "Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Recht auf persönliche Freiheit, die 
Glaubens- und Gewissensfreiheit und die Meinungsfreiheit" (SPESCHA, a.a.O., N 5 zu Art. 58a 

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AIG). Das Integrationskriterium der Respektierung der Werte der Bundesverfassung gibt zu 
keinen weiteren Ausführungen Anlass. Beide Beschwerdeführenden erfüllen dieses Kriterium. 
 
9. Die sprachlichen Integrationsanforderungen nach Art. 58a Abs. 1 lit. c AIG können auf 
verschiedene Weisen erfüllt werden. Der Nachweis der Sprachkompetenz erbringt gemäss 
Art. 77d VZAE, wer die am Wohnort gesprochene Landessprache als Muttersprache spricht und 
schreibt, während mindestens drei Jahren die obligatorische Schule oder eine Ausbildung auf 
Sekundarstufe II oder Tertiärstufe in dieser Landessprache besucht hat oder über einen 
Sprachnachweis verfügt, welcher die entsprechende Sprachkompetenz in dieser Landesspra-
che bescheinigt. Ein entsprechender Nachweis der Sprachkompetenz des Beschwerdeführers 
liegt nicht vor, wurde allerdings vom AFBM auch nie eingefordert. Aufgrund der Parteiver-
handlung kann die Feststellung des Führungsberichts vom 8. April 2020 bestätigt werden, dass 
der Beschwerdeführer Gespräche auf Deutsch führen kann, allerdings nur über rudimentäre 
Sprachkenntnisse verfügt. Anlässlich der Parteiverhandlung hat der Beschwerdeführer angege-
ben, nur zu Beginn seines Aufenthalts in der Schweiz einen Sprachkurs besucht zu haben, an-
schliessend habe er aufgrund seiner Arbeitstätigkeit keine Zeit mehr für weitere Kurse gehabt. 
Dass sich der Beschwerdeführer trotz seiner langen Anwesenheit in der Schweiz nur rudimen-
tär verständigen kann, ist als Defizit anzusehen. Hinsichtlich der Beschwerdeführerin ist festzu-
stellen, dass diese fliessend deutsch sprechen und schreiben kann und sie das Integrationskri-
terium der Sprachkompetenz zweifellos erfüllt. 
 
10.1 Schliesslich nennt Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG noch die Teilnahme am Wirtschaftsleben 
oder am Erwerb von Bildung als Integrationskriterium. Nach Art. 77e Abs. 1 VZAE nimmt eine 
Person am Wirtschaftsleben teil, wenn sie die Lebenshaltungskosten und Unterhaltsverpflich-
tungen deckt durch Einkommen, Vermögen oder Leistungen Dritter, auf die ein Rechtsanspruch 
besteht. Nach Art. 77e Abs. 2 VZAE nimmt eine Person am Erwerb von Bildung teil, wenn sie in 
Aus- oder Weiterbildung ist. Bei diesem Integrationskriterium wird nicht bloss der entsprechen-
de Wille gefordert, sondern die tatsächliche Teilnahme beziehungsweise der Erwerb (SPESCHA, 
a.a.O., Art. 58a Rz. 7). Da es im Rahmen von Art. 58a Abs. 1 lit. d AIG auf den tatsächlichen 
Einsatz als Arbeitnehmer ankommt, sind die (auch aktuellen) Arbeitsbemühungen und der gel-
tend gemachte Wille zum Arbeiten des Beschwerdeführers nur bedingt von Relevanz (KGE VV 
vom 20. Oktober 2021 [810 21 67] E. 7.3.4). Jedoch statuiert Art. 58a Abs. 2 AIG, dass der Si-
tuation von Personen, welche die Integrationskriterien von Art. 58a Abs. 1 lit. c und d AIG auf-
grund einer Behinderung oder Krankheit oder anderen gewichtigen persönlichen Umständen 
nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen erfüllen können, angemessen Rechnung zu tra-
gen sei. 
 
10.2 Der dauerhafte und erhebliche Bezug von Sozialhilfe kann nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AIG 
zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung führen. Dabei geht es in erster Linie darum, eine 
zukünftige Belastung der öffentlichen Wohlfahrt zu vermeiden, weshalb eine andauernde kon-
krete Gefahr einer Sozialhilfeabhängigkeit erforderlich ist. Neben den bisherigen und aktuellen 
Verhältnissen ist die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht in die Beurteilung 
miteinzubeziehen. Erweist sich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung als 
unverhältnismässig, ist eine Rückstufung zulässig, soweit durch die Sozialhilfeabhängigkeit das 

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Integrationskriterium der "Teilnahme am Wirtschaftsleben" nicht (mehr) gegeben ist (Urteil des 
Bundesgerichts 2C_536/2021 vom 19. Oktober 2021 E. 5.1 f.). Keine mangelnde Integration ist 
anzunehmen, wenn die Verhinderung der Arbeitsaufnahme oder der Bezug von Sozialhilfe als 
unverschuldet zu bewerten ist, z.B. working poor, Verhinderung durch Krankheit oder Wahr-
nehmung von Betreuungsaufgaben (vgl. auch MARC SPECHA/PETER BOLZLI/FANNY DE WECK/
VALERIO PRIULI, Handbuch zum Migrationsrecht, 4. Auflage, 2020, S. 357).  
 
10.3 Der Beschwerdegegner macht geltend, dass die Beschwerdeführenden das Kriterium 
der Teilnahme am Wirtschaftsleben nicht erfüllen, da diese während einigen Jahren ihre Le-
benshaltungskosten nicht eigenständig hätten finanzieren können und dadurch in beträchtli-
chem Umfang (Fr. 218'000.-- bis zum Zeitpunkt des Regierungsratsbeschlusses) durch die So-
zialhilfe unterstützt hätten werden müssen. Dagegen bringt der Beschwerdeführer vor, dass er 
während seiner selbständigen Tätigkeit immer 100% arbeitstätig gewesen sei, sich aber auf-
grund des schlechten Geschäftsganges nur ein geringes Einkommen habe auszahlen können. 
Der Beschwerdegegner argumentiert, dass der Beschwerdeführer in den Jahren vor der Selb-
ständigkeit ein höheres Jahreseinkommen generiert habe als während der Selbständigkeit (ins-
besondere als Geschäftsführer der G.____ GmbH). Er hätte sich also nach Kräften bemühen 
können, eine Festanstellung mit ausreichendem Einkommen zu finden. Entsprechend sei er 
nicht als "working poor" einzuschätzen. Die Einschätzung des Beschwerdegegners wird durch 
den Fakt unterstützt, dass der Beschwerdeführer durch die mittlerweile wieder aufgenommene 
unselbständige Erwerbstätigkeit ein regelmässiges und stabiles Einkommen generieren kann. 
Allerdings ist der Umstand, dass der Beschwerdeführer wieder über eine feste Arbeitsstelle ver-
fügt sowie dass beide Beschwerdeführenden seit Oktober 2019 nicht mehr von der Sozialhilfe 
abhängig sind, hinsichtlich der Teilnahme am Wirtschaftsleben positiv zu berücksichtigen. Ne-
gativ ins Gewicht fällt jedoch, dass der Beschwerdeführer keine Berufsausbildung oder auch 
sprachliche Weiterbildung in der Schweiz absolviert hat, was die Gefahr einer neuen Sozialhil-
feabhängigkeit im Falle eines Stellenverlusts erhöht.  
 
10.4 Die Beschwerdeführerin trägt eine Mitschuld an der Sozialhilfeabhängigkeit in den Jah-
ren nach der Verwarnung im 2014, da die Söhne zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in einem Alter 
waren, in dem, mit Blick auf die familienrechtliche Rechtsprechung, eine Arbeitstätigkeit neben 
der Betreuung der Kinder unzumutbar ist (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.7.6). Anders zu bewerten ist 
die Sozialhilfeabhängigkeit zwischen 2011 und 2013, als die Beschwerdeführenden getrennt 
lebten und die Kinder alleine bei der Beschwerdeführerin verblieben. Es ist der Einschätzung 
des Beschwerdegegners zuzustimmen, dass die Beschwerdeführerin mangels Berufsausbil-
dung als "working poor" zu behandeln ist. Nicht zugestimmt werden kann jedoch dessen Ein-
schätzung, dass dieser Umstand selbstverschuldet sei, da es für die Beschwerdeführerin ohne 
weiteres möglich gewesen wäre, eine Berufsbildung nachzuholen. Die Beschwerdeführerin 
macht geltend, dass sie sehr früh geheiratet habe und anschliessend habe arbeiten müssen, 
um den Haushalt finanzieren und den Ehemann in die Schweiz nachziehen zu können. Nach 
der Einreise des Ehemanns sei sie bald schwanger geworden und habe während dessen Selb-
ständigkeit in den Betrieben mitgeholfen. Dass sie unter diesen Umständen keine Berufsbildung 
nachholte, kann ihr nicht vorgeworfen werden. Anlässlich der Parteiverhandlung wurde bekannt, 

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dass die Beschwerdeführerin im letzten Jahr arbeitslos wurde, mittlerweile aber wieder eine 
derzeit noch befristete Anstellung bei der I.____ gefunden hat.  
 
11. Schliesslich ist eine zukunftsgerichtete Gesamtwürdigung der Integrationskriterien vor-
zunehmen. Hinsichtlich beider Beschwerdeführenden lässt sich festhalten, dass das Integrati-
onskriterium der Respektierung der Werte der Bundesverfassung ohne weiteres erfüllt ist. Das 
Integrationskriterium der Sprachkompetenz erfüllt hingegen nur die Beschwerdeführerin. Bezüg-
lich der Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung kann festgestellt werden, dass bei 
beiden Beschwerdeführenden strafrechtliche Verfehlungen vorliegen, diese aber aufgrund ihrer 
Geringfügigkeit bei beiden nicht allzu negativ ins Gewicht fallen. Negativ sind aber die hohen 
Schulden der Beschwerdeführenden zu werten. Wie bereits dargelegt kann sowohl beim Be-
schwerdeführer wie auch bei der Beschwerdeführerin von einer Mutwilligkeit der Verschuldung 
gesprochen werden, auch wenn dies bei der Beschwerdeführerin nur auf einen Teil der Ver-
schuldung zutrifft. Ähnlich negativ wie die Beachtung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung 
ist die Teilnahme am Wirtschaftsleben zu bewerten, wobei auch hier das Verschulden der Be-
schwerdeführerin als geringer erscheint. Ihre Perspektiven dürften aufgrund ihrer sprachlichen 
Kompetenzen und der sukzessiv wegfallenden Kinderbetreuung trotz mangelnder Ausbildung 
etwas besser sein.  
 
12.1 Die Rückstufung stellt zwar im Vergleich zu einer mit dem Widerruf der Niederlas-
sungsbewilligung verknüpften Wegweisung eine mildere Massnahme dar, muss allerdings, wie 
jedes staatliche Handeln, selbst auch verhältnismässig sein (vgl. SPESCHA, a.a.O., Rz. 23 zu 
Art. 63 AIG). Hinsichtlich der Verhältnismässigkeit ist zu prüfen, ob die Rückstufung geeignet 
und erforderlich ist, ihren Zweck zu erfüllen. Die Rückstufung hat zudem in einem angemesse-
nen Verhältnis zu den damit für die betroffene Person verbundenen Konsequenzen zu stehen 
("Übermassverbot" [Zumutbarkeit]; vgl. Art. 96 AIG bzw. Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV] vom 18. April 1999). Bezüglich der privaten Interes-
sen einer niederlassungsberechtigten Person ist zu berücksichtigen, dass mit einer Rückstu-
fung keine unmittelbaren Entfernungs- oder Fernhaltemassnahmen einhergehen. Entsprechend 
werden durch eine Rückstufung die grundrechtlichen Ansprüche des oder der Zurückgestuften 
auf Achtung des Privatlebens und auf Achtung des Familienlebens nicht tangiert. Jedoch ist zu 
bedenken, dass der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und deren Ersatz durch eine Auf-
enthaltsbewilligung für die betroffene ausländische Person in verschiedener Hinsicht (z.B. bei 
allfälligen zukünftigen Widerrufsgründen) zu einer substanziellen Verschlechterung ihrer 
Rechtsposition führt. Dies ist mit Blick auf eine spätere Wiedererteilung der Niederlassungsbe-
willigung aber ein erwünschter Effekt, damit eine Verhaltensänderung bei den Betroffenen er-
zielt werden kann. Es handelt sich bei der Rückstufung um eine "Kann"- Bestimmung und es 
liegt entsprechend im Entschliessungsermessen der Ausländerbehörde, ob es vom Instrument 
der Rückstufung Gebrauch machen will (KGE VV vom 21. April 2021 [810 20 230] E. 8.3.1).  
 
12.2 Es ist zudem zu berücksichtigen, dass die Rückstufung ein gegenüber dem Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung eigenständiges Rechtsinstitut darstellt, für wel-
ches der Gesetzgeber einen eigenständigen Anwendungsbereich vorsah. Dies bedeutet, dass 
in einem konkreten Fall ein Widerrufsgrund nach Art. 63 AIG nicht in genügendem Mass erfüllt 

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sein kann, während gleichzeitig eine mangelhafte Integration bejaht werden muss. In einer sol-
chen Konstellation besteht das Ziel des Institutes der Rückstufung darin, die Integration zu ver-
bessern, damit es (später) eben nicht zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung mit Wegwei-
sung kommen muss. Das gleiche Ziel verfolgt auch die Integrationsvereinbarung nach Art. 58b 
AIG. Somit sind die Massnahmen nach Art. 58a und b AIG darauf gerichtet, den betroffenen 
ausländischen Personen zu helfen und zu vermeiden, dass es zu einer Wegweisung kommt. 
Gleichzeitig soll damit unmissverständlich aufgezeigt werden, dass die aktuelle Situation und 
die Bemühungen den Anforderungen an eine durch die Niederlassungsbewilligung gerechtfer-
tigte Integration nicht genügen. Damit soll den Betroffenen rechtzeitig die Möglichkeit gegeben 
werden, ihr Verhalten zu ändern, bevor es anschliessend gegebenenfalls zu spät ist und  
– mangels behördlichen Ermessens – nur noch die viel härtere Massnahme des Widerrufes der 
Niederlassungsbewilligung mit Wegweisung verfügt werden kann beziehungsweise muss (KGE 
VV vom 20. Oktober 2021 [810 21 67] E. 8.2). Hinsichtlich der geltend gemachten massiven 
Schwächung der Rechtsstellung ist anzumerken, dass die bundesgerichtliche Rechtsprechung 
deren Auswirkung als eher gering einschätzt, da diese – regelmässig als Vorstufe zur Nieder-
lassungsbewilligung – die Arbeitstätigkeit zulässt und zahlreiche Personen gestützt auf eine 
solche einer Arbeit nachgehen (Urteil des Bundesgerichts 2C_536/2021 vom 19. Oktober 2021 
E. 6.3.1). Entsprechend ist die Rückstufung als Massnahme geeignet, die gewünschten Verhal-
tensänderungen zu bewirken. 
 
12.3 Wie bereits im Rahmen der zukunftsgerichteten Gesamtbetrachtung festgestellt, trägt 
die Beschwerdeführerin eine Mitschuld an der heutigen Situation, indessen muss bei ihr be-
rücksichtigt werden, dass sie zur Zeit der Verwarnung im Jahr 2014 aufgrund der Erziehung der 
Kinder nur beschränkt Einfluss auf die Situation nehmen konnte. Nichtsdestotrotz gilt für beide 
Beschwerdeführenden, dass in der Zeit nach der Verwarnung und auch nach einer Ermahnung 
des AFMB im Jahr 2016 keine wesentlichen Bemühungen und Verbesserungen ersichtlich wa-
ren. Dass eine erneute Verwarnung eine wesentliche Verhaltensänderung bewirkt hätte, ist als 
eher unwahrscheinlich zu erachten, womit die Rückstufung als erforderlich anzusehen ist.  
 
12.4.1 Nach dem Gesagten bleibt noch zu prüfen, ob die Rückstufung zumutbar ist, wobei die 
Interessen der Betroffenen den Interessen der Öffentlichkeit gegenüberzustellen sind. Im vor-
liegenden Fall besteht das öffentliche Interesse vor allem in der Förderung der Integration als 
sozialpolitischem Interesse sowie in der Entlastung der öffentlichen Hand. Dem öffentlichen 
Interesse stehen die privaten Interessen gegenüber. Zu berücksichtigen sind insbesondere die 
Dauer des Aufenthaltes in der Schweiz, die berufliche, sprachliche und soziale Integration so-
wie die drohenden Nachteile. Bezüglich der Zumutbarkeit der Massnahme ist wiederum eine 
Differenzierung zwischen den Beschwerdeführenden vorzunehmen. Hinsichtlich des Beschwer-
deführers ist festzuhalten, dass er im Alter von 24 Jahren in die Schweiz kam und seit mittler-
weile 26 Jahren in der Schweiz lebt. In Anbetracht der langen Anwesenheit fällt aber insbeson-
dere die mangelnde sprachliche Integration negativ aus. Hinsichtlich der sozialen Integration 
sind keine Angaben vorhanden und es wurden im Beschwerdeverfahren auch keine solchen 
vorgebracht. Die berufliche Integration des Beschwerdeführers kann ebenfalls als mangelhaft 
bezeichnet werden. Mit der Rückstufung wird die Rechtsstellung des Beschwerdeführers zwar 
leicht geschwächt, dennoch kann er weiterhin in der Schweiz bei seiner Familie verweilen und 

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es entstehen keine unmittelbar bemerkbaren Nachteile. Er hat sodann auch die Möglichkeit, bei 
künftigem Wohlverhalten die Niederlassungsbewilligung wiederzuerhalten. Die Rückstufung 
erweist sich demnach als verhältnismässig, weshalb die Beschwerde in Bezug auf den Be-
schwerdeführer abzuweisen ist.  
 
12.4.2 Die Beschwerdeführerin reiste bereits im Alter von 4 Jahren in die Schweiz ein und ist 
sprachlich gut integriert. Hinsichtlich der sozialen Integration fehlen ebenfalls Angaben. Die 
schlechte berufliche Integration kann ihr wie bereits erläutert nur bedingt vorgeworfen werden 
(vgl. E. 10.4 hiervor). Insbesondere in Anbetracht dessen, dass die Beschwerdeführerin in der 
Schweiz aufgewachsen ist und hier fast ihre ganze Kindheit verbracht hat, erscheint eine Rück-
stufung als unverhältnismässige Massnahme. Nichtsdestotrotz besteht aufgrund der hohen 
Verschuldung und der noch während dem Beschwerdeverfahren erfolgten strafrechtlichen Ver-
fehlung ein öffentliches Interesse an einer Verhaltensänderung der Beschwerdeführerin. Des-
wegen ist eine erneute ausländerrechtliche Verwarnung angezeigt. Entsprechend ist die Be-
schwerde hinsichtlich der Beschwerdeführerin gutzuheissen. Die Beschwerdeführerin wird je-
doch mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass in Zukunft der Widerruf ihrer Niederlassungsbe-
willigung oder eine Rückstufung in Betracht käme, wenn sie erneut straffällig werden, gegen die 
öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen (durch weitere Verschuldung oder Sozialhilfebe-
zug) und damit das durch das Gericht in sie gesetzte Vertrauen enttäuschen sollte. Ausserdem 
muss sie weiter um das Aufrechterhalten der Arbeitstätigkeit bemüht sein. Die Beschwerdefüh-
rerin wird in diesem Sinne ausdrücklich verwarnt (Art. 96 Abs. 2 AIG). 
 
13.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfas-
sen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden 
Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Die Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 3'000.-- sind dem Ausgang des Verfahrens entsprechend den Beschwerdeführen-
den und dem Beschwerdegegner je zur Hälfte, d.h. je im Umfang von Fr. 1'500.--, aufzuerlegen. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die auf die Beschwerdeführen-
den anfallenden Verfahrenskosten zulasten der Gerichtskasse. 
 
13.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gemäss § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Die Honorarnote des Rechtsvertreters vom 30. März 2022 
weist einen Aufwand von 16.1667 Stunden mit Auslagen von Fr. 68.-- aus, was nicht zu bean-
standen ist. Bei unentgeltlicher Verbeiständung beträgt das Honorar Fr. 200.-- pro Stunde (§ 3 
Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte vom 17. November 2003). Entspre-
chend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens hat der Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft den Beschwerdeführenden eine Parteientschädigung im Umfang der Hälfte des vom 
Rechtsvertreter geltend gemachten Aufwands und damit in der Höhe von Fr. 2'213.10 (8.08 
Stunden à Fr. 250.-- und Auslagen von Fr. 34.--, alles zuzüglich 7.7 % MWST) zu bezahlen. Im 
Übrigen werden die Parteikosten wettgeschlagen. Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Ver-
beiständung wird dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden ein Honorar in der Höhe von 

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Fr. 1'777.80 (8.08 Stunden à Fr. 200.-- und Auslagen von Fr. 34.--, alles zuzüglich 7.7 % 
MWST) aus der Gerichtskasse ausgerichtet. 
 
13.3 Die Beschwerdeführenden werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie zur 
Nachzahlung der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der 
Gerichtskasse belasteten Kosten verpflichtet sind, sobald sie dazu in der Lage sind (§ 53a 
Abs. 1 des Gesetzes über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] 
vom 22. Februar 2001). 
  

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Regierungsrats-

beschluss Nr. 261 vom 2. März 2021, soweit die Beschwerde der Be-
schwerdeführerin betreffend, aufgehoben und die Beschwerdeführerin 
wird im Sinne der Erwägungen ausländerrechtlich verwarnt. 

   
 2. Die Beschwerde des Beschwerdeführers wird abgewiesen. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanz-

lichen Verfahrens an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft 
zurückgewiesen. 

   
 4. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 3'000.-- werden den Be-

schwerdeführenden und dem Beschwerdegegner je zur Hälfte, d.h. je 
im Umfang von Fr. 1'500.--, auferlegt.  
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die auf 
die Beschwerdeführenden anfallenden Verfahrenskosten zulasten der 
Gerichtskasse. 

   
 5. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat den Beschwer-

deführenden eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'213.10 
(inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) zu bezahlen. Im Übrigen 
werden die Parteikosten wettgeschlagen.  
 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführenden ein Honorar in der Höhe 
von Fr. 1'777.80 (inkl. Auslagen und 7.7 % Mehrwertsteuer) aus der 
Gerichtskasse ausgerichtet. 

 
 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V.