# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3fbec04e-6102-5592-9a4a-f09273bb11d2
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-05-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.05.2008 D-2819/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-2819-2008_2008-05-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-2819/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  M a i  2 0 0 8

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richter Walter Lang, 
Gerichtsschreiber Stefan Weber.

A._______, geboren X._______,
Sri Lanka,
vertreten durch Randi von Stechow, B._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfü-
gung des BFM vom 23. April 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-2819/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  aus  C._______,  D._______, 
stammender  srilankischer  Staatsangehöriger  tamilischer  Ethnie 
eigenen  Angaben  zufolge  Sri  Lanka  am  9.  Januar  2008  auf  dem 
Luftweg verliess und über E._______, F._______ sowie weitere,  ihm 
unbekannte Länder und schliesslich über G._______ am 6. März 2008 
auf  illegalem  Weg  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  er  im  H._______ 
gleichentags um Asyl ersuchte,

dass der Beschwerdeführer am 10. März 2008 befragt, ihm am 1. April 
2008 das rechtliche Gehör zu seinem Visumantrag vom Y._______ und 
den dabei eingereichten Identitätspapieren gewährt und er am 7. April 
2008 zu seinen Asylgründen angehört wurde,

dass der Beschwerdeführer zur  Begründung seines Gesuches dabei 
im Wesentlichen ausführte, im Jahre 1996 habe seine Familie ein Boot 
nach  I._______  bestiegen,  wobei  einsetzender  Raktenbeschuss  ein 
Einsteigen für ihn verunmöglicht habe,

dass seine Familie in der Folge mit dem Boot weggefahren sei und ihn 
zurückgelassen habe, worauf er in C._______ bei einem Onkel gelebt 
und  ab  dem  Jahre  2000  als  Chauffeur  von  Vans  für 
Personentransporte und als Tagelöhner gearbeitet habe,

dass er im Jahre 2002, als die Strasse nach I._______ wieder geöffnet 
gewesen  sei,  seine  Familienangehörigen  erfolglos  in  I._______ 
gesucht habe, worauf er nach C._______ zurückgekehrt sei,

dass er  wegen seiner Chauffeurtätigkeit  in  Verdacht  geraten sei,  mit 
den LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) zusammengearbeitet zu 
haben, was am 15. sowie - nach einer Bombenexplosion - am 20. No-
vember  2007  zu  Festnahmen  seiner  Person  und  Befragungen  im 
J._______ geführt habe,

dass  weiter  am  27./28.  November  2007  Zivilpersonen  zu  ihm  nach 
Hause gekommen seien und sich bei seinem Onkel nach seinem Auf-
enthaltsort erkundigt hätten, worauf er sich mit dem Schiff und im Be-
sitz einer Bewilligung der Armee, die er durch Bestechung eines Sol-
daten bekommen habe, nach Colombo begeben habe,

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dass er und sein Onkel auf dem Weg von K._______ nach L._______ 
am 23. Dezember 2007 im Bus kontrolliert worden seien und man ihn 
wegen  seiner  Herkunft  aus  M._______  während  sieben  Tagen 
festgehalten habe, seinen Onkel jedoch habe gehen lassen,

dass er während dieser Haft  mehrmals befragt worden und schliess-
lich durch die Bemühungen seines Onkels wieder freigekommen sei,

dass er im Anschluss an seine Freilassung noch weitere zehn Tage in 
Colombo geblieben und schliesslich ausgereist sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 23. April 2008 - gleichentags eröff-
net - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch nicht eintrat, die 
Wegweisung aus der Schweiz anordnete, deren Vollzug jedoch wegen 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs zu Gunsten einer vorläufi-
gen Aufnahme aufschob,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen  anführte,  es  lägen 
keine entschuldbaren Gründe vor, die es dem Beschwerdeführer ver-
unmöglichten, Reise- oder Identitätspapiere einzureichen, 

dass  der  Beschwerdeführer  hinsichtlich  des  Zeitpunktes  des  Erhalts 
des richtigen Passes widersprüchliche Angaben gemacht habe,

dass - nebst  dem als merkwürdig zu erachtenden Umstand,  wonach 
der Beschwerdeführer seinen Pass nicht selber beantragt haben wolle 
-  seine  Aussage,  er  habe  seine  Identitätskarte  auf  Geheiss  des 
Schleppers in Colombo gelassen, weil er mit falschem Pass reise, als 
Ausflucht zu werten sei,

dass solche Ausflüchte zahlreiche Gesuchsteller verwendeten, die auf 
diese  Weise  den  Asylbehörden  ihre  Identitätspapiere  vorenthalten 
wollten, weil sie nicht willens seien, ihre Identität offenzulegen,

dass der Beschwerdeführer zudem die Flüchtlingseigenschaft gemäss 
Art. 3 und 7 AsylG nicht erfülle und aufgrund der Aktenlage keine zu-
sätzlichen  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder eines Wegweisungsvollzugshindernisses erforderlich seien, 

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dass  der  Beschwerdeführer  diesbezüglich  die  Umstände  der  Flucht 
seiner Familie im Jahre 1996 trotz Ermunterung zu Detailreichtum völ-
lig substanzlos, wenig detailliert und undifferenziert geschildert habe,

dass die Aussagen zu seiner Suche nach der Familie als realitätsfremd 
zu erachten seien und der Beschwerdeführer auf Vorhalt lediglich an-
gegeben habe, er habe sich auch bei den Behörden nach seiner Fami-
lie erkundigt, später dann aber nie mehr einen Versuch unternommen 
habe,

dass nicht nachvollziehbar bleibe, dass sich die Familie nicht via den 
in C. lebenden Onkel nach dem Verbleib des Sohnes erkundigt habe,

dass der Beschwerdeführer auch nicht in der Lage gewesen sei, den 
Widerspruch hinsichtlich des Umstandes, wonach er einerseits im Vi-
sier der Armee gestanden sei, andererseits aber von eben dieser Ar-
mee durch Bestechung eines einfachen Soldaten eine Bewilligung für 
die Reise von C._______ nach Colombo erhalten habe, zu entkräften,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 30. April 2008 gegen die-
sen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, es sei 
das Asylgesuch zur materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzu-
weisen,  eventualiter  sei  die  Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  und 
ihm Asyl zu gewähren,

dass er in verfahrensrechtlicher Hinsicht um Gewährung der unentgelt-
lichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes 
vom  20. Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren  (VwVG, 
SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 2. Mai 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31-34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d  Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

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dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde - unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen - einzutre-
ten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentschei-
de auf die Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu 
Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass bei  Begründetheit  der Beschwerde die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen ist (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2004  Nr.  34  E.  2.1. 
S. 240 f.), 

dass bei dem am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen Nichteintretenstat-
bestand von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG, auf welchen sich 
die hier angefochtene Verfügung stützt, die Besonderheit besteht, dass 
das BFM im Rahmen einer summarischen Prüfung das offenkundige 
Nichterfüllen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne von Art. 3 AsylG und 
das  offenkundige  Fehlen  von  Wegweisungsvollzugshindernissen  zu 
beurteilen hat (vgl. Art. 32 Abs. 3 Bstn. b und c AsylG), weshalb inso-

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weit bei dagegen erhobenen Beschwerden auch die Flüchtlingseigen-
schaft Prozessgegenstand bildet (vgl. BVGE 2007/8 E. 2.1 S. 73),

dass  in  der  Frage der  Wegweisung und deren  Vollzugs die  Beurtei-
lungszuständigkeit  des  Bundesverwaltungsgerichts  nicht  beschränkt 
ist, weil das BFM sich diesbezüglich gemäss Art. 44 AsylG in Verbin-
dung mit  Art. 83 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über 
die  Ausländerinnen  und Ausländer  (AuG,  SR 142.20)  auch materiell 
zur Sache zu äussern hatte,

dass demgegenüber die Frage der Gewährung von Asyl nicht Gegen-
stand  des  angefochtenen  Nichteintretensentscheides  bildet,  weshalb 
auf den diesbezüglichen Beschwerdeantrag nicht einzutreten ist,

dass auf  ein Asylgesuch nicht  eingetreten wird,  wenn Asylsuchende 
den Behörden nicht innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgeben (Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
AsylG),

dass diese Bestimmung jedoch keine Anwendung findet, wenn Asylsu-
chende glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren 
Gründen nicht in der Lage (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), oder wenn auf 
Grund der Anhörung sowie gestützt auf Art. 3 und 7 AsylG die Flücht-
lingseigenschaft  festgestellt  wird  (Art.  32  Abs. 3  Bst.  b  AsylG)  oder 
wenn sich auf Grund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Ab-
klärungen zur Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines Voll-
zugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. c AsylG), 

dass vorliegend der Beschwerdeführer innerhalb von 48 Stunden nach 
Einreichung des Asylgesuches keine Identitäts- oder Reisepapiere im 
Sinne von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 Bst. a AsylG abgab,

dass gemäss BVGE 2007/7 nur Reisepässe und Identitätskarten den 
Begriff  des  "Reise-  oder  Identitätspapiers"  respektive  den  Nachweis 
der Identität gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG zu erbringen vermö-
gen,

dass der Beschwerdeführer dazu geltend machte, er habe einen Pass 
durch den Schlepper beantragt  und erhalten,  dieser  befinde sich je-
doch beim Schlepper und seine Identitätskarte sei bei einem Kollegen 
in Colombo verblieben (vgl. Protokoll Empfangszentrum, S. 4 f.),

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dass er seinen Pass nicht kommen lassen könne, da überall Krieg sei 
und er  die Nummer des Schleppers, der in einer Lodge in  Colombo 
wohne und bei welchem sich der Pass befinde, nicht habe (vgl. rechtli-
ches Gehör vom 1. April 2008),

dass vorab - um unnötige Wiederholungen zu vermeiden - auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz bezüglich der fehlenden Reise- 
und Identitätspapiere zu verweisen ist,

dass überdies die Kenntnisse des Beschwerdeführers über den Inhalt 
des von ihm verwendeten gefälschten Reisepass als bruchstückhaft zu 
werten sind, so insbesondere hinsichtlich der im Pass ausgewiesenen 
Staatsangehörigkeit (vgl. Protokoll direkte Anhörung, S. 3), was gegen 
die Glaubhaftigkeit des entsprechenden Sachverhaltselements spricht, 
zumal  der  Beschwerdeführer  anlässlich  der  zu  erwartenden  Sicher-
heitskontrollen bei Flugreisen nicht einmal mit Bestimmtheit über seine 
im Pass vermerkte Staatsangehörigkeit Auskunft hätte geben können,

dass die insgesamt substanzlosen und realitätsfremden Angaben des 
Beschwerdeführers über den fehlenden Besitz von eigenen Identitäts-
papieren die Haltlosigkeit seiner diesbezüglichen Angaben ebenso be-
stätigen wie die detailarmen Angaben über die Reise in die Schweiz,

dass der Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene zwar seine Identi-
tätskarte im Original zu den Akten reichte,

dass der Beschwerdeführer in diesem Zusammenhang nicht darzule-
gen vermag, weshalb es ihm nicht möglich gewesen ist, das fragliche 
Beweismittel  innert  der  gesetzlichen  Frist  von  Art.  32  Abs. 2  Bst.  a 
AsylG einzureichen, zumal ihm die Dringlichkeit der Beschaffung eines 
solchen Beweismittels  bewusst  war  (vgl. Protokoll  direkte  Anhörung, 
S. 2),

dass die in diesem Zusammenhang stehende Erklärung, er habe seine 
Identitätskarte nicht mitnehmen können, da er mit einem auf einen an-
deren Namen ausgestellten Pass gereist sei und es sehr schlimm, ge-
wesen wäre, wenn man zwei verschiedene Papiere auf ihm gefunden 
hätte, schon deshalb nicht nachvollziehbar ist,  weil  der Beschwerde-
führer nicht begründet darlegt,  weshalb er überhaupt veranlasst war, 
mit einem auf eine andere Identität ausgestellten Pass zu reisen, 

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dass die diesbezüglich vorgebrachte Behauptung, er habe mit  einem 
falschen Pass reisen müssen, weil ihm durch die Schweizer Botschaft 
ein Visum verweigert worden sei, unerheblich ist, da der Beschwerde-
führer ohnehin illegal in die Schweiz einreiste,

dass trotz der Einreichung eines qualitativ rechtsgenüglichen  Identi-
tätspapiers der  Nichteintretensentscheid der Vorinstanz zu Recht  er-
ging, da die 48-stündige Frist zur Einreichung entsprechender Identi-
tätsdokumente bereits verstrichen war (vgl. EMARK 1999 Nr. 16 E. 5 
S. 108 ff.),

dass die Vorinstanz das Vorliegen entschuldbarer Gründe, die es dem 
Beschwerdeführer verunmöglicht hätten, den Behörden innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuches Identitätsdokumente 
einzureichen,  zutreffend  und  mit  hinreichender  Begründung  verneint 
hat,

dass mithin zu prüfen bleibt, ob das BFM aufgrund der Befragungen zu 
Recht  weder  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  noch  zusätzliche 
Abklärungen  zu  deren  Feststellung  beziehungsweise  derjenigen  von 
Wegweisungsvollzugshindernissen als erforderlich erachtet hat,

dass  die  Vorinstanz  die  Asylvorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht  als  unglaubhaft  qualifizierte,  zumal  sie  teilweise  offensichtlich 
widersprüchlich geschildert wurden und der Beschwerdeführer nicht in 
der Lage war, die geltend gemachten Erlebnisse mit der nötigen Subs-
tanz zu schildern,

dass der in der Rechtsmitteleingabe gemachte Hinweis auf die "redu-
zierte Persönlichkeit" des Beschwerdeführers an dieser Einschätzung 
nichts zu ändern vermag, zumal einerseits den Protokollen keine Hin-
weise zu entnehmen sind, die eine solche Einschätzung stützen könn-
ten und andererseits Asylbewerber bei der Schilderung ihrer Erlebnis-
se keine abstrakten oder komplizierten theoretischen Erörterungen an-
stellen müssen, sondern lediglich selber Erlebtes wiederzugeben ha-
ben,

dass  mit  der  eingereichten  Festnahmebestätigung,  datierend  vom 
Z._______,  weder  ein  asylrelevanter  Sachverhalt  noch  eine 
darauffolgende 7-tägige Haft bestätigt werden,

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dass in diesem Zusammenhang auffällt, dass lediglich der Beschwer-
deführer, nicht aber sein ebenfalls aus D._______ stammender Onkel 
behördlich behelligt worden sein soll,

dass überdies der Beschwerdeführer auf Nachfrage nur äusserst vage 
und detailarm über die 7-tägige Haft zu berichten imstande war (vgl. 
Protokoll direkte Anhörung, S. 7 oben), was ernsthafte Zweifel an der 
Glaubhaftigkeit dieses Sachverhaltselementes aufkommen lässt,

dass zudem zu berücksichtigen ist, dass der Beschwerdeführer nicht 
geltend macht, er habe während dieser vorgebrachten Haft Nachteile 
im Sinne von Art. 3 Abs. 2 AsylG erlitten,

dass ferner  erstaunt,  dass  der  Beschwerdeführer  nur von der  ange-
führten  Festnahme am 23. Dezember  2007 eine solche Bestätigung 
beizubringen  vermochte,  nicht  jedoch  von  den  beiden  angeblichen 
Festnahmen im Vormonat,

dass  sich  bezüglich  der  Vorbringen  der  Schluss  aufdrängt,  der  Be-
schwerdeführer  habe lediglich  versucht,  seine Verfolgungsgeschichte 
in  allgemein  bekannte  Umstände  in  Sri  Lanka  einzubetten,  ohne  je 
selbst im behaupteten Ausmass davon betroffen gewesen zu sein,

dass  gestützt  auf  die  Aktenlage  und  die  vorstehenden  Erwägungen 
das Nichtbestehen der Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 und 7 AsylG 
offenkundig erscheint und sich aus den Akten keine Anhaltspunkte für 
die Annahme ergeben, das BFM habe eine mehr als bloss summari-
sche materielle Prüfung vorgenommen oder zusätzliche Abklärungen 
getroffen,

dass die Beschwerdevorbringen in der Beschwerde sowie die einge-
reichten Beweismittel insgesamt nicht geeignet sind, zu einer von der 
Vorinstanz abweichenden Betrachtungsweise zu führen, 

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. a 
i.V.m. Art. 32 Abs. 3 AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat,  weshalb die verfügte Wegweisung im Ein-

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klang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. Au-
gust  1999 über Verfahrensfragen [AsylV1,  SR 142.311]; vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG), 

dass der Beschwerdeführer wegen Unzumutbarkeit des Wegweisungs-
vollzugs vom BFM vorläufig in der Schweiz aufgenommen wurde und 
diese Anordnung der Vorinstanz zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses mit vorliegendem Urteil gegenstandslos wird,

dass die Beschwerde aufgrund voranstehender Erwägungen als aus-
sichtslos zu qualifizieren und deshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege nach Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen 
ist,

dass  die  Kosten  des  Verfahrens in  der  Höhe von Fr. 600.--  (Art.  16 
Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 1 bis 3 des Reglements vom 11. Dezem-
ber 2006 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzu-
erlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (einschreiben, Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, zu den Ak-
ten Ref.-Nr. N_______ (in Kopie)

- M._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Thomas Wespi Stefan Weber

Versand: 

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