# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 83af2b1e-748d-5151-b442-6be53f2b158f
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-10-11
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 11.10.2021 S 2020 123
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2020-123_2021-10-11.pdf

## Full Text

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VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 20 123

2. Kammer als Versicherungsgericht

Einzelrichterin von Salis

Aktuarin ad hoc Guhl

URTEIL

vom 11. Oktober 2021

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

Beschwerdeführerin

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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I. Sachverhalt:

1. A._____, Jahrgang 1961, war zuletzt als Hebamme tätig. Am 2. Juli 2020 

meldete sie einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im 

Umfang von 40 % ab dem 1. September 2020 an. 

2. Davor war A._____ für die Spitex B._____ in C._____ tätig gewesen. 

Dieses Arbeitsverhältnis löste die Arbeitgeberin mit Schreiben vom 

29. Mai 2020 per 30. Juni 2020 auf. Vom 29. Juni 2020 bis zum 10. August 

2020 war A._____ zu 100 % arbeitsunfähig. 

3. Am 8. September 2020 wurde A._____ vom Amt für Industrie, Gewerbe 

und Arbeit Graubünden (nachfolgend KIGA) zur schriftlichen 

Stellungnahme aufgefordert, da sie vor Beginn der Arbeitslosigkeit nur 

gerade eine persönliche Arbeitsbemühung vorgenommen habe. 

4. In der Stellungnahme vom 13. September 2020 verwies A._____ auf die 

bereits erwähnte Arbeitsunfähigkeit. Weiter verwies sie auf die in der 

Aufforderung zur Stellungnahme ebenfalls bereits erwähnte Bewerbung 

beim Kantonsspital E.________. Schliesslich hielt sie ausführlich fest, 

inwiefern sie sich intensiv darum bemüht habe, weiter für die Spitex 

B._____ tätig sein zu können. 

5. Mit Verfügung vom 22. September 2020 stellte das KIGA den Anspruch 

von A._____ auf Arbeitslosenentschädigung für die Dauer von acht Tagen 

ein. Das KIGA führte dazu begründend aus, dass A._____ im relevanten 

Zeitraum vor Beginn ihrer Arbeitslosigkeit nur gerade eine persönliche 

Arbeitsbemühung vorgewiesen habe. Bei der Festlegung der Anzahl 

Einstelltage sei berücksichtigt worden, dass A._____ in der Zeit vom 

26. September 2020 (recte: 29. Juni 2020) bis 10. August 2020 zu 100 % 

arbeitsunfähig gewesen sei. 

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6. Gegen diese Verfügung erhob A._____ mit Schreiben vom 24. September 

2020 Einsprache beim KIGA. Begründend führte sie sinngemäss aus, 

dass ihre sehr grossen Bemühungen, an ihre ursprüngliche Stelle 

zurückkehren zu dürfen, zu akzeptieren seien, und dass es in ihrem 

Stammgebiet als Hebamme sehr wenige Stellen gebe und sie dennoch 

pro Monat 10 Bewerbungen in einem Gebiet absetzen müsse, in dem sie 

durch den Rechtsdienst des Gesundheitsamts nicht akzeptiert werde. 

7. Mit Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2020 lehnte das KIGA die 

Einsprache ab. 

8. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführerin) am 30. Oktober 2020 (Posteingang beim KIGA am 

4. November 2020; Weiterleitung zuständigkeitshalber an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden am 10. November 2020) 

Beschwerde und beantragte sinngemäss die Aufhebung der acht 

Einstelltage in der Anspruchsberechtigung. Begründend brachte die 

Beschwerdeführerin im Wesentlichen vor, dass die Kündigung 

ausgesprochen worden sei, weil für das Gesundheitsamt des Kantons 

F.________ der Kompetenznachweis für eine weitere Tätigkeit bei der 

Spitex B._____ für sie als Hebamme nicht gegeben sei, so dass der Spitex 

B._____ nichts anderes übriggeblieben sei, als ihr zu kündigen. Da ihr in 

Aussicht gestellt worden sei, dass eine Wiedereinstellung jederzeit 

erfolgen würde, falls der Kompetenznachweis akzeptiert würde, und ihr die 

Stelle sehr gefallen habe, habe sie alle Hebel in Bewegung gesetzt, den 

Kompetenznachweis erbringen zu können. Nach aufwändigem Schrift- 

und Telefonverkehr habe dieses Unterfangen Ende September 2020 

aufgegeben werden müssen.

9. Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2020 hielt das KIGA 

(nachfolgend Beschwerdegegner) an seinem Einspracheentscheid vom 

13. Oktober 2020 fest und beantragte die Beschwerdeabweisung. 

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Begründend führte er sinngemäss aus, dass, selbst wenn die von der 

Beschwerdeführerin geschilderten Bemühungen, am bisherigen 

Arbeitsplatz verbleiben zu können, berücksichtigt würden, sich das 

Ergebnis nicht ändern würde. Danach hätte sie in der Zeit von Juni bis und 

mit August 2020 lediglich zwei Arbeitsbemühungen getätigt. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie 

auf die eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den 

nachstehenden Erwägungen eingegangen. 

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:

1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid des Beschwerdegegners vom 13. Oktober 2020, 

womit er die Einsprache der Beschwerdeführerin gegen die Verfügung 

vom 22. September 2020 abwies und die Einstellung der 

Anspruchsberechtigung der Beschwerdeführerin auf 

Arbeitslosenentschädigung für die Dauer von acht Tagen bestätigte. 

Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG; 

SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen 

Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenversicherung 

Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. 

Nach Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die 

obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung 

(AVIV; SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen 

Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 

Verwaltungsgericht desselben Kantons örtlich zuständig. Der 

angefochtene Einspracheentscheid wurde vom Beschwerdegegner als 

kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG erlassen, sodass die 

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örtliche Zuständigkeit des angerufenen Gerichts gegeben ist. Die 

sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100).

1.2. Als Adressatin des angefochtenen Einspracheentscheids ist die 

Beschwerdeführerin berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an 

dessen Aufhebung oder Änderung auf, weshalb sie zur 

Beschwerdeerhebung legitimiert ist (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen 

frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 lit. b 

ATSG) ist demnach einzutreten.

2. Das Verwaltungsgericht entscheidet in einzelrichterlicher Kompetenz, 

wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht überschreitet (Art. 43 Abs. 3 lit. a 

VRG) und keine Fünferbesetzung (Art. 43 Abs. 2 VRG) vorgeschrieben ist. 

Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts ist vorliegend der 

versicherte Verdienst der Beschwerdeführerin von CHF 2'708.-- aufgrund 

des aus dem Hauptverdienst erzielten Einkommens bei der Spitex 

B._____ (vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 1-5; Art. 23 AVIG). 

Dieser Verdienst wird zum Taggeldsatz von 80 % (Art. 22 Abs. 1 AVIG) 

entschädigt. Die Beschwerdeführerin hat demzufolge Anspruch auf ein 

Taggeld von CHF 99.80 (ermittelt aus: CHF 2'708.-- x 0.8 : 21.7 Tage 

[Art. 40a AVIV]). Aus der vom Beschwerdegegner verfügten, hier 

angefochtenen Einstellungsdauer von acht Tagen in der 

Anspruchsberechtigung ergibt sich ein Streitwert von insgesamt CHF 

798.40 (8 Tage x CHF 99.80). Da der Streitwert somit unter CHF 5'000.-- 

liegt und die Streitsache nicht in Fünferbesetzung entschieden werden 

muss, ist die Zuständigkeit der Einzelrichterin gegeben.

3. Im Folgenden streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2020 zu Recht die 

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Einsprache der Beschwerdeführerin gegen die Einstellung in der 

Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosenentschädigung für die Dauer von 

acht Tagen abgewiesen hat.

4.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG hat die versicherte Person alles Zumutbare 

zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen 

(Satz 1). Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu suchen, nötigenfalls 

auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes (Satz 2). Sie muss ihre 

Bemühungen nachweisen können (Satz 3 sowie Art. 26 AVIV). Aus der 

Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für 

die versicherte Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündigung des 

früheren Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit 

intensiv um eine neue Arbeit zu bemühen. Die versicherte Person hat sich 

dementsprechend während einer Kündigungsfrist, aber auch generell 

während der Zeit vor der Anmeldung, unaufgefordert um Stellen zu 

bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit exkulpieren, nicht 

gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum 

Leistungsbezug zur ernsthaften Arbeitssuche verpflichtet war und nicht 

darauf aufmerksam gemacht worden sei (BGE 139 V 524 E.2.1.2 m.w.H.; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2018 vom 14. November 2018 E.3.2). 

Ausschlaggebend für den Zeitraum, den es für die Prüfung der 

Arbeitsbemühungen zu berücksichtigen gilt, ist der Zeitpunkt, ab dem die 

Person Kenntnis davon hat, dass sie objektiv von Arbeitslosigkeit bedroht 

ist. Bei der Anmeldung hat die arbeitslos gewordene Person den Nachweis 

ihrer Bemühungen um Arbeit vorzulegen (Art. 20 Abs. 1 lit. d AVIV). 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird sie sämtliche während der 

Kündigungsfrist getätigten Stellenbewerbungen einzureichen haben (BGE 

139 V 524 E.2.1.2; AVIG-Praxis ALE [Arbeitslosenentschädigung] B314). 

Wenn sich die versicherte Person persönlich nicht genügend um 

zumutbare Arbeit bemüht, so ist sie gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG in 

der Anspruchsberechtigung einzustellen. Bei den Art. 17 Abs. 1 und 

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Art. 30 Abs. 1 lit. c AVIG handelt es sich um eine gesetzliche 

Umschreibung der im Sozialversicherungsrecht geltenden 

Schadensminderungspflicht. Kern der Pflicht, alles Zumutbare zu 

unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen, sind 

die persönlichen Arbeitsbemühungen der versicherten Person selbst. 

Diese Eigeninitiative der versicherten Person hat sich, wenn nötig (z.B. bei 

geringem Stellenangebot im eigenen, angestammten Berufsbereich), 

auch auf ausserberufliche Arbeitsgelegenheiten zu erstrecken 

(GERHARDS, Kommentar zum Arbeitslosenversicherungsgesetz [AVIG], 

Bern 1987, Bd. I [Art. 1-58], Rz. 12 f. zu Art. 17; BGE 139 V 524 E.2.1.3).

4.2. Lehre und Rechtsprechung haben sowohl quantitative wie auch qualitative 

Kriterien entwickelt, die im Einzelfall die Beurteilung, ob jemand genügend 

persönliche Arbeitsbemühungen nachweisen kann, erleichtern. So 

schützte das Bundesgericht die Praxis, wonach in der Regel 

durchschnittlich zehn bis zwölf Bewerbungen im Monat als genügend 

erachtet werden (vgl. dazu BGE 139 V 524 E.2.1.4; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_209/2018 vom 14. November 2018 E.3.3; KUPFER 

BUCHER, in: Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum AVIG, 5. Aufl., Zürich 2019, S. 132). Das 

Bundesgericht betonte aber auch, dass eine allgemein gültige Aussage 

über die erforderliche Mindestzahl an Bewerbungen nicht möglich sei (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_583/2009 vom 22. Dezember 2009 E.5.1). 

Insofern handelt es sich bei den genannten Zahlen um Richtwerte, die für 

den Regelfall gelten. Zu berücksichtigen sind sodann stets die jeweiligen 

konkreten – objektiven wie subjektiven – Umstände und Möglichkeiten, 

worunter etwa das Alter, die Schul- und Berufsausbildung, die 

Berufserfahrung der versicherten Person, allfällige Sprachschwierigkeiten 

und auch die Arbeitsmarktlage fallen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

8C_583/2009 vom 22. Dezember 2009 E.5.1 und C 258/06 vom 

6. Februar 2007 E.2.2; NUSSBAUMER, Arbeitslosenversicherung, in: 

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Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], Band XIV, Soziale 

Sicherheit, 3. Aufl., Basel 2016, Rz. 845). Bei der Beurteilung der Frage, 

ob die Arbeitsbemühungen qualitativ und quantitativ genügend sind, steht 

der zuständigen Amtsstelle ein gewisser Ermessensspielraum zu. Es sind 

die gesamten Umstände des Einzelfalls heranzuziehen (AVIG-Praxis 

ALE B316).

4.3. Mit dem schriftlichen Nachweis der getätigten Arbeitsbemühungen soll die 

Verwaltung in die Lage versetzt werden, Quantität und Qualität der 

Anstrengungen zur Überwindung der Arbeitslosigkeit umfassend 

abzuklären und zu würdigen (vgl. BGE 120 V 74 E.3c). Die 

nachgewiesenen Arbeitsbemühungen müssen überprüfbar sein (AVIG-

Praxis ALE B321). Je nach Umständen des Einzelfalls können 

Arbeitsbemühungen, die auf dem Nachweisblatt mit Aufdruck des 

Stempels der kontaktierten Firma nachgewiesen werden, grundsätzlich 

genügen. Sämtliche Bewerbungen sollten aber dokumentiert sein (vgl. 

zum Ganzen Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] S 16 48 vom 17. Mai 

2016 E.3).

4.4. Vorliegend ist unbestritten, dass die Kündigung durch die Spitex B._____ 

am 29. Mai 2020 ausgesprochen wurde. Von diesem Zeitpunkt an hatte 

die Beschwerdeführerin die Pflicht, eine neue Stelle zu suchen, da sie seit 

der Kündigung Kenntnis davon hatte, objektiv von Arbeitslosigkeit bedroht 

zu sein. Die Beschwerdeführerin hat für den dreimonatigen Zeitraum von 

Juni bis und mit August 2020 auf den dafür vorgesehenen Formularen 

ausgewiesenermassen eine Arbeitsbemühung beim Kantonsspital 

E.________ als Pflegefachfrau/Hebamme angegeben (Bg-act. 12). Sie 

führt aus, dass auch ihre Bemühungen zu würdigen seien, welche sie 

unternommen habe, um am bisherigen Arbeitsplatz verbleiben zu können. 

So sei ihr einzig gekündigt worden, weil ihr als Hebamme gemäss dem 

kantonalen Gesundheitsamt der entsprechende Kompetenznachweis 

fehle, um in der Spitex arbeiten zu dürfen. Es sei ihr von der damaligen 

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Arbeitgeberin in Aussicht gestellt worden, dass eine Wiedereinstellung 

jederzeit erfolgen würde, falls das Gesundheitsamt den 

Kompetenznachweis bei ihrer Ausbildung als Hebamme akzeptieren 

würde. Die Beschwerdeführerin habe sich deshalb darum bemüht, den 

Kompetenznachweis zu erbringen, dazu gebe es unzähligen 

Schriftverkehr und Telefongespräche. Sie habe diesem Unterfangen Ende 

September 2020 ein Ende gesetzt, da es nicht gelang, dafür eindeutige 

Papiere zu beschaffen. 

4.5. Der Beschwerdegegner bringt vor, dass solche Bemühungen nach 

ausgesprochener Kündigung in der Regel aussichtslos seien, weshalb die 

Bemühungen der Beschwerdeführerin auch nicht gewertet werden 

könnten. Und selbst wenn diese Bemühungen noch gewertet werden 

könnten, würden sie bestenfalls als eine Arbeitsbemühung gewertet, 

woraus sich kein wesentlich besseres Gesamtbild ergäbe mit ein, allenfalls 

zwei Arbeitsbemühungen.

4.6. Die Telefonate zur Erlangung des fehlenden Kompetenznachweises sind 

nach eigener Angabe der Beschwerdeführerin nicht nachweisbar 

(Bg-act. 11) und damit auch nicht dokumentiert bzw. überprüfbar. Auch 

der angebliche Schriftverkehr mit dem Gesundheitsamt des Kantons 

F.________ (vgl. Bg-act. 9) ist nicht belegt. Selbst wenn dieser aber 

tatsächlich erfolgt sein sollte im Bestreben der Beschwerdeführerin, an 

den bisherigen Arbeitsplatz zurückzukehren, so wäre dieses Unterfangen 

allenfalls als eine Arbeitsbemühung zu werten. Die Beschwerdeführerin 

hätte hiernach zwei Arbeitsbemühungen im Kontrollzeitraum Juni bis und 

mit August 2020 vorgenommen. Dies reicht in quantitativer Hinsicht mit 

Blick auf die durchschnittlich pro Monat geforderten zehn bis zwölf 

Stellenbewerbungen nicht aus (vgl. vorne Erwägung 4.2.).

Zu berücksichtigen ist, dass die Beschwerdeführerin vom 29. Juni bis am 

10. August 2020 aufgrund eines Unfalls arbeitsunfähig war (Bg-act. 7). 

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Das von der Beschwerdeführerin eingereichte ärztliche Zeugnis von 

Dr. D._____, Assistenzarzt im Departement Chirurgie am Kantonsspital 

Graubünden, Abteilung für Handchirurgie, vom 29. Juni 2020 attestiert der 

Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit zu 100%. Während 

krankheits- oder unfallbedingter Arbeitsunfähigkeit ist auf den Nachweis 

von Arbeitsbemühungen zu verzichten (AVIG-Praxis ALE B320). 

Anderweitige objektive wie subjektive Umstände, die die Stellensuche 

erschwert hätten, macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und sind 

nicht erkennbar. Auch wenn die Beschwerdeführerin zwischen 29. Juni 

und 10. August 2020 keine Arbeitsbemühungen nachweisen musste, ist 

das für das vorliegende Ergebnis nicht wesentlich: Die 

Beschwerdeführerin war nach der Kündigung am 29. Mai 2020 bis am 28. 

Juni 2020 und dann wiederum ab dem 11. August 2020 zur Arbeitssuche 

als Hebamme bzw. auch ausserhalb dieses Berufes verpflichtet, so dass 

sie sich mit den ein, allenfalls zwei Arbeitsbemühungen bis Ende August 

2020 in quantitativer Hinsicht nicht genügend um zumutbare Arbeit 

bemüht hat.

5. Zusammenfassend ergibt sich, dass in Würdigung aller Umstände die 

Beschwerdeführerin sich nicht genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat 

und die Einstellung in der Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgt ist. 

6.1. Zu prüfen bleibt, ob die Einstellungsdauer von acht Tagen angemessen 

ist. 

6.2. Gemäss Art. 30 Abs. 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung nach 

dem Grad des Verschuldens und beträgt je nach Einstellungsgrund 1 bis 

15 Tage bei leichtem, 16 bis 30 Tage bei mittelschwerem und 31 bis 

60 Tage bei schwerem Verschulden (Art. 45 Abs. 3 AVIV). Der in den 

Verwaltungsweisungen des SECO als Richtlinie enthaltene Einstellraster 

sieht für fehlende Arbeitsbemühungen während einer einmonatigen 

Kündigungsfrist vier bis sechs Einstelltage, bei erstmals ungenügenden 

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Arbeitsbemühungen während einer Kontrolle eine Anzahl von drei bis vier 

Einstelltagen und bei zweitmals ungenügenden Arbeitsbemühungen fünf 

bis neun Einstelltage vor. Die im Raster vorgesehenen Faktoren können 

kombiniert werden (zum Ganzen Einstellraster KAST/RAV, AVIG-Praxis 

ALE, D78 f.). Das Verhalten der versicherten Person ist unter 

Berücksichtigung aller wesentlichen Umstände des Einzelfalles zu 

würdigen und eine dem Verschulden angemessene Sanktion festzusetzen 

(vgl. dazu BGE 130 V 125 E.3.5; Urteil des Bundesgerichts 8C_690/2018 

und 8C_738/2018 vom 20. Februar 2019 E.5.4 m.w.H.). Da es sich dabei 

um eine typische Ermessensfrage handelt, bei welcher der Verwaltung ein 

grosser Ermessensspielraum zusteht, ist dem Verwaltungsgericht bei der 

Beurteilung der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten. Es darf sein 

Ermessen nicht ohne triftige Gründe an die Stelle desjenigen der 

Verwaltung setzen, sondern muss sich bei der Korrektur auf 

Gegebenheiten abstützen können, welche eine abweichende 

Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 123 V 

150 E.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_302/2019 vom 22. August 2019 

E.3.3.1).

6.3. Vorliegend hat der Beschwerdegegner auf eine Einstellung von acht 

Tagen erkannt. Die Einstellung liegt damit im mittleren Rahmen des 

leichten Verschuldens. Mit der gewählten Einstelldauer hat der 

Beschwerdegegner den Ermessensspielraum des Einstellrasters des 

SECO nicht überschritten. So hätte sich die Beschwerdeführerin bereits 

während der Kündigungsfrist im Juni 2020 als auch ab 11. August 2020 

um Stellen zu bemühen gehabt, um ihrer Schadensminderungspflicht 

nachzukommen. Vorliegend hat die Beschwerdeführerin indes in 

besagtem Zeitraum selbst unter Berücksichtigung ihrer vorgebrachten 

Bemühungen, am bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben, eine, allenfalls 

zwei Arbeitsbemühungen vorzuweisen. Die Arbeitsbemühungen sind in 

quantitativer Hinsicht klar ungenügend. Das Gericht kann deshalb in der 

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Dauer von acht Einstelltagen keine Verletzung des Ermessensspielraums 

des Beschwerdegegners erkennen. Der Beschwerdegegner hat die 

Tatsache, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 29. Juni 2020 bis 

zum 10. August 2020 zu 100 % arbeitsunfähig war, bereits 

sanktionsmindernd berücksichtigt (Bg-act. 10). 

7. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Oktober 2020 erweist 

sich somit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.

8. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG (Fassung, die bis 31. Dezember 2020 in Kraft 

stand) i.V.m. Art. 82a ATSG (Übergangsbestimmung zur Änderung vom 

21. Juni 2019) ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

arbeitslosenversicherungsrechtlichen Streitigkeiten – ausser bei 

mutwilliger oder leichtsinniger Prozessführung – kostenlos. Vorliegend 

sind keine Hinweise ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin mutwillig 

oder leichtsinnig an das Verwaltungsgericht gelangt wäre. Es sind ihr 

demnach keine Kosten aufzuerlegen. Dem obsiegenden 

Beschwerdegegner steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu 

(vgl. Art. 61 lit. g ATSG).

III. Demnach erkennt die Einzelrichterin:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]