# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 69684a9f-1df5-5e70-b6d2-bf6462ad0005
**Source:** Valais/Wallis (VS)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-09
**Language:** de
**Title:** Wallis Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 09.04.2025 F1 24 161
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/VS_Gerichte/VS_BZG_999_F1-24-161_2025-04-09.pdf

## Full Text

F1 24 161 

 

 

URTEIL VOM 9. APRIL 2025 

 

Kantonsgericht Wallis 

Steuerrechtliche Abteilung 

 

Dr. Thierry Schnyder, Einzelrichter, Nicole Montani, Gerichtsschreiberin, 

 

in Sachen 

 

X _________, Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

STEUERVERWALTUNG DES KANTONS WALLIS, Vorinstanz  

 

(Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen) 

Beschwerde gegen die Sicherstellungsverfügung vom 3. Oktober 2024 

  

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Eingesehen 

- die vom Beschwerdeführer eingereichte Beschwerde vom 23. Oktober 2024 gegen 

die Sicherstellungsverfügung vom 3. Oktober 2024 der kantonalen Steuerverwal-

tung, in welcher der Beschwerdeführer mitteilt, dass die rückständige Steuer inzwi-

schen vollständig bezahlt worden sei; 

- die Bestätigung des Eingangs der Beschwerde, die Frist zur Nennung eines Vertre-

ters in der Schweiz, da sich der Wohnsitz des Steuerpflichtigen im Ausland befindet 

sowie die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses vom 31. Oktober 2024. Die 

Zustellung erfolgte über die Schweizerische Botschaft; 

- die Mitteilung der Kantonalen Steuerverwaltung vom 18. November 2024, dass sie 

bis Vorliegen des Kostenabschlusses seitens des Betreibungsamtes nicht über die 

Höhe der restlichen, noch ausstehenden Inkassospesen Auskunft geben könne; 

- die Rücksendung der Unterlagen des Bundesamts für Justiz BJ, da die Verfügung 

des Kantonsgerichts nicht auf dem diplomatischen Weg an die deutsche Behörde 

gerichtet werden könne;  

- die Mitteilung des Kantonsgerichts vom 14. Januar 2025 inkl. Eröffnungsverfügung 

vom 31. Oktober 2024 an den Beschwerdeführer; 

- die Leistung des Kostenvorschusses vom 30. Januar 2025; 

- die Nachfrage des Kantonsgerichts vom 20. März 2025 bei der Kantonalen Steuer-

verwaltung, ob die rückständige Steuer inkl. Verzugszinsen und Inkassospesen in-

zwischen vollständig bezahlt worden sind; 

- die Bestätigung der Kantonalen Steuerverwaltung vom 26. März 2025, dass keine 

Forderungen mehr bestehen.  

- die übrigen Akten; 

erwägend, 

- dass die steuerrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts des Kantons Wallis als ein-

zige Instanz für die Beurteilung von Beschwerden auf dem Gebiet des Steuerrechts 

im Kanton Wallis zuständig ist (Art. 150 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 10. März 

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1976 [StG] und Art. 81a VVRG sowie Art. 8 Abs. 1 des Ausführungsgesetzes zum 

Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer vom 24. September 1997 [AGDBG]);  

- dass die Beurteilung der Beschwerde vom 3. Oktober 2024 daher in der Kompetenz 

der Steuerrechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts liegt; 

- dass die zuständige Kantonale Steuerbehörde auch vor der rechtskräftigen Feststel-

lung des Steuerbetrages jederzeit die Sicherstellung verlangen kann, falls der Steu-

erpflichtige keinen Wohnsitz in der Schweiz hat. Die Sicherstellungsverfügung hat 

den sicherzustellenden Betrag anzugeben und ist sofort vollstreckbar. Sie ist einem 

gerichtlichen Urteil im Sinne von Art. 80 des SchKG gleichgestellt (Art. 169 Abs. 1 

StG); 

- dass die Sicherstellungsverfügung dem Steuerpflichtigen schriftlich eröffnet wird und 

durch Beschwerde an die Steuerrechtliche Abteilung des Kantonsgerichts angefoch-

ten werden kann (Art. 169 Abs. 3 StG);  

- dass die Kantonale Steuerverwaltung 24. März 2025 mitgeteilt hat, dass gegenüber 

dem Beschwerdeführer keine Forderungen mehr bestehen;  

- dass der sicherzustellende Betrag Streitgegenstand des vorliegenden Beschwerde-

verfahrens gebildet hat und nun erstattet worden ist; 

- dass das Beschwerdeverfahren somit gegenstandslos geworden ist und abgeschrie-

ben werden kann (Art. 80 Abs. 1 lit. d i.V.m.  Art. 57 VVRG); 

- dass gemäss Art. 20 Abs. 1 lit. a RPflG der Präsident oder ein delegierter Richter bei 

Gegenstandslosigkeit einer Angelegenheit als Einzelrichter entscheiden kann und 

die Bezahlung aller Forderungen einen solchen Fall darstellt; 

- dass im Falle der Gegenstandslosigkeit mangels einer Regelung im Gesetz gemäss 

Bundesgericht bei der Beurteilung der Kosten- und Entschädigungsfolgen in erster 

Linie auf den mutmasslichen Ausgang des Prozesses abzustellen ist (BGE 125 V 

373 E. 2a; Urteile des Bundesgerichts 7B_105/2024 vom 7. Februar 2024 E. 4; 

5A_212/2019 vom 2. März 2020 E. 2.4). Lässt sich der mutmassliche Ausgang eines 

Verfahrens im konkreten Fall nicht ohne weiteres feststellen, so greift das Bundes-

gericht auf allgemeine zivilprozessrechtliche Kriterien zurück; danach wird in erster 

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Linie jene Partei kosten- und entschädigungspflichtig, die das gegenstandslos ge-

wordene Verfahren veranlasst hat oder bei der die Gründe eingetreten sind, die zur 

Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben (Urteil des Bundesgerichts 

5A_212/2019 vom 2. März 2020 E. 2.5.; KÖLZ / HÄNER /  BERTSCHI, Verwaltungsver-

fahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. A., 2013, S. 409 f. N. 1173); 

- dass gemäss Art. 11 Abs. 3 VVRG Parteien mit Wohnsitz oder Sitz im Ausland auf 

Verlangen der Behörde in der Schweiz ein Zustellungsdomizil zu bezeichnen haben. 

Zustellungen an Parteien, die dieser Auflage nicht Folge leisten, können unterblei-

ben oder durch Publikation im Amtsblatt erfolgen; 

- dass der Beschwerdeführer kein Zustellungsdomizil in der Schweiz angegeben hat 

und der Entscheid folglich im Amtsblatt publiziert wird; 

- dass dem Beschwerdeführer bei diesem Verfahrensausgang auf jeden Fall die Kos-

ten von Verfahren und Entscheid aufzuerlegen sind (Art. 89 Abs. 1 VVRG);  

- dass sich gemäss Art. 3 GTar die Kosten aus den Auslagen der Entscheidbehörde 

sowie der Gerichtsgebühr zusammensetzen;  

- dass die Gerichtsgebühr für Beschwerdeverfahren vor der Steuerrechtlichen Abtei-

lung des Kantonsgerichts in der Regel zwischen Fr. 280.00 und Fr. 5 000.00 beträgt 

(Art. 25 GTar);  

- dass die Gerichtsgebühr – die zudem global die Kosten der Kanzlei decken soll 

(Art. 3 Abs. 3 GTar) – gemäss Art. 13 Abs. 1 GTar aufgrund des Umfangs und der 

Schwierigkeit des Falls, der Art der Prozessführung der Parteien, sowie ihrer finan-

ziellen Situation festgesetzt wird und sie sich verhältnismässig reduziert, wenn ein 

Verfahren nicht bis zu Ende geführt wird (Art. 14 Abs. 1 GTar);  

- dass aufgrund dieser Kriterien, auch unter Beachtung des frühzeitigen Verfahrens-

abschlusses, eine Gerichtsgebühr von Fr. 300.00 als angemessen erscheint, die 

dem Beschwerdeführer auferlegt wird;  

- dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung hat (Art. 91 Abs. 1 VVRG e contrario) und auch den staatlichen 

Behörden eine solche in der Regel, von der abzuweichen vorliegend keine Veran-

lassung besteht, nicht zugesprochen wird (Art. 91 Abs. 3 VVRG). 

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Demnach erkennt das Kantonsgericht 

 

1. Das Verfahren F1 24 161 wird als gegenstandslos geworden abgeschrieben  

2. Es obliegt der Kantonalen Steuerverwaltung allfällige Sicherstellungen (z.B. Eintra-

gungen im Grundbuch oder Sperrungen von Bankkonten) aufzuheben. 

3. Die Gerichtskosten von Fr. 300.00 werden X _________ auferlegt und mit dem ge-

leisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'500.00 verrechnet. Der Beschwerdeführer er-

hält Fr. 1’200.00 zurückerstattet.  

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

Sitten, 9. April 2025