# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 94008ab6-09e1-5cda-a220-d9e2cc5350f5
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-03-31
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 31.03.2015 SB140349
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB140349_2015-03-31.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: SB140349-O/U/eh 
 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. S. Volken, Präsident, und lic. iur. Ch. Prinz, 

Ersatzoberrichterin lic. iur. C. Brenn sowie die Gerichtsschreiberin 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 

 
Urteil vom 31. März 2015 

in Sachen 
 

A._____,  

Beschuldigter und Berufungskläger 

 

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt lic. iur. X1._____ 

substituiert durch Rechtsanwalt lic. iur. X2._____ 
 

gegen 
 

Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat,  

vertreten durch Leitenden Staatsanwalt lic. iur. H. Bebié 

 

Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

 

betreffend  
Gefährdung des Lebens etc.  

(Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 10. Abteilung,  
vom 18. Mai 2012 (DG120059)  
 
Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich  
vom 22. April 2013 (SB120405)  
 
Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts  
vom 11. Juli 2014 (6B_772/2013) 

-   2   - 

Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat vom 20. Februar 2012 

(Urk. 22) sowie die Zusatzanklage vom 13. März 2012 (Urk. 27/12) sind diesem 

Urteil beigeheftet. 

 

Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 18. Mai 2012: 

(Urk. 39 S. 30 ff.) 

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB, 

− versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 

StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne 

von Art. 37 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 

SprstG, 

− der Übertretung des zürcherischen Straf- und Justizvollzugsgesetzes 

im Sinne von § 10 Ziff. 1 StJVG. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, wovon 

22 Tage als durch Untersuchungshaft erstanden sind. 

Der Beschuldigte wird ferner bestraft mit einer Busse von Fr. 500.--. Bezahlt 

er die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheits-

strafe von 5 Tagen. 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

3 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

 

 

-   3   - 

4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'500.--   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 790.--   Auslagen Untersuchung 

Fr. 10'256.--   amtliche Verteidigung (Beschluss vom 16. April 2013, 
  Urk. 62) 

 
 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-

nommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten 

auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichts-

kasse genommen, vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 

Abs. 4 StPO. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung wird mit 

separatem Beschluss entschieden. 

6. (Mitteilung) 

7.  (Rechtsmittel)" 

Berufungsanträge: 

a) Der Verteidigung des Beschuldigten (Urk. 91 S. 2): 

1. Der Berufungskläger sei 

 - der mehrfachen, versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne  

von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (HD und ND1) 

 - der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 37 Ziff. 1 i.V.m.  

Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 des Sprengstoffgesetzes (ND 2 sowie 

Zusatzanklage) 

  schuldig zu sprechen. 

-   4   - 

2. Der Berufungskläger sei mit einer Geldstrafe von 135 Tagessätzen zu 

Fr. 100.-- zu bestrafen, unter Anrechnung von 22 Tagen erstandener  

Polizei- und Untersuchungshaft. 

3. Der Vollzug der Strafe sei aufzuschieben unter Ansetzung einer Probezeit 

von 2 Jahren. 

4. Die Untersuchungs- und Gerichtskosten seien ausgangsgemäss zu ver-

legen. 

b) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat (Urk. 96 S. 1 f.): 

1. Der Beschuldigte sei 

 - mit Bezug auf das HD im Sinne des erstinstanzlichen Urteils der  

Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB, 

 - mit Bezug auf das ND 2 der versuchten einfachen Körperverletzung im 

Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB und  

 - mit Bezug auf das HD der Übertretung des zürcherischen Straf- und 

Justizvollzugsgesetzes im Sinne von § 10 Ziff. 1 StJVG 

 schuldig zu sprechen. 

 Eventualiter: 

 - Es sei der Beschuldigte mit Bezug auf das HD der versuchten qualifi-

zierten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 

StGB i.V.m. Art. 22 StGB schuldig zu sprechen. 

2. Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren zu bestrafen, unter Anrechnung 

der erstandenen Haft sowie einer Busse von Fr. 500.--. 

 Eventualiter: 

 Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 21 Monaten zu bestrafen, unter Anrech-

nung der erstandenen Haft sowie mit einer Busse von Fr. 500.--. 

3. Es sei ihm der bedingte Strafvollzug unter Ansetzung von 3 Jahren Probe-

zeit zu gewähren. 

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Erwägungen: 

I. Prozessuales 

1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem obergerichtlichen Entscheid der  

hiesigen Kammer vom 22. April 2013 kann auf die Ausführungen im  

genannten Entscheid (Urk. 71 S. 3 f.) sowie im bundesgerichtlichen Entscheid 

vom 11. Juli 2014 (Urk. 81 S. 3) verwiesen werden. 

2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 22. April 2013 erhob die Verteidi-
gung Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht (Urk. 75/2). Sie beantragte 

die Aufhebung des Schuldspruchs der versuchten schweren Körperverletzung 

sowie der Strafzumessung und der Kostenfolgen (Urk. 75/2 S. 2). Das Bundes-

gericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 11. Juli 2014 gut, soweit es darauf 

eintrat, und wies die Sache zur neuen Beurteilung an das Obergericht zurück 

(Urk. 81 S. 6). 

3. Mit Präsidialverfügung vom 22. August 2014 wurde das schriftliche Berufungs-
verfahren angeordnet und dem Beschuldigten Frist angesetzt, um seine Berufung 

zu begründen (Urk. 85). Die Berufungsbegründung des Beschuldigten ging am 

28. Oktober 2014 ein (Urk. 91). Mit Präsidialverfügung vom 29. Oktober 2014 

wurde der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat Frist zur Einreichung der Berufungs-

antwort angesetzt (Urk. 93). Die Berufungsantwort ging am 25. November 2014 

ein (Urk. 96). Daraufhin wurde dem Beschuldigten mit Präsidialverfügung vom 

26. November 2014 Frist zur freigestellten Vernehmlassung angesetzt (Urk. 98). 

Die Vernehmlassung des Beschuldigten ging am 22. Dezember 2014 ein 

(Urk. 102).  

4. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2014 stellte die Verteidigung die folgenden 
Beweisergänzungsanträge (Urk. 104):  

1. Es seien die folgenden Dokumente zu den Akten zu nehmen: 
1.1. Zwischenzeugnis für A._____ 

1.2. Beschrieb "Technischer Kaufmann / Technische Kauffrau mit  
 eidg. Fachausweis" 
 

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2. Es sei bei der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA) eine 
Expertise zur Entflammbarkeit sowie Brennverhalten von Textilien  
sowie zu den Verbrennrisiken des Trägers einzuholen. 

3. Es sei beim Bundesamt für Unfallverhütung (bfu) ein Bericht über  
Unfälle mit Feuerwerk einzuholen, welcher Aufschluss darüber gibt, ob, 
in welchem Ausmass und durch welche Unfallgeschehen in den  
vergangenen Jahren Menschen sich Verbrennungen zugezogen  
haben. 

Während dem Antrag der Verteidigung unter Ziffer 1, es seien zwei Dokumente  

zu den Akten zu nehmen, ohne weiteres entsprochen werden kann, ist auf die  

Anträge unter Ziffern 2 und 3 später im Rahmen der Erwägungen zum Schuld-

punkt einzugehen.  

II.  Rückweisung und Bindungswirkung; Umfang der Berufung 

1. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Beschuldigten gutgeheissen,  

soweit es darauf eingetreten ist. Das Urteil vom 22. April 2013 wurde in Bezug auf 

den Schuldspruch der versuchten schweren Körperverletzung aufgehoben 

(Urk. 81) und zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen. 

2. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht 
gemäss dessen Erwägungen somit einzig der Fackelwurf gemäss HD und damit 

zusammenhängend die Strafe und deren Vollzug sowie die Kostenfolgen.  

Hinsichtlich der weiteren Punkte erfolgte keine Korrektur des obergerichtlichen 

Entscheids. 

3. Das Urteil des Obergerichts Zürich vom 22. April 2013 ist mit Ausnahme des 
Schuldspruchs der versuchten schweren Körperverletzung (Disp. Ziff. 1 Abs. 1) 

sowie damit zusammenhängend der Strafe und des Vollzugs (Disp. Ziff. 2 und 3) 

sowie der Kostenfolgen (Disp. Ziff. 7) bereits in Rechtskraft erwachsen, was vorab 

vorzumerken ist. 

III.Schuldpunkt 

1. Ausgangslage 

1.1. Die Vorinstanz hat den Fackelwurf gemäss HD als Gefährdung des Lebens 
im Sinne von Art. 129 StGB qualifiziert. Vorliegend wurde (ursprünglich) der  

 

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Schuldpunkt nur vom Beschuldigten angefochten, die Staatsanwaltschaft hat  

keine Anschlussberufung erhoben. Da das Verschlechterungsverbot gemäss den 

verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts eine strengere rechtliche Qualifi-

kation der Tat ausschliesst (vgl. Urk. 81 S. 4 f.; BGE 139 IV 282 E. 2.5 S. 288 f. 

mit Hinweisen), kann die Tat des Beschuldigten nicht als versuchte schwere  

Körperverletzung qualifiziert werden.  

1.2. Zu prüfen bleibt daher, ob der Schuldspruch der Vorinstanz wegen Gefähr-

dung des Lebens zu bestätigen ist, oder ob – wie von der Verteidigung beantragt 

– ein Schuldspruch wegen versuchter einfacher Körperverletzung zu ergehen hat. 

1.3. Die Verteidigung führte in der Berufungsbegründung aus, eine Verurteilung 
wegen Gefährdung des Lebens falle ausser Betracht, aufgrund der nicht vor-

liegenden unmittelbaren Lebensgefahr sowie des nicht vorliegenden direkten Vor-

satzes. Aus Sicht der Verteidigung bleibe es dabei, dass in objektiver Hinsicht der 

Fackelwurf den Tatbestand der Tätlichkeit erfülle, der Beschuldigte aber gewusst 

habe, dass der Kontakt mit einer Fackel auch eine einfache Körperverletzung  

hätte verursachen können. Daher sei der Beschuldigte der eventualvorsätzlichen 

versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB i.V.m. Art. 22 

StGB schuldig zu sprechen (Urk. 91 S. 3 f.). 

1.4. Die Staatsanwaltschaft legte in der Berufungsantwort dar, der Ansicht der  

Vorinstanz sei zu folgen, wenn sie eine Gefährdung des Lebens als gegeben  

anschaue. Bejahe man eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schwere Körper-

verletzung, sei unter den gegebenen Umständen auch die ernstliche und  

nahe Wahrscheinlichkeit gegeben, dass die zu befürchtenden Verbrennungen 

schwerster, lebensgefährlicher Natur seien. Es sei keinesfalls nur hypothetisch, 

sondern höchst wahrscheinlich, dass sich die Fackel in einem Kleidungsstück 

verheddere und nicht rechtzeitig entfernt werden könnte. Sodann müsse sich der 

Vorsatz des Täters nicht auf eine Verletzung beziehen, sondern auf das Schaffen 

einer lebensgefährlichen Situation, was vorliegend gegeben sei. Schliesslich sei 

das Verhalten des Beschuldigten als skrupellos zu bezeichnen (Urk. 96 S. 2 ff.).  

1.5. Die Verteidigung entgegnete daraufhin in ihrer Stellungnahme, die Staats-
anwaltschaft sehe durch einen Strang von Ereignissen, die zusammentreffen 

  

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müssten, den objektiven Tatbestand der Gefährdung des Lebens als erfüllt an. Es 

sei festzuhalten, dass in diesem hypothetischen Strang von Ereignissen mindes-

tens neun Faktoren in Folge alle ungünstig ausfallen müssten, bis aus einem  

Fackelwurf ein tödlicher hypovolämischer Schock werde. Damit sei offensichtlich, 

dass direkt durch das Werfen der Fackel keine unmittelbare Lebensgefahr  

geschaffen werde. Sodann habe der Beschuldigte keinen Vorsatz bezüglich der 

Gefährdung des Lebens gehabt und folglich den subjektiven Tatbestand nicht  

erfüllt (Urk. 102 S. 2 f.).  

2. Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB 

2.1. Wie bereits im Urteil vom 22. April 2013 einlässlich dargelegt, kommt ein 
Schuldspruch wegen Gefährdung des Lebens nicht in Frage. Auf diese Erwägun-

gen kann vollumfänglich verwiesen werden (vgl. Urk. 71 S. 12 ff.). Zusammen-

gefasst ergibt sich das Folgende: 

2.2. Die im Sinne von Art. 129 StGB erforderliche unmittelbare Lebensgefahr liegt 

nicht vor. Es ist der Staatsanwaltschaft grundsätzlich zuzustimmen, wenn sie aus-

führt, dass sich Fackeln in den Jacken und Kapuzen der Zuschauer verfangen, 

dass sich diese Kleidungsstücke daraufhin entzünden und beim Getroffenen 

grossflächige Verbrennungen entstehen könnten, welche als lebensgefährlich 

einzustufen wären. Mit der Verteidigung muss dazu aber eine Reihe von ungüns-

tigen Ereignissen zusammentreffen, damit ein Fackelwurf in eine Menschenmen-

ge als lebensgefährlich zu qualifizieren wäre. Sodann muss zugunsten des Be-

schuldigten die Möglichkeit des Opfers berücksichtigt werden, der Gefahr zu be-

gegnen. Bei der vorliegenden Situation ist anzunehmen, dass ein von der Fackel  

Getroffener sofort reagieren und die Fackel von seinem Körper entfernen würde. 

Es fehlt letztlich am Erfordernis der Unmittelbarkeit der Lebensgefahr. 

2.3. Weiter ist der subjektive Tatbestand nicht erfüllt. Es ist zwar richtig, dass sich 

der direkte Vorsatz nicht auf Verletzungen, sondern auf das Schaffen einer  

Lebensgefahr beziehen muss. Auch hier erfordert der direkte Vorsatz aber  

wissentliche und willentliche Herbeiführung der unmittelbaren Lebensgefahr. Es 

kann nach wie vor auf die glaubhafte Aussage des Beschuldigten abgestellt  

werden, wonach er ausführte, er wisse, dass er mit einer Fackel niemanden  

umbringen könne und dass niemand sterbe (Urk. 9/1 S. 12). Damit kann dem  

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Beschuldigten weder nachgewiesen werden, dass er Verletzungen bei Zuschau-

ern verursachen, noch dass er eine unmittelbare Lebensgefahr für diese schaffen 

wollte. 

Bei diesem Ergebnis sind die von der Verteidigung beantragten Beweisergänzun-

gen obsolet.  

3. Einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB 

3.1. Die Staatsanwaltschaft beantragte eventualiter, den Beschuldigten der quali-

fizierten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB 

schuldig zu sprechen (Urk. 96 S. 2). Die vom Beschuldigten verwendete Fackel ist 

als gefährlicher Gegenstand im Sinne des Gesetzes zu betrachten, da diese  

Fackel mit einer Brenntemperatur von mindestens 1500 Grad Celsius ohne  

weiteres die Gefahr einer schweren Schädigung nach Art. 122 StGB in sich birgt, 

wenn sie in eine Menschenansammlung geworfen wird. 

Da der von der Fackel getroffene B._____ jedoch nur eine Rötung und keine Ver-

letzung erlitten hat, ist der Erfolg nicht eingetreten und es ist die versuchte Bege-

hung von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB zu prüfen. 

3.2. Ein Versuch gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB liegt dann vor, wenn der Täter, 
nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens oder Vergehens begonnen 

hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende führt oder wenn der zur Vollendung der 

Tat gehörende Erfolg nicht eintritt oder dieser nicht eintreten kann. 

Der Beschuldigte hat die brennende Fackel in einen vollbesetzen Sektor im  

Stadion Letzigrund geworfen und damit alles in seiner Macht stehende getan, um 

den Erfolg – eine einfache Körperverletzung – herbeizuführen. Dass der von der 

Fackel Getroffene nur eine Rötung und keine Verletzung erlitten hatte, ist nicht 

mehr dem Handeln des Beschuldigten zuzuschreiben, sondern kann als  

glücklicher Zufall bezeichnet werden. Die Schwelle zur versuchten Begehung ist 

vorliegend klar überschritten. Der objektive Tatbestand der versuchten qualifizier-

ten einfachen Körperverletzung ist erfüllt.  

3.3. Ein Versuch gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB setzt Vorsatz hinsichtlich aller  

objektiven Tatbestandsmerkmale voraus; soweit der Straftatbestand nicht eine  

 

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abweichende Vorsatzform erfordert, genügt dabei Eventualvorsatz (Donatsch in: 

Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, StGB Kommentar, 19. Auflage, Zürich 2013, 

N 3 zu Art. 22 StGB). Beim Beschuldigten ist nicht von direktem Vorsatz auszu-

gehen, da ihm – wie vorstehend dargelegt – nicht nachgewiesen werden kann, 

dass er jemanden verletzen wollte. Zu prüfen bleibt daher, ob er durch sein  

Handeln eine Verletzung eines Zuschauers in Kauf genommen hat. 

Ob der Täter die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, muss das 

Gericht – bei Fehlen eines Geständnisses der beschuldigten Person – aufgrund 

der Umstände entscheiden. Dazu gehören die Grösse des dem Täter bekannten 

Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflicht-

verletzung, die Beweggründe des Täters und die Art der Tathandlung. Je grösser 

die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die 

Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto näher liegt die Schlussfolgerung, der Täter 

habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 134 IV 26 E. 3.2.2. 

mit Hinweisen). Der Beschuldigte hat stets ausgesagt, dass er sich bewusst sei, 

dass eine solche Fackel, wie er sie geworfen hatte, Verbrennungen verursachen 

könne (vgl. Urk. 9/1 S. 9, Urk. 9/2 S. 4, Urk. 31 S. 6). Aufgrund der Brenntempera-

tur der Fackel erscheint es auch als sehr wahrscheinlich, dass, wenn eine Person 

getroffen wird, bei dieser mindestens eine Verletzung entstehen kann, die über 

eine leichte Rötung der Haut hinausgeht. Indem der Beschuldigte trotz des  

Wissens um die Verletzungsgefahr die Fackel in die Zuschauerränge warf, kann 

sein Verhalten vernünftigerweise nicht anders denn als Billigung des Erfolges  

einer einfachen Körperverletzung gewürdigt werden. Der Beschuldigte ist daher 

der versuchten qualifizierten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 

Ziff. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

IV. Strafpunkt 

1. Strafrahmen und Strafzumessung 

1.1. Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze für die Strafzumessung 

(Art. 47 StGB) richtig dargelegt. Auf ihre diesbezüglichen Erwägungen (Urk. 39 

S. 22 ff.) kann verwiesen werden. 

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1.2. Dadurch, dass der Beschuldigte vorliegend betreffend HD aber nunmehr als 

schwerste Tat wegen versuchter qualifizierter einfacher Körperverletzung schuldig 

zu sprechen ist, ändert sich der Strafrahmen. Der Tatbestand der einfachen  

Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 StGB sieht eine Bestrafung mit 

Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bis zu 360 Tagessätzen vor, 

wobei ein Tagessatz maximal Fr. 3'000.-- beträgt (Art. 34 Abs. 1 und 2 StGB). Wie 

die Vorinstanz richtig festgestellt hat, ist die Übertretung des zürcherischen Straf- 

und Justizvollzugsgesetzes zwingend mit einer Busse zu bestrafen (Urk. 39 

S. 22). Die Erwägungen der Vorinstanz zu den Strafmilderungs- und Straf-

schärfungsgründen sind ebenfalls zutreffend und ohne Ergänzung so zu über-

nehmen (vgl. Urk. 39 S. 23 f.). Der Strafrahmen beträgt folglich ein Tagessatz 

Geldstrafe bis drei Jahre Freiheitsstrafe sowie Busse bis Fr. 10'000.--. In diesem 

Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die schweizerische Praxis bei nicht  

besonders schwerem Verschulden die Strafen im unteren bis mittleren Teil des 

vorgegebenen Rahmen ansiedelt. Strafen im oberen Bereich, insbesondere 

Höchststrafen sind bloss ausnahmsweise und bei sehr schwerem Verschulden 

des Täters auszusprechen (BSK StGB I-Wiprächtiger, Art. 47 N 15). 

2. Versuchte einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB (HD) 

2.1. Zum objektiven Tatverschulden ist im vorliegenden Fall anzuführen, dass der 

Beschuldigte durch sein Handeln ohne Not zahlreiche Menschen der Gefahr einer 

Verbrennung aussetzte. Es ist dabei besonders zu beachten, dass sich unter den 

Zuschauern auch diverse Jugendliche und Kinder befanden. Der Wurf der Fackel 

kam zudem für die betroffenen Zuschauer völlig unerwartet. Insgesamt zeugt das 

Verhalten des Beschuldigten von einiger krimineller Energie und auch von  

Skrupellosigkeit. Der Versuch ist sodann nur leicht strafmindernd zu berück- 

sichtigen, da es sich um einen vollendeten Versuch handelt und es einzig einem 

glücklichen Zufall zu verdanken ist, dass kein Zuschauer tatsächlich verletzt  

worden ist. 

2.2. Subjektiv ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte die Fackel nicht ein-

gesteckt hatte, um diese zu entzünden und auf Menschen zu werfen, sondern um 

damit zu feiern, wie er angab (Urk. 9/2 S. 3). Damit ging der Tat keine Planung  

 

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voraus, sondern der Beschuldigte entschied sich spontan dafür, die Fackel zu 

werfen. Weiter kann dem Beschuldigten zugute gehalten werden, dass er nicht 

mit direkten Vorsatz handelt, sondern lediglich eventualvorsätzlich. Das Motiv des 

Beschuldigten ist allerdings nicht nachvollziehbar. Er handelte aus Zorn über die 

Provokation der …-Fans und wollte sich dafür wahllos und völlig unverhältnis-

mässig an Personen im betroffenen Sektor rächen. Sein Vorgehen zeugt von  

einer Geringschätzung der Gesundheit der sich im betroffenen Sektor aufhalten-

den Personen. Das subjektive Verschulden relativiert die objektive Tatschwere 

daher nicht. 

2.3. Das Tatverschulden ist insgesamt als erheblich zu qualifizieren. Eine Ein-

satzstrafe im Bereich von 14 Monaten erscheint daher vorliegend angemessen.  

3. Versuchte einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 

Abs. 1 StGB (ND 2) 

3.1. Mit der Vorinstanz (Urk. 39 S. 25) ist festzuhalten, dass es sich bei der  

versuchten einfachen Körperverletzung um einen kurzen und einmaligen Vorfall 

handelte, der Beschuldigte jedoch mehrfach zuschlug und zwar von hinten. Dies 

zeugt von einem rücksichtslosen Vorgehen und ebenfalls von einiger krimineller 

Energie. Dass es beim Versuch geblieben ist, ist leicht strafmindernd zu berück-

sichtigen. 

3.2. Der Beschuldigte traf zufällig auf den Privatkläger, er kannte ihn vor dem Vor-
fall nicht, er handelte mithin ohne nachvollziehbares Motiv. Weiter ist fest-

zuhalten, dass der Beschuldigte eventualvorsätzlich handelte. Es fällt aber auf, 

dass sich der Beschuldigte erschreckend jähzornig verhalten hat und aggressiv 

aufgetreten ist. 

3.3. Für die einfache Körperverletzung ist das Verschulden als noch leicht zu  
qualifizieren, womit die vorstehend bemessene Einsatzstrafe leicht zu erhöhen ist. 

4. Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne von Art. 37 Ziff. 1 
i.V.m. Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 SpstG (HD) 

 

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4.1. Ins Gewicht fällt vorliegend die mehrfache Begehung. Die Gefahr des kontrol-

lierten Abbrennens einer Seenotfackel ist noch nicht als hoch einzustufen, da  

diese ja genau zum Zweck des Abbrennens in der Hand hergestellt wurde,  

allerdings nicht in einer Menschenmenge. Der Beschuldigte hat die Tat mehrfach 

und inmitten gedrängter Zuschauerreihen begangen, was wiederum erschwerend 

wirkt. 

4.2. Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und ohne zwingenden Grund. Wenn 

die Vorinstanz erwogen hat, das Abrennen von Fackeln gehöre anlässlich von 

Fussballspielen bekanntermassen "zur Fankultur", ist diese Formulierung ver-

harmlosend. Das Abbrennen von Fackeln in Zuschaueransammlungen ist kein 

harmloses Brauchtum, sondern eine gefährliche, unnötige, gesetzlich verbotene 

und daher insgesamt verpönte und zu verurteilende Unsitte. 

4.3. Nach dem Gesagten wiegt das diesbezügliche Verschulden nicht mehr leicht, 
jedoch auch noch nicht mittelschwer, weshalb die Einsatzstrafe wiederum nur  

geringfügig zu erhöhen ist. 

5. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten korrekt  

widergegeben. Darauf ist zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen 

(Urk. 39 S. 26 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte 

aus, dass sich in seinen persönlichen Verhältnissen nichts Wesentliches geändert 

habe. Er arbeite nach wie vor bei der C._____, wohne bei seiner Mutter und sei 

schuldenfrei (Urk. 64 S. 1 ff.). Wie den neu eingereichten Unterlagen zu ent-

nehmen ist, leistet der Beschuldigte offenbar nach wie vor gute Arbeit für die 

C._____ und plant, sich weiterzubilden (vgl. Urk. 104). Die Vorinstanz hielt fest, 

dass der Beschuldigte keine Vorstrafen aufweise. Dies ist unter Hinweis auf die 

diesbezügliche Rechtsprechung neutral zu würdigen (Urk. 136 S. 133 ff., mit Ver-

weis auf BGE 136 IV 1). Der Beschuldigte stellte sich selbst den Strafverfolgungs- 

behörden, gestand den ihm zur Last gelegten Sachverhalt vollständig ein und 

zeigte auch anlässlich der Berufungsverhandlung wieder aufrichtige Reue. Dies 

führt zu einer merklichen Strafminderung. Die Täterkomponente wirkt sich auf die 

nach der Tatkomponente festgesetzte hypothetische Einsatzstrafe erleichternd 

aus.  

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6. In Würdigung aller für die Strafzumessung relevanter Kriterien sowie in Anwen-

dung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) erscheint eine Freiheitsstrafe 

von 13 Monaten angemessen. Die 22 Tage an erstandener Haft sind anzu-

rechnen (Art. 51 StGB). 

7. Die Höhe der von der Vorinstanz für die Übertretung festgesetzten Busse  

erscheint angesichts des Verschuldens sowie der finanziellen Verhältnisse des 

Beschuldigten angemessen und ist zu bestätigen, ebenso die Festsetzung der 

Ersatzfreiheitsstrafe (Urk. 39 S. 28). Der Beschuldigte ist daher mit einer Busse 

von Fr. 500.-- zu bestrafen, für den Fall der schuldhaften Nichtbezahlung ist eine 

Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen festzusetzen. 

8. Vollzug 

8.1. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dem Beschuldigten könne im Hinblick 

auf seine künftige Bewährung eine günstige Prognose gestellt werden. Demzu-

folge sei der Vollzug der Strafe aufzuschieben und die Probezeit auf drei Jahre 

festzusetzen (Urk. 39 S. 28 f.). 

8.2. Während die Ausführungen der Vorinstanz über die Gewährung der günsti-

gen Prognose zu übernehmen sind, ist die Probezeit entgegen der Vorinstanz auf 

zwei Jahre festzusetzen. Beim Beschuldigten handelt es sich um einen Ersttäter, 

der zudem in geordneten Verhältnissen lebt. Es ist daher kein Grund ersichtlich, 

weshalb eine über das gesetzliche Minimum hinausgehende Probezeit ausge-

sprochen werden müsste. 

V. Kosten- und Entschädigungsfolgen 

1. Ausgangsgemäss rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten die Kosten des  

ersten Berufungsverfahrens SB120405-O zur Hälfte aufzuerlegen und zur Hälfte  

auf die Gerichtkasse zu nehmen, da der Beschuldigte im Schuldpunkt zwar  

obsiegt, im Strafpunkt aber mehrheitlich unterliegt. Die Kosten der amtlichen Ver-

teidigung im ersten Berufungsverfahren in der Höhe von Fr. 9'185.70 (vgl. 

Urk. 107) sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei die Rück-

forderung für die Hälfte dieser Kosten vorbehalten bleibt (Art. 135 Abs. 4 StPO).  

 

-   15   - 

2. Der Beschuldigte hat nicht zu vertreten, dass infolge Rückweisung des Bundes-

gerichts ein zweites Berufungsverfahren nötig wurde. Dementsprechend sind die 

Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die  

Kosten der amtlichen Verteidigung im Betrag von Fr. 2'264.65 (Urk. 106) sind 

ebenfalls auf die Gerichtskasse zu nehmen.  

 

Beschluss vom 22. April 2013 

"Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 

18. Mai 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"1. Der Beschuldigte ist schuldig 

− der mehrfachen Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne von Art. 

37 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 SprstG 

2.-3. (…) 

4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf: 

Fr. 5'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.         Kosten Kantonspolizei 

Fr. 1'500.--   Gebühr Anklagebehörde 

Fr.     Kanzleikosten 

Fr. 790.--   Auslagen Untersuchung 

Fr.     amtliche Verteidigung (ausstehend) 

 

 Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten. 

5.-7. (…)" 

2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil."  

 

-   16   - 

Es wird beschlossen: 

1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, 

I. Strafkammer, vom 22. April 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:  

"Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig 

− (…) 

− der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. 

Art. 22 Abs. 1 StGB (ND2), 

− der Übertretung des zürcherischen Straf- und Justizvollzugsgesetzes im Sinne 

von § 10 Ziff. 1 StJVG (HD). 

2.-4. (…) 

5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Disp. Ziff. 5) wird bestätigt. 

6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf: 

Fr. 3'000.-- ; die weiteren Kosten betragen: 

Fr.     amtliche Verteidigung 

   

 
7. (…)" 

2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.  

Es wird erkannt: 

1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig der versuchten einfachen Körper-

verletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB. 

2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  

22 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse 

von Fr. 500.--. 

-   17   - 

3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 

2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen. 

4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle 

eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen. 

5. Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens SB120405-O, mit Ausnahme 

der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur  

Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten 

der amtlichen Verteidigung in der Höhe von Fr. 9'185.70 werden einstweilen 

auf die Gerichtskasse genommen. Die Rückzahlungspflicht für die Hälfte der 

Kosten bleibt gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten. 

 
6. Die Kosten des zweiten Berufungsverfahrens, einschliesslich der Kosten der 

amtlichen Verteidigung im Betrag von Fr. 2'264.65, werden auf die Gerichts-

kasse genommen. 

7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an 

− die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  
des Beschuldigten 

− die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat  

− das Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Sprengstoff und Pyrotechnik 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung all-

fälliger Rechtsmittel an 

− die Vorinstanz 

− die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich 
− die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  

Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils 
− die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A. 
 

8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

-   18   - 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Strafkammer 
 
 

Zürich, 31. März 2015 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

lic. iur. S. Volken 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Hürlimann Winterhalter 
 

 

	Urteil vom 31. März 2015
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB,
	 versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne von Art. 37 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 SprstG,
	 der Übertretung des zürcherischen Straf- und Justizvollzugsgesetzes im Sinne von § 10 Ziff. 1 StJVG.

	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren, wovon 22 Tage als durch Untersuchungshaft erstanden sind.
	Der Beschuldigte wird ferner bestraft mit einer Busse von Fr. 500.--. Bezahlt er die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 3 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	5. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen derjenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen, vorbehalten bleibt ein...
	6. (Mitteilung)
	7.  (Rechtsmittel)"
	Berufungsanträge:
	Erwägungen:
	I.  Prozessuales
	1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem obergerichtlichen Entscheid der  hiesigen Kammer vom 22. April 2013 kann auf die Ausführungen im  genannten Entscheid (Urk. 71 S. 3 f.) sowie im bundesgerichtlichen Entscheid vom 11. Juli 2014 (Urk. 81 S. 3) verwi...
	2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 22. April 2013 erhob die Verteidigung Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht (Urk. 75/2). Sie beantragte die Aufhebung des Schuldspruchs der versuchten schweren Körperverletzung sowie der Strafzumessun...
	3. Mit Präsidialverfügung vom 22. August 2014 wurde das schriftliche Berufungs-verfahren angeordnet und dem Beschuldigten Frist angesetzt, um seine Berufung zu begründen (Urk. 85). Die Berufungsbegründung des Beschuldigten ging am 28. Oktober 2014 ein...
	4. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2014 stellte die Verteidigung die folgenden Beweisergänzungsanträge (Urk. 104):
	1. Es seien die folgenden Dokumente zu den Akten zu nehmen:
	1.1. Zwischenzeugnis für A._____
	1.2. Beschrieb "Technischer Kaufmann / Technische Kauffrau mit
	eidg. Fachausweis"
	2. Es sei bei der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (EMPA) eine Expertise zur Entflammbarkeit sowie Brennverhalten von Textilien  sowie zu den Verbrennrisiken des Trägers einzuholen.
	3. Es sei beim Bundesamt für Unfallverhütung (bfu) ein Bericht über  Unfälle mit Feuerwerk einzuholen, welcher Aufschluss darüber gibt, ob, in welchem Ausmass und durch welche Unfallgeschehen in den  vergangenen Jahren Menschen sich Verbrennungen zuge...
	Während dem Antrag der Verteidigung unter Ziffer 1, es seien zwei Dokumente  zu den Akten zu nehmen, ohne weiteres entsprochen werden kann, ist auf die  Anträge unter Ziffern 2 und 3 später im Rahmen der Erwägungen zum Schuldpunkt einzugehen.
	II.  Rückweisung und Bindungswirkung; Umfang der Berufung
	1. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Beschuldigten gutgeheissen,  soweit es darauf eingetreten ist. Das Urteil vom 22. April 2013 wurde in Bezug auf den Schuldspruch der versuchten schweren Körperverletzung aufgehoben (Urk. 81) und zur neuen B...
	2. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht gemäss dessen Erwägungen somit einzig der Fackelwurf gemäss HD und damit zusammenhängend die Strafe und deren Vollzug sowie die Kostenfolgen.  Hinsichtlich der weiteren Punkte er...
	3. Das Urteil des Obergerichts Zürich vom 22. April 2013 ist mit Ausnahme des Schuldspruchs der versuchten schweren Körperverletzung (Disp. Ziff. 1 Abs. 1) sowie damit zusammenhängend der Strafe und des Vollzugs (Disp. Ziff. 2 und 3) sowie der Kosten...
	III. Schuldpunkt
	1. Ausgangslage
	1.1. Die Vorinstanz hat den Fackelwurf gemäss HD als Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB qualifiziert. Vorliegend wurde (ursprünglich) der
	Schuldpunkt nur vom Beschuldigten angefochten, die Staatsanwaltschaft hat  keine Anschlussberufung erhoben. Da das Verschlechterungsverbot gemäss den verbindlichen Erwägungen des Bundesgerichts eine strengere rechtliche Qualifikation der Tat ausschlie...
	1.2. Zu prüfen bleibt daher, ob der Schuldspruch der Vorinstanz wegen Gefährdung des Lebens zu bestätigen ist, oder ob – wie von der Verteidigung beantragt – ein Schuldspruch wegen versuchter einfacher Körperverletzung zu ergehen hat.
	1.3. Die Verteidigung führte in der Berufungsbegründung aus, eine Verurteilung wegen Gefährdung des Lebens falle ausser Betracht, aufgrund der nicht vor-liegenden unmittelbaren Lebensgefahr sowie des nicht vorliegenden direkten Vorsatzes. Aus Sicht de...
	1.4. Die Staatsanwaltschaft legte in der Berufungsantwort dar, der Ansicht der  Vorinstanz sei zu folgen, wenn sie eine Gefährdung des Lebens als gegeben  anschaue. Bejahe man eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine schwere Körper-verletzung, sei unter...
	1.5. Die Verteidigung entgegnete daraufhin in ihrer Stellungnahme, die Staats-anwaltschaft sehe durch einen Strang von Ereignissen, die zusammentreffen
	müssten, den objektiven Tatbestand der Gefährdung des Lebens als erfüllt an. Es sei festzuhalten, dass in diesem hypothetischen Strang von Ereignissen mindestens neun Faktoren in Folge alle ungünstig ausfallen müssten, bis aus einem  Fackelwurf ein tö...
	2. Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB
	2.1. Wie bereits im Urteil vom 22. April 2013 einlässlich dargelegt, kommt ein Schuldspruch wegen Gefährdung des Lebens nicht in Frage. Auf diese Erwägungen kann vollumfänglich verwiesen werden (vgl. Urk. 71 S. 12 ff.). Zusammengefasst ergibt sich da...
	2.2. Die im Sinne von Art. 129 StGB erforderliche unmittelbare Lebensgefahr liegt nicht vor. Es ist der Staatsanwaltschaft grundsätzlich zuzustimmen, wenn sie ausführt, dass sich Fackeln in den Jacken und Kapuzen der Zuschauer verfangen, dass sich die...
	2.3. Weiter ist der subjektive Tatbestand nicht erfüllt. Es ist zwar richtig, dass sich der direkte Vorsatz nicht auf Verletzungen, sondern auf das Schaffen einer  Lebensgefahr beziehen muss. Auch hier erfordert der direkte Vorsatz aber  wissentliche ...
	Bei diesem Ergebnis sind die von der Verteidigung beantragten Beweisergänzungen obsolet.
	3. Einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 StGB
	3.1. Die Staatsanwaltschaft beantragte eventualiter, den Beschuldigten der qualifizierten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen (Urk. 96 S. 2). Die vom Beschuldigten verwendete Fackel ist als gefährl...
	Da der von der Fackel getroffene B._____ jedoch nur eine Rötung und keine Verletzung erlitten hat, ist der Erfolg nicht eingetreten und es ist die versuchte Begehung von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB zu prüfen.
	3.2. Ein Versuch gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB liegt dann vor, wenn der Täter, nachdem er mit der Ausführung eines Verbrechens oder Vergehens begonnen hat, die strafbare Tätigkeit nicht zu Ende führt oder wenn der zur Vollendung der Tat gehörende Erfolg ...
	Der Beschuldigte hat die brennende Fackel in einen vollbesetzen Sektor im  Stadion Letzigrund geworfen und damit alles in seiner Macht stehende getan, um den Erfolg – eine einfache Körperverletzung – herbeizuführen. Dass der von der Fackel Getroffene ...
	3.3. Ein Versuch gemäss Art. 22 Abs. 1 StGB setzt Vorsatz hinsichtlich aller  objektiven Tatbestandsmerkmale voraus; soweit der Straftatbestand nicht eine
	abweichende Vorsatzform erfordert, genügt dabei Eventualvorsatz (Donatsch in: Donatsch/Flachsmann/Hug/Weder, StGB Kommentar, 19. Auflage, Zürich 2013, N 3 zu Art. 22 StGB). Beim Beschuldigten ist nicht von direktem Vorsatz auszugehen, da ihm – wie vor...
	Ob der Täter die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, muss das Gericht – bei Fehlen eines Geständnisses der beschuldigten Person – aufgrund der Umstände entscheiden. Dazu gehören die Grösse des dem Täter bekannten Risikos der Tatbestandsver...
	IV.  Strafpunkt
	1. Strafrahmen und Strafzumessung
	1.1. Die Vorinstanz hat die allgemeinen Grundsätze für die Strafzumessung (Art. 47 StGB) richtig dargelegt. Auf ihre diesbezüglichen Erwägungen (Urk. 39 S. 22 ff.) kann verwiesen werden.
	1.2. Dadurch, dass der Beschuldigte vorliegend betreffend HD aber nunmehr als schwerste Tat wegen versuchter qualifizierter einfacher Körperverletzung schuldig zu sprechen ist, ändert sich der Strafrahmen. Der Tatbestand der einfachen  Körperverletzun...
	2. Versuchte einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (HD)
	2.1. Zum objektiven Tatverschulden ist im vorliegenden Fall anzuführen, dass der Beschuldigte durch sein Handeln ohne Not zahlreiche Menschen der Gefahr einer Verbrennung aussetzte. Es ist dabei besonders zu beachten, dass sich unter den Zuschauern au...
	2.2. Subjektiv ist davon auszugehen, dass der Beschuldigte die Fackel nicht eingesteckt hatte, um diese zu entzünden und auf Menschen zu werfen, sondern um damit zu feiern, wie er angab (Urk. 9/2 S. 3). Damit ging der Tat keine Planung
	voraus, sondern der Beschuldigte entschied sich spontan dafür, die Fackel zu werfen. Weiter kann dem Beschuldigten zugute gehalten werden, dass er nicht mit direkten Vorsatz handelt, sondern lediglich eventualvorsätzlich. Das Motiv des Beschuldigten i...
	2.3. Das Tatverschulden ist insgesamt als erheblich zu qualifizieren. Eine Einsatzstrafe im Bereich von 14 Monaten erscheint daher vorliegend angemessen.
	3. Versuchte einfache Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (ND 2)
	3.1. Mit der Vorinstanz (Urk. 39 S. 25) ist festzuhalten, dass es sich bei der  versuchten einfachen Körperverletzung um einen kurzen und einmaligen Vorfall handelte, der Beschuldigte jedoch mehrfach zuschlug und zwar von hinten. Dies zeugt von einem ...
	3.2. Der Beschuldigte traf zufällig auf den Privatkläger, er kannte ihn vor dem Vorfall nicht, er handelte mithin ohne nachvollziehbares Motiv. Weiter ist fest-zuhalten, dass der Beschuldigte eventualvorsätzlich handelte. Es fällt aber auf, dass sich ...
	3.3. Für die einfache Körperverletzung ist das Verschulden als noch leicht zu  qualifizieren, womit die vorstehend bemessene Einsatzstrafe leicht zu erhöhen ist.
	4. Widerhandlungen gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne von Art. 37 Ziff. 1 i.V.m. Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 SpstG (HD)
	4.1. Ins Gewicht fällt vorliegend die mehrfache Begehung. Die Gefahr des kontrollierten Abbrennens einer Seenotfackel ist noch nicht als hoch einzustufen, da  diese ja genau zum Zweck des Abbrennens in der Hand hergestellt wurde,  allerdings nicht in ...
	4.2. Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und ohne zwingenden Grund. Wenn die Vorinstanz erwogen hat, das Abrennen von Fackeln gehöre anlässlich von Fussballspielen bekanntermassen "zur Fankultur", ist diese Formulierung verharmlosend. Das Abbrennen ...
	4.3. Nach dem Gesagten wiegt das diesbezügliche Verschulden nicht mehr leicht, jedoch auch noch nicht mittelschwer, weshalb die Einsatzstrafe wiederum nur  geringfügig zu erhöhen ist.
	5. Die Vorinstanz hat die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten korrekt  widergegeben. Darauf ist zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen (Urk. 39 S. 26 f.). Anlässlich der Berufungsverhandlung führte der Beschuldigte aus, dass sich in se...
	6. In Würdigung aller für die Strafzumessung relevanter Kriterien sowie in Anwendung des Asperationsprinzips (Art. 49 Abs. 1 StGB) erscheint eine Freiheitsstrafe von 13 Monaten angemessen. Die 22 Tage an erstandener Haft sind anzu-rechnen (Art. 51 StGB).
	7. Die Höhe der von der Vorinstanz für die Übertretung festgesetzten Busse  erscheint angesichts des Verschuldens sowie der finanziellen Verhältnisse des Beschuldigten angemessen und ist zu bestätigen, ebenso die Festsetzung der Ersatzfreiheitsstrafe ...
	8. Vollzug
	8.1. Die Vorinstanz kommt zum Schluss, dem Beschuldigten könne im Hinblick auf seine künftige Bewährung eine günstige Prognose gestellt werden. Demzufolge sei der Vollzug der Strafe aufzuschieben und die Probezeit auf drei Jahre festzusetzen (Urk. 39...
	8.2. Während die Ausführungen der Vorinstanz über die Gewährung der günstigen Prognose zu übernehmen sind, ist die Probezeit entgegen der Vorinstanz auf zwei Jahre festzusetzen. Beim Beschuldigten handelt es sich um einen Ersttäter, der zudem in geord...
	V.  Kosten- und Entschädigungsfolgen
	1. Ausgangsgemäss rechtfertigt es sich, dem Beschuldigten die Kosten des  ersten Berufungsverfahrens SB120405-O zur Hälfte aufzuerlegen und zur Hälfte  auf die Gerichtkasse zu nehmen, da der Beschuldigte im Schuldpunkt zwar  obsiegt, im Strafpunkt abe...
	2. Der Beschuldigte hat nicht zu vertreten, dass infolge Rückweisung des Bundesgerichts ein zweites Berufungsverfahren nötig wurde. Dementsprechend sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die  Kosten der amtlichen...

	Beschluss vom 22. April 2013
	"Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 18. Mai 2012 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"1. Der Beschuldigte ist schuldig
	 der mehrfachen Widerhandlung gegen das Sprengstoffgesetz im Sinne von Art. 37 Ziff. 1 in Verbindung mit Art. 7 lit. a und Art. 15 Abs. 5 SprstG

	2.-3. (…)
	4. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
	Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
	5.-7. (…)"
	2. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil."
	Es wird beschlossen:
	1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 22. April 2013 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
	"Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig
	 (…)
	 der versuchten einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB (ND2),
	 der Übertretung des zürcherischen Straf- und Justizvollzugsgesetzes im Sinne von § 10 Ziff. 1 StJVG (HD).

	2.-4. (…)
	5. Die erstinstanzliche Kostenauflage (Disp. Ziff. 5) wird bestätigt.
	6. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
	7. (…)"
	2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
	Es wird erkannt:
	1. Der Beschuldigte ist zudem schuldig der versuchten einfachen Körper-verletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB.
	2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 13 Monaten Freiheitsstrafe, wovon  22 Tage durch Untersuchungshaft erstanden sind, sowie mit einer Busse von Fr. 500.--.
	3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
	4. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
	5. Die Kosten des ersten Berufungsverfahrens SB120405-O, mit Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten zur  Hälfte auferlegt und zur Hälfte auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung in der Höh...
	6. Die Kosten des zweiten Berufungsverfahrens, einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigung im Betrag von Fr. 2'264.65, werden auf die Gerichtskasse genommen.
	7. Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an
	 die amtliche Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden  des Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat
	 das Bundesamt für Polizei, Zentralstelle Sprengstoff und Pyrotechnik
	 die Vorinstanz
	 die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich
	 die KOST Zürich mittels Formular „Löschung des DNA-Profils und  Vernichtung des ED-Materials“ zwecks Löschung des DNA-Profils
	 die Koordinationsstelle VOSTRA mit Formular A.

	8. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.