# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 687634ac-3340-5aa1-9e2c-8ac339954d57
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 27.10.2025 VR1 2025 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_VR1-2025-21_2025-10-27.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 27. Oktober 2025
mitgeteilt am 7. November 2025

[Gegen dieses Urteil wurde Beschwerde erhoben. Der Fall ist am Bundesgericht 
hängig (1C_741/2025)]

Referenz VR1 25 21

Instanz Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Besetzung Audétat, Vorsitz
Pedretti und von Salis
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Andrea Martin Brunner

gegen

B.________
Beschwerdegegnerin
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Frank Schuler

Gegenstand Verkehrsbeschränkung Gemeindestrasse

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Sachverhalt

A. Der Braut- und Leichenweg in der B.________ liegt zwischen der Unteren 
C.________ im Norden und der C.________ im Süden. Er befindet sich im 
Eigentum der B.________ und führt entlang der sich in der Dorfzone befindenden 
Grundstücke. Gemäss generellem Erschliessungsplan (GEP) handelt es sich dabei 
um eine Erschliessungsstrasse. 

B. Nach Einholung der erforderlichen Genehmigung der Kantonspolizei 
Graubünden machte der Gemeindevorstand D.________ am 7. Juni 2024 im 
kommunalen Publikationsorgan bekannt, dass er auf dem Verbindungsweg Braut- 
und Leichenweg zwischen der C.________ und der Unteren C.________ ein Verbot 
für Motorwagen und -räder mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" 
einzuführen beabsichtige. Mit dieser Massnahme solle das unnötige und 
widerrechtliche Befahren des Quartierweges unterbunden werden.

C. A.________ erhoben dagegen am 2. Juli 2024 eine Einwendung, mit welcher 
sie beantragten, dass von der beabsichtigten Verkehrsanordnung abzusehen sei, 
eventualiter Fahrten von ihrem Grundstück Nr. Z.1.________ von der 
Verkehrsanordnung auszunehmen seien. Als Begründung führten sie unter 
anderem an, dass die örtlichen Verhältnisse im Bereich der bestehenden Ausfahrt 
von der Parzelle Nr. Z.2.________ auf die C.________ relativ eng sei und sie 
zwingend auf eine Erschliessung ihres Grundstücks mit grösseren Fahrzeugen 
angewiesen seien.

D. Am 21. Februar 2025 wurde was folgt im Kantonsamtsblatt des Kantons 
Graubünden publiziert:

"Anlässlich seiner Sitzung vom Dienstag, 18.02.2025, hat der 
Gemeindevorstand gestützt auf Art. 7 Abs. 1 und 2 EGzSVG nachfolgend 
aufgeführte Verkehrsbeschränkung beschlossen:

Verbot für Motorwagen und Motorräder (Sig. 2.13 [2.03, 2.04])
Zusatztafel: Zubringerdienst gestattet

D.________, Verbindungsweg Braut- und Leichenweg zwischen der 
C.________ und der unteren C.________, 

Koordinaten: _____ und _____

(…)"

E. Dagegen erhoben A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 
24. März 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden und 
beantragten die Aufhebung der vom Gemeindevorstand D.________ am 
18. Februar 2025 beschlossenen Verkehrsbeschränkung auf dem Braut- und 

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Leichenweg; eventualiter seien Fahrten von ihrem Grundstück von der 
beabsichtigten Verkehrsanordnung auszunehmen. Zudem beantragten sie die 
Erteilung der aufschiebenden Wirkung; alles unter Kosten- und 
Entschädigungsfolge zulasten der B.________. Die Beschwerdeführer 
beanstandeten, wie bereits in der ersten Stellungnahme zur geplanten 
Verkehrsbeschränkung, dass die örtlichen Verhältnisse im Bereich der 
bestehenden Ausfahrt von der Parzelle Nr. Z.2.________ auf die C.________ 
relativ eng sei und sie zwingend auf eine Erschliessung ihres Grundstücks mit 
grösseren Fahrzeugen angewiesen seien.

F. Die B.________ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 1. Mai 2025 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf 
einzutreten sei. Der Braut- und Leichenweg sei gemäss GEP der B.________ als 
Erschliessungsstrasse bezeichnet, wobei es sich um eine Anlage der 
Feinerschliessung handle, welche der verkehrsmässigen Erschliessung der an 
diesem Weg gelegenen Grundstücke diene. Wie in der Beschwerde ausgeführt, 
würden sich viele Anwohnerinnen und Anwohner gegen die Verkehrsbeschränkung 
wehren, was aufzeigen würde, dass der Weg regelmässig von Personen befahren 
werde, deren Grundstücke nicht durch diese Strasse erschlossen seien; damit 
werde der Ausbaustandard einer Anlage der Feinerschliessung überstiegen und 
stehe im Widerspruch zur geforderten Verkehrssicherheit. Sie beabsichtige mit 
dieser Massnahme im Einklang mit der gesetzlichen Grundlage, den Weg vom 
Durchgangsverkehr zu befreien. Die Massnahme diene dem Schutz der 
Anwohnenden vor Lärm und Luftverschmutzung, womit sich die 
Verkehrsbeschränkung auf ernsthafte sachliche Gründe stütze. Betreffend den 
Antrag auf Erteilung der aufschiebenden Wirkung hielt die Beschwerdegegnerin 
fest, dass aus verfahrensökonomischen Gründen auf die Anbringung der 
erforderlichen Signalisation während des laufenden Beschwerdeverfahrens 
verzichtet werde, womit das schutzwürdige Interesse entfalle.

G. Die Beschwerdeführer replizierten am 10. Juni 2025. Ihre Rechtsbegehren 
blieben unverändert. Im Wesentlichen vertieften sie die Ausführungen in ihrer 
Beschwerdeschrift.

H. Mit Datum vom 3. Juli 2025 reichte die Beschwerdegegnerin ihre Duplik ein, 
in welcher sie ihre Argumentation vertiefte.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und auf die 
vorliegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen 
eingegangen.

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Erwägungen

1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Beschluss des 
Gemeindevorstands D.________ vom 18. Februar 2025, publiziert am 21. Februar 
2025, betreffend Verkehrsbeschränkung auf dem Verbindungsweg Braut- und 
Leichenweg in D.________. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG (BR 370.100) 
beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden, soweit 
diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können oder nach 
kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Die vorliegend 
angefochtene Verkehrsanordnung erging gestützt auf Art. 7 Abs. 1 und Abs. 2 
EGzSVG (BR 870.100), weshalb Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG zur Anwendung gelangt. 
Folglich ist das Obergericht des Kantons Graubünden sachlich und örtlich 
zuständig.

1.2.1. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid 
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder Änderung 
hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt wird (Art. 50 VRG). Nach 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist zur Beschwerde gegen eine 
funktionelle Verkehrsbeschränkung wie der vorliegenden befugt, wer die betroffene 
Strasse mehr oder weniger regelmässig benutzt, wie das bei Anwohnern oder 
Pendlern der Fall ist; dagegen genügt das bloss gelegentliche Befahren der Strasse 
nicht (vgl. BGE 139 II 145, nicht publizierte E. 1.2, und 136 II 539 E. 1.1; vgl. Urteile 
des Bundesgerichts 1C_513/2022 vom 7. Juli 2023 E. 1.1, 1C_11/2017 vom 
2. März 2018 E. 1.1, 1C_250/2015 vom 2. November 2015 E. 1.1, 1C_317/2010 
vom 15. Dezember 2010 E. 5.6 und 1A.73/2004 vom 6. Juli 2004 E. 2.2).

1.2.2. Die Beschwerdeführer sind Eigentümer des Grundstücks Nr. Z.1.________, 
welches unterhalb des Braut- und Leichenwegs an der C.________ Z.3.________ 
liegt. Gemäss ihren Ausführungen nutzen sie den Braut- und Leichenweg 
regelmässig, was angesichts der Lage ihres Grundstücks naheliegend und 
nachvollziehbar ist. Demnach ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass die 
Beschwerdeführer von der Verkehrsbeschränkung besonders berührt sind und über 
ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung verfügen. Ihre 
Beschwerdelegitimation ist zweifellos gegeben.

1.3. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. 
Art. 38 Abs. 1 und 2, Art. 39 Abs. 1 lit. c und Art. 52 Abs. 1 VRG) ist somit 
einzutreten.

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2. Der Sachverhalt ergibt sich vorliegend aus den Akten und Plänen in 
hinreichendem Masse, weshalb auf den beantragten Augenschein sowie des 
verkehrstechnischen Gutachtens in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet 
werden kann. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern ein Augenschein oder ein 
verkehrstechnisches Gutachten entscheidwesentliche Erkenntnisse liefern 
könnten. (zur antizipierten Beweiswürdigung vgl. BGE 144 II 427 E. 3.1.3; 141 I 60 
E. 3.3 m.w.H.; Urteile des Bundesgerichts 2D_6/2023 vom 22. Februar 2024 E. 6.2, 
1C_760/2021 vom 24. Januar 2023 E. 4.2, 1C_311/2021 vom 16. März 2022 E. 
3.3). 

3. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die von der Beschwerdegegnerin 
beschlossene Verkehrsbeschränkung auf dem Verbindungsweg Braut- und 
Leichenweg rechtmässig ist.

4.1. In einem ersten Schritt wird demnach die Befugnis der B.________, eine 
Verkehrsbeschränkung auf dem Gemeindegebiet zu verfügen, geprüft. 
Nach Art. 3 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) sind die 
Kantone befugt, für bestimmte Strassen Fahrverbote, Verkehrsbeschränkungen 
und Anordnungen zur Regelung des Verkehrs zu erlassen. Sie können diese 
Befugnis den Gemeinden übertragen unter Vorbehalt der Beschwerde an eine 
kantonale Behörde. Im Kanton Graubünden regelt die Gemeinde den örtlichen 
Verkehr auf Gemeindestrassen; davon ausgenommen sind 
Geschwindigkeitsbeschränkungen (Art. 7 Abs. 1 EGzSVG). Der 
Gesetzessammlung der B.________ lässt sich keine Bestimmung entnehmen, 
welche explizit die Zuständigkeit für den Erlass von Verkehrsbeschränkungen 
regelt. Gemäss Art. 42 Abs. 1 der Verfassung der B.________ bildet der 
Gemeindevorstand die Verwaltungs- und Polizeibehörde. Er erfüllt alle Aufgaben, 
die nicht durch übergeordnetes oder kommunales Recht einem anderen Organ 
zugewiesen sind (Art. 42 Abs. 2 Verfassung B.________). Ihm obliegen 
insbesondere der Vollzug des eidgenössischen und kantonalen Rechts sowie der 
Gemeindegesetze, Verordnungen sowie der Beschlüsse der Urnenabstimmung und 
des Gemeinderats (Art. 42 Abs. 3 Ziff. 2 Verfassung B.________). 
Verkehrsanordnungen unterliegen der Zustimmung durch die kantonale Behörde 
(Art. 7 Abs. 1 EGzSVG). Nach Art. 4 der Verordnung zum Einführungsgesetz zum 
Bundesgesetz über den Strassenverkehr (RVzEGzSVG; BR 870.110) ist im Kanton 
Graubünden die Kantonspolizei zuständig für die Erteilung dieser Zustimmung. Die 
Beschwerdegegnerin, handelnd durch den Gemeindevorstand, hat die Zustimmung 
der Kantonspolizei Graubünden mit Verfügung vom 28. Mai 2024 erhalten. Sie war 

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demnach berechtigt, ein Verbot für Motorwagen und Motorräder auf dem 
Verbindungsweg Braut- und Leichenweg zu verfügen.

4.2. Die Qualifikation als Verkehrsbeschränkung ergibt sich aus dem Folgenden: 
Der Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr kann auf Strassen, die nicht für den 
allgemeinen Durchgangsverkehr geöffnet sind, vollständig untersagt oder zeitlich 
beschränkt werden; Fahrten im Dienste des Bundes bleiben jedoch gestattet (Art. 3 
Abs. 3 SVG). Eine Massnahme gilt als Fahrverbot nach dieser Bestimmung, wenn 
das Verbot als Totalfahrverbot ausgestaltet ist und die betroffene Strasse für 
sämtlichen Fahrzeugverkehr bzw. für alle Fahrzeugkategorien dauernd oder zeitlich 
gesperrt wird. Ist das Fahrverbot nur für einzelne Fahrzeugkategorien vorgesehen, 
so handelt es sich dagegen um eine funktionelle Verkehrsbeschränkung nach Art. 3 
Abs. 4 SVG (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden U 23 3 
vom 19. Dezember 2023 E. 4.2; BELSER, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler 
Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 2014, Art. 3 N. 40 f.). Entsprechend stellt ein 
allgemeines Fahrverbot mit dem Zusatz "Zubringerdienst gestattet" eine 
Verkehrsmassnahme nach Art. 3 Abs. 4 SVG dar, weil mit der Zusatztafel das 
Totalfahrverbot weitgehend wieder aufgehoben und somit praktisch der eigentliche 
Durchgangsverkehr untersagt wird (WEISSENBERGER, Kommentar 
Strassenverkehrsgesetz und Ordnungsbussengesetz, mit Änderungen nach Via 
Sicura, 2015, Art. 3 N. 8).

4.3. Die Beschwerdegegnerin verfügte ein Verbot für Motorwagen und 
Motorräder (Sig. 2.13 [2.03, 2.04]) mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet". 
Wie oben erläutert, handelt es sich dabei um eine funktionelle 
Verkehrsbeschränkung, welche den Voraussetzungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG 
genügen muss.

4.4. Art. 3 Abs. 4 SVG zählt die zulässigen Gründe abschliessend auf, welche 
den Kantonen und Gemeinden den Erlass von funktionellen 
Verkehrsbeschränkungen gestatten (vgl. BGE 150 II 444 E. 3.1 ). Funktionelle 
Verkehrsanordnungen nach Art. 3 Abs. 4 SVG können erlassen werden, soweit der 
Schutz der Anwohner oder gleichermassen Betroffener vor Lärm und 
Luftverschmutzung, die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit 
Behinderungen, die Sicherheit, die Erleichterung oder die Regelung des Verkehrs, 
der Schutz der Strasse oder andere in den örtlichen Verhältnissen liegende Gründe 
dies erfordern; aus solchen Gründen können insbesondere in Wohnquartieren der 
Verkehr beschränkt und das Parkieren besonders geregelt werden. Mit der 
Bezeichnung "insbesondere" wird gezeigt, dass es sich bei der Nennung der 
Wohnquartiere um eine beispielhafte Aufzählung handelt und nicht eine 

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Voraussetzung, welche erfüllt sein muss für die Anordnung einer 
Verkehrsbeschränkung. Das Vorhandensein eines solchen, in den örtlichen 
Verhältnissen begründetes, öffentlichen Interesses ergibt sich ebenfalls aus Art. 5 
Abs. 2 BV und Art. 5 Abs. 2 der Verfassung des Kantons Graubünden (KV; BR 
110.100), wonach staatliches Handeln stets im öffentlichen Interesse liegen muss. 
Die Kantone und Gemeinden können dabei all jene Massnahmen treffen, die ihnen 
im Rahmen der strassenverkehrsrechtlichen Bundesvorschriften zur Verfügung 
stehen und die nach dem Grundsatz von Notwendigkeit und Verhältnismässigkeit 
zulässig sind (vgl. zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 2A.263/2006 vom 
9. Oktober 2006 E. 2.1).

4.4.1. Damit eine Verkehrsbeschränkung einer Gemeinde zulässig ist, braucht es 
gemäss Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 5 Abs. 2 KV ein öffentliches Interesse im Sinne 
eines sachlichen Grundes nach Art. 3 Abs. 4 SVG und eine 
Verhältnismässigkeitsprüfung.

4.4.2. Die Beschwerdeführer führen aus, dass die Beschwerdegegnerin über 
diverse Erschliessungsstrassen verfüge, welche verkehrstechnisch eine ähnliche 
Ausgangslage aufweisen würden wie der Braut- und Leichenweg und ebenfalls 
nicht mit einem Fahrverbot belegt seien. Das beabsichtigte Fahrverbot diene einzig 
den privaten Interessen der angrenzenden sechs Grundstücke. Die 
Beschwerdegegnerin sei in ihrer Funktion als Eigentümerin der Strasse unterhalts- 
und schneeräumungspflichtig. Damit habe die Allgemeinheit für den besagten Weg 
aufzukommen, ohne dass dieser befahren werden dürfe. Der Braut- und 
Leichenweg diene als wichtige Verkehrsverbindung zwischen der C.________ und 
der Unteren C.________. Aufgrund der stellenweisen engen Strassenverhältnisse 
auf der C.________ von drei bis dreieinhalb Metern nehme der Braut- und 
Leichenweg für das Quartier E.________ eine Bypass-Funktion wahr, in dem bei 
erhöhtem Verkehrsaufkommen Stausituationen auf der C.________ über den 
Braut- und Leichenweg umgangen werden könnten. Dies sei etwa dann von 
Bedeutung, wenn lokale Gewerbebetriebe an der C.________ mit grösseren 
Lastwagen beliefert würden. In dieser Situation sei ein Durchkommen auf der 
C.________ nicht möglich, so dass zwingend auf den Braut- und Leichenweg 
ausgewichen werden müsse. Es handle sich zudem nicht um Fremdverkehr, 
sondern in erster Linie um Fahrten der Bewohnerinnen und Bewohner desselben 
Quartiers. Gegen die Verkehrsbeschränkung habe sich auch massiver Widerstand 
durch die Anwohnerinnen und Anwohnern gebildet. Von der Verkehrsbeschränkung 
würden lediglich die Grundstücke Nr. Z.10.________ und Z.11.________ 
profitieren, welche nicht einmal über den Braut- und Leichenweg erschlossen seien. 

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Die Grundstücke Nummern Z.4.________, Z.5.________, Z.6.________ und 
Z.7.________ würden wie bis anhin vom Verkehr betroffen bleiben, da dieser statt 
über den Braut- und Leichenweg über die C.________ oder die Untere C.________ 
geleitet würde. Aufgrund der Stausituation dürften die Lärmimmissionen und die 
Luftverschmutzung auf der C.________ noch höher sein als bisher. Zudem führe 
dies zu einem grösseren Verkehrsaufkommen sowohl auf der C.________ als auch 
der Unteren C.________. Die Lärmsituation und Luftverschmutzung werde dadurch 
nicht gelöst, sondern würde nur zu Gunsten zweier Parzellen, aber zu Lasten eines 
ganzen Quartiers verlagert. Das Grundstück Nr. Z.1.________ der 
Beschwerdeführer sei über das Grundstück Nr. Z.2.________ erschlossen, welches 
an die C.________ grenze. Die Erschliessung sei mittels eines Fuss- und 
Fahrwegrechts dinglich abgesichert. Die dortigen örtlichen Verhältnisse seien sehr 
eng, das Abbiegen mit einem grösseren Fahrzeug wie einem Lieferwagen, 
Fahrzeug mit Anhänger, Krankenwagen etc. würde sich aufgrund der Kurvenradien 
als nicht möglich erweisen. Die Zufahrt zur Parzelle der Beschwerdeführer sei für 
solche Fahrzeuge nur über den Braut- und Leichenweg möglich. Die 
Beschwerdeführer seien zwingend auf eine Erschliessung mit grösseren 
Fahrzeugen angewiesen. Die Nutzung des denkmalgeschützten Stalles auf der 
Parzelle Nr. Z.1.________ setze voraus, dass regelmässig sperriges Material 
transportiert werden könne, wofür ein Fahrzeug mit Anhänger etc. zum Einsatz 
komme. Zudem würde die Baustellenzufahrt über den H.________ nach Abschluss 
der Umbauarbeiten zurückgebaut werden, weshalb der künftige Verkehr über die 
Parzelle Nr. Z.2.________ geführt würde (act. A.1). In der Replik vom 10. Juni 2025 
führen die Beschwerdeführer ferner aus, die Beschwerdegegnerin habe ihren 
eigenen Beschluss vom 28. Februar 1975 zum Ausbau des Braut- und Leichenwegs 
bis heute nicht umgesetzt. Durch die Übernahme des Braut- und Leichenwegs und 
dessen Widmung als öffentliche Erschliessungsstrasse habe die 
Beschwerdegegnerin bewirkt, dass die zivilrechtlichen Fuss- und Fahrwegrechte 
untergegangen seien, weshalb ein solches Fahrverbot damit faktisch eine 
Enteignung des Fuss- und Fahrwegrechts der Beschwerdeführer über die 
Hintertüre darstelle. Dadurch, dass es sich um einen Verbindungsweg handle, diene 
der Braut- und Leichenwegs nicht nur der Erschliessung der an ihn angrenzenden 
Häuser (act. A.3). 

4.4.3. Die Beschwerdegegnerin hält dagegen fest, dass gemäss GEP der Braut- 
und Leichenweg als Erschliessungsstrasse bezeichnet sei. Es handle sich dabei um 
eine Anlage der Feinerschliessung, welche der verkehrsmässigen Erschliessung 
der an diesem Weg gelegenen Grundstücke diene, namentlich der Parzellen-
Nummern Z.7.________, Z.4.________ und Z.6.________. Der Strasse komme 

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keine Bypass-Funktion zu. Gemäss Art. 50 Abs. 1 des kommunalen Baugesetzes 
(BauG) seien Verkehrswege der Grob- und Feinerschliessung nach Art und 
Ausmass dem zu erschliessenden Gebiet anzupassen und so mit dem 
übergeordneten Strassennetz zu verbinden, dass sie keinen Fremdverkehr 
anziehen würden. Als öffentliche Erschliessungsstrasse könne der Braut- und 
Leichenweg gemäss Art. 57 Abs. 1 BauG im Rahmen der Zweckbestimmung und 
der örtlichen Verkehrsregelung benutzt werden. Der Braut- und Leichenweg sei im 
Zuge der Überbauung des Gebiets als 2.90 m breite Strasse befestigt worden. Dies 
zeige, dass dem Braut- und Leichenweg keine generelle Erschliessungsfunktion für 
das Quartier E.________ zukomme. Des Weiteren würden die sich gegen die 
Verkehrsbeschränkung wehrenden zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohner 
zeigen, dass der Braut- und Leichenweg regelmässig von Personen befahren 
werde, welche verkehrsmässig nicht durch diese Strasse erschlossen seien. Dieses 
Ausmass an Durchfahrtsverkehr übersteige den Ausbaustandard einer Anlage der 
Feinerschliessung und stehe im Widerspruch zur geforderten Verkehrssicherheit. 
Die Nutzung als «Schleichweg» entspreche nicht der Festlegung im GEP und solle 
durch die Verkehrsanordnung unterbunden werden. Mit der geplanten 
Verkehrsanordnung beabsichtige die Beschwerdegegnerin, den Braut- und 
Leichenweg vom Durchgangsverkehr zu befreien. Dies entspreche der gesetzlichen 
Regelung in Art. 50 Abs. 1 BauG, wonach die Nutzung durch Fremdverkehr (aus 
dem Quartier E.________) zu vermeiden sei. Die gesetzliche Regelung behalte 
zudem ausdrücklich Verkehrsanordnungen vor. Mit der Überbauung des Gebiets 
westlich des Braut- und Leichenwegs habe sich die Wohnnutzung entlang dieser 
Strasse in den letzten Jahren erhöht. Die Massnahme diene somit dem Schutz der 
Anwohnenden vor Lärm und Luftverschmutzung. Die Verkehrsbeschränkung könne 
sich daher auf ernsthafte sachliche Gründe stützen, zumal die Ausführungen in der 
Beschwerde und die eingereichte Liste mit den Unterschriften auf ein erhebliches 
Ausmass des Durchgangsverkehrs hinweisen würden. Dabei handle es sich um ein 
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer öffentliches Interesse (act. A.2). In 
ihrer Duplik vom 3. Juli 2025 stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den 
Standpunkt, dass die vor mehr als 50 Jahren abgeschlossenen Verträge sie weder 
damals noch heute verpflichteten, die Strasse zu verbreitern. Die rechtlichen und 
faktischen Verhältnisse hätten sich seitdem erheblich geändert, so dass der jetzige 
Beschluss nicht gegen den früheren verstosse. Wie die Beschwerdeführer selbst 
festhalten würden, seien die jetzigen Häuser am Braut- und Leichenweg erst in den 
letzten Jahren erstellt worden. Aufgrund dieser veränderten Ausgangslage sei die 
Verkehrsanordnung zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und Reduktion der 
Immissionen für die Anwohnenden erlassen worden (act. A.4).

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4.5. Im vorliegenden Fall führt die Beschwerdegegnerin als sachliche Gründe für 
die Verkehrsanordnung einerseits den Schutz der Anwohner vor Lärm und 
Luftverschmutzung als auch den erhöhten Fremdverkehr, welcher im Widerspruch 
zur Verkehrssicherheit stehe, an. Diese Begründung publizierte die 
Beschwerdegegnerin bereits im Rahmen der öffentlichen Bekanntmachung im 
kommunalen Publikationsorgan vom 7. Juni 2024; dabei legte die 
Beschwerdegegnerin dar, dass mit dieser Massnahme das unnötige und 
widerrechtliche Befahren des Quartierwegs unterbunden werden solle (vgl. act. 
B.3). Mit den aufgeführten Gründen legt die Beschwerdegegnerin nachvollziehbar 
dar, dass mit der strittigen Verkehrsmassnahme versucht wird, die 
Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Anwohner vor Lärm und Luftverschmutzung 
zu schützen. Vor diesem Hintergrund kann das Vorliegen sachlicher Gründe im 
Sinne von Art. 3 Abs. 4 SVG bejaht werden.

5.1. Nach Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 5 Abs. 2 KV muss staatliches Handeln 
verhältnismässig sein. Die angeordnete Massnahme muss zunächst geeignet sein, 
das angestrebte Ziel zu verfolgen, wobei bereits ein Beitrag zur Zielverwirklichung 
ausreicht. Mit anderen Worten ist eine behördliche Anordnung geeignet, wenn sie 
das angestrebte Ziel fördert bzw. für deren Erreichen dienlich resp. zwecktauglich 
ist (vgl. BGE 148 II 392 E. 8.2.2, 144 I 126 E. 8.1 und 135 II 105 E. 2.3.3). Im 
vorliegenden Fall kann bejaht werden, dass ein Verbot für Motorwagen und -räder 
geeignet ist, den Verkehr auf dem Braut- und Leichenweg zu verhindern bzw. zu 
verringern und gleichzeitig den Lärm und die Luftverschmutzung zu verringern.

5.2. Sind auf bestimmten Strassenstrecken örtliche Verkehrsanordnungen nötig, 
wird die Massnahme gewählt, die den Zweck mit den geringsten Einschränkungen 
erreicht (Art. 107 Abs. 5 Satz 1 SSV). Dass Bund, Kanton und Gemeinden nur 
erforderliche Massnahmen erlassen können und die Massnahme mit den 
geringsten Auswirkungen auf den Verkehr zu wählen haben, ergibt sich bereits aus 
den allgemeinen Grundsätzen der Rechtsstaatlichkeit (Art. 5 Abs. 2 BV; vgl. 
BELSER, a.a.O., Art. 3 N. 58). Die Erforderlichkeit einer Massnahme ist dann 
gegeben, wenn es – im Hinblick auf die beeinträchtigten Interessen oder Rechte – 
kein milderes Mittel gibt, um das angestrebte Ziel ebenso zu erreichen (vgl. BGE 
135 I 176 E. 3.3 und Urteil des Bundesgerichts 1C_583/2021 vom 31. August 2023 
E. 6.2). Im vorliegenden Fall ist ein milderes Mittel als das Verbot für Motorwagen 
und Motorräder mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" nicht ersichtlich, um 
das Ziel, den Durchfahrtsverkehr zu beschränken sowie den Lärm und die 
Luftverschmutzung zu reduzieren.

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6.1. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt schliesslich, dass sich die 
behördliche Massnahme für die Betroffenen als zumutbar erweist. Erforderlich ist 
eine vernünftige Zweck-Mittel-Relation (vgl. BGE 147 I 450 E. 3.2.3, 146 I 70 E. 6.4 
und 140 II 194 E. 5.8.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 1C_548/2022 vom 
20. Februar 2024 E. 4.2). Das vernünftige Verhältnis zwischen Eingriffszweck und 
Eingriffswirkung setzt im Rahmen der Zumutbarkeit eine wertende 
Interessenabwägung vor-aus (vgl. BGE 148 II 392 E. 8.2.4 und Urteil des 
Bundesgerichts 2C_482/2024 vom 5. Dezember 2024 E. 4.5.1). Dabei ist zu 
beachten, dass Verkehrsbeschränkungen der hier in Frage stehenden Art 
regelmässig mit komplexen Interessenabwägungen verbunden sind. Die 
zuständigen Behörden besitzen dabei einen erheblichen Gestaltungsspielraum (vgl. 
zum Ganzen: BGE 139 II 145 E. 5; Urteile des Bundesgerichts 1C_513/2022 vom 
7. Juli 2023 E. 3.1, 1C_618/2018 vom 20. Mai 2019 E. 2.2 sowie 1C_117/2017 und 
1C_118/2017 vom 20. März 2018 E. 3.3). 

6.2. Wie die Beschwerdegegnerin bereits ausgeführt hat, handelt es sich beim 
Braut- und Leichenweg gemäss GEP um eine Erschliessungsstrasse. Nach Art. 58 
Abs. 3 KRG (BR 801.100) umfasst die Feinerschliessung den Anschluss der 
einzelnen Grundstücke an die Hauptstränge der Erschliessungsanlagen mit 
Einschluss von öffentlich zugänglichen Quartierstrassen und öffentlichen Leitungen. 
Der Braut- und Leichenweg führt westlich entlang der Parzellen Nummern 
Z.4.________, Z.10.________ und Z.6.________. Östlich des Braut- und 
Leichenwegs befinden sich die Parzellen Nummern Z.5.________, Z.11.________ 
und Z.7.________. Durch diesen Weg werden die Parzellen Nummern 
Z.7.________, Z.4.________ und Z.6.________ – im Norden an die Untere 
C.________, südlich an die C.________ – verkehrsmässig erschlossen. Die 
Beschwerdegegnerin geht damit richtigerweise davon aus, dass es sich beim Braut- 
und Leichenweg um eine Anlage der Feinerschliessung handelt (act. A.2). Gemäss 
Art. 50 Abs. 1 BauG sind die im GEP festgelegten Sammel- und 
Erschliessungsstrassen nach Art und Ausmass dem zu erschliessenden Gebiet 
anzupassen. Sie sind mit dem übergeordneten Strassennetz so zu verbinden, dass 
sie keinen Fremdverkehr anziehen. Wo es die Verhältnisse erfordern, werden die 
Strassen und Plätze beleuchtet. Gemäss Art. 57 Abs. 1 BauG sind im GEP 
eingezeichnete, bestehende Sammel- und Erschliessungsstrassen samt den 
gehörigen Ausstattungen öffentlich, sofern die Gemeinde über entsprechende 
Nutzungsrechte (Eigentum, Dienstbarkeiten) verfügt. Sie können im Rahmen ihrer 
Zweckbestimmung und der örtlichen Verkehrsregelung bzw. den 
Erschliessungsreglementen von jedermann benutzt werden. 

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Die Beschwerdegegnerin stützt die Verkehrsbeschränkung auf zweierlei Gründe ab: 
Einerseits soll der Durchgangsverkehr und damit einhergehend der Fremdverkehr 
– wie in Art. 50 Abs. 1 BauG vorgesehen – verhindert werden. Andererseits soll die 
Massnahme dem Schutz der Anwohnenden vor Lärm und Luftverschmutzung 
dienen (s.o. E. 4.5). 

6.3.1. Wie bereits oben aufgeführt, stellen sich die Beschwerdeführer auf den 
Standpunkt, der Braut- und Leichenweg nehme eine Bypass-Funktion bei erhöhtem 
Verkehrsaufkommen ein. Aufgrund der Stausituation dürften die Lärmimmissionen 
und die Luftverschmutzung auf der C.________ noch höher werden als bisher. 
Durch das Fahrverbot verschlechtere sich die Erschliessung generell. Die Zufahrt 
zur Parzelle der Beschwerdeführer sei für grössere Fahrzeuge nur über den Braut- 
und Leichenweg möglich, wobei sie zwingend auf eine Erschliessung mit grösseren 
Fahrzeugen angewiesen seien. Zudem würde die Baustellenzufahrt über den 
H.________ nach Abschluss der Umbauarbeiten zurückgebaut werden, weshalb 
der künftige Verkehr über die Parzelle Nr. Z.2.________ geführt würde (act. A.1).

6.3.2. Der Verbindungsweg Braut- und Leichenweg liegt zwischen der Unteren 
C.________ und der C.________. Wie die Beschwerdegegnerin ausführt, wird die 
Liegenschaft der Beschwerdeführer über die C.________ und die Sammelstrassen 
F.________ und Untere C.________ – G.________ erschlossen. Dies entspreche 
den Vorgaben des kommunalen und des übergeordneten Rechts (act. A.2). 
Entsprechend den Ausführungen der Beschwerdegegnerin kann – gestützt auf den 
Umstand, wonach sich zahlreiche Anwohner gegen die Verkehrsbeschränkung 
wehren würden – angenommen werden, dass der Braut- und Leichenweg 
regelmässig von Personen befahren wird, deren Wohnorte verkehrsmässig nicht 
durch die besagte Strasse erschlossen sind. Die Beschwerdegegnerin führt des 
Weiteren aus, dass sich auf dem westlich des Braut- und Leichenwegs gelegenen 
Teil der C.________ lediglich eine Geschäftsliegenschaft befinde, weshalb nicht 
von einem erheblichen Güterumschlag auszugehen sei. So seien bei der 
Gemeindepolizei weder von der Feuerwehr noch der Ambulanz Reklamationen 
aufgrund von Verkehrsbehinderungen infolge Warenumschlags eingegangen, noch 
aufgrund von Arbeiten des Werkhofs anlässlich der Schneeräumung oder 
Reinigung auf der C.________ (act. A.2). 

6.3.3. Gemäss Geoportal des Kantons Graubünden (Auszug map.geo.gr, letztmals 
besucht am 23. Oktober 2025) beträgt die Länge des Braut- und Leichenwegs ca. 
75 m und dessen Breite 2.90 m. Von der Strassenkreuzung C.________ / Braut- 
und Leichenweg bis zur Strassenkreuzung C.________ / Untere C.________ 
beträgt die Distanz rund 97 Meter. Die Distanz von der Unteren C.________ / Braut- 

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und Leichenweg bis zur Strassenkreuzung mit der C.________ beträgt ca. 111 m. 
Damit würde sich aufgrund des streitgegenständlichen Fahrverbots, die Distanz für 
Anwohner der C.________, um von der C.________ auf die Untere C.________ zu 
gelangen, nur minimal verlängern. Gleich verhält es sich, um von der Unteren 
C.________ auf die C.________ zu gelangen. Die Zufahrt über den Braut- und 
Leichenweg ist für die Anwohner die kürzere Route, jedoch führt die 
Verkehrsbeschränkung damit nur zu einem minimal längeren Weg, um auf die 
nächste Strasse zu gelangen. Der Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, wenn sie 
eine solche Massnahme nicht für unzulässig hält, nur weil damit eine kürzere Route 
nicht mehr befahrbar ist.

Sollte der westlich vom Braut- und Leichenweg gelegene Abschnitt der C.________ 
aufgrund eines Unfalles oder von Bauarbeiten oder dergleichen über einen längeren 
Zeitraum gesperrt werden müssen, könnte problemlos unter temporärer Aufhebung 
der hier strittigen Verkehrsbeschränkung eine Umleitung via Braut- und Leichenweg 
erstellt werden (vgl. act. A.2). Insofern ist nicht schlüssig, inwiefern ein Verbot 
gravierende Folgen für den lokalen Verkehr haben sollte. Zudem befindet sich auf 
dem westlich des Braut- und Leichenwegs gelegenen Abschnitt der C.________ 
lediglich eine Geschäftsliegenschaft. Demnach kann richtigerweise nicht von einem 
Umfang von Güterumschlag die Rede sein, welcher die Durchfahrt in erheblicher 
Weise verunmöglichen würde. Demnach vermag das beschwerdeführerische 
Argument, wonach aufgrund von Stausituationen die Lärmimmission und die 
Luftverschmutzung sogar noch zunehmen sollten, nicht zu überzeugen. Ausserden 
sind geringfügige Wartezeiten aufgrund eines sporadischen Güterumschlags 
hingegen – wie anderswo – hinzunehmen. Schliesslich erlaubt gemäss Art. 17 Abs. 
3 SSV der Vermerk "Zubringerdienst gestattet" Fahrten zum Abliefern oder Abholen 
von Waren bei Anwohnern oder auf anliegenden Grundstücken, Fahrten von 
Anwohnern und von Personen, die Anwohner zu treffen oder auf anliegenden 
Grundstücken Arbeiten zu verrichten haben sowie die Beförderung solcher 
Personen durch Dritte. Mit der Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" wurde somit 
den Bedürfnissen der Personen, welche Eigentümer von am Braut- und Leichenweg 
gelegenen Grundstücken sind, Rechnung getragen. Entgegen der Auffassung der 
Beschwerdeführer kann vorliegend auch nicht von einer Bypass-Funktion des 
Braut- und Leichenwegs gesprochen werden, da dieser vorab der Erschliessung 
der an diesem Weg gelegenen Grundstücke dient. 

6.3.4. Die Beschwerdeführer monieren ferner eine Verschlechterung der 
Erschliessungssituation zu ihrem Grundstück. Die engen Verhältnisse würden das 
Abbiegen mit einem grösseren Fahrzeug verunmöglichen, weshalb die Zufahrt nur 

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über den Braut- und Leichenweg möglich sei. Die beengten Verhältnisse im 
Kurvenbereich seien einerseits auf den Parkplatz im nordöstlichen Bereich der 
Parzelle Nr. Z.2.________ zurückzuführen, andererseits auf den Kandelaber und 
den Hydranten im Bereich der Einmündung des Braut- und Leichenwegs in die 
C.________ sowie den Gartenzaun des Grundstücks Nr. Z.7.________ (act. A.1). 

Die Beschwerdegegnerin hat bereits im Entscheid vom 18. Februar 2025 
festgehalten, dass nach Feststellung der Gemeindepolizei die Ein- und Ausfahrt in 
die C.________ auch mit grösseren Fahrzeugen wie Lieferwagen möglich sei (act. 
B.5). Wie den eingereichten Fotoaufnahmen zu entnehmen ist, wird die Zufahrt 
primär durch den in der Mitte stehenden Blumentopf auf der Parzelle 
Nr. Z.2.________ erschwert. Aufgrund dieser Situation ist die Zufahrt selbst mit 
einem Personenfahrzeug erschwert (act. B.9). Damit ist den Ausführungen der 
Beschwerdegegnerin zu folgen, dass ein privates Hindernis nicht eine 
Unverhältnismässigkeit der Verkehrsanordnung zu begründen vermag. Vielmehr 
kann erwartet werden, dass für die Gewährleistung von Abbiegemanövern der 
Blumentopf verschoben wird. Vorliegend könnte die Trennung des 
Dienstbarkeitsbereichs auf der Parzelle Nr. Z.2.________ durch mildere 
Massnahmen sichergestellt werden. Die Beschwerdegegnerin hält im Entscheid 
vom 18. Februar 2025 ferner fest, dass über die allfällige Erteilung von 
Ausnahmebewilligungen für effektiv aus verkehrstechnischen Gründen notwendige 
Fahrten nicht im Rahmen der Verkehrsanordnung zu befinden sei (act. B.5). 
Demnach ist in Ausnahmesituationen die Prüfung einer solchen 
Ausnahmebewilligung eine Option. Betreffend die Ausführungen zu grösseren 
Fahrzeugen, wie solche der Feuerwehr oder Ambulanz, ist anzufügen, dass gemäss 
Art. 10 Abs. 1 RVzEGzSVG dienstliche Fahrten der Polizei, der 
Rettungsorganisationen, der Feuerwehr, der Ölwehr, des Strassenunterhalts, der 
Jagd- und Fischereiaufsichtsorgane, des Forstdienstes sowie der Justizorgane auf 
allen Strassen des Kantonsgebietes und im Gelände auf eigene Gefahr gestattet 
sind. In dringlichen Fällen ist die Durchfahrt für die genannten Fahrzeuge der 
Ambulanz oder Feuerwehr damit ohnehin erlaubt, weshalb dieses Argument 
ebenfalls nicht verfängt. Gemäss Ausführungen der Beschwerdegegnerin sind 
Zulieferungen auch über die Parzelle Nr. Z.8.________ und damit über den 
H.________ möglich, da diese Zufahrt von der strittigen Verkehrsbeschränkung 
nicht tangiert wird (act. B.5). Der H.________ führt südlich der C.________ entlang 
den Parzellen Nummern Z.9.________, Z.2.________ und Z.1.________. Beim 
H.________ handelt es sich ebenfalls um eine Erschliessungsstrasse. Das von den 
Beschwerdeführern vorgebrachte Argument, wonach es sich bei der Zufahrt um 
eine temporäre Baustellenzufahrt handelt (vgl. act A.1), trifft zu. Entsprechend 

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entlastet dieser Zugang nur – aber immerhin – für die Dauer aktueller oder künftiger 
Bautätigkeiten. Dies ändert aber nichts am Umstand, dass die Zufahrt zu ihrem 
Grundstück ohnehin über die Parzelle Nr. Z.2.________ erfolgt und das Grundstück 
somit in genügendem Masse erschlossen ist (vgl. act. A.1). 

6.3.5. Dem Einwand der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin habe ihren 
Beschluss vom 28. Februar 1975 nicht umgesetzt, kann vorliegend ebenfalls nicht 
gefolgt werden. Seit dem Beschluss aus dem Jahr 1975 haben sich die 
tatsächlichen Verhältnisse offensichtlich geändert; so hat sich etwa mit der 
Überbauung des Gebiets westlich des Braut- und Leichenwegs die Wohnnutzung 
entlang dieser Strasse in den letzten Jahren in erheblichen Masse erhöht, was zu 
einer offensichtlichen Zunahme von Lärm und Luftverschmutzung durch den 
entstandenen Mehrverkehr geführt hat. Der Verkehrsbeschränkung steht vor 
diesem Hintergrund der Beschluss aus dem Jahr 1975 nicht entgegen.

7. Die angeordnete Verkehrsbeschränkung bewirkt auf dem Braut- und 
Leichenweg eine Unterbindung des Fremdverkehrs, eine Erhöhung der 
Verkehrssicherheit und Schutz vor Lärm und Luftverschmutzung in einer für den 
Durchgangsverkehr nicht vorgesehenen Strasse. Die Massnahme verfolgt damit ein 
gewichtiges öffentliches Interesse. Zwar kann die Massnahme für die nicht 
unmittelbar Anstossenden zu einem Umweg führen, wenn sie von der C.________ 
auf die Untere C.________ gelangen wollen oder umgekehrt. Diese Umwege fallen 
jedoch angesichts der nur rund 100 Meter längeren Distanz kaum ins Gewicht. 
Damit stehen der geplanten Massnahme keine überwiegenden privaten Interessen 
entgegen. Insgesamt steht der Eingriff in einem vernünftigen Verhältnis zum 
angestrebten Zweck, weshalb die Massnahme auch im engeren Sinne 
verhältnismässig ist. Insgesamt ist somit zu schliessen, dass sich das von der 
Beschwerdegegnerin angeordnete Verbot für Motorwagen und Motorräder mit der 
Zusatztafel "Zubringerdienst gestattet" auf dem Braut- und Leichenweg als 
rechtmässig erweist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 
Art. 73 Abs. 1 VRG von der unterliegenden Partei zu tragen. Die Staatsgebühr wird 
vorliegend auf CHF 1'000.00 festgesetzt (vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). Diese ist 
zusammen mit den Kanzleiauslagen zu gleichen Teilen (Art. 73 Abs. 2 VRG) und 
unter solidarischer Haftung (Art. 72 Abs. 2 VRG) den Beschwerdeführern 
aufzuerlegen. 

8.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben 
betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung 

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zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 
VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

– einer Staatsgebühr von CHF 1’000.00

– und den Kanzleiausgaben von CHF 376.00

Total CHF 1’376.00

gehen je hälftig zulasten von A.________.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

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Erste verfassungs- und verwaltungsrechtliche Kammer

Der Vorsitzende

Audétat

Der Aktuar ad hoc

Jakupi