# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f66e21ac-728c-501f-8aae-e1887fa53f7c
**Source:** Aargau (entscheidsuche) (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2026-01-19
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Kammer für Kindes-und Erwachsenenschutz 19.01.2026 XBE.2025.62
**Docket/Reference:** XBE.2025.62
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_002_XBE-2025-62_2026-01-19.pdf

## Full Text

Obergericht 

Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz 

 

XBE.2025.62  
(KEMN.2022.378)  

 

 

Entscheid vom 19. Januar 2026 
 

 

Besetzung  Oberrichterin Merkofer, Präsidentin  

Oberrichter Lindner  

Oberrichter Giese  

Gerichtsschreiberin B. Gloor 

 

 

 
   

Beschwerde-

führerin  

 A._____,  

[…]  

 

 
   

Betroffene 

Person  

 B._____,  

[…]   

vertreten durch Andreas Fischer, Rechtsanwalt, […] 

 

 

 

Vater   C._____,  

[…]   

vertreten durch lic. iur. Roland Egli, Rechtsanwalt, […]    

 

 

Beiständin  D._____,  

[…]   

 

 

Anfechtungs- 

gegenstand 

 Entscheid des Familiengerichts Rheinfelden vom 15. Januar 2025 

 

 

Betreff  Änderung einer Massnahme 
 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entnimmt den 

Akten: 

 

1. 

1.1. 

B._____ (nachfolgend: Betroffene), geboren am tt.mm.2021, ist die Tochter 

der unverheirateten, getrennt lebenden A._____ (nachfolgend: Beschwer-

deführerin) und C._____ (nachfolgend: Vater). Die Betroffene steht unter 

der gemeinsamen elterlichen Sorge und unter der Obhut der Beschwerde-

führerin.  

 

1.2. 

Seit der Geburt der Betroffenen streiten sich die Eltern über das dem Vater 

zu gewährende Besuchsrecht. Mit zahlreichen rechtskräftigen Beschlüs-

sen, Verfügungen und Entscheiden des Familiengerichts Rheinfelden 

wurde dem Vater ein unbegleitetes Besuchsrecht eingeräumt. Entgegen 

dieser gerichtlichen Anordnung hat die Beschwerdeführerin bislang die un-

begleiteten Kontakte zwischen dem Vater und der Betroffenen verwehrt.  

 

1.3. 

Mit begründetem Entscheid vom 15. Januar 2025 erkannte das Familien-

gericht Rheinfelden (KEMN.2022.378):  

 

" 1. 
1.1. 
Dem Vater wird ab sofort ein unbegleitetes Besuchsrecht von 3 Stunden 
am Ort seiner Wahl zugesprochen, jeweils am Mittwoch und sowie jeden 
zweiten Samstag oder Sonntag.  
 
1.2. 
Sechs Monate nach Beginn der unbegleiteten Besuche, ist der Vater be-
rechtigt, sein Kind jeweils am Mittwoch für 4 Stunden sowie alle 14 Tage 
am Samstag oder am Sonntag von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu sich zu 
nehmen.  
 
2. 
Die Eltern erarbeiten den Besuchsplan gemeinsam und vereinbaren den 
Übergabeort. Die Besuchstermine sind schriftlich festzulegen und gelten 
verbindlich.  
 
3. 
Die Mutter wird gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB ausdrücklich angewiesen, 
in Zusammenarbeit mit dem Vater einen verbindlichen Besuchsplan zu er-
stellen und diesen umzusetzen.  
 
Die Mutter wird ausdrücklich angewiesen, die Besuche entsprechend zu-
zulassen. Der Mutter wird für den Widerhandlungsfall die Bestrafung ge-
mäss Art. 292 StGB angedroht. 
 
Art. 292 StGB (Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen) lautet: 
 

 - 3 - 

 

 

"Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beam-
ten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen 
Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse bestraft." 
 
4. 
Die Beistandschaft wird gemäss Entscheid vom 30. Juni 2021 
(KEMN.2020.441) weitergeführt.  
Der Auftrag der Beiständin wird wie folgt ergänzt:  
• Die Beiständin unterstützt und berät den Vater bei Anliegen betreffend 

die Besuchszeiten und die Übergaben des Kindes und steht der Mutter 
bei Bedarf und auf Anfrage zur Verfügung 

• Die Beiständin meldet dem Gericht, wenn die Besuche nicht wie vom 
Gericht angeordnet durch Verschulden der Mutter umgesetzt werden.  

 
5. 
5.1. 
Der Antrag der Mutter auf ein Kontakt- und Besuchsverbot des Vaters wird 
abgewiesen.  
 
5.2. 
Die übrigen Anträge der Mutter werden, soweit darauf einzutreten ist, ab-
gewiesen.  
 
6. 
Der Antrag der Kindsvertreterin auf Begutachtung der Familiensituation 
wird in separatem Verfahren behandelt.  
 
7. 
7.1. 
Die Kostennote vom 15. Januar 2025 der Kindsvertreterin, Ladina Solèr, 
wird im Umfang von Fr. 10'115.15 (inkl. MwST Fr. 757.95) genehmigt. Die 
Gerichtskasse Rheinfelden wird angewiesen, der Kindsvertreterin, Ladina 
Solér, Fr. 10'115.15 zu überweisen.  
 
7.2. 
Die Kostennote vom 12. Juni 2025 der Kindsvertreterin, Ladina Solèr, wird 
im Umfang von Fr. 1'166.20 (inkl. MwST Fr. 87.40) genehmigt. Die Ge-
richtskasse Rheinfelden wird angewiesen, der Kindsvertreterin, Ladina 
Solèr, Fr. 1'166.20 zu überweisen.  
 
8. 
Die Gerichtskosten, bestehend aus den Kosten für die Kindsvertretung in 
Höhe von Fr. 10'115.15 und Fr. 1'166.20, total Fr. 11'281.35, gehen zu 
Lasten der Staatskasse.  
 
9. 
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.  
 
10. 
10.1. 
Zufolge Niederlegung der Anwaltstätigkeit wird Advokatin Ladina Solèr,  
[…], als Kindsvertreterin von B._____ per 24. Juni 2025 aus dem Mandat 
entlassen.   
 
10.2. 
Als Kindsvertreter für B._____ wird per 30. Juni 2025 Rechtsanwalt An-
dreas Fischer, […], eingesetzt.  

 - 4 - 

 

 

 
11. 
Einer allfälligen Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung entzogen."  

 

2. 

Die beim Obergericht des Kantons Aargau von der Beschwerdeführerin mit 

Eingabe vom 13. Mai 2025 gegen den Entzug der aufschiebenden Wirkung 

erhobene Beschwerde wurde mit Entscheid vom 3. November 2025 abge-

wiesen, soweit darauf eingetreten wurde (XBE.2025.43).  

 

3. 

3.1. 

Gegen den ihr am 17. Juli 2025 in begründeter Ausfertigung zugestellten 

Entscheid des Familiengerichts Rheinfelden vom 15. Januar 2025 erhob 

die Beschwerdeführerin mit Eingaben vom 19. Juli 2025 und 7. August 

2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Aargau und beantragte:  

 

" 1. 
1.1  
Von einem sofortigen, unbegleiteten Besuchsrecht mit dem Beschwerde-
gegner ist abzusehen, respektiv abzulehnen. 
 
1.2.  
Von unbegleiteten Besuchen Mittwochs für 4 Stunden sowie alle 14 Tage 
am Samstag oder Sonntag von 10:00 bis 17:00 Uhr ist abzusehen, respek-
tiv abzulehnen. 
 
2.  
Die Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegner sollen einen Be-
suchsplan erarbeiten und Besuchstermine schriftlich festlegen. Das ist ein 
Widerspruch des Gerichts zu den Vorgaben, dass Mittwochs und alle 
14 Tage am Samstag oder Sonntag Besuchsrecht stattfinden soll. Dies ist 
abzulehnen. 
 
3.  
Ich beziehe mich auf soeben erwähnten Punkt 2 - ein Widerspruch in sich. 
Die Kindsmutter befolgt die juristischen Regeln mit juristischen und fristge-
rechten Eingaben. Ungehorsam gegen amtliche Verfügungen ist ein Wi-
derspruch. Dies ist abzulehnen. 
 
4.  
Von den permanenten Personen-/Beistandswechsel ist abzusehen. Die 
Beistandschaft ist per sofort aufzuheben. Dieser Punkt ist abzulehnen. 
 
5.  
Der Antrag der Mutter auf ein Kontakt- und Besuchsverbot ist gutzuheis-
sen. 
 
6.  
Der Antrag der ehemaligen Kindsvertreterin auf Begutachtung der Famili-
ensituation ist abzulehnen. 
 
7.  

 - 5 - 

 

 

Die Kostennote vom 15. Januar 2025 der Kindsvertreterin ist abzuweisen 
oder gehen zu Lasten der Staatskasse. 
 
8.  
Die Gerichtskosten, bestehend aus den Kosten für die Kindsvertretung in 
Höhe von Fr. 10'115.5 und Fr. 1'166.20, total Fr. 11'281.35 gehen zu Las-
ten der Staatskasse. 
 
9.  
Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 
 
10.  
Der neue Kindsvertreter, Andreas Fischer, […], ist aus dem Mandat zu 
entlassen. 
 
10.2.  
Der neue Kindsvertreter, Andreas Fischer, […], ist per 30.06.2025 aus dem 
Mandat zu entlassen. 
 
11.  
Der Beschwerde der Kindsmutter wird die aufschiebende Wirkung gutge-
heissen. 
 
12.  
Die Anträge der Kindsmutter vom 13.05.2025, 20.06.2025 und 19.07.2025 
sind gutzuheissen. 
 
13.  
Der unentgeltliche Rechtsbeistand und Rechtsverfahren für das Kind und 
die Kindsmutter ist gutzuheissen. 
 
14.  
Der Kindsmutter ist eine angemessene Parteientschädigung gutzuheis-
sen." 

 

3.2. 

Die Vorinstanz verzichtete mit Schreiben vom 14. August 2025 auf eine 

Vernehmlassung unter Hinweis auf die Begründung des angefochtenen 

Entscheids.  

 

3.3. 

Mit Beschwerdeantwort vom 11. September 2025 beantragte der Vater die 

kostenfällige Abweisung der Beschwerde.  

 

  

 - 6 - 

 

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz zieht in Erwä-

gung: 

 

1. 

1.1. 

Zuständig für Beschwerdeverfahren gegen Entscheide der Kindes- und Er-

wachsenenschutzbehörde wie das vorliegende ist die Kammer für Kindes- 

und Erwachsenenschutz des Obergerichts des Kantons Aargau als einzige 

Beschwerdeinstanz (§ 41 EG ZGB i.V.m. § 10 Abs. 1 lit. c EG ZPO und 

§ 10 Abs. 1 der Geschäftsordnung des Obergerichts des Kantons Aargau 

vom 21. November 2012 [GKA 155.200.3.101] i.V.m. deren Anhang 1 

Ziff. 5 Abs. 7 lit. b). 

 

1.2. 

Die Beschwerdeführerin ist als Mutter der Betroffenen gemäss Art. 314 

Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 2 ZGB beschwerdelegitimiert. Auf die frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.  

 

1.3. 

Die Rechtsmittelinstanz prüft den erstinstanzlichen Entscheid von Amtes 

wegen in Anwendung der Untersuchungs- und Offizialmaxime – in der Re-

gel beschränkt auf den Umfang der Anfechtung – in rechtlicher und tatsäch-

licher Hinsicht umfassend und beurteilt ihn neu (Art. 446 Abs. 4 ZGB; Bot-

schaft zum Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht, nachfol-

gend: BBl 2006 7001 ff., S. 7083). 

 

2. 

2.1. 

Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die Prüfung des 

angeordneten unbegleiteten Besuchsrechts.  

 

2.2. 

2.2.1. 

Für die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs (Art. 273 ZGB) steht das 

Kindeswohl im Vordergrund und allfällige Interessen der Eltern haben zu-

rückzutreten. Welche Ordnung des persönlichen Verkehrs zwischen Eltern 

und Kindern angemessen ist, lässt sich nicht objektiv und abstrakt um-

schreiben, sondern entscheidet sich im konkreten Einzelfall nach gerichtli-

chem Ermessen. Bei der Regelung des Kontaktrechts ist zu berücksichti-

gen, dass der Kontakt zum getrennt lebenden Elternteil für das Kind von 

grosser Bedeutung ist. Bei Kleinkindern ist die Bindung an einen Elternteil 

und die Intensität der Beziehung zum Besuchsberechtigten zentral. Län-

gere Zeitabstände zwischen den Besuchen können bei Kleinkindern zur 

Ungewissheit führen, ob sie den entsprechenden Elternteil je wieder sehen. 

Deshalb geht es nicht um einen Kontakt von einigen Stunden alle zwei Wo-

 - 7 - 

 

 

chen, sondern um Kontakte von einigen Stunden innerhalb zweier Wochen 

(BÜCHLER/CLAUSEN, Das "gerichtsübliche" Besuchsrecht, FamPra 2020 

S. 539).  

 

2.2.2. 

Wird das Wohl des Kindes durch den persönlichen Verkehr gefährdet, üben 

die Eltern ihn pflichtwidrig aus, haben sie sich nicht ernsthaft um das Kind 

gekümmert oder liegen andere wichtige Gründe vor, so kann ihnen das 

Recht auf persönlichen Verkehr verweigert oder entzogen werden (Art. 274 

Abs. 2 ZGB). Das Wohl des Kindes ist gefährdet, wenn dessen ungestörte 

körperliche, seelische oder sittliche Entfaltung durch ein auch nur begrenz-

tes Zusammensein mit dem nicht obhutsberechtigten Elternteil bedroht ist 

(BGE 122 III 404 E. 3b). Als wichtige Gründe fallen beispielsweise Vernach-

lässigung, physische Misshandlungen und übermässige psychische Belas-

tungen des Kindes in Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5P.9/2005 

vom 22. Februar 2005 E. 6.1). 

 

Können die negativen Auswirkungen durch eine besondere Ausgestaltung 

des Besuchsrechts begrenzt werden, so verbieten das Persönlichkeitsrecht 

des nicht obhutsberechtigten Elternteils, der Grundsatz der Verhältnismäs-

sigkeit (Art. 389 Abs. 2 i.V.m. Art. 275 Abs. 2 ZGB), aber auch der Sinn und 

Zweck des persönlichen Verkehrs dessen gänzliche Unterbindung (Urteil 

des Bundesgerichts 5C.133/2003 vom 10. Juli 2003 E. 2.2 mit Hinweisen). 

Eine Möglichkeit, das Besuchsrecht besonders auszugestalten, besteht in 

der Anordnung, die Besuche in Anwesenheit einer Drittperson durchzufüh-

ren. Dieses so genannt begleitete Besuchsrecht bezweckt, der Gefährdung 

des Kindes wirksam zu begegnen, Krisensituationen zu entschärfen und 

Ängste abzubauen sowie Hilfestellungen für eine Verbesserung der Bezie-

hungen zum Kind und unter den Eltern zu vermitteln (Urteil des Bundesge-

richts 5A_728/2015 vom 25. August 2016 E. 2.2). Auch diese Ausgestal-

tung des persönlichen Verkehrs setzt freilich konkrete Anhaltspunkte für 

eine Gefährdung des Kindeswohls voraus. Dabei ist zu berücksichtigen, 

dass ein Besuch unter Aufsicht einer Begleitperson für die Beteiligten nicht 

denselben Wert hat wie ein unbegleiteter. Entsprechend darf die Eingriffs-

schwelle beim begleiteten Besuchsrecht nicht tiefer angesetzt werden, als 

wenn es um die Verweigerung oder den Entzug des Rechts auf persönli-

chen Verkehr überhaupt ginge (BGE 122 III 404 E. 3c S. 408). Auch für das 

begleitete Besuchsrecht gilt, dass diese Massnahme zur Erreichung ihres 

Ziels erforderlich sein muss und immer nur die mildeste Erfolg verspre-

chende Massnahme angeordnet werden darf (Urteil des Bundesgerichts 

5A_932/2012 vom 5. März 2013 E. 5.1). 

 
2.3. 

Massgeblich, ob und in welcher Form dem Vater ein Besuchsrecht zu ge-

währen ist, ist demnach einzig das Kindeswohl. Nur konkrete Anzeichen für 

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 - 8 - 

 

 

dessen ernsthafte Gefährdung können eine Beschränkung des Anspruchs 

auf rechtlichen Verkehr rechtfertigen.  

 

2.4. 

2.4.1. 

Die Beschwerdeführerin macht als konkrete Gefährdung die angebliche 

Gewaltbereitschaft sowie Gewaltanwendung des Vaters geltend. Auch 

seine Borderline-Störung, sein Alkoholkonsum und seine emotionale Insta-

bilität würden die Betroffene bei einem unbegleiteten Besuchsrecht gefähr-

den. Die Betroffene orientiere sich an ihr und stelle Verhaltensweisen des 

Vaters in Frage, was sich negativ auf das Verhältnis zwischen dem Vater 

und der Betroffenen auswirken könne. Zudem habe der Vater keinen Ba-

bysitter-Kurs absolviert. Es bestehe bei der Betroffenen eine zusätzliche 

kindswohlgefährdende Überforderung aufgrund ihrer Einschulung im Au-

gust 2025. Die Betroffene müsse den neuen Lebensabschnitt zuerst emo-

tional wie auch kognitiv verarbeiten ohne zusätzliche Belastungen und 

Überforderungen durch ein unbegleitetes Besuchsrecht. Dies wäre zu viel 

für die Betroffene.  

 

2.4.2. 

Diese Vorbringen der Beschwerdeführerin erweisen sich als unsubstanti-

iert, unbelegt oder unbegründet. In Bezug auf die angebliche Gewaltbereit-

schaft des Vaters ist festzuhalten, dass er hinsichtlich der ihm strafrechtlich 

zur Last gelegten Vorwürfen von sämtlichen Gerichtsinstanzen vollumfäng-

lich freigesprochen wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 7B_287/2022 

vom 22. Februar 2024; anlässlich der vorinstanzlichen Verhandlung vom 

27. März 2024 vom Vater eingereicht). Die Strafanzeige der Beschwerde-

führerin wegen «Stalkings» wurde von der Staatsanwaltschaft E._____ so-

dann mangels Erfüllung des fraglichen Straftatbestandes nicht an die Hand 

genommen (vgl. Nichtanhandnahmeverfügung vom 20. Mai 2025, Beilage 

zur Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2025 im Verfahren XBE.2025.43). In 

Bezug auf seine angebliche Borderline-Störung und Alkoholsucht wird von 

der Beschwerdeführerin keine fachärztlich gesicherte Diagnose vorgelegt 

und aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf eine psychische Er-

krankung oder eine Alkoholproblematik des Vaters, welche die Ausübung 

des persönlichen Verkehrs beeinträchtigen oder das Kindeswohl gefährden 

könnten. Ein fehlender Babysitter-Kurs wirkt sich nicht auf die Fähigkeit des 

Vaters zur gebotenen Betreuung der Betroffenen aus, zumal es sich bei 

dieser nicht mehr um ein Baby, sondern ein bald fünfjähriges Kind handelt. 

In Bezug auf die befürchtete Überforderung der Betroffenen im Hinblick auf 

ihre Einschulung ist davon auszugehen, dass sie sich seit August 2025 er-

folgreich in den Schulalltag eingefunden und an die veränderte Lebenssi-

tuation angepasst hat. Darüber hinaus ist die bald fünfjährige Betroffene 

altersentsprechend in der Lage, sich auf neue oder erweiterte soziale Kons-

tellationen einzulassen. Hinzu kommt, dass der Vater der Betroffenen 

 - 9 - 

 

 

durch die von der Beschwerdeführerin begleiteten Besuche nicht fremd ist 

und ein Vertrauensverhältnis demnach bereits vorhanden ist.  

 

2.4.3. 

Aus der gesamten mehrjährigen Entwicklung wird deutlich, dass sich die 

Beschwerdeführerin in Bezug auf ein unbegleitetes Besuchsrecht unein-

sichtig zeigt und ein grosses Misstrauen hegt. Nach dem hiervor Gesagtem 

ist jedoch keine vom Vater ausgehende Kindeswohlgefährdung ersichtlich. 

Eine Einschränkung des Besuchsrechts im Sinne eines begleiteten Be-

suchsrechts rechtfertigt sich somit nicht. Im Gegenteil ist bei schicksalhaf-

ten Eltern-Kind-Verhältnissen die Beziehung des Kindes zu beiden Eltern-

teilen sehr wichtig und spielt bei der Identitätsfindung des Kindes eine ent-

scheidende Rolle (BGE 131 III 209 E. 5, BGE 127 III 295 E. 4a, 

BGE 123 III 445 E. 3c). Mit dem angeordneten unbegleiteten Besuchsrecht 

und der Ausweitung nach sechs Monaten wird der Betroffenen und ihrem 

Vater ermöglicht, eine vertrauensvolle und ungezwungene Beziehung auf-

zubauen, was für die gesunde Entwicklung der Betroffenen wichtig ist.  

 

2.4.4. 

Das anfängliche Besuchsrecht am Mittwoch und jeden zweiten Samstag 

oder Sonntag für jeweils drei Stunden erscheint sinnvoll, weil damit dem 

Bedürfnis nach kürzeren Zeitintervallen zwischen den Besuchen entspre-

chend dem kindlichen Zeitgefühl Rechnung getragen werden kann. Durch 

die neue Wohnsituation des Vaters in R._____ kann das Besuchsrecht 

ohne lange Anfahrten durchgeführt werden. Die Beschwerdeführerin 

brachte in der Vergangenheit die lange Anfahrt zum früheren Wohnort des 

Vaters in S._____ jeweils als Argument gegen die Ausübung eines Be-

suchsrechts vor. Die Ausweitung des Besuchsrechts nach sechs Monaten 

erfolgt in behutsamer Weise und trägt damit dem Stabilitätsbedürfnis der 

Betroffenen angemessen Rechnung. Die vorinstanzliche Regelung des Be-

suchsrechts liegt somit im Interesse der Betroffenen, weshalb die Be-

schwerde in diesem Punkt abzuweisen ist.  

 

2.4.5. 

Sowohl die Beschwerdeführerin als auch der Vater sind im Rahmen des 

Besuchsrechts darauf hinzuweisen, dass sie gemäss Art. 274 ZGB alles zu 

unterlassen haben, was das Verhältnis des Kindes zum anderen Elternteil 

beeinträchtigt. Sie haben darüber hinaus ein positives Verhältnis des Kin-

des zum andern Elternteil zu fördern (SCHWENZER/COTTIER, in: Basler 

Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, N. 3 zu Art. 274 ZGB). Na-

mentlich hat der hauptbetreuende Elternteil das Kind positiv auf Besuche 

beim oder mit dem anderen Elternteil vorzubereiten (Urteil des Bundesge-

richts 5A_202/2015 vom 26. November 2015 E. 3.4). 

 - 10 - 

 

 

3. 

3.1. 

Weiter beantragt die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Anordnung, 

wonach die Eltern gemeinsam einen Besuchsplan erarbeiten und den 

Übergabeort vereinbaren sollen. Diesen Antrag begründet sie nicht sub-

stantiiert, sondern führt lediglich aus, dass sie und der Vater seit der Geburt 

der Betroffenen das Besuchsrecht jeweils allein gemeistert hätten.  

 

3.2. 

Angesichts der aktenkundigen Vorgeschichte, insbesondere der jahrelan-

gen Verwehrung eines unbegleiteten Besuchsrechts durch die Beschwer-

deführerin, den bestehenden elterlichen Spannungen und den wiederhol-

ten Schwierigkeiten in der Kommunikation zwischen den Eltern erscheint 

es als fraglich, ob diese tatsächlich in der Lage sind, gemeinsam einen ver-

bindlichen Besuchsplan zu erarbeiten und sich auf einen Übergabeort zu 

einigen. Vergangene Erfahrungen zeigen, dass dies bislang nicht funktio-

niert hat.  

 

3.3. 

Vor dem Hintergrund der konflikthaften Elternbeziehung und des unkoope-

rativen Verhaltens der Beschwerdeführerin erscheint es sinnvoll, das von 

der Vorinstanz angeordnete Besuchsrecht zu konkretisieren, so dass die 

Besuchskontakte künftig zu klar definierten Zeiten erfolgen können. 

Dadurch lassen sich potenzielle zukünftige Konflikte zwischen den Eltern 

reduzieren, was der Beruhigung der familiären Situation dient.  

 

Die Dispositivziffern 1 und 2 sind daher entsprechend anzupassen und das 

angeordnete Besuchsrecht ist wie folgt zu konkretisieren:  

 

1. 
1.1 
Dem Vater wird ab sofort ein unbegleitetes Besuchsrecht von 3 Stunden 
am Ort seiner Wahl zugesprochen, jeweils am Mittwoch von 14:00 Uhr bis 
17:00 Uhr und alle 14 Tage alternierend am Samstag oder Sonntag von 
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Der Vater hat die Betroffene zu Beginn der Be-
suchszeit am Wohnort der Mutter abzuholen und am Ende seiner Be-
suchszeit zum Wohnort der Mutter zurückzubringen.  
 
1.2 
Sechs Monate nach Beginn der unbegleiteten Besuche ist der Vater be-
rechtigt, sein Kind jeweils am Mittwoch für 4 Stunden von 14:00 Uhr bis 
18:00 Uhr und alle 14 Tage alternierend am Samstag oder Sonntag von 
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Der Vater hat die 
Betroffene zu Beginn der Besuchszeit am Wohnort der Mutter abzuholen 
und am Ende seiner Besuchszeit zum Wohnort der Mutter zurückzubrin-
gen.  
 
1.3 
Ein weitergehendes Besuchsrecht und/oder ein von dieser Regelung ab-
weichendes Besuchsrecht obliegt der Absprache zwischen den Eltern.  

 - 11 - 

 

 

2.  
Die zwischen den Eltern vereinbarten Besuchstermine sind schriftlich fest-
zulegen und gelten verbindlich.  

 

4. 

Die Beschwerdeführerin beanstandet ferner in unsubstantiierter Weise die 

Anordnung der Ungehorsamsstrafe gemäss Art. 292 StGB. Angesichts des 

bislang verweigernden und unkooperativen Verhaltens der Beschwerde-

führerin erscheint die Androhung einer Ungehorsamsstrafe gemäss 

Art. 292 StGB zur Durchsetzung des angeordneten, unbegleiteten Be-

suchsrechts erforderlich und auch verhältnismässig. Die Androhung einer 

solchen Strafe gemäss Art. 292 StGB als Vollstreckungsmassnahme kann 

von Amtes wegen angeordnet werden (Urteil des Bundesgerichts 

5A_522/2017 vom 22. November 2017 E. 4.7.3.2). 

 

5. 

5.1. 

Des Weiteren beantragt die Beschwerdeführerin die Aufhebung der Bei-

standschaft für die Betroffene. Dabei begründet sie nicht sachbezogen, 

weshalb eine Beistandschaft bzw. die mit dem angefochtenen Entscheid 

angeordnete Erweiterung der Beistandschaftsaufgaben nicht notwendig ist.  

 

5.2. 

Im vorliegenden Fall soll die Beistandschaft der Förderung der Kooperation 

der Eltern in Bezug auf das Besuchsrecht und der Entschärfung des Eltern-

konflikts dienen. Als neutrale und fachkundige Ansprechperson ist die Bei-

ständin in der Lage, die Eltern in Bezug auf das Besuchsrecht sachgerecht 

zu beraten und zu unterstützen. Sie bleibt dabei im Bild darüber, ob die 

Besuchskontakte der Betroffenen mit dem Vater tatsächlich stattfinden. Da 

die Beiständin einzig den Interessen der Betroffenen verpflichtet ist, wird 

ihr ermöglicht, im Rahmen ihrer Beistandschaftsaufgaben die Bedürfnisse 

der Betroffenen adäquat wahrzunehmen und ihre emotionale Belastung in-

folge des Elternkonflikts entsprechend zu mildern. Aufgrund der vorliegen-

den Gesamtsituation erscheint eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 

und 2 ZGB als notwendige und geeignete Massnahme zur Abwendung der 

Kindswohlgefährdung. Es ist nicht ersichtlich, inwiefern durch die Erweite-

rung des Aufgabenbereichs der Beiständin objektive Nachteile für die Be-

schwerdeführerin entstehen. Der entsprechende Antrag der Beschwerde-

führerin ist daher abzuweisen, sofern darauf überhaupt einzutreten ist.  

 

6. 

Die Beschwerdeführerin rügt die Dispositivziffer 6, wonach der Antrag der 

Kindsvertreterin auf Begutachtung der Familiensituation in einem separa-

ten Verfahren behandelt werden soll.  

 

Diesbezüglich gilt festzuhalten, dass im vorinstanzlichen Verfahren nicht 

materiell über die Anordnung der Begutachtung der Familiensituation 

 - 12 - 

 

 

entschieden wurde. Folglich bildet diese Frage nicht Gegenstand des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens, weshalb darauf nicht einzutreten ist.  

 

7. 

Mit ihrer unbegründeten Rüge hinsichtlich der Auferlegung der Gerichts-

kosten übersieht die Beschwerdeführerin, dass ihr mit angefochtenem Ent-

scheid die Gerichtskosten, zu welchen auch die Kosten für die Kindesver-

tretung zählen, nicht auferlegt wurden, sondern diese zulasten der Staats-

kasse festgesetzt wurden. Es fehlt der Beschwerdeführerin somit an einem 

aktuellen Rechtsschutzinteresse an der Aufhebung oder Änderung der Dis-

positivziffern 7 und 8 des angefochtenen Entscheids, weswegen darauf 

nicht eingetreten werden kann. 

 

8. 

Die Anträge der Beschwerdeführerin, Dispositivziffer 5.2, mit welcher ihre 

übrigen vorinstanzlichen Anträge abgewiesen wurden, aufzuheben sowie 

den neu eingesetzten Kindsvertreter aus seinem Mandat zu entlassen, wer-

den von ihr nicht hinreichend substantiiert begründet, weshalb darauf nicht 

einzutreten ist.  

 

9. 

Über das Begehren der Beschwerdeführerin um Wiederherstellung der auf-

schiebenden Wirkung wurde bereits im obergerichtlichen Verfahren 

XBE.2025.43 mit Entscheid vom 3. November 2025 entschieden 

(vgl. Sachverhalt Ziff. 2 hiervor).  

 

10. 

10.1. 

Die Beschwerdeführerin hat mit Beschwerdeschrift vom 7. August 2025 

sinngemäss ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege 

und -verbeiständung gestellt.  

 

10.2. 

Das Gericht beauftragt grundsätzlich keine Anwälte für die Parteien. Die 

Parteien haben soweit gewünscht selbst einen Anwalt zu beauftragen, wel-

cher dann bei einer Zusprechung der unentgeltlichen Rechtspflege als un-

entgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt werden kann, sofern die Voraus-

setzungen dafür erfüllt sind.  

 

10.3. 

10.3.1. 

Das Verfahren betreffend die unentgeltliche Rechtspflege richtet sich nach 

Massgabe von Art. 314 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 450f ZGB i.V.m. § 38 Abs. 3 

EG ZGB nach den Bestimmungen der Zivilprozessordnung. Gemäss 

Art. 117 ZPO hat eine Person Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn sie nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr 

 - 13 - 

 

 

Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Die gesuchstellende Person 

hat ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse darzulegen und sich zur 

Sache sowie über ihre Beweismittel zu äussern (Art. 119 Abs. 2 ZPO). Das 

Verfahren zeichnet sich durch den Untersuchungsgrundsatz aus, wird je-

doch durch eine umfassende Mitwirkungspflicht der mittellosen Person be-

schränkt (RÜEGG/RÜEGG, Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozess-

ordnung, 4. Aufl. 2024, N. 3 zu Art. 119 ZPO). Verweigert ein Gesuchsteller 

die zur Beurteilung seiner aktuellen Gesamtsituation erforderlichen Anga-

ben oder Belege, so kann die Behörde die Bedürftigkeit ohne Verletzung 

des verfassungsmässigen Anspruchs verneinen. Insbesondere ist die mit 

dem Gesuch befasste Behörde weder verpflichtet, den Sachverhalt von 

sich aus in jede Richtung hin abzuklären, noch muss sie unbesehen alles, 

was behauptet wird, von Amtes wegen überprüfen. Sie muss den Sachver-

halt nur dort (weiter) abklären, wo noch Unsicherheiten und Unklarheiten 

bestehen (Urteil des Bundesgerichts 5A_447/2012 vom 27. August 2012 

E. 3.1 m.w.H.). 

 

10.3.2. 

Vorliegend hat die Beschwerdeführerin ihren Antrag um Bewilligung der 

unentgeltlichen Rechtspflege weder (substanziiert) begründet noch ent-

sprechende Belege beigefügt. Da die Begründung gänzlich fehlt, besteht 

unter diesen Umständen auch kein Ausgangspunkt für weiterführende Ab-

klärungen seitens des Gerichts. Das Begehren der Beschwerdeführerin ist 

somit mangels rechtsgenüglicher Begründung betreffend die erforderliche 

Mittellosigkeit abzuweisen.  

 

Im Übrigen waren die Begehren der Beschwerdeführerin im Beschwerde-

verfahren auch von Vornherein aussichtslos. Auch dies führt zur Abwei-

sung ihres Antrags auf unentgeltliche Rechtspflege.  

 

11. 

11.1. 

Im Beschwerdeverfahren sind die Verfahrenskosten nach den Bestimmun-

gen der Zivilprozessordnung zu verlegen (§ 38 Abs. 3 EG ZGB i.V.m. 

Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Beschwerdeführerin unterliegt mit ihrer Be-

schwerde im Ergebnis vollständig. Bei diesem Verfahrensausgang sind die 

obergerichtlichen Verfahrenskosten zuzüglich der Kosten für die Kindsver-

tretung der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Zudem hat sie dem anwalt-

lich vertretenen Vater eine Parteientschädigung zu leisten. 

 

11.2. 

Das Honorar des Rechtsvertreters des Vaters für das Beschwerdeverfah-

ren vor der Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz ist nach dem An-

waltstarif festzusetzen und ausgehend von einer im Kindes- und Erwach-

senenschutz geltenden Grundentschädigung von Fr. 2'700.00 zu berech-

nen (§ 3 Abs. 1 lit. b AnwT). Dieses ist wegen der im Grundhonorar 

 - 14 - 

 

 

inbegriffenen und vorliegend wegfallenden Teilnahme an einer Verhand-

lung (§ 6 Abs. 2 AnwT) um 20 % zu kürzen. Weil es sich um ein Rechtsmit-

telverfahren handelt, ist gestützt auf § 8 AnwT ein Abzug von 25 % vorzu-

nehmen. Unter Berücksichtigung des pauschalen Auslagenersatzes von 

3 % (Fr. 48.60; § 13 Abs. 1 AnwT) und der Mehrwertsteuer von 8.1 % 

(Fr. 135.15) sind die dem Vater entstandenen Parteikosten für das Be-

schwerdeverfahren vor Obergericht somit richterlich auf Fr. 1'803.75 fest-

zusetzen. 

 

11.3. 

Der Kindsvertreter, Rechtsanwalt Andreas Fischer, […], hat sich am Be-

schwerdeverfahren nicht beteiligt, weshalb ihm nur ein moderater, pau-

schal mit Fr. 100.00 zu entschädigender Aufwand entstanden ist.  

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz beschliesst: 

 

Das Gesuch der Beschwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege für das Beschwerdeverfahren wird abgewiesen.  

 

 
 

   

Die Kammer für Kindes- und Erwachsenenschutz entscheidet: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

 

2. 

Von Amtes wegen werden die Dispositivziffern 1 und 2 des Entscheids des 

Familiengerichts Rheinfelden vom 15. Januar 2025 wie folgt konkretisiert 

resp. angepasst:  

 

1. 
1.1 
Dem Vater wird ab sofort ein unbegleitetes Besuchsrecht von 3 Stunden 
am Ort seiner Wahl zugesprochen, jeweils am Mittwoch von 14:00 Uhr bis 
17:00 Uhr und alle 14 Tage alternierend am Samstag oder Sonntag von 
14:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Der Vater hat die Betroffene zu Beginn der Be-
suchszeit am Wohnort der Mutter abzuholen und am Ende seiner Be-
suchszeit zum Wohnort der Mutter zurückzubringen.  
 
1.2 
Sechs Monate nach Beginn der unbegleiteten Besuche ist der Vater be-
rechtigt, sein Kind jeweils am Mittwoch für 4 Stunden von 14:00 Uhr bis 
18:00 Uhr und alle 14 Tage alternierend am Samstag oder Sonntag von 
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Der Vater hat die 
Betroffene zu Beginn der Besuchszeit am Wohnort der Mutter abzuholen 
und am Ende seiner Besuchszeit zum Wohnort der Mutter zurückzubrin-
gen.  

 - 15 - 

 

 

 
1.3 
Ein weitergehendes Besuchsrecht und/oder ein von dieser Regelung ab-
weichendes Besuchsrecht obliegt der Absprache zwischen den Eltern.  
 
2.  
Die zwischen den Eltern vereinbarten Besuchstermine sind schriftlich fest-
zulegen und gelten verbindlich.  

 

3. 

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestehend aus einer Entscheidge-

bühr von Fr. 800.00 sowie den Kosten für die Vertretung der Betroffenen 

von Fr. 100.00, zusammen Fr. 900.00, werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. 

 

4. 

Die Beschwerdeführerin wird verpflichtet, dem Vater eine Parteientschädi-

gung von Fr. 1'803.75 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu bezahlen. 

 

5. 

Die Obergerichtskasse wird angewiesen, den Kindsvertreter, Andreas Fi-

scher, Rechtsanwalt, […], für das Verfahren vor Obergericht mit einem Be-

trag von Fr. 100.00 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu entschädigen.