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**Case Identifier:** b0477b6a-1257-53cf-a67a-eb5fa7b82f2b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-04
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 04.06.2018 IV 2016/380
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2016-380_2018-06-04.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2016/380

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.09.2019

Entscheiddatum: 04.06.2018

Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2018
Art. 15 ff. IVG, Art. 28 ff. IVG, Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 42 ATSG; Kein Anspruch 
auf berufliche Massnahmen und eine IV-Rente da (bisher) insbesondere 
keine Einkommensminderung eingetreten ist. Trotz Unterliegens der 
Beschwerdeführerin in der Sache ist ihr eine Parteientschädigung 
zuzusprechen, da die Beschwerdegegnerin das Beschwerdeverfahren 
bewirkt hat, verletzte doch die Verfügung den Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Die Beschwerdeführerin war daher gezwungen, Beschwerde zu 
erheben, um einen rechtsgenüglich begründeten Entscheid über ihr 
Begehren zu erlangen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 4. Juni 2018, IV 2016/380).

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Miriam Lendfers und Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiber Markus Jakob

Geschäftsnr.  

IV 2016/380

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Ronald Pedergnana,

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Rorschacher Strasse 21, Postfach 27, 9004 St. Gallen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand 

Rente; berufliche Massnahmen

Sachverhalt

A. 

A.a  A.___ (nachfolgende Versicherte bzw. Beschwerdeführerin), kaufmännische 

Angestellte mit EFZ, arbeitete seit dem 7. August 2000 als Mitarbeiterin Administration 

für die B.___, Regionalstelle C.___ (IV-act. 1, 2, 6-1, 10-2 f.).

A.b  Im Arztbericht des Departements Innere Medizin, Rheumatologie und 

Rehabilitation des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend KSSG) vom 1. September 

2010 diagnostizierten Dr. med. D.___, Dr. med. E.___ und Prof. Dr. med. F.___ 

Muskelschmerzen wechselnder Lokalisation und allgemeine Kraftlosigkeit unklarer 

Ätiologie, eine Hypothyreose sowie Asthma seit ca. 10 Jahren. Die Ursache der 

wechselnden Muskelschmerzen war den Ärzten unklar (IV-act. 11-12 f.).

A.c  Gemäss Arztbericht vom 7. August 2013 von Dr. med. G.___, Facharzt für 

Rheumatologie, Rheumatologie H.___, berichtete die Versicherte bei ihrer 

Erstvorstellung am 22. Juli 2013 über Schmerzen im Nackenbereich auf der linken 

Seite sowie im Bereich der Endgelenke der Finger. Die Beschwerden in den Fingern 

würden seit zirka einem Jahr schubweise auftreten. Konstante Schmerzen habe sie im 

DIP III rechts. Im Bereich der Hände erhob der Facharzt eine eindeutige 

Heberdenarthrose mit zum Teil druckdolenten Fingerendgelenken und auch 

Heberdenknoten. Die linksseitigen Nackenbeschwerden seien vorwiegend myofaszial 

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bedingt bei ungünstiger Statik der Halswirbelsäule und leichten degenerativen 

Veränderungen (IV-act. 11-6 ff.).

A.d  Im Arztbericht des Departements Innere Medizin, Klinik für Rheumatologie des 

KSSG vom 29. Juli 2015 diagnostizierten Dr. med. I.___, Dr. med. J.___ und Prof. Dr. 

med. F.___ insbesondere ein panvertebrales myofasziales und spondylogenes 

Syndrom (ED 2010), DD fibromyalgisches Syndrom, eine intermittierende 

symptomatische Fingerpolyarthrose (ED 07/10) sowie eine Hypoferritinämie unklarer 

Ätiologie, DD Eisenverlustsyndrom, Malabsorption. Im Weiteren erklärten sie, dass die 

Untersuchungen keinen Anhalt für eine systemische, entzündliche Erkrankung aus dem 

rheumatologischen Formenkreis ergeben hätten. Die seit Jahren bestehenden 

multilokulären wechselnden mylagischen Schmerzen seien am ehesten im Rahmen 

einer dekonditionierten Rumpf- und Extremitätenmuskulatur zu interpretieren. Diese sei 

vermutlich getriggert durch die symptomatische Fingerpolyarthrose (IV-act. 11-18 ff.).

A.e  Am 17. Mai 2016 wurde durch Dr. med. K.___, Facharzt für Handchirurgie FMH 

sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, 

das vorderste Gelenk des rechten Mittelfingers der Versicherten versteift (IV-act. 

11-16). Gleichentags meldete sich die Versicherte zum Bezug von Leistungen bei der 

Invalidenversicherung an (IV-act. 1).

A.f  Im Arztbericht vom 2. Juni 2016 diagnostizierte Dr. K.___ einen Status nach 

Arthrodese DIP-Gelenk Dig III Hand rechts am 17. Mai 2016 mit stark vermehrtem 

Schmerzempfinden mit/bei Fibromyalgie. Der Facharzt ging zwei Wochen nach der 

Operation davon aus, dass bei Belastungen noch etwa sechs Wochen Schmerzen 

auftreten würden. Für wenig belastende Tätigkeiten sei ab dann durchaus eine gewisse 

Arbeitsleistung möglich (IV-act. 11-16). Im Arztbericht vom 25. Juni 2016 

diagnostizierte Dr. med. L.___, Allgemeine Innere Medizin FMH, mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit ein panvertebrales myofasziales und spondylogenes Syndrom ED 

2010, eine intermittierende symptomatische Fingerpolyarthrose ED 2010 sowie einen 

Status nach Arthrodese Endglied Dig III Hand rechts am 17. Juni 2016 und ohne 

Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine substituierte Hypothyreose sowie eine atopische 

Diathese. Der Arzt erachtete die bisherige Tätigkeit als Sekretärin im Umfang von 30% 

bzw. von 2 bis 4 Stunden pro Tag als zumutbar. Dabei bestehe eine verminderte 

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Leistungsfähigkeit von ca. 50%. In einer behinderungsangepassten 

wechselbelastenden Tätigkeit schätzte er die Leistungsfähigkeit auf 30% (IV-act. 11-1 

bis 5).

A.g  Am 27. Juli 2016 schätzte die RAD-Ärztin Dr. med. M.___ die Arbeitsfähigkeit auf 

50% (4 Stunden pro Tag; IV-act. 13). Am 17. August 2016 erklärte die Ärztin, dass die 

Versicherte beim Bedienen der PC-Tastatur und in den Fingerfertigkeiten bzw. 

bezüglich der Leistungsfähigkeit (Tempo) etwas eingeschränkt sei (IV-act. 14).

A.h  Am 16. September 2016 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass kein 

Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen bestehe, da sie in ihrer 

bisherigen Tätigkeit im ursprünglichen Rahmen uneingeschränkt leistungsfähig sei (IV-

act. 17). Mit Schreiben vom 26. September 2016 verlangte die Versicherte eine 

beschwerdefähige Verfügung. Zur Begründung brachte sie insbesondere vor, dass sich 

die Fingerpolyarthrose in den letzten beiden Jahren sehr verschlechtert habe. Die 

verknorpelten und entzündeten Fingergelenke würden sie bei der Arbeit einschränken. 

Wegen der Schmerzen habe sie Anfang Oktober 2010 das Arbeitspensum von 60% auf 

50% gesenkt. Aktuell könne sie ihre Büroarbeiten gesundheitsbedingt nicht mehr 

alleine bewältigen (IV-act. 18 f.). Mit Verfügung vom 6. Oktober 2016 lehnte die IV-

Stelle den Anspruch auf berufliche Massnahmen und Rentenleistungen ab (IV-act. 20).

B. 

B.a  Gegen die Verfügung vom 6. Oktober 2016 richtet sich die vorliegende 

Beschwerde vom 7. November (act. G 1) und Beschwerdeergänzung vom 28. 

November 2016 (act. G 4). Die Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. 

iur. Roland Pedergnana, St. Gallen, beantragt: 1. Die Verfügung vom 6. Oktober 2016 

sei aufzuheben. 2. Es sei eine volle, eventualiter eine halbe oder Dreiviertel-

Invalidenrente zu leisten. 3. Eventualiter sei ein unabhängiges rheumatologisches 

Gutachten in Auftrag zu geben. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der 

Beschwerdegegnerin. Die anfänglich beantragte unentgeltliche Rechtspflege wurde in 

der Beschwerdeergänzung zurückgezogen. Zur Begründung der Rechtsbegehren wird 

insbesondere vorgebracht, dass das rechtliche Gehör nicht gewährt und der 

Sachverhalt ungenügend abgeklärt worden seien. Die Beschwerdeführerin habe stets 

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beabsichtigt gehabt, ihr Arbeitspensum zu erhöhen. Im September 2008 habe sie 

dieses auf 60% erhöhen können. Die Arbeitgeberin habe zudem eine weitere Erhöhung 

des Arbeitspensums in Aussicht gestellt. Gesundheitsbedingt habe sie ihr 

Arbeitspensum per 1. Oktober 2010 wieder auf 50% reduzieren müssen. Beim 

Valideneinkommen sei von Fr. 84'500.- (entsprechend einem 100%-Pensum) 

auszugehen. Im Weiteren wird mit Verweis auf den RAD-Bericht ausgeführt, dass es 

bei den Fingern nicht nur um die Gewichtsbelastung, sondern auch um die bei jeder 

Bewegung auftretenden Schmerzen gehe. Sie könne deswegen nicht einer 

Vollzeitstelle in der angestammten oder in einer anderen manuellen Tätigkeit 

nachgehen. Ihre Arbeitsunfähigkeit betrage 70%.

B.b  Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragt in der 

Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 2016 die Abweisung der Beschwerde (act. G 7). 

Eingestanden wird, das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt zu haben, da 

in der angefochtenen Verfügung nicht auf die Einwände gemäss Schreiben vom 26. 

September 2016 eingegangen worden sei. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs sei 

aber geheilt, denn es handle sich nur um eine leichte Verletzung, weil es lediglich um 

die Würdigung von bereits bekannten Tatsachen gehe und in der Beschwerdeantwort 

dazu Stellung genommen werde. Zur Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführerin wird 

ausgeführt, dass sie seit dem Jahr 2000 mit Ausnahme der Jahre 2009 und 2010 in 

einem 50%-Pensum gearbeitet habe. Da ihr einziges Kind bereits im 20__ 16-jährig 

geworden sei, habe die Beschwerdeführerin nichts gehindert, eine Vollzeittätigkeit 

auszuüben. Dies habe sie jedoch nie getan. In den Arztberichten des Jahrs 2010 seien 

auch keine invalidisierenden Gesundheitsschäden attestiert worden. Folglich habe die 

Beschwerdeführerin aus invaliditätsfremden Gründen ihr Arbeitspensum nicht über 

50% gesteigert. Da sie einen Einpersonenhaushalt führe, erfordere dies keinen 

grösseren Aufwand als derjenige einer alleinstehenden Person mit einem vollen 

Arbeitspensum, weshalb bei der Bemessung des Invaliditätsgrades ihr Haushalt nicht 

zu berücksichtigen und ausschliesslich ein Einkommensvergleich durchzuführen sei. 

Da der Beschwerdeführerin ihre Erwerbstätigkeit weiterhin im gleichen Ausmass 

zumutbar sei und die Arbeitgeberin im Arbeitgeberfragebogen attestiert habe, dass die 

Arbeitsleistung dem erzielten Einkommen entspreche, betrage das Validen- und das 

Invalideneinkommen jeweils Fr. 42'250.- (50%-Pensum). Da keine 

Einkommensminderung vorliege, bestehe auch kein Anspruch auf eine IV-Rente.

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B.c  In der Replik vom 13. Februar 2017 wird unverändert an den Rechtsbegehren 

gemäss Beschwerde vom 7. November 2016 festgehalten (act. G 11). Ausgeführt wird, 

dass die Beschwerdeführerin ihr Pensum rein aus gesundheitlichen Gründen ab dem 1. 

Oktober 2010 auf 50% reduziert habe. Aktuell sei sie dem 50%-Pensum bloss etwa zur 

Hälfte gewachsen, weshalb fraglich sei, ob sie weiterhin angestellt bleiben könne. Im 

Weiteren wird geltend gemacht, dass die Arbeitgeberin im Mai 2016 zu optimistisch 

angegeben habe, dass die Arbeitsleistung dem angegebenen Lohn entspreche, denn 

gemäss dem Schreiben der Arbeitgeberin vom 7. Januar 2017 (vgl. act. G 11.1) 

erbringe die Beschwerdeführerin nur etwa die Hälfte der Arbeitsleistung ihres 50%-

Pensums.

B.d  Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik (vgl. act. G 

12 f.).

Erwägungen

1. 

Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf 

berufliche Massnahmen (Art. 15 ff. des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

[IVG; SR 831.20]) und Rente (Art. 28 IVG) hat.

2. 

2.1  Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 [ATSG; SR 830.1]). Die 

Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und 

Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf 

dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für 

die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit 

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liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 

ATSG).

2.2  Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die: a. ihre 

Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch 

zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

können; b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig gewesen sind; und c. nach Ablauf dieses Jahres zu 

mindestens 40% invalid sind. Ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht, 

wenn die versicherte Person mindestens zu 70%, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, 

wenn sie wenigstens zu 60% invalid ist. Liegt ein Invaliditätsgrad von mindestens 50% 

vor, so besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40% auf eine Viertelsrente (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG).

2.3  Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 

Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten 

Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen).

2.4  Invalide oder von einer Invalidität bedrohte Versicherte haben nach Art. 8 Abs. 1 

IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen soweit diese notwendig und geeignet 

sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, 

wiederherzustellen, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen für den 

Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind. Der Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer 

Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die 

gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Art. 8 Abs. 

1bis IVG). Die versicherte Person hat in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen 

Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die 

nach den gegebenen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Das Gesetz will die 

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Eingliederung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber 

auch genügend ist (BGE 132 V 225 E. 4.3.1). Die Eingliederungsmassnahmen bestehen 

unter anderem in Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche 

Ausbildung, Umschulung und Arbeitsvermittlung, Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG).

2.5  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt 

der Grundsatz der freien Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und 

das Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des 

Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

3. 

3.1  Vorab ist auf die Rüge einer Verletzung des Anspruchs auf das rechtliches Gehör 

resp. einer Verletzung der Begründungspflicht in der angefochtenen Verfügung vom 6. 

Oktober 2016 einzugehen.

3.2  Die Beschwerdegegnerin gestand in der Beschwerdeantwort vom 7. Dezember 

2016 ein, das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin verletzt zu haben, da sie in der 

angefochtenen Verfügung nicht auf die Einwände im Schreiben vom 26. September 

2016 eingegangen sei. Diese Verletzung sei aber geheilt, denn es handle sich nur um 

eine leichte Verletzung, weil es lediglich um die Würdigung von bereits bekannten 

Tatsachen gehe, und nun in der Beschwerdeantwort dazu Stellung genommen werde 

(act. G 7-2).

3.3  Festzustellen ist, dass die Verfügung vom 6. Oktober 2016 (IV-act. 20) inhaltlich 

identisch ist mit der Mitteilung an die Beschwerdeführerin vom 16. September 2016 

(IV-act. 17). Eine Auseinandersetzung mit den Einwänden der Beschwerdeführerin in 

der Eingabe vom 26. September 2016 fand in der Verfügung vom 6. Oktober 2016 

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nicht statt. Damit verletzte die Beschwerdegegnerin den aus dem rechtlichen Gehör 

nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

vom 18. April 1999 (BV; SR 101), nach Art. 42 i.V.m. Art. 49 Abs. 3 ATSG und nach Art. 

6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; 

SR 0.101) abgeleiteten Anspruch auf die Auseinandersetzung mit Einwänden und die 

Pflicht zur Begründung eines Entscheides (vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 4. 

Februar 2014, 9C_670/2013, E. 3.1 und 3.3, vom 18. September 2007, 5A_368/2007, 

E. 2 und vom 20. April 2010, 9C_215/2010, E. 3 sowie BGE 135 V 353 E. 5.3). Da eine 

Auseinandersetzung mit den Einwänden unterblieb, war es der Beschwerdeführerin 

nicht ausreichend möglich, die Verfügung nachzuvollziehen und den 

Anfechtungsentscheid in Kenntnis der Begründung durch die Beschwerdegegnerin zu 

treffen und auch sachgerecht anzufechten (vgl. BGE 134 I 83 E. 4.1; 133 III 439 E. 3.3; 

124 V 180 E. 1a).

3.4  Zu prüfen bleibt, ob - wie von der Beschwerdegegnerin geltend gemacht, - 

dennoch ausnahmsweise von einer Heilung der Gehörsverletzung ausgegangen 

werden kann.

3.4.1  Nach Auffassung des Gerichts stellt die fehlende Auseinandersetzung mit den 

Einwänden der Beschwerdeführerin in der Verfügung vom 6. Oktober 2016 eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, zumal im Schreiben der Beschwerdegegnerin 

vom 16. September 2016 darauf hingewiesen wurde, dass das Gesuch um eine 

beschwerdefähige Verfügung kurz zu begründen sei. Unverständlich ist daher, dass die 

Beschwerdegegnerin es unterlassen hat, auf die substantiierten Einwände einzugehen.

3.4.2  Dennoch rechtfertigt es sich, da der Sachverhalt zum Zeitpunkt der Mitteilung 

vom 16. September 2016 bereits feststand, die Beschwerdegegnerin sich in der 

Beschwerdeantwort mit den Einwänden der Beschwerdeführerin auseinandersetzte, 

die Beschwerdeführerin in der Replik dazu angemessen Stellung beziehen konnte und 

als Hauptrechtsbegehren nicht die Rückweisung der Sache an die 

Beschwerdegegnerin zwecks Gewährung des rechtlichen Gehörs und anschliessender 

Neuverfügung, sondern eine Rente bzw. eventualiter weitere medizinische 

Untersuchungen verlangte, von einer Heilung des verletzten Gehörsanspruchs 

auszugehen, zumal die Verletzung des Gehörsanspruchs vorliegend nicht besonders 

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schwer wiegt und dem Versicherungsgericht die uneingeschränkte Kognition in 

rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht zusteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 20. 

April 2012, 9C_774/2011, insb. E. 2: BGE 132 V 387 E. 5.1, 127 V 437 E. 3d/aa, 126 I 

71, 126 V 132 E. 2b).

3.4.3  Die Gehörsverletzung führt demnach vorliegend nicht zu einer Rückweisung, 

doch wird ihr im Rahmen der Entschädigungsfolgen Rechnung zu tragen sein (siehe 

Erwägungen 6.2 ff.).

4. 

Nachfolgend ist - dem Grundsatz Eingliederung vor Rente entsprechend - der 

Anspruch der Beschwerdeführerin auf berufliche Massnahmen (Art. 15 ff. IVG) zuerst zu 

prüfen.

4.1  Die Beschwerdeführerin hat sich am 17. Mai 2016 angemeldet für Leistungen der 

Invalidenversicherung ("Berufliche Integration/Rente", IV-act. 1). Die 

Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf berufliche Massnahmen in der Verfügung 

vom 6. Oktober 2016 abgelehnt mit der Begründung, die Beschwerdeführerin sei in 

ihrer bisherigen Tätigkeit im ursprünglichen Rahmen uneingeschränkt leistungsfähig 

(IV-act. 20). Festzustellen ist, dass die Beschwerdeführerin weder vor Verfügungserlass 

noch in ihren Rechtsbegehren einen Anspruch auf konkrete Eingliederungs- bzw. 

berufliche Massnahmen geltend gemacht hat. Lediglich in der Begründung der 

Beschwerde wurde das Fazit gezogen, dass ein Anspruch auf 

Eingliederungsmassnahmen bzw. eine Rente bestehe, ohne jedoch hinsichtlich der 

verlangten Eingliederungsmassnahmen konkreter zu werden (act. G 1 insb. G 1-10).

4.2  Gemäss Art. 17 Abs. 1 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung 

auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist 

und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden 

kann. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt eine 

umschulungsspezifische Invalidität vor, wenn eine versicherte Person wegen einer 

Gesundheitsbeeinträchtigung in den bisher ausgeübten und ihr ohne zusätzliche 

berufliche Ausbildung offenstehenden noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine 

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bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei 

sich die Erwerbseinbusse an dem vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten 

Erwerbseinkommen bemisst (ULRICH MEYER/MARCO REICHMUTH, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum IVG, 3. A., Zürich 2014, S. 201, mit weiteren Hinweisen).

4.3  Da die Beschwerdeführerin eine kaufmännische Lehre mit EFZ absolviert hat und 

in den letzten Jahren sowie aktuell in ihrem erlernten Beruf tätig ist, besteht zum 

jetzigen Zeitpunkt kein Erfordernis, berufliche Eingliederungsmassnahmen wie eine 

Umschulung auf einen anderen Beruf (auch nicht vorsorglich) in Betracht zu ziehen, 

zumal es im Bedarfsfall andere Arbeitsstellen bzw. Tätigkeiten geben dürfte, bei 

welchen die Beschwerdeführerin ihre qualifizierte kaufmännische Ausbildung und 

Berufserfahrung trotz allfälligen Einschränkungen durch die Fingerbeschwerden in etwa 

gleichbleibend wirtschaftlich verwerten kann. Insbesondere ist auch nicht ersichtlich, 

welche anderen Berufstätigkeiten ihrer gesundheitlichen Situation besser entsprechen 

beziehungsweise ihre Arbeitsfähigkeit erhöhen würden. Festzuhalten ist daher, dass die 

Abweisung des Anspruchs auf beruflichen Massnahmen in der Verfügung vom 6. 

Oktober 2016 zu Recht erfolgt ist. Die Beschwerde ist in diesem Punkt deshalb 

abzuweisen.

5. 

Zu prüfen ist nachfolgend der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 

28 ff. IVG).

5.1  Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass bei der Bestimmung des 

Valideneinkommens nicht vom aktuellen Arbeitspensum von 50% bzw. dem damit 

erzielten Verdienst von Fr. 42'250.-, sondern vom Verdienst bei einer vollzeitlichen 

Anstellung (100% Pensum, Fr. 84'500.-) auszugehen sei. Begründet wird dies 

insbesondere damit, dass die Beschwerdeführerin seit längerer Zeit beabsichtigt habe, 

ihr Arbeitspensum auf 100% zu erhöhen, betriebsbedingt jedoch nur eine Erhöhung auf 

60% ab dem 1. September 2008 möglich gewesen sei. Die Arbeitgeberin habe ihr eine 

spätere Erhöhung des Arbeitspensums in Aussicht gestellt. Dazu sei es nicht 

gekommen, denn sie habe aus gesundheitlichen Gründen ihr Arbeitspensum per 1. 

Oktober 2010 auf 50% reduzieren müssen. Zum Invalideneinkommen erklärt die 

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Beschwerdeführerin, dass sie im 50%-Pensum aktuell nur etwa die Hälfte der 

geforderten Leistung erbringe (vgl. act. G 1-9 ff.).

5.2  Die Beschwerdegegnerin geht von einem Valideneinkommen entsprechend dem 

aktuell erzielten Verdienst (50%iges Arbeitspensum) von Fr. 42'250.- aus. Zur 

Begründung wird angeführt, dass die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2000 mit 

Ausnahme der Jahre 2009 und 2010 stets in einem 50%-Pensum gearbeitet habe. Da 

ihr einziges Kind im Jahr 20__ bereits 16-jährig gewesen sei, hätte sie bereits dazumal 

einer Vollzeiterwerbstätigkeit nachgehen können, habe dies aber nicht getan. Deshalb 

sei davon auszugehen, dass sie aus invaliditätsfremden Gründen auf ein höheres als 

das 50%ige Arbeitspensum verzichtet habe. Da die Beschwerdeführerin einen 

Einpersonenhaushalt führe, erfordere dies keinen grösseren Aufwand als derjenige 

einer alleinstehenden Person mit einem vollen Erwerbspensum, weshalb bei der 

Bemessung des Invaliditätsgrades der Haushalt nicht zu berücksichtigen und 

ausschliesslich ein Einkommensvergleich durchzuführen sei. Zum Invalideneinkommen 

bzw. zum IV-Grad wird erklärt, dass die Beschwerdeführerin keinen Erwerbsausfall 

erlitten habe, zumindest kein rentenanspruchsbegründender Erwerbsausfall von 

mindestens 40% vorliege. Zudem habe die Arbeitgeberin im Arbeitgeberfragebogen 

vom 26. Mai 2016 (vgl. IV-act. 6-4) bescheinigt, dass der angegebene Lohn der 

Arbeitsleistung entspreche. Es bestehe deshalb kein Anspruch auf eine IV-Rente (act. 

G 7).

5.3 

5.3.1  Festzustellen ist, dass der Nachweis, dass von einem höheren 

Valideneinkommen entsprechend einem 100%igen Arbeitspensum ausgegangen 

werden müsste, nicht rechtsgenüglich erbracht werden kann. So liegen insbesondere 

keine konkreten Abmachungen zwischen der Arbeitgeberin und der 

Beschwerdeführerin zur Erhöhung des Arbeitspensums auf einen bestimmten Termin 

hin vor. Die Arbeitgeberin erklärte im Schreiben vom 4. Januar 2017 lediglich, dass 

beim Stellenantritt im Jahr 2000 der Beschwerdeführerin in Aussicht gestellt worden 

sei, zu einem späteren Zeitpunkt ihr Pensum um 20 bis 30% zu erhöhen (act. G 11.1). 

Eine solche Aussage ist sowohl zeitlich als auch hinsichtlich der Höhe des 

Arbeitspensums zu wenig konkret, als dass bei der Bestimmung des 

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Valideneinkommens darauf abgestellt werden könnte. So bestand gemäss der 

Arbeitgeberin denn auch erst im Jahr 2014, also 14 Jahre nach Stellenantritt die 

betriebliche Möglichkeit das Pensum auf 80% zu erhöhen. Hätte die 

Beschwerdeführerin ernsthaft beabsichtigt, ein volles Arbeitspensum wahrzunehmen, 

so hätte sie in den Jahren 2000 bis 2010 ausreichend Zeit gehabt, entweder eine 

zusätzliche Teilzeitstelle oder eine Vollzeitstelle zu suchen bzw. sich zumindest zur 

Arbeitsvermittlung anzumelden. Zudem muss aufgrund der Aktenlage mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die 

Beschwerdeführerin als Gesunde ihr Arbeitspensum bei 60% belassen bzw. zumindest 

aber nicht über 80% erhöht hätte.

5.3.2  Wie nachfolgende Erwägung 5.4 zum Invalideneinkommen zeigt, erübrigen sich 

weitere Abklärungen zum Valideneinkommen, da selbst im Fall einer (wohl 

hypothetischen) Erhöhung des Arbeitspensums auf 80% (50% plus max. 30%; vgl. act. 

G 11.1) die Einkommensminderung nur rund 38% ([80% - 50%] / 80%) beträgt und 

damit unter der Schwelle von 40% liegt, welche für den Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung erforderlich ist.

5.4 

5.4.1  Der Einwand der Beschwerdeführerin, dass sie gesundheitsbedingt aktuell nur 

die Hälfte der Arbeitsleistung (des 50%-Pensum) erbringen könne (vgl. auch Schreiben 

der Arbeitgeberin vom 4. Januar 2017, act. G 11.1), ist insofern unbehelflich, als die 

geltend gemachte Leistungsminderung bezogen auf den hier zu beurteilenden 

Zeitpunkt (Erlasses der rentenabweisenden Verfügung am 6. Oktober 2016) bisher 

keinen Einfluss auf das Erwerbseinkommen (Invalideneinkommen) hatte. Zudem 

bestätigte die Arbeitgeberin noch am 26. Mai 2016 im Arbeitgeberfragebogen, dass die 

Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin dem Lohn entspreche, ohne diesbezüglich 

einen Vorbehalt anzubringen (vgl. IV-act. 6-4). Aus der Aussage der Arbeitgeberin im 

Schreiben vom 4. Januar 2017 (act. G 11.1): "Im Oktober wurde ersichtlich, dass A.___ 

[…] nicht mehr in der Lage ist, die geforderte Leistung zu erbringen." ist zu schliessen, 

dass die Beschwerdeführerin bis Oktober 2016 dem 50%igen Arbeitspensum 

entsprechende Leistungen in etwa erbrachte und die geltend gemachte 

Leistungsminderung sich folglich erst auf die Zeit nach Erlass der Verfügung vom 6. 

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Oktober 2016 bezieht. Infolgedessen ist die geltend gemachte Leistungsminderung bei 

der vorliegenden Rentenanspruchsprüfung unbeachtlich.

5.4.2  Im Weiteren führte die Beschwerdeführerin als Nachweis der teilweisen 

Arbeitsfähigkeit den Bericht ihres Hausarztes Dr. L.___ vom 25. Juni 2016 an. Dieser 

attestierte einerseits ab ca. 2010 bis heute eine medizinisch begründete 

Arbeitsunfähigkeit für die aktuelle Tätigkeit als Sekretärin von 50% (IV-act. 11-2) und 

andererseits erachtete er die bisherige Tätigkeit aktuell nur noch in einem zeitlichen 

Rahmen von 30% (zwei bis vier Stunden pro Tag) bei einer um 50% verminderten 

Leistungsfähigkeit als zumutbar. Diese widersprüchliche ärztliche Einschätzung vermag 

nicht zu überzeugen, zumal im Jahr 2010 (gesundheitsbedingt) das Arbeitspensum 

lediglich von 60% um 10% auf 50% gesenkt wurde, was einer prozentualen Reduktion 

von 17% entspricht. Aus den weiteren Arztberichten des Jahres 2010 ergeben sich 

auch keine Rückschlüsse bzw. Anhaltspunkte auf eine allfällige (höhere) Minderung der 

Arbeitsfähigkeit. Hätte diese wie von Dr. L.___ attestiert 50% betragen, so wäre die 

verminderte Arbeitsfähigkeit in den weiteren Arztberichten des Jahres 2010 sicherlich 

thematisiert worden (vgl. IV-act. 11-8 bis 13). Dass im Juni 2016 die 

Beschwerdeführerin pro Tag nur noch fähig gewesen sein soll, eine Leistung zu 

erbringen, welche eine gesunde Person in 1,25 Stunden erbringt (30% von 8,4 Stunden 

und davon wegen Leistungsminderung nur 50%), vermag gleichfalls nicht zu 

überzeugen, denn die Beschwerdeführerin arbeitete gemäss dem 

Arbeitgeberfragebogen vom 26. Mai 2016 4.2 Stunden pro Tag, wobei - wie bereits 

zuvor erwähnt - die Leistung dem Lohn entsprochen haben soll (vgl. IV-act. 6-2 und 

11-3). Die Einschätzung der RAD-Ärztin Dr. M.___ vom 27. Juli 2016 (IV-act. 13), dass 

die Beschwerdeführerin vier Stunden pro Tag arbeiten könne, wobei sie bei der 

Bedienung der PC-Tastatur und den Fingerfertigkeiten eingeschränkt sei, ist in 

Anbetracht der Aussagen der Arbeitgeberin überzeugend.

5.5 

5.5.1  Es ist daher im Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon 

auszugehen, dass bezogen auf das Teilzeitpensum und zum Zeitpunkt des Erlasses 

der Verfügung vom 6. Oktober 2016 keine derart erheblichen Einschränkungen 

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vorlagen, welche eine rentenanspruchsberechtigende Erwerbsminderung von 

zumindest 40% zu begründen vermögen.

5.5.2  Bei dieser Ausgangslage erübrigen sich denn auch weitere medizinische 

Abklärungen. Der Eventualantrag der Beschwerdeführerin, ein unabhängiges 

rheumatologisches Gutachten in Auftrag zu geben, wird daher abgelehnt.

6. 

6.1  Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 6. Oktober 2016 

bezüglich der Hauptbegehren (Invalidenrente und weitere medizinische Abklärungen) 

abzuweisen.

6.2  Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig.

6.3  Grundsätzlich hat die beschwerdeführende Person Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten, wenn sie obsiegt. Trotz Unterliegens in der Sache kann der 

Beschwerdeführerin im Rahmen von Art. 61 lit. g ATSG eine Parteientschädigung 

zugesprochen werden, soweit die Beschwerdegegnerin die Kosten verursacht hat. 

Dieser allgemeine Rechtsgrundsatz, wonach jene Partei für die Kosten des Verfahrens 

aufzukommen hat, welche es bewirkt hat, gelangt auch bei der Verletzung des 

Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV) und der daraus abgeleiteten 

Verpflichtung zur Entscheidbegründung (BGE 136 I 184 E. 2.2.1; 136 I 229 E. 5.2) zur 

Anwendung. Dabei ist massgebend, dass der Partei Kosten entstehen, die ihr ohne die 

Verletzung der Begründungspflicht nicht entstanden wären (BGE 133 I 234 E. 3; Urteile 

des Bundesgerichts vom 4. Februar 2014, 9C_670/2013, vom 30. März 2013, 

9C_68/2012, E. 3.1 und vom 9. Juli 2010, 9C_429/2010, E. 2.2). Zwar ist nicht von 

vornherein auszuschliessen, dass die Beschwerdeführerin auch gegen eine genügend 

begründete, anspruchsverneinende Verfügung Beschwerde geführt hätte (vgl. Urteil 

9C_429/2010 vom 9. Juli 2010 E. 2.3). Anderseits steht dies nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit fest, zumal eine überzeugende Begründung möglich gewesen wäre 

(vgl. Erwägung 3.4.3), zudem war die Beschwerdeführerin gezwungen, Beschwerde zu 

erheben, um (nachträglich) überhaupt einen - rechtsgenüglich begründeten - Entscheid 

über ihr Begehren zu erlangen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 18. März 2010, 

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9C_363/2009 E. 3.3). Daher ist nicht die Beschwerdeführerin, sondern die 

Beschwerdegegnerin und für das vorinstanzliche Verfahren kostenpflichtig. In diesem 

Punkt ist die Beschwerde begründet. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach Art. 

22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.- bis Fr. 12'000.-. Der Bedeutung 

der Streitsache und dem notwendigen Aufwand angemessen erscheint deshalb mit 

Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa den Entscheid des Versicherungsgerichts des 

Kantons St. Gallen vom 15. Juni 2011, IV 2009/294) eine Parteientschädigung von 

pauschal Fr. 3'500.- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer). Folglich hat die 

Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von Fr. 3'500.- 

zu bezahlen.

6.4  Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom 

Streitwert im Rahmen von Fr. 200.- bis Fr. 1‘000.- festgelegt (Art. 69 Abs. 1bis IVG). 

Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden 

Angelegenheit als angemessen. Wie in Erwägung 6.3 dargelegt, hat die 

Beschwerdegegnerin mit ihrem Verhalten (Nichtgewährung des rechtlichen Gehörs) die 

Beschwerdeführerin gezwungen, Beschwerde zu erheben, um einen rechtsgenüglich 

begründeten Entscheid über ihr Begehren zu erlangen. Folglich hat 

Beschwerdegegnerin trotz Obsiegen in der Hauptsache die Gerichtsgebühr von Fr. 

600.- zu tragen. Der Beschwerdeführerin ist der Kostenvorschuss von Fr. 600.- 

zurückzuerstatten.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 

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Die Beschwerdegegnerin hat die Gerichtsgebühr von Fr. 600.- zu bezahlen. Der von 

der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 600.- wird 

zurückerstattet.

3. 

Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'500.- zu entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 04.06.2018
	Art. 15 ff. IVG, Art. 28 ff. IVG, Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 42 ATSG; Kein Anspruch auf berufliche Massnahmen und eine IV-Rente da (bisher) insbesondere keine Einkommensminderung eingetreten ist. Trotz Unterliegens der Beschwerdeführerin in der Sache ist ihr eine Parteientschädigung zuzusprechen, da die Beschwerdegegnerin das Beschwerdeverfahren bewirkt hat, verletzte doch die Verfügung den Anspruch auf rechtliches Gehör. Die Beschwerdeführerin war daher gezwungen, Beschwerde zu erheben, um einen rechtsgenüglich begründeten Entscheid über ihr Begehren zu erlangen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juni 2018, IV 2016/380).

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