# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 556d7709-96dd-5707-9440-ddff3bff3aa1
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 27.02.2024 S 2023 140
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2023-140_2024-02-27.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 23 140

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Pedretti

RichterInnen von Salis und Righetti

Aktuarin ad hoc Donatsch

URTEIL

vom 27. Februar 2024

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt LL.M. Marco Büchel, 

Beschwerdeführer

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden, 

Beschwerdegegnerin

betreffend IV-Rente

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I. Sachverhalt:

1. A._____, geboren 1962, ist als Koch und Geschäftsführer bei der B._____ 

GmbH tätig. Bei ausgewiesener Cox- und Gonarthrose beidseits und ab 

Februar 2020 eingeschränkter Arbeitsfähigkeit unterzog er sich am 

26. Mai 2020 einer Hüftoperation links mit Implantation einer 

Totalendoprothese.

2. Im Juli 2020 meldete er sich bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden 

(nachfolgend IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Diese tätigte erwerbliche 

und medizinische Abklärungen. Bei progredienten Schmerzen im rechten 

Kniegelenk und diagnostizierter fortgeschrittener Pangonarthrose wurde 

A._____ am 27. Oktober 2020 mit einer Knietotalendoprothese versorgt.

3. Am 25. Januar 2021 erlitt A._____ einen Myokardinfarkt, welcher mittels 

mehrerer Stents behandelt wurde. In der Folge befand er sich infolge einer 

koronaren 2-Gefässerkrankung zur stationären Rehabilitation vom 

4. Februar 2021 bis zum 3. März 2021 in der C._____. Am 26. April 2021 

berichtete PD Dr. med. D._____, der Patient sei aus kardialer Sicht aktuell 

beschwerdefrei.

4. Nachdem A._____ im Januar 2022 mitgeteilt hatte, er werde versuchen, 

seine Arbeit niederschwellig wieder aufzunehmen, absolvierte er vom 1. 

Februar 2022 bis zum 31. August 2022 ein Arbeitstraining bei der B._____ 

GmbH (vgl. Mitteilungen vom 3. Februar 2022 und 30. Juni 2022). Die 

Teilnahme an der Integrationsmassnahme wurde mit Mitteilung vom 

24. Oktober 2022 abgeschlossen.

5. Bereits zuvor hatte A._____ nach dem Entscheid zur Implantation eines 

retropatellären Gelenkersatzes am 22. Juli 2022 in der E._____ während 

der Einleitung eine symptomatische Bradykardie erlitten, so dass die 

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Operation nicht durchgeführt werden konnte. In der Folge entschied er 

sich für konservative Massnahmen.

6. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren holte die IV-Stelle weitere 

Arztberichte ein. Mit Bericht vom 14. Februar 2023 wies Hausarzt Dr. med. 

F._____ ein retropatellärer Schmerz bei Status nach Knie-TP rechts am 

27. Oktober 2020 aus, welcher zu belastungsabhängigen Beschwerden 

im Bereich des vorderen Kniegelenks führe. Am 22. März 2023 berichtete 

Dr. med. G._____, A._____ könne maximal 30 % in stehender Tätigkeit 

arbeiten, bevor es zu Schwellungen und Schmerzen im Bereich des 

Kniegelenks komme. Hausarzt Dr. med. F._____ attestierte mit Bericht 

vom 2. Juni 2023 eine Arbeitsfähigkeit von ca. 30 % bzw. zweieinhalb bis 

drei Stunden pro Tag in bisheriger Tätigkeit. Welche anderen Tätigkeiten 

zumutbar seien, konnte er nicht beantworten.

7. Nach Einholung der Abschlussbeurteilung von Dr. med. H._____ vom 

Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 26. Juni 2023 kündigte die IV-

Stelle A._____ mit Vorbescheid vom 6. September 2023 die Zusprache 

einer befristeten Invalidenrente an. Zum Abklärungsergebnis hielt sie fest, 

nach Ablauf des einjährigen Wartejahres habe eine vollumfängliche 

Arbeitsunfähigkeit bestanden, weshalb A._____ ab dem 1. Februar 2021 

bis zum 31. Januar 2022 eine ganze Invalidenrente zustehe. Ab dem 1. 

Februar 2022 bis zum 31. August 2022 habe er an 

Integrationsmassnahmen teilgenommen und ein IV-Taggeld erhalten, 

weshalb er während dieses Zeitraums keinen Rentenanspruch habe. 

Nach Einschätzung der Eingliederungsfachperson sei es gelungen, erneut 

eine Leistungsfähigkeit von 70 % bis 80 % zu erreichen. Diese 

Arbeitsfähigkeit gelte für die bisherige Tätigkeit in der Gastronomie sowie 

für jegliche leidensangepasste Tätigkeit seit Beendigung der 

Integrationsmassnahme. Nach weiteren medizinischen Abklärungen 

stünden die retropatellären Kniegelenksbeschwerden rechts im 

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Vordergrund der Arbeitsunfähigkeit, die seit dem 1. November 2022 durch 

den Hausarzt Dr. med. F._____ mit 70 % attestiert werde. Infolge eines 

Narkosezwischenfalls könne sich A._____ trotz Indikation nicht mehr zu 

einer Operation durchringen. Aus versicherungsmedizinischer Sicht 

bestehe auf Dauer und bis zu einem Entschluss für einen operativen 

Ersatz der Kniescheibenrückfläche eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % für 

die angestammte Tätigkeit. Bezogen auf adaptierte, leichte bis situativ 

mittelschwere, überwiegend sitzend auszuübende Tätigkeiten mit 

Beschränkung von wiederkehrenden Treppennutzungen auf das 

Mindestmass betrage die Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung der 

Nebenerkrankungen sowie der Defizite und Ressourcen 100 % mit einer 

Leistungsminderung von 30 %. Selbst in Gegenüberstellung eines auf 

Eigenangaben beruhenden Einkommens ohne gesundheitliche 

Einschränkungen von CHF 72'000.-- und dem gestützt auf die Zahlen der 

Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) des Jahres 

2020, Kompetenzniveau 1, bei einer Leistungsfähigkeit von 70 % 

ermittelten Jahreseinkommen von CHF 46'438.20 resultiere ein 

Invaliditätsgrad von 36 %, womit ab dem 31. Januar 2022 kein Anspruch 

auf eine Invalidenrente entstehe. Mit Verfügung vom 30. November 2023 

entschied die IV-Stelle wie vorbeschieden und sprach A._____ eine vom 

1. Februar 2021 bis zum 31. Januar 2022 befristete ganze Invalidenrente 

zu.

8. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 

27. Dezember 2023 (Poststempel) Beschwerde beim Verwaltungsgericht 

des Kantons Graubünden und beantragte in Anpassung der 

angefochtenen Verfügung vom 30. November 2023, ihm sei eine 

unbefristete Teilrente zuzusprechen. Begründend führte er im 

Wesentlichen an, sein Gesundheitszustand habe sich nicht gebessert. Die 

von der Eingliederungsfachperson angenommene Leistungsfähigkeit von 

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70 % bis 80 % habe er trotz Bemühungen nicht erreichen können. 

Ausserdem habe er einen Herzinfarkt erlitten, welcher weder im 

Vorbescheid noch in der Verfügung erwähnt worden sei. Ferner hätten die 

Infiltrationen im Knie nur kurzzeitig Linderung verschafft. Er habe aufgrund 

des Narkosevorfalls nach wie vor grosse Angst.

9. Mit Beschwerdeergänzung vom 16. Januar 2024 liess der nun anwaltlich 

vertretene Beschwerdeführer beantragen, die Verfügung vom 30. 

November 2023 sei dahingehend abzuändern, dass auch ab dem 1. 

Februar 2022 ein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe. Ferner sei ein 

externes bidisziplinäres (orthopädisch-kardiologisches) Gutachten in 

Auftrag zu geben und anschliessend neu über den Invaliditätsgrad ab 1. 

Februar 2022 zu verfügen. Eventualiter sei ihm ab dem 1. Januar 2024 

eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 42 % auszurichten. Dazu führte 

er namentlich aus, den Akten könne nicht entnommen werden, dass die 

Eingliederung erfolgreich gewesen sei. Seit der TP-Knieoperation könne 

er lediglich noch im Umfang von ca. 30 % bis 35 % arbeiten. Zudem habe 

er am 25. Januar 2021 einen Herzinfarkt erlitten, wobei er seither sehr 

schnell ermüde. Auch seine behandelnden Arztpersonen bestätigten, 

dass er maximal 30 % arbeiten könne. Auf die RAD-Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten könne nicht abgestellt werden. 

Da es sich bei Dr. med. H._____ weder um einen Orthopäden noch einen 

Kardiologen handle, sei der Fall an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit 

diese ein bidisziplinäres Gutachten in Auftrag gebe und anschliessend neu 

über die Rentenhöhe entscheide. Sollte das Gericht grundsätzlich auf eine 

leidensangepasste Arbeitsfähigkeit von 70 % abstellen, beantrage er, 

dass ab dem 1. Januar 2024 vom statistisch bestimmten 

Invalideneinkommen von CHF 46'438.20 ein Abzug von 10 % 

vorgenommen werde. Bei einem entsprechenden Einkommen mit 

Invalidität von CHF 41'794.40 und einem solchen ohne Invalidität von CHF 

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72'000.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von gerundet 42 %, womit ab 1. 

Januar 2024 die Rente 30 % einer ganzen Rente betrage.

10. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 

Vernehmlassung vom 29. Januar 2024 auf Abweisung der Beschwerde. 

Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, sowohl der leitende Arzt 

der Kardiologie als auch der Hausarzt bestätigten, dass das 

kardiologische Leiden keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe. 

Die RAD-Abschlussbeurteilung sei daher nicht zu beanstanden und ein 

kardiologisches Gutachten von vornherein nicht notwendig. Ausserdem 

halte Dr. med. H._____, notabene Facharzt für Chirurgie, in 

Übereinstimmung mit den behandelnden Ärzten fest, dass die 

retropatellären Kniegelenksbeschwerden zu einer 70%igen 

Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führten. Für adaptierte 

Tätigkeiten bestehe ein 100%ige Verwertbarkeit mit einer 

Leistungsminderung von 30 %. Diese Beurteilung sei angesichts der 

Knieproblematik nachvollziehbar und schlüssig. Schliesslich sei der per 1. 

Januar 2024 eingeführte Abzug von 10 % auf den vorliegenden 

Rentenanspruch, welcher davor entstanden sei, nicht anzuwenden.

11. Der Beschwerdeführer liess sich trotz der ihm eingeräumten Frist zur 

freigestellten Stellungnahme nicht mehr vernehmen.

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und die übrigen 

Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-

Stelle des Kantons Graubünden vom 30. November 2023 (Akten der IV-

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Stelle [IV-act.] 115, 111 bzw. 113). Eine solche Anordnung, die laut 

Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort der 

verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des 

Kantons Graubünden als dem örtlich und sachlich zuständigen 

Versicherungsgericht angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m. Art. 

69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG; 

SR 831.20] sowie Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formeller und 

materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von den 

angefochtenen Verfügungen unmittelbar betroffen, und er hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Er ist somit 

zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 

ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 

61 lit. b ATSG). Darauf ist somit grundsätzlich einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage des Rentenanspruchs des 

Beschwerdeführers. Unbestritten ist, dass ab dem 1. Februar 2021 bis 

zum 31. Januar 2022 wegen eines Invaliditätsgrads von 100 % ein 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente besteht. Ab dem 1. Februar 2022 

bis zum 31. August 2022 nahm der Beschwerdeführer an einem 

Arbeitstraining teil, anlässlich dessen er ein Taggeld bezog (vgl. 

Verfügungen vom 10. Februar 2022 [IV-act. 68] und vom 4. Juli 2022 [IV-

act. 77]), weshalb er für diesen Zeitraum keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente hat (vgl. Art. 29 Abs. 2 IVG und Art. 43 Abs. 2 IVG; BGE 

126 V 241 E.5; Urteile des Bundesgerichts 9C_380/2021 vom 31. Januar 

2022 E.5.1, 9C_689/2019 vom 20. Dezember 2019 E.3.1 ff., 9C_450/2019 

vom 14. November 2019 E.3.3.1 f., 8C_202/2015 vom 21. Mai 2015 E.2 

und 9C_672/2008 vom 23. Oktober 2008 E.4.2; MEYER REICHMUTH, in: 

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Stauffer/Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 4. Aufl., Zürich/Genf 

2022, Art. 22 Rz. 15, Art. 29 Rz. 10 ff. und Art. 43 Rz. 2). Zu prüfen ist 

somit, ob der Beschwerdeführer ab dem 1. September 2022 einen 

Anspruch auf eine Invalidenrente hat.

2.2. Uneins sind sich die Verfahrensbeteiligten hinsichtlich des 

Invalideneinkommens und dabei bezüglich der (Rest-)Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers insbesondere in leidensangepasster Tätigkeit: 

Während die Beschwerdegegnerin von einer 100%igen Verwertbarkeit mit 

einer Leistungsminderung von 30 % für adaptierte Tätigkeiten ausgeht, ist 

der Beschwerdeführer der Ansicht, er könne lediglich noch im Umfang von 

ca. 30 % bis 35 % arbeiten.

2.3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. 

Januar 2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) 

und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in 

Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Entsprechend den allgemeinen 

intertemporalrechtlichen Grundsätzen (vgl. BGE 148 V 174 E.4.1, BGE 

146 V 364 E.7.1 und BGE 144 V 210 E.4.3.1) ist nach der bis zum 

31. Dezember 2021 geltenden Rechtslage zu beurteilen, ob bis zu diesem 

Zeitpunkt ein Rentenanspruch entstanden ist. Trifft dies zu, so erfolgt ein 

allfälliger Wechsel zum neuen stufenlosen Rentensystem je nach Alter der 

Rentenbezügerin oder des Rentenbezügers. Gemäss lit. c der 

Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 gilt 

für Rentenbezügerinnen und -bezüger, deren Rentenanspruch vor dem 

Inkrafttreten dieser Änderung entstanden ist und die bei Inkrafttreten 

dieser Änderung das 55. Altersjahr vollendet haben, das bisherige Recht. 

Vorliegend ist – wie bereits dargelegt – der Rentenanspruch am 1. Februar 

2021 entstanden und der 1962 geborene Beschwerdeführer war am 

1. Januar 2022 bereits über 55 Jahre alt. Demnach finden die bis zum 

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31. Dezember 2021 gültig gewesenen Bestimmungen Anwendung (vgl. 

Kreisschreiben über Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung 

[KSIR], gültig ab dem 1. Januar 2022, Rz. 9103; siehe ferner Urteile des 

Bundesgerichts 8C_43/2023 vom 29. November 2023 E.2 und 8C_4/2023 

vom 2. März 2023 E.3).

3. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der 

Invalidenversicherung unter anderem voraus, dass die versicherte Person 

invalid oder von Invalidität unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss 

Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit 

dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. ferner Art. 4 IVG). 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung 

des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen 

der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 

Satz 1 ATSG).

3.1. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente liegt gemäss aArt. 28 Abs. 1 IVG (in 

der bis zum 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Fassung) vor, wenn 

eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern 

kann (lit. a), während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen 

Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) 

gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % 

invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach aArt. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente 

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nach dem Grad der Invalidität abgestuft, wobei bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente besteht.

3.1.1. Zur Feststellung des Gesundheitszustands und zur Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist das Gericht im 

Beschwerdeverfahren auf medizinische Berichte und Gutachten 

angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachpersonen 

zur Verfügung stellen (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a m.H.). 

Der Arzt oder die Ärztin hat den Gesundheitszustand der versicherten 

Person zu beurteilen und – falls geboten – auch dessen 

Entwicklungsverlauf zu beschreiben. Der medizinische Befund ist mit 

Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung 

der subjektiven Beschwerden zu erheben und die Diagnose ist gestützt 

darauf zu stellen. Im Hinblick auf die Folgenabschätzung der erhobenen 

gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der 

Arztperson jedoch keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. 

Allerdings nimmt die Arztperson hinsichtlich der Arbeitsunfähigkeit 

insofern dazu Stellung, als dass sie eine Schätzung abgibt, in welchem 

Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person 

arbeitsunfähig ist und begründet diese möglichst substanziell. Diese 

ärztlichen Auskünfte bzw. Stellungnahmen bilden für das Gericht insoweit 

eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche 

Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden 

können (siehe BGE 145 V 364 E.3.2.1 f., 140 V 193 E.3.1 f. und 132 V 

93 E.4; Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 

E.3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E.3.2, 8C_144/2021 vom 

27. Mai 2021 E.2.4, 8C_47/2021 vom 18. März 2021 E.5.2.3).

3.1.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 

Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 

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Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel 

– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Das zuständige Sozialversicherungsgericht 

hat im Beschwerdeverfahren somit alle Beweismittel, unabhängig davon, 

von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 

ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruches gestatten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 

157 E.1c). Im Rahmen der Würdigung ist somit zu überprüfen, ob die 

funktionellen Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig 

und widerspruchsfrei festgestellt wurden und den normativen Vorgaben 

Rechnung tragen (siehe BGE 144 V 50 E.4.3, 141 V 281 E.6; Urteil des 

Bundesgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E.4.2.4). 

Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial 

zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht 

auf die andere medizinische These abstellt (siehe BGE 143 V 124 E.2.2.2 

und 125 V 351 E.3a). Für den Beweiswert der zu würdigenden 

Beweismittel ist weder deren Herkunft noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten, sondern einzig deren Inhalt massgebend (vgl. BGE 125 V 351 

E.3a, 122 V 157 E.1c).

3.1.3. Dennoch hat die Rechtsprechung – in Vereinbarkeit mit dem Grundsatz 

der freien Beweiswürdigung – für bestimmte Formen von medizinischen 

Berichten und Gutachten Richtlinien für deren Beweiswürdigung 

aufgestellt (vgl. die ausführliche Zusammenstellung dieser Richtlinien in 

BGE 125 V 351 E.3b mit zahlreichen Hinweisen). Für den Arztbericht wird 

vorausgesetzt, dass dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

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ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die 

Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 

E.5.1; 122 V 157 E.1c, mit weiteren Hinweisen hierzu BGE 125 V 351 E. 

3a). Die im Zusammenhang mit der Erstellung des ärztlichen Berichts 

angewandten medizinisch-diagnostischen Methoden müssen zudem 

wissenschaftlich anerkannt sein, damit der mit ihnen erhobene Befund 

auch eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage bietet. Als wissenschaftlich 

anerkannt gilt die jeweilige Untersuchungsart, wenn sie von Forschern und 

Praktikern der medizinischen Wissenschaft auf breiter Basis als anerkannt 

gilt (vgl. BGE 134 V 109 E.7.2; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts U 

160/98 vom 2. Juni 2000, E. 5 und 6 mit Hinweisen, publ. in: RKUV 2000 

Nr. U 395 S. 316). Schliesslich kommen auch den Berichten und 

Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich 

widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit 

bestehen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c, Urteil des 

Verwaltungsgerichts [VGU] S 23 78 vom 5. September 2023 E.6.1.1 ff.). 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde 

Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr 

besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der 

Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die 

erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im 

Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des 

Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 125 V 

351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Sobald auch nur bloss geringe Zweifel an der 

Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 

Feststellungen bestehen, sind ergänzende Abklärungen zu veranlassen 

(vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2 und E.4.4; Urteile des 

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Bundesgerichts 9C_168/2020 vom 17. März 2021 

E.3.2, 8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).

3.2. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 30. November 2023 einen Anspruch auf eine 

Invalidenrente nach dem 31. Januar 2022, da dem Beschwerdeführer eine 

leidensangepasste Tätigkeit zu 70 % zumutbar sei (vgl. auch 

Vernehmlassung vom 29. Januar 2024). Dabei stützte sich sie 

insbesondere auf die Abschlussbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. 

H._____ vom 26. Juni 2023 ab. Dieser führte darin aus, im Vordergrund 

der Arbeitsunfähigkeit, die seit dem 1. November 2022 durch den Hausarzt 

Dr. med. F._____ mit 70 % attestiert werde, stünden die retropatellären 

Kniegelenksbeschwerden rechts. Infolge eines Narkosezwischenfalls, der 

zum Abbruch des geplanten Kniescheibenersatzes rechts am 22. Juli 

2022 in der E._____ geführt habe, könne sich der Beschwerdeführer nicht 

mehr zu einer Operation durchringen, für die nach medizinischer 

Abklärung weiterhin eine Indikation bestehe. Gemäss hausärztlicher 

Beurteilung liege seit dem 1. November 2022 eine durchgehende 

Arbeitsunfähigkeit von 70 % bezogen auf die angestammte Tätigkeit vor. 

Aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe auf Dauer bis zu einem 

möglichen Entschluss des Beschwerdeführers für einen operativen Eingriff 

der Kniescheibenrückfläche eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % für die 

angestammte Tätigkeit. Infolge der Nebenerkrankungen und der Defizite 

bestehe für adaptierte Tätigkeiten angesichts der vorliegenden 

Ressourcen eine 100%ige Verwertbarkeit mit einer zusätzlichen 

Leistungsminderung von 30 % (vgl. Case Report vom 4. Dezember 2023 

[IV-act. 117 S.13 f. und 18 f.]). Dr. med. H._____ ging dabei ab dem 

1. April 2022 von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten 

Tätigkeiten aus, wobei er leichte bis situativ mittelschwere, überwiegend 

sitzend auszuübende Arbeiten mit der Beschränkung wiederkehrender 

Treppennutzungen auf ein Mindestmass als zumutbar erachtete (vgl. IV-

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act. 117 S. 14 f. und 19). Bereits zuvor hatte er sich in einer Beurteilung 

am 2. November 2022 zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 

geäussert. Dabei führte er namentlich aus, infolge der symptomatischen 

Hüftgelenksarthrosen links mehr als rechts sei am 26. Mai 2020 die 

Implantation einer Hüft-TP links und aufgrund einer massiven Gonarthrose 

am 27. Oktober 2020 die Implantation einer Knie-TP rechts erfolgt. Mit 

thorakalen Beschwerden mit Schwindel und Übelkeit sei der 

Beschwerdeführer am 25. Januar 2021 in das Spital aufgenommen 

worden, wo ein NSTEMI-Herzinfarkt festgestellt worden sei. Der 

Beschwerdeführer sei zur kardiointerventionellen Therapie am gleichen 

Tag in das O._____ verlegt worden. Ab dem 4. Februar 2021 habe er sich 

zur kardiologischen Rehabilitation in der C._____ befunden, wo er am 3. 

März 2021 nach Hause entlassen worden sei. Im Rahmen einer 

konsiliarischen Untersuchung am 16. Februar 2021 habe eine 

Verlaufsbeurteilung des rechten Kniegelenks stattgefunden, welche im 

Wesentlichen einen Normalbefund gezeigt habe (vgl. IV-act. 117 S. 13).

3.3. Im Folgenden ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die 

RAD-Abschlussbeurteilung von Dr. med. H._____ abgestellt hat oder ob 

die übrige Aktenlage daran auch nur geringe Zweifel zu wecken vermag. 

Während die Beschwerdegegnerin diese für schlüssig und 

nachvollziehbar hält (vgl. Vernehmlassung vom 29. Januar 2024 S. 3 f.), 

erachtet der Beschwerdeführer seine Leistungsfähigkeit aufgrund der 

Folgen der Knieoperation und des Herzinfarkts auf ca. 30 % bis 35 % 

eingeschränkt bzw. den medizinischen Sachverhalt als ungenügend 

abklärt.

3.3.1. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der 

Untersuchungsgrundsatz, wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der 

Leistungen beanspruchenden Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde 

- 15 -

hat, wo notwendig, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen 

abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu sein 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 

Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 43 Rz. 13 ff. und 96 ff.). Die 

Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch 

grundsätzlich im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). 

Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung 

des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit 

besteht. Wenn der Versicherungsträger oder das kantonale 

Sozialversicherungsgericht im Rahmen einer umfassenden, sorgfältigen, 

objektiven und inhaltsbezogenen Beweiswürdigung zur Überzeugung 

gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt überwiegend wahrscheinlich 

sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung nicht entgegen. 

Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder 

Richtigkeit der getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter 

zu ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue 

wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1 f., 

Urteile des Bundesgerichts 8C_288/2021 vom 26. Oktober 2021 E.3.2.1; 

8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E.3.1, 8C_616/2013 vom 28. Januar 

2014 E.2.1; KIESER, a.a.O., Art. 43 Rz. 18 ff. und 29 f.). Kommt die 

Verwaltung ihrer Abklärungspflicht nicht oder nicht genügend nach, kann 

die Sache aus diesem Grund an sie zurückgewiesen werden (vgl. BGE 

132 V 368 E.5).

3.3.2. Vorab ist darauf hinzuweisen, dass auch reine Aktenberichte, wie dies 

grundsätzlich auch bei den Stellungnahmen Regionaler Ärztlicher Dienste 

der Fall ist, rechtsprechungsgemäss beweiskräftig sein können (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_224/2020 vom 13. Mai 2020 E.4.3, 8C_125/2020 

vom 15. April 2020 E.3, 8C_322/2020 vom 9. Juli 2020 E.3), sofern ein 

lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die 

- 16 -

fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen 

Sachverhalts geht, so dass eine direkte ärztliche Befassung mit der 

versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts 8C_224/2020 vom 13. Mai 2020 E.4.3, 9C_651/2019 vom 

18. Februar 2020 E.4.3 m.H.). Dies trifft vorliegend auf die im Vordergrund 

stehendenden retropatellären Kniegelenksbeschwerden rechts zu. 

Diesbezüglich ging RAD-Arzt Dr. med. H._____ in seiner 

Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 in Kenntnis der Vorakten 

übereinstimmend mit den behandelnden Ärzten davon aus, dass sich 

diese auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkten (vgl. IV-

act. 117 S. 14 und 18 f.). So traten nach der Implantation der Knie-TEP 

am 27. Oktober 2020 und anfänglich regelrechtem Verlauf vermehrt 

Schmerzen auf (vgl. Berichte von Dr. med. G._____ vom 9. Dezember 

2020 [IV-act. 49] und vom 16. Februar 2021 [IV-act. 62 S.12], 

Austrittsbericht der Dres. med. I._____ und J._____ vom 3. März 2021 [IV-

act. 52 S. 3], Berichte von PD Dr. med. D._____ vom 26. April 2021 [IV-

act. 57 S. 2 f.] und vom 6. April 2021 [IV-act. 57 S. 7] sowie Bericht von 

Dr. med. K._____ vom 13. Juni 2021 [IV-act. 62 S.1 und 4]). Mit Bericht 

vom 16. Februar 2021 führte Dr. med. G._____, Chefarzt der 

orthopädischen Chirurgie und Traumatologie der E._____, bei 

diagnostiziertem Status nach Implantation einer Knie-TP rechts aus, dass 

eine Schwellungstendenz völlig normal sei und der Beschwerdeführer aus 

rein orthopädischer Sicht im Gastgewerbe sicherlich noch eine gewisse 

Zeit arbeitsunfähig sei (vgl. IV-act. 62 S. 12 f.). Auch Hausarzt Dr. med. 

F._____ wies in seinen Berichten vom 14. Februar 2023 und 2. Juni 2023 

den retropatellären Schmerz bei Status nach Knie-TP rechts am 27. 

Oktober 2020 den Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu, 

wobei er Funktionseinschränkungen aufgrund von belastungsabhängigen 

Schmerzen im Bereich des vorderen Kniegelenks rechts ortete (vgl. IV-

act. 103 S. 3 f. und IV-act. 106 S. 1). Am 28. April 2023 stellte er 

- 17 -

verschiedene Arbeitsunfähigkeitszeugnisse über eine solche von 70 % 

aus (vgl. IV-act. 104), womit er die bereits bei der Erstkonsultation am 1. 

November 2022 bestandene Arbeitsunfähigkeit bestätigte (vgl. Berichte 

von Dr. med. F._____ vom 14. Februar 2023 [IV-act. 103 S. 2] und vom 2. 

Juni 2023 [IV-act. 106 S. 1]). Bereits zuvor berichtete Dr. med. G._____ 

am 22. März 2023 bei der bereits bekannten Diagnose über eine Infiltration 

des rechten Kniegelenks, wovon man sich eine positive Beeinflussung des 

Reizzustands erhoffte (vgl. IV-act. 106 S. 6). Wenn nun der 

Beschwerdeführer vorbringt, er sei lediglich noch im Umfang von ca. 30 % 

bis 35 % arbeitsfähig, und dabei die beiden letztgenannten Berichte der 

Dres. med. F._____ und G._____ anführt, kann diesen zwar entnommen 

werden, dass er ca. 30 % in einem stehenden Beruf arbeite und es dann 

zu Schwellungen und Schmerzen im Bereich des Kniegelenks komme 

(vgl. Bericht von Dr. med. G._____ vom 22. März 2022 [IV-act. 106 S. 6 

f.]) bzw. eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestiert wurde (vgl. 

Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von Dr. med. F._____ vom 28. April 2023 

[IV-act. 104]). Allerdings beziehen sich diese 

Arbeitsunfähigkeitseinschätzungen zweifellos auf die angestammte 

Tätigkeit des Beschwerdeführers als Gastronom. So führte Dr. med. 

F._____ bereits in seinem Verlaufsbericht vom 14. Februar 2023 

ausdrücklich aus, dass sich die anlässlich der Erstkonsultation am 1. 

November 2022 schon vorgelegene Arbeitsunfähigkeit von 70 % auf die 

Tätigkeit als Gastronom beim B._____ bezog, in welchem er alle 

anfallenden, phasenweise körperlich strengen Arbeiten erledige und auch 

im Service tätig sei (vgl. IV-act. 103 S. 2 und 4). Auch mit Bericht vom 2. 

Juni 2023 hielt er die bisherige Tätigkeit im Umfang von ca. 30 % bzw. 

zweieinhalb bis drei Stunden pro Tag für zumutbar, während er keine 

Angaben zu anderen (leidensangepassten) Tätigkeiten machen konnte 

(vgl. IV-act. 106 S. 3 und 6). Gleichermassen bezog sich die Aussage im 

Bericht von Dr. med. G._____ vom 22. März 2023, wonach der 

- 18 -

Beschwerdeführer in einem stehenden Beruf zu ca. 30 % arbeite (vgl. IV-

act. 106 S. 7), klarerweise auf seine Tätigkeit in der Gastronomie (vgl. so 

schon Bericht von Dr. med. G._____ vom 16. Februar 2021 [IV-act. 62 

S. 13]). Indem demselben Bericht entnommen werden kann, dass bei 

einer Arbeitstätigkeit von mehr als 30 % Schwellungen und Schmerzen im 

Knie auftreten würden, und der Beschwerdeführer nach einem 

achtstündigen Wochenendeinsatz auf dem Markt am nächsten Tag kaum 

mehr habe gehen können (vgl. IV-act. 106 S. 6), ist anzunehmen, dass 

neben körperlich anstrengenden Arbeiten insbesondere stehende (und 

gehende) Tätigkeiten zu Funktionseinschränkungen führen. Dass sich 

dabei die retropatellären Gelenksbeschwerden am rechten Knie verstärkt 

auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, hat denn auch RAD-Arzt Dr. med. 

H._____ anerkannt, indem er ausführte, dass aus 

versicherungsmedizinischer Sicht auf Dauer bis zu einem möglichen 

Entschluss des Beschwerdeführers für einen operativen Ersatz der 

Kniescheibenrückfläche eine Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit 

von 70 % bestehe (vgl. IV-act. 117 S. 14 und 19). Damit liegt keine 

Diskrepanz zu den hiervor erwähnten Einschätzungen der behandelnden 

Ärzte vor, womit die RAD-Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 nicht 

zu beanstanden ist.

3.3.3. Angesichts dessen kann der Beschwerdeführer auch aus seinem 

Vorbringen, wonach er anlässlich der Eingliederung trotz Bemühungen 

keine Leistungsfähigkeit von 70 % erreicht habe, nichts zu seinen Gunsten 

ableiten. Denn er führte das vom 1. Februar 2022 bis zum 31. August 2022 

absolvierte Arbeitstraining im Gastronomiebereich bei der B._____ GmbH 

durch (vgl. Mitteilungen vom 3. Februar 2022 und 30. Juni 2022 [IV-act. 64 

und 75]), nachdem er im Januar 2022 mitgeteilt hatte, er werde versuchen, 

seine Arbeit niederschwellig wieder aufzunehmen (IV-act. 63). Dabei 

handelt es sich um eine phasenweise körperlich anstrengende Tätigkeit 

- 19 -

mit häufigem Gehen, Stehen und Heben von Lasten bis 25 kg und nur 

seltenem Sitzen (vgl. Fragebogen für Arbeitgebende vom 27. Juli 2020 [IV-

act. 26 S. 4]; siehe ferner Bericht von Dr. med. L._____ vom 3. August 

2020 [IV-act. 38 S. 4] und Berichte von Dr. med. F._____ vom 14. Februar 

2023 [IV-act. 103 S. 4] und vom 2. Juni 2023 [IV-act. 106 S. 3]). Auch im 

Rahmen der Eingliederung gab der Beschwerdeführer an, als Gastwirt und 

Koch viel stehen und gehen zu müssen, jedoch glücklicherweise mit nur 

wenig Treppensteigen (vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung, Eintrag vom 

28. Juli 2021 [IV-act. 82 S. 2]; siehe ferner auch Einträge vom 24. Januar 

2022 und vom 22. August 2022 [IV-act. 82 S. 4]). Der Beschwerdeführer 

startete das Arbeitstraining gemäss eigenen Angaben mit einem Pensum 

von zwei Stunden pro Tag bzw. 20 % bis 30 % (vgl. Nachricht vom 

19. Januar 2022 [IV-act. 63]; siehe ferner Verlaufsprotokoll Eingliederung, 

Eintrag vom 24. Januar 2022 [IV-act. 82 S. 4]) und konnte dieses bis April 

2022 auf vier Stunden pro Tag steigern (vgl. Einwand des 

Beschwerdeführers vom 25. November 2022 [IV-act. 98 S. 1]). Angesichts 

dieser im damaligen Zeitpunkt erreichten Leistungsfähigkeit in einer den 

retropatellären Kniegelenksbeschwerden nicht angepassten Tätigkeit mit 

mehrheitlich stehenden und gehenden Belastungen und phasenweise 

körperlich anstrengenden Verrichtungen ist nicht zu beanstanden, wenn 

RAD-Arzt Dr. med. H._____ in einer optimal leidensangepassten leichten 

bis situativ mittelschweren, überwiegend sitzend auszuübenden Tätigkeit 

möglichst ohne wiederkehrende Treppennutzung per April 2022 auf eine 

(etwas höhere) Arbeitsfähigkeit von 70 % schloss (vgl. RAD-

Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 [IV-act. 117 S. 14 f. und 19]). 

Denn so lässt sich auch dem Eingliederungsprotokoll entnehmen, dass es 

dem Knie in Zeiten der Schonung bessergehe (vgl. Verlaufsprotokoll, 

Eintrag vom 22. August 2022 [IV-act. 82 S. 4]), womit sich insbesondere 

sitzende Tätigkeiten ohne körperlich fordernde Verrichtungen als 

leidensangepasst erweisen (siehe auch Bericht von Dr. med. K._____ vom 

- 20 -

13. Juni 2021 [IV-act. 62 S. 2]). Dass sich damals ein verbesserter 

Gesundheitszustand eingestellt hatte, erscheint auch insofern 

nachvollziehbar, als der Beschwerdeführer anlässlich des am 29. April 

2022 stattgefundenen Standortgespräch berichtete, es gehe langsam 

aufwärts und die Schmerzen würden eher weniger, weshalb man sicher 

mit dem bisherigen Verlauf zufrieden sein dürfe (vgl. Verlaufsprotokoll 

Eingliederung, Eintrag vom 29. April 2022 [IV-act. 82 S. 4]). Auch in der 

Folge war der Beschwerdeführer nach seinen Aussagen als Gastronom 

für die B._____ GmbH im Umfang von ca. vier Stunden pro Tag tätig (vgl. 

Einwand vom 25. November 2022 [IV-act. 98 S. 1]), wobei er andernorts 

sogar angab, täglich ca. sechs Stunden zu arbeiten bzw. 60 % bis 70 % 

als Gastronom arbeitsfähig zu sein (vgl. Nachricht des Beschwerdeführers 

vom 18. Juni 2022 [IV-act. 71 S. 1] und Verlaufsprotokoll, Eintrag vom 22. 

August 2022 [IV-act. 82 S. 4]). Insofern leuchtet nicht ein, weshalb vom 

14. Juni 2022 bis zum 30. September 2022 eine Arbeitsunfähigkeit von 

100 % bestanden haben soll; diese wird denn auch nicht näher 

substanziiert (vgl. Zeugnis von Dr. med. G._____ vom 14. Juni 2022 [IV-

act. 72]; mithin wäre auch der entsprechende RAD-Eintrag in der 

Auflistung der Arbeits(un)fähigkeitstaxation zu korrigieren [vgl. IV-act. 117 

S. 14 f.]). Ebenso ist davon auszugehen, dass die anlässlich der Einleitung 

zur operativen Implantation eines retropatellären Gelenksersatzes am 

22. Juli 2022 erlittene symptomatische Bradykardie, welche zum Abbruch 

des Eingriffs führte, keine bleibende Einschränkung der Leistungsfähigkeit 

nach sich zog (siehe hierzu E.3.3.4 hernach). Da mit dem von Dr. med. 

H._____ in der RAD-Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 definierten 

Zumutbarkeitsprofil den mit der Schmerz- und Schwellungsproblematik 

einhergehenden Funktionseinschränkungen am rechten Knie vorgebeugt 

bzw. begegnet werden kann, erscheint es nachvollziehbar, dass sie in 

einer derart dem Leiden angepassten Tätigkeit bis zu einem gewissen 

Grad kompensiert werden können und dem Beschwerdeführer in solchen 

- 21 -

adaptierten Tätigkeiten per April 2022 eine Arbeitsfähigkeit von 70 % 

zuzumuten war. Ferner ist mit Blick auf die fachliche Qualifikation des 

RAD-Arztes ist nicht ersichtlich, weshalb Dr. med. H._____ als Facharzt 

für Chirurgie die nötigen Kenntnisse zur Beurteilung der aufgrund der 

retropatellären Kniegelenksbeschwerden bestehenden 

Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bzw. des zumutbaren 

Arbeitsprofils gestützt auf die aktenkundigen Erkenntnisse und 

Einschätzungen der behandelnden (Fach-)Ärzte abzusprechen wäre (vgl. 

zur persönlichen und fachlichen Qualifikation von RAD-Ärztinnen und -

Ärzten: Urteil des Bundesgerichts 8C_342/2023 vom 7. Dezember 2023 

E.5.7.2 f.).

3.3.4. Mit Blick auf die vom Beschwerdeführer angeführten kardialen 

Beschwerden ist aktenkundig, dass am 25. Januar 2021 ein subakuter 

infero-posteriorer STEMI (Myokardinfarkt) festgestellt wurde, welcher 

erfolgreich mittels Rekanalisation und Stentversorgung behandelt werden 

konnte (vgl. Austrittsbericht von PD Dr. med. D._____ sowie der Dres. 

med. M._____ und N._____ vom 5. Februar 2021 [IV-act. 62 S. 6 ff.], 

Austrittsbericht der Dres. med. I._____ und J._____ vom 3. März 2021 [IV-

act. 52 S. 1 f.] und Bericht von PD Dr. med. D._____ vom 26. April 2021 

[IV-act. 57 S. 2]). Nach erfolgter kardialer Rehabilitation stellte PD Dr. med. 

D._____, leitender Arzt der Kardiologie des O._____, in der am 6. April 

2021 durchgeführten Echokardiographie lediglich noch eine leicht 

eingeschränkte linksventrikuläre Funktion bei inferiorer Hypo-Akinesie fest 

(vgl. IV-act. 57 S. 7). Insofern wies er mit Bericht 26. April 2021 die 

festgestellte koronare 2-Gefässerkrankung den Diagnosen ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu und hielt dazu ausdrücklich fest, 

dass der Beschwerdeführer aktuell nicht aufgrund seines kardialen 

Problems, sondern wegen der Beschwerden nach Knie-TP rechts 

arbeitsunfähig geschrieben sei (vgl. IV-act. 57 S. 2 f.; siehe ferner auch 

- 22 -

Bericht von PD Dr. med. D._____ vom 6. April 2021 [IV-act. 57 S. 7]). 

Gleichermassen schrieb auch Hausarzt Dr. med. F._____ den kardialen 

Beschwerden keine funktionellen Auswirkungen zu, sondern erblickte 

einzig in den belastungsabhängigen Schmerzen im Bereich des vorderen 

rechten Kniegelenks Funktionseinschränkungen (vgl. Bericht vom 

14. Februar 2023 [IV-act. 103 S. 3 f.]). Wenn nun der Beschwerdeführer 

beschwerdeweise vorbringt, er werde seit dem Herzinfarkt bzw. der 

anschliessenden Rehabilitation sehr schnell müde, kann dies angesichts 

der Beurteilungen des behandelnden Kardiologen und des Hausarztes 

nicht nachvollzogen werden. Der Beschwerdeführer legt für die rasche 

Ermüdbarkeit denn auch keine medizinischen Unterlagen ins Recht. Auch 

bei der im Rahmen der Prämedikation für den am 22. Juli 2022 geplanten 

retropatellären Gelenksersatz erlittenen symptomatischen Bradykardie, 

aufgrund welcher die Operation nicht durchgeführt werden konnte, ist 

davon auszugehen, dass diese lediglich vorübergehend zu 

Einschränkungen führte, da sie nur eine Kurzhospitalisation nach sich zog 

und nach erfolgten kardiologischen Abklärungen mit vertretbarem Risiko 

bereits wieder eine Operation durchgeführt werden könnte (vgl. Bericht 

von Dr. med. P._____ vom 11. Oktober 2022 [IV-act. 83] und Bericht von 

Dr. med. F._____ vom 2. Juni 2023 [IV-act. 106 S. 2]). Ferner scheint der 

Beschwerdeführer zu übersehen, dass RAD-Arzt Dr. med. H._____ die 

kardialen Beschwerden durchaus mitberücksichtigt hat. So schrieb er dem 

Myokardinfarkt vom 25. Januar 2021 gewisse Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit zu (vgl. RAD-Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 [IV-

act. 117 S. 14 und 19]; siehe auch Bericht von Dr. med. K._____ vom 13. 

Juni 2021 [IV-act. 62 S. 4]), weshalb dessen Folgen im Rahmen der von 

ihm ausgewiesenen 70%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepassten 

Tätigkeiten Rechnung getragen wurde. Indem er somit die aktenkundigen 

kardialen Beschwerden bei bekannter koronarer 2-Gefässerkrankung 

zugunsten des Beschwerdeführers gewürdigt hat, fällt der fehlende 

- 23 -

spezifische Facharzttitel für Kardiologie nicht weiter ins Gewicht (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts 8C_342/2023 vom 7. Dezember 2023 E.5.7.3).

3.3.5. Schliesslich geht mit Blick auf die weiteren, vom Beschwerdeführer 

angeführten Beschwerden (Diabetes, Psoriasis und Schilddrüse) aus den 

Akten hervor, dass diese keine funktionellen Auswirkungen zeitigen. So 

wies Hausarzt Dr. med. F._____ mit Bericht vom 14. Februar 2023 

insbesondere den insulinbedürftigen Diabetes mellitus Typ II, die Psoriasis 

vulgaris und die Hashimoto-Thyreoiditis den Diagnosen ohne 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu (vgl. IV-act. 103 S. 6; siehe ferner 

Bericht von Dr. med. L._____ vom 3. August 2020 [IV-act. 38 S. 3]). Dies 

erscheint angesichts der medikamentösen Behandlung mit guter 

Diabeteseinstellung sowie der Schilddrüsenhormonsubstitution denn auch 

nachvollziehbar (vgl. Austrittsbericht der Dres. med. I._____ und J._____ 

vom 3. März 2021 [IV-act. 52 S. 2 f.] und Austrittsbericht von PD Dr. med. 

D._____ sowie der Dres. med. M._____ und N._____ vom 5. Februar 2021 

[IV-act. 62 S. 7 ff.]).

3.4. Insgesamt vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers keine auch 

nur geringen Zweifel an der RAD-Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 

zu wecken. Vielmehr stellt diese einen beweiswertig genügenden, 

insbesondere umfassenden und betreffend die medizinischen 

Zusammenhänge und deren funktionelle Auswirkungen nachvollziehbaren 

Aktenbericht dar. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 

Beschwerdegegnerin für den hier massgeblichen Zeitraum ab September 

2022 von einer 70%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 

ausging, welche bereits ab dem 1. April 2022 ausgewiesen wurde (vgl. IV-

act. 117 S. 15 und 19). Vor diesem Hintergrund kann auf die beantragte 

Einholung eines externen bidisziplinären Gutachtens in den Fachgebieten 

Orthopädie und Kardiologie bzw. auf die anbegehrte Rückweisung zu 

diesem Zweck verzichtet werden, zumal das streitberufene Gericht 

- 24 -

aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung 

gebildet hat und annehmen darf, dass diese Überzeugung durch weitere 

Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 145 I 167 E. 4.1, 144 

II 427 E.3.1.3, 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3 und 134 I 140 E.5.3; Urteile 

des Bundesgerichts 2C_867/2022 vom 18. Juli 2023, 8C_411/2021 vom 

27. August 2021 E.4.3.2, 9C_319/2020 vom 19. August 2020 E.2.2, 

9C_89/2020 vom 18. Juni 2020 E.4.8 und 8C_709/2019 vom 19. Mai 2020 

E.4.2.).

4.1. Vorliegend ermittelte die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad (per 

2022) auf Basis der in der RAD-Abschlussbeurteilung vom 26. Juni 2023 

ausgewiesenen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit von 70 % 

(vgl. angefochtene Verfügung vom 30. November 2023 [IV-act. 115 i.V.m. 

113 und 111]). Für das Einkommen mit Invalidität stellte sie dabei auf die 

LSE-Tabelle 2020, Kompetenzniveau 1, Männer, ab. Dabei errechnete sie 

bei einer Leistungsfähigkeit von 70 % ein per 2022 aufindexiertes 

Invalideneinkommen von CHF 46'438.20 (vgl. IV-act. 108). Da der 

Beschwerdeführer nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung 

keine ihm zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 8C_53/2023 vom 31. August 2023 E.2.5.1 und 

8C_68/2023 vom 10. August 2023 E.5.2.1), welche die vollständige 

Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit besser gewährleistet (vgl. Urteile 

des Bundesgerichts 8C_92/2023 vom 18. Januar 2024 E.5.3.3, 

8C_631/2019 vom 18. Dezember 2019 E.5.2 und 6.3.1, 8C_13/2017 vom 

21. Juni 2017 E.3.3.2 f. und 9C_508/2016 vom 21. November 2016 E.5.2; 

vgl. zu der im gesamten Gebiet der Sozialversicherung geltende 

Schadenminderungspflicht: BGE 138 V 457 E.3.2 und BGE 113 V 22 

E.4a), stellte die Beschwerdegegnerin korrekterweise auf die Tabelle TA 1 

der LSE 2020, welche vor Erlass der angefochtenen Verfügung 

veröffentlicht worden ist (vgl. BGE 143 V 295 E.4.1.1 und Urteil des 

- 25 -

Bundesgerichts 9C_15/2018 vom 2. Juli 2018 E.4.3), und dabei auf den 

altersunabhängigen und geschlechtsspezifischen Wert der Zeile "Total" 

für Männer des Kompetenzniveaus 1 ab (vgl. IV-act. 108). Dies ergab 

aufindexiert auf das Jahr 2022 und umgerechnet auf die durchschnittliche 

wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden bei einer Arbeitsfähigkeit von 

70 % ein Einkommen von CHF 46'438.20 (CHF 5'261.-- x 12 : 40 x 41.7 x 

0.998 x 1.01 x 0.7). Hierzu ist einzig anzumerken, dass die 

Beschwerdegegnerin für ihre Berechnungen der Vergleichseinkommen 

die geschlechtsunspezifischen Nominallohnentwicklungswerte 

(Schweizerischer Lohnindex, Index und Veränderung auf der Basis 2010, 

Tabellenblatt T1.10) über alle Wirtschaftszweige hinweg (Zeile "B-S 05-96 

Total") angewendet hat, wobei sie die Nominallohnentwicklung für 2022 

auf 1 % schätzte (vgl. IV-act. 108). Richtigerweise hätte aber beim 

Einkommen mit Invalidität die geschlechtsspezifische 

Nominallohnentwicklung zur Anwendung kommen sollen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts 8C_703/2019 vom 6. Oktober 2020 E.4.3, 8C_72/2019 

vom 11. Juni 2019 E.4.1, 8C_704/2018 vom 31. Januar 2019 E.9 und 

9C_444/2018 vom 17. Oktober 2018 E.3.1 m.H.a. BGE 129 V 408; vgl. 

auch betreffend die per 1. Januar 2022 geltende Rechtslage: KSIR [Stand: 

1. Juli 2022], Rz. 3210 und Bemerkungen in Anhang III zu den 

Tabellen[blättern] T1.10, T1.1.10 und T1.2.10), was bei einer 

Arbeitsfähigkeit von 70 % einen leicht tieferen Betrag von CHF 46'251.30 

(CHF 5'261.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.993 x 1.011 x 0.7; siehe hierzu das am 

24. April 2023 publizierte Tabellenblatt T1.1.10) ergibt.

4.2. Hinsichtlich des Einkommens ohne Invalidität ging die 

Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 30. November 

2023 von dem vom Beschwerdeführer angegebenen Betrag von CHF 

72'000.-- aus (vgl. hierzu Anmeldung vom 16. Juli 2020 [IV-act. 2 S. 7] und 

Evaluationsgespräch Eingliederung vom 17. August 2020 [IV-act. 33 S. 

- 26 -

2]), da letztlich auch bei diesem kein rentenbegründender Invaliditätsgrad 

resultierte. Allerdings merkte sie zugleich an, dass die bisherigen 

Jahreslöhne jeweils tiefer lagen, nämlich in den Jahren 2016 bis 2018 CHF 

48'000.-- und im Jahr 2019 CHF 51'000.-- (vgl. IV-act. 115 i.V.m. IV-act. 

113 S. 2 und IV-act. 111 S. 2). Rechtsprechungsgemäss ist für die 

Bemessung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte 

Person im massgebenden Zeitpunkt überwiegend wahrscheinlich als 

Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt 

erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 

Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es der 

Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E.3.3.2; 

Urteil des Bundesgerichts 8C_53/2023 vom 31. August 2023 E.2.5.1). 

Vorliegend ergibt sich aus dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-

Auszug), dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des die Arbeitsfähigkeit 

einschränkenden Gesundheitsschadens im Jahr 2019 bei der B._____ 

GmbH ein Einkommen von CHF 51'000.-- erzielt hat, das höher ist als in 

den Jahren zuvor, in denen er im Jahr 2015 CHF 45'016.-- und von 2016 

bis 2018 CHF 48'000.-- erwirtschaftet hat (vgl. 17 f.; zur Bestimmung des 

Einkommens ohne Invalidität auf Basis des IK-Auszugs bei 

Selbstständigerwerbenden siehe Urteile des Bundesgerichts 8C_98/2023 

vom 10. August E.5.2.3 und 9C_311/2022 vom 18. April 2023 E.3.2). 

Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer seine langjährige 

Tätigkeit bei der B._____ GmbH aufzugeben gedachte, sind nicht 

ersichtlich. Werden nun auf den im Jahr 2019 erzielten (höchsten) 

Einkommen die geschlechts- und wirtschaftszweigspezifischen Index-

Werte angewendet (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_703/2019 vom 

6. Oktober 2020 E.4.3 und 9C_467/2009 vom 19. August 2009 E.2.2), 

resultiert ein Einkommen ohne Invalidität (per 2022) von CHF 51'614.-- 

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(CHF 51'000.-- x 1.004 [mangels Angabe als im Mittel der Folgejahre 

geschätzt] x 1.001 x 1.007 [Wirtschaftszweige Ziffer 55/56 "Beherbergung 

und Gastronomie"]). In Gegenüberstellung zum hiervor ermittelten 

Einkommen mit Invalidität von CHF 46'251.30 ergibt dies einen 

Invaliditätsgrad von gerundet 10 %, welcher keinen Anspruch auf eine 

Invalidenrente verleiht. Dasselbe ergäbe sich, wenn – über den vom 

Beschwerdeführer gestützt auf die neue Rechtslage geltend gemachten 

Abzug von 10 % hinaus – zusätzlich der maximale Leidensabzug von 25 % 

vom statistisch ermittelten Invalideneinkommen gemäss bisherigem Recht 

angewendet würde (CHF 46'251.30 x 0.75 = CHF 34'688.50), da sich der 

Invaliditätsgrad lediglich auf gerundet 33 % beliefe. Insofern braucht auf 

den Eventualantrag des Beschwerdeführers, wonach ihm ab Januar 2024 

eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 42 % auszurichten sei, nicht 

näher eingegangen zu werden bzw. ist darauf nicht einzutreten.

5. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass sich die Beschwerde als 

unbegründet erweist und somit abzuweisen ist, soweit darauf eingetreten 

werden kann.

6. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 

Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der 

Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht 

kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und 

unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- 

festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden rechtfertigt es sich, die 

Gerichtskosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen 

Kostenrahmens auf CHF 500.-- festzusetzen. Diese sind vom 

unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen.

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7. Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der 

Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten von CHF 500.-- gehen zulasten von A._____.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]