# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 99b54bf4-875a-55db-a789-be1968c3683a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-08-28
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 28.08.2008 E-5393/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5393-2008_2008-08-28.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5393/2008/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 8 .  A u g u s t  2 0 0 8

Einzelrichter Walter Stöckli, 
mit Zustimmung von Richterin Jenny de Coulon Scuntaro; 
Gerichtsschreiber Thomas Hardegger.

A._______,
Nigeria,
B._______, 
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 
3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 19. August 2008 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5393/2008

Das Bundesverwaltungsgericht,

stellt, in Anwendung

der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101), 

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]),

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungs-
verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungs-
gericht (VGG, SR 173.32),

des  Bundesgesetzes  vom  17.  Juni  2005  über  das  Bundesgericht 
(BGG, SR 173.110),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin-
nen und Ausländer (AuG, SR 142.20),

der  Asylverordnung  1  über  Verfahrensfragen  vom  11.  August  1999 
(AsylV 1, SR 142.311)

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-
gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

fest, 

dass der Beschwerdeführer nach seinen eigenen Angaben Nigeria am 
3. Juli 2008 ohne Kenntnis des Reiseziels und der von ihm benutzten 
Fluggesellschaft verliess, durch ihm unbekannte Länder und Orte ge-
langte und illegal am 4. Juli 2008 in die Schweiz einreiste, wo er am 
4. Juli 2008 ein Asylgesuch stellte,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 4. Juli 2008 unter anderem 
mittels  Formulars  und  Hinweises  auf  die  entsprechende  gesetzliche 
Nichteintretensbestimmung aufforderte, innerhalb von 48 Stunden Rei-
se- oder Identitätspapiere abzugeben,

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dass  der  Beschwerdeführer  im  B._______  am  28.  Juli  2008 
summarisch  zu  seiner  Person  und  den  Ausreisemotiven  und  am  8. 
August 2008 einlässlich zu den Asylgründen angehört wurde, 

dass er im Wesentlichen geltend machte, Nigerianer zu sein und aus 
der Stadt C._______, D._______, zu stammen,

dass sein Vater König dieser Stadt gewesen und im Februar 2008 in 
der Folge einer Krankheit  gestorben sei,  worauf er als ältester Sohn 
als Nachfolger seines Vater König hätte werden sollen,

dass jedoch sein Amtsantritt als designierter König mit allen Mitteln zu 
verhindern versucht worden sei, namentlich weil er als Sohn der zwei-
ten Frau seines Vaters aus Sicht der ersten Frau nicht König sein dürfe, 

dass er eine Messerattacke einiger Leute seines Dorfes anlässlich der 
Beerdigung seines Vaters beziehungsweise einige Tage nach der Be-
erdigung überstanden habe und in der Folge geflüchtet sei,

dass  kurz  darauf  sein  Freund  F._______  bei  einem  Überfall 
angeschossen  beziehungsweise  dass  auf  ihn  geschossen,  er  aber 
nicht  getroffen  worden  sei,  weil  ihn  die  Angreifer  irrtümlich  für  den 
Beschwerdeführer gehalten hätten,

dass er überall verfolgt worden sei und namentlich Opfer eines Brand-
anschlags in Lagos geworden sei,

dass er bei diesem Anschlag, bei dem er mit einem Sprung durch die 
Fensterscheibe entkommen haben können, Brand- und Schnittverlet-
zungen erlitten habe, welche noch als Narben sichtbar seien,

dass  er  und F._______ die  Angreifer  nicht  kennen würden,  weshalb 
zumindest er die Polizei in eigener Sache nicht bemüht habe, wobei er 
aber davon ausgehe, die Angreifer seien von der zweiten Frau seines 
Vaters angeheuert  worden, würden aus seiner Heimatstadt  stammen 
und hätten den Auftrag, ihn zu töten, 

dass er zu seiner Freundin in Lagos gegangen sei, wo ihm kurz darauf 
sein Onkel mitgeteilt habe, es sei alles für eine Ausreise in die Wege 
geleitet, 

dass er ansonsten noch nie Probleme mit Behörden oder Organisatio-
nen seines Landes gehabt habe und nicht politisch aktiv gewesen sei,

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dass der Beschwerdeführer trotz Aufforderung im Transitzentrum Alt-
stätten bis heute keine Identitätspapiere eingereicht hat,

dass das BFM mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 19. August 
2008 auf  das Asylgesuch nicht  eintrat  und die  Wegweisung aus der 
Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung seines Entscheides im Wesentlichen 
anführte,  der  Beschwerdeführer  habe trotz  entsprechender  Aufforde-
rung innerhalb von 48 Stunden nach Einreichung des Asylgesuchs kei-
ne rechtsgenüglichen Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 1 
Bst.  b  und  c  AsylV  1  abgegeben  und  zum  Fehlen  solcher  Papiere 
Standardvorbringen und Schutzbehauptungen aufgestellt habe, wie sie 
von vielen Gesuchstellern, die ihre Identität nicht offen legen möchten, 
bekannt seien, 

dass somit keine entschuldbaren Gründe vorlägen, die es ihm verun-
möglicht  hätten,  ein  rechtsgenügliches  Reise-  oder  Identitätspapier 
nachzureichen,

dass die Asylangaben des Beschwerdeführers als unsubstanziiert, de-
tailarm, nicht widerspruchsfrei, realitätsfremd und tatsachenwidrig quali-
fiziert werden müssten und seine Schilderungen zu den Reisemodali-
täten zudem als konstruiert erscheinen,

dass der Wegweisungsvollzug in das Heimatland des Beschwerdefüh-
rers durchführbar (zulässig, zumutbar und möglich) erscheine,

dass deshalb gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Gesuch 
nicht einzutreten sei,

dass der Beschwerdeführer gegen diese Verfügung mit einer englisch-
sprachigen  Formularbeschwerde,  welche  von  ihm handschriftlich  er-
gänzt wurde, am 21. August 2008 beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob,

dass die vorinstanzlichen Akten am 25. August 2008 in Kopie beim In-
struktionsrichter  des  Bundesverwaltungsgerichts  eintrafen  (Art. 109 
Abs. 2 AsylG),

und erwägt:

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG 
i.V.m. Art. 31 - 34 VGG und Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),

dass  der  Beschwerdeführer  am Verfahren  vor  der  Vorinstanz  teilge-
nommen hat und durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass zwar die eingereichte Beschwerdeschrift  auf Englisch abgefasst 
und mithin nicht in einer Amtssprache (in der Regel Deutsch, Franzö-
sisch, Italienisch; vgl. Art. 70 Abs. 1 BV) gehalten ist, indessen ange-
sichts  der  kurzen  gesetzlichen  Behandlungsfrist  (Art.  109  Abs.  2 
AsylG) aus prozessökonomischen Gründen und zufolge ihrer Verständ-
lichkeit in dieser Form entgegengenommen wird, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  beantragte,  die  Verfü-
gung des BFM vom 19. August 2008 sei aufzuheben und die aufschie-
bende  Wirkung  der  Beschwerde  sei  wiederherzustellen,  er  sei  als 
Flüchtling anzuerkennen und ihm sei Asyl zu gewähren, allenfalls sei 
wegen Undurchführbarkeit des Wegweisungsvollzug ins Heimat- oder 
ein  Drittland  die  vorläufige  Aufnahme  anzuordnen  sei,  zudem seien 
ihm die Verfahrenskosten zu erlassen und auf Erhebung eines Kosten-
vorschusses sei zu verzichten,

dass er zusätzlich sinngemäss um Neubefragung respektive um Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und um Fristaufschub zur 
Beibringung heimatlicher Identitätspapiere ersuchte,

dass auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwer-
de - wenn auch nicht auf alle Anträge - einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 
AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung 
von Bundesrecht,  die unrichtige oder unvollständige Feststellung des 
rechtserheblichen  Sachverhalts  und  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass das BFM einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende Wirkung 
nicht entzogen und keine Wegweisung in ein Drittland angeordnet hat, 
weshalb auf die entsprechenden Anträge nicht einzutreten ist,

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dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das BFM ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-
prüfen (Art. 32-35 AsylG),  die Beurteilungskompetenz der Beschwer-
deinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz 
zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichteintretensent-
scheid  als  unrechtmässig  erachtet  -  einer  selbständigen  materiellen 
Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die Sache zu 
neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. die nach wie 
vor zutreffende Praxis in Entscheidungen und Mitteilungen der Schwei-
zerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1.),

dass indessen bei der Anwendung des Tatbestandes von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a und Abs. 3 AsylG vorweg über das Bestehen bzw. Nichtbeste-
hen  der  Flüchtlingseigenschaft  abschliessend  materiell  zu  entschei-
dend ist, soweit dies im Rahmen einer summarischen Prüfung möglich 
ist,  wobei  das  Nichtbestehen  der  Flüchtlingseigenschaft  Vorausset-
zung zu einem Nichteintretensentscheid nach dieser Bestimmung bil-
det (vgl. BVGE 2007/8 insbes. E. 5.6.5),

dass dementsprechend in einem diesbezüglichen Beschwerdeverfah-
ren  ungeachtet  der  vorzunehmenden  Überprüfung  eines  formellen 
Nichteintretensentscheides auch die Flüchtlingseigenschaft - allerdings 
nur hinsichtlich der Überprüfung deren offensichtlichen Fehlens - Pro-
zessgegenstand ist (vgl. a.a.O., E. 2.1),

dass daher auf den Antrag in der Beschwerdeschrift, das Asylgesuch 
des Beschwerdeführers sei gutzuheissen, nicht einzutreten ist, 

dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Vollzugs nach dem 
Nichteintreten auf ein Asylgesuch regelmässig materiell prüft, weshalb 
dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher Zuständigkeit  mit  Zustimmung einer zweiten Richterin entschie-
den wird (Art. 111 Bst. e AsylG), und sich vorliegend, wie nachfolgend 
aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (vgl. Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde, 

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dass in der Beschwerde sinngemäss gerügt wird, die bisherigen Asyl-
anhörungen seien chaotisch ("very confusing") verlaufen und die dabei 
eingesetzte Zeit habe nicht zur Erfassung des rechtserheblichen Sach-
verhalts ausgereicht, 

dass diese Vorhalte vorab zu prüfen sind, weil sie gegebenenfalls eine 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung nach sich ziehen könnten,

dass  der  Beschwerdeführer  hierzu  ausführte,  sein  Befrager  habe 
nichts über die Traditionen in Nigeria gewusst, den Kern der Asylanga-
ben nicht erfasst und ungenügend befragt, beispielsweise zur Polizei, 

dass er jedoch die Asylgründe ungehindert darlegen konnte und seine 
Aussagen - nach Rückübersetzung in eine ihm verständliche Sprache 
(Ibo und Englisch) - vorbehaltlos unterzeichnet hat, 

dass  bereits  an der  Kurzbefragung  im Transitzentrum die  Darlegung 
der  Gesuchsgründe relativ  ausführlich erfolgte und die Anhörung zu 
den Asylgründen nicht weniger als 121 Fragen und Antworten umfass-
te und inklusive Übersetzung 3 Stunden 20 Minuten dauerte,

dass aus den Protokolle keine Lücken erkennbar sind, zumal der Be-
schwerdeführer selber am Schluss der Anhörung bestätigte, alles ge-
sagt zu haben, was ihm für sein Asylgesuch wichtig erschien (F 120),

dass somit der Sachverhalt rechtsgenüglich erstellt ist und die formel-
len Rügen (Verletzung des rechtlichen Gehörs) abzuweisen sind, 

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn die asylsuchende 
Person den Behörden nicht  innert  48 Stunden nach Einreichung des 
Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere abgibt, ausser sie könne glaub-
haft  machen, sie  sei  dazu aus entschuldbaren Gründen nicht  in  der 
Lage, oder auf  Grund der Anhörung sowie gestützt auf  Art. 3 und 7 
AsylG  die  Flüchtlingseigenschaft  festgestellt  wird  oder  sich  sich  auf 
Grund der Anhörung erweist, dass zusätzliche Abklärungen zur Fest-
stellung der Flüchtlingseigenschaft  oder  eines Wegweisungsvollzugs-
hindernisses nötig sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG),

dass es sich gemäss BVGE 2007/7 beim Begriff "Reise- und Identitäts-
papiere"  um Dokumente  handelt,  die  "sowohl  die  einwandfreie  Fest-
stellung  der  Identität  als  auch  die  sichere  Durchführung  der  Rück-
schaffung ermöglichen" sollen (E. 6)  und unter  Vorbehalt  des Vorlie-
gens entschuldbarer Gründe ein Nichteintretensentscheid selbst dann 

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zu erfolgen hätte, wenn trotz fehlender Ausweispapiere keine Zweifel 
über die Identität des oder der Asylsuchenden bestehen (E. 5.3. a.E.),

dass hinsichtlich der  Nichteinreichung von Identitätspapieren vorweg 
auf die im Transitzentrum Altstätten protokollierten Aussagen des Be-
schwerdeführers zu verweisen ist,

dass er in der Beschwerde zusätzlich erklärt, er habe seinen Onkel te-
lefonisch  anvisiert,  eine  neue  Identitätskarte  zu  beschaffen  und  sie 
nachzusenden,  und  dass  er  versuche,  die  Person,  die  ihm  in  der 
Schweiz seine Papiere gestohlen habe, ausfindig zu machen,

dass  aufgrund  der  vorstehenden  Argumentation,  der  offensichtlich 
haltlosen  (vgl.  nachstehend)  Asylgeschichte  und  der  unrealistischen 
Reisemodalitäten  davon  ausgegangen  wird,  der  Beschwerdeführer 
habe  für  seine  Reise  vom Heimatland  in  die  Schweiz  authentische 
Identitäts- und Reisepapiere verwendet, welche er jedoch bis heute in 
Verletzung  seiner  gesetzlichen  Mitwirkungspflicht  (vgl.  Art.  8  Abs.  1 
Bst. b AsylG) den schweizerischen Behörden nicht ausgehändigt hat, 

dass das BFM demnach zu Recht  zum Schluss gelangt  ist,  der Be-
schwerdeführer mache keine entschuldbaren Gründe für das versäum-
te Einreichen von Identitätsdokumenten geltend, 

dass  aufgrund  dieser  Situation  die  Identität  des  Beschwerdeführers 
nach wie vor nicht feststeht,

dass weiter - unter Beachtung der in BVGE 2007/8 aufgestellten Richt-
linien (E. 5.6) - zu prüfen ist, ob auf Grund der Anhörung (und der Ak-
ten)  weitere  Abklärungen  zur  Feststellung  der  Flüchtlingseigenschaft 
oder  von  Wegweisungsvollzugshindernissen nötig  sind  oder  gar  die 
Flüchtlingseigenschaft  festzustellen  ist  (Art.  32  Abs.  3  Bst.  b  und  c 
AsylG), oder ob bereits aufgrund einer summarischen Prüfung festge-
stellt  werden kann,  dass  die  asylsuchende Person die  Flüchtlingsei-
genschaft offensichtlich nicht erfüllt,

dass das Bundesverwaltungsgericht  im Rahmen einer  Gesamtwürdi-
gung der Anhörungsprotokolle angesichts des dürftigen Beschwerde-
inhalts in Bestätigung der vorinstanzlichen Erkenntnis zum Schluss ge-
langt,  dass  die  Flüchtlingseigenschaft  des  Beschwerdeführers  offen-
sichtlich  nicht  besteht  und  ohne  besonderen  Begründungsaufwand 
ausgeschlossen werden kann (vgl. a.a.O. E. 5.6.6.), zumal er in Bezug 
auf seine Erlebnisse vage, weitgehend substanzlose sowie lebensfrem-

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de Angaben gemacht hat und seine Schilderungen kaum Glaubhaftig-
keitsmerkmale und Realitätsmerkmale beinhalten, 

dass seine Angaben über die Reise von Lagos bis Vallorbe derart von 
Unglaubhaftigkeitselementen  strotzen,  dass  die  generelle  Glaubwür-
digkeit der Beschwerdeführers nachhaltig erschüttert wird,

dass deshalb auf die überzeugende vorinstanzliche Argumentation in 
der angefochtenen Verfügung abgestellt werden darf,

dass zufolge der Unglaubhaftigkeit der Verfolgungsgeschichte den vor-
handenen  Narben  beim  Beschwerdeführer  andere  Ursachen  zuzu-
schreiben sind und dieser aus den drei bei den Akten liegenden Fotos 
nichts zu seinen Gunsten ableitet, weshalb ihnen im Verfahren keine 
Bedeutung zukommt,

dass die  Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich  seiner  Verfol-
gungs- und Fluchtgründe somit offensichtlich die Voraussetzungen zur 
Anerkennung als Flüchtling nicht erfüllen und auch keine weiteren Ab-
klärungen notwendig erscheinen,

dass deshalb keiner der drei in Art. 32 Abs. 3 AsylG aufgeführten, dem 
Regelfall des Nichteintretens bei Erfüllen des Tatbestandes von Art. 32 
Abs. 2 Bst. a AsylG entgegenstehenden Gründe vorliegt,  zumal,  wie 
sich im Folgenden zeigt, auch keine zusätzlichen Abklärungen zur Fest-
stellung von Wegweisungsvollzugshindernissen notwendig sind,

dass das BFM mithin  zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerde-
führers nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt  und der Beschwerde-
führer zudem keinen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat,  wes-
halb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den gesetzlichen Be-
stimmungen steht und vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtli-
che Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise des Ausländers in 

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den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 
Abs. 3 AuG), und keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein 
Land  gezwungen  werden  darf,  in  dem ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre 
Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder 
in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen 
zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat dro-
hende menschenrechtswidrige Behandlung ersichtlich sind,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  weder  die  allgemeine  Lage  im  Heimat-  beziehungsweise  Her-
kunftsstaat des Beschwerdeführers noch individuelle Gründe auf eine 
konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass  die  nächsten  Angehörigen  des  Beschwerdeführers  im  Heimat-
land leben und deshalb von einem intakten sozialen Beziehungsnetz 
auszugehen ist,  die  angebliche Anhörigkeit  zur  Ethnie  der  Igbo den 
Wegweisungsvollzug  nicht  unzumutbar  macht  und  dem  (...)-jährigen 
Beschwerdeführer, der mangels anderslautender Hinweise gesund ist 
und eigenen Angaben zufolge langjährige berufliche Erfahrungen als 
G._______hat, zuzumuten ist, Anstrengungen zur erneuten Aufnahme 
einer  geregelten  Erwerbstätigkeit  in  seinem  Heimatland  zu 
unternehmen, 

dass es dem Beschwerdeführer zudem frei steht, sich in einem ande-
ren Landesteil Nigerias niederzulassen, um allfälligen, lokal bedingten 
Problemen aus dem Weg zu gehen,

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Hei-
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-

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hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es ihm obliegt, bei der Beschaffung gül-
tiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer insgesamt nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletze, den rechts-
erheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststelle oder un-
angemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuwei-
sen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  der  Beschwerdeführer  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG ersuchte, ohne diesen An-
trag substanziiert zu begründen,

dass gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG von der Erhebung von Verfahrens-
kosten  abgesehen  werden  kann,  wenn  der  Beschwerdeführer  nicht 
über  die  erforderlichen  Mittel  verfügt  und  sein  Begehren  nicht  aus-
sichtslos erscheint,

dass das Verfahren aufgrund der vorstehenden Erwägungen als aus-
sichtslos zu bezeichnen ist, weshalb das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist,

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst die sinngemässen Gesu-
che um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses und vollzugs-
hindernde Massnahmen gegenstandslos werden,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 16 Abs. 1 Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 VGKE) dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird ab-
gewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-- werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer durch  Vermittlung  des  Transitzentrums Alt-
stätten (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, Transitzentrum Altstätten (per Telefax zu den Akten Ref.-
Nr. N_______, mit  der Bitte um Eröffnung des Urteils an den Be-
schwerdeführer und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbe-
stätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Walter Stöckli Thomas Hardegger

Versand: 

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EMPFANGSBESTÄTIGUNG

A._______, Nigeria,

Hiermit bestätige ich, heute folgendes Dokument erhalten zu haben:

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. August 2008

Ort: .............................................

Datum: .............................................

Unterschrift: .............................................

Bemerkungen:    .................................................

Diese Empfangsbestätigung ist  nach Unterzeichnung von der eröffnenden Behörde dem 
Bundesverwaltungsgericht, Abt. V, Geschäftsnummer E-5393/2008 (N_______), Postfach, 
3000 Bern 14, (vorab per Telefax) zuzustellen. 

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