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**Case Identifier:** 48793887-a9e9-52a6-a27e-baf5ad60a81e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.08.2014 200 2013 980
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-980_2014-08-08.pdf

## Full Text

200 13 980 IV
SCJ/COC/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. August 2014

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiberin Collatz

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Oktober 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1984 geborenen A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
wurden vom 10. Februar 1998 bis zum 31. Juli 2004 medizinische Mass-
nahmen der eidgenössischen Invalidenversicherung für die Behandlung 
des Geburtsgebrechens Nr. 453 (angeborene Störungen des Fett- und 
Lipoprotein-Stoffwechsels) gewährt (Akten der IV [act. II] 3). Ferner wurden 
ihr mit Verfügungen vom 15. Juni 2001, vom 1. August 2003 sowie vom 
7. Februar 2005 Berufsberatung zugesprochen, welche jedoch ohne Erfolg 
abgeschlossen wurde (act. II 10, 11, 32, 41, 46, 51). 

Im weiteren Verlauf verneinte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerde-
gegnerin) mit Verfügung vom 6. März 2006 (act. II 61) einen Anspruch auf 
eine Invalidenrente. Nachdem die Versicherte gegen diese Verfügung Ein-
sprache erhoben hatte (act. II 64, 68), liess die IVB sie durch die Fachärzte 
der MEDAS (MEDAS), interdisziplinär begutachten (Gutachten vom 22. Mai 
2008; act. II 74). Gestützt darauf wies sie die Einsprache mit Entscheid 
vom 22. August 2008 ab (act. II 79). Eine hiergegen erhobene Beschwerde 
(act. II 81) hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Urteil vom 
10. Dezember 2008, IV 69814 (act. II 85), dahingehend gut, als es die Ak-
ten an die Verwaltung zurückwies, damit diese abkläre, ob bei der Versi-
cherten zwischen dem 1. August 2002 und der Begutachtung vom 1. April 
2008 ein vorübergehender Rentenanspruch bestanden habe. Soweit die 
Verhältnisse ab 1. April 2008 betreffend wies das Gericht die Beschwerde 
ab. Die hiergegen erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angele-
genheiten (act. II 88) wies das Bundesgericht mit Entscheid vom 30. März 
2009, 9C_74/2009 (act. II 92) ab, soweit es darauf eintrat. Ferner überwies 
es die Sache zu weiteren (medizinischen) Abklärungen und zur Prüfung 
eines Rentenanspruchs für die Zeit ab August 2008 im Sinne einer Neu-
anmeldung an die Verwaltung.

Daraufhin führte die IVB weitere medizinische Erhebungen durch und liess 
einen Abklärungsbericht Haushalt erstellen (act. II 110). Mit Verfügung vom 
25. März 2011 (Akten der IV [act. IIA] 143) sprach sie der Versicherten bei 

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einem ermittelten Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 40% rückwirkend ab Janu-
ar 2009 eine Viertelsrente und ab April 2009 bei einem IV-Grad von 100% 
eine ganze Rente zu, wobei sie die Rentenzusprache bis zum 30. Juni 
2009 befristete. Ab Juli 2009 verneinte sie bei einem nunmehr in Anwen-
dung der gemischten Methode (55% Erwerbstätigkeit und 45% Haushalt) 
ermittelten IV-Grad von 6% einen Rentenanspruch. Diese Verfügung blieb 
unangefochten.

B.

Am 15. November 2011 meldete sich die Versicherte erneut bei der IV zum 
Leistungsbezug an (act. IIA 146). Daraufhin führte die IVB medizinische 
Erhebungen durch. Dabei veranlasste sie insbesondere eine Begutachtung 
durch Dr. med. D.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH (Gutachten vom 6. November 2012; act. IIA 163). Ferner liess sie 
einen neuen Abklärungsbericht Haushalt erstellen (act. IIA 165). Mit Vorbe-
scheid vom 12. März 2013 (act. IIA 166) stellte die IVB bei einem in An-
wendung der gemischten Methode (55% Erwerbstätigkeit und 45% Haus-
halt) ermittelten IV-Grad von 20% die Abweisung des Rentenbegehrens in 
Aussicht. Damit zeigte sich die Versicherte nicht einverstanden (act. IIA 
169). Nach Einholen einer Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen 
Dienstes (RAD) der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (act. IIA 178), von 
Dr. med. D.________ (act. IIA 181) sowie des Abklärungsdienstes (act. IIA 
185) hielt die IVB mit Verfügung vom 7. Oktober 2013 (act. IIA 186) an ih-
rem Vorbescheid fest und wies das Rentenbegehren ab. 

C.

Hiergegen liess die Versicherte am 6. November 2013 Beschwerde erhe-
ben und folgende Anträge stellen:

1. Der Beschwerdeführerin sei eine ganze Rente zuzusprechen.
2. Eventualiter sei ein neues Gutachten zur Beurteilung der Ar-

beitsfähigkeit anzuordnen.

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3. Der Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren das 
Recht zur unentgeltlichen Rechtspflege, unter Beiordnung von 
Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt zu erteilen.

– unter Kosten- und Entschädigungsfolge –

Mit Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2013 schloss die Beschwerde-
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Mit Verfügung vom 11. Dezember 2013 hiess der Instruktionsrichter das 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsan-
walt B.________ als amtlicher Anwalt gut. Gleichzeitig gab er den Parteien 
Gelegenheit, zur Frage des Vorliegens eines Revisionsgrundes Stellung zu 
nehmen. Eine diesbezügliche Stellungnahme der Beschwerdegegnerin 
ging am 31. Dezember 2013 und eine solche der Beschwerdeführerin am 
16. Januar 2014 beim Gericht ein. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 

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i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Oktober 2013 
(act. IIA 186). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwer-
deführerin. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.1.1 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

2.1.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 

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fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 
Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-
einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-
ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht 
in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 
352 E. 2.2.3 S. 354).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
IV-Grad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

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2.3 Grundsätzlich wird für die Bestimmung des IV-Grades das Erwerbs-
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die In-
validität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der 
IV-Grad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Methode; 
BGE 125 V 146 E. 2a S. 150).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen 
IV-Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Tritt die Verwaltung auf die Neuanmel-
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des IV-Grades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo-
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzuge-

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hen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der IV-Grad seit 
Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren 
hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch 
zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine ren-
tenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im 
Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den IV-Grad erhebli-
chen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsverfahren 
– analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Vergleich 
des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beurteilung 
und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der 
streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 71 
E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Aus den Akten wird ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin auf 
die Neuanmeldung vom 15. November 2011 (act. IIA 146) eingetreten ist. 
Folglich ist die Eintretensfrage vom Gericht nicht zu überprüfen (BGE 109 
V 108 E. 2b S. 114). 

Bevor eine freie Prüfung des Rentenanspruchs vorgenommen werden 
kann, ist zunächst zu prüfen, ob zwischen der Verfügung vom 25. März 
2011 (act. IIA 143), in welcher insbesondere ab Juli 2009 ein Rentenan-
spruch verneint worden ist, und der hier angefochtenen Verfügung vom 
7. Oktober 2013 (act. IIA 186) eine anspruchsbegründende Veränderung 
der erheblichen Tatsachen eingetreten ist (vgl. E. 2.5 hiervor). Die Parteien 
erhielten im vorliegenden Verfahren Gelegenheit, sich zum Bestehen eines 
allfälligen Revisionsgrundes zu äussern (vgl. prozessleitende Verfügung 
vom 11. Dezember 2013), so dass nichts entgegensteht, diese Frage vorab 
zu prüfen.

3.2 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung 25. März 2011 
(act. IIA 143) soweit die Verneinung des Rentenanspruchs ab Juli 2009 

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betreffend massgeblich auf das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 
22. Mai 2008 (act. II 74). In diesem wurden mit Auswirkungen auf die Ar-
beitsfähigkeit ein Morbus Niemann-Pick Typ 2 (ICD-10 M35.9), ein corti-
costeroidinduziertes Cushing-Syndrom (ICD-10 E24.2), Schmerzen unkla-
rer Ursache im Bereich des linken Oberarmes und der linken Skapula (ICD-
10 M79.62/M79.61), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig 
leichte Episode (ICD-10 F33.0), eine anhaltende somatoforme Schmerz-
störung (ICD-10 F45.4) sowie eine chronische Lumbalgie ohne radikuläre 
Ausfälle (ICD-10 M 54.5) diagnostiziert (S. 16 Ziff. 5). Aus psychiatrischer 
Sicht bestehe eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20%. Diese sei 
bedingt durch die anhaltende somatoforme Schmerzstörung und die rezidi-
vierende depressive Störung, die gegenwärtig leichtgradig ausgebildet sei. 
Hinweise für eine schwere depressive Störung fänden sich nicht. Es lägen 
auch keine Hinweise auf unbewusste Konflikte vor. Ein primärer Krank-
heitsgewinn sei nicht vorhanden. Der Beschwerdeführerin könne es daher 
zugemutet werden, trotz der geklagten Beschwerden die nötige Willensan-
strengung aufzubringen, um zu 80% einer beruflichen Tätigkeit nachzuge-
hen (S. 10 Ziff. 4.1.5). Aus orthopädischer Sicht wurde in einer leichten bis 
mittelschweren Tätigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert 
(S. 15 Ziff. 4.2.5). Aus internistischer Sicht sei die Leistungsfähigkeit durch 
die restriktive Ventilationsstörung im Rahmen ihrer Grundkrankheit (Morbus 
Niemann-Pick) und durch das corticosteroidinduzierte Cushing-Syndrom 
eingeschränkt. Aufgrund der restriktiven Ventilationsstörung und der Mus-
kelschwäche bei gleichzeitigem Vorliegen einer sekundären Adipositas 
seien der Beschwerdeführerin keine körperlich schweren und mittelschwe-
ren Tätigkeiten mehr zumutbar. In einer körperlich leichten, vorwiegend 
sitzenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung bestehe aus 
rein intern-medizinischer Sicht eine ganztägige Arbeitsfähigkeit mit einer 
Leistungseinbusse von 20%. Aus interdisziplinärer Sicht kamen die Gut-
achter zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei in einer körperlich leichten 
bis höchstens intermittierend mittelschweren Tätigkeit ganztägig arbeits-
fähig mit einer Leistungseinbusse von 30%. Es bestehe eine 70%-ige Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit. Die Einschränkungen aus psychiatrischer 
und intern-medizinsicher Sicht seien teilweise additiv (S. 17 Ziff. 6.2).

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3.3 Der nunmehr angefochtenen Verfügung vom 7. Oktober 2013 
(act. IIA 186) liegen insbesondere folgende Berichte zugrunde: 

3.3.1 Dr. med. E.________ diagnostizierte im Bericht vom 15. Dezember 
2011 (act. IIA 149) einen Morbus Niemann-Pick Typ B, eine anhaltende 
somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), chronischer Verlauf, und 
eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 
F32.2), chronischer Verlauf (S. 1). Der Beschwerdeführerin sei es nach der 
Geburt der Tochter zunächst psychisch besser gegangen. Im Herbst 2009 
habe sie jedoch einen Rückfall in die Depression erlitten. Im Laufe des Jah-
res 2010 sei die Depression zunehmend chronisch geworden und ab Okto-
ber 2011 habe sich der Zustand zunehmend verschlechtert. Die Beschwer-
deführerin klage über Übelkeitsgefühle, Müdigkeit, Schlappheit, Schwäche, 
heftige Schmerzen in der linken Schulter und im linken Oberbauch, be-
drückte, deprimierte Stimmung, Hoffnungslosigkeit und Zukunftsängste. Die 
chronische Ein- und Durchschlafstörung führe dazu, dass sie immer müde 
und erschöpft sei. Zudem leide sie unter migräneartigen Kopfschmerzen 
(S. 2). Es bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Da die Grundkrankheit 
(Morbus Niemann-Pick) nicht heilbar sei und somit ebenfalls das chroni-
sche Schmerzsyndrom bestehen bleibe, könne auch die als Folgekrankheit 
aufgetretene Depression nicht geheilt, aber allenfalls gebessert werden 
(S. 3). 

3.3.2 Dr. med. D.________ diagnostizierte im Gutachten vom 6. Novem-
ber 2012 (act. IIA 163) eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung 
(ICD-10 F45.4), eine rezidivierende depressive Störung, bis April 2010 mit-
telgradige Episode, seither remittiert (ICD-10 F33.1/F33.4), und eine de-
pressive Reaktion seit Oktober 2011 (ICD-10 F43.21; S. 7 Ziff. 4). Die Be-
schwerdeführerin gebe als Hauptgrund für ihre Arbeitsunfähigkeit die be-
stehenden Schmerzen an. Soweit diese nicht mit der körperlichen Grun-
derkrankung im Zusammenhang stünden, könne von einer anhaltenden 
somatoformen Schmerzstörung ausgegangen werden. Ferner sei eine de-
pressive Krankheit bekannt. Da die Depressivität im Ausmass schwanke, 
sei eine rezidivierende Störung zu diagnostizieren. Bis Herbst 2011 sei es 
zu einer Remission gekommen. Die Beschwerdeführerin habe deshalb die 
psychiatrische Behandlung von Mai 2010 bis Herbst 2011 aufgeben kön-

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nen. Seither gehe sie wieder regelmässig in psychiatrische Behandlung. 
Aktuell liege eine leichtgradige depressive Reaktion vor. Für diese Beurtei-
lung spreche, dass sie eine regelmässige Tagesgestaltung zeige, sie fähig 
sei ihr Kleinkind zu pflegen und den Haushalt zu erledigen, soziale Kontak-
te pflege, diesen Sommer längere Ferien gemacht habe und anlässlich der 
Untersuchung nicht durchgehend verstimmt gewesen sei (S. 8). Da be-
stimmte Gründe zur Depression geführt hätten, könne von einer depressi-
ven Reaktion ausgegangen werden. Dies sei ein rückbildungsfähiges Lei-
den, das in der Regel nicht zu einer längerdauernden Arbeitsunfähigkeit 
führe, also auch keine schwere psychische Komorbidität darstelle. Weiter 
gab der Gutachter an, neben der somatoformen Schmerzstörung habe seit 
Mai 2010 keine schwere Komorbidität mehr bestanden. Es bestünden auch 
keine chronische körperliche Begleiterkrankung, kein sozialer Rückzug und 
keine auffällige prämorbide Persönlichkeitsstruktur. Die Schmerzkrankheit 
sei aber progredient und chronifiziert (S. 9). Damit seien mehrere der Krite-
rien, die eine Willensanstrengung zur Schmerzüberwindung einschränkten, 
erfüllt, dies jedoch nicht in einem derartigen Ausmass, dass die Arbeits-
fähigkeit zu mehr als 20% eingeschränkt sei. Zu dieser Beurteilung führe 
insbesondere die Tatsache, dass die psychische Komorbidität nicht 
schwergradig ausgeprägt sei (S. 10). Diese Einschränkung bestehe sei Mai 
2010 (S. 11 Ziff. 6). Schliesslich gab der Gutachter an, es sei nicht nach-
vollziehbar, dass die behandelnde Ärztin eine schwere depressive Episode 
diagnostiziert habe. Damit sei nicht vereinbar, dass die Beschwerdeführerin 
keine starken Antidepressiva erhalten habe und sie nicht stationär psychia-
trisch behandelt worden sei. Ferner würden im Bericht vom 15. Dezember 
2011 die Ursachen für die aktuelle Depression berichtet (Rückkehr nach 
Ferienaufenthalt, Zukunftsängste, Sorgen um das Kind, arbeitsloser Ehe-
mann, finanzielle Probleme). Es könne somit eine depressive Reaktion 
diagnostiziert werden (S. 15 f.). 

3.3.3 Prof. Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
und für Endokrinologie/Diabetologie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 
26. November 2012 (act. IIA 169 S. 6 ff.) einen Morbus Niemann Pick Typ 
B und einen Verdacht auf eine partielle Nebenniereninsuffizienz und Hypo-
thyreose unklarer Ätiologie (S. 6). Es habe eine pneumologische Standort-
bestimmung stattgefunden. Anamnestisch bestehe ein stabiler Befund. 

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Wegen den ausgeprägten Armschmerzen sei eine rheumatologische 
Standortbestimmung erfolgt. Als therapeutische Konsequenz habe sich die 
Beschwerdeführerin diesbezüglich für eine Physiotherapie entschieden. 
Weiter gab der Arzt an, laborchemisch fänden sich normale Elektrolyten, 
eine normale Hämatologie sowie normale Leber- und Nierenwerte. Ferner 
bestünden klinisch keine sicheren Hinweise für eine Dysthyreose. Labor-
mässig werde eine Hypothyreose bestätigt. Die Cortisontherapie der parti-
ellen Nebennierenrinden-Insuffizienz scheine adäquat. Die im Oktober 
(2012) durchgeführte Bildgebung habe eine stabile Grösse der Milz gezeigt 
(S. 7). 

3.3.4 Am 17. April 2013 nahm Dr. med. E.________ zum Gutachten von 
Dr. med. D.________ vom 6. November 2012 Stellung (act. IIA 169 S. 9 ff). 
Es bestehe eine rezidivierende depressive Störung je nach Ausprägung 
leicht-, mittel- oder schwergradig, wobei es in den Jahren 2008, 2010 und 
2012 zu Remissionen gekommen sei. Der Verlauf der Erkrankung sei chro-
nisch. Ferner habe die Beschwerdeführerin während den schweren und 
mittelschweren depressiven Episoden Antidepressiva eingenommen, wel-
che sie jedoch oft nicht vertragen habe (S. 11). Da sie in den Depressionen 
nicht akut suizidgefährdet gewesen sei, sei eine Hospitalisation gegen ih-
ren Willen nie in Frage gekommen. Freiwillig habe sich die Beschwerdefüh-
rerin nicht einweisen lassen wollen (S. 12). Die Auswirkungen der Depres-
sionen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seien erheblich, 
wenn eine mittelgradige oder schwere depressive Störung bestehe. In 
Kombination mit der körperlich bestehenden Arbeitsunfähigkeit könne da-
her ein erhebliches Mass an Invalidität entstehen (S. 13). 

3.3.5 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, dia-
gnostizierte im Bericht vom 22. Mai 2013 (act. IIA 175) einen Morbus Nie-
mann-Pick Typ B, einen Zustand nach einer partiellen Splenektomie, eine 
interstitielle Pneumopathie, eine primäre Niereninsuffizienz, eine Hypothy-
reose und eine Depression. Die Beschwerden, wie Schwäche, Belastungs-
dyspnoe, Ödeme und rezidivierende Unterbauchschmerzen links, nähmen 
wieder zu. Damit sei auch eine Zunahme der Leistungsminderung zu ver-
zeichnen. Es bestehe eine 80%-ige Arbeitsunfähigkeit. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 13

3.3.6 Die RAD-Ärztin Dr. med. H.________, Fachärztin für Allgemeine 
Innere Medizin FMH, hielt im Bericht vom 25. Juli 2013 (act. IIA 178) fest, 
auch wenn die Beschwerdeführerin tatsächlich das Medikament Jarsin (aus 
Johanniskraut) ab März 2011 wieder genommen habe, so sei dies keine 
adäquate Therapie für eine als schwer bezeichnete depressive Episode. 
Auch der Umstand, dass sie nicht habe hospitalisiert werden müssen, son-
dern habe in die Ferien gehen können, spreche gegen eine schwere De-
pression. Anhaltspunkte für eine schwere Depression lägen nicht vor. Im 
Mai 2010 sei auch eine Behandlung durch Dr. med. E.________ wieder 
eingestellt worden und die Medikamente seien damals nicht mehr genom-
men worden (S. 3). Obwohl davon habe ausgegangen werden können, 
dass seit der Untersuchung durch die Fachärzte der MEDAS keine wesent-
lichen Veränderungen der Gesundheitssituation eingetreten seien, sei die 
Beschwerdeführerin durch Dr. med. D.________ begutachtet worden. Des-
sen Gutachten sei – bis auf die Frage, wann die Remission der Depression 
eingetreten sei – nachvollziehbar und schlüssig (S. 4). 

3.3.7 Am 13. August 2013 nahm Dr. med. D.________ zum Eintritt der 
Remission der Depression nochmals Stellung (act. IIA 181). Seit Ende Juni 
2009 sei es zu einer deutlichen Verbesserung der Depressivität gekom-
men. Diese Besserung habe bis Ende September 2009 bestanden. Für 
diese Zeit könne von einer Remission ausgegangen werden (S. 1). Von 
Oktober 2009 bis Mai 2010 habe erneut eine Depressivität bestanden. Es 
sei also zu einem Abbruch der Remission gekommen. Ab Mai 2010 sei 
erneut eine Remission feststellbar gewesen. Von Juli 2009 bis Ende Sep-
tember 2009 habe eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden. Anschliessend sei 
es zu einer Reduktion der Arbeitsfähigkeit um ca. 40% gekommen, welche 
bis Ende April 2010 angedauert habe. Ab Mai 2010 habe eine 80%-ige 
Arbeitsfähigkeit bestanden (S. 2).

3.3.8 Prof. Dr. med. F.________ wiederholte im Bericht vom 6. Juni 2013 
(act. IIA 184 S. 2 ff.) seine zuvor gestellten Diagnosen. Die Beschwerdefüh-
rerin leide nach wie vor vermehrt unter Schmerzen, mehr links als rechts, 
im Bereich des Stammes. Es bestünden nächtliche Schwellungen sowie 
Ein- und Durchschlafstörungen. Laborchemisch fänden sich normale Elek-
trolyten, keine Hinweise für einen Diabetes oder eine behandlungsbedürfti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 14

ge Dyslipidämie. Die Transaminasen und die Hämatologie seien normal. 
Bezüglich der Schilddrüsenkonstellation fände sich aktuell eine subklini-
sche Hyperthyreose. Klinisch könnten diesen Laborbefunden keine klaren 
Symptome zugeordnet werden. Die durchgeführte Ultraschalluntersuchung 
der Schilddrüse habe eine eher kleine Schilddrüse ergeben. Bezüglich des 
Lungenbefalls finde sich subjektiv keine wesentliche Veränderung (S. 3).

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.5 Wie dargelegt stützte sich die Verfügung vom 25. März 2011 
(act. IIA 143) soweit die Verneinung des Rentenanspruchs ab Juli 2009 
betreffend auf das MEDAS-Gutachten vom 22. Mai 2008 (act. II 74). Die-
sem Gutachten wurde durch das angerufene Gericht mit Urteil vom 10. De-
zember 2008 (act. II 85) – zumindest was die Beurteilung der Arbeitsfähig-
keit im Zeitpunkt der Begutachtung anbelangt – volle Beweiskraft zuerkannt 
(S. 13 f. E. 3.2.1). Dies wurde vom Bundesgericht mit Entscheid vom 
30. März 2009 bestätigt (BGer 9C_74/2009, S. 3; act. II 92 S. 4).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 15

3.5.1 Im besagten MEDAS-Gutachten wurde die Einschränkung der Ar-
beits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus somatischer (in-
tern-medizinischer) Sicht aufgrund des bestehenden Morbus Niemann-Pick 
Typ 2 und des corticosteroidinduzierten Cushing-Syndroms in einer körper-
lich leichten, vorwiegend sitzenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wech-
selbelastung auf 20% festgesetzt (S. 17 Ziff. 6.2). Dafür, dass sich der Ge-
sundheitszustand der Beschwerdeführerin und insbesondere ihre Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit aus somatischer Sicht seit dieser Begutachtung 
verändert haben könnten, bestehen keine Anhaltspunkte. Prof. Dr. med. 
F.________ hielt im Bericht vom 26. November 2012 (act. IIA 169 S. 6 ff.) 
insbesondere fest, dass normale Elektrolyten, eine normale Hämatologie 
und normale Leber- und Nierenwerte bestünden, die Cortisontherapie der 
partiellen Nebennierenrinden-Insuffizienz adäquat scheine und die Milz 
eine stabile Grösse zeige (S. 7). Auch aus dem Bericht von Prof. Dr. med. 
F.________ vom 6. Juni 2013 (act. IIA 184 S. 2 ff.) geht nichts hervor, was 
darauf schliessen liesse, dass sich insbesondere die Auswirkungen des 
Morbus Niemann-Pick auf die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin 
verändert haben könnten. 

Daran ändert der Bericht von Dr. med. G.________ vom 22. Mai 2013 
(act. IIA 175) nichts, in welchem der Arzt insbesondere aufgrund der zu-
nehmenden Beschwerden eine 80%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert hat. 
Denn er legt in seinem Bericht weder genau dar, inwiefern sich die Be-
schwerden verstärkt haben sollen, noch liefert er eine Begründung für die 
attestierte Arbeitsunfähigkeit. 

Da folglich ohne weiteres davon ausgegangen werden kann, dass das 
Ausmass der somatisch erklärbaren Beschwerden und die entsprechenden 
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit unverändert geblieben sind, muss 
vorliegend im Rahmen der Prüfung eines medizinischen (somatischen) 
Revisionsgrundes – entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 3 
Art. 2) – nicht fachärztlich geprüft werden, welche der körperlichen Be-
schwerden organisch erklärbar sind und welche der somatoformen 
Schmerzstörung zuzuschreiben sind. 

3.5.2 Aus psychiatrischer Sicht ist vorab festzuhalten, dass das Gutach-
ten von Dr. med. D.________ vom 6. November 2012 (act. IIA 163) samt 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 16

Ergänzung vom 13. August 2013 (act. IIA 181) die von der höchstrichterli-
chen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens 
gestellten Anforderungen erfüllt (vgl. E. 3.4 hiervor), weshalb ihm volle Be-
weiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Der Gutachter 
hat sich in seiner ärztlichen Beurteilung sorgfältig mit den gesundheitlichen 
Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und seine 
Schlussfolgerungen insbesondere gestützt auf seine eigene Untersuchung 
getroffen. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen zum 
Gesundheitszustand nachvollziehbar begründet. Soweit die Beschwerde-
führerin die Dauer der Untersuchung durch Dr. med. D.________ bean-
standet (Beschwerde S. 3 Art. 2), ist der Beschwerdegegnerin beizupflich-
ten (Beschwerdeantwort S. 2 Ziff. 2), dass eine Untersuchungsdauer von 
einer Stunde und fünfzehn Minuten (vgl. act. IIA 163 S. 1) nicht als kurz 
bezeichnet werden kann. Darüber hinaus liegt es grundsätzlich im Ermes-
sen des jeweiligen Arztes zu bestimmen, wie viel Zeit er für die Untersu-
chung eines Exploranden benötigt. Rechtsprechungsgemäss kommt es für 
den Aussagegehalt eines Arztberichtes nicht auf die Dauer der Untersu-
chung an; massgebend ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig 
und im Ergebnis schlüssig ist (Entscheid des Bundesgerichts vom 8. Juni 
2011, 9C_330/2011, E. 5 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend der Fall. Der 
Gutachter legt nachvollziehbar dar, dass die Beschwerdeführerin an einer 
anhaltenden somatoformen Schmerzstörung sowie an einer depressiven 
Reaktion leidet und sie (aus psychiatrischer Sicht) seit Mai 2010 zu 20% in 
ihrer Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (act. IIA 163 S. 10 
und act. IIA 181 S. 2). Darauf ist abzustellen.

An dieser Beurteilung ändert der Bericht von Dr. med. E.________ vom 
15. Dezember 2011 (act. IIA 149) nichts, in welchem die behandelnde Ärz-
tin insbesondere eine schwere depressive Episode ohne psychotische 
Symptome, chronischer Verlauf, diagnostiziert und eine 100%-ige Arbeits-
unfähigkeit attestiert hat. Denn der Gutachter hat nachvollziehbar darge-
legt, dass und weshalb diese Diagnose – und somit auch die attestierte 
Arbeitsunfähigkeit – verfehlt ist (act. IIA 163 S. 15 f.). Soweit Dr. med. 
E.________ im gleichen Bericht ausgeführt hat, dass sich der Gesund-
heitszustand der Beschwerdeführerin seit Oktober 2011 zunehmend ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 17

schlechtert habe (act. IIA 149 S. 2), kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. 
Diesbezüglich hat Dr. med. D.________ am 13. August 2013 (act. IIA 181) 
schlüssig begründet, dass von Juli bis September 2009 eine volle Arbeits-
fähigkeit bestanden habe, diese von einer bis Mai 2010 andauernden Ar-
beitsfähigkeit von 60% abgelöst worden sei und seither eine Arbeitsfähig-
keit von 80% bestehe.

Vergleicht man in den beiden massgeblichen Zeitpunkten (vgl. E. 3.1 hier-
vor) die psychisch bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, ist mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Veränderung eingetreten, da 
schon im MEDAS-Gutachten vom 22. Mai 2008 aus psychiatrischer Sicht 
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 20% attestiert worden war (act. II 
74 S. 10 Ziff. 4.1.5). Somit ist (auch aus psychiatrischer Sicht) das Vorlie-
gen eines Revisionsgrundes zu verneinen.  

Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob die von Dr. med. D.________ 
diagnostizierte depressive Reaktion überhaupt invalidisierend ist. 

3.5.3 Im massgeblichen Zeitraum (März 2011 bis Oktober 2013) ist somit 
weder aus somatischer noch aus psychischer Sicht eine anspruchsbegrün-
dende Veränderung der erheblichen Tatsachen eingetreten, weshalb kein 
Revisionsgrund vorliegt.

Nach dem Dargelegten ist der medizinische Sachverhalt hinsichtlich der 
(vorerst) einzig zu prüfenden Frage des Vorliegens eines Revisionsgrundes 
hinreichend erstellt, weshalb sich die von der Beschwerdeführerin bean-
tragten weiteren medizinischen Abklärungen erübrigen (Beschwerde S. 6 
Art. 5; antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 162). 

3.6 Auch aus erwerblicher Sicht hat sich gemäss Aktenlage nichts 
geändert. Entsprechendes wird von der Beschwerdeführerin denn auch 
nicht geltend gemacht. 

3.7 Weiter ist auch nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegne-
rin in der angefochtenen Verfügung von einem unveränderten Status (55% 
Erwerbstätigkeit und 45% Haushalt) ausgegangen ist (act. IIA 186 S. 2).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 18

Entgegen der Auffassung in der Beschwerde (S. 4 Art. 3) ist vorliegend 
nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass sich die diesbezüglichen 
Verhältnisse der Beschwerdeführerin seit der Verfügung vom 25. März 
2011 verändert haben. Insbesondere ist nicht überwiegend wahrscheinlich, 
dass die Beschwerdeführerin heute – entsprechend ihrem Vorbringen (Be-
schwerde S. 4 Art. 3) – aus finanziellen Gründen zu 100% einer Erwerbs-
tätigkeit nachgehen würde. Dies gilt umso mehr, als ihr Ehemann gemäss 
Bericht von Dr. med. E.________ vom 15. Dezember 2011 (act. IIA 149) 
früher arbeitslos war, wogegen er aktuell ein monatliches Einkommen von 
Fr. 3'603.45 erzielt (Akten der Beschwerdeführerin [act. I] 3). Der finanzielle 
Druck auf die Beschwerdeführerin zur Steigerung des Arbeitspensums 
dürfte deshalb jedenfalls nicht grösser geworden sein als zum Zeitpunkt der 
Verfügung vom 25. März 2011. 

3.8 Damit ist erstellt, dass weder eine wesentliche Veränderung des 
Gesundheitszustandes (resp. der Arbeits- und Leistungsfähigkeit) noch der 
erwerblichen Situation oder hinsichtlich des Status eingetreten ist. Die Be-
schwerdeführerin hat folglich (weiterhin) keinen Anspruch auf eine IV-
Rente. 

Die angefochtene Verfügung vom 7. Oktober 2013 (act. IIA 186) ist nach 
dem Dargelegten (im Ergebnis) nicht zu beanstanden und die dagegen 
erhobene Beschwerde mangels Revisionsgrundes abzuweisen. 

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der mit prozessleitender Verfügung vom 
11. Dezember 2013 gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird sie 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 19

– unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. 
Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 
(ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht befreit.

4.2 Vorliegend besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung 
(Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG). Festzu-
setzen bleibt indes das amtliche Honorar für Rechtsanwalt B.________.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des 
gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 28. April 2014 macht Rechtsanwalt B.________ für 
das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung von insgesamt 
Fr. 2‘108.80 geltend, bestehend aus einem Honorar von Fr. 1‘875.-- (7.5 
Stunden à Fr. 250.--), Auslagen von Fr. 77.60 und Mehrwertsteuer von 
Fr. 156.20, was nicht zu beanstanden ist. Das amtliche Honorar ist auf 
Fr. 1'500.-- (7.5 x Fr. 200.--) zuzüglich Auslagen von Fr. 77.60 und Mehr-
wertsteuer von Fr. 126.20 (8% von Fr. 1'577.60) auf total Fr. 1‘703.80 fest-
zusetzen. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht der Beschwerdefüh-
rerin entsprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/980, Seite 20

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 2‘108.80 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 1‘703.80 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.