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**Case Identifier:** 15a6d21d-c00d-53ef-90e1-5cce689d430e
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-12
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 12.05.2025 200 2023 490
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2023-490_2025-05-12.pdf

## Full Text

IV 200 2023 490
KNB/ZID/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 12. Mai 2025

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 31. Mai 2023

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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Sachverhalt:

A.

Die 1962 geborene und zuletzt in einem Pensum von 60 % als … tätig ge-
wesene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) meldete sich 
im Mai 2020 unter Hinweis auf eine seit 4. Dezember 2019 bestehende 
Krankheit – dem Hausarzt zufolge handelt es sich dabei um eine Exazerba-
tion der Schmerzproblematik und eine zunehmende psychoide Erschöp-
fung – und eine seither attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit bei der 
Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Ant-
wortbeilage der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; AB] 3, 
2.3/8, 84/1 unten; vgl. auch AB 13/3). Nach erwerblichen und medizini-
schen Abklärungen gewährte die IVB berufliche Eingliederungsmassnah-
men in Form eines Aufbautrainings (AB 90, 105, 114 f., 135; vgl. aber auch 
AB 65, 38), welche mit Mitteilung vom 10. August 2022 infolge «gesund-
heitlicher Instabilität» der Versicherten eingestellt wurden (AB 138). Im 
Rahmen der anschliessenden Rentenprüfung liess die IVB die Versicherte 
auf Empfehlung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD; AB 126 ff.) po-
lydisziplinär (allgemeininternistisch, orthopädisch, psychiatrisch und neuro-
logisch) begutachten (Expertise der C.________ GmbH [MEDAS] vom 
6. Dezember 2022 [AB 152.1]) sowie einen Abklärungsbericht Haushalt 
(Bericht vom 30. Januar 2023 [AB 163/2 ff.]) erstellen. Mit Vorbescheid vom 
21. April 2023 stellte die IVB in Anwendung der gemischten Methode (Sta-
tus: 50 % Erwerbstätigkeit, 50 % Haushalt) die Abweisung des Rentenbe-
gehrens bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 20 % in Aussicht 
(AB 164). Auf Einwand (AB 168) hin verfügte sie am 31. Mai 2023 wie vor-
bescheidweise in Aussicht gestellt (AB 170).

B.

Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt B.________, 
mit an das Kantonsgericht … adressierter und von diesem zuständigkeits-
halber an das Verwaltungsgericht Bern (vgl. E. 1.1 nachfolgend) weiterge-
leiteter Eingabe vom 23. Juni 2023 Beschwerde erheben und beantragen, 

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in Aufhebung der angefochtenen Verfügung (AB 170) sei ihr mindestens 
eine Viertelsrente der IV (zuzüglich Verzugszinsen) auszurichten und die 
Beschwerdegegnerin habe sämtliche zusätzlichen Abklärungskosten durch 
den Hausarzt zurückzuerstatten, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Gleichzeitig stellte sie ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwalt B.________ als amtli-
cher Anwalt.

Am 4. August 2023 liess die Beschwerdeführerin den in Aussicht gestellten 
medizinischen Bericht ihres behandelnden Arztes vom 19. Juli 2023 (Be-
schwerdebeilage [BB] 3) nachreichen.

Mit Beschwerdeantwort vom 13. Mai 2024 schloss die Beschwerdegegne-
rin nach Einholung einer Stellungnahme des RAD vom 2. Mai 2024 (in den 
Gerichtsakten) auf Abweisung der Beschwerde. Diese wurde der Be-
schwerdeführerin zur Kenntnisnahme zugestellt.

Mit Verfügung vom 28. Juni 2024 hiess der Instruktionsrichter das Gesuch 
um unentgeltliche Rechtspflege gut unter Beiordnung von Rechtsanwalt 
B.________ als amtlicher Anwalt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-

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gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 31. Mai 2023 (AB 170). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine 
Rente der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2022 ist die Änderung vom 19. Juni 2020 des IVG 
(Weiterentwicklung der IV [WEIV]) und weiterer Erlasse (insbesondere des 
ATSG und der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversi-
cherung [IVV; SR 831.201]) in Kraft getreten (AS 2021 705). In zeitlicher 
Hinsicht sind – vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelun-
gen – grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgeblich, die bei der Erfül-
lung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbe-
standes Geltung haben (BGE 148 V 162 E.  3.2.1 S. 166, 144 V 210 
E. 4.3.1 S. 213). Zwar datiert die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 
2023 (AB 170), womit sie nach dem Inkrafttreten der WEIV vom 19. Juni 
2020 erging. Indessen liegt der frühestmögliche Zeitpunkt der potentiellen 
Entstehung des Rentenanspruchs unter Berücksichtigung des Wartejahres 
gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG (attestierte Arbeitsunfähigkeit ab 4. Dezember 

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2019 [AB 2.3/8, 29/3 Ziff. 1.3, 44.3/13 ff., 59.3/4 ff.; vgl. auch AB 2.4, 44.4. 
59.4]) und der Karenzfrist gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG (Anmeldung vom Mai 
2020 [AB 3]) im Dezember 2020 und damit vor dem 1. Januar 2022, 
weshalb die diesbezüglichen Bestimmungen des IVG in der bis 31. 
Dezember 2021 gültigen Fassung (fortan: aArt.) massgebend sind (Rz. 
9101 des Kreisschreibens des Bundesamts für Sozialversicherungen über 
Invalidität und Rente in der Invalidenversicherung [KSIR]; zur Bedeutung 
von Verwaltungsweisungen vgl. BGE 144 V 195 E. 4.2 S. 198). Ein nach 
der Rechtsänderung eingetretener Revisionsgrund ist sodann nicht erstellt.

2.2 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Ausgangspunkt der Anspruchsprüfung nach Art. 4 Abs. 1 IVG 
sowie Art. 6 ff. und insbesondere Art. 7 Abs. 2 ATSG ist die medizinische 
Befundlage. Eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit kann immer nur 
dann anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer 
Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert 
worden ist (BGE 145 V 215 E. 5.1 S. 221). Die Sachverständigen sollen die 
Diagnose so begründen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, 
ob die klassifikatorischen Vorgaben tatsächlich eingehalten sind (BGE 143 
V 124 E. 2.2.2 S. 127, 141 V 281 E. 2.1.1 S. 285). Gemäss 
höchstrichterlicher Rechtsprechung erfolgt die Prüfung, ob ein psychischer 

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Gesundheitsschaden eine rentenbegründende Invalidität zu bewirken 
vermag, schliesslich anhand eines strukturierten normativen 
Prüfungsrasters (BGE 143 V 418 E. 7 S. 427, 141 V 281 E. 4.1 S. 296). 
Dies gilt für sämtliche psychischen Störungen (BGE 143 V 418 E. 7.2 S. 
429).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss aArt. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens nach 
Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs 
nach Art. 29 Abs. 1 ATSG.

2.4

2.4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4.2 Nach aArt. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG fest-
gelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich 

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ermittelt (aArt. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der 
Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen 
(sog. gemischte Methode; BGE 145 V 370 E. 4.1 S. 373, 144 I 21 E. 2.1 S. 
23).

2.4.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich nach 
Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 
der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 
summiert (aArt. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrades in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind 
Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 
Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale 
Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den 
die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die 
Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 
ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (aArt. 
27bis Abs. 4 IVV).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99; SVR 2021 IV 
Nr. 54 S. 181 E. 2.3).

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3.

3.1

3.1.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen 
Verfügung vom 31. Mai 2023 (AB 170) in medizinischer Hinsicht im 
Wesentlichen auf das interdisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 6. Dezem-
ber 2022 (AB 152.1). Darin wurden folgende Diagnosen gestellt (S. 7 f. Ziff. 
4.3 lit. b und c): 

Diagnosen mit Einfluss auf Arbeitsfähigkeit

1. Anhaltende Schmerzstörung mit psychischen und somatischen 
Faktoren (ICD-10 F45.41)

- unspezifische Kopfschmerzen und Schwindel (ICD-10 R42)

2. Chronische Schulterbeschwerden der adominanten linken Seite

- St. n. Schulterarthroskopie mit Partialrekonstruktion der 
Supraspinatussehne, Refixation der Infraspinatussehne, 
Tenotomie der langen Bizepssehne, subakromialer 
Dekompression und Akromioplastik am 7. Juni 2021

- radiologisch Ausdünnung der rekonstruierten 
Supraspinatussehne und Arthrose des 
Akromioklavikulargelenkes

3. Chronisches lumbogluteales Schmerzsyndrom links

- radiologisch ausgeprägte thorakolumbale Skoliose mit 
foraminaler Verengung LWK3/4 und möglicher Affektion der 
Nervenwurzel L3 unter rechtsseitiger Betonung

Diagnosen ohne Einfluss auf Arbeitsfähigkeit

1. Adipositas

2. Hypercholesterinämie, unbehandelt

3. Leichte Hyperurikämie, asymptomatisch

Aus orthopädischer und neurologischer Sicht könne festgestellt werden, 
dass sich die beklagten Beschwerden durch die klinischen, radiologischen 
und infiltrativen Befunde keinesfalls vollständig begründen liessen 
(AB 152.1/7 Ziff. 4.2). Aufgrund der objektivierbaren Befunde könne auf 
orthopädischem Fachgebiet eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der an-
gestammten Tätigkeit festgestellt werden, wogegen in einer körperlich sehr 
leichten, immer wieder auch sitzenden Verweistätigkeit unter Wechselbe-
lastung und unter Vermeidung längeren Stehens und Gehens, des Einsat-

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zes der linken oberen Extremität oberhalb Brustniveaus sowie des Hebens 
und Tragens von Lasten über 5 kg eine uneingeschränkte Arbeits- und 
Leistungsfähigkeit bestehe. Weder aus neurologischer noch allgemeinin-
ternistischer Sicht könne eine weitere Diagnose mit Einfluss auf die Arbeits-
fähigkeit gestellt werden. Psychisch schränke die anhaltende Schmerz-
störung mit psychischen und somatischen Faktoren die Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit der Beschwerdeführerin in sämtlichen Erwerbstätigkeiten um 
30 % ein (AB 152.1/7 ff. Ziff. 4.3 lit. a und Ziff. 4.5 ff.).

3.1.2 Die behandelnden Dres. med. D.________, Facharzt für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, und 
E.________, dipl. Ärztin, äusserten im Bericht vom 19. Juli 2023 nebst der 
Ausdünnung und Signalalteration der rekonstruierten Supraspinatussehne 
den Verdacht einer (Re-)Ruptur der Supraspinatussehne sowie einer Rup-
tur im posterioren Rotatorenintervall, dies infolge deutlichen Kontrastmit-
telübertritts in die Bursa subacromialis. Die Beschwerdeführerin habe im 
Rahmen der Gewebeinsuffizienz nach der Rekonstruktion der Supraspina-
tussehne sowie der Ruptur des posterioren Rotatorenintervalls mit einer 
dauerhaften Einschränkung der linken Schulter zu rechnen. Eine körperli-
che Arbeit in der … mit Heben von schweren Gewichten sei aktuell nicht 
möglich. Es bestehe eine dauerhafte, funktionelle Einschränkung und Limi-
tierung. Nicht möglich seien das Heben von Lasten körperfern von mehr als 
1 - 2 kg über Brustniveau, dauerhafte Überkopfarbeiten und schlagende 
und vibrierende Tätigkeiten; möglich sei körpernahes Heben bis max. 10 kg 
bis Hüftniveau. Bürotätigkeiten seien zu 100 % umsetzbar. Im Haushalt sei 
die Beschwerdeführerin entsprechend dem Belastungsprofil bei Kopfüber-
tätigkeiten und beim Tagen von Lasten eingeschränkt (BB 3).

3.1.3 In der Stellungnahme vom 2. Mai 2024 (in den Gerichtsakten) kam 
der RAD-Arzt Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, zum Schluss, die Aus-
führungen der behandelnden Orthopäden vom 19. Juli 2023 (vgl. E. 3.1.2 
hiervor) bestätigten die gutachterliche Einschätzung einer aufgehobenen 
Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und einer uneingeschränkten Arbeits-
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit. Betreffend Arbeitsfähigkeit 
bestehe somit Einigkeit. Der rechtsanwaltlich vorgetragene Vorwurf unvoll-

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ständiger Abklärung auf orthopädischem Gebiet wegen der nicht durchge-
führten SPECT-Untersuchung betreffend die USG-Problematik greife nicht. 
Die klinische Beurteilung durch den Gutachter genüge im vorliegenden Fall 
aus versicherungsmedizinischer Sicht gänzlich; eine allfällige Minderbe-
lastbarkeit des Sprunggelenks wäre darüber hinaus im gutachterlich formu-
lierten Zumutbarkeitsprofil ohnehin intraadditiv. Auch der Vorwurf, die neu-
rologische Teilbegutachtung sei unvollständig, greife nicht. Die Ausführlich-
keit des vorliegenden Gutachtens genüge. Für erweiterte Diagnostik beste-
he kein Anlass; es seien dadurch keine versicherungsmedizinisch relevan-
ten Erkenntnisse von zusätzlicher Bedeutung zu erwarten.

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 
somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 
eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten, sondern dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 
231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und 
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei 
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei 
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 
137 V 210 E. 1.3.4 S. 227, 135 V 465 E. 4.4 S. 470, 125 V 351 E. 3b bb S. 
353; SVR 2020 IV Nr. 71 S. 246 E. 2.2).

3.2.2 Nach der Rechtsprechung kommt den Gutachtern, was die Wahl 
der Untersuchungsmethoden betrifft, ein weiter Ermessensspielraum zu. 
Das beinhaltet auch die Auswahl der vorzunehmenden fachärztlichen Ab-
klärungen. Es liegt demnach im Ermessen der Gutachter, ob der Beizug 
weiterer Experten notwendig ist oder nicht (SVR 2021 UV Nr. 19 S. 96 

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E. 6.4; Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 30. Januar 2015, 
8C_277/2014, E. 5.2).

3.2.3 Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu-
tisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amt-
lich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein 
medizinisches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stel-
len und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan-
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten 
bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil 
die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher In-
terpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-
gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2021 IV 
Nr. 10 S. 29 E. 5.7, 2019 UV Nr. 31 S. 117 E. 3).

3.3 Das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 6. Dezember 2022 
(AB 152.1) erfüllt die beweisrechtlichen Anforderungen der 
Rechtsprechung und überzeugt. Die Feststellungen der Gutachter beruhen 
auf eigenen spezialärztlichen Abklärungen und persönlichen 
Untersuchungen und sind in Kenntnis der Vorakten (AB 152.2) sowie unter 
Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getroffen worden. Die 
Gutachter haben ihre Befunde und Diagnosen im Rahmen einer 
interdisziplinären Beurteilung diskutiert und darauf basierend das 
Leistungsprofil erstellt. Auf das Gutachten ist somit abzustellen. Was die 
Beschwerdeführerin dagegen vorbringt, verfängt nicht:

3.3.1 Zunächst macht die Beschwerdegegnerin geltend, bezogen auf die 
USG-/Fussproblematik liege eine unvollständige Abklärung des 
medizinischen Sachverhalts vor, da die Gutachter die von Dr. med. 
G.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates, im Bericht vom 16. Oktober 2017 (vgl. AB 152/4 
unten i.V.m. AB 152.5/8 Ziff. 6.2.3) als dringendst angezeigte SPECT-CT-
Untersuchung nicht durchgeführt hätten (vgl. Beschwerde, S. 6 Ziff. 6). Wie 
diversen Berichten des H.________ (so z.B. AB 36/3, 58/26 und /31) zu 
entnehmen ist, wurde eine solche SPECT-CT-Untersuchung am 15. De-
zember 2017 durchgeführt; diese ergab keine ossäre Ätiologie der Be-
schwerdesymptomatik in der rechten unteren Extremität und im rechten 

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Fuss, sondern lediglich ein leichtgradiges anteromediales Impingement des 
OSG beidseits bei lediglich linksseitig aktivierten Appositionsosteophyten 
an der medialen Talusschulter sowie eine leichtgradige ossäre Überlastung 
im TMT 2-Gelenk beidseits, links akzentuiert, und eine leichtgradig ossär 
aktivierte mediale Sesamoid-phalangealis-Arthrose rechts. In der Folge 
bezeichnete die Beschwerdeführerin gar selber die Fuss- und Unterschen-
kelschmerzen als regredient (vgl. Austrittsbericht über die stationäre Ab-
klärung und Behandlung im Spital H.________ vom 25. März 2020 [AB 
31/2]). Unter Berücksichtigung der bloss leichtgradigen Befunde in der 
SPECT-CT vom 15. Dezember 2017 und unter zusätzlicher Berücksichti-
gung, dass den Gutachtern bei der Wahl der Untersuchungsmethoden ein 
weiter Ermessensspielraum zukommt (vgl. E. 3.2.2 hiervor), ist der Verzicht 
auf eine (erneute) SPECT-CT-Untersuchung nicht zu beanstanden. Wie 
schon der RAD-Arzt in der Stellungnahme vom 2. Mai 2024 (in den Ge-
richtsakten) zutreffend festgehalten hat, erweist sich unter diesen Umstän-
den die aktuelle klinische Beurteilung durch die Gutachter als ausreichend, 
zumal eine allfällige Minderbelastbarkeit des Sprunggelenks in Bezug auf 
die Arbeitsfähigkeit ohnehin als ohne Einfluss auf die Gesamteinschätzung 
der Arbeitsfähigkeit ("intraadditiv") zu beurteilen wäre.

3.3.2 Zu der von Dr. med. D.________ zunächst im undatierten, am 
19. September 2022 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Bericht 
gemachten Einschätzung, wonach die Beschwerdeführerin bei Aufgaben 
im Haushalt zu ca. 50 % eingeschränkt sei (AB 145/4 Ziff. 4.5), führte der 
orthopädische Gutachter aus, es erschliesse sich nicht, aufgrund welcher 
Befunde eine derart hochgradige Einschränkung im Haushalt bestehen 
solle, sei doch eine Einschränkung nur im qualitativen Sinne bezüglich 
höher belastender Tätigkeiten sowie des Einsatzes der linken oberen Ex-
tremität oberhalb Brustniveau nachvollziehbar (AB 152.5/8 unten). In dem 
im vorliegenden Verfahren eingereichten Bericht vom 19. Juli 2023 präzi-
sierte bzw. relativierte Dr. med. D.________ seine Einschätzung dahinge-
hend, dass die Beschwerdeführerin im Haushalt bei Überkopftätigkeiten 
und beim Tragen von Lasten entsprechend dem Belastungsprofil einge-
schränkt sei (BB 3/2). Übereinstimmend gehen damit der behandelnde Arzt 
und der Gutachter einzig von einer Einschränkung im Haushalt für höher 
belastende Tätigkeiten und Überbrust- bzw. Überkopfarbeiten aus (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

-13-

dazu die gleichlautende Einschätzung des RAD-Arztes in der Stellungnah-
me vom 2. Mai 2024 [in den Gerichtsakten]). Dem im vorliegenden Verfah-
ren eingereichten Bericht des behandelnden Arztes vom 19. Juli 2023 (BB 
3) sind nach dem Dargelegten keine wesentlichen neuen Aspekte zu 
entnehmen, die im Rahmen des MEDAS-Gutachtens unerkannt oder 
unberücksichtigt geblieben wären und welche begründete Zweifel am 
Gutachten zu wecken vermöchten (vgl. E. 3.2.3 hiervor).

3.3.3 Dass die neurologische Befundung in den Worten der Beschwerde-
führerin "äusserst oberflächlich und auch textlich äusserst knapp" ausgefal-
len ist (Beschwerde, S. 7 f. Ziff. 8 ff.), liegt darin begründet, dass die Be-
schwerdeführerin Kopfschmerzen und Schwindel erst auf Nachfrage hin 
bejaht, diese Beschwerdekomplexe in der Folge sehr unspezifisch darge-
stellt und Fragen nach Präzisierungen mit weiteren, das psychiatrische 
Gebiet betreffenden Symptomen beantwortet hat. Entsprechend ergaben 
sich nach nachvollziehbarer und überzeugender Einschätzung des neuro-
logischen Gutachters weder von der Anamnese noch dem aktuellen, letzt-
lich unauffälligen Untersuchungsbefund her Anhaltspunkte für eine intra-
kranielle Pathologie. Betreffend der Kopfschmerzen möge zusätzlich eine 
leichte zervikogene Komponente vorliegen, betreffend des Schwindels vor 
allem eine phobische Komponente. Anhaltspunkte für eine peripher- oder 
zentral-vestibuläre Störung ergaben sich nicht. Die von den Behandlern 
getroffene Annahme einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen 
und psychischen Faktoren (und im Rahmen dieser Diagnose der unspezifi-
schen Kopfschmerzen und des Schwindels) sei gut nachvollziehbar, wobei 
eventuelle somatische Faktoren nicht vom neurologischen, sondern eher 
vom orthopädischen Gebiet herrührten. Gesamthaft ergebe sich auf neuro-
logischem Gebiet keine die Arbeitsfähigkeit wesentlich einschränkende 
Erkrankung (AB 152.6/4 f. Ziff. 6.1 und 6.3). Da die Beschwerden nicht or-
ganisch-neurologisch erklärt werden konnten (AB 152.6/5 Ziff. 6.2), erübrig-
ten sich weitergehende Untersuchungen und Zusatzdiagnostiken (vgl. dazu 
auch die Ausführungen des RAD-Arztes in der Stellungnahme vom 2. Mai 
2024 [in den Gerichtsakten]).

3.3.4 Schliesslich bemängelt die Beschwerdeführerin, dass der psychia-
trische Gutachter kein psychiatrisches Testverfahren durchgeführt habe 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

-14-

(Beschwerde, S. 8 ff. Ziff. 12 ff.). Dabei lässt sie ausser Acht, dass einem 
testmässigen Erfassen der Psychopathologie im Rahmen der psychiatri-
schen Exploration generell bloss ergänzende Funktion zukommt, während 
die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung 
und Verhaltensbeobachtung ausschlaggebend bleibt (Entscheide des BGer 
vom 19. August 2016, 9C_276/2016, E. 3.2, und vom 8. Juli 2011, 
9C_417/2011, E. 5). Der psychiatrische Gutachter hat diese klinische Un-
tersuchung lege artis durchgeführt (AB 152.4/1 ff. Ziff. 3 f.) und gestützt 
darauf sowie der vorgelegenen ärztlichen Unterlagen in nachvollziehbarer 
Weise die Diagnose einer anhaltenden Schmerzstörung mit psychischen 
und somatischen Faktoren (ICD-10 F45.41) gestellt. Ebenso plausibel hat 
er die (seitens der Behandler gestellten) Diagnosen einer posttraumati-
schen Belastungsstörung bzw. einer komplexen Traumafolgestörung ver-
worfen. Es sei erst im Zusammenhang mit den somatischen Beschwerden 
zu intensivierten psychosomatischen Behandlungen gekommen, die die 
«Traumatisierungen» und die daraus ableitbaren Folgen aufgedeckt hätten. 
Ebenso verworfen hat er eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, 
welche mit unterschiedlichen Schmerzen in verschiedenen Organsystemen 
ohne klare Zuordnung zu ehemals somatischen Befunden einhergehe, und 
mangels abgrenzbarer depressiver Episoden, die für sich genommen einer 
fachärztlich psychiatrischen ambulanten oder stationären inklusive medi-
kamentösen Behandlung zugeführt worden wären, eine echte affektive 
Störung mit rezidivierenden depressiven Phasen (AB 152.4/6 ff. Ziff. 6; vgl. 
auch AB 152.4/30 unten).

Der psychiatrische Gutachter hielt zusammenfassend fest, dass die Be-
schwerdeführerin nicht primär psychosomatisch mit einer eigenständigen 
psychischen Störung erkrankt sei, sondern dies nun ergänzend zu der or-
thopädisch-somatischen Problematik und dem krankheitsfremden Faktor 
«Lebensalter und subjektiv erbrachter Lebensarbeitszeit» hinzuzuzählen 
sei (AB 152.4/6 ff. Ziff. 6; vgl. auch AB 152.4/30 unten). Von einer sekun-
dären Gesundheitsstörung (vgl. Beschwerde, S. 8 f. Ziff. 13) kann somit 
keine Rede sein. Aufgrund des Faktors «psychischer Beschwerden», die 
auch zur Aufrechterhaltung der Schmerzen im Sinne der diagnostizierten 
anhaltenden Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren 
(ICD-10 F45.41) beitragen, gestand der Gutachter der Beschwerdeführerin 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

-15-

aus psychiatrischer Sicht eine Minderung der Leistungsfähigkeit um 30 % 
zu (AB 152.4/9 Ziff. 8.1.2 f.). Dabei war ihm durchaus bekannt (vgl. 
AB 152.2/2 Ziff. 1.1), dass im Rahmen der Integrationsmassnahme in der 
I.________ eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt aufgrund der Ver-
schlechterung des gesundheitlichen Zustandes als wenig realistisch ange-
sehen wurde (Bericht der I.________ vom 28. Juli 2022, S. 11 Ziff. 6.1 [AB 
135/11]), wobei diese Ansicht dahingehend zu relativieren ist, dass es sich 
nicht um eine fachärztlich psychiatrische Einschätzung handelt. Allein der 
Umstand, dass die im Gutachten attestierte Arbeitsfähigkeit von 70 % in 
einer angepassten Tätigkeit (AB 152.1/9 Ziff. 4.7) nicht mit den im Rahmen 
der Abklärungen der Eingliederungsfähigkeit gewonnen Erkenntnissen 
übereinstimmt, vermag die Beweiskraft des Gutachtens nicht in Frage zu 
stellen (vgl. Entscheid des BGer vom 12. April 2022, 9C_489/2021, E. 
4.1.1).

3.4 Gestützt auf das hiervor Dargelegte ist dem überzeugenden 
MEDAS-Gutachten vom 6. Dezember 2022 zufolge von einer 
Arbeitsfähigkeit von 0 % in der angestammten Tätigkeit als … und einer 
solchen von 70 % in einer angepassten Tätigkeit (AB 152.1/9 Ziff. 4.6 f.) 
auszugehen.

4.

4.1 Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenan-
spruchs als auch anlässlich einer Rentenrevision stellt sich unter dem Ge-
sichtspunkt von Art. 8 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditäts-
bemessungsmethode (Art. 16 ATSG sowie aArt. 28a Abs. 2 und 3 IVG). Ob 
eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbstätige oder 
als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung einer ande-
ren Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betäti-
gungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, 
was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine ge-
sundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). Ent-
scheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten 
Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

-16-

Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; 
SVR 2020 IV Nr. 72 S. 251 E. 4.1.1).

4.2 Die Beschwerdegegnerin setzte gestützt auf den Abklärungsbericht 
Haushalt vom 30. Januar 2023 (AB 163/5 Ziff. 5) den Status auf je 50 % 
Erwerb und Haushalt fest (AB 170/2 f.). Die Beschwerdeführerin beantragt 
dagegen, sie sei aufgrund der Trennung von ihrem Partner als 
Vollerwerbstätige zu betrachten (Beschwerde, S. 14 Ziff. 24). Wirtschaftlich 
betrachtet sei sie auf ein Erwerbspensum von mindestens 80 % 
angewiesen (Beschwerde, S. 11 Ziff. 18), eventualiter sei von einem 
Pensum von mindestens 75 % auszugehen (Beschwerde, S. 13 Ziff. 21). In 
der Beschwerdeantwort (S. 4 Ziff. 8) bezeichnet die Beschwerdegegnerin 
selbst den von ihr bisher angenommenen Status von je 50 % Erwerb und 
Haushalt als unzutreffend, weist aber sogleich darauf hin, dass selbst bei 
einem Status von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt kein 
rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren würde; hingegen sei nicht 
überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin im 
Gesundheitsfall einer vollschichtigen Erwerbstätigkeit nachgehen würde.

4.3 Zuletzt war die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 60 % 
angestellt (AB 3/6 Ziff. 5.4, 56/1 Ziff. 2.1), wobei der Sozialdienst 
J.________ im Bericht vom 15. Juni 2020 darauf hinwies, dass das so ge-
nierte Einkommen seit der Trennung von ihrem Lebenspartner nicht mehr 
existenzsichernd sei und sie eigentlich 80 - 100 % arbeiten müsste 
(AB 19/3). Im Assessment vom 12. November 2021 bezifferte die Be-
schwerdeführerin den Umfang ihrer Erwerbstätigkeit im hypothetischen 
Gesundheitsfall auf 60 - 75 % (AB 84/2 lit. b) und merkte an, dass sie 
eigentlich schon in der letzten Anstellung ein Pensum von 75 % gewünscht 
habe, es sich aber explizit um eine 60%-Stelle gehandelt habe (AB 84/2 
lit. a). So sei denn auch ihrem Wunsch nach einer Pensenerhöhung auf 
80 % nach der Trennung im April 2019 nicht entsprochen worden 
(AB 168/1 unten). In der Haushaltabklärung schliesslich führte sie aus, im 
Gesundheitsfall mit einem Pensum von 50 % zu starten mit der Option 
einer Pensenerhöhung um z.B. 10 % (AB 163/4 Ziff. 3.5). Schon vorgängig 
äusserte sie sich dahingehend, ohne gesundheitliche Einschränkungen ein 
Pensum von 40 – 50 % ausprobieren zu wollen (AB 155/11 unten). Im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

-17-

Vorbescheidverfahren stellte sie diese Einschätzung in den Kontext ihrer 
aktuellen Situation mit körperlichen und psychischen Einschränkungen 
(AB 168/2 oben).

4.4 Wie die Beschwerdegegnerin nun selber einräumt 
(Beschwerdeantwort, S. 4 Ziff. 8), kann die Bestimmung des erwerblichen 
Status im hypothetischen Gesundheitsfall nicht unbesehen der Angaben 
der Beschwerdeführerin im Rahmen des Assessments vom vom 12. No-
vember 2021 (AB 84/2) erfolgen. Diese Angaben erfolgten vor der vorzeiti-
gen Beendigung der Eingliederungsmassnahmen infolge «gesundheitlicher 
Instabilität» (vgl. AB 135/11, 138) und der damit einhergehenden Angst und 
Überforderung (vgl. AB 135/11). Unter Berücksichtigung dessen ist es 
nachvollziehbar, dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Haushaltab-
klärung eher zurückhaltende Angaben zum Arbeitspensum im hypotheti-
schen Gesundheitsfall gemacht hat, worauf denn auch ihre in diesem Zu-
sammenhang benutzte Wortwahl («ausprobieren» [AB 155/1 unten] bzw. 
«Sie möchte zu Beginn in einem 50% Pensum starten, mit der Option z.B. 
um 10% zu erhöhen» [AB 163/4 Ziff. 3.5]) hindeutet. Hinzu kommt, dass mit 
dem ursprünglich von der Beschwerdegegnerin angenommenen Erwerbs-
anteil von 50 % die in der Haushaltabklärung explizit geäusserte Möglich-
keit einer Pensenerhöhung (z.B. um 10 %; vgl. AB 163/4 Ziff. 3.5) un-
berücksichtigt geblieben ist. Da die Beschwerdeführerin indessen als Folge 
der Trennung ein höheres Pensum angestrebt hat (vgl. AB 168/1 unten) 
und nur so ein existenzsicherndes Einkommen generiert werden kann (vgl. 
AB 19/3), ist vorliegend die Erwerbstätigkeit im hypothetischen 
Gesundheitsfall auf 75 - 80 % festzusetzen. Die nachfolgende Berechnung 
erfolgt mit 80 %. Dies erweist sich mit Blick auf ihre persönliche und 
familiäre Situation nachvollziehbar. Dagegen war bisher nie (mit Ausnahme 
in der Beschwerde [S. 14 Ziff. 24]) von einer Vollerwerbstätigkeit die Rede. 
Vorliegend ist, wie nunmehr auch von der Beschwerdegegnerin anerkannt 
(Beschwerdeantwort, S. 4 Ziff. 8), der Berechnung des Invaliditätsgrades 
ein Status als Teilerwerbstätige von 80 % Erwerb und 20 % Haushalt zu-
grunde zu legen. Der Invaliditätsgrad ist damit nach der gemischten Me-
thode zu bemessen (vgl. E. 2.4.1 ff. hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

-18-

5.

5.1 Vorab zu prüfen ist noch die Verwertbarkeit der medizinisch-
theoretischen Restarbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin bringt diesbe-
züglich vor, aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters sei die Restarbeitsfähig-
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar, was zur 
Zusprache einer ganzen Rente führe (Beschwerde, S. 14 ff. Ziff. 25 ff.).

5.2

5.2.1 Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise 
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 
zu ermitteln. Dieser theoretische und abstrakte Begriff dient dazu, den Leis-
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversi-
cherung abzugrenzen. Ein ausgeglichener Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet 
durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach 
Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf und 
zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen 
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Er um-
fasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsan-
gebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von 
Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Dabei ist nicht von realitätsfrem-
den Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt 
werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjekti-
ven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung 
von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtspre-
chungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (BGE 148 V 
174 E. 9.1 S. 188, 138 V 457 E. 3.1 S. 459; SVR 2019 IV Nr. 21 S. 66 
E. 4.2). Nach diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die 
invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu ver-
werten und ob sie ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen 
vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b S. 276; ZAK 1991 S. 320 E. 3b).

5.2.2 Erwerbslosigkeit aus invaliditätsfremden Gründen vermag keinen 
Rentenanspruch zu begründen. Die Invalidenversicherung hat nicht dafür 
einzustehen, dass Versicherte infolge ihres Alters, wegen mangelnder 
Ausbildung oder Verständigungsschwierigkeiten keine entsprechende Ar-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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beit finden; die hieraus sich ergebende "Arbeitsunfähigkeit" ist nicht invali-
ditätsbedingt (BGE 107 V 17 E. 2c S. 21; AHI 1999 S. 238 E. 1).

Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Fak-
tor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit 
weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, 
dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf 
dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachge-
fragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbstein-
gliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf 
die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgegliche-
nen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Re-
gel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. 
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens 
und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand 
und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene 
Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder 
Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein. 
Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt 
eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine gan-
ze Invalidenrente begründet (BGE 145 V 2 E. 5.3.1 S. 16, 138 V 457 E. 3.1 
S. 460; SVR 2022 IV Nr. 32 S. 108 E. 5.3.2 und 5.3.3).

5.2.3 Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgegli-
chenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher 
Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem 
auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Mass-
geblicher Stichtag für die Beantwortung der Frage nach der Verwertbarkeit 
der (Rest-)Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter ist der Zeitpunkt, in wel-
chem die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil)Erwerbstätigkeit feststeht. 
Dies ist der Fall, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine 
zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 146 V 16 E. 7.1 
S. 25, 138 V 457 E. 3.2 S. 460 und E. 3.3 S. 462; SVR 2020 IV Nr. 5 S. 20 
E. 7.1 und Nr. 44 S. 156 E. 4.2).

5.3 Vorliegend stand mit dem MEDAS-Gutachten vom 6. Dezember 
2022 (AB 152.1) fest, dass der Beschwerdeführerin körperlich sehr leichte, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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immer wieder auch sitzende Tätigkeiten unter Wechselbelastung und unter 
Vermeidung längeren Stehens und Gehens, des Einsatzes der linken obe-
ren Extremität oberhalb Brustniveaus sowie des Hebens und Tragens von 
Lasten über 5 kg (AB 152.1/9 Ziff. 4.7.1) zu 70 % zumutbar sind 
(AB 152.1/9 Ziff. 4.7.4). Am erwähnten Stichtag (6. Dezember 2022) hatte 
die am TT.MM.1962 geborene Beschwerdeführerin (AB 3/1 Ziff. 1.1) bis 
zum Erreichen des Referenzalters von 64½ Jahre noch eine erwerbliche 
Aktivitätsdauer von rund 4½ Jahren vor sich. Mit dem erwähnten Belas-
tungsprofil sind die der Beschwerdeführerin weiterhin zumutbaren Tätigkei-
ten nicht bloss noch in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der hy-
pothetische Arbeitsmarkt praktisch nicht kennen würde oder nur unter nicht 
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers 
möglich wären (BGE 148 V 174 E. 9.1 S. 188; SVR 2023 IV Nr. 41 S. 141 
E. 5.1). Dies gilt insbesondere für der Beschwerdeführerin ohne Weiteres 
zumutbare (einfache) Kontroll-, Überwachungs- und Prüftätigkeiten, welche 
meist keine lange Einarbeitungszeit voraussetzen (Entscheid des BGer 
vom 25. November 2021, 8C_535/2021, E. 5.4.1). Zudem werden Hilfsar-
beiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunab-
hängig nachgefragt (BGE 146 V 16 E. 7.2.1 S. 26) und bedürfen überdies 
meist keiner langen Einarbeitungszeit (vgl. Entscheid des BGer vom 7. Juli 
2022, 8C_192/2022, E. 7.2.1). Weiter verfügt die Beschwerdeführerin über 
eine Ausbildung als …. Diese Ausbildung und entsprechende Berufserfah-
rung stellen in einer angepassten Tätigkeit eine wertvolle und nutzbare 
Ressource dar (vgl. Entscheid des BGer vom 18. Dezember 2019, 
9C_693/2019, E. 4.1.2). Sodann bestehen keine Hinweise dafür, dass die 
Beschwerdeführerin in ihrer Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit mass-
geblich beeinträchtigt sein könnte (vgl. Entscheid des BGer vom 9. Juli 
2015, 9C_118/2015, E. 4.4), was auch mit Blick auf die beschränkte Dauer 
bis zum Erreichen des Referenzalters positiv zu werten ist (vgl. BGE 146 V 
16 E. 7.2.2 S. 27). Zudem verweist die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 
die Entscheide des Bundesgerichts vom 19. August 2015, 8C_330/2015, 
E. 3.2, und vom 10. September 2013, 8C_345/2013, E. 4.3.3 (Beschwer-
deantwort S. 4 Ziff. 10), wo im Fall eines 61 Jahre alten Versicherten, der 
leichte Tätigkeiten nur vorwiegend sitzend, aber vollzeitlich verrichten konn-
te und in seiner Feinmotorik trotz Schulterbeschwerden nicht eingeschränkt 
war, bzw. eines 62¾-jährigen Versicherten, welcher nur noch vorwiegend 

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sitzende oder wechselbelastende Arbeiten ausführen konnte, an den obe-
ren Extremitäten aber nicht beeinträchtigt war und somit feinmotorische 
Tätigkeiten trotz fehlender diesbezüglicher Erfahrung in Form von Sortier- 
und Überwachungsarbeiten möglich waren, die Verwertbarkeit der Restar-
beitsfähigkeit bejaht wurde. Demgegenüber sind die von der Beschwerde-
führerin erwähnten Bundesgerichtsurteile, in welchen jeweils eine Verwert-
barkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit im erhöhten Alter verneint wurde (vgl. 
Beschwerde, S. 14 ff. Ziff. 27 ff.), nicht einschlägig und zielen an der Sache 
vorbei, zumal in den fraglichen Fällen im Vergleich zu der hier zu beurtei-
lenden Situation divergierende erwerbliche resp. medizinische Sachver-
haltskonstellationen vorlagen.

5.4 Mit Blick auf die vorstehenden Ausführungen und die relativ hohen 
Hürden betreffend die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer 
Versicherter (vgl. Entscheid des BGer vom 6. September 2023, 
8C_505/2022, E. 6.2) ist vorliegend von der Verwertbarkeit der Restarbeits-
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszugehen.

6.

Zu prüfen ist im Folgenden, wie es sich mit dem Invaliditätsgrad im 
Erwerbsbereich verhält. Dabei ist der Invaliditätsgrad nach der allgemeinen 
Methode des Einkommensvergleichs zu bestimmen (vgl. E. 2.4.1 und 2.4.3 
hiervor). 

6.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti-
genfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepass-
ten Verdienst angeknüpft. Die Ermittlung des Valideneinkommens hat so 
konkret wie möglich zu erfolgen (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 
E. 4.1 S. 325; SVR 2022 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2).

6.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 

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Person konkret steht (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181, 143 V 295 E. 2.2 
S. 296). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens 
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 
aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik (BFS) Lohnstrukturerhebungen 
LSE herangezogen werden. Dabei wird in der Regel der Totalwert ange-
wendet. Praxisgemäss ist beim anhand der LSE vorgenommenen Ein-
kommensvergleich sodann von der Tabellengruppe A (standardisierte Brut-
tolöhne) auszugehen, wobei üblicherweise auf die Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, privater Sektor, abgestellt wird. Bei der Verwendung 
der standardisierten Bruttolöhne ist gemäss Rechtsprechung jeweils vom 
sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 
181, 143 V 295 E. 2.2 S. 297).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 148 V 
174 E. 6.3 S. 182, 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 148 V 174 E.  6.3 S. 182, 146 V 16 E. 4.1 
S. 20; SVR 2023 IV Nr. 18 S. 64 E. 5.2.1.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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6.3 Frühestmöglicher Rentenbeginn ist, wie in E. 2.1 hiervor bereits 
festgehalten, Dezember 2020. In diesem Zeitpunkt konnte indessen noch 
kein Rentenanspruch entstehen, da noch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen in Betracht fielen (vgl. Entscheid des BGer 
vom 20. Dezember 2019, 9C_689/2019, E. 3.1 mit Hinweisen; vgl. 
diesbezüglich auch der seit 1. Januar 2022 in Kraft stehende Art. 28 Abs. 
1bis IVG). Solche wurden in der Folge ab 31. Januar 2022 durchgeführt (AB 
90, 105, 114 f., 135). Mit Abschluss der Eingliederungsmassnahmen mit 
Mitteilung vom 10. August 2022 (AB 138) konnte ein Rentenanspruch 
entstehen, weshalb nachfolgend der Einkommensvergleich auf das Jahr 
2022 hin durchzuführen ist.

6.4 Nicht zu beanstanden ist, dass die Beschwerdegegnerin das 
Valideneinkommen gestützt auf den zuletzt von der Beschwerdeführerin 
erzielten Lohn als … festgelegt hat (AB 170/2), ist doch ohne Weiteres da-
von auszugehen, dass sie ohne Gesundheitsschaden an ihrem ange-
stammten Arbeitsplatz verblieben wäre. Dieses Einkommen betrug im Jahr 
2020 Fr. 2'784.65 (AB 56/5 Ziff. 5.1 und /11). Aufgerechnet auf ein Vollpen-
sum (aArt. 27bis Abs. 3 IVV), hochgerechnet auf ein Jahr (inkl. 
13. Monatslohn) und angepasst an die Nominallohnentwicklung per 2022 
(100 [2020], 100.9 [2022]; vgl. vom BFS herausgegebene Tabelle T1.2.20, 
"Nominallohnindex, Frauen 2021-2023", Ziff. 86 - 88 […]) ergibt sich ein 
massgebendes Valideneinkommen von Fr. 60'877.10 (Fr. 2'784.65 / 60 x 
100 x 13 / 100 x 100.9).

6.5 Soweit das Invalideneinkommen betreffend, verwertet die 
Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht, weshalb dieses 
aufgrund statistischer Werte zu bestimmen ist (vgl. E. 6.2 hiervor und statt 
vieler Entscheid des BGer vom 22. April 2020, 8C_5/2020, 5.1). 

6.5.1 Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (Beschwerde S. 18 f. 
Ziff. 32 f.) liegen keine Gründe vor, die ein Abstellen auf den Tabellenlohn 
für sonstige persönliche Dienstleistungen (Ziff. 96 der Tabelle 
TA1_tirage_skill_level der LSE 2022) statt auf den Totalwert rechtfertigten. 
In der Regel ist gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung der Totalwert 
anzuwenden (BGE 148 V 174 E. 6.2 S. 181 f.). Es bestehen hier keine 
Gründe für ein ausnahmsweise zulässiges Abstellen auf die Löhne einzel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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ner Branchen (vgl. Entscheid des BGer vom 15. Dezember 2022, 
8C_128/2022, E. 6.2.1 m.w.H.). Insbesondere ist nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sie keine Hilfsarbeit ausserhalb der 
Position 96 der Tabelle TA_1 finden könnte, die ihrem Zumutbarkeitsprofil 
entspricht.

Dem Dargelegten zufolge hat sich die Beschwerdeführerin in Nachachtung 
der ihr obliegenden Schadenminderungspflicht diejenige Tätigkeit 
anrechnen zu lassen, bei welcher der geringste Invaliditätsgrad resultiert 
(Entscheid des BGer vom 2. August 2021, 8C_124/2021, E. 4.4.3.1). 
Auszugehen ist daher vom Totalwert für Frauen, Kompetenzniveau 1 der 
Tabelle TA1_tirage_skill_level der LSE 2022 im Betrag von Fr. 4'367.--. 
Aufgerechnet auf ein Jahr sowie angepasst an die betriebsübliche 
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (vgl. Totalwert der vom BFS 
herausgegebenen Tabelle "Betriebsübliche Arbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche") und unter Berücksichtigung 
der medizinisch-theoretisch zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 70 % ergibt 
sich ein massgebendes Invalideneinkommen von Fr. 38'241.80 (Fr. 4'367.-- 
x 12 / 40 x 41.7 x 0.7).

6.5.2 Ein leidensbedingter Abzug vom lohnstatistisch ermittelten 
Invalideneinkommen ist vorliegend – entgegen den Ausführungen in der 
Beschwerde (S. 19 ff. Ziff. 34 ff.) – angesichts des offen formulierten medi-
zinischen Zumutbarkeitsprofils, welches einzig eine reduzierte Belastbarkeit 
für höher belastende Tätigkeiten und Überbrust- bzw. Überkopfarbeiten 
zum Inhalt hat, nicht angezeigt, zumal eine Beschränkung des Betätigungs-
feldes auf körperlich leichte Tätigkeiten unter Brust- bzw. Kopfniveau zu 
keinem lohnrelevanten Nachteil führt (vgl. Entscheid des BGer vom 24. 
Januar 2020, 8C_586/2019, E. 5.3.1). Dies gilt im Rahmen des hier mass-
gebenden Kompetenzniveaus 1 auch dann, wenn aufgrund des Zumutbar-
keitsprofils der Beschwerdeführerin nicht mehr alle leichten Tätigkeiten 
möglich sein sollten (vgl. Entscheid des BGer vom 30. Juli 
2020, 8C_139/2020, E. 6.3.3). Andernfalls würde im Ergebnis eine un-
zulässige doppelte Berücksichtigung desselben Gesichtspunkts resultieren. 
Wie bereits dargelegt (vgl. E. 5.3 hiervor) steht schliesslich auch das Alter 
der Beschwerdeführerin der zumutbaren Verwertung der Restarbeitsfähig-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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keit nicht entgegen. Soweit die Beschwerdeführerin die Verwendung der 
lohnstatistischen Tabellenlöhne der LSE für das Invalideneinkommen kriti-
siert, hat das Bundesgericht in Bezug auf aArt. 28a Abs. 1 IVG im Leitent-
scheid BGE 148 V 174 festgehalten, es bestehe aktuell kein ernsthafter 
sachlicher Grund für eine Änderung der Rechtsprechung, wonach 
grundsätzlich die Zentral- bzw. Medianwerte der LSE den Ausgangspunkt 
für die Bemessung des Invalideneinkommens anhand statistischer Werte 
darstellen (Regeste; E. 9.2.3 f. S. 191 ff.). Es besteht kein Anlass, im hier 
zu beurteilenden Fall anders zu entscheiden. Weitere Gründe, die einen 
Abzug rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich. Es besteht daher keine 
hinreichende Grundlage für die Vornahme eines Abzugs vom Tabellenlohn.

6.6 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 60'877.10 (vgl. E. 6.4 hiervor) 
und einem Invalideneinkommen von Fr. 38'241.80 (vgl. E. 6.5.2 hiervor) 
resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 22'635.30, was einen 
Invaliditätsgrad von 37.18 % (Fr. 22'635.30 / Fr. 60'877.10 x 100) ergibt. 
Bei einem Erwerbsanteil von 80 % (vgl. E. 4.4 hiervor) entspricht der 
gewichtete Invaliditätsgrad im Erwerb 29.74 % (37.18 % x 0.8).

7.

In einem weiteren Schritt sind die Einschränkungen und der daraus sich er-
gebende Invaliditätsgrad im Haushalt zu prüfen. 

7.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 E. 3.2.1 
S. 547, 130 V 61 E. 6.2 S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2).

7.2 Im Aufgabenbereich Haushalt wurden im Abklärungsbericht vom 
30. Januar 2023 keine invaliditätsbedingten Einschränkungen erhoben 
(AB 163/10), zumal die Beschwerdeführerin ihrer Schadenminderungs-
pflicht entsprechend diverse Vorkehren zur Vermeidung der – theoretisch 
zwar einschränkenden – höher belastenden Tätigkeiten und Überbrust- 
bzw. Überkopfarbeiten (vgl. AB 152.5/8 unten und BB 3/2) getroffen hat 
(vgl. AB 163/7 f.). Der Abklärungsbericht (AB 163) erfüllt in dieser Hinsicht 
die beweisrechtlichen Anforderungen der Rechtsprechung, was von der 
rechtskundig vertretenen Beschwerdeführerin denn auch nicht in Abrede 
gestellt wird. Weiterungen hierzu erübrigen sich daher. Im Haushalt besteht 
damit (sowohl ungewichtet als auch gewichtet) keine Invalidität.

8.

Zusammenfassend ergibt sich unter Berücksichtigung des hier massgeben-
den Status von 80 % im Erwerbsbereich und 20 % im Haushalt (vgl. E. 4 
hiervor) ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von gerundet 30 % 
(29.74 % + 0 %; zur Rundungspraxis vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 
S. 123). Die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2023 (AB 170) ist somit 
im Ergebnis nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde 
abzuweisen.

9.

9.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen.

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Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Aufgrund der mit prozessleitender 
Verfügung vom 28. Juni 2024 gewährten unentgeltlichen Rechtspflege ist 
die Beschwerdeführerin – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozess-
ordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zah-
lungspflicht zu befreien.

9.2 Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 
lit. g ATSG).

9.3 Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege unter Beiord-
nung von Rechtsanwalt B.________ als amtlicher Anwalt (vgl. prozesslei-
tende Verfügung vom 28. Juni 2024) bleibt dessen amtliches Honorar fest-
zulegen.

Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 2006 
(KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwältinnen 
und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem gebo-
tenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der Tarif-
ordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung des ge-
botenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer (MWST) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

Mit Kostennote vom 10. Juli 2024 macht Rechtsanwalt B.________ einen 
Zeitaufwand von 19.75 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 4'937.45 
(19 Stunden à Fr. 250.--) zuzüglich (Pauschal-)Auslagen von Fr. 148.10 
und MWST von Fr. 393.40 (7.7 % von Fr. 4'624.95 und 8.1 % von 
Fr. 460.60), insgesamt Fr. 5'478.95 geltend. Der veranschlagte Zeitauf-

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wand erscheint mit Blick auf den durchschnittlichen Aktenumfang, die sich 
stellenden, nicht besonders komplexen Tat- und Rechtsfragen sowie unter 
dem Aspekt der Gebotenheit im Vergleich mit ähnlich gelagerten Fällen als 
zu hoch. Unter Berücksichtigung der gesamten Umstände sowie des einfa-
chen Schriftenwechsels erscheint vorliegend ein Zeitaufwand von 16 Stun-
den gerade noch als geboten. Das Honorar ist damit auf Fr. 3'200.-- (16 x 
Fr. 200.--) festzulegen. Zuzüglich Auslagenpauschale von Fr. 96.-- (3 % 
von Fr. 3'200.--; in Bezug auf die Zulässigkeit pauschalisiert geltend ge-
machter Auslagen vgl. BVR 2024 S. 390) resultiert ein Betrag von 
Fr. 3'296.--. Hinzu kommt noch die MWST. Da per 1. Januar 2024 der 
massgebende Mehrwertsteuersatz geändert hat (Verordnung über die An-
hebung der Mehrwertsteuersätze zur Zusatzfinanzierung der AHV vom 
9. Dezember 2022 [AS 2022 863]), ist für den anzuwendenden Steuersatz 
der Zeitpunkt der Leistungserbringung massgebend. Für Leistungen, die 
bis zum 31. Dezember 2023 erbracht wurden, ist der Steuersatz von 7.7 % 
anwendbar. Der Steuersatz von 8.1 % gilt für Leistungen, die ab dem 
1. Januar 2024 erbracht wurden. Sind Leistungen vor und nach dem 1. Ja-
nuar 2024 erbracht worden, muss eine separate Berechnung erfolgen (Art. 
115 Abs. 1 i.V.m. Art. 112 des Bundesgesetzes über die Mehrwertsteuer 
[Mehrwertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20]). Entsprechend der von 
Rechtsanwalt B.________ vorgenommenen Aufteilung der von ihm er-
brachten Leistungen (2023: Fr. 4'624.95, ausmachend 91 %; 2024: 
Fr. 460.--, ausmachend 9 %) entfallen Fr. 2'999.35 und damit eine MWST 
von Fr. 230.95 (7.7 % auf Fr. 2'999.35) auf das Jahr 2023 und Fr. 296.65 
und damit eine MWST von Fr. 24.-- (8.1 % auf Fr. 296.65) auf das Jahr 
2024. Gesamthaft ist Rechtsanwalt B.________ somit eine Entschädigung 
von Fr. 3'550.95 (inkl. Auslagen und MWST) nach Eintritt der Rechtskraft 
dieses Urteils aus der Gerichtskasse zu vergüten. Vorbehalten bleibt die 
Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gegenüber dem Kanton Bern 
gemäss Art. 113 VRPG i.V.m. Art. 123 ZPO.

9.4 Der Versicherungsträger übernimmt die Kosten der Abklärung, so-
weit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen ange-
ordnet, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für 
die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil 
nachträglich zugesprochener Leistungen bilden (Art. 45 Abs. 1 ATSG). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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Der seitens der Beschwerdeführerin veranlasste Bericht ihres behandeln-
den Arztes Dr. med. D.________ vom 19. Juli 2023 (BB 3) führte nicht zu 
entscheidrelevanten neuen Erkenntnissen. Vielmehr werden darin die be-
reits vom orthopädischen Gutachter in Betracht gezogenen Einschränkun-
gen der Arbeitsfähigkeit weitestgehend bestätigt (vgl. E. 3.3.2 hiervor). 
Damit ist dieser Bericht für die Beurteilung des umstrittenen Rentenan-
spruchs bedeutungslos und somit von der Beschwerdegegnerin nicht zu 
entschädigen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
sie – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO – 
jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Es wird Rechtsanwalt B.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses 
Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3'550.95 festgesetzte Ent-
schädigung (inkl. Auslagen und MWST) vergütet. Vorbehalten bleibt 
die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 12. Mai 2025, IV 200 2023 490

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.