# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c7a51952-61e0-5c52-99a3-f6d3f92cbb70
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-20
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 20.12.2021 S 2020 82
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2020-82_2021-12-20.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Adrian Willimann, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 20. Dezember 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 

betreffend

Unfallversicherung 
(Leistungen)

S 2020 82

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Urteil S 2020 82

A. Der 1969 geborene A.________ war als Schreiner bei der B.________ GmbH 
angestellt und in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Suva gegen die Folgen von 
Unfällen versichert, als der Unfallversicherung am 22. August 2019 gemeldet wurde, der 
Versicherte sei am 26. Juli 2019 beim Baden am See auf einer ins Wasser führenden 
Steintreppe ausgerutscht und habe sich mit dem rechten Arm ruckartig aufgefangen und 
abgestützt. Er habe sich dabei an der rechten Schulter eine Zerrung zugezogen (Suva-
act. 2). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen 
Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld). In der Folge holte die Suva die 
medizinischen Berichte samt Bildgebungen ein und legte das Dossier ihrem Kreisarzt 
Dr. C.________ zur Beurteilung vor (Suva-act. 29 und 40). Gestützt darauf stellte die Suva 
die Heilkosten- und Taggeldleistungen zunächst mit formlosem Schreiben vom 
9. Dezember 2019 (Suva-act. 31), dann mit Verfügung vom 7. Januar 2020 (Suva-act. 49) 
per 15. Oktober 2019 ein. Nachdem der Versicherte dagegen Einsprache erhoben hatte 
(Suva-act. 57), holte die Suva eine weitere kreisärztliche Beurteilung ein (Suva-act. 68) 
und wies die Einsprache schliesslich mit Einspracheentscheid vom 10. Juni 2020 ab 
(Suva-act. 71). 

B. Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 4. Juli 2020 beantragte A.________ die 
Aufhebung des Einspracheentscheids vom 10. Juni 2020 und die Weiterausrichtung der 
gesetzlichen Leistungen über den 15. Oktober 2019 hinaus. Eventualiter sei die 
Angelegenheit an die Suva zur Einholung eines externen Gutachtens zurückzuweisen. Zur 
Begründung brachte der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, es bestünden seit dem 
Vorfall vom 26. Juli 2019 durchgehende Beschwerden im Bereich des betroffenen rechten 
Schultergelenks. Vorliegend würden zwei unterschiedliche, jeweils plausible Ansichten zur 
Ursache der Beschwerden bestehen. Nachdem der Versicherer den Wegfall seiner 
Leistungspflicht zu beweisen habe, reiche die kreisärztliche Beurteilung vom 8. Juni 2020 
dafür nicht aus. Es sei jedenfalls nicht ersichtlich, weshalb die Darstellung des Suva-Kreis-
arztes wahrscheinlicher sein solle, als die des operierenden Arztes und der Hausärztin. 
Abschliessend wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass er seit zwei Monaten zu 100 % 
arbeitsfähig und beschwerdefrei sei (act. 1). 

C. Mit Vernehmlassung vom 7. September 2020 beantragte die Suva die Abweisung 
der Beschwerde und begründete dies im Wesentlichen damit, dass das Ereignis vom 
26. Juli 2019 an der rechten Schulter des Beschwerdeführers keine strukturellen 
Verletzungen verursacht habe. Der Unfall habe zu einer vorübergehenden 
Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustands geführt. Bereits nach vier bis sechs 

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Urteil S 2020 82

Wochen hätten die Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
keine Rolle mehr gespielt, weshalb die Versicherungsleistungen zu Recht per 15. Oktober 
2019 eingestellt worden seien (act. 3).

D. Im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren 
Anträgen und Begründungen fest (act. 5 und 7). Auf den Inhalt der Eingaben wird – soweit 
notwendig – erwägungsweise einzugehen sein. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1. Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 10. Juni 2020) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 E. 1b). Dabei 
sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Verwirklichung 
des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 V 445 
E. 1.2.1).

Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Bestimmungen 
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; 
SR 830.1) in Kraft getreten. Art. 83 ATSG sieht vor, dass für im Zeitpunkt des 
Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim erstinstanzlichen Gericht hängige 
Beschwerden das bisherige Recht gilt. Die hier zu beurteilende Beschwerde wurde am 
4. Juli 2020 der Post übergeben, weshalb die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen 
Normen des ATSG auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung 
zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1]). Örtlich zuständig ist das 
Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der 
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat (Art. 58 Abs. 1 ATSG). Der Beschwerdeführer 
hat Wohnsitz in D.________. Damit ist das Verwaltungsgericht des Kantons Zug in 
Anwendung von § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen Vollziehungsverordnung zum 

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Bundesgesetz über die Unfallversicherung (BGS 842.5) örtlich und sachlich zuständig. Die 
Beschwerdegegnerin erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
10. Juni 2020. Dieser ging der damaligen Vertretung des Beschwerdeführers am 11. Juni 
2020 zu. Die Beschwerdeschrift wurde am 4. Juli 2020 der Post übergeben und ging am 
6. Juli 2020 beim Verwaltungsgericht ein. Damit gilt die Beschwerde als rechtzeitig i.S.v. 
Art. 60 Abs. 1 ATSG eingereicht. Die Beschwerdeschrift entspricht sodann den formellen 
Anforderungen an eine Beschwerde und der Beschwerdeführer ist als von der Verfügung 
des Unfallversicherers direkt Betroffener zur Beschwerde legitimiert. Somit ist die 
Beschwerde vom Gericht zu prüfen. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt nebst dem 
Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 ATSG) oder einer körperähnlichen Schädigung (Art. 6 
Abs. 2 UVG) zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. 
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare 
Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis 
zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der 
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht 
werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele. Ob 
zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 
Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung bzw. im 
Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem 
im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung 
eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1).

3.2 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt 
erst manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers 
erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des 

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Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf 
unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), 
oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo 
sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 139 V 176 E. 5.3) 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher 
Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der 
versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer. Der Beweis des Wegfalls des 
natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder 
Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den 
negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die 
versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob 
unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren 
haben, also dahingefallen sind (BGer 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit 
Hinweisen).

Medizinische Erfahrungssätze können, zumindest soweit sie der herrschenden 
Lehrmeinung entsprechen, im Rahmen des Wahrscheinlichkeitsbeweises berücksichtigt 
werden (BGer 8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1).

3.3 Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs bzw. dessen Wegfallen ist in 
erster Linie mit den Angaben medizinischer Fachpersonen zu führen. Dabei ist zu 
beachten, dass ärztliche Auskünfte, die allein auf der Argumentation beruhen, die 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen seien erst nach dem Unfall aufgetreten, 
beweisrechtlich nicht zu verwerten sind (BGer 8C_331/2015 vom 21. August 2015 
E. 2.2.3.1; vgl. zur Unzulässigkeit der Beweismaxime "post hoc ergo propter hoc": 
BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

3.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 

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Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2).

3.5 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für 
die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten 
begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). Nach der 
Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner 
Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). 

4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass der Beschwerdeführer am 
26. Juli 2019 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat. Die Beschwerdegegnerin hat denn 
zunächst auch entsprechende Versicherungsleistungen erbracht. Strittig und im 
Folgenden zu prüfen ist demgegenüber, ob der Beschwerdeführer auch nach der von der 
Beschwerdegegnerin per 15. Oktober 2019 verfügten Leistungseinstellung weiterhin 
Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Hierzu stellt sich die 
Frage nach dem Kausalzusammenhang, wobei die Beweislast für dessen Dahinfallen bei 
der Beschwerdegegnerin liegt. Den Akten ist im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

4.1 Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 22. August 2019 meldete die B.________ 
GmbH der Suva, dass ihr Angestellter am 26. Juli 2019 einen Unfall erlitten habe. Er sei 
beim Baden am See auf einer ins Wasser führenden Steintreppe auf Schlamm bzw. Moos 
ausgerutscht und habe sich mit dem rechten Arm ruckartig aufgefangen und abgestützt. Er 
habe sich dabei an der rechten Schulter eine Zerrung zugezogen (Suva-act. 2). Am 
14. Oktober 2019 präzisierte der Versicherte, er habe sich mit hochgerissenem Arm noch 
auffangen können ohne hinzustürzen. Der nach hinten gerissene Arm habe anschliessend 
beim Schwimmen in der Schulterregion Schmerzen bereitet. Der erste Arztbesuch bei der 
Hausärztin sei am 16. August 2019 erfolgt (Suva-act. 15). 

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4.2 Dem Verlaufsbericht der Hausärztin Dr. med. E.________, Fachärztin Allgemeine 
Innere Medizin, vom 28. Oktober 2019 kann entnommen werden, dass die erstmalige 
Vorstellung am 16. August 2019 erfolgt sei, da die Schulter nach einer intensiven 
Arbeitswoche stärker geschmerzt habe. Bei persistierenden Beschwerden sei die 
Zuweisung zum Schulterspezialisten des Kantonsspitals F.________, Dr. H.________, 
erfolgt. In der durchgeführten MRI-Untersuchung vom 24. September 2019 habe sich eine 
Partialläsion der Subscapularissehne gezeigt. Die operative Sanierung sei auf den 
15. November 2019 angesetzt worden (Suva-act. 16). 

4.3 Das von Dr. E.________ genannte MRI des Schultergelenks rechts vom 
24. September 2019 ergab folgenden Befund: Partialläsion der Subscapularissehne 
gelenksseitig, AC-Gelenksarthrose, geringfügige Ansatztendinose der Infraspinatussehne 
und der Subscapularissehne, geringer Erguss der Bursa subacromialis subdeltoidea, 
leichte Signalalteration im Ansatz der Supraspinatussehne vereinbar mit einer Zerrung, 
kein Sehnendurchriss, kein Hinweis auf SLAP-Läsion und keine frische ossäre Läsion 
(Suva-act. 54). 

4.4 Am 15. November 2019 wurde der Versicherte im Kantonsspital F.________ von 
Dr. med. H.________, Oberarzt, bei der Diagnose "Schultergelenk rechts: traumatische, 
craniale Subscapularissehnen-Läsion, Bizepstendinopathie mit Pulley-Läsion, 
subacromiales Impingement, asymptomatische AC-Gelenksarthrose" operiert. Zur 
Indikation wurde folgendes ausgeführt: Der Patient sei am 26. Juli 2019 auf einem glatten 
Stein am Ufer eines Sees ausgerutscht und mit dem abgespreizten, rechten Arm auf dem 
Boden gelandet. Sofort habe er ein reissendes Geräusch in der rechten Schulter 
vernommen und stechende Schmerzen dort gehabt. Trotz konservativer Therapie mit 
Physiotherapie und Bedarfsanalgesie seien die Beschwerden nur unzufriedenstellend 
zurückgegangen. Klinisch und MR-tomographisch seien eine Subscapularisläsion, Pulley-
Läsion und ein subacromiales Impingement diagnostiziert und bei hohem Leidensdruck 
und noch guter Muskelqualität die Indikation zur Operation getroffen worden (Suva-
act. 21). 

4.5 Nach Vorlage an Kreisarzt Dr. med. C.________, Facharzt FMH Orthopädie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, kam dieser am 4. Dezember 2019 zum Schluss, 
dass der Schaden, welcher operiert worden sei, nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen sei. Er begründete dies damit, dass 
bildgebend keine strukturellen Läsionen, welche nach derzeitigem medizinischem 

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Wissensstand überwiegend wahrscheinlich unfallkausal seien, dargestellt worden seien. 
Es handle sich nach derzeitigem medizinischem Wissensstand mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit um bereits vor dem Ereignis vorhandene pathologische 
Veränderungen, welche vorübergehend verschlimmert worden seien. Der 
Gesundheitszustand, wie er auch ohne Unfall vorliegen würde, sei nach vier bis sechs 
Wochen erreicht gewesen (Status quo sine nach Prellung bzw. Zerrung; Suva-act. 29). 

4.6 Eine weitere kreisärztliche Beurteilung erfolgte am 19. Dezember 2019. 
Beurteilend wies Dr. C.________ darauf hin, dass das typische Zeichen für eine 
unfallbedingte Sehnen-Zerreissung die sofortige Arztkonsultation und die sofortige 
Arbeitsniederlegung sei, was vorliegend beides fehle. Es sei weder eine unmittelbare 
Arztkonsultation dokumentiert – die erste Arztkonsultation sei am 16. August 2019 erfolgt 
– noch eine unmittelbare Arbeitsniederlegung erfolgt. Die bildgebend dargestellte 
gelenksseitige Partialläsion der Subscapularissehne sei nur möglich auf das Ereignis vom 
Juli 2019 zurückzuführen. Bildgebend werde gesamthaft eine Tendinose der 
Rotatorenmanschette, eine Bursitis subacromialis-subdeltoidea und ein Impingement 
Syndrom dargestellt. Diese Konstellation sei pathognomonisch für ein degeneratives 
Verschleissleiden, welches im Verlauf zur Delamination der Rotatorenmanschette führe. 
Dies sei bildgebend und intraoperativ dargestellt worden. Insbesondere werde im 
technischen Vorgehen auf eine ansatznahe deutliche Auffaserung und inkomplette 
Längsläsion der Subscapularissehne hingewiesen. Auffaserungen würden der 
Delamination, der Strukturauflösung der Sehnenkappe entsprechen. Unklar bleibe, auf 
welcher Grundlage der behandelnde Chirurg die Sehnen-Ablösung als traumatisch 
identifiziere. Es seien weder Hämosiderinablagerungen im Operationsbericht erwähnt 
noch histologische Proben des Sehnengewebes zur mikroskopischen Untersuchung 
weitergeleitet worden. Die Beurteilung müsse somit auf die Bildgebung abstellen. Knapp 
zwei Monate nach dem Ereignis hätten degenerative Veränderungen bildgebend 
dargestellt werden können. Das Impingementsyndrom begünstige eine Sehnen-Dela-
minierung. Der Versicherte habe das Prädilektionsalter für Verschleiss erreicht und die 
Lokalisation entspreche der Prädilektionslokalisation für Verschleiss. Doktor C.________ 
kam zum Schluss, dass der Schaden, welcher operiert worden sei, nicht mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen sei. Das Ereignis sei 
überwiegend wahrscheinlich eine Zerrung gewesen. Unfallfolgen nach Zerrungen würden 
nach derzeitigem medizinischem Wissensstand nach vier bis sechs Wochen im 
Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr spielen. 

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Unfallkausal sei dem Versicherten eine vollzeitige Arbeitsfähigkeit in der angestammten 
Tätigkeit nach spätestens sechs Wochen zumutbar (Suva-act. 40).

4.7 Am 27. Dezember 2019 nahm Dr. H.________ zur Beurteilung von 
Dr. C.________ Stellung und hielt fest, der Patient habe ihm in seiner Sprechstunde vom 
17. September 2019 berichtet, dass er am 26. Juli 2019 auf einem glatten, rutschigen 
Stein am Ufer eines Sees ausgerutscht und dabei mit dem rechten, abgespreizten und 
aussenrotierten Arm auf dem Boden gelandet sei. Bereits während des Sturzes habe er 
ein reissendes Geräusch bzw. ein Gefühl an seiner Schultergelenksvorderseite 
vernommen und sofort starke Schmerzen dort gehabt. Da er der Meinung gewesen sei, 
dass die Schmerzen spontan wieder zurückgehen würden, habe er sich nicht beim 
Hausarzt vorgestellt. Aufgrund Schmerzpersistenz sei er dann erst am 16. August 2019 
zum ersten Mal zum Hausarzt gegangen. Trotz Physiotherapie und Bedarfsanalgesie sei 
es zu keiner relevanten Beschwerdebesserung gekommen. Am 24. September 2019 sei 
dann die weitere Abklärung mittels Arthro-MRI erfolgt. Hier habe sich eine isolierte 
Partialläsion der Subscapularissehne gezeigt. Aufgrund der relevanten Verletzung und der 
erfolglosen konservativen Therapie sei bei entsprechendem Leidensdruck die Indikation 
zur Operation gestellt worden. Die Operation sei dann problemlos am 15. November 2019 
(knapp vier Monate posttraumatisch) durchgeführt worden. Intraoperativ habe sich eine 
artikularseitige Partialläsion der Subscapularissehne am cranialen Sehnendrittel sowie 
eine Längsläsion am mittleren Drittel gezeigt. Hämosiderinauflagerungen hätten 
intraoperativ zu diesem Zeitpunkt keine mehr beobachtet werden können, wobei dies vier 
Monate nach dem Trauma auch nicht ganz typisch wäre. Wie aus der Literatur bekannt 
sei, seien isolierte Subscapularisläsionen bei entsprechendem Trauma (Hyperflexion mit 
Aussenrotation), wie im vorliegenden Fall, überwiegend traumatisch bedingt. Auch die 
MR-tomografischen und die intraoperativen Bilder würden eher für eine traumatische, 
artikularseitige Subscapularissehnenläsion sprechen. Degenerative Läsionen würden im 
cranialen Drittel meist den kompletten Sehnendurchmesser betreffen. Auch die Tatsache, 
dass der Patient vor dem genannten Unfall keinerlei Schulterbeschwerden rechts gehabt 
habe, spreche für eine traumatische Genese. Die Auffaserungen der Subscapularissehne 
im mittleren Drittel im Bereich einer Längsläsion seien vier Monate posttraumatisch auch 
bei einer traumatischen Läsion vorhanden und nicht eindeutig degenerativ. In Anbetracht 
der genannten Tatsachen gehe er nach wie vor von einer traumatischen Genese der 
Subscapularissehnenläsion am rechten Schultergelenk aus (Suva-act. 44). 

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4.8 Nachdem der behandelnde Chirurg zur Leistungseinstellung der Suva Stellung 
genommen hatte, wurde das Dossier zur abschliessenden Beurteilung noch einmal 
Kreisarzt Dr. C.________ vorgelegt. Nach Darstellung des aktenmässigen Verlaufs führte 
er am 8. Juni 2020 aus, anhand der intraoperativen Bilder lasse sich eine überwiegend 
wahrscheinliche Unfallkausalität der chirurgisch behandelten Pathologien nicht ableiten. 
Gesamthaft werde ein degeneratives Verschleissleiden an der Prädilektionslokalisation für 
Verschleiss dargestellt mit einer gelenkseitigen Partialläsion der Subscapularissehne, eine 
AC-Gelenksarthrose, einer Pulley-Läsion der langen Bizepssehne mit Tendinopathie und 
einem subacromialen Impingement. Die Schilderung des Hergangs im Operationsbericht, 
das Ausrutschen im Wasser und "Sofort habe er ein reissendes Geräusch in der rechten 
Schulter vernommen und stechende Schmerzen dort gehabt.", lasse nicht die 
überwiegend wahrscheinliche Interpretation zu, dass eine gelenksseitige Partialläsion der 
Subscapularissehne mit einem reissenden Geräusch einhergehe. In der Folge nahm 
Dr. C.________ zu einzelnen Ausführungen von Dr. H.________ im Bericht vom 
27. Dezember 2019 Stellung und merkte hierzu an, eine akute Rissbildung einer Sehne 
der Rotatorenmanschette gehe überwiegend wahrscheinlich mit einem zeitnahen in 
Anspruch nehmen von medizinischer Hilfe einher. Hierzu sei bereits in der Beurteilung 
vom 19. Dezember 2019 Stellung genommen worden. Zu den Literaturangaben im Bericht 
von Dr. H.________ führte Kreisarzt Dr. C.________ unter Hinweis auf eigene 
Literaturrecherchen aus, die aktuelle Studienlage erlaube dessen Interpretation nicht 
mehr, da seit 2001 weitere namhafte Studien wissenschaftlich anerkannte Erkenntnisse 
gewonnen hätten über den Zusammenhang zwischen degenerativen Veränderungen und 
Sehnenveränderungen bis hin zu Ablösung von ihrem Ansatz. Als Beispiel hierfür sei die 
Studie von S. Studier-Fischer und P.A. Grützner, Traumatische Läsion der 
Rotatorenmanschette Therapiemanagement und Begutachtungsfragen, erwähnt. Es 
würden gesamthaft mehr Faktoren gegen eine traumatische Läsion der 
Subscapularissehne als für eine überwiegend wahrscheinliche traumatische Läsion 
sprechen. Aus den intraoperativen Bildern sei keine eindeutig ersichtliche traumatische 
Läsion der Subscapularissehne ableitbar. Bildgebend zeige sich eine am Ansatz abgelöste 
Subscapularissehne ohne Hinweise auf ein vorangegangenes Trauma. Zur Aussage von 
Dr. H.________, degenerative Läsionen würden im cranialen Drittel meist den kompletten 
Sehnendurchmesser betreffen, entgegnete Dr. C.________, der Symptomenkomplex 
subacromiales Impingement, AC-Gelenksarthrose, Bizepstendinopathie und craniale 
artikularseitige Partialläsion seien in der Zusammenschau überwiegend wahrscheinlich 
degenerativer Natur. Eine Pulley-Läsion sei eine Schädigung der von Bändern gebildeten 
Rotatorenintervallschlinge, die vorn am Kopf des Oberarmknochens im Rotatorenintervall 

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die lange Bizepssehne umschliesse und so an dieser Stelle in der richtigen Position halte. 
Die Rotatorenintervallschlinge verhindere die Verlagerung der langen Bizepssehne in 
Richtung Körpermitte (nach medial) und gewährleiste dadurch ihren regelrechten Verlauf 
durch das Schultergelenk. Die Pulley-Läsion müsse im Zusammenhang mit der 
Partialruptur der Subscapularissehne beurteilt werden. Es handle sich um eine 
Veränderung der Strukturen des Schultergelenks, welche in direktem anatomischem 
Zusammenhang stünden. Die Schwächung der Textur der oberen Teile der 
Subscapularissehne führe zur Pulley-Läsion. Die Schädigung des Pulleys, welcher an der 
Führung der langen Bizepssehne beteiligt sei, führe zur vermehrten Beweglichkeit der 
langen Bizepssehne im Bereich der Rinne/des Sulcus, durch welche die Sehne aus dem 
Schultergelenk austrete. Daraus folgend sei die Pulley-Läsion begleitet von einer 
Tendinopathie der langen Bizepssehne, da diese durch das Pulley bei regelrechter 
Anatomie geführt werde und bei Pulley-Läsion eine unphysiologische/pathologische 
Führung in ihrer Rinne habe. Eine retrospektive Studie in Arthroscopy and Sports 
Medicine habe diesen Zusammenhang untersucht und feststellen können, dass in 90 % 
der 382 untersuchten Patienten eine Verletzung des Pulley Systems bei Verletzung der 
Rotatorenmanschette vorgelegen habe. Bei 44 % sei ein Trauma in der Vorgeschichte 
dokumentiert gewesen, bei 54 % hätten degenerative Veränderungen vorgelegen. Bei der 
Aussage von Dr. H.________, der Patient hätte vor dem Unfall keinerlei 
Schulterbeschwerden rechts gehabt, was für eine traumatische Genese spreche, handle 
es sich um eine "post hoc, ergo propter hoc"-Beurteilung, welche keine 
versicherungsmedizinische Gültigkeit habe. Das Symptomatischwerden/Erstmanifestation 
eines Gesundheitsschadens sei nicht automatisch immer überwiegend wahrscheinlich 
zeitgleich mit der Entstehung eines Gesundheitsschadens. Dazu dürfe auch auf die 
Rechtsprechung verwiesen werden (BGE 119 V 335). Bei einem Sturz und einem zeitnah 
festgestellten Bruch eines Unterarmknochens sei der natürliche Kausalzusammenhang 
sicher. Bei einem Sturz und einer zeitnah festgestellten Läsion der 
Rotatorenmanschettenmuskulatur sei der Zusammenhang nicht automatisch 
wahrscheinlich. Zur Aussage, die Auffaserungen der Subscapularissehne im mittleren 
Drittel im Bereich einer Längsläsion seien vier Monate posttraumatisch auch bei einer 
traumatischen Läsion vorhanden und nicht eindeutig degenerativ, werde auf die 
Bildgebung verwiesen. Eine überwiegend wahrscheinliche traumatische Läsion sei aus der 
Bildgebung nicht ersichtlich. Sichtbar sei die Auffaserung in Längsrichtung, typisch für ein 
degeneratives Verschleissleiden, dem Strukturverlust der ursprünglichen Schichtung der 
Sehne. In der Zusammenschau des klinischen Verlaufes, der Anamnese, der 
präoperativen Bildgebung und des intraoperativen Befundes einschliesslich der 

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Fotographien müsse an der Beurteilung vom 19. Dezember 2019 festgehalten werden, 
dass das Ereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Zerrung gewesen sei (Suva-
act. 68). 

5.
5.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Leistungseinstellung im 
Wesentlichen auf die versicherungsinternen kreisärztlichen Beurteilungen von 
Dr. C.________ vom 19. Dezember 2019 (Suva-act. 40) und 8. Juni 2020 (Suva-act. 68). 
In den genannten Berichten hat Dr. C.________ umfassend Stellung zur Unfallkausalität 
der Subscapularissehnenläsion am rechten Schultergelenk genommen und die 
vorhandenen medizinischen Unterlagen berücksichtigt. Er begründete seine 
Schlussfolgerung, wonach die Läsion der Subscapularissehne nicht traumatisch bedingt 
sei, eingehend und nachvollziehbar. Damit erfüllen seine Beurteilungen vom 
19. Dezember 2019 und 8. Juni 2020 die Anforderungen an beweiskräftige Arztberichte 
(vgl. E. 3.5 hiervor). 

Daran ändert auch der Umstand nichts, dass es sich dabei um Aktenbeurteilungen 
handelt, zumal vorliegend bei an sich feststehendem medizinischem Sachverhalt die 
direkte fachärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. 
BGer 9C_558/2016 vom 4. November 2016 E. 6.1). Des Weiteren ist dem 
Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass das Anstellungsverhältnis einer 
versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen lässt (BGE 137 V 210 E. 1.4; 135 V 
465 E. 4.4). Alleine aus dem Umstand, dass es sich bei Dr. C.________ um einen 
Kreisarzt der Suva handelt, kann der Beschwerdeführer somit nichts zu seinen Gunsten 
ableiten. Demgegenüber ist im Hinblick auf Berichte behandelnder Ärzte auf die 
Erfahrungstatsache zu verweisen, wonach behandelnde Ärzte aufgrund ihrer 
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten 
aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Wie die Beschwerdegegnerin sodann korrekterweise 
angemerkt hat, sind die Kreisärzte der Suva nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung 
Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin, die über besonders ausgeprägte 
traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen verfügen (BGer 8C_59/2020 vom 14. April 
2020 E. 5.2). Doktor C.________ war somit in fachlicher Hinsicht ohne weiteres geeignet, 
die streitige Frage zu beurteilen, zumal ihm ja auch sämtliche medizinischen Berichte 
vorlagen. 

13

Urteil S 2020 82

Vorliegend bestehen für das Gericht jedenfalls keine auch nur geringen Zweifel an den 
versicherungsinternen Beurteilungen. Zu berücksichtigen ist, dass Dr. C.________ bereits 
Anfang Dezember 2019 der Auffassung war, es handle sich mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit um bereits vor dem Ereignis vorhandene pathologische 
Veränderungen, welche vorübergehend verschlimmert worden seien, der Status quo sine 
jedoch bereits nach vier bis sechs Wochen erreicht gewesen sei (Suva-act. 29). Diese 
Einschätzung bestätigte Dr. C.________ am 19. Dezember 2019 ein erstes Mal und 
nachdem die Stellungnahme des behandelnden Operateurs vom 27. Dezember 2019 
(Suva-act. 44) dem Kreisarzt vorgelegt wurde, stützte dieser seine Beurteilung am 8. Juni 
2020 ein weiteres Mal. Würdigend kam Dr. C.________ zum Schluss, dass gesamthaft 
mehr Faktoren gegen eine traumatische Läsion der Subscapularissehne als für eine 
überwiegend wahrscheinliche traumatische Läsion sprechen würden. Anders als der 
Beschwerdeführer glaubhaft machen will, erschöpfen sich die Beurteilungen des 
beratenden Arztes der Suva nicht darin, den geschilderten Unfallhergang als 
ungeeigneten Unfallmechanismus zu bewerten. Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend 
darauf hingewiesen hat, wird dem Kriterium des Unfallmechanismus zur Beurteilung der 
Unfallkausalität keine übergeordnete Bedeutung mehr beigemessen. Grund hierfür ist die 
Tatsache, dass in vielen Fällen – wie hier – der genaue Unfallmechanismus aufgrund der 
Angaben der betroffenen Patienten nicht genau rekonstruiert werden kann. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung geht es vielmehr darum, die einzelnen Kriterien, die 
für oder gegen eine traumatische Genese der Verletzung sprechen, aus medizinischer 
Sicht gegeneinander abzuwägen und den Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die 
Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wahrheit zu entsprechen (BGer 8C_59/2020 vom 
14. April 2020 E. 5.3 f.). Diesen Anforderungen kam Dr. C.________ in seinen 
Beurteilungen zweifellos nach. Unter Berücksichtigung des echtzeitlichen Verlaufs ohne 
sofortige Arztkonsultation – die Erstbehandlung bei der Hausärztin fand erst drei Wochen 
nach dem Unfall, am 16. August 2019, statt – und ohne zeitnahe Arbeitsniederlegung – 
dem Beschwerdeführer war es möglich, seiner Tätigkeit als Bau- und Möbelschreiner 
während drei Wochen weiter nachzugehen –, der bildgebenden Unterlagen – bildgebend 
war im MRI des Schultergelenks vom 24. September 2019 ein subacromiales 
Impingement, eine AC-Gelenksarthrose, eine Bizepstendinopathie und eine craniale 
artikularseitige Partialläsion ersichtlich und aus den intraoperativen Bildern war keine 
eindeutig ersichtliche traumatische Läsion der Subscapularissehne ableitbar –, des 
Prädilektionsalters sowie der Prädilektionslokalisation für Verschleiss und der aktuellen 
einschlägigen Literatur kam Dr. C.________ zum überzeugenden Schluss, dass der Unfall 
zu keiner strukturellen Verletzung der Rotatorenmanschette geführt habe und der 

14

Urteil S 2020 82

bildgebend dargestellte und operativ angegangene Symptomenkomplex überwiegend 
wahrscheinlich degenerativer Natur sei. Doktor C.________ hat somit sowohl den 
klinischen Verlauf und die Anamnese als auch die präoperative Bildgebung und die 
intraoperativen Befunde berücksichtigt, in seine Abwägung miteinbezogen und denn auch 
schlüssig dargelegt, dass beim Beschwerdeführer mehr Indizien vorliegen, die für eine 
krankheitsbedingte Genese der Verletzung sprechen, als solche, die einen traumatischen 
Ursprung der Läsion nahelegen.

Soweit der Beschwerdeführer der Beurteilung des Kreisarztes entgegnet, es bestünden 
seit dem Vorfall vom 26. Juli 2019 durchgehende Beschwerden im Bereich des 
betroffenen rechten Schultergelenks, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten, 
würde es doch einem im Sozialversicherungsrecht unzulässigen "post hoc ergo propter 
hoc"-Schluss entsprechen, wenn allein aufgrund der Tatsache, dass die 
Schulterbeschwerden nach dem Unfall aufgetreten sind, darauf geschlossen würde, dass 
diese durch den Unfall versursacht worden sind.

Schliesslich können auch aus der Stellungnahme des Operateurs Dr. H.________ vom 
27. Dezember 2019 (Suva-act. 44) keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der kreisärztlichen Beurteilung abgeleitet werden. Mit der Beschwerdegegnerin ist 
festzustellen, dass sich Dr. C.________ in seiner Stellungnahme vom 8. Juni 2020 
eingehend mit den Ausführungen des behandelnden Operateurs auseinandergesetzt und 
dabei nachvollziehbar und schlüssig dargelegt hat, weshalb die Auffassung von 
Dr. H.________ aus medizinischer Sicht nicht zu überzeugen vermag. Dabei wies der 
Kreisarzt noch einmal darauf hin, dass eine akute Rissbildung einer Sehne der 
Rotatorenmanschette überwiegend wahrscheinlich mit einem zeitnahen in Anspruch 
nehmen von medizinischer Hilfe einhergehe, was in casu gerade nicht erfolgt ist. Des 
Weiteren begründete er seine Sichtweise unter Berücksichtigung der medizinischen Lehre 
und merkte an, dass die Beurteilung des Operateurs auf mittlerweile veralteten Studien 
beruhe. Schliesslich setzte sich Dr. C.________ erneut sehr eingehend mit der Bildgebung 
auseinander und führte aus, dass der Symptomenkomplex – subacromiales Impingement, 
AC-Gelenksarthrose, Bizepstendinopathie und craniale artikularseitige Partialläsion – in 
der Zusammenschau überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur sei. Ebenfalls auf 
die Bildgebung verwies der Kreisarzt, als es um die Auffaserungen der 
Subscapularissehne im mittleren Drittel im Bereich einer Längsläsion ging und der 
Operateur ausführte, diese seien auch bei einer traumatischen Läsion vorhanden und 
nicht eindeutig generativ. Dazu merkte Dr. C.________ an, dass eine überwiegend 

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wahrscheinliche traumatische Läsion aus der Bildgebung nicht ersichtlich sei. Sichtbar sei 
die Auffaserung in Längsrichtung, welche typisch sei für ein degeneratives 
Verschleissleiden, dem Strukturverlust der ursprünglichen Schichtung der Sehne. Soweit 
zur Begründung der Traumagenese auf die vorgängig vollständig asymptomatische 
Schulter verwiesen wurde, erwog der Kreisarzt zutreffend, dass sich der Arzt damit 
ebenfalls von der unzulässigen Beweismaxime "post hoc, ergo propter hoc" (BGE 119 V 
335 E. 2b/bb) leiten liess, woraus beweisrechtlich kein natürlicher Kausalzusammenhang 
abzuleiten ist. Das soeben Ausgeführte zeigt, dass Dr. C.________ die von 
Dr. H.________ vorgebrachten Argumente im Einzelnen überzeugend zu entkräften 
vermochte. 

Zu guter Letzt ist auch die Beurteilung der Hausärztin vom 20. Dezember 2019 (Suva-
act. 42 S. 5) nicht geeignet, an der Einschätzung des Kreisarztes Zweifel hervorzurufen. 
Doktor E.________ stellt sich darin zwar auf den Standpunkt, dass sie – zusammen mit 
dem Patienten und Dr. H.________ – den Fall anders beurteile als der Suva-Kreisarzt, der 
die Sehnenverletzung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall 
zurückführe. Eine Begründung für ihre gegenteilige Auffassung sucht man im genannten 
Bericht indes vergebens. Vielmehr wiederholt Dr. E.________ lediglich ihre bereits im 
Bericht vom 28. Oktober 2019 (Suva-act. 16) gemachten Ausführungen. 

Nachdem keine weiteren ärztlichen Berichte vorliegen, die sich mit der kreisärztlichen 
Einschätzung auseinandersetzen bzw. aufzeigen würden, weshalb darauf nicht abgestellt 
werden kann, besteht kein Anlass, an der Beurteilung von Dr. C.________ zu zweifeln. 

5.2. Zusammenfassend vermögen die Berichte der behandelnden Ärzte sowie die 
Einwände des Beschwerdeführers keine auch nur geringen Zweifel an der Schlüssigkeit 
und Zuverlässigkeit der versicherungsinternen Beurteilungen des Dr. C.________ zu 
begründen. Den versicherungsinternen Berichten kommt daher voller Beweiswert zu. 
Dementsprechend ist es nicht zu beanstanden, dass die Suva auf die Beurteilung von 
Dr. C.________ abgestellt hat und dadurch von der Einschätzung des behandelnden 
Operateurs abgewichen ist. Entsprechend der Beurteilung des Kreisarztes ist davon 
auszugehen, dass zum Zeitpunkt des Unfalls ein degeneratives Verschleissleiden 
bestand, welches durch den Unfall aktiviert wurde. Mangels aktenkundiger entsprechender 
Anhaltspunkte ist indes auszuschliessen, dass es unfallbedingt zu einer signifikanten und 
damit dauernden Verschlimmerung der vorbestehend degenerativen Schäden gekommen 
ist. Treten im Anschluss an einen Unfall davor nicht bestandene Beschwerden auf und ist 

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Urteil S 2020 82

davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stummer) Vorzustand 
aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der Unfallversicherer nur Leistungen für 
das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss 
Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen. Mit dem Erreichen des Status quo sine vel ante entfällt 
eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (BGer 8C_1029/2012 vom 
22. Mai 2013 E. 3.2.2). Vorliegend waren die Beschwerden nach der erlittenen Zerrung 
gemäss der Beurteilung des Kreisarztes nach vier bis sechs Wochen nicht mehr auf den 
Unfall vom 26. Juli 2019 zurückzuführen, sondern rührten ausschliesslich von 
degenerativen Veränderungen her. Damit war der Status quo sine zu diesem Zeitpunkt 
erreicht gewesen, was zur Folge hat, dass die Beschwerdegegnerin berechtigt war, die 
Leistungen per 15. Oktober 2019 einzustellen. Zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
haben Unfallfolgen im Beschwerdebild des Versicherten jedenfalls mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit keine Rolle mehr gespielt. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 
10. Juni 2020 erweist sich somit als rechtmässig, weshalb die dagegen erhobene 
Beschwerde vollumfänglich abzuweisen ist. 

6. Von weiteren Abklärungen, insbesondere einem medizinischen Gutachten, sind 
bei diesem Ausgang des Verfahrens in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 124 V 90 
E. 4b) keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, so dass der entsprechende Antrag 
abzuweisen ist. 

7. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos (Art. 61 
lit. a ATSG) und eine Parteientschädigung ist bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht 
zuzusprechen (Art. 61 lit. g ATSG). 

17

Urteil S 2020 82

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Beschwerdeführer (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an 
die Beschwerdegegnerin sowie an das Bundesamt für Gesundheit, Bern.

Zug, 20. Dezember 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am