# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cd1c2a24-9b3c-5a45-aade-67b9e415c8c3
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-07-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.07.2023 A-5123/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-5123-2022_2023-07-05.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung I 

A-5123/2022 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  5 .  J u l i  2 0 2 3  

Besetzung 
 Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,  

Richterin Iris Widmer,    

Gerichtsschreiberin Katharina Meienberg. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,  

(…)  

Beschwerdeführer,  

  
 

 
gegen 

 
 

Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,  

Dienst für Informationsaustausch in Steuersachen SEI,  

Vorinstanz.  

  
 

 
 

Gegenstand 
 Amtshilfe (DBA CH-SE). 

 

 

 

A-5123/2022 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Mit Schreiben vom 1. Juli 2022 richtete die Swedish Tax Agency, Unit 

for International Relations (nachfolgend: STA oder ersuchende Behörde) 

gestützt auf Art. 27 des Abkommens vom 7. Mai 1965 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur 

Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom 

Einkommen und vom Vermögen (SR 0.672.971.41; nachfolgend:  

DBA CH-SE) zwei Amtshilfeersuchen betreffend A._______ (nachfolgend: 

betroffene Person) an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV). Darin 

ersuchte sie um allgemeine Steuerinformationen betreffend die betroffene 

Person und spezifische Informationen in Zusammenhang mit der 

B._______ AG (nachfolgend: Bank 1) und der C._______ AG (nachfol-

gend: Bank 2) jeweils für den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezem-

ber 2020 (jeweils Ziff. 13 der Amtshilfeersuchen vom 1. Juli 2022, act. 1, 

S. 5 sowie act. 2, S. 5 der Akten der Vorinstanz; nachfolgend: act.): 

Erstes Amtshilfeersuchen (…)  

Allgemeine Steuerinformationen: 

1. Is A._______ known to your tax authorities? 

2.  If A._______ is known to your tax authorities, please state what type of 

address the taxpayer is registered at. 

3. Does A._______ carry out any economic activities? 

4. Is A._______ resident in your country according to your domestic law 

and/or the tax treaty applicable? 

5. Has A._______ got any permanent home /habitual abode in your country? 

6. Please, specify whether A._______ has got social/economic connections 

in your country (centre of vital interests)? 

7. Does your country have any information (pieces of evidence) to demon-

strate on which dates A._______ has been present in your country since? 

8. Please provide copies of all relevant documents mentioned in this section. 

If needed, please specify. 

Informationen betreffend Bank 1: 

9. For the period of 1 January 2018 to 31 December 2020, all accounts in 

B._______ AG, including but not restricted to account no. (…) that 

A._______ is in possession with in person and or by proxy, alone or jointly 

with others: 

a) Please provide with bank statements for the period. 

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Seite 3 

b) Is/has any credit card been linked to the account during the whole 

or part of the period? If yes, please specify name of the user and 

what period and send us copies of all bank statements concerning 

transactions with those credit cards for the period. 

c) Account opening forms. 

10.  Banking information regarding aII accounts in the name of D._______, 

company number (…), including but not restricted to account no. 

- (…) 

- (…)  

- (…) 

- (…) 

- (…), 

in B._______ AG for the period 01/01/2018 -31/12/2020: 

a) Who is/has been the account holder(s) of these bank accounts? 

b) Who is/was authorised to operate the bank accounts? 

c) Please provide with bank statements for the period. 

d) Is/has any credit card been linked to the account during the whole 

or part of the period? If yes, please specify name of the user and 

what period and send us copies of all bank statements concerning 

transactions with those credit cards for the period. 

Zweites Amtshilfeersuchen (…) 

Informationen betreffend Bank 2 

1. For the period 1 January 2018 to 31 December 2020, we kindly request 

bank statements concerning transactions for the credit card (…) issued by 

C._______ AG. If A._______ has had another banking card during the period, 

please specify name of the user and what period and send us copies of all 

bank statements concerning transactions with those banking cards for the pe-

riod 1 January 2018 to 31 December 2020. 

Die STA führte in Bezug auf den Sachverhalt zusammengefasst aus, es 

laufe eine Untersuchung betreffend den steuerlichen Wohnsitz und das 

steuerbare Einkommen der betroffenen Person für den genannten Zeit-

raum. Die betroffene Person sei Geschäftsführer bei und wirtschaftlich Be-

rechtigter an verschiedenen schwedischen Unternehmen, weshalb die 

Steuerpflicht bis einschliesslich im Jahr 2017 unbestritten sei. Während 

des Jahres 2018 habe die betroffene Person mit Verweis auf ihren Wegzug 

in die Schweiz beantragt, in Schweden nur der eingeschränkten Steuer-

pflicht zu unterstehen, was die STA bewilligt habe. Zwischenzeitlich habe 

die STA Informationen erhalten, wonach es den Anschein habe, als ob sich 

die betroffene Person überwiegend in Schweden (und Spanien) aufhalte. 

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Seite 4 

Mittels Auskunftsgesuchs sollen Informationen erlangt werden, die es er-

laubten, die Frage der Steuerpflicht der betroffenen Person in Schweden 

zu klären. Aufgrund der bisher bereits erlangten Informationen sei stark an-

zunehmen, dass die betroffene Person über die ausgezahlten staatlichen 

Pensionsgelder hinaus noch weitere Einkünfte erzielt habe. Ausserdem 

habe die vorgenommene Untersuchung ergeben, dass die betroffene Per-

son Eigentümerin der im Jahr 2020 liquidierten zyprischen Gesellschaft  

D._______ (nachfolgend: Gesellschaft) gewesen sei. Diese Gesellschaft 

habe mindestens fünf Konten bei der Bank 1. Aufgrund einzelner bekann-

ter Kontobewegungen sei zu vermuten, dass unversteuertes Einkommen 

verschoben worden sei. Die STA habe trotz Aufforderung nicht alle Infor-

mationen und Unterlagen von der betroffenen Person erhalten. Sie habe 

alle möglichen Mittel ausgeschöpft, um in Schweden an die notwendigen 

Informationen zu gelangen. 

B.  

Am 7. Juli 2022 erliess die ESTV drei Editionsverfügungen an die Bank 1 

(act. 6), die Steuerverwaltung des Kantons Obwalden (nachfolgend: 

STV OW; act. 7) und der Bank 2 (act. 8). Gleichzeitig ersuchte sie die Bank 

1 und 2 für den Fall, das im relevanten Zeitraum eine Kundebeziehung mit 

der betroffenen Person bestanden habe, diese mittels beigelegten Infor-

mationsschreibens über das laufende Amtshilfeverfahren zu informieren 

und Zustelldatum sowie Versandadresse bekannt zu geben. 

B.a Mit E-Mail vom 13. Juli 2022 übermittelte die STV OW die ersuchten 

Informationen an die ESTV (act. 13).  

B.b Mit Schreiben vom 15. Juli 2022 übermittelte die Bank 2 die ersuchten 

Informationen an die ESTV (act. 14). Sie teilte mit Brief vom 19. Juli 2022 

sodann mit, dass die betroffene Person mit Schreiben vom 15. Juli 2022 

über das Verfahren orientiert worden sei (act. 17).  

B.c Mit E-Mail vom 15. Juli 2022 übermittelte die Bank 1 die ersuchten In-

formationen an die ESTV (act. 15). Sie reichte ausserdem einen Zustell-

nachweis vom gleichen Tag ein (act. 16). Mit telefonischer Nachfrage vom 

20. Juli 2022 und sodann mit E-Mail vom gleichen Tag forderte die ESTV 

die Bank 1 auf, weitere bzw. fehlende Informationen zu ergänzen (act. 19). 

Dieser Aufforderung kam die Bank 1 mit Schreiben vom 22. Juli 2022 nach, 

mit welchem sie die zusätzlichen Informationen einreichte (act. 20). 

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Seite 5 

B.d Am 22. Juli 2022 zeigte Rechtsanwältin (…) die Vertretung der be-

troffenen Person an und verlangte die Zustellung der Amtshilfeersuchen 

vom 1. Juli 2022. In der Folge holte die ESTV die Erlaubnis der ersuchen-

den Behörde zur Gewährung der Akteneinsicht ein (act. 26, 34). Sie ver-

langte weitere bzw. ungeschwärzte Unterlagen bei den Auskunftsstellen 

ein (act. 27, 29-33, 36-40), bevor die Akteneinsicht mit Schreiben jeweils 

vom 11. August 2022 gewährt wurde (act. 41-46). Mit gleichen Schreiben 

wurde die betroffene Person über die beabsichtigte Gutheissung der bei-

den Amtshilfeersuchen inkl. konkreter Antwort und Beilagen informiert und 

diesbezüglich Frist zur Zustimmung respektive zur Einreichung allfälliger 

Einwände gesetzt. Sie gewährte auch der Gesellschaft das rechtliche Ge-

hör (act. 35). 

B.e Am 22. August 2022 liess die betroffene Person eine Stellungnahme 

einreichen, in welcher sie zur Steuerpflicht in Schweden und zur Mitwirkung 

im schwedischen Verfahren, respektive zum Subsidiaritätsprinzip, Ausfüh-

rungen machte und eine Fristerstreckung zur Einreichung weiterer Unter-

lagen beantragte (act. 48). 

B.f Nach Gewährung dieser Fristerstreckung (act. 50), liess die betroffene 

Person mit Schreiben vom 5. September 2022 eine ergänzende Stellung-

nahme einreichen. In dieser wurden zusätzliche Ausführungen zur Aufent-

haltsdauer der betroffenen Person in Schweden und zur Mitwirkung im 

schwedischen Verfahren gemacht.  

C.  

Mit Schlussverfügung vom 11. Oktober 2022 behandelte die ESTV die bei-

den Amtshilfeersuchen und entschied, der STA in Bezug auf die betroffene 

Person Amtshilfe zu leisten (Dispositiv-Ziffer 1, act. 53).  

D.  

Mit Beschwerde vom 9. November 2022 beantragt die betroffene Person 

(nachfolgend: Beschwerdeführer), beim Bundesverwaltungsgericht die 

Aufhebung der Schlussverfügung vom 11. Oktober 2022. Dem Amtshilfeer-

suchen der STA sei nicht Folge zu leisten, die von der Bank 1, Bank 2 und 

der STV OW edierten Informationen sowie die im schweizerischen Zentra-

len Migrationsinformationssystem verzeichneten Informationen seien nicht 

an die STA zu übermitteln. Die Verfahrenskosten seien von der Vorinstanz 

zu übernehmen und es sei eine Parteientschädigung auszurichten.  

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Seite 6 

E.  

Mit Vernehmlassung vom 21. Dezember 2022 beantragt die ESTV die kos-

tenpflichtige Abweisung der Beschwerde.  

Auf die übrigen Ausführungen der Parteien und die Akten wird – sofern und 

soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Dem vorliegenden Verfahren liegt ein Amtshilfeersuchen der STA ge-

stützt auf das Abkommen vom 7. Mai 1965 zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und dem Königreich Schweden zur Vermeidung der 

Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und 

vom Vermögen (SR 0.672.971.41, nachfolgend: DBA CH-SE) zugrunde. 

Die Durchführung der mit diesem Abkommen vereinbarten Bestimmungen 

richtet sich nach dem Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die in-

ternationale Amtshilfe in Steuersachen (Steueramtshilfegesetz, StAhiG, 

SR 651.1). Vorbehalten bleiben abweichende Bestimmungen des im vor-

liegenden Fall anwendbaren DBA CH-SE (Art. 1 Abs. 2 StAhiG). 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Beurteilung von Beschwerden 

gegen Schlussverfügungen der ESTV betreffend die Amtshilfe gestützt auf 

das DBA CH-SE zuständig (vgl. Art. 19 Abs. 5 StAhiG i.V.m. Art. 31 – 33 

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsge-

richt [Verwaltungsgerichtsgesetz, VGG, SR 173.32]). Das Verfahren vor 

diesem Gericht richtet sich dabei nach dem Bundesgesetz vom 20. De-

zember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensge-

setz, VwVG, SR 172.021) soweit das VGG oder das StAhiG nichts anderes 

bestimmen (Art. 37 VGG und Art. 19 Abs. 5 StAhiG). Die Zuständigkeit des 

Bundesverwaltungsgerichts zur Behandlung der Beschwerde ist somit ge-

geben. 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men und ist mit Blick auf die ihn betreffenden, nach der angefochtenen 

Schlussverfügung an die STA zu übermittelnden, Informationen materiell 

beschwert. Er ist damit und als Adressat der angefochtenen Verfügung zur 

Beschwerdeführung berechtigt (vgl. Art. 19 Abs. 2 StAhiG i.V.m. Art. 48 

Abs. 1 VwVG).  

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Seite 7 

1.4 Der vorinstanzliche Entscheid vom 11. Oktober 2022 wurde mit Be-

schwerde vom 9. November 2022 vollumfänglich angefochten. Die Be-

schwerde wurde form- und fristgerecht eingereicht (Art. 50 Abs. 1 und 

Art. 52 Ab. 1 VwVG). Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten. 

1.5 Das Bundesverwaltungsgericht kann den angefochtenen Entscheid in 

vollem Umfang überprüfen. Der Beschwerdeführer kann neben der Verlet-

zung von Bundesrecht (Art. 49 Bst. a VwVG) und der unrichtigen oder un-

vollständigen Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 49 

Bst. b VwVG) auch die Unangemessenheit rügen (Art. 49 Bst. c VwVG). 

2.  

2.1 Staatsvertragliche Grundlage für die Leistung von Amtshilfe in Steuer-

sachen gegenüber Schweden sind die Amtshilfeklausel von Art. 27 

DBA CH-SE und die dazu vereinbarte Ziff. 4 des Protokolls zum  

DBA CH-SE, welche seit dem 5. August 2012 in Kraft sind (vgl. Art. XIV 

des Protokolls vom 28. Februar 2011 zwischen der Schweizerischen Eid-

genossenschaft und dem Königreich Schweden zur Änderung des Abkom-

mens zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steu-

ern vom Einkommen und vom Vermögen [AS 2012 4155 ff.; nachfolgend: 

Änderungsprotokoll 2011 oder Protokoll]). Diese sind auf das streitbe-

troffene Amtshilfeersuchen vom 1. Juli 2022, mit welchem um Informatio-

nen betreffend den Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2020 

ersucht wird, anwendbar (vgl. Art. XV Ziff. 2 Bst. d des Änderungsproto-

kolls 2011). Das am 19. Juni 2019 unterzeichnete und am 6. Dezember 

2020 in Kraft getretene Protokoll zwischen der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft und dem Königreich Schweden zur Änderung des Abkommens 

vom 7. Mai 1965 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und 

dem Königreich Schweden zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf 

dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (AS 2020 

5353; nachfolgend Änderungsprotokoll 2019) ist zwar teilweise anwendbar 

(vgl. Art. IV Ziff. 3 des Änderungsprotokolls 2019), für die Beurteilung des 

vorliegenden Sachverhalts allerdings nicht von Bedeutung. 

2.2 Gemäss Art. 27 Abs. 1 DBA CH-SE tauschen die zuständigen Behör-

den der Vertragsstaaten die Informationen aus, die zur Durchführung des 

Abkommens oder zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen 

Rechts betreffend Steuern jeder Art und Bezeichnung, die für Rechnung 

der Vertragsstaaten, ihrer politischen Unterabteilungen oder ihrer lokalen 

Körperschaften erhoben werden, voraussichtlich erheblich sind, soweit die 

diesem Recht entsprechende Besteuerung nicht dem Abkommen 

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Seite 8 

widerspricht. In Ziff. 4 Bst. c des Protokolls zum DBA CH-SE sind die An-

gaben aufgeführt, welche die Steuerbehörden des ersuchenden Staates 

bei der Stellung eines Amtshilfeersuchens zu liefern haben (Art. 6 Abs. 2 

StAhiG ist aufgrund der in Ziff. 4 Bst. c des Protokolls zum DBA CH-SE 

statuierten Regelung nicht einschlägig, soweit er strengere Anforderungen 

aufstellt [Art. 1 Abs. 2 StAhiG; vgl. BGE 142 II 218 E. 3.4; 142 II 161 

E. 2.1.4; Urteile des BVGer A-1450/2021 vom 3. Mai 2022 E. 2.2; A-

4603/2019 vom 17. August 2020 E. 2.2]).  

2.3 Gemäss Art. 26 des Wiener Übereinkommens über das Recht der Ver-

träge vom 23. Mai 1969 (SR 0.111) bindet ein rechtskräftiger Vertrag die 

Vertragsparteien und ist von ihnen nach Treu und Glauben zu erfüllen. Da-

raus folgt gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Amtshilfe in 

Steuersachen, dass prinzipiell kein Anlass besteht, an Sachverhaltsdar-

stellungen und Erklärungen anderer Staaten zu zweifeln (sog. völkerrecht-

liches Vertrauensprinzip; BGE 144 II 206 E. 4.4; 143 II 224 E. 6.3, je mit 

weiteren Hinweisen).  

2.4  

2.4.1 Als zur Anwendung oder Durchsetzung des innerstaatlichen Rechts 

voraussichtlich erheblich gelten Informationen, die für den ersuchenden 

Staat notwendig sind, um eine in diesem Staat steuerpflichtige Person dort 

korrekt zu besteuern (BGE 143 II 185 E. 3.3.1; 141 II 436 E. 4.4.3; Urteil 

des BVGer A-4592/2018 vom 21. März 2019 E. 3.1.2). Ob eine Information 

erheblich ist, kann in der Regel nur der ersuchende Staat abschliessend 

feststellen (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2; 142 II 161 E. 2.1.1; statt vieler: 

Urteil des BVGer A-4144/2018 vom 28. Mai 2019 E. 2.1.6). Die Vorausset-

zung der voraussichtlichen Erheblichkeit ist erfüllt, wenn im Zeitpunkt der 

Einreichung des Amtshilfeersuchens eine vernünftige Möglichkeit besteht, 

dass sich die verlangten Informationen als erheblich erweisen werden 

(BGE 143 II 185 E. 3.3.2). Keine Rolle spielt, ob sich diese Informationen 

nach deren Übermittlung für die ersuchende Behörde als nicht erheblich 

herausstellen (vgl. BGE 142 II 161 E. 2.1.1). Die Rolle des ersuchten 

Staates bei der Beurteilung der voraussichtlichen Erheblichkeit beschränkt 

sich darauf, zu überprüfen, ob die vom ersuchenden Staat verlangten In-

formationen und Dokumente einen Zusammenhang mit dem im Ersuchen 

dargestellten Sachverhalt haben und ob sie möglicherweise dazu geeignet 

sind, im ausländischen Verfahren verwendet zu werden (vgl. BGE 144 II 

29 E. 4.2.2; 142 II 161 E. 2.1.1; Urteil des BGer 2C_241/2016 vom 7. April 

2017 E. 5.2; Urteile des BVGer A-4144/2018 vom 28. Mai 2019 E. 2.1.6; 

A-846/2018 vom 30. August 2018 E. 2.1.4 mit Hinweisen). Vor diesem 

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Seite 9 

Hintergrund darf der ersuchte Staat Auskünfte – mit der Begründung, dass 

die verlangten Informationen nicht «voraussichtlich erheblich» im Sinne 

von Art. 27 Abs. 1 Satz 1 DBA CH-SE seien – nur verweigern, wenn ein 

Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben und der im ersuchen-

den Staat durchgeführten Untersuchung wenig wahrscheinlich bzw. un-

wahrscheinlich erscheint (vgl. Ziff. 4 Bst. b des Protokolls zum DBA CH-

SE; BGE 143 II 185 E. 3.2.2; 142 II 161 E. 2.1.1; Urteil des BVGer 

A-4588/2018 vom 22. Juli 2019 E. 3.4.3 mit Hinweisen). 

2.4.2 Informationen können im abkommensrechtlichen Sinne jedoch nur 

dann als voraussichtlich erheblich qualifiziert werden, wenn sie (unter an-

derem oder ausschliesslich) Personen betreffen, deren unbeschränkte 

oder beschränkte Steuerpflicht im ersuchenden Staat während der mass-

gebenden Zeitspanne mittels genügender Anhaltspunkte im Ersuchen gel-

tend gemacht wird (vgl. Urteil des BVGer A-3791/2017 vom 5. Januar 2018 

E. 5.1.2). Der Umstand, dass eine Person in einem Staat als steuerlich an-

sässig gilt, schliesst nicht aus, dass diese Ansässigkeit von einem anderen 

Staat in Abrede gestellt wird oder dass in anderen Staaten eine be-

schränkte Steuerpflicht gegeben ist (Urteil des BVGer A-2548/2016 vom 

15. September 2016 E. 2.2). Der ersuchte Staat hat aufgrund des Vertrau-

ensprinzips nur zu prüfen, ob dem Ersuchen Kriterien dafür zu entnehmen 

sind, dass im ersuchenden Staat gemäss Abkommen eine Steuerpflicht 

bestehen könnte. Ein möglicher Ansässigkeitskonflikt ist nicht im Rahmen 

eines Amtshilfeverfahrens, sondern eines Verständigungsverfahrens zu lö-

sen. Ein Amtshilfeersuchen kann dem ersuchenden Staat auch dazu die-

nen, Argumente für die Lösung des Ansässigkeitskonflikts zu erhalten 

(BGE 142 II 218 E. 3.1 und E. 3.6 f.; 142 II 161 E. 2.2.2 und E. 2.4; Urteile 

des BVGer A-7622/2016 vom 23. Mai 2017 E. 2.4.1; A-4157/2016 vom 

15. März 2017 E. 3.5.3.1 f.). Damit nicht davon ausgegangen wird, ein 

Amtshilfeersuchen sei willkürlich gestellt worden, genügt also bereits, dass 

der ersuchende Staat Anhaltspunkte nennt, die eine (je nachdem be-

schränkte oder unbeschränkte) Steuerpflicht der betroffenen Person in die-

sem Staat begründen könnten (Urteil des BVGer A-4588/2018 vom 22. Juli 

2019 E. 3.6.1 mit Hinweisen). 

2.4.3 Gemäss Ziff. 4 Bst. b des Protokolls zum DBA CH-SE besteht Ein-

vernehmen darüber, dass der Zweck der Verweisung (in Art. 27 Abs. 1 DBA 

CH-SE) auf Informationen, die voraussichtlich erheblich sind, darin be-

steht, einen möglichst weitgehenden Informationsaustausch in Steuerbe-

langen zu gewährleisten, ohne den Vertragsstaaten zu erlauben, «fishing 

expeditions» zu betreiben oder um Informationen zu ersuchen, deren 

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Seite 10 

Erheblichkeit hinsichtlich der Steuerbelange einer bestimmten steuerpflich-

tigen Person unwahrscheinlich ist. Sie muss sich bereits aus dem Amtshil-

fegesuch ergeben (vgl. BGE 143 II 185 E. 3.3.2; 141 II 436 E. 4.4.3; Urteil 

des BVGer A-2725/2019 vom 25. Februar 2020 E. 2.4.3, je mit Hinweisen). 

Dem «voraussichtlich» kommt somit eine doppelte Bedeutung zu. Zum ei-

nen bezieht es sich darauf, dass der ersuchende Staat die Erheblichkeit 

voraussehen und diese dem Amtshilfegesuch zu entnehmen sein muss, 

wobei im Einklang mit dem völkerrechtlichen Vertrauensprinzip (vgl. E. 2.3) 

vermutet wird, dass der ersuchende Staat nach Treu und Glauben handelt. 

Zum anderen sind nur solche Informationen zu übermitteln, die voraus-

sichtlich erheblich sind (vgl. zum Ganzen statt vieler: BGE 143 II 185 

E. 3.3.2 mit Hinweisen). 

2.5 Gemäss Ziff. 4 Bst. a des Protokolls zum DBA CH-SE besteht Einver-

nehmen darüber, dass der ersuchende Vertragsstaat ein Begehren um 

Austausch von Informationen erst dann stellt, wenn er zur Beschaffung der 

Informationen alle in seinem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehe-

nen üblichen Mittel ausgeschöpft hat, sofern dies nicht mit unverhältnis-

mässigen Schwierigkeiten verbunden ist. Dabei handelt es sich um das 

sogenannte Subsidiaritätsprinzip (vgl. dazu BGE 144 II 206 E. 3.3 mit Hin-

weisen). Unter Berücksichtigung des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips 

(vgl. E. 2.3 vorstehend) bedeutet dies, dass kein Anlass besteht, an einer 

von der ersuchenden Behörde abgegebenen Erklärung der Ausschöpfung 

aller üblichen innerstaatlichen Mittel zu zweifeln, es sei denn, es liegen 

ernsthafte Zweifel vor (vgl. BGE 144 II 206 E. 3.3.2; Urteile des BVGer 

A-2175/2021 vom 22. September 2021 E. 2.5.2; A-5034/2020 vom 7. Mai 

2021 E. 2.5.2). 

2.6 Es ist nicht Aufgabe des ersuchten Staates, über eine Plausibilitätsprü-

fung hinaus die Rechtmässigkeit des im Ausland durchgeführten Steuer-

verfahrens zu überprüfen. Sofern Argumente das ausländische Recht be-

treffen, sind diese vor der zuständigen ausländischen Behörde vorzubrin-

gen (BGer 2C_241/2016 vom 7. April 2017 E. 5.6). 

3.  

Im vorliegenden Fall kann zunächst festgestellt werden, dass die Amtshil-

feersuchen alle formellen Voraussetzungen erfüllen (vgl. E. 2.2). Im Fol-

genden ist zu prüfen, ob die materiellen Voraussetzungen für die Gewäh-

rung der Amtshilfe erfüllt sind. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass 

keine unbeschränkte Steuerpflicht in Schweden bestehe (E. 3.1), die Infor-

mationen voraussichtlich nicht erheblich seien (E. 3.2), die angefochtene 

https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=22-09-2021-A-2175-2021
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=07-05-2021-A-5034-2020

A-5123/2022 

Seite 11 

Schlussverfügung das Subsidiaritätsprinzip verletze (E. 3.3) und die 

schwedischen Behörden das Amtshilfeersuchen rechtsmissbräuchlich ge-

stellt hätten (E. 3.4). 

 

3.1  

3.1.1 Der Beschwerdeführer bestreitet, in Schweden der unbeschränkten 

Steuerpflicht zu unterstehen. Er sei zwar bis im Jahr 2017 in Schweden 

unbeschränkt steuerpflichtig gewesen, sei dann aber in die Schweiz gezo-

gen, sodass ab diesem Zeitpunkt nur noch eine beschränkte Steuerpflicht 

in Schweden bestanden habe, welche sich aufgrund des Besitzes eines 

Ferienhauses ergebe. Die schwedische Steuerbehörde habe diese be-

schränkte Steuerpflicht anerkannt. Nach schwedischem Recht müsse sich 

eine Person an mehr als 150 Tagen im Jahr in Schweden aufhalten, um 

der unbeschränkten Steuerpflicht zu unterstehen. Dies habe die STA nicht 

nachweisen können. Er habe in den Jahren 2018 bis 2020 jeweils nur we-

nige Tage in Schweden verbracht. Das Ferienhaus sei darüber hinaus nicht 

beheizbar, weshalb dieses keine Wohnstätte für die ganzjährige Nutzung 

darstelle, sondern lediglich für Ferien in den Sommermonaten verwendet 

werden könne.  

3.1.2 Die Vorinstanz argumentiert, die STA habe konkrete Verdachtsmo-

mente dargetan, wonach eine unbeschränkte Steuerpflicht des Beschwer-

deführers in Schweden zumindest nicht ausgeschlossen werden könne. 

Die STA habe auf Bank- und Kreditkartenauszüge sowie Flugscheine ver-

wiesen. Ob ein Anfangsverdacht vorliege oder nicht, sei sodann nach dem 

schwedischen Recht zu beurteilen. Etwaige Rügen seien im ausländischen 

Verfahren vorzutragen. Aufgrund der Angaben der STA ergäben sich keine 

offensichtlichen Fehler, Lücken oder Widersprüche, sodass dem völker-

rechtlichen Vertrauensprinzip zur Folge kein Anlass bestehe, an den Dar-

stellungen der STA zu zweifeln.  

3.1.3 Aus dem Ersuchen ergibt sich und ist unbestritten, dass der Be-

schwerdeführer bis im Jahr 2017 in Schweden unbeschränkt steuerpflichtig 

war und seither zumindest der beschränkten Steuerpflicht unterliegt. Der 

Vermutung der STA, der Beschwerdeführer erfülle in der fraglichen Periode 

die Voraussetzungen für eine unbeschränkte Steuerpflicht in Schweden, 

liegen verschiedene Anhaltspunkte zugrunde. Die genannten Kreditkarten-

abrechnungen und Flugtickets (act. 1, S. 4; act. 2, S. 4 [Amtshilfeersuchen, 

je vom 1. Juli 2022]) sowie die von der STA erstellten Aufenthaltskalenda-

rien (act. 51 [Beilage des Beschwerdeführers bei der Vorinstanz vom 

5. September 2022]) lassen es zumindest möglich erscheinen, dass sich 

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Seite 12 

der Beschwerdeführer längerfristig in Schweden aufhielt und damit der un-

beschränkten Steuerpflicht in Schweden untersteht, bzw. in der fraglichen 

Periode unterstand. Das Argument des Beschwerdeführers, es handle sich 

nur um ein nicht beheizbares Sommerhaus, sodass ein längerfristiger Auf-

enthalt in Schweden von vorneherein ausgeschlossen sei, verfängt nicht. 

Gemäss den von der STA erstellten Kalendarien, die der Beschwerdefüh-

rer grundsätzlich nicht bestritt, hielt sich dieser unter anderem auch in den 

Wintermonaten in Schweden auf (so beispielsweise im Dezember 2018 

sowie an verschiedenen Tagen im Januar, Februar und März 2019, vgl. 

act. 51). Indem der Beschwerdeführer vorbringt, er sei in der Zeit von 2018 

bis 2021 in der Schweiz ansässig gewesen, vermag er die Darstellung der 

STA nicht zu widerlegen, insbesondere da die Ansässigkeit in einem ande-

ren Staat nicht ausschliesst, dass in Schweden nicht auch die Ansässigkeit 

bzw. die unbeschränkte Steuerpflicht des Beschwerdeführers geltend ge-

macht wird (vgl. E. 2.4.2 vorstehend). Darüber hinaus ist es zulässig, mit 

dem Amtshilfeersuchen gerade die Frage der Steuerpflicht zu klären (vgl. 

E. 2.4.1 vorstehend). Da der seitens der STA dargestellte Sachverhalt im 

Übrigen nicht offensichtliche Fehler, Lücken oder Widersprüche enthält 

bzw. die betroffene Person sofort beweisen kann, dass die Vorbringen des 

ersuchenden Staats falsch sind, ist im Sinne des Vertrauensprinzips darauf 

abzustellen.  

3.1.4 Somit ist eine unbeschränkte Steuerpflicht des Beschwerdeführers in 

Schweden während der genannten Perioden nicht von vorneherein ausge-

schlossen, weshalb die Amtshilfeersuchen nicht aus diesem Grund abzu-

weisen sind. 

3.2 Der Beschwerdeführer macht darüber hinaus auch geltend, dass die 

edierten Informationen an sich nicht voraussichtlich erheblich seien. 

3.2.1 Der Beschwerdeführer bringt vor, einzelne Banktransaktionen von 

und nach Schweden sowie das Bezahlen von üblichen Auslagen während 

eines Aufenthaltes in Schweden würden keine tauglichen Beweise für die 

Darstellungen der STA liefern und seien unerheblich. Es sei sodann nicht 

nachvollziehbar, warum Einkünfte aus einer Gesellschaft mit Sitz in Zypern 

relevant sein sollten.  

3.2.2 Die Vorinstanz hält dem entgegen, da die STA eine unbeschränkte 

Steuerpflicht des Beschwerdeführers in Schweden vermute, sei es auch 

gerechtfertigt, alle Einkünfte für die Bemessung der Besteuerungsgrund-

lage zu erheben. Die Amtshilfeersuchen würden somit zum einen zur 

A-5123/2022 

Seite 13 

Feststellung der unbeschränkten Steuerpflicht, zum anderen aber auch zur 

Feststellung der Besteuerungsgrundlage dienen, sodass auch letztere In-

formationen als voraussichtlich erheblich zu beurteilen seien. Nach Aus-

künften der STA sei der Beschwerdeführer der wirtschaftliche Berechtigte 

an der Gesellschaft, weshalb die Bankinformationen in Bezug auf die Ge-

sellschaft relevant seien, um die Einkommens- und Vermögenssituation 

des Beschwerdeführers zu klären. Zudem bestehe auch die Vermutung, 

dass der Beschwerdeführer von der Gesellschaft Zahlungen erhalten bzw. 

durch die Gesellschaft ein Einkommen generiert hat, was für die Bemes-

sung der schwedischen Einkommensteuer relevant sei. 

3.2.3 Ein Zusammenhang zwischen den verlangten Angaben und der Un-

tersuchung ist klar gegeben. Zum einen vermögen die Informationen zu 

erhellen, wann und wie lange sich der Beschwerdeführer in Schweden auf-

hielt, sodass der STA Feststellungen über die Steuerpflicht ermöglicht wer-

den, zum anderen können weitergehende Erkenntnisse über die Einkom-

mens- und Vermögenssituation des Beschwerdeführers der Bemessung 

der Besteuerungsgrundlage dienen. Die Informationen betreffend die Ge-

sellschaft sind entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers relevant, 

da die STA darlegte, der Beschwerdeführer sei wirtschaftlich Berechtigter 

an dieser Gesellschaft (act. 1, S. 4; act. 2, S. 4). Folglich sind auch Infor-

mationen betreffend die Bankkonten dieser Gesellschaft voraussichtlich er-

heblich (vgl. E. 2.4 vorstehend). Es kann den überzeugenden Ausführun-

gen der Vorinstanz gefolgt werden, die feststellte, dass die zu übermitteln-

den Unterlagen geeignet sind, den dargelegten Sachverhalt zu klären und 

eine korrekte Besteuerung in Schweden zu ermöglichen. 

3.2.4 Die Vorinstanz hat in ihrer Schlussverfügung somit richtigerweise 

festgestellt, dass die ersuchten Informationen für die Feststellung der Steu-

erpflicht und für eine korrekte Erhebung der Besteuerungsgrundlage des 

Beschwerdeführers voraussichtlich erheblich sind. 

 

3.3  

3.3.1 Der Beschwerdeführer macht vorliegend sodann geltend, die STA 

habe nicht alle inländischen Mittel zur Informationsbeschaffung genutzt 

und damit das Subsidiaritätsprinzip verletzt. Da die Veranlagung des be-

treffenden Jahres mehr als zwei Jahre zurückliege, sei die STA nach 

schwedischem Recht vollumfänglich beweisbelastet für die korrekte Be-

steuerung, sodass sie Beweismittel nicht direkt beim Beschwerdeführer 

A-5123/2022 

Seite 14 

einverlangen dürfe. Der Beschwerdeführer sei seiner Mitwirkungspflicht 

nachgekommen, es sei die STA, die nicht auf ein Schreiben des Beschwer-

deführers vom 22. Februar 2022 reagiert habe. 

3.3.2 Die Vorinstanz argumentiert, die STA habe erklärt, alle üblichen Aus-

kunftsquellen ausgeschöpft zu haben, soweit diese nicht mit einem unver-

hältnismässigen Aufwand verbunden sind. Zudem habe die STA ausge-

führt, der Beschwerdeführer habe sich nicht kooperativ verhalten und die 

verlangten Informationen nicht mitgeteilt. Für sie bestehe vorliegend kein 

Anlass für Zweifel an der Richtigkeit dieser Aussagen. Die Ausführungen 

des Beschwerdeführers seien als blosse Gegenbehauptungen einzuord-

nen.  

3.3.3 Aufgrund des völkerrechtlichen Vertrauensprinzips (vgl. E. 2.3 vor-

stehend) besteht grundsätzlich kein Anlass, an der Erklärung der STA 

(act. 1, S. 4 f.; act. 2, S. 4) zu zweifeln, wonach sie alle möglichen Mittel 

ausgeschöpft habe, um an die notwendigen Informationen in Schweden zu 

gelangen (Subsidiaritätsprinzip, vgl. E. 2.5 vorstehend). Das Vorbringen 

des Beschwerdeführers, er habe im Verfahren vor der STA hinreichend mit-

gewirkt, vermag es nicht, ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Erklä-

rung der STA zu begründen. Der Beschwerdeführer trägt denn auch gerade 

nicht vor, er habe der STA die ersuchten Informationen zur Verfügung ge-

stellt. Auch das erwähnte Schreiben des Beschwerdeführers an die STA 

vom 22. Februar 2022 wurde nicht eingereicht. Den Ausführungen des Be-

schwerdeführers ist zu entnehmen, dass er der Auffassung ist, aufgrund 

der Beweislastverteilung im schwedischen Verfahren keiner (weitergehen-

den) Mitwirkungspflicht zu unterstehen, weshalb die STA die gewünschten 

Informationen nicht von ihm verlangen dürfe. Aufgrund dessen hatte die 

STA keinen Anlass davon auszugehen, dass die Ansetzung einer weiteren 

Frist zum gewünschten Erfolg führen würde. Letztlich stellte sie die Amts-

hilfeersuchen erst am 1. Juli 2022 (act. 1; act. 2) und somit mehrere Mo-

nate später. Die Schlussfolgerung der STA, wonach sie sämtliche Mittel 

ausgeschöpft habe, um in Schweden an die geforderten Informationen zu 

gelangen, ist vor diesem Hintergrund nicht zu bezweifeln.  

3.3.4 Dem Beschwerdeführer gelingt es nach dem Gesagten nicht, die Er-

klärung der STA in Zweifel zu ziehen, weshalb in Anwendung des völker-

rechtlichen Vertrauensprinzips davon auszugehen ist, dass die STA alle in 

ihrem innerstaatlichen Steuerverfahren vorgesehenen üblichen Mittel aus-

geschöpft hat. Somit ist das Subsidiaritätsprinzip vorliegend eingehalten. 

A-5123/2022 

Seite 15 

3.4  

3.4.1 Der Beschwerdeführer trägt letztlich vor, dass die STA mit den vorlie-

genden Amtshilfeersuchen versuche, an Informationen zu gelangen, die 

sie nach inländischem Recht nicht direkt vom Beschwerdeführer einverlan-

gen dürfe, weshalb die Amtshilfeersuchen rechtsmissbräuchlich seien. 

3.4.2 Die Vorinstanz erwidert, Fragen betreffend das schwedische Pro-

zessrecht und die Beweislastverteilung im schwedischen Steuerrecht 

seien nicht im Amtshilfeverfahren zu beantworten. Der Beschwerdeführer 

müsse diese Argumente vor den zuständigen ausländischen Behörden 

vortragen. 

3.4.3 Die beiden Amtshilfeersuchen der STA wurden formell korrekt gestellt 

(vgl. E. 2.2 und E. 3 vorstehend). Die STA machte alle erforderlichen An-

gaben. Es liegen keine Hinweise vor, die die Amtshilfeersuchen rechts-

missbräuchlich erscheinen liessen. Insbesondere sind auch die voraus-

sichtliche Erheblichkeit und die Einhaltung des Subsidiaritätsprinzips ge-

geben (vgl. E. 3.2 und 3.3). Der Einwand ist folglich nicht im vorliegenden 

Verfahren, sondern vor den schwedischen Behörden vorzutragen (E. 2.6 

vorstehend).  

3.4.4 Damit ist vorliegend keine Rechtsmissbräuchlichkeit der gestellten 

Amtshilfeersuchen ersichtlich.  

3.5 Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer keine 

Argumente vortragen konnte, die die angefochtene Verfügung fehlerhaft 

erscheinen liesse. Die Voraussetzungen für die Gewährung der Amtshilfe 

sind erfüllt. Die Amtshilfeersuchen wurden formell korrekt gestellt, es be-

stehen genügende Anhaltspunkte für eine unbeschränkte Steuerpflicht in 

Schweden und die gewünschten Informationen sind voraussichtlich erheb-

lich. Das Subsidiaritätsprinzip ist eingehalten. Nach dem Gesagten ist die 

Amtshilfeverpflichtung der Schweiz im vorliegenden Fall gegeben. Die Be-

schwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen. 

4.  

4.1 Ausgangsgemäss hat der unterliegende Beschwerdeführer die Verfah-

renskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 5'000.– 

festzulegen (vgl. Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 4 des Reglements vom 21. Feb-

ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwal-

tungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Der einbezahlte  

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Seite 16 

Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zur Bezahlung dieser Kosten zu ver-

wenden. 

4.2 Eine Parteientschädigung ist nicht zuzusprechen (vgl. Art. 64 Abs. 1 

VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario sowie Art. 7 Abs. 3 

VGKE).   

5.  

Dieser Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in Steuer-

sachen kann gemäss Art. 83 Bst. h des Bundesgerichtsgesetzes vom 

17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) innerhalb von 10 Tagen nur dann mit 

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesge-

richt weitergezogen werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzli-

cher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um einen 

besonders bedeutenden Fall im Sinn von Art. 84 Abs. 2 BGG handelt 

(Art. 84a und Art. 100 Abs. 2 Bst. b BGG). Ob dies der Fall ist, entscheidet 

das Bundesgericht. 

  

A-5123/2022 

Seite 17 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 5'000.- werden dem Beschwerdeführer 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss in gleicher Höhe wird zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten verwendet. 

3.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer und die Vorinstanz. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Jürg Steiger Katharina Meienberg 

 

  

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Seite 18 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Amtshilfe in 

Steuersachen kann innert 10 Tagen nach Eröffnung nur dann beim  

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 

Angelegenheiten geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grund-

sätzlicher Bedeutung stellt oder wenn es sich aus anderen Gründen um 

einen besonders bedeutenden Fall im Sinne von Art. 84 Abs. 2 BGG  

handelt (Art. 82, Art. 83 Bst. h, Art. 84a, Art. 90 ff. und Art. 100 Abs. 2 Bst. b 

BGG). Die Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten 

Tag der Frist beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der 

Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder 

konsularischen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). In 

der Rechtsschrift ist auszuführen, warum die jeweilige Voraussetzung er-

füllt ist. Im Übrigen ist die Rechtsschrift in einer Amtssprache abzufassen 

und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und 

die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweis-

mittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-

zulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: 

 

  

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Seite 19 

Zustellung erfolgt an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)