# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45d046b4-94f1-5232-90ad-86cad20bfadd
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-02-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 20.02.2015 IV 2013/36
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2013-36_2015-02-20.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2013/36

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 12.05.2020

Entscheiddatum: 20.02.2015

Entscheid Versicherungsgericht, 20.02.2015
Anspruch auf Invalidenrente. Beweistauglichkeit MEDAS-Gutachten. 
Bemessung Invaliditätsgrad durch Einkommensvergleich. Leidensabzug von 
10%. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. 
Februar 2015, IV 2013/36). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 
9C_191/2015.

Präsidentin Lisbeth Mattle Frei, Versicherungsrichterinnen Marie Löhrer und

Marie-Theres Rüegg Haltinner; Gerichtsschreiber Ahmet Birguel

Entscheid vom 20. Februar 2015

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, Quaderstrasse 5, Postfach 

26, 7002 Chur,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Rente

Sachverhalt:

A.

A.a  A.___ ist gelernter Automonteur (IV-act. 12) und war zuletzt von 2002 bis 2007 bei 

der B.___ AG als Mitarbeiter in der Montage tätig; gemäss Kündigungsschreiben der 

Arbeitgeberin befand sich der Versicherte seit August 2006 mehr oder weniger im 

Krankenstand (IV-act. 15 und 26-8). Nach der Früherfassung (IV-act. 1 bis 4) und der 

Aufforderung der IV-Stelle des Kantons St. Gallen (IV-act. 5) meldete sich der 

Versicherte am 29. April 2008 wegen starker Panikattacken zum Bezug von Leistungen 

der Invalidenversicherung (berufliche Integration, Rente) an (IV-act. 9).

A.b  Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) hielt nach Rücksprachen mit dem damaligen 

Hausarzt des Versicherten Dr. med. C.___, Allgemeine Medizin FMH, vom 3. Juni 2008, 

und mit der (damals behandelnden) Psychiatrie-Dienste Süd vom 4. Juni 2008 folgende 

Diagnosen fest: Hüftleiden und (Agoraphobie mit) Panikattacken (IV-act. 19 und 23). Er 

wies zugleich darauf hin, dass der relevante Gesundheitszustand noch unklar sei und 

die Arbeitsfähigkeit von den behandelnden Ärzten widersprüchlich beurteilt werde 

(Aktennotiz RAD vom 4. Juni 2008; IV-act. 20).

A.c  Die IV-Stelle klärte die persönlichen und beruflichen Verhältnisse des Versicherten 

ab (vgl. IV-act. 10 ff.) und holte weitere Arztberichte ein (IV-act. 21, 24 f. und 29 f.). Im 

Triage-Protokoll vom 29. September 2008 fasste sie zusammen, dass der Versicherte 

aufgrund einer psychischen Störung im bisherigen sowie im adaptierten 

Tätigkeitsbereich zu 50% (steigerbar) arbeitsfähig sei (IV-act. 35) und gewährte dem 

Versicherten Unterstützung und Beratung bei der Stellensuche (Mitteilung vom 29. 

September 2008; IV-act. 36).

A.d  Zur selben Zeit erhielt der Versicherte von der Arbeitslosenkasse Unterstützung 

(innerhalb einer Rahmenfrist vom 16. April 2008 bis 15. April 2010; IV-act. 110-2). Das 

Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gewährte dem Versicherten ab 1. 

September 2009 ein viermonatiges Berufspraktikum in einer Autogarage (IV-act. 57). 

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Der Versicherte brach das Praktikum jedoch wegen Hüft- und Rückenschmerzen am 

31. Oktober 2009 wieder ab (IV-act. 60).

A.e  Die IV-Stelle liess daraufhin beim Spital D.___ einen Untersuchungsbericht 

erstellen. Mit Bericht vom 4. Januar 2010 führte das Spital aus, dass beim Versicherten 

im Jahr 1983 eine Hüftgelenksarthrodese links wegen kongenitaler Hüftluxation 

durchgeführt worden sei. Wegen inakzeptabler Fehlstellung sei 1993 eine 

Korrekturosteotomie der Hüftgelenksarthrodese erfolgt. Der Versicherte leide zudem an 

einer Beinlängendifferenz (ca. 5 cm), welche mit Spezialschuhen ausgeglichen werde. 

Unter stärkerer Belastung komme es jedoch zur Exacerbation der Rückenschmerzen. 

Durch die Arthrodese sei der Versicherte auch bei Arbeiten mit langer Belastung, 

längerem Sitzen oder Knien sehr eingeschränkt. Allenfalls wäre ein operativer Eingriff 

(Implantation einer Hüfttotalarthroplastik) prüfenswert (IV-act. 64).

A.f Wegen der Schmerzen trat der Versicherte im Januar 2010 einen vom RAV 

vorgesehenen Bewerbungskurs nicht an (IV-act. 67). Den daraufhin vereinbarten 

Nachholtermin (Bewerbungskurs) brach der Versicherte nach zwei Lektionen wieder ab 

(IV-act. 71). Der Eingliederungsverantwortliche der IV-Stelle hielt mit Protokoll vom 14. 

Mai 2010 fest, dass sich der Versicherte nicht arbeitsfähig fühle. Weitere berufliche 

Massnahmen seien daher nicht angezeigt; der Gesundheitszustand sei instabil und 

müsse zunächst abgeklärt werden (IV-act. 85). Die IV-Stelle zeigte dem Versicherten 

daraufhin an, dass die Arbeitsvermittlung zurzeit nicht möglich sei und daher 

abgeschlossen werde (Mitteilung vom 28. Mai 2010; IV-act. 87).

A.g  Die IV-Stelle veranlasste bei der MEDAS Ostschweiz ein Gutachten. Das 

Gutachten wurde am 4. November 2010 erstellt. Darin befanden die begutachtenden 

Ärzte, dass der Versicherte in adaptierter Tätigkeit zu 70% arbeitsfähig sei (IV-act. 

89-30).

A.h  Am 12. Januar 2011 vereinbarte die IV-Stelle mit dem Versicherten einen 

Eingliederungsplan, wonach er in den darauf folgenden drei Monaten erneut bei der 

Stellensuche unterstützt werden sollte (IV-act. 94). Nach Ablauf dieser Zeit hielt der 

Eingliederungsverantwortliche fest, dass alle Versuche, den Versicherten in den 

Arbeitsprozess zurückzuführen, gescheitert seien. Der Versicherte sehe sich nicht in 

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der Lage, eine Arbeit in der freien Wirtschaft anzunehmen. In dieser Situation könne 

keine weitere berufliche Massnahme eingeleitet werden (Protokoll vom 10. Mai 2011; 

IV-act. 104 f.). Mit Mitteilung vom 28. Juni 2011 wies die IV-Stelle schliesslich weitere 

Eingliederungsmassnahmen ab (IV-act. 107).

B.

B.a  Mit Vorbescheid vom 1. Dezember 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten in 

Aussicht, dass sein Rentenbegehren abgewiesen werde (IV-act. 113). Der Versicherte 

erhob dagegen Einwand und machte eine Verschlechterung seines 

Gesundheitszustandes seit dem MEDAS-Gutachten geltend (Einwand vom 20. 

Dezember 2011; IV-act. 114).

B.b  Die IV-Stelle holte daraufhin weitere Arztberichte ein (vgl. IV-act. 115 und 116). Der 

RAD hielt dazu fest, dass keine objektivierbaren Befunde für den Nachweis einer 

Verschlechterung vorliegen würden. Am MEDAS-Gutachten könne daher weiterhin 

festgehalten werden (IV-act. 117). Nach Durchführung eines zweiten 

Anhörungsverfahrens (IV-act. 118 und 124) wies die IV-Stelle das Rentengesuch mit 

Verfügung vom 4. Dezember 2012 schliesslich ab (IV-act. 126).

C.

C.a  Mit Eingabe vom 25. Januar 2013 erhebt der Beschwerdeführer gegen die Ver­

fügung vom 4. Dezember 2012 Beschwerde und beantragt die Aufhebung der Ver­

fügung und die Zusprechung einer mindestens halben unbefristeten Invalidenrente; 

unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

C.b  Mit Beschwerdeantwort vom 8. April 2013 beantragt die Beschwerdegegnerin die 

Abweisung der Beschwerde (act. G 4).

C.c  Mit Replik vom 28. Mai 2013 hält der Beschwerdeführer an seinen Begehren und 

Ausführungen fest (act. G 8). Mit Schreiben vom 17. Juni 2013 erklärt die 

Beschwerdegegnerin, auf eine Duplik zu verzichten (act. G 10).

Erwägungen:

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1. 

Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente.

1.1 Die Beschwerdegegnerin stützt ihren Entscheid in erster Linie auf das MEDAS-

Gutachten vom 4. November 2010. Demnach sei der Beschwerdeführer in einer 

adaptierten Tätigkeit ganztags zu 70% arbeitsfähig. Das Gutachten entspreche den 

Anforderungen der Rechtsprechung und es könne darauf abgestellt werden. Eine 

Verschlechterung des Gesundheitszustandes seit dem MEDAS-Gutachten sei nicht 

ausgewiesen (act. G 4).

1.2 Der Beschwerdeführer stellt im Wesentlichen die Beweistauglichkeit des MEDAS-

Gutachtens infrage. Die behandelnde Psychiaterin Dr. med. E.___, eidg. Fachärztin für 

Psychiatrie und Psychotherapie, habe zusätzliche Krankheiten festgestellt und 

attestiere eine Arbeitsunfähigkeit von 50%. Das MEDAS-Gutachten gehe darauf nicht 

ein. Ausserdem habe sich sein Gesundheitszustand seit dem Gutachten verschlechtert 

(act. G 1 und 8).

2. 

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder 

teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Sie kann Folge von 

Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]).

2.2 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% 

arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% 

invalid (Art. 8 ATSG) sind (Art. 28 Abs. 1 IVG). Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht ein 

Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person mindestens zu 

70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, 

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wenn sie mindestens zu 50%, und auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40% 

invalid ist.

2.3 Der Versicherungsträger prüft die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen 

von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). 

Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien 

Beweiswürdigung. Danach haben die Versicherungsträger und das Gericht die Beweise 

frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 

pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das 

Gericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches 

gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 

Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen 

und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 

medizinische These abstellt.

2.4 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die 

streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a). Ein diesen Beweisanforderungen genügendes 

Gutachten, das im Verwaltungsverfahren eingeholt wurde, kann nicht in Frage gestellt 

werden, wenn und sobald die behandelnden Ärzte nachher zu einer unterschiedlichen 

Beurteilung gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen 

festhalten. Anders verhält es sich, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte 

vorgebracht werden, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und 

die geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichtes 

vom 29. Juli 2008, 9C_830/2007 E. 4.3 mit Hinweisen).

3. 

Zu prüfen ist zunächst, ob die vorliegende medizinische Aktenlage eine hinreichende 

Grundlage für die Beurteilung eines allfälligen Rentenanspruches bietet.

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3.1

3.1.1 Ausschlaggebende medizinische Grundlage für die Beurteilung des vorliegenden 

Rentengesuchs ist das MEDAS-Gutachten vom 4. November 2010 (IV-act. 89-1 ff.), 

welches sowohl auf einer psychiatrischen als auch auf einer somatischen 

Untersuchung beruht. In der Gesamtheit führt das Gutachten folgende Diagnosen auf: 

Agoraphobie mit Panikattacken bzw. Panikstörung (ICD-10: F 40.01), Status nach Hüft-

Arthrodese links als 5-Jähriger wegen angeborener Hüftdysplasie 1983 und Korrektur-

Osteotomie 15-jährig 1993, Beinverkürzung links 5 cm mit Schuhhöhenausgleich 

(ICD-10 Q 65.8 / M 24.6) sowie rezidivierendes lumbovertebrales Syndrom bei 

minimaler linkskonvexer skoliotischer Fehlhaltung (ICD-10 M 54.5).

3.1.2 Zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit halten die Gutachter fest, dass teils 

schwerere Tätigkeiten, wie die Tätigkeit des Automonteurs, für den Beschwerdeführer 

ungünstig bzw. ungeeignet seien. In körperlich eher leichteren bis mittelschweren 

Tätigkeiten bestünde dagegen, zumindest in teilweise oder überwiegend sitzender 

Tätigkeit, rein somatisch keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus 

psychiatrischer Sicht bestehe in einer den körperlichen Leiden angepassten Tätigkeit 

eine Arbeitsunfähigkeit von 30%. Die Arbeitsfähigkeit von 70% beziehe sich auf eine 

ganztägige Beschäftigung mit herabgesetzter Leistung (IV-act. 89-18).

3.2

3.2.1 Die Ausführungen und Beurteilungen im MEDAS-Gutachten zu den somatischen 

Beschwerden entsprechen im Wesentlichen den übrigen vorliegenden Arztberichten. 

So stellten bereits sowohl die Orthopädische Chirurgie des Kantonsspitals St. Gallen 

(KSSG; Bericht vom 19. April 2010 [IV-act. 80]) als auch das Spital D.___ (Bericht vom 

4. Januar 2010; IV-act. 64) dieselben Diagnosen wie die MEDAS. Das Spital D.___ 

beurteilte den Beschwerdeführer für leichte und mittelschwere Arbeiten als (voll) 

arbeitsfähig, sofern wechselbelastend; sehr langes Sitzen und Knien hielt das Spital für 

nicht möglich (IV-act. 64). Auch Dr. med. F.___ attestierte aus orthopädischer Sicht 

eine volle Arbeitsfähigkeit mit (qualitativen) Einschränkungen (Bericht vom 16. Januar 

2010; IV-act. 66-1 ff.). Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. med. G.___, 

Allgemeine Medizin FMH, unterteilte seine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit nicht in 

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psychiatrische und somatische Einflüsse, sondern attestierte gesamthaft eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (Bericht vom 2. März 2012; IV-act. 115). Diese Einschätzung 

ist von daher nicht geeignet, eine in gutachterlicher Hinsicht relevante 

Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht zu belegen.

3.2.2 In psychiatrischer Hinsicht bestehen zwischen den Arztberichten gewisse 

Differenzen. Das Psychiatrie-Zentrum H.___ (IV-act. 29) und die Psychiatrie-Dienste 

I.___ (IV-act. 66-11) diagnostizierten - grundsätzlich gleich wie die MEDAS - eine 

Agoraphobie mit Panikstörung (nach ICD-10: F40.1). Die behandelnde Psychiaterin Dr. 

E.___ diagnostizierte dagegen eine generalisierte Angststörung mit Panikstörung 

(ICD-10 F 41.1, F 41.0) und eine Persönlichkeitsstörung (ängstliche, vermeidende 

Persönlichkeit; ICD-10 F 60.6; IV-act. 59 und 66-13). In ihrer aktuellen Berichterstattung 

diagnostiziert sie neu zusätzlich eine Anpassungsstörung mit vorwiegender 

Beeinträchtigung von anderen Gefühlen mit Depression, Sorgen, Anspannung (ICD-10 

F 43.23; Bericht vom 13. März 2012; IV-act 116-2). Mit Schreiben vom 16. Januar 2013 

erklärt sie schliesslich, dass es auch Anhaltspunkte für eine Agoraphobie mit 

Panikstörung (ICD-10 F40.01) gebe. Sie attestiert dem Beschwerdeführer eine 

Arbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 130).

4. 

4.1 Das MEDAS-Gutachten beruht auf einer umfassenden Untersuchung. Die vom 

Beschwerdeführer geklagten Leiden werden in den somatischen und psychiatrischen 

Teilen sowie im Gesamtgutachten berücksichtigt. Die Gutachter berücksichtigen 

zudem ausführlich die Anamnese und die Vorakten. So werden die relevanten 

Verfahrensakten einzeln aufgelistet und zusammengefasst. Die Ausführungen sind 

einleuchtend und schlüssig. Schliesslich stimmt das Gutachten mit zahlreichen 

weiteren Arztberichten weitgehend überein.

4.2 Die Beurteilung im MEDAS-Gutachten zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers 

in somatischer Hinsicht stimmt, wie bereits ausgeführt, im Wesentlichen überein. 

Demnach kann der Beschwerdeführer aufgrund der Hüftarthrodese und der 

angeborenen Hüftdysplasie keine körperlich schweren Tätigkeiten ausüben. Der 

erlernte Beruf eines Automechanikers ist in diesem Zusammenhang ungeeignet. In 

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körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten - zumindest teilweise oder 

überwiegend sitzend (wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in einem 

Beschichtungsbetrieb) - besteht hingegen rein somatisch keine wesentliche 

Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (IV-act. 64, 66-1 ff., 89-18). Der Beschwerdeführer 

macht in dieser Hinsicht auch keine weiteren Einschränkungen geltend.

4.3

4.3.1 Umstritten ist dagegen die psychiatrische Beurteilung. Die Diagnose einer 

Agoraphobie mit Panikstörung nach ICD-10 F40.01 ist mehrheitlich anerkannt. Die 

behandelnde Psychiaterin Dr. E.___ sieht zumindest Anhaltspunkte für diese Diagnose, 

hält indessen in erster Linie eine generalisierte Angststörung mit Panikstörung (ICD-10 

F41.1, F41) und neu eine Anpassungsstörung (IV-act. 116 und 130) für gegeben. Ihre 

Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit erhöht sie deswegen aber nicht; sie attestiert 

unverändert 50% und erklärt selber, dass der Zustand stationär sei (IV-act. 116). Die 

neu festgestellte Diagnose hat demnach keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und ist 

insoweit für die nachfolgende Beurteilung nicht von Bedeutung. Eine relevante 

Verschlechterung liegt damit nicht vor, wie auch die RAD-Ärztin in der Stellungnahme 

vom 27. September 2012 plausibel ausführt (IV-act. 125).

4.3.2 Das psychiatrische Consiliargutachten der MEDAS ist umfassend und ausführlich. 

Der begutachtende Psychiater erkennt, dass die Störung (Agoraphobie) bereits seit 

2006 bestanden habe und behandelt worden sei. Dabei sei es zu einer deutlichen 

Besserung gekommen. Der Beschwerdeführer habe dann aber die Medikation 

abgesetzt. Für eine generalisierte Angststörung oder Persönlichkeitsstörung habe er 

keine Hinweise gefunden. Der Beschwerdeführer äussere sich klar und verständlich. Er 

habe im Laufe der Zeit gezeigt, dass er sich durchsetzen könne. Sinnvolle 

Therapievorschläge habe er aber abgelehnt. Zudem sei er von invaliditätsfremden 

Faktoren, wie die finanzielle Situation und den Arbeitsplatzverlust, beeinflusst.

4.3.3 Die Berichte des Psychiatrischen Zentrums H.___ (IV-act. 29) und der Psychiatrie-

Dienste I.___ (IV-act. 24) sind älter als das MEDAS-Gutachten. Beide Berichte schätzen 

die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers zwar auf 60% ein, weisen aber zugleich 

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darauf hin, dass dieser Zustand besserungsfähig sei. Der Psychiater der MEDAS hat 

sodann in seiner Beurteilung die Berichte beider Kliniken berücksichtigt.

4.3.4 Die Beurteilung der behandelnden Psychiaterin Dr. E.___, wonach der 

Beschwerdeführer zu 50% arbeitsunfähig sei, vermag das MEDAS-Gutachten nicht zu 

widerlegen oder ernsthafte Zweifel an dessen Beweistauglichkeit entstehen zu lassen. 

In ihrem Bericht vom 16. Januar 2013 (IV-act. 130) widerspricht Dr. E.___ zwar 

ausdrücklich der MEDAS, es fehlt indes eine eingehende und nachvollziehbare 

Begründung ihrer Gegenmeinung. Eine bloss unterschiedliche Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit bei im Grunde gleichem Sachverhalt vermag das den 

Beweisanforderungen genügende MEDAS-Gutachten nicht in Frage zu stellen.

4.3.5 Zu beachten ist ferner, dass der Psychiater der MEDAS in seiner Untersuchung 

ausdrücklich auch psychosoziale Faktoren erkannt und diese bei der Beurteilung der 

Arbeitsfähigkeit richtigerweise ausgeklammert hat (vgl. BGE 127 V 294 E. 5). Aus den 

Berichten von Dr. E.___ geht eine Beachtung von psychosozialen Faktoren indes nicht 

hervor. Es ist daher fraglich, ob sie bei ihrer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit diese 

Faktoren mitberücksichtigt hat. Als behandelnde Ärztin ist nicht ausgeschlossen, dass 

Dr. E.___ aufgrund des Auftragsverhältnisses geneigt war, ihre Bewertung eher zu 

Gunsten des Beschwerdeführers abzugeben (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).

4.4 Im Ergebnis ist festzustellen, dass das MEDAS-Gutachten vom 4. November 2010 

(IV-act. 89) eine hinreichende medizinische Grundlage für die Ermittlung eines allfälligen 

Rentenanspruchs darbietet. Aus dem Gutachten ergibt sich, dass der 

Beschwerdeführer in körperlich leichten, adaptierten Tätigkeiten zu 30% eingeschränkt 

ist.

5. 

Zu prüfen bleibt die erwerbliche Auswirkung der festgestellten Einschränkung auf die 

Arbeitsfähigkeit bzw. der Invaliditätsgrad.

5.1 Die Ermittlung des Invaliditätsgrades erfolgt vorliegend aufgrund eines 

Einkommensvergleichs (vgl. Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

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medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. 

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der 

Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden 

hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; 

BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).

5.2 Zu ermitteln ist demnach zunächst das Valideneinkommen.

5.2.1 Für die Ermittlung des ohne invalidisierenden Gesundheitsschaden erzielbaren 

Einkommens (Valideneinkommen) ist entscheidend, was die versicherte Person 

aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten 

Verhältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b). Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt - das heisst grundsätzlich vor dem Beginn der ganzen oder 

teilweisen Arbeitsunfähigkeit - erzielten (Brutto-) Verdienst auszugehen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. September 2009, 8C_143/2009, E. 2.2.1). Weist das bis zum 

Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen indes starke und verhältnismässig kurzfristig 

in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist zu dessen Ermittlung auf den während 

einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (siehe für 

weitere Ausführungen Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. 

März 2012, IV 2010/108, E. 2.3.1).

5.2.2 Der Beschwerdeführer war letztmals von 2003 bis 2005 ganzjährig und ohne 

wesentlichen krankheitsbedingten Unterbruch arbeitstätig. Sein Einkommen in diesen 

Jahren war schwankend. Zur Gewährleistung einer repräsentativeren Grundlage für das 

Valideneinkommen ist daher auf den Durchschnittswert der während der Jahre 2003 

bis 2005 erzielten Einkommen abzustellen (vgl. hierzu IK-Auszug, IV-act. 15). 

Angepasst an die Nominallohnentwicklung ergeben sich folgende Einkommen: Jahr 

2003 Fr. 55'980.-- ([Fr. 55'025.-- / 1'958] x 1'992), Jahr 2004 Fr. 65'475.-- ([Fr. 

64'916.-- / 1'975] x 1'992) und Jahr 2005 Fr. 63'201.--. Auf der Grundlage des Jahres 

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2005 resultiert damit ein Totaleinkommen von Fr. 184'656.-- (Fr. 55'980.-- + Fr. 

65'475.-- + Fr. 63'201.--) bzw. ein Durchschnittseinkommen von Fr. 61'552.--. Der 

Nominalwert dieses Einkommens auf der Grundlage des Jahres 2008 (Vergleichsjahr) 

beträgt sodann Fr. 64'642.-- ([Fr. 61'552.-- / 1'992] x 2'092).

5.3 Zu prüfen ist als Nächstes das Invalideneinkommen.

5.3.1 Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist 

kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 

ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der 

Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 

E. 3b/aa f.; BGE 129 V 472 E. 4.2.1).

5.3.2 Der Beschwerdeführer geht seit seiner letzten Anstellung (bis 2007) keiner 

Erwerbstätigkeit mehr nach, sodass für die Ermittlung des Invalideneinkommens vom 

Tabellenlohn auszugehen ist. Die Beschwerdegegnerin hat - ausgehend von LSE 08 

Niveau 4 - ein Invalideneinkommen von Fr. 41'985.-- ermittelt (IV-act. 111). Diesem 

Betrag ist zuzustimmen und er wird auch vom Beschwerdeführer nicht beanstandet.

5.3.3 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens hinzukommend zu berücksichtigen 

ist, dass versicherte Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen selbst bei 

zumutbaren Verweisungstätigkeiten oft das Lohnniveau gesunder Arbeitnehmerinnen 

und Arbeitnehmer nicht erreichen. Nebst gesundheitlichen Problemen können sich 

persönliche Merkmale der versicherten Person wie Art und Ausmass der Behinderung, 

Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und 

Beschäftigungsgrad auf das hypothetische Invalideneinkommen auswirken (BGE 124 V 

321 E. 3b) und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbleibende 

(Rest-) Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E. 5b). Es 

handelt sich um einen allgemeinen behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 75 E. 

5a/bb). Dabei ist der Abzug unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach 

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pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 

25% zu begrenzen (BGE 134 V 322 E. 5.2).

5.3.4 Der Beschwerdeführer vermag seine Arbeitsfähigkeit nur noch in einem 

eingeengten Spektrum möglicher Bereiche zu verwerten. Aus psychiatrischer Sicht 

dürfe er in seiner Arbeit nicht unter Druck gesetzt werden. Er müsse die Möglichkeit 

erhalten, in einem grösseren Raum mit direktem Weg ins Freie zu arbeiten und er 

brauche ein Umfeld mit einem väterlichen Chef, der bestimmt und klar führe. Auch die 

körperlichen Beschwerden sind zu berücksichtigen. Die Tätigkeit müsse 

wechselbelastend sein und dürfe kein längeres Knien erfordern. Diese einschränkenden 

Anforderungen rechtfertigen einen Leidensabzug von 10% (vgl. Urteil des 

Versicherungsgerichts St. Gallen vom 9. Juli 2013, IV 2011/237). Damit resultiert - unter 

Berücksichtigung eines Tabellenlohnabzugs von 10% - ein Invalideneinkommen von Fr. 

37'787.-- (Fr. 41'985.-- x 0.90).

5.4 Bei einem Valideneinkommen von Fr. 64'642.-- (vgl. vorstehende E. 5.2.2) und 

einem Invalideneinkommen von Fr. 37'787.-- (vgl. vorstehende E. 5.3.4) beträgt die 

Erwerbseinbusse Fr. 26'855.-- (Fr. 64'642.-- - Fr. 37'787.--). Es ergibt sich demnach 

ein Invaliditätsgrad von 42% ([Fr. 26'855.-- / Fr. 64'642.--] x 100). Damit hat der 

Beschwerdeführer einen Anspruch auf eine Viertelsrente. Ab wann der Anspruch auf 

eine Viertelsrente besteht, ist dabei von der Beschwerdegegnerin festzustellen, zumal 

sich die Parteien dazu bislang nicht geäussert haben. Dafür ist das Verfahren an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zugleich ist auf die intertemporale Regelung 

gemäss BGE 138 V 475 hinzuweisen.

6. 

6.1 Damit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und die angefochtene Verfügung 

vom 4. Dezember 2012 aufzuheben. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine 

Viertelsrente. Die Sache ist zur Festsetzung von Rentenbeginn und Ausrichtung der 

geschuldeten Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

6.2 Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

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1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Praxisgemäss ist die Gerichtsgebühr für das 

vorliegende Verfahren auf Fr. 600.-- festzulegen. Obwohl der Beschwerdeführer 

mindestens eine halbe Rente beantragt hat, liegt keine Überklagung vor (Urteil des 

Bundesgerichts vom 3. Dezember 2010, 8C_568/2010, E. 4.1). Es ist von einem 

Obsiegen des Beschwerdeführers auszugehen. Die Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- ist 

deshalb vollumfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.

6.3

6.3.1 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerdeführende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--.

6.3.2 Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 16. Juli 2013 eine 

Honorarnote in der Höhe von Fr. 3'664.50 (wovon Fr. 2'812.50 Honorar) ein. Vom 

geltend gemachten Aufwand von total 11.25 Stunden betreffen 3.25 Stunden nicht das 

Beschwerdeverfahren. Ohne Berücksichtigung des Kostenvorschusses von Fr. 600.-- 

(der dem Beschwerdeführer im Rahmen der Verlegung der Gerichtskosten 

zurückerstattet wird), verbleibt damit ein Honorar von Fr. 2'000.-- (8 Stunden à Fr. 

250.--), zuzüglich Fr. 25.-- Barauslagen und 8% Mehrwertsteuer von Fr. 162.-- (8% von 

Fr. 2'025), total Fr. 2'187.--. In diesem Umfang erscheint die Honorarnote ausgewiesen 

und zuzusprechen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

entschieden:

1.  In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 4. Dezember 

2012 aufgehoben. Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Viertelsrente. Zur 

bis

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Festsetzung des Rentenbeginns und zur Ausrichtung der geschuldeten Leistungen wird 

die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.  Die Beschwerdegegnerin bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird dem Beschwerdeführer zurückerstattet.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von 

Fr. 2'187.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 20.02.2015
	Anspruch auf Invalidenrente. Beweistauglichkeit MEDAS-Gutachten. Bemessung Invaliditätsgrad durch Einkommensvergleich. Leidensabzug von 10%. (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 20. Februar 2015, IV 2013/36). Aufgehoben durch Urteil des Bundesgerichts 9C_191/2015.

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