# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 44f821ca-0392-542c-aa64-1e789145f12a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-04-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 07.04.2016 ZK1 2015 114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-114_2016-04-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 07. April 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 114 11. April 2016

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
Richter Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin ad hoc Züger

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des A._____, Beschwerdeführer, und B._____, Beschwerdeführerin, beide vertre-
ten durch Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Trümpy, Ringstrasse 15, 4603 Olten, 

gegen

den Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden vom 
24. Juli 2015, mitgeteilt am 24. Juli 2015, in Sachen der C._____ und gegen 
D._____, Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. iur. Marianne 
Sonder, Hartbertstrasse 11, 7002 Chur, 

betreffend Vorsorgeauftrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. C._____, geboren am _____1957, ist in zweiter Ehe mit D._____, geboren 
am _____1945, verheiratet. Aus erster Ehe hat sie zwei erwachsene Kinder, 
B._____ und A._____.

B. Dr. med. E._____ vom Stadtspital F._____ in O.1_____ diagnostizierte am 
07. Dezember 2013 bei C._____ eine leichte Demenz (am ehesten vom Alzhei-
mertyp, frontal betont, CDR-Stadium 1 [vgl. KESB act. 10]). Neben Empfehlungen 
bezüglich der Medikation, Angaben zur Fahreignung sowie Arbeitsfähigkeit emp-
fahl die Ärztin insbesondere die Erstellung einer Vorsorge-Vollmacht, einer Patien-
tenverfügung und die Klärung der Wohnsituation. Die Diagnose wurde von Dr. 
med. E._____ am 21. Mai 2014 bestätigt, wobei sie allerdings eine Progredienz 
der Krankheit seit Dezember 2013 feststellte (vgl. KESB act. 11). Zudem hielt die 
Ärztin fest, dass C._____ mehrfach angegeben habe, dass sie es sehr befürworte, 
dass ihr Ehemann nun alle finanziellen Angelegenheiten regle. Ferner sei eine 
Vorsorge-Vollmacht errichtet worden und die Erstellung einer Patientenverfügung 
geplant. Ausserdem sei C._____ froh, nach O.2_____ – in dasselbe Haus, aber in 
eine separate Wohnung, in dem ihr Ehemann wohne – ziehen zu können. Sie sei 
mit dem Verkauf des Hauses in O.3_____ einverstanden.

C. Mit öffentlicher Urkunde liess C._____ am 07. Mai 2014 eine Spezialvoll-
macht in Zusammenhang mit einem Vorsorgeauftrag errichten. Sie liess festhal-
ten, dass für den Fall ihrer Urteilsunfähigkeit D._____ mit ihrer Personen- und 
Vermögenssorge sowie der damit zusammenhängenden Vertretung im Rechts-
verkehr beauftragt werde (vgl. KESB act. 12).

D. Am 07. November 2014 ging bei der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde (KESB) Nordbünden eine Gefährdungsmeldung von B._____ betreffend 
C._____ ein (vgl. KESB act. 3). Aufgrund der daraufhin eingeleiteten Abklärungen 
der KESB Nordbünden besprach G._____ von der KESB Nordbünden am 09. De-
zember 2014 mit D._____ die finanziellen und familiären Verhältnisse von 
C._____ (vgl. KESB act. 14). Dabei kam G._____ zum Schluss, dass D._____ 
seine Ehefrau in allen nötigen Belangen vertrete und es bisher zu keinen Voll-
zugsproblemen gekommen sei. Dabei sei sich D._____ seiner Verantwortung be-
züglich der Vermögensanlagen bewusst, seine Ehefrau habe die Vermögensdis-
positionen immer unterstützt. Weiter sei er bereit, alle Fakten offen zu legen und 
seine Ehefrau weiterhin vollauf zu unterstützten sowie bei Notwendigkeit zu vertre-
ten.

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E. Dr. med. E._____ stellte bei C._____ am 12. Dezember 2014 eine deutliche 
Progredienz der Krankheit fest. Sie diagnostizierte eine leichte bis mittelschwere 
frontotemporale Demenz (vgl. KESB act. 20). Weiter hielt sie fest, dass C._____ 
viele Verhaltensauffälligkeiten zeige und eine deutliche Veränderung der Persön-
lichkeit ersichtlich sei. Bezüglich den Abklärungen der KESB hielt die Ärztin fest, 
dass C._____ genau habe sagen können, dass der Ehemann sehr gut zu ihr 
schaue und dass sie möchte, dass er die Angelegenheiten für sie regle. Auch die 
Ärztin äusserte sich dahingend, dass sich D._____ sehr gut um seine Ehefrau 
kümmere, obwohl die frontotemporale Demenz eine grosse Herausforderung dar-
stelle. Ausserdem habe C._____ ihr die Erlaubnis erteilt, der KESB allenfalls Aus-
kunft geben zu dürfen. Des Weiteren empfahl Dr. med. E._____ eine Änderung 
der Medikation.

F. Am 13. April 2015 nahm D._____ Stellung zu einigen von der KESB aufge-
worfenen Fragen (vgl. KESB act. 17 und 27). Er führte aus, dass die Demenzer-
krankung seiner Ehefrau während der ersten acht Monate des Jahres 2014 zwar 
wahrnehmbar, jedoch wenig behindernd gewesen sei. Ab September/Oktober 
2014 habe dann eine vermehrte Begleitung und Unterstützung durch ihn sowie 
durch Dritte stattgefunden. Seit der Änderung der Medikation habe sich eine 
mehrheitliche Besserung des Allgemeinzustandes eingestellt. Ihr Erinnerungs- und 
Urteilsvermögen überrasche immer wieder. Unter anderem erklärte er ausserdem, 
dass der Verkauf von C._____ Haus in O.3_____ primär durch sie selbst erfolgt 
sei. Auskunft über den aktuellen Vermögensstand von C._____ erteilte er mittels 
Zustellung eines Auszugs der Bank._____ über das Vermögen von C._____ 
(KESB act. 26). 

G. Nach Prüfung der Handlungsfähigkeit von C._____, der Eignung von 
D._____ als Vorsorgebeauftragter sowie etwaiger Interessenkollisionen erkannte 
die KESB Nordbünden mit Entscheid in Einzelkompetenz vom 24. Juli 2015, glei-
chentags mitgeteilt, wie folgt:

"1. Der Vorsorgeauftrag von C._____ vom 7. Mai 2014 wird für wirksam 
erklärt (Art. 360 Abs. 2 ZGB).

2. Vorsorgebeauftragte Person ist gemäss Vorsorgeauftrag vom 7. Mai 
2014 D._____ (geb. _____1945, wohnhaft in O.4_____). D._____ wird 
ausdrücklich auf seine Pflichten nach den Bestimmungen des Obliga-
tionenrechts hingewiesen (vgl. Anhang und Ernennungsurkunde).

3. Der Vorsorgebeauftragte hat gestützt auf den Vorsorgeauftrag vom 
7. Mai 2014 folgende Aufgaben und Berechtigungen:

a. umfassende Personensorge (insbesondere: Bestimmung der Mass-
nahmen im Hinblick auf optimale Betreuung, Pflege und medizinische 

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Versorgung; Regelung der Wohnverhältnisse, z.B. Auflösung Haus-
halt, Eintritt in Alters- und Pflegeheim)

b. umfassende Vermögenssorge (insbesondere: Prüfung und Zahlung 
sämtlicher Forderungen sowie Einforderung aller Guthaben und Ent-
gegennahme sämtlicher Zahlungen oder sonstiger Zuwendungen; 
Wahrung der finanziellen Interessen, Verwaltung des gesamten Ver-
mögens und Verfügen darüber sowie Treffen sämtlicher damit zu-
sammenhängender Massnahmen; Erwerb, Belastung und Veräusse-
rung von allfälligem Grundeigentum sowie von Rechten daran und 
Veranlassung der entsprechenden Einschreibungen im Grundbuch)

c. umfassende Vertretung im Rechtsverkehr im Zusammenhang mit Vor-
sorgeauftrag sowie sämtliche zur Erfüllung notwendigen Prozesshand-
lungen.

d. Der Auftrag umfasst die Berechtigung zur Vornahme sämtlicher Ge-
schäfte gemäss Art. 396 Abs. 3 OR und zur Ausrichtung von Gelegen-
heitsgeschenken an Dritte sowie Zuwendungen zur Erfüllung einer sitt-
lichen Pflicht.

e. Der Vorsorgebeauftragte ist verpflichtet, die KESB unverzüglich zu be-
nachrichtigen, wenn Geschäfte besorgt werden müssen, die vom Vor-
sorgeauftrag nicht erfasst sind, oder wenn der Vorsorgebeauftragte in 
einer nicht vorbestehenden Angelegenheit Interessen hat, die denen 
von C._____ widersprechen.

4. (Kosten)

5. (Rechtsmittelbelehrung)

6 (Mitteilung)"

Die KESB Nordbünden begründete diesen Entscheid im Wesentlichen damit, dass 
aufgrund der Arztberichte von Dr. med. E._____ von der Urteilsfähigkeit von 
C._____ im Zeitpunkt der Errichtung des Vorsorgeauftrages auszugehen sei und 
von ihrer Urteilsunfähigkeit zum Zeitpunkt der Entscheidfällung. Bezüglich 
D._____ Eignung als Vorsorgebeauftragter hielt die KESB Nordbünden fest, dass 
er sich den Umgang mit erheblichen Vermögenswerten gewohnt sei und er 
C._____ gestützt auf das eheliche Vertretungsrecht schon seit längerer Zeit ver-
trete. Zudem würden auch die Auszüge aus dem Betreibungs- und Strafregister 
keine relevanten Einträge aufweisen. Die KESB Nordbünden kommt somit zum 
Schluss, dass D._____ fachliche und persönliche Eignung zur Erfüllung des Vor-
sorgeauftrags gegeben sei. Hinsichtlich allfälliger Interessenkollisionen führte die 
KESB Nordbünden aus, dass C._____ ihren Ehemann in Kenntnis der bestehen-
den Verknüpfungen als Vorsorgebeauftragten bezeichnet habe und hypothetische 
Interessenkollisionen der Einsetzung demzufolge nicht entgegen stünden. Aus-
serdem habe D._____ ausdrücklich die Annahme des Auftrags erklärt und er sei 
als im Vorsorgeauftrag bezeichnete Person ausdrücklich auf seine Pflichten nach 
den Bestimmungen des Obligationenrechts hinzuweisen.

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H. Dagegen reichten B._____ und A._____ am 24. August 2015 beim Kan-
tonsgericht von Graubünden Beschwerde ein und stellten folgende Rechtsbegeh-
ren: 

"Die Ziffer 3 lit. e des Entscheides der Kindes- und Erwachsenenschutz-
behörde vom 24.07.2015 sei aufzuheben und durch die nachfolgend aufge-
führte Bestimmung zu ersetzen:

Der Vorsorgebeauftragte sei zu verpflichten unter Androhung von Art. 292 
StGB, für sämtliche Anlagen/Investitionen von Vermögenswerten der Auf-
traggeberin C._____ die Zustimmung der KESB einzuholen. Vermögen von 
C._____ sei ausschliesslich mündelsicher anzulegen. Für Anla-
gen/Investitionen des im Anlage-Depot bei der Bank._____ enthaltenen 
Vermögens, welches je zur Hälfte Eigentum von B._____ und A._____ ist 
(Anlage-Depot mit Nutzniessung z.G. C._____, IBAN: _____), hat der Vor-
sorgebeauftragte die Zustimmung beider Eigentümer einzuholen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen."

Zur Begründung führten sie im Wesentlichen aus, dass eine zu grosse Interessen-
kollision zwischen dem Vorsorgebeauftragten D._____ und der Auftraggeberin 
C._____ bestehe. Die Interessenkollision bestehe darin, dass C._____ wesentli-
che Vermögenswerte in ein Hotelprojekt der H._____AG in O.5_____ investiert 
habe und D._____ an genannter Gesellschaft beteiligt sei. Zudem seien von ei-
nem Anlage-Depot mit Vermögenswerten von über Fr. 3 Millionen – welches im 
Eigentum von B._____ und A._____ stehe und dessen Nutzniessung C._____ 
zustehe – wesentliche Teile in das Projekt in O.5_____ investiert worden. Davon 
sollen per 31. August 2015 Fr. 2.25 Millionen zur Rückzahlung gelangen und nicht 
wiederum in das gleiche Projekt oder in ähnlicher Form reinvestiert werden. Aus-
serdem könne D._____ keine abschliessenden Angaben zum Verbleib weiterer 
Vermögenswerte von C._____ machen. Beispielsweise mache er zweifelhafte An-
gaben über den Verbleib des Betrags des Hausverkaufs in O.3_____.

I. Die KESB Nordbünden beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. Sep-
tember 2015 die Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden 
könne und verwies auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie auf 
die Akten.

J. Mit Beschwerdeantwort vom 24. September 2015 liess D._____ auf Abwei-
sung der Beschwerde sowie auf Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich ge-
setzlicher MWSt. zulasten der Beschwerdeführer antragen. Begründend wurde 
dazu ausgeführt, dass C._____ die sich auf dem Depot befindlichen Vermögens-
werte ihren beiden Kindern einzig im Hinblick auf die Erbschaftssteuerinitiative 
geschenkt und sich dabei die Nutzniessung an diesem Vermögen ausdrücklich 

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vorbehalten habe. Mittels Vorsorgeauftrag habe sie ihrem Ehemann die umfas-
sende Vermögensverwaltung und -verfügung anvertraut. C._____ habe gemein-
same Interessen gewollt und verfolgt und damit allfällige Interessenkollisionen be-
wusst in Kauf genommen. Die von B._____ und A._____ geforderte Zustim-
mungspflicht der KESB für sämtliche Anlagen/Investitionen bezüglich sämtlicher 
Vermögenswerte von C._____ widerspreche deren Wille, welcher im Vorsorgeauf-
trag klar und ausdrücklich formuliert sei. Im Falle ihrer Urteilsunfähigkeit habe sie 
gewollt, dass ihr Ehemann die Vermögensverwaltung wahrnehme und nicht die 
KESB. Schliesslich habe D._____ keine zweifelhaften Angaben betreffend des 
Verbleibs des Verkaufserlöses des Hauses in O.3_____ gemacht, vielmehr habe 
er keine Auskünfte erteilt, weil es sich um das Vermögen von C._____ handle und 
nicht um die Erbschaft von B._____ und A._____. 

K. Der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
stellte mit Schreiben vom 08. Oktober 2015 B._____ und A._____ die Beschwer-
deantwort von Rechtsanwältin Marianne Sonder als Rechtsvertreterin von 
D._____ vom 24. September 2015 sowie die Beschwerdeantwort der KESB Nord-
bünden vom 21. September 2015 zu. In genanntem Schreiben wies er zudem 
darauf hin, dass weder ein weiterer Schriftenwechsel noch eine mündliche Ver-
handlung vorgesehen sei.

L.1. Am 13. Oktober 2015 (Poststempel vom 12. Oktober 2015) ging beim Kan-
tonsgericht von Graubünden ein Schreiben von B._____ ein, in welchem sie das 
Kantonsgericht von Graubünden darauf hinwies, dass die Obligationenanleihe der 
H._____AG, bei welcher D._____ als Verwaltungspräsident fungiere, nicht ordent-
lich per 31. August 2015 zurück bezahlt worden sei. Die Gründe dafür seien unklar 
(act. D.5).

2. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2015 (Poststempel) ergänzte B._____ die von 
A._____ und ihr unterzeichnete Beschwerde vom 24. August 2015 aufgrund zwi-
schenzeitlich veränderter Tatsachen. Dazu führte sie aus, dass die Obligationen-
anleihe in der Höhe von Fr. 2'250'000.-- des in ihrem sowie im Eigentum ihres 
Bruders befindenden Depots mit Nutzniessungsrecht zu Gunsten von C._____ per 
31. August 2015 zur Rückzahlung hätte gelangen sollen, diese sei aus unbekann-
ten Gründen nicht erfolgt. B._____ bringt weiter vor, D._____ habe gezeigt, dass 
er das Vermögen seiner schleichend an Demenz erkrankten Ehefrau sowie das 
ihres Bruders und das ihrige grobfahrlässig in höchstriskante Geschäfte investiert 
habe. Darüber hinaus entspreche der Entscheid der KESB Nordbünden vom 
24. Juli 2015 in keiner Weise den Empfehlungen für die Vermögensanlage im 

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Rahmen von vormundschaftlichen Mandaten der Konferenz der kantonalen Vor-
mundschaftsbehörden vom 15. November 2001 und sei daher nicht zu bestätigen 
(act. A.4).

3. Mit Schreiben vom 13. Oktober 2015 (Poststempel vom 14. Oktober 2015) 
beantragte B._____ einen weiteren Schriftenwechsel, da sich ihre Schreiben vom 
09. Oktober 2015 (Poststempel vom 12. Oktober 2015) und 11. Oktober 2015 
(Poststempel vom 14. Oktober 2015) offensichtlich mit jenem des Vorsitzenden 
der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden vom 08. Oktober 2015 
gekreuzt hätten (act. D.6).

4. Am 20. Oktober 2015 teilte Fürsprecher Dieter Trümpy dem Kantonsgericht 
von Graubünden unter Beilage einer Anwaltsvollmacht vom 19. Oktober 2015 mit, 
dass B._____ und A._____ ihn mit der Wahrung ihrer Interessen beauftragt haben 
und beantragte für die Einreichung einer Replik eine Frist anzusetzen. 

M. Der Vorsitzende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden 
teilte Fürsprecher Dieter Trümpy mit Schreiben vom 21. Oktober 2015 mit, dass 
die Eingabe von B._____ vom 11. Oktober 2015 (Poststempel vom 14. Oktober 
2015) aufgrund der materiellen Ausführungen darin als Replik entgegen genom-
men wurde und dementsprechend eine weitere Replik in ihrem Namen ausge-
schlossen sei. Für die Einreichung einer Replik von A._____ erteilte der Vorsit-
zende der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden eine Frist bis zum 
02. November 2015.

N. Fürsprecher Dieter Trümpy stellte dem Kantonsgericht von Graubünden am 
02. November 2015 die Replik für B._____ und A._____ zu. Dabei wurden folgen-
de Rechtsbegehren gestellt:

"1. Die Ziffern 1, 2 und 3 des Entscheides der Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde KESB Nordbünden vom 24. Juli 2015 seien aufzuhe-
ben.

2. Es sei festzustellen, dass die Ziffer 1 des Vorsorgeauftrages vom 
7. Mai 2014 betreffend der Vermögenssorge und der damit zusam-
menhängenden Vertretung im Rechtsverkehr betreffend Herrn 
D._____ gestützt auf Art. 363 Abs. 2 Ziffer 3 ZGB unwirksam ist.

3. Im Übrigen sei der Vorsorgeauftrag von C._____ vom 7. Mai 2014 für 
wirksam zu erklären und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 
KESB Nordbünden sei anzuweisen, für die Vermögensvorsorge von 
Frau C._____ und die damit zusammenhängende Vertretung im 
Rechtsverkehr einen von dieser Amtsstelle zu bestimmenden unab-
hängigen und neutralen Fachmann als Vertretungsbeistand im Sinne 

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von Art. 394 ff. ZGB resp. im Sinne der Ziffer 3 des Vorsorgeauftrages 
vom 7. Mai 2014 einzusetzen.

4. Eventualiter:

4.1 Es sei festzustellen, dass die Beschwerdeführer als Eigentümer des 
auf ihren Namen lautenden Anlage-Depots Nr. _____ bei der 
Bank._____ (IBAN _____) gestützt auf die Ziffer 2.2 des Nutznies-
sungsvertrages vom 25. Dezember 2011 nie die Zustimmung erteilt 
haben, die Verwaltungsbefugnisse betreffend diesem Depot mittels 
Bevollmächtigung durch Dritte ausüben zu lassen, und dass entspre-
chend auch Herr D._____ nicht befugt ist, über dieses Depot zu verfü-
gen.

4.2 Herr D._____ sei unter Androhung von Strafe gemäss Art. 292 StGB 
im Widerhandlungsfall zu verpflichten, vorgängig zu jeglicher Verfü-
gung über die Vermögenswerte von Frau C._____ die Zustimmung der 
Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden einzuholen und 
ausschliesslich mündelsichere Anlagen zu tätigen.

Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen."

Begründend wird ausgeführt, dass C._____ zum Zeitpunkt der Errichtung des 
Vorsorgeauftrages vom 07. Mai 2014 nicht mehr im Vollbesitze ihrer geistigen 
Kräfte gewesen sei und sich der Tragweite und der Auswirkungen der in diesem 
Vorsorgeauftrag enthaltenen Bestimmungen nicht bewusst gewesen sei. Weiter 
hätten sich während des Beschwerdeverfahrens neue Vorkommnisse ereignet und 
entsprechend seien echte Noven aufgetreten, aufgrund derer sich eine Neubeur-
teilung geradezu aufdränge und weswegen die Rechtsbegehren zwischenzeitlich 
hätten angepasst werden müssen. Die Beschwerdeführer seien Eigentümer des 
Anlage-Depots Nr. _____, an welchem sich C._____ das Nutzniessungsrecht 
ausbedungen habe. Gemäss Ziffer 2.2 des Nutzniessungsvertrags dürfe C._____ 
die Verwaltungsbefugnisse nur mit dem Einverständnis der Eigentümer mittels 
Bevollmächtigung durch Dritte ausüben lassen. Die Beschwerdeführer hätten zu 
keinem Zeitpunkt ihre Zustimmung erteilt, die Verwaltungsbefugnisse des Anlage-
Depots auf jemand anderen zu übertragen. Zudem seien die Beschwerdeführer 
der festen Überzeugung, dass ihre Mutter auch vor Eintritt der Urteilsunfähigkeit 
nicht realisiert habe, dass mit dieser Anlage über 88% desjenigen Betrages, wel-
chen sie ihren Kindern geschenkt habe, in eine einzige Unternehmung investiert 
würde.

O. D._____ liess am 07. Dezember 2015 seine Duplik einreichen, wobei er die 
Abweisung der Beschwerde beantragte, soweit darauf eingetreten werden könne, 
und die Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzlicher MWSt. zulasten 
der Beschwerdeführer verlangte. Dazu liess er ausführen, dass es eine Verzöge-
rung bei der Refinanzierung der Obligationenanleihe gegeben habe, die Rückzah-

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lung aber am 05. November 2015 vollumfänglich zuzüglich 7.25% Zins erfolgt sei. 
In Bezug auf die Urteilsfähigkeit von C._____ wird unter Verweis auf die ärztlichen 
Berichte von Dr. med. E._____ festgehalten, dass C._____ in der Lage gewesen 
sei, am 07. Mai 2014 den Vorsorgeauftrag zu erteilen und sie ihren Ehemann mit 
Wissen und Wollen mit der Besorgung aller finanziellen Angelegenheiten beauf-
tragt habe. Nebstdem habe C._____ gewollt, dass ihr Ehemann ohne Einmi-
schung seitens der Familie alle finanziellen Angelegenheiten für sie regle. Seitens 
der Fachärztin lägen nicht die geringsten Hinweise vor, dass C._____ im Mai 2014 
nicht in der Lage gewesen wäre, den Vorsorgeauftrag abzuschliessen und deren 
Bedeutung zu erfassen. Auch der Notar habe nicht den geringsten Anlass gehabt, 
an der Urteilsfähigkeit von C._____ zu zweifeln. Auf die neuen Rechtsbegehren 1 
bis 4 der Replik könne nicht eingetreten werden, da diese gemäss Art. 326 Abs. 2 
ZPO verspätet erfolgt seien. Von einer Urteilsunfähigkeit von C._____ sei erstmals 
im Entscheid der KESB vom 24. Juli 2015 die Rede gewesen. C._____ habe sehr 
bewusst und bestimmt den Vorsorgeauftrag und dessen Umsetzung gewollt, so-
wie dass ihr Ehemann sämtliche finanziellen Angelegenheiten besorgen solle.

P. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in den 
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen.

II. Erwägungen

1.a) Gegen Entscheide der Erwachsenenschutzbehörde kann gestützt auf 
Art. 450 Abs. 1 ZGB beim zuständigen Gericht Beschwerde erhoben werden. 
Nach Art. 60 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetz-
buch (EGzZGB; BR 210.100) ist das Kantonsgericht von Graubünden die einzige 
kantonale Beschwerdeinstanz. Innerhalb des Kantonsgerichts ist die I. Zivilkam-
mer zuständig (Art. 6 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts 
[KGV; BR 173.000]). Die Beschwerdefrist beträgt gemäss Art. 450b Abs. 1 ZGB 
dreissig Tage seit Mitteilung des Entscheids der KESB. Die Beschwerde ist beim 
Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB), wobei in 
formeller Hinsicht keine hohen Anforderungen gestellt werden dürfen. Als hinrei-
chend erachtet wird ein Schreiben einer betroffenen urteilsfähigen Person, aus 
dem das Anfechtungsobjekt ersichtlich ist und hervorgeht, weshalb sie mit der ge-
troffenen Anordnung ganz oder teilweise nicht einverstanden ist (Daniel Steck, in: 
Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, 
[zit.: BSK-Erwachsenenschutz], N 42 zu Art. 450 ZGB). Zur Beschwerde legitimiert 

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sind nach Art. 450 Abs. 2 Ziff. 1 ZGB die am Verfahren beteiligten Personen. Am 
Verfahren beteiligt sind neben den von der Anordnung der KESB direkt betroffe-
nen Personen auch alle weiteren Personen, die sich im erstinstanzlichen Verfah-
ren vor der KESB tatsächlich beteiligt haben oder denen mindestens der Ent-
scheid der KESB zugestellt wurde (Hermann Schmid, Erwachsenenschutz Kom-
mentar, Zürich/St. Gallen 2010, N 21 zu Art. 450 ZGB; Daniel Steck, in: BSK-
Erwachsenenschutz, a.a.O., N 30 zu Art. 450 ZGB). Ausserdem beschwerdebe-
rechtigt sind die der betroffenen Person nahestehenden Personen (Art. 450 Abs. 2 
Ziff. 2 ZGB). Der Begriff der nahestehenden Person ist weit auszulegen, dabei 
handelt es sich um eine Person, welche die betroffene Person gut kennt und als 
geeignet erscheint, deren Interessen zu wahren (Daniel Steck, in: BSK-
Erwachsenenschutz, a.a.O., N 32 zu Art. 450 ZGB).

b) B._____ nahm den Entscheid der KESB Nordbünden vom 24. Juli 2015, 
gleichentags mitgeteilt, am 31. Juli 2015 entgegen. Die im Namen von B._____ 
und A._____ eingereichte Beschwerde wurde am 24. August 2015 bei der Post 
zuhanden des Kantonsgerichts von Graubünden aufgegeben und ist somit offen-
sichtlich fristgemäss beim zuständigen Gericht eingereicht worden. Die Beschwer-
de enthält einen Antrag sowie eine hinreichende Begründung im Sinne von 
Art. 450 Abs. 3 ZGB und ist damit formgerecht. Der Entscheid der KESB Nord-
bünden wurde B._____ zugestellt, sie gilt somit als am Verfahren beteiligte Per-
son. B._____ und A._____ sind ausserdem die Kinder der im angefochtenen Ent-
scheid betroffenen Person und somit ihr nahestehende Personen im Sinne von 
Art. 450 Abs. 2 Ziff. 2 ZGB. B._____ und A._____ sind folglich zur Beschwerde 
legitimiert. Dementsprechend ist auf die frist- und formgerechte Beschwerde ein-
zutreten.

2.a) Für das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz gelten primär 
die bundesrechtlichen Verfahrensbestimmungen des ZGB und subsidiär die vom 
Kanton erlassenen Verfahrensbestimmungen (vgl. Art. 450f ZGB). Sofern weder 
das ZGB noch das EGzZGB etwas geregelt haben, sind die ZPO sowie die ent-
sprechenden kantonalen Ausführungsbestimmungen sinngemäss anwendbar (vgl. 
Art. 450f ZGB und Art. 60 Abs. 2 EGzZGB). Demnach kann die Rechtsmittel-
instanz gemäss Art. 316 Abs. 1 bzw. Art. 327 Abs. 2 ZPO aufgrund der Akten und 
ohne Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung entscheiden.

b) Zu beachten sind im Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz die 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 443 ff. 
ZGB), soweit das Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften 

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enthält (Daniel Steck, in: BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 13 zu Art. 450 ZGB). 
Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte uneingeschränkte Untersu-
chungs- und Offizialmaxime und das an gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen. Der Anwendungsbereich dieser zentra-
len Verfahrensgrundsätze bezieht sich auf sämtliche Verfahren vor der KESB und 
erstreckt sich nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses auch auf die Ver-
fahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Christoph Auer/Michèle Marti, in: 
BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 1 zu Art. 446 ZGB mit weiteren Hinweisen; 
Hermann Schmid, a.a.O., N 8 ff. zu Art. 446 ZGB; Daniel Steck, in: Büch-
ler/Häfeli/Leuba/Stettleer [Hrsg.] FamKommentar Erwachsenenschutz, Bern 2013, 
[zit.: FamKommentar], N 7 zu Art. 446 ZGB).

c) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB Rechtsverlet-
zungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-
chen Sachverhaltes (Ziff. 2) und die Unangemessenheit (Ziff. 3) gerügt werden. 
Die Beschwerde ist ein vollkommenes Rechtsmittel, womit das erstinstanzliche 
Urteil in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend überprüft werden kann 
(vgl. Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachse-
nenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBI 2006 7001, 
S. 7085; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). Dennoch gilt das Rüge-
prinzip gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB, welches die Untersuchungs- und Offizial-
maxime insoweit einschränkt, dass eine Überprüfung des erstinstanzlichen Ent-
scheids eine förmliche Beschwerde voraussetzt und die Beschwerdeinstanz sich 
folglich primär auf die geltend gemachten Rügen und Anträge konzentriert (Daniel 
Steck, in: BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 5 zu Art. 450a ZGB; Hermann 
Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB; Daniel Steck, in: FamKommentar, a.a.O., 
N 4 zu Art. 450a ZGB).

3. Der angefochtene Entscheid der KESB Nordbünden erging in Einzelkompe-
tenz. Die Kantone können gemäss Art. 440 Abs. 2 ZGB Ausnahmen von der Be-
setzung der KESB für ihre Entscheide mit mindestens drei Mitgliedern vorsehen. 
Der Kanton Graubünden hat dies für die Überprüfung, Auslegung und Ergänzung 
von Vorsorgeaufträgen im Sinne von Art. 363 und 364 ZGB getan und in Art. 59c 
lit. a EGzZGB eine Einzelzuständigkeit statuiert. Der Entscheid ist somit in der 
richtigen Besetzung ergangen. Die sachliche und örtliche Zuständigkeit ist unbe-
stritten und erfordert keine weiteren Ausführungen.

4.a) Die KESB Nordbünden hat in ihrem Entscheid vom 24. Juli 2015 den Vor-
sorgeauftrag von C._____ vom 07. Mai 2014 gemäss Art. 360 Abs. 2 ZGB (recte: 

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Art. 363 Abs. 2 ZGB) für wirksam erklärt (Dispositiv Ziff. 1). Sodann hat sie 
D._____ als Beauftragten gemäss Art. 363 Abs. 3 ZGB auf seine Pflichten nach 
den Bestimmungen des OR über den Auftrag hingewiesen (Dispositiv Ziff. 2 und 
Anhang). Schliesslich hat sie die Aufgaben und Kompetenzen des Beauftragten 
gemäss Vorsorgeauftrag wiedergegeben und auf die Pflicht gemäss Art. 365 
Abs. 2 ZGB zur Benachrichtigung der KESB bei Interessenkollisionen und Besor-
gungen von Geschäften, die vom Vorsorgeauftrag nicht erfasst sind, aufmerksam 
gemacht (Dispositiv Ziff. 3 lit. a–e).

b) B._____ und A._____ reichten gegen diesen Entscheid Beschwerde beim 
Kantonsgericht von Graubünden ein und stellten das Rechtsbegehren, Ziffer 3 
lit. e desselben sei aufzuheben und durch eine andere Formulierung zu ersetzen, 
welche separate Auflagen an den Beauftragten betreffend die Verwaltung und 
Ausgabe des Vermögens von C._____ enthält. Erst in der Replik vom 02. Novem-
ber 2015 weiteten die inzwischen anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer ihr 
Rechtsbegehren aus und beantragten die gesamthafte Aufhebung der ersten drei 
Dispositivziffern des Entscheids der KESB Nordbünden vom 24. Juli 2015 sowie 
die Feststellung, dass die Ziffer 1 des Vorsorgeauftrages vom 07. Mai 2014 betref-
fend der Vermögenssorge und der damit zusammenhängenden Vertretung im 
Rechtsverkehr betreffend D._____ gestützt auf Art. 363 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB unwirk-
sam sei. Im übrigen beantragten die Beschwerdeführer, der Vorsorgeauftrag sei 
für wirksam zu erklären und die KESB Nordbünden anzuweisen, für die Vermö-
genssorge von C._____ sowie die damit zusammenhängende Vertretung im 
Rechtsverkehr einen unabhängigen und neutralen Fachmann als Vertretungsbei-
stand im Sinne von Art. 394 ff. ZGB resp. im Sinne der Ziffer 3 des Vorsorgeauf-
trages vom 07. Mai 2014 einzusetzen. Ferner wurde eventualiter beantragt, es sei 
festzustellen, dass die Beschwerdeführer als Eigentümer des auf ihren Namen 
lautenden Anlage-Depots Nr. _____ bei der Bank._____ (IBAN _____) gestützt 
auf die Ziffer 2.2 des Nutzniessungsvertrages vom 25. Dezember 2011 nie die 
Zustimmung erteilt hätten, die Verwaltungsbefugnisse betreffend diesem Depot 
mittels Bevollmächtigung durch Dritte ausüben zu lassen, und dass dementspre-
chend auch D._____ nicht befugt sei, über dieses Depot zu verfügen. Ebenfalls 
eventualiter wurde zudem beantragt, D._____ sei unter Androhung der Strafe 
gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verpflichten, vorgängig zu jegli-
cher Verfügung über die Vermögenswerte von C._____ die Zustimmung der KESB 
Nordbünden einzuholen und ausschliesslich mündelsichere Anlagen zu tätigen. 
Sollte aufgrund der Formulierungen des Eventualantrags Ziffer 4.1 versucht wer-
den, in diesem Verfahren zivilrechtliche Ansprüche der Beschwerdeführer aus 

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dem Nutzniessungsvertrag durchzusetzen, so könnte von vornherein darauf nicht 
eingetreten werden. Weder die KESB Nordbünden noch die gerichtliche Be-
schwerdeinstanz wäre zur Beurteilung derartiger materieller Fragen befugt; viel-
mehr wäre dazu nur der ordentliche Richter zuständig.

c) Zu prüfen ist vorab, ob diese Erweiterung des ursprünglichen Rechtsbegeh-
rens prozessual zulässig ist. Das Bundesrecht sieht in Art. 450 ff. ZGB ein einzi-
ges einheitliches Rechtsmittel gegen Entscheide der KESB an ein Gericht vor. Mit 
dem Begriff "Beschwerde" besteht allerdings kein direkter Zusammenhang zur 
zivilprozessualen Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO. Das EGzZGB verweist 
wohl in Art. 60 Abs. 2 subsidiär auf die Bestimmungen der ZPO und der kantona-
len Einführungsgesetzgebung (vgl. auch Art. 450f ZGB). Allerdings ist im Einzelfall 
darüber zu entscheiden, ob die Verfahrensbestimmungen der ZPO über die Beru-
fung oder die Beschwerde sinngemäss anzuwenden sind (vgl. Daniel Steck, in: 
BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 9 zu Art. 450 ZGB). Entsprechend dem 
Schutzzweck des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts besteht für die KESB die 
Möglichkeit, die getroffenen Massnahmen jederzeit aufzuheben oder abzuändern. 
Ihre Entscheide erwachsen daher nur in formelle, nicht aber in materielle Rechts-
kraft (vgl. Daniel Steck, in: BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 10 zu Art. 450 
ZGB). Formelle Rechtskraft bedeutet, dass der Entscheid mit einem ordentlichen, 
d.h. einem von Gesetzes wegen suspensiven Rechtsmittel nicht mehr angefoch-
ten werden kann. Ist nur ein Rechtsmittel ohne im Gesetz vorgesehenen Suspen-
siveffekt gegeben, so tritt die formelle Rechtskraft bereits mit Eröffnung des Ent-
scheids ein (vgl. Roger Morf, in: Gehri/Jent-Sørensen/Sarbach [Hrsg.], ZPO 
Kommentar, 2. Aufl., Zürich 2015, N 28 zu Art. 59 ZPO; Alexander Zürcher in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2016, N 37 zu Art. 59 ZPO). Dass der Be-
schwerde aufschiebende Wirkung zukommt, hat die KESB Nordbünden im ange-
fochtenen Entscheid noch ausdrücklich festgehalten (Dispositiv Ziffer 5). Die auf-
schiebende Wirkung hemmt im Umfang der Beschwerdeanträge den Eintritt der 
Rechtskraft und der Vollstreckbarkeit (vgl. Daniel Steck, in: FamKommentar, 
a.a.O., N 4 zu Art. 450c ZGB). Die formelle Rechtskraft trat somit für alle nicht 
rechtzeitig angefochtenen Punkte mit Ablauf der Beschwerdefrist ein. Dies bedeu-
tet, dass die neuen, erst mit der Replik eingebrachten Rechtsbegehren grundsätz-
lich verspätet sind. Daran ändert vorerst auch nichts, dass im Beschwerdeverfah-
ren die Untersuchungs- und Offizialmaxime herrscht. Das Gesetz statuiert in 
Art. 450a Abs. 1 ZGB nämlich das Rügeprinzip. Ein Weiterzug des Entscheides 
erfolgt nicht von Amtes wegen, sondern eine Überprüfung des Entscheides setzt 

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eine förmliche Beschwerde voraus. Die gerichtliche Beschwerdeinstanz hat sich 
somit primär auf die rechtzeitig geltend gemachten Rügen und Anträge zu be-
schränken (vgl. Daniel Steck, in: BSK-Erwachsenenschutz, a.a.O., N 5 zu 
Art. 450a ZGB).

5. Die Beschwerdeführer machen in ihrer Replik geltend, dass sich während 
des Beschwerdeverfahrens wesentliche neue Vorkommnisse ereignet hätten und 
entsprechend echte Noven aufgetreten seien, so dass auch die Rechtsbegehren 
zwischenzeitlich hätten angepasst werden müssen. Weiter begründen die Be-
schwerdeführer ihr prozessuales Vorgehen nicht. In diesem Zusammenhang bleibt 
noch festzuhalten, dass es unerheblich ist, ob die Replik als solche beider Be-
schwerdeführer oder nur als solche von A._____ entgegenzunehmen ist. Auf den 
Inhalt der Replik ist in diesem Verfahren ohnehin einzugehen. Der Beschwerde-
gegner lässt in seiner Duplik ausführen, es bestehe gestützt auf Art. 326 Abs. 1 
ZPO ein umfassendes Novenverbot, so dass neue Antrage, Tatsachenbehaup-
tungen und Beweismittel ausgeschlossen seien. Letztere Ausführungen gehen 
von vornherein an der Sache vorbei, da es sich vorliegend nicht um eine Be-
schwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO handelt, sondern um eine solche gemäss 
Art. 450 ff. ZGB. Den Kantonen wird in Art. 450f ZGB die Kompetenz erteilt, die 
prozessrechtlichen Bestimmungen des ZGB über die Kindes- und Erwachsenen-
schutzbehörde zu ergänzen. Der Kanton Graubünden hat von dieser Kompetenz 
Gebrauch gemacht und in Art. 60 Abs. 2 EGzZGB einerseits subsidiär auf die Vor-
schriften der ZPO verwiesen, andererseits in Abs. 3 dieser Bestimmung festgehal-
ten, dass die Bestimmungen über den Fristenstillstand sowie über neue Tatsa-
chen und Beweismittel keine Anwendung finden. Das Einbringen neuer Tatsachen 
und Beweismittel im Rahmen der Beschwerde ist daher ohne weiteres zulässig 
und dient dem Zweck des Kindes- und Erwachsenenschutzrechts. Das Einbringen 
neuer Tatsachen und Beweismittel innerhalb des ersten und zweiten Schriften-
wechsel ist folglich ohne weiteres gestattet (vgl. Peter Reetz/Sarah Hilber, in: Sut-
ter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen 
Zivilprozessordnung, 3. Aufl., Zürich 2016, N 23 zu Art. 317 ZPO; vgl. auch 
Art. 229 Abs. 3 ZPO). Die Zulässigkeit der Einbringung neuer Tatsachen und Be-
weismittel in das Beschwerdeverfahren bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass auch 
neue Anträge gestellt werden können, die über das mit der Beschwerdeschrift ge-
stellte Begehren hinausgehen. Bei einer Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO wä-
re dies überhaupt nicht (vgl. Art. 326 Abs. 1 ZPO) und bei einer Berufung gemäss 
Art. 308 ff. ZPO nur unter der Voraussetzung einer Klageänderung möglich, sofern 
diese auf neuen Tatsachen und Beweismitteln beruht (Art. 317 Abs. 2 ZPO). Vor-

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liegendenfalls ist indessen eine Beschwerde gemäss Art. 450 ff. ZGB zu beurtei-
len, bei der eine strenge Untersuchungs- und Offizialmaxime gilt (vgl. Art. 446 
ZGB). Gestützt auf diese Verfahrensgrundsätze wäre es der Beschwerdeinstanz 
gestattet, auch weitere Punkte des vorinstanzlichen Entscheids anstelle des ur-
sprünglichen Beschwerdebegehrens zu überprüfen. Voraussetzung wäre aller-
dings, dass diese Ausweitung der gerichtlichen Überprüfung durch neue Tatsa-
chen und Beweismittel veranlasst wird, da ansonsten das in Art. 450a ZGB statu-
ierte Rügeprinzip umgangen würde (vgl. Daniel Steck, in: BSK-Kommentar, a.a.O., 
N 5 zu Art. 450a ZGB; Hermann Schmid, a.a.O., N 1 zu Art. 450a ZGB). In casu 
sind indessen keine relevanten neuen Tatsachen ersichtlich, welche das Kantons-
gericht dazu bringen müssten, die zusätzlichen, in der Replik gestellten Rechtsbe-
gehren materiell zu beurteilen. Als neue Tatsache wird von den Beschwerdefüh-
rern vorgebracht, dass der Beschwerdegegner bzw. die H._____AG, deren Ver-
waltungsratspräsident der Beschwerdegegner ist, die auf den 31. August 2015 zur 
Rückzahlung fällige Obligationenanleihe über Fr. 2'250'000.-- und EUR 330'000.-- 
nicht rechtzeitig zurückbezahlt habe. Aufgrund einer Schenkung von C._____ sei-
en die Beschwerdeführer Inhaber des Depots mit einem Vermögen von über Fr. 3 
Millionen, wobei C._____ nach wie vor Nutzniesserin dieses Kontos sei. Diese im 
Zeitpunkt der Einreichung der Replik noch nicht erfolgte Rückzahlung nehmen die 
Beschwerdeführer zum Anlass, um dem Beschwerdegegner schwerwiegende 
Vorwürfe zu machen. Die äusserst zweifelhafte Anlage habe der Beschwerdegeg-
ner aus reinem Eigennutz getätigt und seiner Ehefrau irgendetwas vorgetäuscht 
und vorgegaukelt. Eine solche Vernichtungsstrategie mittels mehr als nur fragwür-
digen und höchst spekulativen Anlagen in ein geradezu als "Geldvernichtungsma-
schine" zu bezeichnendes Hotelprojekt in O.5_____ sei nicht im Interesse von 
C._____. Dies schon gar nicht in Anbetracht dessen, dass die Unternehmung ihre 
Geschäftstätigkeit nicht einmal in der Schweiz ausübe, sondern in O.5_____ seit 
Jahren vergebens versuche, ein dubioses Hotelprojekt auf die Beine zu stellen. 
Seine Vorgehensweise habe bewiesen, dass er mit dieser Interessenkollision nicht 
umzugehen wisse und fremdes Vermögen "mir nichts dir nichts" verschleudere 
und vernichte. Zu Recht wehrte sich der Beschwerdegegner in seiner Duplik ge-
gen diese völlig unangebrachten Vorwürfe, welche sich zudem kurz danach in Luft 
auflösten. Die Anleihen wurden nämlich per 05. November 2015 zurückbezahlt 
und bis zu diesem Datum mit 7.25% verzinst (vgl. act. B.11). Was der Grund für 
diese Verzögerung war, kann schlussendlich dahingestellt bleiben. Nicht ausge-
schlossen ist, dass sie durch ein Missverständnis zwischen der Bank und dem 
Emittenten verursacht wurde (vgl. act. B.8 bis B.10). Auf jeden Fall bestand für die 
Beschwerdeführer keine Veranlassung, ohne nähere Kenntnisse über den Grund 

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der verspäteten Rückzahlung, welche für sie mit keinen Nachteilen verbunden 
war, derart negative Schlüsse über den Beschwerdegegner zu ziehen. Im Weite-
ren wird durch diesen Vorgang bestätigt, dass der Beschwerdegegner in der Lage 
ist, das C._____ zur Verfügung stehende Vermögen zuverlässig zu verwalten und 
gewinnbringend anzulegen. Es fehlen in den Akten hinreichende Anhaltspunkte für 
eine Annahme, der Beschwerdegegner sei bei der Vermögensverwaltung zu hohe 
Risiken eingegangen. Der Schluss der Vorinstanz, D._____ sei für die Aufgaben 
als beauftragte Person geeignet, ist daher nicht zu beanstanden.

6.a) Zu prüfen bleibt damit das Begehren der Beschwerdeführer gemäss ihrer 
Beschwerdeschrift, wonach Ziffer 3 lit. e des Dispositivs im angefochtenen Ent-
scheid aufzuheben und hinsichtlich der Kompetenzen des Beauftragten zur Ver-
mögensverwaltung bedeutend enger zu fassen sei. Mit der beanstandeten Anord-
nung in Ziffer 3 lit. e des Dispositivs hat die KESB lediglich Art. 365 Abs. 2 ZGB 
wiedergegeben. Die im Entscheid aufgeführten Pflichten gelten somit von Geset-
zes wegen ohnehin und die Aufführung im angefochtenen Entscheid hatte somit 
keine selbständige Bedeutung. Aufgrund der Beschwerde ist die Frage zu prüfen, 
ob die Pflichten des Beauftragten bezüglich künftiger Vermögensdispositionen zu 
verschärfen sind. Wenn die Würdigung der sich aus den Akten ergebenden Um-
stände zum Schluss führte, dass ohne weitere Massnahmen die Interessen von 
C._____ gefährdet sind, so wäre die KESB befugt und verpflichtet gewesen, wei-
tergehende Anordnungen im Sinne von Weisungen zu erlassen (vgl. Art. 368 
ZGB). Die Beschwerdeführer begehren, dass der Beschwerdegegner zu verpflich-
ten sei, für sämtliche Anlagen bzw. Investitionen von Vermögen, welches im Ei-
gentum von C._____ oder ihr als Nutzniesserin zur Verfügung steht, die Zustim-
mung der KESB bzw. der Beschwerdeführer einzuholen. Würde man diesem Be-
gehren entsprechen, so stünden dem Beschwerdegegner weniger weitgehende 
Vertretungsrechte zu, als ihm ohne Vorsorgeauftrag gemäss Art. 374 ZGB von 
Gesetzes wegen, d.h. ohne Mitwirkung der KESB, eingeräumt wären (vgl. zum 
Umfang der ordentlichen Vermögensverwaltung Ruth E. Reusser, in: Hon-
sell/Vogt/Geiser [Hrsg.] Basler Kommentar, Schweizerisches Zivilgesetzbuch I, 5. 
Aufl., Basel 2014 [zit: BSK-ZGB I] N 39 ff. zu Art. 374 ZGB). Allerdings hätte auch 
hier die KESB die Möglichkeit, bei Gefährdung der Interessen der urteilsunfähigen 
Person mit entsprechenden Massnahmen einzuschreiten (Art. 376 Abs. 2 ZGB). 
Die Beschwerdeführer befürchten nun offensichtlich, dass der Beschwerdegegner 
mit risikoreichen Finanzanlagen, allenfalls sogar mit gewagten Investitionen, in 
von ihm (mit)beherrschten Gesellschaften, die Interessen ihrer Mutter sowie ihre 
eigenen gefährde. Dazu ist zunächst festzuhalten, dass das Gesetz selbst 

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Schranken vorsieht, um eben der Gefahr von Schädigungen durch zuwiderlaufen-
de Interessen vorzubeugen. So wird die KESB in Art. 363 Abs. 3 ZGB angewie-
sen, den Beauftragten auf die Bestimmungen des OR über den Auftrag hinzuwei-
sen und ihm eine Urkunde über seine Befugnisse auszuhändigen. Dies hat die 
KESB vollzogen, indem sie ihrem Entscheid einen Auszug der entsprechenden 
obligationenrechtlichen Bestimmungen (Art. 397–401 OR) angehängt hat. Darin 
sind die nötigen Vorschriften über die Verpflichtungen des Beauftragten, seine 
Meldepflicht, seine Haftung für getreue Ausführung, die Folgen bei Übertragung 
der Besorgung auf einen Dritten sowie Regeln betreffend die Rechenschaftsable-
gung und den Übergang der erworbenen Rechte aufgeführt. Sodann verpflichtet 
Art. 365 Abs. 2 ZGB den Beauftragten, die KESB zu benachrichtigen, wenn Ange-
legenheiten zu erfüllen sind, bei denen Interessenkollisionen bestehen. In letzte-
rem Fall entfallen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung die Befugnisse der beauf-
tragten Person von Gesetzes wegen. Allerdings sind diese Bestimmungen nur 
anwendbar, sofern die Interessenkollisionen von der Auftraggeberin nicht bereits 
in Kauf genommen wurden (vgl. Alexandra Rumo-Jungo, in: BSK-ZGB I, a.a.O., 
N 23 f. zu Art. 365 ZGB; siehe auch nachstehend).

b) Zu berücksichtigen ist sodann, dass der Gesetzgeber mit dem Institut des 
Vorsorgeauftrages ein Instrument der Selbstbestimmung geschaffen hat, welches 
es einer Person erlaubt, mit Blick auf den Fall schwindender Urteilsfähigkeit selber 
eine natürliche oder juristische Person zu bestimmen, welche die Personensorge, 
die Vermögenssorge und/oder die Rechtsvertretung übernehmen soll. Mit dem 
Vorsorgeauftrag kann das Selbstbestimmungsrecht über die Zeit der Urteilsfähig-
keit hinaus gewahrt werden. Die Auftraggeberin wird im Zeitpunkt ihrer Hand-
lungsunfähigkeit nicht völlig fremdbestimmt sein, sondern kann in dreifacher Hin-
sicht selbstbestimmt entscheiden: Sie kann erstens die Person bestimmen, die für 
sie handeln, zweitens die Tätigkeitsfelder umschreiben, in denen der Beauftragte 
handeln und drittens Handlungs- und Entscheidungsrichtlinien aufstellen, nach 
denen sich der Beauftragte richten soll (vgl. Alexandra Rumo-Jungo, in: BSK-
ZGB I, a.a.O., N 9 zu Art. 360 ZGB mit Hinweisen). In ihrem Vorsorgeauftrag vom 
07. Mai 2014 hat C._____ ihren Ehemann, D._____, als Beauftragten eingesetzt 
und ihn mit der Personen- und Vermögenssorge sowie der damit zusammenhän-
genden Vertretung im Rechtsverkehr betraut. Namentlich im Bereich der Vermö-
genssorge wurden D._____ umfassende Kompetenzen erteilt und diese relativ 
detailliert umschrieben. Dies geschah vor dem Hintergrund, dass C._____ bereits 
Finanzmittel in beträchtlicher Höhe einer Aktiengesellschaft in Form von Anleihen 
zur Verfügung gestellt hatte, bei welcher ihr Ehemann als Verwaltungsratspräsi-

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dent tätig ist. Sie hat deshalb bewusst auch Interessenkollisionen in Kauf genom-
men. Die KESB hat unter diesen Umständen zu Recht angenommen, dass diese 
der Auftraggeberin bekannten Interessenkollisionen der Übernahme des Auftrags 
nicht entgegenstehen (Art. 363 Abs. 2 Ziff. 3 ZGB; vgl. Alexandra Rumo-Jungo, in: 
BSK-ZGB I, a.a.O., N 24 zu Art. 363 ZGB mit Hinweisen). Im Übrigen ist darauf 
hinzuweisen, dass sich der Beschwerdegegner in seiner E-Mail vom 11. Septem-
ber 2015 (act. B.7) freiwillig bereit erklärt hat – trotz der Einreichung der Be-
schwerde gegen den KESB-Entscheid –, Gelder aus dem Schenkungsdepot nicht 
ohne Rücksprache mit den Beschwerdeführern wieder anzulegen, was zweifellos 
dafür spricht, dass der Beschwerdegegner nicht beabsichtigt, die Vermögenswerte 
von C._____ und die der Beschwerdeführer unrechtmässig zu verwenden.

7. Zu Recht nicht gerügt wird, dass der Vorsorgeauftrag nicht in der richtigen 
Form errichtet worden sei. Die Errichtungsform der öffentlichen Urkunde entspricht 
den gesetzlichen Vorgaben von Art. 361 Abs. 1 ZGB. Die Beschwerdeführer ge-
hen aber davon aus, die Auftraggeberin sei im Zeitpunkt der Errichtung der Ur-
kunde bereits handlungsunfähig gewesen. Die KESB hat sich mit diesem Punkt 
eingehend befasst und ihre Schlussfolgerung, dass C._____ im Mai 2014 den 
Vorsorgeauftrag noch habe gültig errichten können, ist nicht zu beanstanden. 
Massgebend für die Beurteilung der Handlungsfähigkeit sind die Berichte von Dr. 
med. E._____, leitende Ärztin im Spital F._____ in O.1_____. Am 07. Dezember 
2013 diagnostizierte sie bei C._____ eine leichte Demenz, CDR-Stadium 1 (vgl. 
KESB act. 10). Die Krankheit befand sich somit im Anfangsstadium. Irgendwelche 
Hinweise auf eine bereits bestehende Handlungsunfähigkeit sind im Bericht nicht 
zu finden. Im Gegenteil empfiehlt die Ärztin unter anderem ausdrücklich die Errich-
tung einer Vorsorge-Vollmacht und einer Patientenverfügung. Diese Empfehlun-
gen konnten offensichtlich nur erfolgen, wenn die Ärztin der Auffassung war, die 
Patientin sei noch in der Lage, derartige Rechtsgeschäfte abzuschliessen. Zeitnah 
zur öffentlichen Beurkundung des Vorsorgeauftrages erfolgte am 19. Mai 2014 
eine weitere Untersuchung durch die genannte Ärztin (KESB act. 11). Nach wie 
vor lautete die Diagnose auf leichte, frontal betonte Demenz, CDR-Stadium 1. Es 
wurde wohl festgestellt, dass die Krankheit fortschreitend (progredient) sei. Aus 
der Zwischenanamnese geht indessen hervor, dass zwischen Ärztin und Patientin 
ohne weiteres vernünftig über verschiedene Themen kommuniziert werden konn-
te. Die Ärztin nahm zur Kenntnis, dass ein Vorsorgeauftrag erstellt worden war 
und empfahl weiterhin den Abschluss einer Patientenverfügung, ohne dass ir-
gendwelche Hinweise auf eine mögliche Handlungsunfähigkeit von C._____ er-
folgt wären. Erst im Bericht von Dr. med. E._____ vom 12. Dezember 2014 (KESB 

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act. 20) ist von einer leichten bis mittelschweren Demenz mit rasch progredienter 
Persönlichkeitsveränderung die Rede. Aufgrund der weiteren Beschreibung des 
Zustandes und des Verhaltens von C._____ im ärztlichen Bericht schloss die 
KESB ohne weiteres zu Recht, dass nunmehr die Handlungsunfähigkeit von 
C._____ eingetreten ist, wovon sich die KESB im persönlichen Gespräch vom 
08. Juli 2015 (vgl. Entscheid, S. 2) selbst überzeugen konnte. Die Entwicklung des 
Gesundheitszustandes wurde damit nachvollziehbar dokumentiert und es lässt 
sich daraus zweifelsfrei ableiten, dass die Handlungsfähigkeit von C._____ 
gemäss Art. 12 ZGB im Zeitpunkt der Beurkundung des Vorsorgeauftrags am 
07. Mai 2014 gegeben war. Andere Gründe, welche die Wirksamkeit des Vorsor-
geauftrags hindern könnten, sind aus den Akten nicht ersichtlich. Insbesondere ist 
keinerlei Veranlassung gegeben, die Auflagen an den Vorsorgebeauftragten im 
Sinne des Beschwerdebegehrens noch zu verschärfen. Die Beschwerde ist somit 
abzuweisen.

8. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Beschwerdeverfahrens, beste-
hend aus den Gerichtskosten und der Parteientschädigung, zu Lasten der unter-
liegenden Beschwerdeführer (Art. 60 Ab. 2 EGzZGB in Verbindung mit Art. 95 
Abs. 1 ZPO und Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten werden auf Fr. 2'000.-- 
festgesetzt (vgl. Art. 10 Abs. 1 der Verordnung über die Gerichtsgebühren in Zivil-
verfahren [VGZ; BR 320.210]), wobei diese je zur Hälfte zu Lasten der Beschwer-
deführer gehen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe ver-
rechnet werden. Überdies haben die Beschwerdeführer den Beschwerdegegner 
unter solidarischer Haftbarkeit hierfür aussergerichtlich zu entschädigen. Die Ent-
schädigung wird dem mutmasslich notwendigen Aufwand entsprechend auf 
Fr. 2'000.00 (inkl. Mehrwertsteuer) festgesetzt.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von Fr. 2'000.-- gehen 
je zur Hälfte (Fr. 1'000.--) zu Lasten von B._____ und A._____ und werden 
mit dem geleisteten Kostenvorschuss in derselben Höhe verrechnet.

3. B._____ und A._____ werden verpflichtet, D._____ für das Beschwerdever-
fahren unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 2'000.-- aussergerichtlich zu 
entschädigen. 

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 BGG Beschwerde in Zivil-
sachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt 
werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen 
seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der 
gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 
ff. BGG.

5. Mitteilung an: