# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1e87bba4-dd88-509e-beae-921d83913e06
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-25
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 25.08.2025 SV1 2025 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV1-2025-7_2025-08-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 25. August 2025
mitgeteilt am 27. August 2025

Referenz SV1 25 7

Instanz Erste sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung Bäder Federspiel, Vorsitz
von Salis und Pedretti
Jauch, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Tobias Figi

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden
IV-Stelle,
Ottostrasse 24, 7001 Chur
Beschwerdegegnerin

Gegenstand Versicherungsleistungen nach IVG

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Sachverhalt

A. A._____, geb. 1975, ist gelernter Hochbauzeichner, Zimmermann und 
Arbeitsagoge. Zuletzt war er vom 1. Dezember 2020 bis zum 30. April 2023 bei der 
B._____ AG als Mitarbeiter im zweiten Arbeitsmarkt tätig.

B. Anfangs des Jahres 2014 meldete sich A._____ erstmals bei der IV-Stelle 
des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) unter Hinweis auf eine 
Hypotonie, eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), eine 
feinmotorische Störung sowie psychische Störungen zum Leistungsbezug an. Mit 
Verfügung vom 10. Juni 2014 wurde das Leistungsbegehren abgewiesen, da 
gemäss Abklärungen die Arbeitsunfähigkeit vor allem durch das 
Abhängigkeitsverhalten (Alkohol) begründet sei, weshalb keine Invalidität im Sinne 
des Gesetzes vorliege. 

C. Seit dem 2. Juni 2022 befindet sich A._____ in regelmässiger Behandlung 
bei der Oberärztin der C._____ (C._____), Dr. med. D._____, Fachärztin 
Psychiatrie und Psychotherapie. Im Rahmen einer in der Klinik E._____ der 
C._____ vom 18. August 2022 bis 7. September 2022 durchgeführten 
Entzugsbehandlung erlitt A._____ einen Zeckenbiss mit einmaligem epileptischem 
Anfall. Am 28. September 2022 erfolgte eine notfallmässige Selbstzuweisung bei 
Schwäche, Fieber und Kopfschmerzen in das F._____ (F._____). Anlässlich der bis 
zum 12. Oktober 2022 dauernden Hospitalisation wurden – nebst der langjährigen 
Polytoxikomanie, der ADHS sowie einer seit April 2013 bekannten paroxysmalen 
supraventrikulären Tachykardie – folgende Diagnosen gestellt: Frühsommer-
Meningoenzephalitis (FSME), ein am 5. Oktober 2022 erlittener Hörsturz sowie eine 
chronische Sinusitis polyposis. Auf der Notfallstation trat aufgrund der FSME eine 
zentrale Facialisparese rechts sowie eine Dysarthrie auf. Unmittelbar nach der 
Spitalentlassung erfolgte bis zum 1. November 2022 ein stationärer Aufenthalt in 
der G._____ zur neurologischen Rehabilitation, wo zusätzlich die Diagnose einer 
Lumboischialgie gestellt wurde. Nach dem Austritt aus der G._____ nahm A._____ 
die ambulante psychiatrische Behandlung bei Dr. med. D._____ erneut auf und 
wurde von dieser ab dem 2. November 2022 zu 100 % arbeitsunfähig geschrieben. 

D. Am 17. November 2022 erfolgte eine ambulante Untersuchung am F._____ 
durch Dr. med. H._____, Facharzt für Otorhinolaryngologie (ORL), speziell 
Phoniatrie, welcher eine an Taubheit grenzende Schwerhörigkeit links, am ehesten 
im Rahmen der FSME, feststellte. Ebenso klagte A._____ über einen linksseitigen 
Tinnitus. Im weiteren Verlauf fand eine Hörgeräteversorgung beidseits statt. 

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E. Anlässlich der Verlaufsuntersuchung am 2. Januar 2023 am F._____ zeigte 
sich neu eine linksbetont eingeschränkte Feinmotorik mit Extremitätenataxie. 
Zudem wurde von der Oberärztin für Neurologie am F._____, Dr. med. I._____, 
Fachärztin Neurologie, der Verdacht auf eine kognitive Einschränkung geäussert, 
weshalb sie eine neuropsychologische Untersuchung in drei Monaten empfahl. 
Aufgrund der Einschränkungen der Feinmotorik und Koordination sowie der 
kognitiven Einschränkung sah sie eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als 
Zimmermann. 

F. Am 2. März 2023 meldete sich A._____ unter Hinweis auf eine FSME mit 
Folgeschäden, einen fokalen Anfall, Hörsturz, Konzentrations- und 
Koordinationsstörungen, eine langjährige Polytoxikomanie (aktuell 
Antabuseinnahme) sowie ADHS erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an 
(berufliche Integration/Rente). Letztere tätigte erwerbliche und medizinische 
Abklärungen.

G. Anlässlich einer ambulanten Untersuchung am 10. März 2023 am F._____ 
wurde eine Hypästhesie des rechten Beins bei Stand nach durchgemachter FSME 
festgestellt. 

H. Mit Schreiben vom 28. März 2023 anerkannte die Schweizerische 
Unfallversicherungsanstalt (Suva) die Leistungspflicht für den Nichtberufsunfall vom 
28. September 2022.

I. Am 13. April 2023 fand eine neuropsychologische Untersuchung am F._____ 
statt, bei welcher eine mittelschwere neurokognitive Störung bei/nach FSME und 
langjähriger Polytoxikomanie diagnostiziert wurde. Dr. phil. J._____, 
Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, hielt fest, die kognitiven 
Beeinträchtigungen würden A._____ in seiner Arbeitsfähigkeit relevant 
einschränken.

J. Mit Mitteilung vom 20. November 2023 lehnte die IV-Stelle einen Anspruch 
auf berufliche Massnahmen ab, da sich A._____ nicht in der Lage fühle, an 
Eingliederungsmassnahmen mitzuwirken. 

K. In ihrem Bericht vom 21. November 2023 führte die behandelnde 
Psychiaterin Dr. med. D._____ aus, in weiterer Zukunft, nach erfolgter adäquater 
Behandlung und Reha, könnte A._____ als Sozialarbeiter / Peer oder in einem 
anderen angepassten Arbeitsplatz im zweiten Arbeitsmarkt tätig sein. Eine 
100 %ige Arbeitsfähigkeit sei zum jetzigen Zeitpunkt als nicht realistisch 
anzusehen. 

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L. Daraufhin liess die IV-Stelle A._____ bidisziplinär in den Fachrichtungen 
Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie begutachten, wobei der Auftrag 
K._____, St. Gallen, c/o medTandem.ch AG (nachfolgend: medTandem-Gutachten) 
zugeteilt wurde. In der am 13. Juni 2024 erstatteten Expertise wiesen die Gutachter 
als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung 
aus. Sie erachteten A._____ in der angestammten Tätigkeit als Hochbauzeichner 
wie auch als Zimmermann zu 100 % arbeitsunfähig. Demgegenüber gingen sie von 
einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer adaptierten Tätigkeit aus.

M. Nach Einholung der Beurteilung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) 
stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 2. August 2024 die Abweisung des 
Leistungsbegehrens in Aussicht. Zum Abklärungsergebnis hielt sie fest, laut den 
umfangreichen Abklärungen bestehe für eine leidensangepasste Tätigkeit eine 
Arbeitsfähigkeit von 70 %. Ohne gesundheitliche Einschränkung könnte A._____ 
gestützt auf die Tabellenlöhne der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für 
Statistik (LSE) des Jahres 2022 im Kompetenzniveau 1 ab dem 18. August 2023 
CHF 68'168.70 erzielen. Das gestützt auf die LSE des Jahres 2022 im 
Kompetenzniveau 1 ermittelte Invalideneinkommen belaufe sich bei 70 % auf 
CHF 47'718.10 ab dem 18. August 2023 bzw. per 2024 bei einem Abzug von 10 % 
auf CHF 42'946.30. Bei einer Erwerbseinbusse von CHF 20'450.60 bzw. 
CHF 25'222.40 und einem Invaliditätsgrad von 30 % bzw. 37 % sei ein Anspruch 
auf eine Invalidenrente nicht ausgewiesen. Dagegen erhob A._____ zusammen mit 
seiner behandelnden Psychiaterin Dr. med. D._____ Einwand. In der Folge tätigte 
die IV-Stelle weitere Abklärungen und forderte die Gutachter zur Stellungnahme 
zum Einwand sowie zu zusätzlichen Berichten auf. Dazu nahmen die Gutachter am 
5. November 2024 Stellung. Nach erneuter Einholung einer Beurteilung des RAD 
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Januar 2025 in Abweisung des 
Leistungsbegehrens einen Anspruch von A._____ auf eine Invalidenrente.

N. Dagegen liess A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 24. Februar 
2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons Graubünden erheben und in 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragen, ihm sei nach Ablauf der 
Wartefrist eine angemessene Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien ihm 
berufliche Massnahmen zu erbringen. Subeventualiter sei der vorliegende Prozess 
bis zum Abschluss der Unfallstreitigkeit mit der Suva zu sistieren. In prozessualer 
Hinsicht ersuchte er um unentgeltliche Rechtspflege. Zur Begründung führte er im 
Wesentlichen aus, eine im stationären Rahmen in der G._____ noch 
durchzuführende Leistungsabklärung werde zeigen, über welche Leistungsfähigkeit 
er heute noch verfüge. Er sei heute nur noch in der Lage, sich an einem Geländer 

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fortzubewegen, weshalb die Zumutbarkeit eines Arbeitsweges ernsthaft zu 
bezweifeln sei. Zudem hätten die Gutachter die FSME nicht berücksichtigt. Es 
müsse deshalb davon ausgegangen werden, dass der medizinische Sachverhalt 
absolut ungenügend abgeklärt worden sei. 

O. Nachdem der Beschwerdeführer in den Besitz der Suva-Akten gelangt war, 
ergänzte er seine Beschwerde mit Eingabe vom 12. März 2025 und reichte weitere 
ärztliche Berichte ein. Dabei führte er aus, entgegen der Ansicht der IV-Stelle liege 
ein massiver Gehörschaden nachweislich vor. Sodann werde im neu eingereichten 
Bericht der neuropsychologischen Verlaufsuntersuchung vom 19. Oktober 2024 
eine schwere neurokognitive Störung bei Verschlechterung des 
Allgemeinzustandes unklarer Ätiologie seit Frühjahr 2024 bestätigt. Ein 
polydisziplinäres Gerichtsgutachten dränge sich damit auf. 

P. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer 
Vernehmlassung vom 31. März 2025 auf Abweisung der Beschwerde und verwies 
zur Begründung auf die angefochtene Verfügung, an welcher sie vollumfänglich 
festhielt. Ergänzend führte sie an, entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers 
hätten sich die Gutachter mit der FSME-Erkrankung und deren Folgen 
auseinandergesetzt. Sie habe den Sachverhalt gutachterlich eingehend und 
schlüssig abgeklärt, womit sich die angefochtene Verfügung als rechtens erweise. 

Q. Der Beschwerdeführer replizierte am 25. April 2025 bei unveränderten 
Rechtsbegehren, vertiefte seinen bisherigen Standpunkt in Bezug auf die 
vorgetragenen formellen und materiellen Mängel am Gutachten und führte neu aus, 
bei der Bestimmung des Valideneinkommens nach LSE müsse aufgrund seines 
grossen Fachwissens in verschiedenen Spezialgebieten das Kompetenzniveau 3 
berücksichtigt werden, womit das Valideneinkommen für das Jahr 2023 
CHF 96'893.35 betrage. Im Weiteren brachte der Beschwerdeführer vor, er sei 
mittlerweile nicht mehr abstinent. 

R. Die Beschwerdegegnerin duplizierte am 8. Mai 2025 und nahm in 
ablehnender Weise zu den Vorbringen des Beschwerdeführers Stellung. 

Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene Verfügung 
sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden 
Erwägungen eingegangen.

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Erwägungen

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a IVG sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen 
direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfügung 
der Beschwerdegegnerin vom 27. Januar 2025 stellt eine solche anfechtbare 
Verfügung der Invalidenversicherung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt 
für ein Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG (SR 830.1) i.V.m. 
Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat der strittigen Verfügung ist der 
Beschwerdeführer davon berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an 
deren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Die 
Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht (Art. 1 Abs. 1 IVG 
i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 f. sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist 
somit einzutreten.

2.1. Streitgegenstand bildet die Frage des Rentenanspruchs des 
Beschwerdeführers. Ein solcher Anspruch könnte angesichts der Anmeldung vom 
2. März 2023 wegen der seit dem 18. August 2022 bescheinigten 100%igen 
Arbeitsunfähigkeit (vgl. Case Report [IV-act. 127 S. 13]) gestützt auf Art. 29 Abs. 1 
und Abs. 3 IVG frühestens ab dem 1. September 2023 (d.h. sechs Monate nach 
Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entstehen, sofern dannzumal ein 
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % vorgelegen hat (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG). 

Umstritten ist im Allgemeinen, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des 
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente mangels Vorliegen eines 
Invaliditätsgrades von mindestens 40 % zu Recht verneint hat. Zu prüfen ist 
namentlich, ob beim Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 
Arbeitsfähigkeit von 70 % auf dem ersten Arbeitsmarkt besteht. Ferner bestreitet 
der Beschwerdeführer, dass der Invaliditätsgrad korrekt berechnet wurde. 

2.2. Soweit der Beschwerdeführer in seinem Eventualbegehren die Erbringung 
von beruflichen Massnahmen beantragt, ist festzuhalten, dass solche nicht vom 
vorliegenden Streitgegenstand erfasst sind. Der Anspruch auf 
Eingliederungsmassnahmen wurde geprüft. Es fanden diverse Gespräche mit dem 
Beschwerdeführer sowie seiner behandelnden Psychiaterin Dr. med. D._____ 
betreffend vorhandene Stabilität für Integrationsmassnahmen statt. Anlässlich des 
Gesprächs vom 15. November 2023 zwischen Dr. med. D._____ und dem 
Eingliederungsberater wurde ein verschlechterter Zustand des Beschwerdeführers 
dargestellt, worauf die Eingliederungsmassnahmen ohne Massnahmedurchführung 
mit Mitteilung vom 20. November 2023 beendet bzw. abgewiesen wurden, da sich 

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der Beschwerdeführer nicht in der Lage fühlte, an Eingliederungsbemühungen 
mitzuwirken (vgl. Verlaufsprotokoll Eingliederung IM [IV-act. 78]; Mitteilung vom 
20. November 2023 [IV-act. 79]). Da vom anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer 
keine Begründung seines Eventualbegehrens vorliegt und für das streitberufene 
Gericht keine Anhaltspunkte für das Angezeigtsein von beruflichen Massnahmen 
irgendwelcher Art ersichtlich sind, ist auf den entsprechenden Eventualantrag nicht 
einzutreten.

3. In Bezug auf das anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 
2022 die revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der IVV 
(SR 831.201) in Kraft sind (Weiterentwicklung der IV). Weil in zeitlicher Hinsicht – 
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen – grundsätzlich 
diejenigen Rechtssätze massgeblich sind, die bei der Erfüllung des rechtlich zu 
ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (statt 
vieler: BGE 150 V 323 E. 4.1 f., 148 V 174 E. 4.1, 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 210 
E. 4.3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_516/2024 vom 25. Februar 2025 E. 2.1), die 
angefochtene Verfügung nach dem Inkrafttreten der Gesetzesänderungen vom 
19. Juni 2020 datiert und der hier umstrittene Rentenanspruch seine Begründung 
frühestens ab dem 1. September 2023 fände (vgl. Art. 29 Abs. 3 IVG), sind die ab 
dem 1. Januar 2022 geltenden Normen anwendbar (vgl. Übergangsbestimmungen 
des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020 und Übergangsbestimmungen der IVV 
zur Änderung vom 3. November 2021; siehe ferner Rz. 9100 des Kreisschreibens 
des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über Invalidität und Rente in der 
Invalidenversicherung [KSIR], gültig ab 1. Januar 2022 [Stand: 1. Januar 2025; 
<https://sozialversicherungen.admin.ch/de/d/18452>]).

4.1. Der Beschwerdeführer beantragt in seiner Beschwerde subeventualiter, den 
vorliegenden Prozess bis zum Abschluss der Unfallstreitigkeit mit der Suva zu 
sistieren. In diesem Zusammenhang führt er aus, die Suva erbringe gegenwärtig 
die Leistungen nach UVG. Demnächst werde eine Leistungsabklärung im 
stationären Rahmen in der G._____ durchgeführt. Gestützt darauf werde sich 
zeigen, über welche Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführer noch verfüge (vgl. 
act. A.1 S. 2 f.). Die Beschwerdegegnerin äusserte sich nicht zum 
Sistierungsantrag. In der Replik wurde das Thema vom Beschwerdeführer nicht 
nochmals aufgegriffen.

4.2. Dass zwischenzeitlich eine stationäre Leistungsabklärung durchgeführt 
worden wäre, ist nicht ersichtlich. Ein entsprechender Bericht wurde dem Gericht 
zumindest nicht eingereicht. Sodann informierte die Suva mit Schreiben vom 
21. März 2025, dass der medizinische Endzustand erreicht worden sei und deshalb 

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die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 31. März 2025 eingestellt würden 
(act. B.10). Der Entscheid der Suva über eine allfällige Rente des 
Beschwerdeführers nach UVG ist noch ausstehend bzw. liegt nicht bei den Akten. 
Ungeachtet dessen hat der Entscheid der Unfallversicherung über die Höhe des 
Invaliditätsgrads für die Beschwerdegegnerin ohnehin keine Bindungswirkung (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2024 vom 2. Juni 2025 E. 5 m.H. auf BGE 133 
V 549 E. 6). Zudem berücksichtigt die Invaliditätsschätzung der Unfallversicherung 
lediglich die natürlich und adäquat kausalen gesundheitlichen und erwerblichen 
Unfallfolgen. Im Bereich der Invalidenversicherung sind aber nicht lediglich 
unfallbedingte gesundheitliche Beeinträchtigungen relevant. Eine Rolle spielen 
können auch krankhafte Vorzustände oder psychische Fehlentwicklungen, für 
welche der Unfall keine adäquate kausale Ursache darstellt. Abgesehen von der 
fehlenden Bindung an die Höhe des Invaliditätsgrades ist zu beachten, dass 
vorliegend nicht nur Unfallfolgen, konkret die Folgen der FSME, sondern auch 
Krankheitsfolgen, z.B. die Folgen der langjährigen Polytoxikomanie und der ADHS, 
in Frage stehen. Es dürften daher bei der Unfallversicherung und der 
Beschwerdegegnerin unterschiedliche Invaliditätsgrade resultieren. Nach dem 
Ausgeführten ist das Begehren um Verfahrenssistierung abzuweisen.

5.1. Im Allgemeinen setzt der Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung 
unter anderem voraus, dass die versicherte Person invalid oder von Invalidität 
unmittelbar bedroht ist. Invalidität ist gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraussichtlich 
bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (vgl. 
ferner Art. 4 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG).

5.2.1. Die Bemessung des Invaliditätsgrades wird in Art. 28a IVG geregelt. Diese 
richtet sich bei erwerbstätigen Versicherten nach Art. 16 ATSG, wobei der 
Bundesrat die zur Bemessung des Invaliditätsgrads massgebenden 
Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren umschreibt. Mithin 
ist in diesem Fall ein Einkommensvergleich vorzunehmen. Dazu wird das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und 
nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen bzw. Einkommen mit 
Invalidität), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, 
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen bzw. Einkommen 
ohne Invalidität). Gemäss Art. 25 Abs. 2 IVV sind die massgebenden 
Erwerbseinkommen nach Art. 16 ATSG in Bezug auf den gleichen Zeitraum 
festzusetzen und richten sich nach dem Arbeitsmarkt in der Schweiz. Soweit für die 
Bestimmung der massgebenden Erwerbseinkommen statistische Werte 
herangezogen werden, sind die Zentralwerte der Lohnstrukturerhebung (LSE) des 
Bundesamts für Statistik massgebend. Andere statistische Werte können 
beigezogen werden, sofern das Einkommen im Einzelfall nicht in der LSE abgebildet 
ist. Es sind altersunabhängige und geschlechtsspezifische Werte zu verwenden 
(Art. 25 Abs. 3 IVV). Die statistischen Werte sind an die betriebsübliche Arbeitszeit 
nach Wirtschaftsabteilungen und an die Nominallohnentwicklung anzupassen 
(Art. 25 Abs. 4 IVV).

5.2.2. Nach Art. 26 Abs. 1 Satz 1 IVV bestimmt sich das Einkommen ohne 
Invalidität (sog. Valideneinkommen) anhand des zuletzt vor Eintritt der Invalidität 
tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens. Hinsichtlich der Bestimmung des 
Einkommens mit Invalidität (sog. Invalideneinkommen) sieht Art. 26bis Abs. 1 IVV 
was folgt vor: Erzielt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität ein 
Erwerbseinkommen, so wird ihr dieses als Einkommen mit Invalidität (Art. 16 ATSG) 
angerechnet, sofern sie damit ihre verbliebene funktionelle Leistungsfähigkeit in 
Bezug auf eine ihr zumutbare Erwerbstätigkeit bestmöglich verwertet. Liegt kein 
anrechenbares Erwerbseinkommen vor, so wird das Einkommen mit Invalidität nach 
statistischen Werten nach Art. 25 Abs. 3 IVV bestimmt (Art. 26bis Abs. 2 Satz 1 IVV). 
Kann die versicherte Person aufgrund ihrer Invalidität nur noch mit einer 
funktionellen Leistungsfähigkeit von 50 % oder weniger tätig sein, so werden vom 
statistisch bestimmten Wert 10 % für Teilzeitarbeit abgezogen (Art. 26bis Abs. 3 IVV 
mit Verweis auf Art. 49 Abs. 1bis IVV in der bis zum 31. Dezember 2023 gültig 
gewesenen Fassung). Gemäss dem am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen Abs. 3 
von Art. 26bis IVV werden neben dem genannten Abzug für Teilzeitarbeit vom 
statistisch bestimmten Wert pauschal 10 % abgezogen (vgl. Satz 1).

5.3. Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG vor, 
wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 
Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern kann (lit. a), während mindestens eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen ist (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu 

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mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) ist (lit. c). Nach Art. 28b Abs. 1 IVG wird die 
Höhe des Rentenanspruchs in prozentualen Anteilen an einer ganzen Rente 
festgelegt. Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % bis 69 % entspricht der prozentuale 
Anteil dem Invaliditätsgrad (Art. 28b Abs. 2 IVG). Bei einem Invaliditätsgrad ab 70 % 
besteht Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28b Abs. 3 IVG). Bei einem 
Invaliditätsgrad unter 50 % gelten die folgenden prozentualen Anteile (Art. 28b 
Abs. 4 IVG):

Invaliditätsgrad Prozentualer Anteil
49 % 47.5 %
48 % 45 %
47 % 42.5 %
46 % 40 %
45 % 37.5 %
44 % 35 %
43 % 32.5 %
42 % 30 %
41 % 27.5 %
40 % 25 %

6.1. Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 
Verfügung vom 27. Januar 2025 einen Anspruch auf eine Invalidenrente, da dem 
Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit zu 70 % zumutbar sei. Dabei 
stützte sie sich insbesondere auf das bidisziplinäre medTandem-Gutachten vom 
13. Juni 2024 samt ergänzender Stellungnahme vom 5. November 2025 ab (vgl. IV-
act. 96 und 121).

6.2.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und bei der Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die Verwaltung und im Beschwerdefall 
das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch 
andere Fachpersonen zur Verfügung stellen. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist 
es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im 
Laufe der Zeit zu beschreiben. Dies bedeutet in erster Linie, mit den Mitteln 
fachgerechter ärztlicher Untersuchungen unter Berücksichtigung der subjektiven 
Beschwerden die Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. 
Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für 
die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende 
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit 
Stellung, das heisst sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so 
substanziell wie möglich begründet, bzw. sie nimmt dazu Stellung, in welchem 

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Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig 
ist. Insoweit sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die 
Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch 
zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361 E. 3.2.1 f., 140 V 193 E. 3.1 f. und 
132 V 93 E. 4; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_569/2021 vom 2. Februar 2022 
E. 3.2.2, 8C_225/2021 vom 10. Juni 2021 E. 3.2 und 8C_144/2021 vom 27. Mai 
2021 E. 2.4).

6.2.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den 
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. 
Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an 
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig 
davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden 
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.2 und 
125 V 351 E. 3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 
Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten 
begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_380/2021 vom 21. Dezember 2021 E. 3.2, 8C_173/2021 vom 
25. Oktober 2021 E. 4.1, 8C_101/2021 vom 25. Juni 2021 E. 5.1, 8C_225/2021 
vom 10. Juni 2021 E. 3.2 und 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4).

6.2.3. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a und 122 V 157 E. 1c). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens (nach 
Art. 44 ATSG) eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund 
eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten 
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange 
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 

12 / 30

137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4 und 125 V 351 E. 3b/bb; siehe auch Urteile 
des Bundesgerichts 9C_290/2022 vom 11. Januar 2023 E. 3, 8C_166/2022 vom 
13. Oktober 2022 E. 4.1.1, 8C_213/2022 vom 4. August 2022 E. 2.3, 8C_84/2022 
vom 19. Mai 2022 E. 2.2 und 8C_33/2021 vom 31. August 2021 E. 2.2.2). In Bezug 
auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der I._____ auch der 
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick 
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten 
ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 und 125 V 351 E. 3b/cc). 
Insbesondere lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der 
therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und von Begutachtungsauftrag des 
amtlich bestellten fachmedizinischen Experten (vgl. dazu BGE 124 I 170 E. 4) 
andererseits nicht zu, ein Administrativ‑ oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass für weitere Abklärungen zu nehmen, wenn die 
behandelnden Arztpersonen oder Therapiekräfte zu anderslautenden 
Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben immerhin die Fälle, in denen sich 
eine vom (amtlichen) Gutachten abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die 
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte wichtige – nicht rein der subjektiven 
Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5 f.; vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 8C_502/2022 vom 17. April 2023 E. 5.1, 8C_80/2022 
vom 4. Mai 2022 E. 4, 8C_787/2021 vom 23. März 2022 E. 11.2.2, 8C_736/2021 
vom 22. März 2022 E. 5.2 und 8C_764/2021 vom 3. März 2022 E. 4.2).

6.3. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf 
das medTandem-Gutachten vom 13. Juni 2024 samt ergänzender Stellungnahme 
vom 5. November 2024 abgestellt hat oder ob konkrete Indizien gegen deren 
Zuverlässigkeit sprechen bzw. diese von der übrigen medizinischen Aktenlage in 
Zweifel gezogen werden. Während die Beschwerdegegnerin das medTandem-
Gutachten im Ergebnis für schlüssig und nachvollziehbar erachtet (vgl. IV-act. 126 
und act. A.3), ist der Beschwerdeführer der Ansicht, das medTandem-Gutachten 
sei aus formellen und materiellen Gründen nicht verwertbar (vgl. act. A.4 S. 19). 

Bereits an dieser Stelle ist anzumerken, dass sich die behandelnde Psychiaterin Dr. 
med. D._____ offenbar in einem Umfang mit den Interessen ihres Patienten 
identifiziert, welcher über das normale Mass, welches bei einer behandelnden Ärztin 
zu erwarten ist, hinausgeht. Aus ihren Formulierungen "Einwand betreffend dem 
Gutachten von Mai 2024" und "Aufgrund dessen erheben wir hiermit Einwand gegen 
das Gutachten" (vgl. Einwandschreiben vom 27. August 2024 [IV-act. 110]) ist 
abzuleiten, dass ein eigentlicher Rollenwechsel von der behandelnden Ärztin zur 

13 / 30

Parteivertreterin stattgefunden hat. Den Ausführungen von Dr. med. D._____ kann 
deshalb im Vornherein nur sehr begrenzter Beweiswert zukommen (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_532/2024 vom 26. Juni 2025 E. 4.2 und 8C_79/2018 vom 
6. Juni 2018 E. 4.2). 

7. Im Sozialversicherungsrecht gilt grundsätzlich der Untersuchungsgrundsatz, 
wobei die Auskunfts‑ und Mitwirkungspflicht der Leistungen beanspruchenden 
Person zu berücksichtigen ist. Die Behörde hat, wo notwendig, den 
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen abzuklären, ohne dabei an die 
Anträge der Parteien gebunden zu sein (vgl. Art. 43 Abs. 1 und 3 ATSG; KIESER, 
Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts ATSG, 5. Aufl. 2024, Art. 43 N. 14 ff. und N. 96 ff.). Die 
Untersuchungspflicht gilt sowohl im Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich 
im kantonalen Gerichtsverfahren (vgl. Art. 61 lit. c ATSG). Die Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs 
erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Wenn der 
Versicherungsträger oder das kantonale Sozialversicherungsgericht im Rahmen 
einer umfassenden, sorgfältigen, objektiven und inhaltsbezogenen 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt, dass ein bestimmter Sachverhalt 
überwiegend wahrscheinlich sei, steht dies einer antizipierten Beweiswürdigung 
nicht entgegen. Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an der Vollständigkeit und/oder 
Richtigkeit der getroffenen Tatsachenfeststellungen bestehen, ist weiter zu 
ermitteln, soweit von zusätzlichen Abklärungsmassnahmen noch neue wesentliche 
Erkenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 146 V 240 E. 8.1 f.; vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_138/2024 vom 3. Juli 2024 E. 4.4, 9C_484/2022 vom 
11. Januar 2023 E. 4.2, 8C_288/2021 vom 26. Oktober 2021 E. 3.2.1 und 
8C_398/2018 vom 5. Dezember 2018 E. 3.1). Kommt die Verwaltung ihrer 
Abklärungspflicht nicht oder nicht genügend nach, kann die Sache aus diesem 
Grund an sie zurückgewiesen werden (vgl. BGE 132 V 368 E. 5).

8. Die Feststellung einer invalidisierenden Gesundheitsbeeinträchtigung erfolgt 
bei somatoformen Schmerzstörungen (BGE 141 V 281) wie auch bei sämtlichen 
psychischen Störungen (BGE 143 V 409 und 418) nach Vorliegen einer ärztlichen 
Diagnosestellung anhand eines strukturierten Beweisverfahrens anhand der 
sogenannten Standardindikatoren. Mit BGE 145 V 215 hat das Bundesgericht diese 
Rechtsprechung auf fachärztlich diagnostizierte primäre Abhängigkeitssyndrome 
ausgedehnt. Im strukturierten Beweisverfahren ist der Nachweis des funktionellen 
Schweregrades und der Konsistenz der Gesundheitsschädigung unter Verwendung 
sogenannter Indikatoren zu erbringen (vgl. KSIR, Stand 1. Januar 2025, Rz. 1105). 

14 / 30

Die Kategorie "funktioneller Schweregrad" umfasst den Komplex 
"Gesundheitsschädigung" (mit den Indikatoren "Ausprägung der 
diagnoserelevanten Befunde", "Behandlungserfolg oder -resistenz", 
"Eingliederungserfolg oder -resistenz" und "Komorbiditäten"), den Komplex 
"Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen) und den 
Komplex "Sozialer Kontext". Die Kategorie "Konsistenz" (Gesichtspunkte des 
Verhaltens) umfasst die Komplexe "Gleichmässige Einschränkung des 
Aktivitätenniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen" und "Behandlungs- 
und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck" (vgl. BGE 141 V 
281 E. 4.1.3; KSIR, Rz. 1105 bzw. Anhang I [des KSIR]).

9.1. Mit Blick auf die allgemeinen Beweisanforderungen (vgl. Erwägungen 6.2.2 
f. hiervor) ist festzustellen, dass das medTandem-Gutachten vom 13. Juni 2024 
samt Stellungnahme vom 5. November 2024 in Kenntnis der Vorakten, 
einschliesslich der Beurteilungen der behandelnden Ärzte (vgl. IV-act. 96 S. 5, S. 13 
ff., S. 26, S. 35, S. 44 und S. 51), sowie der vom Beschwerdeführer früher und zum 
Zeitpunkt der Begutachtung geklagten sowie der aktenkundigen Beschwerden und 
dem Krankheitsverlauf (vgl. IV-act. 96 S. 5, S. 26 f. und S. 45) ergangen ist. Es 
basiert sodann auf eigenen klinischen, testologischen und laborchemischen 
Untersuchungen (vgl. IV-act. 96 S. 31 ff. und S. 48 f.) und setzt sich mit 
vorbefundlichen Diagnosen auseinander (vgl. IV-act. 96 S. 25 ff., S. 35 f., S. 43 und 
S. 51 ff.). Auch nahmen die Gutachter zu den streitigen Belangen Stellung (vgl. IV-
act. 96 S. 8 ff., S. 39 f. und S. 58 f.). Dabei wiesen sie in der Konsensbeurteilung 
als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung 
(ICD-10: F43.2) aus (vgl. IV-act. 96 S. 6). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit stellten die Gutachter die Folgenden (vgl. IV-act. 96 S. 6):

 Abhängigkeitssyndrom von Alkohol, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F10.20)

 Status nach schädlichem Gebrauch von Kokain (ICD-14.9)

 Status nach schädlichem Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-13.9)

 Status nach schädlichem Gebrauch von Stimulanzien (ICD-15.9)

 Status nach schädlichem Gebrauch von Cannabinoiden (ICD-12.9)

 Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10: F90.0)

 Vorwiegend Zwangshandlungen (ICD-10: F42.1)

 Diskrete Fazialisparese mit Mundastschwäche, bei Status nach FSME mit Befall mehrerer 
Hirnnerven (ICD-10: G51.8)

15 / 30

 Hochgradiger Hörverlust bei Status nach Meningokranioradikulitis mit multiplem 
Hirnnervenbefall, starker Tinnitus (ICD-10: H93.3)

 Rezidivierende Lumbalgien (ICD-10: M54.96): Aktuell ohne Hinweise auf radikuläres Reiz- 
oder sensomotorisches Ausfallsyndrom einer lumbalen Wurzel

 Rechts betonte myokloniforme Willkürbewegungen, vorwiegend der Beine, rechts betont, 
nicht organischer Natur (ICD-10: G25.9)

 Extremitätenungeschicklichkeit, nichtorganischer Natur (ICD-10; R27.0)

 Verdacht auf mnestische Defizite ohne objektivierbare Befunde, ohne objektivierbare 
Graduierung (ICD-10: U51.0)

Dazu führten die Gutachter in der Gesamtbeurteilung aus, sowohl neurologisch wie 
psychiatrisch seien eine Vielzahl an Diagnosen gestellt worden, aber nur 
psychiatrisch bestehe aufgrund einer Anpassungsstörung eine Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 96 S. 7). Die explizit im Auftrag angeführten Angaben 
eines verschlechterten Gesundheitszustandes mit Panikattacken und 
Angstzuständen hätten in der psychiatrischen Untersuchung nicht verifiziert werden 
können, da der Beschwerdeführer keinerlei Panikattacken und Angstzustände 
angegeben habe (vgl. IV-act. 96 S. 11). Sodann habe dieser zwar eindrücklich die 
Einschränkungen durch seinen Tinnitus und seine Konzentrationsprobleme 
geschildert, ein Leidensdruck diesbezüglich sei aber mindestens während der 
neurologischen Untersuchungsphase nicht spürbar gewesen. Auch der Verlauf der 
FSME-Infektion sei divergent zu den Akten deutlich dramatischer (fünf Tage Koma) 
geschildert worden, als dieser sich zugetragen habe. Bei dem vom 
Beschwerdeführer geschilderten mannigfaltigen Tagesablauf sei eine 
Arbeitsunfähigkeit, wie sie Letzterer für sich annehme, weder neurologisch noch 
psychiatrisch nachvollziehbar. Rein neurologisch seien die Funktionseinbussen 
insgesamt gering. Am deutlichsten schlage die Hörstörung links zu Buche. Im 
Übrigen fänden sich aber keine relevanten, eine Arbeitstätigkeit einschränkenden 
Befunde. Die Befunde bei der Untersuchung seien, abgesehen von der 
Facialisparese und der Hörminderung, allesamt als funktionell zu bewerten. 
Bezüglich Sensibilität hätten inkonsistente Angaben bestanden und bezüglich 
Kraftprüfung des rechten Beines eine verminderte Willensanstrengung. Bei 
symmetrischen Reflexen, symmetrischem Muskeltonus und symmetrischer 
muskulärer Trophik habe sich die vom Beschwerdeführer suggerierte Schwäche 
nicht nachvollziehen lassen. Die beim Finger-Nase-Versuch gezeigte Ataxie 
entspreche auch nicht einem organischen Muster. Dies gelte auch für den Finger-
Finger-Versuch und für die nicht einordbare Gangunsicherheit. Das in der 
psychiatrischen Untersuchung durchgeführte Beschwerdevalidierungsverfahren 

16 / 30

stelle praktisch einen sicheren Nachweis einer ungültigen Beschwerdeangabe dar. 
Daher könne nicht sicher von einer authentischen Beschwerdenschilderung 
ausgegangen werden (vgl. IV-act. 96 S. 5). Dass der Beschwerdeführer bislang 
keine angebotenen Eingliederungsmassnahmen auf dem ersten Arbeitsmarkt 
angenommen habe, sei rein medizinisch nicht zu erklären. Möglich wäre im Hinblick 
auf die unauthentische Beschwerdenschilderung und die Inkonsistenzen in der 
neurologischen Untersuchung auch eine unzureichende Motivation (vgl. IV-act. 96 
S. 7).

Die Gutachter erachteten die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als 
Zimmermann aus psychiatrischer Sicht aufgrund der reduzierten psychischen 
Resilienz und einer möglichen Psychogenese des Tinnitus in Folge der in diesem 
Beruf vorhandenen Lärmbelastung als aufgehoben. In einer angepassten Tätigkeit 
schätzten die Gutachter die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers demgegenüber 
auf 70 % und die Arbeitsunfähigkeit demnach auf 30 % (vgl. IV-act. 96 S. 9). Als 
angepasste Tätigkeit wurden von den Gutachtern einfache Tätigkeiten mit wenig 
Anforderungen an Multitasking und Ergebnisqualität in eher kleineren Arbeitsteams 
in ruhigerer Umgebung und flexiblen Arbeitszeiten definiert. Entsprechend der 
Anamnese mit rezidivierenden Lumbalgien sollte das häufige Tragen von schweren 
Gegenständen vermieden werden. Gegenstände bis 10 kg könnten jedoch gehoben 
werden. Das Bedienen von Maschinen bei einer möglichen Selbst- oder 
Fremdgefährdung sowie das Besteigen von Gerüsten oder Leitern sei, solange 
subjektiv eine grosse Gangunsicherheit bestehe, nicht gestattet. Die Gutachter 
erachteten in einer angepassten Tätigkeit eine maximale Präsenz von sieben 
Stunden pro Tag als möglich, wobei während dieser Abwesenheit eine 
Einschränkung der Leistung von 15 % wegen der Notwendigkeit von flexiblen 
Pausen bei rascherer Erschöpfung bestehe. Betreffend den zeitlichen Verlauf der 
Entwicklung der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, mangels Vorliegens 
fachpsychiatrischer Berichte vor August 2022 könnten keine validen Aussagen 
getätigt werden. Von August 2022 bis September 2022 sei im Rahmen der 
Hospitalisation von einer Arbeitsfähigkeit von 0 % auszugehen. Auch im Hinblick 
auf die FSME im September 2022 sei von einer psychischen Dekompensation und 
daher gemäss Einschätzung der L._____ von einer Arbeitsfähigkeit von 0 % vom 
18. August 2022 bis 31. März 2023 auszugehen. Seitdem scheine sich die 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auf heute 70 % gesteigert zu haben. 
Eine genauere Einschätzung auch des Verlaufs der Steigerung sei anhand der 
vorliegenden Akten nicht möglich (vgl. IV-act. 96 S. 7 und 9). 

17 / 30

Nach Einschätzung der Gutachter könne die bewertete Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit durch Fortsetzung der aktuellen ambulanten Psychotherapie 
gesteigert werden. Da sich die Störung psychoreaktiv auf den beklagten Tinnitus 
auswirke und dieser in der aktuellen Untersuchung nicht habe plausibilisiert werden 
können und zudem ein Cochlea-Implantat anstehe, könne eine potentielle 
Psychogenese bzw. ein psychischer Anteil daran nicht sicher beurteilt werden. Nach 
HNO-ärztlicher Versorgung mit einem Cochlea-Implantat sei daher eine Re-
Begutachtung unter Hinzuziehung der Fachrichtung HNO zu empfehlen (vgl. IV-
act. 96 S. 7). 

9.2. In ihrer Stellungnahme vom 5. November 2024 zum vom Beschwerdeführer 
erhobenen Einwand und den zusätzlichen Berichten führten die Gutachter 
namentlich aus, aus neurologischer Sicht würden die zusätzlichen Berichte im 
Zusammenhang mit dem eingegangenen Einwand an der neurologischen 
gutachterlichen Würdigung nichts ändern. Durch den Bericht der neurologischen 
Klinik des M._____ (M._____) vom 21. August 2024 werde bestätigt, dass die 
Bewegungsstörungen nicht organischer, sondern funktioneller Natur seien. Für 
«eine weitere somatische Verschlechterung der körperlichen Funktionen» fänden 
sich in den Akten keine Hinweise. Es fände sich auch keine erhebliche Divergenz 
der Befunde der eigenen Untersuchung im Vergleich mit früheren Untersuchungen. 
Welche körperlichen Funktionen sich verschlechtert haben sollen, werde hier nicht 
genannt. Zu einer Visusverschlechterung komme es mit zunehmendem Alter in den 
meisten Fällen. Diese könne mit einer Brille korrigiert werden. Eine 
Verschlechterung des Tinnitus sei eine subjektive Aussage des Beschwerdeführers, 
welche nach den im Gutachten beschriebenen Inkonsistenzen nicht 1:1 
übernommen werden könne (vgl. IV-act. 121 S. 1).

Aus psychiatrischer Sicht sei es dem Beschwerdeführer gemäss anamnestischer 
Angaben im eingegangenen Bericht des M._____ psychisch prinzipiell zuletzt recht 
stabil gegangen. Durch die zunehmenden körperlichen Beschwerden seit der 
Episode im März sei er jedoch belastet, was grundsätzlich die Aussagen bezüglich 
negativer Verläufe und mehrerer Symptome von Dr. med. D._____ relativiere. In 
der gutachterlichen Untersuchung seien vom Beschwerdeführer zudem 
vordergründig somatische Beschwerden beklagt worden, was sich auch mit der 
Beschwerdeschilderung im eingegangenen Bericht decke. Nicht übersehen werden 
dürfe auch, dass das durchgeführte Beschwerdevalidierungsverfahren praktisch 
einen sicheren Nachweis einer ungültigen Beschwerdeangabe offenbare. Da somit 
nicht von einer authentischen Beschwerdeschilderung in der psychiatrisch-
gutachterlichen Untersuchung habe ausgegangen werden können, könne auch 

18 / 30

nicht sicher ausgeschlossen werden, dass auch eine negative Antwortverzerrung in 
der neurologisch-gutachterlichen Untersuchung und auch in den Sitzungen mit Dr. 
med. D._____ vorgelegen habe. Die empirische Lage zeige nämlich, dass auch 
Experten sehr schlecht darin seien, Täuschungsversuche aufgrund des klinischen 
Eindrucks zu entdecken. Somit ergäben sich weder aus neurologischer noch aus 
psychiatrischer Sicht neue valide Anhaltspunkte, welche zu einer Änderung der 
gutachterlichen Bewertung führen würden (vgl. IV-act. 121 S. 2).

9.3. Soweit der Beschwerdeführer zunächst vorbringt, eine Gutachterstelle 
"K._____ St. Gallen" sowie die c/o erwähnte Firma medTandem.ch AG gebe es 
nicht, ist dem zu entgegnen, dass Gutachter Dr. med. K._____, Facharzt für 
Neurologie, und Gutachter N._____, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 
auf der Liste der Sachverständigen-Zweierteams, welche eine Vereinbarung mit 
dem BSV abgeschlossen haben, aufgeführt sind, wobei als Korrespondenzadresse 
"Dr. med. K._____, c/o medTandem.ch AG, ______", angegeben ist. Bidisziplinäre 
Gutachten können bei einer Gutachterstelle oder bei einem Sachverständigen-
Zweierteam in Auftrag gegeben werden, welche mit der Beschwerdegegnerin 
(vertreten durch das BSV) eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen 
haben, was vorliegend der Fall ist (vgl. 
<https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/iv/grundlagen-
gesetze/gutachten-iv/medizinische-abklaerungsstellen.html>). Das diesbezügliche 
Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist damit nicht zu beanstanden. 
Gleichermassen zielt der Einwand des Beschwerdeführers ins Leere, wonach der 
Gutachter Dr. med. K._____ anlässlich der Begutachtung vom 21. Mai 2024 bereits 
74 oder 75 Jahre gewesen sein soll, handelt es sich bei diesem nach dem 
vorstehend Ausgeführten doch um einen aktuell zugelassenen Sachverständigen. 
Zutreffend ist, dass Gutachter N._____ entgegen der Mitteilung der 
Beschwerdegegnerin vom 21. März 2024 (vgl. IV-act. 91) über keinen Doktortitel 
verfügt. Dies wurde seitens der Beschwerdegegnerin allerdings im Schreiben 
betreffend Aufgebot zur medizinischen Abklärung vom 15. April 2024 korrigiert (vgl. 
IV-act. 93). Im Übrigen ist der Doktortitel auch nicht relevant, sondern ist für die 
Zulassung als medizinischer Sachverständiger, welcher im Auftrag der 
Beschwerdegegnerin Gutachten erstellt, Voraussetzung, dass die Person über die 
entsprechende fachärztliche Ausbildung verfügt, im Medizinalberuferegister 
eingetragen ist, über eine Berufsausübungsbewilligung des zuständigen Kantons 
und über mindestens fünf Jahre klinische Erfahrung verfügt (vgl. Art. 7m ATSV [SR 
830.11]; 
<https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/iv/grundlagen-
gesetze/gutachten-iv/medizinische-abklaerungsstellen.html>). Diese 

19 / 30

Voraussetzungen erfüllt Gutachter N._____ offensichtlich, da er auf der Liste 
aufgeführt ist. Ferner kann entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers auch 
keine Rede davon sein, dass die Beschwerdegegnerin in unzulässigerweise auf die 
Gutachter Einfluss genommen haben soll. So sind für einen Rentenanspruch die 
vorhandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen sowie deren Auswirkungen auf 
die Arbeitsfähigkeit massgebend. Ob zwischen den neuropsychologischen 
Einschränkungen und der FSME ein Kausalzusammenhang besteht, ist für die 
Beurteilung eines Rentenanspruchs nach IVG – im Gegensatz zu einem 
Rentenanspruch nach UVG – demgegenüber nicht relevant. Soweit der 
Beschwerdeführer alsdann implizit die Begutachtungsdauer rügt, ist dem 
entgegenzuhalten, dass aus einer verhältnismässig kurzen Dauer der Exploration 
nicht von vornherein auf mangelnde Sorgfalt geschlossen werden kann. 
Massgebend ist in erster Linie, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im 
Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_738/2024 vom 2. Juni 
2025 E. 6, 9C_16/2025 vom 24. April 2025 E. 4.7.3 und 9C_234/2023 vom 
4. September 2023 E. 3.2.3). Besondere Problemstellungen, die eine 
Explorationsdauer von 70 Minuten (psychiatrische Begutachtung) bzw. von 105 
Minuten (neurologische Begutachtung) als unangemessen kurz erscheinen lassen 
könnten, sind vorliegend nicht ersichtlich (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
9C_234/2023 vom 4. September 2023 E. 3.2.3).

9.4. Der Beschwerdeführer bemängelt, dass der neurologische Gutachter Dr. 
med. K._____ das seit dem 7. März 2024 bzw. seit dem damaligen epileptischen 
Anfall deutlich schlechtere Gangbild nicht berücksichtigt habe. Dem ist 
beizupflichten, denn soweit die Gutachter die nicht einordbare Gangunsicherheit in 
ihrer Konsensbeurteilung damit abtun, dass diese keinem organischem Muster 
entspreche (vgl. IV-act. 96 S. 5), greift dies zu kurz. Aus den Akten geht hervor, 
dass der Beschwerdeführer infolge einer FSME vom 28. September 2022 bis 
12. Oktober 2022 im F._____ hospitalisiert war. Bei Austritt aus dem F._____ 
zeigten sich infolge der FSME nur leichte Residuen mit Dysarthrie und eine 
Gangunsicherheit (vgl. IV-act. 69 S. 6 und 8). Nach dem stationären Aufenthalt in 
der G._____ zur neurologischen Rehabilitation war der Beschwerdeführer bei 
Austritt am 1. November 2022 sicher und selbständig im und ausser Haus gehfähig 
(vgl. IV-act. 60 S. 2 = 69 S. 13). In der Folge berichtete auch die behandelnde 
Psychiaterin Dr. med. D._____ am 3. März 2023 davon, dass das Gangbild 
verbessert werden konnte (vgl. IV-act. 38 S. 2). Aufgrund eines Vorfalls am 7. März 
2024 verschlechterte sich das Gangbild wieder. So führte die Physiotherapeutin 
O._____ in ihrem Bericht vom 27. März 2024 aus, seit dem Epilepsieanfall am 
7. März laufe der Beschwerdeführer nun objektiv deutlich unsicherer, breitbasiger 

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und "federnd" aus der Wade rechts. An den Kraftgeräten könne er seither weniger 
Gewichte bewältigen. Vor diesem Ereignis berichtete sie im Einklang mit den Ärzten 
davon, dass der Beschwerdeführer sich deutlich verbessern konnte und er sich wohl 
fühle (vgl. Bericht des Physiozentrums Ambulante P._____ vom 27. März 2024 [IV-
act. 96 S. 64]). In der Folge diagnostizierte Dr. med. Q._____, Facharzt für 
Neurochirurgie und leitender Arzt am F._____, am 7. Mai 2024 eine Gangstörung 
unklarer Ätiologie bei vorbestehender Gangstörung (bei) anamnestisch nach Status 
nach FSME sowie unklarem Bewusstseinsverlust im März 2024. Dr. med. Q._____ 
konnte zwar im Vergleich zur Voruntersuchung im März 2023 keine signifikante 
Befundänderung feststellen, allerdings zeigte sich bei der klinischen Untersuchung 
ein deutlich alteriertes Gangbild mit Minderbelastung des rechten Beines (vgl. 
Bericht des F._____ vom 22. Mai 2024 [IV-act. 96 S. 78]). Im Einklang mit der 
gestellten Diagnose ist alsdann dem Physiotherapiebericht vom 15. Mai 2024 zu 
entnehmen, dass der Beschwerdeführer aktuell ein deutlich schlechteres Gangbild 
im Vergleich zu Anfang des Jahres 2024 zeige. Er knicke häufig ein und zeige 
verminderte Kraftwerte in den Beinen. Beim zwei Minuten-Gehtest gehe er aktuell 
100 Meter, was deutlich unter dem alters- und geschlechtsspezifischen Normwert 
liege. Ebenso sei die Oberflächensensibilität im Vergleich zu Anfang des Jahres 
2024 deutlich reduziert (vgl. IV-act. 96 S. 75). Vor diesem Hintergrund überzeugt 
die Schlussfolgerung der Gutachter, wonach bezüglich Kraftprüfung des rechten 
Beines eine verminderte Willensanstrengung vorliege und die diesbezügliche 
Schwäche deshalb nicht nachvollzogen werden könne (vgl. IV-act. 96 S. 5), nicht, 
zumal der Beschwerdeführer sowohl von den beiden Gutachtern (vgl. IV-act. 96 
S. 29 und 48) als auch in diversen Berichten als kooperativ, motiviert und engagiert 
beschrieben wird (vgl. Austrittsbericht der C._____ vom 17. November 2022 [IV-
act. 40 S. 16]; Austrittsbericht der G._____ vom 1. November 2022 [IV-act. 40 S. 21 
= 69 S. 13]; Berichte Dr. med. D._____ vom 3. März 2023 und 4. September 2023 
[IV-act. 38 S. 2 und 69 S. 57]; Berichte neuropsychologische Untersuchungen vom 
18. April 2023 und 19. Oktober 2024 [IV-act. 62 S. 3 und 119 S. 5 = act. B.6 S. 5]). 
Dr. med. R._____, Facharzt Neurologie und leitender Arzt Neurologie am M._____, 
und Dr. med. univ. S._____ stellten in ihrem Bericht vom 21. August 2024 eine 
sensomotorische Hemisymptomatik rechts sowie eine Gangstörung fest und wiesen 
diesbezüglich eine funktionelle neurologische Störung mit Symptombeginn nach der 
Synkope am 7. März 2024 aus (vgl. IV-act. 114 S. 1). Zusammenfassend führten 
sie aus, bei einer funktionellen neurologischen Störung handle es sich um eine 
Funktionsstörung ohne strukturelles Korrelat. Es sei davon auszugehen, dass sich 
die funktionelle Störung auf dem Boden diskreter Residuen nach der FSME-
Infektion entwickelt habe. Die Synkope am 7. März 2024 habe möglicherweise als 
Trigger gedient, ohne dass hierbei ein eigentlicher kausaler Zusammenhang 

21 / 30

angenommen werden dürfe. Bezüglich der Arbeitsfähigkeit konnten die Ärzte keine 
quantitative Aussage tätigen, hielten jedoch fest, dass in der aktuellen Situation mit 
derzeit instabilem Krankheitsverlauf von einer relevanten Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit auszugehen sei (vgl. IV-act. 114 S. 4). Damit wurde durch 
verschiedene Ärzte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des 
Beschwerdeführers seit dem Vorfall am 7. März 2024 festgestellt (vgl. ferner auch 
Einwand von Dr. med. D._____ vom 20. August 2024 [IV-act. 103]). Wie der 
Beschwerdeführer zu Recht rügt, haben sich die Gutachter mit diesen 
divergierenden Berichten im ursprünglichen medTandem-Gutachten vom 13. Juni 
2024 nicht auseinandergesetzt, obwohl die entsprechenden Berichte dem 
medTandem-Gutachten angefügt wurden (vgl. IV-act. 69 S. 64, 75 und 78). Soweit 
der neurologische Gutachter Dr. med. K._____ in Bezug auf den nachgereichten 
Bericht des M._____ vom 21. August 2024 in der ergänzenden Stellungnahme vom 
5. November 2024 lediglich festhielt, darin werde bestätigt, dass die 
Bewegungsstörungen nicht organischer Natur, sondern funktioneller Art seien (vgl. 
IV-act. 121 S. 1), und daraus offenbar folgert, dass diese deshalb keine 
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hätten, überzeugt dies nicht. Denn damit 
setzte er sich – ohne eingehende Begründung – in Widerspruch zur Beurteilung von 
Dr. med. R._____ und Dr. med. S._____, welche diesbezüglich von relevanten 
Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ausgingen. 

9.5. Ebenso berichtete der Beschwerdeführer gegenüber den Ärzten von einem 
deutlich verstärkten Tinnitus seit dem Vorfall vom 7. März 2024. So sei er seit dem 
besagten Ereignis lärmempfindlicher und der Tinnitus sei lauter und greller 
geworden (vgl. Verlaufsbericht ORL vom 29. April 2024 [IV-act. 96 S. 67]; Bericht 
Dres. med. R._____ und S._____ vom 21. August 2024 [IV-act. 114 S. 2]). Von 
einer diesbezüglichen Verschlechterung spricht auch die Ergotherapeutin T._____ 
in ihrem Bericht vom 28. März 2024. So führte sie namentlich aus, seit Mai 2023 
habe der Beschwerdeführer gute Fortschritte gemacht. Die 
Aufmerksamkeitsspanne habe sich von 20 Minuten auf 45 Minuten gesteigert. 
Danach träten Ermüdungserscheinungen auf. Zudem habe sich der 
Beschwerdeführer im Verlauf deutlich besser auf Aufgaben fokussieren können und 
sei immer weniger durch äussere Faktoren, Gedanken oder Tinnitus abgelenkt 
gewesen. Seit dem epileptischen Ereignis am 7. März zeige sich der 
Beschwerdeführer wieder deutlich weniger fokussiert, müsse Pausen während den 
Aufgaben machen, da ihn der verstärkte Tinnitus sehr störe. Die 
Aufmerksamkeitsspanne liege nach wie vor bei 45 Minuten, wobei aber wie bereits 
genannt im Vergleich zu vorher Pausen eingelegt werden müssten. Zudem müsse 
er aufgrund der wieder reduzierten Fokussierung öfters zurück zur Aufgabe geholt 

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werden. Zusätzlich sei der Beschwerdeführer nach der Therapie sichtbar stärker 
ermüdet als zuvor (vgl. IV-act. 96 S. 63). Auch mit diesen Berichten setzten sich die 
Gutachter nicht eingehend auseinander, sondern führten im Wesentlichen aus, der 
Beschwerdeführer habe zwar eindrücklich die Einschränkungen durch seinen 
Tinnitus und seine Konzentrationsprobleme geschildert, jedoch sei ein 
diesbezüglicher Leidensdruck während der Untersuchungsphase nicht spürbar 
gewesen und könne der Tinnitus nicht vollständig plausibilisiert werden. Aufgrund 
in der psychiatrischen Untersuchung durchgeführter 
Beschwerdevalidierungsverfahren gingen die Gutachter von ungültigen 
Beschwerdeangaben und einer nicht authentischen Beschwerdenschilderung aus 
(vgl. IV-act. 69 S. 5 und 36), wobei die Gutachter in ihrer Stellungnahme vom 
5. November 2024 betreffend den Einwand von Dr. med. D._____ und den Bericht 
des M._____ vom 21. August 2024 auch eine negative Antwortverzerrung in den 
Sitzungen von Dr. med. D._____ vermuteten (vgl. IV-act. 121 S. 2). Soweit die 
Gutachter dem Beschwerdeführer somit eine bewusstseinsnahe Aggravation 
unterstellten, ist festzuhalten, dass die Frage, ob ein Verhalten (nur) verdeutlichend 
ist oder die Grenze zur Aggravation und vergleichbaren leistungshindernden 
Konstellationen überschreitet, rechtsprechungsgemäss einer einzelfallbezogenen, 
sorgfältigen Prüfung auf möglichst breiter Beobachtungsbasis auch in zeitlicher 
Hinsicht bedarf (Urteile des Bundesgerichts 8C_48/2024 vom 17. September 2024 
E. 7.1, 8C_165/2021 vom 2. Juli 2021 E. 4.2.1, 9C_524/2020 vom 23. November 
2020 E. 4.2, 9C_520/2019 vom 22. Oktober 2019 E. 6.1, 9C_658/2018 vom 
11. Januar 2019 E. 4.1 und 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.2.2, in: SVR 2015 
IV Nr. 38 S. 121). Mithin geht es nicht an, neben den anlässlich der Begutachtung 
erhobenen klinischen Befunden lediglich auf die Ergebnisse des durchgeführten 
Zusatzbefundes des Gesundheitsfragebogens für Patienten (PHQ), der beim 
Beschwerdeführer auffallend hohe Scores für ein somatoformes Syndrom, für ein 
Major Depressives Syndrom, für ein Paniksyndrom und für andere Angstsyndrome 
ergab, abzustellen (vgl. IV-act. 96 S. 32 und 35), um auf einen eine versicherte 
Gesundheitsschädigung ausschliessenden Grund zu schliessen. Vorliegend bedarf 
es vielmehr einer sorgfältigen Prüfung des Krankheitsverlaufs des 
Beschwerdeführers anhand der echtzeitlichen Berichte. Daran ändert auch der von 
den Gutachtern festgestellte mannigfaltige Tagesablauf nichts (vgl. IV-act. 96 S. 5), 
ist diese Feststellung doch dahingehend zu relativieren, als der Beschwerdeführer 
anamnestisch lediglich Kontakt zu seinen drei Schwestern pflege, die Wohnung im 
Wesentlichen nur für gesundheitliche Termine wie Therapiebesuche sowie den 
Gang zur Apotheke und zum Sozialamt verlasse und ansonsten nicht in die Stadt 
gehe, da es ihm draussen zu laut sei (vgl. IV-act. 96 S. 27 und 46 f.). Zudem sei er 
mittags bereits müde und müsse dann schlafen (vgl. IV-act. 96 S. 27). Hinzu kommt, 

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dass die Schwester des Beschwerdeführers eine Verschlechterung des 
Allgemeinzustandes des Beschwerdeführers gegenüber der Neuropsychologin Dr. 
phil. J._____ am 25. September 2024 bestätigte und ausführte, vor allem psychisch 
gehe es dem Beschwerdeführer schlechter. Er habe zwar einen grossen Willen, 
doch seien die fehlenden Erfolge/fehlende positive Entwicklung frustrierend. Die 
sozialen Kontakte würden weniger werden. Er gehe mittags zu den Eltern oder für 
den Kaffee zur Schwester, ertrage aber das Draussensein mit Freunden kaum. 
Auch bei Familienfesten brauche er aufgrund des Lärms nach kurzer Zeit Ruhe und 
ziehe sich zurück (vgl. IV-act. 119 S. 2 f. = act. B.6 S. 2 f.). Im Übrigen hielten auch 
beide Gutachter in ihren Verhaltensbeobachtungen fest, der Beschwerdeführer 
habe kooperativ gewirkt und motiviert an der Untersuchung mitgewirkt (vgl. IV-
act. 96 S. 29 und 48), und ein solch entsprechendes positives Verhalten geht auch 
aus zahlreichen weiteren Berichten hervor (vgl. Austrittsbericht der C._____ vom 
17. November 2022 [IV-act. 40 S. 16]; Austrittsbericht der G._____ vom 
1. November 2022 [IV-act. 40 S. 21 = 69 S. 13]; Berichte Dr. med. D._____ vom 
3. März 2023 und 4. September 2023 [IV-act. 38 S. 2 und 69 S. 57]; Berichte 
neuropsychologische Untersuchungen vom 18. April 2023 und 19. Oktober 2024 
[IV-act. 62 S. 3 und 119 S. 5 = act. B.6 S. 5]). Diese Anzeichen sprechen gegen das 
Vorliegen einer bewusstseinsnahen Aggravation. 

9.6. Wie der Beschwerdeführer alsdann zutreffend festhält, wurde von der 
Beschwerdegegnerin keine neuropsychologische Begutachtung in Auftrag 
gegeben. Gutachter Dr. med. K._____ würdigte in seinem neurologischen 
Teilgutachten jedoch den Bericht von Dr. phil. J._____ vom 18. April 2023 
betreffend die am 13. April 2023 bereits stattgefundene neuropsychologische 
Untersuchung, anlässlich welcher Letztere eine mittelschwere neurokognitive 
Störung bei FSME und langjähriger Polytoxikomanie sowie eine ADHS 
diagnostizierte und eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellte 
(vgl. IV-act. 62 S. 1). In ihrer Beurteilung führte Dr. phil. J._____ namentlich aus, im 
Vordergrund der neuropsychologischen Untersuchung stünden mittelschwere bis 
schwere Beeinträchtigungen der verbalen Lern- und Gedächtnisfähigkeit 
(Encodierungs-, Abruf- und Speicherdefizite inkl. erhöhter Konfabulationsneigung) 
sowie Minderleistungen in Teilbereichen der Exekutivfunktionen (Planung) und 
Aufmerksamkeit (fokussierte und selektive Aufmerksamkeit, 
Aufmerksamkeitsteilung), wobei die erhöhte Anzahl Fehler in der Testung zur 
Aufmerksamkeitsteilung womöglich auf den Tinnitus (Differenzierungsproblematik 
zwischen auditiven Reizen des Tests und dem Tinnitus) zurückzuführen sei. 
Anamnestisch stünden Gedächtnisschwierigkeiten, eine verminderte 
Konzentrationsfähigkeit (Ablenkbarkeit, Fadenverlieren, Überforderung bei zu 

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vielen Reizen) und erhöhte Reizbarkeit seit der FSME-Erkrankung bei zuvor 
langjähriger Polytoxikomanie im Vordergrund, wobei der Beschwerdeführer nun 
trocken sei und therapeutisch begleitet werde. Die neuropsychologischen 
Beeinträchtigungen stimmten mit den anamnestischen Angaben überein, wobei 
Hinweise auf eine verminderte Belastbarkeit, unter welcher Patienten nach einer 
FSME-Infektionen häufig leiden würden, fehlten bzw. vom Beschwerdeführer nicht 
bemerkt würden. Es sei davon auszugehen, dass die insgesamt mittelschweren 
neurokognitiven Defizite (Planungsfähigkeit, Gedächtnis, Konfabulationsneigung, 
Fokussierung) Folgen der langjährigen Polytoxikomanie seien und nun nach der 
FSME-Erkrankung nicht mehr kompensiert werden könnten (vgl. IV-act. 62 S. 5). 
Die neuropsychologische Abklärung stellt lediglich eine (nicht-medizinische) 
"Hilfsdisziplin" dar. Nach der Rechtsprechung handelt es sich um eine 
Zusatzuntersuchung und es bleibt grundsätzlich Aufgabe des Facharztes oder der 
Fachärztin der Psychiatrie oder der Neurologie, die Arbeitsfähigkeit unter 
Berücksichtigung allfälliger neuropsychologischer Defizite einzuschätzen (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 9C_299/2019 vom 27. Juni 2019 E. 4 und 9C_752/2018 
vom 12. April 2019 E. 5.3). Der neurologische Gutachter Dr. med. K._____ hat die 
Ergebnisse dieser neuropsychologischen Untersuchung insofern mitbeurteilt, als er 
korrekt festgehalten hat, dass die Befunde nicht durch Beschwerde- und 
Leistungstests validiert worden seien. Weiter führte er aus, die Resultate würden 
eine Antwortverzerrung vermuten lassen. Ohne Validierungstests könnten anhand 
dieser Resultate keine sicheren Aussagen über eine neuropsychologische 
Beeinträchtigung gemacht werden. Die neuropsychologischen Befunde seien nicht 
geeignet, eine Arbeitsunfähigkeit zu begründen bzw. zu objektivieren. Eine 
Graduierung möglicher neuropsychologischer Defizite könne nicht vorgenommen 
werden (vgl. IV-act. 96 S. 54 f. und 56). Der neurologische Gutachter Dr. med. 
K._____ konnte mit Ausnahme der Fazialisparese und der Hörminderung keine 
organisch objektivierbaren neurologischen Defizite mehr feststellen. Auf valide 
ergänzende Ergebnisse der neuropsychologischen Untersuchung konnte er nicht 
abstellen. Das wäre aber erforderlich gewesen. Dass beim Beschwerdeführer auf 
valide neuropsychologische Ergebnisse verzichtet werden kann, ist nicht 
anzunehmen. Dies geht denn auch aus der neurologischen Stellungnahme vom 
Januar 2024 hervor, in welcher festgehalten wurde, dass eine neuropsychologische 
Verlaufskontrolle mit Symptomvalidierung fehle, womit die diagnostische Abklärung 
als ungenügend eingeschätzt werden müsse und ein neurologischer Fallabschluss 
so nicht vollzogen werden könne (vgl. Bericht des F._____ vom 19. Oktober 2024 
[IV-act. 119 S. 3 = act. B.6 S. 3]). 

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Seitens der Suva wurde sodann eine Verlaufs- bzw. Abschlusskontrolle inkl. 
Symptomvalidierung in Auftrag gegeben. In der am 25. September 2024 
durchgeführten neuropsychologischen Verlaufsuntersuchung durch Dr. phil. 
J._____ stellte diese eine schwere neurokognitive Störung bei Verschlechterung 
des Allgemeinzustandes unklarer Ätiologie seit Frühjahr 2024 fest (vgl. Bericht vom 
19. Oktober 2024 [IV-act. 119 = act. B.6]). Im Vordergrund der 
neuropsychologischen Untersuchung stehe in erster Linie ein klinisch deutlich 
verschlechterter Allgemeinzustand (extreme motorische Unruhe, im Kontakt 
reduziert, verminderte Belastbarkeit bei erhöhtem Tinnitus, teilweise Überforderung 
im Gespräch) im Vergleich zur Erstuntersuchung im April 2023. Testpsychologisch 
hätten sich in einem grossen Teil der überprüften Bereiche ebenfalls 
Verschlechterungen (teilweise deutlich - von überdurchschnittlich zu weit 
unterdurchschnittlich) beobachten lassen, wobei die Resultate von einem 
verstärkten Tinnitus sowie verminderter Belastbarkeit und damit einhergehenden 
Konzentrationsschwierigkeiten beeinflusst seien. Weiter bestehe eine emotionale 
Belastung infolge des verschlechterten Gesundheitszustandes. Aus 
neuropsychologischer Sicht könne aktuell, bei klinisch deutlich verschlechtertem 
Zustandsbild, keine adäquate Einschätzung der kognitiven Fähigkeiten erfolgen. 
Aus rein neuropsychologischer Sicht würde man bei einem Zustand nach FSME 
eher einen Decrescendo-Charakter oder gleichbleibend residuellen Verlauf 
erwarten. Es sei somit von weiteren Faktoren auszugehen, welche sich auf die 
psychometrischen Evaluationen respektive auf die derzeit eingeschränkte 
Untersuchbarkeit an sich auswirkten. Falls es psychiatrisch keine anderen 
Erklärungen für die stetige Verschlechterung gebe, seien weitere medizinische 
Abklärungen indiziert. Eine aussagekräftige neuropsychologische Testung sei unter 
diesen Umständen nicht möglich und erst dann wieder indiziert, wenn sich der 
Zustand des Beschwerdeführers sowohl körperlich als auch emotional stabilisiert 
habe (vgl. IV-act. 119 S. 7 f. = act. B.6 S. 7 f.). Bei der erneuten 
neuropsychologischen Testung wurde nun eine Beschwerdevalidierung 
durchgeführt, wobei diese auffällig ausfiel und eine objektive Befundung der 
Testung im Hinblick auf eine neuropsychologische Funktionsstörung verunmöglicht 
wurde (vgl. IV-act. 119 S. 7 = act. B.6 S. 7). Diesen Bericht stellte die 
Beschwerdegegnerin den Gutachtern im Rahmen der Rückfragen an diese nach 
erfolgtem Einwand nicht mehr zur Stellungnahme zu. Allerdings nahm RAD-Ärztin 
Dr. med. U._____, Fachärztin für Neurologie, in ihrer Einschätzung vom 
25. November 2024 hierzu Stellung und führte aus, die geklagte Verschlechterung 
ab März 2024 hätten die Gutachter mitumfasst und in ihre Beurteilung 
miteinbezogen, da die Explorationen Ende Mai 2024 stattgefunden hätten. Somit 
enthalte der Bericht keine Befunde, die die gutachterliche Beurteilung verändern 

26 / 30

würden (vgl. Case Report [IV-act. 127 S. 17]). RAD-Ärztin Dr. med. U._____ 
verkennt dabei allerdings, dass es Sache der psychiatrischen oder neurologischen 
Facharztperson wäre, diese Ergebnisse mit Blick auf plausible 
Alternativerklärungen im Sinne entsprechender Störungen in ihrer Beurteilung zu 
würdigen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_605/2019 vom 12. November 2019 
E. 3.2.2 und 8C_95/2019 vom 3. Juni 2019 E. 6.1; siehe ferner Urteile des 
Bundesgerichts 8C_566/2024 vom 29. April 2025 E. 4.2.1 und 9C_282/2023 vom 
28. August 2023 E. 4.2.8). Insbesondere hat auch Dr. phil. J._____ in ihrem 
neuropsychologischen Untersuchungsbericht vom 19. Oktober 2024 die Frage 
aufgeworfen, ob allenfalls ein psychisches Krankheitsbild für die eingeschränkte 
Untersuchbarkeit verantwortlich sein könnte (vgl. IV-act. 119 S. 8 = act. B.6 S. 8). 
Bei der gegenwärtigen Aktenlage ist damit nicht beurteilbar, ob und gegebenenfalls 
welche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit sich aus allfälligen 
neuropsychologischen Beeinträchtigungen ergibt. 

9.7. Im Weiteren diagnostizierte der psychiatrische Gutachter N._____ einzig 
eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) als Diagnose mit Relevanz für die 
Arbeitsfähigkeit. Zur Herleitung dieser Diagnose führte er aus, mit euthymer 
Stimmung, fehlender Interessenslosigkeit, gutem Antrieb und nur rascherer 
Erschöpfung liege nur ein depressives Hauptsymptom vor, sodass die Kriterien 
einer depressiven Episode nicht erfüllt würden. Mit Anwesenheit von körperlichen 
Symptomen (insbesondere Tinnitus), übermässigen Gedanken, Sorgen und Angst 
in Bezug auf diese körperlichen Symptome, relevanter Beeinträchtigung im 
täglichen Leben (beruflicher, sozialer und persönlicher Aktivitäten), aber dem 
Umstand, dass keine gutachterliche HNO-ärztliche Plausibilisierung des 
Ausmasses der körperlichen Symptome vorliege, könne keine 
Diagnosendiskussion einer somatischen Belastungsstörung gemäss DSM-5 
durchgeführt werden. Der beklagte Tinnitus könne in der aktuellen Untersuchung 
nicht vollständig plausibilisiert werden. Auch stehe zudem noch ein Cochlea-
Implantat an. Da aktuell eine potentielle Psychogenese bzw. ein psychischer Anteil 
daran nicht sicher beurteilt werden könne, werde er daher als psychosoziale 
Belastung bewertet, die zu einem relevanten Leidensdruck führe, der aber noch 
nicht das Ausmass einer klinisch relevanten depressiven Episode angenommen 
habe. Somit würden gemäss ICD-10 die Kriterien einer Anpassungsstörung erfüllt 
(vgl. IV-act. 96 S. 36). Angesichts des Umstandes, dass das Ausmass der 
körperlichen Symptome, insbesondere des Tinnitus, anlässlich der Untersuchung 
nicht (vollständig) plausibilisiert werden konnte, hätte sich aus psychiatrischer Sicht 
insbesondere eine Diskussion einer möglichen Somatisierungsstörung aufgedrängt. 
Denn eine solche zeichnet sich durch anhaltende multiple und unterschiedliche 

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körperliche Symptome aus, für die keine ausreichende somatische Erklärung 
gefunden wurde (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT, Internationale Klassifikation 
psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, 
9. Aufl. 2014, S. 225). Wenn nun Gutachter N._____ diesbezüglich festhielt, eine 
Diagnosendiskussion einer somatischen Belastungsstörung könne aufgrund des 
Fehlens einer HNO-ärztlichen Plausibilisierung des Ausmasses der körperlichen 
Symptome nicht durchgeführt werden, erweist sich der rechtserhebliche 
Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Denn kann aufgrund des Fehlens einer 
HNO-ärztlichen Untersuchung/Begutachtung keine Diskussion einer möglichen 
Somatisierungsstörung erfolgen, muss zunächst eine entsprechende HNO-ärztliche 
Untersuchung/Begutachtung nachgeholt werden und im Anschluss – sofern keine 
organische Ursache für den Tinnitus gefunden wird – die diesbezügliche Diskussion 
einer möglichen Somatisierungsstörung erfolgen. Dass der Sachverhalt 
ungenügend abgeklärt ist, zeigt sich denn auch angesichts des Umstandes, dass 
Gutachter N._____ selbst eine Re-Begutachtung nach erfolgter operativer 
Versorgung mit einem Cochlea-Implantat empfiehlt, und zwar unter Hinzuziehung 
eines Facharztes HNO. Dies mit der Begründung, dass sich die Störung 
psychoreaktiv auf den beklagten Tinnitus auswirke, dieser in der aktuellen 
Untersuchung nicht habe plausibilisiert werden können und zum jetzigen Zeitpunkt 
keine valide Einschätzung der Prognose und möglichen Therapiedauer 
vorgenommen werden könne (vgl. IV-act. 96 S. 7, 36 und 40). 

10.1. Insgesamt betrachtet stellt das medTandem-Gutachten vom 13. Juni 2024 
samt Stellungnahme vom 5. November 2024 keine beweiswertige Beurteilung dar, 
mit welcher das Vorliegen einer Arbeitsfähigkeit von 70 % in einer 
leidensangepassten Tätigkeit nachvollziehbar begründet worden wäre. Darauf kann 
somit nicht abgestellt werden. Erachtet das zuständige Sozialversicherungsgericht 
– wie hier – eine Sache in medizinischer Hinsicht als ungenügend abgeklärt und 
somit auch die seitens der Verwaltung vorgenommene Beweiswürdigung als 
unvollständig, verbleibt ihm auch nach der neuen bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung die Möglichkeit, die Sache an den zuständigen 
Versicherungsträger zurückzuweisen, anstatt ein gerichtliches Gutachten zur 
Klärung einer offenen Frage in Auftrag zu geben (vgl. BGE 139 V 496 E. 4.4, in: Pra 
2014 Nr. 32, und 137 V 210 E. 4.4.1.4 f.). 

10.2. Vorliegend ist die Beschwerdegegnerin ihrer Abklärungspflicht nicht 
nachgekommen, indem sich der rechtserhebliche Sachverhalt als unzureichend 
abgeklärt präsentiert und letztlich auf das medTandem-Gutachten vom 13. Juni 
2024 samt Stellungnahme vom 5. November 2024 abgestellt wurde, obwohl dieses 

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keine schlüssige Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge bzw. der 
Folgenabschätzung enthält, weshalb die massgebliche Frage des Umfangs der 
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bisweilen immer noch offen ist und 
ergänzender fachärztlicher Klärung bedarf. Da sich das tatsächlich erreichbare 
Leistungsvermögen des Beschwerdeführers auch nicht gestützt auf die übrige 
Aktenlage zuverlässig und umfassend einschätzen lässt, erweist sich ein 
reformatorischer Entscheid im Sinne einer Zusprache von Leistungen der 
Invalidenversicherung, wie dies vom Beschwerdeführer im Hauptrechtsbegehren 
beantragt wird, als verfrüht. Im Einklang mit BGE 137 V 210 ist die Sache daher 
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2025 zu weiteren 
Abklärungen hinsichtlich des medizinischen Sachverhalts an die 
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, die eine neue sachverständige 
polydisziplinäre Begutachtung (HNO, Neurologie, Neuropsychologie und 
Psychiatrie) zu veranlassen haben wird. Dabei wird auch das vom 
Beschwerdeführer behauptete, wieder aktivierte Suchtleiden zu prüfen und zu 
diskutieren sein.

11. Insgesamt ergibt sich, dass die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene 
Verfügung vom 27. Januar 2025 aufzuheben und die Angelegenheit zu weiteren 
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu neuem Entscheid – gestützt auf die 
dannzumal vollständigen medizinischen Unterlagen – an die Beschwerdegegnerin 
zurückzuweisen ist.

12.1. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das 
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über Leistungen aus der 
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. 
Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von CHF 200.00 bis CHF 1'000.00 festgelegt. Bei Fällen wie dem 
vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das 
Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf 
CHF 700.00 fest. Gemäss ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer 
Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid für die Frage der 
Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges 
Obsiegen (vgl. BGE 141 V 281 E. 11.1, 137 V 210 E. 7.1 und 132 V 215 E. 6.1). 
Infolge des Ausgangs des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten somit der 
Beschwerdegegnerin zu überbinden (vgl. Art. 73 Abs. 1 VRG).

12.2. Der Beschwerdeführer hat gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Die Bemessung der 
Entschädigung erfolgt ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der 

29 / 30

Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, wobei der zeitliche Aufwand 
der Rechtsvertretung regelmässig durch die Schwierigkeit des Prozesses 
mitbestimmt wird. Im Übrigen wird die Bemessung der Parteientschädigung gemäss 
Art. 61 Satz 1 ATSG nach dem kantonalen Recht bestimmt (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 9C_519/2020 vom 6. Mai 2021 E. 2.2, 9C_64/2019 vom 25. April 
2019 E. 4, 9C_714/2018 vom 18. Dezember 2018 E. 9.2 und 9C_321/2018 vom 
16. Oktober 2018 E. 6.1). Gemäss Art. 78 VRG i.V.m. Art. 2 HV 
(Honorarverordnung; BR 310.250) wird die Parteientschädigung nach Ermessen 
des Gerichts festgesetzt, wobei es grundsätzlich von dem in der Honorarnote 
geltend gemachten (und als angemessen zu betrachtenden) Aufwand sowie vom 
(üblichen) Stundenansatz ausgeht.

12.3. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 25. April 2025 eine 
Honorarnote für die bis zu diesem Datum angefallenen Aufwendungen ein. Eine 
aktualisierte Honorarnote wurde nach Eingang der Duplik und Aufforderung durch 
das Gericht nicht eingereicht. Das geltend gemachte Honorar beläuft sich auf 
insgesamt CHF 3'249.15 (bestehend aus einem Aufwand von 11.6 Stunden à 
CHF 240.00 [CHF 2’784.00] zzgl. Spesen von CHF 221.70 und 8.1 % MWST 
[CHF 243.46]). Der geltend gemachte Aufwand erscheint in zeitlicher Hinsicht als 
angemessen. Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Spesen praxisgemäss im 
Umfang von 3 % des festgelegten Honorars nach Zeitaufwand zugesprochen 
werden (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] S 24 
8 vom 12. März 2024 E. 8.2, S 23 55 vom 19. September 2023 E. 9.2.2, S 22 106 
vom 1. November 2022 E. 4, S 20 52 vom 24. März 2022 E. 11.3, S 21 117 vom 
25. Januar 2022 E. 9 und S 20 67 vom 8. Dezember 2020 E. 7). Somit hat die 
Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer im Umfang von CHF 3'099.80 (11.60 
Stunden à CHF 240.00 [CHF 2'784.00] zzgl. 3 % Spesen [CHF 83.50] und 8.1 % 
MWST [CHF 232.30]) aussergerichtlich zu entschädigen.

Bei diesem Verfahrensausgang wird das Gesuch des Beschwerdeführers um 
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung gegenstandslos.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird, soweit darauf einzutreten ist, gutgeheissen, die 
angefochtene Verfügung vom 27. Januar 2025 aufgehoben und die 
Angelegenheit zu weiteren Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zu 
neuem Entscheid an die IV-Stelle des Kantons Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten von CHF 700.00 gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 
Graubünden.

3. Die IV-Stelle des Kantons Graubünden hat A._____ aussergerichtlich mit 
CHF 3'099.80 (inkl. Barauslagen und MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]