# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1300194a-cac5-5d09-aec9-3a90ca25759a
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 25.03.2025 BK 2025 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2025-119_2025-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 25 119

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 25. März 2025

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichter Schmid,
Oberrichter Gerber
Gerichtsschreiberin Lauber 

Verfahrensbeteiligte A.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gegenstand Wiederherstellung

Strafverfahren wegen Beschimpfung, Missbrauchs einer Fernmel-
deanlage

Beschwerde gegen die Verfügung der Regionalen Staatsanwalt-
schaft Oberland vom 6. März 2025 (O 24 4017)

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Erwägungen:

1. Mit Strafbefehl O 24 4018 der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland (nachfol-
gend: Staatsanwaltschaft) vom 25. Juni 2024 wurde der Beschuldigte A.________ 
(nachfolgend: Beschwerdeführer) wegen Beschimpfung und Missbrauchs einer 
Fernmeldeanlage schuldig erklärt und mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu 
je CHF 30.00, ausmachend CHF 300.00, bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wur-
de aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. Zudem wurde 
er mit einer Verbindungsbusse von CHF 100.00 sowie einer Busse von 
CHF 300.00 bestraft. Dagegen erhob der Beschwerdeführer am 3. Juli 2024 Ein-
sprache. Am 2. Oktober 2024 wurde er von der Staatsanwaltschaft zur Einvernah-
me am 13. November 2024 vorgeladen, unter Androhung der gesetzlichen Folgen 
im Falle des Ausbleibens. Mit Vorladung vom 25. Oktober 2024 wurde die Einver-
nahme auf den 21. Januar 2025, 08.30 Uhr, verschoben, wobei der Beschwerde-
führer abermals auf die gesetzlichen Folgen im Falle des unentschuldigten Fern-
bleibens hingewiesen wurde. Mit Verfügung vom 21. Januar 2025 stellte die 
Staatsanwaltschaft fest, dass der Beschwerdeführer trotz ordnungsgemässer Vor-
ladung unentschuldigt nicht zur Einspracheverhandlung vom 21. Januar 2025 er-
schienen sei, was gemäss Art. 355 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessord-
nung (StPO; SR 312.0) als Rückzug der Einsprache gelte. Der Strafbefehl O 24 
4017 sei somit in Rechtskraft erwachsen. Dagegen erhob der Beschwerdeführer 
am 5. Februar 2025 bei der Beschwerdekammer in Strafsachen «Beschwerde». Er 
verlangte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung sowie die 
Neuansetzung eines Einvernahmetermins. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 
13. Februar 2025 wurde festgestellt, dass es sich bei der Eingabe des Beschwer-
deführers vom 5. Februar 2025 inhaltlich um ein Wiederherstellungsgesuch han-
delt. Dieses wurde zur Behandlung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Mit 
Verfügung vom 6. März 2025 wies die Staatsanwaltschaft das Wiederherstellungs-
gesuch ab. Hiergegen erhob der Beschwerdeführer am 18. März 2025 Beschwer-
de. Er stellt sinngemäss den Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben 
und das Wiederherstellungsgesuch gutzuheissen. Zudem hielt er fest, dass er für 
eine ausführliche Ausarbeitung der Beschwerdeschrift und die Darlegung der rele-
vanten Beweismittel einige Wochen Zeit benötige. Mit verfahrensleitender Verfü-
gung vom 24. März 2025 wurde ein Beschwerdeverfahren eröffnet. Es wurde zu-
handen des Beschwerdeführers festgestellt, dass die 10-tägige Beschwerdefrist ei-
ne gesetzliche Frist darstelle und nicht erstreckbar sei. 

Mit Blick auf das Nachfolgende wurde auf das Einholen einer Stellungnahme bzw. 
die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet (Art. 390 Abs. 2 StPO). Es er-
geht ein direkter Beschluss.

2. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Staatsanwaltschaft kann bei 
der Beschwerdekammer in Strafsachen innert zehn Tagen schriftlich und begrün-
det Beschwerde geführt werden (Art. 393 Abs. 1 Bst. a i.V.m. Art. 396 Abs. 1 
StPO; Art. 35 des Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und 
der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisati-
onsreglements des Obergerichts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer 

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ist durch die angefochtene Verfügung unmittelbar in seinen rechtlich geschützten 
Interessen betroffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die frist- und – als Laieneingabe – knapp formgerecht eingereichte Be-
schwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Wer von einer Strafbehörde vorgeladen wird, hat der Vorladung Folge zu leisten 
(Art. 205 Abs. 1 StPO). Wer verhindert ist, einer Vorladung Folge zu leisten, hat 
dies der vorladenden Behörde unverzüglich mitzuteilen; er oder sie hat die Verhin-
derung zu begründen und soweit möglich zu belegen (Art. 205 Abs. 2 StPO). Bleibt 
eine Einsprache erhebende Person trotz Vorladung einer Einvernahme unent-
schuldigt fern, so gilt ihre Einsprache als zurückgezogen (Art. 355 Abs. 2 StPO). 
Gemäss Art. 94 Abs. 1 und 5 StPO kann eine Partei die Neuansetzung eines ver-
säumten Termins verlangen, wenn ihr daraus ein erheblicher und unersetzlicher 
Rechtsverlust erwachsen würde und wenn sie glaubhaft macht, dass sie an der 
Säumnis kein Verschulden trifft. Eine Gutheissung des Wiederherstellungsgesuchs 
setzt mithin voraus, dass den Gesuchsteller an der Säumnis kein Verschulden trifft. 
Allgemein wird vorausgesetzt, dass es dem Betroffenen in seiner konkreten Situa-
tion unmöglich war, den fraglichen Termin zu wahren. Verlangt ist also klare 
Schuldlosigkeit; jedes noch so geringfügige Verschulden schliesst die Wiederher-
stellung aus (vgl. RIEDO, in: Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessord-
nung, 3. Aufl. 2023, N. 35 zu Art. 94 StPO mit Hinweisen). 

3.2 Die Staatsanwaltschaft begründet die Abweisung des Wiederherstellungsgesuchs 
wie folgt (vgl. S. 2 der angefochtenen Verfügung): 
A.________ macht geltend, dass er den Einvernahmetermin verpasst habe, weil er unter einer Kurz-
zeitgedächtnisstörung sowie weitern psychischen Erkrankungen, insbesondere einer mittelgradigen 
Depression und ADHS leide. Bei einem neu anzusetzenden Termin würde er sämtliche Vorkehrungen 
treffen, um diesen zuverlässig und fristgerecht wahrzunehmen. 

[rechtliche Grundlagen Art. 94 StPO].

Die als Säumnisgrund geltend gemachten psychischen Beeinträchtigungen waren dem Beschuldigten 
bereits vor dem Termin bekannt, was mit Blick auf das von ihm selber eingereichte Dokument «Infor-
mation Start 'Gruppenpsychotherapie für Menschen mit AD(H)S' ab Februar 2025», datiert mit 
17.01.2025, als belegt gelten kann. Somit hätte er die Vorkehrungen, welche er für einen allfällig neu 
angesetzten Termin zu treffen verspricht (s. oben), bereits für den versäumten Termin treffen können. 
Somit erhellt, dass mitnichten von einer klaren Schuldlosigkeit des Beschuldigten bei der Terminver-
säumnis ausgegangen werden kann. Das Gesuch ist demzufolge abzuweisen.

3.3 Die angefochtene Verfügung ist rechtens. Wie die Staatsanwaltschaft zu Recht 
erwog, hat der Beschwerdeführer vorliegend keine zureichenden Gründe dargetan, 
welche darauf schliessen liessen, dass ihm klarerweise kein Verschulden an der 
Verpassung des Einvernahmetermins vom 21. Januar 2025 angelastet werden 
kann. Die Beschwerdekammer in Strafsachen teilt die Auffassung der Staatsan-
waltschaft, dass gestützt auf die vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen 
(Arztbericht der Praxis B.________ vom 31. Januar 2025 sowie Schreiben der Uni-
versitären Psychiatrischen Dienste Bern vom 17. Januar 2025 betreffend Informati-
on Start «Gruppenpsychotherapie für Menschen mit AD(H)S» ab Februar 2025) 

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davon auszugehen ist, dass diesem die von ihm geltend gemachten psychischen 
Beeinträchtigungen bereits vor dem Einvernahmetermin vom 21. Januar 2025 be-
kannt waren (vgl. insbesondere den Arztbericht der Praxis B.________ vom 
31. Januar 2025, wonach es sich sowohl bei der Diagnose der mittelgradigen de-
pressiven Episode wie auch des AHDS um eine «Dauerdiagnose» handelt; vgl. 
ebenso das Schreiben der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern vom 17. Ja-
nuar 2025 betreffend Information Start «Gruppenpsychotherapie für Menschen mit 
AD(H)S» ab Februar 2025, aus welchem hervorgeht, dass der Beschwerdeführer 
im Zusammenhang mit dem ADHS offenbar bereits vor dem 21. Januar 2025 zu 
einer Gruppenpsychotherapie bei den Universitären Psychiatrischen Diensten Bern 
angemeldet war). In seinem Wiederherstellungsgesuch vom 5. Februar 2025 stellte 
der Beschwerdeführer in Aussicht, dass er bei einem neu angesetzten Termin 
sämtliche Vorkehrungen treffen werde, um diesen wahrzunehmen. Er bestätigte 
damit selbst, dass er – soweit er entsprechende Vorkehrungen trifft – grundsätzlich 
trotz seiner gesundheitlichen Situation in der Lage ist, Termine zu wahren. Wes-
halb es ihm nicht möglich gewesen sein soll, diese Vorkehrungen bereits für den 
versäumten Termin vom 21. Januar 2025 zu treffen, wird vom Beschwerdeführer 
nicht begründet. Auch den eingereichten Unterlagen lässt sich diesbezüglich nichts 
entnehmen. Damit kann vorliegend nicht von einer klaren Schuldlosigkeit betref-
fend das Verpassen des Einvernahmetermins vom 21. Januar 2025 ausgegangen 
werden. 

Was der Beschwerdeführer in der Beschwerde vorbringt, verfängt nicht. Entgegen 
seiner Ansicht hat die Staatsanwaltschaft die von ihm eingereichten Unterlagen of-
fensichtlich berücksichtigt. Er verkennt indes, dass weder aus dem Arztbericht der 
Praxis B.________ vom 31. Januar 2025 noch aus dem Schreiben der Univer-
sitären Psychiatrischen Dienste Bern vom 17. Januar 2025 betreffend Information 
Start «Gruppenpsychotherapie für Menschen mit AD(H)S» ab Februar 2025 ge-
schlossen werden kann, dass ihn am Terminversäumnis kein Verschulden trifft. 
Auch von einer Person, welche an einer Kurzzeitgedächtnisstörung leidet und des-
halb Termine oft vergisst, kann grundsätzlich erwartet werden, dass sie sich im 
Hinblick auf eine fristgerechte Terminwahrnehmung entsprechend organisiert, in-
dem sie etwa eine rechtzeitige Terminerinnerung im Mobiltelefon macht oder eine 
andere Person darum ersucht, sie an den Termin zu erinnern. Dass Entsprechen-
des dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen wäre, wird von diesem nicht 
geltend gemacht. Vielmehr stellt er in Aussicht, dass er für einen künftigen neuen 
Termin die entsprechenden – demnach möglichen – Vorkehrungen treffen wird. 
Anderweitige überzeugende Gründe, welche es dem Beschwerdeführer unver-
schuldet verunmöglicht hätten, zur Einvernahme vom 21. Januar 2025 zu erschei-
nen, wurden auch in der Beschwerde nicht aufgeführt. 

4. Die Beschwerde ist nach dem Gesagten offensichtlich unbegründet und deshalb 
abzuweisen. 

5. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres 
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Bei diesem Ausgang des Ver-
fahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 300.00, 

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dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge seines Unterliegens 
hat er keinen Anspruch auf eine Entschädigung.

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 300.00, werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt.

3. Es wird keine Entschädigung gesprochen. 

4. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer (per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Mitzuteilen:
- der Regionalen Staatsanwaltschaft Oberland, Staatsanwalt C.________

(mit den Akten – per Einschreiben)

Bern, 25. März 2025 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lauber
i.V. Gerichtsschreiberin Ueltschi

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung 
gestellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgeset-
zes (BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entspre-
chen.