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**Case Identifier:** 262398d0-b1ce-5622-ab9b-8c661f0a8f32
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-06
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 06.11.2017 UV 2016/47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2016-47_2017-11-06.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2016/47

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 20.08.2019

Entscheiddatum: 06.11.2017

Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2017
Art. 77 UVG: Leistungserbringer bei Nichtberufsunfällen ist derjenige 
Versicherer, bei dem der Verunfallte zuletzt auch gegen Berufsunfälle 
versichert war. Für die Folgen eines früheren Unfalls mit 
Versicherungsschutz bei einem früheren Unfallversicherer besteht ein 
Rückgriffsrecht gegenüber diesem.Art. 6 UVG: Die Beurteilung eines 
überwiegend wahrscheinlichen Dahinfallens der Unfallkausalität für die 
fortdauernden Schulterschmerzen per Zeitpunkt der Leistungseinstellung ist 
anhand der vorliegenden medizinischen Akten nicht möglich (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2017, UV 
2016/47).

Entscheid vom 6. November 2017

 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz),

Versicherungsrichter Joachim Huber und Versicherungsrichterin

Michaela Machleidt Lehmann; Gerichtsschreiberin Katja Meili            

Geschäftsnr.                                                                                                                  

UV 2016/47            

Parteien

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A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

elipsLife, Thurgauerstrasse 54, Postfach, 8050 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Bachmann,

Lischer, Zemp & Partner, Schwanenplatz 4, 6004 Luzern,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___ (nachfolgend: Versicherter) war als Sachbearbeiter bei der B.___ AG tätig 

und bei der elipsLife gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 13. August 

2014 als Juniorentrainer beim Fussballtraining einen Unfall erlitt. Der Versicherte wollte 

ein vom Wind ins Kippen geratenes Fussballtor aufhalten, bevor es auf die Kinder fiel. 

Dabei verdrehte er sich den rechten Arm bzw. die rechte Schulter (act. G 4.1 f.). Die 

Erstbehandlung erfolgte am 15. August 2014 durch den Hausarzt Dr. med. C.___, 

Allgemeine Medizin, der den Versicherten an Dr. med. D.___, Oberarzt Chirurgische 

Klinik, Fachbereich Orthopädie, Spital E.___, überwies (act. G 4.9). Dieser wiederum 

wies den Versicherten einer MR-Arthrographie des rechten Schultergelenks zu, welche 

am 9. September 2014 in der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin des 

Kantonsspitals St. Gallen durchgeführt wurde (act. G 4.8). Gestützt auf das 

radiologische Untersuchungsergebnis diagnostizierte Dr. D.___ im Bericht vom 3. 

Oktober 2014 eine linksseitige partielle transmurale kraniale Rotatorenmanschetten-

Reruptur auf Supraspinatussehne Schulter rechts bei adäquatem 

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Schulterdistorsionstrauma rechts vom 13. August 2014 sowie einen Status 1.5 Jahre 

nach arthroskopischer transossärer Suturebridge-Rekonstruktion der kranialen 

Rotatorenmanschette (Supraspinatussehne) mit Bizepstenotomie und AC-

Gelenksresektion Schulter rechts vom 21. Februar 2013 und bejahte die 

Unfallkausalität der Rotatorenmanschetten-Reruptur (act. G 4.10).

A.b  Der Versicherte war am 1. Dezember 2011 mit einem Micro-Scooter gestürzt. Am 

2. Dezember 2011 hatte er Dr. C.___ aufgesucht, der die Diagnose einer Schulter- und 

Thoraxkontusion rechts nach Sturz mit Scooter gestellt hatte. Am 21. Februar 2013 

hatte Dr. D.___ beim Versicherten arthroskopisch die Diagnosen subtotale 

posttraumatische kraniale Rotatorenmanschettenläsion (Supraspinatus) mit 

Pulleybeteiligung und glenoi-daler Bizepssehnenläsion (SLAP 2) sowie ACG-

Arthropathie Schulter rechts gestellt und die in A.a erwähnten Eingriffe, zusätzlich einer 

subacromialen Dekompression, durchgeführt (act. G 4.4). Der damalige 

Unfallversicherer hatte für den Unfall vom 1. Dezember 2011 Heilbehandlungs- sowie 

Taggeldleistungen erbracht, seine Versicherungsleistungen jedoch mit Verfügung vom 

9. September 2013 per 20. Februar 2013 eingestellt. Dies mit der Begründung, die mit 

der Operation vom 21. Februar 2013 behandelten Beschwerden sowie die 

anschliessende Arbeitsunfähigkeit seien keine Unfallfolgen, sondern 

krankheitsbedingten Ursprungs (vgl. zum Sachverhalt Urteil des Versicherungsgerichts 

des Kantons St. Gallen vom 1. April 2015, UV 2014/31, abrufbar unter www.gerichte. 

sg.ch, Dienstleistungen, Rechtsprechung, Versicherungsgericht; act. G 6.1).

A.c  Am 13. Oktober 2014 führte Dr. D.___ beim Versicherten eine arthroskopische 

transossäre Suturebridge-Rekonstruktion der Rotatorenmanschette (Supra-, kraniale 

Infraspinatus mit Arthrotunneler) Schulter rechts durch (act. G 4.13). Am 15. Oktober 

2014 konnte der Versicherte bei oraler Analgesie und gutem Allgemeinzustand nach 

Hause entlassen werden (act. G 4.15). Nach einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit bis 9. 

November 2014 bestand beim Versicherten ab 10. November 2014 wieder eine 50%ige 

und ab 12. Januar 2015 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (act. G 4.20). Vier Monate nach 

dem Eingriff berichtete Dr. D.___ gestützt auf eine Untersuchung vom 18. Februar 

2015, dass beim Versicherten noch subacromiale belastungsabhängige 

Restbeschwerden, insbesondere mit zunehmender Problematik bei der Arbeit, 

bestünden. Am 19. Februar 2015 wurde eine subacromiale Infiltration durchgeführt 

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(act. G 4.21), infolge derer Dr. D.___ bei seiner Verlaufsuntersuchung vom 25. Februar 

2015 einen positiven Effekt mit deutlicher Reduktion des Schmerzes feststellte. Er 

empfahl weiterhin die Regredienz der Kapsulitis zu beobachten sowie mit der 

Physiotherapie fortzufahren und attestierte dem Versicherten, die seit 18. Februar 2015 

um 20% reduzierte Arbeitsfähigkeit dauere an, sicherlich bis April 2015. Er schloss 

seine Behandlung unter dem Vorbehalt des Bedarfs einer Wiedervorstellung ab (act. G 

4.21 f.). Dr. C.___ hatte den Versicherten letztmals im September 2014 gesehen (act. G 

4.31). Die elipsLife hatte Heilkosten- und Taggeldleistungen erbracht.

A.d  Inzwischen hatte die Verfügung vom 9. September 2013 betreffend den Unfall vom 

1. Dezember 2011 mit Leistungseinstellung per 20. Februar 2013 nach einem 

bestätigenden bzw. ablehnenden Einspracheentscheid zu einem Beschwerdeverfahren 

vor dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen geführt. Mit Entscheid vom 1. 

April 2015 hiess das Versicherungsgericht die Beschwerde des Versicherten mit dem 

Antrag, es seien auch für die Operation vom 21. Februar 2013 sowie die nachfolgende 

Heilungsdauer die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlungsleistungen, Taggelder) zu 

erbringen, gut. Zur Begründung wurde angeführt, es sei anhand der vorliegenden 

medizinischen Akten nicht möglich, mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, ob bei der Arthroskopie vom 21. Februar 2013 

traumatische Verletzungen oder degenerative Vorzustände behandelt worden seien. 

Doch auch wenn bezüglich der Rotatorenmanschetten- sowie Bizepssehnenläsion von 

solchen durch den Unfall vom 1. Dezember 2011 ausgelösten Vorzuständen 

auszugehen wäre, könnte nicht angenommen werden, dass der Unfall im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung für die persistierenden Beschwerden keine Teilursache mehr 

dargestellt habe. Die vorhandenen medizinischen Akten liessen also keinen klaren 

Entscheid darüber zu, ob das Unfallereignis vom 1. Dezember 2011 per 20. Februar 

2013 jede kausale Bedeutung hinsichtlich der am 21. Februar 2013 arthroskopisch 

behandelten Rotatorenmanschetten- sowie Bizeps¬sehnenläsion verloren habe. Für 

eine Leistungseinstellung genüge eine derartige Beweislage nicht. Nachdem damit 

keine zuverlässige medizinische Beurteilungsgrundlage für die Frage des Wegfalls der 

Unfallkausalität per 20. Februar 2013 vorliege, sei der Leistungseinstellungsgrund nicht 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, womit der 

Unfallversicherer seine Leistungen zu Unrecht per 20. Februar 2013 eingestellt habe 

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(Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2015, UV 

2014/31; act. G 6.1).

A.e  Ab 23. März 2015 hatte beim Versicherten wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit 

bestanden (act. G 4.20, G 4.26). In einem davor zu Handen der elipsLife erstatteten 

Bericht vom 13. März 2015 (act. G 4.23) hatte Dr. D.___ allerdings seine bereits 

anlässlich der Verlaufsuntersuchung vom 25. Februar 2015 gestellte Diagnose 

anhaltender Restbeschwerden in der rechten Schulter bei Status nach 

arthroskopischer transossärer Suturebridge-Rekonstruktion der Rotatorenmanschette 

(Supra-, kraniale Infraspinatus mit Arthrotunneler) Schulter rechts am 13. Oktober 2014 

bestätigt (vgl. act. G 4.22). Am 20. Mai 2015 bejahte der beratende Konsiliararzt der 

elipsLife eine Kausalität zwischen den Schulterbeschwerden rechts und dem 

Unfallereignis vom 13. August 2014. Es habe sich postoperativ eine partielle Frozen 

Shoulder entwickelt, welche zurzeit noch physiotherapeutisch behandelt werde. Der 

Endzustand sei noch nicht erreicht. Die Behandlung durch Dr. D.___ sei offenbar 

abgeschlossen worden, obwohl die Situation nicht befriedigend sei, was 

unverständlich sei (act. G 4.26).

A.f  Am 13. Juli 2015 wurde der Versicherte bei Dr. med. F.___, Oberarzt Orthopädie, 

Spital E.___, vorstellig, wobei er ein seit der Infiltration aufgetretenes Taubheitsgefühl 

des gesamten rechten Arms beschrieb (act. G 4.27). Dr. C.___ wies ihn Dr. med. G.___, 

Facharzt für Neurologie FMH, zu, der nach einer neurologischen Untersuchung vom 13. 

August 2015 mit Elektromyographie (EMG) und Elektroneurographie (ENG) sowie 

gestützt auf MRT-Untersuchungsergebnisse der HWS und des Plexus brachialis vom 

6. August 2015 des Röntgeninstituts H.___, in I.___, eine Chiari I-Malformation sowie 

eine 7 cm lange Syringohydromyelie des zervikothorakalen Myelons diagnostizierte 

(act. G 4.29).

A.g  Am 10. November 2015 nahm die beratende Ärztin der elipsLife, med. pract. J.___, 

FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, zum Schadenfall Stellung und stellte 

fest, der Versicherte scheine wegen seiner Schulter nicht mehr in ärztlicher Behandlung 

zu sein. Demzufolge schienen keine nennenswerten Beschwerden mehr vorzuliegen. 

Eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet (act. G 4.33). Die elipsLife setzte 

den Versicherten darüber in Kenntnis, worauf dieser am 19. Dezember 2015 mitteilte, 

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dass er zwar wieder zu 100% arbeite, die Schmerzen jedoch nicht vollkommen weg 

seien (act. G 4.34). Im Rahmen einer E-Mail-Korrespondenz mit der elipsLife hielt der 

Versicherte am 2. Januar 2016 weiter fest, dass seine Schulter zum zweiten Mail 

operiert worden sei. Dabei seien ihm die Supraspinatus- und die Infra-spinatussehne 

zusammengenäht worden. Gemäss Auskunft seines Physiotherapeuten sei die Schulter 

nach einer solchen Operation nur noch zu 90% funktionsfähig (act. G 4.35 ff.).

A.h  Die elipsLife beauftragte hierauf med. pract. J.___ mit einer Untersuchung des 

Versicherten, welche diese am 19. Januar 2016 durchführte. Nachdem med. pract. 

J.___ den Versicherten ausserdem einer MRT-Arthrographie des rechten 

Schultergelenks zugewiesen hatte (MRT-Arthrographie vom 24. Februar 2016; act. G 

4.43), erstellte sie am 8. März 2016 ihren Untersuchungsbericht, worin sie einen 

Kausalzusammenhang zwischen den Schulterbeschwerden und dem Unfall vom 13. 

August 2014 lediglich als möglich, nicht aber als überwiegend wahrscheinlich 

bezeichnete (act. G 4.45). Gestützt auf diese medizinische Beurteilung eröffnete die 

elipsLife dem Versicherten mit Verfügung vom 16. März 2016 die Einstellung ihrer 

Versicherungsleistungen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. August 

2014 per 8. März 2016 (act. G 4.46).

B.   

B.a  Am 13. April 2016 erhob der Versicherte gegen die Verfügung vom 16. März 2016 

Einsprache (act. G 4.52) und reichte dazu einen Sprechstundenbericht von Dr. med. 

K.___, Leitender Arzt Orthopädie, Spital E.___, vom 29. März 2016 über eine 

Untersuchung vom 26. März 2016 ein (act. G 4.53).

B.b  In einer Stellungnahme vom 27. Mai 2016 verneinte med. pract. J.___ die Frage 

der elipsLife, ob sich aufgrund des Berichts von Dr. K.___ neue Tatsachen ergeben 

hätten (act. G 4.54), worauf die elipsLife mit Einspracheentscheid vom 14. Juni 2016 

die Einsprache des Versicherten abwies (act. G 4.55).

C.  

C.a Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 11. Juli 2016 Einspruch (richtig: Beschwerde) und 

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beantragte sinngemäss, der Entscheid sei aufzuheben und es seien für die 

Schulterschmerzen rechts über das Datum der Leistungseinstellung (8. März 2016) 

hinaus die gesetzlichen Leistungen (insbesondere Heilbehandlungsleistungen) zu 

erbringen (act. G 1).

C.b In der Beschwerdeantwort vom 16. August 2016 beantragte die elipsLife (nach-

folgend: Beschwerdegegnerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Bachmann, 

Luzern, Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne (act. G 

4).

C.c Mit Replik vom 16. September 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinem 

Beschwerdeantrag fest (act. G 6). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die 

Einreichung einer Duplik (act. G 7 f.).

C.d Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften und die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.   

Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 

Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 

(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zu 

Änderung vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die 

sich vor deren Inkrafttreten ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 

Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt. Vorliegend finden 

daher, nachdem ein Ereignis aus dem Jahr 2014 zur Debatte steht, die bis 31. 

Dezember 2016 gültigen Bestimmungen Anwendung.

2.   

2.1  Der Beschwerdeführer hat allenfalls am 1. Dezember 2011 und unzweifelhaft am 

13. August 2014 Unfälle mit einer Ruptur der Rotatorenmanschette bzw. 

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Supraspinatussehne der rechten Schulter erlitten und wurde nach beiden Ereignissen 

an der Rotatorenmanschette arthroskopisch operiert (act. G 4.4, G 4.13; vgl. auch 

Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2015, UV 

2014/31; act. G 6.1). Während der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls vom 1. 

Dezember 2011 grundsätzlich bei der Visana Versicherungen AG (nachfolgend: Visana) 

unfallversichert war, bestand im Zeitpunkt des Unfalls vom 13. August 2014 ein 

Versicherungsverhältnis mit der Beschwerdegegnerin.

2.2  Gemäss Art. 77 Abs. 2 UVG erbringt bei Nichtberufsunfällen derjenige Versicherer 

die Leistungen, bei dem der Verunfallte zuletzt auch gegen Berufsunfälle versichert 

war. Verunfallt der Versicherte während der Heilungsdauer eines oder mehrerer Unfälle, 

aber nach der Wiederaufnahme einer versicherten Tätigkeit, erneut und löst der neue 

Unfall Anspruch auf Taggeld aus, so erbringt der für den neuen Unfall 

leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für die früheren Unfälle. Die anderen 

beteiligten Versicherer vergüten ihm diese Leistungen, ohne Teuerungszulagen, nach 

Massgabe der Verursachung; damit ist ihre Leistungspflicht abgegolten (Art. 100 Abs. 2 

UVV).

2.3  Der Beschwerdeführer erlitt am 13. August 2014 einen Nichtberufsunfall und hat 

offensichtlich bis zu diesem Tag bei seiner Arbeitgeberin, der B.___ AG, gearbeitet (vgl. 

act. G 4.1 f.). Unabhängig davon, ob vor dem Unfall in Bezug auf die rechte Schulter 

noch Heilbehandlungen durchgeführt und von der Visana bezahlt worden waren, wäre 

somit angesichts der in Erwägung 2.2 angeführten Bestimmungen die 

Beschwerdegegnerin gegenüber dem Beschwerdeführer leistungspflichtig, sofern sich 

nachfolgend ergeben sollte, dass über den im angefochtenen Einspracheentscheid 

vom 14. Juni 2016 festgelegten Leistungseinstellungszeitpunkt (8. März 2016) hinaus 

von einem unfallbedingten Gesundheitsschaden auszugehen ist. Der Frage, in welchem 

Ausmass jeder der beiden Unfälle für den Gesundheitsschaden ursächlich ist, kommt 

keine Bedeutung zu. Die Beschwerdegegnerin würde leistungspflichtig bleiben, 

solange nicht die natürliche Kausalität zu beiden Ereignissen mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit weggefallen wäre; für die Unfallfolgen des Unfalls vom 1. Dezember 

2011 mit Rückgriff auf die Visana.

3.   

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3.1  Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht bezüglich 

des Unfalls vom 13. August 2014 und erbrachte entsprechende Heilkosten- und 

Taggeld¬leistungen. Streitig und zu prüfen ist, ob sie zu Recht die 

Versicherungsleistungen per 8. März 2016 eingestellt hat.

3.2  Die Beschwerdegegnerin legte im angefochtenen Einspracheentscheid die 

rechtliche Voraussetzung der für eine Leistungspflicht des Unfallversicherers 

erforderlichen natürlichen und adäquaten Kausalität zwischen Unfall und in dessen 

Folge aufgetretener Gesundheitsschädigung (Art. 6 Abs. 1 UVG; BGE 129 V 181 E. 3; 

ALEXANDRA RUMO-JUNGO/ANDRÉ PIERRE HOLZER, Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, 4. Aufl. Zürich/Basel/Genf 2012, S. 53 ff.) zutreffend dar (act. G 

4.55, Erwägung 1a, 1b). Darauf kann verwiesen werden. Für die Beantwortung der 

Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der 

Medizin ist das Gericht in der Regel auf Angaben ärztlicher Experten angewiesen. Die 

Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine 

Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu 

beurteilen ist (BGE 129 V 181 E. 3.1, 123 III 110, 112 V 30; PVG 1984 Nr. 82, 174). Im 

Bereich klar ausgewiesener Unfallfolgen spielt allerdings die Adäquanz als rechtliche 

Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung 

des Unfallversicherers praktisch keine Rolle. Sie ist bei ausgewiesener Kausalität ohne 

weiteres zu bejahen (BGE 127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 

365 E. 5d/bb mit Hinweisen).

3.3  Ist die Unfallkausalität im Grundfall einmal mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

erstellt, so entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst dann, wenn der Unfall 

nicht mehr eine natürliche und adäquate Ursache der weiterhin geklagten 

Beschwerden darstellt, d.h. wenn die Beschwerden nur noch und ausschliesslich auf 

unfallfremden Ursachen beruhen. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche 

Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von 

unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender Auswirkungen des 

Unfalls genügt nicht (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., S. 4; THOMAS LOCHER/

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THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 

70 N. 58).

3.4  Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben 

Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne 

Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss, zu würdigen. 

Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 

Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen 

Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die beklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten oder 

der Expertin begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich 

somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten 

oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 232 

E. 5.1, 125 V 352 E. 3a mit Hinweis).

4.   

4.1  Im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (8. März 2016) litt der Beschwerdeführer in 

der rechten Schulter unter Ruheschmerzen ventral (bereits vor dem Unfall vom 13. 

August 2014 bestehend) mit belastungsabhängiger Zunahme, unter einer zeitweisen 

Schmerzausstrahlung in den Oberarm ventral, einer gegenüber der ersten 

Schulteroperation vom 21. Februar 2013 nochmals reduzierten Kraft, einer endphasig 

schmerzhaften Abduktion, Aussenrotation und Innenrotation sowie unter Schmerzen 

beim Schlafen auf der rechten Seite (act. G 4.45).

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4.2  Ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlichen 

Beschwerden hat in der Regel als gegeben zu gelten, wenn sich mittels apparativer 

Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, MRI, Arthroskopie) ein 

unfallkausaler organischer Befund im Sinn eines strukturellen Gesundheitsschadens 

erheben lässt (vgl. BGE 134 V 109 E. 9, 117 V 359 E. 5d/aa; Urteil des Bundesgerichts 

[bis 31. Dezember 2006 Eidgenössisches Versicherungsgericht, EVG] vom 28. Oktober 

2009, 8C_216/2009, E. 2; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 5.4 mit Hinweisen [U 479/05]).

4.3  Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer beim Unfall vom 13. August 2014 

einen strukturellen Gesundheitsschaden in Form einer gelenksseitigen, partiell 

transmuralen kranialen Rotatorenmanschettenreruptur erlitten hat (act. G 4.8, G 4.13, 

act. G 4.15). Am 13. Oktober 2014 wurde die Rotatorenmanschettenreruptur 

athroskopisch mit einer transossären Suturebridge rekonstruiert (act. G 4.13). Eine 

Operation hat die Heilung einer Gesundheitsschädigung zum Ziel und führt in der Regel 

zu einer Verbesserung der präoperativ im Bereich des operierten Körperteils 

vorliegenden Unfallverletzung bzw. den damit zusammenhängenden Beschwerden. 

Allerdings kann von Unfallrestfolgen ausgegangen werden, wenn eine traumatische 

Läsion operativ nicht vollends behoben werden konnte, eine Operation nicht erfolgreich 

oder gar fehlerhaft durchgeführt wurde oder im Bereich der Operationsstelle 

Spätfolgen auftreten. Die Unfallrestfolgen müssen jedoch in allen drei Fällen objektiv 

nachgewiesen sein.

4.4 

4.4.1      Dr. D.___ hat gestützt auf seine klinischen Untersuchungsergebnisse vom 18. 

Februar 2015 (Zeichen der Kapsulitis bis 80° Abduktion, Aussenrotation (AR) 20°; 

Impingement positiv; endgradige Bewegungen schmerzhaft) die Vermutung einer 

restlichen subacromialen Bursitis bis Kapsulitis angestellt (act. G 4.21). Anschliessend 

an eine von ihm am 19. Februar 2015 durchgeführte subacromiale Infiltration stellte er 

anlässlich einer Untersuchung vom 25. Februar 2015 eine Regredienz der Kapsulitis 

fest und schloss die Behandlung, unter dem Vorbehalt einer bedarfsweisen 

Wiedervorstellung, vorerst ab (act. G 4.22). Am 24. Februar 2016 wurde beim 

Beschwerdeführer im Röntgeninstitut H.___ ebenfalls bei Vorliegen einer 

Impingementsymptomatik der rechten Schulter eine MR-Arthrographie der rechten 

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Schulter durchgeführt, wobei sich regelrechte postoperative Verhältnisse bezüglich der 

reinserierten Supraspinatussehne zeigten, jedoch ein Reizzustand der Bursa 

subacromialis sichtbar war (act. G 4.43).

4.4.2      Die Bursitis (= Schleimbeutelentzündung) ist ein eindeutiges, Schmerzen 

verursachendes, organisches Substrat, welches sich laut medizinischer Literatur im 

Zusammenhang mit einer traumatisch bedingten Rotatorenmanschettenruptur 

entwickeln, jedoch auch unabhängig von einer traumatischen Läsion auftreten bzw. 

bestehen kann (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 

334; ROCHE LEXIKON, Medizin, 5. Aufl. München 2003, S. 280; <http://

www.operation-endoprothetik.de/ schulter/schleimbeutelentzuendung-schulter/>, 

abgerufen am 10. Oktober 2017). Die Begriffe Kapsulitis und Impingement sind sodann 

eng miteinander verbunden. Es handelt sich dabei um eine schmerzhafte 

Funktionseinschränkung der Gelenkbeweglichkeit, womit also - anders als bei der 

Bursitis - grundsätzlich nur eine funktionelle, keine pathologisch-anatomische 

Diagnose vorliegt. Die durch eine Kapsulitis bzw. ein Impingement begründete 

Einschränkung der Beweglichkeit im Bereich des Schultergelenks kann verschiedene 

Ursachen haben, insbesondere degenerative Prozesse, aber auch Verletzungen bzw. 

gesundheitliche Störungen im Bereich der Rotatorenmanschette, Schleimbeutel, 

Knorpel, Knochen. Angesichts des Gesagten kann mithin aus dem Vorliegen einer 

Bursitis, einer traumatischen Rotatorenmanschettenruptur sowie einem Impingement 

bzw. einer Kapsulitis grundsätzlich eine zusammenhängende, geschlossene 

Gesundheitsproblematik abgeleitet werden, die insgesamt als sekundäre Unfallfolge 

vorkommen kann (vgl. dazu ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische 

Chirurgie, 4. Aufl. Bern 2002, S. 725 ff. und 733; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 992 und 

1600; ROCHE LEXIKON, a.a.O., S. 915 und 1430). Die Beschwerdegegnerin verneint 

jedoch das Vorliegen von unfallkausalen Verletzungsfolgen per 8. März 2016 und stützt 

sich dabei auf die Beurteilungen ihrer beratenden Ärztin med. pract. J.___ vom 8. März 

und 27. Mai 2016 (act. G 4.45, G 4.54).

4.4.3      Med. pract. J.___ hat den Beschwerdeführer am 19. Januar 2016 untersucht 

und im dazu verfassten Bericht vom 8. März 2016 in Übereinstimmung mit den 

radiologischen Feststellungen vom 24. Februar 2016 und den von Dr. D.___ am 18. 

Februar 2015 klinisch erhobenen Befunden die "aktuelle" Diagnose einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/18

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Impingementsymptomatik bei chronischer Bursitis subacromialis gestellt und dies - der 

konkreten Sachlage entsprechend - bei Status nach zwei Unfällen und zweimaliger 

operativer Rekonstruktion der Rotatorenmanschette (vgl. Entscheid des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 1. April 2015, UV 2014/31; act. G 

6.1; siehe auch act. G 4.1 f., G 4.4, G 4.13). Med. pract. J.___ führt weiter aus, dass die 

Rotatorenmanschettenfunktion bei der Untersuchung intakt gewesen sei. Zur besseren 

diagnostischen Einordnung der Beschwerden sei eine radiologische Reevaluation (vgl. 

act. G 4.43) veranlasst worden. MR-tomographisch hätten sich regelrechte 

postoperative Verhältnisse bezüglich der reinserierten Supraspinatussehne gezeigt, 

welche in Kontinuität erhalten sei. Es bestehe eine Bursitits subacromialis mit 

verdickter, teils wohl narbig veränderter Bursa, was die angegebenen Beschwerden 

erkläre. Aus ihrer Sicht stünden die angegebenen Beschwerden nicht in einem 

überwiegend wahrscheinlich kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 13. 

August 2014. Sie beurteile den Kausalzusammenhang lediglich als möglich. Diese 

Beurteilung stütze sich auf die Überlegungen, dass beim Beschwerdeführer ein 

Vorzustand mit ausgedehnter Schulterverletzung bestehe, der Beschwerdeführer nach 

dem ersten Unfall vom 1. Dezember 2011 unter anhaltenden Schulterbeschwerden 

gelitten habe und es beim zweiten Unfall vom 13. August 2014 zu einer Reruptur der 

operierten Supraspinatussehne gekommen sei, welche sich heute in Kontinuität 

erhalten darstelle. Versicherungsmedizinisch habe das zweite Ereignis somit zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustandes geführt. Der Status quo sine sei 

erreicht (act. G 4.45).

4.4.4      Am 26. März 2016 erfolgte eine Untersuchung des Beschwerdeführers durch 

Dr. K.___. Dieser hielt im Bericht vom 29. März 2016 fest, dass die nochmals studierten 

MRI-Bilder vom Februar 2016 im Vergleich zum Vorbild eine unverändert bestehende 

Atrophie der Supraspinatussehnenmuskulatur, jedoch Signalalterationen im Bereich 

der Sehneninsertionsstelle am T. (Tuberculum) majus mit deutlichen postoperativen 

Veränderungen zeigen würden. Zudem sei sowohl auf dem MRI als auch auf dem 

Röntgenbild ein stark erhöhter Acromionindex von 0.9 sowie ein Acromion Typ III nach 

Bigliani sichtbar. Er denke, dass aufgrund dessen bei Status nach zweimaliger 

Schulteroperation weitere Impingementbeschwerden für die aktuellen Schmerzen 

verantwortlich seien. Eine Operation mit Befreiung der Sehne durch Acromioplastik 

wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit schmerzlindernd (act. G 4.53).

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4.4.5      Gemäss Stellungnahme von med. pract. J.___ vom 27. Mai 2016 lieferte der 

Bericht von Dr. K.___ keine neuen Erkenntnisse, die Anlass zur Korrektur ihrer 

Beurteilung vom 8. März 2016 geben würden. Der Beschwerdeführer leide unter 

Impingementbeschwerden, für die Dr. K.___ eine Anlageanomalie (Acromion Typ III) 

verantwortlich mache. Diese Anlageanomalie sei nicht unfallkausal. Die rekonstruierte 

Supraspinatussehne sei intakt. Somit würden sich keine Hinweise auf eine 

richtunggebende Verschlimmerung des Vorzustands ergeben (act. G 4.54).

4.5 

4.5.1      Bei der Würdigung der ärztlichen Beurteilungen von med. pract. J.___ ist zu 

berücksichtigen, dass es sich dabei gewissermassen um vertrauensärztliche und somit 

versicherungsinterne Stellungnahmen handelt. Soll ein Versicherungsfall ohne 

Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, sind an die 

Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel 

an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versicherungsinterner ärztlicher 

Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 E. 4.4 mit 

Hinweis; bestätigt in Urteil des Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, 

E. 5.3).

4.5.2      Die Feststellung von med. pract. J.___, der Beschwerdeführer  leide unter 

einer Anlageanomalie (vgl. act. G 4.6, G 4.8: Acromion Typ III, ein ausgeprägt nach 

lateral abfallendes Akromion bzw. Schulterdach) lässt sich den 

Untersuchungsberichten der MR-Arthrographien des rechten Schultergelenks vom 8. 

Januar 2013 (act. G 4.6) und 9. September 2014 (act. G 4.8) entnehmen. Damit ist beim 

Beschwerdeführer ein unfallfremder Vorzustand ausgewiesen, der von Dr. D.___ - wie 

von med. pract. J.___ verstanden - in einen kausalen Zusammenhang zu den 

Impingementbeschwerden des Beschwerdeführers gestellt wird. Dieser medizinische 

Zusammenhang erscheint an sich schlüssig und überzeugend. So wird durch das 

abfallende Akromion der Subakromialraum verschmälert und die Entstehung bzw. 

Erhaltung einer Bursitis begünstigt (vgl. dazu DEBRUNNER, a.a.O., S. 727 f.; 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 1005: Impingement-Syndrom, subakromiales; http://

www.orthozentrum.ch/de/Schulter-EllbogenHand/Rotatorenmanschettenruptur- und 

Impingementsyndrom,-https://www.schulthessklinik.ch/de/fachbereiche/medizinische-

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/18

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zentren/schulterchirurgie-ellbogenchirurgie/fachinformationen/impingement-syndrom/, 

beide abgerufen am 10. Oktober 2017). Ebenfalls unbestritten scheint, dass die 

arthroskopische Rekonstruktion der vom Beschwerdeführer beim Unfall vom 13. 

August 2014 erlittenen Rotatorenmanschettenläsion erfolgreich war bzw. sich 

bezüglich der reinserierten Supraspinatussehne regelrechte postoperative Verhältnisse 

zeigen (act. G 4.43). Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, erscheint damit 

jedoch für das Gericht das Dahinfallen einer kausalen Bedeutung des Unfalls vom 13. 

August 2014 oder allenfalls auch des früheren Unfalls vom 1. Dezember 2011 für die 

über den 8. März 2016 fortdauernden Schmerzen noch nicht überwiegend 

wahrscheinlich nachgewiesen.

4.5.3      Eine Bursitis wurde erstmals von Dr. D.___ anlässlich seiner Untersuchung 

vom 18. Februar 2015 als Ursache für die Beschwerden des Beschwerdeführers in 

Erwägung gezogen (act. G 4.21). Nach einer zunächst wirksamen Infiltration 

subacromial Schulter rechts mit Kenacort/Bupivacain vom 19. Februar 2015 unterbrach 

er zwar seine Behandlung, dies jedoch unter dem Vorbehalt des Bedarfs einer 

Wiedervorstellung. Die Regredienz der Kapsulitis sei weiter zu beobachten (act. G 

4.22). In seinem Bericht vom 13. März 2015 hielt Dr. D.___ ebenfalls fest, dass der 

Verlauf längerfristig zu beobachten sei. Insbesondere weil es sich um eine Reruptur mit 

posttraumatischer Genese handle, sei im weiteren Verlauf auch mit der Möglichkeit 

einer nicht heilenden Sehne zu rechnen, sodass längerfristig gegebenenfalls 

Folgebeschwerden bleiben könnten (act. G 4.23). In der daraufhin von der 

Beschwerdegegnerin bei ihrem beratenden Arzt eingeholten Kausalitätsbeurteilung 

vom 20. Mai 2015 ging auch dieser davon aus, dass die anhaltenden Beschwerden mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit durch das Ereignis vom 13. August 2014 verursacht 

würden und stellte in Übereinstimmung mit Dr. D.___ fest, dass sich postoperativ eine 

partielle Frozen Shoulder entwickelt habe, diese noch physiotherapeutisch behandelt 

werde und der Endzustand noch nicht erreicht sei. Offenbar habe Dr. D.___ die 

Behandlung abgeschlossen, obwohl die Situation unbefriedigend gewesen sei, was 

nicht verständlich sei (act. G 4.26). Am 24. Februar 2016 wurde schliesslich beim 

Beschwerdeführer radiologisch ein Reizzustand der Bursa subacromialis erhoben (act. 

G 4.43). Die zuvor von med. pract. J.___ am 10. November 2015 gemachte Aussage - 

der Beschwerdeführer sei offenbar wegen der rechten Schulter nicht mehr in ärztlicher 

Behandlung, weshalb scheinbar keine nennenswerten Beschwerden mehr vorliegen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/18

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würden - ist zwar nicht abwegig, doch steht sie insgesamt allein da und ist in 

Anbetracht der Kausalitätsbeurteilung des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin 

vom 20. Mai 2015 auch zu relativieren (act. 4.33). So waren eine Bursitis, eine 

Impingement-Problematik bzw. eine Kapsulitis nicht nur im Zeitpunkt der 

Leistungseinstellung, sondern gleichermassen auch im Zeitpunkt, als offenbar noch 

ärztlich übereinstimmend von kausalen Unfallfolgen ausgegangen worden war, das 

wesentliche Thema. Die Feststellungen, wonach der Zustand der operierten 

Supraspinatussehne zufriedenstellend sei, vermögen allein als Argumentation für ein 

Dahinfallen der Unfallkausalität nicht zu überzeugen. Tatsächlich ist beim 

Beschwerdeführer von einem anlagebedingten, aber eben auch von einem 

unfallkausalen Vorzustand auszugehen. Letzterer lässt es - wie von Dr. D.___ in seinem 

Bericht vom 13. März 2016 angesprochen (act. G 4.23) - als nachvollziehbar 

erscheinen, dass eine Supraspinatussehne nach zwei Rupturen bzw. zwei Operationen 

medizinisch eine andere, ungünstigere Ausgangslage darstellt als eine gesunde 

Supraspinatussehne. Gerade auch med. pract. J.___ hält fest, dass der 

Beschwerdeführer nach dem ersten Unfall unter anhaltenden Schulterbeschwerden 

gelitten habe, womit allenfalls noch Folgen des ersten Unfalls vorgelegen haben 

könnten. Der alleinige Umstand, dass sich die operierte Supraspinatussehne heute in 

Kontinuität darstellt, schliesst mithin weitere Unfallrestfolgen nicht in jedem Fall aus. 

Immerhin stellte Dr. K.___ trotz der regelrechten Atrophie der 

Supraspinatussehnenmuskulatur auf den MR-Arthropgraphie-Bildern vom 24. Februar 

2016 Signalalterationen im Bereich der Sehneninsertionsstelle am T. majus mit 

deutlichen postoperativen Veränderungen fest (act. G 4.53). Erklärungen dazu sind 

dem Bericht von Dr. K.___ nicht zu entnehmen, obwohl solche angesichts der 

obgenannten Frage von Interesse wären. Laut medizinischer Literatur können offenbar 

nach Rotatorenmanschettenoperationen Operationsnarben zurückbleiben (vgl. dazu 

DEBRUNNER, a.a.O., S. 86). Es stellt sich somit die Frage, ob im konkreten Fall 

Operationsnarben zu Verdickungen geführt haben könnten, welche das 

Zusammenspiel der einzelnen Strukturen des Schultergelenks durch eine Verengung 

des Raums unter dem Acromion gestört haben könnten. Erfolgt eine Operation wegen 

einer Unfallverletzung, stellt nämlich auch eine allenfalls dadurch entstandene 

Operationsnarbe bzw. eine daraus erwachsene weitere gesundheitliche Problematik 

(beispielsweise eine Bursitis) eine (sekundäre) Unfallfolge dar. Anzufügen ist 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/18

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schliesslich Folgendes: Im Rahmen der Operation vom 21. Februar 2013 wurden vom 

Acromion immerhin 3 mm Knochen reseziert (vgl. act. G 4.4). Damit erscheint das von 

med. pract. J.___ gegen eine Unfallkausalität vorgebrachte Hauptargument, alleiniger 

Grund für die Einengung unter dem Schulterdach sei eine Anlageanomalie zumindest 

auch als relativiert.

4.6  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es dem Gericht anhand der vorliegenden 

medizinischen Beurteilungen, insbesondere denjenigen von med. pract. J.___, nicht 

möglich ist, mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu beurteilen, 

ob es sich bei den anhaltenden Schulterbeschwerden bzw. der Impingement-

Symptomatik mit Bursitis subacromialis um eine zumindest teilweise sekundäre 

traumatische Folge der Unfälle vom 1. Dezember 2011 und 13. August 2014 handelt 

oder ob die besagte Gesundheitsproblematik des Beschwerdeführers einzig noch auf 

seine Anlageanomalie im Bereich des Schulterdachs zurückzuführen ist. Für eine 

abschliessende Beurteilung dieser Frage sind weitere medizinische Abklärungen 

notwendig, welche die Beschwerdegegnerin - unter Beizug eines externen 

Fachspezialisten - durchzuführen haben wird.

5.   

5.1  Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Aufhebung des 

angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. Juni 2016 (act. G 4.55) teilweise 

gutzuheissen und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im Sinn 

der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen.

5.2  Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/18

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In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 14. Juni 

2016 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen im 

Sinn der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 06.11.2017
	Art. 77 UVG: Leistungserbringer bei Nichtberufsunfällen ist derjenige Versicherer, bei dem der Verunfallte zuletzt auch gegen Berufsunfälle versichert war. Für die Folgen eines früheren Unfalls mit Versicherungsschutz bei einem früheren Unfallversicherer besteht ein Rückgriffsrecht gegenüber diesem.Art. 6 UVG: Die Beurteilung eines überwiegend wahrscheinlichen Dahinfallens der Unfallkausalität für die fortdauernden Schulterschmerzen per Zeitpunkt der Leistungseinstellung ist anhand der vorliegenden medizinischen Akten nicht möglich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 6. November 2017, UV 2016/47).

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