# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e447a8bf-d25b-548a-a1bd-ebd0c054d0ee
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-03
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 03.06.2021 SK 2020 487
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2020-487_2021-06-03.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Beschluss
SK 20 487

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 3. Juni 2021 

Besetzung Oberrichterin Friederich Hörr (Präsidentin i.V.), 
Oberrichter Aebi, Oberrichter Schmid
Gerichtsschreiber Stähli

Verfahrensbeteiligte A.________
v.d. Rechtsanwalt B.________

Gesuchstellerin

gegen

C.________
v.d. Rechtsanwältin D.________

Gesuchsgegner 1

und

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

Gesuchsgegnerin 2

Gegenstand Revisionsgesuch vom 9. November 2020 betreffend Beschluss 
des Obergerichts des Kantons Bern vom 15. Juli 2020 
(BK 20 186)

2

Erwägungen:

I.

1. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Besondere Aufgaben (nachfolgend 
Staatsanwaltschaft), führte ein Strafverfahren gegen C.________ (nachfolgend Ge-
suchsgegner 1) wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung, evtl. Aussetzung, evtl. 
Unterlassung der Nothilfe. Zuständige Verfahrensleiterin des unter der Nummer 
BA 18 504 geführten Verfahrens war die Staatsanwältin E.________ (pag. 053). 

2. Am 3. April 2020 verfügte die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens 
(pag. 053, Ziff. 5 der Verfügung). Zugleich stellte sie fest, dass A.________ (nach-
folgend Gesuchstellerin) nicht zur Zivilklage legitimiert sei, hingegen als Strafklägerin 
zugelassen werde, wies deren Beweisantrag auf Einholung eines interdisziplinären 
Gutachtens ab, verwies ihre Haftungsklage auf den verwaltungsrechtlichen Weg, 
auferlegte dem Kanton Bern die Verfahrenskosten und sprach dem Gesuchsgegner 
1 eine Entschädigung zu (pag. 053 f.). Die dagegen erhobene Beschwerde wies die 
Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern mit Beschluss vom 15. Juli 
2020 ab (BK 20 186). Dagegen erhob die Gesuchstellerin Beschwerde in Strafsa-
chen beim Bundesgericht. Das Bundesgericht sistierte das unter der Nummer 
6B_1055/2020 geführte Verfahren mit Blick auf das vorliegende und bat dement-
sprechend um Mitteilung über den Verfahrensausgang (pag. 009).

3. Am 9. November 2020 richtete die Gesuchstellerin ein Revisionsgesuch mit den fol-
genden Begehren an die Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des 
Kantons Bern (pag. 011 ff.; Hervorhebungen im Original):

Hauptantrag:

1. Es sei das Revisionsgesuch gutzuheissen, der Beschluss vom 15.07.2020 / BK.20 186 revisions-
weise aufzuheben, auf die Einstellungsverfügung vom 03.04.2020 der Staatsanwaltschaft Bern 
zurückzukommen und die Staatsanwaltschaft Bern anzuweisen, die Strafuntersuchung an einen 
ausserkantonalen Staatsanwaltschaft [recte: Staatsanwalt] zur Untersuchung zu übertragen.

Eventualiter:

2. Es sei das Revisionsgesuch gutzuheissen, der Beschluss vom 15.07.2020 / BK.20 186 revisions-
weise aufzuheben und die Angelegenheit an einen unabhängigen Staatsanwalt zur weiteren Unter-
suchung zu übertragen.

Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Staates

4. Mit Verfügung vom 12. November 2020 überwies die Beschwerdekammer in Straf-
sachen des Obergerichts des Kantons Bern die Eingabe der Gesuchstellerin in 
Anwendung von Art. 39 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung vom 

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5. Oktober 2007 (StPO; SR 312.0) und bezugnehmend auf Art. 411 Abs. 1 StPO an 
die Strafkammern des Obergerichts des Kantons Bern (pag. 001 ff.). 

5. Auf Aufforderung der Verfahrensleitung hin (pag. 081) reichte der Vertreter der Ge-
suchstellerin seine Anwaltsvollmacht nach (pag. 092).

6. Der Gesuchsgegner 1 reichte mit Schreiben vom 7. Dezember 2020 (Eingang: 9. De-
zember 2020) seine Stellungnahme zum Revisionsgesuch ein (pag. 103 ff.). Die Ge-
neralstaatsanwaltschaft bezog am 8. Dezember 2020 ebenfalls Stellung, worin sie 
Nichteintreten unter Kostenfolge zu Lasten der Gesuchstellerin beantragte 
(pag. 097 ff.). 

7. Innert erstreckter Frist (pag. 121) reichte die Gesuchstellerin zwei Replikschriften, 
jeweils unter Bezugnahme auf die Stellungnahmen der übrigen Parteien, ein (pag. 
127 ff.; pag. 157 ff.). Darin hielt sie an den bisher gestellten Anträgen fest. 

8. Mit Schreiben vom 11. Februar 2021 erklärte die Generalstaatsanwaltschaft nach 
Rücksprache mit der regionalen Staatsanwältin ihren Verzicht auf Duplik und verwies 
auf ihre bisherige Stellungnahme (pag. 211). Der Gesuchsgegner 1 reichte am 
18. Februar 2021 seine Duplik ein (pag. 213 ff.). Auf Aufforderung hin reichte die 
Rechtsvertreterin des Gesuchsgegners 1 ihre Honorarnote ein (pag. 229). 

9. Nachdem der Schriftenwechsel für beendet erklärt worden war (pag. 225 f.) reichte 
die Gesuchstellerin am 4. März 2021 eine weitere Stellungnahme ein (pag. 235 ff.). 
Daraufhin reichte der Gesuchsgegner 1 am 17. März 2021 ebenfalls eine weitere 
Stellungnahme sowie eine aktualisierte Honorarnote seiner Rechtsvertreterin ein 
(pag. 253 ff.; pag. 261). Trotz des erneuten Hinweises auf den vorgängig erklärten 
Abschluss des Schriftenwechsels (pag. 273) reichte die Gesuchstellerin am 29. März 
2021 erneut eine Stellungnahme ein (pag. 277 ff.). Dem folgte am 19. April 2021 die 
Honorarnote des Rechtsvertreters der Gesuchstellerin (pag. 303 ff.). 

II.

10. Die Gesuchstellerin beantragt im Wesentlichen die Aufhebung des Beschlusses der 
Beschwerdekammer vom 15. Juli 2020 (BK 20 186) und die Wiederaufnahme des 
Strafverfahrens gegen den Gesuchsgegner 1 durch eine ausserkantonale Staatsan-
waltschaft, eventualiter durch einen unabhängigen Staatsanwalt. Zur Begründung 
führt sie an, im Zeitpunkt des Beschlusses bereits vorhandene, ihr seinerzeit unbe-
kannte Tatsachen würden bei der verfahrensleitenden Staatsanwältin den Anschein 
von Befangenheit erwecken. 

11. Zum Zweck der Unabhängigkeit der Justiz haben Strafbehörden bei Vorliegen ge-
wisser, in Art. 56 StPO aufgelisteter Umstände in den Ausstand zu treten. Für Mit-
glieder der Staatsanwaltschaft gelten diese Bestimmungen im Stadium des Vorver-
fahrens uneingeschränkt (BGE 138 IV 142 = Pra 101 [2012] Nr. 123 E. 2.2.1). Will 
eine Partei den Ausstand einer in einer Strafbehörde tätigen Person geltend machen, 
so hat sie ohne Verzug ein entsprechendes Gesuch zu stellen (Art. 58 Abs. 1 StPO). 

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Wird der Ausstandsgrund erst nach Abschluss des Verfahrens entdeckt, so gelten 
die Bestimmungen über die Revision (Art. 60 Abs. 3 StPO). Als Verfahrensabschluss 
gilt in diesem Zusammenhang das Erreichen des Verfahrensstadiums, in dem keine 
Ausstandsgründe mehr vorgebracht werden können, was im Beschwerdeverfahren 
vor dem Bundesgericht regelmässig der Fall ist (SCHMID/JOSITSCH, StPO Praxiskom-
mentar, 3. Auflage, Art. 60 N 6). Daher muss das vorliegende Verfahren trotz hängi-
ger Bundesgerichtsbeschwerde als abgeschlossen i.S.v. Art. 60 Abs. 3 StPO be-
trachtet werden. Kraft Verweises sind die Bestimmungen über die Revision in den 
Art. 410 – 415 StPO anwendbar. 

12. Die Revision nach Art. 410 ff. StPO setzt ein taugliches Anfechtungsobjekt, einen 
Revisionsgrund und die Legitimation der gesuchstellenden Partei voraus. Diese ein-
schränkenden Voraussetzungen gelten auch dann, wenn die gesuchstellende Partei 
sich auf einen nachträglichen Ausstandsgrund beruft (BGE 146 IV 185 E. 6.3 mit 
Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 6B_30/2018 vom 21. Juni 2018 E. 1.2). In die-
sem Fall dient Art. 60 Abs. 3 StPO (bzw. der geltend gemachte Ausstandsgrund 
gemäss Art. 56 StPO) gegebenenfalls als Revisionsgrund. Dies macht die übrigen 
Eintretensvoraussetzungen für Revisionsgesuche nicht per se entbehrlich; Art. 60 
Abs. 3 StPO führt insbesondere nicht zu einer Erweiterung der mittels Revision an-
fechtbaren Urteile und materiellen Entscheide (BGE 146 IV 185 E. 6.4). 

12.1 Dem Wortlaut von Art. 410 Abs. 1 StPO zufolge bilden nur rechtskräftige Urteile, 
Strafbefehle, nachträgliche richterliche Entscheide und Entscheide im selbstständi-
gen Massnahmeverfahren taugliche Anfechtungsobjekte. Nicht revidierbar sind da-
gegen unter anderem Nichtanhandnahme- und Einstellungsverfügungen der Staats-
anwaltschaft nach Art. 310 und 320 StPO (Beschluss des Obergerichts des Kantons 
Bern SK 16 358 vom 24. März 2017 E. 7; Urteil des Bundesgerichts 6B_1009/2013 
vom 13. November 2013 E. 1; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Art. 410 N 8; BSK StPO-
HEER, 2. Auflage, Art. 410 N 27; FINGERHUTH THOMAS, in: Donatsch/Lieber/Sum-
mers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. 
Auflage, Art. 410 N 2). Dies, weil die Revision nur subsidiären Charakter hat und 
zugleich mit der Wiederaufnahme nach Art. 323 StPO eine spezifischere Norm zur 
Verfügung steht.  

12.2 Die Gesuchstellerin richtet ihr Gesuch vordergründig gegen den Beschluss der Be-
schwerdekammer vom 15. Juli 2020 (BK 20 186). Dieser befindet sich infolge der in 
dieser Sache hängigen Bundesgerichtsbeschwerde nicht bei den Akten, sondern 
beim Bundesgericht. Der Inhalt des Beschlusses ist jedoch bekannt. Er ist in anony-
misierter Fassung online abrufbar (<https://www.zsg-entscheide.apps.be.ch/tribuna-
publikation/>). Der Beschluss der Beschwerdekammer vom 15. Juli 2020 (BK 20 
186) erging in dem von der Gesuchstellerin gegen die Verfügung der Staatsanwalt-
schaft vom 3. April 2020 (BA 18 504) angestrengten Beschwerdeverfahren. In ihrem 
Beschluss stellte die Beschwerdekammer zunächst die teilweise Rechtskraft der an-
gefochtenen Verfügung fest und wies die Beschwerde im Weiteren – insbesondere 
betreffend die vorliegend interessierende Verfahrenseinstellung in Ziff. 5 der Verfü-
gung vom 3. April 2020 (pag. 053) – ab. Der Rechtsnatur der Beschwerde entspre-
chend liess der Beschwerdeentscheid BK 20 186 Ziff. 5 der Verfügung vom 3. April 

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2020 wiederaufleben (vgl. Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern SK 16 358 
vom 24. März 2017 E. 7; ebenso SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Art. 397 N 3). 

12.3 Damit erweist sich das Gesuch als unzulässig; weder die Einstellungsverfügung vom 
3. April 2020 (BA 18 504) noch der Beschluss der Beschwerdekammer vom 15. Juli 
2020 (BK 20 186) bildet ein taugliches Anfechtungsobjekt für die Revision. Daran 
ändert auch der Umstand nichts, dass vorliegend in Anwendung von Art. 60 Abs. 3 
StPO nachträglich Ausstandsgründe geltend gemacht werden. Für diese Konstella-
tion steht die Wiederaufnahme nach Art. 323 StPO zur Verfügung (Urteil des Bun-
desgerichts 6B_30/2018 vom 21. Juni 2018 E. 1.2; SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Art. 60 
N 7). Diese fällt nicht in die Zuständigkeit des Berufungsgerichts, sondern der Staats-
anwaltschaft (BSK StPO-GRÄDEL/HEINIGER, 2. Auflage, Art. 323 N 2 f.). 

12.4 Soweit die Gesuchstellerin sich zur Begründung ihres Gesuchs auf Art. 385 des 
Schweizerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0) be-
ruft, ist festzuhalten, dass diesem seit Einführung der Art. 410 – 415 StPO keine 
Bedeutung mehr zukommt (BSK-StGB-GASS, 4. Auflage, Art. 385 N 10). Ohnehin 
erlaubt Art. 385 StGB seinem Wortlaut zufolge nur die Wiederaufnahme eines Ver-
fahrens zugunsten des Verurteilten bzw. Beschuldigten. Unter diesem Gesichtspunkt 
ist die Aufhebung von Einstellungsverfügungen, die eine strafrechtliche Entlastung 
für die beschuldigte Person bedeuten, gestützt auf Art. 385 StGB somit nicht mög-
lich. 

13. Auf das Gesuch vom 9. November 2020 ist aufgrund dieser Erwägungen nicht ein-
zutreten. 

14. Abschliessend ist der Vollständigkeit halber festzuhalten, dass nach summarischer 
Prüfung kein Ausstandsgrund und somit kein Revisionsgrund gegeben wäre. Die 
vorgebrachten Argumente erschöpfen sich darin nahezulegen, dass die verfahrens-
leitende Staatsanwältin zu einem früheren Zeitpunkt in einem anderen Verfahren 
(PEN 17 858) gegen den Verstorbenen als Verfahrensleiterin fungiert habe. Die Ge-
neralstaatsanwaltschaft hält in ihrer Stellungnahme vom 8. Dezember 2020 unter 
Bezugnahme auf die Akten des Verfahrens PEN 17 858 überzeugend dafür, dass 
die verfahrensleitende Staatsanwältin mit dem damaligen Verfahren inhaltlich gar 
nicht erst befasst war, sondern das Verfahren nur vorübergehend formell zugewie-
sen erhalten hatte (pag. 101). Dies müsse der Gesuchstellerin, die sich im Zeitpunkt 
der Einreichung ihres Gesuchs im Besitz der fraglichen Verfahrensakten befand, 
auch klar gewesen sein (pag. 101). Angesichts dessen erübrigen sich weitere Aus-
führungen. 

III.

15. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Verfahrenskosten der Gesuchstellerin, die 
mit ihren Anträgen unterliegt, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Verfahrens-

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kosten werden in Anwendung von Art. 25 lit. a des Dekrets betreffend die Verfah-
renskosten und die Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsan-
waltschaft vom 24. März 2010 (VKD; BSG 161.12) bestimmt auf CHF 1'000.00.

16. Dem Gesuchsgegner 1 steht eine Entschädigung für die angemessene Ausübung 
seiner Verfahrensrechte zu (Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Dieser 
Anspruch richtet sich grundsätzlich gegen den Staat. Die Entschädigungspflicht an 
den Gesuchsgegner 1 als obsiegende Partei kann jedoch in analoger Anwendung 
von Art. 432 Abs. 2 StPO der Gesuchstellerin auferlegt werden, wenn ausschliesslich 
letztere den Rechtsbehelf ergriffen hat und dieser vollumfänglich abgewiesen wird 
(BGE 139 IV 45 = Pra 102 [2013] Nr. 60 E. 1). Infolge Unterliegens hat die Gesuch-
stellerin dem Gesuchsgegner 1 eine Entschädigung zu entrichten. Der in der aktua-
lisierten Honorarnote (pag. 261) geltend gemachte Zeitaufwand von 10 Stunden und 
der Honoraransatz von CHF 220.00 (exkl. MWSt) pro Stunde erscheint angemessen, 
zumal die zusätzlich aufgewendeten Stunden auf die Stellungnahme des Gesuchs-
gegners 1 zu den zusätzlichen Eingaben der Gesuchstellerin zurückzuführen sind 
(dazu E. 9 oben). Die ihm von der Gesuchstellerin zu entrichtende Entschädigung 
beläuft sich auf gesamthaft CHF 2'315.00 (Honorar 10 Stunden à CHF 220.00 
[CHF 2'200.00] zuzüglich Auslagen von ca. CHF 115.00, Mehrwertsteuer ist nicht 
geschuldet).

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Die 2. Strafkammer beschliesst:

1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 1'000.00 werden der Gesuchstellerin auferlegt. 

3. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, C.________ eine Entschädigung CHF 2'315.00 zu 
bezahlen. 

4. Zu eröffnen:
- der Gesuchstellerin, v.d. Rechtsanwalt B.________
- dem Gesuchsgegner 1, v.d. Rechtsanwältin D.________
- der Generalstaatsanwaltschaft
Mitzuteilen:
- der Beschwerdekammer des Obergerichts des Kantons Bern
- der Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Besondere Aufgaben
- dem Bundesgericht (unter Bezugnahme auf das Verfahren 6B_1055/2020)

Bern, 3. Juni 2021 Im Namen der 2. Strafkammer

Die Präsidentin i.V.:

Oberrichterin Friederich Hörr

Der Gerichtsschreiber:

Stähli

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 
(BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.