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**Case Identifier:** 1088e185-bc11-5945-9745-52930aa01076
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2023-03-14
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 14.03.2023 CA.2022.2
**Docket/Reference:** CA.2022.2
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_CA-2022-2_2023-03-14

## Full Text

Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB);;Berufung gegen SK-Entscheid (Art. 398 StPO) ; Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), qualifizierter Diebstahl (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB), qualifizierte Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB)

Urteil vom 14. März 2023 
Berufungskammer 

Besetzung  Richter Andrea Blum, Vorsitzende 
Thomas Frischknecht und Olivier Thormann 
Gerichtsschreiberin Nathalie Hiltbrunner  

Parteien  A., 
amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Daniel U. Walder, 

Berufungsführer / Beschuldigter  
 
gegen 
 
BUNDESANWALTSCHAFT, vertreten durch Staatsanwältin 
des Bundes Sabrina Beyeler, 

Berufungsführerin / Anklagebehörde 
 
 
und 
 
1. B. BANK 

  
2. C. AG 
 
3. D. VERSICHERUNG  

Privatklägerschaft  
 
 
 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

Geschäftsnummer: CA.2022.2 

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Gegenstand 
 

Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in ver-
brecherischer Absicht, qualifizierter Diebstahl und quali-
fizierte Sachbeschädigung 
 
Berufung des Beschuldigten (vollumfänglich) vom 
28. Februar 2022 und Berufung der Bundesanwaltschaft 
(teilweise) vom 22. Februar 2022 gegen das Urteil der 
Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2021.45 vom 
22. Dezember 2021 

  

- 3 - 

Sachverhalt: 

A. Prozessgeschichte und erstinstanzliches Urteil 

A.1 Am 12. Dezember 2019 erhielt die Notrufzentrale des Kantons St. Gallen die 
Meldung, dass an der G. Strasse 37 in Z. ein Bankomat aufgesprengt wurde, 
woraufhin die Kantonspolizei St. Gallen an den Tatort ausrückte (BA pag. 10.01-
0003). Gemäss Zwischenbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 13. Januar 
2020 konnten an zwei in Tatortnähe sichergestellten Nageleisen (nachfolgend: 
Geissfüsse) DNA-Spuren gesichert werden, die mit den DNA-Profilen von A. 
(nachfolgend: Beschuldigter) und F. übereinstimmen (BA pag. 10.01-0023).  

A.2 Am 21. Januar 2020 stellte die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Un-
tersuchungsamt ZZ., eine Gerichtsstandsanfrage zuhanden der Bundesanwalt-
schaft (nachfolgend: BA) (BA pag. 02.02-0001), worauf Letztere am 3. März 2020 
bestätigte, das Verfahren in Bundeskompetenz weiterzuführen (BA pag. 02.02-
0005). Am 29. Mai 2020 eröffnete die BA ein Verfahren gegen den Beschuldig-
ten, F. und unbekannte Täterschaft wegen Gefährdung durch Sprengstoffe und 
giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), Diebstahl (Art. 
139 StGB), Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und 3 StGB) und Hausfriedens-
bruch (Art. 186 StGB) und vereinigte die das Verfahren in der Hand der Bundes-
behörden (BA pag. 01.01-0003; 02.01-0004 f.). Der Beschuldigte wurde am 
19. Juni 2020 um circa 15.50 Uhr in YY./AUT einer Verkehrskontrolle unterzogen. 
Aufgrund des gleichentags durch die BA erlassenen internationalen Haftbefehls 
(BA pag. 06.03-0005) wurde er durch die österreichischen Behörden um 17.45 
Uhr festgenommen (BA pag. 18.01-0013). Seither befand er sich in Haft (Auslie-
ferungs-, Untersuchungshaft) bzw. ab dem 21. Juni 2021 im vorzeitigen Strafvoll-
zug (BA Rubrik 06.03). 

A.3 Mit Verfügung vom 17. Juni 2021 trennte die BA das Verfahren gegen den Be-
schuldigten vom Strafverfahren gegen F. und unbekannte Täterschaft ab, da F. 
aufgrund eines gegen ihn in Dänemark hängigen Strafverfahrens damals nicht 
an die Schweiz ausgeliefert und das gegen ihn und unbekannte Täterschaft in 
der Schweiz hängige Verfahren – im Gegensatz zum Strafverfahren gegen den 
Beschuldigten – nicht abgeschlossen werden konnte (BA pag. 03.01-0014 ff.). 
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. 

A.4 Am 6. Oktober 2021 erhob die BA bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts 
Anklage (TPF pag. 9.100.001 ff.) gegen den Beschuldigten wegen Gefährdung 
durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 
StGB), qualifizierten Diebstahls (Art. 139 Ziff. 1 und Ziff. 3 StGB) und qualifizierter 
Sachbeschädigung (Art. 144 Abs. 1 und Abs. 3 StGB). 

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A.5 Die erstinstanzliche Hauptverhandlung fand am 22. Dezember 2021 in Anwesen-
heit der BA sowie des Beschuldigten und seines amtlichen Verteidigers am Sitz 
des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt (TPF pag. 9.720.001 ff.). Mit gleichen-
tags mündlich eröffnetem Urteil SK.2021.45 wurde der Beschuldigte der Gefähr-
dung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht gemäss 
Art. 224 Abs. 1 StGB, des qualifizierten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. 
Ziff. 3 Abs. 4 StGB und der qualifizierten Sachbeschädigung gemäss Art. 144 
Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB schuldig gesprochen. Dafür wurde er mit einer Frei-
heitsstrafe von 74 Monaten bestraft. Die ausgestandene Haft wurde auf den Voll-
zug der Strafe angerechnet. Zudem wurde der Beschuldigte für die Dauer von 10 
Jahren des Landes verwiesen. Die Zivilklage der C. AG (nachfolgend: Privatklä-
gerin 2) wurde auf den Zivilweg verwiesen. Betreffend Zivilklage der D. Versiche-
rung (nachfolgend: Privatklägerin 3) wurde der Beschuldigte zur Bezahlung von 
Schadenersatz von CHF 57'641.55, zuzüglich 5 % Zins seit 10. Dezember 2020, 
verpflichtet. Im Übrigen wurde die Zivilklage der Privatklägerin 3 auf den Zivilweg 
verwiesen.  

A.6 Gegen dieses Urteil meldeten sowohl der Beschuldigte am 27. Dezember 2021 
(TPF pag. 9.940.001 f.) als auch die BA am 30. Dezember 2021 (TPF pag. 
9.940.003 f.) fristgerecht die Berufung an.  

A.7 Die schriftliche Urteilsbegründung wurde am 4. Februar 2022 versandt und den 
Parteien am 7. Februar 2022 zugestellt (CAR pag. 1.100.005 ff.). 

B. Verfahren vor der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts 

B.1 Mit Schreiben vom 4. Februar 2022 leitete die Strafkammer das begründete Urteil 
vom 22. Dezember 2021 mitsamt den beiden Berufungsanmeldungen an die Be-
rufungskammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend: Berufungskammer) wei-
ter (CAR pag. 1.100.003). 

Mit Berufungserklärung vom 22. Februar 2022 (CAR pag. 1.100.058 f.) erklärte 
die BA die Beschränkung der Berufung auf die Bemessung der Strafe und der 
Massnahme gemäss Ziffer 2 und 3 des Urteilsdispositivs vom 22. Dezember 
2021 und stellte folgende Anträge: 

1. A. sei zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren, unter Anrechnung der erstandenen 

Haft. 

2. A. sei für 12 Jahre des Landes zu verweisen. 

B.2 Der Beschuldigte focht mit Berufungserklärung vom 28. Februar 2022 (CAR pag. 
1.100.060 ff.) das erstinstanzliche Urteil vollumfänglich an – mit Ausnahme der 

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Höhe der Entschädigung des amtlichen Verteidigers gemäss Ziffer 8 des Urteils-
dispositivs – und liess folgende Anträge stellen: 

1. A. sei freizusprechen vom Vorwurf der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in 

verbrecherischer Absicht, des qualifizierten Diebstahls sowie der qualifizierten Sachbeschädi-

gung, alles angeblich gemeinsam begangen mit F. am 12. Dezember 2019, 01.33 Uhr, in 

Z./SG. 

2. Die entstandenen erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien der Schweizerischen Eidgenos-

senschaft aufzuerlegen und es sei A. für die diesbezüglich entstandenen Verteidigungskosten 

eine Entschädigung auszurichten. 

3. Es sei A. für den ausgestandenen Freiheitsentzug eine gerichtlich zu bestimmende Genugtu-

ung sowie eine gerichtlich zu bestimmende Erwerbsausfallsentschädigung auszurichten. 

4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens seien die geltend gemachten Zivil- resp. Strafklagen un-

ter Kostenfolgen abzuweisen. 

5. Es seien die oberinstanzlichen Verfahrenskosten der Schweizerischen Eidgenossenschaft 

aufzuerlegen und es sei A. für die diesbezüglich entstandenen Verteidigungskosten eine Ent-

schädigung auszurichten. 

6. Es sei A. beim vorliegend beantragten Ausgang des Verfahrens unverzüglich aus dem vorzei-

tigen Strafvollzug zu entlassen. 

7. Es seien die weiteren notwendigen Verfügungen zu treffen und es sei das Honorar der amtli-

chen Verteidigung im oberinstanzlichen Verfahren gerichtlich zu bestimmen. 

 
Weiter stellte und begründete der Beschuldigte folgenden Beweisantrag (CAR 
pag. 1.100.062): 

Es sei F. ein weiteres Mal rechtshilfeweise einzuvernehmen. 

B.3 Die BA verzichtete mit Eingabe vom 14. März 2022 auf einen Nichteintretensan-
trag und eine über die bereits eingereichte Berufungserklärung hinausgehende 
Anschlussberufung. Sie nahm zum Beweisantrag des Beschuldigten Stellung, 
ohne selber Anträge zu stellen (CAR pag. 1.400.003).  

B.4 Nach erfolglosen Abklärungen zur Aussagebereitschaft des sich in Dänemark in 
Haft befindenden A. (CAR pag. 2.100.001 f.) und Schriftenwechsel betreffend 
Fragekatalog zur Einvernahme von A. auf dem Rechtshilfeweg (CAR pag. 
2.100.003 ff., pag. 2.101.006, pag. 2.102.003), stellte die Berufungskammer in 
Gutheissung des Beweisantrags des Beschuldigten am 10. Juni 2022 ein inter-
nationales Rechtshilfeersuchen in Strafsachen betreffend rechtshilfeweise Ein-
vernahme von F. als Auskunftsperson an Dänemark (CAR pag. 3.101.001). Die 
dänischen Behörden beantworteten das Rechtshilfegesuch am 28. September 

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2022 unter Mitteilung, dass F. die Aussage verweigere bis er Akteneinsicht habe 
(CAR pag. 3.101.046 ff.).  

B.5 Am 3. August 2022 stellte der vormalige amtliche Verteidiger des Beschuldigten, 
Rechtsanwalt André Vogelsang (Bern), ein Gesuch um Entlassung aus dem amt-
lichen Mandat aufgrund eines erheblich gestörten Vertrauensverhältnisses (CAR 
pag. 2.102.004 ff.). Mit Schreiben vom 9. August 2022 ersuchte Rechtsanwalt 
Daniel U. Walder (Zürich) um Einsetzung als amtlicher Verteidiger des Beschul-
digten (CAR pag. 2.102.008 f.). Mit prozessleitender Verfügung vom 10. August 
2022 hiess die Verfahrensleitung das Gesuch gut und entliess Rechtsanwalt 
André Vogelsang aus dem Mandat der amtlichen Verteidigung des Beschuldig-
ten und bestellte Rechtsanwalt Daniel U. Walder mit sofortiger Wirkung als amt-
lichen Verteidiger (CAR pag. 8.101.001 f.). Rechtsanwalt André Vogelsang 
reichte am 12. August 2022 seine Honorarnote für seine Bemühungen als amtli-
cher Verteidiger im Berufungsverfahren ein (CAR pag. 7.100.005).  

B.6 Im Rahmen der Prozessvorbereitung holte die Berufungskammer entsprechend 
der Verfügung über die Beweismassnahmen vom 10. August 2022 (CAR pag. 
4.200.001 ff.) aktuelle Auszüge aus dem schweizerischen Strafregister (CAR 
pag. 4.401.009 ff.) und mehreren ausländischen Strafregistern (CAR pag. 
4.401.012 ff.) sowie einen Führungsbericht der Justizvollzugsanstalt H. (CAR 
pag. 6.100.006 ff.) über den Beschuldigten ein.  

B.7 Mit Eingabe vom 8. September 2022 beantragte der Beschuldigte die Einver-
nahme des Mitverfassers des Berichts des Kriminaltechnischen Dienstes vom 
9. Januar 2020, DD. (CAR pag. 4.200.006). Nach entsprechender Information 
der Verfahrensleitung liess der Beschuldigte mit Eingabe vom 16. September 
2022 diesen Beweisantrag hinsichtlich der zu befragenden Person zu EE. als 
Verantwortlicher des Fachbereichs Forensische Genetik vom Institut für Rechts-
medizin (nachfolgend: IRM) St. Gallen korrigieren (CAR pag. 4.200.007). Mit 
Schreiben vom 19. September 2022 informierte die Verfahrensleitung die Par-
teien, dass EE. aufgrund von ferienbedingter Auslandabwesenheit nicht zum 
Verhandlungstermin vom 17. Oktober 2022 erscheinen könne, jedoch einen 
schriftlichen Bericht erstatten werde. Nach vorgängiger Vernehmlassung zum 
Fragekatalog (CAR pag. 2.100.015) erstattete EE. am 3. Oktober 2022 seinen 
schriftlichen Bericht (CAR pag. 2.203.018 ff.).  

B.8 Mit Eingabe vom 5. Oktober 2022 beantragte der Beschuldigte die Einvernahme 
von Wachtmeister FF., Mitarbeiter des Kriminaltechnischen Dienstes der Kan-
tonspolizei St. Gallen (CAR pag. 4.200.008 f.). Die Verfahrensleitung brachte so-
dann in Erfahrung, dass neben FF. insbesondere auch GG. vom Kriminaltechni-

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schen Dienstes der Kantonspolizei St. Gallen an der Spurensicherung im vorlie-
genden Fall beteiligt war (CAR pag. 4.200.010). Am 10. Oktober 2022 verfügte 
sie in Gutheissung des Beweisantrages die Vorladung von FF. und GG. vom Kri-
minaltechnischen Dienst der Kantonspolizei St. Gallen als Zeugen zur Beru-
fungsverhandlung vom 17. Oktober 2022 (CAR pag. 4.301.010 ff.). 

B.9 Der erste Teil der Berufungsverhandlung fand am 17. Oktober 2022 in Anwesen-
heit des Beschuldigten und seiner amtlichen Verteidigung sowie der BA am Sitz 
der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts in Bellinzona statt (CAR pag. 
5.100.001 ff.), während die Privatklägerschaft auf Teilnahme an der Berufungs-
verhandlung verzichtet hatte (CAR pag. 4.301.009, 5.100.002). Anlässlich dieses 
Termins wurden die beiden Zeugen zu Protokoll befragt (CAR pag. 5.301.001 ff. 
und 5.302.001 ff.). Auf Antrag des Beschuldigten hin und nach Mitteilung der BA, 
wonach F. voraussichtlich Ende Januar 2023 vorübergehend von Dänemark an 
die Schweiz ausgeliefert werde, wurde entschieden, die Berufungsverhandlung 
am 2. März 2023 unter Einvernahme von F. fortzuführen, unter vorgängigem Bei-
zug sämtlicher durch die BA im Strafverfahren gegen F. noch zu erstellender 
Einvernahmeprotokolle (CAR pag. 5.100.008).  

B.10 Im Vorfeld der Fortsetzungsverhandlung wurde am 6. Februar 2023 nochmals 
ein aktueller Auszug aus dem schweizerischen Strafregister über den Beschul-
digten eingeholt (CAR pag. 4.401.024 f.). Die Justizvollzugsanstalt H. verzichtete 
auf Anfrage der Verfahrensleitung vom 7. Februar 2023 auf das Anbringen von 
Ergänzungen zum Führungsbericht über den Beschuldigten vom 13. September 
2023 (CAR pag. 6.100.018 f.). Mit Eingabe vom 7. Februar 2023 übermittelte die 
BA dem Gericht die Einvernahmeprotokolle im Untersuchungsverfahren gegen 
F. (CAR pag. 3.201.011 ff.).  

B.11 Mit Eingabe vom 22. Februar 2023 beantragte der Beschuldigte die Abnahme 
der Vorladung für die Verhandlung vom 2. März 2023 und die Rückweisung der 
Anklage an die BA mit dem Auftrag zur Ermittlung zum Sachverhaltsteil XX. ZH 
(CAR pag. 2.102.022 ff.). Die BA beantragte mit Stellungnahme vom 24. Februar 
2023 die Abweisung dieser Anträge (CAR pag. 2.101.019 f.). Mit prozessleiten-
der Verfügung vom 27. Februar 2023 wies die Verfahrensleitung die Anträge des 
Beschuldigten vom 22. Februar 2023 ab und hielt am Verhandlungstermin vom 
2. März 2023 fest (CAR pag. 2.100.027 ff.).  

B.12 Anlässlich der am 2. März 2023 fortgesetzten Berufungsverhandlung wurden F. 
als Auskunftsperson (CAR pag. 5.304.001 ff.) und der Beschuldigte von Geset-
zes wegen einvernommen (CAR pag. 5.303.001 ff.).  
Im Rahmen des Parteivortrags liess der Beschuldigte folgende Anträge stellen 
(CAR pag. 5.100.015 f.): 

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1. Mein Mandant sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen. 

2. Mein Mandant sei umgehend bzw. nach der Urteilseröffnung aus dem vorzeitigen Strafvollzug 

in Freiheit zu entlassen.  

3. Meinem Mandanten sei für den ungerechtfertigten Freiheitsentzug in Anwendung von Art. 429 

Abs. 1 lit. c StPO eine angemessene Genugtuung, mindestens CHF 200.00 pro Hafttag, zzgl. 

Verzugszins zu 5 % ab mittlerem Verfallstag (18. August 2021), zuzusprechen. 

4. Jegliche erkennungsdienstlichen Daten seien mit Eintritt der Rechtskraft zu löschen. 

5. Die sichergestellten Gegenstände seien meinem Mandanten mit Eintritt der Rechtskraft her-

auszugeben. 

6. Die Zivilforderung der Privatkläger seien vollumfänglich abzuweisen, eventualiter auf den Zivil-

weg zu verweisen. 

7. Die Kosten des Vorverfahrens und des erstinstanzlichen Verfahrens (inkl. Kosten der amtli-

chen Verteidigung) seien ausgangsgemäss auf die Staatskasse zu nehmen. 

8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt.) gemäss dem Ausgang des Verfah-

rens. 

 Ferner wurde folgender prozessualer Antrag gestellt: 
9. Es sei Frist zur Bezifferung der Entschädigungsforderung gemäss Art. 429 Abs. 2 StPO anzu-

setzen. 

 
Die BA stellte und begründete im Rahmen ihres Parteivortrags folgende Anträge 
(CAR pag. 5.100.017 f.): 

− Bestätigung erstinstanzliches Urteil mit Schuldsprüchen wg.  
 Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase in verbrecherischer Absicht gemäss 

Art. 224 Abs. 1 StGB 

 qualifizierten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB 
 qualifizierter Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB 

− Erhöhung der Freiheitsstrafe auf 10 Jahre 
− Erhöhung Landesverweis auf 12 Jahre 
− Bestätigung Nebenfolgen sowie Kosten- und Entschädigungsfolgen für erstinstanzliches Ver-

fahren 

− Vollumfängliche Kostenauflage Berufungsverfahren an beschuldigte Person, ausgenommen 
Kosten amtl. Vert. 

− Entschädigung amtl. Vert. durch Eidgenossenschaft mit Verpflichtung Rückzahlung beschul-
digte Person 

Nach erfolgtem zweiten Parteivortrag (Replik / Duplik) hielt der Beschuldigte das 
letzte Wort. Auf Nachfrage des Gerichts erklärten die Parteien ihren Verzicht auf 
die mündliche Urteilseröffnung im Sinne von Art. 84 Abs. 3 StPO (CAR pag. 
5.100.022). 

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B.13 Innert der anlässlich vom Gericht angesetzten nachträglichen Frist zur Beziffe-
rung von Schadenersatzansprüchen, verlangte der Beschuldigte mit Eingabe 
vom 13. März 2023 eine Entschädigung für wirtschaftliche Einbussen im Umfang 
von Fr. 11'257.00 (CAR pag. 2.102.024 f.).  

B.14 Das Urteil vom 14. März 2023 wurde den Parteien im Dispositiv schriftlich eröffnet 
(CAR pag. 9.100.001 ff.). 
 

Die Berufungskammer erwägt: 

I. Formelle Erwägungen 

1. Eintreten / Fristen 

Die Berufungsanmeldungen und -erklärungen des Beschuldigten und der BA er-
folgten jeweils fristgerecht (Art. 399 Abs. 1-3 StPO). Die Bundesgerichtsbarkeit 
ist vorliegend gestützt auf Art. 23 Abs. 1 lit. d und Art. 26 Abs. 2 StPO gegeben. 
Die Berufungen richten sich gegen das Urteil der Strafkammer SK.2021.45, mit 
welchem der Beschuldigte der Gefährdung durch Sprengstoffe und giftige Gase 
in verbrecherischer Absicht (Art. 224 Abs. 1 StGB), des qualifizierten Diebstahls 
(Art. 139 Ziff. 1 i.V.m. Ziff. 3 Abs. 4 StGB) und der qualifizierten Sachbeschädi-
gung (Art. 144 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 StGB) für schuldig befunden, zu einer Frei-
heitsstrafe von 74 Monaten verurteilt und für 10 Jahre des Landes verwiesen 
wurde. Entsprechend ist der Beschuldigte durch das vorinstanzliche Urteil be-
schwert, an dessen Aufhebung bzw. Änderung interessiert und zur Berufung le-
gitimiert (Art. 104 Abs. 1 lit. a, Art. 111 Abs. 1 und Art. 382 Abs. 1 StPO). Die BA 
obsiegte in erster Instanz zwar im Schuldpunkt, unterlag jedoch bezüglich des 
Strafmasses (Antrag: Freiheitsstrafe von 10 Jahren) und Dauer des Landesver-
weises (Antrag: 12 Jahre) teilweise, womit auch sie zur Berufung legitimiert ist 
(Art. 104 Abs. 1 lit. c, Art. 382 Abs. 1 StPO). Die Berufungskammer ist in der 
Besetzung mit drei Richterpersonen für die Beurteilung der vorliegenden Beru-
fungen örtlich und sachlich zuständig (Art. 21 Abs. 1 lit. a StPO, Art. 33 lit. c, Art. 
38a und Art. 28b StBOG). Die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben zu kei-
nen Bemerkungen Anlass. Verfahrenshindernisse liegen keine vor. Es ist auf die 
Berufungen einzutreten. 
  

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2. Verfahrensgegenstand und Kognition (reformatio in peius möglich) 

2.1 Die Berufungsinstanz hat das erstinstanzliche Urteil im Rahmen der angefochte-
nen Punkte umfassend zu überprüfen (Art. 398 Abs. 2 und Art. 404 Abs. 1 StPO). 
Der Beschuldigte ficht das Urteil der Vorinstanz vollumfänglich an, mit Ausnahme 
der Höhe Entschädigung der amtlichen Verteidigung im erstinstanzlichen Verfah-
ren (CAR pag. 1.100.060 ff.). Dennoch ist dieser Punkt noch nicht in Rechtskraft 
erwachsen und im vorliegenden Berufungsverfahren grundsätzlich zu überprü-
fen. Denn bei einer vollumfänglichen Anfechtung des Schuldspruches sind die 
Entschädigungsfolgen zwangsläufig mitangefochten und damit neu zu prüfen. 
Schliesslich entfällt bei einem Freispruch etwa die Rückzahlungspflicht der Ent-
schädigung des amtlichen Verteidigers durch den Beschuldigten nach Art. 135 
Abs. 4 lit. a StPO. Eine Teilung der Berufung innerhalb der Entschädigungsfolge, 
etwa betreffend Höhe und Rückzahlungspflicht, ist in der StPO nicht vorgesehen 
(vgl. Art. 399 Abs. 4 lit. f StPO).  

2.2 Die Rechtsmittelinstanz verfügt im Berufungsverfahren über volle Kognition 
(Art. 398 Abs. 3 StPO). Aufgrund der selbständigen Berufung der BA bezüglich 
der Strafzumessung und der Landesverweisung ist die Berufungskammer nicht 
an das Verschlechterungsverbot nach Art. 391 Abs. 2 StPO gebunden und darf 
das angefochtene Urteil auch zum Nachteil des Beschuldigten abändern. 

3. Antrag auf Rückweisung der Anklage / Einheit des Verfahrens 

3.1 Nachdem die Verfahrensleitung den vom Beschuldigten im Vorfeld gestellten An-
trag auf Rückweisung der Anklage mit prozessleitender Verfügung vom 27. Feb-
ruar 2023 abgelehnt hatte (siehe oben B.11), unterbreitete dieser anlässlich der 
Fortsetzungsverhandlung vom 2. März 2023 der Berufungskammer als Kollegi-
algericht denselben Antrag im Sinne von Art. 65 Abs. 2 StPO erneut (CAR pag. 
5.100.012). Zur Begründung brachte er insbesondere vor, dass er von F. in des-
sen Einvernahmen bei der BA für einen weiteren Sachverhalt (Bankomatspren-
gung in XX. ZH) belastet werde. Die BA habe es in krasser Verletzung von ver-
fahrensrechtlichen Grundsätzen unterlassen, ihn mit diesen Vorwürfen zu kon-
frontieren und ihm eine Verteidigung dazu zu ermöglichen. Es sei nie zu einer 
Nichtanhandnahmeverfügung oder einer Einstellung des Verfahrens(teils) ge-
kommen (CAR pag. 5.200.028 f.). Er müsse damit rechnen, dass wegen des 
Sachverhalts in XX. das Verfahren gegen ihn fortgesetzt werde. Es bestehe die 
Gefahr von sich widersprechenden Urteilen. Zudem müsse die Konfrontation mit 
Belastungszeugen bezüglich sämtlicher Tatvorwürfe im selben Verfahren mög-
lich sein (CAR pag. 5.200.029). Es bestehe ein enger sachlicher Zusammenhang 
zwischen den beiden Sachverhaltskomplexen Z. und XX., sodass sich diesbe-
zügliche Entscheide gegenseitig beeinflussen würden (CAR pag. 5.200.030). Die 

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Verfahrenstrennung durch die BA sei weder sachlich begründet und objektiv ge-
rechtfertigt gewesen (CAR pag. 5.200.031). Die Weiterführung des vorliegenden 
Verfahrens würde Art. 6 Ziff. 1 EMRK verletzen (CAR pag. 5. 200.032). 

3.2 Die BA beantragte abermals die Abweisung des Rückweisungsantrages (CAR 
pag. 5.100.012). Zur Begründung wurde ausgeführt, dass das Strafverfahren ge-
gen den Beschuldigten aufgrund des DNA-Hits nur im Fall Z. eröffnet worden sei. 
Wegen des Spezialitätsvorbehalts der österreichischen Rechtshilfebehörden sei 
ihr gar nicht erlaubt gewesen, gegen den Beschuldigten auch im Fall XX. ein 
Strafverfahren zu eröffnen (CAR pag. 5.100.013). Die Verfahrenstrennung sei 
rechtsgültig vorgenommen worden, ohne dass ein Rechtsmittel dagegen ergrif-
fen worden wäre. Es sei ein Ausgleich geschaffen worden, indem F. mehrmals 
rechtshilfeweise einvernommen worden sei und nun gar durch die Berufungs-
kammer in Anwesenheit der Parteien einvernommen werde. Die Banko-
matsprengung in Z. könne unabhängig von einer weiteren, möglichen Straftat 
beurteilt werden. Verfahrensgegenstand des Berufungsverfahrens sei einzig die 
Bankomatsprengung in Z. und bezogen auf den Verfahrensgegenstand bestün-
den keine Gründe für eine Rückweisung (CAR pag. 5.100.013 i.V.m. CAR pag. 
2.101.020). 

3.3 Nach Art. 29 Abs. 1 StPO werden Straftaten gemeinsam verfolgt und beurteilt, 
wenn eine beschuldigte Person mehrere Straftaten verübt hat; oder Mittäter-
schaft oder Teilnahme vorliegt. Die Staatsanwaltschaft und die Gerichte können 
aus sachlichen Gründen Strafverfahren trennen oder vereinen (Art. 30 StPO). 
Das Beschleunigungsgebot (Art. 5 StPO, Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 
EMRK) verpflichtet die Behörden, das Strafverfahren voranzutreiben, um die be-
schuldigte Person nicht unnötig über die gegen sie erhobenen Vorwürfe im Un-
gewissen zu lassen (vgl. BGE 133 IV 158 E. 8; 130 IV 54 E. 3.3.1 mit Hinweisen). 
Befindet sich eine beschuldigte Person in Haft, so wird ihr Verfahren vordringlich 
geführt (Art. 5 Abs. 2 StPO). Die drohende Verletzung des Beschleunigungsge-
bots kann einen sachlichen Grund gemäss Art. 30 StPO darstellen, auf eine Ver-
fahrensvereinigung zu verzichten (Urteile des Bundesgerichts 6B_751/2014 vom 
24. März 2015 E.1.4, 1B_200/2013 vom 17. Juni 2013 E. 1.5.3). Die Hauptprob-
lematik bei getrennter Verfahrensführung liegt vor allem in der Beeinträchtigung 
der Teilnahme- und Informationsrechte von Mitbeschuldigten, da diesen im an-
deren Verfahren kein Teilnahmerecht und keine umfassendes Akteneinsichts-
recht zusteht (SCHLEGEL, in: Donatsch/Lieber et. al. (Hrsg.), Kommentar zur 
StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 30 StPO N. 8). 

3.4 Vorliegend wurden die Strafverfahren gegen die beiden mutmasslichen Mittäter, 
den vorliegend Beschuldigten sowie F., mit Verfügung der BA vom 17. Juni 2021 

- 12 - 

getrennt (BA pag. 03.01.0014 ff.). Sachlich begründet wurde dies mit dem Um-
stand, dass sich F. damals in Dänemark wegen eines ihm dort zur Last gelegten 
Delikts in Haft befand, eine Auslieferung in die Schweiz nicht möglich war und er 
sich weigerte, rechtshilfeweise Aussagen zu tätigen, während sich der Beschul-
digte in der Schweiz in Haft befand und mehrfach einvernommen werden konnte. 
Ein Zuwarten mit der Anklage wäre insbesondere mit dem Beschleunigungsge-
bot in Haftsachen nach Art. 5 Abs. 2 StPO nicht vereinbar gewesen. Die entspre-
chende Abtrennungsverfügung erwuchs schliesslich unangefochten in Rechts-
kraft. Am 22. Dezember 2021 erging betreffend den Beschuldigten im Sachver-
haltskomplex Z. ein erstinstanzliches Urteil (Urteil SK.2021.45). Erst im Laufe des 
Berufungsverfahrens war es schliesslich möglich, F. in die Schweiz auszuliefern, 
wo dieser in dem ihn betreffenden derzeit bei der BA hängigen Strafverfahren 
Aussagen zu den Tatvorwürfen machte. Nach Auffassung der Verteidigung be-
lastet dieser damit den Beschuldigten nicht nur betreffend die bekannten Vor-
würfe gemäss Anklage vom 6. Oktober 2021 (Bankomatsprengung in Z. SG), 
sondern auch bezüglich einer weiteren Bankomatsprengung am 20. Dezember 
2019 in XX. ZH. 

3.5 Aufgrund der völlig unterschiedlichen Verfahrensstadien – Berufungsverfahren 
(A.: CA.2022.2) und Vorverfahren (F.: SV.21.0837-ECN) – wäre eine Rückwei-
sung der Anklage an die BA im aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll und würde eine 
Kassation des erstinstanzlichen Urteils bedingen. Zudem wurde gegen den Be-
schuldigten bis zum Urteilszeitpunkt kein Verfahren betreffend die Banko-
matsprengung in XX. ZH eröffnet, das nun mit demjenigen im vorliegenden Ver-
fahren mit dem Verfahrensgegenstand der Bankomatsprengung in Z. vereinigt 
werden könnte. Der Beschuldigte befindet sich sodann seit Juni 2020, das heisst 
nun mehr über zweieinhalb Jahren, in Haft, weshalb ein erhöhtes Beschleuni-
gungsgebot nach Art. 5 Abs. 2 StPO gilt. Somit ist die getrennte Verfahrensfüh-
rung vorliegend weiterhin im Sinne von Art. 30 StPO sachlich begründet. Der 
Wahrung des Konfrontationsanspruches (Art. 6 Ziff. 3 lit. d EMRK) wird insbe-
sondere durch die Einvernahme des möglichen Mittäters F. anlässlich der Beru-
fungsverhandlung in Anwesenheit des Beschuldigten Genüge getan. Das Beru-
fungsgericht ist in der Lage, eine Würdigung der vorhandenen und verwertbaren 
Beweismittel in Bezug auf den Verfahrensgegenstand, nämlich die Banko-
matsprengung in Z. SG, vorzunehmen, ohne Aussagen von F. zu vorliegend nicht 
relevanten Sachverhalten zu berücksichtigen. Zur Frage der Verwertbarkeit der 
Aussagen von F. im abtrennten Verfahren für das vorliegende Verfahren wird 
ausserdem nachfolgend noch eingegangen (E. I.4.1). Der Rückweisungsantrag 
der Verteidigung war entsprechend abzuweisen (CAR pag. 5.100. 014). 

 

- 13 - 

4. Verwertbarkeit der erhobenen Beweismittel 

4.1 Einvernahmen des mutmasslichen Mittäters ohne Teilnahmerecht des Be-
schuldigten 

4.1.1 Die Parteien haben das Recht, bei Beweiserhebungen durch die Staatsanwalt-
schaft und die Gerichte anwesend zu sein und einvernommenen Personen Fra-
gen zu stellen (Art. 147 Abs. 1 Satz 1 StPO). Beweise, die in Verletzung der 
Bestimmung dieses Artikels erhoben worden sind, dürfen nicht zulasten der Par-
tei verwertet werden, die nicht anwesend war (Art. 147 Abs. 4 StPO). Der Be-
schuldigte hat grundsätzlich das Recht, an Einvernahmen von Mitbeschuldigten 
im gleichen Verfahren teilzunehmen. Bei Verletzung des Teilnahmerechts sind 
belastende Aussagen von Mitbeschuldigten nicht verwertbar (BGE 143 IV 457 
E.1.6). Die Verwertbarkeit der vorhandenen Beweismittel ist vom Gericht, soweit 
es darauf abstellen will, von Amtes wegen zu prüfen. In getrennt geführten Ver-
fahren gegen andere beschuldigte Personen gilt der Anspruch der beschuldigten 
Person auf Teilnahme an Beweiserhebungen nicht (BGE 140 IV 172 E. 1.2.3). 
Will eine Strafverfolgungsbehörde auf Aussagen eines Beschuldigten aus einem 
von diesem getrennt geführten Verfahren abstützen, ist jedoch dem Konfrontati-
onsrecht Rechnung zu tragen. So können dessen Aussagen nur verwertet wer-
den, wenn der Beschuldigte wenigstens einmal während des Verfahrens ange-
messene und hinreichende Gelegenheit hatte, die ihn belastenden Aussagen in 
Zweifel zu ziehen und Fragen an den Beschuldigten im getrennten Verfahren zu 
stellen (BGE 140 IV 172 E. 1.3 mit Hinweisen). 

4.1.2 Wie bereits erläutert, wurden die Strafverfahren gegen den Beschuldigten und 
seinen mutmasslichen Mittäter F. von einander abgetrennt (siehe oben E.I.3.). 
Während laufendem Berufungsverfahren gegen den Beschuldigten wurde F. von 
Dänemark temporär in die Schweiz ausgeliefert und tätigte im (getrennt geführ-
ten) Strafverfahren gegen ihn selbst gegenüber der BA diverse Aussagen. Weder 
dem Beschuldigten noch seiner Verteidigung wurde jedoch die Teilnahme an die-
sen Einvernahmen ermöglicht (CAR pag. 3.201.011 ff.). Das Berufungsgericht 
hat die betreffenden Einvernahmeprotokolle bei der BA ediert und zu den Akten 
erkannt (CAR pag. 3.201.001 ff.). Zumal die Aussagen von F. formell nicht im 
selben Verfahren gemacht wurden, stand dem Beschuldigten diesbezüglich zwar 
grundsätzlich kein Teilnahmerecht zu. Da Verfahren gegen Mittäter jedoch 
grundsätzlich gemeinsam zu führen sind (vgl. Art. 29 Abs. 1 lit. b StPO) und eine 
Abtrennung die absolute Ausnahme darstellt und der ursprüngliche Grund für die 
damalige Verfahrensabtrennung (F.s Inhaftierung in Dänemark) derzeit mit sei-
ner Auslieferung in die Schweiz nicht mehr besteht und die Gewährung von Teil-
nahmerechten faktisch möglich gewesen wäre, ist bei der Verwertung dieser 

- 14 - 

ohne Konfrontation erfolgten Einvernahmen zu Lasten des Beschuldigten im vor-
liegenden Verfahren Zurückhaltung angezeigt. Schliesslich wurde dem Beschul-
digten das Konfrontationsrecht durch die Einvernahme von F. vor der Berufungs-
kammer gewährt (CAR pag. 5.304.001 ff.). Vorliegend kann die Frage der Ver-
wertbarkeit der Aussagen von F. gegenüber der BA jedoch offenbleiben, da sich 
diese Aussagen mit denjenigen vor Berufungsgericht weitgehend decken bzw. 
sich daraus nichts wesentlich anderes ableiten lässt (siehe dazu unten E. 
II.2.5.2). 

4.2 Einvernahme im Ausland ohne notwendige Verteidigung 

4.2.1 Eine beschuldigte Person muss unter anderem notwendig verteidigt werden, 
wenn ihr eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr, eine freiheitsentziehende 
Massnahme oder eine Landesverweisung droht (Art. 130 lit. b StPO). Sind die 
Voraussetzungen notwendiger Verteidigung bei Einleitung des Vorverfahrens er-
füllt, so ist die Verteidigung nach der ersten Einvernahme durch die Staatsan-
waltschaft, jedenfalls aber vor Eröffnung der Untersuchung, sicherzustellen. Wur-
den in Fällen, in denen die Verteidigung erkennbar notwendig gewesen wäre, 
Beweise erhoben, bevor eine Verteidigerin oder ein Verteidiger bestellt worden 
ist, so ist die Beweiserhebung nur gültig, wenn die beschuldigte Person auf ihre 
Wiederholung verzichtet (Art. 131 Abs. 2 StPO). Die Verwertbarkeit der vorhan-
denen Beweismittel ist vom Gericht, soweit es darauf abstellen will, von Amtes 
wegen zu prüfen. 

4.2.2 Mit Verfügung vom 29. Mai 2020 eröffnete die BA das Strafverfahren gegen den 
Beschuldigten (BA pag. 01.01.-0003). Dieser wurde am 19. Juni 2020 in Öster-
reich festgenommen und von der österreichischen Polizei am 19. und 20. Juni 
2020 einvernommen (BA pag. 18.01-0030 ff.). In diesem Rahmen wurde er im 
Vorfeld über sein Recht einen Verteidiger beizuziehen informiert, worauf er je-
doch verzichtete (BA pag. 18.01-0032). Dieser Verzicht ist nach schweizeri-
schem Strafprozessrecht bei einer wie hier gegebenen notwendigen Verteidi-
gung jedoch ungültig. Dem Beschuldigten drohte aufgrund der Tatvorwürfe of-
fensichtlich eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr sowie eine Landesver-
weisung. Der Beschuldigte hat auch im Laufe des Verfahrens nie ausdrücklich 
auf die Wiederholung dieser Einvernahme verzichtet. Die Einvernahme vom 
19. und 20. Juni 2020 durch die österreichischen Behörden kann somit nicht bzw. 
jedenfalls nicht zu Lasten des Beschuldigten verwertet werden.  

 
  

- 15 - 

II. Materielle Erwägungen 

1. Anklagevorwurf / vorinstanzliches Urteil / Standpunkt des Beschuldigten  

1.1 Die Anklage (TPF pag. 9.100.002 ff.) wirft dem Beschuldigten zusammengefasst 
vor, er habe am 12. Dezember 2019 um ca. 01.33 Uhr – nach vorgängiger ge-
meinsamer Planung und in gemeinsamer Ausführung mit F. – den sich an der G. 
Strasse 37 in Z. SG befindenden und in die Fassade des mehrstöckigen Wohn- 
und Geschäftshauses eingebauten Bankomaten mithilfe zweier Geissfüsse so-
wie einem zur Explosion gebrachten Selbstlaborat mit Triacetontriperoxid (nach-
folgend: TATP) aufgebrochen. Anschliessend habe er – zusammen mit F. – aus 
der obersten Geldkassette des Bankomaten 633 Banknoten à Fr. 200.00 (aus-
machend Fr. 126'600.00) behändigt und sich mit dem Geld vom Tatort entfernt. 
Durch die Explosion seien die Bedienkonsole des Bankomaten und Teile der an-
liegenden Wandplatten des Gebäudes auf die Strasse geschleudert sowie das 
Gebäude – namentlich an der Aussenfassade, den Fenstern, Briefkästen und 
Deckenverkleidungen – beschädigt worden. Dadurch sei ein Sachschaden am 
Bankomaten von ca. Fr. 60'000.00 sowie am Gebäude von ca. Fr. 40'000.00 ent-
standen. Überdies seien die Anwohner der betroffenen Liegenschaft sowie zu-
fällig auf der G. Strasse anwesende Passanten und Strassenbenutzer aufgrund 
ihrer örtlichen Nähe zum Detonationspunkt an Leib und Leben konkret gefährdet 
worden. Es sei Zufall gewesen, dass niemand gestürzt oder von Gebäudeteilen 
oder Gegenständen getroffen worden sei.  

1.2 Der Beschuldigte bestritt im Untersuchungsverfahren und vor erster Instanz 
seine Beteiligung am Vorfall durchgehend. Insbesondere zog er beim Vorfall die 
Verwendung des in Tatortnähe sichergestellten Geissfusses, auf welchem seine 
DNA-Spur gefunden worden war, in Zweifel (Urteil SK.2021.45 E. 2.3.2; BA pag. 
13.02-0003 Z. 4 ff.; 0140 Z. 21 ff; TPF pag. 9.731.007; 9.721.074 ff.). Er machte 
in diesem Zusammenhang geltend, sich nicht erklären zu können, wie seine DNA 
auf den Geissfuss gekommen sei. Es könne jedoch sein, dass der betreffende 
Geissfuss von ihm im Rahmen der beruflichen Tätigkeit dem Trockenbau benutzt 
und dann von F. entwendet und zur Tatausführung benutzt worden sein könnte 
(TPF pag. 9.721.077 f.). Überdies erklärte er, eine Sekundärübertragung der 
DNA als möglich zu erachten (TPF pag. 9.721.080 ff.). Auf die Vorbringen des 
Beschuldigten im Berufungsverfahren wird unten eingegangen (E. II.2.2.1). 

1.3 Die Vorinstanz erachtete den Vorfall vom 12. Dezember 2019 wie in der Anklage 
beschrieben als erstellt. Aufgrund der Vorbringen des Beschuldigten prüfte sie 
die Verwendung der sichergestellten Geissfüsse schwerpunktmässig. Nach Wür-
digung sämtlicher vorliegender Beweise kam sie im Ergebnis zum Schluss, dass 

- 16 - 

die Indizien in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen würden, das bei objektiver Be-
trachtung keine Zweifel an der Tatbeteiligung des Beschuldigten zulasse. Als 
Ausgangspunkt wurde von dem am Tatwerkzeug sichergestellten DNA-Profil des 
Beschuldigten ausgegangen, das den dringenden Tatverdacht begründe. Dies-
bezüglich wurde von einem längeren, intensiveren Kontakt mit dem Geissfuss 
ausgegangen und eine Sekundärübertragung als unrealistisch erachtet (Urteil 
SK.2021.45 E. 2.3.5.2 d). Dieser dringende Tatverdacht werde durch das wider-
sprüchliche Aussageverhalten des Beschuldigten bezüglich seines Aufent-
haltsorts im Tatzeitpunkt, zur Verwendung von Geissfüssen im Trockenbau so-
wie zu seinem Verhältnis zum Mitbeschuldigten F. (Urteil SK.2021.45 E. 2.3.4.4 
a – c und 2.3.5.2 b), die Aussagen der Auskunftspersonen (E. 2.3.5.2 c), das 
Vorleben des Beschuldigten mit zahlreichen einschlägigen Vorstrafen in ver-
schiedenen Ländern Europas (E. 2.3.5.2 f), den Umstand, dass er in örtlicher und 
zeitlicher Hinsicht die Möglichkeit zur Tatausführung gehabt habe (E. 2.3.5.2 e) 
und die engen Kontakte zu F. und S., die ebenfalls der Beteiligung an Banko-
matsprengungen verdächtigt würden (E. 2.3.5.2 g), bestätigt. Insgesamt würden 
die Indizien in ihrer Gesamtheit das Gericht von der Tatbeteiligung des Beschul-
digten überzeugen und sämtliche übrigen denkbaren Alternativszenarien, die das 
Beweisergebnis in Zweifel ziehen würden, ausschliessen (Urteil SK.2021.45 E. 
2.3.5, insb. 2.3.5.2 h). 

2. Sachverhalt und Beweiswürdigung 

2.1 Grundlagen der Beweiswürdigung und der Aussagenanalyse 

2.1.1 Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Es berücksichtigt die im Vorver-
fahren und im Hauptverfahren erhobenen Beweise (Art. 350 Abs. 2 StPO). Ge-
mäss Art. 10 Abs. 3 StPO geht das Gericht von der für die beschuldigte Person 
günstigeren Sachlage aus, wenn unüberwindliche Zweifel daran bestehen, dass 
die tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat erfüllt sind. Diese Be-
stimmung konkretisiert den verfassungsmässigen Grundsatz der Unschuldsver-
mutung («in dubio pro reo»; Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK). Sie ver-
bietet es, bei der rechtlichen Würdigung eines Straftatbestands von einem belas-
tenden Sachverhalt auszugehen, wenn nach objektiver Würdigung der gesamten 
Beweise ernsthafte Zweifel bestehen, ob sich der Sachverhalt tatsächlich so ver-
wirklicht hat, oder wenn eine für die beschuldigte Person günstigere Tatversion 
vernünftigerweise nicht ausgeschlossen werden kann. Eine einfache Wahr-
scheinlichkeit reicht nicht. Auf der anderen Seite kann keine absolute Gewissheit 
verlangt werden; abstrakte und theoretische Zweifel sind kaum je ganz auszu-
räumen (BGE 144 IV 345 E. 2.2.1 mit weiteren Hinweisen). Mit Blick auf die Aus-
prägung des In-dubio-Grundsatzes als Beweislastregel muss ein Sachverhalt 

- 17 - 

nach Überzeugung des Gerichts umgekehrt mit an Sicherheit grenzender Wahr-
scheinlichkeit erstellt sein, damit er dem Angeklagten zur Last gelegt werden 
kann (BGE 144 IV 345 E. 2.2.2.3 mit weiteren Hinweisen). 

2.1.2 Der Grundsatz «in dubio pro reo» sagt indes nichts darüber aus, welche Beweis-
mittel zu berücksichtigen und wie diese zu würdigen sind (vgl. BGE 144 IV 345 
E. 2.2.3.1). Der In-dubio-Grundsatz wird erst anwendbar, nachdem alle aus Sicht 
des urteilenden Gerichts notwendigen Beweise erhoben und ausgewertet wor-
den sind (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.2 mit Hinweisen auf Urteile des Bundesge-
richts 6B_288/2015 vom 12. Oktober 2015 E. 1.5.3 mit Hinweisen und 
6B_690/2015 vom 25. November 2015 E. 3.4). Der Nachweis kann mittels direk-
ten oder indirekten Beweises erbracht werden. Bei Letzterem (sog. «Indizienbe-
weis») wird aus bestimmten Tatsachen, die nicht unmittelbar rechtserheblich, 
aber bewiesen sind (Indizien), auf die zu beweisende, unmittelbar rechtserhebli-
che Tatsache geschlossen. Eine Mehrzahl von Indizien, welche für sich alleine 
nur mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf die Täterschaft oder die Tat hin-
weisen, können in ihrer Gesamtheit ein Bild erzeugen, das bei objektiver Betrach-
tung keine Zweifel bestehen lässt, dass sich der Sachverhalt so verwirklicht hat 
(Urteil des Bundesgerichts 6B_1427/2016 vom 27. April 2017 E. 3 mit weiteren 
Hinweisen; Urteil der Strafkammer des Bundesstrafgerichts SK.2018.26 vom 
9. August 2018 E. 3.4.4.4). Der Indizienbeweis ist dem direkten Beweis gleich-
gestellt (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.4; Urteil des Bundesgerichts 6B_360/2016 vom 
1. Juni 2017 E. 2.4; BGE 143 IV 361 sowie Urteil des Bundesgerichts 
6B_332/2009 vom 4. August 2009 E. 2.3; je mit Hinweisen). Sachverhaltsalter-
nativen sind nur zu prüfen, wenn die Indizienlage widersprüchlich oder ambiva-
lent ist (BGE 144 IV 345 E. 2.2.3.7). 

2.1.3 Bei der Würdigung von Aussagen ist grundsätzlich zu beachten, dass jede (Zeu-
gen-) Aussage eine Leistung ist, die gewisse Sinnes- und Geistesangaben zur 
Wahrnehmung einer Tatsache sowie zur Mitteilung des Wahrgenommenen vo-
raussetzt. Die drei notwendigen Bestandteile dafür sind Wahrnehmungs-, Erin-
nerungs- und Ausdrucksfähigkeit. Die Gefahr einer irrtümlich falschen Aussage 
liegt in der allgemeinen Unzulänglichkeit menschlichen Erkennens absoluter 
Wahrheit und in der Subjektivität des Zeugenbeweises (vgl. zum Ganzen BÄH-
LER, Basler Kommentar StPO/JStPO, 2. Aufl. 2014, Art. 163 StPO N. 1 ff.). Wenn 
die Glaubhaftigkeit von Aussagen zu überprüfen ist, ist nach Massgabe der mo-
dernen Aussagenpsychologie weniger die allgemeine Glaubwürdigkeit oder 
Wahrhaftigkeit der jeweiligen Aussageperson an sich, als vielmehr die spezielle 
Glaubhaftigkeit ihrer im Einzelfall zu überprüfender, konkreter Aussage von Be-
deutung (vgl. BENDER/HÄCKER/SCHWARZ, Tatsachenfeststellung vor Gericht, 
5. Aufl. 2021, N. 254 ff.). Das Konzept der inhaltsorientierten Glaubhaftigkeits-

- 18 - 

analyse basiert auf der empirisch zureichend belegten Annahme, dass sich Aus-
sagen über tatsächlich Erlebtes von Aussagen über nicht selbst Erlebtes unter-
scheiden zentrale Elemente sind die merkmalsorientierte Aussagenanalyse an-
hand von sogenannten Realitätsmerkmalen und Kompetenzanalyse anhand der 
Kompetenzen der Aussageperson im konkreten Zusammenhang (BEN-
DER/HÄCKER/SCHWARZ, a.a.O., N. 325 ff.). 

2.2 Vorbringen der Parteien im Berufungsverfahren 

2.2.1 Die Verteidigung bringt im Berufungsverfahren zusammengefasst vor, dass allein 
aufgrund des DNA-Hits am blauen Geissfuss seine Tatbeteiligung nicht ange-
nommen werden könne. Die DNA-Spur beweise einzig, dass die DNA einer be-
stimmten Person an einem bestimmten Ort angehaftet habe. Wie sie dahin ge-
langt sei oder was die betreffende Person gemacht habe, lasse sich mittels DNA-
Hit nicht erstellen. F. habe den Beschuldigten nicht belastet. Aus dessen Befra-
gung könne nichts zu Ungunsten des Beschuldigten abgeleitet werden. Zumal F. 
bereits in der rechtshilfeweisen Einvernahme vorgehalten worden sei, die Tat mit 
dem Beschuldigten begangen zu haben, seien dessen Aussagen von Beginn 
weg aufgrund von Suggestion kontaminiert gewesen. Es sei auch fraglich, ob als 
erstellt erachtet werden könne, dass das aufgefundene Werkzeug überhaupt als 
Tatmittel verwendet worden sei. Die vorinstanzliche Erwägung, wonach der Be-
schuldigte zu seinem Aufenthaltsort im Dezember 2019 unterschiedliche, wider-
sprüchliche Angaben gemacht habe, stimme nicht. Er habe konstant ausgesagt, 
dass er am fraglichen Vorfall nicht beteiligt gewesen sei. Seine Aussagen seien 
glaubhaft. Es sei möglich, dass der Geissfuss aus dem Bestand der Firma des 
Beschuldigten stamme und ihn jemand entwendet und zur Tatausführung be-
nutzt habe. Sein Unternehmen habe existiert und sei im Zeitraum um den Tat-
zeitpunkt aktiv gewesen. Damit könnte die DNA am Geissfuss angehaftet haben, 
weil er ihn irgendeinmal angefasst habe. Gemäss Aussagen von F. habe dieser 
mehrmals Fahrzeuge des Beschuldigten benutzt. Er habe mit einem solchen 
Fahrzeug den gekauften Geissfuss transportiert. Das Auto sei voll von DNA des 
Beschuldigten, was eine weitere Möglichkeit einer Übertragung von DNA sei. 
Dass der blaue Geissfuss neu gewesen sein soll, basiere einzig auf einer augen-
scheinlichen Feststellung und nicht auf einer Untersuchung. Auch wenn der 
Geissfuss noch nicht auf dem Bau verwendet worden sei, könnte ihn der Be-
schuldigte irgendwann vor dessen Verwendung in der Tatnacht berührt haben. 
Die Erwägung der Vorinstanz, der Beschuldigte habe das geschilderte Alterna-
tivszenario nicht näher begründet, sei geradezu absurd. Der Beschuldigte müsse 
nicht den Entlastungsbeweis führen. Es sprächen viele Umstände dafür, dass die 
DNA des Beschuldigten einzig deshalb auf dem Geissfuss gewesen sei, weil er 
mit diesem Werkzeug im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit Umgang hatte oder 
dieses in seinem Fahrzeug oder in seiner Wohnung gewesen sei. Es sei nicht 

- 19 - 

erstellbar, wie lange die DNA bereits auf dem Geissfuss angehaftet habe. Man 
wisse auch nicht, wo genau am Geissfuss die DNA des Beschuldigten angehaftet 
habe. Darüber hinaus bestehe auch die Möglichkeit eines indirekten Transfers 
der DNA des Beschuldigten auf den Geissfuss. Dafür spreche auch, dass es 
keine Fingerabdrücke von ihm am Geissfuss habe. Man wisse nicht, um welches 
biologische Material es sich bei der DNA-Spur handle. Das Fehlen von anderen 
belastendenden Umständen sei zu Gunsten des Beschuldigten zu werten. Die 
von den Auskunftspersonen zu Protokoll gegebenen Signalements würden nicht 
mit der Statur und der Körpergrösse des Beschuldigten übereinstimmen. Aus der 
Auswertung des Mobiltelefons ergäben sich keinerlei Hinweise auf eine Tatbe-
teiligung. Wo er am nächsten Tag gewesen sei, nämlich 40 km vom Tatort ent-
fernt, sei völlig irrelevant. Es gebe auch keine verdächtigen Kontobewegungen 
oder sonstige Transaktionen. Der Anklagesachverhalt sei nicht erstellt. Es sei 
jedenfalls nicht auszuschliessen, dass die DNA des Beschuldigten ohne Zusam-
menhang mit der Tat auf den Geissfuss gelangt sei. Hinzu komme das Fehlen 
von weiteren belastenden Elementen. Es sei nicht jenseits vernünftiger Zweifel 
erstellbar, dass der Beschuldigte an der angeklagten Tat beteiligt gewesen sei. 
Er sei in dubio pro reo freizusprechen (CAR pag. 5.200.037 ff. und pag. 
5.100.016 f.).  

2.2.2 Die BA argumentiert zum Sachverhalt und zur Beweiswürdigung insbesondere, 
dass der Sachverhalt mittels Indizienkette erstellt sei, was die Vorinstanz zutref-
fend und vollständig festgestellt habe. Einzig nicht zutreffend sei, dass nicht 
nachgewiesen werden könne, dass der Beschuldigte auch bei der Planung der 
Tat beteiligt gewesen sei. Denn natürlich werde eine solche Bankomatsprengung 
von der Täterschaft vorbereitet. F. habe ausgesagt, dass der Mittäter über die 
Vorbereitungen im Bilde gewesen und bei der Besorgung der Werkzeuge dabei 
gewesen sei. Die Vorinstanz habe das Vorliegen ernsthafter Anhaltspunkte für 
mögliche alternative Sachverhalte geprüft und diese zu Recht verneint. Es gebe 
kein plausibles Alternativszenario. Gemäss dem im Berufungsverfahren neu er-
hobenen Bericht des IRM könne von einer sehr guten Spurenqualität gesprochen 
werden, die zu einer hohen Qualität bei der DNA-Auswertung geführt habe. Die 
Aussagen des Zeugen GG., wonach die beiden Geissfüsse neuwertig gewirkt 
hätten, würden sich mit den Aussagen von F. decken, wonach diese explizit für 
diese Bankomatsprengung neu gekauft worden seien. Die Verteidigung habe in 
ihrem Schreiben vom 22. Februar 2023 selbst geschrieben, dass die Aussagen 
von F. als Belastung des Beschuldigten verstanden werden müssten. F. gebe 
Details bezüglich Planung, Herangehensweise, Organisation und Durchführung 
der Bankomatsprengung preis. Gemäss F. sei der Mittäter männlich gewesen 
und sie hätten die Tat zu zweit ausgeführt. F. nehme offensichtlich viel Schuld 
bewusst auf sich, wohl um den Mittäter zu schonen. Das wirke nicht überzeu-
gend, vor allem weil der Beschuldigte zuerst in Österreich ansässig gewesen sei 

- 20 - 

und sich dort ausgekannt habe. Er habe F. zu sich geholt und zum Schein eine 
Baufirma und Fahrzeuge gehabt. So sei vielmehr anzunehmen, dass der Be-
schuldigten die treibende Kraft gewesen sei. Die Aussagen von F. würden die 
Anklage und die von der Vorinstanz überzeugend dargelegte Indizienkette stüt-
zen. An der Täterschaft des Beschuldigten gebe es keinerlei Zweifel (CAR pag. 
5.200.067 ff., pag. 5.100.018).  

2.3 Unbestrittener Sachverhalt 

Abgesehen von der Tatbeteiligung des Beschuldigten ist der angeklagte äussere 
Sachverhalt unzweifelhaft erstellt und auch unbestritten. So ist erstellt, dass es 
am 12. Dezember 2019 um 01:33 Uhr an der G. Strasse 37 in Z. SG mit der 
Tatbeteiligung von zwei Personen vor Ort zu einer Bankomatsprengung mit dem 
in der Anklage beschriebenen modus operandi, nämlich dem Einsatz von TATP 
kam, dass Fr. 126'600.00 entwendet und Schäden am Gebäude und am Banko-
maten von insgesamt rund Fr. 100'000.00 verursacht wurden. Zu prüfen ist, ob 
sich rechtsgenüglich beweisen lässt, dass der Beschuldigte einer der zwei vor 
Ort wirkenden Tatbeteiligten war.  

2.4 Beweismittel 

Im Zusammenhang mit der bestrittenen Tatbeteiligung des Beschuldigten sind 
folgende Beweismittel relevant:  

a. Diverse Beweismittel zu den in Tatortnähe sichergestellten Gegenständen 
und gesicherten Spuren (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 2.3.4.1): Bei der Suche mit 
Polizeihunden am 12. Dezember 2019 wurden in einem Gebüsch an der I. 
Strasse 30, rund 300 Meter vom Standort des gesprengten Bankomaten ent-
fernt, zwei Geissfüsse, einer blau und einer schwarz, sowie zwei Schrauben-
zieher gefunden (BA pag. 11.01-002). Gemäss Bericht der Kantonspolizei St. 
Gallen handelte es sich um neuwertige Werkzeuge, die höchstwahrscheinlich 
zuvor noch nie benutzt worden waren (BA pag. 10.01-0010). Die Spurensi-
cherung an den Werkzeugen vor Ort wurde durch GG. von der Kantonspolizei 
St. Gallen vorgenommen, der im Berufungsverfahren als Zeuge dazu befragt 
wurde (vgl. CAR pag. 5.302.001 ff., mehr dazu unten lit. c). Sein Kollege FF. 
leitete als Hauptsachbearbeiter im Rahmen der Ermittlungen die gesicherten 
Spuren weiter ans IRM (CAR pag. 5.301.004 Z. 27 ff.). Auch er wurde im 
Berufungsverfahren als Zeuge dazu befragt. Beim IRM wurden die DNA-Spu-
ren durch EE. ausgewertet (vgl. CAR pag. 2.203.018 ff.). Am blauen Geiss-
fuss wurde ein DNA-Mischprofil festgestellt, welches im Hauptprofil in 15 ver-
gleichbaren DNA-Systemen mit dem DNA-Profil des Beschuldigten überein-
stimmt (BA pag. 11.01-0012). Auf dem schwarzen Geissfuss wurde dasselbe 

- 21 - 

bezüglich F. festgestellt (BA pag. 11.01-0014). Die Zuordnung der Profile zu 
den Personen erfolgte am 6. Januar 2020 durch das Bundesamt für Polizei 
fedpol (BA pag. 10.01-0023). Gemäss forensischem Untersuchungsbericht 
des Forensisch-Naturwissenschaftlichen Dienstes der Kantonspolizei St. 
Gallen vom 22. Januar 2020 kann das Eigenmaterial der zwei vorgenannten 
Geissfüsse weder mikroskopisch noch anhand von Infrarotspektren von am 
Bankomaten gesichertem schwarzen bzw. blauen Lackabrieb unterschieden 
werden. Dies spreche in hohem Mass dafür, dass die zwei Geissfüsse in 
Kontakt mit dem Bankomaten gekommen seien (BA pag. 11.01-0023 f.).  

b. Schriftlicher Bericht von EE., Fachbereich Forensische Genetik, Institut für 
Rechtsmedizin, Kantonsspital St. Gallen, vom 3. Oktober 2022 (CAR pag. 
2.203.018 ff.): EE. führt im Bericht insbesondere aus, dass ein Mischprofil vor-
liege, wenn sich ein Profil aus DNA von mehr als einer Person zusammen-
setze. Wenn darin der DNA-Anteil eines Spurengebers grösser sei als derje-
nige des oder der anderen, könne das Mischprofil in eine sogenannte Haupt-
profilkomponente und Nebenprofilkomponente unterteilt werden. Vorliegend 
sei der DNA-Anteil des Nebenprofils so gering gewesen, dass dieses keinen 
Einfluss auf das Hauptprofil gehabt habe (CAR pag. 2.203.020). Es sei von 
einem rund 1.3 x 1021 Mal höheren Beweiswert auszugehen, wenn der Be-
schuldigte der Spurengeber des interpretierbaren DNA-Hauptprofils am Spu-
renträger (blauer Geissfuss) sei, als wenn der Spurengeber eine unbekannte 
mit dem Beschuldigten nicht verwandte Person wäre (CAR pag. 2.203.021). 
Die Persistenz und Verweildauer der DNA auf einem Gegenstand hänge von 
verschiedenen Faktoren ab, die wichtigsten seien z.B. Temperatur, Luftfeuch-
tigkeit, Anwesenheit von Mikroorganismen oder UV-Licht-Exposition. Ohne 
Kenntnis der Bedingungen sei eine abschliessende Beurteilung nicht möglich. 
Eine «alte» DNA-Spur könne degradieren und die DNA-Merkmale seien bei 
fortgeschrittener Degradierung nicht mehr nachweisbar. Bei der DNA-Spur 
des Beschuldigten habe es keine solche Probleme gegeben (CAR pag. 
2.203.022). Vorliegend habe die DNA bezüglich Qualität und Menge für die 
Erstellung eines Profils ausgereicht (CAR pag. 2.203.023). Es bestünden 
keine begründeten Zweifel daran, dass die Zuordnung bzw. Übereinstimmung 
zwischen DNA-Profil, der Spur sowie dem DNA-Profil des Beschuldigten kor-
rekt sei (CAR pag. 2.203.025). Da es sich vorliegend um ein fast vollständiges 
DNA-Profil handle, sei der Beweiswert naturgemäss hoch (CAR pag. 
2.203.026). Eine Person besitze 16 verwertbare DNA-Abschnitte und vorlie-
gend habe das an die Datenbank gesandte DNA-Profil in 15 untersuchten Ab-
schnitten ein verwertbares Ergebnis ergeben (CAR 2.203.027). Unter gewis-
sen Bedingungen könne eine DNA-Spur auf eine Oberfläche gelangen, ohne 
dass diese Person diese Oberfläche berührt habe. Das sei als indirekter 
Transfer bekannt. Dabei werde von einem Gegenstand oder einer anderen 

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Person DNA auf einen anderen Gegenstand übertragen. Ob es sich um einen 
direkten oder einen indirekten Transfer handle, spiele für die Auswertbarkeit 
der DNA keine Rolle (CAR pag. 2.203.028 f.). Vorliegend könne mangels 
Kenntnis der Bedingungen eines allfälligen indirekten Transfers, keine Aus-
sage gemacht werden, ob die DNA-Spur des Beschuldigten direkt oder indi-
rekt auf den Spurenträger gelangt sei (CAR. pag. 2.203.030). 

c. Aussagen der Zeugen FF. und GG., Kriminaltechnischer Dienst, Kantonspoli-
zei St. Gallen, anlässlich der Berufungsverhandlung vom 17. Oktober 2022 
(CAR pag 5.301.001 ff. und 5.302.001 ff.): FF. erklärte zu Protokoll, dass die 
Spurensicherung im vorliegenden Fall ganz normal abgelaufen sei (CAR pag. 
5.301.004 Z. 5 ff.). Er habe die Spurensicherung am Bankomaten gemacht, 
aber nicht diejenige an den Werkzeugen, die durch einen Polizeihund im Ge-
büsch gefunden worden seien (vgl. CAR pag. 5.301.003 f.). Es sei undenkbar, 
dass es bei der Weiterleitung der Spur ans IRM zu Unregelmässigkeiten bzw. 
einer Kontamination gekommen sei (CAR pag. 5.301.004 f. Z. 40 ff.). Ein 
Geissfuss werde bei einem solchen Delikt über die volle Fläche mit dem Wat-
testäbchen abgerieben (CAR pag. 5.301.007 Z. 15 ff.). Heutzutage sei bei der 
Spurensicherung oft die Kontamination das Problem. Die Erkennung sei so 
fein, dass sie fast immer zu viel (Anmerkung: DNA) hätten (CAR pag. 
5.301.005 Z. 33 ff.). GG. schilderte detailliert, wie er bei der Spurensicherung 
an den aufgefundenen Werkzeugen (zwei Geissfüsse und zwei Schrauben-
zieher) vorgegangen ist (CAR pag. 5.302.003 f.). Er meinte, dass die von ihm 
am Fundort der Werkzeuge angetroffenen Bedingungen zur Spurensicherung 
geradezu ideal gewesen seien, unter anderem da die Werkzeuge in der Hecke 
vor dem Regen geschützt gewesen seien und sich niemand über die Sachen 
habe beugen können (CAR pag. 5.302.003 f., 005 Z. 1 ff. und Z. 38 f.). Er hielt 
es für unmöglich, dass es zu Unregelmässigkeiten in Form von Beeinträchti-
gung oder Verunreinigung der gesicherten Spuren gekommen sein könnte 
(CAR pag. 5.302.005 Z. 9 ff.). Es sei ihm aufgefallen, dass zumindest der 
blaue Geissfuss relativ neu gewesen sei (CAR pag. 5.302.006 Z. 5 ff.). Er sei 
seiner Einschätzung nach (er sei gelernter Werkzeugmacher und habe privat 
viel im mechanischen Bereich gemacht, daher verfüge er über eine spezielle 
Expertise diesbezüglich) zuvor wohl höchstens ein oder zwei Mal benutzt wor-
den, aber nicht auf einer Baustelle oder sonst irgendwo im Einsatz gewesen 
(CAR pag. 5.302.006 Z. 31 ff. und 007 Z. 6 ff.). Er habe nur die DNA gesichert, 
ansonsten habe der Forensisch-Naturwissenschaftliche Dienst den Geissfuss 
beurteilt (CAR pag. 5.302.006 Z. 40 ff.; 007 Z. 19 ff.). Auch wenn ein Täter 
Handschuhe trage, sei es möglich, dass DNA von den Handschuhen an einen 
Gegenstand gelangen könne (CAR pag. 5.302.007 f. Z. 42 ff.). 

- 23 - 

d. Auswertung der Mobiltelefondaten des Beschuldigten (vgl. Urteil SK.2021.45 
E. 2.3.4.2): Die getätigten Auswertungen ergaben im Tatzeitpunkt keine Hin-
weise auf einen Aufenthalt des Beschuldigten in der Schweiz (BA pag. 10.02-
0042). Die Daten zeigen am 13. Dezember 2019 um 11:07 Uhr eine WLAN-
Verbindung des Mobiltelefons im «J.» in W. in Österreich und somit ca. 40 km 
vom Tatort und ca. 4.5 km vom Wohnsitz des Beschuldigten in U./AUT entfernt 
(BA pag. 10.02.0121 und 0042). Zum Tatzeitpunkt wurde das Mobiltelefon 
nicht verwendet (BA pag. 10.02.0042). Gemäss der «Timeline» in der Mobil-
telefonauswertung fand die letzte Aktivität auf dem Mobiltelefon vor der Tat 
am 11. Dezember 2019 um 10:31 Uhr und die erste nach der Tat am 12. De-
zember 2019 um 11:15 Uhr statt. Die Auswertung zeigt, dass das Mobiltelefon 
an gewissen anderen Daten nachts regelmässig nicht verwendet wurde. An 
anderen Daten fanden die letzten Aktivitäten abends aber häufig noch nach 
21 oder 22 Uhr und morgens die ersten öfters ab 10-11 Uhr statt. Im Zusam-
menhang mit der Bankomatsprengung in XX. ZH vom 19. auf den 20. Dezem-
ber 2019 (welche nicht anklagegegenständlich ist, deren Begehung F. jedoch 
gestand [vgl. CAR pag. 3.201.024 und 3.201.033 ff.]) fand die letzte Aktivität 
auf dem Mobiltelefon des Beschuldigten zuvor am 19. Dezember 2019 um 
19:29 Uhr, und dann anschliessend wieder am 20. Dezember 2019 um 08:11 
Uhr statt (USB-Stick mit gesicherten Telefondaten, BA pag. 10.02-0121). 

Zudem fanden sich auf dem Mobiltelefon zwei durch den Beschuldigten aus-
gestellte Rechnungen vom 21. Dezember 2019 für zwischen dem 2. und 
15. Dezember 2019 («KW 49/2019» und «KW 50/2019») ausgeführte Tro-
ckenbauarbeiten (BA pag. 10.02.0113 f.). Die eine Rechnung an die M. GmbH 
in WW. für Arbeiten in der Kalenderwoche 50 betrifft ein Bauvorhaben in W. 
(BA pag. 10.02.0113). Es wurden auf dem Mobiltelefon auch Bilder von Bau-
stellen festgestellt, unter anderem solche, die vom 9. Dezember 2019 stam-
men (BA pag. 10.02-0116, 119 f.). Weiter wurden auf dem Mobiltelefon des 
Beschuldigten E-Mails gefunden, die sich auf dessen Trockenbaufirma bezie-
hen, insbesondere Korrespondenz mit der Firma HH., die der Beschuldigte 
offenbar für Steuerberatung und Lohnzahlungen beauftragt hatte (BA pag. 
10.02.-0042, 0095 ff.). Schliesslich fand sich eine E-Mail, die der Beschuldigte 
am 30. April 2020 erhalten hatte mit dem Betreff «Contract F.» (BA pag. 
10.02.0043, 0108). Der Anhang dieser E-Mail konnte offenbar nicht reprodu-
ziert werden. 

e. Auswertung der Bankunterlagen des Beschuldigten (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 
2.3.4.3): Gemäss den Bankunterlagen (Auszug vom 20. Januar 2020) wurde 
am 13. Dezember 2019 um 13:01 Uhr in U./AUT, d.h. in der Region des Tat-
ortes und am Meldeort des Beschuldigten EUR 200.00 und bezogen (BA pag. 
18.09-0048 f., S. 1 Kontoauszug vom 20. Januar 2020). Gemäss Kontodaten 

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des Beschuldigten erhielt er zwischen September 2019 und März 2020 von 
drei (Bau-)Firmen, unter anderem der M. GmbH, Zahlungen von insgesamt 
ca. EUR 45'509.40 überwiesen (BA pag. 10.02-0040 f. und 18.09-0049). 

f. Aussagen des mutmasslichen Mittäters F. (CAR pag. 3.202.011 ff. und 
5.304.001 ff.): Der bis Januar 2023 in Dänemark inhaftierte F. machte im Un-
tersuchungsverfahren (BA pag. 18.06-0082 ff.) sowie im Berufungsverfahren 
im Rahmen der rechtshilfeweise durchgeführten Einvernahmen (CAR pag. 
3.101.046 ff.) von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Nach sei-
ner vorübergehenden Auslieferung in die Schweiz machte er in dem gegen 
ihn geführten Strafverfahren am 12. Januar 2023 erstmals Aussagen. Er ge-
stand, die Bankomatsprengung in Z. am 12. Dezember 2019 gemeinsam mit 
einer zweiten Person begangen zu haben und schilderte die Planung und Vor-
bereitung und die Ausführung der Tat im Detail (CAR pag. 3.201.011 ff.). Zur 
Tatbeteiligung des Beschuldigten wollte er sich nicht äussern. Nach der Tat-
beteiligung von sieben namentlich genannten anderen Personen gefragt, ver-
neinte er diese (CAR pag. 3.201.023 f.). Anlässlich der zweiten Berufungsver-
handlung vom 2. März 2023 wurde F. als Auskunftsperson einvernommen, 
wobei er zusammengefasst im Wesentlichen folgende Aussagen tätigte (CAR 
pag. 5.304.001 ff.):  

Er kenne den Beschuldigten seit circa fünf Jahren und habe ihn über gemein-
same Freunde kennengelernt (CAR pag. 5.304.006 Z. 21 ff.). Es sei eine ein-
fache Freundschaft oder eine bessere Bekanntschaft (CAR pag. 5.304.003 Z. 
23 ff., 006 Z. 30 f.). Er sei im Dezember 2019 in Österreich gewesen und habe 
an der Adresse in U. (Anmerkung: beim Beschuldigten) circa 3 Wochen bis 
einen Monat lang gewohnt, um dort auf dem Bau nach Arbeit zu suchen. Der 
Beschuldigte habe damals nicht genug Arbeit gehabt, um ihn zu beschäftigen. 
Zwar sei im Frühjahr ein Arbeitsvertrag erstellt worden, die Pandemie habe 
das Arbeiten jedoch verunmöglicht. Er (F.) sei dann nach Dänemark gereist 
(CAR pag. 5.304.004 f.). Betreffend die Bankomatsprengung in Z. vom 12. De-
zember 2019 könne er nur für sich selbst sprechen – er wolle weder jemanden 
beschuldigen noch schützen (CAR pag. 5.304.002 f.). Er bekenne sich schul-
dig und habe bereits ein Geständnis abgelegt (CAR pag. 5.304.008 f.). Die 
Geissfüsse zum Aufbrechen des Bankomats hätten sie in einem Geschäft in 
Österreich neu gekauft. Den Sprengstoff (TATP) habe er von einem Ukrainer 
gekauft (CAR pag. 5. 304.009 Z. 13 ff.). Er habe zuvor keine Erfahrung mit 
Sprengstoff gehabt. Bei der Sprengung sei nur die oberste Kassette des Ban-
komaten aufgegangen. Er hätte erwartet, dass der ganze Bankomat aufgehe 
(CAR pag. 5.304.010 f. Z. 46 ff.). Die Tat sei nur von ihm und dieser zweiten 
Person begangen worden, wobei es für beide das erste Mal gewesen sei und 
niemand von ihnen eine Chef-Rolle gehabt habe. 80 % der Banknoten seien 

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durch die Sprengung kaputt gegangen – sie hätten alle mitgenommen, die 
kaputten jedoch weggeworfen. Nach der Sprengung seien sie in Panik geraten 
und hätten die Werkzeuge in ein Gebüsch geworfen. Sie seien zu Fuss unter-
wegs gewesen. Den Sprengstoff (TATP) habe er nach dem Kauf in einem 
Rucksack aufbewahrt, u.a. im Haus in U. (CAR pag. 5.304.010 f.). Die fünf 
Jungs im Haus hätten nichts davon gewusst. Ob der Beschuldigte davon ge-
wusst habe, wollte er auf Nachfrage nicht beantworten (CAR pag. 5.304.012 
Z. 1 ff.). Das Sprengstoffpaket sei für die Auslösung der Sprengung mit zwei 
Kabeln ausgestattet gewesen sowie am anderen Ende mit einer Batterie, wel-
che er schliesslich angeschlossen habe (CAR pag. 5.304.014 Z. 20 ff.). Im 
Haus hätten im Dezember 2019 neben dem Beschuldigten noch vier weitere 
Personen gewohnt: II., JJ., KK. und ein Tscheche, der kein Rumänisch ge-
sprochen habe (CAR pag. 5.304.014 f. Z. 37 ff.). Er selber sei 1.75 Meter 
gross. Die Werkzeuge habe er ein paar Tage vor der Sprengung gekauft und 
im Auto aufbewahrt – an das genaue Datum erinnere er sich nicht. Das Auto 
habe dem Beschuldigten gehört. Da es defekt gewesen sei und nicht habe 
gefahren werden können, habe man darin Werkzeuge und einen Staubsauger 
aufbewahrt. Für den Kauf der Werkzeuge sei ein anderes Auto verwendet wor-
den, man habe sie dann aber bis zur Tat im defekten Auto aufbewahrt (CAR 
pag. 5.304.016 Z. 15 ff.). Nach Z. seien sie mit einem kleinen Auto gefahren – 
seines Wissens ein Mietauto. Dieses sei von den Arbeitern jeweils für die Fahrt 
zur Arbeit benutzt worden und darin hätten sie auch das Tatwerkzeug trans-
portiert (CAR pag. 5.304.017 Z. 4 ff.). Die Frage, ob ihn II., JJ., KK. oder der 
Beschuldigte nach Z. begleitet habe, wollte F. nicht beantworten. Sein (hälfti-
ger) Anteil am verwendbaren Geld sei zwischen Fr. 7'000.00 und Fr. 10'000.00 
gewesen (CAR pag. 5.304.020 Z. 5). Auf dem Fluchtweg habe er in dieser 
Nacht niemanden gesehen (CAR pag. 5.304.020 Z. 38 ff.). Ob er die Werk-
zeuge im Rucksack aufbewahrt oder direkt ins Auto gelegt habe, wisse er nicht 
mehr. Es sei einfach alles im Auto gewesen (CAR pag. 5.304.021 Z. 30 ff.).  

g. Aussagen des Beschuldigten (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 2.3.4.4 und CAR pag. 
5.303.001 ff.): Der Beschuldigte wurde im Vorverfahren erstmals am 19. Juni 
2020 in Österreich befragt (BA pag. 18.01.0030 ff.). Diese Einvernahme ist 
jedoch nicht verwertbar (vgl. oben E. I.4.2). Am 10. August 2020 wurde er 
durch die Bundeskriminalpolizei (nachfolgend: BKP) delegiert befragt (BA pag. 
13.02.0001 ff.), am 11. August 2020 erfolgte die Hafteinvernahme durch die 
BA (BA pag. 13.02.0009 ff.). Weitere Einvernahmen folgten am 20. Oktober 
2020 (BA pag. 13.02.0029 ff.), am 17. Februar 2021 durch die BKP (BA pag. 
13.02.0054 ff.) und am 9. Juni 2021 bei der BA (BA pag. 13.02.0134 ff.). 
Schliesslich wurde der Beschuldigte vor der Vorinstanz im Rahmen der Haupt-
verhandlung vom 22. Dezember 2021 befragt (TPF pag. 9.731.001 ff.). Für 

- 26 - 

eine ausführliche Zusammenfassung dieser Aussagen wird auf die Ausführun-
gen der Vorinstanz im angefochtenen Urteil verwiesen (Urteil SK.2021.45 E. 
2.3.4.4). Der Beschuldigte hat seine Tatbeteiligung konsequent abgestritten. 
Im Weiteren wird auf einzelne Aussagen des Beschuldigten direkt in der Be-
weiswürdigung eingegangen.  

Im Berufungsverfahren machte der Beschuldigte zusammengefasst im We-
sentlichen folgende Aussagen (CAR pag. 5.303.001 ff.): Er sei unschuldig – 
was F. gemacht habe bzw. warum er nur die halbe Wahrheit erzähle (auf 
Nachfrage: mit wem er dort gewesen sei) und wen dieser schützen wolle, 
wisse er nicht (CAR pag. 5.303.006 f., insb. 007 Z. 5 f.). In der Nacht vom 
11. auf den 12. Dezember 2019 habe er sich entweder in Rumänien oder in 
Österreich aufgehalten. Er wisse nicht, wer am 13. Dezember 2019 mit seiner 
Bankkarte in U. Geld abgehoben habe. Das müsse entweder er oder sein On-
kel gewesen sein (CAR pag. 5.303.007). Die Anmeldung mit seinem Mobilte-
lefon im Netzwerk des «J.» gehe auf seine Arbeit auf der 20 bis 30 Meter von 
dort entfernt liegenden Baustelle zurück. Er selbst, II. und LL. hätten dort ge-
arbeitet – möglicherweise auch N. (CAR pag. 5.303.008). Er wisse nicht, wie 
seine DNA auf den sichergestellten Geissfuss gelangt sei (CAR pag. 
5.303.008 Z. 44). Er kenne F. über Freunde, wahrscheinlich vom Fussball, 
genau wisse er es nicht mehr. Es stimme, dass er diesen in der Trockenbau-
firma habe anstellen wollen, dass aber wegen Corona nicht habe gearbeitet 
werden können (CAR pag. 5.303.009 Z. 3 ff.). Er selber sei im Dezember 2019 
wegen der schweren Krankheit seines Vaters mental abwesend gewesen. 
Wenn etwa F. ihn gefragt habe, ob er das Auto benutzen könne, habe er ihm 
die Schlüssel gegeben. Die Situation habe ihn nicht wirklich interessiert (CAR 
pag. 5.303.009 Z. 30 ff.). Er wisse nichts vom Sprengstoff und den gekauften 
Werkzeugen, die bei ihm im Haus bzw. im Auto aufbewahrt worden seien. Die 
Werkzeuge könne man ja überall kaufen (CAR pag. 5.303.010 Z. 3 ff.). Wenn 
er die Bankomatsprengung gemacht hätte, hätte er das Werkzeug mitgenom-
men und nicht in der Nähe des Bankomaten liegen lassen (CAR pag. 
5.303.010 Z. 29 ff.). Beim von F. erwähnten Auto mit kaputtem Motor handle 
es sich um einen Mercedes Vito mit deutschem Kennzeichen, das auf seinen 
Namen eingelöst gewesen sei. Dieses sei, nachdem es kaputtgegangen sei, 
für circa einen Monat vor dem Haus parkiert gewesen und habe als Abstell-
kammer für Werkzeug, Isolationsmaterial etc. gedient (CAR pag. 5.303.012 Z. 
1 ff.). Es habe im Dezember 2019 noch zwei weitere Autos gegeben, die von 
ihm oder seinen Mitarbeitern genutzt worden seien. Es sei möglich, dass F. 
eines dieser Fahrzeuge benutzt habe. Die Schlüssel hätten im Eingang auf 
einer Kommode gelegen. Jeder habe diese nehmen und das Auto benutzen 
können (CAR pag. 5.303.013).  

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h. Aussagen der Auskunftspersonen O., Q. und R. (vgl. Urteil SK.2021.45 E. 
2.3.4.6 - 8): Die drei im Vorverfahren bei der Kantonspolizei St. Gallen zu Pro-
tokoll befragten Auskunftspersonen konnten teilweise Angaben zur Anzahl 
und dem groben Signalement der Täterschaft sowie zu deren eingeschlage-
nen Fluchtweg im Anschluss an die Bankomatsprengung machen. O. wohnte 
direkt gegenüber dem Tatort, wurde durch die Explosion geweckt und machte 
Beobachtungen durch ihr Fenster bzw. den angehobenen Rollladen. Sie habe 
damals zwei Personen beim Bankomaten festgestellt. Sie schätzte eine Per-
son auf eine Grösse von circa 1.80 bis 1.90 Meter, ein ganz schlanker. Die 
andere Person sei einiges kleiner gewesen so circa 1.65 bis 1.70 Meter. Sie 
meinte, die kleinere Person könnte eine Frau gewesen sein, wobei sie die bei-
den nur von hinten gesehen habe. Sie wisse nicht mehr, ob nur einer oder 
beide einen Rucksack dabeigehabt hätten. Sie seien in die P. Strasse geflüch-
tet (BA pag. 12.01-0002 f.). R. sah die Täterschaft von der G. Strasse herkom-
mend in der P. Strasse, wo er sie kreuzte. Die beiden Personen seien dann in 
die I. Strasse gegangen. Er beschrieb zwei dunkel gekleidete Personen, eine 
grössere, circa 1.80 bis 1.85 Meter und eine kleinere, ca. 1.70 Meter, wie er 
selbst. Der grössere Mann habe ganz fit ausgesehen, muskulös. Er glaube, 
dass es zwei Männer gewesen seien, wobei es dunkel gewesen sei und er es 
bei der zweiten Person nicht mit Bestimmtheit sagen könne. Einer der beiden 
habe einen Rucksack getragen (BA pag. 12.02-0002 f.). Q. wohnte in einer 
Wohnung oberhalb des Bankomaten. Er sah aus seinem Fenster nach eige-
nen Angaben zwei dunkel gekleidete Personen, vermochte diese aber nicht 
näher zu beschreiben. Er habe nicht viel gesehen. Die Familie O. von vis-à-
vis müsste seiner Meinung nach besser gesehen haben (BA pag. 12.04-0001 
ff.). 

i. Rechtshilfeweise beigezogene Ermittlungsakten aus Österreich (BA pag. 
18.05-001 ff.): Die Staatsanwaltschaft Innsbruck verdächtigt den Beschuldig-
ten zusammen mit F. und S. für vier Bankomatsprengungen in Österreich vom 
13. Mai bis am 3. Juni 2020 verantwortlich zu sein. Der Verdacht der österrei-
chischen Strafbehörden gründet auf diversen Indizien. Bei drei Sprengungen 
wurde ein auf den Beschuldigten eingelöstes Fahrzeug mit den Taten in Ver-
bindung gebracht (BA pag. 18.05.0011). Das Fahrzeug wurde um 21.30 Uhr 
des 19. Mai 2020 durch den Arlbergtunnel Richtung Tirol gefahren, am 20. Mai 
2020 um 02.41 Uhr fand in VV. (Tirol) eine Bankomatsprengung statt und am 
20. Mai 2020 um 10.30 Uhr wurde das Fahrzeug zurück durch den Arlberg-
tunnel in Richtung Vorarlberg gefahren, wo sich der Wohnsitz des Beschuldig-
ten in U. befand. Am 28. Mai 2020 wurde dasselbe Fahrzeug um 19.00 Uhr 
durch den Arlbergtunnel in Richtung Tirol gefahren. Am 29. Mai 2020 um 02.20 
Uhr fand dann im knapp 300 km von U. entfernten UU. (Salzburg) eine Ban-
komatsprengung statt, wonach das Fahrzeug um 08:58 Uhr wiederum durch 

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den Arlbergtunnel in Richtung Vorarlberg gefahren wurde. Am 31. Mai 2020 
wurde das Fahrzeug um 01.12 Uhr durch den Vorarlbergtunnel gefahren, al-
lerdings in Richtung Vorarlberg, bevor am 3. Juni 2020 in TT. (Vorarlberg) um 
02.02 Uhr eine Bankomatsprengung stattfand. Am 4. Juni 2020 um 12.22 Uhr 
wurde es durch den Tunnel in Richtung Tirol gefahren. Bei dieser letzten Ban-
komatsprengung wurde am Tatort auf einem Kreppband die DNA von F. fest-
gestellt (BA pag. 18.05-0011). Der Beschuldigte stritt jegliche Tatbeteiligung 
ab und sagte, es sei möglich, dass Personen, die bei ihm arbeiten, sein Auto 
benutzt hätten (BA pag. 18.05-0041). 

2.5 Beweiswürdigung 

2.5.1 Zu den Aussagen des Beschuldigten 

2.5.1.1 Die Vorinstanz erachtete die Aussagen des Beschuldigten bezüglich seines Auf-
enthaltsortes im Tatzeitpunkt und seiner Bekanntschaft mit F. als widersprüchlich 
(Urteil SK.2021.45 E. 2.3.5.2, S. 18 f.). Zudem habe der Beschuldigte sein Alter-
nativszenario, gemäss welchem seine DNA auf dem Geissfuss zu finden sei, weil 
er allenfalls damit gearbeitet habe, nicht näher begründet. Seine diesbezüglichen 
Aussagen würden pauschal wirken. Im Ergebnis sei die fehlende, zu erwartende 
Nennung von entlastenden Umständen zu Lasten des Beschuldigten zu werten 
(S. 19). 

2.5.1.2 Zu dieser erstinstanzlichen Erkenntnis sei Folgendes erwähnt: Der Beschuldigte 
wurde rund ein halbes Jahr nach der angeklagten Tat in Österreich verhaftet. Im 
Rahmen seiner ersten delegierten Einvernahme in der Schweiz durch die BKP 
vom 10. August 2020 erklärte er, dass er sich damals entweder in Österreich 
oder in Rumänien aufgehalten habe bzw. in der Tatnacht wahrscheinlich in Ru-
mänien. Er habe damals seinen kranken Vater ins Spital gebracht. Dieser sei 
anschliessend am 21. Januar 2020 verstorben (BA pag. 13.02-0004 Z. 10 ff.; 
0006 Z. 5 f.). Am 11. August 2020 erklärte der Beschuldigte auf die Frage, wo er 
sich kurz vor den Festtagen, vor Weihnachten 2019, aufgehalten habe: «Ich war 
sicher in Rumänien» (BA pag. 13.02-0019). Diese Aussagen erfolgten in Kennt-
nis des Tatvorwurfes, aber noch ohne vorgängige Aktenkenntnis (vgl. BA pag. 
21.01-0003). Im Rahmen der Einvernahme vom 20. Oktober 2020 wurde der Be-
schuldigte mit dem Ergebnis der Auswertung seines Mobiltelefons konfrontiert, 
die am 13. Dezember 2019 insbesondere aufgrund der WLAN-Verbindung in W. 
einen Aufenthalt in Österreich dokumentierte. Darauf angesprochen erklärte der 
Beschuldigte, dass er dort wohne (BA pag. 13.02.0032 Z. 2 ff.). Dies entspricht 
der Wahrheit zumal der Beschuldigten damals in der Nachbargemeinde U. in ei-
ner gemieteten Wohnung einen faktischen Wohnsitz hatte (offizielle Anmeldung 
per 21. Februar 2020) (BA pag. 18.01-0014; pag. 18.05-0022). Im Monat Dezem-
ber habe er sich dann wieder zurück (gemeint: nach Österreich) begeben, weil 

- 29 - 

er dort Arbeit zu erledigen gehabt habe (BA pag. 13.02.0032 Z. 11). Anlässlich 
der erstinstanzlichen Hauptverhandlung vom 22. Dezember 2021 gab der Be-
schuldigte zu Protokoll, dass er vor seiner Verhaftung sowohl in Österreich als 
auch in Rumänien gewohnt hätte. Seit sein Vater im November 2019 krank ge-
wesen sei, sei er fast täglich im Spital gewesen (TPF pag. 9.731.003 Z. 1 ff.). Er 
sei zwischen dem 5.-10. oder zwischen dem 10.-15. (Anmerkung: vermutlich De-
zember 2019) für eine Woche zurückgekommen, um Verträge zu unterschreiben 
(TPF pag. 9.731.007 Z. 20 f.).  

Es ist nachvollziehbar, dass der Beschuldigte über ein halbes Jahr später nicht 
mehr sicher war, wann genau (an welchen Tagen/Daten) er in Österreich bzw. 
wann er in Rumänien war. Ebenso ist nachvollziehbar, dass er aufgrund des Tat-
vorwurfes die Aussage bevorzugte, dass er wohl eher in Rumänien gewesen sei. 
Eine mögliche Anwesenheit in Österreich stritt er aber auch vor Aktenkenntnis 
nie ab. Anhand seiner Mobiltelefondaten bzw. den auf dem Mobiltelefon einge-
gangenen Roaming-Info-SMS in Übereinstimmung mit den vorhandenen GPS-
Daten lässt sich erstellen, dass der Beschuldigte vermutlich sowohl vom 11. bis 
am 17. November 2019 als auch ab dem 23. Dezember 2019 bis 19. Februar 
2020 tatsächlich in Rumänien bzw. nicht in Österreich war (USB-Stick mit gesi-
cherten Telefondaten, BA pag. 10.02-0121). Somit erweist sich seine Antwort, 
wonach er sich kurz vor Weihnachten in Rumänien aufgehalten habe, nicht als 
falsch. Auch die Tatsache des Todes seines Vaters im Spital ZZZ. in Rumänien 
am 21. Januar 2020 konnte verifiziert werden (BA pag. 10.01-0040). Entgegen 
der vorinstanzlichen Ausführungen findet die These, wonach der Beschuldigte 
seine Aussagen bezüglich des Aufenthaltsorts bewusst dem Beweisergebnis an-
gepasst hätte, keine Stütze. Teilweise waren die Angaben allerdings unpräzise 
und übertrieben. So war er im Dezember 2019 doch längere Zeit in Österreich 
und nicht etwa täglich bei seinem Vater im Spital. Auch scheint der Aufenthalt in 
Österreich deutlich länger als die behauptete eine Woche gedauert zu haben. 
Die erwähnten Aussagen zum Aufenthaltsort sind aber nicht derart widersprüch-
lich, dass sie die Aussagen des Beschuldigten generell komplett unglaubhaft wir-
ken lassen würden. 

2.5.1.3 Der Beschuldigte hat im Rahmen aller Einvernahmen nie abgestritten, F. zu ken-
nen. Am 10. August 2020 sagte er aus, F. seit langem zu kennen – sie seien 
Freunde (BA pag. 13.02-0005 Z. 25 ff.). Am 11. August 2020 erklärte er, dass er 
ihn seit ein paar Jahren kenne, wobei er sich nicht mehr genau erinnere. Er kenne 
ihn über einen gemeinsamen Bekannten, über Fussball oder so etwas. Er habe 
mit F. damals einen Arbeitsvertrag gemacht und dieser hätte für ihn arbeiten sol-
len. Das sei in der Coronazeit gewesen, bevor die Coronamassnahmen gelockert 
worden seien (BA pag. 13.02-0019 f. Z. 17 ff.). Am 17. Februar 2021 als der 
Beschuldigte nur sichtlich ungehalten auf die ihm gestellten Fragen reagierte, 

- 30 - 

sagte er, er wisse nicht mehr so genau ab wann F. für seine Firma gearbeitet 
habe (BA pag. 13.02-0058 Z. 9 ff.). Auf Vorhalt der E-Mail vom 30. April 2020 mit 
dem Betreff «Contract F.» wiederholte er, dass F. für ihn gearbeitet habe und 
daher habe er einen Vertrag gehabt (BA pag. 13.02-0058 Z. 30 ff.). Im Rahmen 
der Schlusseinvernahme bei der BA vom 9. Juni 2021 erklärte der Beschuldigte 
schliesslich, dass es in der Pandemiezeit gewesen sei und es keinen Vertrag 
gegeben habe. Gleichzeitig äusserte er, dass der Vertrag auf die Firma in Rumä-
nien und nicht auf die Firma in Deutschland gemacht worden sei (BA pag. 13.02-
0137 Z. 23 ff.). Bei dieser Aussage besteht in Bezug, ob es nun einen Vertrag 
gegeben habe oder nicht, bereits ein Widerspruch in der einen Aussage selbst. 
Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung erklärte der Beschuldigte, 
dass F. im Zeitpunkt der Tat (d.h. im Dezember 2019) nur zur Probe gearbeitet 
habe. Erst 2020 sei F. nach Österreich gekommen und habe den Vertrag unter-
schrieben (TPF pag. 9.731.009 Z. 29 ff.). Ende 2019 sei F. für circa zwei Wochen 
in Österreich gewesen (TPF pag. 9.731.009 Z. 39 f.). Die Aussagen des Beschul-
digten zur Arbeitsverpflichtung von F. sind in der Tat leicht unterschiedlich. Ins-
gesamt lassen sich seine Aussagen aber doch gut mit den Angaben von F. ver-
einbaren. Dieser gab an, dass er im Dezember 2019 beim Beschuldigten in Ös-
terreich gewesen sei, dieser aber nicht genug Arbeit gehabt habe. Einen Arbeits-
vertrag habe es erst so im Mai, Juni 2020 gegeben. Wegen der Pandemie habe 
es dann aber keine Arbeit gehabt (CAR pag. 5.304.004 f. Z. 31 ff.). Im Kern stim-
men die Aussagen insofern überein, als zwischen ihnen im Dezember 2019 kein 
Arbeitsvertrag bestand, F. aber in Österreich war, später ein Vertrag erstellt bzw. 
dessen Erstellung zumindest beabsichtigt war, wobei die Pandemie aber dann 
dem tatsächlichen Arbeitseinsatz im Weg stand. Offensichtliche bewusste 
Falschaussagen, die den Anschein genereller Unglaubhaftigkeit der Aussagen 
erwecken würden, sind auch bei den Angaben des Beschuldigten zu F. nicht er-
kennbar. 

2.5.1.4 Eindeutig unterschiedliche Aussagen machte der Beschuldigte etwa zur Frage, 
wer mit ihm in der Woche vom 9. bis 15. Dezember 2019 auf der Baustelle in X. 
gewesen sei. Bei der Vorinstanz erwähnte er N. und NN. (vermutlich gemeint: II.) 
(TPF pag. 9.731.008 Z. 11 ff.) und im Berufungsverfahren hingegen II. und LL. 
(CAR pag. 5.303.008 Z. 22). Aus dieser nicht stimmigen Detailangabe des Be-
schuldigten zwei bis drei Jahre nach dem Vorfall kann aber nichts zu seinen Un-
gunsten abgeleitet werden. Erwiesen ist, dass er am 9. Dezember 2019, wie er 
auch aussagte (TPF 9.731.008 Z. 6 f.), mit seinem Mobiltelefon Fotos von der 
bzw. einer Baustelle gemacht hatte (BA pag. 10.02-0119 ff.) und für diese Woche 
der M. GmbH Arbeiten in W. in Rechnung stellte (BA pag. 10.02-0113). Es wur-
den somit im Dezember 2019 tatsächlich Arbeiten durch die Trockenbaufirma 
des Beschuldigten ausgeführt.  

- 31 - 

2.5.1.5 Weitere diverse Aussagen des Beschuldigten lassen sich anhand anderer Be-
weismittel belegen oder konnten sonst als korrekt überprüft werden. Dies waren 
zum Beispiel der Tod seines Vaters (BA pag. 10.01-0040) sowie diverse Anga-
ben zu seiner Trockenbaufirma mit Adresse in T. (D). Diese Firma tätigte tatsäch-
lich Arbeiten, was insbesondere durch Rechnungen für Bauarbeiten, Zahlungs-
eingänge, Quittungen für Baustellenmaterial, Notizen des Beschuldigten zu Ar-
beitseinsätzen sowie der Korrespondenz mit einer Treuhandfirma belegt ist (vgl. 
BA 10.02.0038 ff.). Die Vermutung der BA, wonach der Beschuldigte die Tro-
ckenbaufirma nur zum Schein geführt habe (CAR pag. 5.200.071), lässt sich un-
ter diesen Umständen so nicht halten. Es gibt zumindest keine Beweise dafür. 
Dass die Gründung in T. (D) mit anschliessenden Aktivitäten in Österreich selt-
sam anmutet, dass keine nachvollziehbare Buchhaltung oder Lohnzahlungen 
vorhanden sind und die Treuhandfirma dem Beschuldigten schliesslich wegen 
Unzuverlässigkeit die Zusammenarbeit kündigte (vgl. BA pag. 10.02-0032 ff.) än-
dern daran nichts. Diese Punkte lassen sich nämlich auch mit der Tatsache, dass 
der Beschuldigte – wie er selbst sagte – ein schlechter Administrator war (BA 
pag. 13.02-0017 Z. 6;) und eingestandener teilweiser Schwarzarbeit (CAR pag. 
5.303.005 Z. 21) erklären. 

2.5.1.6 Der Beschuldigte äusserte im Verlaufe der Untersuchung sowie vor Gericht kon-
stant, sich nicht erklären zu können, wie seine DNA auf den Geissfuss gekom-
men sei (BA pag. 13.02-0055 Z. 26, BA pag. 13.02-0143 Z. 23, -0147 Z. 23 f., 
TPF pag. 9.731.008 Z. 38, CAR pag. 5.303.008 Z. 44). Ergänzend führte er aus, 
dass wenn er die Tat begangen hätte, er den Geissfuss nicht neben dem Banko-
maten zurückgelassen hätte (BA pag. 13.02-0007 Z. 18 f.). Am 9. Juni 2021 äus-
serte er in diesem Kontext zudem, dass er vielleicht auf diesen Geissfuss gepin-
kelt oder gespuckt oder er damit gearbeitet habe – es gäbe so viele Gründe (BA 
pag. 13.02-0148 Z. 31 f.). Unter der Annahme, dass er nicht an der Tat beteiligt 
war, machen diese Erklärungen, wonach er es sich nicht vorstellen könne, durch-
aus Sinn. Aus einer fehlenden genaueren Erklärung eines möglichen Alterna-
tivszenarios – abgesehen von der Tatsache, dass Werkzeuge und Fahrzeuge 
allen Anwesenden zugänglich waren – kann nichts zu Lasten des Beschuldigten 
abgeleitet werden. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass der 
Beschuldigte keine Beweislast hinsichtlich möglicher Alternativszenarien trägt. 

2.5.1.7 Der Beschuldigte brachte in seinen Aussagen überdies vielfach Ärger zum Aus-
druck, beschwerte sich unter anderem über die lange Verfahrensdauer und die 
seiner Meinung nach irrelevanten Fragen (vgl. etwa BA pag. 13.02-0031 ff. oder 
BA pag. 13.02-0055 f. Z.19 ff.). So reagierte er etwa bei fortgeschrittener Verfah-
rensdauer ungehalten auf die Fragen des Ermittlers zu seiner Firma (z.B. BA 
pag. 13.02-0033 Z. 1 ff.,) oder auf Vorhalt seiner Vorstrafen (BA pag. 13.02-0035 

- 32 - 

ff. Z. 14 ff.; Bsp. «Wenn Sie mich aufgrund meines Strafregisterauszuges verur-
teilen wollen, dann ist es besser, wenn Sie mich erschiessen. […]»). Die BA 
sprach im zweitinstanzlichen Parteivortrag von Impulsivität des Beschuldigten 
(CAR pag. 5.200.069). Auch am Ende der Berufungsverhandlung im Rahmen 
seines letzten Wortes, wurde der Beschuldigte laut und wirkte ungehalten (vgl. 
CAR pag. 5.100.022). Daraus kann allerdings nichts zu seiner allfälligen Tatbe-
teiligung abgeleitet werden. Es könnte sich entweder um Ablenkung handeln 
oder um tatsächliche Verzweiflung aufgrund der seines Erachtens unberechtig-
ten Inhaftierung. Immerhin ist zu berücksichtigen, dass der Beschuldigte seine 
Tatbeteiligung gerade trotz der langen Haftdauer von über zweieinhalb durchge-
hend vehement abgestritten hat. Insofern sind seine Aussagen konstant. 

2.5.1.8 Insgesamt kann aus den Aussagen des Beschuldigten bezüglich seiner Tatbe-
teiligung nichts eindeutig Entlastendes oder eindeutig Belastendes abgeleitet 
werden. Sie können aufgrund diverser überprüfbarer und mit anderen Beweis-
mitteln übereinstimmenden Angaben jedenfalls nicht als generell unglaubhaft ge-
wertet werden.  

2.5.2 Zu den Aussagen von F. 

2.5.2.1 F. hat sich mit seinen Aussagen stark selbst belastet. Es ist nicht ersichtlich, wes-
halb er dies hätte tun sollen, wenn er nicht tatsächlich an der Bankomatspren-
gung in Z. beteiligt gewesen wäre. Zudem stimmen diverse seiner Angaben mit 
den objektiven Beweismitteln überein. Seine DNA wurde auf dem aufgefundenen 
zweiten schwarzen Geissfuss sichergestellt (BA pag. 11.01-0014). Seine Aus-
sage, wonach wider Erwarten nicht der ganze Bankomat gesprengt wurde, son-
dern nur ein wenig obendrauf, passt zur Feststellung des Forensischen Instituts 
Zürich (FOR), wonach der Tresor des Bankomaten nicht aufgesprengt, sondern 
lediglich stark deformiert wurde (BA pag. 11.02-0027). Die Aussagen sind auch 
in sich stimmig. So sagte er aus, dass 80 % der erbeuteten Banknoten kaputt 
gewesen seien (CAR pag. 5.304.010 Z. 46) und er und sein Mittäter sich die 
brauchbare Beute hälftig geteilt hätten (CAR pag. 5.304.012 Z. 35 ff.). Zu einem 
späteren Zeitpunkt nach dem Betrag seines Anteils gefragt, nannte er Fr. 7’000-
10'000 (CAR pag. 5.304.020 Z. 5). Dieser Betrag lässt sich grob mit der Hälfte 
von 20 % der erbeuteten Banknoten im Wert von insgesamt Fr. 126'600.00 ver-
einbaren. Soweit F. Aussagen machte, wirken diese grundsätzlich glaubhaft. Ent-
sprechend wird auf sein Geständnis abgestellt. 

2.5.2.2 Auffällig ist, dass F., trotz wiederholtem Nachfragen, keine Angaben zur Person 
seines Mittäters machen wollte. Vor Berufungsgericht erklärte er zu Beginn der 
Einvernahme, dass er niemanden beschuldigen oder schützen wolle (CAR pag. 
5.304.003 Z. 1 f.). Bereits in seinen Aussagen im eigenen Strafverfahren vor der 

- 33 - 

BA sagte er mehrfach, er antworte nur für sich (CAR pag. 3.201.019 Z. 3, 023 Z. 
7, 028 Z. 29, 047 Z. 24). Er gab an, den Beschuldigten zu kennen und machte 
zumindest zu ihrer Bekanntschaft ähnliche Angaben wie der Beschuldigte (vgl. 
CAR pag. 5.304.004 ff.). Er habe sich im Dezember 2019 vorübergehend in der 
Wohnung des Beschuldigten aufgehalten, wo auch dessen Arbeiter für die Tro-
ckenbaufirma untergebracht gewesen seien (BA pag. 5.304.004). Jegliche Fra-
gen zu einer Tatbeteiligung des Beschuldigten beantwortete er nicht (CAR pag. 
5.304.012 Z. 15, 018 Z. 12 f.; vgl. auch CAR pag. 3.201.003 ff.). Auch zu den 
Fragen, ob es sich beim Mittäter um einen der anderen damals im Haus in U. 
anwesenden Personen handelt, nahm er vor der Berufungskammer nicht Stel-
lung (CAR pag. 5.304.018 Z. 2 ff.). Anlässlich der Hafteinvernahme vom 12. Ja-
nuar 2023 betreffend sein eigenes Strafverfahren wurde F. – nachdem ihm eine 
gemeinsame Tatbegehung mit dem Beschuldigten bereits vorgehalten worden 
war – ausdrücklich gefragt, ob der die Tat gemeinsam mit dem Beschuldigten 
begangen habe. Darauf antwortete er, es nicht sagen zu können (CAR pag. 
3.201.023 Z. 9 f.). Im Anschluss wurde er nach der Tatbeteiligung von weiteren 
Personen gefragt, was er jeweils ausdrücklich mit «Nein» beantwortete (CAR 
pag. 3.201.023 f. Z. 14 ff.). Da F. von vornherein wusste, dass der Beschuldigte 
als mutmasslicher Mittäter verdächtigt wird, ist eine Wertung seiner unterschied-
lichen Antworten zur Tatbeteiligung des Beschuldigten im Unterschied zu ande-
ren Personen schwierig. Jedenfalls fällt auf, dass F. die Gelegenheit, den Be-
schuldigten, den er als Freund oder näheren Bekannten bezeichnete, zu entlas-
ten, nicht nutzte. Er tat dies nicht einmal als er bei der Berufungskammer im glei-
chen Raum, wie der Beschuldigte sass. Es lässt sich nicht mit Sicherheit folgern, 
was die Gründe für dieses Aussageverhalten sind. Daraus ist vermutungsweise 
zu schliessen, dass F. entweder nicht lügen will und die Aussage verweigert, um 
den Beschuldigten nicht zu belasten oder dass er eine andere Person schützen 
will.  

2.5.3 Zu den Aussagen der Auskunftspersonen 

2.5.3.1 Alle Auskunftspersonen differenzierten, was sie tatsächlich wahrgenommen hat-
ten, was nicht bzw. wo sie sich nicht sicher sind. Ihre Angaben wirken grundsätz-
lich glaubhaft. Die aufgefundenen Werkzeuge, die bereits durch den Polizeihund 
in Verbindung zum Tatort gebracht wurden, wurden auf der von den Auskunfts-
personen, insbesondere der von R. beschriebenen Fluchtroute der Täterschaft 
aufgefunden (BA pag. 12.02-002 und 10.01-0023). Gemäss Aussage von Q. 
hatte die Familie O-. die beste Sicht auf den Tatort (BA pag. 12.04-0001 ff.). R. 
sah die Täterschaft sodann aus der Nähe. Auffallend ist, dass sowohl O. als auch 
R. die übereinstimmende Aussage machten, dass zwischen den beiden Tatbe-
teiligten ein wesentlicher bzw. auffallender Grössenunterschied von deutlich 
mehr als 10 cm bestanden habe (BA pag. 12.01-002 und 12.02-003).  

- 34 - 

2.5.3.2 Der Beschuldigte ist gemäss eigenen Aussagen 1.70 Meter gross und 66 Kilo 
schwer (BA pag. 13.02-0033 Z. 14). Am 9. Juni 2021 sprach er von 1.75 Meter 
(BA pag. 13.02.0141 Z. 28). Aus dem Stammblatt beim Eintritt ins Regionalge-
fängnis R. ist auf dem Portrait mit Lineal ersichtlich, dass der Beschuldigte zwi-
schen 1.70 und 1.75 Meter gross ist (BA pag. 06.03-0221). Gemäss Erhebung 
der Justizvollzugsanstalt H. vom 14. Juli 2021 ist er 1.73 Meter gross und von 
schlanker Statur (BA pag. 06.03-0239). Davon wird ausgegangen. F. hingegen 
sagte vor der Berufungskammer auf Frage, ohne zu überlegen, glaubhaft aus, er 
sei 1.75 Meter gross (CAR pag. 5.304.016). Davon konnte sich die Berufungs-
kammer nach Augenmass auch an Schranken überzeugen. Offensichtlich be-
steht der von den Augenzeugen beschriebene deutliche Grössenunterschied 
zwischen dem Beschuldigten und F. nicht. Zwar ist der Beschuldigte gemäss di-
rekter persönlicher Wahrnehmung der Berufungskammer feiner gebaut als F. 
Dennoch lässt sich das Signalement der Täterschaft gemäss Auskunftsperso-
nen, insbesondere hinsichtlich der Körpergrösse/Statur nicht mit den beiden 
möglichen Mittätern (F. und Beschuldigter) in Einklang bringen.  

2.5.4 Zur DNA-Spur auf dem blauen Geissfuss 

2.5.4.1 Gestützt auf die Akten, insbesondere den schriftlichen Bericht von EE. vom IRM 
sowie die Aussagen von FF. und GG. vom Kriminaltechnischen Dienst der Kan-
tonspolizei St. Gallen, gibt es keinerlei Hinweise, dass es bei der Spurensiche-
rung zu einer Kontaminierung gekommen bzw. dass nicht sauber gearbeitet wor-
den wäre (vgl. oben E. II.2.4.a-c). Bei der auf dem blauen Geissfuss sicherge-
stellten DNA-Spur des Beschuldigten handelt es sich um eine DNA-Spur von ho-
her Qualität und hohem Beweiswert. Für die Berufungskammer ist gestützt auf 
die vorhandenen Beweismittel klar erstellt, dass der Beschuldigte bzw. mindes-
tens seine DNA mit diesem Geissfuss in Berührung gekommen ist. 

2.5.4.2 Erstellt ist auch die Verbindung dieses Geissfusses mit der Bankomatsprengung, 
d.h. dessen Benutzung durch die Täterschaft. Zum einen befand sich der Fundort 
des Geissfusses und der weiteren Werkzeuge auf der gemäss den Auskunfts-
personen nachgezeichneten Fluchtroute der Täterschaft (BA pag. 10.01-001 ff.). 
Zum anderen befand sich – wie bereits erwähnt – auf dem anderen daneben 
aufgefundenen Geissfuss die DNA des mit dem Beschuldigten bekannten F., der 
seine Tatbeteiligung gestanden hat. Die von der Verteidigung in Frage gestellte 
Beweiskraft des Berichts des Forensisch-Naturwissenschaftlichen Dienstes der 
Kantonspolizei St. Gallen zur nicht Unterscheidbarkeit des Lackabriebs (BA pag. 
11.01-0021 ff.) muss somit gar nicht mehr beurteilt werden, wäre aber zumindest 
ein weiteres klares Indiz für diese Verbindung. 

- 35 - 

2.5.4.3 F. sagte glaubhaft aus, dass er bzw. er und sein Mittäter die aufgefundenen 
Werkzeuge ein paar Tage vor der Tatbegehung neu gekauft hätten (CAR pag. 
5.304.009 Z. 13 ff. und 016 Z. 4 ff.). Dies passt zur Feststellung im Rapport der 
Kantonspolizei St. Gallen vom 3. Januar 2020, die auch Abklärungen zu mögli-
chen Erwerbsstellen machte (BA pag. 10.01-0010), und der Aussage von GG., 
wonach die Werkzeuge, u.a. die beiden Geissfüsse, neuwertig gewirkt hätten, 
und wohl nicht zuvor auf dem Bau eingesetzt worden seien (CAR pag. 
5.302.006). Aufgrund dieser Übereinstimmungen darf auch ohne gutachterliche 
Beurteilung davon ausgegangen werden, dass es sich um neue Geissfüsse han-
delte, die bei der Bankomatsprengung in Z. zum ersten Mal eingesetzt wurden. 
Bekanntlich wurden bei Bauarbeiten der Firma des Beschuldigten regelmässig 
Geissfüsse benutzt. Der Beschuldigte schilderte glaubhaft, dass sie im Trocken-
bau Metallschienen montieren und bei Korrekturen, die Schienen und Gipsplat-
ten mit dem Geissfuss entfernen müssten (BA pag. 13.02-0015 Z. 23 ff.; auch 
TPF pag. 9.731.009 Z. 14 ff.). Aufgrund der Neuwertigkeit der beiden Geissfüsse 
seien diese aber nicht solche, die aus dem allgemeinen Werkzeugbestand der 
Firma das Beschuldigten stammten bzw. zuvor allenfalls von ihm im Rahmen von 
Bauarbeiten benutzt worden wären. Andererseits war das Vorhandensein sol-
cher Werkzeuge an den Lagerorten der Firma des Beschuldigten keineswegs 
ungewöhnlich oder auffällig. Es besteht daher durchaus die Möglichkeit, dass der 
Beschuldigte in diesem Kontext in den Tagen unmittelbar vor der Tat damit in 
Kontakt gekommen sein könnte.  

2.5.4.4 Es stellt sich schliesslich die Frage, inwiefern aus der auf dem blauen Geissfuss 
sichergestellten DNA-Spur des Beschuldigten auf seine Tatbeteiligung vor Ort 
gemäss Anklage geschlossen werden kann. Als zentral erweist sich dabei nach-
folgend die Prüfung von möglichen Alternativszenarien im Sinne der Frage, ob 
die DNA des Beschuldigten auch auf andere Weise auf den blauen Geissfuss 
gelangt sein könnte. 

Gemäss eigenen Angaben hatte der Beschuldigte fünf Angestellte. Insgesamt 
hätten verschiedene Personen drei verschiedene Autos benutzt. Über den Ge-
brauch der Werkzeuge hätten sie nicht Buch geführt (BA pag. 13.02.0004 Z. 16 
ff., auch BA pag. 13.02-0013 Z. 3 ff.). Diese Aussagen werden von F. im Wesent-
lichen bestätigt. Er sprach von fünf Personen, inklusive dem Beschuldigten, die 
im Dezember 2019 im Haus des Beschuldigten in U. wohnten (CAR pag. 
5.304.015 Z. 19 ff.) und erwähnte direkt mindestens ein Auto (das kleine Auto), 
das alle Arbeiter für die Fahrt zur Arbeit genutzt hätten. Mit diesem will er auch 
in der Tatnacht in Richtung Z. gefahren sein und darin u.a. die Geissfüsse trans-
portiert haben (CAR pag. 5.304.017 Z. 4 ff.). Weiter sprach er von einem kaputten 
Auto, das als Aufbewahrungsort von diversen Gegenständen, wie Werkzeuge 
oder auch einem Staubsauger gedient haben soll. Darin will er auch die bei der 

- 36 - 

Bankomatsprengung verwendeten Geissfüsse nach deren Neukauf erinnerlich 
aufbewahrt haben (CAR pag. 5.304.016 Z. 15 ff.). Der Beschuldigte bestätigte 
die Existenz dieses kaputten Autos der Marke Mercedes Modell Vito (auf seinen 
Namen eingelöst), das eine Zeit lang vor dem Haus gestanden habe und als Ab-
stellkammer bzw. Aufbewahrungsort für Werkzeuge, Isolationsmaterial, etc. be-
nutzt worden sei (CAR pag. 5.303.011 f. Z. 44 ff. und 012 Z. 1 f. und 17 f.). Im 
Berufungsverfahren erklärte er, dass es im Dezember 2019 daneben noch zwei 
weitere Auto gegeben habe, die von ihm und seinen Mitarbeitern benutzt worden 
seien (CAR pag. 5.303.013 Z. 3 ff.).  

F. hatte also gemäss eigenen Aussagen die Tatwerkzeuge, insbesondere die 
beiden Geissfüsse sowohl nach dem Kauf auf dem Weg zur Wohnung wie auch 
auf dem Weg zum Tatort in der Tatnacht in einem Auto transportiert, das offenbar 
auch vom Beschuldigten regelmässig benutzt wurde. Zudem wurden die Geiss-
füsse ebenfalls gemäss den Angaben von F. nach dem Kauf bis zur Tatbegehung 
ein paar Tage im kaputten Abstellkammer-Auto aufbewahrt. Zum einen gehörte 
dieses Auto dem Beschuldigten, zum anderen muss davon ausgegangen wer-
den, dass auch er den Abstellraum dort nutzte. Denn wie oben ausgeführt, wurde 
um den Tatzeitpunkt auch auf mindestens einer Baustelle gearbeitet. In diesem 
Zusammenhang sei zudem erwähnt, dass Geissfüsse in Handwerkergeschäften 
bekanntlich ohne Verpackung verkauft werden und daher bei Transport und La-
gerung wahrscheinlich ungeschützt waren. F. vermochte sich nicht zu erinnern, 
ob er die Geissfüsse in einem Rucksack oder offen transportiert und gelagert 
hatte (CAR pag. 5.304.021 Z. 30 ff.). So ist es grundsätzlich nicht auszuschlies-
sen, dass der Beschuldigte beim Zugang zum Lagerungsort mit dem blauen 
Geissfuss in Kontakt kam oder seine DNA beim Transport bzw. der Aufbewah-
rung in seinen Fahrzeugen indirekt darauf übertragen wurde. 

2.5.4.5 Gemäss Bericht des IRM vom 3. Oktober 2022 handelt es sich, wie erwähnt, um 
eine DNA-Spur von hoher Qualität mit hohem Beweiswert (CAR pag. 2.203.026). 
Eine von verschiedenen Faktoren abhängige Degradierung der DNA-Spur, die 
zum Schluss führen könnte, dass sich die Spur bereits seit Längerem auf dem 
Geissfuss befand, wurde ausgeschlossen (vgl. CAR pag. 2.203.022). In casu 
hätte die DNA-Übertragung durch den Beschuldigten höchstens wenige Tage 
zuvor stattgefunden, da der Geissfuss erst dann gekauft wurde. Es ist nicht be-
kannt, welchen Faktoren, wie etwa Temperatur, Luftfeuchtigkeit usw., der Ge-
genstand in dieser doch eher kurzen Zeit ausgesetzt war. Vor diesem Hinter-
grund kann trotz der guten Qualität der Spur eine Übertragung vor der Tatnacht 
vor Ort nicht ausgeschlossen werden. Auch der weniger wahrscheinliche, jedoch 
mögliche indirekte Transfer durch die Aufbewahrung oder den Transport des 
Geissfusses in einem vom Beschuldigten benutzten Fahrzeug kann aufgrund des 
Berichts des IRM nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Denn die genauen 

- 37 - 

Bedingungen eines allfälligen indirekten Transfers sind unbekannt. So ist unbe-
kannt, in welcher Form die DNA auf den Geissfuss gelangte, etwa durch Berüh-
rung, Spucke, Schweiss, Erbrochenes etc. Um die Wahrscheinlichkeit eines in-
direkten Transfers beurteilen zu können, müssten jedoch die konkreten Bedin-
gungen der Übertragung einer sachkundigen Person bekannt sein. Man müsste 
etwa wissen, was für DNA-Spuren des Beschuldigten in den benutzten Fahrzeu-
gen vorhanden waren und wie diese mit dem Geissfuss in Kontakt kamen (vgl. 
CAR pag. 2.203.028 f.). Da dies nicht bekannt ist und auch nicht mehr in Erfah-
rung gebracht werden kann, kann ein solcher indirekte Transfer nicht rechts-
genüglich ausgeschlossen werden. 

2.5.4.6 Unter diesen Umständen kann insgesamt eine mögliche Übertragung von DNA 
des Beschuldigten auf den blauen Geissfuss, ohne dass dieser in der Tatnacht 
vor Ort und damit direkt an der Bankomatsprengung beteiligt war, nicht zweifels-
frei ausgeschlossen werden. 

2.5.5 Gesamtwürdigung und Fazit 

2.5.5.1 Wie oben dargelegt, kann aus den Aussagen des Beschuldigten, der die Tat ab-
streitet, kein Schluss zu seiner tatsächlichen Tatbeteiligung gezogen werden. Die 
Aussagen sind nicht derart widersprüchlich, dass dies für sich alleine als Indiz für 
die Tatbeteiligung gewertet werden könnte. Aus den Aussagen von F. hingegen 
ergibt sich dessen eigene Tatbeteiligung. Als Indiz für eine allfällige Tatbeteili-
gung des Beschuldigten kann die unbestrittene nähere Bekanntschaft der beiden 
gewertet werden, sowie die Tatsache, dass F. jegliche Aussage zur Tatbeteili-
gung des Beschuldigten verweigert und die Möglichkeit einer Entlastung seines 
Freundes nicht nutzte. Wie bereits ausgeführt, könnte F. aber allenfalls mit die-
sem Aussageverhalten auch eine weitere Person schützen. Entsprechend ist die-
ses Indiz für sich alleine zu wenig stichhaltig. 

2.5.5.2 Diverse weitere erhobenen Beweismittel liefern keine hinreichenden Indizien für 
eine Tatbeteiligung des Beschuldigten. Ergebnislos verliefen etwa ein Abgleich 
von Schuhspuren am Tatort mit den beim Beschuldigten anlässlich der Haus-
durchsuchung vom 19. Juni