# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7b9d326a-11cf-54d0-87fd-8df2869750ac
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-01-19
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 19.01.2022 605 2021 116
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2021-116_2022-01-19.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2021 116

Urteil vom 19. Januar 2022

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Marc Boivin 
Richter: Dominique Gross, Marianne Jungo
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Rechtsanwalt Elias 
Moussa

gegen

SUVA, Vorinstanz

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität Schulter

Beschwerde vom 11. Mai 2021 gegen den Einspracheentscheid vom 
26. März 2021

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1968, geschieden, wohnhaft in B.________, war als gemeldete 
Arbeitslose bei der Suva gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle sowie Berufskrankheiten versichert. 
Vor ihrer Arbeitslosigkeit arbeitete sie als Büroassistentin.

Am 6. Juli 2020 wurde sie von einem Nachbarn mit einem Gartenstuhl angegriffen, wobei sie ein 
Stück eines Zahnes verlor und sich eine Kontusion der rechten Schulter zuzog. Die Suva übernahm 
die gesetzlichen Leistungen.

Am 29. Oktober 2020 musste sie sich einer offenen Rotatorenmanschetten-Reinsertion mit Bizeps-
tenodese und subacromialer Dekompression unterziehen.

Mit Verfügung vom 10. Dezember 2020, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 26. März 2021, 
stellte die Suva ihre Leistungspflicht per 28. Oktober 2020 ein. Die darüber hinaus bestehenden 
Schulterbeschwerden seien rein krankhafter Natur.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch Rechtsanwalt Elias 
Moussa, am 11. Mai 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg und stellt den Antrag, der 
Einspracheentscheid vom 26. März 2021 sei aufzuheben und die Suva zu verpflichten, rückwirkend 
ab dem 28. Oktober bis zum 31. Dezember 2020 Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilkosten) 
auszurichten; eventualiter sei die Sache für weitere Sachverhaltsabklärungen an die Suva zurück-
zuweisen und nötigenfalls auf der Grundlage eines unabhängigen medizinischen Gutachtens über 
die Ausrichtung der Versicherungsleistungen (Taggelder, Heilkosten) vom 28. Oktober bis 
31. Dezember 2020 neu zu befinden. Zur Begründung bringt sie vor, die Suva stütze sich nur auf 
die Berichte ihrer Kreisärzte, welche die Ansicht der behandelnden Ärzte, wonach die Kausalität 
zwischen der Rotatorenmanschettenruptur und dem Unfall zu bejahen sei, nicht berücksichtigen 
würden. Ferner macht sie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend.

Die Suva bestätigt in ihren Bemerkungen vom 7. Juni 2021 ihre Ausführungen im Einspracheent-
scheid und beantragt die Abweisung der Beschwerde.

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1.

Die Beschwerde vom 11. Mai 2021 gegen den Einspracheentscheid der Suva vom 26. März 2021 
ist unter der Berücksichtigung des Fristenstillstandes über die Osterfeiertage (Art. 38 Abs. 4 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1], welches hier gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über 
die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20] zur Anwendung kommt) fristgerecht durch einen ordentlich 
bevollmächtigten Vertreter bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht 
worden. Die Beschwerdeführerin hat ein Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungs-

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gerichtshof, prüft, ob die Suva über den 28. Oktober 2020 hinaus für die Schulterbeschwerden rechts 
leistungspflichtig ist.

Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2.

Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, was als erstes zu 
prüfen ist. Die Suva habe im Rahmen des Einspracheverfahrens bei Dr. med. C.________, Prakti-
scher Arzt der Suva, einen Bericht eingeholt, ohne sie darüber und über das Resultat zu informieren. 
Dies habe sie erst dem Einspracheentscheid entnehmen können. Sie habe deshalb keine Möglich-
keit gehabt, dem Kreisarzt Zusatz- oder Ergänzungsfragen zu stellen. Jedoch habe eine Partei 
gemäss BGE 120 V 362 f. Anspruch darauf, Ergänzungsfragen zu stellen. 

2.1. Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs 
führt, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im 
konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d. h. die 
Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht. Eine – nicht besonders 
schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs kann als geheilt gelten, wenn die betroffene 
Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sach-
verhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber 
die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 431 E. 3d/aa mit Hinweis auf BGE 126 V 130 E. 2b).

2.2. Zwar wurde der Beschwerdeführerin die Aktenbeurteilung des Suva-Arztes nicht vor Erlass 
des Einspracheentscheides zugestellt. Jedoch ist dieser Mangel einer Heilung im kantonalen 
Verfahren zugänglich. Die Beschwerdeführerin kann sich im laufenden Verfahren vor einer 
Beschwerdeinstanz äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen 
kann (vgl. Urteil BGer 8C_40/2012 vom 7. November 2012 E. 3.3 mit Hinweisen). Nichts anderes 
ergibt sich aus dem von der Beschwerdeführerin angerufenen BGE 120 V 362 f. Dieser bezieht sich 
rein auf Gutachten. Bei dem beim Suva-Arzt eingeholten Bericht handelt es sich aber einzig um eine 
Aktenbeurteilung.

3.

3.1. Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

3.2. Zwischen dem Unfall und der Gesundheitsschädigung muss zuerst ein natürlicher Kausalzu-
sammenhang bestehen. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um-
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der 
gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem 
schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang 
besteht, ist eine Tatfrage, worüber das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung 
nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 
Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). Das Gericht hat vielmehr jener 

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Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die Wahr-
scheinlichste würdigt (Urteil BGer 8C_307/2016 vom 17. August 2016 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 
138 V 218 E. 6). Dabei kommt die Formel "post hoc, ergo propter hoc", wonach eine gesundheitliche 
Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, wenn sie nach diesem aufgetreten ist, 
nicht zur Anwendung (BGE 119 V 335 E. 2b/bb).

3.3. Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst mani-
fest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und 
adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) 
Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (status quo ante), oder aber 
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie 
der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen 
sein, die Beweislast liegt hierfür beim Unfallversicherer. Dieser muss nicht den Nachweis unfallfrem-
der Ursachen erbringen. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsscha-
dens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil BGer 8C_160/2012 
vom 13. Juni 2012 E. 2 mit Hinweisen). Dabei können medizinische Erfahrungssätze, zumindest 
soweit sie der herrschenden Lehrmeinung entsprechen, berücksichtigt werden (Urteil BGer 
8C_346/2008 vom 11. November 2008 E. 3.2.1).

3.4. Weiter muss zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzu-
sammenhang bestehen. Ein Ereignis hat dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn 
es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich 
geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges 
also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Lehre und Recht-
sprechung lassen den sozialen Unfallversicherer für Schäden nur dann einstehen, wenn diese 
sowohl in einem natürlichen wie auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang mit dem schädi-
genden Ereignis stehen. Der Voraussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei 
die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 129 V 177 E. 3.3 mit Hinweisen).

3.5. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die strei-
tigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung 
der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch-
tend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den 
Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der ein-
gereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 
E. 3a; 112 V 160 E. 1c). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 
E. 3cc). Dies gilt auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeu-
tisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten 
Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 9C_337/2017 vom 27. Oktober 2017 
E. 3.3.6 mit Hinweisen). Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Administrativ-
verfahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht 
durch konkrete Indizien erschüttert wird (BGE 125 V 351 E. 3b/ee). Ebenso sind ärztliche Beurtei-

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lungen aufgrund der Akten nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persön-
lichen Untersuchungen vorhanden sind (Urteil EVG U 198/06 vom 31. August 2006 E. 3.3 mit Hin-
weisen).

Die Kreisärzte wie auch die Fachärzte des Kompetenzzentrums Versicherungsmedizin Suva sind 
nach ihrer Funktion und beruflichen Stellung Fachärzte im Bereich der Unfallmedizin. Da sie aus-
schliesslich Unfallpatienten, Körperschädigungen im Sinne des Art. 6 Abs. 2 UVG (früher: unfallähn-
liche Körperschädigungen gemäss Art. 9 Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die 
Unfallversicherung [UVV; SR 832.202] in der Version bis zum 31. Dezember 2016) und Berufskrank-
heiten diagnostisch beurteilen und therapeutisch begleiten, verfügen sie über besonders ausgepräg-
te traumatologische Kenntnisse und Erfahrungen (Urteil BGer 8C_59/2020 vom 14. April 2020 E. 5.2 
mit Hinweisen).

Auch unter Berücksichtigung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für 
Menschenrechte besteht kein förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine 
solche ist indessen aber anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4).

Im Sozialversicherungsrecht besteht kein Rechtsgrundsatz, wonach die Verwaltung oder der Richter 
im Zweifelsfall zugunsten des Versicherten zu entscheiden hätte. Vielmehr haben die Versicherten 
die für die Beurteilung des Sachverhalts notwendigen Beweise im Rahmen des ihnen Zumutbaren 
zu erbringen, andernfalls sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen haben (BGE 126 V 319 E. 5a; 
ARV 1990 Nr. 12 S. 67).

4.

Es ist streitig, ob die Suva über den 28. Oktober 2020 hinaus für die Schulterbeschwerden rechts 
leistungspflichtig ist.

4.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, die Suva habe die Berichte der behandelnden Ärzte, 
welche die Kausalität zwischen dem Unfall und der Supraspinatusruptur bejahen würden, nicht 
berücksichtigt. So sei gemäss Dr. med. D.________, Fachärztin für orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, der Sachverhalt in Bezug auf den Unfallvorgang unvoll-
ständig dokumentiert und den Akten könne nicht entnommen werden, ob die Beschwerdeführerin 
Abwehrbewegungen durchgeführt habe. Bei solchen wahrscheinlich durchgeführten Abwehrbewe-
gungen sei jedoch davon auszugehen, dass das Unfallereignis mit überwiegender Wahrscheinlich-
keit geeignet sei, eine unfallkausale strukturelle Verletzung zu verursachen.

Zudem stütze sich die Suva einzig auf die Berichte ihrer Ärzte, welche ihre Berichte nur auf Grund-
lage der Akten erstellt hätten. Es würden sich aus den Berichten der behandelnden Ärzte Zweifel an 
der Sichtweise der Suva-Ärzte ergeben, weshalb die Suva, indem sie alleine auf diese Berichte 
abgestellt habe, sowohl den Untersuchungsgrundsatz als auch den Grundsatz der freien Beweis-
würdigung verletzt habe.

4.2. In ihrem Kurzbericht vom 2. November 2020 erklärte Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Chirurgie der Suva, die durchgeführte Operation habe der Sanierung von degenerativen Befunden 
(Impingement) gedient und stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mit dem tätlichen 
Angriff in Zusammenhang. Sie verlangte die Einholung von diversen Unterlagen.

Der Suva-Arzt Dr. med. C.________ hielt in seiner ärztlichen Beurteilung vom 4. Dezember 2020 
(Suva-Akten Nr. 32) fest, die im MRI und intraoperativ vorgefundene Befunde seien ausschliesslich 

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vorbestehender degenerativer Natur und nicht Folge oder Teilfolge einer Kontusion bzw. eines 
Schlages mit einem Stuhl von dorsal/dorsoapikal gegen die rechte Schulter. Die Beschwerdeführerin 
sei am 6. Juli 2020 von einem Stuhl seitlich/hinten an der rechten Schulter getroffen worden. Der 
Stuhl habe die Schulter nicht im rechten, sondern im schrägen Winkel getroffen. Entsprechend resul-
tiere keine eng begrenzte Kontusionsmarke, sondern eine flächige Abschürfung von 15 x 4 cm. Die 
Kontusion/Streifkontusion sei ohne massive Begleitverletzung (wie z. B. Fraktur oder Luxation der 
Schulter) in keiner Weise geeignet, eine Ruptur der Rotatorenmanschette zu verursachen. Es zeige 
sich eine komplette Teilruptur der Supraspinatussehne ventral am Footprint mit dort befindlichen 
zystischen Veränderungen als Hinweis auf die bereits länger vorbestehenden degenerativen Verän-
derungen. Weiter zeige sich als typisch über einen längeren Zeitraum entstandenen degenerativen 
Veränderungen eine AC-Gelenksarthrose, ebenfalls mit zystischen Veränderungen ohne relevante 
Aktivierung. Entsprechend sei bei der klinischen Untersuchung weder über dem AC-Gelenk noch 
ventral an der Schulter (im Bereich der vorliegenden und operierten Befunde) ein Druckschmerz 
angegeben worden. Die Einengung des Subacromialraums auf knapp unter 6 mm resultiere nicht 
aus der AC-Gelenksarthrose, sondern dem anlagebedingten lateralen Downsloping des Akromions. 
Aus diesem resultiere wahrscheinlich die degenerative komplette Teilruptur der Supraspinatussehne 
am Footprint. Gestützt auf die Fachliteratur führte der Suva-Arzt weiter aus, die Rotatorenmanschet-
te unterliege ab dem dritten Altersjahrzehnt im hohen Masse der Degeneration und er legte dar, 
welche Mechanismen zu einer Rotatorenmanschettenruptur führen können und welche nicht.

Nach Erhalt einer Fotodokumentation betreffend die nach dem Angriff vorhandenen äusseren 
Verletzungen gab der Suva-Arzt am 4. Februar 2021 (Suva-Akten Nr. 56) an, die Fotodokumentation 
zeige oberflächliche Hämatome vor allem ventral über der Brust (M. pectoralis major) und dorsola-
teral über der Schulter, wobei die Fotoqualität mässig bis schlecht sei. Diese oberflächlichen Häma-
tome würden keine Rotatorenmanschettenruptur begründen bzw. würden nicht von einer solchen 
stammen. Dr. med. D.________ gehe in keiner Weise auf den angegebenen Pathomechanismus 
ein und stelle eine Supraspinatusruptur mit verbleibendem Sehnenstummel am Tuberculum majus 
in den Raum bei ansonsten unauffälliger Sehne und normaler Muskulatur. Worauf diese Beurteilung 
beruhe, lasse sich auch bei nochmaliger Durchsicht der Bilder nicht nachvollziehen. Ein Sehnen-
stummel am Tuberculum majus werde weder vom Radiologen noch intraoperativ festgehalten. 
Beschrieben werde intraoperativ eine "ausgedehnte Delaminierungskomponente Richtung Infraspi-
natus", also ein typisch degenerativer Befund. Im Bereich der Sehnenläsionen fänden sich zystisch 
degenerative Veränderungen als deutlicher Hinweis, dass es sich um eine degenerative Ruptur 
handle. Zusammenfassend sei unter Berücksichtigung des Berichts von Dr. med. D.________, der 
Einsprache sowie der Fotodokumentation unverändert daran festzuhalten, dass es sich bei den im 
MRI und intraoperativ vorgefundenen Befunden der Schulter ausschliesslich um vorbestehende 
degenerative Veränderungen und nicht Folgen oder Teilfolgen des geltend gemachten Ereignisses 
handle. Unfallbedingt seien die oberflächlichen Hämatome infolge Kontusionen/Schläge. Diese 
seien nicht geeignet, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verursachen.

Am 25. März 2021 (Suva-Akten Nr. 60) ergänzte die Suva-Ärztin, der Status quo sei spätestens 
nach sechs Wochen erreicht gewesen.

4.3. Gemäss der Unfallmeldung vom 28. August 2020 (Suva-Akten Nr. 1) wurde die Beschwerde-
führerin am 6. Juli 2020 mit Gartenstühlen attackiert. Im Bericht des F.________ vom Unfalltag 
(Suva-Akten Nr. 28) wurde festgehalten, sie sei nach einem Streit betreffend einen Parkplatz von 
einem Nachbarn angegriffen worden; er habe mit einem Stuhl nach ihr geworfen und ihr mit der 
Faust ins Gesicht geschlagen. Als Verletzung wurde hinsichtlich der rechten Schulter eine Kontusion 

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notiert. Radiologisch sei keine Fraktur erkennbar. Bei persistierenden Schmerzen empfahlen die 
Ärzte die Vornahme einer MRI-Abklärung.

Diese erfolgte am 31. August 2020. Im dazugehörigen Bericht (Suva-Akten Nr. 11) wurde eine 
subacromiale Impingementsituation bei hypertropher Acromioclaviculararthrose und deutlichem 
lateralen Downsloping des Acromions erwähnt. Ferner lag eine inkomplette transmurale Ruptur mit 
Patte Grad 1–2 Retraktion der Supraspinatussehne, eine Tendinopathie der nach medial subluxier-
ten langen Bizepssehne bei artikularseitiger Partialläsion am Oberrand der Subscapularissehne, 
eine Bursitis subacromiale sowie eine Synovialitis vor.

Es ist von einem Vorzustand auszugehen, was sich bereits aus der Acromioclaviculararthrose ergibt. 
Weiter ist eine subakromiale Impingementsituation eine Funktionsbeeinträchtigung des Schulterge-
lenks durch Irritation der Rotatorenmanschette und der Bursa subacromialis unter dem Akromion. 
Ursachen sind u. a. Überbelastung, degenerative Veränderungen, muskuläre Dysbalancen oder 
Reizungen der Supraspinatussehne (Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 862). 
Ferner handelt es sich bei der Tendinopathie um eine primär nicht-entzündliche, degenerative 
Erkrankung der Sehnen, die zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führt (https://flexi-
kon.doccheck.com/de/Tendopathie, besucht am 12. Januar 2022). Dies erstaunt angesichts des 
Alters der Beschwerdeführerin, 52 Jahre zum Unfallzeitpunkt, nicht. Wie vom Suva-Arzt gestützt auf 
die Fachliteratur zu Recht festgehalten, unterliegt die Rotatorenmanschette ab dem dritten Lebens-
jahrzehnt der Degeneration (vgl. SCHÖNBERGER/MEHRTENS/VALENTIN, Arbeitsunfall und Berufs-
krankheit, 9. Aufl. 2017, S. 430).

Gemäss den vorliegenden Angaben ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer direkten 
Krafteinwirkung auf die rechte Schulter auszugehen. Allfällige Abwehrbewegungen sind nicht akten-
kundig und wurden auch von der Beschwerdeführerin in ihrer Begründung der Einsprache vom 
11. Januar 2021 (Suva-Akten Nr. 50) nicht geltend gemacht. Sie wies nur darauf hin, dass sie der 
Nachbar mit einem Gartenstuhl mit Metallbeinen attackiert habe. Auf den Fotos seien das Hämatom 
sowie die Schürfwunden klar ersichtlich.

Jedoch können direkte Krafteinwirkungen nicht zu isolierten Verletzungen der geschützt in der Tiefe 
liegenden Supraspinatussehne bzw. Rotatorenmanschette führen. Vielmehr sind davon immer auch 
andere Strukturen der Schulter, Haut, Unterhaut, Muskulatur, Kapsel-Band-Apparat, Schleimbeutel, 
knöcherne und knorpelige Strukturen, betroffen. Ein Knochenödem am Tuberculum majus weist 
dabei auf eine direkte Krafteinwirkung hin (SCHÖNBERGER/MEHRTENS/VALENTIN, S. 431; vgl. auch 
LUDOLPH, Der Unfallmann, 13. Aufl. 2013, S. 368). Aktenkundig sind einzig äussere Hämatome so-
wie Schürfwunden. Ansonsten lag zwar eine Bursitis subacromiale vor, die durch ein stumpfes 
Trauma verursacht werden kann, deren Ursache aber ebenfalls durch eine mechanische Überlas-
tung oder degenerative Prozesse ausgelöst werden kann (Pschyrembel, S. 297 f.). Ein Riss der Ro-
tatorenmanschette ist z. B. möglich bei einem massiven plötzlichen Rückwärtsreissen oder Heran-
führen des Arms, wenn dieser zuvor fixiert war, z. B. beim Rückschlag einer Maschine, beim Hän-
genbleiben mit dem Arm bei erheblicher Beschleunigung des Körpers oder bei einem stehenden 
Fahrgast, der sich mit nach oben gestrecktem Arm in einem fahrenden Fahrzeug festhält bei einer 
abrupten Geschwindigkeitsänderung (wuchtige Frontal- oder Heckkollision des Busses). Demge-
genüber handelt es sich bei der direkten Krafteinwirkung auf die Schulter (Sturz, Prellung, Schlag) 
um ungeeignete Hergänge für einen Riss der Rotatorenmanschette. Ferner sind alle Unfallereignis-
se, die das Schultergelenk ausrenken können geeignet, die Rotatorenmanschette strukturell zu 
schädigen (SCHÖNBERGER/MEHRTENS/ VALENTIN, S. 432 f.). Jedoch kam es vorliegend nicht zu einer 
Luxation der Schulter.

https://flexikon.doccheck.com/de/Degenerativ
https://flexikon.doccheck.com/de/Sehne
https://flexikon.doccheck.com/de/Schmerz
https://flexikon.doccheck.com/de/Bewegungseinschr%C3%A4nkung
https://flexikon.doccheck.com/de/Tendopathie
https://flexikon.doccheck.com/de/Tendopathie

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Somit war der Suva-Arzt zu Recht der Ansicht, der vorgefallene Unfall sei nicht geeignet, eine Ver-
letzung der Rotatorenmanschette zu verursachen. Zwar handelt es sich bei ihm nicht um einen 
Facharzt in orthopädischer Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Seinen Berich-
ten kann jedoch nicht schon deshalb der Beweiswert abgesprochen werden. Wie gesehen, handelt 
es sich bei Suva-Ärzten, unabhängig von ihrer Fachdisziplin, allgemein um Fachärzte der Unfall-
medizin mit besonders ausgeprägten traumatologischen Kenntnissen und Erfahrungen. Ferner 
stützte er sich auf die vorhandenen, auch bildgebenden, Unterlagen und hatte damit Kenntnis von 
den Berichten des Operateurs und der behandelnden Orthopädin, weshalb es ebenfalls nicht zu 
kritisieren ist, dass er seine ärztlichen Beurteilungen einzig gestützt auf die Akten vornahm. Das 
gleiche gilt für die Suva-Ärztin.

Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass das Ereignis vom 6. Juli 2020 mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit nicht zu einem Riss der Rotatorenmanschette geführt hat.

4.4. Zu keiner anderen Einschätzung führen die Berichte der behandelnden Ärzte. Dr. med. 
G.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
stellte am 30. September 2020 (Suva-Akten Nr. 5) die Diagnose einer Supra- und partiellen Infraspi-
natusruptur an der rechten Schulter am 6. Juli 2020. Die Beschwerdeführerin sei am 6. Juli 2020 
von ihrem Nachbarn angegriffen worden und es sei zu einer Schulterkontusion/Distorsion rechts mit 
initial breitflächigem Hämatom ventral über der Schulter gekommen. In der Folge habe sich ein hart-
näckiges, impingementartiges Beschwerdemuster etabliert. Im Vorfeld sei die rechte Schulter asym-
ptomatisch gewesen. Weiter begründete er die Kausalität nicht. Wie gesehen, genügt es für die 
Bejahung der Kausalität nicht, dass eine gesundheitliche Schädigung nach einem Unfall aufgetreten 
ist. Vielmehr weist auch er auf die Impingementsituation hin. In seinem Operationsbericht vom 
30. Oktober 2020 (Suva-Akten Nr. 7) diagnostizierte der Facharzt erneut eine Rotatorenmanschet-
tenruptur rechts vom 6. Juli 2020 mit Beteiligung des Supra- und teilweise des Infraspinatus, assozi-
ierte kapsuläre Bewegungseinschränkung und notierte das Keyword posttraumatisch. Diesbezüglich 
ist darauf hinzuweisen, dass der Begriff "posttraumatisch" nicht zwingend auf unfallkausale, sondern 
ebenso auf erst nach dem Unfall entstandene Beschwerden hinweisen kann (vgl. Urteil BGer 
8C_856/2017 vom 2. Mai 2018 E. 5.3 mit Hinweis). Weiter führte er aus, erwartungsgemäss bestehe 
eine transmurale Supraspinatusruptur mit ausgedehnter Delaminationskomponente Richtung Infra-
spinatus und leicht delaminierter aber nicht desinserierter cranialer Subscapularis. Ferner notierte 
er eine nach dorsal instabile lange Bicepssehne, eine entzündliche Synovialitis mit capsulärer Bewe-
gungseinschränkung sowie ein gut erhaltener Knorpelbefund. Somit ergaben sich auch intraoperativ 
keine Hinweise darauf, dass die direkte Krafteinwirkung zum Riss der Rotatorenmanschette führte, 
da u. a. keine Befunde an den knöchernen und knorpeligen Strukturen erkennbar waren.

Dr. med. D.________ notierte am 10. Dezember 2020 (Suva-Akten Nr. 50) in einem ärztlichen Zeug-
nis, nach dem Ereignis hätten sich hartnäckige Schulterschmerzen und eine Funktionseinschrän-
kung entwickelt. Das MRI vom 31. August 2020 zeige eine Supraspinatusruptur mit verbleibendem 
Sehnenstummel am Tuberculum majus bei ansonsten unauffälliger Sehne und normaler Muskulatur 
ohne Atrophie und fettige Infiltration. Zusätzlich liege eine AC-Arthrose vor, die aber nicht als 
ursächlich für die Rotatorenmanschettenruptur gesehen werden könne. Somit sei aus schulterortho-
pädischer Sicht die Supraspinaturruptur rechts mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal zum 
Ereignis vom 6. Juli 2020. Der von ihr notierte Sehnenstummel am Tuberculum majus ergibt sich 
jedoch weder aus dem Bericht zum MRI noch aus dem Operationsbericht, worauf bereits der Suva-
Arzt hingewiesen hatte.

Kantonsgericht KG
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In einem weiteren Bericht vom 10. Dezember 2020 (Beschwerdebeilage Nr. 9) zuhanden des Haus-
arztes erklärte die behandelnde Orthopädin, aus schulterorthopädischer Sichte liege eine trauma-
tische Supraspinatusruptur vor. Das Unfallereignis mit tätlichem Angriff und dokumentiertem Häma-
tom sei geeignet eine Ruptur zu verursachen. Ferner würden sich im MRI keinerlei vorbestehende 
degenerative Veränderungen zeigen. Letzte Aussage erstaunt, da dies im Widerspruch zu den 
Angaben im Bericht zum MRI steht, zumal ein vollständiges Fehlen von solchen Vorschäden ange-
sichts des Alters der Beschwerdeführerin eher erstaunlich wäre. Weiter ist das dokumentierte Ereig-
nis, wie dargestellt, eben gerade nicht geeignet, eine Ruptur der Rotatorenmanschette zu verursa-
chen.

Dies bestätigt die behandelnde Orthopädin in ihrem Bericht vom 26. April 2021 zuhanden des 
Rechtsvertreters (Beschwerdebeilage Nr. 16). Sie führte aus, in seiner ärztlichen Beurteilung vom 
4. Dezember 2012 halte der Suva-Arzt fest, der Stuhl habe die Beschwerdeführerin in einem schrä-
gen Winkel getroffen. Dies sei in keiner Weise geeignet, ohne massive Begleitverletzung eine Ruptur 
der Rotatorenmanschette zu verursachen. Sie gehe damit einig, dass eine alleinige Kontusion der 
Schulter überwiegend wahrscheinlich nicht geeignet sei, eine Rotatorenmanschettenruptur zu verur-
sachen. In den Akten fehle es an einer genauen Schilderung des Ablaufes der Tätlichkeit. Falls die 
Beschwerdeführerin, was zu erwarten wäre, Abwehrbewegungen durchgeführt hätte, wäre das Un-
fallereignis mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet, eine unfallkausale strukturelle Verlet-
zung zu verursachen. Sollte keine unfallkausale strukturelle Läsion vorliegen, was bei einer reinen 
Kontusion der Fall wäre, sei davon auszugehen, dass die unfallkausalen Beschwerden nach sechs 
Wochen abgeklungen sind. Somit bestätigt die behandelnde Orthopädin ebenfalls den Zeitraum von 
sechs Wochen für die Erreichung des Status quo, wie er von der Suva-Ärztin festgelegt worden war. 
Zudem geht die behandelnde Orthopädin selber davon aus, dass die Unfallkausalität nur bei Ab-
wehrbewegungen vorliegen könnte. Solche sind jedoch nicht belegt. Weiter erklärte sie erneut, es 
hätten sich keinerlei degenerative Veränderungen gezeigt, da das Gelenk glenohumeral unauffällig 
gewesen sei. Wie gesehen, liegen sehr wohl degenerative Veränderungen vor.

Auch der Physiotherapeut stützt sich in seinem Bericht vom 29. April 2021 zuhanden des Rechts-
vertreters (Beschwerdebeilage Nr. 17) vor allem auf dem Umstand, dass die Beschwerdeführerin 
vor dem Unfall beschwerdefrei war, was für die Bejahung der Kausalität eben gerade nicht genügt.

Aus den Berichten der behandelnden Ärzte ergeben sich somit keine Zweifel an den überzeugenden 
und ausführlichen Berichten des Suva-Arztes und der Suva kann keine Verletzung ihrer Abklä-
rungspflicht vorgeworfen werden.

5.

Zusammenfassend hat die Suva zu Recht ihre Leistungspflicht bis zum 28. Oktober 2020 begrenzt. 
Gemäss der Suva-Ärztin konnte bereits sechs Wochen nach dem Ereignis vom 6. Juli 2020 vom 
Erreichen des Status quo ausgegangen werden, weshalb die Lösung der Suva als zu Gunsten der 
Beschwerdeführerin anzusehen ist. Der Einspracheentscheid vom 26. März 2021 wird bestätigt und 
die Beschwerde abgewiesen.

Das UVG sieht keine Kostenpflicht bei Streitigkeiten über Leistungen vor (vgl. Art. 61 Bst. fbis ATSG), 
weshalb vorliegend das Prinzip der Kostenlosigkeit des Verfahrens weiter zur Anwendung kommt 
und damit keine Gerichtskosten erhoben werden.

Die mit ihren Anträgen unterliegende Beschwerdeführerin hat keinen Anspruch auf Parteientschädi-
gung.

Kantonsgericht KG
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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde  von A.________ wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. Es besteht kein Anspruch auf Parteientschädigung.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerdeschrift 
muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe angege-
ben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht die 
Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene Entscheid 
mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem Bundesgericht ist grund-
sätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 19. Januar 2022/bsc

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber-Berichterstatter: