# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4998a5d1-9422-577c-a4ea-756ef8433ed5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.09.2008 D-5787/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5787-2006_2008-09-22.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5787/2006/cvv
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 2 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Richterin Nina Spälti Giannakitsas (Vorsitz),
Richter Walter Stöckli, Richter Hans Schürch, 
Gerichtsschreiber Patrick Weber.

X._______, geboren _______,
unbekannter Herkunft beziehungsweise Elfenbeinküste, 
vertreten durch lic. iur. Emil Nisple, _______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 18. Juli 
2006 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5787/2006

Sachverhalt:

A.
Der Beschwerdeführer verliess seinen Heimatstaat eigenen Angaben 
zufolge am 23. beziehungsweise 25. Dezember 2005 auf dem Seeweg 
und  gelangte  am  8.  Januar  2006  von  Italien  her  kommend  in  die 
Schweiz, wo er am 9. Januar 2006 ein Asylgesuch stellte. Dazu wurde 
er am 12. Januar 2006 in _______ summarisch befragt. In Anbetracht 
der  geltend  gemachten  Minderjährigkeit  wurde  ihm  am  16.  Januar 
2006 eine rechtskundige Vertrauensperson zugeordnet. Am 6. Februar 
2006  führte  die  kantonale  Behörde in  deren  Beisein  eine  Anhörung 
durch. 

Anlässlich der Befragungen machte der Beschwerdeführer im Wesent-
lichen geltend, noch minderjährig zu sein und aus der Elfenbeinküste 
zu  stammen.  Zusammen  mit  seinen  Eltern  habe  er  im  Quartier 
_______ in  _______ gewohnt. Nach vier  Jahren Schule  habe er  im 
Schuhladen  seines  Vaters  geholfen.  Am  15.  Dezember  2005  seien 
seine Eltern durch die Sicherheitskräfte weggebracht und getötet wor-
den.  Man  habe  sie  der  Unterstützung  der  Rebellen  verdächtigt.  Er 
selbst sei zu diesem Zeitpunkt nicht zuhause gewesen und habe durch 
Nachbarn respektive einen Freund des Vaters davon erfahren. Ferner 
sei ihm mitgeteilt worden, dass die Sicherheitskräfte noch am selben 
Tag zweimal nach ihm gesucht hätten. In Anbetracht dieser Sachlage 
habe er sein Heimatland mit Hilfe des erwähnten Freundes wenig spä-
ter verlassen. Im Rahmen der Anhörung wurde der Beschwerdeführer 
ferner zu Belangen der  von ihm geltend gemachten Herkunftsregion 
befragt. 

B.
Mit Verfügung vom 18. Juli 2006 (eröffnet am 21. Juli 2006) lehnte das 
Bundesamt das Asylgesuch des Beschwerdeführers ab und verfügte 
dessen Wegweisung aus der Schweiz. Zur Begründung ihres Entschei-
des führte die Vorinstanz im Wesentlichen aus, die Gesuchsvorbringen 
hielten den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit  gemäss Art. 7 des 
Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG; SR 142.31)  nicht  stand. Er 
habe geltend gemacht, Staatsangehöriger der Elfenbeinküste zu sein. 
Dies sei indes nicht glaubhaft. So habe er kaum Darlegungen zu den 
geografischen Verhältnissen der Elfenbeinküste und den örtlichen Ge-
gebenheiten  machen  können.  Seine  Angaben  zum  Nationalfeiertag 
seien  falsch.  Die  Aussagen  zu  den  umliegenden  Quartieren  von 

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_______ seien ebenfalls nicht korrekt. Er kenne keine Strassennamen 
seines  angeblichen  Wohnquartiers. Er  sei  grundsätzlich  nicht  in  der 
Lage gewesen, seinen Herkunftsort  näher zu beschreiben, und habe 
den  Namen  der  lokalen  Moschee  nicht  angeben  können.  Als 
Schuhverkäufer habe er deren Preis und den Namen der Strasse, wo 
sich das Geschäft befinde, nicht bezeichnen können. Die Angaben zur 
angeblichen  Tötung  seiner  Eltern  seien  unsubstanziiert  ausgefallen. 
Insgesamt  rechtfertige  sein  weitgehendes  Unwissen  über  das 
angebliche  Lebensumfeld  der  letzten  Jahre  den  Schluss,  dass  die 
behauptete  Herkunft  aus  der  Elfenbeinküste  nicht  zutreffe. 
Entsprechend entbehrten die angeblichen Asylvorbringen aus diesem 
Land jeglicher Grundlage. Den Vollzug der Wegweisung erachtete das 
Bundesamt  -  auch  in  Berücksichtigung  der  Bestimmungen  der 
Konvention  vom  20. November  1989  über  die  Rechte  des  Kindes 
(KRK,  SR 0.107)  -  für  zulässig,  zumutbar  und  möglich.  Der 
Beschwerdeführer  verfüge  im  Heimatland  über  ein  soziales 
Beziehungsnetz.  Zudem  werde  er  in  Kürze  volljährig.  Aufgrund  der 
Akten  (Einreise  ohne  Begleitung  in  die  Schweiz;  Aufenthalt  in  der 
Drogenszene in _______) sei von seiner Selbständigkeit auszugehen. 

C.
Mit Eingabe vom 18. August 2006  an die Schweizerische Asylrekurs-
kommission (ARK) beantragte der Beschwerdeführer durch seine Ver-
tretung die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Asylge-
währung. Eventualiter sei auf den Vollzug der Wegweisung zu verzich-
ten und die vorläufige Aufnahme anzuordnen. Es sei kein Kostenvor-
schuss  zu  erheben. Zur  Begründung  wurde  vorab geltend  gemacht, 
der angefochtene Entscheid sei in mehrerer Hinsicht mangelhaft aus-
gefallen. Die Behauptung des BFM, der Beschwerdeführer habe sei-
nen Lebensunterhalt  als  Ladeninhaber  verdient,  sei  aktenwidrig. Die 
weitere Erwägung, er habe sich nach der Ermordung seiner Eltern bei 
Verwandten aufgehalten, treffe ebenfalls nicht zu. Ferner sei er in der 
Schweiz  am  Hauptbahnhof  _______  kontrolliert,  auf  den  Posten 
gebracht und nach zwei Stunden wieder entlassen worden. Man habe 
ihm nichts Strafrechtliches angelastet. Die Behauptung der Vorinstanz, 
er halte sich in der Drogenszene auf, sei entsprechend ebenso haltlos 
wie die damit verbundene Feststellung, dieser Aufenthalt  spreche für 
seine Selbständigkeit. Der  Sachverhalt  sei  von der  Vorinstanz  offen-
sichtlich nicht genügend abgeklärt worden. Die Erwägung, wonach der 
Beschwerdeführer  ein  weitgehendes  Unwissen  über  das  angebliche 
Lebensumfeld der letzten Jahre offenbart habe, könne nicht nachvoll-

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zogen werden. Die Vorinstanz habe in diesem Zusammenhang selektiv 
einige Aussagen gewürdigt und daraus auf  die Unglaubhaftigkeit  der 
Kernvorbringen geschlossen. Eine ganzheitliche Würdigung sei offen-
sichtlich nicht erfolgt, und die mehrheitlich präzisen Aussagen des Be-
schwerdeführers hätten keine Beachtung gefunden. Die vom BFM auf-
gelisteten angeblichen Unstimmigkeiten seien jedenfalls nicht wesent-
licher  Natur  und  dadurch  zu  erklären,  dass  der  minderjährige  Be-
schwerdeführer  -  in  ärmlichen  Verhältnissen  aufgewachsen  -  sein 
Wohnquartier nie verlassen habe. Zudem unterschlage das BFM, dass 
er in der Lage gewesen sei, zwei Hotelnamen und die Gemeinde, wo 
der örtliche Fussballclub spiele, zu nennen. Ausserdem kenne er das 
Gesundheitszentrum, die Farbe der öffentlichen Busse, das Notensys-
tem, die Namen zweier Discotheken und den lokalen Fernsehsender 
mit Abkürzung. Da er nie Schuhe verkauft habe, sei naheliegend, dass 
er  deren Preis  nicht  kenne. Schliesslich  seien seine Eltern  während 
seiner  Abwesenheit  verschleppt  worden. Logischerweise  sei  er  des-
halb nicht  in der Lage gewesen, nähere diesbezügliche Angaben zu 
machen. Das BFM habe es mithin in pflichtwidriger Weise unterlassen, 
die  grundsätzlich  glaubhaften  Aussagen  hinsichtlich  Asylrelevanz  zu 
überprüfen. Der Beschwerdeführer, welcher zu der Ethnie der Dioula 
gehöre, müsse wie seine Eltern das Schlimmste befürchten und habe 
begründete  Furcht  vor  ernsthaften  Nachteilen  in  der  Elfenbeinküste. 
Demzufolge würde ein  allfälliger  Vollzug der  Wegweisung gegen die 
relevanten gesetzlichen Bestimmungen verstossen. Unter Verwendung 
eines  offensichtlich  unpassenden  Textbausteins  habe  die  Vorinstanz 
indes die Zulässigkeit  des Vollzugs bejaht. Bei der Zumutbarkeit  des 
Vollzugs werde ihm fälschlicherweise ein soziales Beziehungsnetz vor 
Ort unterstellt. Die weitere Behauptung des BFM, der Beschwerdefüh-
rer werde "in Kürze" volljährig, lasse wiederum auf einen unpassenden 
Textbaustein schliessen. 

D.
Mit Zwischenverfügung vom 28. August 2006 stellte die ARK die auf-
schiebende Wirkung der Beschwerde fest und verzichtete auf die Er-
hebung eines Kostenvorschusses. 

E.
Mit  Vernehmlassung vom 31. August 2006 beantragte die Vorinstanz 
die  Abweisung  der  Beschwerde.  Die  bereits  im  angefochtenen  Ent-
scheid  erwähnten  Beispiele  für  die  örtlichen  Unkenntnisse  des  Be-
schwerdeführers liessen sich beliebig ergänzen. Die von ihm erwähn-

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ten Hotels in _______ existierten ebensowenig wie die genannten Ki-
nos; auch die Namen der verschiedenen Quartiere liessen sich nicht 
feststellen.  Nicht  nachvollziehbar  sei  ferner  seine  Aussage,  von 
_______ nie ins Zentrum gegangen zu sein, zumal Teile von _______ 
an  das  Stadtzentrum  von  _______  angrenzten.  Ausserdem sei  er  - 
obwohl selber Fussball spielend - nicht in der Lage gewesen, über die 
diesbezüglichen Belange seines  angeblichen Heimatlandes Auskunft 
zu  geben.  Weitere  Aussagen  zum  lokalen  Fernsehsender  und 
öffentlichen Verkehrsmitteln träfen ebenfalls nicht zu. Entsprechend sei 
nicht  von  einer  Sozialisation  des  Beschwerdeführers  in  der 
Elfenbeinküste respektive in _______ auszugehen. Vermutlich stamme 
er  aus  Guinea.  Diese  Auffassung  rechtfertige  sich  auch  deswegen, 
weil  er  in  der  Stadt  _______ zusammen mit  vier  anderen Personen 
aus Guinea im Umfeld des Drogenhandels aufgegriffen worden sei. 

F.
Mit Replik vom 20. September 2006 legte der Beschwerdeführer dar, 
auch allfällige  Zweifel  an seiner  Staatsangehörigkeit  entbindeten die 
Vorinstanz nicht von der pflichtgemässen Prüfung seines Asylgesuchs. 
Nebst seiner Minderjährigkeit sei zu berücksichtigen, dass er aufgrund 
der Erlebnisse in  der  Heimat  eine Traumatisierung erlitten  habe. Als 
Beweis  dafür  könnten  Zeugen  einvernommen  werden.  Im  Weiteren 
habe  der  Beschwerdeführer  in  einem ruhigen Umfeld  eine Stellung-
nahme verfasst und dabei detailliert  die Belange vor Ort  geschildert. 
Dieses beigelegte Schreiben sei bei der Urteilsfindung zu berücksichti-
gen. Die Vermutung des BFM, er sei Staatsangehöriger von Guinea, 
stütze sich auf keinerlei aussagekräftige Fakten. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Das  Bundesverwaltungsgericht  entscheidet  endgültig  über  Be-
schwerden  gegen Verfügungen  des BFM auf  dem Gebiet  des  Asyls 
(Art.  105 AsylG i.V.m. Art.  31 -  34 des  Verwaltungsgerichtsgesetzes 
vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht übernahm am 1. Januar 2007 die 
Beurteilung der am 31. Dezember 2006 bei der ARK hängig gewese-

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nen  Rechtsmittel.  Es  gelangt  das  neue  Verfahrensrecht  zur  Anwen-
dung (Art. 53 Abs. 2 VGG).

1.3 Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  können  die 
Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder unvollständige Fest-
stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die Unangemessen-
heit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

2.
Der Beschwerdeführer ist legitimiert; auf die frist- und formgerecht ein-
gereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 
und 50 ff. VwVG).

3.

3.1 Zum  Zeitpunkt  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  und  der  Be-
schwerdeerhebung war der Beschwerdeführer noch minderjährig. Ihm 
wurde für die Dauer des Verfahrens eine rechtskundige Vertrauensper-
son zur Seite gestellt. Demnach waren die für Minderjährige besonde-
ren verfahrensrechtlichen Bestimmungen erfüllt  (Art. 17 Abs. 2 und 3 
Bst. c AsylG i.V.m. Art. 7 Abs. 3 der Asylverordnung 1 vom 11. August 
1999  über  Verfahrensfragen  [AsylV 1,  SR  142.311],  EMARK  1998 
Nr. 13, S. 84 ff.).

3.2 Der implizite Antrag auf Rückweisung der Sache an die Vorinstanz 
wegen Verfahrensmängeln ist abzuweisen. Es trifft  zwar zu, dass die 
vorinstanzliche Verfügung nicht in allen Punkten restlos überzeugt und 
teilweise nicht optimale Formulierungen aufweist. Bereits im angefoch-
tenen Entscheid wurde aber relativ ausführlich begründet, weshalb die 
Vorbringen respektive die angebliche Herkunft des Beschwerdeführers 
zu  bezweifeln seien. Dass die  Vorinstanz  dabei  nicht  nur  diejenigen 
Aspekte, die gegen den Wahrheitsgehalt der Aussagen sprechen, son-
dern auch gewisse andere Sachverhaltselemente implizit  berücksich-
tigte,  geht  zumindest  aus  dem  Umstand  hervor,  dass  nicht  ein 
Nichteintretensentscheid,  sondern  nach materieller  Prüfung der Aus-
sagen eine entsprechende Verfügung erging. Weitere Abklärungen und 
eine Würdigung des Sachverhalts im Lichte von Art. 3 AsylG sind in 
zulässiger Weise unterblieben, zumal der Sachverhalt im Rahmen der 
kantonalen  Anhörung  rechtsgenüglich  ermittelt  werden  konnte.  Im 
Weiteren erwähnte der Beschwerdeführer bei der Summarbefragung, 
einen  "petit  commerce  avec  mon  père"  betrieben  zu  haben.  Die 
Schlussfolgerung  des  BFM,  er  habe  seinen  Lebensunterhalt  als 

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Ladeninhaber  verdient,  ist  demnach  etwas  missverständlich,  aber 
insofern zutreffend, als der besagte Laden der Familie und mithin auch 
dem  Beschwerdeführer  als  deren  Teil  ein  Auskommen  ermöglichte. 
Ferner hat er sich seinen Aussagen zufolge vor der Ausreise bei einem 
Freund seines Vaters aufgehalten. Die Vorinstanz macht daraus einen 
Aufenthalt bei Verwandten, was in dieser Form zwar nicht stimmt, den 
Kerngehalt  der  Aussage,  nämlich  das  Vorhandensein  einer  offenbar 
relativ  nahestehenden  und  unterstützungswilligen  Person  als  zumin-
dest  ansatzweises  soziales  Netz,  im  Ergebnis  gleichwohl  nicht  ent-
scheidend verfälscht. Nicht ersichtlich ist  sodann, inwiefern das BFM 
bei der Begründung der Zulässigkeit des Wegweisungsvollzugs einen 
falschen Textbaustein verwendet haben sollte. Da die Vorinstanz davon 
ausging,  dass  der  Beschwerdeführer  nicht  aus  der  Elfenbeinküste 
stammt, ist die knappe Formulierung, es ergäben sich keine Hinweise 
auf  eine  konkret  drohende  Gefährdung  im  Heimatstaat,  unter  dem 
Gesichtspunkt von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
nicht zu beanstanden. Des Weitern trifft zu, dass die Formulierung im 
angefochtenen  Entscheid,  wonach  der  Beschwerdeführer  "in  Kürze" 
die Volljährigkeit erreiche, bei einem sechzehneinhalbjährigen Jugend-
lichen  ambivalent  erscheint.  Insoweit  als  mit  der  Aussage,  der  Be-
schwerdeführer sei  selbständig,  zum Ausdruck gebracht  werden will, 
es  handle  sich  bei  ihm  nicht  mehr  um  ein  besonders  betreuungs-
bedürftiges  Kind,  weist  sie  indes  eine  gewisse  Berechtigung  auf. In 
diesem Zusammenhang kann ferner erwähnt werden, dass die erst in 
der Eingabe vom 20. September 2006 geltend gemachten psychischen 
Probleme des Beschwerdeführers  gemäss Aktenlage  keine fachärzt-
liche  Betreuung  erforderten;  auch  eine  Befragung  der  angebotenen 
Zeugen  erscheint  für  die  Sachverhaltsabklärung  nicht  als  geboten. 
Schliesslich  wurde  der  Beschwerdeführer  unbestrittenerweise  am 
26. Februar 2006 in _______ polizeilich angehalten. Die Erwägung der 
Vorinstanz,  er  habe  sich  dort  in  der  Drogenszene  aufgehalten,  ist 
wiederum interpretationsbedürftig.  Einerseits  wurde  ihm aktenkundig 
kein  entsprechendes  Delikt  nachgewiesen. Anderseits  stellt  sich  die 
Frage,  wieso  sich  der  Beschwerdeführer,  welcher  dem  Kanton 
_______ zugewiesen wurde, abends um neun Uhr an einem offenbar 
doch einschlägig bekannten Ort fernab seiner Unterkunft aufgehalten 
hat.  Da  dieses  Sachverhaltselement  namentlich  auch  für  den  Be-
schwerdeentscheid  in  keiner  Weise  ins  Gewicht  fällt,  erübrigen  sich 
indes weitere diesbezügliche Erörterungen. 

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3.3 Zusammenfassend ergibt sich mithin, dass die Vorinstanz den hin-
reichend erstellten Sachverhalt im Ergebnis korrekt gewürdigt und ei-
nen rechtsgenüglich begründeten Entscheid erlassen hat. Eine Kassa-
tion im Asylpunkt kommt mithin nicht in Betracht. 

4.

4.1 Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich Asyl. Als Flüchtling wird eine ausländische Person aner-
kannt,  wenn  sie  in  ihrem Heimatstaat  oder  im  Land,  wo sie  zuletzt 
wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu ei-
ner  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder  wegen  ihrer  politischen  An-
schauungen  ernsthaften  Nachteilen  ausgesetzt  ist  oder  begründete 
Furcht hat,  solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte 
Nachteile gelten namentlich die Gefährdung von Leib, Leben oder Frei-
heit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck 
bewirken (Art. 3 AsylG).

4.2 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachwei-
sen oder zumindest  glaubhaft  machen. Diese ist  glaubhaft  gemacht, 
wenn die Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrschein-
lichkeit  für  gegeben hält  (Art. 7 AsylG).  Vorbringen sind dann glaub-
haft, wenn sie genügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel 
sind; sie dürfen sich nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in we-
sentlichen Punkten nicht widersprüchlich sein oder der inneren Logik 
entbehren und auch nicht den Tatsachen oder der allgemeinen Erfah-
rung widersprechen. Darüber  hinaus muss die  asylsuchende Person 
persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann nicht der 
Fall ist, wenn sie ihre Vorbringen auf gefälschte oder verfälschte Be-
weismittel abstützt (vgl. Art. 7 Abs. 3 AsylG), aber auch dann, wenn sie 
wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst falsch darstellt, im Laufe 
des  Verfahrens  Vorbringen  auswechselt  oder  unbegründet  nach-
schiebt, mangelndes Interesse am Verfahren zeigt oder die nötige Mit-
wirkung  verweigert.  Glaubhaftmachung  bedeutet  ferner  -  im  Gegen-
satz  zum  strikten  Beweis  -  ein  reduziertes  Beweismass  und  lässt 
durchaus Raum für gewisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen 
des Beschwerdeführers. Eine Behauptung gilt bereits als glaubhaft ge-
macht, wenn der Richter von ihrer Wahrheit nicht völlig überzeugt ist, 
sie aber überwiegend für wahr hält, obwohl nicht alle Zweifel beseitigt 
sind. Für  die  Glaubhaftmachung  reicht  es  demgegenüber  nicht  aus, 
wenn der Inhalt  der Vorbringen zwar möglich ist,  aber  in  Würdigung 

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der gesamten Aspekte wesentliche und überwiegende Umstände ge-
gen die vorgebrachte Sachverhaltsdarstellung sprechen. Entscheidend 
ist im Sinne einer Gesamtwürdigung, ob die Gründe, die für die Rich-
tigkeit  der Sachverhaltsdarstellung sprechen,  überwiegen oder nicht; 
dabei ist auf eine objektivierte Sichtweise abzustellen (vgl. Entscheide 
und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskommission 
[EMARK] 1994 Nr. 5 E. 3c S. 43 f.; 1996 Nr. 28  E. 3a S. 270; 2005 Nr. 
21 E. 6.1. S. 190 f.). An den genannten Kriterien ist nach wie vor fest-
zuhalten, zumal die Rechtslage diesbezüglich keine Änderung erfah-
ren hat. 

4.3 Das BFM hat im angefochtenen Entscheid die geltend gemachte 
Staatsangehörigkeit bezweifelt. Die Aussagen des Beschwerdeführers 
zu  seinem  angeblichen  Herkunftsgebiet  beziehungsweise  zur  Elfen-
beinküste sind in der Tat kaum als substanziiert zu werten und treffen 
in  verschiedenen Punkten nicht  zu. Auch in Berücksichtigung seines 
jugendlichen Alters hätten von ihm detailliertere und insbesondere tat-
sachengemässe  Angaben  erwartet  werden  können.  Dass  einzelne 
Aussagen möglicherweise zutreffen, ändert nichts an dieser Einschät-
zung,  da  ein  Beschwerdeführer,  welcher  sich  als  Angehöriger  eines 
bestimmten Staates ausgibt, ohne Zweifel gewisse Vorkehren im Sinne 
einer  zumindest  rudimentären  vorgängigen  Auseinandersetzung  mit 
dem angeblichen Heimatland trifft. Die aufgelisteten Merkmale, welche 
gemäss  Einschätzung  des  BFM  gegen  eine  dortige  Sozialisierung 
sprechen,  werden auf  Beschwerdeebene unter  Hinweis auf  das Per-
sönlichkeitsprofil  des  Beschwerdeführers  für  nicht  tauglich  erachtet, 
die geltend gemachte Herkunft als unglaubhaft erscheinen zu lassen. 
Es fehlt indes an stichhaltigen Argumenten, welche eine andere Würdi-
gung als diejenige der Vorinstanz nahelegen. Zusätzlich stellt sich die 
Frage, weshalb der Beschwerdeführer, welcher Diola als Mutterspra-
che erwähnte, gleichzeitig angab, dieses nicht zu beherrschen (A 1/8, 
S. 2). Das der Eingabe vom 20. September 2006 beigelegte Schreiben 
des  Beschwerdeführers  zu  Belangen  seines  angeblichen Heimatlan-
des ist  sodann offensichtlich kein geeignetes Beweismittel,  zumal es 
einige Zeit nach der Einreise und mutmasslich unter Zuhilfenahme von 
öffentlich  zugänglichen  Quellen  verfasst  wurde.  Vor  diesem  Hinter-
grund  ist  die  Erwägung  der  Vorinstanz,  die  Asylvorbringen  des  Be-
schwerdeführers  entbehrten  jeglicher  Grundlage,  nicht  zu  beanstan-
den. Gleichzeitig ist darauf hinzuweisen, dass er die angeblichen Vor-
fälle  im Zusammenhang mit  seinen Eltern  und der  Suche nach ihm 
ausgesprochen  stereotyp,  überwiegend  vage  und  ohne  jegliche  Re-

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alkennzeichen schilderte (A 13/23, S. 8 f.). Ausserdem gab er an, bis 
zum 23. Dezember 2005 ununterbrochen an der angegebenen Adres-
se gewohnt zu haben (A 13/23, S. 5). Auch wenn er in Widerspruch zu 
dieser Aussage später geltend machte, nach dem 15. Dezember 2005 
- dem Zeitpunkt der Verschleppung seiner Eltern und der Suche nach 
ihm - nicht mehr zuhause gewohnt zu haben (A 13/23. S. 10 und 12), 
entsteht  auch  so  wiederum  das  Bild  einer  mangels  realen  Hinter-
grunds nicht vorhandenen Verfolgungssituation, und zwar unabhängig 
von der Glaubhaftigkeit der Herkunft. 

4.4 Dem Beschwerdeführer ist  es demnach nicht  gelungen,  nachzu-
weisen oder glaubhaft zu machen, dass er im Zeitpunkt der Ausreise 
aus  seinem Heimatland  ernsthaften  Nachteilen  im  Sinne  von  Art.  3 
Abs. 2 AsylG ausgesetzt war oder dass er begründete Furcht hat, sol-
che Nachteile im Falle der Rückkehr in absehbarer Zukunft mit erhebli-
cher Wahrscheinlichkeit erleiden zu müssen. Die Asylrelevanz der Vor-
bringen  ist  mithin  zu  verneinen. Es  erübrigt  sich,  auf  weitere  Be-
schwerdevorbringen im Einzelnen einzugehen,  weil  sie  am Ergebnis 
nichts ändern können. Das Bundesamt hat das Asylgesuch zu Recht 
abgelehnt. 

5.

5.1 Lehnt das Bundesamt das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 
ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und 
ordnet den Vollzug an (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

5.2 Der  Beschwerdeführer  verfügt  weder  über  eine  ausländerrechtli-
che Aufenthaltsbewilligung noch hat er einen Anspruch auf Erteilung 
einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG; EMARK 2001 Nr. 21). 

6.
Ist  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich,  so  regelt  das  Bundesamt das  Anwesenheitsverhältnis 
nach den gesetzlichen Bestimmungen über  die vorläufige  Aufnahme 
von Ausländern (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer 
[AuG, SR 142.20]).

6.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtun-
gen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Auslän-

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ders in den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenste-
hen (Art. 83 Abs. 3 AuG). So darf keine Person in irgendeiner Form zur 
Ausreise in ein Land gezwungen werden, in dem ihr Leib, ihr Leben 
oder ihre Freiheit aus einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet 
ist oder in dem sie Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land ge-
zwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 
des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flücht-
linge [FK, SR 0.142.30]). Gemäss Art. 25 Abs. 3 der Bundesverfassung 
der Schweizerischen Eidgenossenschaft  vom 18. April  1999 (BV, SR 
101), Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Fol-
ter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behand-
lung oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf 
niemand in einen Staat ausgeschafft werden, in dem ihm Folter oder 
eine  andere  Art  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder 
Behandlung droht.

Die Vorinstanz wies in der angefochtenen Verfügung zutreffend darauf 
hin, dass der Grundsatz der Nichtrückschiebung nur Personen schützt, 
welche  die  Flüchtlingseigenschaft  erfüllen  (vgl.  MARIO GATTIKER,  Das 
Asyl-  und Wegweisungsverfahren,  3. Aufl.,  Bern  1999,  S. 89). Da es 
dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine flüchtlingsrechtlich er-
hebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft  zu machen, kann 
das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-
Refoulements  im  vorliegenden  Verfahren  keine  Anwendung  finden. 
Eine Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland ist demnach 
unter dem Aspekt von Art. 5 AsylG rechtmässig. Sodann ergeben sich 
weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers noch aus den Akten 
Anhaltspunkte dafür, dass er für den Fall  einer Ausschaffung in sein 
Heimatland - selbst wenn es sich dabei um die Elfenbeinküste handeln 
würde  -  dort  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  einer  nach  Art.  3 
EMRK oder Art. 1 FoK verbotenen Strafe oder Behandlung ausgesetzt 
wäre. Gemäss Praxis des Europäischen Gerichtshofes für Menschen-
rechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN-Anti-Folterausschusses  müsste 
der  Beschwerdeführer  eine konkrete Gefahr  ("real  risk")  nachweisen 
oder glaubhaft machen, dass ihm im Fall einer Rückschiebung Folter 
oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde  (vgl.  EMARK  2001 
Nr. 16 S. 122, mit weiteren Hinweisen). Aufgrund der Akten sowie der 
vorstehenden Erwägungen betreffend die Frage der Flüchtlingseigen-
schaft und des Asyls ist indessen nicht davon auszugehen, dass ihm 
im  Falle  einer  Rückkehr  in  sein  Heimatland  eine  derartige  Gefahr 

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droht,  welche  den  Wegweisungsvollzug  als  unzulässig  erscheinen 
lassen würde. 

6.2 Der Beschwerdeführer ist in der Zwischenzeit volljährig geworden, 
womit  die  Vereinbarkeit  des  Vollzuges  der  Wegweisung  mit  den  Be-
stimmungen  der  der  Konvention  vom  20.  November  1989  über  die 
Rechte  des  Kindes  (KRK,  SR 0.107)  nicht  mehr  geprüft  zu  werden 
braucht.  Namentlich  erübrigt  sich,  die  diesbezüglichen  vorinstanz-
lichen Erwägungen im Lichte der in EMARK 1998 Nr. 13 stipulierten 
Anforderungen zu analysieren. 

6.3 Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen 
und Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat- oder Herkunfts-
staat  auf  Grund von Situationen wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner 
Gewalt  und medizinischer Notlage konkret  gefährdet  sind. Wird eine 
konkrete  Gefährdung  festgestellt,  ist  -  unter  Vorbehalt  von  Art.  83 
Abs. 7  AuG  -  die  vorläufige  Aufnahme  zu  gewähren  (vgl.  Botschaft 
zum  Bundesgesetz  über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom 
8. März  2002,  BBl  2002  3818).  Zwar  wird  das  Vorliegen  von  Weg-
weisungsvollzugshindernissen grundsätzlich von Amtes wegen geprüft 
(Art. 44 Abs. 2 AsylG). Diese Untersuchungspflicht findet jedoch nach 
Treu und Glauben ihre  Grenze in  der  Mitwirkungspflicht  der  Asylsu-
chenden (Art. 8 AsylG), welche auch die Substanziierungslast tragen 
(Art. 7 AsylG). Es kann deshalb nicht  Sache der Asylbehörden sein, 
nach  allfälligen  Wegweisungshindernissen  in  hypothetischen  Her-
kunftsländern  zu  forschen  (vgl.  Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83 
Abs. 2-4 AuG; EMARK 2005 Nr. 1 E. 3.2.2 S. 5 f.).

Nach dem Gesagten ist vermutungsgemäss auch davon auszugehen, 
dass dem Beschwerdeführer in seinem Heimatland keine konkrete Ge-
fährdung  droht.  Hinsichtlich  des  angeblichen  Heimatstaates  des 
Beschwerdeführer  ist  festzuhalten,  dass  das  Bundesverwaltungsge-
richt  die  grundsätzliche  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvollzugs  von 
jungen  und  gesunden  Beschwerdeführern,  welche  vor  der  Ausreise 
bereits in Abidjan lebten oder dort über ein soziales Netz verfügen, ge-
stützt  auf  die  aktuell  vorliegenden  Lageanalysen  bejaht  (vgl. 
D-4477/2006 E. 8.3).

6.4 Schliesslich obliegt es dem Beschwerdeführer, sich in Zusammen-
arbeit  mit  der  Vorinstanz  bei  der  zuständigen  Vertretung  seines  tat-
sächlichen Heimatlandes die für eine Rückkehr notwendigen Reisedo-

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kumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb der Vollzug der 
Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 Abs. 2 AuG).

6.5 Zusammenfassend ergibt  sich,  dass der  von der  Vorinstanz ver-
fügte Wegweisungsvollzug in Übereinstimmung mit den zu beachten-
den Bestimmungen steht  und zu bestätigen ist. Eine Anordnung der 
vorläufigen Aufnahme fällt  damit  ausser Betracht  (Art. 83 Abs. 1 -  4 
AuG).

7.
Aus diesen Erwägungen folgt, dass die angefochtene Verfügung Bun-
desrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig  feststellt  und  angemessen  ist  (Art.  106  AsylG).  Die  Be-
schwerde ist demnach abzuweisen.

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind dessen Kosten in der Höhe 
von  Fr.  600.--  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art.  63  Abs.  1 
VwVG). 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  in  der  Höhe  von  Fr.  600.--  werden  dem  Be-
schwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand 
des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Einzahlungsschein)

- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-
ten N _______ (per Kurier; in Kopie)

- _______

Die vorsitzende Richterin: Der Gerichtsschreiber:

Nina Spälti Giannakitsas Patrick Weber 

Versand:

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