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**Case Identifier:** d0e46201-9eeb-583d-8116-7c737617a53d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2010-08-11
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 11.08.2010 UV 2009/67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2009-67_2010-08-11.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2009/67

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 07.04.2020

Entscheiddatum: 11.08.2010

Entscheid Versicherungsgericht, 11.08.2010
Art. 16 und 17 ATSG. Art. 19 und 24 UVG: Revision einer Unfallrente mit 
Prüfung der Frage der Veränderung der Arbeitsfähigkeit. Nichteintreten 
bezüglich der Frage der Integritätsentschädigung (Entscheid des 
Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. August 2010, UV 
2009/67). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2010.

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber und 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 11. August 2010

in Sachen

E.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Willi Füchslin, Zürcherstrasse 49, Postfach 644, 

8853 Lachen SZ,

gegen

Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Hohlstrasse 552, Postfach, 8048 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

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Sachverhalt:

A.       

A.a   E.___ war im Gasthaus A.___ tätig und dadurch bei der Helvetia Unfall (später 

Elvia Schweizerische Versicherungs-Gesellschaft; heute: Allianz Suisse 

Versicherungen; nachstehend als Allianz bezeichnet) unfallversichert, als sie sich am 

27. Juli 1985 bei einem Autounfall im Ausland eine Commotio cerebri, eine distale 

Stauchungsfraktur des rechten Unterschenkels sowie Frakturen der Ossa metatarsalis 

III-V und des Os cuboidei zuzog (UV-act. 1, 4). Nach dem Unfall und erneut im Juni 

1986 erfolgten Operationen am rechten Unterschenkel, wobei sich nach dem ersten 

Eingriff Frakturheilungsprobleme mit schwerer Algodystrophie ergeben hatten. Nach 

dem zweiten Eingriff im Juni 1986 bestand eine Versteifung im rechten oberen und 

unteren Sprunggelenk mit leichter Beinverkürzung (UV-act. 7, 12, 14-16, 18, 19, 25, 

27). Dr. med. B.___, FMH für Neurologie, bescheinigte am 18. April 1988 ein cervico-

cephales Schmerzsyndrom, dessen Ursache nicht eindeutig bestimmbar sei. Am 

wahrscheinlichsten sei es im Rahmen des Unfalls 1985 zu Zerrungen der 

Nackenstrukturen gekommen; ein Peitschenhiebtrauma im eigentlichen Sinn sei 

unwahrscheinlich. Für ein postcommotionelles Kopfweh liege das Schädelhirntrauma 

zu weit zurück (UV-act. 38). Am 10. Oktober 1988 und 25. April 1989 hielt Dr. med. 

C.___, Bezirksspital March-Höfe, fest, nach Korrektur der Arthrodese rechts mit 

Schuhversorgung sei der bisherige Verlauf sehr zufriedenstellend. Im HWS-Bereich 

habe der Zustand gebessert werden können (UV-act. 42f). Am 8. Februar 1991 

berichtete Dr. med. D.___, Neurologische Klinik des Universitätsspitals Zürich, über 

eine seit Auftreten der Kopfschmerzen eingeschränkte Hirnleistungsfähigkeit und 

Konzentrationsstörungen. Er attestierte eine 25 %ige Arbeitsunfähigkeit (UV-act. 48). 

Seit Mai 1991 war die Versicherte zu 75 % als kaufmännische Mitarbeiterin tätig (UV-

act. 62). Im Juni 1992 wurde sie wegen Überlastung der Metatarsale-Köpfchen II bis IV 

am rechten Fuss operiert (UV-act. 69f, 76).

A.b   Nach Durchführung von weiteren medizinischen Behandlungen und Abklärungen 

sprach die Allianz der Versicherten mit Verfügung vom 4. März 1996 eine Invalidenrente 

auf der Basis eines IV-Grads von 20 % zu (UV-act. 87). Im April 1996 wurde die 

Versicherte erneut wegen einer Überbelastung der Metatarsale Köpfchen II und III im 

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Regionalspital Lachen operiert (UV-act. 89, 92). Mit Verfügung vom 24. Mai 1996 

gewährte die Allianz der Versicherten eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer 

Integritätseinbusse von 20 % (UV-act. 96). Am 18. Januar 1997 stürzte die Versicherte 

und verdrehte sich dabei den rechten Fuss, wodurch sich Belastungs- und 

Ruheschmerzen im Bereich der Arthrodese ergaben. Die notwendig gewordene 

Behandlung wurde am 12. März 1997 abgeschlossen (UV-act. 98; vgl. auch UV-act. 

101).

A.c   Am 13. September 2005 teilte die Versicherte der Allianz telefonisch mit, dass 

starke Schmerzen im rechten Fussgelenk bestünden (UV-act. 102). Am 23. Januar 

2006 erstattete die F.___ als Arbeitgeberin der Versicherten eine Rückfallmeldung zum 

Unfall vom 27. Juli 1985 (UV-act. 110f). Nach Durchführung eines operativen Eingriffs 

im Februar 2006 und einer Begutachtung durch den beratenden Arzt Dr. med. G.___, 

Orthopädische Chirurgie FMH, im Juni 2008 (UV-act. 148) stellte die Allianz der 

Versicherten mit Schreiben vom 13. August 2008 den Fallabschluss auf Ende August 

2008 in Aussicht. Ausser den notwendigen Schuheinlagen würden keine weiteren 

Heilungskosten mehr gewährt. Die mit Verfügung vom 4. März 1996 zugesprochene 

Invalidenrente werde wegen Wegfalls der Erwerbseinbusse aufgehoben. Die 

Integritätsentschädigung werde hingegen von 20 auf 30 % erhöht (UV-act. 149). Am 

19. September 2008 reichte der neue Rechtsvertreter der Versicherten hierzu eine 

Stellungnahme ein (UV-act. 155). Am 30. September 2008 verfügte die Allianz die 

Renteneinstellung per 1. September 2008. Bei der seinerzeitigen Rentenzusprache sei 

von einer Bürotätigkeit ausgegangen worden, welche die Versicherte damals auch 

effektiv ausgeübt habe. Aufgrund der Beurteilung von Dr. G.___ sei ihr trotz der 

Unfallfolgen eine vollzeitige Ausübung dieser Tätigkeit trotz möglich. Wegen Erreichens 

des Endzustands würden die Übernahme der Heilungskosten (unter Vorbehalt der 

notwendigen Schuheinlagen und des Rückfallmelderechts) sowie die 

Taggeldleistungen per Ende August 2008 eingestellt. Die Integritätsentschädigung 

werde auf 30 % erhöht (UV-act. 160). Die hiergegen von Rechtsanwalt lic. iur. W. 

Füchslin, Lachen, mit Eingabe vom 30. Oktober 2008 erhobene (UV-act. 161) 

Einsprache (UV-act. 165) wies die Allianz nach Einholung eines Zusatzberichts bei Dr. 

G.___ (UV-act. 171, 173) mit Einspracheentscheid vom 18. Mai 2009 ab; auf die 

Einspracheergänzung vom 14. November 2008 trat sie nicht ein (UV-act. 175).

B.       

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B.a   Gegen diesen Einspracheentscheid erhob Rechtsanwalt Füchslin für die 

Versicherte mit Eingabe vom 12. Juni 2009 Beschwerde mit den Anträgen, der 

Entscheid sei dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin (weiterhin) eine 

Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 20 % und eine 

Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von mindestens 45 % 

zustehe. Eventualiter sei die Sache in Aufhebung des angefochtenen Entscheids zu 

ergänzenden Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Zur 

Begründung legte der Rechtsvertreter unter anderem dar, es sei unhaltbar, gestützt auf 

die Berichte von Dr. G.___ von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit in einer sog. 

leidensangepassten Tätigkeit ausgehen zu wollen. Es sei sicher keine (wesentliche) 

Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten. Vielmehr sei von einer 

Verschlechterung auszugehen. Zudem werde die cerebrale Situation gänzlich ausser 

Acht gelassen. Für die Bestimmung der Restarbeitsfähigkeit dürfe keine ideal 

angepasste Tätigkeit herangezogen werden, insbesondere wenn eine solche gar nicht 

konkretisiert werde. Entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin seien die 

Beschwerden der Beschwerdeführerin auch nicht rein belastungsabhängig. Das RAV 

halte die Beschwerdeführerin übrigens lediglich im Umfang eines anrechenbaren 

Arbeitsausfalls von maximal 75 % für vermittlungsfähig (act. G 1.3), wobei korrigierend 

darauf hinzuweisen sei, dass die Beschwerdeführerin im Antrag nie angegeben habe, 

bereit und in der Lage zu sein, 100 % zu arbeiten. Es sei immer noch eine 

Einschränkung von mindestens 20 % gegeben, weshalb die Beschwerdeführerin 

weiterhin Anspruch auf eine Invalidenrente aufgrund eines IV-Grads von 20 % habe. 

Sollten daran wider Erwarten Zweifel bestehen, wären zumindest ergänzende 

Abklärungen anzuordnen. Für die Bemessung des Valideneinkommens könne nicht das 

Einkommen als Kellnerin herangezogen werden. Die Beschwerdeführerin habe in 

Österreich eine dreijährige Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau absolviert. Sie sei nur 

vorübergehend im Service tätig gewesen. Auch habe die Beschwerdeführerin die 

weitergehende kaufmännische Umschulung (in der Schweiz) nicht von sich aus 

abgebrochen. Es sei klarerweise davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall im 

Büro tätig wäre. Auch im Büro bestehe eine Einschränkung von mindestens 20 %. 

Selbst wenn aber zu Unrecht von einem zumutbaren Pensum von 100 % ausgegangen 

würde, so wäre jedenfalls von einer beträchtlichen, invaliditätsbegründenden 

Leistungseinbusse auszugehen und dementsprechend ein Leidensabzug zu gewähren. 

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Bei der Bürotätigkeit habe es sich um die angestammte Tätigkeit gehandelt, deren 

Ausübung nicht erst durch die nach dem Unfall in die Wege geleitete Umschulung 

möglich geworden sei. Demnach sei die Zusprechung einer Invalidenrente sicher nicht 

zweifellos unrichtig gewesen. Schliesslich sei die Beschwerdegegnerin zu Unrecht auf 

die Einsprache betreffend Integritätsentschädigung nicht eingetreten.

B.b   In der Beschwerdeantwort vom 29. Juli 2009 beantragt die Beschwerdegegnerin 

Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verweist sie auf die Darlegungen im 

angefochtenen Entscheid und führt unter anderem aus, in einer ideal angepassten, d.h. 

leichten, hauptsächlich im Sitzen ausgeführten Tätigkeit ohne Heben schwerer Lasten 

wie zum Beispiel in einem Bürojob sei von einer 100 %igen Arbeitsfähigkeit 

auszugehen. Das beweiskräftige Gutachten von Dr. G.___ und seine ergänzenden 

Ausführungen vom 26. Februar 2009 liessen nur diesen Schluss zu. Zwar sei durch die 

Versteifung weiterer Gelenke die medizinisch-theoretische Funktionseinschränkung des 

Fussgelenkes erhöht worden, jedoch seien gleichzeitig die Gehfähigkeit und die 

Schmerzsituation verbessert worden, so dass sich der Integritätsschaden zwar 

vergrössert, die Arbeitsfähigkeit sich aber gleichzeitig verbessert hätten. Zudem wäre 

selbst bei Annahme einer 20 %igen Arbeitsunfähigkeit als Büroangestellte ein 

Rentenanspruch wegen Erzielens eines rentenausschliessenden Einkommens zu 

verneinen. Aufgrund des Umstands, dass die Beschwerdeführerin eigentlich nie im von 

ihr in Österreich erlernten Beruf gearbeitet habe und auch anlässlich der Umschulung 

zur Sekretärin nicht von dem ihr in dieser Ausbildung vermittelten Wissen habe 

profitieren können, müsse davon ausgegangen werden, dass sie, selbst wenn sie seit 

ihrer Einreise in die Schweiz tatsächlich einen Bürojob hätte ausüben wollen - was 

bestritten werde -, den Sprung in diesen Bereich ohne Umschulung nicht geschafft 

hätte und weiterhin im Gastgewerbe tätig gewesen wäre.

B.c   Mit Replik vom 2. September 2009 und Duplik vom 6. Oktober 2009 bestätigten 

die Parteien ihre Standpunkte.

Erwägungen:

1.        

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1.1    Zu prüfen ist vorweg die Frage, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die 

Einspracheergänzung betreffend die Integritätsentschädigung nicht eingetreten ist. Die 

Verfügung vom 30. September 2008 (gleichentags der Post übergeben [UV-act. 158]; 

Zugang beim Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin "frühestens am 1. Oktober 

2008"; vgl. UV-act. 160 S. 2) enthält für den Rentenanspruch und für die 

Integritätsentschädigung je eine eigene Dispositiv-Ziffer (UV-act. 160). Mit der 

Einsprache vom 30. Oktober 2008 wurden sowohl im Antrag als auch in der 

Begründung ausschliesslich die verfügte Renteneinstellung bzw. die Frage der 

Restarbeitsfähigkeit thematisiert. Auch der Eventualantrag auf Rückweisung der 

Streitsache zu ergänzenden Abklärungen bezog sich einzig auf die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 161). Erst mit der Einspracheergänzung vom 14. November 

2008 beantragte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zusätzlich die 

Abänderung der Verfügung vom 30. September 2008 mit Bezug auf die 

Integritätsentschädigung, und zwar dahingehend, dass der Beschwerdeführer eine 

Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von mindestens 45 % 

zuzusprechen sei (UV-act. 165). Diese Einspracheergänzung wurde erst nach Ablauf 

der dreissigtägigen Rechtsmittelfrist (vgl. Art. 52 Abs. 1 sowie Art. 38 Abs. 1 und 3 

ATSG; SR 830.1) der Post übergeben, weshalb hinsichtlich der Frage der 

Integritätsentschädigung die Verfügung in (Teil-)Rechtskraft getreten ist (BGE 119 V 

347 Erw. 1b; U. Kieser, ATSG-Kommentar, 2. A., Rz 26 zu Art. 52) und die Einsprache 

in diesem Umfang als verspätet erhoben zu gelten hat. Letzteres würde im Übrigen 

auch bei Anwendung der Zustellfiktion gelten (vgl. BGE 134 V 49); diesfalls hätte die 

dreissigtägige Frist am 9. Oktober 2008 zu laufen begonnen und wäre am 7. November 

2008 (Freitag) abgelaufen. Der Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin 

bezüglich der Integritätsentschädigung erweist sich somit als korrekt. Diesbezüglich ist 

die Beschwerde somit abzuweisen. Soweit der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 

darüber hinaus auch noch eine inhaltliche Überprüfung des Anspruchs auf 

Integritätsentschädigung verlangt, kann auf die Beschwerde mangels 

Anfechtungsgegenstand nicht eingetreten werden. Eine Ausdehnung des Verfahrens 

auf einen in Rechtskraft erwachsenen Aspekt, wie dies die Beschwerdeführerin 

beantragen lässt (act. G 1 S. 14), kann nicht in Betracht kommen, zumal eine solche 

Prozessausdehnung zum vornherein nicht geeignet wäre, die eingetretene Rechtskraft 

zu beseitigen.

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1.2    Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die 

Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, 

herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt 

nach der Rechtsprechung jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen 

Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu 

beeinflussen. Die Invalidenrente ist nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des 

Gesundheitszustands, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen 

Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich 

verändert haben (BGE 130 V 349 f. Erw. 3.5). Eine bloss unterschiedliche Beurteilung 

eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts stellt dagegen praxisgemäss 

keine revisionsbegründende Änderung dar (BGE 112 V 372 E. 2b; SVR 1996 IV Nr. 70 

S. 203). Vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Natur, die nach der 

ursprünglichen Rentenverfügung eingetreten oder zum damaligen Sachverhalt 

hinzugekommen sind oder diesen verändert haben (vgl. SVR IV 2004 Nr. 17, 53). Bei 

der Rentenrevision (auf Gesuch hin oder von Amtes wegen) bildet zeitlicher 

Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des 

Invaliditätsgrads die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen 

Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, 

Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 

108 Erw. 5). Zum Vergleich heranzuziehen ist der Sachverhalt zur Zeit der streitigen 

Revisionsverfügung (BGE 125 V 369 Erw. 2; ZAK 1984 S. 350 Erw. 4a; ZAK 1987 S. 36) 

bzw. des Einspracheentscheids.

2.        

2.1    Im Gutachten der MEDAS Zentralschweiz vom 11. September 1992 wurde unter 

anderem ausgeführt, es bestünden Residuen nach operativ versorgter 

Unterschenkelfraktur rechts und ein leichtes Zervikalsyndrom bei Instabilität in den 

Segmenten C3/4 bis C5/6. Die neuropsychologische Abklärung ergebe eine 

Aufmerksamkeitsstörung wahrscheinlich als Folge der Vollnarkosen für die 

unfallbedingten Operationen. In den früheren Tätigkeiten als Service-Angestellte und 

Verkäuferin werde die Arbeitsfähigkeit auf 50 % geschätzt; limitierend würden sich hier 

die Unfallresiduen, besonders am linken Bein auswirken. Eine Tätigkeit in einem Büro 

sei ihr zu 75 % zumutbar. Hier sei die Beschwerdeführerin in erster Linie durch die 

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Aufmerksamkeitsstörung bzw. das eingeschränkte Konzentrationsvermögen, in zweiter 

Linie durch die Veränderungen am Bewegungsapparat behindert. Auch in anderen ihr 

angepassten Tätigkeiten sei von den gleichen Arbeitsfähigkeitsgraden auszugehen. 

Wenn sich die Beschwerdeführerin sowohl am Arbeitsplatz wie im privaten Bereich vor 

Überforderungen schützen könne, sei mit einer günstigen Prognose zu rechnen (act. G 

5.2). Eine Begutachtung durch den orthopädischen Chirurgen Dr. C.___ ergab gemäss 

Bericht vom 22. Februar 1996 unter anderem, dass die Beschwerdeführerin trotz 

Angewöhnung an die Unfallfolgen von Seiten der cerebralen Situation (Status nach 

Autounfall mit Contusio cerebri mit rezidivierenden Kopfschmerzen und 

Vergesslichkeit) in der Arbeitsfähigkeit für Bürotätigkeit um 20 % eingeschränkt sei. 

Von Seiten des Fusses (mit OSG-Arthrodese rechts in leichter Spitzfussstellung, 

arthrotischen Veränderungen USG und Mittelfuss, schmerzhafter Überbelastung 

Metatarsale Köpfchen II rechts und Status nach Fraktur Met. II bis IV) könne sie eine 

Bürotätigkeit zwischen 75 und 85 % leisten. Für eine Tätigkeit im Service betrage die 

Arbeitsfähigkeit nur 60 %. Auch für Tätigkeiten mit viel Stehen und Herumgehen müsse 

eine Grenze unter 75 % angenommen werden. In einer abwechselnd stehend/

sitzenden Tätigkeit könne eine Arbeitsfähigkeit zwischen 75 und 85 % realisiert 

werden. Heben von schweren Lasten sei nicht möglich. Wenn die Überbelastung des 

Met. II ausser Acht gelassen werde, sei der Endzustand des OSG mehr oder weniger 

erreicht. Im neurologischen und neuropsychologischen Gutachten des 

Universitätsspitals Zürich vom 13. Mai 1996 wurde als Ergebnis unter anderem 

festgehalten, bei der Beschwerdeführerin bestehe ein Status nach PW-Unfall 1985 mit 

traumatischer Hirnverletzung wahrscheinlich leichten Grades, Unterschenkel-

Trümmerfraktur rechts und Fussfrakturen links mit residuell orthopädischen 

Beschwerden im Bereich des rechten Beins, episodischen Kopfschmerzen vom 

Spannungstyp mit Übergang zur Migräne ohne Aura, leichtem Zervikalsyndrom bei 

radiologisch diskreter HWS-Instabilität und subjektiv kognitiven Defiziten 

flukturierenden Ausmasses (nicht objektivierbar). Die aktuelle neuropsychologische 

Untersuchung ergebe durchwegs normale Befunde. Die subjektiv seit 1985 

bestehenden fluktuierenden Defizite (Konzentrations- und Gedächtnisstörungen) hätten 

in der neuropsychologischen Untersuchung nicht verifiziert werden können. 

Hinsichtlich des episodischen Kopfschmerzes finde sich im neurologischen Status kein 

Korrelat. Es liege keine psychische Erkrankung vor, welche auf eine durch den Unfall 

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verursachte organische Erkrankung des Nervensystems zurückzuführen sei. Aus 

neurologischer und neuropsychologischer Sicht sei der Endzustand wahrscheinlich 

erreicht; es könne allenfalls versucht werden, die Kopfschmerzproblematik 

medikamentös zu behandeln. Es seien keine unfallfremden Faktoren vorhanden, 

welche das Beschwerdebild negativ beeinflussen würden. Aus neurologischer und 

neuropsychologischer Sicht hätten die reinen Unfallverletzungen zu keiner bleibenden 

Schädigung der Integrität geführt (UV-act. 93).

2.2    Nach dem Behandlungsabschluss im März 1997 (UV-act. 98, 101) traten im Jahr 

2005 erneut Schmerzen im Bereich des rechten Fusses auf, wodurch sich eine 

Einschränkung in der Erwerbstätigkeit ergab (UV-act. 106). Am 15. Februar 2006 wurde 

die Beschwerdeführerin im Regionalspital Einsiedeln operiert (insbesondere Revision 

der Arthrodese subtalar sowie Panarthrodese im Mittelfuss rechts; UV-act. 112). 

Wegen schlechten postoperativen Verlaufs wurde im Juli 2006 eine Metatarsale I-

Osteotomie vorgenommen. Im Februar 2007 erfolgte die Entfernung des 

Osteosynthesematerials am rechten Fuss sowie eine Rearthrodese des USG mit 

Korrektur der Spitzfussstellung (vgl. UV-act. 117, 127, 129, 132). Dr. med. H.___, 

Orthopädische Chirurgie FMH, Spital Lachen, berichtete am 14. September 2007 über 

einen sehr erfreulichen Verlauf. Die jetzige Arbeitsfähigkeit entspreche 50 % der 

Tätigkeit, die die Beschwerdeführerin vor den Korrekturen im Februar 2006 habe 

durchführen können. Sie sei ausgebildete Kauffrau und Buchhalterin, habe jedoch 

keine Möglichkeit mehr, auf ihrem Beruf zu arbeiten (UV-act. 138). Am 12. März 2008 

bestätigte Dr. H.___, dass die Korrektur vor einem Jahr eine deutliche Besserung der 

Stellung und der Gehfähigkeit erbracht habe. Es bestünden Restbeschwerden im 

rechten Fuss. Als Hausabwartin könne sie Arbeiten in einem steilen Hang oder auf 

unebenem Boden nicht verrichten. Entsprechend bestehe eine 50 %ige 

Arbeitsfähigkeit für die Hauswartarbeiten (UV-act. 142). Die Beschwerdeführerin 

kündigte hierauf die Hauswart-Tätigkeit auf Ende März 2008 (UV-act. 143). Im 

Gutachten vom 25. Juni 2008 kam der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, 

Dr. med. G.___, unter anderem zum Schluss, die heutige pantalare Arthrodese 

entspreche einem weitgehend versteiften rechten Fuss, was eine erhebliche 

Gehbehinderung bedeute. Der Barfussgang sei praktisch nicht mehr möglich. Es 

kämen daher nur noch leichte, vorzugsweise sitzende Tätigkeiten in Frage. Es sei keine 

weitere medizinische Behandlung mehr notwendig. Der rechte Fuss erfordere eine 

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dauernde Schuh- und Einlagenversorgung. Die Tätigkeit als Hauswartin sei für die 

Beschwerdeführerin zu sportlich. Das Besteigen von Treppen und Leitern und Gehen 

auf unebenem Gelände sei stark erschwert; vermehrte Belastung (Heben, Tragen) 

könne jederzeit Beschwerden auslösen. Am geeignetsten sei eine mehrheitlich sitzende 

Tätigkeit (Büro, Lager, Kasse), sofern dabei nicht zu viel gehoben und getragen werden 

müsse. Im Vergleich zur Beurteilung durch Dr. C.___ im Jahr 1996 sei eine wesentliche 

Veränderung eingetreten.

2.3    Dr. H.___ teilte in der Stellungnahme vom 11. November 2008 unter anderem mit, 

die ärztliche Behandlung müsse insbesondere bei Exazerbation der Restbeschwerden 

in den folgenden Monaten bis Jahren fortgesetzt werden. Zur Zeit sei kein weiterer 

Eingriff geplant. Zur Arbeitsfähigkeit für rein sitzende Tätigkeit im Büro habe er sich 

bisher nie geäussert. Er könne sich vorstellen, dass HWS-Beschwerden oder cerebrale 

Beschwerden einen Einfluss auf die Konzentration haben könnten. Für eine Hauswart-

Tätigkeit sei die Patientin mindestens 75 % arbeitsunfähig. Auch in einem Büro müsse 

im Verlauf des Tages immer wieder eine Gehstrecke zurückgelegt werden, so dass hier 

eine Einschränkung von mindestens 20 % (bezogen auf die Gehfähigkeit) bestehe. Im 

Zusatzbericht vom 26. Februar 2009 führte Dr. G.___ aus, grundsätzlich sei heute 

davon auszugehen, dass die Patientin mit ihrem weitgehend versteiften rechten Fuss 

dauernd angepasste Schuhe und Einlagen tragen müsse. Sie könne darin ohne 

Schmerzen stehen; ihre Gehstrecke habe sich auf ca. eine Stunde erhöht. Sie könne 

noch Velofahren; andere sportliche Aktivitäten und Barfussgehen seien jedoch stark 

erschwert bis unmöglich. In einer leichten, angepassten Tätigkeit könne die 

Beschwerdeführerin mindestens zu 50 % arbeiten, bei ideal angepasster Tätigkeit auch 

bis gegen 100 %. Es müsse auch der Arbeitsweg in Betracht gezogen werden, da sich 

dort die Gehbehinderung fast am meisten auswirken könne. Durch die letzten 

Operationen seien vor allem folgende wesentlichen Veränderungen erreicht worden: 

Der Fuss habe eine plantigrade Stellung bekommen, d.h. im Stehen berühre er auf 

einer grossen Kontaktfläche den Boden. Dies verhindere punktuelle Überlastungen und 

entsprechende Beschwerden. Mehrere schmerzhafte Gelenke seien versteift und 

dadurch schmerzfrei geworden. Während die Patientin beim Barfussgehen immer noch 

stark gehbehindert sei, könne jetzt das für den Alltagsgebrauch nahezu normale 

Abrollen des Fusses durch angepasste Schuhe und Einlagen ermöglicht werden (UV-

act. 171).

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3.        

3.1    Streitig ist, ob die der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 4. März 1996 

zugesprochene Rente auf der Basis eines IV-Grads von 20 % zu Recht per 

1. September 2008 mit der Begründung einer gesundheitlichen Verbesserung am 

rechten Fuss aufgehoben wurde. Hierfür ist der medizinische Sachverhalt, wie er zur 

Zeit der Verfügung vom 4. März 1996 bestanden hatte, mit demjenigen zu vergleichen, 

wie er im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 30. September 2008 vorlag, 

wobei zeitliche Grenze der Überprüfungsbefugnis im vorliegenden Verfahren das 

Datum des angefochtenen Entscheids (18. Mai 2009) bildet. Anlässlich des Autounfalls 

von 1985 (vgl. zum Hergang UV-act. 38 S. 1 unten) hatte sich die Beschwerdeführerin 

neben den Verletzungen am Bewegungsapparat auch eine Commotio cerebri bzw. ein 

leichtes Schädelhirntrauma zugezogen, und der Neurologe Dr. B.___ brachte das 

überdies bestehende cervico-cephale Schmerzsyndrom mit unfallbedingten Zerrungen 

der Nackenstrukturen in Verbindung (vgl. UV-act. 4, 38). Nachdem der Neurologe Dr. 

D.___ bereits im Februar 1991 eine 25 %ige Arbeitsunfähigkeit wegen eingeschränkter 

Hirnleistungsfähigkeit und Konzentrationsstörungen attestiert hatte (UV-act. 48), kamen 

die MEDAS-Gutachter im September 1992 zu demselben Schluss, indem sie die für 

eine Bürotätigkeit bestehende Arbeitsunfähigkeit von 25 % in erster Linie mit 

Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen und in zweiter Linie mit den 

Einschränkungen am Bewegungsapparat begründeten (act. G 5.2). Ähnlich lautete 

auch die Schlussfolgerung im Gutachten Dr. C.___ vom Februar 1996 mit einer durch 

die cerebrale Situation (neuropsychologisch und HWS) begründeten Arbeitsunfähigkeit 

von 20 % in einer Bürotätigkeit, wobei der Arzt von Seiten des Fusses die zumutbare 

Arbeitsfähigkeit im Büro mit 75-85 % bezifferte (UV-act. 82). Die letztgenannte 

medizinische Schätzung, welche den cerebralen Gesundheitszustand und denjenigen 

am Bewegungsapparat für eine Bürotätigkeit gleichermassen als einschränkend 

erachtete, bildete Ausgangslage für die Zusprechung der 20 %-Unfallrente im März 

1996 (UV-act. 87).

3.2    Während im Gutachten des Universitätsspitals Zürich vom Mai 1996 - und damit 

nach Erlass der rentenzusprechenden Verfügung - unter Bestätigung einer 

unfallbedingten leichten traumatischen Hirnverletzung dauerhafte neurologische und 

neuropsychologische Einschränkungen im Gegensatz zu den früheren Gutachten 

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durchwegs verneint wurden (UV-act. 93), kamen cerebrale Beschwerden und deren 

Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit im Bericht von Dr. H.___ vom 11. November 

2008 erneut zur Sprache, wobei der Arzt lediglich festhielt, er könne sich vorstellen, 

dass HWS-Beschwerden oder cerebrale Beschwerden einen Einfluss auf die 

Konzentration haben könnten (UV-act. 164 S. 2). Diesbezüglich waren vor 

Renteneinstellung keine weiteren einschlägigen Abklärungen mehr vorgenommen 

worden, obschon unter anderem auch die cerebralen bzw. neuropsychologischen 

Einschränkungen Grund für die ursprüngliche Rentenzusprache gebildet hatten. 

Allerdings war damals implizit davon ausgegangen worden, dass sich die cerebralen 

Einschränkungen und diejenigen am Bewegungsapparat (vgl. UV-act. 82 S. 7) in ihrer 

Auswirkung überschneiden, was zur Annahme einer insgesamt 20 %igen 

Arbeitsunfähigkeit führte. Was die - unbestrittenermassen (UV-act. 175 S. 9 oben) - 

unfallbedingten Einschränkungen am Bewegungsapparat betrifft, so bescheinigte Dr. 

G.___ im Gutachten vom Juni 2008 eine wesentliche Veränderung im Vergleich zur 

Beurteilung durch Dr. C.___ im Jahr 1996. Damals habe es sich um ein in Spitzfuss-

Stellung versteiftes OSG gehandelt. Heute seien nicht nur das OSG, sondern auch alle 

subtalaren Gelenke (USG, Chopart) versteift, allerdings, verglichen mit vorher, in etwas 

verbesserter Stellung (vgl. UV-act. 148 S. 6). Eine eigentliche gesundheitliche 

Verbesserung bestätigte der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin damit aber nicht, 

zumal er im selben Gutachten auch festhielt, dass sich hinsichtlich des 

Integritätsschadens am rechten Fuss eine wesentliche Verschlechterung aufgrund der 

Behandlung seit 2005 eingestellt habe. Die dauerhafte Versteifung aller grösseren 

Fussgelenke bedeute eine erhebliche Gehbehinderung, eine verminderte Belastbarkeit 

und gleichzeitig eine erhöhte Unfallgefährdung (vgl. UV-act. 148 S. 6f). Eher auf eine 

gesundheitliche Verschlechterung als auf eine Verbesserung deutet im Übrigen auch 

die Integritätsschadenschätzung von Dr. H.___ vom 11. November 2008 hin (UV-act. 

164), auch wenn der Integritätsschaden selbst in diesem Verfahren aus formellen 

Gründen keine Rolle spielt. Und schliesslich bescheinigte Dr. G.___ auch im 

Zusatzbericht vom Februar 2009 keine gesundheitliche Verbesserung in Bezug auf die 

Situation am rechten Fuss; wiederum spricht er auschliesslich von wesentlichen 

Veränderungen (vgl. UV-act. 171). Ohne klare Kontur bleibt sodann seine Formulierung 

der Arbeitsfähigkeitsschätzung: Er bestätigte lediglich, dass für die Beschwerdeführerin 

nur leichte Arbeiten in Frage kämen, bei denen sie nicht zu viel gehen und stehen 

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müsse. Am geeignetsten erachtete er eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit (Büro, Lager, 

Kasse), sofern dabei nicht zuviel gehoben und getragen werden müsse. Zum Grad der 

Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht (UV-act. 148 S. 6). Auf erneute Anfrage der 

Beschwerdegegnerin erklärte Dr. G.___ nur, in einer leichten, angepassten Tätigkeit 

könne die Beschwerdeführerin "mindestens zu 50 %" arbeiten, bei ideal angepasster 

Tätigkeit "auch bis gegen 100 %", wobei auch der Arbeitsweg in Betracht gezogen 

werden müsse. Wenn eine Patientin ohne Schmerzen stehen und eine Stunde gehen 

könne, und überdies keine Behandlung benötige, könne sie "als bis zu 100 % 

arbeitsfähig" gelten (UV-act. 171 S. 2).

Der Umstand, dass Dr. G.___ - bei im Übrigen fundiert erscheinenden Ausführungen im 

Gutachten - auch auf erneute Anfrage nicht explizit und klar eine Verbesserung der 

gesundheitlichen Situation und der Arbeitsfähigkeit bescheinigte, spricht dafür, dass 

sich eine solche seit der Rentenzusprache insgesamt auch tatsächlich nicht ergeben 

hat. Die Einschätzung einer "mindestens 50 %igen" bzw. "bis gegen 100 %igen" 

Arbeitsfähigkeit (UV-act. 171) vermag keine quantitative Veränderung im Vergleich zur 

80 %igen Arbeitsfähigkeit zu belegen, welche zur ursprünglichen Rentenzusprechung 

geführt hatte. In diesem Sinn bescheinigte auch Dr. H.___ im Bericht vom 11. 

November 2008 nach wie vor eine mindestens 20%ige Arbeitsunfähigkeit für eine 

Bürotätigkeit (UV-act. 164). Beim geschilderten Sachverhalt kann eine eigentliche 

Verbesserung der unfallbedingten Einschränkungen am Bewegungsapparat der 

Beschwerdeführerin mit entsprechender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht als 

belegt gelten. Von weiteren Abklärungen wären - bezogen auf den hier streitigen 

Zeitraum - überwiegend wahrscheinlich keine neuen bzw. "besseren" Erkenntnisse zu 

erwarten, so dass solche unterbleiben können.

4.        

4.1    Die Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, dass selbst bei 

Annahme einer Arbeitsunfähigkeit von 20 % kein Anspruch auf eine Rente mehr 

bestehen würde, da die Beschwerdeführerin gleichwohl ein rentenausschliessendes 

Einkommen zu erzielen vermöchte (UV-act. 175 S. 14f). Sie legte im angefochtenen 

Entscheid (S. 10f) die rechtlichen Grundlagen der Invaliditätsbemessung zutreffend dar; 

hierauf ist zu verweisen. Vorweg zu prüfen ist die Feststellung im angefochtenen 

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Entscheid, wonach die Beschwerdeführerin vor dem Unfall als Kellnerin gearbeitet 

habe und es daher gerechtfertigt sei, als Validenlohn dasjenige Einkommen zugrunde 

zu legen, das sie im Zeitpunkt der Rentenrevision (2008) im Gastgewerbe hätte erzielen 

können (UV-act. 175 S. 14). Dazu ist festzuhalten, dass es sich bei der Annahme, 

wonach die Beschwerdeführerin ohne Unfall weiterhin als Kellnerin tätig gewesen wäre, 

nicht um eine nach Erlass der Rentenverfügung vom 4. März 1996 eingetretene 

Sachverhaltsänderung im Sinn von Art. 17 ATSG handelt. Eine Revision im Sinn dieser 

Bestimmung fällt damit ausser Betracht. Zu prüfen ist jedoch, ob diesbezüglich die 

Wiedererwägungsvoraussetzungen nach Art. 53 Abs. 2 ATSG, d.h. insbesondere eine 

zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Verfügung, erfüllt sind. Im Rahmen einer 

zweiten Eventualbegründung macht die Beschwerdegegnerin denn auch geltend, die 

Rentenverfügung vom 4. März 1996 sei zweifellos unrichtig im Sinn von Art. 53 Abs. 2 

ATSG gewesen. Damals sei verkannt worden, dass es sich bei der Bürotätigkeit nicht 

um die angestammte, sondern um eine leidensangepasste Tätigkeit gehandelt habe, 

deren Ausübung überhaupt erst durch die nach dem Unfall in die Wege geleitete 

Umschulung zur Sekretärin möglich geworden sei. Es hätte zwingend ein Vergleich des 

Valideneinkommens als Kellnerin mit dem Invalideneinkommen als Sekretärin/

Büroangestellte erfolgen müssen (UV-act. 175 S. 16). Ob dies zutrifft, ist nachstehend 

zu prüfen.

4.2    Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die versicherte 

Person im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am 

zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten 

Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bisherige Tätigkeit ohne 

Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224, Erw. 4.3.1, mit 

Hinweisen). Anderseits können konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die 

versicherte Person ihre Tätigkeit tatsächlich gewechselt hätte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre. Dies kann etwa gegeben sein, wenn die Tätigkeit zur Zeit des Unfalls 

nur vorübergehend oder unfreiwillig gewählt wurde. Eine Rückkehr zum gelernten Beruf 

anzunehmen ist gerechtfertigt, solange noch eine gewisse Bindung zu bejahen ist, so 

dass eine reale Rückkehrmöglichkeit besteht. Sie ist eher als unwahrscheinlich zu 

betrachten, wenn der Weggang von der beruflichen Tätigkeit einige Zeit zurückliegt und 

die konkreten Umstände ein Zurück nicht ohne weiteres erwarten lassen (vgl. Peter 

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Omlin, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, Diss. Freiburg 1995, S. 

168 ff). - Die Beschwerdeführerin absolvierte in Graz eine einjährige 

Hauswirtschaftsschule und daran anschliessend eine dreijährige Ausbildung zur 

Einzelhandelskauffrau (act. G 1.4), bevor sie 1979 in der Schweiz eine Tätigkeit als 

Verkäuferin in einem Konfektionsgeschäft aufnahm. Ab 1983 arbeitete sie als Service-

Angestellte, wo sie am 14. Juli 1985 - kurz vor dem Unfall - vom Arbeitgeber die 

Kündigung erhielt. Im April 1988 begann sie eine Umschulung zur Sekretärin in einer 

Handelsschule, welche sie im August 1989 mit einem Diplom abschloss (act. G 1.5). 

Das zweite Ausbildungsjahr in dieser Schule brach sie mit Hinweis auf zunehmende 

Kopfschmerzhäufigkeit ab. Hierauf trat sie im September 1989 eine Tätigkeit bei der 

I.___ an, welche sie wegen Überforderung (Namen und Telefonaufträge vergessen bzw. 

nicht notiert) im April 1990 selbst gekündigt habe. Auch bei der daran anschliessenden 

Stelle bei der J.___ seien zunehmend Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme 

aufgetreten, so dass ihr auf Ende Dezember 1990 gekündigt worden sei. Die 75 %-

Stelle in der Buchhaltung der K.___ habe sie gut bewältigen können; sie sei mit der 

Arbeitssituation sehr zufrieden gewesen. Dort habe bis vor der Geburt ihres Sohnes 

gearbeitet und sei dann als Hausfrau tätig gewesen (UV-act. 93 S. 5).

4.3    Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist davon 

auszugehen, was die versicherte Person aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und 

persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte (RKUV 1992 Nr. U 168, Erw. 3b). 

Angesichts der geschilderten, bereits vor dem Unfall erworbenen beruflichen 

Voraussetzungen und der vierjährigen Tätigkeit im Verkauf erscheint das Vorbringen 

der Beschwerdeführerin plausibel, dass die zweijährige Tätigkeit im Service vor dem 

Unfall lediglich vorübergehenden Charakter gehabt habe und es immer ihr Ziel 

gewesen sei, eine Stelle im Büro zu finden (act. G 1 S. 12). Als sie 1979 in die Schweiz 

gekommen sei, habe sie als Saisonnière keine Chance gehabt, im Bürobereich etwas 

zu finden. Die Jahresaufenthaltsbewilligung habe sie erst 1984 erhalten, wobei sie sich 

habe verpflichten müssen, ein Jahr im Restaurant A.___ zu arbeiten (act. G 5 S. 3). Mit 

Blick darauf, dass die Beschwerdeführerin bereits im Unfallzeitpunkt über ein 

österreichisches Diplom als Handelskauffrau verfügte, kann nicht mit guten Gründen 

behauptet werden, dass erst durch die im Nachgang zum Unfall begonnene 

Umschulung im kaufmännischen Bereich eine Bürotätigkeit möglich geworden sei, 

zumal diese "Umschulung" lediglich in einer einjährigen Handelsschule bestanden 

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hatte und die geplante Fortsetzung - aus welchen Gründen auch immer (vgl. act. G 1 S. 

12 unten; act. G 5.1) - abgebrochen wurde. Ein nachfolgender Stellenantritt im 

kaufmännischen Bereich (bei der I.___) war aber offensichtlich dennoch möglich. Die 

Voraussetzungen für eine Bürotätigkeit in der Schweiz lassen sich zweifellos auch 

durch eine dreijährige österreichische kaufmännische Ausbildung erfüllen, zumal die 

diesbezüglichen inhaltlichen Anforderungen zumindest im deutschsprachigen Raum 

länderübergreifend sein und sich höchstens in der Ausgestaltung unterscheiden 

dürften. Insbesondere aber kann nicht überwiegend wahrscheinlich angenommen 

werden, dass Beschwerdeführerin mit einem ausländischen Diplom als 

Einzelhandelskauffrau ohne Eintritt des Unfalls während ihres ganzen Erwerbslebens 

Kellnerin geblieben wäre. Dies umso weniger, als sie im Unfallzeitpunkt in gekündigter 

Stellung tätig war und somit ohne Eintritt des Unfalls auf jeden Fall eine neue Arbeit 

hätte suchen müssen. Auf das vor dem Unfall erzielte Einkommen kann daher nicht 

abgestellt werden. Für die Bemessung des Valideneinkommens ist vielmehr von einer 

Bürotätigkeit auszugehen, für welche die Beschwerdeführerin im Unfallzeitpunkt über 

Berufs- und Fachkenntnisse verfügte. Eine zweifellose Unrichtigkeit der Verfügung vom 

4. März 1996 liegt damit nicht vor. Gemäss der Lohnstrukturerhebung des 

Bundesamtes für Statistik (LSE) 2008 verdienten Frauen im Dienstleistungssektor, 

Anforderungsniveau 3, durchschnittlich Fr. 5'023.-- bzw. Fr. 60'276.-- pro Jahr.

4.4    Nachdem auch für das Invalideneinkommen eine Bürotätigkeit mit denselben 

Anforderungen zugrunde zu legen ist, bleibt es aufgrund der 20%igen 

Arbeitsfähigkeitseinschränkung bei der bisherigen 20 %-Rente. Ein Anlass für einen 

zusätzlichen leidensbedingten Abzug ist bezogen auf den in Betracht kommenden 

Tätigkeitsbereich nicht ersichtlich, zumal die Einschränkung in der Gehfähigkeit bereits 

durch die Annahme einer 20 %igen Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt wurde. Sodann 

rechtfertigt die Limitierung auf ein Teilzeitpensum von 80 % bei Frauen nach der 

Rechtsprechung keinen Abzug (Urteil des EVG vom 18. Juli 2005 i/S A.P.-G. [I 104/05] 

Erw. 3 mit Hinweisen).  

5.        

5.1    Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde in dem Sinn teilweise 

gutzuheissen, dass die Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin 

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die mit Verfügung vom 4. März 1996 zugesprochene Rente auch nach dem 1. 

September 2008 weiterhin auszurichten; in diesem Umfang ist der 

Einspracheentscheid vom 18. Mai 2009 aufzuheben. Hinsichtlich 

Integritätsentschädigung ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.

5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG). Beim dargelegten 

Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf Parteientschädigung (Art. 

61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, wie in vergleichbaren Verfahren üblich, diese 

ausgehend von einer Pauschalentschädigung von Fr. 4'000.-- bei vollem Obsiegen 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) und unter Zugrundelegung eines 

weitgehenden Obsiegens im konkreten Fall auf Fr. 3'000.-- festzulegen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.       Die Beschwerde wird in dem Sinn teilweise gutgeheissen, dass die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, der Beschwerdeführerin die mit Verfügung vom 

4. März 1996 zugesprochene Rente auch nach dem 1. September 2008 weiterhin 

auszurichten; der Einspracheentscheid vom 18. Mai 2009 ist in diesem Umfang 

aufzuheben. Mit Bezug auf die Integritätsentschädigung wird die Beschwerde 

abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.

2.       Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.       Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdeführerin mit Fr. 3'000.-- zu 

entschädigen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 11.08.2010
	Art. 16 und 17 ATSG. Art. 19 und 24 UVG: Revision einer Unfallrente mit Prüfung der Frage der Veränderung der Arbeitsfähigkeit. Nichteintreten bezüglich der Frage der Integritätsentschädigung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 11. August 2010, UV 2009/67). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_799/2010.

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