# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b0ddee72-44f9-5db5-a90f-ecfdd3d7db41
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-08-22
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 22.08.2011 C-2758/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-2758-2008_2011-08-22.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung III
C­2758/2008

U r t e i l   v om   2 2 .   Augus t   2 0 1 1

Besetzung Richterin Ruth Beutler (Vorsitz),
Richter Blaise Vuille, Richter Andreas Trommer,
Gerichtsschreiberin Barbara Kradolfer.

Parteien A._______, 
vertreten durch lic. iur. Heinz T. Stadelmann, Fürsprecher,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz. 

Gegenstand Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

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Sachverhalt:

A. 
A.a  Der  aus  Pakistan  stammende  Beschwerdeführer  (geb.  1972) 
gelangte  am 9. Dezember  1996  in  die Schweiz, wo er  gleichentags  ein 
Asylgesuch  einreichte.  Dieses  wurde  vom  Bundesamt  für  Flüchtlinge 
(BFF, heute: BFM) mit Verfügung vom 30. März 1998 abgewiesen. Eine 
hiergegen eingereichte Beschwerde wurde mit Urteil der Schweizerischen 
Asylrekurskommission  (ARK)  vom  14.  Juli  1998  abgewiesen.  Daraufhin 
wurde ihm Frist bis zum 15. September 1998 gesetzt, um die Schweiz zu 
verlassen.

A.b Am 21. Juli 1998 reichten der Beschwerdeführer und die Schweizer 
Bürgerin B._______ (geb. 1956) ein Verkündgesuch ein.

A.c  Auf  ein  am  12.  September  1998  eingereichtes 
Wiedererwägungsgesucht  trat  das  BFF  mit  Verfügung  vom 
17. September 1998 nicht ein. In der Folge galt der Beschwerdeführer als 
verschwunden.  Am  2. November  1998  meldete  er  sich  telefonisch  bei 
seiner  vormaligen  Wohngemeinde.  Daraufhin  wurde  er  an  seinem 
Aufenthaltsort  im  Kanton  Neuenburg  festgenommen  und  am 
19. November 1998 nach Lahore/Pakistan ausgeschafft.

A.d Am 12. März  1999  reiste  der Beschwerdeführer  in  die Schweiz  ein 
und  heiratete  am  7.  April  1999  B._______.  In  der  Folge  wurde  dem 
Beschwerdeführer  im Kanton Aargau  eine Aufenthaltsbewilligung  erteilt. 
Im  Februar  2001  erkundigte  er  sich  bei  der  kantonalen  Behörde,  wann 
ihm eine Niederlassungsbewilligung erteilt werden könne.

A.e Mit  Verfügung  vom  26.  März  2001  erteilte  das  Ausländeramt  des 
Kantons  Thurgau  dem  Beschwerdeführer  die  Erlaubnis,  sich  als 
Wochenaufenthalter im Kanton Thurgau aufzuhalten und zu arbeiten. Am 
4.  März  2002  erkundigte  sich  das  genannte  Ausländeramt  bei  der 
Fremdenpolizei  des  Kantons  Aargau  (heute:  Amt  für  Migration  und 
Integration), ob die Ehe des Beschwerdeführers tatsächlich gelebt werde, 
da dieser den Antrag auf Verlängerung des Wochenaufenthaltes gestellt 
habe.  Aus  Sicht  der  Fremdenpolizei  des  Kantons  Aargau  lag  zum 
damaligen  Zeitpunkt  kein  Hinweis  auf  eine  Scheinehe  vor.  Der 
Beschwerdeführer zog das Gesuch um Verlängerung der Bewilligung des 
Wochenaufenthalts  am  3.  April  2002  zurück  und  kehrte  in  den  Kanton 
Aargau zurück.

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B. 
Am 9. Juni 2002 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um erleichterte 
Einbürgerung  gemäss  Art.  27  des  Bürgerrechtsgesetzes  vom 
29. September  1952  (BüG,  SR  141.0).  Im  Rahmen  des 
Einbürgerungsverfahrens  unterzeichneten  er  und  seine  Ehefrau  am  14. 
Februar  2003  eine  gemeinsame  Erklärung,  wonach  sie  in  einer 
tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  ehelichen  Gemeinschaft  an 
derselben  Adresse  zusammenlebten  und  dass  weder  Trennungs­  noch 
Scheidungsabsichten beständen. Gleichzeitig nahmen sie unterschriftlich 
zur Kenntnis, dass die erleichterte Einbürgerung nicht möglich sei, wenn 
vor oder während des Einbürgerungsverfahrens einer der Ehegatten die 
Trennung oder Scheidung beantragt hat oder keine tatsächliche eheliche 
Gemeinschaft mehr besteht. Ebenso bestätigten sie ihre Kenntnisnahmen 
davon, dass die Verheimlichung solcher Umstände gemäss Art. 41 BüG 
zur  Nichtigerklärung  der  Einbürgerung  führen  kann.  Am  12. März  2003 
wurde  der  Beschwerdeführer  gestützt  auf  Art.  27  BüG  erleichtert 
eingebürgert. Er  erwarb dadurch nebst  dem Schweizer Bürgerrecht  das 
Bürgerrecht  des  Kantons  Aargau  und  das  Gemeindebürgerrecht  von 
T._______.

C. 
Am 7. Februar 2003 ersuchte der Beschwerdeführer um Bewilligung der 
Erwerbstätigkeit  als  Koch­Pizzaiolo  im Restaurant  seiner  Schwägerin  in 
U._______/TG. Wiederum  stellte  das Ausländeramt  die Frage  nach  der 
ehelichen  Gemeinschaft  des  Beschwerdeführers,  was  jedoch  ohne 
Folgen  blieb,  da  der Beschwerdeführer  am Tag dieser Anfrage,  am 12. 
März 2003, erleichtert eingebürgert wurde.

D. 
Am  2. Oktober  2003  meldete  sich  der  Beschwerdeführer  in  U._______ 
an,  wohingegen  seine  Ehefrau  ihren  Wohnsitz  weiterhin  im  Kanton 
Aargau  behielt.  Per  1. Januar  2005  meldete  sich  die  Ehefrau  an  der 
Adresse  des  Beschwerdeführers  an,  wo  sie  bis  zum  9. März  2006 
zusammenlebten. Am 10. April  2006  reichte der Beschwerdeführer eine 
Ehescheidungsklage ein. Die Ehefrau stellte am 8. Mai 2006 Antrag auf 
Eheschutzmassnahmen,  woraufhin  der  Eheschutzrichter  unter  anderem 
die Trennung per 15. April 2006 feststellte und der Ehefrau die eheliche 
Wohnung  zuteilte.  Daraufhin  zog  der  Beschwerdeführer  seine 
Scheidungsklage zurück. Am 9. Oktober 2006 reichten die Ehegatten ein 
gemeinsames  Scheidungsbegehren  ein,  woraufhin  die  Ehe  am  10. 
Februar  2007  rechtskräftig  geschieden  wurde.  Am  22.  Februar  2007 

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heiratete  der  Beschwerdeführer  in  Pakistan  eine  1977  geborene 
Landsfrau;  in der Folge ersuchten die Ehegatten um die Bewilligung der 
Einreise der Ehefrau im Rahmen des Familiennachzuges.

E. 
Mit Schreiben vom 31. Juli 2007 ersuchte das Migrationsamt des Kantons 
Thurgau  das  BFM  um  Einleitung  eines  Verfahrens  zur  Prüfung  der 
Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

F. 
Am 9. August 2007 wandte sich die Vorinstanz an den Beschwerdeführer 
und teilte ihm mit, dass aufgrund der Trennung und Scheidung von seiner 
Ehefrau erwogen werde, die erleichterte Einbürgerung gestützt auf Art. 41 
BüG  nichtig  zu  erklären.  Von  der  eingeräumten  Möglichkeit  zur 
Stellungnahme  machte  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom 
23. August 2007 Gebrauch. Er bestritt, dass er sich per 2. Oktober 2003 
von  seiner  Ehefrau  getrennt  hätte.  Unter  der  Woche  hätten  sie  in 
getrennten  Wohnungen  gelebt,  am  Wochenende  sei  seine  Ehefrau 
jeweils  nach  U._______  gekommen,  um  ihm  in  der  Pizzeria  zu  helfen. 
Nachdem sie ihre Arbeitsstelle verloren habe, sei sie zu ihm gezogen. Da 
sie  im  März  2006  gegen  ihn  tätlich  geworden  sei,  habe  er  sich  zur 
Scheidung  entschlossen.  Die  Ehefrau  habe  sich  gegen  die  Scheidung 
gewehrt und ein Eheschutzbegehren eingereicht. Bis zum Jahre 2006 sei 
die Ehe somit stabil gewesen.

G. 
Am  24.  Januar  2008  räumte  die  Vorinstanz  dem Beschwerdeführer  ein 
weiteres Mal Gelegenheit zu einer (abschliessenden) Stellungnahme ein, 
die dieser mit Eingabe vom 10. März 2008 wahrnahm.

H. 
Nachdem  der  Heimatkanton  mit  Schreiben  vom  18.  Februar  2008  die 
Zustimmung  zur  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  erteilt 
hatte, erklärte die Vorinstanz die erleichterte Einbürgerung mit Verfügung 
vom 12. März  2008  für  nichtig  (eröffnet  am 14. März  2008).  Sie  stützte 
sich in  ihrer Begründung im Wesentlichen auf den Ablauf der Ereignisse 
seit  der  Einreise  des  Beschwerdeführers.  Daraus  ergebe  sich  die 
tatsächliche  Vermutung,  der  Beschwerdeführer  habe  die  erleichterte 
Einbürgerung erschlichen.

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I. 
Gegen  diese  Verfügung  erhob  der  Rechtsvertreter  mit  Eingabe  vom 
28. April 2008 namens seines Mandanten Beschwerde. Er beantragt die 
Aufhebung der  vorinstanzlichen Verfügung. Der Vorwurf  der Vorinstanz, 
der  Beschwerdeführer  habe  falsche Angaben  gemacht  und wesentliche 
Tatsachen verheimlicht, sei tatsachenwidrig und lasse sich nicht aus den 
vorhandenen Akten ableiten. Dass die Ehegatten berufsbedingt getrennte 
Wohnsitze  gehabt  hätten,  sei  bereits  zum  Zeitpunkt  der  erleichterten 
Einbürgerung bekannt gewesen. Es habe sich danach keine wesentlichen 
Änderungen  der  Situation  ergeben.  Es  gehe  nicht  an,  den  gleichen 
Sachverhalt  nachträglich  und  zum  Nachteil  des  Beschwerdeführers 
auszulegen. Dieser habe die Scheidung drei Jahre nach der erleichterten 
Einbürgerung verlangt. Angesichts dieses relativ langen Zeitraumes dürfe 
nicht leichthin von einem planmässigen Vorgehen ausgegangen werden. 
Entgegen der Darstellung der Vorinstanz hätten die ehelichen Probleme 
erst im März 2006 begonnen. Da die Ehegatten bis dahin in stabilen und 
intakten  ehelichen  Verhältnissen  gelebt  hätten,  könne  dem 
Beschwerdeführer nicht vorgeworfen werden, er habe nur geheiratet, um 
das Schweizer Bürgerrecht zu erlangen.

Die  Aussagen  der  Ehefrau  im  Eheschutz­  und  Ehescheidungsprozess 
seien  angemessen  zu  werten.  Aufgrund  der  emotionalen  Betroffenheit 
würden  in  solchen  Verfahren  häufig  Aussagen  gemacht,  die  nicht  der 
Wahrheit  entsprächen  und  anschliessend  bereut  und  richtig  gestellt 
würden.  So  verhalte  es  sich  mit  den  Aussagen  der  Ehefrau  in  ihrer 
Eingabe vom 5. Mai 2006 und anlässlich  ihrer Einvernahme am 18. Mai 
2006 durch den Vize­Gerichtspräsidenten des Bezirksgerichts Arbon.

Im  Weiteren  macht  der  Beschwerdeführer  eine  Verletzung  des 
rechtlichen  Gehörs  durch  die  Vorinstanz  geltend.  Seine  letzte 
Stellungnahme datiere vom 10. März 2008, könne also frühestens am 11. 
März  2008  bei  der  Vorinstanz  eingegangen  sein.  Bereits  am  12.  März 
2008 sei die Verfügung erlassen worden, die Stellungnahme habe daher 
nicht berücksichtigt werden können.

J. 
Die Vorinstanz wurde mit Verfügung vom 21. Mai 2008 eingeladen,  ihre 
Vernehmlassung  einzureichen.  Sie  verzichtete  stillschweigend  auf  die 
Abgabe einer Stellungnahme.

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K. 
Am 12. August 2008 liess der Beschwerdeführer dem Gericht per Fax die 
Kopie  eines  an  das  Migrationsamt  des  Kantons  Thurgau  gerichteten 
Schreibens  zukommen.  Darin  erklärte  er  den  Rückzug  des 
Familiennachzugsgesuches  für  seine  pakistanische  Ehefrau.  Als 
Begründung  führte er an, dass seine Frau sich entschlossen habe, sich 
von ihm zu trennen, da ihr das Verfahren zu lange daure.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 
1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG,  SR  173.32)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  –  unter 
Vorbehalt  der  in  Art.  32  VGG  genannten  Ausnahmen  –  Beschwerden 
gegen Verfügungen nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 
20. Dezember  1968  (VwVG,  SR  172.021),  welche  von  einer  in  Art.  33 
VGG  aufgeführten  Behörde  erlassen  wurden.  Darunter  fallen 
Verfügungen des BFM betreffend die Nichtigerklärung einer erleichterten 
Einbürgerung (vgl. Art. 51 Abs. 1 BüG).

1.2.  Gemäss  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem  Verwaltungsverfahrensgesetz, 
soweit des Verwaltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt.

1.3. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer 
zur  Beschwerde  legitimiert  (Art.  48  Abs.  1  VwVG).  Auf  seine  frist­  und 
formgerecht eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten (Art. 50 und 
52 VwVG).

2. 
Mit  Beschwerde  an  das  Bundesverwaltungsgericht  kann  die  Verletzung 
von  Bundesrecht,  einschliesslich  Überschreitung  oder  Missbrauch  des 
Ermessens,  die  unrichtige  oder  unvollständige  Feststellung  des 
rechtserheblichen  Sachverhaltes  und  –  sofern  nicht  eine  kantonale 
Behörde  als  Beschwerdeinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit 
gerügt werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im 
Beschwerdeverfahren  das  Bundesrecht  von  Amtes  wegen  an.  Es  ist 
gemäss  Art.  62  Abs.  4  VwVG  an  die  Begründung  der  Begehren  nicht 
gebunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 
gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 

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grundsätzlich  die  Rechts­  und  Sachlage  zum  Zeitpunkt  seines 
Entscheides  (vgl.  BVGE  2007/41  E. 2  und  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A­2682/2007  vom  7.  Oktober  2010  E.  1.2. 
und 1.3).

3. 
In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz habe den 
Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  verletzt,  indem  sie  die  Stellungnahme 
vom 10. März 2008 aus zeitlichen Gründen nicht mehr in der Begründung 
der  angefochtenen  Verfügung  habe  berücksichtigen  können.  Der 
Entscheid sei aufgrund einer vorgefassten Meinung gefällt worden.

3.1. Der Anspruch auf rechtliches Gehör richtet sich nach Art. 29 Abs. 2 
der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom 
18. April 1999 (BV, SR 101) und verleiht einer betroffenen Person unter 
anderem  das  Recht,  sich  vor  Erlass  eines  in  ihre  Rechtsstellung 
eingreifenden  Entscheides  zur  Sache  zu  äussern  (vgl.  RENÉ 
RHINOW/HEINRICH  KOLLER/CHRISTINA  KISS/DANIELA  THURNHERR/DENISE 
BRÜHL­MOSER, Öffentliches Prozessrecht, Basel 2010, Rz. 323; BGE 134 
I 140 E. 5.3). 

3.2. Der  Beschwerdeführer  legt  nicht  dar,  welche  seiner  Ausführungen 
vom 10. März 2008 die Vorinstanz nicht berücksichtigt hat. Die Tatsache 
allein,  dass  der  Zeitraum  zwischen  Eingang  dieser  Eingabe  (11.  März 
2008)  und  dem  Ausgang  der  vom  12.  März  2008  datierenden 
angefochtenen  Verfügung  (13.  März  2008)  sehr  kurz  war,  stellt  noch 
keine  Verletzung  des  rechtlichen  Gehörs  dar.  Dies  nicht  zuletzt  auch 
deshalb,  weil  der  Beschwerdeführer  die  kurze  Zeitspanne  durch  ein 
Fristerstreckungsgesuch  selbst  verursacht  hat  und  sich  demzufolge 
bewusst  sein  musste,  dass  der  Vorinstanz  wegen  des  bevorstehenden 
Ablaufs  der  Fünfjahresfrist  von  Art.  41  Abs.  1  BüG  nur  wenige  Tage 
bleiben würden,  um  sich mit  der  Eingabe  auseinanderzusetzen.  Zudem 
hatte er bereits am 23. August 2007 Gelegenheit,  sich zu äussern, und 
konnte  auch  auf  Beschwerdeebene  sämtliche  Argumente  einbringen, 
womit  eine  allfällige  Verletzung  geheilt  wäre  (vgl. 
RHINOW/KOLLER/KISS/THURNHERR/BRÜHL­MOSER,  a.a.O.,  Rz.  271  f.).  Die 
Rüge ist daher als unbegründet zurückzuweisen.

4. 
4.1. Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach der 
Eheschliessung mit einem Schweizer Bürger ein Gesuch um erleichterte 

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Einbürgerung  stellen,  wenn  sie  insgesamt  fünf  Jahre  in  der  Schweiz 
gewohnt  hat  (Bst.  a),  seit  einem  Jahr  hier  wohnt  (Bst.  b)  und  seit  drei 
Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit einem Schweizer Bürger  lebt (Bst. 
c). Die Einbürgerung setzt zudem voraus, dass die ausländische Person 
in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert  ist, die schweizerische 
Rechtsordnung  beachtet  und  die  innere  oder  äussere  Sicherheit  der 
Schweiz  nicht  gefährdet  (vgl.  Art.  26  Abs.  1  BüG).  Sämtliche 
Einbürgerungsvoraussetzungen  müssen  sowohl  im  Zeitpunkt  der 
Gesuchseinreichung  als  auch  anlässlich  der  Einbürgerungsverfügung 
erfüllt  sein.  Fehlt  es  im  Zeitpunkt  des  Einbürgerungsentscheids  an  der 
ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht 
ausgesprochen werden (vgl. BGE 135 II 161 E. 2, BGE 132 II 113 E. 3.2, 
BGE 130 II 482 E. 2, BGE 129 II 401 E. 2.2 mit Hinweis).

4.2.  Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Sinne  des 
Bürgerrechtsgesetzes bedeutet mehr als nur das formelle Bestehen einer 
Ehe.  Verlangt  wird  vielmehr  die  tatsächliche  Lebensgemeinschaft, 
getragen  vom  beidseitigen  Willen,  die  Ehe  auch  künftig  aufrecht  zu 
erhalten (vgl. BGE 130 II 482 E. 2, BGE 130 II 169 E. 2.3.1, BGE 128 II 
97 E.  3a, BGE 121  II  49 E.  2b). Hintergrund  hierfür  ist  die Absicht  des 
Gesetzgebers,  dem  ausländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers 
die  erleichterte  Einbürgerung  zu  ermöglichen,  um  die  Einheit  des 
Bürgerrechts  im  Hinblick  auf  ihre  gemeinsame  Zukunft  zu  fördern  (vgl. 
Botschaft zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, 
BBl 1987  III  310). Ein Hinweis auf den  fehlenden Willen der Ehegatten, 
die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann im Umstand liegen, 
dass kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung erfolgt 
oder  die  Scheidung  eingeleitet  wird  (vgl.  BGE  135  II  161  E.  2  mit 
Hinweisen).

5. 
5.1. Gemäss  der  hier  anwendbaren,  bis  zum  28. März  2011  geltenden 
Fassung  von  Art.  41  Abs.  1  BüG  (vgl.  AS  1952  1087),  kann  die 
Einbürgerung vom BFM mit Zustimmung der Behörde des Heimatkantons 
innerhalb  von  fünf  Jahre  nichtig  erklärt werden, wenn  sie  durch  falsche 
Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen erschlichen worden 
ist.

5.2.  Die  formellen  Voraussetzungen  für  eine  Nichtigerklärung  sind 
vorliegend  erfüllt:  Der  Kanton  Aargau  hat  die  Zustimmung  zur 
Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  erteilt  und  die 

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Nichtigerklärung  ist  von  der  zuständigen  Instanz  innerhalb  der 
gesetzlichen  Frist  ergangen  (vgl.  dazu  Urteil  des  Bundesgerichts 
1C_336/2010 vom 28. September 2010 E. 3.1).

5.3. Nachfolgend bleibt zu prüfen, ob die materiellen Voraussetzungen für 
eine Nichtigerklärung gegeben  sind,  indem der Beschwerdeführer  seine 
Einbürgerung  erschlichen  hat.  Das  blosse  Fehlen  einer 
Einbürgerungsvoraussetzung  genügt  dabei  nicht.  Die  Nichtigerklärung 
setzt  vielmehr  voraus,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  erschlichen, 
das  heisst  mit  einem  unlauteren  und  täuschenden  Verhalten  erwirkt 
worden  ist. Arglist  im Sinne des strafrechtlichen Betrugstatbestandes  ist 
nicht  erforderlich.  Immerhin  ist  notwendig,  dass  der  Betroffene  bewusst 
falsche Angaben macht bzw. die Behörde bewusst  in  falschem Glauben 
lässt  und  so  den  Vorwurf  auf  sich  zieht,  es  unterlassen  zu  haben,  die 
Behörde über eine erhebliche Tatsache zu  informieren  (vgl. BGE 135  II 
161 E. 2 mit Hinweisen). Hat der Betroffene erklärt, in einer stabilen Ehe 
zu  leben  und  weiss  er,  dass  die  Voraussetzungen  für  die  erleichterte 
Einbürgerung  auch  im  Zeitpunkt  der  Verfügung  vorliegen  müssen,  so 
muss er gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben sowie seine 
Mitwirkungs­  bzw.  Auskunftspflicht  gemäss  Art. 13  Abs.  1  Bst.  a  VwVG 
die  Behörde  unaufgefordert  über  eine  nachträgliche  Änderung  der 
Verhältnisse  orientieren,  von  der  er  weiss  oder  wissen  muss,  dass  sie 
einer  Einbürgerung  entgegensteht.  Die  Behörde  darf  sich  ihrerseits 
darauf  verlassen,  dass  die  vormals  erteilten  Auskünfte  bei  passivem 
Verhalten des Gesuchstellers nach wie vor der Wirklichkeit entsprechen 
(vgl. BGE 132 II 113 E. 3).

6. 
6.1. Das  Verfahren  zur  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung 
richtet sich nach den Bestimmungen des Verwaltungsverfahrensgesetzes 
(vgl. Art. 1 Abs. 1 und Abs. 2 Bst. a VwVG). Danach obliegt es gemäss 
Art.  12  VwVG  der  Behörde,  den  Sachverhalt  von  Amtes  wegen 
abzuklären.  Sie  hat  zu  untersuchen,  ob  der  betroffenen  Person  die 
Täuschung über  eine Einbürgerungsvoraussetzung  vorgeworfen werden 
kann,  wozu  insbesondere  ein  beidseitig  intakter  und  gelebter  Ehewille 
gehört.  Da  die  Nichtigerklärung  in  die  Rechte  der  betroffenen  Person 
eingreift,  liegt die Beweislast  bei  der Behörde. Allerdings geht es  in der 
Regel um innere, dem Kern der Privatsphäre zugehörende Sachverhalte, 
die  der  Behörde  nicht  bekannt  und  einem  Beweis  naturgemäss  kaum 
zugänglich  sind.  Sie  kann  sich  daher  veranlasst  sehen,  von  bekannten 
Tatsachen  (Vermutungsbasis)  auf  unbekannte  (Vermutungsfolge)  zu 

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schliessen.  Solche  sogenannt  natürlichen  bzw.  tatsächlichen 
Vermutungen  können  sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung 
ergeben,  namentlich  auch  im  öffentlichen  Recht.  Es  handelt  sich  um 
Wahrscheinlichkeitsfolgerungen,  die  auf  Grund  der  Lebenserfahrung 
gezogen  werden.  Die  betroffene  Person  ist  verpflichtet,  bei  der 
Sachverhaltsabklärung  mitzuwirken  (vgl.  BGE  135  II  161  E.  3  mit 
Hinweisen).

6.2. Die  natürliche  Vermutung  gehört  zur  freien  Beweiswürdigung  (vgl. 
Art. 19 VwVG i.V.m. Art. 40 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 
über  den  Bundeszivilprozess  [BZP,  SR  273]).  Sie  stellt  eine 
Beweislasterleichterung  dar,  indem  eine  bereits  vorhandene,  aber  nicht 
mit  letzter  Schlüssigkeit  mögliche  Beweisführung  unterstützt  wird.  Eine 
Umkehrung  der Beweislast  hat  sie  jedoch  nicht  zur  Folge. Wenn  daher 
bestimmte Tatsachen – beispielsweise die Chronologie der Ereignisse – 
die natürliche Vermutung begründen, dass die erleichterte Einbürgerung 
erschlichen wurde, muss die betroffene Person nicht den Beweis für das 
Gegenteil erbringen. Es genügt, wenn sie einen Grund anführt, der es als 
wahrscheinlich  erscheinen  lässt,  dass  sie  die  Behörde  nicht  getäuscht 
hat. Bei diesem Grund kann es sich um ein ausserordentliches Ereignis 
handeln, das zum raschen Scheitern der Ehe führte, oder die betroffene 
Person kann plausibel darlegen, weshalb sie die Schwere der ehelichen 
Probleme  nicht  erkannt  hat  und  den  wirklichen  Willen  hatte,  mit  dem 
Schweizer  Ehepartner  auch  weiterhin  in  einer  stabilen  ehelichen 
Gemeinschaft zu leben (vgl. BGE 135 II 161 E. 3 mit Hinweisen).

7. 
Die  Vorinstanz  geht  in  der  angefochtenen  Verfügung  von  folgendem 
Sachverhalt aus: Der Beschwerdeführer ersuchte am 9. Dezember 1996 
in der Schweiz um Asyl. Dieses Gesuch wurde mit Urteil  der ARK vom 
14. Juli  1998  rechtskräftig  abgelehnt.  Eine  Woche  später,  am  21.  Juli 
1998,  reichten  er  und  seine  um  16 Jahre  ältere  Verlobte  ein 
Verkündgesuch  ein.  Nachdem  auch  ein  Wiedererwägungsgesuch  in 
Sachen  Asyl  ohne  Erfolg  geblieben war,  tauchte  der  Beschwerdeführer 
unter.  Nach  seiner  Festnahme  am  16.  November  1998  wurde  er  am 
19. November 1998  in sein Heimatland ausgeschafft. Am 12. März 1999 
reiste er erneut  in die Schweiz ein und heiratete am 7. April 1999 seine 
Verlobte. Am 9. Juni 2002 reichte der Beschwerdeführer das Gesuch um 
erleichterte Einbürgerung ein. Am 14. Februar 2003 gaben die Ehegatten 
die  Erklärung  zur  ehelichen  Gemeinschaft  ab  und  am  12.  März  2003 
wurde der Beschwerdeführer erleichtert eingebürgert. Am 10. April 2006 

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erhob der Beschwerdeführer Scheidungsklage. Kurze Zeit später, am 8. 
Mai  2006,  ersuchte  seine  Ehefrau  um  die  Anordnung  von 
Eheschutzmassnahmen.  Daraufhin  zog  der  Beschwerdeführer  am 
18. Mai  2006  seine  Scheidungsklage  zurück.  Am  9. Oktober  2006 
reichten  die  Ehegatten  ein  gemeinsames  Scheidungsbegehren  ein, 
woraufhin die Ehe am 10. Februar 2007 rechtskräftig geschieden wurde. 
Am  22.  Februar  2007  heiratete  der  Beschwerdeführer  in  seinem 
Herkunftsland eine um fünf Jahre jüngere Landsfrau. 

Zur Wohnsituation hielt die Vorinstanz fest, dass die Ehegatten nach der 
Eheschliessung zunächst gemeinsam in V._______/AG wohnten und der 
Beschwerdeführer  eine  Stelle  als  Pizzaiolo  in  Y._______  annahm.  Ab 
März 2001 arbeitete er in der gleichen Funktion in W._______/TG, wo er 
als Wochenaufenthalter  lebte.  Anfang  Oktober  2003 meldete  er  sich  in 
U._______ an, wo er zusammen mit seinem Bruder eine Pizzeria führte. 
Die Ehefrau wohnte weiterhin  im Kanton Aargau; an den Wochenenden 
half  sie  in  der  Pizzeria  des  Beschwerdeführers  aus.  Nachdem  sie  ihre 
Stelle verloren hatte, zog sie im Dezember 2004 zu ihrem Ehemann und 
arbeitete  bis  zu  ihrer  fristlosen  Kündigung  im  April  2006  in  seinem 
Betrieb.

Aus  diesen  Umständen  schloss  die  Vorinstanz  zunächst,  dass  der 
Beschwerdeführer  die  Heirat  mit  einer  Schweizer  Bürgerin  angestrebt 
habe,  um  sich  das Aufenthaltsrecht  in  der Schweiz  zu  sichern.  Sodann 
kam sie aufgrund der häufigen Wohnortswechsel des Beschwerdeführers 
und  der  damit  verbundenen  Trennung  von  der  Ehefrau  zum  Schluss, 
dass  bei  den  Ehegatten  kein  sichtbares  Interesse  an  einer  tatsächlich 
gelebten ehelichen Gemeinschaft bestanden habe, andernfalls hätten sie 
sich  um  Arbeit  bemüht,  die  es  ihnen  ermöglicht  hätte,  zusammen  zu 
wohnen.

8. 
In Bezug auf die getrennten Wohnorte bringt der Beschwerdeführer vor, 
diese seien beruflich bedingt gewesen. Daraus könne nicht geschlossen 
werden,  dass  die  Ehe  nicht  tatsächlich  gelebt worden  sei,  sei  doch  die 
Ehefrau seit dem Jahr 2003 jedes Wochenende zu ihm in die Ostschweiz 
gereist.  Auch  hätten  die Abklärungen  der Behörden  im Zusammenhang 
mit dem Gesuch um Bewilligung des Wochenaufenthalts keine Hinweise 
darauf  gegeben,  dass  die  Ehe  nicht  tatsächlich  gelebt  werde.  Zudem 
hätten  die  getrennten Wohnsitze  schon  zum  Zeitpunkt  der  erleichterten 
Einbürgerung  bestanden,  was  jedoch  nicht  als  Hindernis  für  die 

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Einbürgerung  angesehen worden  sei.  Nach  2003  sei  keine wesentliche 
Änderung  der  Situation  eingetreten.  Es  gehe  nicht  an,  den Sachverhalt 
nachträglich  zu  Ungunsten  der  betroffenen  Person  auszulegen.  Das 
Scheidungsbegehren  habe  er,  der  Beschwerdeführer,  erst  drei  Jahre 
nach der erleichterten Einbürgerung eingereicht. Dabei handle es sich um 
eine relativ lange Zeitspanne. Der Vorwurf der Vorinstanz, er habe bereits 
im  Februar  2003  Trennungs­  bzw.  Scheidungsabsichten  gehabt  und  er 
sei  planmässig  vorgegangen,  habe  falsche  Angaben  gemacht  und 
wichtige Tatsachen verschwiegen, dürfe nicht  leichthin erhoben werden. 
Angesichts  der  Zeitspanne  zwischen  Einbürgerung  und  Scheidung 
müssten dafür vielmehr qualifizierte Indizien vorliegen, die jedoch von der 
Vorinstanz  nicht  dargelegt  worden  seien.  Bis  zum  März  2006,  als  die 
Ehefrau gegen ihn tätlich geworden sei, hätten sie während neun Jahren 
in  intakten  und  stabilen  Verhältnissen  zusammen  gelebt,  davon  sieben 
verheiratet. Bei dem Zwischenfall 2004 (Tätlichkeit der Ehefrau) habe es 
sich um einen einmaligen,  vernachlässigbaren Vorfall  gehandelt,  der an 
der Stabilität der ehelichen Gemeinschaft nichts geändert habe.

9. 
9.1. Was die Wohn­ und Arbeitssituation anbelangt,  ergibt  sich aus den 
Akten folgendes Bild: Die Ehegatten lebten von 1999 bis 2001 zusammen 
in  V._______/AG.  Der  Beschwerdeführer  arbeitete  in  dieser  Zeit  in 
Z._______/AG,  Y._______  und  schliesslich  in  V._______  selbst,  die 
Ehefrau  in  X._______/AG.  Am  17. Februar  2001  bestätigte  der 
Arbeitgeber  in  V._______,  dass  der  Beschwerdeführer  seine  Stelle  per 
28. Februar 2001 fristgerecht gekündigt habe, und drückte sein Bedauern 
darüber  aus.  Von  März  2001  bis  März  2002  hielt  sich  der 
Beschwerdeführer als Wochenaufenthalter im Kanton Thurgau auf, wo er 
in der Pizzeria seines Bruders arbeitete. Die Ehefrau verblieb im Kanton 
Aargau.  Abklärungen  der  Migrationsbehörde  zur  Frage,  ob  die  Ehe 
tatsächlich  gelebt  werde,  führten  zu  keinem  nachteiligen  Ergebnis.  Ein 
am  25.  Februar  2002  gestelltes  Gesuch  um  Verlängerung  des 
Wochenaufenthalts  zog der Beschwerdeführer  am 4. April  2002  zurück, 
da ihm die Stelle in W._______/TG gekündigt worden war. Anschliessend 
kehrte er in den Kanton Aargau zurück. Ob und bei welchem Arbeitgeber 
er  nach  seiner  Rückkehr  in  den  Kanton  Aargau  erwerbstätig  war,  geht 
aus den Akten nicht hervor.  Im Februar 2003 ersuchte er unter Angabe 
der  ehelichen  Adresse  in  V._______  um  Bewilligung  der  selbständigen 
Erwerbstätigkeit  im  Kanton  Thurgau.  Am  4. März  2003  gab  die 
Arbeitsmarktbehörde  ihre  Einwilligung  dazu.  Daraufhin  leitete  die 
Migrationsbehörde  erneut  Abklärungen  zum  Zustand  der  ehelichen 

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Gemeinschaft  in  die  Wege.  Diese  blieben  jedoch  ohne  Folge,  da  der 
Beschwerdeführer am 12. März 2003 erleichtert  eingebürgert wurde.  Im 
Oktober 2003, ein halbes Jahr nach der erleichterten Einbürgerung, nahm 
er  im Kanton Thurgau Wohnsitz. Erst Anfang 2005, als die Ehefrau sich 
ebenfalls  im Kanton Thurgau anmeldete, wohnten die Ehegatten wieder 
zusammen.  Auf  Anfang  März  2006  bezog  der  Beschwerdeführer  eine 
eigene Wohnung, ebenfalls im Kanton Thurgau.

9.2. Der Beschwerdeführer  lebte somit geraume Zeit  faktisch von seiner 
Ehefrau getrennt. Dabei handelt es sich um die Zeiträume von März 2001 
bis März 2002 und von März 2003 bis Ende 2004. Dass die Phasen der 
Trennung  aus  beruflichen  Gründen  notwendig  waren,  wie  der 
Beschwerdeführer geltend macht, erscheint nicht glaubhaft. So hat er im 
Jahre  2001  eine  Stelle  am  gemeinsamen  Wohnort  von  sich  aus 
gekündigt, um bei seinem Bruder in der Ostschweiz zu arbeiten. Auch die 
Art der Arbeit, die der Beschwerdeführer verrichtet, lässt den Schluss auf 
besondere Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Arbeitsplatz in der 
Nähe  seines Wohnortes  nicht  zu. Die  freiwillige  Aufgabe  einer  Stelle  in 
der Nähe seines Wohnortes und die Bevorzugung eines weit entfernten 
Arbeitsplatzes legen den Schluss nahe, dass beim Beschwerdeführer das 
familiäre  Zusammenleben  mit  seiner  Frau  nicht  im  Vordergrund  stand. 
Der Rückzug  des Gesuches  um Verlängerung  des Wochenaufenthaltes 
am  3.  April  2002  und  die  damit  verbundene  Rückkehr  in  den  Kanton 
Aargau steht sodann in engem Zusammenhang mit der Einreichung des 
Gesuches  um  erleichterte  Einbürgerung  am  9.  Juni  2002.  Die 
diesbezüglichen  Vorbereitungen  wurden  vom  Beschwerdeführer 
spätestens  im  Mai  2002  an  die  Hand  genommen,  datieren  die  ersten 
Wohnsitzbestätigungen  doch  aus  der  zweiten  Hälfte  Mai.  Dem 
Beschwerdeführer  muss  im  Rahmen  der  Vorbereitung  des 
Einbürgerungsgesuches  bewusst  gewesen  sein,  dass  bei  dessen 
Beurteilung die Ehe ein zentrales Element sein würde.

9.3. Der Beschwerdeführers wendet ferner ein, der Vorinstanz sei bereits 
zum Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung bekannt gewesen, dass er 
seit 2001  in der Ostschweiz gearbeitet habe und die Ehegatten deshalb 
an  getrennten  Orten  gewohnt  hätten.  Sie  habe  darin  jedoch  kein 
Hindernis für die erleichterte Einbürgerung gesehen.

Dieser Einwand vermag nicht zu überzeugen. Die Vorinstanz konnte den 
kantonalen Akten zwar entnehmen, dass der Beschwerdeführer von 2001 
bis  2002  als  Wochenaufenthalter  im  Kanton  Thurgau  gearbeitet  hatte. 

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Sowohl  die  Angaben  des  Beschwerdeführers  auf  dem 
Einbürgerungsformular  als  auch  die  eingeholte  Wohnsitzbestätigung 
gingen von einem gemeinsamen Wohnsitz des Ehepaars aus. Das wird 
durch  die  Akten  bestätigt,  aus  denen  hervorgeht,  dass  der 
Beschwerdeführer  im  April  2002  das  Gesuch  um  Verlängerung  des 
Wochenaufenthalts  zurückzog  und  in  den  Kanton  Aargau  zurückkehrte. 
Erst  am  7.  Februar  2003  stellte  er  erneut  ein  Gesuch  um 
Arbeitsaufnahme  im  Kanton  Thurgau.  Es  ist  somit  davon  auszugehen, 
dass  der  Beschwerdeführer  zum  Zeitpunkt  der  Erklärung  der  ehelichen 
Gemeinschaft am 14. Februar 2003 im Kanton Aargau wohnte und auch 
arbeitete, da nicht ersichtlich  ist, dass er  in einem anderen Kanton über 
eine Bewilligung verfügt hätte. Es  ist  ferner davon auszugehen, dass er 
die Stelle,  für die er Anfang Februar 2003 um Bewilligung ersucht hatte, 
tatsächlich planmässig im März antrat, auch wenn er sich erst per Anfang 
Oktober 2003 in U._______ angemeldet hat. Da er inzwischen erleichtert 
eingebürgert worden war und deshalb der Bewilligungspflicht nicht mehr 
unterlag, ist den Akten dazu allerdings nichts zu entnehmen.

Aber  selbst  wenn  die  Behauptung  des  Beschwerdeführers  zutreffen 
sollte, bliebe es der Vorinstanz unbenommen, die Sachlage im Lichte der 
weiteren  Entwicklung  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Rahmen  des 
Verfahrens  auf  Nichtigerklärung  der  erleichterten  Einbürgerung  anders 
einzuschätzen als zum Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung.

9.4.  Zur  Aufnahme  des  gemeinsamen  Aufenthalts  in  der  Ostschweiz 
macht  der  Beschwerdeführer  auf  Beschwerdeebene  geltend,  seine 
Ehefrau sei bereits im März 2004 zu ihm nach U._______ gezogen, habe 
sich  aber  erst  per  1.  Januar  2005  beim  Einwohneramt  angemeldet.  In 
dieser Hinsicht  ist dem Beschwerdeführer allerdings entgegen zu halten, 
dass  er  am  10.  März  2008  der  Vorinstanz  gegenüber  erklärte,  seine 
Ehefrau sei per 1. Januar 2005 zu ihm gezogen. Wie es sich damit ganz 
genau  verhält,  kann  jedoch  offen  bleiben,  da  aus  den  Phasen  des 
Zusammen­ bzw. Getrenntlebens allein noch keine Rückschlüsse auf den 
Zustand  der  ehelichen  Gemeinschaft  möglich  sind.  Es  kann  jedoch 
festgehalten  werden,  dass  durch  die  längeren  Phasen  mit  getrennten 
Wohnorten  die  eheliche  Gemeinschaft  nur  beschränkt  gepflegt  werden 
konnte.  An  dieser  Einschätzung  vermögen  auch  die  gemeinsam 
verbrachten Wochenenden  nichts  zu  ändern,  da  das  Ehepaar  in  dieser 
Zeit  gearbeitet  hat,  also  auch  insofern  die  Pflege  der  ehelichen 
Gemeinschaft nur teilweise möglich war. Im Weiteren fehlen in den Akten 
– wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  feststellte  –  jegliche  Hinweise  auf 

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gemeinsame  Interessen  oder  Aktivitäten  über  den  beruflichen  Bereich 
hinaus – Ausflüge, Ferien, kulturelle oder sportliche Aktivitäten etc. –, wie 
man sie nach der allgemeinen Lebenserfahrung von einem in intakter und 
stabiler  ehelicher  Gemeinschaft  lebenden  Paar  erwarten  würde.  Was 
Ferien  anbelangt,  ist  der  Beschwerdeführer  offenbar  jährlich  in  seine 
Heimat gereist. Dass seine Ehefrau  in begleitet hätte, wird nicht geltend 
gemacht.  Insofern entsteht der Eindruck,  jeder der Ehegatten habe sein 
eigenes Leben geführt.

9.5. Konkrete Hinweise zum Zustand der ehelichen Gemeinschaft finden 
sich  in  den Akten  des Eheschutzverfahrens  von  2006. Dort machte  der 
Beschwerdeführer  geltend,  er  und  seine  Frau  hätten  seit  jeher 
schwerwiegende  Probleme  in  der  Ehe  gehabt.  Es  ist  deshalb  davon 
auszugehen,  dass  das  Verhältnis  der  Ehegatten  schon  vor  der 
erleichterten  Einbürgerung  stark  belastet  war.  Die  Ehefrau  äusserte  in 
ihrer Eingabe vom 5. Mai 2006  in Sachen Eheschutz den Verdacht, der 
Beschwerdeführer habe sie nur zur Sicherung des Aufenthalts geheiratet 
und sie ganz allgemein ausgenützt. 

In  Hinsicht  auf  diese  Vorbringen  seiner  damaligen  Ehefrau  macht  der 
Beschwerdeführer auf Beschwerdeebene geltend, sie seien angemessen 
zu  werten.  In  solchen  Verfahren  würden  aufgrund  der  emotionalen 
Betroffenheit  häufig  Aussagen  gemacht,  die  nicht  der  Wahrheit 
entsprächen  und  anschliessend  bereut  und  richtig  gestellt  würden.  So 
verhalte es sich mit den Darlegungen seiner früheren Ehefrau, die in der 
Anhörung  im  Eheschutzverfahren  aussagte,  der  Beschwerdeführer  sei 
bisher  ein  guter  Ehemann  gewesen  und  es  tue  ihr  weh,  dass  er  die 
Scheidung verlange.

Dass  diese  Angaben  im  Rahmen  eines  anderen  Verfahrens  gemacht 
wurden,  ist  hier  ohne  Belang.  Der  Beschwerdeführer  muss  sich  die  im 
Rahmen  des  Eheschutzverfahrens  gemachten  Aussagen  hier 
entgegenhalten  lassen,  soweit  sie  relevante  Sachverhaltselemente 
betreffen  (vgl.  E.  2b/dd  des  in  BGE  128  II  97  teilweise  veröffentlichen 
Urteils  des  Bundesgerichts  5A.23/2001  vom  11.  Februar  2002;  s.  auch 
Urteile  des Bundesverwaltungsgericht C­7443/2008  vom 24. September 
2010 E.  9.5, C­3068/2007  vom 19. Mai  2009 E.  7.2, C­1180/2006  vom 
11.  März  2008  E. 6.3.1).  Dabei  handelt  es  sich  in  erster  Linie  um  die 
Aussagen zur Ehe bzw. ehelichen Gemeinschaft, die er selber gemacht 
hat, aber auch um diejenigen seiner damaligen Ehefrau.

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Aufgrund  der  Äusserungen  des  Beschwerdeführers  im  Rahmen  des 
Eheschutzverfahrens  ist  demnach  von  einer  seit  jeher,  also  auch  zum 
Zeitpunkt der Erklärung zur ehelichen Gemeinschaft und der erleichterten 
Einbürgerung,  mit  schwerwiegenden  Eheproblemen  behafteten 
Beziehung auszugehen.

9.6. Der Beschwerdeführer macht  ferner  gegenüber  der Vorinstanz  und 
auch auf Beschwerdeebene geltend, die ehelichen Probleme hätten erst 
im März 2006 begonnen, als seine Frau gegen  ihn tätlich geworden sei. 
Daraufhin habe er sich zur Scheidung entschlossen.

Dass die ehelichen Schwierigkeiten erst  im März 2006 eingesetzt haben 
sollen,  ist  aufgrund  der  Ausführungen  des  Beschwerdeführers  nicht 
nachvollziehbar.  So  ist  beispielsweise  nicht  einsichtig,  weshalb  die 
Tätlichkeit  der  Ehefrau  an  Sylvester  2004  als  ein  einmaliger, 
vernachlässigbarer  Vorfall  bagatellisiert  wird,  obwohl  gemäss  den 
Ausführungen des Beschwerdeführers die Polizei involviert gewesen und 
die  Ehefrau  schlussendlich  zu  einer  Busse  verurteilt  worden  ist.  Ein 
entsprechender  Vorfall  im  März  2006  hingegen  hat  zur  sofortigen 
Einreichung  der  Scheidungsklage  geführt.  Im  Widerspruch  zu  dieser 
Gewichtung  der  beiden  Vorfälle  erwähnte  der  Beschwerdeführer  in  der 
Anhörung,  die  am  16.  Mai  2006  im  Rahmen  des  Eheschutzverfahren 
stattfand,  zwar  den  Zwischenfall  von  2004,  nicht  aber  denjenigen  von 
2006. Dies ist erstaunlich, lag doch dieser Vorfall damals noch nicht lange 
zurück  und war  er  doch  angeblich Auslöser  für  die Ehekrise. Wenn die 
Tätlichkeit im März 2006 – deren genaues Datum vom Beschwerdeführer 
nicht genannt wird – der Auslöser für die Scheidungsklage gewesen sein 
soll, stellt sich ferner die Frage, weshalb er schon per 1. März 2006 eine 
Wohnung  gemietet  und  sich  per  9. März  2006  in  seiner  neuen 
Wohngemeinde angemeldet hat. Zudem führt der Beschwerdeführer nicht 
aus,  was  genau  im  März  zwischen  den  Ehegatten  vorgefallen  ist. 
Gegenüber  der  Vorinstanz  machte  er  geltend,  es  habe  sich  um  eine 
Tätlichkeit  gehandelt,  ohne  Einzelheiten  zu  nennen.  Auch  auf 
Beschwerdeebene  führte  er  nichts  Näheres  zu  dem  Vorfall  aus.  Es  ist 
insgesamt  nicht  nachvollziehbar,  wie  ein  einziger,  als  Tätlichkeit 
beschriebener  Vorfall  eine  bis  dahin  angeblich  vollkommen  intakte  Ehe 
innert  allerkürzester  Zeit  zum  Scheitern  gebracht  haben  sollte.  Weitere 
Vorkommnisse,  die  nach  der  erleichterten  Einbürgerung  zum  Scheitern 
der Ehe beigetragen haben könnten, macht der Beschwerdeführer nicht 
geltend.

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10. 
10.1. Insgesamt ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer 
sich  mit  der  Heirat  mit  einer  um  sechzehn  Jahre  älteren  Schweizer 
Bürgerin  das  Aufenthaltsrecht  in  der  Schweiz  sichern  wollte.  Dass  ihm 
das  Aufenthaltsrecht  und  dessen  Festigung  ein  grosses  Anliegen  war, 
zeigt sich auch daran, dass er sich im Februar 2001, also nur zwei Jahre 
nach  der  Einreise  und  der  Eheschliessung  im  Jahr  1999,  nach  der 
Möglichkeit  der  Erteilung  der  Niederlassungsbewilligung  erkundigte  und 
dass  er  das Gesuch  um  erleichterte  Einbürgerung  kurz  nach  Erreichen 
der erforderlichen Dauer der ehelichen Gemeinschaft einreichte (vgl. Art. 
27 Abs. 1 Bst. c BüG). Auch anhand der Zeiträume faktischer Trennung 
der Ehegatten,  die  entgegen den Vorbringen nicht  auf  einer  beruflichen 
Notwendigkeit,  sondern  vielmehr  auf  den  Präferenzen  des 
Beschwerdeführers beruhten, sowie anhand der fehlenden gemeinsamen 
Interessen  und  Aktivitäten  der  Ehegatten,  zeigt  sich,  dass  beim 
Beschwerdeführer  nicht  die  eheliche  Gemeinschaft  im  Vordergrund 
stand. Eine so gelebte eheliche Gemeinschaft entspricht nicht dem Sinn 
und  Zweck,  den  der  Gesetzgeber  mit  der  Möglichkeit  der  erleichterten 
Einbürgerung  von  ausländischen  Ehegatten  verfolgt  hat.  Was  der 
Beschwerdeführer  gegen  die  von  der  Vorinstanz  aufgrund  des 
Akteninhalts und vor dem Hintergrund der Vorstellung des Gesetzgebers 
zur  ehelichen  Gemeinschaft  gezogene  Schlussfolgerung  vorbringt, 
vermag nicht zu überzeugen. Insbesondere die Darlegungen in Bezug auf 
die Ereignisse nach der erleichterten Einbürgerung, die angeblich die Ehe 
zum Scheitern gebracht und anschliessend zur Scheidung geführt haben 
sollen,  erscheinen  in  Bezug  auf  die  geltend  gemachten  Auswirkungen 
nicht plausibel. 

10.2.  Der  Umstand,  dass  keine  tatsächliche,  auf  eine  gemeinsame 
Zukunft  gerichtete  eheliche  Gemeinschaft  bestand,  musste  dem 
Beschwerdeführer  bereits  zum  Zeitpunkt  der  Unterzeichnung  der 
Erklärung zur gemeinsamen Erklärung betreffend eheliche Gemeinschaft 
am  14.  Februar  2003  und  erst  Recht  zum  Zeitpunkt  der  erleichterten 
Einbürgerung  am  12.  März  2003  bewusst  gewesen  sein.  Indem  er  die 
Vorinstanz im Rahmen des Einbürgerungsverfahrens im Glauben liess, in 
einer  stabilen  und  intakten  ehelichen  Gemeinschaft  zu  leben,  und  dies 
durch  die  Unterzeichnung  der  Erklärung  zur  ehelichen  Gemeinschaft 
schriftlich  bekräftigte,  hat  er  die  erleichterte  Einbürgerung  durch 
Verheimlichung  erheblicher  Tatsachen  bzw.  durch  falsche  Angaben 
erschlichen.  Diese  Beurteilung  kann  auch  durch  den  Einwand  des 
Beschwerdeführers,  die Ehescheidung sei  erst  2006 eingeleitet worden, 

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nicht in Frage gestellt werden, da sich die ehelichen Schwierigkeiten auch 
an  den  bereits  erwähnten  Ereignissen  zwischen  der  erleichterten 
Einbürgerung  2003  und  der  Scheidung  2007  zeigen.  Zudem  fällt  auf, 
dass der Beschwerdeführer nur 12 Tage nach Rechtskraft der Scheidung 
von seiner Schweizer Ehegattin sich  in Pakistan mit einer um fünf Jahre 
jüngeren Landsfrau verheiratete.

11. 
Zusammenfassend  ist  festzuhalten,  dass  die  Vorinstanz  zu  Recht  zum 
Schluss  gekommen  ist,  der  Beschwerdeführer  habe  die  erleichterte 
Einbürgerung  erschlichen,  indem  er  der  Einbürgerungsbehörde  im 
Rahmen  des  Einbürgerungsverfahrens  verschwieg  –  etwa  durch  die 
tatsachenwidrige  Unterzeichnung  der  Erklärung  zur  ehelichen 
Gemeinschaft  am  14. Februar  2003  –,  dass  die  eheliche Gemeinschaft 
nicht  intakt  und  stabil  war.  Die  angefochtene  Verfügung  ist  somit  im 
Ergebnis  nicht  zu  beanstanden  ist.  Die  Beschwerde  ist  demzufolge 
abzuweisen.

12. 
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  sind  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer aufzuerlegen (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 1 ff. 
des  Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 800.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss gedeckt.

3. 
Dieses Urteil geht an:

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die  Vorinstanz  (gegen  Empfangsbestätigung;  Akten  Ref­Nr.  […] 

zurück)

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– das  Departement  Volkswirtschaft  und  Inneres  des  Kantons  Aargau, 
Bürgerrecht und Personenstand

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Ruth Beutler Barbara Kradolfer

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen  diesen  Entscheid  kann  innert  30 Tagen  nach  Eröffnung  beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich­rechtlichen 
Angelegenheiten  geführt  werden  (Art. 82  ff.,  90  ff.  und  100  des 
Bundesgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005  [BGG,  SR  173.110]).  Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, 
deren Begründung mit Angabe der Beweismittel  und die Unterschrift  zu 
enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit 
sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).

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