# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e711c5b8-4c6a-5619-8f28-5c35cc9b9609
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-02
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 02.06.2015 200 2013 727
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-727_2015-06-02.pdf

## Full Text

200 13 727 IV
KNB/SCM/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 2. Juni 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichterin Fuhrer, Verwaltungsrichter Grütter
Gerichtsschreiberin Schädeli

A.________
vertreten durch Fürsprecher B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. Juni 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1955 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
bezog bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 50 % ab 1. Februar 1991 
eine halbe Rente der Eidgenössischen Invalidenversicherung (Akten der 
Invalidenversicherung [act. II] 40.1 S. 268 f.). Mit Verfügung vom 18. Okto-
ber 1995 (act. II 40.1 S. 175 ff.) lehnte die IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) das Rentenerhöhungsbegehren des Versicherten 
(act. II 40.1 S. 253) ab, da die Erwerbslosigkeit auf soziale Gründe zurück-
zuführen sei. Die dagegen erhobene Beschwerde (act. II 40.1 S. 159 ff.) 
hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern am 10. Februar 1997 in-
soweit gut, als die Verfügung vom 18. Oktober 1995 aufgehoben wurde 
und die Akten zu weiteren Abklärungen an die IVB zurückgewiesen wurden 
(act. II 40.1 S. 96 ff.). Nach hierauf erfolgter Einholung eines Gutachtens 
der MEDAS (Gutachten 1998; act. II 40.1 S. 59 ff.), sprach die IVB dem 
Versicherten mit Verfügung vom 25. März 1999 (act. II 40.1 S. 44 ff.) bzw. 
7. April 1999 (act. II 40.1 S. 26 ff.) bei einem IV-Grad von 85 % rückwirkend 
per 1. Juli 1997 eine ganze Rente zu.

Mit Verfügungen vom 5. Mai 2000 (act. II 13) und 26. Dezember 2005 
(act. II 24) bestätigte die IVB revisionsweise die Ausrichtung der bisherigen 
ganzen Rente.

B.

Im Rahmen einer im Jahre 2010 eingeleiteten Revision liess die IVB den 
Versicherten rheumatologisch und psychiatrisch begutachten (vgl. act. II 
37 f.). Gestützt auf die beiden Teilgutachten (Gutachten 2011/2012; act. II 
51.1, 51.2, 59.1) stellte sie mit Vorbescheid vom 14. Mai 2012 (act. II 60) 
die Aufhebung des Rentenanspruchs in Aussicht. Nach erhobenem Ein-
wand des Versicherten (act. II 63), einer aufgrund der stationären Einwei-
sung in den Psychiatrischen Dienst H.________(vgl. act. II 85) abgebro-
chenen beruflichen Massnahme in der Abklärungsstelle I.________, (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 3

act. II 76, 79 f.), und Einholung einer Stellungnahme des Regionalen Ärztli-
chen Dienstes (RAD; act. II 87), verfügte die IVB am 18. Juni 2013 (act. II 
89) bei einem IV-Grad von 16 % auf Ende des nachfolgenden Monats die 
vorbescheidweise angekündigte Rentenaufhebung. Dabei erwog sie im 
Wesentlichen, aus medizinischer Sicht sei dem Versicherten die Ausübung 
einer angepassten Tätigkeit bei einem vollschichtigen Arbeitspensum ohne 
Leistungsminderung möglich und zumutbar.

C.

Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch Fürsprecher B.________, 
am 22. August 2013 Beschwerde. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge 
beantragt er die Aufhebung des angefochtenen Verwaltungsakts sowie die 
Weiterausrichtung der bisher zugesprochenen ganzen IV-Rente. Eventuali-
ter beantragt er die Zusprechung beruflicher Massnahmen und die Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege mit Beiordnung von Fürsprecher 
B.________ als amtlichen Anwalt.

Auf Nachfrage des Instruktionsrichters führte Fürsprecher B.________ am 
30. August 2013 aus, die Beschwerde sei am Abend des 22. August 2013 
verfasst und versehentlich mit dem Briefrücken zum Umschlagsfenster ver-
packt und der Post übergeben worden. Am 26. August 2013 sei die Be-
schwerde ohne Vermerk oder Begleitschreiben der Post retourniert worden, 
woraufhin der ungeöffnete Briefumschlag in ein weiteres Couvert verpackt 
und am gleichen Tag an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern ver-
sandt worden sei.

Mit prozessleitender Verfügung vom 4. September 2013 hielt der Instrukti-
onsrichter fest, die Kanzlei der Sozialversicherungsrechtlichen Abteilung 
habe bestätigt, dass der Originalbriefumschlag der Beschwerde ungeöffnet 
beim Gericht eingelangt sei, womit die Beschwerde als rechtzeitig erschei-
ne.

In der Beschwerdeantwort beantragte die Beschwerdegegnerin die Abwei-
sung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 4

In der Folge präzisierte der Beschwerdeführer aufforderungsgemäss das 
eingereichte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege; dieses wurde mit 
prozessleitender Verfügung vom 17. Oktober 2014 gutgeheissen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) – die Abklärungen der Sozialversicherungsrecht-
lichen Abteilung haben die bereits erwähnte Rechtzeitigkeit der Beschwer-
de ergeben – sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 
1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 18. Juni 2013 (act. II 89). Strei-
tig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente 
der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang die Rechtmäs-
sigkeit der verfügten Rentenaufhebung per Ende Juli 2013. Soweit eventu-
aliter berufliche Massnahmen beantragt werden, ist auf die Beschwerde – 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 5

mangels Anfechtungsgegenstandes – nicht einzutreten. Dem blossen Hin-
weis in der angefochtenen Verfügung, für allfällige Stellen- bzw. Arbeits-
vermittlung könne sich der Versicherte schriftlich bei der IV-Stelle melden, 
kommt kein Verfügungsgehalt zu.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können auch 
solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2014 IV Nr. 2 S. 5 E.  3.1).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 6

lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.3 Ändert sich der IV-Grad einer Rentenbezügerin oder eines Renten-
bezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch 
hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben 
(Art. 17 Abs. 1 ATSG).

2.3.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den IV-Grad und damit den 
Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht nur 
bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern 
auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen (oder die 
Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) des an sich 
gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ein 
Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine 
Wandlung des Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.1). Un-
erheblich unter revisionsrechtlichem Gesichtswinkel ist nach ständiger Pra-
xis die unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebe-
nen Sachverhaltes (BGE 112 V 371 E. 2b S. 372; SVR 2014 UV Nr. 7 S. 22 
E. 2.2). Auch eine neue Verwaltungs- oder Gerichtspraxis rechtfertigt 
grundsätzlich keine Revision des laufenden Rentenanspruchs zum Nachteil 
des Versicherten (BGE 135 V 201 E. 6.4 S. 210, 115 V 308 E. 4a bb 
S. 313).

2.3.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 7

ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369, SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Rentenaufhe-
bung. Hierzu ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der rentenzusprechenden 
Verfügung vom 25. März 1999 (act. II 40.1 S. 44 ff.) mit demjenigen im 
Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung vom 18. Juni 2013 (act. II 89) 
zu vergleichen und zu prüfen, ob in dieser Zeit eine Änderung in den medi-
zinischen oder erwerblichen Verhältnissen eingetreten ist, welche geeignet 
ist, den bisherigen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.3.1 hiervor). 
Die Bestätigung der laufenden Rente mittels Verfügungen vom 5. Mai 2000 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 8

(act. II 13) und 26. Dezember 2005 (act. II 24) ist vorliegend unbeachtlich, 
da diesen keine hinreichende materielle Prüfung der anspruchserheblichen 
Tatsachen zugrunde gelegen hat (vgl. E. 2.3.3 hiervor). Sollte im massge-
benden Vergleichszeitraum eine relevante Änderung eingetreten sein, wäre 
in einem weiteren Schritt zu prüfen, ob sich diese auf den bisherigen Ren-
tenanspruch auswirkt (vgl. E. 2.3.2 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 25. März 1999 (act. II 40.1 S. 44 ff.) basierte in 
medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf dem polydisziplinären Gutach-
ten der MEDAS vom 16. April 1998 (act. II 40.1 S. 59 ff.). In diesem dia-
gnostizierten die Gutachter mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine mittel-
gradige depressive Episode mit somatischen Symptomen sowie ein chroni-
sches Zervikovertebralsyndrom bei deutlichen degenerativen Veränderun-
gen im Segment C5/6. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hielten sie 
einen Zustand nach Verhebetrauma 1990 und eine radiologisch nachge-
wiesene Diskushernie L5/S1 ohne neurologische Symptome fest. Aus rein 
körperlichen Gründen sei dem Beschwerdeführer auch seine frühere Tätig-
keit in einem ... noch zu mindestens zwei Drittel zumutbar, wobei gewisse 
Beschwerden die Leistungsfähigkeit in geringem Umfang beeinträchtigen 
könnten. Die Depression andererseits bewirke eine generelle Einschrän-
kung der Leistungsfähigkeit bei jeglicher Tätigkeit. Aufgrund der anhalten-
denden Depressivität sei der Beschwerdeführer zurzeit noch nicht fähig, in 
der freien Wirtschaft zu arbeiten. Es sei davon auszugehen, dass die Ar-
beitsfähigkeit mindestens seit dem Tod der Ehefrau 1997 höchstens 20 % 
betrage. Der psychiatrische Gutachter hielt fest, auf Frage seien ein deutli-
cher Interessenverlust, Freudlosigkeit und vor allem erhebliche Rückzugs-
tendenzen zu eruieren. Der Beschwerdeführer habe zwar noch einige 
Freunde und Bekannte, die ihn auch gerne aufsuchen würden, doch er 
möge nicht. Am liebsten sei er alleine und habe seine Ruhe. Er habe keine 
Lust mehr etwas zu unternehmen. Ätiopathogenetisch handle es sich dabei 
wahrscheinlich um eine depressive Fehlentwicklung nach dem Suizid der 
Ehefrau, möglicherweise aber auch im Zusammenhang mit dem anhalten-
den Schmerzsyndrom.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 9

3.3 Für die Zeit nach Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom 
25. März 1999 (act. II 40.1 S. 44 ff.) ergibt sich aus den medizinischen Un-
terlagen im Wesentlichen das Folgende:

3.3.1 Dr. med. C.________, Fachärztin für Rheumatologie FMH sowie 
Allgemeine Innere Medizin FMH, explorierte den Beschwerdeführer am 
25. Oktober 2011 und stellte im dazugehörigen rheumatologischen Teilgut-
achten vom 9. Dezember 2011 (act. II 51.1, 51.2) die folgenden Diagnosen: 
chronifiziertes Schmerzsyndrom mit pseudoradikulären Ausstrahlungen 
nach links / Zustand nach Mikrodiskektomie L5/S1 2000, Verdacht auf Re-
zidiv bei möglichem lumboradikulärem Reizsyndrom L5 links M54.5/evtl. 
M51.1; chronisch-rezidivierendes Cervikalsyndrom bei degenerativen Ver-
änderungen C5/6 M47.8; irritative Miktionsstörung mit Pollakisurie und im-
perativem Harndrang N32.8 sowie eine arterielle Hypertonie I10.0. Insge-
samt sei somatisch eine deutliche Verbesserung objektivierbar, obwohl sich 
die Schilderung und Lokalisation der Schmerzen mehrheitlich mit den An-
gaben im Gutachten von 1998 (vgl. act. II 40.1 S. 59 ff.) deckten. Auch die 
Gesamterscheinung und das Auftreten würden deutlich von früheren Be-
schreibungen (vgl. act. II 40.1 S. 67) abweichen – Mimik und Gestik seien 
unauffällig, das Verhalten deutlich weniger aggravierend. Dieser positive 
Verlauf habe sich ohne eruierbare eigene Bemühungen und ohne spezifi-
sche medizinische Massnahmen entwickelt. Eine körperlich leicht- bis 
höchstens mittelgradig belastende, rückenergonomisch korrekt durchführ-
bare Tätigkeit ohne statisches Verharren in unergonomischer Kopfposition, 
ohne langdauerndes Sitzen oder Gehen sowie ohne repetitives Bücken 
oder Hochheben von Lasten sei aus rheumatologischer Sicht vollumfäng-
lich zumutbar. Die an die Rückenproblematik angepasste Tätigkeit müsse 
unterbrochen werden dürfen und der Beschwerdeführer raschen Zugang 
zur Toilette haben. Die psychiatrische Beurteilung habe nicht erfolgen kön-
nen (vgl. Schreiben von Dr. med. D.________, Fachärztin für  Psychiatrie 
und Psychotherapie FMH, vom 30. November 2011 [act. II 50]).

3.3.2 In der Folge wurde neu Dr. med. E.________, Facharzt für Psychia-
trie und Psychotherapie FMH, mit der psychiatrischen Beurteilung beauf-
tragt (act. II 54). Er untersuchte den Beschwerdeführer am 16. April 2012 
und diagnostizierte im damit einhergehenden psychiatrischen Teilgutachten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 10

vom 9. Mai 2012 (act. II 59.1) mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine rezi-
divierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 
F33.0). Die anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) sei 
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit; eine schwere psychische Ko-
morbidität liege nicht vor. Das Ausmass der geklagten Beschwerden und 
die subjektive Krankheitsüberzeugung, aufgrund dieser Beschwerden nicht 
arbeiten zu können, könnten durch die somatischen und psychiatrischen 
Befunde nicht hinreichend objektiviert werden, so dass eine psychische 
Überlagerung und auch krankheitsfremde Gründe angenommen werden 
müssten. Die ausgeprägte subjektive Krankheitsüberzeugung scheine 
mehr oder weniger unkorrigierbar zu sein. Die depressive Störung habe 
sich in den letzten Jahren gebessert. Im Gegensatz zur psychiatrischen 
Begutachtung im Jahre 1998 (vgl. act. II 40.1 S. 72 ff.) könne zum jetzigen 
Zeitpunkt keine Suizidalität mehr festgestellt werden. Es bestehe auch nicht 
mehr ein derart ausgeprägter sozialer Rückzug, wie er damals beschrieben 
worden sei (vgl. act. II 40.1 S. 73). Der Beschwerdeführer habe einen guten 
Kontakt zu seinen Kindern und deren Familien sowie zu seinen Kollegen 
und besuche regelmässig seine Heimat. Der Blutspiegel des eingenomme-
nen Antidepressivums sei weit unter dem therapeutischen Bereich gelegen, 
was ein Hinweis darauf sei, dass der Beschwerdeführer das Medikament 
im Gegensatz zu seinen Angaben nur unregelmässig einnehme. Diese 
unregelmässige Einnahme weise darauf hin, dass er sich nicht besonders 
depressiv fühle, was die diagnostischen Einschätzungen bestätige. Als 
medizinische Massnahme sollten die ambulante psychiatrische Behandlung 
und die antidepressive Therapie weitergeführt werden und der Beschwer-
deführer auf die Wichtigkeit einer regelmässigen Einnahme des Antide-
pressivums hingewiesen werden. In der bisherigen Tätigkeit als ... sowie in 
jeder anderen seinen Fähigkeiten und Neigungen entsprechenden Tätigkeit 
bestehe aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Zusam-
menfassend bestehe mit Blick auf die medizinisch-rheumatologische Ein-
schätzung der Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.3.1 hiervor) in einer adaptierten 
Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80 %.

3.3.3 Die Ärzte des psychiatrischen Dienstes H.________ hielten im Be-
richt vom 16. April 2013 (act. II 85; stationärer Aufenthalt vom 3. Dezember 
2012 bis 15. Februar 2013) fest, dass bei Eintritt am 3. Dezember 2012 mit 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 11

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, 
gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 
F33.2) mit akuten Suizidgedanken und eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) diagnostiziert worden sei. Bei Austritt am 
15. Februar 2013 wurde betreffend der Diagnose einer rezidivierenden de-
pressiven Störung eine teilremittierte schwere Episode ohne psychotische 
Symptome (ICD-10 F33.2) ohne Suizidalität festgehalten. Retrospektiv sei 
nicht exakt eruierbar seit wann die Störung bestehe, vermutlich sei sie seit 
ca. 20 Jahren vorhanden. Weiter wurden Diagnosen ohne Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit gestellt. Vom 3. Dezember 2012 bis 15. Februar 2013 
habe eine 100 %ige Arbeitsunfähigkeit als … bestanden. Für eine adäqua-
te Beurteilung der Frage, ob mit der Wiederaufnahme der beruflichen 
Tätigkeit gerechnet werden könne, verwiesen die Ärzte auf den nachbe-
handelnden Psychiater und die Hausärztin. Aufgrund der Komorbidität und 
Multimorbidität werde auf dem Hintergrund der Anamnese und der letzten 
Hospitalisation davon ausgegangen, dass eine Berentung für den weiteren 
Verlauf als günstiger zu beurteilen sei als eine berufliche Massnahme, al-
lerdings sei diese Vorhersage vom weiteren Verlauf der teilremittierten 
schweren depressiven Episode bei komorbider anhaltender somatoformer 
Schmerzstörung abhängig.

3.3.4 Dr. med. F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie 
FMH des RAD, führte im Bericht vom 22. Mai 2013 (act. II 87) aus, das 
psychiatrische Gutachten von Dr. med. E.________ (vgl. E. 3.3.2 hiervor) 
sei umfassend, in Kenntnis der Vorakten erstellt, beruhe auf allseitigen Un-
tersuchungen, berücksichtige die geklagten Beschwerden, diskutiere IV-
fremde Faktoren und Diskrepanzen mit anderen medizinischen Einschät-
zungen und sei in der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar. Es 
belege hinreichend nachvollziehbar, dass hier ein deutlich verbesserter 
psychiatrischer Gesundheitszustand festgestellt worden sei und es sich 
nicht – wie vom Beschwerdeführer behauptet (vgl. act. II 63 S. 4 Ziff. 2) – 
lediglich um eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts handle. Der 
RAD-Arzt könne sich daher der Beurteilung des Gutachters Dr. med. 
E.________ anschliessen. Der Behandlungsbericht des psychiatrischen 
Dienstes H.________ (vgl. E. 3.3.3 hiervor) stelle dagegen keine 
grundsätzlich andere medizinische Sachlage dar. Bei doch sehr ähnlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 12

psychopathologischen Befunden im Gutachten und im Bericht des psychia-
trischen Dienstes H.________ könne hier die abweichende diagnostische 
Kodierung als eine lediglich andere, zudem im gesamten Kontext weniger 
gut abgestützte Einschätzung desselben medizinischen Sachverhalts an-
gesehen werden. Die angegebene Arbeitsunfähigkeit sei während des sta-
tionären Aufenthalts als behandlungsbedingt und – ebenso wie die Zunah-
me der depressiven Symptome – als reaktiv und vorübergehend anzuse-
hen. Nach Beendigung der stationären Behandlung (15. Februar 2013) 
würden keine Arztberichte mit Diagnosen vorliegen, die eine anhaltend vom 
Gutachten von Dr. med. E.________ abweichende Arbeitsunfähigkeit plau-
sibel belegten.

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3.4.1 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.4.2 Nach der Rechtsprechung sind die Aufgaben von Rechtsanwender 
und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: 
Sache des (begutachtenden) Mediziners ist es zunächst, den Gesundheits-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 13

zustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit 
zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung 
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu erhe-
ben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sach-
verständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und Gerichte nicht 
kompetent sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitli-
chen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit kommt der Arztperson 
hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr 
nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine 
Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich be-
gründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage 
für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Per-
son noch zugemutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der 
medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren 
Leistungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und 
Berufsberatung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
vom 18. Juni 2013 (act. II 89) massgeblich auf die beiden Teilgutachten der 
Dres. med. C.________ (act. II 51.1, 51.2) und E.________ (act. II 59.1) 
vom 9. Dezember 2011 bzw. 9. Mai 2012 gestützt. Dabei handelt es sich 
um eine bidisziplinäre Begutachtung, basierend auf einer rheumatologi-
schen und einer psychiatrischen Untersuchung, welche die von der Recht-
sprechung aufgestellten Anforderungen an den Beweiswert einer medizini-
schen Expertise hinsichtlich der gestellten Diagnosen sowie der rheumato-
logischen Arbeitsfähigkeitseinschätzung erfüllt (vgl. E. 3.4.1 hiervor). Das 
Gutachten wurde in Kenntnis der Vorakten erstellt, beruht auf allseitigen 
Untersuchungen und ist für die streitigen Belange umfassend. Zudem ist es 
in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizini-
schen Situation einleuchtend und enthält begründete Schlussfolgerungen. 
Die geklagten Beschwerden wurden wiedergegeben und es fand eine Aus-
einandersetzung damit statt. Dem schlüssigen und überzeugenden Gutach-
ten kommt somit – in diagnostischer Hinsicht sowie bezüglich der rheuma-
tologischen Arbeitsfähigkeitseinschätzung – voller Beweiswert zu, so dass 
darauf abgestellt werden kann. Aufgrund des Gutachtens der Dres. med. 
C.________ und E.________ ist ohne Weiteres erstellt, dass im Ver-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 14

gleichszeitraum sowohl in somatischer wie auch psychischer Hinsicht eine 
wesentliche Veränderung, d.h. eine Verbesserung eingetreten ist, so dass 
ohne Bindung, d.h. frei zu prüfen ist, wie sich diese auf den Rentenan-
spruch auswirkt. Gemäss den Gutachtern liegt beim Beschwerdeführer ein 
chronifiziertes Schmerzsyndrom, ein chronisch-rezidivierendes Cervikal-
syndrom, eine irritative Miktionsstörung, eine arterielle Hypertonie, eine 
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, sowie eine 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung vor (vgl. act. II 51.2 S. 3 Ziff. 5, 
act. II 59.1 S. 9 Ziff. 4.1). Dr. med. C.________ begründete nachvollzieh-
bar, dass der Beschwerdeführer aus somatischer, rheumatologischer Sicht 
in einer leidensangepassten leichten, wechselbelastenden Tätigkeit vollum-
fänglich (d.h. ganztags ohne Leistungsminderung) arbeitsfähig ist (act. II 
51.1, 51.2). Weiter legte der psychiatrische Gutachter Dr. med. E.________ 
schlüssig dar, dass die anhaltende somatoforme Schmerzstörung keinen 
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hat (vgl. act. II 59.1 S. 9 ff.). Die von ihm 
aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung attestierte 20 %ige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. act. II 59.1 S. 11 f.) überzeugt hinge-
gen nicht restlos (siehe sogleich E. 4). Es ist deshalb nachfolgend im Rah-
men einer rechtlichen Würdigung zu beurteilen, welche Arbeitsleistung dem 
Beschwerdeführer noch zugemutet werden kann.

4.

4.1 Im Rahmen der rechtlichen Beurteilung der bei objektiver Beweis-
würdigung noch zumutbaren Arbeitsleistung ist zu beachten, dass es zur 
Annahme einer Invalidität in jedem Fall ein medizinisches Substrat braucht, 
das (fach)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesener-
massen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je 
stärker psychosoziale oder soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den 
Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausge-
prägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krank-
heitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerde-
bild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden sozio-
kulturellen und psychosozialen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern 
davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 15

Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidba-
re andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit 
vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturel-
len oder psychosozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in 
diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen 
auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt 
von Invalidität gesprochen werden kann. Wo der Gutachter dagegen im 
Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und so-
ziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in 
ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden 
gegeben. Ist dagegen eine psychische Störung von Krankheitswert schlüs-
sig erstellt, kommt der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, al-
lenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten 
Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden kann, zu arbeiten 
und einem Erwerb nachzugehen (vgl. SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2, 
Nr. 22 S. 96 E. 2.5.1 sowie BGE 127 V 294 E. 5a S. 299).

4.2 Eine leichte depressive Episode allein ist rechtsprechungsgemäss 
grundsätzlich nicht geeignet, eine leistungsspezifische Invalidität (Art. 4 
Abs. 2 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG) zu begründen, zumal bei einem derartigen 
Gesundheitsschaden in der Regel davon auszugehen ist, dass die versi-
cherte Person die daraus resultierenden Einschränkungen der Erwerbs-
fähigkeit bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungs-
fähigkeit zu verwerten, abwenden könnte (vgl. Entscheide des Bundesge-
richts [BGer] vom 25. Januar 2010, 9C_260/2009, E. 2.3 u. vom 4. April 
2007, I 251/06, E. 3.3.1). Zudem liegt selbst bei einer depressiven Episode 
mittleren Grades definitionsgemäss ein vorübergehendes Leiden vor, womit 
es an der zur Begründung eines invalidenversicherungsrechtlich relevanten 
Gesundheitsschadens nötigen Dauerhaftigkeit mangelt (vgl. Entscheid des 
BGer vom 26. Januar 2007, I 510/06, E. 6.3).

4.3 Dr. med. E.________ hielt fest, dass der Beschwerdeführer 
vollständig davon überzeugt sei, aufgrund der körperlichen und psychi-
schen Einschränkungen nicht mehr arbeiten zu können. Diese ausgeprägte 
subjektive Krankheitsüberzeugung lasse sich durch die psychiatrischen 
Befunde nicht vollständig objektivieren, so dass auch krankheitsfremde 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 16

Gründe angenommen werden müssten (vgl. act. II 59.1 S. 11). Aus den 
Akten ergeben sich die folgenden Hinweise auf psychosoziale Belastungs- 
bzw. Einflussfaktoren: Die Ehefrau des Beschwerdeführers hat sich im Jahr 
1997 suizidiert (vgl. act. II 59.1 S. 1, 10), drei Wochen später hat sein Bru-
der einen Herzinfarkt erlitten (vgl. act. II 59.1 S. 8) und mit dem älteren 
Sohn bestehen offenbar grosse Probleme (vgl. act. II 51.1 S. 8, 10). Diese 
Umstände sowie die medizinische Einschätzung von Dr. med. E.________ 
zeigen auf, dass vorliegend auch invaliditätsfremde Faktoren einen nicht 
unerheblichen Einfluss auf die geltend gemachte Einschränkung der Ar-
beitsfähigkeit haben. Zudem führte die Rheumatologin Dr. med. 
C.________ aus, dass deutliche Hinweise für eine Aggravation vorlägen 
und eine Selbstlimitierung zu beobachten sei (vgl. act. II 51.2 S. 1). Dies 
stellt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung dar (vgl. BGE 
131 V 49 E. 1.2 S. 51). Die Selbstlimitierung zeigt sich auch aus dem im 
Dezember 2012 abgebrochenen Arbeitstraining der Abklärungsstelle 
I.________ mit Blick auf die Erfahrungstatsache, dass nicht wenige Versi-
cherte bei praktischen Abklärungen nicht das umsetzen, was von ihnen 
unter Aufbietung allen guten Willens erwartet werden dürfte, sondern das, 
was ihnen „vorschwebt“. Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 
die ihm verschriebenen Medikamente gemäss dem psychiatrischen Gut-
achter nicht in der verordneten Dosis bzw. nicht regelmässig einnimmt – 
der Blutspiegel des eingenommenen Antidepressivums lag anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung weit unter dem therapeutischen Bereich (vgl. 
act. II 59.1 S. 12 f.) –, spricht im Übrigen gegen einen hohen Leidensdruck. 
Sodann weist Dr. med. E.________ im Zusammenhang mit der Dramatisie-
rungstendenz des Beschwerdeführers auch auf die offensichtliche Diskre-
panz zwischen der angeblich fehlenden Möglichkeit alleine zu den psychia-
trischen Besuchen in … zu reisen (wegen Verwirrtheit und Orientierungs-
schwierigkeiten), gleichzeitig aber Flugreisen in die … alleine unternehmen 
zu können, hin (vgl. act. II 59.1 S. 10 - 12). Im Übrigen bestehen keine An-
haltspunkte für eine aktuelle und regelmässige Inanspruchnahme einer 
psychiatrischen Behandlung, auch wenn eine solche gegebenenfalls ange-
zeigt wäre. 

Bei dieser Ausgangslage kann unter Berücksichtigung der höchst-
richterlichen Rechtsprechung (vgl. E. 4.1 f. hievor) aus rechtlicher Sicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 17

nicht unbesehen auf die rein gutachterliche Arbeitsunfähigkeitsschätzung 
von 20 % abgestellt werden, wenngleich diese aus rein medizinischer Sicht 
durchaus zutreffen mag. Die medizinisch unter eine gegenwärtig leichte 
Episode einer rezidivierenden depressiven Störung subsumierten Beein-
trächtigungen werden offensichtlich durch erhebliche psychosoziale bzw. 
invaliditätsfremde Faktoren mitbestimmt und stellen damit hier rechtspre-
chungsgemäss keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter-
scheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten Ge-
sundheitsschadens dar.

4.4 Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers (vgl. Beschwerde 
S. 6) ist demzufolge eine andauernde, weitestgehend stabile, gesundheitli-
che Verbesserung zu verzeichnen und die Beschwerdegegnerin sprach 
den psychischen Beschwerden die invalidisierende Wirkung zu Recht ab, 
womit keine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit mehr besteht. 

An diesem Ergebnis vermögen die vom Beschwerdeführer vorgebrachten 
Einwände nichts zu ändern. Zunächst ist zu berücksichtigen, dass die Ren-
tenzusprache bzw. -erhöhung vom 25. März 1999 (act. II 40.1 S. 44 ff.) 
nicht aufgrund der somatoformen Schmerzstörung, sondern aufgrund der 
damals anhaltendenden Depressivität erfolgte (vgl. act. II 40.1 S. 49). 
Demnach trifft das Vorbringen des Beschwerdeführers nicht zu, wonach die 
umstrittene Rentenaufhebung auf einer geänderten Rechtsprechung beru-
he (vgl. Beschwerde S. 5, act. II 63 S. 4). Vielmehr beruht diese auf einem 
geänderten d.h. verbesserten depressiven Zustandsbild. Sodann handelt 
es sich bei der unterschiedlichen Diagnosestellung und Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit im Gutachten 1998 (vgl. E. 3.2 hiervor) sowie dem Gutach-
ten 2011/2012 (vgl. E. 3.3.1 f. hiervor) nicht um eine abweichende Beurtei-
lung des gleichen Sachverhalts. Die rheumatologische Gutachterin hielt – 
wie erwähnt – im Jahre 2011 explizit fest, somatisch sei insgesamt eine 
deutliche Verbesserung objektivierbar (vgl. E. 3.3.1 hiervor). Auch der 
psychiatrische Gutachter führte aus, die depressive Störung habe sich in 
den letzten Jahren gebessert und im Gegensatz zur psychiatrischen Be-
gutachtung im Jahre 1998 könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Suizidalität 
mehr festgestellt werden. Weiter bestehe auch nicht mehr ein derart aus-
geprägter sozialer Rückzug, wie er damals beschrieben worden sei (vgl. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 18

E. 3.3.2 hiervor). Diese Einschätzung wird denn auch überzeugend durch 
den RAD-Arzt Dr. med. F.________ bestätigt, indem er insbesondere dar-
legt, dass die während des stationären Aufenthalts vom 3. Dezember 2012 
bis 15. Februar 2013 (d.h. weniger als drei Monate) im psychiatrischen 
Dienst H.________ angegebene 100 %ige Arbeitsunfähigkeit als behand-
lungsbedingt sowie als reaktiv und vorübergehend anzusehen sei (vgl. 
E. 3.3.4 hiervor). Der Bericht des psychiatrischen Dienstes H.________ 
(act. II 85) stellt eine Momentaufnahme im genannten Zeitraum des statio-
nären Aufenthalts dar. Dass während dieser Zeit vorübergehend eine 
100 %ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen haben soll, kann vorliegend letzt-
lich offen bleiben. Immerhin ist der Behandlungsauftrag des psychiatri-
schen Dienstes H.________ zu beachten, in dessen Zusammenhang die 
subjektiven Klagen und Schmerzangaben des Beschwerdeführers 
(zunächst) bedingungslos zu akzeptieren waren. Der psychiatrische Dienst 
H.________ gab sodann bloss an, die im Bericht aufgezählten Symptome, 
der Schweregrad der depressiven Störung und die komorbid bestehende 
anhaltende somatoforme Schmerzstörung könnten (Hervorhebung durch 
das Gericht) zu einer sehr ausgeprägten Einschränkung auf der Arbeits-
achse beitragen. Eine Abgrenzung bzw. Unterscheidung zwischen allfälli-
gen IV-relevanten krankheitswertigen Störungen und IV-fremden psycho-
sozialen Faktoren erfolgte dabei nicht. Ebensowenig eine Abgrenzung zur 
nicht krankheitswertigen somatoformen Schmerzstörung. Für eine adäqua-
te Beurteilung, ob mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit bzw. 
mit einer Erhöhung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden könne, verwie-
sen die Ärzte an den nachbehandelnden Psychiater und die Hausärztin 
(vgl. act. II 85 S. 5 Ziff. 1.7, 1.9). Weiter ist zu berücksichtigen, dass lic. 
phil. G.________, Fachpsychologe FSP – mithin kein Facharzt für Psychia-
trie –, federführender Verfasser des Berichts war. Zudem hat die Oberärztin 
des psychiatrischen Dienstes H.________ für den Beschwerdeführer Partei 
ergriffen, indem sie für diesen (weiterhin) eine Berentung verlangte (vgl. 
act. II 85 S. 4). Aufgrund ihrer Ausführungen wird immerhin klar, dass na-
mentlich die IV-Abklärungen den Beschwerdeführer sehr belasteten. Der im 
Zusammenhang mit der vorgesehenen Rentenaufhebung (u.a. Vorbe-
scheid vom 14. Mai 2012 [act. II 60] und Abklärung der Abklärungsstelle 
I.________ ab November 2012) erwähnten Belastung kommt allerdings 
ebenfalls kein Krankheitswert zu und es liegt ein bloss reaktives Gesche-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 19

hen vor. Die Ärztin des psychiatrischen Dienstes H.________ berichtet 
abschliessend (vgl. act. II 85 S. 7) immerhin ebenfalls von einer Verbesse-
rung des Zustands des Beschwerdeführers und attestiert im Rahmen einer 
blossen Hypothese eine 40 bis 50 %ige Arbeitsfähigkeit. Dies allerdings 
weiterhin, ohne allfällige IV-relevante von psychosozialen Faktoren zu un-
terscheiden und ebensowenig von der somatoformen Schmerzstörung, 
welche vom psychiatrischen Gutachter – bei vermehrten sozialen Kontak-
ten – überzeugend als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gewertet 
wurde. Dem Bericht des psychiatrischen Dienstes H.________ kommt nach 
dem Dargelegten lediglich ein reduzierter Beweiswert – und zusätzlich be-
schränkt auf die Zeit des stationären Aufenthalts vom 3. Dezember 2012 
bis 15. Februar 2013 – zu. An der Einschätzung des psychiatrischen Gut-
achters einer zumindest 80 %igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit vermag 
er dagegen nichts zu ändern.

5.

Gestützt auf die vorstehend ermittelte fehlende Beeinträchtigung der Ar-
beitsfähigkeit (vgl. E. 3.5 und 4.3 hiervor) hat die Beschwerdegegnerin die 
laufende Rente zu Recht aufgehoben. Der Zeitpunkt der Aufhebung (Ende 
Juli 2013) ist unter Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 und Art. 88bis 
Abs. 2 lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 17. Januar 
1961 [IVV; SR 831.201] ebenfalls nicht zu beanstanden. Die gegen die 
Verfügung vom 18. Juni 2013 (act. II 89) erhobene Beschwerde erweist 
sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.

Selbst wenn auf die von Dr. med. E.________ attestierte 20 %ige Ein-
schränkung der Arbeitsfähigkeit abgestellt würde, vermöchte diese im Übri-
gen keinen Rentenanspruch zu begründen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 20

Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 700.-- festgesetzt 
und dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. prozessleitende Verfügung vom 
17. Oktober 2014) wird der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nach-
zahlungspflicht gemäss Art. 123 der Schweizerischen Zivilprozessordnung 
vom 19. Dezember 2008 (ZPO; SR 272) – vorläufig von der Zahlungspflicht 
befreit (Art. 113 VRPG).

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g 
ATSG [Umkehrschluss]).

6.3 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen für die 
Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach den glei-
chen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG i.V.m. 
Art. 1 der Verordnung über die Entschädigung der amtlichen Anwältinnen 
und Anwälte vom 20. Oktober 2010 (EAV; BSG 168.711) beträgt der Stun-
denansatz Fr. 200.--.

Die von Fürsprecher B.________ eingereichte Kostennote vom 21. Oktober 
2014 gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Gestützt darauf wird der tarif-
mässige Parteikostenersatz inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer auf 
Fr. 3‘070.35 (Fr. 2‘712.50 Honorar, Fr. 130.40 Auslagen, Fr. 227.45 Mehr-
wertsteuer) und die amtliche Entschädigung auf Fr. 2‘484.45 (Fr. 2‘170.-- 
Honorar [10.85 h x Fr. 200.--/h], Fr. 130.40 Auslagen, Fr. 184.05 Mehrwert-
steuer) festgesetzt. Die amtliche Entschädigung wird Fürsprecher 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 21

B.________ nach Eintritt der Rechtskraft des Urteils aus der Gerichtskasse 
vergütet. Der Beschwerdeführer hat dem Kanton Bern diese Kosten ent-
sprechend den Voraussetzungen von Art. 123 ZPO nachzuzahlen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Der tarifmässige Parteikostenersatz des amtlichen Anwalts wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 3‘070.35 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Fürsprecher B.________ nach Eintritt der Rechts-
kraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 2‘484.45 festge-
setzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vorbehal-
ten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

5. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecher B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 2. Juni 2015, IV/2013/727, Seite 22

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.