# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5de50367-8bfb-5c46-b77f-e5ef83349233
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-09-06
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 06.09.2019 SK 2019 46
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2019-46_2019-09-06.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

1. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

1re Chambre pénale

Urteil
SK 19 46 + 47

Hochschulstrasse 17
Postfach 
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 6. September 2019 

Besetzung Oberrichterin Falkner (Präsidentin i.V.), 
Oberrichter Vicari, Oberrichter Guéra
Gerichtsschreiberin Gilgen

Verfahrensbeteiligte A.________
amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter 1/Berufungsführer

C.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher Dr. D.________

Beschuldigter 2/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, 
Postfach, 3001 Bern

und

E.________

Straf- und Zivilkläger 1

und

F.________ SA

Straf- und Zivilklägerin 2

und

G.________

Straf- und Zivilkläger 3

2

und

H.________

Straf- und Zivilkläger 4

und

I.________ AG

Straf- und Zivilklägerin 5

und

J.________

Straf- und Zivilkläger 6 

und

K.________

Straf- und Zivilklägerin 7

und

L.________

Straf- und Zivilkläger 8

und

M.________

Straf- und Zivilkläger 9

und

N.________

Straf- und Zivilklägerin 10

und

O.________

3

Straf- und Zivilkläger 11

und

P.________ AG

Strafklägerin

Gegenstand Raub, Diebstahl, Sachbeschädigung, etc. (A.________)

Einfache Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, Dieb-
stahl, Sachbeschädigung, etc. (C.________)

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Emmental-
Oberaargau (Kollegialgericht) vom 17. August 2018 (PEN 18 16-
18)

4

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

A. A.________

Mit Urteil vom 17. August 2018 (pag. 8707 ff.), sowie Urteilsberichtigung vom 30. 
Januar 2019 (pag. 8856 ff.), hat das Regionalgericht Emmental-Oberaargau (Kolle-
gialgericht; nachfolgend: Vorinstanz) das Strafverfahren gegen A.________ wegen 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, angeblich begangen in der 
Zeit von Mitte November 2015 bis 26. April 2016 in Grenchen, Biel und eventuell 
anderswo eingestellt. Weiter sprach sie ihn frei von der Anschuldigung des Fahrens 
in angetrunkenem Zustand, angeblich begangen am 12. April 2016 in Bleienbach, 
Grenchen und evtl. anderswo. Beides ohne Ausrichtung einer Entschädigung und 
ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

Hingegen erklärte sie A.________ folgendermassen schuldig:

1. des Raubes, bandenmässig begangen am 12.04.2016 in 3368 Bleienbach zusammen mit 
Y.________, Z.________, AA.________, AB.________, AC.________, AD.________ und 
AE.________ zum Nachteil von AF.________ (Deliktsbetrag [DB]: ca. CHF 12‘208.00); 

2. des Diebstahls, banden- und gewerbsmässig begangen (Gesamtdeliktsbetrag: ca. 
CHF 1'290'592.40) wie folgt:

2.1. zu einem unbekanntem Zeitpunkt zwischen dem 20. und 21.11.2015 in 4512 Bellach zu-
sammen mit C.________, Q.________

2.2. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nach-
teil der AG.________ AG (DB: ca. CHF 4‘400.00);

2.3. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit C.________, Q.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________ (DB: ca. CHF 796‘144.00);

2.4. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________ (DB: ca. CHF 529.00);

2.5. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AK.________ (DB: ca. CHF 23‘300.00); 

2.6. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nach-
teil von E.________ (DB: unbekannt);

2.7. am 11.02.2016 in 2504 Biel zusammen mit uT zum Nachteil der F.________ SA und 
G.________ (DB: ca. CHF 403‘882.55); 

2.8. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 11.02.2016 bis 21.02.2016 in 2502 Biel 
zusammen mit uT zum Nachteil von AL.________ (DB: ca. CHF 605.00);

2.9. am 22./23.03.2016 in 2544 Bettlach zusammen mit AD.________ und AC.________ zum 
Nachteil der AM.________ (DB: ca. CHF 41‘861.35);

5

2.10. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AN.________ AG 
(DB: ca. CHF 3‘340.60);

2.11. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AO.________ AG (DB: 
ca. CHF 2‘370.00);

2.12. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AP.________ AG (DB: 
ca. CHF 5‘914.00);

2.13. am 29./30.03.2016 in 2545 Selzach zusammen mit AD.________ und AC.________ zum 
Nachteil der AQ.________ AG (DB: ca. CHF 4‘175.00);

2.14. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 03.04.2016 bis 06.04.2016 in 3368 Blei-
enbach zusammen mit AD.________, AC.________ und AA.________ zum Nachteil von 
AF.________ (Versuch); 

2.15. am 11./12.04.2016 in 2540 Grenchen zusammen mit Y.________, Z.________, 
AD.________ und AC.________ zum Nachteil der AR.________ AG (Versuch);

3. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen (Gesamtschaden: ca. CHF 54'817.90) wie folgt:

3.1. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nach-
teil der AG.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 1‘000.00);

3.2. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit C.________, Q.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________ (Sachschaden: ca. CHF 
38‘000.00);

3.3. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________ (Sachschaden: ca. CHF 1‘500.00);

3.4. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AK.________ (Sachschaden: unbekannt); 

3.5. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nach-
teil von E.________ (Sachschaden: ca. CHF 5‘300.00);

3.6. am 11.02.2016 in 2504 Biel zusammen mit uT zum Nachteil der F.________ SA und 
G.________ (Sachschaden: ca. CHF 2‘200.00); 

3.7. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 11.02.2016 bis 21.02.2016 in 2502 Biel 
zusammen mit uT zum Nachteil von AL.________ (Sachschaden: ca. CHF 4‘247.90);

3.8. am 22./23.03.2016 in 2544 Bettlach zusammen mit AD.________ und AC.________ zum 
Nachteil der AM.________ (Sachschaden: ca. CHF 600.00);

3.9. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AN.________ AG (Sach-
schaden: ca. CHF 10.00);

3.10. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AO.________ AG (Sach-
schaden: ca. CHF 150.00);

6

3.11. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AP.________ AG (Sach-
schaden: unbekannt);

3.12. am 29./30.03.2016 in 2545 Selzach zusammen mit AD.________ und AC.________ zum 
Nachteil der AQ.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 10.00);

3.13. am 11./12.04.2016 in 2540 Grenchen zusammen mit Y.________, Z.________, 
AD.________ und AC.________ zum Nachteil der AR.________ AG (Sachschaden: ca. 
CHF 1‘800.00);

3.14. am 12.04.2016 in 3368 in Bleienbach zusammen mit Y.________, Z.________, 
AA.________, AB.________, AC.________, AD.________ und AE.________ zum Nachteil 
von AF.________ (Sachschaden: unbekannt);

4. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen wie folgt:

4.1. zu einem unbekanntem Zeitpunkt zwischen dem 20. und 21.11.2015 in 4512 Bellach zu-
sammen mit C.________, Q.________ und evtl. uT zum Nachteil der P.________ AG;

4.2. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nach-
teil der AG.________ AG;

4.3. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit C.________, Q.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________;

4.4. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________;

4.5. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AK.________; 

4.6. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit C.________ und Q.________ zum Nach-
teil von E.________;

4.7. am 11.02.2016 in 2504 Biel zusammen mit uT zum Nachteil der F.________ SA und von 
G.________; 

4.8. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 11.02.2016 bis 21.02.2016 in 2502 Biel 
zusammen mit uT zum Nachteil von AL.________;

4.9. am 22./23.03.2016 in 2544 Bettlach zusammen mit AD.________ und AC.________ zum 
Nachteil der AM.________;

4.10. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AN.________ AG;

4.11. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AO.________ AG;

4.12. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 24.03.2016 bis 29.03.2016 in 3422 
Kirchberg zusammen mit AC.________ und uT zum Nachteil der AP.________ AG;

4.13. am 29./30.03.2016 in 2545 Selzach zusammen mit AD.________ und AC.________ zum 
Nachteil der AQ.________ AG;

7

4.14. am 11./12.04.2016 in 2540 Grenchen zusammen mit Y.________, Z.________, 
AD.________ und AC.________ zum Nachteil der AR.________ AG;

4.15. am 12.04.2016 in 3368 in Bleienbach zusammen mit Y.________, Z.________, 
AA.________, AB.________, AC.________, AD.________ und AE.________ zum Nachteil 
von AF.________;

5. der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Fahren ohne Berechtigung, mehr-
fach begangen in der Zeit vom 25.12.2015 bis 26.04.2016, namentlich wie folgt:

5.1. am 11.02.2016 in Biel und evtl. anderswo;

5.2. am 12.04.2016 in Bleienbach, Grenchen und evtl. anderswo;

und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und 6 Monaten, wobei die 
Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 575 Tagen vollumfänglich an die Frei-
heitsstrafe angerechnet wurde und festgestellt wurde, dass die Strafe am 21. No-
vember 2017 vorzeitig angetreten worden ist. Sie verurteilte ihn zur Bezahlung der 
Verfahrenskosten von CHF 59‘421.00. Weiter regelte sie die Entschädigung für die 
amtliche Verteidigung und legte diese auf total CHF 42‘656.10 fest. Im Zivilpunkt 
verwies die Vorinstanz die Zivilklagen der Zivilkläger 1-3 ohne Kostenausscheidung 
auf den Zivilweg. Weiter traf sie die notwendigen Verfügungen betreffend Rück-
gang in den Strafvollzug, Vernichtung und Einziehung diverser Gegenstände bzw. 
Einziehung eines beschlagnahmten Geldbetrags zur Deckung der Verfahrenskos-
ten, DNA-Profil, erkennungsdienstlicher Daten und Eintragung ins Strafregister.

B. C.________

Mit Urteil vom 17. August 2018 (pag. 8716 ff.), sowie Urteilsberichtigung vom 30. 
Januar 2019 (pag. 8858 ff.), sprach die Vorinstanz C.________ frei von der An-
schuldigung des Diebstahls, angeblich banden- und gewerbsmässig begangen, der 
Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs allesamt angeblich begangen am 
11. Februar 2016 in Biel zum Nachteil der F.________ SA sowie G.________; so-
wie zwischen dem 11. und 21. Februar 2016 in Biel zum Nachteil von 
AL.________; unter Auferlegung von 1/10 der Verfahrenskosten, ausmachend CHF 
6‘100.55, an den Kanton Bern.

Hingegen erklärte sie C.________ folgendermassen schuldig:

1. des Diebstahls, banden- und gewerbsmässig begangen (Gesamtdeliktsbetrag: ca. CHF 
998‘210.60) wie folgt: 

1.1. am 23.08.2015 in 6244 Nebikon zusammen mit uT zum Nachteil von H.________ (Ver-
such);

1.2. am 24.08.2015 in 5737 Menziken zusammen mit Q.________ und uT zum Nachteil von 
J.________ sowie der I.________ AG (Deliktsbetrag [DB]: ca. CHF 21‘150.00);

1.3. am 23./24.08.2015 in 5734 Reinach zusammen mit Q.________ und uT zum Nachteil der 
R.________ AG

8

1.4. am 02.11.2015 in 5737 Menziken zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
K.________ (DB: ca. CHF 10‘577.55);

1.5. am 18.11.2015 in 2824 Viques zusammen mit Q.________ zum Nachteil von L.________ 
(DB: ca. CHF 2‘190.00);

1.6. zu einem unbekanntem Zeitpunkt zwischen dem 20. und 21.11.2015 in 4512 Bellach zu-
sammen mit A.________, Q.________ und evtl. uT zum Nachteil P.________ AG (DB: 
ca. CHF 4‘070.90);

1.7. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nach-
teil AG.________ AG (DB: ca. CHF 4‘400.00);

1.8. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit A.________, Q.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________ (DB: ca. CHF 796‘144.00);

1.9. am 03.12.2015 in 5706 Boniswil zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
S.________ AG

1.10. am 03.12.2015 in 5703 Seon zusammen mit AH.________ und uT zum Nachteil der 
T.________ AG

1.11. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________ (DB: ca. CHF 529.00);

1.12. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AK.________ (DB: ca. CHF 23‘300.00); 

1.13. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nach-
teil von E.________ (DB: unbekannt);

1.14. am 28./29.12.2015 in 8852 Altendorf zusammen mit Q.________ zum Nachteil von 
M.________ sowie N.________ (DB: unbekannt);

1.15. zwischen dem 02.01.2016 und 04.01.2016 in 4900 Langenthal zusammen mit uT zum 
Nachteil der AS.________ AG (DB: ca. CHF 92‘600.00);

1.16. am 22.01.2016 in 5734 Reinach zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
W.________ (DB: ca. CHF 3‘960.40);

1.17. am 21./22.01.2016 in 5734 Reinach zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
U.________ AG

1.18. am 19.11.2016 in 6147 Altbüron zusammen mit AH.________ zum Nachteil von 
O.________ (DB: ca. CHF 17‘444.00)

2. der Sachbeschädigung, mehrfach und teilweise unter Verursachung eines grossen Scha-
dens begangen (Gesamtschaden: ca. CHF 151'315.70) wie folgt::am 23.08.2015 in 6244 Nebi-
kon zusammen mit uT zum Nachteil von H.________ (Sachschaden total: ca. CHF 22‘000.00; 
grosser Schaden);

2.2. am 24.08.2015 in 5737 Menziken zusammen mit Q.________ und uT zum Nachteil von 
J.________ sowie der I.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 10‘000.00);

2.3. am 23./24.08.2015 in 5734 Reinach zusammen mit Q.________ und uT zum Nachteil der 
R.________ AG sowie der AT.________ (Sachschaden: ca. CHF 21‘577.00; grosser 
Schaden);

9

2.4. am 02./03.11.2015 in 5737 Menziken zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
K.________ (Sachschaden: ca. CHF 10‘000.00);

2.5. am 18.11.2015 in 2824 Viques zusammen mit Q.________ zum Nachteil von L.________ 
(Sachschaden: ca. CHF 4‘580.00);

2.6. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nach-
teil AG.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 1‘000.00);

2.7. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit A.________, Q.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________ (Sachschaden: ca. 
CHF 38‘000.00; grosser Schaden);

2.8. am 03.12.2015 in 5706 Boniswil zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
S.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 990.00);

2.9. am 03.12.2015 in 5703 Seon zusammen mit AH.________ und uT zum Nachteil der 
T.________ (Sachschaden: ca. CHF 19‘906.70; grosser Schaden);

2.10. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________ (Sachschaden: ca. CHF 1‘500.00);

2.11. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AK.________ (Sachschaden: unbekannt); 

2.12. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nach-
teil von E.________ (Sachschaden: ca. CHF 5‘300.00);

2.13. am 28./29.12.2015 in 8852 Altendorf zusammen mit Q.________ zum Nachteil von 
M.________ sowie N.________ (Sachschaden: unbekannt);

2.14. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 02.01.2016 bis 04.01.2016 in 4900 Lan-
genthal zusammen mit uT zum Nachteil der AS.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 
5‘200.00);

2.15. am 22.01.2016 in 5734 Reinach zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
V.________

2.16. am 21./22.01.2016 in 5734 Reinach zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
U.________ AG (Sachschaden total: ca. CHF 2‘730.00);

2.17. am 19.11.2016 in 6147 Altbüron zusammen mit AH.________ zum Nachteil von 
O.________ (Sachschaden: ca. CHF 1‘500.00);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen wie folgt:

3.1. am 23.08.2015 in 6244 Nebikon zusammen mit uT zum Nachteil von H.________;

3.2. am 24.08.2015 in 5737 Menziken zusammen mit Q.________ und uT zum Nachteil von 
J.________ sowie der I.________ AG;

3.3. am 23./24.08.2015 in 5734 Reinach zusammen mit Q.________ und uT zum Nachteil der 
R.________ AG, der AT.________, der AU.________, der AV.________ AG sowie des 
AW.________;

3.4. am 02./03.11.2015 in 5737 Menziken zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
K.________;

10

3.5. am 18.11.2015 in 2824 Viques zusammen mit Q.________ zum Nachteil von L.________;

3.6. zu einem unbekanntem Zeitpunkt zwischen dem 20. und 21.11.2015 in 4512 Bellach zu-
sammen mit A.________, Q.________ und evtl. uT zum Nachteil der P.________ AG;

3.7. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil 
AG.________ AG;

3.8. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit A.________, Q.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________;

3.9. am 03.12.2015 in 5706 Boniswil zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
S.________ AG;

3.10. am 03.12.2015 in 5703 Seon zusammen mit AH.________ und uT zum Nachteil der 
T.________;

3.11. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________;

3.12. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AK.________; 

3.13. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nach-
teil von E.________;

3.14. am 28./29.12.2015 in 8852 Altendorf zusammen mit Q.________ zum Nachteil von 
M.________ sowie N.________;

3.15. zu einem unbekannten Zeitpunkt im Zeitraum von 02.01.2016 bis 04.01.2016 in 4900 Lan-
genthal zusammen mit uT zum Nachteil der AS.________ AG;

3.16. am 22.01.2016 in 5734 Reinach zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
W.________

3.17. am 21./22.01.2016 in 5734 Reinach zusammen mit AH.________ zum Nachteil der 
U.________ AG;

3.18. am 19.11.2016 in 6147 Altbüron zusammen mit AH.________ zum Nachteil von 
O.________;

4. der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Entwendung eines Fahrzeu-
ges zum Gebrauch, begangen am 23./24.08.2015 in 6244 Nebikon und anderswo zusammen 
mit uT zum Nachteil von H.________;

5. der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz durch Missbrauch von Schildern, 
mehrfach begangen im Zeitraum vom 23.08.2015 bis am 04.01.2016 in den Kantonen Bern, Lu-
zern, Jura und Aargau und evtl. anderswo jeweils zusammen mit uT namentlich in folgenden Fäl-
len:

5.1. in der Zeit von 23.08.2015 bis 24.08.2015 in Pfeffikon (LU);

5.2. in der Zeit von 02.01.2016 bis 04.01.2016 in Langenthal, in den Kantonen Jura und Aargau 
und evtl. anderswo;

6. der Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, mehrfach begangen, durch Einreise in 
die Schweiz ohne anerkanntes Ausweispapier, wie folgt:

11

6.1. zu einem unbekanntem Zeitpunkt, ca. am 15.01.2016 (Einreise mit einer gefälschten Identi-
tätskarte);

6.2. zu einem unbekanntem Zeitpunkt in der Zeit von ca. 01. bis 07.10.2016 (Einreise mit einer 
echten, nicht für ihn bestimmten Identitätskarte);

6.3. zu einem unbekanntem Zeitpunkt in der Zeit von ca. 07. bis 11.11.2016 (Einreise mit einer 
echten, nicht für ihn bestimmten Identitätskarte);

7. der einfachen Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, begangen am 17.09.2016 in 
6222 Gunzwil zum Nachteil von AX.________;

8. des Fälschens von Ausweisen, mehrfach begangen in der Zeit von 19.01.2016 bis 
21.11.2016, namentlich am 29.03.2016 in Schlossrued sowie am 14.10.2016 in Oftringen;

und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten, wobei die 
Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 428 Tagen vollumfänglich an die Frei-
heitsstrafe angerechnet wurde und festgestellt wurde, dass die Strafe am 22. Ja-
nuar 2018 vorzeitig angetreten worden ist. Sie verurteilte ihn weiter zu einer Lan-
desverweisung von 6 Jahren, wobei auf eine Ausschreibung der Landesverweisung 
(Einreise- und Aufenthaltsverweigerung) im Schengener Informationssystem ver-
zichtet wurde. Weiter verurteilte sie ihn zur Bezahlung von 9/10 der Verfahrenskos-
ten, ausmachend CHF 54‘904.90. Weiter regelte sie die Entschädigung für die amt-
liche Verteidigung und legte diese auf total CHF 14‘677.35 fest. Im Zivilpunkt ver-
wies die Vorinstanz die Zivilklagen der Zivilkläger 1 und 4-11 auf den Zivilweg, und 
wies die Zivilklagen der Zivilkläger 2 und 3 ab, beides ohne Kostenausscheidung. 
Weiter traf sie die notwendigen Verfügungen betreffend Rückgang in den Strafvoll-
zug, Einziehung zur Vernichtung diverser Gegenstände, öffentlicher Ausschreibung 
und Rückgabe diverser Gegenstände, Einziehung eines beschlagnahmten Geldbe-
trags zur Deckung der Verfahrenskosten, DNA-Profil, erkennungsdienstlicher Da-
ten sowie Eintragung ins Strafregister.

C. Q.________

Mit Urteil vom 17. August 2018 (pag. 8716 ff.), sowie Urteilsberichtigung vom 30. 
Januar 2019 (pag. 8858 ff.), erklärte die Vorinstanz auch Q.________ folgender-
massen schuldig:

1. des Diebstahls, banden- und gewerbsmässig begangen (Gesamtdeliktsbetrag: ca. 
CHF  851'783.90 wie folgt: 

1.1. am 24.08.2015 in 5737 Menziken zusammen mit C.________ und uT. zum Nachteil von 
J.________ sowie der I.________ AG (Deliktsbetrag [DB]: ca. CHF 21‘150.00);

1.2. am 23./24.08.2015 in 5734 Reinach zusammen mit C.________ und uT zum Nachteil der 
R.________ AG, der AT.________, der AU.________, der AV.________ AG sowie des 
AW.________ (Versuch);

1.3. am 18.11.2015 in 2824 Viques zusammen mit C.________ zum Nachteil von L.________ 
(DB: ca. CHF 2‘190.00);

12

1.4. zu einem unbekanntem Zeitpunkt zwischen dem 20. und 21.11.2015 in 4512 Bellach zu-
sammen mit A.________, C.________ und evtl. uT zum Nachteil P.________ AG (DB: ca. 
CHF 4‘070.90);

1.5. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil 
AG.________ AG (DB: ca. CHF 4‘400.00);

1.6. am 20.11.2015 und am 21.11.2015

1.7.  in 8847 Egg zusammen mit A.________, C.________, AH.________ und evtl. uT zum 
Nachteil von AI.________ (DB: ca. CHF 796‘144.00);

1.8. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und Q.________ zum Nachteil von 
AJ.________ (DB: ca. CHF 529.00);

1.9. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil von 
AK.________ (DB: ca. CHF 23‘300.00); 

1.10. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit A.________ und C.________ zum Nach-
teil von E.________ (DB: unbekannt);

1.11. am 28./29.12.2015 in 8852 Altendorf zusammen mit C.________ zum Nachteil von 
M.________ sowie N.________ (DB: unbekannt);

2. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen (Gesamtschaden: ca. CHF 81'957.00) wie folgt:

2.1. am 24.08.2015 in 5737 Menziken zusammen mit C.________ und uT zum Nachteil von 
J.________ sowie der I.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 10‘000.00);

2.2. am 23./24.08.2015 in 5734 Reinach zusammen mit C.________ und uT zum Nachteil der 
R.________ AG sowie der AT.________ (Sachschaden: ca. CHF 21‘577.00);

2.3. am 18.11.2015 in 2824 Viques zusammen mit C.________ zum Nachteil von L.________ 
(Sachschaden: ca. CHF 4‘580.00);

2.4. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil 
AG.________ AG (Sachschaden: ca. CHF 1‘000.00);

2.5. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit A.________, C.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________ (Sachschaden: ca. CHF 
38‘000.00);

2.6. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil von 
AJ.________ (Sachschaden: ca. CHF 1‘500.00);

2.7. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil von 
AK.________ (Sachschaden: unbekannt); 

2.8. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit A.________ und C.________ zum Nach-
teil von E.________ (Sachschaden: ca. CHF 5‘300.00);

2.9. am 28./29.12.2015 in 8852 Altendorf zusammen mit C.________ zum Nachteil von 
M.________ sowie N.________ (Sachschaden: unbekannt);

3. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen wie folgt:

3.1. am 24.08.2015 in 5737 Menziken zusammen mit C.________ und uT zum Nachteil von 
J.________ sowie der I.________ AG;

13

3.2. am 23./24.08.2015 in 5734 Reinach zusammen mit C.________ und uT zum Nachteil der 
R.________ AG, der AT.________, der AU.________, der AV.________ AG sowie des 
AW.________;

3.3. am 18.11.2015 in 2824 Viques zusammen mit C.________ zum Nachteil von L.________;

3.4. zu einem unbekanntem Zeitpunkt zwischen dem 20. und 21.11.2015 in 4512 Bellach zu-
sammen mit A.________, C.________ und evtl. uT zum Nachteil der P.________ AG;

3.5. am 21.11.2015 in 4800 Zofingen zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil 
AG.________ AG;

3.6. am 20.11.2015 und am 21.11.2015 in 8847 Egg zusammen mit A.________, C.________, 
AH.________ und evtl. uT zum Nachteil von AI.________;

3.7. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil von 
AJ.________;

3.8. am 24.12.2015 in 2502 Biel zusammen mit A.________ und C.________ zum Nachteil von 
AK.________; 

3.9. am 24.12.2015 in 3178 Bösingen zusammen mit A.________ und C.________ zum Nach-
teil von E.________;

3.10. am 28./29.12.2015 in 8852 Altendorf zusammen mit C.________ zum Nachteil von 
M.________ sowie N.________;

und verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 10 Monaten, wobei die 
Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 673 Tagen vollumfänglich an die Frei-
heitsstrafe angerechnet wurde. Sie verurteilte ihn zur Bezahlung der Verfahrens-
kosten von CHF 43‘339.80. Weiter regelte sie die Entschädigung für die amtliche 
Verteidigung und legte diese auf total CHF 17‘370.00 fest. Im Zivilpunkt verwies die 
Vorinstanz die Zivilklagen der Zivilkläger 1, 5, 6, 8, 9, 10 sowie die R.________ AG 
auf den Zivilweg, ohne Kostenausscheidung. Weiter traf sie die notwendigen Ver-
fügungen betreffend Belassung in Sicherheitshaft, DNA-Profil, erkennungsdienstli-
cher Daten und Eintragung ins Strafregister.

2. Berufung

Gegen dieses Urteil meldeten alle drei Beschuldigten, resp. ihre amtlichen Vertei-
diger, form- und fristgerecht die Berufung an (pag. 8754, 8756, 8758). Mit Verfü-
gung vom 30. Januar 2019 wurde den Parteien die schriftliche Urteilsbegründung 
zugestellt (pag. 9151 ff.). 

Q.________, amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt X.________, zog am 2. März 
2019 seine Berufung zurück (pag. 9239 f.). Unter Kosten- und Entschädigungsfol-
gen schrieb die Kammer das Verfahren gegen Q.________ mit Beschluss vom 8. 
März 2019 ab und stellte fest, dass das erstinstanzliche Urteil – soweit Q.________ 
betreffend – rechtskräftig geworden ist (pag. 9253 ff. und separates Verfahren SK 
19 48). 

14

A.________, amtlich verteidigt durch Fürsprecher AY.________ reichte am 21. Fe-
bruar 2019 (pag. 9215 ff.) frist- und formgerecht die Berufungserklärung ein. Die 
Berufung wurde beschränkt auf die Schuldsprüche wegen Raubes, bandenmässig 
begangen (Ziff. III.1), Diebstahls, banden- und gewerbsmässig begangen (nur teil-
weise: Ziff. III.2.1, 2.2, 2.4-2.8, 2.14-2.15), Sachbeschädigung (nur teilweise: 
Ziff. III.3.1, 3.3-3.7, 3.13-3.14) und Hausfriedensbruchs (nur teilweise: Ziff. III 4.1-
4.2, 4.4-4.8, 4.14-4.15). Fürsprecher AY.________ beantragte für diese Vorwürfe 
stattdessen Freisprüche unter Ausrichtung einer Entschädigung für die angemes-
sene Verteidigung sowie unter Ausscheidung von ½ der erstinstanzlichen Verfah-
renskosten. Für die weiteren Delikte beantragte er einen Schuldspruch, teilweise 
der Gehilfenschaft. Die auszusprechende Freiheitsstrafe sei auf 36 Monate herab-
zusetzen, die Strafe unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft 
und Berücksichtigung des vorzeitigen Strafantritts vom 6. Dezember 2017, unter 
Gewährung des bedingten Vollzugs für eine Teilstrafe von 18 Monaten, bei Anset-
zung einer Probezeit von 3 Jahren, auszusprechen. Zudem sei eine Übertretungs-
busse von CHF 700.00 auszusprechen und die anteilsmässigen Verfahrenskosten 
aufzuerlegen. Beweisanträge wurden keine gestellt.

C.________, amtlich verteidigt durch Fürsprecher Dr. D.________ reichte am 19. 
Februar 2019 (pag. 9210 ff.) frist- und formgerecht die Berufungserklärung ein. Die 
Berufung wurde beschränkt auf den Schuldspruch wegen einfacher Körperverlet-
zung mit gefährlichem Gegenstand, begangen am 17. September 2016 in Gunzwil 
zum Nachteil von AX.________ (Ziff. II.7.) sowie die Strafzumessung. Die Verteidi-
gung beantragte einen Freispruch von diesem Vorwurf und dass die ausgespro-
chene Freiheitsstrafe auf 4 Jahre herabzusetzen sei, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen. Beweisanträge wurden keine gestellt.

Innert eingeräumter Frist teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit Schreiben vom 
15. März 2019 mit, dass keine Anschlussberufung erhoben und kein Nichteintreten 
auf die Berufung der Beschuldigten geltend gemacht werde (pag. 9269 ff.).

3. Wechsel der amtlichen Verteidigung

Am 3. Juni 2019 teilte Rechtsanwältin B.________ mit, A.________ habe kein Ver-
trauen mehr zu seinem bisherigen amtlichen Verteidiger, Fürsprecher 
AY.________, und wünsche eine andere Verteidigung. Stattdessen wolle er sie für 
das oberinstanzliche Verfahren mandatieren (pag. 9432 f.). Sinngemäss führte dies 
A.________ selbst mit Schreiben vom 11. Juni 2019 an Fürsprecher AY.________ 
aus (pag. 9449). Fürsprecher AY.________ widersetzte sich dem mit Schreiben 
vom 17. Juni 2019 nicht, und stellte den Antrag, er sei aus dem amtlichen Mandat 
zu entlassen (pag. 9451 f.). Das Gesuch von A.________ wurde mit Verfügung 
vom 18. Juni 2019 gutgeheissen und als neue amtliche Verteidigerin Rechtsanwäl-
tin B.________ ernannt (pag. 9454 ff.).

15

4. Oberinstanzliche Beweisergänzungen

Der Beweisantrag der Generalstaatsanwaltschaft auf Edition des in Rechtskraft er-
wachsenen Urteils gegen Y.________ (PEN Nr. 17 351 / SK 18 210) samt Urteils-
begründung wurde gutgeheissen (pag. 9269 ff., 9279). Die entsprechenden Akten 
gelangten am 1. April 2019 ans Obergericht (pag. 9294).

Von Amtes wegen wurde ein aktueller Strafregisterauszug (pag. 9497 ff., pag. 
9500) sowie ein aktueller Führungsbericht, datierend vom 6. bzw. 8. August 2019 
(pag. 9487 ff., 9494 ff.), über die beiden Beschuldigten eingeholt.

Weiter hat sich die Präsidentin i.V. bei Staatsanwältin AZ.________ über das neue 
Strafverfahren gegen A.________ wegen qualifizierter Erpressung z.N. seiner Ehe-
frau erkundigt (pag. 9509).

Schliesslich führte die Kammer anlässlich der Berufungsverhandlung vom 5. Sep-
tember 2019 eine Befragung mit den beiden Beschuldigten durch (pag. 9510 ff., 
9515 ff.).

5. Anträge der Parteien

5.1 A.________

Rechtsanwältin B.________ stellte im Rahmen der oberinstanzlichen Verhandlung 
vom 5. September 2019 für A.________ die folgenden Anträge (pag. 9519 ff):

I. Freisprüche
II.

A.________ sei

frei zu sprechen

vom Vorwurf des banden- und gewerbsmässigen Diebstahlts, der Sachbeschädigung und des 
Hausfriedensbruchs, angeblich mehrfach begangen gemäss

1. AS Ziff. 2.1 und 4.1, Diebstahl und Hausfriedensbruch vom 20/21.11.2015, Baucontainer, zN 
P.________ AG, 4512 Bellach (SO);

2. AS Ziff. 2.2, 3.1 und 4.2, Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 
21.11.2015, Magazin, zN AG.________ AG, 4800 Zofingen (AG);

3. AS Ziff. 2.4, 2.5, 3.3, 3.4, 4.3 und 4.4, Diebstahl, Sachbeschädigungen und Hausfriedens-
bruch vom 24.12.2015, .________ (Strasse), 2502 Biel (BE);

4. AS Ziff. 2.7, 3.6 und 4.7, Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 
11.02.201, .________ (Strasse), 2504 Biel (BE);

5. AS Ziff. 2.8, 3.7 und 4.8, Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 11.02-
21.02.2016, .________ (Strasse), 2502 Biel (BE);

16

6. AS Ziff. 2.14 und 4.13, versuchter Diebstahl und Hausfriedensbruch vom 06.04.2016, 3368 
Bleienbach (BE);

7. AS Ziff. 2.15, 3.13 und 4.14, versuchter Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedens-
bruch vom 11.04.2016, 2540 Grenchen (SO);

8. AS Ziff. 2.6, 3.5 und 4.6, Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 
24.12.2015, 3178 Bösingen (FR);

unter Ausrichtung einer Entschädigung für die angemessene Verteidigung sowie unter Ausschei-
dung von ½ der Verfahrenskosten sowie deren Auferlegung an den Staat.

III. Schuldsprüche

A.________, vgt., sei hingegen

Schuldig zu erklären

1. der Gehilfenschaft zu Raub, bandenmässig begangen am 12.04.2016 in 3368 Bleienbach 
zN von AF.________;

2. der Gehilfenschaft zu banden- und gewerbsmässigen Diebstahl, der Sachbeschädi-
gung und des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen gemäss
a. AS Ziff. 2.3, 3.2 und 4.3, Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 

20./21.11.2015, EFH, 8847 Egg (SZ);
b. AS Ziff. 2.9, 3.8 und 4.9, Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 

22.03.2016, 2544 Bettlach (SO);
c. AS Ziff. 2.10, 2.11, 2.12, 3.9, 3.10, 3.11, 4.10, 4.11 und 4.12, Diebstähle, Sachbeschä-

digung und Hausfriedensbrüche vom 24.-29.03.2016, zwei Baucontainer bzw. ein Sa-
nitärmagazin, 3422 Kirchberg (BE);

d. AS Ziff. 2.13, 3.12 und 4.13 Diebstahl, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 
29./30.03.2016, Baucontainer, 2545 Selzach (SO);

3. der einfachen Widerhandlung gegen das SVG, mehrfach begangen durch Fahren ohne 
Berechtigung gemäss AS Ziff. 6

und er sei in Anwendung der massgeblichen Bestimmungen

zu verurteilen

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten,

unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft von 589 Tagen und Berücksichti-
gung des vorzeitigen Strafantritts am 06.12.2017;

unter Gewährung des bedingten Vollzugs für eine Teilstrafe von 18 Monaten bei Ansetzung ei-
ner Probezeit von 3 Jahren;

2. zu den anteilsmässigen Verfahrenskosten.

17

IV. Weiteres
1. Allfällige Zivilforderungen seien auf den Zivilweg zu verweisen.
2. Die Kosten für das Verfahren vor oberer Instanz seien dem Kanton Bern aufzuerlegen.
3. Es seien die notwendigen Verfügungen zu erlassen.
4. Es sei das Honorar der amtlichen Verteidigung gerichtlich festzusetzen. 

5.2 C.________

Fürsprecher D.________ stellte im Rahmen der oberinstanzlichen Verhandlung 
vom 5. September 2019 für C.________ die folgenden Anträge (pag. 9525):

1.
Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung mit gefährlichem Gegenstand, an-
geblich begangen am 17.09.2016 in 6222 Gunzwil zum Nachteil von AX.________, freizusprechen.

2.
Der Beschuldigte sei zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren zu verurteilen.

3.
Im Übrigen sei das Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau vom 17. August 2018 zu 
bestätigen.

4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Kantons Bern.

5.3 Generalstaatsanwaltschaft

Die stv. Generalstaatsanwältin BA.________ beantragte im Rahmen der oberin-
stanzlichen Verhandlung vom 5. September 2019 für die Generalstaatsanwalt-
schaft Folgendes (pag. 9527 ff.):

A. A.________

I.

Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau 
(Kollegialgericht in Fünferbesetzung) vom 17. August 2018 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich

1. der Einstellung des Strafverfahrens wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelge-
setz, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten;

2. des Freispruchs von der Anschuldigung des Fahrens in angetrunkenem Zustand, ohne Ausrich-
tung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten

3. der Schulsprüche wegen

3.1 banden- und gewerbsmässigen Diebstahls gemäss Ziff. A./III./2.3; 2.9, 2.10, 2.11, 2.12, 2.13 des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs,

18

3.2 mehrfacher Sachbeschädigung gemäss Ziff. A./III./3.2, 3.8, 3.9, 3.10, 3.11, 3.12 des erstinstanz-
lichen Urteilsdispositivs,

3.3 mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Ziff. A./III./4.3, 4.9, 4.10, 4.11, 4.12 des erstinstanzli-
chen Urteilsdispositivs,

3.4 Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz gemäss Ziff. A./III./5 des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs.

II.

A.________ sei zusätzlich schuldig zu erklären:

1. des Raubes, bandenmässig begangen am 12. April 2016 in Bleienbach, zusammen mit 
Y.________, Z.________, AA.________, AB.________, AC.________, AD.________ und 
AE.________ zum Nachteil von AF.________ (Deliktsbetrag ca. 12‘208.00;

2. des Diebstahls, banden- und gewerbsmässig begangen gemäss Ziff. A./III./2.1, 2.2, 2.4, 2.5, 2.6, 
2.7, 2.8, 2.14 und 2.15 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs;

3. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen gemäss Ziff. A./III./3.1, 3.3, 3.4, 3.5, 3.6, 3.7, 3.13 
und 3.14 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs;

4. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen gemäss Ziff. A./III./4.1, 4.2, 4.4, 4.5, 4.6, 4.7, 4.8, 
4.13, 4.14 und 4.15 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs.

III.

A.________ sei gestützt hierauf sowie gestützt auf die rechtskräftigen Schuldsprüche in Anwendung 
von Art. 2, 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 139 Ziff. 2 und 3 Abs. 2, 140 Ziff. 3 Abs. 2, 144 Abs. 1 und 3, 186, 
333 aStGB, Art. 10 Abs. 2, 95 Abs. 1 lit. b SVG, Art. 426 ff. StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 8 Jahren und sechs Monaten, unter Anrechnung der ausgestan-
den Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 575 Tagen und mit vorzeitigem Strafantritt am 21. 
November 2017;

2. zur Bezahlung der erst- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten (inkl. eine angemessene 
Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

IV.

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. A.________ sei zurück in den Strafvollzug zu schicken. 

2. Das Honorar des amtlichen Verteidigers bzw. der amtlichen Verteidigerin sei gerichtlich festzu-
setzen.

19

3. Die Gegenstände gemäss Urteilsdispositiv Ziff. VI.2 seien gestützt auf Art. 69 StGB zur Vernich-
tung einzuziehen.

4. Das Frauen-Armband (Ass-Nr. 65) sei zur Rückgabe an den/die Berechtigte einzuziehen und öf-
fentlich auszuschreiben (Art. 267 Abs. 6 StPO).

5. Der beschlagnahmte Geldbetrag von CHF 300.00 sei einzuziehen und zur Deckung der Verfah-
renskosten zu verwenden.

6. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN-Nr. ._________) sei nach Ablauf 
der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

7. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten sei 
nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. Art. 19 
Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

B. C.________

I.

Es sei festzustellen, dass das erstinstanzliche Urteil des Regionalgerichts Emmental-Oberaargau 
(Kollegialgericht in Fünferbesetzung) vom 17. August 2018 in Rechtskraft erwachsen ist hinsichtlich

1. der Freisprüche von den Anschuldigungen des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, der 
Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs gemäss Ziff. B.I.1.-3. Des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs, unter Auferlage von 1/10 der Verfahrenskosten an den Kanton Bern;

2. der Schuldsprüche wegen band- und gewerbsmässigen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädi-
gung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfachen Widerhandlungen gegen das Strassenver-
kehrsgesetz, mehrfachen Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, mehrfachen Fälschens 
von Ausweisen gemäss Ziff. B./II./1.-6. + 8.;

3. der weiteren Verfügungen betreffend die Einziehungen gemäss Ziff. B./V./2.6..

II.

C.________ sei zusätzlich schuldig zu erklären der einfachen Körperverletzung mit gefährlichem 
Gegenstand, begangen am 17. September 2016 in Gunzwil zum Nachteil von AX.________.

III.

C.________ sei gestützt hierauf sowie gestützt auf die rechtskräftigen Schuldsprüche in Anwendung 
von Art. 2, 40, 47, 49 Abs. 1, 51, 66a, 123 Ziff. 2 Abs. 2, 139 Ziff. 2 und 3 Abs. 2, 144 Abs. 1 und 3, 
186, 252, 333 aStGB, Art. 94 Abs. 1, 97 Abs. 1 lit. a und g SVG, Art 115 Abs. 1 lit. a AuG, Art. 426 ff. 
StPO

zu verurteilen:

20

1. zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungs- 
und Sicherheitshaft von 428 Tagen und mit vorzeitigem Strafantritt am 22. Januar 2018;

2. zu einer Landesverweisung von 6 Jahren;

3. zur Bezahlung von 9/10 der erstinstanzlichen Verfahrenskosten und den gesamten oberinstanz-
lichen Verfahrenskosten (inkl. eine angemessene Gebühr gemäss Art. 21 VKD).

IV.

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. C.________ sei zurück in den Strafvollzug zu schicken.

2. Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei gerichtlich festzusetzen.

3. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils (PCN .________) sei nach Ablauf der 
Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen (Art. 16 Abs. 4 DNA-ProfilG).

4. Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen biometrischen erkennungsdienstlichen Daten sei 
nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen (Art. 17 Abs. 4 i.V.m. Art. 19 
Abs. 1 Verordnung über die Bearbeitung biometrischer erkennungsdienstlicher Daten).

6. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Berufungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochte-
nen Punkten (Art. 404 Abs. 1 der Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO; SR 
312.0]). 

Betreffend A.________ sind nicht angefochten und demzufolge in Rechtskraft er-
wachsen die Verfahrenseinstellung gemäss Ziff. I, ohne Ausrichtung einer Ent-
schädigung und ohne Ausscheidung anteilsmässiger Verfahrenskosten, sowie der 
Freispruch gemäss Ziff. II des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs, ebenfalls ohne 
Ausrichtung einer Entschädigung und auch ohne Ausscheidung von Verfahrens-
kosten. Weiter in Rechtskraft erwachsen sind die Schuldsprüche gemäss Ziff. III. 
2.9-2.13, 3.8.-3.12, 4.9-4.13 und 5.1-5.2 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs 
(pag. 8709 ff., 8857 f.). Gemäss den Anträgen von Rechtsanwältin B.________ 
sind die Schuldsprüche gemäss Ziff. III. 2.3, 3.2 und 4.3 des erstinstanzlichen Ur-
teilsdispositivs angefochten. Es wird gemäss dem Parteivortrag der Verteidigung 
(pag. 9522), jedoch lediglich die Teilnahmeform (Gehilfenschaft bzw. Mittäter-
schaft) bestritten, nicht seine Beteiligung an diesen Delikten an sich. Fürsprecher 
AY.________ verlangte in seiner Berufungserklärung diesbezüglich einen Schuld-
spruch, fügte jedoch an „teilweise Gehilfenschaft“ (pag. 9216, Ziff. II. 2.a), was aus-
legungsbedürftig ist. Aufgrund der unklaren Berufungserklärung geht die Kammer 
zugunsten des Beschuldigten A.________ davon aus, dass die Ziff. III. 2.3, 3.2 und 
4.3 angefochten – und somit nicht in Rechtskraft erwachsen sind. Die Kammer hat 
über die angefochtenen Teile des erstinstanzlichen Urteils, insbesondere über die 
von A.________ angefochtenen Schuldsprüche und die Strafzumessung, mit um-
fassender Kognition neu zu befinden (vgl. Art. 398 Abs. 2 StPO).

21

Betreffend C.________ sind nicht angefochten die Freisprüche gemäss Ziff. I.1.-3. 
unter Auferlegung von 1/10 der Verfahrenskosten, die Schuldsprüche gemäss Ziff. 
II.1.-6. und 8 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs, und die Verurteilung zu einer 
Landesverweisung von 6 Jahren (pag. 8716 ff., 8857 f.). Die Kammer hat hingegen 
über den angefochtenen Schuldspruch unter Ziff. II.7. und über die Sanktion (aus-
genommen die Landesverweisung) mit umfassender Kognition neu zu befinden 
(vgl. Art. 398 Abs. 2 StPO). Neu zu verfügen ist betreffend beide Beschuldigte pra-
xisgemäss auch über das DNA-Profil und die erkennungsdienstlichen Daten.

Da nur die beiden Beschuldigten Berufung eingereicht haben, ist die Kammer an 
das Verschlechterungsverbot (Verbot der «reformatio in peius») nach Art. 391 Abs. 
2 StPO gebunden und darf das erstinstanzliche Urteil nicht zu deren Nachteil 
abändern.

II. Sachverhalt und Beweiswürdigung

A. A.________

7. Vorbemerkungen

Wie sich bereits in der Untersuchung und bei der Vorinstanz gezeigt hat, bestritt 
A.________ bis zuletzt diejenigen ihm vorgeworfenen Delikte, bei welchen nicht 
zweifelsfrei seine Täterschaft nachgewiesen werden konnte (vgl. pag. 8879, S. 16 
Ziff. 3 der Urteilsbegründung). So ist nicht weiter erstaunlich, dass er vor oberer In-
stanz einzig die Schuldsprüche betreffend Deliktsserie Ende März 2016 (Ziff. III. 
2.9-2.13, 3.8-3.12, 4.9-4.13) und seine Beteiligung – allerdings in Form von Gehil-
fenschaft – an den Delikten begangen am 20. und 21. November 2015 in Egg (Ziff. 
III. 2.3, 3.2 und 4.3. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) sowie seine Gehilfen-
schaft für den Raub vom 12. April 2016 in Bleienbach akzeptiert hat (vgl. pag. 
9520), auch wenn er eigentlich auch mit diesen letztgenannten Delikten nicht wirk-
lich etwas zu tun haben wollte. Es fällt auf, dass von der Verteidigung bei allen De-
likten, bei denen eine erdrückende Beweislage vorliegt, geltend gemacht wird, dass 
A.________ lediglich Gehilfe war. Gerade bezüglich der Delikte in Egg (Ziff. III. 2.3, 
3.2 und 4.3. des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) ist das Aussageverhalten von 
A.________, wie von der Vorinstanz festgehalten, exemplarisch. Die Vorinstanz 
hielt als Schlussfolgerung (pag. 8882, S. 19 der Urteilsbegründung) namentlich fol-
gendes fest: 

Das Gericht hat von A.________ anlässlich der Einvernahme an der Hauptverhandlung den Eindruck 
einer durchaus cleveren Person erhalten, die sich – wenn es ihm gedient hat – betreffend einzelnen 
Taten sehr genau an die konkreten Vorwürfe erinnern konnte. Das Gericht hatte jedenfalls den Ein-
druck, dass es A.________ offensichtlich schwer fällt, trotz klar gegen ihn sprechender Beweislage 
etwas zuzugeben. Er bevorzugt es, selbst in solchen Situationen an abwegigen Erklärungen festzu-
halten. Dieses Aussageverhalten hat sich während des gesamten Strafverfahrens gleich präsentiert.

Betreffend den Einbruch in Egg wurde auf einer BOSCH-Gerätebox eine DNA-Spur 
von A.________ gefunden (pag. 1152 und 1261). Trotzdem verneinte er diesbe-

22

züglich in der Untersuchung und vor der ersten Instanz jegliche Tatbeteiligung 
(pag. 4218 f.) und passte seine Aussagen bestens dem jeweiligen Ermittlungsstand 
an. So wollte er zuerst gar nicht im Haus gewesen sein (pag. 4070 Z. 22 f.), dann 
unter Schmerzen und Narkose doch vor Ort gewesen sein (pag. 4102 Z. 70 f.). 
Dennoch konnte er für die gefundene DNA-Spur keine überzeugende Erklärung 
abgeben. Schliesslich stellte die Verteidigung den Antrag auf einen Schuldspruch, 
obwohl A.________ an sich aber nicht wirklich geständig war (vgl. pag. 8921 ff., S. 
58 ff. der Urteilsbegründung).

Bemerkenswert ist in Bezug auf A.________ Aussagen auch folgende Passage 
des erstinstanzlichen Urteils (pag. 8881 f., S. 18 f. der Urteilsbegründung): 

Anzumerken ist sodann, dass A.________ auch nicht davor zurückschreckte, seine Mittäter zu bedro-
hen, indem er ihnen in den Wartezellen Nachrichten an der Wand hinterliess (p. 4129 Z. 394 ff., p. 
4146 ff., p. 4131 Z. 475 ff., p. 4156). Einerseits schrieb er unbestrittenermassen Z.________ – auf 
dessen Aussagen sich die Anklageschrift betreffend Raub insbesondere stützt – folgende (übersetzte) 
Nachricht: „(…) Z.________, du hast uns auf dem Gewissen. Du Hurensohn. Du wirst dafür die Ver-
antwortung tragen“ (p. 4129 Z. 394-396, p. 4149, p. 4150). Andererseits hinterliess er auch 
AB.________ (nachfolgend: AB.________) eine Art bedrohliche „Anweisung“ (p. 4131 Z. 475 f., p. 
4156): „Vorsicht was du sprichst. Ich war Dolmetscher. Ich habe kein LEK (Geldwährung) erhalten“ (p. 
4156). Die erste Nachricht zeigt auf, dass A.________ Z.________ womöglich als Verräter betrachtet 
und zur Verantwortung ziehen will, zumal dieser – wie die Beweiswürdigung zum Raub nachfolgend 
aufzeigen wird (Ziff. IV.1.1 nachfolgend) – fast von Anfang an geständig gewesen ist und glaubhafte 
Aussagen zum genauen Tatvorgehen sowie zur übergeordneten Rolle von A.________ gemacht hat 
(p. 5342 ff., p. 5352 ff.). Mit der Anweisung an AB.________ hat A.________ unmissverständlich ver-
sucht, Einfluss auf die Aussagen von AB.________ zu nehmen, damit Letzterer seine neue Version, 
wonach er lediglich Übersetzer gewesen sei, stützten würde. Solche Verhaltensweisen lassen an der 
allgemeinen Glaubwürdigkeit von A.________ erheblich zweifeln. 

8. Aktion Gavant

Am 24. Dezember 2015 wurde in Biel der Fiat Punto BE .________ einer Ver-
kehrskontrolle unterzogen. Am Steuer befand sich A.________, auf dem Beifahrer-
sitz Q.________ und auf dem Rücksitz C.________, alias „BB.________“ (vgl. pag. 
761). Bei der Durchsuchung des Fahrzeuges durch die Polizei kamen Schmuck, 
Uhren, Bargeld und drei paar Handschuhe zum Vorschein, welche später dem Ein-
bruch in Bösingen/FR zugeordnet werden konnten (Ziff. 2.6 des erstinstanzlichen 
Urteilsdispositivs). In der Folge führte die Kantonspolizei Bern unter dem Namen 
„Aktion Gavant“ verschiedene Observationseinsätze gegen A.________ durch, 
welche zuerst Hinweise auf die beiden Einbrüche in Biel (Ziff. 2.7 und 2.8. 2.6 des 
erstinstanzlichen Urteilsdispositivs) brachten. Aufgrund dessen wurden danach 
verschiedene verdeckte Massnahmen, wie z.B. Audio-, Standortüberwachung der 
von A.________ benutzten Fahrzeuge und Echtzeitüberwachung der Rufnummer 
angeordnet. Diese Massnahmen zeigten, dass er in unterschiedlichen Besetzun-
gen tätig war (pag. 766). Trotz seiner Handverletzung war er zudem problemlos in 
der Lage, sein Auto zu lenken.

23

Die Verteidigung rügte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung nament-
lich, dass das Ermittlungsverfahren einseitig gegen A.________ verlaufen sei. Es 
gäbe zu ihm weitaus mehr Informationen als zu den anderen Beschuldigten, da le-
diglich sein Telefon und Auto abgehört und sein Auto mittels GPS überwacht wor-
den seien. Diejenigen Beweismittel, die gegen die anderen Beschuldigten gespro-
chen hätten, seien demgegenüber bagatellisiert worden (pag. 9520 f.). 

Die Kammer stimmt der Verteidigung insofern zu, als dass vordergründig gegen 
A.________ verdeckte Zwangsmassnahmen angeordnet wurden. Dennoch erach-
tet sie es als erwiesen, dass nicht einseitig ermittelt wurde und die Vorinstanz die 
erhobenen Beweismittel nicht einseitig gewürdigt hat. Es wurden ebenfalls belas-
tende Indizien gegen die angeblichen Mittäter gesammelt, die von den Zwangs-
massnahmen gegen A.________, namentlich der Abhörung seines Fahrzeugs, 
ebenfalls betroffen waren, als sie sich in diesem aufhielten. Dieser Einwand erweist 
sich somit als unbegründet.

9. Bestrittene Delikte im Einzelnen

9.1 Raub vom 12. April 2016 in Bleienbach z.N. von AF.________ (Ziff. III. 1. des erst-
instanzlichen Urteilsdispositivs)

9.1.1 Vorwurf gemäss Anklageschrift

A.________ wird gemäss Anklageschrift (pag. 7932 f.), welche durch die Vorin-
stanz korrekt zusammengefasst wurde (pag. 8883, S. 20 der Urteilsbegründung), 
im Wesentlichen folgendes vorgeworfen:

A.________ wird vorgeworfen, zusammen mit Y.________, Z.________, AA.________, 
AC.________, AD.________, AB.________ und AE.________ am 12.04.2016 in der Zeit von ca. 21 
Uhr bis 23:45 Uhr, an der .________ (Strasse) in 3368 Bleienbach zum Nachteil von AF.________ ei-
nen Raub begangen haben, wobei Deliktsgut im Wert von total CHF 12‘208.00 erbeutet worden sei. 
Der Täterschaft wird vorgeworfen, die Tat mittels mehreren Rekognoszierungstouren im Vorfeld ge-
plant und das konkrete Vorgehen in der Tatnacht in einem Albanerclub vorgängig nochmals bespro-
chen zu haben. In Bezug auf den tatsächlichen Raubüberfall wird der Täterschaft folgendes Vorgehen 
vorgeworfen: AD.________ sei durch das von A.________ zuvor geöffnete und dadurch beschädigte 
Fenster (AS Ziff. I.3.14, p. 7941) in das Wirtshaus eingedrungen und habe ein grösseres Fenster 
geöffnet, durch das Z.________ und AC.________ ebenfalls in die Lokalität eingedrungen seien 
(AS Ziff. I.4.15, p. 7944). Sie hätten AF.________, der sich im Büro im ersten Stock befunden habe, 
auf seinem Stuhl gefesselt, hätten ihn leicht gewürgt und ihn mit einem Schraubenzieher bedroht, um 
ihn auf diese Weise zur Herausgabe des Tresorschlüssels zu zwingen. Sie hätten die Beute aus dem 
Tresor behändigt und anschliessend das Wirtshaus wieder verlassen. Im BJ.________ (Lokal) in 
Grenchen sei die Beute durch A.________ zu ähnlichen Teilen unter den Mittätern aufgeteilt worden. 
A.________ habe nebst Bargeld noch Steine und eine Silberplatte für sich genommen.

9.1.2 Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Unbestritten ist von A.________ der eigentliche Sachverhalt, d.h. der grobe Ablauf 
des Raubes, inkl. der Rekognoszierungstouren (pag. 8655 und 9521 f.). 

24

Bestritten ist hingegen die Rolle von A.________ beim Raub. Die Verteidigung 
stellte den Antrag, A.________ sei lediglich der Gehilfenschaft schuldig zu spre-
chen. Er habe lediglich als Übersetzer fungiert. Er habe aufgrund seiner Invalidität 
(Handverletzung) sicherlich keine Chefrolle inne gehabt, sondern eine untergeord-
nete Rolle eingenommen. Der Kopf der Bande sei nicht er sondern AE.________ 
gewesen. Es sei von Gehilfenschaf von A.________ auszugehen (pag. 9521 f.). Im 
Folgenden wird deshalb einzig noch auf die Frage der Rollenverteilung eingegan-
gen.

9.1.3 Beweismittel und Beweiswürdigung der Kammer

Da sich die Vorinstanz sehr genau mit den verschiedenen Beweismitteln auseinan-
dergesetzt hat und diese korrekt gewürdigt hat, kann auf ihre Ausführungen vollum-
fänglich verwiesen werden (pag. 8885 ff., S. 22 ff. der Urteilsbegründung). Es wird 
im Folgenden nur noch ergänzend auf einzelne Punkte eingegangen.

Um das Aussageverhalten von A.________ zu vergegenwärtigen ist speziell auf 
folgende Ausführungen der Vorinstanz zu verweisen (pag. 8879 ff., S. 16 ff. der Ur-
teilsbegründung):

Das Aussageverhalten von A.________ lässt sich am besten in Bezug auf die Vorwürfe rund um den 
Raub in Bleienbach vom 12.04.2016 darstellen, wobei klar ersichtlich ist, dass A.________ seine 
Aussagen stets an den Ermittlungsstand der Polizei bzw. an die gemachten Vorhalte angepasst hat: 

- An der ersten Einvernahme zum Raub vom 26.04.2016 hat A.________ ausgesagt, dass er gar 
nicht wisse, wo sich Bleienbach befinde (p. 3979 Z. 273 f.). Auf Vorhalt der belastenden GPS-
Daten seines überwachten Fahrzeuges hat er angegeben, dass mehrere Personen, von denen 
er nicht mal den Namen kenne, mit seinem Fahrzeug herumgefahren seien (p. 3979 Z. 285 ff.). 
Nach Kenntnisgabe, dass in seinem Auto eine Audioüberwachung verbaut gewesen sei, hat die 
Verteidigung um eine kurze Unterbrechung der Einvernahme ersucht und A.________ hat in der 
Folge weitere Aussagen verweigert (p. 3979 Z. 291 ff.). 

- Erst auf Vorhalt der Aufnahmen der Audio-Innenüberwachung des VW Golf (nachfolgend: Au-
diogespräche) – aus der sich zahlreiche relevante Gespräche zwischen ihm und anderen Per-
sonen über den Raub in Bleienbach und weitere Einbruchdiebstähle ergaben –hat A.________ 
anlässlich der Einvernahme vom 03.05.2016 eingeräumt, vor Ort in Bleienbach gewesen zu 
sein. Er hat jedoch eine abenteuerliche Erklärung geliefert (p. 3996 Z. 221 ff.), welche schlicht 
nicht nachvollziehbar ist und sich auch in keiner Weise mit den objektiven Beweismitteln in Ein-
klang bringen lässt (vgl. z.B. p. 788 f. und p. 3997 Z. 274 ff.). Eindrücklich ist insbesondere, dass 
A.________ zwar durchaus über grosses Tatwissen zu verfügen scheint, jedoch selber nichts 
mit der Tat zu tun haben will. Gemäss seiner am 03.05.2016 wiedergegebenen ersten Version 
wollte A.________ die „Anderen“ (p. 3996 Z. 225) gehört haben, wie sie sich im Voraus über ei-
nen geplanten Raub bzw. Einbruch unterhalten hätten (p. 3996 Z. 222 ff.). Obwohl er den Ande-
ren (insb. AC.________ und Z.________ [nachfolgend: Z.________]) gesagt habe, dass er 
(A.________) sie nicht „dorthin“ fahre und nicht abhole (p. 3996 Z. 233 ff.), habe er später auf 
dem Weg nach Hause AC.________ und Z.________ auf der Strasse gesehen und Z.________ 
sei dann in sein Auto gestiegen. AC.________ sei mit einem anderen Auto weitergefahren (p. 
3996 Z. 237 ff.). 

25

Zu ergänzen gilt es betreffend der Einvernahme vom 3. Mai 2016 noch folgen-
des: Auf Frage, ob er etwas zum Raub in Bleienbach sagen könne, erklärte 
A.________, er wisse gerade nicht, worüber man hier spreche (pag. 3995 Z. 
169). Auf Vorhalt des Fotos von Z.________ will er diesen zwar kennen, sei-
nen Namen wisse er indessen nicht, es könne sein, dass dieser gefälschte 
Dokumente habe (pag. 3995 Z. 179). Auch auf Frage, ob er einen 
AC.________ kenne, kann er keine genauen Angaben machen. Er kenne ihn, 
aber wisse nur, dass sein Name mit B anfange (pag. 3995 Z. 182-186). Auf 
Vorhalt der Audioüberwachung brauchte er wiederum eine Pause und Bespre-
chungszeit mit seinem Anwalt. Kurz danach gab er eine Geschichte wieder, die 
mit kleinen Abweichungen, resp. mit weiteren Details und insbesondere weite-
ren Personen im Laufe der Untersuchung noch ausgeschmückt wurde (pag. 
3996 Z. 221-242). Interessanterweise kamen in dieser ersten Erwähnung nur 
AC.________, Z.________ (Z.________, den er damals noch nicht namentlich 
kennen wollte) und eine weitere unbekannte Person vor. Diese drei habe er 
zusammen reden hören und zwar über „reingehen und dass der Mensch drin 
sei etc.“. Auf Vorhalt der GPS-Daten seines Fahrzeuges vom 10. April 2016 
wollte er genau wissen, wann denn der Raub gewesen sei und erklärt dann, er 
sei zu jener Zeit mit einem anderen Fahrzeug mit einer Frau unterwegs gewe-
sen (pag. 3997 Z. 299 f.). Nur zwei Zeilen weiter sagte er aus, er sei in Biel bei 
seiner Frau gewesen (Z. 303-304). Und auf Vorhalt, sein Handy sei aber 
gemäss Überwachung am gleichen Standort wie sein Auto gewesen, fragte er 
zurück, ob man ihm denn beweise könne, dass er am Telefon gewesen sei (Z. 
314).

- An der Einvernahme vom 18.05.2016 hat A.________ zu Beginn der Befragung ausgesagt, dass 
er bereit sei, weitere Aussagen zu machen und „die Realität“ zu erzählen (p. 4005 Z. 8 f.). Nota-
bene mit der Begründung, er habe Angst um seine Familie, er wolle kooperieren, aber es dürfe 
nicht aufgeschrieben werden (pag. 4005 Z. 8-13). Er hat dann jedoch seine erste Version weiter 
ausgeschmückt und dabei wiederum sein fundiertes Tatwissen offengelegt (p. 4006 Z. 27 ff.). 
Nach wie vor wollte er allerdings am vorgeworfenen Raub nicht beteiligt gewesen sein, sondern 
den Plan nur von den Anderen mitbekommen haben. 

In derselben Einvernahme gab er an, das Ganze habe über AA.________ und 
seinen Freund, dessen Namen er nicht kenne, der aber einen schwarzen Ford 
Fokus Kombi fahre, angefangen (pag. 4006 Z. 27 ff.). Letzterer habe das Opfer 
mit Drogen beliefert und habe die Idee gehabt dort reinzugehen und habe 
AA.________ beauftragt Leute zu finden (Z. 45 ff.). Beim ersten Treffen seien 
dann nebst ihm und AC.________ (dessen Namen er nun doch kannte), der 
unbekannte Fahrer, AA.________, AD.________ und Z.________ (früher als 
Z.________ bezeichnet, Z.________) gewesen (Z. 58). Zwei Tage später sei 
er wiederum von AC.________ gebeten worden, dorthin zu fahren (pag. 4007 
Z. 75). Es hätten sich dieselben Personen getroffen und darüber diskutiert, ob 
sie rein sollen oder nicht. Er habe weder sein Auto übergeben, noch sie fahren 
wollen und sei im Restaurant geblieben, wo er 6-7 Bier getrunken habe und 
danach zurück Richtung Biel gefahren sei. Da er so viel getrunken habe, habe 
er ausnüchtern müssen und habe angehalten (Z. 99 ff.). 

26

Auf dem Nachhauseweg sei er „an der Stelle“ vorbei gefahren, wobei er damit wohl die Ortschaft 
rund um Bleienbach gemeint haben dürfte. Er habe sich entschlossen anzuhalten, um sich et-
was auszunüchtern (p. 4007 Z. 101 f.). Er könne nicht sagen wie lange. Nach 2 km habe er den 
Golf von AA.________ (nachfolgend: AA.________) gesehen. Er habe angehalten und 
AC.________ mitnehmen wollen (p. 4007 Z. 105 f.). Statt AC.________ sei aber Z.________ zu 
ihm ins Auto gestiegen. Unterwegs im Auto habe ihm Z.________ erzählt, was vorgefallen sei 
(p. 4007 Z. 108 f.). 

Auf Vorhalt von konkreten Audiogesprächen im weiteren Verlauf der Einvernahme vom 
18.05.2016 und an weiteren Einvernahmen – welche die Version von A.________ klar widerle-
gen – hat A.________ sich dann jeweils in Widersprüche verstrickt (p. 4009 Z. 205 ff., p. 4010 
Z. 219 ff.), die Einvernahme etliche Male zwecks Rücksprache mit seiner Rechtsvertretung oder 
zwecks „Toilettenpause“ unterbrochen (p. 4010 Z. 223 f. und Z. 242 f., p. 4023 Z. 156 f., Z. 162 
f., p. 4025 Z. 239 f., p. 4026 Z. 318 f., p. 4043 Z. 208 usw.) und sich schliesslich der klassischen 
Schutzbehauptung bedient, wonach er sich nicht konzentrieren oder nicht erinnern könne resp. 
an diesem Abend betrunken gewesen sei (p. 4010 Z. 246, p. 4047 Z. 370 ff., Z. 393 f., Z. 405 
und Z. 408). 

Auf Vorhalt der Audiodatei 3174 (pag. 4018 f.), in welcher er klarerweise Auf-
träge erteilt, bezeichnet wer was machen solle und wie vorzugehen sei, wollte 
er an der Einvernahme vom 18. Mai 2016 keine weiteren Aussagen mehr ma-
chen (pag. 4011 Z. 279). 

- In der nächsten delegierten Einvernahme vom 1. Juni 2016 wurde A.________ 
zuerst auf AB.________ und dann auf Y.________ (Y.________) angespro-
chen (pag. 4021 Z. 28 und 50). Bei beiden kam ihm nachdem er überlegt hat in 
den Sinn, dass sie wohl dabei gewesen seien (Z. 29 ff. und Z. 51). Y.________ 
sei glaublich beim AB.________ im Auto mitgefahren. Y.________ kenne er 
nicht gut, er habe ihn zuvor lediglich zwei Mal in Neuchâtel getroffen (Z. 63). 
Seinen richtigen Namen kenne er auch nicht (pag. 4022 Z. 77). Ihm wurde so-
dann die Audiodatei 3174 (pag. 784), welche bereits am Schluss der Einver-
nahme vom 18. Mai 2016 abgespielt wurde, erneut vorgehalten. Darin solle er 
u.a. erklärt haben, wer und bei welchem Fenster dieser reingehen müsse (pag. 
4022 Z. 105 ff.). A.________ gab darauf eine lange Erklärung zu den einzel-
nen Sprachen der Beteiligten und gab an, dass er selbst eigentlich nur „über-
setzt“ habe, was der Ford-Fahrer gesagt habe (pag. 4022 Z. 110 ff.). Bei dieser 
Rolle als Übersetzer blieb A.________ dann in den weiteren Einvernahmen. 

- An der Einvernahme vom 05.07.2016 (p. 4039 ff.) hat A.________ nach Vorhalt von belastenden 
Aussagen seiner Mittäter schliesslich eine neue, wiederum sehr abwegige und schlicht nicht 
glaubhafte Version zum Raub in Bleienbach geschildert: Demnach soll er aufgrund der ver-
schiedenen Dialekte der Beteiligten die Rolle des Übersetzers eingenommen haben (p. 4042 Z. 
112 ff.). A.________ hat zu seiner Rolle folgendes ausgeführt: „Der Ford-Fahrer hat erzählt was 
zu machen ist und ich habe den andern geschildert was er gesagt hat weil sie ihn nicht verstan-

den haben.“ (p. 4045 Z. 309 – 311). Mit dem „Ford-Fahrer“ dürfte A.________ klar AE.________ 
(nachfolgend: AE.________) gemeint haben (u.a. p. 4124 Z. 197 f.). A.________ hat demnach 
sinngemäss geltend gemacht, dass AE.________ der Drahtzieher beim Raub in Bleienbach ge-
wesen sei und er (A.________) lediglich als Dolmetscher die Anweisungen von AE.________ 

27

übersetzt und weitergegeben habe. An dieser absurden Version hat er bis zuletzt festgehalten 
(p. 4121 Z. 100, p. 8639 Z. 38, p. 8640 Z. 1 und Z. 17 f.). 

Zu ergänzen ist zu dieser Einvernahme das Folgende: Am 5. Juli 2016 erklärte 
er, sein Auto sei zu 99% von AC.________ gefahren worden (pag. 4041 Z. 
103). Gleich darauf ergänzte er, dass er ihn aber nicht alleine habe lassen 
können, da er keine Aufenthaltsbewilligung habe (Z. 105). Der Ford-Fahrer sei 
der Drahtzieher und dieser kenne auch die Örtlichkeiten (pag. 4045 Z. 308 ff.). 
Auf Vorhalt der GPS-Daten, wonach er entgegen seinen Aussagen vom Re-
staurant nicht nach Biel gefahren sei, sondern in langsamer Fahrt zum Tatob-
jekt (pag. 4047 Z. 365ff.), erklärte er, er sei ja zum ersten Mal in dieser Gegend 
und dazu noch alkoholisiert gewesen. Auch auf Vorhalt der Audiodateien wollte 
er nicht mehr wissen, was er damals gesprochen habe, er sei ja betrunken 
gewesen (Z. 405 und 408). 

- Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme vom 20. Dezember 2016 
wurde A.________ auf die in der Wartezelle hinterlassenen Botschaften an 
Z.________ und AB.________ angesprochen (pag. 4150 bis 4256). Er erklär-
te, er habe Z.________ nur gesagt, er solle die Wahrheit sagen und nicht die 
Schuld auf andere schieben (pag. 4129 Z. 394 ff.). AB.________ habe ihm üb-
rigens auch viele Sache und sogar seinen Namen an die Wand geschrieben 
(pag. 4131 Z. 454 ff.). Ihm habe er nur das gesagt, was er auch bei der Polizei 
und hier ausgesagt habe (pag. 4132 Z. 484). Schliesslich ergänzte er von sich 
aus, er sei seit dem Unfall in Depressionen gefallen und sei wegen der 
schlechten Gesellschaft auf die schiefe Bahn geraten, er entschuldige sich 
dafür (pag. 4133 Z. 51 ff.).

- Auch bei der erstinstanzlichen Hauptverhandlung gab A.________ seine Ver-
sion, er sei nur Übersetzer gewesen zu Protokoll (pag. 8639 Z. 38).

- Anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung hat A.________ wie folgt 
ausgesagt: Er sei auch schuldig (pag. 9512 Z. 28). Er sei dort gewesen als 
Übersetzer für AE.________, der aus dem Kosovo stamme, und der den 
Südalbanischen Dialekt von Y.________ und Z.________ oft nicht verstanden 
habe (pag. 9513 Z. 8 ff.). Die Aussagen, der Mittäter die ihn nicht als Übersetz-
ter bezeichnet hätten, seien vielleicht aus Vergeltung so ausgefallen (pag. 
9512 Z. 32). Auf den Vorhalt, dass AE.________, den er als Chef der Gruppe 
bezeichnet habe, bei den ersten aufgezeichneten Gesprächen und Fahrten 
nach Bleienbach gar nie dabei gewesen sei, gab A.________ an, dass 
AE.________ sein eigenes Auto und Telefon gehabt habe (pag. 9512 Z. 39 f.). 
Letzterer habe über seinen Cousin AA.________ Kontakt gehabt, über dessen 
Handy, deshalb sei dies nicht aufgezeichnet worden (pag. 9513 Z. 1 f.).

Bei der Betrachtung all dieser Aussagen ist augenfällig, wie A.________ diese 
stets den Ermittlungen und v.a. den jeweiligen Vorhalten anpasste. Genau gleich 
wie er C.________ am 24. und 25. Dezember 2015 nicht kennen wollte und sogar 
behauptete, er sei wohl Türke und spreche Französisch (pag. 3961 Z. 42 ff.), wollte 
er die Beteiligten am Raub nicht kennen. Erst nach Vorhalten kannte er deren Na-
men oder gab nach und nach zu, dass noch mehr Personen beteiligt waren. Er un-

28

terliess es auch zu erwähnen, dass die beiden Personen, die er bis zuletzt zu 
schützen versuchte, nämlich AB.________ und Y.________, sein Schwager resp. 
sein Freund sind (vgl. Aussagen AA.________ pag. 5648 f. Z. 142, 5649 Z. 194 
und Z.________ pag. 5343 Z. 84, pag. 5352 Z. 32 f.). Betreffend Y.________ er-
klärte er am 1. Juni 2016 sogar er kenne ihn kaum. 

A.________ brachte diverse Versionen seiner Beteiligung vor, bevor er angab, le-
diglich Übersetzer gewesen zu sein. Viele seiner Angaben, namentlich er sei mit 
einer Frau oder mit seiner Ehefrau zusammen gewesen (pag. 3997) oder diejenige, 
er sei betrunken gewesen und habe zum Ausnüchtern angehalten (pag. 4010) wie-
derholte er in der Folge nie mehr. Seine Aussagen sind damit in erheblichem Mas-
se unkonstant.

Auffällig ist weiter, dass A.________ erst in der 4. Einvernahme und erst auf Vor-
halt einer belastenden Audio-Datei auf seine Version als Übersetzer zu sprechen 
kam, eine Rolle, die ihm sonst keiner der Beteiligten zusprach und die weder mit 
den aufgezeichneten Telefonaten, noch mit den Audiodateien in Einklang zu brin-
gen ist. Diese untergeordnete Rolle passt schliesslich auch nicht mit den in den 
Wartezellen gefundenen Drohbotschaften an AB.________ und Z.________ zu-
sammen. Diese demonstrieren viel mehr, wieviel ihm daran lag, dass seine Version 
zumindest von seinem Schwager bestätigt würde. 

Die bereits erwähnte und vorgehaltene Audiodatei 3174 (pag 784) spricht deutlich 
gegen die Rolle von A.________ als Übersetzer, und belastet ihn erheblich. Er gab 
bei dieser Version an, dass er zwischen Z.________ und Y.________, welche ei-
nen (süd)-albanischen Dialekt sprechen würden sowie AA.________, 
AD.________, AC.________ und dem Ford Fahrer (AE.________), welche kosova-
risch sprechen würden, habe übersetzen müssen (pag. 4042 Z. 115 sowie auch 
pag. 9513 Z. 8 ff.). Die genannte Audiodatei wurde indessen im Auto während der 
Fahrt von Biel nach Deitingen aufgenommen. Mit dabei waren A.________, 
AC.________ und Y.________. Es ist zu hören, wie A.________ die klare Anwei-
sung gibt, dass ein leichter rein gehen solle, das grosse Fenster öffnen solle, die 
Treppen hoch gehen solle, egal, ob er da sei, den Schlüssel finde solle oder auch 
nicht, es die Treppen runterbringen könne wenn es gehe, wenn nicht warten solle 
und alle sollen einstimmig sein. Er erklärt auch wo die Autos warten würden und 
dass sie das schon einmal gemacht hätten. Y.________ stimmt zu und scheint ver-
standen zu haben. Bemerkenswert ist, der von A.________ als Kopf der Bande be-
zeichnete AE.________, der ihn angeblich als Übersetzer brauchte, war bei diesem 
Gespräch offensichtlich nicht zugegen, wie auch bei vielen anderen der aufge-
zeichneten Gesprächen nicht. Die Version des Übersetzers für AE.________ er-
scheint gestützt auf diese Tatsache als noch unwahrscheinlicher. Entgegen den 
Ausführungen von A.________ sind den auch auf den Audioaufnahmen keine Hin-
weise ersichtlich, die für Telefonanrufe von AE.________ insbesondere an 
AA.________ – der bei diesem Gespräch ebenfalls nicht anwesend war – spre-
chen. A.________ indessen gibt hier Tatortwissen und Tatplanung nicht nur weiter, 
sondern gibt in diesem Augenblick den eigentlichen Ablauf vor.

Nebst den objektiven Beweismitteln, namentlich der Audiodateien und der Telefon-
aufzeichnungen, hat die Vorinstanz zu Recht auch auf die Aussagen von 

29

Z.________ und AA.________ abgestellt, welche beide unabhängig voneinander 
und ohne Aktenkenntnis detailliert und hinsichtlich der Rollenverteilung deckungs-
gleich erfolgten. Hierzu kann vollumfänglich auf die vorinstanzlichen Ausführungen 
verwiesen werden (pag. 8886, S. 23 der Urteilsbegründung):

Wie bereits erwähnt, stützt sich die Anklageschrift insbesondere auf die Aussagen von AA.________ 
sowie Z.________. Z.________ hat bei seiner Verhaftung am 26.04.2016 noch keine Aussagen zu 
den Vorwürfen gemacht (p. 5332 ff.). Anlässlich der zweiten Einvernahme vom 03.03.2016 hat er ers-
te konkrete Aussagen zum Raub gemacht und bestätigt, dass er beteiligt war (p. 5342 ff.). Er hat sich 
mit seinen Aussagen selber belastet, obwohl er anfänglich seine Rolle heruntergespielt und 
Y.________, der ihn mit der Gruppe zusammengebracht hatte (p. 5343 Z. 82 f. und Z. 87 ff.), 
zunächst falsch belastet hat (p. 5345 Z. 168). Letzteres dürfte daran gelegen haben, dass 
Y.________ ihm legale Arbeit in der Schweiz versprochen hatte, als er ihn zwei bis drei Tage vor dem 
Raub in die Schweiz gebracht hatte (p. 5352 Z. 18 ff.). Z.________ hat zudem konkrete Aussagen zur 
Rolle von A.________ gemacht (p. 5342 Z. 34 ff., p. 5343 Z. 99 f.). Die Aussagen von Z.________ 
decken sich im Kern und auch in zahlreichen Details mit den Aussagen von AA.________, so bei-
spielsweise betreffend das Warten von A.________ im Auto (p. 5342 Z. 51 f., p. 5651 f. Z. 345 f.) so-
wie das Aufteilen der Beute (p. 5343 Z. 78, 88 ff., p. 5344 Z. 357 ff.). 

AA.________ konnte wegen seiner Flucht nach dem Raub erst am 16.09.2016 in Albanien verhaftet 
und am 11.11.2016 in die Schweiz überführt werden (p. 773). Anlässlich seiner ersten Einvernahme 
vom 12.11.2016 hat er sogleich und ohne Aktenkenntnis detaillierte Aussagen zum Raub und insbe-
sondere auch zur Vorgeschichte und Planung desselben gemacht (p. 5650 Z. 291 ff.). Diese Aussa-
gen hat er in der Folge bestätigt und konkretisiert (p. 5667 ff.). Dass sich Z.________ und 
AA.________ abgesprochen haben könnten, ist ausgeschlossen, zumal sich Z.________ im Zeit-
punkt der ersten Aussagen von AA.________ noch in Haft befand. Zudem ist für das Gericht nicht er-
sichtlich, was Z.________ für ein Interesse haben könnte, AA.________ in seinen Aussagen zu be-
einflussen, wie dies anlässlich der Hauptverhandlung von A.________ geltend gemacht wurde (p. 
8639 Z. 6). Insbesondere in Bezug auf die Aussagen von AA.________ betreffend den versuchten 
Einbruchdiebstahl (AS Ziff. I. 2.14) erscheint eine Beeinflussung durch Z.________ schlicht sinnwid-
rig, zumal Letzterer unbestrittenermassen erst später resp. kurz vor dem Raub in die Schweiz kam (p. 
5346 Z. 216 f.) und von der ganzen „Vorgeschichte“ keine Kenntnisse gehabt haben dürfte (vgl. auch 
p. 5702 Z. 182 f.).

Die Aussagen von Z.________ und AA.________ stimmen grossmehrheitlich und im Kerngeschehen 
überein, sind detailliert und auch die Rollen werden grundsätzlich gleich geschildert. Beide haben oh-
ne Vorhalte der objektiven Beweismittel kurz nach ihrer Verhaftung ausgesagt und waren relativ um-
fassend geständig. Sie haben insbesondere A.________ nicht übermässig belastet (z.B. p. 5672 Z. 
253 ff., p. 5355 Z. 189 f.), was ebenfalls für die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen spricht. Ihre Aussagen 
decken sich sodann mit den übrigen objektiven Beweismitteln. Gestützt auf die Aussagen von 
Z.________ konnten weitere Bandenmitglieder (Y.________ und AB.________) verhaftet werden. 
AB.________ hat die Aussagen von Z.________ und AA.________ letztlich auch bestätigt (p. 5464 
ff.). 

Schliesslich hat auch A.________ die Aussagen von Z.________ und AA.________ im Grundsatz 
bestätigt, nur hat er – wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird – seine eigene Rolle stets als jene von 
AE.________ geschildert und insbesondere AB.________ und Y.________ geschützt. Letzteres dürf-
te damit zusammenhängen, dass AB.________ gemäss Aussagen von AA.________ der Schwager 
von A.________ ist (p. 5647 f. Z. 141 ff., 5649 Z. 194) und es sich bei Y.________ gemäss Aussagen 

30

von Z.________ um einen guten Freund von A.________ handelt (p. 5343 Z. 84, p. 5352 Z. 32 f.). 
Dies zeigt sich auch am Telefongespräch vom 01.05.2016, 22:19 Uhr, welches AB.________ und 
Y.________ zusammen geführt hatten (p. 5433 f.). So teilte AB.________ Y.________ mit, dass die 
komplette Gruppe drin, d.h. verhaftet, sei. Er wisse das, weil er zuvor mit der Frau von A.________ 
(A.________) gesprochen habe. Dieses Gespräch passt denn auch zur Verhaftung von Z.________ 
und A.________ vom 26.04.2016 (p. 182 ff.). 

Entgegen der Aussagen von A.________ wurde AE.________ von keinem der anderen Beteiligten 
als Hauptakteur dargestellt, sondern ihm wurde höchstens die Nebenrolle als Tippgeber für den Raub 
eingeräumt (p. 5651 Z. 305 ff., p. 5668 Z. 36), weshalb bereits aus diesem Grund klar sein dürfte, 
dass die Version von A.________, wonach er für AE.________ übersetzt habe, erfunden ist. Bei kei-
ner weiteren Überwachungsmassnahme finden sich Hinweise auf AE.________. Gemäss überein-
stimmenden Aussagen von Z.________, AA.________ sowie AB.________ habe AE.________ nicht 
am Raub selber teilgenommen. Zudem habe AE.________ gemäss AA.________ einen kleineren An-
teil an der Beute erhalten (p. 5674 Z. 308). Auch dies ergibt ein stimmiges Bild. Dass A.________ 
AE.________ belastet, dürfte daran liegen, dass AE.________ ihm weisgemacht hatte, dass es im 
Restaurant BC.________ weit mehr zu holen gebe, als es dann tatsächlich gab (p. 4125 Z. 238 ff., 
p. 5652 Z. 388 f., p. 5669 Z. 81, p. 5354 Z. 125). Genau dieser Raub hat schliesslich zur Verhaftung 
von A.________ geführt, weshalb es nachvollziehbar erscheint, dass A.________ AE.________ die 
Schuld daran gibt. 

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass das Gericht die Aussagen von AA.________ und 
Z.________ als grundsätzlich glaubhaft erachtet. Beide schildern den Raubüberfall auf das 
BC.________ übereinstimmend so, wie er in der Anklageschrift dargestellt wird. Ihre Aussagen wer-
den von diversen objektiven Beweismitteln gestützt, die zudem das Randgeschehen, das Vor- und 
Nachtatverhalten, die Rollenverteilung etc. illustrieren. Das Gericht orientiert sich folglich an den Aus-
sagen von AA.________ und Z.________, prüft diese anhand der nachfolgenden, chronologischen 
Würdigung auf ihre Glaubhaftigkeit und setzt sie in Kontext zu den übrigen Aussagen der Tatbeteilig-
ten sowie zu den objektiven Beweismitteln (p. 777 ff.). 

Die Verteidigung rügt zu den Aussagen von Z.________ und AA.________, dass 
diese A.________ belastet hätten, um sich nicht selber zu belasten und sie ihm 
deshalb die Schuld zugeschoben hätten. Zudem habe die Vorinstanz Widersprüche 
in ihren Aussagen unter den Teppich gekehrt (pag. 9521). Dem hält die Kammer 
entgegen, dass deren Aussagen sich mit sämtlichen weiteren Beweismitteln de-
cken. Weiter stützten sich die Aussagen der beiden Personen gegenseitig, da sie 
im Wesentlichen übereinstimmen.

Weiter ist auszuführen, dass die Verteidigung vor oberer Instanz erneut vorbrachte, 
AA.________ und Z.________ hätten sich abgesprochen (pag. 9521). Die Kammer 
erachtet eine solche Absprache jedoch als ausgeschlossen, da AA.________ vor 
seiner ersten Befragung, erst eine Nacht in der Schweiz verbracht hatte und vorher 
in Albanien weilte, wohingegen Z.________ bereits in der Schweiz inhaftiert war. 
Stattdessen erachtet auch die Kammer die Aussagen von Z.________ und 
AA.________ als glaubhaft und stellt auf diese ab.

Die Verteidigung rügt weiter, dass der Beschuldigte keine Mitwirkungspflicht am 
Strafverfahren gegen ihn habe und ihm namentlich nicht vorgehalten werden dürfe, 
dass er sich mit der Verteidigung abgesprochen habe (pag. 9521). Dem stimmt die 

31

Kammer zu. Dennoch dürfen diejenigen Aussagen, welche A.________ – nach er-
folgter Belehrung über seine Rechte – machte, gewürdigt werden. Zusammenge-
fasst ergibt diese Würdigung, dass die Aussagen von A.________ lebensfremd, 
und voller offenkundiger Widersprüche sind. Zudem stimmen sie inhaltlich nicht mit 
den weiteren Beweismitteln, den Audioaufnahmen und Standorten sowie den Aus-
sagen der anderen befragten Personen überein. Sehr bezeichnend sind denn auch 
die hinterlassenen Drohnachrichten. Auch das letzte Vorbringen der Verteidigung, 
die Audioaufnahmen seien mutmasslich falsch übersetzt worden, kann als Schutz-
behauptungen betrachtet werden. Schliesslich konnte A.________ bis zum Schluss 
nicht nachvollziehbar darlegen, wieso er als Übersetzter zwischen dem Albani-
schen und Kosovarischen fungieren musste. Südalbaner und Kosovaren sprechen 
gemäss einer Recherche der Kammer – sowie auch der Aussage von C.________ 
(pag. 9515 Z. 23) – alle Albanisch, wenn auch mit kleinen regionalen Unterschie-
den, eine Übersetzung war demnach nicht notwendig (vgl. zu den verschiedenen 
Dialekten: Spiegel Artikel vom 19.02.1973, Albanien: Gegen und Tosken, 
www.spiegel.de/spiegel/print/d-42650938.html, zuletzt besucht am 21. November 
2019). Zudem müsste er als Übersetzer den Überblick über das Tatgeschehen ge-
habt haben, was wiederum nicht zu der Tatsache passt, dass er in seinen Aussa-
gen keine Details des Tatgeschehens nennen konnte. Die Kammer erachtet die 
Version des Übersetzers als klassische Schutzbehauptung und stellt nicht auf die-
se ab.

Aufgrund der objektiven und subjektiven Beweismittel ist für die Kammer somit er-
stellt, dass A.________ massgeblich am Raub beteiligt war. Die A.________ 
schwer belastenden Überwachungsmassnahmen zeigen eindeutig auf, dass er von 
Anfang an bei den Tathandlungen stets dabei war, beginnend mit dem ersten Tele-
fongespräch am 9. April 2016 um 18:32 Uhr zwischen ihm und seinem Schwager 
AB.________ (pag. 778) und der am gleichen Tag um 21:00 Uhr erfolgten ersten 
Rekognoszierungstour (pag. 778), bei welcher gemäss Randdatenerhebung auch 
Y.________ dabei war (pag. 779). Auch am 10. April 2016 (pag. 780 ff.) waren 
A.________ und Y.________ zusammen und trafen sich in der Nähe des Tatortes, 
wohl bei der Tankstelle BH.________ in Bleienbach (vgl. auch pag. 804). Nur kurze 
Zeit später telefonierte A.________ mit einer unbekannten Person albanischer 
Sprache und sagte „gut fesseln. Man muss sich nach einer halben Stunde von dort 
entfernen, hörst du… 10 min…“ (pag. 805). In allen Gesprächen tritt A.________ 
relativ bestimmend auf und gibt namentlich Anweisungen wohin, wie zu fahren ist 
und was zu machen ist. Am 12. April 2016 ist auf der Audiodatei 3174 (pag 784) zu 
hören wie A.________ Anweisungen gibt, dies obwohl er bei der eigentlichen Aus-
führung der Tat dann im Auto blieb. Auch was die Beuteaufteilung betrifft, wurde er 
gemäss übereinstimmenden Aussagen von Z.________ (pag. 5343 Z. 99 f.), 
AA.________ (pag. 5652 Z. 363 f.) sowie AB.________ (pag. 5465 Z. 103) belas-
tet, diese vorgenommen zu haben. Der von der Verteidigung gemachte Einwand, 
dass A.________ während des Raubes lediglich draussen gewartet habe, vermag 
seine Tatbeteiligung demgemäss nicht geringer erscheinen zu lassen. Stattdessen 
ist von einer Arbeitsteilung der beteiligten Personen auszugehen.

Die Kammer erachtet als erstellt, dass A.________ den weiteren Beteiligten 
während der Tat Anweisungen erteilte. Dennoch erachtet sie es abweichend von 

32

der Vorinstanz nicht als klar erstellt, dass er der Kopf der Bande bzw. der eigentli-
che Chef war. Für diese Annahme liegen nach Ansicht der Kammer zu wenig kon-
krete Beweismittel vor. Insbesondere ist nicht klar, wie der Tatplan konkret zustan-
de kam. Jedenfalls erachtet es die Kammer aber als erstellt, dass er am Raub in 
Bleienbach entscheidend mitwirkte, indem er mehrfach zum Tatort fuhr, Anweisun-
gen gab, das Fenster öffnete und schliesslich die Beute aufteilte. Der Sachverhalt 
gemäss Ziff. I. 1 der Anklageschrift (pag. 7932 f.) ist erfüllt. 

9.1.4 Rechtliche Würdigung

Den theoretischen Ausführungen der 1. Instanz zu den Formen der Tatbeteiligun-
gen, zum Raub, und zur Bandenmässigkeit des Raubes kann vollumfänglich ge-
folgt werden, es wird integral auf diese verwiesen (pag. 8907 ff., S. 44 ff. der Ur-
teilsbegründung).

Vorliegend wird betreffend den Raub von der Verteidigung einzig die Qualifikation 
der Beteiligung von A.________ als Mittäterschaft gerügt, es wird stattdessen ein 
Schuldspruch für Gehilfenschaft zum Raub beantragt (pag. 9515 ff.). Folglich ist 
einzig die Art der Tatbeteiligung zu prüfen. Pro memoria werden hierzu die korrek-
ten theoretischen Ausführungen der Vorinstanz wiedergegeben (pag. 8907 f., S. 44 
f. der Urteilsbegründung).

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist Mittäter, wer bei der Entschliessung, Planung oder 
Ausführung eines Deliktes vorsätzlich und in massgebender Weise mit anderen Tätern zusammen-
wirkt, so dass er als Hauptbeteiligter dasteht. Der Tatbeitrag des Mittäters muss nach den Umständen 
des konkreten Falls als für die Ausführung des Delikts wesentlich erscheinen. Es ist nicht erforderlich, 
dass der Mittäter an der eigentlichen Tatausführung beteiligt ist oder sie zu beeinflussen vermag. Die 
Mittäterschaft setzt einen gemeinsamen Tatentschluss voraus, der sich auch im konkludenten Han-
deln äussern kann, wobei Eventualvorsatz bezüglich des Erfolgs genügt. Der Mittäter kann sich den 
Vorsatz auch erst während der Ausführung zu Eigen machen. Massgeblich ist, dass der Mittäter am 
Entschluss, ein Delikt zu begehen, oder an seiner Ausführung unter Umständen oder in einem Mass 
beteiligt ist, die ihn nicht als weiteren Beteiligten, sondern als Hauptbeteiligten erscheinen lassen 
(BGE 135 IV 152 E. 2.3.1). Indiz für Mittäterschaft ist regelmässig das Interesse an der Tat, insbeson-
dere die anteilsmässige Beteiligung an der Beute (vgl. TRECHSEL/JEAN-RICHARD, in: Trech-
sel/Pieth (Hrsg.), Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 
2018, Art. 24 N 15, m.w.H.).

Gehilfe ist demgegenüber, wer vorsätzlich in untergeordneter Stellung die Vorsatztat eines anderen 
fördert (TRECHSEL/JEAN-RICHARD, a.a.O., Art. 25 N 1). Darunter fällt jeder kausale Beitrag, der die Tat 
fördert, so dass sich diese ohne die Mitwirkung des Gehilfen anders abgespielt hätte. Im Unterschied 
zum Tatbeitrag des Mittäters verlangt Beihilfe jedoch nicht, dass die Realisierung der Straftat von der 
Hilfeleistung geradezu abhinge. Die blosse Förderung der Tat genügt. Die Beihilfe muss die Erfolgs-
chancen des tatbestandserfüllenden Verhaltens erhöhen (BSK StGB/JStG–FOSTER, 4. Aufl. 2018, 
Vor Art. 24 StGB N 39).

Die Beweiswürdigung hat ergeben, dass A.________ bei der Ausführung des Rau-
bes in massgeblicher Weise beteiligt gewesen ist. Er organisierte Fahrzeuge für die 
Ausführung des Raubes und fuhr die weiteren Beteiligten zum Tatort und holte sie 
ab. Weiter gab er den weiteren Beteiligten in Bezug auf das konkrete Tatvorgehen 

33

genaue Anweisungen (z.B. pag. 805, pag. 809 f.). Er war im Vorfeld bei sämtlichen 
Rekognoszierungstouren dabei. Zudem öffnete er das Fenster, in welches später 
eingestiegen wurde, und verteilte schliesslich im BJ.________ (Lokal) in Grenchen 
das Diebesgut. Während des eigentlichen Raubüberfalles wartete er im Auto und 
beteiligte sich demgemäss nicht direkt daran.

Der Tatbeitrag von A.________, erscheint damit – trotz des draussen Wartens 
während des eigentlichen Raubes – als erheblich und kann keinesfalls als unterge-
ordnet bezeichnet werden. Er erscheint durch seine zahlreichen Beiträge am Raub 
und insbesondere auch an der Vorbereitung desselben, als am Entschluss und der 
Ausführung in einem Mass beteiligt, das ihn als einen der Hauptbeteiligten erschei-
nen lässt. Dafür spricht auch die Aufteilung des gestohlenen Geldbetrags, von wel-
chem er einen gleichwertigen Anteil erhielt. Durch seine Anweisungen an die Mit-
täter wird denn auch ohne Weiteres klar, dass deren Handlungen auch von seinem 
direkten Vorsatz umfasst waren. Mit seiner Beteiligung erfüllt A.________ die Vor-
aussetzungen der Mittäterschaft, weshalb er sich die Handlungen seiner Mittäter 
vollumfänglich anrechnen lassen muss. 

Einen Raub nach Art. 140 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; 
SR 311.0) begeht, wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Androhung ge-
genwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder nachdem er den Betroffenen zum Wi-
derstand unfähig gemacht hat, einen Diebstahl begeht (Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 
StGB). Gemäss Art. 140 Ziff. 3 Abs. 1 und 2 StGB macht sich des bandenmässigen 
Raubes schuldig, wer den Raub als Mitglied einer Bande ausführt, die sich zur fort-
gesetzten Verübung von Raub oder Diebstahl zusammengefunden hat.

Die rechtliche Würdigung des Tatbestands des Raubes gemäss Art. 140 StGB und 
der Bandenmässigkeit des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 3 Abs. 1 und 2 wird von 
der Verteidigung vorliegend nicht bestritten, so dass auf eine ausführliche Darle-
gung verzichtet werden kann. Klarerweise ist der Tatbestand des bandenmässigen 
Raubes vorliegend erfüllt, obwohl es die Kammer – im Vergleich zum vorinstanzli-
chen Beweisergebnis – nicht als erstellt erachtet, dass A.________ der Chef der 
Bande war. Es kann bei den am Raub beteiligten Personen von einem in gewissem 
Masse fest verbundenen und stabilen Team gesprochen werden, da wie von der 
Vorinstanz gezeigt (pag. 8910, S. 47 der Urteilsbegründung), von 5 bzw. 4 Mitglie-
dern der Gruppe zumindest zwei weitere Diebstahlsversuche begangen wurden. 
Darin manifestiert sich der Wille zur gemeinsamen Begehung einer Mehrzahl von 
Delikten. Die feste Rolle eines der Bandenmitglieder als Chef ist demgegenüber 
nicht erforderlich.

Zu den Tatbeständen der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs liegen 
von der Verteidigung keine Anträge vor (pag. 9519 f.). Die Kammer geht deshalb 
davon aus, dass die Verteidigung diese Delikte als Bestandteile des Raubes eben-
falls anerkennt. Zu den Tatbeständen der Sachbeschädigung und des Hausfrie-
densbruchs kann vollumfänglich auf die Ausführungen der Vorinstanz abgestellt 
werden (pag. 8910 f., S. 47 f. der Urteilsbegründung), welche pro memoria wieder-
gegeben werden:

Sachbeschädigung

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Gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB wird auf Antrag bestraft, wer eine Sache, an der ein fremdes Eigen-
tums-, Gebrauchs- oder Nutzniessungsrecht besteht, beschädigt, zerstört oder unbrauchbar macht. 

Indem A.________ das Fenster im Erdgeschoss des Restaurants BC.________ aufbrach und dabei 
Aufbruchspuren hinterliess, hat er den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllt. Der erforderliche 
Strafantrag liegt vor (p. 7468).

Hausfriedensbruch

Art. 186 StGB bestimmt, dass sich des Hausfriedensbruchs unter anderem schuldig macht, wer ge-
gen den Willen des Berechtigten in ein Haus, in eine Wohnung, in einen abgeschlossenen Raum ei-
nes Hauses oder in einen unmittelbar zu einem Haus gehörenden umfriedeten Platz, Hof oder Garten 
oder in einen Werkplatz unrechtmässig eindringt.

Indem Z.________, AC.________ und AD.________ in den ersten Stock des Wirtshauses von 
AF.________ eindrangen, ohne dazu berechtigt gewesen zu sein, haben sie den Tatbestand des 
Hausfriedensbruchs erfüllt. Auch hier erfolgt eine Anrechnung zu Lasten von A.________ infolge Mit-
täterschaft.

A.________ wird dementsprechend des bandenmässigen Raubes, der Sachbe-
schädigung und des Hausfriedensbruchs alles begangen in Mittäterschaft mit 
Z.________, AD.________, AC.________, Y.________, AB.________, 
AA.________ und AE.________, am 12. April 2016 in Bleienbach zum Nachteil von 
AF.________, schuldig gesprochen.

9.2 Einbruch-Diebstahlsversuch vom 3.-6. April 2016 z.N. von AF.________ (Ziff. 
III.2.14, 3.14 und 4.15 des erstinstanzlichen Urteilsdispositivs)

9.2.1 Vorwurf gemäss Anklageschrift (vgl. pag. 8883, S. 20 der Urteilsbegründung)

Gemäss Anklageschrift (pag. 7938, Ziff. I.2.14) seien AA.________ in seinem roten 
VW Golf mit AD.________ als Beifahrer und A.________ in seinem grauen VW 
Golf mit AC.________ als Beifahrer zum Wirtshaus von AF.________ in Bleien-
bach gefahren. Sie hätten ein Fenster des Wirtshauses geöffnet und anschliessend 
seien AD.________ und AC.________ durch dieses in das Gebäude eingedrun-
gen. Sie hätten einen verschlossenen Safe gefunden, den sie jedoch weder hätten 
öffnen noch aufgrund des hohen Gewichts hätten wegtragen können. Sie seien 
deshalb ohne Beute wieder davon gefahren.

9.2.2 Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

Betreffend des dem Raub vorangegangen Diebstahlsversuchs bei AF.________ in 
Bleienbach hat A.________ seine Beteiligung bis zuletzt vollumfänglich bestritten 
(pag. 4227 und pag. 8639). Seine Verteidigung beantragt in diesem Punkt einen 
Freispruch (pag. 9516 Ziff. 6). Dementsprechend ist zu prüfen, ob A.________ am 
Diebstahlversuch beteiligt war.

35

9.2.3 Beweismittel und Beweiswürdigung der Kammer

Die Anklage beruht einzig auf den Aussagen von AA.________ (pag. 5651 Z. 314 
ff.), welcher ohne Vorhaltungen aussagte, dass AE.________ A.________ auf ent-
sprechende Frage erzählt habe, beim Wirt des Restaurants in Bleienbach sei viel 
Geld zu holen (pag. 5651 Z. 305 ff.). Sie seien dann mit zwei Auto, eines mit 
A.________ (genannt A.________), AC.________ und ihm, das andere von 
AE.________ gelenkt nach Bleienbach gefahren (pag. 5669 Z. 59 ff.). Sie hätten 
ca. 10 Meter vom Restaurant entfernt angehalten und sich das Restaurant von 
aussen angesehen. A.________ habe ein Foto mit dem Handy gemacht, da er den 
Ort nicht gekannt habe, so dass er sich habe orientieren können (Z. 87 f.). Ca. drei 
Tage später (Z. 91), respektive ca. eine Woche vor dem Raub ebenfalls im Restau-
rant BC.________ in Bleienbach (pag. 5670 Z. 152 ff.), seien dann er selber, 
A.________, AD.________ und AC.________ dorthin gefahren und AD.________ 
und AC.________ seien ins Haus eingedrungen (pag. 5670 Z. 109). Der Tresor sei 
aber zu gross zum Mitnehmen gewesen.

Er habe das alles nur vom Hören sagen gewusst (pag. 4041 Z. 74 ff.). respektive 
habe AE.________ das erzählt (pag. 4121 Z. 76 ff.). AA.________ und 
AD.________ und noch ein anderer Junge seien dorthin gefahren. Sie seien rein-
gegangen und hätten den Schlüssel aber nicht gefunden. Dann seien sie wieder 
rausgegangen (pag. 4041 Z. 75 ff). 

Wie bereits unter Ziff. 9.1.3 festgehalten, ist aus den vorhandenen Beweismitteln 
erstellt, dass A.________ von Anfang an massgeblich am Raub in Bleienbach be-
teiligt war. Auch bezüglich des fraglichen Diebstahlversuchs versuchte er bei der 
Staatsanwaltschaft AE.________ als Drahtzieher zu bezeichnen, und sich selber 
nur als „Zuhörer“. Die Version von A.________ wird von keinem anderen Beteilig-
ten bestätigt. Jedoch gab er an nicht wenige Details des Diebstahlversuchs vom 
Hören-Sagen gekannt zu haben. Die Kammer erachtet die Tatsache, dass er diese 
Einzelheiten kannte als Indiz, dass er beim Diebstahlversuch dabei war, und die 
Aussage er habe dies nur gehört als klare Schutzbehauptung. Insgesamt sind sei-
ne Aussagen nicht glaubhaft.

Wie unter Ziff. 9.1.3 bei der Aussagewürdigung zum Raub ausgeführt, hat sich ge-
zeigt, dass die Aussagen von AA.________ insgesamt glaubhaft sind. Insbesonde-
re die Tatsache, dass er sich selbst belastete und ohne entsprechenden Vorhalt 
aussagte, macht auch seine Aussagen zum Diebstahlversuch glaubhaft. Es ist auf 
seine klaren und konstanten Aussagen abzustellen, der keinerlei Grund hatte, 
A.________ zu Unrecht und sich selbst schwerwiegend zu belasten. Seine Aussa-
gen passen stimmig ins Gesamtbild und sind nachvollziehbar.

Die Kammer erachtet es somit als erstellt, dass A.________ an dem fraglichen 
Einbruchdiebstahlsversuch wie in der Anklageschrift geschildert beteiligt war.

9.2.4 Rechtliche Würdigung

Wer jemandem eine fremde bewegliche Sache zur Aneignung wegnimmt, um sich 
oder einen anderen damit unrechtmässig zu bereichern, macht sich des Diebstahls 

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schuldig (Art. 139 Ziff. 1 StGB). Nach Art. 139 Ziff. 2 und Ziff. 3 StGB wird härter 
und insbesondere mit einer Mindeststrafe von 90 Tagessätzen Geldstrafe bzw. 
sechs Monaten Freiheitsstrafe bestraft, wer einen Diebstahl gewerbsmässig bzw. 
bandenmässig begeht. Dazu kann auf die korrekten theoretischen Ausführungen 
der Vorinstanz verwiesen werden (pag. 8981 ff., S. 118 ff. der Urteilsbegründung):

Gewerbsmässigkeit

Die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung geht für die Umschreibung der Gewerbsmässigkeit 
vom Begriff des berufsmässigen Handelns aus. Gemäss dieser Rechtsprechung handelt der Täter be-
rufsmässig, „wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktischen Tätigkeit aufwendet, 
aus der Häufigkeit der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraums sowie aus den angestrebten 

und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische Tätigkeit nach Art eines Berufes ausübt“. Wei-
ter sei vorausgesetzt, dass „der Täter die Tat bereits mehrfach begangen hat, dass er in der Absicht 
handelte, ein Erwerbseinkommen zu erlangen, und dass aufgrund seiner Taten geschlossen werden 

muss, er sei zu einer Vielzahl von unter den fraglichen Tatbestand fallenden Taten bereit gewesen“ 
(BGE 119 IV 129, E. 3a; BGE 123 IV 113, E. 2c, BGE 116 IV 319, E. 3 und 4; BSK StGB/JStG-
NIGGLI/RIEDO, 4. Aufl. 2018, Art. 139 StGB N 89).

Wieviele Straftaten vorausgesetzt sind, lässt sich nicht genau beziffern. Zu berücksichtigen ist viel-
mehr, in welchem Zeitraum und mit welchem Deliktsbetrag diese verübt wurden. Es ist jeweils im Ein-
zelfall zu prüfen, ob die Häufigkeit der begangenen Delikte darauf schliessen lässt, dass der Täter 
damit eine deliktische Tätigkeit „nach Art des Berufes“ ausübt (BSK StGB/JStG-NIGGLI/RIEDO, 4. Aufl. 
2018, Art. 139 StGB N 97). 

Die Absicht, ein Erwerbseinkommen zu erzielen, besteht, wenn das Bestreben erkennbar ist, aus der 
deliktischen Tätigkeit mit einer gewissen Regelmässigkeit Einkünfte zu erzielen, die geeignet sind, ei-
nen namhaften Teil der Lebenskosten zu decken. Dass es tatsächlich gelingt, einen namhaften Ge-
winn zu erzielen, ist nicht erforderlich – es genügt die entsprechende Absicht. Nicht vorausgesetzt ist 
auch, dass die deliktische Tätigkeit die einzige oder auch nur die hauptsächliche Einnahmequelle des 
Täters bildet; es genügt ein „Nebenerwerb“ (BSK StGB/JStG-NIGGLI/RIEDO, 4. Aufl. 2018, Art. 139 
StGB N 98 f.). 

Bandenmässigkeit

Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist Bandenmässigkeit gegeben, wenn zwei oder meh-
rere Täter sich mit dem ausdrücklich oder konkludent geäusserten Willen zusammenfinden, inskünftig 
zur Verübung mehrerer selbstständiger, im Einzelnen möglicherweise noch unbestimmter Straftaten 
zusammenzuwirken. Dabei ist nicht erforderlich, dass sich jeder Einzelne an den Straftaten der Bande 
beteiligt. Eine Bande kann nach der Rechtsprechung schon beim Zusammenschluss von zwei Tätern 
gegeben sein, wenn nur gewisse, über die blosse Mittäterschaft hinausgehende Mindestansätze einer 
Organisation (etwa einer Rollen- oder Arbeitsteilung) vorliegen oder die Intensität des Zusammenwir-
kens ein derartiges Ausmass erreicht, dass von einem bis zu einem gewissen Grade fest verbunde-
nen und stabilen Team gesprochen werden kann, auch wenn dieses allenfalls nur kurzlebig war (Ur-
teil des BGer 6B_1145/2016 vom 07.04.2017 E. 1.3). Bandenmässigkeit kann auch bei Banden mit 
stetig wechselnder Zusammensetzung gegeben sein, wenn das Delikt in Erfüllung einer von der Ban-
de übertragenen Aufgabe begangen wurde (vgl. Urteil des BGer 6B_980/2014 vom 02.04.2015 E. 
1.4).

Bezüglich des Tatbestands des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls (Art. 
139 Ziff. 2 und 3 StGB) ist die rechtliche Würdigung unbestritten und der Tatbe-

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stand klarerweise erfüllt, so dass auf diesen nicht mehr eingegangen wird. Auch die 
Schwelle zum Versuch ist durch den vorliegenden Sachverhalt mit dem Eindringen 
ins Gebäude klarerweise überschritten worden. Der Diebstahl wurde in Ermanglung 
von gefundenem Diebesgut nicht vollendet, womit ein Versuch vorliegt (Art. 22 Abs. 
1 StGB). Bezüglich der Tatbeteiligung von A.________ kann aufgrund der engen 
Verbindung des Sachverhalts vollumfänglich auf das unter Ziff. 9.1.4 Gesagte ver-
wiesen werden. Er ist wie oben ausgeführt massgeblich an der Tatausführung be-
teiligt gewesen, so dass die Voraussetzungen der Mittäterschaft zu bejahen sind 
und er sich die Tathandlungen von AD.________ und AC.________ sowie 
AA.________ anrechnen lassen muss. Er wird des versuchten banden- und ge-
werbsmässigen Diebstahls (Art. 139 Ziff. 2 und 3 StGB), begangen im Zeitraum 
vom 3.-6. April 2016 zum Nachteil von AF.________ schuldig gesprochen.

Da sich, wie die Vorinstanz korrekt ausführte, in den Akten kein Strafantrag zu die-
sem Vorfall finden lässt, entfällt eine diesbezügliche Verurteilung wegen Sachbe-
schädigung und Hausfriedensbruch (pag. 8912, S. 49 der Urteilsbegründung).

9.3 Einbruch-Diebstahlsversuch, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch vom 
11./12. April 2016 z.N. der AR.________ AG (Ziff. III. 2.15, 3.13 und 4.14 des erst-
instanzlichen Urteilsdispositivs)

9.3.1 Vorwurf gemäss Anklageschrift (vgl. pag. 8894 f., S. 31 f. der Urteilsbegründung)

In der Nacht vom 11./12. April 2016 zirka nach 23:00 Uhr seien A.________ mit 
Y.________, Z.________, AD.________ und AC.________ in die Nähe der 
AR.________ AG in Grenchen gefahren. Z.________ und AD.________ hätten auf 
Anordnung von A.________ das Auto verlassen und seien in das Gebäude der 
AR.________ AG eingestiegen, dies in der Erwartung Geld oder andere Beute zu 
finden. A.________ habe mit Y.________ im Auto gewartet. 
(pag. 7938, Ziff. I.2.15,). Gemäss Strafanzeige der Kantonspolizei Solothurn vom 
25. April 2016 (p. 836 ff.) habe die Täterschaft auf der Südseite mit einem unbe-
kannten Gegenstand die Glasscheibe eines Fensters entfernt und mittels Durch-
greifen geöffnet. Danach hätten sie das Fenster wieder verschlossen und im Innern 
der Firma diverse Büros, Schränke und weitere Behältnisse geöffnet. Nachdem sie 
noch zwei weitere Türen und einen Schrank mittels unbekannten Flachwerkzeugs 
aufgewuchtet und erneut kein Deliktsgut gefunden hätten, hätten sie das Tatobjekt 
wieder verlassen. Der Sachschaden betrage total ca. CHF 1‘800.00 (pag. 837).

9.3.2 Unbestrittener und bestrittener Sachverhalt

A.________ bestreitet seine Beteiligung an diesen Delikten vollumfänglich, und 
seine Verteidigung