# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 04a8a80f-a162-5017-9c0b-b4b9d1f1acd8
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-09
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Verwaltungsgerichtshöfe 09.05.2025 601 2025 20
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_007_601-2025-20_2025-05-09.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

601 2025 20

Urteil vom 9. Mai 2025

I. Verwaltungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud 
Richter: Dominique Gross, Dina Beti 
Gerichtsschreiber-Praktikant: Gabriel Chocomeli

Parteien A.________, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt Christian 
Jungen

gegen

AMT FÜR BEVÖLKERUNG UND MIGRATION, Vorinstanz    

Gegenstand Bürgerrecht, Niederlassung, Aufenthalt

Wiedererwägungsgesuch betr. Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug 

Beschwerde vom 18. Februar 2025 gegen den Entscheid vom 16. Januar 
2025

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. A.________ (Beschwerdeführer), geboren 1957, kosovarischer Staatsangehöriger, ist im 
Besitz einer Niederlassungsbewilligung (Permis C) und wohnt in B.________. Der 
Beschwerdeführer erlitt 2002 einen Autounfall, woraufhin er für einige Monate ein Taggeld des 
Unfallversicherers erhielt. In der Folge wurde ihm gekündigt und er war sodann aufgrund der geltend 
gemachten gesundheitlichen Probleme nicht mehr arbeitstätig; für eine kurze Zeit erhielt er eine 
befristete Invalidenrente der Invalidenversicherung und bezog sodann teilweise Leistungen der 
Sozialhilfe. Schliesslich meldete er sich bei der Ausgleichskasse zum Vorbezug der Altersrente um 
zwei Jahre, nämlich ab dem 1. Dezember 2020. Seither erhält er eine monatliche AHV-Rente und 
Ergänzungsleistungen. 

Am 15. August 2018 heiratete der Beschwerdeführer seine zweite Ehegattin, C.________, geboren 
im Jahr 1969, die ebenfalls kosovarische Staatsangehörige ist. Sie stellte am 20. Mai 2021 bei der 
Botschaft in Pristina einen Antrag auf Erteilung eines Visums für den langfristigen Aufenthalt (Visum 
D) bzw. für eine Aufenthaltsbewilligung im Familiennachzug. 

Mit Verfügung vom 3. Februar 2022 lehnte das Amt für Bevölkerung und Migration (Vorinstanz) das 
Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ab. Die Vorinstanz begründete dies im Wesentli-
chen damit, dass der Beschwerdeführer Ergänzungsleistungen beziehe. Zudem habe die Berech-
nung des Budgets vom 6. Oktober 2021 eine monatliche Unterdeckung von CHF 1'277.- ergeben. 
Es sei fraglich, ob die Ehefrau eine Anstellung fände, um diese Unterdeckung abzufedern, und das 
eingereichte Arbeitsversprechen der D.________ GmbH vom 20. Dezember 2021, wonach die Ehe-
frau zukünftig als temporäre Mitarbeiterin zu 50 % für ein monatliches Gehalt von CHF 2'300.- einge-
stellt werde, sei vermutlich nur zum Schein ausgestellt worden, um die Gewährung der Aufenthalts-
bewilligung zu erleichtern. Das Risiko, kurz- bzw. mittelfristig Leistungen von der Sozialhilfe bezie-
hen zu müssen, sei daher als konkret einzustufen. Mit Urteil KG FR 601 2022 31 vom 11. Juli 2022 
hat das Kantonsgericht die hiergegen erhobene Beschwerde des Beschwerdeführers abgewiesen. 
Namentlich teilte das Gericht die Einschätzung der Vorinstanz hinsichtlich des Arbeitsversprechens 
der D.________ GmbH; zudem seien dieses Versprechen sowie eine weitere im Rahmen des 
Beschwerdeverfahrens eingereichte Bescheinigung des Grillhouse E.________ in F.________, 
wonach die Ehefrau als Hilfsköchin eingestellt werden könne, keine Arbeitsverträge und somit 
rechtlich nicht durchsetzbar. Dieses Urteil wurde nicht angefochten.

B. Am 7. Juni 2023 stellte der Beschwerdeführer bei der Vorinstanz ein neues Gesuch um eine 
Aufenthaltsbewilligung bzw. ein Gesuch um Wiedererwägung für seine Ehefrau. Er gab insbeson-
dere an, dass sie eine Arbeitsstelle als Hilfsköchin gefunden habe, und übermittelte hierzu eine wei-
tere Bescheinigung des Grillhouse E.________ in F.________ vom März 2023. Mit ihrem Gehalt 
und seiner Rente könnten die Lebenshaltungskosten in der Schweiz gedeckt werden. Die Vorinstanz 
informierte den Beschwerdeführer am 21. September 2023, dass die Voraussetzungen für den 
Familiennachzug weiterhin nicht erfüllt seien und sie daher die Abweisung des Gesuchs 
beabsichtige. Am 26. September 2023 nahm der Beschwerdeführer Stellung und fragte am 22. Mai 
2024 nach dem Stand des Verfahrens. Die Vorinstanz erkundigte sich mit Schreiben vom 15. Juli 
2024, ob sich die Verhältnisse zwischenzeitlich verändert hätten, was der Beschwerdeführer am 
28. August 2024 verneinte. Am 17. Dezember 2024 forderte der Beschwerdeführer die Vorinstanz 
erneut auf, ihn über den Verfahrensstand zu informieren bzw. über die Angelegenheit zu 
entscheiden. 

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C. Mit Entscheid vom 16. Januar 2025 ist die Vorinstanz auf das Gesuch um Wiedererwägung 
nicht eingetreten. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sich die finanzielle Situation 
nicht in dem Masse verändert habe, dass die Kriterien für einen Familiennachzug nun erfüllt seien.

D. Am 18. Februar 2025 hat der Beschwerdeführer hiergegen Beschwerde an das Kantonsgericht 
erhoben. Er beantragt insbesondere, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das Gesuch 
um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs sei gutzuheissen. Even-
tualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung und zum neuen materiellen Ent-
scheid an die Vorinstanz zurückzuweisen mit der Anweisung, den entsprechenden Entscheid innert 
nützlicher Frist zu erlassen. Zur Begründung legt er insbesondere dar, seine Ehegattin habe nach 
Eröffnung der des angefochtenen Entscheides zwei neue Arbeitsangebote erhalten, und reicht dem 
Gericht die entsprechenden Arbeitsverträge als Beweismittel ein. Es sei unwahrscheinlich, dass sie 
in den ersten Jahren ihrer Anwesenheit in der Schweiz Ergänzungsleistungen beziehen würde. Das 
Interesse der Öffentlichkeit an einer sofortigen Verbesserung seiner finanziellen Situation sei höher 
zu gewichten als das öffentliche Interesse, einen theoretisch möglichen Bezug von Ergänzungsleis-
tungen durch die Ehegattin im Pensionsalter zu verhindern. Durch die Verfügung werde das Ehele-
ben faktisch verunmöglicht, was die verfassungsrechtlichen und völkerrechtlichen Bestimmungen 
verletze. 

E. Die Vorinstanz verweist am 27. März 2025 auf die Erwägungen des angefochtenen Entschei-
des und beantragt die Abweisung der Beschwerde. 

F. Auf die weiteren Parteivorbringen und die eingereichten Unterlagen wird – soweit für die Ent-
scheidfindung erforderlich – im Rahmen der Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen

1.

1.1. Das Kantonsgericht ist zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 114 
Abs. 2 Bst. a des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; 
SGF 150.1] in Verbindung mit Art. 7 Abs. 2 des kantonalen Ausführungsgesetzes vom 13. November 
2007 zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer [AGAIG; SGF 114.22.1]). Der 
Beschwerdeführer, der um eine Aufenthaltsbewilligung für seine Ehefrau ersucht, ist jedenfalls inso-
weit im Sinne von Art. 76 VRG zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert, als er das Recht auf 
Familienleben geltend macht (siehe Urteil BGer 2C_295/2009 vom 25. September 2009 E. 1.2). Die 
Beschwerdefrist wurde eingehalten (Art. 79 Abs. 1 VRG). Der Kostenvorschuss wurde rechtzeitig 
bezahlt (Art. 128 VRG). Auf die Beschwerde ist daher unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägung 
einzutreten.

1.2. Die Beschwerde richtet sich gegen eine Verfügung der Vorinstanz, mit der diese auf das 
Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist. 

Soweit die Vorinstanz auf ein Rechtsmittel nicht eintritt, ohne mit einer Eventualbegründung die 
Sache auch materiell zu beurteilen, kann vor dem Kantonsgericht nur das Nichteintreten angefoch-
ten werden. Ist die Beschwerde begründet, weist das Gericht die Sache zur weiteren Beurteilung 
des Falles zurück. Andernfalls hat es mit dem vorinstanzlichen Nichteintretensentscheid sein 

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Bewenden (siehe BGE 144 II 184 E. 1.1; 139 II 233 E. 3.2). Der Streitgegenstand des vorliegenden 
Rechtsmittelverfahrens ist somit grundsätzlich auf die Eintretensfrage beschränkt (Urteile BGer 
2C_304/2023 vom 17. Mai 2024 E. 1.2; 2C_922/2022 vom 22. März 2024 E. 1.3; 2C_52/2023 vom 
3. August 2023 E. 1.3). Nachdem die Vorinstanz auf die Angelegenheit ohne (fundierte) materielle 
Eventualbegründung nicht eingetreten ist, geht der Antrag des Beschwerdeführers, dass seiner Ehe-
gattin eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs zu erteilen sei, über das Streit-
objekt hinaus. Insoweit ist folglich auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.

Mit der Beschwerde an das Kantonsgericht können die Verletzung des Rechts einschliesslich Über-
schreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden. Die Rüge der Unangemessenheit ist vorliegend 
ausgeschlossen (Art. 77 f. VRG).

3.

Wie erwähnt, ist in casu einzig streitig und durch das Kantonsgericht zu prüfen, ob die Vorinstanz 
mit dem Entscheid vom 16. Januar 2025 auf das Wiedererwägungsgesuch des Beschwerdeführers 
vom 7. Juni 2023 zu Recht nicht eingetreten ist, oder ob sie verpflichtet gewesen wäre, dieses 
Gesuch materiell zu behandeln. 

Eine ausländische Person, deren Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung abgelehnt worden ist, 
kann grundsätzlich jederzeit ein neues Bewilligungsgesuch bei der ersten Instanz einreichen (vgl. 
UEBERSAX/SCHLEGEL, Einreise und Anwesenheit, in: Uebersax et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, 3. Aufl. 
2022, S. 403 ff., Rz. 9.496). Unabhängig davon, ob dieses Gesuch als Wiedererwägung oder neuer 
Antrag bezeichnet wird, kann es indes nicht dazu dienen, rechtskräftige Verwaltungsentscheide 
immer wieder infrage zu stellen (siehe BGE 146 I 185 E. 4.1). Eine kantonale Behörde muss sich 
mit einem Wiedererwägungsgesuch dann förmlich befassen und allenfalls auf eine rechtskräftige 
Verfügung zurückkommen, wenn das kantonale Recht dies vorsieht und die entsprechenden 
(gesetzlichen) Voraussetzungen erfüllt sind oder wenn die Grundsätze gemäss Art. 29 Abs. 1 und 
Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV; SR 101) dies unmittelbar verlangen: Danach 
besteht eine behördliche Pflicht, auf ein Gesuch um Wiedererwägung einzutreten, wenn die Umstän-
de sich seit dem ersten Entscheid wesentlich verändert haben oder wenn die gesuchstellende Per-
son erhebliche Tatsachen und Beweismittel dartut, die ihr im früheren Verfahren nicht bekannt waren 
oder die schon damals geltend zu machen für sie rechtlich oder tatsächlich unmöglich war oder 
keine Veranlassung bestand. Es besteht nicht bereits dann ein Anspruch auf eine Neubeurteilung, 
wenn ein Wiedererwägungsgrund nur behauptet wird. Die betroffene Person hat vielmehr glaubhaft 
zu machen und mit geeigneten Beweismitteln zu belegen, welche tatsächlichen Verhältnisse sich 
seit dem ersten Entscheid derart verändert haben, sodass es sich rechtfertigt, die Situation erneut 
zu überprüfen, sowie aufzuzeigen, dass die veränderten Verhältnisse geeignet sind, bei dieser Prü-
fung zu einer anderen Beurteilung zu gelangen (vgl. BGE 146 I 185 E. 4.1; 136 II 177 E. 2.1; 120 Ib 
42 E. 2b; Urteile BGer 2C_714/2022 vom 11. Oktober 2023 E. 3.3; 2C_95/2024 vom 8. August 2024 
E. 4.1).  

In diesem Sinne sieht auch Art. 104 Abs. 1 VRG vor, dass eine Partei die Verwaltungsbehörde 
jederzeit ersuchen kann, ihren Entscheid in Wiedererwägung zu ziehen. Nach Art. 104 Abs. 2 VRG 
muss sich die angerufene Behörde mit einem Wiedererwägungsgesuch nur dann befassen, wenn 
die Verhältnisse sich seit dem ersten Entscheid erheblich geändert haben oder der Gesuchsteller 
erhebliche Tatsachen oder Beweismittel geltend macht, die er beim Erlass des ersten Entscheides 

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nicht kannte oder auf die er sich damals nicht berufen konnte oder keinen Grund dazu hatte, oder 
wenn der Gesuchsteller einen Revisionsgrund im Sinne von Art. 105 VRG geltend macht (wobei 
Letzteres vorliegend von vornherein nicht ersichtlich ist). Als "erheblich" gelten neue Tatsachen und 
Beweismittel dann, wenn sie geeignet sind, den Ausgang des Verfahrens effektiv zu beeinflussen. 
Neue Tatsachen sind nur dann erheblich, wenn sie zu einer für den Gesuchsteller bzw. Beschwer-
deführer vorteilhaften Änderung des Entscheids führen können. Beweismittel erfüllen die Anforde-
rung der Erheblichkeit, wenn deren Existenz im Verfahren geeignet gewesen wäre, dessen Ausgang 
ernsthaft zu beeinflussen (siehe Urteil KG FR 601 2020 86 vom 26. November 2020 E. 2.1).

4.

4.1. Gemäss Art. 43 Abs. 1 Bst. e des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Auslän-
derinnen und Ausländer und über die Integration (AIG; SR 142.20) haben ausländische Ehegatten 
von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung einer Auf-
enthaltsbewilligung, sofern sie unter anderem keine jährlichen Ergänzungsleistungen nach dem 
Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen vom 6. Oktober 2006 zur Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG; SR 831.30) beziehen oder wegen des Familien-
nachzugs beziehen könnten. Für die Beurteilung dieser Frage kann sinngemäss auf die bundesge-
richtliche Rechtsprechung zum Kriterium der Fürsorgeunabhängigkeit zurückgegriffen werden (Urteil 
BGer 2C_309/2021 vom 5. Oktober 2021 E. 5 und 6.1). Demnach ist dieses Kriterium erfüllt, wenn 
keine konkrete Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit besteht (Urteile BGer 2C_35/2019 vom 15. Sep-
tember 2020 E. 4.1; 2C_953/2018 vom 23. Januar 2019 E. 3.1; 2C_834/2016 vom 31. Juli 2017 
E. 2.1). Blosse finanzielle Bedenken genügen nicht und ebenso wenig kann diesbezüglich auf Hypo-
thesen und pauschalierte Gründe abgestellt werden (Urteil BGer 2C_574/2018 vom 15. September 
2020 E. 4.1 mit Hinweisen). Für die Beurteilung der Gefahr der Sozialhilfeabhängigkeit ist von den 
bisherigen und aktuellen Verhältnissen auszugehen und die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung 
auf längere Sicht abzuwägen. In diesem Sinn müssen die Erwerbsmöglichkeiten und das damit ver-
bundene Einkommen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auf mehr als nur kurze Frist hin gesi-
chert erscheinen (BGE 139 I 330 E. 4.1; 122 II 1 E. 3c; Urteil BGer 2C_502/2020 vom 4. Februar 
2021 E. 5.1).

4.2. Der Nachzug von Ehegatten, die sich kurz vor dem Rentenalter befinden, erhöhen in der 
Regel das Risiko der Abhängigkeit von Ergänzungsleistungen bei der Pensionierung. Gemäss Bun-
desgericht hat in solchen Fällen ein allfälliger Eingriff in das Recht auf Schutz des Privat- und Famili-
enlebens (auch im Falle des Bezugs von Ergänzungsleistungen) verhältnismässig und diskriminie-
rungsfrei zu sein (Urteil BGer 2C_7/2023 vom 26. Januar 2024 E. 4.2). Im Rahmen der Verhältnis-
mässigkeitsprüfung erscheint es gegebenenfalls auch angebracht, eine (vorübergehende) Einspa-
rung für die öffentliche Wohlfahrt aufgrund der Erwerbstätigkeit des nachziehenden Ehepartners zu 
berücksichtigen.

5.

5.1. Vorliegend bringt der Beschwerdeführer im Beschwerdeverfahren insbesondere vor, seine 
Ehegattin habe nach Eröffnung des angefochtenen Entscheides vom 16. Januar 2025 zwei neue 
Arbeitsangebote erhalten, und reicht dem Gericht die entsprechenden Arbeitsverträge als Beweis-
mittel ein. So wurde ein erster Arbeitsvertrag zwischen der G.________ AG mit Sitz in H.________ 
und der Ehefrau am 3. Februar 2025 unterzeichnet. Gemäss diesem Arbeitsvertrag wird sie unbe-
fristet als Gebäudereinigerin gemäss dem Gesamtarbeitsvertrag des Reinigungssektors eingestellt, 
mit einem Monatslohn von CHF 4'350.- brutto (für Gebäudereiniger ohne Qualifikation, mit mehr als 

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vier Jahren in der Branche) und einer wöchentlichen Arbeitszeit von 42 Stunden. Als besondere 
Bedingungen wurde festgehalten, dass die Arbeitnehmerin zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses 
nicht über eine gültige Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz verfügt; der Vertrag erreiche demnach 
seine Gültigkeit erst mit dem Erreichen der Schweizer Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung und der 
Arbeitsbeginn habe danach baldmöglichst zu erfolgen. Am 11. Februar 2025 hat die Ehefrau einen 
zweiten Arbeitsvertrag mit dem Hotel Restaurant I.________ GmbH in J.________ unterzeichnet. 
Demnach wird sie – ebenfalls unter der Bedingung, dass sie eine Schweizer Aufenthalts- und 
Arbeitsbewilligung erhält, wobei der Arbeitsbeginn danach baldmöglichst erfolgen solle – als 
Küchenhilfe zu 100% mit einer wöchentlichen Arbeitszeit von 43.5 Stunden zu einem monatlichen 
Bruttolohn von CHF 4'062.50.- (einschliesslich Anteil 13. Monatslohn) angestellt. Der 
Beschwerdeführer bringt vor, dass sich seine Ehefrau für eine dieser Stellen entscheiden werde, 
wenn ihr eine Aufenthaltsbewilligung gewährt werde.  

5.2. Damit zeigt der Beschwerdeführer eine wesentliche Veränderung der Umstände seit der 
rechtskräftigen Beurteilung des ersten Gesuchs um eine Aufenthaltsbewilligung durch das Kantons-
gericht mit Urteil vom 11. Juli 2022 auf. Im damaligen Zeitpunkt lagen dem Kantonsgericht lediglich 
zwei unverbindliche Erklärungen der D.________ GmbH und des Grillhouse E.________ vor, 
wonach sie die Ehefrau anstellen würden, aber kein verbindlicher Arbeitsvertrag, wobei das 
Kantonsgericht hinsichtlich der erstgenannten Erklärung (wie bereits die Vorinstanz) schloss, dass 
diese nur zum Schein abgegeben wurde; überdies stand in beiden Bescheinigungen eine 
teilzeitliche Tätigkeit von 50% (mit entsprechend geringerem Lohn) im Vordergrund. 

Basierend auf den zwei mittlerweile abgeschlossenen Arbeitsverträgen für Arbeitstätigkeiten, welche 
die 55-jährige Ehefrau auch ohne besondere berufliche Qualifikationen ausführen könnte und für die 
sie einen durchschnittlichen Monatslohn von über CHF 4'000.- brutto erhalten würde, rechtfertigt es 
sich, die Situation neu zu prüfen, da diese Verträge geeignet erscheinen, den Ausgang des Verfah-
rens effektiv zu beeinflussen. Dies gilt insbesondere auch mit Blick auf die von der Vorinstanz im 
Entscheid vom 3. Februar 2022 berechnete Unterdeckung von monatlich CHF 1'277.- und die Mög-
lichkeit, dass der Beschwerdeführer durch das Einkommen der Ehefrau für längere Zeit von den 
Ergänzungsleistungen gelöst werden könnte. 

Der Notwendigkeit einer neuen rechtlichen Prüfung steht nicht entgegen, dass diese Arbeitsverträge 
erst nach dem Erlass des angefochtenen Entscheides vom 16. Januar 2025 unterzeichnet und beim 
Kantonsgericht eingereicht worden sind. So darf nach Art. 81 Abs. 3 Satz 2 VRG der Beschwerde-
führer in der Beschwerdeschrift Tatsachen und Beweismittel geltend machen, die im vorangegange-
nen Verfahrenen nicht angeführt wurden. Die kantonale gerichtliche Instanz muss die Sachverhalts-
entwicklung bis zum Zeitpunkt ihres Urteils berücksichtigen (Urteil BGer 2C_529/2019 vom 31. Okto-
ber 2019 E. 5.1.2 mit Hinweisen). Dies korreliert überdies mit der bundesrechtlichen Verpflichtung 
von Art. 110 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110), wonach das letzt-
instanzlich urteilende kantonale Gericht verpflichtet ist, den Sachverhalt bis zum Urteilszeitpunkt zu 
berücksichtigen (vgl. Urteil BGer 2C_939/2017 vom 21. Dezember 2018 E. 5.3). 

6.

Insgesamt ist die Beschwerde damit gutzuheissen und der angefochtene Entscheid ist aufzuheben. 
Die Sache ist an die Vorinstanz als zuständige Fachbehörde zurückzuweisen, damit diese auf das 
neue Gesuch um eine Aufenthaltsbewilligung bzw. das Gesuch um Wiedererwägung eintritt und in 
diesem Rahmen die Voraussetzungen für eine Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im Familien-
nachzug an die Ehefrau – namentlich unter Berücksichtigung der zwei eingereichten Arbeitsverträge 

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– näher abklärt. Dabei ist die Vorinstanz der Vollständigkeit halber darauf aufmerksam zu machen, 
dass die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nach Art. 43 Abs. 4 AIG gegebenenfalls auch mit 
dem Abschluss einer Integrationsvereinbarung verbunden werden könnte, sofern ein besonderer 
Integrationsbedarf gemäss den Kriterien von Art. 58a AIG bestehen würde. 

Die weiteren Rügen des Beschwerdeführers, insbesondere eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
durch die Vorinstanz, müssen daher durch das Kantonsgericht nicht geprüft werden. 

7.

7.1. Bei diesem Verfahrensausgang gilt der Beschwerdeführer als obsiegende Partei. Es werden 
demnach keine Gerichtskosten erhoben (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 133 VRG). Der von ihm geleistete 
Kostenvorschuss von CHF 1'000.- wird ihm zurückerstattet.

7.2. Indes rechtfertigt es sich nicht, dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung zu gewäh-
ren. So sieht Art. 137 Abs. 1 VRG vor, dass in den Beschwerdeverfahren vor einer als letzter kanto-
naler Instanz entscheidenden Behörde der obsiegenden Partei auf Gesuch eine Entschädigung für 
die zur Wahrung ihrer Interessen entstandenen notwendigen Kosten zuspricht. Nach Art. 138 Abs. 
2 VRG hat jedoch eine Partei, die durch eigenes Verschulden im vorangegangenen Verfahren nicht 
zufriedengestellt wurde, keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Der Beschwerdeführer hat-
te im Rahmen des zweiten Gesuchs um eine Aufenthaltsbewilligung vom 7. Juni 2023 hinsichtlich 
einer Erwerbstätigkeit einzig ein Schreiben des Grillhouse E.________ in F.________ vom März 
2023 eingereicht, wonach der Ehefrau eine Anstellung als Hilfsköchin angeboten würde. Hierbei 
handelte es sich allerdings um eine unverbindliche Bescheinigung zugunsten der Behörde und nicht 
um einen durchsetzbaren Arbeitsvertrag, aus dem die Ehefrau ein Recht für sich ableiten könnte. 
Auf Grundlage dieses Beweismittels ist die Vorinstanz auf das Wiedererwägungsgesuch zu Recht 
nicht eingetreten, zumal das Kantonsgericht im Urteil vom 11. Juli 2022 eine ähnliche lautende 
Bescheinigung vom selben Betrieb bereits abschlägig beurteilt hatte. 

(Dispositiv auf der nächsten Seite)

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung wird aufgehoben. Die 
Sache wird an die Vorinstanz zurückgewiesen, damit diese im Sinne der Erwägungen auf das 
fragliche Gesuch eintritt.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvor-
schuss von CHF 1'000.- wird ihm zurückerstattet. 

III. Eine Parteientschädigung ist nicht geschuldet.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen ab Zustellung Beschwerde beim Bundesgericht ein-
gereicht werden. 

Freiburg, 9. Mai 2025/dgr

Die Präsidentin Der Gerichtsschreiber-Praktikant