# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5cfae119-e9f2-5a28-9698-bb00a072a1a5
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-31
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 31.08.2023 725 23 34 / 191 (725 2023 34 / 191)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-23-34---191_2023-08-31.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 31. August 2023 (725 23 34 / 191) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Leistungseinstellung, Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs: Erreichen des 
Status quo sine gestützt auf die versicherungsinterne Aktenbeurteilung zu Recht bejaht 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Christof Enderle, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Martin Kaiser, Advo-
kat, Advokatur am Dreispitz, Bordeaux-Strasse 5, 4053 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Visana Versicherungen AG, Rechtsdienst, Weltpoststrasse 19, 
3000 Bern 16, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A.1 Der 1970 geborene A.____ arbeitet seit dem 1. Januar 2002 bei B.____ und ist in dieser 
Eigenschaft bei der Visana Versicherungen AG (Visana) obligatorisch gegen die Folgen von Un-
fällen und Berufskrankheiten versichert. Gemäss Bagatellunfallmeldung vom 19. Juli 2019 erlitt 
der Versicherte am 22. Juni 2019 einen Unfall, als er beim feuchten Aufziehen des Küchenbo-
dens ausrutschte und auf die rechte Körperseite bzw. das Gesäss stürzte. Die Visana anerkannte 
ihre Leistungspflicht.  

 

 
 
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A.2 Am 9. Januar 2021 erlitt der Versicherte einen weiteren Unfall, als er während der Fahrt 
auf einem Davoserschlitten auf der markierten Schlittelpiste talwärts vom Schlitten auf das Ge-
säss fiel (Bagatellunfallmeldung UVG vom 11. Februar 2021). Die Visana anerkannte wiederum 
ihre Leistungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Mit Schreiben vom 
15. November 2021 und Verfügung vom 11. Januar 2022 stellte die Visana die Leistungen rück-
wirkend per 9. April 2021 ein mit der Begründung, dass die gesundheitlichen Beschwerden mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit seit dem 10. April 2021 nicht mehr auf den Unfall vom 9. Ja-
nuar 2021, sondern ausschliesslich auf ereignisfremde Faktoren zurückzuführen seien. Eine da-
gegen vom Versicherten, vertreten durch Advokat Dr. Martin Kaiser, erhobene Einsprache wurde 
mit Entscheid vom 5. Januar 2023 abgewiesen. Gleichzeitig wurde ein Rückfall zum Unfallereig-
nis vom 22. Juni 2019 verneint. Unter Hinweis auf die eingeholten vertrauensärztlichen Beurtei-
lungen wurde festgehalten, dass die am 11. Oktober 2021 operativ behandelte Diskushernie 
überwiegend wahrscheinlich Ausdruck eines degenerativen Vorzustandes und nicht anlässlich 
des Unfalls vom 9. Januar 2021 eingetreten sei. Vielmehr sei unfallkausal von einer einfachen 
Prellung auszugehen und der Status quo sine spätestens drei Monate nach dem Ereignis vom 
9. Januar 2021 erreicht gewesen. Ferner verneinte die Einspracheinstanz des Unfallversicherers 
auch eine Leistungspflicht aus Vertrauensschutz.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Dr. 
Kaiser, am 3. Februar 2023 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungs-
recht (Kantonsgericht). Er beantragte, es sei die Beschwerdegegnerin in Aufhebung des Ein-
spracheentscheids vom 5. Januar 2023 zu verpflichten, ihm im Zusammenhang mit dem Ereignis 
vom 9. Januar 2021 über den 9. April 2021 hinaus die gesetzlichen Leistungen, namentlich die 
Spitalkosten der Operation vom 11. Oktober 2021 usw., zu erbringen, eventualiter sei die Sache 
zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen; unter o/e-Kostenfolge. 
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Beschwerdeführer unmittelbar 
nach dem Unfall starke Schmerzen verspürt habe, mit Ausstrahlungen in das rechte Bein und in 
den rechten Fuss. Anschliessend sei eine kaudal umgeschlagene Diskushernie festgestellt wor-
den, welche auch – und vorliegend überwiegend wahrscheinlich – durch einen Sturz ausgelöst 
werden könne. Zur Begründung der Leistungspflicht des Unfallversicherers genüge auch eine 
Teilkausalität. Zusätzlich zu den Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung habe die Be-
schwerdegegnerin auch für die Zusatzleistungen aufzukommen. Ferner habe die Beschwerde-
gegnerin ihn nicht genügend darüber informiert, dass sie die Kosten für die Operation gegebe-
nenfalls nicht übernehme. Der Beschwerdeführer habe sich aufgrund der von ihm abgeschlosse-
nen Unfallzusatzversicherung für eine teure Pflegevariante entschieden und damit wegen der 
ungenügenden Auskunft der Beschwerdegegnerin eine nachteilige Disposition getroffen. Selbst 
bei fehlender Unfallkausalität habe die Beschwerdegegnerin deshalb aufgrund des Vertrauens-
schutzes sämtliche Spitalkosten für die Heilbehandlung zu übernehmen.  
 
C. Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 24. April 2023 auf Ab-
weisung der Beschwerde.  
 

 

 
 
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D. Mit Verfügung vom 2. Mai 2023 wurde der vorliegende Fall dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in C.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde vom 
3. Februar 2023 ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen zu 
Recht per 9. April 2021 einstellte, und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die vom Be-
schwerdeführer in diesem Zeitpunkt geklagten Rückenbeschwerden mit dem Unfall vom 9. Ja-
nuar 2021 in einem rechtsgenüglichen Kausalzusammenhang stehen. 
 
3.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts Anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung).  
 
3.2 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt unter anderem voraus, 
dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher Kau-
salzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal-
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht 
als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kau-
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache 
gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit ande-
ren Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt 
hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die einge-
tretene gesundheitliche Störung entfiele. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität eines 
Beschwerdebilds genügt damit eine Teilursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 mit Hinweisen, 

 

 
 
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Urteil des Bundesgerichts vom 20. Mai 2019, 8C_437/2018, E. 2.1). Ob zwischen einem schädi-
genden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streit-
fall das Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversiche-
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 
blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs 
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (BGE 147 V 161 E. 3.3, Urteil des Bundesgerichts vom 10. August 2016, 
8C_269/2016, E. 2.4; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328, je mit Hinweisen). Ebenso wie der leistungs-
begründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung 
von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 
mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächli-
cher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende 
Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (BGE 146 V 51 E. 5.1 mit Hinweisen). Der Beweis des Wegfalls des Kausalzu-
sammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso 
wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Ge-
sundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). 
 
3.4 Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfallversiche-
rungsrechts, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer Bandscheibenverän-
derungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Vorausset-
zungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Dis-
kushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet 
war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen und die Symptome der Diskushernie (ver-
tebrales oder radikuläres Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. 
Bezüglich der Verschlimmerung eines vorbestehenden Gesundheitsschadens gelten dieselben 
Kriterien, was dazu führt, dass eine Unfallkausalität nur ausnahmsweise und insbesondere nur 
dann in Frage kommt, wenn der Unfall auch geeignet gewesen wäre, eine gesunde Bandscheibe 
zu verletzen (Urteil des Bundesgerichts vom 12. Juli 2012, 8C_151/2012, E. 4 mit Hinweisen). In 

 

 
 
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solchen Fällen hat die Unfallversicherung auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukom-
men. Als Beispiele für die Bejahung einer Unfallkausalität sind etwa ein freier Sturz aus erhebli-
cher Höhe, ein Sprung aus 10 m Höhe, ein Sturz beim Tragen von schweren Lasten oder ein 
Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit zu nennen (Urteil des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG, heute: Bundesgericht, vierte öffentlich-rechtliche Abteilung] vom 9. Mai 
2005, U 408/04, E. 3.1 und Urteil des Bundesgerichts vom 4. März 2013, 8C_811/2012, E. 6.2). 
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind zudem fast alle (seltenen) traumatischen Dis-
kushernien mit ossären Läsionen verbunden (Urteil des EVG vom 26.  Juli 2000, U 24/00, E. 3c). 
Ist die Diskushernie bei degenerativem Vorzustand durch den Unfall nur aktiviert, nicht aber ver-
ursacht worden, so hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammen-
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem medizinischem 
Wissensstand kann das Erreichen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und 
Lumboischialgien nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige richtung-
gebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen 
Progression abheben muss; eine traumatische Verschlimmerung eines klinisch stummen dege-
nerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spä-
testens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (Urteile des Bundesgerichts vom 
16. Dezember 2020, 8C_552/2020, E. 3.2 und vom 11. Februar 2019, 8C_755/2018, E. 4.4.2 je 
mit Hinweisen; SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]).   
 
4.1 Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom Un-
tersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben 
die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und voll-
ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungspflicht 
dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsa-
chen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008, 
8C_163/2007, E. 3.2). Was zu beweisen ist, ergibt sich aus der Sach- und Rechtslage. Gestützt 
auf den Untersuchungsgrundsatz ist der Sachverhalt soweit zu ermitteln, dass über den Leis-
tungsanspruch zumindest mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit entschie-
den werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 7. März 2019, 9C_57/2019, E. 3.2). 
 
4.2 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen. Das Gericht hat diese nach dem für den Sozial-
versicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c 
ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, so-
wie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsge-
richt alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu 
entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen 
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

 

 
 
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Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).  
 
4.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 
BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versiche-
rungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten. An 
die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall 
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen auch nur geringe 
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststel-
lungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 in fine mit Hin-
weis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, E. 5.3). 
 
5. Zur Beurteilung des medizinischen Sachverhalts erweisen sich folgende Unterlagen als 
zentral: 
 
5.1 Der erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, diag-
nostizierte am 17. Februar 2021 eine Muskelprellung des Gesässes rechts. Der Patient berichte, 
am 9. Januar 2021 beim Schlitteln auf das Gesäss gestürzt zu sein und seither an Schmerzen 
lokal am Gesäss rechts zu leiden. Bei der Untersuchung habe kein Hämatom und keine Schwel-
lung festgestellt werden können. Die Lendenwirbelsäule (LWS) und das Sakrum seien indolent. 
Als Prozedere wurde eine analgetische Behandlung mit nichtsteroidalen Antirheumatika festge-
halten.  
 
5.2 Am 2. März 2021 stellte sich der Versicherte erneut beim Hausarzt vor, nachdem er tags 
zuvor an akuten Schmerzen am Gesäss rechts und dorsal im Oberschenkel rechts gelitten hatte. 
Dr. D.____ hielt fest, dass aktuell keine Schmerzen im Gesäss auslösbar seien. Die LWS sei 
indolent und mobil. Die Hüfte rechts sei bland, das Sakrum indolent. Es sei weiterhin eine Mus-
kelprellung des Gesässes rechts zu diagnostizieren. Zur Abklärung werde indessen ein MRI ver-
anlasst.  
 
5.3 Dem Bericht vom 11. März 2021 über das gleichentags durchgeführte MRI des Beckens 
ist zu entnehmen, dass im Vergleich zur Voruntersuchung vom 31. Juli 2017 keine signifikante 
Befundänderung habe festgestellt werden können. Wie bereits in der Voruntersuchung gebe es 
keinen Hinweis auf ein Hämatom, eine Muskel- oder eine knöcherne Verletzung. Gemäss Bericht 
vom 12. März 2021 über das ebenfalls am 11. März 2021 durchgeführte MRI der Lendenwirbel-
säule erklärten sich die klinischen Beschwerden am ehesten durch eine mediane Diskushernie 
L 4/5 mit einem rechtsseitigen Anteil, der leicht nach kaudal prolabiert sei. Dadurch bestehe eine 
deutliche Rezessuseinengung rechts mit abgeflachter und wahrscheinlich kompromittierter L 5-
Wurzel rechts. Ferner sei links eine extraforaminale Diskusprotrusion auf Höhe L 3/4 mit Kontakt 

 

 
 
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zur linken L 4-Wurzel feststellbar. Es finde sich überdies eine mediane, leicht rechtsbetonte Dis-
kushernie auf Höhe L 5/S 1 mit leicht eingeengtem Rezessus rechts. Eine gelegentliche Reizung 
der rechten S 1-Wurzel sei hier denkbar. Es lägen mässige bis deutliche Facettengelenksarthro-
sen L 4/5 und L 5/S 1 vor mit leichten Zeichen einer Aktivierung auf Höhe L 4/5 rechts.  
 
5.4 Mit Bericht vom 24. März 2021 diagnostizierte Dr. med. E.____, FMH Neurochirurgie, 
einen Verdacht auf radikuläre Reizung L 5 rechts bei kleinem medio-lateralem Bandscheibenvor-
fall L 4/5 rechts bei degenerativer Rezessusstenose L 4/5 beidseits und L 5/S 1 beidseits im MRI 
vom 11. März 2021. Der Patient berichte über seit dem Sturzereignis beim Schlitteln vor zwei 
Monaten anhaltende Schmerzen im Gesäss. In der klinischen Untersuchung habe sich kein 
Lasègue gezeigt, der Achillessehnenreflex rechts sei lebhaft, der Patellarsehnenreflex wenig aus-
lösbar nach Knieendoprothese. Es sei keine Hypästhesie im Bereich des Fusses feststellbar, der 
Grosszehenheber und Fussheber sowie Fusssenker seien beidseits kräftig. Der Patient habe kein 
voll ausgeprägtes radikuläres Syndrom, jedoch könnten die persistierenden, ins Gesäss abstrah-
lenden Schmerzen rechts doch auf eine sturzassoziierte Nervenwurzelreizung L 5 zurückführbar 
sein. Es bestehe ein bildmorphologisches Korrelat in Form einer kleinen medianen Diskushernie 
L 4/5 rechts bei degenerativ bedingt eingeengtem Rezessus L 4/5 beidseits. Hier sei eine Dyna-
mik erkennbar im Vergleich zur Voruntersuchung von 2019, was die Schmerzen des Patienten 
erklären könne. Da die Beschwerden anamnestisch klar mit dem Sturz assoziiert würden und 
eine Dynamik erkennbar sei, könne seines Erachtens trotz der vorbestehenden Befunde von ei-
ner Unfallfolge ausgegangen werden.  
 
5.5 Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates, diagnostizierte mit Bericht vom 20. April 2021 eine unklare rechtsseitige Lumbago ohne 
Ausstrahlung in das rechte Bein bei vorwiegend degenerativ bedingter Rezessusstenose L 4/5 
rechtsbetont und L 5/S 1 beidseits. Der Patient habe von einer periradikulären Infiltration L 5 
rechts nicht profitiert. Eine kurzzeitige Besserung der rechts lumbalen Schmerzen sei eingetreten, 
die Beschwerden seien heute jedoch wieder gleich wie zuvor. Der Patient habe aktuell keine 
Probleme beim Fahrradfahren und bei alltäglichen Aktivitäten, verspüre jedoch frühmorgendlich 
beim Aufstehen oder bei Lageveränderungen ein Klemmen im rechten Beckenbereich. Ein rich-
tiges radikuläres Syndrom habe der Patient nie gehabt. Unter diesen Umständen würde er ihm 
nicht zu einem dekomprimierenden Eingriff raten.  
 
5.6 In seinen Behandlungseinträgen vom 2. Juni 2021 bis 16. Juni 2021 führte 
Dr. med. G.____, FMH Anästhesiologie, aus, dass der Patient die Schmerzen nur in der rechten 
Hüfte, streng lokal, beschreibe ohne Ausstrahlung, ohne Schmerzen in der LWS und ohne 
Schmerzen beim Bewegen im Hüftgelenk. Eine Durchsicht der angefertigten Röntgenbilder habe 
keine Fraktur gezeigt. Der Röntgenbefund bestätige die Annahme, dass im Wesentlichen eine 
starke Prellung, eventuell auch eine aktivierte Ansatztendinose der Glutealmuskulatur vorliege. 
Passend dazu berichte der Patient, dass die Physiotherapeutin von einer massiven Verspannung 
und Verhärtung der Glutealmuskulatur berichte und dass jeder Druck auf die Muskulatur starke 
Schmerzen auslöse. Die im Röntgenbefund erwähnten Arthrosen des ISG und der Hüftgelenke 
spielten für die Beschwerden keine Rolle und dürften – ähnlich wie die Diskushernie – Zufallsbe-
funde sein.  

 

 
 
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5.7 Mit Sprechstundenbericht vom 3. August 2021 diagnostizierte Dr. E.____ am ehesten 
ischialgiforme Schmerzen rechts im Gesäss bei Diskusprotrusion L 4/5 beidseits gemäss MRI 
vom 11. März 2021 sowie einen Status nach periradikulärer Infiltration transforaminal L 5/S 1 
rechts am 15. April 2021 ohne therapeutischen Nutzen. Die Schmerzen des Patienten seien deut-
lich progredient. Sie würden sich ausschliesslich im Gesäss rechts und proximal davon an den 
Muskelansätzen der Glutealmuskulatur lokalisieren. Er habe keine Abstrahlung ins Bein. Auch in 
der aktuellen Untersuchung zeige sich kein sensomotorisches Defizit und ein negativer Lasègue 
rechts. Links habe der Patient keine Beschwerden. Es werde ein erneutes MRI der LWS zur 
Verlaufskontrolle veranlasst.  
 
5.8 Gemäss Bericht vom 5. August 2021 über ein am 4. August 2021 durchgeführtes MRI 
der LWS habe sich im Vergleich zur Voruntersuchung vom 11. März 2021 keine wesentliche Be-
fundänderung gezeigt. Es lägen unverändert Diskushernien und -protrusionen vor mit möglicher 
Kompromittierung der Wurzel L 5 sowie denkbarer Irritation der Wurzel S 1. 
 
5.9 Dr. E.____ führte in seinem Bericht vom 29. September 2021 aus, dass der Patient ak-
tuell eine zunehmende Ischialgie beklage, die bis in den Unterschenkel reiche und ventro-lateral 
am distalen Unterschenkel aufhöre. Zudem bestehe eine Gefühllosigkeit am Fussrücken bis in 
die Grosszehe rechts, klassisch dem Dermatom L 5 folgend. Diese L 5-typische Klinik sei neu. 
Es sei ein L 5-Reizsyndrom bei Diskusprotrusion L 4/5 rechts paramedian und Rezessusstenose 
nach einem Sturzereignis zu diagnostizieren. Unter den Umständen sei dem Patienten nach aus-
geschöpfter konservativer Therapie die operative Versorgung empfohlen worden. 
 
5.10 Am 11. Oktober 2021 wurde beim Patienten eine Mikrodekompression L 4/5 rechts und 
Sequestrektomie sowie Mikrodiskektomie durchgeführt. Gemäss Austrittsbericht vom 15. Okto-
ber 2021 hätten sich im peri- und postoperativen Verlauf keine Komplikationen gezeigt, die 
präoperativ geäusserten über das rechte Gesäss ins Bein ausstrahlenden Schmerzen seien post-
operativ regredient.  
 
5.11 Der Vertrauensarzt Dr. med. H.____, FMH Chirurgie sowie FMH Intensivmedizin, nahm 
im Auftrag des Unfallversicherers am 11. November 2021 zur Frage der natürlichen Kausalität 
Stellung. Er führte aus, dass die am 11. Oktober 2021 operativ versorgte Diskushernie auf Höhe 
L 4/5 überwiegend wahrscheinlich Ausdruck eines degenerativen Vorzustandes sei, zumal die 
Diskushernie bereits in der MRI-Untersuchung vom 31. Juli 2019 zur Darstellung gekommen sei. 
Weder der Sturz vom 22. Juni 2019 noch der aktuelle Unfall vom 9. Januar 2021 hätten zu einer 
richtungsgebenden strukturellen Veränderung der vorbestehenden Diskushernie beigetragen. So 
fänden sich in keinem der Bilddatensätze Hinweise auf eine frische knöcherne Läsion in unmit-
telbarer Nachbarschaft zur Diskushernie. Das geltend gemachte Ereignis stehe in keinem Zu-
sammenhang mit der diagnostizierten Diskushernie. Angesichts der wenigen degenerativen Ver-
änderungen in unmittelbarer Nachbarschaft zur Diskushernie sei von einer einfachen Rücken-
Gesäss-Prellung auszugehen und entsprechend ein Status quo sine anzusetzen, der spätestens 
nach drei Monaten – somit per 9. April 2021 – erreicht sei.  
 

 

 
 
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5.12 Mit Schreiben vom 6. Dezember 2021 berichtete Dr. E.____ über die klinische Kontrolle 
des Patienten sechs Wochen postoperativ. Die seit dem Unfall vom Januar 2021 aufgetretenen 
rechtsseitigen Schmerzen im Gesäss mit in der Folge Abstrahlung bis zur grossen Zehe seien 
komplett regredient. In Bezug auf die Unfallkausalität wird ausgeführt, dass der Patient über einen 
klaren zeitlichen Zusammenhang zwischen dem Ereignis und den Gesässschmerzen sowie die 
Ausstrahlung ins rechte Bein berichte. Bildgebend habe sich erst nach dem Unfallereignis eine 
kaudal umgeschlagene Diskushernie gezeigt. Der umgeschlagene Sequester sei – trotz bereits 
vorhandener Diskusprotrusion – im MRI vom 29. August 2019 nicht sichtbar. Dieser Sequester 
sei intraoperativ entfernt worden, was nun zu einem Verschwinden der seit dem Unfallereignis 
bestehenden Symptome geführt habe. Er bitte den Unfallversicherer, den Fall erneut zu beurtei-
len.  
 
5.13 In seiner Stellungnahme vom 6. Januar 2022 postulierte Dr. H.____, dass das geltend 
gemachte Ereignis nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht geeignet gewesen sei, eine 
Diskushernie auszulösen.  
 
5.14 Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte der Unfallversicherer bei Dr. med. I.____, 
FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, eine weitere versi-
cherungsmedizinische Stellungnahme ein. Mit Schreiben vom 8. Dezember 2022 schilderte die-
ser ausführlich den medizinischen Sachverhalt. Anschliessend stellte er fest, dass gemäss dem 
aktuellen medizinwissenschaftlichen Kenntnisstand Diskushernien ohne begleitende osteoartiku-
läre Verletzungen nur in äusserst seltenen Fällen überwiegend wahrscheinlich einem traumati-
schen Auslöser kausal zugeordnet werden könnten. Der Unfallhergang, wonach der Versicherte 
von einem Davoserschlitten von einer Fallhöhe von weniger als 25 cm auf das Gesäss gefallen 
sei, sei nicht als Ereignis von besonderer Schwere einzustufen und auch nach allgemein traum-
abiologischen Überlegungen nicht geeignet, eine akute Diskushernie herbeizuführen. In nahezu 
übereinstimmender Darstellung sei in sämtlichen Arztberichten festgehalten, der Patient habe 
Schmerzen an der rechten Gesässhälfte. Lumbale Beschwerden seien höchstens zwischenzeit-
lich erwähnt worden, spielten indessen nach der vorliegenden ärztlichen Dokumentation keine 
relevante Rolle. Gut passend dazu sei das Ereignis vom Arbeitgeber mit einer Latenz von knapp 
fünf Wochen als Bagatellunfall gemeldet worden; eine Arbeitsunfähigkeit sei bis zu diesem Zeit-
punkt nicht eingetreten. Eine solche habe sich auch in der Folge während Monaten nicht entwi-
ckelt, was bei einer akuten Diskushernie jedoch fast zwingend zu erwarten gewesen wäre, weit-
gehend ungeachtet der beruflichen Tätigkeit. Wenn Dr. E.____ am 6. Dezember 2021 über einen 
klaren zeitlichen Zusammenhang spreche, so möge dies für den ersten Teil der Beschwerden 
noch zutreffend sein, für den zweiten Teil sei dies jedoch zweifelsfrei inkorrekt. Verfolge man die 
gesundheitliche Entwicklung rein anhand der eigenen Berichte von Dr. E.____, könne man kaum 
zu einem anderen Schluss kommen, als dass sich die Beschwerdesymptomatik im Verlauf deut-
lich verändert habe. Ferner sei nicht zu bestreiten, dass es zwischen dem MRI der LWS vom 
29. August 2019 und demjenigen vom 11. März 2021 zu einer sichtbaren Veränderung vor allem 
im Segment L 4/5 gekommen sei. Dies entspreche jedoch dem typischen und schicksalshaften 
Verlauf der allermeisten Diskushernien, die sich über einen längeren Zeitraum entwickeln und wo 
traumatische Einflüsse kaum je eine erkennbare Rolle spielen würden. Der behandelnde Arzt 

 

 
 
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lege eine rein zeitliche Korrelation dar. Für einen überwiegend wahrscheinlich kausalen Zusam-
menhang zwischen dem erlittenen Sturz und der Diskuspathologie fehlten jedoch jegliche objek-
tivierbaren Fakten. Zu beachten seien in diesem Zusammenhang jedenfalls die seit mindestens 
2019 bekannten deutlichen chronisch-degenerativen Veränderungen an der rechten Hüfte, die 
als Auslöser für die vom Versicherten über lange Zeit einzig bekundeten Becken-Gesäss-
Schmerzen einen plausiblen Grund liefern könnten, zumindest in der vorliegenden Dokumenta-
tion zuletzt aber vollständig in den Hintergrund getreten seien. Bei dieser Ausgangslage sei selbst 
unter grosszügiger Berücksichtigung von bildgebend allenfalls nicht fassbaren mikrostrukturellen 
Verletzungen ein Status quo sine spätestens drei Monate post-trauma erreicht, entsprechend in 
der ersten Aprildekade 2021. Sämtliche in der Folge durchgeführten Abklärungen und Behand-
lungen sowie in diesem Zusammenhang attestierten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien 
somit überwiegend wahrscheinlich ausschliesslich unfallfremd.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid vom 5. Ja-
nuar 2023 bei der Beurteilung der medizinischen Sachlage vollumfänglich auf die Aktenbeurtei-
lungen der Vertrauensärzte Dr. H.____ vom 11. November 2021 und 6. Januar 2022 sowie 
Dr. I.____ vom 8. Dezember 2022. Sie ging demzufolge davon aus, dass es beim Unfallereignis 
vom 9. Januar 2021 lediglich zu einer Prellung des Gesässes gekommen sei. Die erst im Verlauf 
symptomatisch gewordene Diskushernie sei unfallfremd. Der Status quo sine betreffend die Un-
fallfolgen habe sich spätestens nach drei Monaten am 9. April 2021 eingestellt. 
 
6.2 Wie in Erwägung 4.3 hiervor ausgeführt, sind an die Beweiswürdigung strenge Anforde-
rungen zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne die Einholung eines externen Gutachtens 
entschieden werden soll. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist auch eine reine Ak-
tenbeurteilung nicht an sich als unzuverlässig zu beurteilen. Dem reinen Aktengutachten kann 
voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur 
um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht. Ak-
tengutachten sind insbesondere dann von Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und 
ohne wesentlichen Widerspruch bereits erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diag-
nose oder das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann in 
einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und die über-
wiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden (Urteil des 
Bundesgerichts vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). Die beim Beschwer-
deführer festgestellten Befunde und Diagnosen sind grundsätzlich unbestritten. Die Beurteilung 
der natürlichen Kausalität darf folglich im Rahmen eines Aktengutachtens erfolgen. Wie auch bei 
anderen versicherungsinternen medizinischen Einschätzungen sind bei solchen Aktengutachten 
allerdings bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit ergänzende Ab-
klärungen vorzunehmen. Solche Zweifel bestehen indessen vorliegend entgegen der Auffassung 
des Beschwerdeführers nicht. Zwar sind die Beurteilungen von Dr. H.____ eher knapp begründet. 
Der Vertrauensarzt Dr. I.____ hat indessen unter Berücksichtigung sämtlicher Vorakten, der bild-
gebenden Dokumentation und der geklagten Beschwerden eine schlüssige, begründete und für 
die streitigen Belange umfassende Beurteilung abgegeben.  
 

 

 
 
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6.3 So erläutert er nachvollziehbar, weshalb das Unfallereignis nicht geeignet war, eine Dis-
kushernie – bzw. deren kaudale Umschlagung – zu verursachen. Der beschriebene Unfallher-
gang weist auch nach der Rechtsprechung nicht die geforderte Schwere aus. Vielmehr handelte 
es sich – wie auch der Vertrauensarzt schlüssig ausführt – um einen Bagatellunfall, der weder zu 
einer sofortigen ärztlichen Versorgung noch zu einer unmittelbaren Arbeitsunfähigkeit geführt hat. 
Der Beschwerdeführer hat erst fünf Wochen nach dem Ereignis einen Arzt aufgesucht. Ferner 
legt Dr. I.____ unter Hinweis auf die Bildgebung dar, dass es anlässlich des Unfalls vom 9. Januar 
2021 nicht zu frischen strukturellen Veränderungen gekommen ist, was sowohl gegen die Verur-
sachung der Diskushernie spricht als auch gegen eine richtungsgebende Verschlimmerung eines 
(stummen) Vorzustandes. Insbesondere spricht jedoch der vom Vertrauensarzt dargelegte und 
aus den Akten ersichtliche Verlauf der Beschwerdesymptomatik gegen einen kausalen Zusam-
menhang zwischen dem Unfallereignis und der kaudal umgeschlagenen Diskushernie. So be-
klagte der Beschwerdeführer während Monaten nach dem Unfall lediglich Gesässschmerzen 
ohne Ausstrahlung. Der behandelnde Facharzt Dr. E.____ stellte wiederholt fest, dass sein Pati-
ent kein «voll ausgeprägtes radikuläres Syndrom» aufweise und die bildgebend festgestellte Dis-
kushernie die Symptome lediglich möglicherweise erklären könne (Bericht vom 24. März 2021) 
bzw., dass sich kein sensomotorisches Defizit zeige (Bericht vom 3. August 2021). Auch andere 
behandelnde Ärzte erachteten die festgestellten Veränderungen an der Diskushernie als reine 
Zufallsbefunde, die nicht für die im Anschluss an den Unfall beklagten Beschwerden – die nie 
radikulärer Natur waren – verantwortlich seien (Bericht Dr. F.____ vom 20. April 2021 und Be-
handlungseinträge Dr. G.____ vom 2. Juni 2021 bis 16. Juni 2021). Erst anlässlich der Sprech-
stunde am 29. September 2021 ist erstmals eine radikuläre Symptomatik festgehalten. Wie 
Dr. I.____ überzeugend ausführt, ist aufgrund der echtzeitlichen medizinischen Akten davon aus-
zugehen, dass sich die Beschwerdesymptomatik im Verlauf veränderte. Die schleichende Ver-
schlechterung des Zustandes der LWS und das Symptomatischwerden der seit 2019 nunmehr 
kaudal umgeschlagenen Diskushernie ist jedoch mit dem Vertrauensarzt als schicksalsmässiger 
Verlauf eines degenerativen Zustandes und nicht als Folge des erlittenen Unfalls anzusehen. 
Dafür spricht letztlich auch, dass die im März 2021 festgestellte kaudale Umschlagung der Dis-
kushernie zunächst während mehrerer Monate asymptomatisch war. Insgesamt kommt der Ver-
sicherungsfacharzt überzeugend zum Schluss, dass das Unfallereignis bloss zu einer vorüber-
gehenden Verschlimmerung des Gesundheitszustandes im Sinne einer Gesässprellung geführt 
hat und nach drei Monaten vom Erreichen des Vorzustandes im Sinne eines Status quo sine 
auszugehen sei.  
 
6.4 Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, die Beweiskraft der 
versicherungsinternen Beurteilung vom 8. Dezember 2022 in Frage zu stellen. Sofern er geltend 
macht, dass er sofort nach dem Unfall starke Schmerzen verspürte, ist dies nicht zu bestreiten. 
Indessen handelte es sich dabei gemäss den echtzeitlichen medizinischen Berichten nicht um 
eine radikuläre Symptomatik, welche für die unfallkausale Verursachung einer Diskushernie spre-
chen könnte. Vielmehr wurde eine solche – wie auch die vom Beschwerdeführer angeführten Be-
richte zeigen – erst ab September 2021 und damit neun Monate nach dem Unfall beklagt. Die 
unmittelbar nach dem Unfall beklagte Schmerzsymptomatik war – wie oben ausgeführt – anderer 
Natur, wofür auch die erfolglose Infiltration im Frühling 2021 sowie die damals festgehaltene Be-

 

 
 
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schwerdefreiheit beim Fahrradfahren und anderen Alltagsaktivitäten spricht. Der Beschwerdefüh-
rer kann überdies auch aus der von ihm zitierten Rechtsprechung nichts zu seinen Gunsten ab-
leiten. Entgegen seiner Auffassung ist aus den medizinischen Akten lediglich eine Gesässprel-
lung respektive eine posttraumatische Lumbalgie, nicht jedoch eine Zerrung oder Prellung der 
Wirbelsäule selbst ausgewiesen. Sofern sich der Beschwerdeführer auf das Urteil des Versiche-
rungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. Juni 2017 (Verfahrensnummer UV 2015/88) beruft, 
ist ihm entgegenzuhalten, dass sich der dort beurteilte Sachverhalt wesentlich von dem vorlie-
genden unterscheidet. So stürzte der Versicherte in diesem Fall direkt auf den Rücken und das 
radikuläre Syndrom trat unmittelbar nach dem Unfall auf.  
 
6.5 Zusammenfassend kann nach dem Ausgeführten bei der Beurteilung der medizinischen 
Fragen und des natürlichen Kausalzusammenhangs im vorliegenden Fall auf die schlüssige und 
nachvollziehbare Einschätzung des Vertrauensarztes Dr. I.____ vom 8. Dezember 2021 abge-
stellt werden. Demzufolge ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die im Zeitpunkt 
der Leistungseinstellung per 9. April 2021 noch geklagten Beschwerden nicht in einem natürli-
chen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 9. Januar 2021 stehen. Die Leistungseinstellung 
erweist sich damit als rechtens. 
 
7.1 Der Beschwerdeführer macht indessen geltend, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund 
des Vertrauensschutzes weitere Heilbehandlungskosten, namentlich die Spitalkosten zu über-
nehmen habe. So habe sie ihre Leistungspflicht zunächst anerkannt und bloss ungenügend dar-
über informiert, dass die Spitalkosten für die am 11. Oktober 2021 durchgeführte Operation mög-
licherweise nicht übernommen würden. 
 
7.2 Gemäss herrschender Lehre und Rechtsprechung verlangt der verfassungsmässige 
Grundsatz von Treu und Glauben nach Art. 5 Abs. 3 BV im Allgemeinen sowohl von den Verwal-
tungsbehörden als auch von den Bürgern ein redliches, loyales, vertrauenswürdiges und rück-
sichtsvolles Verhalten im gegenseitigen Verkehr (ULRICH HÄFELIN/GEORG MÜLLER/FELIX 
UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Auflage, Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 620; vgl. auch: 
BENJAMIN SCHINDLER, in: EHRENZELLER/MASTRONARDI/ SCHWEIZER/VALLENDER [Hrsg.], Die 
schweizerische Bundesverfassung, 3. Auflage, Zürich/St. Gallen 2014, Art. 5 BV, Rz. 53 ff.). In 
der Form des Vertrauensschutzes (Art. 9 BV) verleiht er den Privaten einen Anspruch auf Schutz 
ihres berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder in anderes, bestimmte Erwar-
tungen begründendes Verhalten der Behörden (BGE 130 I 26 E. 8.1, 129 I 161 E. 4.1, 126 II 377 
E. 3a, 122 II 113 E. 3b/cc, je mit Hinweisen; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 621 und 
624 ff.). 
 
7.3 Damit der Vertrauensschutz wirksam wird, muss eine Vertrauensgrundlage geschaffen 
werden. Diese setzt voraus, dass sich behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Er-
wartungen begründendes Verhalten auf eine konkrete, den betreffenden Bürger berührende An-
gelegenheit beziehen (BGE 130 I 60 E. 8.1). Das Verhalten des staatlichen Organs muss bei den 
betroffenen Privaten mit anderen Worten bestimmte Erwartungen auslösen. Entscheidend ist mit-
hin der Bestimmtheitsgrad der Vertrauensgrundlage. Dieser muss so gross sein, dass der Private 
daraus die für seine Dispositionen massgebenden Informationen entnehmen kann 

 

 
 
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(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 668). Der oder die Betroffene muss von der Vertrauens-
grundlage Kenntnis haben und darf ihre allfällige Fehlerhaftigkeit weder kennen noch kennen 
müssen. Des Weiteren kann Vertrauensschutz nur geltend machen, wer gestützt auf sein Ver-
trauen eine Disposition getätigt hat, die ohne Nachteil nicht wieder rückgängig gemacht werden 
kann. Das behördliche Handeln muss für die nachteilige Disposition mithin kausal gewesen sein. 
Sind diese Voraussetzungen kumulativ erfüllt, kann sich der Betroffene auf den Vertrauensschutz 
berufen, soweit im Einzelfall nicht überwiegende öffentliche Interessen vorgehen (vgl. zum Gan-
zen HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 667 ff.; BGE 127 I 31 E. 3a; je mit weiteren Hinwei-
sen).  
 
7.4 Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 13. Februar 2021 
als zuständiger Unfallversicherer ihre Leistungspflicht für das Unfallereignis vom 9. Januar 2021 
anerkannt. Mit Schreiben vom 29. September 2021, welches im Original an den Arbeitgeber und 
in Kopie an den Beschwerdeführer zugestellt wurde, führte die Beschwerdegegnerin aus, dass 
sie bis 4. August 2021 Leistungen erbracht habe. Damit das Dossier weiterbearbeitet werden 
könne, seien Abklärungen nötig. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass dem Schreiben vom 
29. September 2021 nicht entnommen werden könne, dass eine Leistungspflicht verweigert wer-
den könnte. Indessen verlange die Rechtsprechung, dass ein solcher Hinweis klar und ausdrück-
lich erfolgen müsse. 
 
7.5 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erweist sich das Verhalten der Be-
schwerdegegnerin nicht als treuwidrig. Vielmehr machte die Beschwerdegegnerin mit Schreiben 
vom 29. September 2021 deutlich, dass sie Leistungen lediglich bis zum 4. August 2021 erbracht 
habe und für die zukünftige Leistungserbringung weitere Abklärungen notwendig seien. Zu beto-
nen ist in diesem Zusammenhang, dass sie für die Operation vom 11. Oktober 2021 keine Kos-
tengutsprache erteilt hat. In Anbetracht des Schreibens vom 29. September 2021 hätte vom Be-
schwerdeführer erwartet werden können, sich über die Kostenübernahme für die geplante Ope-
ration genauer zu informieren. Aus dem fehlenden ausdrücklichen Hinweis, dass die Leistungen 
möglicherweise auf einen Zeitpunkt vor der Operation eingestellt würden, kann der Beschwerde-
führer keine Vertrauensgrundlage ableiten. Eine Zusicherung der Leistungserbringung lag nicht 
mit der geforderten Bestimmtheit vor, zumal die Anerkennung der Leistungspflicht sich – wie die 
Beschwerdegegnerin zutreffend ausführt – auf einen Bagatellunfall bezog. Etwas Anderes lässt 
sich auch nicht aus dem vom Beschwerdeführer zitierten Urteil des Bundesgerichts vom 24. Sep-
tember 2019 (8C_22/2019) ableiten. Bloss, weil in dem Fall das Schreiben des Unfallversicherers 
einen solchen ausdrücklichen Hinweis auf die Leistungsverweigerung enthielt und eine Vertrau-
ensbasis verneint wurde, bedeutet dies selbstredend nicht, dass umgekehrt ohne einen aus-
drücklichen Hinweis auf die Leistungsverweigerung von einer tauglichen Vertrauensbasis auszu-
gehen sei. Vielmehr wird auch in diesem Urteil festgehalten, dass der Versicherungsträger die 
vorübergehenden Leistungen ohne Berufung auf einen Wiedererwägungs- oder Revisionsgrund 
"ex nunc et pro futuro" einstellen kann, etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege 
kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384) oder der Kausalzusammenhang 
zwischen Unfall und dem leistungsbegründenden Gesundheitsschaden sei dahingefallen (Urteil 

 

 
 
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vom 9. Januar 2013, 8C_155/2015, E. 6.1). Eine solche Einstellung kann auch rückwirkend erfol-
gen, sofern – wie vorliegend – der Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (Urteil 
des Bundesgerichts vom 24. September 2019, 8C_22/2019, E. 3 mit Hinweisen).  
 
8. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen zu Recht per 9. April 
2021 eingestellt. Eine Leistungspflicht für die Heilbehandlungskosten im Zusammenhang mit der 
Operation vom 11. Oktober 2021 ergibt sich ferner nicht aus Vertrauensschutz. Der angefochtene 
Einspracheentscheid vom 5. Januar 2023 erweist sich nach dem Ausgeführten als rechtens, wes-
halb die Beschwerde abzuweisen ist. 
 

9. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien 
kostenlos. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskosten zu erheben. 
Eine Parteientschädigung wird dem Prozessausgang entsprechend nicht ausgerichtet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 

Gegen diesen Entscheid hat A.____ am 2. Februar 2024 Beschwerde beim Bundesgericht er-
hoben (siehe nach Vorliegen des Urteils: Verfahren -Nr. 8C_74/2024). 
 
 
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