# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c4a378df-1013-5ac3-a3b5-85f07db7991f
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** VB250015-O1
**Docket/Reference:** VB250015-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/VB250015-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission  

Geschäfts-Nr. VB250015-O/U

Mitwirkend:

 Obergerichtspräsidentin lic. iur. F. Schorta, Vizepräsident lic. iur. 

Ch. Prinz, Oberrichterin lic. iur. Ch. von Moos, Oberrichter 

lic. iur. et phil. D. Glur und Oberrichter lic. iur. A. Wenker

sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. A. Leu

Beschluss vom 19. Mai 2025

A._____, 

Beschwerdeführerin

in Sachen

gegen

Betreibungs- und Gemeindeammannamt Furttal, 

Beschwerdegegner

betreffend Aufsichtsbeschwerde gegen den aufsichtsrechtlichen Beschwer-

deentscheid des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 20. März 2025 (CB240026-D)

- 2 -

Erwägungen:

I.

1.

Am  tt.mm.2014  verstarb  B.______  sel.  (act. 3  E. 1).  Gemäss  den  seitens 

A._____ (fortan: Beschwerdeführerin) unangefochten gebliebenen Erwägun-

gen der Vorinstanz hinterliess B.______ sel. als gesetzliche Erbinnen seine 

Ehefrau  C.______  sel.  sowie  seine  drei  Töchter  aus  erster  Ehe,  D._____, 

E._____ und die Beschwerdeführerin. Im Rahmen eines zwischen B.______ 

sel. und seiner Ehefrau C.______ sel. abgeschlossenen Erbvertrages wurde 

die  Meistbegünstigung  des  überlebenden  Ehegatten  vereinbart,  wobei  die 

drei  erwähnten  Töchter  von  B.______  sel.  als  Alleinerbinnen  des  zweitver-

sterbenden Ehegatten eingesetzt wurden (act. 3 E. 1 f.). Mit Entscheid vom 

8. Dezember  2022,  Geschäfts-Nr. CP170003-D,  ordnete  das  Bezirksgericht 

Dielsdorf im Rahmen der Erbteilung von B.______ sel. u.a. die öffentliche Ver-

steigerung des Grundstückes F._____-strasse 1 und 2 in G._____(GBBI 3, 

Kataster Nr. 4) an. Dieses Urteil ist gemäss unbestritten gebliebener Feststel-

lung  der  Vorinstanz  rechtskräftig  (act. 3  E. 1).  Am  tt.mm.2024  verstarb 

C.______ sel. (act. 3 E. 1, act. 2 Rz 3.4).

2. Mit  der  Versteigerung  des  erwähnten  Grundstücks  wurde  das  Betreibungs- 

und Gemeindeammannamt Furttal (fortan: Beschwerdegegner) betraut. Diese 

wurde  am  tt.mm.2024  durchgeführt  (Geschäfts-Nr. 5).  Nachdem  die  Be-

schwerdeführerin  mit  dem  Beschwerdegegner  verschiedentlich  Korrespon-

denz geführt hatte (act. 5/2/1-2, 5/2/4), erhob sie mit Eingabe vom 26. Novem-

ber 2024 beim Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde 

über  die  Betreibungs-  und  Gemeindeammannämter  Beschwerde  und  er-

suchte das Gericht um Anweisung des Beschwerdegegners, ihr Akteneinsicht 

zu  gewähren  (act. 5/1).  Mit  Urteil  vom  20. März  2025  (Geschäfts-

Nr. CB240026-D) wies die Vorinstanz die Beschwerde ab (act. 3). Dagegen 

erhob  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  19. April  2025  innert  Frist 

(act. 5/9/2) Beschwerde ans Obergericht des Kantons Zürich und stellte die 

folgenden Anträge:

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"1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Dielsdorf vom 20. März 2025 
(CB240026-D) aufzuheben und es sei das Gemeindeammannamt Furt-
tal bzw. der Beschwerdegegner anzuweisen, der Beschwerdeführerin 
vollständige Einsicht in die Akten des Geschäfts Nr. 5 zu gewähren.

Dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beschwer-
degegners."

3.

Nachdem die Beschwerde bei der II. Zivilkammer des Obergerichts des Kan-

tons Zürich eingegangen war, legte diese das Geschäft Nr. PS250110-O an. 

Mit Verfügung vom 30. April 2025 trat sie auf die Beschwerde nicht ein und 

überwies sie zusammen mit den bereits beigezogenen vorinstanzlichen Akten 

(act. 5/1-5/9/2) zuständigkeitshalber an die Verwaltungskommission (act. 1). 

Diese eröffnete in der Folge das vorliegende Verfahren.

4.

Nach § 83 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG, LS 211.1) bzw. 

§ 84 GOG i.V.m. Art. 322 Abs. 1 der Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) stellt 

die Rechtsmittelinstanz die Aufsichtsbeschwerde der Gegenpartei zur schrift-

lichen Stellungnahme zu, es sei denn, die Beschwerde erweise sich als sofort 

unzulässig oder unbegründet. Da dies – wie im Folgenden zu zeigen sein wird 

– der Fall ist, kann auf das Einholen einer Stellungnahme des Beschwerde-

gegners verzichtet werden (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, 2. Auf-

lage,  Zürich/Basel/Genf  2017,  § 83  N 17).  Das  Verfahren  erweist  sich  als 

spruchreif. Auf die Vorbringen der Beschwerdeführerin ist nachfolgend einzu-

gehen, soweit dies unter Hinweis auf § 83 Abs. 3 GOG notwendig erscheint.

5.

Auf das vorliegende Verfahren sind sodann die Art. 319 ff. ZPO sinngemäss 

anwendbar (§ 84 GOG). Entsprechend kann mit der Beschwerde die unrich-

tige  Rechtsanwendung  und  die  offensichtlich  unrichtige  Feststellung  des 

Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Neue Anträge, neue 

Tatsachen  und  neue  Beweismittel  sind  im  Beschwerdeverfahren  hingegen 

ausgeschlossen (Art. 326 Abs. 1 ZPO).

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II.

1. Gemäss § 80 Abs. 1 lit. b GOG i.V.m. § 84 GOG i.V.m. § 18 Abs. 1 lit. k der 

Verordnung  über  die  Organisation  des  Obergerichts  (OrgV  OG,  LS 212.51) 

übt die Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich die Auf-

sicht über die dem Obergericht unterstellten Gerichte und nach § 80 Abs. 2 

GOG die mittelbare Aufsicht über die den Bezirksgerichten unterstellten Be-

hörden aus (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 80 N 1 und 

§ 84  N 1).  Die  Verwaltungskommission  ist  daher  zur  Behandlung  der  Be-

schwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Dielsdorf vom 20. März 2025, 

Geschäfts-Nr. CB240026-D, zuständig. 

2.

Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung der vorliegenden Beschwerde legi-

timiert (GOG Kommentar-Hauser/Schweri/Lieber, a.a.O., § 83 N 5). 

3.

In formeller Hinsicht stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, ihre 

vor Vorinstanz eingereichte Beschwerde sei zu Unrecht den weiteren Verfah-

rensbeteiligten,  im  Geschäft  Nr.  5  des  Gemeindeammannamtes  Furttal, 

D._____  und  E._____,  zugestellt  worden.  Durch  die  Weiterleitung  der  Be-

schwerdeschrift  an  die  weiteren  Verfahrensbeteiligten  seien  ihre  Persönlich-

keitsrechte verletzt worden (act. 2 Rz 3.4). Der massgeblichen Verfügung vom 

28. November  2024  (act. 5/3)  kann  zwar  entnommen  werden,  dass  die  Be-

schwerdeschrift nebst dem Beschwerdegegner allfälligen weiteren Verfahrens-

beteiligten  zur  freigestellten  Stellungnahme  zugestellt  werden  sollte  (act. 5/3 

Dispositiv-Ziffern 1 und 2). Im Mitteilungssatz wurden diese jedoch nicht aufge-

führt (act. 5/3 Dispositiv-Ziffer 3). Entsprechende Empfangsscheine von weite-

ren  Verfahrensbeteiligten  fehlen  denn  auch  (act. 5/3).  Ebenso  wenig  wurden 

Letztere  im  Rubrum  der  Verfügung  aufgeführt.  Auch  im  Urteil  vom  20.  März 

2025 wurden sie weder im Rubrum noch im Mitteilungssatz erwähnt. Empfangs-

scheine sind nicht aktenkundig (act. 5/9/1-2). Es ist daher davon auszugehen, 

dass es sich bei der Erwähnung von weiteren Verfahrensbeteiligten in den Dis-

positiv-Ziffern 1 und 2 der Verfügung vom 28. November 2024 um ein Versehen 

handelte und den von der Beschwerdeführerin genannten weiteren Verfahrens-

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beteiligten kein rechtliches Gehör bzw. keine Parteistellung eingeräumt wurde. 

So ist es im Übrigen auch im vorliegenden Verfahren zu handhaben. 

III.

1.

Das Bezirksgericht Dielsdorf begründete die Abweisung der Beschwerde im 

Wesentlichen wie folgt (act. 3 E. 8.1 f.): Die Beschwerdeführerin stütze ihr Ge-

such auf Art. 8 SchKG, welche Bestimmung vorliegend nicht massgeblich sei, 

handle es sich doch um ein Geschäft eines Gemeindeammannamtes. Den-

noch stehe der Beschwerdeführerin grundsätzlich ein Recht auf Akteneinsicht 

zu.  Vorbehalten  blieben  jedoch  überwiegende  öffentliche  (Geheimhaltung) 

oder private (Datenschutz) Interessen, welche der Einsichtnahme oder Veröf-

fentlichung  entgegen  stünden.  Die  Beschwerdeführerin  habe  die  Angaben 

des Beschwerdegegners lediglich pauschal bestritten. Dessen Ausführungen, 

dass die Beschwerdeführerin bereits mehrmals Einsicht in die Akten des Ge-

schäfts-Nr. 5 genommen habe, seien glaubhaft. Ihr Verhalten sei als trölerisch 

und schikanös zu würdigen. Werde die Einsichtnahme ohne legitimes Bedürf-

nis  verlangt,  sei  eine  Verweigerung  gerechtfertigt.  Die  Akteneinsicht  sei  zu 

Recht verweigert worden, weshalb die Beschwerde abzuweisen sei. 

2.

Die Beschwerdeführerin bringt zur Begründung ihrer Beschwerde zusammen-

gefasst das Folgende vor (act. 2): Nur durch eine vollständige Akteneinsicht 

könne die massgebliche Abrechnung überprüft werden. Es werde ihr die Aus-

übung des Rechts auf rechtliches Gehör verweigert. Nach der Zustellung der 

Abrechnung Geschäfts-Nr. 5 habe sie um Akteneinsicht ersucht. Diese sei ihr 

erstmals mit Schreiben vom 14. November 2024 verweigert worden. Am 19. 

November 2024 sei ihr dasselbe Schreiben erneut zugestellt worden, wobei 

es  neu  eine  Rechtsmittelbelehrung  enthalten  habe.  Diese  sei  offensichtlich 

falsch gewesen, da sie auf Art. 17 SchKG verwiesen habe. Indem die Vorin-

stanz  die  fehlerhafte  Rechtsmittelbelehrung  erkannt  und  nicht  offengelegt 

habe, habe sie gegen die Rechtssicherheit und den Grundsatz von Treu und 

Glauben verstossen. Es sei falsch, dass sie in ihrer Replik vom 9. Januar 2025 

nichts Neues vorgebracht habe. Man habe von ihr nicht erwarten dürfen, dass 

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sie  alle  vom  Beschwerdegegner  aufgeführten  Akteneinsichten  einzeln  be-

streite. Die eingereichten Quittungen könnten keiner Person zugeordnet wer-

den.  Auch  die  zeitliche  Dauer  der  Akteneinsicht  könne  mangels  Angaben 

dazu  nicht  bestritten  werden.  Auf  vier  Quittungen  sei  dieselbe  Summe  von 

Fr. 22.-  aufgeführt.  Es  handle  sich  immer  um  dieselben  Kopien.  Es  könne 

nicht davon ausgegangen werden, dass es sich dabei allesamt um Quittungen 

handle,  welche  aufgrund  einer  Akteneinsicht  durch  ihre  Person  ausgestellt 

worden seien. Sie habe die diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerde-

gegners bestritten. Es fehle an einer rechtmässigen Verfahrensführung. Bei 

einer Einsichtnahme in die Steigerungsbedingungen erfolge ohnehin keine ei-

gentliche Akteneinsicht. Am 13. September 2024 habe sie einen Betrag von 

Fr. 10.- für die Kopie des geschwärzten Steigerungsprotokolls bezahlt. Dabei 

habe  es  sich  nicht  um  eine  eigentliche  Einsichtnahme  gehandelt.  Von  den 

behaupteten Einsichtnahmen verbliebe lediglich eine, welche durch sie erfolgt 

sei. Es könne ihr damit keine extensive Ausübung ihres Rechts auf Aktenein-

sicht vorgeworfen werden. Aufgrund der fehlerhaften Rechtsmittelbelehrung 

habe sie davon abgesehen, einen weiteren Grund für die Fehlerhaftigkeit der 

Abweisung ihres Akteneinsichtsgesuchs geltend zu machen. Die lange Zeit 

bis zur Erstellung der Abrechnung werde von der Vorinstanz nicht berücksich-

tigt.  Allein  die  lange  Verfahrensdauer  hätte  die  Akteneinsicht  gerechtfertigt. 

Sie könne die Abrechnung nur überprüfen, wenn sie die vollständigen Akten 

einsehen könne. Sie habe ihr Gesuch hinreichend begründet. 

3.1. Zwischen den Parteien ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin grund-

sätzlich Anspruch auf Einsichtnahme in die Akten des beim Beschwerdegeg-

ner geführten Verfahrens Geschäfts-Nr. 5 hat (act. 3 E. 8.1, act. 2). Strittig ist 

lediglich, ob die Beschwerdeführerin dieses Recht in der näheren Vergangen-

heit  trölerisch  ausgeübt  hat.  Der  Beschwerdegegner  machte  diesbezüglich 

vor Vorinstanz geltend, die Beschwerdeführerin habe sich mehrfach, nament-

lich am 16. August 2024, am 22. August 2024, am 23. August 2024 (zweimal), 

am 28. August 2024, am 2. September 2024 sowie am 13. September 2024 

Kopien aus dem Verfahren Geschäfts-Nr. 5 erstellen lassen. Angesichts der 

multiplen  Akteneinsicht  sei  nicht  ersichtlich,  welche  weiteren  Akten  die  Be-

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schwerdeführerin noch zu konsultieren wünsche. Er habe das Gesuch daher 

abgelehnt, insbesondere auch deshalb, weil es sich bei einem Grossteil der 

Akten Geschäfts-Nr. 5 um eigene Eingaben der Beschwerdeführerin handle 

(act. 5/4).  Die  Beschwerdeführerin  bestreitet  dies  und  macht  geltend,  auf-

grund der vom Beschwerdegegner ins Recht gereichten Quittungen sei nicht 

erstellt, dass die diesen Quittungen zugrunde liegenden Akteneinsichtsgesu-

che alle von ihr gestellt worden seien (act. 2 Rz 3.8). Die Vorinstanz erwog im 

angefochtenen  Urteil,  die  Beschwerdeführerin  habe  die  Ausführungen  des 

Beschwerdegegners in seiner Beschwerdeantwort nicht hinreichend substan-

tiiert bestritten, und folgte in der Folge der Darstellung des Beschwerdegeg-

ners (act. 3 E. 8.2). Die Erwägungen des Bezirksgerichts hinsichtlich der pau-

schalen Bestreitung sind zutreffend. Die Beschwerdeführerin bestritt den Vor-

halt des Beschwerdegegners gemäss seiner Beschwerdeantwort vom 18. De-

zember 2024 (act. 5/4) in ihrer Stellungnahme vom 9. Januar 2025 (act. 5/7) 

zwar. Sie sah indes davon ab, darzulegen, weshalb die Quittungen keine hin-

reichenden  Beweismittel  darstellten.  Ihre  Ausführungen  beschränkten  sich 

darauf, zu behaupten, die Beweismittel "sind nicht geeignet als Glaubhaftma-

chungsmittel für die von Herrn H._____ behaupteten bereits erfolgten 'multi-

plen'  und  'extensiven'  Akteneinsichten  von  mir"  (act. 5/7).  Eine  nähere  Be-

gründung zur Ungeeignetheit der Beweismittel brachte sie nicht vor. Erst in 

der vorliegenden Beschwerdeschrift macht sie geltend, die Quittungen könn-

ten nicht einer Person zugeordnet werden, und es sei überdies wenig wahr-

scheinlich, dass sie mehrfach dieselben Unterlagen angefordert habe (act. 2 

Rz 3.8). Sinngemäss rügt die Beschwerdeführerin damit vorliegend eine un-

richtige  Feststellung  des  Sachverhalts,  indem  die  Vorinstanz  fälschlicher-

weise davon ausgegangen sei, die vom Beschwerdegegner aufgezählten sie-

ben Einsichtnahmen in die Akten Geschäfts-Nr. 5 seien allesamt durch ihre 

Person erfolgt. Gemäss § 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 320 lit. b ZPO kann im 

vorliegenden  Verfahren  lediglich  eine  offensichtlich  unrichtige  Feststellung 

des Sachverhalts gerügt werden. Die Sachverhaltserstellung durch die Vor-

instanz muss geradezu unhaltbar gewesen bzw. überhaupt nicht aktenmässig 

belegt sein, damit sie vor der Rechtsmittelinstanz beanstandet werden kann 

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(BSK ZPO-Spühler, Art. 320 N 3; BK ZPO-Sterchi, Art. 320 N 6 f.). Eine sol-

che Konstellation ist vorliegend nicht gegeben. Zwar fehlen auf den massgeb-

lichen aktenkundigen Quittungen die Unterschriften der empfangsberechtig-

ten Personen (act. 5/5/1-8), weshalb diese theoretisch auch im Zusammen-

hang mit Gesuchen von Drittpersonen hätten erstellt worden sein können. Je-

doch würdigte die Vorinstanz die Quittungen angesichts der als glaubhaft qua-

lifizierten  Ausführungen  des  Beschwerdegegners  in  seiner  Beschwerdeant-

wort (act. 5/4) für die Festlegung der Anzahl der von der Beschwerdeführerin 

gestellten  Akteneinsichtsgesuche  als  massgeblich.  Es  bestehen  keine 

Gründe, dieser Ansicht keine Folge zu leisten. Der Beschwerdegegner, ver-

treten durch den in seiner amtlichen Funktion als … auftretenden H._____, 

bestätigte  schriftlich,  dass  die  Quittungen  im  Zusammenhang  mit  Aktenein-

sichten der Beschwerdeführerin ausgestellt worden seien. Er stützte sich da-

bei insbesondere auf Aussagen einer Kanzleimitarbeiterin (act. 5/4). Weshalb 

er Tatsachenwidriges behaupten sollte, ist nicht ersichtlich und wird von der 

Beschwerdeführerin nicht dargetan. Als Behördenmitglied hatte er kein per-

sönliches Interesse an der Verweigerung der Einsichtnahme. Überdies obliegt 

ihm die Pflicht zu rechtmässigem Handeln. Die Schlussfolgerung der Vorin-

stanz, den Ausführungen des Beschwerdegegners betreffend Anzahl Akten-

einsichtsersuchen der Beschwerdeführerin könne geglaubt werden, ist nicht 

zu  beanstanden.  Damit  kann  nicht  davon  ausgegangen  werden,  die  Vorin-

stanz  habe  den  Sachverhalt  offensichtlich  willkürlich  festgestellt  bzw.  eine 

schlichtweg  unvertretbare  Schlussfolgerung  vorgenommen.  Die  Vorinstanz 

ging  berechtigterweise  davon  aus,  dass  die  Beschwerdeführerin  innert  kur-

zem Zeitraum sieben Akteneinsichtsgesuche gestellt hatte. Entgegen der Be-

schwerdeführerin (act. 2 Rz 4) fällt sodann auch das Erstellen von Kopien aus 

den massgeblichen Verfahrensakten unter den Begriff der Akteneinsicht. Die 

vorinstanzliche Schlussfolgerung, ein solches Verhalten erweise sich als trö-

lerisch (act. 3 E. 8.2), zumal es sich immer wieder um dieselben Aktenstücke 

handelte (act. 5/4 S. 2), ist ebenfalls schlüssig. Die seit September 2024 neu 

zu  den  Akten  hinzugekommene  Abrechnung  des  Beschwerdegegners  vom 

31. Oktober  2024  (act. 4/6)  hat  die  Beschwerdeführerin  erhalten,  weshalb 

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auch diesbezüglich keine Notwendigkeit zur Akteneinsicht besteht. Sie macht 

geltend, sie benötige Akteneinsicht zur Überprüfung der Abrechnung (act. 2 

Rz 7). Gegen diese hat sie bereits Beschwerde erhoben, welche erstinstanz-

lich zudem schon beurteilt wurde (Verfahren Geschäfts-Nr. CB240025-D). Of-

fenbar war es der Beschwerdeführerin auch ohne erneute Akteneinsicht mög-

lich,  ihre  Argumente  vorzutragen.  Damit  kann  den  Ausführungen  der  Be-

schwerdeführerin nicht gefolgt werden und ist die Beschwerde abzuweisen. 

3.2. Die Beschwerdeführerin beanstandet sodann die vorinstanzliche Kostenauf-

lage  (act. 2  Rz 8).  Die  Vorinstanz  setzte  die  Kosten  des  Verfahrens  auf 

Fr. 500.- fest und begründete diese mit dem Streitinteresse, dem Zeitaufwand 

und der Schwierigkeit des Falles (act. 3 E. 9). Entgegen der Beschwerdefüh-

rerin  war  das  vorinstanzliche  Verfahren  nicht  kostenlos.  Gestützt  auf  § 83 

Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 Abs. 1 ZPO waren die Kosten der unterliegenden 

Partei, d.h. der Beschwerdeführerin, aufzuerlegen. Angesichts dessen, dass 

die  Vorinstanz  die  Gerichtsgebühr  auf  die  Minimalgebühr  gemäss  § 20  der 

Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG, LS 211.11) festsetzte, er-

übrigte  sich  sodann  eine  weitergehende  Begründung.  Die  vorinstanzliche 

Kostenhöhe und -auflage zu Lasten der Beschwerdeführerin ist nicht zu be-

anstanden.

4.

Abschliessend ist damit festzuhalten, dass die Vorbringen der Beschwerde-

führerin nicht zu überzeugen vermögen. Das Urteil des Bezirksgerichts Diels-

dorf vom 20. März 2025 (Geschäfts-Nr. CB240026-D) erweist sich weder als 

willkürlich,  noch  verstösst  es  gegen  den  Grundsatz  von  Treu  und  Glauben 

(act. 2 Rz 3.8). Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

IV.

1.

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren ist auf Fr. 500.- 

festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Kosten des vorliegenden Verfahrens 

der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (§ 83 Abs. 3 GOG i.V.m. Art. 106 ZPO, 

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§ 20  GebV  OG).  Entschädigungen  sind  entsprechend  dem  Verfahrensaus-

gang keine zu entrichten.

2.

Die Verwaltungskommission entscheidet als obere Aufsichtsbehörde letztin-

stanzlich über die vorliegende Beschwerde. Ein kantonales oder eidgenössi-

sches  Rechtsmittel  dagegen  besteht  nicht  (Urteil  des  Bundesgerichts 

4A_448/2015  vom  14. September  2015  sowie  Urteil  des  Bundesgerichts 

4A_571/2013 vom 4. Februar 2014, E. 1.1).

1.

2.

3.

4.

5.

Es wird beschlossen:

Die Aufsichtsbeschwerde wird abgewiesen. 

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Beschwerdeverfahren wird auf 

Fr. 500.- festgesetzt.

Die Kosten des Verfahrens werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

Parteientschädigungen werden keine entrichtet.

Schriftliche Mitteilung, je gegen Empfangsschein, an:

-

- 

-

die Beschwerdeführerin, 

den Beschwerdegegner, unter Beilage einer Kopie von act. 2 sowie

das Bezirksgericht Dielsdorf als untere kantonale Aufsichtsbehörde, 

unter Rücksendung der beigezogenen Akten Geschäfts-Nr. CB240026-

D (act. 5/1-9/2).

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Zürich, 19. Mai 2025

Obergericht des Kantons Zürich
Verwaltungskommission

Gerichtsschreiberin:

lic. iur. A. Leu

versandt am: