# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d9b9a068-99a5-52d9-9c51-5abc9822b6be
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 19.08.2021 725 21 39/219
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-21-39-219_2021-08-19.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 19. August 2021 (725 21 39 / 219) 

___________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

Zur Klärung eines Expertenstreits zur Frage der Unfallkausalität eines Meniskusrisses  

ist ein verwaltungsexternes Gutachten nach Art. 44 ATSG einzuholen. 

 
 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Christina 
Markiewicz 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Cédric Robin, Advokat, 
Rümelinsplatz 14, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SWICA Versicherungen AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 37, Post-
fach, 8401 Winterthur, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 

 
 
 
A. Die 1966 geborene A.____ ist beim B.____ angestellt und über den Arbeitgeber bei der 
SWICA Versicherungen AG (SWICA) gegen die Folgen von Unfällen versichert. Auf dem Nach-
hauseweg am 28. Februar 2019 fuhr A.____ mit dem Fahrrad aus einer Nebenstrasse. Dabei sah 
sie eine sich von der Seite nähernde Person zu spät. Um eine Kollision zu vermeiden, bremste 
A.____ abrupt, sprang vom Fahrrad und bremste mit beiden Füssen weiter ab. Durch dieses 

 

 
 
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Manöver erlitt sie einen Schlag ins linke Knie. A.____ suchte am 6. März 2019 ihre Hausärztin, 
pract. med. C.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, auf, welche eine konservative Therapie 
verordnete und vom 3. April 2019 bis 12. Mai 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte. 
Die am 9. April 2019 aufgrund persistierender Beschwerden durchgeführte Magnetresonanzto-
mographie (MRT) des linken Kniegelenks ergab unter anderem im medialen Kompartiment eine 
mukoide Degeneration des Hinterhorns des medialen Meniskus. Ein Riss konnte nicht nachge-
wiesen werden. Im lateralen Kompartiment zeigte sich ein angedeuteter, nicht ganz vollständig 
ausgebildeter, diskoider Meniskus. Ein schräg-radiär verlaufender Riss im Bereich des Über-
gangs vom Corpus zum Vorderhorn war erkennbar, ferner eine mukoide Degeneration im Corpus 
und im Hinterhorn sowie eine kleine Baker-Zyste. Nach weiteren medizinischen Abklärungen 
schloss die SWICA den Fall mit Verfügung vom 5. März 2020 ab und verneinte einen Leistungs-
anspruch nach dem 7. März 2019. Sie stützte sich dabei auf die Aktenbeurteilungen von Dr. med. 
D.____, FMH Chirurgie, vom 10. August 2019, vom 24. Oktober 2019 sowie vom 13. Februar 
2020. Dr. D.____ hielt fest, dass am 28. Februar 2019 lediglich von einer leichten Prellung / Dis-
torsion auszugehen und der Status quo sine am 6. März 2019 erreicht gewesen sei. Der in der 
MRT sichtbare Riss sei Folge degenerativer Veränderungen. Mit Einspracheentscheid vom 
14. Dezember 2020 bestätigte sie ihre Verfügung vom 5. März 2020. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Cédric Robin, mit Eingabe vom 1. Feb-
ruar 2021 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht. Er beantragte 
für seine Mandantin, der Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2020 sei aufzuheben und die 
Vorinstanz zu verpflichten, der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 28. Februar 2019 die gesetz-
lichen Versicherungsleistungen zu erbringen. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Einholung 
eines orthopädischen Gutachtens und anschliessender Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. Auf das Aktengutachten von Dr. D.____ vom 10. August 2019 sowie die Ergänzungen 
vom 24. Oktober 2019 und 13. Februar 2020 könne aufgrund erheblicher Zweifel an den geäus-
serten Feststellungen nicht abgestellt werden. Es sei vielmehr gestützt auf die Ausführungen von 
Dr. med. E.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
in seinem Bericht vom 27. Januar 2021 sowie von Dr. med. F.____, FMH Orthopädische Chirur-
gie und Traumatologie des Bewegungsapparates, in seinen Berichten vom 7. Oktober 2019 und 
23. Dezember 2019 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Gesund-
heitsbeschwerden auf das Unfallereignis zurückzuführen seien und die SWICA folglich über den 
7. März 2019 hinaus leistungspflichtig sei. 
 
C. Mit Verweis auf die Stellungnahme von Dr. D.____ vom 13. Februar 2021 zum Bericht 
von Dr. E.____ vom 27. Januar 2021 beantragte die SWICA mit Vernehmlassung vom 12. März 
2021 die Abweisung der Beschwerde.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

 

 
 
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vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in G.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versi-
cherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einsprache-
entscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht erhobene Be-
schwerde vom 1. Februar 2021 ist einzutreten. 
 
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, als davon eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs.1 Satz 1 
UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie 
gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsunfähig-
keit 80 % des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend 
gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am dritten Tag 
nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mit dem 
Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. 
 
3.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein 
natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als ein-
getreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der 
Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge-
sundheitliche Störung entfiele (BGE 134 V 109 E. 2, 129 V 177, 119 V 335 E. 1 und 118 V 286 E. 
1b, je mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung 
bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach 
dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines 
Leistungsanspruches nicht (BGE 119 V 335 E. 1, BGE 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). 
3.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem 
Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. 

 

 
 
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Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, 
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 
sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses 
Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 456 E. 5a mit 
Hinweisen). 
 
3.3 Wird durch einen Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst 
manifest bzw. ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur 
noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status 
quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines 
krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), 
erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b, je mit Hinweisen). 
Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen 
jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem 
im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit (BGE 134 V 109  E. 9.5 mit Hinweisen) nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr 
gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um 
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob 
ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versi-
cherten Person, sondern beim Unfallversicherer (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9 E. 2.2; RKUV 2000 Nr. 
U 363 S. 45 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 326 E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b). Der Beweis des 
Wegfalls des Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen 
erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu 
verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nun bei vol-
ler Gesundheit ist. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens 
ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 
29. Januar 2009, 8C_847/2008, E. 2 mit Hinweisen). Allerdings tragen die Parteien im Sozialver-
sicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der 
Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt 
Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, 
im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt 
zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen 
(BGE 138 V 218 E. 6). 
 
3.4.1 In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass nach der Rechtsprechung zu den im 
Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umstände gehören, ohne deren 
Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. 
Eine schadensauslösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, 
wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl ein-
getreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadeneintritts Conditio sine 
qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, 

 

 
 
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welche ein gegenwärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, 
manifest werden lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigenstän-
dige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, Urteile des Bundesgerichts vom 5. April 
2017, 8C_847/2016, E. 5.3.2, vom 7. Juli 2016, 8C_337/2016, E. 4.1.1 und vom 20. Oktober 
2011, 8C_380/2011, E. 4.2.1; ANDREAS TRAUB, Natürlicher Kausalzusammenhang zwischen Un-
fall und Gesundheitsschädigung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der 
wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: 
SZS 2009 S. 479). 
 
3.4.2 Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilur-
sache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor 
nicht dermassen gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam beliebig und aus-
tauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung – bei erstelltem Auslöse-
zusammenhang – einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder Zufallsursache, wenn sie auf 
einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) 
Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadens-
anlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Wenn ein alltägli-
cher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung 
hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern als 
austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversi-
cherers (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27; Urteil des Bundesgerichts vom 20. Oktober 2011, 
8C_380/2011, E. 4.2.2). 
 
4.1 Zur Beurteilung medizinischer Sachverhalte ist das Gericht auf ärztliches Fachwissen 
angewiesen (BGE 132 V 93 E. 4). Es hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozi-
alversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) 
– wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie um-
fassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle 
Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu ent-
scheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts-
anspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be-
richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die 
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be-
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). 
 
4.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu auch 

 

 
 
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BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 
Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung 
der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Dagegen sind bei Entscheiden gestützt auf 
versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem 
Verfahren vor dem Sozialversicherungsträger stammen, an die Beweiswürdigung strenge Anfor-
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit 
der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Ver-
fahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 465 E. 4.7). 
 
4.3 Beratende Ärzte und Vertrauensärzte sind, was den Beweiswert ihrer ärztlichen Beurtei-
lung angeht, versicherungsinternen Ärzten gleichzusetzen (Urteile des Bundesgerichts vom 6. 
März 2020, 8C_646/2019, E. 4.3 und vom 25. Juni 2018, 8C_281/2018, E. 3.2.2 mit weiteren 
Hinweisen). Auf Aktenberichte kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und 
es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizini-
schen Sachverhalts geht und die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den 
Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 28. Mai 2020, 9C_11/2020, E. 5.1.2). 
 
5. Streitig und zu prüfen ist, ob die Leistungseinstellung der SWICA per 7. März 2020 zu 
schützen ist. Im Zentrum steht dabei die Frage, ob der Unfall vom 28. Februar 2019 kausal für 
die Kniebeschwerden bzw. für den Meniskusriss ist. 
 
5.1 Wegen persistierender Beschwerden im linken Knie suchte die Beschwerdeführerin am 
6. März 2019 ihre Hausärztin, pract. med. C.____, auf. Sie verordnete vorerst eine konservative 
Therapie unter ambulanter Physiotherapie. Da eine Besserung ausblieb, ordnete sie eine MRT 
des linken Knies an und attestierte eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 3. April 2019 bis 12. Mai 
2019. Dr. med. H.____, imamed, Radiologie Nordwestschweiz, beurteilte die MRT-Bilder vom 9. 
April 2019. Er stelle einen «nicht ganz vollständigen» diskoiden Meniskus lateral, einen bogig 
verlaufenden radiären Einriss im Bereich des Übergangs vom Corpus zum Vorderhorn lateral 
sowie eine «kleinste» Baker-Zyste fest. 
 
5.2 Die SWICA beauftragte daraufhin Vertrauensarzt Dr. D.____ mit einer Aktenbeurteilung. 
Dr. D.____ erkannte mit Bericht vom 10. August 2019, ausgehend davon, dass die Versicherte 
eine leichte Prellung / Distorsion erlitten hatte, dass «das Unfallereignis vom 28. Februar 2019 
bis zum 6. März 2019 eine überwiegend wahrscheinliche Teilursache der gesundheitlichen Stö-
rung gewesen sei». Die darüber hinaus anhaltenden Beschwerden seien Folge der degenerati-
ven Veränderungen. So zeigten beide Menisken deutliche mukoide Degenerationen und es liege 
eine Baker-Zyste vor. Ferner habe weder ein Distorsionstrauma noch ein Stauchungstrauma 
stattgefunden, das geeignet gewesen wäre, einen Meniskus zu verletzen. Der Kapsel-Bandap-
parat zeige sich in der MRT denn auch völlig unauffällig und es gebe keinen Hinweis auf ein 
traumbedingtes Knochenmarksignal (Bone Bruise). Es liege eine Schädigung vor, die im gesam-
ten Ursachenspektrum vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sei. Gestützt 

 

 
 
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auf die Beurteilung von Dr. D.____ teilte die SWICA der Beschwerdeführerin am 29. August 2019 
mit, dass sie den Fall per 7. März 2019 abschliessen werde. 
 
5.3 Auf diese Ablehnung hin äusserte sich die Hausärztin der Beschwerdeführerin, pract. 
med. C.____, mit Bericht vom 12. September 2019 dahingehend, dass die Versicherte bis zum 
Unfallereignis nie Knieschmerzen linksseitig gehabt habe und keine vorbestehenden Schäden 
bekannt seien. Die Schmerzen der Beschwerdeführerin wiesen klar auf eine Meniskusläsion als 
Unfallfolge hin. Zur weiteren Beurteilung überwies pract. med. C.____ die Versicherte an 
Dr. F.____. 
 
5.4 Dr. F.____ untersuchte die Beschwerdeführerin am 4. Oktober 2019. Er diagnostizierte 
einen Radiärriss des lateralen Meniskus bei inkomplettem Scheibenmeniskus des linken Knies 
nach Velounfall am 28. Februar 2019. Bei einer «Fastkollision mit dem Fahrrad» sei die Versi-
cherte unkontrolliert vom Velo gesprungen und habe sich dabei das linke Knie verdreht. Seither 
beständen anhaltende, belastungsabhängige laterale Knieschmerzen. Auf den MRT-Bildern 
seien keine relevanten Knorpelschäden zu sehen. Erkennbar sei eine Spur Erguss, ein inkom-
pletter Scheibenmeniskus mit radiärer Rissbildung im Übergangsbereich vom Corpus zum Vor-
derhorn. Der Riss reiche nicht ganz bis zur Meniskusbasis. Die Klinik passe gut zu den in der 
MRT sichtbaren Befunden. In Anbetracht der nun seit über einem halben Jahr persistierenden 
Beschwerden sei anzunehmen, dass die konservative Therapie nicht zum Ziel führen werde. Ein 
operatives Vorgehen dränge sich bei fehlenden Blockaden aber auch nicht auf. Die Versicherte 
habe ein arthrosefreies Kniegelenk ohne degenerative Veränderungen. Bei der Meniskusläsion 
handle es sich um einen scharf begrenzten Radiärriss, welcher sicher nicht degenerativer Natur 
sei. Degenerative Meniskusläsionen seien in der Regel Horizontalrisse oder daraus resultierende 
Komplexrisse (vgl. Bericht vom 7. Oktober 2019). 
 
5.5 Dr. D.____ nahm daraufhin am 24. Oktober 2019 zum Bericht von Dr. F.____ vom 7. Ok-
tober 2019 Stellung und hielt an seinen Ausführungen vom 10. August 2019 fest. Wie Dr. F.____ 
bei den mukoiden Veränderungen des Meniskus behaupten könne, die Patientin habe ein arth-
rosefreies Kniegelenk ohne degenerative Veränderungen, sei nicht nachvollziehbar. Auch die 
weitere Behauptung, dass ein Radiärriss grundsätzlich traumatischer Natur sei, sei beim Vorlie-
gen mukoider Veränderungen der Menisken einfach falsch. Dr. F.____ relativierte seine Aussage 
zwar, indem er sagte, horizontale Risse seien in der Regel degenerativer Natur. Dies erlaube 
aber nicht den Umkehrschluss, dass radiäre Risse prinzipiell traumatisch bedingt seien. Überdies 
zeige der Kapsel-Bandapparat keine Anzeichen einer Zerrung und somit habe auch kein geeig-
netes Distorsionstrauma stattgefunden, um einen Meniskus zu verletzen. Dass die Beschwerden 
der Versicherten zum MRT-Befund passten, werde nicht bestritten, diese Frage stelle sich für die 
Beurteilung der Kausalität jedoch nicht. 
 
5.6 Mit Bericht vom 23. Dezember 2019 untermauerte Dr. F.____ seine Aussage, dass das 
in Frage stehende Unfallereignis absolut adäquat für die Meniskusverletzung sei. Eine Begleit-
verletzung – wie von Dr. D.____ gefordert – sei keine notwendige Voraussetzung für eine unfall-
kausale Meniskusverletzung. In seiner täglichen Praxis sehe er viele frische Meniskusverletzun-
gen, welche kein Knochenmarködem (Bone Bruise) zeigten. Ferner habe nur ein geringer Teil 

 

 
 
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der Patienten eine begleitende Bandverletzung. Ein sogenanntes Knochenmarködem zeige sich 
auch häufig im Rahmen von degenerativen Erkrankungen, wie zum Beispiel im Rahmen einer 
Gonarthrose, von Knorpelschäden oder einer beginnenden Osteonekrose. Als Kriterium für eine 
unfallbedingte Ursache ein entsprechendes Knochenmarködem zu fordern, sei nicht korrekt. Je-
denfalls sei ihm hierzu keine entsprechende Fachliteratur bekannt. Weiter sei zu berücksichtigen, 
dass ein diskoider Meniskus eine andere Biomechanik habe als ein normal geformter Meniskus 
und anfälliger sei für Verletzungen. Dr. D.____ spreche ebenfalls davon, dass hier schon dege-
nerative Veränderungen beständen. Eine Gonarthrose liege klar nicht vor. Es zeige sich eine 
sogenannte mukoide Degeneration im Bereich beider Meniskushinterhörner. Dies sei in Anbe-
tracht des Alters der Versicherten nicht weiter erstaunlich. Aus der Literatur sei bekannt, dass 
aus diesen mukoiden Degenerationen (intrameniskale Veränderungen) über die Zeit horizontale 
Risse entstehen würden. Vorliegend handle es sich jedoch um eine radiäre Rissbildung. Des 
Weiteren liege eine Baker-Zyste vor. Grundsätzlich sei eine Baker-Zyste kein Zeichen einer de-
generativen Gelenkerkrankung, sondern Zeichen einer Reizung mit Ergussbildung. Eine Baker-
Zyste trete auch häufig auf bei Kreuzbandverletzungen mit einer Ergussbildung oder bei anderen 
akuten Verletzungen mit Ergussbildung. Die Baker-Zyste selbst sei sicher kein Kriterium dafür, 
ob es sich um eine unfallbedingte Verletzung handle oder um eine degenerative Erkrankung. 
 
5.7 Dr. D.____ äusserte sich am 13. Februar 2020 zu den Ausführungen von Dr. F.____. 
Selbstverständlich gebe es in der täglichen Praxis frische Meniskusverletzungen ohne Knochen-
marködem. Dass aber nur ein geringer Teil der Patienten eine begleitende Bandverletzung bei 
einer traumatischen Läsion aufzeigen soll, sei nicht richtig. Aus der in seiner Stellungnahme vom 
24. Oktober 2019 zitierten Literatur gehe klar hervor, dass Meniskusverletzungen ohne Begleit-
verletzungen im Bereich des Kapsel-Bandapparates zwar vorkämen, diese aber nicht traumatisch 
bedingt seien. Die Aussage, dass es in Anbetracht des Alters der Patientin nicht erstaunlich sei, 
dass eine mukoide Degeneration im Bereich beider Meniskushinterhörner beschrieben werde, 
sei unerheblich. Tatsache sei, dass eine Degeneration vorliege. Richtig sei, dass bei Kreuzband-
verletzungen auch Baker-Zysten auftreten könnten. Bei degenerativen Meniskusverletzungen 
wie im vorliegenden Fall seien sie jedoch zusätzlich Zeichen einer Degeneration. Er habe nie 
behauptet, dass die Baker-Zyste allein ein Kriterium für eine degenerative Veränderung im Knie-
gelenk sei. Zusammenfassend seien die Menisken mukoid, also degenerativ verändert, der Kap-
sel-Bandapparat zeige keinerlei Anzeichen einer Zerrung und somit habe auch kein geeignetes 
Distorsionstrauma stattgefunden, um einen Meniskus zu verletzen. Die Forderung nach der über-
wiegend degenerativen Ursache sei damit zu weit über 50 % erfüllt. 
 
Mit Verfügung vom 6. März 2020, bestätigt mit Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2020, 
stellte die SWICA ihre Leistungspflicht gestützt auf die Beurteilungen von Dr. D.____ per 7. März 
2019 ein. Sie ging davon aus, dass die über dieses Datum hinaus bestehenden Beschwerden 
nicht mehr in einem kausalen Zusammenhang zum Unfallereignis vom 28. Februar 2019 ständen. 
 
5.8 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Rechtsvertreter eine Stellungnahme 
des behandelnden Physiotherapeuten, I.____, vom 19. Januar 2021 sowie eine Stellungnahme 
von Dr. E.____ vom 27. Januar 2021 ein. I.____ berichtete, dass die Versicherte vor ihrem Velo-
unfall schon seit längerer Zeit wegen ihrer chronischen cervikalen und lumbalen Beschwerden in 

 

 
 
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physiotherapeutischer Behandlung gewesen sei. In dieser Zeit habe sie nie über Kniebeschwer-
den geklagt. Nach dem Unfall am 28. Februar 2019 habe sie akute Schmerzen im linken Knie 
gehabt. Nach Durchführung verschiedener Tests (Steinmann I und II, Apley, Böhler) sowie auf-
grund der Rötung und Schwellung des Knies habe er die Versicherte mit der Vermutung einer 
Meniskusschädigung an die Hausärztin verwiesen. Dr. E.____ äusserte sich zu den Aktenbeur-
teilungen von Dr. D.____ vom 10. August 2019 sowie vom 13. Februar 2020. Dr. D.____ be-
haupte, dass der Unfallmechanismus nicht geeignet gewesen sei, eine Meniskusverletzung zu 
verursachen. Er gehe von einer leichten Prellung / Distorsion aus, ohne die Versicherte persönlich 
zum Unfallmechanismus befragt zu haben. Gemäss den Ausführungen der Versicherten habe 
sie, um eine Kollision mit einem von der Seite kommenden anderen Velofahrer zu vermeiden, 
versucht, aus voller Fahrt heraus mit beiden Füssen am Boden abzubremsen. Dabei sei vor allem 
das linke Bein belastet worden. Bei einem so plötzlich auftretenden Ereignis sei es häufig sehr 
schwierig, auch für die betroffene Person selbst, den genauen Traumamechanismus wahrzuneh-
men und zu rekonstruieren. Es sei aber sehr wahrscheinlich, dass es beim Aufkommen auf den 
Boden eben nicht nur zu einem axialen Stauchungstrauma, sondern auch zu einem Rotations-
trauma des leicht gebeugten Kniegelenkes gekommen sei. Ferner sei die Versicherte nach dem 
Absprung nicht direkt stehen geblieben und es sei zu mehreren, indirekten Schlägen gegen das 
Knie gekommen. 
 
Ferner sei die Behauptung, traumatische isolierte Meniskusverletzungen seien sehr selten, nicht 
korrekt. Im Übrigen beschäftige sich die von Dr. D.____ zitierte Literatur sehr wohl mit isolierten 
Meniskusverletzungen: «Allen Verletzungsmechanismen, die zu einer isolierten Zerreissung ei-
nes Meniskus führten, sei die Verwindung des gebeugten Kniegelenkes gemeinsam (Verwin-
dungstrauma, Drehsturz)». Genau ein solcher Mechanismus habe sehr wahrscheinlich bei der 
Versicherten vorgelegen. Ansonsten sei festzuhalten, dass die von Dr. D.____ zitierte Literatur 
über 30 bzw. 60 Jahre alt sei. Es handle sich auch nicht um wissenschaftliche Fachliteratur. Zu 
diesem Zeitpunkt habe es entweder noch gar keine MRT gegeben oder auch keine Möglichkeiten 
der genauen Meniskusdiagnostik mittels MRT-Untersuchung. Auch die Kniegelenksarthroskopie 
sei damals, wenn überhaupt, nur sporadisch eingesetzt worden. Es sei Tatsache und anerkannt, 
dass intrameniskale degenerative bzw. mukoide Veränderungen mit der Zeit zu horizontalen Lä-
sionen am Meniskus führten. Im weiteren Verlauf könnten daraus Komplexläsionen entstehen. In 
unzähligen MRT und Arthroskopien habe er noch nie einen isolierten Radiärriss mit einer dege-
nerativen Genese diagnostiziert. Bei der Versicherten zeigten sich in der MRT nur sehr diskrete 
degenerative Veränderungen. Dabei handle es sich um leichte mukoide Veränderungen intra-
meniskal vor allem am Hinterhorn und am Corpus. Der Radiärriss sei jedoch im Vorderhorn loka-
lisiert. Natürlich kämen Verletzungen am Aussenmeniskus deutlich seltener als am Innenmenis-
kus vor, jedoch unterliege ein Scheibenmeniskus einer ganz anderen Biomechanik, so dass diese 
Beobachtung auf das Knie der Versicherten nicht übertragen werden könne. Im Übrigen erkenne 
man in der MRT der Versicherten auch Signalalterationen am proximalen Ansatz des lateralen 
Seitenbandes, welche im Sinne einer Zerrung interpretiert werden könnten. Radiärrisse seien 
zudem sehr häufig instabil und verursachten in der Regel Schmerzen. Vor dem Traumaereignis 
sei die Versicherte am Knie vollkommen beschwerdefrei gewesen und habe am Knie nie behan-
delt werden müssen. Zusammenfassend sei mindestens von einer richtunggebenden Verschlim-
merung auszugehen. 

 

 
 
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5.9 Dr. D.____ nahm zu den neuen Berichten, insbesondere zum Bericht von Dr. E.____, 
am 10. Februar 2021 Stellung. Die von ihm zitierte Literatur habe nach wie vor Gültigkeit, da 
biomechanische Basics vermittelt würden. Zudem sei 1989 die Arthroskopie des Kniegelenks 
schon als etabliertes Verfahren angewandt worden wie auch die MRT. Eine Distorsion des Knie-
gelenks sei zwingend vorausgesetzt, um einen Meniskusschaden zu verursachen (Verwindungs-
trauma). Dies sei vorliegend nicht belegt, sondern werde von Dr. E.____ suggeriert. Unbestritten 
sei die Degeneration des Meniskus. Nicht korrekt sei aber die Angabe des Orthopäden, es liege 
ein Scheibenmeniskus vor. In der MRT werde ein nicht ganz vollständiger diskoider Meniskus 
lateral beschrieben. Weiter befinde sich die Degeneration des Meniskus nicht ausschliesslich im 
Bereich des Hinterhorns, sondern bereits im Corpus des Meniskus. Zusammenfassend habe bei 
unauffälligem Kapsel-Bandapparat kein Distorsionstrauma am Kniegelenk stattgefunden und 
auch kein axiales Stauchungstrauma. Allein hierauf beziehe sich seine Aussage zum Bone 
Bruise, aufgrund des geschilderten Unfallhergangs. Von den Orthopäden würden viele Behaup-
tungen aufgestellt, jedoch keine mit Literatur unterlegt und lediglich eigene Erfahrungen aus der 
Erinnerung zitiert. Im Ergebnis liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kein traumatisch be-
dingter Knieschaden vor. Vielmehr handle es sich um degenerative Veränderungen am Aussen-
meniskus. 
 
6. Unbestritten ist, dass das linke Knie der Beschwerdeführerin vor dem Unfallereignis vom 
28. Februar 2019 einen degenerativen Vorzustand aufwies. Strittig und zu prüfen ist, ob die Be-
schwerdeführerin über den 7. März 2019 hinaus Anspruch auf Leistungen der SWICA hat. Die 
SWICA macht geltend, dass der Status quo sine spätestens per 6. März 2019 erreicht gewesen 
sei. Sie stützte sich dabei auf die Aktenberichte von Dr. D.____ vom 10. August 2019, 24. Oktober 
2019 sowie 13. Februar 2020 und 10. Februar 2021. Dr. D.____ kam zum Schluss, dass der 
Unfall lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes 
geführt habe, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit jedoch davon auszugehen sei, dass die Un-
fallfolgen bereits eine Woche nach dem Ereignis abgeklungen seien. Der Unfallvorgang sei nicht 
geeignet gewesen, einen Meniskusschaden, wie in der MRT beschrieben, zu verursachen. Die 
Vorinstanz hat folglich einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 28. 
Februar 2019 und den heutigen Kniebeschwerden, mithin auch in Bezug auf den diagnostizierten 
Meniskusriss, verneint. Die Beschwerdeführerin ist dagegen der Auffassung, dass das Unfaller-
eignis gemäss Arztberichten von Dr. F.____ vom 7. Oktober 2019 und 23. Dezember 2019 sowie 
von Dr. E.____ vom 27. Januar 2021 den degenerativen Vorzustand richtunggebend verschlech-
tert habe. Der Radiärriss im Vorderhorn sei durch das Trauma entstanden. Demzufolge sei das 
Unfallereignis als Teilursache des Meniskusschadens anzusehen. 
 
7. Die Frage nach der Ursache des Meniskusschadens lässt sich anhand der vorliegenden 
medizinischen Berichte nicht zuverlässig klären. Es handelt sich um einen veritablen Experten-
streit, bei welchen die Meinungen weit auseinandergehen und weder auf die eine noch auf die 
andere vorbehaltslos abgestellt werden kann. So herrschen unterschiedliche Auffassungen über 
den Unfallhergang (Prellung / Distorsion oder Stauchungs- und Rotationstrauma), die Interpreta-
tion der MRT-Bilder, die wissenschaftliche Literatur und die Massgeblichkeit von Erkenntnissen 
aus der Praxis. Ferner besteht zwar nunmehr auch seitens Dr. F.____ Einigkeit darüber, dass die 

 

 
 
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Versicherte degenerative Veränderungen aufweist. Unklarheit besteht dagegen über deren Aus-
mass und ihre Rolle bezüglich des Meniskusschadens. Dr. D.____ erachtet die degenerativen 
Veränderungen als massgebend, Dr. F.____ und Dr. E.____ beurteilen diese dagegen als mo-
derat und nicht für den isolierten Radiärriss verantwortlich. Die Beurteilungen von Dr. F.____ und 
Dr. E.____ haben insoweit Gewicht, als zwei Kniespezialisten die Kausalitätsbeurteilung von Dr. 
D.____ doch erheblich in Frage stellen. Da bereits geringe Zweifel genügen, um die Beweistaug-
lichkeit eines internen Aktengutachtens ausser Kraft zu setzen, fehlt vorliegend eine rechtsgenüg-
liche Grundlage für die Einstellung der Leistungen. An dieser Stelle ist daran zu erinnern, dass 
es genügt, wenn der Unfall lediglich eine Teilursache des Schadensbildes darstellt, um die Leis-
tungspflicht der Unfallversicherung auszulösen, mithin wenn das Unfallereignis zu einer richtung-
gebenden Verschlimmerung und nicht nur zu einer vorübergehenden Verschlechterung des (de-
generativ vorbestehenden Schadens) geführt hat. Die Aussage von Dr. D.____ in seinem Bericht 
vom 13. Februar 2020, wonach die «Forderung nach der überwiegend degenerativen Ursache 
weit über 50 % erfüllt sei» zielt auf die Rechtsprechung zur unfallähnlichen Körperschädigung ab, 
welche vorliegend nicht massgebend ist. Nach Art. 6 Abs. 1 UVG wirkt eine schadensauslösende 
traumatische Einwirkung selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden auch 
ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hin-
sichtlich des Zeitpunkts des Schadeneintritts Conditio sine qua non war (vgl. E. 3.4.1). Um die 
Leistungspflicht über den 7. März 2019 hinaus zu klären bzw. um die Frage der natürlichen Kau-
salität des Ereignisses vom 28. Februar 2019 für den Meniskusschaden beantworten zu können, 
bedarf es folglich eines verwaltungsexternen Gutachtens, dass über die Wirkung des Unfallereig-
nisses auf den bis dahin klinisch stummen, degenerativen Vorzustand im Knie unter Berücksich-
tigung der unterschiedlichen Fachmeinungen Auskunft gibt. Gestützt auf die Aktenbeurteilungen 
von Dr. D.____ allein, kann sich die Beschwerdegegnerin jedenfalls nicht von ihrer Leistungs-
pflicht befreien. 
 
Die Beschwerde ist folglich in dem Sinne gutzuheissen, als der Einspracheentscheid vom 14. De-
zember 2020 aufgehoben und die Angelegenheit zur Einholung eines verwaltungsexternen, or-
thopädischen Gutachtens im Sinne von Art. 44 ATSG an die Beschwerdegegnerin zurückgewie-
sen wird. 
 
8.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei 
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen 
ist. Da das UVG keine grundsätzliche Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren 
keine Kosten zu erheben. 
 
8.2 Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch 
auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat die Beschwerde-
führerin Anspruch auf eine Parteientschädigung. Der Rechtsvertreter hat in seiner Honorarnote 
vom 17. März 2021 einen Aufwand von 8.89 Stunden und Auslagen von Fr. 73.80 ausgewiesen, 
was angemessen ist. Ferner hat er Fr. 400.-- in Rechnung gestellt für den Arztbericht von Dr. 
E.____ vom 27. Januar 2021. Die Kosten eines von der versicherten Person veranlassten medi-
zinischen Berichts sind vom Versicherungsträger zu übernehmen, wenn sich der medizinische 

 

 
 
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Sachverhalt erst aufgrund des neu beigebrachten Untersuchungsergebnisses schlüssig feststel-
len lässt und dem Unfallversicherer insoweit eine Verletzung der ihm im Rahmen des Untersu-
chungsgrundsatzes obliegenden Pflicht zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung vorzuwer-
fen ist (Urteil des Bundesgerichts vom 23. Januar 2017, 8C_474/2016, E. 5 mit Hinweisen). Der 
Bericht von Dr. E.____ vom 27. Januar 2021 untermauert zwar die Aussagen von Dr. F.____. Er 
war jedoch nicht ausschlaggebend für die Rückweisung der vorliegenden Angelegenheit. Bereits 
die Ausführungen von Dr. F.____ vom 7. Oktober 2019 und 23. Dezember 2019 waren ausrei-
chend, um die Beweistauglichkeit der Aktenbeurteilungen von Dr. D.____ in Zweifel zu ziehen. 
Folglich sind die Kosten für den Arztbericht von Dr. E.____ von der Beschwerdeführerin zu tra-
gen. Die Beschwerdeführerin hat demnach Anspruch auf eine reduzierte Parteientschädigung 
von Fr. 2'473.10 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.  
 
9. Nach Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 ist 
die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig gegen 
Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide sind – 
mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbegehren (vgl. 
Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten anfechtbar, wenn 
sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung handelt es sich bei 
einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Aktenergänzung und anschlies-
senden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um einen Zwischenentscheid im 
Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückweisungsentscheid, mit dem eine 
materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) be-
antwortet wird (BGE 133 V 477 E. 4.2).  
 
Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid 
im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen 
zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittel-
belehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid der SWICA Versicherungen AG vom 14. Dezember 2020 auf-
gehoben und die Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Die SWICA Versicherungen AG hat der Beschwerdeführerin eine redu-
zierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'473.10 (inkl. Auslagen 
und Mehrwertsteuer) auszurichten. 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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