# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a0a11d83-2700-5826-ac90-4d411b73dfff
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 19.08.2021 B 2021/12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_VGN_001_B-2021-12_2021-08-19.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/9

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2021/12

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 29.09.2021

Entscheiddatum: 19.08.2021

Entscheid Verwaltungsgericht, 19.08.2021
Baurecht, Art. 19 Abs. 1, Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG, Art. 4 WEG, Art. 66 lit. a, 
Art. 67 Abs. 1 PBG, Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a StrG. Der Bau und Betrieb 
der strittigen Mobilfunkanlage bleiben ohne Einfluss auf die 
Erschliessungssituation auf dem Baugrundstück. Unabhängig der konkreten 
technischen Ausgestaltung der privaten Hauszufahrt und des 
Strassenanschlusses ist der Baugrund für das strittige Bauvorhaben deshalb 
als hinreichend erschlossen zu betrachten (Verwaltungsgericht, B 2021/12). 
Auf eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht 
mit Urteil vom 6. Januar 2022 nicht ein (Verfahren 1C_572/2021).

Entscheid vom 19. August 2021

Besetzung

Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Zindel, Verwaltungsrichter Steiner; 

Gerichtsschreiber Bischofberger

Verfahrensbeteiligte

Salt Mobile SA, Rue du Caudray 4, Postfach, 1020 Renens,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Lorenzo Marazzotta, Badertscher Rechtsanwälte 

AG, Mühlebachstrasse 32, Postfach 769, 8024 Zürich,

gegen

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Baudepartement des Kantons St. Gallen, Lämmlisbrunnenstrasse 54, 

9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

X.__ Genossenschaft,

Beschwerdegegnerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Urs Pfister, Advokaturbüro Pfister, 

Museumstrasse 35, 9000 St. Gallen,

sowie

Politische Gemeinde Y.__,

A.__,

Beschwerdebeteiligte 1 und 2,

Gegenstand

Baubewilligung

 

Das Verwaltungsgericht stellt fest:

A.

A.__ ist Eigentümerin der mit dem Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 0000__ und der Garage 

Assek.-Nr. 0001__ überbauten Parzelle Nr. 0002__, Grundbuch Y.__, welche südlich an 

die Staatsstrasse (Parzelle Nr. 0003__, Kantonsstrasse zweiter Klasse) angrenzt. Vom 

Grundstück Nr. 0002__ aus mündet eine private Hauszufahrt in die Staatsstrasse. Nach 

dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Y.__ ist die Parzelle Nr. 0002__ der Wohn-

Gewerbe-Zone WG 3 zugewiesen. Am 21./28. Dezember 2018 reichte die Salt 

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Mobile AG, Zürich, eine Zweigniederlassung der Salt Mobile SA (nachfolgend: S-AG), 

ein Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkanlage auf Parzelle Nr. 0002__ ein. 

Während der öffentlichen Auflage vom 6. Februar 2019 bis 19. Februar 2019 erhoben 

die X.__ Genossenschaft (Eigentümerin der Parzelle Nr. 0004__), B.__ und C.__ 

(Eigentümer der Parzelle Nr. 0005__) und die Q.__ AG (Eigentümerin der Parzelle 

Nr. 0006__) Einsprache. Mit Beschluss vom 19. August 2019 widerrief der Gemeinderat 

Y.__ einen Baubewilligungs- und Einspracheentscheid vom 13. Mai 2019 (nicht 

aktenkundig). Gleichentags wies er die Einsprache sowohl in öffentlich-rechtlicher 

Hinsicht als auch in privatrechtlicher Hinsicht gemäss Art. 684 des Schweizerischen 

Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab, bewilligte das Bauvorhaben und wies die Anträge 

der Einsprecher vom 5. und 30. März 2019 auf Erlass einer Planungszone über alle 

Flächen in Y.__, die der Wohn-Gewerbe-Zone zugeschieden seien, sowie auf 

Sistierung des Baubewilligungsverfahrens ab (act. 6.2, 9/5/3, 9/5/4, S. 2 Ziff. II/2, 

9/7/4-15, 9/32 f., www.geoportal.ch, www.zefix.ch).

B.

Gegen den Baubewilligungs- und Einspracheentscheid vom 19. August 2019 

rekurrierte die X.__ Genossenschaft am 9. September 2019 an das Baudepartement 

(act. 9/1). Am 16./15. Juni 2020 reichte das Tiefbauamt einen Amtsbericht ein (Beilage 

zu act. 9/25). Am 25. August 2020 führte das Departement einen Augenschein durch 

(act. 9/32 f.). Mit Entscheid vom 17. Dezember 2020 hiess es den Rekurs im Sinne der 

Erwägungen gut und hob den Baubewilligungs- und Einspracheentscheid des 

Gemeinderates Y.__ vom 19. August 2019 auf (act. 2).

Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 17. Dezember 2020 

erhob die Salt Mobile SA (Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter am 

15. Januar 2021 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es 

sei der angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. 

Der Baubewilligungsentscheid des Rates der Politischen Gemeinde Y.__ 

(Beschwerdebeteiligte 1) sei zu bestätigen. Eventualiter sei das Verfahren zur 

Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 19). Am 25. Januar 2021 reichte 

sie eine undatierte Zustimmung von A.__ (Beschwerdebeteiligte 2) zum Baugesuch 

nach (act. 6.1 f.). Mit Vernehmlassung vom 12. Februar 2021 schloss die Vorinstanz auf 

Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. 8). Mit 

Beschwerdeantwort vom 24. März 2021 beantragte die X.__ Genossenschaft 

(Beschwerdegegnerin) durch ihren Rechtsvertreter, es sei die Beschwerde unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 4% Barauslagen und 

7.7% Mehrwertsteuer, abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (act. 14). In der Folge 

liessen sich die Beschwerdeführerin am 25. Mai 2021 und die Beschwerdegegnerin am 

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14. Juni 2021 abschliessend vernehmen (act. 18, 20).

Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der 

Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit 

wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:

1.

Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59  Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe 

vom 15. Januar 2021 erfolgte unter Berücksichtigung der Gerichtsferien (Art. 64 in 

Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 VRP und Art. 145 Abs. 1 lit. a der Schweizerischen 

Zivilprozessordnung, Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) rechtzeitig und erfüllt formell 

und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 

und Art. 48 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung des Rechtsmittels 

befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit 

grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die 

Beschwerdeführerin um Bestätigung der erstinstanzlichen Baubewilligung vom 

19. August 2019 ersucht (Devolutiveffekt, vgl. BGer 1C_118/2020 vom 17. März 2021 

E. 1.4; VerwGE B 2019/123 vom 28. Mai 2020 E. 1 je mit Hinweis[en]).

2.

Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten 2 erging am 

19. August 2019. Laut Art. 173 Abs. 1 des am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049) in Kraft 

getretenen Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) ist somit das PBG 

anwendbar, soweit der kommunale Rahmennutzungsplan entsprechend revidiert 

worden ist. Ansonsten ist das bis 30. September 2017 gültig gewesene Gesetz über 

die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der 

Fassung vom 1. Januar 2015) heranzuziehen (siehe dazu auch VerwGE B 2019/140 

vom 22. April 2020 E. 2 mit Hinweisen und J. Frei, in: Bereuter/derselbe/Ritter [Hrsg.], 

Kommentar zum Planungs- und Baugesetz des Kantons St. Gallen, Basel 2020, 

N 11 ff. zu Art. 173 PBG sowie N 10 ff. zu Art. 175 PBG).

3.

Die Beschwerdegegnerin stellt die Beweisanträge (act. 14, S. 8-10, 12 Ziff. III/B/5b, 6c, 

III/C/2d), es sei ein Augenschein durchzuführen; es seien die Beschwerdebeteiligte 2 

und E.__ als Zeugen zu befragen. Auf die beantragten Beweisvorkehren kann in 

antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. Die mit Blick auf die nachstehend zu 

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schildernden Gegebenheiten entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse ergeben 

sich mit hinreichender Klarheit aus den dem Gericht vorliegenden Verfahrensakten, 

insbesondere dem vorinstanzlichen Augenscheinprotokoll mit Fotodokumentation vom 

27. August 2020 (act. 9/32 f.), und dem Geoportal (www.geoportal.ch, vgl. zu den nicht 

beweisbedürftigen notorischen Tatsachen etwa BGer 1C_582/2018 vom 

23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: 

Pra 2018 Nr. 61). Es ist nicht ersichtlich, was die beantragten Beweisvorkehren dem 

Gericht an zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen würden (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 

vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen sowie B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/

Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/

St. Gallen 2020, N 28 ff. zu Art. 12-13 VRP).

4.

Die Beschwerdeführerin bringt zunächst vor (act. 1, S. 5-9 Ziff. III/A/2 f., act. 18 

Ziff. 1-5), die Vorinstanz habe eine hinreichende Erschliessung mit Blick auf die 

projektierte Mobilfunkanlage zu Unrecht verneint.

Bauten und Anlagen dürfen nur auf erschlossenem Land errichtet oder geändert 

werden (vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG, gleichlautend bereits in der Fassung vom 

22. Juni 1979, AS 1979 1573, Art. 66 lit. a PBG und Art. 49 Abs. 1 BauG). Land ist 

erschlossen, wenn unter anderem eine für die betreffende Nutzung hinreichende 

Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 4 des Wohnbau- und 

Eigentumsförderungsgesetz; SR 843, WEG, Art. 67 Abs. 1 PBG und Art. 49 Abs. 2 

Ingress und lit. a BauG). Eine hinreichende Zufahrt besteht, wenn die Zugänglichkeit 

sowohl für die Benützer der Bauten als auch für Fahrzeuge der öffentlichen Dienste 

gewährleistet ist. Die Zufahrten sollen verkehrssicher sein und haben sich nach den 

zonengerechten Baumöglichkeiten jener Flächen zu richten, die sie erschliessen sollen. 

Aus bundesrechtlicher Sicht genügt es, wenn eine Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an 

Bauten und Anlagen heranführt. Die befahrbare Strasse muss nicht bis zum 

Baugrundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude reichen; vielmehr genügt es, 

wenn Benützer und Besucher mit dem Motorfahrzeug in hinreichende Nähe gelangen 

und von dort über einen Weg zum Gebäude oder zur Anlage gehen können. Für 

Erschliessungsanlagen auf fremdem Grund ist deren rechtliche Sicherstellung 

nachzuweisen. Zu einer hinreichenden Zufahrt in Wohnzonen gehört auch das 

Verbindungsstück von der öffentlich zugänglichen Strasse zum Baugrundstück 

(Feinerschliessung). Demgegenüber gehören Hausanschlüsse bzw. Hauszufahrten 

nicht zur Feinerschliessung. Sie verbinden ein Grundstück mit der Anlage der 

4.1. 

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Feinerschliessung. Die Festlegung des Ausmasses der Erschliessungsanlagen und die 

Umschreibung der genügenden Zugänglichkeit ist Sache des kantonalen Rechts. Den 

kantonalen und kommunalen Behörden steht dabei ein erhebliches Ermessen zu (vgl. 

dazu VerwGE B 2020/138 vom 29. April 2021 E. 2.3; BGer 1C_248/2019 vom 

3. Februar 2020 E. 5.3 und VerwGE B 2018/246 vom 8. Juli 2019 E. 4.2 je mit 

Hinweisen). Nach Art. 12 Abs. 1 des Baureglements der Beschwerdebeteiligten 1 (vom 

Baudepartement genehmigt am 16. Oktober 2009, BauR) dürfen Ausfahrten höchstens 

12% Gefälle aufweisen. Sie müssen von der Fahrbahngrenze aus wenigstens 2.0 m 

weitgehend horizontal verlaufen. Die einzuhaltenden Sichtzonen sind so zu 

dimensionieren, dass die Verkehrssicherheit gewährleistet ist. Für die Auslegung der 

Vorschrift sind die Normen des Schweizer Verbands der Strassen- und 

Verkehrsfachleute (VSS) wegleitend. Die VSS-Normen enthalten somit auch nach 

Art. 12 Abs. 1 BauR keine bindenden Anweisungen für jeden Einzelfall im Sinn einer 

gesetzlichen Norm. Ihre Anwendung im Einzelfall muss dem Grundsatz der 

Verhältnismässigkeit entsprechen und sie dürfen nicht ungeachtet der konkreten 

Verhältnisse zugrunde gelegt werden (vgl. dazu VerwGE B 2020/114 vom 

22. April 2021 E. 3.2 mit Hinweisen).

Art. 63 Abs. 1 lit. a des Strassengesetzes (sGS 732.1, StrG) schreibt darüber hinaus 

vor, dass Bau oder Änderung von (privaten) Zufahrten in eine öffentliche Strasse – und 

damit sozusagen die Schnittstelle zwischen privater Hauszufahrt und der im 

Gemeingebrauch (Art. 17 Abs. 1 StrG) stehenden Erschliessungsstrasse – der 

Bewilligung bedürfen. Zuständig für die Bewilligungserteilung ist bei Kantonsstrassen 

das kantonale Tiefbauamt (vgl. dazu Art. 6 Abs. 1 StrG in Verbindung mit Art. 1 der 

Strassenverordnung; sGS 732.11, StrV, und M. Möhr, in: G. Germann [Hrsg.], 

Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz, St. Gallen 1989, N 4 zu 

Art. 63 StrG). Einer wesentlichen (baulichen) Änderung der Zufahrt oder des 

Strassenanschlusses gleichgestellt ist der Übergang zu einer Mehrnutzung (vgl. dazu 

Zaugg/Ludwig, Baugesetz des Kantons Bern, Band I, 5. Aufl. 2020, N 18 zu 

Art. 7/8 BauG BE). Die Bewilligung wird nach Art. 63 Abs. 2 StrG erteilt, wenn weder 

die Strassen beeinträchtigt noch der Verkehr gefährdet wird (vgl. dazu VerwGE 

B 2012/216 vom 22. Mai 2013 E. 2.4 sowie bereits Art. 66 Abs. 2 des alten Gesetzes 

über das Strassenwesen vom 17. März 1930, bGS 3, 383, wonach private Zufahrten so 

anzulegen sind, dass der Strasse kein Nachteil erwächst, sowie dessen Art. 92 , 

eingefügt am 6. März 1961, nGS 2, 48, wonach private Einmündungen in öffentliche 

Strassen und private Abzweigungen von solchen nicht erstellt werden dürfen, wenn 

eine wesentliche Störung des öffentlichen Verkehrs vorauszusehen ist). Soweit ein 

Bauvorhaben einer strassenrechtlichen Bewilligung nach Art. 63 Abs. 1 lit. a StrG 

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bedarf, ist diese mit der Baubewilligung verfahrensmässig zu koordinieren (vgl. dazu 

Art. 25a RPG und VerwGE B 2018/80 und B 2018/82 vom 23. Mai 2019 E. 6.1 mit 

Hinweisen).

Das Baugrundstück Nr. 0002__ grenzt an eine öffentliche Strasse (Staatsstrasse), auf 

welcher das Tiefbauamt im Jahr 2020 einen für eine Kantonsstrasse vergleichsweise 

geringen durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) von 2870 Fahrten ermittelt hat 

(Zählstelle K.__ Feuerwehrdepot, www.geoportal.ch, Rubrik "Zählstellen Kanton 

permanent") und in welche in der näheren Umgebung beidseitig mehrere private 

Hauszufahrten münden (www.geoportal.ch). Das Tiefbauamt hat bis dato davon 

abgesehen, gestützt auf Art. 65 Abs. 2 StrG, d.h. wenn Verkehrssicherheit oder 

Strassenbau dies erfordert hätten, eine allfällige Beschränkung oder Aufhebung der 

Einmündung der bestehenden Hauszufahrt auf Parzelle Nr. 0002__ in die Staatsstrasse 

(Kantonsstrasse) zu verfügen. Nach den unbestrittenen Feststellungen der Vorinstanz in 

Erwägung 3.1 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 10) führt das strittige 

Bauvorhaben "Mobilfunkanlage" zu keinerlei baulichen Massnahmen am bestehenden 

Strassenanschluss von Parzelle Nr. 0002__ in die Staatsstrasse; ebensowenig resultiert 

danach aus der geplanten (zusätzlichen) Nutzung des Grundstücks Nr. 0002__ als 

Standort für eine Mobilfunkanlage ein relevanter Mehrverkehr; auch sonst ändert sich 

die Zufahrtssituation nicht. Demzufolge bleibt der jährliche Kontroll- resp. der sonstige 

Unterhaltsaufwand der Beschwerdeführerin (vgl. dazu act. 9/33, S. 3, lit. B/2) und damit 

der Betrieb der strittigen Mobilfunkanlage ohne Einfluss auf die Erschliessungssituation 

auf Parzelle Nr. 0002__. Nach unbestritten gebliebenen Angaben der 

Beschwerdeführerin (act. 9/33, S. 3, lit. B/2) kann die Montage des ca. 30 m hohen 

Antennenmastes sodann auch mit einem Helikopter erfolgen, wodurch die 

Baustellenerschliessung sichergestellt werden kann. Unter diesen Umständen ist der 

Baugrund für das strittige Bauvorhaben "Mobilfunkanlage" unabhängig der konkreten 

technischen Ausgestaltung der privaten Hauszufahrt und des Strassenanschlusses – 

entgegen der mit dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz unvereinbaren Auffassung der 

Vorinstanz (vgl. dazu E. 3.2.4 und 3.3 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 13, 

sowie Amtsbericht des Tiefbauamtes vom 15. Juni 2020, Beilage zu act. 9/25) – als 

hinreichend erschlossen im Sinne der eingangs (Ziff. 4.1) zitierten Bestimmungen zu 

betrachten. Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. 14, S. 10 Ziff. III/B/

8) gelangte die Vorinstanz ferner zu Recht zum Schluss, dass das im Streit liegende 

Bauprojekt mangels Änderung des bestehenden Strassenanschlusses keiner 

Bewilligung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 Ingress und lit. a StrG bedurfte.

4.2. 

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5.

Die Beschwerdeführerin hält weiter dafür (act. 1, S. 9 Ziff. III/A/4), die 

Beschwerdebeteiligte 1 habe ohne Weiteres von einer glaubhaft gemachten 

Zustimmung der Beschwerdebeteiligten 2 als Eigentümerin der Parzelle Nr. 0002__ 

zum Baugesuch ausgehen dürfen.

Das Verwaltungsgericht hat echte Noven in Abweichung von Art. 61 Abs. 3 VRP zu 

berücksichtigen, falls die Vorinstanz, wie vorliegend der Fall, keine richterliche Behörde 

ist (vgl. dazu VerwGE B 2020/10 vom 14. September 2020 E. 2 mit Hinweisen). Mit der 

von der Beschwerdeführerin am 25. Januar 2021 eingereichten, von der 

Beschwerdebeteiligten 2 unterzeichneten Zustimmung zum vorliegend strittigen 

Baugesuch ist die Beschwerdeführerin der Ordnungsvorschrift von Art. 16 Abs. 3 

Satz 2 BauR und Art. 137 PBG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 Satz 3 der Verordnung 

zum Planungs- und Baugesetz (sGS 731.11; PBV) nachgekommen (vgl. dazu VerwGE 

B 2020/244 vom 7. Juni 2021 E. 2.2; VerwGE B 2020/171 vom 23. Januar 2021 

E. 3.3.1; VerwGE B 2019/146 vom 13. August 2020 E. 7 je mit Hinweisen). Damit ist 

dem Einwand, dass die Beschwerdebeteiligte 1, selbst ohne unterschriftliche 

Zustimmung der Beschwerdebeteiligten 2, eine Beurteilung des streitbetroffenen 

Bauprojekts vorgenommen hat, die Grundlage für einen abschlägigen Entscheid 

entzogen.

6.

Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens 

zulasten der Beschwerdegegnerin (vgl. Art. 95 Abs. 1 VRP und VerwGE B 2017/76 vom 

16. August 2018 E. 5 mit Hinweisen). Eine Entscheidgebühr für das 

Beschwerdeverfahren von CHF 3'500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der 

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, 

der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zur abschliessenden 

materiellen Beurteilung und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob sich die Beschwerdeführerin auf 

die Bestandesgarantie hätte berufen können. Sodann tut nichts zur Sache, dass nicht 

aktenkundig ist, ob das bestehende Mehrfamilienhaus Assek.-Nr. 0000__ – gemäss 

Orthophotomosaik der Schweiz (SWISSIMAGE Zeitreise) des Bundesamtes für 

Landestopografie (swisstopo) bestand es bereits im Jahr 1971 (https://

map.geo.admin.ch) – mitsamt der Garage, Assek.-Nr. 0001__, und der Einmündung der 

bestehenden Hauszufahrt auf Parzelle Nr. 0002__ in die Staatsstrasse (Kantonsstrasse) 

formell rechtskräftig bewilligt worden ist.

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Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Der Beschwerdeführerin ist der im 

Beschwerdeverfahren geleistete Kostenvorschuss von CHF 3'500 zurückzuerstatten.

Entsprechend der Verlegung der amtlichen Kosten hat die Beschwerdegegnerin die 

Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren antragsgemäss ausseramtlich zu 

entschädigen (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98  VRP). Die Entschädigung 

ist ermessensweise pauschal auf insgesamt CHF 4'000 zuzüglich CHF 160 

Barauslagen (vier Prozent von CHF 4'000) festzulegen (Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 

sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG; Art. 6, Art. 19, Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b, 

Art. 28  der Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). Ein Antrag auf 

Mehrwertsteuerzuschlag wurde von der Beschwerdeführerin, welche 

mehrwertsteuerpflichtig und vorsteuerabzugsberechtigt ist (www.uid.admin.ch), zu 

Recht nicht gestellt (vgl. dazu Art. 29 HonO und VerwGE B 2020/94 vom 

17. Februar 2021 E. 8 mit Hinweis).

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht zu Recht:

1.

Die Beschwerde wird gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wird, und der 

angefochtene Entscheid aufgehoben. Die Sache wird zur abschliessenden materiellen 

Beurteilung im Sinne der Erwägungen und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz 

zurückgewiesen.

2.

Die Beschwerdegegnerin bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 3'500. Der Beschwerdeführerin ist der im Beschwerdeverfahren geleistete 

Kostenvorschusses in gleicher Höhe zurückzuerstatten.

3.

Die Beschwerdegegnerin entschädigt die Beschwerdeführerin für das 

Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit insgesamt CHF 4'160 (inklusive Barauslagen), 

ohne Mehrwertsteuer.

 

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