# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f4552d28-617a-5680-b847-d9438809c616
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-09-22
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 22.09.2015 NP150022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_NP150022_2015-09-22.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: NP150022-O/U.doc 

 

Mitwirkend: die Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende, 

Oberrichterin Dr. M. Schaffitz und Oberrichter lic. iur. M. Spahn 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. P. Kunz Bucheli 

Beschluss vom 22. September 2015 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beklagter und Berufungskläger 

 

gegen 

 
B._____ AG,  

Klägerin und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 

 
betreffend Forderung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am 
Bezirksgericht Hinwil vom 8. Juni 2015 (FV150005-E) 

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Erwägungen: 

1. Die Parteien stehen seit dem 3. Februar 2015 in einem Verfahren be-

treffend Aufhebung der Betreibung gestützt auf Art. 85a SchKG. Die Klägerin und 

Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) verlangte die Aufhebung der Betreibung 

Nr. ... des Betreibungsamtes Wetzikon sowie die Feststellung, dass die in Betrei-

bung gesetzte Forderung im Betrag von Fr. 10'800.– nicht bestehe (Urk. 1 S. 2). 

Am 8. Juni 2015 erliess die Vorderrichterin folgendes Urteil (Urk. 23 S. 7f.): 

"1. Es wird festgestellt, dass die in Betreibung gesetzte Forderung von Fr. 10'800.– nebst 

5% Zins seit 30. September 2014 gegenüber der Klägerin nicht besteht.  

2. Die Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Wetzikon ZH, Zahlungsbefehl vom 21. 

November 2014, über eine Forderung von Fr. 10'800.– nebst 5% Zins seit 

30. September 2014, wird aufgehoben und ist im Betreibungsregister zu löschen. 

3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 1'800.– festgesetzt. 

4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt, indes aus dem von der Klägerin geleiste-

ten Barvorschuss bezogen. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin diese Kosten 

zu ersetzen.  

5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.– 

zu bezahlen. 

6. (Schriftliche Mitteilung) 

7. (Berufung) 

2. Das Urteil erging zunächst in unbegründeter Fassung (Urk. 15) und 

wurde anschliessend auf Begehren des Beklagten und Berufungsklägers (fortan 

Beklagter) vom 25. Juni 2015 (Urk. 18) begründet (Urk. 20). Die begründete Fas-

sung des Urteils vom 8. Juni 2015 wurde dem Beklagten am 4. August 2015 zu-

gestellt (Urk. 21), und innert Frist erhob er bei der Kammer mit Eingabe vom 

11. August 2015, zur Post gegeben am 28. August 2015, Berufung (Urk. 22). 

3. a) Dem vorliegenden Verfahren ging eine Betreibung der Klägerin 

durch den Beklagten voraus. Erstere versäumte es, rechtzeitig Rechtsvorschlag 

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zu erheben, weshalb ihr am 12. Januar 2015 die Konkursandrohung zugestellt 

worden war (Urk. 2/2 und Urk. 23 S. 3). 

b) Die Vorinstanz erwog mit Bezug auf die daraufhin von der Klägerin ange-

strengte vorliegende Klage Folgendes: Die Klägerin habe mit der Genossenschaft 

C._____ einen Vertrag für Architekturleistungen betreffend den Neubau eines 

Wohn- und Gewerbehauses am Postplatz in ... abgeschlossen und in diesem 

Rahmen auch deren Vertretung gegenüber Dritten übernommen (Urk. 23 S. 2). 

Die Genossenschaft C._____ habe als Bauherrschaft mit dem Beklagten einen 

Werkvertrag betreffend die Baureinigung dieses Neubaus abgeschlossen (Urk. 23 

S. 3). Auch die Klägerin als Bauleiterin habe den Vertrag betreffend die Baureini-

gung unterzeichnet. Sie sei aber lediglich die Vertreterin der Bauherrin. Aus dem 

Werkvertrag, so die Vorderrichterin weiter, sei daher lediglich die Genossenschaft 

C._____ berechtigt und verpflichtet. Die Klägerin sei lediglich Vertreterin und nicht 

Vertragspartei. Der Beklagte habe daher keine vertragliche Grundlage für die be-

triebende Forderung, weshalb festzustellen sei, dass die vom Beklagten in Betrei-

bung gesetzte Forderung von Fr. 10'800.– nebst 5 % Zins seit 30. September 

2014 nicht bestehe. Der Beklagte habe die falsche Partei betrieben. Ob und in 

welchem Umfang eine Forderung gegenüber der Genossenschaft C._____ be-

stehe, sei nicht Gegenstand des vorliegenden Prozesses und könne daher offen 

gelassen werden. Eine solche Forderung wäre gegen die Genossenschaft 

C._____ in Betreibung zu bringen oder einzuklagen (Urk. 23 S. 5f.).  

c) Die Vorinstanz nahm als beklagte Partei die Einzelunternehmung 

"D._____, c/o A._____" ins Rubrum auf. Ist eine Einzelfirma an einem Prozess 

beteiligt, ist nicht sie selbst, sondern deren Inhaber, d.h. die physische Einzelper-

son als Partei aufzuführen (Hrubesch-Millauer, in: Brunner/Gasser/Schwander 

[Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], 2011, N 22 zu Art. 66 ZPO). 

Das Rubrum ist daher dahingehend zu berichtigen, als A._____ als Beklagter und 

Berufungskläger aufzuführen ist.  

4. Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO ist die Berufung bei der Rechtsmittel-

instanz schriftlich und begründet einzureichen. Aus der Rechtsmittelschrift muss 

hervorgehen, dass und weshalb der Rechtsuchende einen Entscheid anficht und 

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inwieweit dieser geändert oder aufgehoben werden soll (BGE 134 II 244 E. 2.4.2). 

In der Berufungseingabe sind somit konkrete und klare Rechtsmittelanträge bzw. 

Rechtsbegehren zur Sache zu stellen. Die Berufungsanträge sind so zu formulie-

ren, dass sie bei Gutheissung zum Urteil erhoben werden können (Hungerbühler, 

in DIKE-Kommentar, N 14 zu Art. 311 ZPO; Reetz/Theiler, in: Sutter-Somm/Ha-

senböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., 2. Auflage, Zürich 2013, N 34 zu Art. 311 

ZPO). Aus dem Verbot von überspitztem Formalismus ergibt sich jedoch, dass 

auf eine Berufung mit formell mangelhaftem Rechtsbegehren ausnahmsweise 

trotzdem einzutreten ist, wenn sich aus der Berufungsbegründung - allenfalls in 

Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid - ergibt, welcher Geldbetrag zuzu-

sprechen ist (BGE 137 III 617 E. 6.2 S. 621 f.). 

In Bezug auf die Begründung ist ferner zu beachten, dass der Berufungsklä-

ger in analoger Anwendung von Art. 221 ZPO seine Behauptungen bestimmt und 

vollständig aufzustellen hat und dass er sich mit den Entscheidgründen im ange-

fochtenen Entscheid auseinandersetzen muss (BGer 4A_527/2011, Urteil vom 

5. März 2012, E. 2.3; BGer 4A_659/2011, Urteil vom 7. Dezember 2011, E. 3; 

Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311 N 36; Hungerbühler, a.a.O., Art. 311 N 10 ff.). 

5. Aus der Berufungsschrift des Beklagten geht nicht hervor, welche der 

Dispositiv-Ziffern des angefochtenen Urteils aufgehoben werden sollen und wie 

sie stattdessen seines Erachtens zu lauten hätten. Vielmehr scheint der Beklagte 

zu akzeptieren, die falsche Partei für die gemäss seiner Auffassung nach noch 

geschuldete Entschädigung aus dem Werkvertrag betreffend Baureinigung be-

trieben zu haben. Er macht das Angebot, er sei bereit, die von der Klägerin gefor-

derte Löschung der Betreibung zu veranlassen und die Betreibung zurückzuzie-

hen, wenn die Klägerin bereit sei, auf die geforderten Unkosten und Gerichtskos-

ten zu verzichten. Im Übrigen hält der Beklagte an seinem bereits vor Vorinstanz 

vertretenen Standpunkt fest, er habe mit seiner Firma bis zum unerklärlichen 

Rauswurf seines Personals saubere und in keiner Weise bemängelte Arbeiten "für 

diese Firma" geleistet und wolle dafür auch bezahlt werden (Urk. 22). Ob er mit 

der Bezeichnung "diese Firma" die Klägerin oder die Genossenschaft C._____ 

meint, geht aus der Berufungsschrift nicht zweifelsfrei hervor. Nachdem aber aus 

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der Berufungsschrift des Beklagten schon nicht klar wird, welche Anträge er konk-

ret stellt, kann diese Frage offen gelassen werden. 

6. Zusammengefasst stellt der Beklagte keine genügenden Berufungsan-

träge und kommt seiner Begründungspflicht nicht bzw. nur ungenügend nach. Auf 

seine Berufung ist daher nicht einzutreten. Auf das Einholen einer Berufungsant-

wort der Klägerin kann unter diesen Umständen verzichtet werden (Art. 312 

Abs. 1 ZPO). 

7. Ausgangsgemäss wird der Beklagte für das Berufungsverfahren kos-

tenpflichtig (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Für das Berufungsverfahren sind sodann keine 

Parteientschädigungen zuzusprechen, dem Beklagten infolge seines Unterlie-

gens, der Klägerin mangels erheblicher Umtriebe. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung des Beklagten wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 900.– festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten aufer-

legt. 

4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines 

Doppels von Urk. 22, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein. 

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

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Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG.  

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt 
Fr. 10'800.–. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 
 
 
Zürich, 22. September 2015 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. P. Kunz Bucheli 
 
 
versandt am: 
se 

	Beschluss vom 22. September 2015
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Berufung des Beklagten wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 900.– festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens werden dem Beklagten auferlegt.
	4. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Klägerin unter Beilage eines Doppels von Urk. 22, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...