# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0f7d8f99-86cd-5288-a19d-c5395e0c127e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-06-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.06.2015 E-5024/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5024-2014_2015-06-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung V 

E-5024/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  J u n i  2 0 1 5  

Besetzung 
 Richterin Regula Schenker Senn (Vorsitz), 

Richterin Nina Spälti Giannakitsas,  

Richter François Badoud,    

Gerichtsschreiberin Martina Stark. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

B._______, geboren am (…), 

und deren Kinder,  

C._______, geboren am (…), 

D._______, geboren am (…), 

E._______, geboren am (…), 

Afghanistan,  

Beschwerdeführende,  

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM; zuvor Bundesamt für 

Migration, BFM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl;  

Verfügung des BFM vom 5. August 2014 / N (…). 

 

E-5024/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

A.a Die Beschwerdeführenden reichten am 25. Juni respektive am 27. Juni 

2012 im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen Asylgesuche ein. 

Am 5. Juli 2012 wurden sie summarisch zu ihren Gesuchsgründen und ih-

rer Person befragt (nachfolgend: Erstbefragung) und am 1. April 2014 ein-

lässlich zu ihren Asylgründen angehört (nachfolgend: Zweitbefragung).  

A.b Anlässlich der beiden Anhörungen machten die Beschwerdeführenden 

im Wesentlichen geltend, sie seien ethnische Sadat, afghanischer Staats-

angehörigkeit und schiitischen Glaubens. Die Familien der Beschwerde-

führenden würden aus F._______ stammen, hätten Afghanistan aufgrund 

des sowjetisch-afghanischen Krieges vor über 30 Jahren verlassen und 

seien in den Iran ausgewandert, wo sie fortan gelebt hätten. Die Beschwer-

deführenden selbst seien noch nie in Afghanistan gewesen, sondern im 

Iran zur Welt gekommen und aufgewachsen. Dort hätten sie aber über kei-

nen gültigen Aufenthaltsstatus verfügt, seien als Afghanen in allen Lebens-

bereichen Diskriminierungen ausgesetzt gewesen und hätten keinerlei 

Perspektiven gehabt. Im Frühjahr 2009 hätten sie sich entschlossen, den 

Iran wegen der sehr schwierigen Lebensumstände zu verlassen. Eine 

Rückkehr zurück nach Afghanistan sei indes nicht in Frage gekommen, da 

die Familien der Beschwerdeführenden früher in Afghanistan Probleme ge-

habt hätten. So habe der Vater des Beschwerdeführers (nachfolgend: Va-

ter) zur Zeit des afghanischen Bürgerkrieges von 1989 als (…) gekämpft 

und sei später von den Taliban getötet worden. Auch der Bruder des Be-

schwerdeführers, welcher nach dem Sturz der Taliban nach Afghanistan 

zurückgekehrt sei, um die Ländereien zu verkaufen, gelte als verschwun-

den. Aus diesen Gründen hätten sie (Beschwerdeführende) den Iran ver-

lassen und seien über die Türkei nach Griechenland gereist. Dort habe 

man den Beschwerdeführer wegen der Probleme seines Vaters zu Unrecht 

beschuldigt, weshalb er während eines Jahres im Gefängnis gewesen sei. 

Erst in zweiter Instanz sei er freigesprochen worden. Die Beschwerdefüh-

renden seien schliesslich auf dem Luftweg nach Italien und von dort mit 

dem Zug illegal in die Schweiz gereist.  

A.c Zur Untermauerung ihrer Asylgesuche reichten die Beschwerdeführen-

den diverse Dokumente bezüglich des griechischen Verfahrens (teilweise 

im Original), ihre afghanischen Reisepässe im Original, die von der afgha-

nischen Vertretung in der Schweiz ausgestellten Geburtsbestätigungen, 

E-5024/2014 

Seite 3 

den Eheschein sowie eine Vorladung und Einstellungsverfügung der 

Staatsanwaltschaft (…) zu den Akten.  

B.  

B.a Mit Verfügung vom 5. August 2014 (eröffnet am 7. August 2014) stellte 

die Vorinstanz fest, dass die Beschwerdeführenden die Flüchtlingseigen-

schaft nicht erfüllen würden und ihre Asylgesuche abgewiesen sowie die 

Wegweisung aus der Schweiz angeordnet werde. Bezüglich des Wegwei-

sungsvollzugs hielt sie fest, dieser sei in Würdigung sämtlicher Umstände 

aktuell als unzumutbar zu erachten, weshalb die Beschwerdeführenden 

vorläufig in der Schweiz aufgenommen würden. 

B.b Die Vorinstanz begründet ihren ablehnenden Entscheid im Wesentli-

chen mit der fehlenden asylrechtlichen Relevanz der Vorbringen. Diese 

würden den Anforderungen an die Flüchtlingseigenschaft nicht standhal-

ten. Die Asylgewährung setze gezielt gegen Personen gerichtete (staatli-

che) Verfolgungsmassnahmen voraus und verlange überdies einen in zeit-

licher und sachlicher Hinsicht genügend engen Kausalzusammenhang 

zwischen Verfolgung und Flucht. Beides sei vorliegend nicht gegeben. So 

seien die geltend gemachten Nachteile, die die Familienangehörigen stel-

lenweise vor längerer Zeit erlebt hätten, gerade nicht gegen die Beschwer-

deführenden persönlich gerichtet gewesen. Sie selbst hätten immer im Iran 

gelebt und seien nie in ihre Heimat zurückgekehrt. Überdies seien seit dem 

sowjetisch-afghanischen Krieg respektive Bürgerkrieg von 1989 Jahr-

zehnte vergangen. Die Machtverhältnisse in Afghanistan hätten sich seit-

her grundlegend geändert, und es könne den Ausführungen der Beschwer-

deführenden keine Hinweise entnommen werden, wonach ihnen im heuti-

gen Zeitpunkt bei einer Rückkehr nach Afghanistan seitens der heimatli-

chen Behörden oder Dritter eine (Reflex-)Verfolgung drohen würde. Die all-

gemein schlechte Sicherheitslage in gewissen Regionen Afghanistans be-

treffe – damals wie heute – die gesamte Bevölkerung gleichermassen und 

könne nicht als gezielte Verfolgung gewertet werden. Auch die im Iran er-

lebten Diskriminierungen könnten asylrechtlich nicht in Betracht gezogen 

werden, da sie sich in einem Drittstaat und nicht im Heimatstaat ereignet 

hätten.  

Aufgrund der fehlenden Asylrelevanz ging die Vorinstanz auf allfällige Un-

glaubhaftigkeitselemente in den Vorbringen nicht ein, behielt sich eine spä-

tere Geltendmachung jedoch ausdrücklich vor. 

C.  

E-5024/2014 

Seite 4 

C.a Gegen die Verfügung der Vorinstanz erhoben die Beschwerdeführen-

den mit Eingabe vom 8. September 2014 Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht und beantragten die Aufhebung der vorinstanzlichen Ver-

fügung sowie (sinngemäss) die Rückweisung der Sache zur rechtsgenüg-

lichen Feststellung des Sachverhaltes und zur neuen Entscheidung. Even-

tualiter sei ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und ihnen Asyl zu ge-

währen. Subeventualiter seien sie wegen subjektiver oder objektiver Nach-

fluchtgründe respektive infolge Unzulässigkeit des Wegweisungsvollzuges 

vorläufig aufzunehmen. In prozessualer Hinsicht ersuchten sie um Gewäh-

rung der unentgeltlichen Prozessführung gemäss Art. 65 Abs. 1 VwVG und 

um Verzicht auf Erhebung eines Kostenvorschusses.  

C.b Die Beschwerdeführenden trugen in ihrer Rechtsmitteleingabe vor, die 

Vorinstanz habe sich in ihrer Verfügung weder zum Bekanntheitsgrad des 

Vaters noch der übrigen Familienmitglieder geäussert, weshalb davon aus-

zugehen sei, der Sachverhalt sei nicht vollständig erstellt worden. Die 

Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführenden hätte anhand des fol-

genden Sachverhaltes beurteilt werden müssen:  

Der Beschwerdeführer sei der Sohn eines schiitischen (…), welcher wäh-

rend des Sowjetisch-Afghanischen Krieges in den Iran geflohen sei. Wäh-

rend des afghanischen Bürgerkrieges von 1989 sei der Vater alleine in sein 

Heimatdorf zurückgekehrt, um die Ländereien zu verkaufen. Sunniten der 

Nachbardörfer hätten von seiner Rückkehr erfahren und ihn festgenom-

men. In Gefangenschaft habe man ihm zwei Finger abgeschnitten und sein 

rechtes Auge verblendet. Erst mit Hilfe des Internationalen Komitees des 

Roten Kreuzes sei der Vater freigekommen, sei nach seiner Freilassung 

indessen nicht in den Iran zurückgekehrt, sondern habe sich den (…) an-

geschlossen und fortan als (…) (zusammen mit seinem Bruder und dessen 

Söhnen) gegen die Taliban im afghanischen Bürgerkrieg gekämpft. In der 

Folge sei der Vater erneut in Gefangenschaft geraten und von den Taliban 

schliesslich getötet worden. Der Bruder des Beschwerdeführers sei später 

in derselben Provinz getötet worden. Es sei bekannt, dass die Milizen meh-

rere Hundert Talibanaktivisten getötet hätten – so zum Beispiel im Jahr 

1997 in Mazar-i Sharif – weshalb nicht auszuschliessen sei, dass die Tali-

ban aufgrund dieser Geschehnisse noch immer Vergeltung anstrebe. In 

Bezug auf die übrigen Verwandten hielten die Beschwerdeführenden fest, 

dass auch diese gegen die Taliban gekämpft hätten und über einen (…) 

verfügen würden. So sei zum Beispiel der Cousin seines Vaters – 

G._______– (…) gewesen. Erst kürzlich, das heisst im Spätsommer 2014 

seien überdies ein Cousin des Beschwerdeführers mütterlicherseits und 

E-5024/2014 

Seite 5 

ein gewisser H._______ getötet worden. Letzterer sei ein Verwandter und 

guter Freund des Vaters gewesen. Nebst den in Griechenland erlebten 

Nachteilen, hätte ihn zudem der (sunnitische) Konsul der afghanischen 

Botschaft in der Türkei schikaniert, nachdem er erkannt habe, welcher Eth-

nie er (Beschwerdeführer) angehöre. Auch in der Schweiz sei der Be-

schwerdeführer wegen seiner Familienzugehörigkeit von Sunniten bedroht 

worden und habe ein Strafverfahren einleiten müssen. 

C.c Als Beweismittel lagen der Beschwerde eine Kopie des Rotkreuz-aus-

weises des Vaters und Berichte der Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 

6. Oktober 2009 und 22. Juli 2014 betreffend Afghanistan bei. Weitere Be-

weismittel wurden in Aussicht gestellt. 

D.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. September 2014 wurde das Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung unter Vorbehalt der Nach-

reichung einer Fürsorgebestätigung gutgeheissen und auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses verzichtet. Im Weiteren wurde den Beschwerde-

führenden eine Frist gesetzt zur Einreichung der angekündigten Beweis-

mittel. 

E.  

Mit Eingabe vom 22. September 2014 reichten die Beschwerdeführenden 

eine Unterstützungsbestätigung der Asylkoordination des Bezirks (…), eine 

Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft (…), einen Strafbefehl des 

(…) und zwei Fotografien zu den Akten. Auf den Fotografien seien zum 

Einen der Vater zusammen mit G._______, und zum Anderen ein Onkel 

des Beschwerdeführers väterlicherseits, der ebenfalls (…) gewesen sei, zu 

sehen. Im Weiteren führten die Beschwerdeführenden aus, dass sie – wie 

bereits erwähnt – in der Vergangenheit mehrere Male von Sunniten ange-

griffen, bedroht und falsch angeschuldigt worden seien. Es seien deswe-

gen auch in der Schweiz mehrere Strafverfahren eröffnet worden. Aus den 

strafrechtlichen Akten gehe hervor, dass sich die Anschuldigungen gegen 

den Beschwerdeführer indes als haltlos erwiesen hätten und dass der Be-

schwerdeführer von einer Person sunnitischen Glaubens angegriffen wor-

den sei. Für aussenstehende Personen möge es schwer nachvollziehbar 

sein, weshalb der Beschwerdeführer in der Schweiz von Personen sunni-

tischen Glaubens verfolgt werde, zumal diese nicht aus Afghanistan stam-

men würden. Es habe sich in gewissen Kreisen herumgesprochen, dass 

der Beschwerdeführer der Familie I._______ angehöre. Die in der Schweiz 

erlebten Vorfälle würden bespielhaft aufzeigen, welcher Art von gezielter 

E-5024/2014 

Seite 6 

und systematischer Verfolgung der Beschwerdeführer in Afghanistan aus-

gesetzt wäre. 

F.  

Mit Vernehmlassung vom 7. Oktober 2014 hielt das BFM an seiner vor-

instanzlichen Verfügung fest und führte ergänzend aus, es bestünde kein 

begründeter Anlass zur Annahme, dass sich eine Verfolgung durch die Ta-

liban mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit und in absehbarer Zukunft ver-

wirklichen würde. Die Machtverhältnisse in Afghanistan hätten sich seit der 

Zeit der Talibanherrschaft grundlegend geändert. Viele afghanische Staats-

angehörige hätten Familienangehörige, die sich in irgendeiner Form wäh-

rend des Bürgerkrieges von 1989 an den Kampfhandlungen gegen die Ta-

liban beteiligt oder lokal eine Kommandofunktion innegehabt hätten. Ein 

solches Verwandtschaftsverhältnis bringe jedoch nicht automatisch das Ri-

siko einer (Reflex-)Verfolgung durch die heute agierenden Aufständischen 

mit sich. Die Taliban hätten sich in den letzten Jahren zunehmend zersplit-

tert und eine neue Generation von Aufständischen sei herangewachsen. 

Im Weiteren könne der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, den Bekannt-

heitsgrad des Vaters vernachlässigt zu haben, da die Beschwerdeführen-

den weder anlässlich der Erst- noch der Zweitanhörung ein allfälliges Ver-

wandtschaftsverhältnis zum früheren (…) G._______ thematisiert hätten. 

Dies obwohl sie mehrfach auf ihre in Afghanistan lebenden Verwandten 

angesprochen worden seien und der Beschwerdeführer anlässlich der An-

hörung einen als (…) tätigen Cousin väterlicherseits erwähnt habe. Dass 

das Verwandtschaftsverhältnis erst in der Beschwerdeschrift ins Zentrum 

gerückt werde, lasse erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit dieser Vor-

bringen aufkommen. Die eingereichten Fotografien würden überdies ein 

allfälliges Verwandtschaftsverhältnis nicht zu belegen vermögen. Auch die 

Aussage, wonach der Bruder in der heimatlichen Provinz getötet worden 

sei, müsse als reine Spekulation eingestuft werden. So falle auf, dass der 

Grund für das Verschwinden des Bruders zum Zeitpunkt der Bundesanhö-

rung noch ungeklärt gewesen und erst in der Beschwerdeschrift von des-

sen Tod die Rede sei. Was die geltend gemachte Furcht vor Verfolgung 

aufgrund der Glaubenszugehörigkeit betreffe, müssten die Beschwerde-

führenden aktuell keine gezielte Verfolgung befürchten, da selbst bei eth-

nischen Hazara (ebenfalls Schiiten) nicht davon ausgegangen werde, dass 

diese generell Gefahr laufen würden, Opfer gezielter Verfolgungsakte zu 

werden. Die angeblichen Schikanen von Seiten des afghanischen Konsuls 

in der Türkei erschienen überdies wenig glaubhaft. Dieser solle sich empört 

haben, dass der Vater im Bürgerkrieg Aufständische getötet habe, wobei 

E-5024/2014 

Seite 7 

bei einem Konsul doch eher davon ausgegangen werden müsste, dass 

dieser regierungstreu sei. 

G.  

In einer Eingabe vom 29. Oktober 2014 ersuchten die Beschwerdeführen-

den um Erstreckung der Replikfrist und kündigten an, im Ausland zu be-

schaffende Befragungsprotokolle einreichen zu wollen. 

H.  

Mit Verfügung vom 6. November 2014 lehnte die Instruktionsrichterin das 

Begehren ab, zumal dieses erst nach Ablauf der Frist zur Stellungnahme 

eingereicht worden sei und verwies die Beschwerdeführenden auf Art. 32 

Abs. 2 VwVG. 

I.  

Am 2. Dezember 2014 reichten die Beschwerdeführenden eine Bestäti-

gung der afghanischen Polizei nach. Aus der ebenfalls beigebrachten 

Übersetzung geht hervor, dass festgenommene Taliban anlässlich ihrer An-

hörung im Spätsommer 2014 gestanden hätten, den Cousin und andere 

Familienmitglieder des Beschwerdeführers getötet zu haben und es das 

deklarierte Ziel der Taliban sei, die gesamte Familie I._______ zu töten. 

Um zu beweisen, dass die vorliegende Bestätigung keine Fälschung sei, 

reichten die Beschwerdeführenden überdies eine Videoaufnahme ein, in 

der der zuständige Polizeikommandeur zu sehen sei, wie er die Bestäti-

gung vorlese. Es sei für den vor Ort tätigen afghanischen Rechtsanwalt 

sehr schwierig gewesen, diese Beweismittel zu organisieren. Im Weiteren 

reichten die Beschwerdeführenden erneut mehrere Fotografien ein. Diese 

würden den Beschwerdeführer zusammen mit seinem Bruder, und den 

Bruder an der Seite von G._______ zeigen. Auf weiteren Fotografien seien  

G._______ und H._______ an einer Konferenz zu sehen. Von H._______ 

wurde zudem eine Fotografie des Grabbildes beigebracht. Obwohl Persön-

lichkeiten wie H._______ stets von mehreren Sicherheitsleuten umgeben 

gewesen seien, habe man ihn getötet. Dem Beschwerdeführer würde kein 

solcher Schutz zukommen, weshalb die Taliban ihn ohne weiteres töten 

könnten.   

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

E-5024/2014 

Seite 8 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im Sinne 

von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht ist daher 

zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und entschei-

det auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – so auch vorliegend – endgültig 

(Art. 105 AsylG [SR 142.31]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG).  

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG). 

1.3 Die Beschwerde ist frist- und formgerecht eingereicht. Die 

Beschwerdeführenden haben am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, sind durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und haben 

ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Sie sind daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 105 

und 108 Abs. 1 AsylG; Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 Abs. 1 VwVG). Auf die 

Beschwerde ist einzutreten. 

2.  

Die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen Rügen 

richten sich im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG, im Bereich des Aus-

länderrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5). 

3.  

Gemäss Art. 2 Abs. 1 AsylG gewährt die Schweiz Flüchtlingen grundsätz-

lich Asyl. Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, 

in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zu-

gehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politi-

schen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begrün-

dete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 Abs. 1 

AsylG). Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Lei-

bes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträg-

lichen psychischen Druck bewirken.  

3.1 Wer um Asyl nachsucht, muss die Flüchtlingseigenschaft nachweisen 

oder zumindest glaubhaft machen. Diese ist glaubhaft gemacht, wenn die 

Behörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-

geben hält. Unglaubhaft sind insbesondere Vorbringen, die in wesentlichen 

Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den Tatsa-

chen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder verfälschte 

Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 AsylG). 

E-5024/2014 

Seite 9 

4.  

Vorab ist festzustellen, dass die Rüge, die Vorinstanz habe ihre Pflicht zur 

vollständigen Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts verletzt, in-

dem sie das (…) Profil des Vaters vernachlässigt habe, unbegründet ist. 

Den Befragungsprotokollen ist zu entnehmen, dass die Beschwerdefüh-

renden den Bekanntheitsgrad des Vaters (oder anderer Verwandter) und 

die Parteizugehörigkeit der Familienmitglieder zur (…) erstinstanzlich 

kaum vorgebracht haben. Obschon das BFM mehrere Fragen gestellt hat, 

die dazu eingeladen hätten, das (…) Profil des Vaters (vgl. vorinstanzliche 

Akten A32/12 F25 und F60; A33/8 F24 usw.) oder die politische Vergan-

genheit anderer Familienmitglieder zu thematisieren (vgl. A32/12 F31-37, 

F39, F48-F50; A33/8 F13-17, F30 usw.), werden diese Vorbringen allesamt 

erst auf Beschwerdeebene in asylrechtlich relevantem Ausmass geltend 

gemacht. Es kann der Vorinstanz daher nicht vorgeworfen werden, den 

Sachverhalt nicht vollständig festgestellt zu haben. Die angefochtene Ver-

fügung gibt überdies – ausgehend vom erstinstanzlich geltend gemachten 

Sachverhalt der Beschwerdeführenden – in rechtsgenüglicher Weise Auf-

schluss darüber, aus welchen Gründen die Asylgesuche der Beschwerde-

führenden abgewiesen wurden. Es besteht bei dieser Sachlache keinerlei 

Veranlassung, die angefochtene Verfügung aus formellen Gründen aufzu-

heben. 

5.  

5.1 Das Bundesverwaltungsgericht gelangt nach Prüfung der Akten zum 

Schluss, dass die Beschwerdeführenden nicht in nachvollziehbarer Weise 

haben glaubhaft machen können, sie hätten bei einer Rückkehr nach Af-

ghanistan zufolge drohender Vergeltung durch Sympathisanten der Taliban 

begründete Furcht vor Verfolgung.  

5.1.1 Grundsätzlich sind Vorbringen dann glaubhaft gemacht, wenn sie ge-

nügend substanziiert, in sich schlüssig und plausibel sind. Sie dürfen sich 

nicht in vagen Schilderungen erschöpfen, in wesentlichen Punkten nicht 

widersprüchlich sein, der inneren Logik entbehren oder den Tatsachen o-

der der allgemeinen Erfahrung widersprechen. Darüber hinaus muss der 

Gesuchsteller persönlich glaubwürdig erscheinen, was insbesondere dann 

nicht der Fall ist, wenn er wichtige Tatsachen unterdrückt oder bewusst 

falsch darstellt, im Laufe des Verfahrens Vorbringen auswechselt, steigert 

oder unbegründet nachschiebt oder die nötige Mitwirkung am Verfahren 

verweigert. Glaubhaftmachen bedeutet ferner – im Gegensatz zum strikten 

Beweis – ein reduziertes Beweismass und lässt durchaus Raum für ge-

E-5024/2014 

Seite 10 

wisse Einwände und Zweifel an den Vorbringen des Gesuchstellers. Ent-

scheidend ist, ob die Gründe, welche für die Richtigkeit der Sachverhalts-

darstellung sprechen, überwiegen oder nicht. Dabei ist auf eine objekti-

vierte Sichtweise abzustellen (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.2 und 2.3).  

5.1.2 Aus den Befragungsprotokollen geht hervor, dass die Beschwerde-

führenden im vorinstanzlichen Verfahren ausschliesslich die schwierigen 

Lebensumstände im Iran als Fluchtgründe geltend gemacht und in keiner 

Weise das politische und militärische Engagement der Familienmitglieder 

angeführt haben (vgl. A13/13 F7.01; A32/12 F41f.; A33/8 F22). Wie bereits 

vorstehend dargelegt, hätten die Beschwerdeführenden an mehreren Stel-

len die Gelegenheit gehabt, das (…) Profil des Vaters in Afghanistan dar-

zutun. Stattdessen erwähnen sie weder anlässlich der Erst- noch der 

Zweitbefragung explizit den Bekanntheitsgrad des Vaters oder anderer Fa-

milienmitglieder. Ebenso wenig kann den Antworten implizit eine drohende 

(Reflex-)Verfolgung entnommen werden. So antworteten sie auf die Frage, 

weshalb sie nicht nach Afghanistan hätten zurückkehren wollen, wie folgt: 

"Ja, nach Afghanistan können wir nicht zurückgehen. Ich habe keine guten 

Erlebnisse und Erfahrungen aus Afghanistan." (vgl. A33/8 F43), "Ich 

möchte, dass mein Name nie in Afghanistan existiert. Ich hasse Afghanis-

tan und andere islamische Länder" (vgl. A32/12 F48). Zwar haben die Be-

schwerdeführenden erwähnt, dass der Vater tot respektive der Bruder ver-

schwunden sei und sie wegen Problemen nicht nach Afghanistan zurück-

kehren könnten, aber selbst an diesen Stellen wurde die angeblich politisch 

und (…) Vergangenheit der Familie nicht vorgebracht (vgl. A32/12 F60; 

A33/8 F24). Auch dass die Beschwerdeführenden die (…) anlässlich der 

Anhörungen lediglich an einer einzigen Stelle erwähnt haben (vgl. A32/12 

F55; A33/8 F30) spricht nicht für die Glaubhaftigkeit dieses Vorbringens. 

Zusammenfasend sind die erstmals auf Beschwerdeebene in dieser Aus-

prägung geltend gemachten Vorbringen betreffend die (…) Exponiertheit 

der Familie als nachgeschoben und unglaubhaft zu qualifizieren. 

5.1.3  Weiter ist festzuhalten, dass zu Gunsten der Beschwerdeführenden 

nicht vollumfänglich auszuschliessen ist, dass die Familie des Beschwer-

deführers im Bürgerkrieg von 1989 Nachteile erlitten hat und sich einzelne 

Familienmitglieder allenfalls militärisch engagiert haben. Allerdings haben 

die Beschwerdeführenden – wie erwähnt – nicht glaubhaft machen kön-

nen, aufgrund besonderer (…) Profiliertheit eine begründete Furcht vor 

Verfolgung zu haben. An dieser Einschätzung vermag auch die angebliche 

Begebenheit auf der afghanischen Botschaft in der Türkei, wonach man 

E-5024/2014 

Seite 11 

die Beschwerdeführenden "erkannt" habe, nichts zu ändern. So geht näm-

lich aus dem Kontext dieser Aussagen hervor, dass die Beschwerdefüh-

renden wegen ihres Glaubens (Schia) und ihrer Ethnie (Sadat) – und eben 

gerade nicht wegen ihrer Familienzugehörigkeit – schikaniert worden sind 

(vgl. A32/12 F50; "[…] Der Konsul in der Türkei war ein Sunnite und hat 

mich sofort erkannt und gewusst, welcher Ethnie ich entstamme.[…]", A33 

F27; "[…] Sobald sie mitbekommen haben, dass wir Sadat sind, haben die 

uns Probleme gemacht. […]"). Ebenso wenig vermag ausserdem die Tat-

sache, dass der Bruder des Beschwerdeführers angeblich verschwunden 

sei, an dieser Würdigung etwas zu ändern, da die Umstände seines Ver-

schwindens bis heute ungeklärt sind. Die erst auf Beschwerdeebene ge-

machte Aussage, der Bruder sei – wie der Vater – getötet worden, mutet 

ebenfalls nachgeschoben an. 

5.2 Das Bundesverwaltungsgericht stellt – in Übereinstimmung mit der Vo-

rinstanz – fest, dass es den Vorbringen der Beschwerdeführenden über-

dies an asylrechtlicher Relevanz fehlt. 

5.2.1 Eine Verfolgungssituation kann praxisgemäss allein in Bezug auf den 

Heimatstaat, vorliegend Afghanistan, bestehen. In Bezug auf die erlebten 

Diskriminierungen im Iran gilt es daher festzuhalten, dass sich diese alle-

samt in einem Drittstaat ereignet haben, weshalb sie von der Vor-instanz 

richtigerweise asylrechtlich nicht in Betracht gezogen wurden.  

5.2.2 Bei der geltend gemachten Furcht vor einer Verfolgung durch Sym-

pathisanten der Taliban kann es sich – wenn überhaupt – nur um eine Re-

flexverfolgung handeln, da die Beschwerdeführenden selber nie in Afgha-

nistan gelebt und persönlich auch keine Nachteile im Sinne des Asylgeset-

zes durch die afghanischen Behörden respektive Privatpersonen erlitten 

haben. Eine Reflexverfolgung liegt vor, wenn Familienangehörige von po-

litischen Aktivisten staatlichen Repressalien ausgesetzt sind. Diese kann 

flüchtlingsrechtlich im Sinne von Art. 3 AsylG relevant sein, allerdings hän-

gen die Wahrscheinlichkeit einer Reflexverfolgung und deren Intensität 

stark von den konkreten Umständen des Einzelfalls ab. Es muss also auf-

grund der Umstände des Einzelfalls ermittelt werden, ob die Furcht vor Ver-

folgung begründet ist.  

5.2.3 Begründete Furcht vor Verfolgung im Sinne von Art. 3 Abs. 1 AsylG 

liegt vor, wenn ein konkreter Anlass zur Annahme besteht, letztere hätte 

sich – aus der Sicht im Zeitpunkt der Ausreise – mit beachtlicher Wahr-

scheinlichkeit und in absehbarer Zeit verwirklicht oder werde sich – auch 

E-5024/2014 

Seite 12 

aus heutiger Sicht – mit ebensolcher Wahrscheinlichkeit in absehbarer Zu-

kunft verwirklichen. Es müssen damit hinreichende Anhaltspunkte für eine 

konkrete Bedrohung vorhanden sein, die bei jedem Menschen in vergleich-

barer Lage Furcht vor Verfolgung und damit den Entschluss zur Flucht her-

vorrufen würden. Dabei hat die Beurteilung einerseits aufgrund einer ob-

jektivierten Betrachtungsweise zu erfolgen und ist andererseits durch das 

von der betroffenen Person bereits Erlebte und das Wissen um Konse-

quenzen in vergleichbaren Fällen zu ergänzen. Wer bereits staatlichen Ver-

folgungsmassnahmen ausgesetzt war, hat objektive Gründe für eine aus-

geprägtere (subjektive) Furcht (vgl. BVGE 2010/57 E. 2.5 m.w.H.). 

5.2.4 Zwar erscheint es subjektiv zumindest nicht ausgeschlossen, wenn 

der Beschwerdeführer aufgrund der Familiengeschichte befürchtet, Sym-

pathisanten der Taliban hätten im heutigen Zeitpunkt ein Verfolgungsinte-

resse an ihm. Diese Furcht erscheint bei einer objektivierten Betrachtungs-

weise indes unbegründet. Es ist nicht ersichtlich ist, inwiefern er bei einer 

Rückkehr nach Afghanistan wegen Vorfällen, die sich vor über einem Jahr-

zehnt ereignet haben, in den Fokus der Taliban geraten sollte. Dies umso 

weniger, als zahlreiche Familienmitglieder nach wie vor in Afghanistan le-

ben (vgl. Antworten auf die Frage: "Haben Sie heute noch Familie oder 

Verwandte, die in Afghanistan leben?" vgl. A32/12 F32, A33/8 F13). Zudem 

ist in Übereinstimmung mit der Vorinstanz festzustellen, dass sich die 

Machtverhältnisse in Afghanistan seit der Zeit der Talibanherrschaft grund-

legend geändert haben. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass 

ausgerechnet der Vater einen derart hohen Bekanntheitsgrad erlangt ha-

ben soll, wo doch viele afghanische Staatsangehörige Verwandte haben, 

die sich während des Bürgerkries an den Kampfhandlungen gegen die Ta-

liban beteiligt hatten. 

5.3 An diesen Feststellungen vermögen die eingereichten Beweismittel – 

und insbesondere die Fotografien der Brüder I._______ – nichts zu ändern, 

da diese weder die Aktualität noch die Gezieltheit der angeblichen Verfol-

gung beweisen. Im Sinne der Erwägungen (vgl. E. 6.2.4) ist auch der Be-

weiswert der Videoaufnahme und der polizeilichen Bestätigung, wonach es 

das erklärte Ziel der Taliban sei, die Familie I._______ auszulöschen, als 

gering einzustufen. Ebenso wenig vermögen die eingereichten strafrechtli-

chen Verfahrensakten den Ausgang des vorliegenden Verfahrens zu än-

dern. 

5.4 Zusammenfassend ist es den Beschwerdeführenden nicht gelungen, 

eine im Sinne von Art. 3 AsylG relevante Verfolgungsgefahr nachzuweisen 

E-5024/2014 

Seite 13 

oder glaubhaft darzutun. Das BFM hat zu Recht ihre Flüchtlingseigenschaft 

verneint und das Asylgesuch abgelehnt. 

6.  

6.1 Lehnt das Staatssekretariat das Asylgesuch ab oder tritt es darauf nicht 

ein, so verfügt es in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz und ordnet 

den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit der Fa-

milie (Art. 44 AsylG). 

6.2 Die Beschwerdeführenden verfügen weder über eine ausländerrechtli-

che Aufenthaltsbewilligung noch über einen Anspruch auf Erteilung einer 

solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 

AsylG; vgl. BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.). 

7.  

Da die Vollzugshindernisse im Sinne von Art. 83 Abs. 1 AuG (SR 142.20) 

alternativer Natur sind (BVGE 2009/51 E. 5.4 S. 748) und die Beschwer-

deführenden bereits wegen Unzumutbarkeit vorläufig aufgenommen wur-

den, sind sie bezüglich ihrer Rüge – sie seien infolge Unzulässigkeit des 

Vollzugs der Wegweisung vorläufig aufzunehmen – nicht beschwert. Es er-

übrigen sich deshalb weitere Ausführungen zur Frage der Durchführbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs. 

8.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt richtig 

sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Die Beschwerde ist ab-

zuweisen. 

9.  

Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten den Beschwerde-

führenden aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Mit Verfügung vom 

16. September 2014 wurde das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege 

im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gutgeheissen, weshalb keine Verfah-

renskosten zu erheben sind. 

 

 

 

E-5024/2014 

Seite 14 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-5024/2014 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Regula Schenker Senn Martina Stark 

 

 

Versand: