# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a67d3d66-dac9-5528-85ee-7d48e1134d05
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 24.05.2016 ERZ 2014 434
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_ERZ-2014-434_2016-05-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 24. Mai 2016 Schriftlich mitgeteilt am:
ERZ 14 434 26. Mai 2016

Urteil
Einzelrichter in Zivilsachen

Vorsitz Hubert
Aktuar Hitz

In der zivilrechtlichen Beschwerde

der X._____, Klägerin und Beschwerdeführerin, vertreten durch avvocato MLaw 
Stefania Vecellio, St. Antonio, 7745 Li Curt, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 21. August 2014, 
mitgeteilt am 21. November 2014, in Sachen der Klägerin und Beschwerdeführerin 
gegen die E r b e n g e m e i n s c h a f t  Y . _ _ _ _ _  s e l . , bestehend aus Dr. iur. 
A._____, Beklagter und Beschwerdegegner und der Dr. med. dent. B._____, Be-
klagte und Beschwerdegegnerin, beide vertreten durch MLaw Nicola Katharina 
Kull, Via Maistra 5, 7500 St. Moritz, 

betreffend Schadenersatz,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Der Geschäftsführer der X._____, C._____, fuhr am 10. Dezember 2011 
mit dem Geschäftsfahrzeug D._____, Modell E._____ mit italienischem Kennzei-
chen _____ zum Geschäft F._____ an der _____strasse in O.1_____ und wollte 
den Wagen auf dem dort gelegenen Parkplatz abstellen. In der Folge machte er 
geltend, das Fahrzeug sei durch den bei der Parkplatzeinfahrt installierten Auto-
matikpoller beschädigt worden. 

B. Am 7. Oktober 2013 ersuchte die X._____ die Schlichtungsbehörde des 
Bezirks Maloja um die Durchführung einer Schlichtungsverhandlung und stellte 
gegen die Erbengemeinschaft des Y._____ sel. (Eigentümer der Parkierungsanla-
ge) die folgenden Rechtsbegehren:

"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 
2'807.75 nebst Zins zu 5 % seit 30. Dezember 2011 zu bezahlen. 

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 
741.20 nebst Zins zu 5 % seit 24. Januar 2012 zu bezahlen. 

3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu-
lasten der beklagten Partei."

C. An der Schlichtungsverhandlung vom 19. Dezember 2013 beantragten die 
Erben Y._____ sel. die kostenfällige Abweisung der Klage. Die Parteien konnten 
sich anlässlich der Verhandlung nicht einigen und der klagenden Partei wurde die 
Klagebewilligung erteilt.

D. Am 3. April 2014 legte die X._____ dem Einzelrichter am Bezirksgericht 
Maloja ihre Klageschrift mit unverändertem Rechtsbegehren vor. Sie liess im We-
sentlichen vortragen, dass zum Zeitpunkt des Schadensereignisses die Zufahrt 
zum Parkplatz an der _____strasse hindernisfrei gewesen sei. Bei der Einfahrt auf 
den Parkplatz habe C._____ einen Knall gehört und das Fahrzeug sei stehen ge-
blieben. Er sei ausgestiegen, habe aber unter dem Auto kein Hindernis sehen 
können. Offenbar sei während der Einfahrt ein Poller aus- und anschliessend wie-
der eingefahren. C._____ habe daraufhin das Fahrzeug abgestellt und der Poller 
sei wieder hochgekommen. Nach Meinung von C._____ habe es sich um Kun-
denparkplätze des Geschäfts F._____ gehandelt. Nichts habe auf einen Privat-
parkplatz hingewiesen. Er sei aus Richtung Nord-Osten gekommen und habe das 
Verbotsschild an der _____strasse nicht gesehen. Ihr Geschäftsführer und jeder 
andere Autofahrer hätten den Poller nicht erkennen können, wie die Fotodoku-
mentation zeige. Niemand habe mit dem Hindernis rechnen müssen. Die hinter 
C._____ herfahrende G._____ habe die Szene beobachtet. Auch sie habe den 

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Poller weder gesehen noch die Gefahr erkennen können. Erst nachträglich sei 
beim Parkplatz ein Schild "Privat" angebracht worden. Das sei ein Indiz dafür, 
dass die Grundeigentümer die Gefahr der Anlage erkannt hätten. Später sei das 
Schild wieder entfernt worden. Gemäss den Rechnungen der Reparaturwerkstät-
ten sei am Fahrzeug ein Schaden von EUR 2'246.21 sowie EUR 592.95 entstan-
den. Dem würden Beträge von Fr. 2'807.75 sowie Fr. 741.20 entsprechen, jeweils 
zuzüglich 5 % Zins seit 30. Dezember 2011 bzw. 24. Januar 2012. 

E. Die Erben des Y._____ sel. hielten dem in ihrer Klageantwort vom 27. Mai 
2014 entgegen, die Ausführungen der Klägerin seien in diversen Punkten wider-
sprüchlich. Am 28. Februar 2013 habe MLaw Mauro Quadroni, der damalige 
Rechtsvertreter der X._____, in einem Schreiben an den Erben A._____ ausge-
führt, am 10. Dezember 2012 sei C._____ auf den Parkplatz beim Laden F._____ 
AG in O.1_____ gefahren. Dabei sei sein Fahrzeug von einem hochfahrenden 
Poller beschädigt worden. Dem Schreiben seien Bildaufnahmen und Reparatur-
rechnungen vom Dezember 2011 und Januar 2012 beigelegt gewesen. Mit 
Schlichtungsgesuch vom 26. März 2013 habe die X._____ einen Betrag von EUR 
2'839.16 geltend gemacht. Dabei habe sie - anders als in der vorprozessualen 
Korrespondenz - vorgetragen, C._____ habe versucht, hinter einem anderen Wa-
gen auf den Parkplatz zu "schleichen". Im Juli 2013 sei das Schlichtungsverfahren 
infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben worden, da die X._____ nicht zur 
Verhandlung erschienen sei. Im Oktober 2013 habe sie erneut ein Schlichtungs-
gesuch eingereicht und nunmehr verlangt, die Beklagten zur Bezahlung von Fr. 
2'807.50 sowie Fr. 741.20 zu verurteilen. Sie habe wiederum ausgeführt, C._____ 
sei am 10. Dezember 2012 zum Geschäft F._____ gefahren. Weiter habe die Klä-
gerin ausgeführt, das Fahrzeug sei beim Verlassen des Parkplatzes vom Poller 
beschädigt worden. Im Februar und Oktober 2013 habe sie behauptet, der Scha-
den sei am 10. Dezember 2012 verursacht worden. Die beiden vorgelegten Repa-
raturrechnungen seien indessen im Dezember 2011 und Januar 2012 ausgestellt 
worden. Der Schaden wäre demnach vor Schadenseintritt behoben worden, was 
nicht möglich sei. In der Klageschrift vom April 2014 führe sie nun aus, der Scha-
den sei im Dezember 2011 entstanden. Dann sei die Forderung aber seit Dezem-
ber 2012 verjährt. Zudem habe die X._____ nicht bewiesen, dass der Poller man-
gelhaft gewesen sei oder worin ein Mangel bestehe. Den Bildaufnahmen sei das 
nicht zu entnehmen. Allein der Umstand, dass ein Unfall geschehen sei, sei kein 
Beweis eines Mangels. Es sei möglich, dass keine Signalisation auf den Poller 
hinweise. Das sei wegen des Fahrverbotes für Unberechtigte auch nicht notwen-
dig. Die Fahrberechtigten würden den Poller kennen. Das Anbringen eines Schil-

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des "Privat" sei kein Indiz, wonach die Erben Y._____ sel. die Polleranlage als 
gefährlich betrachtet hätten. Wenn C._____ am 10. Dezember 2011 an der 
_____strasse gewesen sein sollte, sei der Poller unten gewesen, weil zuvor ein 
berechtigtes Fahrzeug auf den Parkplatz gefahren sei, wie die X._____ im 
Schlichtungsgesuch vom 26. März 2013 eingeräumt habe. Es verstehe sich von 
selbst, dass der Poller wieder hochgefahren sei, nachdem das berechtigte Fahr-
zeug ihn passiert habe und C._____ unbefugt auf den Parkplatz habe gelangen 
wollen. Von einem Werkmangel könne deswegen nicht gesprochen werden. Das 
Ereignis sei nicht klar auf einen Mangel des Pollers zurückzuführen. Auch die Si-
gnalisation sei nicht mangelhaft. Es bestehe keine Pflicht zur Signalisation von 
Polleranlagen auf einer Strasse, deren Befahren Unberechtigten verboten sei. Ei-
ne fehlende Signalisation würde keinen Werkmangel begründen. Der Poller verfü-
ge sehr wohl über Kontroll- und Warnmechanismen. Ein Werkmangel habe nicht 
vorgelegen. Schaden und Kausalzusammenhang würden bestritten. 

F. Die Hauptverhandlung vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja fand 
am 21. August 2014 statt. Daran nahmen die beiden Rechtsvertreter sowie 
C._____ teil.

G. Mit Entscheid vom 21. August 2014, mitgeteilt am 21. November 2014, er-
kannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja wie folgt: 

 "1. Die Klage wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 werden der Klägerin auferlegt 
und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.

Die Klägerin wird verpflichtet, die Beklagten ausseramtlich mit CHF 
4'738.50 zu entschädigen. 

3. (Rechtsmittelbelehrung).

4. (Mitteilung)."

Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass für die _____strasse ein 
allgemeines Fahrverbot gelte. Es seien lediglich Anwohner und Lieferanten be-
rechtigt, diese Strasse zu befahren. Sie liege sodann in der 30-er Zone. In dieser 
sei das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen nur auf dafür bezeichneten 
Flächen zulässig. Der Poller sei im Kranzbereich mit Blinklichtern ausgerüstet, 
ergänzt durch ein weisses rundumverlaufendes Band. Der Platz auf dem Grunds-
tück der Erben Y._____ sel. sei eindeutig vom übrigen Strassenraum abgegrenzt. 
Hinweise, wonach es sich um einen Kundenparkplatz des Ladengeschäftes 
F._____ handeln könnte, würden fehlen. Eine zusätzliche Signalisation des Auto-
matikpollers sei bei dieser klaren Situation nicht erforderlich. Allein auf Grund des 

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nahen Auffahrens auf das erste Auto habe C._____ den abgesenkten Automatik-
poller nicht erkennen können. Der Poller sei unmittelbar nach der Durchfahrt des 
ersten Autos wieder nach oben gekommen. Nur so sei erklärbar, dass das Fahr-
zeug im vorderen Bereich beschädigt worden sei. Die Polleranlage sei in der vor-
liegenden Ausgestaltung nicht als mangelhaft zu beurteilen. Ein Schädigungspo-
tential sei aber offensichtlich vorhanden, wenn einem berechtigten Fahrzeug ein 
unberechtigtes unmittelbar nachfolge. Mit derartigen Situationen müssten die 
Grundeigentümer aber nicht rechnen. Diese Gefahrenquelle sei mithin nicht als 
Mangel zu qualifizieren. Zudem stehe fest, dass die X._____ bereits im Januar 
2012 hinreichende Kenntnis vom Schadensumfang sowie vom Haftpflichtigen ge-
habt habe. Somit sei die Klage verspätet erhoben worden und auch infolge Ver-
jährung abzuweisen. 

H. Gegen diesen Entscheid vom 21. August 2014, mitgeteilt am 21. November 
2014, erhob die X._____ am 23. Dezember 2014 Beschwerde beim Kantonsge-
richt von Graubünden mit den folgenden Rechtsbegehren: 

"1. Der angefochtene Entscheid des Einzelrichters beim Bezirksgericht 
Maloja sei vollumfänglich aufzuheben und es sei die Beschwerdegeg-
nerin und Beklagte zu verpflichten, der Beschwerdeführerin und Kläge-
rin den Betrag von CHF 2'807.75 nebst 5% Zins seit dem 30. Dezem-
ber 2011 zu bezahlen. Zudem sei die Beschwerdegegnerin und Be-
klagte zu verpflichten, der Beschwerdeführerin und Klägerin den Be-
trag von CHF 741.20 nebst 5% Zins seit dem 24. Januar 2012 zu be-
zahlen. 

2. Eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und zur Er-
gänzung des Beweisverfahrens sowie zur Neubeurteilung im Sinne der 
Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

3. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. 

4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge für beide In-
stanzen zu Lasten der Beschwerdegegnerin und Beklagten."

I. Mit Verfügung des Einzelrichters in Zivilsachen vom 5. Januar 2015 wurde 
der Antrag auf Gewährung der aufschiebenden Wirkung abgewiesen. 

J. Die Erben von Y._____ sel. beantragen in ihrer Beschwerdeantwort vom 3. 
Februar 2015 die Abweisung der Beschwerde unter solidarischer Kosten- und 
Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MwSt.) zu Lasten der X._____.

K. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, sowie im angefoch-
tenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein-
gegangen. 

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II. Erwägungen

1. a) Mit der Beschwerde anfechtbar sind insbesondere nicht berufungsfähige 
erstinstanzliche Endentscheide, Zwischenentscheide und Entscheide über vor-
sorgliche Massnahmen (vgl. Art. 319 lit. a ZPO). Die Beschwerde ist unter Beilage 
des angefochtenen Entscheids beim Kantonsgericht von Graubünden innert 30 
Tagen seit der Zustellung desselben schriftlich und begründet einzureichen (vgl. 
Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO sowie Art. 7 Abs. 1 des kantonalen Einführungsgeset-
zes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [EGzZPO; BR 320.100]).

Der vorliegend angefochtene Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Ma-
loja stellt einen erstinstanzlichen Endentscheid dar, denn damit wurde das vor-
instanzliche Verfahren durch Sachentscheid (Abweisung der Klage) beendet (vgl. 
Art. 236 Abs. 1 ZPO; Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasen-
böhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung 
(ZPO), 2. Aufl., Zürich 2013, N. 14 zu Art. 308 ZPO [zit. Kommentar zur ZPO]). 
Zudem ist der angefochtene Entscheid nicht berufungsfähig, da der Streitwert der 
zuletzt aufrechterhaltenen Klagebegehren Fr. 3‘548.95 und damit weniger als 
Fr. 10'000.00 beträgt (vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die Beschwerde vom 23. De-
zember 2014 gegen den am 21. November 2014 mitgeteilten Entscheid ist auch 
zeitig. Sie ist ferner formgerecht, das heisst die Anträge auf Abänderung des erst-
instanzlichen Urteils sowie eine schriftliche Begründung enthaltend.

b) Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a EGzZPO entscheidet das Kantonsgericht von 
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert im Rechtsmit-
telverfahren wie im vorliegenden Fall Fr. 5'000.00 nicht überschreitet. 

2. a) Mit der Beschwerde kann die unrichtige Rechtsanwendung sowie die offen-
sichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (vgl. Art. 320 
ZPO). Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden Verstoss ge-
gen geschriebenes und ungeschriebenes Recht. Die Beschwerdeinstanz überprüft 
entsprechende Rügen mit freier Kognition. Für die Beschwerde hinsichtlich der 
Sachverhaltsfeststellung gilt indessen eine beschränkte Kognition. Diesfalls ist 
eine qualifiziert fehlerhafte Feststellung des Sachverhalts erforderlich, wobei "of-
fensichtlich unrichtig" gleichbedeutend mit willkürlich im Sinne von Art. 9 BV ist 
(vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, in: Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 3 ff. 
zu Art. 320 ZPO; Karl Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kom-
mentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2013, N. 1 und N. 3 
zu Art. 320 ZPO [zit. Basler Kommentar zur ZPO]). 

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b) Gemäss Art. 326 Abs. 1 ZPO sind neue Anträge, neue Tatsachenbehaup-
tungen und neue Beweismittel, welche nicht bereits im vorinstanzlichen Verfahren 
vorgebracht oder vorgelegt wurden, im Beschwerdeverfahren ausgeschlossen. Es 
gilt mithin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens ein umfassendes Novenverbot. 
Die Beschwerde bezweckt grundsätzlich eine Rechtskontrolle des vorinstanzlichen 
Entscheids, einer Fortführung des Verfahrens dient sie hingegen im Allgemeinen, 
anders als die Berufung, nicht (vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt, Kom-
mentar zur ZPO, a.a.O., N. 3 f. zu Art. 326 ZPO). 

3. Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass es die Vorinstanz unterlassen ha-
be, eine Beweisverfügung für das Verfahren zu erlassen (vgl. act. A.1, S. 6 und 8). 
Bereits aus diesem Grund ergebe sich eine unrichtige Rechtsanwendung von Art. 
154 ZPO in Verbindung mit Art. 320 ZPO durch das erstinstanzliche Gericht. 

a) Gemäss Art. 154 ZPO werden vor der Beweisabnahme die erforderlichen 
Beweisverfügungen getroffen. Darin werden insbesondere die zugelassenen Be-
weismittel bezeichnet und es wird bestimmt, welcher Partei zu welchen Tatsachen 
der Haupt- oder der Gegenbeweis obliegt. Beweisverfügungen können jederzeit 
abgeändert oder ergänzt werden. Bereits vom Wortlaut her ergibt sich, dass nur 
die notwendigen Beweisverfügungen zu erlassen sind, was Raum für Ausnahmen 
schafft. Letzteres lässt sich auch aus der Entstehungsgeschichte und dem Zweck 
der Beweisverfügung ableiten. Unter anderem kann im vereinfachten Verfahren, 
welchem der Grundsatz der Verfahrensbeschleunigung und die Idee der Laien-
tauglichkeit durch vereinfachte Formen zugrunde liegt, auf den Erlass einer Be-
weisverfügung verzichtet werden (vgl. zum Ganzen: Peter Guyan, in: Basler 
Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 12 f. zu Art. 154 ZPO; Isaak Meier, Schweizeri-
sches Zivilprozessrecht, Zürich 2010, S. 312 f. und S. 351). 

b) Vorliegend hat der Vorderrichter einen Schriftenwechsel durchgeführt und 
anschliessend zur Hauptverhandlung vorgeladen. Anlässlich dieser wurden die 
von den Parteien eingereichten Urkunden für beweisrelevant erklärt. Ausserdem 
wurde der Geschäftsführer der Klägerin im Sinne von Art. 191 ZPO befragt. Weiter 
wurde verfügt, falls das Gericht aufgrund der abgenommenen Beweismittel keinen 
Entscheid fällen könne, werde eine Beweisverfügung erlassen (vgl. das Protokoll 
der Hauptverhandlung, S. 3 f.; Akten der Vorinstanz act. I./7). Damit hat der Be-
zirksgerichtspräsident nicht nur im Sinne der Verfahrensbeschleunigung korrekt 
und im Rahmen der für das vereinfachte Verfahren geltenden Bestimmungen ge-
handelt, sondern entgegen den Behauptungen der Beschwerdeführerin anlässlich 
der Hauptverhandlung eine mündliche Beweisverfügung erlassen, indem er die 

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eingereichten Urkunden für erheblich erklärte, die Befragung des Geschäftsführers 
der Klägerin anordnete und durchführte sowie weitere Beweisanordnungen vorbe-
hielt. Eine mündliche Beweisverfügung ist namentlich im vereinfachten Verfahren 
zulässig, sofern sie protokolliert wird, was vorliegend gemacht wurde (vgl. Art. 235 
Abs. 1 lit. e ZPO; Peter Guyan, in: Basler Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 12 zu 
Art. 154 ZPO; Christian Leu, in: Alexander Brunner/Dominik Gasser/Ivo Schwan-
der [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO), Kommentar, Zürich 2011, 
N. 35 zu Art. 154 ZPO; Stephan Mazan, in: Basler Kommentar zur ZPO, a.a.O., N. 
1 ff. zu Art. 246 ZPO und N. 18 e contrario). Jürgen Brönnimann bezeichnet es gar 
als idealtypisch, wenn die Beweisverfügung wie vorliegend an der Hauptverhand-
lung ergeht (vgl. Jürgen Brönnimann, in: Heinz Hausheer/Hans Peter Walter 
[Hrsg.], Berner Kommentar, Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, 
Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. II, Art. 150-352 ZPO und Art. 400 bis 
406 ZPO, Bern 2012, N. 9 zu Art. 154 ZPO). Im Nachgang zur Hauptverhandlung 
erfolgte sodann keine weitere Beweisabnahme, weil das Gericht offenbar der An-
sicht war, der Fall sei spruchreif, was sich ohne weiteres aus dem angefochtenen 
Entscheid ergibt. Die Rüge der Beschwerdeführerin, wonach die Vorinstanz gegen 
Art. 154 ZPO verstossen habe, erweist sich somit als unberechtigt. 

4. a) Die Beschwerdeführerin bemängelt weiter, dass die beantragte Zeugenein-
vernahme von Frau G._____ nicht durchgeführt worden sei. Sie sei – ausser 
C._____ – einzige Zeugin des Unfalls mit dem Poller und ihre Aussage sei für den 
Verfahrensausgang ausschlaggebend. Die Zeugin hätte antragsgemäss einerseits 
zum Unfallgeschehen befragt werden sollen. Andererseits hätte sie bestätigen 
sollen, dass sie als Touristin davon ausgegangen sei, beim Parkplatz handle es 
sich um einen Kundenparkplatz der F._____ AG; dass sie das Amtsverbotsschild 
nicht habe sehen können und nicht davon habe ausgehen müssen, das Befahren 
der Strasse sei nur für Berechtigte erlaubt; dass sie die Polleranlage nicht habe 
erkennen können; dass das Fahrzeug der Beschwerdeführerin durch die Polleran-
lage unten am Motor beschädigt worden sei; dass es keine Hinweise und keine 
Signalisation für die Polleranlage gegeben habe; dass die Polleranlage defekt ge-
wesen sei und keine Kontroll- oder Warnmechanismen gehabt habe. 

b) Die Befragung zu den angegebenen Fragethemen ist teilweise unnötig, weil 
sich die entsprechenden Umstände bereits aus den Akten (insbesondere Fotogra-
fien) ergeben. Dies gilt namentlich für die Lage des Parkplatzes in unmittelbarer 
Nähe zum Geschäft der F._____ AG und die Frage, ob dadurch eine irrige Zuord-
nung zum Geschäft möglich ist sowie für die Signalisation und Beschaffenheit der 
Polleranlage. Andere beantragte Fragethemen beziehen sich auf subjektive 

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Wahrnehmungen und Schlussfolgerungen der Zeugin, die für die Beurteilung der 
Angelegenheit irrelevant sind. Dies betrifft die Fragen, ob sie angenommen habe, 
der Parkplatz gehöre zum Geschäft F._____ AG sowie, ob sie das Verbotsschild 
sowie die Polleranlage habe erkennen können. Massgebend sind diesbezüglich, 
soweit überhaupt von Relevanz, allein die objektiven Verhältnisse, die vom Gericht 
zu beurteilen sind. Diesbezüglich wäre es an der Beschwerdeführerin gelegen, 
geeignete Beweise (Augenschein, Fotografien bei eingefahrenem Poller etc.) an-
zubieten. Die Wahrnehmungen der Zeugin sind auch deshalb irrelevant, weil sie 
nicht beurteilen kann, ob die Polleranlage für C._____ erkennbar gewesen war, da 
sie gemäss Schilderung der Beschwerdeführerin hinter ihm gefahren ist. Ihre Sicht 
war somit eine andere als jene von C._____ und ausserdem durch dessen Fahr-
zeug verdeckt. Es wird auch nicht behauptet, sie sei C._____ bis auf den Park-
platz gefolgt. Ob die Polleranlage defekt war, kann die angebotene Zeugin eben-
falls nicht beurteilen, zumal nicht behauptet wird, sie hätte entsprechende Fach-
kenntnisse und aus dem behaupteten Vorgang allein kein Defekt abgeleitet wer-
den kann. Ebenso wenig kann sie verlässliche Angaben machen, inwieweit das 
Auto infolge des Vorfalles beschädigt wurde. Sie könnte allenfalls bestätigen, dass 
ein Schaden vorlag, nicht aber von woher und in welchem Umfang. Da die Beklag-
ten den ganzen Vorfall an sich bestreiten, ist immerhin zu prüfen, ob für das Er-
eignis als solches eine Zeugenbestätigung erforderlich wäre. Aus den nachfolgen-
den Erwägungen ergibt sich, dass dies zu verneinen ist und die Zeugeneinver-
nahme zu Recht abgelehnt wurde. 

5. Die Beschwerdeführerin rügt, die Erwägungen der Vorinstanz zum Fahrver-
bot würden gegen den Verhandlungsgrundsatz nach Art. 55 Abs. 1 ZPO verstos-
sen, da sie nirgends in den Ausführungen der Gegenpartei enthalten seien. Aus-
serdem sei das Fahrverbot nicht für jedermann erkennbar und für C._____ wegen 
seiner Sprachkenntnisse nicht verständlich. Im Übrigen sei das Fahrverbot für die 
Beurteilung der Werkeigentümerhaftung auch irrelevant. 

a) Der Vorwurf der Verletzung des Verhandlungsgrundsatzes nach Art. 55 
Abs. 1 ZPO, wonach die Parteien dem Gericht die Tatsachen, auf die sie ihre Be-
gehren stützen, darzulegen und die Beweismittel anzugeben haben, ist unhaltbar, 
nachdem sowohl die Klägerin selbst (vgl. unter anderem Schlichtungsgesuch vom 
7. Oktober 2013, S. 4, Ziff. 3.1.6; Klageschrift vom 3. April 2014, S. 3 f.; Plädoyer 
[vgl. Akten der Vorinstanz act. III./8; act. I./1 und act. I./5]) wie auch die Beklagten 
(vgl. Klageantwort vom 27. Mai 2014, S. 6, Ziff. 2.2 und 2.3 sowie S. 8 f.; Protokoll 
Hauptverhandlung, S. 3 [Akten der Vorinstanz act. I./2, und act. I./7]) das Fahrver-
bot thematisierten.

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b) Ebenso nichts zu ihren Gunsten ableiten kann die Beschwerdeführerin dar-
aus, dass C._____ das Fahrverbot nicht gesehen haben soll und aufgrund seiner 
Sprachkenntnisse auch nicht hätte verstehen können. Die Verbotstafel ist klar er-
kenntlich am rechten Strassenrand angebracht und auch bei einer Anfahrt von 
Nordosten spätestens nach dem Einbiegen auf die _____strasse bei genügender 
Aufmerksamkeit ohne weiteres erkennbar (vgl. Akten der Vorinstanz act. I./5). 
Wenn C._____ tatsächlich nicht in der Lage gewesen sein sollte, die Bedeutung 
einer Amtsverbotstafel richtig zu deuten, wie dies die Beschwerdeführerin darlegt, 
so ändert dies jedenfalls nichts daran, dass das Verbot auch für ihn verbindlich 
war. Eine andere Frage ist, inwieweit ein solches Fahrverbot für die Werkeigentü-
merhaftung relevant ist (hierzu unten E. 8).

6. Im Zusammenhang mit der Ausrüstung des Automatikpollers rügt die Be-
schwerdeführerin, die Vorinstanz habe zu Unrecht und ebenfalls in Verletzung des 
Verhandlungsgrundsatzes angenommen, der Poller sei mit Blinklichtern ausgerüs-
tet gewesen, ergänzt durch ein rundumverlaufendes weisses Band. Sie bestreitet 
die Feststellung, wonach der Poller genügend signalisiert gewesen sei.

Zunächst ist festzuhalten, dass es, wenn sich der Vorfall tatsächlich so zugetragen 
hat, wie die Beschwerdeführerin darlegt, irrelevant ist, wie der Automatikpoller 
ausgerüstet war, da er gemäss diesen Schilderungen, im Zeitpunkt als C._____ 
darüberfuhr, unsichtbar im Boden versenkt gewesen sein soll. Sodann ergibt sich 
die Beschaffenheit des Automatikpollers aus den von der Beschwerdeführerin 
selbst eingelegten Fotografien (vgl. Akten der Vorinstanz act. II./3, 4, 8, 9 und 14). 
Darauf ist ersichtlich, dass der Poller zumindest mit einem rundumverlaufenden 
weissen Leuchtband ausgerüstet und im ausgefahrenen Zustand ausreichend si-
gnalisiert ist. Die Beschaffenheit der Anlage wurde schliesslich auch von beiden 
Parteien zur Genüge thematisiert. Insoweit ist ebenfalls keine Verletzung des Ver-
handlungsgrundsatzes auszumachen. Inwieweit der Poller zum Zeitpunkt, als 
C._____ darüberfuhr, für diesen sichtbar war, ist wie noch darzulegen sein wird, 
für die Beurteilung der Frage des Werkmangels nicht entscheidend (vgl. dazu un-
ten E. 8).

7. Die Beschwerdeführerin rügt die Feststellungen der Vorinstanz zum Ablauf 
des Geschehens in verschiedenen Punkten als fehlerhaft und willkürlich. Nament-
lich habe die Vorinstanz zu Unrecht festgehalten, C._____ sei nach eigener Dar-
stellung einem vorausfahrenden Fahrzeug gefolgt. 

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Die Beschwerdeführerin ist in ihren Sachverhaltsschilderungen selbst nicht konse-
quent und widersprach sich im Verlauf der ganzen Auseinandersetzung in ver-
schiedenen wesentlichen Punkten, insbesondere auch in der Schilderung des strit-
tigen Vorgangs. So sprach sie teilweise davon, der Schadenfall habe sich bei der 
Einfahrt auf den Parkplatz ereignet, andernorts war davon die Rede, dies sei beim 
Verlassen des Parkplatzes geschehen. Einmal führte sie aus, die Einfahrt sei frei 
gewesen und der Poller unsichtbar im Boden versenkt, dann wiederum gab sie an, 
C._____ sei einem vorausfahrenden Fahrzeug auf den Parkplatz gefolgt (vgl. Ak-
ten Vorinstanz act. II/3, 3.a und 8 sowie act. I/7, S. 4 oben). Einheitlich in den ver-
schiedenen Versionen der Beschwerdeführerin ist immerhin, dass der Poller, 
während sich das Fahrzeug von C._____ darüber befand, ausgefahren und an-
schliessend wieder eingefahren sein soll, wobei das Fahrzeug beschädigt worden 
sei. Dass sich der Vorfall in diesem Punkt so ereignete wie von der Klägerin ge-
schildert, erscheint aufgrund der konkreten Umstände nachvollziehbar. Davon 
ging jedenfalls auch die Vorinstanz aus. Diese Feststellungen sind für das Kan-
tonsgericht aufgrund der hinsichtlich der Sachverhaltsfeststellungen eingeschränk-
ten Kognition verbindlich.

Entgegen den Behauptungen in der Beschwerde hat C._____ hingegen sehr wohl 
ausgeführt, er sei einem vorausfahrenden Fahrzeug auf den Parkplatz gefolgt (vgl. 
das Schreiben von lic. iur. Mauro Quadroni an das Vermittleramt, Akten der Vorin-
stanz act. III./3.a). Ebenso bestätigte C._____ selbst diese Sachdarstellung an-
lässlich seiner Befragung an der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Maloja 
(Protokoll der Hauptverhandlung, Akten der Vorinstanz act. I./7, S. 4 oben). Ange-
sichts dieser Depositionen geht der Vorwurf einer fehlerhaften und willkürlichen 
Feststellung des Sachverhaltes fehl. Inwieweit die Feststellungen der Vorinstanz 
zum Ablauf ansonsten willkürlich sein sollen ist weder ersichtlich noch wird dies 
rechtsgenügend dargelegt. Demnach ist auch im Beschwerdeverfahren von dieser 
Sachverhaltsfeststellung auszugehen und es erübrigt sich, zu diesem Punkt die 
beantragte Zeugeneinvernahme durchzuführen. Aus den nachfolgenden Aus-
führungen ergibt sich im Übrigen, dass diese Frage für den Ausgang des Verfah-
rens ohnehin nicht entscheidend ist.

8. Der Eigentümer eines Gebäudes oder Werkes haftet für den Schaden, den 
diese infolge von fehlerhafter Anlage oder Herstellung oder von mangelhaftem 
Unterhalt verursachen (vgl. Art. 58 Abs. 1 OR). Dass es sich bei der Polleranlage 
um ein im Eigentum der Beklagten stehendes Werk im Sinne dieser Bestimmung 
handelt, ist unter den Parteien nicht umstritten. Strittig ist dagegen, ob das Werk 
im fraglichen Zeitpunkt mit einem unfallkausalen Mangel behaftet war. 

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a) Ob ein Werk fehlerhaft oder mangelhaft unterhalten im Sinne von Art. 58 
OR ist, ist nach objektiven Kriterien zu bestimmen und hängt vom Zweck ab, den 
es zu erfüllen hat. Ein Werkmangel liegt vor, wenn das Werk bei bestimmungs-
gemässem Gebrauch oder bei einer vorhersehbaren Fehlnutzung keine genügen-
de Sicherheit bietet. Ist dies der Fall, liegt ein Werkmangel vor, unabhängig davon, 
ob sich der Geschädigte unvorsichtig verhalten hat. Falls ein solcher Werkmangel 
einen Unfall bewirkt hat, das in Frage stehende schädigende Ereignis bei vorsich-
tigem Verhalten des Benutzers aber nicht eingetreten wäre, ist erst in einem zwei-
ten Schritt zu untersuchen, ob ein haftungsausschliessendes oder ein zur Scha-
denersatzreduktion führendes Selbstverschulden vorliegt (vgl. Urteil des Bundes-
gerichts 4A_265/2012 vom 22. Januar 2013 E. 4.1.2, mit weiteren Hinweisen). 
Vorzubeugen hat der Werkeigentümer allerdings nicht jeder erdenklichen Gefahr. 
Er darf Risiken ausser Acht lassen, welche von den Benützern des Werks oder 
von Personen, die mit dem Werk in Berührung kommen, mit einem Mindestmass 
an Vorsicht vermieden werden können. Ein ausgefallenes, unwahrscheinliches 
Verhalten muss nicht eingerechnet werden. Eine weitere Schranke der Siche-
rungspflicht bildet die Zumutbarkeit. Dem Kriterium der Zumutbarkeit kommt be-
sondere Bedeutung zu, wenn zur Gewährleistung der erforderlichen Sicherheit der 
Erstellung oder beim Unterhalt des Werks besondere Massnahmen angezeigt 
sind. Der Eigentümer muss jene Vorkehren treffen, die vernünftigerweise von ihm 
erwartet werden dürfen, wobei der Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Unfall ereig-
nen könnte und dessen Schwere einerseits, sowie den technischen Möglichkeiten 
und den Kosten der in Frage stehenden Massnahmen andererseits, Rechnung zu 
tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 4A_286/2014 vom 15. Januar 2015 E. 
5.2; BGE 130 III 736 E. 1.3; je mit Hinweisen). 

b) Unter Berücksichtigung dieser Erwägungen ist für die Frage, ob ein fehler-
haftes Werk vorliegt, nicht entscheidend, ob C._____ einem Fahrzeug gefolgt ist 
oder nicht. Eine derartige Anlage hat beim bestimmungsgemässen Gebrauch 
genügend Sicherheit zu gewährleisten. Dabei hat der Werkeigentümer auch mit 
versehentlich unberechtigtem Gebrauch zu rechnen, jedenfalls dann, wenn die 
Anlage nicht klar als privat gekennzeichnet ist. Eine fehlende Kennzeichnung als 
Privatparkplatz und mangelhafte Signalisation kann insoweit relevant für die Beja-
hung eines Werkmangels sein, als es dadurch zu einer versehentlichen Fehlnut-
zung kommen kann. Der Werkeigentümer hat somit entweder durch klare Signali-
sation sicherzustellen, dass entweder Unberechtigte nicht versehentlich auf die 
Anlage gelangen können oder aber dafür zu sorgen, dass bei versehentlichem 

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Gebrauch, beispielsweise wenn ein unberechtigtes Fahrzeug versehentlich einem 
berechtigtem folgt, keine Schädigung entstehen kann. 

Vorliegend ergibt sich aus den eingelegten Fotografien (vgl. Akten der Vorinstanz 
act. II./3, 8 und 9), dass die Parkierungsanlage, sofern der Poller nicht ausgefah-
ren ist, von der Zufahrtsstrasse her frei zugänglich ist. Zum Zeitpunkt des Scha-
densereignisses vom 10. Dezember 2011 bestand weder ein Schild mit dem Hin-
weis Polleranlage oder mit dem Erkennungsbild einer Polleranlage noch war der 
Parkplatz als privat gekennzeichnet. Wenn nun C._____ davon ausging, dass dies 
der Kundenparkplatz der F._____ AG war und er auf diesem Parkplatz sein Auto 
abstellen wollte, so kann ihm dies aufgrund der gegebenen Verhältnisse nicht zum 
Vorwurf gereichen. Jedenfalls handelt es sich nicht um ein völlig ausgefallenes, 
unvernünftiges Verhalten, sondern höchstens um eine entschuldbare Fehlzuord-
nung des Parkplatzes. Andererseits mussten die Werkeigentümer aufgrund der 
konkreten Verhältnisse damit rechnen, dass ein (allenfalls auch unberechtigter) 
Dritter, dem die Örtlichkeiten nicht bekannt sind, versehentlich trotz Fahrverbot die 
_____strasse hochfährt und auf dem nicht als privat gekennzeichneten Parkplatz 
parkiert, sofern der Poller aus irgendwelchen Gründen nicht ausgefahren war. 
Ebenso hatten sie damit zu rechnen, dass ein unberechtigter Dritter einem Be-
rechtigten auf den Parkplatz folgt, da nicht klar erkenntlich war, dass es sich um 
einen Privatparkplatz mit einer automatischen Polleranlage handelt. Demzufolge 
hatten die Werkeigentümer sicherzustellen, dass entweder der Poller nicht ausfah-
ren konnte, während ein Fahrzeug darüber fuhr oder aber, dass auf eine solche 
Gefahr hingewiesen wird. Indem sie dies unterlassen haben, haben die Werkei-
gentümer nicht alle objektiv erforderlichen und zumutbaren Sicherheitsvorkehrun-
gen getroffen, um einen Unfall der eingetretenen Art zu verhindern. Solche Mass-
nahmen, namentlich eine entsprechende Signalisation der Gefahr, wären für sie 
ohne weiteres zumutbar gewesen. Die Beschwerdegegner bringen denn zu Recht 
auch nichts Gegenteiliges vor, zumal die Signalisation solcher Polleranlagen 
durchaus üblich ist (vgl. dazu beispielsweise Akten der Vorinstanz act. II./12 und 
16). Wenn die Parkierungsanlage wie vorliegend nicht klar als privat gekennzeich-
net oder räumlich abgetrennt wird, ist eine Fehlzurechnung des Parkplatzes wie 
vorliegend geschehen durchaus möglich. Demzufolge trägt der Werk-eigentümer 
eine Verantwortung, wenn das Werk bei ansonsten bestimmungsgemässem Ge-
brauch irrtümlicherweise durch einen unberechtigten Dritten benutzt wird und die-
sem nicht genügend Sicherheit bietet. Insoweit lässt sich der angefochtene vorin-
stanzliche Entscheid nicht halten.

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9. Bei Vorliegen eines Werkmangels im Sinne von Art. 58 OR haftet der Ei-
gentümer für den Schaden, der dadurch einem Dritten widerrechtlich adäquat zu-
gefügt wird. Vorliegend macht die Beschwerdeführerin und Klägerin einen Scha-
den geltend, der in der unfreiwilligen Vermögensverminderung durch die Bezah-
lung von Reparaturkosten besteht (vgl. Klage S. 4, Ziff. 4 sowie Plädoyer, Akten 
der Vorinstanz act. I./5 S. 8 unten). Als Beleg reichte sie zwei Rechnungen der 
H._____ vom 30. Dezember 2011 im Umfang von EUR 2'246.21 und der I._____ 
vom 24. Januar 2012 im Umfang von EUR 592.95 ein (vgl. Akten der Vorinstanz 
act. II./6 und 7). Eingeklagt hat die Beschwerdeführerin einen Schaden von Fr. 
2'807.75 nebst Zins zu 5% seit dem 30. Dezember 2011 und Fr. 741.20 nebst 5% 
Zins seit dem 24. Januar 2012. Dies entspricht einer Umrechnung zu einem Euro-
Kurs von 1.25.

a) Gemäss Art. 84 Abs. 1 OR sind Geldschulden in gesetzlichen Zahlungsmit-
teln der geschuldeten Währung zu bezahlen. Der Gläubiger ist zwar gehalten, eine 
Zahlung in Schweizer Franken anzunehmen. Die Berechtigung zur Erfüllung in der 
Landeswährung (Art. 84 Abs. 2 OR) gilt jedoch nur für den Schuldner, nicht für 
den Gläubiger. Seine Forderung geht ausschliesslich auf Zahlung in Fremd-
währung, und er kann gemäss Art. 84 Abs. 1 OR nur die Leistung in der vereinbar-
ten Auslandwährung fordern. Entsprechend darf das Gericht im Erkenntnisverfah-
ren nur eine Zahlung in der geschuldeten Fremdwährung zusprechen. Eine auf 
Schweizer Franken lautende Klage ist abzuweisen (vgl. BGE 134 III 151 E. 2; Ur-
teil des Bundesgerichts 4A_391/2015 vom 1. Oktober 2015 E. 3; Urteil des Bun-
desgerichts 4A_206/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 4). Art. 84 OR bezieht sich 
auf Geldschulden im Allgemeinen, unabhängig von ihrem Grund, sei dieser ver-
traglicher oder ausservertraglicher Natur. Er ist daher auch auf Forderungen aus 
unerlaubter Handlung und folglich auch in einem Schadenersatzprozess wie dem 
vorliegenden anwendbar (vgl. BGE 137 III 158 E. 3 = Pra 100 (2011) Nr. 95).

b) Zu prüfen ist, ob es sich bei der vorliegend geltend gemachten Forderung 
um eine Fremdwährungsschuld handelt. Zunächst ist unbestritten, dass das 
Schadensereignis in der Schweiz stattfand. Dies ist indessen für die zu beantwort-
ende Frage nicht entscheidend. Eine Schadenersatzklage zielt darauf ab, den reell 
erlittenen Wertverlust auszugleichen. Gemäss Lehre und Rechtsprechung ist da-
her der eingetretene Schaden mittels der Währung auszugleichen, in welcher die 
Verminderung des Vermögens eingetreten ist. Im vorliegenden Fall sind die gel-
tend gemachten Schadenspositionen (Reparaturkosten) in Italien eingetreten. Die 
Rechnungen der Autowerkstätten lauteten auf Euro. Der geltend gemachte Scha-
den (Vermögensverminderung durch Reparaturkosten) entstand somit in Euro und 

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wurde in dieser Währung bestimmt. Auch die Vermögensverminderung selbst ist 
in Italien eingetreten, zumal die Geschädigte eine in Italien domizilierte Firma ist. 
Somit handelt es sich beim geltend gemachten Schaden um eine Fremd-
währungsschuld im Sinne von Art. 84 OR, die als solche hätte eingeklagt werden 
müssen (vgl. zum Ganzen auch BGE 137 III 158 E. 3.2.2). 

c) Die Anwendung von Art. 84 OR hat von Amtes wegen zu erfolgen (iura no-
vit curia) und zwar unabhängig davon, ob die Parteien sich darauf berufen (vgl. 
Urteil des Bundesgerichts 4A_232/2008 vom 27. März 2008 E. 5.3; vgl. auch Urteil 
des Bundesgerichts 4A_206/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 5, namentlich E. 
5.1.3 und 5.2.3). Der Umstand, dass vorliegend weder die Beschwerdegegner 
noch die Vorinstanz die Anwendbarkeit von Art. 84 OR thematisierten, entbindet 
die Rechtsmittelinstanz nicht davon, das Recht von Amtes wegen anzuwenden. 
Die anwaltlich vertretene Klägerin und Beschwerdeführerin musste von der fragli-
chen Gesetzesbestimmung und der bereits seit mehreren Jahren dazu bestehen-
den Praxis Kenntnis haben. Sie kann auch nicht behaupten, sie habe vernünfti-
gerweise nicht voraussehen können, dass die Frage der Währung behandelt wer-
den würde, zumal sie noch in ihrer ersten, nicht weiterverfolgten Klage eine Forde-
rung in Euro-Beträgen geltend gemacht hatte und sich demzufolge mit der Frage-
stellung beschäftigte. An der Rechtslage ändert auch nichts, dass die entspre-
chenden Euro-Beträge aus der Begründung in den Rechtsschriften und auch den 
Rechnungen zu entnehmen sind. Das Gericht kann nichts anderes zusprechen als 
mit dem Rechtsbegehren verlangt wird. Dies gilt auch in Bezug auf die bei Geld-
leistungen eingeklagte Währung (Urteil des Bundesgerichts 4A_391/2015 vom 1. 
Oktober  2015 E. 3; vgl. zum Ganzen auch Urteil des Bundesgerichts 
4A_206/2010 vom 15. Dezember 2010 E. 5).

d) Aufgrund des Dargelegten ist die Klage somit gestützt auf Art. 84 OR ab-
zuweisen, da die Klägerin und Beschwerdeführerin eine auf Schweizer Franken 
lautende Schadenersatzklage eingereicht hat, obwohl der geltend gemachte 
Schaden in einer Fremdwährung entstanden ist. Damit erübrigt es sich, weiter auf 
den Umstand einzugehen, dass die Klägerin für die Umrechnung ihrer Forderung 
in Schweizer Franken ohne weitere Angaben oder Belege einen Umwandlungs-
satz von 1.25 anwendete.

10. Aufgrund des Dargelegten ist nicht weiter auf den behaupteten Schaden 
und den adäquaten Kausalzusammenhang einzugehen. Lediglich der Vollständig-
keit halber sei darauf hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin nicht näher dar-
legt, inwiefern die geltend gemachten Schadenspositionen durch die mangelhafte 

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Polleranlage verursacht worden sein sollen. Sie begnügt sich mit der Einlage von 
zwei Reparaturrechnungen, die diverse Arbeitspositionen enthält. Von diesen las-
sen sich nicht alle zweifelsfrei dem Schadensereignis zuordnen. Es ist insbeson-
dere nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin den geltend gemach-
ten Schaden nicht in einem Male beheben liess und sie das Fahrzeug nach der 
ersten Reparatur vom 30. Dezember 2011 am 24. Januar 2012 erneut in eine an-
dere Autoreparaturwerkstatt brachte. Bei der Rechnung vom 24. Januar 2012 (vgl. 
Akten der Vorinstanz act. II./7) ging es um den Ersatz zweier Xenon Glühbirnen. 
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern diese Reparatur mit dem Unfall vom 10. Dezem-
ber 2011 im Zusammenhang steht. Wären die Xenon Lampen tatsächlich durch 
die Polleranlage beschädigt worden, so wären diese, da sie als Teil der Lichtanla-
ge unverzichtbar für den Betrieb des Fahrzeugs sind, wohl unverzüglich, anläss-
lich der ersten Reparatur und nicht erst ca. eineinhalb Monate nach dem Unfall 
repariert worden. Auch die Schadenspositionen in der Rechnung vom 30. Dezem-
ber 2011 (vgl. Akten der Vorinstanz act. II./6) können ohne weitere Erklärungen 
nur teilweise als ausgewiesen betrachtet werden, obwohl die Reparatur zeitnah 
zum Unfall ausgeführt wurde. So wäre zwar denkbar, dass die Stossstange ("pa-
raurti") durch die Polleranlage beschädigt worden wäre. Dies würde aber den Aus-
führungen anlässlich der Hauptverhandlung vor der Vorinstanz widersprechen, wo 
die Rechtsvertreterin der Klägerin ausdrücklich betonte, dass der Schaden unten 
am Auto beim Motor entstanden sei und das Fahrzeug vorne überhaupt nicht be-
schädigt worden sei (vgl. Akten der Vorinstanz act. I./5, S. 6, Ziff. 1.8). 

11. Die Klage wurde schliesslich von der Vorinstanz auch wegen Verjährung 
abgewiesen. Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang geltend, 
für den Beginn der einjährigen Verjährungsfrist sei die konkrete Kenntnisnahme 
der Person des Haftpflichtigen vorausgesetzt. Die blosse Möglichkeit der Kennt-
nisnahme reiche nicht. Sie habe zunächst angenommen, die F._____ AG sei Ei-
gentümerin des Pollers. Erst mit Schreiben vom 22. Februar 2013 habe die 
Schlichtungsbehörde des Bezirkes Maloja der Klägerin und Beschwerdeführerin 
mitgeteilt, dass diese Gesellschaft nicht Werkeigentümerin sei. Somit habe die 
Verjährungsfrist erst im Februar 2013 zu laufen begonnen. Die Forderung sei so-
mit nicht verjährt.

a) Gemäss Art. 60 Abs. 1 OR verjährt der Anspruch auf Schadenersatz oder 
Genugtuung in einem Jahre von dem Tage hinweg, wo der Geschädigte Kenntnis 
vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, jedenfalls 
aber mit dem Ablaufe von zehn Jahren, vom Tage der schädigenden Handlung an 
gerechnet. Vorliegend strittig ist der Zeitpunkt der Kenntnis des Ersatzpflichtigen, 

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das heisst des Eigentümers des Parkplatzgrundstückes. Die Kenntnis von der 
Person des Haftpflichtigen setzt gemäss Lehre und Rechtsprechung sichere 
Kenntnis (nicht blosse Vermutungen oder einen Verdacht) der die Haftpflicht be-
gründenden Tatsachen voraus. Kenntnis heisst nicht "Kennenmüssen". Kenntnis 
von der Person des Haftpflichtigen wird nicht schon bejaht, wenn der Geschädigte 
vermutet, die betreffende Person könnte ersatzpflichtig sein, und ebenso wenig, 
wenn die Möglichkeit der Kenntnisnahme bestanden hätte. Immerhin kann vom 
Geschädigten verlangt werden, dass er sich die weiteren Informationen beschafft, 
die für die Erhebung einer Klage notwendig sind, sofern er die wesentlichen Um-
stände kennt. Auch schützt die aufgeführte Praxis nicht jedes gleichgültige Verhal-
ten oder ein totales Desinteresse des Geschädigten gegenüber seinem Schaden. 
Ein Verhalten nach Treu und Glauben ist vorausgesetzt (vgl. Roland Brehm, in: 
Heinz Hausheer/Hans Peter Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Kommentar zum 
schweizerischen Privatrecht, Obligationenrecht, Die Entstehung durch unerlaubte 
Handlungen, Art. 41-61 OR, 4. Aufl., Bern 2013, N. 61 zu Art. 60 OR; Urteil des 
Bundesgerichts 4A_576/2010 vom 7. Juni 2011 E. 3.2). 

b) Vorliegend war von allem Anfang an klar, wer im Falle der Bejahung einer 
Werkeigentümerhaftung für den Schaden einzustehen hatte, nämlich der Ei-
gentümer der als mangelhaft gerügten Polleranlage. Dieser wäre ohne nennens-
werten Aufwand mit einer Anfrage beim zuständigen Grundbuchamt eruierbar ge-
wesen. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass das Zuwarten mit der 
Klärung der Eigentumsverhältnisse gegen Treu und Glauben verstiess. Zu 
berücksichtigen ist immerhin, dass die Beschwerdeführerin nicht einfach untätig 
geblieben ist. Sie ging allerdings irrigerweise davon aus, dass die F._____ AG 
Eigentümerin des Parkplatzes sei. Dies ergibt sich – unabhängig von der unbe-
wiesenen Behauptung einer entsprechenden Falschinformation im Geschäft der 
F._____ AG – aus dem aktenkundigen Umstand, dass die Beschwerdeführerin 
vorerst gegen diese Gesellschaft ein Schlichtungsverfahren anhängig machte. Zu 
beachten ist indessen, dass sich das Schadensereignis bereits am 10. Dezember 
2011 ereignete. Der vorliegend geltend gemachte Schaden war spätestens mit der 
Rechnung vom 24. Januar 2012 bekannt (Akten der Vorinstanz act. II./6 und 7). 
Wann die Klage gegen die F._____ AG eingeleitet wurde, hat sie weder behauptet 
noch bewiesen. Aufgrund des Schreibens des Vermittleramtes vom 22. Februar 
2013 (Akten der Vorinstanz act. II./13) mit welchem die Vermittlungsverhandlung 
vom 14. März 2013 abgesagt wurde, steht jedenfalls nicht fest, dass die Klage 
innert Jahresfrist seit Kenntnis des Schadens und des vermeintlichen Eigentümers 
der Polleranlage eingereicht wurde. Damit wäre aber die Klage selbst dann ver-

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jährt gewesen, wenn tatsächlich die F._____ AG ersatzpflichtig gewesen wäre. Mit 
Schreiben vom 22. Februar 2013 (vgl. Akten der Vorinstanz act. II./13) teilte die 
Schlichtungsbehörde Maloja der Beschwerdeführerin mit, dass die F._____ AG 
ihre Teilnahme an der Schlichtungsverhandlung abgesagt habe, weil sie nicht Ei-
gentümerin der Parkierungsanlage sei. Erst dann kümmerte sich die Klägerin um 
die Klärung der Eigentumsverhältnisse. Aufgrund dieser Umstände (insbesondere 
zu langes Zuwarten mit der Eruierung des Ersatzpflichtigen, aber auch fehlender 
Beweis der rechtzeitigen Ergreifung von verjährungsunterbrechenden Handlungen 
gegen den vermeintlichen Ersatzpflichtigen) hat sich die Klägerin ein gleichgülti-
ges Verhalten vorwerfen zu lassen, welches angesichts der vom Gesetzgeber ge-
wollten und statuierten kurzen Verjährungsfrist nicht angehen kann. Die Vorin-
stanz hat somit die Klage zu Recht auch wegen Verjährung abgewiesen.

12. Im Ergebnis ergibt sich somit, wenn auch teilweise mit anderer Begrün-
dung, dass die Vorinstanz die Klage der Beschwerdeführerin zu Recht abgewie-
sen hat. Damit erweist sich auch die Beschwerde als unbegründet und ist abzu-
weisen. 

13. Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerde-
verfahrens, bestehend aus den Gerichtskosten und einer Parteientschädigung, der 
unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Die Gerichtskosten für das Be-
schwerdeverfahren werden auf Fr. 3'000.00 (vgl. Art. 10 Abs. 1 der Verordnung 
über die Gerichtsgebühren in Zivilverfahren [VGZ; BR 320.210]) festgesetzt und 
werden mit dem von der Beschwerdeführerin geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe verrechnet. Die Parteientschädigung ist mangels Einreichung von Ho-
norarnoten nach richterlichem Ermessen festzusetzen, wobei aufgrund der sich 
stellenden Sach- und Rechtsfragen sowie aufgrund der eingereichten Rechts-
schrift eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 2‘000.00 inklusive Spesen 
und Mehrwertsteuer als angemessen erscheint. 

Seite  19 — 19

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 3'000.00 gehen zu Lasten 
der Beschwerdeführerin und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvor-
schuss in gleicher Höhe verrechnet.

3. Aussergerichtlich hat die Beschwerdeführerin die Beschwerdegegner für 
das Beschwerdeverfahren mit Fr. 2'000.00 (inkl. Spesen und Mehrwert-
steuer) zu entschädigen.

4. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.– betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-
desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

5. Mitteilung an: