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**Case Identifier:** c3614061-535e-5ccf-8c72-99cc7a2604f1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-24
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 24.02.2016 810 15 170
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-15-170_2016-02-24.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 24. Februar 2016 (810 15 170) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht  

 

 

Gesetzliche Nachzugsfristen / Nachträglicher Familiennachzug  

 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Claude  

Jeanneret, Markus Clausen, Christian Haidlauf, Niklaus Ruckstuhl, 
Gerichtsschreiber Sandro Jaisli 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advokat 
 
B.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch C.____ und D.____, 
diese wiederum vertreten durch Dr. Nicolas Roulet, Advokat 
 
 

 gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal, Be-
schwerdegegner 
 
 

Betreff Gesuch um Familiennachzug (RRB Nr. 933 vom 9. Juni 2015) 
 
 
 
A. Der mazedonische Staatsangehörige C.____ (geb. 1964) reiste am 27. Mai 2000 auf-
grund seiner Heirat mit der Schweizerin E.____ im Rahmen des Familiennachzuges in die 
Schweiz ein. Im Mai 2005 erhielt C.____ die Niederlassungsbewilligung und im Januar 2006 
erfolgte die Scheidung der Ehegatten. Am 25. Juni 2013 heiratete C.____ die 1964 geborene 
mazedonische Staatsangehörige D.____ (Ehefrau), mit welcher er bereits zwischen 1987 und 
1999 verheiratet gewesen war.  

 

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Mit ihr hat er vier Kinder: F.____ (geboren 1987), G.____ (geboren 1988), A.____ (geboren 
1996) und B.____ (geboren 2007). Mit Gesuch um Einreisebewilligung für Familienangehörige 
vom 12. November 2013 beantragte C.____ beim Amt für Migration des Kantons Basel-
Landschaft (AfM) den Familiennachzug für seine Ehefrau sowie für die beiden jüngsten Kinder 
A.____ und B.____. Faktisch befanden sich die Ehefrau und die beiden Kinder, welche illegal in 
die Schweiz einreisten, im damaligen Zeitpunkt dagegen bereits in der Schweiz, wo sie sich 
seither unerlaubt aufhalten. Mit Schreiben vom 9. Dezember 2013 stellte das AfM C.____ ver-
schiedene Fragen im Zusammenhang mit dem Familiennachzug und wies ihn darauf hin, dass 
die gesetzlichen Nachzugsfristen für die Kinder abgelaufen seien. Mit Schreiben vom 20. De-
zember 2013 hielt C.____ am Familiennachzugsgesuch fest.  
 
B. Mit Schreiben vom 28. Oktober 2014 lehnte das AfM das Gesuch um Familiennachzug 
für A.____ und B.____ ab und bat C.____ gleichzeitig um Auskunft, ob unter diesen Umständen 
am Gesuch für den Nachzug der Ehefrau festgehalten werde. Mit Schreiben vom 10. Dezember 
2014 teilte C.____, vertreten durch Eduard Schoch, Rechtsanwalt in Dornach, dem AfM mit, 
dass an allen Familiennachzugsgesuchen festgehalten werde und ersuchte das AfM, die Gesu-
che zu bewilligen. Eventualiter wurde um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung ersucht. 
Daraufhin wurde die Ehefrau am 10. Februar 2015 persönlich durch das AfM befragt. Mit Verfü-
gung vom 18. Februar 2015 verweigerte das AfM die nachgesuchte Einreise- bzw. Aufenthalts-
bewilligung für A.____ und B.____ und verfügte deren Ausreise bis spätestens am 18. März 
2015. Die Verfügung wurde im Wesentlichen damit begründet, dass die gesetzlichen Nachzugs-
fristen abgelaufen seien und dass keine wichtigen Gründe für einen nachträglichen Familien-
nachzug vorlägen. Gemäss Auskunft des AfM wurde das Familiennachzugsgesuch bezüglich 
der Ehefrau seither nicht mehr weiterbehandelt. Die Ehefrau hält sich nach wie vor unerlaubt 
ohne gültigen Rechtstitel in der Schweiz auf.   
 
C. Die von A.____ und B.____, nach wie vor vertreten durch Eduard Schoch, Rechtsan-
walt, gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-
Landschaft (Regierungsrat) mit Regierungsratsbeschluss Nr. 0933 vom 9. Juni 2015 (RRB) ab 
und hielt fest, dass die Beschwerdeführer die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach Rechtskraft 
des RRB zu verlassen haben. Begründet wurde dieser Entscheid im Wesentlichen damit, dass 
für beide Kinder die gesetzlichen Nachzugsfristen abgelaufen seien und dass keine wichtigen 
familiären Gründe für einen nachträglichen Familiennachzug vorlägen.  
 
D. Dagegen erhoben A.____ und B.____, beide nach wie vor vertreten durch Eduard 
Schoch, mit Eingabe vom 18. Juni 2015 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, 
Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht) und beantragten eine Frister-
streckung zur Beschwerdebegründung. Mit Eingabe vom 6. Juli 2015 zeigte Nicolas Roulet, 
Advokat in Basel, dem Kantonsgericht an, dass neu er die Interessen der Beschwerdeführer 
vertrete. 
 
E. Mit Beschwerdebegründung vom 19. August 2015 beantragten die Beschwerdeführer, 
nunmehr vertreten durch Nicolas Roulet, unter o/e-Kostenfolge: Es sei der Entscheid des Be-
schwerdegegners vom 9. Juni 2015 vollumfänglich aufzuheben (Ziff. 1). Dementsprechend sei 

 

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den Beschwerdeführern der Aufenthalt im Kanton Basel-Landschaft zu bewilligen und von einer 
Wegweisung abzusehen, eventualiter sei die Angelegenheit zur neuen Entscheidung im Sinne 
der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. 2). Zur Begründung hielten die Be-
schwerdeführer im Wesentlichen fest, dass die gesetzlichen Nachzugsfristen bezüglich der Be-
schwerdeführerin nicht abgelaufen seien, weshalb sich diese darauf berufen könne. Unabhän-
gig davon seien sowohl hinsichtlich des Beschwerdeführers als auch hinsichtlich der Beschwer-
deführerin wichtige familiäre Gründe gegeben, weshalb der nachträgliche Familiennachzug zu 
gewähren sei.  
 
F. Mit Schreiben vom 18. September 2015 liess sich der Beschwerdegegner mit dem An-
trag, die Beschwerde sei unter o/e-Kostenfolge abzuweisen, vernehmen. An den Ausführungen 
im RRB vom 9. Juni 2015 werde vollumfänglich festgehalten. 
 
G. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den 
Urteilserwägungen eingegangen.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrats die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Die Be-
schwerdeführer sind als Adressaten vom angefochtenen Beschluss berührt und haben ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Da auch die übrigen formellen Voraussetzun-
gen erfüllt sind und sowohl die örtliche als auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsge-
richts gegeben sind, kann auf die vorliegende Beschwerde eingetreten werden.  
 
2. Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
3. Streitgegenstand bildet vorliegend die Frage, ob das Gesuch um Familiennachzug zu 
Recht nicht bewilligt wurde, respektive die Wegweisung der Beschwerdeführer aus der Schweiz 
zu Recht erfolgte. 
 
4.1 Eine ausländische Person ist zur Anwesenheit in der Schweiz berechtigt, wenn sie eine 
Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung besitzt oder wenn sie keiner solchen bedarf 
(Art. 10 und 11 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom  
16. Dezember 2005, vgl. auch Art. 2 AuG). Die zuständige kantonale Behörde entscheidet ge-
mäss Art. 18 ff. und 27 ff. AuG – im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und Verträge mit 
dem Ausland – nach freiem Ermessen über die Zulassung zu einem Aufenthalt mit oder ohne 
Erwerbstätigkeit. Die ausländische Person hat somit grundsätzlich keinen Rechtsanspruch auf 

 

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die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, das AuG oder völkerrechtliche Verpflich-
tungen sehen einen solchen vor (BGE 133 I 189 E. 2.3; PETER UEBERSAX in: Peter Uebersax/ 
Beat Rudin/Thomas Hugi Yar/Thomas Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009,  
N 7.84 ff.). Im vorliegenden Fall ist festzuhalten, dass zwischen der Schweiz und Mazedonien 
keine staatsvertragliche Vereinbarung besteht, welche den Beschwerdeführern einen Anspruch 
auf Aufenthalt in der Schweiz einräumt.  
 
4.2 Für die Feststellung des Sachverhalts gilt im Verwaltungsverfahren zwar grundsätzlich 
die Untersuchungsmaxime. Diese wird jedoch relativiert durch die Mitwirkungspflicht der Partei-
en. Die Mitwirkungspflicht gilt gerade für solche Tatsachen, welche die Parteien besser kennen 
als die Behörden und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem 
Aufwand erheben können. Art. 90 AuG konkretisiert diese Mitwirkungspflicht für den Bereich 
des Ausländerrechts. Danach sind die Ausländerinnen und Ausländer sowie an Verfahren nach 
diesem Gesetz beteiligte Dritte verpflichtet, an der Feststellung des für die Anwendung dieses 
Gesetzes massgebenden Sachverhalts mitzuwirken. Sie müssen insbesondere: (a.) zutreffende 
und vollständige Angaben über die für die Regelung des Aufenthalts wesentlichen Tatsachen 
machen, (b.) die erforderlichen Beweismittel unverzüglich einreichen oder sich darum bemühen, 
sie innerhalb einer angemessenen Frist zu beschaffen und (c.) Ausweispapiere beschaffen oder 
bei deren Beschaffung durch die Behörden mitwirken.  
 
5.1 Der ausländerrechtliche Familiennachzug ist in den Art. 42 ff. AuG geregelt. Gemäss 
Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten und ledige Kindern unter 18 Jahren von Per-
sonen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufent-
haltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Der Rechtsanspruch auf Erteilung 
oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung erfasst nur die Kernfamilie. Neben den ausländi-
schen Ehegatten haben also auch ledige ausländische Kinder unter 18 Jahren von niedergelas-
senen Ausländerinnen und Ausländern einen Anspruch.  
 
5.2 Die Nachzugsfristen gemäss Art. 47 Abs. 1 AuG beginnen bei Familienangehörigen 
von Ausländern mit der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der 
Entstehung des Familienverhältnisses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG; Ziffer 6.10.2 der Weisungen 
und Erläuterungen Ausländerbereich des Staatssekretariats für Migration (Stand: 6. Januar 
2016, AuG-Weisungen)). Innert dieser Frist muss das Gesuch eingereicht werden (Art. 73  
Abs. 1 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [VZAE] vom 24. Okto-
ber 2007). Ein nachträglicher Familiennachzug wird nur bewilligt, wenn wichtige familiäre Grün-
de geltend gemacht werden (Art. 47 Abs. 4 AuG und Art. 75 VZAE). Die in Art. 47 AuG enthal-
tenen Altersbeschränkungen und Fristen für den Familiennachzug dienen der frühzeitigen In-
tegration und sind auch mit der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreihei-
ten (EMRK) vom 4. November 1950 vereinbar (Urteil des Bundesgerichts 2C_303/2014 vom 
20. Februar 2015 E. 4.2 mit Verweis auf BGE 137 I 284 E. 2.4-2.6). Sie sollen aber auch 
Rechtsmissbräuche vereiteln, indem verhindert werden soll, dass Kinder erst kurz vor Erreichen 
des erwerbsfähigen Alters nachgezogen werden (MARTINA CARONI, Bundesgesetz über die Aus-
länderinnen und Ausländer, in: Martina Caroni/Thomas Gächter/Daniela Thurnherr [Hrsg.], Bern 
2010, Art. 47 Rz 2).  

 

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5.3 Nach Art. 47 Abs. 1 AuG muss der Anspruch auf Familiennachzug innerhalb von fünf 
Jahren geltend gemacht werden. Für Kinder über 12 Jahren beträgt die Nachzugsfrist indes 
lediglich zwölf Monate. Massgeblicher Zeitpunkt für die Bestimmung des Nachzugsalters ist der 
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (Urteil des Bundesgerichts 2C_1014/2014 vom 21. Januar 
2016 E. 2). Besteht das Familienverhältnis bereits, beginnt der Fristenlauf mit der Erteilung der 
Niederlassungsbewilligung an das nachziehende Familienmitglied zu laufen. In dieser Situation 
spielt es keine Rolle, wie lange das Familienverhältnis bereits besteht. Die Nachzugsfrist be-
ginnt im Moment der Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Der Fristenlauf setzt hingegen 
mit Entstehen des Familienverhältnisses ein, wenn im Zeitpunkt der Erteilung der Niederlas-
sungsbewilligung an den in der Schweiz lebenden Elternteil das Familienverhältnis noch nicht 
begründet war. Der Zeitpunkt der Entstehung des Familienverhältnisses ist dabei entweder der 
Zeitpunkt des Eheschlusses oder der Begründung des Kindesverhältnisses durch Geburt, An-
erkennung, Gerichtsurteil oder Adoption (MARTINA CARONI, a.a.O., Art. 47 Rz 16 f.). Gemäss der 
Übergangsbestimmung von Art. 126 Abs. 3 AuG beginnt der Fristenlauf für den Familiennach-
zug nach Art. 47 Abs. 1 AuG mit Inkrafttreten des AuG – also ab dem 1. Januar 2008 – zu lau-
fen, wenn die Einreise zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgt oder das Familienverhältnis bereits 
entstanden ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_1014/2014 vom 21. Januar 2016 E. 2; AuG-
Weisungen, Ziff. 6.10.3). 
 
5.4 Hinsichtlich des Beschwerdeführers sind die gesetzlichen Nachzugsfristen offensicht-
lich abgelaufen, was die Beschwerdeführer auch anerkennen (vgl. Beschwerdebegründung 
vom 19. August 2015, S. 5, Rz 10).  
 
5.5.1 Betreffend die Beschwerdeführerin, welche am 4. Juni 2007 geboren wurde, führen die 
Beschwerdeführer aus, dass deren Eltern im Zeitpunkt der Geburt der Beschwerdeführerin nicht 
verheiratet waren. Es sei nicht das biologische, sondern das rechtliche Verhältnis zum Vater 
massgebend. Es müsse deshalb davon ausgegangen werden, dass ein rechtlich bindendes 
Familienverhältnis zwischen dem Vater und der Beschwerdeführerin erst mit der erneuten Hei-
rat entstanden sei. Mangels väterlicher Anerkennung der Tochter habe die gesetzliche Nach-
zugsfrist daher erst am 25. Juni 2013 zu laufen begonnen, weshalb sich die Beschwerdeführe-
rin ohne weiteres auf ihren Anspruch aus Art. 43 Abs. 1 AuG berufen könne.  
 
5.5.2 Aus dem Schreiben des Beschwerdegegners vom 23. September 2015 geht dagegen 
hervor, dass das Familienverhältnis der Beschwerdeführerin zu ihrem Vater bereits am 
24. Dezember 2007 durch Kindsanerkennung entstanden ist. Damit haben die gesetzlichen 
Nachzugsfristen gemäss Art. 47 Abs. 1 AuG gestützt auf Art. 126 Abs. 3 AuG spätestens am  
1. Januar 2008 zu laufen begonnen, womit diese auch hinsichtlich der Beschwerdeführerin im 
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (12. November 2013) abgelaufen waren.  
 
6.1 Im Folgenden bleibt zu prüfen, ob die Voraussetzungen für einen nachträglichen Fami-
liennachzug im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG bzw. Art. 75 VZAE vorliegen. 
 

 

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6.2 Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass die Vorausset-
zungen für einen nachträglichen Familiennachzug nicht gegeben seien, da kein wichtiger famili-
ärer Grund gemäss Art. 47 Abs. 4 AuG vorliege. In Anlehnung an die bundesgerichtliche Recht-
sprechung stelle der Umstand, dass der bisher betreuende Elternteil in die Schweiz ziehe, für 
sich alleine gerade keinen wichtigen familiären Grund für den nachträglichen Familiennachzug 
dar, da sonst die gesetzlichen Nachzugsfristen immer umgangen werden könnten. Vielmehr 
bedürfe es einer Gesamtschau sämtlicher Umstände. Da die heutige Situation zudem nur unter 
Umgehung der gesetzlichen Bestimmungen zustande gekommen sei, sei es den Beschwerde-
führern im Übrigen nicht möglich, aus ihrem illegalen Aufenthalt in der Schweiz und der dabei 
bereits erfolgten teilweisen Integration Vorteile für sich abzuleiten. Schliesslich läge auch kein 
persönlicher Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG vor.  
 
6.3 Die Beschwerdeführer bringen dagegen im Wesentlichen vor, dass hinsichtlich des 
Beschwerdeführers wichtige familiäre Gründe vorlägen, weshalb für ihn der nachträgliche Fami-
liennachzug zu gewähren sei. Das Kindeswohl werde nicht von vornherein besser geschützt, 
wenn ein Jugendlicher in seiner angestammten Heimat verbleiben könne. Vorliegend sei der 
Wegzug des bis anhin betreuenden Elternteils und der jüngeren Schwester genauso einschnei-
dend wie das Verlassen der angestammten Heimat. Zudem seien die Grosseltern mütterlicher-
seits, zu denen der Beschwerdeführer ein besseres Verhältnis gehabt habe als zu den Grossel-
tern väterlicherseits, beide verstorben. Auch könne von den knapp zehn Jahre älteren Ge-
schwistern nicht ohne weiteres verlangt werden, dass sich diese um ihren jüngeren Bruder 
kümmern. Entgegen der Ansicht des Bundesgerichts sei die Beurteilung der Voraussetzung 
eines "wichtigen familiären Grundes" nicht aufgrund objektiver Kriterien, sondern immer von der 
Warte der betroffenen Familie aus vorzunehmen. Vor der Heirat und dem Stellen der Nach-
zugsgesuche habe der Vater zuerst die finanzielle Basis für den Verbleib der Gesamtfamilie in 
der Schweiz sichern wollen. Diese Vorgehensweise berücksichtige sehr vorausschauend und 
fürsorglich das Kindeswohl der Beschwerdeführer und decke sich auch mit dem öffentlichen 
Interesse, dass Ausländer in der Schweiz wirtschaftlich selbständig sein sollen. Art. 47 Abs. 4 
AuG müsse zudem den Schutz des Familienlebens (insb. den Schutzaspekt der Einheit der 
Familie) im Sinne von Art. 8 EMRK berücksichtigen. Die rigide Einhaltung von Nachzugsfristen 
und die enge Auslegung der wichtigen Gründe im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG verletze Art. 8 
Ziff. 2 EMRK. Eine Gesamtschau sämtlicher Umstände ergebe zudem, dass die Wegweisung 
der Beschwerdeführer unverhältnismässig sei. Im Zeitpunkt der Wegweisungsverfügung hätten 
sich die Beschwerdeführer bereits über eineinhalb Jahre in der Schweiz aufgehalten. Durch die 
lange Verfahrensdauer seien für die Beschwerdeführer Fakten geschaffen worden, welche ins-
besondere auf emotionaler Ebene nicht wieder ohne weiteres umkehrbar seien. Die Beschwer-
deführerin habe zu diesem Zeitpunkt bereits ein Jahr Kindergarten absolviert und sei in die Pri-
marschule übergetreten. Zudem würde die Wegweisung das Zusammenleben der Ehegatten 
verunmöglichen. 
 
6.4 Wichtige familiäre Gründe für den nachträglichen Familiennachzug liegen gemäss  
Art. 47 Abs. 4 AuG und Art. 75 VZAE vor, wenn das Kindswohl schwergewichtig nur durch ei-
nen Nachzug in die Schweiz sachgerecht gewahrt werden kann. Dies kann etwa der Fall sein, 
wenn bei Kindern die weiterhin erforderliche Betreuung im Herkunftsland zufolge Tod oder Er-

 

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krankung der betreuenden Person nicht mehr gewährleistet ist (Botschaft zum Bundesgesetz 
über die Ausländerinnen und Ausländer vom 8. März 2002, Bundesblatt [BBl] 2002, S. 3794). 
Dabei ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht ausschliesslich auf das Kindes-
wohl abzustellen; es bedarf vielmehr einer Gesamtschau unter Berücksichtigung aller relevan-
ten Momente im Einzelfall (Urteil des Bundesgerichts 2C_174/2012 vom 22. Oktober 2012 
E. 4.1; AuG-Weisungen, Ziff. 6.10.4). Dabei ist dem Sinn und Zweck der Fristenregelung, wel-
che die Integration der Kinder erleichtern will, Rechnung zu tragen, indem diese durch einen 
frühzeitigen Nachzug unter anderem auch eine möglichst umfassende Schulbildung in der 
Schweiz geniessen sollen. Zudem geht es darum, Nachzugsgesuchen entgegenzuwirken, die 
rechtsmissbräuchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbstätigen Alters gestellt werden und bei 
denen die erleichterte Zulassung zur Erwerbstätigkeit und nicht (mehr) die Bildung einer echten 
Familiengemeinschaft im Vordergrund steht (Botschaft zum Bundesgesetz über die Auslände-
rinnen und Ausländer vom 8. März 2002, BBl 2002 S. 3754 f.). Die Bewilligung des Nachzugs 
nach Ablauf der Fristen hat nach dem Willen des Gesetzgebers die Ausnahme zu bleiben; da-
bei ist Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG bzw. Art. 75 VZAE jeweils aber dennoch so zu handhaben, 
dass der Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 der Bundes-
verfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) vom 18. April 1999 nicht verletzt wird 
(Urteil des Bundesgerichts 2C_97/2013 vom 26. August 2013 E. 2.3).  
 
6.5 Der Gesetzgeber wollte mit dem Ausländergesetz keinen jederzeitigen Nachzug der 
Gesamtfamilie mehr zulassen, weshalb er Nachzugsfristen vorsah und dabei sogar unter-
schiedliche Fristen für Kinder einführte. Um die Fristenregelung nicht ihres Sinnes zu entleeren, 
hat die Bewilligung des nachträglichen Familiennachzuges die Ausnahme zu bleiben. Das Bun-
desgericht ist der Ansicht, dass die Fünfjahresfrist durchaus auch die Funktion der Einwande-
rungsbegrenzung hat: Wie aus der parlamentarischen Debatte zum Gesetz klar hervorgeht, ist 
die ganze Regelung des Familiennachzugs ein Kompromiss zwischen den konträren Anliegen, 
das Familienleben zu ermöglichen und die Einwanderung zu begrenzen (AB 2004 N 739 ff., 
2005 S. 305 ff.), was auch ein legitimes Interesse ist, um im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK das 
Recht auf Familienleben einzuschränken (BGE 137 I 247 E. 4.1.2; 137 I 284 E. 2.1; Urteil des 
Bundesgerichts 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 4.1). Art. 43 AuG will grundsätzlich den 
Niedergelassenen das gemeinsame Familienleben in der Schweiz ermöglichen. Wenn aber 
eine Familie freiwillig jahrelang getrennt gelebt hat, dann dokumentiert sie damit, dass ihr an 
einem gemeinsamen Familienleben nicht sehr viel liegt, so dass das Interesse an der Einwan-
derungsbeschränkung überwiegt, solange nicht wichtige familiäre Gründe etwas anderes nahe-
legen (Urteil des Bundesgerichts 2C_1014/2014 vom 21. Januar 2016 E. 2; Urteil des Bundes-
gerichts 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 4.1). Ein nachträglicher Nachzug kommt somit nicht 
in Betracht, wenn der Nachzugswillige die Einhaltung von Fristen, die ihm die Zusammenfüh-
rung der Familie ermöglicht hätte, versäumt hat und keine gewichtigen Gründe geltend macht, 
um erst später einen derartigen Nachzug zu beantragen (Urteil des Bundesgerichts 
2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 3.1).  
 
6.6 Was den Zeitpunkt für die Beurteilung der wichtigen familiären Gründe betrifft, ist auf 
den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen. Ausländerinnen und Ausländer sind nach 
Art. 17 AuG verpflichtet, den Entscheid im Ausland abzuwarten (Urteil des Bundesgerichts 

 

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2C_743/2008 vom 15. Oktober 2008 E. 2). Das Bundesgericht hat einen durch Missachtung der 
Ausreisepflicht nach Ablauf des Besuchsvisums herbeigeführten Zustand ausdrücklich als un-
beachtlich bezeichnet, zumal die Behörden ansonsten vor vollendete Tatsachen gestellt werden 
könnten und der sich rechtskonform verhaltende Ausländer benachteiligt werden könnte (BGE 
129 II 249 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 2C_1014/2014 vom 21. Januar 2016 E. 1.3). Zu-
dem könnten die ausländerrechtlichen Bestimmungen durch das Schaffen von Fakten stets 
umgangen werden, was zu einem Leerlauf der gesetzlichen Nachzugsfristen führen würde. 
Gleiches muss auch für Ausländerinnen und Ausländer gelten, die von Anfang an illegal in die 
Schweiz eingereist sind.  
 
6.7 Das Bundesgericht hält in konstanter Rechtsprechung weiter fest, dass allein der Um-
stand, dass der bisher betreuende Elternteil in die Schweiz zieht, für sich allein keinen wichtigen 
familiären Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG darstellt (Urteil des Bundesgerichts 
2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 3.1; AuG-Weisungen, Ziff. 6.10.4). Daran ändert nichts, 
dass sich die Ehefrau und Kindsmutter im Falle ihrer Einreise selber grundsätzlich ebenfalls auf 
die Nachzugsfristen nach Art. 47 AuG oder Art. 73 VZAE berufen könnte. Denn bei der vorlie-
genden Konstellation wäre nicht davon auszugehen, dass dann neue Fristen für die gemeinsa-
men Kinder zu laufen beginnen. Wollte man das Gegenteil annehmen, würden die Fristbestim-
mungen, die zur baldigen Einschulung in der Schweiz und damit zur besseren Integration einen 
frühest möglichen Nachzug fordern, ausgehöhlt. Eltern, die zusammenleben beziehungsweise 
das Zusammenwohnen beabsichtigen, sind insoweit als Einheit zu betrachten, so dass sich die 
Mutter die vom Vater bereits versäumten Fristen entgegenhalten lassen muss (Urteil des Bun-
desgerichts 2C_205/2011 vom 3. Oktober 2011 E. 4.5). 
 
6.8 Vorliegend waren die Eltern bereits zwischen 1987 und 1999 verheiratet. In dieser Zeit 
kam auch der Beschwerdeführer zur Welt. Anschliessend zog der Vater in die Schweiz und hei-
ratete am 27. Mai 2000 eine Schweizerin. Nachdem der Vater im Mai 2005 die Niederlassungs-
bewilligung erhalten hatte, erfolgte im Januar 2006 die Scheidung. Am 4. Juni 2007 wurde die 
Beschwerdeführerin geboren, welche am 24. Dezember 2007 durch den Vater anerkannt wurde 
(vgl. E. 5.5.2 hiervor). Trotzdem haben sich die Eltern der Beschwerdeführer bewusst dazu ent-
schieden, die Kinder in ihrem Heimatland Mazedonien aufwachsen zu lassen. Erst als die Eltern 
am 25. Juni 2013 erneut heirateten, stellte der Vater mit Antrag vom 12. November 2013 ein 
Gesuch um Familiennachzug für seine Ehefrau sowie die Beschwerdeführer. Da die Beschwer-
deführerin am 4. Juni 2007 zur Welt kam, müssen die Eltern faktisch ihre Beziehung bereits im 
Jahr 2006 wieder aufgenommen haben. Dies geht auch aus dem Einschreiben vom 20. De-
zember 2013 hervor, in welchem die Eltern angeben, seit dem Jahr 2006 wieder ein Paar zu 
sein. Bis zum Familiennachzugsgesuch hat die Familie damit über sieben Jahre bewusst ge-
trennt gelebt. Ob stichhaltige Gründe eine Änderung der Betreuungsverhältnisse notwendig 
machen, darf nicht leichthin bejaht werden. Insoweit gelten hohe Darlegungs- und Beweisanfor-
derungen. Diese sind – auch mit Blick auf etwaige Integrationsprobleme im Inland – umso hö-
her, je älter die Kinder sind und je länger sie von dem in der Schweiz lebenden Elternteil ge-
trennt gelebt sowie ihre Schulzeit in ihrem Heimatland verbracht haben (vgl. zum Ganzen: Urteil 
des Bundesgerichts 2C_114/2007 vom 21. September 2007 E. 4.1). 
 

 

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Es gelingt den Beschwerdeführern unter Verweis auf ihre Mitwirkungspflicht nicht, aufzuzeigen, 
dass im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung wichtige familiäre Gründe im Sinne von Art. 47  
Abs. 4 AuG vorgelegen haben. Insbesondere wurde nicht ausreichend dargelegt, inwiefern im 
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (in welchem die Beschwerdeführer nach wie vor in ihrem 
Heimatland hätten sein sollen) wichtige familiäre Gründe aufgrund einer grundlegenden Verän-
derung der Betreuungssituation der Kinder hätten vorliegen sollen. Durch das lange Getrenntle-
ben der Familie haben die Eltern entschieden und akzeptiert, die entsprechenden familiären 
Beziehungen – und zwar sowohl zwischen den Ehegatten als auch zwischen dem Vater und 
den Kindern – nur besuchsweise und damit eingeschränkt leben zu können. Darüber hinaus 
haben sich die Eltern auch bewusst dafür entschieden, ihre Kinder in ihrem Heimatland auf-
wachsen zu lassen. Aus der nunmehr hier in der Schweiz durch den illegalen Aufenthalt erfolg-
ten Integration können die Beschwerdeführer nichts zu ihren Gunsten ableiten, da ansonsten 
die gesetzlichen Nachzugsfristen und der gesetzgeberische Wille dahinter leerlaufen würden. 
Die von den Beschwerdeführern geltend gemachte betreuungslose Situation in Mazedonien 
wurde durch die Beschwerdeführer, respektive deren Eltern selbst geschaffen. Dies stellt ge-
mäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keinen wichtigen Familiären Grund im Sinne von  
Art. 47 Abs. 4 AuG dar.  
 
6.9 Durch die erneute Heirat vom 25. Juni 2013 hat die Mutter der Beschwerdeführer 
grundsätzlich einen Anspruch auf Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung, der auch rechtzeitig gel-
tend gemacht wurde. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung stellt dagegen der Nachzug 
des bisher betreuenden Elternteils von gemeinsamen Kindern für sich allein keinen wichtigen 
familiären Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG dar. Auf der anderen Seite scheint klar, dass 
es der Mutter einer (im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung) sechs jährigen Tochter nicht zuge-
mutet werden kann, ihre Kinder im Heimatland zurückzulassen. Auch wenn diese Konstellation 
positivrechtlich nicht ausdrücklich geregelt ist, kann im Hinblick auf die klaren Bestimmungen 
der gesetzlichen Nachzugsfristen und dem dahinterstehenden Sinn und Zweck des Gesetzes 
nicht von einer Gesetzeslücke ausgegangen werden. Zudem ist das Bundesgericht der Ansicht, 
dass die gesetzlichen Nachzugsfristen durchaus auch die Funktion der Einwanderungsbegren-
zung haben: Die ganze Regelung des Familiennachzugs ist ein Kompromiss zwischen den 
konträren Anliegen, das Familienleben zu ermöglichen und die Einwanderung zu begrenzen, 
was auch ein legitimes Interesse ist, um im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK das Recht auf Fami-
lienleben einzuschränken (BGE 137 I 247 E. 4.1.2). Insofern müssen sich die Eltern ihre Ent-
scheidung, das Familienleben über lange Zeit getrennt zu leben, respektive ihre Kinder in ihrem 
Heimatland aufwachsen zu lassen, entgegenhalten lassen. Im Zeitpunkt der Gesuchseinrei-
chung ist nicht ersichtlich, inwiefern das Kindeswohl der Beschwerdeführer wichtige familiäre 
Gründe hätte begründen sollen. Es ist insbesondere nicht hinreichend aufgezeigt worden, wes-
halb ihre bisherige Betreuungssituation in Mazedonien durch die Mutter nicht mehr möglich  
oder zumutbar gewesen sein soll.  
 
7.1 Auch wenn eine Rückkehr in ihr Heimatland für die Beschwerdeführer nicht einfach 
sein wird, so ist die Ablehnung des Gesuchs um Familiennachzug dennoch verhältnismässig 
und stellt insbesondere keinen Härtefall dar. Zuerst ist festzuhalten, dass die Beschwerdefüh-
rer, respektive ihre Eltern die heutige Situation selber durch unerlaubtes Faktenschaffen her-

 

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

beigeführt haben. Aufgrund der Mitwirkungs- und Informationspflicht von Ausländerinnen und 
Ausländern nach Art. 90 AuG müssen sich die Betroffenen auch über die Konsequenzen im 
Falle der Gesetzesumgehung bewusst sein und sich diese Kenntnis anrechnen lassen. Was die 
konkrete Situation der Beschwerdeführer betrifft, ist folgendes festzuhalten: 
 
7.2 Der heute knapp zwanzigjährige Beschwerdeführer verfügt weder über einen Schul- 
noch Lehrabschluss und kann in diesem Sinne keinesfalls als unentbehrliche Arbeitskraft be-
zeichnet werden. Gemäss den Akten arbeite er bei seinem Vater in einer Autogarage. Mangels 
weiterer Angaben kann dagegen nicht von einer beruflichen Integration in den hiesigen Ar-
beitsmarkt ausgegangen werden. Der heute erwachsene, ledige, junge und gesunde Be-
schwerdeführer hat seine gesamte Kindheit und einen Grossteil seiner Jugend in seinem Hei-
matland verbracht, wo er auch integriert ist. Zudem wird der Beschwerdeführer von den hier 
erworbenen Sprachkenntnissen und Erfahrungen beim Aufbau einer neuen Existenz in Maze-
donien profitieren können. Auch die heute knapp neunjährige Beschwerdeführerin hat einen 
beträchtlichen Teil ihrer Kindheit in Mazedonien verbracht, wo sie sprachlich und kulturell nach 
wie vor integriert ist. Durch den illegalen Aufenthalt in der Schweiz wurde zwar ein Integrations-
prozess ausgelöst, doch befindet sie sich noch in den ersten Primarstufen. Auf diesem schuli-
schen Niveau ist ein erneuter Wechsel in ihr ursprüngliches Heimatland, wo sie aufgewachsen 
ist und dessen Sprache sie beherrscht, auch für die junge Beschwerdeführerin zumutbar und 
stellt unter den ausgeführten Umständen keinen Härtefall im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG 
dar. Schliesslich ist festzuhalten, dass der Rest der Familie der Beschwerdeführer (und zwar 
sowohl die beiden älteren Geschwister als auch die Grosseltern) nach wie vor in Mazedonien 
lebt.  
 
8. Zusammengefasst ist festzuhalten, dass das AfM das Gesuch um Einreisebewilligung 
für Familienangehörige vom 12. November 2013 zu Recht nicht bewilligt hatte. Die Beschwerde 
ist vollumfänglich abzuweisen.  
 
9.1 Es bleibt über die Kosten zu entscheiden.  
 
9.2 Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der 
Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). An-
gesichts des Ausgangs des Verfahrens sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- 
den Beschwerdeführern aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 1'400.-- zu verrechnen.  
 
9.3 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann gestützt auf § 21 Abs. 1 VPO für den 
Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten 
der Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zuge-
sprochen (§ 21 Abs. 2 VPO), weshalb die Parteikosten wettzuschlagen sind. 
 
  

 

Seite 11 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Beschwerdeführer haben die Schweiz bis spätestens 30 Tage nach 

Rechtskraft des Urteils zu verlassen. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1'400.-- werden den Be-

schwerdeführern auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
der Höhe von Fr. 1'400.-- verrechnet. 

   
 4. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.  
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
 
 
 

 
 

 

 

 

 
Gegen diesen Entscheid wurde am 28. April 2016 Beschwerde beim Bundesgericht (Verfah-
rensnummer 2C_363/2016) erhoben.