# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 415117fd-4368-50d8-8f9e-36d38cc55655
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-23
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 23.06.2021 IV 2020/85
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-85_2021-06-23.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/85

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 20.12.2021

Entscheiddatum: 23.06.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 23.06.2021
Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten und 
Tabellenlohnabzug. Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens und der 
darin für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigten 80%igen 
Arbeitsfähigkeit bejaht. Umstände, die einen Abzug vom Tabellenlohn 
begründen verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. 
Gallen vom 23. Juni 2021, IV 2020/85).

Entscheid vom 23. Juni 2021

Besetzung

Präsidentin Miriam Lendfers, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Joachim Huber; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Geschäftsnr.

IV 2020/85

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Daniel Ehrenzeller, Engelgasse 214, 9053 Teufen,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

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Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ meldete sich am 5. Juni 2016 (richtig: 2017) zum Bezug von Leistungen bei 

der IV-Stelle des Kantons St. Gallen an (IV-act. 1). Der behandelnde Dr. med. B.___, 

Facharzt für Allgemeinmedizin, berichtete am 6. September 2017, der Versicherte leide 

an einem chronischen skelettomuskulären Schmerzsyndrom der Wirbelsäule, einem 

depressiven Syndrom mit psychophysischer Erschöpfung, rezidivierenden 

Schwindelattacken und einem Diabetes mellitus. Bezogen auf die angestammte 

Tätigkeit als Baggerführer sei er zu 100 % arbeitsunfähig (IV-act. 15). Im Bericht vom 

6. Oktober 2017 führte Dr. med. C.___, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, 

aus, der Versicherte stehe bei ihm seit 7. Februar 2017 wegen einer mittelgradigen 

depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11) in Behandlung. Im 

Dezember 2016 sei (zum zweiten Mal) seine Arbeitsstelle gekündigt worden (auf Ende 

Jahr, vgl. fremd-act. 2-11). Ab der Therapieaufnahme habe eine 100%ige und ab Juli 

2017 eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ab Dezember 2017 prognostizierte er 

eine solche von 50 % (IV-act. 22; vgl. auch den inhaltlich weitestgehend identischen 

Bericht vom 13. Juni 2017, in dem die depressive Episode jedoch als leicht- bis 

mittelgradig bezeichnet und keine Arbeitsfähigkeitsschätzungen abgegeben worden 

waren, IV-act. 17).

A.a. 

Am 6. Oktober 2017 erhielt die IV-Stelle das von Dr. med. D.___, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, im Auftrag des Krankentaggeldversicherers erstattete 

psychiatrische Gutachten vom 26. Juni 2017, welches auf einer persönlichen 

Untersuchung vom 22. Juni 2017 beruhte. Dr. D.___ hatte das Bestehen von 

medizinischen Diagnosen, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würden, 

verneint. Der Versicherte sei als Baggerführer voll arbeitsfähig. Ausschlaggebend und 

A.b. 

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«heilend» dürfte eine Wiederanstellung sein in einem Bauunternehmen, aber dazu 

müsse sich der Versicherte wieder bewerben und vom «Krankenstatus» wegkommen. 

Das heisse, die hauptkrankmachenden Elemente seien derzeit die Krankschreibung 

und die finanzielle Vergütung dafür. Zusammengefasst seien die Krankheitsausbrüche, 

die pünktlich mit einem (Arbeitsvertrags-)Kündigungstermin zusammengefallen seien, 

psychiatrisch nicht nachvollziehbar, nicht erklärbar und nicht glaubhaft (fremd-

act. 2-2 ff.). Der RAD-Arzt Dr. med. E.___, Facharzt für Chirurgie, hielt das Gutachten 

von Dr. D.___ für sachlich und fachlich höchst fundiert. Gestützt darauf sei von einer 

uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Versicherten auszugehen (Stellungnahme vom 

2. November 2017, IV-act. 24).

Mit Vorbescheid vom 22. November 2017 zeigte die IV-Stelle dem Versicherten die 

Abweisung des Gesuchs um berufliche Massnahmen und eine Rente an, da bei ihm 

kein Gesundheitsschaden vorliege, der die Arbeitsfähigkeit einschränke (IV-act. 29). 

Dagegen erhob der Versicherte am 6. Dezember 2017 Einwand (IV-act. 30), den er am 

7. Februar 2018 ergänzend begründete (IV-act. 34, zu den eingereichten 

Stellungnahmen von Dr. C.___ vom 21. Dezember 2017 und von Dr. B.___ vom 

31. Dezember 2017, worin sich diese kritisch zur Beurteilung von Dr. D.___ äusserten, 

siehe IV-act. 34-5 ff.).

A.c. 

Im Auftrag der IV-Stelle wurde der Versicherte am 30. Mai, 5. und 6. Juni 2018 in 

der asim, Academy of Swiss Insurance Medicine, Basel, polydisziplinär (internistisch, 

neuropsychologisch, psychiatrisch, orthopädisch und neurologisch) begutachtet. In der 

Konsensbeurteilung vom 3. September 2018 führten die asim-Sachverständigen als 

Diagnosen, denen sie Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit beimassen, auf: 1. ein 

chronisches diskogenes und spondylogenes Lumbalsyndrom ohne Hinweise auf eine 

radikuläre Ausstrahlung bei multisegmentaler moderater Spondylarthrose, 

Diskushernien und eng angelegtem Spinalkanal (ICD-10: M51.2/M47.86/M99.83); 

2. eine Omalgie rechts bei AC-Gelenksarthrose (ICD-10: M19.01); 3. einen chronischen 

Spannungskopfschmerz; 4. eine Osteochondrose und Spondylarthrose der HWS 

(ICD-10: M42.12/M47.82); 5. einen Verdacht auf eine chronische paroxysmale 

Hemikranie, DD: atypischer Gesichtsschmerz, und 6. eine nicht quantifizierbare 

neuropsychologische Störung auf Grund einer wahrscheinlichen Aggravation. Keine 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen sie u.a. der diagnostizierten 

A.d. 

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Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) und der 

diagnostizierten chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 

Faktoren (ICD-10: F45.41) zu. In den Untersuchungen hätten sich Inkonsistenzen und 

Hinweise auf eine Aggravation gezeigt. Die Entwicklung der Symptome sei plausibel, 

der Schweregrad sei aggraviert. Die Passivität des Versicherten sei krankheitsbedingt 

nicht vollständig, sondern eher mit Kränkung und Opferrolle zu begründen. Sowohl für 

die angestammte Tätigkeit als Maschinist/Baggerführer als auch für leidensangepasste 

Tätigkeiten verfüge der Versicherte über eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Diese 

Einschätzung gelte ab ca. Mitte 2017. Zwischen Januar und Herbst 2017 sei die 

Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorliegenden Unterlagen und anamnestischen Angaben 

nicht eindeutig festzulegen. Es sei davon auszugehen, dass direkt nach der Kündigung 

mehr psychisch bedingte Funktionseinschränkungen vorgelegen hätten, die zu einer 

30%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit geführt hätten. Seit ca. Herbst 2017 sei 

von der aktuell bescheinigten 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Ein erhöhter 

Pausenbedarf mit Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 20 % werde sowohl aus 

orthopädischer als auch neurologischer Sicht zuerkannt. Eine summative Wirkung 

bestehe nicht (IV-act. 48). Der RAD-Arzt Dr. E.___ vertrat in der Stellungnahme vom 

10. September 2018 den Standpunkt, dass das asim-Gutachten die 

versicherungsmedizinischen Anforderungen erfülle (IV-act. 49).

Mit Mitteilung vom 18. September 2018 wies die IV-Stelle das Gesuch um 

berufliche Massnahmen ab (IV-act. 51). Mit Vorbescheid vom 19. Oktober 2018 stellte 

sie dem Versicherten die Abweisung des Rentengesuchs in Aussicht (IV-act. 54), 

wogegen er am 12. Dezember 2018 Einwand erhob. Er beantragte, es sei ihm 

spätestens mit Wirkung ab Januar 2018 mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. 

Eventualiter seien weitere Abklärungen zu tätigen (IV-act. 60). Am 28. Mai 2019 

äusserten sich die asim-Sachverständigen zum Einwand des Versicherten. Aufgrund 

der dokumentierten Krankengeschichte, der anamnestischen Angaben sowie der 

fachgutachterlich lege artis erhobenen und gewürdigten Befunde sei davon 

auszugehen, dass die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der angestammten Tätigkeit 

aufgrund der Vibrationsexposition dauerhaft vollständig aufgehoben sei. Bezogen auf 

leidensangepasste Tätigkeiten sei weiterhin von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit 

A.e. 

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B.  

auszugehen (IV-act. 70). Der RAD-Arzt Dr. E.___ schloss sich dieser Beurteilung an 

(Stellungnahme vom 17. Juli 2019, IV-act. 71).

Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 3. Januar 2020 mit, dass sie an einer 

Abweisung des Rentengesuchs festhalte (IV-act. 75). Dieser ersuchte die IV-Stelle um 

eine Stellungnahme zum aufgrund der vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der 

angestammten Tätigkeit neu vorzunehmenden Einkommensvergleich. Zudem machte 

er Ausführungen zum Valideneinkommen und zur Höhe eines Tabellenlohnabzugs (IV-

act. 76). Die IV-Stelle antwortete, sie werde das vom Versicherten geltend gemachte 

Valideneinkommen (Fr. 80'743.--) übernehmen und zur Bestimmung des 

Invalideneinkommens den Hilfsarbeiterlohn gemäss der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) heranziehen. Ein Tabellenlohnabzug rechtfertige sich 

nicht, womit ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 34 % resultiere (IV-

act. 77). Hierzu nahm der Versicherte am 30. Januar 2020 Stellung und forderte, es sei 

zumindest ein 10%iger Tabellenlohnabzug zu gewähren. Unter dessen 

Berücksichtigung betrage der Invaliditätsgrad 41 %, was Anrecht auf eine Viertelsrente 

gebe (IV-act. 78). Am 23. März 2020 verfügte die IV-Stelle die Abweisung des 

Rentengesuchs (IV-act. 79).

A.f. 

Gegen die Verfügung vom 23. März 2020 erhob der Beschwerdeführer am 

30. April 2020 Beschwerde. Er beantragte, es sei ihm unter Aufhebung der 

angefochtenen Verfügung spätestens mit Wirkung ab Januar 2018 mindestens eine 

halbe IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei eine neue polydisziplinäre Begutachtung 

anzuordnen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung brachte er im 

Wesentlichen vor, die Beurteilungen des neuropsychologischen und des 

psychiatrischen asim-Sachverständigen seien mangelhaft. Die Bescheinigung einer 

über 50 % liegenden Arbeitsfähigkeit bezogen auf leidensangepasste Tätigkeiten sei 

unhaltbar. Des Weiteren forderte er bei der Ermittlung des Invalideneinkommens einen 

mindestens 10%igen Tabellenlohnabzug (act. G 1).

B.a. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 1. Juli 2020 

die Abweisung der Beschwerde und vertrat die Auffassung, dass die Arbeitsfähigkeits­

beurteilung der asim-Sachverständigen vollumfänglich überzeuge. Der vorgenommene 

B.b. 

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Erwägungen

1.

Zwischen den Parteien umstritten und nachfolgend zu prüfen ist der Rentenanspruch 

des Beschwerdeführers.

Einkommensvergleich, insbesondere die Verweigerung eines Tabellenlohnabzugs, sei 

zu Recht erfolgt (act. G 4).

In der Replik vom 8. September 2020 hielt der Beschwerdeführer unverändert an 

der Beschwerde fest (act. G 6).

B.c. 

Am 16. September 2020 teilte die IV-Stelle den Verzicht auf eine Duplik mit (act. 

G 8).

B.d. 

Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder 

die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 

Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 

40 % arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 

40 % invalid sind (lit. c). Als Invalidität gilt laut Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über 

den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht 

überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung 

1.2. 

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gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 

geworden wäre (Art. 16 ATSG i.V.m. Art. 28a Abs. 1 IVG).

Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die 

versicherte Person mindestens zu 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % 

besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad von 

mindestens 40 % ein Anspruch auf eine Viertelsrente.

1.3. 

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Hinsichtlich des Beweiswerts eines 

ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange 

umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 

Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 

begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a).

1.4. 

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2.

Zunächst ist zu prüfen, ob der Sachverhalt in medizinischer Hinsicht spruchreif 

abgeklärt wurde. Die Beschwerdegegnerin stützte die angefochtene Verfügung in 

medizinischer Hinsicht auf die Beurteilung der asim-Sachverständigen, die dem 

Beschwerdeführer als mangelhaft erscheint.

Der Beschwerdeführer bemängelte die vom neuropsychologischen asim-Sach­

verständigen vorgenommene Konsistenzbeurteilung (act. G 1, III. Rz 5 ff.). Von einem 

aggravatorischen Verhalten sei bei den somatischen Untersuchungen und bei der 

eigentlichen psychiatrischen Untersuchung keine Rede gewesen (act. G 1, III. Rz 13 am 

Schluss). Ausserdem erachtete der Beschwerdeführer die von den asim-

Sachverständigen bescheinigte 80%ige Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste 

Tätigkeiten als «völlig unrealistisch und überhöht». Die chronischen Schmerzen, die 

Wurzelkompression in der LWS, die Probleme in den Knien usw. würden das 

Leistungsvermögen erheblich einschränken. Das Schmerzgebaren sei anlässlich der 

Begutachtungstermine ohne weiteres feststellbar gewesen (act. G 1, III. Rz 13).

2.1. 

Die Behauptung des Beschwerdeführers, lediglich der neuropsychologische 

asim-Sachverständige sei von einem aggravatorischen Verhalten ausgegangen, erweist 

sich als aktenwidrig. So beschrieb der orthopädische asim-Gutachter nachvollziehbar, 

es sei zusätzlich zur Schmerzverdeutlichungstendenz «eine Inkonsistenz zwischen den 

beklagten, der Ausführung aufgeforderter Bewegungen (hier teilweise Verweigerung der 

Ausführung) und der flüssigen Bewegung im weiteren Untersuchungsverlauf sowie den 

zum Teil milden klinischen und radiologischen Befunden festzustellen» (IV-act. 48-101 

oben). Auch der psychiatrische asim-Gutachter gelangte zum Schluss, dass der 

Schweregrad der vom Beschwerdeführer präsentierten Symptomatik aggraviert wirke 

(IV-act. 48-56 unten). Der von ihm zur Feststellung einer Aggravation und Simulation 

durchgeführte Test ergab ein positives Resultat (IV-act. 48-50). Bei der psychiatrischen 

Befunderhebung verhielt sich der Beschwerdeführer darüber hinaus teilweise «bewusst 

täuschend» (IV-act. 48-48; zum von Dr. D.___ bereits geäusserten Simulationsverdacht 

siehe fremd-act. 2-19). Zudem wurde auch im Rahmen der körperlichen 

Untersuchungen eine eingeschränkte Kooperation des Beschwerdeführers 

wahrgenommen (IV-act. 48-6 unten). Im asim-Gutachten wurden überdies plausibel die 

Kränkung und Opferrolle als krankheitsfremde Gründe für die Passivität des 

Beschwerdeführers benannt (IV-act. 48-6 oben und IV-act. 48-56). Damit decken sich 

die Ausführungen von Dr. D.___, der ebenfalls auf die Bedeutung des Verharrens des 

Beschwerdeführers in der Kranken- und Opferrolle sowie theatralisches Verhalten 

2.1.1. 

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hinwies (fremd-act. 2-18, fremd-act. 2-19 und fremd-act. 2-20 f.). Ergänzend kann auf 

die zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin zum aggravatorischen 

Verhalten des Beschwerdeführers verwiesen werden (act. G 4, III. Rz 2 S. 5).

Entgegen dem nicht näher begründeten Standpunkt des Beschwerdeführers 

(act. G 1, III. Rz 13) wurden sein «Schmerzgebaren» bzw. die von ihm an vielen 

Körperstellen geltend gemachten Schmerzen von den asim-Sachverständigen gerade 

nicht bestätigt, sondern in Frage gestellt (siehe hierzu die Ausführungen zur 

Aggravation und zu den Inkonsistenzen in vorstehender E. 2.1.1). Die fallführende und 

mit der internistischen Begutachtung betraute asim-Sachverständige hielt fest, 

«während der 75-minütigen Exploration kein Anhalt für schmerzhafte Einschränkungen, 

lediglich eine Schmerzäusserung am Ende der körperlichen Untersuchung nach 

Aufstehen von der Liege» (IV-act. 48-40). Ein vergleichbares Verhalten stellte auch der 

psychiatrische asim-Gutachter fest (IV-act. 48-48; siehe auch zur wahrgenommenen 

Diskrepanz zwischen Schmerzklagen und Verhalten während der Untersuchung IV-

act. 48-55 unten). Bezüglich der beklagten Kniebeschwerden wurde ferner 

festgehalten, diese seien «schwer» mit dem dezenten radiologischen und unauffälligen 

klinischen Befund in einen Zusammenhang zu bringen (IV-act. 48-6 unten). In damit zu 

vereinbarender Weise beschrieb der psychiatrische asim-Gutachter den 

Beschwerdeführer als «sehr klagsam und sehr jammerig» (IV-act. 48-49 oben) und 

bestätigte damit die frühere Wahrnehmung von Dr. D.___ («auffallend klagsam und 

jammernd», fremd-act. 2-15). Im asim-Gutachten wurde zudem eine fehlende 

Therapiecompliance festgestellt (IV-act. 48-9 Mitte und IV-act. 48-56 Mitte), was gegen 

das «Schmerzgebaren» des Beschwerdeführers bzw. einen entsprechenden 

Leidensdruck spricht, und die gleichlautende Einschätzung von Dr. D.___ bekräftigt 

(fremd-act. 2-18). Auch der neuropsychologische asim-Gutachter verneinte sowohl 

eine gute Compliance als auch eine intrinsische Motivation (IV-act. 48-84).

2.1.2. 

Die polydisziplinäre Beurteilung der asim-Sachverständigen erfolgte gestützt auf 

umfassende persönliche Untersuchungen und in Berücksichtigung der relevanten 

Voraktenlage. Sie erfasste die Leidensangaben des Beschwerdeführers vollständig und 

unterzog diese einer nachvollziehbaren objektiven Konsistenz- und 

Ressourcenprüfung. Die von den asim-Sachverständigen gezogenen Schlüsse sind 

ausführlich begründet und einleuchtend. Dass der psychiatrische asim-Gutachter etwa 

bezüglich der Leidenspräsentation des Beschwerdeführers im Ergebnis die gleichen 

Schlüsse wie bereits Dr. D.___ zog, schadet seiner Beurteilung offensichtlich nicht. Im 

Gegenteil: Vielmehr liegen zwei eigenständige, je sich auf persönliche Untersuchungen 

stützende gutachterliche Beurteilungen vor, welche die Diskrepanzen in der 

2.2. 

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Leidenspräsentation, die krankheitsfremden Aspekte, die vom Beschwerdeführer 

eingenommene Opferrolle und sein teilweise bewusst täuschendes Verhalten 

aufdeckten (siehe hierzu vorstehende E. 2.1.1 f.) und welche eine von den 

behandelnden medizinischen Fachpersonen abweichende Arbeitsfähigkeitsschätzung 

beinhalten. Demgegenüber enthalten die Berichte der behandelnden medizinischen 

Fachpersonen keine erkennbare Konsistenz- und Ressourcenprüfung und erwecken 

den Eindruck, hauptsächlich die Leidensdarstellung des Beschwerdeführers unkritisch 

übernommen zu haben. Bei der Würdigung des Beweiswerts des 

neuropsychologischen Teilgutachtens ist ausserdem von Bedeutung, dass es ebenfalls 

auf umfassenden Untersuchungen beruht und darin ausführlich – im Einklang mit der 

im übrigen asim-Gutachten beschriebenen inkonsistenten bis bewusst täuschenden 

Leidenspräsentation des Beschwerdeführers (siehe vorstehende E. 2.1.1 f.) – dargelegt 

wurde, dass die beklagten kognitiven Defizite nicht objektivierbar waren. Die übrige 

vom Beschwerdeführer geäusserte Kritik geht im Wesentlichen darin auf, 

neuropsychologische Untersuchungen generell abzuwerten («[…] nicht mehr auf alle 

Computer-Spiele reagierte […]», act. G 1, III. Rz 13), weshalb sich Weiterungen hierzu 

erübrigen. Offenbleiben kann, ob die Verlaufsbeurteilung des psychiatrischen asim-

Gutachters überzeugt, dass bis «ca. Herbst 2017» eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit 

bestanden habe (IV-act. 48-57). Denn dieser Zeitraum ist für den Rentenanspruch 

irrelevant, da ein solcher aufgrund der IV-Anmeldung vom 5. Juni 2017 (IV-act. 1) 

frühestens am 1. Dezember 2017 entstünde (Art. 29 Abs. 1 IVG).

In Anbetracht der zahlreichen Inkonsistenzen in der Leidenspräsentation und des 

aggravatorischen Verhaltens des Beschwerdeführers (siehe vorstehende E. 2.1.1 f.) 

erscheint fraglich, ob überhaupt eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit im Sinn von 

Art. 7 Abs. 2 Satz 1 ATSG mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden kann. 

Denn nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt regelmässig keine 

versicherte Gesundheitsschädigung vor, soweit die Leistungseinschränkung auf 

Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht. Hinweise auf solche und andere 

Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn: 

eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten 

Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren 

Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in 

Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den 

Sachverständigen unglaubwürdig wirken; schwere Einschränkungen im Alltag 

behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (BGE 141 V 

287 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Der neurologische asim-Gutachter begründete die von ihm 

bescheinigte Arbeitsunfähigkeit einzig mit dem Kopfschmerzsyndrom (IV-act. 48-69). 

2.3. 

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3.

Zu bestimmen bleibt der Invaliditätsgrad im Rahmen eines Einkommensvergleichs.

Abgesehen davon, dass dieses nach seiner Ansicht «höchstens leichtgradige 

Einschränkungen» der Arbeitsfähigkeit zu begründen vermag (IV-act. 48-68), stützt sich 

die gutachterliche Beurteilung allerdings hauptsächlich auf die fraglichen 

Leidensangaben des Beschwerdeführers, ohne dass hierfür ein organisches Korrelat 

gefunden wurde (IV-act. 48-67; siehe auch die Ausführungen des orthopädischen 

asim-Gutachters in IV-act. 48-99 Mitte). Grösstenteils Gleiches gilt hinsichtlich der im 

orthopädischen Teilgutachten enthaltenen Arbeitsfähigkeitsbescheinigung infolge 

«Schmerzsymptomatik im Bereich von LWS, HWS und der rechten Schulter» (IV-

act. 48-101). Dieser liegen im Wesentlichen syndromale Leiden (chronisches disko­

genes und spondylogenes Lumbalsyndrom ohne Hinweis auf eine radikuläre 

Ausstrahlung und Spannungskopfschmerz mit möglicher anteilsmässiger vertebragener 

Komponente, IV-act. 48-98 unten) ohne entsprechendes objektives Korrelat zugrunde 

(IV-act. 48-99; zur auffälligen Konsistenzprüfung siehe IV-act. 48-101 oben). Letztlich 

kann indessen offenbleiben, ob bezüglich leidensangepasster Tätigkeiten von einer 

100%igen oder – entsprechend der gutachterlichen Beurteilung – einer 80%igen 

Arbeitsfähigkeit auszugehen ist. Denn so oder anders resultiert kein 

rentenbegründender Mindestinvaliditätsgrad (siehe nachstehende E. 3.3).

Der Beschwerdeführer verweist zur Bestimmung des Valideneinkommens auf die 

Lohnangabe der ehemaligen Arbeitgeberin vom 17. Januar 2019 (Fr. 80'743.-- 

[Fr. 6'211.-- x 13]; IV-act. 62-5 und IV-act. 76). Zu beachten ist, dass sich diese 

Lohnangabe auf das Jahr 2019 bezieht («heute»; IV-act. 62-5 unten), worauf der 

Beschwerdeführer im Verwaltungsverfahren ebenfalls hinwies («Gemäss Auskunft 

der .___ vom 17.01.19 würde unser Mandant "heute" […] Fr. 80'743.00 verdienen», IV-

act. 76; unzutreffend erscheint daher die nicht begründete Nennung dieses Betrags als 

Lohn ab Januar 2018 in der Beschwerdeschrift, act. G 1, III. Rz 1 am Schluss). Diesen 

Betrag übernahm die Beschwerdegegnerin (IV-act. 77). Vorliegend kann offenbleiben, 

ob für die Bestimmung des Valideneinkommens auf die Lohnangabe zum Jahr 2019, 

oder den für 2017 vereinbarten Lohn (Fr. 80'340.-- [Fr. 6'180.-- x 13]; IV-act. 62-5) 

abzustellen ist, da in beiden Varianten kein rentenbegründender Invaliditätsgrad von 

40% resultiert. Ein solcher würde erst bei Gewährung eines 10%igen 

Tabellenlohnabzugs resultieren. Wie sich aus nachstehenden Überlegungen ergibt, ist 

ein Abzug vom Tabellenlohn vorliegend indessen nicht gerechtfertigt.

3.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/13

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Ob der Beschwerdeführer die ihm verbliebene 80%ige Arbeitsfähigkeit ganztags 

oder im Rahmen eines 80%igen Beschäftigungsgrads mit 100%iger 

Leistungserbringung ausüben kann, spielt für die Frage eines Tabellenlohnabzugs 

vorliegend keine Rolle. Denn im erstgenannten Fall verneint die bundesgerichtliche 

Rechtsprechung generell einen Abzugsgrund (siehe etwa Urteil des Bundesgerichts 

vom 20. September 2019, 8C_395/2019, E. 6.5.2 mit Hinweisen). Demgegenüber wäre 

im Fall eines reduzierten Beschäftigungsgrads zu berücksichtigen, dass ein lediglich 

leicht reduzierter 80%iger Beschäftigungsgrad im Vergleich zu einer vollzeitlichen 

Beschäftigung (90 % oder mehr) noch nicht zu einer lohnmässigen Benachteiligung 

führt (siehe hierzu Bundesamt für Statistik, Tabelle T18, Monatlicher Bruttolohn 

[Zentralwert] nach Beschäftigungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht, Privater 

und öffentlicher Sektor zusammen, Schweiz 2018, Ohne Kaderfunktion, Männer). Zwar 

steht der Beschwerdeführer im fortgeschrittenen Erwerbsalter. Aus der Sicht eines 

ökonomisch denkenden Arbeitgebers sind damit gewisse Nachteile verbunden 

(insbesondere höherer Ferienanspruch und höhere Beiträge für die zweite Säule). Diese 

Nachteile könnten potentielle Arbeitgeber mit einem tieferen Lohnangebot 

kompensieren. Allerdings bestehen beim Beschwerdeführer auch lohnerhöhende, in 

seiner langjährigen Berufserfahrung liegende Umstände, die seinen «Wert» auf dem 

Arbeitsmarkt erhöhen und damit die erwähnten Nachteile ausgleichen dürften. Wie der 

Beschwerdeführer zu Recht erwähnt und sich aus den Akten ergibt, absolvierte er 

zahlreiche Kurse für das Führen von verschiedenen Maschinen (IV-act. 60-2, IV-act. 66 

und fremd-act. 1-10). Er verfügt zudem nicht bloss über Erfahrung im Führen und 

Bedienen von Maschinen, sondern auch im Einrichten von Maschinen, in der 

Beseitigung von Störungen und der Berücksichtigung von Sicherheitsvorschriften. Es 

handelte sich dabei um geistig anforderungsreiche Tätigkeiten (IV-act. 62-4). Damit 

geht mit dem fortgeschrittenen Alter eine breite, langjährige maschinentechnische 

Erfahrung einher, welche altersbedingte lohnwirksame Nachteile kompensiert. Dieser 

Erfahrungsschatz ist krankheitsbedingt nicht eingeschränkt, da mit dem 

psychiatrischen und neuropsychologischen asim-Gutachter ein Gesundheitsschaden 

mit Auswirkung auf die kognitiven Fähigkeiten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit – 

entgegen der anderslautenden, nicht näher substanziierten Selbsteinschätzung des 

Beschwerdeführers (act. G 6, III. Rz 2) – zu verneinen ist. Ebenso wenig ergaben die 

psychiatrischen und neuropsychologischen Begutachtungen eine relevante 

Beeinträchtigung der Flexibilität des Beschwerdeführers (zum gegenteiligen Vorbringen 

des Beschwerdeführers siehe act. G 6, III. Rz 3). Der psychiatrische asim-Gutachter 

legte vielmehr schlüssig dar, dass keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

des Beschwerdeführers bestehe (IV-act. 48-50 unten) und die Flexibilität lediglich leicht 

beeinträchtigt sei (IV-act. 48-49). Es kann daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 

3.2. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/13

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4.  

Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Das 

Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr 

von Fr. 600.-- erscheint in der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit als 

angemessen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist sie vollumfänglich dem 

Beschwerdeführer aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihm 

daran anzurechnen. Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf 

eine Parteientschädigung.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Der Beschwerdeführer bezahlt eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.--. Der geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihm daran angerechnet.

davon ausgegangen werden, dass der berufliche Erfahrungsschatz des 

Beschwerdeführers zumindest teilweise auch bei leidensangepassten 

Hilfsarbeitertätigkeiten (siehe hierzu IV-act. 48-8 und IV-act. 70-1), etwa im industriellen 

Fertigungsbereich oder bei Bedienen von Maschinen ohne relevante 

Vibrationsexposition, wertschöpfungserhöhend eingesetzt werden kann. Im Licht 

dieser Umstände ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin keinen 

Tabellenlohnabzug vornahm. Ergänzend kann auf ihre ausführliche Begründung 

verwiesen werden (act. G 4, III. Rz 3).

Aus dem Einkommensvergleich in der angefochtenen Verfügung geht hervor, dass 

bei einem Valideneinkommen von Fr. 80'743.-- und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 53'162.-- ein Invaliditätsgrad von 34% resultiert. Anzumerken bleibt, dass die 

Bestimmung des Invalideneinkommens insoweit – allerdings zugunsten des 

Beschwerdeführers – falsch ist, als hierfür der LSE-Hilfsarbeiterlohn des Jahres 2014 

herangezogen (Fr. 66'453.--; siehe hierzu Anhang 2: Lohnentwicklung, IVG-

Gesetzesausgabe der Informationsstelle AHV/IV, Ausgabe 2019) und einem (zeitlich 

nicht identischen) Valideneinkommen für das Jahr 2019 gegenübergestellt wurde. 

Mangels Entscheidrelevanz kann indessen eine die Nominallohnentwicklung 

berücksichtigende Erhöhung des Invalideneinkommens und eine entsprechende 

Neuberechnung des Invaliditätsgrads unterbleiben.

3.3. 

bis

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	Entscheid Versicherungsgericht, 23.06.2021
	Art. 28 IVG. Rentenanspruch. Beweiswürdigung Gutachten und Tabellenlohnabzug. Beweiskraft des polydisziplinären Gutachtens und der darin für leidensangepasste Tätigkeiten bescheinigten 80%igen Arbeitsfähigkeit bejaht. Umstände, die einen Abzug vom Tabellenlohn begründen verneint (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 23. Juni 2021, IV 2020/85).

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