# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b29e9692-64ed-51e4-acc1-c9a03ff525bb
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-11-09
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 09.11.2021 200 2021 318
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-318_2021-11-09.pdf

## Full Text

200 21 318 UV
KNB/LUB/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 9. November 2021

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführer

gegen

Suva
Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 15. März 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Nov. 2021, UV/21/318, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1963 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) war 
über seine Arbeitgeberin, C.________ GmbH, bei der Suva obligatorisch 
unfallversichert, als er am 3. April 2012 von einer Leiter stürzte und sich 
dabei am linken Ellbogen verletzte (Akten der Suva [act. IIA] 1). Diagnosti-
ziert wurde ein Sulcus ulnaris-Syndrom links (act. IIA 23). Die Suva aner-
kannte ihre Leistungspflicht und gewährte zunächst die gesetzlichen Un-
fallversicherungsleistungen in Form von Heilbehandlung und Taggeld 
(act. IIA 9, 148; Akten der Suva [act. IIB] 438). Mit Verfügung vom 25. Juni 
2015 (act. IIA 157) bzw. Einspracheentscheid vom 18. September 2015 
(act. IIA 165) stellte sie die vorübergehenden Leistungen (mit Ausnahme 
der noch laufenden Ergotherapie und der Kosten für die weiteren 
Schmerzmittel) per 21. Mai 2015 ein, was unangefochten blieb.

Nachdem der Versicherte am 19. Juli 2016 einen Rückfall zum Ereignis 
vom 3. April 2012 hatte melden lassen (act. IIA 172), erfolgte am 22. Okto-
ber 2018 ein weiteres Ereignis, bei dem er sich eine dislozierte Grundpha-
lanx-Basisfraktur am Kleinfinger links beim ... zuzog (act. IIB 276, 304, 
306). Wiederum anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht und erbrachte 
vorübergehende Leistungen (sowohl für den Rückfall als auch das neue 
Ereignis; Akten der Suva [act. II 5], act. IIA 195 f., act. IIB 360). Mit Verfü-
gung vom 2. September 2019 (act. IIB 342) verneinte die Suva hinsichtlich 
des Ereignisses vom 3. April 2012 den Anspruch auf eine Integritätsent-
schädigung, woraufhin der Versicherte Einsprache erhob (act. IIB 354). 
Nach erfolgter kreisärztlicher Untersuchung vom 22. Juni 2020 (act. IIB 
418) und eingeholter kreisärztlicher Beurteilung vom 4. September 2020 
(act. IIB 435) bestätigte die Suva mit unangefochten gebliebenem Einspra-
cheentscheid vom 11. September 2020 (act. IIB 437) die Verneinung eines 
Integritätsschadens. Sodann sprach die Suva dem Versicherten nach einer 
kreisärztlichen Beurteilung vom 2. Dezember 2020 (act. IIB 452) mit Verfü-
gung vom 21. Dezember 2020 (act. IIB 458) beide Unfälle betreffend ab 
1. November 2020 bei einem Invaliditätsgrad von 20 % eine Invalidenrente 
zu und verneinte gleichzeitig betreffend das Ereignis vom 22. Oktober 2018 

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einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung. Daran hielt die Suva auf 
Einsprache hin (act. IIB 461) mit Entscheid vom 15. März 2021 
(act. IIB 469) fest.

B.

Mit Eingabe vom 3. Mai 2021 erhob der Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwältin B.________, Beschwerde. Er beantragte, der Einspra-
cheentscheid vom 15. März 2021 und damit auch die Verfügung vom 
21. Dezember 2020 seien aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 
verpflichten, dem Beschwerdeführer ab 1. November 2020 eine UV-
Invalidenrente in der Höhe von 26 % auszurichten.

In ihrer Beschwerdeantwort vom 1. Juni 2021 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde.

Am 9. November 2021 fand eine nichtöffentliche Urteilsberatung gemäss 
Art. 56 Abs. 5 bzw. 6 des kantonalen Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die 
Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft (GSOG; 
BSG 161.1) statt.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 

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weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist 
(Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 
des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechts-
pflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde ein-
zutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 15. März 
2021 (act. IIB 469). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers und dabei insbesondere die Höhe des Invaliditätsgrades 
bzw. die Bemessung des Invalideneinkommens (Einbezug Nebenerwerb; 
vgl. Beschwerde S. 4 ff. Ziff. IV/2). Der mit Verfügung vom 21. Dezember 
2020 (act. IIB 458) verneinte Anspruch auf eine Integritätsentschädigung 
betreffend das Ereignis vom 22. Oktober 2018 war bereits im Einsprache-
verfahren nicht mehr streitig (act. IIB 461, 469), so dass diesbezüglich Teil-
rechtskraft eingetreten ist (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.3 S. 358).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 des 
Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; 
SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verordnung vom 
20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in 
Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem In-
krafttreten der Änderung vom 25. September 2015 des UVG ereignet ha-
ben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen 
sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (Abs. 1 der Übergangsbe-
stimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG). Hinsicht-
lich der hier streitigen Bemessung des Invalideneinkommens (vgl. E. 1.2 

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hiervor) wirkt sich diese intertemporalrechtliche Ausgangslage indes nicht 
(entscheidwesentlich) aus.

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2018 UV Nr. 3 S. 9 E. 3.1, 2012 UV 
Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Der Unfallversicherer hat den Fall unter Einstellung von Heilbehand-
lung und Taggeld sowie Prüfung des Anspruchs auf Invalidenrente und 
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustan-
des mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen 
der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 
143 V 148 E. 3.1.1 S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Die Besserung be-
stimmt sich namentlich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung 
oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit unfallbedingt beein-
trächtigt, wobei die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besse-
rung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen 
nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). Diese Frage ist prospektiv zu beurtei-
len (SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2; zum Ganzen SVR 2020 UV Nr. 24 
S. 96 E. 5.2).

2.4 Ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent 
invalid (Art. 8 ATSG), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (aArt. 18 
Abs. 1 UVG in der bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Fassung) 
bzw. ist der Versicherte infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent in-
valid (Art. 8 ATSG), so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich 
der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 
Abs. 1 UVG in der ab 1. Januar 2017 gültigen Fassung).

2.5 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-

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werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht hat sich der Einspracheentscheid vom 
15. März 2021 (act. IIB 469) im Wesentlichen auf die Berichte des Suva-
Kreisarztes Dr. med. D.________, Facharzt für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 22. Juni 2020 
(act IIB 418) und 2. Dezember 2020 (act. IIB 452) gestützt. Im Untersu-
chungsbericht vom 22. Juni 2020 (act IIB 418) erwähnte der Suva-Kreisarzt 
als Diagnosen betreffend das Ereignis vom 3. April 2012 eine sorgfältige 
Neurolyse bei Sulcus ulnaris-Syndrom links, tiefsubmuskuläre Vorverlage-
rung (16. November 2012), und eine ausgedehnte Neurolyse Nervus ulna-
ris, Resektion des Hamulus (8. Dezember 2017; S. 8), bzw. betreffend das 
Ereignis vom 22. Oktober 2018 eine offene Reposition bei Grundphalanx-
Basistrümmerfraktur Kleinfinger links sowie eine Plattenosteosynthese 
(2. November 2018) und eine Plattenentfernung, ausgedehnte Tendokap-
sulolyse Zone 3 bis 5 (5. April 2019). Es bestehe eine deutliche Beugekon-
traktur im Bereich des PIP- und DIP-Gelenks des Kleinfingers links. Im Be-
reich des Ellbogengelenks links bestehe eine freie Beweglichkeit. Objektiv 
zeigten sich reizlose Narbenverhältnisse im Bereich des linken Ellbogens 
und des linken Handgelenks. Eine Schwellungsproblematik am linken 
Handgelenk und Kleinfinger sowie Ellbogen links sei nicht erkennbar. Sub-
jektiv bestünden vor allem noch persistierende ausstrahlende Beschwerden 
vom linken Ellbogen in den linken Unterarm sowie elektrisierende Be-
schwerden im Bereich des Kleinfingers links. Hinsichtlich des Unfallereig-
nisses vom 3. April 2012 sei es aufgrund des langjährigen Verlaufs mit in-
tensiven Behandlungen und den derzeit chronifizierten bestehenden Be-

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schwerden im Bereich des linken Ellbogens nicht überwiegend wahrschein-
lich, dass der Beschwerdeführer von erneuten operativen Therapien profi-
tiere. Der Zustand im Bereich des linken Ellbogens sei medizinisch stabil 
geblieben. Überwiegend wahrscheinlich könne von weiteren Behandlungen 
mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besse-
rung des Gesundheitszustands erwartet werden (S. 9). Rein bezogen auf 
den linken Ellbogen bestehe eine freie Beweglichkeit, wesentliche arthroti-
sche Veränderungen seien nicht anzutreffen. Insofern bleibe die vormalige 
Beurteilung weiterhin bestehen, eine Integritätsentschädigung sei nicht 
geschuldet. Bezüglich des Ereignisses vom 22. Oktober 2018 seien von 
weiteren Behandlungen im Bereich des Kleinfingers links ebenfalls nicht mit 
weiteren namhaften Besserungen des unfallbedingten Gesundheitsscha-
dens zu rechnen. Der Beschwerdeführer habe eine deutliche Beugekorrek-
tur im PIP- und DIP-Gelenk erreicht. Überwiegend wahrscheinlich könne 
hier durch eine operative Massnahme die Situation nicht verbessert wer-
den. Der medizinische Endzustand für den Kleinfinger links sei erreicht, 
eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet. Selbst eine vollständige 
Amputation des Endgliedes würde gemäss Suva-Tabelle keinen Inte-
gritätsschaden verursachen. Die gemeinsame Schätzung der Zumutbarkeit 
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bezogen auf den linken Ellbogen und 
den linken Kleinfinger laute folgendermassen: Ganztägiger Einsatz, keine 
Schlagbelastung, keine Vibrationsbelastung, 5-10 kg Gewichtsbelastung für 
die linke Hand, kein kräftiges Zupacken, keine besondere Geschicklichkeit, 
keine chronisch-repetitiven monotonen Tätigkeiten für die linke Hand und 
keine endständigen Zwangshaltungen (S. 10).

Am 2. Dezember 2020 stellte Dr. med. D.________ bezugnehmend auf 
einen Bericht von Dr. med. E.________, Facharzt für Handchirurgie und 
Orthopädische Chirurgie, vom 27. Oktober 2020 (act. IIB 447) fest, dass 
dieser in seiner Berichterstattung eine unfallfremde Beschwerdeproblema-
tik im Bereich des linken Schultergelenks miteinbeziehe. Aufgrund der Tat-
sache, dass der behandelnde Arzt die unfallfremde Schulterproblematik 
mitberücksichtige, erkläre sich, wie dieser zu einer Reduzierung mit 50 % 
Arbeitsfähigkeit gelange. Wenn die unfallfremde Beschwerdeproblematik 
nicht im Rahmen des Zumutbarkeitsprofils berücksichtigt werde, gelte das 
Zumutbarkeitsprofil, welches in der kreisärztlichen Untersuchung vom 

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22. Juni 2020 formuliert worden sei. Unfallbedingt könnten nur Beschwer-
den im Bereich des linken Ellbogens und Kleinfingers linksseitig berück-
sichtigt werden. Dem Beschwerdeführer sei ein angepasster Nebenerwerb 
im Rahmen wie vor dem Unfall (3 h pro Woche) zumutbar (act. IIB 452 
S. 2).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird. Es bedarf vielmehr besonderer 
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung 
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche 
Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu-
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger 
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b ee S. 354; SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4).

3.3 Zu Recht unbestritten sind die medizinischen Beurteilungen des 
Suva-Kreisarztes Dr. med. D.________ vom 22. Juni 2020 (act IIB 418) 
und 2. Dezember 2020 (act. IIB 452). Diese erfüllen die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert von medizinischen Berichten 

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gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringen den vollen Be-
weis. Die Feststellungen des Suva-Kreisarztes beruhen auf einer eigenen 
fachärztlichen Untersuchung und sind in Kenntnis der Vorakten (inkl. Bild-
gebenden Befunde) sowie unter Berücksichtigung der geklagten Be-
schwerden getroffen worden. Auch hat sich Dr. med. D.________ einläss-
lich mit dem Bericht des behandelnden Dr. med. E.________ vom 27. Ok-
tober 2020 (act. IIB 447) auseinandergesetzt und nachvollziehbar darge-
legt, dass dieser eine unfallfremde Schulterproblematik miteinbezogen hat, 
weshalb auf dessen reduziert eingeschätzte Arbeitsfähigkeit (von 50 %) 
von vornherein nicht abgestellt werden kann (act. IIB 452 S. 1 f.). Die Aus-
führungen in den kreisärztlichen Beurteilungen der medizinischen Zusam-
menhänge sind für die streitigen Belange umfassend und die gezogenen 
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand werden nachvollziehbar und 
einleuchtend begründet, weshalb darauf abgestellt werden kann. Demnach 
sind die Beschwerden am linken Ellbogen auf das Ereignis vom 3. April 
2012 bzw. am Kleinfinger links auf dasjenige vom 22. Oktober 2018 
zurückzuführen. Die linksseitigen Schulterbeschwerden stehen hingegen 
nicht in einem (natürlichen) kausalen Zusammenhang mit den besagten 
Ereignissen (act. IIB 418 S. 9 f., 452 S. 2); Gegenteiliges macht auch der 
Beschwerdeführer nicht geltend (Beschwerde S. 6 Ziff. IV/2). Unter ge-
meinsamer Berücksichtigung der unfallbedingten Beschwerden am linken 
Ellbogen und linken Kleinfinger ist dem Beschwerdeführer auf dem allge-
meinen Arbeitsmarkt eine angepasste Tätigkeit (ohne Schlag- und Vibrati-
onsbelastungen, mit Gewichtsbelastung von 5-10 kg für die linke Hand, 
ohne kräftiges Zupacken, ohne erforderlicher besonderer Geschicklichkeit, 
ohne chronisch-repetitiver monotoner Tätigkeiten sowie ohne endständige 
Zwangshaltungen für die linke Hand) ganztags zumutbar, ebenso ein an-
gepasster Nebenerwerb im Rahmen von drei Stunden pro Woche (act. IIB 
418 S. 10, 452 S. 2). Der medizinische Endzustand war im Zeitpunkt der 
klinischen kreisärztlichen Untersuchung vom 22. Juni 2020 erreicht 
(act. IIB 418 S. 9 f.).

4.

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Vorab ist darauf hinzuweisen, dass beim Zumutbarkeitsprofil, wie erwähnt, 
einzig die unfallbedingten Beschwerden – ohne die unfallfremde Schulter-
problematik – zu berücksichtigen sind (vgl. E. 3.3 hiervor). Hinsichtlich des 
Ellbogens links wurde im Grundfall ein Rentenanspruch verneint und be-
treffend den Rückfall ergab sich in gesundheitlicher Hinsicht keine wesent-
liche Veränderung. Betreffend die Restbeschwerden am Kleinfinger links 
bestehen vorab subjektive Beschwerden. Objektiv betrachtet hindern diese 
den Gebrauch der linken Hand in einer angepassten Tätigkeit jedoch nicht.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

4.2 Für die Bemessung des Valideneinkommens ist in der Unfallversi-
cherung nach jenem hypothetischen Verdienst zu fragen, welchen die ver-
sicherte Person ohne die unfallbedingte Schädigung wahrscheinlich erzie-
len würde. Dieser kann sich zwar mit dem mutmasslichen Verdienst als 
gesunde Person decken, aber nur dann, wenn keine weiteren, nicht unfall-
bedingten, leistungsschmälernden Beeinträchtigungen vorhanden sind 
(SVR 2018 UV Nr. 33 S. 115 E. 2.1). Im Rahmen des für die Invaliditäts-
bemessung durchzuführenden Einkommensvergleichs ist ein Nebener-
werbseinkommen beim hypothetischen Einkommen ohne Invalidität (Vali-
deneinkommen) zu berücksichtigen, sofern es mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit weiterhin erzielt worden wäre, wenn die versicherte Person 
gesund geblieben wäre. Dies gilt ohne Rücksicht auf den hiefür erforderli-
chen zeitlichen oder leistungsmässigen Aufwand (SVR 2018 UV Nr. 12 S. 
40 E. 4.5; RKUV 2003 U 476 S. 108 E. 3.2.1).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Als Invalideneinkom-
men ist ein Zusatzeinkommen aus Nebenerwerb nur insoweit zu berück-
sichtigen, als die versicherte Person ein solches trotz ihrer gesundheitli-

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chen Beeinträchtigung zumutbarerweise weiterhin erzielen kann. Hiefür ist 
gleich wie bei der Haupterwerbstätigkeit massgebend, welche Arbeitstätig-
keiten und Arbeitsleistungen der versicherten Person aufgrund ihres Ge-
sundheitszustandes nach ärztlicher Beurteilung noch zugemutet werden 
können. Dies muss auch dann gelten, wenn ein Einkommen mit hohem 
zeitlichem Einsatz erarbeitet wurde (SVR 2018 UV Nr. 12 S. 40 E. 4.5, 
2011 IV Nr. 55 S. 166 E. 5.2).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebenen Lohnstrukturerhe-
bungen (LSE) herangezogen werden (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 297; SVR 
2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheit-
lich beeinträchtigte Personen, die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten 
behindert sind, im Vergleich zu voll leistungsfähigen und entsprechend ein-
setzbaren Arbeitnehmern lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der 
Regel mit unterdurchschnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem 
Umstand ist mit einem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 
134 V 322 E. 5.2 S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in 
welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtli-
chen persönlichen und beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles 
ab (leidensbedingte Einschränkung, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthalts-
kategorie und Beschäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf 
das Invalideneinkommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft 
zu schätzen, wobei der Abzug auf insgesamt höchstens 25 % zu begren-
zen ist (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 
2018 IV Nr. 46 S. 148 E. 3.3). Zu beachten ist, dass allfällige bereits in der 
Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche 
Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten 
Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Ge-
sichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20). Zu beachten ist, 
dass in der Unfallversicherung das vorgerückte Alter unberücksichtigt 
bleibt; vielmehr ist von einem Versicherten mittleren Alters auszugehen 
(vgl. Art. 28 Abs. 4 UVV).

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4.4 Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt 
des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei 
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erhe-
ben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen 
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3 
S. 300, 129 V 222). Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung er-
gibt sich der massgebliche Zeitpunkt aus Art. 19 Abs. 1 Satz 1 UVG, wo-
nach der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztli-
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung abgeschlossen sind (BGE 143 V 148 E. 3.1.1 
S. 151, 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Der frühestmögliche Rentenbeginn fällt 
demnach vorliegend unter Berücksichtigung des Fallabschlusses per 
31. Oktober 2020 (act. IIB 440) und dem rückwirkend per 6. November 
2019 verfügten Abbruchs bzw. Abschlusses der beruflichen Massnahmen 
(Verfügung der IV-Stelle Bern vom 1. September 2020; act. IIB 434) auf 
den 1. November 2020.

4.5 Das Valideneinkommen ist nicht bestritten (Beschwerde S. 4 
Ziff. IV/1). Der Beschwerdeführer war hauptberuflich ab dem Jahr 2002 als 
Einzelunternehmer bzw. ab 2011 in der von ihm gegründeten Unterneh-
mung, C.________ GmbH (vgl. zefix.ch), als ... und ... tätig (act. IIA 7, 47, 
63). Zudem arbeitete er während dieser Zeit nebenamtlich als ... 
(act. IIB 450). Diese Tätigkeit führen laut seinen Angaben nunmehr seine 
beiden "Kinder" für ihn aus (Beschwerde S. 5 Ziff. IV/2). Es ist davon aus-
zugehen, dass der Beschwerdeführer im hypothetischen Gesundheitsfall 
nebst der hauptberuflichen Tätigkeit immer noch im Nebenerwerb als ... 
tätig wäre, weshalb auch das Einkommen letzterer Tätigkeit bei der Be-
rechnung des Valideneinkommens zu berücksichtigen ist (vgl. E. 4.2 hier-
vor). Die Beschwerdegegnerin hat ein Valideneinkommen in der Höhe von 
Total Fr. 93'340.-- ermittelt, bestehend aus Fr. 84'000.-- (Fr. 7000.-- x 
12Mt.; act. IIA 7) für den Haupterwerb (C.________ GmbH) und Fr. 9'340.-- 
([Fr. 770.-- x 12 Mt.] + Fr. 100.-- [Gratifikation]; act. IIA 272) für den Neben-
erwerb (...tätigkeit; act. IIB 457 S. 2, 458 S. 2, 469 S. 8 Ziff. 6).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Nov. 2021, UV/21/318, Seite 13

4.6 Bestritten wird die Berechnung des Invalideneinkommens, insbe-
sondere die Berücksichtigung eines Zusatzeinkommens aus Nebenerwerb 
(Beschwerde S. 4 ff. Ziff. IV/2). Die Beschwerdegegnerin hat – ausgehend 
vom formulierten Zumutbarkeitsprofils des Suva-Kreisarztes, wonach eine 
angepasste Tätigkeit in einem Vollpensum ausführbar ist (vgl. E. 3.1 und 
3.3 hiervor) – auf die Tabellenlöhne gemäss den vom BFS herausgegebe-
nen LSE abgestellt. Dabei hat sie den Tabellenwert Total von Tabelle 
TA1_tirage_skill_level, Kompetenzniveau 1 ("einfache Tätigkeiten körperli-
cher oder handwerklicher Art"), Männer, von Fr. 5'417.-- berücksichtigt, 
diesen Wert auf ein Jahr aufgerechnete, an die betriebsübliche Wochenar-
beitszeit von 41.7 Stunden (BFS, Betriebsübliche Wochenarbeitszeit nach 
Wirtschaftsabteilungen, Total, 2020) angepasst sowie auf das Jahr 2020 
(BFS, Tabelle T1.1.15, Nominallohnindex, Männer 2016 - 2019, Total, 2019 
[+ 0.9], 2020 [Quartalschätzung der Nominallohnentwicklung + 1.3]) aufin-
dexiert, was ein Einkommen von Fr. 69'265.45 ergibt (Fr. 5'417.-- x 12 Mt. / 
40 h x 41.7 h + 0.9 5 + 1.3 %). Zu diesem Einkommen hat die Beschwer-
degegnerin – ebenfalls ausgehend vom formulierten Zumutbarkeitsprofils 
des Dr. med. D.________, wonach ein angepasster Nebenerwerb von drei 
Stunden pro Woche zumutbar ist (vgl. E. 3.2 f. hiervor) – unter Berücksich-
tigung derselben statistischen Parameter ein Zusatzeinkommen aus Nebe-
nerwerb von Fr. 4'983.10 (Fr. 69'265.45 / 41.7 h x 3 h) hinzugerechnet, 
womit ein Invalideneinkommen von Total (rund) Fr. 74'249.-- (Fr. 69'265.45 
+ Fr. 4'983.10) resultiert (vgl. act. IIB 458 S. 3, 469 S. 7 Ziff. 4.6). Auf diese 
Berechnung ist abzustellen: Der Beschwerdeführer hat keine ihm an sich 
zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen bzw. schöpft die medizi-
nisch-theoretisch uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit nicht aus, weshalb praxisgemäss vom Totalwert des Durch-
schnittslohns im gesamten privaten Sektor im untersten Kompetenzniveau 
auszugehen ist (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 18. De-
zember 2019, 8C_534/2019, E. 5.2 mit Hinweisen). Soweit der Beschwer-
deführer geltend macht, die vormals ausgeübte Nebenerwerbstätigkeit als 
... könne er nicht mehr selber erledigen, sondern würde von seinen "Kin-
dern" erledigt, bzw. das vom Suva-Kreisarzt formulierte Zumutbarkeitsprofil 
schliesse die ...tätigkeit grossmehrheitlich aus, weshalb dieses Nebener-
werbseinkommen dem Invalideneinkommen nicht aufgerechnet werden 
dürfe, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten (Beschwerde S. 6 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Nov. 2021, UV/21/318, Seite 14

Ziff. VI/2). Gestützt auf die überzeugende und unbestrittene Beurteilung 
des Suva-Kreisarztes vom 2. Dezember 2020 (act. IIB 447) ist erstellt, dass 
dem Beschwerdeführer trotz seiner gesundheitlichen Beeinträchtigung die 
Erzielung eines Zusatzeinkommens im Umfang von drei Stunden pro Wo-
che in einer angepassten Tätigkeit – zusätzlich zur vollschichtigen ange-
passten Arbeitstätigkeit im Sinne eines Haupterwerbs – weiterhin zumutbar 
ist (vgl. E. 3.2 hiervor). Sodann ist mit der Beschwerdegegnerin festzuhal-
ten, dass nicht das Nebenerwerbseinkommen aus der (bisherigen) vertrag-
lich vereinbarten ...tätigkeit (Fr. 770 pro Monat; act. IIB 450 S. 3), sondern 
ein solches aus einer angepassten Tätigkeit, nämlich einer einfachen 
Tätigkeit körperlicher oder handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1 der 
LSE, sog. Hilfsarbeitertätigkeit), im Umfang von drei Stunden pro Woche 
(Fr. 415.26 pro Monat [Fr. 4'983.10 pro Jahr]) berücksichtigt wurde. Ein 
Abzug vom Tabellenlohn ist nicht vorzunehmen. Auch wenn dem Be-
schwerdeführer nur noch leichte Tätigkeiten zumutbar sind, stellt dies 
grundsätzlich kein Grund für einen leidensbedingten Abzug dar, zumal der 
Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten Kompetenzniveau 1 bereits eine 
Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Ent-
scheide des BGer vom 22. Dezember 2020, 8C_725/2020, E. 4.4.2, vom 
24. Januar 2020, 8C_586/2019, E. 5.3.1, vom 8. Oktober 2019, 
9C_447/2019, E. 4.3.2). Angesichts des vom Suva-Kreisarzt formulierten 
Zumutbarkeitsprofils ist der Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt, der eine breite Palette von Hilfstätigkeiten bietet, nicht über-
mässig eingeschränkt. Der Faktor Alter (Beschwerde S. 6 Ziff. IV/2) ist in 
der Unfallversicherung nicht mit zu berücksichtigen (vgl. Art. 28 Abs. 4 
UVV). Allenfalls fehlende Sprachkenntnisse rechtfertigen im erwähnten 
Bereich ebenfalls keinen Abzug (Entscheid des BGer vom 10. September 
2019, 8C_314/2019, E. 6.2). Ein anderweitiger persönlicher oder berufli-
cher Umstand, der einen Abzug rechtfertigte, ist nicht ersichtlich und wird 
auch nicht (mehr) geltend gemacht (act. IIB 461 S. 3).

4.7 Aus der Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen resul-
tiert ein gerundeter (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 und 3.3 S. 123) Invaliditäts-
grad von 20 % ([Fr. 93'340.--./. Fr. 74'249.--] / Fr. 93'340.-- x 100). Der an-
gefochtene Einspracheentscheid vom 15. März 2021 (act. IIB 469) ist nicht 
zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Nov. 2021, UV/21/318, Seite 15

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 fbis ATSG (Um-
kehrschluss; vgl. auch BBl 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu er-
heben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht gemäss Art. 1 Abs. 1 
UVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG (Umkehrschluss) kein Anspruch auf eine 
Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- Suva  
- Bundesamt für Gesundheit

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 9. Nov. 2021, UV/21/318, Seite 16

desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.