# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef13c8be-9127-5cfd-8dbf-7d975f0a15f3
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-06-03
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 03.06.2008 U 2007 95
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2007-95_2008-06-03.pdf

## Full Text

U 07 95
1. Kammer 

URTEIL
vom 3. Juni 2008

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Kündigung Anstellungsverhältnis

1. Der heute 51-jährige … (geb. … 1957) wurde per 01.10.2001 bei der … als 

Studienleiter und Professor für Informationswissenschaften in einem zunächst 

befristeten Arbeitsverhältnis zu 100% angestellt. Mit Arbeitsvertrag vom 

29.08.2002 erfolgte seine Festanstellung bei unverändertem 

Aufgabenbereich, wobei ein Grundgehalt von Fr. 12'225.-- (brutto) vereinbart 

worden war. Laut Arbeitsvertrag sollte die ordentliche Kündigung unter 

Einhaltung einer 5-monatigen Kündigungsfrist möglich sein. Im Zuge der 

Reorganisation der … per 01.09.2007 wurde die Stelle des genannten 

Arbeitnehmers neu definiert, wobei er darüber anlässlich eines 

Personalgesprächs am 16.08.2007 umfassend orientiert wurde. Anstelle 

seiner bisherigen „Doppelfunktion“ als Studienleiter (administrative 

Führungsposition) und Titular-Professor (Forschungsauftrag) sollte der 

Genannte neu die Studienleitung abgeben und dafür im Gegenzug zwei 

Kompetenzzentren im Forschungsbereich übernehmen. Jener 

Funktionswechsel wäre aber mit einer Gehaltskürzung um ca. Fr. 1’200.-- pro 

Monat (alt: Lohnklasse 24/Lohnstufe 18.5 Fr. 12'677.-- bzw. neu: LK 23/LS 

14.5 mit Monatsgehalt Fr. 11'483.--) verbunden gewesen, was dazu führte, 

dass noch geprüft werden sollte, ob die Lohndifferenz allenfalls mittels 

spezieller Funktionszulagen kompensiert bzw. abgefedert werden könnte. 

Nach entsprechenden Abklärungen beim kantonalen Personalamt fand am 

12.09.2007 erneut ein Gespräch in dieser Sache statt, wobei dem 

Arbeitnehmer mitgeteilt wurde, dass die Gewährung einer dauerhaften 

Funktionszulage nicht möglich sei und er vor die Wahl gestellt werde, 

entweder die neuen Arbeitsbedingungen samt Lohnreduktion zu akzeptieren, 

andernfalls ihm (unter Einhaltung der vereinbarten Auflösungsfrist von 5 

Monaten) hiermit gekündigt werde (Änderungskündigung vom 11.09.2007). 

Am 25.09.2007 fand noch eine weitere Gesprächssitzung statt, an der dem 

Arbeitnehmer ein Vorschlag betreffend „Arbeitsniederlegung infolge 

Kompensation der Überpensen“ unterbreitet wurde. Ferner wurde ihm die 

Wirksamkeit der Kündigung per 15.02.2008 sowie seine sofortige Freistellung 

am bisherigen Arbeitsplatz mitgeteilt.

2. Dagegen erhob der Gekündigte am 11.10.2007 frist- und formgerecht 

Beschwerde beim kantonalen Verwaltungsgericht mit den Begehren um 

kostenfällige Aufhebung der angefochtenen Änderungskündigung bzw. deren 

Nichtigkeitserklärung und Zusprechung diverser Schadenersatzansprüche 

samt Genugtuungssumme (Fr. 10'000.--) bis zum Ablauf der ordentlichen 

Kündigungsfrist am 15.02.2008. Zur Begründung der beantragten 

Nichtigkeitserklärung brachte er im Wesentlichen vor, dass die Vorinstanz 

durch ihr Vorgehen sein rechtliches Gehör bzw. seine Verteidigungsrechte 

verletzt habe, weil sie ihn anlässlich der Gesprächssitzung vom 12.09.2007 

(samt Übergabe der Änderungskündigung 11.09.2007) völlig überrumpelt 

habe, was keinen Rechtsschutz verdiene. Zur Begründung und genauen 

Bezifferung der einzelnen Schadenersatzansprüche machte er weiter geltend, 

dass die Kündigung missbräuchlich und rechtswidrig erfolgt sei, was eine 

entsprechende Schadenersatzpflicht (12 Monatslöhne x Fr. 12'677.-- = Fr. 

152'124.--), die gesetzliche Lohnfortzahlungspflicht für 2007 inkl. 13. 

Monatslohn (5 Mte. x Fr. 12'677.--) sowie 1½ Monatslöhne 2008 (1½ Mte. x 

Fr. 13'733.-- plus Anteil 13. Monatslohn) zzgl. Spesen für 6½ Monate sowie 

noch die Abgeltung der Überstunden (Fr. 130'000.--) einschliesslich 

Ferienentgelt (Fr. 13'725.--) rechtfertigen würde. Die Genugtuungssumme 

wurde mit dem Imageverlust als Führungskraft und wissenschaftlich 

anerkannter Professor infolge Kündigung sowie seinem dadurch wirtschaftlich 

erschwerten Berufsfortkommen für die Zukunft in der Schweiz begründet.

3. In ihrer Vernehmlassung beantragte die Vorinstanz zunächst, dass davon 

Vormerk zu nehmen sei, dass sie die ordentliche Lohnfortzahlungspflicht (inkl. 

13 Mtl.) bis zum Ablauf des Arbeitsverhältnisses am 15.02.2008 sowie die 

nicht kompensierten Überstunden und Ferien im Umfang von Fr. 10'347.55 

(149.38 Std. x Fr. 69.27 pro Std.) anerkenne; im Übrigen sei die Beschwerde 

aber kostenfällig abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Den Vorbringen 

des Beschwerdeführers hielt sie hauptsächlich entgegen, dass die neue 

Aufgabeneinteilung (Wegfall Studienleitung) vorschriftsgemäss zu einer 

Reduktion des früheren Gehalts habe führen müssen und der Betroffene 

anlässlich des Personalgesprächs vom 16.08.2007 darüber offen und 

umfassend informiert worden sei. Von einer missbräuchlichen, weil sachlich 

völlig ungerechtfertigten Kündigung könne daher keine Rede sein. Ebenso sei 

der Vorwurf der Gehörsverletzung unhaltbar, da der Beschwerdeführer schon 

seit längerem um die geplante Reorganisation der … gewusst habe und er 

seit dem erwähnten Personalgespräch bis zur nächsten Sitzung am 

12.09.2007 nachweislich genügend Zeit gehabt hätte, um sich über die 

Annahme oder die Nichtannahme seiner neu definierten Anstellung 

Gedanken zu machen, um sich dagegen allenfalls innert vernünftiger Frist 

(nach Erhalt der Änderungskündigung vom 11.09.2007) doch noch gezielt 

wehren zu können. Da die ordentliche Kündigung somit weder rechtswidrig 

noch willkürlich gewesen sei, kämen aber auch keine 

Schadenersatzzahlungen (über total Fr. 152'124.--) in Frage. Was die 

Abgeltung der Überstunden (Fr. 130'000.--) betreffe, so seien diese 

grösstenteils ohne vorherige Zustimmung der Arbeitgeberin erfolgt und 

deshalb nicht verrechenbar. Eine Gesamtschau hätte folgendes Resultat 

gezeigt: Anerkannte Überstunden 961.22 Std.; Kompensation von 

Überstunden im Zeitraum 26.09.2007-15.02.2008 minus 842.80 Std.; 

Ferienstundenguthaben 2008 plus 30.96 Std. [3.6 Tage à 8.6 Std.]; ergibt 

letztlich noch zu vergütende Überstunden von total 149.38 Std. (ohne 25%-

Zuschlag). Bei einem massgebenden Verrechnungsansatz von Fr. 69.27 pro 

Überstunde (1/183 des Grundgehalts von Fr. 12'677.--) habe sich so bloss 

noch eine Zusatzabgeltung von Fr. 10'347.55 (Überstunden/Ferien) ergeben. 

Auf die übrigen Wünsche (Weiterverwendung Laptop/Büro; Beibehaltung 

Professortitel) könne mangels Anfechtungsobjekts gar nicht eingetreten 

werden.

4. In der Replik vertiefte und bekräftige der Beschwerdeführer nochmals die 

früheren Begehren betreffend Ausrichtung eines Schadenersatzes infolge 

rechtsmissbräuchlicher Kündigung über Fr. 152'124.-- (12 x Fr. 12'677.--) 

zzgl. Genugtuung für erlittene immaterielle Unbill über Fr. 10'000.-- sowie 

einer Überstunden- und Ferienabgeltung - falls Kompensation mit Freizeit 

bejaht wird – von Fr. 55'610.70 (731.72 Std. x Fr. 76.--/Std.). Ferner seien 

noch Reisespesen/Aufwand für auswärtige Konferenzbesuche 2007/2008 in 

der Höhe von Fr. 4'386.90 zu vergüten. Die weiteren Anträge betreffend 

Beibehaltung Professorentitel sowie Weiterverwendung Laptop/Büro wurden 

demgegenüber fallengelassen.

5. In der Duplik stellte die Vorinstanz noch einmal klar, dass sie der ordentlichen 

Lohnfortzahlungspflicht (12.09.2007-15.02.2008) während der vereinbarten 

Auflösungsfrist (5 Monate ab Änderungskündigung 11.09.2007) korrekt 

nachkommen werde. Im Übrigen halte sie daran fest, dass weder 

Schadenersatz noch Genugtuung geschuldet sei, da die Kündigung rechtens 

gewesen sei. Die Überstunden- und Ferienabgeltung werde im reduzierten 

Umfang von Fr. 10'347.55 (149.38 Std. x Fr. 69.27/Std.) gewährt. Insofern 

noch Ersatz für Reisespesen (Konferenzbesuche 2007/08) verlangt worden 

sei, könnten diese Auslagen nicht übernommen werden, da dem 

Beschwerdeführer schon mit E-Mail vom 10.10.2007 und damit frühzeitig 

mitgeteilt worden sei, dass allfällige Konferenzbesuche – da vor allem im 

eigenen Interesse - nicht mehr zu den Abschlussarbeiten gehörten und 

deshalb eben auch nicht mehr - einfach so - von ihr bezahlt würden.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 12 Abs. 1 des Gesetzes über die Hochschule für Technik und 

Wirtschaft (…; BR 427.500) richten sich die Anstellungsverhältnisse (mit dem 

Lehrkörper) nach den Bestimmungen über das Arbeitsverhältnis der 

Mitarbeitenden des Kantons Graubünden (ab 01.01.2007: neues 

Personalgesetz [PG]; BR 170.400). Laut Art. 6 PG werden die 

Arbeitsverhältnisse mit öffentlich-rechtlichem Vertrag begründet. Auf das 

ehemals noch - privatrechtlich - begründete Anstellungsverhältnis vom 

29.08.2002 sind demnach vorliegend ebenso die öffentlich-rechtlichen 

Bestimmungen des PG und … samt zugehöriger Ausführungsbestimmungen 

(Verordnungen und Reglemente) anwendbar, zumal in Art. 4 PG noch 

ausdrücklich bestimmt wird, dass - bei Fehlen entsprechender Vorschriften im 

öffentlichen Personalrecht – immerhin noch subsidiär bzw. ergänzend die 

Vorschriften des privatrechtlichen Obligationenrechts (OR; SR 220) gelten 

sollten. Dem ist hier umso mehr zuzustimmen, als in Art. 22 Abs. 2 … noch 

bestimmt wird, dass die bisher privatrechtlichen Anstellungsverhältnisse 

innert eines Jahres ab Inkrafttreten des … am 01.01.2006 (also bis 

01.01.2007) allesamt in öffentlich-rechtliche Anstellungsverhältnisse überführt 

werden sollten, was im Falle des Beschwerdeführers indessen noch nicht 

geschehen war und ihm daher heute auch nicht zum Nachteil gereichen darf. 

Dies bedeutet, dass auf den vorliegenden Beschwerdefall das in der Regel für 

den Arbeitnehmer günstigere öffentliche Dienst- und Personalrecht zur 

Anwendung kommt und das angerufene Gericht - infolge sachlicher sowie 

örtlicher Zuständigkeit - auf die Beschwerde eintritt.

2. Vorweg gilt es den Einwand der Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) und 

den daraus hergeleiteten Antrag der „Nichtigerklärung“ der angefochtenen 

Kündigung vom 11.09.2007 zu prüfen und zu entscheiden. Wie aus dem E-

Mail vom 31.07.2007 des Beschwerdeführers an seine Kolleginnen und 

Kollegen hervorgeht, wusste er sehr wohl um die Neustrukturierung der 

Vorinstanz auf den 01.09.2007 und die damit verbundenen Personal- und 

Funktionsveränderungen innerhalb des Betriebs. Darin kündigte er – Bezug 

nehmend auf bereits erlassene interne Mitteilungen – gar noch selbst an, dass 

er als Studienleiter per 31.08.2007 zurücktreten werde und stattdessen zwei 

Kompetenzzentren im Forschungsbereich (Telekommunikation; Informatik) 

übernehmen werde. Wie der Aktennotiz vom 16.08.2007 zum ersten 

Personalgespräch in dieser Sache zwischen der Geschäftsleitung der 

Vorinstanz und dem Beschwerdeführer zu entnehmen ist, wurde schon 

damals offen über die mit dem Funktionswechsel verknüpfte Lohnkürzung 

gesprochen (bis 15.02.2008: Fr. 12'677.--; danach Fr. 11'483.--). Überdies 

wurde dem Beschwerdeführer dargelegt, dass es sich dabei um ein 

grosszügiges Angebot handle, da der so neu festgesetzte Lohn immer noch 

ca. Fr. 300.-- über dem Durchschnitt der übrigen Dozenten und Professoren 

liege. Der Beschwerdeführer zeigte sich aktenkundig aber schon damals nicht 

zufrieden mit dem Vorschlag, da er eher eine Lohnerhöhung aufgrund der 

zwei neu zu übernehmenden Forschungsschwerpunkte erwartet hätte. Um 

eine Kompromisslösung (mittels Ausrichtung von Funktionszulagen) zu 

suchen und anzubieten, wurde die Sitzung dann beendet und nachweislich 

am 12.09.2007 – also rund einen Monat später – fortgesetzt. In dieser 

Zeitspanne wäre es dem Beschwerdeführer nun aber faktisch sowohl möglich 

als auch zumutbar gewesen, sich über ein allfälliges Scheitern der 

angestrebten Kompromisslösung weitere Gedanken zu machen und sich 

auch rechtlich über die daraus fliessenden Konsequenzen zu informieren. 

Jedenfalls wusste er seit jener Personalsitzung ganz genau, dass es – bei 

Nichtakzept jener Lohnreduktion – zu einer Kündigung seiner Stelle seitens 

der Arbeitgeberin kommen könnte. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 

des Beschwerdeführers ist bei dieser offenen Informationspolitik und 

eindeutigen Ausgangslage für alle Beteiligten aber sicherlich nicht zu bejahen. 

Daran ändert nichts, dass die Änderungskündigung vom 11.09.2007 datiert 

und bereits anlässlich der zweiten Sitzung am 12.09.2007 mitgeteilt wurde, 

liess der Beschwerdeführer doch offensichtlich anlässlich des ersten 

Personalgesprächs vom 16.08.2007 keinerlei Zweifel darüber offen, dass er 

den Vorschlag der Arbeitgeberin – ohne Funktionszulagen – ablehnen würde. 

Die Vorinstanz war darum nicht verpflichtet, noch länger mit der 

Änderungskündigung zuzuwarten bzw. den Beschwerdeführer erneut über 

ihren unveränderten Vorschlag anzuhören.

3. a) Materiell gilt es zuerst klar festzuhalten, dass die Vorinstanz die gesetzliche 

Lohnfortzahlungspflicht anhand der ordentlichen Kündigung im Sinne von Art. 

11 PG und unter Respektierung der 5-monatigen Auflösungsfrist (12.09.2007-

15.02.2008) in ihrer Vernehmlassung ausdrücklich anerkannt hat und somit 

vom Beschwerdeführer dabei rechtsgültig behaftet werden darf. In dieser 

Hinsicht ist die Beschwerde also hinfällig geworden.

b) In Art. 12 PG wird bezüglich eines allfälligen Schadenersatzanspruchs zu 

Gunsten der Arbeitnehmer was folgt bestimmt: Bei missbräuchlicher oder 

ungerechtfertigter Kündigung im Sinne des Obligationenrechts (vgl. Art. 336 

ff. OR) […] beträgt die Entschädigung maximal 12 Monatslöhne. Soweit der 

Beschwerdeführer die gestellte Schadenersatzforderung über Fr. 152'124.-- 

(12 x Fr. 12'677.--) auf diese Bestimmung abstützt und folglich das Vorliegen 

einer missbräuchlichen und ungerechtfertigten Kündigung festgestellt haben 

möchte, kann ihm das Gericht indessen nicht folgen. Wie bereits dargelegt, 

wusste der Beschwerdeführer um die Umstrukturierungspläne der Vorinstanz 

auf den Herbst 2007 und er akzeptierte weiter mit E-Mail vom 31.07.2007 

noch selbst und freiwillig den Wegfall des Bereichs „Studienleitung“ zugunsten 

vermehrter „Forschungsarbeit“. Unter Ziff. 15 im bisher gültigen 

Anstellungsvertrag vom 29.08.2002 wurde noch ausdrücklich vermerkt, dass 

allenfalls ergänzend die Reglemente, Richtlinien und Weisungen der 

Vorinstanz gelten sollten. Unter Ziff. 3.2 des seit 01.01.2002 geltenden …-

Reglements sind die graduell unterschiedlich hohen Gehaltsklassen für die 

jeweiligen Funktionsträger im Detail sowie transparent aufgelistet. Danach 

sind Studienleiter nun aber eben im höheren Gehaltsspektrum der LK 23-25 

angesiedelt, während voll- und hauptamtliche Professoren der LK 22-24 

zuzuweisen sind. Für den Beschwerdeführer war es somit aber durchaus 

absehbar und auch nachvollziehbar, dass er bei einem Verzicht auf die 

bisherige „Studienleitung“ lohnmässig zurückgestuft werden könnte. Von 

einer Missbräuchlichkeit oder Rechtswidrigkeit der tieferen Lohneinreihung 

als Professor mit Schwerpunkt Forschung kann umso weniger die Rede sein, 

als der Beschwerdeführer auf der Änderungskündigung vom 11.09.2007 gar 

noch selbst handschriftlich anführte, dass er die Kündigung schon deshalb 

nicht akzeptieren könnte, weil er danach keine Kaderfunktion mehr hätte und 

er seiner bisherigen Budget- und Personalkompetenz verlustig gehen würde. 

Damit bestätigte er aber gerade noch selbst implizite, dass eine 

Höhereinstufung der auch mit Führungs- und Verwaltungsaufgaben betrauten 

Lehrpersonen von der Sache gerechtfertigt sei. Jedenfalls hatte er die 

Wahlfreiheit den ihm offerierten Vorschlag vom 16.08.2007 anzunehmen oder 

sich sonst nach dem 15.02.2008 (Ende Schuljahr) innert 6 Monaten um eine 

andere, für ihn attraktivere und lukrativere Arbeitsstelle andernorts zu 

kümmern. Allein die Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer mit seiner 

neuen Gehaltseinreihung – aufgrund seiner unbestrittenen Verdienste für die 

Vorinstanz – nicht anfreunden und abfinden konnte, ändert an der 

augenfälligen „Willkürfreiheit“ der korrekt ausgesprochenen 

Änderungskündigung gar nichts. Aus demselben Grund ist auch die 

Gewährung einer Genugtuungssumme (Fr. 10'000.--) für angeblich erlittene 

immaterielle Unbill (Imageverlust; Erniedrigung als preisgekrönter 

Wissenschaftler in Fachwelt) nicht gerechtfertigt, womit der 

Beschwerdeführer mit den Begehren sowohl betreffend Schadenersatz als 

auch Genugtuung nicht durchdringt.

c) Was die Überstundenabgeltung mit Überzeit (25%-Lohnzuschlag) betrifft, 

sind sich die Parteien ebenfalls bis zuletzt uneins geblieben. Während die 

Vorinstanz derartige Ansprüche (inkl. Abgeltung Ferienguthaben) im Umfang 

von Fr. 10'347.55 (149.38 Std. x Fr. 69.27/Std.) akzeptierte, ermittelte der 

Beschwerdeführer für dieselbe Zeitspanne letztlich eine Abgeltung von Fr. 

55'610.-- (731.72 Std. x Fr. 76.--/Std.). Vorweg gilt es dazu grundsätzlich 

klarzustellen, dass der Beschwerdeführer nachweislich schon mit 

Aushändigung und Wirkung der Änderungskündigung im September 2007 

von der bisherigen Lehrtätigkeit „freigestellt“ wurde, um so namentlich das bis 

dahin geltend gemachte Überstundenkontingent (961 Std.) möglichst rasch 

und vollständig mit der verbleibenden Arbeitszeit bis zum Ablauf der 

Kündigungsfrist am 15.02.2008 aufrechnen und kompensieren zu können, 

ohne dabei an der ordentlichen Lohnfortzahlungspflicht bis zu jenem Zeitpunkt 

etwas korrigieren zu wollen. In diesem Sinne ist auch die Auflistung im 

Schreiben vom 25.09.2007 mit dem Titel „Arbeitsniederlegung infolge 

Kompensation der Überpensen“ der Vorinstanz an den Beschwerdeführer zu 

verstehen, worin detailliert und überzeugend darüber abgerechnet wurde, wie 

die Überpensen (2006-2007) bis Mitte Febr. 2008 abgebaut bzw. finanziell 

kompensiert würden. Als Restpensum blieben danach glaubhaft 144.22 Std. 

(961.22 h - 817 h), was schliesslich (inkl. anteilsmässiger Ferienabgeltung für 

2008) einwandfrei zur noch abzugeltenden Stundenzahl von 149.38 führte. 

Soweit der Beschwerdeführer demgegenüber eine weit höhere Stundenzahl 

(731.72) entschädigt haben möchte, hat er offenbar das Institut der sofortigen 

Freistellung während laufender Kündigungsfrist nicht richtig verstanden und 

falsch interpretiert. Hinzu kommt, dass in Ziff. 3.2.4 des HWT-Reglements 

noch ausdrücklich bestimmt wurde, dass Überstunden nur geltend gemacht 

werden könnten, sofern sie vom direkten Vorgesetzten angeordnet worden 

seien. In der Regel seien diese mit Freizeit zu kompensieren. Falls dies nicht 

[mehr] möglich sein sollte, werde der normale Lohnansatz ohne Zuschlag 

entschädigt. Wie von der Vorinstanz glaubwürdig dargetan wurde und vom 

Beschwerdeführer keineswegs stichhaltig widerlegt werden konnte, wurde ein 

Grossteil der geltend gemachten Überstunden ohne vorherige Genehmigung 

und Zustimmung der Vorgesetzten des Beschwerdeführers getätigt. 

Beispielhaft kann dazu auf die bei den Akten liegende Korrespondenz im 

Zusammenhang mit der Bekanntgabe der persönlichen Leistungsplanung für 

2007 durch den Beschwerdeführer verwiesen werden, wonach der Genannte 

– trotz mehrfacher Aufforderung durch die Vorinstanz ab Januar 2007 bzw. 

klarer Rückweisung der besagten Planung am 23.02.2007 infolge viel zu 

hohen Aufbaus von weiteren Überstunden (584 Std.) – die einverlangten 

Leistungsvorgaben erst am 30.08.2007 nachreichte. Aufgrund dieser 

Vorgeschichte konnte der Beschwerdeführer nun aber wirklich nicht ernsthaft 

davon ausgehen bzw. darauf vertrauen, dass ihm ab 23.02.2007 (zweites E-

Mail der Vorinstanz mit Vermerk: „Hauptziel kein weiteres Überpensum 

aufbauen“) zusätzliche Überstunden gewährt und bewilligt würden. Aufgrund 

der mit Absicht erfolgten „Freistellung am Arbeitsplatz“ ab 12.09.2007 war es 

sodann aber auch faktisch nicht mehr möglich, die verbleibenden 

Überstunden mittels Freizeit auszugleichen, weshalb die Vorinstanz jene 

Überzeit zu Recht (gemäss Ziff. 3.2.4 …-Regl.) zum normalen Lohnansatz 

ohne Sonderzuschlag von 25% aufrechnete. Dementsprechend resultierte 

daraus auch ein Verrechnungsansatz von Fr. 69.27 pro Std. und nicht etwa 

ein höherer Ansatz von Fr. 76.-- pro Std. Daraus ergibt sich, dass es an der 

ermittelten Abgeltung der Vorinstanz von Fr. 10'347.-- unter den Titeln 

„Überstunden, Überzeit und Ferien“ (149.38 x 69.27) nichts auszusetzen gibt 

und sie sich durchaus als rechtens und schützenswert erweist.

d) Zu klären bleibt damit noch der in der Replik vertieft erhobene Einwand, dass 

noch Reisespesen/Aufwandersatz für auswärtige Konferenzbesuche 

2007/2008 von Fr. 4'386.90 zu vergüten seien. Dem ist – im Einklang mit der 

von der Vorinstanz in der Duplik enthaltenen Begründung - entgegenzuhalten, 

dass dem Beschwerdeführer schon mit der Auflistung der „Abschlussarbeiten“ 

in Ziff. 8 laut Schreiben vom 25.09.2007 erläutert worden sei, welche 

Tätigkeiten (Repräsentationspflichten) künftig vom Beschwerdeführer bis zum 

Ablauf der Kündigungsfrist am 15.02.2008 noch erwartet und 

selbstverständlich dann auch noch separat vergütet würden. Die fragliche 

Position „Reisespesen/Konferenzbesuche 2007/2008“ war dort nicht 

enthalten, weshalb der Beschwerdeführer auch nicht darauf hoffen durfte, 

dass ihm jene „ausserbetrieblichen Spezialauslagen“ ohne weiteres vergütet 

würden. Dies gilt hier umso mehr, als die Vorinstanz mit E-Mail vom 

10.10.2007 nochmals ausdrücklich wiederholte, dass Konferenzbesuche 

nicht mehr zu den von ihr präzise definierten „Abschlussarbeiten“ gehören 

würden und daher die dafür anfallenden Reisekosten höchstens noch auf ein 

konkretes Begehren (Formular „Besuch auswärtiger Veranstaltungen“) 

übernommen werden könnten. Weitere Aufwendungen – wie z.B. 

Arbeitsstunden – könnten indes sicherlich nicht mehr übernommen werden. 

Weil nicht aktenkundig ist, ob der Beschwerdeführer ein solches Gesuch noch 

gestellt hat und ein solches Begehren sogar auch noch bewilligt wurde, muss 

jedoch davon ausgegangen werden, dass eine gesonderte Kostengutsprache 

für die seit Sept. 2007 trotz allem noch besuchten Kongressanlässe (ISGI in 

Genf; DGI-Tagung Frankfurt; Wiskom Jülich; Open Access Valencia; Kwil-

Konstanz; Knowtech Frankfurt; Iadis Portugal und im 2008 noch Bobcatss in 

Zadar) unterblieben ist, was zur Konsequenz hat, dass die Vorinstanz dafür 

nun auch nicht mehr finanziell gerade stehen muss. Die Überwälzung jener 

Zusatzkosten wäre ungerechtfertigt.

e) Nachdem der Beschwerdeführer seine zusätzlichen Einwände betreffend 

Beibehaltung des Professorentitels auch nach Ablauf der Kündigungsfrist und 

Verlassen der Vorinstanz ausdrücklich fallengelassen hat bzw. betreffend 

Weiterverwendung Laptop/Büroräumlichkeit (E-Mail vom 10.10.2007: 

Abgabetermin Notebook und Hausschlüssel bis 02.11.2007, 17.00 Uhr) in 

Anbetracht der überzeugenden Klarstellungen der Vorinstanz in ihrer 

Vernehmlassung (S. 22 Lit. F) überhaupt nichts mehr vorbrachte, braucht das 

Gericht darauf ebenfalls nicht mehr einzutreten. Dem ist hier umso mehr 

zuzustimmen, als es dafür - nebst fehlendem Anfechtungsobjekt - mittlerweile 

auch noch an einem aktuellen Rechtsschutzinteresse gefehlt hätte.

4. a) Die angefochtene Änderungskündigung vom 11./12.09.2007 der Vorinstanz 

erweist sich somit – mit Ausnahme der selbst noch anerkannten 

Lohnfortzahlungspflicht bis zum Ablauf der Kündigungsfrist am 15.02.2008 – 

in jeder Beziehung als rechtmässig und vertretbar, was zu ihrer Bestätigung 

und zur Abweisung der Beschwerde führt.

b) Die Gerichtskosten werden gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich 

dem Beschwerdeführer auferlegt. Auf die Zusprechung einer 

aussergerichtlichen Entschädigung an die Vorinstanz wird nach Art. 78 Abs. 

2 VRG indes verzichtet.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 6'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 284.--

zusammen Fr. 6'284.--

gehen zulasten von … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.