# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4a7e5dc9-6cde-5676-9a35-39064fb7fb56
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2026-01-12
**Language:** de
**Title:** 4A_600/2025 12.01.2026
**Docket/Reference:** 4A_600/2025
**URL:** https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F12-01-2026-4A_600-2025&print=yes&zoom=

## Full Text

Bundesgericht
Tribunal fdral
Tribunale federale
Tribunal federal
4A_600/2025
Urteil vom 12. Januar 2026
I. zivilrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Hurni, Prsident,
Gerichtsschreiber Tanner.
Verfahrensbeteiligte
1. A.________ AG,
2. B.________,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Claudio Allenspach,
Beschwerdefhrer,
gegen
C.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas Rd und Rechtsanwltin Dr. Manuela Heiss,
Beschwerdegegner.
Gegenstand
Forderung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Graubnden, Zweite zivilrechtliche Kammer, vom 22. Oktober 2025 (ZR2 25 37).
Erwgungen:
1.
Der Beschwerdegegner machte am 9. Juli 2020 beim Regionalgericht Landquart eine Stufenklage gegen die Beschwerdefhrer anhngig.
Nach frheren, vorliegend nicht relevanten Verfahrensschritten setzte der Vorsitzende des Regionalgerichts dem Beschwerdegegner mit Verfgung vom 29. April 2025 eine Frist zur Bezifferung seiner Forderungen an. Der Beschwerdegegner reichte am 30. Juni 2025 eine mit "Klage (Stufe 2) " berschriebene Eingabe ein. Der Vorsitzende leitete diese Eingabe an die Beschwerdefhrer weiter, wobei er ihnen eine Frist zur Klageantwort ansetzte.
Die Beschwerdefhrer beantragten mit Eingabe vom 4. August 2025, es sei ihnen diese Frist zur Klageantwort abzunehmen, weiter sei die "Klage (Stufe 2) " vom 30. Juni 2025 aus dem Recht zu weisen und schliesslich sei dem Beschwerdegegner eine Frist nur zur Bezifferung seiner Klage anzusetzen.
Der Vorsitzende des Regionalgerichts wies diese Antrge mit Verfgung vom 15. August 2025 ab und setzte den Beschwerdefhrern eine neue Frist an, um zur Klage vom 9. Juli 2020, soweit es sich dabei nicht um Ausfhrungen zur Stufe 1 handle, sowie zur Rechtsschrift vom 30. Juni 2025 eine Klageantwort einzureichen.
Mit Urteil vom 22. Oktober 2025 trat das Obergericht des Kantons Graubnden auf eine von den Beschwerdefhrern gegen diese Verfgung erhobene Beschwerde nicht ein.
2.
Dagegen erhoben die Beschwerdefhrer am 26. November 2025 Beschwerde an das Bundesgericht.
Mit Prsidialverfgung vom 1. Dezember 2025 wurde das Gesuch der Beschwerdefhrer um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
3.
Das Bundesgericht prft von Amtes wegen und mit freier Kognition, ob ein Rechtsmittel zulssig ist (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 150 III 248 E. 1; 149 III 277 E. 3.1; 148 IV 155 E. 1.1; 143 III 140 E. 1).
3.1. Gegen selbstndig erffnete Zwischenentscheide, mit denen weder ber die Zustndigkeit noch ber Ausstandsbegehren entschieden wurde (vgl. Art. 92 BGG), ist die Beschwerde nur zulssig, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken knnen (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifhren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten fr ein weitlufiges Beweisverfahren ersparen wrde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Der nicht wieder gutzumachende Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG muss ein Nachteil rechtlicher Natur sein, der auch durch einen spteren gnstigen Endentscheid nicht oder nicht gnzlich beseitigt werden kann, wogegen rein tatschliche Nachteile wie die Verfahrensverlngerung oder -verteuerung nicht ausreichen (BGE 144 III 475 E. 1.2; 142 III 798 E. 2.2; 141 III 80 E. 1.2; je mit Hinweisen).
Die selbstndige Anfechtbarkeit von Zwischenentscheiden bildet aus prozesskonomischen Grnden eine Ausnahme vom Grundsatz, dass sich das Bundesgericht mit jeder Angelegenheit nur einmal befassen soll (BGE 148 IV 155 E. 1.1; 144 III 475 E. 1.2; 142 III 798 E. 2.2). Diese Ausnahme ist restriktiv zu handhaben, zumal die Parteien keiner Rechte verlustig gehen, wenn sie einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG nicht selbstndig anfechten, knnen sie ihn doch mit dem Endentscheid anfechten, soweit er sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 93 Abs. 3 BGG; BGE 144 III 475 E. 1.2; 138 III 94 E. 2.2; 135 I 261 E. 1.2; 134 III 188 E. 2.2). Dementsprechend obliegt es der beschwerdefhrenden Partei darzutun, dass die Voraussetzungen fr eine ausnahmsweise Anfechtbarkeit eines Zwischenentscheids erfllt sind, soweit deren Vorliegen nicht offensichtlich in die Augen springt (BGE 142 III 798 E. 2.2; 141 III 80 E. 1.2; 138 III 46 E. 1.2; 137 III 324 E. 1.1; 133 III 629 E. 2.3.1).
3.2. Beim angefochtenen Urteil des Obergerichts des Kantons Graubndens vom 22. Oktober 2025 handelt es sich um einen Zwischenentscheid. Die Beschwerdefhrer zeigen indessen nicht auf, inwiefern die Voraussetzungen von Art. 93 Abs. 1 BGG fr die Anfechtung dieses Zwischenentscheids gegeben wren. Die Eintretensvoraussetzungen sind somit offensichtlich nicht erfllt.
Auf die Beschwerde ist daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten. Die Begrndung dieses Entscheids beschrnkt sich auf eine kurze Angabe des Unzulssigkeitsgrundes (Art. 108 Abs. 3 BGG).
4.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten den Beschwerdefhrern 1 und 2 unter solidarischer Haftung aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG).
Der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf eine Parteientschdigung, da ihm mangels Einholung einer Vernehmlassung aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein entschdigungspflichtiger Aufwand erwachsen ist (Art. 68 Abs. 2 BGG).
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden den Beschwerdefhrern 1 und 2 unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
3.
Es wird keine Parteientschdigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Graubnden, Zweite zivilrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 12. Januar 2026
Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Prsident: Hurni
Der Gerichtsschreiber: Tanner