# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b3d50722-32c2-58a9-9f58-285b6c7de4b2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-09-02
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 02.09.2014 R 2013 128
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-128_2014-09-02.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 128

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Vizepräsident Priuli und 

Verwaltungsrichter Stecher, Aktuarin ad hoc Blumenthal

URTEIL
vom 26. September 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, 
Beschwerdeführerin

gegen 

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Thomas Casanova, 

Beschwerdegegnerin
und

C._____ und D._____, 

Beschwerdegegner

Amt für Natur und Umwelt Graubünden, 

Beigeladen

betreffend Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustandes 
(Heckenpflege)

- 2 -

1. Im Jahr 2006 verkaufte A._____ ab der in ihrem Eigentum stehenden 

Parzelle 3254 Parzelle 3258 an C._____ und D._____. Die betroffenen 

Parzellen 3254 und 3258 liegen im Ortsteil X._____ der heutigen Ge-

meinde B._____. Im Jahre 2007 liessen C._____ und D._____ auf ihrer 

Parzelle ein Einfamilienhaus errichten. Auf und entlang der Grenze zwi-

schen den beiden Parzellen verläuft eine Hecke. Zwischen den Eigentü-

mern der beiden Parzellen bestehen grosse Differenzen betreffend Pflege 

dieser Hecke.

2. Am 1./28. Dezember 2009 schloss A._____ mit dem Kanton Graubünden 

mit Wirkung ab 1. Januar 2010 einen gesamtbetrieblichen Bewirtschaf-

tungsvertrag ab, in dem sie sich unter anderem verpflichtete, die Hecke 

nach Absprache mit dem Förster zu pflegen. Am 27. Januar/19. März 

2012 schlossen A._____ und der Kanton Graubünden einen neuen Ver-

trag mit Wirkung ab 1. Januar 2012 ab, in dem sich A._____ unter ande-

rem erneut verpflichtete, die Hecke nach Absprache mit dem Förster zu 

pflegen.

3. Am 12. Dezember 2011 ersuchte die damalige Gemeinde X._____ beim 

Amt für Natur und Umwelt Graubünden (ANU) um Auskunft darüber, wer 

für die Beurteilung einer fachgerechten Pflege der Hecke verantwortlich 

sei und wer die Kompetenz habe, diese Pflegemassnahmen durchzuset-

zen. Diesbezüglich hielt das ANU am 12. September 2012 in einem Be-

schlussprotokoll fest, dass der aktuelle Zustand der Grenzhecke aus öko-

logischer Sicht Defizite bezüglich der gesetzlichen Anforderungen aufwei-

se. Die Hecke sei mit alten Stockausschlägen von Eschen durchwachsen, 

welche die typischen Heckengehölze beschatteten und an der Entfaltung 

hinderten. Auf Parzelle 3258 sei die Hecke geschmälert und Humusboden 

aus der Hecke und dem Heckenrandbereich abgetragen worden. Wegen 

fehlender Hecken- und Heckenabstandsauflagen in der Baubewilligung 

- 3 -

seien Probleme mit zu geringen Heckenpufferzonen und auskragenden 

Ästen gegen das Wohnhaus entstanden. Das ANU unterbreitete deshalb 

folgenden Lösungsvorschlag: Die Hecke solle entlang der Hausfassade 

mit einer Minimaldimension von je 1 m Breite Bestockung bzw. zu besto-

ckender Fläche beidseitig der Grenze wiederhergestellt werden. Hinzu 

komme ein Heckensaum von je 2 m Breite. Ausserhalb der Hausfassade 

in Richtung Rhein gelte der Heckenperimeter nach der vorhandenen He-

ckenfläche, wobei auch hier die Minimaldimension zu erreichen sei. Die 

bestehende Hecke werde in eine Hochhecke mit ca. 3 bis 6 m hohen viel-

fältigen Sträuchern und buschförmig wachsenden Bäumen sowie verein-

zelten landschaftstypischen Hochbäumen (z.B. Eiche oder Kirsche) über-

führt. Dies werde durch einen Pflegeeingriff, insbesondere unter Aushol-

zung der durchwachsenen Eschen zur Förderung der vorhandenen 

Hochheckengehölze und punktuellen Gehölz nach Pflanzungen in den 

Lücken erreicht. Zur Vermeidung künftiger Probleme würden längs des 

Hauses keine Hochbäume vorgesehen. Die Arbeitsausführung solle im 

Herbst 2012 stattfinden, wobei den Grundeigentümern bezüglich der He-

ckenwiederherstellung keine Kosten entstünden. Die Gemeinde werde 

zur Ausführung dieser Arbeiten ermächtigt. Die künftige Pflege nach Auf-

kommen der Hecke sei fachgerecht auszuführen und liege in der Verant-

wortung der Grundeigentümer.

4. Während die Miteigentümer C._____ und D._____ von Parzelle 3258 am 

13. September 2012 diesem Vorschlag schriftlich zustimmten, konnte sich 

A._____ dazu nicht bereit erklären, wie sie dem ANU in einem Schreiben 

vom 28. September 2012 mitteilte. Am 17. Oktober 2012 schrieb das ANU 

dazu, das Ziel sei die Schaffung einer ökologisch wertvollen Hochhecke, 

in der hoch wachsende Sträucher und selbstverständlich auch buschför-

mig wachsende Bäume (z.B. Vogelbeere, Feldahorn) aufkommen könn-

ten. Ausgewachsene Hochbäume seien, allenfalls abgesehen von verein-

- 4 -

zelten landschaftsprägenden Elementen, nicht vorgesehen, da sich ein 

Hochbaum längs des Hauses wegen des fehlenden Platzes im Kronenbe-

reich gar nicht entwickeln könne. Unterhalb des Hauses sei aber ein sol-

cher landschaftsprägender Baum, falls erwünscht, durchaus möglich. 

Deshalb könne dem Wunsch zum Erhalt der ausgewachsenen Esche 

beim unteren Mauerdurchlass entsprochen werden. Das ANU lud 

A._____ ein, dem Sanierungsvorschlag doch noch zuzustimmen. Diese 

reagierte jedoch auf das Schreiben nicht.

5. Am 11. Januar 2013 verfügte die seit dem 1. Januar 2012 neu aus den 

Gemeinden Y._____ und X._____ bestehende Gemeinde B._____ Wie-

derherstellungs- und Pflegemassnahmen für die Hecke auf der Parzellen-

grenze zwischen 3254 und 3258. Die Hecke solle entlang der Hausfassa-

den mit einer Minimaldimension von je 1 m Breite Bestockung bzw. zu 

bestockender Fläche beidseitig der Grenze wiederhergestellt werden. 

Hinzu komme ein Heckensaum von je 2 m Breite. Ausserhalb der Haus-

fassade in Richtung Rhein gelte der Heckenperimeter nach der vorhan-

denen Heckenfläche, wobei auch hier die Minimaldimension zu erreichen 

sei. Die bestehende Hecke werde in eine Hochhecke mit ca. 3 bis 6 m 

hohen vielfältigen Sträuchern und buschförmig wachsenden Bäumen so-

wie vereinzelten landschaftstypischen Hochbäumen (z.B. Eiche oder Kir-

sche) überführt. Dies werde durch einen Pflegeeingriff, insbesondere un-

ter Ausholzung der durchwachsenen Eschen zur Förderung der vorhan-

denen Hochheckengehölze und punktuellen Gehölz nach Pflanzungen in 

den Lücken erreicht. Zur Vermeidung künftiger Probleme würden längs 

des Hauses keine Hochbäume vorgesehen. Das Forstamt der Gemeinde 

werde beauftragt, nach Ablauf der Beschwerdefrist und nach Rückspra-

che mit dem ANU die Wiederherstellung- und Pflegemassnahmen auf 

Kosten der Gemeinde durchzuführen. Die Eigentümer von Parzellen 3254 

und 3258 seien verpflichtet, den Mitarbeitern des Forstamts der Gemein-

- 5 -

de den Zugang zu ihren Parzellen zu gewähren, die für die Ausführung 

der Wiederherstellung- und Pflegemassnahmen erforderlichen Flächen 

zur Verfügung zu stellen und die Ausführung der Arbeiten zu dulden. Sie 

seien aber auch berechtigt, der Gemeinde innerhalb der Beschwerdefrist 

mitzuteilen, dass sie die Wiederherstellung- und Pflegemassnahmen nach 

Weisung des ANU selber und auf eigene Kosten innert dreier Wochen 

nach Ablauf der Beschwerdefrist durchführten. Falls diese innerhalb vierer 

Wochen nach Ablauf der Beschwerdefrist nicht durchgeführt seien, wür-

den sie durch das Forstamt durchgeführt. 

Hierbei stützte sich die Gemeinde zwecks Begründung auf die Feststel-

lungen des ANU im Schreiben vom 12. September 2012 und hielt zudem 

fest, dass die erforderlichen Massnahmen zur Wiederherstellung und zur 

Aufwertung der geschützten Hecke nun angeordnet werden mussten, da 

keine Einigung über die freiwillige Durchführung der Arbeiten habe erzielt 

werden können.

6. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend Beschwerdeführerin) am 20. Fe-

bruar 2013 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden und beantragte die Gutheissung der Beschwerde und die 

Aufhebung der Verfügung der Gemeinde B._____ vom 11.  Januar 2013 

betreffend Heckenpflege auf Parzellen 3254 und 3258. 

Zur Begründung führte die Beschwerdeführerin in formeller Hinsicht aus, 

dass sie vor Erlass der Verfügung von der Beschwerdegegnerin (nachfol-

gend Gemeinde) nicht kontaktiert worden sei. Zwar habe die Gemeinde 

offensichtlich das ANU als "Vermittlerin" beigezogen, welches mit ihr Kon-

takt aufgenommen habe, die Gemeinde habe sich aber mit ihr direkt nicht 

in Verbindung gesetzt. Dadurch habe sie keine Gelegenheit erhalten, sich 

zu den verfügten Massnahmen vorgängig äussern zu können, womit ihr 

das rechtliche Gehör nicht gewährt worden sei. 

- 6 -

In materieller Hinsicht stellt sich die Beschwerdeführerin auf den Stand-

punkt, dass die Hecke auf Parzelle 3254 aus ökologischer Sicht keine De-

fizite bezüglich der Anforderungen im Baugesetz aufweise. Sie sei natür-

lich gewachsen. Es stimme nicht, dass es sich bei den bestehenden 

Bäumen um alte Stockausschläge von Eschen handle. Sie bestreite so-

dann, dass es sich bei der herangezogenen Bestimmung des Baugeset-

zes von X._____ um eine genügende gesetzliche Grundlage für die An-

ordnung von Massnahmen handle. Sie könne dies jedoch nicht einschät-

zen, insbesondere da das Baugesetz auf der Homepage der Gemeinde 

nicht publiziert sei. 

Gemäss GGP liege die geschützte Hecke sodann ausschliesslich auf der 

Parzelle 3258. Auf Parzelle 3254 hätten sich zwar im Lauf der Jahre ver-

schiedene natürlich gewachsene Bäume und Sträucher herausgebildet, 

welche jedoch gemäss klarer Bezeichnung im GGP nicht zu den in die-

sem bezeichneten erhaltenswerten Hecken und Feldgehölzen gehörten, 

weshalb die Anordnung der Gemeinde auch willkürlich sei. Die Pflanzen 

auf Parzelle 3258 seien dagegen auf jeden Fall aufzuforsten bzw. wieder 

herzustellen. 

Selbst wenn die Pflanzen auf Parzelle 3254 Teil der geschützten Hecke 

wären, müsste beachtet werden, dass das Haus auf Parzelle 3258 offen-

sichtlich zu nahe an die geschützte Hecke gebaut worden sei. Es wäre 

nicht nur ein Abstand von 4 m, sondern von 6 m, heute sogar 7 m, einzu-

halten gewesen. Dennoch habe die Gemeinde den zu geringen Abstand 

bewilligt. Dass die Hecke nun zudem auf der gesamten Länge des Hau-

ses mit einer Minimaldimension wiederhergestellt werden solle und somit 

C._____ und D._____ (nachfolgend Beschwerdegegner) ein zweites Mal 

„belohnt“ würden, sei nicht nachvollziehbar, genauso wenig, dass auch 

ausserhalb des Hausfassadenbereichs die Minimaldimension einzuhalten 

sei, denn dort befänden sich gar keine Bauten. Da die im Baugesetz ge-

nannte Bestimmung vorschreibe, dass die im GGP bezeichneten erhal-

- 7 -

tenswerten Hecken in ihrem Charakter zu erhalten seien, seien dement-

sprechend die natürlich gewachsenen Bäume und Sträucher auf Parzelle 

3254 zu erhalten und auf Parzelle 3258, wo sie entfernt worden seien, 

wieder anzupflanzen. 

Schliesslich stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt, dass 

es sachlich nicht gerechtfertigt sei, dass zum einen auf Höhe des Hauses 

der Beschwerdegegner in Zukunft keine Bäume mehr wachsen sollten 

und zum anderen, dass die bestehenden Bäume auf Parzelle 3254 er-

satzlos entfernt werden sollten und die bestehende Hecke aus Bäumen 

und Sträuchern in eine Hochhecke mit nur noch ca. 3 bis 6 m hohen 

Sträuchern und buschförmig wachsenden Bäumen sowie vereinzelten 

landschaftstypischen Hochbäumen zu überführen sei. So werde die ge-

schützte Hecke gerade nicht in ihrem Charakter erhalten, da keine der 

natürlich gewachsenen Hochbäume mehr vorhanden wären.

7. Am 14. März 2013 beantragte die Gemeinde, auf die Beschwerde sei 

nicht einzutreten, eventuell sei sie abzuweisen. In formeller Hinsicht sei 

festzuhalten, dass das ANU namens und auftrags der Gemeinde einen 

Lösungsvorschlag entworfen und mit den Beteiligten einen intensiven 

Kontakt gepflegt habe. Die Beteiligten seien darüber informiert worden, 

dass die Gemeinde verfügen werde, wenn eine einvernehmliche Lösung 

scheitere. Die Beschwerdeführerin habe somit mit dem Erlass einer Ver-

fügung rechnen müssen. Ein zusätzliches Vernehmlassungsverfahren vor 

Erlass der Verfügung sei nicht erforderlich gewesen, weil die Beschwer-

deführerin umfassende Kenntnisse der Gegebenheiten und genügend 

Möglichkeiten gehabt habe, ihr Anliegen vorzubringen. 

In materieller Hinsicht sei zunächst festzuhalten, dass die Beschwerde-

führerin nicht legitimiert sei, Gegebenheiten betreffend Parzelle 3258 zu 

rügen, weshalb darauf nicht eingetreten werden könne. Es spiele sodann 

keine Rolle, dass die Beschwerdeführerin die gesetzliche Grundlage auf 

- 8 -

der Homepage der Gemeinde nicht gefunden habe, da diese trotzdem 

bestehe. 

Die Gemeinde habe das vom ANU erarbeitete Konzept übernommen und 

sich bei der Durchsetzung von selbigem beraten lassen. Überdies gehe 

aus dem Zonenplan der Gemeinde hervor, dass die erhaltenswerten He-

cken und Feldgehölze sowohl Parzelle 3258 als auch Parzelle 3254 be-

träfen.

8. Am 21. März 2013 schrieb das ANU in seiner Vernehmlassung, dass, 

wenn ein Eigentümer es unterlasse, eine geschützte Hecke zu pflegen, 

seines Erachtens gestützt auf die gesetzlichen Bestimmungen im mass-

gebenden Baugesetz in analoger Anwendung die Baubehörde der Ge-

meinde zuständig sei, die erforderlichen Pflegemassnahmen anzuordnen. 

Dies gelte auch, wenn von einer geschützten oder nicht geschützten He-

cke eine Gefahr für ein Gebäude ausgehe. 

Am 18. Mai 2012 habe der Mitarbeiter des ANU der Beschwerdeführerin 

bei ihr zuhause den Lösungsvorschlag vorgestellt und ihr am 26. Septem-

ber 2012 den schriftlich verfassten Lösungsvorschlag unterbreitet und 

erläutert. Beide Male habe die Beschwerdeführerin ihr Einverständnis er-

klärt. In der Folge sei jedoch ein nicht unterzeichnetes Beschlussprotokoll 

zurückgeschickt worden. Am 17. Oktober 2012 habe ihr das ANU die vor-

gesehenen Pflegemassnahmen sodann nochmals schriftlich erläutert und 

als sie auf selbiges Schreiben erneut nicht reagiert habe, habe am 

13. November 2012 zwischen dem ANU und der Gemeinde eine Bespre-

chung über das weitere Vorgehen stattgefunden. Daraufhin habe der Mit-

arbeiter des ANU mit der Beschwerdeführerin am 7. Dezember 2012 ein 

weiteres Gespräch geführt, welches jedoch ergebnislos geblieben sei. An-

lässlich dieses Gesprächs sei der Beschwerdeführerin aber mitgeteilt 

worden, dass im Falle eines Scheiterns des Lösungsvorschlages eine 

Verfügung der Gemeinde erlassen werde. 

- 9 -

Des Weiteren hielt das ANU fest, dass die Hecke auf Parzelle 3254 sehr 

wohl ökologische Defizite aufweise. Das Defizit werde auch dadurch do-

kumentiert, dass die Beschwerdeführerin mit dem Kanton Graubünden 

einen gesamtbetrieblichen Bewirtschaftungsvertrag abgeschlossen habe, 

der auch die Pflege der Hecke umfasse. Denn auf Parzelle 3254 gehe es 

lediglich um Pflegemassnahmen, welche die selektive Auslichtung der 

unerwünschten, verdrängenden Gehölze, insbesondere Eschen, und die 

beschleunigte Wiederherstellung der Hecke mittels punktueller Pflanzung 

erwünschter Heckengehölze, insbesondere dornentragender Sträucher, 

beinhalteten. Die fachgerechte Pflege gemäss Beiblatt zum Bewirtschaf-

tungsvertrag richte sich nach den Grundsätzen der Öko-Qualitäts-

verordnung und entspreche den in der angefochtenen Verfügung ange-

ordneten Massnahmen. 

Da eine Verschiebung des Hauses oder dessen Abbruch unverhältnis-

mässig wäre, müsse auf die jetzigen Platzverhältnisse Rücksicht genom-

men werden. Unter "Minimaldimension“ werde eine Bestockung von 1 m 

Breite und ein Heckensaum von 2 m Breite verstanden. Es handle sich 

bei der Anordnung der Minimaldimensionierung ausserhalb des Hausbe-

reiches um keine Privilegierung von Parzelle 3258, da die Minimaldimen-

sion zum Teil Richtung Rhein sogar grösser sein dürfte als die frühere 

Heckenfläche.

Ferner können auf der Höhe des Wohnhauses auch in Zukunft Bäume, 

aber aus Platzgründen keine Hochbäume mehr wachsen. Und schliess-

lich sei festzuhalten, dass sich die Beschwerdeführerin widersprüchlich 

verhalte, habe sie sich doch im Bewirtschaftungsvertrag mehr als drei 

Jahre zuvor dazu verpflichtet, die Hecke zu pflegen respektive die Aus-

führung durch Dritte zu dulden.

9. Die Beschwerdegegner liessen sich, trotz entsprechender Aufforderung, 

nicht einvernehmen.

- 10 -

10. Am 25. April 2013 replizierte die Beschwerdeführerin und hielt – zunächst 

– an ihren Anträgen fest, führte aber sogleich aus, dass sich die Be-

schwerde nicht gegen die Wiederherstellung der zerstörten Hecke auf Pa-

rzelle 3258 richte, sondern dagegen, dass verfügt worden sei, dass in Zu-

kunft auf Parzelle 3254 keine Hochstammbäume mehr wachsen dürften. 

Der in der Beschwerde gestellte Antrag um Aufhebung der Verfügung be-

träfe nur den Teil der Verfügung bezüglich der Massnahmen für Parzelle 

3254. Die restlichen Ausführungen seien nur Gedanken und Anregungen 

zu den verfügten Massnahmen gewesen. 

Die lediglich mündlich erfolgte Vorinformation durch das ANU vom 

18. Mai 2012 könne das Vernehmlassungsverfahren der Gemeinde vor 

Erlass der Verfügung nicht ersetzen, weshalb das rechtliche Gehör durch 

die Gemeinde verletzt worden sei. 

Sodann seien im Zonenplan die Pflanzen mit „Punkten“ eingezeichnet, 

wodurch auf diesem eindeutig ersichtlich werde, dass die die Hecke sym-

bolisierenden „Punkte“ neben der als „Strich“ dargestellten Parzellengren-

ze stehen würden. Dies belege, dass die auf der Parzelle 3254 befindli-

chen Pflanzen eben nicht Teil der Hecke seien.

Das ANU, welches mangels Parteistellung gar keine Anträge stellen dür-

fe, bringe betreffend gesetzliche Grundlagen neu die Öko-Qualitäts-

verordnung und den Bewirtschaftungsvertrag ins Spiel, welche aber keine 

gesetzlichen Grundlagen darstellen würden. Darin würden zwar verschie-

dene Grundsätze für die Heckenpflege genannt, aber es werde nirgends 

angeordnet, dass natürlich gewachsene Bäume ersatzlos entfernt werden 

müssten. Die ersatzlose Entfernung natürlich gewachsener Hochbäume 

gehe somit klar über einen Pflegeeingriff hinaus und sei überdies nicht 

Gegenstand des Bewirtschaftungsvertrages.

11. Mit Schreiben vom 30. April 2013 verzichtete die Gemeinde auf die Ein-

reichung ihrer Duplik.

- 11 -

12. Am 13. Mai 2013 duplizierte das ANU, dass es sich um eine Hecke auf 

und entlang der Grenze zwischen den Parzellen 3254 und 3258 handle 

und demnach nicht nur die auf der Parzelle 3258 vorhandenen Bäume 

und Sträucher Teil der geschützten Hecke seien. 

Ferner bedeute das Auf-den-Stock-Setzen der Eschen im Hinblick auf die 

Umwandlung der Hecke in eine Hochhecke nicht, dass Eschen entfernt 

würden. Auch in Zukunft dürften auf Parzelle 3254 hohe Bäume mit gros-

sen Kronen wachsen, nur nicht im Hausbereich, wo die Bäume wegen 

Platzmangels nicht allzu gross werden sollten. 

Der Mitarbeiter des ANU sei am 18. Mai 2012 bei der Beschwerdeführerin 

gewesen. Zwischen dem 24. August und dem 24. September 2012 habe 

er vergeblich versucht, die Beschwerdeführerin telefonisch zu erreichen. 

Am 25. September 2012 habe er sie deshalb aufgesucht, man habe ab-

gemacht, dass er am Folgetag wiederkomme, um den Lösungsvorschlag 

zu besprechen. Im Oktober und November 2012 habe man die Beschwer-

deführerin wieder zu erreichen versucht, was jedoch nicht gelungen sei, 

weswegen der Besuch vom 7. Dezember 2012 unangemeldet erfolgt sei.

Auf die weiteren Vorbringen in den Rechtsschriften sowie auf die ange-

fochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachste-

henden Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die 

Verfügung vom 11. Januar 2013 der Gemeinde B._____ betreffend He-

ckenpflege der Parzellen 3254 und 3258. Zunächst ist davon Kenntnis zu 

nehmen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Replik ihre Rechtsbegeh-

ren teilweise zurückgezogen hat, indem sie lediglich noch die auf Parzelle 

- 12 -

3254 verfügten Massnahmen beanstandet, ausdrücklich aber nicht (mehr) 

die auf Parzelle 3258 beabsichtigten Massnahmen. Die Beschwerde ist 

deshalb bezüglich der auf Parzelle 3258 beabsichtigten Massnahmen 

durch Rückzug gegenstandslos geworden.

2. Bezüglich der auf Parzelle 3254 verfügten Massnahmen macht die Be-

schwerdeführerin in formeller Hinsicht zunächst geltend, ihr sei das recht-

liche Gehör seitens der Gemeinde nicht gewährt worden. Dabei übersieht 

die Beschwerdeführerin aber, dass das Amt für Natur und Umwelt 

Graubünden (ANU) im vorliegenden Fall namens und auftrags der Ge-

meinde tätig war. Dies geht beispielsweise aus dem der Beschwerdefüh-

rerin zur Unterzeichnung zugestellten Beschlussprotokoll des ANU vom 

12. September 2012 (Bg-act. 4.; ANU-act. 8) hervor, wo festgehalten wird, 

dass das ANU den Lösungsvorschlag „auf Anfrage der Gemeinde vom 

12. Dezember 2011" entworfen hat; welcher überdies inhaltlich mit der 

angefochtenen Verfügung übereinstimmt, sowie auch aus dem der Be-

schwerdeführerin eingeschrieben zugestellten Schreiben des ANU vom 

17. Oktober 2012 (Bg-act. 6; ANU-act. 10), welchem entnommen werden 

kann, dass das ANU auf Anfrage der Gemeinde zwecks Vermittlung ein-

geschaltet worden sei. Da die Beschwerdeführerin die diversen Kon-

taktaufnahmen des für die Gemeinde agierenden ANU sodann nicht be-

streitet, trifft es demnach nicht zu, dass die Beschwerdeführerin vor Er-

lass der Verfügung nicht angehört wurde. Selbst wenn es aber zuträfe, 

dass die 

Beschwerdeführerin mündlich vom ANU nicht auf eine bevorstehende 

Verfügung aufmerksam gemacht worden wäre, geht aus dem Umstand, 

dass sie in ihrem Schreiben vom 28. September 2012 an das ANU (Bg-

act. 5; ANU-act. 9) selber um den Erlass einer Verfügung gebeten hat, 

klar hervor, dass sie bei Scheitern einer gütlichen Lösung mit dem Erlass 

einer Verfügung gerechnet hat. Das Schreiben zeigt zudem, dass die Be-

- 13 -

schwerdeführerin über die Angelegenheit schon lange vor Erlass der an-

gefochtenen Verfügung bestens im Bilde war und somit hinreichend Ge-

legenheit hatte, sich zu den verfügten Massnahmen zu äussern. Dem-

nach wurde der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör seitens des 

ANU, welches hier für die Gemeinde tätig war, ausreichend gewährt, wo-

mit die angefochtene Verfügung in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden 

ist.

3. a) Bezüglich der auf Parzelle 3254 verfügten Massnahmen macht die Be-

schwerdeführerin sodann in materieller Hinsicht vorab geltend, dass für 

die angefochtene Verfügung eine genügende gesetzliche Grundlage feh-

le, insbesondere, da das Baugesetz X._____ (BG; komm. GS 0.021.00) 

auf der Homepage der Gemeinde nicht publiziert sei. Diesbezüglich ist je-

doch klarzustellen, dass es keine Rolle spielt, dass das BG auf der Ho-

mepage der Gemeinde B._____ angeblich nicht aufgeschaltet gewesen 

sein soll, weil sich die Beschwerdeführerin auch bei der Gemeinde direkt 

über den Inhalt des BG hätte informieren können. Ein Besuch auf der 

Homepage der Gemeinde B._____ am 4. September 2013 ergab, dass 

das Baugesetz aufgeschaltet ist.

b) Die hier massgebliche gesetzliche Grundlage für die Wiederherstellung 

bildet – wie die Gemeinde richtig feststellt – Art. 11 Abs. 3 BG zusammen 

mit dem geltenden Zonen- und Generellen Gestaltungsplan 1:2000 

X._____ (GGP). Danach dürfen die im GGP bezeichneten erhaltenswer-

ten Hecken, Feldgehölze und Bäume nicht zerstört oder gerodet werden 

und sind in ihrem Charakter zu erhalten. Über die Kompetenz zur Durch-

setzung der allfälligen Wiederherstellung und Pflege der Hecken schweigt 

sich Art. 11 Abs. 3 BG allerdings aus. Das ANU hält dafür, dass diesbe-

züglich Art. 55 Abs. 3 BG analog anwendbar sei, wonach die Baubehörde 

die notwendigen Massnahmen zur Pflege und Kennzeichnung der ge-

- 14 -

schützten Gebiete trifft (Satz 1). Art. 55 BG betrifft aber Naturschutzzonen 

und ist deshalb hier nicht anwendbar. Die gesetzliche Grundlage für die 

Wiederherstellung der Hecken findet sich in Art. 47 des Gesetzes über 

den Natur- und Heimatschutz im Kanton Graubünden (KNHG; BR 

496.000), welcher wie folgt lautet:

Art. 47 Abs. 1

„Wer ein aufgrund der Bundesgesetzgebung oder dieses Gesetzes geschütztes 

Objekt beschädigt oder zerstört, kann von der zuständigen Fachstelle unabhän-

gig von einem Strafverfahren verpflichtet werden

lit. a: die widerrechtlich getroffenen Massnahmen rückgängig zu machen; 

lit. b: die Kosten zu übernehmen, die aus der Beseitigung des Schadens 

entstehen; 

lit. c: angemessenen Ersatz zu leisten, wenn die Wiederherstellung nicht 

möglich ist. 

Abs. 2

Wenn gleichzeitig ein Verstoss gegen Bestimmungen der Raumplanungsge-

setzgebung vorliegt, findet das Verfahren gemäss Artikel 94 des Raumpla-

nungsgesetzes für den Kanton Graubünden Anwendung“.

Bei der fraglichen Hecke handelt es sich vorliegend unbestrittenermassen 

um "ein aufgrund dieses Gesetzes geschütztes Objekt" und gemäss Art. 7 

KNHG, welcher wie folgt lautet:

Art. 7 

„Die zuständigen Behörden des Kantons und der Gemeinden treffen Massnah-

men zur Verhinderung von Beeinträchtigungen sowie zur Erhaltung, Aufwertung 

und Pflege von schutzwürdigen Objekten durch:

lit. a: Instrumente des Raumplanungsrechts; 

lit. b: Verfügungen über Einzelobjekte; 

lit. c: Vereinbarungen mit Grundeigentümerinnen und Grundeigentümern sowie 

Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern; 

- 15 -

lit. d: besondere Auflagen und Bedingungen bei der Ausrichtung von Beiträgen“.

sind die zuständigen Behörden des Kantons und der Gemeinden berech-

tigt Massnahmen zur Verhinderung von Beeinträchtigungen sowie zur Er-

haltung, Aufwertung und Pflege von schutzwürdigen Objekten – wie vor-

liegend der Hecke – zu treffen. Gleichzeitig wird dem GGP der Gemeinde 

aber nicht Genüge getan, so dass aufgrund des Verweises in Art. 47 

Abs. 2 KNHG gemäss Art. 94 Abs. 2 des Raumplanungsgesetzes des 

Kantons Graubünden (KRG; BR 801.100) die kommunale Baubehörde für 

die Wiederherstellung zuständig ist. Im Übrigen liesse sich die Zuständig-

keit der Gemeinde zur Heckenpflege (womit die Berechtigung zur Vor-

nahme entsprechender Massnahmen selbstverständlich verbunden sein 

muss) wohl auch direkt auf Art. 17 Abs. 2 KNHG abstützen. Art. 17 KNHG 

bestimmt, dass:

Art. 17 Abs. 1

„Kanton und Gemeinden treffen Massnahmen zur Vernetzung isolierter Lebensräume 

und ihrer Lebensgemeinschaften. 

Abs. 2

In intensiv genutzten Gebieten sorgen sie für ökologischen Ausgleich mit der Anlage und 

Pflege von Hecken und Feldgehölzen, mit der Aufwertung von Fliessgewässern und von 

Uferbestockungen, mit Ackerrandstreifen oder anderer naturnaher und standorttypischer 

Vegetation. Die Interessen der land- und forstwirtschaftlichen sowie touristischen Nut-

zungen sind dabei zu berücksichtigen.“

Zusammenfassend kann demnach festgehalten werden, dass vorliegend 

gestützt auf die vorstehend genannten genügenden, gesetzlichen Grund-

lagen der Erlass der angefochten Verfügung in die Zuständigkeit der Ge-

meinde fiel. Die angefochtene Verfügung ist in dieser Hinsicht somit nicht 

zu beanstanden.

- 16 -

c) Bezüglich der Behauptung der Beschwerdeführerin, wonach die unbestrit-

tenermassen geschützte Hecke gemäss GGP und Zonenplan aber ledig-

lich auf Parzelle 3258 liege, beweist ein Blick auf die Pläne (Bf-act. 18 

und ANU-act. 1) das Gegenteil. Die „Punkte“ sind klar auf beiden Parzel-

len liegend eingetragen, d.h. die die Hecke symbolisierenden „Punkte“ 

sind eindeutig auf der als „Strich“ dargestellten Parzellengrenze eingetra-

gen, womit die auf und entlang der Grenze liegende, erhaltenswerte He-

cke – und damit ebenfalls die sich im Lauf der Jahre von der Hecke auf 

die Parzelle 3254 herausgebildeten Bäume und Sträucher – die Parzelle 

3254 betrifft. Damit ist belegt, dass die Gemeinde beim Erlass der Verfü-

gung nicht von falschen Voraussetzungen ausgegangen ist, denn auch 

auf der Parzelle 3254 befindet sich somit ein Teil der gemäss Art. 47 

Abs. 1 KNHG geschützten Hecke. Die angefochtene Verfügung ist somit 

auch in dieser Hinsicht nicht zu beanstanden.

4. a) Bezüglich der auf Parzelle 3254 verfügten Massnahmen kritisiert die Be-

schwerdeführerin die angefochtene Verfügung in materieller Hinsicht fer-

ner als inhaltlich untauglich und gesetzeswidrig. Sie behauptet insbeson-

dere, die Hecke weise auf Parzelle 3254 keine ökologischen Defizite be-

züglich der Anforderungen im Baugesetz auf. Sie sei natürlich gewachsen 

und es treffe nicht zu, dass es sich bei den bestehenden Bäumen um alte 

Stockausschläge von Eschen handle. Dazu ist festzuhalten, dass diese 

Darstellung sicherlich zu kurz greift. Gemäss den ohne Weiteres nach-

vollziehbaren Ausführungen des fachkundigen ANU resp. der Gemeinde, 

handelt es sich bei der Hecke um eine Grenzhecke mit Heckenlebens-

raum, welche mit alten Stockausschlägen von Eschen durchwachsen ist; 

was für Eschen, welche die Eigenschaft und Tendenz aufweisen, Sto-

ckausschläge zu bilden, typisch ist. Deshalb müsse die Hecke, da sie sich 

sonst in ihrem Charakter verändere, unterhalten werden. Hierfür benötig-

ten die typischen Heckengehölze Pflegemassnahmen, damit sie nicht mit 

- 17 -

der Zeit von rasch wachsenden Pflanzen beschattet und an der Entfaltung 

gehindert werden; dies um der Bedeutung der in Art. 11 Abs. 3 BG enthal-

tenen Verpflichtung "sie sind in ihrem Charakter zu erhalten" gerecht zu 

werden. Dass mit der Zeit ökologische Defizite an der Hecke aufgetreten 

sind resp. auftreten, ist sodann auch nicht weiter verwunderlich, kam doch 

die Beschwerdeführerin den im gesamtbetrieblichen Bewirtschaftungsver-

trag (ANU-act. 4 und 5) mit dem Kanton Graubünden, vertreten durch das 

ANU, von 2009 resp. 2012, vereinbarten Pflegeeingriffen an genau dieser 

Hecke nicht nach, weshalb überhaupt eine Verfügung von der – wie vor-

stehend festgestellt wurde – zuständigen Baubehörde der Gemeinde zu 

erlassen war. Bezüglich des Bewirtschaftungsvertrages ist zudem festzu-

halten, dass sich die Beschwerdeführerin widersprüchlich verhält, wenn 

sie die auf ihrer Parzelle vorzunehmenden Heckenpflegemassnahmen 

nun als unnötig und untauglich ablehnt, obwohl sie den Bewirtschaftungs-

vertrag abgeschlossen hat. 

b) Schliesslich kritisiert die Beschwerdeführerin bezüglich der auf Parzelle 

3254 verfügten Massnahmen die angefochtene Verfügung als sachlich 

nicht gerechtfertigt soweit die bestehenden Bäume auf ihrer Parzelle er-

satzlos entfernt werden sollen und die bestehende Hecke aus Bäumen 

und Sträuchern in ein Hochhecke zu überführen wäre. Überzeugend ist 

diesbezüglich jedoch die Darlegung des ANU resp. der Gemeinde, wo-

nach das Auf-den-Stock-Setzen der Eschen im Hinblick auf die Umwand-

lung der Hecke in eine Hochhecke nicht bedeute, dass Eschen entfernt 

würden (sie wachsen ja nach). Zudem dürften auf der Höhe des Hauses 

der Beschwerdegegner auf der Parzelle 3254 auch in Zukunft Bäume 

wachsen, nur eben keine hohen Bäume (Hochstammbäume), da diese 

zur Entfaltung speziell im Kronenbereich zu wenig Platz haben. Und im 

Übrigen dürfe die ausgewachsene Esche beim unteren Mauerdurchlass 

auf Parzelle 3254 gemäss Mitteilung des ANU vom 17. Oktober 2012 (Bg-

- 18 -

act. 6; ANU-act. 10) stehen bleiben. Es trifft also – wie von der Beschwer-

deführerin ebenfalls behauptet – gar nicht zu, dass in Zukunft auf Parzelle 

3254 keine Hochstammbäume mehr wachsen dürfen. Auf der Parzelle 

der Beschwerdeführerin geht es nämlich nicht um die ersatzlose Entfer-

nung von Bäumen, sondern um Heckenpflegemassnahmen, welchen die 

Beschwerdeführerin im Rahmen des Bewirtschaftungsvertrages bereits 

zugestimmt hat. Die in der angefochtenen Verfügung von der Gemeinde 

beschriebenen Massnahmen die Parzelle 3254 betreffend bezüglich des 

Heckencharakters im Sinne des Art. 11 Abs. 3 BG sowie bezüglich der 

Dimensionierung des Heckenbereiches im Hausbereich und unterhalb 

des Hauses bis zum Rhein erscheinen durchaus sachgerecht und können 

sich zudem – fachlich – auch auf die Verordnung über die regionale För-

derung der Qualität und der Vernetzung von ökologischen Ausgleichs-

flächen in der Landwirtschaft (Öko-Qualitätsverordnung; SR 910.14) ab-

stützen. Da überdies die Versetzung oder der Abbruch des Hauses auf 

Parzelle 3258 zum Zwecke der Heckenausweitung im Hausfassadenbe-

reich sicherlich unverhältnismässig wäre, ist die angefochtene Verfügung 

nicht nur sachgerecht, sondern auch verhältnismässig.

5. a) Im Sinne der obenstehenden Erwägungen ist somit insgesamt festzuhal-

ten, dass die angefochtene Verfügung sowohl in formeller als auch in ma-

terieller Hinsicht nicht zu beanstanden ist, sich demnach die Beschwerde 

als unbegründet erweist und damit abzuweisen ist, soweit sie nicht infolge 

Rückzuges gegenstandslos geworden ist.

b) Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten gemäss Art. 73 Abs. 1 

des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 370.100) zu Las-

ten  der Beschwerdeführerin. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öf-

fentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird dagegen 

gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zu-

- 19 -

gesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon 

abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass. Den Beschwerdegegnern, 

welche sich am Verfahren nicht beteiligt haben, ist ebenfalls keine Partei-

entschädigung zuzusprechen.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit sie nicht durch Rückzug ge-

genstandslos geworden ist.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 2‘000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 464.--

zusammen Fr. 2‘464.--

gehen zu Lasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung 

dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, 

Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 24. Juli 

2014 teilweise gutgeheissen (1C_41/2014).