# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3beea854-d330-53c1-a7a3-cb128bb81bde
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-12-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.12.2011 E-4339/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4339-2009_2011-12-08.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung V
E­4339/2009

U r t e i l   v om   8 .   D e z embe r   2 0 1 1

Besetzung Richter Bruno Huber (Vorsitz),
Richterin Jenny de Coulon Scuntaro,
Richterin Regula Schenker Senn,   
Gerichtsschreiberin Laura Wayllany.

Parteien A._______, geboren (…),
Gambia, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 12. Juni 2009 / N (…).

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Sachverhalt:

A. 

A.a  Der  Beschwerdeführer,  ein  gambischer  Staatsangehöriger  mit 
letztem  Wohnsitz  in  B._______  (Stadt  C._______,  Grossraum 
D._______),  verliess  seinen  Heimatstaat  eigenen  Angaben  zufolge  am 
6. Dezember 2008 Richtung Senegal und gelangte via Griechenland und 
Italien  am  (…)  mit  dem  Zug  in  die  Schweiz,  wo  er  gleichentags  beim 
E._______ um Asyl nachsuchte.

A.b  Am  13.  März  2009  befragte  das  BFM  den  Beschwerdeführer  im 
F._______  summarisch  zum  Reiseweg  und  zu  den  Gründen  für  das 
Verlassen des Heimatstaates.

A.c  Mit  Schreiben  vom  8.  Mai  2009  teilte  die  dem  Beschwerdeführer 
beigeordnete Vertrauensperson der zuständigen Fachstelle des Kantons 
G._______  dem  Bundesamt  mit,  sie  habe  dessen  Einladung  zur 
Anhörung  vom  14.  Mai  2009  erhalten,  könne  jedoch  aufgrund  einer 
terminlichen  Überschneidung  daran  nicht  teilnehmen.  Der 
Beschwerdeführer  sei  damit  einverstanden,  allein  nach  Bern  zu  reisen 
und sich ohne Vertrauensperson anhören zu lassen.

Dem  Schreiben  wurde  eine  diesbezügliche  Verzichtserklärung  des 
Beschwerdeführers vom 8. Mai 2009 beigelegt.

A.d Am 14. Mai 2009 wurde der Beschwerdeführer (in Anwesenheit einer 
Hilfswerkvertretung)  vom  BFM  einlässlich  zu  seinen  Asylgründen 
angehört.

A.e Zur Begründung seines Asylgesuches machte der Beschwerdeführer 
geltend,  er  habe  während  (…)  Jahren  als  (…)  gearbeitet.  Zu  seinen 
Aufgaben habe unter anderem (…) nach Arbeitsende gehört. Am Abend 
des  (…)  habe  er  beim Verlassen  der  (…) mit  dem Auto  des Chefs  ein 
Kleinkind überfahren. Er habe den Jungen, welcher sich hinter dem Auto 
befunden  habe,  nicht  gesehen,  und  dieser  sei  noch  auf  der Unfallstelle 
und  in  Anwesenheit  der  Mutter  verstorben.  Aufgrund  seiner 
Minderjährigkeit habe er keinen Fahrausweis besessen, weshalb er aus 
Angst  vor  Problemen  mit  der  Polizei  den  Unfallort  fluchtartig  verlassen 
habe.  Er  sei  direkt  zu  seinem Chef  gegangen,  welcher  ihm  nahegelegt 
habe, B._______ zu verlassen. Daraufhin sei er zu dessen Freund nach 
D._______ gereist, und als auch dieser ihm zur Flucht geraten habe, sei 

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er am  folgenden Tag ausgereist. Wäre er dort geblieben oder zu seiner 
(…) nach H._______ gegangen, hätten ihn die Familienangehörigen des 
verstorbenen  Jungen  sicher  gefunden und umgebracht.  Zudem hätte  er 
Probleme  mit  der  Polizei  bekommen,  weil  er  das  Auto  ohne 
entsprechende Bewilligung gefahren habe und  sich auch  keinen Anwalt 
hätte  leisten können. Aus diesem Grunde könne er unmöglich  in seinen 
Heimatstaat  zurückzukehren.  Er  habe  Gambia  einzig  aufgrund  des 
erwähnten  Ereignisses  verlassen,  weder  er  noch  seine  Familie  hätten 
zuvor  jemals Probleme mit  den Behörden  gehabt,  und  das  Leben wäre 
für ihn dort viel einfacher.

Der Beschwerdeführer gab weder Identitätspapiere noch andere Beweis­
mittel zu den Akten. 

B. 
Mit Verfügung  vom 12.  Juni  2009  –  eröffnet  am 15.  Juni  2009  –  stellte 
das  BFM  fest,  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  genügten  den 
Anforderungen  an  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  lehnte  das 
Asylgesuch ab,  verfügte die Wegweisung aus der Schweiz und ordnete 
den Vollzug an.

C. 
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  6.  Juli  2009  (vorgedruckte 
Formularbeschwerde mit handschriftlichen Ergänzungen) beantragte der 
Beschwerdeführer  in  materieller  Hinsicht  die  Aufhebung  der 
vorinstanzlichen  Verfügung  und  unter  Zuerkennung  der 
Flüchtlingseigenschaft  die  Gewährung  von  Asyl,  eventualiter  die 
Feststellung  der Unzulässigkeit,  Unzumutbarkeit  und Unmöglichkeit  des 
Wegweisungsvollzuges und die Anordnung der vorläufigen Aufnahme.

In  prozessualer  Hinsicht  beantragte  er  den  Verzicht  auf  die  Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  und  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung samt anwaltlicher Verbeiständung. Eventualiter ersuchte 
er  um Wiederherstellung  der  aufschiebenden Wirkung  der Beschwerde, 
um  vorsorgliche  Anweisung  an  die  zuständige  Behörde,  die 
Kontaktaufnahme mit Behörden des Heimat­ oder Herkunftsstaates sowie 
jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen  und  bei  bereits 
erfolgter  Datenweitergabe  darüber  in  einer  separaten  Verfügung  zu 
informieren.

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D. 
Mit  Zwischenverfügung  vom  22.  Juli  2009  stellte  der  Instruktionsrichter 
fest,  der  Beschwerdeführer  dürfe  den  Ausgang  des  Verfahrens  in  der 
Schweiz  abwarten.  Da  das  BFM  der  Beschwerde  die  aufschiebende 
Wirkung  nicht  entzogen  habe,  sei  auf  den  diesbezüglichen 
Eventualantrag  nicht  einzutreten.  Des  weiteren  verschob  er  den 
Entscheid  über  die  Gesuche  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  und  um  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses  auf  einen  späteren  Zeitpunkt  und  wies  den 
Beschwerdeführer an, eine Fürsorgebestätigung nachzureichen.

E. 
Am  23.  Juli  2009  wurde  von  der  Einwohnergemeinde  I._______  eine 
Bestätigung  der  Fürsorgeabhängigkeit  des  Beschwerdeführers 
eingereicht.

F. 
Mit Verfügung vom 13. August 2009 verzichtete der Instruktionsrichter auf 
die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses,  verschob  den  Entscheid  über 
das Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen Rechtspflege  im Sinne 
von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember  1968  über 
das  Verwaltungsverfahren  (VwVG,  SR  172.021)  auf  einen  späteren 
Zeitpunkt und wies das Gesuch um unentgeltliche Rechtsverbeiständung 
im Sinne von Art. 65 Abs. 2 VwVG ab.

G. 
In  ihrer  Vernehmlassung  vom  10.  November  2011,  welche  dem 
Beschwerdeführer  vom  Gericht  am  22.  November  2011  zur  Kenntnis 
gebracht  wurde,   verwies  die  Vorinstanz  auf  die  Erwägungen  in  der 
angefochtenen  Verfügung,  hielt  an  diesen  vollumfänglich  fest  und 
beantragte die Abweisung der Beschwerde.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. 

1.1. Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 
(VGG, SR 173.32) beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden 
gegen  Verfügungen  nach  Art. 5  VwVG.  Das  BFM  gehört  zu  den 
Behörden  nach  Art. 33  VGG  und  ist  daher  eine  Vorinstanz  des 

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Bundesverwaltungsgerichts. Eine das Sachgebiet betreffende Ausnahme 
im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor. Das Bundesverwaltungsgericht 
ist daher zuständig für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde und 
entscheidet  auf  dem  Gebiet  des  Asyls  endgültig,  ausser  bei  Vorliegen 
eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor  welchem  die 
beschwerdeführende  Person  Schutz  sucht  (Art. 105  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni  1998  [AsylG,  SR  142.31],  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

1.2. Das  Verfahren  richtet  sich  nach  dem  VwVG,  dem  VGG  und  dem 
BGG, soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 
AsylG).

1.3.  Die  Beschwerde  ist  frist­  und  formgerecht  eingereicht.  Der 
Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen, ist 
durch  die  angefochtene  Verfügung  besonders  berührt  und  hat  ein 
schutzwürdiges  Interesse  an  deren  Aufhebung  beziehungsweise 
Änderung;  er  ist  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert 
(Art. 105 und Art. 108 Abs. 2 AsylG, Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG). 
Auf die Beschwerde ist einzutreten.

2. 
Mit  Beschwerde  kann  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG).

3. 

3.1.  Gemäss  Art. 2  Abs. 1  AsylG  gewährt  die  Schweiz  Flüchtlingen 
grundsätzlich  Asyl.  Flüchtlinge  sind  Personen,  die  in  ihrem Heimatstaat 
oder  im Land,  in dem sie zuletzt wohnten, wegen  ihrer Rasse, Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden. Als  ernsthafte Nachteile  gelten  namentlich  die Gefährdung  des 
Leibes,  des  Lebens  oder  der  Freiheit  sowie  Massnahmen,  die  einen 
unerträglichen  psychischen  Druck  bewirken.  Den  frauenspezifischen 
Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen (Art. 3 AsylG).

3.2.  Wer  um  Asyl  nachsucht,  muss  die  Flüchtlingseigenschaft 
nachweisen  oder  zumindest  glaubhaft  machen.  Diese  ist  glaubhaft 
gemacht,  wenn  die  Behörde  ihr  Vorhandensein  mit  überwiegender 

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Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält.  Unglaubhaft  sind  insbesondere 
Vorbringen, die in wesentlichen Punkten zu wenig begründet oder in sich 
widersprüchlich sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich 
auf  gefälschte  oder  verfälschte  Beweismittel  abgestützt  werden  (Art. 7 
AsylG).

4. 

4.1.  Zur  Begründung  des  angefochtenen  Entscheides  führte  die 
Vorinstanz  aus,  die  Asylgewährung  setze  voraus,  dass  der 
Beschwerdeführer Verfolgungsmassnahmen aus einem der in Art. 3 Abs. 
1  AsylG  genannten  Gründe  ausgesetzt  sei  oder  solche  zu  befürchten 
habe. Der Beschwerdeführer mache geltend, er befürchte, einerseits von 
der  Familie  des  verstorbenen  Kindes  und  anderseits  von  den 
heimatlichen  Behörden  zur  Rechenschaft  gezogen  zu  werden.  Eine 
allfällige Verfolgung durch die Angehörigen des verstorbenen Kindes oder 
durch die Polizei, würde nicht aus einem in Art. 3 AsylG genannten Motiv 
erfolgen. Zudem könne der Beschwerdeführer einer Bedrohung durch die 
Angehörigen  des  verstorbenen  Jungen  entgehen,  indem  er  die 
staatlichen Behörden um Schutz ersuche. Des weiteren sei ein allfälliges 
polizeiliches  Vorgehen  gegen  den  Beschwerdeführer  aufgrund  der 
Tötung eines Kleinkindes als  rechtsstaatlich  legitim  zu bewerten,  sei  es 
doch  Aufgabe  der  polizeilichen  Behörden,  ein  Tötungsdelikt  zu 
untersuchen  und  den  Verantwortlichen  zur  Rechenschaft  zu  ziehen. 
Aufgrund  der  offensichtlich  fehlenden  Asylrelevanz  könne  darauf 
verzichtet  werden,  auf  eventuelle  Unglaubhaftigkeitselemente  in  den 
Vorbringen  des  Beschwerdeführers  einzugehen.  Demzufolge  erfülle  der 
Beschwerdeführer  die  Flüchtlingseigenschaft  nicht,  so  dass  das 
Asylgesuch abzulehnen sei.

Da der Beschwerdeführer die Flüchtlingseigenschaft  nicht erfülle,  könne 
auch der Grundsatz der Nichtrückschiebung gemäss Art. 5 Abs. 1 AsylG 
nicht  angewendet  werden.  Ferner  würden  sich  aus  den  Akten  keine 
Anhaltspunkte  dafür  ergeben,  dass  ihm  im Falle  einer Rückkehr  in  den 
Heimatstaat  mit  beachtlicher  Wahrscheinlichkeit  eine  durch  Art.  3  der 
Konvention  zum Schutze  der Menschenrechte  und Grundfreiheiten  vom        
4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) verbotene Strafe oder Behandlung 
drohen  würde.  Der  Vollzug  der  Wegweisung  erweise  sich  auch 
hinsichtlich  des  Übereinkommens  vom  20.  November  1989  über  die 
Rechte des Kindes (KRK, SR 0.107) als zulässig.

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Weder die im Heimatstaat des Beschwerdeführers herrschende politische 
Situation  noch  andere  Gründe  sprächen  gegen  die  Zumutbarkeit  der 
Rückführung  nach  Gambia.  Der  Beschwerdeführer  sei  zwar  noch 
minderjährig, mit seinen (…) Jahren jedoch in einem Alter, in dem er nicht 
mehr der ständigen Unterstützung durch Erwachsene bedürfe. Zudem sei 
er  gesund,  verfüge  in  seinem  Heimatstaat  über  ein  intaktes 
Beziehungsnetz und habe die Möglichkeit, zu seinem (…), wo er vor der 
Ausreise  gelebt  habe  und  wo  auch  sein  (…)  wohne,  zurückzukehren. 
Somit  sei  der  Vollzug  der Wegweisung  zumutbar  und  ausserdem  auch 
technisch möglich sowie praktisch durchführbar.

4.2. Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Beschwerdeeingabe vom 
6. Juli 2009 demgegenüber auf den Standpunkt, mit der Feststellung, die 
heimatstaatlichen  Behörden  würden  aufgrund  seiner  Beteiligung  am 
Unfall zu Recht nach ihm suchen, übersehe die Vorinstanz den Umstand, 
dass  er  minderjährig  sei  und  mit  einer  langjährigen  Haftstrafe  unter 
schlechten Bedingungen  rechnen müsse.  Zudem  sei  das BFM auf  sein 
Vorbringen,  er  befürchte,  von  der  Familie  des  verstorbenen  Kindes 
umgebracht  zu  werden,  in  keiner Weise  eingegangen.  Selbstjustiz  und 
die Rache durch Familienmitglieder sei aber in Gambia häufig und üblich. 
Ferner  besitze  er  keinen  Führerschein,  und  die  Familie  würde  die 
Tatsache,  dass es ein Unfall  gewesen sei,  niemals akzeptieren und  ihn 
wie  einen  gemeinen  Mörder  verfolgen.  Nicht  selten  werde  nach  einem 
Unfall ein Beteiligter  von einem Familienmitglied hingerichtet. Da er das 
Auto  an  der  Unfallstelle  stehengelassen  habe,  hätten  die  Angehörigen 
des getöteten Jungen zuerst (…) und dann ihn ausfindig machen können. 
Abzuwarten,  ob  ihn  die  Familie  auch  tatsächlich  umbringen wolle, wäre 
zu  gefährlich  gewesen.  Er  habe  keine  andere  Wahl  gehabt,  als  sofort 
nach D._______ zu flüchten.

Bezüglich  der  Undurchführbarkeit  des  Vollzuges  der  Wegweisung  sei 
darauf  hinzuweisen, dass  seine Familie  sehr arm sei. Seine Mutter  (…) 
und  ihr Verdienst reiche nicht aus, um die Familie zu ernähren. Er habe 
auch  nie  zur  Schule  gehen  können,  und  bei  einer  allfälligen  Rückkehr 
werde er wieder Hunger  leiden müssen. Er sei  (…) Jahre alt und könne 
noch nicht für sich sorgen.

5. 

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5.1. Ebenso wie die Vorinstanz geht auch das Bundesverwaltungsgericht 
davon aus, dass der Beschwerdeführer zum heutigen Zeitpunkt in seinem 
Heimatland nicht in asylrelevanter Weise gefährdet ist.

5.2. Die Flüchtlingseigenschaft setzt voraus, dass der geltend gemachten 
Verfolgung ein  flüchtlingsrechtlich  relevantes Motiv gemäss Art. 3 Abs. 1 
AsylG  (Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten 
sozialen Gruppe, politische Anschauungen) zugrunde  liegt. Dabei gilt es 
zu beachten, dass eine Verfolgung  im Sinne des Asylgesetzes und des 
Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge 
(FK,  SR 0.142.30)  immer  wegen  des  Seins  (d. h.  des  Anders­Seins), 
nicht  wegen  des  Tuns  erfolgt.  Flüchtlingsrechtlich  relevant  wird  eine 
Verfolgung  dann,  wenn  sie  wegen  eines  in  der  Person  liegenden 
Merkmals, das untrennbar mit ihr oder ihrer Persönlichkeit verbunden ist, 
erfolgt,  mithin  in  diskriminierender  Weise  an  ein  persönliches  Merkmal 
anknüpft. Der Verfolger kann zwar vordergründig auf die Handlungsweise 
einer  Person  abzielen  (z. B.  Teilnahme  an  einer  Demonstration  oder 
Besuch  eines  Gottesdienstes),  der  Eingriff  wird  aber  nur  dann  für  die 
Flüchtlingseigenschaft  bedeutsam,  wenn  er  die  hinter  der  betreffenden 
Handlung steckende Gesinnung oder Eigenart der Person treffen will (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  [vormaligen]  Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2006 Nr. 32).

5.3.  Der  Beschwerdeführer  brachte  zur  Begründung  seines  Gesuches 
einzig  vor,  er  habe  seinen Heimatstaat  verlassen, weil  er mit  dem Auto 
seines Chefs ein Kind überfahren habe, welches noch auf der Unfallstelle 
verstorben  sei.  Nun  fürchte  er,  einerseits  aus  Rache  von  den 
Familienangehörigen  des  Getöteten  umgebracht  zu  werden,  und 
anderseits – da er keinen Führerschein besessen habe – vor Problemen 
mit der Polizei. Ausdrücklich gab er anlässlich der Anhörung an, er habe 
in  Gambia  nie  Probleme  mit  den  Behörden  gehabt  (Akten  BFM 
Anhörungsprotokoll A13/14 F105).

5.4.  Vorliegend  macht  der  Beschwerdeführer  nicht  geltend,  er  würde 
aufgrund  der  Zugehörigkeit  zu  einer  zur  Verfolgung  ausgesonderten 
bestimmten  Gruppe  –  also wegen  seines  "Anders­Seins"  –  in  seinem 
Heimatstaat  verfolgt  werden.  Er  gibt  viel  mehr  an,  dass  die 
Familienangehörigen  des  verstorbenen  Kindes  ihn  aufgrund  einer 
konkreten,  ihm  zur  Last  gelegten  Tat  (Tötung)  behelligen  und  Rache 
üben  könnten.  Es  wäre  daher  in  einem  solchen  Verhalten  der  Familie 
kein  diskriminierendes,  an  ein  in  der  Person  des  Beschwerdeführers 

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liegendes  Merkmal  anknüpfendes  Element  ersichtlich,  weshalb  es 
vorliegend an einem Verfolgungsmotiv gemäss Art. 3 AsylG fehlt. Zudem 
hätte  der  Beschwerdeführer  –  wie  die  Vorinstanz  zu  Recht  feststellte – 
hinsichtlich allfälliger Racheakte der Familie bei den staatlichen Behörden 
um Schutz nachsuchen können, was er aber unterliess. Des weiteren ist 
festzustellen,  dass  auch  die  allfälligen  Probleme  mit  der  Polizei  keine 
flüchtlingsrechtliche  Relevanz  entfalten,  da  die  Verfolgung 
gemeinrechtlicher  Delikte  ein  legitimes  Interesse  des  Staates  und  die 
Aufklärung  von Verbrechen und die  gerechte Bestrafung  der Täter  eine 
Pflicht der Strafverfolgungsbehörden und der Gerichte darstellt.

Zur Vermeidung von Wiederholungen kann ohne weitere Erwägungen auf 
die  zutreffenden  Ausführungen  in  der  angefochtenen  Verfügung 
verwiesen werden.

5.5.  Der  Vollständigkeit  halber  ist  darauf  hinzuweisen,  dass  der 
Beschwerdeführer trotz wiederholter Aufforderung keine Identitätspapiere 
und keinerlei Beweismittel zu den Akten reichte und es offensichtlich bis 
heute  unterlassen  hat,  sich  um  solche  zu  bemühen,  obwohl  er  im 
Rahmen  der  Anhörung  angegeben  hat,  er  würde  mit  Hilfe  seines  (…) 
seine  Geburtsurkunde  beschaffen,  welche  er  beim  (…)  in  Gambia 
zurückgelassen  habe  (A 13/14  S.  3  f.)  Diesbezüglich muss  er  sich  den 
Vorwurf gefallen lassen, die Mitwirkungspflicht (Art. 8 AsylG) zu verletzen.

5.6.  Das  Bundesverwaltungsgericht  kommt  unter  Berücksichtigung  der 
Akten und Vorbringen zum Schluss, dass das BFM das Asylgesuch des 
Beschwerdeführers  zu  Recht  und  mit  zutreffender  Begründung 
abgewiesen hat.

6. 

6.1. Lehnt  das Bundesamt  das Asylgesuch  ab  oder  tritt  es  darauf  nicht 
ein,  so  verfügt  es  in  der  Regel  die Wegweisung  aus  der  Schweiz  und 
ordnet den Vollzug an; es berücksichtigt dabei den Grundsatz der Einheit 
der Familie (Art. 44 Abs. 1 AsylG).

6.2. Der Beschwerdeführer  verfügt weder  über  eine  ausländerrechtliche 
Aufenthaltsbewilligung  noch  über  einen  Anspruch  auf  Erteilung  einer 
solchen. Die Wegweisung wurde demnach zu Recht angeordnet (Art. 44 
Abs. 1 AsylG; vgl. BVGE 2009/50 E. 9 S. 733).

7. 

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7.1.  Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich, so regelt das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach 
den  gesetzlichen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von 
Ausländern  (Art.  44  Abs.  2  AsylG;  Art.  83  Abs.  1  des  Bundesgesetzes 
vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer  [AuG, 
SR 142.20]).

7.2.  Vorweg  ist  festzustellen,  dass  der  Beschwerdeführer  mittlerweile 
volljährig ist. Bei dieser Sachlage können eine Prüfung der Vereinbarkeit 
des  Vollzuges  der  Wegweisung  mit  den  Bestimmungen  der  KRK  und 
Ausführungen  zu  den  diesbezüglichen  Erwägungen  der  Vorinstanz 
ausbleiben.

7.3. Der Vollzug der Wegweisung ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche 
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 
Ausländers  in  den  Heimat­,  Herkunfts­  oder  einen  Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).

So  darf  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen  werden,  in  dem  ihr  Leib,  ihr  Leben  oder  ihre  Freiheit  aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK.

Gemäss  Art.  25  Abs.  3  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  vom  18. April  1999  (BV,  SR  101),  Art.  3  des 
Übereinkommens  vom  10. Dezember  1984  gegen  Folter  und  andere 
grausame,  unmenschliche  oder  erniedrigende  Behandlung  oder  Strafe 
(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK darf niemand der Folter 
oder  unmenschlicher  oder  erniedrigender  Strafe  oder  Behandlung 
unterworfen werden.

Die  Vorinstanz  wies  in  der  angefochtenen  Verfügung  zutreffend  darauf 
hin,  dass  der  Grundsatz  der  Nichtrückschiebung  nur  Personen  schützt, 
welche die Flüchtlingseigenschaft erfüllen. Da es dem Beschwerdeführer 
nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich  erhebliche  Gefährdung  nach­
zuweisen oder glaubhaft zu machen, kann das in Art. 5 AsylG verankerte 
Prinzip  des  flüchtlingsrechtlichen  Non­Refoulement  im  vorliegenden 
Verfahren  keine  Anwendung  finden.  Eine  Rückkehr  des 
Beschwerdeführers  nach  Gambia  ist  demnach  unter  diesem  Aspekt 
rechtmässig.

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Sodann ergeben sich weder aus den Aussagen des Beschwerdeführers 
noch  aus  den  Akten  Anhaltspunkte  dafür,  dass  er  für  den  Fall  einer 
Ausschaffung nach Gambia dort mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer 
nach Art.  3 EMRK oder Art.  1 FoK  verbotenen Strafe  oder Behandlung 
ausgesetzt  wäre.  Gemäss  Praxis  des  Europäischen  Gerichtshofs  für 
Menschenrechte  (EGMR)  sowie  jener  des  UN­Anti­Folterausschusses 
müsste  der  Beschwerdeführer  eine  konkrete  Gefahr  ("real  risk") 
nachweisen  oder  glaubhaft  machen,  dass  ihm  im  Fall  einer 
Rückschiebung  Folter  oder  unmenschliche  Behandlung  drohen  würde 
(vgl.  EGMR,  [Grosse  Kammer],  Saadi  gegen  Italien,  Urteil  vom  28. 
Februar  2008,  Beschwerde  Nr.  37201/06,  §§ 124­127,  mit  weiteren 
Hinweisen). 

Auch  die  allgemeine  Menschenrechtssituation  in  Gambia  lässt  den 
Wegweisungsvollzug  zum  heutigen  Zeitpunkt  vorliegend  nicht  als 
unzulässig  erscheinen.  Nach  dem  Gesagten  ist  der  Vollzug  der 
Wegweisung  mithin  sowohl  im  Sinne  der  asyl­  als  auch  der 
völkerrechtlichen Bestimmungen zulässig.

7.4. Gemäss Art. 83 Abs. 4 AuG kann der Vollzug für Ausländerinnen und 
Ausländer unzumutbar sein, wenn sie im Heimat­ oder Herkunftsstaat auf 
Grund  von  Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer  Notlage  konkret  gefährdet  sind.  Wird  eine  konkrete 
Gefährdung  festgestellt,  ist  –  unter Vorbehalt  von Art.  83 Abs.  7 AuG – 
die vorläufige Aufnahme zu gewähren (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz 
über  die  Ausländerinnen  und  Ausländer  vom  8.  März  2002.  BBl  2002 
3818).

Angesichts der heutigen Lage  in Gambia kann nicht  von einer Situation 
allgemeiner  Gewalt  oder  von  kriegerischen  oder  bürgerkriegsähnlichen 
Verhältnissen gesprochen werden, welche für den Beschwerdeführer bei 
einer Rückkehr eine konkrete Gefährdung darstellen würde. Es sind auch 
keine  persönlichen  Gründe  ersichtlich,  die  gegen  die  Rückkehr  des 
alleinstehenden,  inzwischen  volljährigen  und  gemäss  Aktenlage 
gesunden Beschwerdeführers sprechen würden. Dieser verfügt  in seiner 
Heimat  über  ein  familiäres  Beziehungsnetz  und  kann  zu  (…),  bei 
welchem er vor der Ausreise gelebt hat, zurückkehren. Bezüglich des auf 
Beschwerdeebene  gemachten  Vorbringen,  seine  Mutter  sei  arm  und 
deren Verdienst reiche nicht aus, um den Lebensunterhalt der Familie zu 
finanzieren,  weshalb  er  bei  einer  Rückkehr  Hunger  leiden  müsse,  ist 
festzuhalten,  dass  wirtschaftliche  Schwierigkeiten,  von  welchen  die  vor 

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Ort  ansässige  Bevölkerung  generell  betroffen  ist,  für  sich  allein  keine 
konkrete Gefährdung zu begründen vermögen (vgl. EMARK 2003 Nr. 24 
E.  5e  S.  159).  Nach  dem  Gesagten  erweist  sich  der  Vollzug  der 
Wegweisung als zumutbar.

7.5. Schliesslich obliegt  es dem Beschwerdeführer,  sich nötigenfalls  bei 
der zuständigen Vertretung des Heimatstaates die für eine Rückkehr not­
wendigen Reisedokumente zu beschaffen (Art. 8 Abs. 4 AsylG), weshalb 
der Vollzug der Wegweisung auch als möglich zu bezeichnen ist (Art. 83 
Abs. 2 AuG).

8. 
Insgesamt  ist der durch die Vorinstanz verfügte Wegweisungsvollzug zu 
bestätigen.  Die  Vorinstanz  hat  diesen  zu  Recht  als  zulässig,  zumutbar 
und  möglich  erachtet.  Nach  dem  Gesagten  fällt  eine  Anordnung  der 
vorläufigen Aufnahme ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1­4 AuG).

9. 
Aus  diesen  Erwägungen  ergibt  sich,  dass  die  angefochtene  Verfügung 
Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig und 
vollständig feststellt und angemessen ist (Art. 106 AsylG). Die Beschwer­
de ist demnach abzuweisen.

10. 
Was  den  noch  nicht  behandelten  Antrag  des  Beschwerdeführers  auf 
vorsorgliche  Anweisung  an  die  zuständige  Behörde,  die 
Kontaktaufnahme mit  den Behörden des Heimat­  oder Herkunftsstaates 
sowie  jegliche  Datenweitergabe  an  dieselben  zu  unterlassen  und  bei 
bereits  erfolgter Datenweitergabe  darüber  in  einer  separaten Verfügung 
zu  informieren,  anbelangt,  so  wird  dieser  mit  vorliegendem  Entscheid 
hinfällig. Im Übrigen finden sich in den Akten bis zum heutigen Zeitpunkt 
keine Hinweise, welche auf eine allfällige Bekanntgabe der in Art. 97 Abs. 
3  Bstn.  a­c  AsylG  erwähnten  Personendaten  gegenüber  der 
ausländischen Behörden hindeuten würden.

11. 
Entsprechend  dem  Ausgang  des  Verfahrens  wären  die  Kosten  dem 
Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1  VwVG). Gemäss Art. 65 
Abs. 1  VwVG  befreit  die  Beschwerdeinstanz  nach  Einreichung  der 
Beschwerde  eine Partei,  die  nicht  über  die  erforderlichen Mittel  verfügt, 
auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, sofern ihr Begehren 

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nicht  aussichtslos  erscheint.  Dem  im  Zeitpunkt  des  Antrages  um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  minderjährigen 
Beschwerdeführer  kann  nicht  vorgehalten  werden,  seiner  Beschwerde 
habe  es  in  diesem Zeitpunkt mit  Blick  auf  die Erfolgsaussichten  an  der 
nötigen Ernsthaftigkeit gefehlt (vgl. BGE 125 II 265 E. 4b S. 275). Zudem 
ist  aufgrund  der  Akten  nach  wie  vor  von  der  Bedürftigkeit  des 
Beschwerdeführers  auszugehen,  womit  beide  kumulativ  erforderlichen 
Voraussetzungen von Art. 65 Abs. 1 VwVG erfüllt  sind. Das Gesuch um 
Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  ist  deshalb  gutzuheissen 
und  der Beschwerdeführer  von  der Bezahlung  der Verfahrenskosten  zu 
befreien.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Der  Antrag  auf  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
gutgeheissen.  Der  Beschwerdeführer  wird  von  der  Bezahlung  der 
Verfahrenskosten befreit.

3. 
Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das BFM und J._______.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Bruno Huber Laura Wayllany

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