# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b5ef3ba7-6837-5a60-ac44-79127b9238a9
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-22
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 22.05.2015 725 2014 314 (725 14 314)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-2014-314_2015-05-22.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 22. Mai 2015 (725 14 314) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Anspruch auf eine Invalidenrente: Versicherer stellte zu Unrecht auf versicherungsinter-

ne Beurteilung ab 

 

 
 
 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kantons-

richterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin Gisela Warten-
weiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Sebastian Laubscher, 
Advokat, Greifengasse 1, Postfach 1644, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 SUVA, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Güterstrasse 
106, 4053 Basel 
 

  
  
Betreff Gutachten  
 
 
A. Die 1958 geborene A.____ arbeitete vom 1. Februar 2001 bis 31. Mai 2014 in einem 
Teilzeitpensum von 60 % als Betreuerin im B.____ und war durch den Arbeitgeber bei der 
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfäl-
len und Berufskrankheiten versichert. Am 24. Januar 2013 rutschte A.____ auf einer vereisten 

 
 
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Treppe aus und erlitt eine Deckenplattenimpressionsfraktur am Brustwirbelkörper (BWK) 
11. Nach Eingang der durch den Arbeitgeber erstatteten Unfallmeldung erbrachte die SUVA die 
gesetzlichen Leistungen (Heilkosten, Taggelder) für die Folgen dieses Unfalls. Am 15. Mai 2014 
teilte die SUVA der Versicherten mit, dass sie die Heilkosten- und Taggeldleistungen per 
30. Juni 2014 einstelle und den Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädi-
gung prüfe. Am 27. Juni 2014 sprach sie ihr aufgrund eines Erwerbsunfähigkeitsgrades von 
33 % ab 1. Juli 2014 eine Invalidenrente und aufgrund einer Einbusse von 22 % eine Integri-
tätsentschädigung zu. Daran hielt die SUVA auf Einsprache der Versicherten hin mit Entscheid 
vom 20. August 2014 fest.  
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Advokat Sebastian 
Laubscher, am 7. Oktober 2014 Beschwerde ans Kantonsgericht, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei 
die Beschwerde gutzuheissen und es sei ein medizinisches Gutachten zur Unfallkausalität und 
zur Arbeitsunfähigkeit in Auftrag zu geben. Danach sei neu zu entscheiden; unter o/e-
Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde der Antrag auf Durchführung einer Partei-
verhandlung gestellt. Die SUVA habe zu Unrecht auf den Austrittsbericht der C.____ vom 
20. Januar 2014 abgestellt, wonach der Grossteil der Beschwerden der Versicherten psychisch 
bedingt oder auf einen Vorzustand zurückzuführen sei. Dieser Bericht gehe von Vermutungen 
aus, sei ungenügend begründet und stehe im Widerspruch zu den Einschätzungen der behan-
delnden Ärzte.  
 
C. Am 24. Oktober 2014 liess die Versicherte durch ihren Rechtsvertreter die Stellungnah-
me von Dr. med. D.____, FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 
21. Oktober 2014 nachreichen. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 4. Dezember 2014 beantragte die SUVA, vertreten durch 
Advokat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde. 
 
E. An der heutigen Parteiverhandlung nehmen die Beschwerdeführerin, ihr Rechtsvertreter 
sowie Advokat Andrea Tarnutzer teil. Die Parteien hielten im Wesentlichen an ihren Anträgen 
und Ausführungen fest.  
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 

 
 
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und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die –  im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene –  Beschwerde vom 7. Oktober 2014 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 
sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Dieses beträgt bei voller Arbeitsun-
fähigkeit 80 Prozent des versicherten Verdienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es ent-
sprechend gekürzt (Art. 17 Abs.1 UVG). Der Anspruch entsteht gemäss Art. 16 Abs. 2 UVG am 
dritten Tag nach dem Unfalltag und er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähig-
keit, mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person. Art. 18 Abs. 1 
UVG gewährt der versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des 
Unfalles zu mindestens 10 % invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortset-
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver-
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der 
Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehand-
lung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die 
versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch 
den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Integrität erleidet. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch 
besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.2 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 und 3.2). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs 
sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten 
oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden 
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusam-
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, 
das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetre-
tene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen ei-
nem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusam-
menhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde - die Verwaltung 
oder im Streitfall das Gericht - im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin-

 
 
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den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leis-
tungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). 
 
2.3 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte - wie der Beurteilung des Gesundheits-
zustandes und der Arbeitsfähigkeit sowie der Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge 
im Bereich der Medizin - ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen ange-
wiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (BGE 122 V 158 f. 
E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizinischen Unterlagen 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das So-
zialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prü-
fen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander widerspre-
chenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismate-
rial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere 
medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach 
entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchun-
gen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anam-
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin 
oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c). 
 
3.1  Vorliegend ist unstreitig, dass die von der Versicherten geklagten Schmerzen im Bereich 
der Brustwirbelsäule (BWS) unfallbedingt sind. Die SUVA stellt sich aber auf den Standpunkt, 
dass ein grosser Teil der Schmerzen auf unfallfremde Faktoren (degenerative Beeinträchtigun-
gen an der Lendenwirbelsäule [LWS] und psychische Erkrankung) beruht. Dagegen bringt die 
Versicherte vor, dass die auf das Unfallereignis vom 24. Januar 2013 zurückzuführenden Be-
schwerden an der BWS eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit begründeten. Zu beurteilen ist dem-
nach das Ausmass der beim Versicherten infolge des Unfallereignisses aufgetretenen thoraka-
len Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.  
 
3.2 Die SUVA stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Austrittsbericht 
der C.____ vom 20. Januar 2014. Diesem ist zu entnehmen, dass sich die Versicherte vom 
11. Dezember 2013 bis 15. Januar 2014 in der C.____ aufhielt. Als Diagnosen wurden eine 
Deckplattenimpressionsfraktur BWK 11 nach Treppensturz festgehalten. Bei Austritt hätten be-
lastungsverstärkte Schmerzen im distalen BWS-Segment, lumbale Schmerzen mit gelegentli-
chen Ausstrahlungen ins rechte Bein, eine leicht eingeschränkte BWS- und LWS-Beweglichkeit 
und intermittierende Schwindelsensationen bestanden. Es sei eine mässige Symptomauswei-
tung beobachtet worden. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort eine bessere Leis-
tung erbracht werden könne, als die Versicherte bei den Leistungstests und im Behandlungs-
programm gezeigt habe. Infolge Selbstlimitierung seien die zu erwartenden Verbesserungen 
bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht worden. Das Ausmass der demonstrierten 
physischen Einschränkungen lasse sich nicht mit den objektivierbaren pathologischen Befun-

 
 
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den der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen genü-
gend erklären. Die psychosomatische Abklärung habe keine Anhaltspunkte für eine psychische 
Störung ergeben, obwohl eine psychosoziale Belastung aufgrund des psychisch erkrankten 
Sohnes der Versicherten bestehe. Sie weise eine gute "Lebensbewährung" auf. So habe sie 
eine Schulteroperation vor 5 Jahren gut verarbeiten können, obwohl sie während dieser Zeit 
einer körperlich belastenden Tätigkeit nachging. Aufgrund der unfallbedingten Beeinträchtigun-
gen an der BWS könne die Versicherte die berufliche Tätigkeit als Pflegebetreuerin nicht mehr 
ausüben. Dagegen sei es ihr zuzumuten, leichte bis mittelschwere Arbeiten ganztags ausfüh-
ren, sofern sie keine länger andauernde vorgeneigte Rumpfposition einnehmen müsse. Auch 
unter Berücksichtigung des unfallfremden Vorzustandes der LWS bestehe für leichte bis höchs-
tens mittelschwere Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Dabei seien Arbeiten sowohl in 
länger andauernder vorgeneigter Haltung als auch in verdrehter Rumpfposition zu vermeiden. 
Da die Versicherte über lumbale Schmerzen mit Ausstrahlungen ins linke Bein klagte, liess die 
C.____ die Versicherte am 13. Januar 2014 neurologisch abklären. Gemäss Bericht vom 
6. Februar 2014 lasse sich eine sensibel-radikuläre Symptomatik im Dermatom L5/S1 bestäti-
gen. Mangels pathologischer Spontanaktivität gebe es dagegen keine Hinweise auf eine moto-
risch-radikuläre Symptomatik.  
 
3.3 Fachmedizinische Stellungnahmen der C.____, soweit sie von der SUVA verlangt wer-
den, gelten gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht als Gutachten unabhängiger 
Sachverständiger im Sinne des Art. 44 ATSG, sondern als versicherungsinterne Beurteilungen 
(vgl. BGE 136 V 121 f. E. 3.3.1 - 3.3.2). Feststellungen versicherungsinterner medizinischer 
Fachpersonen kommen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu, wie einem gerichtlichen 
oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag gegebenen 
Gutachten. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur 
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470; 
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts, vom 15. Januar 2014, 8C_ 410/2013, E. 6.1). 
  
3.4 Als Erstes ist festzuhalten, dass Ziel des Aufenthaltes in der C.____ neben der stationär 
durchzuführenden Rehabilitationsmassnahme auch eine Beurteilung der der Versicherten zu-
mutbaren Tätigkeiten ist (vgl. Bericht der C.____ S. 3). Dieses Ziel war der Versicherten offen-
sichtlich nicht ganz klar, ging sie - wie sie auch an der heutigen Parteiverhandlung verdeutlicht - 
davon aus, dass der Aufenthalt der Therapie und Wiedereingliederung in das Arbeitsleben dien-
te. Das ändert jedoch nichts daran, dass die SUVA grundsätzlich gestützt auf den von ihr ein-
geholten verwaltungsinternen Austrittsbericht der C.____ vom 20. Januar 2014 entscheiden 
darf, mit der Einschränkung, dass es den strengen bundesgerichtlichen Beweisanforderungen 
genügt (vgl. Erwägung 3.3). Erste Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Beurtei-
lung der Ärzteschaft der C.____ vom 20. Januar 2014 ergeben sich aus deren Ausführungen 
zur Schmerzproblematik und der daraus folgenden Einschätzung der Arbeitsfähigkeit. Gemäss 
ihren Angaben hätten zu Beginn des Aufenthalts belastungsverstärkte Schmerzen an der unte-
ren BWS bestanden. Gegen Schluss des Aufenthalts seien vermehrt Schmerzen an der unteren 
LWS aufgetreten und hätten die Beschwerden im Bereich der unteren BWS in den Hintergrund 

 
 
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gedrängt. Dementsprechend gelangten die Fachpersonen zum Schluss, dass aufgrund der Be-
einträchtigungen an der BWS keine vollständige Arbeitsunfähigkeit begründet werden könne. 
Dass sich die Schmerzproblematik von der BWS zur LWS verlagerte, steht im Widerspruch zu 
den übrigen ärztlichen Berichten. Der Kreisarzt Dr. med. E.____, FMH Chirurgie, untersuchte 
die Versicherte ein halbes Jahr vor dem Aufenthalt in der C.____. Gemäss seinem Bericht vom 
16. September 2013 konzentrierte sich die Beschwerdeproblematik hauptsächlich auf die BWS. 
Er betrachtete die Versicherte deswegen zu 100 % arbeitsunfähig. Dr. med. F.____, FMH Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberärztin im G.____, 
führte wenige Wochen nach dem Aufenthalt in der C.____ in ihrem Bericht vom 25. Februar 
2014 aus, dass die Schmerzsymptomatik, welche auf den thoralokalen Übergang begrenzt sei, 
persistiere und eine erhebliche Einschränkung der Alltagsbewältigung der Versicherten beste-
he. Aufgrund dieser Schmerzsymptomatik bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (vgl. auch 
ärztlicher Zwischenbericht von Dr. D.____ vom 4. April 2014). Im nachfolgenden Bericht vom 
16. April 2014 wies Dr. F.____ auf verstärkte Schmerzen in der Frakturzone hin, welche nach 
den erfolgten Rehabilitationsmassnahmen an Intensität zugenommen hätten. Unter Belastung 
träten auch lumboischialgieforme Beschwerden auf der linken Seite mit Kribbeldysästhesien 
auf. Es sei aber davon auszugehen, dass sich die Situation an der LWS muskulär selbst stabili-
sieren könne, wenn eine Verbesserung der Beschwerden an der BWS eintrete. Die von der 
Versicherten beschriebenen Schmerzen im Bereich des thorako-lumbalen Übergangs korrelier-
ten gut mit den bildpathomorphologischen Veränderungen. Da sämtliche konservativen Thera-
piemassnahmen ausgeschöpft seien und die Versicherte anhaltend schmerzbedingt im Alltag 
privat und beruflich eingeschränkt sei, sei eine Fusionsoperation von Th11 auf Th12 in Betracht 
zu ziehen. Daraus ist zu schliessen, dass Dr. F.____ die Hauptschmerzproblematik weiterhin an 
der unfallbedingten beeinträchtigten BWS sieht und LWS-Beschwerden vom Zustand der BWS 
abhängig sind. Hinsichtlich der von ihr attestierten vollständigen Arbeitsunfähigkeit unterschei-
det sie zwar nicht zwischen angestammtem Beruf und einer Verweistätigkeit. Aufgrund ihrer 
Formulierung "erhebliche Einschränkung im Alltag" ist jedoch davon auszugehen, dass die Ver-
sicherte ihre Einschätzung der vollständigen Arbeitsunfähigkeit sowohl auf die angestammte als 
auch auf eine leidensangepasste Tätigkeit bezieht. Dieser Ansicht schloss sich auch Dr. D.____ 
in seinem Schreiben vom 21. Oktober 2014 an. Präzisierend führte er aus, dass die Versicherte 
aufgrund der Beeinträchtigungen an der BWS in jeglicher Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig 
sei. Aufgrund der im Wesentlichen übereinstimmenden Feststellungen der behandelnden Ärz-
tinnen und Ärzte sowie des Kreisarztes zur Schmerzproblematik und zum Umfang der Arbeits-
unfähigkeit sind die entsprechenden Ausführungen der Ärzteschaft der C.____ nicht schlüssig 
genug, um darauf abstellen zu können. 
 
3.5.1 Im Weiteren wird im Bericht der C.____ auf eine Symptomausweitung bzw. eine Selbst-
limitierung hingewiesen. Zur Begründung wird vorgebracht, dass sich das Ausmass der von der 
Versicherten demonstrierten physischen Einschränkungen nicht genügend mit den objektivier-
baren pathologischen Befunden und den Diagnosen erklären lasse. Es sei davon auszugehen, 
dass die Versicherte eine bessere Leistung erbringen könne, als sie gezeigt habe. Unter Symp-
tomausweitung wird ein beobachtetes Phänomen, nämlich eine ausgeweitete Schmerzsympto-
matik und eine übermässige Funktionseinschränkung bzw. Selbstlimitierung, verstanden. Sie ist 
keine psychiatrische Diagnose. Wichtige Merkmale sind eine mehr oder weniger ausgeprägte 

 
 
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undifferenzierte Symptombeschreibung mit Angabe starker und allenfalls topographisch weit 
ausgebreiteter Schmerzen oder anderen Symptomen sowie Präsentation einer erheblichen Be-
hinderung, eine Symptomfokussierung, verbunden mit einem allfällig erkennbaren Krankheits-
gewinn, eine mangelnde Leistungsbereitschaft bzw. eine Selbstlimitierung und Inkonsistenzen. 
Bei einer beobachteten guten Leistungsbereitschaft und Konsistenz gilt es, die angegeben Be-
einträchtigungen grundsätzlich als plausibel zu werten, vor allem in jenen Fällen, bei denen mit 
Hilfe der üblichen klinischen Diagnostik keine namhafte medizinischen Störung festgestellt wer-
den konnte (vgl. OLIVERI MICHAEL U.A., Grundsätze der ärztlichen Beurteilung der Zumutbarkeit 
und Arbeitsfähigkeit, in: Schweiz Med Forum 2006, S. 448). Von einer Selbstlimitierung wird 
gesprochen, wenn die betroffene Person die ergonomisch sichere Limite durch einen von ihr 
veranlassten vorzeitigen Abbruch nicht erreicht (vgl. ANDREAS KLIPSTEIN/GEORG RISI, Einschät-
zung der Arbeits- resp. Leistungsfähigkeit in der Begutachtung aus somatischer Sicht: Stellen-
wert der Objektivierung der Funktionsfähigkeit/Aktivität [Handout], im Internet abrufbar unter: 
www.swiss-insurance-medicine.ch). 
 
3.5.2 Gemäss Auffassung der Ärzteschaft der C.____ weist die Versicherte ein selbstlimitie-
rendes Verhalten auf. Sie beschrieb jedoch kein weiteres Hauptmerkmal für das Vorliegen einer 
Symptomausweitung. So wurde von keiner Symptomfokussierung oder Präsentation einer er-
heblichen Behinderung berichtet. Sie führte sogar aus, dass die Versicherte ihre Schmerzen 
differenziert beschreiben könne und das Leistungsverhalten sowie die Konsistenz gut gewesen 
seien, d.h. es liegen Anhaltspunkte vor, die gegen eine Symptomausweitung sprechen. In Be-
zug auf die Selbstlimitierung stützten sich die Ärzte der C.____ auf ihre Beobachtungen in den 
Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Dort hätten sie festgestellt, dass das Schmerz-
verhalten nicht ganz adäquat gewesen sei. Den Einträgen bei den Leistungstests vom 12. De-
zember 2013 ist zu entnehmen, dass der Therapeut nach bereits mehreren durchgeführten 
Testungen die während 5 Minuten zu prüfende Arbeit über dem Kopf nach knapp 2 Minuten 
abgebrochen habe, weil die Versicherte wegen starker Schmerzen im Bereich der Schulter- und 
Nackenmuskulatur und im unteren Rücken unruhig hantiert und ständig ihre Körperhaltung ge-
wechselt habe. Inwieweit aus dem Abbruch des Leistungstests eine Selbstlimitierung erblickt 
werden kann, ist unklar; zumal nicht die Versicherte, sondern der Therapeut die Testung vorzei-
tig beendete. Weitere konkrete Beobachtungen über ein selbstlimitierendes Verhalten der Ver-
sicherten wurden im Bericht nicht beschrieben. Unter diesen Umständen erscheint eine Symp-
tomausweitung bzw. eine Selbstlimitierung nicht als sehr plausibel. Mit Blick auf die Berichte der 
behandelnden Fachpersonen ergibt sich auch ein anderes Bild von der Versicherten, als es die 
Ärzte der C.____ vermitteln. Keiner der behandelnden Ärzte stellte das Ausmass der von der 
Versicherten geschilderten Schmerzen und die damit verbundenen Funktionseinschränkungen 
in Frage. Gemäss Dr. F.____ seien die Schmerzen in der Frakturzone objektivierbar. Denn die 
auf den Bildern zu sehende Diskopathie und anhaltend aktivierte Osteochondrose stimmten mit 
den angegebenen Beschwerden überein. Selbst der Kreisarzt zweifelte nicht daran, dass die 
Versicherte im Bereich der unteren BWS und des thorakolumbalen Übergangs erhebliche 
Schmerzen habe. Es war ihm auch ein Anliegen, dass möglichst schnell eine gezielte 
Schmerztherapie in die Wege geleitet wurde. Die medizinischen Berichte setzen somit ein wei-
teres Fragezeichen an der Richtigkeit der Beurteilung der Ärzteschaft der C.____ in Bezug auf 
die behauptete Symptomausweitung.  

 
 
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4. Nach dem oben Gesagten sind bereits bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen 
vorzusehen. Solche Zweifel liegen hier - wie aufgezeigt - vor. Die übrigen ärztlichen Berichte 
erweisen sich zudem nicht als beweiskräftig genug, um die Frage des Ausmasses der thoraka-
len Beeinträchtigungen und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zuverlässig beurteilen 
zu können. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 20. August 2014 ist deshalb aufzuhe-
ben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen. Diese wird bei einem versiche-
rungsexternen Facharzt oder einer versicherungsexternen Fachärztin ein Gutachten zur Klä-
rung der unfallbedingten Schmerzproblematik an der BWS und deren Auswirkungen auf die 
Arbeitsfähigkeit einzuholen haben. Gestützt auf die Ergebnisse des Gutachtens ist schliesslich 
über den Anspruch der Versicherten auf Versicherungsleistungen neu zu befinden. Die vorlie-
gende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen.  
 
5.1 Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfahrenskos-
ten zu erheben.  
 
5.2  Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person 
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend ist der Ver-
sicherten eine Parteientschädigung zu Lasten der SUVA zuzusprechen. Ihr Rechtsvertreter 
wies in seiner Honorarnote vom 23. Februar 2015 einen Zeitaufwand von insgesamt 9 Stunden 
und 50 Minuten aus, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- 
und Rechtsfragen als angemessen erweist. Unter Hinzurechnung von 2 ½ Stunden für die Par-
teiverhandlung resultiert ein Aufwand von insgesamt 12 Stunden und 20 Minuten. Die Bemü-
hungen sind zum in Sozialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur 
Anwendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden 
sind sodann die in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 199.--. Der Versicherten 
ist somit eine Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 3'544.90 (12 Stunden und 20 Minuten à 
Fr. 250.-- + Auslagen von Fr. 199.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) zu Lasten der SUVA zuzu-
sprechen.  
 
6.1  Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind - mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) - nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können (Art. 93 Abs. 
1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeifüh-
ren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisver-
fahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger zur Ak-
tenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern um 
einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rückwei-

 
 
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sungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtlichen 
Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2).  
 
6.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
  
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Ein-
spracheentscheid der SUVA vom 9. September 2014 aufgehoben und 
die Sache zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die SUVA zurückgewiesen wird.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die SUVA hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 3'544.95 (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen.