# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4f846d93-05de-5aca-aeca-d54b0523a707
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-08-17
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 17.08.2023 UV 2022/59
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2022-59_2023-08-17.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2022/59

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 19.09.2023

Entscheiddatum: 17.08.2023

Entscheid Versicherungsgericht, 17.08.2023
Art. 6 Abs. 1 UVG. Ungenügende Aktenlage in Bezug auf die Beurteilung der 
Frage der Unfallkausalität der Schulterverletzungen des Beschwerdeführers, 
namentlich in Bezug auf das Vorliegen von traumatischen 
Begleitverletzungen. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren 
Abklärung und neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 17. August 2023, UV 2022/59).

Entscheid vom 17. August 2023

Besetzung

Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichterin Mirjam Angehrn und 

Versicherungsrichter Michael Rutz; Gerichtsschreiberin Anita Hüsler

Geschäftsnr.

UV 2022/59

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener, Amparo Anwälte und Notare, 

Neugasse 26, Postfach 148, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. August 2007 als 

Berufsschullehrer an der Berufsschule B.___ tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) insbesondere gegen die Folgen von 

Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 6. April 2022 erstattete die 

Arbeitgeberin des Versicherten der Suva eine Bagatellunfall-Meldung. Der Versicherte 

sei am 5. April 2022 beim Snowboarden gestürzt und habe sich an der rechten 

Schulter verletzt. Die Schädigung sei noch unklar (Suva-act. 1).

A.a. 

Am 5. Mai 2022 leitete die Arbeitgeberin des Versicherten der Suva eine E-Mail 

des Versicherten vom 4. Mai 2022 weiter, worin dieser mitteilte, dass zwischenzeitlich 

ein MRI-Untersuch durchgeführt worden und für anfangs August 2022 eine Operation 

bei Dr. med. C.___, Orthopädie D.___, geplant sei (Suva-act. 2).

A.b. 

Aufgrund einer Nachfrage des Versicherten fragte seine Arbeitgeberin am 24. Mai 

2022 bei der Suva an, ob die Kosten für den gemeldeten Eingriff von der Suva 

übernommen würden, da bisher noch keine Rückmeldung erfolgt sei (Suva-act. 4-2). 

Am 25. Mai 2022 forderte die Suva bei der Orthopädie D.___ einen Bericht an (Suva-

act. 3). Mit Schreiben vom 27. Mai 2022 bestätigte die Suva gegenüber dem 

Versicherten, dass er für die Folgen des Nichtberufsunfalls vom 5. April 2022 

Versicherungsleistungen erhalte (Suva-act. 5). Mit separatem Schreiben vom selben 

Tag erklärte die Suva auch gegenüber der Arbeitgeberin des Versicherten, dass sie für 

die Unfallfolgen Versicherungsleistungen erbringe. Da die Arbeitsunfähigkeit kürzer als 

A.c. 

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drei Tage sei, entfalle eine Taggeldzahlung (Suva-act. 6). Aufgrund des Schreibens vom 

27. Mai 2022 fragte die Arbeitgeberin des Versicherten am 31. Mai 2022 nochmals per 

E-Mail bei der Suva nach, ob die Deckung auch für die geplante Operation im August 

gegeben und ob der Versicherte informiert worden sei (Suva-act. 7-1). Noch 

gleichentags teilte die Suva der Arbeitgeberin des Versicherten telefonisch mit, dass 

sich das Anerkennungsschreiben auf das Unfallereignis beziehe. Die Operation werde 

separat über den medizinischen Dienst geprüft. In dieser Hinsicht würden jedoch noch 

nicht alle notwendigen Unterlagen vorliegen (Suva-act. 8).

Am 7. Juni 2022 ging bei der Suva der Bericht zur MR-Arthrographie der rechten 

Schulter des Versicherten vom 13. April 2022 ein. Der untersuchende Radiologe des 

Team E.___ hatte darin insbesondere die Befunde einer tiefreichenden artikulärseitigen 

Partialruptur der Supraspinatussehne, eines artikulärseitigen Partialrisses der 

interstitiell delaminierten Subscapularissehne mit Muskelfaserrisschen am myofascialen 

Ursprung, einer SLAP-Läsion im superioren Labrum, einer subtendinös 

medialsubluxierten tendinotischen langen Bicepssehne sowie einer Zerrung des 

ventralen mittleren und inferioren glenohumeralen Ligaments festgehalten (Suva-act. 9).

A.d. 

Am 31. Mai 2022 (Eingang bei der Suva am 9. Juni 2022) erstattete Dr. C.___ der 

Suva Bericht über die gesundheitliche Situation des Versicherten. Daraus geht hervor, 

dass der Versicherte sich wegen seiner verletzten rechten Schulter erstmals am 9. April 

2022 bei Dr. C.___ vorgestellt hatte. Anlässlich dieser Untersuchung hatte Dr. C.___ die 

Befunde aktiv und passiv frei beweglicher Schultern mit deutlicher Dyskinesie und 

eines hoch pathologischen Jobe-Tests mit Schmerzen und Kraftminderung erhoben. 

Die Aussenrotation gegen Widerstand war ebenfalls kraftvermindert, die Innenrotation 

seitengleich. Die Schulter war stabil geführt. Der Bicepssehnen-Test war nicht 

konklusiv. Neurologie und Durchblutung des rechten Arms waren intakt. Als Diagnose 

hielt er den Verdacht auf eine Rotatorenmanschettenruptur der Schulter rechts fest. Am 

27. April 2022 hatte der Versicherte zur Besprechung der MRI-Untersuchung vom 

13. April 2022 erneut Dr. C.___ konsultiert. In Anbetracht der Gesamtsituation sowie 

der bildgebenden Befunde, hatte Dr. C.___ bei dem sportlichen, nach wie vor sehr 

aktiven Versicherten eine operative Revision im Sinne einer Supraspinatussehnen-

Rekonstruktion und allenfalls Bicepssehnen-Tenotomie und Tenodese empfohlen, 

A.e. 

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wobei der Eingriff auf Wunsch des Versicherten auf anfangs August geplant wurde 

(Suva-act. 10).

Am 16. Juni 2022 nahm der Versicherungsmediziner Dr. med. F.___, Facharzt für 

Allgemeinmedizin, Stellung zum Fall des Versicherten. Er kam zu dem Schluss, dass 

die Beschwerden an der rechten Schulter und die damit geplante operative Revision im 

August nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 5. April 2022 

zurückzuführen seien. Zur Begründung führte er aus, es hätten kein 

erwartungsgemässer unmittelbarer Behandlungsbedarf und keine Arbeitsunfähigkeit 

bestanden. Es habe ein blander klinischer Erstbefund ohne äussere Verletzungszeichen 

mit freier Bewegung vorgelegen. Es liege keine objektivierbar dokumentierte 

Pseudoparalyse vor und bildgebend seien keine unfalltypischen ossären 

Begleitverletzungen nach dem Sturz auf die Schulter nachgewiesen worden. Hingegen 

bestehe eine Impingementkonstellation, mit/bei hypertropher ACG-Arthrose und 

konvexem Acromion Typ 2. Ausserdem würden tendinopathische und interstitielle 

Kontinuitätsschäden der Rotatorenmanschette und langen Bicepssehne sowie 

Prädilektionsfaktoren degenerativer Veränderungen (Lebensalter, Anlagevariante des 

Acromion und ACG-Arthrose, sportive körperliche Belastungen) vorliegen (Suva-act. 

11).

A.f. 

Am 22. Juni 2022 nahm Dr. F.___ eine Beurteilung hinsichtlich des Status quo vor. 

Darin hielt er fest, dass der Unfall nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 

zusätzlichen strukturellen Läsionen, welche objektivierbar seien, geführt habe. 

Unfallfolgen würden im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwei bis 

drei Monate nach dem Ereignis keine Rolle mehr spielen (Suva-act. 12).

A.g. 

Am 23. Juni 2022 ersuchte die Klinik G.___ die Suva um Kostengutsprache für die 

geplante Supraspinatussehnenrekonstruktion durch Dr. C.___ (Suva-act. 13-3).

A.h. 

Mit Schreiben vom 27. Juni 2022 informierte die Suva den Versicherten, sie habe 

ihre Leistungspflicht für die Folgen des Unfalls vom 5. April 2022 aufgrund des 

Heilverlaufs neu beurteilt. Aufgrund der Beurteilung des Suva-Arztes seien die 

unfallbedingten Beschwerden an der rechten Schulter spätestens drei Monate nach 

dem Unfall vom 5. April 2022 abgeheilt gewesen. Die Operation vom 4. August 2022 

A.i. 

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erfolge wegen unfallfremden Beschwerden. Sie könne für diese daher nicht 

aufkommen. Die Arbeitsunfähigkeit nach der Operation und die weitergehende 

medizinische Behandlung würden demnach nicht zu Lasten der Unfall-, sondern der 

Krankenversicherung gehen. Sie schliesse den Fall entsprechend per 12. Juli 2022 ab 

und lehne den Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen ab. Auf Wunsch werde 

eine einsprachefähige Verfügung erlassen (UV-act. 15).

Am 1. Juli 2022 teilte der Versicherte der Suva telefonisch sinngemäss mit, dass er 

mit der Ablehnung von bzw. Terminierung der Versicherungsleistungen per 12. Juli 

2022 für seine Schulterbeschwerden nicht einverstanden sei. Bis zum 5. April 2022 

habe er absolut keine Schulterbeschwerden gehabt. Er sei Sportlehrer, sportlich sehr 

aktiv und habe diverse Sportarten ohne Probleme und Einschränkungen ausführen 

können. Seit dem Unfall sei dies alles nicht mehr möglich. Selbst beim Anschnallen im 

Auto benötige er die Hilfe des linken Arms. Er habe Schmerzen und sei auch betreffend 

Beweglichkeit und Kraft eingeschränkt. Er könne nicht mehr sagen, in welcher Position 

der Arm beim Sturz gewesen sei. Er sei dann noch vorsichtig ins Tal gefahren und habe 

auf eine spontane Besserung innert der nächsten Tage gehofft. Da diese ausgeblieben 

sei, habe er Dr. C.___ kontaktiert, der dann eine MRI-Untersuchung veranlasst habe. 

Anlässlich der MRI-Besprechung habe sich Dr. C.___ klar dahingehend geäussert, dass 

es sich um Folgen des Unfalls handle. Damit die sportlichen Aktivitäten wieder 

ausgeführt werden könnten, sei eine Operation unumgänglich. Da vor den 

Sommerferien in seinem Beruf als Berufsschullehrer viele Aufgaben anstehen würden, 

habe er den Operationstermin auf anfangs August gelegt. Aus medizinischer Sicht sei 

der Operationszeitpunkt nicht massgebend. Er verhalte sich bis dahin vorsichtig und 

schone den Arm. Dies habe er mit dem Arzt so vereinbart. Physiotherapie habe bisher 

nicht stattgefunden. Sobald er den Arm bewege, würden Schmerzen auftreten. Der 

Versicherte bat entsprechend um Überprüfung der Beurteilung seitens der Suva. Sollte 

es wider Erwarten bei einer Ablehnung/Terminierung bleiben, bitte er um telefonische 

Information und Erlass einer Verfügung (Suva-act. 18).

A.j. 

Am 5. Juli 2022 verfasste Dr. F.___ aufgrund der erfolgten Einwände des 

Versicherten eine ausführliche ärztliche Beurteilung. Darin führte er aus, an den 

versicherungsmedizinischen Stellungnahmen vom Juni 2022 sei festzuhalten. Die vom 

Versicherten geltend gemachte "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation (er habe 

A.k. 

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B.  

vor dem Ereignis keine Schulterbeschwerden gehabt und als Sportlehrer sehr aktiv 

diverse Sportarten ohne Probleme ausführen können) stelle keinen angemessenen 

medizinischen Nachweis für das Vorliegen einer Unfallfolgeschädigung dar. Gegenteilig 

könnten neben dem Lebensalter auch besondere sportliche Aktivitäten, insbesondere 

Schlag- und Wurfsportarten sowie wiederkehrende dementsprechende Aktivitäten über 

Kopf, ein Prädilektionsfaktor für krankhafte und degenerative Veränderungen des 

Schultergelenks sein. Zum Ereignis vom 5. April 2022 sei darüberhinausgehend keine 

mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit zusätzliche objektivierbare strukturelle 

Läsion der rechten Schulter verursacht worden. Insbesondere sei der komplexe 

Schaden des rechten Schultergelenks, welcher elektiv anfangs August 2022 operativ 

behandelt werden solle, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis 

vom 5. April 2022 zurückzuführen. Unfallfolgen würden in der Gesamtbetrachtung im 

Beschwerdebild des Versicherten bei einer vorübergehenden, hier aber nicht 

objektivierbar richtunggebenden Prellung und allfälligen Zerrung des Schultergelenks 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zwei bis drei Monate nach dem Ereignis bereits 

keine Rolle mehr spielen (Suva-act. 21).

Mit Verfügung vom 6. Juli 2022 stellte die Suva – gestützt auf die Beurteilungen 

von Dr. F.___ – ihre Versicherungsleistungen per 12. Juli 2022 ein (Suva-act. 30).

A.l. 

Am 2. August 2022 erhob der Versicherte – nachdem er zuvor mehrfach mit der 

Suva korrespondiert, diese an ihrem Entscheid jedoch festgehalten hatte (Suva-act. 32 

ff.) – Einsprache gegen die Verfügung der Suva vom 6. Juli 2022. Zur Begründung hielt 

der Versicherte im Wesentlichen fest, der Zustand, wie er sich auch ohne den Unfall 

vom 5. April 2022 eingestellt hätte, sei nicht erreicht. Denn seit dem Unfall und bis zum 

heutigen Tag sei er in seinem Beruf als Sportlehrer, in seiner Freizeit (Hobbys) und auch 

im Alltag erheblich eingeschränkt. Teilweise schmerze die Schulter auch ohne 

nennenswerte Bewegungen. Jahrelang habe er alle Aktivitäten ohne die geringsten 

Einschränkungen bezüglich seiner rechten Schulter ausführen können. Dass keine 

äusseren Verletzungszeichen und keine unfalltypischen Begleitverletzungen des 

Knochens sowie keine Haut /Weichteilschädigungen vorliegen würden, sei bereits am 

27. Mai 2022 bekannt gewesen, als die Suva ihm Versicherungsleistungen zugesichert 

B.a. 

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habe. Er habe seinen rechten Arm am Abend des Unfalls nicht mehr über Schulterhöhe 

heben können und habe diese Bewegungseinschränkungen bis zum heutigen Tag. 

Offensichtlich könne eine solche Schädigung auch ohne diese unfalltypischen 

Begleitverletzungen passieren. Er habe die Talfahrt fortgesetzt, weil er dies für viel 

schonender gehalten habe, als den Transport in einem Rettungsschlitten. Am Abend 

zuhause sei er sich sicher gewesen, dass man im Moment nicht viel mehr machen 

könne, als die Schulter ruhigzustellen. Er habe zwei Tage nach dem Unfall angerufen, 

aber der früheste Termin bei Dr. C.___ sei am 9. April 2022 gewesen. Der Unfall sei in 

den Frühlingsferien geschehen. Erst zwei Wochen nach dem Unfall habe er wieder 

unterrichten müssen. Zu diesem Zeitpunkt habe er normal gehen und damit auch den 

Unterricht organisieren können (unter den erwähnten Einschränkungen). Im Sinne der 

Leistungsträger habe er auf ein ärztliches Zeugnis (bzw. eine Krankschreibung) 

verzichtet. Natürlich sei ihm bewusst, dass er gewisse Verschleisserscheinungen habe. 

Tatsache sei aber, dass er auch mit diesen Verschleisserscheinungen vor dem Unfall 

sämtliche Bewegungen der rechten Schulter problemlos habe ausführen können. Es 

gäbe keinen plausiblen Grund, dass sich der Zustand seiner rechten Schulter ohne den 

Unfall genau in diesen vier Monaten auf solch extreme Weise verschlechtert hätte. Die 

überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass die Unfallfolgen in zwei bis drei Monaten nach 

dem Ereignis keine Rolle mehr spielen würden, treffe bei ihm nicht zu. Es sei weder der 

Zustand eingetreten, wie er sich nach dem schicksalsbedingten Verlauf eines 

krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall eingestellt hätte, noch derjenige, wie er sich 

unmittelbar vor dem Unfall dargestellt habe (Suva-act. 43).

Am 4. August 2022 führte Dr. C.___ die geplante Schulterarthroskopie rechts 

durch. Im Operationsbericht hielt er als Diagnose eine posttraumatische Subscapularis- 

und Supraspinatussehnenruptur an der rechten Schulter mit Partialruptur der langen 

Bicepssehne fest. Die Operation umfasste ein ausgedehntes intraartikuläres 

Débridement, eine Tenotomie der langen Bicepssehne mit subpectoraler Tenodese, 

eine arthroskopische Rekonstruktion der Subscapularis- und Supraspinatussehne 

sowie eine Acromioplastik mit Bursectomie (Suva-act. 45).

B.b. 

Mit Einspracheentscheid vom 19. September 2022 wies die Suva die Einsprache 

des Versicherten unter Verweis auf die Beurteilungen von Dr. F.___ ab, da der Unfall 

vom 5. April 2022 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur zu einer vorübergehenden 

B.c. 

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C.  

Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands an der rechten Schulter geführt habe 

und der Status quo sine nach zwei bis drei Monaten erreicht gewesen sei (Suva-act. 

49).

Am 15. Oktober 2022 erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) 

Beschwerde gegen den vorerwähnten Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerin). Er beantragte sinngemäss die Aufhebung des 

Einspracheentscheids vom 19. September 2022 und die Weiterausrichtung der 

gesetzlichen Versicherungsleistungen, insbesondere die Vergütung der Heilkosten für 

die Operation vom 4. August 2022. Zudem beantragte er, die Beschwerdegegnerin 

habe ihm einen angemessenen Schadenersatz für seinen hohen administrativen 

Aufwand und wegen seiner zahlreichen schlaflosen Nächte zu bezahlen (act. G 1).

C.a. 

Mit Eingabe vom 11. November 2022 beantragte die Beschwerdegegnerin – unter 

Verzicht auf die Einreichung einer umfassenden Beschwerdeantwort – die 

vollumfängliche Abweisung der Beschwerde (act. G 3).

C.b. 

Mit Replik vom 9. Januar 2023 beantragte der zwischenzeitlich durch 

Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Rufener vertretene Beschwerdeführer neu, der 

Einspracheentscheid vom 19. September 2022 sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. 

Insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten der 

Schulteroperation vom 4. August 2022 zu übernehmen. Eventualiter sei der 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Sache zur Ergänzung des medizinischen 

Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der 

Beschwerdegegnerin. Für seine Sachverhaltsdarstellung, wonach er vor dem 

Unfallereignis keine Beschwerden gehabt habe, seither jedoch erheblich eingeschränkt 

sei, offerierte der Beschwerdeführer den Zeugenbeweis (act. G 8).

C.c. 

Am 25. Januar 2023 reichte der Beschwerdeführer dem Versicherungsgericht des 

Kantons St. Gallen einen Datenträger mit den MRI-Aufnahmen vom 13. April 2022 ein 

C.d. 

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Erwägungen

1.

Vorliegend strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer über den 12. Juli 2022 

hinaus Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung, insbesondere 

auch für die operative Behandlung der rechten Schulter vom 4. August 2022, hat.

2.  

und benannte weitere Zeugen für seine Sachverhaltsdarstellung bzw. berichtigte zum 

Teil die Adressen der bereits in der Replik erwähnten Zeugen (act. G 10 und 10.1).

Mit Eingabe vom 1. Februar 2023 (act. G 12) liess der Beschwerdeführer dem 

Gericht zudem eine Stellungnahme von Dr. C.___ vom 24. Januar 2023 (act. G 12.1) zur 

Unfallkausalität zukommen. Nachdem das Gericht den Beschwerdeführer informiert 

hatte, dass sich die in der Eingabe überdies erwähnten MRI-Bilder der Operation vom 

4. August 2022 nicht (mehr) in dem beim Gericht angekommenen Briefumschlag 

befunden hätten (act. G 13 und 14), stellte der Beschwerdeführer dem Gericht mit 

Eingabe vom 2. Februar 2023 den Datenträger nochmals zu (act. G 16 und 16.1).

C.e. 

Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingaben vom 10. und 24. Februar 2023 

auf eine umfassende Duplik bzw. Stellungnahme zu den weiteren Eingaben des 

Beschwerdeführers (act. G 17 und 19).

C.f. 

Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird – 

soweit entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

C.g. 

Der Unfallversicherer hat bei Vorliegen eines Unfalls gemäss Art. 4 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 

830.1) für einen Gesundheitsschaden nur insoweit Leistungen zu erbringen, als dieser 

in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis 

steht (vgl. Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 

832.20]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 

Vorhandensein die gesundheitliche Beeinträchtigung nicht oder nicht in gleicher Weise 

2.1. 

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oder nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Faktoren für die Schädigung verantwortlich, d. h. 

zumindest teilkausal ist, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, 

ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 

3.1 und 117 V 376 E. 3a; SVR 2007 UV Nr. 28 S. 96 f., U 413/05, E. 4.1 mit Hinweisen; 

Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 53). Für die Beantwortung der Tatfrage nach dem 

Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist das Gericht in 

der Regel auf Angaben ärztlicher Experten und Expertinnen angewiesen. Die Frage 

nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist demgegenüber eine Rechtsfrage, die 

vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist 

(André Nabold, N 53 zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über 

die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 

2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; Irene Hofer, N 65 f. und N 74 zu Art. 6, in: 

Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], 

Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend zitiert: BSK UVG]; 

Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 54 f., 58). Bei physischen Unfallfolgen spielt indessen 

die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch keine selbständige Rolle (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 f. E. 3a und 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Ob ein natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist, beurteilt sich nach 

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die 

Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen; 

Thomas Locher/Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 

2014, § 70 N 58 f.).

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht (BGE 

125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 I 183 f. E. 3.2). 

Dieser schliesst eine Beweislast im Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. 

Die Parteien tragen aber eine Beweislast insofern, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesenen Sachverhalt 

Rechte ableiten wollte (BGE 129 V 177 E. 3.1, 117 V 360 E. 4a, je mit Hinweisen; Urteile 

des Bundesgerichts vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2.2, und vom 20. August 

2009, 8C_363/2009, E. 1; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG] vom 

27. April 2005, U 6/05; Locher/Gächter, a. a. O., § 70 N 58 f.; Rumo-Jungo/Holzer, 

a. a. O., S. 4, 54 f.).

2.2. 

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Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht für einen Gesundheitsschaden 

einmal anerkannt, so entfällt seine Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht 

(mehr) die natürliche oder adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn 

also letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies 

trifft zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor 

dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich 

nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustands auch ohne Unfall 

früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Trifft ein Unfall auf 

einen vorgeschädigten Körper und steht medizinischerseits fest, dass weder der Status 

quo sine noch der Status quo ante je wieder erreicht werden können, liegt eine 

richtungsgebende Verschlimmerung vor (vgl. zum Ganzen Urteile des Bundesgerichts 

vom 6. August 2008, 8C_101/2008, E. 2, und 11. Juni 2007, U 290/06, E. 3.3 mit 

Hinweisen; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b mit Hinweisen; KOSS UVG-Nabold, N 

54 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a. a. O., S. 54). 

Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf, die zuvor nicht bestanden 

haben, und ist davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein zuvor stummer 

degenerativer Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der 

Unfallversicherer bis zum Erreichen des Status quo sine oder ante Leistungen für das 

unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen 

und zwar selbst dann, wenn sich die Gesundheitsschädigung bei einer Gewichtung der 

konkurrierenden Ursachen zum stark überwiegenden Teil als Krankheitsfolge darstellt. 

Dies bedeutet unter Umständen, dass die versicherte Person Anspruch auf eine 

operative Eingriffe miteinschliessende zweckmässige Behandlung hat, wenn diese im 

Gesamtkontext gesehen letztlich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der 

(vorzeitigen) Beseitigung der vom Unfall zumindest mitverursachten Schmerzen dient 

und nicht gesagt werden kann, die Operation sei auch ohne den durch den Unfall 

bewirkten Beschwerdeschub überwiegend wahrscheinlich im selben Zeitpunkt 

notwendig geworden (Urteile des Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, 

E. 5.3, und 24. Juni 2008, 8C_326/2008). Eine schadensauslösende traumatische 

Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegründend, wenn der betreffende Schaden 

auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall 

somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war 

(Urteile des Bundesgerichts vom 19. Oktober 2011, 8C_515/2011, E. 4.1, und 5. April 

2007, U 413/05, E. 4.2).

2.3. 

Da es sich beim Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 

Ursachen eines Gesundheitsschadens um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, 

liegt die Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender 

2.4. 

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natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, 

sondern beim Unfallversicherer. Dieser muss jedoch nicht den Beweis für unfallfremde 

Ursachen erbringen, sondern nur dartun, dass die unfallbedingten Ursachen des 

Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben (Urteil des 

Bundesgerichts vom 7. Juli 2021, 8C_80/2021, E. 2.2 mit Hinweisen). Dieser Beweis 

kann durchaus unter Bezugnahme auf statistische Grundlagen und medizinische 

Erfahrungswerte geführt werden (BGE 126 V 189 E. 4c; Urteil des EVG vom 18. 

September 2002, U 60/02, E. 2.2). Dies hat insbesondere für den Nachweis des Status 

quo sine zu gelten, bei dem es sich um einen hypothetischen Zustand handelt, der sich 

häufig nur mit Erfahrungswerten bestimmen lässt (Urteil des EVG vom 18. September 

2002, U 60/02, E. 2.2).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d. h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, 

auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben 

worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der 

Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 

medizinischen Fachperson begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der 

eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten 

(BGE 125 V 352 E. 3a mit Hinweisen).

2.5. 

Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch Berichten und Gutachten, welche die 

Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und 

Ärztinnen einholen, Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis kann jedoch 

nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen 

(BGE 135 V 465 E. 4.4, 4.6 f.). Reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern 

ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche 

Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die 

direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil 

des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1).

2.6. 

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3.  

Die Beschwerdegegnerin anerkannte mit Schreiben vom 27. Mai 2022 zu Recht, 

dass der Beschwerdeführer am 5. April 2022 einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG mit 

einer schädigenden Einwirkung auf den Körper erlitten hat und erbrachte entsprechend 

– zumindest vorläufig – die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Suva-act. 5-1). Mit 

Einspracheentscheid vom 19. September 2022 (Suva-act. 49) bzw. mit der diesem 

zugrundliegenden Verfügung vom 6. Juli 2022 (Suva-act. 30) hat die 

Beschwerdegegnerin ihre Versicherungsleistungen per 12. Juli 2022 eingestellt, da 

gemäss der Beurteilung des Versicherungsmediziners Dr. F.___ vom 5. Juli 2022 der 

Unfall vom 5. April 2022 keine mit einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

nachgewiesene zusätzliche objektivierbare strukturelle Läsion der rechten Schulter 

verursacht, sondern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nur zu einer 

vorübergehenden Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands an der rechten 

Schulter geführt habe und der Status quo sine nach zwei bis drei Monaten erreicht 

gewesen sei (Suva-act. 21). Der Beschwerdeführer macht jedoch einen Anspruch auf 

Versicherungsleistungen über das Einstellungsdatum hinaus geltend, insbesondere auf 

Erstattung der Kosten für den operativen Eingriff vom 4. August 2022 (act. G 1 und G 

8).

3.1. 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

und von der untersuchenden Person und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit – 

wissenschaftlich anerkannten – apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRT, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juli 2015, 8C_139/2015, E. 4.1.1 mit Hinweisen).

3.2. 

Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet der gesundheitliche 

Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Ist es durch letzteren zu keinen 

neuen strukturellen Schäden gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten 

Körper, kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens als 

vorübergehende oder richtungsgebende Verschlimmerung des Vorzustands in Betracht 

(vgl. dazu vorstehende E. 2.3).

3.3. 

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4.  

Als unfallkausale strukturelle Gesundheitsschäden kommen vorliegend die 

aufgrund des MRI-Untersuchs vom 13. April 2022 (Suva-act. 9) sowie der 

intraoperativen Befunde vom 4. August 2022 (Suva-act. 45) nachgewiesenen 

Partialrupturen der Supraspinatussehne, Subscapularissehne und langen Bicepssehne 

sowie die SLAP-Läsion an der rechten Schulter des Beschwerdeführers in Frage. 

Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob zwischen den vorgenannten Gesundheitsschäden 

und dem Unfallereignis vom 5. April 2022 ein natürlicher Kausalzusammenhang 

besteht.

4.1. 

 4.2. 

Dr. F.___ verneinte die Unfallkausalität der festgestellten Gesundheitsschäden in 

seiner ärztlichen Beurteilung vom 5. Juli 2022 im Wesentlichen mit der Begründung, 

dass es an Anzeichen für eine traumatische Verletzung (unmittelbare 

Schmerzsymptomatik und damit zusammenhängend unmittelbarer Behandlungsbedarf 

sowie Arbeitsunfähigkeit, Pseudoparalyse, äussere Verletzungszeichen oder sonstige 

unfalltypische Begleitverletzungen der Knochen oder umliegenden Weichteile) fehle. 

Die Fortsetzung der eigenen Talfahrt nach dem Snowboardsturz, die Fortsetzung der 

beruflichen Tätigkeiten sowie eine bei der ärztlichen Erstvorstellung nach vier Tagen 

aktiv und passiv freie Beweglichkeit der Schulter würden einer frischen Traumatologie 

widersprechen und kämen eher einer natürlich progredienten, in stummer oder 

manifester Weise vorbestehenden, krankhaft-degenerativen Schädigung des 

Schultergelenks gleich. Hierzu würden auch die nachgewiesene 

Acromioclaviculargelenksarthrose sowie das Acromion Typ II nach Bigliani als 

Risikofaktoren für ein Impingement, die tendinopathischen Veränderungen der langen 

Bicepssehne und der Infraspinatussehne mit Insertionszysten am Footprint sowie die 

interstitiellen, also pathomorphologisch typisch degenerativen 

Kontinuitätsschädigungen in der Subscapularissehne passen. Zudem weise der 

Beschwerdeführer diverse Risikofaktoren für einen derartigen Verschleissschaden des 

Schultergelenks auf (Lebensalter, multiple sportliche Aktivitäten mit 

Überkopfsportarten, Anlagevariante des Acromions im Sinne einer 

Impingementkonstellation). Auch passe in diesem Zusammenhang die gut 

beschriebene Beschwerdelinderung einer antientzündlichen NSAR-Selbstmedikation 

mit Irfen zu einem lokalen krankhaft entzündlichen Reizbefund loco typico im Bereich 

des Schulterdachs (Suva-act. 21). Der Beschwerdeführer macht jedoch weiterhin eine 

Unfallkausalität der festgestellten Verletzungen geltend. In diesem Zusammenhang 

4.2.1. 

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reichte er dem Versicherungsgericht eine Stellungnahme seines behandelnden Arztes, 

Dr. C.___, vom 24. Januar 2023 (act. G 12.1) ein.

Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, Dr. F.___ habe ihn nie persönlich 

untersucht bzw. mit ihm gesprochen, bestand bzw. besteht aufgrund der 

medizinischen Aktenlage keine Notwendigkeit für ein solches Vorgehen. Vorliegend 

stellen sich aus medizinischer Sicht im Wesentlichen Fragen in Bezug auf die 

Einordnung der erhobenen (bildgebenden) Befunde, welche an sich unbestritten sind. 

Mithin rückt eine persönliche Untersuchung in den Hintergrund (vgl. zur Zulässigkeit 

solcher Aktengutachten vorstehende E. 2.6). Eine fehlende persönliche Untersuchung 

durch Dr. F.___ mindert den Beweiswert seiner Aktenbeurteilungen (Suva-act. 11, 12 

und 21) nach Gesagtem nicht. Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen, sprechen 

jedoch verschiedene Gründe gegen die Zuverlässigkeit seiner Beurteilung.

4.2.2. 

Dr. C.___ führt in seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2023 (act. G 12.1) 

plausibel und nachvollziehbar aus, dass nach Abklingen der akuten Phase einer 

Verletzung die Schulter balanciert bleibe und es erst nach einer gewissen Zeit zu einer 

Dysbalance, mit Auftreten von Schmerzen, komme. Als Sportlehrer sei es der 

Beschwerdeführer gewohnt, mit Schmerzen umzugehen, weshalb er mit dem 

operativen Eingriff primär zugewartet habe. In Bezug auf die von Dr. F.___ 

vorgebrachte fehlende unmittelbare Schmerzsymptomatik und 

Behandlungsbedürftigkeit der Schulterverletzung erscheint es demnach durchaus 

möglich und plausibel, dass der Beschwerdeführer besonders schmerzresistent ist und 

– im Vergleich zu einer "durchschnittlich" schmerzresistenten Person – doch von einer 

unmittelbaren Schmerzsymptomatik mit Behandlungsbedürftigkeit (und allenfalls 

Arbeitsunfähigkeit) auszugehen ist. Mithin vermag die Stellungnahme von Dr. C.___ 

vom 24. Januar 2023 zumindest geringe Zweifel am Argument von Dr. F.___ 

hinsichtlich der fehlenden, im Regelfall unmittelbar zu erwartenden 

Schmerzsymptomatik und Behandlungsbedürftigkeit zu erwecken.

4.2.3. 

Hinsichtlich der gemäss Bericht von Dr. C.___ zur Erstuntersuchung vom 9. April 

2022 "aktiv und passiv frei beweglichen Schultern" des Beschwerdeführers (Suva-act. 

10) bzw. der fehlenden, gemäss Dr. F.___ bei einem traumatischen Ursprung der 

Verletzungen jedoch zu erwartenden Pseudoparalyse, kann den Ausführungen des 

Beschwerdeführers in der Beschwerdeschrift (act. G 1-5 dritter Absatz) insofern gefolgt 

werden, als dem Bericht von Dr. C.___ entnommen werden kann, der 

Beschwerdeführer habe Schmerzen (namentlich beim Jobe-Test) gehabt und unter 

Kraftminderung (ebenfalls beim Jobe-Test sowie auch bei der Aussenrotation) gelitten. 

4.2.4. 

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Der Jobe-Test wurde von Dr. C.___ zudem als hochpathologisch bezeichnet. Unter 

Berücksichtigung des Umstands, dass keine vollständige Sehnenruptur bestand 

sondern lediglich Partialrupturen vorlagen und mithin die Bewegungs- bzw. 

Muskelfunktion nicht vollständig aufgehoben war, erscheint es zumindest fraglich, ob 

vorliegend bei Annahme einer traumatischen Genese der Gesundheitsschäden 

tatsächlich mit einer Pseudoparalyse zu rechnen gewesen wäre. Somit bestehen auch 

am Argument der fehlenden Pseudoparalyse seitens Dr. F.___ zumindest geringe 

Zweifel.

Bezüglich dem Fehlen von Begleitverletzungen ist festzuhalten, dass in der MRI-

Untersuchung vom 13. April 2022 (Suva-act. 10) zwar weder ein Bone bruise noch eine 

Fraktur festgestellt worden sind. Doch zeigten sich neben den fraglichen 

Sehnenpartialrupturen sowie der SLAP-Läsion im Bereich der Subscapularissehne 

auch noch Muskelfaserrisschen am myofascialen Ursprung sowie eine Zerrung des 

ventralen mittleren und inferioren glenohumeralen Ligaments. Zu den Befunden der 

Muskelfaserrisschen sowie der Bänderzerrung – im Sinne allenfalls traumatischer 

Begleitverletzungen – äussert sich Dr. F.___ in seinen Beurteilungen (Suva-act. 11, 12 

und 21) jedoch nicht. Es ist für das Gericht nicht ohne Weiteres ersichtlich, inwiefern es 

sich dabei nicht um traumatische Begleitverletzungen handeln könnte. Die 

Beurteilungen von Dr. F.___, insbesondere die ärztliche Beurteilung vom 5. Juli 2022, 

sind in dieser Hinsicht als unvollständig anzusehen. Soweit Dr. F.___ in seiner 

Beurteilung vom 5. Juli 2022 eine Zerrung des Schultergelenks explizit als nicht 

objektivierbar bezeichnet, ist diese Einschätzung zudem nicht nachvollziehbar. Mithin 

bestehen auch am Argument der fehlenden Begleitverletzungen zumindest geringe 

Zweifel.

4.2.5. 

Schliesslich spricht auch das Fehlen von äusseren Verletzungszeichen 

(Prellmarke, Hämatom, Haut-/Weichteilläsion o. Ä.) bei einer Schneesportverletzung, 

bei der erfahrungsgemäss dicke Winterkleidung getragen wird, nicht ohne Weiteres 

gegen einen traumatischen Ursprung der Schulterverletzungen des 

Beschwerdeführers.

4.2.6. 

Der Umstand, dass beim Beschwerdeführer verschiedene degenerative 

Veränderungen an der rechten Schulter festgestellt worden sind und er diversen 

Risikofaktoren für degenerative Gesundheitsschäden unterliegt, vermag für sich 

genommen die fehlende Unfallkausalität der partiellen Sehnenrupturen sowie der 

SLAP-Läsion nicht überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen.

4.2.7. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 17/19

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Nach Gesagtem liegen zumindest geringe Zweifel an der Beurteilung der 

fehlenden Unfallkausalität der festgestellten Gesundheitsschäden an der rechten 

Schulter des Beschwerdeführers seitens Dr. F.___ vor und kann auf diese 

entsprechend nicht abgestellt werden.

4.2.8. 

 4.3. 

Eine Unfallkausalität der partiellen Sehnenrisse sowie der SLAP-Läsion ist 

aufgrund der weiteren vorliegenden Aktenlage, namentlich gestützt auf die Berichte 

des behandelnden Arztes Dr. C.___, ebenfalls nicht überwiegend wahrscheinlich 

erstellt.

4.3.1. 

Aus dem Operationsbericht vom 4. August 2022 (Suva-act. 45) von Dr. C.___ 

gehen keine für die Unfallkausalität relevanten Erkenntnisse hervor. Unter den 

gegebenen Umständen kann seitens des Gerichts auf die Einholung einer 

medizinischen Beurteilung der vom Beschwerdeführer eingereichten Bildaufnahmen 

(act. G 16.1) verzichtet werden. Der im Operationsbericht im Zusammenhang mit der 

Diagnose verwendete Begriff "posttraumatisch" (Suva-act. 45) vermag sodann 

juristisch gesehen nichts über eine allfällige Unfallkausalität auszusagen, zumal 

Ursache und Wirkung nicht diskutiert werden, sondern drückt nur aus, dass gewisse 

Beschwerden nach einem Unfall aufgetreten sind bzw. eine bestimmte 

Gesundheitsschädigung nach einem solchen erhoben worden ist (vgl. dazu die 

beweisrechtlich untaugliche Formel "post hoc ergo propter hoc"; BGE 119 V 340 ff. E. 

2b/bb; vgl. ferner nebst vielen das Urteil des Bundesgerichts vom 17. April 2020, 

8C_158/2020, E. 3.2).

4.3.2. 

In seiner Stellungnahme vom 24. Januar 2023 bejaht Dr. C.___ (act. G 12.1) zwar 

explizit die Unfallkausalität der Schulterverletzung. Er begründet diese Aussage jedoch 

nicht weiter bzw. verweist lediglich auf die Aussage des Beschwerdeführers, er habe 

einen Snowboardsturz erlitten, weshalb auf diese Einschätzung nicht abgestellt werden 

kann. Die nur allgemeine Aussage von Dr. C.___ zur Möglichkeit eines traumatischen 

Ursprungs der Verletzungen – der vom Beschwerdeführer erlittene Sturz sei geeignet, 

Schulterverletzungen wie diejenigen des Beschwerdeführers hervorzurufen bzw. solche 

würden häufig bei Snowboardstürzen auftreten – vermag sodann eine Unfallkausalität 

im vorliegenden, konkreten Fall nicht nachzuweisen. Soweit Dr. C.___ darauf hinweist, 

dass der Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis keine Beschwerden gehabt habe, 

könnte dies im vorliegenden Fall – bei dem es sich beim Beschwerdeführer 

berufsbedingt um eine zuvor sportlich äusserst aktive Person gehandelt hat – zwar für 

die Unfallkausalität der festgestellten Gesundheitsschäden sprechen. Nichtsdestotrotz 

4.3.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 18/19

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5.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die vorliegende Aktenlage keine überwiegend 

wahrscheinliche Beurteilung der Unfallkausalität der partiellen Sehnenrisse sowie der 

SLAP-Läsion zulässt. Die Beschwerdegegnerin wäre gestützt auf den 

Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 ATSG) zur Vornahme weiterer medizinischer 

Abklärungen hinsichtlich der Unfallkausalität verpflichtet gewesen. Die Angelegenheit 

ist nach Gesagtem zur Veranlassung weiterer Abklärungen zur Unfallkausalität der 

festgestellten Schulterverletzungen bzw. zur Einholung einer externen 

fachmedizinischen Beurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei 

wird die Beschwerdegegnerin mit Blick auf die nachgewiesenen Muskelfaserrisschen 

sowie die Bänderzerrung insbesondere die Frage des Vorliegens von 

Begleitverletzungen nochmals im Detail zu prüfen haben.

6.  

vermag eine solche "post hoc ergo propter hoc"-Argumentation allein eine 

Unfallkausalität nicht überwiegend wahrscheinlich nachzuweisen (vgl. dazu bereits 

vorstehende E. 4.3.2).

Der Beschwerdeführer macht sodann geltend, er sei aufgrund seiner 

Schulterbeschwerden auch über das Leistungseinstellungsdatum hinaus weiterhin in 

seinem Beruf, im Alltag sowie in seiner Freizeit eingeschränkt (act. G 1-2 lit. a und G 8). 

Dass der Beschwerdeführer nicht über den 12. Juli 2022 hinaus unter Einschränkungen 

bzw. Beschwerden litt, wird von der Beschwerdegegnerin jedoch (zu Recht) nicht 

geltend gemacht. Das Fortdauern der Beschwerden über den 

Leistungseinstellungszeitpunkt hinaus lässt jedoch keinen Rückschluss auf den 

Ursprung derselben zu. Gleiches gilt für den vom Beschwerdeführer vorgebrachten 

Umstand, dass er vor dem Unfallereignis vom 5. April 2022 keine Beschwerden gehabt 

habe, denn wie vorstehend bereits erwähnt (E. 4.3.3), ist die "post hoc ergo propter 

hoc"-Argumentation für sich allein nicht ergiebig. Auf die Befragung der beantragten 

Zeugen (act. G 8) in diesem Zusammenhang kann nach Gesagtem verzichtet werden.

4.4. 

Im Sinne der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde vom 15. Oktober 2022 

(act. G 1) unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 19. September 2022 

dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen bzw. zur 

Veranlassung einer externen fachmedizinischen Beurteilung und anschliessend neuer 

Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

6.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/19

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Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom 

19. September 2022 aufgehoben und die Streitsache zu ergänzenden Abklärungen im 

Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung von Fr. 

2'500.  (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben 

(vgl. dazu Art. 61 lit. f  ATSG).

6.2. 
bis

Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Partei 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Die Rückweisung zur Neubeurteilung gilt 

hinsichtlich der Prozesskosten praxisgemäss als volles Obsiegen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 19. April 2021, 9C_525/2020, E. 6 mit Hinweisen). Somit unterliegt 

die Beschwerdegegnerin vollumfänglich. Die Parteientschädigung wird vom 

Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der 

Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. In 

der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Versicherungsgericht nach 

Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.-- bis 

Fr. 15'000.--. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf 

die erst im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels erfolgte Mandatierung von 

Rechtsanwalt Rufener sowie den notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung bei 

bescheidenem Aktenumfang eine pauschale Parteientschädigung von Fr. 2'500.-- 

(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

6.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 17.08.2023
	Art. 6 Abs. 1 UVG. Ungenügende Aktenlage in Bezug auf die Beurteilung der Frage der Unfallkausalität der Schulterverletzungen des Beschwerdeführers, namentlich in Bezug auf das Vorliegen von traumatischen Begleitverletzungen. Rückweisung an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung und neuer Verfügung (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 17. August 2023, UV 2022/59).

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