# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e1997715-eb9f-56e6-94fc-be2e73af14ca
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-18
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Abgaberechtliche Kammer 18.08.2021 A 2021 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_002_A-2021-2_2021-08-18.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

ABGABERECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: Dr. iur. Aldo Elsener, Vorsitz
Dr. iur. Matthias Suter und lic. iur. Ivo Klingler
Gerichtsschreiber: MLaw Jeannine Suter

U R T E I L  vom 18. August 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

A.________
Rekurrent

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Zug, Bahnhofstrasse 26, Postfach, 6301 Zug
Rekursgegnerin 

betreffend

Kantons- und Gemeindesteuer 2019 
(Ermessensveranlagung / Ordnungsbusse)

A 2021 2

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Urteil A 2021 2

A. Nachdem A.________ innert Frist keine Steuererklärung für die Steuerperiode 
2019 eingereicht hatte, mahnte ihn die Steuerverwaltung des Kantons Zug (nachfolgend 
Steuerverwaltung) mit Schreiben vom 3. August 2020 (1. Mahnung; StV-act. 1) und 
28. September 2020 (2. und letzte Mahnung; StV-act. 2) und forderte ihn zur Einreichung 
der Steuererklärung auf. Der Steuerpflichtige kam dem in der Folge wiederum nicht nach, 
sodass ihn die Steuerverwaltung mit Verfügung vom 16. November 2020 nach Ermessen 
veranlagte (Kantons- und Gemeindesteuern 2019; StV-act. 3) und ihm mit Verfügung, 
ebenfalls datierend vom 16. November 2020, eine Ordnungsbusse wegen Verletzung der 
Verfahrenspflichten von Fr. ________ auferlegte (StV-act. 4). 

Am 11. Januar 2021 ging bei der Gemeinde B.________ die Steuererklärung 2019 des 
Steuerpflichtigen – unterzeichnet mit "i.V. C.________" – ein (StV-act. 6). Mit Schreiben 
vom 13. Januar 2021 (Postaufgabe 14. Januar 2021) erhob A.________ (sinngemäss) 
Einsprache gegen die Verfügungen vom 16. November 2020. Er bitte darum, die 
Doppelbesteuerung (zwischen Luzern und Zug) zu korrigieren, ihm eine neue korrigierte 
Veranlagungsverfügung zuzustellen und die Bussenverfügung zu stornieren. Zu 
versteuern sei die Einzelfirma "D.________". Diese Steuererklärung sei der 
Steuerverwaltung zusammen mit Bilanz- und Erfolgsrechnung zugestellt worden. Die 
Einzelfirma sei in B.________ domiziliert (StV-act. 7). 

Mit Einspracheentscheid vom 9. Februar 2021 (in Sachen Kantonssteuer 2019 und 
Ordnungsbusse 2019) trat die Steuerverwaltung auf die Einsprache vom 14. Januar 2021 
nicht ein, diese sei verspätet erfolgt. Die Verfügungen betreffend Veranlagung nach 
Ermessen und Ordnungsbusse vom 16. November 2020 seien nach Ablauf der 
Einsprachefrist am 18. Dezember 2020 in Rechtskraft erwachsen (StV-act. 8).

B. Dagegen erhob A.________ (fortan Rekurrent) mit Schreiben vom 10. März 2021 
(Postaufgabe 11. März 2021) Rekurs und beantragte die Aufhebung des 
Einspracheentscheids vom 9. Februar 2021, die Steuerverwaltung sei anzuweisen, seine 
Einsprache gegen die Veranlagungsverfügung nach Ermessen zu prüfen und die 
Doppelbesteuerung sowie die Bussenverfügung aufzuheben (act. 1). 

C. Am 31. März 2021 bezahlte der Rekurrent den von ihm verlangten 
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.– fristgerecht (act. 3). 

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D. Die Steuerverwaltung (fortan auch Rekursgegnerin) beantragte mit 
Vernehmlassung vom 30. April 2021, dass auf den Rekurs vom 10. März 2021 nicht 
einzutreten sei; unter Kostenfolgen zu Lasten des Rekurrenten. Die Wiederherstellung der 
Einsprachefrist hätte der Rekurrent eigentlich mittels Gesuchs bei der Steuerverwaltung zu 
verlangen, aus verfahrensökonomischen Gründen (zwecks Vermeidung eines 
formalistischen Leerlaufs) rechtfertige es sich vorliegend, ausnahmsweise von einer 
Überweisung abzusehen, da auf das Gesuch um Fristwiederherstellung offensichtlich nicht 
eingetreten werden könne (act. 5). 

E. Das Gericht gab dem Rekurrenten in der Folge die Gelegenheit, bis 4. Juni 2021 
eine Replik einzureichen (act. 6), worauf sich dieser nicht mehr vernehmen liess. 

Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Gemäss § 136 Abs. 1 des Steuergesetzes des Kantons Zug (StG; BGS 632.1) 
kann die steuerpflichtige Person gegen Einspracheentscheide der kantonalen 
Steuerverwaltung innert 30 Tagen beim Verwaltungsgericht schriftlich Rekurs erheben. 
Der angefochtene Einspracheentscheid der Steuerverwaltung datiert vom 9. Februar 2021 
und ging dem Rekurrenten frühestens am 10. Februar 2021 zu. Der am 11. März 2021 der 
Schweizerischen Post übergebene Rekurs erfolgte folglich innert der 30-tägigen 
Rekursfrist und wurde damit rechtzeitig erhoben. Auch die übrigen formellen 
Voraussetzungen sind erfüllt, weshalb der Rekurs zu prüfen ist. 

Soweit der Rekurrent allerdings beantragt, die "Doppelbesteuerung" und die 
Bussenverfügung seien aufzuheben, ist darauf nicht einzutreten. Anfechtungsobjekt ist der 
Einspracheentscheid vom 9. Februar 2021, mit welchem die Rekursgegnerin auf die 
Einsprache des Steuerpflichtigen nicht eingetreten ist. Die materielle Prüfung der 
Rechtmässigkeit der Ermessensveranlagung bzw. der auferlegten Ordnungsbusse ist 
vorliegend nicht Streitgegenstand und vom Verwaltungsgericht nicht zu beurteilen (vgl. 
BGer 2C_454/2019 vom 21. Juni 2019 E. 2; VGer ZG A 2014 20 E. 2). 

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1.2 Die Beurteilung des vorliegenden Rekurses erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

2.
2.1 Das Verwaltungsgericht kann Einspracheentscheide der kantonalen 
Steuerverwaltung bezüglich kantonaler Steuern in vollem Umfang überprüfen (§ 63 Abs. 3 
des Gesetzes über den Rechtsschutz in Verwaltungssachen [VRG; BGS 162.1] i.V.m. 
§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 136 Abs. 2 StG). Das Verwaltungsgericht stellt 
den Sachverhalt von Amtes wegen fest (§ 74 Abs. 2 VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 137 
Abs. 1 StG). Es gilt der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen (§ 74 Abs. 2 
VRG i.V.m. § 121 StG i.V.m. § 137 Abs. 2 StG). Das Verwaltungsgericht ist demzufolge 
verpflichtet, auf den – unter Mitwirkung der Verfahrensbeteiligten – festgestellten 
Sachverhalt die richtige Rechtsnorm, d.h. jenen Rechtssatz anzuwenden, den es als den 
zutreffenden erachtet, und ihm jene Auslegung zu geben, von der es überzeugt ist. Aus 
der Rechtsanwendung von Amtes wegen folgt, dass das Verwaltungsgericht als 
Rekursinstanz nicht an die rechtliche Begründung der Begehren gebunden ist und einen 
Rekurs auch aus anderen als den geltend gemachten Gründen ganz oder teilweises 
gutheissen oder den angefochtenen Entscheid im Ergebnis mit einer von der Vorinstanz 
abweichenden Begründung bestätigen kann. 

2.2 Ist der Sachverhalt unklar und daher zu beweisen, endet die Beweiswürdigung mit 
dem richterlichen Entscheid darüber, ob eine rechtserhebliche Tatsache als erwiesen zu 
gelten hat oder nicht. Der Beweis ist geleistet, wenn das Gericht gestützt auf die freie 
Beweiswürdigung zur Überzeugung gelangt ist, dass sich der rechtserhebliche 
Sachverhalt verwirklicht hat. Gelangt das Verwaltungsgericht nicht zum Ergebnis, dass 
sich der in Frage stehende Sachverhalt verwirklicht hat, so fragt sich, wer die Folgen der 
Beweislosigkeit zu tragen hat. Nach der objektiven Beweislastregel ist bei Beweislosigkeit 
zu Ungunsten desjenigen zu urteilen, der die Beweislast trägt (BGE 130 III 321 E. 3.2 mit 
Hinweisen; BGer 4C.269/2005 vom 16. November 2006 E. 6.2.2). 

3. Streitig und zu prüfen ist, ob die Rekursgegnerin zu Recht nicht auf die Einsprache 
vom 14. Januar 2021 (Postaufgabe) gegen die Veranlagung nach Ermessen betreffend 
die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 sowie die Ordnungsbusse von Fr. ________ 
eingetreten ist. 

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4.
4.1 Gemäss § 132 Abs. 1 StG muss eine Einsprache innert 30 Tagen nach Zustellung 
der angefochtenen Verfügung eingereicht werden, ansonsten auf diese nicht eingetreten 
werden kann. Nach § 117 Abs. 1 und 2 StG beginnen die im Gesetz vorgesehenen Fristen 
mit dem auf die Eröffnung der Verfügung oder des Entscheides folgenden Tag. Die Frist 
gilt als eingehalten, wenn die Eingabe am letzten Tag der Frist bei der 
Veranlagungsbehörde eingegangen ist oder der Schweizerischen Post übergeben wurde. 
Fällt der letzte Tag auf einen Samstag, Sonntag oder staatlich anerkannten Feiertag, so 
läuft die Frist am nächstfolgenden Werktag ab. Bei der Einsprachefrist handelt es sich um 
eine nicht erstreckbare Verwirkungsfrist (vgl. § 118 Abs. 1 StG), die aber wiederhergestellt 
werden kann. Gemäss § 118 Abs. 2 StG wird auf verspätet erhobene Rechtsmittel nur 
eingetreten, wenn die steuerpflichtige Person nachweist, dass sie durch Militärdienst, 
Krankheit, Landesabwesenheit oder andere erhebliche Gründe an der rechtzeitigen 
Einreichung verhindert war und dass das Rechtsmittel innert 30 Tagen nach Wegfall der 
Hinderungsgründe eingereicht wurde. Das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer 
[DBG; SR 642.11] enthält mit Art. 133 Abs. 3 eine im Wesentlichen gleichlautende 
Bestimmung. Vorliegend ersucht der Steuerpflichtige um Eintreten auf seine Einsprache 
bezüglich der Veranlagung der Kantons- und Gemeindesteuern 2019. Gleichwohl können 
Rechtsprechung und Literatur zum DBG zu Auslegungszwecken auch in Bezug auf das 
kantonale Steuergesetz herangezogen werden (vgl. VGer ZG A 2015 29 vom 
9. Dezember 2015 E. 2).

4.2 Die Veranlagungsverfügung vom 16. November 2020 (StV-act. 3) sowie die 
gleichentags datierende Ordnungsbussenverfügung (StV-act. 4) wurden dem Rekurrenten 
am 18. November 2020 zugestellt (StV-act. 5). Die Einsprachefrist begann damit am 19. 
November 2020 zu laufen und endete am Freitag, 18. Dezember 2020. Die am 14. Januar 
2021 der Schweizerischen Post übergebene Einsprache erfolgte damit verspätet. Dies 
wird denn vom Rekurrenten auch nicht bestritten (vgl. act. 1 S. 1: "Dies ist der Grund 
weshalb ich die Einsprachefrist vom 18. Dezember 2020 nicht einhalten konnte."). 

5. Fraglich ist allerdings, ob ein Grund für eine Wiederherstellung der Einsprachefrist 
vorliegt.

5.1 Der Rekurrent führte in diesem Zusammenhang am 11. März 2021 (Postaufgabe) 
aus, er sei am 3. Dezember 2020 für eine Woche nach E.________ in die Ferien geflogen. 
Dort sei er am 4. Dezember 2020 angekommen. Er habe – vor der Abreise – einen 

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COVID-19-Schnelltest wie auch einen PCR-Test machen lassen, welche beide negativ 
gewesen seien. Sein Rückflug sei auf den 13. Dezember 2020 geplant gewesen. Am 
6. Dezember 2020 habe er sich nicht wohl gefühlt. Am Montag, 7. Dezember 2020 habe er 
Besuch von einer lokalen Ärztin gehabt, der von ihr durchgeführte COVID-19-Test sei 
positiv gewesen. Aufgrund dieses Tests habe er für zwei Wochen bei seiner Freundin in 
Quarantäne gemusst, weshalb er den geplanten Rückflug am 13. Dezember 2020 nicht 
habe antreten und die Einsprachefrist nicht habe einhalten können (act. 1).

5.2 Obwohl im Gesetz nicht ausdrücklich erwähnt, setzt eine Fristwiederherstellung zu 
Gunsten einer säumigen Person voraus, dass diese rechtzeitig von sich aus ein 
begründetes – sinngemässes oder ausdrückliches – Begehren um Wiederherstellung der 
versäumten Frist stellt. Denn die Behörde muss wissen, ob sich der Säumige auf einen 
gesetzlichen Hinderungsgrund beruft. Im Wiederherstellungsgesuch sind die Gründe für 
die Säumnis sowie der Zeitpunkt des Eintritts und des Wegfalls der Hinderungsgründe im 
Einzelnen darzulegen und die erforderlichen Beweismittel (z.B. Arztzeugnisse) beizulegen. 
Innert der 30-tägigen Frist hat die steuerpflichtige Person also die versäumte Handlung 
nachzuholen und ebenso ein Gesuch um Wiederherstellung der versäumten Frist 
einzureichen, da sie den Hinderungsgrund nachzuweisen hat. Das Gesuch ist bei der mit 
der Sache befassten Behörde – und nicht etwa bei der übergeordneten 
Rechtsmittelbehörde (vgl. BGer 2C_886/2017 vom 2. November 2017 E. 2.3; 
2C_345/2010 vom 10. Mai 2010 E. 2.2) – anhängig zu machen und muss den Tag des 
Eintritts und des Wegfalls des Hinderungsgrundes genau bezeichnen. Die Einhaltung der 
Frist hinsichtlich des Gesuchs wie auch der nachzuholenden Handlung ist 
Gültigkeitsvoraussetzung (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 
3. Aufl. 2016, Art. 133 N 34; Zweifel/Hunziker, in: Kommentar zum Schweizerischen 
Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017, Art. 133 N 20 f.). 

5.3 Vorliegend macht der Rekurrent erstmals vor Verwaltungsgericht mit Rekurs vom 
11. März 2021 allfällige Hinderungsgründe geltend. Ob darin überhaupt ein sinngemässes 
Gesuch um Wiederherstellung der versäumten Frist zu erblicken ist, kann – gestützt auf 
die nachfolgenden Erwägungen – aber offen bleiben.

5.4 So wäre das Fristwiederherstellungsbegehren nämlich ohnehin verspätet erfolgt. 
Mit der Rekursgegnerin ist festzuhalten, dass im vorliegenden Fall davon auszugehen ist, 
dass ein eventueller Fristwiederherstellungsgrund spätestens am 13. Januar 2021 
weggefallen wäre (vgl. die dahingehenden Ausführungen in der Vernehmlassung; act. 5 

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S. 3). An diesem Tag verfasste der Rekurrent – gemäss Briefkopf – seine 
Einspracheschrift und überbrachte diese tags darauf der Poststelle in F.________ (vgl. 
StV-act. 7). Offensichtlich war er zu diesem Zeitpunkt wieder zurück in der Schweiz und es 
war ihm gesundheitlich möglich, die verpasste Rechtshandlung vorzunehmen. In seiner 
Einsprache machte er jedoch noch keine Hinderungsgründe geltend, weshalb dieses 
Schreiben nicht als Wiederherstellungsbegehren – auch nicht als sinngemässes – 
betrachtet werden kann. Für die Rekursgegnerin gab es dannzumal keinerlei 
Anhaltspunkte dafür, dass sich der Rekurrent bezüglich der bereits abgelaufenen 
Einsprachefrist auf einen gesetzlichen Hinderungsgrund berufen könnte. Erst mit Rekurs 
vom 11. März 2021 teilte er mit, dass er sich im Ausland in Quarantäne befunden habe 
und erkrankt gewesen sei (vgl. act. 1). Die geltend gemachten Hinderungsgründe waren 
nach dem Gesagten zu jenem Zeitpunkt allerdings bereits seit mehr als 30 Tagen 
weggefallen. 

5.5 Ausserdem sind die vom Rekurrenten angeführten Hinderungsgründe nicht 
rechtsgenüglich ausgewiesen, sodass sich eine Fristwiederherstellung auch deshalb nicht 
rechtfertigt. Wie vorstehend ausgeführt, hat die säumige steuerpflichtige Person mit dem 
Fristwiederherstellungsgesuch die erforderlichen Beweismittel aufzulegen. Sie hat den 
Hinderungsgrund nachzuweisen und trägt folglich hierfür die Beweislast und damit die 
Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit (vgl. hierzu vorne E. 2.2 und 5.2; ferner auch die 
allgemeine Beweisregel von Art. 8 ZGB, wonach derjenige das Vorhandensein einer 
behaupteten Tatsache zu beweisen hat, der aus ihr Rechte ableitet). 

5.5.1 Der Hinderungsgrund im Zusammenhang mit einer Fristwiederherstellung muss 
dergestalt sein, dass es der steuerpflichtigen Person weder möglich war, die Frist 
einzuhalten, noch entsprechende andere Schritte zur Fristwahrung vorzunehmen, wie z.B. 
die Erstreckung laufender Fristen, die Informierung der Behörde über eine geplante 
Abwesenheit oder die Bestellung eines Vertreters. Entsprechend rechtfertigt 
beispielsweise nicht jede Krankheit eine Fristwiederherstellung (Richner/Frei/Kauf-
mann/Meuter, a.a.O., Art. 133 N 30; Zweifel/Hunziker, a.a.O., Art. 133 N 19 mit 
Hinweisen). Die Wiederherstellung der Frist ist nach der Praxis des Bundesgerichts des 
Weiteren nur bei klarer Schuldlosigkeit des Gesuchstellers zu gewähren (vgl. 
BGer 2D_65/2019 vom 14. April 2020 E. 3.3; 2C_401/2007 vom 21. Januar 2008 E. 3.3; 
6S.54/2006 vom 2. November 2006 E. 2.2.1 mit Hinweisen). Wird eine Krankheit als 
Hinderungsgrund angerufen, muss die Beeinträchtigung praxisgemäss derart erheblich 
ausfallen, dass die steuerpflichtige Person durch die Krankheit geradezu davon 

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abgehalten wird, innert Frist zu handeln oder eine Drittperson mit der notwendigen 
Vertretung zu betrauen (BGE 119 II 86 E. 2; 112 V 255 E. 2a). Der Nachweis der 
hinreichend schweren Krankheit unterliegt nach dem Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung zwar keiner festen Beweisregel. Wird eine Erkrankung als Grund für die 
versäumte Frist angerufen, kommt in der Praxis einem aktuellen Arztzeugnis, demzufolge 
das Fristversäumnis nicht oder höchstens leicht verschuldet ist, aber ausschlaggebende 
Bedeutung zu (BGer 2C_318/2016 und 2C_319/2016 vom 18. April 2016 E. 2.3.3; 
vgl. auch Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Art. 133 N 40a).

Vorliegend legte der Rekurrent als Beweismittel für die behauptete COVID-19-Erkrankung 
einzig ein Foto eines von Hand beschriebenen positiven COVID-19-Testes auf (Rek-
act. 4). Darauf ist weder ein (Test-)Datum ersichtlich noch ergibt sich daraus zweifelsfrei, 
um wessen Testresultat es sich effektiv handelt. Wie der Rekurrent ausführt, sei der 
positive Test von einer lokalen Ärztin in E.________ durchgeführt worden. Der abgebildete 
Test entspricht jedoch den gängigen Antigen-Schnelltests, welche zuhause selbst 
durchgeführt werden können. Ein Testergebnis eines medizinischen Labors oder ein 
Arztzeugnis liegen namentlich nicht bei den Akten. Auch äussert sich der Rekurrent in 
keiner Weise zur Intensität seiner angeblichen Erkrankung. Damit ein 
Wiederherstellungsgrund überhaupt infrage kommen könnte, hätte diese derart schwer 
ausfallen müssen, dass es ihm nicht möglich gewesen wäre, eine Person in der Schweiz 
zu instruieren und mit der Vertretung zu beauftragen. Solches ist nicht ersichtlich, würden 
in so einem Fall doch sicherlich Arztzeugnisse oder gar Hospitalisationsberichte vorliegen. 
In diesem Zusammenhang sei zudem darauf hingewiesen, dass die am 11. Januar 2021 
nachgereichte Steuererklärung 2019 nicht vom Rekurrenten selbst, sondern mit "i.V. 
C.________" unterzeichnet wurde. Die Steuerverwaltung führte diesbezüglich 
vernehmlassend aus, dabei handle es sich mutmasslich um C.________ mit Wohnsitz in 
G.________ der vom 25. Mai 2016 bis 31. Dezember 2019 als Vertreter des Rekurrenten 
im Steuerregister eingetragen gewesen sei (act. 5 S. 2). Der Rekurrent hätte demnach 
bereits eine mit seinen Steuerangelegenheiten vertraute Person zur Hand gehabt, welche 
er mit der Einreichung einer fristgerechten Einsprache hätte betrauen können. 

5.5.2 Im Übrigen bleiben auch die verspätete Rückreise sowie die krankheitsbedingte 
Quarantäne bzw. Isolation in E.________ gänzlich unbelegt. Der Rekurrent erwähnt denn 
auch nicht, wann er effektiv in die Schweiz zurückreisen konnte. Er bringt lediglich vor, 
dass er den am 13. Dezember 2020 vorgesehenen Rückflug nicht habe antreten können. 
Bei den Akten liegt sodann bloss ein Ausdruck des Hinflugtickets vom 4. Dezember 2020 

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(Rek-act. 1). Weder ein Beleg für die ursprünglich am 13. Dezember 2020 geplante 
Rückreise noch eine Bordkarte des effektiv angetretenen Rückfluges liegen vor. Wie 
vorstehend ausgeführt, wäre es am Rekurrenten gewesen, diesbezügliche Beweismittel 
beizubringen. Weiterungen hierzu – insb. zum Verschulden im Zusammenhang mit einer 
Quarantäne bzw. Isolation im Rahmen einer Auslandreise unter den gegebenen 
Umständen einer Pandemiesituation – erübrigen sich damit. 

5.6 Nach dem Gesagten fällt die Wiederherstellung der versäumten Einsprachefrist so 
oder anders offenkundig ausser Betracht. Die Überweisung der Sache an die zunächst zur 
Behandlung des Fristwiederherstellungsgesuches zuständige Steuerverwaltung 
(vgl. vorne E. 5.2) kann im Sinne der Verfahrensökonomie und vor dem Hintergrund, dass 
die Steuerverwaltung mit Vernehmlassung vom 30. April 2021 unter eingehender 
Würdigung der geltend gemachten Hinderungsgründe auf Abweisung des Gesuches 
schloss (act. 5 S. 3) und sich der Rekurrent hierauf nicht mehr vernehmen liess (vgl. vorne 
Sachverhalt lit. E), ausnahmsweise unterbleiben. 

6. Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass der Einspracheentscheid der 
Rekursgegnerin vom 9. Februar 2021 der gerichtlichen Überprüfung standhält. Es ist nicht 
zu beanstanden, dass diese auf die Einsprache des Rekurrenten nicht eingetreten ist. Der 
vorliegende Rekurs ist folglich unbegründet und dementsprechend abzuweisen. 

7.
7.1 Die unterliegende Partei trägt die Kosten des Rekursverfahrens (§ 120 Abs. 1 
StG). Die Höhe der Spruchgebühr beträgt Fr. 400.— bis Fr. 15'000.— (§ 1 Abs. 1 der 
Verordnung über die Kosten vor dem Verwaltungsgericht [KoV VG; BGS 162.12]). 
Vorliegend unterliegt der Rekurrent vollständig, weshalb er die gesamten Kosten des 
Rekursverfahrens zu tragen hat. Die Kosten werden aufgrund des Zeit- und 
Arbeitsaufwandes, der Wichtigkeit und Schwierigkeit der Sache sowie dem Streitwert (§1 
Abs. 2 KoV VG) auf Fr. 1'000.— festgesetzt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe verrechnet. 

7.2 Bei diesem Verfahrensausgang ist dem ohnehin nicht anwaltlich vertretenen 
Beschwerdeführer keine Parteientschädigung zuzusprechen (§ 120 Abs. 3 StG e 
contrario). Der Beschwerdegegnerin kann keine Entschädigung zugesprochen werden, da 
sie keine steuerpflichtige Person ist (§ 120 Abs. 3 StG) und zudem in ihrem amtlichen 
Wirkungskreis obsiegt (§ 28 Abs. 2a VRG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Der Rekurrent hat die Spruchgebühr von Fr. 1'000.– zu bezahlen; diese wird mit 
dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet. 

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Eröffnung beim 
Schweizerischen Bundesgericht in Lausanne Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rekurrenten (mit ausführlicher Rechtsmittelbelehrung), an die 
Steuerverwaltung des Kantons Zug sowie zum Vollzug von Ziffer 2 des Dispositivs 
an die Finanzverwaltung des Kantons Zug.

Zug, 18. August 2021

Im Namen der
ABGABERECHTLICHEN KAMMER
Der Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am