# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5de6d9a9-cac7-55e1-afd6-319574e9cb91
**Source:** Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** FR 603_2009_24_01_12_09.pdf
**Docket/Reference:** 603_2009_24_01_12_09.pdf
**URL:** https://www.fr.ch/sites/default/files/contens/tc/_www/files/pdf2/603_2009_24_01_12_09.pdf

## Full Text

603 2009-24 

Urteil vom 1. Dezember 2009 

III. VERWALTUNGSGERICHTSHOF 

BESETZUNG 

Präsidentin:  Marianne Jungo 
Richter: 

Josef Hayoz, Michel Wuilleret 

PARTEIEN 

X. Beschwerdeführer, vertreten durch Fürsprecher Johann Schneider, 
Eglispor 56, Postfach 267, 3506 Grosshöchstetten, 

gegen 

DIREKTION DER INSTITUTIONEN, DER LAND- UND 
FORSTWIRTSCHAFT, Ruelle Notre-Dame 2, Postfach, 1701 Freiburg, 
Vorinstanz,  

AMT FÜR LANDWIRTSCHAFT, Rte Jo Siffert 36, Postfach, 1762 Givisiez, 
Beschwerdegegner, 

GEGENSTAND 

Landwirtschaft 
Sömmerungsbeiträge für Schafe 

Beschwerde vom 29. Januar 2009 gegen den Entscheid vom 16. Dezember 
2008. 

 
 
   
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
- 2 -

S a c h v e r h a l t  

A.  X.  ist  Landwirt.  Er  betreibt  Milchwirtschaft,  Ackerbau  und  Schafzucht.  Seit  dem 
Jahre 1990 gibt er eigene Schafe zur Sömmerung auf die Alp ______, Gemeinde______. 
Im Jahre 2005 hat er diese Alp käuflich erworben. 

B.  Mit  Verfügung  vom  29.  Januar  2008  setzte  das  kantonale  Amt  für  Landwirtschaft 
(LwA),  Sektion  Direktzahlungen,  den  Normalbesatz  für  Schafe  auf  neu  33,75  Normal-
stösse  fest;  vorher  waren  es  gestützt  auf  einen  Entscheid  vom  12.  Juli  2000  65,29 
Normalstösse.  Diese  Massnahme  hat  zur  Folge,  dass  die  Alp  ______  mit  noch  392 
Schafen bestossen werden kann. 

Zur Begründung für ihre neue Massnahme führte das LwA aus, dass es bemüht sei, alle 
Schafsömmerungsbetriebe  im  Kanton  gleich  zu  behandeln.  Die  Bestossung  müsse  einer 
nachhaltigen Nutzung der Alp entsprechen. 

Gegen  diesen  Entscheid  beschwerte  sich  X.  am  3.  März  2008  bei  der  Direktion  der 
Institutionen  und  der  Land-  und  Forstwirtschaft  (ILFD),  welche  die  Beschwerde  am  16. 
Dezember 2008 "teilweise abgewiesen" hat. 

C. 
X.  erhob  am  29.  Januar  2009  Verwaltungsgerichtsbeschwerde  mit  den  Anträgen, 
den  Entscheid  vom  16.  Dezember  2008  aufzuheben  (Rechtsbegehren  1),  den 
festzusetzen 
für  Schafe  der  Alp  ______  weiterhin  auf  65,29 
Normalbesatz 
(Rechtsbegehren  2)  oder  ihn  anzuweisen,  innert  einem  Jahr  einen  Bewirtschaftungsplan 
einzureichen (Eventualbegehren 3). 

Die ILFD schliesst auf Abweisung der Beschwerde.  

Das  LwA  reichte  ebenfalls  eine  Stellungnahme  ein,  mit  welcher  es  sinngemäss  um 
Bestätigung des Entscheids vom 16. Dezember 2008 ersuchte. 

Auf die Argumente im angefochtenen Entscheid und jene der Verfahrensbeteiligten wird, 
soweit für die Rechtsfindung notwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingetreten. 

E r w ä g u n g e n  

1.  Die  Zuständigkeit  des  Kantonsgerichts  zur  Beurteilung  der  vorliegenden  Be-
schwerde ergibt sich aus Art. 114 Abs. 1 lit. a des Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die 
Verwaltungsrechtspflege  (VRG;  SGF  150.1)  in  Verbindung  mit  Art.  41  Abs.  1  des 
kantonalen Landwirtschaftsgesetzes vom 3. Oktober 2006 (LandwG; SGF 910.1).  

Der  angefochtene  Entscheid  wurde  dem  Rechtsvertreter  des  Beschwerdeführers  am 
17. Dezember  2008  eröffnet.  Demnach  begann  die  dreissigtägige  Rechtsmittelfrist 
(Art. 79 Abs. 1 VRG) am 18. Dezember 2008 und endete wegen des Stillstands der Frist 

 
- 3 -

vom 24. Dezember 2008 bis und mit dem 5. Januar 2009 am 29. Januar 2009 (Art. 27 
Abs.  1  und  Art.  30  Abs.  1  lit.  b  VRG,  Fassung  vor  dem  1.  Januar  2009).  Mit  der 
Postaufgabe am 29. Januar 2009 erfolgte die Beschwerdeerhebung rechtzeitig. 

Der  Beschwerdeführer  ist  als  Adressat  durch  die  angefochtene  Verfügung  offensichtlich 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an ihrer Aufhebung oder Änderung (Art. 76 
lit. a VRG). Er ist infolgedessen zur Beschwerdeführung legitimiert. Die Anforderungen an 
Form  und  Inhalt  der  Beschwerdeschrift  sind  gewahrt,  der  Kostenvorschuss  wurde 
fristgerecht  einbezahlt  und  die  übrigen  Sachurteilsvoraussetzungen  liegen  ebenfalls  vor. 
Auf die Beschwerde ist einzutreten. 

2.  Mit  der  Verwaltungsgerichtsbeschwerde  kann  die  Verletzung  des  Rechts,  ein-
schliesslich  der  Überschreitung  oder  des  Missbrauchs  des  Ermessens,  sowie  eine 
unrichtige  und  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts  gerügt 
werden  (Art.  77  Abs.  1  lit.  a  und  b  VRG).  Vor  dem  Kantonsgericht  kann  die  Unange-
messenheit  nur  gerügt  werden,  wenn  die  Angelegenheit  das  Gebiet  der  öffentlichen 
Abgaben  oder  der  Sozialversicherungen  betrifft  oder  sie  der  Beschwerde  an  eine  zur 
Überprüfung dieser Rüge befugte Behörde unterliegt oder ein Gesetz diesen Beschwerde-
grund ausdrücklich vorsieht (Art. 78 Abs. 2 lit. a-c VRG). Nach Art. 96a Abs. 1 VRG prüft 
die Beschwerdeinstanz Entscheide einer Behörde, der nach der Gesetzgebung ein weiter 
Ermessensspielraum zu steht, mit Zurückhaltung. 

a) Gemäss Art. 77 des Bundesgesetzes über die Landwirtschaft vom 29. April 1998 
3. 
(Landwirtschaftsgesetz,  LwG;  SR  910.1)  richtet  der  Bund  für  den  Schutz  und  die  Pflege 
der Kulturlandschaft Bewirtschaftern und Bewirtschafterinnen von Sömmerungsbetrieben 
und  Sömmerungsweiden  Beiträge  aus.  Er  bemisst  die  Beiträge  so,  dass  sich  der  Schutz 
und die Pflege der Kulturlandschaft wirtschaftlich lohnen. Er berücksichtigt dabei die am 
Markt  erzielbaren  Mehrerlöse  (Abs.  1).  Nach  Abs.  2  bestimmt  der  Bundesrat  die  Tier-
kategorien, für welche Beiträge ausgerichtet werden (lit. a), den Beitrag je gesömmerte 
Grossvieheinheit  und  Tierkategorie  oder  nach  Normalbesatz  (lit.  b)  und  die  zulässige 
Bestossung  sowie  weitere  Voraussetzungen  und  Auflagen  für  die  Beitragsberechtigung 
(lit. c). 

Der  Bundesrat  erlässt  die  erforderlichen  Ausführungsbestimmungen,  wo  das  Gesetz  die 
Zuständigkeit  nicht  anders  regelt  (Art.  177  Abs.  1  LwG).  Er  kann  den  Erlass  von  Vor-
schriften  vorwiegend  technischer  oder  administrativer  Natur  auf  das  Departement  oder 
seine  Dienststellen  sowie  auf  nachgeordnete  Bundesämter  übertragen  (Art.  177  Abs.  2 
LwG). 

b)  Gestützt  auf  diese  Bestimmungen  hat  der  Bundesrat  die  Verordnung  über 
Sömmerungsbeiträge  vom  29.  März  2000  (Sömmerungsbeitragsverordnung,  SöBV;  AS 
2000 S. 1105) erlassen. Am 1. Januar 2009 trat die neue SöBV vom 14. November 2007 
in Kraft (SR 910.133) und jene vom 29. März 2000 wurde aufgehoben (vgl. Art. 29 und 
32  SöBV,  Fassung  vom  1.  Januar  2009).  Die  vorliegende  Streitsache  wurde  vor  dem 
Inkrafttreten  des  neuen  Rechts  eingeleitet  und  vorinstanzlich  entschieden,  so  dass  sie 
gestützt auf die allgemeinen Grundsätzen über das Übergangsrecht nach dem bisherigen 
Recht - also nach der SöBV vom 29. März 2000 - zu beurteilen ist (ULRICH HÄFELIN / GEORG 
MÜLLER / FELIX UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. A., Rz. 325 ff.). 

 
 
- 4 -

a)  Sömmerungsbeiträge  werden  für  die  Sömmerung  Raufutter  verzehrender  Tiere, 
4. 
ohne  Bisons  und  Hirsche,  auf  Sömmerungs-,  Hirten-  und  Gemeinschaftsweidebetrieben 
ausgerichtet  (Art.  1  Abs.  1  aSöBV).  Bezugsberechtigt  sind  Bewirtschafter  und  Bewirt-
schafterinnen  von  solchen  Betrieben  mit  zivilrechtlichem  Wohnsitz  beziehungsweise  Sitz 
in  der  Schweiz  (Art.  2  lit.  a  aSöBV).  Die  Sömmerungsbeiträge  ergeben  sich  aus  der 
Multiplikation  der  Ansätze  nach  Art.  4  aSöBV  mit  dem  Normalbesatz  (Art.  3  Abs.  1 
aSöBV). Sie werden für Schafe, ohne Milchschafe, und für die übrigen Tiere separat fest-
gesetzt  (Art.  3  Abs.  2  aSöBV).  Nach  Art.  4  Abs.  1  lit.  a  aSöBV  (Version  vom  24.  April 
2002  in  AS  2002  S.  1140)  betragen  die  Ansätze  für  die  Berechnung  der  Sömmerungs-
beiträge  in  Abhängigkeit  vom  Weidesystem  pro  Normalstoss  für  Schafe,  ausgenommen 
Milchschafe,  bei  ständiger  Behirtung  300  Franken,  bei  Umtriebsweide  220  Franken  und 
bei  übrigen  Weiden  120  Franken.  Das  Bundesamt  für  Landwirtschaft  (BLW)  legt  für 
Schafe,  ohne  Milchschafe,  pro  Hektare  Nettoweidefläche  einen  Höchstbesatz  je  nach 
Standort,  Weideorganisation  und  Weidesystem  fest  (Art.  6  Abs.  5  aSöBV).  Dieser 
Aufgabe  ist  das  BLW  mit  dem  Erlass  der  Verordnung  über  die  Bewirtschaftung  von 
Sömmerungsbetrieben  vom  29.  März  2000  (SR  910.133.2;  nachfolgend:  Vo  BLW) 
nachgekommen. 

b) Der Normalbesatz ist der einer nachhaltigen Nutzung entsprechende Viehbesatz, 
umgerechnet in Normalstösse (NST; Art. 6 Abs. 1 aSöBV). Ein Normalstoss entspricht der 
Sömmerung einer RGVE (= Raufutter verzehrende Grossvieheinheit) während 100 Tagen 
(Art. 6 Abs. 2 aSöBV).  

c)  Art.  27  Abs.  1  der  Verordnung  über  landwirtschaftliche  Begriffe  und  die  Aner-
kennung  von  Betriebsformen  vom  7.  Dezember  1998  (Landwirtschaftliche  Begriffsver-
ordnung,  LBV;  SR  910.91)  bestimmt,  dass  für  die  Umrechnung  der  landwirtschaftlichen 
Nutztiere  der  verschiedenen  Kategorien  in  GVE  (Grossvieheinheit)  die  Faktoren  im 
Anhang  gelten.  Dort  sind  für  Schafe  folgenden  Faktoren  aufgeführt:  Schafe  gemolken: 
0,25, andere Schafe über 1-jährig: 0,17, Jungschafe unter 1-jährig (in den Faktoren der 
weiblichen  Tiere  eingerechnet):  0,0,  Weidelämmer  (Mast)  unter  ½-jährig,  welche  nicht 
den Muttertieren anzurechnen sind (ganzjährige Weidelämmermast): 0,03. 

Das BLW hat den Faktor für ein "mittleres Alpschaf" auf 0,0861 einer GVE festgelegt (vgl. 
Anhang zur Vo BLW, Fussnote b; im Anhang 1 zur neuen SöBV vom 14. November 2008 
wurde der gleiche Faktor übernommen). 

d) Es ist Sache des Kantons, für jeden Sömmerungs-, Hirten- oder Gemeinschafts-
weidebetrieb  den  Normalbesatz  für  Schafe  festzusetzen  (Art.  6  Abs.  3  lit.  a  aSöBV). 
Massgebend sind die durchschnittlichen Besatzzahlen in den Jahren 1996 - 1998. War der 
Besatz  auf  einem  Betrieb  in  den  Basisjahren  durch  ausserordentliche  Umstände  beein-
flusst oder fehlen die Daten, entscheidet der Kanton. Er kann insbesondere die Angaben 
des Alpwirtschaftskatasters berücksichtigen (Art. 6 Abs. 4 aSöBV). 

e)  Nach  Art.  8  Abs.  1  aSöBV  passt  der  Kanton  auf  Gesuch  hin  den  Normalbesatz 
eines  Sömmerungs-,  Hirten-  oder  Gemeinschaftsweidebetriebs  an,  wenn:  a)  aufgrund 
eines Bewirtschaftungsplanes ein höherer Besatz möglich ist, b) das Verhältnis zwischen 
Schafen  und  anderen  Tieren  geändert  werden  soll  und  c)  Flächenmutationen  dies 
erfordern. Gestützt auf Abs. 3 der gleichen Bestimmung setzt er den Normalbesatz eines 
Sömmerungs-,  Hirten-  oder  Gemeinschaftsweidebetriebs  unter  Berücksichtigung  der 
Stellungnahmen der kantonalen Fachstellen, insbesondere der Fachstelle für Naturschutz, 

 
 
 
 
 
- 5 -

herab,  wenn:  a)  die  Bestossung  im  Rahmen  des  Normalbesatzes  zu  ökologischen 
Schäden  geführt  hat,  b)  kantonale  Auflagen  nach  Art.  10  Abs.  2  nicht  zur  Behebung 
ökologischer  Schäden  geführt  haben  und  c)  sich  die  Weidefläche,  insbesondere  durch 
Verwaldung oder Verbuschung, wesentlich reduziert hat. 

5. 
a)  Gleich  wie  im  vorinstanzlichen  Verfahren  beantragt  der  Beschwerdeführer,  den 
angefochtenen  Entscheid  schon  deshalb  aufzuheben,  weil  der  Bundesrat  seine  Delega-
tionsbefugnis  überschritten  habe.  Mit  dem  Anhang  zur  Vo  BLW  würden  nicht  nur 
technische  oder  administrative  Vorschriften  erlassen,  sondern  werde  direkt  in  das 
Beitragssystem  eingegriffen,  namentlich  der  Höchstbesatz  massiv  nach  unten  korrigiert. 
Die Definition eines "mittleren Alpschafes" gemäss Anhang zur Vo BLW widerspreche dem 
Anhang  zu  Art.  27  LBV,  wo  die  Umrechnung  des  Tierbestandes  in  Grossvieheinheiten 
definitiv  festgesetzt  sei.  Zudem  entspreche  ein  Normalstoss  einem  RGVE  während  100 
Tagen (Art. 6 aSöBV). Durch die Vo BLW werde diese Berechnungsweise in unzulässiger-
weise  abgeändert,  mehr  oder  weniger  halbiert,  indem  nicht  mehr  die  Umrechnung 
gemäss LBV angewendet werde, sondern diejenige des BLW.  

b)  Die  ILFD  ist  auf  diesen  Einwand  nicht  eingetreten.  Zur  Begründung  hat  sie 
dargelegt, dass nach Art. 10 Abs. 4 VRG eine untere Verwaltungsbehörde in einem erst-
instanzlichen Verfahren oder in einem Beschwerdeverfahren eine gesetzliche Bestimmung 
anwenden  müsse,  ausser  wenn  diese  offensichtlich  rechtswidrig  ist.  Eine  offensichtliche 
Rechtswidrigkeit sei indes nicht ersichtlich. In der Vernehmlassung vom 21. April 2009 an 
das Gericht bringt sie weiter vor, dass gestützt auf den Begriff "vorwiegend" in Art. 177 
Abs.  2  LwG  das  BLW  nicht  ausschliesslich  technische  oder  administrative  Vorschriften 
erlassen  könne,  sondern  auch  andere,  zu  welchen  der  Bundesrat  die  Delegation  erteile. 
Weiter  nimmt  die  ILFD  Bezug  auf  einen  Bericht  der  Arbeitsgruppe  "Nachhaltige  Schaf-
alpung"  vom  6.  September  1999.  Danach  berechne  sich  die  effektive  Bestossung  unter 
anderem  aufgrund  der  Herdenzusammensetzung,  die  sich  anhand  der  einzelnen  Schaf-
kategorien, wie sie im Anhang zur LBV aufgeführt seien, bestimme. Schafe würden insbe-
sondere aufgrund ihres Alters in verschiedene Kategorien eingeteilt, wobei jede Kategorie 
einen  unterschiedlichen  RGVE-Faktor  habe.  Da  sich  eine  Alpherde  nicht  ausschliesslich 
aus  einer  dieser  verschiedenen  Kategorien  zusammensetze,  habe  die  Arbeitsgruppe  den 
Begriff "mittleres Alpschaf" geschaffen. Damit seien sowohl Muttertiere als auch Jungtiere 
gemeint,  ein  so  genanntes  Durchschnittstier,  das  für  die  Berechnung  der  effektiven 
Bestossung  herangezogen  werde.  Gestützt  darauf  sei  offensichtlich,  das  der  GVE-Faktor 
für die Berechnung der Bestossung einer Alpherde nicht einem der verschiedenen für die 
einzelnen  Schafkategorien  festgesetzten  RGVE-Faktoren  entspreche,  sondern  einem 
Durchschnittswert.  Die  Arbeitsgruppe  habe  diesen  Durchschnittswert  auf  0,0861  GVE 
festgesetzt.  Den  Begriff  und  den  Durchschnittswert  des  "mittleren  Alpschafes",  wie  sie 
von der Arbeitsgruppe festgelegt wurden, habe das BLW im Anhang zur Vo BLW für die 
Festhaltung  des  Höchstbesatzes  für  Schafweiden  übernommen.  Damit  habe  es  keines-
wegs in das Beitragssystem des Bundesrats eingegriffen, da der GVE-Faktor von 0,0861 
für  ein  "mittleres  Alpschaf"  bloss  ein  Durchschnittswert  darstelle  und  sich  auf  die  vom 
Bundesrat  erlassenen  Faktoren  für  die  Umrechnung  des  Tierbestandes  in  Grossviehein-
heiten im Anhang zur LBV stütze. 

c)  Das  Kantonsgericht  als  Verwaltungsjustizbehörde  (vgl.  Art.  3  Abs.  1  VRG)  kann 
im  Gegensatz  zu  den  vorinstanzlichen  Behörden  Verordnungsrecht  des  Bundes  auf 
Übereinstimmung mit dem höherrangigen Recht überprüfen (vgl. THOMAS MERKLI / ARTHUR 
AESCHLIMANN / RUTH HERZOG, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege im 

 
 
 
- 6 -

Kanton  Bern,  1997,  Art.  66  N.  15  f.;  ULRICH  HÄFELIN  /  WALTER  HALLER  /  HELEN  KELLER, 
Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7. A., Zürich 2008, Rz. 1197, 2075). 

d) Durch die gesetzliche Delegation (Art. 77 Abs. 2 lit. c und Art. 177 Abs. 1 LwG) 
wird  dem  Bundesrat  offensichtlich  ein  sehr  weiter  Ermessensspielraum  für  die  Regelung 
auf  Verordnungsebene  zugestanden.  Dieser  Ermessensspielraum  ist  für  das  Gericht 
verbindlich;  es  darf  nicht  sein  eigenes  Ermessen  an  die  Stelle  jenes  des  Bundesrats 
setzen,  sondern  kann  lediglich  prüfen,  ob  die  Verordnung  den  Rahmen  der  dem 
Bundesrat  delegierten  Kompetenzen  offensichtlich  sprengt  oder  sich  aus  anderen 
Gründen als gesetz- oder verfassungswidrig erweist (HÄFELIN / HALLER / KELLER, Rz. 2099). 
Das ist etwa dann der Fall, wenn die vom Bundesrat verordnete Regelung sich nicht auf 
ernsthafte  Gründe  stützen  lässt,  wenn  sie  sinn-  oder  zwecklos  ist  oder  wenn  sie 
rechtliche  Unterscheidungen  trifft,  für  die  sich ein  vernünftiger  Grund  nicht  finden lässt. 
Gleiches  gilt,  wenn  die  Verordnung  es  unterlässt,  Unterscheidungen  zu  treffen,  die 
richtigerweise  hätten  berücksichtigt  werden  sollen.  Diese  Grundsätze  gelten  sinngemäss 
bei Verordnungen der Departemente (vgl. BGE 124 V 185 E. 5a S. 194). 

e)  Der  Bundesrat  hat  "Vorschriften  vorwiegend  technischer  oder  administrativer 
Natur"  zu  erlassen.  Damit  ist  gesagt,  dass  es  seine  Aufgabe  ist,  im  Rahmen  von 
Verordnungen  die  Problematik  der  Schafalpung  zu  regeln.  Es  würde  dem  Gebot  der 
Rechtssicherheit  in  kaum  hinnehmbarer  Weise  widersprechen,  wenn  rechtsanwendende 
Behörden  sich  im  Einzelfall  über  geltende  Bestimmungen  hinwegsetzten.  Grundsätzlich 
können  auf  dem  Wege  der  Verordnung  die  zu  treffenden  Massnahmen  besser  und 
eingehender  überprüft  werden  als  in  einem  Rechtsmittelverfahren,  umso  mehr  als  in 
einem  dermassen  speziellen  Bereich  wie  im  vorliegenden  die  verschiedenen,  entgegen-
gesetzten Interessen zu würdigen sind. 

Der  Verpflichtung,  die  Schafalpung  zu  regeln,  ist  der  Bundesrat  nachgekommen,  ohne 
seinen Ermessensspielraum missbraucht oder seine Delegationsbefugnis überschritten zu 
haben.  Das  gleiche  ist  vom  BLW  zu  sagen.  Dieses  liess  sich  von  einer  Arbeitsgruppe 
beraten,  die  sich  aus  Fachleuten,  insbesondere  aus  der  Landwirtschaft  und  dem 
Schweizerischen  Schafzuchtverband,  zusammensetzte.  Es  besteht  kein  Anlass,  gerade 
auch  mit  Bezug  auf  den  Bericht  der  erwähnten  Arbeitsgruppe,  zu  andern  Schlüssen  zu 
gelangen.  Weder  in  diesem  Bericht  noch  in  der  Vo  BLW  finden  sich  Hinweise,  dass  es 
darum  gegangen  ist,  die  wirtschaftliche  Grundlage  der  Alpbestossung  zu  zerstören. 
Selbstverständlich liesse sich der Faktor in dem Sinne ändern, dass eine grössere Anzahl 
Schafe  zugelassen  würde.  Dies  würde  aber  dem  Sinn  und  Zweck  einer  nachhaltigen 
Schafalpung widersprechen.  

f)  Zusammenfassend  lässt  sich  feststellen,  dass  keine  offensichtliche  Mängel  der 
Verordnungsregelung  beziehungsweise  kein  Missbrauch  des  Ermessens  durch  den 
Verordnungsgeber  vorliegen,  weshalb  für  das  Gericht  keine  Veranlassung  besteht, 
korrigierend einzugreifen. Der Einwand des Beschwerdeführers ist somit zu verwerfen.  

a) Die ILFD führt im angefochtenen Entscheid aus, dass sich das LwA anlässlich des 
6. 
Erlasses  seiner  Verfügung  vom  12.  Juli  2000  auf  die  Berechnungen  der  Arbeitsgruppe 
"Schafbeweidung"  stützte,  die  im  Jahre  1999  den  Höchstbesatz  für  die  Alp  ______  auf 
348 Schafe für eine Sömmerungsdauer von 100 Tage festgehalten habe. Dabei sei für die 
Berechnung des Normalbesatzes der Höchstbesatz mit dem GVE-Faktor 0,17 multipliziert 
worden,  aufgerechnet  auf  110  Tage  (348  x  GVE-Faktor  0,17  x  1,1  =  65,29  NST).  Im 

 
 
 
 
- 7 -

Jahre  2006  habe  das  LwA  festgestellt,  dass  es  zu  Unrecht  den  Faktor  0,17  angewendet 
habe;  richtigerweise  hätte  es  von  0,0861  ausgehen  sollen.  Dies  gelte  es  nun  zu 
korrigieren.  

Die  durchschnittlichen  Besatzzahlen  in  den  Jahren  1996-1998  von  483,  493  und  508 
Mutterschafen seien insofern nicht relevant, als das Produktionspotenzial der Alp ______ 
keine  Bestossung  im  damaligen  Ausmass  zulasse.  Der  Höchstbesatz  sei  im  Jahre  1999 
von der Arbeitsgruppe "Schafbeweidung" aufgrund einer produktiven Fläche von 49,4 ha 
(Nettoweidefläche), eines Weideverlusts von 20 % und eines Abzugs von ebenfalls 20 % 
wegen  Neigung  berechnet  worden.  Dabei  sei  zuerst  das  Produktionspotenzial  der  Weide 
mit 12 dt TS/ha (= Dezitonne Trockensubstanz pro Hektare = Ertragspotenzial, das über 
eine  bestimmte  Zeitdauer,  in  der  Regel  pro  Jahr,  auf  einer  Hektare  Fläche  erwartet 
werden darf) bestimmt und hierauf wegen Weideverlusten und Steilheit des Geländes um 
je 20 % auf 7,68 dt TS/ha gekürzt worden. Aufgerechnet auf eine Nettoweidefläche von 
49,4  ha  habe  dies  ein  Produktionspotenzial  von  insgesamt  379,392  dt  TS  ergeben.  Bei 
einem  täglichen  Verzehr  von  1,2  kg  TS/d  (=  TS  pro  Tag,  bezieht  sich  auf  den  Verzehr, 
gibt  die  Futtermenge  an,  welche  ein  Tier  im  Durchschnitt  täglich  aufnimmt)  habe  diese 
Weidefläche  somit  Nahrung 
für  31'616  Schaf-Tage  (37'939,2  TS  :  1,2  TS/d) 
beziehungsweise  unter  Berücksichtigung  einer  Marge  von  1,1  für  34'477,6  Schaf-Tage. 
Dies habe 347,77, aufgerundet 348, Schafen während 100 Tagen entsprochen.  

Aufgrund von zwischenzeitlich erfolgten neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und der 
Erhebung  einer  Ad-hoc-Kommission,  welche  damit  beauftragt  worden  sei,  für  die  Alp 
______ einen neuen Bericht über die Schafweiden in den Bergen zu verfassen, sei dieser 
Höchstbesatz  neu  berechnet  worden.  Die  produktive  Fläche  sei  nun  auf  56,28  ha 
(Nettoweidefläche)  festgesetzt  worden.  Zudem  sei  das  Produktionspotenzial  der  Weide 
aufgrund  der  Alphöhe  und  Vegetation  neu  mit  18,6  dt  TS/ha  bestimmt  und  hierauf, 
infolge  der  Weideverluste,  die  nunmehr  bloss  noch  mit  15  %  beziffert  wurden,  und  des 
40  %igen  Abzugs  wegen  der  durchschnittlichen  Neigung  von  60  %,  auf  9,5  dt  TS/ha 
gekürzt worden. Die Gewichtung dieser verschiedenen Faktoren  entspreche dem Bericht 
der  Arbeitsgruppe  "Nachhaltige  Schafplanung"  vom  6.  September  1999  sowie  den 
Anweisungen der Tabelle "Produktionspotential" von W. Dietl.  

Aufgerechnet  auf  eine  Nettoweidefläche  von  56,28  ha  betrage  das  Produktionspotenzial 
damit 534,66 dt TS. Bei einem täglichen Verzehr von 1,5 kg TS/d biete diese Nettoweide-
fläche Nahrung für 35'644 Schaf-Tage (53'466 kg TS : 1,5 TS/d) beziehungsweise unter 
Berücksichtigung  einer  Marge  von  1,1  für  39'208,4  Schaf-Tage.  Dies  entspreche  392,08 
oder aufgerundet 392 Schafen während 100 Tagen. Damit liege der Höchstbesatz der Alp 
______ heute sogar über demjenigen, den die Arbeitsgruppe "Schafbeweidung" im Jahre 
1999 festgesetzt habe.  

Es lasse sich zusammenfassend feststellen, dass der mit Verfügung vom 12. Juli 2000 auf 
65,29  NST  berechnete  Normalbesatz  zum  einen  korrigiert  werden  müsse,  weil  er  unter 
Anwendung  eines  falschen  GVE-Faktors  berechnet  worden  sei,  und  zum  anderen 
anzupassen  sei,  weil  der  Höchstbesatz  der  Alp  ______  von  348  auf  392  erhöht  werden 
konnte.  

b)  Der  Beschwerdeführer  bezeichnet  die  Argumentation  der  ILFD  als  falsch.  Es 
treffe  keines  der  Kriterien  gemäss  Art.  8  Abs.  3  aSöBV  zu,  das  dem  Kanton  das  Recht 
geben  würde,  den  Normalbesatz,  wie  dieser  in  den  Basisjahren  festgesetzt  worden  sei, 

 
 
- 8 -

herabzusetzen.  Zudem  müssten  vor  einer  allfälligen  Radikalkur,  wie  dies  die  mehr  oder 
weniger  pauschale  Herabsetzung  der  Normalstösse  auf  theoretischer  Basis  gemäss 
Art. 10  aSöBV  eine  sei,  einzelne  Massnahmen  zur  Verhinderung  allfälliger  Schäden 
verfügt werden. Die ILFD zeige nicht auf, welcher der drei Sachverhalte nach Art. 8 Abs. 
3  aSöBV  dem  Kanton  die  Grundlage  gebe,  den  Normalbesatz  -  berechnet  nach  den 
Basisjahren  -  herabzusetzen.  Gemäss  einem  Bericht  über  die  Alp  ______  seien  dort  die 
überweideten  und  erodierten  Flächen  recht  klein.  Dass  die  Schafe  für  diese  Schäden 
verantwortlich  seien,  sei  nur  wahrscheinlich.  Die  kleinen  Schäden  würden  die 
Durchführung  einer  Neuberechnung  nach  Art.  8  Abs.  3  aSöBV  nicht  rechtfertigen.  Im 
gleichen  Bericht  werde  ausgeführt,  dass  das  Gras  kürzer  als  2  cm  sei,  was  auf  eine 
Übernutzung hindeute. Dies könne nicht unwidersprochen bleiben. Es sei üblich, dass im 
Herbst  das  Gras  abgefressen  sei;  erst  wenn  im  nächsten  Frühjahr  durch  die  zu  tiefe 
Herbstnutzung  ein  Schaden  entstehe,  könnte  sich  eine  Neubeurteilung  aufdrängen.  Der 
Bericht erwähne aber überhaupt keine solchen Schäden, weshalb diese Momentaufnahme 
nicht  aussagekräftig  sei.  Das  Abgrasen  durch  die  Schafe  des  Wintergrases  der  Gämsen 
könne  nicht  als  Bewirtschaftungsfehler  dargestellt  werden,  solange  die  Schafe  auf  der 
eigenen Alp weiden würden. Die Erosion unter den Felsen des "______" sei bereits 1999 
vorhanden  gewesen  und  hätte  bis  heute  keinen  Einfluss  auf  den  Normalbesatz  gehabt. 
Die  Weisungen  zu  Art.  8  Abs.  3  aSöBV  zeigten  auf,  dass  keine  neuen  Indikatoren  für 
ökologische  Schäden  vorhanden  seien.  Damit  sei  nachgewiesen,  dass  die  Voraus-
setzungen  für  eine  Herabsetzung  des  Normalbesatzes  nicht  gegeben  seien.  Kleine 
erodierte  Flächen  und  das  Gras,  das  im  Herbst  auf  2  cm  heruntergefressen  sei,  seien 
keine Bewirtschaftungsfehler. 

Es sei pikant, dass der zuständige Sachbearbeiter im LwA, Y., auf angebliche Missstände 
auf  den  Alpen  in  der  Region  ______  aufmerksam  gemacht  worden  sei;  auch  die  Alp 
______  sei  in  diesen  Hinweisen  erwähnt.  Am  30.  Juli  2003  habe  Y.  mit  drei  weiteren 
Personen  die  Alp  ______  kontrolliert  und  zwar  nicht  gestützt  auf  das  Zufallsprinzip,  wie 
in der Ankündigung weisgemacht worden sei, sondern auf konkret gemeldete angebliche 
Missstände, die aber nicht eine Übernutzung betrafen. Die Kontrolle am 19. August 2003 
hätte  keine  Mängel  in  der  Bewirtschaftung  aufgezeigt  und  es  sei  auch  nicht  darauf 
hingewiesen worden, dass die Alp ______ durch einen Übersatz zerstört werden könnte 
beziehungsweise  dass  sich  überhaupt  Mängel  zeitigen  würden.  Y.  sei  bis  heute  die 
Erklärung  schuldig  geblieben,  weshalb  er  sich  so  widersprüchlich  verhalte,  nämlich  dass 
er  einerseits  ohne  Begründung  und  nur  gestützt  auf  Verordnungsänderungen  den  Wert 
der Alp ______ herabsetzen wolle und andererseits an Ort und Stelle die Bewirtschaftung 
als  korrekt  bezeichne.  Er  (der  Beschwerdeführer)  habe  bis  heute  seine  Tiere  jeweils  im 
Herbst  zu  guten  Preisen  der  Schlachtbank  zuführen  können.  Dies  zeige,  dass  die  Alp 
korrekt  bewirtschaftet  werde  und  genügend  Futter  für  die  gestützt  auf  65,29 
Normalstössen basierende Herde vorhanden sei. 

Gemäss  Art.  21  Abs.  1  aSöBV  hätten  die  Kantone  die  Weideführung  und  die  Aus-
scheidung  nicht  beweidbarer  Flächen  von  Betrieben  mit  mehr  als  100  Schafen  bis 
spätestens  am  30.  September  2003  kontrollieren  und  der  Kanton  hätte  gegebenenfalls 
den nach Art. 6 festgelegten Normalbesatz korrigieren müssen. In den Übergangsjahren 
bis  zum  30.  September  2003  seien  aber  keine  Bewirtschaftungsfehler  festgestellt 
worden. Im Gegenteil, der Alpbetrieb werde neu in einer strafferen Form geführt und die 
Tiere seien durch einen ständig anwesenden Hirten gepflegt.  

 
- 9 -

Beim  Kauf  der  Alp  hätte  die  Überprüfung  des  Normalbesatzes  längstens  erfolgt  sein 
müssen. Die zuständigen Stellen des Kantons Freiburg hätten die Übergangsbestimmun-
gen der aSöBV verletzt. 

Schliesslich habe der Staat Freiburg bei einer Abweisung der Beschwerde den Schaden zu 
vergüten,  den  er  (der  Beschwerdeführer)  erleiden  werde.  Bei  einem  Besatz  von  33,75 
Normalstössen  sei  eine  kostendeckende  Bewirtschaftung  mit  einem  angestellten  Hirten 
nicht möglich. 

c)  Die  ILFD  bringt  vor,  dass  der  Normalbesatz  der  Alp  ______  nicht  gestützt  auf 
Art. 8 Abs. 3 aSöBV herabgesetzt, sondern deshalb, weil er den geltenden Bestimmungen 
angepasst  worden  sei.  Insofern  seien  auch  Einwände  hinsichtlich  der  ökologischen 
Schäden irrelevant. Der Normalbesatz sei im Jahre 2000 fälschlicherweise mit dem GVE-
Faktor  0,17  berechnet  worden,  der  aber  einzig  auf  erwachsene  Schafe  anwendbar  sei. 
Somit  habe  man  der  Tatsache  keine  Rechnung  getragen,  dass  die  Herde  nicht  nur  aus 
erwachsenen Schafen, sondern auch aus Jungschafen bestehe. Dadurch habe sich ein zu 
hoher  Normalbesatz  ergeben,  als  wenn  bereits  im  Jahre  2000  der  korrekte  GVE-Faktor 
angewendet  worden  wäre.  Auch  sei  die  Korrektur  aus  Gründen  der  Rechtsgleichheit 
notwendig.  Es  widerspreche  den  allgemeinen  Grundsätzen,  einen  Sömmerungsbetrieb 
anders als alle übrigen zu behandeln.  

Der  Beschwerdeführer  versuche  vergebens,  die  im  Bericht  des  landwirtschaftlichen 
Instituts Grangeneuve (LIG) vom 16. Januar 2007 aufgeführten ökologischen Schäden zu 
relativieren.  Tatsache  sei,  dass  der  oberste  Teil  der  Alp  Flächen  aufweise,  die  deutlich 
überweidet  und  erodiert  seien.  Ob  diese  Schäden  einzig  auf  die  Schafe  zurückzuführen 
oder  ob  sie  allenfalls  auch  noch  durch  die  Gämsen  verursacht  worden  seien,  sei 
irrelevant,  da  die  Schafe  offensichtlich  Mitverursacher  dieser  Schäden  seien  und  eine 
Reduktion der Anzahl Schafe einen Rückgang der Schäden zur Folge hätte. Tatsache sei 
auch,  dass  aufgrund  der  gemachten  Feststellungen  das  von  den  Schafen  abgeweidete 
Gras bis auf 1 - 2 cm gefressen wurde, was gemäss LIG eine Überweidung darstelle (auf 
überweideten  Flächen  sei  das  Gras  kürzer  als  2  cm)  und  langfristig  zu  ökologischen 
Schäden führe, auch wenn diese je nach Härte des Winters nicht schon notwendigerweise 
im  nächsten  Frühjahr  feststellbar  seien.  Es  komme  hinzu,  dass  aus  den  unzähligen 
Schreiben, die der Beschwerdeführer zitiere, hervorgehe, dass die Schafherde auf der Alp 
______  schlecht  überwacht  werde  und  vermehrt  ausserhalb  der  vorgesehenen  Weide-
zone gesichtet worden sei, wo sie Erosionsprobleme verursachen würden. 

Die  Anpassung  des  Normalbesatzes  könne  nicht  mit  dem  Besuch  vom  19.  August  2003 
von Y. auf der Alp ______ in Verbindung gebracht werden. Es habe sich damals um eine 
obligatorische  Kontrolle  der  Sömmerungsbetriebe  gehandelt.  Eine  solche  erfolge 
gesetzlich  sowohl  bei  mindestens  10  %  der  nach  dem  Zufallsprinzip  ausgewählten 
Betrieben als auch bei sämtlichen Betrieben, bei denen Mängel festgestellt worden seien. 
Es  sei  nicht  um  die  Überprüfung  der  Verfügung  vom  12.  Juli  2000  gegangen,  sondern 
darum,  ob  die  Voraussetzungen  gemäss  Sömmerungsbeitragsverordnung  erfüllt  waren. 
Der  Berechnungsfehler  in  der  Verfügung  vom  12.  Juli  2000  sei  Y.  anlässlich  dieser 
Kontrolle  deshalb  auch  gar  nicht  aufgefallen.  Er  habe  sich  auch  nicht  widersprüchlich 
verhalten,  wenn  er  aufgrund  seiner  Besichtigung  noch  keine  Herabsetzung  verlangt 
hätte. 

 
 
- 10 -

Dass  die  Schafe  des  Beschwerdeführers  zu  guten  Preisen  der  Schlachtbank  zugeführt 
würden, sei irrelevant. Das beweise insbesondere nicht, dass genügend Futter vorhanden 
sei,  zumal  die  Schafherde  ja  vermehrt  auch  ausserhalb  der  vorgesehenen  Weidezone 
gesichtet worden sei.  

Seit dem Jahre 2001 gäbe es Beanstandungen hinsichtlich der Alp ______. Es sei immer 
wieder  festgestellt  worden,  dass  die  Schafe  sich  ausserhalb  des  Weidegebiets  aufhalten 
und  von  den  schlechten  Zäunen  profitierten.  Ebenso  regelmässig  sei  gefordert  worden, 
die Schafhaltung zu verbessern und die Schafherde besser zu überwachen, um die Flora 
und Fauna zu schützen und eine Erosion zu verhindern.  

Die Überprüfung des Normalbesatzes habe vor dem 30. September 2003 stattgefunden. 
Gestützt auf eine Besichtigung der Alp im Jahre 1999 sei am 12. Juli 2000 die Verfügung 
mit  der  Festsetzung  des  Normalbesatzes  erlassen  worden.  Dabei  sei  aber  ein  Fehler 
begangen  worden,  indem  für  die  Berechnung  der  falsche  GVE-Faktor  verwendet  worden 
sei. Dadurch, dass dieser Fehler nicht sofort entdeckt worden sei, habe der Beschwerde-
führer  seit  dem  Jahre  2000  von  einem  überhöhtem  Normalbesatz  profitiert,  der  ihm 
unter Beachtung der geltenden Bestimmungen gar nicht zugestanden wäre. Es seien ihm 
gestützt  darauf  zu  hohe  Sömmerungsbeiträge  überwiesen  worden,  auf  welche  er  gar 
keinen Anspruch gehabt hätte. Daraus sei ihm selbstredend kein Schaden entstanden.  

Eine  kostendeckende  Bewirtschaftung  mit  angestellten  Hirten  sei  im  Verhältnis  zu  der 
Herde möglich. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern eine Herabsetzung des Normalbesatzes 
zu einem "Eigengoal" für die Umwelt und die Tiere werde. Im Gegenteil, mangels Herab-
setzung  des  Normalbesatzes  werde  die  derzeitige  Übernutzung  langfristig  zur  Folge 
haben, dass die Alp ______ ganz aufgegeben werden müsse. 

d) In seiner Eingabe vom 22. April 2009 legt das LwA dar, dass auf dem Gebiet des 
Kantons  Freiburg  630  Sömmerungsbetriebe,  wovon  gut  20  Betriebe  über  100  Schafe 
halten, eine Zuteilung der Normalstösse nach geltendem Recht haben. Einzig der Betrieb 
des Beschwerdeführers verfüge gegenwärtig über eine zu hohe Anzahl Normalstösse, was 
nunmehr  korrigiert  worden  sei.  Aus  diesem  Grund  und  damit  sämtliche  Sömmerungs-
betriebe  gleich  behandelt  würden,  sei  es  zwingend,  dass  dies  auch  für  den  Betrieb  des 
Beschwerdeführers geschehe. 

7. 
a)  Es  ist  unbestritten,  dass  mit  einer  Verfügung  vom  12.  Juli  2000  der  Normal-
besatz  der  Alp  ______  auf  65,29  Normalstösse  festgesetzt  wurde.  Dieser  Entscheid 
erwuchs  unangefochten  in  Rechtskraft.  Formell  rechtskräftige  Verfügungen  sind  rechts-
beständig  (materielle  Rechtskraft),  das  heisst  sie  sind  nicht  –  wie  Zivilgerichtsurteile  – 
grundsätzlich inhaltlich unabänderlich, aber doch nur unter erschwerten Voraussetzungen 
abänderbar  (FRITZ  GYGI,  Zur  Rechtsbeständigkeit  von  Verwaltungsverfügungen,  in  ZBl 
83/1982,  S.  149  ff.,  S.  152).  Durch  den  Widerruf  einer  Verfügung  soll  erreicht  werden, 
dass  eine  durch  sie  geschaffene,  für  ihre  Adressaten  und  die  Verwaltung  verbindliche 
Regelung  wieder  in  Übereinstimmung  mit  dem  geltenden  Recht  gebracht  wird.  Ein 
Widerruf  kommt  demzufolge  nur  bei  Verfügungen  in  Betracht,  die  den  von  der  Rechts-
ordnung  gestellten  Anforderungen  nicht  beziehungsweise  nicht  mehr  entsprechen.  Die 
Fehlerhaftigkeit  einer  Verfügung  kann  darauf  beruhen,  dass  der  Verwaltung  bei  ihrem 
Erlass  ein  Fehler  unterlaufen  ist,  weil  sie  zum  Beispiel  den  Sachverhalt  nicht  richtig 
festgestellt  oder  eine  Rechtsnorm  nicht  richtig  angewendet  hat  (ursprüngliche  Fehler-
haftigkeit). Eine Verfügung kann aber auch deshalb fehlerhaft sei, weil sie aufgrund einer 

 
 
- 11 -

nachträglich eingetretenen Änderung der rechtlichen oder tatsächlichen Verhältnisse von 
der  Verwaltung  so  nicht  mehr  erlassen  werden  dürfte  (ANNETTE  GUCKELBERGER,  Der 
Widerruf von Verfügungen im schweizerischen Verwaltungsrecht, in ZBl 108/2007 S. 293 
ff.,  S.  296).  Grundsätzlich  ist  es  in  das  Ermessen  der  Behörden  gestellt,  ob  sie  einen 
Entscheid  widerrufen  will.  Immerhin  soll  ein  Entscheid  nachträglich  nicht  leichthin  in 
Frage gestellt und geändert werden. Das würde die Rechtssicherheit beeinträchtigen. Es 
ist  abzuwägen,  ob  dem  Postulat  der  richtigen  Durchsetzung  des  objektiven  Rechts  oder 
dem Interesse an der Wahrung der Rechtssicherheit der Vorrang gebührt (vgl. BVR 2004 
S. 543 E. 2 S. 545).  

b) Das LwA hatte sich am 12. Juli 2000 insofern geirrt, als es den Normalbesatz der 
Alp ______ auf 65,29 Normalstösse festsetzte. Es ging von einem Faktor 0,17 aus, statt 
von 0,0861. Am 12. Juli 2000 waren die aSöBv und die Vo BLW bereits in Kraft. Weshalb 
das LwA von einem falschen Faktor ausging, braucht nicht geprüft zu werden. Wesentlich 
ist,  dass  es  dafür  sorgt,  dass  die  Bestimmungen  des  Bundesrechts  nunmehr  zur 
Anwendung  gelangen.  Immerhin  erscheint  es  bemerkenswert,  dass  dieser  Fehler  nicht 
früher aufgefallen war. Aber wie dem auch sei, der Bürger kann sich nicht ohne Weiteres 
auf  den  Fortbestand  einer  einmal  erlassen  Dauerverfügung,  eine  solche  liegt  hier  vor, 
verlassen.  Die  nachträgliche  Änderung  des  Sachverhalts  und/oder  der  Rechtslage  sowie 
die  ursprüngliche  Fehlerhaftigkeit  von  Verfügungen  kann  für  die  Behörde  Grund  sein, 
einen  neuen  Entscheid  zu  fällen  (PIERRE  TSCHANNEN  /  ULRICH  ZIMMERLI,  Allgemeines 
Verwaltungsrecht,  2.  A.,  S.  264  ff.,  274  ff.).  Im  vorliegenden  Fall  wurde  keine 
Vertrauensgrundlage für die Zukunft geschaffen. Es wurden dem Beschwerdeführer keine 
Zusagen  für  die  Zukunft  erteilt  und  auch  keine  günstigen  zukünftigen  Dispositionen  in 
Aussicht  gestellt,  die  dann  infolge  der  Gesetzesänderung  nicht  eingehalten  werden 
konnten.  Insofern  lässt  sich  der  Widerruf  der  Verfügung  vom  12.  Juli  2000  nicht 
beanstanden.  Folglich  ist  nicht  zu  prüfen,  ob  die  Voraussetzungen  des  Art.  8  Abs.  3 
aSöBV für eine Herabsetzung des Normalbesatzes gegeben sind. 

c)  Die  ILFD  und  das  LwA  haben  die  Herabsetzung  des  Normalbesatzes  verfügt. 
Damit sind sie den Anforderungen der aSöBV und der Vo BLW nachgekommen und haben 
mithin  die  Angelegenheit  der  aktuellen  Rechtslage  angepasst.  Dieses  Vorgehen  kann 
nicht als willkürlich bezeichnet werden und es bestehen auch keine Anzeichen dafür, dass 
seitens  der  beiden  vorinstanzlichen  Behörden  ein  eigentlicher  Ermessensmissbrauch 
vorliegen  würde.  Gerade  auch  die  Rechtsgleichheit  gebietet  es,  dass  alle  Schafhalter 
gleich  behandelt  werden.  Aus  diesen  Gründen  kann  es  nicht  angehen,  dass  der  am 
12. Juli  2000  verfügte  Höchstbesatz  weiterhin  Bestand  hat.  Eine  Weiterführung  des 
damals  festgelegten  Normalbesatzes  würde  gegen  die  Vo  BLW  verstossen  und  wäre 
demnach  unzulässig  (vgl.  Entscheid  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-6685/2007  vom 
18. Januar 2008. 

d)  An  diesem  Ergebnis  vermögen  die  Einwände  des  Beschwerdeführers  nichts  zu 
ändern.  Immerhin  mag  es  zutreffen,  dass  die  nunmehr  verfügte  Massnahme  indirekt 
auch  bezweckt,  eine  Überweidung  und  Erosion  der  Alp  ______  zu  vermeiden.  Es  ist 
bekannt, dass Schafe zur Verarmung der Vegetation beitragen können. Um solche Folge-
schäden zu vermeiden und um eine nachhaltige Nutzung der Alpen sicherzustellen, ist die 
Herabsetzung  der  Anzahl  Tiere  pro  Fläche  eine  der  möglichen  Massnahmen.  Was  es  mit 
den  von  Y.  durchgeführten  Kontrollen  für  eine  Bewandtnis  hat  und  was  daran  "pikant" 
sein  soll,  ist  nicht  nachvollziehbar.  Auch  ist  nicht  ersichtlich,  inwiefern  sich  Y. 
widersprüchlich  verhalten  haben  soll.  Die  Behauptung,  der  Staat  Freiburg  hätte  gegen 

 
 
 
 
- 12 -

Art.  21  aSöBV  verstossen,  ist,  obwohl  von  der  ILFD  bestritten,  nicht  weiter  zu  prüfen, 
weil,  selbst  wenn  sie  zutreffen  sollte,  dies  am  Ausgang  des  Verfahren  nichts  ändern 
würde. 

Damit sind die Rechtsbegehren 1 und 2 als unbegründet abzuweisen. 

8. 
a)  Nach  Art.  8  Abs.  4  aSöBV  kann  der  Bewirtschafter  oder  die  Bewirtschafterin 
gegen  die  Neufestsetzung  des  Normalbesatzes  nach  Abs.  3  innerhalb  von  30  Tagen 
Einsprache  erheben  und  die  Überprüfung  des  Entscheids  aufgrund  eines  Bewirtschaf-
tungsplanes  verlangen,  der  innerhalb  eines  Jahres  vorzulegen  ist.  Gemäss  Art.  9  aSöBV 
muss der Bewirtschaftungsplan die Angaben enthalten, die zur Festsetzung des Normal-
besatzes  erforderlich  sind,  der  einer  nachhaltigen  Bewirtschaftung  entspricht.  Das 
Bundesamt  legt  die  Anforderungen  fest,  denen  ein  Bewirtschaftungsplan  genügen  muss 
(Abs.  1).  Der  Bewirtschaftungsplan  muss  von  Fachleuten  erstellt  werden,  die  vom 
Bewirtschafter  oder  von  der  Bewirtschafterin unabhängig  sind  (Abs.  2).  Die  Anforderun-
gen an einen Bewirtschaftungsplan sind in Art. 1 Vo BLW festgelegt. 

b)  Die  ILFD  führt  im  angefochtenen  Entscheid  aus,  dass  die  Herabsetzung  des 
Normalbesatzes  nicht  auf  Art.  8  Abs.  3  aSöBV  beruhe,  sondern  deshalb  notwendig 
geworden sei, weil in der Vergangenheit irrtümlicherweise ein GVE-Faktor von 0,17 statt 
von 0,0861 angewandt worden sei. Es bestehe deshalb eigentlich auch kein Raum für ein 
Einspracheverfahren. Da es aber mit ihrem Entscheid letztlich zu einer Herabsetzung des 
zulässigen  Normalbesatzes  komme,  rechtfertige  es  sich,  dem  Beschwerdeführer  die 
Gelegenheit  zu  geben,  einen  Bewirtschaftungsplan  einzureichen,  zumal  auch  das  LwA 
nichts dagegen einzuwenden habe.  

Der Beschwerdeführer beantragt für den Fall der Abweisung seines Hauptbegehrens, dass 
der  Eventualantrag  auf  Einreichen  eines  Bewirtschaftungsplanes  ebenfalls  in  die  Be-
schwerde aufzunehmen sei.  

Die ILFD widersetzt sich diesem Gesuch nicht. 

c)  Es  herrscht  bei  den  Parteien  Einigkeit  darüber,  dass  der  Beschwerdeführer  bei 
Abweisung  seiner  Hauptbegehren  einen  Bewirtschaftungsplan  einreichen  kann.  Demge-
mäss erübrigen sich weitere Ausführungen zum Eventualbegehren 3. 

Zusammengefasst  ergibt  sich,  dass  die  Beschwerde,  soweit  sie  nicht  gegenstands-

9. 
los ist (vgl. Rechtsbegehren 3) unbegründet und folglich abzuweisen ist. 

Bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  werden  die  Gerichtskosten,  die  auf  1'000  Franken 
festgesetzt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet werden, dem Beschwer-
deführer auferlegt (Art. 131 Abs. 1 VRG; Art. 1 und 2 des Tarifs vom 17. Dezember 1991 
der  Verfahrenskosten  und  Entschädigungen  in  der  Verwaltungsjustiz  [TarifVJ;  SGF 
150.12]). 

Eine Parteientschädigung steht dem unterliegenden Beschwerdeführer nicht zu (Art. 137 
Abs. 1 VRG). 

10.  Nach Art. 166 Abs. 2 LwG kann gegen Verfügungen der Bundesämter, der Departe-
mente und letzter kantonaler Instanzen in Anwendung des LwG und seiner Ausführungs-
bestimmungen  beim  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde  erhoben  werden;  ausge-

 
 
 
- 13 -

nommen  sind  kantonale  Verfügungen  über  Strukturverbesserungen,  die  mit  Beiträgen 
unterstützt werden.  

Bei  der  hier  zur  Beurteilung  strittigen  Sache  geht  es  nicht  um  einen  Beitrag  zur  Struk-
turverbesserung, weshalb die Ausnahme nach Art. 166 Abs. 2 LwG nicht zur Anwendung 
gelangt.  Zudem  ist  das  Urteil  des  Kantonsgerichts  ein  letztinstanzlich  kantonaler 
Entscheid,  weshalb  eine  allfällige  dagegen  gerichtete  Beschwerde  beim  Bundesver-
waltungsgericht  zu  erheben  ist  (vgl.  Urteil  des  Bundesverwaltungsgerichts  B-6685/2007 
vom 18. Januar 2008 E. 2). 

D e r   H o f   e r k e n n t :  

I.  

Die Beschwerde wird, soweit sie nicht gegenstandslos ist, abgewiesen. 

Der Entscheid  der  Direktion  der  Institutionen  und  der  Land-  und  Forstwirtschaft 
vom 16. Dezember 2008 wird vollumfänglich bestätigt. 

II.  Die  dem  Staat  Freiburg  geschuldeten  Gerichtskosten  von  1'000  Franken  werden 
dem  Beschwerdeführer  auferlegt  und  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss 
verrechnet. 

III.  Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

303;30310