# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4ccc5db5-41b1-56c0-841f-853c8d3cc8f5
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-02-24
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Zivilkammer 24.02.2012 ZK2 2012 2
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_007_ZK2-2012-2_2012-02-24.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 24. Februar 2012 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK2 12 2 22. Juni 2012

Entscheid
II. Zivilkammer

Vorsitz Hubert
Aktuarin ad hoc Haab

In der zivilrechtlichen Beschwerde

des X., Kläger und Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego 
Quinter, Quaderstrasse 18, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 21. Oktober 
2011, mitgeteilt am 9. Dezember 2011, in Sachen des Klägers und Beschwerde-
führers gegen die Y . , Beklagte und Beschwerdegegnerin, vertreten durch 
Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel, Reichsgasse 65, 7002 Chur,

betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Mit Vertrag vom 14. September 2005 wurde X. per 1. Januar 2006 auf un-
bestimmte Zeit bei der „Y.“ als Abteilungsleiter in der Werkstätte Chur eingestellt. 
Sein Pensum belief sich auf 100%, wofür er in der Gehaltsklasse 10/Stufe 16 ei-
nen Monatslohn von Fr. 5'597.– (inkl. 13. Monatslohn) erhielt (act. Vi kB 4).

B. Am 22., 23. und 27. Juni 2006 schlossen die Y. und X. einen Weiterbil-
dungsvertrag (act. Vi kB 5), damit sich X. von Januar 2007 bis Mai 2009 am Insti-
tut für Arbeitsagogik (IfA, 6208 Oberkirch) zum Arbeitsagogen weiterbilden konnte. 
Gemäss dieser Vereinbarung übernahm die Y. die Schulgeldkosten vollumfänglich 
und die Reise-, Unterkunfts-, Verpflegungs- sowie Lehrmittelkosten zur Hälfte. Zu-
dem unterstützte die Y. die Weiterbildung durch die Anrechnung von maximal 76 
Tagen Abwesenheit als Arbeitszeit. Betreffend Kostenrückerstattung wurde ver-
einbart, dass der Mitarbeiter bei vorzeitigem Abbruch resp. bei Kündigung 
während oder nach der Weiterbildung die von der Arbeitgeberin bezahlten Kosten 
gemäss Punkt 3.4 des Reglementes Aus-, Fort- und Weiterbildung rückzuerstatten 
habe (Ziff. 5 des Weiterbildungsvertrages). Auf dieses Reglement (act. Vi kB 6) 
wurde bereits im Arbeitsvertrag Bezug genommen. Das Arbeitspensum von X. 
wurde in der Folge auf 80% reduziert (vgl. act. Vi kB 9). Im Mai 2009 schloss X. 
seine Ausbildung zum Arbeitsagogen erfolgreich ab.

C. Am 21. und 29. Januar 2010 wurde der Arbeitsvertrag zwischen der Y. und 
X. geändert. Per 1. Januar 2010 wurde er von der bisherigen Lohnklas-
se/Lohnstufe 13/17 in die Lohnklasse/Lohnstufe 14/17 umgestuft. Damit erhöhte 
sich sein Monatslohn von Fr. 5'600.– auf Fr. 5'915.– (act. Vi kB 9).

D. Am 29. Januar 2010 meldete der Leiter der Werkstätte, A., X. aufgrund im-
mer wieder auftretender kurzer Absenzen und massivem Unwohlsein bei der Ar-
beit, bei der IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden zur 
Früherfassung an (act. Vi kB 10). Als Beginn der Arbeitsunfähigkeit wurde der Juli 
2008 eingetragen, als Grund der Arbeitsunfähigkeit eine schwere Depression. 
Dieses Formular wurde am 1. Februar 2010 von X. unterschrieben. Am 19. und 
25. März 2010 unterzeichneten X. (versicherte Person), A. (Leiter Werkstätte Y.), 
B. (Job-Coach, extern) und C. (Vertreter der IV-Stelle) eine Zielvereinbarung (act. 
Vi kB 11). In dieser wird als Eingliederungsziel der Arbeitsplatzerhalt von X. in der 
Y.-Werkstätte Chur genannt. Dazu wurde ein externes Job-Coaching vom 16. 
März 2010 bis zum 31. August 2010 vereinbart. Am 11. Mai 2010 notierte C. im 

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Verlaufsprotokoll Eingliederung (act. Vi kB 14), dass A. sich entschieden habe, 
das Job-Coaching abzubrechen.

E. Am 27. Mai 2010 wurde X. von der Y. auf den 31. August 2010 gekündigt. 
Gleichzeitig wurde ihm ein neuer Arbeitsvertrag angeboten, der eine Anstellung 
als Mitarbeiter in der Werkstätte Chur mit einem Pensum von 80% vorsah. Die 
Position als Angestellter statt wie bisher als Leiter bedeutete einen um etwa Fr. 
2'000.– niedrigeren Monatslohn. Den neuen Arbeitsvertrag unterzeichnete X. 
nicht. Mit Wirkung vom 1. Juni 2010 bis Ende November 2010 wurde X. 100% ar-
beitsunfähig geschrieben (act. Vi kB 17). Mit der provisorischen (23. November 
2010; act. Vi kB 18) und der definitiven Lohnabrechnung (24. Dezember 2010; act. 
Vi kB 19) machte die Y. eine „Rückforderung Weiterbildungskosten 25%“ in Höhe 
von Fr. 4'405.– als Lohnabzug geltend.

F. Am 1. April 2011 reichte X. (nachfolgend: Kläger) ein Schlichtungsgesuch 
gegen die Y. beim Vermittleramt Plessur ein. Die Parteien erzielten an der Schlich-
tungsverhandlung vom 10. Mai 2011 keine Einigung, weshalb ihnen der Vermittler 
gleichentags eine Klagebewilligung ausstellte (act. Vi kB 3). Diese enthielt folgen-
de Rechtsbegehren:

Rechtsbegehren der Klägerschaft:

„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 4'405.– zuzüglich 5% 
Zins seit 1. Dezember 2010 zu bezahlen.

2. Das Arbeitszeugnis vom 30.11.2010 sei wie folgt zu ändern: Streichung 
zweitletzter Absatz und ersetzen mit folgendem Wortlaut: ‚Aufgrund von 
Veränderungen in den Strukturen der Y. wurde das Arbeitsverhältnis im 
gegenseitigen Einvernehmen per 30. November 2010 aufgelöst.’

3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“

Rechtsbegehren der Beklagtschaft:

„1. Abweisung der Klage.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerschaft.“

G. Mit Eingabe vom 7. Juni 2011 (Datum des Poststempels) reichte der Kläger 
seine Klageschrift beim Bezirksgericht Plessur ein. Er stellte folgendes Rechtsbe-
gehren:

„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 4'405.- zuzüglich 5% 
Zins seit 01.01.2010 zu bezahlen.

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2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge, zusätzlich gesetzlicher Mehrwertsteuer, zu-
lasten der Beklagten.“

In der Klageschrift wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass sich die Struktu-
ren der Beklagten verändert hätten. Der Kläger sei an der Arbeitsstelle zuneh-
mend gemobbt worden, insbesondere durch seinen neuen Vorgesetzten sowie 
seine neue Stellvertreterin. Noch am 29. Januar 2010 habe die Y. (nachfolgend: 
Beklagte) den Kläger aufgrund seiner guten Arbeitsleistungen in eine höhere 
Lohnklasse eingestuft. Im Rahmen einer Frühintervention hätten sich der Kläger 
und der von der IV gestellte Job-Coach nach Kräften bemüht, die Vorstellungen 
der Beklagten zu erfüllen. Diese habe jedoch nichts dazu beigetragen, die Zielver-
einbarung mit der IV zu erfüllen. Dadurch habe sie sowohl die von beiden Parteien 
unterzeichnete Zielvereinbarung wie auch ihre Treuepflicht gegenüber dem Kläger 
verletzt. Sodann habe die Beklagte in einem Zeitpunkt die Kündigung ausgespro-
chen und eine Änderungskündigung angeboten, der für den Kläger völlig überra-
schend kam. Zudem habe er sich zu dieser Zeit – wie der Beklagten, insbesonde-
re deren Leitern sehr wohl bekannt gewesen sei – in einer aufgrund der Mobbing-
Attacken delikaten gesundheitlichen Situation befunden. Er habe sich kurz darauf, 
mit Wirkung ab dem 1. Juni 2010, zu 100% arbeitsunfähig schreiben lassen müs-
sen. Der in der Lohnabrechnung vom 24. Dezember 2010 belastete Abzug von 
25% der Weiterbildungskosten in Höhe von Fr. 4'405.– sei ihm niemals mitgeteilt 
worden. Eine Vorwarnung hätte jedoch erfolgen müssen, weshalb der vorgenom-
mene Abzug i.c. unzulässig gewesen sei. Die an der Hauptverhandlung als wahrer 
Kündigungsgrund vorgebrachte Ansicht, dem Kläger fehle das nötige Rüstzeug 
zum Abteilungsleiter, sei absolut unglaubwürdig, habe der Kläger doch seit Januar 
2006 in dieser Position gearbeitet und ab Januar 2010 für seinen Einsatz sogar 
eine Lohnerhöhung erhalten. A. habe gemäss dem Verlaufsprotokoll (act. Vi kB 
14) nur einem mehr oder weniger unbeteiligten Eingliederungsberater der IV mit-
geteilt, warum er die Kooperation mit dem Job-Coach abbreche: Er habe anhand 
von Gesprächen erfahren, dass die Klienten gewisse Dinge mitbekommen hätten 
und deswegen verunsichert seien. Eine Kündigung stehe zum jetzigen Zeitpunkt 
nicht im Raum; der Kläger mache seinen Job grundsätzlich sehr gut, es gebe al-
lerdings zwei, drei Punkte, an denen er arbeiten müsse. Der Kläger halte die zwei 
Wochen später erfolgte Kündigung daher für nicht nachvollziehbar. Weil die Kün-
digung unbegründet und die Weiterbildung einzig im Interesse der Beklagten ge-
wesen sei, komme eine Rückerstattungspflicht zulasten des Klägers nicht in Fra-
ge. Ziff. 5 des Weiterbildungsvertrages spreche sinngemäss eindeutig von einer 

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Kündigung durch den Arbeitnehmer selber; eine allfällige Unklarheit im Wortlaut 
müsse sich der Arbeitgeber als Verfasser des Vertrages anrechnen lassen.

H. Am 29. August 2011 (Datum des Poststempels) reichte die Beklagte die 
Klageantwort ein, in der sie folgendes Rechtsbegehren stellte:

„1. Die Klage sei abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers.“

In der Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sich die Rückforderung 
eines Viertels der von der Beklagten bezahlten Weiterbildungskosten auf Ziff. 5 
des Weiterbildungsvertrages stütze (act. Vi kB 5). Dieser Vertrag verweise aus-
drücklich und unmittelbar über den Unterschriften der Parteien auf das Reglement 
Aus-, Fort- und Weiterbildung (act. Vi kB 6). In beiden Dokumenten sei für den Fall 
einer Kündigung innert zwei Jahren seit Abschluss der Weiterbildung eine Rücker-
stattung der Weiterbildungskosten durch den Arbeitnehmer vorgesehen. Dabei 
werde nicht unterschieden, ob die Kündigung durch den Arbeitnehmer oder durch 
den Arbeitgeber erfolgt sei. Die Kündigung sei nicht grundlos oder ungerechtfertigt 
erfolgt; insbesondere habe kein Mobbing am Arbeitsplatz stattgefunden. Vielmehr 
habe sich der Kläger u.a. gegenüber seinem Vorgesetzten sehr empfindsam ge-
zeigt und sich immer wieder über den Arbeitsanfall und die Belastung mit adminis-
trativen Arbeiten beklagt. Die Lohnerhöhung im Januar 2010 (act. Vi kB 9) sei er-
folgt, weil der Kläger ab Juli 2009 eine neue Mitarbeiterin zu betreuen und damit 
mehr Verantwortung übernommen hatte. Diese Mitarbeiterin sei eingestellt wor-
den, um ihn zu entlasten. Trotzdem hätten sich die Absenzen gehäuft; der Kläger 
habe auf Forderungen der Beklagten stets abwehrend reagiert und mit Krankheit 
gedroht. Er habe sich unter (wirtschaftlichen) Druck gesetzt gefühlt und nicht er-
kannt oder erkennen können, dass die Beklagte die ihr übertragenen Aufträge ih-
rerseits möglichst rationell abzuwickeln hat. Aufgrund der zunehmenden Absen-
zen habe die Beklagte den Kläger mit dessen Einverständnis Anfang Februar 
2010 bei der Invalidenversicherung für Frühinterventionsmassnahmen angemel-
det. Der Kläger habe sein Verhalten jedoch nicht verändert und sei als Abteilungs-
leiter nicht mehr geeignet gewesen. Die Beklagte habe versucht, dem Kläger des-
wegen eine Position ohne Führungsverantwortung und administrative Aufgaben 
anzubieten und ihm dadurch eine Stelle zu erhalten. Sie habe ihre Treupflicht da-
her nicht verletzt. Der Kläger habe sodann keine spezifische Krankheit nachge-
wiesen. Deshalb sei der Stellenverlust nicht auf gesundheitliche Gründe zurückzu-
führen, sondern vom Kläger selber zu verantworten.

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I. Am 4. Oktober 2011 erliess der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksge-
richt Plessur eine Beweisverfügung (act. Vi II.1), in der er act. Vi kB 7–9, 13 und 
14 sowie act. Vi bB 4–8 als Beweismittel zuliess. Hinsichtlich act. Vi kB 15 und 16 
erfolgte keine Beweisabnahme. Zur Hauptverhandlung vom 21. Oktober 2011 
wurde mit prozessleitender Verfügung vom 8. September 2011 vorgeladen (act. Vi 
VI.3). Im Anschluss an die Hauptverhandlung erkannte der Einzelrichter des Be-
zirksgerichts Plessur was folgt:

„1. Die Klage wird abgewiesen.

2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'000.00 (Entscheidgebühr) ge-
hen zu Lasten der Gerichtskasse.

   b) Die klagende Partei hat die beklagte Partei mit CHF 3'537.45 (inkl. 
Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

3. (Rechtsmittelbelehrung)

4. (Mitteilung)“

J. Am 11. Januar 2012 (Datum des Poststempels) erhob X. (nachfolgend: Be-
schwerdeführer) zivilrechtliche Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubün-
den. Das Rechtsbegehren lautet wie folgt:

„Anträge:

1. Aufhebung des angefochtenen Entscheides.

2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 4'405 zuzüglich 5% Zins 
seit dem 01.12.2010 zu bezahlen.

3. Verfahrens-/Beweisantrag: die beiden klägerischen Beilagen 15 (Ände-
rungskündigung vom 27.5.2010) und 16 (Vorschlag Änderung Arbeits-
vertrag vom 27.5.2010) seien als relevant zu erklären und zum klägeri-
schen Beweis zuzulassen.

4. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- 
und Entschädigungsfolge, zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer, für 
das vorinstanzliche, sowie für das kantonsgerichtliche Verfahren zulas-
ten der Beklagten.“

Zur Begründung des Verfahrens-/Beweisantrages führte er im Wesentlichen aus, 
die beiden als Beweis eingereichten Urkunden (act. Vi kB 15 und 16) hätten weni-
ger den Gesundheitszustand des Klägers aufzeigen sollen; vielmehr hätte damit 
gezeigt werden sollen, dass die Y. (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) dem Be-
schwerdeführer mit der Änderungskündigung „das Messer an den Hals“ gesetzt 
habe, womit sie ihre Fürsorgepflicht schwer verletzt habe. Zum Hauptantrag führte 
der Beschwerdeführer aus, die Weiterbildungskosten seien keine der Rückzahlung 
zugänglichen Sonderleistungen des Arbeitgebers, weil sie ausschliesslich im In-
teresse der Beschwerdegegnerin gelegen hätten. Eine Rückzahlungsklausel 
komme zudem dann nicht zur Anwendung, wenn die Kündigung aus einem vom 

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Arbeitgeber zu vertretenden Grund erfolgt sei. Der Beschwerdeführer habe aber – 
entgegen der Ansicht der Vorinstanz – keinen begründeten Anlass zur Kündigung 
gegeben. Der wahre Grund der Kündigung habe nach den Ausführungen der Be-
schwerdegegnerin darin gelegen, dass der Beschwerdeführer nicht über das nöti-
ge Rüstzeug als Abteilungsleiter verfügt haben soll und sich im Betrieb immer we-
niger habe integrieren lassen. Diese Argumentation erweise sich aber als völlig 
unglaubwürdig, zumal der Beschwerdeführer seit Januar 2006 als Abteilungsleiter 
eingesetzt worden sei. Noch vier Monate vor der Kündigung sei der Beschwerde-
führer für seinen Einsatz mit einem besser salarierten Arbeitsvertrag belohnt wor-
den. A. habe für den Abbruch der Zusammenarbeit mit dem Job-Coach denn auch 
andere Gründe wie die Verunsicherung der Klienten angegeben. Die Beschwer-
degegnerin habe ohne Angabe von Gründen und ohne jede Vorwarnung gekün-
digt, weshalb es unglaubwürdig erscheine, dass der Beschwerdeführer begründe-
ten Anlass für eine Kündigung gegeben habe. Ziff. 5 des Weiterbildungsvertrages 
statuiere klar, dass eine Rückerstattung nur dann zu erfolgen habe, wenn der Mit-
arbeiter vorzeitig abbreche oder selber die Kündigung ausspreche. Der von der 
Beschwerdegegnerin verfasste Vertrag lasse keinen anderen Schluss zu, und eine 
allfällige Unklarheit darüber, ob auch eine Kündigung durch den Arbeitnehmer sel-
ber gemeint sein sollte, habe die Beschwerdegegnerin zu tragen (Unklarheitsre-
gel). Sodann falle die Rückerstattungspflicht dahin, weil die Weiterbildung von der 
Beschwerdegegnerin verordnet worden sei.

K. Am 10. Februar 2012 (Datum des Poststempels) reichte die Beschwerde-
gegnerin ihre Beschwerdeantwort ein. Das Rechtsbegehren lautet wie folgt:

„Rechtsbegehren:

1. Die Beschwerde vom 11. Januar 2012 sei vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 
Mehrwertsteuer zulasten des Beschwerdeführers.“

Dabei wurde im Wesentlichen geltend gemacht, der Beschwerdeführer habe an-
lässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht ausgesagt, er sei mit den admi-
nistrativen Aufgaben überfordert gewesen. Die Parteibefragung des Beschwerde-
führers, die Personalbeurteilungs- und Standortgesprächsprotokolle sowie der Be-
richt des Arztes des Beschwerdeführers und der Bericht im Rahmen der Frühin-
terventionsmassnahmen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer mit der Rolle 
als Abteilungsleiter überfordert gewesen sei. Die vom IV-Berater protokollierte an-
gebliche Aussage des Werkstättenleiters, der Beschwerdeführer mache seinen 
Job grundsätzlich sehr gut, könne nicht allein die mit mehreren Urkunden belegte  
Überforderung des Beschwerdeführers am Arbeitsplatz entkräften. Dass das Ver-

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halten der Beschwerdegegnerin sodann – wie implizit geltend gemacht werde – 
gesundheitliche Probleme beim Beschwerdeführer verursacht habe, sei weder 
nachgewiesen noch anlässlich der Parteibefragung vorgetragen worden. Gemäss 
dem Protokoll der Parteibefragung habe der Beschwerdeführer selber vorgetra-
gen, dass die Weiterbildung freiwillig erfolgt sei; die Ausbildung zum Arbeitsago-
gen  erhöhe im Übrigen den Wert des Beschwerdeführers auf dem Arbeitsmarkt. 
Die Vorinstanz habe gestützt auf die Akten zu Recht festgestellt, dass der Be-
schwerdeführer den Anforderungen seines Arbeitsplatzes als Abteilungsleiter nicht 
mehr gewachsen gewesen sei. Die Beschwerdegegnerin habe somit einen be-
rechtigten Grund zur Kündigung gehabt, wolle aber noch einmal darauf hinweisen, 
dass sie ihm eine andere Arbeitsstelle angeboten habe, in der er seine Ausbildung 
zum Arbeitsagogen ebenfalls hätte einsetzen können. Anlässlich der Parteibefra-
gung habe der Beschwerdeführer angegeben, im Verlaufe seiner Anstellungszeit 
seien neue Anforderungsprofile entstanden, und dies sei ihm zu schnell gegan-
gen. Er sei Handwerker und habe sich primär um die Klienten gekümmert; die an-
deren Aufgaben – jene als Abteilungsleiter – seien für ihn sekundär gewesen und 
er habe nicht immer Zeit für deren Bewältigung gefunden. Daher widerspreche er 
sich selber mit der Behauptung, dass die Kündigung nicht rechtens sei. In Bezug 
auf die Lohnerhöhung, die der Beschwerdeführer als Zeichen der Zufriedenheit mit 
seiner Arbeit interpretieren wolle, verweist die Beschwerdegegnerin auf die Sach-
verhaltsfeststellung der Vorinstanz. Die Lohnanpassung sei erfolgt, weil dem Be-
schwerdeführer Frau D. als weitere Betreuerin unterstellt worden sei. Dies sei auf-
grund seiner ständigen Klagen hin erfolgt und in der Hoffnung, dass er mehr Frei-
räume für die Abteilungsleitung haben würde, was er allerdings nicht habe nutzen 
können. Dass die Beschwerdegegnerin die Integrationsmassnahmen der IV abge-
brochen habe und dem Beschwerdeführer gleichzeitig eine andere Position mit 
weniger administrativer Verantwortung angeboten habe, sei nicht treuwidrig. Viel-
mehr habe sie im vorinstanzlichen Verfahren nachgewiesen, dass sie berechtigte 
Gründe dazu gehabt habe. Im Weiteren sei das Reglement klar formuliert, indem 
es ausdrücklich offen lasse, durch wen die Kündigung erfolge.

I. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im angefochte-
nen Urteil wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.

II. Erwägungen

1.a) Der angefochtene Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur 
vom 21. Oktober 2011 wurde den Parteien am 9. Dezember 2011 mitgeteilt. Er 

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wurde somit nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; 
SR 272) eröffnet, weshalb letztere auf das vorliegende Verfahren Anwendung fin-
det (Art. 405 Abs. 1 ZPO).

b) Mit der Beschwerde gemäss Art. 319 ff. ZPO sind u.a. nicht berufungsfähi-
ge erstinstanzliche Endentscheide anfechtbar (Art. 319 lit. a ZPO). Der angefoch-
tene Entscheid beendete das erstinstanzliche Verfahren durch Abweisung der 
Klage, mithin mittels Sachentscheid (Art. 236 Abs. 1 ZPO). Er ist zudem nicht be-
rufungsfähig, da der Streitwert unter Fr. 10'000.– liegt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Die 
Beschwerde ist innert 30 Tagen seit der Zustellung des angefochtenen Entschei-
des schriftlich und begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen (Art. 321 
Abs. 1 ZPO), wobei der Entscheid beizulegen ist (Art. 321 Abs. 3 ZPO). Der ange-
fochtene Entscheid wurde den Parteien am 9. Dezember 2011, einem Freitag, 
mitgeteilt. Die Zustellung erfolgte am Montag, 12. Dezember 2011, wie auch dem 
Track&Trace-Auszug der Schweizerischen Post zu entnehmen ist. Die Beschwer-
defrist von 30 Tagen begann am 13. Dezember 2011 zu laufen (Art. 142 Abs. 1 
ZPO). Die vorliegende Beschwerde mit Poststempel vom 11. Januar 2012 wurde 
demnach fristgerecht erhoben (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Sie wurde begründet und 
auch im Übrigen formgerecht eingereicht, weshalb auf sie einzutreten ist.

c) Gemäss Art. 7 Abs. 2 lit. a des Einführungsgesetzes zur ZPO (EGzZPO; 
BR 320.100) entscheidet das Kantonsgericht im Rechtsmittelverfahren in einzel-
richterlicher Kompetenz, wenn – wie vorliegend – der Streitwert Fr. 5'000.– nicht 
übersteigt.

d) Mit der Beschwerde können gemäss Art. 320 lit. a und b ZPO die unrichtige 
Rechtsanwendung sowie die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachver-
halts gerügt werden. Der Begriff der unrichtigen Rechtsanwendung umfasst jeden 
Verstoss gegen geschriebenes und ungeschriebenes Recht, sei es Bundesrecht 
oder kantonales Recht. Für Rechtsfragen hat die Beschwerdeinstanz somit die 
gleiche freie Kognition wie die Vorinstanz (Brunner, in: Oberhammer [Hrsg.], Kurz-
kommentar ZPO, Basel 2010, N 2 zu Art. 310 und N 2 zu Art. 320; Spühler, in: 
Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilpro-
zessordnung, Basel 2010, N 2 zu Art. 310 und N 1 zu Art. 320). Hinsichtlich der 
Sachverhaltsfeststellung gilt bei der Beschwerde jedoch eine beschränkte Kogniti-
on; erforderlich ist gemäss Art. 320 lit. b ZPO eine offensichtlich unrichtige Sach-
verhaltsfeststellung. Dabei wird „offensichtlich unrichtig“ als gleichbedeutend wie 
„willkürlich“ verstanden, womit ein Verstoss gegen Art. 9 der Schweizerischen 
Bundesverfassung (BV; SR 101) vorliegen muss. Eine Verletzung des Willkürver-

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botes stellt beispielsweise eine aktenwidrige Feststellung des Sachverhaltes dar 
(Brunner, a.a.O, N 4 zu Art. 320; Spühler, a.a.O., N 2 zu Art. 320). Willkürliche 
Rechtsanwendung liegt dann vor, wenn ein Entscheid an einem inneren, nicht auf-
lösbaren Widerspruch leidet, wenn das gerichtliche Ermessen grob fehlerhaft aus-
geübt wird oder wenn ein stossender Widerspruch zum Gerechtigkeitsgedanken 
gegeben ist (Häfelin/Haller/Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7. Aufl., 
Zürich 2008, N 812 mit Hinweisen).

2.a) Vor Kantonsgericht stellt der Beschwerdeführer wie bereits vor der Vorin-
stanz den Beweisantrag, die beiden klägerischen Beilagen 15 und 16 (act. Vi kB 
15 und 16) seien als relevant zu erklären und zum klägerischen Beweis zuzulas-
sen. Der Vorderrichter habe diese Urkunden deshalb abgelehnt, weil sie keinen 
Bezug zum Gesundheitszustand aufwiesen und daher objektiv untauglich seien. 
Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ihm bei den fraglichen Beweisoffer-
ten weniger darum gegangen, seinen Gesundheitszustand darzustellen, als viel-
mehr darum, aufzuzeigen, dass die Beschwerdegegnerin ihm mit der Änderungs-
kündigung „das Messer an den Hals“ gelegt und ihre Fürsorgepflicht als Arbeitge-
berin verletzt habe.

b) Nach Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO stellt das Gericht in arbeitsrechtlichen 
Verfahren bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.– den Sachverhalt von Amtes 
wegen fest. Vorliegend gilt somit die „soziale Untersuchungsmaxime“, wonach das 
Gericht durch eine verstärkte Fragepflicht sicherstellen soll, dass die Parteien alle 
wesentlichen Sachverhaltselemente in den Prozess einbringen. Dabei sollte das 
Mass der gerichtlichen Unterstützung danach bestimmt werden, ob eine Partei 
rechtskundig und/oder anwaltlich vertreten ist (dazu Fraefel, in: Oberhammer 
[Hrsg.], a.a.O., N 6 ff. zu Art. 247). Gegenstand des Beweises sind gemäss 
Art. 150 Abs. 1 ZPO rechtserhebliche, streitige Tatsachen. Bietet eine Partei ein 
Beweismittel form- und fristgerecht an und ist dieses tauglich, so hat die Partei ein 
Recht auf Beweisabnahme. Untauglich ist ein Beweismittel, wenn es grundsätzlich 
nicht zur Feststellung der behaupteten Tatsache geeignet ist (Schmid, in: Ober-
hammer [Hrsg.], a.a.O., N 6 zu Art. 152). Die Tauglichkeitsprüfung beinhaltet eine 
antizipierte Beweiswürdigung, weil vor der Einholung des Beweises abgewogen 
wird, ob ein verwertbares Resultat zu erwarten ist. Damit führt die antizipierte Be-
weiswürdigung zu einer Einschränkung des Rechtes auf Beweis (Art. 152 Abs. 1 
ZPO), doch ist die antizipierte Beweiswürdigung der freien Beweiswürdigung 
(Art. 157 ZPO) inhärent. Sie gilt im Interesse der Verfahrenskonzentration und der 
Prozessökonomie als zulässig, wenn ein untaugliches Beweismittel angeboten 
wird, wenn aus mehreren gleichartigen Beweismitteln eine Auswahl getroffen wird, 

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oder wenn eine weitere Beweisabnahme sich erübrigt, weil das Beweisergebnis 
aufgrund anderer Beweismittel bereits feststeht (vgl. zum Ganzen Leu, in: Brun-
ner/Gasser/Schwander [Hrsg.], a.a.O., N 65 ff. zu Art. 152; Schmid, a.a.O., N 8 zu 
Art. 152, N 14 zu Art. 157).

c) Der Beschwerdeführer hat im vorinstanzlichen Verfahren die act. Vi kB 15 
und 16 als Kläger rechtzeitig und formgerecht als Beweismittel angeboten. Im vor-
instanzlichen Verfahren bot sie der Beschwerdeführer als Beweismittel im Zu-
sammenhang mit seiner gesundheitlichen Verfassung zum Zeitpunkt der Ände-
rungskündigung sowie im Zusammenhang mit der seiner Ansicht nach fehlenden 
Vorwarnung an. Bereits der Vorderrichter hat in seiner Beweisverfügung festgehal-
ten (act. Vi II.1 Ziff. VIII.), die fraglichen Urkunden nähmen keinen Bezug zum Ge-
sundheitszustand des Beschwerdeführers und seien daher objektiv untauglich, 
hinsichtlich der Gesundheit Beweiskraft zu entfalten. Dem ist zu folgen. Zudem 
vermögen act. Vi kB 15 und 16 keine zusätzlichen Erkenntnisse im Zusammen-
hang mit der behaupteten Verletzung der Fürsorgepflicht der Beschwerdegegnerin 
gegenüber dem Beschwerdeführer zu liefern. Die Tatsache der Änderungskündi-
gung geht bereits aus act. Vi kB 14 hervor und ist nicht bestritten. In diesem Punkt 
erübrigte sich somit eine weitere Beweisabnahme. Die vorinstanzliche Beweisab-
nahme ist auch unter diesem Gesichtspunkt korrekt erfolgt. Der Beschwerdeführer 
vermag somit auch im Rechtsmittelverfahren nicht darzulegen, inwiefern die be-
gehrten Beweisurkunden entscheidrelevant sein sollen. Deren Inhalt ist unbestrit-
ten und wird auf S. 5 und 6 der Beschwerdeantwort von der Beschwerdegegnerin 
ausdrücklich anerkannt. Der Beschwerdeführer erwähnt sie in der Begründung 
seiner Beschwerde nur im Zusammenhang mit nicht strittigen Tatsachen: Act. Vi 
kB 15 und 16 in Ziff. III/A.10 der Beschwerdeschrift zum Angebot eines neuen Ar-
beitsvertrages mit niedrigerem Salär sowie act. Vi kB 15 in Ziff. III/B.6.c) der Be-
schwerdeschrift zur Kündigung ohne Angabe von Gründen. Da die Urkunden act. 
Vi kB 15 und 16 somit nicht beweisrelevant sind, hat die Vorinstanz die entspre-
chenden Anträge zu Recht abgelehnt. Dementsprechend ist auch der diesbezügli-
che Verfahrens- und Beweisantrag im Beschwerdeverfahren abzuweisen.

3.a) Der Beschwerdeführer verlangt die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils 
und stellt den Antrag, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm Fr. 4'405.– 
zuzüglich 5% Zins seit dem 1. Dezember 2010 zu bezahlen. Zur Begründung führt 
er aus, die Beschwerdegegnerin habe ihm in der Lohnabrechnung vom November 
2010 (act. Vi kB 18 bzw. 19) zu Unrecht Fr. 4'405.– unter dem Titel Rückforderung 
von Weiterbildungskosten vom Lohn abgezogen.

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b) Art. 327a Abs. 1 OR verpflichtet die Arbeitgeberin, dem Arbeitnehmer alle 
Auslagen zu ersetzen, die durch die Ausführung der Arbeit notwendigerweise ent-
stehen. Diese Pflicht stellt einen Aspekt der allgemeinen Fürsorgepflicht der Ar-
beitgeberin dar (Portmann, in: Honsell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], Basler Kommentar, 
Obligationenrecht I, Art. 1–529 OR, 5. Aufl., Basel 2011, N 1 zu Art. 327a). Bei 
Ausbildungskosten ist für die Frage der Ersatzpflicht danach zu unterscheiden, ob 
es sich um eine blosse Ausbildung zu Einarbeitungszwecken oder um eine eigent-
liche Weiterbildung handelt. Kosten für eine Einarbeitung hat die Arbeitgeberin zu 
tragen, während Weiterbildungskosten grundsätzlich zulasten des Arbeitnehmers 
gehen, soweit die Weiterbildung nicht von der Arbeitgeberin angeordnet worden ist 
(und damit als notwendige Auslage zu qualifizieren wäre). Neben der Motivation 
für die Weiterbildung – Anordnung der Arbeitgeberin oder Freiwilligkeit – ist rele-
vant, ob die Ausbildung in erster Linie den Interessen der Arbeitgeberin dienen 
oder ob das Erlernte auch bei anderen Arbeitgebern verwertbar ist. Beteiligt sich 
die Arbeitgeberin an den Kosten einer freiwilligen Weiterbildung – etwa, weil sie 
sich durch die neu erworbenen Kenntnisse des Arbeitnehmers selber einen Nut-
zen verspricht – und wird das Arbeitsverhältnis später aufgelöst, so kann sie unter 
gewissen Voraussetzungen bezahlte Kosten zurückverlangen. Hierfür muss eine 
entsprechende Vereinbarung bestehen, die vor Beginn der Weiterbildung getroffen 
wurde und sowohl den zurückzuvergütenden Betrag wie auch den Zeitraum be-
stimmt, innert welchem eine Kündigung die Rückzahlungspflicht auslöst. In Anleh-
nung an Art. 340a Abs. 1 OR wird eine auf drei Jahre begrenzte Rückzahlungsab-
rede pro rata temporis als zulässig erachtet. Der Arbeitnehmer muss infolge der 
Sonderleistung einen bleibenden Vorteil erhalten. Die Kündigungsfreiheit des Ar-
beitnehmers darf nicht übermässig eingeschränkt werden. Entsprechend Art. 340c 
Abs. 2 OR muss bei einer Kündigung durch die Arbeitgeberin ein begründeter An-
lass für die Kündigung vorliegen bzw. es darf – bei einer Kündigung durch den 
Arbeitnehmer – kein von der Arbeitgeberin zu vertretender Anlass bestehen, das 
Arbeitsverhältnis aufzulösen (zum Ganzen Portmann, a.a.O., N 4 f. zu Art. 327a; 
Staehelin, in: Gauch/Schmid [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Zivilrecht, 
Obligationenrecht, Teilband V 2c, Der Arbeitsvertrag, Art. 319–330a OR, 4. Aufl., 
Zürich/Basel/Genf 2006, N 3 zu Art. 327a).

c) Zunächst ist zu untersuchen, ob die Kosten für die vom Beschwerdeführer 
absolvierte Ausbildung zum Arbeitsagogen als notwendige Auslagen zu qualifizie-
ren sind. Die Vorinstanz hielt dazu in E. 4.c)aa) fest, der Beschwerdeführer habe 
anlässlich seiner Befragung in der Hauptverhandlung zu Protokoll gegeben, sein 
damaliger Vorgesetzter habe ihm von der Ausbildung erzählt und sie ihm 

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„schmackhaft“ gemacht. Der Beschwerdeführer habe die Ausbildung zum Arbeits-
agogen absolvieren wollen, nachdem ihm sein damaliger Vorgesetzter diese als 
eine Investition in seine Zukunft – auch bei anderen Arbeitgebern – dargestellt 
habe. Diese Aussagen zeigten deutlich auf, dass die Ausbildung zum Arbeitsago-
gen nicht von der Arbeitgeberin verordnet worden sei. Zudem werde in Ziff. 3.4 
des Reglements Aus-, Fort- und Weiterbildung (act. Vi kB 6) explizit erwähnt, dass 
nur betrieblich verordnete Weiterbildungen voll durch die Arbeitgeberin finanziert 
würden und in anderen Fällen der Abschluss eines Weiterbildungsvertrages in 
Betracht gezogen werden sollte. Im vorliegenden Fall sei ein solcher Weiterbil-
dungsvertrag geschlossen worden. Zu erwähnen sei, dass die Nennung der Wei-
terbildung „Arbeitsagoge“ unter der Rubrik „Interessengrad I“ des Reglements 
bloss als Beispiel zu verstehen sei, für Fälle nämlich, in denen die Arbeitsagogen-
ausbildung zur Erfüllung der Arbeitspflicht zwingend notwendig und damit direkt 
auf den Arbeitsplatz bezogen sei, was vorliegend nicht zutreffe. Die Vorinstanz 
kommt daher zum Schluss, dass die Ausbildung zum Arbeitsagogen freiwillig er-
folgte. Die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz stützen sich auf die Akten 
und sind in keiner Weise willkürlich. Den anderslautenden Vorbringen des Be-
schwerdeführers ist nicht zu folgen. Sie stehen im Widerspruch zu seinen eigenen 
Aussagen anlässlich der Parteibefragung (vgl. act. Vi III.1, S. 4, Ziff. 7). Auch die 
rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist zu stützen, lag die Arbeitsagogenausbil-
dung doch in beidseitigem Interesse. So hatte der Beschwerdeführer gemäss dem 
Befragungsprotokoll (act. Vi III.1) bereits in der Werkstätte der Beschwerdegegne-
rin Mitarbeiter zu betreuen und wurde aufgrund der absolvierten Ausbildung in ei-
ne höhere Lohnklasse eingestuft. Er schloss seine Ausbildung mit einer anerkann-
ten höheren Fachprüfung ab und erwarb Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihm 
selbst nach eigener Einschätzung auch andernorts von Nutzen sein können (vgl. 
die Aussagen des Beschwerdeführers im Befragungsprotokoll, act. Vi III.1). Die 
Kosten für die Ausbildung zum Arbeitsagogen sind somit in Übereinstimmung mit 
der Vorinstanz nicht als notwendige Auslagen i.S.v. Art. 327a Abs. 1 OR zu quali-
fizieren, und eine Beteiligung der Arbeitgeberin an den Weiterbildungskosten ist 
als freiwillig einzustufen.

d) Sodann ist zu prüfen, ob sich die Rückforderung der Ausbildungskosten auf 
eine gültige Vereinbarung stützt. Die Parteien haben vor Beginn der Ausbildung 
einen Weiterbildungsvertrag geschlossen (act. Vi kB 5), der in Ziff. 5 zur Frage der 
Kostenrückerstattung vorsieht, dass der Mitarbeiter „bei vorzeitigem Abbruch, re-
sp. bei Kündigung“ während oder nach der Weiterbildung die von der Arbeitgebe-
rin bezahlten Kosten gemäss Ziff. 3.4 des Reglements Aus-, Fort- und Weiterbil-

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dung (act. Vi kB 6) zurückzuerstatten hat. Dieses staffelt die Rückerstattungs-
pflicht pro rata temporis und sieht vor, dass bei Kündigung im vierten Halbjahr 
nach Abschluss der Weiterbildung 25% der Weiterbildungskosten zurückerstattet 
werden müssen und dass jegliche Rückerstattungspflicht mit Beginn des fünften 
Halbjahres nach Abschluss der Weiterbildung erlischt. Es schränkt die persönliche 
(Kündigungs-)Freiheit des Arbeitsnehmers daher nicht übermässig ein. Das Re-
glement wurde dem Beschwerdeführer bereits anlässlich des Abschlusses des 
Arbeitsvertrages ausgehändigt (vgl. act. Vi kB 4) und durch die ausdrückliche Be-
zugnahme darauf zum Vertragsbestandteil erhoben (Bucher, in: Hon-
sell/Vogt/Wiegand [Hrsg.], a.a.O., N 52 zu Art. 1). Dass der Beschwerdeführer 
tatsächlich Kenntnis genommen hat vom Inhalt des Reglements, ist nicht erforder-
lich (Globalübernahme; Schwenzer, Schweizerisches Obligationenrecht, Allge-
meiner Teil, 5. Aufl., Bern 2009, N 45.03). Da der Inhalt des Reglements – im Ge-
gensatz zum Weiterbildungsvertrag selber – kaum Gegenstand vertraglicher Ver-
handlungen zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin, son-
dern von dieser vorformuliert war, muss der Inhalt des Reglements allerdings im 
strittigen Punkt auf Ungewöhnlichkeit überprüft werden. Die sog. Ungewöhnlich-
keitsregel besagt, dass solche allgemeinen Geschäftsbedingungen dann nicht 
bindend sind, wenn sie Regelungen enthalten, mit denen der Betroffene nach den 
Umständen nicht rechnen muss (Bucher, a.a.O., N 60 zu Art. 1). Leistet eine Ar-
beitgeberin freiwillige Beiträge an die Ausbildung ihres Arbeitnehmers, so er-
scheint es nicht ungewöhnlich, dass sie diese Beiträge pro rata temporis zurück-
fordern möchte, wenn das Arbeitsverhältnis innert einer relativ kurzen Zeit seit Ab-
schluss der Ausbildung aufgelöst wird. Vielmehr ist es geradezu folgerichtig und in 
keiner Weise geschäftsfremd, dass sie die Kosten zumindest teilweise zurückfor-
dert, welche sie in den vermeintlichen Nutzen der neu erworbenen Kenntnisse 
ihres Arbeitnehmers investiert hat. Festzuhalten ist somit, dass der Weiterbil-
dungsvertrag mitsamt dem Verweis auf das Reglement Aus-, Fort- und Weiterbil-
dung gültig und auf die vorliegende Streitsache anwendbar ist.

e) Da sich die Parteien nicht einig darüber sind, wie der Passus „bei Kündi-
gung“ zu verstehen ist, ist zu untersuchen, wie diese Worte auszulegen sind. Die 
gerichtliche Vertragsauslegung hat zum Ziel, den übereinstimmenden wirklichen 
Willen der Parteien zu ermitteln. Ist dies nicht möglich, muss nach dem Vertrau-
ensprinzip untersucht werden, wie der Erklärungsempfänger den Inhalt des Ver-
trages nach Treu und Glauben verstehen durfte. Bei der Vertragsauslegung sind 
der Wortlaut sowie die gesamten Umstände des Einzelfalls – wie beispielsweise 
die Vorverhandlungen, die Interessenlage der Parteien beim Vertragsschluss, das 

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Verhalten danach und der jeweilige Vertragszweck – zu berücksichtigen. Von Be-
deutung sind auch Verkehrssitten und Handelsusanzen sowie das Prinzip von 
Treu und Glauben (zum Ganzen Schwenzer, a.a.O., N 33.02 ff.). Die sog. Unklar-
heitenregel besagt sodann, dass Unklarheiten zulasten jener Partei gehen, die die 
allgemeinen Geschäftsbedingungen formuliert hat (Bucher, a.a.O, N 59 zu Art. 1; 
Schwenzer, a.a.O., N 45.10; BGE 124 III 155 E. 1.b) S. 158 f.). Das Reglement 
Aus-, Fort- und Weiterbildung nennt als auslösendes Ereignis für die Rückerstat-
tungspflicht die Kündigung, ohne zu unterscheiden, ob diese vom Arbeitnehmer 
oder von der Arbeitgeberin ausgesprochen worden ist. Der Beschwerdeführer 
macht geltend, das Reglement könne nur so verstanden werden, dass lediglich 
eine durch den Arbeitnehmer selber ausgesprochene Kündigung die Rückerstat-
tungspflicht auslöse. Dem ist zu widersprechen. Der Passus „bei Kündigung“ lässt 
nach seinem Wortlaut offen, von wem die Kündigung zu erfolgen hat. Die Wahl 
dieser offenen Formulierung indiziert, dass eine Kündigung von beiden Seiten er-
fasst sein soll, wäre es doch sehr leicht gewesen, die Bestimmung enger zu for-
mulieren, wenn es die Parteien tatsächlich so gewollt hätten. Auch spricht der mit 
der Rückerstattungspflicht verbundene Zweck nicht gegen diese Auffassung: An-
ders als vom Beschwerdeführer dargestellt, macht es durchaus Sinn, dass sich die 
Arbeitgeberin, die sich freiwillig an Ausbildungskosten beteiligt, für den Fall der 
Auflösung des Arbeitsverhältnisses absichert. Ihre Kostenübernahme dürfte als 
Investition in erweiterte Kenntnisse des Arbeitnehmers zu verstehen sein, die teil-
weise auch ihr zugute kommen. Entfällt dieser Nutzen aufgrund einer Kündigung 
relativ kurz nach Abschluss der Weiterbildung, so entgeht ihr der erhoffte Mehr-
wert und sie hat ein Interesse daran, dass ihr die Investitionen wenigstens teilwei-
se zurückerstattet werden. Da der Passus „bei Kündigung“ nach seinem Wortlaut 
also einen deutlichen Sinn hat, kann auch der Argumentation des Beschwerdefüh-
rers nicht gefolgt werden, die Regelung sei unklar.

f) Entsprechend Art. 340c Abs. 2 OR entsteht die Rückzahlungspflicht bei ei-
ner Kündigung durch die Arbeitgeberin nur, wenn ein begründeter Anlass für die 
Kündigung besteht, den nicht die Arbeitgeberin zu vertreten hat (Portmann, a.a.O., 
N 4 zu Art. 327a; Staehelin, a.a.O., N 3 zu Art. 327a). Die Vorinstanz hat sich aus-
führlich mit der Frage befasst, ob die Beschwerdegegnerin begründeten Anlass 
hatte, dem Beschwerdeführer zu kündigen. Die Rechtsmittelinstanz kann die vor-
instanzliche Sachverhaltsdarstellung im Beschwerdeverfahren nur auf Willkür 
überprüfen. Abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer eine Verletzung des 
Willkürverbots gar nicht geltend macht, ist an der vorinstanzlichen Sachverhalts-
darstellung, die sich umfangreich mit den Akten und den Aussagen des Be-

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schwerdeführers in der Parteibefragung auseinandersetzt, nichts Willkürliches zu 
erkennen. Was der Beschwerdeführer hinsichtlich des Sachverhalts vorbringt, ist 
demnach unbeachtlich. In tatsächlicher Hinsicht hat die Vorinstanz gestützt auf die 
Akten (act. Vi kB 8, 10–14, act. Vi bB 4–8) und das Protokoll der richterlichen Be-
fragung (act. Vi III.1) festgestellt, der Beschwerdeführer habe Probleme mit der 
Software für Produktionsplanung gehabt. Es seien immer grössere Schwierigkei-
ten im Umgang mit den Vorgesetzten und mit der Arbeitsatmosphäre aufgetreten. 
Zudem hätten ihn die administrativen Arbeiten belastet, die neben handwerklichen 
Aufgaben zum Posten des Abteilungsleiters gehörten. Aus den Personalbeurtei-
lungs- und Personalstandortgesprächen gehe ausserdem hervor, dass sich mit 
zunehmendem wirtschaftlichem Druck Anzeichen der Überforderung häuften, wel-
che trotz der Unterstützung durch eine zu seiner Entlastung eingesetzten Mitarbei-
terin zu einer Früherfassung des Beschwerdeführers bei der Invalidenversiche-
rung führten. Die Vorinstanz ist daher zu Recht zum Schluss gelangt, dass der 
Beschwerdeführer seinen Aufgaben nicht mehr gewachsen war. Aus act. Vi kB 14 
(S. 3, Eintrag vom 18.5.10) ergeht ausserdem, dass er sich selbst nicht mehr wohl 
fühlte und offenbar der Ansicht war, gesundheitlich unter der Arbeitsbelastung zu 
leiden. Die Beschwerdegegnerin hatte aufgrund der nachgewiesenen Umstände 
somit berechtigten Anlass zur Kündigung. Indem die Beschwerdegegnerin 
zunächst mit der Einstellung einer zusätzlichen Mitarbeiterin versuchte, den Be-
schwerdeführer zu entlasten, später Frühinterventionsmassnahmen in die Wege 
leitete und schliesslich einen neuen Arbeitsvertrag anbot, als sie ihm kündigte, war 
ihr Verhalten auch keineswegs treuwidrig.

g) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die im Weiterbildungsvertrag und 
im zugehörigen Reglement Aus-, Fort- und Weiterbildung getroffene Regelung 
über die Rückerstattungspflicht gültig zustande gekommen und auf den vorliegen-
den Fall anwendbar ist. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer aus 
begründetem Anlass gekündigt und den Lohnabzug in der Lohnabrechnung vom 
November 2010 korrekt getätigt. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.

4.a) Nach Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten, die sich aus den Ge-
richtskosten und der Parteientschädigung zusammensetzen (Art. 95 Abs. 1 ZPO), 
grundsätzlich der unterliegenden Partei auferlegt.

b) Gemäss Art. 114 lit. c ZPO werden den Parteien bei Streitigkeiten aus ei-
nem Arbeitsverhältnis bis Fr. 30‘000.– keine Gerichtskosten auferlegt. Vorliegend 
wurden Fr. 4’405.– zuzüglich 5% Zins seit dem 1. Dezember 2010 geltend ge-

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macht. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens verbleiben daher beim Kanton 
Graubünden.

c) Über die Parteientschädigung ist dennoch nach Massgabe von Art. 106 
Abs. 1 ZPO zu befinden. Im vorliegenden Fall ist die Beschwerde vollumfänglich 
abzuweisen, weshalb der Beschwerdeführer als unterliegende Partei der Be-
schwerdegegnerin eine Parteientschädigung schuldet. Die Rechtsvertreterin der 
Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Honorarno-
te eingereicht. Aufgrund der sich stellenden Sach- und Rechtsfragen erscheint 
eine Entschädigung von Fr. 2‘500.– inklusive Spesen und Mehrwertsteuer als an-
gemessen. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin demnach ausser-
gerichtlich mit insgesamt Fr. 2‘500.– inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen zu 
entschädigen.

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III. Demnach wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 2’500.– verbleiben beim 
Kanton Graubünden.

3. Der Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das Beschwerde-
verfahren mit Fr. 2’500.– (inklusive MwSt. und Barauslagen) aussergericht-
lich zu entschädigen.

4. Gegen diese einen Streitwert von weniger als Fr. 15'000.– betreffende Ent-
scheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a des Bundesge-
richtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde an das Schweizerische 
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden, wenn sich eine Rechts-
frage von grundsätzlicher Bedeutung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre 
Verfassungsbeschwerde gemäss Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fäl-
len ist das Rechtsmittel dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit 
Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss 
Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, 
die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfah-
ren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.   

5. Mitteilung an: