# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b399ac1c-187b-58ea-93dd-fb224622201d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.12.2022 EO 2021/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_EO-2021-16_2022-12-15.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: EO 2021/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: EO - Erwerbsersatz für Dienstleistende in Armee, Zivildienst, Zi

Publikationsdatum: 28.04.2023

Entscheiddatum: 15.12.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 15.12.2022
Art. 2 Abs. 3bis Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (in den vom 17. 
September 2020 bis zum 30. Juni 2022 in Kraft gewesenen Fassungen). 
Corona-Erwerbsausfallentschädigung von arbeitgeberähnlichen Personen. 
Die Tätigkeit der Beschwerdeführerin ([Fussball-]Spielervermittlung, Reisen- 
und Eventveranstaltung [ebenfalls betreffend Fussballspiele]) war in den 
beantragten Perioden (Juli und August 2021) nicht mehr behördlich 
eingeschränkt. Namentlich waren die Durchführung von 
Sportveranstaltungen sowie die Ausreise aus der Schweiz und die Einreise 
aus den von der Beschwerdeführerin aufgeführten Ländern grundsätzlich 
wieder möglich (E. 2.1 und 2.2)(Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 15. Dezember 2022, EO 2021/16).

Entscheid vom 15. Dezember 2022

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Corinne Schambeck 

und Marie Löhrer, Gerichtsschreiber Jürg Schutzbach

Geschäftsnr.

EO 2021/16

Parteien

A.___ GmbH,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch B.___,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse, 

Brauerstrasse 54, Postfach, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Erwerbsausfallentschädigung (Corona Erwerbsersatz Juli/August 2021)

Sachverhalt

A.  

Die im Sportmanagement und Eventveranstaltungsbereich tätige A.___ GmbH 

stellte zunächst ab dem 17. September 2020 Anträge auf Corona-

Erwerbsausfallentschädigung für ihre beiden Gesellschafter und Geschäftsführer C.___ 

und D.___, da sie vom Veranstaltungsverbot und vom Ausfall von Fussballspielen mit 

Zuschauern betroffen sei (act. G 3.1/1 f.). Am 24. Dezember 2020 bzw. 6. Januar 2021 

teilte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Ausgleichskasse 

(nachfolgend: Ausgleichskasse), der A.___ GmbH mit, dass sie weder von einem 

kantonalen noch von einem nationalen Verbot betroffen sei und deshalb für September 

bis November 2020 kein Anspruch auf Entschädigung infolge eines 

Veranstaltungsverbots bestehe. Weiter wies sie darauf hin, dass der Bundesrat ab dem 

29. Oktober 2020 neue Massnahmen beschlossen habe und eine neue Anmeldung 

erfolgen könne (act. G 3.1/3 - 5). Am 20. Januar 2021 meldete sich die Gesellschaft 

erneut für den November 2020 für eine EO-Corona-Entschädigung betreffend 

Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung an (act. G 3.1/6). In der Folge richtete die 

Ausgleichskasse der A.___ GmbH für diese Periode für die beiden Geschäftsführer 

C.___ und D.___ je ein Taggeld von Fr. 66.40 aus (act. G 3.1/7 f.). Auch für die 

nachfolgenden Perioden Dezember 2020 und Januar 2021 richtete sie (zunächst) das 

gleiche Taggeld aus (act. G 3.1/11 ff.). Für den Zeitraum von März bis Juni 2021 

A.a. 

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richtete sie sodann ein Taggeld von je Fr. 196.-- für die beiden anspruchsberechtigten 

Personen aus (act. G 3.1/16 f., 19 f., 23 f. und 32 f.). Zudem korrigierte sie auf 

entsprechenden Antrag der A.___ GmbH vom 27. Mai 2021 nachträglich die 

Abrechnung für den Januar 2021 auf ein Taggeld von je Fr. 196.-- (act. G 3.1/21 ff. und 

27 f.).

Am 24. August 2021 und am 1. September 2021 stellte die A.___ GmbH weitere 

Anträge auf EO-Corona-Entschädigung für C.___ und D.___ für die Perioden Juli und 

August 2021. Als Grund gab sie an, dass der Ticketverkauf harzig verlaufe, die 

Umsatzeinbussen nach wie vor gegeben seien (act. G 3.1/34) und dass weiterhin kein 

Ticketverkauf wie vor der Krise möglich sei. Es hätten keine Umsätze erwirtschaftet 

werden können (act. G 3.1/36). Am 30. August 2021 teilte die Ausgleichskasse der 

Ansprecherin mit, die von der Gesellschaft gemeldete Umsatzeinbusse sei nicht auf 

eine Einschränkung der Erwerbstätigkeit auf Grund von kantonalen oder auf 

Bundesebene beschlossenen Massnahmen zurückzuführen und wies den Anspruch für 

den Juli 2021 ab (act. G 3.1/35). Mit Stellungnahme vom 7. September 2021 liess die 

A.___ GmbH durch ihre Vertreterin mitteilen, die Gesellschaft sei im Wesentlichen in 

zwei Marktbereichen tätig, nämlich im E.___ (Beratung von Fussballvereinen und 

Spielern) sowie im F.___ (Angebot von ein- bis mehrtägigen Reisen inkl. Tickets und 

Unterkunft zu internationalen Fussballspielen in Deutschland, England, Spanien etc.). 

Beide Segmente seien durch die Pandemie massiv betroffen. Der Umsatz sei im Jahr 

2020 im Bereich F.___ um 46,2 %, im Reise- und Eventbereich gar um 80,7 % 

eingebrochen. Die Geschäftstätigkeit beider Segmente habe sich auch im Zeitraum von 

Januar bis August 2021 noch nicht erholt. Insbesondere das Segment Reise- und 

Event-Veranstaltungen sei durch die europaweit behördlich erlassenen, 

vollumfänglichen Verbote hart getroffen worden, auch die Reisetätigkeit sei sowohl im 

Jahr 2020 als auch 2021 mehrheitlich eingeschränkt gewesen. Dies entspreche 

praktisch einem Berufsverbot der Aktivitäten im Bereich F.___. Zwar zeige sich mit 

Start der Fussball-Saison 2021/2022 lokal eine Normalisierung, in Bezug auf die sehr 

komplizierten Reisebestimmungen sei das Ausland-Segment aber nach wie vor 

gelähmt. Auch das E.___-Segment sei durch die Corona-Krise stark in Mitleidenschaft 

gezogen worden, basiere dieses doch hauptsächlich auf den persönlichen Kontakten 

und sei ein Beziehungsgeschäft. Die vollständige Einschränkung im Amateur-, 

A.b. 

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semiprofessionellen und professionellen Fussballsport ergänzt durch ein eigentliches 

Begegnungsverbot habe dazu geführt, dass der Umsatz in den Jahren 2020 und 2021 

auch in Bezug auf diese Dienstleistung massiv eingebrochen sei. Da sich zudem die 

finanzielle Situation der Fussballvereine markant verschlechtert habe, habe sich die 

Vermittlung von Fussballspielern auf einem sehr tiefen Niveau bewegt bzw. habe gar 

nicht mehr stattgefunden (act. G 3.1/37.5 ff.).

Mit Verfügung vom 8. September 2021 wies die Ausgleichskasse die Gesuche um 

Corona-Erwerbsausfallentschädigung für die Monate Juli und August 2021 formell ab. 

Seit dem 17. September 2020 hätten Arbeitnehmende in einer arbeitgeberähnlichen 

Stellung einen Anspruch auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung, wenn kumulativ 

eine erhebliche Einschränkung der fraglichen Tätigkeit auf Grund einer kantonalen oder 

vom Bund beschlossenen Massnahme zur Bekämpfung des Coronavirus und ein 

Umsatzrückgang im Antragsmonat von mindestens 55 % (40 % ab 19. Dezember 2020 

und 30 % ab 1. April 2021) im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz der Jahre 2015 

bis 2019 vorlägen sowie im Jahr 2019 ein AHV-pflichtiges Einkommen von mindestens 

Fr. 10'000.-- erzielt worden sei. Die Antragstellerin begründe die geltend gemachten 

Einbussen hauptsächlich mit Veranstaltungsverboten und Hürden 

(Reisebeschränkungen) im Auslandsegment. Für Fussballspiele in der Schweiz 

beständen dagegen keine Verbote mehr. Die Umsatzeinbusse sei demnach nicht auf 

eine konkrete Massnahme des Bundes oder der Kantone zurückzuführen, weshalb in 

den Antragsmonaten Juli und August 2021 kein Anspruch auf Corona-

Erwerbsersatzentschädigung bestehe (act. G 3.1/38).

A.c. 

Die dagegen gerichtete Einsprache vom 29. September 2021 - die Bereiche E.___ 

sowie F.___ litten nach wie vor insbesondere auf internationaler Ebene unter 

Verzögerungseffekten - wies die Ausgleichskasse mit Entscheid vom 24. November 

2021 ab. Im Bereich Sportmanagement hätten im vorliegend massgebenden Zeitraum 

vom 1. Juli 2021 bis zum 31. August 2021 keine direkten behördlichen Massnahmen 

bestanden. Indirekte Auswirkungen von Schliessungen und Restriktionen in anderen 

Branchen und allenfalls verzögerte Auswirkungen früherer behördlicher Massnahmen 

würden nicht durch die aktuelle Verordnung abgedeckt. Dass in dieser Zeit bei der 

Einsprecherin keine Transfers von Spielern getätigt worden und somit auch keine 

Provisionserlöse an die Beratungsfirmen geflossen seien, sei nicht auf behördlich 

A.d. 

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B.  

angeordnete Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie zurückzuführen. 

Deshalb bestehe für diesen Marktbereich kein Anspruch auf Corona-

Erwerbsausfallentschädigung. Gleiches gelte für den Bereich "Reise- und 

Eventveranstaltungen". In den Monaten Juli und August 2021 sei die Ausreise aus der 

Schweiz und die Einreise in die Schweiz grundsätzlich möglich gewesen; je nach 

Reiseziel sei nach der Rückkehr eine Quarantänepflicht einzuhalten gewesen. Ob und 

in welcher Form die Nachbarstaaten allenfalls Massnahmen für Reisende angeordnet 

hätten, hätten die schweizerischen Behörden nicht beeinflussen können. Massnahmen 

anderer Staaten berechtigten nicht zur Ausrichtung einer Corona-

Erwerbsausfallentschädigung. Auch subjektive Ansichten von Kunden bezüglich 

Krankheiten seien nicht auf die Massnahmen des Bundes zurückzuführen (act. 

G 3.1/39 und 42).

Gegen diesen Entscheid richtet sich die vorliegende Beschwerde vom 

27. Dezember 2021 (Datum Postaufgabe) mit dem Antrag auf dessen Aufhebung. 

Weiter wird beantragt, der Beschwerdeführerin sei für die beiden Gesellschafter D.___ 

und C.___ Corona-Erwerbsausfallentschädigung zuzusprechen. Zur Begründung wird 

unter Verweis auf die Stellungnahme vom 7. September 2021 und die Ausführungen in 

der Einsprache sinngemäss vorgebracht, im Nachgang zur Aufhebung der 

Restriktionen sei es zu markanten Verzögerungseffekten gekommen, von welchen auch 

die anderen Marktakteure betroffen gewesen seien. Die Reise- und Transfer- sowie die 

Beratungsgeschäfte seien nach wie vor mit markanten Verzögerungseffekten aus dem 

Vorjahr bzw. der Winter-/Frühlingssaison 2020/2021 konfrontiert und die Situation sei 

auch im Sommer 2021 kaum verändert gewesen. Mit der aufkeimenden 4. bzw. 5. 

Welle auf Grund der Omikron-Virus-Variante sei es jetzt eher noch schlimmer 

geworden. Es handle sich dabei nicht um indirekte Auswirkungen von Schliessungen 

und Restriktionen mit losen Peripherie-Effekten, sondern um ganz direkte und massive 

Auswirkungen derselben, welche im Sommer 2021 ebenfalls virulent gewesen seien. 

Dies werde dadurch bestätigt, dass der Bund und (einzelne) Kantone für andere Player, 

namentlich für die Profi-Fussballvereine, auch im Sommer 2021 massive finanzielle 

Unterstützungsprogramme mit Darlehen und À-fonds-perdu-Zahlungen gesprochen 

hätten. Dass für ein branchenverwandtes, im Kanton Thurgau ansässiges Unternehmen 

B.a. 

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Erwägungen

1.  

die Corona-Erwerbsausfallentschädigung ausbezahlt worden sei, ergebe eine nicht 

nachvollziehbare Ungleichbehandlung (act. G 1).

Mit Eingabe vom 1. Februar 2022 beantragt die Beschwerdegegnerin unter 

Verweis auf die Erwägungen im angefochtenen Einspracheentscheid die Abweisung 

der Beschwerde (act. G 3).

B.b. 

Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich 

auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung bzw. des streitigen 

Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210 E. 4.3.1 und 148 V 

162 E. 3.2.1). In intertemporalrechtlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen 

Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu 

Rechtsfolgen führenden Tatbestands Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1 und 144 V 

210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).

1.1. 

Anspruch auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung haben unter anderem 

Personen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c des Bundesgesetzes über die 

Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (SR 837.0; abgekürzt: AVIG 

[Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung]), die im Sinne des Bundesgesetzes über die 

Alters- und Hinterlassenenversicherung (SR 831.10; abgekürzt: AHVG) obligatorisch 

versichert sind, wenn ihre Erwerbstätigkeit auf Grund von behördlich angeordneten 

Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist 

(lit. a), sie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden (lit. b) und sie im Jahr 2019 für 

diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen von mindestens 10'000 Franken 

erzielt haben (lit. c [Art. 15 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über die gesetzlichen 

Grundlagen für Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-

Epidemie [SR 818.102; abgekürzt: Covid-19-Gesetz], in den Fassungen gültig ab 1. 

April 2021  [AS 2021 153; BBl 2021 285], in Verbindung mit Art. 2 Abs. 3  der 

Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem 

Coronavirus [SR 830.31; abgekürzt: Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall], in der 

vorliegend anwendbaren Fassung gemäss Ziff. I der Verordnung vom 4. November 

2020, in Kraft seit 17. September 2020 [AS 2020 4571; Stand am 1. Juli 2021]]). Die 

Erwerbstätigkeit gilt als massgeblich eingeschränkt, wenn pro Monat eine 

Umsatzeinbusse von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen 

1.2. 

bis

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2.  

monatlichen Umsatz der Jahre 2015 - 2019 vorliegt (Art. 15 Abs. 1 Satz 2 Covid-19-

Gesetz in Verbindung mit Art. 2 Abs. 3  Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall, in der 

Fassung gemäss Ziff. I der Verordnung vom 31. März 2021, in Kraft seit 1. April 2021 

[AS 2021 183], Stand am 1. Juli 2021).

ter

Gemäss Art. 14 bis 17 der Verordnung vom 23. Juni 2021 über die Massnahmen in 

der besonderen Lage zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie (SR 818.101.26; 

abgekürzt: Covid-19-Verordnung besondere Lage; Stand am 26. Juni 2021 und am 

13. September 2021) waren vom 26. Juni 2021 bis zum 12. September 2021 

Veranstaltungen mit maximal 1000 Personen möglich, wobei solche ohne 

Zugangsbeschränkungen auf Personen mit einem Zertifikat strengeren Restriktionen 

unterstanden als solche mit einer Zugangsbeschränkung auf Personen mit einem 

Zertifikat (Art. 14 und 15 Covid-19-Verordnung besondere Lage; Stand am 26. Juni 

2021). Auch bewilligungspflichtige Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen 

waren unter Einhaltung besonderer Bestimmungen und Schutzmassnahmen wieder 

möglich (Art. 16 und 17 Covid-19-Verordnung besondere Lage; Stand am 26. Juni 

2021).

1.3. 

Für Personen, die aus einem Staat oder Gebiet mit einer besorgniserregenden 

Virusvariante oder mit dem Flugzeug einreisten, bestanden im vorliegend 

massgebenden Zeitraum zwar noch bestimmte Vorschriften wie die Erfassung von 

Kontaktdaten (Art. 1 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 3 f. der Verordnung vom 23. Juni 

2021 über Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie im Bereich des 

internationalen Personenverkehrs [SR 818.101.27; abgekürzt: Covid-19-Verordnung 

Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs; Stand am 26. Juni 

2021]). Indessen war die Ausreise aus der Schweiz und die Einreise aus dem 

Schengen-Raum sowie allen EU/EFTA-Staaten und Grossbritannien in die Schweiz 

bereits ab dem 15. Juni 2020 grundsätzlich wieder möglich (Erläuterungen zur 

Verordnung über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus [Covid-19] im Bereich 

des internationalen Personenverkehrs, Ausgangslage). Zur Testung und zur Einhaltung 

einer Quarantäne verpflichtet waren Personen, die in die Schweiz einreisten und sich zu 

einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 10 Tagen vor der Einreise in einem Staat oder 

Gebiet nach Anhang 1 aufgehalten hatten (zum damaligen Zeitpunkt Indien, Nepal und 

das Vereinigte Königreich [Art. 8 Abs. 1 und Anhang 1 Ziff. 2 Covid-19-Verordnung 

Massnahmen im Bereich des internationalen Personenverkehrs, Stand am 26. Juni 

2021).

1.4. 

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Mit der Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, dass im vorliegend massgebenden 

Zeitraum keine behördlichen Massnahmen mehr bestanden, welche den Bereich E.___ 

betroffen hätten. So war ab dem 26. Juni 2021 die Durchführung von 

Sportveranstaltungen grundsätzlich wieder möglich (vgl. vorstehende Erwägung 1.3), 

sodass von rechtlicher Seite her auch dem Spielertransfer nichts im Wege stand. Erst 

recht war es wieder möglich, einzelne Akteure persönlich zu treffen, etwa für den von 

der Beschwerdeführerin beschriebenen Austausch von "Indiskretionen", welcher nach 

deren eigenen Angaben für das Transfergeschäft offenbar essentiell sein soll (act. 

G 3.1/37.6). Dies bestreitet denn auch die Beschwerdeführerin nicht konkret. Vielmehr 

macht sie im Wesentlichen geltend, dass es auch nach Aufhebung der Restriktionen 

und bis in den Sommer 2021 hinein zu massiven Nachwirkungen der Massnahmen 

gekommen sei, indem sich der Markt der Spielervermittlung auch im vorliegend 

massgebenden Zeitraum Juli/August 2021 noch nicht wieder erholt habe. Dies mag in 

rein wirtschaftlicher Hinsicht zwar zutreffen. Abgesehen davon, dass die 

Spielervermittlung als solche ohnehin nie behördlich eingeschränkt war, kann die von 

der Beschwerdeführerin ausgeübte Erwerbstätigkeit im Spielervermittlungs- und 

Beratungsgeschäft im vorliegend interessierenden Zeitraum von Juli/August 2021 nicht 

(mehr) als massgeblich eingeschränkt im Sinn von Art. 2 Abs. 3  lit. a Covid-19-

Verordnung Erwerbsausfall gelten, d.h. adäquat kausal auf behördlich angeordnete 

Massnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie zurückgeführt werden. Es 

entspricht der Intention des Gesetz- und Verordnungsgebers, nur unmittelbar durch die 

massnahmebedingte Einschränkung der Erwerbstätigkeit entstandene 

Einnahmenausfälle zu entschädigen. Demgegenüber sind lediglich mittelbar 

verursachte Ausfälle, die auch andere Ursachen haben können, wie etwa ein 

krisenbedingt verändertes Verhalten von Kunden oder anderen Geschäftspartnern, die 

eventuell ihrerseits von behördlichen Massnahmen oder einem abwartenden 

Kundenverhalten betroffen sind, nicht versichert (vgl. Art. 15 Abs. 1 Covid-19-Gesetz 

und Art. 2 Abs. 3  lit. a Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). Es wäre zudem 

schwierig bzw. willkürlich, einen Zeitrahmen festzulegen, innerhalb dessen eine 

Umsatzeinbusse noch als adäquat kausal auf bereits aufgehobene Massnahmen 

zurückzuführen und ab wann die leistungsansprechende Person für einen solchen 

wieder selber verantwortlich wäre. Diese Frage müsste ausserdem für verschiedene 

Branchen unterschiedlich beantwortet werden. Die Notwendigkeit von solchen 

umfangreichen und mit Unsicherheiten behafteten Kausalitätsbeurteilungen würde 

sodann dem Charakter einer rasch und unkompliziert umzusetzenden Nothilfe 

zuwiderlaufen. Mangels gesetzlicher Grundlage ist somit nicht von einer 

2.1. 

bis

bis

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Anspruchsberechtigung für die Zeit nach der Aufhebung von behördlich angeordneten 

Massnahmen geltend gemachte Umsatzeinbussen auszugehen. Demnach ist 

zumindest eine Anspruchsvoraussetzung für die Gewährung von Corona-

Erwerbsaufallentschädigung nicht (mehr) erfüllt.

Im Weiteren ist davon auszugehen, dass im massgebenden Zeitraum ab Juli 2021 

das Reise- und Eventveranstaltungsgeschäft der Beschwerdeführerin nicht mehr 

massgeblich durch (schweizerische) behördliche Massnahmen eingeschränkt war. 

Namentlich waren die Ausreise aus der Schweiz sowie die Einreise aus den von der 

Beschwerdeführerin aufgeführten Staaten (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, 

Grossbritannien) grundsätzlich möglich. Personen, die aus Grossbritannien einreisten 

und weder geimpft noch genesen waren, mussten sich allerdings (zunächst noch) für 

10 Tage in Quarantäne begeben (Art. 8 Abs. 1 und Abs. 2 lit. e und f, Art. 9 Abs. 2 und 

Anhang 1 Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des internationalen 

Personenverkehrs [Stand am 26. Juni 2021]). Mit Wirkung ab 4. August 2021 war 

keines der für die Beschwerdeführerin massgebenden Reiseziele (bzw. überhaupt 

keines mehr) auf der Liste der Staaten und Gebiete mit einer besorgniserregenden 

Virusvariante mehr aufgeführt, womit auch für Grossbritannien die Quarantänepflicht 

entfiel (Anhang 1 zur Covid-19-Verordnung Massnahmen im Bereich des 

internationalen Personenverkehrs [Stand am 4. August 2021]). Auch die 

Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass die Fussballspiele (auch) im Ausland 

grundsätzlich wieder zugänglich waren (Einsprache, S. 2 [act. G 3.1/39.2]). Die einzig 

noch bestehende generelle Maskenpflicht hinderte die Beschwerdeführerin nicht daran, 

Reisen und Eventveranstaltungen (in der Schweiz) anzubieten. Erwerbseinbussen, die 

durch Einreisebeschränkungen oder andere Massnahmen ausländischer Staaten 

entstanden sind, sind sodann nicht durch die Schweizerische Eidgenossenschaft bzw. 

die schweizerische Sozialversicherung zu entschädigen. Nach dem Gesagten kann 

somit für den beantragten Zeitraum auch für den Bereich Reise- und 

Eventveranstaltung der Beschwerdeführerin keine Corona-

Erwerbsersatzentschädigung beansprucht werden. Unter diesen Umständen kann 

offenbleiben, ob die beiden Geschäftsführer tatsächlich einen Lohnausfall erlitten 

haben (Art. 2 Abs. 3  Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall).

2.2. 

bis

Die Beschwerdeführerin kann schliesslich nichts aus dem Umstand für sich 

ableiten, dass Klubs des professionellen und semiprofessionellen Mannschaftssports 

gemäss Art. 12b und 13 Covid-19-Gesetz zum damaligen Zeitpunkt unter bestimmten 

Bedingungen mit À-fonds-perdu-Beiträgen oder Darlehen unterstützt werden konnten, 

wollte der Gesetzgeber damit doch explizit die genannten Klubs (im Sinn von Art. 12b 

2.3. 

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3.  

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben, nachdem die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall keine solchen vorsieht 

(Art. 61 lit. f  ATSG).

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

Abs. 2 Covid-19-Gesetz), nicht jedoch die periphere Industrie unterstützen. Im Übrigen 

profitieren auch Unternehmen wie die Beschwerdeführerin davon, dass ihre 

potentiellen Kunden überhaupt noch existieren, was ohne staatliche Unterstützung 

möglicherweise nicht mehr der Fall wäre, zumal die Bezahlung von Transferprovisionen 

und Beraterhonoraren nicht eingeschränkt war (vgl. Art. 12b Abs. 6 Covid-19-Gesetz). 

In Bezug auf die geltend gemachte Auszahlung von Corona-

Erwerbsausfallentschädigung für branchenverwandte Unternehmen in anderen 

Kantonen ist sodann festzustellen, dass sich ein Anspruch auf Gleichbehandlung mit 

Rechtssubjekten, die einer ausserkantonalen Jurisdiktion unterstehen, weder aus Art. 8 

(Rechtsgleichheit) noch aus Art. 94 (Grundsätze der Wirtschaftsordnung) der 

Bundesverfassung (SR 101; abgekürzt: BV) ergibt. Aus Art. 8 BV ergibt sich unter 

Berücksichtigung des föderalen Systems der Schweiz lediglich, dass die 

Beschwerdegegnerin sämtliche ihr unterstellten Rechtssubjekte nach Massgabe der 

Gleichheit gleich behandeln muss, nicht jedoch, dass sie die Rechtsauffassung anderer 

Kantone zu bestimmten Fragen übernehmen müsste, während in Art. 94 Abs. 3 BV 

ebenfalls auf die jeweilige Zuständigkeit von Bund und Kantonen hingewiesen wird. So 

bestehen etwa auch in den Bereichen Unternehmenssteuern oder Wirtschaftsförderung 

unterschiedliche, wettbewerbsrelevante kantonale Regelungen, ohne dass dies 

verfassungswidrig wäre.

bis

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