# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7cb3a0c-5c54-57a5-b401-816ef07a76da
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-28
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 28.11.2016 KV 2014/16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_KV-2014-16_2016-11-28.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: KV 2014/16

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: KV - Krankenversicherung

Publikationsdatum: 28.11.2016

Entscheiddatum: 28.11.2016

Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2016
Art. 3 Abs. 1 ATSG: Krankheitswert einer Hyperhidrose bejaht. Art. 32 Abs. 1 
KVG: Weitere Abklärungen in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit einer 
chirurgischen Schweissdrüsenresektion beidseits erforderlich (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2016, 
KV 2014/16).Entscheid vom 28. November 2016 

Besetzung                                                                      

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber, Versicherungsrichterin Miriam Lendfers; Gerichtsschreiber Philipp 

Geertsen      

Geschäftsnr.                                                                                                                  

KV 2014/16          

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Simon Näscher,

Alte Landstrasse 106, Postfach 101, 9445 Rebstein,

gegen

SWICA Krankenversicherung AG, Rechtsdienst, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur,

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand                                                                   

Versicherungsleistungen (Hyperhidrosis)

Sachverhalt

A.   

A.a  A.___  ist bei der Swica Krankenversicherung AG (nachfolgend: Swica) 

krankenversichert. Mit Schreiben vom 29. April 2013 richtete Dr. med. B.___, Plastisch-

Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie FMH, an die Swica ein Gesuch um 

Übernahme der Kosten einer operativen Entfernung der Schweissdrüsen in den 

Achselhöhlen des Versicherten. Dr. B.___ hielt fest, dass der Versicherte bereits zwei 

Jahre zuvor wegen seiner Hyperhidrosis axillaris bei ihm gewesen sei (vgl. dazu act. G 

3.13). Diese invalidisiere ihn inzwischen wirklich. Als C.___ müsse der Versicherte 

häufig Anzüge tragen. Diese seien durch den Schweiss teils durchnässt und würden 

dunkle Flecken oder weisse Salzränder aufweisen. Die medizinische Indikation zur 

Schweissdrüsenresektion axillär sei damit eindeutig gegeben. Auf dem 

Kostengutsprachegesuch vom 29. April 2013 ist ein Vermerk des Vertrauensarztes der 

Swica vom 22. Mai 2013 angebracht, wonach die medizinische Indikation nicht 

gegeben sei (act. G 3.12).

A.b  Am 21. Mai 2013 wurde beim Versicherten die Schweissdrüsenresektion beidseits 

durch Dr. B.___ durchgeführt (act.G 3.11).

A.c  Mit Schreiben vom 22. Mai 2013 bekräftigte Dr. B.___, dass der Versicherte als 

sehr aktiver Geschäftsmann durch die Hyperhidrosis in seinem täglichen Leben massiv 

eingeschränkt sei. Operative Schweissdrüsenresektionen seien bisher von den 

Krankenkassen immer übernommen worden. Er ersuche um eine Begründung, mit 

welchen Argumenten eine Kostenübernahme im konkreten Fall abgelehnt werde (act. G 

3.10).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

A.d  Mit Schreiben vom 4. Juli 2013 teilte Dr. B.___ dem Vertrauensarzt der Swica mit, 

dass der Versicherte seit der Schweissdrüsenresektion axillär beschwerdefrei sei, was 

die klare medizinische Indikation für diese Operation beweise. Er ersuche nochmals um 

Kostenübernahme (act. G 3.8).

A.e  Mit Schreiben vom 27. September 2013 wurde die Swica auch von der 

Rechtsschutzversicherung des Versicherten, der D.___ AG, um Überprüfung der 

Ablehnung der Übernahme der Operationskosten vom 21. Mai 2013 ersucht. Der 

Versicherte habe bereits in jungen Jahren unter extremem Achselschweiss gelitten. Er 

habe in Drogerien und Apotheken um Beratung ersucht und mit Hilfe von 

verschiedenen Deodorants erfolglos versucht, den Schweiss zu reduzieren. Seit dem 

Jahr 2000 sei der Versicherte in ___ tätig. Sein übermässiges Schwitzen habe ihn 

gezwungen bei öffentlichen Auftritten, die mehr als eine Stunde gedauert hätten, Hemd 

und Jackett zu wechseln, weil der Schweiss selbst auf dem Jackett zu sehen gewesen 

sei. Auch im Arbeitsalltag, wo er häufig Kundenkontakte habe, müsse er oft Hemd und 

Jackett wechseln. Im Privatleben fühle sich der Versicherte ebenfalls oft unwohl und 

gehemmt. Der Versicherte habe wegen seines Leidens verschiedene Ärzte aufgesucht. 

Dem übermässigen Schwitzen des Versicherten sei somit Krankheitswert beizumessen 

(act. G 3.7).

A.f  Am 24. Oktober 2013 folgte ein weiteres Schreiben von Dr. B.___ an die Swica, 

worin er auf das Manual der Schweizer Vertrauensärzte, Kapitel 23 "Dermatologie" 

verwies. Darin werde festgehalten, dass eine Hyperhidrose Krankheitswert besitze, 

wenn sie einen erheblichen Einfluss auf die berufliche und private Situation des 

Patienten habe. Für ihn sei es in seiner 30-jährigen Erfahrung das erste Mal, dass die 

Kosten einer Schweissdrüsenresektion nicht übernommen würden (act. G 3.6).

A.g  Auf Ersuchen der D.___ AG vom 4. Dezember 2013 (act. G 3.5) erliess die Swica 

am 23. Januar 2014 eine einsprachefähige Verfügung, womit sie das 

Kostengutsprachegesuch mangels Krankheitswert der Beschwerden abwies (act. G 

3.3).

B.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Die gegen diese Verfügung von der D.___ AG am 20. Februar 2014 für den Versicherten 

erhobene Einsprache (act. G 3.2) wies die Swica mit Einspracheentscheid vom 26. 

September 2014 ab (act. G 3.1). Sachverhaltsmässig wurde unter anderem 

festgehalten, Dr. B.___ habe bereits am 14. Juli 2011 ein Kostengutsprachegesuch an 

die Swica betreffend eine operative Exzision der Schweissdrüsen in den Achselhöhlen 

gerichtet, welches diese am 4. August 2011 abgelehnt habe (I./1.).

C.  

C.a Gegen den Einspracheentscheid vom 26. September 2014 erhob der Versicherte 

(nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 29. Oktober 2014 Beschwerde mit 

dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm die 

gesetzlichen Leistungen für die Schweissdrüsen-Exzision zuzusprechen (act. G 1).

C.b Mit Beschwerdeantwort vom 2. Dezember 2014 beantragte die Swica 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) Abweisung der Beschwerde (act. G 3). Mit der 

Beschwerdeantwort wurde unter anderem das Kostengutsprachegesuch von Dr. B.___ 

vom 14. Juli 2011 eingereicht (act. G 3.13).

C.c Mit Replik vom 19. Februar 2015 wiederholte der Beschwerdeführer, vertreten 

durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG S. Näscher, Rebstein, seinen Antrag laut Beschwerde 

(act. G 7). Mit Duplik vom 20. März 2015 hielt die Beschwerdegegnerin ihrerseits an 

ihrem Antrag auf Beschwerdeabweisung fest (act. G 9).

C.d Mit Schreiben vom 19. September 2016 forderte das Versicherungsgericht Dr. 

B.___ auf, den Ablehnungsbrief der Beschwerdegegnerin vom 4. August 2011 

betreffend sein Kostengutsprachegesuch vom 14. Juli 2011 einzureichen (act. G 13). 

Am 21. September 2016 reichte Dr. B.___ unter anderem den besagten 

Ablehnungsbrief sowie einen Auszug aus der Krankengeschichte des 

Beschwerdeführers ein (act. G 17.1, G 17.13).

C.e Auf die weiteren Begründungen und Ausführungen in den einzelnen 

Rechtsschriften und weiteren Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

1.   

Im vorliegenden Fall ist streitig und zu prüfen, ob die Kosten der beim 

Beschwerdeführer am 21. Mai 2013 durchgeführten Schweissdrüsenresektion beidseits 

(act. G 3.11) im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu 

übernehmen sind.

2.   

Aus den Akten geht hervor, dass Dr. B.___ vor Erlass der Verfügung vom 23. Januar 

2014 (act. G 3.3) bereits einmal am 14. Juli 2011 bei der Beschwerdegegnerin ein 

Gesuch um Übernahme der Kosten einer beidseitige Schweissdrüsenresektion in den 

Achselhöhlen des Beschwerdeführers gestellt hat (act. G 3.13), welches diese mit 

formlosem Schreiben vom 4. August 2011 abgelehnt hat (act. G 17.13). Weder Dr. 

B.___ noch der Beschwerdeführer intervenierten gegen dieses Schreiben. Rund zwei 

Jahre später, am 29. April 2013, unterbreitete Dr. B.___ der Beschwerdegegnerin ein 

erneutes Kostengutsprachegesuch für eine Schweissdrüsenresektion beidseits beim 

Beschwerdeführer (act. G 3.12). Grundsätzlich liegt damit eine - wenn auch formwidrig, 

d.h. nicht wie im Falle der Verweigerung von Versicherungsleistungen gefordert in Form 

einer Verfügung (vgl. dazu Art. 49 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen 

Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]) - zumindest mit formlosem 

Schreiben vom 4. August 2011 mitgeteilte Leistungsablehnung vor. In BGE 134 V 145 

hat das Bundesgericht die Frist für die Infragestellung eines zu Unrecht formlos 

mitgeteilten Entscheids durch die betroffene Person für den Regelfall auf ein Jahr 

festgelegt. Unterbleibt eine fristgerechte Intervention, erlangt der im formlosen 

Verfahren ergangene Entscheid Rechtswirksamkeit. Die aktenkundigen Umstände 

lassen es jedoch nicht zu, im konkreten Fall von einem solchen Regelfall auszugehen. 

Der schriftliche Kontakt im Jahr 2011 betreffend die Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin hinsichtlich einer beidseitigen Schweissdrüsenresektion beim 

Beschwerdeführer fand einzig zwischen der Beschwerdegegnerin und Dr. B.___ statt. 

Laut Auszug aus der Krankengeschichte des Beschwerdeführers (act. G 17.1: "4.08.11 

Kopie des Entscheides der Kasse an den Patienten [Ablehnung]) sowie einem Vermerk 

auf dem Ablehnungsschreiben der Beschwerdegegnerin vom 4. August 2011 (act. G 

17.13: "Do bitte Kopie an Pat. Danke") wurde der Beschwerdeführer zwar über Dr. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.___ über das Ablehnungsschreiben offenbar informiert. Die Beschwerdegegnerin hat 

jedoch offensichtlich mit dem Beschwerdeführer selbst nie direkt kommuniziert. Es 

ginge damit zu weit anzunehmen, der Beschwerdeführer hätte sich bewusst sein 

müssen, dass er sich mit der Beschwerdegegnerin in einem Rechtsverfahren mit der 

Möglichkeit bestimmter Konsequenzen befände. Im Übrigen geht aus den Akten nicht 

hervor, inwieweit Dr. B.___ vom Beschwerdeführer bevollmächtigt war, hinsichtlich 

seiner gesundheitlichen Störung aktiv zu werden bzw. in seinem Namen und Auftrag 

ein Kostengutsprachegesuch zu stellen. Insgesamt ist mithin festzuhalten, dass die 

zunächst formlos mitgeteilte Leistungsablehnung keine Rechtswirkung erlangt hat, die 

es der Beschwerdegegnerin verunmöglicht hätte, voraussetzungslos über dasselbe 

Rechtsverhältnis formgerecht nochmals zu entscheiden.

3.   

Im Folgenden ist mithin die materiell-rechtliche Frage der Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin zu prüfen.

3.1  Nach Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 

832.10) übernimmt die obligatorische Krankenpflegeversicherung die Kosten für die 

Leistungen, die der Diagnose oder Behandlung einer Krankheit und ihrer Folgen 

dienen. Art. 25 Abs. 2 KVG enthält einen Katalog von Leistungen, die unter die 

Übernahmepflicht der Krankenversicherer fallen. Als Pflichtleistungen aufgeführt sind 

unter anderem die von einem Arzt oder einer Ärztin ambulant, bei Hausbesuchen, 

stationär oder in einem Pflegeheim durchgeführten Untersuchungen, Behandlungen 

und Pflegemassnahmen (lit. a Ziff. 1) sowie der Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung 

eines Spitals (lit. e).

3.2  Die Übernahmepflicht des Krankenversicherers wird durch Art. 32 Abs. 1 KVG 

begrenzt. Danach sind nur jene Leistungen zu vergüten, welche wirksam, zweckmässig 

und wirtschaftlich sind, wobei die Wirksamkeit nach wissenschaftlichen Methoden 

nachgewiesen sein muss.

3.3  Als Krankheit gilt nach dem Gesetz jede Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert oder eine Arbeitsunfähigkeit zur 

Folge hat (Art. 3 Abs. 1 ATSG). Ob eine Krankheit im Sinne dieser Bestimmung vorliegt, 

ist nach den Besonderheiten des einzelnen Falls zu beantworten. Dabei wird man kaum 

je von Krankheit sprechen können, wenn nicht Störungen vorliegen, die durch 

pathologische Vorgänge verursacht worden sind (BGE 121 V 289 E. 2b). Zu betonen 

ist, dass es sich beim Begriff Krankheit um einen Rechtsbegriff handelt, der sich somit 

nicht notwendigerweise mit dem medizinischen Krankheitsbegriff deckt, sondern bloss 

einen bestimmten Ausschnitt des gesundheitlichen Geschehens, welches zum 

medizinischen Krankheitsbegriff gehört, umfasst. Die gesundheitliche Störung muss 

eine gewisse Schwere aufweisen, um als Krankheit zu gelten; diese Schwere wird als 

Krankheitswert bezeichnet (vgl. etwa BGE 127 V 328, 124 V 118). Art. 3 Abs. 1 ATSG 

konkretisiert mit den darin formulierten Erfordernissen den gleichen Gedanken. Die 

Untersuchungs- und Behandlungsnotwendigkeit oder das Vorliegen einer 

Arbeitsunfähigkeit muss objektiv durch den Arzt oder die Ärztin festgestellt werden. Die 

Beurteilung des Versicherten ist nicht massgebend. Das Sozialversicherungsrecht 

verlangt somit eine durch Medizinalpersonen objektivierbare und festgestellte 

Beeinträchtigung der Gesundheit, damit eine Leistung beansprucht werden kann 

(THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. 

Auflage Bern 2014, § 6 N. 7; ALFRED MAURER, Das neue Krankenversicherungsrecht, 

Basel 1996, S. 30; GEBHARD EUGSTER, Krankenversicherung, in: Schweizerisches 

Bundesverwaltungsrecht, [SBVR], Soziale Sicherheit, Hrsg. ULRICH MEYER, 3. Auflage 

Basel 2016, S. 492 ff. Rz 284 ff.).

4.   

Zuerst stellt sich die Frage, ob im Therapieziel der Schweissdrüsenresektion unter den 

Achselhöhlen des Beschwerdeführers überhaupt die Behandlung einer Krankheit 

erblickt werden kann.

4.1  Es ist unbestritten, dass Dr. B.___ vor dem operativen Eingriff die Diagnose einer 

Hyperhidrosis axillaris gestellt hat (act. G 3.11). Unterschieden wird die primäre von der 

sekundären Hyperhidrose. Die primäre Hyperhidrose ist angeboren bzw. 

anlagebedingt. Ihr liegen keine Erkrankungen oder externe Ursachen zugrunde. Die 

Ursache der primären Hyperhidrose ist noch nicht näher erforscht und unbekannt. Die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

sekundäre Hyperhidrose ist Symptom einer ursächlichen Grunderkrankung. Sie kommt 

als Begleitsymptom bei einer Vielzahl unter anderem internistischer und neurologischer 

Krankheitsbilder, aber auch psychischer Erkrankungen, vor (vgl. dazu PSCHYREMBEL, 

Klinisches Wörterbuch, 266. Aufl. Berlin 2014, S. 954; <http://www.awmf.org/uploads/

tx_szleitlinien/

013-059l_S1_prim%C3%A4re_Hyperhidrose_Definition_Therapie_2012-01.pdf; https://

de.

wikipedia.org/wiki/Hyperhidrose> und <http://flexikon.doccheck.com/de/

Hyperhidrose>, alle abgerufen am 4. November 2016). Die Beschwerdegegnerin hält im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 26. September 2014 zutreffend fest (vgl. act. 

G 3.1, S. 6 Ziff. 4), dass laut Schreiben von Dr. B.___ nicht davon auszugehen sei, dass 

der Beschwerdeführer unter einer sekundären Hyperhidrose gelitten habe. Ein 

Sachverhalt, bei dem die Schweissdrüsenresektion in dem Sinne die Behandlung einer 

Krankheit darstellen könnte, als sie unter Berücksichtigung der gesetzlichen 

Anforderungen von Art. 32 Abs. 1 KVG (wirksam, zweckmässig, wirtschaftlich) eine 

geeignete, medizinisch indizierte Behandlungsmethode der Grunderkrankung oder ihrer 

Symptome bzw. Folgen darstellt, fällt damit ausser Betracht. Im konkreten Fall ist 

mithin von einer primären Hyperhidrosis auszugehen, bei der sich nur die Frage stellen 

kann, ob sie für sich Krankheitswert erlangt hat.

4.2  Die Hyperhidrose war im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen 

Einspracheentscheids vom 26. September 2014 nach ICD (Internationale Klassifikation 

von Krankheiten) klassifiziert (ICD-10: R61.-: Hyperhidrose; <http://www.dimdi.de/

static/de/klassi/icd-10-gm/kodesuche/onlinefassungen/htmlgm2013/block-r50-

r69.htm>, abgerufen am 4. November 2016), wobei anzufügen ist, dass die 

krankenversicherungsrechtliche Krankheitsdefinition nicht identisch mit dem 

gesundheitspolitischen Krankheits- oder Gesundheitsverständnis der WHO 

(Weltgesundheitsorganisation) ist, welche das ICD-Klassifikationssystem der 

medizinischen Krankheitsbilder herausgegeben hat (EUGSTER, a.a.O., S. 492 Rz 285). 

Die Beschwerdegegnerin weist richtig darauf hin, dass die Hyperhidrose "nur" im 

Kapitel XVIII der ICD (Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die 

andernorts nicht klassifiziert sind [R00-R99]) aufgenommen ist. Dieses Kapitel umfasst 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(subjektive und objektive) Symptome, abnorme Ergebnisse von klinischen oder 

sonstigen Untersuchungen sowie ungenau bezeichnete Zustände, für die an anderer 

Stelle keine klassifizierbare Diagnose vorliegt. Entsprechend enthalten die unter diesem 

Kapitel klassifizierten Zustände und Symptome die Zusätze "nicht näher bezeichnet", 

"ohne nähere Angabe", "unbekannter Ätiologie" oder "vorübergehend" (vgl. BERND 

GRAUBNER, ICD-10-GM 2009 Systematisches Verzeichnis, Version 2009, Stand 24. 

September 2008, S. 597). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin kann 

jedoch aus dem Gesagten nicht abgeleitet werden, dass der Hyperhidrose im Einzelfall 

nicht Krankheitswert zukommen kann, ist sie doch immerhin ICD-klassifiziert. Wurde - 

wie im konkreten Fall - ärztlich eine Hyperhidrose diagnostiziert, ist grundsätzlich von 

einer unnatürlichen bzw. unphysiologisch übermässigen Schweissbildung auszugehen, 

welche den Rahmen der üblichen Wärmeregulation sprengt. Der Schweregrad einer 

Hyperhidrose kann bzw. deren Symptome können verschieden sein (vgl. 

PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 954; <http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/

013-059l_S1_primäre_Hyperhidrose_Definition_Therapie_2012-01.pdf>, abgerufen am 

4. November 2016). Es gilt also in Bezug auf den Beschwerdeführer zu prüfen, ob 

seiner Schweissbildung ein Schweregrad mit krankheitswertiger Bedeutung zukam.

4.3 

4.3.1      Die Beschwerdegegnerin vergleicht die Hyperhidrose mit einem ästhetischen 

Mangel, der nicht zu dem durch das KVG versicherten (Krankheits-)Risiko zählt. 

Kosmetische Behandlungen zur Behebung von Abweichungen von der Ideal- oder 

Normform äusserer Erscheinung zielen in der Regel nicht auf die Heilung, Linderung 

oder Verhinderung pathologischer Zustände oder auf die Erhaltung der Gesundheit ab. 

Natürliche Schönheitsfehler, die im Rahmen der natürlichen körperlichen Entwicklung 

entstehen, wie etwa unschöne Nasen, abstehende Ohren, körperliche Übergrössen, 

Muttermale gutartiger Natur, Gesichtsfalten, Schlupflider, Tränensäcke, Haarausfall 

oder nicht dem vermeintlichen Schönheitsideal entsprechende Brüste haben keinen 

Krankheitscharakter im Sinn von Art. 3 Abs. 1 ATSG (EUGSTER, a.a.O., S. 497 Rz 304; 

vgl. auch RKUV 2005 Nr. KV 345 S. 366 und 2000 Nr. KV 113 S. 126). Natürliche 

Schönheitsmängel können jedoch Pflichtleistungen auslösen, wenn mit dem 

kosmetischen Defizit eine körperliche oder psychosomatische Beeinträchtigung mit 

ausgeprägtem Krankheitswert verbunden ist. Solche Funktionseinschränkungen sind 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

beispielsweise bei schiefstehenden Nasen eine erhebliche Behinderung der 

Nasenatmung (EUGSTER, a.a.O., S. 497 Rz 304).

4.3.2      Die Sachlage bei einer Hyperhidrose ist nur insofern mit derjenigen bei einem 

ästhetischen Mangel bzw. natürlichen Schönheitsfehler zu vergleichen, als 

Schweissflecken unter den Armen sowohl vom Betroffenen als auch von seiner Umwelt 

als unansehnlich und unhygienisch wahrgenommen werden und insofern nicht den 

gängigen ästhetischen Vorstellungen entsprechen. Anders stellt sich jedoch die 

Sachlage bei einer Hyperhidrose dadurch dar, dass diese für sich eine 

Funktionsstörung des Schwitzens ist, die nur indirekt einen optischen Aspekt hat, 

indem sie beispielsweise zu Schweissflecken führt. Im Übrigen ist anzufügen, dass ein 

Krankheitswert auch bei einem weit von der Norm abweichenden ästhetischen Mangel 

nicht a priori verneint werden kann (vgl. EUGSTER, a.a.O., S. 497 Rz 304; vgl. auch 

RKUV 2005 Nr. KV 345 S. 366 und 2000 Nr. KV 113 S. 126). In diesem Sinn wäre der 

Krankheitswert hinsichtlich der optischen Sichtbarkeit von Schwitzflecken nicht von 

Anfang an auszuschliessen. Die Hyperhidrose muss jedoch - wie gesagt - erheblich 

sein, damit ihr Krankheitswert zukommen kann, orientiert sich doch dieser an einer 

gewissen Schwere der gesundheitlichen Störung (vgl. Erwägung 3.3). Dies gilt es 

nachfolgend zu prüfen.

4.4 

4.4.1      Der Beschwerdeführer ist C.___. Wie er in der Beschwerde vom 29. Oktober 

2014 (act. G 1) darlegt, erfordert diese Funktion einen häufigen Kontakt mit Kunden 

sowie die Teilnahme an Sitzungen und repräsentativen Anlässen. Dabei ist das Tragen 

von Anzügen und Hemden oft unumgänglich. Dr. B.___ spricht von einem 

Krankheitswert bzw. von erheblichen Funktionsstörungen, indem auf den Hemden und 

Anzügen des Beschwerdeführers dunkle Schweissflecken und weisse Salzränder 

sichtbar gewesen seien (act. G 3.12 f.). Die D.___ AG hat in ihrer Stellungnahme vom 

27. September 2013 zur Leistungsablehnung der Beschwerdegegnerin (act. G 3.7) 

näher ausgeführt, dass bei über einstündigen Sitzungen Schweissflecken selbst auf 

dem Jackett sichtbar gewesen seien, weshalb der Beschwerdeführer, sofern die 

Möglichkeit bestanden habe, Hemd und Jackett habe wechseln müssen. Doch auch im 

Arbeitsalltag habe er deshalb auf Wechselkleidung zurückgreifen müssen.

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

4.4.2      Vom Beschwerdeführer bzw. seiner damaligen Rechtsvertreterin werden damit 

Umstände beschrieben, welche auf eine erhebliche Schweissproduktion schliessen 

lassen. Anders sind die Schweissflecken auf dem Jackett nicht erklärbar. Die 

gesundheitliche Störung des Beschwerdeführers erfährt darüber hinaus durch seine 

berufliche Situation eine Erschwernis, welche bei der Beurteilung des Krankheitswerts 

der Hyperhidrose mitzuberücksichtigen ist. Die D.___ AG hat sodann ein Unwohl- 

sowie Gehemmtsein des Beschwerdeführers beschrieben (act. G 3.7). Auch dieser 

nachvollziehbare und verständliche Leidensdruck ist in die Beurteilung des 

Krankheitswerts miteinzubeziehen.

4.4.3      Die Hyperhidrose des Beschwerdeführers ist angesichts ihrer gesamten 

Auswirkungen, welche sich insbesondere in der konkreten beruflichen Situation des 

Beschwerdeführers beeinträchtigend bemerkbar machen, als krankheitswertig zu 

betrachten. In Berufen mit vermehrten Repräsentationspflichten und häufigem Kontakt 

mit anderen Menschen wird ein gesundes bzw. gepflegt wirkendes Erscheinungsbild 

erwartet. Der Umstand, dass der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der 

übermässigen Schweissbildung nicht unter pathologischen Hautproblemen litt oder die 

Hyperhidrose bei ihm unbestrittenermassen nicht zu einer psychischen Problematik mit 

Krankheitswert geführt hat (vgl. dazu act. G 1, II./Ziff. 3), spricht nicht gegen diese 

Beurteilung. Wie in Erwägung 4.3.2 dargelegt, sind mit der Hyperhidrose - anders als 

bei einem ästhetischen Mangel - an sich Funktionsstörungen verbunden und es gilt zu 

beurteilen, ob diese insgesamt als erheblich zu betrachten sind. Den einzelnen 

Funktionsstörungen muss dabei kein Krankheitswert zukommen.

4.5  Zusammenfassend ist festzuhalten, dass aufgrund der dargelegten Sachlage die 

Hyperhidrose, unter welcher der Beschwerdeführer vor der Durchführung der 

operativen Schweissdrüsenresektion beidseits litt, eine Schwere aufgewiesen hat, 

welcher Krankheitswert zukommt. Die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin 

hinsichtlich der Kosten der beim Beschwerdeführer am 21. Mai 2013 bei Dr. B.___ 

durchgeführten Schweissdrüsenresektion beidseits kann damit nicht mit der 

Begründung verneint werden, das Therapieziel der eben genannten Operation habe 

überhaupt nicht in der Behandlung einer Krankheit bestanden.

5.   

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Es hat sodann die Prüfung stattzufinden, ob die Kosten der beim Beschwerdeführer am 

21. Mai 2013 durchgeführten Schweissdrüsenresektion beidseits von der 

Beschwerdegegnerin auch unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen von 

Art. 32 Abs. 1 KVG (wirksam, zweckmässig, wirtschaftlich) zu übernehmen sind.

5.1  Die zweckmässigen Leistungen sind danach zu bestimmen, ob sie dem konkreten 

Fall angepasst sind und den angestrebten Heilungserfolg erwarten lassen. Wenn z.B. 

ein Medikament unwirksam ist, wird seine Verschreibung auch nicht zweckmässig sein; 

die Wirksamkeit muss gemäss Art. 32 Abs. 1 Satz 2 KVG "nach wissenschaftlichen 

Methoden nachgewiesen sein". Was schliesslich die Wirtschaftlichkeit angeht, sollen 

damit die Prämienzahler und die öffentliche Hand vor Kosten geschützt werden, die 

sich vermeiden lassen. Wirtschaftlich ist bei vergleichbarem medizinischem Nutzen die 

kostengünstigere Variante. Die Prüfung der Wirtschaftlichkeit verlangt - entsprechend 

ihrer vergleichenden Natur - einen Kostenvergleich der möglichen 

Behandlungsalternativen mit ungefähr gleichem medizinischem Nutzen. Wenn mit einer 

Behandlungsalternative das Therapieziel kostengünstiger erreicht werden kann, 

besteht kein Anspruch auf Übernahme der teureren Behandlung. Der in Frage 

kommende alternative Behandlungsweg muss aber deutlich kostengünstiger und für 

den Leistungserbringer auch als solche erkennbar sein (EUGSTER, a.a.O., S. 510 Rz 

336; MAURER, a.a.O., S. 51 ff.; BGE 139 V 135 E. 4.4.3, 130 V 532 E. 2.2).

5.2  Beim Beschwerdeführer ist von einer primären lokalen Hyperhidrose auszugehen, 

deren Ursache unbekannt ist. Insofern erscheint es einleuchtend, dass sich diese - 

anders als eine sekundäre Hyperhidrose - nicht durch die Behandlung der ihr zugrunde 

liegenden (beispielsweise hormonellen oder neurologischen) Erkrankung beseitigen 

lässt, sondern nur durch die Behandlung der Hyperhidrose an sich bzw. von deren 

Symptomen. Die chirurgische Entfernung der Schweissdrüsen in den Achselhöhlen 

wird in der medizinischen Literatur als Therapieform der lokalen Hyperhidrose 

aufgeführt (vgl. MSD MANUAL, 6. Aufl. München/Jena 2000, S. 1017). Die Kriterien 

Zweckmässigkeit und Wirksamkeit sind damit erfüllt.

5.3 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.3.1      Im Zusammenhang mit der Voraussetzung der Wirtschaftlichkeit ist allgemein 

festzuhalten, dass der Zweck der ärztlichen Behandlung im Rahmen der sozialen 

Krankenversicherung in der möglichst vollständigen Beseitigung der körperlichen 

Beeinträchtigung besteht. Eine Therapie hat daher insbesondere der eigentlichen 

Heilung der Krankheit zu dienen (BGE 109 V 43 E. 2b; RKUV 1985 Nr. K 638 S. 199). 

Mit einer operativen Schweissdrüsenresektion konnte beim Beschwerdeführer dieses 

Ziel offensichtlich erreicht werden (vgl. act. G 3.8). Zu beachten ist jedoch, dass die mit 

einer Operation verbundenen Kostenfolgen in der Regel höher sind als diejenigen, 

welche konservative Behandlungsformen verursachen. Insofern ist die konservative der 

operativen Behandlung häufig vorzuziehen. Verspricht jedoch eine Operation einen 

höheren, dauerhaften medizinischen Nutzen als eine allenfalls lebenslang notwendige 

konservative Behandlung, kann die Übernahme einer teureren Operation im Einzelfall 

gerechtfertigt sein (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 17. Januar 

2006, K 135/04, E. 2.1 f.; BGE 124 V 196 E. 3; RKUV 1998 Nr. K 988 S. 4 E. 3c; vgl. 

dazu auch EUGSTER, S. 510 Rz 336;).

5.3.2      Hinsichtlich solcher vom Beschwerdeführer vor der Operation vom 21. Mai 

2013 durchgeführten Behandlungen ist den vorliegenden Akten lediglich zu 

entnehmen, dass er die Beratung in Drogerien und Apotheken gesucht habe, um mit 

Hilfe von verschiedenen Deodorants den Schweiss zu reduzieren. Die D.___ AG hat in 

ihrer Stellungnahme vom 27. September 2013 zur Leistungsablehnung der 

Beschwerdegegnerin verschiedene Ärzte angeführt, welche der Beschwerdeführer 

konsultiert habe. Ob bzw. welche Behandlungen diese beim Beschwerdeführer bereits 

durchgeführt haben, erschliesst sich aus der Stellungnahme nicht (act. G 3.7). Bei dem 

vom Beschwerdeführer ausserdem beschriebenen Kleiderwechsel handelt es sich 

sodann nicht um eine medizinische Massnahme. Aufgrund der Akten bleibt mithin 

unklar, ob beim Beschwerdeführer vorgängig der Operation sämtliche konservativen 

Massnahmen ausgeschöpft worden sind. Die alleinige Verwendung von verschiedenen 

Deodorants lässt noch nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit darauf schliessen, zumal es sich im gesamten Spektrum von 

Behandlungsmöglichkeiten der Hyperhidrose um die erste bzw. sanfteste und 

kostengünstigste Therapieform handeln dürfte. Laut medizinischer Literatur stehen 

jedoch bei der axillären Hyperhidrose weitere, oft wirksame Behandlungsmethoden zur 

Verfügung, insbesondere die konservative Behandlung mit bzw. Infiltration von 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Botulinumtoxin (vgl. MSD MANUAL, a.a.O., S. 1017; PSCHYREMBEL, a.a.O., S. 954; 

vgl. dazu auch<https://www.hirslanden.ch/global/de/startseite/kliniken_zentren/

zentren_institute/meggen/ambulatorium_fuer_dermatologie_und_lasermedizin/

leistungen_medizinische_dermatologie/

hyperhidrose.htmlgclid=CMTi3Onjws4CFYEW0wodPhgJ-A>; <https://

www.dermatologe-zuerich.ch/leistungen/schwitzen-hyperhidrose>; <https://

www.hautzentrum-zuerich.ch/de/aesthetische-medizin/uebermaessiges-schwitzen-

hyperhidrosis>, alle abgerufen am 4. November 2016). Ein Entscheid zugunsten der im 

Fall des Beschwerdeführers von Dr. B.___ gewählten operativen Behandlungsmethode 

ist gestützt auf die bestehende Aktenlage nicht möglich, weshalb sich weitere 

medizinische Abklärungen nicht umgehen lassen.

5.3.3      Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich beim geschilderten Sachverhalt 

gestützt auf die bestehende Aktenlage die Frage der Wirtschaftlichkeit der 

Schweissdrüsenresektion im Vergleich zu konservativen bzw. nicht operativen 

Massnahmen nicht zuverlässig beantworten lässt. So wird von der 

Beschwerdegegnerin nicht nur zu prüfen sein, ob der Beschwerdeführer die 

konservativen Behandlungsmethoden ausgeschöpft hat, sondern auch, ob diese 

letztlich im Vergleich zu einer chirurgischen Entfernung der Schweissdrüsen mit Blick 

auf die Aspekte eines dauerhaften medizinischen Nutzens bzw. einer voraussichtlich 

notwendigen langjährigen Behandlung tatsächlich zu erheblich tieferen Kosten geführt 

hätten (vgl. Erwägung 5.3.1).

6.   

Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des Einspracheentscheids 

vom 26. September 2014 in dem Sinn teilweise gutzuheissen, dass die Sache zur 

Veranlassung einer vergleichenden fachärztlichen Prüfung der Wirtschaftlichkeit der 

konservativen Behandlungsalternativen bezüglich der beim Beschwerdeführer vor der 

Schweissdrüsenresektion beidseits vom 21. Mai 2013 bestehenden Hyperhidrose 

einerseits und der besagten Operation anderseits sowie zu neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 15/15

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

lit. a ATSG). Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf 

eine Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG). Es rechtfertigt sich, diese angesichts des 

Umstands, dass der Beschwerdeführer erst im zweiten Schriftenwechsel vor 

Versicherungsgericht anwaltlich vertreten war, auf pauschal Fr. 1'500.-- (einschliesslich 

Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen.

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.   

Die Beschwerde wird unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 26. September 

2014 in dem Sinn teilweise gutgeheissen, als die Sache zur Veranlassung einer 

vergleichenden fachärztlichen Prüfung der Wirtschaftlichkeit allfälliger konservativer 

Behandlungsalternativen der beim Beschwerdeführer vor der operativen 

Schweissdrüsenresektion beidseits vom 21. Mai 2013 bestehenden Hyperhidrose 

einerseits und der Schweissdrüsenresektion anderseits sowie zu anschliessender 

neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.   

Es werden keine Gerichtskosten erhoben

3.   

Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer mit Fr. 1'500.-- zu entschädigen.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 28.11.2016
	Art. 3 Abs. 1 ATSG: Krankheitswert einer Hyperhidrose bejaht. Art. 32 Abs. 1 KVG: Weitere Abklärungen in Bezug auf die Wirtschaftlichkeit einer chirurgischen Schweissdrüsenresektion beidseits erforderlich (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 28. November 2016, KV 2014/16).Entscheid vom 28. November 2016 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T07:47:09+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen