# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4b186218-9c9b-5e08-bf3d-8ffafad74cec
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-06
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 06.11.2017 100 2017 150
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2017-150_2017-11-06.pdf

## Full Text

100.2017.150U
MUT/BDE/KIB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 6. November 2017

Verwaltungsrichter Burkhard, Abteilungspräsident
Verwaltungsrichter Keller und Müller
Gerichtsschreiberin Baerfuss Klossner

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt …
Beschwerdeführer 

gegen

Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
Kramgasse 20, 3011 Bern

betreffend Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und Wegweisung 
infolge Straffälligkeit (Entscheid der Polizei- und Militärdirektion des 
Kantons Bern vom 25. April 2017; 2016.POM.532)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 06.11.2017, Nr. 100.2017.150U, 
Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.________ (geb. ….1966), Staatsangehöriger von Thailand, reiste am 
3. Mai 2003 in die Schweiz ein. Am 15. Juli 2003 heiratete er eine ur-
sprünglich aus Thailand stammende Schweizerin und erhielt gestützt auf 
diese Ehe eine Aufenthaltsbewilligung, zuletzt gültig bis 14. Juli 2016. Der 
gemeinsame Sohn B.________ wurde am … 2005 geboren. Die eheliche 
Gemeinschaft wurde am 6. August 2006 aufgehoben und die Ehe am 
7. Mai 2009 geschieden. Das Regionalgericht Bern-Mittelland verurteilte 
A.________ am 11. September 2014 wegen Menschenhandels, Förderung 
der Prostitution, bandenmässiger Geldwäscherei, qualifizierter 
Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz und Widerhandlung gegen 
das Waffengesetz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten. 
Am 30. August 2016 verfügte das Amt für Migration und Personenstand 
des Kantons Bern (MIP), Migrationsdienst (MIDI), den Widerruf bzw. die 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ und wies ihn 
unter Ansetzung einer Ausreisefrist aus der Schweiz weg.

B.

Hiergegen erhob A.________ am 29. September 2016 Beschwerde bei der 
Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern (POM). Diese wies das 
Rechtsmittel am 25. April 2017 ab und setzte A.________ eine neue 
Ausreisefrist auf den 6. Juni 2017 an. Zudem gewährte sie ihm antragsge-
mäss die unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsver-
treters als amtlicher Anwalt.

C.

Gegen den Entscheid der POM hat A.________ am 26. Mai 2017 Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde erhoben mit den folgenden Rechtsbegehren 
in der Sache:

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«1. Es sei der angefochtene Entscheid 2016.POM.532 vom 25. April 
2017 aufzuheben. 

2. Es sei unter Aufhebung und Abänderung von Dispositiv Ziffer 1 und 
2 der angefochtene Entscheid dahingehend abzuändern, dass „Die 
Beschwerde wird gutgeheissen. Dem Beschwerdeführer wird die 
Aufenthaltsbewilligung B verlängert.“ Eventualiter sei dem Be-
schwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung B neu zu erteilen. 

3. Es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, die Aufenthaltsbewilli-
gung B des Beschwerdeführers zu verlängern bzw. neu zu erteilen. 

4. Es sei unter Aufhebung und Abänderung von Dispositiv Ziffer 4 der 
angefochtene Entscheid dahingehend abzuändern, dass „Die Ver-
fahrenskosten, festgesetzt auf eine Pauschalgebühr von 
CHF 1ʹ400.00, werden vom Kanton Bern getragen“.

5. Es sei unter Aufhebung und Änderung von Dispositiv Ziffer 5a der 
angefochtene Entscheid dahingehend abzuändern, dass „Dem Be-
schwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren vor der POM 
eine Parteientschädigung in Höhe von CHF 3‘980.20 festgelegt 
(inkl. Auslagen und 8% MWST).“»

Zudem hat er für das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht um unentgelt-
liche Rechtspflege unter Beiordnung seines Anwalts ersucht.

Mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2017 beantragt die POM die Abweisung 
der Beschwerde. Bezüglich des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege 
hat sie sich eines Antrags enthalten.

Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als 
letzte kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des 
Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; 
BSG 155.21) zuständig. Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen 
Verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid beson-
ders berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung 
oder Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG). Auf die form- und fristgerecht einge-
reichte Beschwerde ist einzutreten.

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1.2 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin. Gerügt werden können die unrichtige oder unvoll-
ständige Feststellung des Sachverhalts sowie andere Rechtsverletzungen 
einschliesslich Rechtsfehler bei der Ausübung des Ermessens (Art. 80 
Bst. a und b VRPG).

2.

Umstritten sind die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung und die 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz.

2.1 Dem Beschwerdeführer wurde der Aufenthalt in der Schweiz ur-
sprünglich gestützt auf die im Juli 2003 geschlossene Ehe mit einer 
Schweizerin bewilligt (vgl. Akten MIDI pag. 159). Nachdem sich das Ehe-
paar im August 2006 getrennt hatte (vgl. Akten MIDI pag. 72), wurde die 
Ehe am 7. Mai 2009 geschieden (Akten MIDI pag. 255). Seither wurde dem 
Beschwerdeführer die Bewilligung offenbar gestützt auf Art. 50 Abs. 1 
Bst. a i.V.m. Art. 42 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) verlängert (vgl. ange-
fochtener Entscheid E. 2a; Akten MIDI pag. 553). Ein solcher nachehelicher 
Anspruch steht auch vorliegend in Frage. Demgegenüber macht der Be-
schwerdeführer zu Recht keinen Anspruch auf Achtung des Privat- und 
Familienlebens nach Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention 
(EMRK; SR 0.101) und Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (BV; SR 101) 
geltend: Aus der geschiedenen Ehe mit der Schweizerin Bürgerin stammt 
der heute 12-jährige Sohn B.________, welcher unter der alleinigen elter-
lichen Sorge und Obhut der Mutter steht (vgl. Akten POM Beilage 33 zur 
Beschwerde). B.________ verfügt zwar über das Schweizer Bürgerrecht 
und die Beziehung zum Beschwerdeführer scheint – soweit ersichtlich – 
intakt zu sein; aktuell lebt er aber in Thailand und besucht dort auch die 
Schule (vgl. angefochtener Entscheid E. 6). Mit der strittigen Entfernungs-
massnahme wird somit die weitere Pflege der Vater-Sohn-Beziehung nicht 
beeinträchtigt; (weitere) familiäre Beziehungen in der Schweiz sind weder 
geltend gemacht noch ersichtlich (vgl. Beschwerde Ziff. 12).

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2.2 Ein allfälliger Anspruch nach Art. 50 AuG erlöscht unter anderem, 
wenn Widerrufsgründe nach Art. 62 Abs. 1 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 2 
Bst. b AuG). Ein Widerrufsgrund liegt insbesondere dann vor, wenn die 
ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wor-
den ist (Art. 62 Abs. 1 Bst. b AuG), d.h. zu einer solchen von mehr als ei-
nem Jahr, wobei mehrere Strafen nicht kumuliert werden dürfen und es 
keine Rolle spielt, ob die Sanktion (teil-)bedingt oder unbedingt ausgespro-
chen wurde (BGE 139 I 31 E. 2.1, 139 I 16 E. 2.1). Vorausgesetzt ist, dass 
das Strafurteil in Rechtskraft erwachsen ist (BVR 2015 S. 391 E. 3.1, 2013 
S. 543 E. 3.1). – Der Beschwerdeführer wurde am 11. September 2014 
rechtskräftig zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 27 Monaten verurteilt 
(Akten MIDI pag. 357 ff.). Damit hat er den Widerrufsgrund der längerfristi-
gen Freiheitsstrafe (Art. 62 Abs. 1 Bst. b AuG) gesetzt, was er zu Recht 
nicht bestreitet. Hingegen erachtet er die Entfernungsmassnahme als un-
verhältnismässig (Beschwerde Ziff. 7 und 17).

2.3 Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung bzw. die Wegwei-
sung ist auch bei Vorliegen eines Widerrufsgrunds nur dann zulässig, wenn 
sie aufgrund der im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als 
verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 BV und Art. 96 AuG). Im Rahmen 
dieser Prüfung sind die öffentlichen Interessen an der Entfernungsmass-
nahme aus Gründen der öffentlichen Sicherheit und Ordnung und die pri-
vaten Interessen der betroffenen Person am weiteren Verbleib in der 
Schweiz gegeneinander abzuwägen. Zu berücksichtigen ist die Gesamtheit 
der rechtswesentlichen Umstände im Einzelfall, namentlich die Schwere 
des Verschuldens, das Verhalten gegenüber der öffentlichen Ordnung und 
Sicherheit im Allgemeinen, die Rückfallgefahr, die Dauer der bisherigen 
Anwesenheit bzw. die Integration sowie die der betroffenen Person und 
ihrer Familie oder anderen Angehörigen drohenden Nachteile (vgl. 
BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.1; BVR 2013 S. 543 E. 4.1, je mit 
Hinweisen). 

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3.

Zum öffentlichen Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewil-
ligung und Wegweisung des Beschwerdeführers ist Folgendes festzuhal-
ten:

3.1 Ausgangspunkt der Beurteilung des öffentlichen Interesses ist das 
Verschulden, welches die betroffene Person mit der längerfristigen Frei-
heitsstrafe auf sich geladen hat. 

3.1.1 Die Schwere des Verschuldens bemisst sich regelmässig nach der 
Höhe der vom Strafgericht verhängten Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 [Pra 
97/2008 Nr. 87]; BVR 2013 S. 543 E. 4.2). Praxisgemäss sprechen Frei-
heitsstrafen ab 24 Monaten für ein schweres Verschulden, da dieses be-
reits als so gravierend eingestuft wird, dass ein vollständiger Aufschub der 
Strafe nicht mehr in Frage kommt und mindestens ein Teil zwingend voll-
zogen werden muss. Auch aus fremdenpolizeilicher Sicht bedeutet danach 
eine Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mehr als 24 Monaten in je-
dem Fall einen sehr schwerwiegenden Verstoss gegen die schweizerische 
Rechtsordnung (BGE 139 I 145 E. 2.3 und 3.4; vgl. hinsichtlich des Ver-
schuldens BGE 135 II 377 E. 4.4; BVR 2013 S. 543 E. 4.2.3).

3.1.2 Der Beschwerdeführer wurde am 11. September 2014 vom Regi-
onalgericht Bern-Mittelland wegen Menschenhandels und Förderung der 
Prostitution, beides mehrfach begangen, bandenmässiger Geldwäscherei, 
mehrfacher qualifizierter Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz und 
Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu einer Freiheitsstrafe von 
27 Monaten, unter Gewährung des bedingten Vollzugs für eine Teilstrafe 
von 21 Monaten mit einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer be-
dingten Geldstrafe von 110 Tagessätzen verurteilt (Akten MIDI 
pag. 357 ff.). Wie die POM zutreffend erwogen hat (angefochtener Ent-
scheid E. 4a), hat er hiermit ein schweres Verschulden auf sich geladen, 
übersteigt doch das Strafmass die Grenze für einen sehr schwerwiegenden 
Verstoss gegen die schweizerische Rechtsordnung (vgl. E. 3.1.1 hiervor). 
Der Beschwerdeführer wirkte während zwei Jahren massgeblich unter an-
derem beim Menschenhandel mit; in der Zeit von Mitte 2010 bis 5. Juni 
2012 spielte er im Netzwerk einer Landsfrau, welche zusammen mit einer 

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Organisation in Thailand systematisch Frauen angeworben und diese an-
schliessend in der Schweiz ausbeutete, eine zentrale Rolle (vgl. Akten MIDI 
pag. 487, 504 ff., 532). Gemäss der strafgerichtlichen Beurteilung sei er 
zwar hierarchisch in einer unteren Position gewesen. Er sei aber nicht nur 
ein Spielball gewesen, der nichts gewusst, nichts überlegt und lediglich 
ausgeführt habe. Im Gegenteil habe er mitgedacht und Ratschläge gege-
ben oder Aufträge erteilt (Akten MIDI pag. 532). Der Beschwerdeführer 
bestreitet denn die Ausführungen der Vorinstanz zum Verschulden auch 
nicht.

3.2 Zu berücksichtigen ist weiter das Verhalten des Beschwerdeführers 
gegenüber der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im Allgemeinen. Bei 
Personen, die mehrfach oder sogar regelmässig delinquiert haben, besteht 
aufgrund ihrer Einsichtslosigkeit ein erhebliches sicherheitspolizeiliches 
Interesse, sie aus der Schweiz wegzuweisen. Wiederholte oder gar noto-
rische Delinquenz zeigt in besonderer Weise, dass sich die betreffende 
Person von Strafurteilen nicht hat beeindrucken lassen, und führt zum 
Schluss, dass sie nicht willens oder fähig ist, sich an die hiesige Rechts-
ordnung zu halten (BGE 137 II 297 E. 3.3; BVR 2013 S. 543 E. 4.3 mit 
Hinweisen). – Wie die POM richtig erwogen hat, gründet die Verurteilung 
vom 11. September 2014 nicht auf einer einzelnen Straftat. Der Beschwer-
deführer betätigte sich vielmehr während zwei Jahren im Menschenhandel; 
seine strafbaren Handlungen fanden erst durch die Verhaftung ein Ende 
(vgl. Akten MIDI pag. 358, 449). Aus dem Umstand, dass diese Verurtei-
lung inzwischen in Anwendung von Art. 371 Abs. 3bis des Schweizerischen 
Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) im Privatauszug des Strafregisters 
nicht mehr erscheint, vermag der Beschwerdeführer nichts für sich abzu-
leiten (Beschwerde Ziff. 11): Im Strafregister ist die Verurteilung vom 
11. September 2014 noch nicht gelöscht (vgl. Art. 369 StGB). Zudem kön-
nen strafrechtlich relevante Daten selbst nach deren Löschung im Strafre-
gister in die Beurteilung des Verhaltens der ausländischen Person während 
ihrer gesamten Anwesenheit in der Schweiz einbezogen werden (vgl. BVR 
2013 S. 543 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Auf die Edition eines aktuellen Straf-
registerauszugs kann daher verzichtet werden; der entsprechende Beweis-
antrag (Beschwerde Ziff. 11) wird abgewiesen. Aktenkundig ist sodann, 
dass der Beschwerdeführer in den Jahren 2012 und 2013 je einmal wegen 

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Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsordnung zu Bussen von 
Fr. 150.-- bzw. Fr. 500.-- verurteilt worden ist (Akten MIDI pag. 261 und 
299 f.). Weitere Straftaten sind nicht aktenkundig; bezüglich des im Jahr 
2006 gegen den Beschwerdeführer angehobenen Strafverfahrens wegen 
häuslicher Gewalt erklärten die Eheleute im Rahmen des Scheidungsver-
fahrens ihr Desinteresse an der Weiterführung (Akten MIDI pag. 75 ff., 95 
und 229). Auch wenn der Beschwerdeführer nicht wiederholt wegen schwe-
ren Straftaten verurteilt worden ist, kann sein Verhalten gegenüber der öf-
fentlichen Sicherheit und Ordnung insgesamt nicht positiv bewertet werden, 
was in der Interessenabwägung leicht erschwerend zu gewichten ist.

3.3 Die Rückfallgefahr ist wie folgt zu beurteilen: 

3.3.1 Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, ist aus fremden-
polizeilicher Sicht das Risiko eines Rückfalls umso weniger hinzunehmen, 
je schwerer die Tat wiegt, welche die ausländische Person verübt hat (an-
gefochtener Entscheid E. 4c). Bei schweren Straftaten muss angesichts der 
von diesen Delikten ausgehenden potentiellen Gefahr für die Gesellschaft 
ausländerrechtlich selbst ein relativ geringes Rückfallrisiko nicht hinge-
nommen werden (BGE 139 I 16 E. 2.2.1, 139 I 31 E. 2.3.2). Da Art. 5 An-
hang I des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten 
andererseits über die Freizügigkeit (FZA; SR 0.142.112.681) hier nicht An-
wendung findet, ist das Vorliegen einer konkreten gegenwärtigen Gefahr 
nicht Voraussetzung. Vielmehr dürfen generalpräventive Überlegungen 
mitberücksichtigt werden (BGE 136 II 5 E. 4.2 im Umkehrschluss; jüngst 
etwa BGer 2C_986/2016 vom 4.4.2017 E. 2.2). Der konkreten Prognose 
über das Wohlverhalten (und somit der Rückfallgefahr) sowie dem Resozi-
alisierungsgedanken des Strafrechts ist zwar im Rahmen der umfassenden 
fremdenpolizeilichen Interessenabwägung ebenfalls Rechnung zu tragen; 
die beiden Umstände geben aber nicht den Ausschlag (BGE 136 II 5 
E. 4.2; zum Ganzen BVR 2013 S. 543 E. 4.4.1 mit Hinweisen).

3.3.2 Der Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen einer Rückfallgefahr. 
Die Verurteilung und die drohenden ausländerrechtlichen Folgen würden 
ihn von der Begehung weiterer Straftaten abhalten. Die zweijährige Probe-
zeit habe er klaglos überstanden. Er sei zu 100 % berufstätig und verfüge 

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über ein soziales Netz an Bekannten, welche ihn ebenfalls von der Bege-
hung von Straftaten abhalten würden (Beschwerde Ziff. 12 ff.). – Es ist 
zwar grundsätzlich positiv zu werten, dass der Beschwerdeführer seit sei-
ner Verhaftung im Juni 2012 (Akten MIDI pag. 449) – mit Ausnahme einer 
Strassenverkehrswiderhandlung (vgl. vorne E. 3.2) – soweit aktenkundig 
nicht mehr strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. Dennoch ist nicht zu 
beanstanden, dass die Vorinstanz sein Wohlverhalten relativiert hat, befand 
er sich doch zunächst in Untersuchungshaft und in einem hängigen Straf-
verfahren bzw. im Strafvollzug und in der Probezeit (bis September 2016; 
vgl. Akten MIDI pag. 371, 377). Zudem steht er bis heute unter dem Druck 
der drohenden Wegweisung (vgl. zu einer vergleichbaren Würdigung BGer 
2C_208/2016 vom 21.12.2016 E. 5.2). Ob er sich auch nach Wegfall dieses 
Drucks längerfristig wohlverhalten wird, ist offen. Die persönliche Situation 
des Beschwerdeführers gestaltet sich aktuell nicht wesentlich anders als im 
Zeitraum der Tatbegehungen; insbesondere hatte ihn bereits damals sein 
Bekanntenkreis nicht von schwerer Delinquenz abhalten können und ist 
seine finanzielle Situation trotz der Vollzeitanstellung weiterhin eher ange-
spannt (vgl. Beschwerde Ziff. 18 f.; Beschwerdebeilage [BB] 3; Akten POM 
Beilage 7 zur Beschwerde). Der Beschwerdeführer delinquierte hauptsäch-
lich aus finanziellen Motiven (Akten MIDI pag. 532); im Strafverfahren 
zeigte er zudem wenig Einsicht (vgl. Akten MIDI pag. 533 f.), was auf ein 
mangelndes Unrechtsbewusstsein schliessen lässt. Unter diesen Umstän-
den ist nicht auszuschliessen, dass er sich erneut zu illegalem Handeln 
hinreissen lässt. Seine Vorbringen, das ausländerrechtliche Verfahren so-
wie der Freiheitsentzug hätten eine Schock- und Warnwirkung gehabt und 
er sei sich der Folgen seiner Taten bewusst, vermögen an dieser Einschät-
zung nichts zu ändern (Beschwerde Ziff. 14). Insgesamt kann ein gewisses 
Rückfallrisiko nicht ausgeschlossen werden. Ein solches ist praxisgemäss 
nicht hinzunehmen. Im Übrigen spielen nach dem Gesagten die konkrete 
Prognose über das Wohlverhalten des Beschwerdeführers sowie der Re-
sozialisierungsgedanke des Strafrechts keine ausschlaggebende Rolle, 
sondern sind auch generalpräventive Überlegungen zu gewichten (vgl. 
vorne E. 3.3.1). 

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3.4 Im Ergebnis ist der Auffassung der Vorinstanz beizupflichten, wo-
nach ein sehr gewichtiges öffentliches Interesse an der strittigen Fernhal-
temassnahme bestehe.

4.

Diesem öffentlichen Interesse sind die privaten Interessen am Verbleib des 
Beschwerdeführers in der Schweiz gegenüberzustellen, wobei die Dauer 
der Anwesenheit und die Integration in die hiesigen Verhältnisse sowie die 
dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen drohenden Nachteile zu 
berücksichtigen sind.

4.1 Der Beschwerdeführer reiste im Mai 2003 in die Schweiz ein und 
hält sich nunmehr seit über 14 Jahren hier auf. Diese Aufenthaltsdauer ist 
zwar insofern zu relativieren, als er während mehrerer Monate inhaftiert 
war und seine Anwesenheit seit der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbe-
willigung im August 2016 nur noch auf der aufschiebenden Wirkung der 
dagegen erhobenen Rechtsmittel beruht (vgl. dazu BGE 137 II 10 E. 4.3 
und 4.6; BVR 2013 S. 543 E. 5.1). Dennoch fällt die Aufenthaltsdauer ins-
gesamt relativ lang aus, was auch die POM nicht verkannt hat (angefoch-
tener Entscheid E. 5a).

4.2 Zur Integration ist Folgendes zu festzustellen: Wie die POM zutref-
fend ausführt, spricht bereits die Straffälligkeit des Beschwerdeführers ge-
gen eine erfolgreiche Integration, ist doch die Respektierung der rechts-
staatlichen Ordnung ein wichtiger Aspekt jeglicher Integration (vgl. Art. 4 
Bst. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 über die Integration von 
Ausländerinnen und Ausländern [VIntA; SR 142.205]). In beruflich-wirt-
schaftlicher Hinsicht ist anzuerkennen, dass der Beschwerdeführer wäh-
rend seines bisherigen Aufenthalts bestrebt war, einer Erwerbstätigkeit 
nachzugehen, zeitweise war er aber arbeitslos (vgl. Akten MIDI 
pag. 323 ff., 412 ff.). Inzwischen verfügt er über eine Vollzeitanstellung und 
wird von seiner Arbeitgeberin offenbar sehr geschätzt (vgl. BB. 4). In der 
Zeit vom 16. Oktober 2012 bis 31. Juli 2013 bezog er Sozialhilfeleistungen 
in der Höhe von insgesamt Fr. 17ʹ085.85 (vgl. Akten MIDI pag. 323 ff., 354, 

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412 ff.). Er ist zudem im Betreibungsregister mit Betreibungen und Verlust-
scheinen verzeichnet (vgl. Akten MIDI pag. 381). Hinsichtlich der sozialen 
Integration hat die POM festgestellt, dass sich der Beschwerdeführer in der 
Schweiz beinahe ausschliesslich innerhalb der thailändischen Diaspora 
bewegt (angefochtener Entscheid E. 5d). Der Beschwerdeführer setzt sich 
mit diesen zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen kaum auseinander; 
er verweist lediglich darauf, dass er über «einen grösseren Bekannten-
kreis» verfüge (Beschwerde Ziff. 12). Die zu den Akten gegebenen Schrei-
ben von Bekannten zeichnen das Bild eines fröhlichen, hilfsbereiten und 
fleissigen Mannes; intensive soziale Bindungen, deren Abbruch den Be-
schwerdeführer besonders hart treffen würde, sind damit jedoch ebenso 
wenig dargetan wie eine besondere Verwurzelung in der hiesigen Gesell-
schaft, zumal die Referenzschreiben von Schweizer Bürgerinnen und Bür-
gern mit thailändischen Wurzeln stammen bzw. von solchen, die aufgrund 
Heirat mit der thailändischen Kultur verbunden sind (vgl. BB 3; Akten POM 
Beilage 7 zur Beschwerde). Der Beschwerdeführer verfügt hier zudem über 
keine familiären Beziehungen (mehr), welche mit einer engeren Bindung an 
den Gaststaat einhergehen können (vgl. vorne E. 2.1). In sprachlicher Hin-
sicht macht er nicht geltend, dass seine Deutschkenntnisse inzwischen das 
Niveau A2.1 übersteigen würden (vgl. angefochtener Entscheid E. 5d). 
Gemessen an seiner faktischen Aufenthaltsdauer fallen die Deutschkennt-
nisse des Beschwerdeführers somit eher bescheiden aus. Gesamthaft be-
trachtet ist angesichts der relativ langen Aufenthaltsdauer von einer unter-
durchschnittlichen Integration auszugehen. 

4.3 Zu würdigen sind schliesslich die dem Beschwerdeführer durch die 
Wegweisung drohenden Nachteile: Der heute 51-jährige Beschwerdeführer 
reiste im Alter von knapp 37 Jahren in die Schweiz ein. Er hat somit den 
überwiegenden und für seine Persönlichkeit prägenden Teil seines Lebens 
in Thailand verbracht. Dort leben seine vier inzwischen erwachsenen Kin-
der aus erster Ehe, zu denen unbestrittenermassen intakte Beziehungen 
bestehen (vgl. angefochtener Entscheid E. 5e mit Aktenverweisen). Auch 
sein jüngster heute 12-jähriger Sohn, welcher über das schweizerische 
Bürgerrecht verfügt, ist inzwischen in Thailand ansässig (vgl. Akten POM 
Beilage 32 zur Beschwerde). Der Beschwerdeführer ist zudem seit dem 
3. Mai 2013 mit einer in Thailand lebenden Landsfrau verheiratet (vgl. Ak-

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Seite 12

ten MIDI pag. 314 f.). Zuletzt hielt er sich zu Beginn dieses Jahres länger 
als einen Monat in seinem Heimatland auf (vgl. Schreiben vom 20.12.2016 
inkl. Beilagen in unpag. Akten POM). Bei dieser Sachlage ist davon auszu-
gehen, dass die Bindungen des Beschwerdeführers zu seinem Heimatland 
nach wie vor sehr eng sind und er mit den dortigen gesellschaftlichen und 
kulturellen Gepflogenheiten noch bestens vertraut ist. Auch in beruflich-
wirtschaftlicher Hinsicht sind keine besonderen Hindernisse für eine Rein-
tegration in Thailand ersichtlich. Der Beschwerdeführer hat in Thailand ei-
nen Maturaabschluss gemacht und war während 17 Jahren als Berufssol-
dat tätig (vgl. Akten MIDI pag. 532 f.). Gemäss unbestritten gebliebener 
Feststellung der POM bezieht er in Thailand eine Militärrente (angefochte-
ner Entscheid E. 5e). Insgesamt ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass eine 
Rückkehr ins Heimatland ohne weiteres möglich und zumutbar ist; der Be-
schwerdeführer stellt dies denn auch nicht in Abrede. 

4.4 Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Anwesenheits-
dauer des Beschwerdeführers in der Schweiz zu seinen Gunsten ins Ge-
wicht fällt; er hat sich hier aber nur unterdurchschnittlich integrieren kön-
nen. In familiärer Hinsicht drohen ihm im Fall der Nichtverlängerung der 
Aufenthaltsbewilligung keine Nachteile und es stehen seiner Rückkehr 
nach Thailand keine besonderen Hindernisse entgegen. 

5.

5.1 Die Abwägung der massgeblichen öffentlichen und privaten Interes-
sen ergibt Folgendes: Der Beschwerdeführer wurde wegen mehrfachen 
Menschenhandels und Förderung der Prostitution, bandenmässiger Geld-
wäscherei, qualifizierter Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz und 
Widerhandlung gegen das Waffengesetz zu einer teilbedingten Freiheits-
strafe von 27 Monaten verurteilt. Er hat sich aus vorab finanziellen Motiven 
am Menschenhandel beteiligt und damit ein erhebliches Verschulden auf 
sich geladen. Verbunden mit der nicht gänzlich auszuschliessenden Rück-
fallgefahr begründet dies ein insgesamt gewichtiges öffentliches Interesse 
an der strittigen Entfernungsmassnahme. Die Interessen an einem Verbleib 
des Beschwerdeführers in der Schweiz haben dagegen zurückzustehen: 

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Zwar fällt seine Aufenthaltsdauer relativ lang aus; gleichwohl hat er sich nur 
mangelhaft in die hiesigen Verhältnisse integrieren können. Die Rückkehr 
ins Heimatland ist dem Beschwerdeführer ohne weiteres zumutbar. Er ist 
dort aufgewachsen und mit der Sprache und der Kultur nach wie vor bes-
tens vertraut. Neben seinen vier erwachsenen Kindern leben auch sein 
minderjähriger Sohn aus der Ehe mit einer Schweizer Bürgerin sowie seine 
heutige Ehefrau in Thailand; demgegenüber verfügt er in der Schweiz über 
keine Angehörigen. Bei dieser Ausgangslage überwiegt das gewichtige 
öffentliche Interesse, Personen, die wie der Beschwerdeführer schwer de-
linquiert haben, aus der Schweiz wegzuweisen. Die Interessenabwägung 
der Vorinstanz ist demnach nicht zu beanstanden. 

5.2 Inwiefern Gründe für die Erteilung einer neuen Bewilligung bestehen 
sollen, wie der Beschwerdeführer in seinem Eventualstandpunkt geltend 
macht (vgl. vorne Bst. C), ist nicht erkennbar. Da der Beschwerdeführer 
den Widerrufsgrund nach Art. 62 Abs. 1 Bst. b AuG gesetzt hat und sich die 
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung auch als verhältnismässig 
erweist, fällt die ermessensweise Verlängerung oder Neuerteilung einer 
Aufenthaltsbewilligung ausser Betracht (Art. 33 Abs. 3 AuG; vgl. dazu BVR 
2011 S. 289 E. 6 und 2013 S. 73 E. 3.2; s. auch BVR 2015 S. 391 E. 8.1). 
Soweit der Beschwerdeführer den vorinstanzlichen Kostenschluss auch für 
den Fall der Beschwerdeabweisung beanstanden sollte (vgl. vorne Bst. C), 
ist festzuhalten, dass dieser sich nach dem Gesagten als rechtmässig er-
weist. Gegenteiliges wird denn vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan. 

6.

Nach dem Gesagten hält der angefochtene Entscheid der Rechtskontrolle 
stand. Die Beschwerde erweist sich als unbegründet und ist abzuweisen. 
Da die von der Vorinstanz angesetzt Ausreisefrist abgelaufen ist, ist praxis-
gemäss eine neue anzusetzen. 

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7.

7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Be-
schwerdeführer grundsätzlich kostenpflichtig; entschädigungspflichtige 
Parteikosten sind keine angefallen (Art. 108 Abs. 1 und 3 i.V.m. Art. 104 
Abs. 1 und 3 VRPG). Er hat indes für das verwaltungsgerichtliche Verfah-
ren um unentgeltliche Rechtspflege unter Beiordnung seines Rechtsver-
treters ersucht. 

7.2 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei von 
den Verfahrenskosten, wenn sie ihre Prozessbedürftigkeit nachweist und 
das Verfahren nicht von vornherein aussichtslos ist (Art. 111 Abs. 1 VRPG; 
vgl. auch Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. De-
zember 2008 [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272]). Ein Prozess ist nicht 
aussichtslos, wenn berechtigte Hoffnung besteht, ihn zu gewinnen, das 
heisst wenn Gewinnaussichten und Verlustgefahren sich ungefähr die 
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Als aussichtslos 
sind nach der bundesgerichtlichen Praxis demgegenüber Prozessbegehren 
anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als 
die Verlustgefahren und deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden 
können. Massgebend ist dabei, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel 
verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen 
oder aber davon absehen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie 
auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb aus-
tragen können, weil er sie nichts kostet (BVR 2016 S. 369 E. 3.1; BGE 
142 III 138 E. 5.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen 
VRPG, 1997, Art. 111 N. 12). 

7.3 Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde muss in der Sache als von 
vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Die Vorinstanz hat im ange-
fochtenen Entscheid unter zutreffender Wiedergabe der klaren Rechtspre-
chung sorgfältig begründet, weshalb die aufenthaltsbeendende Mass-
nahme rechtmässig ist. Dies darf bei der Beurteilung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im oberinstanzlichen Rechtsmittelverfahren berücksichtigt 
werden (vgl. BVR 2015 S. 487 E. 7.2 mit Hinweisen). Der Beschwerdefüh-
rer setzt sich kaum mit den vorinstanzlichen Erwägungen auseinander und 
bringt nichts wesentlich Neues vor; seine Argumente erschöpfen sich viel-

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mehr in Ausführungen zur Rückfallgefahr sowie im Hinweis auf seinen Be-
kanntenkreis und seine Erwerbstätigkeit. Bei dieser Sachlage kann nicht 
davon ausgegangen werden, dass sich zum Zeitpunkt der Gesuchseinrei-
chung im verwaltungsrechtlichen Verfahren die Gewinn- und Verlustaus-
sichten ungefähr die Waage hielten bzw. jene nur geringfügig kleiner waren 
als diese. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist bereits aus die-
sem Grund abzuweisen, ohne dass die Prozessarmut zu prüfen wäre.

7.4 Da über das Gesuch erst im Rahmen des vorliegenden Sachent-
scheids befunden wird und der Beschwerdeführer keine Gelegenheit hatte, 
die Beschwerde nach Abweisung des Gesuchs zurückzuziehen und damit 
Kosten zu sparen, sind diese praxisgemäss bloss in der Höhe der üblichen 
Abschreibungsgebühr zu erheben (BVR 2014 S. 437 E. 7.9). Für den Ent-
scheid über das Gesuch sind keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 112 
Abs. 1 VRPG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. Dem Beschwerdeführer wird eine 
Ausreisefrist angesetzt auf den 20. Dezember 2017.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 500.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt.

4. Es werden keine Parteikosten gesprochen.

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5. Zu eröffnen:
- dem Beschwerdeführer
- der Polizei- und Militärdirektion des Kantons Bern
- dem Staatssekretariat für Migration

Der Abteilungspräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 
17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.