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**Case Identifier:** fa26009b-9629-5e04-88c2-a37b54510ec1
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-26
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 26.07.2018 710 17 391 / 394
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-17-391---394_2018-07-26.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 26. Juli 2018 (710 17 391 / 194) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

 

Schadenersatz; Verantwortlichkeit einer Geschäftsführerin einer GmbH im Zusammen-

hang mit unterlassenen Lohnsummenanpassungen bejaht.  

 

 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantonsrichter 

Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Felix Schürch, Rechts-
anwalt und Notar, Buchenstrasse 5, Postfach, 6210 Sursee 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Luzern, Würzenbachstrasse 8, Postfach, 
6000 Luzern 15, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Schadenersatz 
 
 
 
A. Die B.____ GmbH (GmbH) war als beitragspflichtige Arbeitgeberin bei der Ausgleichs-
kasse Luzern (Kasse) angeschlossen. Im Rahmen einer Übertragung ihrer Stammanteile ver-
legte sie Ende des Jahres 2014 ihren Sitz in den Kanton Basel-Landschaft. Am 8. März 2016 
wurde über die GmbH der Konkurs eröffnet. Am 11. Mai 2016 wurde das Konkursverfahren 
mangels Aktiven eingestellt.  
 

 
 
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B. Mit Verfügung vom 20. März 2017 forderte die Kasse von A.____ als ehemalige Ge-
schäftsführerin der GmbH Schadenersatz für ausstehende Lohnbeiträge ab 27. August 2013 bis 
Ende Dezember 2014 in der Höhe von Fr. 47‘674.05. Daran hielt sie auf Einsprache hin mit 
Entscheid vom 20. Oktober 2017 fest. 
 
C. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Rechtsanwalt Felix Schürch, am 
22. November 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, der angefochtene Entscheid 
der Kasse sei aufzuheben und es sei der geschuldete Betrag auf Fr. 10‘917.15 zu reduzieren, 
eventualiter sei die Angelegenheit zur ergänzenden Abklärung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen, unter o/e-Kostenfolge unter anderem auch für das vorinstanzliche Einspracheverfahren. 
Die unbezahlt gebliebenen Lohnbeiträge gemäss Jahresabrechnung 2013 vom 13. Februar 
2014 im Zusammenhang mit offenen Tilgungsraten im Umfang von Fr. 4‘000.—, gemäss Akon-
to-Rechnung über Fr. 3‘560.20 vom 12. Dezember 2014 und gemäss Jahresabrechnung 2014 
vom 30. Juni 2015 über Fr. 29‘196.70 seien im Zeitpunkt ihres effektiven Austritts noch nicht 
fällig gewesen. Zudem habe sie weder absichtlich noch grobfahrlässig Vorschriften missachtet. 
Die Haftung in Verbindung mit diesen drei Rechnungen im Umfang von insgesamt Fr. 36‘756.90 
sei zu verneinen. Die Schadenersatzverfügung im Umfang ursprünglich von Fr. 47‘674.05 sei 
demnach auf Fr. 10‘917.15 zu reduzieren. 
 
D. Die Kasse schloss mit Vernehmlassung vom 25. Januar 2018 auf Abweisung der Be-
schwerde. 
 
E. Mit Replik vom 23. März 2018 und Duplik vom 24. April 2018 hielten die Parteien an ih-
ren Rechtsbegehren und den damit verbundenen Begründungen fest. 
 
Auf deren Ausführungen ist soweit notwendig in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen. 
 
F. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 8. Mai 2018 wurde festgestellt, dass sich eine 
Beweisabnahme im Zusammenhang mit dem Antrag der Beschwerdeführerin, die Buchhal-
tungsunterlagen der gelöschten GmbH für das Jahr 2014 beizuziehen, als unmöglich erweise.  
Gleichzeitig wurde die Angelegenheit dem Gericht zur Beurteilung überwiesen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver-
sicherungsrechtes (ATSG) vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide der Versi-
cherungsträger Beschwerde erhoben werden. Jeder Kanton bestellt ein Versicherungsgericht 
als einzige Instanz zur Beurteilung von Beschwerden aus dem Bereich der Sozialversicherung 
(Art. 57 ATSG). Laut § 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist das Kantonsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons zur Beurteilung von Beschwerden gegen Einspracheentschei-
de der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG sachlich zuständig. 

 
 
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1.2 Nach Art. 52 Abs. 5 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversiche-
rung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 ist in Abweichung von Art. 58 Abs. 1 ATSG für Be-
schwerden betreffend Schadenersatzansprüche der Ausgleichskassen das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons zuständig, in dem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat, beziehungs-
weise die als Arbeitgeberin auftretende juristische Person ihr statutarisches Domizil hat, unge-
achtet des jeweiligen Wohnsitzes der in Anspruch genommenen Organe. Bevor sie mangels 
Wiederherstellung des gesetzmässigen Zustands von Amtes wegen auf aufgelöst erklärt wor-
den war, hatte die GmbH ihren Sitz im Kanton Basel-Landschaft. Damit ist auch die örtliche 
Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben. Auf die im Übrigen form- und fristgerecht erhobe-
ne Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Nach Art. 52 Abs. 1 AHVG hat ein Arbeitgeber, welcher der Versicherung durch ab-
sichtliche oder grobfahrlässige Missachtung von Vorschriften einen Schaden zufügt, diesen zu 
ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die 
Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Perso-
nen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den 
ganzen Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG). Die Haftung nach Art. 52 AHVG sieht eine 
Verschuldenshaftung nach öffentlichem Recht vor. Damit eine Schadenersatzpflicht entstehen 
kann, müssen alle Haftungsvoraussetzungen gegeben sein, d.h. es muss ein Schaden einge-
treten sein, der auf widerrechtliches und schuldhaftes Verhalten der Arbeitgeberin und –
 subsidiär – des verantwortlichen Organs zurückzuführen ist. 
 
2.2 Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG sowie die dazu entwi-
ckelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestimmungen sinngemäss 
Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invaliden-
versicherung vom 19. Juni 1959), Erwerbsersatz- (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den 
Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft vom 25. September 1952) und Arbeits-
losenversicherungsbeiträge (Art. 6 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosen-
versicherung und die Insolvenzentschädigung vom 25. Juni 1982) sowie auf jene an die Famili-
enausgleichskassen gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen vom 24. März 2006 
(Art. 25 lit. c). 
 
3.1 Der Schaden der Ausgleichskasse besteht bei einer Anwendung von Art. 52 Abs. 1 
AHVG darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des 
Schadens entspricht dabei dem Betrag, den die Kasse nicht erhältlich machen kann. Verwal-
tungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszinsen 
bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 384 
E. 3bb mit Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 27. August 2013, 9C_646/2012, 
E. 4.1; zum Ganzen: THOMAS NUSSBAUMER, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatz-
prozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Die Beschwerdegegnerin 
macht aufgrund der ungedeckt gebliebenen Forderung einen Schaden im Umfang Fr. 47‘674.05  
geltend. Die Höhe des Schadens wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten, sodass das 
Kantonsgericht keine Veranlassung hat, die Berechnung eingehend zu überprüfen. Der Verwal-

 
 
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tungsprozess ist zwar vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht, dieser entbindet jedoch die 
rechtsuchende Partei nicht davon, selber die Beanstandungen vorzubringen und ihrerseits zur 
Feststellung des Sachverhaltes beizutragen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG, heute: Schweizerisches Bundesgericht, Sozialrechtliche Abteilungen] vom 21. April 2006 
H 157/05, E. 2.2). Mangels offenkundiger Anhaltspunkte für Berechnungsfehler ist die Scha-
densberechnung der Beschwerdegegnerin daher zu bestätigen und von einem vorliegend rele-
vanten Schadensbetrag von Fr. 47‘674.05 auszugehen. 
 
3.2 Der Schaden der Ausgleichskasse muss auf ein widerrechtliches Verhalten des Scha-
denersatzpflichtigen zurückzuführen sein. Art. 14 Abs. 1 AHVG in Verbindung mit Art. 34 ff. der 
Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) vom 31. Oktober 1947 
schreibt vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu 
bringen und zusammen mit seinen eigenen Beiträgen der Ausgleichskasse periodisch zu ent-
richten hat. Diese werden von der Ausgleichskasse aufgrund der voraussichtlichen Lohnsumme 
festgesetzt, wobei die Arbeitgeber wesentliche Änderungen der Lohnsumme während des Jah-
res zu melden haben. Nach Ablauf einer Abrechnungsperiode, welche jeweils das Kalenderjahr 
umfasst, nimmt die Ausgleichskasse aufgrund der Abrechnung der Arbeitgeber den Ausgleich 
zwischen den geleisteten Akontobeiträgen und den tatsächlich geschuldeten Beiträgen vor, 
wobei ausstehende Beiträge innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen sind (Art. 36 
Abs. 3 und 4 AHVV). Diese Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine 
gesetzlich vorgeschriebene öffentlich-rechtliche Aufgabe. Dazu erklärte das Bundesgericht wie-
derholt, dass die Nichterfüllung dieser öffentlich-rechtlichen Aufgabe eine Missachtung von Vor-
schriften im Sinne von Art. 52 AHVG bedeute und die volle Schadensdeckung nach sich ziehe 
(BGE 111 V 173 E. 2 und 118 V 195 E. 2a; Urteil des EVG vom 21. April 2006, H 157/05, 
E. 4.1; vgl. auch MARCO REICHMUTH, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach 
Art. 52 AHVG, Freiburg 2008, Rz. 504). Im vorliegenden Fall muss der GmbH insofern eine 
Missachtung von Vorschriften vorgeworfen werden, als sie in den Jahren 2013 und 2014 den ihr 
obliegenden Abrechnungs- und Zahlungsverpflichtungen nicht bzw. nur unvollständig nachge-
kommen ist. Letztlich blieben Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der nun-
mehr geltend gemachten Höhe von Fr. 47‘674.05 offen. Damit hat die GmbH gegen die ihr ob-
liegenden gesetzlichen Pflichten als Arbeitgeberin verstossen und damit öffentlich-rechtliche 
Vorschriften verletzt. 
 
3.3. Zwischen dem bei der Ausgleichskasse eingetretenen Schaden und dem pflichtwidrigen 
Verhalten der Arbeitgeberin bzw. ihrer Organe muss sodann ein adäquater Kausalzusammen-
hang bestehen (BGE 119 V 406 E. 4a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts vom 
2. November 2012, 9C_369/2012 und 9C_370/2012, E. 7.1; so auch Urteile des Kantonsge-
richts vom 7. April 2016, 710 14 238/84, E. 6 und vom 10. Dezember 2015, 710 14 283/326, 
E. 3.4). Vorliegend ist offensichtlich, dass die Nichterfüllung der der GmbH als Arbeitgeberin 
obliegenden Pflicht zur vollständigen Begleichung der paritätischen Sozialversicherungsbeiträ-
ge für den bei der Kasse entstandenen Schaden kausal ist und dass ein derartiges Verhalten 
nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, den 
eingetretenen Erfolg zu bewirken. Der adäquate Kausalzusammenhang ist somit gegeben.  
 

 
 
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3.4 Art. 52 Abs. 1 AHVG setzt für die Haftbarkeit des Arbeitgebers voraus, dass die Miss-
achtung von Vorschriften in absichtlicher oder grobfahrlässiger Weise erfolgt ist. Sowohl den 
Arbeitgeber wie auch das allfällige Arbeitgeberorgan muss ein Verschulden treffen; verlangt 
wird somit ein doppeltes oder zweistufiges Verschulden (REICHMUTH, a.a.O., Rz. 535). Das 
Bundesgericht geht in seiner Praxis allerdings davon aus, dass bei Verletzung der Beitragszah-
lungs- und Abrechnungspflicht ein Verschulden des Arbeitgebers grundsätzlich gegeben ist. 
Lediglich wenn besondere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als er-
laubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen, entfällt eine Haftung (THOMAS NUSSBAUMER, Die 
Haftung des Verwaltungsrates nach Art. 52 AHVG [Haftung des Verwaltungsrates], in: 
AJP 1996 S. 1077 f. mit Hinweisen auf BGE 108 V 186 E. 1b und ZAK 1985 S. 576 E. 2). In 
diesem Zusammenhang ist zu betonen, dass fehlende finanzielle Mittel der Gesellschaft für sich 
allein keinen Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgrund darstellen, da ansonsten die Haf-
tungsvorschrift von Art. 52 Abs. 1 AHVG weitgehend ihres Gehaltes entleert würde. Es liegen 
weder Anhaltspunkte vor noch werden solche geltend gemacht, die das fehlerhafte Verhalten 
der GmbH im Zusammenhang mit der Beitragsabrechnung und -ablieferung als gerechtfertigt 
erscheinen liessen, beziehungsweise ein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahr-
lässigkeit ausschliessen würden. Besondere Umstände, welche die Verletzung der Beitragszah-
lungspflicht ausnahmsweise als gerechtfertigt erscheinen lassen, sind jedenfalls nicht ersicht-
lich. Dies wäre namentlich dann der Fall, wenn Sozialversicherungsbeiträge vorübergehend in 
der Absicht zurückbehalten worden wären, in einer schwierigen finanziellen Situation die Exis-
tenz des Unternehmens zu retten (BGE 108 V 187 E. 2). Solche Bemühungen – etwa die Einlei-
tung von Sanierungsmassnahmen – sind hier nicht gegeben. Es ist zudem festzuhalten, dass 
gerade in finanziell schwierigen Zeiten besonders auf die regelmässige Entrichtung der Sozial-
versicherungsbeiträge zu achten ist, was eine ständige Überwachung der Abrechnungen und 
Zahlungen bedingt. So hielt das Bundesgericht wiederholt fest, eine Arbeitgeberin dürfe bei fi-
nanziellen Schwierigkeiten grundsätzlich immer nur so viel Lohn ausbezahlen, als die darauf 
unmittelbar entstehenden Beitragsforderungen gedeckt seien (Urteil des Bundesgerichts vom 
17. September 2007, 9C_111/2007, E. 3.1, mit Hinweisen). Somit steht fest, dass die Schaden-
ersatzforderung ihre Ursache in einer Missachtung der Vorschriften zur Beitragszahlungs- und 
Abrechnungspflicht hat. Da die Missachtung dieser Pflichten als schuldhaftes Verhalten zu qua-
lifizieren ist, muss die Haftung der GmbH für den entstandenen Schaden bejaht werden.  
 
4.1 Ist der Arbeitgeber eine juristische Person, die im Zeitpunkt der Geltendmachung der 
Haftung nicht mehr besteht oder infolge Konkurseröffnung nicht mehr belangbar ist, so können 
gegebenenfalls subsidiär die verantwortlichen Organe in Anspruch genommen werden 
(BGE 123 V 15 E. 5b, 122 V 66 E. 4a, 119 V 405 E. 2, 114 V 219 ff. E. 3). In BGE 129 V 11 ff. 
hat das Bundesgericht diese Rechtsprechung bestätigt und entschieden, dass kein Anlass be-
stehe, von der konstanten Rechtsprechung zur Arbeitgeber-Organhaftung abzuweichen 
(BGE 129 V 11 ff. E. 3 mit zahlreichen Hinweisen; vgl. zum Ganzen auch NUSSBAUMER, Haf-
tung des Verwaltungsrates, S. 1071 ff., insbesondere S. 1075 f.). 
 
4.2 Bei der Prüfung der Organhaftung bei der Gesellschaft mit beschränkter Haftung 
(GmbH) ist zu beachten, dass die GmbH grundsätzlich eine dreiteilige Organisation aufweist: 
Von Gesetzes wegen sind als Organe die Gesellschafterversammlung (Art. 808 ff. des Bundes-

 
 
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gesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [OR] vom 30. März 
1911), die Geschäftsführung und Vertretung (durch alle Gesellschafter [sog. Selbstorganschaft] 
bzw. durch einzelne Gesellschafter oder durch Dritte [sog. Drittorganschaft], Art. 811ff. OR) so-
wie die Kontrolle (entweder durch die nicht geschäftsführenden Gesellschafter oder durch eine 
Kontrollstelle, Art. 819 OR) vorgesehen. Grundsätzlich sieht das Gesetz in Art. 811 Abs. 1 OR 
die Selbstorganschaft vor, d.h. die Geschäftsführung und Vertretung erfolgt durch alle Gesell-
schafter. In dieser Konstellation ist dann auch jeder Gesellschafter zugleich Organ der Gesell-
schaft (ERIC L. DREIFUSS/ANDRÉ E. LEBRECHT, Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, 
Obligationenrecht II, Basel/Frankfurt am Main 1994, N 1 und 4 zu Art. 808).  
 
4.3 Gemäss Art. 827 OR gelten für die Verantwortlichkeit der bei der Gesellschafts-
gründung beteiligten und der mit der Geschäftsführung und der Kontrolle einer GmbH betrauten 
Personen sowie der Liquidatoren die Bestimmungen über die Aktiengesellschaft analog. Die 
Kriterien, welche die Rechtsprechung für die Organhaftung bei der Aktiengesellschaft gebildet 
hat, lassen sich daher auf die Organe einer GmbH übertragen (vgl. THOMAS NUSSBAUMER, Das 
Schadenersatzverfahren nach Art. 52 AHVG [Schadenersatzverfahren], in: Schaffhauser/Kieser 
[Hrsg.], Aktuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 104). Ist demnach 
eine GmbH als Selbstorganschaft organisiert, herrscht in Bezug auf Art. 52 AHVG Klarheit über 
die haftbaren Organe. Alle Gesellschafter sind in analoger Anwendung von Art. 754 OR in Ver-
bindung mit Art. 759 Abs. 1 OR sowohl der Gesellschaft als auch den Gesellschaftsgläubigern 
für den Schaden verantwortlich, den sie durch absichtliche oder fahrlässige Verletzung der 
ihnen obliegenden Pflichten verursachen, wobei sie solidarisch dafür haften, wenn sie für den 
gleichen Schaden verantwortlich sind (BGE 114 V 214 E. 3). In den Entscheiden 126 V 237 ff. 
und AHI-Praxis 2002 S. 172 ff. hat sich das damalige EVG sodann mit der Verantwortlichkeit 
von eingesetzten Geschäftsführern einer GmbH (im Sinne der Drittorganschaft nach 
Art. 812 OR) befasst. Es hat darauf hingewiesen, dass die Haftungsgrundsätze bei der AG nicht 
unbesehen auf die GmbH angewendet werden können. Nach Art. 716 Abs. 2 OR führt der Ver-
waltungsrat die Geschäfte der AG, soweit er diese nicht der Geschäftsführung übertragen hat. 
Wesentliche, in Art. 716a OR umschriebene Aufgaben bleiben indessen unübertragbar. Nach 
der geltenden gesetzlichen Regelung steht bei der AG somit die Verantwortung des Verwal-
tungsrates im Vordergrund. Demgegenüber können Gesellschafter einer GmbH von Gesetzes 
wegen die Geschäftsführung als Ganzes übertragen (Drittorganschaft nach Art. 812 OR). Für 
auf diese Weise eingesetzte Geschäftsführer gelten die Verantwortlichkeitsvorschriften von ge-
schäftsführenden Gesellschaftern (Art. 812 Abs. 2 OR). Mithin können Geschäftsführer einer 
AG, die nicht zugleich Verwaltungsräte sind, nicht mit denjenigen einer GmbH verglichen wer-
den, welche nicht Gesellschafter sind. Die Verantwortlichkeit der Geschäftsführung bei der 
GmbH geht weiter, weshalb es sich - so die Folgerung des EVG - rechtfertigt, sie auch der for-
mellen Organhaftung zu unterstellen (AHI-Praxis 2002 S. 173 E. 3c). 
 
5.1 Gemäss den Handelsregisterauszügen war die Beschwerdeführerin seit der Gründung 
der GmbH als deren Geschäftsführerin mit Einzelunterschriftsberechtigung im Handelsregister 
eingetragen. Zwischen den Parteien ist deshalb zu Recht unbestritten geblieben, dass ihr in 
dieser Eigenschaft eine formelle Organstellung zugekommen ist. Uneinigkeit besteht indes über 
den Zeitpunkt, bis wann die Beschwerdeführerin kraft ihrer Organstellung einen massgebenden 

 
 
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Einfluss auf die GmbH ausüben konnte und damit, bis wann sie für den der Kasse entstande-
nen Schaden in zeitlicher Hinsicht zur Verantwortung gezogen werden kann.   
 

5.2 Nach ständiger Rechtsprechung zu Art. 52 AHVG endet die Organstellung mit der tat-
sächlichen Beendigung des Mandates oder dem Ausscheiden aus der Firma und nicht etwa 
erst mit der Löschung einer bestimmten Eintragung im Handelsregister (BGE 126 V 61). Identi-
sches ergibt sich auch aus der Wegleitung über den Bezug der Beiträge in der AHV, IV und EL 
(WBB; Stand 1. Januar 2018), wonach die Organstellung weder vom Handelsregistereintrag 
noch von der Unterschriftsberechtigung abhängt (a.a.O., Rz. 8007), und der Zeitpunkt der Lö-
schung im Handelsregister nicht entscheidend ist (a.a.O, Rz. 8009; vgl. auch AHI 2000 S. 283). 
Eine Person haftet demnach grundsätzlich nur für jenen Schaden, der durch die Nichtbezahlung 
von Beiträgen verursacht ist, die zu einem Zeitpunkt zur Zahlung anstanden und fällig waren, 
als sie eine formelle oder materielle bzw. faktische Organstellung innehatte. Vorbehalten bleibt 
der Fall, in dem der Schaden durch Handlungen oder Unterlassungen verursacht worden ist, 
deren Wirkungen sich erst nach ihrem Rücktritt entfaltet haben (BGE 126 V 61 E. 4a sowie 
REICHMUTH, a.a.O., Rz. 244 f. mit Hinweisen). Die Schadenersatzpflicht nach Art. 52 Abs. 1 
AHVG reicht grundsätzlich mit anderen Worten nur soweit, als die betreffende Person in Bezug 
auf die nichtbezahlten Beiträge disponieren und Zahlungen an die Ausgleichskasse veranlas-
sen konnte (BGE 103 V 123 E. 5; Urteil des Bundesgerichts vom 8. Oktober 2008, 
9C_901/2007, E. 5.1, BGE 134 V 401). Das gilt jedenfalls in denjenigen Fällen, in denen die 
Betroffenen, nach ihrer Demission, keinen Einfluss mehr auf den Gang der Geschäfte und keine 
Entschädigung für ihre Organstellung mehr erhalten haben (BGE 126 V 61 E. 4a). Dem Zeit-
punkt der Löschung im Handelsregister kommt dabei nur ein – wenn auch gewichtiges – Indiz 
für den Austritt zu (BGE 109 V 93 E. 13; 112 V 4 E. 3c).  Liegen die beiden Zeitpunkte ausei-
nander, so muss die Loslösung von der Unternehmung beweismässig erstellt sein, wobei eine 
faktische Organstellung solange andauert, bis eine tatsächliche Einwirkung im Bereich des Bei-
tragswesens ausgeschlossen werden kann (REICHMUTH, a.a.O., Rz. 244 f. mit Hinweisen). Aus-
genommen hiervon sind jene Fälle, in welchen gewisse Handlungen, die eine Person nach der 
Niederlegung ihrer Organstellung noch erbringt, nachweislich einzig ihrer Mandatsliquidation 
dienen; auch diesfalls kann nicht mehr von einer faktischen Organstellung gesprochen werden. 
Weiter ist zu beachten, dass gesellschaftsrechtliche und vertragsrechtliche Verhältnisse zwi-
schen Organ und Gesellschaft auseinander gehalten werden müssen. Bei einem Rücktritt als 
Organ endet die Organstellung mit sofortiger Wirkung, auch wenn das Vertragsverhältnis – ins-
besondere ihr Arbeitsvertrag – aufgrund von Kündigungsfristen noch länger bestehen bleibt 
(REICHMUTH, a.a.O., Rz. 251  mit Hinweis).  
 

5.3 Im Zusammenhang mit dem Austritt bzw. der Niederlegung der formellen Organstel-
lung ging die Vorinstanz im angefochtenen Einspracheentscheid davon aus, die Beschwerde-
führerin sei erst im Zeitpunkt der handelsregisterrechtlichen Löschung per 30. Dezember 2014 
als Geschäftsführerin aus der GmbH ausgeschieden. Demgegenüber stellt sich die Beschwer-
deführerin auf den Standpunkt, dass sie im Zeitpunkt des Gesellschaftsbeschlusses vom 
15. Dezember 2014 aus der Gesellschaft ausgetreten, und damit bereits zwei Wochen zuvor 
auch ihre Unterschriftsberechtigung erloschen sei. Zur Begründung hat sie bereits im Ein-
spracheverfahren eine öffentliche Urkunde vom 15. Dezember 2014 über die Beschlüsse der 

 
 
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Gesellschaftsversammlung der GmbH ins Recht gelegt (Beilage 6 zur Replik). Daraus geht her-
vor, dass die Beschwerdeführerin aus der Geschäftsführung der GmbH ausscheidet und ihre 
Zeichnungsberechtigung erlischt. Gleichzeitig wird im Beschluss festgehalten, dass ein neuer 
Geschäftsführer mit Einzelunterschrift gewählt wurde und dieser die Annahme der Wahl erklärt 
hat. Der Beschluss präzisiert zwar keinen bestimmten Zeitpunkt, auf den der Wechsel in der 
Geschäftsführung zu erfolgen hatte. Daraus vermag die Kasse jedoch nichts zu ihren Gunsten 
abzuleiten. Mangels anderweitiger Anhaltspunkte ist vielmehr von einer sofortigen Wirkung des 
Beschlusses auszugehen. Einerseits liegen keine Hinweise vor, dass die Beschwerdeführerin 
nach dem 15. Dezember 2014 weiterhin irgendwelche Handlungen als Geschäftsführerin vor-
genommen hätte. Das Gegenteil ist der Fall: Die noch gleichentags erfolgte Meldung an das 
Handelsregisteramt hat bereits der neue Geschäftsführer unterzeichnet. Alleine diese Tatsache 
indiziert deutlich, dass der Wechsel in der Geschäftsführung sofort vollzogen worden und die 
Beschwerdeführerin mit sofortiger Wirkung am 15. Dezember 2014 aus der GmbH ausgeschie-
den ist. Hierfür sprechen sodann auch sowohl die ebenfalls auf den 15. Dezember 2014 neu 
erlassenen Statuten der GmbH als auch die Sitzverlegung derselben nach C.____. Letztere 
deckt sich mit der durch den neuen Geschäftsführer ebenfalls am 15. Dezember 2014 abgege-
benen Domizilhalte-Erklärung. Zumal angesichts einer öffentlichen Beurkundung mitnichten von 
einer reinen Parteibehauptung ausgegangen werden kann (Vernehmlassung S. 2 a. E.), spre-
chen all diese Umstände klarerweise dafür, dass eine tatsächliche Einflussnahme auf die Ge-
schicke der GmbH und mit ihr auch auf Entscheidungen im Bereich des Beitragswesens ab 
diesem Zeitpunkt durch die Beschwerdeführerin ausgeschlossen werden kann. Dass den vor-
gelegten Statuten zufolge das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahr identisch ist, ändert daran 
nichts. Jedenfalls kann angesichts der Domizilhalte-Erklärung per 15. Dezember 2014 gerade 
nicht darauf geschlossen werden, die neue Geschäftsführung habe ihre Aufgaben erst per 1. 
Januar 2015 aufgenommen. Der Kasse ist zwar zuzustimmen, dass der Austritt der Beschwer-
deführerin in ihrer Eigenschaft als Geschäftsführerin erst mit Wirkung ab 30. Dezember 2014 im 
Handelsregister vermerkt worden ist. Rechtsprechungsgemäss hat die ausgeschiedene Ge-
schäftsführerin im Hinblick auf den Schutz des guten Glaubens Dritter für allfällige Folgen ihrer 
Handlungen oder Unterlassungen nach dem 15. Dezember 2014 jedoch nicht mehr einzu-
stehen. Ihre Organverantwortlichkeit, für die Bezahlung geschuldeter Sozialversicherungsbei-
träge zu sorgen, beruht gemäss Art. 52 AHVG auf einer gesetzlichen Pflicht. Damit aber unter-
scheidet sich die Situation der Kasse wesentlich von derjenigen eines privaten Gläubigers, der 
ausschliesslich auf der Grundlage einer handelsregisterrechtlich ausgewiesenen Besetzung der 
Organe die Bonität einer Gesellschaft einzuschätzen und sich gestützt darauf zu entschliessen 
hat, ob er mit dieser Geschäfte einzugehen bereit ist (BGE 126 V 61, E. 4a). Damit muss es 
sein Bewenden haben. Es ist mithin von einem Austritt der Beschwerdeführerin als Geschäfts-
führerin bereits per 15. Dezember 2014 auszugehen. 
 
6.1 Uneinigkeit zwischen den Parteien besteht sodann im Zusammenhang mit dem Entste-
hen einerseits und der Fälligkeit von Beitragsforderungen andererseits. Wie es sich damit im 
Detail verhält, kann offen bleiben. Eine Person haftet grundsätzlich nur für jenen Schaden, der 
durch die Nichtbezahlung von Beiträgen verursacht ist, die zu einem Zeitpunkt zur Zahlung an-
standen und fällig waren, als sie noch immer eine Organstellung innehatte. Vorbehalten bleiben 
allerdings jene Fälle, in denen der Schaden durch Handlungen oder Unterlassungen verursacht 

 
 
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worden ist, deren Wirkungen sich erst nach ihrem Rücktritt entfaltet haben (BGE 126 V 61 E. 4a 
sowie REICHMUTH, a.a.O., Rz. 244 f. mit Hinweisen; oben, Erwägung 5.2). Ausnahmsweise be-
steht eine Haftung deshalb namentlich auch für Beitragsschulden, welche nach dem Ende der 
eigentlichen Dispositionsbefugnis entstehen, weil Beiträge nicht bezahlt worden sind. Ein Rück-
tritt als Organ ist der höchstrichterlichen Rechtsprechung zufolge daher nicht in jedem Fall und 
nicht ohne weiteres als Exkulpationsgrund zu betrachten. Würde ein solches Verhalten per se 
einen Entlastungsgrund darstellen, würde Art. 52 AHVG seines Gehalts weitgehend entleert 
(Urteil des Eidgenössisches Versicherungsgericht [EVG] vom 26. Februar 2003, H 91/00). Zu 
prüfen ist daher, ob die Beschwerdeführerin durch eine vorsätzliche oder grobfahrlässige Hand-
lung bzw. Unterlassung bewirkt hat, dass die Beiträge für das Jahr 2014 nicht bezahlt wurden.  
 
6.2 Art. 35 Abs. 2 AHVV in der seit 1. Januar 2001 geltenden Fassung verpflichtet die Ar-
beitgeber, der Ausgleichskasse wesentliche Änderungen der Lohnsumme auch während des 
laufenden Jahres zu melden. Als wesentliche Änderung gilt eine Abweichung der jährlichen 
Lohnsumme im Umfang von mindestens 10% von der ursprünglichen, voraussichtlichen Lohn-
summe. Abweichungen unter Fr. 20‘000.— müssen die Arbeitgebenden nicht melden (WBB, 
Rz. 2048). Die Akontobeiträge werden in der Folge für künftige Zahlungsperioden neu festge-
setzt. Sind für bereits abgelaufene Zahlungsperioden zu wenig Beiträge entrichtet worden, so 
kann die Ausgleichskasse diese entweder separat in Rechnung stellen oder die Akontobeiträge 
für die künftigen Zahlungsperioden entsprechend erhöhen. Nach Ablauf des Kalenderjahres 
werden die Akontobeiträge nicht mehr rückwirkend angepasst. Die ausstehenden Beiträge wer-
den vielmehr im Rahmen des Ausgleichsverfahrens gemäss Art. 36 AHVV eingefordert, wobei 
die Ausgleichskasse die Differenz auch sofort in Rechnung stellen kann, sofern es ihr aufgrund 
der Umstände nötig erscheint (WBB, Rz. 2053 ff.). Hintergrund dieser Anpassung der Beiträge 
während des Jahres ist das Ziel, eine zu grosse Abweichung der Akontobeiträge von den ge-
schuldeten Beiträgen zu verhindern (WBB, Rz. 2051).  
 
6.3 Im vorliegenden Fall wurde der Kasse anlässlich der Rekapitulation der Lohnmeldung 
2013 am 17. Januar 2014 für das Jahr 2014 eine voraussichtliche Lohnsumme von 
Fr. 150‘000.— gemeldet (Beilagen 12 und 13 zur Vernehmlassung). Gestützt auf eine telefoni-
sche Meldung vom 11. April 2014, wonach die Lohnsumme 2014 im Moment Fr. 0.— betrage, 
erfolgte gleichentags eine rückwirkende Korrektur im entsprechenden Umfang (Beilage 11 zur 
Vernehmlassung). Am 5. August 2014 meldete die Beschwerdeführerin der Kasse wieder eine 
Erhöhung der voraussichtlichen Lohnsumme für das Jahr 2014 und bezifferte diese für das 
ganze Jahr auf Fr. 100‘000.— (Beilage 9 zur Vernehmlassung). Ende August 2014 hatte die 
Lohnsumme indes den Betrag von knapp Fr. 114‘000.— erreicht (Beilagen 3 und 5 zur Ver-
nehmlassung). Damit war bereits nach acht Monaten eine Lohnsumme angefallen, welche die 
knapp einen Monat zuvor gemeldete Jahreslohnsumme wieder um mehr als 10% überstieg. Die 
Beschwerdeführerin hätte der Kasse im Zeitpunkt ihrer letzten Meldung am 5. August 2014 da-
her eine deutlich höhere Jahreslohnsumme für 2014 melden müssen. Daran vermag nichts zu 
ändern, dass Abweichungen unter Fr. 20‘000.— nicht gemeldet werden müssen. Aus den 
Lohnsummenmeldungen der GmbH ergibt sich nämlich, dass die konkursite GmbH offenbar 
bereits im August 2014 umfangreiche Arbeiten zu verrichten hatte, für welche im Vergleich zur 
Zeit zuvor just im August 2014 deutlich mehr Arbeitnehmer angestellt waren (Beilage 3 zur Ver-

 
 
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nehmlassung). In ihrer Rekapitulation der Lohnmeldung 2013 hatte die GmbH am 17. Januar 
2014 angegeben, über kein BVG-pflichtiges Personal zu verfügen, weil jeweils nur für drei Mo-
nate befristete Arbeitsverhältnisse vorliegen würden. Diese Auskunft erwies sich nicht nur mit 
Blick auf die Beschwerdeführerin selbst, sondern auch hinsichtlich weiterer Arbeitnehmer aber 
als offensichtlich unzutreffend (Beilage 3 zur Vernehmlassung). Als Geschäftsführerin muss der 
Beschwerdeführerin generell eine massgebende Kenntnis betreffend den allgemeinen Ge-
schäftsgang der GmbH angerechnet werden. Es erschiene deshalb realitätsfremd annehmen zu 
wollen, sie hätte in dieser Eigenschaft nicht bereits anfangs August 2014 insbesondere über 
jene Arbeiten Bescheid gewusst, welche bereits rund drei Wochen später zu deutlich höheren 
Lohnzahlungen geführt haben. Identisches gilt in Bezug auf die im Zusammenhang mit den Auf-
trägen ab September 2014 ausbezahlten Löhne. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich bei 
der konkursiten GmbH um ein kleines Unternehmen gehandelt hat. Folglich war von der Be-
schwerdeführerin als einzelzeichnungsberechtigte Geschäftsführerin umso mehr zu erwarten, 
dass sie nicht nur den grundsätzlichen Überblick über alle wesentlichen Belange der operativen 
Geschäfte, sondern bereits anfangs August 2014 auch über die noch anstehenden Arbeiten ab 
August 2014 und damit schliesslich auch über die gegenüber der Kasse approximativ zu verab-
gabenden Sozialversicherungsbeiträge für das ganze Jahr 2014 haben musste. Anderes anzu-
nehmen besteht keine Veranlassung, weil die Beschwerdeführerin mit der Abrechnungs- und 
Beitragszahlungspflicht gegenüber der Kasse persönlich befasst war (Beilage 9 zur Vernehm-
lassung) und ein nicht unbeachtlicher Anteil des im Jahr 2014 beschäftigten Personals durch-
gehend von August bis November 2014 angestellt war (Beilage 3 zur Vernehmlassung). Es darf 
und muss angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin mit Blick auf die ab August 2014 
erhöht angefallenen Löhne im Zusammenhang mit den bis Ende des Jahres anstehenden Auf-
trägen der GmbH bereits anfangs August 2014 weitgehende Kenntnis über die abgeschlosse-
nen sowie noch abzuschliessenden Arbeitsverträge für das laufende Jahr gehabt hat.  
 
6.4 Damit ist zugleich gesagt, dass die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der ihr 
obliegenden Lohnsummenanpassung vom 5. August 2014 gehalten gewesen wäre, eine appro-
ximative Schätzung der per 2014 noch anfallenden Lohnsumme anzugeben und dabei zumin-
dest auf der Basis der für die Zeit bis Ende August 2014 bereits am 5. August 2014 ersichtli-
chen Lohnsumme eine Hochrechnung der Lohnsumme nach Art. 35 Abs. 2 AHVV vorzuneh-
men. Dies aber hat sie in widerrechtlicher Weise unterlassen. Anders zu entscheiden bedeute-
te, dass eine Gesellschaft die zu bezahlenden Beiträge letztlich eigenmächtig nach ihrem Gut-
dünken festsetzen und ungeachtet der tatsächlich zu veranlagenden Rechnungen beliebige 
Beiträge bezahlen könnte (SVR 2003 AHV Nr. 1). Jedenfalls kann nicht davon ausgegangen 
werden, dass die Erhöhung der approximativen Jahres-Lohnsumme um mindestens 10% erst 
im Verlauf des späteren Herbstes 2014 hinreichend erstellt war (Beschwerdebegründung, Ziffer 
32). Ohne weiteres zu bejahen ist in diesem Zusammenhang auch der Kausalzusammenhang 
zwischen dem Zurückbehalten der auf der Basis einer korrekten Lohnsummenmeldung ge-
schuldeten Lohnbeiträge und dem letztlich eingetretenen Schaden. Hintergrund bildet der Um-
stand, dass es nicht zum Beitragsausfall kommen kann, so lange das verantwortliche Organ nur 
so viele Löhne zur Auszahlung kommen lässt, als es ihm auch möglich ist, die darauf ex lege 
entfallenden Sozialversicherungsbeiträge zu begleichen (REICHMUTH, Rz. 775 mit Hinweisen). 

 
 
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Auch bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Schaden in Form ausgebliebener Beiträge mit 
mindestens hoher Wahrscheinlichkeit ohnehin eingetreten wäre (oben, Erwägung 3.3 hiervor).  
 
6.5 Nachdem die Gesellschaft bis Ende August 2014 Brutto-Löhne im Umfang von 
Fr. 138‘324.— zu verbuchen hatte, hätte die Beschwerdeführerin in ihrer Eigenschaft als opera-
tive Leiterin der GmbH demnach bereits anfangs August 2014 erkennen und melden müssen, 
dass die GmbH auf dieser Basis für das laufende Kalenderjahr eine approximative Lohnsumme 
von Fr. 207‘486.— zu verabgaben haben würde (Fr. 138‘324.— dividiert durch acht Monate 
hochgerechnet auf zwölf Monate). Eine derartige Hochrechnung mindestens in diesem Umfang 
vorzunehmen wäre ohne weiteres möglich gewesen. Am entsprechenden Vorwurf ändert 
nichts, dass die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde behauptet, während des laufenden 
Kalenderjahrs keinen Lohn ausbezahlt erhalten zu haben. Einerseits widerspricht dieser Ein-
wand den Akten (Beilage 3 und 5 zur Vernehmlassung). Zumal von ihr nicht geltend gemacht 
worden ist, auf ihren Lohn zwecks finanzieller Überbrückung von Verbindlichkeiten verzichtet zu 
haben, erscheint es andererseits als wenig überzeugend, dass die Beschwerdeführerin wäh-
rend Monaten ihre Arbeit als Geschäftsführerin ohne jeglichen Lohnanspruch verrichtet hat. 
Dabei ist in Erinnerung zu rufen, dass für den Zeitpunkt des Entstehens der Beitragsforderun-
gen gegenüber der Kasse auf jenen Zeitpunkt abzustellen ist, in welchem das Erwerbseinkom-
men des befristet und auftragsbedingt neu angestellten Personals für dessen geleistete Arbei-
ten tatsächlich realisiert worden ist (BGE 111 V 61). Gleiches gilt auch für das Salär der Be-
schwerdeführerin selbst. Ob sie die Lohnsumme bewusst tief gehalten hat oder nicht, kann bei 
diesem Zwischenergebnis offen bleiben. So oder anders liegt in der falschen Lohnsummenmel-
dung und mit ihr in der Missachtung der in Art. 35 Abs. 2 AHVV statuierten Meldepflicht ein qua-
lifiziert schuldhaftes Verhalten und damit eine Grobfährlässigkeit. Daran vermag auch der Ver-
weis der Beschwerdeführerin auf eine analoge Anwendung der Rechtsprechung zum Verschul-
den bei Beitragsausständen von kurzer Dauer (Replik, S. 10) nichts ändern, weil sie im Zeit-
punkt ihrer Lohnsummenanpassung am 5. August 2014 bereits deutlich noch vor Ablauf des 
Kalenderjahres verpflichtet gewesen wäre, der Kasse eine approximative Lohnsumme im ge-
nannten Umfang über Fr. 200‘000.— zu melden. Soweit die Beschwerdeführerin mit Blick auf 
ihre Exkulpation schliesslich auf das im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichte Urteil 
des Obergerichts des Kantons Uri vom 19. November 2010 (OG V 09 49) verweist, kann ihr 
nicht gefolgt werden. Die entsprechende Erwägung des Obergerichts Uri (a.a.O., E. 3b), wo-
nach die Differenz zwischen der Summe der geleisteten Akontozahlungen und den für das Ka-
lenderjahr definitiv geschuldeten Beiträgen nicht zum Vorwurf berechtigt, der Arbeitgeber habe 
schwerwiegend gegen seine Obliegenheiten verstossen, indem er während des laufenden Jah-
res die Höhe der Zahlungen nicht an steigende Lohnsummen angepasst habe, stützt sich noch 
auf die noch vor der Novelle von Art. 35 AHVV ergangene Rechtsprechung (AHI-Praxis 1993 S. 
165; ZAK 1992 S. 246 E. 3b). Sie ist daher für den hier zu beurteilenden Fall nicht einschlägig.  
 
6.6 Wäre die Beschwerdeführerin ihrer Verpflichtung nachgekommen, am 5. August 2014 
korrekterweise eine Lohnsumme von Fr. 207‘486.— zu melden, hätte die Kasse in Nachach-
tung von Art 34 Abs. 1 lit. a AHVV die Zahlungsperioden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
monatlich angesetzt und die für die bis zu diesem Zeitpunkt hin abgelaufenen Quartalsperioden 
zu wenig entrichteten Beiträge entweder separat in Rechnung gestellt oder die künftigen Akon-

 
 
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tobeiträge ab diesem Zeitpunkt für September bis Dezember 2014 entsprechend erhöht (WBB, 
Rz. 2053). Daran zu zweifeln besteht alleine schon deshalb kein Anlass, weil die Kasse unmit-
telbar nach Erhalt der (unzutreffenden) Lohnsummenänderung vom 5. August 2014 reagiert 
und ihre Akontobeiträge sogleich mit Rechnungen vom 7. August 2014 veranlagt hat (Schaden-
ersatzverfügung vom 20. März 2017, S. 2). Gleichzeitig aber ist mit Blick auf die letzte, hypothe-
tische Monatsrechnung für Dezember 2014 davon auszugehen, dass diese – wie auch die tat-
sächlich ergangene Quartalsrechnung vom 12. Dezember 2014 – erst nach dem Austritt der 
Beschwerdeführerin als Geschäftsführerin der GmbH fällig geworden wäre. Die Beschwerde-
führerin kann deshalb nicht mehr für die Begleichung jener Akonto-Rechnungen haftbar ge-
macht werden, deren Fälligkeit per 31. Dezember 2014 und mit ihr die entsprechende Zah-
lungsverpflichtung erst am 10. Januar 2015 eingetreten wäre (oben, Erwägung 5.3 hiervor). 
Damit resultiert, dass ausgehend von einer approximativen Lohnsumme per 2014 von 
Fr. 207‘486.— eine Schadenersatzhaftung der Beschwerdeführerin lediglich für die Monate Ja-
nuar bis und mit November 2014 auf der Basis einer Lohnsumme von Fr. 190‘196.— 
(Fr. 207‘486.— dividiert durch 12 x 11 Monate; zuzüglich Verwaltungskosten) bejaht werden 
kann (BGE 109 V 86).  
 
6.7 Es verbleibt, über die Haftung der Beschwerdeführerin für die gemäss Tilgungsplan 
vom 22. Juli 2014 ausgebliebenen Sozialversicherungsbeiträge zu befinden. Zwischen den Par-
teien ist unbestritten geblieben, dass die Beschwerdeführerin während der Dauer ihrer Ge-
schäftsführung der GmbH alle Ratenzahlungen stets fristgerecht zur Zahlung veranlasst hat. 
Daran ist festzuhalten. Die Kasse stellt sich in diesem Zusammenhang allerdings auf den 
Standpunkt, dass die Beschwerdeführerin ebenfalls für die im Anschluss noch offenen Schul-
den im Umfang von Fr. 4‘000.— haftbar sei, nachdem der Tilgungsplan am 16. Dezember 2014 
aufgehoben und der in diesem Zeitpunkt noch offene Restbetrag ex tunc wieder zur Zahlung 
fällig geworden sei. Dieser Auffassung kann nicht gefolgt werden. Ein Zahlungsaufschub be-
wirkt die Stundung nach Massgabe des Tilgungsplans (WBB, Rz. 2205). Die ganze Beitrags-
schuld wird erst wieder fällig, wenn die Beitragsschuldenden den Tilgungsplan nicht einhalten 
(Art. 34b AHVV; WBB, Rz. 2207). Eine Fälligkeitswirkung ex tunc ist damit klarerweise nicht 
verbunden, was sich alleine schon daraus ergibt, dass dem Beitragspflichtigen mit einem Til-
gungsplan zuvor ein Abweichen von den ordentlichen Zahlungsterminen zugestanden worden 
ist (BGE 124 V 253). Entgegen dem von der Kasse vertretenen Standpunkt ist der Eintritt einer 
neuen Fälligkeit deshalb sehr wohl von Bedeutung (Vernehmlassung, ad Ziffer 21-22). Erst da-
nach konnte der Restbetrag von Fr. 4‘000.— von der Kasse wieder vollständig eingefordert 
werden. Nachdem der Zahlungsaufschub aber erst am 16. Dezember 2014 dahingefallen war, 
kann für die tags zuvor aus der GmbH als Geschäftsführerin ausgeschiedene Beschwerdefüh-
rerin im Zusammenhang mit der Restanz von Fr. 4‘000.— keine Haftung aus Art. 52 AHVG be-
stehen.  
 
6.8 Die Beschwerde ist bei diesem Ergebnis teilweise gutzuheissen und der angefochtene 
Einspracheentscheid ist dahingehend abzuändern, dass der geschuldete Schadenersatz aus 
nicht bezahlten Sozialversicherungsbeiträgen (zuzüglich Verwaltungskosten) für die Zeit von 
Januar bis November 2014 auf der Basis einer Lohnsumme von Fr. 190‘196.— festzusetzen ist.  
 

 
 
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7.1 Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
 
7.2 Gemäss § 21 Abs. 1 VPO in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG kann der ganz oder 
teilweise obsiegenden Partei für den Beizug einer Anwältin oder eines Anwalts eine angemes-
sene Parteientschädigung zugesprochen werden. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin mit 
ihrem Rechtsbegehren nur teilweise durchgedrungen. Dem Ausgang des Verfahrens entspre-
chend ist ihr deshalb eine reduzierte Parteientschädigung zu Lasten der Beschwerdegegnerin 
zuzusprechen. Basis bildet die Honorarnote des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin vom 
9. Mai 2018, in welcher ein Zeitaufwand von 20,22 Stunden und Auslagen von insgesamt 
Fr. 10.30 ausgewiesen worden sind.  
 
Mit Blick auf den Streitwert des vorliegenden Verfahrens hat die Beschwerdeführerin lediglich 
teilweise obsiegt. Damit rechtfertigt es sich, die in der Honorarnote ausgewiesenen Bemühun-
gen ihres Rechtsvertreters im Umfang von total 22,2 Stunden angemessen auf 15 Stunden zu 
kürzen. Diese sind zu dem in Sozialversicherungsprozessen für durchschnittliche Fälle zur An-
wendung gelangenden Stundenansatz von Fr. 250.— zu entschädigen und mangels Spezifizie-
rung in der Honorarnote je hälftig auf die Jahre 2017 und 2018 zu schlagen. Hinzu kommen die 
in der Honorarnote für das gerichtliche Beschwerdeverfahren ausgewiesenen Auslagen von 
Fr. 10.30, welche dem Jahr 2018 zuzuordnen sind. Damit ist der Beschwerdeführerin für das 
vorliegende Beschwerdeverfahren eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 
4‘055.45 (7,5 Stunden à Fr. 250.— zuzüglich 8% Mehrwertsteuer; 7,5 Stunden à Fr. 250.— so-
wie Auslagen von Fr. 10.30 zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegne-
rin zuzusprechen. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Ein-
spracheentscheid der Ausgleichskasse Luzern vom 20. Oktober 2017 
aufgehoben und es wird festgestellt, dass die Beschwerdeführerin der 
Ausgleichskasse Luzern einen Schadenersatz aus nicht bezahlten 
Sozialversicherungsbeiträgen (zuzüglich Verwaltungskosten) für die 
Zeit von Januar bis November 2014 basierend auf einer Lohnsumme 
von Fr. 190‘196.— schuldet.  

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine reduzierte 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 4‘055.45 (inkl. Auslagen und 
8% bzw. 7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 

 
 
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