# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8bbeafbd-2240-5c1e-a631-9ac4a0dc40d2
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-11-14
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 14.11.2016 PQ160083
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PQ160083_2016-11-14.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer    
 

 

Geschäfts-Nr.: PQ160083-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. P. Diggelmann, Vorsitzender, Oberrichter Dr. P. 

Higi und Ersatzrichter lic. iur. H. Meister sowie Gerichtsschreiberin 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller. 

Beschluss und Urteil vom 14. November 2016 

 

in Sachen 

 
A._____,  

Beschwerdeführerin 

 

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____ 

 

gegen 

 
B._____,  

Beschwerdegegner 

 

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____ 

betreffend elterliche Sorge etc. 

Beschwerde gegen ein Urteil des Bezirksrates Pfäffikon vom 14. September 

2016 i.S. C._____, geb. tt.mm.2009; VO.2014.26 (Kindes- und Erwachsenen-

schutzbehörde Bezirk Pfäffikon) 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 
(Übersicht zum Sachverhalt/Prozessgeschichte/unentgeltliche Rechtspflege) 

1. - 1.1 A._____ ist die Mutter zweier Töchter aus zwei verschiedenen Beziehun-

gen. Die ältere Tochter, D._____ wurde am tt.mm.1998 in Winterthur (vgl. KESB-

act. 12) geboren. Ihr Vater ist E._____ (vgl. KESB-act. 15c). A._____ und 

E._____ waren drogenabhängig und mit der Pflege des Kleinkindes überfordert. 

Mit acht Monaten erlitt D._____ eine Hirnhautentzündung, wurde hospitalisiert 

und wuchs in der Folge in Kinderheimen und in Pflegefamilien auf (vgl. KESB-act. 

11 S. 3, ferner etwa KESB-act. 15c). 

 Die jüngere Tochter, C._____, wurde am tt.mm.2009 geboren. Ihr Vater ist 

B._____. Er hatte A._____ etwa ein Jahr vor der Geburt von C._____ kennenge-

lernt, Kenntnis von deren Suchtproblematik und mit ihr im Oktober 2008 in 

D._____ eine gemeinsame Wohnung bezogen (vgl. KESB-act. 11 S. 3). Weil die 

Eltern unverheiratet waren, kam C._____ (vgl. aArt. 298 Abs. 1 ZGB) mit der Ge-

burt unter die elterliche Sorge der Mutter. 

1.2 Schon vor der Geburt von C._____ kam es wegen eines Gesuchs der Mutter 

um Sozialhilfe sowie wegen der mütterlichen Suchterkrankung zu einer Abklärung 

durch die Sozial- bzw. Vormundschaftsbehörde D._____ (vgl. KESB-act. 11). Ge-

stützt auf das Ergebnis dieser Abklärung errichtete die Vormundschaftsbehörde 

D._____ mit Beschluss vom 5. März 2009 für die noch nicht geborene C._____ 

eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 ZGB (vgl. KESB-act. 14), die bis heute 

besteht und seit dem Herbst 2010 von G._____ geführt wird (vgl. KESB-act. 42). 

Im gleichen Beschluss wurden überdies vom Gesundheitszustand der Mutter ab-

hängige Varianten der Betreuung des Kindes für die Zeit nach dem Spitalaustritt 

vorgesehen (vgl. KESB-act. 14). 

1.2.1 Der Gesundheitszustand des Neugeborenen machte einen längeren Spital-

aufenthalt (u.a. Heroinentwöhnung) notwendig (vgl. KESB-act. 21 S. 3 und KESB-

act. 17). Während dieses Aufenthaltes von C._____ im Spital zeigte sich, dass 

A._____ keine adäquate Beziehung zu ihrer Tochter aufbauen konnte (unregel-

- 3 - 

mässige Besuche, teilweise "verladen" wirkend) und insbesondere nicht in der 

Lage war, ihre Tochter zu pflegen und zu betreuen (so liess sie z.B. das Kleinkind 

unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen, um Zeitung zu lesen oder wegzuge-

hen); der Vater war liebevoll engagiert, besuchte C._____ täglich, war aber durch 

die ganze Situation überfordert (Arbeit als Elektromonteur tagsüber, keine Mög-

lichkeit, C._____ zu diesen Zeiten zu betreuen; unrealistische Einschätzung des 

Suchtzustandes der Mutter; vgl. KESB-act. 21 S. 4, ferner etwa KESB-act. 17). 

1.2.2 Die Kinderschutzgruppe des Spitals sowie die damalige Beiständin gelang-

ten aufgrund ihrer Erkenntnisse und Abklärungen zur Auffassung, C._____ dürfe 

nach der Entlassung aus dem Spital nicht in der Obhut der Mutter belassen wer-

den. Die Beiständin empfahl der Vormundschaftsbehörde mit Blick auf die Ent-

wicklung des Kindes und der suchtkranken Mutter, C._____ einstweilen in einer 

Pflegefamilie mit Ausbildung im sozialpädagogischen Bereich zu platzieren (vgl. 

zum Ganzen KESB-act. 21; siehe auch KESB-act. 82 S. 9). Verworfen worden 

war von der Beiständin zuvor die Variante, C._____ allenfalls durch die Eltern des 

Vaters betreuen zu lassen (Grosseltern B1._____); A._____ und B._____ äusser-

ten dieses Anliegen, das sich aber als unrealistisch erwies, weil beide Grosseltern 

als Lehrer voll berufstätig waren, die Betreuung von C._____ nicht vollständig 

übernehmen konnten und davon ausgingen, A._____ könne mehr Verantwortung 

für C._____ übernehmen; es kam zudem zu Konflikten zwischen den Eltern und 

Grosseltern (vgl. KESB-act. 21 S. 5/6). 

 Mit Beschluss vom 7. Mai 2009 erweiterte die Vormundschaftsbehörde die 

Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB und entzog A._____ die Obhut für 

C._____ gestützt auf aArt. 310 ZGB. Weiter beauftragte sie die Beiständin, den 

Eintritt von C._____ in eine Pflegefamilie vorzubereiten und zu begleiten (vgl. 

KESB-act. 23 [= 25]). C._____ wurde in der Folge bei der Pflegefamilie H._____ 

in I._____ platziert. Zur Regelung des Kindesverhältnisses von Vater und Tochter 

war es bis dahin noch nicht gekommen. 

1.3 - 1.3.1 Am 12. Mai 2009 teilte die Beiständin der Vormundschaftsbehörde mit, 

A._____ habe am 7. Mai 2009 B._____ mit einem Messer in der gemeinsamen 

Wohnung schwer verletzt; sie sei in Untersuchungshaft, B._____ befinde sich in 

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einem Spital in Zürich und werde abgeschirmt (vgl. KESB-act. 24). B._____ erlitt 

durch den Angriff mit dem Messer schwere Verletzungen im Bereich der Herzge-

gend sowie eine Lungenentzündung, musste für eine Zeit lang ins künstliche Ko-

ma versetzt werden und lag mehrere Wochen auf der Intensivstation; an den Spi-

talaufenthalt schloss der Aufenthalt in einer Reha-Klinik an; ab Oktober 2009 war 

er wieder zu 100% arbeitsfähig und ging seiner Erwerbstätigkeit wieder in diesem 

Umfang nach (vgl. KESB-act. 41 S. 3). Kontakte zwischen Vater und Tochter fan-

den während des väterlichen Spitalaufenthalts und der Rehaphase – soweit mög-

lich – statt (vgl. a.a.O.). B._____ wohnte danach wieder bei seinen Eltern und zog 

erst 2011 aus dem Elternhaus aus (vgl. KESB-act. 47 S. 3). Der regelmässige 

Umgang von Vater und Tochter konnte daher sukzessive erweitert werden (Be-

treuung jeden Samstag sowie alle zwei Wochenenden mit Übernachtung; vgl. 

KESB-act. 73 S. 2). 

1.3.2 A._____ befand sich bis am 8. Juli 2009 In Untersuchungshaft. Nach der 

Haftentlassung fanden eine Zeit lang alle drei Wochen begleitete Kontakte von 

Mutter und Tochter statt (vgl. KESB-act. 41 S. 4). A._____ zeigte sich mit der Un-

terbringung von C._____ bei der Pflegefamilie sehr zufrieden (vgl. a.a.O.). Im 

März 2011 wurde A._____ wegen versuchter Tötung von B._____ zu einer 

sechseinhalbjährigen Freiheitsstrafe verurteilt, wobei der Vollzug der Strafe zu-

gunsten einer stationären Massnahme aufgeschoben wurde (vgl. KESB-act. 73 

S. 2; siehe auch KESB-act. 82 S. 7 und act. 2 S. 2/3). Zu mehr oder weniger re-

gelmässigen (begleiteten) Kontakte zwischen Mutter und Tochter kam es wieder 

ab April 2011. 

 Im Juni 2012 regelte die Vormundschaftsbehörde auf Empfehlung der Bei-

ständin (vgl. KESB-act. 111) den Umgang von Mutter und Tochter wie folgt: jähr-

lich vier begleitete Besuche in der Strafanstalt Hindelbank sowie mindestens ein 

monatliches (begleitetes) Telefongespräch (vgl. KESB-act. 112). Die Besuche 

konnten in der Folge mehr oder weniger plangemäss durchgeführt werden; die 

Telefonkontakte (Anrufe der Mutter in einem bestimmten Zeitraum an vorbe-

stimmten Tagen) fielen hingegen wiederholt aus, weil A._____ ihre Tochter 

C._____ nicht anrief (vgl. zum Jahr 2013 KESB-act. 143/1). 

- 5 - 

1.4 Zwecks Regelung des Kindesverhältnisses von C._____ zum Vater errichtete 

die Vormundschaftsbehörde am 11. Juni 2009 eine Beistandschaft gemäss 

aArt. 309 und 308 Abs. 2 ZGB; zum Beistand wurde J._____ ernannt. Dieser be-

sorgte die ihm übertragenen Aufgaben und empfahl der Vormundschaftsbehörde 

wiederholt, u.a. zur Vermeidung einer Vormundschaft, zur Stärkung der Rolle des 

Vaters – allenfalls mit Einbezug dessen Eltern in die Pflege (vgl. KESB-act. 36) – 

sowie mit Blick auf die ungewisse künftige Entwicklung der elterlichen Beziehung, 

den Eltern die Sorge für C._____ gemeinsamen zu übertragen, unter Beibehal-

tung bzw. Ausdehnung des Obhutsentzuges auf den Vater (vgl. KESB-act. 32-36, 

KESB-act. 43 S. 2: Mutter im vorzeitigen Strafvollzug; Vater an der Entwicklung 

von C._____ sehr interessiert, zur Zeit aber aus anderen Gründen nicht in der La-

ge, die elterliche Sorge voll und ganz auszuüben; sollte jedoch in seiner Erzie-

hungsfunktion eingebunden bleiben und nach und nach mehr Verantwortung 

übernehmen können). Es wurde über die zwei Beistände eine entsprechende 

Vereinbarung zur elterlichen Sorge zwischen den Eltern getroffen (vgl. KESB-act. 

39); A._____ brachte allerdings zum Ausdruck, sie habe das Gefühl, man wolle 

ihr das Kind wegnehmen (vgl. KESB-act. 36 S. 2). 

 Die gemeinsame elterliche Sorge wurde von der Vormundschaftsbehörde 

am 10. Mai 2010 genehmigt, unter Aufhebung der Beistandschaft i.S.v. aArt. 309 

ZGB (vgl. KESB-act. 38; vgl. auch KESB-act. 43 f.).  

1.5 C._____ entwickelte sich dank der Pflegeeltern, des Umgangs mit dem Vater 

sowie mit den Grosseltern väterlicherseits erfreulich; eine sozialpädagogische Be-

treuung durch die Pflegefamilie erschien nicht mehr als erforderlich und die schon 

früher angedachte Ausweitung der väterlichen Erziehungsverantwortung wurde, 

verbunden mit der schrittweisen Umplatzierung von C._____ zu den Grosseltern 

von der Beiständin anfangs August 2011 beantragt (vgl. KESB-act. 47). A._____, 

der die Absicht der Beistandspersonen, den Vater vermehrt in die Betreuung der 

Tochter einzubeziehen, seit langem bekannt war (vgl. KESB-act. 82 S. 5), wurde 

von der Beiständin über diesen Antrag informiert und wandte sich daraufhin an 

die Vormundschaftsbehörde, weil sie mit der Umplatzierung nicht einverstanden 

war und C._____ in der Pflege der Familie H._____ belassen haben wollte (vgl. 

KESB-act. 49-50). Sie äusserte dabei heftige Vorwürfe und Ressentiments gegen 

- 6 - 

B._____ und die Grosseltern B1._____, beklagte sich darüber, dass B._____ den 

Kontakt und die Kommunikation mit ihr abgebrochen habe, und fürchtete um die 

Sicherheit von C._____ bei den Grosseltern und beim Vater (vgl. KESB-act. 50). 

 Die Vormundschaftsbehörde beschloss am 25. August 2011 die Umplatzie-

rung von C._____ zu den Grosseltern schrittweise bis spätestens Ende 2011 (vgl. 

KESB-act. 52). A._____ beschwerte sich im September 2011 beim Bezirksrat 

Pfäffikon über den Beschluss der Vormundschaftsbehörde; im Rahmen des be-

zirksrätlichen Rechsmittelverfahrens liess sie zudem am 19. November 2011 i.S. 

einer superprovisorisch anzuordnenden vorsorglichen Massnahme beantragen, 

die Umplatzierungsaktivitäten einzustellen (vgl. KESB-act. 77). Der Bezirksrat 

wies dieses Begehren am 25. November 2011 ab; das Obergericht des Kantons 

Zürich bestätigte das mit Urteil vom 6. Dezember 2011 (vgl. KESB-act. 82 und 

84). 

1.6 Am 7. November 2012 beantragte die Beiständin bei der Vormundschaftsbe-

hörde die Aufhebung des einst verfügten Obhutsentzugs gegenüber beiden Eltern 

sowie die Zuteilung der Obhut an den Vater. Sie war der Auffassung, ein Obhuts-

entzug gegenüber dem Vater rechtfertige sich nicht mehr, weil die Gründe dafür 

(siehe dazu vorn Erw. I/1.4) entfallen seien. B._____, dessen persönliche Situati-

on seit Jahren stabil sei und der seit April 2011 in einer neuen Beziehung lebe, 

habe seine elterlichen Pflichten in zunehmendem Umfang wahrgenommen und 

komme seinen väterlichen Aufgaben zuverlässig und pflichtbewusst nach. Seit 

C._____ bei den Grosseltern wohne, verbringe sie jedes Wochenende beim Vater 

und ebenso die Ferien (vgl. KESB-act. 118 sowie KESB-act. 127). 

 Die Vormundschaftsbehörde übergab die Behandlung dieses Antrags der ab 

dem 1. Januar 2013 neu zuständigen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde 

Bezirk Pfäffikon (nachfolgend nur: KESB) mit Beschluss vom 6. Dezember 2012 

(vgl. KESB-act. 120). 

1.7 - 1.7.1 Am 30. Januar 2013 gelangte die Rechtsvertreterin von A._____ an die 

KESB und teilte dieser mit, A._____ sei mit der Aufhebung des Obhutsentzugs 

und der alleinigen Sorgezuteilung an den Vater nicht einverstanden. Hingegen 

wehre sie sich nicht und sei damit einverstanden, wenn beiden Eltern gemeinsam 

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die elterliche Sorge übertragen werde (vgl. KESB-act. 125). Die KESB ersuchte 

die Beiständin am 3. April 2013 um eine Stellungnahme; die Stellungnahme wur-

de am 9. April 2013 erstattet, unter Hinweis auf den anstehenden Kindergarten-

eintritt von C._____; die Beiständin verzichtete auf neue Anträge (vgl. KESB-act. 

127). 

 Am 5. Mai 2013 stellte hingegen B._____ bei der KESB den Antrag um 

Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge an ihn mit der Bitte um dringliche 

Behandlung im Hinblick auf den bevorstehenden Kindergarteneintritt von 

C._____. Er führte dabei u.a. aus, alle wesentlichen Entscheide würden von ihm 

gefällt, da dies der Mutter nicht möglich sei (vgl. KESB-act. 128). 

 Am 6. September 2013 liess A._____ bei der KESB den Antrag stellen, 

C._____ weiterhin unter der gemeinsamen Sorge der Eltern zu belassen, 

C._____ unter die Obhut des Vaters zu stellen, der Beiständin den Auftrag zu er-

teilen, den Vater in der Betreuung von C._____ zu begleiten und deren Wohler-

gehen sicherzustellen sowie das Kontakt- und Besuchsrecht der Mutter sukzessi-

ve auszuweiten (vgl. KESB-act. 140). Insbesondere wünschte sie eine Intensivie-

rung der Telefonkontakte (vgl. KESB-act. 140 S. 4: Ohne weiteres könnte häufiger 

telefoniert werden), obwohl sie die bestehende Möglichkeit telefonischer Kontakte 

wiederholt ungenutzt gelassen hatte (vgl. vorn Erw. I/1.3.2, a.E. mit Verweis auf 

KESB-act. 143/1). Zudem kritisierte sie mangelnde Information über das Wohler-

gehen von C._____ (vgl. act. 140 S. 3). 

1.7.2 Die KESB gab den Parteien, A._____ vertreten durch ihre Anwältin, im Ver-

fahren mehrmals Gelegenheit, ihre Auffassungen und Standpunkte darzulegen, 

und zwar schriftlich sowie mündlich in Anhörungen (vgl. dazu KESB-act. 128, 

142). Eine mit A._____ vereinbarte Anhörung in Hindelbank wurde am 7. Februar 

2014 vor Ort kurzfristig "wegen Vorfall bzw. Erkrankung" von A._____ abgesagt 

(vgl. KESB-act. 148 S. 1, handschriftlicher Vermerk; vgl. auch KESB-act. 150). 

Eine erneute Anhörung kam nicht zustande (vgl. KESB-act. 153, 155-162), wes-

halb die Rechtsvertretung von A._____ und die KESB sich auf ein schriftliches 

Vorgehen einigten und die KESB am 24. Juni 2014 der Rechtsvertreterin Gele-

genheit zur Stellungnahme über den geplanten Entscheid einräumte (vgl. KESB-

act. 163). Die Frist dazu wurde wiederholt erstreckt und die Stellungnahme wurde 

- 8 - 

am 3. Oktober 2014 erstattet (vgl. KESB-act. 174). Am 21. Oktober 2014 traf die 

KESB dann ihren Entscheid, in dem sie im Wesentlichen die folgenden Anord-

nungen traf (vgl. KESB-act. 175 [= act. 7/2] S. 6): 

1. B._____, geb. tt. April 1983, von Zürich, wird gestützt auf Art. 298d Abs. 1 ZGB 
die alleinige elterliche Sorge über C._____, mit Wohnsitz in D._____, zugeteilt. 

2. B._____ wird das nach Art. 310 Abs. 1 ZGB aufgehobene Aufenthaltsbestim-
mungsrecht gestützt auf Art. 313 Abs. 1 ZGB wieder erteilt. 

3. ln Abänderung der bisherigen Aufgaben und besonderen Befugnisse in der Bei-
standschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für C._____, werden der Beistän-
din folgende Aufgaben und besonderen Befugnissen erteilt: 
a) den Vater zu beraten und unterstützen; 
b) die Entwicklung von C._____ zu begleiten und überwachen; 
c) allenfalls notwendige Unterstützungsmassnahmen für C._____, insbesonde-

re im therapeutischen Bereich, zu organisieren, belgeiten und die Finanzie-
rung sicherzustellen; 

d) das Besuchs- und Kontaktrecht der Mutter zu organisieren und die Modalitä-
ten zu regeln; 

e) bei Konflikten zwischen den Eltern zu vermitteln; 
f) die Mutter im Rahmen von Art. 275a ZGB über besondere Ereignisse im Le-

ben von C._____ zu informieren. 

4. A._____, geb. tt. Juli 1977, chilenische Staatsangehörige, wird gestützt auf 
Art. 275 Abs. 1 i.V.m. Art. 273 Abs. 1 ZGB folgendes Besuchs- und Kontakt-
recht betreffend ihre Tochter C._____ gewährt: 
a) sechs begleitete Besuche pro Jahr in der Strafanstalt Hindelbank oder im kjz 

…, wobei maximal vier Besuche in der Strafanstalt Hindelbank stattfinden; 
b) ein telefonischer Kontakt pro Monat, wobei der Beiständin die Kompetenz er-

teilt wird, diese häufiger, aber maximal einmal wöchentlich zu bewilligen, so-
fern die monatlichen Telefonate während mindestens sechs Monaten regel-
mässig stattgefunden haben. 

5. Es werden keine Entscheidgebühren erhoben. 

2. Über diesen Entscheid beschwerte sich A._____ (fortan: die Beschwerdeführe-

rin) mit Schriftsatz vom 27. November 2014 beim Bezirksrat Pfäffikon. In der Sa-

che beantragte sie Ziffer 1 des Entscheides der KESB aufzuheben und es bei der 

gemeinsamen elterlichen Sorge zu belassen sowie in Ergänzung zu Ziffer 3 lit. f. 

des Entscheids der Beiständin die Aufgabe zu erteilen, auch den Vater anzuhal-

ten, die Mutter über besondere Ereignisse im Leben von C._____ zu informieren 

(vgl. act. 7/1 S. 2). Zudem ersuchte sie um Bewilligung der unentgeltlichen 

Rechtspflege für das bezirksrätliche Beschwerdeverfahren. 

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 Der Bezirksrat zog die Akten der KESB bei und setzte der KESB sowie 

B._____ (fortan: der Beschwerdegegner) am 1. Dezember 2014 Frist zur Ver-

nehmlassung bzw. Stellungnahme zur Beschwerde an (vgl. act. 7/3). Der Be-

schwerdeführer liess sich ebenso wie die KESB vernehmen (vgl. act. 7/10-11). 

Später ersuchte er auch noch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege. 

Am 15. Februar 2015 wies der Bezirksrat das Gesuch der Beschwerdeführerin um 

Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege für das bezirksrätliche Beschwerde-

verfahren ab, was die von der Beschwerdeführerin angerufene Kammer mit Urteil 

vom 23. März 2015 korrigierte (vgl. act. 7/13 und 7/19). Das Gesuch des Be-

schwerdeführers hiess er am 15. Januar 2016 gut (vgl. act. 7/30). 

 Mit Verfügung vom 19. Mai 2015 setzte der Bezirksrat der Beschwerdeführe-

rin Frist an, um sich zur Vernehmlassung der KESB sowie zur Stellungnahme des 

Beschwerdegegners zu äussern bzw. Replik zu erstatten. Die Frist lief unbenutzt 

ab. Wesentliche Verfahrensschritte in der Sache erfolgten danach nicht mehr. Der 

Beschwerdegegner verzichtete auf eine Duplik, was am 9. März 2016 vorgemerkt 

wurde. Hernach ersuchte die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin zweimal, 

wegen Ferien auf die Zustellung fristauslösender Entscheide zu verzichten (vgl. 

act. 7/36-37). Am 14. September 2016 fällte der Bezirksrat im Wesentlichen fol-

gendes Urteil (vgl. act. 6 [= act. 3 = act. 7/38] S. 22): 

I. Die Beschwerde wird vollumfänglich abgewiesen. 
II. Die Entscheidgebühr von Fr. 1 '000.-- wird A._____ und B._____ je zur 

Hälfte auferlegt, jedoch zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessfüh-
rung einstweilen auf die Staatskasse genommen. 

III. Parteientschädigungen werden keine zugesprochen. 

3. Gegen dieses Urteil liess die Beschwerdeführerin mit Schriftsatz vom 17. Okto-

ber 2016 (vgl. act. 2 f.) bei der Kammer zweitinstanzliche Beschwerde führen und 

folgende Anträge stellen (vgl. act. 2 S. 2): 

1. Das angefochtene Urteil sei aufzuheben, und es sei davon 
abzusehen, der Beschwerdeführerin die elterliche Mitsorge 
über C._____ zu entziehen. 

- 10 - 

2. Die Aufgaben der Beiständin seien dahingehend zu erwei-
tern, den Beschwerdegegner anzuhalten, die Beschwerde-
führerin über besondere Ereignisse im Leben von C._____ 
zu informieren. 

3. Der Beschwerdeführerin sei für das Beschwerdeverfahren 
die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und in der 
Person der Unterzeichneten eine unentgeltliche Rechtsbei-
ständin beizugeben. 

4. Die Kosten dieses Verfahrens seien den Parteien je zur Hälf-
te aufzuerlegen, und es sei von der Zusprechung von ge-
genseitigen Prozessentschädigungen abzusehen. 

 Die vorinstanzlichen Akten wurden von Amtes wegen beigezogen. Die Be-

schwerde erwies sich als rechtzeitig, weshalb vorab über das Gesuch der Be-

schwerdeführerin um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege zu befinden 

ist. 

3.1 Die unentgeltliche Rechtspflege ist gemäss Art. 117 ZPO i.V.m. § 40 Abs. 3 

EG KESR dann zu bewilligen, wenn der gesuchstellenden Partei die Mittel fehlen, 

um den Prozess selbst zu finanzieren, und zudem ihr Rechtsbegehren nicht aus-

sichtslos erscheint. Massgeblich für die Beurteilung des Gesuchs sind die Ver-

hältnisse im Zeitpunkt der Gesuchstellung. 

 Die Mittellosigkeit der Beschwerdeführerin steht ausser Frage. Ihre Rechts-

mittelanträge erscheinen sodann insgesamt nicht als aussichtslos im Sinne der 

Rechtsprechung, zumal es um wesentliche Elternbelange geht und sich auch 

sonst nicht annehmen lässt, eine Person, die den Prozess selbst zu finanzieren 

vermag, würde vernünftigerweise auf ein Rechtsmittelverfahren mit Anträgen zur 

Sache wie die Beschwerdeführerin verzichten. Eine Vertretung durch eine 

Rechtsbeiständin ist zudem i.S.v. Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO i.V.m. § 40 Abs. 3 EG 

KESR geboten. Das Gesuch ist daher im beantragten Umfang (Befreiung von Ge-

richtskosten sowie Rechtsverbeiständung) zu bewilligen. 

3.2 Die Sache selbst erweist sich als spruchreif, weshalb sich Weiterungen erüb-

rigen (vgl. § 66 Abs. 1 EG KESR). Dem Beschwerdegegner ist jedoch noch die 

Beschwerdeschrift (act. 2) zuzustellen. 

- 11 - 

II. 

(Zur Beschwerde im Einzelnen) 

1. - 1.1 Das Beschwerdeverfahren in Kindes- und Erwachsenenschutzsachen ist 

im entsprechenden kantonalen Einführungsgesetz (EG KESR) geregelt, welches 

als kantonales Verfahrensrecht die Vorgaben der Art. 450 ff. ZGB zu befolgen hat 

(vgl. auch Art. 314 ZGB). Es sind die Vorschriften des EG KESR (insbes. die 

§§ 63, 65 ff. EG KESR) anzuwenden und – soweit das EG KESR etwas nicht re-

gelt – ergänzend die Vorschriften des GOG sowie der ZPO als kantonales Recht 

zu beachten (vgl. § 40 EG KESR und dazu ebenfalls Art. 450f ZGB). Der Kanton 

Zürich kennt seit dem Inkrafttreten des revidierten Kindes- und Erwachsenen-

schutzrechtes im ZGB zwei gerichtliche Beschwerdeinstanzen, als erste Be-

schwerdeinstanz den Bezirksrat und als zweite das Obergericht. Gegenstand des 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahrens können daher stets nur Entscheide des 

Bezirksrates sein, nicht hingegen solche der KESB. 

1.2 Mit der Beschwerde i.S. der §§ 64 ff. EG KESR i.V.m. den Art. 450-450c ZGB 

können eine Rechtsverletzung, die unrichtige oder unvollständige Feststellung 

des rechtserheblichen Sachverhaltes, Unangemessenheit sowie Rechtsverweige-

rung und Rechtsverzögerung gerügt werden (vgl. Art. 450a ZGB). Für das zweit-

instanzliche Beschwerdeverfahren gilt daher eine Begründungsobliegenheit ana-

log derjenigen in den Art. 308 ff. bzw. Art. 319 ff. ZPO: Von der Beschwerde füh-

renden Partei ist jeweils darzulegen, weshalb der angefochtene Entscheid des 

Bezirksrates unrichtig sein soll. Bei der Konkretisierung dieser Anforderungen ist 

zu berücksichtigen, ob eine anwaltliche Vertretung besteht oder nicht (vgl. auch 

Art. 446 ZGB, §§ 65 und 67 EG KESR sowie BGE 138 III 374, E. 4.3.1 und z.B. 

OGer ZH NQ110031 vom 9. August 2011, E. 2, m.w.H. [= ZR 110/2011 Nr. 81]). 

Wiederholungen des bereits vor der ersten Instanz Vorgetragenen genügen den 

gesetzlichen Anforderungen an eine Begründung daher ebenso wenig wie allge-

meine Kritik am angefochtenen Entscheid bzw. an den erstinstanzlichen Erwä-

gungen (vgl. auch BGE 138 III 375). 

 Zu beachten sind zudem Novenschranken, analog den Regeln des Art. 326 

ZPO bzw. den Regeln des Art. 317 Abs. 1 ZPO. In Kinderbelangen kommen al-

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lerdings die Untersuchungs- und die Offizialmaxime zum Tragen (vgl. § 65 EG 

KESR, Art. 446 Abs. 1 ZGB sowie Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO und Urteil des BGer 

5A_528/2015 vom 21. Januar 2016, E. 2). 

1.3 Wie bei jedem Rechtsmittel genügt es schliesslich nicht, bloss die Aufhebung 

des vorinstanzlichen Entscheides zu verlangen, sondern es ist zudem mit ent-

sprechenden Anträgen darzutun, wie in der Sache selbst zu entscheiden ist, so-

weit nicht die Aufhebung des Entscheides zugleich zur Entscheidung in der Sache 

führt. Bei der Konkretisierung dieser Anforderungen ist wiederum danach zu diffe-

renzieren, ob eine anwaltliche Vertretung besteht oder nicht. Fehlt es an einem 

konkreten Antrag und/oder an dessen Begründung, ist auf ein Rechtsmittel bzw. 

auf eine Beschwerde nicht einzutreten (vgl. ZR 110 [2011] Nr. 81). 

 Die Beschwerde verfügt über Anträge zu Sache und eine Begründung. Ei-

nem Eintreten auf sie steht insoweit nichts entgegen. 

2. Es geht in diesem zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren um zwei Sachen. 

Erstens geht es darum, ob im heutigen Zeitpunkt eine alleinige elterliche Sorge 

des Vaters angebracht ist, nachdem die KESB diese anstelle der früheren Rege-

lung gemeinsamer Sorge angeordnet hatte und der Bezirksrat das im angefoch-

tenen Urteil bestätigte. Zweitens geht es um die vom Bezirksrat verneinte Frage, 

ob der Beiständin im heutigen Zeitpunkt der Auftrag zu erteilen ist, den Vater an-

zuhalten, die Mutter direkt über die wesentlichen Ereignisse im Leben der ge-

meinsamen Tochter zu informieren, die unter seiner Obhut lebt. 

 Das anerkennt letztlich ebenfalls die Beschwerdeführerin (vgl. act. 2 S. 4, 

vor und nach "2. Rechtliches"), und mit diesen zwei Fragen befasst sich ihre Be-

schwerdeschrift denn auch ab S. 4. Zuvor rekapituliert sie vor allem den Sachver-

halt aus ihrer Warte (vgl. act. 2 S. 2-4), ohne daraus allerdings zu Folgerungen zu 

gelangen bzw. Schlüsse zu ziehen, die in Bezug auf die sich hier stellenden Fra-

gen wesentlich wären. Anzumerken bleibt dazu immerhin, dass sich die Sicht der 

Dinge der Beschwerdeführerin dabei zuweilen eigenwillig ausnimmt bzw. in den 

Akten keine Stütze findet. Unrichtig ist etwa die Auffassung der Beschwerdeführe-

rin, die Beiständin habe im November 2012 die alleinige elterliche Sorge des Va-

ters für C._____ beantragt (act. 2 S. 4); die Beiständin beantragte, wie schon 

- 13 - 

vermerkt, im November 2012 einzig die Aufhebung des Obhutsentzugs gemäss 

der zu jener Zeit gesetzlichen Sprachregelung (vgl. aArt. 310 ZGB) bzw. des Ent-

zugs des Aufenthaltsbestimmungsrechts nach aktuellem Art. 310 ZGB gegenüber 

dem Vater (vgl. KESB-act. 118: beantrage ich, den Obhutsentzug nach Art. 310 

ZGB aufzuheben und die Obhut Herrn B._____ zuzuteilen). Eher eigenwillig 

nimmt sich etwa aus, dass die Beschwerdeführerin das Anliegen des Vaters, 

C._____ nicht nur ein zunehmend häufigerer Freizeitvater zu sein, sondern sie 

unter seine Obhut zu nehmen, als "Ansinnen" wertet (vgl. act. 2 S. 4), was nach 

allgemeinem Sprachverständnis im Wesentlichen eine unannehmbare Forderung 

bzw. eine Zumutung ist. Und gleichermassen eigenwillig mutet es an, dass die 

Gesundheit der väterlichen Eltern im Zusammenhang mit der Umplatzierung von 

C._____ im Jahr 2011 hervorgehoben wird (vgl. a.a.O.), obwohl C._____, wie die 

Beschwerdeführerin selbst darlegt, seit dem Herbst 2013 beim Beschwerdegeg-

ner lebt. Im Übrigen war die Beschwerdeführerin mit der Umplatzierung von 

C._____ zu den Grosseltern im Jahr 2011 – wie schon gesehen – nicht einver-

standen, und zwar mit Gründen, die sie auch heute wiederholt (vgl. a.a.O., S. 3), 

deren Stichhaltigkeit die Kammer aber schon damals verneinte (vgl. KESB-act. 84 

S. 6-8). Wie gesagt leitet die Beschwerdeführerin daraus für die heute zu ent-

scheidenden Fragen nichts von Belang ab, weshalb offen bleiben kann, warum 

sie gleichwohl früher Vorgetragenes heute nochmal wiederholt. 

3. - 3.1 Der Bezirksrat hat im angefochtenen Urteil (vgl. act. 6) die rechtlichen 

Grundlagen, die für die Beurteilung der Frage der Alleinzuteilung der elterlichen 

Sorge massgeblich sind, in der Erw. 4 breit und grundsätzlich zutreffend darge-

legt. Zur Vermeidung von Wiederholungen kann daher vorab darauf verwiesen 

werden. Verdeutlichend und ergänzend anzumerken ist sodann, dass bei der Be-

urteilung von der Regel des Art. 298d ZGB auszugehen ist, was auch die Be-

schwerdeführerin so sieht (vgl. act. 2 S. 4 f.). Zu prüfen ist daher, ob die elterliche 

Sorge neu zuzuteilen ist, weil das wegen veränderter Verhältnisse zur Wahrung 

des Kindeswohls nötig ist (vgl. Art. 298d Abs. 1 ZGB). Weil diese Prüfung im Lich-

te des Kindeswohls zu erfolgen hat, sind zugleich die Grundsätze des Art. 298b 

Abs. 2 ZGB zu beachten. Mit den sich dabei ergebenden Fragen sowie vergleich-

baren Fragestellungen im Zusammenhang mit Anträgen auf gemeinsame Sorge-

- 14 - 

zuteilung nach dem Inkrafttreten des Art. 296 Abs. 2 ZGB hat sich die Kammer in 

der jüngeren Vergangenheit wiederholt befasst (vgl. etwa Urteile in den Verfahren 

PQ140022 vom 15. Oktober 2014, PQ160014 vom 25. April 2016, LC160029 vom 

25. Juli 2016) und ebenso das Bundesgericht, so etwa im BGE 141 III 472 (siehe 

überdies etwa BGE 142 III 1). Und es gilt die Richtschnur, dass aufgrund der ak-

tuell gegebenen konkreten Verhältnisse die Beibehaltung der bisherigen Sorge-

rechtsregelung für das Wohl des Kindes (vgl. auch Art. 296 Abs. 1 ZGB) – objek-

tiv betrachtet – abträglich bzw. schädlich ist und sich durch eine Änderung der 

Sorgezuteilung eine Verbesserung bzw. Entlastung der Situation erwarten lässt. 

 Was diese aktuellen massgeblichen konkreten Verhältnisse betrifft, so sind 

diese bei der Zuteilung der elterlichen Sorge vor dem Hintergrund der damit ver-

bundenen elterlichen Aufgaben zu bewerten, die der Gesetzgeber in Art. 301 ff. 

ZGB skizziert hat, und es ist ebenso der Charakter des elterlichen Sorgerechts als 

sog. Pflichtrecht zu beachten. Zu entscheiden haben die Inhaber elterlicher Sorge 

nicht einfach über sog. Eckpunkte im Leben des Kindes; sie sind vielmehr ver-

antwortlich für die gesamte Pflege und Erziehung des Kindes zu dessen Wohl 

bzw. in dessen Interesse, angepasst an seine Fähigkeiten; sie haben die Entwick-

lung und Entfaltung (körperlich, geistig, sittlich, religiös) des Kindes zu fördern und 

mit ihm zusammen zu gestalten, soweit es dazu schon fähig ist; sie haben für sei-

nen entsprechenden Unterhalt zu sorgen und seine Unterkunft bzw. seinen Auf-

enthaltsort, und es gegenüber Dritten zu vertreten. Leben die Eltern nicht in einem 

gemeinsamen Haushalt mit dem Kinde und kommt ihnen die elterliche Sorge ge-

meinsam zu (vgl. Art. 296 Abs. 2 ZGB), so haben sie sich – ausgenommen in all-

täglichen bzw. dringlichen Fällen (vgl. Art. 301 Abs. 1bis ZGB) – über alle diese 

Punkte zu verständigen, mit zunehmendem Alter des Kindes unter dessen Einbe-

zug in den es betreffenden wichtigen Angelegenheiten (vgl. Art. 301 Abs. 2 ZGB). 

Einer solchen Verständigung können allerdings im konkreten Einzelfall Umstände 

sachlicher oder persönlicher Natur entgegenstehen, wie sie etwa in Art. 311 

Abs. 1 ZGB aufgelistet sind oder beispielhaft in der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung erwähnt werden (chronifizierter schwerer elterlicher Konflikt bzw. 

nachhaltige, chronische Kommunikationsunfähigkeit der Eltern). 

- 15 - 

3.2 - 3.2.1 Der Bezirksrat hat sich im angefochtenen Urteil einlässlich sowohl mit 

den Verhältnissen auseinandergesetzt, die bestanden, als die damals zuständige 

Vormundschaftsbehörde die gemeinsame elterliche Sorge der Parteien geneh-

migte (vgl. dazu auch vorn Erw. I/1.4), wie auch mit der danach eingetretenen 

Entwicklung der Verhältnisse (vgl. act. 6, dort Erw. 5). Er gelangte dabei im We-

sentlichen zum Ergebnis (vgl. a.a.O., Erw. 5.3), die Verhältnisse hätten sich seit 

dem Mai 2010 wesentlich verändert. Der Beschwerdegegner sei mittlerweile in 

der Lage, die alleinige elterliche Sorge auszuüben. Die Beschwerdeführerin sei 

ihm gegenüber gewalttätig gewesen; zwischen den Parteien bestehe keine Kom-

munikation. Zur Wahrung des Wohls von C._____ erscheine daher die alleinige 

Zuteilung der elterlichen Sorge notwendig. Die Beschwerdeführerin habe die elter-

liche Sorge nie ausgeübt, weil sie aufgrund ihrer Suchterkrankung und Inhaftie-

rung dazu gar nie in der Lage gewesen sei. Es sei fraglich, ob sie aufgrund ihrer 

gesamten Lebensgeschichte je fähig sein werde, die Verantwortung für das Kind 

zu übernehmen. Sie mache das denn auch nicht geltend, sondern betrachte die 

elterliche Sorge in erster Linie als emotionales Band zur Tochter. Für ein emotio-

nales Band genüge der persönliche Kontakt zur Tochter, der der Beschwerdefüh-

rerin unbestrittenermassen zustehe. Die rein formale Aufrechterhaltung der elterli-

chen Sorge entspreche indes dem Kindeswohl nicht. 

3.2.2 Die Beschwerdeführerin setzt diesen Erwägungen des Bezirksrates in ihrer 

Beschwerdeschrift (act. 2, dort insbes. ab S. 4) nichts entgegen, was die bezirks-

rätlichen Überlegungen als unrichtig erscheinen lassen könnte. Zwar stellt sie sich 

über alles gesehen auf den Standpunkt, an den von ihr für massgeblich erachte-

ten Verhältnissen habe sich seit der Genehmigung der gemeinsamen elterlichen 

Sorge im Jahre 2010 nichts geändert, was deren Aufhebung sowie die Zuteilung 

der alleinigen Sorge an den Vater unter dem Gesichtspunkt des Kindeswohl 

rechtfertigen könnte (vgl. a.a.O. S. 10). Mit Fug – C._____ wohnt seit rund drei 

Jahren beim Vater – anerkennt sie aber immerhin, dass sich der Alltag C._____s 

mit der Übernahme der Obhut durch den Beschwerdegegner zweifellos geändert 

hat (vgl. act. 2 S. 6). Dass sie dem beifügt, ihr Mitsorgerecht habe den Beschwer-

degegner mit der Übernahme der Obhut zu stören begonnen (a.a.O., S. 6), ändert 

daran nichts, zumal sie dieses Mitsorgerecht zugestandenermassen nie ausübte 

- 16 - 

(a.a.O.). Die Beschwerdeführerin anerkennt zudem, dass die Kommunikationsfä-

higkeit bzw. Kommunikationswilligkeit des Beschwerdegegners ihr gegenüber 

praktisch seit der von ihr an ihm verübten Gewalttat nicht mehr bestand (vgl. 

a.a.O., S. 7), nämlich von dem Zeitpunkt an, in dem er erkannte, dass ihre Tat 

nicht "unabsichtlich erfolgt" (vgl. a.a.O.) war. Sie stellt ferner die bezirksrätliche 

Feststellung, sie betrachte die elterliche Sorge in erster Linie als emotionales 

Band zur Tochter, nicht in Abrede. Und sie bezeichnet schliesslich die weiteren 

bezirksrätlichen Feststellung, es sei fraglich, ob sie aufgrund ihrer gesamten Le-

bensgeschichte je fähig sein werde, die Verantwortung für das Kind zu überneh-

men, und sie mache das auch nicht geltend, nirgends als tatsachenwidrig o-

der/und unhaltbar (vgl. a.a.O., insbes. S. 9/10). Folgerichtig behauptet sie mit ih-

rer Beschwerde auch nicht, sie sei mittlerweile – und damit anders als früher (vgl. 

dazu vorn Erw. I/1.2.1 und 1.2.2 sowie 1.3.2) – fähig, Verantwortung für C._____ 

zu übernehmen und werde das jetzt und fürderhin tun. 

 Vor diesem Hintergrund erweist sich das Festhalten der Beschwerdeführerin 

an der gemeinsamen elterlichen Sorge in der Tat als blosses Beharren auf dem 

formalem Bestand eines Pflichtrechts, das sie nie ausgeübt hat und auch nicht 

auszuüben gedenkt. Dieses Pflichtrecht auf Wahrung von Verantwortung nament-

lich bei Pflege und Erziehung (vgl. vorn Erw. II/3.1) wird dadurch allerdings seines 

Sinnes beraubt und überdies in seiner von der Beschwerdeführerin gewollten 

Funktion des ihr dienenden emotionalen Bandes zweckentfremdet (vgl. auch 

nachfolgend Erw. 3.3). Die gesetzliche Grundlage eines entsprechenden emotio-

nalen Bandes liegt denn auch andernorts, nämlich im Kindesverhältnis und im da-

raus fliessenden Recht der Kinder und Eltern auf gegenseitigen Umgang; der Be-

zirksrat hat darauf zutreffend verwiesen (vgl. act. 6 S. 20). Ein schutzwürdiges In-

teresse der Beschwerdeführerin an der Beibehaltung des Sorgerechts, dessen 

Aufgaben (Pflichten und Rechte) sie nicht nachzukommen gedenkt und dessen 

Wegfall am Bestand des Kindesverhältnisses nichts änderte, ist bei dieser Sach-

lage nicht auszumachen. Und es liegt das auch nicht im Interesse des Kindes, 

soweit es darauf im Zusammenhang mit einem interesselosen, zweckwidrigen 

Beharren auf einem Pflichtrecht überhaupt ankommen kann. Im Interesse und 

damit im Wohl des Kindes liegen hingegen klare Verhältnisse gerade in Bezug auf 

- 17 - 

die Verantwortung in allen Fragen der Erziehung und Pflege, des Unterhalts, der 

Unterkunft und in der Vertretung. Diese sind aktuell so nicht gegeben. Durch die 

Alleinsorge des Vaters, der sich seit der Geburt von C._____ engagiert und liebe-

voll (vgl. Erw. I/1.2.1) sowie pflichtbewusst und zuverlässig (vgl. etwa Erw. I/1.6, 

dort erster Absatz) zeigte und den elterlichen Aufgaben seit drei Jahren alleine 

nachkommt, werden diese klaren Verhältnisse geschaffen und wird eine entspre-

chende Verbesserung im Vergleich zum bisherigen Zustand gewährleistet. Der 

Bezirksrat hat das richtig erkannt. Anzufügen bleibt immerhin noch, dass diese 

klaren Verhältnisse schon vor drei Jahren durch zügige Behandlung des Gesuchs 

des Beschwerdegegners durch die Behörden hätten herbeigeführt werden kön-

nen. Dass das nicht geschehen ist, kann und darf dem Beschwerdegegner aller-

dings nicht zum Vorwurf gereichen und böte für Argumentationen der Beschwer-

deführerin, soweit sie aus der Dauer der bisherigen Sorgeregelung etwas herlei-

ten wollen, keine sachliche Stütze. 

3.3 Die Beschwerdeführerin hält dem Beschwerdegegner vor, es fehle ihm an 

"Kommunikationsfähigkeit oder -willigkeit" (act. 2 S. 7). Sie stellt in diesem Zu-

sammenhang dessen Auffassung, es sei ihm nicht zumutbar, mit derjenigen Per-

son persönlichen Kontakt zu halten, die ihn fast getötet habe, zwar direkt nicht in 

Abrede (vgl. a.a.O., S. 7/8), erachtet sie allerdings als falsch. Denn sie rügt, dass 

der Beschwerdegegner die elterliche Kommunikation bzw. ihre Information über 

die Beiständin abwickelt, und betont unter Hinweis auf BGE 142 III 1 die Wichtig-

keit der Beziehung des Kindes zu beiden Eltern, verlangt, der Beschwerdegegner 

habe seinen Beitrag dazu zu leisten (vgl. a.a.O., S. 9), in dem er direkt mit ihr 

kommuniziert und sie über C._____ selbst informiert (vgl. a.a.O., S. 10 f.).  

 In BGE 142 III 1 ging es um "Defizite beim Kooperationswillen" (a.a.O., S. 6), 

die sich im Zusammenhang mit dem Wegzug der Mutter mit dem Kind ins Aus-

land verstärkten, mithin um Verhältnisse, die sich vom Bundesgericht weder als 

schwerwiegender elterlicher Dauerkonflikt noch als anhaltende Kommunikations-

unfähigkeit der Eltern werten liessen, sondern als Auseinandersetzungen bzw. 

Meinungsverschiedenheiten zu betrachten waren und sind, wie sie in allen Fami-

lien vorkommen und/oder insbesondere mit einer Trennung und Scheidung ein-

- 18 - 

hergehen können. Vor diesem Hintergrund zu sehen sind daher ebenso die weite-

ren bundesgerichtlichen Erwägung zu den elterlichen Pflichten, deren "Beachtung 

… auch für eine tragfähige und kindeswohlorientierte Ausübung des gemeinsa-

men Sorgerechts wichtig" sind, aber "vorab in Zusammenhang mit der Ausübung 

des persönlichen Verkehrs" stehen (a.a.O., S. 7). Hier geht es allerdings, und zur 

Begründung dessen braucht es nicht vieler Worte, um ganz andere Verhältnisse, 

und zwar nicht nur hinsichtlich des Kommunikationswillens des Beschwerdegeg-

ners, sondern ebenfalls in Bezug auf die Aufgaben, die das Sorgerecht den Eltern 

überträgt; denn die Beschwerdeführerin will diese – wie gesehen – gar nicht 

wahrnehmen, also nicht erfüllen. Sie ist jedoch der Auffassung, mit der Beibehal-

tung des Sorgerechts wäre der Beschwerdegegner gehalten, zur Vereinfachung 

von persönlichen Kontakten nach ihrer Haftentlassung sowie z.B. auch von 

Schulbesuchen, vermehrt mit ihr zu kommunizieren, eine vermehrte Anteilnahme 

am Leben von C._____ zuzulassen und damit C._____ auch Ängste vor ihrer 

Mutter zu nehmen (vgl. act. 2 S. 10). Darin liegt allerdings – was die Beschwerde-

führerin übergeht – nicht der Zweck einer gemeinsamen elterlichen Sorge, die von 

einem Elternteil gar nicht ausgeübt wird, sondern es geht der Beschwerdeführerin 

um Anliegen, die – wie das Bundesgericht ausführt – "in Zusammenhang mit der 

Ausübung des persönlichen Verkehrs" stehen bzw. diesem dienen. Der Anspruch 

von C._____ sowie der Beschwerdeführerin auf gegenseitigen persönlichen Ver-

kehr steht ausser Frage und ist hier deshalb gar kein Thema. Nicht Thema sind 

hier daher ebenso die Anstrengungen, die der Beschwerdegegner im Rahmen 

seiner Möglichkeiten zu unternehmen haben wird, damit sich dieser persönliche 

Verkehr mit Hilfe der Beiständin der Tochter für die Tochter gedeihlich entwickelt, 

und es erweist sich die Beschwerde auch insoweit als unbegründet. Ebenso we-

nig Thema sind hier, um das doch auch noch zu erwähnen, die Anstrengungen, 

die die Beschwerdeführerin mit Hilfe der Beiständin der Tochter zu unternehmen 

haben wird, damit sich ihr Umgang mit der Tochter zu deren Wohl auswirkt, und 

zu denen sie sich mit keinem Wort äussert. Und es erübrigt sich hier noch näher 

zu erörtern, dass die Anbahnung eines regelmässigen, intensiveren Umgangs von 

Mutter und Tochter sinnvollerweise nur in Schritten erfolgen kann, zumal sich die 

Beschwerdeführerin nach der Haftentlassung unter mannigfachen Gesichtspunk-

- 19 - 

ten mit der Angewöhnung und Einpassung ins Alltagsleben zu beschäftigen ha-

ben wird. 

4. Die Beschwerdeführerin will, wie gesehen, eine persönliche Information über 

besondere Ereignisse im Leben von C._____ durch den Beschwerdegegner (vgl. 

auch act. 2 S. 11) und beantragt, der Beiständin des Kindes einen entsprechen-

den Auftrag zu erteilen. 

4.1 Der Bezirksrat hat sich im angefochtenen Urteil auch mit dieser Frage näher 

auseinandergesetzt (vgl. act. 6 S. 20 f.) und im Wesentlichen erwogen, die von 

der KESB gestützt auf Art. 275a ZGB getroffenen Regelungen gewährleisteten 

die Information der Beschwerdeführerin in dem von ihr gewünschten sachlichen 

Umfang bereits. Es sei nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdeführerin besser 

informiert wäre, wenn sie statt von der Beiständin durch den Beschwerdegegner 

persönlich informiert wäre. Es böte das zudem nur unnötiges Konfliktpotential, 

was sicherlich nicht im Sinne des Kindeswohls sei. Die Beiständin sei durch ihre 

Teilnahme an wichtigen Gesprächen zudem jeweils selbst direkt darüber infor-

miert und könne so die Informationen eins zu eins weitergeben. Der Antrag der 

Beschwerdeführerin sei daher abzuweisen. 

 Die Beschwerdeführerin setzt sich in der Beschwerde (vgl. a.a.O., S. 11) mit 

dieser Begründung des Bezirksrates nicht näher auseinander; sie zeigt m.a.W. 

nicht auf, was daran falsch bzw. unzutreffend sein soll und kommt damit ihrer Be-

gründungsobliegenheit nicht nach (vgl. vorn Erw. II/1.2). Sie legt zudem selbst 

dar, dass sie im Zusammenhang mit einem Unfall, den C._____ erlitt, von der 

Beiständin sachlich und zeitlich zutreffend informiert wurde, was ihr Anlass gab, 

C._____ anzurufen (vgl. act. 2 S. 11, 1. Absatz). Ihre Beschwerde erweist sich in-

soweit als offensichtlich unbegründet. 

4.2 Die Beschwerdeführerin argumentiert hingegen, anders noch als noch im be-

zirksrätlichen Verfahren (zu ihren dortigen Vorbringen siehe act. 7/1 S. 5) und 

somit neu, im Wesentlichen mit dem Kindeswohl, welches durch die Weigerung 

des Beschwerdegegners, mit ihr direkt zu kommunizieren, aus ihrer Sicht gefähr-

det ist: Müsse für Informationen immer die Beiständin eingeschaltet werden, was 

C._____ zweifellos als Kommunikations-Umweg miterlebe, als Schutzschild, den 

- 20 - 

die Beiständin bilde, so dürften sich die offenbar bestehenden Ängste C._____s 

vor ihr (der Beschwerdeführerin) nicht abbauen, sondern würden im Gegenenteil 

zementiert (vgl. act. 2 S. 11). Das mag durchaus sein, lässt sich jedenfalls nicht 

einfach von der Hand weisen. Die Beschwerdeführerin zeigt aber auch damit 

nicht, dass sie mit der von der KESB getroffenen Regelung sachlich und zeitlich 

über besondere Ereignisse im Leben von C._____ unzureichend informiert wird. 

Und darum geht es – der Art. 275a ZGB schreibt nicht vor, dass Informationen nur 

durch den andern Elternteil persönlich erfolgen müssen und ansonsten als unzu-

reichend zu gelten hätten, und das doch mit Fug, weil besondere Verhältnisse 

auch besondere Massnahmen erfordern können. Dass die Beziehung bzw. Nicht-

Beziehung der Parteien besonderer Art ist, nicht in die Kategorie alltäglicher Aus-

einandersetzungen usw. fällt, wurde bereits dargetan. Ebenso wurde vermerkt, 

dass zum Wohl des Kindes Anstrengungen beider Eltern unter Mitwirkung der 

Beiständin des Kindes erforderlich sein werden, um den Umgang von Mutter und 

Tochter schrittweise zu verbessern, wobei dabei nicht ausser Acht gelassen wer-

den kann, dass die Beschwerdeführerin den Beschwerdegegner versuchte zu tö-

ten und ihm dann, als er erkannte, dass das nicht unabsichtlich war, wie die Be-

schwerdeführerin schreiben lässt (vgl. act. 2 S. 7), wohl noch eine weitere Verlet-

zung zugefügt wurde. Der Massstab für die ihm zumutbaren Anstrengungen kann 

daher nicht der gleiche sein wie in Fällen, die der BGE 142 III 1 im Auge hatte, auf 

den aber die Beschwerdeführerin im Zusammenhang mit der Begründung hin-

weist, weshalb ihr unter dem Titel des Kindeswohls letztlich ein Anspruch zu-

kommen soll, durch den Beschwerdegegner persönlich informiert zu werden (vgl. 

act. 2 S. 11). 

 Zur Zeit sind die Dinge jedenfalls noch nicht so weit gediehen und es ist kein 

Grund ersichtlich, an der die Information der Beschwerdeführerin gewährleisten-

den Regelung etwas zu ändern. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin 

selbst erwähnt (vgl. vorn Erw. II/4.1), sie habe C._____ telefonisch erreichen kön-

nen, nachdem sie von einem Unfall Kenntnis hatte. Ob sie diesen Anruf im Rah-

men des ihr zustehenden Kontaktrechts unternahm oder ausserhalb dieses Rah-

mens, kann daher offen gelassen werden. Träfe letzteres zu, bestätigte das im-

- 21 - 

merhin zusätzlich die Ausführungen des Bezirksrates zu unnötigen Konflikten, die 

es zu vermeiden gilt. 

 Die Beschwerde erweist sich somit auch in diesem zweiten Punkt als unbe-

gründet und ist abzuweisen. 

5. Auch sonst ist aufgrund der gesamten Akten nichts ersichtlich, was das Urteil 

des Bezirksrates, welches beide Anträge der Beschwerdeführerin, die auch im 

zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren einziges Thema sind, als unzutreffend 

erscheinen liesse. Die Beschwerde ist daher vollumfänglich abzuweisen. 

III. 
(Kosten- und Entschädigungsfolgen) 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Prozesskosten der Beschwerdefüh-

rerin aufzuerlegen (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Umstände, welche es hier rechtfer-

tigten, von diesem Grundsatz gestützt auf Art. 107 Abs. 1 ZPO abzuweichen, sind 

nicht ersichtlich. Die Bemessung der Entscheidgebühr erfolgt gestützt auf § 5 

Abs. 1 i.V.m. § 12 Abs. 1-2 GebV OG, und es ist zu berücksichtigen, dass der Fall 

weder besondere rechtliche noch tatsächliche Schwierigkeiten bot und insgesamt 

daher noch als leicht zu gewichten ist. Dem Beschwerdegegner ist keine Partei-

entschädigung zuzusprechen, weil ihm in diesem Verfahren keine Umtriebe ent-

standen sind, die es zu entschädigen gölte. 

 Bei der Liquidation der Prozesskosten ist zu berücksichtigen, dass der Be-

schwerdeführerin die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt wurde. Die Entschädi-

gung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin kann, weil die Voraussetzungen von 

§ 23 Abs. 2 AnwGebV noch nicht erfüllt sind, heute noch nicht festgesetzt werden 

und ist einem späteren Beschluss vorzubehalten. Hinzuweisen ist immerhin be-

reits heute, dass die Entschädigung nach § 5 Abs. 1 und § 13 Abs. 1-2 AnwGebV 

i.V.m. § 23 Abs. 1 AnwGebV zu bemessen sein wird. Dabei werden die Kriterien, 

die zur Bemessung der Entscheidgebühr gelten, analog zu beachten sein. 

- 22 - 

Es wird beschlossen: 

1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege (umfassend 

die Befreiung von Gerichtskosten sowie unentgeltliche Rechtsverbeistän-

dung) für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren bewilligt. 

2. Als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Beschwerdeführerin im zweitin-

stanzlichen Beschwerdeverfahren wird Rechtsanwältin lic. iur. X._____, … 

[Adresse], bestellt. 

3. Schriftliche Mitteilung gemäss nachfolgendem Erkenntnis. 

Es wird erkannt:  

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.- festgesetzt, der Beschwerdeführe-

rin auferlegt, jedoch aufgrund bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege einst-

weilen auf die Gerichtskasse genommen. 

Die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gemäss Art. 123 ZPO 

bleibt vorbehalten. 

3. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine Parteient-

schädigungen zugesprochen. 

4. Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin für das zweitin-

stanzliche Beschwerdeverfahren wird einem späteren Beschluss vorbehal-

ten. 

5. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien, an den Be-

schwerdegegner unter Beilage eines Doppels von act. 2, die Kindes- und 

Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Pfäffikon, die Direktion der Justiz und 

des Innern (Gemeindeamt des Kantons Zürich), den Bezirksrat Pfäffikon 

sowie die Obergerichtskasse. 

- 23 - 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die vorinstanzlichen 

Akten an den Bezirksrat Pfäffikon zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).  

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. 
Es handelt sich um eine nicht vermögensrechtliche Angelegenheit. 
Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
II. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. I. Vourtsis-Müller 
 
 
versandt am: 

	Beschluss und Urteil vom 14. November 2016
	Erwägungen:
	II.
	Es wird beschlossen:
	1. Der Beschwerdeführerin wird die unentgeltliche Rechtspflege (umfassend die Befreiung von Gerichtskosten sowie unentgeltliche Rechtsverbeiständung) für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren bewilligt.
	2. Als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Beschwerdeführerin im zweitinstanzlichen Beschwerdeverfahren wird Rechtsanwältin lic. iur. X._____, … [Adresse], bestellt.
	3. Schriftliche Mitteilung gemäss nachfolgendem Erkenntnis.
	Es wird erkannt:
	1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
	2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 1'500.- festgesetzt, der Beschwerdeführerin auferlegt, jedoch aufgrund bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
	Die Nachzahlungspflicht der Beschwerdeführerin gemäss Art. 123 ZPO bleibt vorbehalten.
	3. Für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	4. Die Entschädigung der unentgeltlichen Rechtsbeiständin für das zweitinstanzliche Beschwerdeverfahren wird einem späteren Beschluss vorbehalten.
	5. Schriftliche Mitteilung je gegen Empfangsschein an die Parteien, an den Beschwerdegegner unter Beilage eines Doppels von act. 2, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Bezirk Pfäffikon, die Direktion der Justiz und des Innern (Gemeindeamt des Kan...
	Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die vorinstanzlichen Akten an den Bezirksrat Pfäffikon zurück.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...