# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 1024662f-7e6a-5558-9b04-be59803e0e18
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-05-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 06.05.2025 SR1 2024 58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SR1-2024-58_2025-05-06.pdf

## Full Text

«I_NAM»
«I_ALI»
«I_BEM»

Urteil vom 6. Mai 2025
mitgeteilt am 7. Juli 2025

Referenz SR1 24 58

Instanz Erste strafrechtliche Kammer

Besetzung Moses, Vorsitz
Cavegn und Richter-Baldassarre
Bernhard, Aktuarin

Parteien A._____
Beschuldigter
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw Tobias Brändli
Aquasanastrasse 8, 7000 Chur

gegen

Staatsanwaltschaft Graubünden
Rohanstrasse 5, 7001 Chur

Gegenstand fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst gemäss Art. 222 
Abs. 1 StGB

Anfechtungsobj. Urteil Regionalgericht Plessur vom 26. August 2024, mitgeteilt am 
4. Oktober 2024 (Proz. Nr. 515-2024-14)

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Sachverhalt

A. Das Regionalgericht Plessur sprach A._____ (im Folgenden: Beschuldigter) 
am 26. August 2024 der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst gemäss 
Art. 222 Abs. 1 StGB schuldig. Es bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 
15 Tagessätzen zu je CHF 560.00. Der Vollzug der Geldstrafe wurde unter 
Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben.

B. Gegen das Urteil meldete der Beschuldigte am 4. September 2024 Berufung 
an. Die Berufungserklärung erfolgte am 28. Oktober 2024. Der Beschuldigte 
beantragt einen Freispruch. Für den Fall eines Schuldspruches beantragt der 
Beschuldigte, es sei gestützt auf Art. 54 StGB von einer Bestrafung abzusehen bzw. 
eine milde Strafe auszusprechen.

C. Die Berufungsverhandlung fand am 6. Mai 2025 in Anwesenheit des 
Beschuldigten und des Verteidigers, Rechtsanwalt Tobias Brändli, statt.

Erwägungen

1. Prozessuales

Gegen das Urteil des Regionalgerichts ist die Berufung zulässig. Auf die frist- und 
formgerecht erhobene Berufung ist einzutreten. Der Beschuldigte ficht das Urteil als 
Ganzes an.

2. Sachverhalt

2.1. Anklage vom 12. April 2024 und Standpunkt des Beschuldigten

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten zusammengefasst vor, am 
18. März 2023 einen nicht genügend gelöschten Zigaretten- oder Zigarrenstummel 
im Wiesland neben seiner Alphütte liegengelassen zu haben. Dadurch sei ein 
Flurbrand entstanden, den die Feuerwehr habe löschen müssen. Das beschädigte 
Wiesland stehe im Miteigentum der Erbengemeinschaft B._____ und der 
Erbengemeinschaft C._____. Der Beschuldigte hätte den Brand verhindern können, 
wenn er sich vergewissert hätte, dass die Glut ganz erloschen gewesen sei.

Der Beschuldigte bestreitet den Vorwurf vollumfänglich.

2.2. Grundsätze der Beweiswürdigung

Das Gericht würdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren 
gewonnenen Überzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Bestehen unüberwindliche 

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Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, 
so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus 
(Art. 10 Abs. 3 StPO). Aussagen sind dahingehend zu prüfen, ob sie verständlich, 
zusammenhängend und glaubhaft sind. Ebenso ist abzuklären, ob sie mit den 
weiteren Beweisen in Einklang stehen (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 
7B_200/2022 vom 9. November 2023 E. 2.2.3 m.w.H.).

2.3. Beweismittel und Verwertbarkeit

2.3.1. Zur Erstellung des Sachverhalts dienen insbesondere die Aussagen des 
Beschuldigten, von D._____ (Feuerwehr), E._____ und F._____ (beide Polizei) 
sowie der Polizeirapport, Kartenausschnitte und Fotos der Örtlichkeit.

2.3.2. Grundlage der Anklage bildet die Äusserung des Beschuldigten gegenüber 
dem Polizisten E._____ vor Ort, welche im Polizeirapport wiedergegeben ist. 
Demzufolge soll der Beschuldigte gegenüber der Patrouille mündlich von sich aus 
angegeben haben, dass er die Reste einer Zigarette/Zigarre, welche er vor der 
Alphütte geraucht habe, weggeworfen habe. Daraufhin sei er kurz ins Maiensäss 
gegangen. Beim Wiederhinausgehen habe der Beschuldigte bemerkt, dass das 
Wiesland zu brennen begonnen habe (StA-act. 3.1 S. 2). Es stellt sich die Frage der 
Verwertbarkeit dieser ohne vorgängiger Belehrung erfolgten Aussage. 
Entscheidend für die Anwendbarkeit von Art. 158 StPO ist der Status als 
beschuldigte Person im Sinne von Art. 111 StPO. Dabei kommt es darauf an, ob die 
betreffende Person tatsächlich bzw. aus objektiver Sicht einer Straftat verdächtigt 
wird bzw. ob aus Sicht eines unbefangenen Betrachters vernünftigerweise, d.h. im 
Lichte der gegebenen Verdachtsintensität, die betroffene Person als 
wahrscheinlicher Täter anzusehen ist. Sofern ein Anfangsverdacht gegen eine 
bestimmte Person besteht, hat sie den Status der beschuldigten Person. Hingegen 
kann die blosse Verdächtigung oder eine vage Vermutung noch nicht genügen, um 
eine Person in den Status einer beschuldigten Person zu versetzen (zum Ganzen: 
Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden SK1 22 5 vom 2. Mai 2023 E. 6 mit 
Hinweisen).

2.3.3. E._____ und F._____ rückten wegen der Brandmeldung an die Örtlichkeit 
aus. Die Feuerwehr war bereits vor Ort. E._____ sagte aus, er sei allein in Richtung 
Hütte gegangen. Dort habe er den Beschuldigten gesehen, der etwa ca. 20 Meter 
von der Hütte entfernt gewesen sei, und sei zu ihm gegangen. Der Beschuldigte sei 
ausser Atem gewesen, habe gehustet und habe Brandverletzungen aufgewiesen. 
E._____ habe sich beim Beschuldigten nach seinem Befinden erkundigt. Sie seien 
zusammen zur Hütte gelaufen und beim Zurücklaufen habe der Beschuldigte die 

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fragliche Äusserung gemacht (StA-act. 3.7 F/A 1). Er habe dem Beschuldigten 
keine Fragen gestellt. Der Beschuldigte habe keinen guten gesundheitlichen 
Eindruck gemacht. In diesem Stadium sei nicht von Interesse gewesen, was 
passiert sei, sondern es sei nur um die Betreuung und die Abklärung der 
Verletzungen gegangen (StA-act. 3.7 F/A 5).

2.3.4. Als die Polizisten eintrafen, befand sich der Beschuldigte – neben den 
Feuerwehrleuten – als einzige Person vor Ort und hielt sich in der Nähe der Hütte 
auf. Er war verletzt und es war nicht klar, in welcher Funktion (Hüttenbesitzer, 
Wanderer) er dort war. Mehr als die blosse Möglichkeit, dass der Beschuldigte der 
Brandverursacher sein könnte, mithin ein eigentlicher Verdacht, bestand zu diesem 
Zeitpunkt nicht. E._____ sagte glaubhaft aus, er habe sich nach dem 
Gesundheitszustand erkundigt und abklären wollen, ob eine ärztliche Untersuchung 
notwendig wäre. Die Äusserung des Beschuldigten erfolgte ohne entsprechende 
Nachfrage und demzufolge spontan. Die Aussage ist daher – entgegen der Ansicht 
der Verteidigung – ohne formelle Belehrung verwertbar. Nicht einschlägig ist das 
von der Verteidigung erwähnte Urteil des Bundesgerichts 6B_234/2019 vom 
5. Dezember 2019: im dortigen Verfahren war nur noch die Qualifikation der 
Lebensgefahr gemäss Art. 140 Ziff. 4 StGB strittig. Dass die damals beschuldigte 
Person von Beginn an im Verdacht stand, einen Raub begangen zu haben, kann 
aufgrund der Ausgangslage (zum Sachverhalt: Urteil des Appellationsgerichts 
Basel-Stadt vom 13. November 2018 SB.2018.8 E. 3.4) nicht bezweifelt werden.

2.3.5. Die Thematik des Rollenwechsels des Beschuldigten von einer 
Auskunftsperson zur beschuldigten Person ist vorliegend irrelevant, weil zum 
Zeitpunkt der fraglichen Äusserung gar keine Einvernahmesituation bestand, der 
Beschuldigte also auch nicht als Auskunftsperson einvernommen wurde (so auch 
die Vorinstanz, act. E.1 E. 3.1.3.3, anders die Verteidigung, act. H.9 Ziff. III.15 ff.).

2.3.6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die in den Akten 
befindlichen Beweismittel allesamt verwertbar sind. 

2.4. Wiedergabe der Beweismittel

2.4.1. Der Beschuldigte gab an, der beschädigte Boden gehöre ihm. Er habe ihn im 
Rahmen einer Erbteilung übernommen (RG-act. 20 F/A 13 ff.; act. H.12 und H.13). 
Das betreffende Wiesland liegt auf dem Grundstück Nr. Z.1._____, Grundbuchamt 
G._____ (act. H.4; StA-act. 3.2). Als Eigentümer sind verschiedene Personen 
eingetragen; der Beschuldigte ist keine davon (act. H.8). Auf diesem Grundstück 
befinden sich ein Stall (Grundstück Nr. Z.2._____; Eigentümer: A._____; act. H.7) 

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und eine Hütte (Grundstück Nr. Z.3._____). Westlich der Hütte und etwas oberhalb 
am Waldrand gibt es eine Grillstelle beim "H._____" (act. H.11; RG-act. 23). 

2.4.2. Das im Polizeirapport niedergeschriebene Geständnis des Beschuldigten 
wurde zuvor wiedergegeben (E. 2.3.2). Der Beschuldigte verweigerte in den 
weiteren Einvernahmen der Untersuchung die Aussage zur Sache (StA-act. 3.3, 
3.6, 3.7). Vor Regionalgericht trug der Beschuldigte vor, dass er lange Jahre nicht 
mehr geraucht habe. Wenn er aber geraucht hätte, hätte er die Rauchreste im 
Aschenbecher entsorgt. Möglicherweise sei der Brand von jemandem bei der 
öffentlichen Grillstelle oberhalb verursacht worden (RG-act. 20 F/A 10). Vor 
Obergericht verweigerte der Beschuldigte die Aussage (act. H.2). 

2.4.3. E._____ sagte am 17. Oktober 2023 im Rahmen einer Konfronteinvernahme 
mit dem Beschuldigten aus, er sei zum Beschuldigten gegangen und habe sich nach 
dessen Befinden erkundigt. Sie seien zurück zur Hütte gelaufen, um sich dort 
hinzusetzen. Beim Zurücklaufen habe der Beschuldigte ihm erzählt, dass seine Frau 
mit ihm böse sein werde. E._____ habe sich nach dem Grund erkundigt. Der 
Beschuldigte habe erklärt, er sei zuvor aus der Hütte rausgekommen und habe eine 
Zigarre oder eine Zigarette, den genauen Wortlaut wisse er (E._____) nicht mehr, 
angezündet und habe zu rauchen begonnen. Nach den ersten Zügen habe er sich 
erinnert, dass er von der Frau aus nicht rauchen dürfe und er auch Lungenprobleme 
habe. Nach diesen Gedanken habe er die Zigarette an der Böschung rechts bei der 
Hütte vermeintlich ausgedrückt. Danach sei er zurück in die Hütte gelaufen. Als er 
später herausgekommen sei, habe er gesehen, wie es in diesem Bereich gebrannt 
habe. Er habe versucht, mit einer Heugabel das Feuer zu bekämpfen, bis die 
Feuerwehr eingetroffen sei (StA-act. 3.7 F/A 1). E._____ gab weiter an, nicht 
gewusst zu haben, dass der Beschuldigte der Eigentümer der Hütte sei. Dieser 
hätte genauso gut ein Wanderer sein können, welcher versucht habe, das Feuer zu 
löschen (StA-act. 3.7 F/A 3). Es seien keine anderen Privatpersonen vor Ort 
gewesen (StA-act. 3.7 F/A 4). E._____ sagte aus, dem Beschuldigten keine Fragen 
gestellt zu haben, bevor dieser ihm erzählt habe, was passiert sei. Es sei nur um 
die Betreuung und die Abklärung der Verletzungen gegangen (StA-act. 3.7 F/A 5). 
Im Zeitpunkt der Unterhaltung habe der Beschuldigte nicht unter Tatverdacht 
gestanden. Der Beschuldigte sei einfach dort gestanden mit den beiden 
Feuerwehrmännern und sei betreut worden. Mehr habe er (E._____) zu diesem 
Zeitpunkt nicht gewusst. (StA-act. 3.7 F/A 8).

2.4.4. F._____ verfasste den Polizeirapport (StA-act. 3.1). Am 22. August 2023 
wurde er im Konfront mit dem Beschuldigten einvernommen (StA-act. 3.6). E._____ 
habe sich zum Beschuldigten begeben, welcher zu diesem Zeitpunkt vor der Hütte 

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gestanden habe. Der Beschuldigte habe ihm (F._____) gegenüber nicht gesagt, 
was passiert sei. Er habe dies zuerst nur gegenüber E._____ geäussert. In diesem 
Moment hätten sie sich in der Gefahrenabwehr befunden. Sie hätten zuerst 
abklären müssen, was überhaupt passiert sei und welche Sofortmassnahmen sich 
aufdrängten. Sie hätten den Beschuldigten deshalb nicht über seine Rechte belehrt. 
Das sei in diesem Stadium auch noch gar nicht möglich gewesen. Der Beschuldigte 
sei aufgewühlt gewesen. Er habe versucht das Feuer zu bekämpfen. Das habe er 
(F._____) aus der Verletzung am Fuss des Beschuldigten geschlossen. Er sei dann 
auch zu E._____ und dem Beschuldigten gegangen und habe gefragt, was passiert 
sei. E._____ habe dann den Wortlaut des Beschuldigten wiedergegeben, wonach 
dieser eine Zigarette weggeworfen habe, kurz in die Hütte gegangen sei und es 
danach geflackert habe. Er (F._____) habe dem Beschuldigten daraufhin gesagt, er 
kenne das, weil er selbst Raucher sei. Er wisse noch ganz genau, wie der 
Beschuldigte zu ihm gesagt habe, er sollte mit dem Rauchen aufhören, weil seine 
Frau das nicht wolle (StA-act. 3.6 F/A 3). Auf die Frage, ob noch andere 
Privatpersonen vor Ort gewesen seien, antwortete F._____, es sei noch eine 
Hochzeitsgruppe oben vorbeigelaufen, welche das ganze Spektakel beobachtet 
habe (StA-act. 3.6, F/A 7).

2.4.5. D._____, der als Funktionär der Feuerwehr vor Ort war, wurde am 3. Mai 
2023 von der Polizei befragt (StA-act. 3.5). Er sei angekommen und habe gesehen, 
dass die Flanke bereits gebrannt habe. Er habe selbst etwas gelöscht, sei dann um 
die Flanke herumgegangen und habe gesehen, wie der Beschuldigte das Feuer mit 
einer Mistgabel bekämpft habe (StA-act. 3.5 F/A 2). Nur der Beschuldigte sei dort 
gewesen, sonst niemand (StA-act. 3.5 F/A 3). Er habe nicht mit dem Beschuldigten 
gesprochen. Dieser sei ziemlich beschäftigt und ausser Puste gewesen (StA-
act. 3.5 F/A 4). 

2.5. Würdigung

2.5.1. Die Aussagen der befragten Personen sind in sich stimmig und weisen keine 
Widersprüche auf. Sie stimmen auch miteinander überein. So sagten sowohl 
E._____ als auch D._____ aus, dass der Beschuldigte allein vor Ort gewesen sei 
und dass dieser ausser Puste gewesen sei. F._____ hat als einziger die 
Hochzeitsgesellschaft gesehen, wobei offenblieb, wann und wo genau sich diese 
dort aufgehalten hat und warum F._____ diese als Hochzeitsgesellschaft 
bezeichnete. 

2.5.2. Die Schilderung, wonach der Beschuldigte Angst gehabt habe, dass seine 
Frau erfahren könnte, dass er geraucht habe und ihm böse sein werde, gaben 

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sowohl E._____ als auch F._____ im Kern übereinstimmend aber mit 
unterschiedlicher Wortwahl wieder. Der Beschuldigte bestätigte vor 
Regionalgericht, dass er mit seiner Ehefrau Probleme bekäme, wenn er wieder mit 
dem Rauchen anfangen würde. Dass der Beschuldigte die heimlich gerauchte 
Zigarette korrekt im Cheminée oder Aschenbecher entsorgen würde, ist unter 
diesen Umständen unwahrscheinlich. Dass der Beschuldigte eigentlich habe sagen 
wollen, dass er aufgrund des Brandes befürchtet habe, die Ehefrau schliesse 
darauf, dass er geraucht habe, und aufgrund der Schwerhörigkeit die mögliche 
Frage des Polizisten, ob er geraucht habe, mit: "Ja, ja" beantwortet habe, ist zu weit 
hergeholt und findet auch keine Stütze in den Akten (so die Verteidigung in act. H.9 
Ziff. III.6, III.14 und III.22 f.).

2.5.3. Somit ist festzuhalten, dass auf die Ausführungen im Polizeirapport und die 
glaubhaften Aussagen der beiden Polizisten abgestellt werden kann. Demnach hat 
der Beschuldigte gestanden, eine Zigarre oder Zigarette geraucht zu haben und 
diese neben der Hütte im Wiesland ausgedrückt zu haben. Es ist zutreffend, dass 
keine weiteren Abklärungen zur Brandursache vorgenommen wurden. Dies war 
aber aufgrund des Geständnisses des Beschuldigten nicht nötig, da dessen 
Schilderungen angesichts des Brandverlaufs plausibel erschienen. Die von der 
Verteidigung vorgebrachten Alternativen (wonach jemand anderes, z.B. aus der 
Hochzeitsgesellschaft und/oder von der öffentlichen Grillstelle beim "H._____" den 
Brand verursacht haben könnte) erwecken nicht mehr als theoretische Zweifel. Sie 
vermögen das Geständnis des Beschuldigten nicht zu entkräften.

2.5.4. Die Frage, ob ein Anfangsverdacht gegenüber dem Beschuldigten bestand, 
ist aus der Perspektive des zur Örtlichkeit kommenden Polizisten zu betrachten (ex 
ante). Die Frage, ob von der Täterschaft des Beschuldigten auszugehen ist, kann 
rückblickend beantwortet werden (ex post). Darin ist entgegen der Verteidigung kein 
Widerspruch zu erblicken (act. H.9 Ziff. IV.9 f.).

2.5.5. Der Beschuldigte legte zwar Unterlagen vor, die darlegen, dass er I._____ 
den Betrag von CHF 8'871.15 für den Verkauf der Miteigentumsanteile an den 
Parzellen-Nr. Z.3._____, Z.1._____ und Z.4._____ bezahlt hat. Dass der 
Beschuldigte Alleineigentümer des beschädigten Wieslands sein soll, ergibt sich 
aber aus diesen Belegen nicht; um einen öffentlich beurkundeten Kaufvertrag 
handelt es sich dabei auch nicht. Aufgrund des Grundbuches, dessen Richtigkeit 
vermutet wird, ist davon auszugehen, dass noch andere Personen Eigentümer des 
Grundstücks sind und der Brand (auch) andere Personen geschädigt hat.

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2.6. Fazit Sachverhalt

Aus dem Ausgeführten folgt, dass der angeklagte Sachverhalt erstellt ist.

3. Rechtliches

3.1. Wer fahrlässig zum Schaden eines anderen oder unter Herbeiführung einer 
Gemeingefahr eine Feuersbrunst verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem 
Jahr oder Geldstrafe bestraft (Art. 222 Abs. 1 StGB). Fahrlässig begeht ein 
Verbrechen oder Vergehen, wer die Folge seines Verhaltens aus pflichtwidriger 
Unvorsichtigkeit nicht bedenkt oder darauf nicht Rücksicht nimmt. Pflichtwidrig ist 
die Unvorsichtigkeit, wenn der Täter die Vorsicht nicht beachtet, zu der er nach den 
Umständen und nach seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet ist (Art. 12 
Abs. 3 StGB).

3.2. Die rechtliche Würdigung der Vorinstanz ist zutreffend und unbestritten. Es 
kann auf die entsprechenden Erwägungen verwiesen werden (act. E.1 E. 3.3 f.). 
Demnach hat sich der Beschuldigte der fahrlässigen Verursachung einer 
Feuersbrunst gemäss Art. 222 Abs. 1 StGB schuldig gemacht.

4. Strafzumessung

4.1. Strafmilderung Art. 48 lit. d StGB

4.1.1. Der Beschuldigte erachtet eine Strafmilderung gemäss Art. 48 lit. d StGB als 
angezeigt, weil er alles unternommen habe, um das Feuer selbst zu löschen. Er 
habe erst auf Empfehlung der Feuerwehr aufgehört, obwohl er sich schon 
Verbrennungen zugezogen habe und am Rande der Erschöpfung gewesen sei 
(act. H.9 Ziff. 40 ff.).

4.1.2. Aufrichtige Reue ist im Verhalten des Beschuldigten nicht zu erblicken. Seine 
Bemühungen, den Brand zu löschen, dürften eher dem Selbstschutz gedient haben. 
Die Feuerwehr wurde von jemand anderem alarmiert. Dass fremdes Eigentum 
beschädigt wurde, bestritt der Beschuldigte. Nach dem ersten Geständnis 
verweigerte der Beschuldigte die Aussage. Ein Einsehen eines Unrechts ist damit 
nicht ersichtlich. Eine Strafmilderung gestützt auf Art. 48 lit. d StGB ist daher nicht 
angezeigt.

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4.2. Konkrete Strafzumessung

4.2.1. Die Strafzumessung der Vorinstanz wurde als solche nicht beanstandet. Die 
Ausführungen des Regionalgerichts sind denn auch zutreffend und es kann darauf 
verwiesen werden (act. E.1 E. 4.4).

4.2.2. Der Beschuldigte ist mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 
CHF 560.00 zu bestrafen. Der Vollzug der Geldstrafe ist aufzuschieben und die 
Probezeit ist auf zwei Jahre festzusetzen.

4.3. Strafbefreiung Art. 54 StGB

4.3.1. Der Beschuldigte hält dafür, aufgrund seiner Betroffenheit sei er von einer 
Strafe zu befreien. Durch das Feuer habe er sich schwere Verletzungen am Fuss 
zugezogen, obwohl der Brand nur wenig Schaden (auf dem Wiesland) verursacht 
habe (act. H.9 Ziff. 38 f.).

4.3.2. Nach Art. 54 StGB sieht die zuständige Behörde von einer Strafverfolgung, 
einer Überweisung an das Gericht oder einer Bestrafung ab, wenn der Täter durch 
die unmittelbaren Folgen seiner Tat so schwer betroffen ist, dass eine Strafe 
unangemessen wäre. Eine Strafbefreiung hat zu erfolgen, wenn der Täter schon 
genug bestraft erscheint und die Ausgleichsfunktion der Strafe bereits erfüllt ist 
(BGE 137 IV 105 E. 2.3 m.w.H.).

4.3.3. Es ist unbestritten, dass der Beschuldigte beim Versuch, den Brand zu 
löschen, verletzt wurde. Setzt man die – entsprechend dem sehr leichten 
Verschulden – milde Strafe von 15 Tagessätzen den oberflächlichen 
Brandverletzungen des Beschuldigten und dem relativ geringen Schaden ins 
Verhältnis, kann festgestellt werden, dass keine Situation vorliegt, die das 
Strafbedürfnis entfallen liesse. Die Vorinstanz hat Art. 54 StGB zu Recht nicht 
angewendet (act. E.1 E. 4.3). Eine Strafbefreiung ist vorliegend nicht angezeigt.

5. Kosten

5.1. Grundsätzlich trägt der Staat die Kosten eines Strafverfahrens (Art. 423 
Abs. 1 StPO). Wird die beschuldigte Person verurteilt, trägt sie die Kosten (Art. 426 
Abs. 1 StPO). Dies ist vorliegend der Fall. Demzufolge hat der Beschuldigte die 
Untersuchungskosten in Höhe von CHF 2'085.00 und die Kosten des 
erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 1'800.00 zu tragen.

5.2. Die Kosten des Berufungsverfahrens, welche CHF 4'000.00 betragen, 
werden nach Obsiegen und Unterliegen verteilt (Art. 428 Abs. 1 StPO). Der 

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Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung vollumfänglich, weshalb ihm die ganzen 
Kosten des Berufungsverfahrens aufzuerlegen sind. 

5.3. Entsprechend dem Verfahrensausgang sind keine Parteientschädigungen 
zuzusprechen.

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Es wird erkannt:

1. A._____ ist schuldig der fahrlässigen Verursachung einer Feuersbrunst 
gemäss Art. 222 Abs. 1 StGB.

2. A._____ wird bestraft mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 
CHF 560.00.

3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf zwei 
Jahre festgesetzt.

4. Die Untersuchungskosten von CHF 2'085.00 gehen zulasten von A._____.

5. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens von CHF 1'800.00 gehen 
zulasten von A._____.

6. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 4'000.00 gehen zulasten von 
A._____.

7. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

8. [Rechtsmittelbelehrung] 

9. [Mitteilungen]