# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 38c45a7f-8c35-5fe0-b9bc-b2d337c1db70
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-12-09
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Strafkammern 09.12.2016 SK 2016 108
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_005_SK-2016-108_2016-12-09.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

2. Strafkammer

Cour suprême
du canton de Berne

2e Chambre pénale

Urteil
SK 16 108

Hochschulstrasse 17
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 08
Fax +41 31 635 48 15
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 9. Dezember 2016 

Besetzung Oberrichterin Bratschi (Präsidentin), Oberrichter Aebi, 
Oberrichter Schmid
Gerichtsschreiberin Bank

Verfahrensbeteiligte A.________, 
alias AA.________, 
amtlich verteidigt durch Fürsprecher B.________

Beschuldigter/Berufungsführer

C.________
amtlich verteidigt durch Fürsprecher D.________

Beschuldigter/Berufungsführer

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstras-
se 10, Postfach 6250, 3001 Bern

vertreten durch Staatsanwältin L.________, Regionale Staatsan-
waltschaft Bern-Mittelland, Amthaus, Hodlerstrasse 7, 3011 Bern  

und

2

E.________
vertreten durch Rechtsanwalt G.________

Straf- und Zivilklägerin

und

F.________
vertreten durch Rechtsanwalt G.________

Straf- und Zivilklägerin

und

Kanton Bern, Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kan-
tons Bern, Kantonales Sozialamt, handelnd durch Fürspreche-
rin M.________, 

Zivilkläger

Gegenstand vorsätzliche Tötung, versuchte vorsätzliche Tötung, Diebstahl etc. 
sowie Widerrufsverfahren

Berufung gegen das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland 
(Kollegialgericht) vom 4.2.2016 (PEN 2015 648)

3

Erwägungen:

I. Formelles

1. Erstinstanzliches Urteil

Das Regionalgericht Bern-Mittelland (Kollegialgericht) erkannte mit Urteil vom 
4.2.2016 (pag. 3353 ff.) und mit Urteilsberichtigung vom 24.2.2016 (pag. 3399 f.) im 
Verfahren gegen die beiden Beschuldigten A.________ alias AA.________ (nach-
folgend A.________) und C.________ im Wesentlichen Folgendes (auszugsweise 
Wiedergabe):

A. A.________

Das Gericht erkennt:
I.

A.________ wird schuldig erklärt:

1. der vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 in 
X.________ zum Nachteil von H.________ (sel.);

2. der versuchten vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 
in X.________ zum Nachteil von E.________; 

3. des Diebstahls, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 in X.________ zum 
Nachteil von H.________ (sel.) und von E.________ an Schmuck, Uhren, Bargeld und einem 
Festnetztelefon;

4. des versuchten einfachen Raubs, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 in 
X.________ zum Nachteil von N.________ alias NN.________; 

5. des Diebstahls, und Versuchs dazu, gewerbsmässig begangen

[15fach] 

6. der Sachbeschädigung, mehrfach begangen

[15fach]

7. des Hausfriedensbruchs, mehrfach begangen

[14fach]

8. der Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, begangen in der Zeit vom 18.08.2013 bis 
28.11.2013 in Biel und Genf durch unerlaubte Einreise in die Schweiz und Aufenthalt ohne 
gültigen Aufenthaltstitel; 

9. der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen bzw. festgestellt am 
28.11.2013 in Bern durch Konsum von Marihuana und Kokain; 

und in Anwendung der Art. 22 Abs. 1, 40, 47, 48a, 49 Abs. 1, 51, 106, 111, 139 Ziff. 1 und 2, 140 Ziff. 
1, 144 Abs. 1, 186 StGB; Art. 115 Abs. 1 Bst. a und b AuG; Art. 19a BetmG; Art. 418 Abs. 1, 426 Abs. 
1, 433 StPO

4

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren.

Die Untersuchungshaft von 404 Tagen wird an die Freiheitsstrafe angerechnet. Es wird 
festgestellt, dass die Strafe am 06.01.2015 vorzeitig angetreten worden ist.

2. Zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.00. Die Ersatzfreiheitsstrafe bei schuldhafter 
Nichtbezahlung wird auf 2 Tage festgesetzt.

3. Zur Bezahlung einer Parteientschädigung von CHF 35‘128.40 an die Privatklägerinnen 
E.________ und F.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________.

4. Zu den anteilsmässigen Verfahrenskosten, […], insgesamt bestimmt auf CHF 46‘718.55 
(ohne Kosten für die amtliche Verteidigung). […]

II.

1. Der A.________ gewährte bedingte Strafvollzug gemäss Urteil der Staatsanwaltschaft Berner 
Jura-Seeland vom 26.09.2013 wird widerrufen. Die Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 
CHF 70.00, ausmachend CHF 2‘100.00 ist zu vollziehen.

2. Die Verfahrenskosten von CHF 300.00 für das Widerrufsverfahren werden A.________ 
auferlegt. 

III.

[amtliche Entschädigung]

IV.

A.________ wird in Anwendung von Art. 41, 45, 46, 47 und 50 OR sowie Art. 126 und 433 StPO 
weiter verurteilt:

1. Zur Bezahlung von CHF 2‘118.85 Schadenersatz zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an 
die Privatklägerin E.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________. 

2. Zur Bezahlung von CHF 3‘950.00 Schadenersatz zuzüglich 5 % Zins seit dem 27.11.2013 an 
die Privatklägerinnen E.________ und F.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit 
C.________. 

3. Zur Bezahlung von CHF 15‘000.00 Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an die 
Privatklägerin E.________ für die erlittenen Verletzungen, unter solidarischer Haftbarkeit mit 
C.________.

4. Zur Bezahlung von CHF 40‘000.00 Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an die 
Privatklägerin E.________ für den Tod von H.________ (sel.), unter solidarischer Haftbarkeit mit 
C.________. 

5. Zur Bezahlung von CHF 15‘000.00 Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an die 
Privatklägerin F.________ für den Tod von H.________ (sel.) unter solidarischer Haftbarkeit mit 
C.________.

5

B. C.________

Das Gericht erkennt:

I.

C.________ wird freigesprochen:

von der Anschuldigung der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, angeblich 
begangen am 24.11.2013 in Genf durch Führen eines PW’s ohne gültigen Führerausweis;

ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von Verfahrenskosten.

II.

C.________ wird schuldig erklärt:

1. der vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit A.________ begangen am 25.11.2013 in 
X.________ zum Nachteil von H.________ (sel.);

2. der versuchten vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit A.________ begangen am 25.11.2013 
in X.________ zum Nachteil von E.________; 

3. des Diebstahls, gemeinsam mit A.________ begangen am 25.11.2013 in X.________ zum 
Nachteil von H.________ (sel.) und von E.________ an Schmuck, Uhren, Bargeld und einem 
Festnetztelefon;

4. des versuchten einfachen Raubs, gemeinsam mit A.________ begangen am 25.11.2013 in 
X.________ zum Nachteil von N.________ alias NN.________; 

5. der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz, begangen am 30.09.2013 in 
Zürich durch Führen eines PW’s ohne gültigen Führerausweis;

und in Anwendung der Art. 22 Abs.1, 40, 47, 48a, 49 Abs. 1, 51, 111, 139 Ziff.1, 140 Ziff. 1 StGB; Art. 
91 Abs. 1 Bst.a SVG; Art. 418 Abs.1, 426 Abs. 1, 433 StPO

verurteilt:

1. Zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und 4 Monaten. 

Die Auslieferungs-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 793 Tagen wird an die 
Freiheitsstrafe angerechnet.

2. Zur Bezahlung einer Parteientschädigung von CHF 35‘128.40 an die Privatklägerinnen 
E.________ und F.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit A.________.

3. Zu den anteilsmässigen Verfahrenskosten, […], insgesamt bestimmt auf CHF 50‘446.25 
(ohne Kosten für die amtliche Verteidigung). […]

III.

1. Der C.________ gewährte teilbedingte Strafvollzug gemäss Urteil des Tribunal du Littoral et du 
Val de Travers vom 02.02.2012 wird widerrufen. Der bedingt ausgesprochene Teil von 24 
Monaten abzüglich 41 Tage Untersuchungshaft ist zu vollziehen. 

2. Die Verfahrenskosten von CHF 300.00 für das Widerrufsverfahren werden C.________ 
auferlegt.

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IV.

[amtliche Entschädigung]

V.

C.________ wird in Anwendung von Art. 41, 45, 46, 47 und 50 OR sowie Art. 126 und 433 StPO 
weiter verurteilt:

1. Zur Bezahlung von CHF 2‘118.85 Schadenersatz zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an 
die Privatklägerin E.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit A.________.

2. Zur Bezahlung von CHF 3‘950.00 Schadenersatz zuzüglich 5 % Zins seit dem 27.11.2013 an 
die Privatklägerinnen E.________ und F.________, unter solidarischer Haftbarkeit mit 
A.________. 

3. Zur Bezahlung von CHF 15‘000.00 Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an die 
Privatklägerin E.________ für die erlittenen Verletzungen, unter solidarischer Haftbarkeit mit 
A.________.

4. Zur Bezahlung von CHF 40‘000.00 Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an die 
Privatklägerin E.________ für den Tod von H.________ (sel.), unter solidarischer Haftbarkeit mit 
A.________. 

5. Zur Bezahlung von CHF 15‘000.00 Genugtuung zuzüglich 5 % Zins seit dem 25.11.2013 an die 
Privatklägerin F.________ für den Tod von H.________ (sel.) unter solidarischer Haftbarkeit mit 
A.________.

C. […]

D. Weiter wird verfügt:

[…]

2. Berufung

Gegen das erstinstanzliche Urteil vom 4.2.2016 meldeten A.________, vertreten 
durch Fürsprecher B.________, am 12.2.2016 (pag. 3380) und C.________, ver-
treten durch Fürsprecher D.________, am 11.2.2016 (pag. 3382) frist- und formge-
recht Berufung an. I.________, vertreten durch Rechtsanwalt J.________, teilte mit 
Schreiben vom 12.2.2016 mit, dass sie das erstinstanzliche Urteil akzeptiere und 
auf das Ergreifen eines Rechtsmittels verzichte – vorbehältlich einer allfälligen An-
schlussappellation im Falle der Berufung durch die Staatsanwaltschaft (pag. 3392). 
Sie hat im oberinstanzlichen Verfahren damit keine Parteistellung mehr. Von Seiten 
der Staatsanwaltschaft wurde keine Berufung angemeldet. 

Mit Berufungserklärung vom 13.4.2016 beschränkte C.________ die Berufung auf 
das ganze Urteil (Schuldsprüche, Sanktionen, Zivilklagen, Kosten) mit Ausnahme 
von Ziff. B.I. (Freispruch betreffend Widerhandlungen gegen das Strassenver-
kehrsgesetz, angeblich begangen am 24.11.2013 in Genf durch Führen eines PWs 
ohne gültigen Führerausweis) und Ziff. B.II.5 (Schuldspruch wegen Widerhandlun-
gen gegen das Strassenverkehrsgesetz, begangen in Zürich am 30.9.2013 durch 
Führen eines PWs ohne gültigen Führerausweis). Er beantragte einen Freispruch 

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betreffend der vorsätzlichen Tötung z.N. von H.________ (sel.), der versuchten 
vorsätzlichen Tötung z.N. von E.________, des Diebstahls z.N. von H.________ 
(sel.) und E.________ sowie des versuchten einfachen Raubes z.N. von 
N.________ alias NN.________ (nachfolgend N.________). Für den Schuldspruch 
wegen Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (Ziff. B.II.5) sei er an-
gemessen mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Weiter beantragte C.________ den 
teilbedingten Strafvollzug gemäss Urteil des Tribunal du Littoral et du Val de Tra-
vers vom 2.2.2012 nicht zu widerrufen und die Zivilforderungen abzuweisen. Die 
Verfahrenskosten seien dem Staat aufzuerlegen, den Privatklägerinnen seien keine 
Parteientschädigungen zuzusprechen und ihm sei eine Entschädigung für seine 
Verteidigungskosten sowie eine persönliche Entschädigung (Schadenersatz und 
Genugtuung) zuzusprechen (pag. 3498 f.).

A.________ beantragte mit Berufungserklärung vom 20.4.2016 frist- und formge-
recht, es sei die Rechtskraft des Urteils des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 
4.2.2016 betreffend Ziff. I.3, 4, 5, 6, 7, 8 und 9, Urteilsspruch Ziff. 2 und 4, Ziff. III 
komplett (amtliche Entschädigung) sowie Ziff. IV.1 und 3 (Schadenersatz und Ge-
nugtuung aus Körperverletzung von E.________) festzustellen (pag. 3521). Er be-
antragte einen Schuldspruch wegen versuchter schwerer Körperverletzung, ge-
meinsam begangen mit C.________ am 25.11.2013 in X.________ z.N. von 
H.________ (sel.) und E.________. Er sei unter Berücksichtigung der rechtskräfti-
gen Verurteilungen zu einer angemessenen Freiheitsstrafe von mindestens 4 1/2 
Jahren unter Anrechnung der Untersuchungshaft und des vorzeitigen Strafvollzugs 
zu verurteilen. Im Weiteren sei die Übertretungsbusse von CHF 200.00 inklusive 
Ersatzfreiheitsstrafe von zwei Tagen bei schuldhafter Nichtbezahlung zu bestäti-
gen, die Parteientschädigung nach Ziff. 3 des Urteilsspruchs sei zu reduzieren und 
die anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten seien zu bestätigen. Die 
oberinstanzlichen Verfahrenskosten seien dem Kanton Bern aufzuerlegen und das 
Urteil der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland vom 26.9.2013 sei ohne jegliche 
Sanktionserweiterung nicht zu widerrufen. Die dazugehörigen Verfahrenskosten 
seien zur Hauptsache zu schlagen. Die Zivilklagen (Schadenersatz und Genugtu-
ung) seien unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zurückzuweisen. Die Verfü-
gungen des Urteils gemäss Ziff. D seien, soweit sie A.________ betreffen würden, 
unbestritten.

Die Generalstaatsanwaltschaft teilte mit Schreiben vom 26.4.2016 mit, sie erkläre 
weder die Anschlussberufung noch beantrage sie ein Nichteintreten auf die Beru-
fung der Beschuldigten. Für das oberinstanzliche Verfahren wurde Frau Staatsan-
wältin L.________, Staatsanwaltschaft des Kantons Bern, Region Bern-Mittelland, 
mit der Wahrnehmung der staatsanwaltschaftlichen Aufgaben betraut (pag. 3530 
f.).

Am 10.5.2016 konstituierte sich der Kanton Bern, Gesundheits- und Fürsorgedirek-
tion des Kantons Bern, Kantonales Sozialamt (nachfolgend Zivilkläger), vertreten 
durch Fürsprecherin M.________, gestützt auf Art. 121 Abs. 2 der Schweizerischen 
Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) als Zivilkläger. Er beantragte, A.________ 
sei zu verpflichten, dem Kanton Bern einen Betrag von CHF 30‘186.00 zuzüglich 
Zins von 5% seit 10.5.2016, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________ zu be-

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zahlen. Weiter sei C.________ zu verpflichten, dem Kanton Bern einen Betrag von 
CHF 30‘186.00 zuzüglich Zins von 5% seit 10.5.2016, unter solidarischer Haftbar-
keit mit A.________ zu bezahlen. Der Zivilkläger stellte ferner den Antrag, vom 
persönlichen Erscheinen an der Berufungsverhandlung dispensiert zu werden 
(pag. 3545).

Rechtsanwalt G.________ teilte im Namen von E.________ und F.________ 
(nachfolgend Privatklägerinnen) am 18.5.2016 auf entsprechende Verfügung vom 
17.5.2016 (pag. 3559 f.) hin mit, der Antrag des Zivilklägers gäbe keinen Anlass zu 
Bemerkungen. Er bestätigte die im Gesuch vom 10.5.2016 genannten Leistungen 
(Parteientschädigung zum Stundenansatz der Opferhilfe, ausmachend 
CHF 28‘267.15 sowie die Behandlungs- und Fahrkosten in der Höhe von 
CHF 1‘918.85) seien vom Zivilkläger übernommen worden (pag. 3565).

Fürsprecher B.________ führte mit Eingabe vom 23.5.2016 aus, dass nichts gegen 
die Aufnahme des Zivilklägers als Partei im Strafverfahren spreche (pag. 3567). 
Fürsprecher D.________ verzichtete mit Schreiben vom 20.5.2016 auf Bemerkun-
gen zum Antrag des Zivilklägers (pag. 3596).

Daraufhin wurde der Kanton Bern mit Verfügung vom 15.6.2016 als Zivilkläger im 
oberinstanzlichen Verfahren zugelassen. Gleichzeitig wurde er vom persönlichen 
Erscheinen an der oberinstanzliche Hauptverhandlung dispensiert (pag. 3601 f.). 

Den Straf- und Zivilklägerinnen wurde das persönliche Erscheinen an der Haupt-
verhandlung freigestellt (pag. 3614; pag. 3617). Sie nahmen an der Verhandlung 
nicht teil und stellten schriftliche Anträge (vgl. Ziff. 4 hiernach).

3. Oberinstanzliche Verfügungen und Beweismassnahmen

Mit Verfügung vom 13.5.2016 wurde dem Beschuldigten C.________ der vorzeitige 
Strafantritt bewilligt (pag. 3557 ff.). Diesen trat er am 26.7.2016 in der Justizvoll-
zugsanstalt Thorberg an (pag. 3622; 3697)

Im Hinblick auf die Hauptverhandlung vom 6. bis 9. Dezember 2016 wurden aktuel-
le Strafregisterauszüge vom 22.11.2016 (pag. 3721 f.; pag. 3723 ff.) sowie aktuelle 
Führungsberichte bezüglich A.________ vom 17.10.2016 (Regionalgefängnis Bern, 
pag. 3672), vom 25.10.2016 (Regionalgefängnis Biel, pag. 3685) und vom 
18.11.2016 (La Stampa, pag. 3719) bzw. betreffend C.________ vom 16.11.2016 
(Justizvollzugsanstalt Thorberg, pag. 3697 f.) und vom 18.11.2016 (Regionalge-
fängnis Thun, pag. 3704 f.) eingeholt.

4. Anträge der Parteien

Fürsprecher D.________ stellte anlässlich der Hauptverhandlung vom 6.12.2016 
namens und im Auftrag des Beschuldigten C.________ die folgenden Anträge 
(pag. 3734):

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1. Herr C.________ sei freizusprechen von den Anklagen

- vorsätzliche Tötung, ev. versuchte vorsätzliche Tötung, ev. versuchte schwere Körperverletz-
ung z.N. von H.________ sel. (Ziff. 1 Anklageschrift)

- versuchte vorsätzliche Tötung, ev. schwere Körperverletzung, ev. versuchte schwere Körper-
verletzung z.N. von E.________ (Ziff. 2 Anklageschrift)

- Diebstahl z.N. von H.________ sel. und E.________ (Ziff. 3 Anklageschrift)

- versuchter qualifizierter Raub, ev. versuchter einfacher Raub, ev. versuchter qualifizierter 
Diebstahl z.N. N.________ (Ziff. 4 Anklageschrift)

unter Auferlegung der Verfahrenskosten beider Instanzen an den Staat

unter Zusprechung von Schadenersatz von Fr. 90'000.- und Genugtuung von Fr. 110000.- für die 
ausgestandene Untersuchungshaft

unter Zusprechung einer Entschädigung für die Verteidigungskosten beider Instanzen gemäss 
Kostennote

2. Es sei festzustellen, dass der Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das SVG durch Führen 
eines PW ohne Führerausweis am 30. September 2013 in Zürich (Ziff. 5.1 Anklageschrift), ebenso 
wie der Freispruch wegen Widerhandlung gegen das SVG durch Führen eines PW ohne Füh-
rerausweis am 24. November 2013 in Genf, beides gemäss Urteil Regionalgericht Bern-Mittelland 
vom 4. Februar 2016, in Rechtskraft erwachsen sind, 

und Herr C.________ sei wegen Widerhandlung gegen das SVG durch Führen eines PW ohne 
Führerausweis am 30. September 2013 in Zürich zu einer angemessenen Geldstrafe bei beding-
tem Strafvollzug zu verurteilen.

3. Der bedingte Strafvollzug gemäss Urteil des Strafgerichts du Littoral et du Val de Travers vom 
2. Februar 2012 sei nicht zu widerrufen

4. Die Zivilklagen der Privat- und Zivilklägerinnen E.________ und F.________ und des Kantons 
Bern (GEF) seien vollumfänglich abzuweisen

5. Herr C.________ sei aus dem vorzeitigen Strafvollzug zu entlassen

6. ev. das Honorar und die Auslagen für die amtliche Verteidigung vor oberer Instanz seien gemäss 
eingereichter Kostennote festzusetzen

7. die weiteren notwendigen Verfügungen seien zu erlassen

Fürsprecher B.________ stellte für A.________ die folgenden Anträge (pag. 3737):

I. Es sei festzustellen, dass das Urteil vom 04.02.16 betreffend die nachfolgenden Punkte in 
Rechtskraft erwachsen ist:

1. Bst. A, Lit. I, Ziffer 3; Diebstahl z.N. von H.________ (sel.) und E.________

2. Bst. A, Lit. I, Ziffer 4; versuchten einfachen Raubs

3. Bst. A, Lit. I, Ziffer 5; Diebstahl und Versuch dazu, gewerbsmässig

4. Bst. A, Lit. I, Ziffer 6; Sachbeschädigung, mehrfach

5. Bst. A, Lit. I, Ziffer 7; Hausfriedensbruch, mehrfach

6. Bst. A, Lit. I, Ziffer 8; Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz

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7. Bst. A, Lit. I, Ziffer 9; Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz

8. Bst. A, Lit. Ill; Amtliche Entschädigung

9. Bst. A, Lit. IV, Ziffer 1; Schadenersatzzahlung von CHF 2118.85 zuzüglich Zins zu 5 % 
seit dem 25.11.13 an die Privatklägerin E.________

10. Bst. A, Lit. IV, Ziffer 3; Genugtuungssumme von CHF 15000.00 zuzüglich Zins zu 5 % 
seit dem 25.11.13 an die Privatklägerin E.________

Il. Herr A.________ sei schuldig zu erklären:

der versuchten schweren Körperverletzung, gemeinsam begangen mit Herrn C.________ am 
25. November 2013 in X.________:

1.1 zum Nachteil von Herrn H.________ sel. (Urteil vom 4.2.16, Bst. A, lit. I, Ziffer 1)

1.2 zum Nachteil von Frau E.________ (Urteil vom 4.2.16, Bst. A, lit. I, Ziffer 2)

und in Anwendung der Artikel

StGB: Art. 12, 22 Abs. 1, 40, 48a, 49, 122, 200
StPO: Art. 426 ff.

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 6 Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungshaft 
vom 28.11.2013 bis 06.01.2015 (insgesamt 404 Tage) und des vorzeitigen Strafvollzugs vom 
06.01.2015 bis zum 09.12.2016 (insgesamt 704 Tage);

2. der Privatklägerin E.________ eine Genugtuungssumme von maximal CHF 10'000.00 zu ent-
richten, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________;

3. der Privatklägerin F.________ eine Genugtuungssumme von maximal CHF 5000.00 zu entrich-
ten, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________;

4. den Privatklägerinnen E.________ und F.________ einen Schadenersatz von maximal 
CHF 1'300.00 zu entrichten, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________;

5. Die Verfahrenskosten seien wem rechtens aufzuerlegen.

Ill. Im Widerrufsverfahren sei zu urteilen:

1. Das Urteil der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland vom 26.09.2013 (Geldstrafe 30 Tagessät-
ze zu CHF 70.00, bedingt erlassen mit einer PZ von 2 Jahren) sei in Anwendung von Art. 36 Abs. 
3 bst. b StGB unter Herabsetzung des Tagessatzes auf CHF 20.00 ohne jegliche Sanktionser-
weiterung zu widerrufen.

2. Die Verfahrenskosten für das Widerrufsverfahren seien zur Hauptsache zu schlagen.

IV. Im Weiteren sei zu verfügen:

Das Honorar des amtlichen Verteidigers sei gerichtlich zu bestimmen.

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Staatsanwältin L.________ stellte die nachfolgenden Anträge (pag. 3740 ff.):

A. A.________ alias AA.________

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Kollegialgericht) vom 
04.02.2016 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als

1. A.________ alias AA.________ schuldig erklärt worden ist:

1.1 des Diebstahls, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 in X.________, zN 
H.________ (sel.) und E.________ (Urteil Ziffer A. I. 3.);

1.2 des versuchten einfachen Raubes, gemeinsam begangen mit C.________ am 25.11.2013 
in X.________, zN N.________ alias NN.________ (Urteil Ziffer A. I. 4.);

1.3 des Diebstahls, gewerbsmässig begangen zwischen dem 09.04.2012 und dem 21.11.2013 
in Crans Montana, Genf, Le Mont-Pèlerin, Vevey, zN diverser Geschädigter (Urteil Ziffer A. I. 
5.1-5.15);

1.4 der Sachbeschädigung, mehrfach begangen zwischen dem 09.04.2012 und dem 
21.11.2013 in Crans Montana, Genf, Le Mont-Pèlerin, Vevey, zN diverser Geschädigter (Ur-
teil Ziffer A. I. 6.1 bis 6.15);

1.5 des Hausfriedensbruch, mehrfach begangen zwischen dem 09.04.2012 und dem 
21.11.2013 in Crans Montana, Genf, Le Mont-Pèlerin, Vevey, zN diverser Geschädigter (Ur-
teil Ziffer A. I. 7.1 bis 7.14);

1.6 der Widerhandlungen gegen das Ausländergesetz, begangen in der Zeit vom 18.08.2013 
bis 28.11.2013 in Biel und Genf (Urteil A. I. 8.);

1.7 der Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz, begangen bzw. festgestellt 
am 28.11.2013 in Bern (Urteil Ziffer A. 1.9.);

2. A.________ alias AA.________ verurteilt worden ist:

2.1 zu einer Übertretungsbusse von CHF 200.-;

2.2 zu den anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten;

3. die amtliche Entschädigung und das volle Honorar für die amtliche Verteidigung von 
A.________ alias AA.________ durch Fürsprecher B.________ bestimmt worden ist (Urteil Ziffer 
A. Ill.);

4. A.________ alias AA.________ verurteilt worden ist:

4.1 zur Bezahlung von CHF 2118.85 Schadenersatz zuzüglich 5% Zins seit dem 25.11.2013 an 
die Privatklägerin E.________ (Urteil Ziffer A.IV.1.);

4.2 zur Bezahlung von CHF 15'000.- Genugtuung zuzüglich 5% Zins seit dem 25.11.2013 an 
die Privatklägerin E.________ (Urteil Ziffer A.IV.3.);

5. Verfügungen betreffend A.________ alias AA.________ getroffen worden sind (Urteil Ziffer A. D. 
1., 2., 5., 9.).

12

II.

A.________ alias AA.________ sei schuldig zu erklären:

1. der vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 in X.________, 
zN H.________ (sel.) (Urteil Ziffer A. I. 1.);

2. der versuchten vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit C.________ begangen am 25.11.2013 in 
X.________, zN E.________ (Urteil Ziffer A.I.2.);

und er sei gestützt darauf sowie gestützt auf die rechtskräftigen Schuldsprüche in Anwendung von
Art. 22 Abs. 1, 111, 139 Ziffer 1 StGB
Art. 418, 428 Abs. 1 StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren, unter Anrechnung der ausgestandenen Untersuchungs-
haft sowie dem vorzeitigen Strafantritt seit 06.01.2015;

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen Verfahrenskosten oberer Instanz.

III. Widerrufsverfahren

Der A.________ alias AA.________ mit Urteil der Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland für eine 
Geldstrafe von 30 Tagessätzen à CHF 70.- gewährte bedingte Strafvollzug sei zu widerrufen.

B. C.________

I.

Es sei festzustellen, dass das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland (Kollegialgericht) vom 
04.02.2016 insoweit in Rechtskraft erwachsen ist, als

1. C.________ freigesprochen worden ist von der Anschuldigung der Widerhandlung gegen das 
Strassenverkehrsgesetz, angeblich begangen am 24.11.2013 in Genf durch Führen eines PW's 
ohne gültigen Führerausweis, ohne Ausrichtung einer Entschädigung und ohne Ausscheidung von 
Verfahrenskosten (Urteil Ziffer B. I.);

2. C.________ schuldig erklärt worden ist der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsge-
setz, begangen am 30.09.2013 in Zürich durch Führen eines PW's ohne gültigen Führerausweis 
(Urteil Ziffer B. Il. 5.).

II.

C.________ sei schuldig zu erklären:

1. der vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit A.________ alias AA.________ begangen am 
25.11.2013 in X.________, zN H.________ (sel.) (Urteil Ziffer B. Il. 1.);

2. der versuchten vorsätzlichen Tötung, gemeinsam mit A.________ alias AA.________ began-
gen am 25.11.2013 in X.________, zN E.________ (Urteil Ziffer B. Il. 2.);

3. des Diebstahls, gemeinsam mit A.________ alias AA.________ begangen am 25.11.2013 in 
X.________, zN H.________ (sel.) und E.________ (Urteil Ziffer B. Il. 3.);

4. des versuchten einfachen Raubes, gemeinsam mit A.________ alias AA.________ begangen 
am 25.11.2013 in X.________, zN N.________ (Urteil Ziffer B. Il. 4.);

13

und er sei gestützt darauf sowie gestützt auf den rechtskräftigen Schuldspruch in Anwendung von
Art. 22 Abs. 1, 111, 139 Ziffer 1, 140 Ziffer 1 StGB
Art. 418, 428 Abs. 1 und 3 StPO

zu verurteilen:

1. zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren und 4 Monaten, unter Anrechnung der ausgestandenen 
Auslieferungs-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft sowie dem vorzeitigen Strafantritt;

2. zur Bezahlung der anteilsmässigen erstinstanzlichen Verfahrenskosten;

3. zur Bezahlung von 1/2 der Verfahrenskosten oberer Instanz.

Ill. Widerrufsverfahren

Der C.________ mit Urteil des Tribunal du Littoral et du Val de Travers vom 02.02.2012 für eine Frei-
heitsstrafe von 24 Monaten gewährte bedingte Strafvollzug sei zu widerrufen.

C. VERFÜGUNGEN

Im Weiteren sei zu verfügen:

1. A.________ alias AA.________ sei im Strafvollzug zu belassen.

2. C.________ sei im Strafvollzug zu belassen.

3. Die unter Ziffer D. 4. des Urteils des Regionalgericht Bern-Mittelland vom 04.02.2016 aufgeführten 
Gegenstände seien nach Rechtskraft des Urteils zur Vernichtung einzuziehen.

4. Die unter Ziffer D. 6. des Urteils des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 04.02.2016 aufgeführ-
ten Gegenstände seien nach Rechtskraft des Urteils an C.________ zurück zu geben.

5. Die Zustimmung zur Löschung des erstellten DNA-Profils von C.________ (PCN ________) sei 
nach Ablauf der Frist durch das zuständige Bundesamt einzuholen.

Die Zustimmung zur Löschung der erhobenen erkennungsdienstlichen Daten von C.________ sei 
nach Ablauf der Frist durch die auftraggebende Behörde einzuholen.

6. Die Honorare der amtlichen Verteidiger seien gerichtlich zu bestimmen.

Rechtsanwalt G.________ reichte mit Eingabe vom 21.11.2016 für die Privatkläge-
rinnen die folgenden Anträge schriftlich ein (pag. 3707 ff.):

I. Anträge ad A.________

1. A.________ (eventualiter in Mittäterschaft mit C.________) sei in Bestätigung des vorinstanzli-
chen Urteils der vorsätzlichen Tötung, begangen am 25.11.2013 in X.________, zum Nachteil von 
H.________ (sel.), schuldig zu sprechen. 

2. A.________ (eventualiter in Mittäterschaft mit C.________) sei in Bestätigung des vorinstanzli-
chen Urteils der versuchten vorsätzlichen Tötung, begangen am 25.11.2013 in X.________, zum 
Nachteil von E.________, schuldig zu sprechen.

3. A.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit C.________) sei in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils zu verurteilen, den Privatklägerinnen Schadenersatz von CHF 3‘950.20 für 
die Todesfallkosten von H.________ (sel.) zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 27.11.2013.

14

4. A.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit C.________) sei in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils zu verurteilen, E.________ für den Tod von H.________ (sel.) eine Genugtu-
ung von CHF 40‘000.00 zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 27.11.2013. 

5. A.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit C.________) sei in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils zu verurteilen, F.________ für den Tod von H.________ (sel.) eine Genugtu-
ung von CHF 15‘000.00 zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 27.11.2013.

6. Eventualiter sei A.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit C.________) zu verurtei-
len, für die Körperverletzung von Herrn H.________ (sel.) eine Genugtuung von CHF 15‘000.00 
an die Rechtsnachfolgerinnen zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 25.11.2013.

7. Subeventualiter seien die Zivilklagen dem Grundsatz nach gutzuheissen.

8. A.________ sei (in solidarischer Verbindung mit C.________) in Bestätigung des vorinstanzlichen 
Urteils zu verurteilen, den Privatklägerinnen den durch den Kanton Bern nicht übernommenen An-
teil ihrer Parteikosten für das erstinstanzliche Verfahren im Umfang von CHF 6‘861.25 zu erset-
zen.

9. A.________ sei (in solidarischer Verbindung mit C.________) zu verurteilen, den Privatklägerin-
nen ihre Parteikosten für das Berufungsverfahren zu ersetzen.

II. Anträge ad C.________ 

1. C.________ (eventualiter in Mittäterschaft mit A.________) sei in Bestätigung des vorinstanzli-
chen Urteils der vorsätzlichen Tötung, begangen am 25.11.2013 in X.________, zum Nachteil von 
H.________ (sel.), schuldig zu sprechen.

2. C.________ (eventualiter in Mittäterschaft mit A.________) sei in Bestätigung des vorinstanzli-
chen Urteils der versuchten vorsätzlichen Tötung, begangen am 25.11.2013 in X.________, zum 
Nachteil von E.________, schuldig zu sprechen.

3. C.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit A.________) sei in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils zu verurteilen, den Privatklägerinnen Schadenersatz von CHF 3‘950.20 für 
die Todesfallkosten von H.________ (sel.) zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 27.11.2013.

4. C.________ (in solidarischer Verbindung mit A.________) [sei] solidarisch zu verurteilen, Frau 
E.________ Schadenersatz von CHF 200.00 für die entwendeten Gegenstände und das Bargeld 
zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 25.11.2013.

5. C.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit A.________) sei in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils zu verurteilen, E.________ für den Tod von H.________ (sel.) eine Genugtu-
ung von CHF 40‘000.00 zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 27.11.2013.

6. C.________ (in solidarischer Verbindung mit A.________) sei zu verurteilen, Frau E.________ für 
die erlittenen Verletzungen eine Genugtuung von CHF 15‘000.00 zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% 
seit dem 25.11.2013.

7. C.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit A.________) sei in Bestätigung des vor-
instanzlichen Urteils zu verurteilen, F.________ für den Tod von H.________ (sel.) eine Genugtu-
ung von CHF 15‘000.00 zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 27.11.2013.

15

8. Eventualiter sei C.________ (eventualiter in solidarischer Verbindung mit A.________) zu verurtei-
len, für die Körperverletzungen von Herrn H.________ (sel.) eine Genugtuung von CHF 15‘000.00 
an die Rechtsnachfolgerinnen zu zahlen, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 25.11.2013.

9. Subeventualiter seien die Zivilklagen dem Grundsatz nach gutzuheissen.

10. C.________ sei (in solidarischer Verbindung mit A.________) in Bestätigung des vorinstanzlichen 
Urteils zu verurteilen, den Privatklägerinnen den durch den Kanton Bern nicht übernommene An-
teil ihrer Parteikosten für das erstinstanzliche Verfahren im Umfang von CHF 6‘861.25 zu erset-
zen.

11. C.________ sei (in solidarischer Verbindung mit A.________) sei zu verurteilen, den Privatkläge-
rinnen ihre Parteikosten für das Berufungsverfahren zu ersetzen.

Der Zivilkläger stellte seinerseits mit Eingabe vom 10.5.2016 die folgenden Anträge 
(pag. 3545):

1. A.________ sei zu verpflichten, dem Kanton Bern einen Betrag von Fr. 30‘186.-- zuzüglich Zins 
von 5% seit 10. Mai 2016, unter solidarischer Haftbarkeit mit C.________, zu bezahlen.

2. C.________ sei zu verpflichten, dem Kanton Bern einen Betrag von Fr. 30‘186.—zuzüglich Zins 
von 5% seit 10. Mai 2016, unter solidarischer Haftbarkeit mit A.________, zu bezahlen.

[…]

5. Verfahrensgegenstand und Kognition der Kammer

Das Urteil des Regionalgerichts Bern-Mittelland vom 4.2.2016 wurde durch die Be-
schuldigten A.________ und C.________ nur in Teilen angefochten. Das Beru-
fungsgericht überprüft das erstinstanzliche Urteil nur in den angefochtenen Punkten 
(Art. 404 Abs. 1 StPO).

Betreffend A.________ wurden lediglich die Ziff. I.1 und Ziff. I.2 des erstinstanzli-
chen Dispositivs angefochten (vorsätzliche Tötung z.N. von H.________ [sel.] und 
versuchte vorsätzliche Tötung z.N. von E.________; pag. 3355). Durch die Kam-
mer sind aber auch die damit zusammenhängenden Punkte – das Strafmass sowie 
die Kosten- und Entschädigungsfolgen – zu beurteilen. Die Schuldsprüche unter 
den Ziff. I.3 bis Ziff. I.9 sind in Rechtskraft erwachsen (pag. 3355 ff.). Die Kammer 
hat ferner über das Widerrufsverfahren nach Ziff. II (pag. 3359) sowie über die Zi-
vilklagen nach Ziff. IV.2, Ziff. IV.4 und Ziff. IV.5 zu urteilen. Die Zivilklagen gemäss 
Ziff. IV.1 und Ziff. IV.3 sind in Rechtskraft erwachsen (pag. 3360).

In Bezug auf C.________ unterliegen die Schuldsprüche gemäss Ziff. II.1 bis 
Ziff. II.4, inklusive Strafmass, Kosten- und Entschädigungsfolgen, der Beurteilung 
durch die Kammer (pag. 3361). Angefochten und damit Verfahrensgegenstand bil-
den ferner das Widerrufsverfahren (Ziff. III; pag. 3362) und die Zivilklagen (Ziff. V; 
pag. 3363). In Rechtskraft erwachsen sind Ziff. I (Freispruch betreffend die An-
schuldigung der Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz; pag. 3361) 
und Ziff. II.5 (Schuldspruch betreffend Widerhandlungen gegen das Strassenver-
kehrsgesetz; pag. 3361) des erstinstanzlichen Dispositivs.

Rechtskräftig sind ferner die Verfügungen Ziff. D.4 bis Ziff. D.7 des erstinstanzli-
chen Dispositivs (pag. 3366 f.).

16

Es haben einzig die Beschuldigten A.________ und C.________ Berufung erklärt. 
Die Staatsanwaltschaft hat keine Berufung und die Generalstaatsanwaltschaft kei-
ne Anschlussberufung erhoben. Damit ist die Kammer an das Verschlechterungs-
verbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO (auch «Verbot der reformatio in peius» ge-
nannt) gebunden. Sie verfügt über volle Kognition (Art. 398 Abs. 2 StPO).

Laut bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf das Berufungsgericht seine Beurtei-
lung auf nicht angefochtene Punkte ausweiten, wenn sie in enger Verbindung mit 
den angefochtenen Punkten stehen. Bei auf die Strafzumessung beschränkten Be-
rufungen können erschwerende und mildernde Umstände berücksichtigt werden, 
einschliesslich der Drogenmenge im Fall von Betäubungsmittelhandel (Urteil des 
Bundesgerichts 6B_40/2013 vom 2.5.2013 E. 2.1 mit Hinweisen auf die Urteile 
6B_548/2011 vom 14.5.2012 E. 3 und 6B_85/2013 vom 4.3.2013 E. 2.1). Soweit 
erforderlich nimmt die Kammer demzufolge bei der Strafzumessung auch auf die 
jeweiligen Tatumstände der in Rechtskraft erwachsenen Delikte Bezug.

II. Formelle Einwände

6. Anklageerweiterung vom 14.1.2016

Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland erhob am 25.8.2015 Anklage 
beim Regionalgericht Bern-Mittelland (pag. 2702 ff.). Nachdem die Vorinstanz am 
15.9.2015 ein rechtsmedizinisches-kardiologisches Gutachten in Auftrag gegeben 
hatte (pag. 2790 f.) und dieses am 16.11.2015 durch Prof. Dr. O.________ und 
Dr. P.________ erstellt wurde (pag. 2907 ff.), erweiterte die Regionale Staatsan-
waltschaft Bern-Mittelland am 14.1.2016 die Anklageschrift (pag. 3151 ff.).

Fürsprecher D.________ rügte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptverhandlung, 
die Anklageerweiterung sei nur kurz vor der erstinstanzlichen Hauptverhandlung er-
folgt. Diese sei von der Vorinstanz zur Kenntnis genommen worden. In der schriftli-
chen Begründung der Vorinstanz werde die Anklageerweiterung allerdings nicht 
thematisiert. Es sei aber wichtig, sich mit einer nur knapp zwei Wochen vor der 
erstinstanzlichen Hauptverhandlung erfolgten Anklageerweiterung auseinanderzu-
setzen (pag. 3734).

Inwiefern die kurzfristige Anklageerweiterung problematisch hätte sein sollen, oder 
was Fürsprecher D.________ zugunsten seines Klienten daraus ableiten wollte, 
führte er hingegen nicht aus und erschliesst sich der Kammer auch nicht. Der Vor-
instanz ist aus diesem Grund auch nicht vorzuwerfen, die Anklageerweiterung in 
der schriftlichen Begründung nicht näher thematisiert zu haben. Im Gegenteil. Ge-
stützt auf Art. 333 Abs. 3 StPO wäre eine Anklageerweiterung sogar nach begon-
nener Hauptverhandlung möglich. Die erweiterte Anklageschrift wurde den Parteien 
rund zwei Wochen vor der erstinstanzlichen Hauptverhandlung und damit frühzeitig 
zugestellt. Anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung hätten die Parteien 
zudem die Möglichkeit gehabt, sich zur erweiterten Anklageschrift zu äussern. We-
der Fürsprecher D.________ noch die anderen Parteien nutzten jedoch diese Ge-
legenheit. Es kann somit auch nicht davon gesprochen werden, dass den Parteien 
das rechtliche Gehör nicht gewährt worden wäre (vgl. Art. 333 Abs. 4 StPO).

17

III. Sachverhalt und Beweiswürdigung

7. Vorbemerkungen

Oberinstanzlich einzig angefochten sind die Vorwürfe bezüglich der vorsätzlichen 
Tötung zum Nachteil von H.________ (sel.), der versuchten vorsätzlichen Tötung 
zum Nachteil von E.________, des Diebstahls zum Nachteil von H.________ (sel.) 
und E.________ sowie des Raubes zum Nachteil von N.________. Da die vier An-
klagepunkte in unmittelbarem Zusammenhang zueinander stehen, wird die nach-
folgende Würdigung für alle vier Vorwürfe gemeinsam vorgenommen.

Die A.________ (auch genannt «AAA.________») betreffenden Schuldsprüche des 
mehrfachen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen 
Hausfriedensbruchs und der Widerhandlungen gegen das Ausländer- und Betäu-
bungsmittelgesetz blieben unangefochten. Auch der C.________ (auch 
«CC.________» genannt) betreffende Schuldspruch in Bezug auf die Widerhand-
lungen gegen das Strassenverkehrsgesetz ist in Rechtskraft erwachsen. Es kann 
damit oberinstanzlich von den durch die Vorinstanz als erwiesen erachteten Sach-
verhalten ausgegangen werden. Es wird darauf verwiesen (betreffend A.________ 
pag. 3466, S. 41 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung; betreffend 
C.________ pag. 3467, S. 42 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) und im 
Rahmen der Strafzumessung nochmals darauf eingegangen. 

8. Bestrittener/unbestrittener Sachverhalt

Die Vorinstanz hat einleitend den unbestrittenen und bestrittenen Sachverhalt kor-
rekt festgehalten (vgl. hierzu auch pag. 3428 f., S. 4 f. der erstinstanzlichen Ent-
scheidbegründung).

Unbestrittenermassen war das Ziel der Aktion vom 25.11.2013 in X.________, dem 
im 2. Stock der Liegenschaft in X.________ wohnhaften Ehemann von I.________, 
N.________, den Pass und persönliche Dokumente wegzunehmen. Die rechtskräf-
tig verurteilte I.________ bestätigte entsprechende Pläne. Sie führte A.________ 
und C.________ mit ihrem Fahrzeug (einem weissen Mercedes) in die Nähe des 
Domizils von N.________ und wartete im Auto auf ihre Rückkehr. Ebenfalls im Au-
to bzw. am fraglichen Abend mit dabei war K.________. Insgesamt drei Mal haben 
A.________ und C.________ das Wohnhaus an der XX.________(Strasse) in 
X.________ aufgesucht (einmal davon gemeinsam mit K.________), mindestens 
zwei Mal standen sie bereits an der Wohnungstüre von N.________ und sind je-
weils zum Auto zurückgekehrt, weil niemand die Türe öffnete. Beim dritten Versuch 
ist es zum hier zu beurteilenden Vorfall in der Wohnung von H.________ (sel.) und 
E.________ gekommen, welche einen Stock tiefer als N.________ wohnten.

A.________ räumte auf Vorhalt der DNA-Spuren auf dem in der Wohnung von 
H.________ (sel.) und E.________ gefundenen Handschuh erstinstanzlich eine 
Beteiligung am Vorfall ein, hielt aber gleichbleibend fest, dass er H.________ (sel.) 
lediglich zu Boden gebracht und dort fixiert habe. Er habe ihn weder geschlagen 
noch verletzt. Er belastete seinen Kollegen C.________, welcher H.________ (sel.) 
mit Faustschlägen und Fusstritten attackiert haben soll. Auch gegen E.________ 
will A.________ keine Gewalt ausgeübt haben. Er habe einzig mitbekommen, dass 

18

im hinteren Bereich des Zimmers eine Auseinandersetzung zwischen E.________ 
und C.________ stattgefunden habe. Oberinstanzlich bestritt A.________ bzw. 
dessen Verteidiger seinen Tatbeitrag – H.________ (sel.) geschlagen zu haben – 
nicht mehr. Mithin ist unbestritten, dass A.________ zu Boden brachte, während 
einiger Minuten auf ihm kniete und H.________ (sel.) mehrfach mit den Fäusten ins 
Gesicht schlug.

C.________ bestätigte im Verlauf seiner Befragungen grundsätzlich am Abend 
vom 25.11.2013 beim Wohnhaus von H.________ (sel.) und E.________ in 
X.________ gewesen zu sein, hielt aber konstant (auch vor oberer Instanz) daran 
fest, niemanden körperlich angegriffen oder verletzt zu haben. 

Die Hintergründe und der konkrete Ablauf der Ereignisse in der Wohnung von 
H.________ (sel.) und E.________ sind umstritten und bilden Gegenstand der 
nachfolgenden Beweiswürdigung. 

9. Beweismittel

Dem Gericht liegen diverse objektive Beweismittel vor. Im Wesentlichen sind dies 
der Anzeigerapport vom 21.7.2014 (pag. 590 ff.) die Mobiltelefonauswertungen 
(pag. 614), diverse Berichtsrapporte (pag. 615 ff.; pag. 666 ff.; pag. 2264 ff.), der 
Mahsan-Drogentest vom 28.11.2013 (pag. 972), das IRM Gutachten betreffend 
A.________ (pag. 1011 ff.), Gutachten und Berichte betreffend H.________ (sel.) 
(pag. 1015 ff.; pag. 1021 ff.; pag. 1029 ff.; pag. 1084 ff.; pag. 1093 ff.; pag. 1105 ff.; 
pag. 1108 ff.; pag. 1112; pag. 1128 ff.), das IRM Gutachten betreffend E.________ 
(pag. 1131 ff.), diverse Hausdurchsuchungen (pag. 1146 ff.; pag. 157 ff.; pag. 1191 
ff.; pag. 1209 ff.; pag. 1224 ff.; pag. 1237 ff.), KTD Fotos und Auswertungen 
(pag. 1244 ff.), der Untersuchungsbericht IRM (pag. 1409 ff.), diverse Überwa-
chungsmassnahmen (pag. 2051 ff.), diverse Mobiltelefonauswertungen (pag. 2157 
ff.; pag. 2161 ff.; pag. 2173 ff.; pag. 2196 ff.; pag. 2209 ff.) sowie das rechtsmedizi-
nisches-kardiologisches Gutachten vom 16.11.2015 (pag. 2907 ff.). Es wird auf die 
entsprechenden Aktenzeichen und Ausführungen der Vorinstanz hierzu verwiesen 
(pag. 3429 ff., S. 4 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung).

Weiter liegen zahlreiche subjektive Beweismittel in Form von Aussagen vor. Es ist 
insbesondere auf jene der Beschuldigten A.________ (pag. 1507 ff.; pag. 1519 ff.; 
pag. 1537 ff.; pag. 1559 ff.; pag. 1575 ff.; pag. 1599 ff.; pag. 3212 ff.; pag. 3224 ff.) 
und C.________ (pag. 1611 ff.; pag. 1622 ff.; pag. 1633 ff.; pag. 1650 ff.; pag. 3217 
ff.), von I.________ (pag. 1672 ff.; pag. 1689 ff.; pag. 1702 ff.; pag. 1706 ff.; 
pag. 1721 ff.; pag. 1735 ff.; pag. 1752 ff.; pag. 3220 ff.; pag. 3241 ff.), von 
E.________ (pag. 1777 ff.; pag. 1787 ff.; pag. 3204 ff.), von F.________ (pag. 1805 
ff.; pag. 3208 ff.), von K.________ (pag. 1946 ff.; pag. 1955 ff.), von N.________ 
(pag. 1810 ff.; pag. 1819 ff.; pag. 1824 ff.; pag. 1828 ff.; pag. 1844 ff.), von 
R.________ (pag. 3253 ff.), von S.________ (pag. 3257 ff.), von T.________ 
(pag. 3260 ff.), von U.________ (pag. 2011 ff.), von W.________ (pag. 1906 ff.), 
von Y.________ (pag. 1913 ff.), von Z.________ (pag. 1934 ff.), von AB.________ 
(pag. 1978 ff.), von AC.________ (pag. 2022 ff.), von V.________ (pag. 2041 ff.), 
von Dr. med. Q.________ (pag. 3264 ff.) sowie von Prof. Dr. O.________ und von 
Dr. P.________ (pag. 3271 ff.) hinzuweisen. Bezüglich der detaillierten Aussagen 

19

wird auf die amtlichen Akten und die Ausführungen der Vorinstanz in der Ent-
scheidbegründung (pag. 3445 ff., S. 20 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegrün-
dung) verwiesen. Auf eine erneute Wiedergabe der Aussagen wird verzichtet und 
es wird nur soweit notwendig im Rahmen der Beweiswürdigung erneut darauf ein-
gegangen.

10. Vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellungen

Die Vorinstanz kam bezüglich der den Beschuldigten A.________ und C.________ 
zur Last gelegten Vorwürfen zu folgendem Beweisergebnis (pag. 3464 ff., S. 39 ff. 
der erstinstanzlichen Entscheidbegründung):

[…] I.________ bat C.________ um Hilfe bei der Beschaffung von Papieren bei ihrem Ehemann. 
C.________ zog A.________ bei. I.________ stellte den Männern für ihre Arbeit eine finanzielle Ab-
geltung in Aussicht. Auf der Fahrt nach Bern wurden Einkäufe getätigt, u.a. wurden im Hinblick auf die 
erwartete und gewollte Konfrontation mit N.________ u.a. Handschuhe und Gesichtsmasken gekauft. 
Auch eine Eisenstange wurde gekauft oder bereits mitgeführt. A.________ besorgte sich vorgängig 
einen Pfefferspray mit der Absicht, diesen bei Bedarf einzusetzen. Diese Umstände zeigen mit aller 
Deutlichkeit auf, dass die Anwesenheit von N.________ in seiner Wohnung vorausgesetzt wurde. 
Man begab sich insgesamt drei Mal zum Wohnhaus in X.________ und wartete damit mehrere Stun-
den auf die Rückkehr von N.________. Der betriebene Aufwand sowohl in zeitlicher als auch finanzi-
eller Hinsicht macht deutlich, dass I.________ ein erhebliches Interesse am erfolgreichen Abschluss 
der Angelegenheit hatte. Die von ihr verfolgten Pläne beinhalteten mit Sicherheit (auch) einen finanzi-
ellen Aspekt, zumindest schien sie eine gewalttätige und riskante Aktion dem Beizug der Polizei zur 
Lösung ihres undurchsichtigen Problems vorzuziehen. 

Der weitere Ablauf ist nicht in allen Teilen geklärt. Die beiden Beschuldigten gelangten beim dritten 
Versuch, N.________ in der Wohnung anzutreffen, vor die Wohnung des Ehepaars FH.________(F 
und H). Ob sie versehentlich dort geklingelt haben oder ob H.________ (sel.) sich vor die Türe bege-
ben hat, die beiden Männer allenfalls zur Rede gestellt hat, muss und kann auch offen bleiben. Eben-
so ist unklar, weshalb es dann zu dieser „Explosion“ kam, wie die anschliessenden Ereignisse von 
Fürsprecher B.________ richtigerweise beschrieben wurden. Denkbar ist eine Eskalation nach einer 
verbalen Auseinandersetzung. Vielleicht wollten die Männer unliebsame Zeugen aus dem Weg räu-
men. 

Für die Ereignisse in der Wohnung stützt sich das Gericht auf die glaubhaften Aussagen von 
H.________ (sel.). Nach ersten Handgreiflichkeiten gegen ihn durch A.________ entschlossen sich 
die beiden Beschuldigten gemeinsam, aus der Situation heraus und spontan, das Ehepaar 
FH.________(F und H) unvermittelt und mit massiver Gewalt anzugreifen. Während A.________ den 
73-jährigen H.________ (sel.) zu Boden brachte, sich auf ihn kniete oder setzte und mehrfach massiv 
mit der Faust auf seinen Körper und auf seinen Kopf einschlug, begab sich C.________ ins Wohn-
zimmer zu der auf dem Sofa schlafenden 67-jährigen E.________. Er hielt ihr den Mund zu und fixier-
te ihre Hände. Als sie dadurch erwachte, schlug er ihr mit der Faust mehrfach massiv gegen den Kopf 
und ins Gesicht. Anschliessend behändigten die Beschuldigten ein Festnetztelefon aus dem Wohn-
zimmer, Geld und Schmuck und ergriffen die Flucht. 

Am folgenden Tag erlitt H.________ (sel.) als Folge des brutalen Angriffs auf seine Person einen 
Herzinfarkt und verstarb.

20

Weiter ist im Hinblick auf den im Rahmen der rechtlichen Würdigung zu prüfenden Vorsatz festzustel-
len, was die Beschuldigten in Bezug auf ihr Handeln wussten und wollten. Was ein Täter wusste, woll-
te und in Kauf nahm, betrifft sog. innere Tatsachen und stellt somit eine Tatfrage dar. Rechtsfrage ist 
hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf (Eventual)vorsatz begründet ist 
(BGE 137 IV 1). Es ist allgemein bekannt, dass mehrfache heftige Schläge in die sensible Kopfregion 
ein erhebliches Verletzungsrisiko mit sich bringen. Vorliegend steht allerdings ein Fall zur Beurteilung, 
der sich relevant von anderen Fällen körperlicher Auseinandersetzungen unter meist jungen Männern 
im abendlichen Ausgang unterscheidet. Opfer sind hier ein 73-jähriger Mann und eine 67-jährige 
Frau, welche in der eigenen Wohnung überfallen wurden, E.________ aus dem Schlaf heraus. Es 
stellt grundlegendes Allgemeinwissen dar und bedarf keiner besonderer medizinischer Vorkenntnisse 
oder spezieller Intelligenz um zu wissen, dass alte Menschen stärker gefährdet sind, dies aufgrund 
der altersbedingten Veränderungen des Körpers und der Knochen wie auch aufgrund möglicher Vor-
belastungen des Herzens. Es ist bekannt, dass ältere Menschen allein durch einen Sturz erhebliche 
und auch lebensgefährliche Kopfverletzungen erleiden können. Umso bedrohlicher sind die Risiken 
bei einem derart brutalen und unerwarteten Überfall auf die ausserordentlich empfindliche Hirnregion 
für die Gesundheit und das Leben der Betroffenen. Die jungen und kräftigen Beschuldigten (Jahrgang 
1984 und Jahrgang 1990) nahmen ihre Opfer von Anfang an als betagte Personen wahr. Gleichwohl 
schlugen sie mit unnötig grosser Heftigkeit auf sie ein, gezielt in die Kopfregion und bewusst nicht nur 
mit einem Schlag sondern mit zahlreichen Schlägen. In Bezug auf H.________ (sel.) wurde zusätzlich 
die Atmung behindert, indem sich A.________ für die ganze Dauer der Auseinandersetzung auf ihn 
kniete. Das Gericht erachtet es als erstellt, dass beide Beschuldigten um die Gefährlichkeit ihrer 
Handlungen wussten und diese auch wollten. 

11. Würdigung durch die Kammer

11.1 Zum Tatablauf in der Wohnung von H.________ (sel.) und E.________

11.1.1 Zu den objektiven Beweismitteln

Was die ausführliche Wiedergabe der relevanten objektiven Beweismittel anbe-
langt, kann vollumfänglich auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden 
(pag. 3429 ff., S. 4 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Entgegen den 
Ausführungen der Verteidigung von C.________ kann, wie nachfolgend aufgezeigt 
wird, keine Rede davon sein, die Vorinstanz habe sich nicht hinreichend mit den 
Beweismitteln auseinandergesetzt. Für die Kammer sind im vorliegenden Fall ins-
besondere die folgenden objektiven Beweismittel von Bedeutung (die objektiven 
Beweismittel im Zusammenhang mit den Verletzungsbildern von H.________ [sel.] 
und E.________ werden unter Ziff. 11.2 f. hiernach erwähnt und gewürdigt):

- Der linke Handschuh (Arbeitshandschuh «Wonder Grip 9L»), welcher in der 
Wohnung von H.________ (sel.) und E.________ gefunden wurde, weist auf 
der Innenseite ein DNA-Mischprofil von wahrscheinlich drei Personen auf. Der 
Hauptanteil stammt von A.________ (KTD-Akten, pag. 1277; Fotos pag. 1345 
f.);

- Die Winterschuhe (Marke «Viktory», hellbraunes Leder, pag. 1273) weisen auf 
der Innenseite ein DNA-Mischprofil von mehr als drei Personen auf, wobei die 
Hauptkomponente A.________ zugeordnet werden konnte. Auf der Aussensei-
te beider Schuhe befand sich ein jeweils komplett enthaltenes DNA-Mischprofil 
von H.________ (sel.) und A.________ (pag. 1298; Fotos pag. 1347 ff.);

21

- Bei den am 28.11.2013 sichergestellten Kleidern von A.________ (insbesonde-
re den blauen Jeans, Marke «Jeycoleman») konnten etliche Blutanhaftungen 
festgestellt werden. Auf eine Auswertung der DNA Spuren wurde verzichtet 
(pag. 1285, pag. 1392 ff.);

- Im weissen Mercedes ________ von I.________ wurde auf der Rückbank (Mit-
telsitz, rechte Seite) ein DNA-Mischprofil von mehr als drei Personen festge-
stellt. Es war keine durchgängige Hauptkomponente ersichtlich. Es konnte le-
diglich gesagt werden, dass übereinstimmende Merkmale von E.________ (bei 
Asservat 676 komplette Übereinstimmung mit E.________) und A.________ in 
diesem Mischprofil vorhanden sind. C.________ konnte als Mitspurengeber 
ausgeschlossen werden (pag. 1317 f.; Fotos pag. 1405 ff.);

- Der Fotodokumentation und dem Plan der Wohnung von H.________ (sel.) und 
E.________ ist Folgendes zu entnehmen: von der Eingangstüre her sieht man 
in einen etwas mehr als 3 Meter langen Gang. Weder die Küche, das Bad noch 
das Wohnzimmer sind von der Eingangstüre aus einsehbar. Gegenüber der 
Eingangstüre befindet sich die Türe zum Schlafzimmer (pag. 1330; pag. 1343). 
Im Wohnzimmer stehen vor dem Sofabereich eine grosse Zimmerpflanze und 
der Fernseher. Beide Gegenstände verdecken den direkten, ungestörten Blick 
auf den gesamten Sofabereich (pag. 1331). Auf dem Wohnzimmertisch (vor 
dem Fernseher) befinden sich mehrere blutige Watterondellen (pag. 1331 f.). 
Der Handschuh («Wonder Grip 9L») befindet sich auf dem Stuhl beim Wohn-
zimmertisch (pag. 1333). Beim Sofabereich sind am Boden neben dem Sessel 
sowie an der Ecke der Wohnwand auf Höhe des Sessels Blutspritzer zu sehen 
(pag. 1334; pag. 1337 f.). Die Nachttischschubladen im Schlafzimmer sind 
geöffnet (pag. 1340 ff.);

- Die Kleider, die C.________ am Tatabend trug, konnten aufgrund seiner Flucht 
nach Belgien nicht sichergestellt werden. Auf den bei Y.________ sichergestell-
ten Kleidern von C.________ und jenen, die er bei der Ankunft in der Schweiz 
am 17.4.2014 trug, konnten keine tatrelevanten Spuren gefunden werden (Fo-
tos pag. 1399 ff.; pag. 1320 ff.).

Die Fachleute des Kriminal Technischen Dienstes (nachfolgend KTD) haben die 
Spuren korrekt und sachgerecht erhoben. Auf die in den KTD Berichten gemachten 
objektiven Feststellungen kann die Kammer abstellen.

Der Vorinstanz kann zugestimmt werden, dass die Tatbeteiligung von A.________ 
anhand der objektiven Beweismittel objektiviert werden konnte (vgl. pag. 3431 f., 
S. 6 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Gestützt auf die Auswertungen 
der DNA-Spuren ist nicht nur die Anwesenheit von A.________ in der Wohnung 
von H.________ (sel.) und E.________ erstellt, sondern auch ein unmittelbarer und 
naher Kontakt zwischen ihm und H.________ (sel.). Dies wird von A.________ 
oberinstanzlich auch nicht mehr bestritten. 

Die Kammer kann sich auch den Ausführungen der Vorinstanz in Bezug auf die si-
chergestellte Strumpfmaske (Asservat 702; pag. 1321) anschliessen 
(vgl. pag. 3432, S. 7 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Es sind keine 
Hinweise vorhanden, dass C.________ diese Maske zum Tatzeitpunkt getragen 

22

hat. An der Maske – eigentlich handelt es sich um eine verknotete schwarze 
Strumpfhose aus Nylon – finden sich zwar komplexe DNA-Mischprofile von mehre-
ren Spurengebern mit Hauptanteil weiblicher und einer kleinen Komponente männ-
licher Profile. Im Direktvergleich waren die Merkmale von C.________ komplett in 
der Nebenkomponente dieses Mischprofils enthalten. Es ist grundsätzlich denkbar, 
dass C.________ einen solchen Strumpf im Hinblick auf die geplante Aktion 
zwecks Maskierung mitnahm. Es handelt sich hierbei aber um eine Spekulation, 
welche sich nicht rechtsgenüglich beweisen lässt. C.________ hätte mit dieser 
Maske ebenso nur bei sich zu Hause in Berührung kommen können. 

Ebenfalls sind die vorinstanzlichen Ausführungen zu den weiteren Ermittlungen 
(E.________ habe beim Angriff Ringe im Gesicht gespürt und der Mann, der sie 
angegriffen habe, habe eine Sonnenbrille mit hellem bis weissen Brillengestell ge-
tragen; vgl. pag. 3432, S. 7 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) zutreffend. 
Die Tatsache, dass beide Beschuldigte gelegentlich Ringe getragen haben und der 
Umstand, dass im Umfeld des Beschuldigten C.________ Brillen mit weissem Ge-
stell gesehen wurden, lassen keine Rückschlüsse auf die jeweilige Tatbeteiligung 
zu. Dies gilt umso mehr, als bei den Verletzungen von E.________ nicht eindeutig 
festgestellt werden konnte, ob sie durch einen Gegenstand (wie Ringe) oder durch 
Finger bzw. Fingerknochen (welche auch hart sind) verursacht worden sind. Eine 
Verursachung rein durch die Faust eines Täters konnte nicht ausgeschlossen wer-
den (vgl. Ausführungen Prof. Dr. O.________ pag. 3283, Z. 22 ff.).

Entgegen den Ausführungen der Vorinstanz kann aber keine Rede davon sein, 
dass betreffend C.________ keine belastenden objektiven Spuren vorhanden und 
die Erkenntnisse des KTDs nicht dazu geeignet sind, ihn zu belasten (vgl. 
pag. 3432, S. 7, zweiter Abschnitt der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Es 
steht fest, dass C.________ nach dem fraglichen Vorfall untergetaucht ist. Er floh 
nach Belgien, wo er am Flughafen in Brüssel festgenommen werden konnte 
(pag. 149), als er beabsichtigte in die Dominikanische Republik zu fliegen – angeb-
lich um nicht wegen «dem Sozialen» in Gefangenschaft zu geraten (vgl. pag. 1630 
f., Z. 399 ff.). Demzufolge konnten die von ihm am 25.11.2013 getragenen Klei-
dungsstücke nicht untersucht werden. Dennoch lassen die Erkenntnisse des KTD 
im Zusammenhang mit den subjektiven Beweismitteln eindeutige Schlüsse auf die 
Täterschaft von C.________ zu (vgl. nachfolgende Ausführungen).

11.1.2 Zu den Aussagen von H.________ (sel.)

Als subjektive Beweismittel ist zuerst auf die aktenkundigen Äusserungen von 
H.________ (sel.) einzugehen. Weil H.________ (sel.) bereits am 26.11.2013 im 
Spital verstorben ist, konnte er nie formell zu Protokoll befragt werden. Seine Aus-
sagen ergeben sich indirekt aus dem Journal, welches anlässlich der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung ediert wurde (pag. 3301 ff.), dem Journaleintrag durch die 
Einsatzzentrale (telefonische Meldung durch H.________ [sel.], pag. 3299) und 
den Aussagen, welche er gegenüber den Polizisten am Tatort und im Spital mach-
te. Die entsprechenden Äusserungen wurden im Anzeige- und Berichtsrapport 
festgehalten. Ferner wurden die fraglichen Polizisten anlässlich der erstinstanzli-
chen Hauptverhandlung als Zeugen befragt (vgl. pag. 3445, S. 20 der erstinstanzli-
chen Entscheidbegründung).

23

Die Verteidigung von C.________ brachte anlässlich der oberinstanzlichen Haupt-
verhandlung vor, die Vorinstanz habe den Berichtsrapport von T.________ falsch 
wiedergegeben. Der letzte Satz vom ersten Abschnitt («Der andere Mann habe 
sich zu Frau F.________ begeben, welche auf dem Sofa gesessen habe») gehöre 
im Original zum zweiten Abschnitt (vgl. pag. 3735). Es trifft zu, dass dieser Satz in 
der erstinstanzlichen Entscheidbegründung effektiv dem anderen Abschnitt zuge-
ordnet wurde (vgl. Berichtsrapport pag. 616). Daraus kann C.________ allerdings 
nichts zu seinen Gunsten ableiten. T.________ führte in ihrer Einvernahme anläss-
lich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung aus, der fragliche Satz «der andere 
Mann habe sich zu Frau F.________ begeben, welche auf dem Sofa gesessen ha-
be» habe wohl Herr H.________ so gesagt. Es seien zwei Männer gekommen, ei-
ner zu ihm und der andere zu seiner Frau. Sie könne aber nicht sagen, ob es eine 
Schlussfolgerung von ihm gewesen sei, weil zwei hineingekommen seien und nur 
einer auf ihn losgegangen sei (pag. 2363, Z. 16 ff.). T.________ konnte diese Aus-
sage demnach klar Herrn H.________ zuordnen, wobei sie lediglich offen liess, ob 
er dies direkt gesehen oder nur die Schlussfolgerung gezogen hatte. 

Nicht nur gegenüber den Polizisten T.________ und AD.________ sprach 
H.________ (sel.) von zwei Tätern. Diese Tatsache kann ebenfalls der Meldung an 
die Einsatzzentrale und dem Journaleintrag vom 26.11.2013 entnommen werden 
(pag. 3299; pag. 3301). Beide Male sprach H.________ (sel.) davon, zwei unbe-
kannte Täter, schwarz maskiert und auch schwarz angezogen – wobei einer der 
beiden weisse Hosen getragen habe – hätten sie überfallen (pag. 3300 f.). Ferner 
sprach H.________ (sel.) auch im Spital gegenüber den Polizisten R.________ 
und S.________ von zwei Tätern, wobei derjenige mit den weissen Hosen auf sei-
ne Frau losgegangen sei (pag. 621).

Damit steht fest, dass der fragliche Satz von H.________ (sel.) stammt. 
H.________ (sel.) sprach gleichbleibend und wiederholt von zwei Tätern. 
E.________ sprach immer nur von einem Täter. Bei den von H.________ (sel.) ge-
genüber den Polizisten geäusserten Aussagen ist zusammenfassend Folgendes 
von Bedeutung (vgl. pag. 3300 f.; pag. 590 ff.; pag. 615 ff.; pag. 620 ff.; pag. 3253 
ff.):

- H.________ (sel.) sprach immer von zwei maskierten Männern, welche die 
Wohnung betreten hätten;

- einer der beiden Täter habe weisse Hosen getragen. Dieser sei auf seine Frau 
losgegangen. Derjenige mit den weissen Hosen sei der Dunkelhäutige gewe-
sen;

- er sei, nachdem er die Türe geöffnet habe, sofort von einem der beiden Täter 
angegriffen worden. Dieser habe ihn zu Boden gestossen und sei auf ihn ge-
kniet;

- dieser Täter habe ihm mehrmals mit den Fäusten ins Gesicht geschlagen;

- er habe sich gewehrt und dem Täter einen Handschuh abstreifen können;

- der Täter habe zirka fünf Minuten auf ihn eingeschlagen;

24

- was der andere Täter getan habe, könne er nicht sagen. Der andere Mann mit 
den weissen Hosen habe sich zu seiner Frau begeben, welche auf dem Sofa 
gewesen sei.

Die Vorinstanz hielt betreffend die Würdigung der Aussagen von H.________ (sel.) 
Folgendes fest (pag. 3458 f., S. 33 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung):

Zu den Wahrnehmungen von H.________ (sel.) liegen erste unmittelbare und sehr tatnahe Angaben 
vor. Seine telefonische Meldung an die REZ wurde innerhalb weniger Minuten im Journal festgehal-
ten. Er äusserte sich zwar nur kurz, aber prägnant und unmissverständlich zum wesentlichen Kernge-
schehen. Er schilderte von Anfang an und gleichbleibend, dass zwei Personen die Wohnung betreten 
haben und differenzierte die Männer von Anfang an auch anhand ihres Aussehens „einer der Täter 
trug weisse Hosen“. Es gibt diesbezüglich keinen Raum für Zweifel oder Spekulationen über allfällige 
fehlerhafte Wahrnehmungen oder nachträgliche Interpretationen. H.________ (sel.) führte gleichblei-
bend aus, dass ein Mann ihn angegriffen habe, während der andere nach hinten zu seiner Frau ge-
gangen sei. Weiter hielt er fest, dass der Mann, der ihn angegriffen und zu Boden gebracht habe, sich 
auf ihn gesetzt und mit Fäusten geschlagen habe. Und diesem Mann, der ihn angegriffen und ge-
schlagen habe, habe er während des Kampfs einen Handschuh weggerissen. Der fragliche Hand-
schuh gehört A.________. 

Damit wird A.________ durch H.________ (sel.) schwer belastet und zwar klar weitergehend als von 
A.________ eingeräumt. Einen Verlauf wie von A.________ geschildert, nämlich ein gleichzeitiges 
Einwirken zweier Männer, wobei der zweite Täter ihn geschlagen und getreten haben soll, hätte 
H.________ (sel.) mit Sicherheit bemerkt, auch wenn es A.________ zwischendurch gelungen sein 
sollte, ihm die Augen zuzuhalten. Eine Zusammenarbeit zweier Personen wäre zudem akustisch 
wahrgenommen worden. Laut A.________ habe er C.________ herbeigerufen, ihn dann aber verbal 
vor Schlägen gegen das Opfer abzuhalten versucht. H.________ (sel.) hat nichts davon alldem er-
wähnt. Ebensowenig liessen sich die von A.________ beschriebenen Fusstritte anhand des Verlet-
zungsbilds objektiv nachweisen. 

Es ist weiter festzuhalten, dass H.________ (sel.) trotz der ausserordentlichen Umstände durchaus 
differenzierte Aussagen machte. Insbesondere verzichtete auf Mutmassungen oder Übertreibungen. 
Dies ergibt sich aus folgenden Äusserungen: 

H.________ (sel.) gab an, er habe eine Waffe gesehen, es sei aber kein Revolver gewesen. Diese 
Beschreibung passt zu dem von A.________ eingestandenermassen mitgeführten Pfefferspray, der 
bei nicht näherer Betrachtung als Waffe wahrgenommen werden kann. Seine Aussage zeugt von ei-
ner guten Beobachtungsgabe und weist darauf hin, dass H.________ (sel.) auch in dieser Ausnah-
mesituation bei klarem Bewusstsein war und zu einer detaillierten Wiedergabe der Ereignisse fähig 
war. 

H.________ (sel.) hat nicht aggraviert. Er hielt ausdrücklich und von sich aus fest, dass die Waffe 
nicht gegen ihn gerichtet worden sei. Weiter führte er aus, er sei mit Fäusten geschlagen worden. 
Fusstritte wurden von ihm nicht erwähnt. Er machte auch nicht geltend, gefesselt worden zu sein, ob-
schon er aufgrund der herumliegenden Kabel direkt darauf angesprochen worden ist. 

Auch zum Angriff auf seine Frau äusserte sich H.________ (sel.) nur zurückhaltend und hielt aus-
drücklich fest, nicht gesehen zu haben, was der andere Mann bei seiner Frau gemacht habe. Anhand 
ihrer später sichtbaren Verletzungen musste er klarerweise davon ausgehen, dass sie massiv ge-
schlagen worden ist. Er verzichtete aber auf Mutmassungen. Auch dies wiederum ein Hinweis auf ein 
korrektes Aussageverhalten ohne böswillige oder auch unbeabsichtigte Interpretationen. 

25

Zusammenfassend erachtet das Gericht die Aussagen von H.________ (sel.), wie sie von den Zeu-
gen T.________, S.________ und R.________ aufgenommen und wiedergegeben worden sind, als 
sehr glaubhaft und von vorrangiger Relevanz im vorliegenden Beweisverfahren. Seine Aussagen 
werden untermauert durch objektive Beweismittel (Handschuh, Schuhe von A.________ mit seinen 
Blutspuren) und stimmen im Rahmengeschehen auch mit den Aussagen von A.________ überein 
(beide Männer betraten die Wohnung, Gesichtsmaskierung, Handschuhe, körperliche Auseinander-
setzung im Eingangsbereich und Fixierung des Opfers auf dem Rücken am Boden). 

Die Kammer kann sich diesen Ausführungen vollumfänglich anschliessen. In Bezug 
auf die Glaubhaftigkeit der Aussagen von H.________ (sel.) ist ferner hervorzuhe-
ben, dass die vor Ort eingetroffenen Polizisten persönlich feststellen konnten, wie 
gefasst H.________ (sel.) und E.________ trotz des Erlebten und ihres Zustands 
waren und wie klar diese denken konnten. Verständlicherweise seien beide durch-
einander gewesen, aber sie hätten sich dafür interessiert, was gestohlen worden 
sei. Man habe sich normal mit Beiden unterhalten können (pag. 3262, Z. 5 ff.). 
Gemäss Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin (IRM) waren sowohl 
H.________ (sel.) als auch E.________ beim Spitaleintritt bewusstseinsklar, gut 
orientiert und konnten adäquat auf die ihnen gestellten Fragen antworten (vgl. zu 
H.________ [sel.], pag. 1017; zu E.________, pag. 1133). Dies spricht ebenfalls für 
die Glaubhaftigkeit der Aussagen von H.________ (sel.). Ferner stellten sich die 
Aussagen von H.________ (sel.) hinsichtlich des gestohlenen Telefons und der 
Waffe, welche einer der Täter bei sich gehabt hatte (Pfefferspray), später als kor-
rekt heraus (vgl. nachfolgende Ausführungen).

Aufgrund der Aussage von Prof. Dr. O.________, wonach sich H.________ (sel.) 
massivst gewehrt haben muss (pag. 3274, Z. 18 f.) und der Tatsache, dass 
H.________ (sel.) aufgrund der Schläge nicht bewusstlos war, kann davon ausge-
gangen werden, dass er nicht zugeschaut hätte, sondern eingeschritten wäre, 
wenn der gleiche Täter, der vorerst ihn angriffen hatte, anschliessend noch zu sei-
ner Ehefrau gegangen wäre. Die von der Vorinstanz erwähnten Tatvarianten 
(vgl. pag. 3462, S. 37 der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) – 1) A.________ 
schlug zuerst H.________ (sel.) und dann E.________ zusammen; oder 2) 
A.________ ging an H.________ (sel.) vorbei, schlug zuerst E.________ und da-
nach H.________ (sel.) – sind damit auch für die Kammer unwahrscheinlich. 
H.________ (sel.) hätte beide Varianten mit an Sicherheit grenzender Wahrschein-
lichkeit nicht einfach über sich ergehen lassen, zumal er sich nachweislich massiv 
zur Wehr setzte. Dies gilt umso mehr, als dass A.________ oberinstanzlich nicht 
mehr bestritt, H.________ (sel.) eigenhändig geschlagen zu haben. Die Kammer 
erachtet demnach in Übereinstimmung mit den Ausführungen der Vorinstanz die 
Aussagen von H.________ (sel.) als glaubhaft.

11.1.3 Zu den Aussagen von E.________

Auch die Aussagen von E.________ wurden von der Vorinstanz korrekt wiederge-
geben. Es kann integral darauf verwiesen werden (pag. 3448 f., S. 23 f. der erstin-
stanzlichen Entscheidbegründung). Die Kammer kann sich auch der erstinstanzli-
chen Würdigung der Aussagen von E.________ vollumfänglich anschliessen (vgl. 
pag. 3459 f., S.  34 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). 

26

Gemäss Berichtsrapport habe E.________ ausgeführt, sie sei erwacht, als ein 
Täter sie am Hals gepackt habe und sie habe nur einen Täter gesehen (pag. 621). 
Dies bestätigte E.________ auch anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhand-
lung (pag. 3205, Z. 15 ff.). Es trifft zu, dass ihre Aussagen keine Rückschlüsse auf 
die mögliche Täterschaft zulassen. In Anbetracht der Tatumstände ist auch ver-
ständlich, dass E.________ keine präzisen Angaben zum Ablauf machen konnte 
und ihre Aussagen über das, was ihr widerfuhr, teilweise widersprüchlich sind (sie 
sei nicht geschlagen worden, pag. 1778, Z. 44 ff. – es könne sein, dass sie ge-
schlagen worden sei, pag. 1782, Z. 246 ff.; der Täter habe eine weisse Brille getra-
gen, pag. 1780, Z. 148 ff. – sie habe die weisse Brille noch nie gesehen, pag. 1790, 
Z. 103). Auch E.________ aggravierte nicht. Sie gab einzig ihre Erinnerungen wie-
der, verzichtete auf Mutmassungen und gestand Erinnerungslücken ein. Zum An-
griff auf ihren Ehemann konnte sie sich nicht äussern und hielt dies gleichbleibend 
fest. 

Für den sie betreffenden Tatablauf muss aber letztlich auf die objektiv dokumentier-
ten Verletzungen abgestellt werden und damit auf die Ausführungen der Sachver-
ständigen, denen zufolge namentlich das Verletzungsbild der Subduralblutung so-
wie der Bruch des Bogens und der medialen Wand der rechten Augenhöhle 
(pag. 1131 ff.) auf sehr heftige und wiederholte stumpfe Gewalteinwirkung schlies-
sen lässt (vgl. nachfolgende Ausführungen unter Ziff. 11.3 hiernach). Auf die Hef-
tigkeit der Schläge und die Brutalität des Angriffs deutet auch die Tatsache hin, 
dass sich E.________ einnässte (vgl. pag. 616). 

Für die eingeklagten Gegenstände und Geldbeträge ist beweismässig von den An-
gaben von E.________ auszugehen. Sie hat sich gemeinsam mit H.________ 
(sel.) unmittelbar nach der Tat einen Überblick über die von den Tätern mitgeführ-
ten Sachen verschafft. Es gibt keinen Grund, von ihren Angaben abzuweichen, ge-
rade vor dem Hintergrund ihres ansonsten zurückhaltenden Aussageverhaltens. 
Dass die beiden Männer bei der Rückkehr zum Fahrzeug Geld und weitere Ge-
genstände mitgeführt haben, wird im Grundsatz auch von I.________ bestätigt (vgl. 
hierzu pag. 1769, Z. 623 ff.; wonach C.________ das Telefon mit sich geführt ha-
be; A.________ habe Geld dabei gehabt, das er dann C.________ übergeben ha-
be; pag. 1741, Z. 289 f.).

11.1.4 Zu einer allfälligen Absprache zwischen H.________ (sel.) und E.________

Die Verteidigung von C.________ brachte oberinstanzlich vor, H.________ (sel.) 
und E.________ hätten nach dem Vorfall genügend Zeit gehabt, um über den Tat-
hergang zu sprechen und so gemeinsam eine Realität aufzubauen, die nicht den 
wahren Begebenheiten entspreche (vgl. pag. 3735). 

Die Kammer kann dieser Argumentation nicht folgen. Die Aussagen von 
H.________ (sel.) und E.________ wirken weder abgesprochen noch aufeinander 
abgestimmt. Vielmehr äusserten beide Ehegatten jeweils nur den sie betreffenden 
Teil des Ablaufs. Hätten sich die Ehegatten abgesprochen, hätten sie identische 
oder zumindest ähnliche Aussagen und vor allem weit belastendere zu Protokoll 
gegeben, was vorliegend klar nicht der Fall ist. 

27

Die Dauer bis H.________ (sel.) die telefonische Meldung bei der Polizei machte, 
ist ferner nachvollziehbar. Gemäss Aussagen der am Tatort anwesenden Polizisten 
waren H.________ (sel.) und E.________ primär damit beschäftigt, festzustellen, 
was fehlte und es stand die Versorgung der Verletzungen von E.________ im Vor-
dergrund. Auch in Anbetracht des möglichen Schocks erstaunt es nicht, dass 
H.________ (sel.) erst nach einigen Minuten die Polizei avisierte. Allein dieser Um-
stand spricht nicht für eine gegenseitige Absprache. Schliesslich sind auch keine 
Gründe ersichtlich, warum sich die Ehegatten hätten absprechen sollen. Ob es nun 
ein oder zwei Täter gewesen wären, spielte für H.________ (sel.) und E.________ 
keine Rolle, zumal sie die Täter weder identifizieren konnten noch kannten. 

11.1.5 Zu den Aussagen von A.________ 

Bezüglich der Tatbeteiligung von A.________ ist die Vorinstanz völlig zu Recht 
zum Ergebnis gekommen, A.________ habe auf H.________ (sel.) eingeschlagen 
und sei auf ihm gekniet. A.________ bestritt seinen Tatbeitrag – H.________ (sel.) 
eigenhändig geschlagen zu haben und auf ihm gekniet zu sein – oberinstanzlich 
denn auch nicht mehr (vgl. pag. 3738 ff.). Es kann damit vollumfänglich auf die 
Wiedergabe der Aussagen von A.________ sowie deren korrekte Würdigung durch 
die Vorinstanz verwiesen werden (pag. 3449 ff., S. 24 ff. bzw. 3460 f., S. 35 f. der 
erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, 
dass A.________ zu Beginn bereits von sich aus gestand, einen Pfefferspray dabei 
gehabt (pag. 1528, Z. 435 f.; pag. 1564, Z. 229 f.), H.________ (sel.) zu Boden 
gemacht zu haben und auf ihm gekniet zu sein (pag. 1526, Z. 304; pag. 1586, 
Z. 418 ff.; pag. 3230, Z. 4 ff.). Er bestätigte weiter, dass H.________ (sel.) ihm da-
bei den Handschuh habe wegnehmen können (pag. 1526, Z. 318). 

Den Aussagen von A.________ ist ferner deutlich zu entnehmen, dass er und 
C.________ mit der Anwesenheit von N.________ in dessen Wohnung rechneten. 
Denn I.________ habe ihnen gesagt, die Wohnung sei dort, wo Licht brennen wür-
de (pag. 1525, Z. 295). Ferner hätten sie den Pfefferspray mitgenommen, um 
N.________ in die Augen zu sprayen (pag. 1528, Z. 435 f.; pag. 1564, Z. 229 f.; 
pag. 3227, Z. 14 ff.). Dies bestätigte im Übrigen auch C.________, der anfänglich 
aussagte, gewusst zu haben, dass der Mann von I.________ zu Hause gewesen 
sei (pag. 1639, Z. 251 f.). 

11.1.6 Aussagen zur Tatbeteiligung von C.________ 

Die nachfolgenden Aussagen von A.________ sind betreffend Tatbeteiligung von 
C.________ von Bedeutung:

- A.________ sprach davon, dass C.________ zum Tatzeitpunkt eine rotweisse 
Jacke, eine weitere Jacke und sicherlich weisse Hosen getragen habe 
(pag. 1526, Z. 348 f.). Diese Angaben wiederholte er anlässlich der Einvernah-
me vom 28.4.2014 (pag. 1569, Z. 494). Die erste Aussage hierzu machte 
A.________ am 30.11.2013, also zu einem Zeitpunkt als ihm mangels Akten-
einsicht noch nicht bekannt sein konnte, dass die weissen Hosen ein relevantes 
Indiz für die Täterschaft von C.________ sind;

- A.________ beschuldigte zwar mehrfach C.________ H.________ (sel.) ge-
schlagen zu haben – er selber habe ihn nur zu Boden gedrückt, sei auf ihm ge-

28

kniet und habe ihn festgehalten (pag. 1526, Z. 304 ff.; pag. 1586, Z. 417 ff.; 
pag. 1588, Z. 464 ff.). Er vermied es jedoch anfänglich C.________ in Bezug 
auf E.________ übermässig zu beschuldigen. Er erwähnte lediglich, dass sich 
C.________ zur Frau begeben habe (pag. 1526, Z. 303 ff.; pag. 1528, Z. 450; 
pag. 1586, Z. 419 f.), er aber nicht genau gesehen habe, was dort passiert sei 
(pag. 3230, Z. 33 f.); 

- Hinsichtlich der Sitzposition von C.________ im Mercedes von I.________ auf 
der Wegfahrt nach Biel (nach dem Vorfall bei H.________ [sel.] und 
E.________) ist auf die folgenden Aussagen von A.________ hinzuweisen: 
«Ich glaube, ich sass vorne auf dem Beifahrersitz; er – C.________ – sass hin-
ter mir» (pag. 1544, Z. 322 ff.) sowie: «Ich [sass] auf dem Beifahrersitz. 
C.________ hinter mir. Meine Freundin hinter I.________ und I.________ am 
Fahren» (pag. 1563, Z. 144 f.). Diese Angaben wiederholte A.________ später 
erneut (pag. 1569, Z. 476). 

Diese Aussagen decken sich mit denjenigen von C.________ selber: «I.________ 
am Fahren, AAA.________ neben an, ich hinter AAA.________ und K.________ 
hinter I.________» (pag. 1638, Z. 204) und: «Sie [K.________] war mit mir auf den 
hinteren Plätzen» (pag. 1667, Z. 632). Auch K.________ gab an, hinter der Fahre-
rin gesessen zu sein. AAA.________ sei vorne und der andere Junge hinter 
AAA.________ gewesen (pag. 1950, Z. 169; ähnlich auch auf pag. 1951, Z. 189 f.). 
Ferner führte sie aus, dass sie auf der Rückfahrt nie angehalten hätten (pag. 1964, 
Z. 435 f.). Ausser I.________ gab niemand an, während der Fahrt die Plätze ge-
tauscht zu haben. C.________ selber gab auf Frage hin explizit zu Protokoll, die 
Plätze nie getauscht bzw. nie angehalten zu haben (pag. 1667, Z. 630). I.________ 
führte bei ihrer staatsanwaltschaftlichen Einvernahme aus, sie hätten einmal ange-
halten, weil die Freundin von AAA.________ (K.________) sehr nervös gewesen 
sei und geweint habe. Sie hätten dann den Platz getauscht, indem C.________ 
nach vorne und A.________ nach hinten gesessen sei, um die Dame zu beruhigen 
(pag. 1770, Z. 672 ff.; ähnlich auf pag. 3245, Z. 24 ff.). Damit widersprach sich 
I.________ jedoch selbst. Denn zuvor gab sie an: «A.________ [sass] auf dem 
Beifahrersitz; C.________ hinter A.________ und das Mädchen hinter mir» 
(pag. 1737, Z. 89). An der Einvernahme vom 29.4.2014 sagte sie ferner ausdrück-
lich, sie hätten auf der Fahrt zurück die Plätze nicht gewechselt (pag. 1746, Z. 509 
f.). 

Aufgrund der übereinstimmenden Aussagen, es habe auf der Rückfahrt kein Platz-
wechsel stattgefunden und den widersprüchlichen Angaben von I.________ geht 
die Kammer davon aus, dass C.________ auf der Rückfahrt nach Biel als einziger 
auf der Rückbank rechts, hinter dem Beifahrer A.________ sass. 

Die Aussagen zur Sitzposition von C.________ sprechen deutlich dafür, dass es 
C.________ gewesen sein muss, der auf E.________ einschlug. Vergleicht man 
seine Sitzposition im Mercedes (auf der Rückbank hinter dem Beifahrer) mit den 
objektiven Beweismitteln (Blut von E.________ auf der Rückbank rechts) muss 
C.________ (blutigen) Körperkontakt mit E.________ gehabt haben. K.________, 
welche ebenfalls auch der Rückbank sass, war nach den übereinstimmenden Aus-
sagen aller Parteien nicht in der Wohnung von H.________ (sel.) und E.________. 

29

A.________ sass nach dem Vorfall in der Wohnung der Ehegatten nie auf der 
Rückbank, ebenso wenig E.________, die die Wohnung nicht verliess. Folglich 
konnte einzig C.________ mit dem Blut von E.________ die Rückbank kontaminie-
ren. Der Umstand, dass sein eigenes DNA-Profil nicht auf der Rückbank nachge-
wiesen werden konnte, ändert daran nichts. 

C.________ belastet sich mit seinen Aussagen ferner selber. Denn er meinte auf 
Frage, was er am fraglichen Abend für Kleider getragen habe, es seien graue (also 
helle) Jeans gewesen. AAA.________ habe schwarze Hosen getragen (pag. 1636, 
Z. 109). Damit belastete er sich selber. A.________ selber konnte nicht derjenige 
mit den weissen Hosen gewesen sein. Denn die Kleider, die A.________ am 
25.11.2013 trug, konnten sichergestellt werden – er trug dunkle, blaue Jeans. 
Ebenso bestätigte A.________, C.________ habe weisse Hosen getragen 
(pag. 1526, Z. 349; pag. 1569, Z. 494). K.________ gab zwar an, A.________ ha-
be helle und C.________ habe dunkle Hosen getragen (pag. 1963, Z. 373 ff.). Da-
bei muss sie die Kleider der beiden jedoch verwechselt haben, zumal A.________ 
nachweislich keine hellen Hosen trug. Schliesslich bleibt noch darauf hinzuweisen, 
dass C.________ im Vergleich zu A.________ dunkelhäutiger ist. H.________ 
(sel.) gab an, dass derjenige mit den weissen Hosen dunkelhäutig gewesen sei 
(pag. 622). Dies ist ein weiteres Indiz für die Täterschaft von C.________.

11.1.7 Zu den Aussagen von C.________ 

Für die Kammer sind die Aussagen des Beschuldigten C.________ betreffend sei-
nen Tatbeitrag alles andere als glaubhaft. Er bestritt zwar gleichbleibend und kon-
sequent jede Beteiligung am Vorfall in der Wohnung des Ehepaars. Er habe weder 
H.________ (sel.) noch E.________ angegriffen und auch keine Gegenstände aus 
der Wohnung mitgenommen. Insofern blieben seine Aussagen im Kern gleich. Wie 
bereits von der Vorinstanz korrekt festgehalten wurde, ergeben sich im von 
C.________ geschilderten Ablauf jedoch nicht erklärbare Abweichungen. Diese be-
treffen seine Aussagen, wie nahe er der Wohnung von H.________ (sel.) und 
E.________ gekommen sein will, wie und ob, resp. wo und wie er die beiden Opfer 
wahrgenommen haben will (vgl. Ausführungen der Vorinstanz pag. 3461 f., S. 36 f. 
der erstinstanzlichen Entscheidbegründung):

Bei der Befragung vom 03.06.2014 machte er [C.________] recht detaillierte Angaben zu seinen Be-
obachtungen in der Wohnung und zum Zustand der Opfer. Er führte aus, dass er – nachdem der 
Überfall bereits abgeschlossen gewesen sei – die fragliche Wohnung betreten habe [pag. 1636, 
Z. 137 ff.].

Kurze Zeit später in derselben Einvernahme gab C.________ allerdings an, zuerst 
mit nach oben gegangen zu sein, um A.________ zu zeigen, wo er klingeln müsse. 
Danach sei er aber wieder nach unten gegangen (pag. 1639, Z. 268 f.). 

Er [C.________] sei ca. 3 m drin gewesen und habe zwei Personen am Boden liegen sehen. Der Herr 
habe neben der Türe am Boden gelegen und habe sich nicht mehr gross bewegt. Er wisse nicht, ob 
dieser bei Bewusstsein gewesen sei. Die Frau habe am Boden neben einem Möbelstück gelegen. Er 
habe gesehen, dass sie aus dem Mund geblutet habe und noch bei Bewusstsein gewesen sei 
(pag. 1637 Z. 147 ff. und 157 ff.). 

30

Bereits anlässlich der Einvernahme vom 27.01.2015 relativierte der Beschuldigte diese Aussagen und 
hielt fest, dass er lediglich den Kopf in die Wohnung gesteckt und Leute am Boden gesehen habe 
(pag. 1660 Z. 370/371). 

Laut seinen Aussagen an der Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland sei er gar 
nicht erst in die Nähe der Wohnung gekommen und entsprechend habe er niemanden am Boden ge-
sehen (pag. 3238 Z. 43237 Z. 26 und Z. 37/38). 

(pag. 3461 f., S. 36 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). C.________ 
sagte äusserst widersprüchlich aus. Bei den ersten Aussagen – als er angab die 
Frau gesehen zu haben, welche aus dem Mund geblutet habe – gab C.________ 
Täterwissen bekannt. Bei der zweiten Aussage – er sei nur ca. 3 Meter in der 
Wohnung drin gewesen – verkannte C.________, dass er hierfür neben 
H.________ (sel.) hätte durchgehen müssen. Denn dieser befand sich vorne bei 
der Eingangstüre, während E.________ um die Ecke beim Sofa sass. Erstaunlich 
ist auch seine dritte Aussage – er habe nur den Kopf in die Wohnung gestreckt – 
fraglich bleibt, wie er aus dieser Position überhaupt einen Blick auf E.________ 
hätte werfen können. Dies ist aufgrund der Begebenheiten in der Wohnung (langer 
Gang und Wohnzimmer erst nach ca. 3 Metern auf der rechten Seite einsehbar) 
schlicht nicht möglich. Schliesslich stritt C.________ gänzlich ab, jemanden gese-
hen zu haben, da er nie in der Wohnung gewesen sei. 

Weiter ist auf die Reaktion von C.________ hinzuweisen, als er das erste Mal mit 
dem Foto der verletzten E.________ konfrontiert wurde. Auf Vorhalt der Aufnahme 
von E.________, auf welcher sie geschockt, blutüberströmt und schwer verletzt zu 
sehen ist, sagte C.________ einzig, er habe die Menschen noch nie gesehen 
(pag. 1629, Z. 353). Diese Aussage erstaunt in Anbetracht des schockierenden Bil-
des sehr. Hätte er wirklich nichts mit diesem Vorfall bzw. mit den Verletzungen von 
E.________ zu tun gehabt, hätte er sich sehr wahrscheinlich auch schockiert oder 
zumindest einfühlsam verhalten und nicht lediglich darauf hingewiesen, die Perso-
nen nicht zu kennen. 

Die Kammer kann sich der Würdigung der Aussagen von C.________ durch die 
Vorinstanz (pag. 3461 ff., S. 36 ff. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung) 
vollumfänglich anschliessen. Das widersprüchliche Aussageverhalten von 
C.________ lässt sich nicht einfach mit Übersetzungsproblemen erklären (vgl. 
pag. 3461 f., S. 36 f. der erstinstanzlichen Entscheidbegründung). Die Kammer hat 
keine Zweifel daran, dass C.________ in der Wohnung gewesen ist und im Wohn-
zimmer auf E.________ eingeschlagen hat. 

11.1.8 Zu den Aussagen von V.________

Der Verteidiger von C.________ versuchte diesen insofern zu entlasten, als 
V.________ angegeben habe, gehört zu haben, wie C.________ die Treppe run-
tergefallen sei. Daher seien die Aussagen von C.________ glaubhaft (vgl. 
pag. 3735). Zwar gab V.________ effektiv an, gehört zu haben, wie jemand im 
Treppenhaus die Treppe runtergefallen sei und er daraufhin kurz mit zwei schwar-
zen Männern gesprochen habe. Er gab allerdings an, dies sei zeitlich um zirka 
19.00 bis 20.00 Uhr gewesen. Denn er sei gegen 20.20 Uhr zu seiner Freundin ge-
gangen (pag. 2042). V.________ kann somit nur bestätigen, dass jemand die 

31

Treppe hinunter gestürzt ist, jedoch nicht, dass es sich dabei um C.________ ge-
handelt hat, und schon gar nicht, eine zeitliche Konnexität mit dem Vorfall bei 
H.________ (sel.) und E.________, da dieser nachweislich zeitlich später erfolgt 
ist. Folglich sind die Aussagen von V.________ wenig oder gar nicht geeignet, die 
Glaubhaftigkeit der Aussagen von C.________ zu untermauern.

11.1.9 Zu den Aussagen von I.________ 

Die Aussagen der ehemals Mitbeschuldigten I.________ wurden durch die Vorin-
stanz korrekt wiedergegeben (vgl. pag. 3454 ff., S. 29 ff. der erstinstanzlichen Ent-
scheidbegründung) und gewürdigt (pag. 3463 f., S. 38 f. der erstinstanzlichen Ent-
scheidbegründung). Die Vorinstanz hat zutreffend festgehalten, dass I.________ 
variantenreich, widersprüchlich und zu ihrem eigenen Vorteil ausgesagt hat. Mit 
zunehmender Dauer des Verfahrens war I.________ bemüht, C.________ nicht 
mehr zu belasten. Ihre Aussagen sind oder wären aber insofern von Bedeutung, 
als sie Angaben zur Rückkehr der beiden Männer zum Mercedes unmittelbar nach 
dem Vorfall machen konnte. Dies immer vorausgesetzt, dass die beiden Beschul-
digten ihr gegenüber die Wahrheit gesagt haben. Für die Kammer besonders her-
vorzuheben sind folgende Aussagen: I.________ führte aus, die beiden Beschul-
digten seien sehr gestresst gewesen, als sie zum Auto zurückgekommen seien. 
A.________ habe Blut an den Kleidern gehabt (pag. 1725, Z. 202 ff.). C.________ 
sei aufgewühlt (pag. 1743, Z. 364), bzw. erschrocken gewesen (pag. 3244, Z. 24). 
C.________ habe ihr erzählt, die zwei älteren Personen seien herausgekommen, 
um zu schauen, was los sei. Sie (A.________ und C.________) seien dann beide 
in die Wohnung der älteren Leute gegangen und hätten diese geschlagen 
(pag. 1725 f., Z. 204 ff.). I.________ bestätigte ferner, C.________ habe einen 
Sack / etwas Schwarzes dabei gehabt, in welchem er etwas gehabt habe, das die 
beiden gestohlen hätten, als er zurück zum Auto gekommen sei. A.________ habe 
Geld in der Hand gehabt und auch eine Art Sack (pag. 1741, Z. 287 ff.; pag. 3245, 
Z. 18 ff.). I.________ bestätigte auf entsprechende Frage, C.________ habe ein 
Festnetztelefon bei sich gehabt, als er zurückgekommen sei (pag. 1742, Z. 306 f.; 
pag. 1769, Z. 623 ff.). Sie konnte diesbezüglich sogar angeben, dass das Telefon 
von den beiden Beschuldigten mitgenommen worden sei, damit die Ehegatten nicht 
die Polizei anrufen konnten (pag. 1769, Z. 629). Auch wenn I.________ bemüht 
war, die Rolle von C.________ zu relativeren, belastete sie ihn mit diesen Aussa-
gen dennoch erheblich.

11.1.10 Zu den Aussagen von K.________

K.________ konnte zum konkreten Tatgeschehen ebenfalls keine Angaben ma-
chen, zumal sie nicht dabei war. Sie habe so halb geschlafen als die beiden 
(A.________ und C.________) zum Auto zurückgekommen seien (pag. 1951, 
Z. 184 f.). A.________ und C.________ seien aufgeregt gewesen (pag. 1951, 
Z. 190). Es sei eine sehr angespannte Stimmung gewesen (pag. 1951, Z. 206 f.). 
Auch später gab sie zu Protokoll, dass beide sehr aufgeregt und aufgewühlt gewe-
sen seien. Sie seien euphorisch gewesen und es habe eine nervöse Stimmung ge-
herrscht (pag. 1962, Z. 324 f.). Diese Aussagen sprechen ebenfalls dafür, dass 
C.________ sehr wohl einen Tatbeitrag leistete, zumal auch er nervös, aufgeregt 

32

und euphorisch gewesen sein soll. Hätte er selber nichts getan und nichts gese-
hen, liesse sich dieser Zustand nicht erklären.

11.1.11 Schlussfolgerungen zum Tatablauf

Die restlichen Aussagen der befragten Personen bringen keine weiteren Erkennt-
nisse in Bezug auf die konkrete Tatbeteiligung der beiden Beschuldigten. Die Aus-
sagen von U.________ (pag. 2011 ff.) belegen nur, dass auf die Aussagen von 
C.________ auch in diesem Punkt (Zellengespräche) nicht abgestellt werden kann.

Nach Berücksichtigung des Gesagten hat die Kammer keine Zweifel daran, dass 
A.________ auf H.________ (sel.) und C.________ auf E.________ losgegangen 
und sie für die jeweiligen Verletzungen verantwortlich sind. A.________ ist ent-
sprechend geständig. Die Täterschaft von C.________ ist auch durch weitere Be-
weise erstellt – er trug weisse Hosen, er ist der dunklere der beiden Täter, er sass 
nach dem Vorfall als einziger der beiden Täter auf der Rückbank des weissen Mer-
cedes, er hatte Diebesgut dabei, als er zum Auto zurückkam. 

Ferner erachtet es die Kammer als erwiesen, dass die beiden Beschuldigten – ins-
besondere gestützt auf die entsprechenden Vorbereitungen und die lange Warte-
dauer vor der Liegenschaft in X.________ – mit einer Auseinandersetzung bzw. ei-
nem Aufeinandertreffen mit N.________ in dessen Wohnung gerechnet haben. 

11.2 Zu den Verletzungen und zum Tod von H.________ (sel.)

Die Vorinstanz hat sämtliche H.________ (sel.) betreffenden Krankenakten, Gut-
achten und Berichte ausführlich und korrekt zusammengefasst wiedergegeben. Auf 
eine erneute Wiedergabe wird verzichtet. Es kann vollumfänglich auf die Erwägun-
gen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. pag. 3434 ff., S. 9 ff. der erstinstanzli-
chen Entscheidbegründung). Die Sachverständigen haben sich eingehend und 
sorgfältig mit den sich stellenden relevanten Fragen auseinandergesetzt. Die zahl-
reichen Berichte und Gutachten sind schlüssig, nachvollziehbar und wurden aus-
führlich und de lege artis erstellt. Die Kammer sieht keinen Anlass, nicht auf die 
Gutachten und Berichte abzustellen. 

Bei H.________ (sel.) wurden neben Hautabschürfungen im Rückenbereich multi-
ple Schwellungen, Hämatome, Hautabschürfungen und Hautdefekte im Gesicht 
und am Kopf, eine Rissquetschwunde von ca. 1 cm frontal mittig, ein Brillenhäma-
tom, ein Othämatom und an der linken Ohrmuschel eine ca. 2.5cm messende, 
rissartige Durchtrennung der Haut diagnostiziert. Ferner erlitt H.________ (sel.) ein 
geringes Subduralhämatom frontal links, diskrete Kontusionen frontobasal links und 
eine Unterkieferhalsfraktur rechts, leicht disloziert (pag. 1031; pag. 1015 ff.; 
vgl. auch Fotos auf pag. 1352 ff.). Sämtliche Verletzungen waren frisch, auf stump-
fe Gewalteinwirkung zurückzuführen und könnten anlässlich des geltend gemach-
ten Ereignisses entstanden sein (pag. 1018). H.________ (sel.) litt ferner an einer 
massiven Herzvorschädigung (Koronare und dilatative Kardiopathie [Koronarskle-
rose] bei früherem inferioren Myokardinfarkt im Jahr 1995 – behandelt durch Stent-
Einlage; pag. 1031; pag. 1043; pag. 2909).

Sowohl Dr. Q.________, Dr. P.________ als auch Prof. Dr. O.________ sprachen 
von einer ungewöhnlich heftigen, ausgeprägten Gewalt, welche H.________ (sel.) 

33

widerfahren sei (Dr. Q.________, pag. 3268, Z. 32: «massive Gewalteinwirkung»; 
Dr. P.________, pag. 2915: «Angesichts dieses für Faustschläge ungewöhnlich 
ausgeprägten Verletzungsbildes muss von einer sehr heftigen und wiederholten 
stumpfen Gewalteinwirkung gegen den Kopf ausgegangen werden»; 
Prof. Dr. O.________, pag. 2910: «[…] Somit kann belegt werden, dass die Täter-
schaft bei der Tat eine ungewöhnlich heftige stumpfe Gewalt angewendet hat», und 
pag. 3280, Z. 5 ff., Z. 27 f.: «Dass so eine Verletzung [Subduralblutungen] entsteht 
bei Schlägen gegen das Gesicht ist nicht üblich [häufig]. Das braucht schon eine 
erhebliche Gewalt»). Die Argumentation des Verteidigers von A.________, dieser 
habe lediglich dosiert zugeschlagen, muss folglich als grotesk bezeichnet werden.

Der Verteidiger von A.________ führte anlässlich der oberinstanzlichen Hauptver-
handlung weiter aus, es sei nicht erstellt, dass die Schläge durch A.________ ur-
sächlich für den Tod von H.________ (sel.) seien. Zwischen den Erkenntnissen 
von Dr. Q.________ und Prof. Dr. O.________ [und Dr. P.________] seien erhebli-
che Widersprüche vorhanden, welche von der Vorinstanz nicht berücksichtigt wor-
den seien. Ursächlich für den Tod von H.________ (sel.) sei die massive Herzvor-
schädigung. Entgegen den Ausführungen von Prof. Dr. O.________ seien keine 
Hinweise für eine Lebensgefahr und keine Hinweise auf eine Mehrbelastung des 
Kreislaufes vorhanden gewesen (vgl. pag. 3738). 

Die Kammer kann sich den Ausführungen des Verteidigers von A.________ nicht 
anschliessen. In seiner Argumentation verkennt er die massgeblichen Schlussfol-
gerungen der Sachverständigen und würdigt die Gutachten einseitig. Den nachfol-
genden Ausführungen ist ferner zu entnehmen, dass keine Widersprüche im Gut-
achten von Dr. Q.________ einerseits und demjenigen von Prof. Dr. O.________ 
und Dr. P.________ andererseits vorhanden sind:

Rechtsmediziner und Morphologe Dr. Q.________ kam in seinem Gutachten vom 
6.10.2014 zusammenfassend zum Schluss, die Todesursache (bei Fehlen anderer 
morphologisch objektivierbarer Befunde, die den Tod erklären würden sowie in den 
toxikologischen Untersuchungen fehlenden Hinweise für eine Vergiftung) sei ein 
akutes Herzversagen bei beginnendem Herzinfarkt (pag. 1090). Die H.________ 
(sel.) zugefügten Verletzungen hätten keine direkte, morphologisch nachweisbare 
Mehrbelastung für das Herz-Kreislauf-System zur Folge gehabt. Der Überfall selbst 
und die anlässlich des Überfalls erlittenen Verletzungen könnten dagegen über an-
dere Faktoren zu einer Herz-Kreislaufmehrbelastung geführt haben. Ein Zusam-
menhang zwischen Eintritt des Herzinfarktes und dem Raubüberfall sei möglich. Es 
könne aus rechtsmedizinischer Sicht jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es 
bei den massiven Herzvorschädigungen von Herrn H.________ auch ohne den 
Raubüberfall und die erlittenen Verletzungen, zu einem Herzinfarkt gekommen wä-
re. Bei einer derartigen Herzschädigung hätte ein solcher Infarkt jederzeit, auch 
ohne Mehrbelastung, eintreten können (so auch bestätigt in der schriftlichen Stel-
lungnahme vom 22.5.2015, pag. 1128 ff.: eine Angabe der Wahrscheinlichkeit des 
Zusammenhangs zwischen dem Überfall und dem Versterben sei unmöglich). Be-
züglich der Todesart gehe er daher insgesamt von einem natürlichen inneren Ge-
schehen aus (pag. 1091). Zur Todesart verwies er auf seine Beurteilung 
(pag. 1085). Somit hat Dr. Q.________ entgegen den Ausführungen der Verteidi-

34

gung eben gerade nicht eine natürliche Todesart bescheinigt. Anlässlich der erstin-
stanzlichen Hauptverhandlung bestätigte Dr. Q.________ seine Einschätzung ei-
nes natürlichen inneren Geschehens als Todesart, dies basierend auf einer schwe-
ren Herzvorerkrankung. Dies sei eine Einschätzung, eine medizinische Interpretati-
on davon, was man morphologisch bei der Obduktion habe feststellen können 
(pag. 3267, Z. 11 ff.). Am Ehesten komme das natürliche innere Geschehen als 
Todesart in Frage. Am Zweitehesten sei es eine durch die Ereignisse ausgelöste 
Verschlimmerung der vorbestehenden Erkrankung gewesen. Dies könne er als 
Morphologe aber nicht beweisen (pag. 3267, Z. 24 ff.). Für die Beurteilung der kar-
diologischen Untersuchungen von H.________ (sel.) empfahl Dr. Q.________ in 
seinem Gutachten schliesslich explizit ein externes kardiologisches Fachgutachten 
(pag. 1091).

Das von Dr. Q.________ empfohlene Fachgutachten wurde am 16.11.2015 durch 
Prof. Dr. O.________ (Facharzt für Rechtsmedizin) und Dr. P.________ (Facharzt 
für Kardiologie und Innere Medizin) gemeinsam (fachspezifische Aspekte seien 
durch den entsprechenden Fachspezialisten beantwortet und vom jeweils anderen 
Fachspezialisten gutgeheissen worden, pag. 2908) erstellt (pag. 2907 ff.). Im Gut-
achten wird die Todesursache, ein akutes Herzversagen als Folge eines ausge-
dehnten akuten Herzinfarkts, bestätigt. Ebenfalls bestätigen die Gutachter, dass bei 
der schweren Herzvorschädigung von H.________ (sel.) jederzeit mit einem akuten 
Herzversagen durch Sauerstoffmangel-Schädigung der Herzmuskelzellen habe ge-
rechnet werden müssen (pag. 2909). Anhand der erlittenen Verletzungen sei be-
legt, dass die Täterschaft ungewöhnlich heftige stumpfe Gewalt angewandt habe. 
Die ausserordentlich hohe physische Belastung des Opfers sei bei der Frage eines 
Zusammenhangs zwischen Tatgeschehen und Tod von grosser Bedeutung. 
H.________ (sel.) habe sich massiv zur Wehr gesetzt. Zudem seien in einer länge-
ren Phase der Tat die Atmung und damit die Sauerstoff-Aufnahme des Opfers ein-
geschränkt gewesen, indem der Täter sich auf H.________ (sel.) gesetzt bzw. auf 
ihm gekniet sei. Das Körpergewicht des Täters habe während mehrerer Minuten 
auf dem Brustkasten und / oder dem Bauch des Opfers gelastet und habe seine 
Atmung behindert. Diese Atembehinderung sei in einer Situation erfolgt, in welcher 
der Sauerstoffbedarf des Opfers durch den psychischen Stress und die physische 
Belastung beim Abwehrkampf mit Sicherheit deutlich erhöht war. H.________ (sel.) 
habe sich in diesem Moment in unmittelbarer Lebensgefahr befunden. Ursächlich 
für die nachgewiesene frische Herzschädigung sei demzufolge eine Sauerstoff-
Unterversorgung bei stark erhöhtem Sauerstoffbedarf, ausgelöst durch den physi-
schen und psychischen Stress, was unter anderem durch den deutlich erhöhten 
Ruhe-Puls bei der Aufnahme auf die Notfallstation belegt sei (pag. 2910 f.). Zu-
sammenfassend würden sie es als sehr wahrscheinlich erachten, dass zwischen 
dem Vorfall vom 25.11.2013 und dem Herzinfarkt von H.________ (sel.) ein direk-
ter Zusammenhang bestehe. Sie würden davon ausgehen, dass H.________ (sel.) 
bei der Tatbegehung einen generellen Sauerstoffmangel erlitten habe, der in Ver-
bindung mit den vorbestehenden Veränderungen den Herzmuskel so schwer ge-
schädigt habe, dass es nach einem Tag zu einer plötzlichen Herzrhythmus-Störung 
mit Todesfolge gekommen sei (pag. 2911). Eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit des 
Zusammenhangs zwischen Tat und Tod bestätigten Prof. Dr. O.________ und 

35

Dr. P.________ auch anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung 
(pag. 3275, Z. 22 ff.). Dazu führte Prof. Dr. O.________ namentlich aus: «Ich hätte 
nie bei der Todesart allein einen natürlichen Tod bescheinigt. Es liegt eine delikti-
sche Handlung vor in Verbindung mit krankhaften vorbestehenden Veränderungen. 
Also sehe ich die Todesart als Kombination zu vorbestehenden Veränderungen mit 
einem akuten Geschehen» (pag. 3276, Z. 17 ff.). Im Übrigen wurde auch bei der 
Todesbescheinigung festgehalten, es handle sich um einen «nicht natürlichen To-
desfall» (pag. 1045).

Bei Gegenüberstellung der Ergebnisse von Dr. Q.________ mit denjenigen von 
Prof. Dr. O.________ und Dr. P.________ ist festzuhalten, dass sich 
Dr. Q.________ in Bezug auf die Todesursache nicht festlegte. Er empfahl sogar 
ein weiteres kardiologisches Gutachten und sprach von verschiedenen Möglichkei-
ten der Todesursachen, wobei jeweils keine Angabe der Wahrscheinlichkeit ge-
macht werden könne. Die Bemerkungen von Prof. Dr. O.________ und 
Dr. P.________ in ihrem Gutachten sind sehr ausführlich, unter Bezugnahme aller 
Akten und insbesondere unter eingehender Berücksichtigung des fraglichen Vor-
falls erfolgt. Im Gegensatz zu Dr. Q.________ konnten sich Prof. Dr. O.________ 
und Dr. P.________ einen umfassenderen Überblick über den Tathergang – insbe-
sondere die Position von H.________ (sel.) und dem Täter während der körperli-
chen Einwirkung – machen, zumal ihnen sowohl die Berichtsrapporte der Polizei 
als auch die Anklageschrift zur Verfügung standen (vgl. pag. 2907 f. – diese hatte 
Dr. Q.________ hingegen nicht, sondern nur die Aussagen von H.________ [sel.] 
anlässlich seiner Untersuchungen, pag. 1015). Ferner verfügte Dr. P.________ als 
Kardiologe über das spezifische Fachwissen i