# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26c2abbd-0a3a-5b5b-8608-a735ae521e51
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-02-08
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 08.02.2006 S 2005 101
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2005-101_2006-02-08.pdf

## Full Text

S 05 101
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 8. Februar 2006

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Leistungen nach UVG

1. …, geboren 1937, arbeitete seit Juli 1969 als selbständigerwerbender … und 

war in dieser Eigenschaft bei der SUVA gegen Unfälle versichert. Am 26. 

November 2001 stürzte er auf die linke Hand und zog sich eine intraartikuläre 

Radiusfraktur zu. Bei der kreisärztlichen Untersuchung im Februar 2002 

kamen neben den Beschwerden an der Hand auch die seit Jahren 

bestehenden Beschwerden in der linken Schulter zur Sprache. Der Kreisarzt 

wies … darauf hin, dass die SUVA möglicherweise auch für die 

Schulterbeschwerden leistungspflichtig sein könnte. Am 29. April 2002 

meldete die Rechtsvertreterin von … deshalb der SUVA Beschwerden in der 

linken Schulter. Diese wurden auf einen Unfall im Januar 1991 zurückgeführt. 

Der Versicherte habe damals auf einer Baustelle eine zirka 60 kg schwere 

Plastikrolle auf der linken Schulter getragen. Plötzlich sei er auf dem vereisten 

Boden ausgerutscht und auf die linke Schulter gefallen. Nach diesem Sturz 

habe er sofort Schmerzen in der linken Schulter verspürt. Er habe die Arbeit 

niedergelegt und sich zuhause selber verarztet. Er wisse noch genau, dass er 

sich an jenem Abend mit Eis und Salbe behandelt habe. In den nachfolgenden 

Tagen habe er auf die Zähne gebissen und sich bei der Arbeit entsprechend 

geschont. Überkopfarbeiten habe er damals nicht mehr ausführen können. 

2. Fast drei Jahre nach dem Sturz, im Dezember 1993, suchte … erstmals 

seinen damaligen Hausarzt wegen Schulterbeschwerden auf. Dr. … 

diagnostizierte ein Impingement-Syndrom und hielt in seinen Akten fest, die 

Beschwerden bestünden seit Dezember 1993. Am 20. Dezember 1994 

bestätigte Dr. … vom Kantonsspital Chur diese Diagnose und hielt fest, 

klinisch finde sich ein eindeutiges Supraspinatus-Syndrom, wobei die 

Kontinuität der Sehne offensichtlich noch intakt sei. Weiter hielt er fest, es 

bestünden seit gut zwei Jahren Schulterschmerzen links. In der Folge 

verschlimmerten sich die Beschwerden und seit August 1995 bezieht … eine 

halbe, seit April 1996 eine ganze IV-Rente. Am 29. Januar 1996 nahm Dr. … 

eine Arthroskopie der linken Schulter vor und refixierte die unterdessen 

abgerissene Supraspinatussehne. Die Kosten der Operation wurden von der 

Krankenkasse übernommen. Die Operation brachte leider nicht das erhoffte 

Ergebnis. Der Patient konnte seinen linken Arm nur bis zur Horizontalen 

anheben und litt nach wie vor an ständigen Schmerzen im linken 

Schultergelenk. Am 3. Oktober 2000 erkannte Dr. … aufgrund eines MRI 

erhebliche degenerative Veränderungen und neue Defekte in der 

Rotatorenmanschette. 

3. Am 5. Dezember 2002 fand eine Besprechung zwischen …, seiner Anwältin 

und einem Vertreter der SUVA Agentur Chur statt, am 24. Februar 2003 eine 

kreisärztliche Untersuchung. In seinem Bericht vom 14. April 2003 führte der 

Kreisarzt Dr. … ohne weitere Begründung aus, ein später nachgewiesener 

Rotatorenmanschettenläsionsbefund könne mit dem geltend gemachten 

Ereignis von 1991 medizinisch in einen natürlichen Kausalzusammenhang 

gebracht werden. In seiner ausführlich begründeten ärztlichen Beurteilung 

vom 22. Januar 2004 kommt Dr. … von der versicherungsmedizinischen 

Abteilung der SUVA zum Schluss, ein natürlicher Kausalzusammenhang 

zwischen den Schulterbeschwerden und den Unfällen vom Januar 1991 und 

vom 26. November 2001 sei nur möglich und nicht überwiegend 

wahrscheinlich. Gestützt auf Dr. … Beurteilung lehnte die SUVA mit 

Verfügung vom 4. Juni 2004 die Leistungspflicht in Bezug auf die 

Schulterbeschwerden links ab. Die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 29. April 2005 ab.

4. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob … am 29. Juli 2005 frist- und 

formgerecht Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. 

Er beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die 

Beschwerdegegnerin anzuweisen, ihm die gesetzlichen 

Versicherungsleistungen (Rente, Integritätsentschädigung, Übernahme von 

Heilkosten) auszurichten. Es treffe zu, dass der Unfall vom Januar 1991 

damals nicht der SUVA gemeldet worden sei; dazu sei allerdings zu 

bemerken, dass die SUVA in jenen Jahren Supraspinatussehnenrisse nicht 

als unfallähnliche Körperverletzungen akzeptiert hätte, so dass die Ärzte ihn 

unter dem Titel Krankheit behandelt hätten. Angesichts dieser Einstellung der 

Ärzte habe er nicht mehr an den Sturz gedacht. Im eigenen Geschäft tätig und 

dementsprechend als Vorbild seiner Angestellten zurückhaltend im 

Aufsuchen von Ärzten und Fernbleiben von der Arbeit habe er den Arzt erst 

aufgesucht, als die Schmerzen unerträglich beziehungsweise nicht mehr mit 

Eigenmedikation behandelbar gewesen seien. Während der Zeit zwischen 

dem Unfall und dem ersten Arztbesuch habe er sich aber bei der Arbeit 

schonen können. Im Bericht von Dr. … fehle ein Hinweis darauf, wodurch die 

unbestritten vorhandene Schädigung denn sonst hätte verursacht werden 

können, und weshalb ein solcher Sturz nicht zu einer Binnenverletzung hätte 

führen können. Neben dem natürlichen sei auch der adäquate 

Kausalzusammenhang gegeben; ein Sturz mit einer zirka 60 kg schweren 

Plastikrolle auf eisigen Untergrund direkt auf die Schulter sei bei einem 54-

jährigen Mann generell geeignet, eine Rotatorenmanschettenläsion 

auszulösen. 

5. Die SUVA beantragte in ihrer Vernehmlassung die Abweisung der 

Beschwerde. Die Begründung entsprach im Wesentlichen derjenigen des 

angefochtenen Entscheides und der zugrunde liegenden Verfügung.

6. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels reichte … eine Verfügung ein, mit 

welcher ihm die SUVA für die Folgen des Unfalles vom 26. November 2001 

(Sturz auf die linke Hand) eine Rente aufgrund einer 60 %-igen 

Erwerbsunfähigkeit und eine Integritätsentschädigung aufgrund einer 

Integritätseinbusse von 20 % zusprach. Auf die Ausführungen im zweiten 

Schriftenwechsel wird soweit erforderlich in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht Leistungen verweigert hat, 

mit der Begründung, zwischen den Unfällen vom Januar 1991 und vom 26. 

November 2001 und den Beschwerden in der linken Schulter bestehe kein 

rechtsgenüglicher Kausalzusammenhang.

2. Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt gemäss UVG zunächst 

voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen 

gesundheitlichen Schaden ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. 

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhanges sind alle 

Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 

eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 

gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ob zwischen einem 

schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Richter im 

Rahmen der ihnen obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden haben (BGE 117 V 359). Die blosse 

Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruches nicht (BGE 119 V 338). Zur Feststellung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind die Richter auf Angaben ärztlicher Experten 

angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des 

Experten begründet sind (BGE 122 V 160). Die Leistungspflicht der 

Unfallversicherung setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem 

Unfallereignis und der damit verursachten Arbeits- bzw. Erwerbsunfähigkeit 

ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat 

ein Unfall dann als adäquate Ursache zu gelten, wenn er nach dem 

gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an 

sich geeignet ist, einen Gesundheitsschaden von der Art des eingetretenen 

herbeizuführen (BGE 115 V 135). Die Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs entfällt, wenn der natürliche Kausalzusammenhang 

nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist.

3. Nachstehend wird untersucht, ob die SUVA zu Recht den natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen den Schulterbeschwerden und dem Unfall 

vom Januar 1991 verneint hat. Zur Prüfung dieser Frage stehen folgende 

ärztlichen Beurteilungen zur Verfügung:

- Dr. …, Kreisarzt SUVA …, 14. April 2003: 

"Ein später nachgewiesener Rotatorenmanschettenläsionsbefund kann 

mit dem geltend gemachten Ereignis von 1991 medizinisch in einen 

natürlichen Kausalzusammenhang gebracht werden."

- Dr. …, SUVA Versicherungsmedizin, 22. Januar 2004: 

Der natürliche Kausalzusammenhang sei nur möglich aber nicht 

überwiegend wahrscheinlich. Dies aus folgenden Gründen: Die 

behandelnden Ärzte setzten den Beginn der Schulterbeschwerden nicht 

im Januar 1991, sondern im Dezember 1993 (Dr. …) beziehungsweise im 

Dezember 1992 an (Dr. …). In den Akten (Krankenkasse, IV, SUVA) finde 

sich vor der Anmeldung vom 29. April 2002 nirgends ein Hinweis auf das 

Ereignis vom Januar 1991. Der Unfall sei erst nach 11 Jahren und 3 

Monaten durch die Rechtsanwältin angemeldet worden. Erst 2 Jahre und 

11 Monate nach dem Unfall habe der Versicherte Dr. … aufgesucht. Der 

Unfall sei nicht so eindrücklich gewesen, dass er sich an das Datum 

erinnern würde; unmittelbar nach dem Unfall sei kein Arztbesuch erfolgt, 

und habe auch keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Der 

Unfallmechanismus sei ungeeignet, die Supraspinatussehne zu verletzen 

oder die materielle Grundlage für ein Impingementsyndrom zu schaffen. 

Eine Prellung der Rückseite der Schulter führe, auch wenn sie lateral 

betont sei, lediglich zu einer Quetschung des extraartikulären 

Weichteilmantels. 

Dr. … und Dr. … halten also beide einen natürlichen Kausalzusammenhang 

für möglich. Die Frage, ob der natürliche Kausalzusammenhang mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei, beantwortet Dr. … indessen 

nicht, so dass die SUVA seiner Beurteilung zu Recht keine grosse Bedeutung 

beigemessen hat. Dr. … verneint die überwiegende Wahrscheinlichkeit mit 

einer ausführlichen und einleuchtenden Begründung. 

4. Die SUVA hat zu Recht auf den Bericht von Dr. … abgestellt. Die dagegen 

vom Beschwerdeführer erhobenen Einwände sind - wie nachstehend gezeigt 

wird - nicht stichhaltig.

Dr. … macht geltend, die behandelnden Ärzte setzten den Beginn der 

Schulterbeschwerden auf Dezember 1993 (Dr. …) beziehungsweise auf 

Dezember 1992 (Dr. …) fest. Hätte der Beschwerdeführer bei der 

Konsultation dieser beiden Ärzte den Sturz im Januar 1991 für die Ursache 

der Schulterbeschwerden gehalten und hätte er tatsächlich seit dem Sturz 

ununterbrochen an Schulterbeschwerden gelitten, so hätte er diesen Sturz mit 

Sicherheit erwähnt und die beiden Ärzte hätten den Sturz in ihren 

Krankengeschichten erwähnt und den Beginn der Beschwerden 

entsprechend auf den Januar 1991 gelegt. Dass er den Sturz nicht erwähnt 

hat, erklärt der Beschwerdeführer damit, dass er nicht mehr daran gedacht 

habe, weil die Ärzte ihn entsprechend der damaligen Praxis als Krankheitsfall 

behandelt hätten. Dies überzeugt nicht. Wäre er tatsächlich seit dem Sturz 

mehr oder weniger konstant durch Schmerzen in der Schulter beeinträchtigt 

gewesen, so hätte er auf die mit Sicherheit von den Ärzten gestellte Frage, 

seit wann er unter den Schulterbeschwerden leide, den Sturz erwähnt, völlig 

unabhängig davon, ob die Beschwerden von den Ärzten und den 

Versicherungen als unfall- oder krankheitsbedingt eingestuft wurden.

Dr. … stützt sich darauf, dass unmittelbar nach dem Unfall kein Arztbesuch 

erfolgt war und keine Arbeitsunfähigkeit vorgelegen hatte. Dem hält der 

Beschwerdeführer entgegen, im eigenen Geschäft tätig und 

dementsprechend als Vorbild seiner Angestellten zurückhaltend im 

Aufsuchen von Ärzten und im Fernbleiben von der Arbeit, habe er den Arzt 

erst aufgesucht, als die Schmerzen unerträglich beziehungsweise nicht mehr 

mit Eigenmedikation behandelbar gewesen seien. Dieses Argument geht an 

der Überlegung von Dr. … vorbei, der festgehalten hat, dass eine 

substanzielle Binnenverletzung der Schulter den Beschwerdeführer dazu 

gebracht hätte, die Arbeit über längere Zeit niederzulegen und ärztliche Hilfe 

beizuziehen. Ein blosses Sich-bei-der-Arbeit-schonen und Eigenmedikation 

hätten bei einer substanziellen Binnenverletzung nicht genügt, da diese den 

Beschwerdeführer auch bei alltäglichen Verrichtungen zu sehr beeinträchtigt 

und damit einen baldigen Arztbesuch notwendig gemacht hätte. Da dies nicht 

der Fall war, kann nach der Ansicht Dr. … nur eine Weichteilprellung aber 

keine schwerer wiegende Verletzung vorgelegen haben. Diese Überlegung 

leuchtet ein. Aus dem äusserst knappen Bericht von Dr. … lässt sich in diesem 

Zusammenhang entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nichts 

ableiten, was seine Ansicht stützen würde.

Der Beschwerdeführer beanstandet, dass im Bericht von Dr. … nicht erklärt 

sei, was denn sonst Ursache der vorhandenen Schädigung sein könnte. 

Dabei übersieht er, dass das Supraspinatussehnensyndrom sehr oft auf 

degenerative Prozesse zurückzuführen und keineswegs ein Unfall als 

Auslöser nötig ist. Gerade bei einem Gipser kann man sich angesichts der 

durch den Beruf bedingten Belastungssituationen für die Schultern 

problemlos degenerative Prozesse als Ursache vorstellen. So hält denn auch 

Dr. … in seiner ärztlichen Beurteilung vom 3. Mai 2004 fest, auch ohne Cuff-

Arthropathie wiesen Schultern von Individuen dieses Alters sehr häufig 

Defekte in den Sehnen der Rotatorenmanschette auf. Für degenerative 

Prozesse als Ursache der Schulterbeschwerden spricht auch der Befund von 

Dr. … vom 3. Oktober 2000, wo er "erhebliche degenerative Veränderungen 

und neue Defekte in der Rotatorenmanschette" erkannte. 

5. Der Beschwerdeführer hält Dr. … als SUVA-internen Arzt für befangen. Dies 

trifft nicht zu. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann auch den 

Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert 

beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar 

begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 

Zuverlässigkeit bestehen; dies weil die SUVA in beweisrechtlicher Hinsicht ein 

zur Objektivität verpflichtetes gesetzesvollziehendes Organ ist. Die Tatsache 

allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum 

Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und 

auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, 

welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 

begründet erscheinen lassen, wobei an die Unparteilichkeit des Gutachters 

allerdings ein strenger Massstab anzulegen ist (BGE 123 V 176). Im 

vorliegenden Fall vermag der Beschwerdeführer keine Umstände geltend zu 

machen, welche Dr. … objektiv als parteiisch erscheinen lassen. Sein Bericht 

erscheint schlüssig, ist sorgfältig und nachvollziehbar begründet und in sich 

widerspruchsfrei. Er nimmt umfassend Stellung zu der streitigen Frage der 

Kausalität und wurde in Kenntnis sämtlicher Vorakten abgegeben. Sein 

Beweiswert kann im Lichte der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. oben 2.; BGE 

122 V 160) als sehr hoch eingeschätzt werden. Dass Dr. … den 

Beschwerdeführer nicht selber befragt und untersucht hat, schmälert den 

Beweiswert nicht, waren doch unbestrittene Fakten (Zeitpunkt des ersten 

Arztbesuches, jahrelanges Nichterwähnen des Sturzes gegenüber Ärzten und 

Versicherungen, etc.) für Dr. … Beurteilung entscheidend. An diesen Fakten 

hätte die subjektive Sicht des Beschwerdeführers nichts geändert. Die SUVA 

durfte somit auf Dr. … Beurteilung abstellen. Dem Antrag des 

Beschwerdeführers auf Einholung eines neutralen Gutachtens ist deshalb 

nicht Folge zu leisten. Der Sachverhalt ist genügend abgeklärt, und ein 

weiteres medizinisches Gutachten kann keine wesentlich neuen Erkenntnisse 

liefern, geht es doch vorliegend nicht in erster Linie um eine medizinische 

Frage, sondern um die Würdigung von Ereignissen und Fakten auf 

feststehendem medizinischem Hintergrund (antizipierte Beweiswürdigung; 

BGE 122 II 469). 

6. Gestützt auf Dr. … Beurteilung hat die SUVA auch einen rechtsgenüglichen 

natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 26. November 

2001 (Sturz auf die linke Hand) und den Beschwerden an der linken Schulter 

verneint. Dies ist nicht zu beanstanden, und der Beschwerdeführer macht 

diesbezüglich auch keine Einwände.

7. Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtmässig, und die 

dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. Gerichtskosten werden keine 

erhoben, da das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungsstreitigkeiten gemäss Art. 61 lit. a ATSG grundsätzlich 

kostenlos ist.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.