# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b59ad541-b50b-569d-8b12-e2165c016d4c
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-05
**Language:** de
**Title:** Statusfrage strittig. Qualifikation als Hausmann. Auf Haushaltabklärungsbericht kann abgestellt werden. Abweisung.
**Docket/Reference:** IV.2017.00855
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2017.00855.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2017.00855
II. Kammer
Sozialversicherungsrichter Mosimann, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichterin Käch
Ersatzrichterin Romero-Käser
Gerichtsschreiberin Schucan
Urteil
vom
5. Dezember 2018
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwältin
Annina
Gegenschatz
Gegenschatz Partner
Auf der Mauer 1, 8001 Zürich
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1967,
war
seit seiner Einreise in die Schweiz am 3
0.
März 2004 als Hausmann tätig
(
Urk.
8/1
Ziff.
1.6,
Ziff.
5.6
). Unter Hinweis auf
eine seit 1975 bestehende gesundheitliche Beeinträchtigung
meldete
er
sich am
1
7.
Mai 2016
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1
Ziff.
6.3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
und
veranlasste
i
m Rahmen des
Vor
bescheidverfahren
s
(
Urk.
8/30
;
Urk.
8/34
)
eine Haushaltab
klärung, über welche
am 1
9.
Juni 2017
Bericht
erstattet wurde
(
Urk.
8/
58
)
.
Mit
Verfügung vom
2
0.
Juni 2017
verneinte die IV-Stelle einen
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversi
cherung
(
Urk.
8
/
60
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am 2
8.
August 2017
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
0.
Juni 2017
(
Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben und der Anspruch auf eine Invalidenrente sei als Erwerbstätiger zu beurteilen und ihm auf dieser Grundlage rückwirkend zum 1
7.
November 2016 eine
ganze
Invalidenrente zu
zusprechen. Eventuell sei ihm rückwirkend zum 1
7.
November 2016 eine
ganze
Invalidenrente als Nichterwerbstätiger zuzusprechen. Subeventuell s
ei
die Ange
legenheit zur Neubeurteilung an die Vo
rinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1
S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
6.
September 2017
(
Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde. Mit Gerichtsverfügung vom
1
9.
Oktober 2017
wurden antragsgemäss (vgl.
Urk.
1
S. 2
f.
) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
12
).
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts;
ATSG)
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
Versicherte mit vollendetem 20. Altersjahr, die vor der Beeinträch
tigung ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit nicht erwerbs
tätig waren und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, gelten nach Art. 5 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG als invalid, wenn eine Unmöglichkeit vor
liegt, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar. Demnach sind für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist.
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
)
.
1.3
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
tenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hy
pothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonde
ren sind die persönlichen,
familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten
(Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Be
urteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.4
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG (bis 31. Dezember 2007:
Art.
29
Abs.
1
lit
. b IVG) entspricht der Einbusse an funktionellem Leis
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (
Art.
6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a).
Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungs
ansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte
. Für die im Haushalt tätigen Versicher
ten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltar
beiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung ge
wisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand er
ledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbe
dingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können
, durch Dritt
personen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhält
nismässige Belastung entsteht
. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei ei
ner Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher
weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unter
stützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fra
gen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Recht
sprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewäl
tigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die üb
rigen Familienmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei je
der festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Fa
milienmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt.
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mas
sgabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesund
heitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Aus
nahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berück
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen de
tailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Ab
klärungsberichte
im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthal
tenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmass
lichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesge
richts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grund
sätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004
S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre ge
wohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztlichen Stellungnah
men mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Aus
mass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass kein Ge
sundheitsschaden im Sinne des Gesetzes ausgewiesen sei, welcher die Arbeitsfä
higkeit
des Beschwerdeführers
dauerhaf
t einschränke
(S. 1 f.).
Gestützt auf die
Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
sei davon auszugehen, dass
er
als Hausmann zu 100
%
arbeitsfähig sei. Der Haushaltabklärungsbericht sei nicht gänzlich nachvollziehbar. Es bestünden weiter keine Hinwei
se auf eine erhebliche
psych
ische Erkrankung (
Urk.
7
Ziff.
1-3).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in sein
er Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
die Beschwerdegegnerin habe völlig ausser Acht g
elassen, dass er eine Ausbildung
besitze
und über zehn Jahre in der Finanzbranche tätig gewesen sei. Nebst den körperlichen Auswirkungen der Krankheit liege auch noch eine grosse psychische Belastung vor
, welche nicht geprüft worden sei
(S. 9
Rz
14
, S. 10 f.
Rz
17-19
).
Er werde seit seiner Kindheit in Griechenland durch einen Psychiater betreut, ohne dass sich seine Schamgefühle und Ängste bisher nennenswert gemildert hätten (S. 9 f.
Rz
15).
Er sei durch die Entstellung seines Gesichts stark gehemmt und schäme sich, so dass die Begegnung mit einem potentiellen Arbeitgeber grosse Angstzustände verursachte und er auch aufgrund der anfallenden Operationen und notwendigen Spitalaufenthalte regelmässig der Arbeit für einige Wochen fernbleiben müsste. Es sei ihm daher nicht möglich, einer Erwerbstätigkeit nach
zugehen (S. 14
Rz
27).
Er müsste schon aus finanziellen Gründen aufgrund der neuen Situation nach der Ehetrennung einer Erwerbstätigkeit nachgehen (S. 10
Rz
16)
.
Ausgehend von einem Durchschnittslohn eines Anlageberaters von etwa
Fr.
9'000.-- im Monat
resultier
e ein Invaliditätsgrad von 100
%
(S. 15
Rz
29,
S. 17
Rz
37).
S
eine Tätigkeit als Hausmann könne er nur mit Hilf
e
seiner Mutter
bewältigen, da bereits kleine
Anstrengungen zu Blutungen führten, das Gesicht anschwelle und er teils unter starken Gesichtsschmerzen leide
. Insbesondere nach
einer – am 3
0.
Juni 2017 erlittenen (vgl.
Urk.
3/5e S. 1) -
Hirn
blutung
, de
r
en Ursache im Zusammenhang mit seiner Erkrankung stehe, könne ihm nicht zugemutet werden, weitere Risiken einzugehen. Er sei daher dringend auf Unterstützung in Form einer Haushaltshilfe angewiesen (S. 12 f.
Rz
22-23
). Auf den Haushaltabklärungs
bericht, welcher von einer Einschränkung von 17
%
ausgehe, könne nicht abge
stellt werden (S. 15
Rz
31)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist
der Rentenanspruch des Beschwerdeführer
s
und in die
sem Zusammenhang seine Qualifikation.
3.
3.1
Massgebend
für die
Qualifikation
des
Beschwerdeführer
s
als Vollzeit-
, Teil-
oder Nichterwerbstätige
r
ist die Frage, in welchem Umfang
er
eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen
seine
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli
chen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (vorstehend E. 1.3).
Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Be
stehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit ei
nes bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen möglichen Gesche
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hin
weisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
3.2
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte den Beschwerdeführer als Hausmann (vgl. vorstehend E. 2.1). Dieser Einschätzung ist aufgrund der nachfolgenden Ausfüh
rungen zu folgen.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers fällt diesbezüg
lich besonders ins Gewicht, dass es ihm gemäss
seinen
eigenen
Angaben trotz seiner
seit Geburt bestehenden
Einschränkungen möglich war, in Griechenland ein Studium abzuschliessen und danach über
zehn Jahre in der Finanz-
Branche als Anlageberater tätig zu sein
(vgl. vorstehend E. 2.2)
.
Zudem machte er erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens geltend, er sei als Erwerbstätiger zu qualifi
zieren.
So
geht aus
der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 1
7.
Mai 2016
hervor, dass er seit der Einreise in die Schweiz im
März
2004 als Hausmann tätig
war
(vgl.
Urk.
8/1
Ziff.
5.6).
Selbst in de
n
gegen den Vorbescheid vom
7.
November 2016 (
Urk.
8/30) erhobenen
Ein
wänden
vom
8.
Dezember
2016
wurde
lediglich die Prüfung der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
als Hausmann verlangt
(vgl.
Urk.
8/34 S. 4
Rz
8-9, S. 6 f.
Rz
14-15)
.
Gegenteiliges
wurde
auch
nicht
anlässlich der am
3
1.
Mai 2017
erfolgten
Haushaltabklärung geltend gemacht
. Entsprechend wurde er
von der Abklärungsperson
als zu 100
%
im Haushalt Tätiger qualifiziert
(
vgl.
Urk.
8/58
Ziff.
2.5-6).
Finanzielle Aspekte
vermögen für sich
alleine
nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit darzulegen, dass von einer Qualifikation
des Beschwerdeführers
als Erwerbstätiger auszugehen wäre.
Daraus ist zu schliessen, dass der heutige Status
des Beschwerdeführers
nicht durch die gesundheitliche Beeinträchtigung be
stimmt, sondern selbst gewählt ist.
3
.3
Damit ist die Qualifikation des Beschwerdeführers
als Nichterwerbstätige
r
und damit verbunden die Anwendung der spezifischen Methode des Betätigungsve
r
gleichs (vgl. vorstehend E. 1.3-4
) nicht zu beanstanden.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin d
en
Bes
chwerdeführer
zu Recht als zu 100 % im Haushalt Tätige
n
qualifiziert.
Für die Invaliditätsbemessung ist demnac
h
massgeblich
, inwiefern es ihm
gesundheitlich bedingt unmöglich ist, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen.
4
.
4.1
Dr.
A.___
, Facharzt für
Radiologie
,
Klinikdirektor der
Klinik für Neuroradiologie,
Universitätsspital
B.___
, führte in seinem Bericht vom
8.
Februar 2016 (
Urk.
8/14
/1
) aus, der Beschwerdeführer
sei
seit 1985 sein Patient
und in seiner
Behandlung.
Eine
erste direkte
Embolisation
des ausgedehnten ve
nösen
Hämangiomes
des Kinns und der Wange des Beschwerdeführers sei am 1
2.
November 1986 durchgeführt worden. In den darauffolgenden Jahren seien zahlreiche
Embolisationen
(über 30 Eingriffe)
durchgeführt worden,
welche stets von den entsprechenden Therapien sowie den notwendigen, medizinischen Kon
trolluntersuchungen h
ätten
begleitet werden müssen. Zusätzlich hätten verschie
d
ene
, anspruchsvolle notwendige Eingriffe im Unterkiefer, im Mund und in sei
nem Gebiss durchgeführt werden müssen.
Dr
.
A.___
führte aus,
der Beschwerdeführer könne
aufgrund seiner Erkran
kung
nicht gut sprechen und sei
d
iesbezüglich stark eingeschränk
t (S. 1).
Er
sei zu 70
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/14/2).
4.2
Dr
.
A.___
nannte in seinem
am
2
5.
Oktober 2016
bei der Beschwerdegeg
nerin eingegangenen
Bericht (
Urk.
8/24) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
seit Geburt bestehendes
, ausgedehntes, venöses, multifokales Angiom der Wange links, des Kinns, des Mundbodens, d
er Lippen und der Wange
rechts (
Ziff.
1.1). Der Beschwerdeführer sei seit 1986 bei ihm in Behandlung (
Ziff.
1.2).
Zur Arbeitsfähigkeit führte
Dr
.
A.___
aus,
jede Arbeitsart, die mit minimaler körperlicher Anstrengung verbunden sei, sei für den Patienten nicht zumutbar
. Es liege l
ebenslang
eine Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 70
%
vor (
Ziff.
1.6). Bei minimaler körperlicher Anstrengung komme es zur
Grös
senzunahme und zu Blutungen
(
Ziff.
1.7
).
Die
Embolisationen
könnten die Le
bensqualität, nicht jedoch die Arbeitsfähigkeit verbessern (
Ziff.
1.8).
4.3
Dr.
C.___
, Facharzt für Chirurgie, RAD, führte in seiner Stel
lungnahme vom
2.
November 2016 (
Urk.
8/29/2-3) aus, im Bericht von
Dr
.
A.___
werde ein seit der Geburt bestehendes venöses, multifokales Angiom der Wange links, des Kinns, des Mundbodens, der Lippen und der Wange rechts do
kumentiert mit einem Status nach
mehrfachen
Embolisationen
und Operationen in einem Verlauf
von
über 30 Jahre
n
. Aufgrund der rezidivierenden Blutungen, insbesondere unter körperlichen Anstrengungen
,
bestehe versicherungsmedizi
nisch-theoretisch eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für schwere körperliche Tätig
keiten wie auch Tätigkeiten in Hitze, Kälte, Staub und mit anderen Werkstoffen, die einen besonderen Schutz erforderten. Allerdings seien leichte angepasste Tä
tigkeiten, w
ie zum Beispiel Bürotätigkeiten und
Home-Office (wegen der erhebli
chen kosmetischen Problematik) theoretisch-versicherungsmedizinisch zu 100
%
zumutbar. So könne auch die Tätigkeit als Hausmann zu 100
%
ausgeübt werden. Demnach liege für die Tätigkeit als Hausmann kein Gesundheitsschaden vor, der die Arbeitsfähigkeit dauerhaft einschränke.
4.4
Dr
.
A.___
führte in seinem Ber
icht vom 1
5.
März 2017 (
Urk.
8/55/296
) aus, der schwer beeinträchtigte Patient sei in seinem Alltag erheblich eingeschränkt. Die Läsion blute häufig spontan. Unter physischer oder psychischer Belastung seien die Blutungen ein häufiges Phänomen. Die Läsion erzeuge starke,
behand
lungsbedürftige
Gesichtsschmerzen. Das Gesicht sei dauerhaft deformiert und durch die erweiterten Blutgefässe geschwollen. Allein bei einfacher Inklination oder einfachen Bewegungen komme es zur Zunahme der Schwellung und häufig zum Auftreten von Blutungen. Die Artikulat
ion sei deutlich beeinträchtigt
. Durch die Gesamtsituation habe sich neben der physischen auch eine psychische Beein
trächtigung entwickelt.
Aufgrund der Krankheit und ihrer Konsequenzen sei der Patient zu mindestens 70
%
arbeitsunfähig
. Stationäre Behandlungen und ambu
lante Kontrollen seien weiterhin nötig.
4.5
Am
19. Juni 2017
berichtete
die
Abklärungsperson über die am 31
.
Mai 2017
durchgeführte H
aushaltabklärung (Urk. 8/58
). Zu Beginn und
Ausmass
der Be
schwerden
nannte
sie
die Diagnosen
gemäss
dem
Bericht
von
Dr
.
A.___
vom Ok
tober 2016
(S. 1 Ziff. 1
, vgl. vorstehend E. 4.2
).
Zu seinen Beschwerden befragt, habe der Beschwerdeführer a
usgeführt
, er habe bisher diverse Opera
tionen über sich ergehen lassen müssen, und ein Ende sei noch nicht absehbar. Er leide unter ständigen Kopf- und Ohrenschmerzen auf der linken Gesichtsflä
che. Die Kopfschmerzen würden gegen Mi
ttag zunehmen. Zusätzlich leide
er un
ter Schwindel, vor allem wenn er zu s
chnell
aufstehe oder einen Positionswechsel zu schnell vornehme. Zudem falle ihm das Sprechen schwer. In der Nacht erwache er oft aufgrund der Schmerzen, wodurch der Schlaf gestört sei
. Er fühle sich mor
gens oftmals müde
. Wenn er jedoch durchschlafen könne, seien die Schmerzen tagsüber erträglicher
(S. 3 oben).
Die
Abklärungsperson
führte aus, dass der Sohn des Beschwerdeführ
ers vorwiegend bei diesem lebe
(S. 3 Mitte)
.
Zur Qualifikation führte die Abklärungsperson aus, der Beschwerdeführer sei seit seiner Einreise in die Schweiz nie erwerbstätig gewesen und habe
gemäss
seinen Anga
b
en von seinem Ersparten gelebt. Aktuell werde er
von der Familie unter
stützt. En
t
sprechend qualifizierte ihn die Abklärungsperson als zu 100
%
im Haushalt Tätigen (S. 5
Ziff.
2.5-6 und
Ziff.
2.6.1).
Zum Bereich
„
Haushaltsführung
“
hielt die Abklärungsperson fest,
es bestehe keine Einschränkung
(S. 7
Ziff.
6.1).
Im Bereich
„
Ernährung
“
sei
die Mahlzeiten
zubereitung
dem Kunden weiterhin selber möglich. Auch die Mithilfe des Sohnes werde im altersentsprechenden üblichen Rahmen geleistet.
Da diese Reinigungs
arbeiten in der Küche vom Kunden auch an besseren Tagen ausgeführt werden könnte
n
, könne d
ie
diesbezügliche
Unterstützung durch eine freiwillige Helferin der Orth
odoxen Kirche in diesem Bereich
nur an
teilweise berücksichtigt werden.
Es resultiere eine Einschränkung von 30
%
(S. 7 f.
Ziff.
6.2).
Eine ebensolche Ein
schränkung resultiere aus den gleichen Gründen auch im Bereich
„
Wohnungs
pflege
“
. Auch hier könne die einmal wöchentliche Unterstützung durch die frei
willige Helferin der Orthodoxen Kirche nur
anteilsmässig
berücksichtigt werden, da diese Arbeiten vom Kunden an besseren Tagen selber ausgeführt werden könn
ten (S. 8
Ziff.
6.3).
Zum Bereich
„
Einkauf und weitere Besorgungen
“
führte die Abklärungsperson aus,
der Einkauf werde nach wie vor vom Beschwerdeführer selber getätigt.  Die Post- und Bankge
schäfte erledige er selber. B
eim Gang au
f Ämter und Behörden unterstütz
e ihn die Helferin der Orthodoxen Kirche, was vor allem sprachlich be
dingt und invaliditätsfremd sei.
In diesem Bereich resu
ltiere keine Einschränkung (S. 8
Ziff. 6.4). Im Bereich
„
Wäsche und Kleiderpflege
“
ermittelte die Abklärung
s
person eine Einschränkung von 2
0 %
, indem die Hilfe der freiwilligen Helferin der Orthodoxen Kirche
anteilsmässig
berücksichtigt wurde (S. 7 Ziff. 6.5). In den Bereichen
„
Betreuung von
Kindern und anderen Familienangehörigen
“
sowie im Bereich
„
Verschiedenes
“
stellte die Abklärungsperson keine Einschränkung des Beschwerdeführers fest (S. 9
Ziff.
6.6-7). Z
usammenfassend
resultierte
eine ge
samthafte Einschränkung von
17
%
(S. 10
Ziff.
7
).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im Wesentlichen auf die Stellungnahme
des
RAD-Arztes
Dr.
C.___
vom November 2016
(vgl. vorstehend E. 4.3
)
,
und ging abweichend vom
Haushaltabklärungsbericht vom 1
9.
Juni 2017
(vgl. vor
stehend E. 4.5
)
v
on einer 100%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der
Tätigkeit als Hausmann
aus
(vgl. vorstehend E. 2.1).
5.2
Nach der Rechtsprechung stellt der durch die IV-Stelle eingeholte Bericht über die Abklärung vor Ort eine geeignete und im Regelfall genügende Grundlage zur Ermittlung des Invaliditätsgrades von im Haushalt tätigen Versicherten dar.
Wie ausgeführt (
vgl.
vorstehend E. 1.1), ist für die Feststellung der Behinderung Nichterwerbstätiger im anerkannten Aufgabenbereich
nicht die medizinisch-the
oretische Arbeitsfähigkeit ausschlaggebend, sondern wie sich der Gesundheitszu
stand in der nichterwerblichen Betätigung konkret auswirkt, was durch die Ab
klärung an Ort und Stelle im Haushalt der versicherten Person erhoben wird
(vgl. vorstehend E. 1.5)
.
Für den Beweiswert eines entsprechenden Berichtes ist analog auf die Rechtspre
chung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 E. 3a und b, BGE 122 V 160 E. 1c) zurückzugreifen. Sind die entsprechenden Kriterien (
vgl.
vorstehend E. 1.5) erfüllt, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift
diesfalls
in das Ermessen der Abklärungsperson nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen oder Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der Abklärungsre
sultate (zum Beispiel infolge von Widersprüchlichkeiten) vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt steht als das im Beschwerdefall zuständige Gericht.
5
.3
Die zuständige Abklärungsperson führte am
31. Mai 2017
die Haushaltabklärung an Ort und Stelle durch. Sie hat dabei un
ter Berücksichtigung der vo
m
Beschwer
deführer geklagten Leiden und Behinderungen sowie der Familien
- und
der Wohnverhältnisse, der technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschränkung de
s
Beschwerdeführer
s
im Haushaltsbereich von
17
% festge
stellt.
Der von der Abklärung
sperson verfasste Bericht vom 19. Juni 2017
(vgl. vorste
hend E. 4.5)
befasst sich umfassend mit den einzelnen Haushaltsbereichen und deren prozentualer Gewichtung und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festgestellten Einschränkungen in diesen Bereichen.
Ebenfalls berücksichtigt wurde die
altersentsprechende
Mitwirkungspflicht des
Sohnes
des Beschwerdeführers
sowie
anteilsmässig
die von der freiwilligen Hel
ferin der
Orthodoxen
Kirche geleistete Unterstützung. Letzteres ist nicht
zu
be
mängeln, zumal
sich
den Berichten von
Dr
.
A.___
(vgl.
vorstehend
E. 4.1-2 und E. 4.4
)
entnehmen lässt
,
dass
eine Einschränkung
des Beschwer
-
deführers
für kör
perliche, anstrengende
Arbeiten besteht.
Der Abklärungsbericht ist sodann schlüssig und in nachvollziehbarer Weise begründet. Es sind vorliegend keine besonderen Umstände gegeben, welche den Abklärungsbericht als
mangelhaft o
der ungeeignet erscheinen
liessen
; vielmehr entspricht dieser den an ihn gestell
ten Anforderungen, so dass für die
Entscheidfindung
grundsätzlich darauf abge
stellt werden kann.
Dass die von der Abklärungsperson festgestellte Einschränkung von 17
%
gerin
ger ausfällt als die vom behandelnden Arzt
Dr
.
A.___
attestierte generelle Arbeitsunfähigkeit von 70
%
(vgl.
vorstehend E. 4.1-2 und E. 4.4
)
,
liegt daran, dass
ein
Haushalt auch viele leichte Tätigkeiten beinhaltet und der Beschwerde
fü
hrer
sich die anfallende Arbeit seinem Befinden entsprechend einteilen kann
und
,
um seiner Schadenminderungspflicht nachzukommen
,
auch einteilen muss (vgl. vorstehend E. 1.4)
.
Dass der Beschwerdeführer, wie er
beschwerdeweise
ausführte
(vgl. vorstehend
E. 2.2)
, den Haushalt nur mit Hilfe seiner Mutter bewältigen könne, machte er an
lässlich der Haushaltabklärung nicht geltend, genauso
wenig, dass bei nur kleins
ten
Anstrengungen Blutungen aufträten.
Auch
h
insichtlich der
geltend gemach
ten
psychischen Probl
eme
liegen keine fachärztlichen Berichte vor, die
weiterge
hende Einschränkungen
aus psychischen Gründen bestätigen würden.
Es bleibt demnach bei der
von der Abklärungsperson festgestellten Einschrän
kung im Haushaltsbereich von 17
%
.
5.4
Zusammenfassend
ist demnach von einer Einschränkung von 17
% im Haushalts
bereich und damit von einem
rentenausschli
essenden
Invaliditätsgrad von 17
% auszugehen.
Die angefochtene Verfügung vom
20
.
Juni 2017
(
Urk.
2)
erweist sich als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da für
das vorliegende Verfahren der
Sachverhalt
massgebend
ist, welcher der angefochtenen Verfügung vom 20. Juni 2017 (
Urk.
2) zugrunde l
iegt
, können all
fällige zu einem späteren Zeitpunkt eingetretene gesundheitliche Verschlechte
rungen
nicht berücksichtigt werden.
D
er Beschwerdeführer
erlitt
nach Verfü
gungserlass, wie aus dem Bericht
der Klinik für Neurologie,
B.___
, vom 1
3.
Juli 2017 (vgl.
Urk.
3/5e)
und dem Schreiben von
Dr
.
A.___
vom 1
6.
August 2017 (
Urk.
3/3)
hervorgeht, am 3
0.
Juni 2017 eine Hirnblutung
. Da nicht auszu
schliessen ist, dass der Beschwerdeführer dadurch zusätzlich beeinträchtigt ist und dieser Umstand zu einer anderen Beurteilung führt, ist die
Angelegenheit nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils an
die
Beschwerdegegnerin
zu
r Prüfung einer allfälligen Verschlechterung
zu
überweisen.
7
.
7
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind
sie dem
u
nterliegenden Beschwerdefüh
rer
aufzuerlegen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Mit Gerichtsverfügung vom 19. Oktober 2017 wurde die unentgeltliche Rechts
vertreterin de
s
Beschwerdeführer
s
unter anderem darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihre
Honorarnote
einreichen kann, eine solche im Unterlassungsfall sei
tens des Gerichts nicht eingefordert und die Entschädigung nach Ermessen fest
gesetzt wird (vgl. Urk. 12). Bis dato reichte
sie
keine
Honorarnote
ein, weshalb
sie
, unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses und beim
massgebenden
Stundenansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer), mit Fr. 2
'8
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
Nach Eintritt der Rechtskraft
werden
die
Akten
an
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur
Prüfung einer Verschlechterung des Gesundheitszustan
des des Beschwerdeführers
überwiesen
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Annina Gegenschatz, Zürich,
wird mit
Fr.
2’
8
00
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Ge
richtskasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht ge
mäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin
Annina
Gegenschatz
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundesge
setzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizu
legen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
Mosim
annSchucan