# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ac1628fe-bb72-524c-abf4-9148a05e9dcf
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.03.2012 UV 2011/44
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2011-44_2012-03-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2011/44

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 09.08.2019

Entscheiddatum: 07.03.2012

Entscheid Versicherungsgericht, 07.03.2012
Art. 6, Art. 15 und Art. 24 UVG: Rentenanspruch und 
Integritätsentschädigung. Interdisziplinäres Gutachten bezüglich Beurteilung 
der Restarbeitsfähigkeit beweiskräftig. Bestimmung der 
Vergleichseinkommen. Höhe Tabellenlohnabzug. Keine beweiskräftige 
medizinische Beurteilung des Integritätsschadens. Rückweisung zur 
Vornahme weiterer Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 7. März 2012, UV 2011/44).

Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_357/2012

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider, 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Philipp Geertsen

Entscheid vom 7. März 2012

in Sachen

A.___,

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christof Steger, Kriessernstrasse 40, 

9450 Altstätten,

gegen

Branchen Versicherung Schweiz, Irisstrasse 9, Postfach, 8032 Zürich,

Beschwerdegegnerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Adelrich Friedli, Stationsstrasse 66a, 

8907 Wettswil,

betreffend

Invalidenrente und Integritätsentschädigung

Sachverhalt:

A.

A.a A.___ war als Verkäuferin bei einer Metzgerei angestellt und dadurch bei der 

Branchen Versicherung obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen sowie von Berufskrankheiten versichert (UV-act. K1). Am 9. August 

2001 erlitt sie unverschuldet einen Verkehrsunfall (zum Unfallhergang vgl. den Rapport 

der Kantonspolizei St. Gallen vom 18. August 2001, UV-act. K2). Dabei zog sie sich 

geschlossene Vorderarmschaftfrakturen beidseits, eine geschlossene 2-Etagen-

Femurschaftfraktur links, eine 2.gradig offene Unterschenkelfraktur links, eine mediale 

Malleolarfraktur links und rechts, eine komplexe offene Kniegelenksverletzung rechts 

mit mehrfragmentärer Patellafraktur und partiellem Ausriss des Streckapparates rechts, 

eine Fraktur des Processus lateralis tali rechts sowie eine commotio cerebri zu (UV-act. 

M3). In der Folge musste sie mehrfach operiert werden (vgl. UV-act. M3 ff.). Die 

Versicherte befand sich vom 6. September bis 16. Oktober 2001 zur Rehabilitation in 

der Rheinburg Klinik. Der Versicherten wurde dort bei Austritt eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (UV-act. M9). Auch danach unterzog sie sich mehreren 

Operationen (vgl. etwa UV-act. M12, M17, M33 und M46). Die Branchen Versicherung 

erbrachte Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen.

A.b Im Rahmen einer von der Invalidenversicherung gewährten Umschulung 

absolvierte die Versicherte eine Ausbildung zur Technischen Kauffrau, danach ein 

einjähriges Praktikumsjahr mit einem Beschäftigungsgrad von 50% sowie 

berufsbegleitend die Ausbildung zur Sachbearbeiterin Rechnungswesen. Die 

Versicherte konnte im Praktikumsbetrieb weiterbeschäftigt werden (Schlussbericht der 

IV-Berufsberaterin vom 10. Februar 2006, UV-Fremdakten).

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A.c Am 13. und 14. März 2008 wurde die Versicherte in der AEH Zentrum für 

Arbeitsmedizin, Ergonomie und Hygiene AG begutachtet. Der AEH-Experte stellte als 

"noch aktive Diagnosen" bei Status nach Polytrauma vom 9. August 2001 eine 

geschlossene 2-Etagen-Femurschaftfraktur links, geschlossene 

Vorderarmschaftfrakturen beidseits sowie Restbeschwerden im Bereich des rechten 

Knies fest. Zusammenfassend kam er zum Schluss, dass noch Beschwerden und 

objektivierbare Funktionseinschränkungen im Bereich beider Vorderarme bestünden. 

Letztere seien in funktioneller Hinsicht durch eine verminderte Kraftausdauer bedingt. 

Diese sei letztlich auch Folge der wohl nicht sicher strukturell zuzuordnenden, aufgrund 

der Beobachtungen jedoch glaubhaft bestehenden Beschwerden, die am ehesten im 

Zusammenhang mit dem Osteosynthesematerial und auch mit den stattgefundenen 

Gewebetraumatisierungen stünden. In Bezug auf den linken Femur bestünden 

ebenfalls noch Beschwerden, die bezogen auf die Belastbarkeitstests zu relevanteren 

Einschränkungen führen würden, die jedoch für die heute nach der IV-Umschulung 

ausgeübte kaufmännische Tätigkeit nicht mehr relevant seien. Eine leichte, vorwiegend 

sitzende Arbeit hielt der AEH-Experte ganztags unter Berücksichtigung eines 

zusätzlichen Pausenbedarfs von ungefähr 2 Stunden pro Tag für zumutbar. Nach einer 

Adaption von 6 Monaten beschränke sich der zusätzliche Pausenbedarf auf eine 

Stunde (AEH-Gutachten vom 23. Juli 2008, UV-act. M74).

A.d Die Versicherte wurde am 10. August 2009 erneut operiert (diagnostische 

Arthroskopie, arthroskopische Glättung der Trochlea femoris und Resektion des 

distalen Patellapoles des rechten Knies). Ihr wurde für die Dauer vom 7. bis 23. August 

2009 eine 100%ige und ab 24. August 2009 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit 

bescheinigt (Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 11. August 2009, 

UV-act. M80).

A.e Am 26., 28. und 31. Mai 2010 wurde die Versicherte im Medizinischen Zentrum 

Römerhof (MZR) interdisziplinär (internistisch, orthopädisch-traumatologisch, 

neurologisch und psychiatrisch) begutachtet. Im Gesamtgutachten vom 19. Juli 2010 

stellten die Experten folgende unfallkausalen Diagnosen mit Einfluss auf die 

Arbeitsfähigkeit: eine Claviculaschaftpseudarthrose links, eine verminderte 

Belastbarkeit der oberen Extremität, eine sekundär konsolidierte 2-Etagen-

Femurschaftfraktur links sowie eine progrediente Retropatellararthrose rechts. In ihrer 

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Gesamtbeurteilung kamen die MZR-Gutachter zum Schluss, dass die Versicherte für 

eine angepasste Tätigkeit über eine maximale Restarbeitsfähigkeit von 75% verfüge. 

Es bestünden keine unfallfremden Faktoren. Der Integritätsschaden betrage 10%. Zu 

einem späteren Zeitpunkt werde es zu einer progredienten Mobilitätseinschränkung 

durch Verstärkung der Symptomatik des rechten Kniegelenks kommen. Eine 

Verschlechterung der neuropathischen Symptomatik sei ebenfalls möglich, 

dementsprechend auch eine Zunahme der Beeinträchtigung von Arbeitsfähigkeit und 

Integrität (UV-act. M84).

A.f Die Versicherte gelangte am 13. September 2010 mit Ergänzungsfragen an die 

MZR-Gutachter (UV-act. K 187). Der fallführende Gutachter beantwortete diese im 

Schreiben vom 17. Oktober 2010. Darin bestätigte er die 75%ige Restarbeitsfähigkeit 

für leidensangepasste Tätigkeiten (UV-act. M85).

A.g Die IV-Stelle ermittelte gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten einen 8%igen 

Invaliditätsgrad und wies das Rentengesuch der Versicherten am 22. Februar 2011 ab 

(UV-act. K200).

A.h Die Branchen Versicherung sprach der Versicherten mit Verfügung vom 18. März 

2011 rückwirkend ab 1. November 2010 eine 13%ige Invalidenrente sowie eine 

Integritätsentschädigung entsprechend einer 10%igen Integritätseinbusse zu (UV-act. 

K208).

A.i Dagegen erhob die Versicherte am 4. Mai 2011 Einsprache. Sie stellte sich darin auf 

den Standpunkt, dass das MZR-Gutachten nicht beweiskräftig sei. Das von der 

Branchen Versicherung ermittelte Valideneinkommen werde akzeptiert. Hingegen sei 

das berücksichtigte Invalideneinkommen zu hoch. Insbesondere sei ein 

Tabellenlohnabzug von mindestens 15% vorzunehmen. Ferner wandte sich die 

Versicherte gegen die Höhe der Integritätsentschädigung. Der Integritätsschaden sei 

von den MZR-Gutachtern nicht hinreichend begründet worden (UV-act. K213). Die 

Branchen Versicherung wies die Einsprache ab (Einspracheentscheid vom 16. Mai 

2011, UV-act. K215).

B.

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B.a Gegen den Einspracheentscheid vom 16. Mai 2011 richtet sich die Beschwerde 

vom 14. Juni 2011. Die Beschwerdeführerin beantragt darin dessen Aufhebung und die 

Rückweisung der Sache zur Vornahme weiterer medizinischer Abklärungen. Eventuell 

sei ihr eine höhere Invalidenrente zuzusprechen. Die Integritätsentschädigung sei 

angemessen zu erhöhen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur 

Begründung bringt sie vor, dass das MZR-Gutachten nicht beweiskräftig sei. Es stehe 

im Widerspruch zu den Einschätzungen der behandelnden Arztpersonen und fusse auf 

dem unhaltbaren Ergebnis der vorangegangenen AEH-Begutachtung. Ferner sei die 

wichtige Störung an beiden Daumen, die der neurologische Gutachter als erhebliche 

Limitierung der zeitlichen Belastbarkeit gerade auch für leichte Tätigkeiten beschreibe, 

offensichtlich nicht mit einberechnet worden. Auch andere Leiden seien bei der 

Bemessung der Restarbeitsfähigkeit nicht genügend berücksichtigt worden. Überdies 

bestehe entgegen den Gutachtern auch der Verdacht auf eine psychisch bedingte 

Arbeitsunfähigkeit durch eine gestörte Konzentrationsfähigkeit. Bezüglich der 

Ermittlung des Invaliditätsgrads rügt die Beschwerdeführerin, dass das 

Valideneinkommen zu tief und das Invalideneinkommen zu hoch bemessen worden 

seien. Ferner hält sie den von der Beschwerdegegnerin festgesetzten 

Integritätsschaden von 10% als zu gering, da sie insbesondere nicht auf einer 

Gesamtwertung basiere (act. G 1).

B.b Die Beschwerdegegnerin beantragt in der Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2011 

die Abweisung der Beschwerde. Sie hält das MZR-Gutachten für beweiskräftig. Es 

bestünden keine Zweifel an der gutachterlichen Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit. 

Das Valideneinkommen habe die Beschwerdeführerin im Einspracheverfahren 

ausdrücklich anerkannt. Sie sei dabei zu behaften. Die in der Verfügung 

vorgenommene Ermittlung des Invalideneinkommens sei zutreffend. Es bestehe kein 

Anlass für die Vornahme eines Tabellenlohnabzugs. Auch die Festlegung der 

Integritätseinbusse von 10% sei rechtskonform (act. G 3).

B.c In der Replik vom 1. September 2011 hält die Beschwerdeführerin unverändert an 

ihren Anträgen fest (act. G 7) und reicht medizinische Stellungnahmen des 

behandelnden Dr. med. B.___, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, vom 

20. Dezember 2010 ein (act. G 7.1 f.).

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B.d Die Beschwerdegegnerin hält in der Duplik vom 8. September 2011 ihrerseits an 

der beantragten Beschwerdeabweisung fest. Die nachträglich eingereichten 

Stellungnahmen von Dr. B.___ würden die Beurteilung durch das MZR nicht in Frage 

stellen (act. G 9).

Erwägungen:

1. 

Zwischen den Parteien ist die Höhe der Invalidenrente sowie der 

Integritätsentschädigung umstritten.

2. 

Zunächst ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu überprüfen.

2.1 Ist die versicherte Person infolge des Unfalls zu mindestens 10% invalid (Art. 8 des 

Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Die Invalidenrente 

beträgt bei Vollinvalidität 80% des versicherten Verdienstes; bei Teilinvalidität wird sie 

entsprechend gekürzt (Art. 20 Abs. 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität 

und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).

2.2 Um das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit beurteilen und somit den Invaliditätsgrad 

bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf 

Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur 

Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den 

Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang 

und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 

261 E. 4). Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und 

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demnach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurteilung 

des strittigen Leistungsanspruchs gestatten. Die Rechtsprechung hat es mit dem 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung 

aufzustellen (BGE 125 V 351 E. 3b). Das im Rahmen des Verwaltungsverfahrens 

eingeholte Gutachten von externen Spezialärzten, die aufgrund eingehender 

Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, 

besitzt bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft, solange nicht konkrete Indizien 

gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb).

2.3 Die Beschwerdegegnerin stützte die verfügte Rentenzusprache auf das MZR-

Gutachten vom 19. Juli 2010 (UV-act. M84). Die Beschwerdeführerin hält diese 

gutachterliche Einschätzungen aus verschiedenen Gründen für nicht beweiskräftig (act. 

G 1).

2.3.1 Vorab wendet sie gegen das MZR-Gutachten ein, dass es im Widerspruch zu den 

Einschätzungen der behandelnden Arztpersonen stehe (act. G 1, S. 2 f. und S. 4). 

Rechtsprechungsgemäss kann es unter Beachtung der Divergenz von medizinischem 

Behandlungs- und Abklärungsauftrag nicht angehen, eine medizinische Administrativ- 

oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer 

Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen 

nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig 

geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, 

wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen objektiv feststellbare 

Gesichtspunkte vorbringen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben und 

die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 13. März 2006, I 676/05, E. 2.4 mit Hinweisen). 

Vorliegend fällt ins Gewicht, dass hinsichtlich der Befunde sowie der Diagnosen keine 

wesentlichen unterschiedlichen ärztlichen Auffassungen bestehen. Die Abweichungen 

beschränken sich auf die - naturgemäss mit Ermessenszügen behaftete - Einschätzung 

der Arbeitsfähigkeit. Insbesondere ergeben sich aus den Stellungnahmen des 

behandelnden Dr. B.___ vom 20. Dezember 2010 zu den somatischen und psychischen 

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Unfallfolgen keine objektiven Gesichtspunkte, die von den MZR-Gutachtern nicht 

berücksichtigt worden wären. Dr. B.___ setzt sich darin auch nicht mit der MZR-

Einschätzung auseinander. In der Stellungnahme zu den somatischen Unfallfolgen legt 

er keine medizinischen Befunde dar, welche die von ihm bescheinigte "ca." 50%ige 

Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen könnten (zum unauffälligen medizinischen Befund vgl. 

act. G 7.1, S. 1). Vielmehr scheint er seine knapp begründete Einschätzung der 

Arbeitsfähigkeit allein auf die Leidensschilderung der Beschwerdeführerin (act. G 7.1, 

S. 1) zu stützen. Was seine ebenfalls knapp begründete Stellungnahme zu den 

psychischen Unfallfolgen anbelangt (act. G 7.2), so gilt es zu bemerken, dass er keine 

psychiatrisch relevante Diagnose benennt und im Übrigen als Allgemeinmediziner und 

Internist auch nicht über die erforderliche fachärztliche Ausbildung verfügt. Bei den von 

ihm erhobenen Befunden "weniger belastbar, nicht ausgeglichen, mit einer 

verminderten Konzentrationsfähigkeit" ist die von ihm für die "psychische Störung" 

bescheinigte 50%ige Arbeitsunfähigkeit schlechterdings nicht nachvollziehbar. 

Anhaltspunkte dafür, dass die MZR-Gutachter die Beschwerdeführerin nicht 

ernstgenommen hätten (zum entsprechenden Vorwurf vgl. act. G 1, S. 4), fehlen. 

Davon, dass die Beschwerdeführerin von den MZR-Gutachtern gar als Simulantin 

abgefertigt worden sei, kann keine Rede sein, zumal diese erhebliche 

Beeinträchtigungen anerkannten und selbst für leidensangepasste Tätigkeiten eine 

reduzierte Arbeitsfähigkeit bescheinigten. Auch aus den übrigen Berichten der 

behandelnden Arztpersonen - soweit sie sich überhaupt zur Restarbeitsfähigkeit 

äusserten - ergeben sich keine von den MZR-Gutachtern vernachlässigten objektiven 

Gesichtspunkte. Das gilt insbesondere auch für den Bericht des Kantonsspitals 

Graubünden vom 23. Juli 2009, worin der Beschwerdeführerin - ohne nähere 

Begründung - eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt wurde (UV-act. M78). Dabei 

darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass dieser Bericht sowie sämtliche vor der 

MZR-Begutachtung ergangenen relevanten Arztdokumente in das MZR-Gutachten 

eingeflossen sind. Es besteht daher keine Veranlassung, das MZR-Gutachten wegen 

abweichender Arbeitsfähigkeitsschätzung der behandelnden Arztpersonen in Frage zu 

stellen.

2.3.2 Die Beschwerdeführerin kritisiert weiter, dass die MZR-Gutachter auf die 

Durchführung einer EFL verzichtet haben (act. G 1, S. 4 und act. G 7, S. 2). Für eine 

Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und Zumutbarkeit ist in manchen Fällen neben den 

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medizinischen Befunden und Diagnosen auch eine arbeitsorientierte Evaluation der 

funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) wünschbar oder sogar erforderlich (Urteil des 

Bundesgerichts vom 16. Januar 2009, 8C_547/2008, E. 4.2.1). Vorliegend verfasste das 

MZR eine auf umfassenden interdisziplinären Abklärungen beruhende Expertise. Eine 

neue EFL wurde nicht durchgeführt. Dies ist nicht zu beanstanden, wurde doch bereits 

im Rahmen der AEH-Begutachtung am 13./14. März 2008 eine EFL durchgeführt (UV-

act. M74), die mit der von den MZR-Gutachtern definierten leidensadaptierten Tätigkeit 

übereinstimmt und auch sonst nicht im Widerspruch zur gutachterlichen Beurteilung 

steht. Die im EFL-Bericht geäusserte Erkenntnis, dass die Beschwerdeführerin die 

bisherige Arbeit bewältigen könne (UV-act. M74, S. 17), steht nicht im Widerspruch zur 

von den MZR-Gutachtern bescheinigten 75%igen Arbeitsfähigkeit, handelt es sich 

doch dabei primär um eine Beurteilung der qualitativen Arbeitsfähigkeit und nicht um 

eine schlüssig begründete quantitative Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit durch die 

EFL-Abklärungsperson. Damit geht einher, dass die EFL-Abklärungsperson selbst 

keine eigene quantitative Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit vornahm und aus dem 

Bericht nicht hervorgeht, eine über 50% liegende Restarbeitsfähigkeit sei der 

Beschwerdeführerin nicht zumutbar. In antizipierter Beweiswürdigung konnte bzw. 

kann somit auf die Durchführung einer weiteren EFL verzichtet werden, da sich der 

entscheidwesentliche Sachverhalt mit genügender Klarheit aus den vorhandenen 

medizinischen Unterlagen ergibt.

2.3.3 Zusätzlich rügt die Beschwerdeführerin, dass die MZR-Gutachter nicht das 

gesamte Beschwerdebild in ihre Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit mit einbezogen 

hätten (act. G 1, S. 4 f. und G 7, S. 5 f.; zu den Kniebeschwerden act. G 7, S. 5). So sei 

die Störung an beiden Daumen offensichtlich quantitativ nicht mit einberechnet 

worden. Zweck einer interdisziplinären Begutachtung besteht gerade darin, alle 

relevanten Gesundheitsschädigungen zu erfassen und die daraus jeweils abgeleiteten 

Einflüsse auf die Arbeitsfähigkeit würdigend in einem Gesamtergebnis auszudrücken. 

Denn eine einfache Addition verschiedener Teilarbeitsunfähigkeiten kann je nach den 

konkreten Fallmerkmalen ein zu hohes oder aber auch zu niedriges Ergebnis zeitigen 

(SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44, E. 2.1). Der neurologische MZR-Gutachter führte aus, dass 

sich aus den belastungsabhängigen Störungen im Bereich beider Daumen sowohl in 

qualitativer wie auch zeitlicher Hinsicht Einschränkungen von 20% ergäben. Für die 

interdisziplinäre Beurteilung ist entscheidend, dass er die quantitative Einschränkung 

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als Limitierung der zeitlichen Belastbarkeit "ohne wesentliche Belastung beider Arme/

Hände" beschrieb (neurologisches Teilgutachten, UV-act. M84, S. 5). Diese zeitliche 

Einschränkung der Belastbarkeit ist in der Gesamteinschätzung, worin mit Blick auf die 

Unterarme ein zusätzlicher Pausenbedarf genannt wird (Gesamtgutachten, UV-act 

M84, S. 52), mit berücksichtigt. Mit einer geringeren zeitlichen Belastung der 

Unterarme wird auch den belastungsabhängigen Daumenbeschwerden bzw. der 

dadurch verursachten zeitlichen Limitierung Rechnung getragen. Die für die Unterarme 

anerkannte Entlastung wird mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gleichzeitig zu einer 

Entlastung der Daumen führen bzw. sich günstig auf die belastungsabhängigen 

Daumenbeschwerden auswirken. Deshalb ist es nicht zu beanstanden, wenn im 

Rahmen der Gesamtschau keine Addition der Arbeitsunfähigkeiten stattgefunden hat. 

Was die von der Beschwerdeführerin ins Feld geführten belastungsabhängigen (UV-

act. M84, S. 25) Knieleiden betrifft (act. G 7, S. 5), so rechtfertigt sich ebenfalls keine 

Erhöhung der interdisziplinär festgesetzten Arbeitsunfähigkeit. Denn es ist davon 

auszugehen, dass diesem Leiden mit dem Zumutbarkeitsprofil einer vorwiegend 

sitzenden Tätigkeit - wie sie im MZR-Gutachten umschrieben wurde (UV-act. M84, 

S. 52) - vorliegend angemessen Rechnung getragen worden ist (vgl. Urteil des 

Bundesgerichts vom 31. Mai 2011, 9C_49/2011, E. 3.3). Auch weil sich die diversen 

Einschränkungen hauptsächlich in einer erhöhten Pausenbedürftigkeit manifestieren 

und nicht für jede der Beeinträchtigungen separate Pausen eingelegt werden müssen, 

sind die Einschränkungen nicht zu addieren, so dass die Gesamteinschätzung der 

Expertise auch unter diesem Gesichtspunkt überzeugt (Urteil des EVG vom 

29. September 2005, I 316/05, E. 2.2 am Schluss). Vor diesem Hintergrund hält der 

Vorwurf, es habe keine rechtsgenügliche interdisziplinäre Beurteilung stattgefunden, 

nicht Stich.

2.3.4 Nach der Auffassung der Beschwerdeführerin ist es auch verwirrend, dass sich 

die Gutachtensergänzung vom 17. Oktober 2010 nicht mit den Angaben im 

Hauptgutachten vom 19. Juli 2010 decke (act. G 7, S. 4). Vorab ist klarzustellen, dass 

es sich bei der Stellungnahme vom 17. Oktober 2010 um eine Beantwortung der von 

der Beschwerdeführerin nachträglich gestellten Ergänzungsfragen handelt. Dabei ist 

nicht ersichtlich und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht konkret dargelegt, 

inwiefern die Stellungnahme nicht mit der gutachterlichen Einschätzung zu vereinbaren 

wäre bzw. weiteren Abklärungsbedarf begründen würde.

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2.3.5 Aus Sicht der Beschwerdeführerin spricht gegen das MZR-Gutachten ferner, 

dass die Gutachter nicht dargelegt hätten, welche Tätigkeiten sie ausführen könne, 

wenn sie aufgrund der Unterarmleiden nicht zur Hauptsache am Computer zu arbeiten 

vermöge. Einen Büroarbeitsplatz, wo qualifizierte Arbeiten weniger als zur Hälfte in PC-

Arbeit bestehe, gäbe es kaum (act. G 7, S. 4 f.). Zur zumutbaren Verweistätigkeit 

nahmen die MZR-Gutachter schlüssig Stellung (UV-act. M84, S. 52) und erachteten 

eine kaufmännische Tätigkeit als leidensangepasst, indem sie auch hierfür eine 75%ige 

Arbeitsfähigkeit bescheinigten (UV-act. M84, S. 54). Bei ihrer Kritik übersieht die 

Beschwerdeführerin hingegen, dass selbst nach der Auffassung von Dr. B.___ lediglich 

längere Schreibarbeiten am PC zu vermeiden sind (act. G 7.1, S. 3). Andere Arbeiten 

am PC (etwa Erstellen von Tabellen, Bedienen von Applikationen, Scan- und 

Druckvorgänge usw.) sowie kürzere Schreibarbeiten sind der Beschwerdeführerin 

damit auch gemäss Dr. B.___ uneingeschränkt zumutbar. Des Weiteren gilt es zu 

berücksichtigen, dass gerade bei kaufmännischen Tätigkeiten zu einem grossen Teil 

nicht schriftliche Kommunikationsfunktionen sowie andere - etwa buchhalterische - 

Funktionen wahr zu nehmen sind und selbst Arbeitsplätze mit einem einfachen 

Aufgabenbereich vielfältig ausgestaltet sind (vgl. Urteil des EVG vom 29. Januar 2003, 

UV 425/00, E. 4.4). Die von den MZR-Gutachtern vorgenommene Umschreibung der 

Verweistätigkeit und die Bejahung der Zumutbarkeit einer Tätigkeit im kaufmännischen 

Bereich sind damit nicht zu beanstanden.

2.3.6 Unbegründet ist der Vorwurf, die Arbeitsunfähigkeit könne nicht mit einem 

blossen vermehrten Pausenbedarf ermittelt werden (act. G 1, S. 5). Denn das 

gutachterliche Vorgehen ist lege artis und entspricht den Leitlinien der Schweizerischen 

Ärztegesellschaft zur Begutachtung rheumatologischer Krankheiten und Unfallfolgen, 

wonach grundsätzlich eine Einschränkung der Arbeitsleistung in Form einer Reduktion 

der Belastungen und/oder der Arbeitszeit erfolgen kann (Schweizerische Ärztezeitung, 

2007;88: 17, S. 740; zur Beweiskraft eines Gutachtens, dass die Reduktion der 

Arbeitsfähigkeit mit einem erhöhten Pausenbedarf begründet, vgl. etwa Urteile des 

Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. April 2008, IV 2006/17, E. 4.1 

und 5 sowie des EVG vom 29. September 2005, I 316/05, E. 2.2 am Schluss). Es deckt 

sich im Übrigen mit dem vorwiegend belastungsabhängigen Leidensbild der 

Beschwerdeführerin.

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2.3.7 Soweit sich die Beschwerdeführerin u.a. mit Blick auf die damals durchgeführte 

EFL gegen die Beweiskraft des AEH-Gutachtens wendet (act. G 1, S. 2), verkennt sie, 

dass nicht dieses der Rentenzusprache zugrunde liegt, sondern dasjenige des MZR. 

Die MZR-Gutachter nahmen eine selbstständige, vom AEH-Gutachten unabhängige, 

unvoreingenommene Beurteilung vor, weshalb sich Ausführungen zur Kritik am AEH-

Gutachten erübrigen.

2.3.8 Bei der Würdigung des MZR-Gutachtens fällt weiter ins Gewicht, dass es auf 

eigenständigen gründlichen Abklärungen beruht und für die streitigen Belange 

umfassend ist. Die medizinischen Vorakten wurden verwertet und die von der 

Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden berücksichtigt und gewürdigt. Die 

Attestierung einer 75%igen Arbeitsfähigkeit für leidensadaptierte Tätigkeiten leuchtet in 

der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der 

medizinischen Situation ein. Weiter bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass objektiv 

wesentliche Tatsachen nicht berücksichtigt worden wären. Die Beschwerdegegnerin 

hat damit der Bestimmung des Invaliditätsgrades zu Recht die gutachterliche 

Leistungsfähigkeitsbeurteilung zugrunde gelegt.

3. 

Ausgehend von einer 75%igen Restarbeitsfähigkeit sind nachfolgend deren erwerb­

lichen Auswirkungen im Rahmen eines Einkommensvergleichs zu prüfen. Dabei sind im 

Beschwerdeverfahren sowohl die Höhe des Validen- wie auch des 

Invalideneinkommens umstritten.

3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wird das Erwerbseinkommen, das die 

versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der 

medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 

zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte 

(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen 

könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

3.2 Für das Valideneinkommen ist massgebend, was die versicherte Person aufgrund 

ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der 

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überwiegenden Wahrscheinlichkeit im massgebenden Zeitpunkt des allfälligen 

Rentenbeginns verdient hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei ist in der 

Regel vom zuletzt - d.h. grundsätzlich vor dem Beginn der ganzen oder teilweisen 

Arbeitsunfähigkeit - erzielten Verdienst auszugehen (BGE 130 V 349 E. 3.4.2 mit 

Hinweisen).

3.2.1 Die Beschwerdegegnerin ermittelte gestützt auf den zuletzt vor dem 

Unfallereignis erzielten Verdienst (13 x Fr. 3'700.--; UV-act. K59) angepasst an die 

Nominallohnentwicklung für das Jahr 2009 ein Valideneinkommen von Fr. 56'230.-- 

(UV-act. K208). Die Beschwerdeführerin erachtet diesen Betrag als zu tief, da einerseits 

eine höhere Nominallohnentwicklung als die von der Beschwerdegegnerin 

berücksichtigte stattgefunden habe. Andererseits kontrastiere er mit dem von der 

Metzgerei gemäss Arbeitsvertrag vom 5. Februar 2008 offerierten Lohn von Fr. 3'000.-- 

für ein 50%iges Arbeitspensum sowie den LSE-Tabellenlöhnen (act. G 1, S. 7).

3.2.2 Die Beschwerdegegnerin stellt sich zunächst auf den Standpunkt, dass sich die 

Beschwerdeführerin auf ihr ausdrückliches Akzept des in der Rentenverfügung 

berücksichtigten Valideneinkommens behaften lassen müsse (act. G 3, S. 4). Dem hält 

die Beschwerdeführerin entgegen, dass "frühere (unreflektierte) Zugeständnisse" nicht 

rechtskraftfähig seien und sie sich auch sonst nicht darauf behaften lassen müsse (act. 

G 7, S. 6). Zwar lässt sich dem diesbezüglichen Verhalten des Rechtsvertreters der 

Beschwerdeführerin eine gewisse Widersprüchlichkeit nicht absprechen. Indessen 

werden die einzelnen (Berechnungs-)Elemente der Invaliditätsgradermittlung für sich 

allein weder bei ausdrücklicher Anerkennung noch bei unterbliebener Rüge 

rechtskräftig. Denn sie dienen lediglich der Entscheidbegründung, sind daher nicht 

selbstständig anfechtbar. Sie können folgerichtig auch erst dann als rechtskräftig 

beurteilt und damit einer richterlichen Überprüfung als entzogen gelten, wenn über den 

Streitgegenstand (Rentenanspruch) insgesamt rechtskräftig entschieden worden ist 

(vgl. BGE 125 V 416 E. 2b). Ferner ist das Verhalten auch nicht als venire contra factum 

proprium zu qualifizieren noch erfolgte die damalige Anerkennung im Rahmen eines 

Vergleichs im Sinn von Art. 50 ATSG.

3.2.3 Gemäss Unfallmeldung vom 25. August 2001 erzielte die Versicherte 2001 einen 

Monatslohn von Fr. 3'700.-- (UV-act. K1). Unter Berücksichtigung des unbestrittenen 

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13. Monatslohns ergibt sich daraus ein Jahresverdienst für das Jahr 2001 von 

Fr. 48'100.--. Angepasst an die Nominallohnentwicklung bis 2010 (Indexstand, Frauen, 

2001: 2'245; Indexstand, Frauen, 2010: 2'579; BSF, Tabelle Entwicklung der 

Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2010) resultiert für das 

Jahr 2010 ein Valideneinkommen von Fr. 55'256.-- ([Fr. 48'100.-- / 2'245] x 2'579). Die 

Beschwerdeführerin legte ihrer Berechnung der Nominallohnanpassung eine 

Nominallohnentwicklung von + 0.8% für das Jahr 2010 zugrunde, übernahm aber in 

der Formel nicht den entsprechenden Wert von 1,008, sondern fälschlicherweise von 

1,08 (act. G 1, S. 7), was einer Nominallohnentwicklung von 8% entsprechen würde. 

Ohne dieses Versehen wäre die Beschwerdeführerin gar zu einem tieferen 

Valideneinkommen als die Beschwerdegegnerin von Fr. 55'115.-- gelangt 

([Fr. 48'100.-- / 2'245] x 2'552 x 1.008).

3.2.4 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass sie - nach der IV-Umschulung - 

bei einem 50%igen Einsatz einen monatlichen Verdienst von Fr. 3'000.-- im Jahr 2008 

erzielt habe. Dies kontrastiere mit dem von der Beschwerdegegnerin ermittelten 

Valideneinkommen (act. G 1, S. 7 f.). Bei dieser Sichtweise verkennt die 

Beschwerdeführerin, dass aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen 

Tätigkeitsbereich (kaufmännischer Bereich; vgl. Arbeitsvertrag vom 5. Februar 2008, 

UV-act. K107, worin als Tätigkeitsbereich primär die Administration und Büroarbeiten 

aufgeführt sind) nicht ohne Weiteres abgeleitet werden kann, die versicherte Person 

hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch im angestammten 

Tätigkeitsbereich (Fleischverkäuferin) erreicht. Vorliegend erscheint es nicht 

überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden 

und IV-Umschulung eine entsprechende Validenkarriere durchlaufen bzw. ein 

entsprechend deutlich höheres Einkommen erzielt hätte, da vor dem Unfallereignis 

keine konkreten Anhaltspunkte dafür bestanden haben, die auf eine über die 

Nominallohnentwicklung hinausgehende Validenkarriere schliessen liessen (vgl. Urteil 

des Bundesgerichts vom 15. Januar 2009, 8C_638/2008, E. 4.3). Insbesondere 

erscheint es nicht plausibel, dass die geltend gemachte Lohnerhöhung im 

angestammten Bereich aufgrund einer langjährigen Verkaufspraxis erzielt worden wäre. 

Denn die Beschwerdeführerin war seit 1994 beim gleichen Arbeitgeber angestellt (vgl. 

UV-act. K1) und verfügte bereits im Unfalljahr über eine langjährige Verkaufspraxis.

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3.2.5 Auch die LSE-Tabellenlöhne sprechen vorliegend nicht gegen ein Abstellen auf 

den zuletzt vor dem Unfall erzielten Lohn zur Bestimmung des Valideneinkommens. 

Denn bei der vor dem Unfall als gelernte Verkäuferin in einer Metzgerei angestellten 

Beschwerdeführerin rechtfertigt sich nicht ein Abstellen auf das Anforderungsniveau 

1 + 2 (Verrichtung höchst anspruchsvoller und schwierigster Arbeiten bzw. Verrichtung 

selbstständiger und qualifizierter Arbeiten), sondern vielmehr auf das 

Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt). Der entsprechende 

Monatslohn (Detailhandel und Reparatur) betrug im Jahr 2000 Fr. 3'734.--. Angepasst 

an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2001 von 41.8 Stunden 

([Fr. 3'734.-- / 40] x 41.8 = Fr. 3'902.--) und an die Nominallohnentwicklung (2001: 

+ 2.5%) resultiert ein monatliches Einkommen von Fr. 4'000.-- (Fr. 3'902.-- x 1.025) 

bzw. ein Jahreseinkommen von Fr. 48'000.--. Im Vergleich zum tatsächlich erzielten 

Jahreslohn von Fr. 48'100.-- im Jahr 2001 resultiert damit keine 

Unterdurchschnittlichkeit.

3.3 Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-

erwerblichen Situation auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Ist kein 

solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die 

versicherte Person - wie vorliegend die Beschwerdeführerin - keine oder jedenfalls 

keine an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so ist auf 

Erwerbstätigkeiten abzustellen, die der versicherten Person (nach zumutbarer 

Behandlung und allfälliger Eingliederung) angesichts ihrer Ausbildung und ihrer 

physischen sowie intellektuellen Eignung zugänglich wären. Rechtsprechungsgemäss 

werden hierzu die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch 

herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen (BGE 129 V 475 f. 

E. 4.2.1 mit Hinweisen).

3.3.1 Die Beschwerdegegnerin legte der Bestimmung des Invalideneinkommens das 

Total der LSE-Tabelle TA1, Frauen, Anforderungsniveau 3, zugrunde. Einen Abzug vom 

Tabellenlohn hielt sie für nicht gerechtfertigt (UV-act. K208/2). Die Beschwerdeführerin 

rügt den herangezogenen Tabellenlohn nicht, fordert aber die Vornahme eines 

Tabellenlohnabzugs von mindestens 15% (act. G 1, S. 9).

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3.3.2 Mit der Beschwerdegegnerin ist aufgrund der beruflichen 

Umschulungsmassnahme der statistische Monatslohn der Tabelle TA1, Frauen, 

Anforderungsniveau 3, für die Bestimmung des Invalideneinkommens heranzuziehen, 

was von der Beschwerdeführerin nicht substanziiert bestritten wird. Dieses betrug im 

Jahr 2008 Fr. 5'095.--. Unter Berücksichtigung der bis 2010 eingetretenen 

Nominallohnentwicklung (2009: + 2.1%; 2010: + 1.1%) resultiert ein Monatslohn von 

Fr. 5'259.-- (Fr. 5'095.-- x 1.021 x 1.011) bzw. angepasst an die im Jahr 2010 

betriebsübliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden ein Monatslohn von Fr. 5'469.-- 

([Fr. 5'259.-- / 40] x 41.6) bzw. ein Jahreseinkommen von Fr. 65'628.-- (Fr. 5'469.-- 

x 12). Unter Berücksichtigung einer 75%igen Restarbeitsfähigkeit (vgl. vorstehende 

E. 2.3.8) resultiert ein Einkommen von Fr. 49'221.-- (Fr. 65'628.-- x 0.75).

3.3.3 Es stellt sich die Frage, ob von diesem statistischen Wert noch ein 

Tabellenlohnabzug vorzunehmen ist. Nach der Rechtsprechung können die 

statistischen Löhne um bis zu 25% gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu 

tragen, dass versicherte Personen mit einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der 

Regel das durchschnittliche Lohnniveau nicht erreichen bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg 

zu verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Nach der Rechtsprechung 

hängt die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen – auch von invaliditätsfremden 

Faktoren – des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind, wobei der maximal zulässige 

Abzug auf 25% festzusetzen ist. Eine schematische Vornahme des 

Tabellenlohnabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b). Der Beschwerdeführerin 

steht nach der IV-Umschulung noch ein breites Spektrum leidensangepasster 

Tätigkeiten zur Verfügung. Ein Abzug aufgrund der bereits in der Leidensadaption 

berücksichtigten Unfallfolgen rechtfertigt sich vorliegend nicht. Der vermehrte 

Pausenbedarf wurde bereits im Rahmen der quantitativen Bemessung der 

Restarbeitsfähigkeit berücksichtigt und kann nicht nochmals in Abzug gebracht 

werden. Es bestehen vorliegend auch keine Anhaltspunkte dafür, dass die 

Beschwerdeführerin wegen mangelnder Berufserfahrung bloss eine "schlechte 

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Anfängerentlöhnung" (act. G 1, S. 9) erwarten könnte, zumal sie bereits 

Berufserfahrungen im kaufmännischen Bereich sammeln konnte (vgl. UV-act. K107 und 

UV-act. M84, S. 21). Hingegen kann die Beschwerdeführerin einem Arbeitgeber wegen 

Erholungsbedarfes nicht ganztags zur Verfügung stehen, sondern lediglich teilzeitlich 

ihre 75%ige Restarbeitsfähigkeit verwerten. Es ist ihr deshalb ein Teilzeitabzug zu 

gewähren. Zwar verwehrt die Rechtsprechung (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 

vom 26. August 2011, 8C_379/2011, E. 4.2.2.2) Frauen in den letzten Jahren einen 

Teilzeitabzug. Sie gründet indessen allein auf einer nicht aussagekräftigen statistischen 

Grundlage. Es besteht deshalb kein Grund, die im Rahmen einer Teilzeitanstellung zu 

erwartenden Lohnnachteile bei Frauen zu verneinen (eingehend hierzu Philipp 

Geertsen, Der Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers, Jahrbuch zum 

Sozialversicherungsrecht, St. Gallen 2012, S. 146 ff.). Vorliegend vermag die 

Beschwerdeführerin immerhin ein 75%iges Pensum zu verrichten, weshalb sich die 

Lohnnachteile infolge Teilzeitbeschäftigung in Grenzen halten dürften. Ferner ist der 

Beschwerdeführerin auch aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters ein Abzug zu 

gewähren (BGE 126 V 75, 129 V 472 E. 4.2.3 und 134 V 322 E. 5.2; eingehend zum 

altersbedingten Abzug vgl. Geertsen, a.a.O., S. 143 ff.). Mit Blick auf die immerhin noch 

über 10 Jahre liegende Aktivitätsdauer ist dieser Abzugsgrund aber nur in einem 

geringen Ausmass zu berücksichtigen. Insgesamt erscheint den Verhältnissen der 

Beschwerdeführerin die Gewährung eines 5%igen Abzugs angemessen. Daraus ergibt 

sich ein Invalideneinkommen von Fr. 46'760.-- (Fr. 49'221.-- x 0.95).

3.4 Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 46'760.-- resultiert eine Erwerbseinbusse 

von Fr. 8'496.-- (Fr. 55'256 - Fr. 46'760.--) und ein Invaliditätsgrad von abgerundet 

15% ([Fr. 8'496.-- / 55'256.--] x 100) und ein Anspruch auf eine entsprechende 

Invalidenrente.

4. Zu prüfen bleibt noch die Höhe der Integritätsentschädigung.

4.1 Gemäss Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine 

angemessene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde 

erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. 

Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach 

der Schwere des Integritätsschadens. Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die 

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Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) bestimmt, dass ein Integritätsschaden als 

dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in 

gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder 

psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark 

beeinträchtigt wird (vgl. auch BGE 124 V 209).

4.2 Die Beschwerdegegnerin anerkannte eine 10%ige Integritätseinbusse. Sie stützte 

sich auf die gutachterliche Einschätzung des fallführenden MZR-Experten vom 19. Juli 

2010. Darin kam dieser zum Schluss, dass die mässig bis schwere 

Femoropatellararthrose eine 10%ige Integritätseinbusse begründe (UV-act. M84, 

S. 55). Die Beschwerdeführerin hält diese Einschätzung für unzutreffend, da der 

Integritätsschaden unter Berücksichtigung des gesamten Beschwerdebilds zu erfolgen 

habe und nicht nur bezogen auf die Femoropatellararthrose (act. G 1, S. 9 f.).

4.3 In der Tat ist die äussert knapp begründete gutachterliche Beurteilung des 

Integritätsschadens nicht nachvollziehbar. Insbesondere fehlt eine Begründung, 

weshalb lediglich die Femoropatellararthrose berücksichtigt wurde. Denn für die MZR-

Gutachter stand bei der Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit vor allem die 

Schmerzsymptomatik im Bereich beider Unterarme im Vordergrund (UV-act. M85) und 

es ist mangels gutachterlicher Auseinandersetzung nicht leichthin verständlich, 

weshalb dieses Leiden keine dauernde und erhebliche Schädigung darstellt. Es fehlt an 

einer umfassenden Beurteilung des Integritätsschadens. Die Sache ist daher bezüglich 

der Bemessung des Integritätsschadens zur Vornahme weiterer medizinischer 

Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Dabei werden die 

medizinischen Experten, mit Blick darauf, dass die MZR-Gutachter mit einer Zunahme 

der Beeinträchtigung der Integrität rechneten (UV-act. M84, S. 55), auch zur bislang 

nicht näher abgeklärten Frage Stellung zu nehmen haben, ob voraussehbare 

Verschlimmerungen im Sinn von Art. 36 Abs. 4 UVV vorliegen.

5. 

5.1 Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid in teilweiser 

Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der Beschwerdeführerin eine 15%ige 

Invalidenrente mit unbestritten gebliebener Wirkung ab 1. November 2010 

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zuzusprechen. Zur Rentenfestsetzung ist die Sache an die Beschwerdegegnerin 

zurückzuweisen. Betreffend den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ist die 

Sache zu weiteren medizinischen Abklärungen und zu neuer Verfügung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

5.2 Gerichtskosten sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

5.3 Ausgangsgemäss hat die Beschwerdeführerin einen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung für die Kosten der Vertretung und Prozessführung (Art. 61 lit. g 

ATSG). Dabei ist vorliegend von einem vollen Obsiegen der Beschwerdeführerin 

auszugehen (vgl. betreffend Überklagung Urteil des Bundesgerichts vom 25. Januar 

2008, 9C_466/2007, E. 5; betreffend Rückweisung zur Vornahme weiterer Abklärungen 

vgl. BGE 132 V 215 E. 6.2). Die Parteientschädigung ist vom Gericht ermessensweise 

festzusetzen, wobei insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand 

Rechnung zu tragen ist. In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte 

und Rechtsagenten (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'000.-- bis Fr. 12'000.--. Mit 

Blick auf vergleichbare Fälle (vgl. etwa Urteil des Versicherungsgerichts vom 14. April 

2010, UV 2008/88) erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 

VRP entschieden:

1.  Die Beschwerde wird zur Aufhebung des Einspracheentscheids vom 16. Mai 2011 

dahingehend gutgeheissen, dass der Beschwerdeführerin eine 15%ige Invalidenrente 

mit Wirkung ab 1. November 2010 zugesprochen und die Sache zur Rentenfestsetzung 

und zu weiteren medizinischen Abklärungen und neuer Verfügung über den Anspruch 

auf eine Integritätsentschädigung im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird.

2.  Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.  Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung von 

Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

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	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 07.03.2012
	Art. 6, Art. 15 und Art. 24 UVG: Rentenanspruch und Integritätsentschädigung. Interdisziplinäres Gutachten bezüglich Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit beweiskräftig. Bestimmung der Vergleichseinkommen. Höhe Tabellenlohnabzug. Keine beweiskräftige medizinische Beurteilung des Integritätsschadens. Rückweisung zur Vornahme weiterer Abklärungen (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. März 2012, UV 2011/44).

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