# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 852e0927-bcba-50a0-a0e9-da7b929274c4
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-06-14
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 14.06.2006 PZ 2006 70
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_PZ-2006-70_2006-06-14.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Tribunale cantonale dei Grigioni
Dretgira chantunala dal Grischun

___________________________________________________________________________________________________

Ref.: Chur, 14. Juni 2006 Schriftlich mitgeteilt am: 
PZ 06 70

Verfügung
Kantonsgerichtspräsidium

Vorsitz Vizepräsident Schlenker
Aktuar Blöchlinger

——————

Im Rekurs

des X., Gesuchsgegner und Rekurrent, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. 
Diego Quinter, Goldgasse 11, 7002 Chur,

gegen

die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Albula vom 27. März 2006, mit-
geteilt am 29. März 2006, in Sachen der Z., Gesuchstellerin und 
Rekursgegnerin, vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel, 
Postfach 474, Reichsgasse 65, 7002 Chur, 

betreffend Eheschutz,

hat sich ergeben:

2

A. Z., geboren am H., und X., geboren am I., heirateten am 3. Juli 
1998 vor dem Zivilstandsamt C.. Sie sind Eltern des am F. geborenen A. und 
des am G. geborenen B.. X. arbeitete von 1991 bis 1997 in einem 
Gartenbaugeschäft in C., wo sich die Parteien auch kennen gelernt hatten. 
Anschliessend kehrte X. nach Deutschland zurück, wo er ein eigenes 
Gartenbaugeschäft betrieb. Z. folgte ihm nach und arbeitete im administrativen 
Bereich des Geschäfts mit. Im Sommer 2005 kam es zur Trennung des Paares. 
Z. lebt seither mit den Kindern in der Schweiz. 

B.1. Am 14. November 2005 liess Z. beim Bezirksgerichtspräsidium 
Albula ein Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen im Sinne von Art. 171 
ff. ZGB einreichen, in welchem folgende Begehren gestellt wurden: 

1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit 23. August 2005 getrennt 
leben.

2. Die gemeinsamen Kinder A., geboren F., und B., geboren G., seien 
unter die Obhut der Gesuchsstellerin zu stellen.

3. Dem Gesuchsgegner sei das Recht einzuräumen, die beiden Kin-
der A. und B. am 1. und 3. Wochenende des Monats von Samstag 
10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr in der Schweiz zu besuchen.

4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchsstellerin 
monatlich zum voraus bis Ende Dezember 2005 Fr. 2'000.00 zu-
züglich Kinderzulagen (aktuell € 308.00)zu bezahlen; darüber hin-
aus sei er zu verpflichten, die Krankenkassenprämien für die Ehe-
frau und die Kinder bis Ende Jahr 2005 zu bezahlen. Im weiteren 
sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, mit Wirkung ab 1. Januar 
2006 die folgenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:

a) für A. und B. je Fr. 750.00 zuzüglich gesetzliche und/oder 
vertragliche Kinderzulagen (derzeit € 308.00)

b) für die Gesuchsstellerin persönlich Fr. 2'263.00.

5. Der PW VW-Transporter sei der Gesuchsstellerin zur alleinigen Be-
nützung zuzuweisen.

6. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin sämtli-
che noch in seinem Haus verbliebenen Kindersachen (Kleider, Ski-
helm und Skibrillen) zu bringen.

7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchsgeg-
ners.

2. In seiner Stellungnahme vom 3. Januar 2006 liess X. folgende 
Anträge stellen:

1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit 28. Juli 2005 getrennt le-
ben.

3

2. Die gemeinsamen Kinder A., geb. J., und B., geb. K., seien unter 
die Sorge der Gesuchsstellerin zu stellen.

3. Dem Kindsvater sei das Recht einzuräumen, die beiden Kinder A. 
und B. am 1. Wochenende des Monats von Freitag, 13.00 Uhr bis 
Sonntag, 18.00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Zusätzlich sei 
der Gesuchsgegner zu berechtigen, an den Feiertagen 
Weihnachten, Ostern und Pfingsten die Kinder abwechslungsweise 
zu sich auf Besuch nehmen zu dürfen. Der Gesuchsgegner sei 
zudem zu berechtigen, mit seinen beiden Kindern jährlich fünf 
Wochen Ferien auf seine Kosten zu verbringen.

4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Gesuchsgegner bereit 
ist, freiwillig an den Unterhalt seiner Familie monatlich total CHF 
1'800.00 exkl. allfälligen Kinderzulagen zu bezahlen (je Kind CHF 
800.00 und CHF 200.00 für die Gesuchsstellerin).

5. Die Gesuchsstellerin sei zu verpflichten, das Fahrzeug VW-Trans-
porter dem Gesuchsgegner samt dazugehörigen Fahrzeugpapieren 
umgehend herauszugeben.

6. Soweit im Gesuch vom 14.11.2005 Anträge zum weiteren Nachteil 
des Gesuchsgegners gestellt werden, sei es abzuweisen.

7. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge zu Lasten der Gesuchsstellerin.

3. Am 20. Januar 2006 fand vor dem Bezirksgerichtspräsidium Albula 
eine mündliche Verhandlung statt, an welcher die Parteien mit ihren Rechts-
vertretern teilnahmen. Im Nachgang zu dieser Verhandlung vermochten die 
Parteien eine Teilvereinbarung abzuschliessen. Ausserdem erhielten die Par-
teien Gelegenheit, sich nochmals schriftlich zu äussern. 

C. Mit Verfügung vom 27. März 2006, mitgeteilt am 29. März 2006, 
erkannte der Bezirksgerichtspräsident Albula:

1. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Eheleute seit 28. Juli 
2005 getrennt leben.

2. Die Teilvereinbarung vom 25.01./08.02.2006 mit folgendem Wort-
laut wird genehmigt:

1. Die Ehegatten halten fest, dass sie seit 28. Juli 2005 getrennt 
leben.

2. Die gemeinsamen Kinder A., geboren F., und B., geboren G., 
werden unter die Obhut der Mutter gestellt.

3. Der Vater hat das Recht, seine Söhne wie folgt mit sich auf Be-
such zu nehmen:

04.02.2006, 10.00 Uhr bis 05.02.2006, 18.00 Uhr, auszuüben 
in der Schweiz;

03.03.2006, 13.00 Uhr bis 05.03.2006, 18.00 Uhr, mit der Mög-
lichkeit, sie mit nach Deutschland zu nehmen;

4

Ostern: 13.04.1006, 13.00 Uhr bis 17.04.2006, 18.00 Uhr, mit 
der Möglichkeit, sie mit nach Deutschland zu nehmen;

29.04.2006, 10.00 Uhr bis 30.04.2006, 18.00 Uhr, auszuüben 
in der Schweiz;

Pfingsten: 02.06.2006, 13.00 Uhr, bis 05.06.2006, 18.00 Uhr, 
mit der Möglichkeit, sie mit nach Deutschland zu nehmen:

danach an jedem ersten Wochenende im Monat von Freitag, 
13.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr, ohne Einschränkung in Be-
zug auf den Besuchsort.

Darüber hinaus hat der Vater das Recht, mit den Kindern jähr-
lich vier Wochen Ferien zu verbringen; im Sommer 2006 wird 
der Vater A. und B. vom 24. Juli bis 6. August 2006 mit sich in 
die Ferien nehmen.

4. Über die Höhe des von X. an den Unterhalt der von ihm ge-
trennt lebenden Ehefrau und Kinder zu bezahlenden Beitrages 
soll der Gerichtspräsident entscheiden. Bis und mit Dezember 
2005 ist X. seiner Unterhaltspflicht gegenüber der Familie 
restlos nachgekommen. Mit Wirkung ab 1. Januar 2006 bis zum 
Vorliegen dieses Entscheides verpflichtet sich X. ohne Präjudiz, 
Z. an ihren Unterhalt und den Unterhalt der Kinder monatlich im 
Voraus akonto Fr. 2'200.00 (exkl. Kinderzulagen) zu bezahlen. 
Die Kinderzulagen bezieht Z. direkt.

5. X. erklärt sich bereit, Z. bis Ende März 2006 den VW-
Transporter zur Benützung zu überlassen. Versicherung und 
Strassengebühren hat X. - in Anrechnung an seine Un-
terhaltspflicht bereits bis Dezember 2006 bezahlt; Z. kommt für 
alle übrigen Auslagen, die das Fahrzeug verursacht selber auf 
und sichert zu, das Fahrzeug spätestens am 1. April 2006 
inklusive der Fahrzeugpapiere, Schlüssel und Sommer- und 
Winterreifen in der Schweiz an Herrn X. zu übergeben.

6. Die Kosten für das Eheschutzverfahren seien durch den Ge-
richtspräsidenten zu verlegen. Die ausseramtlichen Kosten 
werden wettgeschlagen.

3. X. wird verpflichtet, seiner Ehegattin an den Unterhalt der beiden 
Kinder A. und B. monatlich im voraus, beginnend am 1. Januar 
2006, je Fr. 750.00 zu entrichten.

4. X. wird verpflichtet, seiner Ehegattin an ihren Unterhalt monatlich 
und im voraus, beginnend am 1. Januar 2006, Fr. 2'263.00 zu 
entrichten.

5. Allfällige, seit 1. Januar 2006 tatsächlich geleistete Unterhalts-
zahlungen im Sinne der Vereinbarung vom 25.01./08.02.2006 
dürfen mit den Zahlungen im Sinne von Ziffer 3 und 4 hievor ver-
rechnet werden.

6. Das Gesuch von Z., ihr Ehemann möge ihr bestimmte Haus-
haltsgegenstände bringen, wird abgewiesen.

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7. Das Gesuch von Z., den Ehemann zu verpflichten, die Kleider und 
gewisse Spielzeuge und Gegenstände der Kinder beizubringen, 
wird im Sinne der Erwägungen gutgeheissen.

8. Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 1'600.00 gehen je zur Hälfte 
zulasten der Parteien und werden mit den geleisteten Kostenvor-
schüssen verrechnet.

9. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

10. (Rechtsmittelbelehrung)

11. (Mitteilung). 

D.1. Gegen diese Verfügung liess X. am 19. April 2006 Rekurs beim 
Kantonsgerichtspräsidium Graubünden erheben, wobei folgende Anträge 
gestellt wurden:

1. Aufhebung der Dispositivziffern 3, 4, 5, 7, 8 und 9 in der angefoch-
tenen Verfügung.

2. Der Rekurrent sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Familie 
rückwirkend ab 1. Januar 2006 monatliche Unterhaltsbeiträge von 
max. Fr. 2'200.00 (wovon je CHF 800.00 für die beiden Kinder A. 
und B. und CHF 600.00 für die Ehefrau bestimmt sind) zu leisten, 
unter gleichzeitiger Anrechnung der bis dahin unter diesem Titel und 
für diesen Zeitraum von ihm erbrachten Leistungen.

3. Die vorinstanzlichen Kosten seien zu 3/4 der Rekursgegnerin und 
zu 1/4 dem Rekurrenten aufzuerlegen. Die Rekursgegnerin sei zu-
dem zu verpflichten, dem Rekurrenten für das vorinstanzliche Ver-
fahren eine angemessene ausseramtliche Entschädigung nach 
richterlichem Ermessen zu leisten.

4. Vorliegendem Rekurs sei die aufschiebende Wirkung zuzuerken-
nen.

5. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädi-
gungsfolge für vorliegendes Verfahren zulasten der Rekursgegne-
rin.

2. In ihrer Rekursantwort vom 3. Mai 2006 liess Z. die kostenfällige 
Abweisung des Rekurses beantragen. 

3. Mit Verfügung vom 20. April 2006 gewährte das Kantonsgerichts-
präsidium dem Rekurs in dem CHF 2'200.-- übersteigenden Betrag gestützt auf 
Art. 12 Abs. 2 EGzZGB die aufschiebende Wirkung. 

4. Auf die Begründung der Anträge und die Ausführungen in der 
angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Er-
wägungen eingegangen.

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Das Kantonsgerichtspräsidium zieht in Erwägung:

1. Der Rekurrent verlangt eine Reduzierung des Ehegattenunterhalts 
und eine Abänderung der Kinderunterhaltbeiträge. Die Rekursgegnerin 
beantragt die vollumfängliche Abweisung des Rekurses. Bei der Festsetzung 
der Unterhaltsbeiträge für unmündige Kinder gilt die Offizialmaxime. Demge-
mäss ist der Sachverhalt unabgängig von den Angaben und Anträgen der 
Parteien von Amtes wegen zu erforschen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 
24. April 2000, 5P.460/2000). Diese umfassende Prüfung ist umso mehr ge-
boten, als in Bezug auf die Kinderunterhaltsverpflichtung ein deutlich höherer 
Betrag im Streit liegt, als die Anträge auf den ersten Blick vermuten lassen. 

a) Die Rekursgegnerin weist darauf hin, dass die Kinder auch in der 
Schweiz - wenn auch im geringeren Mass als bisher in Deutschland - Anspruch 
auf das deutsche Kindergeld hätten. Im weiteren vertritt sie die Auffassung, 
gestützt auf den vorinstanzlichen Entscheid habe ihr der Rekurrent an den 
Unterhalt jedes Kindes CHF 750.-- zuzüglich des nach deutschem Recht aus-
bezahlten Kindergeldes, das bis anhin € 154 (CHF 237.--, mittlerer Umrech-
nungskurs 1.54) betrug, zu bezahlen. Sie geht demnach davon aus, dass sich 
der tatsächliche Kinderunterhalt auf jeweils CHF 987.-- beläuft. Das trifft offen-
kundig genauso wenig zu wie der Vorwurf des Rekurrenten, der Bezirksge-
richtspräsident habe ihn benachteiligt, indem er das ausbezahlte Kindergeld von 
je € 154, total somit € 308, nicht in die Bedarfsberechnung mit einbezogen habe. 

b) Tatsache ist, dass Z. im vorinstanzlichen Verfahren den Antrag 
stellte, es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, für die Söhne A. und B. je 
CHF 750.-- zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen zu 
bezahlen. Vom Bezirksgerichtspräsidenten Albula zugesprochen wurden in Ziff. 
3 des Dispositivs des Entscheids je CHF 750.--. Von irgendwelchen Zulagen, 
die zusätzlich zu entrichten wären, ist nicht die Rede. Ebenso wenig ist dies in 
den Erwägungen des angefochtenen Entscheids der Fall. Der Bezirksge-
richtspräsident gelangte zur Feststellung, dass das Einkommen knapp den Be-
darf der Parteien deckt. Angesichts dessen, dass das Kindergeld bis anhin im-
merhin € 308 bzw. CHF 474.--, ausmachte, hätte der Bezirksgerichtspräsident 
aber bei solchen Verhältnissen unweigerlich auf die Frage der Anrechnung des 
Kindergeldes an den Unterhalt zu sprechen kommen müssen, wenn er die 
Auffassung vertreten hätte, es bestünde ein entsprechender Aus-
zahlungsanspruch. Dies umso mehr, als die Gesuchstellerin explizit den Antrag 

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stellte, das Kindergeld sei zusätzlich zu entrichten. Tatsächlich setzte sich der 
Bezirksgerichtspräsident aber mit der Frage, ob und inwiefern das Kindergeld 
zukünftig zur Auszahlung gelangt, an keiner Stelle seines Entscheids ausein-
ander. Daraus drängt sich der im Übrigen durch eine telefonischen Rückfrage 
beim Bezirksgerichtspräsidenten Albula bestätigte Schluss auf, dass das Kin-
dergeld beim vorinstanzlichen Entscheid überhaupt keine Bedeutung spielte 
und insofern der Entscheid auch keine Aussage in Bezug auf das Verhältnis 
zwischen Kinderunterhaltsbeiträge und Kindergeld macht. Entsprechend lässt 
sich aber auch nicht zur Feststellung gelangen, der Entscheid sehe ausdrück-
lich die zusätzliche Entrichtung des Kindergeldes vor. 

c) Art. 285 Abs. 2 ZGB bestimmt nun allerdings, dass Kinderzulagen, 
Sozialversicherungsrenten und ähnliche für den Unterhalt des Kindes be-
stimmte Leistungen, die den Unterhaltspflichtigen zustehen, zusätzlich zum 
Kindesunterhaltsbeitrag zu zahlen sind, soweit das Gericht es nicht anders an-
ordnet. Wie aus dem Wortlaut der Bestimmung folgt, fallen darunter jedoch nur 
Leistungen, die dem Kind selbst zustehen oder den Eltern zweckgebunden - zur 
Deckung des Unterhaltsbedarfs - ausbezahlt werden. Nicht erfasst sind 
hingegen Leistungen, die den Eltern persönlich und zur freien Verfügung aus-
gerichtet werden, um sie allgemein zu entlasten und die lediglich zur Erfüllung 
der Unterhaltsverpflichtung beitragen sollen (vgl. C. Hegnauer, Berner Kom-
mentar, N. 91 f. zu Art. 285 ZGB). Beim deutschen Kindergeld handelt es sich 
nicht um eine Sozialversicherungsleistung, sondern - worauf noch näher einzu-
gehen sein wird (vgl. die Erwägungen in Ziff. 7.e) - um eine monatlich 
ausgerichtete Steuervergütung. Das Kindergeld erhöht insofern die Leis-
tungsfähigkeit der Eltern und versteht sich als Element des (steuerlichen) Fa-
milienleistungsausgleichs, der die Freistellung eines Einkommensbeitrags in 
Höhe des Existenzminimums eines jeden Kindes gewährleisten will. Zwar soll 
das Kindergeld in der Folge auch für den Unterhalt des Kindes verwendet 
werden. Das Kind hat jedoch keinen Anspruch auf das Kindergeld. Die Eltern 
können das Kindergeld für sich behalten, wenn das Kind nicht bedürftig ist oder 
wenn sie selbst trotz des Kindergeldanspruchs ausserstande sind, einen 
Unterhaltsbeitrag zu leisten. Das Kindergeld ist somit nach der deutschen 
Konzeption nicht ausschliesslich für das Kind, sondern vielmehr für die Eltern 
bestimmt (vgl. dazu Markus Krapf, Die Koordinaten von Unterhaltsbeitrag und 
Sozialversicherungsleistung, Diss. Freiburg 2004,S. 97 f.). Entsprechend regelt 
§ 1612b BGB auch nicht die Pflicht der Eltern, das Kindergeld dem Kind wei-
terzuleiten, sondern er schafft lediglich einen Ausgleich bezüglich des Kinder-

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geldanspruchs unter den Eltern. Handelt es sich beim deutschen Kindergeld 
aber nicht um eine zweckgebundene, ausschliesslich dem Kind zukommende 
Leistung, fällt es auch nicht unter Art. 285 Abs. 2 ZGB. Daraus folgt, dass nach 
Massgabe des vorinstanzlichen Entscheids weder eine ausdrücklich vom 
Richter angeordnete, noch eine gesetzlich vorgegebene Verpflichtung besteht, 
das Kindergeld jeweils zusätzlich zum verfügten Kinderunterhaltsbeitrag zu 
leisten. Dies hat aber wiederum zur Konsequenz, dass im vorliegenden Re-
kursverfahren zusätzlich auch das betragsmässig nicht unwesentliche Kinder-
geld in die Unterhaltsbemessung einbezogen werden muss. 

2. Der Rekurrent macht geltend, der Bezirksgerichtspräsident Albula 
sei bei der Ermittlung der Leistungsfähigkeit zu Unrecht von einem Durch-
schnittsgewinn ausgegangen und habe ihm damit ein völlig unrealistisches 
Einkommen angerechnet. Es könne nur auf die Zahlen des Jahres 2005 abge-
stellt werden. Die wirtschaftlich schwache Lage, der Abgang der im Betrieb 
ebenfalls mitwirkenden Ehefrau und die beim Rekurrenten durch die Ehetren-
nung eingetretenen Änderungen in organisatorischer Hinsicht hätten dazu ge-
führt, dass der Gewinn erheblich tiefer als in den vorangegangenen Jahren 
ausgefallen sei. Im Durchschnitt habe er - wie sich dem eingereichten Abschluss 
entnehmen lasse - nur noch monatlich € 1'816.70 erwirtschaftet. Ob sich das 
Einkommen wieder jenem in früheren Jahren angleichen werde, sei mehr als 
fraglich. Dies hänge mit Bestimmtheit nicht vom guten Willen des Rekurrenten, 
sondern vielmehr von der Auftragslage und weiteren externen Faktoren ab. Der 
Rekurrent werde sich auch in Zukunft noch um die Arbeit kümmern müssen, 
welche bis anhin seine Ehefrau für den Betrieb erbracht habe. Das Jahr 2004 
sei ein Ausnahmejahr mit einem Spitzenumsatz von rund CHF 195'000.-- 
gewesen. Demgegenüber habe der Umsatz im Jahre 2005 nur rund CHF 
128'000.-- betragen. Ins Gewicht gefallen seien die höheren Personalkosten, 
die mit der Einstellung einer Drittkraft im Jahre 2004 sprunghaft angestiegen 
seien. 

a) Weist ein selbständig erwerbender Unterhaltspflichtiger ein stark 
schwankendes Einkommen auf, ist auf ein Durchschnittseinkommen abzustel-
len. Massgebend ist demgemäss der durchschnittliche Geschäftserfolg mehre-
rer - in der Regel der letzten drei - Jahre, wobei es sich unter Umständen 
rechtfertigen kann, besonders gute und besonders schlechte Abschlüsse aus-
ser Acht zu lassen (Urteil des Bundesgerichts 5P.342/2001 vom 20. Dezember 
2001 E. 3.a mit Hinweisen). Gleich präsentiert sich die Praxis in Deutschland 

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(vgl. Palandt, Bürgerliches Gesetzbuch, 65. Auflage, 2006, N. 32 zu § 1361 
BGB). Nur bei stetig sinkenden oder steigenden Erträgen gilt der Gewinn des 
letzten Jahres als massgebendes Einkommen (Bräm/Hasenböhler, Zürcher 
Kommentar zum ZGB, Teilband II/1c, 1993, N. 77 zu Art. 163 ZGB). Denn 
diesfalls zeigt sich in der Einkommensentwicklung eine gegen den Durch-
schnittswert sprechende Tendenz. In solchen Fällen sind die Ursachen für die 
kontinuierliche Abnahme bzw. Zunahme des Einkommens näher zu prüfen. 
Wohl muss dabei im Fall der steten Abnahme des Einkommens immer auch die 
Möglichkeit einer absichtlichen, der Reduzierung der Unterhaltspflicht die-
nenden Verringerung der Leistungsfähigkeit in Betracht gezogen werden. Er-
scheinen die für die Einkommensverringerung geltend gemachten Gründe 
jedoch als glaubhaft, ist diesen auch Rechnung zu tragen. Es ist nicht schema-
tisch auf einen Mittelwert abzustellen, sondern die für die Zukunft massgebliche 
Leistungsfähigkeit - ausgehend vom letztmals belegten Einkommen - anhand 
des zu erwartenden Geschäftsgangs festzulegen. 

b) Was der Rekurrent in Bezug auf sein zukünftiges Einkommen vor-
bringt, vermag nicht zu überzeugen. Wohl hat er als Belege für seine Behaup-
tungen für das Jahr 2005 einen Zwischen- und einen Jahresabschluss einge-
legt, die einen deutlichen Rückgang des Gewinns aufzeigen. Den Abschlüssen 
kommt jedoch, nachdem diese nur gestützt auf die vom Rekurrenten gelieferten 
Daten zustande kamen, nicht mehr als der Wert einer Parteibehauptung zu. 
Dieser Parteibehauptung kann grundsätzlich nicht mehr Glaubwürdigkeit bei-
gemessen werden, als jener der Rekursgegnerin, die geltend macht, der Ge-
winn des Jahres 2005 sei deutlich höher. Die Rekursgegnerin war - was un-
bestritten ist - bis zur Trennung für die Büroarbeiten besorgt und hatte insofern 
einen guten Einblick in den Geschäftsgang. Unter Hinweis auf verschiedene 
namentlich genannte Kunden führt sie aus, es seien bei der Erstellung der 
Jahresrechung nicht alle Kundenguthaben und angefangenen Arbeiten berück-
sichtigt wurden. Es fehlten die Rechnungen von Dauerauftragskunden wie auch 
etwa die Rechnungen für zwei erstellte Gartenneuanlagen. Diese Angaben ver-
mochte der Rekurrent nur teilweise zu entkräften. So hat er wohl im Einzelnen 
und unter Einreichung einer Umsatzzusammenstellung samt entsprechender 
Belege aufgezeigt, welche Arbeiten er in Rechnung gestellt hat. Auch gibt er an, 
der Wert der noch nicht in Rechnung gestellten Arbeiten belaufe sich auf € 
15'880.--. Im Ordner Debitoren A-H 2005 findet sich sodann eine offenbar vom 
Rekurrenten verfasste Zusammenstellung der nicht abgerechneten Arbeiten für 
Kunden, die teilweise auch von der Rekursgegnerin erwähnt wurden. Einerseits 

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lassen sich die dort gemachten Betragsangaben nun aber nicht überprüfen. 
Anderseits sind in der Zusammenstellung aber auch längst nicht alle Kunden 
aufgeführt, die nach Angaben der Rekursgegnerin zum Dauerkundenstamm zu 
zählen sind. Mit Vorsicht ist auch die Behauptung des Rekurrenten zu genies-
sen, er habe im Falle von zwei von der Rekursgegnerin konkret genannten 
Kunden nur als Freund beratend zur Seite gestanden und die produktiven Ar-
beiten seien nicht von ihm verrichtet worden. Abgesehen davon, dass der Re-
kurrent in diesem Zusammenhang nicht explizit behauptet, es seien keine 
geldwerten Leistungen erbracht worden, gibt die Rekursgegnerin - nicht weni-
ger glaubhaft - an, bei den beiden Personen handle es sich um Nachbarn, für 
die der Rekurrent auch grössere Gartenarbeiten mit Maschinen ausgeführt 
habe. Sie selbst habe ihren Mann auf den Baustellen besucht und dabei gese-
hen, wie er und sein Mitarbeiter unter Einsatz von schwerem Gerät verschie-
dene Arbeiten ausgeführt hätten. Erwähnenswert erscheint auch die Tätigkeit 
des vom Rekurrenten als besonderer Kostenfaktor erwähnten Mitarbeiters. 
Dieser ist offenbar im Stundenlohn angestellt. Gemäss den Abrechnungen für 
die Monate Januar bis März waren diesem nur geringfügige Zahlungen zu 
leisten. In allen übrigen Lohnabrechnungen, die sich noch in den Akten finden 
liessen, wurden in der Folge jedoch über dem Soll liegende Stunden ausgewie-
sen (März 24, April 62, Mai 22.5, Juni 50.5, August 8, November 32), was kla-
rerweise gegen eine schlechte Auftragslage spricht. Schlicht unvereinbar mit der 
Behauptung, X. habe im Jahre 2005 durchschnittlich nur monatlich € 1'816.70 
erwirtschaftet, verträgt sich die Tatsache, dass gleichzeitig nur schon allein für 
Versicherungen, Vorsorge, Bauspar- und Hypothekarkredite für das Jahr 2005 
private monatliche Zahlungen von € 1'661.88 ausgewiesen werden. Dabei 
macht nicht einmal der Rekurrent geltend, man habe sich im letzten Jahr in der 
Lebenshaltung im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich einschränken müssen. 
Die vorgenannten Umstände dürfen zusammenfassend durchaus als Indiz da-
für gesehen werden, dass der Rekurrent möglicherweise mehr Umsatz und 
letztlich auch mehr Gewinn erzielt hat, als er im Jahresabschluss ausweist. Wie 
es sich damit verhält, kann letztlich offen bleiben. Denn in jedem Fall handelt es 
sich - wie im Folgenden dargelegt wird - beim Jahr 2005 nicht um ein für das 
Einkommen des Rekurrenten repräsentatives Jahr. 

c) Als Grund für den geltend gemachten anhaltenden Gewinnein-
bruch beruft sich der Rekurrent auf die wirtschaftlich schwache Lage, mithin auf 
einen wirtschaftlich bedingten, im nächsten Jahr anhaltenden Rückgang in der 
allgemeinen Auftragslage. Ein solcher konjunkturell bedingter Auftragseinbruch 

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besteht nicht. Gemäss Brachendaten der Verbände des Garten-, Landschafts- 
und Sportplatzbau weist Baden Württemberg im GaLaBau in den letzten drei 
Jahren eine eher steigende Umsatzentwicklung aus (vgl. dazu die Grafik unter 
galabau-bw.de/bw/homepage.aspx). Die wirtschaftliche Lage stellt mit anderen 
Worten für einen etablierten Betrieb wie jenen des Rekurrenten sicherlich kei-
nen Grund für den Umsatzrückgang im Jahre 2005 dar. Ebenso wenig ist ein 
solcher für das laufende Jahr zu erwarten. Über 80% der deutschen GaLaBau-
betriebe beurteilen die Zukunft der Branche im aktuellen Jahr als positiv (vgl. zu 
diesen Ausführungen www.galabau.de/homepage.aspx Rubrik InfoCenter, 
Pressemitteilung vom 15. Mai 2006). 

Alsdann macht der Rekurrent geltend, er müsse den Abgang der eben-
falls im Betrieb mitarbeitenden Ehefrau verkraften. Die Ehefrau arbeitete indes-
sen nicht unentgeltlich im Betrieb mit. Sie erhielt für ihren Teilzeiterwerb im 
Umfang von 35% einen Lohn von brutto € 560.--. Nachdem der Rekurrent dar-
auf hinweist, dass in seinem Betrieb keine Schwarzarbeit geleistet wird, ist da-
von auszugehen, dass mit dem Lohn die tatsächlich erbrachte Arbeitsleistung 
abgegolten wurde. Diesen Lohn kann der Rekurrent auch einer neu teilzeitig 
angestellten Person entrichten. Er braucht folglich auch nicht dauerhaft zu 
Lasten seiner Tätigkeit als Gärtnermeister alle Büroarbeiten selbst zu erledigen. 
Entsprechend ist durchaus davon auszugehen, dass sich der Weggang der 
Ehefrau in einer ersten Phase nach der Trennung, in der sich der Rekurrent 
umorganisieren musste, ausgewirkt hat. Ein dauerhafter und ins Gewicht fal-
lender Einfluss auf das Geschäftsergebnis ist hingegen kaum zu erwarten. 

Sodann ist es wohl richtig, dass der Rekurrent - wie dargelegt wurde - im 
Jahre 2004 einen zusätzlichen Mitarbeiter eingestellt hat. Die Behauptung des 
Rekurrenten, durch die Anstellung dieser Drittkraft seien die Personalkosten 
sprunghaft und anhaltend angestiegen, trifft so nicht zu. Wie der Rekurrent 
selbst einräumt, schied eine Person im Jahre 2005 aus. Diesem Mitarbeiter 
wurden im Jahre 2005 in den ertragsschwachen Monaten Januar und Februar 
2005 noch € 1'540.-- bzw. € 645.-- ausbezahlt. Solche Zahlungen fallen zu-
künftig nicht mehr an und der Personalaufwand wird sich entsprechend redu-
zieren. 

Als letzter vom Rekurrenten geltend gemachter Faktor verbleibt die mit 
der Ehetrennung verbundene persönliche Belastung. Dass die vor der Trennung 
eskalierenden Spannungen, der Wegzug der Rekursgegnerin und der Kinder in 

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die Schweiz, die Trennung von der Familie und die Streitigkeiten betreffend 
Regelung des Getrenntlebens sich negativ auf das Leistungsvermögen des 
Rekurrenten ausgewirkt haben können, erscheint naheliegend. Die Trennung 
fand jedoch bereits im Sommer 2005 statt. Es darf demnach davon 
ausgegangen werden, dass die grössten persönlichen Probleme bis Ende Jahr 
überwunden waren und X. wieder im gleichen Umfang wie in früheren Jahren 
seiner Tätigkeit nachzugehen vermag. So betont der Rekurrent denn auch in 
seiner Eingabe, dass er durchaus gewillt sei, wieder ein Einkommen wie in 
früheren Jahren zu erzielen. Alsdann ist X. offenbar auch eine neue Beziehung 
eingegangen, was sich zusätzlich stabilisierend ausgewirkt haben dürfte. 

Zusammenfassend ist demnach aus den vom Rekurrenten geltend ge-
machten Gründe nicht darauf zu schliessen, dass er im Jahre 2006 wiederum 
ein derart aussergewöhnlich tiefes Einkommen erwirtschaften wird, wie er es 
letztlich nur für das Jahr 2005 ausgewiesen hat. Dies stellte im Übrigen auch die 
Vorinstanz fest. Stellt das Jahr 2005 unter dem Vorbehalt der oben gemachten 
Ausführungen eine Ausnahme dar, ist es bei der Einkommensberechnung auch 
nicht repräsentativ. Entsprechend ist es nach der dargelegten Praxis auch nicht 
- wie es die Vorinstanz getan hat - in die Durchschnittsbetrachtung 
einzubeziehen. Vielmehr ist allein auf die aussagekräftigen Vorjahre abzustel-
len. Im Jahre 2002 erzielte X. einen Gewinn vor Steuern von € 55'238. Im Jahre 
2003 waren es € 65'307. Im Jahre 2004 resultierte schliesslich ein Gewinn von 
€ 60'840. Weshalb das Jahr 2004 - wie der Rekurrent geltend macht - als 
absolutes Spitzenjahr unbeachtlich sein soll, ist nicht ersichtlich. 
Überdurchschnittlich hoch war in jenem Jahr nur der Umsatz, was nicht weiter 
erstaunt, nachdem der Rekurrent damals zwei weitere Arbeitskräfte 
beschäftigte. Gewinnmässig bewegte sich das Jahr 2004 jedoch genau im 
Durchschnitt der Vorjahre. Auch darauf ist allerdings nicht weiter einzugehen. 
Die Jahre 2002 und 2003 belegen, dass es dem Rekurrenten durchaus möglich 
ist, ein Gewinn vor Steuern von rund € 55'000.-- bzw. rund CHF 84'700.-- zu 
erzielen. Dies sind monatlich CHF 7'058.--. Damit wird dem Rekurrenten letzt-
lich ein Gewinn angerechnet, der sich immer noch deutlich unter dem errech-
neten Durchschnitt bewegt. 

3. Der Rekurrent macht im Weiteren geltend, seine Ehefrau habe 
während der gemeinsamen Zeit nicht aufgehört, ihm mit dem Wunsch in den 
Ohren zu liegen, sie wolle endlich extern arbeiten gehen. Heute wolle sie davon 
nichts mehr wissen. Dabei hätte seine Frau bei ihren Eltern in C. bleiben können. 

13

Diese hätten zeitweilig die Kinder betreuen und so der Rekursgegnerin einen 
Teilzeiterwerb ermöglichen können, was angesichts der knappen 
wirtschaftlichen Verhältnisse auch nötig sei. 

 Zutreffend ist, dass sich der finanzielle Bedarf der Familie durch 
die Trennung erheblich erhöht hat. Ausgewiesen ist sodann, dass die Rekurs-
gegnerin während der Dauer der Ehe teilzeitig einer Beschäftigung im Betrieb 
des Rekurrenten nachging. Ob die Rekursgegnerin - wie der Rekurrent sinn-
gemäss geltend macht - lieber ausserhalb des eigenen Betriebs einer Arbeit 
nachgegangen wäre, kann dahingestellt bleiben. Tatsache ist, dass sie bis an-
hin nicht auswärts, sondern zu Hause arbeitete, was jetzt - ob sie nun in C. oder 
in D. wohnt - nicht mehr möglich ist. Sodann macht die Rekursgegnerin geltend, 
der Wegzug von C. habe auf ihre Möglichkeit, einer Arbeit nachzugehen, keinen 
Einfluss gehabt. Ihr Vater wie auch ihre Mutter könnten die Kinderbetreuung 
nicht übernehmen, da beide arbeitstätig seien. Wie es sich damit verhält, kann 
ebenfalls dahingestellt bleiben. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung 
ist einem betreuenden Elternteil die Aufnahme einer Teilzeitarbeit erst 
zuzumuten, wenn das jüngste Kind mit zehn Jahren dem Kleinkindalter 
entwachsen ist (Pra. 2003 S. 971 f.; Urteil des Bundesgerichts 5C.45/2006 vom 
15. März 2006). Das verhält sich in Deutschland nicht anders. Gemäss Ziff. 17 
der unterhaltsrechtlichen Richtlinien der Familiensenate der Süddeutschen 
Oberlandesgerichte, Stand 1. Juli 2005, besteht eine Erwerbsobliegenheit des 
betreuenden Ehegatten in der Regel erst, wenn das jüngste Kind in die dritte 
Grundschulklasse kommt. Die nacheheliche Kinderbetreuung ist denn auch der 
häufigste Grund dafür, dass eine Erwerbstätigkeit nicht oder nur beschränkt zu-
mutbar ist. Dass die Rekursgegnerin mit den zugesprochenen Unter-
haltsbeiträgen von total CHF 3'763.-- nur knapp für den Lebensunterhalt aufzu-
kommen vermag und es insofern durchaus wünschbar wäre, wenn sie einer 
Teilzeitbeschäftigung nachgehen würde, steht ausser Frage. Solange das 
jüngste Kind der Parteien nicht einmal eingeschult ist, bleibt eine Verpflichtung 
zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit aber von vornherein ausgeschlossen. Ob 
sich die Anrechnung eines Teilerwerbseinkommens nach der Einschulung im 
Sinne einer Ausnahme vor dem 10. Altersjahr rechtfertigt, wäre anhand der 
dannzumal vorherrschenden Umstände zu prüfen. So können Drittpersonen 
auch nicht einfach gerichtlich verpflichtet werden, die Kinder der Litiganten zu 
betreuen, damit die Rekursgegnerin einer teilzeitigen Erwerbstätigkeit nach-
gehen kann. 

14

4. Bei der Bedarfsberechnung berücksichtigte der Bezirksgerichts-
präsident im Falle von X. den Grundbetrag von Fr. 1'100.--, Wohnkosten von Fr. 
810.--, Kosten der Krankenkasse von Fr. 440.-- und übrige Versicherungskosten 
von CHF 54.--. Dies ergab ein Minimalbedarf von CHF 2'404.--. Beim Bedarf 
von Z. und der beiden Kinder veranschlagte er Grundbeträge von CHF 1'250.-- 
(Z.), CHF 350 (A.), und CHF 250 (B.), einen Mietzins von CHF 1'610.-- (Netto-
miete CHF 1'490.--, Nebenkosten CHF 120.--), Krankenkassenkosten von ins-
gesamt 383.--, und übrige Versicherungskosten von CHF 30.--. Daraus resul-
tierte für Z. und die beiden Söhne ein Minimalbedarf von CHF 3'873.--. 

5. Der Rekurrent macht geltend, der Vorderrichter habe der Rekurs-
gegnerin zu Unrecht unter Hinweis auf die in der Agglomeration von Chur zu 
zahlenden Mietpreise eine stattliche 4 1/2-Zimmer-Wohnung für CHF 1'600.00 
pro Monat zugestanden. Abgesehen davon, dass in D. viel günstigere 
Mietzinsen anfielen als in Chur, gelte es das in Eheschutzverfahren geltende 
Prinzip zu beachten, wonach mit der Trennung auch keine Verbesserung des 
vorher gelebten Lebensstandards stattfinden dürfe. In Deutschland hätten sich 
die beiden Buben ein Zimmer mit einer Fläche von ca. 3 x 3 Meter geteilt. Nicht 
einzusehen sei, weshalb sie nun je über ein eigenes Zimmer verfügen sollten. 
Die der Ehefrau zuzugestehenden Wohnkosten dürften CHF 1'200.00 nicht 
übersteigen.

a) Einleitend gilt zu bemerken, dass der Vorderrichter - entgegen der 
Behauptung des Rekurrenten - nicht von einem Durchschnittszins in der Stadt 
Chur, sondern von einem Mittelwert in der Agglomeration Chur ausging. Wie 
eine Prüfung der Mietkosten anhand der vom Bundesamt für Statistik vorge-
nommenen Mietpreis-Strukturerhebung 2003 zeigt, beträgt der Nettomietzins 
einer 4 1/2-Zimmerwohnung in Graubünden durchschnittlich CHF 1'367.--. In 
dieser Berechnung enthalten ist sowohl der teure städtische wie auch der billi-
gere ausserstädtische Wohnraum. Der Nettomietzins der Wohnung der Re-
kursgegnerin beläuft sich auf CHF 1'490.--. Die Auffassung des Bezirksge-
richtspräsidenten, der von der Rekursgegnerin entrichtete Mietzins liege im 
Durchschnitt der in der Agglomeration Chur bezahlten Mietkosten, lässt sich 
insofern noch vertreten. 

b) Allerdings - und insofern ist dem Rekurrenten durchaus recht zu 
geben - werden nach der Praxis im Rahmen der eheschutzrichterlichen Be-
darfsberechnung bei einer erwachsenen Person mit zwei Kindern in ausser-

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städtischen Verhältnissen in der Regel lediglich rund CHF 1'350.-- als Miet-
kosten einer 3 1/2-Zimmerwohnung angerechnet. Dies zumindest dann, wenn 
der betreffenden Person - was vorliegend der Fall war - ausreichend Zeit für die 
Wohnungssuche zur Verfügung stand. Diese Regel gilt indes nur, wenn ausge-
sprochen enge finanzielle Verhältnisse gegeben sind. Sind ausreichend Mittel 
vorhanden, lässt sich durchaus eine grosszügigere Bemessung rechtfertigen. 
Denn diesfalls würde sich bei Anrechnung des Minimalzinses von CHF 1'350.-- 
letztlich nur der Überschuss vergrössern. An diesem Überschuss partizipiert der 
Dreipersonenhaushalt in deutlich grösserem Rahmen (in der Regel bei einer 
erwachsenen Person mit zwei Kleinkindern zu 2/3), womit der bei der Miete 
abgezogene Betrag regelmässig doch wieder dem grösseren Haushalt 
zugeschlagen wird. Wie ein Überschuss verwendet wird, ob dieser etwa zur 
Finanzierung eines besseren Wohnstandards benutzt wird, soll im Ermessen 
der Unterhaltsberechtigten bleiben. Wären die vorliegend angerechneten 
Wohnkosten zu reduzieren, müsste die Kürzung alsdann nicht nur zu Lasten der 
Rekursgegnerin, sondern auch zu Lasten der Kinder gehen. Denn diese wohnen 
im gleichen Haushalt und ihr Unterhalt umfasst auch einen Beitrag an die 
Wohnkosten. Insofern besteht denn auch ein gewisser Widerspruch zu den vom 
Rekurrenten gestellten Anträgen. So ist der Rekurrent bereit, den Kindern 
Unterhaltsbeiträge von je CHF 800.-- statt den von der Vorinstanz verfügten 
CHF 750.-- zu bezahlen. Damit gibt der Rekurrent an und für sich auch zum 
Ausdruck, dass er den Kindern doch etwas bessere Verhältnisse ermöglichen 
will. Nicht recht einzusehen ist, weshalb der Rekursgegnerin dann aber 
gleichzeitig vorgehalten wird, sie hätte keinen Anspruch auf eine Wohnung, in 
der jedes Kind über ein eigenes Zimmer verfügt. Denn letztlich resultieren die 
höheren Wohnkosten gerade aus dem Umstand, dass die Rekursgegnerin 
zugunsten der Kinder eine 4 1/2- statt eine 3 1/2-Zimmerwohnung gemietet hat. 
So ist dem Zwecke nach auch ein Teil der Kinderunterhaltsbeiträge - jeweils 
rund CHF 250.-- bis CHF 300.-- - als Beitrag zur Abgeltung der Wohnkosten 
gedacht. Rechnet man die vorgenannten Beträge den Mietkosten von CHF 
1'610.-- an, relativiert sich denn auch die Behauptung, die Rekursgegnerin 
wohne deutlich zu teuer. Insbesondere sind die Ehegatten aber - dies nicht nur 
bei den Wohnkosten, sondern bei der Bedarfsbemessung allgemein - gleich zu 
behandeln. Sind in knappen Verhältnissen einem Ehegatten nicht die 
tatsächlichen, über dem Minimum liegenden Wohnkosten anzurechnen, hat 
dies auch beim anderen zu geschehen. Zu recht wendet die Rekursgegnerin 
nun ein, auch bei ihrem Ehemann fielen an sich zu hohe Wohnkosten an. Der 
Bezirksgerichtspräsident hat dem in einem Einfamilienhaus lebenden Rekur-

16

renten seine tatsächlichen Wohnkosten von CHF 810.-- angerechnet. Gemäss 
Mietspiegel der Stadt E. beträgt die ortsübliche Nettomiete für eine 60 m2-
Wohnung in mittlerer Lage und mittlerem Ausbaustandard - auf mehr und 
besseren Wohnraum hat auch der Rekurrent keinen Anspruch - zwischen € 305 
(Baualtersgruppe I, mittlere Lage mittlere Ausstattung) und € 480 (Baual-
tersgruppe VIII, mittlere Lage und gute Ausstattung), durchschnittlich also € 392. 
Dies sind rund CHF 600.--. Damit wurden dem Rekurrenten selbst unter 
zusätzlicher Berücksichtigung von Nebenkosten von CHF 100.-- immer noch 
CHF 110.-- zuviel angerechnet. Noch weniger Grund zur Kürzung besteht aber 
namentlich dann, wenn man berücksichtigt, dass nach Praxis bei den Wohn-
kosten eines Eigenheims Amortisationszahlungen nicht zu berücksichtigen sind 
(vgl. dazu das Kreisschreiben vom 17. Januar 2001 betreffend Richtlinien für die 
Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 
SchKG) und insofern die Wohnkosten des Rekurrenten um die monatlichen 
Darlehensrückzahlungsraten von € 127.82 (CHF 196.--, vgl. act. 10 des Ge-
suchsgegners) aus Bausparvertrag zu reduzieren wären. Entsprechend ist auch 
auf eine Kürzung zu verzichten. 

6. Sodann macht der Rekurrent geltend, es seien ihm CHF 400.-- für 
die Abgeltung der aus der Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts resultie-
renden Fahrkosten an den Bedarf anzurechnen. Die Rekursgegnerin macht 
demgegenüber geltend, es sei die Pflicht des Rekurrenten, die Kinder zu holen 
und zu bringen. Es gehe nicht an, die damit verbundenen Auslagen der Kinds-
mutter in Rechnung zu stellen. 

a) Die vom Vorderrichter genehmigte Vereinbarung sieht ein regel-
mässiges Besuchs- und Ferienrecht des Vaters vor. Art. 273 Abs. 1 ZGB ver-
leiht dem nicht sorge- bzw. obhutsberechtigten Elternteil und den Kindern einen 
gegenseitigen Anspruch auf angemessenen persönlichen Verkehr. Der Rekur-
rent hat somit nicht nur das Recht auf persönlichen Verkehr mit seinen Söhnen, 
sondern es trifft ihn auch die Pflicht, dieses Recht wahrzunehmen. Wie aus der 
Vereinbarung aber auch aus der Argumentation der Parteien folgt, werden die 
Kinder grundsätzlich vom Vater in der Schweiz besucht bzw. abgeholt. Entspre-
chend sind den damit zusammenhängenden Auslagen auch bei der Bemessung 
des ihm zuzugestehenden Existenzminimums Rechnung zu tragen (vgl. Urteil 
des Bundesgerichts vom 11. Oktober 2005 7B.145/2005 E. 3.3.). 

17

b) Der Rekurrent verlangt einen Betrag von CHF 400.--. Dieser er-
scheint wohl hoch, lässt sich aber unter Berücksichtigung der grossen Fahr-
distanz - ein Weg beläuft sich auf rund 330 km - durchaus vertreten. Anderseits 
ist nicht zu übersehen, dass dem Rekurrenten für seine Lebenshaltungskosten 
ein deutlich zu hoher Grundbetrag angerechnet wurde. Der Grundbetrag von 
CHF 1'100.-- ist nach Massgabe der Richtlinien für die Berechnung des betrei-
bungsrechtlichen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG zur Deckung der Le-
benshaltungskosten in der Schweiz bestimmt. Für Deutschland ist ein deutlich 
tieferer Betrag zu veranschlagen. Gemäss Verordnung der Landesregierung 
über die Festsetzung der Regelsätze in der Sozialhilfe der Regierung des Lan-
des Baden-Württemberg, welche den vorerwähnten Richtlinien entsprechen, 
beträgt der Regelsatz für eine alleinstehende Person € 345.--. Dies entspricht 
CHF 530.-- und damit rund der Hälfte der tatsächlich berücksichtigten Grund-
bedarfskosten. Unter diesen Umständen erscheint es gerechtfertigt, lediglich die 
Hälfte der zusätzlich geltend gemachten Besuchskosten anzurechnen. Somit 
beläuft sich der Minimalbedarf des Rekurrenten auf total CHF 2'604.--. Nur 
nebenbei sei erwähnt, dass dem Rekurrenten damit immer noch ein deutlich 
höherer Minimalbedarf zugestanden wird, als er grundsätzlich in Deutschland 
angerechnet erhielte. Gemäss den bereits erwähnten Leitlinien der Süd-
deutschen Oberlandesgerichte darf bei der Unterhaltspflicht gegenüber dem 
Ehegatten und den gemeinsamen Kindern in jedem Fall der notwendige 
Selbstbehalt nicht unterschritten werden (Ziff. 21.4). Dieser beläuft sich beim 
Erwerbstätigen auf € 890, also rund CHF 1'370.--, wobei bereits Kosten für die 
Unterkunft und Heizung in Höhe von € 360 enthalten sind. 

7. Zur Hauptsache wendet der Rekurrent in Bezug auf seinen Bedarf 
ein, der Bezirksgerichtspräsident habe zu Unrecht unter Hinweis auf die engen 
finanziellen Verhältnisse von der Berücksichtigung der Steuern abgesehen. In 
Deutschland existiere das Instrument des Steuererlassgesuchs nicht wie in der 
Schweiz. X. werde in dem durch schriftliche Nachweise seitens eines 
Steuerberaters dargelegten Umfang in die Zwangsvollstreckung genommen, 
falls er seiner Steuerleistungspflicht nicht im verfügten Rahmen fristgerecht 
nachkomme. Dies führe innert kürzester Zeit unweigerlich zum Konkurs des 
Alimentenschuldners. Da der Rekurrent ab 2006 als getrennt lebende bzw. ge-
schiedene Person besteuert werde, müsse unter zusätzlicher Berücksichtigung 
der zukünftig schlechteren Steuerklasse und den wegfallenden 
Kinderfreibeträgen sogar von einer erheblich höheren Steuerlast als in früheren 
Jahren ausgegangen werden. 

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a) In Ziff. 2 der Erwägungen wurde dargelegt, dass sich das Einkom-
men des Rekurrenten auf rund CHF 7'058.--. beläuft. Auch in Anbetracht des-
sen, dass zukünftig mit diesen Einkünften zwei Haushalte finanziert werden 
müssen, liegen damit keineswegs ausgesprochen knappe finanzielle Verhält-
nisse vor. Dies umso weniger, als der Rekurrent in Deutschland lebt, wo das 
Existenzminimum deutlich tiefer anzusetzen ist. Knapp werden die Verhältnisse, 
wie aus der nachstehenden Berechnung in Ziff. 7. e) folgt, erst, wenn man die 
Steuern in der Unterhaltsberechnung mit einbezieht. Das ändert an der 
Steuerpflicht indes nichts und stellt insofern auch keinen Grund dar, die Steuern 
nicht zu berücksichtigen. So wird selbst die mit den Kindern in der Schweiz 
lebende Rekursgegnerin grundsätzlich eine Steuer zu entrichten haben. Wie 
eine approximative Steuerberechnung (Steuerermittlung nach dem Jahres-
nettoeinkommen und dem Berechnungsprogramm der Pax-Versicherung, 
<http://www.pax.ch) zeigt, hat die Rekursgegnerin bei den ihr von der Vorin-
stanz zugesprochenen Unterhaltbeiträgen mit einer monatlichen Steuerlast von 
rund CHF 100.-- zu rechnen. Die vom Rekurrenten erwähnte schweizerische 
Rechtsprechung zur Anrechnung der Steuerlast besagt denn auch keineswegs, 
dass in der Schweiz - anders als etwa in Deutschland - von Personen in relativ 
engen finanziellen Verhältnissen von vornherein keine Steuern erhoben wer-
den. Bereits ein steuerbares Einkommen von CHF 10'000.-- führt an sich zu 
einer bescheidenen Steuer. Die Nichtanrechnung der Steuern findet ihre 
Rechtfertigung lediglich darin, dass gegenüber einer Person, der nur Mittel des 
Existenzminimums zur Verfügung stehen, die veranlagten Steuern nicht durch-
gesetzt werden können. Auch in Deutschland besteht ein staatlich geschütztes 
Existenzminimum. Würde der Rekurrent - was offenkundig nicht der Fall ist - nur 
über Mittel im Umfang seines Existenzminimums verfügen, müsste dies auch 
beim Steuereinzug berücksichtigt werden. Insofern vermag der Rekurrent aus 
der schweizerischen Praxis zur Frage der Anrechnung der Steuerlast bei 
knappen finanziellen Verhältnissen auch nichts für sich abzuleiten. 

b) In Bezug auf die mutmassliche Steuerlast des Rekurrenten gilt ein-
leitend darauf hinzuweisen, dass dieser wohl verschiedene Behauptungen 
aufstellt. So soll sich seine monatliche Steuerlast - bei einem monatlichen Ein-
kommen in Höhe von CHF 2'800.-- (vor Steuern) - auf CHF 1'313.90 belaufen. 
Diesen Betrag möchte der Rekurrent denn auch an seinen Bedarf angerechnet 
haben. Wie er auf diese Steuerlast kommt, wird indes nicht dargelegt. Irgend-
welche Angaben zu den Steuerfaktoren werden nicht gemacht. Überprüft man 
die Behauptung und wird der Gewinn vor Steuern von € 22'553 (Jahr 2005), den 

19

der Rekurrent der Steuerlast zugrunde legt, dem zu versteuernden Gewinn 
gleichgesetzt, mithin auf irgendwelche steuerrechtlich zulässige Abzüge 
verzichtet, errechnet der vom Bundesamt der Finanzen zur Verfügung gestellte 
Abgabenrechner (http://www.abgabenrechner.de/ekst/) für eine alleinstehende 
Person eine Steuer inklusive Solidaritätszuschlag von € 3'667.18. Das sind rund 
CHF 5'647.--. Die monatliche Steuerlast des Rekurrent würde demnach CHF 
470.-- oder etwas mehr als 1/3 der tatsächlich geltend gemachten Steuerlast 
betragen. Bemerkenswert erscheint sodann, dass gemäss Behauptung des 
Rekurrenten ein Steuerberater für das Jahr 2005 eine Steuerlast von € 1'726 
ermittelte. Dies unter Berücksichtigung eines Einkommens von € 22'253.-- bei 
einem nicht Verheirateten und ohne Abzug der Kinderfreibeträge. Dies ergäbe 
eine monatliche Steuerlast von rund € 144 oder CHF 221.--. Weshalb bei 
demselben tiefen Einkommen, das sich der Rekurrent ja auch im Jahre 2006 
anrechnen lassen wollte, nun plötzlich monatlich CHF 1'313.90 an Steuern 
anfallen sollen, ist nicht ersichtlich. Dass - wie der Rekurrent behauptet - etwa 
nachgerade ein durch die Trennung bedingter Wechsel in der Steuerklasse zu 
einer drastischen Erhöhung seiner Steuern führen soll, trifft offenkundig nicht 
zu. Einerseits hat die Steuerklasse keinen Einfluss auf die Steuerhöhe. Massge-
bend ist einzig die Höhe des Einkommens. Anderseits bezieht sich die Eintei-
lung in Steuerklassen nur auf die unselbständige Erwerbstätigkeit. Mit der Ein-
teilung wird lediglich festgelegt, wieviel Vorauszahlungen als Lohnsteuer auf die 
voraussichtliche Steuerschuld zu zahlen sind. Beim Rekurrenten, der ein 
Einkommen aus selbständiger Tätigkeit in einem Gewerbebetrieb erzielt, wer-
den die Vorauszahlungen aufgrund der letzten Steuerveranlagung festgesetzt. 
Wenn der Rekurrent - wie er geltend macht - im Jahre 2005 tatsächlich ein derart 
aussergewöhnlich tiefes Einkommen hatte, hätte er also im Folgejahr nicht 
höhere, sondern tiefere Vorauszahlungen zu erwarten. Die Steuern des Jahres 
2005 wären im Übrigen nur schon allein durch die geleisteten Vorauszahlungen 
von über € 6'000.-- (vgl. act. 12 des Gesuchsgegners) mehrfach gedeckt. 
Schliesslich mag es zutreffen, dass dem Rekurrenten zukünftig keine 
Kinderfreibeträge angerechnet werden. Das war aber offenbar schon während 
des Zusammenlebens nicht immer der Fall. So wurde den Parteien beispiels-
weise im Steuerbescheid für das Jahr 2003 (vgl. act. 11 des Gesuchsgegners) 
nur für ein Kind der Freibetrag gewährt, was bei der Einkommenssteuer gleich-
zeitig zur Hinzurechnung des für dieses Kind entrichteten Kindergeldes führte. 
Kinderfreibeträge werden allgemein - wie noch darzulegen sein wird - nur ange-
rechnet, wenn die nach deutschem Recht gebotene Freistellung des Kinder-
existenzminimums durch das Kindergeld nicht im vollen Umfang bewirkt wird. 

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Mit dem Wegzug der Kinder in der Schweiz hat die Gewährung des Kin-
derfreibetrags nichts zu tun. Kindbedingte Freibeträge, Pauschbeträge oder 
Höchstbeträge kommen auch für Kinder im Ausland in Betracht. Eine Ein-
schränkung besteht lediglich in der Höhe. Steuerlich werden sie nämlich nur 
insoweit berücksichtigt, als diese nach den Verhältnissen des jeweiligen Wohn-
sitzstaates (also dem Wohnsitzstaat des Kindes) notwendig und angemessen 
sind. Zur Einstufung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der einzelnen 
Wohnsitzstaaten ist eine vom Bundesfinanzministerium veröffentlichte 
Ländergruppeneinteilung (vgl. dazu auch nachstehend die Erwägungen unter 
7.d) massgebend. Gemäss dieser Liste besteht im Falle der Schweiz Anspruch 
auf die vollen Abzüge. 

Zusammenfassend folgt demnach, dass die Behauptungen des Rekur-
renten in Bezug auf seine Steuern unglaubhaft sind und seine Angaben folglich 
auch nicht dazu dienen können, die bei einem Einkommen von € 55'000 resul-
tierende Steuerlast zu ermitteln. Vielmehr ist die mutmassliche Steuerlast vom 
Richter nach pflichtgemässem Ermessen festzulegen. Dabei versteht es sich 
von selbst, dass in einem Eheschutzverfahren die zukünftig anfallenden Steu-
ern nicht genau bestimmt, sondern nur geschätzt werden können. Das trifft wohl 
in besonderem Mass auch auf die vorliegend vom Richter vorzunehmende 
Steuerbemessung nach deutschem Recht zu. Abweichungen von der später 
durch die Steuerbehörden ermittelten tatsächlichen Steuerlast müssen aber 
umso mehr hingenommen werden, als sich nachgerade der Rekurrent, der eine 
immens hohe Steuerlast geltend macht, bei dieser Frage auf reine 
Behauptungen beschränkt hat. 

c) Der Rekurrent ist als selbständig Erwerbender steuerpflichtig nach 
Massgabe des deutschen Einkommensteuergesetzes (EStG). Steuerbar ist der 
ausgewiesene geschäftliche Gewinn (vgl. zu diesem Begriff § 4 EStG), mit 
anderen Worten die Einkünfte des Rekurrenten aus seinem Gewerbebetrieb. 
Selbstverständlich kann der Rekurrent von diesem Gewinn aber verschiedene 
Abzüge machen. Steuerlich absetzen kann der Rekurrent einmal verschiedene 
persönliche Aufwendungen. Es sind dies beispielsweise die in § 10 EStG 
erwähnten Vorsorgekosten (Krankenvorsorge, als selbständig Erwerbender 
maximal € 2400; Altersvorsorge, maximal € 20'000.--) oder die Steuer-
begünstigung der zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung im eigenen 
Haus. Diesbezüglich darf mit Sicherheit erwartet werden, dass im Umfang jener 
Kosten, die dem Rekurrenten als Versicherungsleistungen ans Exis-

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tenzminimum angerechnet wurden - also rund CHF 500.-- pro Monat oder CHF 
6'000.-- (€ 3'896) jährlich - Abzugsmöglichkeiten bestehen. Ausserdem profitiert 
er von der Steuerermässigung bei Einkünften aus Gewerbebetrieb (§ 35 EStG). 
Gemäss des bereits erwähnten Steuerbescheids 2003 wurden ihm bei einem 
Gewinn vor Steuern in Höhe von € 65'000 € 1'754 von der errechneten Steuer 
abgezogen. Bei einem Gewinn von € 55'000 darf demnach von einem Abzug 
von € 1'269 ausgegangen werden. 

d) In Bezug auf die der Ehegattin zu entrichtenden Unterhaltsbeiträge 
ist beachtlich, dass die Schweiz mit Deutschland ein Abkommen zur 
Vermeidung der Doppelbesteuerung abgeschlossen hat (DBAD; SR 
0.672.913.62). Gestützt auf Art. 21 DBAD und die Verständigungsvereinbarung 
zwischen der Schweiz und Deutschland vom 7. Mai 1998 (vgl. BStBl 1998 I 
1392, wiedergegeben in Locher/Meier/von Siebenthal/Kolb, Doppelbesteue-
rungsabkommen Schweiz-Deutschland 1971 und 1978) können Unterhalts-
zahlungen, die aus einem Vertragsstaat stammen und an eine im anderen 
Vertragsstaat ansässige Person gezahlt werden, nur im anderen Vertragsstaat 
besteuert werden. Für Unterhaltszahlungen, die eine in Deutschland ansässige 
natürliche Person zahlt, werden beim Zahlenden bei der Ermittlung seines zu 
versteuernden Einkommens dieselben steuerlichen Abzüge gewährt, die er 
erhielte, wenn der Empfänger in Deutschland ansässig wäre. Voraussetzung ist, 
dass der Empfänger der Zahlungen in der Schweiz mit diesen Einkünften der 
ordentlichen Besteuerung unterliegt und dies durch eine Bescheinigung der 
zuständigen kantonalen Steuerbehörde nachgewiesen wird. 

Die Rekursgegnerin ist in der Schweiz für die vom Rekurrenten erhalte-
nen Unterhaltszahlungen nachgewiesenermassen voll steuerpflichtig (Art. 36 lit. 
b und Art. 29 lit. h des kantonalen Steuergesetzes, StG; BR 720.000, sowie Art. 
33 lit. und c 23 lit. f. des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, DBG; 
SR 642.11). Gemäss der vom Bundesministerium für Finanzen vorge-
nommenen Ländergruppeneinteilung gehört die Schweiz der Ländergruppe 1 
an, in welcher ein Anspruch zum Abzug von steuerlichen Frei- oder Pauschal-
beträgen in voller Höhe besteht. Entsprechend kann der Rekurrent gemäss § 
10 Satz 1 Nr. 1 EStG die an seine Ehegattin geleisteten Unterhaltszahlungen 
bis zum Höchstbetrag von € 13'805 als Sonderausgaben von seinen steuer-
pflichtigen Einkünften in Abzug bringen. Die Rekursgegnerin hat selbst ein Inte-
resse daran, dass der Rekurrent diese Sonderausgaben geltend machen kann. 
Es kann demnach ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass die Rekurs-

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gegnerin die in § 10 Satz 1 Nr. 1 EStG geforderte Zustimmung erteilt und dem 
Rekurrenten eine entsprechende Bescheinigung (Anlage U) ausstellt. Ohne 
Berücksichtigung der im Zusammenhang mit den Kindern bestehenden Steuer-
ersparnissen - beläuft sich das steuerbare Einkommen des Rekurrenten dem-
nach auf rund € 37'300 (€ 55'000 - € 3'896 - € 13'805). Daraus resultiert nach 
Kalkulation mit dem erwähnten Abgabenrechner einer alleinstehenden Person 
einen Steuerbetrag von € 8'709. Nach Abzug der € 1'269.-- für Einkünfte aus 
Gewerbebetrieb verbleibt eine Einkommenssteuer von jährlich € 7'440. Die 
monatliche Steuerlast würde sich demgemäss auf rund € 620, mithin CHF 954.--
, belaufen. 

e) Bei den Kindern gewährleistet das deutsche Steuerrecht mit § 31 
EStG die Freistellung eines Einkommensbetrages in Höhe des Existenzmini-
mums durch die alternative Inanspruchnahme des Kinderfreibetrages (§ 32 
EStG) oder durch die Auszahlung eines vom Elterneinkommen unabhängigen 
Kindergeldes (§ 31 Satz 1 EStG, §§ 62 - 78 EStG). Das Kindergeld beträgt für 
das erste bis dritte Kind je € 154 und wird im Rahmen des Familienleistungs-
ausgleichs im laufenden Jahr (§ 31 Satz 3 EStG) als Steuervergütung gezahlt. 
Wird die gebotene Freistellung durch das Kindergeld nicht im vollen Umfang 
bewirkt, ist bei der Einkommensveranlagung von Amts wegen (Günstigerprü-
fung) der Kinderfreibetrag abzuziehen (§ 31 Satz 4 EStG). Der jährliche Kin-
derfreibetrag für das sächliche Existenzminimum beträgt für beide Elternteile 
jeweils € 1'824, der Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Aus-
bildungsbedarf jeweils € 1'080. Gemäss § 32 EStG wird dabei grundsätzlich 
jedem Ehegatten die Hälfte des Kinderfreibetrags gutgeschrieben. Der volle 
Betrag in Höhe € 7632 steht dem Steuerpflichtigen unter anderem jedoch dann 
zu, wenn der andere Ehegatte nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist. 
Hat der Steuerpflichtige keinen Anspruch auf Kinderfreibeträge, so wird dem 
Steuerpflichtigen für die an Kinder im Ausland bezahlten Unterhaltsbeiträge die 
Einkommenssteuer dadurch ermäßigt, dass die Aufwendungen bis zu € 7680 
im Kalenderjahr vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden. 

Gemäss Art. 27 des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft und der Bundesrepublik Deutschland über Soziale Sicherheit, 
abgeschlossen am 25. Februar 1964, in Kraft getreten am 1. Mai 1966 hat eine 
Person, die im Gebiet der einen Vertragspartei erwerbstätig ist, für Kinder, die 
im Gebiet der anderen Vertragspartei wohnen, Anspruch auf Familienzulagen, 
als ob die Kinder im Gebiet der ersten Vertragspartei wohnten. Gleiches ergibt 

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sich auch aus dem Abkommen zwischen der Europäischen Gemeinschaft und 
ihren Mitgliedstaaten einerseits und der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
andererseits über die Freizügigkeit vom 21. Juni 1999 (SR 0.142.112.681) bzw. 
den damit im Zusammenhang stehenden Abkommen zur Koordinierung der 
Systeme der sozialen Sicherheit (vgl. Anhang 2 des Abkommens). Gemäss der 
bereits erwähnten Ländergruppeneinteilung besteht für die in der Schweiz le-
benden Kinder grundsätzlich ein Kindergeldanspruch in voller Höhe. Sodann 
erhält die Rekursgegnerin in der Schweiz keine Kinderzulagen, da sie nicht 
arbeitstätig ist. § 65 Satz 1 Nr. 2 EStG steht dem Bezug somit nicht entgegen. 
Als Berechtigter Anspruch auf das Kindergeld zu erheben vermag ein Elternteil 
jedoch nur, wenn er seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in 
Deutschland hat. Ohne Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat ein Elternteil 
nur Anspruch, wenn er als unbeschränkt einkommenssteuerpflichtig behandelt 
wird (§ 62 EStG). Das ist bei der Rekursgegnerin in Deutschland nicht der Fall. 
Entsprechend ist davon auszugehen, dass allein der Rekurrent den Anspruch 
auf Kindergeld in Höhe von monatlich € 154 pro Kind, total somit € 308 (CHF 
474.--), hat. Ob er darüber hinaus auch noch die Möglichkeit hat, zu seiner 
steuerlichen Entlastung Kinderfreibeträge in Abzug zu bringen, kann offen blei-
ben. In jedem Fall verfügt der Rekurrent über weitere CHF 474.-- in Form einer 
staatlichen Leistung. Diese Leistung ist ihm - nachdem sie bis anhin keine Be-
rücksichtigung fand - zusätzlich anzurechnen. Nur am Rande sei erwähnt, dass 
diese Regelung auch § 1612b Satz 3 BGB entspricht, wonach jener Elternteil, 
der allein barunterhaltspflichtig ist, auch Anspruch auf Anrechnung des ganzen 
Kindergeldes hat. Damit ergibt sich letztlich folgende Unterhaltsberechnung: 

Z. mit A. und B. X.

Grundbetrag der Parteien
von A.
von B.

1250.--
350.--
250.--

1100.--

Wohnung 1610.-- 810.--

Krankenkasse 383.-- 440.--

übrige Versicherungen 30.-- 54.--

Besuchskosten 200.--

Steuern 100.-- 954.--

Total Minimalbedarf 3973.-- 3558.-- -7531.--

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Einkommen 7058.--

Zulagen 474.--

Gesamteinkünfte 7532.-- 7532.--

Überschuss 1.--

Verteilung Überschuss 1.--

bereinigter Gesamtbedarf 3973.-- 3559.--

abzgl. eigenes Einkommen 7532.--

Unterhaltsbeitrag 3973.-- 3973.--

Im Ergebnis gilt demnach festzustellen, dass die vorinstanzlich verfügte 
Unterhaltsverpflichtung des Rekurrenten gegenüber der Rekursgegnerin und 
den gemeinsamen Kindern einer Überprüfung durchaus standhält. Weshalb 
angesichts der dargelegten finanziellen Verhältnisse schliesslich eine Verlage-
rung der Gesamtunterhaltbeiträge durch Erhöhung des Kinder- und Reduzie-
rung des Ehegattenunterhalts erfolgen soll, ist nicht ersichtlich. Denn einerseits 
belaufen sich die Unterhaltsbeiträge der Kinder bereits mit CHF 750.-- leicht 
über dem Existenzminimum. Andererseits hat bei den dargelegten finanziellen 
Verhältnissen auch die Rekursgegnerin Anspruch auf den vollen, von der Vor-
instanz zugesprochenen Unterhaltsbeitrag. Der Rekurs ist demnach in diesem 
Punkt abzuweisen. 

8. Der Rekurrent verlangt die Edition der Sparbüchlein der beiden 
Söhne sowie die Kindergeldkontoauszüge seit Januar 2005 aus Händen der 
Rekursgegnerin. Dies mit der Begründung, die Kindergelder von € 308 seien 
bislang direkt an die Rekursgegnerin überwiesen worden und Letztere habe - 
obwohl man sie rechtsgenüglich darum ersucht habe - weder die beiden von ihr 
ohne seine Zustimmung behändigten Sparbücher noch die Kontoauszüge über 
ihr privates Girokonto beigebracht. Es mag durchaus zutreffen, dass das 
Kindergeld bislang direkt an die Rekursgegnerin ausbezahlt wurde. Nicht er-
sichtlich ist jedoch, welchen Nutzen die vom Rekurrenten verlangte Edition ha-
ben soll. Selbst der Rekurrent vertritt nicht die Auffassung, ein allfälliges bereits 
bestehendes Sparguthaben der Kinder müsse an den laufenden Unterhalt an-
gerechnet werden. Schliesslich wurde im Rekursverfahren auch klargestellt, 

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dass allfällige geleistete Kindergelder an die Unterhaltspflicht anzurechnen sind. 
Das Begehren ist demnach abzuweisen. 

9. Der Vorderrichter hat in Gutheissung eines entsprechenden An-
trags von Z. den Ehemann in Ziffer 7. der angefochtenen Verfügung verpflichtet, 
Kleider, gewisse Spielzeuge und Gegenstände der Kinder beizubringen. Der 
Rekurrent beantragt die Aufhebung dieser Anweisung. Dies mit der 
Begründung, er besitze keine Kinderkleider mehr und die genannten Skibrillen 
und Skihelme befänden sich ebenfalls längst bei der Rekursgegnerin. Er selbst 
habe beim letzten Skiausflug mit seinen Kindern im Februar neue Skibrillen 
kaufen und die Skihelme gegen Gebühr ausleihen müssen, da ihm diese von 
der Rekursgegnerin nicht mitgegeben worden seien. Auch habe sie sich 
geweigert, den Schlitten der Kinder zu überlassen. In diesem Zusammenhang 
verlangt er seine persönliche Befragung.

Die Rekursgegnerin räumt in der Rekursantwort ein, dass sie sich im 
Besitz sämtlicher Kinderkleidung befinde und auch das meiste Spielzeug inzwi-
schen bei ihr eingetroffen sei. Die Kinder wünschten sich noch verschiedene, in 
der Rekursantwort konkret erwähnte Spielsachen, die sie nicht aus Deutschland 
in die Schweiz hätten nehmen dürfen. Sie habe vergessen, den Kindern die 
Skibrillen und Skihelme mitzugeben. Der Rekurrent habe sich darüber aber 
auch nicht beschwert, da er bereits Helme und Brillen seiner Schwester für die 
Kinder im Auto gehabt habe.

Der Richter hat gemäss Art. 176 ZGB über die Zuteilung des Haus-
rats zu befinden. Gemeint sind damit in erster Linie Einrichtungs- und 
Gebrauchsgegenstände der ehelichen Wohnung. Die von den Parteien er-
wähnten Kleider, Spielsachen und Sportutensilien gehören nicht zum Hausrat. 
Es handelt sich vielmehr um persönliche Gegenstände der Kinder. Es muss von 
den Parteien erwartet werden, dass sie sich zumindest über den Verbleib 
solcher Gegenstände zu einigen vermögen. Dabei erscheint klar, dass nicht 
alles und jedes Kleidungsstück, Spielzeug und Sportutensil in die Schweiz 
überführt zu werden braucht. Dies umso weniger, als sich die Kinder auch re-
gelmässig in Deutschland aufhalten dürften und ihrem Wunsch, persönliche 
Gegenstände der genannten Art bei einem solchen Besuch mitzubringen oder 
eben halt von Deutschland in die Schweiz zu nehmen, wohl schwerlich etwas 
entgegensteht. Der Eheschutzrichter hat die Parteien bei der Bewältigung der 
sich aus der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts ergebenden Konfliktsitu-

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ation zu unterstützen. Es ist indessen nicht seine Aufgabe, über den Verbleib 
von nicht elementaren persönlichen Gegenständen Regelungen zu treffen. Die 
Rekursgegnerin räumt ein, dass sie nun über den Grossteil der Sachen verfügt. 
Ziff. 7 der vorinstanzlichen Verfügung ist demnach - ohne dass eine weiterge-
hende Anspruchsprüfung bezüglich einzelner erwähnter Gegenstände oder gar 
eine persönliche Befragung des Rekurrent erfolgen müsste - infolge Gegens-
tandlosigkeit aufzuheben. 

10. Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des Verfahrens zu Lasten 
des Rekurrenten. Gestützt auf Art. 122 ZPO, Art. 12 Abs. 3 EGzZGB, Art. 5 lit. 
c des Kostentarifs im Zivilverfahren und unter Berücksichtigung des überdurch-
schnittlichen Umfangs der Sache erscheint eine Gerichtsgebühr von CHF 
1'600.-- zuzüglich Schreibgebühren angemessen. Der Rekurrent hat die Re-
kursgegnerin überdies ausseramtlich mit CHF 1'800.-- inklusive Mehrwertsteuer 
zu entschädigen. 

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Demnach verfügt das Kantonsgerichtspräsidium:

1. Ziff. 7 der angefochtenen Verfügung wird infolge Gegenstandslosigkeit 
aufgehoben. 

2. Im übrigen wird der Rekurs abgewiesen. 

3. Die Kosten des Rekursverfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr 
von CHF 1'600.-- und einer Schreibgebühr von CHF 405.--, total somit 
CHF 2'005.--, gehen zu Lasten des Rekurrenten, welcher zudem die Re-
kursgegnerin ausseramtlich mit CHF 1'800.-- inklusive Mehrwertsteuer zu 
entschädigen hat. 

4. Mitteilung an:

——————

Für das Kantonsgerichtspräsidium von Graubünden:
Der Vizepräsident:                                       Der Aktuar: