# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8244dcde-eac6-550d-9b1f-0e5bfdc2f76a
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-16
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 16.06.2021 U 2021 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2021-45_2021-06-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 21 45

1. Kammer 

Vorsitz Audétat

RichterInnen Racioppi und von Salis

Aktuar Gross

URTEIL

vom 16. Juni 2021

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____,

wiedervertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Max Bleuler,

Beschwerdeführer

gegen

Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden,

Beschwerdegegner

und

Gemeinde B._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Christian Wulz,
Beigeladene

betreffend Disziplinarmassnahmen (Schüler)

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I. Sachverhalt:

1. Der strittige Vorfall fand am 8. Oktober 2020 in der Schule von B._____ 

statt: A._____ (Jg. C._____) versteckte sich im Schulzimmer der Handar-

beitslehrerin unter einer Seitenablage und wollte sich gegenüber dersel-

ben einen Scherz erlauben. In der Folge betrat aber nicht die Handarbeits-

lehrerin, sondern der Schulleiter D._____ das Schulzimmer. Dieser for-

derte den Schüler auf, unter der Seitenablage hervorzukommen, was der 

Schüler nach einiger Zeit denn auch tat. Der Schulleiter bestimmte in der 

Folge, dass der Schüler seinen Karton mit seinen Unterrichtssachen pa-

cken und ihn in die Werkstatt begleiten solle. Nachdem der Schüler seine 

Sachen gepackt hatte, begab er sich nicht in Richtung Werkstatt, sondern 

in Richtung seines Sitzplatzes im Schulzimmer, um seine Nähmaschine 

zu holen. Der Schulleiter wollte den Schüler an diesem Vorhaben hindern, 

reagierte mit einem schnellen Griff nach dem Karton und traf dabei die 

Hand des Schülers. Daraufhin eskalierte die Situation seitens des Schü-

lers, indem dieser den Schulleiter beschimpfte (Vorwurf der Lüge, Miss-

handlung und Amtsmissbrauch) und drohte mit der Polizei. Dieser Vorfall 

machte ein Elterngespräch notwendig, welches tags darauf in Anwesen-

heit des Schülers, dessen Mutter E._____, F._____ (Schulratspräsident) 

und des Schulleiters stattfand. 

2. Am 18. Oktober 2020 sprach der Schulrat der Gemeinde B._____ auf-

grund der Vorkommnisse am 8. Oktober 2020 gegen A._____ einen 

schriftlichen Verweis wegen Nichteinhaltung der Schuldisziplin (anständi-

ges und rücksichtsvolles Verhalten gegenüber Lehrpersonen, Befolgen 

von Weisungen von Lehrpersonen) aus. Im Wiederholungsfall werde ein 

Ultimatum, ein TimeOut oder ein Schulausschluss verfügt (Ziff. 1 Verfü-

gung). Weiter verlangte der Schulrat, dass die Mutter des Schülers mit der 

Psychologin G._____ (JPD GR) Kontakt aufnehme und eine Therapie 

plane, worüber der Schulrat zu informieren sei (Ziff. 2 Verfügung). Auf eine 

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Strafe werde aufgrund der traumatischen Erlebnisse in seiner Kindheit so-

wie den Auswirkungen des Besuches von Herrn H._____ (stalking) von 

derselben Woche verzichtet (Ziff. 3 Verfügung). 

3. Gegen diesen Entscheid erhob E._____ am 3. November 2020 als gesetz-

liche Vertreterin von A._____ Beschwerde beim Erziehungs-, Kultur- und 

Umweltschutzdepartement Graubünden (EKUD). Weiter legte sie auch 

eine Aufsichtsbeschwerde gegen den Schulleiter bei der Regierung und 

eine Strafanzeige gegen denselben ein. 

4. Das EKUD hiess die Beschwerde mit Entscheid vom 23. März 2021 teil-

weise gut, hob die Ziff. 2 der Verfügung des Schulrats mangels gesetzli-

cher Grundlage für diese Anordnung auf, soweit es auf die Beschwerde 

überhaupt eintrat. 

5. Dagegen erhob die nunmehr durch Rechtsanwalt Max Bleuler vertretene 

E._____ als gesetzliche Vertreterin von A._____ am 22. April 2021 Be-

schwerde beim Verwaltungsgericht. Darin verlangte sie auch die Aufhe-

bung von Ziff. 1 und 3 der Verfügung vom Schulrat der Gemeinde B._____; 

weiter wurde die aufschiebende Wirkung beantragt sowie eine Sistierung 

bis zur Verurteilung oder zum Freispruch des Schulleiters im strafrechtli-

chen Verfahren. Am 23. und 26. April 2021 ergänzte der Rechtsvertreter 

seine Beschwerdeschrift und reichte noch fehlende Beilagen nach.

6. Nach Auffassung des Instruktionsrichters genügte diese Eingabe den Vor-

gaben von Art. 38 VRG nicht. Er teilte deshalb dem Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers mit Schreiben vom 27. April 2021 was folgt mit: 

"Sehr geehrter Herr Bleuler

Ihre Eingabe vom 22. April 2021 mitsamt Ergänzungen haben wir erhalten. Gemäss Art. 

38 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) hat eine Be-

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schwerde ein Rechtsbegehren, den Sachverhalt, eine kurze Begründung und eine Unter-

schrift zu enthalten. Genügt eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist 

sie in unziemlicher Form abgefasst, wird eine angemessene Frist zur Behebung des Man-

gels angesetzt, mit der Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde. 

Ihre Eingabe genügt den vorgenannten gesetzlichen Anforderungen für die Einleitung 

eines Verfahrens vor Verwaltungsgericht in mehrfacher Hinsicht nicht. 

So wird bereits in der Legende auf Seite 2 der Eingabe der Schulleiter in unnötiger Art 

und Weise herabgesetzt, indem er in der Beschwerdeschrift konsequent als 'Jäger' be-

zeichnet wird aufgrund seiner angeblichen Freizeitbeschäftigung, welche ohne Grund ne-

gativ bewertet wird und ohnehin für den vorliegenden Fall irrelevant ist. Solche unnötigen 

und in diffamierender Absicht verwendeten Bezeichnungen sind in einer Rechtsschrift an 

dieses Gericht zu unterlassen. Ohnehin hat eine korrekt verfasste Beschwerdeschrift die 

richtigen Namen auszuweisen und nicht irgendwelche Abkürzungen. Das Gericht ver-

langt zudem Klärung darüber, ob es sich bei den im Entscheid des Regionalgerichts 

I._____ Proz.Nr. J._____ vom K._____ (Beilage zur Beschwerdeschrift) genannten Per-

sonen 'L._____ und 'M._____ und den im angefochtenen Entscheid des EKUD aufge-

führten und offenbar an derselben Wohnadresse domizilierten 'E._____' und 'A._____' 

um verschiedene oder dieselben Personen handelt und – falls Identität besteht – weshalb 

in verschiedenen Verfahren unterschiedliche Namen verwendet worden sind. Vor diesem 

Hintergrund wird für das vorliegende Verfahren zwecks Sicherstellung der Identität des 

Beschwerdeführers bzw. seiner gesetzlichen Vertreterin das Vorlegen eines amtlichen 

Identitätsdokuments (Kopie) angeordnet. 

Weiter fehlen in der Rechtsschrift die übersichtliche Darstellung eines Sachverhaltes 
und eine konzise Begründung, weshalb das Gericht dem Antrag oder den Anträgen ent-
sprechen sollte bzw. inwiefern die Vorinstanz rechtsfehlerhaft entschieden haben sollte.

Ich sende Ihnen deshalb beigeschlossen eine Kopie Ihrer Eingabe vom 22. April 2021 

mitsamt Ergänzungen zurück mit der Aufforderung, die Beschwerdeschrift im Sinne der 

vorstehenden Ausführungen zu verbessern. 

Für die Behebung dieser Mängel räume ich Ihnen eine nicht erstreckbare Nachfrist 
bis zum 11. Mai 2021 ein. Werden die Mängel bis dahin nicht behoben, kann auf Ihre 
Eingabe vom 22. April 2021 mitsamt Ergänzungen nicht eingetreten werden. …".

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7. Innert Frist erfolgte eine abgeänderte Eingabe von RA Max Bleuler. Darin 

lässt er zunächst auf rund 20 Seiten seinen Unmut über das obige Schrei-

ben des Instruktionsrichters freien Lauf. Die eigentliche Beschwerdeschrift 

ist inhaltlich mehr oder weniger unverändert, insbesondere die beanstan-

deten Punkte finden sich nach wie vor in der Rechtsschrift. 

Weil der Rechtsvertreter auch eine Andeutung über Ausstand und Befan-

genheit des Instruktionsrichters gemacht hat, forderte ihn Letzterer am 12. 

Mai 2021 auf, eine allfällige Ausstandseinrede konkret zu stellen und zu 

begründen und setzte hierfür eine Frist bis zum 25. Mai 2021; ebenfalls 

beschied der Instruktionsrichter dem Rechtsvertreter, dass er ohne expli-

zites Ausstandsbegehren davon ausgehe, dass dieses nicht gestellt sei. 

Innert Frist ist hierauf keine Stellungnahme des Rechtsvertreters einge-

gangen.

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1.1. Nach Art. 38 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 

370.100) sind Rechtsschriften in einer Amtssprache abzufassen und ha-

ben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine Begründung zu ent-

halten (Abs. 1). Sie sind zu unterzeichnen und im Doppel unter Beilage 

der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids einzu-

reichen. Weitere Beweismittel sind genau zu bezeichnen (Abs. 2). Genügt 

eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist sie in unge-

ziemlicher Form abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich, wird 

eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der An-

drohung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs. 3).

1.2. Vorliegend geht es in erster Linie um die Frage, ob der mit dem Beschwer-

deverfahren mandatierte Rechtsvertreter (RA Max Bleuler) des Beschwer-

deführers vom Instruktionsrichter zu Recht mit Schreiben vom 27. April 

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2021 darauf hingewiesen wurde, dass die (erste Beschwerde-) Eingabe 

vom 22. April 2021 (41 Seiten) den gesetzlichen Erfordernissen gemäss 

Art. 38 VRG nicht genüge und deshalb bis zum 11. Mai 2021 entsprechend 

'nachzubessern' sei, andernfalls auf diese nicht eingetreten werde. Innert 

Frist reichte der besagte Rechtsvertreter am 10. Mai 2021 eine (zweite) 

Eingabe (73 Seiten) bei Gericht ein. Für das Gericht stellt sich vorliegend 

nun die formelle (Vor-) Frage, ob diese zweite Eingabe immer noch als 

ungenügend bezeichnet werden muss und daher androhungsgemäss laut 

Art. 38 Abs. 3 VRG auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann.

1.3. Nach Auffassung des Gerichts ist dem mandatierten Rechtsvertreter mit 

seiner Reaktion in der (zweiten) Eingabe vom 10. Mai 2021 insofern Recht 

zu geben, als der Instruktionsrichter im Schreiben vom 27. April 2021 den 

erwähnten Art. 38 VRG nicht ganz präzise wiedergegeben hat, wobei der 

Wortlaut der Bestimmung nicht als Zitat eröffnet wurde. Der Hinweis auf 

eine 'kurze Begründung' entsprach insofern nicht dem Wortlaut, als in Art. 

38 Abs. 1 VRG lediglich vom Formerfordernis der 'Begründung' die Rede 

ist. Diese 'erhöhte Gesetzesinterpretation' ist in der Sache aber irrelevant, 

weil der Instruktionsrichter dem Rechtsvertreter nicht eine zu langatmige 

Begründung vorgeworfen hatte, wozu er gestützt auf Art. 38 Abs. 3 VRG 

('unnötig umfangreich', da Rechtsschrift mit 41 Seitenumfang offenkundig 

z.T. sehr weitschweifig und inhaltlich nicht konzis/nur schwer verständlich) 

ohne weiteres befugt gewesen wäre. Den diesbezüglichen Einwänden des 

Beschwerdeführers in seiner zweiten Eingabe (73 Seiten) kann deshalb 

nicht gefolgt werden.

1.4. Dem besagten Rechtsvertreter ist aber wohl darin zuzustimmen, dass der 

im Schreiben des Instruktionsrichters vom 27. April 2021 verlangte Identi-

tätsnachweis des Beschwerdeführers (Schüler) sowie seiner gesetzlichen 

Vertreterin (Mutter) wohl nicht problemlos durchsetzbar (sofort vollstreck-

bar) wäre. Immerhin sei dazu doch noch speziell erwähnt, dass man auf 

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eine abenteuerliche Entführungsgeschichte (Mutter entführt Kind) stösst, 

wenn man den Namen der gesetzlichen Vertreterin des Beschwerdefüh-

rers googelt (https://de.wikipedia.org/wiki/E._____). Ob die hier vor Ge-

richt auftretende Mutter des Beschwerdeführers dieselbe Person ist, kann 

– ohne amtlichen Identitätsnachweis – nicht mit Zuverlässigkeit gesagt 

werden; gewisse Auffälligkeiten in diese Richtung gibt es, sie spielen aber 

für das vorliegende (Disziplinar-) Verfahren keine zentrale Rolle.

1.5. Hingegen ist von entscheidender Bedeutung, dass der Rechtsvertreter die 

zentralen Kritikpunkte aus dem Schreiben des Instruktionsrichters vom 27. 

April 2021 nicht umgesetzt hat. Zwar verzichtet der fragliche Rechtsvertre-

ter ab Seite 25 auf die Bezeichnung 'Jäger', verschlimmert aber auf den 

ersten 20 Seiten der zweiten und jüngeren Eingabe vom 10. Mai 2021 die 

Diffamierung um ein Mehrfaches; so etwa indem er auf Seite 7 zu erklären 

versucht, dass der Lehrer Jäger ist und deshalb nicht nur mit der Schuss-

waffe Tiere tötet, sondern die Leiche dann auch noch transportfähig ma-

che, wozu man ein Messer benötige. Auf Seite 16 f. wird weiter morali-

siert/moniert: "man muss bereit sein und es mit dem eigenen Gewissen 

vereinbaren können – Tiere zu töten = die höchste Form der Gewalt anzu-

wenden. Diese Bereitschaft des Lehrers beweist, dass dieser bereit ist, 

Probleme mit Gewaltanwendung zu lösen." Auf Seite 17 wird sodann als 

Quintessenz festgestellt: "Wo es Waffen hat – und Jäger sind Waffennar-

ren + Sammler, sowohl Stich- und als Feuerwaffen und die dazugehörige 

Munition, sie kaufen Waffenzeitschriften, einige sind auch an Sprengstoff 

interessiert = Militär- ist immer eine potentielle, erhöhte Todesgefahr latent 

für diejenigen, die mit dem Waffenbesitzer Kontakt haben – hier gar vom 

Staat erzwungen = die BF + L, E und M." Der betreffende Rechtsvertreter 

wurde vom Instruktionsrichter im Schreiben vom 27. April 2021 zudem an-

gewiesen, in der Rechtsschrift die mit einem oder zwei Grossbuchstaben 

abgekürzten Namen auszuschreiben. Unbeirrt von dieser dem Verständ-

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nis und der Lesbarkeit der Beschwerdeschrift dienenden Anweisung des 

Instruktionsrichters blieb auch die zweite Eingabe 'verschlüsselt' (so z.B. 

gemäss "Aussage von MH, TJ, Schüler L, Opfer L, L und seine Mutter, der 

jüngste E" etc.). Damit ist der fragliche Rechtsvertreter seiner Obliegenheit 

bzw. beruflichen Verpflichtung auf Nachbesserung seiner ersten Eingabe 

– trotz Aufforderung des Instruktionsrichters dazu – auch mit der zweiten 

Eingabe vom 10. Mai 2021 aktenkundig nicht nachgekommen, weshalb 

die bereits angedrohte Rechtsfolge nach Art. 38 Abs. 3 VRG (Nichteintre-

ten auf Beschwerde infolge Nichtbehebung der mit Schreiben vom 27. 

April 2021 gerügten und detailliert aufgeführten Mängel) vorliegend zum 

Zuge kommt.

2.1. Nach Art. 18 VRG haben sich die am Verfahren Beteiligten und ihre Ver-

treterinnen und Vertreter gegenüber den Behörden und unter sich anstän-

dig zu verhalten und jede mutwillige Streitsucht und Trölerei zu vermeiden 

(Abs. 1). Mutwillige Einleitung oder Führung eines Verfahrens sowie grobe 

Verletzung des Anstandes gegenüber Behörden und Mitbeteiligten ahndet 

die in der Sache selbst entscheidende Behörde mit Verweis oder Ord-

nungsbusse bis 1'000 Franken (Abs. 2). 

2.2. Im konkreten Fall drängt sich zweitens noch die Prüfung und Klärung auf, 

ob das Verhalten des Rechtsvertreters (RA Max Bleuler) durch seine Wort-

wahl in seiner zweiten Eingabe vom 10. Mai 2021 gegenüber dem Instruk-

tionsrichter unanständig war bzw. eine grobe Verletzung des Anstandes 

darstellt und es sich daher rechtfertigt, dieses (Fehl-) Verhalten gestützt 

auf Art. 18 Abs. 2 VRG zu ahnden. 

2.3. Wie der nachgereichten Zweiteingabe des fraglichen Rechtsvertreters 

vom 10. Mai 2021 entnommen werden kann, liess er sich darin – nach 

Ansicht des Gerichts – zu absolut inakzeptablen Formulierungen und per-

sönlichen Vorwürfen im Vorspann der jüngsten Eingabe gegenüber dem 

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Instruktionsrichter hinreissen. Dem ist umso mehr beizupflichten, als der 

Instruktionsrichter den Rechtsvertreter mit Schreiben vom 12. Mai 2021 

noch einlud, eine Ausstandseinrede konkret bis zum 25. Mai 2021 zu stel-

len und zu begründen, worauf der Rechtsvertreter indessen nicht mehr 

reagierte und somit den Ausstand des Instruktionsrichters selbst nicht wei-

ter thematisierte.

2.4. Als exemplarische Beispiele für das unziemliche und unwürdige Verhalten 

des Rechtsvertreters seien folgende Textpassagen in seiner nachgereich-

ten (zweiten) Beschwerde vom 10. Mai 2021 angeführt (so Seite 5): "ihres 

Schreiben 27. April 2021 ist als überspitzter Formalismus nach BV 9 und 

29 zu qualifizieren Sie fühlen sich beleidigt, weil ihr beide Staatsbeamte 

seid An der Uni wird gelehrt, dass ein wesentliches Problem der Gewal-

tentrennung die Gemeinschaft der 'Staatsangestellten' bildet". Auf Seite 

11 – "Fazit: der Vorwurf 27.4.21 dieser Behörde, es fehle die 'übersichtli-

che Darstellung des Sachverhalts' entpuppt sich als reine Willkür BV 9 + 

29. Tatsächlich hatte diese Behörde keine Lust die Akten zu studieren"; 

Seite 12 – "Fazit: nur diese Behörde versteht gar nix: weder den Sachver-

halt noch die Begründung noch die erhobenen Rügen –ja, die kennt nicht 

mal die Bundesverfassung, weil diese 'BV' abgekürzt ist. Ja nicht einmal 

die Parteien versteht diese Behörde –und bezichtigt gar die BF des Ge-

richtsbetruges. Alle anderen Instanzen haben das begriffen = Schullei-

tung, Schulrat, Zivilgericht, untere Instanz, Regierungsrat als Aufsichts-

behörde, die BF Sechs Instanzen haben gerafft, wer die Parteien sind –

nur diese Behörde versteht gar nix, wie aus ihrem Geständnis = Willkür-

brief 27.4.21 Seite 1 Zeile 17 – 24 klar hervorgeht"; Seite 15: "Tja, wie 

spricht denn besagter Richter den schreibenden Rechtsanwalt denn an? 

Mit: 'Herr' und sein Name –wo bleibt denn der Rechtsanwalt ? sie sind hier 

beim Arbeiten, Herr Beamter –nicht in der Kneipe"; Seite 18: "Dieses Amt 

hat wohl noch nie nen Bundesgerichts- sowie andere Urteile gelesen".

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2.5. Nach Auffassung des Gerichts zeugen die zitierten Textpassagen von ei-

ner inakzeptablen Geringschätzung sowohl des Verwaltungsgerichts als 

staatliche Institution als auch des zuständigen Instruktionsrichters als Per-

son sowie auch als juristisch geschulte und komplett ausgebildete Fach-

kraft mit mehrjähriger Berufserfahrung auf dem Gebiet des öffentlichen 

Rechts und der Verfahrensabläufe während hängiger Gerichts- und Pro-

zessverfahren. Die despektierlichen Äusserungen und unhaltbaren Unter-

stellungen des betreffenden Rechtsvertreters gegenüber der Justiz und 

seiner konkreten Funktionsträger stellen deshalb eine grobe Verletzung 

des Anstandes im Sinne von Art. 18 Abs. 2 VRG dar und werden vom 

Gericht nach pflichtgemässem Ermessen mit einer Ordnungsbusse in der 

Höhe von CHF 750.-- belegt, was ¾ der höchstmöglichen Ordnungsbusse 

entspricht. Die vorgängige Abklärung der Einkommens- und Vermögens-

verhältnisse des Anwalts ist bei Festsetzung einer gesetzlichen Ordnungs-

busse nicht erforderlich.

3.1. Zusammengefasst ergibt sich, dass die zweite (Beschwerde-) Eingabe 

vom 10. Mai 2021 immer noch nicht den gesetzlichen Anforderungen ent-

spricht, so dass eine materielle Behandlung von vornherein ausser Be-

tracht fällt. Auf die Beschwerde ist daher ohne Durchführung eines Schrif-

tenwechsels (Art. 54 Abs. 2 VRG) bereits aus formellen Gründen nicht ein-

zutreten.   

3.2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens werden die Gerichtskosten gestützt 

auf Art. 72 Abs. 1 sowie Art. 73 Abs. 1 VRG dem Rechtsvertreter RA Max 

Bleuler auferlegt, da er das vorliegende Verfahren veranlasst und damit 

die aus dem Nichteintretensentscheid anfallenden Kosten verursacht hat.

3.3. Infolge Verletzung der Verfahrensdisziplin wird der bezeichnete Rechts-

vertreter überdies mit einer Ordnungsbusse von CHF 750.-- bestraft.    

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III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 1'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 295.-- 

zusammen CHF 1'295.--

gehen zulasten von Rechtsanwalt Max Bleuler.

3. Rechtsanwalt Max Bleuler wird mit einer Ordnungsbusse in der Höhe von 

CHF 750.-- belegt. Diese ist zahlbar innert 30 Tagen.  

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

[Mit Urteil 2C_594/2021 vom 29. Juli 2021 ist das Bundesgericht auf die gegen die-

sen Entscheid erhobene Beschwerde nicht eingetreten.]