# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 0bde8ed2-e9e9-55df-b1b1-948a18c0371b
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-05-27
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Sonstiges 27.05.2021 UV 2020/88
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Publikationen/SG_KGN_999_UV-2020-88_2021-05-27.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 1/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/88

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 14.12.2021

Entscheiddatum: 27.05.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 27.05.2021
Art. 6 UVG: Verneinung einer schleudertraumaähnlichen Verletzung mit 
Langzeitfolgen. Verneinung einer unfallbedingten Diskusprotrusion mit 
Anulus fibrosus Riss und beginnender Sequestration. Unfallbedingte 
vorübergehende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes im 
Bereich der LWS. Bejahung des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von 
unfallbedingten Ursachen bezüglich einer fortdauernden Rückenproblematik 
bzw. Erreichen des Status quo sine (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 27. Mai 2021, UV 2020/88).

Entscheid vom 27. Mai 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Michaela Machleidt Lehmann; a.o. 

Gerichtsschreiberin Evelyne Hunziker

Geschäftsnr.

UV 2020/88

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

gegen

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 2/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

Der A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bei der B.___ AG als 

Produktionsmitarbeiter angestellt und dadurch bei der Schweizerischen 

Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 

Nichtberufsunfällen versichert, als er am 13. Oktober 2019 als Lenker eines 

Personenwagens in einen Auffahrunfall verwickelt wurde (Suva-act. 1).

A.a. 

Die Erstbehandlung fand am Unfalltag in der Zentralen Notfallaufnahme des 

Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) durch Dr. med. C.___, Hausärztlicher 

Notfalldienst, statt, die ein HWS (= Halswirbelsäule) -Beschleunigungstrauma 

diagnostizierte und dem Versicherten vom 14. bis 16. Oktober 2019 eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit attestierte. Im gleichentags erstellten Untersuchungsbericht wurde 

festgehalten, dass der Schmerz im linken Bein störend sei (Suva-act. 24-4). Am 14. 

Oktober 2019 stellte sich der Versicherte wegen Parästhesien im Bereich des linken 

Fusses in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 

Bewegungsapparates des KSSG vor. Die untersuchenden Ärzte Dr. med. D.___, 

Oberarzt i.V., und Dr. med. E.___, Assistenzärztin, diagnostizierten nach einer 

klinischen Untersuchung Parästhesien Fuss links nach Verkehrsunfall mit 

kraniozervikalem Beschleunigungstrauma am 13. Oktober 2019 und verzichteten auf 

eine bildgebende Diagnostik (Suva-act. 24-2 f.). Ab 16. Oktober 2019 stand der 

Versicherte bei seinem Hausarzt Dr. med. F.___, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, in 

Behandlung, der ihm ein ärztliches Zeugnis für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 13. 

Oktober 2019 ausstellte (Suva-act. 2). Am 18. Oktober 2019 wurde beim Versicherten 

A.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 3/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

auf Zuweisung seines Hausarztes mit der Indikation "13.10.2019 Auffahrunfall mit 

leichter HWS-Distorsion und nun auch klar posttraumatisch anamnestisch und klinisch 

LRS S1 links! Im konventionellen Röntgen keine ossären Verletzungen" eine MRI-

Untersuchung der LWS (= Lendenwirbelsäule) durch Dr. med. G.___, Radiologie 

Nordost, Y.___, durchgeführt, in welcher sich weder Deck- oder Grundplatteneinbrüche 

noch ein Knochenmarködem zeigten. Zur Darstellung gelangten jedoch im Segment 

LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 eine leichte zirkuläre Bandscheibenprotrusion bis in die 

Foramina hineinreichend, vor allem unter Belastung mit einer möglichen Kompression 

der Wurzeln L5 bzw. S1 beidseits recessal, und im Segment LWK 4/5 eine mediale 

gering rechtsbetonte Bandscheibenprotrusion sowie links intraforaminal eine Migration 

von Bandscheibengewebe nach kranial, vor allem unter Belastung ebenfalls mit einer 

möglichen Kompression der Wurzel L4 links intra- bis extraforaminal (Suva-act. 7). Am 

21. Oktober 2019 stellte Dr. F.___ dem Versicherten eine Physiotherapieverordnung für 

die Diagnose eines posttraumatischen LRS (= Lumboradikuläres Syndrom) S1 links 

nach Auffahrunfall vom 13. Oktober 2019 aus (Suva-act. 12). Ab 5. November 2019 

bescheinigte er ihm wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Suva-act. 11-2).

Mit Schreiben vom 13. November 2019 anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht 

für das Unfallereignis vom 13. Oktober 2019 und sicherte dem Versicherten die 

Ausrichtung der gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung und Taggeld) 

zu (Suva-act. 10).

A.c. 

Am 20. November 2019 konsultierte der Versicherte Dr. med. H.___, 

Neurochirurgie FMH. Aufgrund der vom Versicherten geklagten Beschwerden und der 

untersuchbaren Defizite ging Dr. H.___ von einer Radikulopathie L4 links aus. Das 

Korrelat für die Radikulopathie fand er laut Bericht vom 21. November 2019 in der 

foraminalen Teilokklusion durch den hier liegenden Bandscheibensequester (Suva-act. 

27). Am 26. November 2019 nahm er beim Versicherten eine BV-gestützte 

periradikuläre Infiltration der Nervenwurzel L4 links vor (Suva-act. 26).

A.d. 

Am 15. Januar 2020 liess der Versicherte der Suva durch seine Arbeitgeberin 

einen "Rückfall" zum Unfall vom 13. Oktober 2019 melden (Suva-act. 17). Wegen einer 

akuten Exazerbation der lumboradikulären Schmerzen, neu mit Fussheber- und -

senkerparese, war der Versicherte vom 2. bis 3. Januar 2020 in der Klinik für 

A.e. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 4/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Neurochirurgie des KSSG hospitalisiert gewesen. Während eine am 2. Januar 2020 in 

der Netzwerk Radiologie, Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin (nachfolgend: 

Netzwerk Radiologie), durch Dr. med. I.___, Oberarzt, durchgeführte 

Röntgenuntersuchung der LWS eine intakte ossäre Struktur und Konfiguration der LWS 

ohne Fraktur gezeigt hatte (Suva-act. 29), war in der am 3. Januar 2020 durch Dr. med. 

J.___, Oberarzt, in der Netzwerk Radiologie vorgenommenen MRI-Untersuchung der 

Wirbelsäule BWK11 bis SWK3 unter anderem eine Diskusprotrusion mit Riss im Anulus 

fibrosus, eine beginnende Sequestration links LWK 4-5 mit Einengung von L5 rezessal 

beidseits, links mehr als rechts, sowie eine ödematös veränderte Wurzel links gesichert 

worden (Suva-act. 28), worauf eine Göttinger-Infusion (Diazepam, Dexamethason, 

Metamizol) durchgeführt worden war. Die behandelnden Ärzte der Klinik für 

Neurochirurgie des KSSG hatten dem Versicherten sodann vom 2. bis 12. Januar 2020 

eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und anschliessend während vier Wochen die 

Unzumutbarkeit des Tragens von Lasten über 10 kg bescheinigt (Suva-act. 24-5 ff.). 

Ausserdem war dem Versicherten am 3. Januar 2020 eine Physiotherapieverordnung 

für die Behandlung einer breitbasigen Diskusprotrusion L4/5 linksbetont ausgestellt 

worden (Suva-act. 16-2).

Am 7. Februar 2020 legte die Suva den ihr am 15. Januar 2020 angezeigten 

Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. K.___, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie, zur Beurteilung vor. Gestützt auf die kreisärztliche Verneinung eines 

überwiegend wahrscheinlich kausalen Zusammenhangs zwischen den erneuten 

Beschwerden und dem Auffahrunfall (Suva-act. 37-2), verneinte die Suva gegenüber 

dem Versicherten mit Schreiben vom selben Tag ihre Leistungspflicht (Suva-act. 35).

A.f. 

Mit Eingabe vom 23. Juni 2020 liess der Versicherte, vertreten durch seine 

Rechtsschutzversicherung, die Aufhebung der formlosen Leistungsablehnung der Suva 

vom 7. Februar 2020, die Anerkennung der erneuten Beschwerden am Hals und an der 

Wirbelsäule als Unfallfolgen sowie die rückwirkende Ausrichtung der gesetzlichen 

Sozialversicherungsleistungen ab 13. Oktober 2019 bzw. 2. Januar 2020 und 

eventualiter weitere Abklärungen beantragen (Suva-act. 40-1 ff.). Zusammen mit der 

Eingabe wurde ein Bericht von Dr. H.___ vom 18. Juni 2020 eingereicht (Suva-act. 

40-5).

A.g. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 5/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

B.  

C.  

Nach Einholung einer weiteren kreisärztlichen Beurteilung durch Dr. med. L.___, 

Facharzt Orthopädische Chirurgie, vom 24. Juni 2020, der eine Unfallkausalität der 

Bandscheibenveränderungen ebenfalls verneinte und von einer Aktivierung einer 

vorbestehenden unfallunabhängigen Verschleisserkrankung der LWS ausging, 

bezüglich welcher von einem Eintritt des Status quo sine acht Wochen nach dem Unfall 

bzw. spätestens Ende des Jahres 2019 auszugehen sei (Suva-act. 41), eröffnete die 

Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 25. Juni 2020 die Verneinung ihrer 

Leistungspflicht für die erneut gemeldeten Beschwerden (Suva-act. 42-2 f.).

A.h. 

Gegen die Verfügung vom 25. Juni 2020 liess der Versicherte mit Eingabe vom 28. 

Juli 2020 durch seine Rechtsschutzversicherung Einsprache erheben (Suva-act. 48).

B.a. 

Nach Einholung einer ausführlichen kreisärztlichen Beurteilung von Dr. L.___ 

(Suva-act. 52) wies die Suva die Einsprache mit Einspracheentscheid vom 9. 

November 2020 ab (Suva-act. 55).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid erhob der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer) mit nicht unterzeichneter Eingabe vom 9. Dezember 2020 

Beschwerde mit folgenden Rechtsbegehren: 1. Der Einspracheentscheid der Suva 

(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 9. November 2020 sei aufzuheben. 2. Es sei 

die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen 

UVG-Leistungen ab 13. Oktober 2019 bzw. 2. Januar 2020 rückwirkend auszurichten. 

3. Es sei eine Begutachtung der Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers 

durchzuführen. 4. Eventualiter sei die Streitsache zur Ergänzung des Sachverhalts 

(Gutachten) und zur Neuverfügung im Sinne der Erwägungen an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 1).

C.a. 

Mit Schreiben vom 4. Januar 2021 forderte das Versicherungsgericht den 

Beschwerdeführer auf, die Beschwerdeeingabe handschriftlich zu unterzeichnen (act. 

G 2). Am 7. Januar 2021 ging beim Versicherungsgericht die unterzeichnete Eingabe 

ein (act. G 3).

C.b. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 6/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Erwägungen

1.  

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin 

die Abweisung der Beschwerde (act. G 5).

C.c. 

Der Beschwerdeführer verzichtete auf die Einreichung einer Replik (act. G 6 f.).C.d. 

Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 

832.20) werden Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung 

bildet die Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich- und adäquat-kausal mit einem versicherten 

Unfallereignis zusammenhängen (BGE 129 V 181 f. E. 3.1 f.; André Nabold, N 48 ff. zu 

Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 

Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht [nachfolgend zitiert: KOSS 

UVG]; Irene Hofer, N 63 ff. zu Art. 6, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/

Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019 [nachfolgend 

zitiert: BSK UVG]; Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 53 ff.). Für die 

Beantwortung der Tatfrage nach dem Bestehen natürlicher Kausalzusammenhänge im 

Bereich der Medizin ist das Gericht regelmässig auf Angaben ärztlicher Experten und 

Expertinnen angewiesen. Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang ist 

demgegenüber eine Rechtsfrage, die vom Gericht nach den von Doktrin und Praxis 

entwickelten Regeln zu beurteilen ist (KOSS UVG-Nabold, N 53 zu Art. 6; BSK UVG-

Hofer, N 66 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55, 88). Die Adäquanz spielt im 

Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen indessen praktisch keine Rolle, 

da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 

111 f. E. 2).

1.1. 

Hat der Unfallversicherer seine Leistungspflicht einmal anerkannt, so entfällt seine 

Leistungspflicht erst dann, wenn der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate 

Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer nur noch und 

ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Ebenso wie der 

leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder 

kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit 

1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 7/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein; die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs 

bzw. Dahinfallens genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs bzw. die 

Einstellung von bisher erbrachten Versicherungsleistungen nicht (Thomas Locher/

Thomas Gächter, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. 2014, § 70 N 58 f.). 

Dahingefallen ist die kausale Bedeutung, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie 

er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige 

Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf einer Vorerkrankung auch 

ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (KOSS 

UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 54; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen). Im Rahmen der zu 

prüfenden Frage, ob die Leistungspflicht dahingefallen ist, genügt es für die Bejahung 

des Kausalzusammenhangs, wenn der Unfall für die fragliche gesundheitliche Störung 

immer noch eine Teilursache darstellt (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts [EVG] vom 18. Februar 2003, U 287, E. 4.4).

Gemäss Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 

werden Versicherungsleistungen auch für Rückfälle gewährt, wobei ein Rückfall einen 

besonderen revisionsrechtlichen Tatbestand im Sinn von Art. 22 UVG darstellt (vgl. 

BGE 118 V 293; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 326). Bei einem Rückfall handelt es sich um 

das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit bzw. vermeintlich 

geheilter Unfallfolgen, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu 

einer weiteren Arbeitsunfähigkeit kommt. Da der Rückfall begrifflich an ein bestehendes 

Unfallereignis anschliesst, kann er eine Leistungspflicht des damals haftbaren 

Unfallversicherers nur dann auslösen, wenn zwischen den erneut vorgebrachten 

Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen 

Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht 

(BGE 118 V 296 f. E. 2c).

1.3. 

Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht. 

Danach hat die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht von Amtes wegen für 

die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht uneingeschränkt; er findet sein Korrelat in den 

Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen; 

vgl. BGE 130 I 183 E. 3.2). Der Untersuchungsgrundsatz schliesst eine Beweislast im 

Sinn der Beweisführungslast begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess 

tragen mithin die Parteien die Beweislast nur insofern, als im Fall der Beweislosigkeit 

der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 

1.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 8/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2.  

Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Beim Nachweis des Dahinfallens jeder kausalen 

Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens handelt es sich 

um eine leistungsaufhebende Tatfrage. Die entsprechende Beweislast liegt hier - 

anders als bei der Frage, ob im Grundfall oder auch bei Rückfällen ein (erneuter) 

leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der 

versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 

mit Hinweisen, 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b mit Hinweisen; Rumo-Jungo/ Holzer, 

a.a.O., S. 4, 79).

Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Danach haben die 

urteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln 

sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Beweismittel unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die 

verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs 

gestatten. Bezüglich Beweiswert eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

der medizinischen Fachperson begründet und nachvollziehbar sind (BGE 125 V 352 E. 

3a mit Hinweisen). Berichte und Gutachten, welche die Versicherungen während des 

Administrativverfahrens von ihren eigenen Ärzten und Ärztinnen einholen, können 

beweistauglich sein. An deren Beweiswürdigung sind indes strenge Anforderungen zu 

stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 

versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen 

vorzunehmen (BGE 135 V 470 f. E. 4.4 mit Hinweis; bestätigt in Urteil des 

Bundesgerichts vom 23. November 2012, 8C_592/2012, E. 5.3). Der Umstand, dass Dr. 

L.___ insbesondere seine Beurteilung vom 10. August 2020 (Suva-act. 52) aufgrund der 

Akten abgegeben und den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht hat, steht ihrem 

Beweiswert nicht entgegen (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Januar 2007, U 224/06, 

E. 3.5 mit Hinweisen).

1.5. 

Unbestritten ist, dass die Beschwerdegegnerin ursprünglich eine Leistungspflicht 

im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 13. Oktober 2019 mit anschliessenden 

Parästhesien im linken Fuss bzw. Schmerzen im linken Bein (Suva-act. 6-2 f., 24-4) 

2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 9/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

anerkannt und Leistungen für Heilbehandlung sowie Taggelder erbracht hat (Suva-act. 

10). Ab dem 5. November 2019 war der Beschwerdeführer wieder zu 100 % 

arbeitsfähig (Suva-act. 11-2). Am 20. und 26. November 2019 befand sich der 

Beschwerdeführer wegen einer linksseitigen Reizung L4 und einer Iliopsoasparese bei 

foraminal liegendem Bandscheibenvorfall L4/5 links bei Dr. H.___ in Behandlung (Suva-

act. 26 f.). Eine Arbeitsunfähigkeit ist nicht aktenkundig. Ebenfalls nicht aktenkundig ist, 

ob die Beschwerdegegnerin die Heilbehandlung übernommen hat. Am 15. Januar 2020 

liess der Beschwerdeführer durch seine Arbeitgeberin eine Behandlung im KSSG sowie 

eine Arbeitsunfähigkeit ab dem 2. Januar 2020 als Rückfall zum Unfallereignis vom 13. 

Oktober 2019 melden (Suva-act. 17). Er war wegen einer akuten Exazerbation 

lumboradikulärer Schmerzen S5 und S1 links mit neu Fussheber- und -senkerparese 

unklarer Genese vom 2. bis 3. Januar 2020 in der Klinik für Neurochirurgie des KSSG 

hospitalisiert und danach erneut arbeitsunfähig gewesen. Laut Anamnese im 

Austrittsbericht der behandelnden Ärzte der Klinik für Neurochirurgie des KSSG vom 8. 

Januar 2020 hatte die im November 2019 durchgeführte Infiltration zu einer Beruhigung 

der Situation, wenn auch nicht zu einer Schmerzlinderung geführt (Suva-act. 25).

Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet der 

Einspracheentscheid vom 9. November 2020 (Suva-act. 55), worin die 

Beschwerdegegnerin - wie nachfolgend auch in der Beschwerdeantwort vom 8. 

Februar 2021 (act. G 5) - gestützt auf die Beurteilungen von Dr. L.___ vom 24. Juni und 

10. August 2020 (Suva-act. 41, 52) ein Erreichen des Status quo sine spätestens Ende 

2019 festhielt und eine Leistungspflicht für die ab Januar 2020 beklagten Beschwerden 

verneinte. Sie zitierte im Einspracheentscheid aus der ärztlichen Beurteilung von Dr. 

L.___ vom 10. August 2020. Danach stünden alle über Ende 2019 hinaus beklagten 

Beschwerden der LWS überwiegend wahrscheinlich nicht mit dem Unfallereignis vom 

13. Oktober 2019 in Zusammenhang, sondern seien ausschliesslich 

unfallunabhängigen Faktoren wie der verschleissbedingten LWS-Erkrankung 

geschuldet (Suva-act. 52-8). Der Beschwerdeführer stellt sich in der Beschwerde vom 

9. Dezember 2020 auf den Standpunkt, dass die Beschwerdegegnerin die Beweislast 

für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der Unfallkausalität bezüglich der 

Rückenproblematik trage (act. G 1). Dass die Beschwerdegegnerin einen weiteren 

Leistungsanspruch des Beschwerdeführers unter dem Aspekt eines möglicherweise 

fortdauernden Grundfalls prüfte, erscheint angesichts der vorangehenden 

Ausführungen sowie des in Erwägung 2.1 dargelegten Sachverhalts naheliegend. So 

liesse es insbesondere dessen zeitlicher Ablauf, wonach zwischen den einzelnen 

ärztlichen Behandlungen und Arbeitsunfähigkeiten nur wenige Wochen bis Monate 

vergangen sind, nicht rechtfertigen, von einem Rückfall auszugehen (vgl. dazu BGE 134 

2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 10/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

3.

Streitig und zu prüfen ist also, ob die Beschwerdegegnerin für Heilbehandlungen und 

Arbeitsunfähigkeiten ab Januar 2020 zu Recht mangels Unfallkausalität keine 

Leistungen mehr erbracht hat. In Bezug auf die Frage einer weiteren Leistungspflicht 

der Beschwerdegegnerin stehen allfällige unfallkausale Gesundheitsschäden im 

Bereich der HWS (siehe nachfolgende Erwägung 4) und der LWS (siehe nachfolgende 

Erwägungen 5 ff.) zur Diskussion.

4.   

V 145). Die Beschwerdegegnerin hält denn auch dieser Betrachtungsweise in der 

Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2021 nichts entgegen, sondern argumentiert 

übereinstimmend, dass für die Beendigung der Leistungspflicht allein entscheidend sei, 

ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens dahingefallen seien (act. 

G 5, Ziff. 5.6). Die alleinige Meldung eines Rückfalls (Suva-act. 17) und die Verwendung 

des Rückfallbegriffs durch Dr. L.___ (Suva-act. 52-8) vermögen an dieser Auffassung 

nichts zu ändern. Wie es sich letztlich mit der Beweislastverteilung bzw. der Frage, ob 

im vorliegenden Fall von einem Rückfall oder einem fortdauernden Grundfall 

auszugehen ist, verhält, kann jedoch im Hinblick auf die nachfolgenden Erwägungen 

ohnehin offenbleiben. Denn die Frage, wer die Folgen einer allfälligen Beweislosigkeit 

zu tragen hat, stellt sich erst, wenn es sich als tatsächlich unmöglich erweist, in 

Ausübung des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 

Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 

Wirklichkeit zu entsprechen (Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 4), was vorliegend - wie 

dies nachfolgend zu zeigen ist - nicht zutrifft. Im Übrigen ist im konkreten Fall 

entscheidend, dass der Beschwerdeführer offensichtlich Versicherungsleistungen erst 

(wieder) ab Beginn der Hospitalisation in der Klinik für Neurochirurgie des KSSG und 

der Arbeitsunfähigkeit vom 2. Januar 2020 geltend macht.

Anlässlich der Erstbehandlung vom 13. Oktober 2019 diagnostizierte Dr. C.___ 

beim Beschwerdeführer ein HWS-Beschleunigungstrauma (Suva-act. 24-4) und damit 

eine schleudertraumaähnliche Verletzung (vgl. dazu Urteil des EVG vom 17. August 

2004, U 243/03; BGE 117 V 369 E. 7b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2; RKUV 2000 Nr. 

U 395 S. 316 E. 3). Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, 

dass bei Schleudertraumen sowie äquivalenten Verletzungen auch ohne nachweisbare 

pathologische bzw. organische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle 

Ausfälle verschiedenster Art auftreten können. Der Umstand, dass die für ein 

Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung typischen Beschwerden nicht mit 

4.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 11/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

entsprechenden Untersuchungsmethoden (Röntgen, Computertomogramm, EEG) 

objektivierbar sind, rechtfertigt für sich allein nicht, die diesbezüglichen Beschwerden 

in Abrede zu stellen (BGE 117 V 363 f. E. 5d/aa). Ist jedoch ein Schleudertrauma oder 

eine äquivalente Verletzung diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. vor, 

so ist der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach 

eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen (vgl. BGE 134 

V 116 f. E. 6.2, 119 V 337 f. E. 1, 117 V 360 f. E. 4b). Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts (Urteile vom 29. Mai 2012, 8C_849/2011, E. 5.2, 30. Januar 2007, U 

215/05, und 15. März 2007, U 258/06) muss bei einer HWS-Verletzung das typische 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nicht in seiner umfassenden 

Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall auftreten. 

Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der Halsregion oder 

an der HWS manifestieren. Die anderen im Rahmen eines Schleudertraumas oder einer 

äquivalenten Verletzung typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich 

jedoch immerhin in einem Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein 

eines natürlichen Kausalzusammenhangs auszugehen.

Für die Anwendung der "Schleudertrauma-Praxis" wird ferner vorausgesetzt, dass 

in einer ersten Phase nach dem Unfall dessen Hergang sowie die auftretenden 

Beschwerden möglichst genau und verifizierbar dokumentiert werden. Insbesondere 

der erstbehandelnde Arzt ist gehalten, die versicherte Person genau abzuklären und 

nach ihrem gesundheitlichen Vorzustand zu befragen. Nebst den weiteren der 

Diagnosestellung zugrunde gelegten Überlegungen ist auch der Verlauf der 

Beschwerden ab dem Unfallzeitpunkt genau zu beschreiben, wozu sich der vom 

Schweizerischen Versicherungsverband empfohlene "Dokumentationsbogen für 

Erstkonsultation nach kraniozervikalem Beschleunigungstrauma" eignet (vgl. BGE 134 

V 123 E. 9.2).

4.2. 

Wie bereits erwähnt, diagnostizierte Dr. C.___ beim Beschwerdeführer anlässlich 

der Erstbehandlung am Unfalltag ein HWS-Beschleunigungstrauma (Suva-act. 24-4). 

Ein Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kraniozervikalem 

Beschleunigungstrauma ist nicht aktenkundig. Als Befund erhob Dr. C.___ im 

Untersuchungsbericht einzig einen störenden Schmerz im linken Bein. Typische 

Beschwerden für eine schleudertraumaähnliche Verletzung sind keine vermerkt (Suva-

act. 24-4). Am 14. Oktober 2019 stellte sich der Beschwerdeführer wegen Parästhesien 

4.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 12/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Bereich des linken Fusses seit dem Unfall am 13. Oktober 2019 in der Klinik für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG vor 

(Suva-act. 24-2). Im entsprechenden Notfallbericht wurde anamnestisch geschrieben, 

dass ein kraniozervikales Beschleunigungstrauma festgestellt worden sei, eine ossäre 

Läsion aber habe ausgeschlossen werden können. Die behandelnden Ärzte Dr. D.___ 

und Dr. E.___ untersuchten klinisch die Wirbelsäule, erhoben jedoch vollkommen 

unauffällige Befunde. Als Diagnose stellten sie Parästhesien Fuss links nach 

Verkehrsunfall mit kraniozervikalem Beschleunigungstrauma am 13. Oktober 2019. 

Auch einen Tag nach dem Unfall liegt mithin kein Hinweis auf ein 

schleudertraumatypisches Beschwerdebild (vgl. Erwägung 4.1) vor. Im weiteren Verlauf 

wurde die Diagnose einer leichten HWS-Distorsion als Indikation für eine MRI-

Untersuchung genannt, jedoch für eine solche der LWS (Suva-act. 7). Eine 

radiologische Untersuchung der HWS stand zwar bei der Erstbehandlung - als 

Procedere bei Persistenz der Beschwerden - noch im Raum, darauf wurde aber 

gemäss den Akten offensichtlich nicht zurückgegriffen und eine solche war demnach 

medizinisch auch nicht nötig gewesen (vgl. Suva-act. 24-4). Am 21. Oktober 2019 

stellte Dr. F.___ eine Physiotherapieverordnung mit der Diagnose eines 

posttraumatischen LRS S1 links nach Auffahrunfall vom 13. Oktober 2019 aus (Suva-

act. 12). Der Auffahrunfall wurde mithin nur im Sinne eines Sachverhalts, der bereits 

stattgefunden hat, genannt. Im Konsultationsbericht vom 21. November 2019 erwähnte 

Dr. H.___ zwar in der Anamnese nachfolgend an den Verkehrsunfall vom 13. Oktober 

2019 aufgetretene Nackenschmerzen ("Nuchalgie"), doch hatten diese offensichtlich im 

Zeitpunkt der entsprechenden Untersuchung vom 20. November 2019 nicht mehr zur 

Diskussion gestanden. Eine Untersuchung der HWS sowie diesbezügliche Befunde 

sind im Bericht nicht beschrieben und auch in der Beurteilung sowie beim Procedere 

blieb die HWS unerwähnt (Suva-act. 27). Übereinstimmend hielt Dr. H.___ in seinem 

Bericht vom 18. Juni 2020 fest, der Beschwerdeführer habe anlässlich der Konsultation 

vom 20. November 2019 berichtet, im Anschluss an den Verkehrsunfall vom 13. 

Oktober 2019 unter intensiven Nackenschmerzen gelitten zu haben und nach 

Abklingen der Nackenschmerzen über eine Persistenz einer zuvor untergeordneten 

Beinsymptomatik linksseitig (act. G 1.3). Schliesslich enthält auch der Austrittsbericht 

der behandelnden Ärzte der Klinik für Neurochirurgie des KSSG vom 8. Januar 2020 

betreffend die Hospitalisation vom 2. bis 3. Januar 2020 (Suva-act. 25), abgesehen von 

der initial gestellten Diagnose des kraniozervikalen Beschleunigungstraumas am 13. 

Oktober 2019, keinen Hinweis auf eine HWS-Problematik. Der Eintritt in das KSSG 

erfolgte bei akuter Exazerbation der bekannten lumboradikulären Schmerzen S1 links 

mit neu Fussheber- und -senkerparese unklarer Genese. HWS-Beschwerden, eine 

Untersuchung der HWS mit entsprechenden Befunden, eine neue Diagnose und 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 13/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

5.  

geplante Therapie im Zusammenhang mit der HWS werden im Bericht weiterhin nicht 

genannt. Dem beim Klinikeintritt am 2. Januar 2020 geklagten Beschwerdebild 

entsprechend wurde die Wirbelsäule nur von BWK11 bis SWK3 untersucht. Vor diesem 

Hintergrund überzeugt die Feststellung des Beschwerdeführers in der Beschwerde 

vom 9. Dezember 2020 nicht, dem obgenannten Austrittsbericht könne entnommen 

werden, dass die Behandlung erneut aufgrund des HWS-Beschleunigungstraumas 

erfolgt sei, welches er beim Auffahrunfall vom 13. Oktober 2019 erlitten habe (act. G 1, 

Ziff. 10 S. 5).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer zwar beim Unfall 

vom 13. Oktober 2019 offensichtlich ein HWS-Beschleunigungstrauma erlitten hat, in 

den medizinischen Akten jedoch kein dafür typisches und vor allem vielfältiges 

Beschwerdebild dokumentiert ist. Innerhalb der Latenzzeit von 72 Stunden sind 

lediglich Nackenschmerzen aktenkundig. Auch die nachfolgenden 

Untersuchungsergebnisse und durchgeführten Behandlungen enthalten keine 

Hinweise, welche über die (nur) initiale Diagnose eines kraniozervikalen 

Beschleunigungstraumas am 13. Oktober 2019 hinausgehen würden. Selbst wenn also 

für die Zeit direkt nach dem Unfall von einer schleudertraumaähnlichen Verletzung 

ausgegangen wird, kann angesichts des Gesagten nicht mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit eine solche Verletzung mit Langzeitfolgen auch 

noch im Januar 2020 angenommen werden. In dem Sinne hält auch Kreisarzt Dr. L.___ 

in seiner Beurteilung vom 10. August 2020 (Suva-act. 52) überzeugend fest, dass es 

durch das Unfallereignis vom 13. Oktober 2019 überwiegend wahrscheinlich zu einer 

unkomplizierten Beschleunigungsverletzung der HWS Grad I bis II der Quebec Task 

Force (QTF)-Klassifikation gekommen sei und die Unfallfolgen der kraniozervikalen 

Beschleunigungsverletzung gemäss dem zeitlichen Verlauf spätestens zum Ende des 

Jahres 2019 nach Ablauf von zehn Wochen folgenlos abgeheilt seien, da Symptome 

der HWS nur im Erstbehandlungsbericht erwähnt würden.

4.4. 

In Bezug auf die LWS ist zunächst streitig und zu prüfen, ob sich der 

Beschwerdeführer, wie von seinem Rechtsvertreter in der Beschwerde vom 9. 

Dezember 2020 sinngemäss geltend gemacht, beim Unfall vom 13. Oktober 2019 einen 

strukturellen Gesundheitsschaden zugezogen hat (act. G 1, Ziff. 9 S. 4 f.; Ziff. 10 S. 5).

5.1. 

Für die Annahme unfallkausaler somatischer Restfolgen werden grundsätzlich eine 

unfallkausale strukturelle Läsion bzw. eine schlecht verheilte strukturelle Läsion als 

objektivierbares Korrelat verlangt. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar 

5.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 14/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten bzw. der 

Patientin unabhängig sind. Folglich kann von objektiv ausgewiesenen organisch-

strukturellen Unfallfolgen dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit - 

wissenschaftlich anerkannten - apparativen/bildgebenden Abklärungen (wie Röntgen, 

MRI, CT, Arthroskopie) bestätigt werden (vgl. BGE 134 V 232 E. 5.1 mit Hinweisen; 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. Oktober 2009, 8C_216/2009, E. 2 mit Hinweisen).

Ein massgebender Ausgangspunkt für die Beurteilung traumatischer Folgeschäden 

bzw. der Ursächlichkeit einer Gesundheitsschädigung bildet der gesundheitliche 

Zustand einer versicherten Person vor dem Unfall. Ist es durch letzteren zu keinen 

neuen strukturellen Schäden gekommen, trifft er aber auf einen vorgeschädigten 

Körper, kommt eine unfallkausale Gesundheitsschädigung höchstens als 

vorübergehende oder richtungsgebende Verschlimmerung eines Vorzustandes in 

Betracht. Eine richtungsgebende Verschlimmerung liegt nach der Rechtsprechung vor, 

wenn medizinischerseits feststeht, dass weder der Status quo ante noch der Status 

quo sine je wieder erreicht werden können (KOSS UVG-Nabold, N 54 zu Art. 6; BSK 

UVG-Hofer, N 71 zu Art. 6; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O, S. 54 mit Hinweis; Urteil des 

Bundesgerichts vom 1. April 2015, 8C_484/2014, E. 2.1). Von einer vorübergehenden 

unfallbedingten Verschlimmerung eines Vorzustandes wird dann gesprochen, wenn 

Unfallfolgen bzw. deren Anteil an einer Gesundheitsschädigung im Rahmen des 

posttraumatischen Verlaufs nie konkret beschrieben bzw. radiologisch als strukturelle 

Verletzung der Gelenke oder Knochen sichtbar gemacht werden können. In solchen 

Fällen wird bei einem geeigneten bzw. adäquaten Ereignis in einer ersten Phase davon 

ausgegangen, dass dieses eine schädigende Wirkung auf den Körper habe. Die 

aufgetretenen bzw. ausgelösten Beeinträchtigungen werden, obwohl sie 

möglicherweise weiterbestehen, nach einer gewissen Zeit gestützt auf medizinische 

Erfahrung aber nicht mehr dem Unfall angelastet. Die Unfallversicherung übernimmt in 

diesen Fällen nur den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, d.h. sie 

hat bis zum Erreichen des Status quo sine oder ante Leistungen für das unmittelbar im 

Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Als Beispiel 

dafür gelten insbesondere auch Kontusions- und Distorsionsfolgen (vgl. Urteile des 

Bundesgerichts vom 26. Februar 2013, 8C_423/2012, E. 5.3, 9. Januar 2012, 

8C_601/2011, E. 3.2, und 24. Juni 2008, 8C_326/2008, E. 3.2 und 4; vgl. auch KOSS 

UVG-Nabold, N 57 zu Art. 6; BSK UVG-Hofer, N 72 zu Art. 6; Rumo-Jungo, a.a.O., S. 

55 f.). Bei einer Kontusion und Distorsion handelt es sich um eine Weichteilverletzung, 

die insbesondere anhand klinischer Befunde - wie Hämatome, Schwellungen, 

Schürfungen, Prellmarken, Druckdolenzen, Bewegungseinschränkungen, 

Muskelverhärtungen - objektiviert werden (vgl. dazu Alfred M. Debrunner, Orthopädie, 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 15/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

6.  

Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2002, S. 412, 1097; Roche Lexikon, Medizin, 5. Aufl. 

2003, S. 357, 441; Pschyrembel, Klinisches Wörterbuch, 267. Aufl. 2017, S. 420). Die 

Unfallversicherung übernimmt die Leistungen bis zur Heilung dieser spezifischen 

Kontusions- und Distorsionsfolgen und/oder - wie oben erwähnt - für den durch ein 

Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub.

 6.1. 

Als unfallkausaler struktureller Gesundheitsschaden, der für die ab Januar 2020 

geklagten und ärztlich behandelten Beschwerden ursächlich ist, steht die in den MRI-

Untersuchungen vom 18. Oktober 2019 und 3. Januar 2020 zur Darstellung gelangte 

Bandscheibenprotrusion LWK 4/5 mit Riss im Anulus fibrosus und beginnender 

Sequestration zur Diskussion (Suva-act. 7, 28, vgl. auch Suva-act. 26, 27-2; im 

Sachverhalt A.b und A.e). Die Beschwerdegegnerin verneint jedoch deren 

Unfallkausalität insbesondere gestützt auf die Beurteilung von Kreisarzt Dr. L.___ vom 

10. August 2020 (Suva-act. 55) und sieht in ihr eine degenerative Veränderung.

6.1.1. 

Die Bandscheibenprotrusion L4/5, der Anulus fibrosus-Riss sowie die 

Sequestration können hinsichtlich ihrer Verursachung nicht losgelöst voneinander 

betrachtet werden. In der medizinischen Literatur wird eine Bandscheiben- bzw. 

Diskusprotrusion als Vorwölbung des Anulus fibrosus beschrieben, welcher die 

Schwachstelle der Bandscheibe darstellt (Pschyrembel, a.a.O., S. 210; Debrunner, 

a.a.O., S. 879; Roche Lexikon, a.a.O., S. 182; Leitlinie der Orthopädie, Hrsg. von der 

Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und dem 

Berufsverband der Ärzte für Orthopädie, 2. erweiterte Aufl. 2002, S. 5 f.). Erst im 

Rahmen einer Ausdehnung des Gesundheitsschadens brechen Lücken im Anulus 

fibrosus auf, durch welche Material aus dem Gallertkern herausgepresst wird und 

Diskushernien bildet (Debrunner, a.a.O., S. 879). Der Bandscheibensequester ist 

sodann der durch den Anulus fibrosus Riss herausgerutschte Bandscheibenteil (Roche 

Lexikon, a.a.O., S. 182; Pschyrembel, a.a.O., S. 210). Ob es sich um eine 

Diskusprotrusion oder eine -hernie handelt, ist letztlich also eine Frage, in welchem 

Stadium sich der Gesundheitsschaden befindet bzw. ob der Anulus fibrosus bereits 

eingerissen ist oder nicht. Wie gesagt, müssen daher die beim Beschwerdeführer 

diagnostizierte Diskusprotrusion, der Riss des Anulus fibrosus sowie der Sequester 

(vgl. Suva-act. 7, 28) als zusammengehörende Befunde betrachtet werden, welche 

entweder degenerativ oder traumatisch bedingt sind.

6.1.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 16/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Im Bereich des Unfallversicherungsrechts entspricht es einer medizinischen 

Erfahrungstatsache, dass praktisch alle Diskushernien und Diskusprotrusionen 

degenerativ entstehen. Ein Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) kann nur 

ausnahmsweise als eigentliche Ursache in Betracht fallen. Eine gesunde Bandscheibe 

ist - wie auch Kreisarzt Dr. L.___ in seiner Beurteilung vom 10. August 2020 (Suva-act. 

52) unter Hinweis auf die medizinische Literatur darlegt - derart widerstandsfähig, dass 

unter Gewalteinwirkung eher die Wirbelknochen brechen, als dass die Bandscheibe 

verletzt würde. Im medizinischen Versuch konnte die isolierte Verletzung einer 

Bandscheibe durch einen Unfall lediglich bei rein axialer Belastung der Wirbelsäule, 

nicht aber bei Rotations-, Hyperextensions- oder Hyperflexionsbewegungen 

herbeigeführt werden (Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3.1, mit 

Hinweis auf Günter G. Mollowitz [Hrsg.], Der Unfallmann, 1993, S. 164 ff.; vgl. auch 

Debrunner, a.a.O., S. 878 ff.; Pschyrembel, a.a.O., S. 210; Roche Lexikon, a.a.O., S 

182; Leitlinie der Orthopädie, a.a.O., S. 5). Voraussetzung für die Annahme einer 

traumatischen Diskushernie bzw. Diskusprotrusion ist somit, dass der Unfall 

hinsichtlich seines Mechanismus geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe 

herbeizuführen, und insbesondere auch von besonderer Schwere war. Die Symptome 

der Diskushernie (vertebrales oder radikuläres Syndrom) müssen zudem unverzüglich 

und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten (RKUV 2000 Nr. U 379 S. 193, E. 2a mit 

Hinweisen; Urteil des EVG vom 3. Oktober 2005, U 163/05, E. 3; Rumo-Jungo/Holzer, 

a.a.O., S. 55 f.). Das Gleiche gilt grundsätzlich für eine richtungsgebende 

Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes, wenn und soweit also durch den 

Unfall eine Diskushernie oder Diskusprotrusion früher bzw. beschleunigt zur 

Entwicklung gebracht wurde. Eine solche ist ausserdem grundsätzlich nur dann 

bewiesen, wenn die Radioskopie ein plötzliches Zusammensinken der Wirbel nach 

einem Trauma aufzeigt. Eine allfällige richtungsgebende Verschlimmerung muss 

radiologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben 

(RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 f. E. 3a mit Hinweisen; Urteil des EVG vom 25. November 

2004, U 107/04, E.4.1; Rumo-Jungo/Holzer, a.a.O., S. 55 f.).

6.1.3. 

Im vorliegenden Fall können die in Erwägung 6.1.3 dargelegten Voraussetzungen 

für eine unfallbedingte Diskusprotrusion bzw. richtungsgebende Verschlimmerung einer 

vorbestehenden Diskusprotrusion nicht als erfüllt betrachtet werden.

6.2. 

Der Auffahrunfall vom 13. Oktober 2019 lässt zunächst nicht den 

vorausgesetzten axialen Unfallmechanismus erkennen (vgl. Erwägung 6.1.3). 

Überhaupt ist eine besonders schwere Krafteinwirkung auf die Wirbelsäule, die 

geeignet gewesen wäre, eine Diskusprotrusion zu verursachen, im vorliegenden Fall 

6.2.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 17/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

nicht denkbar. Die LWS des Beschwerdeführers war durch den Autositz gut gestützt 

und das Hochrutschen des Körpers an der Rückenlehne wird grundsätzlich durch den 

Dreipunktgurt gebremst. Eine Verletzung wäre höchstens bei einem Bruch der 

Rückenlehne, also bei einem sehr massiven Auffahrunfall, denkbar gewesen (vgl. dazu 

Hans U. Debrunner/ Erich W. Ramseier, Die Begutachtung von Rückenschäden in der 

schweizerischen sozialen Unfallversicherung, 1990, S. 54). In der von Kreisarzt Dr. 

L.___ angeführten medizinischen Literatur wird ausserdem einleuchtend festgehalten, 

dass eine traumatische Schädigung der Bandscheibe komplexe Verletzungsmuster 

hinterlasse und vor dem Auftreten eines traumatisch bedingten Bandscheibenvorfalls 

Frakturen der Wirbelkörper zu erkennen seien (Suva-act. 52-7). Solche konnten im 

vorliegenden Fall radiologisch nicht nachgewiesen werden (Suva-act. 29). Dr. L.___ 

ergänzt ausserdem, es erscheine nicht vorstellbar, dass eine Gewalteinwirkung zu einer 

isolierten Verletzung einer Bandscheibe oder Instabilität eines Bandscheibensegments 

führen könne, ohne "Kollateralschäden" zu hinterlassen. Unfallbedingte 

Bandscheibenvorfälle oder instabile Bandscheibensegmente müssten in den 

kernspintomographischen Dokumenten immer Zeichen einer frischen Verletzung, wie 

eine Blutergussbildung infolge von Gewebezerreissungen oder Flüssigkeitskollektionen 

im Halteapparat und in der angrenzenden Muskulatur des betroffenen 

Bandscheibensegments, aufweisen. Derartige Veränderungen der umgebenden 

Haltestrukturen seien - wie Dr. L.___ festhält - auf den bildgebenden Dokumenten der 

Kernspintomographie der LWS vom 18. Oktober 2019 nicht zu erkennen (Suva-act. 

52-8, 7-2).

Die Voraussetzung einer unmittelbar auftretenden Arbeitsunfähigkeit ist sodann 

zwar erfüllt (vgl. Erwägung 6.1.3). Anlässlich der Erstbehandlung am Unfalltag 

diagnostizierte Dr. C.___ ein HWS-Beschleunigungstrauma und attestierte dem 

Beschwerdeführer vom 14. bis 16. Oktober 2019 (der Unfalltag war ein Sonntag) eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 24-4). Im Folgenden bescheinigte auch Dr. 

F.___ am 13. November 2019 rückwirkend ab dem Unfalldatum eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit bis zum 22. Oktober 2019 (Suva-act. 11-2). Nicht erfüllt ist hingegen 

die Voraussetzung einer unverzüglich nach dem Unfall aufgetretenen 

Diskusherniensymptomatik. Die Beschwerden des Beschwerdeführers haben sich bei 

der Erstbehandlung am Unfalltag auf einen nicht näher bestimmten Schmerz im linken 

Bein beschränkt. Eine LWS-spezifische Diagnose wurde durch Dr. C.___ nicht gestellt 

(Suva-act. 24-4). Die Vorstellung des Beschwerdeführers am Unfallfolgetag in der Klinik 

für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG 

erfolgte wegen seit dem Unfall bestehenden Parästhesien im Bereich des linken Fusses 

6.2.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 18/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

(Suva-act. 24-2). Die behandelnden Ärzte diagnostizierten im Notfallbericht vom 23. 

Oktober 2019 aufgrund der erhobenen Befunde - keine Klopf- oder Druckdolenzen, 

beidseitig negatives Lasègue-Zeichen, Kraft der Kennmuskulatur und Sensibilität 

sämtlicher Dermatome gesamthaft unauffällig, flüssiges unauffälliges Gangbild - 

ausschliesslich Parästhesien im Fuss links, stellten fest, dass sich der 

Beschwerdeführer neurologisch vollkommen unauffällig präsentiert habe und 

verzichteten auf eine bildgebende Diagnostik (Suva-act. 24-2). Eine Diagnose mit 

Hinweis auf die spezifischen Symptome einer Diskushernie bzw. auf neurologische 

Ausfallerscheinungen im Rahmen eines radikulären Syndroms wurde also auch am 

Unfallfolgetag nicht gestellt. Kreisarzt Dr. L.___ zieht in seiner Beurteilung vom 10. 

August 2020 den überzeugenden Schluss, dass der vollkommen unauffällige 

neurologische Befund eine Kompression radikulärer Strukturen wie den Nervenwurzeln 

L5 oder S1 beidseits ausschliesse (Suva-act. 52-6). Die am 21. Oktober 2019 durch Dr. 

F.___ aufgrund eines posttraumatischen LRS verordnete Physiotherapie (Suva-act. 12) 

vermag sodann zumindest keine unverzügliche radikuläre Beschwerdesymptomatik 

nachzuweisen. Auch Dr. H.___ schrieb in seinem Sprechstundenbericht vom 21. 

November 2019 lediglich in der Anamnese von einer "nur fast" unmittelbar 

aufgetretenen Beinsymptomatik, welche er selbst nicht näher bestimmte (Suva-act. 

27).

Hinzuweisen ist schliesslich auf die Gesamtsituation der LWS des 

Beschwerdeführers. Laut Untersuchungsbericht von Dr. J.___ über die MRI-

Untersuchung der Wirbelsäule (BWK11 – SWK3) vom 3. Januar 2020 zeigten sich dem 

Radiologen auf verschiedenen Bandscheibenetagen der LWS degenerative 

Veränderungen, insbesondere auch auf derjenigen von LWK 4-5 (Suva-act. 28). Dieses 

Untersuchungsergebnis zeigt das Bild einer umfassenden degenerativen Situation, in 

welche sich auch die Diskusprotrusion mit Anulus fibrosus Riss und beginnender 

Sequestration links LWK 4-5 einfügt und deren Herauslösung und Betrachtung als 

unabhängiger traumatisch bedingter Gesundheitsschaden ohne konkreten Grund kein 

nachvollziehbares Ergebnis darstellen würde.

6.3. 

Der Umstand, dass der Beschwerdeführer angeblich vor dem Unfall vollständig 

gesund gewesen sei, beruht auf dem für den Nachweis einer unfallkausalen 

Schädigung nicht massgebenden Grundsatz "post hoc ergo propter hoc". Die rein 

zeitliche Abfolge beinhaltet keine Aussage zur Kausalität, denn der zeitliche Aspekt 

besitzt keine wissenschaftlich genügende Erklärungskraft. Andernfalls würde man sich 

mit dem blossen Anschein des Beweises bzw. mit der blossen Möglichkeit begnügen 

und davon ausgehen, dass eine gesundheitliche Schädigung schon dann durch den 

6.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 19/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

7.  

Unfall verursacht sei, wenn sie nach diesem auftrat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 4. 

Aufl. 2020, N 69 zu Art. 4 ATSG; Alfred Maurer, Schweizerisches 

Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl. 1989, S. 460 N 1205; SVR 2009 UV Nr. 13 

[8C_590/2007], S. 52 E. 7.2.4 mit weiteren Hinweisen; BGE 119 V 340 E. 2b/bb). Eine 

Beschwerdefreiheit vor dem Unfallereignis schliesst eine Vorerkrankung nicht aus, da 

eine auf die Wirbelsäule wirkende Kraft ohne Weiteres auch eine bisher stumme, 

vorbestehende Wirbelsäulenerkrankung symptomatisch machen kann, wobei es sich 

aber meistens nur um eine vorübergehende Verschlimmerung handelt (Debrunner/

Ramseier, a.a.O., S. 5).

Nach dem Gesagten steht mit dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer durch den Unfall vom 13. Oktober 

2019 weder eine klar ausgewiesene neue bleibende Gesundheitsschädigung noch eine 

richtungsgebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustandes erlitten hat. Die 

Aussage von Dr. H.___ im Versicherungsbericht vom 18. Juni 2020 (Suva-act. 40-5), 

das frei luxierte Bandscheibenfragment mit Kontakt zur Nervenwurzel L4 links wäre mit 

dem Traumaereignis sehr wohl in Einklang zu bringen, vermag an dieser Beurteilung 

nichts zu ändern. Seine Feststellung blieb ohne Begründung und wurde von ihm bereits 

selbst relativiert, indem er anfügte, dass weder die Bildgebung noch die klinische 

Untersuchung für die Unfallkausalität den zwingenden Beweis bieten könnten. 

Unfallfolgen werden von der Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen anerkannt, 

jedoch eben zutreffenderweise nur im Rahmen einer vorübergehenden 

Verschlimmerung (vgl. dazu nachfolgende Erwägung 7). In diesem Sinne ist die weitere 

Aussage von Dr. H.___ bezüglich der unmittelbar nach dem Unfall aufgetretenen 

Beschwerden genügend berücksichtigt. Das Alter des Beschwerdeführers spricht 

ebenfalls nicht ohne Weiteres gegen das Vorliegen von degenerativen 

Wirbelsäulenveränderungen, da solche altersunabhängig vorkommen können (vgl. dazu 

Debrunner, a.a.O., S. 880).

6.5. 

Wie bereits erwähnt (vgl. Erwägung 5.3), kann ein Vorzustand durch einen Unfall 

ausgelöst oder vorübergehend verschlimmert werden. So geht auch Kreisarzt Dr. L.___ 

in seiner Beurteilung vom 10. August 2020 davon aus, dass die sich in zeitlichem 

Zusammenhang bzw. in zeitlicher Koinzidenz mit dem Unfall wiederfindenden und 

beklagten Beschwerden bezüglich des linken Beins mit Schmerzen und Parästhesien 

(Missempfindungen) überwiegend wahrscheinlich als Unfallfolgen im Sinne einer 

vorübergehenden Aktivierung einer vorbestehenden Verschleisserkrankung anzusehen 

seien (Suva-act. 52-6; zur Dauer einer diesbezüglichen Leistungspflicht des 

7.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 20/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Unfallversicherers vgl. Erwägung 5.3). Nachfolgend ist mithin zu prüfen, ob der durch 

den Unfall vom 13. Oktober 2019 ausgelöste Beschwerdeschub im Sinne einer 

vorübergehenden Aktivierung der Diskusprotrusion L4/5 im Januar 2020 (etwas mehr 

als zehn Wochen nach dem Unfall) weiter andauerte oder ob sich der Status quo sine - 

wie von Dr. L.___ basierend auf dem Reintegrationsleitfaden Unfall des 

Schweizerischen Versicherungsverbandes beurteilt (vgl. Suva-act. 52-9) - maximal acht 

bis zehn Wochen nach dem Unfall, spätestens Ende des Jahres 2019, eingestellt hat 

und eine Leistungspflicht des Unfallversicherers verneint werden kann.

Es entspricht einer medizinischen Erfahrungstatsache, dass im Allgemeinen 

Prellungen, Verstauchungen oder Zerrungen der Wirbelsäule ohne strukturelle Läsionen 

in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr, abheilen 

(vgl. Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2020, 8C_552/2020, E. 3.2, 3. 

September 2020, 8C_319/2020, 8C_346/2020, E. 6.6, und 26. August 2019, 

8C_408/2019, E. 3.3; vgl. dazu auch BSK UVG-Hofer, N 72 zu Art. 6; KOSS UVG-

Nabold, N 57 zu Art. 6). Insofern geht eine vorübergehende Verschlimmerung eines 

Vorzustands im Bereich der Wirbelsäule im Regelfall mit einer stetigen Besserung des 

unfallkausalen Beschwerdeanteils einher. Eine Ausnahme von der Regel ist 

grundsätzlich nicht ausgeschlossen, doch muss sie sich eben als solche präsentieren. 

Insofern sind die Besonderheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen.

7.2. 

Dr. L.___ befindet sich mit der von ihm angenommenen Heilungsdauer ausserhalb 

des vom Bundesgericht für den Regelfall festgelegten Zeitrahmens von sechs bis neun 

Monaten und geht offensichtlich von einem Ausnahmefall aus. Wie die nachfolgenden 

Erwägungen zeigen, sind den Akten Anhaltspunkte für einen solchen im Sinne einer 

kürzeren Heilungsdauer zu entnehmen.

7.3. 

Im Bericht über die Erstbehandlung vom 13. Oktober 2019 durch Dr. C.___ wird 

die LWS als vom Unfall betroffener Körperteil gar nicht genannt (Suva-act. 24-4). Am 

14. Oktober 2019 wurde zwar in der Klinik für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates des KSSG die gesamte Wirbelsäule 

untersucht, doch zeigten sich sämtliche Befunde unauffällig (Suva-act. 24-2 f.). 

Typische Befunde, welche auf eine Kontusion oder Distorsion mit einer namhaften 

Krafteinwirkung auf die LWS hindeuten würden (vgl. Erwägung 5.3), konnten nicht 

festgestellt werden. Kontusionen und Distorsionen ohne strukturelle Läsionen werden 

zwar oft auch nur gestützt auf einen subjektiv geschilderten Unfallmechanismus 

gestellt. Der Umstand, dass im Rahmen der beiden obgenannten Behandlungen bzw. 

Untersuchungen jedoch keine entsprechenden Befunde erhoben und Diagnosen 

7.3.1. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 21/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

gestellt wurden, ist als klarer Hinweis darauf zu werten, dass im vorliegenden Fall 

höchstens von einer (sehr) leichten Kontusion oder Distorsion mit einer jedenfalls stark 

verkürzten Heilungsdauer auszugehen ist.

Die von Dr. L.___ festgelegte Heilungsdauer überzeugt sodann insbesondere 

auch mit Blick auf den zeitlichen Ablauf. Am 21. Oktober 2019 stellte Dr. F.___ dem 

Beschwerdeführer bei der Diagnose eines posttraumatischen LRS eine 

Physiotherapieverordnung für neun Behandlungen aus (Suva-act. 12). Einen Monat 

später, am 20. November 2019, wurde der Beschwerdeführer bei Dr. H.___ vorstellig 

(Suva-act. 27), der anamnestisch festhielt, dass die Schmerzen im gesamten linken 

Bein in zunehmende Sensibilitätsstörungen übergegangen seien. Die verordnete 

Physiotherapie und die antiphlogistischen Medikamente hätten zwischenzeitlich zu 

keiner Besserung der Symptome geführt. In der klinischen Untersuchung erhob Dr. 

H.___ als Befunde eine Iliopsoasparese M4 links, einen positiven umgekehrten Lasègue 

linksseitig, valleix'sche Druckpunkte gluteal linksseitig positiv und eine Reduktion der 

PSR-Antwort linksseitig und diagnostizierte eine linksseitige radikuläre Reizung L4 

sowie eine Iliopsoasparese bei foraminal liegendem Bandscheibenvorfall L4/5 links. 

Beurteilend hielt er fest, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden 

sowie die untersuchbaren Defizite einer Radikulopathie L4 links entsprechen würden, 

deren Korrelat in der foraminalen Teilokklusion durch den hierliegenden kleinen 

Bandscheibensequester zu finden sei (Suva-act. 27). Dieser ist jedoch, wie in 

Erwägung 6 dargelegt, unfallfremd. Dr. H.___ empfahl dem Beschwerdeführer eine 

periradikuläre Infiltration, welche am 26. November 2019 durchgeführt wurde (Suva-

act. 26). Bei akuter Exazerbation der lumboradikulären Schmerzen wurde der 

Beschwerdeführer am 2. Januar 2020 in die Klinik für Neurochirurgie des KSSG 

aufgenommen. Laut Anamnese im Austrittsbericht vom 8. Januar 2020 gab er an, dass 

die Infiltration - wenn auch nicht zu einer Schmerzlinderung - doch zu einer Beruhigung 

der Situation geführt habe (Suva-act. 25-3). Aufgrund des Gesagten ist insgesamt vor 

der Hospitalisation - zumindest in Bezug auf die unfallbedingte Aktivierung bei 

möglicher leichter Kontusion oder Distorsion - von einer eingetretenen Verbesserung 

auszugehen. Dabei ist zu ergänzen, dass beim Beschwerdeführer trotz dessen 

rückenbelastender Berufstätigkeit als Produktionsmitarbeiter seit dem 5. November 

2019 keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestanden hatte (Suva-act. 11-2). Zudem sind 

insbesondere zwischen der Infiltration vom 26. November 2019 und dem Klinikeintritt 

am 2. Januar 2020 keine ärztlichen Behandlungen mehr aktenkundig. Dr. H.___ hatte 

im ambulanten Interventionsbericht zur Infiltration vom 26. November 2019 

festgehalten, dass bei ausbleibender anhaltenden Besserung und/oder einer weiteren 

7.3.2. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 22/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

8.  

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist der Einspracheentscheid vom 9. November 

2020 nicht zu beanstanden und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. 

Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 

2020 gültigen, für das vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren 

Fassung). Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung.

Entscheid

Verschlechterung weitere Massnahmen anzubieten wären (Suva-act. 26). Auf solche 

war gemäss medizinischen Akten bis zum 2. Januar 2020 nicht zurückgegriffen worden 

und sie waren demnach offensichtlich medizinisch auch nicht nötig gewesen. Der 

dargelegte Sachverhalt deutet auf den typischen degressiven Verlauf hin, wie er in der 

Regel nach einer traumatischen Schmerzverursachung durch eine leichte Kontusion 

oder Distorsion zu erwarten ist. Auch fügt er sich in den für Diskushernien 

charakteristischen Umstand ein, in unfallunabhängigen Beschwerdeschüben 

aufzutreten (vgl. dazu Debrunner/Ramseier, a.a.O., S. 55). Gerade, dass es am 2. 

Januar 2020 zu einer Exazerbation der radikulären Schmerzen bzw. zur schwersten 

lumboradikulären Symptomatik gekommen ist, ist für eine traumatische Genese 

untypisch und kann nicht mehr mit dem Unfall vom 13. Oktober 2019 erklärt werden 

(vgl. dazu Debrunner/ Ramseier, a.a.O., S. 55).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass ausgehend von einer im vorliegenden Fall 

höchstens sehr leichten Kontusions- oder Distorsionsverletzung im Bereich der LWS 

sowie angesichts des aktenkundigen zeitlichen Ablaufs davon auszugehen ist, dass der 

Heilungsprozess des durch den Unfall vom 13. Oktober 2019 aktivierten und 

infolgedessen Beschwerden verursachenden degenerativen Vorzustandes 

erwartungsgemäss verlaufen ist und sich der diesbezügliche Status quo sine - wie von 

Dr. L.___ überzeugend beurteilt - spätestens Ende 2019 eingestellt hat. Das Dahinfallen 

der Teilkausalität zwischen dem Unfall vom 13. Oktober 2019 und den ab 2. Januar 

2020 behandelten Beschwerden ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan. 

Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin wegen Unfallrestfolgen über den 31. 

Dezember 2019 hinaus lässt sich nicht begründen. Die Verneinung der Leistungspflicht 

für die erneut gemeldeten Beschwerden erweist sich damit als gerechtfertigt.

7.4. 

© Kanton St.Gallen 2024 Seite 23/23

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 27.05.2021
	Art. 6 UVG: Verneinung einer schleudertraumaähnlichen Verletzung mit Langzeitfolgen. Verneinung einer unfallbedingten Diskusprotrusion mit Anulus fibrosus Riss und beginnender Sequestration. Unfallbedingte vorübergehende Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes im Bereich der LWS. Bejahung des Dahinfallens jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen bezüglich einer fortdauernden Rückenproblematik bzw. Erreichen des Status quo sine (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 27. Mai 2021, UV 2020/88).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2024-05-26T22:52:18+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen