# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 668f304b-a0f2-5f71-a999-0e8301dcbfa1
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 
**Language:** de
**Title:** SB240533-O1
**Docket/Reference:** SB240533-O1
**URL:** https://www.gerichte-zh.ch/fileadmin/user_upload/entscheide/oeffentlich/SB240533-O1.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240533-O/U/cwo

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, lic. iur. C. Maira und 

lic. iur. R. Faga sowie der Gerichtsschreiber MLaw W. Dharshing

Urteil vom 24. März 2025

in Sachen

A._____,

Beschuldigter und Berufungskläger

verteidigt durch Rechtsanwältin lic. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich,

Anklägerin und Berufungsbeklagte

betreffend Freiheitsberaubung etc. 

(Rückweisung der II. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundes-

gerichts)

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, 

vom 16. Juni 2021 (DG200248)

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich 

vom 13. Juli 2022 (SB210461)

Urteil der II. strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts 

vom 5. November 2024 (7B_268/2022)

-   2   -

Anklage:

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich vom 9. Dezember 

2020 (Urk. 18) ist diesem Urteil beigeheftet.

Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. Juni 2021:
(Urk. 55)

"Es wird erkannt:

1.

Die Beschuldigten A._____ und (…) sind schuldig





der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB,

der  mehrfachen  einfachen  Körperverletzung  im  Sinne  von  Art. 123  Ziff. 1 

Abs. 1 StGB.

Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 18 Monaten Freiheitsstrafe.

Der Vollzug dieser Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

(...)

(...)

Der Beschuldigte A._____ wird im Sinne von Art. 66a StGB für 6 Jahre des Landes 

verwiesen.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

Es  wird  die  Ausschreibung  der  Landesverweisung  (Einreise-  und  Aufenthaltsver-

weigerung) gemäss  der  vorstehender Dispositivziffer im Schengener Informations-

system angeordnet.

8.

Es wird festgestellt, dass die Beschuldigten A._____ und B._____ gegenüber dem 

Privatkläger  aus  dem  eingeklagten  Ereignis  dem  Grundsatze  nach  unter 

solidarischer Haftung schadenersatzpflichtig sind. Zur genauen Feststellung des Um-

fanges des Schadenersatzanspruches wird der Privatkläger auf den Weg des Zivil-

prozesses verwiesen.

-   3   -

9.

Die  Beschuldigten  A._____  und  B._____  werden  unter  solidarischer  Haftung  ver-

pflichtet, dem Privatkläger Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 2. November 2019 als 

Genugtuung  zu  bezahlen. 

Im  Mehrbetrag  wird  das  Genugtuungsbegehren 

abgewiesen.

10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

Fr.

3'000.00;   die weiteren Kosten betragen:

2'000.00    Gebühren für das Vorverfahren

8.25   Auslagen (Gutachten)

8.30   Auslagen (Gutachten)

599.00    Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich

10'956.37   amtliche Verteidigung B._____

Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

11.

(...)

12. Die  Kosten  der  Untersuchung  und  des  gerichtlichen  Verfahrens,  ausgenommen 

diejenigen  der  amtlichen  Verteidigung,  werden  den  Beschuldigten  A._____  und 

B._____ je zur Hälfte auferlegt. 

(…)

13. Die Beschuldigten A._____ und B._____ werden verpflichtet, dem Privatkläger eine 

Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 16'760.– (inklusive MwSt.) unter solidari-

scher Haftung auszurichten.

14.

(Mitteilungen)

15.

(Rechtsmittel)"

-   4   -

Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich SB210461 
vom 13. Juli 2022 :
(Urk. 83 S. 32 f.)

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig





der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie

der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre fest-

gesetzt. 

2.

3.

4.

Der  Beschuldigte  wird  im  Sinne  von  Art.  66a  Abs. 1  lit. g  StGB  für  die  Dauer  von 

5 Jahren des Landes verwiesen.

5.

Es  wird  die  Ausschreibung  der  Landesverweisung  (Einreise-  und  Aufenthaltsver-

weigerung) im Schengener Informationssystem angeordnet.

6.

Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger C._____ aus 

dem  eingeklagten  Ereignis  unter  solidarischer  Haftung  mit  dem  Mitbeschuldigten 

B._____ dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung 

des Schadenersatzanspruches wird der Privatkläger auf den Weg des Zivilprozesses 

verwiesen.

7.

Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit dem Mitbeschuldigten B._____ 

verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. November 2019 

als  Genugtuung  zu  bezahlen.  Im  Mehrbetrag  wird  das  Genugtuungsbegehren 

abgewiesen.

8.

Das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv betreffend den Beschul-

digten (Ziffern 10, 12 und 13) wird bestätigt.

9.

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'500.–. 

10. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden zu fünf Sechsteln dem Beschuldigten 

auferlegt und zu einem Sechstel auf die Gerichtskasse genommen.

-   5   -

11. Dem Beschuldigten wird eine reduzierte Prozessentschädigung von Fr. 2'500.– für 

anwaltliche Verteidigung aus der Gerichtskasse zugesprochen. Das Verrechnungs-

recht des Staates bleibt vorbehalten.

12.

(Mitteilungen)

13.

(Rechtsmittel)"

Urteil des Bundesgerichts 7B_268/2022 vom 5. November 2024:
(Urk. 103 S. 17)

"Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen.

1.1. Dispositiv-Ziffern  4  und  5  des  Urteils  des  Obergerichts  Zürich  vom  13. Juli  2022 

werden aufgehoben und von einer Landesverweisung wird abgesehen.

1.2. Dispositiv-Ziffern 8, 10 und 11 des Urteils des Obergerichts Zürich vom 13. Juli 2022 

werden aufgehoben und die Sache insoweit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 

zurückgewiesen.

1.3.

Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.

3.

Dem Beschwerdeführer werden Gerichtskosten von Fr. 1'500.– auferlegt.

Der  Kanton  Zürich  hat  dem  Beschwerdeführer  eine  Parteientschädigung  von 

Fr. 1'500.– und dem Beschwerdegegner 2 eine Parteientschädigung von Fr. 252.95 

zu bezahlen.

4.

(Mitteilungen)"

-   6   -

Berufungsanträge:

a)

Des Beschuldigten:

(Urk. 112 S. 2)

1.

Die erstinstanzliche Gerichtsgebühr sei dem Beschuldigten zu einem Viertel 

aufzuerlegen  und  zu  einem  Viertel  auf  die  Gerichtskasse  zu  nehmen.  Die 

weiteren  Kosten  der  Untersuchung  und  des  erstinstanzlichen  Verfahrens 

seien dem Beschuldigten zur Hälfte aufzuerlegen. 

2.

Die  Kosten  des  Berufungsverfahrens  seien  dem  Beschuldigten  zu  einem 

Drittel aufzuerlegen und zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse zu nehmen.

3.

Dem  Beschuldigten  sei  eine 

reduzierte  Prozessentschädigung  von 

Fr. 10'988.60 für anwaltliche Verteidigung im Berufungsverfahren zuzuspre-

chen.

b)

Der Privatklägerschaft:

(Urk. 108)

Dem Privatkläger sei eine Parteientschädigung von Fr. 129.70 für das zweite 

Berufungsverfahren zuzusprechen.

-   7   -

Erwägungen:

1.

Verfahrensgang

1.1. Zum Verfahrensgang bis zum Urteil der Kammer vom 13. Juli 2022 kann auf 

die Ausführungen im genannten Urteil verwiesen werden (vgl. Urk. 83 S. 4 f.).

1.2. Der Beschuldigte erhob gegen das Urteil Beschwerde in Strafsachen an das 

Bundesgericht (Urk. 88/2). Das Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil vom 

5. November 2024 teilweise gut. In Abänderung von Dispositiv-Ziffern 4 und 5 des 

Urteils sah das Bundesgericht von einer Landesverweisung ab und wies die Sache 

zur Neubeurteilung der Kostenfolgen sowie der Entschädigung des Beschuldigten 

(Dispositiv-Ziffern 8, 10 und 11) für das kantonale Verfahren an das Obergericht 

zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten 

wurde.

1.3. Mit Verfügung vom 6. Dezember 2024 wurde das Berufungsverfahren schrift-

lich  fortgeführt  und  den  Parteien  Frist  angesetzt,  um  ihre  Berufungsanträge  zu 

stellen  und  zu  begründen  (vgl.  Urk. 105).  Die  Staatsanwaltschaft  verzichtete  auf 

Vernehmlassung (Urk. 107), der Beschuldigte und der Privatkläger liessen sich ver-

nehmen (Urk. 108+109; Urk. 112+113). Die Eingaben wurden jeweils den anderen 

Parteien zur Kenntnisnahme zugestellt.

2.

Rückweisung und Bindungswirkung / Umfang der Berufung

2.1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde gut und weist es die Angelegen-

heit zur neuen Beurteilung an das Berufungsgericht zurück, darf sich dieses von 

Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen, die das Bundesgericht 

kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand und sind in das neue Urteil 

zu  übernehmen.  Entscheidend  ist  dabei  die  materielle  Tragweite  des  bundesge-

richtlichen Entscheids. Die neue Entscheidung der kantonalen Instanz ist somit auf 

diejenige Thematik beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen 

als Gegenstand der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu 

in  Gang  gesetzt,  als  dies  notwendig  ist,  um  den  verbindlichen  Erwägungen  des 

Bundesgerichts  Rechnung  zu 

tragen  (BGE  143 

IV  214 E.  5.2.1;  Urteile 

-   8   -

6B_676/2022 vom 27. Dezember 2022 E. 1.3.1; 6B_1478/2021 vom 4. November 

2022 E. 1; 6B_1312/2021 vom 18. Mai 2022 E. 3.2; je mit Hinweisen).

2.2. Das  Bundesgericht  hob  Dispositiv-Ziff. 4  und  5  des  ersten  Berufungsurteils 

vom  13. Juli  2022  auf  und  entschied  reformatorisch,  dass  von  einer  Landesver-

weisung  abgesehen  wird  (vgl.  Urk. 103  S. 17).  Weiter  hob  das  Bundesgericht 

Dispositiv-Ziff. 8 (Bestätigung des erstinstanzlichen Kosten- und Entschädigungs-

dispositivs  [Ziff. 10,  12,  und  13],  Dispositiv-Ziff. 10  (Kostenauflage  im  Berufungs-

verfahren)  und  Dispositiv-Ziff. 11  (Prozessentschädigung  für  anwaltliche  Vertei-

digung  im  Berufungsverfahren)  des  Urteils  auf  und  wies  die  Sache  zur  Neuver-

legung der Kosten sowie Neubeurteilung der Entschädigung an die Kammer zurück 

(vgl. Urk. 103 S. 16 f.). Der Gegenstand des vorliegenden (zweiten) Berufungsver-

fahrens beschränkt sich damit auf die erstinstanzliche Kostenfestsetzung sowie die 

Kostenverlegung  und  Entschädigung  im  erst-  und  zweitinstanzlichen  Verfahren. 

Hinsichtlich  der  übrigen  Punkte  ist  auf  die  Erwägungen  im  Berufungsurteil  vom 

13. Juli 2022 zu verweisen und sind diese unverändert zu übernehmen.

3.

Kosten- und Entschädigungsfolgen im kantonalen Verfahren

3.1. Die  erstinstanzliche  Kostenfestsetzung  (Dispositiv-Ziff. 10  des  erstinstanz-

lichen Urteils) wird von keiner Partei beanstandet und ist zu bestätigen.

3.2. Der  von  der  Verteidigung  unter  Bezugnahme  auf  die  Kostenverteilung  im 

Bundesgerichtsverfahren  vorgeschlagene  Schlüssel  (vgl.  Urk. 112  S. 1),  wonach 

die  Hälfte  der  Kosten  die  Frage  der  Landesverweisung  betrifft,  erweist  sich  als 

angemessen  und  ist  zu  übernehmen.  Mit  der  Verteidigung  ist  weiter  davon  aus-

zugehen,  dass  sich  das  Absehen  von  der  Landesverweisung  hinsichtlich  der 

erstinstanzlichen Kostenverlegung einzig auf die Gerichtsgebühr auswirkt. Die erst-

instanzliche  Gerichtsgebühr  ist  demnach  zu  einem  Viertel  dem  Beschuldigen 

aufzuerlegen und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die weiteren 

Kosten  der  Untersuchung  und  des  erstinstanzlichen  Verfahrens,  ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten B._____, sind dem Be-

schuldigten  antragsgemäss  zur  Hälfte  aufzuerlegen.  Die  verbleibende  Hälfte  der 

-   9   -

Kosten  der  Untersuchung  und  des  erstinstanzlichen  Verfahrens  wurde  bereits 

rechtskräftig B._____ auferlegt (vgl. vorinstanzliches Urteil Dispositiv-Ziff. 12). 

3.3. Die  Verpflichtung  des  Beschuldigten,  dem  Privatkläger  unter  solidarischer 

Haftung  mit  B._____  Fr. 16'760.–  Prozessentschädigung  für  das  erstinstanzliche 

Verfahren auszurichten, wird von keiner Partei beanstandet und ist aufgrund der 

Schuldsprüche ohne weiteres zu bestätigen.

3.4. Angesichts  der  Aufhebung  der  Landesverweisung  und  der  deutlich  ver-

minderten  Strafe  im  Berufungsverfahren  ist  eine  Kostenauflage  gegenüber  dem 

Beschuldigten  von  einem  Drittel  im  Berufungsverfahren  angemessen.  Zu  zwei 

Dritteln sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu nehmen. Nachdem die Entschä-

digungsfrage  grundsätzlich  den  gleichen  Regeln  wie  der  Kostenentscheid  folgt 

(vgl. Art. 429 Abs. 1 und Art. 436 StPO), ist der Verteidigerin für das Berufungsver-

fahren eine reduzierte Prozessentschädigung von zwei Dritteln zuzusprechen. Der 

von  der  Verteidigung  für  beide  Berufungsverfahren  insgesamt  geltend  gemachte 

Aufwand in der Höhe von Fr. 16'482.50 ist ausgewiesen und erscheint in Berück-

sichtigung der Komplexität und Bedeutung des Falls angemessen (vgl. Urk. 78/24-

30; Urk. 112; Urk. 113/2). Mithin ist Rechtsanwältin lic. iur. X._____ (vgl. Art. 429 

Abs. 3 StPO; Art. 453 Abs. 2 StPO) für ihre Aufwendungen in beiden Berufungs-

verfahren  antragsgemäss  mit  einem 

reduzierten  Betrag  von 

insgesamt 

Fr. 10'988.60 zu entschädigen.

3.5. Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ ist für ihre Aufwendungen als Vertreterin des 

Privatklägers 

für 

das 

vorliegende  Berufungsverfahren 

antragsgemäss 

(vgl. Urk. 108) mit Fr. 129.70 aus der Gerichtskasse zu entschädigen.

3.6. Die  Gerichtsgebühr  für  das  vorliegende  Berufungsverfahren  fällt  ausser 

Ansatz.

-   10   -

Es wird beschlossen:

1.

Es wird festgestellt, dass das Urteil der Kammer vom 13. Juli 2022 wie folgt 

in Rechtskraft erwachsen ist: 

"Es wird erkannt:

1.

Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

2.

3.

4.

5.

6.





der Freiheitsberaubung im Sinne von Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB sowie

der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.

Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten.

Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre 

festgesetzt. 

(…)

(…)

Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger C._____ 

aus dem eingeklagten Ereignis unter solidarischer Haftung mit dem Mitbeschuldig-

ten B._____ dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststel-

lung des Schadenersatzanspruches wird der Privatkläger auf den Weg des Zivilpro-

zesses verwiesen.

7.

Der Beschuldigte wird unter solidarischer Haftung mit dem Mitbeschuldigten 

B._____ verpflichtet, dem Privatkläger Fr. 2'000.– zuzüglich 5 % Zins seit 2. No-

vember 2019 als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das 

Genugtuungsbegehren abgewiesen.

(…)

Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'500.–. 

8.

9.

10.

(…)

11.

(…)

-   11   -

12.

(Mitteilungen)

13.

(Rechtsmittel)"

2.

Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil. 

Es wird erkannt:

1.

2.

Die erstinstanzliche Kostenfestsetzung wird bestätigt (Dispositiv-Ziff. 10).

Die erstinstanzliche Entscheidgebühr wird dem Beschuldigten A._____ zu 

einem Viertel auferlegt und zu einem Viertel auf die Gerichtskasse genom-

men. Die weiteren Kosten der Untersuchung und des erstinstanzlichen Ver-

fahrens, ausgenommen diejenigen der amtlichen Verteidigung von B._____, 

werden dem Beschuldigten A._____ zur Hälfte auferlegt. 

3.

Der Beschuldigte A._____ wird unter solidarischer Haftung mit B._____ ver-

pflichtet, dem Privatkläger für das erstinstanzliche Verfahren eine Prozes-

sentschädigung in der Höhe von Fr. 16'760.– (inkl. MwSt.) auszurichten.

4.

Die Kosten des Berufungsverfahrens SB210461 werden dem Beschuldigten 

zu einem Drittel auferlegt und zu zwei Dritteln auf die Gerichtskasse genom-

men.

5.

Rechtsanwältin lic. iur. X._____ wird eine reduzierte Prozessentschädigung 

von insgesamt Fr. 10'988.60 für ihre Aufwendungen als Verteidigerin in bei-

den Berufungsverfahren zugesprochen. 

6.

Rechtsanwältin lic. iur. Y._____ wird eine Prozessentschädigung von 

Fr. 129.70 für ihre Aufwendungen als Vertreterin des Privatklägers im vor-

liegenden Berufungsverfahren zugesprochen. 

7.

Die Gerichtsgebühr für das vorliegende Berufungsverfahren fällt ausser 

Ansatz.

-   12   -

8.

Schriftliche Mitteilung in vollständiger Ausfertigung an







die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden des Beschuldigten

die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich 

die Vertretung des Privatklägers im Doppel für sich und die 
Privatklägerschaft 

und nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an









die Vorinstanz

das Migrationsamt des Kantons Zürich 

die Koordinationsstelle VOSTRA/DNA mit Formular A

die Kordinationsstelle VOSTRA/DNA mit dem Formular "Löschung des 
DNA-Profils und Vernichtung des ED-Materials" zwecks Bestimmung 
der Vernichtungs- und Löschungsdaten.

9. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-

sachen erhoben werden.

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 

begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der gemäss Art. 35 und 35a 

BGerR zuständigen strafrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts (1000 

Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschrie-

benen Weise schriftlich einzureichen.

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes.

-   13   -

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer

Zürich, 24. März 2025

Der Präsident:

Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Ch. Prinz

MLaw W. Dharshing