# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 5627e383-1dd2-5e46-9b86-5644e4595c74
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-02-25
**Language:** de
**Title:** Aargau Spezialverwaltungsgericht Steuern 25.02.2016 3-RV.2015.130
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_SVWG_002_3-RV-2015-130_2016-02-25.pdf

## Full Text

350 Spezialverwaltungsgericht 2016 

6.1.2. 
Der Rekurrent hält indessen fest, dass er seinen Arbeitsweg im 

Jahr 2014 vollumfänglich mit dem Auto zurückgelegt habe. Somit 
sind ihm unbestrittenermassen effektive Autokosten, nicht jedoch 
Kosten der Variante Park & Ride angefallen. In der Folge kann 
diesbezüglich nicht auf tatsächlich getragene Aufwendungen des Re-
kurrenten abgestellt werden und es ist eine hypothetische Be-
rechnung des steuerlich zu berücksichtigenden Fahrtkostenabzuges 
vorzunehmen. 

Im Parkhaus am Bahnhof B. befinden sich Pool-Dauermietpark-
plätze für (gerundet) CHF 205.00 pro Monat. Da der Rekurrent pro 
2014 gar keinen Platz beansprucht hat, kann auch offen bleiben, ob 
ein Mietverhältnis überhaupt möglich gewesen wäre. 

 

61 Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit; Abschreibungen (§ 36 

Abs. 2 lit. a StG) 

Wenn die Steuerkommission die Buchwerte korrigiert, sind nicht nur die 

zu hohen Abschreibungen steuerlich anzupassen, sondern auch die zu tief 

verbuchten Abschreibungen. 

Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern, 

vom 25. Februar 2016 in Sachen B. + D.F. (3-RV.2015.130) 

Aus den Erwägungen 

3.5. 
Der LE KStA und die Steuerkommission M. haben die Buch-

werte aller Gebäude und des Landes (abweichend von der Buchhal-
tung) entsprechend dem Wertverhältnis gemäss der ordentlichen 
Grundstückschätzung auf die Bilanzpositionen aufgeteilt. Dies ist zu 
bestätigen. 

  

2016 Steuern 351 

4. 
4.1. 
Die Abschreibungen auf den Gebäuden haben der LE KStA und 

die Steuerkommission M. nur beim Wohnhaus angepasst, bei dem 
sich aufgrund der neuen Ermittlung der Eröffnungswerte eine Reduk-
tion des Buchwertes ergab. Nicht korrigiert wurden dagegen trotz 
neuer Aufteilung der Buchwerte nach der Ertragswertschätzung die 
Abschreibungen auf den weiteren Gebäuden unabhängig davon, ob 
die höchstens zulässige Abschreibung gemäss Merkblatt A/2001 
"über Abschreibungen auf dem Anlagevermögen land- und forstwirt-
schaftlicher Betriebe" der   EStV tiefer oder höher ist.  

4.2. 
Nicht korrigiert wurden die zu tiefen Abschreibungen. Grund-

sätzlich ist es nicht handelsrechtswidrig, zu tiefe Abschreibungen zu 
verbuchen.  

Wie ausgeführt, basiert die Anpassung der Abschreibung des 
Wohnhauses auf einer Neuverteilung der Buchwerte aufgrund der ge-
schätzten Ertragswerte. Es ist nicht korrekt, bei einer steuerlichen 
Korrektur der Buchwerte nur die zu hohe Abschreibung auf einem 
Objekt (Wohnhaus) zu korrigieren, die unter der maximal zulässigen 
Abschreibung liegenden aber unverändert zu belassen. Der (korrekte) 
Methodenwechsel bei der Buchwertaufteilung verlangt dessen konse-
quente Anwendung, ist damit mit handelsrechtlichen Grundsätzen 
ohne weiteres vereinbar und geht dem Massgeblichkeitsprinzip vor. 
Ein Methodendualismus ist sowohl auf Seiten der Rekurrenten wie 
auch der Steuerbehörden zu vermeiden (vgl. die Stellungnahme des 
LE KStA: "[Die Steuerpflichtigen] müssen sich für eine Methode 
entscheiden").  

Damit sind nicht nur die aufgrund der Aufteilungsmethode der 
Buchwerte resultierenden zu hohen Abschreibungen zu korrigieren, 
sondern auch die zu tiefen. 

4.3. 
4.3.1. 
Es ist aufgrund der von den Rekurrenten verwendeten Abschrei-

bungssätze erkennbar, dass jeweils die höchste, steuerlich noch zu-
lässige Abschreibung verbucht werden sollte (ausser bei der Remise). 

352 Spezialverwaltungsgericht 2016 

Zweifellos hätten die Rekurrenten ausgehend von der korrigierten 
Aufteilung des Kaufpreises auf die einzelnen Positionen und damit 
dieser neuen Buchwerte jeweils die maximal zulässige Abschreibung 
verbucht. Es ist daher sachgerecht, die von den Rekurrenten berück-
sichtigen Abschreibungssätze zu berücksichtigen. 

 

62 Rückstellung; Delkredere; Konzern (§ 68 Abs. 1 lit. b Ziff. 2 StG). 

- Forderungen zwischen verbundenen Unternehmen (Mutter- und 

Schwestergesellschaft) sind einer vorläufigen Wertberichtigung (Del-

kredere-Rückstellung) in der Regel nicht zugänglich. 

- Nur wenn die Forderungsgefährdung durch Umstände bewirkt wur-

de, welche ausserhalb der Beeinflussungsmöglichkeiten der gemein-

samen Aktionäre liegen und auch unter unabhängigen Unternehmen 

zu einer vorläufigen Wertberichtigung berechtigen, ist eine Delkre-

dere-Rückstellung bzw. eine Wertberichtigung auf der Forderung 

geschäftsmässig begründet. 

Aus dem Entscheid des Spezialverwaltungsgerichts, Abteilung Steuern, 

vom 25. Februar 2016 in Sachen I. AG (3-RV.2015.138) 

Aus den Erwägungen 

2. 
Die Rekurrentin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in A. (…) 

Weiter ist davon auszugehen, dass die Rekurrentin eine Tochter-
gesellschaft der X. Deutschland GmbH (Beteiligung 75 %) und die 
X. Austria GmbH eine Schwestergesellschaft ist.  

3. 
3.1. 
Mit der Bilanz per 31. Dezember 2011 wurden "Debitoren" von 

CHF 1'471'910.24, "Debitoren Ausland" von CHF 107'781.23 und 
"Debitoren Nahestehende" von CHF 416'985.77 ausgewiesen. Das