# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 835fefa7-0c39-5259-88a9-b551950ed3ed
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-05-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.05.2017 725 16 293 / 119
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-16-293---119_2017-05-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom  11. Mai 2017 (725 16 293 / 119) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Unfallversicherung 
 
 
Wegfall der Unfallkausalität; Einschätzung der beratenden Ärzte des Unfallversicherers 
 
 
Besetzung Präsidentin Eva Meuli, Kantonsrichter Beat Hersberger, Kantonsrich-

ter Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin Tina Gerber 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Roman Felix, Advokat, 
Hauptstrasse 8, Postfach 732, 4153 Reinach 

  
 
gegen 
 
 

 Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft  AG, 
Dufourstrasse 40, 9001 St. Gallen, Beschwerdegegnerin, vertreten 
durch Helvetia Schweizerische Versicherungsgesellschaft AG, 
Wuhrmattstrasse 19, Postfach, 4103 Bottmingen 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1980 geborene A.____ ist seit dem 1. Mai 2010 im Einzelunternehmen B.____ in 
C.____ als Assistentin im Wellnessbereich angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Schwei-
zerischen National-Versicherungs-Gesellschaft AG, heute: Helvetia Schweizerische Versiche-
rungsgesellschaft AG (Helvetia), obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrank-
heiten versichert. Am 12. Februar 2015 erlitt A.____ bei der Arbeit einen Unfall, als sie beim 
Beziehen einer Behandlungsliege in Ohnmacht fiel und sich am Kopf und am Steissbein verletz-

 

 
 
Seite 2   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

te. Die Helvetia anerkannte zunächst ihre Leistungspflicht und richtete die gesetzlichen Versi-
cherungsleistungen aus. Mit Schreiben vom 4. Januar 2016 und Verfügung vom 19. Februar 
2016 lehnte sie die Leistungspflicht für Behandlungen ab dem 30. November 2015 unter Hin-
weis auf den fehlenden Kausalzusammenhang zwischen den geklagten Beschwerden und dem 
Unfall vom 12. Februar 2015 ab. Daran hielt die Helvetia auf Einsprache der Versicherten hin 
mit Entscheid vom 26. Juli 2016 fest.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokat Roman Felix, am 13. September 2016 
Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
beantragte, die Beschwerdegegnerin sei in Aufhebung des angefochtenen Einspracheent-
scheids zu verpflichten, über den 30. November 2015 hinaus die gesetzlichen Leistungen zu 
erbringen, unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, dass sie seit 
dem Unfall an persistierenden Schmerzen am Steissbein, Kopfschmerzen und kognitiven Be-
einträchtigungen leide. Insbesondere die Kopfschmerzen würden von den behandelnden Ärzten 
nach wie vor als post-traumatisch zum Unfallereignis vom 12. Februar 2015 beurteilt. Die von 
der Beschwerdegegnerin von ihren beratenden Ärzten eingeholten Berichte seien nicht geeig-
net, den Nachweis zu erbringen, dass die unfallbedingten Ursachen ihre kausale Bedeutung 
verloren hätten. Die Unfallkausalität werde vielmehr ohne jegliche Begründung verneint. Entge-
gen früheren Vermutungen leide die Beschwerdeführerin nicht an Epilepsie, womit der Argu-
mentation der beratenden Ärzte der Boden entzogen sei. Die Berichte der behandelnden Ärzte 
liessen überdies eine Diskussion mit den behandelnden Ärzten vermissen und würden den Ak-
ten widersprechen. Die Beschwerdegegnerin stütze ihren Entscheid somit auf eine unrichtige 
Würdigung der Akten und eine ungenügende Sachverhaltsabklärung. 
 
C. Mit Eingabe vom 21. November 2016 reichte die Beschwerdeführerin die in der Be-
schwerde angekündigten aktuellen medizinischen Unterlagen nach. 
 
D. In ihrer Vernehmlassung vom 5. Januar 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde, unter o/e-Kostenfolge. Die Beschwerdeführerin habe 
ereignisnah gegenüber den behandelnden Ärzten lediglich über Schmerzen im Bereich des 
Steissbeins geklagt. Die geklagten Kopfschmerzen seien erstmals fünf Tage nach dem Ereignis 
aufgetreten und zunächst als akute Migräne und erst später als Commotio cerebri interpretiert 
worden. Nach Abklärung der Schmerzen im Bereich des Steissbeins habe sich die Beschwer-
deführerin ein halbes Jahr nicht mehr in Behandlung begeben. In der Folge seien insbesondere 
Abklärungen betreffend die vermutete Epilepsie getätigt worden, wohingegen die Kopf- und 
Sakrumschmerzen nicht (mehr) therapiert worden seien. Bildgebend hätten weder am Kopf 
noch im Bereich des Sakrums Verletzungen objektiviert werden können. Es sei davon auszu-
gehen, dass der Status quo sine nach sechs bis neun Monaten erreicht worden sei. Der Unfall 
sei aufgrund der Akten jedenfalls nicht als überwiegend wahrscheinliche Ursache der geklagten 
Beschwerden zu betrachten.  
 
 
  

 

 
 
Seite 3   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kan-
tons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vor-
liegend befindet sich dieser in Pratteln, so dass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts 
Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- 
und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht 
als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und form-
gerecht erhobene – Beschwerde ist demnach einzutreten. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Taggeldleistungen und 
Übernahme der Heilbehandlungskosten zu Recht per 30. November 2015 eingestellt hat. 
 
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt 
der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so 
hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Art. 18 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn sie infolge des Unfalles zu mindes-
tens 10% invalid ist. Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen 
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person 
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversiche-
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag-
geldleistungen dahin (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG). 
 
3.2 Für Leistungen nach UVG hat der Unfallversicherer grundsätzlich nur unter der Vo-
raussetzung aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen 
Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Invalidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher und 
adäquater Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusam-
menhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als 
eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge-
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen 
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursa-
che gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit 
anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein-

 

 
 
Seite 4   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

trächtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch 
die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
3.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht erst, wenn der Unfall nach einiger Zeit über-
haupt keine natürliche Ursache des Gesundheitsschadens mehr darstellt, wenn also Letzterer 
nur noch und ausschliesslich von unfallfremden Faktoren beherrscht wird. Dies trifft dann zu, 
wenn entweder der krankhafte Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestan-
den hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässi-
gen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt 
hätte (Status quo sine), erreicht ist (vgl. RKUV 1994 Nr.  U 206 S. 328 E. 3b). Ebenso wie der 
leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen 
Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversi-
cherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachge-
wiesen sein. Die blosse Möglichkeit gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles 
genügt nicht. Weil es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die Be-
weislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam-
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (vgl. 
RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2). Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammen-
hangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig 
geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesund-
heitsschaden mehr vorliegt oder die versicherte Person nunmehr bei voller Gesundheit ist. Ent-
scheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeu-
tung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts vom 29. Januar 2009, 
8C_847/2008, E. 2). 
 
3.4 Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer (andauernden) gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die rechtsan-
wendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das Gericht – im Rahmen der ihr oblie-
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammen-
hangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 129 V 181 E. 3.1). Es 
ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die von allen möglichen Geschehensab-
läufen als die Wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 126 V 360 E. 5b). 
 
4.1 Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medizin ist die 
rechtsanwendende Behörde regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztin-
nen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 158 f. E. 1b). Das Gericht hat die 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies be-
deutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stam-
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine 
zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei 

 

 
 
Seite 5   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das 
gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und 
nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe-
richtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen-
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-
rungen der Expertin oder des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert 
ist somit grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der einge-
reichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. 
BGE 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c; AHI-Praxis 2001 S. 113 E. 3a).  
 
4.2 Dennoch erachtet es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdi-
gung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten 
Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusammenstellungen 
dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 ff. E. 3b und in AHI-Praxis 2001 S. 114 E. 3b, jeweils mit 
weiteren Hinweisen). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befun-
de zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuer-
kennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Stützt sich der angefochtene Entscheid hin-
gegen ausschliesslich auf versicherungsinterne medizinische Unterlagen, sind an die Beweis-
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. In solchen Fällen sind bereits bei geringen Zwei-
feln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklä-
rungen vorzunehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 
mit weiteren Hinweisen). 
 
4.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll das Gericht der Erfah-
rungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussa-
gen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des thera-
peutisch tätigen (Fach-)Arztes einerseits und von Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten 
fachmedizinischen Experten anderseits (vgl. BGE 124 I 175 E. 4; Urteil des EVG vom 13. Juni 
2001, I 506/00, E. 2b) lässt nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu 
stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu 
anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine ab-
weichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjek-
tiver ärztlicher Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutach-
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. Mai 
2007, I 514/06, E. 2.2.1, mit Hinweisen). 
 
5. Bei der Beurteilung des vorliegenden Falles sind die folgenden medizinischen Unterla-
gen zu berücksichtigen: 

 

 
 
Seite 6   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

 
5.1 Gemäss Schadenmeldung vom 3. März 2015 habe die Beschwerdeführerin am 
12. Februar 2015 beim Beziehen einer Behandlungsliege eine Ohnmacht erlitten. Unter Hinweis 
auf den erstbehandelnden Arzt Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, wurde als Art 
der Verletzung eine Polyblessé/Bruch bzw. eine Hirnerschütterung mit Schwindel und Steiss-
beinbruch festgestellt. Die Arbeit sei am 2. März 2015 im Umfang von 50% wieder aufgenom-
men worden.  
 
5.2 Mit Bericht vom 18. Februar 2015 wurde als Ergebnis einer gleichentags durchgeführ-
ten bildgebenden Untersuchung des Sakrums festgestellt, dass eine auffällige Angulation des 
Os coccygis nach ventral um fast 90% in der seitlichen Projektion zu erkennen sei. Die Band-
scheiben LWK 4/5 und LWK 5/SWK 1 seien regelrecht dargestellt. Voraufnahmen zum Ver-
gleich seien dem Untersucher nicht vorgelegen. Zum Ausschluss einer Luxation oder einer ok-
kulten Fraktur wären ödemgewichtete MR-Aufnahmen durchzuführen.  
 
5.3 Die interdisziplinäre Notfallstation des Spitals E.____ berichtete am 20. Februar 2015, 
dass die Versicherte sich am 19. Februar 2015 auf der Station unter Hinweis auf hemisphäri-
sche Kopfschmerzen rechts, ausgeprägte Lichtempfindlichkeit und minimale Lärmempfindlich-
keit gemeldet habe. Diagnostiziert worden sei ein Verdacht auf akute Migräne nach Synkope 
am 5. Februar 2015 (recte: 12. Februar 2015), am ehesten orthostatisch bedingt, differentialdi-
agnostisch vasovagal. Klinisch hätten sich keine Hinweise auf eine neurologische Problematik 
ergeben. 
 
5.4 Mit Arztbericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 10. März 2015 diagnostizierte 
Dr. D.____ eine Kontusio os sacrum bei Synkope unklarer Ätiologie, am ehesten vasovagal und 
einen Verdacht auf eine Commotio cerebri mit Amnesie. Die Patientin sei zu 100% arbeitsfähig.  
 
5.5 Eine CT des Os coccygeum am 24. Juni 2015 ergab keinen Nachweis einer Fraktur 
und ein intakter Os sacrum. Es bestehe eine knickförmige kyphotische Stellung des Os coc-
cygeum zum Os sacrum um ca. 90 Grad. 
 
5.6 Am 4. Dezember 2015 wurde eine MRT des Neurocraniums vorgenommen. Die Be-
funde seien unauffällig gewesen, insbesondere sei keine Hämorraghie, keine temporomesiale 
Sklerose und keine Migrations- oder Gyrierungsstörung erkennbar gewesen.  
 
5.7 Mit Schreiben zuhanden der Unfallversicherung vom 21. Dezember 2015 verneinte der 
beratende Arzt der Versicherung, Dr. med. F.____, FMH Manuelle Medizin, das Vorliegen von 
Unfallfolgen. Die aktuelle Behandlung der Versicherten stehe nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit in einem Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis. 
 
5.8 Dr. med. G.____, FMH Neurologie, diagnostizierte mit Bericht vom 30. Dezember 2015 
eine Temporallappen-Epilepsie sowie ein persistierender Kopfschmerz nach leichtem Schädel-
Hirn-Trauma. Eine Woche nach dem Sturz habe ein ringförmiger, drückender Kopfschmerz von 
hoher Intensität eingesetzt, der bei leichter körperlicher Belastung zugenommen habe. Beglei-

 

 
 
Seite 7   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

tend seien Photophobie, Sonophobie und Übelkeit vorhanden gewesen. Die starken Kopf-
schmerzen seien nach zwei bis drei Tagen verschwunden, allerdings sei seitdem der ringförmi-
ge Druck häufig in fluktuierender Ausprägung vorhanden, wobei die Patientin keine Medikamen-
te benötige. Die Patientin beklage ausserdem Gedächtnisprobleme. Seit ca. einem Jahr käme 
es zu aufsteigenden Wärmesensationen aus dem Bauchraum. In seiner Beurteilung hielt 
Dr. G.____ fest, dass Ursache des Sturzes am 12. Februar 2015 ein epileptischer Anfall gewe-
sen sein dürfte. Eine verzögerte Reorientierung sei allerdings auch nach einem leichten Schä-
del-Hirn-Trauma möglich, so dass dies möglicherweise eine zusätzliche Rolle gespielt habe. 
Die beschriebenen kognitiven und exekutiven Störungen würden komplex-fokalen Anfällen ent-
sprechen. Bei den Kopfschmerzen, die phänotypisch an Spannungskopfschmerzen und bei den 
Verstärkungen einer Migräne ohne Aura entsprechen würden, handle es sich um einen persis-
tierenden Kopfschmerz nach Schädel-Hirn-Trauma. Hier sei der Verlauf abzuwarten.  
 
5.9 Mit Bericht vom 22. Januar 2016 stellte Dr. H.____, FMH Physikalische Medizin und 
Rehabilitation, als Diagnosen einen Sturz am 12. Februar 2015 auf das Steissbein mit zusätzli-
chem Kopfanprall und Commotio cerebri, Vergesslichkeit und intermittierend Mühe mit Satzstel-
lungen sowie persistierendem Kopfschmerz nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma gemäss 
Dr. G.____ und eine Temporallappen-Epilepsie als Sturzursache fest.  
 
5.10 Dr. med. I.____, FMH Chirurgie, nahm im Auftrag der Beschwerdegegnerin am 
16. Februar 2016 Stellung zur Unfallkausalität der aktuellen Beschwerden. Er hielt fest, dass die 
Versicherte mit grosser Wahrscheinlichkeit am 12. Februar 2015 einen epileptischen Anfall erlit-
ten und sich dabei eine Commotio cerebri und eine Kontusion des Sakrums zugezogen habe. 
Eine Fraktur im Bereich des Sakrums und des Os coccygeum habe nicht nachgewiesen werden 
können. Das MRT des Neurokraniums habe ein unauffälliges Bild ergeben. Einfache Kontusio-
nen des Sakrums und des Os coccygeums respektive eine einfache Commotio cerebri würden 
nach wenigen Monaten folgenlos abheilen. Versicherungsmedizinisch sei der Status quo sine 
spätestens am 1. September 2015 erreicht gewesen. Die diagnostischen Abklärungen betref-
fend die Epilepsie gingen nicht zulasten der Unfallversicherung.  
 
5.11 Mit Bericht vom 17. März 2016 stellte Dr. H.____ zusätzlich zu den bekannten Diagno-
sen eine geringe Dehydration der Bandscheibenfächer LWK 3/4 und LWK 5/SWK 1 sowie ein 
subkutanes Lipom über dem Processus spinosi fest. Für die Beschwerdesymptomatik (Ver-
gesslichkeit, intermittierende Mühe mit Satzstellungen, persistierende Kopfschmerzen) sei 
hauptbefundlich das Sturzereignis vom 12. Februar 2015 verantwortlich. Indessen sei die aktu-
elle Arbeitsunfähigkeit vom 17. März 2016 bis voraussichtlich 10. April 2016 auf die Lipoment-
fernung zurückzuführen.  
 
5.12 Der beratende Arzt der Unfallversicherung, Dr. med. J.____, Neurologe, Boston Uni-
versity School of Medicine, führte am 8. Juni 2016 zur Kausalität aus, dass die Epilepsie auf-
grund der medizinischen Eintragungen als insofern koinzidell zum Ereignis vom 12. Februar 
2015 anzusehen sei, als der erste epileptische Anfall den Sturz mit Kopfanprall verursacht ha-
be. Die Abklärungen betreffend strukturelle Hirnschädigung seien negativ ausgefallen, die Epi-
lepsie sei damit überwiegend wahrscheinlich nicht posttraumatisch. Die Kopfschmerzen seien 

 

 
 
Seite 8   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

heute nicht mehr behandlungsbedürftig, ursprünglich jedoch gemäss International Headache 
Society (IHS) Kriterien als posttraumatisch anzusehen. Die Verstärkung der Kopfschmerzen 
durch physikalische Reize sei nicht spezifisch. In Bezug auf die Kopfschmerzen sei der Status 
quo sine sechs bis neun Monate nach dem Ereignis, somit Ende November 2015, erreicht wor-
den.  
 
5.13 Im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens reichte die Beschwerdeführerin 
einen Bericht von Dr. med. K.____, FMH Neurologie, vom 23. August 2016 ein. Dieser diagnos-
tiziert nunmehr einen Verdacht auf einen komplexen fokalen epileptischen Anfall am 12. Febru-
ar 2015 sowie ein Status nach leichtem Schädel-Hirn-Trauma mit postkommotiellen Beschwer-
den. Aufgrund der aktuell geschilderten Klinik sei am ehesten von einem erstmaligen epilepti-
schen Ereignis auszugehen. Die Ätiologie bleibe bei unauffälliger Bildgebung im MRI sowie den 
nicht signifikant pathologischen EEG-Untersuchungen unklar. Das Risiko eines erneuten epilep-
tischen Anfalls sei eher als gering einzustufen und ein beobachtetes Abwarten ohne antikonvul-
sive Prophylaxe sicher vertretbar. Zu den Kopfschmerzen habe die Patientin ausgeführt, dass 
sie noch am selben Tag aufgetreten seien, und ca. drei Monate angehalten hätten. Danach sei-
en sie komplett rückläufig gewesen. Bei leichten körperlichen Aktivitäten habe der Kopfschmerz 
deutlich zugenommen und einen pulsierenden Charakter gehabt, begleitet von einer Photo- und 
Phonophobie. Des Weiteren berichte die Patientin, dass sie erhebliche Schwierigkeiten bei der 
Arbeitsstelle gehabt habe aufgrund von Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit. Die 
Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen seien nach drei bis vier Monaten komplett rück-
läufig gewesen.  
 
6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf die Einschät-
zungen ihrer beratenden Ärzte, insbesondere auf diejenige von Dr. J.____. Sie geht demzufolge 
davon aus, dass zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 30. November 2015 keine Unfall-
folgen mehr vorlagen. Die Beschwerdeführerin bestreitet die genügende Abklärung des Sach-
verhalts und bringt insbesondere vor, dass die Berichte der beratenden Ärzte nicht beweistaug-
lich seien und sie weit über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch unter unfallkausalen 
Beschwerden gelitten habe bzw. leide.  
 
6.2 Wie in Erwägung 4.1 hiervor ausgeführt, prüft das Gericht frei, ob die verfügbaren Un-
terlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtanspruchs gestatten. Hinsichtlich 
des Beweiswerts eines Arztberichts ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-
lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, in Kenntnis der Vorakten abgege-
ben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtet und seine 
Schlussfolgerungen begründet sind. Rechtsprechungsgemäss sind an versicherungsinterne 
Beurteilungen, wie die vorliegenden Berichte der beratenden Ärzte Dr. J.____, Dr. I.____ und 
Dr. F.____, strenge Anforderungen zu stellen und bereits bei geringen Zweifeln an deren Zuver-
lässigkeit und Schlüssigkeit ergänzende Abklärungen vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 
vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2; vgl. oben Erwägung 4.2). Solche Zweifel liegen vorlie-
gend insgesamt entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin jedoch nicht vor.  
 

 

 
 
Seite 9   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

6.3 Bezüglich der Epilepsie ist zunächst festzuhalten, dass diese von Dr. J.____ überein-
stimmend mit sämtlichen involvierten Ärzten als Ursache des Unfalls und nicht als dessen Folge 
angesehen wird. Auch Dr. I.____ geht in seiner Beurteilung davon aus, dass die Beschwerde-
führerin beim erlittenen epileptischen Anfall stürzte und sich verletzte. Das Vorliegen einer Epi-
lepsie hat damit entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin mehrheitlich keine entschei-
dende Bedeutung für die Einschätzung der Unfallfolgen durch die beratenden Ärzte. Vielmehr 
ist ihr entgegenzuhalten, dass gemäss dem eingereichten Bericht von Dr. K.____ vom 
23. August 2016 zwar bloss noch der Verdacht auf einen komplexen fokalen epileptischen An-
fall geäussert wird, der behandelnde Arzt jedoch anschliessend festhält, dass trotzdem am 
ehesten von einem epileptischen Ereignis auszugehen sei.  
 
6.4 Betreffend die Beschwerden am Steissbein erscheint zunächst fraglich, ob diese 
Schmerzen im Zeitpunkt der Leistungseinstellung überhaupt noch persistierten, finden sich in 
den Akten doch für die Zeit nach der Leistungseinstellung keine entsprechenden Ausführungen 
der Beschwerdeführerin oder Behandlungen. Das am 24. Juni 2015 durchgeführte CT zeigte 
keine Frakturen, lediglich eine knickförmige kyphotische Stellung zum Os sacrum um 90 Grad. 
Soweit ersichtlich, sind anschliessend keine weiteren diagnostischen Massnahmen getroffen 
worden. Die Physiotherapieverordnung vom 20. Juli 2015 betrifft einen Zeitpunkt vor der Leis-
tungseinstellung per 30. November 2015. Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass auf-
grund des Berichtes von Dr. H.____ vom 17. März 2016 zu diesem Zeitpunkt noch Behand-
lungsbedarf des Steissbeins bestanden habe, ist ihr entgegenzuhalten, dass Dr. H.____ die 
Dehydration der Bandscheibenfächer LWK 3/4 und LWK 5/SWK 1 bei den Diagnosen zwar un-
ter den Sturz vom 12. Februar 2015 auflistet, sich in den übrigen Akten und insbesondere auf-
grund der bildgebenden Untersuchung vom 18. Februar 2015 aber keinerlei Anhaltspunkte da-
für finden lassen, dass die Bandscheiben beim Unfall verletzt worden sind. Die Verordnung zur 
Physiotherapie vom 28. April 2016 nennt als Diagnose neben dem Sturz vom 12. Februar 2015 
denn auch Lumbalgien und Thorakalgien. Aufgrund der vorliegenden Akten und mangels bild-
gebend nachweisbarer Beschwerden ist somit nach dem Ausgeführten nicht zu beanstanden, 
dass sich der beratende Arzt Dr. I.____ auf die medizinische Erfahrungstatsache abstützte, wo-
nach einfache Kontusionen des Sakrums und Os coccygeums nach wenigen Monaten folgenlos 
abheilen.  
 
6.5 Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, dass die Beschwerdegegnerin unter Beru-
fung auf ihre beratenden Ärzte davon ausgehe, dass die Kopfschmerzen nicht behandlungsbe-
dürftig seien, obwohl dies den übrigen Akten widerspreche. Dazu ist auszuführen, dass gemäss 
den vorliegenden Akten augenscheinlich zwei verschiedene Arten von Kopfschmerzen zu un-
terscheiden sind: Einerseits wurden kurz nach dem Unfall intensive, hemisphärische, später 
ringförmige Kopfschmerzen beklagt. Nach Angaben der Beschwerdeführerin selbst sind diese 
Schmerzen indessen nach wenigen Tagen (gemäss den Angaben gegenüber Dr. G.____ am 
30. Dezember 2015) bzw. wenigen Monaten (gemäss den Angaben gegenüber Dr. K.____ am 
23. August 2016) verschwunden. Danach verblieb ein ringförmiger Druck mit fluktuierender 
Ausprägung. Diesbezüglich gab die Beschwerdeführerin gegenüber Dr. G.____ am 
30. Dezember 2015 an, dass sie keine Medikamente benötige. Gegenüber Dr. K.____ hat sie 
am 23. August 2016 gar angegeben, die Kopfschmerzen seien nach drei bis vier Monaten nach 

 

 
 
Seite 10   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

dem Unfall komplett rückläufig gewesen. Die Vorbringen der Beschwerdeführerin finden damit 
keine Stütze in den vorhandenen medizinischen Akten. Ausserdem steht fest, dass das MRT 
des Neurokranium ein unauffälliges Bild gezeigt hat. Die Einschätzung des beratenden Arztes 
Dr. J.____, wonach der Status quo sine betreffend die nicht mehr behandlungsbedürftigen 
Kopfschmerzen spätestens neun Monate nach dem Unfall als eingetreten anzusehen sei, er-
weist sich damit als schlüssig und nachvollziehbar. 
 
6.6 Es ist der Beschwerdeführerin zwar zuzustimmen, dass es bezüglich der geklagten 
Konzentrationsstörungen an einer Beurteilung durch die beratenden Ärzte der Beschwerdegeg-
nerin fehlt. Dennoch ist auch diesbezüglich ein Kausalzusammenhang zu verneinen. Bildge-
bende Nachweise einer relevanten Verletzung sind nicht vorhanden. Die Konzentrationsstörun-
gen wurden – soweit aus den Akten ersichtlich – erstmals gegenüber Dr. G.____ am 
30. Dezember 2015 geklagt. Dieser hat sie im Zusammenhang mit der Epilepsie gesehen. Wie 
bereits ausgeführt, steht diese Diagnose entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin 
auch heute noch im Raum (vgl. E. 6.3 hiervor). Im Übrigen hat die Beschwerdeführerin gegen-
über Dr. K.____ angegeben, dass auch die Konzentrationsstörungen drei bis vier Monate nach 
dem Unfall komplett remittiert seien. Es gibt damit weder Anhaltspunkte dafür, dass die Kon-
zentrationsstörungen nach der Leistungseinstellung persistierten noch, dass diese auf den beim 
Unfall erlittenen Kopfanprall zurückzuführen wären. 
 
7. Zusammenfassend ist festzustellen, dass die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung 
geklagten Beschwerden nicht in einem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhang 
mit dem Unfall vom 12. Februar 2015 stehen. Vielmehr ist mit den beratenden Ärzten der Be-
schwerdegegnerin davon auszugehen, dass die Unfallfolgen spätestens neun Monate nach 
dem Sturz abgeheilt gewesen sind. Auch die übrigen Akten lassen keinen anderen Schluss zu. 
Lediglich die behandelnde Ärztin Dr. H.____ stellt wiederholt, jedoch ohne Begründung die Un-
fallkausalität der Beschwerden fest, was nicht genügt, um die Einschätzung der beratenden 
Ärzte Dres. F.____, I.____ und J.____ in Frage zu stellen. Nach dem Ausgeführten hat die Be-
schwerdegegnerin die Leistungen zu Recht per 30. November 2015 eingestellt. Die Beschwer-
de ist damit abzuweisen. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für den vorliegenden Prozess keine Verfah-
renskosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten sind entsprechend dem Verfahrensaus-
gang wettzuschlagen. 
 
 

  

 

 
 
Seite 11   http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 

 http://www.bl.ch/kantonsgericht