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**Case Identifier:** c41ad05a-aadb-56b6-96fc-d16b6fcdeb03
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-06-08
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 08.06.2021 710 21 44/153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_710-21-44-153_2021-06-08.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 8. Juni 2021 (710 21 44 / 153) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Alters- und Hinterlassenenversicherung 

 

 

Beurteilung, ob AHV-rechtlich eine Beitragspflicht als Erwerbstätiger oder als Nichter-

werbstätiger besteht 

 

 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Gerichtsschreiberin i.V. Lena Eichen-

berger 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Angela Gantner, Advoka-
tin, Kasernenstrasse 22a, Postfach 569, 4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 Ausgleichskasse Wirtschaftskammer 114, Viaduktstrasse 42, 
Postfach, 4002 Basel, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Beiträge 

 
 

 

 

A. Mit Beitragsverfügung vom 14. Oktober 2020 stellte die Ausgleichskasse Wirtschafts-
kammer 114 (Ausgleichskasse) dem 1955 geborenen A.____ für die Periode vom 1. Januar 2017 
bis 31. Dezember 2017 persönliche AHV/IV/EO-Beiträge für Nichterwerbstätige in Höhe von Fr. 
9'635.-- sowie Verwaltungskosten von Fr. 145.20 in Rechnung. Die dagegen durch den Versi-
cherten mit Eingabe vom 12. November 2020 erhobene Einsprache wies die Ausgleichskasse 

 

 
 
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mit Entscheid vom 22. Dezember 2020 ab. Zur Begründung führte sie aus, die Beiträge aus Er-
werbstätigkeit würden nicht der Hälfte der geschuldeten Beiträge als Nichterwerbstätiger entspre-
chen, weshalb der Einsprecher Beiträge wie ein Nichterwerbstätiger zu entrichten habe. Seine 
Arbeit mit den Reben gelte als Liebhaberei, weshalb sie nicht berücksichtigt werden könne.  
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Angela Gantner, mit Schreiben vom 
1. Februar 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Er beantragte die Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids vom 22. Dezember 2020. Des Weiteren sei festzustellen, dass er für das Bei-
tragsjahr 2017 als Erwerbstätiger gelte und es sei seine Beitragspflicht neu festzusetzen. Even-
tualiter sei die Angelegenheit zur erneuten Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegeg-
nerin zurückzuweisen; unter o-/e-Kostenfolge. Zur Begründung brachte er vor, dass allein die 
Tätigkeit für die B.____ AG bereits einem 50 %-Pensum entsprochen habe. Bezüglich seiner Tä-
tigkeit im Wein- und Rebbau führte er aus, dass er erhebliche Betriebsmittel einsetze, welche 
gegen eine reine Liebhaberei sprechen würden. 
 
C. Die Ausgleichkasse beantragte mit Vernehmlassung vom 26. Februar 2021 die Abwei-
sung der Beschwerde. Zur Begründung hielt sie im Wesentlichen fest, dass das vom Beschwer-
deführer im 2017 erzielte Entgelt im Vergleich zu jenem als voll Erwerbstätiger vor seiner Früh-
pensionierung um ca. 90 % tiefer und er damit nicht mehr „dauernd voll“ erwerbstätig sei. Zudem 
sei die Bewirtschaftung von zwölf Aren Rebland keine Erwerbstätigkeit. 
 
 
Der Präsident zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
 
1.1 Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Verbindung mit Art. 1 des Bundesge-
setzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) vom 20. Dezember 1946 kann 
gegen Einspracheentscheide in jedem Kanton bei einem Versicherungsgericht als einziger In-
stanz Beschwerde erhoben werden. Bei Beschwerden gegen Verfügungen und Einspracheent-
scheide kantonaler Ausgleichskassen ist das Versicherungsgericht am Ort der Ausgleichskasse 
zuständig (Art. 84 AHVG). Vorliegend handelt es sich bei der Beschwerdegegnerin nicht um eine 
kantonale, sondern um eine Verbandsausgleichskasse. Dementsprechend kommt die ordentliche 
Gerichtsstandregelung von Art. 58 Abs. 1 ATSG zur Anwendung, wonach das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons zuständig ist, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde füh-
rende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hatte. Im Kanton Basel-Landschaft ist 
gemäss § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 das Kantonsgericht als einzige gerichtliche Instanz für Beschwer-
den gegen Verfügungen einer Ausgleichskasse gemäss Art. 56 ATSG zuständig. Der Beschwer-
deführer hat seinen Wohnsitz in X.____. Auf die beim örtlich wie sachlich zuständigen Kantons-
gericht und im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demzufolge einzutre-
ten. 
 

 

 
 
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1.2 Laut § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozialversi-
cherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch 
Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall beläuft sich der Streitwert auf Fr. 9'635.-- sowie Verwal-
tungskosten von Fr. 145.20. Die Angelegenheit ist daher präsidial zu entscheiden. 
 
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer für das Jahr 2017 AHV-rechtlich als 
Erwerbstätiger oder als Nichterwerbstätiger beitragspflichtig ist. 
 
3.1 Die in der Alters- und Hinterlassenenversicherung versicherten Personen sind gemäss 
Art. 3 Abs. 1 Satz 1 AHVG beitragspflichtig, solange sie eine Erwerbstätigkeit ausüben. Die Bei-
träge der erwerbstätigen Versicherten werden in Prozenten ihres Einkommens aus unselbstän-
diger und selbständiger Erwerbstätigkeit festgesetzt (Art. 4 Abs. 1 AHVG). 
 
3.2 Der Begriff der Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 4 Abs. 1 AHVG setzt die Ausübung einer 
auf die Erzielung von Erwerbseinkommen gerichteten (bestimmten) persönlichen Tätigkeit 
(vgl. Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVV] vom 
31. Oktober 1947) voraus, mit welcher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit erhöht werden soll 
(Urteil des Bundesgerichts vom 1. Juli 2016, 9C_168/2016, E. 2; BGE 139 V 12 E. 4.3 und 125 V 
383 ff. E. 2a; UELI KIESER, Die Abgrenzung zwischen Erwerbs- und Nichterwerbstätigen, in: Ak-
tuelle Fragen aus dem Beitragsrecht der AHV, St. Gallen 1998, S. 76). Für die Beantwortung der 
Frage, ob Erwerbstätigkeit vorliegt, kommt es nicht darauf an, wie die beitragspflichtige Person 
sich selber – subjektiv – qualifiziert. Entscheidend sind vielmehr die tatsächlichen wirtschaftlichen 
Verhältnisse und Gegebenheiten, die durch eine Tätigkeit begründet werden oder in deren Rah-
men eine solche ausgeübt wird. Mit anderen Worten muss die behauptete Erwerbsabsicht auf-
grund der konkreten wirtschaftlichen Tatsachen nachgewiesen sein. Wesentliches Merkmal einer 
Erwerbstätigkeit ist sodann die planmässige Verwirklichung einer Erwerbsabsicht in Form von 
Arbeitsleistung, welches Element rechtsgenüglich erstellt sein muss (vgl. Urteile des Bundesge-
richts vom 1. Juli 2016, 9C_168/2016, E. 2 und vom 24. Januar 2013, 9C_356/2012, E. 4.3; BGE 
125 V 384 f. E. 2a mit weiteren Hinweisen; UELI KIESER, Alters- und Hinterlassenenversicherung, 
in: Murer/Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Zü-
rich/Basel/Genf 2012, Rz. 1 zu Art. 4 AHVG). Entsprechend dieser Legaldefinition besteht ein 
direkter Zusammenhang zwischen der Erwerbstätigkeit und dem daraus resultierenden Zufluss 
geldwerter Leistungen (HANSPETER KÄSER, Unterstellung und Beitragswesen in der obligatori-
schen AHV, 2. Auflage, Bern 1996, S. 19 f.). Des Weiteren sind die Gründe, weshalb eine Er-
werbstätigkeit ausgeübt wird – sei es, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, aus Idealismus oder 
aus sonstigen Gründen – ohne Bedeutung (PETER FORSTER, AHV-Beitragsrecht, Zürich 2007, 
S. 62). Aus welchen Mitteln die versicherte Person ihre Existenzmittel schöpft, ist ausserdem un-
massgeblich (BGE 115 V 170 E. 7b).  
 
3.3 Als nichterwerbstätig im Sinne von Art. 10 AHVG gelten Personen, die keine Erwerbstä-
tigkeit im eben genannten Sinn ausüben. Die Beiträge von Nichterwerbstätigen werden gemäss 
Art. 10 Abs. 1 AHVG nach deren sozialen Verhältnissen bemessen. Ob eine versicherte Person 
dem Beitragsstatus einer Erwerbstätigen oder einer Nichterwerbstätigen untersteht, hängt davon 

 

 
 
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ab, ob sie im Zeitraum, auf den sich die Beitragserfassung bezieht, eine Erwerbstätigkeit mit ge-
wissen Beiträgen auf dem Arbeitserwerb (Art. 10 Abs. 1 Satz 2 AHVG) und von bestimmtem zeit-
lichen Umfang (Art. 10 Abs. 1 Satz 3 AHVG i.V.m. Art. 28bis AHVV) ausübte (BGE 115 V 161). 
Nichterwerbtätig im AHV-Beitragsrecht sind nicht einzig Personen, die überhaupt keiner Erwerbs-
tätigkeit nachgehen; auch wer eine bloss geringfügige oder sehr unregelmässige Erwerbstätigkeit 
ausübt, kann nichterwerbstätig sein (vgl. FRANZISKA GROB, Die Beiträge der Nichterwerbstätigen 
in der AHV, in: AHV-Beitragsrecht, St. Gallen 2011, S. 75). 
 
3.4 Gemäss Art. 28bis Abs. 1 AHVV müssen Personen, die nicht dauernd voll erwerbstätig 
sind, Beiträge wie Nichterwerbstätige leisten, wenn ihre Beiträge vom Erwerbseinkommen zu-
sammen mit denen ihres Arbeitgebers in einem Kalenderjahr nicht mindestens der Hälfte des 
Beitrages als Nichterwerbstätige entsprechen. Mit Art. 28bis AHVV hat der Bundesrat den gesetz-
lichen Auftrag erfüllt und die in Art. 10 Abs. 1 AHVG vorgezeichnete Schwergewichtsmethode zur 
Abgrenzung der Nichterwerbstätigen von den Erwerbstätigen konkretisiert. Zu der Kategorie 
"nicht dauernd voll erwerbstätige Versicherte" gehören Personen, die zwar dauernd, aber nicht 
voll, oder voll, aber nicht dauernd erwerbstätig sind. Unerheblich ist, ob die Merkmale einer selb-
ständigen oder unselbständigen Erwerbstätigkeit vorliegen (Wegleitung des Bundesamtes für So-
zialversicherung über die Beiträge der Selbständigerwerbenden und Nichterwerbstätigen [WSN], 
in Kraft seit 1. Januar 2008, Rz. 2033 f.). "Volle Erwerbstätigkeit" liegt in der Regel vor, wenn für 
die Tätigkeit ein erheblicher Teil der im betreffenden Erwerbszweig üblichen Arbeitszeit aufge-
wendet wird. Diese Voraussetzung fehlt nach Verwaltungspraxis und Rechtsprechung, wenn die 
beitragspflichtige Person nicht während mindestens der halben üblichen Arbeitszeit tätig ist (BGE 
140 V 340 E. 1.2, 115 V 174 E. 10d; Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 2008, 9C_545/2007, 
E.1; WSN Rz. 2039). Ferner gilt die Erwerbstätigkeit als nicht dauernd, die während weniger als 
neun Monaten im Kalenderjahr ausgeübt wird (Entscheid des Bundesgerichts vom 6. Juni 2008, 
9C_910/2007, E. 2; WSN Rz 2035). 
 
3.5 Ein massgebendes Kriterium der Erwerbstätigkeit ist auch die damit verbundene Er-
werbsabsicht. Eine selbständige Erwerbstätigkeit kann aber auch (noch) dann vorliegen, wenn 
eine Betätigung erst nach längerer Zeit zu Einkünften führt oder wo vorübergehende Ertragsein-
brüche, Investitionen, Amortisationen oder Veränderungen im wirtschaftlichen Umfeld etc. die 
betriebliche Rechnung negativ beeinflussen. Sofern die tatsächlichen wirtschaftlichen Gegeben-
heiten nicht auf Nichterwerbstätigkeit, bloss vorgegebene Erwerbstätigkeit oder Erwerbstätigkeit 
unbedeutenden Umfangs schliessen lassen, ist die Erwerbsabsicht nicht in Frage zu stellen (vgl. 
BGE 140 V 338 E. 2.3.1). Andererseits lässt das Ausbleiben des finanziellen Erfolges regelmäs-
sig auf das Fehlen erwerblicher Zielsetzung schliessen. Bringt eine Tätigkeit auf Dauer nichts ein, 
ist dies als Indiz dafür zu werten, dass es an einer Gewinnerzielungsabsicht fehlt: Wer wirklich 
eine Erwerbstätigkeit ausübt, wird sich in der Regel nach andauernden beruflichen Misserfolgen 
von der Zwecklosigkeit seiner Tätigkeit überzeugen lassen und diese aufgeben. Führt er sie den-
noch weiter, ist anzunehmen, dass dafür in subjektiver Hinsicht andere Motive als der Erwerbs-
zweck massgebend sind, wie dies etwa bei einem Hobby oder einer Tätigkeit aus blosser Lieb-
haberei der Fall ist (BGE 143 V 177 E. 4.2.2). 
 

 

 
 
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3.6 Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Beste-
hen überzeugt sind (vgl. RENÉ RHINOW / HEINRICH KOLLER / CHRISTINA KISS / DANIELA THURNHERR 
/ DENISE BRÜHL-MOSER, Öffentliches Prozessrecht, 3. Auflage, Basel 2014, N 999). Im Sozialver-
sicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. CRISTINA SCHIAVI, in: Basler Kommentar ATSG, Frésard-Fel-
lay/Klett/Leuzinger [Hrsg.], Basel 2020, Art. 43 N 11; BGE 144 V 427 E. 3.2). Die blosse Möglich-
keit eines bestimmten Sachverhalts genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist vielmehr 
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Geschehensabläu-
fen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 144 V 427 E. 3.2, 138 V 218 E. 6 mit diversen 
Hinweisen). Kann der massgebliche Sachverhalt trotz Ausschöpfung dieses Rahmens nicht im 
Ausmass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit eruiert werden, liegt Beweislosigkeit vor. Unter 
diesen Umständen ist nach der im Sozialversicherungsrecht geltenden allgemeinen Beweislast-
regel zu entscheiden, wonach zu Ungunsten derjenigen Partei geurteilt werden muss, die aus der 
unbewiesen gebliebenen Tatsache Rechte ableitet. 
 
4.1 Zu beurteilen ist, ob der Beschwerdeführer im Jahr 2017 eine oder mehrere Tätigkeiten 
ausübte, aufgrund welcher er die Voraussetzungen des Beitragsstatuts eines Erwerbstätigen im 
Sinne des AHVG erfüllt. Nachfolgend ist deshalb der Frage nachzugehen, ob der Beschwerde-
führer kumulativ einer dauernden (d.h. mindestens 9-monatigen) Erwerbstätigkeit im Umfang von 
mindestens 50 % nachgegangen ist. 
 
4.2 Der Beschwerdeführer bezieht im Rahmen seiner Frühpensionierung seit 1. Juni 2013 
Rentenleistungen der beruflichen Vorsorge. Im Beitragsjahr 2017 hat er als Versicherungsmakler 
für die B.____ AG über die Generalagentur Y.____ sowie für die C.____ AG (C.____) gearbeitet. 
Er macht geltend, dass er für das fragliche Beitragsjahr 2017 als dauernd voll erwerbstätig gelte. 
Aus den Lohnausweisen 2017 ergibt sich, dass er sowohl für die B.____ AG wie auch für die 
C.____ während des gesamten Jahres tätig war. Es ist ihm daher insofern zuzustimmen, dass 
diese beiden Erwerbstätigkeiten als dauernd im Sinne von Art. 28bis Abs. 1 AHVV zu qualifizieren 
sind. Fraglich ist aber, ob sie auch als „voll“ in dem Sinne gelten, dass der Beschwerdeführer 
mindestens die Hälfte der im betreffenden Erwerbszweig üblichen Arbeitszeit dafür aufgewendet 
hat. Diesbezüglich wird im Bestätigungsschreiben der B.____ AG vom 26. Januar 2021 festge-
halten, dass der Beschwerdeführer von Januar 2017 bis November 2017 im Umfang einer 70-
80%igen Beschäftigung tätig gewesen sei. Aus der im Schreiben gewählten Formulierung ist je-
doch ersichtlich, dass es sich dabei um eine blosse Schätzung handelt. Der Beschwerdeführer 
selbst bringt vor, dass bei der B.____ AG im Jahr 2017 durchschnittlich mindestens 25 Wochen-
stunden Arbeit angefallen seien und daher allein diese Tätigkeit einem 50 %-Pensum entspro-
chen habe. Dafür spreche der Umfang an Kundenkontakten und die Tatsache, dass er aufgrund 
seiner Arbeitslast in diesem Jahr zu seiner Unterstützung seine Lebenspartnerin im Rahmen ei-
nes 30 %-Pensums beschäftigt habe. Hierzu ist auszuführen, dass der Beschwerdeführer seit 
2013 bei der B.____ AG stetig abnehmendes, AHV-beitragspflichtiges Einkommen erzielt hat 
(vgl. Auszug aus dem individuellen Konto). In den Jahren vor seiner Frühpensionierung belief 

 

 
 
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sich sein beitragspflichtiges Einkommen auf durchschnittlich über Fr. 250'000.--. Im vorliegend zu 
beurteilenden Beitragsjahr verdiente er gemäss den Lohnausweisen der B.____ AG und der 
C.____ noch knapp Fr. 20'000.--, was 8 % des Einkommens bei voller Erwerbstätigkeit entspricht. 
Selbst unter der Berücksichtigung, dass die Zielsetzung bis Ende 2017 die Übergabe aller lau-
fenden und angefangenen Mandate war und der Beschwerdeführer daher kaum mehr Provisio-
nen für Neuabschlüsse erzielte sowie sein Einkommen entsprechend tief ausfiel, erweist sich der 
von ihm geschätzte Aufwand von 25 Wochenstunden Arbeit und somit ein Pensum von 50 % als 
zu hoch. Es kann nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass 
der Beschwerdeführer für einen so niedrigen Lohn ein derart hohes Arbeitspensum leistete. An 
dieser Beurteilung vermag auch die behauptete Anstellung seiner Lebenspartnerin aufgrund ho-
her Arbeitslast nichts zu ändern. Was schliesslich die Arbeit bei der C.____ betrifft, beläuft sich 
das erzielte Einkommen im Jahr 2017 auf Fr. 3'355.--. Der Beschwerdeführer schätzt sein Ar-
beitspensum auf 5-10 %. Verglichen mit dem erhaltenen Lohn erweist sich auch diese Schätzung 
wohl als zu hoch. 
 
4.3 Weiter betreibt der Beschwerdeführer seit 2013 einen Rebberg. Gemäss seinen Anga-
ben würden sich die Pachtverträge aktuell auf rund 1000 m2 Boden mit 450 Rebstöcken belaufen. 
Fraglich ist, ob diese Tätigkeit als Erwerbstätigkeit oder Liebhaberei gilt. Der Beschwerdeführer 
führt dazu aus, dass das für die Annahme einer Erwerbstätigkeit erforderliche Kriterium der Er-
werbsabsicht trotz Defizit im Jahr 2017 gegeben sei, da er erhebliche persönliche Arbeitskraft im 
Rebberg aufgewendet habe, Ende 2014 weitere Rebstöcke zum bisherigen Bestand dazuge-
pachtet und 2016 auch fremde Arbeitskräfte eingesetzt habe. Er schätze seinen Arbeitsaufwand 
über das Jahr verteilt auf ein 50 %-Pensum. Mit dem Beschwerdeführer ist davon auszugehen, 
dass er erhebliche persönliche Arbeitskraft aufgewendet hat, denn diese landwirtschaftliche Tä-
tigkeit fordert die ganzjährige Anwesenheit im Rebberg und duldet keine Arbeitsunterbrechungen 
im Jahresverlauf. Trotz dieses Aufwandes ist zweifelhaft, ob die Tätigkeit tatsächlich einem 50 
%-Pensum entspricht, zumal der Beschwerdeführer in der Steuererklärung 2018 sein Arbeitspen-
sum im Reb- und Weinbau selber mit 30 % deklarierte. Die Steuererklärung 2018 bezieht sich 
zwar auf die Zeitspanne vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 und somit nicht auf das im 
vorliegenden Fall zu beurteilende Jahr 2017. Dennoch sind keine plausiblen Gründe ersichtlich, 
weshalb sich sein Arbeitspensum innerhalb eines Jahres um 20 % verringert haben sollte. Viel-
mehr ist davon auszugehen, dass er den Betrieb und damit verbunden seinen Arbeitsaufwand 
seit längerem ausbauen möchte. Zu diesem Zweck hat er Ende 2014 ein Stück Land dazuge-
pachtet und mit neuen Rebstöcken bestückt. Des Weiteren ist darauf hinzuweisen, dass es für 
die Annahme einer Erwerbsabsicht für sich allein noch nicht genügt, dass der Beitragspflichtige 
subjektiv eine solche für sich in Anspruch nimmt. Vielmehr muss die behauptete Erwerbsabsicht 
aufgrund konkreter wirtschaftlicher Tatsachen auch nachgewiesen sein (vgl. E. 3.2 hiervor). Das 
Ausbleiben des finanziellen Erfolgs lässt dabei regelmässig auf das Fehlen erwerblicher Zielset-
zung schliessen. Die Tätigkeit gilt somit als Liebhaberei, wenn sie auf Dauer nur finanzielle Ver-
luste einbringt (vgl. E. 3.5 hiervor). Vorliegend ergibt sich aus der Erfolgsrechnung, dass der Be-
schwerdeführer im Jahr 2016 einen Verlust von Fr. 11'994.95 und im Jahr 2017 einen solchen 
von Fr. 288.35 erlitten hat. Trotz defizitärer Erträge kann vorliegend nicht automatisch auf eine 
fehlende Gewinnerzielungsabsicht und damit auf eine Liebhaberei geschlossen werden. Der Be-
schwerdeführer betreibt seinen Rebbau erst seit 2013 und es ist dieser Tätigkeit inhärent, dass 

 

 
 
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sie erst nach längerer Zeit zu Einkünften führt, da zwischen Produktionsbeginn und Vertrieb min-
destens vier Jahre liegen. Trotzdem spricht die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 10 Aren 
Rebland bewirtschaftet, gegen das Vorliegen einer Erwerbstätigkeit, denn diese Fläche ist zu 
klein, um aus deren Ertrag substanzielle Einkünfte erzielen zu können. Somit ist die konkrete 
Ausgestaltung der Tätigkeit bereits objektiv ungeeignet, zu einem wirtschaftlichen Erfolg zu füh-
ren (vgl. Entscheid des Obergerichts des Kantons Aargau, Abteilung Versicherungsgericht 
[VBE.2015.256] vom 11. August 2015). Auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer 2016 
seinen Sohn als Angestellten geführt und ihm Lohn ausgerichtet hat, vermag an dieser Beurtei-
lung nichts zu ändern. Zudem ist unerheblich, dass der Beschwerdeführer ab dem Beitragsjahr 
2017 bezüglich seines Weinbaus bei der SVA Basel-Landschaft als Selbständigerwerbender an-
geschlossen ist. Gesamthaft betrachtet ist die Tätigkeit im Rebbau mit dem im Sozialversiche-
rungsrecht erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Liebhaberei 
und nicht als Erwerbstätigkeit zu qualifizieren. 
 
5.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2017 zwar wäh-
rend mehr als neun Monaten erwerbstätig war, aber nicht im erforderlichen Umfang von 50 %. 
Bei diesem Beschäftigungsumfang gilt er als nichterwerbstätig, wenn die Beiträge vom Erwerbs-
einkommen (zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen) weniger als die Hälfte des aufgrund von 
Vermögen und Renteneinkommen bemessenen Beitrags für Nichterwerbstätige ausmachen. Mit 
dieser Regelung soll erreicht werden, dass all jene versicherten Personen als Nichterwerbstätige 
gelten, deren Lebensstandard mehrheitlich durch ihr Vermögen, dem daraus fliessenden Ertrag 
oder durch Renteneinkünfte bestimmt wird, d.h. deren wirtschaftliche Existenz überwiegend auf 
ökonomischen Werten gründet, die ihnen aus anderen Quellen als aus Erwerbstätigkeit zukom-
men (vgl. GROB, a.a.O., S. 78). 
 
5.2 Gemäss Beitragsverfügung vom 14. Oktober 2020 beläuft sich der Beitrag für Nichter-
werbstätige für das Jahr 2017 auf Fr. 9'635.--, derjenige aus Erwerbstätigkeit dagegen auf 
Fr. 2'364.55. Nach Anrechnung dieses Beitrags aus Erwerbstätigkeit werden Verwaltungskosten 
in Höhe von Fr. 145.20 zugeschlagen, was ein Total von Fr. 7'415.65 ergibt. Diese Werte erwei-
sen sich als korrekt (vgl. Beitragstabellen Selbständigerwerbende und Nichterwerbstätige des 
Bundesamts für Sozialversicherungen [BSV], Version gültig ab 1. Januar 2016). Damit machen 
die Beiträge des Beschwerdeführers aus Erwerbstätigkeit nicht mindestens die Hälfte derjenigen 
als Nichterwerbstätigen aus, weshalb ihn die Ausgleichskasse für das hier massgebende Jahr 
2017 zu Recht der Beitragspflicht als Nichterwerbstätigen unterstellt hat. Anfechtungsobjekt der 
vorliegenden Beschwerde bildet jedoch nicht die Beitragsverfügung vom 14. Oktober 2020, son-
dern der Einspracheentscheid vom 22. Dezember 2020. In diesem sind nun aber die Zahlen auf-
geführt, die vor Vorliegen der für die Beitragserhebung ausschlaggebenden Steuermeldung 2017 
berücksichtigt wurden. Weder im Einspracheentscheid noch in der Vernehmlassung wird dabei 
begründet, weshalb auf diese Werte abgestützt wird. Da sich die in der Verfügung aufgeführten 
Werte als korrekt erweisen, ist auf sie abzustellen und der Einspracheentscheid ist diesbezüglich 
zu korrigieren (recte: noch zu bezahlende Beiträge 2017 Fr. 7'415.65). Es ist unter diesen Um-
ständen festzustellen, dass der Beschwerdeführer für das Jahr 2017 Beiträge als Nichterwerb-
stätiger in Höhe von Fr. 7'415.65 schuldet. In diesem Sinne erweist sich die Beschwerde als 
unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist. 

 

 
 
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6. Der seit 1. Januar 2021 in Kraft stehende Art. 61 lit. fbis ATSG hält fest, dass das Verfah-
ren bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig ist, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz 
vorgesehen ist. Das AHVG sieht in Art. 85bis Abs. 2 AHVG keine Kostenpflicht vor, weshalb der 
vorliegende Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind 
demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. Eine Parteientschädigung wird 
nicht ausgerichtet. 
 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen und es wird festgestellt, dass der Be-
schwerdeführer gemäss Verfügung vom 14. Oktober 2020 für das Jahr 
2017 Beiträge als Nichterwerbstätiger in Höhe von Fr. 7'415.65 zu ent-
richten hat. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 
 
 

 

 

 

 

 

 

 
Vermerk eines allfälligen Weiterzugs 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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