# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ee860ec3-a370-5354-a944-d1c6322f5f8a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-02-24
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 24.02.2015 A-468/2013
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-468-2013_2015-02-24.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 02.11.2015 (2C_316/2015) 

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung I 

A-468/2013, A-476/2013 

 

 

 

  U r t e i l  v o m  2 4 .  F e b r u a r  2 0 1 5  

Besetzung 

 
Richter Jürg Steiger (Vorsitz), 

Richter Christoph Bandli, Richter André Moser, 

Gerichtsschreiber Oliver Herrmann. 

 

 
 

Parteien 

 
Südostschweiz Presse und Print AG, 

Kasernenstrasse 1, Postfach 508, 7007 Chur, 

vertreten durch Dr. iur. Marc Schwenninger, Rechtsanwalt, 

Schwenninger Anwaltskanzlei, 

Stettbachstrasse 6, 8600 Dübendorf, 

Beschwerdeführerin, 

 
 

 
gegen 

 

 
Bundesamt für Kommunikation BAKOM, 

Abteilung Medien und Post, 

Zukunftstrasse 44, 2501 Biel/Bienne, 

Vorinstanz. 

 

Gegenstand 

 
Presseförderung. 

 

 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Am 10. September 2012 reichte die Südostschweiz Presse und Print AG 

beim Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) zwei Gesuche um Pres-

seförderung ein und beantragte für die Beförderung der Zeitungen Arena 

Alva (Postzeitungs-Nr. 55062) und Pöschtli (Postzeitungs-Nr. 55068) Zu-

stellermässigungen gemäss Art. 16 Abs. 4 Bst. a des Postgesetzes vom 

17. Dezember 2010 (PG, SR 783.0). 

B.  

Mit Verfügungen vom 13. Dezember 2012 wies das BAKOM die beiden 

Gesuche ab. Zur Begründung führte es aus, gemäss Art. 36 Abs. 1 Bst. a 

der Postverordnung vom 29. August 2012 (VPG, SR 783.01) würden Ta-

ges- und Wochenzeitungen als Titel der förderungsberechtigten Regional- 

und Lokalpresse gelten, wenn sie abonniert seien. Dafür werde vorausge-

setzt, dass zwischen der Zeitung und ihrem jeweiligen Empfänger ein ent-

geltlicher Abonnementsvertrag abgeschlossen worden sei, wobei es das 

BAKOM als ausreichend erachte, wenn die Zeitung zu mindestens 75% an 

eine zahlende Leserschaft im Abonnementsverhältnis verteilt werde. 

Aufgrund der Angaben in den Gesuchen der Südostschweiz sowie den Auf-

lage Attesten der WEMF AG für Werbemedienforschung (WEMF-Auflage-

beglaubigungen) gelangte das BAKOM mit Verweis auf das Urteil des Bun-

desverwaltungsgerichts A-3066/2008 vom 9. Oktober 2008 ("Limmat-

welle") zum Schluss, dass die geforderte 75%-Quote von den Zeitungen 

Arena Alva und Pöschtli nicht erreicht werde, da diejenigen abonnierten 

Exemplare, welche aufgrund eines von einer Gemeinde geleisteten Ent-

gelts den Empfängern zugestellt würden, nicht als "abonniert" im Sinne von 

Art. 36 Abs. 1 Bst. a VPG gälten. 

C.  

Mit Eingaben vom 29. Januar 2012 [recte: 2013] erhebt die Südostschweiz 

(nachfolgend: Beschwerdeführerin) je eine Beschwerde beim Bundesver-

waltungsgericht gegen die beiden Verfügungen des BAKOM (nachfolgend: 

Vorinstanz) vom 13. Dezember 2012 betreffend Arena Alva (Verfahren 

A-468/2013) und Pöschtli (Verfahren A-476/2013). 

Die Beschwerdeführerin beantragt, es seien die angefochtenen Verfügun-

gen aufzuheben und es sei festzustellen, dass sie für die Zeitungen Arena 

Alva und Pöschtli weiterhin und rückwirkend ab 1. Januar 2013 Anspruch 

auf die Zustellermässigung nach Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG und Art. 36 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 3 

Abs. 1 VPG habe. Eventualiter sei die Sache zur Sachverhaltsfeststellung 

und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

D.  

Die beiden Beschwerdeverfahren wurden in der Folge bis zum Entscheid 

über zwei Wiedererwägungsgesuche der Beschwerdeführerin vor der Vor-

instanz, welche diese am 30. April 2013 abwies, sistiert. 

E.  

In ihren Vernehmlassungen vom 4. Juli 2013 hält die Vorinstanz an ihren 

Ausführungen in den angefochtenen Verfügungen fest und schliesst auf 

Abweisung der Beschwerden. 

F.  

Die Beschwerdeführerin nimmt mit Eingaben vom 8. August 2013 Stellung 

zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz und bekräftigt ihren Standpunkt. 

G.  

Die Dupliken der Vorinstanz datieren vom 3. September 2013. 

H.  

Mit Zwischenverfügungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. No-

vember 2013 wurden die Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen eines 

rechtskräftigen Entscheides des Bundesgerichts im Verfahren 

2C_1034/2013 (angefochtenes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

A-469/2013 vom 27. September 2013), in welchem sich ähnliche Rechts-

fragen stellten, erneut sistiert. 

I.  

Am 25. September 2014 fällte das Bundesgericht die drei koordinierten Ur-

teile 2C_1034/2013 und 2C_1125/2013 (zu Art. 36 Abs. 1 [insb. Bst. a] 

VPG [Regional- und Lokalpresse]) sowie 2C_1189/2013 (zu Art. 36 Abs. 3 

[insb. Bst. c] VPG [Mitgliedschafts- und Stiftungspresse]), mit welchen die 

angefochtenen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts (A-469/2013 vom 

27. September 2013 und A-386/2013 vom 30. Oktober 2013 sowie 

A-481/2013 vom 7. November 2013) bestätigt bzw. die dagegen erhobe-

nen Beschwerden abgewiesen wurden. 

Wie bereits das Bundesverwaltungsgericht verwirft das Bundesgericht die 

von der Vorinstanz angewandte Praxis, erst ab einem Abonnementsanteil 

von 75% der Gesamtauflage eines Pressetitels Zustellermässigungen zu 

gewähren. Diese knüpften "an die einzelnen abonnierten Exemplare" an; 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 4 

dagegen könne "nicht abgeleitet werden, dass ein bestimmtes Verhältnis 

an der Gesamtauflage erreicht werden müsste" (Urteil 2C_1189/2013 

E. 7.4 bzw. Urteil 2C_1125/2013 E. 7.5, ebenso [französisch] Urteil 

2C_1034/2013 E. 7.5). 

Die Sistierung der vor dem Bundesverwaltungsgericht hängigen Verfahren 

A-468/2013 und A-476/2013 wird mit Zwischenverfügungen vom 22. Okto-

ber 2014 aufgehoben. 

J.  

Mit Wiedererwägungsverfügungen vom 21. November 2014 kommt die Vo-

rinstanz (teilweise) auf ihre Verfügungen vom 13. Dezember 2012 zurück 

und anerkennt, dass die Zeitungen Arena Alva und Pöschtli rückwirkend 

per 1. Januar 2013 – die Arena Alva aufgrund einer Fusion bis am 31. De-

zember 2013 – "Anspruch auf indirekte Presseförderung für die gemäss 

WEMF-Beglaubigung als abonniert ausgewiesenen Exemplare" hätten. 

Darüber hinaus hätten "diejenigen Exemplare, welche im Rahmen des so-

genannten Mengenkontingents der Schweizerischen Post befördert wer-

den, ebenfalls Anspruch auf Ermässigung". Das Mengenkontingent um-

fasse maximal 25% der durchschnittlich abonnierten Auflage. Keinen An-

spruch auf indirekte Presseförderung hätten dagegen Exemplare, die den 

Empfängern aufgrund eines sogenannten Kollektivabonnements einer Ge-

meinde zugestellt würden. 

K.  

Mit Schreiben vom 19. Dezember 2014 hält die Beschwerdeführerin an ih-

ren Beschwerden fest, soweit ihre Begehren nicht infolge der Wiedererwä-

gung durch die Vorinstanz gegenstandslos geworden sind. 

L.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die sich bei den Akten be-

findlichen Dokumente wird – soweit entscheidrelevant – in den nachfolgen-

den Erwägungen eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Die Verfahren A-468/2013 (Arena Alva) und A-476/2013 (Pöschtli) betref-

fen dieselben Parteien und es stellen sich dieselben Rechtsfragen, ferner 

liegt ihnen ein vergleichbarer Sachverhalt zugrunde. Es rechtfertigt sich 

daher aus prozessökonomischen Gründen, die beiden Verfahren unter der 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 5 

erstgenannten Geschäfts-Nummer zu vereinigen (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 4A_78/2014 vom 23. September 2014 E. 1 sowie Urteile des Bun-

desverwaltungsgerichts A-4979/2014 vom 18. Februar 2015 E. 1 und 

A-1715/2014 vom 19. Januar 2015 E. 1.2.1 m.w.H.). 

2.  

2.1 Gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG, SR 173.32) 

beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen 

nach Art. 5 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVG, SR 172.021), so-

fern eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 VGG entschieden hat und keine 

Ausnahme nach Art. 32 VGG gegeben ist. Das Verfahren vor dem Bundes-

verwaltungsgericht richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes vorsieht (Art. 37 VGG). 

Bei den angefochtenen Entscheiden handelt es sich um Verfügungen im 

Sinne von Art. 5 VwVG, die von einer Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d 

VGG erlassen wurden. Eine Ausnahme nach Art. 32 VGG liegt nicht vor. 

Das Bundesverwaltungsgericht ist demnach zur Beurteilung der vorliegen-

den (vereinigten) Beschwerden zuständig. 

2.2 Zur Beschwerde ist nach Art. 48 Abs. 1 VwVG berechtigt, wer am Ver-

fahren vor der Vorinstanz teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teil-

nahme erhalten hat (Bst. a), durch die angefochtene Verfügung besonders 

berührt ist (Bst. b) und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Änderung hat (Bst. c). 

Die Beschwerdeführerin hat an den vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men und ist mit ihrem Anliegen nicht durchgedrungen. Sie ist als Adressatin 

der angefochtenen Verfügungen sowohl formell als auch materiell be-

schwert, weshalb sie zur Beschwerde legitimiert ist. 

2.3 Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichten Beschwerden 

(vgl. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 VwVG) ist daher einzutreten. 

3.  

3.1 Das Bundesverwaltungsgericht stellt den rechtserheblichen Sachver-

halt, unter Vorbehalt der Mitwirkungspflicht der Parteien (Art. 13 VwVG), 

von Amtes wegen fest (Art. 12 VwVG) und wendet das Recht grundsätzlich 

frei an, ohne an die Parteianträge oder die rechtlichen Begründungen der 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 6 

Parteien gebunden zu sein (Art. 62 Abs. 4 VwVG). Von den Verfahrensbe-

teiligten nicht aufgeworfene Rechtsfragen werden indes nur geprüft, wenn 

hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den Akten er-

gebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (vgl. zum Ganzen 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-4979/2014 vom 18. Februar 2015 

E. 3.1 m.H.). 

3.2 Das Bundesverwaltungsgericht entscheidet grundsätzlich mit uneinge-

schränkter Kognition. Es überprüft die angefochtene Verfügung auf 

Rechtsverletzungen – einschliesslich unrichtiger oder unvollständiger Fest-

stellung des rechtserheblichen Sachverhalts und Rechtsfehler bei der Er-

messensausübung – sowie auf Angemessenheit hin (Art. 49 VwVG). 

4.  

Die Beschwerdeführerin beantragt für die beiden von ihr herausgegebenen 

Zeitungen Arena Alva und Pöschtli Zustellermässigungen im Sinne von 

Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG und Art. 36 Abs. 1 VPG, rückwirkend ab dem 1. Ja-

nuar 2013. 

4.1 Die Arena Alva fusionierte per 1. Januar 2014 mit der Zeitung "Rhiiblatt" 

und erscheint seit dann unter dem Namen "Ruinaulta", für welche Zeitung 

die Vorinstanz das Ende 2013 eingereichte Gesuch um Presseförderung 

guthiess. Dementsprechend betrifft die Beschwerde A-468/2013 (Arena 

Alva) lediglich den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2013. 

4.2  

4.2.1 Die Vorinstanz kann eine angefochtene Verfügung bis zu ihrer Ver-

nehmlassung in Wiedererwägung ziehen (Art. 58 Abs. 1 VwVG). Unter 

"Vernehmlassung" ist nicht bloss die erste Stellungnahme der Vorinstanz 

zu verstehen; vielmehr erfasst der Begriff auch spätere Stellungnahmen, 

zu denen der Vorinstanz von der Beschwerdeinstanz Gelegenheit gegeben 

worden ist. Eine Wiedererwägung ist mithin grundsätzlich (nur, aber immer-

hin) bis zum Abschluss des Schriftenwechsels möglich, das heisst bis zum 

Ablauf der Frist zur letztmals ermöglichten Stellungnahme. Anders verhält 

es sich indes, wenn die Vorinstanz von der Beschwerdeinstanz ausdrück-

lich zur Wiedererwägung eingeladen worden ist (zum Ganzen MO-

SER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsge-

richt, 2. Aufl. 2013, Rz. 3.44; ANDREA PFLEIDERER, in: VwVG Praxiskom-

mentar, 2009, Art. 58 N 36; je m.w.H.). 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 7 

Soweit eine während der Hängigkeit des Rechtsstreits erlassene (Wieder-

erwägungs-)Verfügung den Anträgen der Beschwerdeführerin entspricht o-

der gar darüber hinausgeht, kann das Rechtsschutzinteresse an der mate-

riellen Beurteilung der Beschwerde nicht mehr anerkannt werden und das 

Verfahren ist zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Soweit die Be-

schwerde aufgrund der Wiedererwägung nicht gegenstandslos geworden 

ist, wird das Beschwerdeverfahren fortgesetzt; über die in der neuen Ver-

fügung materiell ungelöst gebliebenen Streitfragen ist ein Entscheid in der 

Sache zu fällen (Art. 58 Abs. 3 VwVG; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, 

a.a.O., Rz. 3.46 m.w.H.). 

4.2.2 Nachdem die Vorinstanz die angefochtenen Verfügungen hinsichtlich 

der 75%-Quote mit Verfügungen vom 21. November 2014 in Wiedererwä-

gung gezogen und das Vorliegen der Voraussetzungen gemäss Art. 36 

Abs. 1 Bst. b–m VPG (bereits in den angefochtenen Verfügungen) bejaht 

hat, ist zwischen den Parteien lediglich noch streitig, wie der Begriff "abon-

niert" in Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG und Art. 36 Abs. 1 Bst. a VPG auszugle-

gen ist, namentlich, ob darunter auch Zeitungen fallen, die aufgrund eines 

durch eine Gemeinde abgeschlossenen Kollektivabonnements zugestellt 

werden. 

Soweit die Vorinstanz in ihren Wiedererwägungsverfügungen vom 21. No-

vember 2014 die Zustellermässigung für die aufgrund eines Kollektivabon-

nements versandten Exemplare weiterhin verweigert hat, ist die Behand-

lung der Beschwerden nicht gegenstandslos geworden und das Bundes-

verwaltungsgericht hat über diese Streitfrage nach wie vor zu befinden. 

Demgegenüber sind die Beschwerden aufgrund der Wiedererwägungsver-

fügungen vom 21. November 2014 mit Bezug auf die gewährte Presseför-

derung für die im Rahmen von Einzelabonnementen zugestellten Exemp-

lare (gemäss den WEMF-Auflagebeglaubigungen vom 20. November 2012 

für die Periode 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2012, gültig bis 30. September 

2013, 2'366 Exemplare der Arena Alva und 1'621 Exemplare des Pöschtlis; 

für die aktuellen Zahlen von 2013 [Arena Alva] bzw. 2013 und 2014 

[Pöschtli] vgl. die Wiedererwägungsverfügungen der Vorinstanz vom 

21. November 2014, Bst. B Ziff. 2.1 S. 4 [wo für das Jahr 2012 auch die 

Gratisexemplare zu den abonnierten Auflagen hinzugezählt werden]) ge-

genstandslos geworden. Das Gleiche gilt für diejenigen Teile der Auflagen 

(jeweils maximal 25% der durchschnittlich abonnierten Auflage), welche 

Anspruch auf indirekte Presseförderung haben, da sie im Rahmen des so-

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 8 

genannten Mengenkontingents der Schweizerischen Post befördert wer-

den (vgl. Wiedererwägungsverfügungen der Vorinstanz vom 21. November 

2014, Bst. B Ziff. 2.3). 

5.  

Die beiden vom 10. September 2012 datierenden Gesuche der Beschwer-

deführerin um Presseförderung waren zum Zeitpunkt des Inkrafttretens 

des neuen PG und der neuen VPG am 1. Oktober 2012 hängig, weshalb 

sie nach neuem Recht zu beurteilen sind (Art. 38 PG). 

6.  

6.1 Die Vorinstanz wies die Gesuche der Beschwerdeführerin um Zustell-

ermässigung betreffend die über ein Kollektivabonnement einer Gemeinde 

zugestellten Zeitungsexemplare ab, da diese nicht im Sinne des Gesetzes 

als "abonniert" gelten würden, und verwies dazu insbesondere auf das Ur-

teil des Bundesverwaltungsgerichts A-3066/2008 vom 9. Oktober 2008 

("Limmatwelle"). Sie verneinte das Vorliegen mehrerer in der Rechtspre-

chung entwickelter Voraussetzungen für die Bejahung eines Abonnements 

im Sinne von Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG und Art. 36 Abs. 1 Bst. a VPG. 

Mit Bezug auf die genannten Kollektivabonnemente bringt die Vorinstanz 

vor, der Entscheid über die Zustellung der Zeitungen Arena Alva und 

Pöschtli werde mit Mehrheitsbeschluss von der Gemeindeversammlung 

gefällt. Teilnahmeberechtigt an dieser sei bloss die Stimmbevölkerung – 

wobei nicht garantiert sei, dass alle Stimmberechtigten auch effektiv teil-

nehmen würden –, die nicht mit der ständigen Wohnbevölkerung, welcher 

die Zeitungen zugestellt würden, übereinstimme. Die Abonnementsverhält-

nisse seien damit abhängig vom politischen Willen der Mehrheit der jewei-

ligen Gemeindeversammlung. Damit fehle es an der notwendigen freiwilli-

gen Nachfrage bei den Empfängern. 

Durch den Umstand, dass jeweils ein einziges Kollektivabonnement mit der 

Gemeinde anstelle einer Vielzahl von Einzelabonnementen mit den Emp-

fängern abgeschlossen werde, sei die finanzielle und publizistische Unab-

hängigkeit des Verlages nicht im erforderlichen Mass gewährleistet. Es 

fehle die verlangte diversifizierte Finanzierung, weshalb der von der Pres-

seförderung anvisierte Effekt der unabhängigen Pressevielfalt nicht er-

reicht werde. 

6.2 Die Beschwerdeführerin bringt dagegen im Wesentlichen vor, die Inter-

pretation der Antragsformulare und der WEMF-Auflagebeglaubigungen 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 9 

durch die Vorinstanz und deren daraus gezogene Schlussfolgerung zu den 

Abonnementszahlen seien unrichtig. Bei den in der Verfügung als "drittfi-

nanziert" bezeichneten Exemplaren handle es sich nicht um solche im 

Sinne der Rechtsprechung "Limmatwelle". Sie seien vielmehr auf freie 

Nachfrage der Empfänger mittels Gemeindeversammlungsbeschluss im 

Rahmen eines Kollektivabonnements – ohne Auflage oder Zwang durch 

die jeweilige Gemeinde – bestellt worden und könnten durch jeden einzel-

nen Empfänger auch wieder abbestellt werden. Daher handle es sich bei 

den vorliegenden Kollektivabonnementen faktisch auch nicht um einzelne 

Abonnemente, sondern um eine Vielzahl von Abonnementen. 

Es werde sowohl die finanzielle als auch die publizistische Unabhängigkeit 

der Arena Alva und des Pöschtlis gewahrt, da weder eine Finanzierung 

durch die Gemeinde noch eine Einflussnahme derselben auf die redaktio-

nelle Tätigkeit der Zeitungen erfolge. Diese würden von den Empfängern 

aktiv und in einem freiwilligen Akt nachgefragt sowie marktgerecht entschä-

digt. Es handle sich bei den beiden Titeln nicht um Amtsanzeiger; das 

Recht zur Veröffentlichung amtlicher Publikationen erhielten die Gemein-

den als Gegenleistung für die Vermittlung des Abonnementvolumens. 

Sodann habe die Vorinstanz unzulässigerweise eine Praxisänderung vor-

genommen, die dafür erforderlichen strengen Voraussetzungen seien vor-

liegend nicht erfüllt. In der Vergangenheit seien den beiden Titeln Arena 

Alva und Pöschtli – unter ausdrücklicher Berücksichtigung der "Limmat-

welle"-Rechtsprechung – Zustellermässigungen im Rahmen der Pres-

seförderung gewährt worden. Die Vorinstanz sei nicht befugt, von der bis-

herigen, jahrelangen Praxis plötzlich abzuweichen, ohne dass sich die tat-

sächlichen Umstände, die gesetzlichen Grundlagen oder die Rechtspre-

chung geändert hätten. 

7.  

7.1 Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG sieht vor, dass Zustellermässigungen für 

"abonnierte Tages- und Wochenzeitungen der Regional- und Lokalpresse" 

gewährt werden. Wann eine Zeitung als "abonniert" gilt, definiert auch die 

Ausführungsbestimmung nicht näher (vgl. Art. 36 Abs. 1 Bst. a VPG). Glei-

ches galt bereits für die früheren Art. 15 Abs. 1 des Postgesetzes vom 

30. April 1997 (aPG) in der Fassung vom 1. Januar 1998 (AS 1997 2455) 

bzw. Art. 15 Abs. 2 (Ingress) aPG in der Fassung vom 1. Januar 2008 

(AS 2007 5645 f.). 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 10 

7.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat die genannten Bestimmungen in 

mehreren konkreten Anwendungsfällen ausgelegt und in der Folge kon-

stant festgehalten, dass mit dem Begriff "abonniert" ein Abonnementsver-

hältnis im engeren Sinn gemeint ist, das heisst der Abschluss eines ent-

geltlichen individuellen Abonnementsvertrages zwischen einer Zeitung ei-

nerseits und einem einzelnen Abonnenten bzw. Empfänger andererseits 

(Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-386/2013 vom 30. Oktober 

2013 E. 7, A-469/2013 vom 27. September 2013 E. 3.4 S. 7, A-6523/2008 

vom 12. Mai 2009 E. 8.5 S. 18 und A-3066/2008 vom 9. Oktober 2008 

E. 6.5, ferner A-6600/2008 vom 6. Juli 2009 E. 4.5 S. 13 und A-5541/2008 

vom 2. Juli 2009 E. 4.5). 

7.3 Die Beschwerdeführerin stellt nicht primär diese Rechtsprechung in 

Frage, sondern macht vor allem geltend, der vorliegend zu beurteilende 

Sachverhalt sei anders gelagert als namentlich der Fall "Limmatwelle"; die 

dazu entwickelte Rechtsprechung sei nicht auf die Titel Arena Alva und 

Pöschtli übertragbar. Dies ist nachfolgend zu prüfen. 

8.  

8.1 Die Zustellung der zwischen den Parteien umstrittenen Exemplare der 

Zeitungen Arena Alva und Pöschtli erfolgt aufgrund von Kollektivabonne-

menten, die jeweils auf einer Vereinbarung zwischen der betroffenen Ge-

meinde einerseits und der Beschwerdeführerin andererseits beruhen. Die 

einzelnen Zustellungsempfänger sind nicht als Partei am Vertrag beteiligt 

und können dementsprechend weder das Abonnement kündigen noch 

selbständig über dessen Verlängerung entscheiden. Es handelt sich daher 

entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin bei einem Kollektiv- oder 

Gemeindeabonnement nicht um eine Vielzahl von einzelnen Abonnemen-

ten, sondern um ein einziges. 

Daran ändert auch der Hinweis auf die WEMF-Auflagebeglaubigungen 

(vgl. Stellungnahmen der Beschwerdeführerin vom 8. August 2013, 

Rz. 12) nichts, da diese nicht in erster Linie die Anzahl Abonnemente aus-

weisen, sondern vielmehr die Auflage (Anzahl Exemplare). Die Auflage der 

(Einzel-)Abonnemente wird als separate Kategorie der Gesamtauflage 

ausgewiesen (vgl. je Beschwerdebeilage 13). Für die als solche beglaubig-

ten Exemplare (2'366 der Arena Alva bzw. 1'621 des Pöschtlis gemäss den 

WEMF-Auflagebeglaubigungen vom 20. November 2012) werden von der 

Vorinstanz (seit dem Ergehen der Wiedererwägungsverfügungen) denn 

auch Zustellermässigungen gewährt. 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 11 

8.2 Ebenso wenig werden die betreffenden Zeitungen jedem einzelnen 

Empfänger (einzig) aufgrund seines freiwilligen Entschlusses zugestellt. 

Zwar kann jeder Empfänger, sofern er Stimmbürger der entsprechenden 

Gemeinde ist, seine Stimme an der Gemeindeversammlung abgeben, falls 

über den Abschluss, die Verlängerung oder die Auflösung des Kollektiva-

bonnements abgestimmt wird. Den Entscheid darüber fällt jedoch nicht je-

der Empfänger selbst, sondern die Mehrheit der an der Gemeindever-

sammlung teilnehmenden Stimmberechtigten. Diese beschliesst für die 

ganze (ständige) Wohnbevölkerung, also auch über die Zustellung der Zei-

tungen an diejenigen, welche gegen das Kollektivabonnement votiert oder 

sich nicht an der Abstimmung beteiligt haben (welches Verhalten nicht 

ohne Weiteres als konkludente oder stillschweigende Zustimmung zum 

Kollektivabonnement verstanden werden kann), sei es aus freiem Willen 

oder mangels Stimmberechtigung. Von einem freiwilligen Empfang kann 

nur dann gesprochen werden, wenn jeder Empfänger für sich allein ent-

scheiden kann, ob er die Zeitung abonnieren will oder nicht, unabhängig 

von weiteren Personen (und deren Stimmverhalten anlässlich einer Ge-

meindeversammlung). 

Die von der Beschwerdeführerin eingereichten Dokumente, eine Vereinba-

rung zwischen ihr und der Gemeinde Flims vom 30. Oktober 2001 betref-

fend die Arena Alva sowie ein undatiertes "Statut für die Trägerschaft der 

Lokalzeitung 'Pöschtli'", sehen denn auch vor, dass die Zeitungen "allen 

ständig bewohnten Haushaltungen" der Gemeinde zugestellt werden, das 

Pöschtli darüber hinaus "einem Drittel aller Ferienwohnungen", entspre-

chend "der durchschnittlichen Jahresbelegung". 

An der fehlenden Freiwilligkeit des Abonnements vermag im Übrigen auch 

der Umstand nichts zu ändern, dass jeder einzelne Empfänger auf die Zu-

stellung der Zeitung verzichten kann, etwa indem er an seinem Briefkasten 

einen entsprechenden Vermerk anbringt. Denn dadurch wird bloss auf die 

Entgegennahme der Zeitung verzichtet, nicht aber das (mit der Gemeinde 

abgeschlossene) Abonnementsverhältnis aufgelöst. Massgebend ist aber 

ohnehin, dass das Abonnementsverhältnis freiwillig eingegangen wird und 

nicht, dass auf die Zustellung der Zeitung verzichtet werden kann. Im Wei-

teren ist der Sachverhalt aufgrund der vorhandenen Akten genügend er-

stellt. Auf die Befragung der angebotenen Zeugen kann deshalb in antizi-

pierter Beweiswürdigung verzichtet werden (vgl. dazu Urteile des Bundes-

verwaltungsgerichts A-1053/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 3 und 

A-2897/2014 vom 10. November 2014 E. 4.1). 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 12 

8.3 Damit fehlt es im Fall der Zeitungen Arena Alva und Pöschtli betreffend 

den noch strittigen Teil der Gesamtauflage am Vorliegen von Abonnemen-

ten im engeren Sinn, wie es Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG und Art. 36 Abs. 1 

Bst. a VPG – gemäss der dargelegten Rechtsprechung (vgl. E. 7.2) – als 

Voraussetzung für die Gewährung von Zustellermässigungen vorsehen. 

9.  

Zu prüfen bleibt, ob es sich vorliegend aufgrund der konkreten Verhältnisse 

rechtfertigt, mit Blick auf den Zweck der Presseförderung ausnahmsweise 

vom Erfordernis eines Abonnementsverhältnisses im engeren Sinn abzu-

sehen, macht doch die Beschwerdeführerin sinngemäss geltend, gerade 

bei der Arena Alva und dem Pöschtli handle es sich um Titel, die nach der 

Intention des Gesetzgebers bzw. dem Sinn und Zweck der Presseförde-

rung von dieser sollten profitieren können. 

9.1 Die indirekte Presseförderung in Form ermässigter Beförderungstarife 

dient im Allgemeinen der Erhaltung einer vielfältigen und unabhängigen 

Presse im demokratie- und staatspolitischen Interesse, das heisst im Inte-

resse der Information und pluralistischen Meinungsbildung. Der verbilligte 

Zeitungstransport soll die Abonnierung und die regelmässige Lektüre von 

Zeitungen und Zeitschriften und damit den Fortbestand einer vielfältigen 

vom Leser gewünschten und mitgetragenen Presse erleichtern. Sinn der 

gesetzlichen Ordnung bzw. der Presseförderung ist es, der Presse die Er-

füllung ihrer im allgemeinen Interesse liegenden Aufgabe zu ermöglichen. 

Gefördert werden soll eine inhaltlich vielfältige Presse, die zur pluralisti-

schen Meinungsbildung beiträgt (vgl. BVGE 2013/54 E. 5.3.2 m.w.H.; fer-

ner Urteile des Bundesgerichts 2C_1034/2013, 2C_1125/2013 und 

2C_1189/2013 vom 25. September 2014 E. 7.1). 

9.2  

9.2.1 Was die Unabhängigkeit der Herausgeberin des Presseerzeugnisses 

anbelangt, kann es entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin für die 

Beantwortung der vorliegend zu klärenden Frage nicht von wesentlicher 

Bedeutung sein, ob im Einzelfall die Gemeindeversammlung, die Gemein-

deexekutive oder sogar nur ein einzelnes Mitglied derselben über den Ab-

schluss des Kollektivabonnements entscheidet. Massgebend ist, dass eine 

solche Vereinbarung gestützt auf einen (einzigen) Beschluss eines einzel-

nen Organs zustande kommt. Denn zumindest die finanzielle Unabhängig-

keit des Verlages wird durch eine möglichst diversifizierte Finanzierung mit 

einer Vielzahl von verschiedenen einzelnen, zahlenden Abonnenten (im 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 13 

engeren Sinn) gewährleistet, nicht (allein) durch die Mehrheit der Empfän-

ger der Zeitung. Die Einnahmen sollen aus möglichst vielen verschiedenen 

Quellen stammen, damit jene sich nicht wesentlich verringern, wenn diese 

oder einige wenige versiegen. Aber auch die publizistische Unabhängigkeit 

einer Zeitung hängt nicht nur von der Freiheit von staatlicher (oder privater) 

Einflussnahme ab, sondern massgeblich auch von der finanziellen Unab-

hängigkeit, da nicht auf die Befindlichkeiten von aufgrund des Umfangs ih-

rer Geldleistungen einflussreichen Geldgebern Rücksicht genommen wer-

den muss (vgl. Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-481/2013 vom 

7. November 2013 E. 4.5 S. 9, A-386/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 8 und 

A-3066/2008 vom 9. Oktober 2008 E. 6.2.2 S. 11). 

Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin wird das Entgelt für die Zu-

stellung der Zeitung im Falle eines Kollektivabonnements nicht von den 

einzelnen Empfängern geleistet, sondern von der Gemeinde. Die Finanzie-

rung erfolgt zwar mit Steuergeldern; Steuern werden jedoch auch von ju-

ristischen Personen und unabhängig vom Entscheid über ein Kollektiva-

bonnement geschuldet und erhoben. Zudem variiert die Höhe der zu zah-

lenden Steuern entsprechend der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des 

Besteuerten stark, was zur Folge hat, dass im Ergebnis – anders als bei 

Einzelabonnementen – nicht jeder Leser und Steuerzahler gleich viel für 

die Zustellung der Zeitung bezahlt. Abgesehen davon bezahlen schliess-

lich (mit Ausnahme einer allfälligen minimalen Kopfsteuer) nicht alle Ein-

wohner Steuern. Umgekehrt ist die Steuerpflicht – auch bei natürlichen 

Personen – nicht an die Stimmberechtigung geknüpft. Daher kann auch 

nicht gesagt werden, jeder einzelne Empfänger bezahle die Abonnements-

kosten indirekt. 

9.2.2 Im Falle eines Kollektivabonnements einer Gemeinde besteht für die 

Zeitung stets eine beträchtliche finanzielle Unsicherheit und Abhängigkeit, 

da nach einem (einzigen) negativen Entscheid des zuständigen Gemein-

deorgans auf einmal alle Empfänger, denen die Zeitung aufgrund des Kol-

lektivabonnements zugestellt wird, und dementsprechend ein grosser, al-

lenfalls existenzieller Teil der Einnahmen wegfiele. Davon betroffen wäre 

nicht bloss die Entschädigung für das Abonnement, sondern auch der Erlös 

aus dem Verkauf von Inseraten und Anzeigen, da jener naturgemäss von 

der Auflage bzw. den Leserzahlen abhängt. Dass der wegfallende Betrag 

in der Folge durch neu abgeschlossene Einzelabonnemente kompensiert 

würde, ist selbst unter Berücksichtigung des deutlich höheren Ertrags (pro 

Exemplar) aus Einzelverkäufen sehr unwahrscheinlich. Dafür in Frage kä-

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 14 

men naheliegenderweise von vornherein nur die in der Gemeindever-

sammlung unterlegene Minderheit sowie Personen, die an jener nicht teil-

genommen haben. Es ist nicht anzunehmen, dass ein Grossteil von diesen 

ein wesentlich teureres und erst noch vom Empfänger selbst zu bezahlen-

des Einzelabonnement abschliessen würde, zumal die Gemeinde gewähr-

leisten müsste, dass die amtlichen Publikationen der Bevölkerung auf an-

dere Weise mitgeteilt würden. 

9.2.3 Eine Vielzahl von einzelnen, selbst bezahlenden Abonnenten garan-

tiert demgegenüber eine finanzielle Diversifizierung und damit eine ge-

wisse Kontinuität, da die Auflösung eines oder weniger Abonnemente kei-

nen substantiellen Einfluss auf die ökonomische Lage der Herausgeberin 

der Zeitung hat. Jedes Abonnement stellt letztlich einen Schritt in eine grös-

sere finanzielle und regelmässig auch publizistische Unabhängigkeit dar, 

welche umso grösser ist, je höher die Zahl der Abonnenten ausfällt (vgl. 

Urteile des Bundesgerichts 2C_1034/2013, 2C_1125/2013 und 

2C_1189/2013 vom 25. September 2014 E. 7.1). 

9.3 Mit der Zustellermässigung sollen sodann die regelmässige Lektüre 

von Zeitungen sowie die Gewinnung und Bindung von Lesern gefördert 

und damit der Fortbestand einer vielfältigen von den Lesern gewünschten 

und mitgetragenen Presse erleichtert werden (vgl. Urteile des Bundesge-

richts 2C_1034/2013, 2C_1125/2013 und 2C_1189/2013 vom 25. Septem-

ber 2014 E. 7.1 m.H. auf BGE 120 Ib 142 E. 3c/bb sowie Urteile des Bun-

desverwaltungsgerichts A-386/2013 vom 30. Oktober 2013 E. 3.3 und 

A-469/2013 vom 27. September 2013 E. 3.4 S. 6), womit wiederum deren 

Unabhängigkeit gestärkt wird. Bezahlt der einzelne Zustellungsempfänger 

die Kosten für die Zeitung selbst, wird er diese nur abonnieren, wenn er sie 

regelmässig zu lesen beabsichtigt, womit eine Leserbindung entsteht. An-

ders verhält es sich dagegen, wenn die Abonnementskosten mit Mitteln 

aus dem Gemeindeetat bestritten werden. Mangels Einsparung oder Rück-

erstattung des Abonnementpreises direkt beim bzw. an den Leser im Falle 

eines Zustellungsverzichts dürfte es in der Praxis nur selten zu einem sol-

chen kommen, aber nicht wenige Empfänger geben, welche die Zeitung 

zwar erhalten, sie jedoch nicht (regelmässig) lesen oder zumindest keine 

Leserbindung entwickeln. 

9.4 Ferner hat die Rechtsprechung festgehalten, das Vorliegen eines ent-

geltlichen Abonnementsvertrages stelle überdies ein formales, durch die 

zuständige Behörde einfach zu kontrollierendes Erfordernis dar, welches 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 15 

eine verpönte staatliche Inhaltskontrolle weitgehend erübrige und stattdes-

sen an den bekundeten Willen der Abonnenten, das heisst an deren inhalt-

liche Beurteilung des Pressetitels anknüpfe (BGE 120 Ib 142 E. 3c/cc; Ur-

teile des Bundesverwaltungsgerichts A-386/2013 vom 30. Oktober 2013 

E. 3.3, A-469/2013 vom 27. September 2013 E. 3.4 und A-3066/2008 vom 

9. Oktober 2008 E. 5.1 S. 8). 

Diese Ausführungen treffen auf Einzelabonnemente zu, da diesfalls jeder 

einzelne Abonnent mit dem Abschluss des Abonnements seinen (freien) 

Willen bekundet, die Zeitung empfangen und (in der Regel) lesen zu wollen 

sowie bereit zu sein, dafür ein Entgelt zu leisten. Bei einem Kollektivabon-

nement können dagegen keine Rückschlüsse auf die Akzeptanz des Pres-

seerzeugnisses beim einzelnen Empfänger gezogen werden, sondern le-

diglich auf das Stimmverhalten der an der Gemeindeversammlung teilneh-

menden Mehrheit. Bei Einzelabonnementen kann zudem – anders als im 

Falle eines Kollektivabonnements – jederzeit allein aufgrund der Anzahl 

Abonnementsverhältnisse festgestellt werden, wie vielen Empfängern die 

Zeitung (abonniert) zugestellt wird und welche Anzahl Exemplare dement-

sprechend entschädigungsberechtigt sind. 

9.5 Die Beschwerdeführerin macht schliesslich geltend, bei den Kollektiva-

bonnementen handle es sich – anders als im "Limmatwelle"-Fall (vgl. dazu 

Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-3066/2008 vom 9. Oktober 2008 

E. 7.1) – um Verträge zugunsten Dritter im Sinne von Art. 112 des Obliga-

tionenrechts (OR, SR 220), "da die Stimmbürger, das heisst die Leser und 

Empfänger der Zeitung, an den entsprechenden Gemeindeversammlun-

gen selbständig die Zustellung des Titels gefordert haben" (Beschwerden 

vom 29. Januar 2012 [recte: 2013], Rz. 15). Einen Vertrag zugunsten eines 

Dritten kann man indessen begriffsnotwendigerweise nicht für sich selbst 

abschliessen. Auch andernorts widerspricht sich die Beschwerdeführerin, 

wenn sie ausführt, die Empfänger selbst seien Partei des Abonnements-

verhältnisses, was eben nichts anderes bedeuten würde, als dass gerade 

kein Vertrag zugunsten Dritter vorliegt. 

Im Falle einzelner und persönlicher Geschenkabonnemente rechtfertigt es 

sich, die entsprechenden Zeitungsexemplare auch als "abonniert" im Sinne 

der Rechtsprechung zu behandeln (so wohl auch Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-3066/2008 vom 9. Oktober 2008 E. 7.1, ferner BGE 120 Ib 

142 E. 3c/ee). Dies sah auch Art. 58 Abs. 1 Bst. a der Vollziehungsverord-

nung I vom 1. September 1967 zum Bundesgesetz betreffend den Post-

verkehr (VV I zum PVG; AS 1967 1405) noch ausdrücklich vor, welcher für 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 16 

"die eigentlichen abonnierten Blätter, d.h. Veröffentlichungen, die aufgrund 

eines Abonnementsvertrages versandt werden", zwar bestimmte, dass der 

Bezüger "grundsätzlich den Abonnementspreis selber" entrichte, jedoch 

"durch Dritte bezahlte Abonnemente" als zulässig erklärte, "sofern es sich 

um einzelne persönliche Geschenkabonnemente […] handelt" (vgl. dazu 

auch Urteile des Bundesgerichts 2C_1034/2013, 2C_1125/2013 und 

2C_1189/2013 vom 25. September 2014 E. 5.2). Das Vorliegen einer sol-

chen Konstellation ist für Kollektivabonnemente von Gemeinden jedoch 

grundsätzlich (und jedenfalls hier) zu verneinen. Von einzelnen persönli-

chen Geschenkabonnementen kann keine Rede sein, werden die Exemp-

lare der Zeitungen Arena Alva und Pöschtli, die aufgrund eines Kollektiva-

bonnements zugestellt werden, doch flächendeckend an alle bewohnten 

Haushaltungen der Gemeinden verteilt. 

9.6 Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass auch die Berücksichti-

gung der konkreten Verhältnisse des Einzelfalls (bzw. der beiden Einzel-

fälle) ergibt, dass die aufgrund von Gemeindekollektivabonnementen zu-

gestellten Exemplare der Arena Alva und des Pöschtlis nicht "abonniert" 

(im engeren Sinne) sind, weshalb die Beschwerdeführerin insoweit und im 

Einklang mit der bisherigen Rechtsprechung keine Zustellermässigungen 

im Sinne von Art. 16 Abs. 4 Bst. a PG und Art. 36 Abs. 1 Bst. a VPG bean-

spruchen kann. 

10.  

Die Beschwerdeführerin rügt – unabhängig von der materiellen Beurteilung 

der Kollektivabonnemente – eine unzulässige Praxisänderung durch die 

Vorinstanz. Die bis zum Inkrafttreten der neuen gesetzlichen Regelung zu-

ständige Schweizerische Post (nachfolgend: Post) habe einen Anspruch 

auf Presseförderung für die Titel Arena Alva und Pöschtli stets auch im 

Falle der Gemeindeabonnemente bejaht. Die gesetzlichen Grundlagen für 

die indirekte Presseförderung hätten jedoch inhaltlich nicht geändert, wes-

halb die unter diesen Umständen geltenden strengen Voraussetzungen für 

eine Änderung der Praxis nicht erfüllt seien. 

10.1 Hat nicht der Gesetzgeber die rechtlichen Grundlagen entsprechend 

angepasst, ist eine Praxisänderung aufgrund der Grundsätze der Rechts-

gleichheit und der Rechtssicherheit nur statthaft, wenn die neue Lösung 

besserer Erkenntnis des Gesetzeszwecks (sog. ratio legis), veränderten 

äusseren Verhältnissen oder einer gewandelten Rechtsanschauung ent-

spricht; andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten. Eine Praxisän-

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 17 

derung muss sich demnach auf ernsthafte sachliche Gründe stützen kön-

nen, die – vor allem im Interesse der Rechtssicherheit – umso gewichtiger 

sein müssen, je länger die als falsch oder nicht mehr zeitgemäss erachtete 

Rechtsanwendung gehandhabt wurde (BGE 140 II 334 E. 8, 139 IV 62 

E. 1.5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_274/2013 vom 14. November 2014 

E. 4.5 [zur Publikation vorgesehen]). Die Änderung muss grundsätzlich er-

folgen. Es darf sich nicht bloss um eine singuläre Abweichung handeln, 

sondern die neue Praxis muss für die Zukunft wegleitend sein für alle 

gleichartigen Sachverhalte. Im Weiteren muss das Interesse an der richti-

gen Rechtsanwendung gegenüber demjenigen an der Rechtssicherheit 

überwiegen (zum Ganzen Urteile des Bundesverwaltungsgerichts 

A-1878/2014 vom 28. Januar 2015 E. 3.4.2 und A-4913/2013 vom 23. Ok-

tober 2014 E. 5.2.8.2, je m.w.H.). 

Im Falle einer Praxisänderung müssen die genannten Grundsätze jedoch 

nur beachtet werden, wenn die gleiche Verwaltungsbehörde oder das glei-

che Gericht zu einer neuen Einsicht in Bezug auf das materielle Recht ge-

langt und gestützt auf die geänderte Erkenntnis entscheidet (vgl. Urteile 

des Bundesverwaltungsgerichts A-1878/2014 vom 28. Januar 2015 

E. 3.4.3, B-3920/2011 vom 29. Januar 2013 E. 4.2 und D-1341/2009 vom 

28. Februar 2012 E. 5.3; ferner betreffend das Rechtsgleichheitsgebot 

BGE 138 I 321 E. 5.3.6). Ausnahmsweise sind auch zwei unterschiedliche 

Verwaltungsbehörden zur Gleichbehandlung verpflichtet, wenn sie dem 

gleichen Verwaltungsträger angehören und über die gleiche Kognition ver-

fügen bzw. wenn eine der Behörden sich in einer ähnlichen Lage befindet, 

wie wenn sie beide Entscheide selbst zu treffen hätte (z.B. als Aufsichts-

behörde; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-573/2013 vom 29. No-

vember 2013 E. 6.2 m.w.H.). 

10.2 Da früher die Post für die Beurteilung von Gesuchen um Presseförde-

rung zuständig war, handelt es sich bei der Vorinstanz nicht um dieselbe 

Behörde, welche der Beschwerdeführerin für deren Titel Arena Alva und 

Pöschtli in der Vergangenheit auch hinsichtlich der Kollektivabonnemente 

der Gemeinden Zustellermässigungen gewährte. Aus Sicht der Beschwer-

deführerin ist es zwar verständlich, dass ein gewisses Vertrauen in die bis-

herige Praxis der Behörde besteht. Deswegen ist jedoch nicht ausge-

schlossen, dass eine aufgrund einer gesetzlichen Neugestaltung neu zu-

ständige Behörde in ihrer Beurteilung zum Ergebnis gelangt, in begründe-

ter Weise von der Praxis ihrer Vorgängerbehörde abzuweichen (Urteil des 

Bundesverwaltungsgerichts A-573/2013 vom 29. November 2013 E. 6.2). 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 18 

Die Vorinstanz hatte gute Gründe, die angesprochene Praxis der zuvor zu-

ständigen Post nicht zu übernehmen bzw. weiterzuführen. Wie aufgezeigt 

wurde, hat die Vorinstanz für die Zeitungen Arena Alva und Pöschtli zu 

Recht keine Presseförderung zugesprochen, was die Kollektivabonne-

mente anbelangt, und damit die im "Limmatwelle"-Urteil des Bundesver-

waltungsgerichts begründete und seither mehrmals bestätigte Rechtspre-

chung umgesetzt. Damit stützt sich die "Praxisänderung" ohne Weiteres 

auf ernsthafte und sachliche Gründe (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

1P.349/2003 vom 27. Oktober 2003 E. 2). Im Übrigen stellt eine geänderte 

Erkenntnis einer Behörde, die auf einem rechtskräftigen Entscheid einer 

übergeordneten (Rechtsmittel-)Instanz basiert, ohnehin keine Praxisände-

rung im Sinne der verwaltungsrechtlichen Rechtsprechung dar, die nur un-

ter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist (Urteil des Bundesverwal-

tungsgerichts A-1878/2014 vom 28. Januar 2015 E. 3.4.3 m.H.). 

Ferner gibt es keine Anhaltspunkte, dass die Vorinstanz die neue Praxis 

nicht konsequent und in grundsätzlicher Weise zu befolgen beabsichtigt, 

und die Interessen an einer korrekten Rechtsanwendung überwiegen vor-

liegend die Interessen an der Rechtssicherheit. Dies umso mehr, als die – 

auch nach dem am 9. Oktober 2008 ergangenen "Limmatwelle"-Urteil – 

von der Post aufrecht erhaltene (sowie dem genannten Entscheid und der 

konstanten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts widerspre-

chende) Praxis lediglich einen verhältnismässig kurzen Zeitraum betraf. 

10.3 Zusammengefasst liegt keine Praxisänderung im verwaltungsrechtli-

chen Sinn vor, für welche die von der Rechtsprechung entwickelten 

Grundsätze zu beachten sind; aber selbst wenn diese zu berücksichtigen 

gewesen wären, hätte sie die Vorinstanz nicht verletzt, da sie sachliche 

Gründe für eine Abweichung von der bisherigen Praxis der Post hatte. 

11.  

Die Beschwerdeführerin beantragt im Eventualantrag die Rückweisung der 

Angelegenheit an die Vorinstanz zur Sachverhaltsfeststellung und Neube-

urteilung. Nach dem Ausgeführten besteht dazu jedoch kein Anlass. Die 

Beschwerden erweisen sich als unbegründet und sind daher abzuweisen, 

soweit das Verfahren nicht als gegenstandslos abgeschrieben werden 

kann. 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 19 

12.  

12.1  

12.1.1 Nachdem bereits bei der Festlegung der Kostenvorschüsse berück-

sichtigt wurde, dass in den Verfahren A-468/2013 und A-476/2013 diesel-

ben Rechtsfragen zu beantworten sind und sich deshalb insgesamt der 

Aufwand reduziert, sind die Verfahrenskosten – den eingeholten Vorschüs-

sen entsprechend – auf Fr. 2'000.– festzusetzen (Art. 1 ff. des Reglements 

vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bun-

desverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). 

12.1.2 Die Vorinstanz hat ihre angefochtenen Verfügungen aus besserer 

Erkenntnis aufgrund der Urteile des Bundesgerichts 2C_1034/2013, 

2C_1125/2013 und 2C_1189/2013 vom 25. September 2014 in Wiederer-

wägung gezogen, weshalb sie die teilweise Gegenstandslosigkeit des Ver-

fahrens zu vertreten hat. In diesem Umfang ist die Beschwerdeführerin als 

obsiegend zu betrachten (vgl. Art. 5 VGKE). Im Übrigen gilt sie als unter-

liegend, nachdem die Beschwerden – soweit sie noch materiell zu beurtei-

len waren – abzuweisen sind. 

12.1.3 Aufgrund dieses Verfahrensausgangs rechtfertigt es sich, der Be-

schwerdeführerin die Hälfte der Verfahrenskosten, entsprechend 

Fr. 1'000.–, aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dieser Betrag ist aus den 

von ihr geleisteten Kostenvorschüssen in der Höhe von insgesamt 

Fr. 2'000.– zu beziehen. Der Restbetrag von Fr. 1'000.– ist der Beschwer-

deführerin zurückzuerstatten. 

Die Vorinstanz trägt trotz ihres partiellen Unterliegens keine Verfahrens-

kosten (Art. 63 Abs. 2 VwVG). 

12.2 Die teilweise obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine 

reduzierte Parteientschädigung (Art. 64 Abs. 1 VwVG, Art. 7 Abs. 1 und 2 

sowie Art. 15 VGKE). Mangels Einreichung einer Honorarnote ist sie von 

Amtes wegen zu bestimmen und auf Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und Mehr-

wertsteuer) festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE; zur Verpflichtung des 

Rechtsvertreters, gegebenenfalls unaufgefordert eine Kostennote einzu-

reichen, vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_421/2011 vom 9. Januar 2012 

E. 9.3 und Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-5014/2013 vom 2. Sep-

tember 2014 E. 7.3). 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 20 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Verfahren A-468/2013 und A-476/2013 werden unter erstgenannter 

Geschäfts-Nummer vereinigt. 

2.  

Die Beschwerden werden abgewiesen, soweit das Verfahren nicht als ge-

genstandslos abgeschrieben wird. 

3.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 2'000.– festgesetzt und im Umfang 

von Fr. 1'000.– der Beschwerdeführerin auferlegt. Dieser Betrag wird den 

Kostenvorschüssen entnommen. Der Restbetrag von Fr. 1'000.– wird der 

Beschwerdeführerin nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils 

zurückerstattet. Sie hat dem Bundesverwaltungsgericht hierzu einen Ein-

zahlungsschein zuzustellen oder ihre Kontonummer bekannt zu geben. 

4.  

Die Vorinstanz wird verpflichtet, der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils eine reduzierte Parteientschädigung 

in der Höhe von Fr. 2'500.– (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) zu bezah-

len. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. 352/1000341215; Einschreiben) 

– das Generalsekretariat UVEK (Gerichtsurkunde) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Jürg Steiger Oliver Herrmann 

A-468/2013, A-476/2013 

Seite 21 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-

legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichts-

gesetzes [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-

schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: