# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e2ee3003-3210-55d3-b352-2f4033ab13ba
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-08-17
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 17.08.2018 SB180303
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB180303_2018-08-17.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: SB180303-O/U/jv 
 

Mitwirkend: die Oberrichter Dr. iur. F. Bollinger, Präsident, lic. iur. Ch. Prinz und 

lic. iur. B. Gut sowie die Gerichtsschreiberin lic. iur. S. Leuthold 

Beschluss vom 17. August 2018 

 

in Sachen 

 

A._____,  
Beschuldigte und Berufungsklägerin 

 

verteidigt durch Rechtsanwältin MLaw X._____ 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl,  
Anklägerin und Berufungsbeklagte 

 

betreffend Sachentziehung 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich,  
3. Abteilung - Einzelgericht, vom 16. April 2018 (GG180017) 
 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung - Einzelgericht, 

vom 16. April 2018 (Urk. 40), welches den Parteien gleichentags mündlich 

eröffnet und schriftlich im Dispositiv übergeben wurde (vgl. Prot. I S. 17 f.), liess 

die Beschuldigte mit Eingabe vom 23. April 2018 fristgerecht Berufung anmelden 

(Urk. 42). Das begründete Urteil (Urk. 44) wurde der Verteidigung der 

Beschuldigten in der Folge am 18. Juli 2018 zugestellt (Urk. 46/2).  

2. Innert der Frist von Art. 399 Abs. 3 StPO wurde keine Berufungserklärung 

beim hiesigen Gericht eingereicht. Da die Einreichung einer Berufungserklärung 

praxisgemäss eine Gültigkeitsvoraussetzung darstellt und bei deren Nicht-

einreichung auf die Einholung von Stellungnahmen im Sinne von Art. 403 Abs. 2 

StPO verzichtet werden kann (ZR 110/2011 Nr. 69), ist auf die Berufung gestützt 

auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO nicht einzutreten. 

3. Im Rechtsmittelverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe 

ihres Obsiegens oder Unterliegens. Das Nichteintreten auf das Rechtsmittel der 

Beschuldigten kommt einem Unterliegen gleich (Art. 428 Abs. 1 StPO), weshalb 

die Kosten des Berufungsverfahrens der Beschuldigten aufzuerlegen sind. Die 

Gerichtsgebühr ist praxisgemäss auf Fr. 600.– festzusetzen.  

4. Aufwendungen für das Berufungsverfahren sind nicht ersichtlich, weshalb 

keine Entschädigungen zuzusprechen sind. 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Berufung der Beschuldigten vom 23. April 2018 wird nicht 

eingetreten.  

2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–. 

3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Beschuldigten auferlegt.  

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4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an 

− die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten  
− die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl 
− RA Y._____, … [Adresse], im Doppel für sich und zuhanden des 

Privatklägers B._____ 

 sowie nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmittelfrist resp. Erledigung 

allfälliger Rechtsmittel an die Vorinstanz.  

6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Straf-
sachen erhoben werden. 

Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, von der Zustellung der vollständigen, 
begründeten Ausfertigung an gerechnet, bei der Strafrechtlichen Abteilung 

des Bundesgerichtes (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundes-

gerichtsgesetzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. 

Die Beschwerdelegitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen 

richten sich nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichts-

gesetzes. 

 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Strafkammer 

 
 

Zürich, 17. August 2018 
 
 

Der Präsident: 
 
 
 

Dr. iur. F. Bollinger 
 

Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 

lic. iur. S. Leuthold 
 

 
 

	Beschluss vom 17. August 2018
	1. Auf die Berufung der Beschuldigten vom 23. April 2018 wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–.
	3. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden der Beschuldigten auferlegt.
	4. Es werden keine Entschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an
	 die Verteidigung im Doppel für sich und zuhanden der Beschuldigten
	 die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl
	 RA Y._____, … [Adresse], im Doppel für sich und zuhanden des Privatklägers B._____

	6. Gegen diesen Entscheid kann bundesrechtliche Beschwerde in Strafsachen erhoben werden.