# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cc374521-a2e5-5b2b-ba19-d58534ae25c8
**Source:** Zug (ZG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-16
**Language:** de
**Title:** Zug Verwaltungsgericht Sozialversicherungsrechtliche Kammer 16.08.2021 S 2019 151
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZG_Verwaltungsgericht/ZG_VG_001_S-2019-151_2021-08-16.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS ZUG

SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHE KAMMER

Mitwirkende Richter: lic. iur. Gisela Bedognetti-Roth, Vorsitz
lic. iur. Jacqueline Iten-Staub und MLaw Ines Stocker
Gerichtsschreiberin: MLaw Andrea Henggeler

U R T E I L  vom 16. August 2021 [rechtskräftig]
gemäss § 29 der Geschäftsordnung

in Sachen

B.________
Beschwerdeführer
vertreten durch RA A.________

gegen

Suva, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern
Beschwerdegegnerin 
vertreten durch RA Dr. iur. D.________

betreffend

Unfallversicherung
(Leistungen)

S 2019 151

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Urteil S 2019 151

A. a) B.________, geb. 1956, war für die C.________ GmbH tätig und in dieser 
Eigenschaft bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er 
sich am 16. Oktober 2018 beim Festhalten eines zurückschnellenden Plastikrohrs die linke 
Schulter verdrehte (Suva-act. 1). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht für die Folgen 
des Ereignisses und erbrachte die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Heilbehandlung 
und Taggeld; Suva-act. 20). Am 1. Februar 2019 erfolgte ein operativer Eingriff an der 
linken Schulter (Bf-act. 9).

b) Die Suva tätigte verschiedene Abklärungen in sachverhaltlicher und medizinischer 
Hinsicht und stellte mit Verfügung vom 6. Mai 2019 fest, dass es sich beim Ereignis vom 
16. Oktober 2018 weder um einen Unfall noch um eine unfallähnliche Körperschädigung 
handle und kündigte an, die Versicherungsleistungen per 31. Mai 2019 einzustellen (Suva-
act. 54). Mit Eingabe vom 6. Juni 2019 liess der Versicherte dagegen Einsprache erheben 
(Suva-act. 62).

c) Mit Verfügung vom 7. August 2019 zog die Suva ihre Verfügung vom 6. Mai 2019 
zurück und führte zur Begründung aus, mit der Operation vom 1. Februar 2019 seien laut 
Beurteilung des Kreisarztes keine Unfallfolgen mehr behandelt worden. Dennoch habe die 
Suva die Kosten dafür übernommen. Spätestens nach acht Wochen seit dem Ereignis sei-
en die Beschwerden gestützt auf die ärztliche Beurteilung nicht mehr unfallbedingt. Aus 
diesem Grund schliesse sie den Fall per 31. Mai 2019 ab und lehne den Anspruch auf 
weitere Versicherungsleistungen ab. Sie stelle die bisherigen Versicherungsleistungen 
(Taggeld und Heilkosten) auf diesen Zeitpunkt ein (Suva-act. 76).

d) Am 19. August 2019 liess der Versicherte gegen die Verfügung vom 7. August 
2019 Einsprache erheben (Suva-act. 77). Mit Einspracheentscheid vom 26. September 
2019 (BF-act. 1) wies die Suva die Einsprache ab und legte zur Begründung im 
Wesentlichen dar, dass spätestens acht Wochen nach dem Unfall keine Unfallfolgen mehr 
bestanden hätten. Aus diesem Grund habe die Suva ihre Leistungen zu Recht per 31. Mai 
2019 eingestellt.

B. Mit Beschwerde vom 28. Oktober 2019 an das Verwaltungsgericht liess der 
Beschwerdeführer die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 26. September 2019 
beantragen. Die Suva sei zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen aus UVG 
(Taggelder und Heilbehandlungskosten) über den 31. Mai 2019 hinaus zuzusprechen, 
unter o/e-Kostenfolge. Ausserdem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung und in der 

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Urteil S 2019 151

Person seines Rechtsvertreters ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu gewähren. Zur 
Begründung liess der Beschwerdeführer darlegen, er habe am 16. Oktober 2018 einen 
Unfall erlitten, bei dem die Supraspinatussehne gerissen sei. Diese Verletzung sei die 
Ursache für die Operation gewesen, nicht die angeblichen und bestrittenen degenerativen 
Veränderungen. Auch wenn er solche degenerativen Veränderungen aufgewiesen hätte, 
seien diese nicht kausal für die Operation gewesen, da diese bis anhin keine 
Beschwerden verursacht hätten und ohne Unfall stumm geblieben wären. Die Suva habe 
nicht bewiesen, dass der Beschwerdeführer ohne Unfall nicht mehr an Beschwerden 
leiden würde und diese die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigen würden. Entsprechend 
habe sie über den 31. Mai 2019 hinaus ihre gesetzlich vorgesehenen Leistungen zu 
erbringen. Im Bestreitungsfalle werde die Durchführung einer medizinischen Expertise 
angeregt.

C. Mit Vernehmlassung vom 28. Januar 2020 liess die Suva die Abweisung der 
Beschwerde beantragen und zur Begründung darlegen, gemäss Kreisarzt Dr. E.________ 
seien die bildgebend beschriebenen Befunde degenerativer Natur und es sei davon 
auszugehen, dass der Beschwerdeführer am 16. Oktober 2018 eine Schulterdistorsion 
erlitten habe. Da eine solche ohne strukturell nachweisbaren Schaden erfahrungsgemäss 
innerhalb von acht Wochen ausheile und die Schulterprothesen-Implantation nicht 
aufgrund von Unfallfolgen, sondern aufgrund der degenerativen Veränderungen indiziert 
gewesen sei, stehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass die unfallbedingten 
Ursachen (d.h. vorliegend die Schulterdistorsion ohne strukturelle Verletzung) ihre kausale 
Bedeutung für die geklagten Beschwerden acht Wochen nach dem Unfall verloren gehabt 
hätten. Demzufolge erweise sich die Leistungseinstellung als rechtens und mit dem 
massgebenden Beweisrecht als ohne Weiteres vereinbar.

D. In der Folge liess sich der Beschwerdeführer innert der für die Einreichung einer 
Replik angesetzten Frist nicht mehr vernehmen.

E. Mit Präsidialverfügung vom 30. März 2020 wurde dem Beschwerdeführer für das 
vorliegende Verfahren eine unentgeltliche Rechtsverbeiständung in der Person seines 
Rechtsvertreters bewilligt.

F. Am 17. Juni 2021 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers seine 
Kostennote ein.

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Das Verwaltungsgericht erwägt:

1.
1.1 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles 
grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids (in 
casu 26. September 2019) eingetretenen Sachverhalt ab (vgl. auch BGE 121 V 362 
E. 1b). Dabei sind in zeitlicher Hinsicht diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der 
Verwirklichung des zu Rechtsfolgen führenden Sachverhalts in Geltung standen (BGE 130 
V 445 E. 1.2.1).

1.2 Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 bzw. am 9. November 2016 
verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die 
Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) und der Verordnung über die Unfallversicherung 
(UVV; SR 832.202) in Kraft getreten. Das hier zu beurteilende Ereignis hat sich am 
16. Oktober 2018 ereignet, weshalb – entsprechend den allgemeinen 
übergangsrechtlichen Regeln – die am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Normen auf den 
vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

1.3 Am 1. Januar 2021 sind die am 21. Juni 2019 verabschiedeten geänderten Be-
stimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Kraft getreten. Artikel 82a ATSG sieht vor, 
dass für im Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 21. Juni 2019 beim 
erstinstanzlichen Gericht hängige Beschwerden das bisherige Recht gilt. Im vorliegend zu 
beurteilenden Fall beschwerte sich der Versicherte mit Beschwerde vom 28. Oktober 2019 
(Poststempel), weshalb die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen des ATSG 
auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.

2. Das Verwaltungsgericht beurteilt als einzige kantonale Instanz Beschwerden aus 
dem Bereich der Sozialversicherung (Art. 57 ATSG i.V.m. § 77 Abs. 1 des 
Verwaltungsrechtspflegegesetzes [VRG; BGS 162.1] sowie § 4 Abs. 1 lit. b der kantonalen 
Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung [BGS 842.5]). Die 
örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist vorliegend gestützt auf Art. 58 Abs. 2 
ATSG – Zuständigkeit am Sitz der letzten schweizerischen Arbeitgeberin des im Ausland 

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wohnhaften Beschwerdeführers – gegeben, arbeitete der im Ausland wohnhafte 
Beschwerdeführer doch zuletzt für die C.________ GmbH in Liquidation in F.________ 
(ZG). Die Suva erliess den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid am 
26. September 2019, sodass die dagegen am 28. Oktober 2019 der Post übergebene 
Beschwerde unter Berücksichtigung von Art. 38 Abs. 3 ATSG als rechtzeitig i.S.v. Art. 60 
Abs. 1 ATSG zu qualifizieren ist. Sie entspricht auch den übrigen formellen 
Anforderungen, weshalb sie zu prüfen ist. Die Beurteilung erfolgt auf dem Zirkulationsweg 
gemäss § 29 der Geschäftsordnung des Verwaltungsgerichtes (GO VG; BGS 162.11).

3.
3.1 Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt 
– die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 
Berufskrankheiten gewährt.

3.2 Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die 
zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise 
arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie Anspruch auf ein Taggeld (Art. 16 Abs. 1 UVG). 
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie 
Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, 
wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 
Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige 
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem 
Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen im Regelfall dahin (Art. 
19 Abs. 1 UVG).

3.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, 
dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, 
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen 
Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene 
Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur 
gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für 
die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall 
die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass 
das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder 
geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit anderen 
Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche 

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Störung entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 
Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der ihm obliegenden 
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 
Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 
177 E. 3.1). 

3.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass 
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater 
Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als 
adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von 
der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2). Mit der Theorie des 
adäquaten Kausalzusammenhangs wird dem rechtlich bestehenden Bedürfnis nach 
Eingrenzung und Auswahl von Tatsachen aus der natürlichen Kausalkette Rechnung 
getragen (BGE 123 V 98 E. 3b). Der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs als 
einer Rechtsfrage kommt somit die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 117 V 
369 E. 4a; 115 V 133 E. 7).

3.5 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt, wenn der Unfall nicht mehr die 
natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also letzterer 
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall 
bestanden hat (status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem 
schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder 
später eingestellt hätte (status quo sine), erreicht ist (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b 
mit Hinweisen). Auch das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten 
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss ebenfalls mit dem im 
Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 9 E. 3c/aa). Da es sich 
hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende 
Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher 
Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim 
Unfallversicherer (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2 mit Hinweisen).

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3.6 Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben 
worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 
der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die 
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 122 V 157 E. 1c mit 
Hinweisen; 125 V 351 E. 3a; 134 V 231 E. 5.1).

Rechtsprechungsgemäss gilt, dass auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte 
Beweiswert zukommt, sofern sie schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in 
sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen 
(BGE 125 V 351 E. 3b/ee; BGer 8C_620/2009 vom 26. Oktober 2009 E. 4.2.1 mit 
Hinweisen).

Ein medizinischer Aktenbericht ist schliesslich zulässig, wenn die Akten ein vollständiges 
Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten 
unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss lückenlos vorliegen, damit der Experte 
imstande ist, sich auf Grund der vorhandenen Unterlagen ein gesamthaft lückenloses Bild 
zu verschaffen (BGer 8C_826/2008 vom 2. April 2009 E. 5.2 mit Hinweisen).

4. Unbestrittenerweise handelt es sich beim Ereignis vom 16. Oktober 2018 um 
einen Unfall im Sinne des gesetzlichen Unfallbegriffs, für dessen gesundheitliche Folgen 
die Suva grundsätzlich leistungspflichtig ist. Dieser Pflicht ist die Suva denn auch 
nachgekommen (vgl. Suva-act. 20). Streitig und zu prüfen ist jedoch, ob die Suva auch 
über den 31. Mai 2019 hinaus leistungspflichtig ist bzw. ob sie die 
Versicherungsleistungen zu Recht per diesem Datum eingestellt hat. Den Akten ist zum 
Unfallereignis und zu dessen Folgen im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

4.1 Am 17. Oktober 2018 wurde eine Echographie der linken Schulter des 
Beschwerdeführers durchgeführt und als Indikation ein Trauma angegeben. Die 
Untersuchung ergab eine als vollständig erscheinende Ruptur ("rupture paraissant totale") 
der Supraspinatussehne und eine mögliche ("possible") Fissur der Sehne der 
Infraspinatussehne (Suva-act. 4).

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4.2 Am 5. Dezember 2018 liess der Beschwerdeführer einen Arthroscanner der linken 
Schulter durchführen (Suva-act. 22), der eine transfixierende Ruptur der linken 
Schultermanschette mit Ursprung in der Supraspinatussehne ("rupture transfixante de la 
coiffe de l'épaule gauche à point de départ le tendon susépineux") ergab. Die lange 
Bicepssehne scheine aufgefasert, jedoch nicht rupturiert.

4.3 In seinem Bericht vom 18. Januar 2019 (Suva-act. 29) führte der behandelnde 
Arzt Dr. G.________, chirurgie orthopédique et traumatologique, aus, der 
Beschwerdeführer habe ihn aufgesucht, um sich wegen seiner chronischen Schmerzen in 
der nicht-dominanten linken Schulter beraten zu lassen. Der von ihm verordnete CT-Scan 
zeige eine massive posterosuperiore Läsion ("lésion massive postéro supérieure") und 
eine vollständige Exzentrierung des Humeruskopfes (Humeruskopfhochstand) mit 
Acetabulisation ("excentration complète de la tête avec acétabulisation"). Bei der 
klinischen Untersuchung habe er unter anderem eine skapulo-thorakale Dyskinesie 
festgestellt. Die Abklärung des Ellenbogens und der Halswirbelsäule seien unauffällig und 
die neurologische Untersuchung normal gewesen. Um eine funktionelle und schmerzfreie 
Schulter wiederzuerlangen, sei die Durchführung einer Arthroplastik mittels inverser 
Schulterprothese ("arthroplastie totale inversée") indiziert.

In seinem Bericht vom 5. April 2019 (Suva-act. 41) führte Dr. G.________ des Weiteren 
aus, der Beschwerdeführer habe ihn aufgesucht, um sich bezüglich Schmerzen in seiner 
nicht-dominanten linken Schulter nach einem Arbeitsunfall beraten zu lassen. Der von ihm 
verordnete CT-Scan zeige eine massive posterosuperiore Läsion ("lésion massive postéro 
supérieure") und eine vollständige Exzentrierung des Humeruskopfes mit Acetabulisierung 
("excentration complète de la tête avec acétabulisation"). Bei der klinischen Untersuchung 
habe er unter anderem eine skapulo-thorakale Dyskinesie festgestellt. Die Abklärung des 
Ellenbogens und der Halswirbelsäule seien unauffällig und die neurologische 
Untersuchung normal gewesen. Um eine funktionelle und schmerzfreie Schulter 
wiederzuerlangen, sei die Durchführung einer Arthroplastik mittels inverser 
Schulterprothese ("arthroplastie totale inversée") indiziert.

4.4 Am 1. Februar 2019 wurde der Beschwerdeführer operiert und es wurde eine 
Arthroplastik mittels inverser Schulterprothese eingesetzt (BF-act. 9).

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4.5 In seinem Bericht vom 5. April 2019 (Suva-act. 41) führte der Hausarzt des 
Beschwerdeführers, Dr. H.________, spécialiste en médecine générale, maître de stage, 
aus, der Beschwerdeführer habe sich nach dem Arbeitsunfall vom 16. Oktober 2018 mit 
akuten Schmerzen im linken Schultergelenk mit Einschränkung aller Skapulagelenkampli-
tuden, insbesondere in der Innenrotation, bei ihm vorgestellt. Physiotherapie und 
medikamentöse Behandlung hätten keine Linderung gebracht, sodass eine Überweisung 
an einen orthopädischen Chirurgen notwendig geworden sei, der am 1. Februar 2019 eine 
Operation durchgeführt habe.

4.6 Am 2. Mai 2019 (Suva-act. 52) führte Kreisarzt Dr. med. E.________, M.Sc. Fach-
arzt für Chirurgie, aus, der von Dr. G.________ am 18. Januar 2019 erhobene Befund 
(massive Läsion posterosuperior und eine komplett exzentrische Humeruskopfstellung mit 
Acetabulumsituation) entspreche einer Listendiagnose gemäss Art. 6 Abs. 2 lit. f UVG. 
Aufgrund der vorhandenen Bildgebung und Berichterstattung von Dr. G.________ sei es 
jedoch überwiegend wahrscheinlich, dass diese Listendiagnose auf Abnutzung 
zurückzuführen sei. Die Dauer der Anamnese, der Hinweis auf chronische 
Schulterschmerzen und auch die Humeruskopfdezentrierung seien eindeutige Indikatoren 
dafür, dass die Operation (inverse Schulterprothese am 1. Februar 2019) nicht mit dem 
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das gemeldete Ereignis vom 
16. Oktober 2018 zurückgeführt werden könne.

In der ärztlichen Beurteilung vom 30. Juli 2019 (Suva-act. 73) legte der Kreisarzt 
Dr. E.________ dar, der Unfall vom 16. Oktober 2018 habe mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zu keinen zusätzlichen objektivierbaren strukturellen Läsionen geführt. 
Insbesondere der Schaden, welcher am 1. Februar 2019 operiert worden sei, sei nicht mit 
dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis 
vom 16. Oktober 2018 zurückzuführen. Sonographisch scheine die Supraspinatussehne 
rupturiert zu sein (Untersuchung vom 17. Oktober 2018). Zusätzlich sei eine mögliche 
Fissur der Sehne des Infraspinatus beschrieben worden. Die Rotatorenmanschettenruptur 
links am Sehnenabgang des Supraspinatus sei am 5. Dezember 2018 mittels CT bestätigt 
worden. Hier scheine auch die lange Bicepssehne schon aufgefasert, ohne Ruptur. Im 
Bericht von Dr. G.________ vom 18. Januar 2018 werde nicht nur eine erhebliche 
posterosuperiore Manschettenläsion, sondern auch ein Humeruskopfhochstand mit 
Acetabulisation beschrieben. In Zusammenschau mit dem Alter des Beschwerdeführers, 
dem Beschwerdebild und unter Berücksichtigung der Dauer der Beschwerden sowie der 
Läsionen sei als Lösung nur die Arthroplastik mittels inverser Schulterprothese in Frage 

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gekommen. Aus diesem Bericht von Dr. G.________ gehe in zweifacher Hinsicht hervor, 
dass der Beschwerdeführer schon länger an Beschwerden in der linken Schulter gelitten 
habe. Hinzu komme, dass der Entscheid für eine inverse Schulterprothese nicht einfach 
wegen einer Rotatorenmanschettenruptur getroffen worden sei, sondern die 
Gesamtsituation mit Humeruskopfhochstand (welcher ebenfalls einen schon länger 
andauernden degenerativen Prozess beweise) zur Indikationsstellung beigetragen habe. 
Vorliegend könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer am 
16. Oktober 2018 eine Schulterdistorsion erlitten habe. Die bildgebend beschriebenen 
Befunde seien degenerativer Natur. Eine Schulterdistorsion ohne strukturell 
nachweisbaren Schaden heile erfahrungsgemäss innerhalb von acht Wochen aus. Die 
Schulterprothesen-Implantation sei nicht aufgrund von Unfallfolgen indiziert, sondern den 
degenerativen Veränderungen geschuldet gewesen.

In seinem Bericht vom 27. August 2019 (Suva-act. 82) führte Dr. E.________ aus, der 
Unfall habe überwiegend wahrscheinlich zu keinen zusätzlichen strukturellen Läsionen 
geführt, welche objektivierbar seien. Insbesondere der Schaden, der am 1. Februar 2018 
operiert worden sei, sei nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 16. Oktober 2018 zurückzuführen. 
Sonographisch scheine die Supraspinatussehne rupturiert zu sein (Untersuchung vom 
17. Oktober 2018). Zusätzlich sei eine mögliche Fissur der Sehne des Infraspinatus 
beschrieben worden. Es sei unmöglich, dass sich der von Dr. G.________ beschriebene 
Befund in einem so kurzen Zeitraum von vier Monaten zwischen dem Unfall und der 
Operation entwickelt habe. Es spiele zudem keine Rolle, ob der Beschwerdeführer schon 
vor dem Unfallereignis Beschwerden gehabt habe oder nicht. Es könne davon 
ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer am 16. Oktober 2018 eine 
Schulterdistorsion erlitten habe, als ein etwa 20 cm durchmessendes Plastikrohr 
zurückgeschnellt sei und er versucht habe, dieses festzuhalten. Die bildgebend 
beschriebenen Befunde seien degenerativer Natur. Eine Schulterdistorsion ohne 
strukturell nachweisbaren Schaden heile erfahrungsgemäss innerhalb von acht Wochen 
aus. Die Schulterprothesen-Implantation sei nicht aufgrund von Unfallfolgen indiziert 
gewesen, sondern sei den degenerativen Veränderungen geschuldet.

5. Die Suva stellte ihre Leistungen per 31. Mai 2019 ein und führte zur Begründung 
aus, zu diesem Zeitpunkt würden keine Unfallfolgen mehr vorliegen. Gleichzeitig wies sie 
darauf hin, sie habe die Kosten der Operation vom 1. Februar 2019 übernommen, obwohl 
die damit behandelten Pathologien nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 

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16. Oktober 2018 zurückzuführen seien. Demgegenüber ist der Beschwerdeführer der 
Ansicht, die Suva müsse auch über den 31. Mai 2019 hinaus Leistungen erbringen.

Zur Begründung verwies die Suva auf die Beurteilungen ihres Kreisarztes Dr. E.________. 
Dieser habe in seinem Bericht vom 2. Mai 2019 ausgeführt, überwiegend wahrscheinlich 
seien die durch die Operation behandelten Schäden "auf Abnutzung" zurückzuführen. Die 
Dauer der Anamnese, der Hinweis auf chronische Schulterschmerzen und auch die 
Humeruskopfdezentrierung seien eindeutige Indikatoren dafür. Am 30. Juli 2019 legte 
Dr. E.________ dar, der Beschwerdeführer habe am 16. Oktober 2018 mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit eine Schulterdistorsion ohne objektivierbare strukturelle Läsionen 
erlitten. Die bildgebend beschriebenen Befunde seien degenerativer Natur. Eine 
Schulterdistorsion ohne strukturell nachweisbaren Schaden heile erfahrungsgemäss 
innerhalb von acht Wochen aus. Die Schulterprothesen-Implantation vom 1. Februar 2019 
sei somit überwiegend wahrscheinlich aufgrund degenerativer Veränderungen und nicht 
aufgrund von Unfallfolgen indiziert gewesen. Schliesslich wies Dr. E.________ am 
27. August 2019 darauf hin, der von Dr. G.________ beschriebene Befund könne sich 
unmöglich in dem kurzen Zeitraum von vier Monaten zwischen dem Unfall und der 
Operation entwickelt haben. Es spiele zudem keine Rolle, ob der Beschwerdeführer schon 
vor dem Unfallereignis Beschwerden gehabt habe oder nicht.

Der behandelnde Chirurge Dr. G.________ erwähnte in seinem Bericht vom 18. Januar 
2019, dass ihn der Beschwerdeführer aufgesucht habe, um sich wegen seiner 
chronischen Schmerzen in der nicht-dominanten linken Schulter beraten zu lassen. In 
seinem Bericht vom 5. April 2019 erwähnte Dr. G.________ als Konsultationsgrund 
Schmerzen in der nicht-dominanten linken Schulter nach einem Arbeitsunfall (das Wort 
"chronisch" wird nicht mehr erwähnt). Der Hausarzt Dr. H.________ führte in seinem 
Bericht vom 5. April 2019 aus, der Beschwerdeführer habe vor dem Unfall nie über 
Schulterbeschwerden links geklagt und sich bei ihm danach unter anderem wegen akuter 
Schmerzen im linken Schultergelenk vorgestellt. Der Hinweis von Dr. G.________ 
betreffend chronische Schmerzen (Bericht vom 18. Januar 2019) bzw. seine Begründung 
der Operationsindikation insbesondere mit der Beschwerdedauer (… "la durée d'évolution" 
…; Bericht vom 5. April 2019) lässt das vom Beschwerdeführer wiederholt bekräftigte 
Nichtvorliegen von Beschwerden vor dem Unfall (vgl. beispielsweise Suva-act. 40) als 
unglaubwürdig erscheinen. Aus diesem Grund vermag der Beschwerdeführer aus dem 
Umstand, dass im zweiten Bericht von Dr. G.________ das Wort "chronisch" weggelassen 
wird, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Zu diesen Berichten ist festzuhalten, dass die 

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Hinweise, wonach der Beschwerdeführer vor dem Unfall nie über Schulterbeschwerden 
geklagt habe bzw. wonach diese nach Arbeitsunfall aufgetreten seien, als rein zeitlicher 
Natur zu interpretieren sind. Es lässt sich den erwähnten Berichten der Dres. G.________ 
und H.________ nämlich nicht entnehmen, dass sie von einer natürlichen Kausalität 
ausgehen und die operativ behandelten Schäden implizit als unfallbedingt erachten. 
Lediglich der Vollständigkeit halber ist deshalb in diesem Zusammenhang zu erwähnen, 
dass der Beschwerdeführer selbst bei einer allfälligen Bejahung einer Unfallkausalität 
durch die beiden Ärzte (was jedoch wie bereits erwähnt nicht der Fall ist) nichts zu seinen 
Gunsten abzuleiten vermöchte. Die Hinweise, wonach der Beschwerdeführer vor dem 
Unfall nie über Schulterbeschwerden geklagt habe bzw. wonach diese nach Arbeitsunfall 
aufgetreten seien, vermögen nämlich keine Unfallkausalität darzulegen. Eine solche 
Argumentation würde auf den beweisrechtlich unzulässigen Schluss “post hoc, ergo 
propter hoc“ hinauslaufen, was zum Nachweis eines natürlichen Kausalzusammenhangs 
praxisgemäss unzureichend ist (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb; EVG U 413/04 vom 
29. März 2005 E. 2.1 und viele weitere). Schliesslich sind die – ohnehin keine konkreten 
Ausführungen zum streitigen Kausalzusammenhang zwischen den operativ behandelten 
Schäden und dem Unfall enthaltenden – Berichte von Dr. H.________ und 
Dr. G.________ je vom 5. April 2019 im Lichte der höchstrichterlichen Rechtsprechung, 
wonach behandelnde Ärzte und Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 
Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 
351 E. 3b/cc mit weiteren Hinweisen), mit Vorbehalt zu würdigen und auch deshalb nicht 
geeignet, Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der kreisärztlichen Beurteilung 
zu erwecken.

Es bleibt somit festzuhalten, dass aufgrund der medizinischen Aktenlage und dabei 
insbesondere mit Blick auf die nachvollziehbar begründeten, sämtliche Vorakten 
berücksichtigenden und insgesamt die höchstrichterlichen Anforderungen an den 
Beweiswert medizinischer Berichte (vgl. E. 3.6 hiervor) erfüllenden Beurteilungen des 
Kreisarztes Dr. E.________ davon auszugehen ist, dass das Ereignis vom 16. Oktober 
2018 zu keinen strukturellen Läsionen, sondern lediglich zu einer vorübergehenden 
Beschwerdesymptomatik an der linken Schulter (Schulterdistorsion) geführt hat und 
spätestens nach acht Wochen der Zustand erreicht worden ist, der sich – in Anbetracht 
der bildgebend beschriebenen degenerativen Vorzustände – auch ohne das vorliegend in 
Frage stehende Ereignis eingestellt hätte. Inwiefern der Kreisarzt nicht als 
unvoreingenommen bezeichnet werden soll, ist nicht ersichtlich und wird vom 
Beschwerdeführer auch nicht konkret und schlüssig dargelegt. Insbesondere begründete 

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Urteil S 2019 151

der Kreisarzt unter Bezugnahme auf die klinisch und bildgebend erhobenen Befunde in 
überzeugender Weise, dass keine strukturell nachweisbare Unfallfolge vorliegen würde 
und die Operation vom 1. Februar 2019 zur Behebung eines unfallfremden degenerativen 
Vorzustandes gedient habe. Es liegen keine ärztlichen Stellungnahmen in den Akten, die 
der kreisärztlichen Beurteilung in begründeter Weise entgegenstehen. Schliesslich bleibt 
der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass die Suva mit ihrer Leistungserbringung 
keinen unfallkausalen Riss der Supraspinatussehne anerkannt hat. Demzufolge erweist 
sich die Leistungseinstellung der Suva per 31. Mai 2019 als rechtens.

6. Führen die von Amtes wegen vorzunehmenden Abklärungen die Verwaltung und/ 
oder das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, ein bestimmter 
Sachverhalt sei überwiegend wahrscheinlich und weitere Beweismassnahmen könnten an 
diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, kann auf die Abnahme weiterer 
Beweise in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 122 V 157 E. 1d).

Der Beschwerdeführer beantragt eventualiter die Einholung eines gerichtlichen 
Gutachtens zur Frage der Unfallkausalität der Schulterverletzung und des Ausmasses der 
Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit. Angesichts der klaren Rechtslage (Erreichen des 
Status quo sine bzw. Fehlen von Unfallfolgen nach acht Wochen seit dem Unfallereignis) 
kann darauf verzichtet werden.

7. Es bleibt mithin festzuhalten, dass das Ereignis vom 16. Oktober 2018 zu keinen 
strukturellen Läsionen, sondern lediglich zu einer vorübergehenden 
Beschwerdesymptomatik an der linken Schulter geführt hat und spätestens nach acht 
Wochen der Zustand erreicht worden ist, der sich angesichts der degenerativen 
Vorzustände auch ohne den Unfall eingestellt hätte. Der medizinische Sachverhalt erweist 
sich als genügend abgeklärt, sodass sich weitere Begutachtungen erübrigen. Da über den 
31. Mai 2019 hinaus keine Unfallfolgen mehr objektiviert werden können und somit der 
Status quo sine erreicht worden ist, ist die Suva für die vom Beschwerdeführer geltend 
gemachten Beschwerden nicht mehr leistungspflichtig. Die Beschwerde erweist sich 
insgesamt als unbegründet und ist daher vollumfänglich abzuweisen.

8. Das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht ist kostenlos und eine 
Parteientschädigung ist – bei vollständigem Unterliegen – nicht zuzusprechen (vgl. Art. 61 
lit. a und lit. g ATSG). Dem obsiegenden Sozialversicherer ist in Übereinstimmung mit 

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Urteil S 2019 151

Art. 61 lit. g ATSG – welcher nur für die obsiegende Beschwerde führende Partei eine Ent-
schädigung vorsieht – keine Parteientschädigung zuzusprechen.

Der vom Beschwerdeführer beigezogene unentgeltliche Rechtsbeistand ist für seinen Auf-
wand angemessen aus der Staatskasse zu entschädigen (§ 27 Abs. 3 VRG), wobei nur 
der notwendige Aufwand berücksichtigt werden kann. 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers macht in seiner Kostennote vom 17. Juni 
2021 einen Stundenaufwand von insgesamt 9,18 Stunden und Barauslagen von 
Fr. 170.50 geltend (act. 15), was als angemessen erscheint. Er ist allerdings darauf 
hinzuweisen, dass der Stundenansatz für die unentgeltliche Rechtsverbeiständung 
praxisgemäss Fr. 220.– beträgt. Dies ergibt für das vorliegende Verfahren einen 
Entschädigungsanspruch für den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers von Fr. 2'358.75 
(Honorar 9,18 Std. à Fr. 220. – = Fr. 2'019.60 zuzüglich Barauslagen von Fr. 170.50 und 
7,7 % MWST von Fr. 168.65).

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Urteil S 2019 151

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:
__________________________________

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

RA A.________ wird mit Fr. 2'358.75 (inkl. MWST und Auslagen) aus der 
Staatskasse entschädigt.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der schriftlichen Eröffnung 
beim Schweizerischen Bundesgericht in Luzern Beschwerde in öffentlich-recht-
lichen Angelegenheiten eingereicht werden.

5. Mitteilung an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (im Doppel), an die 
Rechtsvertreterin der Suva (im Doppel) und an das Bundesamt für Gesundheit, 
Bern.

Zug, 16. August 2021

Im Namen der
SOZIALVERSICHERUNGSRECHTLICHEN KAMMER
Die Vorsitzende

Die Gerichtsschreiberin

versandt am