# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 993e9769-e14b-547e-9661-9af85b85b53e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-19
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Strafrecht 19.10.2022 470 2022 122 (470 22 122)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_004_470-2022-122_2022-10-19.pdf

## Full Text

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Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, vom 
19. Oktober 2022 (470 22 122) 
____________________________________________________________________ 
 
 
 
Strafprozessrecht 
 
 
Nichtanhandnahme des Verfahrens 
 
 
Besetzung Präsident Dieter Eglin, Richter Daniel Häring (Ref.),  

Richter Stephan Gass; Gerichtsschreiber Bryan Smith 
 

 
Parteien A.____,  

Beschwerdeführer 
  

 

gegen 
 

 Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft,  
Hauptabteilung Allgemeine Delikte,  
Grenzacherstrasse 8, Postfach, 4132 Muttenz,  
Beschwerdegegnerin 
 

B.____,  
Beschuldigte 
 

C.____,  
Beschuldigter 

  
 

Gegenstand Nichtanhandnahme des Verfahrens 
Beschwerde gegen die Verfügung der Staatsanwaltschaft Basel-
Landschaft vom 4. August 2022 

 
 
 

 
 
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A. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Allgemeine Delikte (nachfol-
gend: Staatsanwaltschaft), nahm das Verfahren MU1 22 2089 gegen B.____ (nachfolgend: Be-
schuldigte) und C.____ (nachfolgend: Beschuldigter) sowie unbekannt betreffend Amtsmiss-
brauch, einfache Körperverletzung und Verleumdung mit Verfügung vom 4. August 2022 nicht 
anhand.  

 
B. Am 8. August 2022 reichte A.____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) gegen die vorge-
nannte Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft eine Beschwerde beim Kantons-
gericht Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht (nachfolgend: Kantonsgericht), ein, worin er 
sinngemäss die Weiterführung des Strafverfahrens gegen die Beschuldigten wegen des Tatbe-
standes des Amtsmissbrauchs beantragte.  
 
Auf die Begründung dieser Beschwerde sowie der weiteren Eingaben und Anträge der Parteien 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen des vorliegenden Beschlusses einge-
gangen.  
 
C. Mit Verfügung des Kantonsgerichts vom 9. August 2022 wurde das schriftliche Ver-
fahren angeordnet und der Staatsanwaltschaft sowie den Beschuldigten eine Frist zur Er-
stattung einer Stellungnahme angesetzt. 

 
D. Mit Schreiben vom 16. August 2022 teilte der Beschuldigte mit, dass er auf eine Stel-
lungnahme verzichte.  

 
E. Die Staatsanwaltschaft erstattete am 19. August 2022 eine Stellungnahme, worin sie 
die Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers begehr-
te.  

 
F. Mit kantonsgerichtlicher Verfügung vom 26. August 2022 wurden die Eingaben der 
Staatsanwaltschaft sowie des Beschuldigten untereinander ausgetauscht und den weiteren Par-
teien zur Kenntnis zugestellt. Weiter wurde festgestellt, dass die Beschuldigte auf eine (fakulta-
tive) Stellungnahme verzichtet hat und der Schriftenwechsel wurde geschlossen.  
 
Erwägungen 
I. Formelles 
1.  
1.1. Nach Art. 310 Abs. 2 der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO, SR 312.0) 
i.V.m. Art. 322 Abs. 2 StPO sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 396 Abs. 1 StPO kann 
gegen Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft innert zehn Tagen Beschwerde 
bei der Beschwerdeinstanz eingereicht werden. Die sachliche Zuständigkeit der Dreierkammer 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, als Beschwerdeinstanz ergibt sich 
aus Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO i.V.m. § 15 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen 
Strafprozessordnung (EG StPO, SGS 250).  
 

 
 
 

 
 
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1.2. Zur Beschwerde legitimiert sind die Parteien, sofern sie ein rechtlich geschütztes Inte-
resse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides haben (Art. 382 Abs. 1 
StPO). Ebenso sind die vermeintlich geschädigten Personen zur Beschwerde berechtigt, sofern 
sie sich zur Frage der Konstituierung als Partei im Verfahren nicht äussern konnten (BGE 141 
IV 380, E. 2.2). Das Rechtsschutzinteresse muss dabei im Zeitpunkt des Entscheids über die 
Beschwerde noch aktuell sein, was etwa dann zu verneinen ist, wenn eine Verfügung oder Ver-
fahrenshandlung vor dem Beschwerdeentscheid aufgehoben wurde oder sie im fraglichen Pro-
zessstadium nicht mehr korrigiert werden kann (GUIDON, Die Beschwerde gemäss Schweizeri-
scher Strafprozessordnung, Zürich/St. Gallen 2011, N 244).  
 
1.3. Gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO können Rechtsverletzungen, die falsche Feststellung des 
Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden. Da mit der Beschwerde alle Mängel des 
angefochtenen Entscheids geltend gemacht werden können, verfügt die Rechtsmittelinstanz 
über volle Kognition (GUIDON, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 393 N 15). In der Be-
schwerde ist anzugeben, welche Punkte des Entscheides angefochten werden, welche Gründe 
einen anderen Entscheid nahe legen und welche Beweismittel angerufen werden (Art. 385 
Abs. 1 StPO).  
 
2.  
2.1. Mit Eingabe vom 8. August 2022 hat der Beschwerdeführer die Beschwerdefrist von 
10 Tagen gewahrt. Als hypothetische Partei weist er ein aktuelles Rechtsschutzinteresse auf 
und ist mithin zur Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung der Staatsanwaltschaft 
vom 4. August 2022, welche ein taugliches Anfechtungsobjekt darstellt, legitimiert.  
 
2.2. Weil es sich vorliegend um eine Laieneingabe handelt, ist betreffend die Anforde-
rungen an die Form der Beschwerde praxisgemäss ein grosszügiger Massstab anzuwenden. 
Es genügt, wenn die Eingabe den Rechtsstandpunkt bzw. die Argumente des Beschwerde-
führers hinreichend deutlich werden lässt und diese sich in sachlicher sowie gebührender Form 
auf das vorliegende Verfahren beziehen (BGer Urteile 1B_204/2020 vom 22. Dezember 2020, 
E. 3.2; 6B_721/2018 vom 19. November 2018, E. 2.1) Der Beschwerdeführer macht mit Einga-
be von 8. August 2022 unter Angabe verschiedener Gründe geltend, der Tatbestand des 
Amtsmissbrauchs sei vorliegend erfüllt. Sodann geht aus der Beschwerdeschrift auch hervor, 
dass sich die Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 4. August 2022 als unrichtig erweise und 
folglich das Strafverfahren gegen die Beschuldigten weiterzuführen sei. Damit entspricht die 
Eingabe des Beschwerdeführers vom 8. August 2022 mit Blick auf die herabgesetzten Begrün-
dungserfordernisse bei Laienbeschwerden gerade noch den Voraussetzungen von Art. 385 
Abs. 1 StPO, weshalb auf die Beschwerde einzutreten ist. Aufgrund der Rügen des Beschwer-
deführers beschränkt sich die nachstehende materielle Prüfung auf den Tatbestand des Amts-
missbrauchs gemäss Art. 312 des Strafgesetzbuches (StGB, SR 311.0). Hinsichtlich der einfa-
chen Körperverletzung und Verleumdung wird in der Beschwerde nicht mehr vorgebracht, das 
Verfahren sei in Bezug auf diese Delikte weiterzuführen.  
 
 

 
 
 

 
 
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II. Materielles 
1. 
1.1. Die Staatsanwaltschaft führt in ihrer Nichtanhandnahmeverfügung vom 4. August 2022 
zusammengefasst aus, dass der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 9. Juni 2022 eine Straf-
anzeige gegen die beiden Beschuldigten sowie gegen weitere, nicht namentlich genannte Per-
sonen des Schulrates X.____ wegen Amtsmissbrauchs, Verleumdung und Körperverletzung 
eingereicht habe. Der Beschwerdeführer habe in der Strafanzeige erklärt, dass er als Musikleh-
rer an der Musikschule X.____ seit Dezember 2020 vergeblich versucht habe, Zugang zu den 
Informationen über die Anzahl Neuanmeldungen pro Semester für das Fach akustische Gitarre 
vom Herbstsemester 2016 bis einschliesslich Frühlingssemester 2020 zu erlangen. In der Ver-
weigerung der Herausgabe dieser Angaben sehe er eine Verletzung der ihm zustehenden 
Rechte. Das Zurückhalten der Informationen habe ihn enorm belastet, weshalb er seit Dezem-
ber 2020 krankgeschrieben sei. Die Beschuldigte habe mit ihrem Schreiben vom 11. August 
2021, wonach die aufsichtsrechtliche Beschwerde beim Regierungsrat als erledigt zu betrach-
ten sei, weil der Beschwerdeführer bereits die gewünschten Zahlen vom Schulleiter erhalten 
hatte, weder Zwang ausgeübt noch eine hoheitliche Verfügung erlassen. Es bestünden auch 
keinerlei Hinweise darauf, dass die Beschuldigte in unrechtmässiger Vorteils- oder Schädi-
gungsabsicht gehandelt habe. Der Beschwerdeführer mache sodann geltend, es sei ihm durch 
den Beschuldigten eine Aufstockung des Arbeitspensums verweigert worden, obschon es hier-
für in den Jahren 2017 bis 2020 genügend Anmeldungen von Schülerinnen und Schülern zum 
Gitarrenunterricht gegeben habe. Weil durch Passivität kein Zwang ausgeübt werden könne 
und der Beschuldigte keine hoheitliche Verfügung erlassen habe, liege klarerweise kein Amts-
missbrauch vor. Der Tatbestand sei ausserdem dahingehend einschränkend auszulegen, als 
ein rechtswidriges Handeln von Behörden in Form von fehlerhaften Urteilen oder Verfügungen 
nicht a priori strafbar sei. Solche Rechtsakte seien durch ein entsprechendes Rechtsmittel zu 
korrigieren. Selbst wenn die Vergabe des Arbeitspensums vorliegend vertragswidrig erfolgt wä-
re, sei dies eindeutig nicht als Amtsmissbrauch zu werten. Daher werde das Verfahren in An-
wendung von Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO nicht anhand genommen. 
 
1.2. In seiner Beschwerde vom 8. August 2022 macht der Beschwerdeführer im Wesentli-
chen geltend, der Tatbestand des Amtsmissbrauchs sei nachweislich erfüllt. Der Schulleiter 
habe auf die erste Anfrage des Beschwerdeführers im Jahr 2017 nach der genauen Anzahl 
Neuanmeldungen pro Semester ohne nennenswerte Begründung geantwortet, dass der Lehrer 
kein Recht auf solche Informationen habe. Dies sei nicht als passives Unterlassen, sondern als 
Erlass einer hoheitlichen Verfügung zu werten, was sich in der aktiven und unbegründeten 
Sperrung des verfassungsrechtlich garantierten Informationszuganges nicht nur für den Lehrer, 
sondern für jede Person manifestiere. Im Dezember 2020 habe der Beschwerdeführer die An-
frage auf Informationszugang auch an den Schulrat geschickt. Obwohl er wiederholt auf das 
Informations- und Datenschutzgesetz hingewiesen habe, habe der Schulratspräsident den An-
trag viele Monate lang vernachlässigt. Der Berufungskläger habe erst im September 2021, nach 
der Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber am 23. Juli 2021, die gewünsch-
ten Informationen erhalten. Die Anfrage aus dem Jahre 2017 hätte innert 30 Tagen beantwortet 
oder die Verweigerung zumindest glaubwürdig begründet werden müssen.  

 
 
 

 
 
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1.3. Mit Stellungnahme vom 19. August 2022 bringt die Staatsanwaltschaft zusammenge-
fasst vor, dass der Tatbestand des Amtsmissbrauchs durch den Schulleiter nicht erfüllt sei, weil 
das Vorenthalten der beantragten Informationen die für einen Amtsmissbrauch erforderliche 
Intensität auch dann nicht erreiche, wenn der Beschwerdeführer grundsätzlich ein Anrecht da-
rauf gehabt hätte. Ausserdem habe der Schulleiter dem Beschwerdeführer die Informationen 
letztlich mitgeteilt. Auch ein Amtsmissbrauch nach den Regeln des Unterlassungsdelikts nach 
Art. 11 StGB komme in casu nicht in Frage, weil hierfür die erforderliche Garantenpflicht fehle. 
Im Weiteren werde auf die Begründung der Nichtanhandnahmeverfügung vom 4. August 2022 
verwiesen.  
 
2. 
2.1. Gemäss Art. 310 Abs. 1 StPO verfügt die Staatsanwaltschaft die Nichtanhandnahme, 
sobald aufgrund der Strafanzeige oder des Polizeirapports feststeht, dass die fraglichen Straf-
tatbestände oder die Prozessvoraussetzungen eindeutig nicht erfüllt sind (lit. a), Verfahrenshin-
dernisse bestehen (lit. b) oder aus den in Art. 8 StPO genannten Gründen auf eine Strafverfol-
gung zu verzichten ist (lit. c). Eine Nichtanhandnahmeverfügung hat zu ergehen, wenn die 
Staatsanwaltschaft allein aufgrund der Ermittlungsergebnisse oder der Strafanzeige die Unter-
suchung nicht eröffnet, da die Führung eines Verfahrens geradezu aussichtslos erscheint. Mit-
hin kommt die Nichtanhandnahme nur in Frage, wenn keine Untersuchungshandlungen vorge-
nommen werden. Dabei ist der Grundsatz "in dubio pro duriore" zu beachten, wonach eine 
Nichtanhandnahme von der Staatsanwaltschaft einzig dann ausgesprochen werden darf, wenn 
es hinreichend klar erscheint, dass der Sachverhalt nicht strafbar ist oder nicht bestraft werden 
kann (OMLIN, Basler Kommentar StPO, 2. A. 2014, Art. 310 N 6 ff.; LANDSHUT/BOSSHARD, Zür-
cher Kommentar StPO, 3. A. 2020, Art. 310 N 1; SCHMID/ JOSITSCH, Praxiskommentar StPO, 
3. A. 2018, Art. 310 N 2; SCHMID/JOSITSCH, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 
3. A. 2017, N 1231).  
 
2.2. Art. 310 Abs. 1 lit. a StPO verlangt, dass der Verzicht auf die Verfahrenseröffnung nur 
dann erfolgt, wenn die fraglichen Straftatbestände eindeutig nicht erfüllt sind. Die Situation 
muss sich demnach so präsentieren, dass gar nie ein Verdacht hätte angenommen werden 
dürfen oder der Anfangsverdacht vollständig entkräftet worden ist. Mithin darf die Nichtanhand-
nahme einzig verfügt werden, wenn mit Sicherheit feststeht, dass der zur Beurteilung stehende 
Sachverhalt unter keinen Straftatbestand fällt. Dies kann beispielsweise bei rein zivilrechtlichen 
Streitigkeiten der Fall sein. Bei blossen Zweifeln, ob ein Straftatbestand vorliegt oder ob der 
Nachweis strafbaren Verhaltens gelingen wird, darf keine Nichtanhandnahme erfolgen, sondern 
ist die Untersuchung zu eröffnen oder der Tatverdacht durch eigene oder polizeiliche Ermittlun-
gen abzuklären (LANDSHUT/BOSSHARD, a.a.O., Art. 310 N 4 f.; OMLIN, a.a.O., Art. 310 N 9; 
SCHMID/JOSITSCH, a.a.O., Art. 310 N 3). Vorliegend ist zu prüfen, ob die Staatsanwaltschaft zu 
Recht davon ausgegangen ist, es hätten keine hinreichenden Anhaltspunkte für die Erfüllung 
des Tatbestandes des Amtsmissbrauchs gemäss Art. 312 StGB vorgelegen, welche die Eröff-
nung eines Strafverfahrens rechtfertigen würden.  
 

 
 
 

 
 
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2.3. Gemäss Art. 312 StGB macht sich des Amtsmissbrauchs schuldig, wer seine Amtsge-
walt missbraucht, um sich oder einem anderen einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen 
oder einem anderen einen Nachteil zuzufügen. Als Täter kommen nur Beamte im Sinne von 
Art. 110 Abs. 3 StGB und Mitglieder von Behörden in Frage. Diese müssen zudem Amtsgewalt 
innehaben bzw. an dieser partizipieren (HEIMGARTNER, Basler Kommentar StGB, 4. A. 2019, 
Art. 312 N 5). Im objektiven Tatbestand wird ein Missbrauch der Amtsgewalt vorausgesetzt. Die 
Amtsgewalt im Sinne von Art. 312 StGB umfasst Machtbefugnisse, also die Berechtigung 
Zwang auszuüben, die dem Amtsträger durch sein Amt verliehen wurden (HEIMGARTNER, 
a.a.O., Art. 312 N 6). Wer die verliehenen Machtbefugnisse unrechtmässig anwendet, indem er 
kraft seines Amtes hoheitliche Verfügungen trifft oder auf andere Art Zwang ausübt, wo dies 
nicht geschehen dürfte, handelt missbräuchlich. Ein Handeln, welches Amtspflichten verletzt, 
die sich aus gesetzlichen Bestimmungen im materiellen Sinn oder aus der Verfassung explizit 
bzw. implizit ergeben, gilt als unrechtmässig (HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 312 N 7). Erfasst sind 
somit regelmässig die widerrechtliche Anordnung von Zwangsmassnahmen wie zum Beispiel 
eine gesetzeswidrige Verbringung auf den Polizeiposten. Allerdings liegt nicht in jeder Amts-
handlung, bei welcher sich im Nachhinein herausstellt, dass die gesetzlichen Voraussetzungen 
nicht vorgelegen haben, ein Amtsmissbrauch. Einerseits kann erst bei einem eigentlichen Er-
messensmissbrauch von einer tatbestandsmässigen Ausübung der Amtsgewalt ausgegangen 
werden, andererseits bedarf es in subjektiver Hinsicht des diesbezüglichen Wissens und der 
unrechtmässigen Handlungsabsicht (HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 312, N 8). Ein Missbrauch der 
Amtsgewalt durch Unterlassen ist in der Regel nicht möglich, weil Zwang grundsätzlich nicht 
durch Passivität ausgeübt werden kann. Nimmt ein Amtsträger jedoch hinsichtlich der Aufhe-
bung eines Grundrechtseingriffs eine Garantenstellung ein, so kann im Falle einer Untätigkeit 
unter Umständen ein Amtsmissbrauch nach den Regeln des Unterlassungsdelikts (Art. 11 
StGB) zu bejahen sein (HEIMGARTNER, a.a.O., Art. 312 N 18).  
 
2.4. Der Strafanzeige vom 9. Juni 2022 lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer 
den beiden Beschuldigten sowie dem Schulrat vorwirft, sie hätten den Zugang zu Informationen 
in öffentlichen Schulen ohne Angabe angemessener Gründe dauerhaft gesperrt, ihre Transpa-
renzpflicht verletzt, die Anfrage des Beschwerdeführers vernachlässigt, die Arbeitspensen an 
der Musikschule rechtswidrig und willkürlich verteilt sowie mit ihrem böswilligen Verhalten eine 
Atmosphäre des Konfliktes am Arbeitsplatz geschaffen. Sowohl der Beschuldigte als Schullei-
ter, die Beschuldigte als Leiterin Stab Recht der Y.____ als auch die Mitglieder des Schulrats 
sind als Beamte zu qualifizieren, welche als Täter des Sonderdelikts im Sinne von Art. 312 
StGB grundsätzlich in Frage kommen. Vorab ist jedoch festzuhalten, dass es nicht die Aufgabe 
des Strafrechts ist, arbeitsrechtliche Konflikte in öffentlich-rechtlichen Anstellungen zu lösen. 
Gegen eine behördliche Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung steht sodann der verwal-
tungsrechtliche Beschwerdeweg offen. Eine strafrechtliche Relevanz wäre vorliegend einzig 
dann gegeben, wenn das Verhalten der beschuldigten Personen als eigentlicher Missbrauch 
ihrer Kompetenzen in Schädigungs- oder Vorteilsabsicht zu werten wäre. Hinsichtlich des Be-
schuldigten fällt ein solches Verhalten bereits deshalb ausser Betracht, weil er der Anfrage des 
Beschwerdeführers vom 28. November 2017 mit E-Mail vom 30. November 2017 im Wesentli-
chen nachkam, indem er ihm die Neuanmeldungen und individuellen Stundenzuteilungen vom 

 
 
 

 
 
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Herbstsemester 2016 bis zum Frühlingssemester 2018 mitteilte. Weiter geht aus dem betref-
fenden E-Mail hervor, dass der Beschuldigte mit dem Rechtsdienst der Y.____ Kontakt aufge-
nommen und von diesem die Mitteilung erhalten habe, dass hier kein genereller Informations-
anspruch bestehe (vgl. Strafanzeige vom 9. Juni, S. 17 und 18 [Beilagen]). Bei dieser Aus-
gangslage kann klarerweise nicht von einer Überschreitung des Ermessens in Schädigungs- 
oder Vorteilsabsicht ausgegangen werden. Der Aufsichtsbeschwerde des Beschwerdeführers 
vom 11. Juni 2021 an den Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft lässt sich weiter ent-
nehmen, dass er um eine genaue Auflistung aller Neuanmeldungen für das Fach akustische 
Gitarre an der Musikschule X.____ ersuchte. Diesem Begehren kam die Schulleitung mit 
Schreiben vom 10. August 2021 nach (vgl. Strafanzeige vom 9. Juni 2022, S. 34 f. und 40 [Bei-
lagen]). Auch diesbezüglich bestehen keinerlei Anhaltspunkte für eine Rechtsverweigerung 
oder Rechtsverzögerung in Form eines Amtsmissbrauchs, welcher bezweckt hätte, dem Be-
schwerdeführer zu schaden oder jemandem einen unrechtmässigen Vorteil zu verschaffen. Aus 
dem vorgenannten Dokument geht sodann hervor, dass die anteilmässige Verteilung der 
Pensen zwischen den einzelnen Musiklehrern nicht mit dem Rahmenvertrag vom 7. Juli 2016 
(vgl. Strafanzeige vom 9. Juni 2022, S. 13 f. [Beilagen]) im Widerspruch steht. Schliesslich ist 
auch nicht ersichtlich, inwiefern die Mitteilung der Beschuldigten, wonach das aufsichtsrechtli-
che Verfahren mit Blick auf das Schreiben der Schulleitung vom 10. August 2021 als erledigt 
angesehen werden könne (vgl. Strafanzeige vom 9. Juni 2022, S. 41 [Beilagen]), den objektiven 
oder subjektiven Tatbestand von Art. 312 StGB erfüllen könnte.  
 
2.5. Im Ergebnis ist festzustellen, dass offensichtlich keine Vorteils- bzw. Schädigungs-
absichten der Beschuldigten erkennbar sind und diesen Personen vorliegend auch keine Ga-
rantenstellung in Bezug auf die Beseitigung eines allfälligen Grundrechtseingriffes zukam. Über-
dies bildet das blosse Vorenthalten von gewünschten Informationen in keinem Fall eine un-
rechtmässige Anwendung der verliehenen Machtbefugnisse, da weder kraft des Amtes hoheitli-
che Verfügungen getroffen werden noch auf andere Weise irgendwelcher Zwang ausgeübt 
wird. Folglich wurde das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft in Anwendung von Art. 310 
Abs. 1 lit. a StPO zu Recht nicht anhand genommen. Die Beschwerde erweist sich damit als 
unbegründet und ist abzuweisen. 
 
III. Kosten 

Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens nach 
Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Entsprechend dem Ausgang des vorliegenden 
Verfahrens werden die Verfahrenskosten des Kantonsgerichts in Höhe von CHF 800.–, beste-
hend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 750.– (§ 13 Abs. 1 der Verordnung über die Gebühren 
der Gerichte, GebT, SGS 170.31) sowie Auslagen im Betrag von CHF 50.–, dem Beschwerde-
führer auferlegt. Ausgangsgemäss trägt der Beschwerdeführer seine Kosten selber, so dass 
ihm keine Parteientschädigung ausgerichtet wird.  
 
  

 
 
 

 
 
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Demnach wird erkannt: 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 800.–, bestehend aus 

einer Gerichtsgebühr von CHF 750.– sowie Auslagen von CHF 50.–, 
gehen zu Lasten des Beschwerdeführers. 

 
 3. Dieser Beschluss wird den Parteien schriftlich eröffnet.  
 
 
 
Präsident 
 
 
 
Dieter Eglin 

Gerichtsschreiber 
 
 
 
Bryan Smith 

 

 
 
Dieser Entscheid ist rechtskräftig.