# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c6c52b49-c715-5ee4-b158-d85874e49236
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-09-09
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 09.09.2008 D-5624/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5624-2008_2008-09-09.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5624/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  9 .  S e p t e m b e r  2 0 0 8

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richterin Claudia Cotting-Schalch;
Gerichtsschreiberin Daniela Brüschweiler.

A._______, geboren (...),
vertreten durch Randi von Stechow, (...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 1. September 2008 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5624/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 28. Juli 2008 
über  Belgrad,  Ungarn  sowie  weitere  ihm  unbekannte  Länder  nach 
Deutschland gelangte und am 30. Juli  2008 in die Schweiz einreiste, 
wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und Verfahrens-
zentrum  (EVZ)  (...)  vom  7. August  2008  sowie  der  direkten 
Bundesanhörung  vom 19. August  2008  zur  Begründung des Asylge-
suchs im Wesentlichen geltend machte, als ethnischer Serbe sei ihm 
im Kosovo seine Lebensgrundlage entzogen worden,

dass er  nämlich bis zum Einmarsch der NATO-Truppen 1999 in (...), 
Kosovo, einen (...betrieb) aufgebaut habe,

dass  die  Räumlichkeiten  des  Betriebes,  als  der  Beschwerdeführer 
nach einem halbjährigen Aufenthalt in Serbien zurückgekehrt sei, vom 
russischen KFOR-Kontingent besetzt, in ein Munitions- und Waffenla-
ger sowie eine Kommandozentrale umfunktioniert und ihm schliesslich 
im Jahr 2003 in einem desolaten Zustand zurückgegeben worden sei,

dass er seinen Betrieb wieder habe aufbauen wollen, er sich jedoch – 
als  Hinterlassenschaft  der  Russen  –  mit  einer  Stromrechnung  von 
120'000  bis  125'000  Euro  und  einer  Telefonrechnung  von  6'000  bis 
7'000 Euro konfrontiert gesehen habe,

dass ihm der Strom abgestellt worden sei und weder Bittgänge zu den 
wichtigen  Leuten  noch  Briefe  an  die  jeweiligen  Machthaber  bezie-
hungsweise Regierungen geholfen hätten,

dass man ihm bedeutet habe, die Zeit der Serben im Kosovo sei abge-
laufen,

dass der ganze Industriekomplex, in welchem sich auch sein Betrieb 
befunden  habe,  verkauft  worden  sei  und  er  keinen  Zutritt  mehr  zu 
seiner Fabrik erhalten habe,

dass er zufolge dieser Schikanen und Behinderungen den Kosovo ver-
lassen habe,

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dass der Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren eine (abge-
laufene) UNMIK-Identitätskarte, einen Flüchtlingsausweis aus Serbien 
aus  dem Jahre  1999 und eine Kopie  seines Führerscheines zu  den 
Akten gab sowie einen Passierschein der Russen und einen Übernah-
mevertrag mit der russischen KFOR, der UNMIK und ihm als Vertrags-
parteien als Beweismittel einreichte,

dass die deutschen Behörden einer Rückübernahme des Beschwerde-
führers  –  vorbehältlich  der  Bestätigung  des Beschwerdeführers,  von 
Deutschland  aus  in  die  Schweiz  eingereist  zu  sein  –  mit  Schreiben 
vom 11. August 2008 (A9/1) zustimmten,

dass das BFM auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfü-
gung vom 1. September 2008 – gleichentags eröffnet – in Anwendung 
von Art. 34 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31)  nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
deren Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Bundes-
rat habe Deutschland, wo sich der Beschwerdeführer vor seiner Einrei-
se  in  die  Schweiz  aufgehalten  habe  beziehungsweise  von  wo  der 
Beschwerdeführer in die Schweiz eingereist sei, als sicheren Drittstaat 
bezeichnet (vgl. Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG),

dass die deutschen Behörden einer Rückübernahme des Beschwerde-
führers mit Schreiben vom 11. August 2008 – vorbehältlich der Bestäti-
gung des Beschwerdeführers,  seine Einreise in  die Schweiz sei  von 
Deutschland aus erfolgt – zugestimmt hätten,

dass das BFM ferner feststellte,  in der Schweiz lebten weder Perso-
nen, zu denen der Beschwerdeführer eine enge Beziehung habe noch 
nahe Angehörige,

dass  seine  Flüchtlingseigenschaft  nach  Art. 3  AsylG  zudem  nicht 
offensichtlich zutage trete, da er diese durch die geltend gemachten 
(wirtschaftlichen) Probleme nicht habe glaubhaft machen können,

dass  es  ausserdem  keine  Hinweise  darauf  gebe,  in  Deutschland 
bestehe kein effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 
Abs. 1 AsylG, 

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dass demnach die Bedingungen von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG erfüllt 
seien  und  Deutschland  als  sicherer  Drittstaat  bezeichnet  werden 
könne,

dass somit in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG auf das Asyl-
gesuch nicht einzutreten sei,

dass  der  Beschwerdeführer mit  Eingabe  vom  4. September  2008 
(Poststempel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerde erheben liess und dabei beantragte, es sei die ange-
fochtene Verfügung aufzuheben, das Verfahren sei an die Vorinstanz 
zur  materiellen  Prüfung  zurückzuweisen,  eventualiter  sei  die  Flücht-
lingseigenschaft des Beschwerdeführers festzustellen und es sei ihm 
Asyl zu gewähren, subeventualiter sei die Unzulässigkeit des Vollzugs 
der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme anzuord-
nen,

dass  in  prozessualer  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersucht wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Wesentlichen  vorbrachte,  es  lägen 
Hinweise  auf  Verfolgung  im  Sinne  von  Art. 34  Abs. 1  AsylG  vor, 
weshalb Abs. 2 von Art. 34 AsylG nicht mehr zur Anwendung gelangen 
könne,

dass die Vorinstanz zu Unrecht festgehalten habe, es lebten keine Per-
sonen,  zu  denen der  Beschwerdeführer  enge Beziehungen habe,  in 
der  Schweiz,  da ein  enger  Freund des Beschwerdeführers,  R.B.,  im 
Kanton (...) lebe,

dass der Beschwerdeführer diesen Freund anlässlich der Befragungen 
nur deshalb nicht erwähnt habe, weil er nicht danach gefragt worden 
sei,

dass das  Bundesamt somit  den Sachverhalt  unzureichend abgeklärt 
habe,

dass die vorinstanzlichen Akten am 5. September 2008 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

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dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 6  AsylG  i.V.m.  Art. 52 
VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz – sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet – einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-

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scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs mate-
riell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich volle 
Kognition zukommt,

dass  Abs. 1  von  Art. 34  AsylG  vorliegend  –  entgegen  der  in  der 
Rechtsmitteleingabe  vertretenen  Auffassung  –  von  vornherein  nicht 
zur Anwendung gelangen kann, da es sich beim Gesuch des aus dem 
Kosovo stammenden Beschwerdeführers  nicht  um ein  Gesuch eines 
Asylsuchenden  aus  einem  verfolgungssicheren  Staat  im  Sinne  von 
Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG handelt, 

dass  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende in einen sicheren Drittstaat nach Art. 6a Abs. 2 Bst. b 
AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufgehalten 
haben (Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG); in einen Drittstaat zurückkehren 
können, in welchem sie sich vorher aufgehalten haben und im Einzel-
fall effektiver Schutz vor Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG be-
steht (Art. 34 Abs. 2 Bst. b AsylG); in einen Drittstaat weiterreisen kön-
nen, für welchen sie ein Visum besitzen und in welchem sie um Schutz 
nachsuchen können (Art. 34 Abs. 2 Bst. c AsylG),

dass Art. 34 Abs. 2 AsylG jedoch dann keine Anwendung findet, wenn 
Personen, zu denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, 
oder  nahe  Angehörige  in  der  Schweiz  leben  (Art.  34  Abs.  3  Bst.  a 
AsylG);  die  asylsuchende  Person  offensichtlich  die  Flüchtlingseigen-
schaft nach Art. 3 AsylG erfüllt (Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG); Hinweise 
darauf  bestehen,  dass im Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor Rück-
schiebung  nach  Art.  5  Abs. 1  AsylG  besteht  (Art.  34  Abs.  3  Bst.  c 
AsylG),

dass die Voraussetzungen der Anwendbarkeit von Art. 34 Abs. 2 Bst. a 
AsylG i.V. mit Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG vorliegend in Bestätigung der 
vorinstanzlichen Erkenntnisse erfüllt sind, 

dass nämlich der Beschwerdeführer sowohl anlässlich der Kurzbefra-
gung vom 7. August 2008 wie auch der direkten Bundesanhörung vom 
19. August  2008  zu  Protokoll  gab,  via  Deutschland  in  die  Schweiz 
eingereist zu sein (vgl. A1/11 S. 8, A10/13 S. 11),

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dass  Deutschland  -  zusammen  mit  allen  anderen  EU-  und  EFTA-
Staaten - am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat 
bezeichnet wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  hingegen  geltend  macht,  er  pflege  eine 
enge Beziehung zu einem in der Schweiz lebenden Freund, weshalb 
Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG anzuwenden sei,

dass  nicht  erwiesen  ist,  dass  zwischen  dem in  der  Beschwerde  er-
wähnten angeblichen Freund und dem Beschwerdeführer  tatsächlich 
enge Beziehungen bestehen,

dass  sich  in  den  gesamten  vorinstanzlichen  Akten  kein  einziger 
Hinweis  auf  einen  in  der  Schweiz  lebenden  engen  Freund  des  Be-
schwerdeführers  findet,  was jedoch  bei  einer  "engen Beziehung"  im 
Sinne der gesetzlichen Bestimmung zu erwarten wäre, auch wenn der 
Asylsuchende nicht ausdrücklich dazu befragt wird,

dass der Beschwerdeführer zudem, als er anlässlich der direkten An-
hörung  gefragt  wurde,  was gegen  eine  Rückkehr  nach  Deutschland 
spreche, mit keinem Wort eine enge Beziehung zu dem in der Schweiz 
lebenden (angeblichen) Freund erwähnte,

dass in der Rechtsmitteleingabe ferner als Grund für eine enge familiä-
re Beziehung angeführt  wird, die Mutter des (angeblichen) Freundes 
werde im Kosovo von der Mutter des Beschwerdeführers gepflegt,

dass  der  Beschwerdeführer  allerdings  anlässlich  der  Befragungen 
angab, seine Mutter sei verstorben,

dass in der Beschwerdeschrift  somit nichts Stichhaltiges vorgetragen 
wird, das die vorinstanzlichen Erwägungen entkräften könnte, weshalb 
sich auch weitere Abklärungen erübrigen,

dass  die  vorinstanzliche  Feststellung  zu  bestätigen  ist,  wonach  in 
Deutschland effektiver Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 
Abs. 1 AsylG besteht und keine gegenteiligen Hinweise vorliegen,

dass  der  Beschwerdeeingabe  keine  Argumente  zu  entnehmen sind, 
aufgrund  welcher  sich  eine  andere  Betrachtungsweise  aufdrängen 
würde,

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dass sich sodann die Aktenlage nach der Direktanhörung dermassen 
klar präsentierte, dass bereits aufgrund einer summarischen Prüfung 
der eindeutige Schluss gezogen werden konnte, der Beschwerdeführer 
erfülle die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht,

dass diesbezüglich mangels substanziierter Entgegnungen in der Be-
schwerde  zur  Vermeidung  von  Wiederholungen  auf  die  zutreffenden 
Erwägungen  in  der  angefochtenen  Verfügung  zu  verweisen  ist  (vgl. 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass die Anforderungen von Art. 34 Abs. 3 AsylG demnach vorliegend 
nicht  erfüllt  sind,  mithin  das  BFM in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2 
Bst. a AsylG zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend 
der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein An-
spruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeord-
net wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen  Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgebenden 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet,

dass Deutschland seinen aus der FK (Abkommen vom 28. Juli  1951 
über  die  Rechtsstellung der  Flüchtlinge)  und der  EMRK (Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten) erwachsenen Verpflichtungen nachkommt,

dass  weder  die  in  Deutschland  herrschende  allgemeine  Lage  noch 
sonstige Gründe gegen die Zumutbarkeit eines Wegweisungsvollzuges 
des Beschwerdeführers nach Deutschland sprechen,

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  nach 
Deutschland schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG) und die deutschen Behörden die Rück-
übernahme zugesichert haben,

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung nach Deutschland zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist,

dass das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses  mit  vorliegendem  Entscheid  in  der  Hauptsache  gegenstandslos 
wird,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos  im Sinne von Art. 65  Abs. 1  VwVG zu qualifizieren  ist  und 
daher  das  Gesuch um Gewährung der  unentgeltlichen Rechtspflege 
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  wird 
abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum  (...)  zu  den  Akten 
N (...) (vorab per Fax; in Kopie)

- das Migrationsamt des Kantons (...) (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Fulvio Haefeli Daniela Brüschweiler

Versand: 

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