# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a14cb479-1cb3-580b-92e4-4ee656c5c399
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-30
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 2. Kammer 30.04.2014 S 2013 52
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_002_S-2013-52_2014-04-30.pdf

## Full Text

Mitgeteilt am

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

S 13 52

2. Kammer als Versicherungsgericht

bestehend aus

Verwaltungsrichterin Moser als Vorsitzende, Präsident Meisser 

und Vizepräsident Priuli, Aktuarin ad hoc Parolini

URTEIL
vom 30. April 2013

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy 

Landolt,

Beschwerdeführer

gegen 

B._____ Versicherungen AG,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG 

(Einstellung Rente)

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1. A._____, Jahrgang 1963, war im Jahr 2006 bei der Gemeinde N._____ 

als Alphirt angestellt. In diesem Zusammenhang war er bei der B._____ 

Versicherungen AG für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen 

obligatorisch versichert. Am 30. Juni 2006 erlitt er einen Unfall, als ihn 

eine Kuh bei der Behandlung des Euters mit dem Huf gegen die rechte 

Schulter trat und er auf den Rücken fiel. A._____ war mehrere Tage 

arbeitslos. In der Folge konnte er den rechten Arm kaum mehr einsetzen 

und die Schmerzen nahmen zu. Die B._____ Versicherungen AG 

erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld, Heilungskosten). Am 18. 

November 2008 wurde A._____ in der Universitätsklinik P._____ an der 

rechten Schulter operiert. Die Operation brachte eine Verstärkung der 

Schulterproblematik mit sich.

2. Die B._____ Versicherungen AG holte bei Dr. med. C._____ eine 

medizinische Beurteilung ein. Mit Bericht vom 27. März 2009 bejahte Dr. 

med. C._____ den Kausalzusammenhang zwischen den 

Schulterbeschwerden rechts und dem Unfall vom 30. Juni 2006. Er 

verneinte die Arbeitsfähigkeit von A._____ in seiner bisherigen Tätigkeit 

und erachtete eine Arbeitsfähigkeit von 25 % - 30 % in einer angepassten 

und zumutbaren Tätigkeit als möglich. Gestützt auf diesen Bericht 

verfügte die B._____ Versicherungen AG am 19. Januar 2011, basierend 

auf einem errechneten Invaliditätsgrad von 64 %, eine Invalidenrente für 

die Zeit ab 1. Juni 2009. Gleichzeitig wurde festgehalten, dass die 

Rückenbeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den 

vorliegenden Unfall zurückzuführen und somit krankheitsbedingt seien. 

Die Verfügung erging gestützt auf einen vergleichsweisen 

Erledigungsvorschlag der B._____ Versicherungen AG vom 5. Januar 

2011.

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3. Im Rahmen ihrer Abklärungen holte die Invalidenversicherung (IV-Stelle 

für Versicherte im Ausland, IVSTA) beim Zentrum für Medizinische 

Begutachtung (ZMB) ein interdisziplinäres Gutachten ein. Dieses erging 

am 5. Juli 2011. Die Gutachter beurteilten die Arbeitsfähigkeit von 

A._____ in der bisherigen Tätigkeit als Alphirt, Schreiner oder Angestellter 

in einem Marmorwerk als nicht mehr zumutbar. Jedoch wurde 

festgehalten, dass in anderen (angepassten) Tätigkeiten keine 

medizinisch begründbare Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. 

Gestützt darauf und auf die Beantwortung der Ergänzungsfragen vom 12. 

Januar 2012 durch das ZMB verneinte die IVSTA mit Verfügung vom 30. 

Mai 2012 bei einem Invaliditätsgrad von 5 % den Anspruch auf eine 

Invalidenrente. Die dagegen von A._____ am 19. Juni 2012 an das 

Bundesverwaltungsgericht erhobene Beschwerde ist noch hängig 

(Verfahren B-3277/2012).

4. Die B._____ Versicherungen AG unterbreitete das Gutachten des ZMB 

vom 5. Juli 2012 ihrem beratenden Arzt Dr. med. D._____. Dieser 

beurteilte in seinem Bericht vom 28. September 2012 die Einschätzung 

von Dr. med. C._____ vom 27. März 2009 bezüglich der Arbeitsfähigkeit 

in einer angepassten und zumutbaren Tätigkeit als nicht schlüssig und die 

Schlussfolgerungen des ZMB als nachvollziehbar. 

5. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2012 liess die B._____ Versicherungen 

AG A._____ das Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2012 und den Bericht 

von Dr. med. D._____ vom 28. September 2012 zukommen und teilte ihm 

mit, dass sie eine Wiedererwägung der Verfügung vom 19. Januar 2011 

und die Einstellung der Rentenleistungen per 31. Dezember 2012 

vorsehe. Sie räumte ihm die Möglichkeit ein, sich dazu zu äussern. Mit 

Schreiben vom 29. Oktober 2012 nahm A._____ dazu Stellung. Er 

erachtete die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung als nicht 

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gegeben und das Gutachten des ZMB seinerseits als qualifiziert falsch, 

weshalb von einer Renteneinstellung Abstand zu nehmen sei.

6. Mit Verfügung vom 1. November 2012 zog die B._____ Versicherungen 

AG die Verfügung vom 19. Januar 2011 gestützt auf Art. 53 ATSG in 

Wiedererwägung und stellte die Rentenleistungen per 31. Dezember 

2012 ein. Sie wies auf das Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 hin, aus 

dem sich ergebe, dass die medizinische Beurteilung von Dr. med. 

C._____ vom 27. März 2009, auf die sie bei der Festlegung der Rente 

abgestellt hatte, unrichtig gewesen sei. Gleichzeitig entzog die B._____ 

Versicherungen AG einer allfälligen Einsprache die aufschiebende 

Wirkung.

7. Gegen diese Verfügung erhob A._____ am 5. November 2012 

Einsprache, welche die B._____ Versicherungen AG mit 

Einspracheentscheid vom 10. April 2013 abwies. Zur Begründung führte 

die B._____ Versicherungen AG im Wesentlichen aus, die ursprüngliche 

Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 27. März 2009 sei falsch 

gewesen, was sich aus dem Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 und 

dem Bericht ihres beratenden Arztes Dr. med. D._____ vom 28. 

September 2012 ergebe. Bei der Invaliditätsberechnung könne auf das 

schlüssige Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 und die Berechnung der 

IVSTA vom 30. Mai 2012 abgestellt werden. So resultiere auch aus UVG-

rechtlicher Sicht ein Invaliditätsgrad von 5 %, womit der Rentenanspruch 

zu verneinen sei.

8. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A._____ (nachfolgend 

Beschwerdeführer) am 23. April 2013 Beschwerde beim 

Bundesverwaltungsgericht, welches die Beschwerde mit Verfügung vom 

26. April 2013 zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des 

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Kantons Graubünden überwies. Der Beschwerdeführer beantragte die 

kostenfällige Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 

10. April 2013, eventualiter die Aufhebung und Zurückweisung an die 

Vorinstanz. A._____ machte geltend, dass sowohl die Schulter- wie auch 

die Rückenbeschwerden unfallkausal seien. Der Gesundheitszustand 

habe sich seit der Operation im Jahre 2008 nicht verbessert, ein 

Revisionsgrund liege nicht vor. Auch die Voraussetzungen für eine 

Wiedererwägung seien nicht gegeben, insbesondere seien die damaligen 

medizinischen Abklärungen umfassend und nachvollziehbar gewesen. 

Das Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 sei hingegen weitgehend 

falsch. Was die Bemessung der Invalidität betreffe, so sei der von der 

IVSTA errechnete Invaliditätsgrad von 5 % falsch, vielmehr sei dieser 

unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 25 % in jedem 

Fall höher als 10 %.

9. Der Antrag des Beschwerdeführers, der Beschwerde sei die 

aufschiebende Wirkung zu erteilen und die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab 1. Januar 2013 bis 

zum rechtskräftigen Abschluss des Beschwerdeverfahrens die bisherige 

Invalidenrente weiter auszuzahlen, wurde mit Verfügung der 

Instruktionsrichterin vom 14. Mai 2013 abgewiesen.

10. Die B._____ Versicherungen AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) 

verwies mit Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2013 auf ihren 

Einspracheentscheid vom 10. April 2013 und beantragte die Abweisung 

der Beschwerde. Im Übrigen verzichtete sie auf eine weitergehende 

Begründung ihrer Beschwerdeantwort.  

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11. Mit Schreiben vom 29. Mai 2013 verzichtete der Beschwerdeführer auf 

eine Stellungnahme zur Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin 

vom 21. Mai 2013.

12. Dem Editionsbegehren des Beschwerdeführers, die Akten des IV-

Verfahrens bei der IVSTA einzuholen, wurde stattgegeben. Der 

Beschwerdeführer verzichtete mit Schreiben vom 28. August 2013 auf die 

Einsichtnahme in die eingegangenen Akten der IVSTA. Von der 

Beschwerdegegnerin ging keine entsprechende Stellungnahme ein.

13. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

auf die Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. 

April 2013 wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen 

eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 57 und Art. 58 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. 

Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100) ist das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zur 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde örtlich und sachlich zuständig 

(vgl. zur Zuständigkeit auch die Verfügung des Bundesverwaltungs-

gerichts  B-2292/2013 vom 26. April 2013, mit welcher die vorliegende 

Beschwerde, welche der Beschwerdeführer beim 

Bundesverwaltungsgericht erhoben hatte, zuständigkeitshalber an das 

Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zur weiteren Behandlung 

überwiesen wurde). Auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte 

Beschwerde wird eingetreten. 

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2. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist der 

Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 10. April 2013. 

Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die 

Rentenleistungen zu Recht per 31. Dezember 2012 eingestellt hat, ob 

mithin die Voraussetzungen von Art. 53 ATSG für eine Wiedererwägung 

der ursprünglichen Verfügung vom 19. November 2011 gegeben sind 

oder nicht. 

b) Gemäss Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger - und im 

Beschwerdefall das Gericht - jederzeit (Urteil des Bundesgerichts 

9C_1014/2008 vom 14. April 2009 E.3.1) auf formell rechtskräftige 

Verfügungen oder Einspracheentscheide zurückkommen, wenn diese 

zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher 

Bedeutung ist. Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient 

der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung 

einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des 

Sachverhalts (Urteil des Bundesgerichts 9C_290/2009 vom 25. 

September 2009 E.3.1.3, BGE 117 V 8 E.2c, je mit Hinweisen). Darunter 

fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklärung aufgrund 

einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (vgl. Art. 43 Abs. 

1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Eine auf keiner nachvollziehbaren 

ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Arbeitsfähigkeit beruhende 

Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende 

Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinn (Urteil 

des Bundesgerichts 9C_290/2009 vom 25. September 2009 E.3.1.3 mit 

Hinweisen). Bei der Prüfung der Voraussetzungen einer Wiedererwägung 

ist die Rechtslage im Zeitpunkt des Verfügungserlasses massgeblich 

unter Berücksichtigung der damaligen Rechtspraxis (BGE 138 V 147 

E.2.1 mit Hinweisen).

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c) Im angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. April 2013, auf den die 

Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Mai 2013 

verweist, führte sie aus, bei der ursprünglichen Invaliditätsbemessung sei 

einzig auf den Untersuchungsbericht von Dr. med. C._____ vom 27. März 

2009 abgestellt worden. Die Verwaltung habe es damals unterlassen, den 

ärztlichen Bericht sorgfältig zu prüfen. Eine kritische Würdigung hätte 

schon damals ergeben, dass Dr. med. C._____ für die angeblich stark 

eingeschränkte Arbeitsfähigkeit keine überzeugende medizinische 

Begründung geliefert hatte. Dr. med. C._____ habe nämlich festgehalten, 

der Beschwerdeführer könne nur noch Gewichte von 1-2 kg heben und 

höchstens drei Stunden am Computer sitzen. Damit habe er in Bezug auf 

mögliche leidensangepasste Tätigkeiten lediglich zwei Tätigkeitsbereiche 

erwähnt, nämlich schwere manuelle Arbeiten und die Arbeit am 

Computer. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt biete indessen ein breites 

Spektrum von verschiedenen Tätigkeiten und es sei nicht 

nachvollziehbar, warum der Beschwerdeführer für sämtliche 

Verweistätigkeiten entsprechend eingeschränkt sein solle. Dass die von 

Dr. med. C._____ geschätzte Arbeitsunfähigkeit von 70 % - 75 % (2-3 

Stunden mit einer längeren Pause) nicht schlüssig sei, habe auch ihr 

beratender Arzt, Dr. med. D._____, mit Stellungnahme vom 28. 

September 2012 bestätigt. Aufgrund der objektiven Einschränkungen 

erachte Dr. med. D._____ eine leidensangepasste Tätigkeit als zumutbar. 

Die ursprüngliche Verfügung vom 19. Januar 2011 beruhe damit auf einer 

ungenügenden Grundlage, womit der Untersuchungsgrundsatz klar 

verletzt sei. Die Verfügung sei zweifellos unrichtig und die 

Voraussetzungen für eine allseitige Überprüfung des Rentenanspruchs 

seien gegeben.

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Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Beschwerde vom 23. April 

2013 das Vorliegen eines Wiedererwägungsgrundes mit der Begründung, 

das Gutachten des ZBM vom 5. Juli 2011 sei weitgehend falsch. Die 

Beschwerdegegnerin habe vor Erlass der ursprünglichen Verfügung vom 

19. Januar 2011 weitgehende Abklärungen getroffen. Vergleichsweise sei 

der Beschwerdeführer damals damit einverstanden gewesen, dass der 

Invaliditätsgrad auf 64 % festgelegt, die Invalidenrente gestützt auf diesen 

Invaliditätsgrad berechnet werde und die Rückenbeschwerden als nicht 

unfallbedingt qualifiziert würden. Die Gutachter des ZMB vom 5. Juli 2011 

beschrieben denselben unfallbedingten Gesundheitsschaden wie Dr. 

med. C._____ und würden lediglich die Beeinträchtigung der funktionellen 

Leistungsfähigkeit im erwerblichen Bereich anders beurteilen. Eine 

abweichende Gutachtermeinung stelle jedoch keinen 

Wiedererwägungsgrund dar.

d) Vorliegend erachtet das Gericht die Voraussetzungen für eine 

Wiedererwägung als gegeben. Die Beurteilung von Dr. med. C._____ 

vom 27. März 2009 (UV-act. M14) ist in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit 

tatsächlich mangelhaft. Auf die Frage nach der maximal zumutbaren 

Arbeitszeit in einer den Unfallfolgen angepassten und zumutbaren 

Tätigkeit attestierte Dr. med. C._____ dem Beschwerdeführer eine solche 

von ca. 2 Stunden pro Tag respektive maximal 3 Stunden mit einer 

längeren Pause, mithin eine Arbeitsfähigkeit von maximal ca. 25 % - 

30 %. Er begründete diese Einschätzung jedoch nicht näher, noch führte 

er aus, inwiefern und für welche Verweistätigkeiten auf dem konjunktur-

unabhängigen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt (unter Berücksichtigung 

allfälliger beruflicher Massnahmen und einer beruflichen Neuorientierung) 

die abgegebene Beurteilung gelte. Dr. med. C._____ hielt lediglich fest, 

dass er die bisherige Tätigkeit als Alphirt und überhaupt eine manuelle 

Tätigkeit mit dem rechten Arm „im Moment“ als nicht möglich erachte. In 

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Bezug auf weitere Tätigkeiten erwähnte er einzig das Arbeiten am Pult 

respektive am Computer, was seines Erachtens lediglich für kurze Zeit 

möglich sei. Diese Beurteilung ist insbesondere bezüglich weiterer 

möglicher und zumutbarer Verweistätigkeiten weder ausreichend 

detailliert noch umfassend. Zudem ist angesichts der Angaben, der 

Beschwerdeführer könne Gewichte von 1-2 kg heben und tragen (nicht 

über die seitliche Abduktions- und die Flexionsposition hinaus und ohne 

Heben des Arms auf Horizontalhöhe), nicht erklärt, weshalb auch in 

diesem Rahmen eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 25 % - 30 % bestehen 

soll. Schliesslich gab Dr. med. C._____ auch nicht an, ob respektive wie 

sich die vorhandenen feinmotorischen Störungen auf die 

Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkten. Seine Beurteilung 

weicht auch erheblich von derjenigen ab, die er mit ärztlichem Bericht 

vom 13. Juni 2007 (UV-act. M9) abgegeben hatte. Darin hatte er 

ausgeführt, dass feinmotorisch nur leichte Einschränkungen bestehen 

würden, zudem hatte er noch eine Arbeitsfähigkeit in einer leichteren 

Tätigkeit von ca. 4-5 Stunden, eventuell, unter Einschaltung von 

vermehrten Pausen, auch mehr, als möglich erachtet. Dabei hatte er die 

rein theoretische Arbeitsfähigkeit mit ca. 50 % angegeben, obwohl er 

schwere manuelle Tätigkeiten, mithin das Arbeiten über Lenden-, Brust- 

oder Kopfhöhe und das Heben und Tragen auf Brusthöhe und darüber 

wegen der Schmerzsymptomatik bereits zu jenem Zeitpunkt als praktisch 

nicht mehr möglich erachtet hatte. 

Angesichts dieser Diskrepanzen und der mangelhaften, weil nicht 

ausreichend umfassenden Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer angepassten und zumutbaren Tätigkeit, hätte 

die Beschwerdegegnerin zum damaligen Zeitpunkt weitere medizinische 

Abklärungen vornehmen müssen anstatt einzig gestützt auf den Bericht 

von Dr. med. C._____ vom 27. März 2009 die Rentenverfügung vom 19. 

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Januar 2011 zu erlassen. Das alleinige Abstellen auf die nicht schlüssige 

Beurteilung von Dr. med. C._____ war nicht rechtskonform. Dies 

bestätigte auch der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. 

D._____, in seiner Beurteilung vom 28. September 2012 (UV-act. M28). 

Auch nach seiner Einschätzung ist der von Dr. med. C._____ am 27. 

März 2009 festgestellte Umfang der Arbeitsunfähigkeit in einer 

leidensangepassten Tätigkeit von 70 % - 75 % nicht schlüssig. Dr. med. 

D._____ erachtete eine angepasste Tätigkeit aufgrund der objektiven 

Einschränkungen als durchaus zumutbar. Die abweichende Beurteilung 

von Dr. med. C._____ erklärte sich Dr. med. D._____ damit, dass dieser 

sich zu sehr auf ausschliesslich körperliche Tätigkeiten konzentriert und 

ausser Acht gelassen habe, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung 

von auch körperlich nicht belastenden Tätigkeiten zugemutet werden 

könne. Zudem habe Dr. med. C._____ möglicherweise zu sehr auch die 

subjektiven Angaben des Beschwerdeführers berücksichtigt, was 

methodisch nicht vertretbar respektive falsch sei. Zusammenfassend hielt 

Dr. med. D._____ fest, dass die schmerzhafte und deutliche 

Funktionseinschränkung der rechten Schulter und das leichte 

neurologische Defizit eine körperlich gering belastende oder nicht 

belastende Tätigkeit zulassen würden. Unter Berücksichtigung der 

zweifellos vorhandenen Restfunktionsfähigkeit lasse sich demnach eine 

andere als die Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit nicht begründen.

Die Beschwerdegegnerin ging folglich im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 10. April 2013 zu Recht davon aus, dass man 

bei der seinerzeitigen Rentenfestlegung mit Verfügung vom 19. Januar 

2011 den Untersuchungsgrundsatz verletzt habe und von einem falschen 

respektive ungenügend abgeklärten medizinischen Sachverhalt 

ausgegangen sei. War die ursprüngliche Beurteilung somit unrichtig, ist 

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vorliegend nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die 

Verfügung vom 19. Januar 2011 in Wiedererwägung gezogen hat (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 9C_290/2009 vom 25. September 2009 E.3.1.3 

und BGE 117 V 8 E.2c, je mit Hinweisen). Da es vorliegend um die 

Beurteilung von Dauerleistungen geht - in Frage steht die vollständige 

Arbeitsfähigkeit in einer angepassten und zumutbaren Tätigkeit im 

Vergleich zu einer solchen von lediglich ca. 25 % - 30 % - ist die 

Berichtigung der Verfügung vom 19. Januar 2011 in jedem Fall von 

erheblicher Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 30. 

August 2011 E.2.5.2, Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 

379/2005 vom 26. Januar 2006 E.2.3), womit die Voraussetzungen von 

Art. 53 Abs. 2 ATSG erfüllt sind. Strittig und damit fraglich ist, ob die 

Beschwerdegegnerin bei der Überprüfung des Rentenanspruchs des 

Beschwerdeführers und der in diesem Zusammenhang erforderlichen 

weiteren medizinischen Abklärungen auf das interdisziplinäre Gutachten 

des ZMB vom 5. Juli 2011 (Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 15, IV-

act. 95) abstellen durfte.

3. a) Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob 

der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der 

Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung 

der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die 

Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen 

Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 

160 E.1c).

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b) Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Einspracheentscheid 

vom 10. April 2013, auf den sie in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Mai 

2013 verweist, aus, dem Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 komme 

voller Beweiswert zu. Da es umfassend sei, auf den relevanten Vorakten 

und umfassenden Untersuchungen der begutachtenden Ärzte beruhe, die 

geklagten Beschwerden berücksichtige, nachvollziehbar und schlüssig 

sei, könne bei der Invaliditätsbemessung darauf abgestellt werden.

Der Beschwerdeführer ist mit der Beurteilung des ZMB vom 5. Juli 2011 

nicht einverstanden. Er bestreitet in seiner Beschwerde vom 23. April 

2013, dass er angesichts der gesundheitlichen Beschwerden in der Lage 

sei, auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein rentenausschliessendes 

Erwerbseinkommen zu erzielen. Insbesondere sind seines Erachtens die 

medizinischen Unterlagen seiner ausländischen Ärzte und Kliniken nicht 

angemessen berücksichtigt worden. Falsch sei zudem auch die Angabe, 

dass er in der Lage sein solle, geringe Gewichte bis 10 kg über die 

Schultern zu heben und Arbeiten über Kopf auszuführen, wie dies die 

Gutachter des ZMB angenommen hätten. Er rügt ferner, dass die 

Beschwerdegegnerin es in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes 

unterlassen habe, ein EFL-Gutachten einzuholen und die funktionelle 

Leistungsfähigkeit im erwerblichen Bereich mittels objektiver Kriterien zu 

testen. Der Beschwerdeführer beantragt daher eine neutrale 

Begutachtung durch das Gericht respektive die Beschwerdegegnerin. 

c) Das Gutachten des ZMB wurde am 5. Juli 2011 zuhanden der IVSTA 

ausgestellt (Bf-act. 15, IV-act. 95). Die Begutachtung erfolgte im Rahmen 

eines stationären Aufenthalts des Beschwerdeführers vom 16. bis 20. Mai 

2011. Dabei erfolgten allgemeine, orthopädische, neurologische und 

psychiatrische Untersuchungen. Am 12. Januar 2012 beantworteten die 

Gutachter die Zusatzfragen des regionalärztlichen Dienstes der IVSTA 

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(IV-act. 108). Das Gericht erachtet die Begutachtung durch das ZMB 

insgesamt als umfassend, schlüssig und nachvollziehbar. 

Die Gutachter stellten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die 

Arbeitsfähigkeit: Status nach Nacken- und Rückenprellung durch den 

Sturz anlässlich des Unfalls vom 30. Juni 2006, leichte untere 

Armplexusläsion rechts (aufgetreten anlässlich der Schulteroperation und 

Anlage eines Plexus-Katheters am 19. November 2008) mit 

persistierender Hypästhesie in den unteren Plexusanteilen ulnar und 

leichter Schwäche in den ulnaris-innervierten kleinen Handmuskeln bei 

Status nach partieller Ruptur der Supraspinatussehne und Biceps longus-

Tendinose sowie einen Status nach arthroskopischer subacriomaler 

Dekompression und Bicepssehnen-Tenodese anlässlich des Unfalls vom 

30. Juni 2006. Weitere Diagnosen ohne Auswirkungen auf die 

Arbeitsfähigkeit waren ein cervikovertebrales und lumbovertebrales 

Schmerzsyndrom, Diskopathien ohne Neurokompression bei C5/6 und 

C6/7, ein leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits, linksbetont, 

rezidivierende Lumbalgie bei Diskopathie L4/5 und L5/S1, ohne radikuläre 

Irritations- oder Ausfallssymptomatik, eine leichte depressive Episode und 

ein Status nach Tonsillektomie. Die Gutachter bestätigten, dass der 

Beschwerdeführer aufgrund der orthopädischen Einschränkungen seit 

dem Unfall im Juni 2006 keine körperlich belastenden Tätigkeiten wie 

diejenigen als Alphirt, Arbeiter in einem Marmorwerk oder als Schreiner 

mehr ausüben könne (S. 38). Der Beschwerdeführer könne keine 

Arbeiten mit bimanuellem Heben von Lasten über mehr als 5-10 kg und 

auch keine regelmässigen Arbeiten über der Horizontalen ausführen (S. 

24, S. 39). Repetitive Tätigkeiten über Brusthöhe und ein Anheben des 

rechten Arms über die Horizontale seien nicht mehr möglich (S. 38). In 

der rechten oberen Extremität finde sich auch eine leichte sekundäre 

Kraftminderung. Infolge der unteren Armplexuslähmung bestehe eine 

- 15 -

Einschränkung der Feinmotorik und Sensibilität der Finger IV und V der 

rechten Hand und damit leichte Einschränkungen in der Handfertigkeit 

und Kraftausübung der rechten Hand (S. 38). Dagegen seien aus 

orthopädisch-traumatologischer Sicht leichte bis mittelschwere manuelle 

Tätigkeiten weitgehend möglich. Zumutbar seien dem Beschwerdeführer 

administrative Tätigkeiten oder leichte Montagearbeiten, die auf Tisch- 

oder Brustkorbhöhe durchgeführt werden können (S. 25). Aus 

neurologischer Sicht lägen keine groben Paresen vor, welche die 

Funktionstüchtigkeit der Hand einschränken würden. Die 

Hauptbehinderung liege klar bei der immer noch sehr stark 

eingeschränkten Funktionsfähigkeit des rechten Schultergelenks, auch im 

Bewegungsumfang (S. 30 f.). Nur im Hintergrund respektive eher im 

Hintergrund ständen hingegen die Beschwerden wegen eines leichten bis 

mässiggradigen Karpaltunnelsyndroms beidseits und wegen der HWS mit 

noch schmerzhaft eingeschränkter Beweglichkeit und Rotationsfähigkeit 

nach links. Stark im Hintergrund ständen die lumbalen Beschwerden. Die 

leichte depressive Episode sei ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit und 

eindeutig auf die sozialen Folgen des Unfalls (Geldmangel, 

Arbeitslosigkeit, sozialer Druck, Zukunftsängste) zurückzuführen (S. 35). 

Zusammenfassend erachteten die Gutachter die bisherigen Tätigkeiten 

als Alphirt, Arbeiter in einem Marmorwerk und als Schreiner als nicht 

mehr, hingegen andere leidensangepasste Tätigkeiten als vollumfänglich 

zumutbar.

Im Rahmen der Beantwortung der Zusatzfragen bestätigten die Gutachter 

mit Schreiben vom 12. Januar 2012 (IV-act. 108), dass der 

Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 30. Juni 2006 in dem von ihnen 

beschriebenen Mass für armbelastende, schwere Tätigkeiten und 

regelmässige Überschulterarbeiten in seiner Arbeitsfähigkeit 

eingeschränkt sei (S. 2). Die anlässlich der Schulteroperation erlittene 

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untere Armplexusläsion und die daraus resultierende persisitierende 

Hypästhesie in den unteren Plexusanteilen ulnar und leichte Schwäche in 

den ulnaris-innervierten kleinen Handmuskeln sowie die Hypästhesie in 

den Fingern IV und V der rechten Hand hätten relativ bescheidene 

Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und führten für sich allein 

genommen nicht zu einer relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. 

Für die Gutachter ist in erster Linie die orthopädische Problematik 

verantwortlich für die Einschränkung in Bezug auf körperlich schwere 

Tätigkeiten mit regelmässigem Heben und Haltenmüssen von Lasten 

über 10 kg und dem regelmässigen Arbeiten über Schulterhöhe. 

Was der Beschwerdeführer gegen die Beurteilung des ZMB vorbringt, 

vermag das entsprechende Gutachten nicht zu erschüttern. Sofern er 

ausführt, er könne geringe Gewichte bis 10 kg nur bis Beckenhöhe und 

entgegen dem Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 nicht über die 

Schultern heben, auch könne er keine Arbeiten über Kopf ausführen und 

aufgrund der Lähmung im rechten Arm keiner Verweisungstätigkeit 

nachgehen, so unterlässt er es, dies mit entsprechenden medizinischen 

Berichten zu untermauern. Aus den eingereichten ärztlichen Berichten 

(Bf-act. 13, 14, 34, 35) geht nichts hervor, was die Schlussfolgerungen 

des Gutachtens des ZMB in Frage stellen könnte, insbesondere kann den 

eingereichten Berichten aber auch keine Verschlechterung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers entnommen werden. 

Dasselbe geht aus den beiden Berichten des Regionalen Ärztlichen 

Dienstes der Invalidenversicherung (RAD) Rhone von Dr. med. F._____ 

vom 27. September 2012 (IV-act. 132, Stellungnahme) und vom 27. 

Februar 2012 (IV-act. 111, Schlussbericht) hervor. Insbesondere in der 

Stellungnahme vom 27. September 2012, die aufgrund von (im 

Beschwerdeverfahren an das Bundesverwaltungsgericht gegen die 

Verfügung der IVSTA vom 30. Mai 2012 [IV-act. 121, 130, 131) neu 

- 17 -

vorgelegten medizinischen Akten (orthopädischer Befundbericht von Dr. 

med. E._____ vom 23./26. April 2012 und Befund von Dr. med. G._____, 

undatiert, vgl. IV-act. 129) eingefordert worden war, verglich die RAD-

Ärztin Dr. med. F._____ die Untersuchungsbefunde des ZMB vom 5. Juli 

2011 und diejenigen von Dr. med. E._____ vom 23. April 2012 (Bf-act. 

14). Sie kam mit ausführlicher und schlüssiger Begründung zum Schluss, 

dass aus den neuen Akten nicht auf eine relevante Verschlechterung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers geschlossen werden 

könne. Es bestehe aufgrund der nachgelieferten ärztlichen Unterlagen 

kein Anlass dazu, die von ihr im Februar 2012 abgegebene Beurteilung 

zu ändern oder weitere Untersuchungen anzufordern (IV-act. 132, S. 3).

Das Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 (Bf-act. 15, IV-act. 95) erweist 

sich damit als ausreichend detailliert, ausführlich und umfassend. Es 

enthält eine zuverlässige Einschätzung der Arbeiten, die dem 

Beschwerdeführer noch zugemutet werden können. Der Einwand des 

Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, ein 

EFL-Gutachten einzuholen, ist nicht weiter begründet und es ist 

angesichts der nachvollziehbaren Einschätzung im Gutachten des ZMB 

vom 5. Juli 2011 auch nicht ersichtlich, weshalb ein solches notwendig 

wäre (vgl. auch RAD-Stellungnahme von Dr. med. F._____ vom 27. 

September 2012, IV-act. 132, S. 3). Es ist grundsätzlich Sache der 

Gutachter, über Art und Umfang der auf Grund der konkreten 

Fragestellung erforderlichen Untersuchungen zu befinden (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 343/02 vom 10. September 

2003 E.2.2). Hätten die Gutachter des ZMB eine EFL-Abklärung für 

notwendig erachtet, wären sie immerhin verpflichtet gewesen, eine solche 

einzuholen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_976/2010 vom 23. Februar 

2011 E.5.5). 

- 18 -

Aus den dargelegten Gründen kommt dem Gutachten des ZMB vom 5. 

Juli 2011 (Bf-act. 15, IV-act. 95) sowie dem Schreiben des ZMB vom 12. 

Januar 2012 mit den Antworten zu den Zusatzfragen (IV-act. 108) voller 

Beweiswert zu, womit von einer vollen Arbeitsfähigkeit des 

Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen ist. 

Weitere medizinische Abklärungen sind vorliegend nicht erforderlich, 

erweist sich einerseits das Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 als 

überzeugend und äussern sich doch andererseits die Gutachter 

dahingehend, dass der Endzustand erreicht sei (S. 46) respektive dass in 

neurologischer Hinsicht der Endzustand erreicht sei und dass in 

orthopädischer Hinsicht höchstens eine erneute Untersuchung mit 

vorsichtiger Mobilisation unter Narkose in Frage käme, wobei die übrigen 

möglichen Massnahmen bereits durchgeführt worden seien (S. 39). Sind 

aber, gemäss den Gutachtern des ZMB (vgl. S. 39), von weiteren 

medizinischen Massnahmen kaum Verbesserungen der Arbeitsfähigkeit 

und von weiteren medizinischen Abklärungen keine weiteren 

Erkenntnisse zu erwarten, ist der Antrag des Beschwerdeführers auf 

Einholung eines neutralen Gutachtens durch das Gericht respektive durch 

die Beschwerdegegnerin in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 134 I 

140 E.5.3, 124 V 90 E.4b) abzuweisen.

d) Selbst wenn das Vorliegen eines Wiedererwägungsgrundes im Sinne von 

Art. 53 ATSG in casu verneint würde, müsste angesichts der Ergebnisse 

des Gutachtens des ZMB vom 5. Juli 2011 von einer zwischenzeitlich 

eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgegangen 

werden. Wäre nämlich das Abstellen auf die Beurteilung von Dr. med. 

C._____ vom 27. März 2009 (UV-act. M14) rechtens gewesen, so hätte 

sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit jenem Zeitpunkt 

erheblich verändert. Eine solche Veränderung würde einen 

Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG darstellen. Gemäss Art. 17 

- 19 -

ATSG ist die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft 

entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich 

der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich geändert hat. 

Vorliegend würde daher die Verbesserung des Gesundheitszustands und 

die Erweiterung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch gestützt 

auf diese rechtliche Grundlage zur Anpassung des Invaliditätsgrades und 

einer Herabsetzung/Aufhebung der Rente führen. 

e) Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf das interdisziplinäre Gutachten des 

ZMB vom 5. Juli 2011 abgestellt hat, der Entscheid der 

Beschwerdegegnerin, die ursprüngliche Verfügung vom 19. Januar 2011 

in Bezug auf die Frage der Berentung in Wiedererwägung zu ziehen, 

korrekt war und der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. April 

2013 in diesem Punkt (Wiedererwägung) zu schützen ist. 

4. a) Zu prüfen ist des Weiteren, ob die vollständige Einstellung der 

Invalidenrente per 31. Dezember 2012 rechtens ist respektive die 

Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Berechnung der IVSTA abgestellt 

hat.

Ist der Versicherte infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid, so 

hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als 

Invalidität gilt die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 18 Abs. 1 UVG in 

Verbindung mit Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades 

wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der 

Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 

allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 

bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes 

- 20 -

Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das 

sie überwiegend wahrscheinlich ohne Unfall tatsächlich erzielen würde 

(sogenanntes Valideneinkommen) (Art. 16 ATSG; RUMO-JUNGO/HOLZER, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 

UVG, 4. Aufl., 2012, Art. 18, S. 127).

Das Valideneinkommen wird in der Regel am zuletzt erzielten, 

nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung 

angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung 

entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden 

fortgesetzt worden wäre (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18, S. 127; 

BGE 139 V 28 E.3.3.2). Ist ein konkreter Lohn nicht eruierbar und liegen 

keine Daten von Branchenverbänden oder gesamtarbeitsvertraglich 

festgesetzte Löhne vor, kann auf die Zahlen der Lohnstrukturerhebungen 

des Bundesamtes für Statistik (LSE) zurückgegriffen werden (RUMO-

JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18, S. 128). 

Für die Bestimmung des Invalideneinkommens, nämlich des trotz 

Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch realisierbaren 

Einkommens, ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation 

auszugehen, in welcher der Versicherte konkret steht (BGE 126 V 75 

E.3b/aa). Übt er nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei 

der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und 

anzunehmen ist, dass er die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit in 

zumutbarer Weise voll ausschöpft, sowie das Einkommen aus der 

Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn erscheint, gilt 

grundsätzlich der von ihm tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn 

(BGE 126 V 75 E.3b/aa, 117 V 18 E.2c/aa, je mit Hinweisen). Ist 

hingegen kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, 

namentlich weil der Versicherte nach Eintritt des Gesundheitsschadens 

- 21 -

keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit 

aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne 

beigezogen werden (BGE 126 V 75 E.3b/bb mit Hinweisen auf ZAK 1991 

S. 321; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 

Diss. Freiburg 1995, S. 215; RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18, S. 136).

b) Der Beschwerdeführer geht in seiner Beschwerde vom 23. April 2013 

davon aus, dass der von der IVSTA berechnete Invaliditätsgrad von 5 % 

unzutreffend sei und der Invaliditätsgrad in jedem Fall über 10 % liege. Er 

argumentiert damit, dass er in der Schweiz lediglich während weniger 

Monate als Alphirt tätig gewesen und in Italien keiner Erwerbstätigkeit 

nachgegangen sei, da er keine Stelle gefunden habe. In diesem Fall 

müsse auf die konkreten Verhältnisse des italienischen Arbeitsmarktes 

abgestellt werden. Eine Restarbeitsfähigkeit sei jedoch weder auf dem 

schweizerischen noch auf dem italienischen Arbeitsmarkt gegeben. 

Selbst wenn eine solche jedoch bejaht würde, müsse dem 

Beschwerdeführer aufgrund seiner besonderen Situation der maximale 

Leidensabzug von 25 % gewährt werden.

Die Beschwerdegegnerin stellte im angefochtenen Einspracheentscheid 

vom 10. April 2013, auf den sie in ihrer Beschwerdeantwort vom 21. Mai 

2013 verweist, (stillschweigend respektive mit Verweis auf ihre Verfügung 

vom 1. November 2012) auf die Beurteilung der IVSTA ab, die eine 

Erwerbseinbusse von 5 % errechnet hatte. Gemäss Beschwerdegegnerin 

bestehe kein Anlass, im UVG-Verfahren von dem von der IVSTA 

ermittelten Invaliditätsgrad abzuweichen. Da der IV-Grad unter 10 % 

liege, sei der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente aus der 

obligatorischen Unfallversicherung zu verneinen und die Leistungen seien 

mit Verfügung vom 1. November 2012 zu Recht per 31. Dezember 2012 

wiedererwägungsweise eingestellt worden. 

- 22 -

c) Bei der Bemessung des Invaliditätsgrades ist zu berücksichtigen, dass 

sich die für die Invaliditätsbemessung massgebenden 

Vergleichseinkommen eines im Ausland wohnenden Versicherten auf den 

gleichen Arbeitsmarkt beziehen müssen, weil es die Unterschiede in den 

Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwischen den Ländern nicht 

gestatten, einen objektiven Vergleich der in Frage stehenden Einkommen 

vorzunehmen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 

262/02 vom 8. April 2003 E.4 und 5; vgl. auch für die 

Invalidenversicherung BGE 137 V 20 E.5.2.3.2, je mit Hinweisen). Dies 

bedeutet, dass die beiden Vergleichseinkommen, Validen- und 

Invalideneinkommen grundsätzlich bezogen auf denselben Arbeitsmarkt 

zu ermitteln sind (BGE 137 V 20 E.5.2.3.2). Aufgrund der theoretischen 

und abstrakten Natur des Begriffs der ausgeglichenen Arbeitsmarktlage 

im Sinne von Art. 16 ATSG ist es bedeutungslos, dass die versicherte 

Person im Ausland wohnt. Anderseits gestatten die Unterschiede in den 

Lohnniveaus und den Lebenshaltungskosten zwischen den Ländern nicht 

einen objektiven Vergleich der in Frage stehenden Einkommen über die 

Grenzen hinweg (BGE 137 V 20 E.5.2.3.2, 110 V 273 E.4b). 

Zu den angestammten beruflichen Tätigkeiten des Beschwerdeführers 

zählen die Tätigkeiten als Alphirt, als Mitarbeiter eines Marmorwerks und 

als Hilfsschreiner. Gemäss IK-Auszug des Beschwerdeführers (UV-act. 

A65) war er seit dem Jahr 1992 jeweils für einige Monate als Alphirt in der 

Schweiz tätig (gemäss Schreiben des Rechtsvertreters vom 3. Juli 2009 

seit 1994, UV-act. A52). Über die einzelnen Tätigkeiten liegen ausser 

dem IK-Auszug (mit den Zahlen für die Tätigkeit als Alphirt in der 

Schweiz) keinerlei Akten vor. Gemäss der beruflichen Anamnese im 

Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 (IV-act. 95, S. 16) war der 

Beschwerdeführer seit seiner Jugend im Sommer jeweils als Alphirt und 

- 23 -

während der restlichen acht Monate des Jahres als Hilfsschreiner, bis 

Mitte der 90er Jahre, und danach als Mitarbeiter in einem Marmorwerk 

tätig gewesen. Gemäss eigenen Angaben ging der Beschwerdeführer in 

den letzten Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr nach, weil er keine 

entsprechende Stelle mehr fand. Der Beschwerdeführer begründete nicht 

näher, weshalb bei der Invaliditätsbemessung nicht auf die Tabellenlöhne, 

sondern auf italienische Arbeitsmarktverhältnisse abgestellt werden 

müsse. 

In Bezug auf die Tätigkeiten des Beschwerdeführers in Italien sind keine  

konkreten Einkommenszahlen vorhanden. Auch der Beschwerdeführer 

bringt keine entsprechenden Zahlen und Berechnungen vor, auf die 

vorliegend abgestellt werden könnte. Daher und insbesondere aber in 

Berücksichtigung der erwähnten bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

rechtfertigt es sich, beim vorzunehmenden Einkommensvergleich auf 

schweizerische Verhältnisse abzustellen. Entscheidend ist dabei, dass die   

massgebenden Vergleichseinkommen sich auf denselben Arbeitsmarkt 

beziehen, um einen objektiven Vergleich zu ermöglichen. Der 

entsprechende Einwand des Beschwerdeführers, es müssten die 

Verhältnisse auf dem italienischen Arbeitsmarkt berücksichtigt werden, ist 

damit nicht zu hören.

d) Der Beschwerdeführer macht ferner geltend, ihm müsse aufgrund seiner 

singulären Ausgangslage (Saisonnier, befristete Arbeitsverhältnisse, 

schwere Arbeit, Arbeitslosigkeit im Wohnsitzland), welche die Verwertung 

einer allenfalls noch gegebenen Restarbeitsfähigkeit unmöglich mache, 

ein Leidensabzug von 25 % gewährt werden.

Die IVSTA nahm in ihrer Verfügung vom 19. März 2012 (IV-act. 113), auf 

welche die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung vom 1. November 

- 24 -

2012 und (stillschweigend) im angefochtenen Einspracheentscheid vom 

10. April 2013 verwies, in Berücksichtigung der persönlichen und 

beruflichen Umstände des Beschwerdeführers, insbesondere der 

funktionellen Einschränkungen im Zusammenhang mit den 

gesundheitlichen Beschwerden, des Alters und der fehlenden Ausbildung, 

einen Leidensabzug von 5 % respektive 10 % ab dem Jahr 2009 an. 

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der mit Blick auf die 

Behinderung gewährte Abzug nicht schematisch, sondern in 

Berücksichtigung der gesamten Umstände des Einzelfalles vorzunehmen 

(BGE 134 V 322 E.5 und 6, 126 V 75 E.5b/aa). Dies hat den Zweck, 

ausgehend von statistischen Werten ein Invalideneinkommen zu 

ermitteln, das der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Verwertung der 

noch möglichen Verrichtungen im Rahmen der (Rest-)Arbeitsfähigkeit am 

besten entspricht (BGE 126 V 75 E.5b/aa). Dieser Gesichtspunkt verdient 

gemäss Bundesgericht auch hinsichtlich der übrigen in Betracht fallenden 

einkommensbeeinflussenden Merkmale, des Lebensalters, der Anzahl 

Dienstjahre, der Nationalität/Aufenthaltskategorie und des 

Beschäftigungsgrades den Vorzug (BGE 126 V 75 E.5b/aa). Ein Abzug 

soll auch diesbezüglich nicht automatisch, sondern dann erfolgen, wenn 

im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte wegen 

eines oder mehrerer dieser Merkmale seine gesundheitlich bedingte 

(Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 

75 E.5b/aa). Der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen 

(leidensbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, 

Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad) ist unter 

Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen 

gesamthaft zu schätzen (BGE 126 V 75 E.5b/bb, mit Hinweisen). Letztlich 

ist der Abzug vom statistischen Lohn unter Berücksichtigung aller jeweils 

- 25 -

in Betracht fallender Merkmale auf insgesamt höchstens 25 % zu 

begrenzen (BGE 126 V 75 E.5b/cc).

Vorliegend erachtet das Gericht den von der IVSTA in der Verfügung vom 

19. März 2012 (IV-act. 113) vorgenommenen Abzug von 10 % insgesamt 

als angemessen. Dabei sind insbesondere die funktionellen 

Einschränkungen, die sich aus dem Gutachten des ZMB vom 5. Juli 2011 

(Bf-act. 15, IV-act. 95, insbesondere S. 24 f., 31 f. und 38 f.) ergeben, zu 

berücksichtigen. Diese umfassen die sehr starke, auch im 

Bewegungsumfang eingeschränkte Funktionsfähigkeit des rechten 

Schultergelenks, wobei es sich beim rechten um den dominanten Arm 

des Beschwerdeführers handelt (Gutachten ZMB S. 31). Dieser kann 

daher keine schweren körperlichen Arbeiten mit bimanuellem Heben von 

Lasten von mehr als 5-10 kg und keine regelmässigen Arbeiten über der 

Horizontalen mehr ausführen (Gutachten ZMB S. 24, IV-act. 95, Bf-act. 

15). Hingegen rechtfertigt die Nationalität des Beschwerdeführers keinen 

Abzug, zumal die statistischen Löhne aufgrund der Einkommen der 

schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung erfasst 

werden und die für das Invalideneinkommen herbeizuziehenden Zahlen 

der LSE-Tabelle, Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive 

Tätigkeiten), Männer, sich eben auch auf die ausländische 

Wohnbevölkerung beziehen (vgl. Urteil des Eidgenössischen 

Versicherungsgerichts I 39/04 vom 20. Juli 2004 E.2.4, mit Hinweisen). 

Immerhin brachte der Beschwerdeführer keine konkreten Anhaltspunkte 

dafür vor, dass er aufgrund seines Ausländerstatus auf dem Arbeitsmarkt 

eine zusätzliche Lohneinbusse hinnehmen müsste. Auch der von ihm 

geltend gemachte Umstand, dass er jeweils nur befristete 

Arbeitsverhältnisse eingegangen sei, ist nicht zu hören, zumal die LSE-

Tabellen von einem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

- 26 -

ausgehen (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 39/04 vom 

20. Juli 2004 E.2.4, mit Hinweisen).

e) In ihrer Verfügung vom 1. November 2012 und (stillschweigend auch) im 

angefochtenen Einspracheentscheid vom 10. April 2013 verwies die 

Beschwerdegegnerin auf die Invaliditätsbemessung der IVSTA vom 19. 

März 2012 (IV-act. 113). Die IVSTA stellte bei ihrer Berechnung - 

ausgehend von einem Validenlohn von Fr. 4'000.-- im Jahr 2006 als 

Alphirt -, auf einen per 2010 aufindexierten Validenlohn von Fr. 4'272.10 

und einen Invalidenlohn von Fr. 4'486.04 gemäss LSE 2010 ab und 

errechnete unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 5 % 

respektive 10 % ab dem Jahr 2009 einen Invaliditätsgrad von 5 % ab dem 

18. Februar 2009. Diese Invaliditätsberechnung, auf welche die 

Beschwerdegegnerin abstellte, ergab, dass dem Beschwerdeführer auch 

im UVG-rechtlichen Verfahren keine Rente zustehen würde, weil die 

gemäss Art. 18 UVG massgebliche Grenze von 10 % für die Ausrichtung 

einer Invalidenrente nicht erreicht wurde.

In ihrer ursprünglichen Verfügung vom 19. Januar 2011 (UV-act. A102) 

hatte die Beschwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung auf die LSE-

Tabelle für das Jahr 2008, TA1 Männer, Anforderungsniveau 4, abgestellt 

und ein Valideneinkommen von Fr. 59'980.-- angenommen. Diesem hatte 

sie ein Invalideneinkommen von Fr. 21'593.-- (36 % von Fr. 59'980.--) 

gegenübergestellt, was eine Einkommenseinbusse von Fr. 38'387.-- 

(64 %) ergeben hatte. Würde bei dieser Berechnungsweise von einer 

100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit und 

einem Leidensabzug von 10 % ausgegangen, würde eine 

Einkommenseinbusse von Fr. 5‘998.-- (Fr. 59‘980.-- x 10 %) und ein 

Invaliditätsgrad von 10 % resultieren, womit die Voraussetzungen von 

Art. 18 UVG für die Ausrichtung einer Rente nach UVG erfüllt wären.

- 27 -

Vorliegend begründet die Beschwerdegegnerin im angefochtenen 

Einspracheentscheid vom 10. April 2013 nicht, weshalb sie von ihrer 

ursprünglichen Berechnung abgewichen und die Berechnung der IVSTA 

unverändert übernommen hat. Dies ist insofern zu beanstanden, als auch 

für die Berechnung der IVSTA eine überzeugende Begründung fehlt. So 

konnte zwar, nach langwieriger Korrespondenz mit den betroffenen 

Gemeinden und dem Beschwerdeführer (IV-act. 25, S. 99, S. 121, S. 123, 

UV-act. A62, A66, A67), nachgewiesen werden, dass der 

Beschwerdeführer im Jahr 2006 für seine Tätigkeit als Alphirt bei der 

Gemeinde N._____ einen Lohn von Fr. 12'000.-- erzielte (Schreiben der 

Gemeinde N._____ vom 6. November 2009, UV-act. A76, und 

Fragebogen für Arbeitgebende vom 27. Oktober 2010, IV-act. 64). 

Gleichzeitig findet sich in den Akten eine Gehaltsabrechnung der 

Gemeinde N._____ für den Sommer 2006 über brutto Fr. 12‘000.--, mit 

der Unterschrift des Beschwerdeführers, mit der er bestätigte, den Betrag 

von netto Fr. 10‘570.10 erhalten zu haben (IV-act. 25, S. 136), und der 

Arbeitsvertrag mit der Alpgenossenschaft „Alp P._____“ in N._____ für 

das Jahr 2006 (IV-act. 25, S. 138 ff.). In dem bei den Akten liegenden IK-

Auszug (UV-act. A65, Stand 3. September 2009) sind diese Angaben 

nicht enthalten, jedoch bestätigte die AHV-Ausgleichskasse des Kantons 

Graubünden mit Schreiben vom 13. November 2009 den Eingang des 

Lohnnachtrages für das Jahr 2006 (UV-act. A74). Ob es damit, 

ausgehend von einer von der IVSTA angenommenen Dauer eines 

Alpsommers von ungefähr drei Monaten, gerechtfertigt ist, bei der 

Berechnung des Valideneinkommens auf einen monatlichen Bruttolohn 

von Fr. 4'000.-- abzustellen, ist fraglich. Im IK-Auszug (UV-act. A65) sind 

nämlich seit dem Jahr 1999 jeweils pro Jahr zwei Einkommen von zwei 

verschiedenen Arbeitgebern (Alpgenossenschaft Q._____ und Gemeinde 

N._____) für etwa denselben Zeitraum (Juni bis September) mit einem 

- 28 -

Gesamtlohn von jeweils rund Fr. 26'000.-- bis Fr. 27'000.-- deklariert. 

Dass er jeweils bei zwei Arbeitgebern tätig war, bestätigte der 

Beschwerdeführer in einem Fax vom 10. November 2010 (IV-act. 69). 

Auch für das Jahr 2005 sind dementsprechend im IK-Auszug für die 

Monate Mai bis September ein Lohn von Fr. 14‘910.-- (Alpgenossenschaft 

Q._____) und für die Monate Juni bis September ein Lohn von 

Fr. 12‘000.-- (Gemeinde N._____) ausgewiesen (UV-act. A65). Zudem 

geht aus dem Arbeitsvertrag mit der Alpgenossenschaft Q._____ für das 

Jahr 2006 (UV-act. A61, IV-act. 25, S. 119 f.) und der sich bei den Akten 

befindenden schriftlichen Bestätigung (UV-act. A68 und A75) hervor, dass 

der Beschwerdeführer auch im Jahr 2006 für die Alpgenossenschaft 

Q._____ hätte tätig sein sollen, er diese Arbeitsstelle jedoch aufgrund 

besonderer Umstände nicht angetreten hatte. Da der Unfall im Übrigen 

bereits im Juni 2006 geschah, also relativ kurz nach Antritt der 

Arbeitsstelle, eignet sich das Einkommen aus diesem Jahr nicht als für 

die Rentenberechnung massgebliches Valideneinkommen.

Weder die IVSTA noch die Beschwerdegegnerin lieferten eine 

Begründung dazu, weshalb sie angesichts der ausgewiesenen höheren 

Einkommen der Jahre vor dem Unfall von einem Valideneinkommen von 

lediglich Fr. 4‘000.-- für das Jahr 2006 ausgingen. Insbesondere führte die 

Beschwerdegegnerin nicht aus, aus welchen Gründen sie von dem in der 

ursprünglichen Verfügung vom 19. Januar 2011 (UV-act. A102) 

angenommenen, auf den LSE-Tabellen basierenden Valideneinkommen 

von Fr. 59‘980.-- abwich und nur noch auf die Berechnung der IVSTA 

abstellte. Immerhin entfaltet die Invaliditätseinschätzung der 

Invalidenversicherung für den Unfallversicherer (und umgekehrt) keine 

Bindungswirkung (BGE 133 V 549). Zudem erscheint diese ursprüngliche 

Berechnungsweise der Beschwerdegegnerin durchaus als sachgerecht, 

ist doch bei der Berechnung des Valideneinkommens von dem 

- 29 -

auszugehen, was die versicherte Person ohne Unfall verdient hätte, 

wobei der Lohn aufgrund einer ganzjährigen Beschäftigung zu bemessen 

ist (RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18, S. 127). Die Arbeitsstelle als 

Alphirt ist als Saisonstelle anzusehen und das entsprechende, bei zwei 

Arbeitgebern gleichzeitig erzielte Einkommen von rund Fr. 26'000.-- bis 

Fr. 27'000.-- konnte respektive kann nicht unbesehen auf ein 

Jahreseinkommen aufgerechnet werden, würde dies doch unter anderem 

auch zu einem überdurchschnittlich hohen Valideneinkommen führen. 

Dies entsprach auch der ursprünglichen Einschätzung der 

Beschwerdegegnerin, die in einem Schreiben vom 2. Juni 2009 an den 

Beschwerdeführer festhielt, dass die Tätigkeit als Alphirt für die 

Berechnung des Valideneinkommens wenig geeignet sei, da sich die 

Beschäftigungsdauer auf wenige Monate beschränke (UV-act. A51). Sind 

aber vorliegend weitere konkrete Zahlen nur schwer respektive nicht 

eruierbar, ist es legitim, auch bei der Festlegung des Valideneinkommens 

auf die Zahlen der LSE zurückzugreifen, wobei diese der geschlechts- 

und branchenspezifischen Nominallohnentwicklung anzupassen sind 

(RUMO-JUNGO/HOLZER, a.a.O., Art. 18, S. 128, mit Hinweisen). Dabei kann 

auf die LSE-Tabelle 2010, TA1 Männer, Anforderungsnieveau 4, 

abgestellt werden, womit ein Valideneinkommen von Fr. 61‘164.48 

(Fr. 4‘901.-- : 40 x 41.6 x 12) resultiert. Der Teuerung angepasst (Art. 34 

UVG) mit einem Index für das Jahr 2011 von 1 % (T1.1.10 des 

Statistischen Lexikons der  Schweiz, Quelle: Bundesamt für Statistik, 

Schweizerischer Lohnindex aufgrund der Daten der Sammelstelle für die 

Statistik der Unfallversicherung [SSUV]) und für das Jahr 2012 von 0.8 % 

ergibt dies ein massgebliches Valideneinkommen von Fr. 62‘270.33 

(Index 2011 1 % = Fr. 61‘776.12, Index 2012 0.8 % = Fr. 62‘270.33). 

Beim Invalideneinkommen nahm die IVSTA gestützt auf die LSE-Tabelle 

2010, ausgehend von verschiedenen Branchen und einem Leidensabzug 

von 5 % respektive von 10 % ab dem Jahr 2009, ein Invalideneinkommen 

- 30 -

von Fr. 4‘261.74 (bis 2008) respektive Fr. 4‘037.44 (ab 2009) an. Diese 

Berechnungsweise der IVSTA ist ebensowenig nachvollziehbar wie ihre 

Berechnung des Valideneinkommens. Insbesondere ist nicht ersichtlich 

und auch nicht begründet, weshalb die IVSTA auf ein 

Durchschnittseinkommen von verschiedenen, einzeln aufgezählten 

Branchen anstatt auf das Total aller Branchen abstellte. Hingegen ist die 

Festlegung des Leidensabzugs bei 10 % ab 2009 - wie oben bereits 

erwähnt (E.4d) - nicht zu beanstanden. Stellt man für die Berechnung des 

Invalideneinkommens ebenfalls auf die LSE-Tabelle 2010, TA1 Männer, 

Anforderungsniveau 4, ab, resultiert bei einem Leidensabzug von 10 % 

ein auf das Jahr 2012 aufindexiertes Invalideneinkommen von 

Fr. 56‘043.30 (Fr. 4‘901.-- : 40 x 41.6 x 12, aufindexiert per 2011 mit 1 % 

und per 2012 mit 0.8 %, abzüglich 10 %) und damit aus der 

Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen ein Invaliditätsgrad von 

10 %. Damit ist der für die Ausrichtung einer Invalidenrente nach UVG 

massgebliche Invaliditätsgrad von 10 % erreicht (Art. 18 Abs. 1 UVG) und 

dem Beschwerdeführer steht auch für die Zeit nach dem 31. Dezember 

2012 eine, im Vergleich zur ursprünglichen, entsprechend reduzierte 

Invalidenrente zu. Die Beschwerdegegnerin wird somit ausgehend von 

einem Invaliditätsgrad von 10 % die konkrete Höhe der Rente anhand des 

versicherten Verdienstes zu berechnen haben (Art. 15 UVG). Dabei kann 

auf die ursprüngliche Verfügung vom 19. Januar 2011 (UV-act. A102) 

verwiesen werden, in der die Beschwerdegegnerin den versicherten 

Verdienst bereits im Detail festgelegt hatte. Dieser wurde nicht bestritten 

und ist angesichts der zu den konkreten Tätigkeiten des 

Beschwerdeführers vorhandenen Akten auch nicht zu beanstanden. Die 

Rente ist alsdann gestützt auf Art. 34 UVG jeweils der Teuerung 

anzupassen.

- 31 -

f) Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass die 

Wiedererwägung der ursprünglichen Verfügung vom 19. Januar 2011 

(UV-act. A102) gerechtfertigt war, jedoch nicht die vollständige 

Einstellung der ab 1. Juni 2009 gewährten Rente per 31. Dezember 2012 

seitens der Beschwerdegegnerin. Der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 10. April 2013 ist daher insoweit aufzuheben, als die 

Beschwerdegegnerin verpflichtet wird, dem Beschwerdeführer für die Zeit 

ab dem 1. Januar 2013 eine auf einem Invaliditätsgrad von 10 % 

basierende Invalidenrente nach UVG auszurichten.

5. a) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in 

Sozialversicherungssachen - ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger 

Prozessführung - für die Parteien kostenlos. Demnach werden für das 

vorliegende Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Das 

entsprechende Gesuch des Beschwerdeführers vom 23. April 2013 um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird damit - in Bezug auf 

die Verfahrenskosten - gegenstandslos.

b) Gemäss Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Partei Anspruch auf 

Ersatz der Parteikosten, die vom Versicherungsgericht festgesetzt und 

ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache 

und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen werden. 

Vorliegend ist der Beschwerdeführer mit seinen Begehren teilweise 

durchgedrungen, weshalb er ausseramtlich zu entschädigen ist. Der 

Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 29. Mai 2013 eine 

Kostennote ein und machte einen Zeitaufwand für das 

Beschwerdeverfahren (ab 12. April 2013) von 4.3 Stunden à Fr. 300.-- 

geltend. Der Umfang der für das Beschwerdeverfahren benötigten 

Stunden ist nicht zu beanstanden, jedoch ist der Stundenansatz gemäss 

- 32 -

Art. 2 und 3 der kantonalen Verordnung über die Bemessung des 

Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) 

auf Fr. 270.-- pro Stunde zu reduzieren. Dies ergibt ein Honorar von 

Fr. 1‘161.--, zuzüglich 3 % Spesenpauschale (Fr. 34.85) und 8 % MWST 

(Fr. 1‘195.85 x 8 % = Fr. 95.65), womit ein Gesamthonorar von total 

Fr. 1‘291.50 resultiert. 

Die Hälfte davon hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer als 

ausseramtliche Entschädigung zu zahlen, da letzterer lediglich teilweise 

und insbesondere nicht mit seinem Hauptantrag obsiegte. Die 

Parteientschädigung, welche die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer zu entrichten hat, wird daher auf Fr. 645.75 (inkl. 

MWST) festgelegt. 

6. a) Gleichzeitig mit Beschwerde vom 23. April 2013 ersuchte der 

Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

Rechtsvertretung. Er verwies dabei auf die eingereichten Unterlagen und 

auf die Zwischenverfügung des Bundesgerichts im Beschwerdeverfahren 

gegen die IVSTA betreffend Invalidenrente (Geschäfts-Nr. B-3277/2012), 

mit der das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege und 

Rechtsverbeiständung für das entsprechende Beschwerdeverfahren vor 

Bundesgericht gutgeheissen worden war (IV-act. 133). 

b) Nach Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft (BV; SR 101) hat jede Person, die nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, 

wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Als aussichtslos 

sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Prozessbegehren 

anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind 

als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet 

- 33 -

werden können (BGE 122 I 267 E.2b, 119 Ia 251 E.3b; je mit Hinweisen). 

Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich 

Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder 

jene nur wenig geringer sind als diese (BGE 122 I 267 E.2b, 119 Ia 251 

E.3b; je mit Hinweisen). Massgebend ist, ob eine Partei, die über die 

nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess 

entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene 

Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen 

können, weil er sie nichts kostet (BGE 122 I 267 E.2b, 119 Ia 251 E.3b; je 

mit Hinweisen). Die beschwerdeführende Person hat ausserdem 

Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand (vgl. Art. 61 lit. f ATSG 

sowie Art. 76 Abs. 1 bis 3 VRG), sofern die Verbeiständung durch einen 

Anwalt oder eine Anwältin notwendig oder doch geboten ist (BGE 125 V 

201 E.4.a). Die Bewilligung befreit von allen behördlichen (inkl. 

gerichtlichen) Kosten und Gebühren. Die Vorschrift über die Erstattung 

(Art. 77 VRG) bleibt ausdrücklich vorbehalten. Die Entschädigung richtet 

sich nach der Anwaltsgesetzgebung. Gemäss Art. 5 HV wird für den 

berechtigten Aufwand der unentgeltlichen Vertretung ein Honorar von 

Fr. 200.-- pro Stunde zuzüglich notwendige Barauslagen und 

Mehrwertsteuer ausgerichtet. 

Vorliegend ist aufgrund der eingereichten Unterlagen die Bedürftigkeit des 

Beschwerdeführers ausgewiesen. Zudem erscheint die vorliegende 

Beschwerde nicht als aussichtslos und die anwaltliche Verbeiständung 

erforderlich, weshalb dem Beschwerdeführer in der Person von 

Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt ein unentgeltlicher 

Rechtsbeistand zu bestellen ist. 

Gestützt auf Art. 5 HV wird der geltend gemachte Aufwand von 4.3 

Stunden zu einem Stundenansatz von Fr. 200.-- pro Stunde berechnet, 

- 34 -

was ein Honorar von Fr. 860.00.--, zuzüglich 3 % Spesenpauschale 

(Fr. 25.80) und 8 % Mehrwertsteuer (Fr. 885.80 x 8 % = Fr. 70.85), total 

also Fr. 956.65 ergibt. Die Hälfte davon (da der Beschwerdeführer zur 

Hälfte von der Beschwerdegegnerin ausseramtlich entschädigt wird), 

nämlich ein Betrag von Fr. 478.35, geht als Auslage für die unentgeltliche 

Verbeiständung zu Lasten der Gerichtskasse (2.15 Stunden). 

Der Beschwerdeführer ist gemäss Art. 77 VRG verpflichtet, die ihm 

vorgeschossenen Vertretungskosten (Fr. 478.35) zurückzuerstatten, falls 

er dazu dereinst aufgrund verbesserter Einkommens- oder 

Vermögensverhältnisse im Stande sein sollte. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen 

und der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. April 2013 insoweit 

aufgehoben, als die B._____ Versicherungen AG verpflichtet wird, 

A._____ ab dem 1. Januar 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 10 % eine 

monatliche, der Teuerung anzupassende Invalidenrente gemäss UVG 

auszurichten. Die B._____ Versicherungen AG hat die Höhe der 

monatlichen Rente noch zu berechnen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die B._____ Versicherungen AG bezahlt eine ausseramtliche 

Entschädigung von Fr. 645.75 (inkl. MWST) an A._____.

4. a) In Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird A._____ in der 

Person von Rechtsanwalt Prof. Dr. iur. Hardy Landolt ein Rechtsvertreter 

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auf Kosten des Staates bestellt. Dieser wird durch die Gerichtskasse mit 

Fr. 478.35 (inkl. MWST) entschädigt. 

b) Wenn sich die Einkommens- oder Vermögensverhältnisse von A._____ 

gebessert haben und er hierzu in der Lage ist, hat er die erlassenen 

Kosten der Rechtsvertretung (Fr. 478.35) zu erstatten (Art. 77 VRG). 

5. [Rechtsmittelbelehrung]

6. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 25. 

November 2014 abgewiesen (8C_441/2014).