# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 79759cea-78ab-539f-93c9-1b08e143e081
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-13
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 13.07.2018 I 2018 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-49_2018-07-13.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 49

Entscheid vom 13. Juli 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
verbeiständet durch B.________,
diese vertreten durch Advokatin lic.iur. C.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilflosenentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ________1999) ist der Sohn von B.________ und 
D.________. Am 16. September 1999 ging bei der IV-Stelle eine Anmeldung 
zum Bezug von IV-Leistungen ein. Die gesundheitlichen Beeinträchtigungen 
wurden mit "Trisomie 21, Down Syndrom" umschrieben (IV-act. 11). Gemäss Mit-
teilung vom 29. August 2000 übernahm die IV-Stelle ab 8. August 2000 die Kos-
ten für Sonderschulmassnahmen (heilpädagogische Früherziehung, vgl. IV-act. 
19). Dieser Anspruch wurde mit Verfügungen vom 12. August 2004 und vom 16. 
Februar 2006 verlängert (IV-act. 27, 53). 

B. Am 1. Juli 2004 wurde die Hilfsbedürftigkeit von A.________ vor Ort abge-
klärt (IV-act. 35). Gestützt auf dieses Abklärungsergebnis bejahte die IV-Stelle 
mit Verfügung vom 11. März 2005 einen Anspruch auf eine Hilflosenentschädi-
gung leichten Grades, wobei der doppelte Ansatz ausgerichtet wurde, weil 
A.________ während des ganzen Jahres zu Hause lebte (IV-act. 36). Ab 1. No-
vember 2005 wurde eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades gewährt (IV-
act. 45, 48; hinsichtlich Verlängerung des Anspruchs vgl. IV-act. 73 und 79). Mit 
Verfügung vom 15. Februar 2006 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für 
Sonderschulmassnahmen im Einzelfall (IV-act. 54). Dieser Leistungsanspruch 
wurde ebenfalls verlängert (IV-act. 58, 67).

C. Am 8. Juli 2010 wurde der Umfang der Hilfsbedürftigkeit erneut vor Ort 
überprüft (IV-act. 85). Gestützt auf den Abklärungsbericht vom 9. Juli 2010 teilte 
die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 27. Juli 2010 mit, es sei vorgesehen, den bis-
herigen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades auf eine sol-
che leichten Grades herabzusetzen (IV-act. 87). Dagegen erhoben die Eltern mit 
Eingabe vom 30. Juli 2010 Einwendungen (IV-act. 89), welche von der IV-Stelle 
dahingehend berücksichtigt wurden, dass gemäss Mitteilung vom 2. Dezember 
2010 weiterhin eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades gewährt wurde (IV-
act. 93). Ein solcher Anspruch blieb nach einer erneuten Überprüfung im Jahre 
2014 unverändert (IV-act. 109).

D. Mit Verfügung vom 29. September 2017 sprach die IV-Stelle A.________ 
mit Wirkung ab 1. September 2017 eine ganze IV-Rente zu (IV-Grad 100%, vgl. 
IV-act. 125, 126). 

Mit Beschluss Nr. IA/008/46/2017 vom 11. Oktober 2017 hat die KESB Ausser-
schwyz für A.________ eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 i.V.m. Art. 
395 ZGB errichtet sowie die Eltern B.________ und D.________ als Beistände 
(zu gemeinsamer Amtsführung) eingesetzt (vgl. Bf-act.).

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E. Am 23. November 2017 klärte die zuständige Mitarbeiterin der IV-Stelle bei 
der Mutter von A.________ telefonisch ab, inwiefern A.________ weiterhin auf 
Unterstützung angewiesen sei. Gestützt auf den entsprechenden Bericht vom 7. 
Dezember 2017 (= IV-act. 128) teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 20. De-
zember 2017 mit, der Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Gra-
des werde auf einen solchen leichten Grades herabgesetzt (IV-act. 129). Dage-
gen opponierte der Vater von A.________ in einer Eingabe vom 26. Dezember 
2017 (IV-act. 130). Daraufhin wurde am 14. Februar 2018 noch eine Abklärung 
vor Ort vorgenommen (IV-act. 136). Mit Verfügung vom 1. Mai 2018 hat die IV-
Stelle den Anspruch auf eine monatliche Hilflosenentschädigung wie folgt festge-
legt (IV-act. 147):

Ab 01.09.2017 bis 30.04.2018 Mittel zu IV zu Hause ohne Begleitung 1‘175.00
Ab 01.05.2018 Leicht zu IV zu Hause ohne Begleitung 470.00

F. Dagegen liess B.________ rechtzeitig am 29. Mai 2018 für A.________ 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegeh-
ren:

1. In Abänderung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 01.05.2018 sei 
dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab 01.09.2017 bzw. ab 01.05.2018 wei-
terhin mindestens eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades zuzuspre-
chen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

G. Mit Vernehmlassung vom 20. Juni 2018 stellte die IV-Stelle folgende Anträ-
ge:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei teilweise abzuweisen, dies soweit ge-
gen die Herabsetzung der Hilflosenentschädigung Beschwerde geführt wird.

2. Dies unter anteilsmässiger Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die 
hilflos sind, haben Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 
Satz 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). 
Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für 
alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Die massgebenden alltäglichen 
Lebensverrichtungen betreffen sechs Bereiche (Kreisschreiben über Invalidität 

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und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, in der ab 1.1.2015 gültigen 
Fassung, Stand 1.1.2018, Rz. 8010):

– Ankleiden, Auskleiden (inkl. allfälliges Anziehen oder Ablegen der Prothese);
– Aufstehen, Absitzen, Abliegen (inkl. ins Bett gehen oder das Bett verlassen);
– Essen (Nahrung ans Bett bringen, Nahrung zerkleinern, Nahrung zum Mund 

führen, Nahrung pürieren und Sondenernährung);
– Körperpflege (Waschen, Kämmen, Rasieren, Baden/Duschen);
– Verrichten der Notdurft (Ordnen der Kleider, Körperreinigung/ Überprüfen der 

Reinlichkeit, unübliche Art der Verrichtung der Notdurft); 
– Fortbewegung (in der Wohnung, im Freien, Pflege gesellschaftlicher Kontak-

te).

Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu 
Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebens-
praktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG). Ist eine Person 
lediglich dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen, so liegt immer 
eine leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 Abs. 3 Satz 3 IVG).

1.1.2  Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abga-
be von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regel-
mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 
lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.20), einer dau-
ernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), einer durch das Gebrechen be-
dingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c), wegen einer 
schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur 
dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche 
Kontakte pflegen kann (lit. d) oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. e).

1.1.3  Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen re-
gelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf le-
benspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (Art. 37 
Abs. 2 lit. c IVV).

1.2 Die Hilfe ist regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich benötigt 
oder eventuell täglich nötig hat (vgl. Rz. 8025 KSIH mit Verweis auf Urteil des 
Bundesgerichts 9C_562/2016 vom 13.1.2017).

1.3 Die Hilfe ist erheblich, wenn u.a. die versicherte Person mindestens eine 
Teilfunktion einer einzelnen Lebensverrichtung nicht mehr, nur mit unzumutbaren 
Aufwand oder nur auf unübliche Art und Weise selbst ausüben kann oder wegen 

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ihres psychischen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen 
würde (Rz. 8026 KSIH). 

1.4 Teilfunktionen einer Lebensverrichtung, für welche die versicherte Person 
unter Umständen bei mehreren Verrichtungen die Hilfe Dritter benötigt, dürfen 
nur einmal berücksichtigt werden. Eine Ausnahme davon macht die Rechtspre-
chung zur Notdurftverrichtung. Danach gehören zu den Teilfunktionen dieser Le-
bensverrichtung auch das Ordnen der Kleider, die Begleitung (Gang) zur Toilette 
sowie die dortige Hilfe beim Absitzen und Aufstehen (Rz. 8027 KSIH).

1.5 Direkte Hilfe von Drittpersonen liegt vor, wenn die versicherte Person die 
alltäglichen Lebensverrichtungen nicht oder nur teilweise selbst ausführen kann 
(Rz. 8028 KSIH). 

1.6 Indirekte Hilfe von Drittpersonen ist gegeben, wenn die versicherte Person 
die alltäglichen Lebensverrichtungen zwar funktionsmässig selbst ausführen 
kann, dies aber nicht, nur unvollständig oder zu Unzeiten tun würde, wenn sie 
sich selbst überlassen wäre (Rz. 8029 KSIH mit Verweis auf BGE 133 V 450).

1.7 Die indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch und geistig Behinderte 
betrifft, setzt voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend ist und die ver-
sicherte Person insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Ver-
richtungen persönlich überwacht, sie zum Handeln anhält oder von schädigen-
den Handlungen abhält und ihr nach Bedarf hilft. Sie ist jedoch zu unterscheiden 
von der Hilfe bei der Bewältigung des Alltags (lebenspraktische Begleitung, 
Rz. 8030 KSIH, siehe auch nachfolgend).

1.8.1  Die lebenspraktische Begleitung beinhaltet weder die (direkte oder indirek-
te) Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen noch die Pflege 
noch die Überwachung. Sie stellt vielmehr ein zusätzliches und eigenständiges 
Institut der Hilfe dar (BGE 133 V 450). Gemäss Art. 38 Abs. 1 IVV liegt ein Bedarf 
an lebenspraktischer Begleitung im Sinne von Art. 42 Abs. 3 IVG vor, wenn eine 
volljährige versicherte Person ausserhalb eines Heimes lebt und infolge Beein-
trächtigung der Gesundheit ohne Begleitung einer Drittperson nicht selbständig 
wohnen kann (lit. a) oder für Verrichtungen und Kontakte ausserhalb der Woh-
nung auf Begleitung einer Drittperson angewiesen ist (lit. b) oder ernsthaft ge-
fährdet ist, sich dauernd von der Aussenwelt zu isolieren (lit. c). Zu berücksichti-
gen ist nur die lebenspraktische Begleitung, die regelmässig und im Zusammen-
hang mit einer der Situationen nach Abs. 1 erforderlich ist (Art. 38 Abs. 3 Satz 1 
IVV). 

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1.8.2 Regelmässigkeit liegt vor, wenn die lebenspraktische Begleitung über eine 
Periode von drei Monaten gerechnet im Durchschnitt mindestens zwei Stunden 
pro Woche benötigt wird (vgl. BGE 133 V 450 Erw. 6.2; Hardy Landolt, in: 
Steiger-Sackmann/Mosimann [Hrsg.], Recht der Sozialen Sicherheit, Basel 2014, 
Rz. 21.93, Fn. 234; Rz. 8053 KSIH). 

1.9 Ein Abklärungsbericht zur Hilfsbedürftigkeit hat grundsätzlich folgende An-
forderungen zu erfüllen: Als Berichterstatter/in wirkt eine qualifizierte Person, 
welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische 
Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen 
sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern 
notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück-
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen 
sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert be-
züglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestands-
mässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwa-
chung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. 
Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen An-
gaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Ent-
scheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das 
im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 Erw. 3.2.1 mit Hinweisen 
auf BGE 133 V 450 Erw. 11.1.1; 130 V 61 Erw. 6.2; 128 V 93; SVR 2012 IV 
Nr. 54 S. 195; Bundesgerichtsurteil 8C_756/2011 vom 12.7.2012 Erw. 3.2).

2.1 Die Parteien sind sich einig, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung hat. Streitig ist im Wesentlichen einzig, ob der konkrete 
Unterstützungsbedarf des Beschwerdeführers einer leichten oder mittelschweren 
Hilflosigkeit zuzuordnen ist.

2.2 Der vorliegende Abklärungsbericht vom 14. Februar 2018 (IV-act. 136) er-
füllt grundsätzlich die von der Lehre und Rechtsprechung gestellten Anforderun-
gen. Dieser Bericht wurde von einer qualifizierten Person in Kenntnis der konkre-
ten Verhältnisse sowie unter Bezugnahme auf die relevante medizinische Dia-
gnose (IV-act. 136-2/9 oben) und der sich daraus ergebenden Beeinträchtigun-
gen bzw. dem Unterstützungsbedarf des Beschwerdeführers verfasst. Ob die 

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Angaben der Hilfe leistenden Personen ausreichend berücksichtigt wurden, ist 
nachfolgend näher zu prüfen. Anzufügen ist, dass die gleiche Abklärungsperson 
bereits am 23. November 2017 die Mutter des Versicherten telefonisch befragt 
hatte (IV-act. 128).

2.3 Unbestritten ist, dass der Versicherte dauernd auf eine lebenspraktische 
Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist. Nicht streitig ist sodann, 
dass der Versicherte hinsichtlich der Lebensverrichtung "Körperpflege" regel-
mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist. Damit die in der 
Beschwerde beantragte Hilflosenentschädigung mittleren Grades gewährt wer-
den kann, bräuchte es einen hinreichenden regelmässigen Unterstützungsbedarf 
in einer zweiten alltäglichen Lebensverrichtung. Ob dies der Fall ist, wird nach-
folgend näher geprüft.

3.1.1  Zur Lebensverrichtung "An- und Auskleiden" äusserte sich die Mutter des 
Versicherten am 23. November 2017 dahingehend, dass sich ihr Sohn selbstän-
dig an- und ausziehe, aber verbal darauf hingewiesen werden müsse, sich wet-
tergerecht anzuziehen (IV-act. 128-2/5 Ziff. 2.1). Bei der Abklärung vom 2. Fe-
bruar 2018 vor Ort berichteten die Eltern, dass der Sohn Unterstützung beim 
Schliessen von Reissverschluss und beim Binden von Schuhen benötige. Er sei 
in der Feinmotorik eingeschränkt. Man müsse ihn auch überwachen, dass er sich 
wettergerecht anziehe. Handschuhe und Kappe könne er nicht selbständig an- 
und ausziehen (weshalb er auch schon unterkühlt gewesen sei). Im Sommer 
komme es vor, dass er total durchgeschwitzt sei. Wenn er in der Pfadi sei, merke 
er nicht, dass die Kleider durchnässt seien. Er wisse nicht, wenn es Zeit sei, die 
Kleider zu wechseln. Er sei extrem langsam beim An- und Auskleiden; man müs-
se dabei sein. Er brauche dafür eine halbe Stunde (vgl. IV-act. 136-2/9).

3.1.2  Demgegenüber berichtete der Verantwortliche der BSZ-Werkstatt (wo der 
Versicherte einen Tag pro Woche in der Holzbearbeitung beschäftigt wird) der 
Abklärungsperson sinngemäss, man habe dem Versicherten beigebracht, dass 
er die Werkstattkleider selbständig an- und ausziehe, was aktuell sehr gut klap-
pe, obwohl er nur einen Tag pro Woche diesen Arbeitsplatz aufsuche (IV-act. 
136-3/9).

3.1.3  Des Weiteren stellte die Abklärungsperson beim Hausbesuch fest, dass 
der Versicherte (am 2.2.2018 bzw. im Winter) durchaus in der Lage war, für ei-
nen Gang zum Bahnhof von sich aus die (Winter)Jacke an- und bei der Rückkehr 
wieder auszuziehen, ohne dass vor und nach diesem Fussmarsch im Freien eine 
Anweisung bzw. eine Kleiderkontrolle nötig war. Sodann fiel der Abklärungsper-
son (und dem in einem anderen Haushalt lebenden Vater des Versicherten) auf, 

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dass der Versicherte ein weisses Hemd trug. Auf die Frage, weshalb sich der 
Versicherte umgezogen habe, antwortete die Mutter, dass sich ihr Sohn für den 
bevorstehenden Besuch (der Abklärungsperson) habe chic kleiden wollen. Dass 
diesbezüglich die Mutter das weisse Hemd habe bereitstellen müssen, wurde 
nicht geltend gemacht. Mithin ist der Versicherte durchaus auch in der Lage, sich 
adäquat zu kleiden, bzw. sind keine ständigen Kleiderkontrollen nötig. Was im 
Übrigen das in einem Schreiben vom 13. Mai 2018 geltend gemachte Bereitstel-
len der neuen/ sauberen Wäsche anbelangt (vgl. Bf-act. 5), wurde im gleichen 
Schreiben relativiert, dass sich der Versicherte vielfach "am Morgen für andere 
Kleider" entscheide. Dem Einwand, er sei im Sommer oft verschwitzt, ist 
grundsätzlich entgegenzuhalten, dass er sich "gerne mehrmals täglich wieder 
umzieht" (vgl. Bf-act. 5). 

3.1.4  Dass im Lichte all dieser konkreten Aspekte die Abklärungsperson den Un-
terstützungsbedarf bei einem der Witterung angepassten An- und Auskleiden als 
nicht derart regelmässig und ausgeprägt beurteilt hat, um eine relevante Hilfsbe-
dürftigkeit für diese Lebensverrichtung anzunehmen, vermag den einer Ab-
klärungsperson für solche Fragen einzuräumenden Beurteilungsspielraum kaum 
zu überschreiten. Analoges gilt auch für die Argumentation in der vorinstanzli-
chen Vernehmlassung (S. 2), wonach die fehlende Fähigkeit, Schuhe zu binden, 
nach dem Schadenminderungsprinzip grundsätzlich durch die Verwendung von 
Schuhen mit Klettverschluss aufgefangen werden kann. Soweit der Versicherte 
dennoch auch teilweise Schuhe mit Schnürsenkel trägt, wäre fraglich, ob dabei 
die erforderliche Dritthilfe regelmässig bzw. täglich gegeben wäre (vgl. oben, Er-
wägung 1.2 mit Verweis auf Rz. 8025 KSIH). Diese Thematik braucht hier indes-
sen nicht abschliessend behandelt zu werden, weil jedenfalls eine hinreichende 
Hilfsbedürftigkeit in einer weiteren Lebensverrichtung als gegeben anzunehmen 
ist.

3.2.1  Beim Verrichten der Notdurft wird in der Beschwerdeschrift (S. 7f.) vorge-
bracht, dass der Versicherte trotz selbständigem Toilettengang indirekte Dritthilfe 
in Form von regelmässiger Aufforderung sowie jeweils einer Nachreinigung 
benötige. Auch wenn der Versicherte am Arbeitsplatz keine Unterstützung in An-
spruch nehme, verhalte es sich so, dass er sich auswärts nach dem Verrichten 
der Notdurft nur ungenügend reinige, so dass eine tägliche Nachreinigung zu 
Hause zur Vermeidung von Infektionen unabdingbar sei. Damit seien die für die-
se Lebensverrichtung geleisteten Hilfestellungen entgegen der Argumentation 
der Vorinstanz sowohl regelmässig, als auch erheblich.

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3.2.2  In der Tat ist es glaubhaft und nachvollziehbar, dass der Versicherte, wel-
cher für die Körperpflege auf regelmässige und erhebliche Dritthilfe angewiesen 
ist (was unbestritten ist), auch für die Reinigung nach Verrichtung der Notdurft 
einen relevanten Unterstützungsbedarf aufweist, was − soweit sich der Versi-
cherte teilweise tagsüber auswärts aufhält − auf eine regelmässige Nachreini-
gung hinausläuft. Die Frage, ob eine solche regelmässige Reinigung nach dem 
Verrichten der Notdurft (sei es daheim direkt nach dem Verrichten der Notdurft, 
sei es nachträglich nach der Rückkehr nach Hause) nur einmal, und zwar bei der 
Lebensverrichtung "Körperpflege" zu berücksichtigen sei, ist in Anlehnung an die 
in Randziffer 8027 KSIH enthaltene Rechtsprechung dahingehend zu beantwor-
ten, dass die Teilfunktion "Reinigung" dieser Lebensverrichtung (Notdurft verrich-
ten) gesondert anzurechnen ist. Mit anderen Worten darf dieser (glaubhafte) Un-
terstützungsbedarf unabhängig von der Hilfsbedürftigkeit in der allgemeinen Le-
bensverrichtung "Körperpflege" als Teilfunktion "Körperreinigung nach Verrichten 
der Notdurft" angerechnet werden. Dies entspricht der Rechtsprechung des Bun-
desgerichts, wie sie in BGE 121 V 88ff. zum Ausdruck kommt. In Erwägung 6a 
dieses Urteils verwies das Bundesgericht ausdrücklich auf ein unveröffentlichtes 
Urteil H. vom 1. März 1988 mit folgenden Angaben (BGE 121 V 94 oben):

Ferner hat das Gericht die indirekte Hilfeleistung in einem Fall als beachtlich ein-
gestuft, in welchem die Versicherte zwar die Notdurft einschliesslich Reinigung 
funktionsmässig an sich noch selber verrichten konnte, hingegen dabei speziell 
überwacht werden musste, damit bei Bedarf, d.h. wenn die eigene Reinigung hy-
gienischen Anforderungen nicht genügte, eingegriffen werden konnte.

Analog ist zusammenfassend im konkreten Fall eine relevante Hilfsbedürftigkeit 
für den Bereich "Verrichten der Notdurft" im Ergebnis zu bejahen. 

3.3 Bei dieser Sachlage fehlen die Voraussetzungen, um die bisher gewährte 
Hilflosenentschädigung mittleren Grades auf eine solche leichten Grades herab-
zusetzen. Nach dem Gesagten erübrigt es sich grundsätzlich, auch auf die weite-
ren Lebensverrichtungen substantiiert einzugehen. Immerhin ergibt eine summa-
rische Prüfung, dass für die weiteren Bereiche "Essen und Trinken", "Aufstehen/ 
Absitzen/ Abliegen" und "Fortbewegung/ Kontaktaufnahme" im Abklärungsbericht 
vom 14. Februar 2018 sowie in der vorinstanzlichen Vernehmlassung in nach-
vollziehbarer Weise ausgeführt wurde, weshalb diesbezüglich keine relevante 
Hilfsbedürftigkeit anzunehmen ist.

4. Dem vorliegenden Ergebnis entsprechend, wonach weiterhin die Voraus-
setzungen für einen Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades 
erfüllt sind, erübrigt sich die Beantwortung der Fragestellung, ab wann der Leis-
tungsanspruch herabzusetzen wäre. Die Verfahrenskosten gehen zu Lasten der 

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Vorinstanz. Zudem wird dem Beschwerdeführer für das gerichtliche Verfahren zu 
Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zugesprochen. Die Entschä-
digung richtet sich nach dem Gebührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; 
SRSZ 280.411). § 2 des Gebührentarifs sieht als Bemessungskriterien die Wich-
tigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, den Umfang und die Art der Arbeitsleis-
tung sowie den notwendigen Zeitaufwand vor. Das Honorar beträgt für die Ver-
tretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRA). Eine all-
fällige Kostennote ist zu spezifizieren und vor Fällen des Entscheides einzurei-
chen; andernfalls wird die Vergütung nach freiem Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 
1 GebTRA). Die Verwaltungsbehörden und das Verwaltungsgericht befolgen bei 
der Entschädigungsbemessung eine zurückhaltende Praxis. Dies entspricht § 74 
Abs. 1 VRP, welcher nur von einer angemessenen Entschädigung und nicht vom 
Anspruch auf Ersatz der Kosten der Prozessführung und Vertretung nach ge-
richtlicher Festsetzung spricht. § 74 Abs. 1 VRP verlangt nicht die Ausrichtung 
einer vollen, sondern nur einer angemessenen, im Rahmen des Gebührentarifs 
sich bewegenden und anhand des notwendigen Aufwandes bestimmten Partei-
entschädigung. Die Parteientschädigung versteht sich als Beitrag an die An-
waltskosten und muss nicht vollumfänglich dem in einer eingereichten Kostenno-
te aufgeführten Betrag entsprechen (Bundesgerichtsurteil 2A.453/2004 vom 
23.3.2005 Erw. 5). Die Bindung an den Gebührentarif und damit die notwendige 
Wahrung der Proportionen zwischen den verschiedensten Aufwandintensitäten 
bedingt, dass aufwandgeringe Verfahren nur so hoch entschädigt werden, dass 
der Gebührentarif auch für aufwandintensivste Fälle noch eine angemessene 
Entschädigung zulässt (EGV-SZ 1986 Nr. 2; 1989 Nr. 6 mit Hinweisen auf die 
Materialien; VGE 708/97 vom 2.9.1997 Erw. 1c). Im Lichte all dieser 
Aspekte ist die Parteientschädigung auf Fr. 1‘800.-- festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung vom 1. Mai 
2018 dahingehend abgeändert, dass weiterhin Anspruch auf eine Hilflosen-
entschädigung mittleren Grades besteht. Die Nachzahlung der entsprechen-
den Beträge ist Sache der Verwaltung.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten, Barauslagen) werden 
auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz auferlegt. Diese Kosten werden 
zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, dass das Verwaltungsgericht den 
vom Beschwerdeführer entrichteten Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält 
und ihm (bzw. seiner Rechtsvertreterin) Fr. 500.-- durch die Vorinstanz zu 
bezahlen sind.

3. Dem Beschwerdeführer wird zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädi-
gung von Fr. 1'800.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizerhof-
quai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes 
über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 13. Juli 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 27. Juli 2018