# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e38d67f-9792-5c27-bed7-443e7d59f16d
**Source:** Appenzell Ausserrhoden (AR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-01
**Language:** de
**Title:** Appenzell Ausserrhoden Kantonsgericht Sammlung ARGVP ARGVP 1988 3009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AR_Gerichte/AR_KG_005_ARGVP-1988-3009_nodate.pdf

## Full Text

C. Gerichtsentscheide 3008, 3009

Erbengemeinschaft auszurichtenden Steuern an Gemeinde, Kanton und 
Bund. Im Hinblick auf eine möglichst zeitsparende Abwicklung der Erb­
teilung bedeutet es keine Beschneidung des Anspruchs der Erben auf 
Teilung, wenn sich das Obergericht darauf beschränkt, zuhanden der 
Teilungsbehörde die wesentlichsten Grundsätze festzulegen.

OGer 3.10.1985 (RBer 1985/86, S. 30)

1.4 Sachenrecht 

3009

Zugehör. Der Heustock ist nicht Zugehör (Art. 643, 645 ZGB; Art. 102 
SchKG).

Für den Rechtsstreit entscheidend ist die Frage, ob der Heustock als 
Zugehörzu betrachten ist oder nicht.

Die Frage ist zu verneinen: Vorab finden gemäss Art. 17 Schlusstitel ZGB 
auf den vorliegenden Fall die Normen des neuen Rechtes Anwendung. 
Danach ist Gras, Heu solange es steht, als natürliche Frucht Bestandteil der 
Hauptsache, des Grundstückes. Dieser Eigenschaft geht es jedoch mit dem 
Momente der Trennung von der Hauptsache verlustig (Art. 643 ZGB). Es ist 
dadurch bewegliche Sache geworden und kann, weil es dem Besitzer der 
Hauptsache nur zum vorübergehenden Gebrauche oder Verbrauche 
dient, gemäss Art. 645 ZGB niemals Zugehör sein. Dieser Auffassung gibt 
auch Wieland, Komm. N. 4 lit. a und 5 lit. e zu Art. 645 ZGB Ausdruck, wo 
speziell den Futtervorräten, landwirtschaftlichen Vorräten die Zugehör­
eigenschaft abgesprochen ist. So auch Jäger, N .4 zu Art.102 SchKG, 
wonach schon eingesammelte Früchte als selbständige bewegliche Sa­
chen und nicht als Bestandteile des Unterpfandes zu gelten haben. Ein 
Heustock ist also weder Bestandteil noch Zugehör einer Liegenschaft und 
deshalb vom Konkursamte mit Recht nicht mit in den Kauf gegeben 
worden.

OGer28.5.1913 (RBer 1912/13, S .40)

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