# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6d248957-b7f4-5987-a7d7-9429630127bc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-08-24
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 24.08.2021 200 2021 417
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2021-417_2021-08-24.pdf

## Full Text

200 21 417 IV
SCP/GET/STA

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 24. August 2021

Verwaltungsrichter Schütz, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 7. Mai 2021

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 2

Sachverhalt:

A.

A.a.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte bzw. Beschwerde-
führerin), ausgebildete … mit eidgenössischem Berufsattest (EBA), melde-
te sich im Dezember 2013 unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall in 
der Halswirbelsäule (HWS) und der Lendenwirbelsäule (LWS) bei der Eid-
genössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten 
der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II] 21; 
178 S. 15). Nachdem die IVB den Sachverhalt in erwerblicher Hinsicht ab-
geklärt, medizinische Berichte beigezogen und insbesondere bei Dr. med. 
C.________, Fachärztin für Neurochirurgie, ein Gutachten veranlasst hatte 
(Expertise vom 20. Juni 2014 [act. II 54.1]), zog die Versicherte ihr Leis-
tungsgesuch mit Schreiben vom 4. Juni 2014 (act. II 53; 61) zurück.

Im Mai 2015 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf einen Band-
scheibenvorfall "HWS + LWS, Operationen (Prothesen)" sowie eine De-
pression erneut bei der IV zum Leistungsbezug an (act. II 65). Die IVB 
gewährte berufliche Massnahmen (act. II 94; 100; 104; 121; 123; 134; 145; 
151), welche sie am 8. September 2017 (act. II 177) mit der Feststellung 
abschloss, die Versicherte sei seit dem 1. September 2017 als Mitarbeiterin 
Rechnungswesen in der damaligen Privatklinik D.________ AG (im Rah-
men eines 50%-Pensums angestellt. In der Folge schritt die IVB zur Ren-
tenprüfung, in deren Rahmen sie bei der E.________ AG eine 
polydisziplinäre Begutachtung veranlasste (Expertise vom 3. September 
2018 [Akten der IVB, act. IIA, 245.1-245.5]). Mit (unangefochten gebliebe-
ner) Verfügung vom 22. Februar 2019 (act. IIA 250 S. 2 ff.) sprach die IVB 
der Versicherten ab 1. September 2017 eine halbe Invalidenrente zu, wobei 
sie einen nach Massgabe der Einkommensvergleichsmethode ermittelten 
Invaliditätsgrad von 50% zugrunde legte. Dieser Anspruch wurde im Mai 
2020 im Rahmen einer von Amtes wegen eingeleiteten Revision bestätigt 
(act. IIA 268), nachdem die IVB einen Bericht des Hausarztes der Be-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 3

schwerdeführerin, Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin (act. IIA 267), eingeholt hatte. 

A.b.

Im August 2020 meldete sich die Versicherte bei der IVB telefonisch re-
spektive mittels E-Mail und teilte mit, sie komme seit der Geburt ihres Soh-
nes im Mai 2019 an ihre Grenzen, weshalb sie ein Revisionsgesuch stelle 
(act. IIA 269 f.). In der Folge liess die IVB durch ihren Abklärungsdienst 
einen Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb erstellen (act. IIA 277 S. 2 ff.). 
Den ersten Vorbescheid vom 12. November 2020 (act. IIA 278), mit wel-
chem die IVB die rückwirkende Rentenaufhebung bzw. -sistierung per 
1. Juni 2019 angekündigt hatte, ersetzte sie auf Einwand der Versicherten 
hin mit einem zweiten Vorbescheid vom 3. Februar 2021 (act. IIA 286), 
worin bei einem nach Massgabe der gemischten Methode (Erwerb: 50%, 
Haushalt: 50%) ermittelten Invaliditätsgrad von 36% die Aufhebung der 
Invalidenrente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Mo-
nats in Aussicht gestellt wurde. Dagegen erhob die Versicherte wiederum 
Einwand (act. IIA 289), woraufhin die IVB eine Stellungnahme ihres Ab-
klärungsdienstes einholte (act. IIA 291). Mit Verfügung vom 7. Mai 2021 
(act. IIA 292) entschied sie wie im Vorbescheid vom 3. Februar 2021 in 
Aussicht gestellt.

B.

Dagegen liess die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, mit Eingabe vom 7. Juni 2021 Beschwerde erheben. Sie stellt 
die folgenden Rechtsbegehren: 

1. Die Verfügung vom 7. Mai 2021 sei vollumfänglich aufzuheben. 

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erwä-
gungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

3. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu ge-
währen.

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 4

Mit Verfügung vom 8. Juni 2021 wies der Instruktionsrichter den Antrag auf 
Erlass vorsorglicher Massnahmen (Weiterausrichtung der Rentenleistun-
gen während bzw. bis zum rechtskräftigen Abschluss des Rechtsstreites) 
ab. 

Mit Beschwerdeantwort vom 9. Juli 2021 beantragt die Beschwerdegegne-
rin die Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 7. Mai 2021 (act. IIA 
292). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und 
dabei insbesondere die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 5

halbe Invalidenrente zu Recht auf Ende des der Zustellung der Verfügung 
folgenden Monats aufgehoben hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 
Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). 

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). 

2.3

2.3.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 6

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 144 I 103 E. 2.1 S. 105, 141 V 9 E. 
2.3 S. 10; SVR 2018 UV Nr. 22 S. 79 E. 2.2.1).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b S. 
200; SVR 2019 IV Nr. 39 S. 124 E. 5). 

2.3.4 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2019 IV Nr. 68 S. 220 E. 2).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-

http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=9C_721%2F2010&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F117-V-198%3Ade&number_of_ranks=0#page198

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 7

ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

3.

3.1 Mit (unangefochten gebliebener) Verfügung vom 22. Februar 2019 
(act. IIA 250 S. 2 ff.) sprach die IVB der Beschwerdeführerin ab 1. Septem-
ber 2017 eine auf einem Invaliditätsgrad von 50% basierende halbe Invali-
denrente zu, welche mit Verfügung vom 7. Mai 2021 (act. IIA 292) 
aufgehoben wurde. Massgebende Vergleichszeitpunkte (vgl. E. 2.3.4 vor-
ne) bilden somit die Verfügung vom 22. Februar 2019 einerseits und die 
nunmehr angefochtene Verfügung vom 7. Mai 2021 andererseits. Nicht 
referenziell ist – entgegen der Beschwerdeführerin (Beschwerde, S. 4 f., 
Rz. 7 und S. 13 Ziff. 1) – die Mitteilung vom 7. Mai 2020 (act. IIA 268), mit 
welcher der bisherige Rentenanspruch bei unverändertem Invaliditätsgrad 
von 50% bestätigt wurde, beruht dieses Ergebnis doch nicht auf einer ma-
teriellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhalts-
abklärung (vgl. E. 2.3.4 vorne). Dass die Beschwerdegegnerin bei Erlass 
dieser Mitteilung Kenntnis von der am 15. Mai 2019 erfolgten Geburt des 
zweiten Sohnes der Beschwerdeführerin hatte (vgl. Beschwerde, S. 4, Rz. 
7), ist zwar korrekt (vgl. act. IIA 265 S. 5), aber nicht massgebend. Denn 
die Heranziehung dieses Verwaltungsaktes als Vergleichsbasis setzte vor-
aus, dass er auf denjenigen Abklärungen beruht, welche mit Blick auf die 
möglicherweise veränderten Tatsachen notwendig erscheinen (vgl. Ent-
scheid des Bundesgerichts [BGer] vom 16. September 2020, 9C_162/2020, 
E. 4.1). Dies trifft auf die hier im Zuge der geänderten familiären Verhältnis-
se potentiell revisionsrelevante Statusfrage (vgl. E. 3.7 hinten) nicht zu re-
spektive war diese im Rahmen des im März 2020 (act. IIA 258) 
eingeleiteten Revisionsverfahrens – wenn auch fälschlicherweise – gerade 
nicht Abklärungs- und Beurteilungsgegenstand. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 8

3.2 Die Beschwerdegegnerin hat – indem sie den Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 9. Oktober 2020 (act. IIA 277 S. 2 ff.) zum Bestand-
teil der Verfügung vom 7. Mai 2021 (act. IIA 292) erklärt hat (S. 1) – das 
Vorliegen eines Revisionsgrundes im Sinne einer Veränderung der fami-
liären Verhältnisse respektive einer sich daraus ergebenden Statusände-
rung bejaht (vgl. act. IIA 277 S. 12). Insoweit ist Folgendes festzuhalten: 

3.3 Die Beschwerdeführerin ist Mutter zweier am TT. Januar 2005 
(vgl. act. II 188 S. 6) und am TT. Mai 2019 (act. IIA 281 S. 2) geborener 
Söhne. Der 2005 geborene Sohn wohnt nicht bei ihr und die Beschwerde-
führerin hat gemäss eigenen Angaben auch keinen Kontakt zu ihm (act. IIA 
245.5 S. 14), womit insoweit und unbestrittenermassen zu keiner Zeit Be-
treuungspflichten bestanden (vgl. act. II 188; IIA 277 S. 3; Beschwerde, S. 
6, Rz. 10). In der Folge wurde die Beschwerdeführerin im Rahmen der Ver-
fügung vom 22. Februar 2019 (act. IIA 250 S. 2 ff.) als vollzeitig Erwerbs-
tätige eingestuft (S. 5). Demgegenüber übt sie in Bezug auf den 
zweitgeborenen Sohn das alleinige Sorgerecht aus (act. IIA 277 S. 3), wo-
bei die Beschwerdeführerin eine "starke Belastung durch Kindererziehung 
alleine" geltend machte (act. IIA 265 S. 4). Dies stellt im Vergleich zur 
massgeblichen Verfügung vom 22. Februar 2019 (vgl. E. 3.1 vorne) eine 
wesentliche Änderung in den tatsächlichen (persönlichen) Verhältnissen 
dar. 

3.4 Ist demnach eine potentiell revisionsrelevante Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen eingetreten, ist als nächstes zu prüfen, ob die-
se auch geeignet ist, den Status zu verändern mit der Folge, dass eine 
andere Art der Bemessung der Invalidität (mit Auswirkung auf den Renten-
anspruch) zur Anwendung gelangt (vgl. E. 2.3.2 vorne). Letzteres bejaht 
die Beschwerdegegnerin, indem sie in der angefochtenen Verfügung vom 
7. Mai 2021 (act. IIA 292) für die Ermittlung des Invaliditätsgrades einen 
Status von 50% Erwerb und 50% Haushalt zugrunde legte (S. 2), welcher 
zur Anwendung der gemischten Methode und in der Folge zur Aufhebung 
des Rentenanspruchs führt. Demgegenüber bestreitet die Beschwerdefüh-
rerin eine Statusänderung (Beschwerde, S. 5 ff.) bzw. macht geltend, sie 
würde als Gesunde auch weiterhin zu 100% erwerbstätig sein (vgl. auch 
act. IIA 284 S. 1 f.).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 9

3.5 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20). 
Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versi-
cherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in 
welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 144 I 28 E. 2.3 
S. 30; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1). Zu berücksichtigen sind die 
persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso 
wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das 
Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die 
persönlichen Neigungen und Begabungen. Dabei sind die konkrete 
Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der 
allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30, 117 
V 194 E. 3b S. 195; SVR 2019 IV Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der 
Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische 
Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der 
im Sozialver-sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3 S. 30; SVR 2019 IV 
Nr. 3 S. 7 E. 5.1).

3.6 Anlässlich der Erhebung zu den häuslichen Verhältnissen am 
7. Oktober 2020 gab die Beschwerdeführerin gemäss Abklärungsbericht 
Haushalt/Erwerb vom 9. Oktober 2020 (act. IIA 277 S. 2 ff.) auf die Frage, 
ob sie ohne gesundheitliche Einschränkung eine Erwerbstätigkeit ausüben 
würde, an, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkung gerne weiterhin 
bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin (Privatklinik D.________ AG) zu 50% 
als … arbeitstätig wäre. Während dieser Zeit würde sich ihr Kind in der Kita 
aufhalten. Momentan sei es so, dass sie ihre Therapien besuche während 
ihr Sohn in der Kita sei. Er sei zu 45% in der Kita platziert. Weiter sei die 
Beschwerdeführerin der Meinung, dass sie finanziell mit einer Anstellung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 10

zu 50%, bei welcher sie in etwa Fr. 2‘600.-- verdienen könnte, sowie mit 
den Unterhaltsbeiträgen auskommen würde. Die Unterhaltsbeiträge würde 
sie weiterhin erhalten, wenn sie zu 50% arbeiten würde. Sie habe bereits 
überlegt, wo sie einsparen könne, jedoch lebe sie bereits sparsam. 
Resümierend hielt die Abklärungsfachperson fest, gestützt auf die 
Aussagen der Beschwerdeführerin sei der Status ab Geburt des zweiten 
Sohnes am 15. Mai 2019 auf 50% Erwerb (und 50% Haushalt) festzulegen 
(S. 5).

3.7 In Würdigung sämtlicher Umstände besteht kein Anlass, von 
diesen im Abklärungsbericht getroffenen Feststellungen und 
Schlussfolgerungen abzurücken: 

3.7.1 Zunächst bringt die Beschwerdeführerin vor, für die 
Abklärungsfachperson sei es wohl nicht denkbar gewesen mit der 
Gewissheit zu leben, dass sie – die Beschwerdeführerin – zusätzlich zu 
den Alimenten-zahlungen des Kindsvaters eine Invalidenrente erhalte, 
woraus auf eine Voreingenommenheit der Abklärungsfachperson zu 
schliessen und der Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb "nicht als 
Beweismittel im vorliegenden Prozess anzuerkennen" sei (Beschwerde, S. 
8, Rz. 15). Dieser (als solcher zu qualifizierende) Einwand der 
Befangenheit und der daraus gefolgerte Antrag, den Abklärungsbericht aus 
dem Recht zu weisen, ist jedoch schon deshalb nicht zu hören, weil er 
erstmals im vorliegenden Beschwerdeverfahren vorgebracht wird (vgl. act. 
IIA 283; 289 S. 1-3) und damit verspätet erfolgt, wäre doch eine frühere 
Geltendmachung bei bereits im November 2020 erfolgter Aktenzustellung 
an die Beschwerdeführerin (act. IIA 282) ohne weiteres möglich gewesen 
(BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69, 132 V 93 E. 7.4.2 S. 112; SVR 2019 IV Nr. 85 
S. 280 E. 4.2). Doch selbst wenn das Vorbringen der Beschwerdeführerin 
materiell zu würdigen wäre, könnte allein aus dem Umstand, wonach die 
Abklärungsfachperson über die Höhe der Unterhaltsleistungen "erstaunt 
war" (Beschwerde, S. 8, Rz. 15; act. IIA 289 S. 2; 291 S. 5), nicht auf deren 
Befangenheit geschlossen werden, zumal der Abklärungsbericht 
durchwegs objektiv und in einem sachlichen Tonfall verfasst wurde. 
Sodann stellt die Abklärung vor Ort gerade kein "Verhör" dar (Beschwerde, 
S. 9, Rz. 17), welches nach zivil- oder strafrechtlichen Grundsätzen zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 11

protokollieren wäre (Beschwerde, S. 7, Rz. 12; Entscheid des BGer vom 9. 
Juli 2012, 9C_406/2011, E. 5.5). Eine solche Protokollierungspflicht sehen 
denn auch weder Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über 
die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) noch das Kreisschreiben des 
Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV) über die Invalidität und 
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH) vor. Es besteht demnach 
kein Grund, den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 9. Oktober 2020 
(act. IIA 277 S. 2 ff.) aus den Akten zu weisen. 

Soweit die Ausführungen in der Beschwerde auf S. 8 f., Rz. 16 sodann als 
grundsätzliche Kritik an der herrschenden Rechtsprechung in Zusammen-
hang mit der gemischten Methode verstanden werden könnten, so ist auf 
die geltende Praxis des BGer zu verweisen, wonach ein Revisionsgrund 
auch gegeben sein kann, wenn eine andere Art der Bemessung der Invali-
dität zur Anwendung gelangt. Auch kann die Beschwerdeführerin aus dem 
Entscheid des EGMR (Di Trizio gegen die Schweiz) vom 2. Februar 2016 
(Nr. 7186/09) und die daraufhin ergangene höchstrichterliche 
Rechtsprechung (Beschwerde, S. 10 ff., Rz. 18), wonach in 
Konstellationen, in welchen allein familiäre Gründe (die Geburt von Kindern 
und die damit einhergehende Reduktion des Erwerbspensums) für einen 
Statuswechsel von "vollerwerbstätig" zu "teilerwerbstätig" (mit 
Aufgabenbereich) sprachen, auf die (allein darauf beruhende) 
revisionsweise Aufhebung oder Herabsetzung der Invalidenrente im Sinne 
von Art. 17 Abs. 1 ATSG zu verzichten war (BGE 143 I 50 und 60), nichts 
zu ihren Gunsten ableiten. In BGE 147 V 124 hat das BGer entschieden, 
dass mit der seit 1. Januar 2018 in Kraft stehenden Berechnungsweise der 
gemischten Methode gemäss Art. 27bis IVV den Anforderungen des Urteils 
Di Trizio Genüge getan ist bzw. kein Anlass mehr besteht, einen 
Statuswechsel von der Voll- zur Teilerwerbstätigkeit nicht als 
Revisionsgrund anzuerkennen, wenn einzig die Geburt eines Kindes dafür 
verantwortlich ist (E. 7). Dem ist auch vorliegend Rechnung zu tragen, 
zumal die Beschwerdeführerin auch beschwerdeweise anerkennt, mit der 
(erneuten) Mutterschaft sei eine Änderung der familiären Situation 
eingetreten (Beschwerde, S. 5, Rz. 8) bzw. sie im Verwaltungsverfahren 
selber geltend machte, sie gelange seit der Geburt ihres Sohnes im Mai 
2019 als Alleinerziehende ohne familiäre Unterstützung an ihre Grenzen, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 12

weshalb sie ein Revisionsgesuch stellen möchte (act. IIA 265 S. 5; 269; 
289 S. 13). 

3.7.2 Ferner trifft es zu, dass die Beschwerdeführerin (erstmals) mit 
Schreiben vom 1. Dezember 2020 (act. IIA 284 S. 1 f.) geltend machte, sie 
wäre entgegen der Darstellung im Abklärungsbericht vom 9. Oktober 2020 
als Gesunde nicht im Umfang von 50%, sondern 100% erwerbstätig. Es 
besteht jedoch kein Anlass, von der auch bezüglich 
Haushaltabklärungsberichten zu berücksichtigenden Maxime, wonach den 
Aussagen der ersten Stunde besonderer Beweiswert zukommt (Entscheid 
des BGer vom 28. Juni 2019, 9C_161/2019, E. 5.4.3), abzurücken. 
Abgesehen davon, dass in der Verfügung vom 22. Februar 2019 die Geburt 
ausdrücklich als eine wesentliche Änderung in den persönlichen 
Verhältnissen aufgezählt wird, die geeignet sei, den Leistungsanspruch zu 
beeinflussen (vgl. act. IIA 250 S. 5 f.), bestehen entgegen der 
beschwerdeweisen Darstellung (S. 8, Rz. 14) keine Anzeichen dafür, dass 
die Beschwerdeführerin die ihr anlässlich der Erhebung der Verhältnisse 
vor Ort bereits bekannte Frage nach der hypothetischen Erwerbstätigkeit 
im Gesundheitsfall (vgl. act. II 74 S. 1) nicht verstanden haben könnte. 
Einerseits widerlegt sie dies im von ihr unterzeichneten Schreiben vom 1. 
Dezember 2020 (act. IIA 284 S. 1 f.) selber. Andererseits bestehen auch in 
medizinischer bzw. intelligenzmässiger Hinsicht keine Anhaltspunkte dafür, 
die einen solchen Schluss nahelegen (vgl. act. IIA 245.5 S. 18). Folglich 
kommt den im Abklärungsbericht vom 9. Oktober 2020 enthaltenen 
Angaben und Schlussfolgerungen zum Status Beweiswert zu. 

3.7.3 Dies gilt umso mehr, als sich gemäss den für die Beurteilung der 
Frage nach dem hypothetischen Umfang der Erwerbstätigkeit zu 
berücksichtigenden gesamten persönlichen Verhältnissen (vgl. E. 3.5 
vorne) die Statusfestlegung auch nach der übrigen Aktenlage als schlüssig 
erweist: Wie in E. 3.1 vorne dargelegt, steht fest und anerkennt auch die 
Beschwerdeführerin (Beschwerde, S. 5, Rz. 8), dass sich ihre persönliche 
Situation mit der Geburt des zweiten Sohnes im Mai 2019 geändert hat. 
Gemäss unbestritten gebliebener Darstellung im Abklärungsbericht erhält 
sie vom von ihr getrennt lebenden Kindsvater (act. IIA 277 S. 3) monatliche 
Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 2‘350.-- (S. 6), womit nach dem 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 13

neuen Unterhaltsrecht auch die Betreuung für das Kind abgegolten ist und 
nach der Rechtsprechung vom betreuenden Elternteil erst ab der 
Einschulung eine Erwerbsaufnahme von 50% verlangt wird (vgl. BGE 144 
III 481 E. 4.3 S. 487 und E. 4.7.6 S. 497). Was letzteren Punkt anbelangt, 
so verkennt das Gericht nicht, dass für die Beantwortung der 
sozialversicherungsrechtlichen Statusfrage nicht die Zumutbarkeit einer 
Erwerbstätigkeit massgebend ist, sondern das hypothetisch im 
Gesundheitsfall ausgeübte Erwerbspensum. Dennoch kann der 
vorgenannte Umstand im Hinblick auf die von der Beschwerdeführerin im 
Schreiben vom 1. Dezember 2020 (act. IIA 284 S. 1 f.) behauptete 
Ausübung einer 100%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall nicht 
ausgeblendet bleiben, zumal geleistete Unterhaltsbeiträge bei der 
Statusfrage praxisgemäss als massgebender Aspekt mitzuberücksichtigen 
sind (vgl. MEYER/REICHMUTH, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung 
[IVG], 3. Aufl. 2014, S. 313, Rz. 8; SVR 2000 IV Nr. 10 E. 3c). Wenn die 
Beschwerdegegnerin deshalb in Würdigung der wirtschaftlichen Situation 
respektive aufgrund einer ‘Bedarfsberechnung’ auf den hypothetisch erfor-
derlichen Anteil einer Erwerbstätigkeit schliesst, ist dies nachvollziehbar. 
Dabei hat sie durchaus berücksichtigt, dass der wirtschaftlichen Notwen-
digkeit einer Erwerbstätigkeit nicht die allein entscheidende Bedeutung 
zukommt (Entscheid des BGer vom 19. Februar 2020, 8C_29/2020, E. 
5.3.3), ging sie doch nicht schematisch vor, sondern trug den spezifischen 
Verhältnissen der Beschwerdeführerin hinreichend Rechnung. Letztere 
lassen aufgrund der Angaben zum Freizeitverhalten und insbesondere der 
Ausbildungs- und der vor Eintritt der Invalidität dokumentierten Erwerbsbio-
graphie (act. II 178 S. 6 ff.) nicht darauf schliessen, dass die Beschwerde-
führerin ihre Lebensgestaltung in wesentlicher Hinsicht auf die berufliche 
Karriere ausgerichtet hätte. Vielmehr ist anzunehmen, dass sie auch dem 
Freizeit- und Familienleben einen hohen Stellenwert beimass bzw. -misst. 
So ergibt sich aus den im E.________-Gutachten vom 3. September 2018 
erhobenen Tages- und Freizeitaktivitäten, dass sie vor der Geburt des 
zweiten Kindes viel Zeit mit ihren drei Hunden und im eigenen Garten ver-
brachte (act. IIA 245.2 S. 9). Auch diese Umstände sprechen gegen die im 
Schreiben vom 1. Dezember 2020 geltend gemachte, ausschliesslich mit 
einer angeblichen wirtschaftlichen Notwendigkeit begründete Annahme 
einer Vollzeiterwerbstätigkeit im Gesundheitsfall. Zwar hat die Beschwerde-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 14

führerin mittlerweile keinen Garten (act. IIA 277 S. 7) und offenbar auch 
keinen Hund mehr (S. 10). Es ist jedoch nicht ersichtlich und sie macht 
auch nicht geltend, dass die dadurch gewonnene Zeit im Validitätsfall für 
den erwerblichen Bereich eingesetzt würde. 

3.7.4 Wie in E. 3.5 vorne dargelegt, ist für die hypothetische Annahme 
einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im 
Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit erforderlich. Danach ist ein bestimmter Sachverhalt 
nicht bereits dann bewiesen, wenn er bloss möglich ist. Hingegen genügt 
es, wenn das Gericht aufgrund der Würdigung aller relevanten 
Sachumstände, mithin nach objektiven Gesichtspunkten, zur Überzeugung 
gelangt, dass er der wahrscheinlichste aller in Betracht fallenden 
Geschehensabläufe – bei zwei möglichen Sachverhaltsvarianten: die 
wahrscheinlichere – ist und zudem begründeterweise angenommen 
werden darf, dass weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden 
Ergebnis nichts mehr ändern (Entscheid des BGer vom 7. Dezember 2011, 
9C_541/2011, E. 5.1). Werden – in Nachachtung dieser beweisrechtlichen 
Grundsätze – die beiden hier in Betracht fallenden Hypothesen des von der 
Beschwerdegegnerin festgelegten Status 50% Erwerb / 50% Haushalt 
einerseits und der von der Beschwerdeführerin postulierte Status 100% 
Erwerb andererseits einander gegenübergestellt und beweismässig 
gewichtet, so folgt daraus, dass in Würdigung des (hinreichend erstellten) 
Sachverhalts respektive der praxisgemäss zu berücksichtigenden Kriterien 
ein Status 50% Erwerb / 50% Haushalt wahrscheinlicher ist als die 
Annahme einer im Gesundheitsfall vollzeitig ausgeübten Erwerbstätigkeit. 
Demnach ist der Status 50% Erwerb / 50% Haushalt auch überwiegend 
wahrscheinlich erstellt. 

3.8 Indem die Beschwerdeführerin in der Referenzverfügung vom 
22. Februar 2019 (act. IIA 250 S. 2 ff.) als vollzeitig Erwerbstätige 
eingestuft wurde, liegt mit der seit Geburt ihres zweiten Sohnes 
bestehenden und bis zum massgeblichen Zeitpunkt der angefochtenen 
Verfügung vom 7. Mai 2021 andauernden Statusänderung zur teilzeitlich 
Erwerbstätigen mit Aufgabenbereich mit einem Anteil 
Erwerb/Aufgabenbereich von je 50% eine Änderung in den tatsächlichen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 15

Verhältnissen vor, was zur Bejahung eines Revisionsgrundes führt (vgl. E. 
2.3.2 vorne). Damit ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher 
Hinsicht allseitig und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu 
prüfen (vgl. E. 2.3.3 vorne). 

Zu keinem anderen Ergebnis führte es, wenn – mit der Beschwerdeführerin 
– als massgeblicher Vergleichszeitpunkt (vgl. E. 3.1 vorne) auf die Mittei-
lung vom 7. Mai 2020 abgestellt würde mit der Folge, dass (bei unverän-
derten familiären Verhältnissen) die Annahme eines Revisionsgrundes 
entfiele: Indem damals trotz Kenntnis der neuen familiären Situation der 
Beschwerdeführerin keine Abklärungen zur Statusfrage vorgenommen 
wurde, liegt eine unvollständige Sachverhaltsabklärung und in der Folge 
eine offensichtlich falsche Festlegung des Status vor, was Anlass für eine 
Wiedererwägung böte. Die Mitteilung vom 7. Mai 2020 erwiese sich als 
zweifellos unrichtig im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG und einer Neubeur-
teilung pro futuro stünde auch insoweit nichts entgegen. Demnach wäre die 
auf Art. 17 ATSG gestützte angefochtene Verfügung – soweit die Be-
schwerdegegnerin damit auf die Rentenverfügung vom 22. Februar 2019 
zurückgekommen sein sollte – mit dieser substituierten Begründung zu 
schützen (BGE 144 I 103 E. 2.2 S. 105).

4.

4.1 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
(Einkommensvergleichsmethode) festgelegt. Waren sie daneben auch im 
Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf 
einen Betätigungsvergleich ermittelt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle 
sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im 
Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im 
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen 
zu bemessen (sog. gemischte Methode; BGE 144 I 21 E. 2.1 S. 23, 142 V 
290 E. 4 S. 293).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 16

4.2 Für die Bestimmung des lnvaliditätsgrades nach Massgabe der 
Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) wird bei einer erwerbstäti-
gen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt der 
Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und all-
fälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei 
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre.

4.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325; SVR 2017 IV Nr. 52 S. 157 E. 5.1). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf statistische 
Werte wie die Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 144 I 103 E. 5.3 S. 110; 
SVR 2019 UV Nr. 40 S. 153 E. 6.2.3).

4.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 143 V 295 E. 2.2 S. 296). Hat die versicherte 
Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine 
ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so können 
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für 
Statistik (BFS) herausgegebenen LSE herangezogen werden (BGE 143 V 
295 E. 2.2 S. 297; SVR 2019 IV Nr. 28 S. 88 E. 5.1.3). 

4.3 Bei Teilerwerbstätigen, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich 
nach Art. 7 Abs. 2 IVG betätigen, werden für die Bestimmung des 
Invaliditätsgrads der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und 
der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 17

summiert (Art. 27bis Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in 
Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art. 16 ATSG. Dabei sind 
Validen- und Invalideneinkommen auf der Grundlage einer hypothetischen 
Vollzeittätigkeit zu ermitteln (BGE 145 V 370). Die prozentuale 
Erwerbseinbusse wird schliesslich anhand des Beschäftigungsgrads, den 
die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (Art. 
27bis Abs. 3 IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die 
Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der 
Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur 
Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, 
ermittelt. Er wird anhand des Anteils des Aufgabenbereichs gewichtet (Art. 
27bis Abs. 4 IVV).

4.4

4.4.1 Für den erwerblichen Bereich steht hinsichtlich des Validenein-
kommens gestützt auf die Angaben im Abklärungsbericht zunächst fest, 
dass die Beschwerdeführerin bis zum Zeitpunkt der Verfügung vom 7. Mai 
2021 auch weiterhin als … tätig gewesen wäre (act. IIA 277 S. 5). Indessen 
wurde das zuletzt bei der Privatklinik D.________ AG innegehabte Arbeits-
verhältnis inzwischen aufgelöst (vgl. act. IIA 277 S. 5). Im Übrigen zeichnet 
sich die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin durch zahlreiche 
Wechsel hinsichtlich der jeweils allein temporär ausgeübten beruflichen 
Tätigkeiten aus (act. II 178 S. 6 f.), so dass es sich rechtfertigt, für die Be-
stimmung des ohne gesundheitliche Beeinträchtigung hypothetisch erziel-
baren Einkommens auf die Zahlen der LSE abzustellen (vgl. E. 4.2.1 
vorne). Dies wirkt sich in Anbetracht des bei der letzten Arbeitgeberin er-
zielten Gehalts bei einem Vollzeitpensum von monatlich Fr. 5'100.-- bzw. 
bei einem Beschäftigungsgrad von 50% von Fr. 33'150.-- pro Jahr (act. II 
174 S. 2; IIA 229 S. 5) denn auch zu Gunsten der Beschwerdeführerin aus 
(siehe sogleich), so dass offen bleiben kann, aus welchen Gründen die 
Auflösung des letzten Arbeitsverhältnisses erfolgte.

Die Beschwerdegegnerin hat in der angefochtenen Verfügung vom 7. Mai 
2021 unter Hinweis auf den Einkommensvergleich im Abklärungsbericht 
(act. IIA 277 S. 7) auf die LSE 2018, Tabelle T17, Pos. 44 (Sonstige Büro-
kräfte und verwandte Berufe), Total, Frauen, abgestellt. Dies ist grundsätz-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 18

lich nicht zu beanstanden. Indessen ist für die Berechnung des Validenein-
kommens der Wert 30 bis 49 Jahre, Frauen, relevant, womit sich das 
massgebliche Einkommen auf Fr. 5'828.-- pro Monat bzw. Fr. 69'936.-- pro 
Jahr beziffert. 

4.4.2 In Bezug auf das Invalideneinkommen (vgl. E. 4.2.2 vorne) steht 
zunächst fest, dass der Beschwerdeführerin gestützt auf das estimed-
Gutachten vom 3. September 2018 aus interdisziplinärer Sicht trotz des 
das funktionelle Leistungsvermögen beeinträchtigenden chronischen cer-
vicovertebralen und lumbovertrebralen Syndroms (act. IIA 245.1 S. 10) 
sowohl die angestammte …tätigkeit wie auch jede andere den Leiden an-
gepasste Verweistätigkeit im Umfang von 50% zumutbar ist (S. 13 f.). Es 
bestehen keine Anhaltspunkte in den Akten, die auf eine diesbezügliche 
Verschlechterung hindeuten: So hielt Dr. med. F.________ im Bericht vom 
24. April 2020 (act. IIA 267) einen unveränderten Gesundheitszustand fest 
und der Bericht des behandelnden Chiropraktors vom 25. Januar 2021 (Ak-
ten der Beschwerdeführerin [act. I] 7) enthält keinerlei Angaben zur medizi-
nisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit. Schliesslich macht auch die 
Beschwerdeführerin nicht geltend, dass sich seit der Begutachtung durch 
die E.________ AG in Bezug auf das in erwerblicher Hinsicht massgebliche 
funktionelle Leistungsvermögen eine wesentliche Änderung bzw. Ver-
schlechterung ergeben hätte, so dass weiterhin auf die in der nämlichen 
Expertise getroffenen Einschätzungen abgestellt werden kann.

Indem die Beschwerdeführerin ihre Restarbeitsfähigkeit nicht ausschöpft 
respektive keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist für die Ermittlung des Inva-
lideneinkommens ebenfalls auf statistische Werte gemäss LSE 2018 abzu-
stellen, wobei in Anbetracht der nach wie vor gültigen Einschätzungen im 
estimed-Gutachten (act. IIA 245.1 S. 13 f.) sowie der Tatsache, dass der 
Beschwerdeführerin auch der öffentliche Sektor offensteht, dieselbe Tabel-
lenposition wie beim Valideneinkommen zu berücksichtigen ist. Hinsichtlich 
eines allfälligen leidensbedingten Abzugs (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481) ist zunächst darauf hinzuweisen, dass ein sol-
cher – soweit die invaliditätsfremden Abzugsfaktoren betreffend – bei bei-
den, auf statistischen Daten beruhenden Vergleichseinkommen 
vorzunehmen wäre (Entscheid des BGer vom 19. Januar 2009, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 19

8C_42/2008, E. 5). Soweit das Kriterium der leidensbedingten Einschrän-
kung betreffend, wurde im estimed-Gutachten in somatischer Hinsicht eine 
über die Arbeitsunfähigkeit von 50% hinausgehende Leistungseinschrän-
kung ausdrücklich verneint (act. IIA 245.2 S. 16 f.; 245.3 S. 18 f.; 245.4 
S. 19 f.). Ob der im psychiatrischen Teilgutachten postulierte, über das be-
triebsübliche Mass hinausgehende Pausenbedarf (act. IIA 245.5 S. 27) 
auch rechtlich ausgewiesen ist (BGE 141 V 281) und darüber hinaus einen 
leidensbedingten Abzug rechtfertigt, kann sodann offen bleiben. Denn 
selbst wenn all dies zu bejahen wäre und insoweit ein Abzug vom Tabellen-
lohn im Umfang von maximal 10% anerkannt wird, ändert sich am Ergebnis 
nichts (vgl. E. 4.6 hinten). 

4.4.3 Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Der 
Invaliditätsgrad entspricht dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berück-
sichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des BGer vom 
20. April 2015, 8C_304/2014, E. 6), mithin ungewichtet 55% bzw. gewichtet 
27.5% (55% x 0.5).

4.5

4.5.1 Mit Bezug auf den Aufgabenbereich Haushalt liess die Beschwer-
degegnerin die häuslichen und erwerblichen Verhältnisse durch ihren spe-
zialisierten Abklärungsdienst vor Ort abklären. Der entsprechende Bericht 
vom 9. Oktober 2020 (zu den Voraussetzungen an den Beweiswert von 
Abklärungsberichten vgl. BGE 140 V 543 E. 3.2.1 S. 547, 130 V 61 E. 6.2 
S. 63; SVR 2018 IV Nr. 69 S. 224 E. 3.2) erfolgte in Kenntnis der medizini-
schen Situation und namentlich des polydisziplinären E.________-
Gutachtens vom 3. September 2018 (vgl. act. IIA 277 S. 6). Ferner stützt 
sich das Ergebnis auf die Angaben der Beschwerdeführerin zu den sozia-
len und erwerblichen Verhältnissen und zum Haushalt. Die im Abklärungs-
bericht enthaltene Umschreibung der Haushaltsaufgaben entspricht den 
Vorgaben von Rz. 3087 KSIH (Stand 1. Juli 2020). Die Gewichtung der 
einzelnen Aufgabenbereiche hält sich sodann innerhalb der dort angege-
benen Bandbreiten und ist in Anbetracht der konkreten Umstände nicht zu 
beanstanden. Auf den Abklärungsbericht vom 9. Oktober 2020 kann somit 
abgestellt werden.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 20

4.5.2 Die Beschwerdeführerin macht unter Hinweis auf den Bericht ihres 
Chiropraktors vom 25. Januar 2021 (vgl. auch E. 4.4.2 vorne) sowie auf 
Stellungnahmen ihrer Schwester und ihres Lebenspartners vom 16. Januar 
bzw. 30. Januar 2021 (act. I 7) geltend, in Bezug auf die Rückenproblema-
tik sei das Tragen von Lasten sowie das Putzen zu unterlassen respektive 
weder die Schwester noch ihr Lebenspartner könnten sie – die Beschwer-
deführerin – im Haushalt bzw. bei der Betreuung des Sohnes unterstützen. 

4.5.3 Praxisgemäss ist vom Grundsatz auszugehen, dass einem 
Leistungsansprecher im Rahmen der Schadenminderungspflicht 
Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen 
Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. 
Mit häuslichen Aufgaben betraute Versicherte haben denn auch 
Verhaltensweisen zu entwickeln, welche die Auswirkungen der 
Behinderung reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und 
unabhängige Erledigung der Haushaltsverrichtungen ermöglichen. Kann 
die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse 
Haushaltsarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand 
erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem 
Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen 
(Entscheid des BGer vom 7. Januar 2020, 8C_748/2019, E. 5.3). Vermag 
die versicherte Person wegen ihrer Beeinträchtigung gewisse Tätigkeiten 
lediglich noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand zu meistern, so 
muss sie in erster Linie ihre Arbeit entsprechend gliedern, wobei sie die 
durch den gesundheitsbedingten Wegfall der erwerblichen Beschäftigung 
gewonnene Zeit auf die Aufgaben im Haushalt zu verwenden hat (BGer 
8C_748/2019, E. 6.2.1). 

4.5.4 Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Abklärungsfachperson 
die von der Schwester der Beschwerdeführerin sowie vom Ex-Partner im 
Zeitpunkt der Erhebung vor Ort offenbar noch geleistete Unterstützung in 
der Individualtextspalte des Abklärungsberichts bei sämtlichen Tätigkeiten 
zwar jeweils vermerkt (vgl. act. IIA 277 S. 8-11), indes nicht im Rahmen 
einer allfälligen zumutbaren Mithilfe berücksichtigt hat (vgl. auch act. IIA 
291 S. 4). Dies ergibt sich etwa aus der prozentual festgehaltenen 
Einschränkung hinsichtlich der Verrichtung "Böden aufnehmen" bei der 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 21

Tätigkeit "Wohnungs-/Hauspflege", welche trotz dokumentierter Mithilfe der 
Schwester und des Ex-Partners auf (ungewichtet) 100% veranschlagt 
wurde (S. 9). Demnach kann die Beschwerdeführerin aus dem Einwand, 
wonach nebst ihrer Schwester auch der Kindsvater angeblich zu keinerlei 
Mithilfe im Haushalt und bei der Kindererziehung mehr in der Lage sein 
sollen, nichts zu ihren Gunsten ableiten respektive es kann allein daraus 
nicht auf eine höhere als die im Abklärungsbericht attestierte 
Einschränkung geschlossen werden.

4.5.5 Doch selbst wenn die Mithilfe der Schwester und des Ex-Partners 
der Beschwerdeführerin im Abklärungsbericht mitberücksichtigt worden 
wäre, so vermöchte ihr Einwand, wonach sie auch weiterhin deren Mithilfe 
bedürfe, im Lichte der medizinischen Situation nicht zu überzeugen: So 
wurde im E.________-Gutachten vom 3. September 2018 festgehalten, 
das chronische cervicovertebrale Syndrom und das chronische Lumbover-
tebralsyndrom beeinträchtigten die Funktionalität des Rückens, so dass 
keine schweren Lasten gehoben werden könnten und "der Rücken auch 
nicht repetitive Arbeiten durchführen" sollte. Die Kopfschmerzen beein-
trächtigten die Explorandin ebenfalls (act. IIA 245.1 S. 10). Wünschenswert 
seien wechselnde Positionen, gelegentlich im Wechsel von Stehen, Gehen 
und Sitzen, "jedoch nicht ständig" (act. IIA 245.4 S. 19). Weiter ist zu wie-
derholen, dass nicht nur die Beschwerdeführerin selber, sondern auch Dr. 
med. F.________ den Gesundheitszustand als unverändert beschrieben 
(act. IIA 265 S. 2; 267) haben, so dass auch in Bezug auf die Beurteilung 
der Einschränkungen im Haushalt auf das im E.________-Gutachten er-
stellte negative Zumutbarkeitsprofil abzustellen ist. Ergänzend ist auch auf 
das neurochirurgische Gutachten vom 20. Juni 2014 (act. II 54.1) zu ver-
weisen, welches aufgrund der seither nicht wesentlich veränderten Befund-
lage und Diagnosen (act. II 54.1 S. 14 f. <-> act. IIA 245.1 S. 10) 
berücksichtigt werden kann. Darin erachtete Dr. med. C.________ das He-
ben, Tragen und Bewegen von Lasten von 15kg bzw. repetitiv 10kg als 
zumutbar (act. II 54.1 S. 21). 

Vor dem Hintergrund dieser medizinischen Situation ist festzuhalten, dass 
es sich sowohl bei Reinigungstätigkeiten im Rahmen der "Wohnungs-
/Hauspflege", der Besorgung der "Wäsche- und Kleiderpflege" wie auch bei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 22

der Kinderbetreuung, bei welchen die Beschwerdeführerin bis anhin auf die 
Mithilfe ihrer Schwester und ihres Ex-Partners zählen konnte, um Tätigkei-
ten handelt, welche dem im E.________-Gutachten formulierten negativen 
Zumutbarkeitsprofil nicht entgegenstehen, müssen sie doch im eigenen 
Haushalt nicht repetitiv verrichtet werden. Daran ändert auch die Einschät-
zung des behandelnden Chiropraktors vom 25. Januar 2021 (act. I 7) 
nichts: Einerseits postuliert er lediglich die Vermeidung einer übermässigen 
Belastung der Wirbelsäule. Soweit er andererseits pauschal "das Tragen 
sowie Putzen" für kontraindiziert hält, vermag dies in beweismässiger Hin-
sicht nicht zu überzeugen, wird dies doch lediglich mit dem von ihm als 
solchen bezeichneten "Schmerzzustand" begründet, ohne dass er näher 
auf die funktionellen Einschränkungen eingeht. Insbesondere legt er nicht 
dar, weshalb das im E.________-Gutachten formulierte negative Zumut-
barkeitsprofil im Aufgabenbereich nicht gelten sollte und weshalb selbst 
das Heben leichter Gewichte oder leichte Reinigungsarbeiten (vgl. act. IIA 
277 S. 9) nicht mehr möglich sein sollten. In diesem Zusammenhang ist 
denn auch darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin noch ge-
genüber den E.________-Gutachtern angab, dass sie sich im Haushalt 
"eigentlich nicht […] eingeschränkt" fühle (act. IIA 245.3 S. 11) und insbe-
sondere die Angaben im Revisionsfragebogen vom 13. März 2020 (act. IIA 
265 S. 5) und im Schreiben vom 11. August 2020 (act. IIA 270) – vor dem 
Hintergrund einer bereits nach der Geburt des ersten Kindes eingetretenen 
Überforderung (act. IIA 243.3 S. 10) – den Schluss nahelegen, dass die 
geltend gemachten zusätzlichen Einschränkungen im Haushalt in einem 
wesentlichen Masse in Zusammenhang mit der Funktion als alleinerzie-
hende Mutter und nicht mit invalidenversicherungsrechtlich relevanten und 
allein versicherten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erblicken sind. 
So oder anders sind die im Abklärungsbericht vom 9. Oktober 2020 festge-
haltenen prozentualen Angaben zu den im Haushalt konkret bestehenden 
Einschränkungen (act. IIA 277. S. 8-11) im Lichte der medizinisch attestier-
ten funktionellen Beeinträchtigungen sowie der der Beschwerdeführerin 
obliegenden Schadenminderungspflicht (vgl. E. 4.5.3 vorne) nachvollzieh-
bar und schlüssig. Anders gesagt sind klare Fehleinschätzungen der Ab-
klärungsfachperson, welche einen Eingriff des Gerichts in deren Ermessen 
rechtfertigen würden (vgl. Entscheid des BGer vom 1. April 2019, 
9C_741/2018, E. 2), nicht ersichtlich. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 23

4.5.6 Gestützt auf den Abklärungsbericht Haushalt/Erwerb vom 9. Okto-
ber 2020 (act. IIA 277 S. 2 ff.) beträgt die mittels Betätigungsvergleich er-
mittelte Einschränkung ungewichtet 21.2% (S. 12). Der gewichtete Invali-
ditätsgrad beträgt folglich 10.6% (21.2% x 0.5). 

4.6 Bei einer gewichteten Einschränkung von 27.5% im erwerblichen 
Bereich (vgl. E. 4.4.3 vorne) und einer solchen von 10.6% im Aufgabenbe-
reich resultiert ein gesamthafter Invaliditätsgrad (vgl. E. 4.3 vorne) von ma-
ximal 38.1%, womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht (vgl. E. 
2.2 vorne). 

4.7 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
7. Mai 2021 als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzu-
weisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei 
Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab-
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzule-
gen. Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei 
diesem Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdeführerin zu 
tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Diese werden dem 
geleisteten Kostenvorschuss gleicher Höhe entnommen. 

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine 
Parteientschädigung. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als öffent-
lichrechtliche Anstalt des Kantons Bern keinen Anspruch auf eine Parteien-
tschädigung (Art. 104 Abs. 3 VRPG; vgl. dazu auch BGE 128 V 124 E. 5b 
S. 133).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 24

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern  
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 24. Aug. 2021, IV/21/417, Seite 25

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.