# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09f459df-14de-5bbb-8be1-7b64ac81edb8
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-06-05
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 05.06.2014 LB120075
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LB120075_2014-06-05.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: LB120075-O/U 

 

Mitwirkend: die Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Ersatzoberrichter Dr. S. Mazan und Ersatzoberrichter lic. iur. B. Gut 

sowie Gerichtsschreiberin lic. iur. J. Freiburghaus. 

Beschluss vom 5. Juni 2014 

 

in Sachen 

 

Eidgenössische Invalidenversicherung,  
Klägerin und Berufungsklägerin 

 

vertreten durch Fürsprecher X._____ 

 

gegen 

 

A._____ AG [Versicherungsgesellschaft],  
Beklagte und Berufungsbeklagte 

 

vertreten durch Rechtsanwalt Y._____ 

 

betreffend Forderung (IV-Regress, Haftpflichtprozess mit Personenschaden) 
 
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 
17. Juli 2012 (CG100087-L) 

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Rechtsbegehren: 
(Urk. 52 und Prot. S. 8) 

1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 17. Juli 2012 sei voll-
ständig aufzuheben. 

2. Die Beklagte habe der Klägerin Fr. 363'977.--, abzüglich der bereits 
geleisteten Akontozahlungen von Fr. 80'000.--, zuzüglich Zins zu 
5% ab mittlerem Verfall bis zum Urteilstag zu bezahlen. 

3. Die Beklagte habe der Klägerin vom Betrag von Fr. 363'977.--, ab-
züglich der bereits geleisteten Akontozahlungen von Fr. 80'000.--, 
ab dem Urteilstag einen Verzugszins von 5% zu bezahlen. 

4. Die Gerichtskosten der ersten Instanz seien der Beklagten aufzuer-
legen. 

5. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin eine Prozessent-
schädigung zuzüglich Mehrwertsteuerzuschlag für das Verfahren 
vor der ersten Instanz zu bezahlen. 

Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten, ins-
besondere der Friedensrichterkosten und des Mehrwertsteuerzu-
schlags. 

Erwägungen: 

1. Sachverhalt / Prozessgeschichte 

Die Klägerin reichte am 31. Mai 2010 beim Bezirksgericht Zürich eine Klage ein, 

worin sie aufgrund eines Autounfalles eine Regressforderung gegen die Beklagte 

als Haftpflichtversicherer der Unfallverursacherin stellte (Urk. 2). Mit Urteil vom 

17. Juli 2012 wies die Vorinstanz die Klage ab. Dagegen erhob die Klägerin 

rechtzeitig mit Eingabe vom 12. September 2012 Berufung, wobei sie gleichzeitig 

die Forderung gegenüber dem Begehren vor erster Instanz reduzierte (Urk. 2 

S. 2, Urk. 52 S. 2 und Prot. S. 8). 

2. Vergleich 

Am 28. Mai 2014 schlossen die Parteien anlässlich der Vergleichsverhandlung 

vor dem Referenten folgende Vereinbarung (Urk. 66, Prot. S. 8 f.): 

"1. Die Beklagte verpflichtet sich, der Klägerin per Saldo aller Ansprü-

che und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht einen Betrag von 

Fr. 100'000.– zu bezahlen. Es wird vorgemerkt, dass bereits eine 

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Akontozahlung von Fr. 80'000.– geleistet wurde und somit ein 

Restbetrag von Fr. 20'000.– verbleibt. Im Mehrbetrag zieht die Klä-

gerin ihre Klage zurück. 

2. Die erstinstanzlichen Gerichtskosten werden zu einem Viertel von 

der Beklagten und zu drei Vierteln von der Klägerin übernommen.  

3. Die Parteientschädigungen für das erst- und zweitinstanzliche Ver-

fahren werden wettgeschlagen. 

4. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten werden je hälftig übernom-

men." 

Ein Vergleich hat die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241 Abs. 2 

ZPO). Der Prozess ist demzufolge abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO), unter 

vereinbarungsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

Es wird beschlossen: 

1. Das Verfahren wird abgeschrieben. 

2. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden auf 

Fr. 27'300.-- festgesetzt. 

3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'000.--  festgesetzt. 

4. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden zu drei Vier-

teln der Klägerin und zu einem Viertel der Beklagten auferlegt.  

5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien 

je zur Hälfte auferlegt und mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvor-

schuss verrechnet. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den geleiste-

ten Vorschuss im Umfang von Fr. 2'500.00 zu ersetzen. 

6. Der gegenseitige Verzicht auf Parteientschädigungen für das erst- und 

zweitinstanzliche Verfahren wird vorgemerkt. 

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7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Zürich, 

2. Abteilung, je gegen Empfangsschein. 

Nach unbenutztem Ablauf der Rechtsmittelfrist gehen die erstinstanzlichen 

Akten an die Vorinstanz zurück. 

8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 

innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-

richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

 Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine 
vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 283'977.--.  

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

Die Anfechtung einer Parteierklärung (Vergleich, Anerkennung oder Rückzug des 

Begehrens) hat nicht mit Beschwerde an das Bundesgericht, sondern mit Revision 

beim Obergericht zu erfolgen (Art. 328 ff. ZPO). 

 

Zürich, 5. Juni 2014 
 

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer 

 
Die Gerichtsschreiberin: 

 
 
 

lic. iur. Freiburghaus 
 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 5. Juni 2014
	Rechtsbegehren: (Urk. 52 und Prot. S. 8)
	Erwägungen:
	1. Sachverhalt / Prozessgeschichte
	2. Vergleich
	Ein Vergleich hat die Wirkung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241 Abs. 2 ZPO). Der Prozess ist demzufolge abzuschreiben (Art. 241 Abs. 3 ZPO), unter vereinbarungsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen.

	Es wird beschlossen:
	1. Das Verfahren wird abgeschrieben.
	2. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden auf Fr. 27'300.-- festgesetzt.
	3. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 5'000.--  festgesetzt.
	4. Die Gerichtskosten für das erstinstanzliche Verfahren werden zu drei Vierteln der Klägerin und zu einem Viertel der Beklagten auferlegt.
	5. Die Gerichtskosten für das zweitinstanzliche Verfahren werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den geleisteten Vorschuss im Umfang...
	6. Der gegenseitige Verzicht auf Parteientschädigungen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren wird vorgemerkt.
	7. Schriftliche Mitteilung an die Parteien sowie an das Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, je gegen Empfangsschein.
	8. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 7...
	Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 283'977.--.