# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 09dec37e-1c99-5ce5-8d77-a75d3297b11f
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2006-11-09
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 09.11.2006 B 2006/137
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2006-137_2006-11-09.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2006/137

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 09.11.2006

Entscheiddatum: 09.11.2006

Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 9. November 2006
Steuerrecht, Art. 39 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 18 StV (sGS 811.11). Abzug 
der Autokosten des unselbständig Erwerbstätigen für den Weg vom Wohn- 
zum Arbeitsort. Da weder ein zeitlicher Mehraufwand von 90 Minuten pro 
Tag bei Verwendung der öffentlichen Verkehrsmittel gegenüber der 
Verwendung des Autos noch eine Verpflichung des Arbeitgebers, das Auto 
am Arbeitsort zur Verfügung zu halten, nachgewiesen ist, wurde der Abzug 
der Autokosten für die Fahrt zum Arbeitsort zu Recht verweigert 
(Verwaltungsgericht, B 2006/137).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiber lic. iur. Th. Vögeli

_______________

In Sachen

X.Y.,

Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen,

Abteilung I/1, Unterstrasse 28, 9001 St. Gallen,

Vorinstanz,

und

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Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,

Beschwerdegegner,

vertreten durch den Vorsteher-Stellvertreter,

lic. iur. Hubert Hofmann,

betreffend

Einkommens- und Vermögenssteuern 2002

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ X.Y. ist kaufmännischer Angestellter und seit 1988 bei der H. Versicherungen, St. 

Gallen, tätig. Seit 1. April 2000 übt er seine Tätigkeit nicht mehr am Firmensitz an der 

Dufourstrasse aus, sondern an einem externen Arbeitsplatz an der 

Rorschacherstrasse ... in St. Gallen. Dort betreibt X.Y. ausserdem das Fahrradgeschäft 

B. GmbH. Er ist am Stammkapital dieser Gesellschaft von Fr. 30'000.-- mit Fr. 

15'000.-- beteiligt und als Geschäftsführer tätig. X.Y. wohnte bis 2005 an der 

Austrasse .. in Oberuzwil; seit 2006 ist er in Sonnental wohnhaft.

In der Steuererklärung 2002 deklarierte X.Y. ein steuerbares Einkommen von Fr. 

32'571.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 406'233.--. Das kantonale Steueramt 

stellte ihm am 16. Dezember 2003 Veranlagungen für die Staats- und Gemeindesteuern 

sowie für die direkte Bundessteuer 2001 und 2002 zu. Diese befinden sich nicht bei 

den Akten. Am 14. Januar 2004 erhob der Pflichtige Einsprache. Auf dem 

Einspracheschreiben befindet sich ein Vermerk des Steuerkommissärs vom 19. 

Februar 2004 mit dem Wortlaut "Einsprache telefonisch erledigt". Am 10. Juni 2005 

teilte der Steuerkommissär dem Pflichtigen mit, seine Einsprache gegen die 

Veranlagungen für die Staats- und Gemeindesteuern sowie für die direkte 

Bundessteuer 2002 sei noch nicht bearbeitet, und stellte ihm einen Vorschlag einer 

Veranlagungsberechnung zu. In der Folge beantragte der Pflichtige einen Abzug von 

Fr. 6'440.-- für die Verwendung eines privaten Motorfahrzeuges für den Arbeitsweg 

sowie die Bewertung des Privatwagens mit Fr. 1'000.-- für das steuerbare Vermögen. 

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Mit Einspracheentscheid vom 15. August 2005 veranlagte das kantonale Steueramt 

den Pflichtigen für das Jahr 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 40'500.-- 

und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 404'000.--. Der Abzug von Fr. 6'440.-- für die 

Verwendung eines privaten Motorfahrzeuges für die Fahrt zum Arbeitsort wurde 

verweigert. Als Grund wurde angeführt, die B. GmbH stelle dem Pflichtigen ein 

Geschäftsauto für die private Nutzung zur Verfügung. Für diese sei ein Privatanteil von 

Fr. 1'500.-- verbucht worden. Die Bewertung des privaten Autos wurde von Fr. 2'700.-- 

auf Fr. 1'000.-- reduziert.

B./ Gegen den Einspracheentscheid erhob X.Y. mit Eingabe vom 29. August 2005 

Rekurs und beantragte die Gewährung des Abzugs für die Verwendung des Privatautos 

wie im Jahr 2001, in dem ein Abzug von Fr. 6'785.-- gewährt worden sei. Weiter 

beharrte er auf der Reduktion des Vermögens durch eine Bewertung des Privatautos 

mit Fr. 1'000.--.

Die Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs mit Entscheid vom 27. Juni 2006 

teilweise gut, soweit sie darauf eintrat, und hob den Einspracheentscheid vom 15. 

August 2005 auf. X.Y. wurde für 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 

39'600.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 404'000.-- veranlagt. Die amtlichen 

Kosten von Fr. 800.-- wurden zu drei Vierteln dem Rekurrenten und zu einem Viertel 

dem Staat auferlegt. Die Verwaltungsrekurskommission hielt fest, die Berufung des 

Pflichtigen auf die Veranlagung 2001 sei nicht massgebend, da die Steuerbehörde bei 

jeder Veranlagung den Sachverhalt neu ermitteln und beurteilen könne. Weiter erwog 

sie, dem Pflichtigen sei der Arbeitsweg von Oberuzwil nach St. Gallen mit öffentlichen 

Verkehrsmitteln zuzumuten. Dies gelte auch im Hinblick auf die unselbständige 

Nebenerwerbstätigkeit bei der B. GmbH. Der Abzug für die privaten Autokosten sei 

daher zu verweigern; dagegen seien die Kosten für ein Streckenabonnement von 

Oberuzwil nach St. Gallen von Fr. 1'089.-- sowie eine Pauschale für die Benützung 

eines Fahrrads von Fr. 700.-- zum Abzug zuzulassen. Sodann hielt die 

Verwaltungsrekurskommission fest, die Steuerbehörde habe bei den Kosten für die 

unselbständige Nebenerwerbstätigkeit einen Abzug von Fr. 1'288.-- gewährt, in der 

Veranlagungsberechnung jedoch Fr. 1'988.-- abgezogen, was offensichtlich auf ein 

Versehen zurückzuführen sei. Dem Pflichtigen sei entsprechend seiner Deklaration ein 

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Pauschalabzug zu gewähren, wobei dieser auf 20 Prozent der Nettoeinkünfte bzw. Fr. 

1'103.-- festzusetzen sei.

C./ Mit Eingabe vom 12. Juli 2006 erhob X.Y. Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er 

beantragt, seinen Begehren im Rekurs sei zu entsprechen, Punkt 4 des Entscheids der 

Verwaltungsrekurskommission sei als nichtig zu betrachten, die Kosten von Fr. 600.-- 

seien zurückzuerstatten und für seinen Aufwand im Zusammenhang mit dem 

Rechtsmittelverfahren sei er mit Fr. 800.-- zu entschädigen.

Die Verwaltungsrekurskommission und das Kantonale Steueramt beantragten in ihren 

Vernehmlassungen vom 4. und 19. September 2006 die Abweisung der Beschwerde.

In seiner Stellungnahme zu den Beschwerdevernehmlassungen beantragte der 

Beschwerdeführer sinngemäss, der Steuerkommissär sei zu verschiedenen Punkten zu 

befragen, insbesondere zur Vereinbarung über die Abzüge für das private 

Motorfahrzeug und für Verpflegungs-Mehrkosten sowie die Bewertung des 

Motorfahrzeugs. Am 10. und 16. Oktober 2006 reichte der Beschwerdeführer weitere 

Unterlagen ein, insbesondere eine Bescheinigung der H. Versicherungen, wonach er für 

die Ausübung seiner Haupterwerbstätigkeit auf ein Motorfahrzeug angewiesen sei.

Die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten 

Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

dargelegt und gewürdigt.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1 

des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der Steuerpflichtige ist zur 

Beschwerdeführung legitimiert, und seine Beschwerdeeingabe vom 12. Juli 2006 

entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 

1 in Verbindung mit Art. 161 StG sowie Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 

VRP). Insoweit ist auf die Beschwerde einzutreten.

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Gegenstand des angefochtenen Rekursentscheids ist die Veranlagung für die Staats- 

und Gemeindesteuern des Jahres 2002. Die Verwaltungsrekurskommission ist auf den 

Rekurs, soweit er sich gegen die Veranlagung der direkten Bundessteuer 2002 richtete, 

nicht eingetreten. Gegenstand des Einspracheentscheids vom 15. August 2005 war 

ausschliesslich die Staats- und Gemeindesteuer 2002. Hinsichtlich der direkten 

Bundessteuer befindet sich lediglich ein Entwurf für eine Berechnung zur 

Einspracheveranlagung in den Akten. Eine definitive Veranlagung für die direkte 

Bundessteuer erfolgte offenbar noch nicht (obwohl in der entsprechenden Rubrik im 

Veranlagungsprotokoll der Steuererklärung 2002 ein steuerbares Einkommen von Fr. 

41'900.-- vermerkt ist).

In der Beschwerde nimmt der Steuerpflichtige wiederum Bezug auf die direkte 

Bundessteuer 2002. Diese ist aber wie erwähnt nicht Gegenstand des 

Rekursentscheids. Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, inwiefern die 

Verwaltungsrekurskommission zu Unrecht nicht auf den Rekurs gegen die direkte 

Bundessteuer eingetreten ist. Auf die Beschwerde ist somit nur einzutreten, soweit sie 

sich gegen die Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern 2002 richtet.

Festzuhalten ist weiter, dass dem Begehren des Beschwerdeführers, sein Privatwagen 

sei mit Fr. 1'000.-- zu bewerten, bereits im Einspracheentscheid vom 15. August 2005 

stattgegeben wurde. Darauf hat die Verwaltungsrekurskommission zutreffend 

hingewiesen. Da dieser Punkt nicht mehr streitig ist, ist nicht weiter darauf einzugehen.

2./ Der Beschwerdeführer gilt sowohl in bezug auf seine Haupterwerbstätigkeit bei der 

H. Versicherungen als auch bezüglich seiner Tätigkeit für die B. GmbH als 

unselbständig erwerbstätig. Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit können nach Art. 39 

Abs. 1 StG die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte (lit. 

a), die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der Wohnstätte und bei 

Schichtarbeit (lit. b), die übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten 

(lit. c) sowie die mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und 

Umschulungskosten abgezogen werden. Für die Berufskosten nach Abs. 1 lit. a bis c 

sind in Art. 18 der Steuerverordnung (sGS 811.11, abgekürzt StV) Pauschalen 

festgesetzt; dem Pflichtigen steht im Falle von Abs. 1 lit. a und c der Nachweis höherer 

Kosten offen.

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Nach Art. 18 Abs. 1 StV werden als notwendige Kosten für Fahrten zwischen Wohn- 

und Arbeitsstätte bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel die tatsächlich 

anfallenden Auslagen abgezogen. Nach Art. 18 Abs. 2 StV sind bei Benützung privater 

Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen abziehbar, die bei Benützung der 

öffentlichen Verkehrsmittel angefallen wären. Die Kosten des privaten Fahrzeuges 

werden nach Art. 18 Abs. 3 StV gemäss den für die direkte Bundessteuer 

massgebenden Pauschalansätzen abgezogen, wenn kein öffentliches Verkehrsmittel 

zur Verfügung steht oder soweit dessen Benützung dem Steuerpflichtigen nicht 

zugemutet werden kann, sowie für die Anfahrt bis zur nächsten Haltestelle des 

öffentlichen Verkehrsmittels. Der Nachweis höherer Kosten bleibt vorbehalten.

Nach der Praxis der Veranlagungsbehörde gilt die Benützung des öffentlichen 

Verkehrsmittels in der Regel als nicht zumutbar, wenn sehr schlechte Bahn- und 

Busverbindungen oder ein ungünstiger Fahrplan bestehen. Der zeitliche Mehraufwand 

kann als Begründung für die Benützung des privaten Verkehrsmittels nur angeführt 

werden, wenn bei einmaliger Hin- und Rückfahrt der zeitliche Mehraufwand mehr als 

90 Minuten pro Tag beträgt (Steuerbuch [StB] 39 Nr. 3 Ziff. 2.2).

Für einen Steuerpflichtigen, der zufolge unregelmässiger Arbeitszeit oder qualifizierter 

Präsenzpflicht die öffentlichen Verkehrsmittel nicht oder nur unter erschwerten 

Bedingungen beanspruchen kann oder der zur Mitnahme des Autos an den Arbeitsort 

gezwungen ist, weil er es dort für berufliche Fahrten einsetzen muss, kann die 

Benützung öffentlicher Verkehrsmittel trotz grundsätzlich guter Verbindungen 

unzumutbar sein (StB 39 Nr. 3 Ziff. 2.2).

Aufgrund dieser Vorschriften spielt es keine Rolle, wie der Beschwerdeführer seinen 

Arbeitsweg zurücklegt; massgebend für den Abzug der Kosten ist einzig die 

Zumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel. Wenn es ein Pflichtiger aus 

Bequemlichkeit vorzieht, auch bei Zumutbarkeit des öffentlichen Verkehrsmittels das 

Auto zu benützen, so kann er die entsprechenden Mehrkosten nicht von den Steuern 

abziehen.

a) Der Beschwerdeführer macht geltend, er benötige einen zeitlichen Mehraufwand von 

104 Minuten pro Tag, wenn er anstelle des Privatwagens die öffentlichen 

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Verkehrsmittel benütze. Seine Ausführungen sind aber unrealistisch. Der 

Beschwerdeführer wohnte im Jahr 2002 an der Austrasse .. in Oberuzwil. Diese 

befindet sich einen Kilometer vom Bahnhof Uzwil entfernt. Der Beschwerdeführer 

macht bis zur Abfahrt des Zuges nach St. Gallen einen Zeitbedarf von 06.47 Uhr bis 

07.12 Uhr geltend, mithin 25 Minuten, was weit übersetzt ist. Eine Wegstrecke von 

einem Kilometer kann in etwa einer Viertelstunde zurückgelegt werden. Zudem wurden 

dem Beschwerdeführer für diese Strecke die Kosten für die Benützung eines Fahrrads 

zum Abzug zugelassen. Sodann hat der Beschwerdeführer in seiner Zeitberechnung 

einen Regionalzug eingesetzt. Er hatte aber die Möglichkeit, einen Schnellzug nach St. 

Gallen Hauptbahnhof und von dort den Bus an die Rorschacherstrasse ... zu benützen. 

Somit kann bzw. konnte er die Wohnung um ca. 06.45 Uhr verlassen, den Schnellzug 

Uzwil ab 07.01 Uhr besteigen und in St. Gallen vom Hauptbahnhof aus den Bus 

benützen, womit er etwa um 07.30 bis 07.40 Uhr am Arbeitsort war. Der tägliche 

Zeitbedarf für den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln liegt damit im Bereich 

von rund einer Stunde pro Weg bzw. zwei Stunden pro Tag. Entsprechend gute 

Verbindungen mit Bahn und Bus bestehen im übrigen auch bei der Rückfahrt 

(Schnellzug 19.11 Uhr ab St. Gallen). Unbegründet ist der Einwand des 

Beschwerdeführers, es seien die Geschäftsöffnungszeit von 08.00 Uhr bzw. die 

Schliessungszeit von 18.30 Uhr einzuhalten. Die Zeit zwischen Ankunft und 

Ladenöffnung bzw. zwischen Ladenschluss und Verlassen des Geschäfts kann nicht 

als Arbeitsweg gerechnet werden. In dieser Zeit kann sich der Beschwerdeführer 

internen Arbeiten widmen.

Der Zeitaufwand von 20 Minuten mit dem Privatwagen ist demgegenüber zu 

optimistisch berechnet. Bei der Verwendung des Privatwagens ist auch zu 

berücksichtigen, dass heute besonders zu den Hauptverkehrszeiten mit Behinderungen 

im Strassenverkehr, mit ungünstigen Verkehrsverhältnissen wie Stau, Baustellen, 

Schneefall und Regen gerechnet werden muss. Der veranschlagte Zeitaufwand von 20 

Minuten für die Strecke von Oberuzwil nach St. Gallen mag bei optimalen Verhältnissen 

realisierbar sein; im Jahresdurchschnitt und unter Berücksichtigung ungünstiger 

Verhältnisse ist er aber zu gering. Selbst bei einem Zeitbedarf von nur 20 Minuten läge 

aber der zeitliche Mehrbedarf bei der Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel nicht 

über 90 Minuten pro Tag. Die Vorinstanz hat somit die Zumutbarkeit der Benützung 

öffentlicher Verkehrsmittel zu Recht bejaht.

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b) Der Steuerpflichtige macht im Beschwerdeverfahren erstmals geltend, er sei 

verpflichtet, seinen Personenwagen am Arbeitsort zur Verfügung zu halten. Er hat eine 

entsprechende Bestätigung der H. Versicherungen ins Recht gelegt. Ob dies rechtzeitig 

geschah, kann offen bleiben. Der Beschwerdeführer hätte die Bescheinigung jedenfalls 

bereits mit der Beschwerdeschrift einreichen können. Die Bestätigung muss als 

Gefälligkeitsbescheinigung qualifiziert werden. Darin wird nämlich ausgeführt, für die 

beruflichen Aussendienstfahrten ab St. Gallen werde der Beschwerdeführer 

entschädigt. Im Lohnausweis für 2002 sind aber keine solchen Entschädigungen für 

Aussendienstfahrten aufgeführt, obwohl Spesenentschädigungen für 

Aussendienstmitarbeiter zwingend anzugeben sind. Somit kann die Bescheinigung nur 

dahingehend verstanden werden, dass dem Beschwerdeführer solche Fahrten 

entschädigt würden, falls er solche überhaupt durchführt. Die fehlende Deklaration im 

Lohnausweis zeigt, dass er keine solchen Fahrten ausführte. Es wäre ausserdem 

unzulässig, den Beschwerdeführer zu einer Bereithaltung des Privatwagens am 

Arbeitsort zu verpflichten, ohne die daraus entstehenden Auslagen zu entschädigen 

(vgl. Art. 327a und 327b OR). Wie es sich im vorliegenden Fall genau verhält, kann 

allerdings offen bleiben. Der Beschwerdeführer macht nämlich geltend, es stehe ihm 

am Geschäftsort ein Geschäftswagen der B. GmbH zur Verfügung. Falls er für die 

Ausübung der Haupterwerbstätigkeit bei der H. Versicherungen bzw. für die Fahrten 

von der Rorschacherstrasse ... an die Dufourstrasse auf ein Auto angewiesen ist, hat er 

die Möglichkeit, dafür den Geschäftswagen zu verwenden. Der Beschwerdeführer 

wendet ein, es sei unzutreffend, dass ihm die B. GmbH einen Geschäftswagen zur 

Verfügung stelle; das Geschäftsauto diene der Gesellschaft für geschäftliche Zwecke, 

und für persönliche Belange stehe ihm sein eigenes Fahrzeug zur Verfügung. Diese 

Einwendungen sind nicht stichhaltig. In der Bescheinigung der B. GmbH über 

Leistungen an Gesellschafter wurde die Frage nach der privaten Nutzung des 

Geschäftsfahrzeuges ausdrücklich bejaht und ein verbuchter Privatanteil von Fr. 

1'500.-- deklariert. In der Buchhaltung 2003 wurde sogar ein Privatanteil von Fr. 

3'000.-- für das Vorjahr ausgewiesen. Somit bescheinigte die Gesellschaft eine private 

Nutzung des Geschäftswagens, weshalb davon auszugehen ist, dass der Pflichtige den 

Geschäftswagen auch für private Zwecke verwendet.

Die Kritik des Beschwerdeführers an den Feststellungen der Vorinstanz ist verfehlt. Der 

Beschwerdeführer selbst machte widersprüchliche Angaben darüber, ob er den 

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Geschäftswagen privat nutzt oder nicht und ob er vom Arbeitgeber verpflichtet ist, ein 

Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Ausserdem hat er im Einsprache- und 

Rekursverfahren unpräzise Angaben über seinen Arbeitsort gemacht und nicht klar 

dargelegt, dass er auch seine Tätigkeit für die H. Versicherungen in seinem 

Fahrradgeschäft an der Rorschacherstrasse ausübt.

c) Unbegründet ist die Berufung des Beschwerdeführers auf die Veranlagung 2001 und 

auf eine entsprechende Zusicherung des Steuerkommissärs über den Abzug von 

Autokosten für das Jahr 2002. Im Einspracheentscheid vom 15. August 2005 wird die 

Gewährung einer Zusicherung ausdrücklich bestritten. Weitere Abklärungen erübrigen 

sich unter diesen Umständen. Schliesslich war die Veranlagungsbehörde bei der 

Ermittlung des steuerbaren Einkommens des Jahres 2002 nicht an die Veranlagung 

2001 gebunden. Darauf hat die Vorinstanz zutreffend hingewiesen.

d) Inwiefern die Ermittlung der Berufsunkosten im Zusammenhang mit der 

unselbständigen Nebenerwerbstätigkeit fehlerhaft ist, legt der Beschwerdeführer nicht 

dar. Die Vorinstanz hat einen Abzug von 20 Prozent der Nettoeinkünfte von Fr. 5'512.-- 

zuzüglich Fr. 700.-- gewährt. Dies entspricht den gesetzlichen Vorschriften (Art. 22 

StV). Höhere Aufwendungen sind jedenfalls nicht ausgewiesen.

e) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die 

Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.

3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des 

Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine 

Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 

941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.

Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist 

unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf eine 

ausseramtliche Entschädigung (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. 

gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).

Demnach hat das Verwaltungsgericht zu Recht erkannt:

1./ Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

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2./ Die amtlichen Kosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt,

unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe.

3./ Ausseramtliche Kosten werden nicht entschädigt.

V. R. W.

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

 

Zustellung dieses Entscheides an:

 

am:

 

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann gestützt auf Art. 73 Abs. 1 StHG innert dreissig Tagen 

seit der Eröffnung Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Schweizerischen 

Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, eingereicht werden.

den Beschwerdeführer–

die Vorinstanz–

den Beschwerdegegner–

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		2025-07-19T16:49:51+0200
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