# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e213b363-a42a-5e3a-a0af-a4f32f187412
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-07
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht II. Strafkammer 07.12.2022 SK2 2022 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_005_SK2-2022-14_2022-12-07.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Beschluss vom 07. Dezember 2022

Referenz SK2 22 14

Instanz II. Strafkammer 

Besetzung Hubert, Vorsitzender
Nydegger und Bergamin
Nyfeler, Aktuarin

Parteien A._____
Beschwerdeführer
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Cornel Borbély
Anwaltsbüro Dr. Borbély, Dufourstrasse 31, Postfach
8024 Zürich

gegen

B._____
Beschwerdegegner
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Felix Huber
Huber Rechtsanwälte AG, Mühlebachstrasse 38
8008 Zürich 

Gegenstand ungetreue Geschäftsbesorgung

Anfechtungsobj. Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
14.03.2022, mitgeteilt am 14.03.2022 (Proz. Nr. VV.2021.3671)

Mitteilung 12. Dezember 2022

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Sachverhalt

A. Am 27. Juli 2021 erstattete A._____ bei der Staatsanwaltschaft Graubün-
den (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) Strafanzeige gegen B._____ betreffend 
ungetreue Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB). Der Vorwurf lautete im Wesentli-
chen darauf, dass B._____, welcher als Vertreter der von A._____ mit der Planung 
und Bauleitung eines Neubauprojekts für ein Einfamilienhaus in C._____ beauf-
tragten D._____ formell und tatsächlich selbständig für erhebliche Vermögenswer-
te von A._____ gesorgt habe – was wesentlicher und typischer Inhalt des Planer- 
und Bauleitungsvertrags gewesen sei – und als dessen primäre Anspruchsperson 
fungiert habe, sich erhebliche Pflichtverletzungen habe zuschulden kommen las-
sen. Insbesondere habe er grundsätzliche Vorgaben von A._____ nicht umgesetzt 
und die Baukosten unnötig in die Höhe getrieben. Eine durch A._____ in Auftrag 
gegebene Analyse des E._____ AG habe ergeben, dass unter Bereinigung un-
sorgfältiger und auftragswidriger Planung sowie unter Weglassung von Kosten-
treibern die (veranschlagten) Kosten, welche schon bei Beginn des Projekts aus 
dem Ruder gelaufen seien, bedeutend tiefer ausgefallen wären. Aufgrund des ent-
standenen Planungsverzugs, der erheblichen Sorgfaltspflichtverletzung und des 
Vertrauensmissbrauchs durch B._____ habe sich A._____ veranlasst gesehen, 
den Vertrag mit der D._____ aufzulösen. Als kausale Folge des Fehlverhaltens 
der D._____ bzw. von B._____ sei A._____ ein Schaden wegen Fehlplanungen, 
Kostentreibern etc. in Höhe von mindestens CHF 444'406.80 entstanden. Die 
D._____ habe A._____ überdies die von ihm geleistete Akontozahlung an das Ar-
chitektenhonorar in Höhe von CHF 121'990.00 zurückzuerstatten, da deren Pla-
nerleistungen für ihn beinahe gänzlich unbrauchbar seien. Es bestehe der Ver-
dacht einer qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung, da B._____ aufgrund 
des vereinbarten variablen, von den Baukosten gemäss Schlussrechnung abhän-
gigen Honorars ein Interesse daran gehabt habe, den Bau zu verteuern (act. B.4, 
B u. C).

B. Mit Verfügung vom 14. Januar 2022 eröffnete die Staatsanwaltschaft gegen 
B._____ eine Strafuntersuchung wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss 
Art. 158 Ziff. 1 StGB.

C. Die Staatsanwaltschaft teilte A._____ und B._____ mit Schreiben vom 17. 
Januar 2022 mit, dass sie eine Sistierung des Strafverfahrens bis zum rechtskräf-
tigen Abschluss des beim Regionalgericht Maloja hängigen Zivilverfahrens betref-
fend Forderungen von A._____ gegen die D._____ aus dem Planer- und Baulei-
tungsvertrag (Aktenzeichen 115-2021-28) beabsichtige. Den Parteien wurde Frist 
zur Stellungnahme angesetzt.

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D. B._____ erklärte sich mit Schreiben vom 25. Januar 2022 mit der Verfah-
renssistierung einverstanden. A._____ ersuchte die Staatsanwaltschaft mit Einga-
be vom 17. Februar 2022 darum, von der Sistierung abzusehen und das Verfah-
ren umgehend fortzuführen.

E. Mit Verfügung vom 14. März 2022 sistierte die Staatsanwaltschaft das 
Strafverfahren gegen B._____ wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss 
Art. 158 Ziff. 1 StGB bis zum rechtskräftigen Abschluss des beim Regionalgericht 
Maloja hängigen Zivilverfahrens (Aktenzeichen 115-2021-28).

F. Gegen die genannte Sistierungsverfügung erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 24. März 2022 Beschwerde mit den folgen-
den Anträgen:

1. Die Sistierungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 
14. März 2022 (VV.2021.3671/BU), Dispositiv Ziffern 1. und 2., betref-
fend Sistierung des Strafverfahrens und Kostenfolge, sei aufzuheben.

2. Die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, die Strafuntersuchung umge-
hend fortzuführen.

3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (inkl. 7.7% MwSt) zu 
Lasten des Staates.

G. Mit begründeter Stellungnahme vom 31. März 2022 beantragte die Staats-
anwaltschaft unter Hinweis auf die Akten und die angefochtene Verfügung die 
Abweisung der Beschwerde. B._____ (nachfolgend: Beschwerdegegner) stellte in 
seiner Eingabe vom 8. April 2022 den Antrag, die Beschwerde sei vollumfänglich 
und kostenpflichtig abzuweisen.

H. Am 20. April 2022 teilte der Vorsitzende der II. Strafkammer des hiesigen 
Gerichts den Parteien mit, dass kein weiterer Schriftenwechsel vorgesehen sei.

Erwägungen

1. Gegen Sistierungsverfügungen der Staatsanwaltschaft kann innert zehn 
Tagen beim Kantonsgericht von Graubünden schriftlich und begründet Beschwer-
de geführt werden (Art. 20 Abs. 1 lit. b, Art. 314 Abs. 5 i.V.m. Art. 322 Abs. 2, 
Art. 393 Abs. 1 lit. a u. Art. 396 Abs. 1 StPO; Art. 22 EGzStPO [BR 350.100]). Die 
Behandlung der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der II. Strafkammer des 
Kantonsgerichts (Art. 10 Abs. 1 KGV [BR 173.110]). Die vorliegende Beschwerde 
datiert vom 24. März 2022 und ist damit fristgerecht erfolgt (vgl. act. E.2). Sie ist 
zudem hinreichend begründet (act. A.1). Als Privatkläger hat der Beschwerdefüh-
rer ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Sis-
tierungsverfügung, sodass er zu deren Anfechtung legitimiert ist (Art. 382 

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Abs. 1 StPO). Die weiteren formellen Voraussetzungen geben zu keinen Bemer-
kungen Anlass. Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen, die unvollständige oder 
unrichtige Feststellung des Sachverhalts sowie Unangemessenheit gerügt werden 
(Art. 393 Abs. 2 StPO).

3.1. Die Staatsanwaltschaft führte in ihrer Mitteilung an die Parteien vom 17. Ja-
nuar 2022 betreffend die beabsichtigte Sistierung des Strafverfahrens aus, dass 
sich der eingeholten schriftlichen Stellungnahme des Beschwerdegegners bzw. 
dessen Vertreters zur Strafanzeige sowie den eingereichten Beilagen entnehmen 
lasse, dass der Beschwerdeführer bereits am 13. Juli 2021 beim Regionalgericht 
Maloja Zivilklage gegen die D._____ betreffend Forderungen aus dem Planer- und 
Bauleitungsvertrag eingereicht habe. Diese Klage entspreche bezüglich der mate-
riellen Ausführungen weitgehend der Strafanzeige vom 29. Juli 2021. Es stünden 
wesentliche Forderungen (Schaden, Rückerstattung Architektenhonorar) und Ge-
genforderungen (Restanz Architektenhonorar) im Raum. Um eine strafrechtliche 
Beurteilung vornehmen zu können und sich widersprechende Urteile zu vermei-
den, erscheine es angebracht, den Ausgang des zivilrechtlichen Verfahrens ab-
zuwarten (act. B.6).

3.2. Mit Eingabe vom 25. Januar 2022 erklärte der Beschwerdegegner, mit einer 
Sistierung des Verfahrens einverstanden zu sein (StA act. 1.8).

3.3. Der Beschwerdeführer hingegen brachte in seiner Vernehmlassung vom 
17. Februar 2022 vor, dass vorliegend die Voraussetzungen für eine Verfahrens-
sistierung augenfällig nicht erfüllt seien. Das Strafverfahren könne unabhängig von 
einem allfälligen Zivilverfahren geführt werden. Es sei dabei die Pflicht der Staats-
anwaltschaft, auch vorfrageweise Rechtsfragen aus anderen Bereichen wie dem 
Zivilrecht abzuklären und zu entscheiden, was gerade bei Vermögensdelikten der 
Fall sei. Zudem würde eine Aufschiebung des Strafverfahrens krass gegen die 
Pflicht zur unverzüglichen Verfahrensführung verstossen. Entsprechend sei das 
Verfahren nicht zu sistieren und umgehend fortzuführen (act. B.7).

3.4. Die Staatsanwaltschaft gab in der Begründung ihrer Sistierungsverfügung 
zunächst den Sachverhalt gemäss Strafanzeige des Beschwerdeführers wieder. 
Sodann nahm sie Bezug auf die Stellungnahme des Beschwerdegegners bzw. 
dessen Rechtsvertreters zur Strafanzeige, in welcher die Ausführungen des An-
zeigeerstatters gesamt und im Einzelnen bestritten würden. Der Beschwerdegeg-
ner mache namentlich geltend, dass seine Geschäftsführerstellung zu verneinen 

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sei, da er den Weisungen des Beschwerdeführers als Bauherr unterstanden habe, 
und es mangels durch ihn begangener Vertragsverletzungen zudem an der für die 
ungetreue Geschäftsbesorgung erforderlichen Tathandlung fehle. Nach Hinweis 
auf die erfolgte Eröffnung der Strafuntersuchung und Wiedergabe der Bestimmung 
von Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO wiederholte die Staatsanwaltschaft schliesslich im 
Wesentlichen die bereits in ihrer Parteimitteilung enthaltene Begründung 
(vgl. E. 3.1; zum Ganzen act. B.2).

3.5. In seiner Beschwerde rügte der Beschwerdeführer insbesondere die unrich-
tige Anwendung von Art. 314 Abs. 1 lit. b und Art. 314 Abs. 3 StPO, die Verletzung 
des Beschleunigungsgebots gemäss Art. 5 StPO sowie eine Ermessensüber-
schreitung durch die Staatsanwaltschaft (vgl. act. A.1, A.5).

Er brachte vor, dass vorliegend zwar ein materieller Konnex zwischen Straf- und 
Zivilverfahren bestehe, dies jedoch nichts daran ändere, dass strafrechtlich wei-
tergehende Fragen zu beurteilen seien als im Zivilverfahren. Gerade die bestritte-
ne Geschäftsführerstellung als Tatbestandsvoraussetzung der ungetreuen Ge-
schäftsbesorgung werde zivilrechtlich nicht tangiert sein, zumal im Zivilverfahren 
die D._____ eingeklagt sei. Ohnehin sei die Staatsanwaltschaft an die Ergebnisse 
eines Zivilverfahrens nicht gebunden. Es sei ihr ausserdem ohne Weiteres zumut-
bar, sich vorfrageweise mit zivilrechtlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen; 
gerade im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts stelle sich diese Problematik durch-
wegs. Wenn straf- und zivilrechtlich gleichgelagerte Sachlagen abzuklären wären, 
so wäre das Zivilverfahren aufzuschieben, um die Ermittlung des Sachverhalts 
durch die Strafbehörde, welche über umfangreiche prozessuale Zwangsmittel und 
sonstige Befugnisse verfüge, zu ermöglichen. Der umgekehrte, die Ausnahme 
bildende Fall der Sistierung des Strafverfahrens bis zum Abschluss eines Zivilver-
fahrens komme vorliegend nicht in Betracht, da das Zivilverfahren für den weiteren 
Gang des Strafverfahrens nicht unentbehrlich sei. Sodann könne auch keine Rede 
davon sein, dass das Strafverfahren zur Beschaffung von Beweisen missbraucht 
werde. Dem Beschwerdeführer liege nämlich daran, die Verhaltensweise des Be-
schwerdegegners ebenfalls strafrechtlich klären zu lassen (act. A.1, C.15, C.17-20 
u. C.23 f.).

Besonders ins Gewicht falle vorliegend, dass das Zivilverfahren sich erst im Stadi-
um des Schriftenwechsels vor Regionalgericht befinde und ein umfangreiches 
Beweisverfahren ausstehend sei, weshalb ein erstinstanzlicher Entscheid kaum 
innert absehbarer Zeit zu erwarten sei und bis zur rechtskräftigen Beurteilung der 
Streitsache noch Jahre vergehen dürften. Unter diesen Umständen schliesse das 
strafprozessuale Beschleunigungsgebot eine Sistierung des Strafverfahrens aus. 

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Es bestehe eine ernsthafte Gefahr, dass wegen der Sistierung die strafrechtliche 
Verjährungsfrist gravierend überschritten werde. Die strafrechtlich relevanten 
Handlungen hätten im Jahr 2016 stattgefunden und die Verjährung könne deshalb 
in vier Jahren eintreten, während das Zivilverfahren bis zum rechtskräftigen Ab-
schluss erwartungsgemäss mehrere Jahre beanspruchen werde und auch das 
Strafverfahren bis zum erstinstanzlichen Gerichtsurteil mehrjährig andauern werde 
(act. A.1, C.21 f. u. C.27).

Schliesslich bestehe die Problematik eines definitiven Beweisverlustes, da der 
Eindruck bestehe, dass Beweismittel mit Blick auf den Zivilprozess neu angefertigt 
worden sein könnten. Sodann sei die Staatsanwaltschaft bisher ihrer Pflicht nicht 
nachgekommen, alle Beweise zu erheben, deren Verlust zu befürchten sei oder 
die zweckmässigerweise bereits vor der Sistierung abgenommen werden könnten. 
Auch vor dem Hintergrund der prozessual nicht vorgesehenen schriftlichen Durch-
führung des Strafverfahrens sowie der unterlassenen Sicherung der zugrundelie-
genden Dokumente und sonstigen Beweismittel und der bisher nicht erfolgten Ein-
vernahme der Parteien sei im jetzigen Verfahrensstadium eine Sistierung unzuläs-
sig (act. A.1, C.16, C.25 f. u. C.28 f.).

3.6. Die Staatsanwaltschaft führte in ihrer Stellungnahme aus, dass es zwar zu-
treffen möge, dass im Strafverfahren möglicherweise weitergehende Fragen zu 
beurteilen seien als im Zivilverfahren, dies jedoch nichts am Umstand ändere, 
dass im Strafverfahren ebenso wie mit Blick auf die Zivilklage die Kernfrage zu 
beantworten sein werde, ob der Beschwerdegegner vertragliche Pflichten verletzt 
habe. Im Falle der Verneinung einer Pflichtverletzung falle der Tatbestand der un-
getreuen Geschäftsbesorgung von vorneherein weg, womit sich weitergehende 
Untersuchungen dazu erübrigen würden (act. A.2, Ziff. 1). In Bezug auf die Be-
weisabnahme unterlasse der Beschwerdeführer es, darzulegen, bei welchen Be-
weisen ein Verlust drohe. Im Strafverfahren gebe es keinen numerus clausus der 
Beweise, weshalb die Behauptung des Beschwerdeführers, die Staatsanwalt-
schaft habe das bisherige Strafverfahren nicht schriftlich durchführen dürfen, nicht 
verfange. Die 27-seitige Strafanzeige sei umfassend und detailliert und die rele-
vanten Beweismittel (Beilagen 1-69) seien eingereicht worden. Dasselbe gelte für 
die 66-seitige beschwerdegegnerische Stellungnahme mit 62 Beilagen. Bei dieser 
Ausgangslage hätten sich in der ersten Phase der Strafuntersuchung keine 
Zwangsmassnahmen aufgedrängt und es sei nicht ersichtlich, inwieweit Einver-
nahmen der Parteien zu einem Mehrwert geführt hätten (act. A.2, Ziff. 2). Das vor-
liegende Strafverfahren hänge direkt vom Ausgang des Zivilverfahrens vor dem 
Regionalgericht Maloja ab, womit es zu Recht sistiert worden sei (act. A.2, Ziff. 3).

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3.7. Der Beschwerdegegner hielt in seiner Stellungnahme im Wesentlichen fest, 
dass die Zivilklage und die vorliegende Strafanzeige sich in Bezug auf die materi-
ellen Ausführungen weitgehend entsprächen und sich im Zivil- und Strafverfahren 
dieselben materiellen Fragen stellten. Wie für den behaupteten Rückforderungs- 
und Schadenersatzanspruch werde auch für den Tatvorwurf der ungetreuen Ge-
schäftsbesorgung eine Vertragsverletzung (Tathandlung), ein Vermögensschaden 
(Taterfolg) und Kausalität vorausgesetzt. Die tatbestandlich vorausgesetzte Ge-
schäftsführerstellung (Tatsubjekt) als Pflicht zur Wahrnehmung fremder Vermö-
gensinteressen sei im Zivilprozess im Rahmen der behaupteten sorgfaltswidrigen 
Baukostenplanung zu beurteilen. Es sei sachgerecht, dass die dominierende (zivil-
rechtliche) Frage nach einer Vertragsverletzung durch den Zivilrichter beantwortet 
werde. Widersprüchliche Entscheide seien aus Gründen der Rechtseinheit und 
Rechtssicherheit zu vermeiden. Aufgrund der Komplexität in tatsächlicher und 
rechtlicher Hinsicht erscheine eine vorfrageweise Beantwortung der zivilrechtli-
chen Fragen für die Strafbehörden nicht zumutbar. Obwohl der Zivilrichter nicht an 
das Urteil des Strafrichters gebunden sei, bestehe bei einem vorfrageweisen Ent-
scheid über eine wichtige Zivilfrage die Gefahr, dass sich das Strafverfahren 
präjudizierend auf das Zivilverfahren auswirke. Auch wenn sich die Strafanzeige – 
alleine wegen der subsidiären Strafbarkeit des Unternehmens – gegen den Be-
schwerdegegner und nicht wie die Zivilklage gegen die D._____ richte, sei in bei-
den Verfahren das Verhalten der D._____ und des Beschwerdegegners zu beur-
teilen. Es stellten sich folglich im Strafverfahren keine weitergehenden Fragen, 
welche einer Sistierung des Strafverfahrens entgegenstünden. Vielmehr dränge 
sich eine solche auf, da das Strafverfahren grösstenteils von der Beurteilung der 
behaupteten Zivilforderungen abhängig sei. Diese seien sowohl mit der Zivilklage 
gegen die D._____ als auch adhäsionsweise im Strafverfahren gegen den Be-
schwerdegegner rechtshängig gemacht worden, wobei, wenn überhaupt, nur in 
einem der beiden Verfahren eine Leistung zugesprochen werden könne. Das 
Strafverfahren werde vom Beschwerdeführer offensichtlich dazu missbraucht, Be-
weismittel für das Zivilverfahren zu beschaffen, wenn dieser für dieselben zivil-
rechtlichen Fragen die Sistierung des Zivilverfahrens beantrage und sich der Sis-
tierung des Strafverfahrens widersetze. Eine Sistierung des Zivilverfahrens zu-
gunsten des Strafverfahrens, welche die Ausnahme bilden solle, sei vorliegend 
nicht gerechtfertigt (act. A.3, II.4, II.6-8 u. II.10).

Das Beschleunigungsgebot stehe der Sistierung des Strafverfahrens nicht entge-
gen. Das Zivilverfahren sei mit dem Abschluss des doppelten Schriftenwechsels 
bereits weit fortgeschritten und ein erstinstanzlicher Entscheid sowie ein rechts-
kräftiger Verfahrensabschluss seien innert absehbarer Zeit zu erwarten. Die ge-

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genteilige Behauptung des Beschwerdeführers erscheine geradezu missbräuch-
lich, nachdem dieser selbst das Zivilverfahren verzögert und schliesslich sogar 
dessen Sistierung beantragt habe. Sodann trete die Verfolgungsverjährung unter 
Berücksichtigung der am 19. Dezember 2018 erfolgten Kündigung des Vertrags-
verhältnisses sowie der anwendbaren Bestimmungen erst Ende 2028 ein und ver-
bleibe somit genügend Zeit für einen verjährungsunterbrechenden erstinstanzli-
chen Entscheid, zumal die wichtigen, für das Strafverfahren konstitutiven Zivilfra-
gen dannzumal beantwortet sein würden (act. A.3, II.9 u. II.11).

Es liege keine Verletzung der Bestimmungen zur Beweisabnahme vor. Die Mög-
lichkeit einer Stellungnahme zur Strafanzeige werde ausdrücklich statuiert und die 
Schriftform dieser privaten Verfahrenshandlung sei nicht zu beanstanden. Die im 
Zivilverfahren gemachten Eingaben und offerierten Beweismittel betreffend das 
Vertragsverhältnis der Parteien lägen der Staatsanwaltschaft vor, weshalb mit der 
Sistierung kein Beweisverlust drohe. Eine weitere Beweisabnahme vor dem Zivil-
verfahren erscheine nicht als zweckmässig. Auch in Zusammenhang mit dem (be-
strittenen) Vorwurf der Beweismittelfälschung, welcher vom hängigen Strafverfah-
ren nicht umfasst werde, könne kein Beweisverlust drohen, da dieser nicht die 
Verfälschung echter Urkunden, sondern die Fälschung unechter Urkunden betref-
fe (act. A.3, II.5 u. II.11 f.).

4.1. Bei der Sistierung nach Art. 314 StPO handelt es sich um eine einstweilige 
bzw. vorläufige Einstellung prozessualer Natur im Vorverfahren. Die Sistierung hat 
keine materielle Rechtskraft und die Untersuchung kann jederzeit formlos wieder-
aufgenommen werden, wenn der Grund der Sistierung weggefallen ist (Esther 
Omlin, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 
Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 5 ff. zu Art. 314 StPO).

4.2. Die Staatsanwaltschaft stützte ihre Sistierungsverfügung sinngemäss auf 
Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO. Gemäss dieser Bestimmung kann die Staatsanwalt-
schaft eine Untersuchung unter anderem dann sistieren, wenn der Ausgang des 
Strafverfahrens von einem anderen Verfahren abhängt und es angebracht er-
scheint, dessen Ausgang abzuwarten. Bei diesem anderen Verfahren kann es sich 
insbesondere um ein Zivilverfahren handeln. Art.  314 Abs. 1 lit. b StPO stellt eine 
Kann-Bestimmung dar. Deswegen sowie aufgrund der Formulierung, wonach das 
Abwarten des Ausgangs eines anderen Verfahrens angebracht erscheinen müsse, 
ergibt sich ein Ermessensspielraum der Staatsanwaltschaft. Die Sistierung hängt 
von einer Abwägung der betroffenen Interessen ab und ist mit Zurückhaltung an-
zuordnen. Nach der bundesgerichtlichen Praxis rechtfertigt sich die Sistierung des 
Strafverfahrens mit Blick auf ein anderes Verfahren nur, wenn sich das Ergebnis 

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jenes Verfahrens tatsächlich auf das Ergebnis des Strafverfahrens auswirken kann 
und wenn dieses Verfahren die Beweiswürdigung im Strafverfahren erheblich er-
leichtert. Eine Sistierung setzt mithin voraus, dass das Urteil im anderen Verfahren 
für den weiteren Gang des Strafverfahrens unentbehrlich ist bzw. diesem konstitu-
tive Wirkung für das Strafverfahren zukommt. Die Strafverfolgungsbehörden sind 
denn auch grundsätzlich verpflichtet, Rechtsfragen aus anderen Rechtsgebieten 
vorfrageweise selbst abzuklären (BGer 1B_66/2020 v. 2.12.2020 E. 3.2; 
1B_163/2014 v. 18.7.2014 E. 2.2; Thomas Bosshard/Nathan Landshut, in: Do-
natsch/Lieber/Summers/Wohlers [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Straf-
prozessordnung [StPO], 3. Aufl., Zürich 2020, N 12 ff. zu Art.  314 StPO, 
je m.w.H). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung steht die Tatsache, dass 
die Parteien des Straf- und des Zivilverfahrens nicht identisch sind, einer Sistie-
rung nicht im Weg (BGer 1B_21/2015 v. 1.7.2015 E. 2.4 m.w.H.).

4.3. Im Strafverfahren wird die materielle Wahrheit von Amtes wegen erforscht. 
Dazu verfügt die Staatsanwaltschaft über Zwangsmittel und weitgehende Befug-
nisse. Anders als das Zivilgericht darf sie sich nicht damit begnügen, lediglich be-
strittene Behauptungen abzuklären und den Parteien ansonsten die Erstellung des 
Sachverhalts zu überlassen. Entsprechend wird regelmässig das Zivilverfahren 
aufgeschoben, um der Strafbehörde die Ermittlung des Sachverhalts zu ermögli-
chen. Der umgekehrte Fall, nämlich die Sistierung des Strafverfahrens bis zum 
Abschluss des Zivilverfahrens, fällt gemäss Lehre und bundesgerichtlicher Recht-
sprechung dagegen nur ausnahmsweise in Betracht, wenn das Urteil im Zivilver-
fahren für den weiteren Gang des Strafverfahrens unentbehrlich ist. Mit sachlich 
begründeten Sistierungsverfügungen kann jedoch auch einer gewissen Gefahr 
vorgebeugt werden, dass bei deutlich im Vordergrund stehenden zivilrechtlichen 
Streitigkeiten Strafanzeigen dazu missbraucht werden könnten, Beweise für einen 
Zivilprozess zu sammeln (BGer 1B_66/2020 v. 2.12.2020 E. 3.2; 1B_163/2014 
v. 18.7.2014 E. 2.2; Bosshard/Landshut, a.a.O., N 13a f. zu Art. 314 StPO).

4.4. Die Sistierung eines Strafverfahrens steht immer in einem Spannungsver-
hältnis zum Beschleunigungsgebot, welches der Möglichkeit einer Sistierung 
Grenzen setzt. Nach dem Beschleunigungsgebot (Art. 5 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 29 
Abs. 1 BV) sind Strafverfahren unverzüglich an die Hand zu nehmen und ohne 
begründete Verzögerung abzuschliessen. Der Anspruch auf Verfahrensbeschleu-
nigung steht primär der beschuldigten Person, in etwas geringerem Mass jedoch 
auch den übrigen Verfahrensbeteiligten wie namentlich der Privatklägerschaft zu. 
Das Beschleunigungsgebot wird verletzt, wenn die Staatsanwaltschaft das Straf-
verfahren ohne objektiven Grund sistiert. Besteht offensichtlich keine Aussicht, ein 

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Strafverfahren innert vernünftiger Zeit weiterführen zu können, sollte keine Sistie-
rung ergehen, sondern ist das Verfahren entweder mit Anklageerhebung, Strafbe-
fehl oder Einstellung zum Abschluss zu bringen. Besondere Rechnung ist der Fra-
ge zu tragen, ob im Strafverfahren infolge der Sistierung ein definitiver Beweisver-
lust droht oder ob die Strafverfolgungsverjährung eintreten könnte. Zu berücksich-
tigen gilt es sodann insbesondere, ob ein kohärenter Zivilprozess schon relativ 
weit fortgeschritten ist. Im Zweifel hat das Beschleunigungsgebot Vorrang und 
geht dementsprechend das Strafverfahren vor (BGer 1B_66/2020 v. 2.12.2020 
E. 3.1 f.; 1B_21/2015 v. 1.7.2015 E. 2.3; 1B_163/2014 v. 18.7.2014 E. 2.2, 
je m.w.H.).

5.1.1. Gegenstand des vorliegenden Strafverfahrens bildet der gegen den Be-
schwerdegegner erhobene Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung 
(Art. 158 StGB; für den Anzeigesachverhalt vgl. oben E. A). Demnach hat die 
Staatsanwaltschaft unter anderem abzuklären, ob dem Beschwerdegegner im 
Hinblick auf das Bauprojekt des Beschwerdeführers eine Geschäftsführerstellung 
zukam, er also – dem typischen und wesentlichen Inhalt des auf dem Planer- und 
Bauleitungsvertrag (StA act. 4.4) basierenden Rechtsverhältnisses entsprechend 
– in tatsächlich und/oder formell selbständiger und verantwortlicher Stellung im 
(für ihn fremden) Interesse des Beschwerdeführers für einen nicht unerheblichen 
Vermögenskomplex zu sorgen hatte. Gegebenenfalls wird zu prüfen sein, ob der 
Beschwerdegegner die ihm aus seiner Geschäftsführerstellung erwachsende 
Treuepflicht, deren genauer Inhalt sich namentlich aus dem genannten Planer- 
und Bauleitungsvertrag ergibt, durch eine Handlung oder Unterlassung verletzte. 
Weiter wird zu klären sein, ob dem Beschwerdeführer ein Vermögensschaden 
entstanden ist, welcher kausal durch die allfällige Pflichtverletzung des Beschwer-
degegners hervorgerufen wurde. Schliesslich hat die Staatsanwaltschaft dem Be-
schwerdegegner das Vorliegen eines (Eventual-)Vorsatzes hinsichtlich der soeben 
genannten objektiven Tatbestandsmerkmale nachzuweisen und gegebenenfalls 
zu prüfen, ob jener mit Bereicherungsabsicht handelte und sich somit eines quali-
fizierten Falls der ungetreuen Geschäftsbesorgung schuldig machte (vgl. zum 
Ganzen BGE 142 IV 346 E. 3.2; 129 IV 124 E. 3.1; BGer 6B_300/2016 
v. 7.11.2016 E. 4.3.1 u. 7.3; Marcel Alexander Niggli, in: Niggli/Wiprächtiger 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Strafrecht II, 4. Aufl., Basel 2019, N 13 ff., 60 ff., 124 
ff., 127 ff. u. 136 ff. zu Art. 158 StGB; Stefan Trechsel/Dean Crameri, in: Trech-
sel/Pieth [Hrsg.], Schweizerisches Strafgesetzbuch Praxiskommentar, 4. Aufl., 
Zürich 2021, N 2 ff., 9 f., 12 f., 14 u. 16 zu Art. 158 StGB, je m.w.H.).

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5.1.2. Im Zivilverfahren verlangt der Beschwerdeführer im Wesentlichen die Ver-
pflichtung der D._____ zu einer Zahlung in Höhe von CHF 566'396.80 (act. B.8, 
I.1), welche sich aus einer Schadenersatzforderung wegen Vertragsverletzung in 
Höhe von CHF 444'406.80 sowie dem bereits bezahlten, nunmehr zurückgeforder-
ten Architektenhonorar von CHF 121'990.00 zusammensetzt. Der Beschwerdefüh-
rer respektive Kläger bringt begründend einerseits vor, es sei ihm der aus den 
Vertragsverletzungen der D._____, namentlich der im eigenen (finanziellen) Inter-
esse erfolgten treu- und sorgfaltswidrigen Nichtumsetzung der Vorgaben der Bau-
herrschaft sowie der Wahl einer jeweils teuren und unnötigen Ausführungsvarian-
te, entstandene Schaden zu ersetzen. Dieser (erhebliche) Schaden bestehe 
primär daraus, dass eine weitere bzw. zusätzliche Planung nötig geworden sei 
und gewisse bereits entstandene unnötige Zusatzkosten nicht hätten gemindert 
werden können. Der Schaden sei kausal auf die Sorgfaltspflichtverletzungen der 
D._____ zurückzuführen. Der beklagten Planerin sei im Sinne eines Verschuldens 
mindestens Sorgfaltswidrigkeit vorzuwerfen. Weiter macht der Beschwerdeführer 
geltend, die D._____ habe ihre gemäss Planer- und Bauleitungsvertrag – welcher 
als gemischter Vertrag sowohl dem Auftrags- als auch dem Werkvertragsrecht 
unterstehe – geschuldete Leistung unvollständig und unsorgfältig erbracht; diese 
erweise sich als beinahe gänzlich unbrauchbar. Deshalb und aufgrund des ihm 
entstandenen erheblichen Schadens sei dem Beschwerdeführer das bereits be-
zahlte Architektenhonorar vollständig zurückzuerstatten (act. B.8, II.B.72 ff.).

5.1.3. Mit der Staatsanwaltschaft (act. B.2, Ziff. 5; act. B.6) und dem Beschwerde-
gegner (act. A.3, II.4) ist festzuhalten, dass sich die Strafanzeige gegen den Be-
schwerdegegner (act. B.4) und die Zivilklage gegen die D._____ (act. B.8) bezüg-
lich der materiellen Ausführungen weitgehend entsprechen (vgl. die mehrheitlich 
gleichlautende Wiedergabe der Ausgangslage respektive des Sachverhalts in 
act. B.4, B.4 ff. u. act. B.8, II.B.8 ff.), was sich dadurch erklären lässt, dass sie auf 
demselben Lebenssachverhalt beruhen und sich inhaltlich mit denselben Vorwür-
fen befassen. Es ist deshalb nicht von der Hand zu weisen, dass Überschneidun-
gen zwischen dem Zivil- und dem Strafverfahren bestehen. Entsprechend werden 
mehrere Fragen denn auch in beiden Verfahren zu klären sein. Namentlich setzen 
sowohl eine allfällige zivilrechtliche Haftung als auch der Tatbestand der unge-
treuen Geschäftsbesorgung eine Pflichtverletzung durch den Beschwerdegegner, 
einen dadurch kausal verursachten Schaden des Beschwerdeführers sowie ein 
Verschulden des Beschwerdegegners voraus. Zwar sind, entgegen dem Be-
schwerdegegner (act. A.3, II.4), im Strafverfahren neben den soeben genannten 
auch weitere Fragen zu klären, die im Rahmen des Zivilverfahrens nicht von un-
mittelbarer Relevanz sein werden; dies betrifft insbesondere die Geschäftsführer-

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stellung des Beschwerdegegners sowie das Vorliegen einer Bereicherungsab-
sicht. Jedoch setzt eine Sistierung gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO nicht voraus, 
dass das zu sistierende Strafverfahren und das andere Verfahren, dessen Aus-
gang abgewartet werden soll, vollkommen deckungsgleich sind, weshalb dieser 
Umstand eine Sistierung nicht ausschliesst. Ebensowenig steht nach dem Gesag-
ten die Tatsache, dass die Zivilklage sich gegen die D._____ als Vertragspartnerin 
des Beschwerdeführers richtet, während Beschuldigter im vorliegenden Verfahren 
der Beschwerdegegner ist, einer Sistierung im Wege. Weiter ist dem Beschwer-
degegner (vgl. act. A.3, II.6 f.) und der Staatsanwaltschaft (vgl. act. A.2, Ziff. 1) 
darin beizupflichten, dass die Streitsache eine bedeutende zivilrechtliche Kompo-
nente aufweist, ist doch in erster Linie über die angebliche Verletzung des zwi-
schen dem Beschwerdeführer und der D._____ geschlossenen Planer- und Bau-
leitungsvertrags bzw. der daraus erwachsenen Pflichten zu befinden, wobei es 
sich um eine typischerweise dem Zivilrecht zuzuordnende Fragestellung handelt. 
Eine Besonderheit des Tatbestands der ungetreuen Geschäftsbesorgung liegt 
denn auch in der Akzessorietät zum Zivilrecht, was insbesondere für das Tatbe-
standsmerkmal der Pflichtwidrigkeit bzw. der Verletzung einer Treuepflicht zutrifft 
(vgl. Trechsel/Crameri, a.a.O., N 9 zu Art. 158 StGB; Nadja Capus, Wann ist ris-
kantes Geschäften kriminell?, Zur Zivilrechtsakzessorietät des Strafrechts im 
Rahmen von Art. 158 Ziff. 1 StGB, in: ZStrR 128/2010, S. 269 f., je m.w.H.). Die 
Staatsanwaltschaft könnte sich mithin namentlich betreffend die geltend gemachte 
Vertrags- bzw. Pflichtverletzung wesentlich auf die durch das Zivilgericht gewon-
nenen Erkenntnisse stützen und diesbezügliche Abklärungen im Zivilverfahren 
wären auch geeignet, die Beweiserhebung im Strafverfahren erheblich zu erleich-
tern. Ob das Zivilverfahren deswegen als geradezu unentbehrlich bzw. konstitutiv 
für das Strafverfahren zu bezeichnen ist, kann mit Blick auf die nachfolgenden 
Ausführungen offenbleiben.

5.2.1. Nach dem Gesagten ist bei der Beurteilung der Zulässigkeit einer Sistierung 
stets das Beschleunigungsgebot zu beachten, welches einer ansonsten zweck-
mässigen Sistierung entgegenstehen kann. Vorliegend gilt es in dieser Hinsicht zu 
berücksichtigen, dass sich das Zivilverfahren noch in einem relativ frühen Verfah-
rensstadium befindet. So scheint im Zeitpunkt des Erlasses der Sistierungsverfü-
gung erst der (doppelte) Schriftenwechsel vor dem Regionalgericht stattgefunden 
zu haben (vgl. act. A.1, C.21; act. A.3, II.9; act. B.9), womit vor dem Ergehen des 
erstinstanzlichen Urteils zumindest noch die nötigen Beweisabnahmen zu erfolgen 
hatten und die Hauptverhandlung durchzuführen war. Sofern von einer Partei ver-
langt, wäre dieses Urteil sodann zu begründen. Entsprechend war jedenfalls im 
Zeitpunkt der verfügten Verfahrenssistierung nicht mit einem baldigen Abschluss 

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des erstinstanzlichen Verfahrens zu rechnen. Sollten von den Parteien gegen den 
erstinstanzlichen und einen allfälligen zweitinstanzlichen Entscheid Rechtsmittel 
ergriffen werden, könnte es bis zu einer rechtskräftigen Erledigung der Zivilstrei-
tigkeit potentiell noch mehrere Jahre dauern. Eine Sistierung bis zu diesem Zeit-
punkt erscheint kaum mit dem Beschleunigungsgebot zu vereinbaren. Da Letzte-
rem gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Zweifelsfall der Vorrang ge-
bührt, ist vorliegend von einer Sistierung des Strafverfahrens abzusehen.

5.2.2. Dies gilt umso mehr, als dass die Verfolgungsverjährung der angeblichen 
Tat zwar nicht unmittelbar droht, jedoch auch nicht mehr in weiter Ferne liegt. So 
ist – ohne, dass dies vorliegend abschliessend zu klären wäre – von einem Bege-
hungszeitpunkt der behaupteten ungetreuen Geschäftsbesorgung zwischen Janu-
ar 2016 und Dezember 2018 auszugehen (vgl. StA act. 4.4; StA act. 4.11 f.; 
vgl. auch act. A.1, C.27; act. A.3, II.11). Die Verjährung würde demnach, unter 
Vorbehalt eines qualifizierten Falles der ungetreuen Geschäftsbesorgung, wohl 
frühestens Anfang 2026 und spätestens Ende 2028 eintreten (vgl. Art. 97 f. i.V.m. 
Art. 158 Ziff. 1 StGB). Der Eintritt der Verfolgungsverjährung wird durch ein vor 
Ablauf der Verjährungsfrist ergangenes erstinstanzliches Urteil verhindert (Art. 97 
Abs. 3 StGB). Dies setzt vorliegend jedoch zunächst die Weiterführung und den 
Abschluss des Untersuchungsverfahrens sowie die Durchführung des erstinstanz-
lichen Verfahrens voraus, wobei diese Schritte erfahrungsgemäss mehrere Mona-
te oder gar Jahre in Anspruch nehmen können. Zwar ist dem Beschwerdegegner 
(vgl. act. A.3, II.11) darin beizupflichten, dass im Falle einer Sistierung die Arbeit 
der Strafbehörden durch die Ergebnisse des Zivilverfahrens erheblich erleichtert 
werden dürfte. Auch diesfalls käme die Staatsanwaltschaft jedoch nicht umhin, 
ergänzende eigene Abklärungen vorzunehmen, was wiederum mit einem entspre-
chenden Zeitaufwand verbunden wäre. Dabei gilt es mit Blick auf die Dauer so-
wohl des Zivil- als auch des Strafverfahrens besonders zu berücksichtigen, dass 
es sich vorliegend um eine relativ komplexe Streitsache handelt (vgl. auch 
act. A.3, II.7), wie sich bereits anhand der Strafanzeige und der Stellungnahme 
darauf sowie der zahlreichen damit eingereichten Beilagen zeigt (vgl. StA Dossier 
4 u. 5). Insgesamt bestünde somit für den Fall einer Sistierung des Strafverfahrens 
ein nicht zu vernachlässigendes Risiko, dass über die angebliche Straftat aufgrund 
der zwischenzeitlich eingetretenen Verfolgungsverjährung nicht mehr befunden 
werden könnte.

5.2.3. Am bisher Gesagten ändert der Umstand nichts, dass der Beschwerdegeg-
ner als beschuldigte Person die Verfahrenssistierung befürwortet, zumal auch der 
Beschwerdeführer über ein geschütztes Interesse an der beförderlichen Durch-

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führung des Strafverfahrens und dessen Abschluss innert angemessener Frist 
verfügt (vgl. E. 4.4). Auch eine allfällige Verantwortung des Beschwerdeführers für 
im Zivilverfahren entstandene Verzögerungen, wie sie durch den Beschwerdegeg-
ner behauptet wird (vgl. act. A.3, II.9), hätte nicht zur Folge, dass der Beschwerde-
führer sich nicht auf das Beschleunigungsgebot berufen könnte bzw. dieses nicht 
zu seinen Gunsten berücksichtigt werden dürfte.

5.3. Allein die Tatsache, dass sich im vorliegenden Strafverfahren auch diverse 
zivilrechtliche Fragen stellen, rechtfertigt keine gegen das Beschleunigungsgebot 
verstossende Sistierung dieses Verfahrens. Nach dem Gesagten (E. 4.2) sind 
nämlich die Strafbehörden berechtigt und sogar verpflichtet, über Rechtsfragen 
aus einem anderen Rechtsgebiet (vorfrageweise) zu befinden, was ihnen, entge-
gen dem Beschwerdegegner (act. A.3, II.7), auch vorliegend durchaus zuzumuten 
ist. Wäre dem nicht so, hätte dies zur Folge, dass Strafverfahren betreffend Ver-
mögensdelikte, welche naturgemäss häufig einen engen Konnex zum Zivilrecht 
aufweisen, bei gleichzeitiger Rechtshängigkeit eines Zivilverfahrens regelmässig 
sistiert werden müssten (vgl. auch act. A.1, C.18). Dies jedoch würde dem Grund-
satz zuwiderlaufen, wonach Sistierungen von Strafverfahren nicht die Regel, son-
dern im Gegenteil die Ausnahme bilden sollen (vgl.  E. 4.3).

5.4. Gegen eine Sistierung des Strafverfahrens spricht auch, dass bei gleichzei-
tig hängigen, konnexen Zivil- und Strafprozessen in der Regel das Zivilverfahren 
zugunsten des Strafverfahrens sistiert wird (E. 4.3). Demnach wäre, wie dies auch 
der Beschwerdeführer vorbringt (vgl. act. A.1, C.24), eher die Zweckmässigkeit 
einer Sistierung des Zivilverfahrens zu prüfen, sodass sich die Zivilbehörden bei 
der Beurteilung der geltend gemachten Forderungen zumindest teilweise auf die 
umfangreichen, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 6 StPO) getätig-
ten Abklärungen im Strafverfahren stützen könnten. Vor diesem Hintergrund kann 
auch der Argumentation des Beschwerdegegners, der Beschwerdeführer miss-
brauche das Strafverfahren zur Beweisbeschaffung für das Zivilverfahren 
(act. A.3, II.8), nicht gefolgt werden. So kann allein aus dem Umstand, dass der 
Beschwerdeführer – in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtspre-
chung (vgl. E. 4.3) – die Sistierung des Zivilprozesses zugunsten des Strafverfah-
rens beantragt und sich gegen das gegenteilige Vorgehen ausspricht, nicht darauf 
geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer nicht ernsthaft am Strafverfah-
ren und dessen Ausgang interessiert wäre. Schliesslich haben die Ausführungen 
des Beschwerdegegners, wonach der Beschwerdeführer seine Forderungen auf 
Rückerstattung der geleisteten Honorarzahlung und auf Schadenersatz sowohl im 
Zivilverfahren gegen die D._____ als auch adhäsionsweise im Strafverfahren ge-

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gen den Beschwerdegegner geltend mache (act. A.3, II.8), jedenfalls nicht zur 
Folge, dass entgegen dem bisher Gesagten eine Sistierung des Strafverfahrens in 
Betracht zu ziehen wäre. Dies einerseits, weil selbst bei Identität sowohl des 
Streitgegenstandes als auch der Parteien (vgl. dazu Markus Müller-Chen, 
in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], ZPO Schweizerische Zivilprozessordnung 
Kommentar, 2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, N 9 ff. zu Art. 64 ZPO) keine Sistie-
rung, sondern ein Nichteintretensentscheid betreffend das später anhängig ge-
machte Zivil- bzw. Adhäsionsverfahren zu ergehen hätte und andererseits, weil 
der Gegenstand des vorliegenden Strafprozesses sich nicht auf die adhäsionswei-
se Geltendmachung von zivilrechtlichen Ansprüchen beschränkt (vgl. zum Ganzen 
BGE 145 IV 351 E. 4.3; BGer 6B_110-113/2019 v. 3.5.2019 E. 5; 6B_74/2011 
v. 13.9.2011 E. 3.3; Goran Mazzucchelli/Mario Postizzi, in: Niggli/Heer/
Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 
2. Aufl., Basel 2014, N 14 zu Art. 119 StPO).

6.1. Der Vollständigkeit halber ist nachfolgend noch auf Art. 314 Abs. 3 StPO 
einzugehen. Dieser Bestimmung zufolge sind vor einer beabsichtigten Sistierung 
alle Beweise, deren Verlust zu befürchten ist, abzunehmen. So hat beispielsweise 
die Einvernahme von Personen, welche schwer krank sind oder beabsichtigen, die 
Schweiz zu verlassen, vor der Sistierung des Strafverfahrens zu erfolgen. In 
Rechtsprechung und Lehre findet sich jedoch auch die Auffassung, dass unab-
hängig davon, ob ein Beweisverlust droht oder nicht, vor der Sistierung alle nützli-
chen und verfügbaren Beweise erhoben werden sollen, die zweckmässigerweise 
bereits abgenommen werden können. So sei zum Beispiel mit der Einvernahme 
von Zeugen nicht systematisch bis zur Wiederaufnahme des Strafverfahrens zu-
zuwarten. Der Entscheid darüber, ob und welche Beweise bereits vor der beab-
sichtigten Sistierung abzunehmen sind, hängt dabei auch vom jeweiligen Sistie-
rungsgrund und der zu erwartenden Dauer der Sistierung ab (vgl. OGer AR 
O2S 16 8 v. 13.9.2016 E. 2.6; Bosshard/Landshut, a.a.O., N 19 zu Art. 314 StPO; 
Stéphane Grodecki/Pierre Cornu, in: Jeanneret/Kuhn/Perrier Depeursinge [Hrsg.], 
Commentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Aufl., Basel 2019, 
N 20 f. zu Art. 314 StPO, je m.w.H.).

6.2. Vorliegend wurden von der Staatsanwaltschaft bisher noch keine Beweise 
erhoben und insbesondere noch keine Einvernahmen durchgeführt (vgl. StA Dos-
sier 3; vgl. auch act. A.1, C.29; act. A.2, Ziff. 2). Zwar weist die Staatsanwaltschaft 
in ihrer Stellungnahme (act. A.2, Ziff. 2) zu Recht darauf hin, dass im Strafverfah-
ren kein numerus clausus der Beweismittel besteht (Art. 139 Abs. 1 StPO; Sabine 
Gless, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische 

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Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 14 zu Art. 139 StPO) und dass von 
den Parteien bereits zahlreiche Beilagen eingereicht wurden (vgl. StA act. 4.2 ff.; 
StA act. 5.3). Sodann ist, entgegen dem Beschwerdeführer (act. A.1, C.29), 
grundsätzlich auch nicht zu beanstanden, dass eine schriftliche Stellungnahme 
des Beschuldigten respektive dessen Rechtsvertreters eingeholt wurde bzw. das 
bisherige Strafverfahren schriftlich durchgeführt wurde (vgl. act. A.2, Ziff. 2). Der 
Staatsanwaltschaft (act. A.2, Ziff. 2) ist weiter darin beizupflichten, dass nicht er-
sichtlich ist, inwiefern bei bestimmten Beweisen ein (unmittelbarer) Beweisverlust 
drohen würde. Insbesondere liegen keine Hinweise darauf vor, dass eine Einver-
nahme der Parteien oder weiterer einzuvernehmender Personen zu einem späte-
ren Zeitpunkt schlechthin unmöglich sein soll. Schliesslich kann dem Beschwerde-
führer nicht gefolgt werden, wenn er dem Beschwerdegegner Urkundenfälschung 
durch Anfertigung neuer Beweismittel mit Blick auf den Zivilprozess vorwirft und 
darin das Risiko eines Beweismittelverlustes erkennen will (act. A.1, C.16 u. C.26 
m.V.a. act. B.9, II.A.6), zumal, wie der Beschwerdegegner zu Recht festhält 
(act. A.3, II.11), das Herstellen neuer, unechter Urkunden ohnehin nicht zu einem 
Verlust bestehender Beweismittel führen kann.

6.3. Es gilt jedoch auch zu betonen, dass (mündliche) Einvernahmen, insbeson-
dere jene der beschuldigten Person und der Privatklägerschaft, nicht nur eines der 
wichtigsten Beweismittel im Strafverfahren mit sehr hohem Erkenntnisgewinn dar-
stellen und von herausragender Bedeutung für die Sachverhaltserstellung sind, 
sondern diese auch der Wahrung des rechtlichen Gehörs der einvernommenen 
Person dienen. Entsprechend bilden Einvernahmen in einem ordnungsgemässen 
Strafverfahren die Regel (vgl. Daniel Häring, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, 
N 1 u. N 6 f. zu Vorbemerkungen zu Art. 142-146 StPO u. N 1 zu Art. 145 StPO; 
Niklaus Schmid/Daniel Jositsch, Schweizerische Strafprozessordung, Praxiskom-
mentar, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2017, N 1 zu Art. 145 StPO; Olivier Thor-
mann/Grégoire Mégevand, in: Jeanneret/Kuhn/Perrier Depeursinge [Hrsg.], Com-
mentaire Romand, Code de procédure pénale suisse, 2. Aufl., Basel 2019, N 1 zu 
Art. 142 StPO, je m.w.H.). Grundsätzlich sollten demnach jedenfalls der Be-
schwerdegegner als Beschuldigter sowie der Beschwerdeführer als Privatkläger 
im Rahmen des Strafverfahrens einvernommen werden, und zwar unabhängig 
davon, ob allenfalls in einem parallelen Zivilverfahren (ebenfalls) eine Einvernah-
me der Parteien erfolgt. So stellten denn auch beide Parteien im Untersuchungs-
verfahren bereits entsprechende Beweisanträge bzw. offerierten ihre Befragung 
(vgl. StA act. 4, S. 5 ff.; StA act. 5.1, S. 4 ff.). Der Beschwerdegegner beantragte 
darüber hinaus die Einvernahme von F._____ und G._____ der D._____ 

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(StA act. 5.1, S. 5 ff.). Schliesslich wäre auch im Strafverfahren eine Zeugenein-
vernahme von H._____ und I._____ der E._____ AG in Betracht zu ziehen, wie 
sie im Zivilprozess beantragt wurde (vgl. act. B.8, S. 4 ff.). Wie bereits ausgeführt 
besteht zwar vorliegend keine konkrete Gefahr, dass diese Einvernahmen zu ei-
nem späteren Zeitpunkt nicht mehr grundsätzlich möglich sein könnten. Hingegen 
ist zu berücksichtigen, dass das Erinnerungsvermögen mit der Zeit erfahrungs-
gemäss abnimmt, womit sich der aus Einvernahmen zu erwartende Erkenntnis-
gewinn mit fortschreitendem Zeitablauf tendenziell verringert. Da die im Strafver-
fahren zu beurteilenden Vorgänge bereits heute einige Jahre zurückliegen 
(vgl. E. 5.2.2) und nach dem Gesagten bis zum rechtskräftigen Abschluss des Zi-
vilprozesses ebenfalls noch mehrere Jahre vergehen könnten, wäre für den Fall 
eines Zuwartens mit der Durchführung der genannten Einvernahmen bis zu die-
sem Zeitpunkt zu befürchten, dass die einzuvernehmenden Personen sich nicht 
mehr im Detail an die vorliegend zu beurteilenden Geschehnisse zu erinnern ver-
möchten, was die Sachverhaltserstellung erheblich erschweren würde. Entspre-
chend erscheint eine Einvernahme zumindest der Parteien des Strafverfahrens im 
aktuellen Zeitpunkt als angezeigt (vgl. auch act. A.1, C.29). Es gilt demnach, das 
Untersuchungsverfahren ohne Verzögerung fortzusetzen und die Parteien sowie 
gegebenenfalls weitere Personen zeitnah einzuvernehmen.

7.1. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass vorliegend die Voraussetzungen 
für eine Sistierung der Untersuchung gemäss Art. 314 Abs. 1 lit. b StPO nicht als 
gegeben erachtet werden können. Auch der Umstand, dass noch nicht alle 
zweckmässigerweise zu erhebenden Beweise abgenommen wurden, spricht ge-
gen eine Sistierung zum jetzigen Zeitpunkt (vgl. Art. 314 Abs. 3 StPO).

7.2. Die Sistierung ist laut gesetzlicher Vorschrift in das Ermessen der Staats-
anwaltschaft gestellt (Art. 314 Abs. 1 StPO; vgl. E. 4.2). Entsprechend ist zu prü-
fen, ob vorliegend ein Eingriff der Beschwerdeinstanz in den Ermessensspielraum 
der Staatsanwaltschaft gerechtfertigt ist. Die Beschwerdeinstanz hat die ihr durch 
die Strafprozessordnung eingeräumte freie und umfassende Kognition grundsätz-
lich voll auszuschöpfen; andernfalls beginge sie eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs bzw. eine formelle Rechtsverweigerung. Hingegen darf und muss die Be-
schwerdeinstanz sich eine gewisse Zurückhaltung auferlegen, wenn die Vor-
instanz im Gegensatz zu ihr über spezielle Sachkenntnisse in tatsächlicher Hin-
sicht verfügt (vgl. KGer GR SK2 18 64 v. 5.6.2019 E. 8; Patrick Guidon, in: Nigg-
li/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessord-
nung, 2. Aufl., Basel 2014, N 15 u. N 17 f. zu Art. 393 StPO, je m.w.H.). Die Ent-
scheidung über die vorliegend zu beurteilende Sistierung setzt keine speziellen 

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Sachkenntnisse voraus. Die Auferlegung einer besonderen Zurückhaltung durch 
die Beschwerdeinstanz erscheint mithin nicht angezeigt.

7.3. Im Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen. Die angefochtene Sistie-
rungsverfügung ist aufzuheben und die Sache zur Weiterführung der Untersu-
chung an die Staatsanwaltschaft zurückzuweisen.

8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Kosten des Beschwerde-
verfahrens zu Lasten des Kantons Graubünden (Art. 37 Abs. 1 EGzStPO i.V.m. 
Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtsgebühr wird auf CHF 2'000.00 festgelegt 
(Art. 37 Abs. 2 u. 3 EGzStPO i.V.m. Art. 8 VGS [BR 350.210]). Dem Beschwerde-
führer wird die von ihm geleistete Sicherheitsleistung in Höhe von CHF 1'500.00 
erstattet.

8.2. Der obsiegende Beschwerdeführer wäre grundsätzlich vom Kanton 
Graubünden für die Aufwendungen seiner Vertretung zu entschädigen (vgl. Art. 
436 Abs. 3 StPO). Der Beschwerdeführer macht zwar eine Entschädigung geltend 
(act. A.1, Antrag Ziff. 3), unterliess es aber, diese zu beziffern und zu belegen, 
sodass nach Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 433 Abs. 2 StPO darauf nicht einzutreten 
ist. Folglich ist ihm keine Entschädigung zuzusprechen (vgl. KGer GR SK2 20 34 
v. 24.8.2020 E. 9.2.1 f.; SK2 19 66 v. 23.4.2020 E. 6.2, je m.w.H.).

8.3. Der Beschwerdegegner unterliegt mit seinem Antrag auf Abweisung der 
Beschwerde (act. A.3, Antrag Ziff. 2), weshalb ihm kein Anspruch auf Parteien-
tschädigung zusteht.

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Demnach wird erkannt:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Sistierungsverfügung der Staats-
anwaltschaft Graubünden vom 14. März 2022 (Proz. Nr. VV.2021.3671/BU) 
aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen an die Staatsanwalt-
schaft Graubünden zurückgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 2'000.00 gehen zu Lasten 
des Kantons Graubünden. Die von A._____ geleistete Sicherheitsleistung 
von CHF 1'500.00 ist diesem zu erstatten.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 78 ff. BGG Beschwerde in 
Strafsachen an das Bundesgericht geführt werden. Die Beschwerde ist dem 
Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, schriftlich innert 
30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in 
der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die 
Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen 
und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 78 ff. und 
90 ff. BGG.

5. Mitteilung an: