# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 42f8a8a7-c4e9-5deb-8ba5-46063a841c25
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-15
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 15.09.2025 UV 2025/9
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2025-9_2025-09-15.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/18

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2025/9

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 13.10.2025

Entscheiddatum: 15.09.2025

Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2025
Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 19 Abs. 1, Art. 24 und 25 UVG. Gemäss 
Bundesgericht hat die Bemessung des Integritätsschadens bei Versorgung 
mit Endoprothesen – wie beim Einsatz von Hilfsmitteln (unter Vorbehalt von 
Sehhilfen) – nach dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen. Der Zeitpunkt, in 
dem der Integritätsschaden festgelegt wurde, ist damit nicht zu 
beanstanden. An der Einschätzung des Integritätsschadens durch den 
Versicherungsmediziner bestehen zumindest geringe Zweifel, weshalb auf 
diese nicht abgestellt werden kann. Die Beschwerdegegnerin hat zudem den 
Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie es unterlassen hat, trotz 
mehrfacher Hinweise Abklärungen hinsichtlich der psychischen 
Beeinträchtigungen vorzunehmen. Rückweisung zur Einholung eines 
versicherungsexternen Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts 
des Kantons St. Gallen vom 15. September 2025, UV 2025/9).

«Entscheid als PDF»

 

Kanton St.Gallen  
Gerichte 
 
 

 
 
 
 

 
 1/17 

 

 
 
Versicherungsgericht 
Abteilung III 

 

 

 
 
 
 

 Entscheid vom 15. September 2025 

Besetzung  Präsidentin Christiane Gallati Schneider, Versicherungsrichter  
Michael Rutz und Versicherungsrichterin Tanja Petrik-Haltiner;  
Gerichtsschreiberin Beatrice Borio  

   

Geschäftsnr.   UV 2025/9 

   

Parteien 
 

 A.___,  
Beschwerdeführer,  

vertreten durch Ass. iur. Lisa Marie Gabel, Teichmann  
International(Schweiz) AG, Bahnhofstrasse 82, 8001 Zürich,  
 
 

  gegen 

  S c h w e i z e r i s c h e  U n f a l l v e r s i c h e r u n g s a n s t a l t  
( S u v a ) ,  Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern,  

Beschwerdegegnerin,  
 
 

 
  

Gegenstand  Integritätsentschädigung 
 
 
 

 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

2/17 

Sachverhalt 
A.    

A.a A.___ (nachfolgend: Versicherter) war bis zum 20. Februar 1989 als Hilfsarbeiter bei der B.___ 
in C.___ angestellt und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Unfällen versichert, als er am 26. Februar 1989 als Beifahrer auf der Strecke von D.___ 

nach E.___ in einen Autounfall verwickelt und mit der Ambulanz zur Behandlung in das Spital F.___ 

transportiert wurde (Suva-act. 6-32, 6-36). Die dort durchgeführte Röntgenuntersuchung ergab eine 

subtrochantäre Mehrfragmentfraktur des linken Femurs (geschlossen) sowie eine Fraktur des 
Querfortsatzes des 7. Halswirbelkörpers. Der Versicherte wurde am Folgetag operiert (Osteosynthese 

mit 95-Grad-Kondylenplatte in Spinalanästhesie; Suva-act. 6-36). 

A.b Aufgrund eines Plattenbruchs wurde der Versicherte am 14. Juni 1989 erneut im Spital F.___ 
operiert (Re-Osteosynthese nach Metallentfernung, Spongiosaplastik; Suva-act. 6-23). Gemäss 

Röntgenuntersuchung vom 28. September 1989 war die Fraktur noch nicht vollständig durchbaut 

(Suva-act. 6-22). Ab dem 7. November 1989 wurde der Versicherte zu 100 % arbeitsfähig erklärt (Suva-

act. 6-21). 

A.c Am 12. Dezember 1989 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht. Gemäss 
Untersuchungsbericht hatte er dabei angegeben, dass er praktisch keine Beschwerden mehr habe. Der 

Kreisarzt hielt unter anderem fest, dass der Versicherte zwar wieder ganztags arbeitsfähig sei, 

Spitzenbelastungen, wie sie beispielsweise beim Springen von Mauern oder beim Fussballspiel 

auftreten würden, jedoch noch zu vermeiden seien, da die Frakturheilung noch nicht völlig 

abgeschlossen sei. Bis zur Metallentfernung, die etwa zwei Jahre nach der letzten Operation erfolge, 

werde man in grösseren Abständen Nachkontrollen veranlassen. Sonst müsse therapeutisch nichts 
unternommen werden. Das Behandlungsresultat sei gut und der Versicherte sei damit zufrieden (Suva-

act. 6-1 f.). 

A.d Der Versicherte meldete sich am 13. Juni 1990 aufgrund erneuter Beschwerden und ärztlicher 
Behandlung telefonisch bei der Suva (Suva-act. 6-13). Mit Schreiben vom 22. November 1990 überwies 

der damalige Hausarzt den Versicherten, der aufgrund starker Schmerzen das linke Bein nicht mehr 

belasten konnte und mithilfe eines Amerikanerstocks ging, an das Spital G.___. Das Röntgenbild habe 

keine Anhaltspunkte für eine Osteomyelitis oder einen Plattenbruch ergeben und die Frakturfragmente 

seien gut geheilt. Der Hausarzt bat um eine ambulante Kontrolle und – bei Vorliegen der Indikation – 

um eine Metallentfernung (Suva-act. 6-16 f.). Mit Schreiben vom 27. Dezember 1990 zur Behandlung 

vom 27. November 1990 hielten die Ärzte des damaligen Spitals G.___ fest, dass klinisch, radiologisch 

und knochenszintigraphisch keine Hinweise für eine Osteomyelitis oder eine Pseudoarthrose bestehen 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

3/17 

würden. Um das Risiko einer Refraktur nach Entfernung des Osteosynthesematerials möglichst gering 

zu halten, würden sie empfehlen, 24 Monate nach der Re-Osteosynthese abzuwarten (Suva-act. 6-19). 

Die Metallentfernung wurde schliesslich am 23. Dezember 1991 durchgeführt (Suva-act. 7-17). 

A.e Am 3. März 1992 fand erneut eine kreisärztliche Untersuchung statt. Der Kreisarzt hielt fest, das 
Resultat der operativ versorgten subtrochantären Femurmehrfragmentfraktur links sei gut und die 
Hüftgelenksbeweglichkeit praktisch frei. Der Versicherte habe diesbezüglich auch keine Schmerzen. 

Hingegen klage er über erstmals Mitte Januar 1992 aufgetretene tieflumbale Rückenschmerzen, dies 

am Ort der Punktion für die Lumbalanästhesie. Als einzige Befunde bei der klinischen Untersuchung 

hätten eine Palpationsempfindlichkeit des Segments L5 im Bereich des Dornfortsatzes und eine leichte 

Empfindlichkeit interspinal L4/5 erhoben werden können. Es fänden sich keine Zeichen eines 

vertebralen Syndroms, keine Hinweise für einen lokalen Infekt und für eine spinale Arachnopathie. Ein 

Kausalzusammenhang der jetzt angegebenen lumbalen Beschwerden mit der Anästhesie vom 23. 

Dezember 1991 scheine ihm wenig wahrscheinlich, insbesondere auch unter dem Gesichtspunkt, dass 

jene erst Mitte Januar 1992 aufgetreten seien. Die unfallbedingte Behandlung könne demnach bei voller 

Arbeitsfähigkeit abgeschlossen werden (Suva-act. 7-1 f.). 

A.f Mit Schreiben vom 17. März 1992 informierte die Suva den Versicherten darüber, dass gemäss 
kreisärztlicher Untersuchung keine weitere Behandlung mehr nötig sei, weshalb sie nun den Fall 

abschliessen werde. Mit der vollen Arbeitsfähigkeit sei sein Taggeldanspruch ab 3. Februar 1992 
erloschen. Die geltend gemachten Rückenbeschwerden stünden ihrerseits gemäss Beurteilung des 

Kreisarztes in keinem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 26. Februar 1989 (Suva-act. 

7-13). 

A.g Am 1. April 2002 trat der Versicherte eine neue Arbeitsstelle als Umzugsmitarbeiter an. Ab dem 
29. April 2002 klagte er über Rückenschmerzen und erschien nicht mehr zur Arbeit (Suva-act. 8-9). 

Aufgrund von Schmerzen am linken Oberschenkel, aufsteigend über den gesamten Rücken bis zum 

Kopf, begab sich der Versicherte am 1. Mai 2002 zu einer Ärztin, welche eine Röntgenuntersuchung 

(Suva-act. 8-7) veranlasste und die Suva darüber informierte (Suva-act. 1). Die Röntgenuntersuchung 

vom 1. Mai 2002 hatte hinsichtlich des Schädels keinen Nachweis einer Osteolyse oder eines erhöhten 

Schädelbinnendrucks und auch keine Nasennebenhöhlen-Verschattungen gezeigt. Laut Beurteilung 

der Befunde waren hinsichtlich der Halswirbelsäule (HWS) eine persistierende Hypermobilität C4-6 bei 

Inklination, eine eingeschränkte Inklination C0-C4 und eine Rotationsfehlstellung des Dornfortsatzes 

C2 nach rechts zur Darstellung gekommen. Bezüglich Brustwirbelsäule, Lendenwirbelsäule und Becken 

hatte der Radiologe eine Haltungsinsuffizienz der thorakolumbalen Achse mit flacher und doppelbogiger 
Skoliose, einen Rundrücken und eine Hyperlordose, eine lumbale Rotationsfehlstellung L5, 

Chondrosen der 8. thorakalen und 5. lumbalen Bandscheibe, eine Retrolisthesis L5 als Indiz einer 

lumbosacralen Instabilität sowie einen Status nach pertrochantärer Femurfraktur und Metallentfernung 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

4/17 

mit Varisation des linken CCD-Winkels festgehalten. Der Radiologe hatte zudem vermerkt, dass keine 

Coxarthrose und Beinlängendifferenz bestehen würden (Suva-act. 8-7). In der Folge wurde das 

Arbeitsverhältnis mit der damaligen Arbeitgeberin per 20. Mai 2002 aufgelöst (Suva-act. 8-9). 

A.h Am 22. Mai 2002 wurde der Versicherte ein weiteres Mal kreisärztlich untersucht. Der Kreisarzt 
hielt im gleichentags erstellten Untersuchungsbericht unter anderem Folgendes fest: «13 Jahre nach 
subtrochant[ä]rer Mehrfragmentfraktur des linken Femur[s] und nach zwei stabilisierenden Eingriffen, 

nach Metallentfernung ausgezeichnetes Ergebnis, stabile[r] proximale[r] Femur, eine Beinverkürzung 

ist nicht objektivierbar, Achsenverhältnisse gut, Becken im Stehen horizontal. Schenkelhals 

unfallbedingt etwas verkürzt und vermehrt in Varus, diskret beginnende posttraumatische 

Gelenkspaltverschmälerung links, keine Befundänderung seit 1990, keine Progredienz, was 

prognostisch ein gutes Zeichen ist. Unfallfremd Haltungsschwäche und muskuläre Insuffizienz, Hohl-

Rundrücken. Ebenfalls unfallfremd Angabe über Kniebeschwerden rechts, wobei der objektive Befund 

normal ausfällt. [...] Eine überlastungsbedingte Symptomatologie, welche indirekt auf Unfallfolgen aus 

dem Jahre 89 zurückzuführen wäre, kann ich nicht finden. [...] Im Bereiche der HWS kann ich keine 

Unfallfolgen objektivieren, weder klinisch noch radiologisch. Somit ergibt sich, dass der Fall für die Suva 

abgeschlossen bleibt, weil keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen aus dem Jahre 1989 objektiviert 

werden können. [...]» (Suva-act. 2-5). Mit Schreiben vom 23. Mai 2002 informierte die Suva den 

Versicherten darüber (Suva-act. 3).  

A.i Am 8. August 2023 meldete der Versicherte telefonisch einen Rückfall bei der Suva an (Suva-
act. 5).  

A.j Die am 21. August 2023 in der Orthopädie H.___ durchgeführte Röntgenuntersuchung des 
Beckens und der linken Hüfte zeigte eine mässiggradige bis teilweise hochgradige 

Gelenkspaltverschmälerung im Sinne einer Coxarthrose links und einen Status nach Voroperation mit 

entsprechender Deformität des Femurs (Suva-act. 41, 27-1). Die Magnetresonanztomographie (MRT) 

der linken Hüfte vom 1. September 2023 ergab wenig Flüssigkeit im operativen Zugangsweg unterhalb 

des Tractus iliotibialis als mögliches Schmerzkorrelat bei intaktem Tractus (Suva-act. 40-3). Die 

Orthoradiographie der unteren Extremitäten vom 4. September 2023 zeigte links gegenüber rechts eine 

um 1 cm kürzere Beinlänge. Die mechanische Achse im Kniegelenk betrug links 6° Varus und rechts 

4° Varus (Suva-act. 42). Basierend auf der Röntgenuntersuchung vom 21. August 2023 stellten die 

Medizinalpersonen der Orthopädie H.___ am 2. Oktober 2023 die Diagnose einer progredienten 

symptomatischen Coxarthrose links (Suva-act. 27). Weitere Sprechstunden in der Orthopädie H.___ 

fanden am 16. Oktober und 2. November 2023 statt, anlässlich derer das weitere Vorgehen besprochen 
wurde. Zur Untersuchung vom 16. Oktober 2023 wurde ausserdem festgehalten, dass die Beschwerden 

des Versicherten auf die zunehmende Coxarthrose linksseitig zurückzuführen seien und sich zusätzlich 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

5/17 

eine Beinlängendifferenz links -1 cm sowie ein vermehrtes Offset links gegenüber rechts zeigten (Suva-

act. 20-2 f.).  

A.k Mit Schreiben vom 14. Dezember 2023 wandte sich der Versicherte an die Suva. Er berichtete 
von seinem aktuellen Gesundheitszustand, den erfolgten Operationen und anstehenden Terminen. Der 

Unfall habe ihn schon damals psychisch stark beansprucht und er erhalte seit Durchführung eines 
psychologischen Gutachtens im Jahr 2003 eine 100%ige Invalidenrente (Suva-act. 23; vgl. auch Suva-

act. 37, 55 und 65-1).  

A.l Zur Einholung einer Zweitmeinung begab sich der Versicherte am 18. Januar 2024 in die Klinik 
I.___ (Suva-act. 31-2 f.). 

A.m Mit Kurzbeurteilung vom 12. Juni 2024 bestätigte der Versicherungsmediziner der Suva, Dr. med. 
J.___, Facharzt für Chirurgie, dass die vom Versicherten geltend gemachten Beschwerden der linken 

Hüfte mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 26. Februar 1989 zurückzuführen 

seien und seit dem letzten Behandlungsabschluss 2002 eine unfallbedingte objektivierbare 

Verschlimmerung eingetreten sei, welche einer Behandlung bedürfe (Suva-act. 44). 

A.n Am 21. Juni 2024 fand eine weitere Sprechstunde in der Klinik I.___ statt (Suva-act. 50-2 f.). 

A.o Der Versicherte wurde am 18. September 2024 vom Versicherungsmediziner Dr. med. K.___, 
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ärztlich untersucht 

(Suva-act. 74). Aufgrund der Untersuchung schätzte Dr. K.___ den Integritätsschaden auf 20 % (Suva-
act. 73). 

A.p Mit Verfügung vom 24. September 2024 sprach die Suva dem Versicherten eine 
Integritätsentschädigung von Fr. 16'320.– basierend auf einer Integritätseinbusse von 20 % zu. Da noch 

kein medizinischer Endzustand vorliege, würden Rentenleistungen zu einem späteren Zeitpunkt geprüft 

(Suva-act. 76). 

B.   

B.a Dagegen erhob der Versicherte am 27. September 2024 Einsprache (Suva-act. 78). 

B.b Mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2025 wies die Suva die Einsprache ab (Suva-act. 84). 

C.   

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

6/17 

C.a Dagegen erhob der Versicherte (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 13. Februar 2025 
(Postaufgabedatum: 14. Februar 2025), vertreten durch Rechtsanwältin Ass. iur. L. M. Gabel, 

Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren (act. G1):  

1. «Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 24. September 2024 sowie der Einspracheentscheid vom 29. 

Januar 2025 sei[en] aufzuheben. 

2.  Es sei dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von 30 % und einem 

versicherten Jahresverdienst von CHF 81'600.– zuzusprechen. 

3.  Eventualiter sei zur korrekten Feststellung des Sachverhaltes ein Gerichtsgutachten einzuholen. 

4.  Subeventualiter sei die Sache zur korrekten Feststellung des Sachverhaltes und zur Neubeurteilung an die 

Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

5.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» 

Prozessual stellte der Beschwerdeführer folgende Anträge: 

1.  «Es sei dem Beschwerdeführer nach Einsicht in die vollständigen Verfahrensakten der Beschwerdegegnerin 

die Möglichkeit zu geben, sein Rechtsbegehren vertieft zu begründen. 

2.  Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessvertretung zu bewilligen und ihm in der Person von 

Frau Rechtsanwältin Lisa Marie Gabel eine unentgeltliche Rechtsbeiständin zu bestellen. 

3.  Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mehrwertsteuer zu Lasten der Beschwerdegegnerin.» 

C.b Mit Schreiben vom 24. Februar 2025 entsprach die verfahrensleitende Richterin dem Gesuch um 
Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung (act. G2). 

C.c Am 19. März 2025 ergänzte der Beschwerdeführer seine Beschwerdeeingabe und stellte in 
Abänderung von Ziffer 2 und 3 der bisherigen Rechtsbegehren folgende Anträge (act. G6): 

2.  «Es sei dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung bei einem Integritätsschaden von mindestens 

80 % und einem versicherten Jahresverdienst von CHF 81'600.– zuzusprechen. 

3.  Es sei zur korrekten Feststellung des Sachverhaltes ein Gerichtsgutachten einzuholen.» 

C.d Mit Beschwerdeantwort vom 17. April 2025 beantragte die Suva (nachfolgend: 
Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, und die 

Bestätigung des Einspracheentscheids vom 29. Januar 2025 (act. G8).  

C.e Der Beschwerdeführer replizierte am 27. Mai 2025 und reichte hierbei zwei Berichte der Klinik 
I.___ vom 16. (act. G10.1) und 22. Mai 2025 (act. G10.2) ein (act. G10). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

7/17 

C.f Mit Schreiben vom 3. Juli 2025 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf Einreichung einer 
umfassenden Duplik und nahm vereinzelt Stellung zu den Vorbringen (act. G12). 

C.g Am 28. August 2025 gewährte das Versicherungsgericht dem Beschwerdeführer in Nachachtung 
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. BGE 137 V 314) das rechtliche Gehör mit Hinweis auf 

eine Rückzugsmöglichkeit der Beschwerde, da eine Rückweisung an die Beschwerdegegnerin in 
Betracht gezogen werde (act. G14). Mit Schreiben vom 1. September 2025 teilte der Beschwerdeführer 

mit, an der Beschwerde festzuhalten (act. G15).  

C.h Auf den detaillierten Inhalt der Rechtsschriften sowie der übrigen Akten wird – soweit 
entscheidrelevant – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Erwägungen 
1.  

Vorliegend strittig und zu prüfen ist die Höhe der zugesprochenen Integritätsentschädigung.  

2.   

2.1 Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) werden 
Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten 

gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt. 

2.2 Anspruchsvoraussetzung für jegliche Leistungen der Unfallversicherung bildet die 
Unfallkausalität. Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers besteht demnach nur für 

Gesundheitsschäden, die natürlich und adäquat kausal mit einem versicherten Unfallereignis 

zusammenhängen (ANDRÉ NABOLD, N 48 ff. zu Art. 6, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], 

Bundesgesetz über die Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen 

Sozialversicherungsrecht, 2018 [nachfolgend zitiert: KOSS UVG]; ANDRÉ NABOLD, Bundesgesetz über 
die Unfallversicherung [UVG], in: Hans-Ulrich Stauffer/Basile Cardinaux [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 5. Aufl. 2024, S. 56). Der Beweis des natürlichen 

Kausalzusammenhangs wird in erster Linie mittels der Angaben medizinischer Fachpersonen geführt. 

Die Frage nach dem adäquaten Kausalzusammenhang obliegt dem Rechtsanwender (KOSS UVG-

NABOLD, N 53 zu Art. 6; NABOLD, a. a. O., S. 58 und 61; Urteil des Bundesgerichts vom 12. Mai 2021, 

8C_15/2021, E. 7.3). Die Adäquanz spielt im Sozialversicherungsrecht als rechtliche Eingrenzung der 

sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers im 

Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate 

weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 140 V 358 E. 3.2). 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

8/17 

2.3 Nach Art. 19 Abs. 1 UVG ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden/temporären 
Leistungen (Taggeld- und Heilbehandlungsleistungen) und Prüfung des Anspruchs auf eine 

Invalidenrente abzuschliessen (sogenannter Fallabschluss), wenn allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind und von der Fortsetzung 

der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten 
Person mehr erwartet werden kann (sogenannter medizinischer Endzustand). 

2.4 Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene 

Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird mit der Invalidenrente 

festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung 

gewährt (Art. 24 Abs. 2 UVG). Ein Integritätsschaden gilt als dauernd, wenn er voraussichtlich während 

des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche, 

geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark 

beeinträchtigt wird (Art. 36 Abs. 1 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). 

Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen berücksichtigt. 

Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist 

und nicht voraussehbar war (Art. 36 Abs. 4 UVV). 

2.5 Die Integritätsentschädigung wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft 
(Art. 25 Abs. 1 UVG). Bei gleichem medizinischem Befund ist der Integritätsschaden für alle 

Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen. Spezielle Behinderungen der betroffenen 

Person bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von 

den besonderen Umständen des Einzelfalls ab; es geht vielmehr um die medizinisch-theoretische 

Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen und/oder geistigen Integrität, wobei subjektive 

Faktoren ausser Acht zu lassen sind (vgl. die Urteile des Bundesgerichts vom 14. Januar 2021, 

8C_658/2020, E. 2.2, und vom 23. April 2014, 8C_49/2014, E. 4.3, je mit Hinweisen). Nach Art. 36 Abs. 

2 UVV wird die Integritätsentschädigung gemäss den Richtlinien des Anhangs 3 zur UVV bemessen. 

Dieser Anhang enthält eine als gesetzmässig und nicht abschliessend anerkannte Skala. Die 

medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrätlichen Skala zusätzliche 

Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sogenannte Feinraster) erarbeitet. Diese Tabellen 

enthalten Richtwerte, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll; sie 

sind mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c mit Hinweis). Trotz des Feinrasters der 

Suva-Tabellen gibt es Integritätsschäden, die sich nicht direkt einer Position der Skala von Anhang 3 
zur UVV oder der Suva-Tabellen zuordnen lassen. In diesen Fällen ist in direkter oder analoger 

Anwendung von Ziff. 1 Abs. 2 von Anhang 3 zur UVV der Grad der Schwere für spezielle oder nicht 

aufgeführte Integritätsschäden vom Skalenwert bzw. von Positionen der Suva-Tabellen abzuleiten. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

9/17 

Zuerst ist mithin zu prüfen, ob ein Integritätsschaden in der Skala von Anhang 3 zur UVV figuriert. Falls 

dies nicht zutrifft, ist in den Suva-Tabellen eine passende Position zu suchen. Bei negativem Ausgang 

der Suche ist schliesslich die Schwere des Integritätsschadens mittels Vergleichs zu den Werten in der 

Skala von Anhang 3 zur UVV oder der Suva-Tabellen abzuleiten (KOSS UVG-FREI, N 17 f. zu Art. 25). 

Insbesondere die Einordnung von Nichtlisten- und kombinierten Fällen öffnet dem Arzt oder der Ärztin 
einen grossen Ermessensspielraum, in welchen die Verwaltung bzw. das (Sozialversicherungs-)Gericht 

nicht ohne Not bzw. nur dann eingreifen soll, wenn die unfallmedizinische Beurteilung im Hinblick auf 

die Liste im Anhang 3 UVV sachlich nicht gerechtfertigt ist und zu stossenden Ungleichheiten führen 

würde (Urteil des Bundesgerichts vom 14. August 2008, 8C_660/2007, E. 4.2). 

2.6 Gemäss Art. 43 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG: SR 830.1) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die 

notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Die nach 

Art. 61 lit. c ATSG vom kantonalen Gericht zu beachtende Untersuchungspflicht entspricht derjenigen 

von Art. 43 Abs. 1 ATSG (MIRIAM LENDFERS, N 87 zu Art. 61, in: Ueli Kieser/Matthias Kradolfer/Miriam 

Lendfers [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts, ATSG, 5. Aufl. 2024 [nachfolgend zitiert: Kommentar ATSG]). Im 

Sozialversicherungsrecht herrscht somit der Untersuchungsgrundsatz. Eine Tatsache darf dann als 

bewiesen angenommen werden, wenn die zuständige Verwaltungsbehörde bzw. das Gericht von ihrem 
Bestehen überzeugt ist. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das 

Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den 

Beweisanforderungen nicht. Die Richterin und der Richter haben vielmehr jener 

Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die 

Wahrscheinlichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6; THOMAS LOCHER/THOMAS GÄCHTER, Grundriss des 

Sozialversicherungsrechts, 4. Aufl. Bern 2014, § 70 N 58). 

2.7 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Danach haben die urteilenden Instanzen 

die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu 

würdigen und alle Beweismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen 

Rechtsanspruchs gestatten. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der 

Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden ist, in der 

Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 

einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Fachperson begründet sind. 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

10/17 

Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch 

die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 

Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweisen). Insofern kann rechtsprechungsgemäss auch 

Berichten und Gutachten, welche die Versicherungen während des Administrativverfahrens von ihren 

eigenen Ärztinnen und Ärzten einholen, Beweiswert beigemessen werden. Auf deren Ergebnis kann 
jedoch nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit bestehen. In diesem Fall sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 

E. 4.4, 4.6 f.). Reine Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden 

medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befassung mit der versicherten Person in 

den Hintergrund rückt (Urteil des Bundesgerichts vom 24. März 2017, 8C_780/2016, E. 6.1). 

3.   

3.1 Rechtsprechungsgemäss hat das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum Zeitpunkt des 
Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (vorliegend: 29. Januar 2025) eingetretenen Sachverhalt 

abzustellen (BGE 142 V 337 E. 3.2.2; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Oktober 2020, 8C_505/2020, 

E. 5.1 mit Hinweisen). Später eingetretene Tatsachen, die zu einer Änderung des Sachverhalts geführt 

haben, sind grundsätzlich nicht im Rahmen des hängigen, sondern im Rahmen eines weiteren 

Verfahrens zu berücksichtigen (BGE 121 V 362 E. 1b mit Hinweisen). Indes sind Tatsachen, die sich 
erst später verwirklichen, im hängigen Verfahren soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem 

Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im 

Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids zu beeinflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 

27. Mai 2008, 9C_24/2008, E. 2.3.1).  

3.2 Der Beschwerdeführer legte seiner Replik zwei Berichte der Klinik I.___ bei, welche nach Erlass 
des Einspracheentscheids erstellt wurden (vom 16. [act. G10.1] und vom 27. Mai 2024 [act. G10.2]). 

Sie stehen in engem Sachzusammenhang mit dem Streitgegenstand und sind grundsätzlich geeignet, 

die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses des Einspracheentscheids zu beeinflussen, weshalb sie im 

Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens berücksichtigt werden dürfen. 

4.  

4.1 Vorliegend gehen sowohl Dr. K.___ (vgl. ärztliche Untersuchung vom 18. September 2024, Suva-
act. 74-6: «Von der Operation ist eine namhafte Verbesserung des unfallbedingten 

Gesundheitszustandes zu erwarten, so dass aus versicherungsmedizinischer Sicht ein Endzustand 

gemäss Artikel 19 UVG derzeit nicht bestätigt werden kann.») als auch die Beschwerdegegnerin (vgl. 
Verfügung vom 24. September 2024, Suva-act. 76: «Es liegt noch kein medizinischer Endzustand nach 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

11/17 

Art. 19 UVG vor, weshalb Rentenleistungen zu einem späteren Zeitpunkt geprüft werden.») davon aus, 

dass mit einer Operation zur totalendoprothetischen Versorgung eine namhafte Verbesserung des 

Gesundheitszustands des Beschwerdeführers erreicht werden kann. Dennoch hat die 

Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 24. September 2024 über den Anspruch des 

Beschwerdeführers auf eine Integritätsentschädigung entschieden. Zu prüfen ist daher, ob die 
Beurteilung verfrüht erfolgt ist. 

4.2 Grundsätzlich ist der Anspruch auf eine Integritätsschädigung, die ihrem Wesen nach dem 
Ausgleich von Dauerschäden dient, erst dann zu beurteilen, wenn sich der Gesundheitszustand der 

versicherten Person stabilisiert hat und von medizinischen Massnahmen keine Besserung mehr 

erwartet werden kann (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Mai 2021, 8C_68/2021, E. 4.4 mit Hinweisen; 

vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 24 Abs. 2 UVG). Gemäss Bundesgericht hat die Bemessung des 

Integritätsschadens bei Versorgung mit Endoprothesen – wie beim Einsatz von Hilfsmitteln (unter 

Vorbehalt von Sehhilfen) – nach dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen. Begründet wird dies damit, 

dass die Integritätsentschädigung den körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als solchen 

ausgleicht und nicht dessen Auswirkungen auf die Lebensfunktionen und die allgemeine 

Lebensgestaltung. Aus diesem Grunde ist nicht zu unterscheiden zwischen der Korrektur mit 

Hilfsmitteln (vgl. dazu Anhang 3 Ziff. 1 Abs. 4 UVV) oder dem Ausgleich mit implantierten Prothesen. 

Es ist unerheblich, ob der Integritätsschaden dadurch unter Umständen so weit ausgeglichen werden 
kann, dass praktisch keine Beeinträchtigung der entsprechenden Lebensfunktion mehr besteht (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts vom 28. April 2008, 8C_600/2007, E. 2.1.2, mit Hinweisen; vgl. ferner 

Einleitung der Suva-Tabelle 5, wonach dies zumindest gelten soll, wenn die Endoprothese – wie 

vorliegend – nicht direkt nach dem Unfall eingesetzt wird; MAX B. BERGER, N 12 zu Art. 24, in: Ghislaine 

Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli [Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 

2019; NABOLD, a.a.O., S. 162).  

4.3 Gestützt auf die vorstehenden Ausführungen ist der Integritätsschaden in Würdigung des 
unkorrigierten Zustands zu beziffern. Es ist demnach nicht erforderlich, zur Beurteilung des 

Integritätsschadens die Vornahme der vorgesehenen künftigen totalendoprothetischen Versorgung 

abzuwarten, selbst wenn damit eine Besserung des Gesundheitszustands möglich ist. Der Zeitpunkt 

der Beurteilung des Integritätsschadens ist somit nicht zu beanstanden. 

5.  

5.1 Gestützt auf die Integritätsschadensbeurteilung von Dr. K.___ vom 18./23. September 2024 
sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung basierend auf 
einem Integritätsschaden von 20 % zu.  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

12/17 

5.2 Dr. K.___ ging von nachfolgendem Befund aus: «Kontusion mit subtrochantärer 
mehrfragmentärer Femurschaftfraktur mit zweimaliger Plattenosteosynthese und letztendlich 

Metallentfernung mit langsam progredienter Entwicklung einer posttraumatischen mässigen 

Coxarthrose bei Varusdefektfehlstellung des linken Hüftgelenks und konsekutivem 

femoroacetabularem Impingement (Pincer). In Zukunft ist eine totalendoprothetische Versorgung des 
linken Hüftgelenks bei allfälligem Leidensdruck des Versicherten geplant.» Darauf basierend 

begründete er den Integritätsschaden von 20 % wie folgt: «Gemäss Tabelle 5 UVG, Integritätsschaden 

bei Arthrosen, wird die sich zuletzt im Januar 2024 darstellende mässige Hüftgelenksarthrose links mit 

10 % bis 30 % taxiert. Angesichts der vorliegenden klinischen und bildgebenden Befunde und der 

Erkenntnis einer sehr langsamen Progredienz der linksseitigen Hüftgelenksarthrose erscheint die 

Beurteilung mit dem Mittelwert von 20 % angemessen» (Suva-act. 73). 

5.3 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Beurteilung von Dr. K.___ genüge den rechtlichen 
Anforderungen nicht. Sie sei insbesondere nicht nachvollziehbar begründet und nehme keinen Bezug 

auf den konkreten Fall (act. G1-8 f. Rz. 23, 27), weshalb sich die Beschwerdegegnerin nicht darauf 

habe abstützen dürfen. So habe Dr. K.___ nicht begründet, weshalb sich vorliegend die Annahme des 

Mittelwerts rechtfertige, sondern pauschal auf «klinische und bildgebende Befunde» sowie auf die 

«Erkenntnis einer sehr langsamen Progredienz der linksseitigen Hüftgelenksarthrose» verwiesen (act. 

G1-8 Rz. 23 f.). Aufgrund der Bewegungseinschränkung und des andauernden Schmerzzustands, dies 
sogar beim Liegen, bestehe eine schwere Funktionsbeeinträchtigung. Die Bewegungseinschränkung 

beeinträchtige nicht nur die Gehfähigkeit, sondern auch alltägliche Aktivitäten wie das Anziehen von 

Schuhen, das Treppensteigen oder das Ein- und Aussteigen aus Fahrzeugen. Zudem führe die 

eingeschränkte Beweglichkeit zu einer erhöhten Belastung der umliegenden Strukturen (strukturelle 

Veränderungen der Wirbelsäule, sekundäre Gelenksschäden am rechten Bein), was die 

Schmerzsymptomatik weiter verstärke. Hinzu komme die kompensatorische Schonhaltung aufgrund 

des verkürzten linken Beins, welche wiederum die umliegenden Strukturen, unter anderem das Becken, 

beeinträchtige (act. G1-9 f. Rz. 29 ff.). Infolge des körperlichen Unfallschadens werde daher ein 

Integritätsschaden von 30 % gefordert (act. G1 Rechtsbegehren, G6-5 Rz. 14). Gänzlich ausser Acht 

gelassen worden sei zudem die bestehende psychische Beeinträchtigung (schwere depressive Störung 

mit chronischer Verlaufsform sowie posttraumatischen Belastungssymptomen; act. G6-3 Rz. 7), welche 

ebenfalls kausal auf das Unfallereignis vom 26. Februar 1989 zurückzuführen sei und von welcher er 

mehrmals berichtet habe (act. G6-2 Rz. 5, G6-4 Rz. 9). Trotz intensiver psychotherapeutischer und 

psychiatrischer Behandlung habe keine nachhaltige Besserung seines psychischen 
Gesundheitszustands erreicht werden können. Die psychische Erkrankung äussere sich in massiven 

Antriebsschwierigkeiten, sozialem Rückzug, Schlafstörungen sowie einer ausgeprägten Angststörung, 

die seine Lebensqualität erheblich einschränken würden (act. G6-3 Rz. 7). Es sei von einer 

mittelschweren bis schweren psychischen Unfallfolge auszugehen. Zur genauen Klärung und 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

13/17 

Festsetzung der psychischen Beeinträchtigung bedürfe es eines Gutachtens, welches durch das 

Gericht anzuordnen oder bei Rückweisung durch die Beschwerdegegnerin zu erheben sei (act. G6-4 

Rz. 12). Da es sich beim körperlichen Unfallschaden und der psychischen Beeinträchtigung um klar 

voneinander zu unterscheidende Beeinträchtigungen handle, sei der Integritätsschaden von 30 % 

infolge der Hüftgelenksverletzung zu jenem der psychischen Beeinträchtigung von mindestens 50 % zu 
addieren (act. G6-5 Rz. 14). 

5.4 Dagegen wendet die Beschwerdegegnerin ein, Dr. K.___ hätten alle relevanten Akten 
vorgelegen. Er habe die Anamnese sowie die geklagten Beschwerden erhoben und eine körperliche 

Untersuchung vorgenommen (act. G8-3 E. 4.2). Es sei zudem ersichtlich, worauf sich Dr. K.___ bei 

seiner Beurteilung gestützt habe, nämlich auf die Röntgenuntersuchung vom 18. Januar 2024 (vgl. 

Suva-act. 31-3) und die eigens erhobenen Befunde anlässlich der Untersuchung vom 18. September 

2024 (vgl. Suva-act. 74; act. G8-3 E. 4.3). Nicht zutreffend sei zudem, dass die Beinlängenverkürzung 

ausser Acht gelassen worden sei, denn Dr. K.___ habe dazu ausgeführt, dass diese durch die geplante 

Operation gegebenenfalls ausgeglichen werden könne. Da sich diesbezüglich noch Änderungen 

ergeben könnten, könne nicht von einem dauerhaften Schaden gesprochen werden, weshalb die 

Voraussetzungen für eine Integritätsentschädigung aktuell nicht erfüllt seien (act. G8-3 E. 4.4). Des 

Weiteren sei ein Integritätsschaden für die geltend gemachten psychischen Beschwerden nicht geprüft 

worden, weil dieser erst jetzt, 36 Jahre nach dem Unfall und erstmals im Beschwerdeverfahren, geltend 
gemacht worden sei. Das Anliegen könne nicht Verfahrensgegenstand sein, weshalb auf dieses nicht 

einzutreten sei. Schliesslich würden sich auch im Grundfall keine Hinwiese auf eine psychische 

Beschwerdesymptomatik finden. Vielmehr sei der Beschwerdeführer Ende 1989 voll arbeitsfähig 

gewesen. Die psychischen Beschwerden seien erst mehrere Jahre nach dem Unfallereignis 

aufgetreten, ein Anspruch auf eine Invalidenrente der Invalidenversicherung bestehe erst seit 2003 

(richtig: 2004), mithin 14 Jahre nach dem Unfallereignis, und aus den Akten gehe keine Relation 

zwischen den psychischen Beschwerden und dem Unfall hervor. Sowohl der natürliche als auch der 

adäquate Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 26. Februar 1989 seien daher zu verneinen 

(act. G8-4 E. 4.5). 

5.5 Hinsichtlich des körperlichen Integritätsschadens ist Folgendes festzuhalten:  

5.5.1 Gemäss Suva-Tabelle 5, Integritätsschaden bei Arthrosen, beträgt der Integritätsschaden bei 
einer mässigen Coxarthrose 10 % bis 30 %, derjenige bei einer schweren Coxarthrose 30 % bis 40 %. 

Indem Dr. K.___ den Integritätsschaden auf 20 % veranschlagte, ging er bei einer Spannweite von 10 % 

bis 30 % für mässige Arthrosen von einer mässigen Arthrose im mittleren Bereich aus. Diesbezüglich 
ist anzumerken, dass gemäss Beurteilung der behandelnden Ärzte der Orthopädie H.___ die 

Röntgenuntersuchung vom 21. August 2023 eine «mässiggradige bis teilweise hochgradige 

Gelenkspaltverschmälerung im Sinne der Coxarthrose links» zeigte (Suva-act. 27-1; vgl. auch Suva-

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

14/17 

act. 20-1: «Deutliche konzentrische Gelenkspaltverschmälerung im Vergleich zur gesunden 

Gegenseite»). Die Bezeichnung der Gelenkspaltverschmälerung als «teilweise hochgradig» legt nahe, 

dass die behandelnden Ärzte die sich daraus ergebende Arthrose als schwerer gewichteten als Dr. 

K.___. Insofern bleibt unklar, inwiefern Dr. K.___ der bestehenden Gelenkspaltverschmälerung und der 

voraussehbaren Verschlimmerung, auf die er zumindest indirekt Bezug nimmt (vgl. Suva-act. 74-4: 
«Aktuell: zunehmende bewegungs- und belastungsabhängige Schmerzen des linken Hüftgelenks 
unter Belastung, bei Witterungswechsel und nach forcierten Rotations- und Abduktionsbewegungen, 

leicht hinkendes Gangbild bei posttraumatischer Hypertrophie der linken Ober- und 

Unterschenkelmuskulatur»; Suva-act. 73: «Angesichts [...] der Erkenntnis einer sehr langsamen 

Progredienz der linksseitigen Hüftgelenksarthrose [...]»; kursive Hervorhebungen jeweils hinzugefügt) 

mit der Einstufung der Arthrose als mässig im mittleren Bereich genügend Rechnung getragen hat.  

5.5.2 Was die beim Beschwerdeführer erhobenen Bewegungseinschränkungen betrifft, ist zwar 
auszuführen, dass diese gerade infolge von Belastungs- und Dauerschmerzen auftreten und die 

Schmerzen als Symptome der Arthrose den Inhalt des Integritätsschadens bei Arthrosen bilden, 

weshalb sie nicht zusätzlich veranschlagt werden können. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass 

die Bewegungseinschränkungen bei der Beurteilung der Schwere der Arthrose zu berücksichtigen sind. 

Vorliegend erhob Dr. K.___ linksseitig bei Abduktion/Adduktion Winkelverhältnisse von 20 – 0 – 10, bei 

Innen- und Aussenrotation solche von 20 – 0 – 20 (Suva-act. 74-4). Die Regelwerte betragen für 
Abduktion/Adduktion 30 bis 45 – 0 – 20 bis 30 und bei Innen- und Aussenrotation 30 bis 45 – 0 – 40 bis 

50 (ALFRED M. DEBRUNNER, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie, 4. Aufl. 2005, S. 196). Die 

Bewegungseinschränkung des Beschwerdeführers erweist sich damit als hoch. Ob diese bei der 

Festlegung der 20 % genügend berücksichtigt worden ist, scheint fraglich.  

5.5.3 Dem Einwand der Beschwerdegegnerin, die Beinverkürzung sei nicht zu berücksichtigen, da 
diese durch eine Endoprothese wahrscheinlich behoben werden könne (act. G8-3 E. 4.4), kann 

aufgrund der obengenannten Ausführungen zur Festlegung des Integritätsschadens im unkorrigierten 

Zustand (vgl. vorstehende E. 4.2 f.) nicht gefolgt werden. Dr. K.___ hat die um 1 cm bestehende kürzere 

Beinlänge links im Bericht zur ärztlichen Untersuchung vom 18. September 2024 als Befund 

ausdrücklich erwähnt (Suva-act. 74-3). Beinverkürzungen sind in der Suva-Tabelle 2 aufgeführt. 

Hernach beträgt der Integritätsschaden bei einer Beinverkürzung um 6 cm 15 % und bei einer solchen 

von 3 cm bis 4 cm 10 %. Für Beinverkürzungen von bis maximal 2 cm sieht die Tabelle vor, dass – 

ohne zusätzliche morphologische oder funktionelle Störung (z.B. Rotationsfehler, Achsenfehlstellung) 

– kein Integritätsschaden vorliegt. Im vorliegenden Fall besteht zwar eine Beinverkürzung von (lediglich) 
1 cm, doch offensichtlich ist diese auf eine Varusdefektfehlstellung des linken Schenkelhalses 

zurückzuführen, welche wiederum unfallkausal ist (vgl. Suva-act. 74-5: «In der weiteren Zeitfolge 

entschied man sich nach objektivierbarer Konsolidation der Fraktur für die Entfernung des 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

15/17 

Osteosynthesemateriales, es verblieb eine Varusdefektfehlstellung des linken Schenkelhalses mit 

konsekutiver Beinlängenverkürzung von etwa 1,0 cm.»). Demnach kann ein diesbezüglicher 

Integritätsschaden nicht von vornherein ausgeschlossen werden, zumal mit der Beinverkürzung auch 

ein hinkendes Gangbild und eine kompensatorische Fehlhaltung einhergehen. Es ist fraglich, ob dieser 

Verkürzung im Rahmen der Gesamtbeurteilung des Integritätsschadens gestützt auf die Suva-Tabelle 
5, wonach eine mässige Coxarthrose im mittleren Bereich vorliege, genügend Rechnung getragen 

worden ist.  

5.5.4 Zusammenfassend bestehen zumindest geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit der Beurteilung 
von Dr. K.___, weshalb ergänzende Abklärungen erforderlich sind (vgl. vorstehende E. 2.7). 

5.6 Was die psychischen Beeinträchtigungen anbelangt, ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer 
formell in der Rückfallmeldung (Suva-act. 5) zwar keine psychischen Beschwerden geltend gemacht 

hat, er allerdings vor Erlass der Verfügung verschiedentlich auf seine psychischen Beschwerden, deren 

Ursprung er im Unfall sieht, hingewiesen hat (Suva-act. 23, 37, 55). Aus den Akten geht zudem hervor, 

dass der Beschwerdeführer seit 2004 – wohl (auch) aufgrund der psychischen Beschwerden – eine 

ganze Invalidenrente bezieht (Suva-act. 23-2, 37-8, 43, 74-3, 74-5). Damit wusste die 

Beschwerdegegnerin, dass neben den körperlichen Beeinträchtigungen auch psychische 

Beeinträchtigungen vorhanden sind und seitens der Invalidenversicherung diesbezügliche Abklärungen 

vorgenommen worden waren (vgl. auch act. G8-4 E. 4.5). Dennoch hat sie es – in Verletzung des 
Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG; siehe vorstehende E. 2.6 und nachstehende E. 6) – 

unterlassen, die Akten der Invalidenversicherung beizuziehen und weitere Abklärungen vorzunehmen. 

Dass sich die Beschwerdegegnerin mit den psychischen Beeinträchtigungen nicht auseinandergesetzt 

hat, geht auch aus ihrem Antrag auf Nichteintreten auf das entsprechende Rechtsbegehren hervor. 

Anzumerken ist, dass ihr Argument, die psychischen Beeinträchtigungen seien erst 2003 eingetreten, 

nicht zu genügen vermag, um vorliegend die Unfallkausalität zu verneinen, auch wenn den damaligen 

Unfallakten keine Hinweise auf psychische Beschwerden zu entnehmen waren bzw. sind. Insbesondere 

schliesst die Durchführung einer psychologischen Untersuchung erst im Jahr 2003 nicht aus, dass die 

psychischen Beeinträchtigungen schon früher eingetreten waren. Die Beschwerdegegnerin wird 

demnach abzuklären haben, ob die psychischen Beeinträchtigungen in einem natürlichen und 

adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 26. Februar 1989 stehen, und anschliessend 

darüber verfügen müssen. Dabei wird sie bei Bejahung eines Anspruchs auf eine 

Integritätsentschädigung infolge psychischer Beeinträchtigungen im Rahmen einer Gesamtbeurteilung 

auch zu prüfen haben, ob dieser Integritätsschaden teilweise in demjenigen aufgrund körperlicher 
Funktionsbeeinträchtigungen aufgeht oder ob die Werte zu addieren sind. 

5.7 Nach dem Gesagten ist die Angelegenheit zur Vornahme einer versicherungsexternen Abklärung 
bezüglich des gesamten Integritätsschadens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Die 

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

16/17 

Einholung eines Gerichtsgutachtens, wie vom Beschwerdeführer beantragt (act. G1-10 Rz. 32), erübrigt 

sich damit vorerst. 

6.   

Der Beschwerdeführer rügt zudem eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör, indem sich 

die Beschwerdegegnerin nicht genügend mit seinen Vorbringen auseinandergesetzt habe. Sie habe es 
unterlassen, die ihr im Vorfeld zur ärztlichen Untersuchung vom 18. September 2024 schriftlich sowie 

die im Rahmen der genannten Untersuchung geäusserten Beschwerden zu berücksichtigen. Nicht bzw. 

nicht ausreichend gewürdigt worden seien zudem die Sprechstundenberichte der Klinik I.___ (act. G1-

7 f. Rz. 20, 22). Angesichts des Umstands, dass die vorliegende Angelegenheit ohnehin unter 

Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, 

erübrigt sich eine Behandlung der genannten formellen Rügen des Beschwerdeführers. 

7.  

7.1 Nach dem Gesagten ist die Beschwerde unter Aufhebung des Einspracheentscheids vom 29. 
Januar 2025 dahingehend gutzuheissen, dass die Streitsache zur Einholung eines 

versicherungsexternen Gutachtens im Sinne der Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. 

7.2 Gerichtskosten sind mangels gesetzlicher Grundlage im UVG keine zu erheben (Art. 61 lit. fbis 
ATSG). 

7.3 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat gemäss Art. 61 lit. g ATSG Anspruch auf Ersatz 
der Parteikosten. Die Parteientschädigung wird vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne 

Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des 

Prozesses bemessen (Art. 61 lit. g ATSG). In der Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor 

Versicherungsgericht nach Art. 22 Abs. 1 Honorarordnung (HonO; sGS 963.75) pauschal Fr. 1'500.– 

bis Fr. 15'000.–. In der vorliegend zu beurteilenden Angelegenheit erscheint mit Blick auf den 

notwendigen Aufwand für die Beschwerdeführung bei bescheidenem Aktenumfang eine 

Parteientschädigung in Höhe von Fr. 3'500.– (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) 

angemessen. Die Festlegung einer Entschädigung aus unentgeltlicher Rechtsverbeiständung erübrigt 

sich bei diesem Prozessausgang. 

  

 

 
 
 
 

 
 
 
 

UV 2025/9 
 

 

17/17 

Entscheid 
im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP  

1.  
Die Beschwerde wird dahingehend gutgeheissen, dass der Einspracheentscheid vom 29. Januar 2025 

aufgehoben und die Streitsache zur Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens im Sinne der 

Erwägungen und anschliessend neuer Verfügung an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen wird. 

2.  
Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

3.  
Die Beschwerdegegnerin bezahlt dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in Höhe von 

Fr. 3'500.– (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer). 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Versicherungsgericht, 15.09.2025
	Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 19 Abs. 1, Art. 24 und 25 UVG. Gemäss Bundesgericht hat die Bemessung des Integritätsschadens bei Versorgung mit Endoprothesen – wie beim Einsatz von Hilfsmitteln (unter Vorbehalt von Sehhilfen) – nach dem unkorrigierten Zustand zu erfolgen. Der Zeitpunkt, in dem der Integritätsschaden festgelegt wurde, ist damit nicht zu beanstanden. An der Einschätzung des Integritätsschadens durch den Versicherungsmediziner bestehen zumindest geringe Zweifel, weshalb auf diese nicht abgestellt werden kann. Die Beschwerdegegnerin hat zudem den Untersuchungsgrundsatz verletzt, indem sie es unterlassen hat, trotz mehrfacher Hinweise Abklärungen hinsichtlich der psychischen Beeinträchtigungen vorzunehmen. Rückweisung zur Einholung eines versicherungsexternen Gutachtens (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 15. September 2025, UV 2025/9).

		2026-01-28T04:09:35+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen