# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** df48d146-255b-516f-99ee-a6e0f0ade0a4
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-04-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.04.2024 I 2023 53
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-53_2024-04-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 53

Entscheid vom 11. April 2024 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Thomas Rentsch, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________

gegen

Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 
6002 Luzern,
Vorinstanz,

Gegenstand Unfallversicherung (Hinterlassenenrente)

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Sachverhalt:

A. C.________ (1959 - 2020) war seit seiner Einreise in die Schweiz 1980 bei 
der E.________ AG angestellt als Maschinist und Bauhandlanger im Strassen-
bau und dadurch bei der Suva obligatorisch unfallversichert. Am 28. Juni 1999 
erlitt C.________ einen Treppensturz (Nichtberufsunfall) mit Lendenkontusion 
links bei schwerer Rotationsskoliose der LWS, bekannter Discushernie L4/5 so-
wie degenerativer Spinalkanalstenose L5/S1. Durch die Traumatisierung des er-
heblich krankhaften Vorzustandes traten starke Rückenbeschwerden auf, welche 
durch konservative Behandlungsmassnahmen nicht entscheidend beeinflusst 
werden konnten. Deshalb erfolgte am 17. Juli 2000 ein operativer Eingriff (auf-
richtende Spondylodese L2-S1, Dekompression L4-S1 beidseits, Keilosteotomie 
LWK 5). Wegen einer aufgetretenen Cauda equina-Kompression war am 21. Juli 
2000 ein nochmaliger Eingriff notwendig (Dekompression L2/3-S1, Laminektomie 
L4, L3). In der Folge blieb eine inkomplette Paraplegie mit neurogener Blasen-, 
Darm und Sexualfunktionsstörung bestehen (Vi-act. 53; 133). Die Suva stellte die 
Heilkosten- und Taggeldleistungen per 30. Juni 2004 ein. Mit Verfügung vom 5. 
Oktober 2004 sprach sie C.________ eine Invalidenrente von 60% und eine Hilf-
losenentschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades zu sowie eine Inte-
gritätsentschädigung von 75%. Auf Einsprache hin wurde die Invalidenrente mit 
Entscheid vom 22. Februar 2005 auf 100% festgesetzt (Vi-act. 49). Auf ein Wie-
dererwägungsgesuch betreffend Hilflosenentschädigung vom 22. Februar 2005 
(Vi-act. 50) trat die Suva mit Verfügung vom 10. März 2005 nicht ein (Vi-act. 53).

B. Am 9. Dezember 2020 informiert die Schwiegertochter von C.________ die 
Suva, der Versicherte sei am 26. November 2020 im Kosovo verstorben (Vi-act. 
225, 226).

C. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2020 forderte die Suva von der Witwe 
des Verstorbenen, A.________, die für den Monat Dezember zu Unrecht geleis-
tete Rente in der Höhe von Fr. 3'979.45 zurück. Zudem wurde ein Anspruch für 
eine Hinterlassenenrente verneint, weil aufgrund der zur Verfügung stehenden 
Unterlagen keine Anhaltspunkte vorliegen würden, dass das Ableben mit der Ge-
sundheitsschädigung, für welche die Invalidenrente ausgerichtet werde, in einem 
ursächlichen Zusammenhang stehe (Vi-act. 227). 

D. Am 20. Januar 2021 / 25. Februar 2021 erhob A.________ Einsprache ge-
gen die Ablehnung der Hinterlassenenrente und forderte unter Bezugnahme auf 
die Untersuchungspflicht, die Suva habe die Todesursachen eingehend zu unter-
suchen und erst im Anschluss zu entscheiden, ob und inwieweit die Folgen des 
Ereignisses vom 28. Juni 1999 den vorzeitigen Tod mitverursacht hätten. Der 

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Einsprache wurden medizinische Unterlagen aus dem Kosovo mitsamt Überset-
zung beigelegt (Vi-act. 232; 236). In der Folge forderte die Suva vom Rechtsver-
treter der Witwe weitere medizinische Unterlagen an (Vi-act. 240) und erteilte am 
6. Oktober 2021 Europ Assistance einen Abklärungsauftrag, um medizinischen 
Unterlagen direkt in der Universitätsklinik Pristina anzufordern (Vi-act. 260, 266). 
Auf Anfrage hin informierte die Suva den Rechtsvertreter am 24. März 2022, die 
Abklärungen seien bislang ergebnislos, würden indes weitergeführt (Vi-act. 276). 
Trotz umfangreicher Bemühungen blieben die Auskunftsersuchen ohne Ergebnis 
(vgl. Vi-act. 277 - 300). Mit Schreiben vom 4. November 2022 forderte der 
Rechtsvertreter die Suva auf, bis spätestens Ende Jahr einen materiellen Be-
scheid zu erlassen (Vi-act. 301), worauf ihn die Suva darauf hinwies, dass nach 
wie vor wesentliche Angaben zum Verstorbenen fehlen würden, um weiter-
führende Informationen aus dem Kosovo zu erhalten (Vi-act. 302), worauf sich 
der Rechtsvertreter bei der Vorgesetzten der Suva-Mitarbeiterin beschwerte (Vi-
act. 306). In der Folge verblieben die Parteien am 28. November 2022, dass Eu-
rop Assistance vor Ort noch einen Versuch mache, um die für die Leistungsprü-
fung notwendigen Unterlagen zu erhalten; für den Fall der Erfolglosigkeit ersuch-
te der Rechtsvertreter um einen Aktenentscheid (Vi-act. 307). Am 30. März 2023 
stellte der Rechtsvertreter eine Rechtsverzögerungsbeschwerde in Aussicht, soll-
te nicht zeitnah ein Entscheid vorliegen (Vi-act. 311). Hierauf ersuchte die Suva 
die Versicherungsmedizin um einen Aktenentscheid (Vi-act. 312) und stoppte 
den Abklärungsauftrag der Europ Assistance. Gestützt auf die Ärztliche Beurtei-
lung vom 4. Mai 2023, wonach aufgrund der vorliegenden Aktenlage der Tod des 
Versicherten nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ganz oder 
teilweise auf den Unfall vom 28. Juni 1999 zurückzuführen sei (Vi-act. 316), wies 
die Suva die Einsprache am 12. Mai 2023 ab (Vi-act. 318). 

E. Am 15. Juni 2023 lässt A.________ beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Schwyz fristgerecht Beschwerde einreichen mit den Anträgen:

1. Es sei der Einspracheentscheid der SUVA vom 12.05.2023 aufzuheben und der 
Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 26.11.2020 die gesetzliche Hinterlas-
senenrente (Witwenrente) zuzusprechen.

2. Eventuell sei der Einspracheentscheid der SUVA vom 12.05.2023 aufzuheben 
und die Angelegenheit im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückzu-
weisen.

3. Alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin.

Mit Vernehmlassung vom 16. August 2023 beantragt die Suva, die Beschwerde 
sei abzuweisen und der Einspracheentscheid vom 12. Mai 2023 sei zu bestäti-
gen.

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F. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2023 nahm der verfahrensleitende Richter 
Bezug auf die bereits getätigten Abklärungen und die letzte E-Mail von Europ 
Assistance vom 3. Mai 2023, worin mögliche Wege zur Einholung der geforder-
ten Unterlagen bei der Universitätsklinik in Pristina aufgezeigt würden. Aufgrund 
der Bedeutung des Falles sei es angezeigt, noch einen Versuch zu tätigen, auf 
den aufgezeigten Wegen an weitere medizinische Unterlagen aus dem Kosovo 
zu gelangen. Sowohl der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin als auch die 
Suva wurden angehalten, die aufgezeigten Abklärungen zu tätigen (VG-act. 11). 
Am 21. Februar 2024 erkundigte sich das Gericht bei den Parteien nach dem 
Stand der Abklärungen (VG-act. 12). Die Suva informierte am 8. März 2024, man 
habe Europ Assistance am 25. Oktober 2023 einen Abklärungsauftrag erteilt, am 
21. Februar 2024 einen abschlägigen Bescheid erhalten; auch die weiteren Ab-
klärungsversuche im Kosovo seien erfolglos gewesen (VG-act. 13). Der Rechts-
vertreter der Beschwerdeführerin teilte dem Gericht am 11. März 2024 mit, es sei 
seiner Mandantin bzw. deren Söhnen nicht möglich, ergänzende Informationen 
erhältlich machen zu können (VG-act. 15).

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Es ist zwischen den Parteien unbestritten, dass C.________ am 28. Juni 
1999 einen Nichtberufsunfall erlitt, für dessen Folgen er bei der Suva obligato-
risch unfallversichert war. Die Suva erbrachte Versicherungsleistungen, so na-
mentlich ab dem 1. Juli 2004 eine Invalidenrente auf der Grundlage eines Invali-
ditätsgrades von 100% (Vi-act. 49). Am 26. November 2020, 01.01 Uhr, ist 
C.________ im Universitätsklinikzentrum des Kosovo, Pristina, verstorben (Vi-
act. 225, 226, 237). Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob der Unfall vom 28. 
Juni 1999 (mindestens teil-) ursächlich war für den Tod und die Beschwerdefüh-
rerin Anspruch auf eine Hinterlassenenrente der Unfallversicherung hat. 

2.1 Versicherungsleistungen nach dem Bundesgesetz über die Unfallversiche-
rung (UVG; SR 832.20) vom 20. März 1981 werden bei Berufsunfällen, Nichtbe-
rufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts Anderes 
bestimmt (Art. 6 Abs. 1 UVG). Als Unfall gilt gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 
6. Oktober 2000 die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines 
ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beein-
trächtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 
hat.

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2.2 Zu den Versicherungsleistungen, auf welche gemäss UVG ein Anspruch 
bestehen kann, zählen auch die Hinterlassenenrenten (Art. 28 ff. UVG). Stirbt die 
versicherte Person an den Folgen des Unfalls, so haben der überlebende Ehe-
gatte und die Kinder Anspruch auf Hinterlassenenrenten (Art. 28 UVG). Der über-
lebende Ehegatte hat Anspruch auf eine Rente oder eine Abfindung (Art. 29 
Abs. 1 UVG).

2.3 Nach der Rechtsprechung kann der Tod einer versicherten Person nur 
dann als Folge eines Unfallereignisses oder einer Berufskrankheit anerkannt 
werden, wenn er zumindest mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein versi-
chertes Ereignis zurückzuführen ist, derweil die blosse Möglichkeit eines Zu-
sammenhanges für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht genügt 
(vgl. u.a. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 119 V 335 E. 1; VGE I 2022 30 vom 
9.12.2022 E. 1).

Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, 
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht 
werden kann. Für die Bejahung der natürlichen Unfallkausalität genügt eine Teil-
ursächlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5), wobei sich die Leistungspflicht des obliga-
torischen Unfallversicherers auch auf mittelbare bzw. indirekte Unfallfolgen er-
streckt (BGE 142 V 435 E. 1; SVR 2016 UV Nr. 21 S. 66, 8C_134/2015 E. 5.2.2 
mit Hinweis). Mit anderen Worten: Es genügt, dass das schädigende Ereignis 
zusammen mit anderen Bedingungen zum Tod geführt hat, der Unfall somit nicht 
weggedacht werden kann, ohne dass auch der eingetretene Schaden (Tod) ent-
fiele (BGE 129 V 177 E. 3.1; Urteil BGer 8C_437/2018 vom 20.5.2019 E. 2.1). Ist 
der Tod nur teilweise die Folge des Unfalls, sind Hinterlassenenrenten gemäss 
Art. 36 Abs. 2 UVG angemessen zu kürzen.

2.4 Im Falle von Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten jener Partei 
aus, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten woll-
te (vgl. BGE 115 V 133 E. 8a; BGE 114 V 298 E. 5b; VGE I 2006 362 E. 2.1 so-
wie VGE I 2012 45 E. 1.3f.). 

Diese Beweisregel greift allerdings erst, wenn es sich als unmöglich erweist, im 
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen 
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der 
Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2). Im Sozialversicherungsrecht 
hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes 
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. 
Rechtsprechungsgemäss gilt ein Beweis nach dem Beweismass der überwie-

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genden Wahrscheinlichkeit dann als erbracht, wenn für die Richtigkeit der Sach-
behauptung nach objektiven Gesichtspunkten derart wichtige Gründe sprechen, 
dass andere denkbare Möglichkeiten vernünftigerweise nicht massgeblich in Be-
tracht fallen (BGE 132 III 715 E. 3.1 m.H.a. BGE 130 III 321 E. 3.3). Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen 
nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsvorstellung 
zu folgen, die sie von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrschein-
lichste würdigen (BGE 138 V 218 E. 6 mit Hinweisen; Urteile BGer 8C_194/2021 
vom 15.6.2021 E. 2.4; 8C_535/2017 vom 7.11.2017 E. 4.2).

2.5 Für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der 
Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 43 und 61 ATSG). Danach haben 
die beurteilenden Instanzen die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen und alle Be-
weismittel unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da-
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.

2.5.1  Zur Feststellung natürlicher Kausalzusammenhänge im Bereich der Medi-
zin ist die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter wesensgemäss auf 
Angaben ärztlicher Fachkräfte angewiesen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines 
Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas-
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben 
worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-
urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 
der Fachperson begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1). Ausschlaggebend für 
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens ist grundsätzlich weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag ge-
gebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a; BGE 
122 V 157 f. E. 1c mit Hinweisen; Weber, 'Hürden' und 'Hilfen' bei der richterli-
chen Würdigung von medizinischen Gutachten, JaSo 2020, S. 199).

2.5.2  Auch den Berichten versicherungsinterner Ärzte kann rechtsprechungs-
gemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, 
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien 
gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (Urteil BGer 8C_587/2020 vom 5.2.2021 
E. 3.2). Ein Anstellungsverhältnis dieser Person zum Versicherungsträger alleine 
lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen. Es 
bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei-

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lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Soll ein Versi-
cherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Be-
stehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der 
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun-
gen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5; BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 
E. 4.4 mit Hinweisen).

2.5.3 In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter 
der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass die Ärzte mitunter im Hinblick auf 
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer 
Patienten aussagen, weshalb den (unabhängigen) Fachärzten mehr Gewicht 
zukommt (vgl. Urteil BGer 8C_871/2008 vom 24.3.2009 E. 3.2 mit Hinweisen; 
BGE 135 V 465 E. 4.5; BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt grundsätzlich nicht nur 
für Hausärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5), sondern auch für spezialärztlich behan-
delnde Medizinalpersonen (Urteile BGer 8C_609/2017 vom 27.3.2018 E. 4.3.3; 
8C_180/2017 vom 21.6.2017 E. 4.4.2). Mit Blick auf die Verschiedenheit von Be-
handlungs- und Begutachtungsauftrag kann daher im Streitfall regelmässig nicht 
auf die Sicht des behandelnden (Fach-)Arztes abgestellt werden (vgl. statt vieler: 
Urteil des BGer I 701/05 vom 5.1.2007 E. 2 mit Hinweisen).

3. Die Suva erteilte der Versicherungsmedizin den Auftrag, gestützt auf die 
vorliegenden Akten die Frage zu beantworten, ob aufgrund der Aktenlage der 
Tod des Versicherten mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ganz 
oder teilweise auf den Unfall vom 28. Juni 1999 zurückzuführen sei (Vi-act. 312). 
Mit ärztlicher Beurteilung vom 4. Mai 2023 gelangte Dr.med. D.________ (Fach-
arzt Chirurgie; Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates) zum Schluss, aufgrund der vorliegenden Aktenlage sei der Tod 
des Versicherten nicht mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ganz 
oder teilweise auf diesen Unfall zurückzuführen; die Todesursache sei mit der an 
Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit durch die Schädigung des Myokardes 
erklärbar (Vi-act. 316). Gestützt auf diese ärztliche Beurteilung wies die Suva die 
Einsprache ab und bestätigte die am 11. Dezember 2020 verfügte Ablehnung 
des Anspruchs auf eine Hinterlassenenrente (Bf-act. 2). 

Die Beschwerdeführerin rügt sowohl eine ungenügende Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes (nachfolgend E. 4) als auch eine fehlerhafte Beweis-
würdigung und fachärztliche Beurteilung (nachfolgend E. 5). 

4.1 Die Beschwerdeführerin betont, die Suva sei nach Massgabe des Untersu-
chungsgrundsatzes verpflichtet, den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes 

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wegen festzustellen. Es sei anzuerkennen, dass sie sich mehrfach bemüht habe, 
weitergehende Unterlagen beizuziehen. Leider gehe aus dem angefochtenen 
Entscheid nicht hervor, wie intensiv sich ihre Hilfsperson vor Ort in Pristina 
tatsächlich um die Beibringung der erforderlichen medizinischen Unterlagen 
bemüht habe. Es lasse sich daher nicht beurteilen, ob sie sämtliche möglichen 
und zumutbaren Massnahmen ergriffen habe, um die medizinischen Unterlagen 
von der Universitätsklinik erhältlich zu machen. Es sei ein Bericht einzuholen, 
welcher detailliert Rechenschaft abgebe, welche Bemühungen tatsächlich unter-
nommen worden seien, um die medizinischen Unterlagen des Verstorbenen bei-
zubringen. Erst und nur dann, wenn sämtliche möglichen und zumutbaren Mass-
nahmen ergriffen worden seien, sei es gerechtfertigt, die Beschwerdeführerin die 
Folgen der ungenügenden medizinischen Dokumentation tragen zu lassen.

4.2 Aus den Akten ergibt sich, dass die Suva mehrfach direkt bei der Be-
schwerdeführerin entscheidrelevante medizinische Unterlagen angefordert hat, 
sie einen konkreten Abklärungsauftrag der Europ Assistance erteilte, diese mit 
ihrer Vertretung in Pristina an der Universitätsklinik medizinische Unterlagen ein-
forderte und hierzu auch direkt mit dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin 
und dem Hausarzt des Verstorbenen in Kontakt stand. Die Abklärungen wurden 
abgeschlossen, nachdem die Beschwerdeführerin eine Rechtsverzögerungsbe-
schwerde in Aussicht stellte. 

Hierauf beendete die Suva das Abklärungsmandat. Kurz zuvor teilte Europ Assi-
stance der Suva am 3. Mai 2023 folgendes mit (Vi-act. 317):

Die Krankenhausverwaltung teilt mit, dass sie den Verstorbenen nicht mit seinen 
persönlichen Daten finden kann, wenn sie nicht weiss, in welcher Abteilung er sich 
befand. Die Angehörigen hätten ein Dokument erhalten, als sie den Patienten ab-
holten, auf welchem vermerkt war, in welcher Abteilung er sich befand.

Eine andere Lösung bestünde darin, dass jemand aus der Familie, welcher mit 
dem Patienten im Krankenhaus war, sich persönlich auf die Station begibt und dort 
die Informationen einholen kann.

Mit Verweis auf diese Möglichkeiten wies das Gericht die Parteien am 19. Okto-
ber 2023 an, noch einmal einen Versuch zu tätigen, um an weitere medizinische 
Unterlagen zu gelangen. Sowohl die Suva als auch der Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin teilten am 8. resp. 11. März 2024 mit, es seien keine weiteren 
medizinischen Unterlagen erhältlich zu machen (vgl. Ingress Bst. F). 

4.3 Damit aber steht fest, dass sämtliche erhältlichen medizinischen Unterla-
gen zu den Akten genommen wurden und die Aktenbeurteilung der Versiche-
rungsmedizin auf einem vollständigen medizinischen Dossier beruht. Sowohl die 
Abklärungsbemühungen der Suva als auch jene der Beschwerdeführerin sind 

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ausgewiesen, weitergehende Bemühungen waren erfolglos. Damit aber geht der 
Vorwurf der Beschwerdeführerin fehl, die Suva sei ihrer Untersuchungspflicht 
ungenügend nachgekommen.

5.1 Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass mit an Sicherheit grenzender 
Wahrscheinlichkeit festgestellt werden könne, dass der Unfall vom 28. Juni 1999 
keinerlei Einfluss auf den vorzeitigen Tod bzw. das Herzversagen gehabt habe. 
Der Verstorbene habe gemäss behandelndem Hausarzt seit dem Unfall an gra-
vierenden Blasenproblemen gelitten, insbesondere regelmässigen Harnwegsin-
fektionen, die seit 2003 regelmässig aufgetreten seien. Er bestätige auch, dass 
sich die Infektproblematik im Verlaufe der Zeit massiv verschärft habe, da der 
Verstorbene körperlich und geistig stark abgebaut habe; 2007 und 2010 seien 
notfallmässige Behandlungen wegen gravierender Harnwegsinfekte notwendig 
gewesen. Die Berichte des Paraplegikerzentrums der Jahre 2017 bis 2020 wür-
den verdeutlichen, dass sich der Allgemeinzustand zunehmend verschlechtert 
habe, namentlich in Zusammenhang mit ungenügender Darmentleerung habe 
sich eine zusätzliche Komplikation eingestellt. In der medizinischen Literatur sei 
anerkannt, dass bei querschnittgelähmten Personen das Risiko eines Herzver-
sagens signifikant erhöht sei, weshalb es falsch sei, vorliegend jedweden Zu-
sammenhang zwischen dem vorzeitigen Tod und dem Unfallereignis zu negie-
ren. Die vorliegende Querschnittproblematik werde durch die Aktenbeurteilung 
vollständig ausgeblendet. Aufgrund der Entwicklung des Gesundheitszustandes, 
insbesondere der ausgeprägten Infektproblematik, seien vorliegend die unfallbe-
dingten Folgen, wenn nicht ausschliesslich so doch überwiegend ursächlich für 
die Schwächung des Herzmuskels und damit letztlich für den vorzeitigen Herz-
stillstand. In der Literatur werde darauf hingewiesen, dass die Urin- und Stuhlin-
kontinenz mit einem dauerhaft erhöhten Blutdruck verbunden sei; regelmässige 
Harnwegsinfekte würden ihrerseits dazu beitragen, dass sich der Gesundheits-
zustand von querschnittgelähmten Personen mit Infektproblematik ganz allge-
mein verschlechtere und mit einem erhöhten Risiko eines Herzversagens ver-
bunden sei. Mit dem behandelnden Hausarzt sei davon auszugehen, dass weder 
eine mit an Sicherheit grenzender noch eine überwiegende Wahrscheinlichkeit 
dafür bestehe, dass der vorzeitige Herzstillstand ausschliesslich durch ein krank-
haftes Geschehen bzw. ein plötzliches Multiorganversagen verursacht worden 
sei; es sei gegenteilig mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, 
dass ein unbehandelter Harnwegsinfekt zum Tod des Versicherten geführt habe.

5.2 Was den Gesundheitsverlauf des Versicherten anbelangt, so ergibt sich 
aus den Akten:

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5.2.1  Am 28. Juni 1999 erlitt der Versicherte den eingangs erwähnten Unfall. 
Aufgrund starker Rückenbeschwerden erfolgten am 17. und 21. Juli 2000 in der 
Klinik Balgrist operative Eingriff, mit verbleibender inkompletter Paraplegie mit 
neurogener Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörung. Die Heilkosten- und 
Taggeldleistungen wurden per 30. Juni 2004 eingestellt. Der Versicherte erhielt 
eine volle Invalidenrente (vgl. Ingress Bst. A). 

5.2.2  Anlässlich eines ambulanten Untersuchs in der Uniklinik Balgrist vom 
27. Juni 2006 zeigte sich - wie in der Voruntersuchung - eine normokapazitäre 
asensible und akontraktile Harnblase. Die Situation sei stabil, der Versicherte 
komme mit dem Selbstkatheterisieren gut zurecht, Infekte würden anzahlmässig 
im Jahr eher selten auftreten; es bestehe keine Indikation zur Therapieänderung 
(Vi-act. 58).

5.2.3  Am 29. November 2007 erfolgte eine Abklärung beim Versicherten wegen 
Beschwerdezunahme. Er leide andauernd an starken Rückenschmerzen und ha-
be deswegen teils auch psychische Probleme; in ärztlicher Behandlung sei er 
deswegen nicht. Eine Infektproblematik wird nicht erwähnt. Er führe 4x täglich 
selbständig einen Katheterwechsel durch und räume selbständig den Stuhl aus 
(Vi-act. 67).

5.2.4  Am 18. November 2007 wurde der Hausarzt notfallmässig zum Versicher-
ten gerufen wegen einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes, krampfarti-
gen Schmerzen im Bereich der linken Flanke sowie Frösteln. Ein Infektfokus fand 
sich bei klinischer Untersuchung nicht. Am Folgetag hat der Versicherte (bei be-
kannter Unverträglichkeit) Novalgin-Tropfen eingenommen und mit einem ana-
phylaktischen Schock reagiert, worauf er hospitalisiert wurde (Vi-act. 71). Die 
Überwachung im Spital gestaltete sich problemlos, er konnte in gutem AZ nach 
Hause entlassen werden (Vi-act. 72).

5.2.5  Die Verlaufskontrolle in der Skoliosesprechstunde vom 6. Mai 2011 in der 
Uniklinik Balgrist ergab eine unveränderte Situation. Auch eine urodynamische 
Nachuntersuchung habe keine neuen Aspekte ergeben (Vi-act. 90). Im Bericht 
zur urodynamischen Untersuchung vom 20. Mai 2011 wurde festgehalten, es 
würden selten Harnwegsinfekte auftreten, letztmals im Januar 2011 (Vi-act. 94). 

5.2.6  Am 22. Februar 2012 erfolgte im SPZ Nottwil eine orthopädische Sprech-
stunde wegen zunehmenden Rückenbeschwerden, anlässlich welcher die Ent-
fernung von gebrochenem Material ohne Re-Spondylodese besprochen wurde 
(Vi-act. 101). Der Eingriff erfolgte am 3. Mai 2012 (Vi-act. 107), wobei es post-
operativ zu einer Kreislaufkrise kam, von welcher der Versicherte sich allerdings 

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rasch erholte (Vi-act. 108). Anlässlich der Kontrolle vom 29. Oktober 2012 berich-
tete der Versicherte weiter über Rückenbeschwerden; einen weiteren Eingriff 
lehnte er ab (Vi-act. 115). Klagen betreffend Blasen- oder Darmbeschwerden 
sind keine dokumentiert.

5.2.7  Wegen einer persistierenden Instabilität im Lendenwirbelsäulenbereich 
stand eine Korsettversorgung in Abklärung, wozu am 23. April 2013 eine 
kreisärztliche Untersuchung durchgeführt wurde (Vi-act. 133). Hinweise auf eine 
Infektproblematik oder Blasen- oder Darmbeschwerden finden sich keine. Die 
Suva erteilte Kostengutsprache für eine Rumpforthese (Vi-act. 135).

5.2.8  Anlässlich der Verlaufskontrolle in Nottwil vom 3. Oktober 2013 wurde be-
treffend Blasenentleerung festgehalten, es erfolge weiterhin Selbstkatheterismus 
6-7x täglich, anamnestisch keine Makrohämaturie, der letzte Harnwegsinfekt sei 
vor ca. 1.5 Jahren aufgetreten. Intermittierende Inkontinenz, der Patient verspüre 
die volle Blase nicht (Vi-act. 137). Auch in der folgenden Verlaufskontrolle vom 
7. November 2014 standen Rückenbeschwerden im Zentrum; therapiebedürftige 
Harnwegsinfekte traten seit der letzten Untersuchung keine auf (Vi-act. 159). 
Auch anlässlich der Verlaufskontrolle vom 5. November 2015 berichtete der Ver-
sicherte nicht über eine Infektproblematik, festgehalten wird, dass seit der letzten 
Kontrolle keine therapiebedürftigen Harnwegsinfekte aufgetreten seien. Doku-
mentiert ist eine Zunahme des Hämorrhoidalleidens mit Frischblutabgang. Der 
Untersuchungsbefund zeigte im Übrigen einen Patienten in ordentlichem Allge-
mein- und Ernährungszustand mit insbesondere unauffälligem Herz/Kreislauf (Vi-
act. 163). Am 29. Dezember 2015 erfolgte eine ambulante urologische Konsul-
tation für eine neuro-urologische Standortbestimmung (die letzte war 2011). Der 
Versicherte sei überwiegend harnkontinent sowie stuhlkontinent. Im Vorjahr sei 
ein symptomatischer Harnwegsinfekt aufgetreten. Zusammenfassend wurde ein 
stabiler Verlauf festgehalten (Vi-act. 165). 

5.2.9  Am 1. Juni 2016 erfolgte durch den Hausarzt eine Spitaleinweisung des 
Versicherten bei zunehmender AZ-Verschlechterung und Verdacht auf Pneumo-
nie. Es wurde eine Sepsis bei Pneumokokkenpneumonie als Ursache diagnosti-
ziert. Zudem zeigte sich ein Nitrit positiver Harnwegsinfekt. Er konnte am 3. Juni 
2016 in gutem AZ nach Hause entlassen werden (Vi-act. 169). 

5.2.10 Anlässlich der ambulanten urologischen Konsultation in Nottwil vom 
28. Dezember 2016 wurde anamnestisch keine rezidivierenden Harnwegsinfekte 
dokumentiert. Es wurde eine weitere Kontrolle in einem Jahr vereinbart (Vi-act. 
171). Diese fanden am 14. Februar 2018 und 5. März 2018 statt. Es zeigte sich 
in der videourodynamischen Untersuchung eine normokapazitäre, asensitive und 

12

akontraktile Blase mit ausreichender Kapazität und normaler Compliance. Ein pa-
thologisches Korrelat zur vom Versicherten geäusserten Drangsymptomatik mit 
Dranginkontinenz und reduziertem Blasenvolumina liess sich nicht finden. Do-
kumentiert wird sodann das Fehlen von rezidivierenden Harnwegsinfekten (Vi-
act. 175, 177). Wegen der persistierenden Drangsymptomatik ohne urodynami-
schem Korrelat wurde eine medikamentöse Therapie (Vesicare) empfohlen, wor-
auf sich in der Verlaufskontrolle vom 28. Mai 2018 eine deutliche Besserung 
zeigte (Vi-act. 178).

5.2.11 Nach einer 30stündigen Heimreise in die Schweiz als PW-Beifahrer trat 
beim Versicherten am 30. August 2018 eine zunehmende Bewusstseinstrübung 
auf, weshalb der herbeigerufene Hausarzt die Hospitalisation veranlasste (Vi-act. 
180). Spezifische Beschwerden habe der Versicherte nicht angegeben. Gemäss 
den Angehörigen nehme er immer starke Schmerzmittel, schlafe dann ein und 
sei nicht mehr weckbar. Im Spital wurde die initiale GCS-Minderung retrospektiv 
im Rahmen einer Opiatintoxikation bei fremdanamnestisch deutlich gesteigerten, 
inadäquaten Opiatkonsum interpretiert, zurückzuführen auf eine Exazerbation 
des chronischen LWS-Schmerzsyndroms, was auch die initiale Atemdepression 
erklären würde. Am Folgetag konnte der Patient bereits zügig geweant und kom-
plikationslos extubiert werden. Diagnostiziert wurde zudem eine Pneumokokken-
pneumonie, welche antimikrobiell therapiert wurde. Er konnte am 5. September 
2018 in gutem AZ auf die Normalstation verlegt und am 8. September 2018 in 
stabilem AZ nach Hause entlassen werden (Vi-act. 181, 182). 

Die Suva lehnte Leistungen für diese Hospitalisation ab. Die respiratorische De-
kompensation aufgrund der Pneumokokkenpneumonie beidseits nach 30 Stun-
den Autofahrt aus den Ferien, ohne Beschwerdeangaben vorab, sei nicht min-
destens wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 28. Juni 1999 zurückzuführen 
(Vi-act. 183, 184).

5.2.12 Der Hausarzt ersuchte am 13. Februar 2019 um Kostengutsprache für ei-
ne Langzeitphysiotherapie. Der Versicherte gerate bei eindrücklicher Muskel-
schwäche und Deformation im Bereich der LWS zunehmend aus dem Lot; er ha-
be Mühe, sich an den Gehstöcken fortzubewegen und werde zunehmend immo-
bil (Vi-act 194). Da die letzte paraplegiologische Kontrolle 2015 erfolgte, veran-
lasste die Suva eine Standortbestimmung in Nottwil, womit sich der Hausarzt 
einverstanden erklärte (Vi-act. 195, 196). Das SPZ Nottwil meldete hierauf, man 
habe den Versicherten in den vergangenen Jahren mehrmals aufgeboten, letzt-
mals 2018, er sei indes nie erschienen; dennoch werde man ihn noch einmal 
aufbieten (Vi-act. 201). 

13

Die ambulante urologische Konsultation des Versicherten in Nottwil vom 28. Fe-
bruar 2019 war unauffällig. Harnwegsinfekte sind keine dokumentiert. Eine er-
neute Kontrolle wurde für in zwei Jahren vereinbart (Vi-act. 202). 

Am 7. Mai 2019 erfolgte die paraplegiologische Standortbestimmung am SPZ 
(Vi-act. 203). Der Versicherte präsentierte sich in ordentlichem Allgemein-, aber 
reduziertem Rehabilitationszustand. Die verschlechterte Gehfähigkeit wurde in 
erster Linie auf Dekonditionierung zurückgeführt, wobei eine gewisse Altersinvo-
lution hinzukomme; auch die geringeren Mahlzeiten, was einer Sarkopenie Vor-
schub leiste, könnten eine Rolle spielen. Unter Systemanamnese wurde ver-
merkt, es würden keine Harnwegsinfekte auftreten. Nachdem die Durchführung 
von ambulanter Physiotherapie als indiziert beurteilt wurde, erteilte die Suva Kos-
tengutsprache vorerst für ein Jahr, 3 Monate 2x wöchentlich, dann 1x wöchent-
lich (Vi-act. 204, 205). 

In der nächsten ambulanten Verlaufskontrolle vom 2. Juli 2020 (im Bericht ist 
auch von 7.7.2020 die Rede) berichtete der Versicherte von einem insgesamt 
schlechten Gesundheitszustand, was den ganzen Körper betreffe. Die Schmer-
zen seien mit Schmerzmitteln einigermassen erträglich. Bei generalisiertem 
Kraftverlust habe er zunehmend Mühe beim selbständigen Antreiben des Roll-
stuhls. Die verordnete Physiotherapie habe er nicht wahrgenommen, weil er die-
se mangels Auto nicht aufsuchen könne, eine stationäre Rehabilitation lehne er 
ab; am liebsten würde er bald einmal sterben. Festgestellt wurde ein reduzierter 
Allgemein- und Rehabilitationszustand. Unter Systemanamnese ist vermerkt, 
Harnwegsinfekte würden keine auftreten. Er habe Obstipationsneigung, was teil-
weise ein Ausräumen im Spital erforderlich mache; Movicol nehme er nicht mehr 
ein, da er es geschmacklich nicht möge. Vertiefte Abklärungen wünschte der 
Versicherte keine (Vi-act. 220).

5.3.1  Am 9. Dezember 2020 informierte die Schwiegertochter die Suva, der Ver-
sicherte sei am 26. November 2020 im Kosovo verstorben (Vi-act. 225). Er sei 
schwer krank und ca. 1 Woche im Spital im Kosovo gewesen mit sehr schlechten 
Nieren-, Leber- und Lungenwerten. Als Todesursache sei ein Schlaganfall fest-
gehalten; sie seien der Ansicht, dies sei falsch. Möglicherweise seien die vielen 
Medikamente ursächlich. Auf eine Obduktion habe man verzichtet (Vi-act. 226).

5.3.2  Mit Verfügung vom 11. Dezember 2020 lehnte die Suva einen Anspruch 
auf eine Hinterlassenenrente ab (Vi-act. 227).

5.3.3  Am 29. Dezember 2020 erklärte der Sohn des Verstorbenen, das Spital in 
Kosovo gehe von einem krankheitsbedingten Hirnschlag aus, womit sich die Fa-
milie allerdings nicht abfinden könne. Er habe wegen des Unfalls starke Medika-

14

mente einnehmen müssen, welche die Leber und Nieren angegriffen und 
schliesslich zu einem Organversagen geführt hätten (Vi-act. 229). 

5.3.4  Am 20. Januar 2021 wurde vorsorglich Einsprache gegen die Ablehnung 
der Hinterlassenenrente erhoben, da das versicherte Unfallereignis eine wesent-
liche (Teil-)Ursache für das vorzeitige Versterben gewesen sei (Vi-act. 232). 

Der Einsprache lag die Übersetzung eines ärztlichen Berichts über den am 
26. November 2020, 01.01 Uhr, im Notfallzentrum eingetretenen Tod bei (Vi-act. 
237/2). Als Todesursache wurde ein kardiorespiratorischer Stillstand, Asystolie, 
exitus letalis aufgeführt (Vi-act. 237/3). Zudem wurden diverse Labor- und bild-
gebende Befunde des Universitätsklinikzentrums Kosovo beigelegt (Vi-act. 
237/4-28).

5.3.5  Nachdem die Suva-Medizin zur Klärung der Kausalität den Beizug der 
vollständigen medizinischen Dokumentation des Spitalaufenthalts als notwendig 
bezeichnete (Vi-act. 239), forderte die Suva diese beim Rechtsvertreter der Be-
schwerdeführerin an (Vi-act. 240). Am 26. resp. 28. April 2021 wurde die Todes-
urkunde eingereicht (Vi-act. 241, 244). Weitere Unterlagen folgten am 6. Mai 
2021 (Vi-act. 245). 

Damit die Leistungsprüfung erfolgen könne, forderte der Suva-Arzt weitere medi-
zinische Unterlagen an (Vi-act. 254, 255), worauf der Rechtsvertreter informierte, 
es seien keine weiteren Unterlagen (als die bereits eingereichten) vorhanden (Vi-
act. 256). Nach Rücksprache mit dem Suva-Arzt (Vi-act. 258) mandatierte die 
Suva Europ Assistance, um weitere medizinsiche Dokumente der Klinik in Pristi-
na erhältlich zu machen (Vi-act. 266). Die weiteren Abklärungsmassnahmen 
brachten keine zusätzlichen medizinischen Unterlagen (vgl. Vi-act. 267 - 313; In-
gress Bst. C sowie oben E. 4.2). 

5.3.6  Am 4. bzw. 10. Mai 2023 erfolgte die Beurteilung durch den versicherungs-
internen Mediziner Dr.med. D.________. Nach Zusammenfassung der Aktenlage 
stellte er die Diagnosen:

Diagnosen
- Inkomplettes Cauda equina-Syndrom postoperativ 
- St. n. Aufrichtungsspondylodese L2-S1, Dekompression L4-S1 und Keilosteoto-

mie LWK5 am 17.07.2000 
- Konsekutive Dekompression L2/3 und S2 mit Laminektomie L3/L4 am 

21.07.2000 
- Implantatversagen oberhalb S1 ab 08.01.2001 mit zunehmender Dislokation und 

Hautirritation paravertebral rechts Teilentfernung des proximalen/dorsalen In-
strumentariums am 03.05.2012 

- Autonome Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörung Status 
nach Treppensturz am 28.6.1999 

15

Nicht unfallbedingte Diagnosen 
- Rezidivierende Magenulcera et Helicobacter pylori 
- Mikrozytäre hypochrome Anämie bei Schmerzmittelmissbrauch 
- Nikotinabusus 
- Depression 
- Vorbestehend Missbildung im lumbosacralen Übergang mit Hemivertebra L5 
- St. n. Arthrodese IP-Gelenk rechte Grosszehe und Tenotomie der Beugesehnen 

ca. 1996 

Dr.med. D.________ gelangte zur Beurteilung, der Versicherte sei seit dem 28. 
Juni 1999 sowohl in den Universitätskliniken in Zürich als auch - federführend - 
im SPZ Nottwil in Behandlung gewesen, wo am 2. Juli 2020 die letzte Kontrolle 
durchgeführt worden sei, wobei bei dieser Kontrolle ein "insgesamt schlechter 
Gesundheitszustand" festgestellt worden sei. Die Ärzte im SPZ Nottwil hätten 
dem Hausarzt "bezüglich des reduzierten Allgemeinzustandes" eine weiter-
führende Diagnostik "zu veranlassen" empfohlen. Über eine weitere Behandlung 
in der Schweiz danach lägen keine ärztlichen Berichte vor.  

Weiter verwies Dr.med. D.________ auf die unvollständigen Berichte aus dem 
Kosovo und fasste den Gesundheitsverlauf basierend auf den vorliegenden Be-
richten zusammen: Am 20. November 2020 sei der Versicherte (Jg. 1959) ins 
Notfallzentrum der Universitätsklinik des Kosovo eingeliefert worden. Im Bericht 
über die CT-Untersuchung des Kopfes vom 20. November 2020 werde als Indi-
kation für die Durchführung dieser Untersuchung eine "Bewusstseinskrise, ICV 
susp." dokumentiert. Diese Untersuchung habe eine "fortgeschrittene generalisier-
te Hirnatrophie" ergeben, die dem Alter des Versicherten nicht entsprochen habe. 
Gleichzeitig sei eine deutliche "symmetrische bilaterale Stammganglienverkal-
kung" festgestellt worden. Die nach Einlieferung des Versicherten ins Notfallzen-
trum der Universitätsklinik Kosovo gleichentags veranlasste labor-technische Un-
tersuchung habe eine erhebliche Erhöhung der Laborparameter (CK, CK-MB, 
LDH P) ergeben, die wegweisend für einen akuten Herzinfarkt seien. Darüber 
hinaus würden weitere Laborparameter (Kreatinin, ALT/GPT LIQ, AST/GOT LIQ, 
Harnstoff), die deutlich erhöht waren, für eine erhebliche Beeinträchtigung auch 
weiterer lebenswichtiger Organe sprechen, dies würde labor-technisch in der 
Summe einem Multiorganversagen entsprechen. Eine solche starke Erhöhung 
der bereits oben aufgelisteten Parameter habe sich auch an den darauffolgenden 
Tagen fortgesetzt. Die EKG-Ableitung am Aufnahmetag habe ein abnormales 
EKG gezeigt mit einer Erhebung des ST-Komplexes, was für eine akute Schädi-
gung des Herzmuskels - Herzinfarkt - bei bereits bestehender Hypertrophie des 
rechten Herzens spreche. Ein kontinuierliches Ableiten des EKGs (Monitoring) 
liege nicht vor. Am 22. November 2020 sei eine CT-Untersuchung des Schädels 
und des Brustkorbes durchgeführt worden, wobei "posterobasale bronchopneu-

16

monische Infiltration rechts, fortgeschrittene emphysematöse Veränderungen der 
Lunge und ein Verdacht auf hilobasale Masse rechts" dokumentiert worden sei-
en. Auch dieser Befund spreche für eine deutliche Dekompensation der Lungen-
funktion, die mit der vorbestehenden und akuten Schädigung des Herzmuskels 
und daraus resultiertem Multiorganversagen einhergehe. Am 26. November 
2020, um 01:01 sei der Tod festgestellt und als Todesursache ein "kardiorespira-
torischer Stillstand und Asystolie" dokumentiert worden. 

Schliesslich beantwortete Dr.med. D.________ die Frage, ob der Tod mindes-
tens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ganz oder teilweise auf den Unfall 
vom 28. Juni 1999 zurückzuführen sei, mit nein. In Zusammenschau der ärztli-
chen, labor-technischen und bildgebenden Dokumente könne festgehalten wer-
den, dass aufgrund der vorliegenden Aktenlage der Tod des Versicherten nicht 
mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ganz oder teilweise auf diesen 
Unfall zurückzuführen sei. Trotz der nicht vollständigen ärztlichen und bildgeben-
den Dokumentation ergebe die Analyse der vorliegenden ärztlichen Dokumente, 
dass die Todesursache mit der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit 
durch die Schädigung des Myokardes erklärbar sei, und unter dem Gesamtas-
pekt der internistischen Komorbiditäten zum Multiorganversagen geführt habe 
und damit nicht unfallkausal sei.  

Gestützt auf diese Aktenbeurteilung wies die Suva mit Entscheid vom 12. Mai 
2023 die Einsprache ab (Vi-act. 318). 

5.4 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde reicht die Beschwerdeführerin ei-
nen Bericht des Hausarztes vom 12. Juni 2023 ein, der den Beschwerdeführer 
seit 2004 betreute (Bf-act. 4). Der Hausarzt führt folgende Diagnosen auf:

Diagnose- und Problemliste
- lnkompletes Caudaequinasyndrom
- St.n. Aufrichtespondylodese L2-S1, Dekompression L4-S1. Keilosteotomie LWK 

5 07/2000
- Autonome Dysregulation mit Blasen-, Darm- und Sexualfunktionsstörung
- Selbstkatheterisation
- Rezidivierende Harnwegsinfekte

Nebendiagnosen
- COPD
- Lungenemphysem bei Nikotinabusus
- Opiatabhängigkeit
- Allergie auf Metamizol (Novalgin)

Als langjähriger Hausarzt könne er die Einschätzung von Dr.med. D.________, 
wonach der Versicherte an einem Herzkreislaufversagen verstorben sei, nicht tei-
len. Wegen seines Unfalls müsse er den Urin mittels Selbstkatheterisation entlee-
ren. Dabei bestehe die Gefahr, dass man Keime in die Harnblase einschleppe, 

17

die zur Infektion der Harnblase führen und, da sich die Blase nicht mehr kontra-
hiere, dort längere Zeit verweilen und zu rezidivierenden Harnwegsinfekten 
führen würden. Seit 2003 seien deshalb regelmässig Harnwegsinfekte aufgetre-
ten, die antibiotisch behandelt werden mussten; gegen Ende des Lebens habe 
sich die Situation verschärft, da er körperlich und geistig stark abgebaut habe. 
Der Hausarzt gelangte zum Schluss, die Todesursache sei nicht mit an Sicher-
heit grenzender Wahrscheinlichkeit durch eine Schädigung des Myokardes er-
klärbar; er hätte in der Zeit, als er ihn betreut habe, nie Herzbeschwerden ge-
habt. Es sei viel wahrscheinlicher, dass er an einer Pyelponephritis mit Sepsis 
und Multiorganversagen verstorben sei, was als direkte Folge des Unfalls zu wer-
ten sei.

6.1 Der angefochtene Entscheid der Vorinstanz stützt sich auf die Beurteilung 
ihres Versicherungsmediziners Dr.med. D.________ ab. Es ist damit die bun-
desgerichtliche Rechtsprechung zu Beurteilungen von versicherungsinternen 
Ärzten zu beachten, wonach nur auf deren Feststellungen abgestellt werden 
kann, wenn keine auch nur geringen Zweifel an deren Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit bestehen (BGE 142 V 58 E. 5.1 m.w.H.; VGE I 2019 27 vom 
27.9.2019 E. 6.1; vorstehend E. 2.5.2). 

6.2 Die Beschwerdeführerin macht denn auch geltend, die Beweiswürdigung 
und ärztliche Beurteilung der Vorinstanz seien ungenügend, was sich ohne wei-
teres aus dem obzitierten Bericht des Hausarztes sowie aus der Literatur betref-
fend Querschnittslähmung und Herzgesundheit ergebe (vgl. oben E. 5.1). Die 
entsprechende Rüge erweist sich indes als unbegründet.

6.3.1  Dr.med. D.________ stützt seine Aktenbeurteilung auf alle vorliegenden 
medizinischen Berichte, d.h. sowohl auf die medizinische Dokumentation seit 
dem Unfall inkl. der nachfolgenden Therapien und Verlaufskontrollen als auch 
sämtliche erhältlich gemachten medizinischen Unterlagen aus der Hospitalisation 
in Pristina. Seine Diagnoseliste entspricht denn auch ohne Weiteres diesen me-
dizinischen Unterlagen (vgl. oben E. 5.3.6). 

6.3.2  Die Beschwerdeführerin bezeichnet den von Dr.med. D.________ zu-
sammengefassten aktenmässigen Verlauf zu Recht nicht als falsch. Demge-
genüber finden die vom Hausarzt in der Diagnoseliste aufgeführten rezidivieren-
den Harnwegsinfekte in den medizinischen Akten der letzten Jahre keine Stütze. 
In der Verlaufskontrolle vom 3. Oktober 2013 wird der letzte Harnwegsinfekt als 1 
½ Jahre zurückliegend dokumentiert (Vi-act. 137). 2015 wird ein Harnwegsinfekt 
im Vorjahr beschrieben (Vi-act. 165). 2016 und in den Folgejahren wird ein rezi-
divierender Harnwegsinfekt stets verneint (Vi-act. 171; 175; 178; 203); der an-

18

lässlich einer Hospitalisation im Juni 2016 festgestellte Harnwegsinfekt durch E. 
coli hatte keine weiteren Auswirkungen (Vi-act. 169). Auch im jüngsten vorlie-
genden Bericht zur Verlaufskontrolle vom 2. Juli 2020 wird ein Auftreten von 
Harnwegsinfekten ausgeschlossen (Vi-act. 220). Damit aber liegt der letzte do-
kumentierte Harnwegsinfekt viele Jahre zurück; eine geltend gemachte Zunahme 
ist nicht dokumentiert. Auch in den im Recht liegenden Berichten des Hausarztes 
findet sich für diese Jahre kein Hinweis auf rezidivierende Harnwegsinfekte. Für 
die Begründung des Hausarztes (vgl. oben E. 5.4) fehlt es damit an einer doku-
mentierten Basis. 

6.3.3  Soweit der Hausarzt ausführt, in den Jahren seiner Behandlung hätten nie 
Herzbeschwerden bestanden, so wird dies durch die Verlaufskontrollen im SPZ 
Nottwil bestätigt. Auch da wird sowohl unter der Systemanamnese als auch den 
Untersuchungsbefunden stets Beschwerdefreiheit dokumentiert (Vi-act. 159; 164; 
203; 220). Dies bestreitet die Suva nicht. 

Dies schliesst indes ein Versterben wegen Schädigung des Myokardes nicht aus. 
Gemäss Dr.med. D.________ weisen die verschiedenen Untersuchungsbefunde 
aus der Hospitalisation in Pristina darauf hin. So zeige die labor-technische Un-
tersuchung eine erhebliche Erhöhung der Laborparameter, die wegweisend für 
einen akuten Herzinfarkt seien. Auch das Ergebnis der EKG-Ableitung am Auf-
nahmetag spreche für eine akute Schädigung des Herzmuskels bei bereits be-
stehender Hypertrophie des rechten Herzens. Weitere Laborparameter würden 
für eine erhebliche Beeinträchtigung auch weiterer lebenswichtiger Organe spre-
chen. Schliesslich zeige auch der CT-Befund des Brustkorbes eine deutliche De-
kompensation der Lungenfunktion, die mit der vorbestehenden und akuten 
Schädigung des Herzmuskels und daraus resultiertem Multiorganversagen ein-
hergehe. 

Auch wenn nur eine lückenhafte Dokumentation der letzten Hospitalisation in 
Pristina vorliegen sollte (bzw. keine weiteren Unterlagen erhältlich waren), so lie-
gen dennoch mehrere labor-technische Untersuchungswerte, EKG-Ableitungen 
und Befunde bildgebender Diagnostik im Recht. Dass diese medizinischen Un-
terlagen nicht den Verstorbenen betreffen sollten, macht die Beschwerdeführerin 
nicht geltend. Auch macht weder sie noch der Hausarzt geltend, dass die Werte 
und Befunde durch Dr.med. D.________ falsch interpretiert worden wären. Mit 
dessen schlüssigen Beurteilung setzt sich weder der Hausarzt noch die Be-
schwerdeschrift auseinander. Demgegenüber wird auch im Totenschein als To-
desursache ein kardiorespiratorischer Stillstand und Asystolie festgehalten, was 
im Einklang mit der Aktenbeurteilung von Dr.med. D.________ steht. 

19

6.3.4  Die von der Beschwerdeführerin ins Recht gelegte Literatur betreffend Zu-
sammenhang zwischen Querschnittlähmung und Herzproblematik vermag als 
allgemeine, nicht fallbezogene Aussage die konkrete Beurteilung des individuel-
len Einzelfalles des Versicherten auch nicht in Zweifel zu ziehen. Wenn in der 
Beschwerdeschrift namentlich das bei Querschnittgelähmten erhöhte Risiko von 
Bluthochdruck hervorgehoben wird, so ist dem entgegenzuhalten, dass der in 
den Verlaufskontrollen erhobene Blutdruck nie zu Bemerkungen Anlass gab, 
auch nicht anlässlich der letzten Kontrolle am 2. Juli 2020 (Vi-act. 220).

6.3.5  Auch aus den früheren notfallmässigen Hospitalisationen des Versicherten 
vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. Die Notfall-
hospitalisation 2007 war durch Rückenbeschwerden sowie insbesondere die 
Einnahme von unverträglichen Novalgin-Tropfen bedingt (vgl. Vi-act. 67). 2016 
stand eine Sepsis bei Pneumokokkenpneumonie im Vordergrund, auch wenn ein 
Harnwegsinfekt durch E. coli ebenfalls festgestellt wurde. Auch 2018 erfolgte die 
Notfallhospitalisation bei respiratorischer Dekompensation aufgrund der Pneumo-
kokkenpneumonie beidseits nach 30stündiger Autofahrt; ein Zusammenhang mit 
den Unfallfolgen wurde damals ausdrücklich und unangefochten verneint (Vi-act. 
184). 

6.4 Zusammenfassend ist der Aktenbeurteilung von Dr.med. D.________ voller 
Beweiswert beizumessen. Er basiert auf den umfassenden, erhältlichen (vgl. 
oben E. 4) medizinischen Unterlagen, setzt sich mit den medizinischen Befunden 
nachvollziehbar auseinander und ist in seiner Beurteilung schlüssig. Der Bericht 
des Hausarztes vermag keine auch nur geringen Zweifel zu erwecken. Damit 
aber steht fest, dass der Tod des Versicherten nicht mindestens mit überwiegen-
der Wahrscheinlichkeit ganz oder teilweise auf den Unfall vom 28. Juni 1999 
zurückzuführen ist, sondern die Todesursache mit der an Sicherheit grenzenden 
Wahrscheinlichkeit durch die Schädigung des Myokardes erklärbar ist, und unter 
dem Gesamtaspekt der internistischen Komorbiditäten zum Multiorganversagen 
führte und damit nicht unfallkausal ist. Entsprechend hat die Suva einen An-
spruch auf Hinterlassenenrente zu Recht abgelehnt. Die Beschwerde erweist 
sich als unbegründet.

7. Es sind keine Kosten zu erheben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

20

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82 ff. des Bun-
desgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

4. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Gesundheit BAG, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 11. April 2024

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. Mai 2024