# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 92f8c0c0-f381-50ef-a081-2eff181f05a8
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2020-09-30
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 30.09.2020 C-210/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-210-2019_2020-09-30.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-210/2019, C-433/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  3 0 .  S e p t e m b e r  2 0 2 0  

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richterin Viktoria Helfenstein, Richter David Weiss,    

Gerichtsschreiberin Tatjana Bont. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Frankreich),  

vertreten durch Sebastian Laubscher, Advokat,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 IV, berufliche Massnahmen/Invalidenrente,  

Verfügungen der IVSTA vom 26. November 2018  

und 15. Januar 2019. 

 

 

 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der am (…) 1969 geborene A._______ (Beschwerdeführer) ist französi-

scher Staatsangehöriger und wohnhaft in (…), Frankreich (Akten der Vo-

rinstanz [act.] 2). Er arbeitete seit 1987 mit Unterbrüchen als Grenzgänger 

in der Schweiz. Insgesamt entrichtete er während 22 Jahren und 9 Mona-

ten Beiträge an die Schweizerische Alters- , Hinterlassenen- und Invaliden-

versicherung (act. 3; 59 S. 6). Seit 1. Juli 2015 war er als Baumaler für die 

B._______ GmbH tätig (act. 9.56). 

B.  

Am 22. April 1991 verunfallte der Beschwerdeführer mit seinem Motorfahr-

rad. Er erlitt dabei gemäss Operationsbericht vom 22. April 1991 von Dr. 

C._______ eine «Luxation Trans-Scapho-Lunaire du Carpe» (Verletzung 

am Kahnbein, hier: linkes Handgelenk) sowie mehrere oberflächliche Wun-

den. Der Beschwerdeführer wurde operiert und es wurde unter anderem 

eine Osteosynthese (operative Verbindung von Knochen) durchgeführt. Er 

war vom 22. April bis 27. April 1991 hospitalisiert (act. 12.7).  

C.  

C.a Am 23. Oktober 2015 verunfallte der Beschwerdeführer, als er beim 

Streichen eines Vordaches aus drei Metern Höhe von der Leiter stürzte 

(act. 9.56; 11.8). Dabei zog er sich eine Ruptur des rechten vorderen 

Kreuzbandes, multiple Prellungen, eine Traumatisierung einer 

Scaphoidpseudoarthrose (ausbleibende Heilung eines Kahnbeinbruches) 

links und eine Distorsion des rechten oberen Sprunggelenkes zu (act. 

11.18). 

 

C.b Am 11. Januar 2016 wurde beim Beschwerdeführer am rechten Knie 

eine iterative Ligamentoplastik nach Ruptur des vorderen Kreuzbandes 

(VKB) durchgeführt (1. VKB-Rekonstruktion, act. 9.38; 7.4 S. 6; 9.39). Der 

Beschwerdeführer war vom 10. Januar bis 13. Januar 2016 in der 

R._______ hospitalisiert (act. 9.38).  

 

C.c  Am 4. Mai 2016 fand eine kreisärztliche Untersuchung beim agentur-

ärztlichen Dienst der Suva statt. Dr. med. D._______, Orthopädische Chi-

rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt dabei fest, dass 

belastungsinduzierte Beschwerden am rechten Kniegelenk, der linken 

Hand, im Nackenbereich mit Ausstrahlung in den linken Arm und am rech-

C-210/2019, C-433/2019 

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ten Sprunggelenk sowie eine Bakerzyste (eine mit Gelenkflüssigkeit ge-

füllte Aussackung der Gelenkkapsel des Kniegelenks) rechts vorliege. Es 

bestehe keine Arbeitsfähigkeit als Baumaler und dem Beschwerdeführer 

seien nur leichte, streng selbstbestimmte Tätigkeiten zumutbar (act. 9.18). 

 

D.  

D.a Am 12. Mai 2016 stellte der Beschwerdeführer bei der IV-Stelle 

E._______ (IV-Stelle) einen Antrag auf Gewährung von beruflichen Mass-

nahmen / eine Invalidenrente (act. 2).  

 

D.b Vom 21. bis 25. Juli 2016 war der Beschwerdeführer im Universitäts-

spital F._______ hospitalisiert. Aufgrund der Diagnose SNAC-Wrist Grad 

III links (Handgelenksarthrose) wurde am 21. Juli 2016 eine Arthroskopie 

durchgeführt. Dabei wurde eine Scaphoidresektion sowie eine capito-

lunäre Arthrodese (operative Versteifung des Gelenks) vorgenommen (2. 

Handgelenksoperation; act. 11.12; 11.3). 

 

D.c Der Beschwerdeführer war vom 20. bis 21. Oktober 2016 erneut im 

Universitätsspital F._______ hospitalisiert. Am 20. Oktober 2016 wurde er 

aufgrund einer medialen Meniskusläsion und Therapieversagen nach 

zweiter VKB-Rekonstruktion vom 16. Januar 2016 ein zweites Mal am 

rechten Knie operiert. Dabei wurde eine diagnostische Arthroskopie, Ge-

lenkstoilette, mediale Teilmeniskektomie und Resektion mechanisch irritie-

render synthetischer Anteile der VKB-Re-Rekonstruktion durchgeführt (act. 

27.21). Es wurde ihm bis auf Weiteres eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

bescheinigt (act. 27.22). 

 

D.d Vom 19. bis 21. Januar 2017 befand sich der Beschwerdeführer eben-

falls im Universitätsspital F._______. Am 19. Januar 2017 wurde am linken 

Handgelenk eine diagnostische Arthroskopie ulnocarpal, eine offene Pro-

cessus styloideus ulnae-Resektion und eine Entfernung eines freien Ossi-

kels sowie eine Reinsertion des TFCC (Triangular fibrocartilage complex = 

eine dreieckig geformte, aus Faserknorpel bestehende Zwischengelenks-

scheibe am Handgelenk) durchgeführt (act. 17.5). Dabei handelt es sich 

um die dritte Operation am linken Handgelenk seit 1991. 

 

D.e Mit Mitteilung vom 4. April 2017 hielt die IV-Stelle fest, dass der Be-

schwerdeführer keinen Anspruch auf berufliche Massnahmen habe, da der 

Gesundheitszustand dies nicht zulasse. Der Anspruch auf Invalidenleistun-

gen sei jedoch in Prüfung (act. 27.20). 

C-210/2019, C-433/2019 

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D.f Vom 1. bis 4. Juni 2017 befand sich der Beschwerdeführer im Univer-

sitätsspital F._______. Am 1. Juni 2017 fand erstmals am rechten Handge-

lenk eine diagnostische arthroskopische und arthroskopisch assistierte SL-

Bandrekonstruktion (Bandrekonstruktion zwischen Kahn- und Mondbein) 

statt (act. 22.9; 22.10). 

 

D.g Am 10. August 2017 wurde der Beschwerdeführer am rechten Hand-

gelenk ein zweites Mal operiert (Osteosynthesematerialentfernung) (act. 

22.4). 

 

D.h Am 18. Januar 2018 wurde der Beschwerdeführer zum vierten Mal am 

linken Handgelenk operiert. Es wurde eine diagnostische Arthroskopie, 

eine Arthrotomie sowie eine frustrane Suche nach freiem Ossikel mit Dé-

bridement (Wundtoilette) und Gelenkstoilette durchgeführt (Akten der Suva 

[Suva-act.] 92). 

 

D.i Vom 25. April bis 1. Mai 2018 befand sich der Beschwerdeführer in der 

Privatklinik G._______. Er wurde am 26. April 2018 aufgrund einer post-

traumatischen Pangonarthrose mit chronischem Schmerzsyndrom ope-

riert. Dabei wurde beim rechten Kniegelenk eine Osteosynthesemateria-

lentfernung durchgeführt und eine Knie-Totalprothese eingesetzt. Es han-

delt sich um die vierte Operation am rechten Knie. Vom 26. April bis 15. 

Juni 2018 wurde eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (act. 33 S. 

6; 31.3). 

 

D.j Im medizinischen Bericht vom 11. Juli 2018 hält Dr. med. H._______, 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, des regionalärztlichen Diens-

tes (RAD), fest, dass beim Beschwerdeführer in angestammter Tätigkeit 

eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. In einer sehr leichten bis leich-

ten wechselbelastenden Tätigkeit sei ihm ein vollzeitiges Arbeitspensum 

zumutbar, dies allerdings erst 3-4 Monate nach der Knieprothesenimplan-

tation (act. 35). 

 

D.k Im ärztlichen Bericht vom 12. Juli 2018 hält Dr. med. D._______, Or-

thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, 

dass aufgrund der Verletzungsfolgen am rechten Kniegelenk und an bei-

den Handgelenken dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit 

auf der Baustelle nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar seien ganztags 

leichte Tätigkeiten bei einer Wechselbelastung. Als Einschränkungen seien 

kein Klettern auf Leitern und Gerüste, keine Arbeiten in unebenem Ge-

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lände, Arbeiten in der Hocke und im Knien nur ausnahmsweise und kurz-

zeitig, nicht repetitiv und andauernd, Treppensteigen nur gelegentlich, 

keine Arbeiten im sicherheitsrelevanten Bereich, bei denen ein festes Zu-

greifen mit den Händen erforderlich ist, zu beachten (act. 49.15). 

 

D.l Mit Vorbescheid vom 24. August 2018 teilte die IV-Stelle dem Be-

schwerdeführer mit, dass bei einem Invaliditätsgrad von 8% kein Anspruch 

auf eine Umschulung bestehe, da der Invaliditätsgrad mindestens 20% be-

tragen müsse. Auch bestehe kein Anspruch auf eine Arbeitsvermittlung, da 

bei einer ihm zumutbaren leichten Tätigkeit keine Einschränkung der Ar-

beitsfähigkeit vorliege und keine zusätzliche spezifische gesundheitliche 

Einschränkung in der Stellensuche vorliege (act. 49.12).  

 

D.m Mit Vorbescheid vom 27. August 2018 sprach die IV-Stelle dem Be-

schwerdeführer eine ganze befristete Invalidenrente vom 1. November 

2016 bis 30. November 2018 zu. Als Begründung führte sie aus, dass ab 

1. November 2016 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vorliege. Aus den Ak-

ten ergebe sich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ab dem 26. 

August 2018 und der Invaliditätsgrad habe ab diesem Zeitpunkt noch 8% 

betragen, womit die Rente bis 30. November 2018 zu befristen sei (Art. 88a 

Abs. 1 IVV). Danach bestehe kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente 

(act. 39; 49.10).  

 

D.n Gegen die Vorbescheide vom 24. sowie 27. August 2018 erhob der 

Beschwerdeführer am 21. September 2018 Einwand mit der Begründung, 

er sei bis zum 30. September 2018 arbeitsunfähig geschrieben und der 

Heilungsverlauf wie auch die Restbeschwerden seien ungewiss. Zur Beur-

teilung des Invaliditätsgrades seien medizinische Abklärungen nach der 

Heilungsphase notwendig. Zudem seien ihm Eingliederungsmassnahmen 

zu gewähren (act. 45). 

 

D.o Mit medizinischer Stellungnahme vom 25. September 2018 hielt Dr. 

H._______, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, RAD, fest, dass 

sowohl aus dem Bericht der Suva vom 11. September 2018 wie auch aus 

dem Arztbericht der Handchirurgie des Universitätsspitals vom 9. Oktober 

2018 zu entnehmen sei, dass beim Beschwerdeführer unter Berücksichti-

gung des Zumutbarkeitsprofils eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit vorliege. Es 

seien keine weiteren medizinischen Abklärungen angezeigt (act. 51). 

 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 6 

D.p Mit Verfügung vom 26. November 2018 hielt die IV-Stelle für Versi-

cherte im Ausland IVSTA (Vorinstanz) fest, dass kein Anspruch auf berufli-

che Massnahmen bestehe, mit der Begründung, bei einem Invaliditätsgrad 

von 8% seien weder die Voraussetzungen für eine Umschulung noch eine 

Arbeitsvermittlung gegeben (act. 57).  

 

D.q Vom 6. bis 20. Dezember 2018 befand sich der Beschwerdeführer in 

der Rehaklinik I._______. Dr. med. J._______ hält im Austrittsbericht vom 

27. Dezember 2018 fest, dass für die angestammte Tätigkeit eine 100%-

ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit 

könne unter Berücksichtigung der speziellen Einschränkungen von einer 

100%-igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (Suva-act. 193). 

 

D.r Mit Verfügung vom 15. Januar 2019 sprach die Vorinstanz dem Be-

schwerdeführer vom 1. November 2016 bis 30. November 2018 eine ganze 

befristete Invalidenrente sowie eine Kinderrente zu (act. 59; Akten C-

433/2019 [doc.] 1 Beilage 1).  

 

E.  

E.a Gegen die Verfügung vom 26. November 2018 erhob der Beschwer-

deführer am 11. Januar 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

(Verfahren C-210/2019) mit dem Antrag, die Verfügung sei aufzuheben und 

die IV-Stelle sei anzuweisen, berufliche Massnahmen zu gewähren. Zu-

dem stellte er den Antrag auf unentgeltliche Rechtspflege (Beschwerdeak-

ten [B-act.] 1).  

 

E.b Am 23. Januar 2019 erhob der Beschwerdeführer auch gegen die Ver-

fügung vom 15. Januar 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

(Verfahren C-433/2019). Dabei stellte er das Rechtsbegehren, es sei die 

Verfügung aufzuheben und das Verfahren sei zu sistieren bis zum Ent-

scheid über die Beschwerde betreffend Verweigerung beruflicher Mass-

nahmen. Ausserdem stellte der Beschwerdeführer den Antrag auf unent-

geltliche Prozessführung und Verbeiständung (doc. 1).  

E.c Mit Stellungnahme vom 14. Februar 2019 verwies die Vorinstanz auf 

die Begründung in den Verfügungen vom 26. November 2018 und 15. Ja-

nuar 2019 und beantragte die Abweisung der Beschwerden (B-act. 6; doc. 

6). 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 7 

E.d Mit Verfügung vom 20. Februar 2019 wurde der Schriftenwechsel ab-

geschlossen (B-act. 7; doc. 7).  

E.e Mit Verfügung vom 30. April 2019 wurde das Gesuch um unentgeltliche 

Rechtspflege im Verfahren C-210/2019 aufgrund der Nichteinreichung des 

Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege und damit fehlender Mitwirkung 

abgewiesen. Des Weiteren wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, bis 

spätestens 31. Mai 2019 einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 800.– 

zu leisten (B-act. 8). 

E.f Mit Verfügung vom 9. Mai 2019 wurde auch das Gesuch um unentgelt-

liche Rechtspflege im Verfahren C-433/2019 aufgrund der Nichteinrei-

chung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege und damit fehlender 

Mitwirkung abgewiesen. Des Weiteren wurde der Beschwerdeführer auf-

gefordert, bis spätestens 11. Juni 2019 einen Kostenvorschuss in der Höhe 

von Fr. 800.– zu leisten. Der Kostenvorschuss ging am 13. Mai 2019 frist-

gerecht bei der Gerichtskasse ein (doc. 8). 

E.g Mit Verfügung vom 27. Mai 2019 wurde dem Beschwerdeführer mitge-

teilt, dass die Verfahren C-210/2019 (berufliche Massnahmen) und C-

433/2019 (Invalidenrente) vereinigt werden und der Kostenvorschuss im 

Verfahren C-210/2019 noch ausstehend sei. Ausserdem wurde das Sistie-

rungsgesuch für das Verfahren C-433/2019 abgewiesen mit der Begrün-

dung, dass eine Koordination durch die Bearbeitung beider Verfahren 

durch den gleichen Instruktionsrichter gewährleistet ist (act. 10; doc. 11). 

Am 31. Mai 2019 ging der Kostenvorschuss im Verfahren C-210/2019 bei 

der Gerichtskasse ein (B-act. 11). 

F. Auf die weiteren Vorbringen und Unterlagen der Parteien wird – soweit 

für die Entscheidfindung notwendig – in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig (Art. 31, 32 und 33 Bst. d VGG; Art. 69 Abs. 1 Bst. b 

IVG [SR 831.20]). Der Beschwerdeführer ist als Adressat der angefochte-

nen Verfügung durch diese besonders berührt und hat ein schutzwürdiges 

Interesse an deren Aufhebung oder Abänderung, weshalb er zur Erhebung 

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Seite 8 

der Beschwerde legitimiert ist (Art. 59 ATSG [SR 830.1]; Art. 48 Abs. 1 

VwVG). Nachdem auch der Kostenvorschuss für beide Verfahren C-

210/2019 und C-433/2019 rechtzeitig geleistet wurde, ist auf die frist- und 

formgerecht eingereichten Beschwerden einzutreten (Art. 60 ATSG; Art. 50 

Abs. 1, Art. 52 Abs. 1 und Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

 

2.  

2.1 Zur Entgegennahme und Prüfung der Anmeldungen von Grenzgängern 

ist die IV-Stelle zuständig, in deren Tätigkeitsgebiet der Grenzgänger eine 

Erwerbstätigkeit ausübt. Dies gilt auch für ehemalige Grenzgänger, sofern 

sie bei der Anmeldung ihren ordentlichen Wohnsitz noch in der benachbar-

ten Grenzzone haben und der Gesundheitsschaden auf die Zeit ihrer Tä-

tigkeit als Grenzgänger zurückgeht. Die Verfügungen werden von der IV-

Stelle für Versicherte im Ausland erlassen (Art. 40 Abs. 2 IVV).  

2.2 Der Beschwerdeführer war Grenzgänger und hatte seine letzte Arbeits-

stelle im Kanton E._______ (act. 12.5). Er wohnt zudem noch in (…), 

Frankreich, im benachbarten Grenzgebiet. Somit hat er sich zu Recht bei 

der IV-Stelle E._______ zum Leistungsbezug angemeldet und hat diese 

die Abklärungen zum Leistungsgesuch vorgenommen. Gemäss den Aus-

führungen in E. 2.1 ist auch der Erlass der Rentenverfügung durch die IV-

Stelle für Versicherte im Ausland bzw. die Eröffnung durch sie nicht zu be-

anstanden. 

3.  

Der Beschwerdeführer ist französischer Staatsangehöriger und wohnt in 

(…), Frankreich. Damit gelangen das Freizügigkeitsabkommen vom 

21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) und die Regelwerke der Gemein-

schaft zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit gemäss An-

hang II des FZA, insbesondere die für die Schweiz am 1. April 2012 in Kraft 

getretenen Verordnungen (EG) Nr. 883/2004 (SR 0.831.109.268.1) und Nr. 

987/2009 (SR 0.831.109.268.11), zur Anwendung. Seit dem 1. Januar 

2015 sind auch die durch die Verordnungen (EU) Nr. 1244/2010, Nr. 

465/2012 und Nr. 1224/2012 erfolgten Änderungen in den Beziehungen 

zwischen der Schweiz und den EU-Mitgliedstaaten anwendbar. Das Vor-

liegen einer anspruchserheblichen Invalidität beurteilt sich indes auch im 

Anwendungsbereich des FZA und der Koordinierungsvorschriften nach 

schweizerischem Recht (vgl. BGE 130 V 253 E. 2.4; Urteil des BGer 

9C_573/2012 vom 16. Januar 2013 E. 4). 

 

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4.  

4.1 Das Bundesverwaltungsgericht prüft die Verletzung von Bundesrecht 

einschliesslich der Überschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens, 

die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts und die Unangemessenheit (Art. 49 VwVG). 

4.2 Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der erstinstanzliche Sozi-

alversicherungsprozess sind vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht 

(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Art. 61 Bst. c ATSG; Art. 12 VwVG). Danach hat 

die Verwaltung und im Beschwerdeverfahren das Gericht von Amtes we-

gen für die richtige und vollständige Abklärung des erheblichen Sachver-

halts zu sorgen (vgl. BGE 136 V 376 E. 4.1.1). Sofern das Gesetz nicht 

etwas Abweichendes vorsieht, gilt im Sozialversicherungsrecht der Be-

weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 143 V 168 E. 2; 138 

V 218 E. 6).  

5.  

5.1 In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-

geblich, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes 

Geltung haben (BGE 143 V 446 E. 3.3; 139 V 335 E. 6.2; 138 V 475 E. 3.1). 

Deshalb finden die Vorschriften Anwendung, die spätestens beim Erlass 

der Verfügungen vom 26. November 2018 und 15. Januar 2019 in Kraft 

standen; weiter aber auch Vorschriften, die zu jenem Zeitpunkt bereits aus-

ser Kraft getreten waren, die aber für die Beurteilung allenfalls früher ent-

standener Leistungsansprüche von Belang sind. 

5.2 Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung einer Streit-

sache in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen 

Verwaltungsverfügung (hier: 26. November 2018 und 15. Januar 2019) ein-

getretenen Sachverhalt ab (BGE 132 V 215 E. 3.1.1). Tatsachen, die jenen 

Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand ei-

ner neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). 

6.  

6.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidi-

tät kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 

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Seite 10 

Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper-

lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zu-

mutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden 

ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des 

Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der 

gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä-

higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchti-

gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, 

volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 

zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tä-

tigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Art. 6 

ATSG). 

6.2 Anspruch auf eine Invalidenrente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG 

Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im 

Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungs-

massnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (Bst. a), 

während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min-

destens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind (Bst. b) und nach 

Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind 

(Bst. c). 

6.3 Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens 

nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsan-

spruchs (nach Art. 29 Abs. 1 ATSG), jedoch frühestens im Monat, der auf 

die Vollendung des 18. Altersjahrs folgt (zum Verhältnis zwischen Art. 28 

Abs. 1 und Art. 29 Abs. 1 IVG vgl. BGE 142 V 547 E. 3.2). 

6.4 Bei der Beurteilung der Arbeits(un)fähigkeit stützen sich die Verwaltung 

und – im Beschwerdefall – das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen 

und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen 

sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und 

dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tä-

tigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweis-

wertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Be-

lange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge-

klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) 

abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammen-

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Seite 11 

hänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss-

folgerungen der Expertinnen und Experten begründet sind (BGE 134 V 231 

E. 5.1; 125 V 351 E. 3a). Eine begutachtende medizinische Fachperson 

muss über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen (Urteil des 

BGer 9C_555/2017 vom 22. November 2017 E. 3.1 mit Hinweisen). 

6.5 Zwar gilt für das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsver-

fahren der Grundsatz der freien Beweiswürdigung, doch hat die Rechtspre-

chung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufgestellt (vgl. BGE 125 V 351 

E. 3b). So kommt den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten 

Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Be-

obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 

erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 

gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zu, solange nicht 

konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. 

BGE 137 V 210 E. 2.2.2, BGE 135 V 465 E. 4.4, BGE 125 V 351 E. 3b/bb). 

Berichte behandelnder Ärzte sind aufgrund deren auftragsrechtlichen Ver-

trauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen. Dies gilt für den 

allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt 

(Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 655/05 vom 20. März 

2006 E. 5.4 m.H. auf BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Allerdings dürfen auch die 

potentiellen Stärken der Berichte behandelnder Ärzte nicht vergessen wer-

den, namentlich wenn sie wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher 

Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Be-

gutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des BGer 

9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 m.H.). Den Berichten und Gutach-

ten versicherungsinterner Ärzte kommt ebenfalls Beweiswert zu, sofern sie 

als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider-

spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. 

Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis 

zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivi-

tät und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-

stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung ob-

jektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465 E. 4.4 m.H. auf 125 

V 351 E. 3b/ee). 

6.6 Nach der Rechtsprechung ist es dem Sozialversicherungsgericht nicht 

verwehrt, einzig oder im Wesentlichen gestützt auf Berichte versicherungs-

interner medizinischer Fachpersonen zu entscheiden. In solchen Fällen 

sind an die Beweiswürdigung jedoch strenge Anforderungen in dem Sinne 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 12 

zu stellen, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und 

Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vor-

zunehmen sind (BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465; 122 V 157 E. 1d). Die 

Stellungnahmen des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) und des medi-

zinischen Dienstes der IVSTA sind als versicherungsinterne Berichte zu 

würdigen (vgl. betreffend RAD Urteile des BGer 9C_159/2016 vom 2. No-

vember 2016 E. 2.2 f.; 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4).  

6.7 Die Stellungnahmen des RAD oder des medizinischen Dienstes der 

IVSTA, welche nicht auf eigenen Untersuchungen beruhen, können wie 

Aktengutachten beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt 

und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich 

feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztli-

che Befassung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (vgl. 

Urteile des BGer 9C_524/2017 vom 21. März 2018 E. 5.1; 9C_28/2015 

vom 8. Juni 2015 E. 3.2; 9C_196/2014 vom 18. Juni 2014 E. 5.1.1, je mit 

Hinweisen). Die Aufgabe der versicherungsinternen Fachpersonen besteht 

insbesondere darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfe-

stellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche 

in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den me-

dizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und versicherungsmedizi-

nisch zu würdigen (vgl. SVR 2009 IV Nr. 50 [Urteil 8C_756/2008] E. 4.4 mit 

Hinweis; Urteil des BGer 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3). Sie 

haben die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht zu würdigen, 

wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten 

eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die an-

dere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu-

nehmen ist (BGE 142 V 58 E. 5.1). Enthalten die Akten für die streitigen 

Belange keine beweistauglichen Unterlagen, kann die Stellungnahme ei-

ner versicherungsinternen Fachperson in der Regel keine abschliessende 

Beurteilungsgrundlage bilden, sondern nur zu weitergehenden Abklärun-

gen Anlass geben (vgl. Urteil des BGer 9C_58/2011 vom 25. März 2011 

E. 3.3). 

7.  

7.1 Bei der rückwirkenden Zusprechung einer abgestuften und/oder befris-

teten Invalidenrente sind die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun-

gen analog anzuwenden (Art. 17 Abs. 1 ATSG; BGE 133 V 263 E. 6.1 

m.H.). Dabei ist der Zeitpunkt der Herabsetzung oder Aufhebung der Leis-

tung nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV (SR 

831.201) festzusetzen (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/dd m.H.). Nach dieser 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 13 

Norm kann eine Rente herabgesetzt oder aufgehoben werden, nachdem 

die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit drei Monate ohne wesentliche Un-

terbrechung angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. 

Die Frage, ob eine erhebliche, d.h. mit Bezug auf den Invaliditätsgrad ren-

tenwirksame Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten ist, be-

urteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ur-

sprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen im Zeit-

punkt der streitigen Revisionsverfügung (BGE 130 V 343 E. 3.5.2; Urteil 

des BGer 8C_871/2008 vom 24. März 2009 E. 2.2.1 m.H.; vgl. auch BGE 

133 V 108). Wird rückwirkend eine abgestufte oder befristete Rente zuge-

sprochen, sind einerseits der Zeitpunkt des Rentenbeginns und anderseits 

der in Anwendung der Dreimonatsfrist von Art. 88a Abs. 1 IVV festzuset-

zende Zeitpunkt der Rentenherabsetzung oder -aufhebung die massge-

benden Vergleichszeitpunkte (Urteil des BGer 8C_724/2011 vom 24. Juli 

2012 E. 2.2 m.H.).  

7.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat-

sächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den 

Invaliditätsgrad und damit den Anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist 

die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes re-

vidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheits-

zustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbe-

reich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung (BGE 

141 V 9 E. 2.3 m.H.). Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch 

dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur 

Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs eingetre-

ten ist (BGE 130 V 343 E. 3.5 m.H.). Hingegen ist die lediglich unterschied-

liche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts 

im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 m.H.).  

7.3 Wird gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise, 

in sinngemässer Anwendung von Art. 41 IVG und Art. 88a IVV, herauf- oder 

herabgesetzt oder aufgehoben, liegt ein zwar komplexes, im Wesentlichen 

jedoch einzig durch die Höhe der Leistung und die Anspruchsperioden de-

finiertes Rechtsverhältnis vor. Der Umstand allein, dass Umfang und allen-

falls Dauer des Rentenanspruchs über den verfügungsweise geregelten 

Zeitraum hinweg variieren, ist unter anfechtungs- und streitgegenständli-

chem Gesichtspunkt belanglos. Wird nur die Abstufung oder die Befristung 

der Leistungen angefochten, wird damit die gerichtliche Überprüfungsbe-

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 14 

fugnis nicht in dem Sinne eingeschränkt, dass unbestritten gebliebene Be-

zugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 

E. 2d m.H.). Nach BGE 125 V 413 liegt materiell somit ein einziges Rechts-

verhältnis vor, wenn eine Leistung rückwirkend zugesprochen, diese aber 

gleichzeitig befristet, herauf- oder herabgesetzt wird. Zusprechung und 

(rückwirkende) Revision der Rente sind Gegenstand ein und derselben 

Verfügung. Für die gerichtliche Überprüfbarkeit kann es deshalb keinen 

Unterschied machen, ob die IV-Stelle eine oder mehrere Verfügungen re-

digiert und eröffnet. Denn am Verfügungsinhalt ändert sich nichts (BGE 131 

V 164 E. 2.3.2). In anfechtungs- und streitgegenständlicher Hinsicht ist es 

damit irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften 

und/oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügungen 

gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 E. 2.3.4).  

8.  

 

8.1 Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer mit vorinstanzlicher Verfü-

gung vom 25. Januar 2019 rückwirkend eine ganze Invalidenrente sowie 

Kinderrente für die Zeit vom 1. November 2016 bis 30. November 2018 

zugesprochen (act. 59). Die Vorinstanz berechnete für den frühestmögli-

chen Entstehungszeitpunkt des Rentenanspruches im November 2016 

(Anmeldung am 12. Mai 2016) einen Invaliditätsgrad von 100%. Die mit 

Verfügung vom gleichen Datum per 1. Dezember 2018 aufgehobene Rente 

stützte die Vorinstanz auf die Dreimonatsfrist von Art. 88a IVV, da sie für 

die Zeit ab 1. September 2018 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer 

angepassten Tätigkeit ausging und einen Invaliditätsgrad von 8% berech-

nete. 

 

8.2 Der Beschwerdeführer war unbestrittenermassen ab seinem Arbeits-

unfall am 23. Oktober 2015 vollständig arbeitsunfähig. Die einjährige War-

tezeit gemäss Art. 28 Abs. 1 Bst. b IVG lief damit am 22. Oktober 2016 ab. 

Die entsprechende Berechnung der Vorinstanz für den Rentenbeginn ist 

korrekt. Die für den vorliegenden Sachverhalt massgebenden Vergleichs-

zeitpunkte sind somit der 1. November 2016 (Rentenbeginn) sowie der 30. 

November 2018 (Rentenaufhebung). 

 

9.  

9.1 Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 11. Januar 

2019 geltend, dass die Verfügung vom 26. November 2018 aufzuheben sei 

und ihm berufliche Massnahmen zu gewähren seien. Als Begründung führt 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 15 

er aus, die Vorinstanz stütze sich darauf, dass keine 20%-ige Arbeitsunfä-

higkeit vorliege und damit sei die Voraussetzung für einen Anspruch auf 

berufliche Massnahmen nicht gegeben. Der medizinische Endzustand sei 

jedoch noch nicht erreicht und es könne keine verlässliche Prognose ge-

macht werden. Mit Beschwerde vom 23. Januar 2019 beantragt der Be-

schwerdeführer, die Verfügung sei aufzuheben mit der Begründung, es 

handle sich um einen Rentenentscheid, der vor dem rechtskräftigen Ent-

scheid über die Gewährung beruflicher Massnahmen sowie dem noch nicht 

erfolgten Fallabschluss durch die Suva verfrüht sei (B-act. 1; doc. 1). Sinn-

gemäss macht er damit geltend, dass eine Verbesserung der Erwerbsfä-

higkeit per 26. August 2018 nicht ausgewiesen sei. 

 

9.2 Die Vorinstanz verweist in ihrer Stellungnahme vom 14. Februar 2019 

auf die angefochtenen Verfügungen. In der Verfügung vom 26. November 

2018 hält sie fest, dass der Beschwerdeführer seine angestammte Tätig-

keit als Baumaler seit Oktober 2015 nicht mehr ausüben könne und ab 

August 2018 eine angepasste leichte körperliche Tätigkeit in einem Voll-

zeitpensum wieder möglich sei. Dies ergebe sich aus den medizinischen 

Unterlagen. Der IV-Grad betrage unter 20% (act. 57). In der Verfügung vom 

15. Januar 2019 hält sie fest, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer 

100%-igen Arbeitsunfähigkeit vom 1. November 2016 bis 30. November 

2018 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Ab August 2018 be-

trage der Invaliditätsgrad entsprechend dem allgemeinen Einkommensver-

gleich noch 8%. Die Rente sei deshalb unter Berücksichtigung von Art. 88 

a Abs. 1 IVV per 30. November 2018 zu befristen (act. 59). 

 

10. Im Folgenden ist zu prüfen, ob der Sachverhalt im vorliegend relevan-

ten Zeitraum in medizinischer Hinsicht rechtsgenüglich abgeklärt worden 

ist. 

 

10.1 Die Vorinstanz stützte sich für die Beurteilung des Gesundheitszu-

standes und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers insbesondere auf 

die medizinische Stellungnahme von Dr. med. H._______, Orthopädische 

Chirurgie und Traumatologie, des regionalärztlichen Dienstes (RAD) vom 

30. Oktober 2018. Darin hält diese fest, dass gemäss Bericht des Kreisarz-

tes der Suva, Dr. med. D._______ vom 12. September 2018 (act. 48.5), 

wie auch gemäss Arztbericht der Handchirurgie des Universitätsspitals 

F._______ vom 9. Oktober 2018 von Prof. Dr. Dr. K._______ (act. 50) dem 

Beschwerdeführer eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit zumutbar sei unter Be-

rücksichtigung des Zumutbarkeitsprofils. Weitere medizinische Abklärun-

gen seien nicht angezeigt (act. 51).  

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 16 

 

10.1.1 Dem Arztbericht von Dr. med. D._______, Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 12. September 2018 

lässt sich sodann entnehmen, dass seit der Beurteilung vom 12. Juli 2018 

keine neuen medizinisch relevanten Berichterstattungen, Bildgebungen 

und Befunde im Dossier zu finden seien. Tätigkeiten im Rahmen des ge-

gebenen Zumutbarkeitsprofils seien dem Versicherten deshalb ganztags 

zumutbar, die angestammte Tätigkeit auf der Baustelle sei nicht zumutbar 

(act. 48.5; 49.3). Mit Beurteilung vom 12. Juli 2018 hält Dr. med. D._______ 

wiederum fest, dass aufgrund der Verletzungsfolgen am rechten Kniege-

lenk und an beiden Handgelenken dem Beschwerdeführer eine ange-

stammte Tätigkeit auf der Baustelle nicht mehr zumutbar sei. Zumutbar 

seien ganztags leichte Tätigkeiten bei einer Wechselbelastung. Als Ein-

schränkungen hält er fest: Kein Klettern auf Leitern und Gerüsten, keine 

Arbeiten in unebenem Gelände. Arbeiten in der Hocke und im Knien nur 

ausnahmsweise und kurzzeitig, nicht repetitiv und andauernd. Treppenstei-

gen nur gelegentlich. Keine Arbeiten im sicherheitsrelevanten Bereich, bei 

denen ein festes Zugreifen mit den Händen erforderlich ist. Von einer Kreis-

arztuntersuchung sei kein neuer Erkenntnisgewinn zu erwarten (act. 49.15; 

38.5).  

 

10.1.2 Im Sprechstundenbericht von Prof. Dr. Dr. K._______, Handchirur-

gie des Universitätsspitals F._______, vom 9. Oktober 2018, auf den sich 

Dr. med. H._______ des RAD ebenfalls stützt, werden als Diagnosen fest-

gehalten: 

- SLAC-Wrist Grad III (Scapholunate Advanced Collapse = Posttrau-

matischer karpaler Kollaps) Handgelenk links nach Gerüst-

sturz·2002 mit 

o Status nach (St. n.) Scaphoidektomie (Kahnbeinentfer-

nung) und kapitolunärer Arthrodese (Gelenksversteifung) 

am 21. März (recte: Juli) 2016 

o TFCC-Läsion (Läsion an einer Zwischengelenksscheibe) 

Handgelenk links mit 

o St. n. diagnostischer Arthroskopie ulnocarpal links sowie of-

fener PSU-Resektion (Teilweise Entfernung des Processus 

styloideus ulnae) und Entfernung eines freien Ossikels so-

wie Reinsertion des TFCC am 19. Januar 2017 

o St. n. Arthrotomie (Operative Eröffnung eines Gelenks) und 

unter Bildwandler frustraner Suche nach freiem Ossikel mit 

Débridement (Wundtoilette) und Gelenkstoilette ulnokarpa-

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 17 

les Handgelenk links sowie Arthrolyse (chirurgisch-ortho-

pädisches Verfahren, um die Beweglichkeit eines Gelenks 

wiederherzustellen) am 18. Januar 2018 

 

- SL-Bandinstabilität (Scapho-lunäre Bandinstabilität) Handgelenk 

rechts (CIND = Nicht-dissoziative karpale Instabilität) bei 

o St. n. distaler Radiusfraktur vor über 10 Jahren mit 

o St. n. diagnostischer Arthroskopie und arthroskopischer 

SL-Bandrekonstruktion Handgelenk rechts am 1. Juni 2017 

o verspäteter Spickdrahtentfernung am 24. Juli 2017 nach 

Spickdrahtbruch 

Für leichte Arbeit sei der Beschwerdeführer zu 100% qualifiziert. Für 

schwerere Arbeit, wie vor dem Trauma, sei der Beschwerdeführer nicht 

mehr qualifiziert (act. 50). 

 

10.2 Im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung lagen aus-

serdem im Wesentlichen folgende medizinischen Akten mit einer Einschät-

zung der Arbeitsfähigkeit vor (chronologische Zitierung): 

 

 In der kreisärztlichen Untersuchung vom 4. Mai 2016 hält Dr. med. 

D._______, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe-

gungsapparates, Suva, als Diagnosen fest:  

- Status nach Leitersturz am 23. Oktober 2015 mit Reruptur des 

rechten vorderen Kreuzbandes, multiple Prellungen, Traumatisie-

rung einer Scaphoidpseudarthrose links, Distorsion rechtes OSG  

- Ligamentoplastik des vorderen Kreuzbandes am rechten Kniege-

lenk am 11. Januar 2016 

 

Aktuell gebe es belastungsinduzierte Beschwerden am rechten Knie-

gelenk, der linken Hand, im Nackenbereich mit Ausstrahlung in den 

linken Arm und am rechten Sprunggelenk, eine Bakerzyste rechts. Die 

Arbeitsfähigkeit als Baumaler sei medizinisch ausgewiesen aktuell 

nicht gegeben. Da es sich um deutliche Einschränkungen an den un-

teren und oberen Extremitäten handle, sei die Zumutbarkeit auch ent-

sprechend eingeschränkt. Dem Beschwerdeführer seien nur leichte, 

streng selbstbestimmt wechselbelastende Tätigkeiten zumutbar, für 

die linke Hand nur leichteste Tätigkeiten. Kein Klettern auf Leitern und 

Gerüsten, keine Zwangshaltungen in der Hocke oder im Knien, keine 

repetitiven Tätigkeiten mit der linken Hand (act. 9.18; 7.3). 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 18 

 Im Arztbericht von Dr. med. L._______, Universitätsspital F._______, 

vom 18. Oktober 2016 werden folgende Diagnose festgehalten:  

- Mediale Meniskusläsion bei ausgeprägter Degeneration beider 

Meniski und hochgradigem V.a. auf VKB-Partialruptur Knie rechts 

bei 

o St.n. VKB-Re-Rekonstruktion vom 16. Januar 2016 nach 

VKB-Reruptur bei Leitersturz vom 23. Oktober 2015 

o St.n. VKB-Plastik von 1990 

 

- SNAC-Wrist Grad III nach Scaphoidfraktur Handgelenk rechts 

vermutlich 2002 im Rahmen eines Motorradunfalles 

- St.n. diagnostischer Arthroskopie, offene Scaphoidektomie und 

capito-lunärer Arthrodese am 21.07.2016 

Es liege eine komplexe Problematik am Kniegelenk mit erneuter 

Partialruptur bei St. n. zweimaliger VKB-Rekonstruktion und 

gleichzeitigen Meniskusläsionen mit vor allem medial bei bereits 

vorbestehenden degenerativen Veränderungen am Kniegelenk vor. In 

Anbetracht der Handgelenks- und Knieverletzungen sei der volle 

Wiedereinstieg in die bisherige Arbeitstätigkeit als Maler nicht mehr 

realistisch (act. 27.34). 

 Im Austrittsbericht von Dr. med. M._______, Universitätsspital 

F._______, vom 21. Oktober 2016 werden als Diagnosen festgehal-

ten: 

 

- Mediale Meniskusläsion bei ausgeprägter Degeneration beider 

Meniski und hochgradiger VKB-Partialruptur Knie rechts bei 

 

o St. n. VKB-Re-Rekonstruktion vom 16. Januar 2016 nach 

VKB-Reruptur bei Leitersturz vom 23. Oktober 2015 

o St. n. VKB-Plastik von 1990 

Als Nebendiagnosen werden genannt:  

- SNAC-Wrist Grad III nach Scaphoidfraktur Handgelenk rechts 

vermutlich 2002 im Rahmen eines Motorradunfalles 

- St. n. diagnostischer Arthroskopie, offene Scaphoidektomie und 

capitolunärer Arthrodese am 21. Juli 2016 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 19 

- V. a. Sehnenscheidenganglion Peroneus brevis, DD: 

Calcaneocuboidalgelenksganglion Fuss rechts 

Die Arbeitsunfähigkeit betrage bei Austritt bis auf weiteres 100% (act. 

27.22; 12.3). 

 Im Austrittsbericht von Prof. Dr. N._______, Universitätsspital 

F._______, vom 20. Januar 2017 werden als Diagnosen genannt: 

- SLAC-Wrist Grad III nach Scaphoidfraktur Handgelenk links, 

vermutlich 2002 im Rahmen eines Motorradunfalles 

o St. n. diagnostischer Arthroskopie, offener 

Scaphoidektomie und capitolunär Arthrodese am 21. Juli 

2016 

o V. a. ulnocarpales lmpingement bei PSU-Pseudarthrose 

- V. a. SLAC-Wrist Grad 1-11 Handgelenk rechts  

- SL- Dissoziation dynamisch Handgelenk rechts (CIND) 

 

Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 6 Wochen ab 19. Januar 2017 

(act. 17.4). 

 

 Im Austrittsbericht von Prof. Dr. N._______, Universitätsspital 

F._______, vom 2. Juni 2017 werden als Diagnosen festgehalten: 

 

- SLAC-Wrist Grad III nach Scaphoidfraktur Handgelenk links, 

vermutlich 2002 im Rahmen eines Gerüststurzes mit 

o diagnostischer Arthroskopie und offener Scaphoidektomie 

mit capitolunärer Arthrodese am 21. Juli 2016 und: 

o diagnostischer Arthroskopie ulnocarpal links sowie offene 

PSU-Resektion und Entfernung eines freien Ossikels 

sowie Re-Insertion des TFCC offen am 19. Januar 2017 

 

- SL-Bandinstabilität Handgelenk rechts (CIND) bei: 

o St. n. Rekonstruktion vor langer Zeit 

Es bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 1. Juni 2017 für 

sechs Wochen (act. 22.10). 

 Im Austrittsbericht von Prof. Dr. Dr. O._______, Privatklinik 

G._______, vom 1. Mai 2018 werden als Diagnosen festgestellt: 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 20 

 

Posttraumatische Pangonarthrose rechts mit chronischem 

Schmerzsyndrom bei: 

 

- St.n. ASK (Arthroskopie) Knie rechts mit TME (Teilmeniskektomie) 

medial, Resektion mechanisch irritierender Anteile der ehemaligen 

VKB-Rekonstruktion 10/2016 

- St.n. ASK Knie rechts mit TME medial, Shaving (anamnestisch) 

- St.n. VKB-Re-Rekonstruktion 01/2016 bei VKB-Re-Ruptur im Rah-

men 23. Oktober 2015 

- St.n. VKB-Ersatzplastik 1990 

Es bestehe eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 26. April bis 15. Juni 

2018 (act. 33 S. 3; 31.3) 

 Im Sprechstundenbericht von Dr. P._______, vom 6. Juni 2018 wer-

den als Diagnosen festgestellt: 

 

- Osteosynthesematerialentfernung Kniegelenk rechts sowie Implan-

tation zementierte Knie-Totalprothese am 26. April 2018 bei: 

 

o Posttraumatische Pangonarthrose rechts mit chronischem 

Schmerzsyndrom 

o St.n. ASK Knie rechts mit TME medial, Resektion mecha-

nisch irritierender Anteile der ehemaligen VKB-Rekonstruk-

tion 10/2016 

o St.n. ASK Knie rechts mit TME medial, Shaving (anamnes-

tisch) 

o St.n. VKB-Re-Rekonstruktion 1/2016 bei VKB-Re-Ruptur im 

Rahmen 23. Oktober 2015 

o St.n. VKB-Ersatzplastik 1990 

 

Es bestehe voraussichtlich eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit bis 24. 

Juni 2018 (act. 36.10; 33). 

 

 Im Sprechstundenbericht von Prof. Dr. Dr. med. O._______, Leiter Or-

thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Q._______ Center, vom 21. Juni 2018 werden als Diagnose genannt: 

 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 21 

- Osteosynthesematerialentfernung Kniegelenk rechts sowie Implan-

tation zementierte Knie-Totalprothese am 26. April 2018 mit/bei: 

o posttraumatischer Pangonarthrose rechts mit chronischem 

Schmerzsyndrom 

o St. n. ASK Knie rechts mit TME medial, Resektion mecha-

nisch irritierender Anteile der ehemaligen VKB-Rekonstruk-

tion 10/2016 

o St. n. ASK Knie rechts mit TME medial, Shaving (anamnes-

tisch) 

o St. n. VKB-Re-Rekonstruktion 01/2016 bei VKB-Re-Ruptur 

im Rahmen 23. Oktober 2015 

o St. n. VKB-Ersatzplastik 1990  

Aufgrund der Restbeschwerden werde für den schwer körperlichen 

Beruf eine Verlängerung der Arbeitsunfähigkeit zu 100% bis Ende Juli 

2018 vorgesehen. Ab 1. August 2018 sei die Wiederaufnahme der 

beruflichen Tätigkeit vorgesehen (act. 36.9). 

 Aus dem Arztbericht von Dr. med. H._______, Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie, RAD, vom 11. Juli 2018 ergibt sich, dass eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestehe. 

Als Diagnosen führt sie aus: 

 

- St.n. Knie-Totalprothese rechts am 26. April 2018 bei posttraumati-

scher Pangonarthrose rechts mit chronischen Schmerzsyndrom 

- Status nach Leitersturz am 23. Oktober 2015 mit Reruptur des rech-

ten vorderen Kreuzbandes, multiplen Prellungen, Traumatisierung 

einer Scaphoidpseudarthrose links, Distorsion rechtes OSG 

- Ligamentoplastik des vorderen Kreuzbandes am rechten Kniege-

lenk am 11. Januar 2016 

- St.n. Knie-Arthroskopie, mediale Teilmeniskektomie, Dèbridement 

rechts (20. Oktober 2016) bei: 

o Mediale Meniskusläsion bei ausgeprägter Degeneration bei-

der Meniski und hochgradiger VKB- Partialruptur Knie rechts 

bei 

- St. n. VKB-Re-Rekonstruktion vom 16. Januar 2016 nach VKB-

Reruptur bei Leitersturz vom 23. Oktober 2015 

- St. n. VKB-Plastik von 1990 

- Chondrale Läsion Patella rechts 

 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 22 

Aktuell gebe es belastungsinduzierte Beschwerden am rechten 

Kniegelenk, der linken Hand, im Nackenbereich mit Ausstrahlung in 

den linken Arm und am rechten Sprunggelenk, Bakerzyste rechts. 

 

 

Halswirbelsäule (HWS): 

- Deutliche Spondylose und Unkovertebralarthrose HWK 5/6 und 

HWK 6/7 

- Ossär bedingte Einengung der Neuroforamen links auf Höhe HWK 

5/6 und weniger ausgeprägt HWK 6/7 mit möglicher Irritation der 

Wurzel 06 und 07 links 

 

Hand: Pseudoarthrose- Scaphoid bei nicht konsolidierter Fraktur mit 

deutlichen sekundären Degenerationen radiokarpal aber auch interkar-

pal. Zudem interkarpale Gefügestörung mit verkürztem Lunatum, St.n. 

Ulnastyloid-Abriss 

 

Fuss: Knöcherne Anbauten dorsal am MT (Metatarsale) 1 - Köpfchen 

(DD: Hallux rigidis). Ansonsten keine wesentlichen Auffälligkeiten am 

linken Fuss. 

 

In einer sehr leichten bis leichten (5-10kg) wechselbelastenden Tätigkeit 

sei dem Beschwerdeführer ein volles Arbeitspensum zumutbar, dies al-

lerdings erst 3-4 Monate nach Knieprothesen-Implantation. Zu vermei-

den seien Zwangshaltungen, repetitives Treppensteigen, Gehen auf un-

ebenem Boden und das Besteigen von Leitern und Gerüsten. Die Mög-

lichkeit, wechselnde Positionen einnehmen zu können, sollte gegeben 

sein. Bezüglich der Hand seien nur sehr leichte Tätigkeiten möglich (1 

bis max. 5kg), ohne vermehrte Supination-Pronation mit Gewicht. Das 

Besteigen von Leitern und Gerüste sei zu vermeiden (act. 35). 

 

 Aus dem Sprechstundenbericht von Dr. med. Dr. phil. O._______, Or-

thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

vom 31. August 2018 ergeben sich folgende Diagnosen: 

 

- Osteosynthesematerialentfernung Kniegelenk rechts sowie Implan-

tation zementierte Knietotalprothese am 26. April 2018 mit/bei: 

o Posttraumatische Pangonarthrose rechts mit chronischem 

Schmerzsyndrom 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 23 

o St.n. ASK Knie rechts mit TME medial, Resektion mecha-

nisch irritierender Anteile der ehemaligen VKB-Rekonstruk-

tion 10/2016 

o St.n. ASK Knie rechts mit TME medial, Shaving (anamnes-

tisch) 

o St.n. VKB-Re-Rekonstruktion 1/2016 bei VKB-Re-Ruptur im 

Rahmen 23. Oktober 2015 

o St.n. VKB-Ersatzplastik 1990 

Es bestehe eine Arbeitsunfähigkeit vom 31. August bis 30. September 

2018 zu 100% (act. 49.2). 

 Aus dem Sprechstundenbericht von Prof. Dr. Dr. O._______, 

Q._______ Center, vom 17. Oktober 2018 lassen sich identische Diag-

nosen entnehmen und wird zur Arbeitsfähigkeit festgehalten, dass bis 

9. November 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% für die Tätigkeit 

als Gipser bestehe (Suva-act. 168) 

 

 Im Sprechstundenbericht von Prof. Dr. Dr. O._______, Q._______ Cen-

ter, vom 9. November 2018 hält dieser identische Diagnosen fest und 

zur Arbeitsunfähigkeit hält er fest, dass diese rein theoretisch im No-

vember 50% betrage. In der angestammten Tätigkeit betrage die Ar-

beitsunfähigkeit bis 31. Dezember 2018 100%. Ab dem 1. Januar 2019 

betrage die Arbeitsunfähigkeit 0% (Suva-act. 169).  

 

 Gemäss Austrittsbericht der Rehaklinik I._______ von Dr. med. 

J._______, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 

27. Dezember 2018 werden als Diagnosen festgehalten: 

 

A. Unfall vom 23. Oktober 2015: Beim Streichen des Vordaches von der 

Leiter gestürzt: 

A1 Vordere Kreuzband-Reruptur rechtes Kniegelenk 

o St. n. VKB-Ersatzplastik 1990  

o St. n. ASK Knie rechts mit TME medial. Shaving (anamnestisch)  

o 27. November 2015 MRI rechtes Kniegelenk: Knorpelläsionen 

an der Patella aussen. Ruptur des vorderen Kreuzbandes, Me-

niskektomie am Innenmeniskus  

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 24 

o 11. Januar 2016 Ligamentplastik arthroskopisch rechtes Knie-

gelenk bei medialer Meniskusläsion und ausgeprägter Degene-

ration beider Menisci  

o Therapieversagen nach zweiter VKB-Rekonstruktion  

o 20. Oktober 2016 diagnostische Arthroskopie, Gelenktoilette, 

mediale Teilmeniskektomie und Resektion mechanisch irritie-

render synthetischer Anteile der VKB-Re-Rekonstruktion  

o 7. Februar 2018 MRI rechtes Kniegelenk: Im Vergleich zu Mai 

2017 stationäre Arthrose. Vorbestehend ausgeprägter Sub-

stanzverlust Meniscus medialis mit ausgeprägter mukoider De-

generation. Vorbestehende Partialruptur Hinterhornwurzel Me-

niskus lateralis. Vorbestehende Ruptur vordere Kreuzbandplas-

tik, keine Vernarbung. Vorbestehend mässiggradiger Gelenker-

guss und Bakerzyste  

o Posttraumatische Pangonarthrose rechts mit chronischem 

Schmerzsyndrom  

o 26. April 2018 Osteosynthesematerialentfernung und zemen-

tierte Knietotalprothese 

o 7. Dezember 2018 Röntgen Kniegelenk und Patella: Verglichen 

mit der externen Voruntersuchung vom 9. Februar 2018 zwi-

schenzeitlich Status nach Knie-TEP. Keine Lockerungszeichen  

A2 Multiple Prellungen, Distorsion rechtes OSG  

A3 Traumatisierung einer Scaphoidpseudarthrose links 

 

B. Unfall von 2002: Gerüststurz  

B1 Scaphoidfraktur Handgelenk links, SLAC-Wrist Grad III, TFCC-Lä-

sion Handgelenk links 

o 21. März 2016 Scaphoidektomie und kapitolunärer Arthrodese 

mittels 3.0 CCS  

o 19. Januar 2017 Diagnostische Arthroskopie ulnokarpal links so-

wie offener PSU-Resektion und Entfernung eines freien Ossi-

kels sowie Reinsertion des TFCC  

o 18. Januar 2018 Arthrotomie und unter Bildwandler frustrane 

Suche nach freiem Ossikel mit Débridement und Gelenkstoilette 

ulnokarpales Handgelenk links sowie Arthrolyse  

o 7. Dezember 2018 Röntgen Handgelenk: Verglichen mit der ex-

ternen Voruntersuchung vom 27. August 2018 stationäre Stel-

lungsverhältnisse bei Schraubenosteosynthese zwischen Os 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 25 

capitatum und lunatum mit partieller Durchbauung. Status nach 

Scaphoidresektion. Degenerative Veränderungen mit Osteo-

phyten am Os trapezium/ trapezoideum, am distalen Radius und 

der distalen Ulna  

 

C. Unfall von 1991: Luxation transscapholunär Hand links 

22. April 1991: Reposition und Osteosynthese Scaphoid 

 

D. Unfall vor mehr als 10 Jahren 

D1 Distale Radiusfraktur rechts 

D2 SL-Bandinstabilität Handgelenk rechts (CIND), TFCC-Läsion Typ 1C 

Handgelenk rechts 

 

o Rekonstruktion mittels Mini Mitek vor langer Zeit  

o 1. Juni 2017 diagnostische arthroskopische und arthroskopisch 

assistierte SL-Bandrekonstruktion Handgelenk rechts, tempo-

räre Transfixation  

o 24. Juli 2017 verspätete Spickdrahtentfernung nach Spickdraht-

bruch, partielle OSME Handgelenk rechts  

o 4. August 2017 CT Handgelenk rechts: Ca. 15 mm langes Frag-

ment des scapholunären Spickdrahtes, welches den SL-Gelenk-

spalt übergreift und jeweils anteilig im Os scaphoideum und Os 

lunatum liegt. Keine ossäre Durchbauung  

o 10. August 2017 Rest-OSME mediokarpal Handgelenk rechts  

o 27. August 2018 Röntgen Handgelenk rechts: Regelrechte Stel-

lungsverhältnisse im Bereich des Radiokarpalgelenkes mit be-

ginnenden degenerativen Veränderungen und etwas vermehrter 

Sklerosierung des Os scaphoideum. Beginnende STT-Arthrose 

(skapho-trapezio-trapezoidales Gelenk).  

 

E. V. a. Sehnenscheidenganglion Peroneus brevis, DD Calcanocuboidal-

gelenksganglion Fuss rechts 

F. Gemäss Angaben aus den Akten Divertikulitis 

G. Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: F43.21) 

Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit hält Dr. med. J._______ fest, dass die fest-

gestellte psychische Störung aktuell keine arbeitsrelevante Leistungsmin-

derung begründe. Die Tätigkeit in der angestammten Tätigkeit als Bauma-

ler oder Gipser sei nicht zumutbar. Für andere leichte bis mittelschwere 

Arbeit bestehe eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung spe-

zieller Einschränkungen (Suva-act. 193). 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 26 

11.  

11.1 Die Diagnosen gemäss Sprechstundenbericht von Prof. Dr. Dr. 

K._______, Handchirurgie des Universitätsspitals F._______, vom 9. Ok-

tober 2018 bezüglich des linken Handgelenks stimmen mit den Akten über-

ein (vgl. E. 10.1 mit act. 11.2; 11.3; 27.25; 12.6; 27.34; 27.22; 17.4; 17.5; 

27.19; 22.10; 22.9; 22.5; 22.4; 22.3; 27.5; 26.3; 29.4; 49.17 in chronologi-

scher Reihenfolge).  

 

Hinsichtlich des rechten Handgelenks werden die in den Akten vorkom-

menden Diagnosen SLAC-Wrist Grad I sowie die TFCC Läsion weder bei 

Dr. med. H._______ noch bei Prof. Dr. Dr. K._______ genannt (vgl. E. 

10.1.2 mit act. 17.4; 27.19; 22.9).  

 

11.2 Bezüglich des rechten Knies findet sich bei Dr. med. D._______ we-

der in seinem Bericht vom 12. Juli noch vom 12. September 2018 eine 

Erwähnung der gestellten Diagnosen, sondern lediglich eine Aufführung 

des aktenmässig medizinischen Verlaufs.  

 

11.3 Des Weiteren lassen sich den Akten Beschwerden an der Halswirbel-

säule (act. 9.32), ein Verdacht auf ein Sehnenscheidenganglion am rech-

ten Fuss (act. act. 27.22; 27.5; Suva-act. 193), eine Divertikulitis (Erkran-

kung Dickdarm) sowie eine Anpassungsstörung, längere depressive Reak-

tion (Suva-act. 193) entnehmen.  

 

11.4 Hinsichtlich des Beginns der Arbeitsfähigkeit hält die Vorinstanz in den 

angefochtenen Verfügungen fest, dass seit August 2018 eine 100%-ige Ar-

beitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit vorliege. Unter Berücksichti-

gung von Art. 88a Abs. 1 IVV könne eine Rente herabgesetzt oder aufge-

hoben werden, nachdem die Verbesserung der Erwerbsfähigkeit drei Mo-

nate ohne wesentliche Unterbrechung angedauert habe. Der Beschwerde-

führer macht hingegen geltend, dass die Annahme einer 100%-igen Ar-

beitsfähigkeit seit August 2018 verfrüht sei. Den Akten lässt sich diesbe-

züglich entnehmen, dass gemäss Sprechstundenbericht von Dr. med. Dr. 

phil. O._______ eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 31. August bis 30. 

September 2018 bescheinigt worden ist (act. 49.2). Danach bestand bis 9. 

November 2018 eine Arbeitsunfähigkeit von 100% in der angestammten 

Tätigkeit als Gipser (Suva-act. 168) und im Sprechstundenbericht von Prof. 

Dr. Dr. O._______ vom 9. November 2018 hält dieser eine 50%-ige Arbeits-

unfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit fest (Suva-act. 169). Im Austritts-

bericht der Rehaklinik I._______ vom 27. Dezember 2018 wird hinsichtlich 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 27 

der Arbeitsfähigkeit festgestellt, dass für die angestammte Tätigkeit eine 

volle Arbeitsunfähigkeit und für eine angepasste leichte bis mittelschwere 

Tätigkeit unter Berücksichtigung spezieller Einschränkungen eine 100%-

ige Tätigkeit vorliegt (Suva-act. 193).  

 

11.5 Die Vorinstanz ist aufgrund der vorliegenden Akten somit zu Unrecht 

davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer bereits ab August 2018 

zu 100% in einer angepassten Tätigkeit hätte arbeiten können. Im Zeit-

punkt der angefochtenen Verfügungen lag noch keine dreimonatige Ver-

besserung des Gesundheitszustandes vor, welche eine Herabsetzung        

oder Aufhebung der Rente gerechtfertigt hätte. 

 

11.6 Die Vorinstanz stützt sich in medizinischer Hinsicht auf den Bericht 

von Dr. med. H._______, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, des 

regionalärztlichen Dienstes (RAD) vom 30. Oktober 2018, welche sich wie-

derum auf zwei Arztberichte stützt, deren aufgelisteten Diagnosen sich als 

unvollständig erweisen. Im Arztbericht von Dr. med. H._______, Orthopä-

dische Chirurgie und Traumatologie, RAD, vom 11. Juli 2018 werden be-

lastungsinduzierte Beschwerden am rechten Kniegelenk, der linken Hand, 

im Nackenbereich mit Ausstrahlung in den linken Arm und am rechten 

Sprunggelenk, Bakerzyste rechts, genannt. Es findet diesbezüglich jedoch 

keine weitere Würdigung statt. Insbesondere ergibt sich aus den Akten 

über die Problematik der rechten Knie- und beidseitigen Handproblematik 

hinaus somit auch, dass beim Beschwerdeführer gesundheitliche Be-

schwerden im Bereich der Halswirbelsäule, des linken Armes wie auch des 

rechten Fusses vorliegen und eine Divertikulitis vorliegen soll. Insbeson-

dere ist nicht klar, inwiefern die Beschwerden in Wechselwirkung (rechtes 

Knie, beide Handgelenke, Halswirbelsäule, linker Arm sowie rechtes 

Sprunggelenk) die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bei der Aus-

übung einer angepassten Tätigkeit beeinträchtigen.  

 

11.7 Die im Rehabericht I._______ erstmalig erwähnte Anpassungsstö-

rung, längere depressive Reaktion wird als ohne Einfluss auf die Arbeitsfä-

higkeit beschrieben. Die vom Bundesgericht notwendig erachtete Indikato-

renprüfung zur Beurteilung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf-

grund von Schmerzstörungen und psychischen Erkrankungen ist vorlie-

gend nicht weiter zu beachten, da eine Arbeitsunfähigkeit aufgrund einer 

psychischen Erkrankung verneint wird (vgl. Urteile des BGer 9C_120/2017 

vom 13. März 2018 E.3.2, 9C_49/2017 vom 5. März 2018 E. 3.2 und 

9C_563/2017 vom 23. Februar 2018 E. 8.1). Auch bezüglich der Divertiku-

litis bestehen keine Anhaltspunkte in den Akten, dass diese einen Einfluss 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 28 

auf die Arbeitsfähigkeit hat. Aufgrund des Obgenannten (vgl. E. 11.1 ff.) ist 

ein bidisziplinäres Gutachten (Orthopädie, Neurologie) in der Schweiz ein-

zuholen. Dabei ist insbesondere abzuklären, inwiefern die nicht erwähn-

ten/gewürdigten Diagnosen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit haben und die 

anerkannten Einschränkungen (beide Handgelenke, rechtes Knie, rechter 

Fuss) sich in Wechselwirkung auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Dabei ist 

unter anderem zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer nach dem 

hier zu beurteilenden Zeitraum erneut operiert worden ist und dazu weitere 

medizinische Berichte vorliegen (vgl. Suva-act. 119 f.). Ob weitere Spezia-

listen beizuziehen sind, wird in das pflichtgemässe Ermessen der Vo-

rinstanz bzw. der Gutachter gestellt (vgl. Urteil des BVGer C-1810/2017 

vom 14. Juni 2018, E. 6.4.4). 

 

11.8 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass den vorinstanzlichen Verfü-

gungen vom 26. November 2018 und 15. Januar 2019 ein verfrühter (vgl. 

E. 11.5) und auch in medizinischer Hinsicht nicht rechtsgenüglich abgeklär-

ter Sachverhalt (vgl. E. 6.6 und 11.7 f.) zugrunde liegt, weshalb hier über 

den streitigen Rentenanspruch und der Anspruch auf Eingliederungsmass-

nahmen nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

entschieden werden kann und die genannten Verfügungen aufzuheben 

sind.  

11.9 Die Sache ist folglich gestützt auf Art. 61 Abs. 1 VwVG zur weiteren 

Abklärung bzw. Vervollständigung der Akten in medizinischer Hinsicht so-

wie zur anschliessenden Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-

sen. Die Rückweisung zur weiteren Abklärung ist hier rechtsprechungsge-

mäss (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4; 141 V 281 E. 6.4) ausnahmsweise 

möglich, da relevante Fragen bzw. Aspekte bisher vollständig ungeklärt 

blieben. Würde eine derart mangelhafte Sachverhaltsabklärung bzw. -wür-

digung durch Einholung eines Gerichtsgutachtens im Beschwerdeverfah-

ren korrigiert, bestünde die Gefahr der unerwünschten Verlagerung der 

den Durchführungsorganen vom Gesetz übertragenen Pflicht, den rechts-

erheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzuklären 

(Art. 43 Abs. 1 ATSG), auf das Gericht (vgl. Urteil des BVGer C-6529/2014 

vom 4. Juli 2016 E. 7.4). 

11.10 Da der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine ganze Rente mit 

Wirkung ab 1. November 2016 bis 30. November 2018 von der Vorinstanz 

nicht in Frage gestellt wurde, droht mit der Rückweisung zu weiteren Ab-

klärungen für den Zeitraum ab 26. August 2018 (vgl. Bst. D.m) keine Gefahr 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 29 

einer reformatio in peius. Diese Rente ist als ausgewiesen und begründet 

zu betrachten (vgl. BGE 137 V 314 E. 3.2.4). 

 

 

12.  

12.1 Aufgrund des Gesagten (E. 11.8) muss im jetzigen Zeitpunkt offen-

bleiben, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Umschulung oder 

weitere Eingliederungsmassnahmen hat. Dies hat nach den erfolgten me-

dizinischen Abklärungen und der neuen Verfügung von der Vorinstanz er-

neut geprüft zu werden, wobei für einen diesbezüglichen Anspruch (auf-

grund des Wohnsitzes im Ausland) die Voraussetzungen gemäss BGE 145 

V 266 E. 4.2 und E. 5 zu beachten sind. 

12.2 Zusammenfassend ist die Beschwerde insoweit gutzuheissen, als die 

angefochtene Verfügung vom 15. Januar 2019, mit welcher dem Be-

schwerdeführer eine ganze Rente vom 1. November 2016 bis 30. Novem-

ber 2018 zugesprochen wurde, bestätigt wird. Soweit sein Leistungsan-

spruch ab 1. Dezember 2018 abgewiesen wurde, wird die Sache an die 

Vorinstanz zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen ergän-

zende Abklärungen und eine Neubeurteilung des Leistungsanspruchs vor-

nimmt. Die Verfügung vom 26. November 2018 wird aufgehoben und der 

Anspruch auf Umschulung oder weitere Eingliederungsmassnahmen hat 

nach den erfolgten medizinischen Abklärungen erneut zu erfolgen (vgl. E. 

12.1). 

13.  

Zu befinden bleibt über die Verfahrenskosten und eine allfällige Parteient-

schädigung.  

13.1 Das Bundesverwaltungsgericht auferlegt gemäss Art. 63 Abs. 1 

VwVG die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei. Da 

eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde führenden 

Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6), sind im vorliegenden Fall dem Beschwer-

deführer keine Verfahrenskosten aufzuerlegen. Diesem ist der geleistete 

Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 1'600 für die Verfahren C-210/2019 

und C-433/2019 nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zu-

rückzuerstatten. Der Vorinstanz werden ebenfalls keine Verfahrenskosten 

auferlegt (Art. 63 Abs. 2 VwVG).  

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 30 

13.2 Der obsiegenden Beschwerdeführer hat gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG 

in Verbindung mit Art. 7 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die 

Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, 

SR 173.320.2) Anspruch auf eine Parteientschädigung zu Lasten der Ver-

waltung. Da keine Kostennote eingereicht wurde, ist die Entschädigung 

aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 Satz 2 VGKE). Unter Be-

rücksichtigung des Verfahrensausgangs, des gebotenen und aktenkundi-

gen Aufwands (vorliegend rudimentäre materielle Begründung der Be-

schwerde insb. zu C-433/2019, einfacher Schriftenwechsel), der Bedeu-

tung der Streitsache und der Schwierigkeit des vorliegend zu beurteilenden 

Verfahrens sowie in Anbetracht der in vergleichbaren Fällen gesprochenen 

Entschädigungen ist eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.- (inkl. Ausla-

gen, ohne Mehrwertsteuer; Art. 9 Abs. 1 i.V.m. Art. 10 Abs. 2 VGKE) ge-

rechtfertigt. 

 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung vom 

15. Januar 2019 wird insoweit bestätigt, als dem Beschwerdeführer vom 1. 

November 2016 bis 30. November 2018 eine ganze Invalidenrente (nebst 

einer Kinderrente) zugesprochen wurde. Soweit sein Rentenanspruch ab 

1. Dezember 2018 abgewiesen wurde, wird die Sache an die Vorinstanz 

zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen ergänzende medizi-

nische Abklärungen vornehme und eine Neubeurteilung des Leistungsan-

spruches vornehme. Die Verfügung vom 26. November 2018 wird aufge-

hoben und die Prüfung des Anspruches auf Umschulung oder weitere Ein-

gliederungsmassnahmen hat nach den erfolgten medizinischen Abklärun-

gen erneut zu erfolgen.  

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Die geleisteten Kostenvor-

schüsse in der Höhe von Fr. 1’600.– sind dem Beschwerdeführer nach 

Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückzuerstatten. 

3.  

Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 2'000.– 

(inkl. Auslagen) zugesprochen, die von der Vorinstanz zu leisten ist.  

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 31 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl–

adresse) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Beat Weber Tatjana Bont 

 

 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, 

wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundes-

gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder 

einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung 

übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen 

(Art. 42 BGG). 

C-210/2019, C-433/2019 

Seite 32 

 

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