# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6e779dde-b71b-5968-be5b-87664a8a6d00
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-05-07
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 07.05.2007 UV 2005/71
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2005-71_2007-05-07.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2005/71

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 07.05.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 07.05.2007
Art. 6 UVG. Unfallkausalität von gesundheitlichen Einschränkungen aufgrund 
einer dem Schleudertrauma ähnlichen HWS-Verletzung. Verneinung der 
Adäquanz und Bestätigung der Leistungseinstellung fünfeinhalb Jahre nach 
dem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 7. Mai 2007, UV 2005/71). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 
8C_331/2007.

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Lisbeth Mattle Frei und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 7. Mai 2007

In Sachen

S.___

Beschwerdeführerin,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Roos, Postgasse 5, Postfach, 9620 

Lichtensteig,

gegen

Winterthur Versicherungen, General Guisan Strasse 40, 8401 Winterthur,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- a) S.___, geboren 1963, war seit dem 4. August 1984 bei der A.___ als teilzeitliche 

Verkäuferin und Büro-Angestellte tätig (Pensum von 13 Stunden bzw. 1 ½ Tage pro 

Woche) und dadurch bei den Winterthur Versicherungen (im Folgenden: Winterthur) 

obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 26. 

Juli 1998 erlitt die (angegurtete) Versicherte mit ihrem Personenwagen auf der 

Zürcherstrasse in B.___ einen Verkehrsunfall, als ein entgegenkommendes Fahrzeug 

auf ihre Fahrbahn geriet und dadurch eine heftige Streifkollision im Bereich der 

Frontecken verursachte. Die Versicherte wurde ins Spital C.___ eingeliefert, wo sie 

nach einer ambulanten Behandlung noch am selben Tag wieder entlassen werden 

konnte. Bei der medizinischen Erstuntersuchung diagnostizierte Dr. med. D.___, 

Assistenzärztin, insbesondere eine Prellung am rechten Handgelenk und am rechten 

Ellbogen sowie am Unterbauch und sinngemäss – entsprechend dem einschlägigen 

Fragebogen und der Abgabe einer Schanz-Krawatte – eine Verletzung der 

Halswirbelsäule (HWS). Sie verneinte jedoch das Vorliegen der bei einer solchen 

Verletzung üblichen subjektiven Beschwerden. Die radiologische Untersuchung zeigte 

altersentsprechende degenerative Veränderungen an der HWS und keine 

Haltungsabweichung oder traumatische Läsionen (vgl. Fragebogen der Winterthur bei 

HWS-Verletzungen vom 12. August 1998; BG-act. M1). Im Arztbericht vom 24. August 

1998 diagnostizierte der behandelnde Hausarzt Dr. med. E.___, Innere Medizin FMH, 

einen Status nach Autounfall mit folgendem Zervikal-, Zervikozephal- und 

Zervikobrachial-Syndrom rechts mehr als links. Er bescheinigte der Versicherten bis auf 

weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (BG-act. M2). In der Folge zeigte sich dank 

Physiotherapie und Akupunktur-Behandlung eine langsame, aber fortschreitende 

Besserung des Gesundheitszustandes, und Dr. E.___ schloss die Behandlung im 

Januar 1999 ab. Er bestätigte eine Arbeitsfähigkeit von 100 % ab 1. Januar 1999 (vgl. 

BG-act. M6, M7). – Am 14. April 1999 teilte Dr. E.___ der Winterthur mit, dass sich der 

Zustand der Versicherten wieder etwas verschlechtert habe. Sie leide unter 

Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Schmerzen in der HWS mit 

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Ausstrahlungen in den rechten Arm. Es handle sich um die gleichen Symptome wie 

nach dem Unfall vom 26. Juli 1998. Im Arztbericht vom 24. April 1999 hielt Dr. E.___ 

fest, dass die Versicherte voll arbeite, für die schweren Arbeiten im Haushalt wie 

Staubsaugen und Bügeln jedoch eine Hilfe brauche (BG-act. M8, M9). In den Berichten 

vom 27. Mai und 25. Juni 1999 diagnostizierte die F.___ einen Status nach 

Beschleunigungstrauma vom 26. Juli 1998. Sie gab an, die Patientin präsentiere ein 

chronisches zervikozephales Syndrom bei starker Haltungsinsuffizienz und muskulärer 

Dysbalance im oberen Quadranten, begleitet von segmentalen Dysfunktionen im 

oberen HWS-Bereich und Schmerzausstrahlung in die Schultern sowie 

Kribbelparästhesien im rechten Arm bis in den Daumen. Zudem bestehe eine leicht 

reduzierte Grundstimmung (BG-act. M12). Für die Zeit ab dem 26. April 1999 bestätigte 

Dr. E.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (BG-act. M13). In der Folge litt die 

Versicherte an weiteren – teils andauernden und teils wieder abklingenden – 

Beschwerden vor allem im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) und des ganzen 

Brustkorbes sowie im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) (vgl. BG-act. M18). Am 17. 

Dezember 1999 bescheinigten die Ärzte der F.___ eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % 

seit dem 16. August 1999 (BG-act. M27).

b) Ab Ende Januar 2000 befand sich die Versicherte bei PD Dr. med. G.___, Facharzt 

FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, in psychiatrischer Behandlung. Im Bericht 

vom 25. April 2000 bestätigte dieser Arzt eine mittelschwere depressive Episode (BG-

act. M32). Vom 25. April bis 12. Mai 2000 hielt sich die Versicherte zur Rehabilitation im 

Medizinischen Zentrum H.___ auf. Im Bericht vom 11. August 2000 wurde eine 

Arbeitsfähigkeit von 50 % in leichten körperlichen Tätigkeiten aus rein 

rheumatologischer Sicht als mittelfristig realisierbar bezeichnet (BG-act. M36). Die 

F.___ sowie PD Dr. G.___ bestätigten in der Folge eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

(BG-act. M38, M42-44, M47). Ein vom 12. bis 28. März 2002 dauernder Aufenthalt in 

der Rheuma- und Rehabilitationsklinik Zurzach brachte keine Besserung des 

Schmerzzustandes. Bei Klinikaustritt wurden die Diagnose eines zervikobrachialen 

Schmerzsyndroms rechtsbetont und eines thorakovertebralen Schmerzsyndroms 

sowie eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestätigt (BG-act. M51, M52). - Die IV-Stelle 

des Kantons St. Gallen hatte der Versicherten mit Verfügungen vom 5. Juli und 7. 

August 2001 bei einem Invaliditätsgrad von 85 % mit Wirkung ab 1. September 1999 

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eine ganze Rente zugesprochen. Bei der am 21. August 2003 durchgeführten 

Rentenrevision wurde der bisherige Invaliditätsgrad bestätigt.

c) Im März 2003 erfolgte eine an fünf Tagen ambulant durchgeführte polydisziplinäre 

(psychiatrische, orthopädische, neuropsychologische und neurologische) 

Begutachtung durch die MEDAS. Im Gutachten vom 12. Januar 2004 diagnostizierten 

die Ärzte ein zervikothorakales Schmerzsyndrom mit rechtskonvexer BWS-Seitaus-

biegung, ein polysymptomatisches Zustandsbild subjektiv körperlicher Beschwerden 

im Sinne einer somatischen Angstäquivalente und ferner eine Klaustrophobie leichten 

bis mässigen Grades (ICD-10 Nr. F40.0), klassifikatorisch einzuordnen je nach 

Sichtweise als "undifferenzierte Somatisierungsstörung" (ICD-10 Nr. F45.1) oder als 

"typisches Beschwerdebild nach HWS-Distorsionstrauma", einen Zustand nach 

depressiver Episode, gegenwärtig remittiert, einen Zustand nach HWS-

Beschleunigungstrauma und ein leichtgradiges Sulcus-ulnaris-Syndrom rechts. Die 

Versicherte klagte über tägliche, zum Teil belastungsabhängige Kopf- und Nacken- 

sowie Rückenschmerzen im Bereich der oberen BWS von unterschiedlicher Intensität. 

Gelegentlich strahlten die Schmerzen in den rechten Arm aus, verbunden mit einem 

Taubheitsgefühl im Bereich des gesamten Arms. Ebenso leide sie an 

Schwindelanfällen, Gleichgewichtsstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten, 

Schlafstörungen und einem persistierenden Hustenreiz. Die Beschwerden hätten sich 

in den letzten 4½ Jahren nicht wesentlich verändert. Die MEDAS betrachtete es aus 

neurologischer und orthopädischer Sicht als unwahrscheinlich, dass die jetzt noch im 

zervikothorakalen Bereich vorhandenen Beschwerden in einem Kausalzusammenhang 

mit dem Unfallereignis stünden. Die neuropsychologischen Befunde seien jedoch im 

Sinn sekundärer Begleitfolgen der Schmerzproblematik und psychischer Reaktionen 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen. Aus 

psychiatrischer Sicht seien die erhobenen Befunde überwiegend wahrscheinlich – 

teilweise – bis heute als Unfallfolge zu betrachten. Die Arbeitsfähigkeit wurde von der 

MEDAS aus neurologischer und orthopädischer Sicht vollumfänglich bejaht, aus 

psychiatrischer Sicht wurde sie für alle Erwerbstätigkeiten mit 50 % (ganztags, halbe 

Leistung) angegeben (BG-act. M58-60). PD Dr. G.___ nahm mit Schreiben vom 7. Mai 

2004 zum Gutachten Stellung (BG-act. M55).

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d) Mit Verfügung vom 13. Oktober 2004 stellte die Winterthur die 

Versicherungsleistungen mit Hinweis auf die Feststellungen im MEDAS-Gutachten 

rückwirkend ab dem 1. Januar 2004 ein. Zur Begründung hielt sie unter anderem fest, 

für die jetzt noch geltend gemachten Beschwerden sei der adäquate 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom 26. Januar 1998 nicht mehr 

gegeben. Die andauernde Arbeitsunfähigkeit sei bereits spätestens seit dem 31. März 

2003 nicht mehr unfallbedingt gewesen. Entgegenkommenderweise erfolge die 

Leistungseinstellung erst ab dem 1. Januar 2004, da der natürliche 

Kausalzusammenhang für die neuropsychologischen und psychischen Beschwerden 

teilweise gegeben sei (BG-act. A75). Die gegen diese Verfügung gerichtete Einsprache 

vom 10. November 2004 (BG-act. A78, 82) wies die Winterthur, nachdem sie weitere 

Abklärungen vorgenommen hatte (BG-act. A84f), mit Entscheid vom 23. Juni 2005 ab.

B.- a) Gegen diesen Einspracheentscheid richtet sich die von Rechtsanwalt lic. iur. 

Markus Roos, Lichtensteig, für die Versicherte am 23. September 2005 eingereichte 

Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, und die 

Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die ab März 2003 

bzw. 1. Januar 2004 eingestellten Leistungen wieder auszurichten; unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen. Zur Begründung führte der Rechtsvertreter unter anderem aus, 

durch das Vorgehen der Beschwerdegegnerin sei der Anspruch der 

Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör mehrfach verletzt worden. So sei die 

Beschwerdeführerin vor der Auftragserteilung an die MEDAS nicht zur Stellungnahme 

aufgefordert worden und habe selber keine Fragen stellen dürfen. Insbesondere seien 

ihr auch die Namen der Gutachter nicht mitgeteilt worden. Bei der Konsultation des 

beratenden Chirurgen und des beratenden Psychiaters vor Erlass des 

Einspracheentscheides habe sie wiederum keine Gelegenheit gehabt, Fragen zu stellen 

oder zu den Beurteilungen dieser Ärzte Stellung zu nehmen, die mit Sicherheit 

befangen seien. Die beiden beratenden Ärzte hätten die Beschwerdeführerin nie 

gesehen und die abgegebenen Beurteilungen nicht begründet. Der natürliche 

Kausalzusammenhang zwischen den aktuellen Beschwerden und dem Unfall sei zu 

bejahen, da bei der Beschwerdeführerin ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert 

worden und auch das typische Beschwerdebild vorhanden sei. Insbesondere der 

Neuropsychologe der MEDAS habe die natürliche Kausalität bejaht. Sollte das Gericht 

diese verneinen, sei ein Obergutachten anzuordnen. Zu bejahen sei auch die adäquate 

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Kausalität. Der Unfall sei als schwerer Fall im mittleren Bereich einzustufen. Das anders 

lautende unfallanalytische Gutachten sei im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstellt 

worden und keine neutrale Beurteilung, weshalb ein neues und neutrales 

unfallanalytisches Gutachten einzuholen sei. Die zur Bejahung der Adäquanz 

erforderlichen Kriterien seien gegeben. Beim Gutachten der MEDAS falle schliesslich 

auf, dass kein neurologisches Konsilium erstellt worden sei. Dieser Mangel sei durch 

Einholung eines neurologischen Gutachtens zu beheben.

b) Die Beschwerdegegnerin stellt in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Januar 2006 

Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Entgegen der Meinung der 

Beschwerdeführerin könne nicht ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sie 

als Folge des Unfalles eine HWS-Distorsion erlitten habe. Erst rund einen Monat später, 

im Bericht von Dr. E.___, sei ein Zervikal-, Zervikozephal- und Zervikobrachial-Syndrom 

diagnostiziert worden. Aufgrund des Unfallablaufs erscheine es zweifelhaft, dass eine 

Schädigung der HWS entstanden sei, und in Anbetracht der nicht erklärbaren 

Unwirksamkeit der jahrelangen therapeutischen Bemühungen sei davon auszugehen, 

dass der bereits neun Monate nach dem Unfall gemeldete Rückfall rein 

psychosomatisch bedingt gewesen sei. Die formellen Einwände gegen das MEDAS-

Gutachten bzw. die Gutachter seien nicht zu hören. Die Beschwerdeführerin habe 

keine beachtenswerten Ablehnungsgründe vorgebracht. Die einzelnen Gutachter seien 

auch dem Unfallversicherer nicht bekannt gewesen, und die Beschwerdeführerin habe 

dies weder vor der Auftragserteilung noch danach oder im Einspracheverfahren gerügt. 

Auch im Einspracheverfahren mache die Beschwerdeführerin keine Ausstands- oder 

Befangenheitsgründe gegen einen am Gutachten mitwirkenden Arzt geltend. Sodann 

habe sie in ihrer Stellungnahme zum MEDAS-Gutachten keine Ergänzungsfragen zu 

Handen der begutachtenden Stelle eingereicht. Zur abschliessenden Konsultation der 

Vertrauensärzte zum Gutachten brauche die Beschwerdeführerin nicht informiert zu 

werden. Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den ab April 1999 geklagten 

Beschwerden und dem Unfall sei nicht erstellt. Die Beschwerdeführerin sei nach 

Abschluss der Behandlung im Januar 1999 während rund drei Monaten beschwerdefrei 

gewesen, und auch in den medizinischen Berichten ab April 1999 seien lediglich 

geringfügige Befunde angegeben worden. Dass sich die Beschwerdeführerin dann ab 

Januar 2000 in psychotherapeutische Behandlung habe begeben müssen, spreche für 

eine psychische Überlagerung der ohnehin schon umstrittenen somatischen 

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Beschwerden. Von unerträglichen Schmerzen über lange Zeit hinweg und einer 

jahrelangen Behandlung könne deshalb nicht gesprochen werden. Die 

Leistungseinstellung ab dem 31. März 2003 erweise sich grundsätzlich als korrekt, da 

ab diesem Zeitpunkt kein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den geklagten 

Beschwerden und dem Unfall mehr bestanden habe. Angesichts des umfassenden 

MEDAS-Gutachtens könne auf eine weitere Begutachtung verzichtet werden. Die 

Adäquanz sei in Anbetracht der gesamten Umstände ebenfalls zu verneinen.

c) Mit Replik vom 15. Mai 2006 hält die Beschwerdeführerin an ihrem Antrag fest und 

reicht ein Gutachten von PD Dr. med. J.___, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und 

Psychotherapie, vom 17. März 2006 und den Austrittsbericht des Spitals I.___ vom 9. 

Januar 2006 ein. In seinem Gutachten kommt Dr. J.___ zum Schluss, dass die bei der 

Patientin bestehenden Beschwerden ausschliesslich als die Folgen eines 

Distorsionstraumas der HWS zu bezeichnen seien. Bei der Patientin bestehe, 

abgesehen von den gelegentlich auftretenden Klaustrophobien, zur Zeit keine relevante 

psychiatrische Symptomatik und auch keine Depression mehr. Dem 

Kurzaustrittsbericht des Spitals I.___, wo die Beschwerdeführerin vom 7. bis 9. Januar 

2006 hospitalisiert war, und der Zusammenfassung der Krankengeschichte ist zu 

entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 7. Januar 2006 einen Treppensturz erlitt 

und sich dabei eine Commotio cerebri, eine Subluxation Dig. III an der linken Hand 

sowie multiple Kontusionen an der Schulter rechts, an HWS, Schädel, Ellbogen rechts 

und am Knie links zuzog. Die Beschwerdeführerin lässt darauf hinweisen, dass das 

Gutachten von PD Dr. J.___ im Widerspruch zu den Ausführungen der 

Beschwerdegegnerin und zum Inhalt des MEDAS-Gutachtens stehe. Werde das 

Gutachten von PD Dr. J.___ nicht als glaubwürdig erachtet, so müsse ein 

Obergutachten eingeholt werden. Da die Beschwerdeführerin gemäss 

Krankengeschichte von Dr. E.___ seit dem Unfall an HWS-Beschwerden mit den hiefür 

typischen Symptomen und insbesondere einer rezidivierenden Schwindelsymptomatik 

leide, sei es auch zum erwähnten Treppensturz gekommen. Das HWS-Beschwerdebild 

mit den entsprechenden gesundheitlichen Folgen werde im Gutachten von PD Dr. 

J.___ und im Austrittsbericht des Spitals I.___ klar als Unfallfolge bestätigt.

d) Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

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e) Von der Möglichkeit, in die vom Gericht beigezogenen Akten der IV-Stelle Einsicht zu 

nehmen und sich dazu zu äussern, machten die Beschwerdeführerin am 24. Juli 2006 

und die Beschwerdegegnerin am 16. August 2006 Gebrauch. Die Beschwerdeführerin 

lässt darauf hinweisen, dass es für die IV-Stelle ausgewiesen sei, dass ihr schlechter 

Gesundheitszustand adäquat kausal zum Unfallgeschehen vom 26. Juli 1998 sei, 

ansonsten keine IV-Rente ausgerichtet worden wäre. Für die Beschwerdegegnerin sind 

die Verfügungen der IV-Stelle für die hier vorzunehmende Kausalitätsbeurteilung ohne 

Bedeutung. Sodann sei die Ausrichtung der Invalidenrente im Juli/August 2001 erfolgt, 

während sie sich zur Begründung der Leistungseinstellung auf das MEDAS-Gutachten 

vom 12. Januar 2004 berufen habe.

f) Die Verfahrensbeteiligten haben auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung 

verzichtet.

II.

1.- a) In formeller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, ihr Anspruch auf 

rechtliches Gehör sei durch das Vorgehen der Beschwerdegegnerin mehrfach verletzt 

worden. Vor der Auftragserteilung an die MEDAS sei sie weder zur Stellungnahme 

aufgefordert worden noch habe sie selber Fragen an die Gutachter stellen dürfen. 

Insbesondere seien ihr auch die Namen der Gutachter nicht mitgeteilt worden. Bei der 

Konsultation des beratenden Chirurgen und des beratenden Psychiaters vor dem 

Erlass des Einspracheentscheids habe sie wiederum keine Gelegenheit gehabt, Fragen 

zu stellen oder zu den Beurteilungen dieser Ärzte Stellung zu nehmen, die mit 

Sicherheit befangen seien. Die beiden beratenden Ärzte (BG-act. A84f) hätten die 

Beschwerdeführerin nie gesehen und die abgegebenen Beurteilungen nicht begründet. 

Der angefochtene Entscheid müsse deshalb schon wegen der massiven Verletzungen 

des rechtlichen Gehörs aufgehoben werden.

b) Am 1. Januar 2003 traten das Bundesgesetz vom 6. Oktober 2000 über den 

Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) und die 

dazugehörige Verordnung vom 11. September 2002 (ATSV; SR 830.11) in Kraft. Muss 

der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder 

eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er laut Art. 44 ATSG der Partei 

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deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen 

ablehnen und kann Gegenvorschläge machen. Gemäss Art. 82 Abs. 1 Satz 1 ATSG 

sind die materielle Bestimmungen des ATSG auf die beim In-Kraft-Treten laufenden 

Leistungen und festgesetzten Forderungen nicht anwendbar. Wie es sich – vom 

kantonalen Verfahrensrecht abgesehen – mit der intertemporalrechtlichen 

Anwendbarkeit der formellen Vorschriften verhält, lässt sich dem ATSG nicht 

entnehmen. Nach der Rechtsprechung sind neue Verfahrensvorschriften mangels 

anders lautender Übergangsbestimmungen mit dem Tag des In-Kraft-Tretens sofort 

und in vollem Umfang anwendbar. Die allgemeinen Verfahrensbestimmungen des 4. 

Kapitels des ATSG (Art. 27-62) traten somit grundsätzlich sofort in Kraft. Die Kontinuität 

des alten und neuen verfahrensrechtlichen Systems und damit die sofortige und 

umfassende Anwendbarkeit des neuen Prozessrechts ist indessen in dem Sinn zu 

relativieren, als neues Recht nicht auf alle im Zeitpunkt seines In-Kraft-Tretens noch 

hängigen Verfahren Anwendung findet. Vielmehr ist auf den Zeitpunkt abzustellen, in 

welchem sich die strittige Verfahrensfrage stellte oder darüber entschieden wurde. 

Liegt der Streitgegenstand in diesem Sinn vor dem 1. Januar 2003, ist gestützt auf die 

altrechtlichen Bestimmungen zu befinden. Einen unter altem Recht abgeschlossenen 

Verfahrensschritt – wie beispielsweise die Anordnung einer medizinischen 

Begutachtung – unter neuem Recht zu wiederholen, käme der rückwirkenden 

Anwendung neuen Rechts gleich, indem Streitfragen nach einem Recht beurteilt 

würden, das zur Zeit ihrer Entstehung noch nicht in Geltung stand, was dem Grundsatz 

der Nichtrückwirkung gesetzlicher Bestimmungen widersprechen würde (Urteil des 

Eidgenössischen Versicherungsgerichtes [EVG; seit 1. Januar 2007: Sozialrechtliche 

Abteilungen des Bundesgerichts] vom 27. März 2006 [I 718/04] in Sachen A., E. 1.2, mit 

Hinweis auf Urteil R. vom 25. August 2004 [I 570/03], erwähnt in ZBJV 2004 S. 749).

c) Die Beschwerdegegnerin teilte dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 10. 

Mai 2002 mit, dass eine interdisziplinäre Begutachtung notwendig sei, welche durch 

die MEDAS St. Gallen erfolgen werde. Da zu jenem Zeitpunkt das ATSG noch nicht in 

Kraft war, hatte die Verwaltung nicht nach Art. 44 ATSG vorzugehen. Ausstands- oder 

Ablehnungsgründe sind so früh als möglich geltend zu machen. Wird die 

sachverständige Person oder die begutachtende Stelle nicht unverzüglich als befangen 

abgelehnt, wenn die betroffene Person vom Ablehnungsgrund Kenntnis erhält, verwirkt 

sie den Anspruch auf spätere Anrufung der Verfahrensgarantie (AHI 2001 S. 116 E. 4a/

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aa). Die Beschwerdeführerin hatte damals nur Einwände wegen der 

verkehrstechnischen Erreichbarkeit und keine Ausstandsgründe gegen die MEDAS 

bzw. deren Sachverständige vorgebracht, weshalb sich diesbezügliche Ausführungen 

erübrigen. Sie konnte sich zum Fragenkatalog gemäss Schreiben vom 15. Februar 

2002 und zum Gutachten der MEDAS äussern, wovon sie denn auch Gebrauch 

machte. Bei der Konsultation des beratenden Chirurgen und des beratenden 

Psychiaters vor dem Erlass des Einspracheentscheids ging es sodann nicht mehr um 

neue medizinische Abklärungen, sondern um die interne Beurteilung der Vollständigkeit 

und Schlüssigkeit der vorliegenden medizinischen Akten zu Handen der den 

Einspracheentscheid erlassenden Verwaltung. Dazu brauchte die Beschwerdegegnerin 

der Beschwerdeführerin keine Gelegenheit zur Stellungnahme einzuräumen. Auch die 

Frage der Befangenheit stellt sich unter diesen Umständen nicht, und die beiden 

beratenden Ärzte brauchten die Beschwerdeführerin für die Beurteilung der 

medizinischen Akten auch nicht selber untersucht zu haben. Eine Verletzung des 

rechtlichen Gehörs fällt damit ausser Betracht (vgl. dazu das Urteil des EVG vom 27. 

März 2006 [I 718/04] in Sachen A., E. 1.3).

2.- a) Die Beschwerdegegnerin anerkannte ihre Leistungspflicht bezüglich des Unfalls 

vom 26. Juli 1998 und erbrachte entsprechende Versicherungsleistungen. Umstritten 

ist, ob sie auch für die nach dem 1. Januar 2004 (Leistungseinstellung) geltend 

gemachten Beschwerden - andauernde Kopf- und Nackenschmerzen, die in die 

Schultern und in die Arme ausstrahlen, Rückenschmerzen, die oft in den Rippenbereich 

ausstrahlen, Schluckbeschwerden, Schwindel, Gangunsicherheit, starke 

Schreckhaftigkeit, Ängstlichkeit, Reizbarkeit, innere Unruhe, Schlafstörungen, 

Müdigkeit, Konzentrationsstörungen sowie Lärm- und Lichtempfindlichkeit - sowie eine 

daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit aufzukommen hat (vgl. Gutachten von PD Dr. 

J.___ vom 17. März 2006, S. 8 f., und Beschwerdeschrift S. 25, sowie Gutachten von 

PD Dr. G.___ vom 7. Mai 2004).

b) Nach der Rechtsprechung kann ein nach einem versicherten Unfall aufgetretenes 

Leiden nur dann als dessen Folge betrachtet werden, wenn und soweit es sicher oder 

doch zumindest überwiegend wahrscheinlich von jenem Unfall herrührt (natürliche 

Kausalität; BGE 115 V 133 und 399 sowie 117 V 359 und 369). Die blosse Möglichkeit 

eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 

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(BGE 119 V 338 und 118 V 289). Das Gericht hat vielmehr jene Ursache als kausal zu 

betrachten, die es von allen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 119 V 9 E. 3c/aa 

mit Hinweisen). Der Unfallversicherer haftet sodann nur für jene Folgen, die mit dem 

Unfall adäquat-kausal zusammenhängen, wobei für die Adäquanz nicht die subjektive, 

sondern die objektive Voraussehbarkeit des eingetretenen Erfolgs entscheidend ist 

(SVR 2000 UV Nr. 14 S. 45). Bei Unfällen mit Schleudertrauma der HWS oder 

äquivalenter Verletzung spielt bei klar ausgewiesenen organischen Unfallfolgen die 

Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung praktisch keine Rolle (BGE 127 V 103 E. 

5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit Hinweisen). Dagegen 

ist bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren 

Unfallfolgeschäden wie folgt zu differenzieren: Es ist zunächst abzuklären, ob die 

versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem 

Schleudertrauma äquivalente Verletzung oder ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat. Ist 

dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 E. 6c/aa zur 

Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass eine versicherte Person eine der 

erwähnten Verletzungen erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum typischen 

Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen im Vergleich 

zur psychischen Problematik ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die 

Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit 

psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a). 

Andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a 

und 382 E. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 E. 5b/bb). Die Anwendung der 

Rechtsprechung zum adäquaten Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der 

HWS setzt voraus, dass die psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen 

und zusammen mit den organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis 

zurückzuführen sind, ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 

E. 3b).

Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 

Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad 

der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/aa) nachgewiesen sein. Da 

es sich hiebei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, trägt - anders als bei 

der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist 

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- der Unfallversicherer insofern eine Beweislast, als im Fall der Beweislosigkeit der 

Entscheid zu seinen Ungunsten ausfällt (RKUV 1992 S. 75 Erw. 4b).

c) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob der Bericht für 

die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die 

geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese 

abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in 

der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen 

des Experten oder der Expertin begründet sind (BGE 122 V 160 E. 1c; RKUV 1991 Nr. 

U 133 S. 311 mit Hinweisen). Auch den Berichten versicherungsinterner Ärztinnen und 

Ärzte kann rechtsprechungsgemäss Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als 

schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind 

und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 123 V 331 E. 1c). Das 

Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen sind. Für 

das gesamte Verwaltungs- und Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG, vgl. auch Art. 61 lit. c 

ATSG; ULRICH MEYER-BLASER, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 

Zürich 1997, S. 229). Danach haben Versicherungsträger und 

Sozialversicherungsgericht die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 

Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das 

Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle 

Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und 

danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 

Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei 

einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es 

auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (Urteil des EVG vom 

3. Juli 2002 [I 537/01] in Sachen B., E. 1c).

3.- a) Aufgrund der medizinischen Akten ist davon auszugehen, dass die 

Beschwerdeführerin beim Unfall vom 26. Juli 1998 eine Verletzung der HWS erlitten 

haben muss, auch wenn eine Streifkollision im Bereich der beiden Frontecken vom 

Unfallablauf her für eine solche Verletzung nicht typisch ist und sich die 

Beschwerdeführerin dabei auch den Kopf nicht angeschlagen hat. Eine entsprechende 

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Diagnose bei der medizinischen Erstuntersuchung im Spital C.___ ist in den Akten zwar 

nicht ersichtlich, doch hat Dr. D.___ den einschlägigen "Fragebogen bei HWS-

Verletzungen" ausgefüllt und der Beschwerdeführerin eine Schanz-Krawatte 

abgegeben. Dr. D.___ verneinte jedoch die bei einer Verletzung der HWS typischen 

subjektiven Beschwerden wie z.B. Schwindel, Übelkeit, Spontanschmerz in Kopf und 

Nacken, eventuell mit Ausstrahlung in Schulter und Arm, sowie 

Bewegungseinschränkung der HWS ausdrücklich; sie brauchte die HWS hinsichtlich 

Beweglichkeit und Druckdolenzen mangels "Klinik" nicht zu untersuchen. Die 

radiologische Untersuchung im Bereich der HWS zeigte keine traumatische Läsion 

oder eine Haltungsabweichung. Nachdem gemäss der Rechtsprechung sich innerhalb 

der Latenzzeit von drei Tagen nach dem Unfall lediglich Nacken- bzw. HWS-

Beschwerden manifestieren müssen, und nicht auch jene, die typischerweise im 

Rahmen einer schleudertraumaähnlichen Verletzung auftreten können (vgl. Urteil des 

EVG vom 30. Januar 2007 i/S T. [U 215/05], E. 5.3 mit Hinweisen), ist davon 

auszugehen, dass konkret das typische Beschwerdebild teilweise gegeben war (vgl. 

auch act. G 19.1/35). Dr. E.___ stellte am 24. August 1998 die Diagnose eines Zervikal-, 

Zervikozephal- und Zervikobrachialsyndroms rechts mehr als links; dies gestützt auf 

eine Untersuchung am 29. Juli 1998. Er verwies auf zunehmende Schmerzen im Sinn 

von multiplen Schmerzpunkten im Bereich der Nuchal- und Trapeziusmuskulatur sowie 

auf eine (zusätzliche) Einschränkung der Kopfrotation (BG-act. M2).

b) Nach einem weitgehenden Abklingen der Beschwerden im Januar 1999 kam es ab 

April 1999 wieder zu einer Zunahme der Schmerzen und zu einer Ausdehnung des 

Beschwerdebildes mit Schmerzen im Bereich der BWS und des ganzen Brustkorbs 

sowie im Bereich der LWS in Form von Muskelverspannungen. Dr. E.___ bestätigte 

Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Schmerzen in der HWS. Er hielt fest, 

dass es sich um die gleiche Symptomologie wie nach dem Unfall vom 26. Juli 1998 

handle. Des Weiteren klagte die Beschwerdeführerin in der Zeit nach April 1999 

erstmals über Schwindelgefühle und Hustenreiz, begleitet von einer sich 

verschlechternden Grundstimmung (BG-act. M8, M9, M18). Die in Frage stehenden 

Beschwerden wurden im Gutachten der MEDAS vom 12. Januar 2004 nicht auf 

somatisch objektivierbare Befunde zurückgeführt, sondern als subjektiv im Sinn eines 

somatischen Angstäquivalents bezeichnet. Die MEDAS-Gutachter betrachteten es 

deshalb aus neurologischer und orthopädischer Sicht als unwahrscheinlich, dass die 

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im zerviko-thorakalen Bereich jetzt noch vorhandenen Beschwerden in einem 

Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis stünden (BG-act. M60 S. 24). Sodann ist 

den Berichten der F.___ zu entnehmen, dass sich die Grundstimmung der 

Beschwerdeführerin stets verschlechterte, bis sie schliesslich mehr und mehr 

psychisch dekompensierte, was durch private Probleme und allgemeine Überforderung 

begründet wurde (BG-act. M14, M18, M27, M29). Die psychische Problematik wurde 

erstmals bei der Untersuchung vom 27. Mai 1999 in Form einer leicht reduzierten 

Grundstimmung festgestellt (BG-act. M12).

c) Im streitigen Zeitraum und zuvor kann bei der Beschwerdeführerin, entgegen der 

offenbar von der Beschwerdegegnerin vertretenen Auffassung (angefochtener 

Entscheid, Erwägung 2.4), nicht eine ausgeprägte, im Vordergrund stehende 

psychische Problematik als nachgewiesen gelten. Es trifft insbesondere nicht zu, dass 

die noch bestehenden Beschwerden ausschliesslich psychisch bedingt waren bzw. 

sind. Zwar bestätigte der psychiatrische Consiliarius im MEDAS-Gutachten aktuell im 

Vordergrund stehende psychosomatische Beschwerden; hingegen vermerkte er 

ausdrücklich, dass das Symptomenbild dem typischen Beschwerdebild nach 

Schleudertrauma entspreche. Im weiteren wurden im MEDAS-Gutachten neben der 

Somatisierungstendenz mit psychischer Überlagerung auch eine Einschränkung aus 

neuropsychologischer Sicht bestätigt (BG-act. M60 S. 17, 23). Die medizinischen 

Berichte der F.___ und der MEDAS basieren auf eingehenden medizinischen 

Untersuchungen, enthalten klare und schlüssig begründete Diagnosen und sind ohne 

weiteres nachvollziehbar. Die MEDAS-Gutachter bezeichneten die 

neuropsychologischen und psychiatrischen Befunde mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit als (teilweise) Unfallfolge. Von einer ausschliesslich unfallfremden 

psychischen (psychosozialen) Problematik kann damit nicht ausgegangen werden. Dies 

umso weniger, als der Psychiater Dr. J.___ - allerdings zu einem späteren Zeitpunkt - 

sogar das Vorliegen einer relevanten psychiatrischen Symptomatik überhaupt verneinte 

(act. G 19.1/32). Letzteres zeigt, dass die psychische Situation der Beschwerdeführerin 

jedenfalls unterschiedlichen Wertungen zugänglich war. Auch dies verbietet es, von 

einer ausgeprägten, im Vordergrund stehenden psychischen Einschränkung zu 

sprechen. Wenn der beratende Psychiater der Beschwerdegegnerin Dr. med. K.___ in 

der Beurteilung vom 2. Mai 2005 festhielt, die psychischen und neuropsychologischen 

Störungen könnten seines Erachtens nicht auf den Unfall zurückgeführt werden, da die 

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von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen laut dem Gesamtgutachten (der 

MEDAS) nicht mehr unfallkausal seien (BG-act. A 85 S. 2), so überzeugt dies mit Blick 

auf die klare Schlussfolgerung der MEDAS-Gutachter hinsichtlich Unfallkausalität nicht. 

Dies umso weniger, als neuropsychologische Einschränkungen nicht ohne weiteres mit 

Schmerzen verbunden sind. Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin 

führte die MEDAS am 5. März 2003 auch eine neurologische Untersuchung durch, die 

jedoch keinerlei auffällige Ergebnisse zeigte (BG-act. M60 S. 20). Auch PD Dr. G.___ 

(BG-act. M55) und PD Dr. J.___ (Gutachten vom 17. März 2006; act. G 19.1/32) 

bezeichneten die geklagten Beschwerden als die (natürlichkausalen) Folgen eines 

Distorsionstraumas der HWS. Unter diesen Umständen bedarf es keiner weiteren 

medizinischen Abklärungen hinsichtlich der Ursachen und des Ausmasses der 

aktuellen Beschwerden mehr. Im Folgenden wird deshalb zu prüfen sein, ob diese 

Beschwerden auch für die Zeit nach dem 1. Januar 2004 auf das Unfallereignis vom 

26. Juli 1998 zurückgeführt werden können.

d) Die Adäquanzbeurteilung hat unter den geschilderten Umständen 

rechtsprechungsgemäss nach den für Schleudertraumen bzw. 

schleudertraumaähnlichen Verletzungen der HWS (BGE 117 V 359ff.) geltenden Regeln 

zu erfolgen. Der streitige Unfall ist bei der im Rahmen der Prüfung des adäquaten 

Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung aufgrund des 

Geschehensablaufs und der erlittenen Verletzungen (HWS-Verletzung, Prellungen an 

Handgelenk, Ellbogen und Unterbauch) sowie mit Blick auf die entsprechende 

Kasuistik (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 55 ff.) den mittelschweren 

Unfällen zuzuordnen. Eine vom Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin beantragte 

unfallanalytische Begutachtung vermöchte angesichts der konkreten Verhältnisse ein 

schweres Unfallereignis offensichtlich nicht zu belegen; eine solche Begutachtung kann 

daher unterbleiben. Hinsichtlich der im Bereich der mittelschweren Unfälle zu 

erfüllenden Kriterien ist festzuhalten, dass beim Unfall vom 26. Juli 1998 mit der 

Streifkollision im Bereich der Frontecken nicht von einer besonderen Eindrücklichkeit 

oder von besonders dramatischen Begleitumständen gesprochen werden kann (vgl. die 

Kasuistik zu diesem Kriterium in RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 58-64, sowie Urteile des 

EVG vom 23. November 2004 i/S B., Erw. 2.3 [U 109/04] und vom 2. März 2005 i/S S., 

Erw. 5.1 [U 309/03]). Insbesondere handelte es sich um ein sehr kurzes Ereignis, und 

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die angegurtete Beschwerdeführerin war nach den gegenseitigen Ausweichmanövern 

auf die Kollision gefasst. Die anfänglich objektivierbaren somatischen Verletzungen 

waren nicht schwer. Die Auswirkungen der HWS-Distorsion waren sodann nicht derart 

gravierend, dass das Kriterium der besonderen Art der Verletzung zu bejahen wäre.

Die MEDAS-Gutachter hielten fest, sowohl aus orthopädischer als auch aus 

neurologischer Sicht seien bezüglich der Folgen des Unfalls vom 26. Juli 1998 keine 

Behandlungen mehr erforderlich. Die Fortführung der laufenden psychiatrischen 

Behandlung sei hingegen indiziert, wobei nicht mehr mit einer namhaften 

Verbesserung, sondern nur mit einer Aufrechterhaltung des status quo zu rechnen sei. 

Therapien, die der Beschwerdeführerin eine kontrollierte Regression ermöglichen 

würden (z.B. Massagen, Akupunktur, Craniosakraltherapie, Bäder usw.) dürften eine 

wohltuende Wirkung haben und dürften dazu dienen, den aktuellen 

Gesundheitszustand aufrecht zu erhalten. Eine namhafte Besserung sei hiervon jedoch 

nicht zu erwarten. Intensive körperorientierte Therapien dürften langfristig eher zu einer 

Verschlechterung als zu einer Verbesserung führen. Das Thema "Alltagsbewältigung" 

könne am einfachsten im Rahmen der laufenden psychiatrischen Therapie abgehandelt 

werden. Eine neuropsychologische Therapie sei nicht indiziert (BG-act. M60 S. 27). 

Hinsichtlich der Länge der Behandlungsdauer ist somit festzuhalten, dass die 

psychotherapeutische Behandlung im Zusammenhang mit dem HWS-Trauma nach 

Lage der Akten im streitigen Einstellungszeitpunkt zwar offenbar andauerte, jedoch 

keine Verbesserung mehr erwarten liess. Die versicherte Person hat Anspruch auf die 

zweckmässige Behandlung (Art. 10 Abs. 1 UVG) der Unfallfolgen für solange, als von 

ihrer Fortsetzung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet 

werden kann (Art. 19 Abs. 1 UVG e contrario). Die MEDAS-Gutachter stellten klar, dass 

aus den von ihnen vorgeschlagenen Massnahmen nicht eine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes zu erwarten sei. Die von den MEDAS-Gutachtern 

vorgeschlagenen unterstützenden Massnahmen genügen angesichts der geschilderten 

tatsächlichen Verhältnisse für sich allein nicht, um eine Weiterdauer der eigentlichen 

(unfallbedingten) Behandlung bejahen zu können. Dies umso weniger, als die MEDAS-

Gutachter lediglich eine teilweise Unfallkausalität der psychischen Beschwerden 

bestätigten (BG-act. M60 S. 25 oben). Angesichts dieser Gegebenheiten war ab dem 1. 

Januar 2004 - fünfeinhalb Jahre nach dem Unfall - die Ablehnung weiterer 

Heilbehandlung gerechtfertigt. In diesem Sinn sind auch ein schwieriger Heilverlauf und 

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erhebliche Komplikationen zu verneinen. Von einer ärztlichen Fehlbehandlung ist 

ebenfalls nicht auszugehen.

Gemäss dem MEDAS-Gutachten beträgt die - durch den psychiatrischen und 

neuropsychologischen Befund eingeschränkte - Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten 

50% (BG-act. M60 S. 25). Wenn berücksichtigt wird, dass lediglich ein teilweise 

unfallkausaler Befund vorliegt, so kann als Folge davon auch die erwähnte 

Arbeitsunfähigkeit nur teilweise auf den Unfall zurückgeführt werden. Mit Blick auf 

diese Teilarbeitsunfähigkeit wäre nach der Rechtsprechung (vgl. zusammenfassende 

Darstellung im Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. August 2001 

[U 56/00] E. 3d) eine lang dauernde Arbeitsunfähigkeit zu bejahen, wenn - was sich 

aufgrund der bestehenden Unterlagen nicht abschliessend beurteilen lässt - der rein 

unfallbedingte Anteil der Arbeitsunfähigkeit als erheblich anzusehen wäre. Was das 

Vorliegen von Dauerschmerzen betrifft, so lassen sich solche nach Lage der Akten 

nicht bejahen. So hatte die Beschwerdeführerin gegenüber den MEDAS-Gutachtern 

angegeben, bloss "fast täglich" an zum Teil belastungsabhängigen Beschwerden 

unterschiedlicher Intensität zu leiden (BG-act. M60 S. 22). Da somit bezüglich des 

streitigen mittelschweren Unfalls ein einzelnes Adäquanzkriterium (lang dauernde 

Arbeitsunfähigkeit) lediglich in nicht bestimmbarer Ausprägung als gegeben anzusehen 

ist, lässt es sich nicht beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die adäquate 

Unfallkausalität der HWS-Beschwerden für die Zeit ab 1. Januar 2004 verneinte.

4.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 23. Juni 2005 abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 07.05.2007
	Art. 6 UVG. Unfallkausalität von gesundheitlichen Einschränkungen aufgrund einer dem Schleudertrauma ähnlichen HWS-Verletzung. Verneinung der Adäquanz und Bestätigung der Leistungseinstellung fünfeinhalb Jahre nach dem Unfall (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 7. Mai 2007, UV 2005/71). Bestätigt durch Urteil des Bundesgerichts 8C_331/2007.

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