# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 95d1c695-f039-54d7-ba40-3a86e6bf4ac2
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 11.07.2018 I 2018 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-7_2018-07-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 7

Entscheid vom 11. Juli 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________, 
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt W.________,

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilflosenentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. ______1968, verheiratet, Mutter von 2 Söhnen mit Jahr-
gang 2001 und 2003, gemäss IV-act. 85-1/6 zwischenzeitlich vom Ehemann ge-
trennt) hat eine Ausbildung als Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrerin (1991 
mit Diplom) abgeschlossen und rund 8 Jahre als Lehrperson gearbeitet. In der 
Folge absolvierte sie eine 4-jährige Ausbildung zur TCM-Therapeutin 
(Ernährung, Phytotherapie, Akkupunktur) und sie führt seit 1999 eine eigene 
Praxis (vgl. IV-act. 11-2/3).

B. Im Dezember 2014 wurde ein metastasierendes Mammakarzinom links dia-
gnostiziert. Eine Nachresektion des Tumors und die vorgeschlagenen adjuvanten 
Behandlungen (Radiotherapie, Chemotherapie) wurden damals abgelehnt. Ende 
August 2016 wurde A.________ wegen progredienter Paraparese hospitalisiert. 
Die radiologische Abklärung zeigte ein metastasierendes Tumorleiden mit Lun-
gen- und Lebermetastasen sowie ausgedehnte ossäre Metastasen mit epiduraler 
Tumoraussaat und Myelokompression. Am 27. August 2016 erfolgte eine De-
kompression durch Laminektomie, epidurale Tumorresektion sowie trans-
spedikuläre Spondylodese. Nach dem Aufenthalt im B.________ hielt sich 
A.________ längere Zeit im C.________ auf (IV-act. 16-10f./37). 

C. Die IV-Stelle erteilte Kostengutsprache für verschiedene Leistungen (bei-
spielsweise für Rollstühle, vgl. IV-act. 49 und 68, für Krückstöcke, IV-act. 61, für 
einen Badelift, IV-act. 32, für Änderungen am Motorfahrzeug, IV-act. 77, sowie 
für einen Elektro-Hilfsantrieb, vgl. IV-act. 113). Zudem wurde abgeklärt, welche 
baulichen Massnahmen am Wohnhaus einfach, zweckmässig und wirtschaftlich 
sind (vgl. IV-act. 99). 

D. Am 20. Juli 2017 klärte eine Mitarbeiterin der IV-Stelle im Rahmen eines 
Hausbesuches den Unterstützungsbedarf von A.________ ab. Gestützt auf den 
entsprechenden Abklärungsbericht vom 31. August 2017 (= IV-act. 87) teilte die 
IV-Stelle mit Vorbescheid vom 18. September 2017 mit, dass ein Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung verneint werde (IV-act. 88). Dagegen liess 
A.________ mit Eingabe vom 19. Oktober 2017 Einwände erheben (IV-act. 89). 

E. Nach einer Stellungnahme des Abklärungsdienstes vom 30. November 
2017 (IV-act. 108) hat die IV-Stelle mit Verfügung vom 4. Januar 2018 daran 
festgehalten, dass kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung bestehe (IV-
act. 109).

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F. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 25. Januar 2018 
beim Verwaltungsgericht Beschwerde einreichen mit den folgenden Rechtsbe-
gehren:

1. Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Januar 2018 sei aufzuheben 
und es sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, der Beschwerdeführerin ei-
ne Hilflosenentschädigung mittleren Grades, seit wann rechtens, auszurichten.

2. Eventualiter: Die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 4. Januar 2018 sei 
aufzuheben und die Sache sei zur Vornahme weiterer Abklärungen der Hilflo-
sigkeit der Beschwerdeführerin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen 
verbunden mit der Anordnung, eine neue Verfügung im Sinne der Beschwer-
derügen zu erlassen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Vernehmlassung vom 19. Februar 2018 beantragte die IV-Stelle, die Be-
schwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin. 
Dazu äusserte sich die Beschwerdeführerin in einer Eingabe vom 2. März 2018.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1.1  Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, 
die hilflos sind, haben Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 
Satz 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). 
Als hilflos gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für 
alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen 
Überwachung bedarf (Art. 9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1). Die massgebenden alltäglichen 
Lebensverrichtungen betreffen sechs Bereiche (Kreisschreiben über Invalidität 
und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung, KSIH, in der ab 1.1.2015 gültigen 
Fassung, Stand 1.1.2018, Rz. 8010):

– Ankleiden, Auskleiden (inkl. allfälliges Anziehen oder Ablegen der Prothese);
– Aufstehen, Absitzen, Abliegen (inkl. ins Bett gehen oder das Bett verlassen);
– Essen (Nahrung ans Bett bringen, Nahrung zerkleinern, Nahrung zum Mund 

führen, Nahrung pürieren und Sondenernährung);
– Körperpflege (Waschen, Kämmen, Rasieren, Baden/Duschen);
– Verrichten der Notdurft (Ordnen der Kleider, Körperreinigung/ Überprüfen der Rein-

lichkeit, unübliche Art der Verrichtung der Notdurft); 
– Fortbewegung (in der Wohnung, im Freien, Pflege gesellschaftlicher Kontakte).

Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu 
Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebens-
praktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG). Ist eine Person 

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lediglich dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen, so liegt immer ei-
ne leichte Hilflosigkeit vor (Art. 42 Abs. 3 Satz 3 IVG).

1.1.2  Die Hilflosigkeit gilt als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abga-
be von Hilfsmitteln in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regel-
mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 3 
lit. a der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV, SR 831.20), einer dau-
ernden persönlichen Überwachung bedarf (lit. b), einer durch das Gebrechen be-
dingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (lit. c), wegen einer 
schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur 
dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche 
Kontakte pflegen kann (lit. d) oder dauernd auf lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist (lit. e).

1.1.3  Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln

- in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher 
Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV)

- in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden 
persönlichen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV), oder

- in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli-
cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische 
Begleitung im Sinne von Artikel 38 IVV angewiesen ist (Art. 37 Abs. 2 lit. c 
IVV).

1.2 Die Hilfe ist regelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich benötigt 
oder eventuell täglich nötig hat (vgl. Rz. 8025 KSIH mit Verweis auf Urteil des 
Bundesgerichts 9C_562/2016 vom 13.1.2017).

1.3 Die Hilfe ist erheblich, wenn u.a. die versicherte Person mindestens eine 
Teilfunktion einer einzelnen Lebensverrichtung nicht mehr, nur mit unzumutbaren 
Aufwand oder nur auf unübliche Art und Weise selbst ausüben kann oder wegen 
ihres psychischen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen 
würde (Rz. 8026 KSIH). 

1.4 Teilfunktionen einer Lebensverrichtung, für welche die versicherte Person 
unter Umständen bei mehreren Verrichtungen die Hilfe Dritter benötigt, dürfen 
nur einmal berücksichtigt werden. Eine Ausnahme davon macht die Rechtspre-
chung zur Notdurftverrichtung. Danach gehören zu den Teilfunktionen dieser Le-
bensverrichtung auch das Ordnen der Kleider, die Begleitung (Gang) zur Toilette 
sowie die dortige Hilfe beim Absitzen und Aufstehen (Rz. 8027 KSIH).

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1.5 Direkte Hilfe von Drittpersonen liegt vor, wenn die versicherte Person die 
alltäglichen Lebensverrichtungen nicht oder nur teilweise selbst ausführen kann 
(Rz. 8028 KSIH). 

1.6 Indirekte Hilfe von Drittpersonen ist gegeben, wenn die versicherte Person 
die alltäglichen Lebensverrichtungen zwar funktionsmässig selbst ausführen 
kann, dies aber nicht, nur unvollständig oder zu Unzeiten tun würde, wenn sie 
sich selbst überlassen wäre (Rz. 8029 KSIH mit Verweis auf BGE 133 V 450).

1.7 Ein Abklärungsbericht zur Hilfsbedürftigkeit hat grundsätzlich folgende An-
forderungen zu erfüllen: Als Berichterstatter/in wirkt eine qualifizierte Person, 
welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische 
Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen 
sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern 
notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück-
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen 
sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert be-
züglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestands-
mässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwa-
chung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. 
Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen An-
gaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Ent-
scheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das 
im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 140 V 543 Erw. 3.2.1 mit Hinweisen 
auf BGE 133 V 450 Erw. 11.1.1; 130 V 61 Erw. 6.2; 128 V 93; SVR 2012 IV 
Nr. 54 S. 195; Bundesgerichtsurteil 8C_756/2011 Erw. 3.2).

2.1 Im vorliegenden Fall geht es darum, ob die Beschwerdeführerin Anspruch 
auf eine Hilflosenentschädigung hat oder nicht. Die Parteien sind sich einig, dass 
hinsichtlich der alltäglichen Lebensverrichtung "Verrichten der Notdurft" eine rele-
vante Hilfsbedürftigkeit gegeben ist (vgl. vorinstanzliche Vernehmlassung, Ziff. 4, 
1. Abs. in fine). Sodann ist unbestritten, dass für die Bereiche "Essen" und "An-
/Auskleiden" kein Unterstützungsbedarf besteht. Streitig ist, wie die Hilfsbedürf-
tigkeit in den Bereichen "Aufstehen/Absitzen/Abliegen", "Körperpflege" und "Fort-
bewegung/ Kontaktaufnahme" zu beurteilen ist. 

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2.2 Der aktenkundige Abklärungsbericht vom 31. August 2017 (IV-act. 87) er-
füllt grundsätzlich die von der Rechtsprechung gestellten Anforderungen. Er wur-
de von einer qualifizierten Person in Kenntnis der konkreten Verhältnisse sowie 
unter Bezugnahme auf die relevanten medizinischen Diagnosen (IV-act. 87-2/6 
oben) und den sich daraus ergebenden Beeinträchtigungen verfasst. Ob die An-
gaben der Versicherten zum Unterstützungsbedarf in den drei strittigen Berei-
chen hinreichend berücksichtigt worden sind, wird nachfolgend näher geprüft.

3.1.1  Was den Bereich Fortbewegung anbelangt, geht das Bundesgericht seit 
einem Urteil vom 8. April 1991 davon aus, dass ein Paraplegiker, wie jeder Ge-
hunfähige, selbst dann, wenn er über ein von der IV (mit)finanziertes Fahrzeug 
verfüge, bei der Fortbewegung ausser Haus regelmässig in erheblicher Weise 
auf Dritthilfe angewiesen sei, womit er in dieser Lebensverrichtung als hilflos gel-
te (vgl. BGE 117 V 146 Erw. 3a/bb). Diese Rechtsprechung hat das Bundesge-
richt in weiteren Urteilen bestätigt und beispielsweise im Urteil U 595/06 vom 19. 
Juni 2007 (Erw. 3.2.2) ergänzt, dass beim betreffenden Tetraplegiker ins Gewicht 
falle, dass er auf Grund seiner Behinderungen im Vergleich zu anderen Rollstuhl-
fahrern mit erheblichen zusätzlichen Problemen konfrontiert sei, indem er etwa 
mangels Kraft in den Armen schon geringste Steigungen nicht mehr ohne fremde 
Hilfe bewältigen könne (siehe auch Urteil 8C_674/2007 vom 6.3.2008; Urteil 
I 784/01 vom 30.04.2002). 

3.1.2  Auch wenn im vorliegenden Fall die Versicherte eine inkomplette Paraple-
gie aufweist, ist ihre Gehfähigkeit stark eingeschränkt, da sie nur in der Lage ist, 
für kurze Strecken an zwei Gehstöcken zu gehen (vgl. IV-act. 81-5/7, was in der 
Vernehmlassung, S. 3, 3. Abs. anerkannt wird). Sodann ist aktenkundig, dass die 
Schultermuskulatur beeinträchtigt bzw. wenig belastbar ist (IV-act. 103-4f./7), 
womit sich die Situation der Versicherten hinsichtlich Hilfsbedürftigkeit bei der 
Fortbewegung nicht wesentlich von einem Paraplegiker unterscheidet. Nicht zu 
hören ist in diesem Zusammenhang der sinngemässe Einwand, wonach die 
selbständige Fortbewegung mit technischen Vorrichtungen (2 verschiedene Roll-
stuhlmodelle, Elektrohilfsantrieb, angepasstes Fahrzeug etc.) sichergestellt wer-
de, da trotz solcher (technischer) Unterstützung in einer relevanten Teilfunktion 
regelmässig ein erheblicher Unterstützungsbedarf existiert (sei es zur Überwin-
dung von Trottoirabsätzen, Treppenstufen bei fehlenden Rampen/ Lift, sei es bei 
ungünstigem Gelände etc.). Dieses Ergebnis steht im Einklang mit einem Ent-
scheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 15. März 2012 (720 11 308/ 
81), wie in der Stellungnahme der Beschwerdeführerin vom 2. März 2018 (S. 3 
unten) zutreffend darauf hingewiesen wurde. In diesem Entscheid argumentierte 
das erwähnte kantonale Gericht überzeugend, dass sinngemäss die betreffende 

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Person trotz guter Mobilität u.a. Treppenstufen oder hohe Trottoirabsätze nicht 
ohne fremde Hilfe meistern könne; soweit keine rollstuhlgängige Infrastruktur 
vorhanden sei, müsse sie die Hilfe einer Drittperson in Anspruch nehmen. Dies 
dürfte wiederkehrend auch im öffentlichen Nahverkehr oder auf Reisen, bei-
spielsweise im Zug, der Fall sein. Daran vermöge der Umstand nichts zu ändern, 
dass die Versicherte über einen Swiss-Trac als von der IV finanziertes Hilfsmittel  
verfüge. Auch wenn eine solche Zugmaschine das Fortkommen im Alltag in di-
versen Belangen zweifelsohne erleichtere, sei die Bewegungsfreiheit dennoch im 
Wesentlichen stets von einer behindertengerechten Infrastruktur abhängig, wel-
che mit einem Swiss-Trac befahren werden könne. Es sei notorisch, dass eine 
solche Infrastruktur nicht regelmässig vorhanden sei (….). Diesen Ausführungen  
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft ist vollumfänglich beizupflichten. 

3.1.3  Bei dieser Sachlage ist zusammenfassend eine relevante Hilfsbedürftigkeit 
für den Lebensbereich der Fortbewegung in Anlehnung an die Rechtsprechung 
für Paraplegiker, welche auch bei guter Mobilität als hilfsbedürftig gelten, entge-
gen der Auffassung der Vorinstanz zu bejahen. Diesbezüglich lässt sich eine 
Schlechterstellung von Versicherten mit inkompletter Paraplegie grundsätzlich 
nicht rechtfertigen. Dem Einwand in der Vernehmlassung (Ziff. 8), dass motorisch 
inkomplette Paraplegiker eine bessere Prognose bezüglich der Gehfähigkeit auf-
wiesen, ist entgegenzuhalten, dass im weiteren Verlauf beim Eintreffen der bes-
seren Prognose eine neue Überprüfung des Leistungsanspruchs geboten sein 
wird.

3.2 Hinsichtlich des Lebensbereichs der Körperpflege macht die Beschwerde-
führerin geltend, dass sie aufgrund ihrer Unbeweglichkeit immer Hilfe beim Wa-
schen und Eincremen des Rückens benötige, was auch im Abklärungsbericht 
enthalten sei (IV-act. 87-2f./6). Allerdings ist ein solcher Unterstützungsbedarf 
nach der Aktenlage nicht täglich gegeben. Ein tägliches Eincremen des Rückens 
bzw. eine tägliche Narbenkontrolle/ Narbenpflege im Rückenbereich wird weder 
im Bericht des Schweizer Paraplegiker Zentrums vom 23. Mai 2017 thematisiert 
(siehe IV-act. 81-5/7, wo die Hautverhältnisse als unauffällig beurteilt werden), 
noch wird in den Rechtschriften der Beschwerdeführerin ans Gericht vorge-
bracht, dass solche der Körperpflege dienenden Massnahmen im Rückenbereich 
täglich erforderlich seien. Abgesehen davon wurde in der vorinstanzlichen Ver-
nehmlassung (Ziff. 7, mit Verweis auf das Bundesgerichtsurteil 8C_257/2016 
vom 23.8.2016 Erw. 4.3.1) überzeugend darauf hingewiesen, dass ein Rücken 
auch mit geeigneten Hilfsmitteln (Stielbürste/ Rückenschwamm mit Bogengriff) 
gewaschen bzw. mit einem Eincreme-Hilfsgerät (z.B. Roll Easy Eincremehilfe, 
auch mit verlängerbarem Griff) gepflegt werden kann. Die Verwendung solcher 

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Hilfsmittel erweist sich ohne weiteres als zumutbar. Dass abgesehen vom Rü-
ckenbereich (welcher auch bei gesunden Versicherten mit den eigenen Händen 
erschwert zugänglich ist) noch andere Körperbereiche betroffen seien, wird vor 
Gericht weder geltend gemacht noch ist dies ersichtlich. Im Lichte dieser Anga-
ben hat die Vorinstanz zu Recht eine regelmässige und erhebliche Dritthilfsbe-
dürftigkeit für diesen Bereich verneint, ohne dass eine Rückweisung zur Vor-
nahme weiterer Abklärungen geboten wäre.

3.3.1  Beim Lebensbereich "Aufstehen/Absitzen/Abliegen" macht die Beschwer-
deführerin sinngemäss geltend, es sei ihr auch unter Beizug von Hilfsmitteln 
(Krücken) lediglich möglich, sich zu erheben und kurze Strecken zu gehen, nicht 
aber frei zu stehen und sich Menschen und/oder Dingen zuzuwenden oder Hand-
lungen vorzunehmen, zumal sie behinderungsbedingt an erheblichen Gleichge-
wichtsstörungen leide. Deswegen habe die Ergotherapie des Schweizer Para-
plegiker-Zentrums um Abgabe eines Spezialrollstuhls ersucht, welcher über eine 
stufenlose Sitzhöhenverstellung verfüge und es der Versicherten erlaube, sich so 
vor dem Kochherd zu positionieren, um in einer Pfanne zu rühren etc. Damit sei 
die Teilfunktion "Aufstehen" für die Versicherte im Sinne der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung nutzlos geworden (vgl. Beschwerdeschrift, S. 8, mit Verweis auf 
BGE 117 V 146 Erw. 3b S. 151).

3.3.2  Demgegenüber argumentiert die Vorinstanz, die Versicherte sei in der La-
ge, alle Transfers ohne Hilfe Dritter durchzuführen. Sie könne alleine vom Bett 
aufstehen und ins Bett abliegen, sowie sich selbständig auf einen Stuhl setzen. 
Innerhalb der Wohnung sei sie gemäss Bericht des Paraplegiker-Zentrums vom 
23. Mai 2017 (IV-act. 81-5/7) teilweise auch ohne Gehhilfe unterwegs. Ausser-
halb des Hauses sei sie auf ebenen Strecken bis 200 Meter mit zwei Unterarm-
gehstöcken mobil, für weitere Distanzen werde der Rollstuhl benötigt. Sie schaffe 
es auch, den Rollstuhl mit Hilfe eines Seilzuglifters in ihr Auto ein- und auszula-
den. Gemäss Kreisschreiben (Rz. 8015 KSIH) liege im Bereich "Aufste-
hen/Absitzen/Abliegen" keine Hilflosigkeit vor, wenn die versicherte Person die 
Transfers selbständig bewältigen könne, wie dies vorliegend der Fall sei (vgl. 
Vernehmlassung, Ziff. 6). 

3.3.3  Ob für dieses Kriterium eine hinreichende Hilfsbedürftigkeit besteht (= 
sinngemässer Standpunkt der Beschwerdeführerin) oder nicht (= sinngemässer 
Standpunkt der Vorinstanz), braucht im konkreten Fall nicht abschliessend beur-
teilt zu werden. Denn selbst wenn der Argumentation der Beschwerdeführerin  in 
Erwägung 3.3.1 gefolgt würde − was hier offen gelassen wird − verhielte es sich 
so, dass nur in drei von sechs Lebensbereichen eine relevante Dritthilfsbedürftig-

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keit gegeben bzw. in drei Lebensbereichen ("Essen", "An-/Auskleiden", "Körper-
pflege") eine solche nicht zu bejahen ist. Nach dem Gesagten ist festzuhalten, 
dass die Beschwerdeführerin in (mindestens) zwei alltäglichen Lebensverrich-
tungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist, 
derweil dies für (mindestens) drei alltägliche Lebensverrichtungen nicht zutrifft. 
Ob die Beschwerdeführerin auch bezüglich der Lebensverrichtung "Aufstehen/ 
Absitzen/Abliegen" hilflos im Rechtssinne ist, kann hier offen gelassen werden, 
nachdem sich am Gesamtergebnis nichts ändern würde. Zusammenfassend 
kann die Versicherte gemäss Rechtsprechung eine Entschädigung für leichte 
Hilflosigkeit beanspruchen. Die Verwaltung, an welche die Sache 
zurückzuweisen ist, wird den Anspruch in masslicher und zeitlicher Hinsicht mit 
Verfügung festzulegen haben. 

4. Die Verfahrenskosten werden der Vorinstanz auferlegt. Zudem wird der 
beanwalteten Beschwerdeführerin zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung zugesprochen (§ 74 VRP). Die Entschädigung richtet sich nach dem Ge-
bührentarif für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411). § 2 des Gebührentarifs 
sieht als Bemessungskriterien die Wichtigkeit der Streitsache, ihre Schwierigkeit, 
den Umfang und die Art der Arbeitsleistung sowie den notwendigen Zeitaufwand 
vor. Das Honorar beträgt für die Vertretung vor Verwaltungsgericht Fr. 300.-- bis 
Fr. 8'400.-- (§ 14 GebTRA). Eine allfällige Kostennote ist zu spezifizieren und vor 
Fällen des Entscheides einzureichen; andernfalls wird die Vergütung nach freiem 
Ermessen festgesetzt (§ 6 Abs. 1 GebTRA). Die Verwaltungsbehörden und das 
Verwaltungsgericht befolgen bei der Entschädigungsbemessung eine zurückhal-
tende Praxis. Dies entspricht § 74 Abs. 1 VRP, welcher nur von einer angemes-
senen Entschädigung und nicht vom Anspruch auf Ersatz der Kosten der Pro-
zessführung und Vertretung nach gerichtlicher Festsetzung (vgl. Art. 105 f. ZPO, 
SR 272) spricht. § 74 Abs. 1 VRP verlangt nicht die Ausrichtung einer vollen, 
sondern nur einer angemessenen, im Rahmen des Gebührentarifs sich bewe-
genden und anhand des notwendigen Aufwandes bestimmten Parteientschädi-
gung. Die Parteientschädigung versteht sich als Beitrag an die Anwaltskosten 
und muss nicht vollumfänglich dem in einer eingereichten Kostennote aufgeführ-
ten Betrag entsprechen (Bundesgerichtsurteil 2A.453/2004 vom 23.3.2005 E. 5). 
Die Bindung an den Gebührentarif und damit die notwendige Wahrung der Pro-
portionen zwischen den verschiedensten Aufwandintensitäten bedingt, dass auf-
wandgeringe Verfahren nur so hoch entschädigt werden, dass der Gebührentarif 
auch für aufwandintensivste Fälle noch eine angemessene Entschädigung 
zulässt (EGV-SZ 1986 Nr. 2; 1989 Nr. 6 mit Hinweisen auf die Materialien; VGE 
I 2018 14 Erw. 6.2). Die Zurückhaltung bei der Bemessung der Parteientschädi-
gung geht einher mit einer ebenso grossen Zurückhaltung bei der Bemessung 

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der Verfahrenskosten (EGV-SZ 1986 Nr. 2). Des Weiteren ist zu beachten,    
dass der aktuell vom Verwaltungsgericht akzeptierte maximale Stundenansatz 
Fr. 220.-- inkl. MwSt beträgt (VGE I 2018 14 vom 20.6.2018 Erw. 6.2).

Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat dem Gericht eine Kostennote 
mit einem zeitlichen Aufwand von 13.25 h à Fr. 270.-/h (exkl. MwSt) eingereicht. 
Die Auslagen von Fr. 105.-- (Kopien, Porti, Büromaterial etc.) geben zu keinen 
Bemerkungen Anlass. Der zeitliche Aufwand erweist sich, nachdem der Rechts-
vertreter als fachkundiger, mit der Schweizer Paraplegiker Vereinigung zusam-
menarbeitender Rechtsanwalt auftritt (vgl. IV-act. 103) als etwas übersetzt, nach-
dem ihm eine erhebliche Erfahrung mit der Thematik der Hilflosenentschädigung 
für Paraplegiker zuzurechnen ist. Bereits erwähnt wurde, dass der maximal nach 
verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung in Frage kommende Stundenansatz 
Fr. 220.--/h (inkl. MwSt) beträgt. Zusammenfassend rechtfertigt es sich, die Par-
teientschädigung ermessensweise auf Fr. 2‘745.-- festzulegen (12 h à Fr. 220.-- 
zuzüglich Spesen von Fr. 105.--). 

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als festgehalten wird, dass die 
Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten 
Grades hat. Die Sache wird an die IV-Stelle zurückgewiesen, damit sie den 
Leistungsanspruch in masslicher und zeitlicher Hinsicht in einer neuen Ver-
fügung festlegen kann.

2. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Vorinstanz 
auferlegt. Diese Kosten werden zahlungsverkehrsmässig so abgewickelt, 
dass das Verwaltungsgericht den von der Beschwerdeführerin entrichteten 
Kostenvorschuss von Fr. 500.-- einbehält und ihr (bzw. ihrem Rechtsvertre-
ter) Fr. 500.-- durch die Vorinstanz zu bezahlen sind.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung von Fr. 2‘745.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 11. Juli 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. August 2018