# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7af8e094-14ac-5492-81cd-2bb833503065
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-05-30
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 30.05.2008 UV 2007/93
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2007-93_2008-05-30.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2007/93

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 30.05.2008

Entscheid Versicherungsgericht, 30.05.2008
Art. 4 ATSG, Art. 6 Abs. 1 UVG: Der ungewollte Tritt in den Boden beim 
Versuch einen Fussball zu treffen stellt einen Unfall im Rechtssinn dar. Der 
natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Fehltritt und einer 
Leistenhernie kann allerdings nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
bejaht werden (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen 
vom 30. Mai 2008, UV 2007/93).

Präsident Martin Rutishauser, Versicherungsrichter Joachim Huber, 

Versicherungsrichterin Marie Löhrer; Gerichtsschreiber Marcel Kuhn

Entscheid vom 30. Mai 2008

in Sachen

Provita Gesundheitsversicherung AG, Brunngasse 4, Postfach, 8401 Winterthur,

Beschwerdeführerin,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

und

T.___,

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Beigeladener,

betreffend

Versicherungsleistungen

Sachverhalt:

A.    

A.a Der 1983 geborene T.___ war als Zimmermann bei der A.___ tätig und dadurch bei 

der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 8. 

Dezember 2006 in Deutschland an einem Fussballtraining teilnahm und nach eigenen 

Angaben beim Schusstraining den Ball nur knapp getroffen habe, da er mit dem linken 

Fuss ungewollt ziemlich heftig in den Boden geschlagen habe (Suva-act. 1 und 10). 

Aufgrund des Druckgefühls in der linken Leiste habe er Dr. med. B.___ aufgesucht, 

welcher einen Leistenbruch festgestellt und ihn an Dr. med. C.___, Facharzt für 

Chirurgie/Unfallchirurgie, überwiesen habe (Suva-act. 11). Dr. C.___ diagnostizierte 

nach einer Untersuchung am 14. Dezember 2006 eine direkte und indirekte 

Leistenhernie links und führte am 18. Dezember 2006 den operativen Eingriff 

(Herniotomie und plastischer Bruchpfortenverschluss in offener Technik) durch (Suva-

act. 3 und 9). Kreisarzt Dr. med. D.___ hielt am 25. April 2007 (Suva-act. 12) fest, dass 

nach allgemeiner medizinischer Erfahrung das geschilderte Ereignis nicht mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit dafür geeignet sei, einen Leistenbruch zu 

verursachen.

A.b Mit Verfügung vom 30. April 2007 eröffnete die Suva dem Versicherten, dass für 

das Ereignis vom 8. Dezember 2006 keine Leistungspflicht bestehe und daher keine 

Versicherungsleistungen zu erbringen seien. Die gegen diese Verfügung erhobene 

Einsprache der Provita Gesundheitsversicherung AG, Winterthur, wies die Suva mit 

Einspracheentscheid vom 26. Juni 2007 (Suva-act. 19) ab.

B.  

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B.a Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde der Provita vom 10. August 

2007 mit den Anträgen, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, das Ereignis vom 

8. Dezember 2006 als Unfall anzuerkennen und die gesetzlichen UVG-Leistungen für 

die hieraus resultierenden Kosten zu übernehmen; eventualiter sei die Sache an die 

Beschwerdegegnerin zur nochmaligen Beurteilung des medizinischen Sachverhalts 

zurückzuweisen. Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen aus, 

dass ihr Vertrauensarzt sich eindeutig für eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin nach UVG ausgesprochen habe. Im Bericht vom 25. Mai 2007 

weise er klar auf die sehr enge zeitliche Korrelation zwischen dem harten Auftreffen des 

Fusses und den sofortigen, anhaltenden Beschwerden mit der schlussendlich 

bekannten Diagnose der Leistenhernie hin. Gestützt auf die Beurteilung des 

Vertrauensarztes sei der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang gegeben. Die 

Vorinstanz habe den medizinischen Sachverhalt einseitig, unzutreffend und 

unvollständig gewürdigt. Schon aufgrund der völlig gegenteiligen Einschätzung ihres 

Vertrauensarztes müsse eine neue medizinische Sachverhaltswürdigung vorgenommen 

werden, die den Einwänden angemessen, ausgewogen und im Sinn der zitierten 

Rechtsprechung Rechnung trage.

B.b In der Beschwerdeantwort vom 27. September 2007 beantragt die Suva 

Abweisung der Beschwerde und Bestätigung des Einspracheentscheids vom 26. Juni 

2007. T.___ habe keinen direkten Schlag gegen die linke Leiste erhalten. Ein akutes 

Austreten von Eingeweiden mit entsprechender schmerzhafter Vorwölbung inguinal sei 

auszuschliessen. Die Arbeit habe er denn auch erst am 14. Dezember 2006 

niedergelegt. Die ebenfalls erst am 14. Dezember 2006 gestellte Diagnose einer 

Inguinalhernie links sei völlig unspezifisch und vom erstbehandelnden Arzt nicht als 

kausale Folge eines Unfalls dokumentiert worden. Im Operationsbericht sei kein 

Befund angeführt worden, welcher auf ein Trauma hinweisen würde. Vielmehr sei dort 

eine Hernie beschrieben worden, wie sie bei jungen Männern häufig vorkomme. Ein 

Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom 8. Dezember 2007 und der 

Inguinalhernie sei höchstens möglich, niemals aber überwiegend wahrscheinlich. Der 

Bericht von Dr. med. E.___, Facharzt FMH für Chirurgie, Versicherungsmedizin Suva, 

sei schlüssig, nachvollziehbar begründet und widerspruchsfrei. Daran vermöge auch 

das Schreiben des Vertrauensarztes der Beschwerdeführerin nichts zu ändern, zumal 

selbst dort ausgeführt werde, dass eine akute Leistenhernie üblicherweise bei starkem 

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Anstieg des Innendrucks im Bauchraum entstehe. Dass der Vertrauensarzt in der Folge 

aber eine Unfallkausalität gleichwohl nicht ausgeschlossen habe, basiere einerseits auf 

der Hypothese einer extremen Wandschwäche, welche in casu nicht aktenkundig sei, 

und andererseits auf der untauglichen Argumentation post hoc ergo propter hoc.

B.c Die Beschwerdeführerin hat auf die Einreichung einer Replik verzichtet. 

C.  

Mit Schreiben vom 19. März und 22. April 2008 (act. G 7 und 11) ersuchte das Gericht 

Dr. B.___ um einen ärztlichen Bericht im Zusammenhang mit der Erstkonsultation des 

Versicherten. Der Bericht ist am 2. Mai 2008 beim Gericht eingegangen (act. G 12). Die 

Parteien erhielten Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen (act. G 13).

Erwägungen:

1.         

Streitig ist vorliegend, ob zwischen dem Leistenbruch des Versicherten und dem 

Ereignis vom 8. Dezember 2006 (Fehltritt im Fussballtraining) ein natürlicher und 

adäquater Kausalzusammenhang besteht und demnach eine Leistungspflicht der 

Beschwerdegegnerin vorliegt. Dabei ist vorab zu prüfen, ob das Ereignis vom 8. 

Dezember 2006 einen Unfall im Rechtssinn darstellt.

2.         

2.1    Nach Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; 

SR 832.20) werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes 

bestimmt. Als Unfall gilt die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 

eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine 

Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge 

hat (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]).

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2.2    Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt zunächst voraus, dass zwischen 

dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher 

Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinn des natürlichen 

Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der 

eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht 

zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Für die Bejahung des natürlichen 

Kausalzusammenhangs ist nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder 

unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende 

Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität 

der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht 

weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung 

entfiele. Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die 

Verwaltung oder im Beschwerdefall das Gericht nach dem im Sozialversicherungsrecht 

üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die 

blosse Möglichkeit eines Kausalzusammenhangs genügt für die Begründung eines 

Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 181, BGE 119 V 337 f. E. 1).

3.         

3.1    Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls zu verneinen. Bei sportlichen 

Tätigkeiten ist ein Unfall im Rechtssinn nur dann anzunehmen, wenn die sportliche 

Übung anders verläuft als geplant. Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal 

des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. 

Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren 

Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand 

den natürlichen Ablauf einer Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst 

hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor 

zu bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und Aussenwelt - 

ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhnlicher Faktor 

(Urteil des Bundesgerichts vom 11. Mai 2007, U 411/05, E. 3.2 mit Hinweisen).

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3.2    Zum Unfallhergang teilte der Versicherte am 20. April 2007 (Suva-act. 10) mit, 

dass er am 8. Dezember 2006 am Fussballtraining teilgenommen habe. Beim 

Schusstraining sei er mit Anlauf gegen den Ball gerannt, um ihn wegzuschiessen. 

Dabei habe er den Ball nur knapp getroffen, da er mit dem linken Fuss ungewollt und 

ziemlich heftig in den Boden geschlagen habe. Anschliessend sei er nach vorne 

gestolpert und auf die Knie gegangen. Beim ungewollten Tritt in den Boden ist der 

Versuch, den Ball zu treffen, offensichtlich anders verlaufen als geplant. Der heftige 

Tritt in den Boden ist somit als relevante Programmwidrigkeit im Ablauf der 

Körperbewegung zu qualifizieren. Das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit des 

äusseren Faktors ist damit erfüllt. Beim Ereignis vom 8. Dezember 2006 ist von einem 

Unfall im Rechtssinn auszugehen.

4.         

4.1    Dr. D.___ führte im Schreiben vom 25. April 2007 aus, dass nach allgemeiner 

medizinischer Erfahrung das geschilderte Ereignis nicht mit überwiegender 

Wahrscheinlichkeit geeignet sei, einen Leistenbruch zu verursachen. Dr. E.___ hielt am 

21. September 2007 (Suva-act. 21) fest, dass ein akutes Austreten von Eingeweiden 

mit entsprechend schmerzhafter Vorwölbung inguinal vom Versicherten nicht geltend 

gemacht worden sei. Dr. C.___ habe die unspezifische Diagnose einer Inguinalhernie 

links gestellt, wobei er keine Unfallkausalität behauptet habe. Im Operationsbericht 

vom 18. Dezember 2006 sei auch kein Befund beschrieben, der auf ein Trauma 

hinweisen würde, insbesondere kein Hämatom und kein frischer Sehnen- oder 

Bänderriss. Vielmehr habe die gefundene, direkte und indirekte Hernie (ohne Darm im 

Bruchsack, jedoch Begleitlipom am Samenstrang) einem Befund entsprochen, wie er 

bei jungen Männern konstitutionell häufig sei. Der Schlag mit dem Fuss gegen den 

Boden sei nach chirurgischer Erfahrung nicht geeignet, eine Inguinalhernie zu 

verursachen. Ein Kausalzusammenhang mit dem geltend gemachten Ereignis sei 

dementsprechend nur möglich. Dr. B.___ führte im Bericht vom 28. April 2008 (act. G 

12) aus, dass er den Versicherten am 14. Dezember 2006 untersucht habe. Seit sechs 

Tagen habe eine rezidivierende Leistenschwellung links bestanden. Als Diagnose 

wurde eine Leistenhernie links sowie ein Varikozele links erhoben. Sowohl der 

Leistenbruch als auch die Varikozele stellten keine Unfallfolgen dar. Eine 

Arbeitsunfähigkeit habe er nicht attestiert. Die ärztliche Beurteilung von Dr. E.___ 

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erfolgte unter umfassender Würdigung sämtlicher Vorakten. Die medizinischen 

Zusammenhänge und Schlussfolgerungen sind einleuchtend und hinreichend 

begründet. Dem Bericht von Dr. E.___ kommt voller Beweiswert zu, weshalb auf ihn 

abgestellt werden kann. Die Beurteilungen von Dr. D.___, Dr. E.___ und Dr. B.___ 

stimmen sodann mit der Rechtsprechung bezüglich Unfallkausalität bei einem 

Leistenbruch überein. Bauch- und Unterleibsbrüche - dazu gehören unter anderem 

Leistenbrüche - sind nach medizinischer Erfahrungstatsache, ebenso wie 

Diskushernien, in der Regel krankheitsbedingte Leiden und nur in seltenen 

Ausnahmefällen Unfallfolge. Die Leistenhernie kann nur als unfallbedingt qualifiziert 

werden, wenn anlässlich eines bestimmten einmaligen Ereignisses (Überanstrengung, 

unkoordinierte Bewegung, Sturz, Druck von aussen, usw.) ein angeborener Bruchsack 

erstmalig und plötzlich mit Eingeweiden gefüllt wurde (Urteil der I. sozialrechtlichen 

Abteilung des Schweizerischen Bundesgerichts vom 10. Januar 2008, 8C_601/2007, E. 

2.1 mit Hinweis auf EVGE 1951 S. 147 und S. 149 f.). Dr. E.___ hält in seiner ärztlichen 

Beurteilung fest, dass ein Austreten von Eingeweiden mit einer schmerzhaften 

Vorwölbung inguinal verbunden wäre. Der Versicherte teilte am 2. April 2007 (Suva-act. 

11) lediglich mit, ein Druckgefühl in der linken Leiste verspürt zu haben. Sodann hat 

sich die direkte und indirekte Hernie ohne Darm im Bruchsack gezeigt, weshalb der 

Leistenbruch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 8. 

Dezember 2006 zurückzuführen ist. An der schlüssigen Beurteilung von Dr. E.___ 

vermag auch der Bericht des Vertrauensarztes der Beschwerdeführerin vom 25. Mai 

2007 (act. G 1.2) nichts zu ändern. Dies umso mehr, als auch er davon ausgeht, dass 

eine akute Leistenhernie üblicherweise bei starkem Anstieg des Innendrucks im 

Bauchraum entstehe. Beim vorliegenden Fall sei es kaum vorstellbar, dass der 

intraabdominale Druck erheblich angestiegen sei, was aber nicht ausschliesse, dass 

dies bei einer extremen Wandschwäche nicht dennoch der Fall gewesen sei. Aufgrund 

der Begründung wäre somit ein möglicher Kausalzusammenhang denkbar, allerdings 

vermag die Beurteilung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 

Unfallkausalität nachzuweisen. Im Weiteren stellte der Vertrauensarzt eine ganz klare 

und sehr enge zeitliche Korrelation zwischen dem unerwarteten harten Auftreffen des 

Fusses und den sofortigen Beschwerden fest. Jedoch kann nach der Formel "post hoc 

ergo propter hoc" eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann als durch den 

Unfall verursacht gelten, wenn sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 Erw. 

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2b/bb). Im übrigen ist die zeitliche Korrelation nicht so klar, wie das vom Vertrauensarzt 

dargestellt wird. Die Angaben über das Druckgefühl in der linken Leiste basieren auf 

Schilderungen des Versicherten und sind nicht medizinisch überprüfbar. Insbesondere 

ist nicht mehr nachvollziehbar, ob nicht bereits vor dem Unfallereignis Beschwerden in 

der Leiste bestanden haben. Sodann erfolgte gemäss Bericht von Dr. B.___ vom 28. 

April 2008 die Erstkonsultation erst am 14. Dezember 2006, wodurch die enge zeitliche 

Korrelation ebenfalls relativiert wird. Die von der Beschwerdeführerin gegen den 

Bericht von Dr. B.___ vorgebrachten Argumente, wonach auf den Bericht nicht 

abgestellt werden könne, da Dr. B.___ der Unfallbegriff nach schweizerischem Recht 

nicht erläutert worden sei, vermögen an der Beurteilung nichts zu ändern. Dr. B.___ 

konnte einen Zusammenhang zwischen der Leistenhernie und irgendeinem 

unfallbedingten Vorfall eindeutig ausschliessen. Für diese Diagnose ist die Kenntnis 

des Unfallbegriffs nach schweizerischem Recht nicht notwendig. Im Gegenteil hat die 

Diagnose eines Arztes ohne Rücksicht auf eventuelle juristische Auswirkungen zu 

erfolgen. Somit kommt auch dem Bericht von Dr. B.___ voller Beweiswert zu.  

4.2    Dem Eventualantrag, die Sache sei zur nochmaligen Beurteilung des 

medizinischen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, ist nicht 

stattzugeben. Da nicht anzunehmen ist, dass weitere medizinische Abklärungen für die 

Beurteilung des vorliegend relevanten Sachverhalts neue Erkenntnisse bringen, kann 

darauf verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b; 

Pra 88 Nr. 117; SVR-UV 1996 Nr. 62.211).

4.3    Zusammenfassend gilt es festzuhalten, dass ein Kausalzusammenhang zwischen 

dem Unfallereignis und dem Leistenbruch zwar möglich ist, der Nachweis der 

Unfallkausalität allerdings nicht mit der erforderlichen überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit erbracht werden kann.

5.         

Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten 

sind keine zu erheben (Art. 61 lit. a ATSG).

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1.        Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.        Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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