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**Case Identifier:** 0461a6f5-5718-5810-980c-d95baaa9359a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-11
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 11.01.2018 720 17 138 / 09
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-17-138---09_2018-01-11.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 11. Januar 2018 (720 17 138 / 09) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

IV-Rente: Würdigung des medizinischen Sachverhalts 

 

 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Christof Enderle, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiber Markus 
Schäfer 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Philippe Häner, Rechts-
anwalt, Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG, Salinenstrasse 25, 
Postfach, 4133 Pratteln 1 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, 
Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  
 
 
 
A. Der 1974 geborene A.____ hatte sich im August 2001 unter Hinweis auf eine persistie-
rende Lumboischialgie, ein Facettensyndrom und einen Morbus Scheuermann ein erstes Mal 
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Bezug von Leistungen angemeldet. 
Nach Abklärung der gesundheitlichen und der erwerblichen Verhältnisse des Versicherten er-
mittelte die IV-Stelle Basel-Landschaft einen Invaliditätsgrad von 14 %, worauf sie mit Verfü-
gung vom 2. September 2004 bzw. mit Einspracheentscheid vom 10. Februar 2005 einen Ren-

 

 
 
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tenanspruch von A.____ ablehnte. Eine vom Versicherten hiergegen erhobene Beschwerde 
wies das Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht), mit Urteil vom 
8. Juli 2005 (Verfahren-Nr. 720 05 103) ab.  
 
Im August 2006 meldete sich A.____ unter Hinweis auf Beschwerden im Rücken, am linken 
Bein und an der linken Schulter sowie auf Kopfschmerzen wiederum bei der IV zum Leistungs-
bezug an. Nach Vornahme der erforderlichen Abklärungen lehnte die IV-Stelle mit Verfügung 
vom 23. September 2008 einen Rentenanspruch von A.____ gestützt auf einen Invaliditätsgrad 
von 10 % erneut ab. Auch gegen diese Verfügung erhob der Versicherte Beschwerde beim 
Kantonsgericht, welches diese jedoch mit Urteil vom 13. Mai 2009 (Verfahren-Nr. 720 08 316) 
abwies.  
 
Ab Mitte Januar 2012 arbeitete A.____ als Taxichauffeur beim Taxi-Unternehmen B.____. Im 
Rahmen dieser Tätigkeit war er bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) ob-
ligatorisch gegen die Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 7. Juli 2014 
erlitt A.____ in den Ferien in C.____ einen Unfall. Laut den Angaben in der Unfallmeldung 
stürzte er mit dem Fahrrad, wobei er sich auf der linken Körperseite am Knie, an der Hüfte und 
an der Schulter verletzte. Zudem zog er sich eine Verletzung an der rechten Hand zu. Nachdem 
die Suva nach Eingang der Unfallmeldung für die Heilungskosten aufgekommen war und Tag-
geldzahlungen entsprechend der ausgewiesenen Arbeitsunfähigkeit geleistet hatte, stellte sie 
die vorübergehenden Versicherungsleistungen per 31. Mai 2016 ein. Gleichzeitig teilte sie 
A.____ mit, dass man zur Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs übergehe. Nach entspre-
chenden Abklärungen erliess die Suva am 2. August 2016 eine Verfügung, mit welcher sie ei-
nen Anspruch von A.____ auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung ablehnte. 
Daran hielt die Suva auf Einsprache des Versicherten hin mit Einspracheentscheid vom 3. April 
2017 fest. Gegen diesen Entscheid erhob A.____ Beschwerde beim Kantonsgericht. Die betref-
fende Beschwerde (Verfahren Nr. 725 17 132) gelangt ebenfalls anlässlich der heutigen Sitzung 
des Kantonsgerichts zur Beurteilung, wobei in dieser unfallversicherungsrechtlichen Angele-
genheit ein separater Entscheid ergehen wird.  
 
Mit Gesuch vom 7. Januar 2016 (Eingang) hatte sich A.____ unter Hinweis auf Folgen dieses 
Unfalls auch bei der IV zum Bezug von Leistungen angemeldet. Nachdem sie die gesundheitli-
chen und die erwerblichen Verhältnisse des Versicherten abgeklärt hatte, erliess die IV-Stelle 
am 2. Mai 2017 eine Verfügung, mit der sie einen Rentenanspruch von A.____ ablehnte. Zur 
Begründung machte sie im Wesentlichen geltend, die medizinischen Abklärungen hätten erge-
ben, dass seit dem 28. April 2015 - und somit bereits vor Ablauf des gesetzlich vorgesehenen 
Wartejahres - keine Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe. 
 
B. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Advokat Philippe Häner, am 
9. Mai 2017 Beschwerde beim Kantonsgericht. Darin beantragte er, es sei die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen auf der Basis eines Inva-
liditätsgrads von 70 % zuzusprechen; unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht 
ersuchte er um Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen des von ihm bei Prof. 

 

 
 
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Dr. med. et Dr. phil. D.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates FMH, in Auftrag gegeben Privatgutachtens.  
 
C. Nachdem sich die IV-Stelle am 17. Mai 2017 mit diesem Verfahrensantrag einverstan-
den erklärt hatte, entsprach das Kantonsgericht mit Verfügung vom 24. Mai 2017 dem Sistie-
rungsbegehren des Beschwerdeführers.  
 
D. Auf ein entsprechendes Gesuch vom 2. Juni 2017 hin bewilligte das Kantonsgericht 
dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 26. Juni 2017 gestützt auf die eingereichten Unter-
lagen für das vorliegende Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung und die un-
entgeltliche Verbeiständung mit Advokat Philippe Häner als Rechtsvertreter. 
 
E. Am 29. August 2017 reichte der Versicherte dem Kantonsgericht statt des angekündig-
ten Privatgutachtens von Prof. Dr. Dr. D.____ einen Bericht des genannten Arztes vom 28. Juni 
2017 samt einer kurzen Stellungnahme hierzu ein. Darin beantragte er - nebst der Aufhebung 
der Verfahrenssistierung - die Einholung eines Gerichtsgutachtens, in welchem die bestehen-
den Schulter- und Kniebeschwerden und die Auswirkungen derselben auf seine Arbeitsfähigkeit 
zu beurteilen seien.  
 
F. Mit Verfügung vom 30. August 2017 hob das Kantonsgericht die Sistierung des Verfah-
rens auf. Gleichzeitig forderte es die IV-Stelle zur Einreichung ihrer Vernehmlassung auf. 
 
G. Am 4. September 2017 reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Bericht von Prof. 
Dr. Dr. D.____ vom 26. Juni 2017 ein.  
 
H. In ihrer Vernehmlassung vom 14. November 2017 beantragte die IV-Stelle die Abwei-
sung der Beschwerde. Zudem legte sie ihren Ausführungen eine Beurteilung von Dr. med. 
E.____, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) beider Basel, vom 
5. September 2017 bei.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versiche-
rungsgericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden 
Verfahrens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständig-
keit des Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes 
über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beur-
teilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons 
Beschwerden gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Be-
handlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die - im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene - Beschwerde des Versicherten vom 9. Mai 2017 ist demnach einzutreten. 
 

 

 
 
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2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig 
gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid sind (lit. c).  
 
2.2 Nach Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfä-
higkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei 
langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich 
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder 
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge 
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit 
ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur-
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise 
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt 
zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit 
sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung 
zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objekti-
ver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
2.3 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt ab-
gestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 
70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie 
zu mindestens 50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die Bestimmung des Invaliditätsgrades das 
Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchfüh-
rung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr 
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkom-
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht 
invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Dies ist die allgemeine Methode des Einkom-
mensvergleichs (BGE 141 V 15 E. 3.2) mit den Untervarianten des Schätzungs- oder Prozent-
vergleichs (BGE 114 V 310 E. 3a) und der ausserordentlichen Methode (BGE 128 V 29). 
 
3. Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem 
Ausmass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsun-
fähig ist. 
 
3.1 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und bei der Beurteilung der Arbeitsfä-
higkeit der versicherten Person ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Un-
terlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung 

 

 
 
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zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beur-
teilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige 
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person 
noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.2 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle an-
deren Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den 
Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu-
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.3 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten versi-
cherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil A. des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 
4.1 Die IV-Stelle zog im Rahmen der Abklärung des medizinischen Sachverhalts die das 
Unfallereignis des Versicherten vom 7. Juli 2014 betreffenden Suva-Akten bei.  
 
4.1.1 Laut den Angaben in der Unfallmeldung des Arbeitgebers vom 11. September 2014 
zog sich der Versicherte bei seinem in den Ferien in C.____ erlittenen Unfall vom 7. Juli 2014 
Verletzungen am linken Knie, an der Hüfte links, an der linken Schulter und an der rechten 
Hand zu. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz begab er sich auf Veranlassung seines Haus-
arztes Dr. med. F.____ zur Behandlung in die Klinik G.____. Dort diagnostizierte der behan-

 

 
 
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delnde Arzt Dr. med. H.____, Chirurgie FMH sowie Orthopädische Chirurgie und Traumatologie 
des Bewegungsapparates FMH, gemäss Bericht vom 22. Oktober 2014 (1) eine Schulterkontu-
sion links am 07.07.2014 mit (1.1) Quetschverletzung der Rotatorenmanschette (Ansatz SSP 
und SSC), (1.2) reflektorischen Myogelosen im Teres minor und Infraspinatus und (1.3) post-
traumatischer, leichtgradiger Bursitis sowie (2) eine Kniedistorsion links am 07.07.2014 mit (2.1) 
kleiner osteochondraler Läsion am medialen Femurcondylus und (2.2) Quetschverletzung des 
medialen Meniskushinterhorns. In Bezug auf die Behandlung des Knies sah er eine Arthrosko-
pie vor, welche er am 5. November 2014 durchführte. Bezüglich der Schulter erfolgte eine kon-
servative Therapie. In der Folge berichtete Dr. H.____ über einen regelhaften Verlauf am Knie.  
 
4.1.2 Im Hinblick auf die Prüfung der Ansprüche auf eine Invalidenrente und eine Integritäts-
entschädigung ordnete die Suva eine kreisärztliche Untersuchung des Versicherten durch 
Dr. med. I.____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates, an. Dieser hielt in seiner Beurteilung vom 4. April 2016 fest, dass durch das Ereignis vom 
7. Juli 2014 im Bereich der linken Schulter keine strukturell objektivierbaren Läsionen entstan-
den seien. Unfallfolgen würden deshalb im Bereich der linken Schulter keine Rolle mehr spie-
len. Was das linke Kniegelenk betreffe, so zeige der Versicherte eine freie Beweglichkeit des-
selben, subjektiv würden noch Beschwerden in Ruhe und bei Belastung geklagt. Im Bereich des 
linken Kniegelenks sei es durch das Unfallereignis zu einer Läsion im Bereich des medialen 
Femurcondylus gekommen. Diese Läsion des medialen Femurcondylus sei als strukturell objek-
tivierbare Unfallfolge zu werten. Die Zumutbarkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bezogen 
auf das linke Kniegelenk sehe eine ganztägige, mittelschwere und wechselbelastende Tätigkeit 
vor, sofern darin keine absturzgefährdeten Positionen eingenommen werden müssten und kein 
Laufen in unebenem Gelände erforderlich sei. In der angestammten Tätigkeit als Taxichauffeur 
bestehe eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit bezüglich der Fahrtätigkeit als Taxichauffeur. Für das 
mit diesem Beruf verbundene Tragen von Lasten gelte insoweit eine Einschränkung, als das 
Heben und Tragen von Gewichten von mehr als 20 kg nicht zumutbar sei. Auch das Begehen 
von Treppen mit zusätzlicher Tragbelastung von mehr als 10 kg sei dem Versicherten nicht zu-
mutbar  
 
4.1.3 Im Rahmen des Einspracheverfahrens ersuchte die Suva Dr. med. J.____, Facharzt für 
Chirurgie und Unfallchirurgie, Kompetenzzentrum Versicherungsmedizin der Suva, aus chirurgi-
scher Sicht zu beurteilen, ob der Unfall vom 7. Juli 2014 beim Versicherten mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit zu einer Läsion im Bereich der linken Schulter geführt habe, und ob es sich 
bei den aktuellen Beschwerden im Bereich der linken Schulter mindestens mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit noch um Unfallfolgen handle. In seinem ausführlichen Bericht vom 23. März 
2017 verneinte Dr. J.____ diese beiden Fragen. 
 
4.1.4 In Anbetracht der Kausalitätsbeurteilungen der Dres. I.____ und J.____ vom 4. April 
2016 und 23. März 2017 hatte die Suva bei der Prüfung eines allfälligen Rentenanspruchs des 
Versicherten dessen unfallfremde Schulterbeschwerden ausser Acht zu lassen und einzig zu 
klären, wie sich die unfallkausalen Kniebeschwerden auf seine Arbeitsfähigkeit auswirken. Da-
bei gelangte sie gestützt auf die kreisärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung vom 4. April 2016 zum 
Ergebnis, dass dem Versicherten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt die Ausübung einer ganz-

 

 
 
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tägigen, mittelschweren und wechselbelastenden Tätigkeit, in welcher keine absturzgefährdeten 
Positionen eingenommen werden müssten und kein Laufen in unebenem Gelände erforderlich 
sei, zumutbar sei. 
 
4.2 Da im vorliegenden invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren nicht nur die Auswir-
kungen der Kniebeschwerden, sondern auch diejenigen der unfallfremden Schulterbeschwer-
den auf die Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen sind, legte die IV-Stelle die medizinischen Akten 
ihrem RAD-Arzt Dr. E.____ zur Beurteilung vor. Dieser schloss sich in seinem Bericht vom 
12. Oktober 2016 als erstes vollumfänglich der Zumutbarkeitsbeurteilung an, die der Kreisarzt 
Dr. I.____ am 4. April 2016 in Bezug auf das linke Kniegelenk abgegeben hatte. Darüber hinaus 
hielt er fest, dass die unfallfremde Diagnose des Schulter-Schmerzsyndroms links ebenfalls 
einen qualitativen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Versicherten habe und zwar dahinge-
hend, dass diesem keine längeren bzw. repetitiven Überkopfarbeiten zumutbar seien. In einer 
derartigen leidensadaptierten Verweistätigkeit bestehe seit Ende April 2015 eine 100 %-ige Ar-
beitsfähigkeit. 
 
4.3 Im Rahmen des Einwandverfahrens reichte der Versicherte je einen Bericht von 
Dr. med. K.____, Fachärztin für Neurochirurgie, und von Dr. F.____ ein. Dr. K.____ hielt in ih-
rem Schreiben vom 16. Dezember 2016 eine Lumboischialgie links ohne irritatives Radikulär-
syndrom links bei L5 fest. Ansonsten beschrieb sie einen ziemlich blanden Befund ohne Indika-
tion für eine neurochirurgische Intervention. Es bestehe bis zur nächsten Konsultation eine voll-
ständige Arbeitsunfähigkeit als Taxichauffeur. Dr. F.____ seinerseits stellte sich in seinem Be-
richt vom 17. Dezember 2016 auf den Standpunkt, dass in Absprache mit Dr. K.____ eine Ar-
beit in der angestammten Tätigkeit als Taxichauffeur nicht mehr möglich sei und auch sein wer-
de. Die IV-Stelle unterbreitete diese beiden Berichte in der Folge Dr. E.____ zur Stellungnah-
me. Dieser vertrat in seiner Beurteilung vom 5. Januar 2017 die Auffassung, dass in Anbetracht 
der Ausführungen von Dr. K.____ rezidivierende Rückenschmerzen des Versicherten durchaus 
nachvollziehbar seien, jedoch nicht in invalidisierendem Ausmass. Dafür reiche der relativ blan-
de Befund nicht. Dr. K.____ habe denn auch lediglich eine konservative Therapie der Rücken-
schmerzen empfohlen und sie gehe offenbar davon aus, dass nur vorübergehend eine Ein-
schränkung wegen der geklagten Schmerzen bestehe.  
 
4.4 Die IV-Stelle gelangte in der angefochtenen Verfügung bei der Beurteilung der Arbeits-
fähigkeit zur Auffassung, dass beim Versicherten seit dem 28. April 2015 keine Arbeitsunfähig-
keit mehr bestanden habe. Dieser vorinstanzlichen Würdigung des medizinischen Sachverhalts 
kann nun allerdings in dieser Weise nicht beigepflichtet werden. Die IV-Stelle übersieht, dass 
weder der Kreisarzt Dr. I.____ noch der RAD-Arzt Dr. E.____ in ihren jeweiligen Zumutbarkeits-
beurteilungen dem Versicherten eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in sämtlichen Tätigkei-
ten attestieren. Sie gehen zwar übereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdeführer in der 
Lage ist, in zeitlicher Hinsicht ein Vollpensum zu verrichten, gleichzeitig sind aber beide der 
Auffassung, dass der Versicherte gesundheitsbedingt qualitativ in seiner Leistungsfähigkeit be-
einträchtigt ist. So ist ihm gemäss Einschätzung der genannten beiden Ärzten auf dem allge-
meinen Arbeitsmarkt nicht mehr die uneingeschränkte Verrichtung sämtlicher Arbeiten, sondern 
lediglich - aber immerhin - noch die Ausübung einer ganztägigen, mittelschweren und wechsel-

 

 
 
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belastenden Tätigkeit, in welcher weder absturzgefährdete Positionen eingenommen werden 
müssen noch ein Laufen in unebenem Gelände erforderlich ist und die keine längeren bzw. re-
petitiven Überkopfarbeiten beinhalten, zumutbar. Auf diese schlüssigen Beurteilungen der Dres. 
I.____ und E.____ ist abzustellen. Zwar kommt nach der Rechtsprechung den Berichten bera-
tender Ärzte der Versicherungsträger - und um solche handelt es sich bei den Dres. I.____ und 
E.____ - nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten 
Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten, ein solcher Bericht ist 
aber soweit zu berücksichtigen, als keine - auch nur geringe - Zweifel an der Richtigkeit seiner 
Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 471 E. 4.7). Vorliegend besteht kein Anlass, an 
der Richtigkeit der Zumutbarkeitsbeurteilungen der Dres. I.____ und E.____ zu zweifeln. Deren 
Einschätzungen berücksichtigen die geklagten Beschwerden, sie sind in Kenntnis der Vorakten 
abgegeben worden, sie leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge bzw. 
der Beurteilung der medizinischen Situation ein, sie setzen sich mit den vorhandenen ärztlichen 
Berichten auseinander und sie sind in den Schlussfolgerungen nachvollziehbar und schlüssig. 
 

4.5 Was der Beschwerdeführer vorbringt, ist nicht geeignet den ausschlaggebenden Be-
weiswert der Zumutbarkeitsbeurteilungen der Dres. I.____ und E.____ in Frage zu stellen. So 
kann der Versicherte etwa aus den im Einwandverfahren eingereichten, vorstehend erwähnten 
Berichten der Dres. K.____ und F.____ vom 16. und 17. Dezember 2016 nichts zu seinen 
Gunsten ableiten. Wie Dr. E.____ in seiner Stellungnahme vom 5. Januar 2017 hierzu überzeu-
gend aufzeigt, liegen keine hinreichenden Anhaltspunkte vor, dass sich die Rückenbeschwer-
den des Versicherten im Zeitpunkt der Berichterstattung nicht nur vorübergehend manifestiert 
haben, sondern dass sie sich dauernd und erheblich auf dessen Arbeitsfähigkeit auswirken. 
Bezeichnenderweise sind denn auch die Rückenbeschwerden in den später erstatten Berichten 
von Prof. Dr. Dr. D.____ vom 26. und 28. Juni 2017 kein Thema mehr. Dazu kommt, dass sich 
sowohl Dr. K.____ als auch Dr. F.____ in ihren Berichten lediglich zur Arbeitsfähigkeit des Ver-
sicherten im angestammten Beruf als Taxichauffeur äussern. Im Hinblick auf die Beurteilung 
eines IV-Rentenanspruchs ist aber nicht die Arbeitsfähigkeit der versicherten Person im bisheri-
gen Beruf massgebend, ausschlaggebend ist vielmehr, ob und in welchem Umfang die versi-
cherte Person in anderen, ihr zumutbaren Tätigkeiten (sog. Verweistätigkeiten) arbeitsunfähig 
ist. Zu dieser Frage lässt sich aber den Berichten der Dres. K.____ und F.____ nichts entneh-
men. Soweit sich der Beschwerdeführer zur Begründung seines Standpunkts, wonach von einer 
markant höheren Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei, auf die beiden erwähnten, im Laufe des 
Beschwerdeverfahrens eingereichten Berichte von Prof. Dr. Dr. D.____ beruft, kann ihm eben-
falls nicht gefolgt werden. Dieser gibt in seinem Bericht vom 28. Juni 2017 vielmehr an, dass er 
in Bezug auf das linke Kniegelenk die Zumutbarkeitsbeurteilung der Suva auf dem allgemeinen 
Arbeitsmarkt (ganztägige, mittelschwere und wechselbelastende Tätigkeit ohne Besteigen von 
Leitern und Gerüsten und ohne Knien oder Kauern) grundsätzlich nachvollziehen könne. Hin-
sichtlich der Schulterproblematik hält er zwar fest, diese spiele eine Rolle für die Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit, dass die Beeinträchtigung aber über die von Dr. E.____ attestierte Einschrän-
kung, wonach längere bzw. repetitive Überkopfarbeiten unzumutbar seien, hinausgehen würde, 
lässt sich den Berichten von Prof. Dr. Dr. D.____ jedoch nicht entnehmen.  
 

 

 
 
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4.6. Lässt die vorhandene Aktenlage nach dem Gesagten eine zuverlässige Beurteilung 
des massgebenden medizinischen Sachverhalts zu, so besteht kein Anlass, dem in der Einga-
be vom 29. August 2017 gestellten (Eventual-) Antrag des Beschwerdeführers zu entsprechen, 
wonach ein Gerichtsgutachten einzuholen sei, in welchem das Ausmass der bestehenden 
Schulter- und Kniebeschwerden sowie deren Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit zu beur-
teilen seien. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst zwar das Recht, Beweisanträge zu 
stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Beweisabnahme. Beweise sind im Rah-
men dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur über jene Tatsachen abzunehmen, 
die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Gelangt das Gericht bei pflichtgemäs-
ser Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen Unterlagen ein zuverlässiges 
Bild des relevanten Sachverhalts ergeben und dieser demnach hinreichend abgeklärt ist, kann 
auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Die damit verbundene antizipierte Beweis-
würdigung ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 
E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). 
 
4.7 Im Sinne eines Zwischenergebnisses ist demnach festzuhalten, dass der von der IV-
Stelle in der angefochtenen Verfügung vertretenen Auffassung, wonach beim Versicherten seit 
dem 28. April 2015 keinerlei Beeinträchtigungen der Arbeitsfähigkeit mehr bestanden haben, 
nicht gefolgt werden kann. Gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilungen der Dres. I.____ und 
E.____ ist vielmehr davon auszugehen, dass dem Versicherten auf dem allgemeinen Arbeits-
markt lediglich - aber immerhin - noch die Ausübung einer ganztägigen, mittelschweren und 
wechselbelastenden Tätigkeit, in welcher weder absturzgefährdete Positionen eingenommen 
werden müssen noch ein Laufen in unebenem Gelände erforderlich ist und die keine längeren 
bzw. repetitiven Überkopfarbeiten beinhalten, zumutbar ist.  
 
5.1 Nach dem Gesagten kann der Begründung der IV-Stelle in der angefochtenen Verfü-
gung, wonach kein Rentenanspruch entstanden sei, weil eine Arbeitsunfähigkeit lediglich vom 
7. Juli 2014 bis zum 28. April 2015 bestanden habe, in dieser Form nicht beigepflichtet werden. 
Dies ändert nun allerdings nichts daran, dass die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Be-
schwerdeführers im Ergebnis auch dann zu Recht abgewiesen hat, wenn man von einer länger 
dauernden Beeinträchtigung der Arbeits- bzw. der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers 
ausgeht. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.2), wäre der Invaliditätsgrad bei erwerbstätigen Versi-
cherten eigentlich aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. In diesem Zusam-
menhang gilt es im vorliegenden Fall nun aber auf der einen Seite zu beachten, dass der Versi-
cherte gemäss den Angaben des ehemaligen Arbeitgebers im “Fragebogen für Arbeitgebende“ 
vom 30. September 2016 im Jahr 2015 ein Valideneinkommen von Fr. 50‘000.-- erzielt hätte. 
Auf der andern Seite gilt es zu berücksichtigen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung ei-
ner leidensadaptierten Tätigkeit, d.h. die Verrichtung einer ganztägigen, mittelschweren und 
wechselbelastenden Arbeit, in welcher weder absturzgefährdete Positionen eingenommen wer-
den müssen noch ein Laufen in unebenem Gelände erforderlich ist und die keine längeren bzw. 
repetitiven Überkopfarbeiten beinhalten, im Umfang von 100 % zumutbar ist. Es darf ohne Wei-
teres davon ausgegangen werden, dass der Versicherte in einer solchen Tätigkeit ein unter 
Beizug der Tabellenlöhne der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturer-
hebungen (LSE; vgl. dazu BGE 126 V 76 E. 3b/bb mit Hinweisen) zu ermittelndes Invalidenein-

 

 
 
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kommen erzielen würde, das sich jedenfalls auf den Betrag des genannten Valideneinkommens 
belaufen oder dieses höchstens knapp unterschreiten dürfte. Unter diesen Umständen kann 
aber ausnahmsweise von der Vornahme eines konkreten, betragsmässig genau bezifferten 
Einkommensvergleichs abgesehen und ein Rentenanspruch des Versicherten unmittelbar mit 
dem Hinweis, dass ein Einkommensvergleich keine oder höchstens eine sehr knappe Erwerbs-
einbusse ergeben würde, abgelehnt werden.  
 
5.2 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die IV-Stelle in der angefochtenen Ver-
fügung vom 2. Mai 2017 einen Rentenanspruch des Versicherten jedenfalls im Ergebnis zu 
Recht abgelehnt hat. Die hiergegen erhobene Beschwerde erweist sich als unbegründet, wes-
halb sie abgewiesen werden muss. 
 
6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die 
Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit-
wert im Rahmen von 200-1000 Franken festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskos-
ten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf 800 Franken fest. 
Nach § 20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist der Beschwerdeführer unterliegende Partei, 
weshalb die Verfahrenskosten ihm zu auferlegen sind. Dem Beschwerdeführer ist nun aller-
dings mit Verfügung vom 26. Juni 2017 die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus 
diesem Grund werden die Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
6.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen. Da dem Beschwerdeführer in der Verfügung vom 26. Juni 2017 die unentgeltliche Verbei-
ständung mit seinem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Der Rechtsvertreter des Versicherten ist mit Verfügung des 
Kantonsgerichts vom 17. November 2017 aufgefordert worden, innert unerstreckbarer Frist bis 
8. Dezember 2017 seine Honorarnote nach Zeitaufwand einzureichen. Gleichzeitig ist der da-
rauf hingewiesen worden, dass das Honorar nach Ermessen festgesetzt werde, falls bis zum 
genannten Termin keine Honorarnote eingehen sollte. In der Folge hat der Rechtsvertreter dem 
Kantonsgericht keine Kostennote zukommen lassen, sodass das Honorar ankündigungsge-
mäss nach Ermessen festzusetzen ist. Zu entschädigen ist dabei ausschliesslich der im Be-
schwerdeverfahren vor dem Kantonsgericht erbrachte Aufwand. Da der Rechtsvertreter den 
Versicherten bereits im Vorbescheidverfahren vertreten hat, entfällt für das Beschwerdeverfah-
ren ein vertieftes Aktenstudium im Sinne einer Einarbeitung in das Dossier. Der erbrachte Auf-
wand setzt sich somit im Wesentlichen aus einem Instruktionsgespräch mit dem Mandanten, 
dem Verfassen der Beschwerde, welche jedoch lediglich eine ausgesprochen kurze Begrün-
dung enthält, und der Einreichung zweier in Aussicht gestellter Berichte von Prof. 
Dr. Dr. D.____ samt einer wiederum kurzen Stellungnahme hierzu zusammen. Hält man sich 
die erbrachten Bemühungen vor Augen, erscheint es angemessen, für diese einen Zeitaufwand 
von insgesamt fünf Stunden zu entschädigen und dem Rechtsvertreter zudem Auslagen von 
pauschal Fr. 50.-- zu ersetzen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 

 

 
 
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Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
200 Franken pro Stunde. Dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ist deshalb für seine 
Bemühungen im vorliegenden Beschwerdeverfahren ein Honorar in der Höhe von Fr. 1‘134.-- 
(5 Stunden à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 50.-- zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse auszurichten. 
 
6.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über die Or-
ganisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine Par-
tei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald 
sie dazu in der Lage ist. 
 

  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Be-
schwerdeführer auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die 
Verfahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘134.-- (inkl. Auslagen und 8 % Mehrwertsteuer) aus der Gerichts-
kasse ausgerichtet. 

 

 

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