# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c70fc04f-f2b4-5fa6-b9d9-4a0536b176cf
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-08-29
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 29.08.2019 RT190122
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_RT190122_2019-08-29.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
I. Zivilkammer    
 
 

Geschäfts-Nr.: RT190122-O/U 

 

Mitwirkend: Oberrichterin Dr. L. Hunziker Schnider, Vorsitzende,  

Oberrichterin Dr. D. Scherrer und Oberrichter lic. iur. M. Spahn  

sowie Gerichtsschreiber lic. iur. F. Rieke 

Beschluss vom 29. August 2019 

 

in Sachen 

 

A._____ GmbH,  
Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin 

 

gegen 

 

B._____ … [Ort] Service Center,  
Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin 

 

betreffend Rechtsöffnung 
 
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 14. Mai 2019 (EB190105-G) 
 

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Erwägungen: 

1. a) Mit Verfügung vom 14. Mai 2019 trat das Bezirksgericht Meilen 

(Vorinstanz) auf das Rechtsöffnungsgesuch der Gesuchstellerin in der Betreibung 

Nr. … des Betreibungsamts Pfannenstiel (Zahlungsbefehl vom 27. März 2019) für 

Fr. 1'138.70 nebst Zins und Kosten – zufolge nicht rechtzeitiger Leistung des Ge-

richtskostenvorschusses – nicht ein; die Kosten wurden der Gesuchstellerin aufer-

legt und es wurde davon Vormerk genommen, dass die Gesuchsgegnerin keine 

Parteientschädigung verlangt habe (Urk. 11 = Urk. 18). 

b) Betreffend dieses Verfahren ging am 29. Mai 2019 (Poststempel unle-

serlich) am Obergericht eine Eingabe der Gesuchsgegnerin ein, aus der nicht er-

sichtlich war, weshalb diese erfolgte (Urk. 17). Entsprechend wurde der Gesuchs-

gegnerin mit Schreiben vom 6. Juni 2019 Frist zur Mitteilung des Grundes ihrer 

Eingabe angesetzt, unter der Androhung, dass im Säumnisfall die Eingabe retour-

niert werde (Urk. 19). Da die Gesuchsgegnerin dieses Schreiben nicht entgegen-

nahm (Urk. 20) und nicht reagierte, wurde ihr ihre Eingabe von Ende Mai 2019 mit 

Schreiben vom 5. Juli 2019 retourniert (Urk. 21). 

Am 28. Juli 2019 (Datum Poststempel) erfolgte eine neue Eingabe der Ge-

suchsgegnerin, in welcher diese geltend machte, der Gesuchstellerin nichts 

schuldig zu sein (Urk. 22, samt Beilagen Urk. 24/1-4). Da die Gesuchsgegnerin 

durch die vorinstanzliche Verfügung vom 14. Mai 2019 offensichtlich nicht be-

schwert ist (dazu nachfolgend Erwägung 2), wurde ihr mit Schreiben vom 29. Juli 

2019 Gelegenheit gegeben, auf ein kostenpflichtiges Beschwerdeverfahren zu 

verzichten (Urk. 25). Nachdem die Gesuchsgegnerin hierauf nicht reagierte, wur-

de das vorliegende Beschwerdeverfahren eröffnet. 

c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Beschwer-

de sogleich als offensichtlich unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf wei-

tere Prozesshandlungen verzichtet werden (vgl. Art. 322 Abs. 1 ZPO). 

2. a) Die Prozessvoraussetzungen für ein Rechtsmittel sind von Amtes 

wegen zu prüfen, d.h. auch ohne dass eine Partei dies verlangt (Art. 60 ZPO). Für 

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ein Rechtsmittel ist (u.a.) Prozessvoraussetzung, dass diejenige Partei, welche 

das Rechtsmittel einreicht, durch den angefochtenen Entscheid einen Nachteil er-

leidet. Ohne diese sogenannte Beschwer besteht kein schutzwürdiges Interesse 

an der Beurteilung des Rechtsmittels und ist dementsprechend auf dasselbe nicht 

einzutreten (vgl. Art. 59 Abs. 1 und Abs. 2 lit. a ZPO). 

b) Aus der vorinstanzlichen Verfügung vom 14. Mai 2019 ist kein Nachteil 

für die Gesuchsgegnerin ersichtlich: Die Vorinstanz ist auf das Rechtsöffnungs-

gesuch der Gesuchstellerin nicht eingetreten und die Gerichtskosten wurden der 

Gesuchstellerin auferlegt; die Gesuchsgegnerin wurde dagegen zu nichts ver-

pflichtet (dass sie keine Parteientschädigung verlangt habe, wird nicht als unrich-

tig beanstandet).  

c) Nach dem Gesagten kann mangels schutzwürdigem Interesse auf die 

Beschwerde der Gesuchsgegnerin nicht eingetreten werden. 

3. a) Das Beschwerdeverfahren beschlägt eine Streitigkeit mit einem 

Streitwert von Fr. 1'138.70. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwen-

dung von Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 GebV SchKG auf Fr. 200.-- festzusetzen.  

b) Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens sind ausgangsgemäss 

der Gesuchsgegnerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). 

c) Für das Beschwerdeverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzu-

sprechen, der Gesuchsgegnerin zufolge ihres Unterliegens, der Gesuchstellerin 

mangels relevanter Umtriebe (Art. 106 Abs. 1, Art. 95 Abs. 3 ZPO). 

Es wird beschlossen: 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt. 

3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegne-

rin auferlegt. 

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4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zuge-

sprochen. 

5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage 

von Kopien von Urk. 19, 21–23, 24/1-4 und 25, sowie an die Vorinstanz, je 

gegen Empfangsschein. 

Die vorinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der Rechtsmit-

telfrist an die Vorinstanz zurück. 

6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). 

Dies ist ein Endentscheid im Sinne von Art. 90 BGG. Es handelt sich um eine vermö-
gensrechtliche Angelegenheit. Der Streitwert beträgt Fr. 1'138.70. 

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung. 

Hinsichtlich des Fristenlaufs gelten die Art. 44 ff. BGG. 

 
Zürich, 29. August 2019 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

I. Zivilkammer 
 

Der Gerichtsschreiber: 
 
 
 

lic. iur. F. Rieke 
 

 
versandt am: 
mc 

	Beschluss vom 29. August 2019
	Erwägungen:
	Es wird beschlossen:
	1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
	2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 200.-- festgesetzt.
	3. Die Gerichtskosten des Beschwerdeverfahrens werden der Gesuchsgegnerin auferlegt.
	4. Für das Beschwerdeverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
	5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Gesuchstellerin unter Beilage von Kopien von Urk. 19, 21–23, 24/1-4 und 25, sowie an die Vorinstanz, je gegen Empfangsschein.
	6. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (...