# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 847cbc47-9058-5fc4-82af-c2705d2b5e23
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-11
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 11.07.2023 III 2023 49
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2023-49_2023-07-11.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2023 49

Entscheid vom 11. Juli 2023 

Besetzung lic.iur. Thomas Rentsch, Vizepräsident
Monica Huber-Landolt, Richterin
lic.iur. Karl Gasser, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt MLaw B.________, 

gegen

Verkehrsamt, Schlagstrasse 82, Postfach 3214, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Strassenverkehrsrecht (Auflage Lernfahrausweis, theoretische und 
praktische Führerprüfung, vorsorglicher Führerausweisentzug)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. 1966) lenkte am 7. Juni 2017 in stark betrunkenem Zu-
stand (mind. 2.63 Gewichtspromille) in C.________ einen Personenwagen von 
der Liegenschaft D.________ bis zur Liegenschaft E.________ und verursachte 
im Verlauf dieser Fahrt mehrere Kollisionen, wodurch der Personenwagen so 
stark beschädigt wurde, dass er sich schliesslich nicht mehr starten liess. Am 9. 
November 2017 hat das Verkehrsamt Schwyz gegenüber A.________ vorsorg-
lich den Führerausweis auf unbestimmte Zeit entzogen, wobei die Wiedererlan-
gung des Führerausweises vom Ergebnis einer verkehrsmedizinischen Untersu-
chung abhängig gemacht wurde (vgl. Vi-act. 1). Nach einer verkehrsmedizini-
schen Begutachtung vom 27. März 2018 beim F.________ hat das Verkehrsamt 
mit Verfügung vom 17. Mai 2018 gegenüber A.________ einen Sicherungsent-
zug des Führerausweises auf unbestimmte Zeit verfügt. Als Voraussetzung für 
die Aufhebung des Sicherungsentzugs wurde die Erfüllung folgender Auflagen 
festgelegt (Vi-act. 2):

Alkoholproblematik
 Einhaltung einer mind. 6-monatigen Alkoholtotalabstinenz gemäss der im 

Merkblatt festgehaltenen Vorgehensweise;
Medikamentenproblematik
 Ausschleichen und möglichst Sistieren der Einnahme von suchterzeugenden 

zentralwirksamen Medikamenten;
Psychische Problematik
 Regelmässige psychiatrisch-fachärztliche Behandlung nach Massgabe der 

Psychiaterin mit Einnahme der Medikamente nach Verordnung;
Weiteres Vorgehen
 Die Abstinenz und die psychiatrische Behandlung sind über den Mindestzeit-

raum bis zur Neubeurteilung fortzusetzen;
 Der Bericht über die psychiatrische Behandlung muss zur Untersuchung mit-

gebracht werden;
 Erneute verkehrsmedizinische Neubeurteilung mittels Haaranalyse frühestens 

im August 2018 (…);
 Evtl. verkehrspsychologischer Untersuch, zumal den Fremdauskünften zudem 

kognitive Defizite zu entnehmen sind;
 Evtl. Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung.

B. Nach einer verkehrsmedizinischen Untersuchung vom 6. Mai 2019 bei der 
G.________, teilte das Strassenverkehrsamt mit Schreiben vom 14. Juni 2019 
mit, gestützt auf die verkehrsmedizinische Begutachtung könne die Fahreignung 
weiterhin nicht befürwortet werden. Vor einer weiteren Beurteilung seien im Ein-
zelnen umschriebene Auflagen zu erfüllen (u.a. Alkoholtotalabstinenz, psychia-
trisch-fachärztliche Behandlung, nach Möglichkeit Verzicht auf die Einnahme von 

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Benzodiazepinen und Z-Hypnotika, erneute verkehrsmedizinische Begutachtung 
frühestens im November 2019, evtl. Lernfahrausweis, theoretische und prakti-
sche Führerprüfung; vgl. Vi-act. 4). 

C. Am 9. Juli 2019 verfügte das Verkehrsamt Schwyz gegenüber A.________ 
die Verweigerung der Wiedererteilung des Führerausweises und auferlegte ihr 
eine Sperrfrist für 12 Monate. Zur Begründung wurde ausgeführt, sie habe am 6. 
Mai 2019 auf der Autobahn H.________ einen Personenwagen in angetrunke-
nem Zustand (0.57 mg/l) und trotz Entzugs des Führerausweises gelenkt (Vi-act. 
5).

D. Nach einer weiteren verkehrsmedizinischen Untersuchung vom 2. Septem-
ber 2020 bei der G.________, teilte das Strassenverkehrsamt mit Schreiben vom 
29. Oktober 2020 mit, gestützt auf die verkehrsmedizinische Begutachtung könne 
die Fahreignung weiterhin nicht befürwortet werden. Vor einer weiteren Beurtei-
lung seien im Einzelnen umschriebene Auflagen zu erfüllen (u.a. Alkoholtotalab-
stinenz, regelmässige Kontrolle sowie Therapie nach Ermessen der behandeln-
den Psychiaterin, Verzicht auf die Einnahme von Benzodiazepinen und Z-
Hypnotika, erneute verkehrsmedizinische Begutachtung frühestens im März 
2021, evtl. Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung; vgl. Vi-
act. 6).

E. Nach einer weiteren verkehrsmedizinischen Untersuchung vom 17. Mai 
2022 beim F.________ teilte das Strassenverkehrsamt mit Schreiben vom 21. 
Juni 2022 mit, gestützt auf die verkehrsmedizinische Begutachtung könne die 
Fahreignung weiterhin nicht befürwortet werden. Vor einer weiteren Beurteilung 
seien im Einzelnen umschriebene Auflagen zu erfüllen (u.a. Alkohol- und Medi-
kamentenabstinenz [Z-Hypnotika], regelmässige Behandlung der psychischen 
Erkrankung mit Thematisierung der Suchtproblematik, Neubegutachtung bei ei-
nem Verkehrsmediziner SGRM frühestens im November 2022, Lernfahrausweis, 
theoretische und praktische Führerprüfung; vgl. Vi-act. 7). Auf entsprechendes 
telefonisches Ersuchen von A.________ vom 1. Juli 2022 erteilte das Verkehrs-
amt dem F.________ gleichentags den Auftrag, die neu eingereichten ärztlichen 
Zeugnisse des Hausarztes sowie der Psychiaterin von A.________ zu beurteilen. 
Gestützt auf die Beurteilung des F.________ vom 5. Juli 2022 teilte das Ver-
kehrsamt A.________ mit Schreiben vom 11. Juli 2022 mit, die Fahreignung 
könne weiterhin nicht befürwortet werden. Zudem wurde auf die Wiederzulas-
sungsvoraussetzungen gemäss Schreiben vom 21. Juni 2022 verwiesen (vgl. Vi-
act. 8).

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F. In der verkehrsmedizinische Begutachtung der G.________, vom 21. Fe-
bruar 2023 wurde die Fahreignung von A.________ unter Einhaltung von Aufla-
gen u.a. betreffend die Alkohol- und Medikamentenproblematik sowie die psychi-
sche Problematik (bipolare Störung) bejaht (Vi-act. 12). Mit Schreiben vom 23. 
Februar 2023 gewährte das Verkehrsamt A.________ das rechtliche Gehör zur 
Wiedererteilung des Führerausweises unter Auflagen. A.________ nahm am 6. 
März 2023 Stellung. Eine ergänzende Stellungnahme folgte am 8. März 2023 (Vi-
act. 19 [2. Teil]). Mit Verfügung vom 15. März 2023 bejahte das Verkehrsamt in 
Dispositiv-Ziff. 1 die Fahreignung unter Einhaltung von Auflagen (u.a. Einhaltung 
einer Alkoholabstinenz, keine Einnahme von suchterzeugenden, psychotropen 
Medikamenten [Benzodiazepine/Z-Hypnotika], regelmässige Besprechungen bei 
einer Fachperson für Suchtprobleme, regelmässige Kontrolle und Behandlung 
der psychischen Erkrankung [bipolare Störung] nach Ermessen der behandeln-
den Facharztperson für Psychiatrie und Psychotherapie, bei Verschlechterung 
des Zustandes ist sofort der Arzt oder die Ärztin aufzusuchen und auf das Führen 
eines Fahrzeuges ist zu verzichten, Abstinenzkontrolle auf Ethylglucuronid und 
Medikamente, Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung; vgl. 
Vi-act. 16). Zudem wurde in Dispositiv-Ziff. 2 die Wiedererteilung des Führeraus-
weises am 15. März 2023 unter den obgenannten Auflagen angeordnet. 

G. Nach telefonischer Rückfrage des Rechtsvertreters von A.________ betref-
fend den Zeitpunkt der Aushändigung des Führerausweises (Vi-act. 17) ersetzte 
das Verkehrsamt die Verfügung vom 15. März 2023 durch eine neue Verfügung 
vom 20. März 2023 mit gleichlautender Dispositiv-Ziff. 1. Hingegen fehlte die An-
ordnung der Wiedererteilung des Führerausweises in Dispositiv-Ziff. 2 (Vi-act. 
18). 

H. Mit Schreiben vom 22. März 2023 bemängelte der Rechtsvertreter von 
A.________ die Zustellung der Verfügung vom 20. März 2023 direkt an seine 
Klientschaft und machte geltend, der Führerausweis sei sofort wieder auszuhän-
digen (Vi-act. 19). Am 23. März 2023 ersetzte das Verkehrsamt die Verfügung 
vom 20. März 2023 wiederum durch eine neue Verfügung mit unverändertem 
Dispositiv und hielt in der Begründung daran fest, dass der Führerausweis nicht 
auszuhändigen sei. Die Verfügung wurde korrekt an den Rechtsvertreter von 
A.________ zugestellt (Vi-act. 20).

I. Gegen diese Verfügung lässt A.________ am 3. April 2023 fristgerecht Be-
schwerde beim Verwaltungsgericht einreichen und folgende Rechtsbegehren 
stellen:

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1. Es seien die Auflagen "Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führer-
prüfung" in der Verfügung des Strassenverkehrsamts Schwyz vom 23. März 
2023 vollumfänglich aufzuheben.

2. Eventualiter seien die Auflagen "Lernfahrausweis, theoretische und praktische 
Führerprüfung" in der Verfügung des Strassenverkehrsamts Schwyz vom 
23. März 2023 vollumfänglich aufzuheben und durch das Verwaltungsgericht 
durch mildere Auflagen zu ersetzen.

3. Subeventualiter seien die Auflagen "Lernfahrausweis, theoretische und prakti-
sche Führerprüfung" in der Verfügung des Strassenverkehrsamts Schwyz vom 
23. März 2023 vollumfänglich aufzuheben und die Sache zur neuen Entschei-
dung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten der Vor-
instanz evtl. des Kantons.

Zudem wird der prozessuale Antrag gestellt, die Vorinstanz sei vorsorglich anzu-
weisen, der Beschwerdeführerin den Führerausweis sofort und noch während 
des laufenden Beschwerdeverfahrens wieder auszuhändigen.

J. Mit Vernehmlassung vom 19. April 2023 beantragt das Verkehrsamt die 
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde, soweit auf diese einzutreten sei. Mit 
Stellungnahme vom 10. Mai 2023 hält die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen 
fest. Mit Verfügung vom 11. Mai 2023 weist das Verwaltungsgericht den prozes-
sualen Antrag der Beschwerdeführerin ab. 

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet grundsätzlich 
die Fragestellung, ob die Vorinstanz in der Verfügung vom 23. März 2023 die 
Wiedererteilung des Führerausweises zu Recht von den Auflagen "Lernfahraus-
weis, theoretische und praktische Führerprüfung" abhängig gemacht hat. Zudem 
ist zu prüfen, ob die Vorinstanz die sofortige Herausgabe des Führerausweises 
mit Erlass der angefochtenen Verfügung zu Recht verweigert hat. 

1.2 Unbestritten ist demgegenüber, dass unter Einhaltung der weiteren Aufla-
gen (Einhaltung einer Alkoholabstinenz, keine Einnahme von suchterzeugenden, 
psychotropen Medikamenten [Benzodiazepine/Z-Hypnotika], regelmässige Be-
sprechungen bei einer Fachperson für Suchtprobleme, regelmässige Kontrolle 
und Behandlung der psychischen Erkrankung [bipolare Störung] nach Ermessen 
der behandelnden Facharztperson für Psychiatrie und Psychotherapie, bei Ver-
schlechterung des Zustandes ist sofort der Arzt oder die Ärztin aufzusuchen und 
auf das Führen eines Fahrzeuges ist zu verzichten, Abstinenzkontrolle auf Ethyl-
glucuronid und Medikamente; vgl. Ingress lit. F) die Fahreignung zu befürworten 

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ist. Diese weiteren Auflagen wurden von der Beschwerdeführerin nicht bean-
standet, weshalb sich weitere Ausführungen dazu erübrigen. 

2.1 Motorfahrzeugführer müssen über Fahreignung und Fahrkompetenz verfü-
gen (Art. 14 Abs. 1 SVG). Über Fahrkompetenz verfügt, wer die Verkehrsregeln 
kennt und Fahrzeuge der Kategorie, für die der Ausweis gilt, sicher führen kann 
(Art. 14 Abs. 3 lit. a und b SVG). Die Fahrkompetenz stellt einen Teil der Fahr-
eignung dar. Sie gehört zur Fahreignung im weiteren Sinn. Bei eingeschränkter 
Fahrkompetenz kann daher die Fahreignung entfallen oder beeinträchtigt sein 
(Urteil BGer 6B_1227/2016 vom 16.5.2017 Erw. 1.2.2 m.H. auf Weissenberger, 
Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 2. Aufl. 2015, N. 11 zu Art. 14 SVG). 

2.2 Bestehen Zweifel an der Fahrkompetenz einer Person, so kann diese einer 
Kontrollfahrt, einer Theorieprüfung, einer praktischen Führerprüfung oder einer 
anderen geeigneten Massnahme wie einer Aus- oder Weiterbildung oder einer 
Nachschulung unterzogen werden (Art. 15d Abs. 5 SVG). Zur Fahrkompetenz 
gehören einerseits die Kenntnisse der Verkehrsregeln sowie der Signale und 
Markierungen. Andererseits umfasst der Begriff auch die Fähigkeit, ein Motor-
fahrzeug ohne Gefährdung der übrigen Verkehrsteilnehmer zu bewegen sowie 
Verkehrssituationen richtig zu interpretieren und angemessen darauf zu reagie-
ren. Bestehen berechtigte Zweifel an der Fahrkompetenz einer Person, ist die 
Behörde zum Handeln verpflichtet. Je nach Art und Natur der Zweifel an der 
Fahrkompetenz sind einzeln oder in Kombination die zur Abklärung oder Wieder-
herstellung geeigneten Massnahmen zu ergreifen (Jürg Bickel, in: Niggli/Probst/ 
Waldmann [Hrsg.], Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz, 2014, N 49 zu 
Art. 15d SVG).

2.3 Die Zweifel nach Art. 15d Abs. 5 SVG müssen begründet sein. Der Auslö-
ser muss ein konkreter Anlass sein. Dieser wird zumeist in einem Fehlverhalten 
im Strassenverkehr bestehen. Es ist aber nicht erforderlich, dass eine Verkehrs-
regelverletzung begangen oder ein Straftatbestand des SVG erfüllt wurde (Weis-
senberger, a.a.O., N 109 zu Art. 15d SVG). Nach der bundesgerichtlichen Recht-
sprechung können Zweifel an der Fahrkompetenz gerechtfertigt sein, wenn ein 
Führer längere Zeit kein Fahrzeug mehr gelenkt hat. Dabei darf nicht schemati-
siert werden. Zu würdigen sind die konkreten Umstände des Einzelfalls. Die kan-
tonale Behörde entscheidet dabei nach pflichtgemässem Ermessen (BGE 108 lb 
62 E. 3b; Weissenberger, a.a.O., N 110 zu Art. 15d SVG). Die bisherige bundes-
gerichtliche Rechtsprechung präsentiert sich wie folgt:

2.3.1  Im Entscheid BGE 108 Ib 62 hielt das Bundesgericht fest, eine erneute 
Führerprüfung sei gerechtfertigt im Fall eines Fahrers, der aufgrund eines Siche-

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rungsentzugs etwa fünf Jahre lang kein Motorfahrzeug gelenkt hatte und zuvor 
nur drei Jahre lang im Besitz eines Führerausweises gewesen war. In dieser lan-
gen Zeit des Entzugs habe der Betroffene möglicherweise die zuvor herangebil-
deten Automatismen verloren. Ausserdem hätten sich die Verkehrsvorschriften in 
der Zwischenzeit geändert und die Verkehrsdichte habe zugenommen. Es 
bestünden daher ernsthafte Bedenken bezüglich der Verkehrsregelkenntnisse 
des Betroffenen und seiner Fähigkeit, ein Motorfahrzeug sicher zu führen (BGE 
108 Ib 62 Erw. 3b).

2.3.2 Im Urteil 2A.146/1993 vom 31. August 1994 befand das Bundesgericht, ei-
ne neue Führerprüfung rechtfertige sich bei einem Lenker mit einem Alkoholpro-
blem, der während rund fünf Jahren kein Motorfahrzeug geführt hatte; dies, ob-
gleich der Lenker den Führerausweis bereits 1965 erworben hatte und damit 
über eine lange Erfahrung im Strassenverkehr verfügte (Erw. 5; zitiert nach Urteil 
BGer 1C_135/2017 vom 7.6.2017 Erw. 4.2.2).

2.3.3 Im Urteil 1C_464/2007 vom 22. Mai 2008 erachtete das Bundesgericht eine 
neue Führerprüfung (Theorie, inklusive Verkehrskunde und Praxis) für erforder-
lich bei einem Beschwerdeführer, dessen Führerausweis während elf Jahren 
entzogen war und der im Zeitpunkt des Führerausweisentzugs bereits über neun 
Jahre Fahrpraxis verfügte.

2.3.4 Im Urteil 1C_135/2017 vom 7. Juni 2017 entschied das Bundesgericht in 
einem Fall betreffend einen Fahrer, dessen Führerausweis seit zehn Jahren ent-
zogen war, dass die zuständige Behörde ihren Ermessensspielraum nicht über-
schritten hatte, als sie die Anordnung einer neuen Führerprüfung als erforderlich 
erachtete, um sicherzustellen, dass der Fahrer noch über die zum Führen eines 
Motorfahrzeugs erforderlichen Automatismen verfügte und die teilweise geänder-
ten Verkehrsvorschriften noch kannte (Erw. 4.3).

2.3.5 Im Urteil 1C_121/2021 vom 15. Juli 2021 berücksichtigte das Bundesge-
richt nebst der relativ langen Entzugsdauer von über fünf Jahren namentlich ei-
nen früheren Führerausweisentzug wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand, 
welcher im Jahr 2010 vollzogen wurde. Zudem litt der Betroffene bereits seit den 
1990er Jahren an einer Alkoholabhängigkeit und psychischen Problemen, die zu 
erheblichen Schwierigkeiten bei der Arbeitssuche und zum Bezug von IV-
Leistungen führten. Das Bundesgericht entschied, angesichts der Schwierigkei-
ten, mit denen der Betroffene über einen langen Zeitraum seines Lebens als 
Fahrer konfrontiert war, angesichts der Dauer des Sicherheitsentzuges sowie der 
Begehung zweier schwerer Verfehlungen wegen Fahrens in angetrunkenem Zu-

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stand habe die zuständige Behörde ohne Überschreitung des Ermessensspiel-
raums eine erneute, vollständige Führerprüfung verlangt (Erw. 3.2.2).

2.4 In der Lehre wird die Auffassung vertreten, allein gestützt auf die Fahrab-
stinenz dürfe erst bei einer Dauer von mehr als sechs Jahren gänzlich fehlender 
Fahrpraxis eine neue Führerprüfung verlangt werden; andernfalls sei zuerst eine 
Kontrollfahrt anzuordnen. Hiervon könne nur - sowohl nach unten als auch nach 
oben - abgewichen werden, wenn konkrete weitere Umstände die Zweifel erhär-
teten oder entkräfteten (Weissenberger, a.a.O., N 111 zu Art. 15d SVG). Das 
Bundesgericht liess im erwähnten Urteil 1C_135/2017 offen, ob es an der bishe-
rigen Praxis festhält. 

3. Die Vorinstanz begründet die Auflage, wonach die Beschwerdeführerin vor 
Wiedererteilung des Führerausweises erneut einen Lernfahrausweis zu erwerben 
und die theoretische sowie praktische Führerprüfung nochmals zu absolvieren 
habe, in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen damit, dass die Fahrab-
stinenz der Beschwerdeführerin knapp weniger als sechs Jahre betrage. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung sei die Anordnung einer neuen Führerprü-
fung nach fünf Jahren Fahrabstinenz zulässig.

3.1 Die Beschwerdeführerin erwarb den Führerausweis am 4. Januar 1985. Sie 
verfügte bis zur Trunkenheitsfahrt vom 7. Juni 2017 unbestrittenermassen über 
eine Fahrpraxis von mehr als 32 Jahren. Nach eigenen Angaben habe sie durch-
schnittlich ca. 5'000 Kilometer pro Jahr oder weniger zurückgelegt (Vi-act. 7 
[Gutachten S. 3]). In der Zeit bis zum 7. Juni 2017 sind nach den Akten keine 
Einträge im Schweizerischen Register der Administrativmassnahmen (ADMAS) 
verzeichnet. Anlässlich der Trunkenheitsfahrt vom 7. Juni 2017 verursachte die 
Beschwerdeführerin zahlreiche Kollisionen mit stehenden Objekten. Es liegen in-
des keine Hinweise vor, dass diese Verkehrsregelverletzungen Folge einer ein-
geschränkten Fahrkompetenz waren. Dies wird von der Vorinstanz auch nicht 
geltend gemacht. Vielmehr ist das Fehlverhalten während der Fahrt auf den Zu-
stand der Fahrunfähigkeit der Beschwerdeführerin mit einer Blutalkoholkonzen-
tration von mindestens 2.63 Gewichtspromille zurückzuführen. Die Beschwerde-
führerin weist ferner nach dem vorsorglichen Sicherungsentzug vom 9. Novem-
ber 2017 einen ADMAS-Eintrag auf, da sie am 6. Mai 2019 in angetrunkenem 
Zustand und trotz eines andauernden Führerausweisentzuges einen Personen-
wagen lenkte. Die Beschwerdeführerin ist aktenkundig seit dem Jahr 2016 auf-
grund einer bipolaren Störung (rezidivierende Depressionen mit Hypomanien) in 
psychiatrischer Behandlung. Ferner litt sie seit dem Jahr 2016 an einem ver-
kehrsrelevanten Alkoholmissbrauch und seit einem nicht näher bekannten Zeit-

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punkt an einem verkehrsrelevanten Medikamentenmissbrauch (Z-Hypnotika; vgl. 
Vi-act. 7 [Gutachten S. 6]). Gemäss dem verkehrsmedizinischen Gutachten vom 
21. Februar 2023 konnte eine Alkohol- und Medikamentenabstinenz seit ca. Mitte 
August 2022 bestätigt werden (Vi-act. 12 [Gutachten S. 7]). Seit dem 7. Juni 
2017 ist der Beschwerdeführerin der Führerausweis entzogen. Sie verfügte dem-
nach im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 23. März 2023 seit über 
fünf, aber noch nicht sechs Jahren über keine Fahrpraxis mehr. 

3.2 Die lange Fahrabstinenz der Beschwerdeführerin von über fünf Jahren be-
gründet offenkundig Zweifel an der Fahrkompetenz. Zu prüfen ist, inwiefern wei-
tere Faktoren zur langen Fahrabstinenz hinzutreten.

3.2.1 Die Vorinstanz macht geltend, als erschwerende Faktoren seien die Vorge-
schichte mit verkehrsrelevantem Alkohol- und Medikamentenmissbrauch, ein er-
höhtes Risiko für eine Fahrt unter Substanzeinfluss sowie eine psychische Er-
krankung zu berücksichtigen (Vernehmlassung S. 4 Abs. 3). Dieser Argumentati-
on ist mit der Beschwerdeführerin entgegenzuhalten, dass es sich dabei um Ge-
sichtspunkte handelt, die im Rahmen der verkehrsmedizinischen Begutachtung 
vom 21. Februar 2023 bereits Beachtung fanden und im Rahmen der Wiederer-
teilung der Fahrberechtigung zahlreiche Auflagen erforderlich machten (vgl. oben 
Ingress lit. F ff.). Inwiefern darüber hinaus aufgrund der Vorgeschichte, aufgrund 
eines erhöhten Risikos für eine Fahrt unter Substanzeinfluss oder aufgrund der 
bipolaren Störung Zweifel an der Fahrkompetenz bestehen sollten, ist nicht er-
sichtlich und wurde von der Vorinstanz auch nicht nachvollziehbar dargelegt. 
Namentlich fällt ins Gewicht, dass die Beschwerdeführerin sich erst im Jahr 2016 
wegen der bipolaren Störung in psychiatrische Behandlung begab. Auch ein wei-
ter zurückliegender verkehrsrelevanter Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch 
ist nicht aktenkundig. Von einem langjährigen erheblichen Einfluss der bipolaren 
Störung bzw. des Substanzmissbrauchs während des Erwerbs der Fahrpraxis 
kann somit nach den Akten nicht die Rede sein. Der vorliegende Sachverhalt un-
terscheidet sich insoweit massgeblich vom zitierten Urteil 1C_121/2021 des Bun-
desgerichts. Dass die Beschwerdeführerin allenfalls aufgrund ihrer gesundheit-
lichen Vorgeschichte in besonderem Masse mit einem raschen Verlernen von 
Automatismen zu rechnen hätte, ist weder dargetan noch ergeben sich entspre-
chende Hinweise aus den Akten.

3.2.2 Ferner können vorliegend weder die lange Fahrpraxis der Beschwerdefüh-
rerin von über 32 Jahren noch der automobilistische Leumund noch die Umstän-
de, die zum Sicherungsentzug führten, als erschwerende Faktoren zur Fahrab-
stinenz von bald sechs Jahre hinzutreten. Auch haben sich seit dem Führeraus-

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weisentzug die Verkehrsregeln nicht nennenswert geändert, worauf die Be-
schwerdeführerin in ihrer Beschwerde nachvollziehbar hinwies (Ziff. 27). 

3.2.3 Weitere Faktoren, die zur langen Fahrabstinenz erschwerend hinzukom-
men, sind nicht ersichtlich. 

3.3 Angesichts der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach ab einer 
Fahrabstinenz von rund fünf Jahren begründete Zweifel an der Fahrkompetenz 
des betreffenden Fahrzeuglenkers bestehen können, wobei jedoch die spezifi-
schen Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, sowie angesichts der 
geäusserten Kritik in der Lehre, wonach eine Fahrabstinenz von mindestens 
sechs Jahren zu verlangen ist, erweist sich die Auflage einer neuen (theoreti-
schen und praktischen) Führerprüfung vorliegend mangels namhafter erschwe-
render Faktoren sowie unter Berücksichtigung der Dauer der Fahrpraxis und der 
Fahrabstinenz als zu streng. Dabei fällt nicht zuletzt ins Gewicht, dass die Vorin-
stanz die Auflage einer neuen Fahrprüfung praxisgemäss erst ab einer Fahrab-
stinenz von fünf Jahren zu thematisieren scheint. Für diese vorinstanzliche Pra-
xis spricht insbesondere der Umstand, dass die Vorinstanz die Auflage der neu-
en Fahrprüfung in ihren Schreiben an die Beschwerdeführerin zunächst nur als 
Eventualfall aufgeführt hatte (vgl. Vi-act. 2, 4, 6). Erstmals mit Schreiben vom 21. 
Juni 2022 (mithin gut fünf Jahre seit dem Ausweisentzug) war die Auflage defini-
tiv aufgeführt (vgl. Vi-act. 7). Fehlen indes wie vorliegend namhafte erschweren-
de Faktoren, wäre diesem Umstand mit dem Erfordernis einer längeren Fahrab-
stinenz Rechnung zu tragen gewesen. Zusammenfassend ist die Anordnung ei-
ner neuen Führerprüfung im vorliegenden Fall unverhältnismässig.

3.4 Als milderes Mittel, um den Zweifeln an der bestehenden Fahrkompetenz 
Rechnung zu tragen, sowie im Sinne einer Sachverhaltsabklärung, kommt eine 
expertenbegleitete Kontrollfahrt in Frage. Auf dieser kann festgestellt werden, ob 
die Beschwerdeführerin die nötigen Kenntnisse, Fähigkeiten und die Geschick-
lichkeit aufweist, um ein Motorfahrzeug sicher im Strassenverkehr zu führen. Die 
Kontrollfahrt liegt im Interesse der Verkehrssicherheit und ist im Vergleich zur 
Auflage einer neuen Führerprüfung eine mildere Massnahme. Es rechtfertigt sich 
vorliegend deshalb, als Auflage eine von einem Verkehrsexperten begleitete 
Kontrollfahrt im Sinne von Art. 29 Abs. 1 VZV anzuordnen. 

4. Hinsichtlich der Frage der Wiederaushändigung des Führerausweises noch 
vor der Überprüfung der Fahrkompetenz drängen sich folgende Bemerkungen 
auf:

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4.1 Der auf unbestimmte Zeit entzogene Lernfahr- oder Führerausweis kann 
bedingt und unter Auflagen wiedererteilt werden, wenn eine allfällige gesetzliche 
oder verfügte Sperrfrist abgelaufen ist und die betroffene Person die Behebung 
des Mangels nachweist, der die Fahreignung ausgeschlossen hat (Art. 17 Abs. 3 
SVG). 

4.2 Die Norm will sicherstellen, dass Führerausweise nur wiedererteilt werden, 
wenn vom Betreffenden im motorisierten Strassenverkehr keine Gefahr (mehr) 
ausgeht (Weissenberger, a.a.O., N 1 zu Art. 17 SVG). Die an die Wiedererteilung 
des Führerausweises geknüpften Auflagen sind Nebenbestimmungen, die dazu 
dienen, Unsicherheiten beim Nachweis Rechnung zu tragen, dass der jeweilige 
Fahreignungsmangel tatsächlich behoben und die Fahreignung der betroffenen 
Person stabil ist (Weissenberger, a.a.O., N 14 zu Art. 17 SVG). Mangelt es na-
mentlich aufgrund eines längerfristigen Sicherungsentzuges an der Fahrkompe-
tenz, ist die Wiedererteilung des Ausweises gegebenenfalls von einer neuen 
Führerprüfung oder dem Bestehen einer Kontrollfahrt abhängig zu machen (vgl. 
Rütsche/Weber, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Kommentar zum Strassen-
verkehrsgesetz, 2014, N 27 zu Art. 17 SVG). 

4.3 Die Vorinstanz hat in der angefochtenen Verfügung die Fahreignung unter 
anderem unter der Auflage "Lernfahrausweis, theoretische und praktische Füh-
rerprüfung" befürwortet. Damit sollte den Zweifeln an der Fahrkompetenz Rech-
nung getragen werden, welche aufgrund der langen Fahrabstinenz aufgekom-
men waren. Während die weiteren Auflagen (wie etwa die Einhaltung einer Alko-
holabstinenz, der Verzicht auf die Einnahme von Benzodiazepinen bzw. 
Z-Hypnotika oder die regelmässige Kontrolle und Behandlung der psychischen 
Erkrankung) insbesondere dazu dienen sollen, bei aktuell bestehender Fahreig-
nung der unsicheren künftigen Entwicklung der Fahreignung entgegenzutreten, 
geht es bei der Anordnung einer neuen Führerprüfung darum, aktuell bestehen-
den Zweifeln an der Fahrkompetenz zu begegnen. Diese Zweifel sind durch ge-
eigneten Nachweis zu widerlegen, damit im Anschluss der Führerausweis wieder 
erteilt werden kann. Liegen ernstliche Zweifel an der Fahreignung bzw. der Fahr-
kompetenz vor, wäre es mit Blick auf die drohende Gefahr einer Teilnahme am 
motorisierten Strassenverkehr nicht zu verantworten, wenn der Führerausweis 
bereits erteilt würde, bevor der Nachweis der bestehenden Fahreignung bzw. der 
Fahrkompetenz erbracht ist. Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz den Führerausweis nicht sofort erteilte, sondern die Wieder-
erteilung vom Nachweis der Fahrkompetenz abhängig machte. Zwar hat sich die 
Auflage der neuen Führerprüfung vorliegend als unverhältnismässig erwiesen 
und ist eine expertenbegleitete Kontrollfahrt als mildere Massnahme ebenfalls 

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geeignet, den berechtigten Zweifeln an der Fahrkompetenz Rechnung zu tragen 
(vgl. oben Erw. 3.3 f.). Dies ändert jedoch nichts daran, dass auch der mittels ei-
ner Kontrollfahrt zu erbringende Nachweis einer aktuell trotz Zweifeln bestehen-
den Fahrkompetenz noch vor der Wiedererteilung des Führerausweises zu er-
bringen ist. Die vorzeitige Aushändigung des Führerausweises kommt nach dem 
Gesagten nicht in Frage.

4.4 Daran vermögen die weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin nichts zu 
ändern. Unbehelflich ist namentlich der Einwand, wonach die Verweigerung der 
Aushändigung des Führerausweises als vorsorglicher Sicherungsentzug im Sin-
ne von Art. 30 VZV zu qualifizieren sei und diese Bestimmung nur das Vorgehen 
bei Zweifeln an der Fahreignung, nicht aber der Fahrkompetenz regle. Dem ist 
zunächst entgegenzuhalten, dass die strikte Trennung zwischen der Fahrkompe-
tenz und der Fahreignung nicht überzeugt. Die Fahrkompetenz stellt vielmehr ei-
nen Teil der Fahreignung dar und gehört somit zur Fahreignung im weiteren Sinn 
(vgl. oben Erw. 2.1). Die Anwendung von Art. 30 VZV bei begründeten Zweifeln 
an der Fahrkompetenz ist deshalb keineswegs ausgeschlossen (vgl. Bickel, 
a.a.O., N 56 zu Art. 15d SVG). Sodann setzt die Anwendung von Art. 30 VZV 
voraus, dass neue (nach Erteilung des Führerausweises entstandene) Umstände 
entstehen, die es rechtfertigen, die erteilte Fahrberechtigung zu entziehen. So 
verhält es sich aber vorliegend gerade nicht. Die Zweifel an der Fahrkompetenz, 
welche zur Anordnung einer Auflage führten, sind nicht erst nach Wiedererteilung 
des Führerausweises aufgetreten, sondern sie bestanden bereits aufgrund der 
langen Fahrabstinenz bis zur Befürwortung der Fahreignung. Die Beschwerde-
führerin hatte seit der erstmaligen Anordnung des Sicherungsentzugs zu keinem 
Zeitpunkt den Nachweis erbracht, dass der bestehende Fahreignungsmangel 
behoben und auch die Fahrkompetenz gegeben ist, bzw. dass allfällige Zweifel 
unbegründet sind. Somit hatte die Vorinstanz auch keinen Anlass, der Be-
schwerdeführerin den Führerausweis wieder zu erteilen. Entsprechend müsste 
ihr der Führerausweis nicht gestützt auf Art. 30 VZV (vorsorglich) entzogen wer-
den. Art. 30 VZV fand vorliegend nach dem Gesagten keine Anwendung. 

Nicht zu überzeugen vermag ferner der Einwand, wonach zur Überprüfung der 
Fahrkompetenz ein eigenes Verfahren zu eröffnen sei, wogegen es unzulässig 
sei, die Überprüfung der Fahrkompetenz nachträglich in ein Sicherungsentzugs-
verfahren wegen ursprünglich fehlender Fahreignung zu integrieren (vgl. Stel-
lungnahme der Beschwerdeführerin Ziff. 6). Für die Wiedererteilung des Führer-
ausweises nach einem Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit muss sowohl die 
Fahreignung als auch die Fahrkompetenz gegeben sein. Entsprechend sind im 
Verfahren betreffend die Wiedererteilung des Führerausweises sowohl die Fahr-

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eignung als auch die Fahrkompetenz abzuklären. Würden dafür zwei unter-
schiedliche Verfahren geführt, wären nicht nur widersprüchliche Ergebnisse 
denkbar, sondern es wäre gegebenenfalls sogar zweimal der Rechtsweg gegen 
entsprechende Verfügungen zu beschreiten, was offenkundig weder prozessö-
konomisch noch der Rechtssicherheit förderlich ist. 

4.5 Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin den Führerausweis nicht ausgehändigt hat. Der Führerausweis 
ist ihr bei einem positiven Ergebnis der expertenbegleiteten Kontrollfahrt umge-
hend auszuhändigen. 

5. Die Beschwerdeführerin rügt schliesslich eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs, indem die Verweigerung des Führerausweises in der angefochtenen 
Verfügung nicht begründet worden sei (Beschwerde Ziff. 11, 17 unten). Ebenfalls 
werde nicht begründet, weshalb die Beschwerdeführerin heute nicht mehr über 
die Fähigkeit verfüge, ein Motorfahrzeug zu führen, nachdem sie vor dem Siche-
rungsentzug während über 32 Jahren sicher ein Motorfahrzeug gelenkt habe 
(Beschwerde Ziff. 22).

5.1 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 
Gehör. Wesentlicher Bestandteil dieses Anspruchs ist die Begründungspflicht. 
Diese soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten 
lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, ihren Entscheid gegebenenfalls sachge-
recht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmit-
telinstanz sich über die Tragweite des Entscheides ein Bild machen können. In 
diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid 
stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tat-
beständlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen 
muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-
punkte beschränken (BGE 143 III 65 m.w.H.). 

5.2 Die Vorinstanz begründet in der angefochtenen Verfügung die Verweige-
rung der physischen Aushändigung des Führerausweises, indem sie auf die An-
ordnung der neuen theoretischen und praktischen Führerprüfung verweist. Deren 
Erfordernis wird mit dem Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung be-
gründet. Gestützt auf diese Ausführungen war die Beschwerdeführerin ohne Wei-
teres in der Lage, den Entscheid sachgerecht anzufechten. Es ist nicht zu bean-
standen, dass die Vorinstanz nicht zu jedem einzelnen Argument der Beschwer-
deführerin Stellung genommen hat, sondern sich auf die wesentlichen Gesichts-
punkte beschränkte. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs ist zu verneinen. 

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6. Nach diesen Ausführungen ist die Beschwerde insoweit teilweise 
gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 23. März 2023 entsprechend 
abzuändern, als die Anordnung der Auflage "Lernfahrausweis, theoretische und 
praktische Führerprüfung" ersetzt wird durch die Auflage "Absolvieren einer 
Kontrollfahrt im Sinne von Art. 29 VZV". Diesem Ergebnis entsprechend werden 
die Verfahrenskosten den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Ausserdem wird der 
beanwalteten Beschwerdeführerin für das Teilobsiegen zulasten der Vorinstanz 
eine reduzierte Parteientschädigung zugesprochen. Das Honorar wird in 
Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA, SRSZ 
280.411), der für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 
GebTRA einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, sowie unter 
Beachtung der in § 2 GebTRA enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, 
Schwierigkeit, Umfang und Art der Arbeitsleistung, notwendiger Zeitaufwand) und 
in Ausübung des pflichtgemässen Ermessens auf Fr. 1'500.-- (inkl. MwSt und 
Barauslagen) festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen teilweise gutgeheissen. 
Die angefochtene Verfügung wird insoweit angepasst, als die Auflage 
"Lernfahrausweis, theoretische und praktische Führerprüfung" durch die 
Auflage "Absolvieren einer Kontrollfahrt im Sinne von Art. 29 VZV" ersetzt 
wird. 

2. Die Verfahrenskosten betragen Fr. 900.-- und werden den Parteien je zur 
Hälfte (je Fr. 450.--) auferlegt. Die Beschwerdeführerin hat einen Kosten-
vorschuss von Fr. 900.-- bezahlt, so dass ihrem Rechtsvertreter aus der 
Gerichtskasse noch Fr. 450.-- zurückzuerstatten sind. Auf die kantonsinter-
ne Verrechnung wird verzichtet.

3. Der Beschwerdeführerin wird zulasten der Vorinstanz eine reduzierte Par-
teientschädigung von Fr. 1'500.-- zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*  
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Bundesamt für Strassen ASTRA, Sekretariat Administrativ-

massnahmen, 3003 Bern (A).

Schwyz, 11. Juli 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 12. Juli 2023