# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** aad9287b-7913-598c-8731-753d8f1c324a
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2018-07-18
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 18.07.2018 BB.2018.19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_BB-2018-19_2018-07-18.pdf

## Full Text

Beschluss vom 18. Juli 2018 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter 

Giorgio Bomio-Giovanascini, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Roy Garré, 

Gerichtsschreiber Stefan Graf  

 

   
 

Parteien 

  

A. AG IN LIQUIDATION, vertreten durch Advokat 

Caspar Zellweger,  

Beschwerdeführerin 

 

 gegen 

   

1. BUNDESANWALTSCHAFT,  

 

2. B., vertreten durch Advokat Nicola Moser,  

Beschwerdegegner 

 

Gegenstand  Einstellung des Verfahrens (Art. 322 Abs. 2 StPO) / 

«classement implicite» 

  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: BB.2018.19 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Sachverhalt: 

 

A. Die Bundesanwaltschaft führte seit Oktober 2004 im Zusammenhang mit C. 

und dem finanziellen Zusammenbruch der «D.»-Gruppe eine umfangreiche 

und komplexe Strafuntersuchung. Diese ist sachlich und persönlich vielseitig 

verästelt und setzt sich primär aus dem Sachverhaltsbereich «Anlagebetrü-

gereien/Anschlussgeldwäscherei» sowie aus verschiedenen Nebensachver-

halts- und Vorwurfsbereichen zusammen. 

 

 

B. Im sog. Sachverhaltskomplex «E.-Deal» geht es um die zwischen Frühsom-

mer und September 2004 erfolgte Herauslösung des Gesellschaftskapitals 

der A. AG in der Höhe von rund Fr. 30 Mio. Diesbezüglich erfolgte am 22. Ok-

tober 2007 die Eröffnung der Strafverfolgung gegen B. wegen des Verdachts 

der ungetreuen Geschäftsbesorgung nach Art. 158 StGB, eventuell der Ver-

untreuung und des Betrugs nach Art. 138 bzw. 146 StGB (Akten EAII.04-

0277, pag. 1-08-001). Mit Verfügung vom 22. Juni 2009 stellte die Bundes-

anwaltschaft fest, dass die Strafverfolgung gegen B. wegen des Verdachts 

der ungetreuen Geschäftsbesorgung eventuell der Misswirtschaft nach Art. 

165 StGB eröffnet und ausgedehnt worden sei (Akten EAII.04-0277, pag. 1-

08-002). Die A. AG in Liq. erklärte, sich am Strafverfahren gegen B. im sie 

betreffenden Teilbereich als Straf- und Zivilklägerin im Sinne von Art. 118 

StPO beteiligen zu wollen (vgl. Akten EAII.04.0277, pag. 15.1150 000033). 

 

 

C. In der Folge erhob die Bundesanwaltschaft im Hauptsachverhaltsbereich 

«Anlagebetrügereien/Anschlussgeldwäscherei» am 9. Oktober 2015 An-

klage gegen C. Zeitgleich wurden die verbleibenden Nebensachverhalts- 

und Vorwurfsbereiche – darunter der Sachverhaltskomplex «E.-Deal» – 

förmlich abgetrennt und unter neuer Verfahrensnummer fortgeführt (Akten 

SV.15.1349, pag. 1.01 000001 ff.).  

 

 

D. Mit Strafbefehl vom 2. Februar 2018 wurde B. im Zusammenhang mit dem 

Sachverhaltskomplex «E.-Deal» wegen Misswirtschaft gemäss Art. 165 

Ziff. 1 StGB schuldig gesprochen (act. 1.1).  

 

 

E. Dagegen erhob die A. AG in Liq. am 13. Februar 2018 bei der Bundesan-

waltschaft Einsprache. Darin beantragt sie in erster Linie, B. sei im Teilsach-

verhalt «E.-Deal» zusätzlich zur Misswirtschaft auch wegen qualifizierter un-

getreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 

- 3 - 

 

 

StGB oder wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 

Ziff. 2 StGB schuldig zu sprechen (act. 1.4). 

 

 

F. Gleichentags gelangte sie gegen den Strafbefehl mit Beschwerde an die Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts (act. 1). Darin beantragt sie Fol-

gendes: 

 

1.  

a) Es sei B. im Teilsachverhalt «E.-Deal» zusätzlich zur Misswirtschaft auch wegen qualifi-

zierter ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB oder 

wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 2 StGB schuldig zu spre-

chen. 

b) Eventualiter sei die Sache zur Schuldigsprechung von B. im Teilsachverhalt «E.-Deal» zu-

sätzlich zur Misswirtschaft auch wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB oder wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung im 

Sinne von Art. 158 Ziff. 2 StGB an die Vorinstanz zurückzuweisen. 

2. Es sei der Strafbefehl vom 2. Februar 2018 in der Strafuntersuchung SV.15.1349 gegen B. 

im Übrigen (unter Vorbehalt der bei der Bundesanwaltschaft beantragten Entschädigung nach 

Art. 433 StPO) zu bestätigen. 

3. Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten von B. 

 

In ihrer Beschwerdeantwort vom 15. März 2018 schliesst die Bundesanwalt-

schaft auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzu-

treten sei (act. 8). B. beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, 

eventualiter sei sie abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen 

zulasten der Beschwerdeführerin (act. 9). 

 

Mit Replik vom 23. April 2018 hält die A. AG in Liq. an ihren Beschwerdean-

trägen fest (act. 13). Die Replik wurde den Beschwerdegegnern am 24. April 

2018 zur Kenntnis gebracht (act. 14). 

 

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit 

erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug genom-

men. 

 

 

 

- 4 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 

 

1. Gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft 

kann bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde er-

hoben werden (Art. 393 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 20 Abs. 1 lit. b StPO und 

Art. 37 Abs. 1 StBOG). Zur Beschwerde berechtigt ist jede Partei oder jeder 

andere Verfahrensbeteiligte, welche oder welcher ein rechtlich geschütztes 

Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides 

haben (Art. 382 Abs. 1 StPO; Botschaft vom 21. Dezember 2005 zur Verein-

heitlichung des Strafprozessrechts, BBl 2006 S. 1308). Die Beschwerde ge-

gen schriftlich oder mündlich eröffnete Entscheide ist innert zehn Tagen 

schriftlich und begründet einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Mit ihr gerügt 

werden können gemäss Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverletzungen, ein-

schliesslich Überschreitung und Missbrauch des Ermessens, Rechtsverwei-

gerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige 

Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie die Unangemessenheit (lit. c). 

 

 

2. Gegen den Strafbefehl können u.a. die beschuldigte Person sowie weitere 

Betroffene (wie die Privatklägerschaft; siehe hierzu BGE 141 IV 231) bei der 

Staatsanwaltschaft innert 10 Tagen schriftlich Einsprache erheben (Art. 354 

Abs. 1 lit. a und b StPO). Wird Einsprache erhoben, so nimmt die Staatsan-

waltschaft die weiteren Beweise ab, die zur Beurteilung der Einsprache er-

forderlich sind (Art. 355 Abs. 1 StPO). Nach Abnahme der Beweise entschei-

det die Staatsanwaltschaft, ob sie am Strafbefehl festhält, das Verfahren ein-

stellt, einen neuen Strafbefehl erlässt oder Anklage beim erstinstanzlichen 

Gericht erhebt (Art. 355 Abs. 3 StPO). Hält die Staatsanwaltschaft am Straf-

befehl fest, so überweist sie die Akten unverzüglich dem erstinstanzlichen 

Gericht zur Durchführung des Hauptverfahrens. Der Strafbefehl gilt in die-

sem Fall als Anklageschrift (Art. 356 Abs. 1 StPO). 

 

 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführerin macht zusammengefasst geltend, der angefoch-

tene Strafbefehl beinhalte den Sachverhaltsbereich «E.-Deal» betreffend 

eine Verurteilung wegen Misswirtschaft, äussere sich aber nicht zum eben-

falls Gegenstand der Untersuchung gewesenen Vorwurf der ungetreuen Ge-

schäftsbesorgung. Mit dem Strafbefehl sei damit das Verfahren betreffend 

ungetreue Geschäftsbesorgung implizit eingestellt worden. Ein solches 

«classement implicite» unterliege nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung 

der Beschwerde nach Art. 393 ff. StPO (act. 1, Rz. 3, 5 und 10; act. 13, 

Rz. 8 ff.). 

 

- 5 - 

 

 

3.2 Die Einstellung des Strafverfahrens muss durch eine beschwerdefähige, for-

melle Einstellungsverfügung erfolgen. Wenn die Staatsanwaltschaft durch 

Strafbefehl nur einen Teil der inkriminierten Taten (im Sinne von Lebens-

sachverhalten) ahndet, muss sie sowohl einen Strafbefehl als auch eine Ein-

stellungsverfügung erlassen (BGE 138 IV 241 E. 2.5). Wenn die Staatsan-

waltschaft nicht zwei separate Entscheide fällt, sondern nur einen Strafbefehl 

erlässt, der eine implizite Einstellung enthält, ist diese mit Beschwerde und 

nicht mit Einsprache anzufechten (BGE 138 IV 241 E. 2.6). Erachtet die 

Staatsanwaltschaft jedoch in Bezug auf einen inkriminierten Lebenssachver-

halt einen von mehreren in Betracht fallenden Straftatbeständen als nicht 

erfüllt, so hat sie insoweit nicht eine (Teil-)Einstellung des Verfahrens anzu-

ordnen. Eine solche kommt grundsätzlich nur in Betracht, wenn mehrere Le-

bensvorgänge oder Taten im prozessualen Sinne zu beurteilen sind, die 

einer separaten Erledigung zugänglich sind. Soweit es sich hingegen um 

eine andere rechtliche Würdigung ein und desselben Lebensvorgangs han-

delt, scheidet eine teilweise Verfahrenseinstellung aus. Wegen ein und der-

selben Tat im prozessualen Sinne kann nicht aus einem rechtlichen Ge-

sichtspunkt verurteilt und aus einem anderen das Verfahren eingestellt wer-

den. Es muss darüber einheitlich entschieden werden (siehe hierzu die Ur-

teile des Bundesgerichts 6B_654/2017 vom 27. Februar 2018 E. 2.3; 

6B_756/2017 vom 20. September 2017 E. 5.2.1; 6B_425/2015 vom 12. No-

vember 2015 E. 1.4; 6B_653/2013 vom 20. März 2014 E. 3.2). Entsprechend 

ist die Privatklägerschaft nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung 

auch zur Einsprache gegen einen Strafbefehl legitimiert, wenn sie eine stren-

gere rechtliche Qualifikation des Sachverhalts anstrebt (BGE 138 IV 241 

E. 2.6; Urteil des Bundesgerichts 6B_981/2017 vom 7. Februar 2018 E. 2.2).  

 

3.3 Im vorliegenden Fall führt die Beschwerdeführerin selber aus, die Beschwer-

degegnerin habe im Rahmen ihres Strafbefehls eine mildere rechtliche Qua-

lifikation desselben rechtlichen Sachverhalts vorgenommen (act. 1, Rz. 3, 

12). Der dem Strafbefehl zu Grunde liegende Sachverhalt stimme ohne Ab-

weichung mit dem bereits mit Strafanzeige (auch wegen ungetreuer Ge-

schäftsbesorgung) geltend gemachten Sachverhalt überein (act. 1, Rz. 7). 

Damit ergibt sich aber bereits aufgrund der eigenen Ausführungen der Be-

schwerdeführerin und aufgrund der geschilderten Rechtsprechung, dass es 

sich vorliegend nicht um eine implizite (Teil-)Einstellung des Verfahrens han-

delt. Die Beschwerdeführerin macht gerade nicht geltend, die Beschwerde-

gegnerin habe mit ihrem Strafbefehl einen (anderen) Lebenssachverhalt kei-

ner Beurteilung zugeführt. Vielmehr rügt sie, der Lebenssachverhalt, wie er 

dem Strafbefehl zu Grunde liege, sei rechtlich anders (und im möglichen 

Strafmass strenger) zu qualifizieren. Dieses Anliegen hat sie nach dem Ge-

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sagten aber auf dem Wege der Einsprache gegen den Strafbefehl zu verfol-

gen. Die Art des Konkurrenzverhältnisses zwischen verschiedenen anwend-

baren Strafbestimmungen ist – entgegen den Vorbringen der Beschwerde-

führerin (act. 1, Rz. 10; act. 13, Rz. 11) – für die Annahme einer impliziten 

Einstellung nicht von Relevanz. Entscheidend für die Möglichkeit einer impli-

ziten (Teil-)Einstellung ist allein das Vorliegen mehrerer Lebensvorgänge.  

 

 

4. Fehlt es vorliegend an einer implizit erfolgten (Teil-)Einstellung des gegen 

den Beschwerdegegner geführten Strafverfahrens, so fehlt es auch an 

einem für das Beschwerdeverfahren notwendigen Anfechtungsobjekt. Auf 

die Beschwerde ist demnach nicht einzutreten. 

 

 

5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der unterlie-

genden Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Ge-

richtsgebühr ist auf Fr. 1'500.– festzusetzen (Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5 und 

8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 

über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren 

[BStKR; SR 173.713.162]), unter Anrechnung des geleisteten Kostenvor-

schusses in derselben Höhe (act. 2 und 3). 

 

 

6.  

6.1 Wird das ausschliesslich von der Privatklägerschaft erhobene Rechtsmittel 

abgewiesen, hat sie die durch die adäquate Wahrnehmung der Verfahrens-

rechte entstandenen Verteidigungskosten der beschuldigten Person zu tra-

gen (Urteil des Bundesgerichts 6B_273/2017 vom 17. März 2017 E. 2 

m.w.H.).  

 

6.2 Grundlage zur Bemessung der Entschädigung bildet gestützt auf Art. 10 und 

12 Abs. 1 BStKR und unter Vorbehalt der nachfolgenden Bemerkungen die 

vom Beschwerdegegner eingereichte Honorarnote (act. 9.2). Der Vertreter 

des Beschwerdegegners macht für das vorliegende Beschwerdeverfahren 

einen Zeitaufwand von insgesamt 15 Stunden geltend. 2 Stunden und 50 Mi-

nuten habe er dabei für die Lektüre der Beschwerde, Rechtsabklärungen 

und die Vorbereitung der Beschwerdeantwort eingesetzt. Diesbezüglich ist 

vorab zu bemerken, dass der erwähnte, zeitlich aber nicht näher bezifferte 

Aufwand für Rechtsstudium mit Ausnahme der Klärung aussergewöhnlicher 

Rechtsfragen grundsätzlich nicht entschädigungspflichtig ist (TPF 2016 145 

E. 3.8 S. 154 f.; Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BE.2017.5 vom 

30. August 2017 E. 2.3.2; BB.2016.289 vom 7. März 2017 E. 4.2). Der übrige 

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Aufwand von 12 Stunden und 10 Minuten habe demgegenüber der Redak-

tion, Ergänzung und Finalisierung der Beschwerdeantwort gedient. Die ent-

sprechende Beschwerdeantwort umfasst sieben Seiten, wovon die erste 

Seite ausschliesslich das Rubrum und die letzte Seite lediglich einen Satz 

und die Unterschrift des Vertreters beinhaltet. Auch der geltend gemachte 

Aufwand für die vorliegende Beschwerdeantwort erscheint demnach als 

übersetzt. So hat zum Beispiel die Beschwerdeführerin für ihre Beschwerde 

von 13 Seiten einen Aufwand von 4 Stunden und 30 Minuten (act. 1 und 

13.1) bzw. für ihre Replik von 9 Seiten einen Aufwand von 5 Stunden und 

10 Minuten (act. 13 und 13.1) geltend gemacht. Diesbezüglich ist zwar zu 

berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin auch im Verfahren 

BB.2018.18 eine weitgehend ähnliche Beschwerde eingereicht hat 

(BB.2018.18, act. 1), weshalb sich auf ihrer Seite ein gewisser Synergieef-

fekt ergeben haben dürfte. Andererseits machte auch der Beschwerdegeg-

ner in jenem Verfahren für seine Beschwerdeantwort von fünf Seiten nur 

einen Aufwand von 6 Stunden und 30 Minuten geltend (BB.2018.18, act. 9 

und 9.1). Zu bemerken ist zudem, dass sich der in Beschwerdeverfahren vor 

der Beschwerdekammer anzuwendende Stundenansatz in der Regel auf 

Fr. 230.– und nicht auf die geltend gemachten Fr. 250.– beläuft (vgl. hierzu 

den Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2012.8 vom 2. März 2012 

E. 4.2). Vorliegend besteht kein Anlass, davon abzuweichen. Zudem unter-

liegt die vom Rechtsvertreter des Beschwerdegegners erbrachte Dienstleis-

tung aufgrund des ausländischen Wohnsitzes des Letztgenannten nicht der 

schweizerischen Mehrwertsteuer (Art. 1 Abs. 2 lit. a und Art. 8 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer [Mehrwert-

steuergesetz, MWSTG; SR 641.20]).  

 

6.3 Wird wie hier eine detaillierte Honorarnote eingereicht und steht der geltend 

gemachte Zeitaufwand zum Umfang und zur Schwierigkeit des Falles in ei-

nem offensichtlichen Missverhältnis, dann darf nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung in Strafsachen die Entschädigung pauschal bemessen wer-

den (Urteil des Bundesgerichts 6B_224/2013 vom 27. Januar 2014 E. 2.5 f.). 

 

6.4 Der ausgewiesene Stundenaufwand erscheint nach dem oben Ausgeführten 

nicht mehr als angemessen. Die von der Beschwerdeführerin dem Be-

schwerdegegner für das vorliegende Verfahren auszurichtende Parteient-

schädigung ist daher pauschal auf Fr. 1‘500.– festzusetzen. 

 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1‘500.– wird der Beschwerdeführerin auferlegt, 

unter Anrechnung des geleisteten Kostenvorschusses in gleicher Höhe. 

 

3. Die Beschwerdeführerin hat dem Beschwerdegegner für das vorliegende Ver-

fahren eine Parteientschädigung von Fr. 1‘500.– zu bezahlen. 

 

 

Bellinzona, 18. Juli 2018 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Advokat Caspar Zellweger 

- Bundesanwaltschaft 

- Advokat Nicola Moser 

 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen diesen Entscheid ist kein ordentliches Rechtsmittel gegeben.