# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ca954ac5-a0ca-5bf5-804f-cd7f6d924ef0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-03
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 03.05.2016 200 2015 1085
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1085_2016-05-03.pdf

## Full Text

200 15 1085 IV
KNB/IMD/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 3. Mai 2016

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Matti
Gerichtsschreiber Imhasly

A.________ 
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 10. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Mai 2016, IV/15/1085, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1958 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im Mai 2011 unter Hinweis auf unfallbedingte 
„Unsicherheiten bei Arbeiten auf … und …“ bei der Eidgenössischen Invali-
denversicherung (IV) zum Leistungsbezug an (Akten der Invalidenversiche-
rung, Antwortbeilage [AB] 2). Die IV-Stelle Bern (nachfolgend IVB bzw. 
Beschwerdegegnerin) nahm Abklärungen in erwerblicher und medizini-
scher Hinsicht vor, holte insbesondere die Akten der B.________; AB 13.1 
- 13.29 sowie eine Stellungnahme beim Regionalen Ärztlichen Dienst 
(RAD) ein (AB 20) und sprach dem Versicherten nach durchgeführtem 
Vorbescheidverfahren (AB 21) mit Verfügung vom 16. November 2011 (AB 
23) ab dem 1. November 2011 eine halbe Invalidenrente bei einem Invali-
ditätsgrad von 50 % zu. Mit Mitteilung vom 22. August 2012 (AB 34) 
bestätigte sie den bisherigen Rentenanspruch.

B.

Mit Gesuch vom 9. Februar 2015 (AB 39) beantragte der Versicherte unter 
Angabe einer Verschlechterung seines Gesundheitszustandes eine Ren-
tenerhöhung. Nach medizinischen Abklärungen und gestützt auf eine Stel-
lungnahme des RAD vom 2. September 2015 (AB 55) stellte die IVB dem 
Versicherten mit Vorbescheid vom 28. September 2015 (AB 58) die Abwei-
sung seines Revisionsgesuches mangels gesundheitlicher Verschlechte-
rung in Aussicht. Am 10. November 2015 verfügte sie wie angekündigt 
(AB 59).

C.

Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 3. Dezember 2015 Be-
schwerde mit dem sinngemässen Antrag, die angefochtene Verfügung sei 
aufzuheben und die Sache sei zur erneuten medizinischen Abklärung an 

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die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Er rügt im Wesentlichen, die 
Beschwerdegegnerin habe seinen Gesundheitszustand nicht vollumfäng-
lich sondern lediglich hinsichtlich der Unfallfolgen abgeklärt.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Januar 2016 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. Sie macht geltend, die RAD-
Einschätzung beziehe sich auch auf die geklagten krankheitsbedingten 
Einschränkungen. Des Weiteren sei der Beschwerdeführer während Jahren 
nicht in ärztlicher Behandlung gewesen, was nicht für eine relevante Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes spreche.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a GSOG Beschwerden gegen 
solche Entscheide. Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren 
mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Ent-
scheid berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, 
weshalb er zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zustän-
digkeit ist gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Inva-
lidenversicherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Be-
stimmungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; 
Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 VRPG) eingehalten sind, ist auf die Beschwer-
de einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 10. November 2015 
(AB 59). Streitig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdefüh-

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rers und dabei insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin dessen Gesuch 
um Erhöhung der bisherigen Invalidenrente zu Recht abgewiesen hat.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aussch-
liesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti-
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver 
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Mit dieser Regelung sind 
die bisher ungeschriebenen Rechtsgrundsätze und insbesondere die 
Rechtsprechung zur Ausscheidung der invaliditätsfremden Faktoren und 
zum Zumutbarkeitsprinzip neu ausdrücklich im Gesetz festgehalten (BGE 
140 V 197 E. 6.2.1 S. 199, 135 V 215 E. 7.3 S. 230; Botschaft zur 5. IVG-
Revision, BBl 2005 4530 ff.).

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2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf 
eine Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgaben-
bereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach 
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente 
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine 
Viertelsrente.

2.3 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

2.5 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 

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Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis-
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet 
sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverläs-
sigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem An-
stellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf 
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Gleiches gilt, 
wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wiederholt für die 
Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 
E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen 
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen 
lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten 
im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut-
achters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E. 3b 
ee S. 354).

2.6 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

2.7 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG).

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2.7.1 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist deshalb nicht 
nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, son-
dern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen 
(oder die Auswirkungen auf die Betätigung im üblichen Aufgabenbereich) 
des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert 
haben. Dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer 
Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Ein Revisionsgrund ist 
ferner unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der 
Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs eingetreten ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 
E. 3.5 S. 349).

2.7.2 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.7.3 Als zeitliche Vergleichsbasis ist einerseits der Sachverhalt im Zeit-
punkt der ursprünglichen Rentenverfügung und anderseits derjenige zur 
Zeit der streitigen Revisionsverfügung zu berücksichtigen (BGE 130 V 343 
E. 3.5.2 S. 351, 125 V 368 E. 2 S. 369; SVR 2010 IV Nr. 53 S. 166 E. 3.1). 
Wurde die Rente zuvor bereits revidiert oder bestätigt, so ist als zeitliche 
Vergleichsbasis die letzte rechtskräftige Verfügung heranzuziehen, sofern 
eine materielle Überprüfung des Leistungsanspruches tatsächlich stattge-
funden hat, d.h. eine rechtskonforme (medizinische) Sachverhaltsab-
klärung, eine Beweiswürdigung und gegebenenfalls – sofern Hinweise für 
eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszu-
stands bestanden – ein Einkommensvergleich durchgeführt worden sind 
(BGE 133 V 108 E. 5.4 S. 114; SVR 2013 IV Nr. 44 S. 135 E. 3.1.2).

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3.

3.1 Zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der umstrittenen Verweigerung 
einer Rentenerhöhung. Hierzu ist der Sachverhalt im Zeitpunkt der renten-
zusprechenden Verfügung vom 16. November 2011 (AB 23) mit demjeni-
gen im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom 10. November 2015 
(AB 59) zu vergleichen und zu prüfen, ob in dieser Zeit eine Änderung in 
den medizinischen oder erwerblichen Verhältnissen eingetreten ist, welche 
geeignet ist, den bisherigen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. E. 2.7.1 
hiervor). Die Bestätigung der laufenden Rente mittels Mitteilung vom 
22. August 2012 (AB 34) ist vorliegend unbeachtlich, da dieser keine hin-
reichende materielle Prüfung der anspruchserheblichen Tatsachen zugrun-
de gelegen hat (vgl. E. 2.7.3 hiervor). Sollte im massgebenden Vergleichs-
zeitraum eine relevante Änderung eingetreten sein, wäre in einem weiteren 
Schritt zu prüfen, ob sich diese auf den bisherigen Rentenanspruch aus-
wirkt (vgl. E. 2.7.2 hiervor).

3.2 Die Verfügung vom 16. November 2011 (AB 23) basierte in medi-
zinischer Hinsicht im Wesentlichen auf den folgenden Unterlagen:

3.2.1 Dem Bericht vom 15. Dezember 2010 (AB 13.4 S. 3 ff.) bezüglich 
einer vom B.________-Kreisarzt empfohlenen neuropsychologischen Ab-
klärung sind die folgenden Diagnosen zu entnehmen: 

- Motorradunfall (05/90)
- Schädel-Hirntrauma mit multi-fokalen cerebralen Kontusionen 

temporal beidseits, Subduralhämatom links parietal und Pyrami-
denfraktur rechts ohne Otoliquorrhoe

- kombinierte Schwerhörigkeit rechts entsprechend einer praktisch 
vollständigen Taubheit sowie einer vestibulären Funktionsstörung

- Winter 91/92 erstmalige posttraumatische epileptische Anfälle.

Wie bei der Erstuntersuchung im Jahr 1991 würden sich erhebliche Defizite 
in mehreren neuropsychologischen Funktionsbereichen zeigen. Aktuell 
hätten nebst den mittelschweren bis schweren Defiziten im Bereich der 
mnestischen Funktionen mittelschwere Leistungseinbussen in den Exeku-
tivfunktionen objektiviert werden können. Die Dauerbelastbarkeit sei redu-
ziert. Die Befunde seien mit einer leichten bis mittelschweren neuropsycho-
logischen Funktionsstörung als Folge des 1991 erlittenen Schädel-
Hirntraumas vereinbar. Es gäbe keine Hinweise für eine reaktive psychi-

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sche Problematik oder psycho-soziale Faktoren, welche die kognitive Leis-
tung negativ beeinflussen würden.

Der Versicherte arbeite seit über 30 Jahren in derselben Firma, die Ar-
beitsabläufe seien ihm bestens vertraut, weshalb er bis heute trotz der 
leichten bis mittelschweren Hirnfunktionsstörung seine Leistung am Ar-
beitsplatz habe erbringen können. Die zunehmende erhöhte Ermüdbarkeit 
sei aber mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Hinweis dafür, dass der Versi-
cherte über seine Belastungsgrenze funktioniert habe. Um eine Dekom-
pensation zu verhindern, werde empfohlen, das Arbeitspensum zu reduzie-
ren.

3.2.2 Gestützt auf den Bericht vom 15. Dezember 2010 (AB 13.4 S. 3 ff.) 
betreffend der neuropsychologischen Abklärung empfahl Dr. med. 
C.________ im Bericht vom 11. Januar 2011 (AB 13.4 S. 1 f.), das Arbeits-
pensum von den bisherigen 70 % auf 50 % mit einer ganztägigen Anwe-
senheit zu reduzieren.

3.2.3 Der B.________-Kreisarzt Dr. med. D.________, Facharzt für All-
gemeine Medizin FMH, hielt im Bericht vom 26. Januar 2011 (AB 13.3 S. 7) 
fest, dem Versicherten seien bekannte Tätigkeitsabläufe sehr geläufig, so 
dass er gewisse Schwankungen und Verschlechterungen nicht bemerke. 
Diese Verschlechterungen seien bei den ergänzenden Untersuchungen 
bestätigt worden, als Hauptindikator für Leistungen über der zumutbaren 
Grenze werde die vermehrte Müdigkeit angesehen. Die Rehabilitationsme-
diziner würden eine 50 %-ige Arbeitsfähigkeit mit Anwesenheit während 
des ganzen Tages empfehlen. Diese Beurteilung sei aus kreisärztlicher 
Sicht durchaus nachvollziehbar. Ausgeschlossen werden müssten Tätigkei-
ten auf Leitern und Gerüsten sowie mit Sturzgefahr im Bereiche laufender 
Maschinen. Ebenfalls müsse die eingeschränkte Hörleistung berücksichtigt 
werden.

3.2.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________, Fachärztin für Neurologie 
FMH, führte im Bericht vom 8. September 2011 (AB 20) aus, auf das Zu-
mutbarkeitsprofil der B.________ könne abgestützt werden. Die Leistungs-
fähigkeit könne in einer anderen Tätigkeit nicht gesteigert werden. Auf-
grund der kognitiven Einschränkungen funktioniere der Versicherte am bes-

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ten mit einer lange praktizierten Tätigkeit, bei welcher er auf eine grosse 
Routine zurückgreifen könne.

3.3 Für die Zeit nach Erlass der rentenzusprechenden Verfügung vom 
16. November 2011 (AB 23) ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen 
das Folgende:

3.3.1 Im Verlaufsbericht vom 14. August 2012 (AB 33) berichtete Dr. 
med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, über ei-
nen stationären Gesundheitszustand. Eine Änderung habe sich insofern 
ergeben, als neu ein Status nach anteriorer Mikrodiskektomie LWK 4/5 mit 
Cage-Einlage 3/12 zu diagnostizieren sei. Die Arbeitsfähigkeit betrage wei-
terhin 50 %.

3.3.2 Im mit „B.________-Gutachten / Neurologischer Sprechstunden-
bericht vom 11.06.2015“ betitelten Bericht des Spitals G.________ vom 
15. Juni 2015 (AB 48 S. 3 ff.) wurde festgehalten, bei Status nach schwe-
rem Schädel-Hirntrauma mit konsekutiv leichter bis mittelschwerer neuro-
psychologischer Störung sowie hochgradiger vestibulo-cochleärer Funkti-
onsstörung rechts sei anlässlich der aktuellen klinisch-neurologischen und 
neuropsychologischen Verlaufskontrolle von einem stabilen Verlauf seit 
November 2010 auszugehen. Bezüglich der posttraumatischen Epilepsie 
sei der Patient seit Januar 1992 anfallsfrei, dies seit Januar 1996 ohne an-
tiepileptische Therapie. Trotz in etwa stationärem Verlauf werde im Laufe 
der Jahre eine raschere, bereits gegen Mittag eintretende Ermüdbarkeit mit 
verminderter Konzentrationsfähigkeit und erhöhter Fehleranfälligkeit sowie 
die Notwendigkeit längerer Ruhe- und Erholungsphasen beobachtet. Die 
vom Patienten erlebte und von Arbeitgeber und Angehörigen bemerkte 
zunehmende Ermüdbarkeit bei der Arbeit, aber auch in der Freizeit, könnte 
ein Hinweis darauf sein, dass der Patient während Jahren am Limit seiner 
körperlichen und kognitiven Belastungsgrenze funktioniert habe und es sich 
daher um ein psycho-physisches Erschöpfungszeichen handeln könnte. 
Zusätzlich die physische Konstitution belastend seien seit ca. August 2014 
intermittierende lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in den dista-
len latero-ventralen Oberschenkel links, aufgrund der Anamnese und dem 
klinisch-neurologischen Befund am ehesten einem radikulären Schmerz- 
und sensiblen Reizsyndrom der Wurzel L4 entsprechend. Bezüglich des 

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Schädel-Hirntraumas und seiner Folgen sei aus neurologischer wie auch 
aus neuropsychologischer Sicht zur Vermeidung einer psycho-physischen 
Dekompensation primär eine Reduktion der Anwesenheit bei der Arbeit 
(Ziel 50 %, bevorzugt vormittags) mit einer maximal 50 %-igen Arbeits-
fähigkeit empfehlenswert. Eventuell sollte gemäss Kollegen der Neuropsy-
chologie auch eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit in Erwägung gezogen 
werden.

Dem ergänzenden Bericht des Spitals G.________ vom 17. Juli 2015 
(AB 52 S. 3 f.) ist zu entnehmen, dass der Patient über eine unverändert 
stabile Situation bezüglich der intermittierenden kurzen Schmerzphasen 
und Gefühlsstörungen im Bereich des linken Oberschenkels berichte. Wei-
terhin habe er keine Schwäche und keine anhaltende Symptomatik be-
merkt. Das MRI der Lendenwirbelsäule habe eine Osteochondrose LWK2/3 
bei dehydrierter Bandscheibe und leicht höhengemindertem Zwischenwir-
belraum und diffuser Diskusprotrusion ohne Kompression neuraler Struktu-
ren gezeigt. Auf den übrigen Höhen bestehe jeweils eine diffuse Diskuspro-
trusion ohne Kompromittierung der Nervenwurzeln, insbesondere finde sich 
kein Anhalt für eine Kompression der Wurzel L4 links.

3.3.3 Der B.________-Arzt Dr. med. H.________, Facharzt für Neurolo-
gie FMH, hielt im Bericht vom 13. Juli 2015 (AB 51) fest, aus neurologi-
scher Sicht finde sich kein Hinweis auf eine Verschlechterung des unfallbe-
dingten Gesundheitszustandes, die zu einer Veränderung der Arbeitsfähig-
keit in der bisherigen Tätigkeit bzw. der Zumutbarkeit geführt hätte.

3.3.4 Die RAD-Ärztin Dr. med. E.________ beantwortete im Bericht vom 
2. September 2015 (AB 55) eine entsprechende Frage der Verwaltung da-
hingehend, dass aufgrund der vorliegenden medizinischen Berichte eine 
objektive und wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes 
nicht ausgewiesen sei und das im Jahr 2011 definierte Zumutbarkeitsprofil 
weiterhin Gültigkeit habe. Offenbar habe der Versicherte Mühe, die Pausen 
einzuhalten. Die Ermüdung trete vor allem am Nachmittag auf. Es gebe 
somit Hinweise, dass das hundertprozentige Pensum mit einer Leistung 
von 50 % nicht gut funktioniere. Alternativ komme ein kürzeres Pensum mit 
der gleichen Leistung in Frage.

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3.4 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der angefochtenen Verfügung 
massgeblich auf den Bericht der RAD-Ärztin Dr. med. E.________ vom 
2. September 2015 (AB 55) gestützt. Dieser erfüllt die von der höchstrich-
terlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines derartigen Berichts 
gestellten Anforderungen (vgl. E. 2.5 hiervor). Er ist für die streitigen Be-
lange umfassend, berücksichtigt die geklagten Beschwerden sowie die 
erhobenen Befunde und wurde in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) ab-
gegeben. Im Weiteren ist er in der Darlegung der medizinischen Zusam-
menhänge einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind begründet. An 
der Schlüssigkeit der Ausführungen der RAD-Ärztin vermögen die in der 
Beschwerde vorgebrachten Rügen nichts zu ändern.

3.4.1 Entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers hat die RAD-
Ärztin nicht allein die unfallbedingten, sondern auch die darüber hinaus 
geklagten Beschwerden im Bereich des Nacken und des Rückens in ihre 
Beurteilung miteinbezogen. Sie ist in nachvollziehbarer und schlüssiger 
Weise zum Schluss gekommen, dass auch diesbezüglich keine wesentli-
che Verschlechterung eingetreten ist. Dies stimmt mit den medizinischen 
Akten überein: So hat Dr. med. F.________ auch nach dem operativen 
Eingriff an der Halswirbelsäule (anteriore Mikrodiskektomie LWK 4/5 mit 
Cage-Einlage 3/12) eine unveränderte Arbeitsfähigkeit von 50 % attestiert 
(AB 33). Hinsichtlich der lumbalen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in 
den linken Oberschenkel konnte der Verdacht auf ein Reizsyndrom der 
Wurzel L4 mittels MRI ausgeräumt werden. Die Ärzte sprechen diesbezüg-
lich denn auch nur von intermittierenden, kurzzeitig anhaltenden Sympto-
men, aufgrund derer sich keine medikamentöse Therapie aufdränge (AB 52 
S. 4). Eine über die aufgrund der Folgen des Schädel-Hirntraumas aner-
kannte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 50 % hinausgehende Leis-
tungsminderung wird von den behandelnden Ärzten nicht postuliert. Eine 
solche wäre mangels objektivierbarer Untersuchungsergebnisse auch nicht 
plausibel, zumal der Beschwerdeführer keine medizinischen Unterlagen 
beibringt, welche eine Verschlechterung ausweisen würden. Hinzu kommt, 
dass er trotz der geltend gemachten Verschlechterung langjährig weder 
seinen Hausarzt noch einen Spezialarzt aufgesucht hat (AB 45 S. 3).

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3.4.2 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es gehe ihm vor allem um 
seine körperlichen Beschwerden, wie die Unsicherheit auf …, die 
Schwäche bei Arbeiten über Kopf, das schlechte Gleichgewicht, der hin-
kende Gang, die wiederkehrenden Rückenschmerzen und das schnelle 
körperliche Ermüden, ist festzuhalten, dass einerseits – wie bereits darge-
stellt – objektiv keine wesentliche gesundheitliche Verschlechterung aus-
gewiesen ist und andererseits die Einschränkungen im Zumutbarkeitsprofil 
hinsichtlich der Ausübung von gefährlichen Tätigkeiten (Arbeiten auf … und 
…) bereits im Rahmen der Rentenzusprache im Jahr 2011 berücksichtigt 
worden sind (vgl. AB 20 S. 3). Auch diesbezüglich hat sich somit keine 
Veränderung eingestellt.

3.5 Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin den rechtser-
heblichen medizinischen Sachverhalt genügend abgeklärt. Von den be-
schwerdeweise beantragten weiteren Abklärungen sind keine neuen Er-
kenntnisse zu erwarten, womit darauf zu verzichten ist (antizipierte Be-
weiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d S. 162).

Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit (BGE 138 V 218 E. 6 
S. 221) erstellt, dass beim Beschwerdeführer im massgebenden Ver-
gleichszeitraum keine wesentliche gesundheitliche Verschlechterung einge-
treten ist. Die Beschwerdegegnerin hat das Rentenerhöhungsgesuch somit 
zu Recht abgewiesen. Die Verfügung vom 10. November 2015 (AB 59) 
lässt sich nicht beanstanden und die hiergegen erhobene Beschwerde ist 
abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festzulegen.

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der unterliegende Beschwerdefüh-
rer die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, zu tragen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 3. Mai 2016, IV/15/1085, Seite 14

(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss in 
gleicher Höhe entnommen.

4.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________ 
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.