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**Case Identifier:** 070b1f1c-975e-54cc-beee-e4d747c9ef4d
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-07-25
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 25.07.2018 810 16 109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-16-109_2018-07-25.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 25. Juli 2018 (810 16 109) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung 
 
 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Kantonsrichter Daniel Ivanov, 

Claude Jeanneret, Markus Clausen, Kantonsrichterin Helena Hess, 
Gerichtsschreiber i.V. Gian Riz à Porta 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Elisabeth Maier, Advokatin 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung aus der 

Schweiz (RRB Nr. 489 vom 12. April 2016) 
 
 

 
A. A.____ (geb. 1987), Staatsangehöriger der Republik Kosovo, reiste am 13. August 
1994 im Rahmen des Familiennachzugs aus dem Kosovo in die Schweiz ein, wo ihm die Nie-
derlassungsbewilligung erteilt wurde. Nach der obligatorischen Schulzeit arbeitete A.____ bei 
verschiedenen Arbeitgebern, u.a. während 2½ Jahren als Coiffeur in B.____. A.____ war erst-
mals zwischen dem 1. Juni 2013 und dem 30. September 2014 und ist erneut seit dem 1. No-

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vember 2015 auf Unterstützung durch die Sozialhilfe angewiesen. A.____ ist ledig und Vater 
des acht Monate alten Sohnes C.____.  
 
B. Seit 2004 ist A.____ mehrfach durch strafrechtlich relevantes Verhalten aufgefallen. 
Aufgrund von sechs strafrechtlichen Verurteilungen sprach das Amt für Migration des Kantons 
Basel-Landschaft (nachfolgend: AfM) am 8. Dezember 2011 eine ausländerrechtliche Verwar-
nung gegenüber A.____ aus, mit welcher dieser auf die mögliche Folge des Bewilligungsent-
zugs hingewiesen wurde, sollte er erneut strafrechtlich verurteilt werden.  
 
C. Mit Urteil vom 29. April 2014 verurteilte das Appellationsgericht des Kantons Basel-
Stadt A.____ unter Einrechnung der Untersuchungshaft und des vorläufigen Strafvollzugs we-
gen Angriffs zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Die bedingte Entlassung aus dem Straf-
vollzug erfolgte am 15. September 2014. Die gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde wies 
das Bundesgericht mit Urteil vom 21. April 2015 ab.  
 
D. Nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen Gehörs ordnete das AfM mit Verfügung 
vom 20. August 2015 den Widerruf der Niederlassungsbewilligung von A.____ an und setzte 
ihm eine Frist bis spätestens 20. September 2015, die Schweiz zu verlassen.  
 
E. Gegen diese Verfügung erhob A.____, vertreten durch Elisabeth Maier, Advokatin in 
Binningen, mit Eingabe vom 25. August 2015 Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Basel-Landschaft (nachfolgend: Regierungsrat) und beantragte die Aufhebung der Verfügung, 
eventualiter die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aufgrund eines persönlichen Härtefalls.  
 
F. Mit Gesuch vom 3. Februar 2016 beantragte A.____, vertreten durch Alain Joset, Ad-
vokat in Liestal, beim Appellationsgericht Basel-Stadt die Revision des Urteils vom 29. Ap-
ril 2014, wobei er zur Begründung insbesondere anführte, seine zum Tatzeitpunkt zumindest 
eingeschränkte strafrechtliche Schuldfähigkeit sei im Urteil nicht genügend berücksichtigt wor-
den und zudem beantragte, es sei ein forensisch-psychiatrisches Gutachten zur Abklärung sei-
ner Schuldfähigkeit einzuholen.  
 
G. Mit Beschluss Nr. 489 vom 12. April 2016 wies der Regierungsrat die Beschwerde von 
A.____ gegen die Verfügung des AfM vom 20. August 2015 ab.  
 
H. Mit Eingabe vom 18. April 2016 erhob A.____, vertreten durch Elisabeth Maier, Advo-
katin, gegen diesen Entscheid Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung 
Verfassungs- und Verwaltungsrecht. Der Beschwerdeführer stellt das Begehren, es seien der 
angefochtene Entscheid des Regierungsrats und die Verfügung des AfM vom 20. August 2015 
vollumfänglich aufzuheben, dies unter o-/e-Kostenfolge. Zudem stellte er das Gesuch um Ge-
währung der unentgeltlichen Prozessführung und Verbeiständung.  
 
I. Mit Verfügungen vom 21. April 2016 und 11. Mai 2016 trat das Appellationsgericht Ba-
sel-Stadt auf das Revisionsgesuch vom 3. Februar 2016 ein und stellte die Einholung eines 
Gutachtens bei den Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel in Aussicht.  
 

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J. Am 17. Mai 2016 reichte der Beschwerdeführer das Formular "Gesuch um unentgeltli-
che Rechtspflege" ein und beantragte darüber hinaus die Sistierung des ausländerrechtlichen 
Verfahrens bis zum Entscheid des Appellationsgerichts Basel-Stadt über das Revisionsgesuch 
vom 3. Februar 2016.  
 
K. Gestützt auf die Zustimmung des Regierungsrats vom 24. Mai 2016 wurde das Verfah-
ren mit Verfügung vom 30. Mai 2016 sistiert.  
 
L. Mit Urteil vom 21. März 2017 wies das Appellationsgericht Basel-Stadt das Revisions-
gesuch vom 3. Februar 2016 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Bundesge-
richt mit Entscheid vom 5. Oktober 2017 abgewiesen.  
 
M. Mit Verfügung vom 6. November 2017 wurde die Verfahrenssistierung aufgehoben und 
dem Beschwerdeführer wurde Frist zur Einreichung der einlässlichen Beschwerdebegründung 
gesetzt.  
 
N. Mit Eingabe vom 5. Dezember 2017 reichte der Beschwerdeführer die Beschwerdebe-
gründung ein.  
 
O. In seiner Vernehmlassung vom 5. Februar 2018 beantragt der Regierungsrat die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde.  
 
P. Mit Verfügung vom 7. Februar 2018 wurde das Verfahren der Kammer zur Beurteilung 
überwiesen und dem Beschwerdeführer wurde die unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung gewährt. Die Beweisanträge auf Anhörung von D.____ im Rahmen einer Parteiver-
handlung sowie Parteibefragung wurden abgewiesen.  
 
Q. Mit Eingabe vom 19. März 2018 reichte der Beschwerdeführer eine Replik ein.  
 
R. Am 10. April 2018 reichte der Beschwerdeführer weitere Belege ein, unter anderem 
einen von ihm selbst verfassten Brief an das Kantonsgericht. Des Weiteren führt er aus, seine 
Freundin D.____ sei momentan zum zweiten Mal schwanger.  
 
S. Mit Eingabe vom 19. Juni 2018 reichte der Regierungsrat eine Kopie des 
IV-Vorbescheids vom 11. Juni 2018 ein, mit welchem das Gesuch des Beschwerdeführers um 
Zusprechung einer Invalidenrente abgewiesen wurde.  
 
T. Am 2. Juli 2018 reichte der Beschwerdeführer eine weitere Eingabe ein und teilte dem 
Kantonsgericht mit, dass er gegen den IV-Vorbescheid vom 11. Juni 2018 Einsprache erhoben 
habe. Zudem reichte er einen aktuellen Betreibungsregisterauszug ein, welcher Verlustscheine 
im Gesamtbetrag von Fr. 11'094.55 ausweist.  
 
 
 
 

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Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-
genheit gegeben. Der Beschwerdeführer ist vom angefochtenen Entscheid berührt und hat ein 
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen 
sind erfüllt, sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.  
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – untersagt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO).  
 
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des 
Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz zu Recht erfolgten. 
 
3.1 Die Niederlassungsbewilligung verleiht ihrer Inhaberin oder ihrem Inhaber grundsätz-
lich einen zeitlich unbefristeten und unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz 
(Art. 34 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer [AuG] vom 
16. Dezember 2005). Der Beschwerdeführer kann sich zudem auf das Recht auf Achtung des 
Privat- und Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 berufen, woraus er ebenfalls einen An-
spruch auf Anwesenheit in der Schweiz ableiten kann. Es ist somit von einem grundsätzlichen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes 
nicht absolut. Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG kann die Niederlas-
sungsbewilligung widerrufen werden. 
 
3.2 Gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen 
werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder 
gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59 - 61 oder 64 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 angeordnet worden ist. Das Bundes-
gericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in diesem Kontext dahingehend konkre-
tisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr bedarf, wobei mehrere unterjähri-
ge Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen (BGE 135 II 377 E. 4.2; BGE 137 
II 297 E. 2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgespro-
chen wurde (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). Ein auf die 
genannte Bestimmung gestützter Widerruf der Niederlassungsbewilligung kann auch dann er-
folgen, wenn sich ein Ausländer – wie vorliegend der Beschwerdeführer – seit mehr als 15 Jah-
ren ununterbrochen in der Schweiz aufgehalten hat (Urteil des Bundesgerichts 2C_218/2010 
vom 27. Juli 2010 E. 2). 

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3.3 Mit Urteil des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 29. April 2014 wurde der Be-
schwerdeführer unter Einrechnung der Untersuchungshaft und des vorläufigen Strafvollzugs 
wegen Angriffs zu einer Freiheitstrafe von zwei Jahren verurteilt. Damit ist vorliegend eine län-
gerfristige Freiheitsstrafe ausgesprochen worden und demzufolge der Widerrufsgrund von  
Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG erfüllt, was vom Beschwerdeführer in der Beschwerdebegründung auch 
nicht (mehr) bestritten wird.  
 
3.4 Ob der Beschwerdeführer auch den Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ge-
setzt hat, braucht vorliegend nicht beurteilt zu werden. Die Vorinstanz führt zu Recht aus, dass 
das Vorliegen des Widerrufsgrundes nach Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG grundsätzlich zum Widerruf 
der Niederlassungsbewilligung genügt.  
 
4.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die Massnahme im konkreten Fall auch verhältnis-
mässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dies erfordert eine Interessenabwägung, welche die wesent-
lichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt (BGE 135 II 110 E. 2.1). Da der Beschwerdefüh-
rer mit einer österreichischen Staatsbürgerin in einem festen Konkubinat lebt und mit dieser 
zusammen einen Sohn in der Schweiz hat, kann er auch das Recht auf Achtung des Privat- und 
Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 EMRK anrufen. Somit ist über die landesrechtliche 
Verhältnismässigkeitsprüfung hinaus eine solche gemäss dem Konventionsrecht vorzunehmen 
(Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGE 122 II 1 E. 2). Die konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprü-
fung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG. Die Prüfung kann in einem einzigen Schritt vor-
genommen werden (Urteile des Bundesgerichts 2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4 und 
2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinweisen). Bei der Prüfung sind alle Umstände des 
Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen und privaten Interessen sorgfältig gegenei-
nander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/Gächter/ Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über 
die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 51 AuG N 3; ANDREAS ZÜND/LADINA 
ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel 2009, 
Rz. 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich gegenüberstehenden privaten Interes-
sen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen Interessen an deren Verweigerung, 
wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist 
(BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Delikts und des 
Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Aus-
länders während diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesen-
heit sowie die der betroffenen Person und seiner Familie drohenden Nachteile zu beachten 
(BGE 139 I 31 E. 2.3.3 mit Hinweisen; BGE 135 II 377 E. 4.3). Einem Ausländer, der sich schon 
seit langer Zeit hier aufhält, soll der weitere Aufenthalt zwar nur mit besonderer Zurückhaltung 
verweigert werden, doch ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht 
ausgeschlossen, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht 
hat. Bei schweren Straftaten, Rückfall und wiederholter Delinquenz besteht – überwiegende 
private oder familiäre Bindungen vorbehalten – auch in diesen Fällen ein öffentliches Interesse 
daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die Anwe-
senheit des Ausländers zu beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 mit Hinweisen). 
 

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4.2.1 Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremdenpoli-
zeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (Urteil des Bundesge-
richts 2C_295/2009 E. 5.3, nicht publ. in BGE 135 II 377; BGE 129 II 215 E. 3.1).  
 
4.2.2 Die Vorinstanz erwog hierzu, der Beschwerdeführer habe insgesamt acht Mal gegen 
die schweizerische Rechtsordnung verstossen. Das Appellationsgericht Basel-Stadt habe in 
seinem Urteil vom 29. April 2014 ausgeführt, der Beschwerdeführer habe gemeinsam mit einer 
Gruppe Bekannter ohne jeden ersichtlichen Grund einen Angriff mit Verletzungsfolgen auf un-
beteiligte und ihm nicht bekannte Personen verübt. Das Verschulden des Beschwerdeführers 
habe dabei gemäss dem Appellationsgericht schwer gewogen, insbesondere belaste ihn, dass 
er es nicht einmal für nötig befunden habe, die Sanität zu rufen, sondern das offensichtlich 
schwer verletzte Opfer liegengelassen habe. Im Anschluss an die Tat habe er sich zudem un-
beeindruckt und uneinsichtig gezeigt. Das Appellationsgericht habe dem Beschwerdeführer 
eine schlechte Legalprognose ausgestellt und die ausgesprochene Freiheitsstrafe deshalb un-
bedingt angeordnet. Die Vorinstanz verweist weiter darauf, dass der Beschwerdeführer wieder-
holt die besonders hochwertigen Rechtsgüter Leib und Leben verletzt habe. Es handle sich bei 
der beachtlichen Ansammlung von Straftaten nicht um Jugendsünden des Beschwerdeführers; 
dieser habe vielmehr eine sich zunehmend verstärkende, gravierende Delinquenz an den Tag 
gelegt und sich weder von der ausländerrechtlichen Verwarnung noch von der Einleitung des 
ausländerrechtlichen Verfahrens von weiteren Verstössen gegen die Rechtsordnung abhalten 
lassen. Der Beschwerdeführer stelle weiterhin eine Gefahr für die Bevölkerung in der Schweiz 
dar und es bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse an seiner Wegweisung, welches auch 
nicht durch die privilegierte Stellung des Beschwerdeführers als sich langjährig und seit Kindes-
alter in der Schweiz aufhaltender Ausländer relativiert werde. Die Vorinstanz führte weiter aus, 
aufgrund der lange andauernden Verweildauer in der Schweiz habe der Beschwerdeführer ein 
gewichtiges Interesse daran, hier bleiben zu dürfen. Der Beschwerdeführer verfüge in der 
Schweiz über starke Familienbande und einen Freundeskreis, was ihn jedoch offenbar nicht 
von seiner Delinquenz abgehalten habe. Bei einer Ausreise in den Kosovo wäre der Beschwer-
deführer zumindest anfänglich mit Schwierigkeiten konfrontiert, die jedoch nicht unüberwindbar 
schienen. Der Beschwerdeführer sei nicht in den schweizerischen Arbeitsmarkt integriert, da er 
über keine abgeschlossene Ausbildung verfüge und nur selten einer Arbeitstätigkeit nachge-
gangen sei. Bezüglich seines Gesundheitszustands sei festzustellen, dass der Beschwerdefüh-
rer zwar als psychisch angeschlagen und in seinen kognitiven Fähigkeiten eingeschränkt be-
zeichnet werden müsse. Die derzeitige Behandlung könne jedoch, wenn auch möglicherweise 
nicht in gleicher Qualität, auch im Kosovo weitergeführt werden. Eine Medikation, welche nur in 
der Schweiz erhältlich sei, benötige der Beschwerdeführer nicht. Insgesamt erwiesen sich der 
angeordnete Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die Wegweisung aus der Schweiz als 
verhältnismässig.  
 
4.2.3 In der Vernehmlassung zur vorliegenden Beschwerde würdigt die Vorinstanz zudem 
die neuen Umstände der Vaterschaft des Beschwerdeführers sowie der Partnerschaft mit der 
Kindsmutter D.____. Sie kommt dabei zum Schluss, diese könnten nichts am Ergebnis der Ver-
hältnismässigkeitsprüfung ändern. Dem Beschwerdeführer wie auch der Kindsmutter sei auf-
grund des laufenden ausländerrechtlichen Verfahrens klar gewesen, dass sie ihre Beziehung 

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möglicherweise nicht in der Schweiz würden leben können. Die Vorinstanz verweist zudem auf 
zwei weitere Verurteilungen des Beschwerdeführers während der Dauer des ausländerrechtli-
chen Verfahrens, wovon eine aus einer groben Verletzung der Verkehrsregeln (Geschwindig-
keitsüberschreitung von 38 km/h bei Höchstgeschwindigkeit 80 km/h) resultiert und zu einer 
unbedingten Geldstrafe von 25 Tagessätzen geführt habe. Mit einer weiteren Eingabe reichte 
die Vorinstanz ausserdem einen den Beschwerdeführer betreffenden IV-Vorbescheid ein, mit 
welchem dessen Rentenbegehren abgewiesen wurde.  
 
4.2.4 Der Beschwerdeführer macht geltend, er sei aufgrund seiner langen Aufenthaltsdauer 
in der Schweiz als Ausländer der zweiten Generation ohne Bezug zu seinem Heimatland zu 
behandeln, woraus sich ein gewichtiges privates Interesse am Verbleib in der Schweiz ergebe. 
Er beruft sich zudem auf Art. 12 Abs. 4 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politi-
sche Rechte (UNO-Pakt II) vom 16. Dezember 1966 (für die Schweiz in Kraft getreten am 
18. September 1992). Die aus diesem Artikel fliessenden Rechte stünden unter Umständen 
auch in einem Signatarstaat lebenden Ausländern zu, wenn sie sich seit früher Jugend im Land 
aufhalten würden, zum Land der Staatsangehörigkeit keine Beziehungen hätten und Gelegen-
heit gehabt hätten, die Staatsbürgerschaft des Landes anzunehmen. Die Schweiz müsse dem-
nach als eigenes Land des Beschwerdeführers gemäss dieser Bestimmung gelten, womit er 
einen Anspruch darauf habe, hierhin zurückzukehren respektive hier zu verbleiben. Der Be-
schwerdeführer beruft sich zudem auf das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Recht auf Ach-
tung des Privat- und Familienlebens, wobei er sowohl unter dem Teilgehalt der Garantie des 
Familienlebens als auch dem Teilgehalt der kombinierten Garantie des Privat- und Familienle-
bens Ansprüche geltend macht. So müsse dem Beschwerdeführer zunächst aufgrund seiner 
Beziehung zu D.____ und zum gemeinsamen Sohn C.____ ein gewichtiges Interesse am Ver-
bleib in der Schweiz zuerkannt werden. Des Weiteren ergebe sich ein solches Interesse zusätz-
lich aus der Beziehung zur Herkunftsfamilie respektive zum hier lebenden Vater und zu den hier 
lebenden Geschwistern. Die psychische Erkrankung des Beschwerdeführers führe sodann zu 
einem Abhängigkeitsverhältnis zu seiner Familie, ohne die er nicht zurechtkommen könne.  
 
4.2.5 In seiner Replik führt der Beschwerdeführer zur Schwere des Verschuldens aus, die 
Vorinstanz habe in ihrer Vernehmlassung zu Unrecht missachtet, dass im forensisch-
psychiatrischen Gutachten, welches im Rahmen des strafrechtlichen Revisionsverfahrens zur 
Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers erstellt worden sei, deutliche psychische Einschrän-
kungen und Verhaltensauffälligkeiten festgestellt worden seien. Diese müssten im ausländer-
rechtlichen Kontext Beachtung finden, auch wenn sie den hohen Hürden einer strafrechtlichen 
Revision nicht genügt hätten. Die Vorinstanz befasse sich damit aber nicht und stelle einzig auf 
das Strafurteil vom 29. April 2014 ab. Auch befasse sich die Vorinstanz zwar mit dem Füh-
rungsbericht der Strafanstalt E.____, ignoriere jedoch Erkenntnisse des Anstaltspsychiaters der 
Strafanstalt F.____ vom 16. Mai 2014, welcher die Schwierigkeiten des Beschwerdeführers in 
der Strafanstalt E.____ auf dessen psychische Probleme zurückführe und festhalte, dass sich 
der Beschwerdeführer im geschützteren Rahmen der Strafanstalt F.____ wohl verhalten habe. 
Das Verschulden des Beschwerdeführers sei demnach als weniger schwer zu bezeichnen. 
Auch müsse die fehlende Einsicht des Beschwerdeführers in das von ihm begangene Unrecht 
vor dem Hintergrund seiner Erkrankungen differenziert betrachtet werden. Eine aktuelle Gefahr 

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gehe vom Beschwerdeführer, der sich in psychiatrischer Behandlung befinde, nicht aus. Die 
beiden während der Dauer des ausländerrechtlichen Verfahrens ergangenen Strafbefehle seien 
zwar nicht zu verharmlosen. Da es sich um Verurteilungen wegen Verletzung der Verkehrsre-
geln handle, werde als Ersatzmassnahme beantragt, es sei dem Beschwerdeführer die Auflage 
zu erteilen, seinen Führerausweis abzugeben.  
 
4.3.1 Bezüglich des Verschuldens in Bezug auf die Straftat, welche primär zur Anordnung 
des Bewilligungswiderrufs geführt hat (Angriff, der mit zwei Jahren Freiheitsstrafe bestraft wur-
de), ist wie ausgeführt grundsätzlich auf das entsprechende Strafurteil abzustellen. Das Revisi-
onsverfahren und das in dessen Rahmen eingeholte Gutachten ändern daran grundsätzlich 
nichts, wobei jedoch zu berücksichtigen ist, dass das negative Verhalten des Beschwerdefüh-
rers in der Strafanstalt E.____ zumindest teilweise mit seinen psychischen Einschränkungen zu 
erklären ist. Auch die Gutachter sind hingegen in Bezug auf das Verschulden des Beschwerde-
führers von einer vollen Schuldfähigkeit ausgegangen (was schliesslich zur Abweisung des Re-
visionsgesuchs führte), weshalb vorliegend entgegen der Argumentation des Beschwerdefüh-
rers kein Anlass besteht, von der Beurteilung des Appellationsgerichts abzuweichen. Der Be-
schwerdeführer hat im Übrigen regelmässig und mit Aggravationstendenz delinquiert. So wurde 
er in der Zeit vor dem Urteil des Appellationsgerichts vom 29. April 2014 unter anderem mit 
Strafbefehl des Bezirksstatthalteramts G.____ vom 31. Dezember 2005 wegen einfacher Kör-
perverletzung, wiederholten Tätlichkeiten, mehrfacher Nötigung und Widerhandlung gegen die 
Betäubungsmittelgesetzgebung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von 60 Tagen verurteilt und 
zur Teilnahme an einem Trainingsprogramm für gewaltausübende Männer verpflichtet. Hinzu 
kamen zwei Strafverfügungen des Kantons Solothurn vom 1. Oktober und 12. November 2007, 
mit welchen der Beschwerdeführer wegen Trunkenheit und unanständigen Benehmens mit 
Bussen bestraft wurde. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 22. März 2011 wurde der 
Beschwerdeführer sodann wegen Angriffs, Raufhandels, unrechtmässiger Aneignung und Über-
tretungen gegen die Betäubungsmittelgesetzgebung zu einer bedingten Geldstrafe von 180 
Tagessätzen verurteilt, gefolgt von einem weiteren Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Basel-
Stadt vom 29. April 2011 wegen Körperverletzung und Raufhandel, mit welchem er zu einer 
Geldstrafe von 180 Tagessätzen verurteilt wurde, wovon 30 Tage unbedingt vollzogen wurden. 
Nach der ausländerrechtlichen Verwarnung wurde der Beschwerdeführer mit Strafbefehl der 
Staatsanwaltschaft Luzern vom 29. Oktober 2012 wegen grober Verkehrsregelverletzung (Fah-
ren unter Alkoholeinfluss) zu einer bedingten Geldstrafe von 15 Tagessätzen und einer Busse 
von Fr. 1‘000.-- verurteilt. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Solothurn vom 9. Dezem-
ber 2014 erging zudem eine Busse von Fr. 140.-- wegen fehlender Kontrollschilder am Fahr-
zeug des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer ist somit bis zum angefochtenen Ent-
scheid insgesamt acht Mal verurteilt worden und hat sein Verhalten auch nicht geändert, nach-
dem er ausländerrechtlich verwarnt wurde. Vielmehr beging der Beschwerdeführer die zum Ap-
pellationsgerichtsurteil vom 29. April 2014 führende Straftat erst nach der Verwarnung und in 
eklatanter Missachtung derselben. Selbst nach der Widerrufsverfügung des AfM hat der Be-
schwerdeführer sein Verhalten nicht geändert, sondern verstiess bislang zwei weitere Male ge-
gen die Rechtsordnung. Insbesondere die mit Strafbefehl vom 25. April 2017 ergangene Verur-
teilung wegen grober Verkehrsregelverletzung, welche aufgrund der Überschreitung der maxi-
malen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um 37 km/h erging und welcher somit eine erhebli-

Seite 9 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

che abstrakte Gefahr für Dritte zugrunde lag, sticht ins Auge. Der Beschwerdeführer erscheint 
offensichtlich unbelehrbar und nicht gewillt oder in der Lage, sein negatives Verhalten zu än-
dern. Auch weisen seine kontinuierlichen Unschuldsbeteuerungen in Bezug auf die Verurteilung 
durch das Appellationsgericht Basel-Stadt, die er in seinem Brief an das Kantonsgericht vom 
22. März 2018 abermals wiederholt, auf fehlendes Unrechtsbewusstsein hin. In Anbetracht des 
Gesagten ist das Verschulden des Beschwerdeführers insgesamt als schwer anzusehen.  
 
4.3.2 Vorliegend besteht primär aufgrund der Delinquenz des Beschwerdeführers ein öffent-
liches Interesse an dessen Wegweisung aus der Schweiz. Darüber hinaus besteht aber auch 
ein öffentliches Interesse an der Entlastung der öffentlichen Fürsorge, da der Beschwerdeführer 
nach wie vor von der Unterstützung durch die Sozialhilfe abhängig ist. Negativ ins Gewicht fal-
len sodann auch seine Schulden in der Höhe von Fr. 11'094.55. Die Sozialhilfeabhängigkeit des 
Beschwerdeführers ist zwar vor dem Hintergrund seiner psychischen und intellektuellen Ein-
schränkungen differenziert zu betrachten, was jedoch nicht bedeutet, dass ihm seine fehlende 
wirtschaftliche Integration gar nicht zur Last gelegt werden kann.  
 
4.3.3 Nach dem Gesagten besteht – namentlich aufgrund der Straftaten des Beschwerdefüh-
rers und dessen als schwer zu qualifizierenden Verschuldens – ein gewichtiges öffentliches 
Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung des Beschwerde-
führers aus der Schweiz.  
 
4.4.1 Hinsichtlich der privaten Interessen ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer im 
Alter von sieben Jahren in die Schweiz eingereist ist, hier aufgewachsen ist und seit nunmehr 
24 Jahren in diesem Land lebt. Der Beschwerdeführer verfügt aufgrund seiner langen Aufent-
haltsdauer über ein grosses Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Entgegen seinen Aus-
führungen kann er sich jedoch nicht auf Art. 12 Abs. 4 des UNO-Pakts II berufen. Vorausset-
zung für eine Anwendung dieser Bestimmung auf ausländische Staatsangehörige wäre, dass 
diese über keinerlei Berührungspunkte zu ihrem Kulturkreis verfügen und ihnen insbesondere 
auch sprachlich jegliche Verbindung zu ihrem Heimatstaat fehlt (Urteile des Bundesgerichts 
2C_6/2015 vom 30. Juni 2015 E. 2.4; 2C_140/2014 vom 24. Oktober 2014 E. 4.3; 2C_200/2013 
vom 16. Juli 2013 E. 6.4.2; jeweils mit Hinweisen). Davon kann hier offensichtlich keine Rede 
sein, zumal der Beschwerdeführer unbestrittenermassen der kosovarischen Sprache mächtig 
ist und immerhin die ersten sieben Lebensjahre im Kosovo verbracht hat.  
 
4.4.2 Die Familie des Beschwerdeführers lebt in der Schweiz und gleiches gilt auch für sein 
soziales Netzwerk. Der Beschwerdeführer verfügt offenbar über wenig Kontakt zum Kosovo, 
auch wenn er zeitweise dort in den Ferien weilt. Es ist von einer starken Eingebundenheit des 
Beschwerdeführers in das Familiengeflecht seiner Kernfamilie auszugehen, mit welcher der 
Beschwerdeführer nach wie vor zusammenlebt. Allerdings besteht ein gewisser Widerspruch 
zwischen den Vorbringen des Beschwerdeführers über seine Beziehung zur Kernfamilie und 
den Ausführungen, welche er diesbezüglich im Rahmen der Begutachtung im Revisionsverfah-
ren vor dem Appellationsgericht Basel-Stadt machte. Gemäss den Ausführungen zur Familien-
anamnese berichtete der Beschwerdeführer hierzu, er habe zu seinem Vater und zu seinen 
beiden Brüdern ein distanziertes Verhältnis und habe Angst und Respekt vor ihnen (vgl. Gut-

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achten der UPK vom 5. Oktober 2016, S. 23 f.). Erheblich ins Gewicht fällt sodann die Bezie-
hung des Beschwerdeführers zu seiner Partnerin D.____ und zum gemeinsamen Sohn C.____. 
Aus der familiären Situation ergibt sich zweifellos ein bedeutendes privates Interesse des Be-
schwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz. Inwieweit die in diesem Zusammenhang 
beantragte Befragung des Beschwerdeführers und dessen Partnerin D.____ im Rahmen einer 
Parteiverhandlung zusätzliche Erkenntnisse zeitigen könnte, ist indes nicht ersichtlich. Die ent-
sprechenden Beweisanträge wurden vom Präsidium deshalb zu Recht abgewiesen.   
 
4.4.3 Die Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz kann, insbesondere in Anbe-
tracht seiner andauernden Straffälligkeit, nicht als gelungen bezeichnet werden. Auch in wirt-
schaftlicher Hinsicht ist der Beschwerdeführer nicht integriert, was aber wie erwähnt zumindest 
in beträchtlichen Teilen auf seine psychischen bzw. kognitiven Einschränkungen zurückzufüh-
ren ist. Dieser Umstand ist denn auch bei der Interessenabwägung mitzuberücksichtigen. 
 
4.5.1 Mit der Vorinstanz ist demnach festzustellen, dass im Fall des Beschwerdeführers von 
einer erheblichen Rückfallgefahr auszugehen ist, weshalb bei seinem Verbleib in der Schweiz 
von einer Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit auszugehen ist. Dem Beschwerde-
führer muss namentlich auch deshalb eine schlechte Prognose ausgestellt werden, weil er nach 
wie vor nicht in der Lage ist, das Unrecht seiner Taten einzusehen. In wirtschaftlicher Hinsicht 
wird dem Beschwerdeführer ein Neustart im Kosovo angesichts seiner eingeschränkten Mög-
lichkeiten sicherlich nicht leicht fallen. Immerhin ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Be-
schwerdeführer in der Schweiz erwerbstätig war und dass ihm eine Erwerbstätigkeit grundsätz-
lich auch im Kosovo offen steht. Eine allfällige psychologische Unterstützung des Beschwerde-
führers kann sodann auch im Kosovo erfolgen, wenn auch möglicherweise nicht in der gleichen 
Qualität wie in der Schweiz. Die schlechtere Gesundheitsversorgung bzw. die lokalen Unter-
schiede der psychologischen bzw. psychiatrischen Behandlungsmöglichkeiten im Kosovo las-
sen eine Rückkehr nicht als unzumutbar erscheinen. Dass die Rückkehr unbestreitbar mit per-
sönlichen und wirtschaftlichen Nachteilen für den Beschwerdeführer verbunden ist, ändert an 
der Zumutbarkeit nichts. Dies gilt auch im Hinblick auf die Beziehung des Beschwerdeführers 
zu D.____ und zum gemeinsamen Sohn C.____. Der Beschwerdeführer und seine Partnerin 
mussten sich aufgrund des eingeleiteten ausländerrechtlichen Widerrufsverfahrens des Risikos 
bewusst sein, dass der Beschwerdeführer die Schweiz möglicherweise würde verlassen müs-
sen. Damit musste ihnen auch klar sein, dass sie ihre Beziehung unter Umständen nicht weiter 
in der Schweiz würden leben können. Es ist ihnen sodann zuzumuten, die Beziehung mit re-
gelmässigen Besuchen und unter Nutzung der modernen Kommunikationsmittel (Skype etc.) 
auch nach der Rückkehr des Beschwerdeführers in den Kosovo zu leben. Schliesslich ist auch 
die Berufung des Beschwerdeführers auf die Beziehung zu seiner Herkunftsfamilie unbehelflich. 
Die Herkunftsfamilie kann dem Beschwerdeführer beim Aufbau eines Netzwerks im Kosovo 
auch von der Schweiz aus oder anlässlich von Aufenthalten im Kosovo behilflich sein. Dass der 
Beschwerdeführer im Kosovo unter keinen Umständen alleine zurechtkommen kann, wie er 
vorbringt, ist nicht ersichtlich, auch wenn wie erwähnt zu Beginn durchaus Schwierigkeiten beim 
Neustart im Kosovo bestehen dürften. Unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte erscheinen 
der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung 
aus der Schweiz als zumutbar.  

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4.5.2 Nach dem Gesagten überwiegt das öffentliche Interesse an der Wegweisung des Be-
schwerdeführers dessen privates Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Der angefochte-
ne Entscheid erweist sich damit als verhältnismässig. Soweit der Beschwerdeführer sinnge-
mäss den Eventualantrag auf Erteilung einer Härtefallbewilligung (Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG) 
stellt, ist darauf nicht einzugehen. Sind die Voraussetzungen für den Widerruf einer Niederlas-
sungsbewilligung erfüllt, ist die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung als mildere Massnahme 
zum vollständigen Widerruf ausgeschlossen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2C_327/2015 vom 
22. April 2016 E. 5.7 mit Hinweisen). Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen.  
 
5.1 Im Folgenden ist noch über die Kosten zu entscheiden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist 
das Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten umfassen die Ge-
richtsgebühren und die Beweiskosten und werden in der Regel der unterliegenden Partei in 
angemessenem Ausmass auferlegt (§ 20 Abs. 3 VPO). Vorliegend sind die Verfahrenskosten in 
der Höhe von Fr. 1‘400.-- dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Bewilli-
gung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichts-
kasse. 
 
5.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts bzw. einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Dem Kanton wird keine Parteientschädigung zugesprochen 
(§ 21 Abs. 2 VPO). Die Parteikosten sind demnach wettzuschlagen. Zufolge Bewilligung der 
unentgeltlichen Verbeiständung ist der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar 
aus der Gerichtskasse auszurichten. In ihrer Honorarnote vom 10. April 2018 macht die 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers einen Aufwand von gesamthaft 15 Stunden und 55 
Minuten à Fr. 250.-- pro Stunde sowie Auslagen in der Höhe von Fr. 805.20 geltend. Gemäss 
§ 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und Anwälte (Tarifordnung) vom 17. Novem-
ber 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung Fr. 200.-- pro Stunde und wird 
bei Massenkopien lediglich ein Betrag von Fr. 0.50 pro Kopie gewährt (§ 15 Abs. 2 Tariford-
nung). Der ausgewiesene Aufwand ist demnach zu einem Ansatz von Fr. 200.-- pro Stunde zu 
entschädigen und die Auslagen für die Kopien sind mit Fr. 179.-- festzusetzen. Der Rechtsver-
treterin des Beschwerdeführers ist somit ein Honorar in der Höhe von Fr. 3‘725.45 (inkl. Ausla-
gen und 8% bzw. 7.7% MWSt) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 
5.3 Der Beschwerdeführer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass er zur Nachzahlung 
der in diesem Verfahren infolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege der Gerichtskasse 
belasteten Kosten verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist (§ 53a Abs. 1 des Gesetzes 
über die Organisation der Gerichte [Gerichtsorganisationsgesetz, GOG] vom 22. Februar 2001).  
 
 
 
 
 
 
 

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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1‘400.-- werden dem Be-

schwerdeführer auferlegt. 
Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung gehen die 
Verfahrenskosten zu Lasten der Gerichtskasse. 

   
 3. Die Parteikosten werden wettgeschlagen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird der 
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 3‘725.45 (inkl. Auslagen und 7.7% resp. 8% MWSt) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet. 

 

 
 

 
Präsidentin 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiber i.V. 
 
 
 
 
 
 

 

 
 

 
 
 
Gegen diesen Entscheid wurde am 11. September 2018 Beschwerde beim Bundesgericht (Ver-
fahrensnummer 2C_786/2018) erhoben.