# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 677db0b0-c3e3-5b3e-a457-2e67bafd8370
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-01-18
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Strafappellationshof 18.01.2021 501 2019 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_006_501-2019-21_2021-01-18.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00
tribunalcantonal@fr.ch
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

501 2019 21
501 2020 25

Urteil vom 18. Januar 2021

Strafappellationshof

Besetzung Vizepräsident: Markus Ducret
Richterin: Dina Beti
Ersatzrichter: Armin Sahli
Gerichtsschreiberin: Frédérique Jungo

Parteien 501 2019 21

A.________, Straf- und Zivilkläger und Berufungsführer, vertreten 
durch Rechtsanwalt Yves Amberg, amtlicher Verteidiger

gegen

B.________, Beschuldigter und Berufungsgegner, vertreten durch 
Rechtsanwalt Fabian Zuberbühler, amtlicher Verteidiger

und

STAATSANWALTSCHAFT, Berufungsgegnerin,

501 2020 25

Daniel U. WALDER, Beschwerdeführer, vertreten durch Rechtsan-
walt Fabian Zuberbühler, Wahlverteidiger

Gegenstand Schwere Körperverletzung (Art. 122 StGB) und Angriff (Art. 134 
StGB); Entschädigung des amtlichen Verteidigers

Berufung vom 20. September 2018 gegen das Urteil des Strafge-
richts des Sensebezirks vom 13. September 2018 (501 2019 21) 

Beschwerde vom 21. Februar 2019 gegen das Urteil des Strafge-
richts des Sensebezirks vom 13. September 2018 (501 2020 25)

Kantonsgericht KG
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Sachverhalt

A. Am 23. Oktober 2010 zwischen 20.30 und 21.00 Uhr kam es beim Parkplatz des Bahnhof-
buffets in C.________ zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung unter Tamilen. Die Ereignisse 
spielten sich vor dem Hintergrund einer Veranstaltung von mehreren hundert tamilischen Staatsan-
gehörigen ab. Es kamen unter anderem Messer, Stangen und Baseballschläger zum Einsatz und 
es wurden Autos beschädigt. Ausser von Seiten des Privatklägers A.________ wurden keine Straf-
klagen eingereicht. A.________ hatte sich anfänglich im Innern des Bahnhofbuffets befunden. 
Gegen 21.00 Uhr begab er sich nach draussen auf den Parkplatz, wo er von mehreren Personen 
angegriffen wurde (act. 2).

Er erlitt eine Hirnerschütterung, Schnittverletzungen im Gesicht und am Hinterkopf, Stichwunden 
an beiden Hüften sowie Prellungen. Der Vorfall hatte eine posttraumatische Belastungsstörung zur 
Folge, welche im Wesentlichen zu einem fünfmonatigen Aufenthalt in einer psychiatrischen Tages-
klinik sowie zu einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung führte. Der Berufungsführer blieb 
seither, von einer mehrmonatigen gescheiterten Eingliederungsmassnahme abgesehen, in seiner 
Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Die Schnittverletzung im Gesicht ist sichtbar geblieben (act. 2, act. 
4001 ff.).

Am 24. Oktober 2010 stellte A.________ Strafanzeige und Strafantrag gegen Unbekannt wegen 
Aggression und Körperverletzung (vgl. act. 2027).

B. Die Staatsanwaltschaft erliess am 19. März 2013 einen Strafbefehl gegen B.________ und 
verurteilte diesen wegen einfacher Körperverletzung (mit gefährlichem Gegenstand), Entwendung 
eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch und mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs trotz Verwei-
gerung, Entzug oder Aberkennung des erforderlichen Ausweises zu einer unbedingten Freiheits-
strafe von vier Monaten. Die Staatsanwaltschaft warf B.________ vor, A.________ die Schnittver-
letzung im Gesicht zugefügt zu haben (act. 10'003 ff.).

B.________ als Beschuldigter (act. 9089 f.) und A.________ als Privatkläger (act. 9'080 ff.) erho-
ben beide am 2. April 2013 Einsprache gegen diesen Strafbefehl. A.________ beantragte insbe-
sondere, B.________ sei vielmehr der schweren Körperverletzung mit einem gefährlichen Gegen-
stand sowie der Delikte gegen das SVG schuldig zu sprechen.

Mit Entscheid des Polizeirichters vom 9. August 2013 wurde der Strafbefehl vom 19. März 2013 
aufgehoben und die Angelegenheit zur Durchführung des Vorverfahrens an die Staatsanwaltschaft 
zurückgewiesen (act. 9'100 ff.). Nachdem das Verfahren aufgrund seiner Abhängigkeit von einem 
anderen Verfahren zuerst sistiert und dann wieder aufgenommen worden war, stellte die Staatsan-
waltschaft das gegen B.________ geführte Verfahren wegen Raufhandels, schwerer Körperverlet-
zung und Angriffs, angeblich begangen am 23. Oktober 2010, mit Einstellungsverfügung vom 
10. November 2015 ein (act. 10'060 ff.). Die Staatsanwaltschaft verurteilte ihn mit Strafbefehl des 
gleichen Tages wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln (Überschreiten der Geschwindigkeit), 
Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch, mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs 
trotz Verweigerung, Entzug oder Aberkennung des erforderlichen Ausweises und Fahrens in ange-
trunkenem Zustand (Motorfahrzeug, qualifizierte Blutalkoholkonzentration) zu einer unbedingten 
Geldstrafe von 100 Tagessätzen (act. 10'065 ff.).

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A.________ erhob am 23. November 2015 Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung. Mit 
Entscheid vom 29. Juni 2016 hiess die Strafkammer des Kantonsgerichts die Beschwerde gut, hob 
die Einstellungsverfügung vom 10. November 2015 auf und wies das Verfahren zur Vervollständi-
gung der Untersuchung und zur neuen Entscheidung an die Staatsanwaltschaft zurück (Urteil KG 
FR 502 2015 249 vom 29. Juni 2016).

C. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg erhob am 4. Januar 2018 beim Strafgericht des 
Sensebezirks Anklage gegen B.________ wegen schwerer Körperverletzung (Art. 122 StGB) und 
Angriff (Art. 134 StGB), angeblich begangen am 23. Oktober 2010 zum Nachteil von A.________ 
(act. 2)

Mit Urteil vom 13. September 2018 sprach das Strafgericht des Sensebezirks B.________ vom 
Vorwurf der schweren Körperverletzung und des Angriffs frei und verwies die Zivilforderungen auf 
den Zivilweg. Die Verfahrenskosten auferlegte es dem Staat Freiburg und richtete Rechtsanwalt 
Daniel U. Walder als amtlicher Verteidiger von B.________ sowie Rechtsanwalt Yves Amberg als 
amtlicher Verteidiger von A.________ je eine Entschädigung zu Lasten der Staatskasse aus. Der 
Beweisantrag des Privatklägers, D.________ sei als Zeuge vorzuladen, wies das Strafgericht des 
Sensebezirks ab. 

D. Gegen dieses Urteil meldete A.________ (nachfolgend: der Berufungsführer oder der Privat-
kläger) am 20. September 2018 die Berufung an. Mit Berufungserklärung vom 28. Februar 2019 
beantragte er die Abänderung des Urteils in Bezug auf die Schuldsprüche, den Zivilpunkt sowie die 
Kosten. B.________ sei der schweren Körperverletzung und des Angriffs, begangen am 
23. Oktober 2010 zu seinem Nachteil, schuldig zu sprechen und dafür angemessen zu bestrafen. 
Die Zivilklage sei gutzuheissen und B.________ zu verpflichten, ihm einen Schadenersatz in der 
Höhe von CHF 123'297.- zuzüglich Schadenszinsen von CHF 6'673.- unter Vorbehalt des Nach-
klagerechts sowie eine Genugtuung in der Höhe von CHF 5'700.- zuzüglich Schadenszinsen von 
CHF 24'180.- unter Vorbehalt des Nachklagerechts zu bezahlen. Weiter sei B.________ zur 
Bezahlung der vor- und oberinstanzlichen Verfahrenskosten zu verpflichten. Schliesslich sei 
B.________ zu verpflichten, ihm eine angemessene Parteientschädigung in Höhe von mindestens 
CHF 27'566.85 für das vorinstanzliche Verfahren gemäss Kostennote vom 13. September 2018 
sowie für die oberinstanzliche Intervention gemäss noch einzureichender Kostennote zu verpflich-
ten. Überdies stellte er die Beweisanträge, D.________ und E.________ seien für die Hauptver-
handlung als Zeugen vorzuladen und zur Sache zu befragen. 

Mit Eingabe vom 13. März 2019 teilte die Staatsanwaltschaft mit, kein Nichteintreten zu beantra-
gen und auf eine Anschlussberufung zu verzichten. 

Am 22. März 2019 stellten die Rechtsanwälte Fabian Zuberbühler und Daniel U. Walder ein 
Gesuch um interne Übertragung der amtlichen Verteidigung, welches am 26. März 2019 vom Vize-
präsidenten gutgeheissen wurde.

Mit Eingabe vom 29. März 2019 teilte der amtliche Verteidiger von B.________ mit, auf eine 
Anschlussberufung zu verzichten. Überdies beantragte er, die Berufung sei vollumfänglich abzu-
weisen und das vorinstanzliche Urteil zu bestätigen. Weiter sei auf Ziff. 2.3 der Berufung nicht 
einzutreten. Ferner seien die vom Berufungsführer gestellten Beweisanträge vollumfänglich abzu-
weisen.

Mit Eingabe vom 18. April 2019 nahm die Staatanwaltschaft zu den Beweisanträgen des Beru-
fungsführers und deren Begründung Stellung und beantragte, diese seien abzuweisen. 

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Mit Schreiben vom 7. Mai 2019 nahm Rechtsanwalt Fabian Zuberbühler zu den Beweisanträgen 
des Berufungsführers und deren Begründung Stellung und beantragte, diese seien, unter Verweis 
auf den bereits mit Eingabe vom 29. März 2019 gestellten Antrag, vollumfänglich abzuweisen. Er 
erklärte weiter, einstweilen auf die Stellung von Beweisanträgen unter Vorbehalt einer solchen zu 
einem späteren Zeitpunkt, namentlich anlässlich der Berufungsverhandlung, zu verzichten. 

Mit Verfügung vom 3. September 2019 lehnte der Vizepräsident die am 28. Februar 2019 durch 
den Berufungsführer gestellten Beweisanträge ab. 

E. Am 21. Februar 2019 meldete Rechtsanwalt Daniel U. Walder (nachfolgend: der Beschwer-
deführer) gegen das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 13. September 2018 
Beschwerde an. Er beantragte, Ziffer 5.1 des Urteils des Strafgerichts des Sensebezirks vom 
13.  2018 sei aufzuheben und ihm sei eine Entschädigung für die amtliche Verteidigung in der 
Höhe von CHF 22'375.71 (inkl. MwSt) zuzusprechen. Eventualiter sei Ziffer 5.1 des Urteils des 
Strafgerichts des Sensebezirks vom 13. September 2018 aufzuheben und im Sinne der Erwägun-
gen zur Neuentschädigung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) gemäss dem 
Ausgang des Verfahrens an die Vorinstanz zurückzuweisen. Mit Urteil vom 25. April 2019 der 
Strafkammer des Kantonsgerichts (502 2019 53) wurde die Angelegenheit zuständigkeitshalber 
dem Strafappellationshof überwiesen. 

F. Mit Eingabe vom 5. März 2020 stellte der Rechtsbeistand des Beschuldigten den Antrag, 
dass zur Vereinfachung des Verfahrens ein Tatinterlokut gemäss Art. 342 StPO angeordnet werde. 
Dem Berufungsführer und der Staatsanwaltschaft wurde die Möglichkeit zur Stellungnahme 
gewährt. Der Berufungsführer schloss auf Abweisung des Antrags, die Staatsanwaltschaft auf 
Gutheissung.

G. Die ursprünglich für den 25. März 2020 angesetzte Verhandlung musste aufgrund der Mass-
nahmen gegen die Covid19-Pandemie abgesagt und auf den 18. Januar 2021 verschoben 
werden.

H. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten informierte am 14. Dezember 2020, dass dieser 
in Bezug auf Fragen zur Sache von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machen und 
lediglich Fragen zu seiner Person beantworten werde.

I. Von Amtes wegen wurde über den Beschuldigten ein aktueller Strafregisterauszug, datie-
rend vom 4. März 2020 bzw. 23. Dezember 2020, eingeholt.

J. Am 4. Januar 2021 entschied der Strafappellationshof, dem Antrag des Beschuldigten vom 
5. März 2020 auf Zweiteilung des Berufungsverfahrens stattzugegeben und die Verhandlung vom 
18. Januar 2021 auf die Tat- und Schuldfrage zu beschränken.

K. Anlässlich der Verhandlung vom 18. Januar 2021 erschienen der Berufungsführer, begleitet 
von seinem amtlichen Verteidiger, der Beschuldigte, ebenfalls begleitet von seinem amtlichen 
Verteidiger, sowie der Vertreter der Staatsanwaltschaft. Der Beschuldigte wurde zu seinen persön-
lichen Verhältnissen einvernommen. Daraufhin wurde der Berufungsführer in Abwesenheit des 
Beschuldigten zur Sache einvernommen und für die restliche Verhandlung dispensiert. Anschlies-
send hielten die Vertreter ihre Parteivorträge.

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Erwägungen

A. Berufung 501 2019 21

1.

1.1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstinstanzlicher 
Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen worden ist. Als Privatkläger 
besitzt der Berufungsführer zudem ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder 
Änderung des Entscheids im Sinne von Art. 382 Abs. 1 StPO und ist somit zur Berufung legitimiert 
(Art. 104 Abs. 1 Bst. b, 382 Abs. 1 und 2, 399 Abs. 1 und 3 StPO). Die Berufung richtet sich gegen 
das ganze vorinstanzliche Urteil, d.h. den Freispruch, den Verweis der Zivilforderungen auf den 
Zivilweg sowie die Kosten- und Entschädigungsfolgen; die entsprechenden Rechtsbegehren sind 
präzise formuliert. Die Berufungserklärung entspricht mithin den gesetzlichen Anforderungen. Auf 
die rechtzeitig eingereichte Berufung ist somit einzutreten.

1.2. Im Rahmen einer Berufung überprüft der Strafappellationshof den vorinstanzlichen 
Entscheid frei bezüglich sämtlicher Tat-, Rechts- und Ermessensfragen (Art. 398 Abs. 2 und 3 
StPO). Er ist in seinem Entscheid weder an die Begründung der Parteien noch an deren Anträge 
gebunden, ausser wenn er Zivilklagen beurteilt. Er darf Entscheide nicht zum Nachteil der verurteil-
ten Person abändern, wenn das Rechtsmittel nur zu deren Gunsten ergriffen worden ist (Art. 391 
Abs. 1 und Abs. 2 StPO). Der Strafappellationshof verfügt somit grundsätzlich über eine umfassen-
de Überprüfungsbefugnis. Er überprüft das erstinstanzliche Urteil allerdings nur in den angefochte-
nen Punkten, kann aber zugunsten der beschuldigten Person auch nicht angefochtene Punkte 
überprüfen, um gesetzeswidrige oder unbillige Entscheide zu verhindern (Art. 404 StPO). 

1.3.  Das Verfahren wird mündlich geführt (Art. 405 StPO). Es beruht auf den Beweisen, die im 
Vorverfahren und im erstinstanzlichen Hauptverfahren erhoben worden sind (Art. 389 Abs. 1 
StPO). Die Rechtsmittelinstanz erhebt von Amtes wegen oder auf Antrag einer Partei die erforderli-
chen zusätzlichen Beweise (Art. 389 Abs. 3 StPO). 

1.4.

1.4.1. Nach Art. 342 Abs. 1 StPO kann das Gericht auf Antrag der beschuldigten Person oder der 
Staatsanwaltschaft oder von Amtes wegen die Hauptverhandlung zweiteilen; dabei kann es 
bestimmen, dass a. in einem ersten Verfahrensteil nur die Tat- und die Schuldfrage, in einem zwei-
ten die Folgen eines Schuld- oder Freispruchs behandelt werden; oder b. in einem ersten Verfah-
rensteil nur die Tatfrage und in einem zweiten die Schuldfrage sowie die Folgen eines Schuld- 
oder Freispruchs behandelt werden. Die Entscheidung über die Zweiteilung der Hauptverhandlung 
ist nicht anfechtbar (Art. 342 Abs. 2 StPO). Die Entscheide über die Tat- und die Schuldfrage 
werden nach ihrer Beratung eröffnet, sind jedoch erst mit dem gesamten Urteil anfechtbar (Art. 342 
Abs. 4 StPO). Eine Zweiteilung der Hauptverhandlung ist auch in der Berufungsverhandlung 
möglich (Art. 379 i.V.m. Art. 342 StPO).

Die Aufteilung des Verfahrens in zwei Verfahrensabschnitte dient einerseits dem Persönlichkeits-
schutz des Angeschuldigten, weil nur im Falle der Verurteilung die für die Festsetzung der Sankti-
on wichtigen, die Persönlichkeit berührenden Fragen öffentlich erörtert werden. Zudem wird es 
dem Verteidiger erspart, in einer Eventualposition bereits zur Strafe Stellung zu nehmen, obwohl er 
im Hauptstandpunkt Antrag auf Freisprechung gestellt hat. Schliesslich sprechen für die Zweitei-

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lung verfahrensökonomische Gründe, da über die Folgen des Schuldpunktes erst verhandelt wird, 
wenn feststeht, dass ein Schuldspruch ergangen ist (Urteil BGer 6B_172/2011 vom 23. Dezember 
2011 E. 2.3 mit Hinweisen). Bei der Prüfung, ob die Hauptverhandlung in zwei Abschnitte zu glie-
dern ist, sind die im konkreten Fall bestehenden Gründe, die für und gegen eine Aufteilung spre-
chen, gegeneinander abzuwägen (Urteil BGer 6B_172/2011 vom 23. Dezember 2011 E. 2.4).

1.4.2. Vorliegend wurde der Beschuldigte von der Vorinstanz freigesprochen und er bestreitet 
seine Täterschaft und Schuld weiterhin vehement. Angesichts der langen Verfahrensdauer sind 
vorliegend weitere Verzögerungen und unnötige Aufwendungen, insbesondere auch in Bezug auf 
die Zivilklage, zu vermeiden, weshalb der Strafappellationshof am 4. Januar 2020 entschied, die 
Verhandlung vom 18. Januar 2021 aus verfahrensökonomischen Gründen in Anwendung von 
Art. 342 Abs. 1 Bst. a StPO auf die Tat- und Schuldfrage zu beschränken.

2.

2.1. Nach den Verfahrensgarantien von Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 1 
i.V.m. Art. 6 Ziff. 3 Bst. d EMRK hat die beschuldigte Person als Teilgehalt des Rechts auf ein 
faires Verfahren Anspruch darauf, Belastungszeugen Fragen zu stellen. Eine belastende Aussage 
ist grundsätzlich nur verwertbar, wenn die beschuldigte Person wenigstens einmal während des 
Verfahrens angemessene und hinreichende Gelegenheit hatte, das Zeugnis in Zweifel zu ziehen 
und Fragen an den Belastungszeugen zu stellen. Um sein Fragerecht wirksam ausüben zu 
können, muss die beschuldigte Person in die Lage versetzt werden, die persönliche Glaubwürdig-
keit des Zeugen zu prüfen und den Beweiswert seiner Aussagen zu hinterfragen. Dem Konfrontati-
onsanspruch gemäss Art. 6 Ziff. 3 Bst. d EMRK kommt grundsätzlich absoluter Charakter zu. Von 
einer direkten Konfrontation des Angeklagten mit dem Belastungszeugen oder auf dessen ergän-
zende Befragung kann nur unter besonderen Umständen abgesehen werden, wenn eine persönli-
che Konfrontation nicht möglich oder eine Beschränkung des Konfrontationsrechts dringend 
notwendig ist. Die Fragen an den Belastungszeugen dürfen auch nicht im Rahmen einer antizipier-
ten Beweiswürdigung für entbehrlich erklärt werden. Die ausgebliebene Konfrontation mit Belas-
tungszeugen verletzt die Garantie aber nicht, wenn jene berechtigterweise das Zeugnis verweigern 
oder die erneute Befragung nicht möglich ist, weil sie trotz angemessener Nachforschungen unauf-
findbar bleiben, dauernd oder für lange Zeit einvernahmeunfähig werden oder in der Zwischenzeit 
verstorben sind. Die Verwertbarkeit der ursprünglichen Aussage erfordert allerdings, dass die 
beschuldigte Person zu den belastenden Erklärungen hinreichend Stellung nehmen konnte, diese 
sorgfältig geprüft wurden und ein Schuldspruch sich nicht allein darauf abstützt. Ausserdem darf 
der Umstand, dass die angeschuldigte Person ihre Rechte nicht (rechtzeitig) wahrnehmen konnte, 
nicht in der Verantwortung der Behörde liegen. Nach der Rechtsprechung des EGMR kann sodann 
ein streitiges Zeugnis von ausschlaggebender Bedeutung ohne Konfrontation mit Belastungszeu-
gen verwertbar sein, wenn ausreichend kompensierende Faktoren gegeben sind, die den 
Anspruch der angeschuldigten Person auf ein faires Verfahren und die Überprüfung der Verläss-
lichkeit des Beweismittels gewährleisten (Urteil BGer 6B_1219/2019 vom 29. April 2020 E. 2.1 mit 
Hinweisen).

Auch die in der Voruntersuchung gegenüber der Polizei gemachten Aussagen werden als Zeugen-
aussagen betrachtet. Dass die Strafprozessordnung ein Teilnahmerecht der Parteien nur bei 
Beweiserhebungen nach eröffneter Untersuchung, nicht aber auch für das polizeiliche Ermittlungs-
verfahren vorsieht, berührt den Konfrontationsanspruch nicht (Urteil BGer 6B_369/2013 vom 
31. Oktober 2013 E. 2.3.2 mit Hinweis).

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2.2. Verfahrenshandlungen, die vor Inkrafttreten der eidgenössischen Strafprozessordnung 
angeordnet oder durchgeführt worden sind, behalten ihre Gültigkeit (vgl. Art. 448 Abs. 2 StPO). 
Diese Regel steht unter dem Vorbehalt, dass die verfassungs- und konventionsrechtlichen 
Mindestgarantien hinsichtlich des Anspruchs auf Konfrontation nach Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 32 Abs. 
2 BV und Art. 6 Ziff. 3 Bst. d EMRK eingehalten worden sind (Urteil BGer 6B_1133/2019 vom 
18. Dezember 2019 E. 3.3).

2.3. Die Einvernahme des Zeugen D.________ durch die Kantonspolizei Freiburg fand unmittel-
bar nach den Vorkommnissen am 23. Oktober 2010 und somit vor Inkrafttreten der eidgenössi-
schen Strafprozessordnung statt. Das erstinstanzliche Urteil erfolgte danach. Sofern die Mindest-
garantien hinsichtlich des Anspruchs auf Konfrontation eingehalten wurden, behält die Einvernah-
me grundsätzlich ihre Gültigkeit. Dies gilt es nachfolgend zu prüfen.

Dem Beschuldigten wurde keine Gelegenheit gegeben, an der Befragung des Zeugen D.________ 
durch die Kantonspolizei Freiburg teilzunehmen. Angesichts der zeitlichen Abfolge lässt sich dies 
ohne weiteres erklären, stand die Identität des Beschuldigten im Zeitpunkt der Einvernahme des 
Zeugen D.________ durch die Polizei am 23. Oktober 2010 (act. 2010 ff.) doch noch gar nicht fest. 
Im Frühling 2017 wurde er vom Staatsanwalt als Zeuge vorgeladen, wobei er zu dieser Einvernah-
me am 9. März 2017 nicht erschien (act. 3034 f.). Schliesslich wurde der vom Privatkläger am 
30. Juli 2018 und anlässlich der erstinstanzlichen Hauptverhandlung am 13. September 2018 
gestellte Beweisantrag, D.________ sei als Zeuge vorzuladen und zur Sache zu befragen, abge-
wiesen. Es zeigt sich somit, dass der Beschuldigte während des gesamten Verfahrens nie mit dem 
Zeugen D.________ konfrontiert wurde. Der Einwand des Beschuldigten, die Aussagen des 
Zeugen seien aufgrund der fehlenden Konfrontation nicht verwertbar, ist unter diesen Umständen 
berechtigt. Sein Recht auf Konfrontation mit dem Belastungszeugen wurde verletzt. Soweit Teil-
nahmerechte des Beschuldigten verletzt wurden, sind Aussagen, die ihn belasten, unverwertbar. In 
Anbetracht des seit dem Vorfall vergangenen Zeitablaufs von über 10 Jahren verzichtete auch der 
Strafappellationshof in antizipierter Beweiswürdigung auf die erneute Anhörung bzw. Befragung 
des Zeugen D.________. Dies hat zur Folge, dass seine Aussagen anlässlich der polizeilichen 
Einvernahme nicht verwertbar sind und für die Beurteilung des vorliegenden Falls nicht berücksich-
tigt werden können. Auch die Aussagen des Beschuldigten, welche in unmittelbarem Zusammen-
hang mit den nicht verwertbaren Aussagen des Zeugen D.________ stehen bzw. seine Antworten 
auf Vorhalte, insbesondere rund um den roten VW-Golf, die nur aufgrund der Aussagen des 
Zeugen D.________ gemacht werden konnten, sind nicht verwertbar.

3. 

3.1. Der Berufungsführer beantragt, der Beschuldigte sei der schweren Körperverletzung (Art. 
122 StGB) und des Angriffs (Art. 134 StGB), begangen am 23. Oktober 2010 in C.________, 
schuldig zu sprechen. Der Berufungsführer macht eine unvollständige Feststellung des Sachver-
haltes durch die Vorinstanz geltend. Er rügt, die Vorinstanz habe nicht berücksichtigt, dass er im 
Zeitpunkt des Vorfalls alkoholisiert gewesen sei und ohne Vorwarnung angegriffen worden sei. 
Unberücksichtigt sei weiter geblieben, dass er erstmals unmittelbar nach dem Vorfall, jedoch ein 
zweites Mal erst rund ein Jahr nach dem Vorfall befragt worden sei und sich bei ihm nach dem 
Übergriff eine posttraumatische Belastungsstörung entwickelt habe. Es sei unter diesen Umstän-
den nicht erstaunlich, dass sich die früheren Aussagen des Berufungsführers in gewissen Teilen 
bzw. Nebensächlichkeiten von den späteren teilweise unterscheiden würden. Schliesslich sei bei 
der vorinstanzlichen Würdigung unberücksichtigt geblieben, dass sich die Widersprüche in den 

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Aussagen des Berufungsführers nicht etwa auf das Kerngeschehen, sondern primär auf das vorlie-
gend unwesentliche Rahmengeschehen beziehen würden.

Die Vorinstanz kam unter Berücksichtigung der gesamten Akten zum Schluss, die Beweislage sei 
nicht eindeutig, weshalb im Ergebnis die Anwesenheit des Beschuldigten am Tatort, eine aktive 
Teilnahme am Angriff und die Zufügung der schweren Körperverletzung aufgrund der vielen, teil-
weise widersprüchlichen Aussagen nicht als rechtsgenüglich bewiesen betrachtet werden konnten.  

3.2. Erstellt ist, dass der Berufungsführer von mehreren Personen angegriffen und dabei schwer 
verletzt wurde. Dem Berufungsführer wurde eine Schnittverletzung zugefügt, welche eine 16 cm 
lange, sichtbare Narbe auf der rechten Wange hinterliess. Zudem leidet er an einer posttraumati-
schen Belastungsstörung und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (vgl. act. 4001 ff., 
9117 ff., 37/16 ff.). Es ist, übereinstimmend mit der Vorinstanz, von einer bleibenden eingeschränk-
ten Arbeitsfähigkeit des Berufungsführers auszugehen (vgl. act. 9248 ff., 37/05). 

Was die Ausführungen in rechtlicher Hinsicht anbelangt, so wird auf die zutreffenden Ausführun-
gen im angefochtenen Urteil bezüglich der schweren Körperverletzung und des Angriffs verwiesen 
(vgl. angefochtenes Urteil E. IV. Ziff. 1.1-1.2, S. 9 f.). Der Strafappellationshof macht sich die dies-
bezüglichen Erwägungen der Vorinstanz zu eigen (Art. 82 Abs. 4 StPO).  

3.3. Nach Art. 10 Abs. 2 StPO würdigt das Gericht die Beweise frei nach seiner aus dem 
gesamten Verfahren gewonnen Überzeugung. Die Organe der Strafrechtspflege sollen frei von 
Beweisregeln und nur nach ihrer persönlichen Überzeugung aufgrund gewissenhafter Prüfung der 
vorliegenden Beweise darüber entscheiden, ob sie eine Tatsache für bewiesen halten. Bestehen 
unüberwindliche Zweifel an der Erfüllung der tatsächlichen Voraussetzungen der angeklagten Tat, 
so geht das Gericht von der für die beschuldigte Person günstigeren Sachlage aus (Art. 10 Abs. 3 
StPO).

Die von Art. 10 StPO, Art. 32 Abs. 1 BV, Art. 14 Abs. 2 Uno-Pakt II und Art. 6 Abs. 2 EMRK garan-
tierte Unschuldsvermutung sowie als ihre direkte Folge der Grundsatz „in dubio pro reo“ betreffen 
sowohl die Beweislast als auch die Beweiswürdigung im weiten Sinne. Als Beweislastregel bedeu-
tet sie im Urteilsstadium, dass die Beweislast der Anklage obliegt und dass vom Zweifel der 
Beschuldigte profitieren muss. Als Beweiswürdigungsregel bedeutet die Unschuldsvermutung, 
dass der Richter sich nicht von einem für den Beschuldigten ungünstigen Sachverhalt überzeugt 
erklären kann, wenn aus einem objektiven Blickwinkel in Bezug auf das Bestehen dieses Sachver-
halts Zweifel bestehen. Nicht entscheidend ist, dass bloss abstrakte und theoretische Zweifel 
bestehen, die jederzeit möglich sind, da eine absolute Sicherheit nicht verlangt werden kann. Es 
muss sich um ernsthafte und unüberwindbare Zweifel handeln, das heisst Zweifel, die sich 
aufgrund der objektiven Sachlage aufzwingen. Werden die Beweiswürdigung und die Sachver-
haltsfeststellung in Bezug auf den Grundsatz „in dubio pro reo“ kritisiert, weist dieser keine weitere 
Tragweite als das Willkürverbot auf (vgl. BGE 145 IV 154 E. 1.1 mit Hinweisen, in Pra 108 (2019) 
Nr. 139).

Die Aussagenanalyse ist das Kernstück der Überzeugungsbildung auf Grundlage der Aussagen 
der Parteien. Es geht dabei nicht um die Glaubwürdigkeit der befragten Person, sondern um die 
Glaubhaftigkeit ihrer Aussage (HUSSELS, Von Wahrheiten und Lügen – Eine Darstellung der 
Glaubhaftigkeitskriterien anhand der Rechtsprechung, in forumpoenale 6/2012 vom 11. Dezember 
2012, S. 368 und 374). Die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage wird dabei durch methodische 
Analyse ihres Inhalts darauf überprüft, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Aussa-
gen einem tatsächlichen Erleben entspringen. Damit eine Aussage als zuverlässig gewürdigt 

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werden kann, ist sie insbesondere auf das Vorhandensein von Realitätskriterien und umgekehrt 
auf das Fehlen von Phantasiesignalen zu überprüfen. Wahre und falsche Schilderungen erfordern 
unterschiedliche geistige Leistungen. Überprüft wird dabei in erster Linie die Hypothese, ob die 
aussagende Person unter Berücksichtigung der Umstände, der intellektuellen Leistungsfähigkeit 
und der Motivlage eine solche Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund machen könnte (vgl. 
BGE 133 I 33 E. 4.2; 129 I 49 E. 5; 128 I 81 E. 2). Schliesslich gilt es zu berücksichtigen, in 
welchem Umfeld und unter welcher Motivationslage die Aussage gemacht wurde. Der Erstaussage 
kommt in der Aussagepsychologie aufgrund gedächtnispsychologischer Voraussetzungen 
entscheidende Bedeutung zu (vgl. Urteil BGer 6B_760/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 2.4.1; 
Urteil KG FR 501 2016 33 vom 28. September 2017 E. 3b).

3.4. Es ist festzustellen, dass sich, neben den Aussagen des Berufungsführers, des Beschuldig-
ten, der Zeugen und der Auskunftspersonen, keine weiteren Beweismittel zum Tathergang in den 
Akten befinden. Entsprechend ist für die Würdigung der Aussagen auf deren Glaubhaftigkeit abzu-
stellen. Die weiteren Unterlagen geben nicht weiter Aufschluss über den genauen Ablauf der 
Geschehnisse und eine allfällige Beteiligung des Beschuldigten am Vorfall vom 23. Oktobers 2010 
in C.________. Es kann deshalb darauf verzichtet werden, weiter auf die beigezogenen Akten aus 
dem Zürcher Verfahren DG 13018 einzugehen. 

Was die im bisherigen Verfahren gemachten Aussagen anbelangt, so kann auf die entsprechen-
den zusammenfassenden Ausführungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (vgl. ange-
fochtenes Urteil E. IV. Ziff. 4.1-4.5, S. 11-26).

3.4.1. Der Strafappellationshof hält fest, dass sich in den Aussagen des Berufungsführers Wider-
sprüche feststellen lassen. Die Aussagen des Berufungsführers stehen im Widerspruch zu den 
Aussagen des Zeugen F.________ bezüglich der Personen, mit denen sie angeblich an die Veran-
staltung in C.________ gefahren sind. Während der Berufungsführer anlässlich seiner ersten 
Einvernahme am 24. Oktober 2010 gegenüber der Polizei zu Protokoll gab, er sei mit seinem 
Bruder "E.________", einem Kollegen namens "G.________" und mit einem weiteren Kollegen 
namens "H.________", folglich zu viert, an die Veranstaltung gefahren und F.________ mit keinem 
Wort erwähnte (act. 2018), gab Letzterer anlässlich seiner Einvernahme vom 1. September 2011 
an, er sei mit dem Berufungsführer, "E.________" und "G.________" zusammen an die Veranstal-
tung gefahren; eine Person namens "H.________" kenne er nicht (act. 3003). Erst als dem Beru-
fungsführer diese Aussage von F.________ anlässlich der Konfrontationseinvernahme vom 
21. April 2015 vorgehalten wurde, gab dieser zu, es sei richtig, dass F.________ mit ihm zusam-
men aus dem Bahnhofbuffet gekommen sei. Zudem gab er an, er glaube, es sei noch eine dritte, 
ihm nicht bekannte Person dabei gewesen. Er wisse nicht mehr, warum er bei seiner ersten 
Aussage angab, dass er alleine aus dem Restaurant herausgekommen sei (act. 3009). Demge-
genüber gab der Berufungsführer bei seiner ersten Einvernahme am 24. Oktober 2010 noch an, 
das Bahnhofbuffet alleine verlassen zu haben und alleine zum Auto gelaufen zu sein (act. 2018). 

Folglich finden sich in den Schilderungen des Berufungsführers betreffend den Vorfall vom 
23. Oktober 2010 mehrere Widersprüche, welche an der Glaubhaftigkeit der Aussagen des Beru-
fungsführers zweifeln lassen. Insbesondere änderte der Berufungsführer während des Verfahrens 
seine Aussagen betreffend den Ablauf der Geschehnisse. Diese Zweifel werden insofern verstärkt, 
als dass der Erstaussage eine entscheidende Bedeutung zukommt. Dies umso mehr, als dieser 
zum damaligen Zeitpunkt noch nicht unter einer Belastungsstörung litt und seine Aussagen noch 
nicht „kontaminiert“ waren. Dem Einwand des Berufungsführers, die Vorinstanz habe nicht berück-
sichtigt, dass er im Zeitpunkt des Vorfalles alkoholisiert gewesen sei, ist zu entgegnen, dass der 

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Berufungsführer selbst zu Protokoll gab, er sei "noch bei vollem Bewusstsein" gewesen (act. 
2018). Zudem ist nicht ersichtlich, inwiefern sich durch die behauptete Alkoholisierung des Beru-
fungsführers die doch erheblichen Widersprüche in seinen Aussagen anlässlich der verschiedenen 
Einvernahmen erklären lassen. Weiter ist zu erwähnen, dass sich die Widersprüche nicht, wie vom 
Berufungsführer behauptet, lediglich auf Nebensächlichkeiten beziehen. Insbesondere kann nicht 
unberücksichtigt bleiben, dass der Berufungsführer seine Aussagen betreffend das Verlassen des 
Gebäudes und somit die Geschehnisse unmittelbar vor dem Angriff mehrfach änderte und somit 
anlässlich seiner ersten Einvernahme die Anwesenheit von F.________ verschwiegen hatte. Dies 
umso mehr, als das von F.________ eingereichte Arztzeugnis (act. 9208) belegt, dass sich dieser 
Verletzungen zugezogen hatte und insofern in den Vorfall involviert war bzw. auch angegriffen 
wurde (vgl. act. 3003). Es ist zudem zu berücksichtigen, dass der Berufungsführer seine Aussage 
auch erst auf Vorhalt der Aussagen von F.________ änderte.

3.4.2. Betreffend Glaubwürdigkeit der Aussagen des Zeugen F.________ ist zu berücksichtigen, 
dass Grund zur Annahme besteht, dass sich dieser mit dem Berufungsführer betreffend den Vorfall 
vom 23. Oktober 2010 abgesprochen hat. Dafür spricht zum einen, dass dieser mit dem Beru-
fungsführer eine langjährige Freundschaft verbindet und er mit diesem verwandt ist (act. 3003). 
Zum anderen gab er anlässlich der Einvernahme vom 28. September 2015 an, spontan zur Einver-
nahme vom 1. September 2011 gekommen zu sein, weil er seinem Kollegen helfen wollte; dieser 
habe ihm von der Einvernahme erzählt. An die Einvernahme vom 28. September 2015 wurde er 
zudem vom Bruder des Berufungsführers begleitet (act. 3022). Weiter gab F.________ anlässlich 
der Einvernahme vom 25. September 2015 zu Protokoll, der letzte Kontakt zum Berufungsführer 
sei vor 1.5 Monaten gewesen und dass er und der Berufungsführer sich manchmal am Wochenen-
de treffen würden. Anzumerken ist weiter, dass die beiden in der Nähe wohnen (act. 3022). Auffäl-
lig ist auch, dass die von F.________ und dem Berufungsführer angefertigten Skizzen betreffend 
den Weg, den die Gruppe angeblich vom Ausgang des Bahnhofbuffets zum Parkplatz genommen 
hatte und die diesbezüglichen Aussagen identisch sind. Es lässt sich folglich nicht ausschliessen, 
dass sich F.________ und der Berufungsführer über den Vorfall vom 23. Oktober 2010 abgespro-
chen oder zumindest unterhalten haben. Insgesamt scheint der Zeuge F.________ unglaubwürdig 
bzw. seine Aussagen unglaubhaft, insbesondere auch aufgrund der Tatsache, dass er 2015 spon-
tan zur Einvernahme gekommen und eine Absprache oder Unterhaltung mit dem Berufungsführer 
naheliegend ist.

3.4.3. Bei der Würdigung der Aussagen des Beschuldigten ist festzustellen, dass auch diese teil-
weise unglaubhaft sind. Während dieser zu Beginn seiner ersten Einvernahme vom 9. Dezember 
2010 noch behauptete, er habe am 23. Oktober 2010 bis 17.00 Uhr in I.________ (SZ) gearbeitet, 
gab dieser nach Überprüfung des Alibis bei dessen Arbeitgeber, welche ergeben hatte, dass er an 
besagtem Tag die Arbeit bereits um 16.00 Uhr verlassen hatte, zu, seine Arbeitsstelle früher als 
angegeben verlassen zu haben. Er bestritt jedoch weiter, an besagtem Tag in C.________ gewe-
sen zu sein (act. 2049 ff.). An der Konfrontationseinvernahme vom 21. April 2015 gab der Beschul-
digte dann auf die Frage, was er am Abend des 23. Oktober 2010 gemacht habe, zu Protokoll, er 
sei an besagtem Tag bis am Nachmittag am arbeiten gewesen. Daran, was er nachher gemacht 
habe, könne er sich nicht mehr erinnern (act. 3010). An der Sitzung des Strafgerichts des Sense-
bezirks vom 13. September 2018 gab er ebenfalls an, sich nicht mehr erinnern zu können, wo und 
wie er den 23. Oktober 2010 verbracht habe (act. 50).

3.4.4.  Es ist zudem festzuhalten, dass der Berufungsführer den Beschuldigten anlässlich seiner 
ersten Einvernahme vom 24. Oktober 2010 als einen der Angreifer identifizierte, welcher ihm 
"höchstwahrscheinlich" die Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt hatte. Dieser habe ihn am 

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Kopf gepackt, ihn auf seine Knie gelegt und ihm mit dem Sackmesser in die rechte Seite seines 
Gesichts geschnitten (act. 2018). Der Berufungsführer erkannte den Beschuldigten unter dem 
Namen "J.________" auf Vorlage einer Polizeifotografie wieder (act. 2020). Seine Aussage bestä-
tigte der Berufungsführer denn auch anlässlich seiner Einvernahme vom 21. April 2015 (act. 3008). 
Dem ist allerdings entgegenzuhalten, dass sich der Berufungsführer und der Beschuldigte bereits 
aufgrund einer zuvor stattgefundenen Auseinandersetzung in Bern und einer damit zusammen-
hängenden Strafuntersuchung kannten (act. 2018 f.). Diese Auseinandersetzung sei, so der Beru-
fungsführer, auch der Grund für den Angriff seitens des Beschuldigten auf ihn gewesen. Der 
Schnitt sei einzig eine "Rache auf eine Verletzung am Ohr", welcher er dem Beschuldigten angeb-
lich zugefügt hatte (act. 3002). Den Akten lässt sich denn auch entnehmen, dass es zwischen dem 
Beschuldigten und dem Berufungsführer am 11. März 2010 zu einer tätlichen Auseinandersetzung 
in Bern gekommen ist, welche zu einer Schürfung der rechten Ohrmuschel des Beschuldigten 
führte (act. 2000 f.). Es erstaunt folglich nicht, dass der Berufungsführer den Beschuldigten auf 
Vorlage einer Polizeifotografie identifizierte. Ergänzend ist zu erwähnen, dass der Berufungsführer 
für den Vorfall in Bern gemäss eigenen Angaben verurteilt wurde (act. 3010).

Anlässlich seiner Einvernahme an der Sitzung des Strafappellationshofs gab der Berufungsführer 
schliesslich zu Protokoll, beim Angriff von der Seite her eine volle Ladung Pfefferspray abbekom-
men zu haben. Die Folgen des Pfeffersprayangriffs habe er auch später noch gespürt; es habe 
alles verbrannt. Er sei während der ärztlichen Behandlung immer wieder zusammengezuckt. Er 
habe noch sehen, aber nicht mehr atmen können. Zum Glück hätten seine Augen nicht weiter 
behandelt werden müssen. Sie seien nicht speziell ausgewaschen worden. Den Pfefferspray habe 
er mehrheitlich am Körper abbekommen. Nach dem Pfeffersprayangriff sei er auf den Boden gefal-
len, von wo ihn der Beschuldigte auf sein Knie hochgehoben habe. Er habe ihn gesehen und dann 
habe der Beschuldigte ihn ins Gesicht gestochen. Der Berufungsführer gab zudem erstmals an, 
ganz sicher zu sein, dass der Beschuldigte ihm die Schnittverletzung auf der rechten Wange zuge-
fügt hat. Er habe zwar seine Arme nicht mehr bewegen können, aber das Gesicht des Beschuldig-
ten habe er gesehen. Sein Gesicht sei das einzige gewesen, das er sehen habe können, die ande-
ren seien mehrheitlich maskiert gewesen. Er habe ihn identifizieren können und sei sicher, dass 
der Beschuldigte es gewesen sei (Protokoll vom 18. Januar 2021, S. 5 f.). In diesem Zusammen-
hang ist auf den definitiven Bericht des Inselspitals hinzuweisen. Gemäss der Notfallanamnese 
erlitt der Berufungsführer Pfefferspray in beide Augen und als Diagnose wurde u.a. eine Reizung 
Konjunktiven beidseitig mit Pfefferspray festgestellt (act. 2148). Zudem sagte der Zeuge 
F.________ aus, dem Berufungsführer nach dem Pfeffersprayangriff die Augen mit Wasser ausge-
waschen zu haben (act. 3025).

Demzufolge erscheint die Identifikation des Beschuldigten als Angreifer durch den Berufungsführer 
insgesamt als fraglich und an der Glaubhaftigkeit der diesbezüglichen Aussagen ist zu zweifeln. So 
ist insbesondere sehr ungewiss, wie eine sichere Identifikation der angreifenden Person am Abend 
des 23. Oktobers 2010, mit vom Pfefferspray irritierten Augen, möglich gewesen sein soll. Der 
Beschuldige wird denn auch einzig vom Berufungsführer konkret belastet, ihm eine Schnittwunde 
zugefügt zu haben. Der Zeuge F.________ gab lediglich zu Protokoll, den Beschuldigten vor dem 
Eingang gesehen zu haben (act. 3003). Ebenfalls sagte dieser aus, der Beschuldigte sei beim 
Angriff anwesend gewesen; allerdings gab er nicht zu Protokoll, ausdrücklich gesehen zu haben, 
wie der Beschuldigte den Berufungsführer angegriffen hatte, sondern gab an, er könne nicht 
genau sagen, wer was getan habe (act. 3027). 

3.4.5. Der Ablauf der Geschehnisse des 23. Oktober 2010 ist unklar geblieben. Unklar ist auch, 
ob der Berufungsführer auf dem Weg vom Ausgang des Bahnhofbuffets zu seinem Wagen auf 

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dem Parkplatz verfolgt wurde. Während F.________ zu Protokoll gab, er und der Berufungsführer 
seien verfolgt worden (act. 3003), erwähnte der Berufungsführer eine Verfolgung mit keinem Wort. 
Anzumerken ist weiter, dass aufgrund der widersprüchlichen Aussagen des Berufungsführers und 
des Zeugen F.________, wie aufgezeigt, auch unklar geblieben ist, ob der Berufungsführer das 
Bahnhofbuffet allein oder zusammen mit Letzterem verlassen hat. Erwiesen scheint lediglich, dass 
F.________ ebenfalls angegriffen wurde. 

3.5. Dem Gesagten zu Folge bestehen zu wenige Elemente, die eine Anwesenheit des 
Beschuldigten am Tatort zweifelsfrei belegen würden. Umso weniger ist demzufolge erstellt, dass 
der Beschuldigte sich am Angriff auf den Berufungsführer beteiligt oder diesen gar verletzt oder 
diesem die Schnittverletzung auf der rechten Wange zugefügt hat. Da die Aussagen des Beru-
fungsführers, wie aufgezeigt, teilweise unglaubhaft sind, kann das Gericht eine Verurteilung nicht 
allein auf diese Aussage stützen. Aus diesen Gründen kommt der Strafappellationshof, wie schon 
die Vorinstanz, zum Schluss, dass der Beschuldigte in Anwendung des Grundsatzes "in dubio pro 
reo" vom Vorwurf der schweren Körperverletzung und des Angriffs, angeblich begangen in 
C.________ am 23. Oktober 2010, freizusprechen ist.

Die Berufung ist somit in diesem Punkt abzuweisen und das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.

4.

4.1. Der Berufungsführer beantragt, die Zivilklage sei gutzuheissen und der Beschuldigte zu 
verpflichten, ihm einen Schadenersatz in Höhe von CHF 123'297.- zuzüglich Schadenszinsen von 
CHF 6'673.- unter Vorbehalt des Nachklagerechts sowie eine Genugtuung in Höhe von 
CHF 5'700.- zuzüglich Schadenszinsen von CHF 24'180.- unter Vorbehalt des Nachklagerechts zu 
bezahlen. 

4.2. Gemäss Art. 126 Abs. 1 Bst. b StPO entscheidet das Gericht über die anhängig gemachte 
Zivilklage, wenn es die beschuldigte Person freispricht und der Sachverhalt spruchreif ist bzw. 
verweist die Zivilklage auf den Zivilweg, wenn die beschuldigte Person freigesprochen wird, der 
Sachverhalt aber nicht spruchreif ist (Art. 126 Abs. 2 Bst. d StPO). 

Der bestätigte Freispruch des Beschuldigten und der nicht spruchreife Sachverhalt haben als 
Konsequenz, dass die Zivilklage – wie von der Vorinstanz festgestellt – auf den Zivilweg zu verwei-
sen ist (vgl. angefochtenes Urteil S. 29 E. V.1.2). Die Berufung ist auch in diesem Punkt abzuwei-
sen.

5.

5.1. Weiter beanstandet der Berufungsführer den vorinstanzlichen Kostenentscheid und bean-
tragt, die Entschädigung seines amtlichen Rechtsbeistandes für das vorinstanzliche Verfahren sei 
auf mindestens CHF 20'074.80 festzusetzen. 

5.2. Die Festsetzung der Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsbeistands der Privatkläger-
schaft richtet sich sinngemäss nach Art. 135 StPO (vgl. Art. 138 Abs. 1 StPO). Rechtsgrundlage 
bildet das öffentlich-rechtliche Verhältnis zwischen dem Kanton und dem von ihm ernannten 
Vertreter. Die Festsetzung der Höhe der Entschädigung betrifft grundsätzlich nur die Interessen 
des amtlichen Rechtsbeistands. Er ist zur Beschwerdeerhebung befugt und kann die Honorarfest-
setzung persönlich und in eigenem Namen anfechten (Art. 135 Abs. 3 StPO). Die amtlich vertrete-
ne Partei ist durch eine behaupteterweise zu tief festgesetzte amtliche Entschädigung nicht betrof-
fen und nicht zur Rüge der Erhöhung der Entschädigung befugt. Der Berufungsführer ficht die 

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Festsetzung des Honorars seines amtlichen Vertreters indes in eigener Person an. Hierzu ist er 
nicht legitimiert (Urteil BGer 6B_805/2018 vom 6. Juni 2019 E. 2.2; vgl. auch BGE 140 IV 2013 
E. 1.4). Denn der Berufungsführer hat kein eigenes Interesse daran, die für die amtliche Verteidi-
gung im angefochtenen Entscheid festgesetzten Beträge für das vorinstanzliche Verfahren als zu 
niedrig anzufechten, zumal eine Gutheissung der Berufung dazu führen könnte, dass sich die 
Ersatzpflicht des Berufungsführers gegenüber dem Kanton Freiburg erhöhte (Urteil BGer 
6B_700/2009 vom 26. November 2009 E. 1)

5.3. Dem Gesagten zu Folge ist der Berufungsführer in diesem Punkt zur Berufung nicht legiti-
miert. Der amtliche Verteidiger hätte vielmehr im eigenen Namen Beschwerde im Sinne von Art. 
138 Abs. 1 i.V.m. Art. 135 Abs. 3 StPO erheben müssen. Auf die Berufung ist somit, soweit sie 
sich gegen die Festsetzung des Honorars für den amtlichen Verteidiger richtet, nicht einzutreten. 

6.

6.1. Die beschuldigte Person trägt die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird (Art. 426 Abs. 
2 StPO). Fällt die Rechtsmittelinstanz selbst einen neuen Entscheid, so befindet sie darin auch 
über die von der Vorinstanz getroffene Kostenregelung (Art. 428 Abs. 3 StPO). Die Kosten des 
Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). 

6.2. Im vorliegenden Fall wurde der Beschuldigte von der Vorinstanz freigesprochen. Da der 
Freispruch im Berufungsverfahren bestätigt wurde, rechtfertigt es sich nicht, die Kostenregelung 
des erstinstanzlichen Verfahrens zu ändern (Art. 428 Abs. 3 StPO e contrario). 

Der Berufungsführer dringt im Berufungsverfahren mit seinen Anträgen nicht durch. Das Urteil der 
Vorinstanz wird bestätigt. In Anwendung der vorgenannten Bestimmungen und dem Ausgang des 
Verfahrens entsprechend, wären die Kosten des Berufungsverfahrens grundsätzlich dem Beru-
fungsführer aufzuerlegen. Diesem wurde jedoch die unentgeltliche Rechtspflege gewährt, welche 
auch die Befreiung von den Verfahrenskosten umfasst (Art. 136 Abs. 2 Bst. b StPO), weshalb die 
Kosten des Berufungsverfahrens vorliegend dem Staat Freiburg aufzuerlegen sind. Die Verfah-
renskosten umfassen die Gerichtsgebühren zur Deckung des Aufwands und die Auslagen im 
konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. des Justizreglements vom 30. November 2010 
[JR; SGF 130.11]). Sie werden auf CHF 3'300.- festgesetzt (Gebühr: CHF 3'000.-; Auslagen: 
CHF 300.-). 

6.3. Ansprüche auf Entschädigung und Genugtuung im Rechtsmittelverfahren richten sich nach 
den Artikeln Art. 429-434 StPO (Art. 436 Abs. 1 StPO). Die allgemeinen Bestimmungen über die 
Entschädigung für die angemessene Ausübung der Verfahrensrechte oder Einstellung des Verfah-
rens betreffen die Kosten einer Wahlverteidigung und sind auf die amtliche Verteidigung nicht 
anwendbar (vgl. BGE 139 IV 261 E. 2.2.2 mit Hinweisen). 

Wurde der beschuldigten Person ein amtlicher Verteidiger bestellt und musste sie daher nicht 
selber für die Kosten ihrer Rechtsvertretung aufkommen, ist ihr kein Schaden entstanden und sie 
hat gegenüber der Privatklägerschaft keinen Anspruch auf Entschädigung (vgl. Urteile BGer 
6B_505/2014 vom 17. Februar 2015 E. 4.2; 6B_1292/2016 vom 2. Oktober 2017 E. 3.1). 

Dem Beschuldigten wurde für das Verfahren ein amtlicher Verteidiger zugesprochen. Somit 
musste er nicht die Kosten einer Wahlverteidigung tragen, so dass er keinen Anspruch auf 
Entschädigung gemäss Art. 429 StPO und Art. 432 StPO hat.  

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6.4. Die Privatklägerschaft hat gegenüber der angeklagten Person Anspruch auf angemessene 
Entschädigung für notwendige Aufwendungen im Verfahren, wenn: a) sie obsiegt; oder b) die 
beschuldigte Person nach Art. 426 Abs. 2 kostenpflichtig ist (Art. 433 Abs. 1 StPO). Die Privatklä-
gerschaft hat ihre Entschädigungsforderungen bei der Strafbehörde zu beantragen, zu beziffern 
und zu belegen (Art. 433 Abs. 2 StPO). 

Der Berufungsführer ist mit seinen Anträgen nicht durchgedrungen. Auch ist der Beschuldigte nicht 
kostenpflichtig im Sinne von Art. 426 Abs. 2 StPO. Folglich hat der Berufungsführer keinen 
Anspruch auf eine Entschädigung gemäss Art. 433 StPO.

6.5. Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons 
entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 57 JR 
wird die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen im 
Kanton Freiburg auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeits-
grads der Angelegenheit festgesetzt. Es ist zulässig, dass der Stundenansatz des amtlichen unter 
jenem des gewählten Rechtsbeistandes liegt (BGE 139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil BGer 
6B_586/2013 vom 1. Mai 2014, E. 3.3.). Der Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR). 
Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum 
Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate 
pauschal auf 5 % der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Die Reiseentschädigungen umfassen 
sämtliche Kosten (Transport, Verpflegung usw.) sowie die aufgewendete Zeit; sie werden nach 
den Art. 76 ff. JR festgesetzt (Abs. 3). Die Mehrwertsteuer beträgt 7,7 % (Art. 25 Abs. 1 MWStG). 

6.5.1.  Rechtsanwalt Zuberbühler veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsge-
richt einen Zeitaufwand von insgesamt 44 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Beru-
fungsverhandlung und die Reisezeit). Er hatte das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die Akten zu 
studieren, mit seinem Klienten das weitere Vorgehen zu besprechen, Rechtsabklärungen vorzu-
nehmen, das Plädoyer vorzubereiten sowie der Berufungsverhandlung beizuwohnen. Er wird 
zudem das vorliegende Urteil studieren und mit seinem Klienten kurz besprechen müssen. Unter 
Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Arbeitsaufwand von total 30 Stunden, ausma-
chend CHF 5’400.-, als angemessen. Dazu kommt eine Pauschale für die Korrespondenz von 
CHF 200.-. Die Entschädigung für die Auslagen wird auf 5 % der Grundentschädigung, d.h. auf 
CHF 280.- (5% von CHF 5'600.-), festgesetzt. Zusätzlich ist Rechtsanwalt Zuberbühler eine Reise-
entschädigung von CHF 208.- zuzüglich zweimal CHF 160.- für zwei halbe Tag sowie CHF 90.- für 
die Nacht auszurichten. Dem Gesagten zu Folge ist Rechtsanwalt Zuberbühler für das Berufungs-
verfahren eine angemessene Entschädigung von CHF 6'998.35, inklusive CHF 500.35 Mehrwert-
steuer, zu entrichten. 

6.5.2. Rechtsanwalt Amberg veranschlagt für das Berufungsverfahren vor dem Kantonsgericht 
einen Zeitaufwand von insgesamt 41.5 Stunden (inkl. des geschätzten Aufwands für die Beru-
fungsverhandlung und Nachbearbeitung). Er hatte das erstinstanzliche Urteil zu prüfen, die Akten 
zu studieren, mit seinem Klienten das weitere Vorgehen zu besprechen, Rechtsabklärungen vorzu-
nehmen, die Berufungserklärung zu verfassen, das Plädoyer vorzubereiten sowie der Berufungs-
verhandlung beizuwohnen. Er wird zudem das vorliegende Urteil studieren und mit seinem Klien-
ten besprechen müssen. Unter Berücksichtigung sämtlicher Umstände erscheint ein Arbeitsauf-
wand von total 34 Stunden, ausmachend CHF 6’120.-, als angemessen. Dazu kommt ebenfalls 
eine Pauschale für die Korrespondenz von CHF 200.-. Die Entschädigung für die Auslagen wird 
auf 5 % der Grundentschädigung, d.h. auf CHF 316.- (5% von CHF 6'320.-), festgesetzt. Zusätz-
lich ist Rechtsanwalt Amberg eine Reiseentschädigung von CHF 165.- auszurichten. Dem Gesag-

Kantonsgericht KG
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ten zu Folge, ist Rechtsanwalt Amberg für das Berufungsverfahren eine angemessene Entschädi-
gung von CHF 7'324.70, inklusive CHF 523.70 Mehrwertsteuer, zu entrichten. 

6.5.3. Gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO kann ausschliesslich die zu den Verfahrenskosten verurteilte 
beschuldigte Person zur Rückzahlung der Entschädigung der amtlichen Verteidigung verpflichtet 
werden. Mangels einer geeigneten gesetzlichen Grundlage besteht bei einem (vollständigen oder 
teilweisen) Freispruch der beschuldigten Person keine entsprechende Rückzahlungspflicht der 
Privatklägerschaft. Die Entschädigung der amtlichen Verteidigung ist in diesem Fall vom Staat zu 
tragen (vgl. BGE 145 IV 90 E. 5 mit Hinweisen). 

B. Beschwerde 501 2020 25

7.

7.1. Der amtliche Verteidiger des Beschuldigten (nachfolgend: der Beschwerdeführer) reichte 
Beschwerde gegen das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 13. September 2018 ein. 

Der Beschwerdeführer rügt, ihm sei eine zu tiefe Entschädigung für die ihm entstandenen Aufwen-
dungen im Zusammenhang mit der Verteidigung seines Mandanten zugesprochen worden. Das 
Gericht habe mit seinem Urteil das ihm eingeräumte Ermessen massiv und in willkürlicher Art und 
Weise überschritten und sei so dem Anspruch auf eine angemessene Entschädigung nicht gerecht 
geworden. Es liege eine Verletzung von Art. 135 StPO und Art. 29 Abs. 3 BV vor. Ihm sei eine 
Entschädigung für die amtliche Verteidigung in Höhe von CHF 22'375.71 (inkl. MwSt), anstatt der 
durch das Urteil festgesetzten CHF 17'867.75 zuzusprechen, was einem Gesamtaufwand von 
100.40 Stunden entspreche. Überdies habe das Gericht den Anspruch auf das rechtliche Gehör 
verletzt, indem es die pauschalisierte Festlegung und die damit einhergehende Kürzung des Hono-
rars nicht im Einzelnen begründet habe. 

7.2. Wie die Strafkammer in ihrem Urteil vom 25. April 2019 (502 2019 53) feststellte, hat 
gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts der Gesetzgeber bewusst das urteilende Gericht für 
die Festsetzung der Entschädigung des amtlichen Verteidigers für zuständig erklärt. Dieser 
Entscheid ist Gegenstand des Urteils und kann von den Parteien mit Berufung angefochten 
werden, während sich der amtliche Verteidiger gegen die Höhe der Entschädigung mit Beschwer-
de zur Wehr setzen muss (Art. 135 Abs. 3 StPO). Die Zuständigkeiten der beiden Rechtsmittelin-
stanzen können sich folglich überschneiden, wenn eine Partei Berufung erhebt und der amtliche 
Verteidiger die seines Erachtens zu tiefe Entschädigung mit Beschwerde anficht. Dabei ist aller-
dings zu beachten, dass die Berufung ein reformatorisches Rechtsmittel ist. Die Beschwerde ist im 
Vergleich zur Berufung subsidiär. Tritt das Berufungsgericht auf die Berufung ein, so fällt es ein 
neues Urteil, welches das erstinstanzliche Urteil ersetzt (Art. 408 StPO). Damit entfällt das Anfech-
tungsobjekt des parallelen Beschwerdeverfahrens. Ist dies der Fall, sind die Einwände des amtli-
chen Verteidigers gegen die Höhe seiner Entschädigung mit der Berufung zu behandeln (BGE 139 
IV 199 E. 5.6, bestätigt in BGE 140 IV 213 E. 1.4, Urteile BGer 6B_659/2016 vom 6. März 2017 
E. 2.2; 6B_1028/2015 vom 11. Februar 2016 E. 1).

7.3. Die Vorinstanz erachtete bis zum 31. Dezember 2017 einen Aufwand von 31.5 Stunden als 
angemessen, was bei einem Stundenansatz von CHF 180.- einen Betrag von 5'670.00 ergibt (31.5 
x CHF 180.-), zuzüglich Auslagen von CHF 283.50 (5 % von CHF 5'670.-), Reiseentschädigungen 
von CHF 1'713.50 (4 x CHF 108.40 [Bahnbillet erster Klasse], 4x 320.-) und Mehrwertsteuer von 
8 % (CHF 613.35). Dies ergab für die Zeit bis zum 31. Dezember 2017 ein Total von 
CHF 8’280.45. 

Kantonsgericht KG
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Ab dem 1. Januar 2018 berücksichtigte sie einen Aufwand von 44.83 Stunden, wobei sie für die 
Vorbereitung der Sitzung des Strafgerichts einen Zeitaufwand von 30 Stunden als angemessen 
erachtete. Dies ergibt bei einem Stundenansatz von CHF 180.- einen Betrag von CHF 8'070.-, 
zuzüglich Auslagen von CHF 403.50 (5 % von CHF 5'670.-), eine Reiseentschädigung von 
CHF 428.40 (CHF 108.40 [Bahnbillet erster Klasse], 1 x 320.-) und Mehrwertsteuer von 7.7 % 
(CHF 685.40). Dies ergab ab dem 1. Januar 2018 einen Betrag von CHF 9'587.30. 

Die dem Berufungsführer zugesprochene angemessene Entschädigung für die amtliche Verteidi-
gung wurde demnach auf gesamthaft CHF 17'867.75 (inkl. MwSt) festgesetzt. Die Vorinstanz 
erachtete insgesamt einen Aufwand von 76.33 Stunden als angemessen. 

7.3.1. Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder desjenigen Kantons 
entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Gemäss Art. 57 JR 
wird die angemessene Entschädigung der amtlichen Verteidigung in Zivil- und Strafsachen im 
Kanton Freiburg auf Grund des Arbeitsaufwands sowie der Wichtigkeit und des Schwierigkeits-
grads der Angelegenheit festgesetzt. Es ist zulässig, dass der Stundenansatz des amtlichen unter 
jenem des gewählten Rechtsbeistandes liegt (BGE 139 IV 216 E. 2.2.1, bestätigt im Urteil BGer 
6B_586/2013 vom 1. Mai 2014, E. 3.3.). Der Stundenansatz beträgt CHF 180.- (Art. 57 Abs. 2 JR). 
Gemäss Art. 58 Abs. 1 JR werden die für die Führung des Prozesses notwendigen Auslagen zum 
Selbstkostenpreis verrechnet. Die Behörde legt die Kosten für Kopien, Portos und Telefonate 
pauschal auf 5 % der Grundentschädigung fest (Abs. 2). Die Reiseentschädigungen umfassen 
sämtliche Kosten (Transport, Verpflegung usw.) sowie die aufgewendete Zeit (Abs. 3). Die Reise-
zeit wird nach dieser Regelung nicht zusätzlich entschädigt. 

7.3.2. Gemäss der am 21. Februar 2019 eingereichten korrigierten Kostennote macht der 
Beschwerdeführer für das erstinstanzliche Verfahren einen Gesamtaufwand von 100.40 Stunden 
geltend (Beilage 3 zur Beschwerde). Da ihm von der Vorinstanz 76.33 Stunden angerechnet 
wurden, besteht noch eine Differenz von 24.07 Stunden (100.40 – 76.33). Dabei ist festzustellen, 
dass in den geltend gemachten 100.40 Stunden, 13.80 Stunden auf Reisezeiten entfallen: am 
21.04.15. 2.50 Stunden; am 28.09.15: 1.30 Stunden; am 16.02.17: 3.00 Stunden; am 9.03.17: 
3.00 Stunden; am 13.09.18: 4.00 Stunden. Diese Reisezeiten sind in Abzug zu bringen, da die 
Reisezeit durch die Reiseschädigung abgegolten ist (Art. 58 Abs. 3 JR). Somit verbleibt noch eine 
Differenz von 10.27 Stunden zwischen dem geltend gemachten und zugesprochenen Aufwand.   

7.3.3. Nicht jeder Aufwand, der im Strafverfahren entstanden ist, ist zu entschädigen. Sowohl der 
Beizug eines Verteidigers als auch der von diesem betriebene Aufwand müssen sich als angemes-
sen erweisen. Als Massstab bei der Beantwortung der Frage, welcher Aufwand für eine angemes-
sene Verteidigung im Strafverfahren nötig ist, hat der erfahrene Anwalt zu gelten, der im Bereich 
des materiellen Strafrechts und des Strafprozessrechts über fundierte Kenntnisse verfügt und 
deshalb seine Leistungen von Anfang an zielgerichtet und effizient erbringen kann (BGer Urteil 
BGer 6B_1389/2016 vom 16. Oktober 2017 E. 2.2.1). 

Die Begründungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) ist vorliegend nicht verletzt. Aus der vorinstanzlichen 
Urteilsbegründung geht hervor, dass die Vorinstanz vor allem die Position "Vorbereitung Plädoyer", 
wofür der Beschwerdeführer 47:40 Stunden verrechnet, als übersetzt erachtete. Als erstinstanzli-
ches Sachgericht ist die Vorinstanz am besten in der Lage, die Angemessenheit der anwaltlichen 
Bemühungen zu beurteilen, weshalb ihr ein erheblicher Ermessensspielraum zusteht. Es muss in 
diesem Zusammenhang insbesondere auch berücksichtigt werden, dass die Hauptverhandlung 
weniger als 3 Stunden dauerte (act. 47) und weder ein hochkomplexer Sachverhalt noch heikle 

Kantonsgericht KG
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Rechtsfragen zu behandeln waren. Es ist unter diesen Umständen nicht zu beanstanden, dass die 
Vorinstanz die Kostennote für die Vorbereitung des Plädoyers um 10.27 Stunden kürzte.

7.3.4. Dem Gesagten zu Folge sind die Einwände des Beschwerdeführers, das Strafgericht des 
Sensebezirks habe mit seinem Urteil sein Ermessen massiv und in willkürlicher Art und Weise 
überschritten, sowie, es habe das rechtliche Gehör des Beschwerdeführers verletzt, unbegründet. 
Die erstinstanzliche Festsetzung des entschädigungspflichtigen Aufwands bzw. der angemesse-
nen Entschädigung der amtlichen Verteidigung ist somit nicht zu beanstanden und die Beschwer-
de abzuweisen. 

7.4.  Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe ihres Obsie-
gens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).

Der Beschwerdeführer dringt im Beschwerdeverfahren mit seinen Anträgen nicht durch. Das Urteil 
der Vorinstanz wird bestätigt. In Anwendung der obengenannten Bestimmung und dem Ausgang 
des Verfahrens entsprechend, werden die Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Beschwerde-
führer auferlegt. Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren zur Deckung des 
Aufwands und die Auslagen im konkreten Straffall (Art. 422 StPO i.V.m. Art. 33 ff. des Justizregle-
ments vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Sie werden auf CHF 500.- festgesetzt.

Der Hof erkennt:

A. Berufung (501 2019 21)

I. Die Berufung von A.________ wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Das Urteil des Strafgerichts des Sensebezirks vom 13. September 2018 wird bestätigt und 
lautet wie folgt:

1. B.________ wird von den Vorwürfen der schweren Körperverletzung (Art. 122 StGB) 
und des Angriffs (Art. 134 StGB), angeblich begangen am 23. Oktober 2010, 
freigesprochen. 

2. Die Zivilbegehren werden auf den Zivilweg verwiesen (Art. 126 Abs. 2 lit. d StPO).

3. B.________ wird keine Entschädigung zugesprochen (Art. 429 f. StPO).

4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 7‘000.- (Gebühr CHF 5‘000.-, Auslagen 
CHF 2‘000.-) werden dem Staat auferlegt (Art. 426 StPO).

5.1 Die Rechtsanwalt Daniel U. Walder als amtlichem Verteidiger von B.________ vom 
Staat auszurichtende Entschädigung wird auf CHF 17‘867.75 (wovon CHF 1‘298.75 
Mehrwertsteuer) festgesetzt. 

5.2 Die Rechtsanwalt Yves Amberg als amtlichem Rechtsbeistand von A.________ vom 
Staat auszurichtende Entschädigung wird auf CHF 17‘085.85 (wovon CHF 1‘247.35 
Mehrwertsteuer) festgesetzt.

Kantonsgericht KG
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II. Die Kosten des Berufungsverfahrens werden auf CHF 3'300.- (Gerichtsgebühr: CHF 3'000.-; 
Auslagen: CHF 300.-) festgesetzt. Sie werden dem Staat Freiburg auferlegt.

III. Es werden keine Entschädigungen gemäss Art. 429, Art. 432 und Art. 433 StPO zugespro-
chen.

IV. Die Kosten der amtlichen Verteidigung von B.________ durch Rechtsanwalt Fabian 
Zuberbühler im Berufungsverfahren werden auf CHF 6‘998.35 festgesetzt (inkl. MwSt. von 
CHF 500.35). 

Die Kosten der amtlichen Verteidigung von A.________ durch Rechtsanwalt Yves Amberg 
im Berufungsverfahren werden auf CHF 7‘324.70 festgesetzt (inkl. MwSt. von CHF 523.70).

B. Beschwerde (501 2020 25)

I. Die Beschwerde von Daniel U. Walder wird abgewiesen.

II. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden auf CHF 500.- festgesetzt. Sie werden Daniel 
U. Walder auferlegt.

C. Zustellung

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Strafsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraus-
setzungen sind in den Art. 78–81 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 
17. Juni 2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 
Lausanne 14, einzureichen.

Gegen den Entschädigungsentscheid kann die amtliche Verteidigung innert 10 Tagen nach der 
Eröffnung Beschwerde beim Bundesstrafgericht einreichen (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. 
Art. 396 Abs. 1 StPO). Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvoraussetzungen sind 
in den Art. 379 bis 397 StPO geregelt (Art. 39 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die 
Organisation der Strafbehörden des Bundes; StBOG; SR 173.71). Die begründete Beschwerde-
schrift ist beim Bundesstrafgericht, Postfach 2720, Bellinzona, einzureichen.

Freiburg, 18. Januar 2021/sfa/fju

Der Vizepräsident: Die Gerichtsschreiberin: