# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f9d931bb-5f5d-5881-acde-192a0f437aa0
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-10
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 10.01.2019 725 18 220/08
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-18-220-08_2019-01-10.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 10. Januar 2019 (725 18 220 / 08) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Fehlender Kausalzusammenhang aufgrund fehlender objektivierbarer Befunde bei Tho-

racic-outlet-Syndrom 

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Beat Hersberger, 

Kantonsrichter Yves Thommen, Gerichtsschreiberin i.V. Neslihan 
Kalayci 
 
 

Parteien A.____, vertreten durch Daniel Altermatt, Rechtsanwalt, Neuarles-
heimerstrasse 15, Postfach 435, 4143 Dornach 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen  
 
 
 
A. Die 1961 geborene A.____ rutschte am 17. Mai 2016 auf der Treppe aus. Sie versuch-
te sich dabei mit der rechten Hand auf ihrer linken Seite am Treppengeländer festzuhalten, 
spürte einen Schmerz in der rechten Schulter, fiel auf den Rücken und schlug mit Genick und 
Hinterkopf auf der Stufenkante auf. Zu diesem Zeitpunkt erfüllte A.____ die Anspruchsvoraus-
setzungen nach Art. 8 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung 
und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 und war somit obligatorisch bei der 

 

 
 
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Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) versichert. Die Suva erbrachte in der Folge 
die gesetzlichen Versicherungsleistungen. Gestützt auf die Beurteilung ihres Kreisarztes 
Dr. med. B.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 
vom 14. Juli 2017 stellte die Suva Basel mit Verfügung vom 18. Juli 2017 die Versicherungsleis-
tungen per 31. Juli 2017 ein. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die heu-
te bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt, sondern ausschliesslich krankhafter 
Natur seien. Die dagegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom 28. Mai 2018 
ab. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____, vertreten durch Daniel Altermatt, 
Rechtsanwalt, mit Schreiben vom 29. Juni 2018 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung 
Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Darin beantragte sie, der Einspracheentscheid vom 
28. Mai 2018 sei aufzuheben und die Suva zu verpflichten, weiterhin die gesetzlichen Leistun-
gen im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 17. Mai 2016 zu erbringen. Zur Begrün-
dung wurde angeführt, dass an den Beurteilungen des Kreisarztes mehr als nur geringe Zweifel 
beständen, weshalb diese nicht beweiskräftig sein könnten. Entsprechend gelinge der Be-
schwerdegegnerin der ihr obliegende Beweis des Wegfalls des Kausalzusammenhangs nicht. 
Weiter habe sich die Beschwerdegegnerin mit Berichten von der Klinik C.____, der Klinik 
D.____ und des Spitals E.____ nicht auseinandergesetzt. Sowohl seitens der Klinik C.____ als 
auch der Klinik D.____ werde festgehalten, dass die Schulterbeschwerden auf ein Thoracic-
outlet-Syndrom (TOS) zurückzuführen seien. Weil sich der Kreisarzt in seiner Beurteilung nicht 
mit diesen Diagnosen auseinander setze, sei seine Beurteilung unvollständig und aus diesem 
Grund nicht beweiskräftig. Folglich sei die Beschwerdegegnerin nach wie vor leistungspflichtig. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. September 2018 beantragte die Suva die Abweisung der 
Beschwerde. Die von der Beschwerdeführerin angeführten Berichte bestätigten keineswegs das 
Vorliegen von unfallkausalen Beschwerden, sondern enthielten zur streitigen Frage der Unfall-
kausalität der geklagten Schulterbeschwerden entweder gar keine oder dann höchstens sehr 
vage Aussagen. Gemäss dem Bericht der Klinik C.____ vom 6. September 2017 bestehe ledig-
lich der Verdacht auf ein TOS. Die Diagnose werde in diesem Bericht aber nicht bestätigt. Er-
wähnt werde demgegenüber, dass die neurologische Voruntersuchung keine relevante Lä- 
sion gezeigt habe. Eine Aussage zur Unfallkausalität der Schulterbeschwerden finde sich in 
diesem Bericht nicht. Im Bericht des Spitals E.____ vom 21. Dezember 2017 werde lediglich 
der Verdacht auf ein funktionelles neurogenes TOS geäussert. An einem entsprechenden 
Nachweis fehle es indessen. Auch im Bericht der Klinik D.____ vom 19. März 2018 werde ledig-
lich der Verdacht auf ein neurogenes, funktionelles TOS geäussert. Zur streitigen Frage der 
Unfallkausalität der bestehenden Schulterbeschwerden könne dem Bericht gar nichts Einlässli-
ches entnommen werden. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 

 

 
 
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ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache- 
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantons-
gerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantons-
gericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden ge-
gen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formgerecht 
erhobene Beschwerde vom 29. Juni 2018 ist einzutreten. 
 
2. Auf den 1. Januar 2017 sind die mit Bundesgesetz vom 25. September 2015 revidier-
ten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) vom 20. März 1984 
sowie der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 in Kraft ge-
treten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem Inkrafttreten dieser revidierten 
Bestimmungen ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro-
chen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt (vgl. Übergangsbestimmung in Art. 118 
Abs. 1 UVG). So verhält es sich auch im vorliegenden Fall, weshalb nachfolgend auf das bishe-
rige Recht und die dazu ergangene Rechtsprechung Bezug genommen wird. 
 
3. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallver- 
sicherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Be-
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG ge-
währt der versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen 
(Heilbehandlung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistungen so lange zu erbringen, 
als davon eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 
Abs.1 Satz 1 UVG). 
 
4.1 Der Unfallversicherer haftet für einen Gesundheitsschaden nur insoweit, als dieser in 
einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum versicherten Ereignis steht 
(BGE 129 V 177 E. 3). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle 
Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 
als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent-
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs 
nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Stö-
rungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die 
körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit 
anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitli-
che Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Ob zwischen einem schädigenden 
Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist 
eine Tatfrage, worüber die rechtsanwendende Behörde – die Verwaltung oder im Streitfall das 
Gericht – im Rahmen der ihr obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-

 

 
 
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recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse 
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruchs nicht 
(BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen). Es ist vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, 
die von allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste gewürdigt wird 
(BGE 125 V 195 E. 2, 121 V 47 E. 2a und 208 E. 6b). 
 
4.2.1 Zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden muss des Weiteren ein 
adäquater Kausalzusammenhang bestehen. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann 
als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Din-
ge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art 
des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein 
als begünstigt erscheint (BGE 129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Der Voraussetzung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungsbegrenzung zu (BGE 125 
V 462 E. 5c, 123 V 102 E. 3b mit Hinweisen). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzu-
sammenhanges zwischen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen 
Schädigung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang be-
steht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Ge-
richt zu beurteilen ist (BGE 112 V 33 E. 1b). 
 
4.2.2 Ob die geklagten Beschwerden noch ädaquat kausale Unfallfolgen sind, hat der Unfall-
versicherer beim Fallabschluss zu prüfen. Das Bundesgericht hat sich in BGE 134 V 109 zum 
Zeitpunkt des Fallabschlusses geäussert (E. 3 und 4). Demnach sind Heilbehandlung und Tag-
geld nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine 
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr 
zu, ist der Fall unter Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung abzuschliessen. Ob 
eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach Massgabe der zu erwartenden 
Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträch-
tigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes „namhaft“ durch den Gesetzgeber, 
dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Un-
bedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 115 E. 4.3). Wenn eine entsprechende 
Verbesserung nicht erwartet werden kann, ist der Fall abzuschliessen. 
 
4.3 Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachgewiesen, 
entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall 
nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letz-
terer nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden 
hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen 
Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte 
(Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusam-
menhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines 
Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz-

 

 
 
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lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine 
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die entsprechende Beweislast – anders als bei der 
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht 
beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im 
Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten mass-
gebend (Urteil des Bundesgerichts vom 23. September 2014, 8C_419/2014, E. 3.2 mit Hinwei-
sen). 
 
5.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie der Feststellung natürlicher Kausalzu-
sammenhänge im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde regelmässig auf 
Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung zu stellen sind 
(BGE 122 V 158 f. E. 1b mit zahlreichen weiteren Hinweisen). Das Gericht hat diese medizini-
schen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien 
Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel – frei, d.h. ohne Bin-
dung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeu-
tet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, 
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver-
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einan-
der widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf 
die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Un-
tersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und 
in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der 
Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 E. 5.1, 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 
E. 1c). 
 
5.2 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So kommt beispielsweise Berichten und Gutachten ver-
sicherungsinterner Fachpersonen nicht derselbe Beweiswert zu wie einem im Verfahren nach 
Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgut-
achten. An die Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen zu stellen, wenn ein Ver-
sicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden soll. Bestehen 
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen 
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 470 
E. 4.4 am Ende, mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_879/2014, 
E. 5.3). 
 

 

 
 
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6.1 Vorliegend ist streitig, ob die Beschwerden der Beschwerdeführerin in einem ursächli-
chen Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 17. Mai 2016 stehen. Für die Beurteilung der 
streitigen Frage sind folgende medizinische Unterlagen von Relevanz: 
 
6.2 Am 6. Juli 2016 diagnostizieren Dr. med. F.____, Leitender Arzt der Abteilung Ortho-
pädie und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals E.____, und Dr. med. G.____, 
Team H.____, in ihrem Bericht Folgendes: Röntgen Schulter rechts ap/Neer, 17. Mai 2016: 
Keine frischen ossären Läsionen. Aufgrund der Schrägprojektion sei die Messung des CSA, 
des acromiohumeralen Abstandes sowie der Acromiontyp nicht konklusiv bestimmbar. Weiter 
halten sie fest, dass die Beschwerden nicht eindeutig einem pathomorphologischen Korrelat 
zugeordnet werden könnten. Aufgrund der klinischen Untersuchung sowie des Unfallmecha-
nismus müsse an eine Rotatorenmanschettenintervallläsion gedacht werden. Differentialdiag-
nostisch komme auch eine Neuropraxie des Plexus brachialis oder eine traumatisierte AC-
Gelenksarthrose in Frage. Aufgrund fehlender motorischer peripherer Ausfälle werde zunächst 
auf eine neurologische Abklärung verzichtet. 
 
6.3 Dr. med. I.____, Leitende Ärztin der Abteilung Orthopädie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates des Spitals E.____, diagnostiziert in ihrem Bericht vom 14. Juli 2016 eine 
HWS-Distorsion und Kontusion mit sekundärer muskulärer Dysbalance sowie Kribbelparästhe-
sien C6/C8; MRI HWS vom 6. Juni 2016 ohne Anhalt für eine diskoligumentäre Verletzung oder 
frische traumatische ossäre Läsion, auf Höhe HWK5/6 eine Retrospondylose sowie breitbasige 
Diskusprotrusion eher älterer Genese ohne Anhaltspunkte für eine Affektion des Myeloms. In 
Bezug auf die rechte Schulter diagnostiziert Dr. I.____ den Verdacht auf eine Rotatorenman-
schetten-Intervallläsion DD Neuropraxie Plexus brachialis rechts. 
 
6.4 Aus dem Bericht von PD Dr. med. J.____, Chefärztin Stv. der Abteilung Orthopädie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals E.____, vom 22. August 2016 geht 
hervor, dass im MRI der Halswirbelsäule eine frische Läsion respektive Kompression der neura-
len Strukturen habe ausgeschlossen werden können. Die Patientin berichte über unveränderte 
Beschwerden; sie lokalisiere diese sowohl supra- wie auch infraclaviculär im Verlaufe des Ple-
xus brachialis. Betreffend die Schulter wird Folgendes ausgeführt: Arthro MRI-Untersuchung 
Schultergelenk rechts vom 10. August 2016: Intakte Rotatorenmanschette; leichte Flüssigkeits-
ansammlung in der Bursa subdeltoidea und im AC-Gelenk; etwas vergröberte Kontur des 
Bicepsankers. Weiter wird ausgeführt, dass aufgrund der klinischen und MR-tomographischen 
Befunde die Schulterbeschwerden am ehesten auf eine Plexus-Affektion nach Trauma im Mai 
zurückzuführen seien. 
 
6.5 In ihrem Bericht vom 21. September 2016 diagnostiziert Dr. med. K.____, Fachärztin 
FMH für Neurologie, Schulterarmschmerzen rechts nach Treppensturz vom 17. Mai 2016, kli-
nisch keine sensomotorischen Ausfallerscheinungen bei Anhaltspunkten für eine Plexusirritati-
on, einen Zustand nach Myokardinfarkt 2011 sowie psychosoziale Belastungen. Aus dem bei-
gelegten EMG-Bericht vom 20. September 2016 geht hervor, dass die normale Amplitude sämt-
licher sensiblen Nervenaktionspotenziale gegen eine relevante Läsion des Armplexus spräche. 
 

 

 
 
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6.6 Dr. med. L.____, Oberärztin der Abteilung Orthopädie und Traumatologie des Bewe-
gungsapparates des Spitals E.____, und Dr. med. M.____, Assistenzarzt, halten in ihrem Be-
richt vom 17. Mai 2017 fest, dass sich in der Zusammenschau der Befunde von Seiten der 
Schulter das Bild einer traumatisierten AC-Gelenksarthrose mit gereizter Bursa subacromalis 
sowie Tendinopathie der langen Bicepssehne ergebe. Eine Infil- 
tration habe zu einer 100%igen Verbesserung der Beschwerden geführt, wobei der nachhaltige 
Effekt der Infiltration abzuwarten sei. 
 
6.7 Am 23. Juni 2017 erfolgte eine weitere Untersuchung durch Dr. I.____. In ihrem Bericht 
führt sie aus, dass die Patientin zwischenzeitlich erneut starke Schmerzen im Arm (rechtsseitig) 
habe. Sie habe den Arm kaum über 80° abwinkeln können. Der Arm sei warm. Es würde zudem 
„nadeln“ in der Hand. Am 17. Mai 2017 habe die Patientin eine lokale Infiltration des  
AC-Gelenkes sowie subacromial mittels Carbostesion und Triamcort erhalten mit einer Besse-
rung für 3-4 Tage. Zu diesem Zeitpunkt habe sie den rechten Arm wieder vollumfänglich bewe-
gen können. Die Schmerzen würden aktuell im Bereich des Musculus supraspinatus angege-
ben. Dort bestehe auch ein Triggerpunkt, welcher die Schmerzausstrahlung in den Arm auslö-
sen könne. Seitens der HWS gebe die Patientin aktuell wenig Beschwerden an. Auch die  
MRI-Untersuchung vom 4. April 2017 zeige lediglich eine geringe breitbasige Bandscheiben-
protrusion auf Höhe HWK 5/6 und HWK 6/7 ohne relevante Spinalkanalstenose. Hinweise auf 
eine Myelopathie bestünden nicht. 
 
6.8 Einer weiteren Beurteilung von Dr. med. F.____, Leitender Arzt der Abteilung Orthopä-
die und Traumatologie des Bewegungsapparates, und von Dr. med. N.____, Assistenzarzt, vom 
5. Juli 2017 ist zu entnehmen, dass auch die Infiltration die Beschwerden der Patientin weder 
kurzfristig noch langfristig habe lindern können. Insgesamt liessen sich die Beschwerden nicht 
eindeutig einem pathomorphologischen Korrelat zuordnen. 
 
6.9 Dr. B.____ hält in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 14. Juli 2017 fest, dass das 
Ereignis vom 17. Mai 2016 nicht zu zusätzlichen objektivierbaren strukturellen Läsionen an der 
rechten Schulter geführt habe. In der Konsequenz könne davon ausgegangen werden, dass 
mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Beschwerdebild der Versicherten Unfall-
folgen an der rechten Schulter heute keine Rolle mehr spielten. Der Zeitpunkt, an dem erfah-
rungsgemäss keine Unfallfolgen mehr vorlägen, sei spätestens ein Jahr nach dem Ereignis er-
reicht. Im Mai 2016 habe die Versicherte einen Unfall erlitten. In der Folge habe sie sich zu ver-
schiedenen Spezialisten in fachärztliche Behandlung begeben. Es sei eine umfangreiche Abklä-
rung der Beschwerden vorgenommen worden, unter anderem auch eine adäquate Bildgebung. 
Im ersten MRT des Schultergelenkes rechts vom 10. August 2016 seien keinerlei Unfallfolgen 
festgestellt worden. Auch sonst seien bis auf eine mässige Arthrose des Schultereckgelenkes 
und eine Tendinopathie der langen Bicepssehne keine Läsionen festgestellt worden. Eine Arth-
rose des Schultereckgelenkes sei eine abnutzungsbedingte bzw. erkrankungsbedingte Verän-
derung dieses Gelenkes. Diese könne zwar gelegentlich auch nach Unfällen entstehen, brau-
che jedoch für die Entwicklung einen deutlich längeren Zeitraum als drei Monate. Ausserdem 
sei für eine posttraumatische Arthrose zwingend erforderlich, dass beim Unfallereignis nachge-
wiesene strukturelle Läsionen vorhanden seien, welche eine schnellere Abnutzung des Gelen-

 

 
 
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kes herbeiführten. Dies sei im vorliegenden Fall nicht gegeben. Die Arthrose des Schultereck-
gelenkes bestehe mit Sicherheit unfallunabhängig. Ebenso sei die Veränderung der langen 
Bicepssehne als Erkrankung und nicht als Unfallfolge zu werten. Im MRT neun Monate später 
sei zwar eine kleine anterolaterale Läsion an der Supraspinatussehne zur Darstellung gekom-
men, diese sei jedoch keine Unfallfolge, sondern eine typische abnutzungsbedingte Verände-
rung, welche bei 56-jährigen Personen eher die Regel als die Ausnahme sei. Auch die Ärzte 
und Ärztinnen der Orthopädie des Spitals E.____ hätten dies nicht massgeblich als Beschwer-
deursache angesehen, sondern würden das Bild der Beschwerden als eine traumatisierte AC-
Gelenksarthrose (Schultereckgelenksarthrose) und eine Sehnenerkrankung der langen 
Bicepssehne interpretieren. Im Konsultationsbericht vom 23. Juni 2017 sei dokumentiert, dass 
die von der Versicherten geschilderten Beschwerden nicht durch ein morphologisches Korrelat 
erklärt werden könnten. Aufgrund der Bildgebung, welche umfassend und wiederholt durchge-
führt worden sei, könne man mit Sicherheit unfallbedingte strukturelle Läsionen, verursacht 
durch das Ereignis vom Mai 2016, ausschliessen. Schon sehr grosszügig den Zeitraum ab-
schätzend gelange er deshalb zur Beurteilung, dass allerspätestens ein Jahr nach dem Unfall-
ereignis keine Unfallfolgen an der rechten Schulter mehr vorlägen. 
 
6.10 Dr. F.____ diagnostiziert im Bericht vom 19. Oktober 2017 einen chronischen Schulter-
Armschmerz (rechts) DD eine traumatisierte AC-Gelenksarthrose, eine Bursitis subakromialis 
sowie eine Tendinopathie der langen Bicepssehne, St. n. Infiltration nach subakromial und ins 
AC-Gelenk am 17. Mai 2017 (Triamcort/Carbostesin, Dr. L.____). Im MRI der HWS vom 4. April 
2017 seien geringe, breitbasige Bandscheibenprotrusion HWK5/6, geringer HWK6/7 ohne rele-
vante Spinalkanalstenose oder Myelopathie, keine foraminalen Nervenwurzel-Affektionen, eine 
HWS-Distorsion und Kontusion mit sekundärer muskulärer Dysbalance sowie Kribbelparästhe-
sien C6/C8 zu sehen. Im MRI der HWS vom 6. Juni 2016 sei kein Anhalt für diskoligamentäre 
Verletzung oder frische traumatische ossäre Läsionen gegeben. Es lägen eine HWK5/6 Retros-
pondylose sowie eine breitbasige Diskusprotrusion eher älterer Genese ohne Anhaltspunkte für 
eine Affektion des Myeloms vor. Im Rahmen der neuromyographischen Untersuchung vom 
20. September 2016 seien keine Zeichen einer relevanten Läsion des Armplexus vorhanden 
gewesen. Weiter hält er fest, dass Dr. med. O.____ in ihrer neurologischen Beurteilung festhal-
te, dass anamnetisch und auch aktuell in der klinisch-neurologischen Untersuchung keine Hin-
weise für Verletzung von neurogenen Strukturen beständen. Eine ausgiebige Abklärung habe 
durch Dr. K.____ im September 2016 stattgefunden und sei ohne Hinweise für eine Plexusläsi-
on geblieben. Deshalb erachte sie eine erneute Untersuchung nicht als sinnvoll. Dr. O.____ 
schlage eine weitere Diagnostik mittels MRI des Plexus zervikobrachialis rechts vor. 
 
6.11 Dr. B.____ verweist in seinem Bericht vom 25. Oktober 2017 hinsichtlich der Problema-
tik an der rechten Schulter auf seine Beurteilung vom 14. Juli 2017. Betreffend den Bereich der 
Halswirbelsäule führt er aus, dass bei umfassender und ausreichender Diagnostik keine struktu-
rell objektivierbaren Folgen des Ereignisses vom 17. Mai 2016 nachgewiesen seien. Unfallfol-
gen lägen in der Konsequenz nicht mehr vor. Demzufolge könne auch von einer weiteren Be-
handlung der Unfallfolgen nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte 
Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden. Auch die Beschwerden im Zusam-
menhang mit der Halswirbelsäule seien spätestens ein Jahr nach dem Unfallereignis als nicht 

 

 
 
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mehr unfallkausal zu betrachten. Weiter führt der Kreisarzt aus, dass schon sehr zeitnah zum 
Ereignis, nämlich am 6. Juni 2016, die Halswirbelsäule erstmals magnetresonanztomogra-
phisch untersucht worden sei, wobei keinerlei Hinweise für eine stattgehabte Gewalteinwirkung 
bzw. keine strukturelle Läsionen vorgelegen hätten, welche auf ein Unfallereignis zurückgeführt 
werden könnten. Die Untersuchung der HWS sei mittels MRT im April 2017 wiederholt worden, 
ebenfalls mit dem Resultat, dass keine strukturellen Unfallfolgen nachgewiesen worden seien. 
In der veranlassten neurologischen Untersuchung hätten auf neurologischem Gebiet keine Un-
fallfolgen struktureller Art gefunden werden können. Somit bleibe, dass sich die Versicherte 
vermutlich eine Verstauchung der kleinen Halswirbelgelenke zugezogen habe, ohne dass dabei 
Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule dauerhaften Schaden genommen hätten. Wie bei 
jeder Verstauchung von Gelenken, bei denen es nicht zu strukturellen Läsionen komme, klän-
gen die Beschwerden verlässlich nach einem angemessenen Zeitraum ab. Grosszügig bemes-
sen sehe er diesen Zeitraum ein Jahr nach dem Unfallereignis als abgeschlossen. Danach all-
fällig vorhandene Beschwerden seien nicht mehr als Unfallfolgen zu qualifizieren. 
 
6.12 Dem Sprechstundenbericht vom 15. November 2017 von Dr. J.____ und 
Dr. med. P.____, Assistenzarzt, ist neben den bekannten Diagnosen zu entnehmen, dass sich 
bei den repetitiv durchgeführten neurologischen Untersuchungen klinisch sowie bildmorpholo-
gisch im Bereich des Plexus keine objektivierbaren Ausfälle gezeigt hätten. Hinsichtlich der 
Schulter habe die Patientin im Mai 2017 auf eine subacromiale Infiltration sowie AC-
Gelenksinfiltration nicht gut angesprochen. Als mögliche Beschwerdeursache komme ein funk-
tionelles neurogenes TOS in Frage. Dafür spreche die beschriebene Beschwerdesymptomatik 
mit Temperaturempfindlichkeit und intermittierend auftretendem Einschlafgefühl im Bereich der 
rechten Hand sowie ein deutlich pathologisch positiver Roos-Test. Bis zum letztjährigen Trauma 
sei die Patientin diesbezüglich beschwerdefrei gewesen, eine mögliche Aktivierung durch das 
Traumaereignis bei möglicherweise vorhandenen, bildmorphologisch jedoch nicht nachweisba-
ren strukturellen Veränderungen sei durchaus denkbar. Eine Halsrippe finde sich nicht. Auf-
grund der starken Einschränkungen sei eine Operation mit Resektion der 1. Rippe rechts indi-
ziert. 
 
6.13 Dr. med. Q.____, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, Chefarzt Klinik 
C.____, und Dr. med. R.____, Stv. Oberarzt Klinik C.____, halten in ihrem Bericht vom 6. De-
zember 2017 fest, dass bei der Bilddokumentation und beim Befund des  
Plexus im MRI von extern kein Hinweis auf eine Plexusläsion bestehe. Zudem habe sich die 
Situation der Schulter stabilisiert.  
 
6.14 Einem weiteren Sprechstundenbericht von Dr. J.____ und Dr. med. S.____, Oberärztin 
der Abteilung Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spitals E.____, 
vom 21. Dezember 2017 ist zu entnehmen, dass die klinischen Befunde für das Vorliegen eines 
funktionellen neurogenen TOS sprächen. Der Unfall vom 17. Mai 2016 könne durchaus dafür 
ursächlich sein, auch wenn dies morphologisch nicht nachgewiesen werden könne. Die bildge-
bende Abklärung der HWS und des Armplexus, die neurologische sowie die angiologische Ab-
klärung seien bislang unauffällig gewesen. Nachdem die Patientin aufgrund der ausgeschöpften 
konservativen Therapiemassnahmen und dem hohen Leidensdruck im Alltag und beruflich stark 

 

 
 
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eingeschränkt sei, werde mit ihr die Möglichkeit einer Resektion der ersten Rippe besprochen. 
Die Patientin wünsche sich den Eingriff. 
 
6.15 Im Sprechstundenbericht vom 19. März 2018 diagnostizieren Dres. med. T.____ und 
U.____, Klinik D.____, den Verdacht auf ein neurogenes, funktionelles TOS für die rechte 
Schulter nach dem Treppensturz am 17. Mai 2016 bei Tendinopathie der langen Bicepssehne 
sowie AC-Gelenksarthrose rechts. Als Nebendiagnose wird eine koronare Herzkrankheit mit 
St. n. PTCA und Stent bei posteriorem Myokardinfarkt 2011, unter Aspirin cardio, aufgeführt. In 
der Zusammenschau der Anamnese, der klinischen und radiologischen Untersuchung bestehe 
bei der Patientin der Verdacht auf ein funktionelles, neurogenes TOS. Empfohlen werde vorerst 
ein Versuch der Behandlung der Spannung des Musculus pectoralis minor in seiner Insertion 
am Coracoideus mit gezielter Physiotherapie sowie Triggerpunkt-Behandlung und Dehnung der 
Muskulatur. Bei Beschwerdepersistenz sei eine operative Versorgung mittels Insertion des Pec-
toralis-minor-Ansatzes und offenem Plexus-Release wohl indiziert. 
 
6.16 In seiner Stellungnahme zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 15. Mai 2018 hält 
der Kreisarzt an seiner Beurteilung vom 25. Oktober 2017 fest. Er berichtet, dass sich in den 
seit dem 25. Oktober 2017 eingereichten ärztlichen Berichten keine Hinweise dazu befänden, 
dass es beim Unfallereignis vom 17. Mai 2016 zu strukturellen Läsionen gekommen sein könn-
te. Insgesamt enthielten die Berichte keine neuen Informationen. Es lägen weder strukturelle 
noch andere Unfallfolgen vor. Unfallunabhängig sei eine Behandlung sicher nötig und ange-
zeigt, wobei er dazu nicht Stellung nehmen könne. 
 
7. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des vorliegend strittigen me-
dizinischen Sachverhalts auf die Ergebnisse, zu denen Dr. B.____ in seinen Beurteilungen vom 
14. Juli 2017 sowie 25. Oktober 2017 gelangte. Sie ging demzufolge davon aus, dass ein Kau-
salzusammenhang zwischen den Beschwerden im Bereich des Plexus sowie den Schulterbe-
schwerden der Beschwerdeführerin und dem Unfallereignis vom 17. Mai 2016 nicht mit dem 
erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sei. Diese Auffassung 
ist nicht zu beanstanden, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird.  
 
8. Nach Würdigung der medizinischen Berichte ist festzuhalten, dass die Ausführungen 
von Dr. B.____ in seinen Berichten vom 14. Juli 2017 sowie vom 25. Oktober 2017 überzeugen. 
Er begründete nachvollziehbar, weshalb die Schulterbeschwerden der Beschwerdeführerin im 
Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Unfallereignis vom 
17. Mai 2016 zurückgeführt werden können. Seine Ausführungen hierzu stimmen mit den übri-
gen fachärztlichen Beurteilungen überein. So sind sich die behandelnden Fachärzte einig, dass 
bei der Beschwerdeführerin kein organisches Substrat im Sinne einer bildgebend oder sonst 
wie klar nachweisbaren strukturellen Veränderung vorliegt. Auch waren zeitnah zum Unfall kei-
ne Anzeichen für unfallbedingte strukturelle Läsionen vorhanden. Vielmehr ist mit dem Kreisarzt 
davon auszugehen, dass degenerativ bedingte Veränderungen vorliegen, was im Alter der Be-
schwerdeführerin nicht unüblich ist. Schliesslich begründeten Dr. S.____ und Dr. J.____ die 
Unfallkausalität mit den vagen Formulierungen, dass „eine Aktivierung des TOS durch das Un-
fallereignis vom 17. Mai 2016 bei möglicherweise vorhandenen, bildmorphologisch jedoch nicht 

 

 
 
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nachweisbaren strukturellen Veränderungen durchaus denkbar“ sei bzw. dass „das Unfallereig-
nis für das TOS ursächlich sein könne“ (vgl. E. 6.14 hiervor). Auch Dres. T.____ und U.____ 
berichteten in ihrem Sprechstundenbericht vom 19. März 2018 lediglich, dass bei der Be-
schwerdeführerin „der Verdacht auf ein funktionelles neurogenes TOS“ bestehe (vgl. E. 6.15 
hiervor). Soweit die Beschwerdeführerin argumentiert, dass in diesen Berichten begründet wer-
de, warum sie heute immer noch an unfallbedingten Beschwerden leide, kann ihr nicht gefolgt 
werden, zumal dies in den Berichten eben gerade nicht geschieht. Zudem genügen diese wenig 
überzeugenden Mutmassungen der behandelnden Ärzte – entgegen der Auffassung der Be-
schwerdeführerin – insgesamt nicht, um auch nur geringe Zweifel an der Beurteilung von 
Dr. B.____ zu wecken. Der Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom 17. Mai 
2016 und den geltend gemachten Schulterbeschwerden ist somit im Zeitpunkt des Fallab-
schlusses zu verneinen. Auch in Bezug auf die HWS-Beschwerden ist auf die Einschätzung von 
Dr. B.____ abzustellen. Diesbezüglich ist sogar fraglich, ob die Beschwerdeführerin im Zeit-
punkt des Fallabschlusses noch nennenswerte Beschwerden verspürte, da sie im Rahmen der 
Untersuchung am 23. Juni 2017 bei Dr. I.____ lediglich „wenig“ Schmerzen angegeben hatte 
(vgl. E. 6.7 hiervor). Damit drängt sich eine Neubeurteilung des medizinischen Sachverhalts – 
entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – nicht auf. Die Beurteilungen des Kreisarztes 
vom 14. Juli 2017 und 25. Oktober 2017, welche unter Berücksichtigung der Voranamnese so-
wie – entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin – unter Würdigung der sämtlichen oben 
aufgeführten ärztlichen Berichte erfolgte, ist vollständig, nachvollziehbar und schlüssig.  
 
9. Zusammenfassend steht fest, dass im vorliegenden Fall mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit in Bezug auf die HWS sowie Schulterbeschwerden spätestens ein Jahr nach dem 
Unfallereignis vom 17. Mai 2016 der Status quo sine erreicht ist. Die aktuell bestehenden Be-
schwerden können nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückge-
führt werden. Die Einstellung der Versicherungsleistungen per 31. Juli 2017 ist daher nicht zu 
beanstanden. Der angefochtenen Einspracheentscheid vom 28. Mai 2018 erweist sich unter 
diesen Umständen als rechtens und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen. 
 
10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu er-
heben.   

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.  

 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.   

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘308.55 (inkl. Auslagen und 7,7 % Mehrwertsteuer) aus der Ge-
richtskasse ausgerichtet.  

 
 
 
 
 
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