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**Case Identifier:** 716d5c20-7beb-5981-a66f-ed41ab56e983
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-01-15
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 15.01.2019 S 2018 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2018-11_2019-01-15.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 18 11

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
Richter von Salis, Audétat 

Aktuarin ad hoc Jauch

URTEIL

vom 15. Januar 2019

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG

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1. A._____ meldete sich am 23. Juni 1998 wegen starken, stetigen Schmer-

zen im Wirbelsäulen- und Hüftbereich seit Februar 1997 erstmals bei der 

IV-Stelle des Kantons Graubünden (IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. 

Mit Verfügung vom 5. Februar 2003 wies die IV-Stelle das Leistungsbe-

gehren infolge eines nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrades von 

32 % ab. Nachdem A._____ dagegen am 7. März 2003 Einsprache er-

hob, klärte die IV-Stelle den medizinischen Sachverhalt weiter ab und 

veranlasste eine interdisziplinäre Begutachtung in der Klinik B._____. 

2. Gestützt auf das interdisziplinäre Gutachten der Klinik B._____ vom 

23. Dezember 2003 sprach die IV-Stelle A._____ mit Verfügung vom 

27. April 2004 eine ganze IV-Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad 

von 100 % ab dem 1. Januar 2003 zu.

3. Die ganze IV-Rente wurde im Rahmen der im Januar 2006 sowie im März 

2011 eingeleiteten amtlichen Revisionsverfahren mit Mitteilung vom 

15. März 2006 (gestützt auf den Arztbericht von Dr. med. C._____ vom 

10. März 2006) bzw. 5. August 2011 (gestützt auf die Arztberichte von Dr. 

med. C._____ vom 29. April 2011, Dr. med. D._____ vom 14. Juli 2011 

sowie der Ärztin des Regional Ärztlichen Dienstes (RAD) Dr. med. 

E._____ vom 5. August 2011) bestätigt. 

4. Im Februar 2012 erfolgte eine Dossierevaluation im Rahmen der IV-

Revision 6a. Dabei wurde das Vorliegen von organisch nicht nachweisba-

ren Beschwerden und damit die Erforderlichkeit weiterer Abklärungen sei-

tens des RAD verneint.

5. Im Rahmen des im August 2016 eingeleiteten amtlichen Revisionsverfah-

rens forderte die IV-Stelle ein Verlaufsbericht von Dr. med. C._____ vom 

11. November 2016 sowie von Dr. med. D._____ vom 9. November 2016 

ein und gab ein bidisziplinäres medizinisches Gutachten (Fachdisziplin 

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Psychiatrie und Psychotherapie, Rheumatologie, Evaluation der funktio-

nellen Leistungsfähigkeit [EFL]) in Auftrag. Gestützt darauf holte die IV-

Stelle eine Abschlussbeurteilung bei ihrem RAD-Arzt Dr. med. F._____ 

ein. Die diesbezüglichen medizinischen Abklärungen ergaben aus psych-

iatrischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-

keit und eine deutliche Besserung der psychischen Gesundheitssituation.

6. Mit Vorbescheid vom 15. Juni 2017 stellte die IV-Stelle A._____ in Aus-

sicht, die IV-Rente vollumfänglich aufzuheben. Zur Begründung führte die 

IV-Stelle aus, die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass sich 

der psychische Gesundheitszustand verbessert habe. Demgegenüber 

bestehe aus rheumatologischer Sicht im Vergleich zur Begutachtung im 

Jahr 2003 ein unveränderter Gesundheitszustand. Es werde somit von 

einer vollen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schrei-

ner ausgegangen. In leidensangepassten Tätigkeiten bestehe eine 

70%ige Arbeitsfähigkeit, wobei die Leistungsfähigkeit in einer achtstündi-

gen täglichen Arbeitszeit mit zwei Stunden zusätzlichen Pausen umsetz-

bar sei. Diese führe zu einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad 

von 33.49 %. Gegen diesen Vorbescheid erhob A._____ am 4. Juli 2017 

Einwand, welchen er mit Eingabe vom 19. September 2017 ergänzte. 

7. Mit Verfügung vom 7. Dezember 2017 hielt die IV-Stelle an der Begrün-

dung in ihrem Vorbescheid vom 15. Juni 2017 fest, ging auf die vorge-

brachten Argumente im Einwand von A._____ ein und hob die IV-Rente 

auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf.

8. Dagegen erhob A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 23. Januar 

2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden 

und beantragte, die Verfügung vom 7. Dezember 2017 sei aufzuheben 

und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihm auch über den 31. Januar 

2018 hinaus eine ganze IV-Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die An-

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gelegenheit zur Einholung eines Gutachtens betreffend Diagnosen und 

Arbeitsfähigkeit sowie zur Neuverfügung an die IV-Stelle zurückzuweisen. 

Subeventualiter sei ihm ab 1. Februar 2018 eine Viertelsrente zuzuspre-

chen. Zur Begründung führte der Beschwerdeführer im Wesentlichen aus, 

die IV-Stelle habe letztmals am 5. August 2011 rechtskräftig verfügt, dass 

sich am Rentenanspruch nichts geändert habe. Er leide seit 2002 unter 

denselben psychischen Beschwerden, welche das Ausüben der ursprüng-

lichen Tätigkeit als Schreiner verunmögliche. Zwischen dem Gutachten 

G._____, den früheren Berichten der früher behandelnden Psychiaterin 

und dem im Jahr 2003 erstellten psychiatrischen Gutachten von Dr. med. 

H._____ bestünden hinsichtlich der psychischen Leiden erhebliche Dis-

krepanzen. Der ihn aktuell behandelnde Psychiater Dr. med. I._____ 

komme in seinem Bericht vom 16. Januar 2018 zu ganz anderen Schlüs-

sen als der Gutachter G._____. Er leide neben dem lumbovertebralen 

Schmerzsyndrom folglich auch unter psychischen Krankheiten. Gemäss 

Dr. med. I._____ bestehe eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit 

ängstlichen und paranoiden Zügen sowie eine somatoforme Schmerz-

störung sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 70 %. Diese Arbeitsunfähigkeit 

sei ohne weiteres Gutachten anzuerkennen, denn sein Gesundheitszu-

stand habe sich entgegen dem Gutachten G._____ weder seit 2003 noch 

seit 2011 verändert. Somit sei die Einstellung der Rente zu Unrecht er-

folgt. Sollten Zweifel bestehen, ob die diagnostizierten psychischen 

Krankheiten zusammen mit der somatischen Krankheit heute zu gleich-

bleibender Invalidität wie im Jahr 2011 führe, sei ein Gutachten einzuho-

len, das den Vorgaben der mit BGE 141 V 281 geänderten Rechtspre-

chung entspreche. Im Gutachten G._____ werde das Vorliegen einer so-

matoformen Schmerzstörung, ja überhaupt einer Störung, von vornherein 

verneint, ohne dass für den Rechtsanwender nachvollziehbar wäre, wel-

che Kriterien nicht erfüllt seien. Dr. med. I._____ bejahe das Vorliegen der 

somatoformen Schmerzstörung. Angesichts der Diskrepanzen zwischen 

der Einschätzung von Dr. med. I._____ und jener von Dr. med. G._____ 

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sei die Einholung eines Obergutachtens unumgänglich, weshalb die An-

gelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen sei. Sollte sich ergeben, 

dass er nicht unter einer psychischen Krankheit leide, wäre beim Invali-

deneinkommen ein Leidensabzug von 20 % zu berücksichtigen, was 

selbst bei einem 70 %-Pensum ein Invalideneinkommen von 

Fr. 38'101.20 und damit einen Invaliditätsgrad von 47 % ergäbe. 

9. Mit Vernehmlassung vom 2. Februar 2018 beantragte die IV-Stelle (nach-

folgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde und ver-

wies für die Begründung primär auf ihre angefochtene Verfügung vom 

7. Dezember 2017. Zusätzlich brachte sie im Wesentlichen vor, gemäss 

den Ausführungen des Beschwerdeführers habe sich dieser im Oktober 

2017 zu Dr. med. I._____ in Behandlung gegeben, nachdem es ihm an-

gesichts des ergangenen Vorbescheides, des drohenden Verlustes der 

Invalidenrente sowie der inzwischen aufgetretenen schweren Krebser-

krankung seiner Ehefrau psychisch schlechter gegangen sei. Dazu sei 

festzuhalten, dass invaliditätsfremde Faktoren keine rechtserhebliche Be-

deutung hätten. Eine allenfalls aufgrund des IV-Verfahrens nach der 

psychiatrischen Begutachtung aufgetretene Verschlechterung des psychi-

schen Gesundheitszustandes erschöpfe sich offensichtlich in den zwei 

geltend gemachten psychosozialen bzw. soziokulturellen Umständen und 

sei adäquater ärztlicher Behandlungen zugänglich und damit invaliden-

versicherungsrechtlich bedeutungslos. Auf weitere Beweisvorkehren sei 

daher zu verzichten. Sodann habe der Gutachter Dr. med. G._____ de-

tailliert die Kriterien für das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung ge-

prüft. Dr. med. I._____ setze sich in seinem Arztbericht mit diesen Kriteri-

en nicht auseinander und halte keine entsprechenden Einschränkungen 

fest. Sein Arztbericht sei daher nicht nachvollziehbar sowie nicht schlüs-

sig und vermöge das Gutachten G._____ nicht zu erschüttern. Im Übrigen 

habe sie in der angefochtenen Verfügung gestützt auf die jeweilige bun-

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desgerichtliche Praxis aufgezeigt, weshalb vorliegend kein Leidensabzug 

gerechtfertigt sei. 

10. In der freigestellten Replik vom 15. Februar 2018 hielt der Beschwerde-

führer fest, die Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin betreffend die 

invaliditätsfremden Faktoren sei nicht zulässig. Die Beurteilung von Dr. 

med. I._____ sei nach ausgiebiger Untersuchung und Studium der Akten 

erfolgt. Seine Beurteilung stimme mit jener von Dr. med. H._____ überein 

und stehe im Widerspruch zu jener von Dr. med. G._____. Aufgrund der 

Divergenzen sowie angesichts der Tatsache, dass es darum gehe, dem 

knapp 55-jähigen Beschwerdeführer eine über 15 Jahre hinweg gewährte 

IV-Rente abzusprechen, sei die Einholung eines Obergutachtens unum-

gänglich. Im Übrigen setze sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Ver-

nehmlassung nicht mit der von Dr. med. I._____ gestellten Diagnose ei-

ner somatoformen Schmerzstörung auseinander, woraus zu schliessen 

sei, dass sie dem nichts entgegenzuhalten habe.

11. In der Duplik vom 20. Februar 2017 führte die Beschwerdegegnerin als-

dann aus, betreffend die somatoforme Schmerzstörung sei konkret fest-

zustellen, dass der psychiatrische Gutachter Dr. med. G._____ anhand 

der ICD-10 Kriterien aufgezeigt habe, dass keine anhaltende (somatofor-

me) Schmerzstörung vorliege. Dies sei im Übrigen auch bereits vom Vor-

gutachter Dr. med. H._____ so festgestellt worden. Die kurze Begründung 

von Dr. med. I._____ betreffend die somatoforme Schmerzstörung ver-

möge nicht zu überzeugen. Sein Arztbericht sei nicht nachvollziehbar und 

unschlüssig.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und 

in der angefochtenen Verfügung vom 7. Dezember 2017 sowie auf die 

eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachstehen-

den Erwägungen eingegangen.

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Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der Beschwerdegegnerin vom 7. Dezember 2017 stellt folglich ein 

taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsge-

richt des Kantons Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit ergibt 

sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des So-

zialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 49 

Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; 

BR 370.100). Als formeller und materieller Verfügungsadressat ist der 

Beschwerdeführer von der angefochtenen Verfügung überdies unmittel-

bar betroffen und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

oder Abänderung. Demnach ist er zur Beschwerdeführung berechtigt 

(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und 

formgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 ATSG) einge-

reichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Streitig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die bis-

herige ganze IV-Rente des Beschwerdeführers zu Recht aufgehoben hat. 

Dabei sind insbesondere das Vorliegen eines Revisionsgrunds sowie die 

Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit und, damit verbunden, das 

Invalideneinkommen streitig.

3.1. Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid 

ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität, die durch einen 

körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden verursach-

te, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsunfähig-

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keit (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 2 ATSG sowie Art. 8 Abs. 1 ATSG), wel-

che die Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann 

(Art. 4 Abs. 1 IVG). Der rentenbegründende Invaliditätsgrad ist aufgrund 

eines Einkommensvergleichs zu bestimmen (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 16 ATSG). Dazu wird das Erwerbseinkommen, welches der Versi-

cherte nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini-

schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine 

ihm zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen 

könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung zum Erwerbseinkom-

men gesetzt, das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in 

der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkom-

men auf zeitidentischer Basis ziffernmässig möglichst genau ermittelt und 

einander gegenübergestellt werden, worauf aus der Einkommensdifferenz 

der Invaliditätsgrad bestimmt wird (allgemeine Methode des Einkom-

mensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2; BGE 128 V 29 E.1). Nach 

Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte bei einem Invaliditätsgrad von min-

destens 40 % Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad 

von mindestens 50 % Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invali-

ditätsgrad von mindestens 60 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und 

bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % Anspruch auf eine ganze 

Rente.

3.2. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, wird die 

Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entspre-

chend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. 

Art. 17 Abs. 1 ATSG, Art. 88a und Art. 88bis der Verordnung über die In-

validenversicherung [IVV; SR 831.201]). Anlass für eine solche Anpas-

sung gibt jede Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet 

ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. 

Die Invalidenrente ist daher nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung 

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des Gesundheitszustands mit entsprechender Beeinflussung der Er-

werbsfähigkeit, sondern etwa auch dann revidierbar, wenn sich die er-

werblichen Auswirkungen eines an sich gleich gebliebenen Gesundheits-

zustands erheblich verändert haben, eine andere Art der Bemessung der 

Invalidität zur Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbe-

reichs eingetreten ist (BGE 134 V 131 E.3, 133 V 545 E.6.1, 130 V 343 

E.3.5; Urteil des Bundesgerichts 9C_417/2017 vom 19. April 2018 E.2.1; 

vgl. auch MÜLLER, Die materiellen Voraussetzungen der Rentenrevision 

in der Invalidenversicherung, Diss., Freiburg 2003, S. 133 Rz. 486). Da-

gegen bildet nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung die unter-

schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unver-

ändert gebliebenen Gesundheitszustands auf die Arbeitsfähigkeit für sich 

allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 

ATSG (BGE 115 V 308 E.4a/bb; Urteil des Bundesgerichts 9C_417/2017 

vom 19. April 2018 E.2.1). 

3.3. Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss 

des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung 

des Invaliditätsgrades im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG eingetreten ist, 

dient die letzte rechtskräftige Verfügung – bei einer Bestätigung der Rente 

allenfalls die Mitteilung (Art. 74ter lit. f IVV und Art. 51 ATSG) –, welche 

auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer 

Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Ein-

kommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den er-

werblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht (BGE 133 V 

108 E.5; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_193/2015 vom 7. August 

2015 E.1.1, 9C_646/2014 vom 17. Dezember 2014 E.2.2). Wird bei dieser 

Gegenüberstellung festgestellt, dass der Invaliditätsgrad im zur Beurtei-

lung stehenden Zeitraum keine rechtserhebliche Änderung erfahren hat, 

bleibt es beim bisherigen Rechtszustand (Urteil des Bundesgerichts 

8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E.3.1.3). Andernfalls ist das Vorliegen ei-

http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-V-131
http://links.weblaw.ch/de/BGE-133-V-545
http://links.weblaw.ch/de/BGE-130-V-343
http://links.weblaw.ch/de/8C_441/2012
http://links.weblaw.ch/de/BGE-115-V-308
http://links.weblaw.ch/de/8C_441/2012
http://links.weblaw.ch/de/BGE-133-V-108
http://links.weblaw.ch/de/BGE-133-V-108
http://links.weblaw.ch/de/9C_646/2014
http://links.weblaw.ch/de/8C_441/2012

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nes Revisionsgrunds zu bejahen und die zugesprochene Rente entspre-

chend der festgestellten Sachverhaltsveränderung abzuändern (vgl. MEY-

ER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die 

Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 

Rz. 13).

4.1. Vorliegend sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer mit 

Verfügung vom 27. April 2004 (Beilagen Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 1 

S. 259) bei einem Invaliditätsgrad von 100 % mit Wirkung ab dem 1. Ja-

nuar 2003 eine ganze Invalidenrente zu. Ob sich der rentenbegründende 

Invaliditätsgrad seit der erwähnten Rentenzusprache verändert hat, prüfte 

die Beschwerdegegnerin vor Erlass der angefochtenen Verfügung letzt-

mals im Rahmen des im März 2011 von Amtes wegen eingeleiteten Revi-

sionsverfahrens, das mit Mitteilung vom 5. August 2011 seinen Abschluss 

fand (Bg-act. 25). Darin beschied die Beschwerdegegnerin dem Be-

schwerdeführer, bei der Überprüfung des Invaliditätsgrads keine Ände-

rungen festgestellt zu haben, die sich auf die Rente auswirkten. Es beste-

he deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente (Invali-

ditätsgrad: 100 %). Diese Mitteilung beruhte auf dem Arztbericht des 

Hausarztes des Beschwerdeführers, Dr. med. C._____, Allgemeine Medi-

zin FMH, vom 29. April 2011 (Bg-act. 22), dem Bericht der behandelnden 

Psychiaterin Dr. med. D._____, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psycho-

therapie, vom 14. Juli 2011 (Bg-act. 23) sowie auf der Beurteilung der 

RAD-Ärztin Dr. med. E._____ vom 5. August 2011 (Bg-act. 27 S. 6). In 

der Beurteilung von Dr. med. C._____ vom 29. April 2011 wie auch in der-

jenigen der RAD-Ärztin vom 5. August 2011 wird lediglich der Gesund-

heitszustand des Beschwerdeführers im Vergleich zum letzten Bericht 

bzw. zum Gutachten im Jahr 2003 als unverändert geschildert (vgl. Bg-

act. 22 S. 1, 27 S. 6), ohne dass jedoch eine eingehende Auseinander-

setzung mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden erfolgt 

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und diese einer kritischen Würdigung unterzogen werden. Einzig Dr. med. 

D._____ machte in ihrem Bericht vom 14. Juli 2011 ein wenig ausführli-

chere und differenziertere Angaben (vgl. Bg-act. 23). Gestützt auf diese 

ärztlichen Stellungnahmen ergibt sich kein vollständiges Bild des Ge-

sundheitszustandes des Beschwerdeführers und seines funktionellen 

Leistungsvermögens. Der Mitteilung vom 5. August 2011 liegt damit keine 

rechtskonforme Sachverhaltsabklärung und Beweiswürdigung zugrunde, 

womit diese Mitteilung nicht als Vergleichsbasis für die strittige Rentenre-

vision heranzuziehen ist. Dasselbe gilt für die im Januar 2006 durchge-

führte amtliche Rentenrevision, in deren Rahmen die Beschwerdegegne-

rin ausschliesslich einen Verlaufsbericht beim Hausarzt Dr. med. C._____ 

einholte (vgl. Bg-act. 6-13). Ob die gesundheitliche Verfassung des Be-

schwerdeführers und, als Folge davon, dessen Arbeitsfähigkeit, wie in der 

angefochtenen Verfügung vom 7. Dezember 2017 (Bg-act. 79) ange-

nommen, eine wesentliche Verbesserung erfahren haben, beurteilt sich 

demnach durch den Vergleich des Sachverhalts, welcher der Verfügung 

vom 27. April 2004 (Bg-act. 1 S. 259) zugrunde lag, mit jenem Sachver-

halt, der sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 7. De-

zember 2017 (vgl. Bg-act. 79) verwirklicht hat. Davon ausgehend ist an-

schliessend zunächst zu untersuchen, auf welchem Sachverhalt die Ver-

fügung vom 27. April 2004 beruht. In der Folge wird der rechtserhebliche 

Sachverhalt zu ermitteln sein, der sich bis zum Abschluss des vorinstanz-

lichen Verfahrens am 7. Dezember 2017 zugetragen hat. Schliesslich wird 

durch Gegenüberstellung dieser beiden Sachverhalte zu prüfen sein, ob 

die massgeblichen Verhältnisse hiermit eine rechtserhebliche Änderung 

erfahren haben, die einen Revisionsgrund begründet und die Beschwer-

degegnerin zur angefochtenen Rentenaufhebung berechtigt hat.

4.2. Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass selbst wenn die 

Mitteilung vom 5. August 2011 (Bg-act. 25) als Vergleichsbasis für die 

strittige Rentenrevision heranzuziehen wäre, in medizinischer Hinsicht 

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ebenfalls – wie auch bei der Verfügung vom 27. April 2004 als Ausgangs-

basis – ein Vergleich des interdisziplinären Gutachtens der Klinik B._____ 

vom 23. Dezember 2003 (Bg-act. 1 S. 189 ff.) mit dem aktuellen Gutach-

ten von Dr. med. G._____ und Dr. med. K._____ vom 22. Mai 2017 (Bg-

act. 70) zu erfolgen hätte (vgl. E.5.1 bis 6.1 nachstehend). Folglich ist es 

letztlich nicht entscheidrelevant, ob die Verfügung vom 27. April 2004 

oder die Mitteilung von 5. August 2011 als Vergleichsbasis herangezogen 

wird.

5.1. In der Verfügung vom 27. April 2004 (Bg-act. 1 S. 259) hielt die Be-

schwerdegegnerin im Wesentlichen fest, seit dem 28. Januar 2002 (Be-

ginn der einjährigen Wartefrist) sei der Beschwerdeführer in seiner Ar-

beitsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Der Beschwerdeführer sei inzwi-

schen spezialärztlich begutachtet worden, wobei gemäss Gutachten eine 

100%ige Arbeitsunfähigkeit für jedes denkbare Tätigkeitsgebiet bestehe. 

Demzufolge habe der Beschwerdeführer Anspruch auf eine IV-Rente auf 

der Basis von 100 %. Diese Beurteilung des Rentenanspruchs des Be-

schwerdeführers stützte sich in erster Linie auf das interdisziplinäre Gut-

achten der Klinik B._____ vom 23. Dezember 2003 (Bg-act. 1 S. 189 ff.), 

wobei der Beschwerdeführer rheumatologisch-orthopädisch, neurolo-

gisch, internistisch sowie psychiatrisch (separate Begutachtung, Bg-act. 1 

S. 162 ff.) untersucht wurde und zusätzlich eine Evaluation der arbeitsbe-

zogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) erfolgte (Bg-act. 1 S. 181 

ff.).

Im Gutachten wurde mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in somati-

scher Hinsicht ein lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei Fehlhaltung 

und muskulärer Dysbalance sowie Iliosakralgelenksdysfunktion und in 

psychiatrischer Hinsicht ein chronischer Rückenschmerz (M54.8) in Ver-

bindung mit psychischen Faktoren und Verhaltensfaktoren (F54), nament-

lich ein maladaptiver ängstlich-vermeidender Krankheitsbewältigungsstil 

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(Z72.8) und eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung 

(F60.6), diagnostiziert (Bg-act. 1 S. 178 und 213). Zur Arbeitsfähigkeit 

führte der begutachtende Psychiater Dr. med. H._____, Facharzt für 

Psychiatrie und Psychotherapie, aus, nebst der schmerzbegründeten Be-

wegungshemmung und dem Schmerzvermeidungsverhalten bestehe 

beim Beschwerdeführer ein umfassender krankheitswertiger Vermei-

dungsstil, der Abbild einer ängstlich (vermeidenden) Persönlichkeitss-

törung sei. Die Persönlichkeitsstörung begründe, warum der Beschwerde-

führer Handlungsspielräume, die ihm der Rückenschmerz punktuell lasse, 

schliesslich nicht konsequent und mit Verlässlichkeit nutzen könne. Dies 

begründe, dass dem Beschwerdeführer heute keine Berufstätigkeit zu-

gemutet werden könne. Er sei für jedes denkbare Tätigkeitsgebiet derzeit 

arbeitsunfähig (Bg-act. 1 S. 180).

5.2.1. Im Rahmen des von ihr im August 2016 von Amtes wegen eingeleiteten 

Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin medizinische Ver-

laufsberichte ein:

Der Hausarzt des Beschwerdeführers hielt im Arztbericht vom 11. No-

vember 2016 (Bg-act. 51) betreffend Verlauf und aktuelle Befunde fest, 

der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei stationär. Es beste-

he nach wie vor eine chronifizierte Schmerzsymptomatik mit Belastungs-

intoleranz. Ambulante Physiotherapie sowie vier Mal pro Jahr lokale Kor-

tikoidinfiltrationen würden den Zustand stationär halten.

Die damals den Beschwerdeführer behandelnde Psychiaterin, Dr. med. 

D._____, führte in ihrem Verlaufsbericht vom 9. November 2016 (Bg-act. 

52) betreffend Verlauf und aktuelle Befunde aus, dass (seit mindestens 

zehn Jahren) keine psychische und/oder invalidisierende Problematik 

mehr vorliege.

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5.2.2. In der Folge gab die Beschwerdegegnerin am 30. November 2016 (Bg-

act. 56) ein bidisziplinäres medizinisches Gutachten (Fachdisziplinen 

Psychiatrie und Rheumatologie mit EFL) bei Dr. med. G._____, FMH für 

Psychiatrie und Psychotherapie, sowie beim RAD-Arzt Dr. med. K._____, 

Facharzt für Rheumatologie, Innere Medizin, physikalische Medizin und 

Rehabilitation FMH, in Auftrag. 

Die beiden Gutachter diagnostizierten im Gutachten vom 22. Mai 2017 

nach einer Konsensbesprechung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-

keit ein chronisches Schmerzsyndrom lumbosakral rechts mit/bei lumbo-

sakraler Übergangsanomalie bei Hemisakralisation von LWK5 links und 

muskulärer Dysbalance, sowie muskuläre Schmerzen im Schultergürtel- 

und Nackenbereich und Status nach Meniskusoperation links 1990 (Bg-

act. 70 S. 53). Eine psychiatrische Diagnose könne nicht gestellt werden, 

darum sei die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht einge-

schränkt. Aus rheumatologischer Hinsicht könne auch unter Berücksichti-

gung der bei der EFL gezeigten erheblichen Symptomausweitung ange-

nommen werden, dass die bei der Tätigkeit als Schreiner erforderlichen 

Belastungen für den Beschwerdeführer zu hoch seien (Bg-act. 70 S. 55). 

In einer adaptierten Tätigkeit bestehe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, wobei 

leichte körperliche Tätigkeiten in Wechselbelastung ohne häufige Über-

kopfarbeiten und ohne Zwangshaltung der Wirbelsäule während acht 

Stunden pro Tag mit zusätzlichen Pausen von zwei Stunden pro Tag 

möglich seien (vgl. Bg-act. 70 S. 56). 

Der psychiatrische Gutachter, Dr. med. G._____, führte sodann aus, die 

Diagnose einer affektiven Störung komme aktuell bei einem praktisch un-

auffälligen Psychostatus nicht in Frage. Auch in den Akten werde nie eine 

affektive Störung diagnostiziert. Dr. med. D._____ habe am 14. Juli 2011 

eine leichte Anpassungsstörung diagnostiziert, die seit mindestens 2003 

chronisch bestehe. Nun sei dies aber nicht möglich, weil eine Anpas-

- 15 -

sungsstörung per Definition längstens (die längere depressive Reaktion) 

zwei Jahre bestehen könne. Immerhin schliesse er aus der Tatsache, 

dass Dr. med. D._____ zu diesem Zeitpunkt eine Anpassungsstörung 

(und eben keine depressive Episode) diagnostiziert habe, dass sie nicht 

vom Vorliegen einer affektiven Störung ausgegangen sei. Auch früher  

oder danach habe sie nie eine affektive Störung diagnostiziert, dies sei 

auch im psychiatrischen Gutachten von Dr. med. H._____ nicht gemacht 

worden (vgl. Bg-act. 70 S. 40).

Weiter hielt Dr. med. G._____ fest, es fänden sich keine Hinweise für das 

Vorliegen einer neurotischen, Belastungs- oder somatoformen Störung, 

insbesondere auch nicht einer anhaltenden somatoformen Schmerz-

störung. Diese Diagnose habe zwar Dr. med. D._____ zu Beginn gestellt, 

nach der psychiatrischen Begutachtung durch Dr. med. H._____, der die-

se Diagnose nachvollziehbar ausgeschlossen habe, habe auch Dr. med. 

D._____ diese Diagnose nicht mehr gestellt. Die anhaltende Schmerz-

störung (F45.4) sei nach ICD-10 folgendermassen definiert: "Die vorherr-

schende Beschwerde ist ein andauernder, schwerer und quälender 

Schmerz, der durch einen psychologischen Prozess oder eine körperliche 

Störung nicht vollständig erklärt werden kann. Der Schmerz tritt in Verbin-

dung mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auf. 

Diese sollten schwerwiegend genug sein, um als entscheidende ursächli-

che Einflüsse zu gelten…" Der Beschwerdeführer klage zwar über anhal-

tende Schmerzen, diese hätten aber einerseits einen wesentlichen soma-

tischen Kern, was immer wieder betont worden sei, andererseits fänden 

sich auch keine emotionalen Konflikte oder psychosozialen Probleme, die 

die Entstehung der Schmerzen erklären würden. So argumentiere auch 

Dr. med. H._____ und er stimme diesbezüglich mit diesem überein (vgl. 

Bg-act. 70 S. 40 f.).

 

- 16 -

Demgegenüber ist Dr. med. G._____ hinsichtlich der von Dr. med. 

H._____ diagnostizierten Persönlichkeitsstörung nicht derselben Ansicht. 

In diesem Zusammenhangt führte Dr. med. G._____ aus, die Argumenta-

tion von Dr. med. H._____ entspreche weitgehend nicht den diagnosti-

schen Leitlinien des ICD-10. Um eine Persönlichkeitsstörung diagnostizie-

ren zu können, müssten zuerst die Kriterien der spezifischen Persönlich-

keitsstörung erfüllt sein. Nach Wiedergabe der Definition einer Persön-

lichkeitsstörung sowie der zu erfüllenden Kriterien hielt Dr. med. G._____ 

fest, die Beschreibung sei mit den Ausführungen von Dr. med. H._____ 

nicht vereinbar. Eine Persönlichkeitsstörung müsse per Definition immer 

in der Kindheit oder Jugend beginnen und sich auf Dauer im Erwachse-

nenalter manifestieren. Das auffällige Verhaltensmuster müsse andau-

ernd und gleichförmig sein (und dürfe nicht auf Episoden psychischer 

Krankheiten begrenzt sein), es müsse tiefgreifend und in vielen persönli-

chen und sozialen Situationen eindeutig unpassend sein. Es könne nicht 

sein, dass diese Störung jahrelang "nicht evident" sei, dass sie immer 

schon inhärent vorhanden sei und erst bei drohender Stellenlosigkeit oder 

bei Schmerzen gewissermassen aufbreche. Es könne auch nicht sein, 

dass sich die Vermeidung nur auf die Arbeit beziehe, weil das auffällige 

Verhaltensmuster eben in vielen persönlichen und sozialen Situationen 

eindeutig unpassend sein müsse. Aktuell seien die Kriterien für das Vor-

liegen einer Persönlichkeitsstörung ganz sicher nicht erfüllt. Es bestehe 

weder eine Angst, noch eine Selbstunsicherheit oder auch eine phobische 

Struktur. Der Beschwerdeführer berichte selber, dass er nun, seit die fi-

nanzielle Situation geklärt sei, keine psychischen Probleme habe; allen-

falls mal ein Tief, das aber verschwinde, wenn er spazieren gehe oder 

sich ablenke. Die Schilderung des Beschwerdeführers bezüglich seines 

Tagesablaufs und der übrigen Aktivitäten, auch seiner sozialen Aktivitäten 

und beispielsweise der Ferienreise im letzten Jahr, sprächen auch nicht 

für ein allgemeines Vermeidungsverhalten (Bg-act. 70 S. 41 ff.).

- 17 -

6.1. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung des aktuellen 

medizinischen Sachverhaltes und bei ihrem Entscheid über die Frage, ob 

seit der ursprünglichen Rentenzusprechung eine wesentliche Verbesse-

rung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers eingetreten ist, 

auf das Gutachten von Dr. med. G._____ bzw. auf das bidisziplinäre Gut-

achten der Dres. med. G._____/K._____ vom 22. Mai 2017 (Bg-act. 70). 

Gestützt darauf bejahte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen 

Verfügung vom 7. Dezember 2017 (Bg-act. 79) einen Revisionsgrund und 

hielt fest, dass aus rheumatologischer Sicht im Vergleich zur Begutach-

tung in der Klinik B._____ im Jahr 2003 im Wesentlichen ein unveränder-

ter Gesundheitszustand bestehe. Hingegen könne der begutachtende 

Psychiater keine psychiatrische Diagnose mehr stellen, die Auswirkung 

auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers entfalten könnte. So sei 

insbesondere festzustellen, dass sich der psychische Gesundheitszu-

stand wesentlich geändert habe. Aus versicherungsmedizinischer Sicht 

bestehe in leidensangepassten Tätigkeiten eine 70%ige Arbeits- und 

Leistungsfähigkeit.

6.2. Demgegenüber verneint der Beschwerdeführer das Vorliegen eines Revi-

sionsgrunds und macht geltend, sein Gesundheitszustand habe sich ent-

gegen dem Gutachten von Dr. med. G._____ vom 22. Mai 2017 weder 

seit 2003, als das erste Gutachten der Klinik B._____ eingeholt worden 

sei, noch seit 2011, als das letzte Revisionsverfahren durchgeführt wor-

den sei, verändert (vgl. Beschwerdeschrift Rz. 23). Der Beschwerdeführer 

stützt sich dabei auf den Arztbericht seines behandelnden Arztes Dr. 

med. I._____, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 16. Januar 2018 

(Beilagen Beschwerdeführer [Bf-act.] 2) und führt aus, demgemäss leide 

er neben dem lumbovertebralen Schmerzsyndrom auch unter psychi-

schen Krankheiten, nämlich unter einer kombinierten Persönlichkeitss-

törung mit ängstlichen und paranoiden Zügen (ICD-10 F61.0) und unter 

einer somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.41). Die Beschwerde-

- 18 -

gegnerin habe einen im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszu-

stand gestützt auf ein untaugliches Gutachten anders beurteilt, weshalb 

die Renteneinstellung nicht rechtens sei (vgl. Beschwerdeschrift Rz. 23). 

6.3. Vorliegend ist demzufolge der psychische Gesundheitszustand des Be-

schwerdeführers umstritten. Demgegenüber besteht in rheumatologischer 

Hinsicht (lumbovertebrales Schmerzsyndrom) unbestrittenermassen ein 

unveränderter Gesundheitszustand (vgl. dazu auch die rheumatologische 

RAD-Abklärung von Dr. med. K._____ vom 23. Mai 217 [Bg-act. 69 S. 10 

f.]).

7.1. Angesichts des vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten von Dr. 

med. G._____ vom 22. Mai 2017 (Bg-act. 70) vorgebrachten Einwands 

der Untauglichkeit, ist dieses Gutachten nachfolgend auf seinen Beweis-

wert zu untersuchen. Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist 

entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf 

allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 

berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden 

ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Be-

urteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolge-

rungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 

125 V 351 E.3a m.w.H.). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist 

grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Be-

zeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme 

als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c 

m.w.H.). Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 

freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte 

Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweis-

würdigung aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 

112 V 30 E.1a m.w.H.). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-

geholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund einge-

- 19 -

hender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die 

Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssi-

gen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft 

zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit 

der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). 

7.2. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten von Dr. med. 

G._____ bzw. das bidisziplinäre Gutachten von Dres. med. 

G._____/K._____ vom 22. Mai 2017 (Bg-act. 70) weist weder formelle 

noch inhaltliche Mängel auf. Die Ausführungen im Gutachten sind – wie 

dies vom Bundesgericht verlangt wird (vgl. E.7.1 vorstehend) für die strit-

tigen Belange umfassend, beruhen auf allseitigen Untersuchungen, 

berücksichtigen die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und 

wurden in Kenntnis der Vorakten erstellt. Zudem beruhen sie auf einer 

eingehenden persönlichen Untersuchung des Beschwerdeführers. 

Schliesslich leuchten sie in der Darlegung der medizinischen Zusammen-

hänge bzw. der Beurteilung der medizinischen Situation ein. Insbesonde-

re setzte sich Dr. med. G._____ mit den früheren psychiatrischen Ein-

schätzungen von Dr. med. D._____ und Dr. med. H._____ eingehend 

auseinander und begründet nachvollziehbar sowie schlüssig und anhand 

der Leitlinien des ICD-10, weshalb aktuell die Kriterien einer Persönlich-

keitsstörung (wie noch von Dr. med. H._____ im 2003 diagnostiziert) nicht 

mehr erfüllt sind (vgl. E.5.2.2 Absatz 5 vorstehend). Zudem verneint er 

auch nachvollziehbar das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung, 

wobei er seine Schlussfolgerung wiederum anhand der Definition nach 

ICD-10 sorgfältig und ausführlich begründet (vgl. E.5.2.2. Absatz 4 vor-

stehend). Im Übrigen wurde eine somatoforme Schmerzstörung bereits 

vom früher begutachtenden Psychiater Dr. med. H._____ im Jahr 2003 

ausgeschlossen (vgl. Bg-act. 1 S. 167). So hielt dieser fest, das 

Störungskonzept der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung lasse 

sich bei genauerer Betrachtung der vorliegenden Verhältnisse nicht an-

- 20 -

wenden. Insbesondere würde bei einer solchen Diagnose eine aussch-

liesslich psychologische Interpretation des beim Beschwerdeführer zu be-

urteilenden skelettmotorischen Schmerzes gefordert, wodurch die 

während Jahren als pathogenetisch bedeutsamen Körperbefunde 

vollständig ignoriert würden (Bg-act. 1 S. 176). Im Bericht der psychiatri-

schen Klinik L._____, Dr. med. D._____, vom 8. Juli 2013 (Bg-act. 1 S. 

151 ff.) wurde eine somatoforme Schmerzstörung alsdann zwar noch dia-

gnostiziert, im Bericht von Dr. med. D._____ vom 14. Juli 2011 (Bg-act. 

23) dann aber nicht mehr. Im Übrigen führte Dr. med. D._____ alsdann im 

Verlaufsbericht vom 9. November 2016 (Bg-act. 52 S. 2 und 6) aus, dass 

(seit mindestens 10 Jahren) keine psychiatrische und/oder invalidisieren-

de Problematik mehr vorliege. Das Verwaltungsgericht hat unter diesen 

Umständen keinen Anlass, an der Richtigkeit des psychiatrischen Gutach-

tens von Dr. med. G._____ bzw. des bidisziplinären Gutachtens von Dres. 

med. G._____/K._____ vom 22. Mai 2017 (Bg-act. 70) zu zweifeln, womit 

diesem voller Beweiswert zukommt. Entgegen der Ansicht des Be-

schwerdeführers ist das Gutachten denn auch in Beachtung der neuen 

Schmerzrechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 erfolgt. 

7.3. An dieser Einschätzung der Dres. med. G._____/K._____ vermag denn 

auch die Beurteilung des den Beschwerdeführer seit dem 30. November 

2017 behandelnden Psychiaters Dr. med. I._____ vom 16. Januar 2018 

(Bf-act. 2) keine Zweifel zu wecken.

7.3.1. Hinsichtlich des eingereichten Arztberichts von Dr. med. I._____ vom 

16. Januar 2018 (Bf-act. 2) ist zunächst festzuhalten, dass sich der Be-

schwerdeführer gemäss Ausführungen in der Beschwerdeschrift erst im 

Oktober 2017 in die Behandlung bei Dr. med. I._____ begab, nachdem es 

ihm angesichts des ergangenen Vorbescheids und des drohenden Ver-

lusts der IV-Rente aber auch der inzwischen aufgetretenen Krebserkran-

kung seiner Ehefrau psychisch schlechter ging (vgl. Beschwerdeschrift 

- 21 -

Rz. 17). Damit suchte der Beschwerdeführer Dr. med. I._____ erst nach 

der Begutachtung durch die Dres. med. G._____/K._____ am 19. Januar 

2017 bzw. 21. Februar 2017 (Bg-act. 69 S. 1 und 70 S. 1) auf. Es ist somit 

– entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – nicht zu beanstan-

den, dass die Beschwerdegegnerin daraus den Schluss zieht, dass eine 

psychosoziale bzw. soziokulturelle Belastungssituation und damit IV-

fremde Faktoren vorliegen, die adäquater ärztlicher Behandlung zugäng-

lich und damit IV-rechtlich bedeutungslos sind (vgl. Vernehmlassung S. 2 

f. mit Hinweisen auf Rechtsprechung). Diese Umstände erwähnte Dr. 

med. I._____ in seinem Bericht vom 16. Januar 2018 (Bf-act. 2) nicht. 

7.3.2. Dr. med. I._____ bezeichnet in seinem Bericht vom 16. Januar 2018 den 

Sturz des Beschwerdeführers im Alter von zwei Jahren aus dem Fenster 

im 2. Stockwerk des Elternhauses aus fünf bis sechs Metern Höhe als ei-

nen roten Faden während des ganzen Lebenslaufes des Beschwerdefüh-

rers (Bf-act. 2 S. 1). Der Beschwerdeführer sei bis heute überzeugt, dass 

der Sturz und die darauf folgende Hirnerschütterung im Wesentlichen so-

wohl für das heutige Rückenleiden, als auch für seine psychischen Ein-

schränkungen verantwortlich seien (vgl. Bf-act. 2 S. 1). Nach Meinung 

des Beschwerdeführers kämen sodann die Schläge, die er von seinem 

Vater bekommen habe, hinzu und er sei überzeugt, dass die Schläge die 

Folgeschäden der Hirnerschütterung verstärkt hätten und mit der Letzten 

zu den psychischen Einschränkungen, worunter er seit langem leide, ge-

führt hätten (vgl. Bg-act. 2 S. 1 f.). 

Diesbezüglich ist festzuhalten, dass im Rahmen der Begutachtung in der 

Klinik B._____ am 29. Oktober 2003 der Beschwerdeführer auch andere 

Gründe für sein Leiden hervorhob. Insbesondere gab er nebst diesem 

Sturz an, dass auch zwei der älteren Geschwister mit Rückenproblemen 

zu tun hätten. Der um drei Jahre ältere Bruder habe sich einer Rücken-

operation unterziehen müssen; noch immer vermöge er seine Arbeit im 

- 22 -

Baugewerbe krankheitshalber nicht zu verrichten. Auch die um sieben 

Jahre ältere Schwester, die als Pflegerin beschäftigt sei, habe mit Rü-

ckenproblemen zu kämpfen. Man müsse sich fragen, ob in der Familie 

nicht eine Konstitutionsschwäche vorherrsche (vgl. Bg-act. 1 S. 164). Im 

Gutachten von Dr. med. G._____ vom 22. Mai 2017 findet sich sodann 

lediglich ein Hinweis auf den Sturz, nicht aber, dass der Beschwerdefüh-

rer sein Rückenleiden darauf zurückführt. So ist dem Gutachten zu ent-

nehmen, dass der Beschwerdeführer, als er zwei Jahre alt gewesen sei, 

aus dem Fenster rausgeflogen sei. Dabei habe der Beschwerdeführer ei-

ne schwere Hirnerschütterung erlitten, habe aber nachher normal einen 

Beruf ausüben können (Bg-act. 70 S. 27 und S. 38 oben). Was die Schlä-

ge angeht, so erwähnte der Beschwerdeführer solche gemäss den Akten 

nirgends. Im Gegenteil, der Beschwerdeführer sprach im Rahmen der 

Begutachtung in der Klinik B._____ am 29. Oktober 2003 von einer glück-

lichen Kindheit und gab an, mit grosser Hochachtung denke er daran, wie 

die Eltern fast mittellos der neunköpfigen Familie ein Auskommen ermög-

lichten. Man habe bescheiden gelebt, und für das Wohl der Familie habe 

jeder der Kinder Hand anlegen müssen. Niemand habe aber Entbehrun-

gen hinnehmen müssen – seine Kindheit und Jugend könne er nicht an-

ders als glücklich nennen (Bg-act. 1 S. 164). 

Damit ist festzuhalten, dass sich aufgrund der Akten, entgegen der Beur-

teilung von Dr. med. I._____, kein sog. roter Faden während des Lebens-

laufs des Beschwerdeführers ergibt.

7.3.3. Im Weiteren diagnostiziert Dr. med. I._____ in seinem Bericht vom 

16. Januar 2018 (Bf-act. 2 S. 4) eine kombinierte Persönlichkeitsstörung 

mit ängstlichen und paranoiden Zügen (ICD-10 F.61.0). Diesbezüglich 

führt er aus, die Persönlichkeitseigenschaften, welche Dr. med. H._____ 

in seinem ausführlichen Gutachten beschreibe, erfüllten durchaus die Kri-

terien einer Persönlichkeitsstörung, indem sie "tief verwurzelte, anhalten-

- 23 -

de Verhaltensmuster" seien "die sich in starren Reaktionen auf unter-

schiedliche persönliche und sozialen Lebenslagen zeigen". Diese tiefver-

wurzelten, anhaltenden Verhaltensmuster seien im Lebenslauf des Be-

schwerdeführers nicht nur in seinem Beruf, sondern auch in seinem fami-

liären und privaten Leben festzustellen und von der Ehefrau des Be-

schwerdeführers bei der dritten Konsultation bestätigt worden. Der ängst-

liche Umgang des Beschwerdeführers mit sich selber, seinen Erkrankun-

gen und seinem Gegenüber seien weitere Nachweise der ängstlich-

vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F.60.6). Das Gutachten 

von Dr. med. G._____ sei rein auf den punktuellen psychischen Zustand 

des Beschwerdeführers zur Zeit des Gutachtens fokussiert. Sobald man 

jedoch den Blick vertiefe und diesen unter die Oberfläche des aktuellen 

Zustandes hebe, erkenne man die ängstlichen und vermeidenden emoti-

onalen Verhaltensmuster (Bf-act. 2 S. 3 f.).

In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass Dr. med. I._____ in sei-

nem Bericht vom 16. Januar 2018 lediglich pauschal feststellt, dass die 

ICD-10 Kriterien für eine Persönlichkeitsstörung erfüllt seien (Bf-act. 2 

S. 4). Hingegen setzt er sich mit den von Dr. med. G._____ in seinem 

Gutachten vom 22. Mai 2017 aufgezählten (vgl. Bg-act. 70 S. 42) und für 

diese Diagnose geforderten Kriterien ((1) deutliche Unausgeglichenheit in 

den Einstellungen und im Verhalten in mehreren Funktionsbereichen wie 

Affektivität, Antrieb, Impulskontrolle, Wahrnehmen und Denken sowie in 

den Beziehungen zu anderen; (2) das auffällige Verhaltensmuster ist an-

dauernd und gleichförmig und nicht auf Episoden psychischer Krankhei-

ten begrenzt; (3) das auffällige Verhaltensmuster ist tiefgreifend und in 

vielen persönlichen und sozialen Situationen eindeutig unpassend; (4) die 

Störungen beginnen immer in der Kindheit oder Jugend und manifestieren 

sich auf Dauer im Erwachsenenalter; (5) die Störung führt zu deutlichem 

subjektiven Leiden, manchmal jedoch erst im späteren Verlauf; (6) die 

Störung ist meistens, aber nicht stets, mit deutlichen Einschränkungen 

- 24 -

der beruflichen und sozialen Leistungsfähigkeit verbunden) in keiner Art 

und Weise auseinander. Dr. med. I._____ hält in Bezug auf die Kriterien 

einzig fest, die tiefverwurzelten, anhaltenden Verhaltensmuster im Le-

benslauf des Beschwerdeführers seien im beruflichen, privaten und fami-

liären Leben festzustellen. Dabei unterlässt er es aber diese Feststellun-

gen anhand konkreter Einschränkungen darzulegen (vgl. Bf-act. 2 S. 3). 

Auf die übrigen geforderten Kriterien geht Dr. med. I._____ sodann mit 

keinem Wort ein. Insbesondere setzt er sich denn auch nicht mit den 

nachvollziehbaren Ausführungen von Dr. med. G._____ in seinem Gut-

achten vom 22. Mai 2017 auseinander, wonach die Kriterien beim Be-

schwerdeführer deshalb nicht erfüllt seien, da die Störung jahrelang nicht 

evident gewesen sei und erst bei drohender Stellenlosigkeit oder bei 

Schmerzen gewissermassen aufgebrochen sei und sich die Vermeidung 

nur auf die Arbeit beziehe, was sich auch aus der Schilderung des Be-

schwerdeführers bezüglich seines Tagesablaufs und der übrigen Akti-

vitäten ergebe, welche nicht für ein allgemeines Vermeidungsverhalten 

sprächen (vgl. Bg-act. 70 S. 42 f.). So hält Dr. med. I._____ zum Gutach-

ten von Dr. med. G._____ lediglich fest, dass dieses rein auf den punktu-

ellen psychischen Zustand des Beschwerdeführers zur Zeit des Gutach-

tens fokussiert sei. Sobald man den Blick unter der Oberfläche des aktu-

ellen Zustandes hebe, erkenne man die Verhaltensmuster (Bf-act. 2 S. 3 

f.). Konkrete Schilderungen betreffend die Verhaltensmuster bleiben dann 

aber wiederum aus. 

7.3.4. Ebenfalls diagnostiziert Dr. med. I._____ in seinem Bericht vom 16. Janu-

ar 2018 eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychi-

schen Faktoren (ICD-10 F45.41) und führt aus, die entsprechenden ICD-

10-Kriterien seien erfüllt. Der darunter liegende Konflikt, welche von Dr. 

med. G._____ verneint bzw. nicht erkannt worden sei, bestehe darin, 

dass der Beschwerdeführer sich unbewusst verpflichtet fühle, gesell-

schafskonforme Arbeitsleistungen zu erbringen, sich jedoch aufgrund sei-

- 25 -

ner Ängstlichkeit nicht in der Lage fühle, diese zu verrichten und eine un-

bewusste paranoide Verarbeitung seiner Einschränkung gestalte, indem 

er seine Behinderung auf den Sturz, welchen er mit zwei Jahren erlebt 

habe, sowie auf die Schläge seines Vater zurückführe (Bf-act. 2 S. 4).

Diese kurze Begründung für die diagnostizierte somatoforme Schmerz-

störung vermag die von Dr. med. G._____ anhand der ICD-10 Kriterien 

schlüssig erfolgte Verneinung einer somatoformen Schmerzstörung (vgl. 

Bg-act. 70 S. 40 f. und E.5.2.2 vorstehend) nicht in Frage zu stellen, zu-

mal diese im Übrigen bereits vom psychiatrischen Vorgutachter Dr. med. 

H._____ im Jahr 2003 und der damals behandelnden Psychiaterin Dr. 

med. D._____ verneint wurde (vgl. E.7.2 vorstehend). Wie die Beschwer-

degegnerin denn auch zu Recht ausführt, zieht Dr. med. I._____ zur Dia-

gnostizierung einer somatoformen Schmerzstörung die Ängstlichkeit und 

die unbewusst paranoide Verarbeitung der Einschränkung des Be-

schwerdeführers bei, welche er bereits zu der von ihm diagnostizierten 

Persönlichkeitsstörung benutzt hat.

7.3.5. Sodann ist bei der Würdigung eines Arztberichts des behandelnden Arz-

tes rechtsprechungsgemäss der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, 

dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche 

Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aus-

sagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351 E.3b). Ausserdem lässt es 

die unterschiedliche Natur des Behandlungsauftrags und der Funktion der 

amtlich bestellten Gutachter nicht zu, ein medizinisches Administrativgut-

achten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu 

nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzun-

gen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende 

Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige – und nicht 

rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei 

der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteile des 

- 26 -

Bundesgerichts 8C_909/2017 vom 26. Juni 2018 E.9, 8C_260/2011 vom 

25. Juli 2011 E.5.2). Im vorliegenden Fall ist gestützt auf die vorstehen-

den Erwägungen nicht ersichtlich, dass aus dem Bericht von Dr. med. 

I._____ vom 16. Januar 2018 (Bf-act. 2) Gesichtspunkte hervorgingen, 

die nicht auch im Rahmen des Gutachtens von Dr. med. G._____ vom 

22. Mai 2017 (Bg-act. 70) berücksichtigt worden wären.

7.4. Insgesamt liegen somit keine hinreichenden Indizien vor, die gegen den 

Beweiswert des Gutachtens von Dr. med. G._____ bzw. des bidiszi-

plinären Gutachtens von Dres. med. G._____/K._____ vom 22. Mai 2017 

(Bg-act. 70) sprechen würden. Insbesondere vermag der Arztbericht von 

Dr. med. I._____ vom 16. Januar 2018 (Bf-act. 2) die Schlüssigkeit des 

Gutachtens von Dr. med. G._____ bzw. des bidisziplinären Gutachtens 

von Dres. med. G._____/K._____ vom 22. Mai 2017 (Bg-act. 70) nicht zu 

erschüttern. Auf die in sich schlüssige und überzeugende Beurteilung der 

Gutachter kann folglich abgestellt werden. 

7.5. Der medizinische Sachverhalt wurde von der Beschwerdegegnerin dem-

zufolge richtig und vollständig abgeklärt, weshalb auch kein Anlass für 

weitere medizinische Abklärungen bestand. Somit hat die Beschwerde-

gegnerin zu Recht auf das vom Beschwerdeführer in seinem Einwand 

vom 19. September 2017 (Bg-act. 78) beantragte Obergutachten verzich-

tet. In diesem Verzicht liegt – entgegen der Auffassung des Beschwerde-

führers – denn auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

Gehör (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_407/2015 vom 22. April 2016 

E.3.1 m.w.H.). Auch aktuell besteht gestützt auf das vorstehend Ausge-

führte kein weiterer Abklärungsbedarf. Folglich erübrigt sich in Anwen-

dung der antizipierten Beweiswürdigung die Einholung des vom Be-

schwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren erneut beantrag-

ten Obergutachtens, da hiervon keine neuen entscheidrelevanten Er-

kenntnisse zu erwarten sind (vgl. BGE 134 I 140 E.5.3). 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-I-140

- 27 -

8. Demzufolge ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass eine 

Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerde-

führers und, darauf fussend, dessen Arbeitsfähigkeit seit der Verfügung 

vom 27. April 2004 (Bg-act. 1 S. 259) eingetreten ist. Folglich hat die Be-

schwerdegegnerin das Vorliegen eines Revisionsgrunds in der angefoch-

tenen Verfügung vom 7. Dezember 2017 (Bg-act. 79) zu Recht bejaht und 

den Rentenanspruch des Beschwerdeführers aufgrund eines Einkom-

mensvergleichs (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG) neu festgelegt. 

9.1. Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 

7. Dezember 2017 (Bg-act. 79) von einer 70%igen Arbeits- und Leis-

tungsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätig-

keit aus. Die Leistungsfähigkeit sei umsetzbar in einer achtstündigen täg-

lichen Arbeitszeit, wobei aber zwei Stunden zusätzliche Pausen erforder-

lich seien. Dem Leiden des Beschwerdeführers angepasst seien körper-

lich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufige Überkopfarbei-

ten und ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule. Für die Invaliditätsbe-

messung stellte die Beschwerdegegnerin auf ein indexiertes Validenein-

kommen von Fr. 71'611.60 sowie ein Invalideneinkommen von 

Fr. 47'626.50 ab. 

9.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, gemäss Einschätzung von Dr. med. 

I._____ in seinem Arztbericht vom 16. Januar 2018 (Bf-act. 2) sei von ei-

ner Arbeitsunfähigkeit von 70 % auszugehen. 

Diesem Einwand kann nicht gefolgt werden. Wie vorstehend dargelegt, 

kommt dem Gutachten der Dres. med. G._____/K._____ vom 22. Mai 

2017 (Bg-act. 70) volle Beweiskraft zu. Damit ist die Beschwerdegegnerin 

in der angefochtenen Verfügung (Bg-act. 79) zu Recht gestützt auf dieses 

Gutachten (vgl. E.5.2.2 vorstehend) von keiner Einschränkung der Ar-

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beitsfähigkeit in psychischer Hinsicht und in rheumatologischer Hinsicht 

von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit (vollschichtig realisierbar) in einer ad-

aptierten Tätigkeit (leichte wechselbelastende körperliche Tätigkeit ohne 

Überkopfarbeit und ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule) ausgegan-

gen. Der in der Konsensbeurteilung im Gutachten der Dres. med. 

G._____/K._____ vom 22. Mai 2017 festgehaltene zeitliche Umfang der 

Leistungsfähigkeit von acht Stunden täglicher Arbeitszeit mit zusätzlichen 

Pausen von zwei Stunden pro Tag (vgl. Bg-act. 70 S. 56) entspricht zu-

dem auch der in der EFL im Jahr 2003 festgehaltenen Schlussfolgerung 

(vgl. Bg-act. 1 S. 182), was auch einleuchtet, da Dr. med. K._____ in 

rheumatologischer Sicht von einem unveränderten Gesundheitszustand 

ausgeht (vgl. Bg-act. 69 S. 10). 

9.3. Unter Berücksichtigung des der Rentenverfügung vom 27. April 2004 (Bg-

act. 1 S. 259) zugrundeliegenden im Gesundheitsfall des Beschwerdefüh-

rers als gelernter Schreiner erzielbaren Einkommens samt Nominalloh-

nentwicklung bis ins Jahr 2017 errechnete die Beschwerdegegnerin ein 

Valideneinkommen von Fr. 71'611.62. Das festgesetzte Valideneinkom-

men in der Gesamthöhe von Fr. 71'611.62 ist zu Recht unbestritten ge-

blieben und gibt zu keinen weiteren Ausführungen Anlass.

9.4. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der konkre-

ten beruflichen-erwerblichen Situation des Versicherten auszugehen. Hat 

der Versicherte – wie vorliegend der Beschwerdeführer – nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihm an sich zumutbare 

neue Erwerbstätigkeit aufgenommen, so ist das massgebliche Invaliden-

einkommen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung entweder auf-

grund der DAP-Zahlen (= Dokumentation von Arbeitsplätzen der SUVA) 

oder der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 

zu bestimmen (BGE 135 V 297 E.5.2, 126 V 75 E.3b/aa, 117 V 18 

E.2c/aa, je mit Hinweisen). Im letztgenannten Fall ist praxisgemäss auf 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-135-V-297
http://links.weblaw.ch/de/BGE-126-V-75
http://links.weblaw.ch/de/BGE-117-V-8

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die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abzustellen, wobei 

dabei jeweils vom sog. Zentralwert (Median) auszugehen ist (BGE 129 V 

472 E.4.2.1). Die entsprechenden Angaben sind in der Folge auf eine 

durchschnittliche und betriebsübliche Arbeitszeit umzurechnen, da die 

LSE-Tabellenlöhne aus statistischen Gründen auf einer standardisierten 

Arbeitszeit von 40 Wochenstunden beruhen (BGE 124 V 321 E.3b/bb). 

9.4.1. Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Berechnung des Invalidenein-

kommens auf die LSE 2014, Tabelle TA 1. Sie ging von einem monatli-

chen Bruttolohn (Zentralwert bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 

Stunden) für Tätigkeiten auf dem Kompetenzniveau 1 (niedrigstes Lohn-

niveau) im privaten Sektor bei Männern im Jahr 2014 aus, was Fr. 5'312.-

- entspricht und gelangte auf Basis der üblichen durchschnittlichen Ar-

beitszeit von 41.7 Wochenstunden und bei einer 70%igen Arbeitsfähigkeit 

sowie unter Berücksichtigung einer Nominallohnentwicklung in den Jah-

ren 2015, 2016 und 2017 von 0.3674 % bzw. je 1 % auf ein Invalidenein-

kommen im Jahr 2017 von Fr. 47'626.50 (Fr. 5'312.-- / 40 x 41.7 x 12 x 

0.7 x 1.003674 x 1.01 x 1.01). Diese Berechnung ist korrekt und wurde 

vom Beschwerdeführer als solche zu Recht auch nicht beanstandet.

9.4.2. Der Beschwerdeführer rügt indessen, dass die Beschwerdegegnerin ihm 

keinen Leidensabzug gewährt hat. Er verlangt einen Leidensabzug von 

20 % und bringt vor, die Beschwerdegegnerin stelle auf das Kompetenz-

niveau 1 mit einfachen körperlichen und handwerklichen Tätigkeiten ab. 

Das "einfach" beziehe sich allerdings auf intellektuell geringe Anforderun-

gen stellende Tätigkeiten und nicht ohne weiteres auf leichte Tätigkeiten. 

Oft seien gerade die sog. einfachen Tätigkeiten solche, die höhere kör-

perliche Anforderungen stellten, weshalb nicht von vornherein festgehal-

ten werden könne, bei solchen Tätigkeiten sei ein Leidensabzug nicht er-

forderlich bzw. ein solcher würde die im medizinischen Zumutbarkeitspro-

fil bereits enthaltenen Einschränkungen ein weiteres Mal berücksichtigen. 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-129-V-472
http://links.weblaw.ch/de/BGE-129-V-472
http://links.weblaw.ch/de/BGE-124-V-321

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Der Beschwerdeführer könne eher nur noch leichte als mittelschwere Ar-

beiten erledigen. Der Beschwerdeführer sei sodann auf ein wohlwollen-

des Umfeld angewiesen und darauf angewiesen, eher allein zu arbeiten. 

Dies bedeute ein Entgegenkommen des Arbeitgebers, was sich in der 

Lohngestaltung niederschlagen dürfte. Schliesslich sei dem fortgeschrit-

tenen Alter des Beschwerdeführers und den fehlenden Dienstjahren (in-

zwischen mehr als 15 Jahre Absenz vom Arbeitsmarkt) Rechnung zu tra-

gen (vgl. Beschwerdeschrift Rz. 26).

9.4.3. Wird das Invalideneinkommen wie vorliegend auf der Grundlage von sta-

tistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Aus-

gangswert allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getra-

gen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale der versicherten 

Person, wie Art und Ausmass der Behinderung, Alter, Dauer der Be-

triebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäf-

tigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können. Der so ge-

nannte Leidensabzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann er-

folgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versi-

cherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre Restar-

beitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch-

schnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung des Lei-

densabzugs ist der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen 

unter Würdigung der Umstände im Einzelfall massgebend, wobei der Ab-

zug vom statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen 

ist (vgl. BGE 134 V 322 E.5.2; BGE 126 V 75 E.5).

9.4.4. Vorliegend sind dem Beschwerdeführer in einem 70 %-Pensum leichte 

wechselbelastende körperliche Tätigkeiten ohne Überkopfarbeit und ohne 

Zwangshaltungen der Wirbelsäule zumutbar, wobei die 70%ige Leis-

tungsfähigkeit insofern eingeschränkt ist, als dass diese in einer acht-

stündigen täglichen Arbeitszeit mit zusätzlichen Pausen von zwei Stunden 

http://links.weblaw.ch/de/BGE-134-V-322
http://links.weblaw.ch/de/BGE-126-V-75

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pro Tag umzusetzen ist (vgl. Bg-act. 50 S. 56; E.9.2 vorstehend). Gemäss 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Umstand, dass nur noch 

leichte Arbeiten zumutbar sind, selbst bei eingeschränkter Leistungs-

fähigkeit, kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug. Dies 

darum, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 (entspricht heuti-

gem Kompetenzniveau 1) bereits eine Vielzahl von leichten und mittel-

schweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_284/2018 vom 17. Juli 2018 E.2.2.1 m.w.H., 8C_253/2017 vom 

29. Juni 2017 E. 4.3.2). Vorliegend rechtfertigt sich damit kein zusätzli-

cher Abzug unter diesem Aspekt. Ebenso wenig geben das Alter und die 

Dienstjahre Anlass dazu. Zwar zählt das Alter zum Kreis der abzugser-

heblichen Gesichtspunkte, und es kann im Fall spezifischer Gegebenhei-

ten durchaus Berücksichtigung finden. Der Beschwerdeführer scheint je-

doch zu übersehen, dass sich das Alter rechtsprechungsgemäss auf 

Tätigkeiten im Kompetenzniveau 1 nicht zwingend lohnsenkend auswirkt. 

Denn Hilfsarbeiten werden auf dem hypothetisch ausgeglichenen Ar-

beitsmarkt altersunabhängig nachgefragt (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_284/2018 vom 17. Juli 2018 E.2.2.3 m.w.H., 9C_200/2017 vom 

14. November 2017 E.4.5 m.w.H.). Alsdann nimmt die Bedeutung der 

Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist. 

Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 kommt dem Umstand, dass der Be-

schwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeiten 

kann und somit keine Dienstjahre im Rahmen der adaptierten Tätigkeit 

aufweist, keine relevante Bedeutung zu (vgl. Urteile des Bundesgerichts 

9C_200/2017 vom 14. November 2017 E.4.6 m.w.H.; 8C_884/2017 vom 

24. Mai 2018 E.4.3 m.w.H.). Im Übrigen hat die Beschwerdegegnerin kor-

rekt festgehalten, dass eine psychisch bedingt verstärkte Rücksichtnahme 

seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen bisher von der Gerichtspraxis 

nicht als eigenständiger abzugsfähiger Umstand anerkannt wurde (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 8C_146/2017 vom 7. Juli 2017 E.5.2.2).

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9.4.5. Nach dem Gesagten bestehen keine Anhaltspunkte, dass der Beschwer-

deführer wegen eines oder mehrerer der relevanten Merkmale seine ge-

sundheitlich bedingte Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits-

markt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichen Erfolg verwerten 

könnte. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin 

im konkreten Fall keinen Leidensabzug gewährt hat.

9.5. Zusammengefasst ergibt sich damit, dass vorliegend ohne Leidensabzug 

auf ein Invalideneinkommen von Fr. 47'626.50 abzustellen ist. Wird die-

ses dem unbestrittenen Valideneinkommen von Fr. 71'611.60 gegenüber-

gestellt, resultiert daraus ein IV-Grad von gerundet 33 % (zur Rundung: 

BGE 130 V 121 E.3), womit kein Anspruch auf eine IV-Rente besteht. Die 

Einstellung der bisherigen ganzen Rente ist somit nicht zu beanstanden.

10. Nach dem vorstehend Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung 

vom 7. Dezember 2017 (Bg-act. 79) als rechtens, was zur vollumfängli-

chen Bestätigung derselben und zur Abweisung der dagegen erhobenen 

Beschwerde führt.

11.1. Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten 

um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Im konkreten Fall werden die Kosten 

auf Fr. 700.-- festgesetzt. Sie sind angesichts des Verfahrensausgangs 

dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.

11.2. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der obsiegenden Beschwer-

degegnerin gemäss Art. 61 lit. g ATSG (e contrario) nicht zu.

http://links.weblaw.ch/de/BGE-130-V-121

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Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 

Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des 

Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]