# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** fe641b06-37fc-5acc-957e-96022578cc30
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-07-03
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 03.07.2014 725 14 37 / 158 (725 2014 37 / 158)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-14-37---158_2014-07-03.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 3. Juli 2014 (725 14 37 / 158) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Kein stillschweigender Fallabschluss bei Vorliegen von Brückensymptomen; bei 

Rückenbeschwerden als indirekte Unfallfolge greift die medizinische Erfahrungstatsa-

che, dass unfallkausale Rückenbeschwerden nach spätestens einem Jahr nicht mehr als 

unfallkausal zu betrachten sind, nicht  

 

 
Besetzung Präsident Andreas Brunner, Kantonsrichter Dieter Freiburghaus, 

Kantonsrichterin Elisabeth Berger Götz, Gerichtsschreiberin i.V. Bet-
tina Brodbeck 
 
 

Parteien A.____ Beschwerdeführerin, vertreten durch B.____ 
  

 
gegen 
 
 

 Helsana Unfall AG, Recht, Postfach, 8081 Zürich, Beschwerdegeg-
nerin 
 

  
  
Betreff Leistungen (2010.41554.11.3) 
 
 
 
A1. Die 1979 geborene A.____ war seit Oktober 2011 bei der Firma C.____ als Telefon-
beraterin beschäftigt und aufgrund dieses Arbeitsverhältnisses bei der Helsana Unfall AG 

 
 

 
 
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(Helsana) obligatorisch gegen Unfälle und Berufskrankheiten versichert. Am 14. Dezember 
2011 wurde A.____ auf dem Velo seitlich von einem Auto angefahren und erlitt dabei multiple 
Prellungen, Zerrungen und Quetschungen. Die Helsana anerkannte in der Folge ihre Leis-
tungspflicht und erbrachte die gesetzlichen Leistungen.  
 
A2. Mit einem Rückfallfragebogen teilte die Versicherte am 22. März 2013 der Helsana mit, 
dass sie unter akuten Beschwerden im rechten Bein, in der rechten Hüfte und im Kreuz leide. 
Mit Verfügung vom 5. August 2013 verneinte die Helsana die Unfallkausalität der geltend ge-
machten Beschwerden und lehnte die Kostenübernahme der weiteren Heilbehandlung ab. Die 
dagegen durch die Versicherte erhobene Einsprache wies die Helsana mit Entscheid vom 
16. Dezember 2013 ab. Sie führte dazu aus, dass es sich bei den von der Versicherten gemel-
deten Beschwerden um einen Rückfall handeln würde, der nicht als unfallkausal zu qualifizieren 
sei. Hierbei stützte sie sich auf den Bericht von Prof. Dr. med. D.____, FMH Orthopädische Chi-
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 4. Juli 2013. 
 
B. Gegen den ablehnenden Einspracheentscheid erhob A.____, unentgeltlich vertreten 
durch B.____, am 4. Februar 2014 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abtei-
lung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte sinngemäss, in Aufhebung des 
Einspracheentscheids vom 16. Dezember 2013 seien ihr weiterhin die gesetzlichen Versiche-
rungsleistungen zuzusprechen. Sie stützte sich dabei insbesondere auf die Berichte von 
Dr. med. E.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, und von F.____, Dipl. Physiotherapeutin. 
 
C. In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. April 2014 schloss die Helsana auf Abweisung der 
Beschwerde. Sie verwies dabei vollumfänglich auf die Ausführungen im Einspracheentscheid. 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1.  Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss 
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherungen anwendbar sind, kann gegen Ein-
spracheentscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht 
Beschwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 Abs. 1 ATSG das Versicherungsge-
richt desjenigen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ih-
ren Wohnsitz hat. Vorliegend befand sich dieser zu diesem Zeitpunkt in G.____, weshalb die 
örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichtes Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 
lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. De-
zember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche In-
stanz des Kantons Beschwerden aus dem Bereich der Unfallversicherung. Es ist somit auch 
sachlich zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Gemäss Art. 60 Abs. 1 
ATSG ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der Eröffnung des Einspracheentschei-
des einzureichen. Die Rechtsmittelfrist ist vorliegend gewahrt, weshalb auf die im Übrigen form-
gerecht erhobene Beschwerde einzutreten ist.  
 

 
 

 
 
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2.  Streitig und zu prüfen ist im Folgenden, ob die von der Beschwerdeführerin geltend ge-
machten Beschwerden in einem ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 14. Dezem-
ber 2011 stehen und ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Leistungen aus der obligatori-
schen Unfallversicherung hat. 
 
2.1.  Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversi-
cherung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufs-
unfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat 
die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbe-
handlung). Dabei hat der Unfallversicherer die Pflegeleistung so lange zu erbringen, als davon 
eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann (Art. 19 Abs. 1 
Satz 1 UVG). Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, 
so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld.  
 
2.2 Für alle diese Leistungen hat der Unfallversicherer jedoch nur unter der Voraussetzung 
aufzukommen, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden ein 
natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3.1 und 3.2). 
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren 
Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise 
bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei-
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache einer gesundheitlichen Störung ist. Es genügt, 
dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis-
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das Ereignis mit anderen Worten nicht 
hinweggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 337 E. 14 je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung hat 
ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnli-
chen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen 
Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das 
Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (vgl. BGE 129 V 177 E. 3.2 mit Hinweis). Der Vo-
raussetzung des adäquaten Kausalzusammenhangs kommt dabei die Funktion einer Haftungs-
begrenzung zu (vgl. BGE 125 V 456 E. 5c, 123 V 98 E. 3b je mit Hinweisen). 
 
3.1  Art. 11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) vom 20. Dezember 1982 hält 
fest, dass Versicherungsleistungen auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt werden. Bei ei-
nem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, 
so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit 
kommt. Von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer 
Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krank-
heitsbild führen können (vgl. BGE 118 V 296 E. 2c; RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327f. E. 2). 
 
3.2  Rückfälle und Spätfolgen schliessen begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. 
Entsprechend können sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslö-
sen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim ver-
sicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzu-

 
 

 
 
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sammenhang besteht (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 327 E. 2; BGE 118 V 296 E. 2c mit Hin-
weisen).  
3.3 Der Fallabschluss hat jeweils in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange 
die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4; 
Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses 
in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht inner-
halb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu einem bestimmten Zeitpunkt 
keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versi-
cherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab. In dieser Konstellation 
ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde 
keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies ist im Rahmen 
einer ex ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Umstände zu beurteilen. Dabei 
kommt der Art der Verletzung und dem bisherigen Verlauf eine entscheidende Rolle zu: Lag ein 
vergleichsweise harmloser Unfall mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während rela-
tiv kurzer Zeit einen Anspruch auf Leistungen begründete, wird tendenziell eher von einem still-
schweigend erfolgten Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenden Hei-
lungsprozess. Andererseits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalles zu 
prüfen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach 
dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat (Urteil des Bundesgerichts vom 
9. Dezember 2004, U 344/03, E. 3.3) bzw. wenn Brückensymptome gegeben sind, die das Ge-
schehene über das betreffende Intervall hinweg als Einheit kennzeichnen. Dies setzt nicht 
zwingend eine durchgängige ärztliche Behandlung voraus (Urteil des Bundesgerichts vom 
6. Juni 2006, U 12/06, E. 4.3 und 4.3.2). 
 
3.4. Sind die geltend gemachten Beschwerden unter dem Titel Grundfall zu prüfen, so ob-
liegt es dem Versicherer darzutun, dass diese mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemei-
nen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Unfall zurückzufüh-
ren sind, da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt (RKUV 2000 
Nr. U 363 S. 45, 1994 Nr. U 206 S. 328). Sind die Beschwerden jedoch im Rahmen eines Rück-
falles oder als Spätfolge zu prüfen (Art. 11 UVV), so liegt die Beweislast bei der versicherten 
Person. Bevor sich diese Frage stellt, ist der Sachverhalt im Rahmen des Untersuchungsgrund-
satzes richtig und vollständig zu klären (Art. 43 Abs. 1, Art. 61 lit. c ATSG, SVR 2009 UV Nr. 3 
S. 9 E. 2.2, 8C_345/2007). 
 
4.1 Zur Abklärung medizinischer Sachverhalte – wie insbesondere der Feststellung des na-
türlichen Kausalzusammenhangs im Bereich der Medizin – ist die rechtsanwendende Behörde 
regelmässig auf Unterlagen angewiesen, die ihr vorab von Ärztinnen und Ärzten zur Verfügung 
zu stellen sind (vgl. BGE 122 V 157 E. 1b mit zahlreichen Hinweisen). Das Gericht hat diese 
medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz 
der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) wie alle anderen Beweismittel frei, d.h. ohne 
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies 
bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem 
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die vorliegenden Unterla-
gen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere 
darf das Gericht bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht 

 
 

 
 
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erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe abzugeben, warum 
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.  
4.2 Hinsichtlich des Beweiswerts eines ärztlichen Berichts ist entscheidend, ob dieser für die 
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten 
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in 
der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet 
sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines 
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung-
nahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c je mit Hinwei-
sen). Auch einem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern ein lücken-
loser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich 
feststehenden medizinischen Sachverhaltes geht. Aktengutachten sind insbesondere dann von 
Belang, wenn die relevanten Befunde mehrfach und ohne wesentlichen Widerspruch bereits 
erhoben worden sind, aber die Zuordnung zu einer Diagnose oder der Kausalzusammenhang 
und das Ausmass der Behinderung verschieden bewertet werden. In diesen Fällen kann sehr 
wohl in einem Aktengutachten das Für und Wider der verschiedenen Meinungen erwogen und 
die überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine bestimmte Beurteilung deutlich gemacht werden 
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes vom 27. März 2008, 8C_540/2007, E. 3.2 mit Hinweisen). 
 
4.3 Im Weiteren ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten ex-
terner Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde 
zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerken-
nen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Berichten versicherungsinterner medizini-
scher Fachpersonen und (Akten-)Berichten von Sachverständigen, die nicht im Verfahren nach 
Art.  44 ATSG eingeholt werden, erkennt die Rechtsprechung zwar ebenfalls Beweiswert zu. Es 
ist allerdings zu betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem ge-
richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in Auftrag 
gegebenen Gutachten zukommt (BGE 135 V 469 E. 4.4 mit Hinweis auf BGE 125 V 353 
E. 3b/ee). Sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Rich-
tigkeit ihrer Schlussfolgerungen bestehen (BGE 135 V 471 E. 4.7). 
 
5. Das Administrativverfahren und der kantonale Sozialversicherungsprozess sind vom 
Untersuchungsgrundsatz beherrscht (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG). Danach 
haben die Verwaltung und das Sozialversicherungsgericht von Amtes wegen für die richtige und 
vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Diese Untersuchungs-
pflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen 
Tatsachen hinreichende Klarheit besteht (Urteil des Bundesgerichts vom 6. Februar 2008 
8C_163/2007 E. 3.2). 
 
6.  Im vorliegenden Fall liegen für die Beurteilung des medizinischen Sachverhaltes fol-
gende medizinische Berichte vor: 
 

 
 

 
 
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6.1 Mit Bagatellunfall-Meldung vom 22. Dezember 2011 (Eingang) meldete der Arbeitgeber 
der Beschwerdeführerin der Helsana den Unfall vom 14. Dezember 2011. Die Beschwerdefüh-
rerin sei auf dem Velo gefahren, als sie seitlich von einem Auto angefahren wurde. Dabei habe 
sie Prellungen, Quetschungen und Zerrungen an unbestimmten Körperteilen erlitten. Der be-
handelnde Arzt Dr. E.____ hielt mit Arztschein vom 23. Dezember 2011 zur Bagatellunfall-
Meldung als Diagnose multiple Kontusionen nach fremdverschuldetem Sturz vom Velo fest. 
 
6.2 Mit UVG Zwischenbericht vom 20. März 2013 hielt Dr. E.____ fest, dass anlässlich des 
Verkehrsunfalls vom 14. Dezember 2011 Kontusionen der Hüfte rechts, der Lendenwirbelsäule, 
der Schultern und der Fussgelenke diagnostiziert worden seien. Die letzte Konsultation habe 
am 18. Dezember 2012 stattgefunden. Unter Physiotherapie habe sich eine rasche Besserung 
der Beschwerden gezeigt und im Heilungsverlauf hätten keine unfallfremden Faktoren mitge-
spielt. Gegenwärtig bestehe keine Behandlung mehr.  
 
6.3 Laut dem Fragebogen für Rückfälle vom 22. März 2013 wurde die unfallbedingte Be-
handlung im April 2012 abgeschlossen und ein Rückfall per Dezember 2012 gemeldet. Dazu 
gab die Versicherte an, dass sie bei Abschluss der unfallbedingten Behandlung unter Restbe-
schwerden im rechten unteren Bein und Fussgelenk, in der linken Schulter sowie unter leichten 
Kreuzbeschwerden gelitten habe. Am 29. Oktober 2012 seien sodann akute Schmerzen im 
Bein, in der rechten Hüfte und im Kreuz aufgetreten, welche ihr das Gehen erschwert hätten. 
Diese neuen Beschwerden seien aufgetaucht, als der erste Schnee gefallen sei und seien dann 
fortwährend insistenter geworden. Weiter gab die Versicherte an, dass sie nach wie vor bei 
Dr. E.____ sowie bei der Physiotherapeutin F.____ in Behandlung sei.  
 
6.4 Mit Bericht vom 3. April 2013 hielt der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin 
Dr. med. H.____, FMH Innere Medizin und Rheumatologie, fest, dass die Frage der Unfallkau-
salität aufgrund der vorhandenen Akten nicht beantwortet werden könne. Es würden weitere 
Angaben des Hausarztes benötigt werden. 
 
6.5 Mit Bericht vom 29. Mai 2013 diagnostizierte Dr. E.____ posttraumatische Tendo-
periostosen am Ellbogen links, lumbal und links scapulär. Er führte aus, dass die Versicherte 
noch immer an den Folgen des Unfalles aus dem Jahre 2011 leide und dass die Kosten für die 
Physiotherapie weiterhin zu übernehmen seien. 
 
6.6 Am 25. Juni 2013 berichtete Dr. E.____, die Versicherte leide unter Schmerzen ausge-
hend vom linken Ellbogen bis links scapulär und lumbal. Diese seien dauernd vorhanden. Aus-
löser dieser Beschwerden seien Bewegungen in der Wirbelsäule. Als objektiver Befund erhob 
er Myogelosen links paravertebral entlang der ganzen Wirbelsäule sowie eine Druckdolenz des 
Ellbogens. Er diagnostizierte eine Epicondylitis humeri ulnaris links sowie ein chronifiziertes 
spinales Schmerzsyndrom. Die subjektiven Beschwerden seien somit objektivierbar. Weiter 
bestehe eine deutliche Bewegungseinschränkung der gesamten Wirbelsäule. Gegenwärtig 
würden die Beschwerden physiotherapeutisch behandelt werden. Durch eine fortgesetzte Phy-
siotherapie könne eine bessere Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule und damit ein besseres 
Heilungsergebnis erreicht werden. Er erachte die Heilgymnastik in der Physiotherapie als not-

 
 

 
 
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wendig und zweckmässig. Voraussichtlich seien noch zirka 27 Physiotherapiesitzungen not-
wendig, sodass die medizinische Behandlung im Herbst 2013 abgeschlossen sein werde.  
 
6.7 Mit Bericht vom 4. Juli 2013 hielt der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin 
Prof. D.____ fest, dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den erhobenen Diagno-
sen und dem Unfall aus dem Jahre 2011 bei einer Aussagesicherheit von 50 % oder weniger 
lediglich möglich sei. Er führte dazu aus, dass in der Echtzeit-Dokumentation anlässlich des 
Unfallereignisses eine Verletzung des linken Ellbogens nicht dokumentiert worden sei. Der ak-
tuelle Bericht von Dr. E.____ vom 25. Juni 2013 diagnostiziere sodann eine Epicondylitis  
ulnaris, welche sich nicht mit der notwendigen Wahrscheinlichkeit mit dem Unfall erklären lasse. 
Ferner sei die gesamte Wirbelsäule bewegungseingeschränkt und es werde ein chronifiziertes 
Schmerzsyndrom diagnostiziert. Eine strukturelle Verletzung der Wirbelsäule habe jedoch nicht 
stattgefunden. Ähnlich wie bei einem Schleudertrauma der Halswirbelsäule sei nach einem hal-
ben Jahr – spätestens jedoch nach einem Jahr – die Symptomatik nicht mehr auf den Unfall 
zurückzuführen. Des Weiteren sei auch aufgrund der Häufigkeit von spondylogenen Beschwer-
den in der Allgemeinbevölkerung ein Kausalzusammenhang abzulehnen. 
 
6.8 Mit Schreiben vom 30. Juli 2013 hielt Dr. E.____ fest, dass die Versicherte beim Unfall 
von der rechten Seite her angefahren worden und auf die linke Körperseite gestürzt sei, wo sie 
mit dem linken Ellbogen und der linken Schulter aufgeprallt sei. Somit habe sie sich auch ihre 
Wirbelsäule verdreht. Die aktuellen Beschwerden stünden somit ursächlich mit dem Unfall in 
Zusammenhang.  
 
6.9 Am 13. September 2013 (Eingang) berichtete die Physiotherapeutin F.____, sie habe 
die Versicherte am 3. April 2012 zur Nachbehandlung des Polytraumas nach dem Fahrradunfall 
übernommen. Vom Zusammenstoss mit dem Auto seien insbesondere das rechte Wadenbein 
und das rechte Hüftgelenk betroffen gewesen. Vom Aufprall auf den Boden seien zusätzlich die 
linke Hand sowie das Ellbogen- und Schultergelenk betroffen gewesen. Weiter klage die Versi-
cherte über Schmerzen bei Belastung und leide durch Kompensation an einer schmerzhaften 
Überlastung in der Lendenwirbelsäule und im Nackenbereich. Auch sei die Beschwerdeführerin 
oft müde, was vor dem Unfall kein Problem gewesen sei. Die Therapie sei wegen Wegzugs der 
Beschwerdeführerin in die Ostschweiz beendet worden, obwohl diese ansonsten noch weiter-
geführt worden wäre. Nachdem die Versicherte wieder in die Region zurückgezogen sei, habe 
sich diese sodann am 28. Dezember 2012 wieder bei ihr gemeldet. Das Wadenbein, das Hüft-
gelenk sowie die Lendenwirbelsäule seien wiederum am meisten von Schmerzen betroffen ge-
wesen. Die Müdigkeit habe sich jedoch nicht mehr gezeigt. Da die Versicherte körperlich un-
glaublich trainiert und aktiv sei, habe sie sich vor allem auf die manuelle Therapie konzentriert. 
Eine weitere unterstützende Betreuung sei angemessen.  
 
6.10 Mit Bericht vom 12. September 2013 hielt Dr. E.____ erneut fest, dass die Versicherte 
beim Unfall von der rechten Seite her angefahren und sodann auf die linke Körperseite gestürzt 
sei, wo sie mit dem linken Ellbogen und der linken Schulter auf die Strasse aufgeprallt sei. Da-
bei habe sie sich ihre Wirbelsäule verdreht. Die aktuellen Beschwerden würden damit sehr wohl 
ursächlich mit dem Unfall im Zusammenhang stehen. 
 

 
 

 
 
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7. Zu prüfen ist zunächst, ob die Helsana im angefochtenen Einspracheentscheid vom 
16. Dezember 2013 die erneute Schadensmeldung zu Recht als Rückfall zum Unfallereignis 
vom 14. Dezember 2011 geprüft und beurteilt hat. Wie vorstehend in Erwägung 3.3 ausgeführt, 
hat der Fallabschluss grundsätzlich in Form einer Verfügung zu erfolgen. Vorliegend setzte die 
Helsana in dem von der Beschwerdeführerin eingereichten Rückfallfragebogen vom 22. März 
2013 den Abschluss der unfallbedingten Behandlung auf April 2012 fest, verzichtete in der Fol-
ge aber auf den Erlass einer Verfügung oder eines einfachen Schreibens. Somit ist fraglich, ob 
ein stillschweigender Abschluss vorliegt. Dabei ist entscheidend, dass zu einem bestimmten 
Zeitpunkt keine Leistungen mehr zur Diskussion standen. Bestehen Brückensymptomen, so ist 
ein solcher jedoch ausgeschlossen (E. 3.3). Vorliegend berichtete die Physiotherapeutin der 
Versicherten am 13. September 2013, dass sich diese seit dem 3. April 2012 bei ihr in Behand-
lung befinde. Die Versicherte selbst gab im Fragebogen vom 22. März 2013 an, sie habe bei 
Abschluss der Behandlung unter Restbeschwerden im rechten unteren Bein und Fussgelenk, in 
der linken Schulter und unter leichten Kreuzbeschwerden gelitten. Es ist somit nicht nachvoll-
ziehbar, weshalb die Helsana den Behandlungsabschluss auf April 2012 festgesetzt hat. Die 
Versicherte hat nicht nur fortdauernd unter Beschwerden gelitten, sondern befand sich praktisch 
durchgehend in ärztlicher resp. physiotherapeutischer Behandlung. Es kann somit vorliegend 
nicht von einem stillschweigenden Fallabschluss ausgegangen werden und der Leistungsan-
spruch der Versicherten ist unter dem Aspekt des Grundfalles zu prüfen. In der Folge ist festzu-
stellen, ob zwischen den im März aufgetretenen Beschwerden und dem Unfall vom 14. Dezem-
ber 2011 ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, wobei diesbezügliche die Beweislast              
– wie in Erwägung 3.4 – ausgeführt, bei der Beschwerdegegnerin liegt. 
 
8. Vorliegend stütze sich die Helsana bei der Beurteilung der Unfallkausalität auf die Be-
richterstattung von Prof. D.____. Sie kommt zum Schluss, dass der natürliche Kausalzusam-
menhang zwischen dem Unfallereignis vom 14. Dezember 2011 und den geltend gemachen 
Beschwerden (am linken Ellbogen und an der Wirbelsäule) nicht mit überwiegender Wahr-
scheinlichkeit gegeben sei. Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber gestützt auf die 
Ausführungen der behandelnden Ärzte auf den Standpunkt, dass der natürliche Kausalzusam-
menhang zu bejahen sei. 
 
8.1.  Prof. D.____ verneinte mit Bericht vom 4. Juli 2013 die Unfallkausalität der mit Frage-
bogen vom 22. März 2013 geltend gemachten Beschwerden. Wie oben ausgeführt (vgl. E. 4.3 
hiervor), kommen den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen und Sach-
verständigen, die nicht im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholt werden, Beweiswert zu, so-
fern nicht (bereits geringe) Zweifel an deren Zuverlässigkeit bestehen. Solche Zweifel sind vor-
liegend nicht von der Hand zu weisen. Soweit Prof. D.____ argumentiert, anlässlich der Echt-
zeit-Dokumentation sei keine Verletzung des Ellbogens festgehalten worden, kann ihm nicht 
gefolgt werden. Zwar ist der Bagatell-Unfallmeldung vom 22. Dezember 2011 lediglich zu ent-
nehmen, dass die Versicherte multiple Prellungen, Zerrungen und Quetschungen erlitten habe. 
Welche Körperteile konkret betroffen waren, wurde jedoch nicht dokumentiert. In der Folge 
wurden mehrfach Beschwerden am linken Ellbogen festgehalten. So diagnostizierte Dr. E.____ 
am 29. Mai 2013 posttraumatische Tendoperiostosen am linken Ellbogen. Mit Bericht vom 25. 
Juni 2013 hielt er fest, die Versicherte leide unter Schmerzen, welche vom linken Ellbogen aus-
gehen und diagnostizierte eine Epicondylitis humeri ulnaris. Am 30. Juli 2013 und am 

 
 

 
 
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12. September 2013 führte er aus, dass die Versicherte von der rechten Seite her angefahren 
wurde und sodann auf die linke Körperseite gestürzt sei, wobei sie mit der linken Schulter und 
dem linken Ellbogen auf dem Boden aufprallte.  
Auch betreffend die Rückenbeschwerden überzeugen die Ausführungen von Prof. D.____ nicht. 
Er führte dazu aus, dass beim Unfall keine strukturelle Verletzung der Wirbelsäule stattgefun-
den habe. Es sei somit davon auszugehen, dass die Rückenbeschwerden, ähnlich wie bei ei-
nem Schleudertrauma der Halswirbelsäule, spätestens nach einem Jahr nicht mehr auf den 
Unfall zurückzuführen seien. Dem kann nicht zugestimmt werden. Soweit Prof. D.____ mit Hin-
weis auf die Rechtsprechung argumentiert, dass Beschwerden an der Wirbelsäule spätestens 
nach einem Jahr nicht mehr als unfallkausal zu betrachten seien, so übersieht er, dass sich 
diese medizinischen Erfahrungstatsache auf Fälle bezieht, bei denen die Wirbelsäule durch das 
Unfallereignis und damit durch einen zurückliegenden Vorfall direkt betroffen ist (Urteil des 
Bundesgerichts vom 16. Januar 2014, 8C_588/2013, E. 4.3.3). Hingegen können unfallbedingte 
Fuss- und Beinverletzungen zu andauernden Fehlbelastungen führen, die als indirekte Unfall-
folgen später zu unfallkausalen Rückenbeschwerden führen können. Dabei liegt es in der Natur 
solcher Fehlbelastungsbeschwerden, dass diese erst einige Zeit nach dem Unfall auftreten und 
nicht direkt traumatisch bedingt sind. Ob solche vorliegen, muss allerdings im Einzelfall medizi-
nisch abgeklärt werden (RKUV 2003 Nr. U 487 S. 337, U 38/01; Urteil des Bundesgerichts vom 
16. Januar 2014, 8C_588/2013, E. 4.3.3 je mit weiteren Hinweisen). Vorliegend machte die 
Versicherte mit dem Fragebogen vom 22. März 2013 Rückenbeschwerden seit Oktober 2012 
geltend. Am 25. Juni 2013 diagnostizierte Dr. E.____ Myogelosen links paravertebral entlang 
der ganzen Wirbelsäule. Es bestehe eine deutliche Bewegungseinschränkung der gesamten 
Wirbelsäule. Mit Bericht vom 30. Juli 2013 erklärte er sodann, dass die Beschwerdeführerin von 
der rechten Seite angefahren auf die linke Seite gestürzt sei. Dabei habe sie sich die Wirbelsäu-
le verdreht, womit die aktuellen Beschwerden als unfallkausal einzustufen seien. Daran hielt er 
mit Bericht vom 12. September 2013 fest. Auch die behandelnde Physiotherapeutin berichtete 
am 13. September 2013 über Rückenbeschwerden der Versicherten. Diese leide seit Aufnahme 
der Behandlung im April 2012 an einer schmerzhaften Überlastung der Lendenwirbelsäule und 
im Nackenbereich, welche durch Kompensation hervorgerufen werde. Insbesondere die Len-
denwirbelsäule sei – nach einem kurzen Unterbruch der Behandlung – auch im Dezember 2012 
weiterhin von Schmerzen betroffen gewesen. Ob es sich vorliegend um Fehlbelastungsbe-
schwerden der Wirbelsäule handelt, kann jedoch auch anhand der Berichte des behandelnden 
Arztes nicht abschliessend beurteilt werden.  
 
9.1 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der medizinische Sachverhalt weiterer Abklä-
rungen bedarf, da er namentlich in Bezug auf die Ursächlichkeit der geklagten Beschwerden 
nicht genügend abgeklärt wurde und widersprüchlich ist.  
 
9.2 Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können die Sozialversicherungsgerichte 
nicht frei entscheiden, ob sie eine Streitsache zur neuen Begutachtung an die Verwaltung zu-
rückweisen. Die Beschwerdeinstanz hat vielmehr im Regelfall selbst ein Gerichtsgutachten ein-
zuholen, wenn sie einen im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen Sachverhalt über-
haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem 
rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist (vgl. BGE 137 V 210 E. 4.4.1 ff). Da die Be-
schwerdegegnerin vorliegend nicht alle notwendigen Abklärungen zur Beurteilung der natürli-

 
 

 
 
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chen Kausalität vorgenommen hat und es nicht die Aufgabe der kantonalen Gerichte ist, im 
Verwaltungsverfahren versäumte medizinische Abklärungen nachzuholen, steht einer Rückwei-
sung an die Vorinstanz auch unter Berücksichtigung der neuen Rechtsprechung des Bundesge-
richts nichts entgegen. Demzufolge ist die Angelegenheit in Aufhebung des angefochtenen Ein-
spracheentscheids vom 16. Dezember 2013 zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegne-
rin zurückzuweisen. Diese hat die Beschwerdeführerin insbesondere in Bezug auf die Frage, ob 
die noch bestehenden Beschwerden im linken Ellbogen und im Rücken natürlich kausal zum 
Unfallereignis vom 14. Dezember 2011 sind, von einer unabhängigen Ärzteschaft untersuchen 
zu lassen. Gestützt auf die Ergebnisse der Aktenergänzung wird die Beschwerdegegnerin über 
die Ansprüche der Beschwerdeführerin neu zu verfügen haben. Die Beschwerde ist in dem Sin-
ne gutzuheissen. 
 
10.  Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG hat der Prozess vor 
dem kantonalen Gericht für die Parteien kostenlos zu sein. Für das vorliegende Verfahren sind 
demnach keine Kosten zu erheben. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 
 
11. Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 
2005 ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zuläs-
sig gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenent-
scheide sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Aus-
standsbegehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können 
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiell-
rechtlichen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). Beim vor-
liegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischenentscheid im Sinne 
des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Voraussetzungen zuläs-
sig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehende Rechtsmittelbeleh-
rung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 

 
 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der angefochte-
ne Einspracheentscheid vom 16. Dezember 2013 aufgehoben und die 
Angelegenheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen an 
die Vorinstanz zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die ausserordentlichen Kosten werden wettgeschlagen. 

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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