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**Case Identifier:** 041e1a5d-d651-5007-bdf0-110b59ddbe8a
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.04.2022 IV 2020/138
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_IV-2020-138_2022-04-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: IV 2020/138

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: IV - Invalidenversicherung

Publikationsdatum: 01.09.2022

Entscheiddatum: 25.04.2022

Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2022
Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV (Wiederanmeldung). Die 
Beschwerdeführerin ist gemäss ihrer von Anfang an getätigten Aussage als 
vollumfänglich Erwerbstätige zu qualifizieren. Gemäss zwei 
rheumatologischen Gutachten besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %. 
Aufgrund der gerade noch gegebenen Verwertbarkeit, des fortgeschrittenen 
Alters der Beschwerdeführerin in Kombination mit ihrer eingeschränkten 
Funktionalität der Finger rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 20 %. 
Damit hat die Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 52 % 
Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 25. April 2022, IV 2020/138).

Entscheid vom 25. April 2022

Besetzung

Versicherungsrichterinnen Michaela Machleidt Lehmann (Vorsitz), Miriam Lendfers und 

Marie Löhrer; Gerichtsschreiberin Beatrix Zahner

Geschäftsnr.

IV 2020/138

Parteien

A.___,

Beschwerdeführerin,

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vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Rainer Braun, Advokatur im Alten Rathaus, 

Rathausplatz 1, 8880 Walenstadt,

gegen

IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Postfach 368, 9016 St. Gallen,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Rente

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherte), meldete sich am 22. Februar 2013 erstmals bei 

der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Sie machte geltend, sie sei 

wegen rheumatischer Leiden nicht mehr in der Lage, den alltäglichen Haushalt zu 

bewältigen (IV-act. 1 f.).

A.a. 

Die IV-Stelle holte Berichte von Dr. med. B.___, Fachärztin für Innere Medizin und 

Rheumatologie (Bericht vom 3. April 2013, IV-act. 13-9 f.; Arztbericht vom 1. Mai 2013, 

IV-act. 12; Verlaufsbericht vom 12. September 2013, IV-act. 16) sowie von Dr. med. 

C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin (Arztbericht vom 19. April 2013, IV-

act. 13-4 ff.; Verlaufsbericht vom 21. Juli 2013, IV-act. 15) ein und erhob Angaben zur 

Haushaltsführung (Angaben der Versicherten vom 18. April 2013, IV-act. 11). Mit 

Mitteilung vom 25. November 2013 wies sie das Gesuch hinsichtlich beruflicher 

Massnahmen ab, da sich die Versicherte nicht in der Lage fühle, einer Erwerbstätigkeit 

im ersten Arbeitsmarkt nachzugehen (IV-act. 23). Weiter führte die IV-Stelle eine 

Haushaltsabklärung durch, wobei sie durch Betätigungsvergleich eine Einschränkung 

im Haushalt von 14,7 % ermittelte (Bericht vom 13. Januar 2014, IV-act. 28), und wies 

nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (IV-act. 31; IV-act. 32; IV-act. 36) mit 

Verfügung vom 15. Mai 2014 das Gesuch auch hinsichtlich Rente ab (IV-act. 37).

A.b. 

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Am 5. November 2017 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug 

an. Dabei führte sie aus, seit 2016 leide sie zusätzlich unter Herzproblemen, 

Depressionen und unter starken Rückenschmerzen (Bandscheibe). Ihr 

Gesundheitszustand habe sich seit 2013 massiv verschlechtert. Sie sei grösstenteils 

nicht mehr in der Lage, den alltäglichen Haushalt und eine 100%ige Arbeit zu 

bewältigen (IV-act. 39). Die IV-Stelle aktualisierte den medizinischen Sachverhalt (unter 

anderem: Bericht Dr. med. D.___, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie, 

vom 26. März 2015, IV-act. 71; Berichte des Kantonsspitals E.___, Departement 

Radioonkologie, betreffend eine Strahlentherapie der befallenen Fingergelenke vom 

16. Juni 2017, IV-act. 58, vom 18. September 2017, IV-act. 57, und vom 31. Oktober 

2017, IV-act. 55-2 f.; Berichte Dr. med. F.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, 

vom 16. Januar 2018, IV-act. 46, und vom 2. März 2018, IV-act. 61).

A.c. 

Der Auftrag der IV-Stelle für eine polydisziplinäre Begutachtung wurde der asim 

Begutachtung, Spital G.___, zugeteilt (Dr. med. H.___, Fachärztin für Prävention und 

Gesundheitswesen [Fallführung], Dr. med. I.___, Fachärztin für Neurologie; Dr. med. 

J.___, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie; Dr. med. K.___, Facharzt für 

Rheumatologie, physikalische Medizin und Rehabilitation; Untersuchungen vom 25. bis 

28. Juni 2018; Gutachten vom 3. Oktober 2018, IV-act. 95). Als Erkrankung mit 

Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden Fingerpolyarthrosen im Bereich beider 

Hände, betont Heberden- und Bouchard-Arthrosen, diagnostiziert, als 

Gesundheitsbeeinträchtigungen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter 

anderem eine muskuläre Dysbalance am Beckengürtel mit lokalen Schmerzen gluteal 

und Mittelfussschmerzen rechts (DD degenerative Fusswurzelveränderungen), eine 

muskuläre Dysbalance am Schultergürtel sowie eine nicht stenosierende 

Koronarsklerose (IV-act. 95-4, 42). Interdisziplinär führend kam der rheumatologische 

Gutachter zum Schluss, Tätigkeiten mit überwiegend oder regelmässigen manuellen 

Anteilen seien der Versicherten nicht mehr möglich. Für Tätigkeiten, die möglichst 

wenig manuelle Anteile beinhalteten, bestehe aus rheumatologischer Sicht eine 

Einschränkung von 40 %. Allenfalls könnten Kontrollaufgaben oder Tätigkeiten im 

Telefonbereich mit einem Headset teilzeitlich ausgeführt werden. Aufgrund von 

Ruheschmerzen im Bereich der Hände mit Zunahme bei manuellen Tätigkeiten, die in 

gewissem Mass auch in einer adaptierten Tätigkeit verrichtet werden müssten 

A.d. 

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(beispielsweise Schreiben), bestünden auch hier ein vermehrter Zeitaufwand und 

gegebenenfalls eine vermehrte Pausenbedürftigkeit. Die Einschränkung der 

Arbeitsfähigkeit bestehe seit mindestens März 2015 (IV-act. 95-5, 45). Entsprechend 

den klinischen Befunden sei die Arbeitsfähigkeit als Hausfrau aufgrund der 

Fingerpolyarthrosen ab März 2015 geschätzt um zumindest 50 % eingeschränkt, wobei 

hier auch ein erhöhter Pausenbedarf und ein langsameres Arbeitstempo berücksichtigt 

seien (IV-act. 95-44).

RAD-Arzt Dr. med. L.___, Facharzt für Chirurgie, befand das Gutachten als 

beweistauglich (Stellungnahme vom 15. Oktober 2018, IV-act. 96). Mit Mitteilung vom 

24. Oktober 2018 schloss die IV-Stelle berufliche Massnahmen als nicht angezeigt ab, 

da die Versicherte die Prüfung von Rentenleistungen wünsche und seit 1980 als 

Hausfrau tätig sei (IV-act. 99).

A.e. 

Die Rentensachbearbeitung gab am 10. Januar 2019 eine neue Abklärung vor Ort 

in Auftrag, da sie die von der Abteilung berufliche Massnahmen angenommene 

Qualifikation als Vollerwerbstätige für nicht nachvollziehbar hielt (IV-act. 100).

A.f. 

Im Abklärungsbericht vom 15. Juli 2019 qualifizierte die Abklärungsperson die 

Versicherte als Hausfrau und anerkannte unter Berücksichtigung der Mithilfe von 

Familienmitgliedern eine Einschränkung von 20,7 % (IV-act. 110-15 ff.).

A.g. 

Auf Vorschlag des RAD-Arztes Dr. L.___ (Stellungnahme vom 24. Juli 2019, IV-

act. 112) erstattete Dr. med. M.___, N.___ GmbH, Fachärztin für Allgemeine Innere 

Medizin und Rheumatologie, am 2. November 2019 ein rheumatologisches Gutachten 

(Untersuchung vom 15. Oktober 2019; IV-act. 123). Sie diagnostizierte eine 

idiopathische Polyarthrose (Heberden-, Bouchard-, Rhizarthrose, Spondylarthrose der 

Lendenwirbelsäule, beginnende Coxarthrose, Zehengelenksarthrose). Sie kam zum 

Schluss, bezogen auf ein 100 %-Pensum betrage die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen 

Tätigkeit 50 %, dies unverändert seit März 2015 (IV-act. 123-29). Die 

Bruttoeinschränkung im Haushalt von 60,3 % sei nicht plausibel nachvollziehbar (IV-

act. 123-31). In angepassten, manuell nicht anspruchsvollen Tätigkeiten ohne 

erforderliche Feinmotorik und Krafteinsatz (IV-act. 123-29) bestehe in Würdigung der 

häufigen Schübe mit dann vorliegenden Ruheschmerzen gesamthaft eine 

A.h. 

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Leistungseinbusse von 40 % (IV-act. 123-29); die Arbeitsfähigkeit bezogen auf ein 

100 %-Pensum in einer solchen Tätigkeit betrage seit 2015 unverändert 60 % (IV-

act. 123-30). Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sich der 

Gesundheitszustand seit den gutachterlichen Untersuchungen im Juni 2018 anhaltend 

und relevant und mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verändert habe (IV-act. 123-30).

Der IV-Rentenspezialist nahm am 14. Januar 2020 gegenüber der Sachbearbeiterin 

Stellung, unter Berücksichtigung, dass in einem überschaubaren Zwei-Personen-

Haushalt nicht wiederholt mittelschwere bis schwere Lasten gehoben werden müssten, 

sollten die Einschränkungen im Haushalt nicht höher sein als in einer Erwerbstätigkeit, 

welche den Adaptionskriterien entspreche (IV-act. 132).

A.i. 

Mit Vorbescheid vom 23. Januar 2020 gewährte die IV-Stelle der Versicherten das 

rechtliche Gehör zur vorgesehenen Abweisung des Leistungsbegehrens. Zur 

Begründung führte sie an, die Versicherte sei als vollumfänglich im Aufgabenbereich 

Haushalt tätig zu qualifizieren. Unter Berücksichtigung der Mithilfe des mit ihr im selben 

Haushalt lebenden Ehemannes betrage der Invaliditätsgrad gerundet 21 % (IV-

act. 134).

A.j. 

Mit Stellungnahme vom 24. Februar 2020 liess die Versicherte im Wesentlichen 

vorbringen, es sei nicht erstellt, dass sie ohne gesundheitliche Einschränkung mit 

überwiegender Wahrscheinlichkeit keiner Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Das 

Gutachten begründe nicht stichhaltig, weshalb die geltend gemachte Einschränkung 

von 60 % nicht nachvollziehbar sei. Gemäss Gutachten des asim sei die 

Arbeitsfähigkeit als Hausfrau aufgrund der klinischen Befunde um zumindest 50 % 

eingeschränkt. Es sei ihr mindestens eine Viertelsrente zuzusprechen (IV-act. 138).

A.k. 

Der Rechtsdienst der IV-Stelle legte am 5. Mai 2020 Gründe dar, die gegen eine 

Qualifikation der Versicherten als 100 % Erwerbstätige sprächen. Bei einer Qualifikation 

als Hausfrau stelle sich die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit oder 

nach einem Tabellenlohnabzug nicht (IV-act. 139-3 ff.).

A.l. 

Mit Verfügung vom 27. Mai 2020 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. Sie 

führte aus, im Haushalt sei unter Berücksichtigung der anrechenbaren Mithilfe des im 

gleichen Haushalt lebenden Ehemannes gemäss Gerichtspraxis eine Einschränkung 

A.m. 

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B.  

von 20,7 % ermittelt worden. Seitens der Gutachterin werde die Arbeitsfähigkeit in 

einer adaptierten Tätigkeit auf 50 % eingeschätzt. Unter Berücksichtigung, dass in 

einem überschaubaren Zwei-Personen-Haushalt nicht wiederholt mittelschwere bis 

schwere Lasten gehoben werden müssten, sollten die Einschränkungen im Haushalt 

nicht höher sein als in einer Erwerbstätigkeit, welche den Adaptionskriterien 

entspreche. Die Fragen bezüglich der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit sowie 

eines allfälligen Leidensabzuges erübrigten sich aufgrund der Qualifikation als 

Hausfrau. Am bisherigen Entscheid werde festgehalten (IV-act. 143).

Mit Beschwerde vom 23. Juni 2020 beantragt die Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. R. Braun, die Verfügung der 

IV-Stelle (im Folgenden: Beschwerdegegnerin) vom 27. Mai 2020 sei unter Kosten- und 

Entschädigungsfolgen aufzuheben und es sei ihr mindestens eine Viertelsrente 

zuzusprechen. Zur Begründung wird geltend gemacht, von 2000 bis 2006 habe die 

Beschwerdeführerin in einem familieneigenen Nebenbetrieb (TMGourmet GmbH) 

mitgearbeitet. Einen Lohn dafür habe sie nicht bezogen. Von 2004 bis 2012 habe sie 

während anfangs 2,5 Stunden und später 5 Stunden täglich eine betagte Nachbarin 

gepflegt. Sie habe darauf hingewiesen, weitere Abklärungen dazu seien aber nicht 

erfolgt. Obwohl berufliche Massnahmen mangels Vermittlungsfähigkeit abgelehnt 

worden seien, sei sie als Hausfrau qualifiziert worden. Seit der ersten Anmeldung habe 

sie immer die gleichen, plausiblen Angaben gemacht. Sie sei deshalb als Erwerbstätige 

zu qualifizieren. Die Verwertbarkeit der Teilarbeitsfähigkeit sei fraglich. Jedenfalls sei 

aufgrund der massiven Einschränkungen ein Leidensabzug im oberen Bereich der 

vorgegebenen Bandbreite vorzunehmen. Selbst wenn sie vollumfänglich oder teilweise 

als Hausfrau qualifiziert würde, sei die ermittelte Einschränkung von 21 % nicht richtig. 

Die geltend gemachte Einschränkung von 60 % in der Haushalttätigkeit sei ohne 

Weiteres plausibel und nachvollziehbar (act. G 1). Mit der Beschwerde lässt die 

Beschwerdeführerin eine Bestätigung von Dr. med. O.___, Facharzt für Allgemeine 

Medizin, vom 5. Dezember 2013 betreffend die Betreuung ihrer betagten Nachbarin 

einreichen (act. G 1.1.2).

B.a. 

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Mit Beschwerdeantwort vom 7. September 2020 beantragt die 

Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei abzuweisen. Dafür führt sie an, die 

Beschwerdeführerin habe weder in der Haushaltsabklärung vom 5. März 2014 noch in 

derjenigen vom 1. März 2019 ihre Tätigkeiten von 2000 bis 2006 im familieneigenen 

Betrieb und die Betreuung ihrer Nachbarin von 2004 bis 2012 angegeben. Die 

Bestätigung durch Dr. O.___ sei knapp ein Jahr nach dem Tod der betagten Nachbarin 

offensichtlich auf Wunsch der Beschwerdeführerin ausgestellt worden. In Anbetracht 

dessen, dass sie selbst Unterstützung im Haushalt in Anspruch nehme, scheine nicht 

überwiegend wahrscheinlich, dass sie die Nachbarin während 2,5 bzw. 5 Stunden 

täglich betreut habe. Für die Begründung der Qualifikation als Hausfrau sei auf die 

Stellungnahme vom 5. Mai 2020 und die angefochtene Verfügung zu verweisen. Den 

ärztlichen Einschätzungen komme kein genereller Vorrang gegenüber der Abklärung 

vor Ort zu. Die geltend gemachte Einschränkung von insgesamt 60,04 % sei wegen der 

Mithilfe des Ehemannes gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf 20,7 % 

reduziert worden. Würde im Haushalt von einer gleichen Einschränkung wie in einer 

adaptierten Tätigkeit ausgegangen, würde - nach Abzug der Mithilfe des Ehemannes - 

ein kleinerer Invaliditätsgrad resultieren als in der angefochtenen Verfügung. 

Schliesslich sei vorliegend eine Wiederanmeldung zu beurteilen. Im rheumatologischen 

Gutachten vom 10. November 2019 sei die Frage nach einer massgeblichen 

Veränderung seit der Verfügung vom 15. Mai 2014 verneint worden, weshalb das 

Leistungsbegehren (auch) mangels Vorliegens eines Revisionsgrundes abzuweisen sei 

(act. G 4).

B.b. 

Mit Replik vom 12. Oktober 2020 lässt die Beschwerdeführerin vorbringen, die 

Bedeutung der Tätigkeit im familieneigenen Betrieb und der Pflege der Nachbarin für 

die Qualifikation sei ihr nicht bewusst gewesen. Immerhin habe sie am 24. Oktober 

2013 darauf hingewiesen. Die Beschwerdegegnerin habe selbst eine ärztliche 

Überprüfung der Haushaltsabklärung veranlasst, die eine Einschränkung von 

mindestens 50 % ergeben habe. Sie habe selber eine höhere Einschränkung als 

60,04 % geltend gemacht und bei der Berücksichtigung der Mithilfe des Ehemannes 

sei ausser Acht gelassen worden, dass dieser selbst IV-Rentner sei. Nicht 

berücksichtigt worden seien auch die häufigen Krankheitsschübe mit Ruheschmerzen. 

Die von der Abklärungsperson unterstellte Rentenbegehrlichkeit werde bestritten und 

B.c. 

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Erwägungen

1.  

es sei plausibel, dass die Einschränkung im Haushalt höher sei als in einer adaptierten 

Tätigkeit. Im Übrigen sei ihr Führerausweis mittlerweile mit Auflagen versehen worden. 

Aus den medizinischen Akten ergebe sich, dass sich ihr Gesundheitszustand seit der 

IV-Verfügung vom 15. Mai 2014 verschlechtert habe und somit ein Revisionsgrund 

gegeben sei (act. G 6; Verfügung des Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamts vom 

19. August 2020, act. G 6.1).

Die Beschwerdegegnerin verzichtet am 5. November 2020 auf eine Duplik 

(act. G 8).

B.d. 

Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer 

Anträge sowie die Akten wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden 

Erwägungen eingegangen.

B.e. 

Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) umschreibt Invalidität als voraussichtlich 

bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. 

Erwerbsunfähigkeit ist der durch die gesundheitliche Beeinträchtigung verursachte und 

nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende Verlust der 

Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt 

(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind 

ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. 

Eine Erwerbsunfähigkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar 

ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

1.1. 

Nach Art. 28 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 

831.20) in der bis 31. Dezember 2021 gültigen und vorliegend anwendbaren Fassung 

besteht Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, wenn die versicherte Person 

mindestens zu 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine 

halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 %, und auf eine Viertelsrente, wenn sie 

mindestens zu 40 % invalid ist. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

1.2. 

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Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(Valideneinkommen, Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im 

Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht 

zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von 

Artikel 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im 

Aufgabenbereich zu betätige (Art. 8 Abs. 3 ATSG; Art. 28a Abs. 2 IVG).

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im 

Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und 

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des 

Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung 

zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte 

Person arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen). Die urteilenden Instanzen 

haben die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie 

umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Hinsichtlich des Beweiswertes eines 

Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, 

auf allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in 

Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der 

medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet und ob 

die Schlussfolgerungen der Fachperson begründet sind (BGE 125 V 352 E. 3a mit 

Hinweisen).

1.3. 

Im Sozialversicherungsrecht gelten der Untersuchungsgrundsatz und der 

Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG). Verwaltung und 

Sozialversicherungsgericht haben von sich aus für die richtige und vollständige 

Abklärung des rechtserheblichen Sachverhaltes zu sorgen. Rechtserheblich sind alle 

Tatsachen, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 

anders zu entscheiden ist. In diesem Rahmen haben Verwaltungsbehörden und das 

Versicherungsgericht zusätzliche Abklärungen stets dann vorzunehmen oder zu 

veranlassen, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbringen oder anderer sich aus den 

Akten ergebenden Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht (Ueli Kieser, ATSG-

Kommentar, 4. Aufl., Bern/St. Gallen/Zürich 2020, Art. 61 N 107).

1.4. 

Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 

nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. BGE 126 V 353 E. 5b; BGE 125 V 193 E. 2, je mit 

Hinweisen).

1.5. 

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2.  

In der Verfügung vom 15. Mai 2014 wurde festgehalten, gemäss den Abklärungen 

sei die Beschwerdeführerin seit September 2012 im Aufgabenbereich zu 14,7 % 

eingeschränkt. Diese Einschränkung entspreche dem Invaliditätsgrad. Die ergänzenden 

medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass in einer adaptierten Tätigkeit eine 

volle Arbeitsfähigkeit bestehe (IV-act. 37). Der Einschätzung der Einschränkung im 

Haushalt lagen Zeitangaben einer anderen Versicherten für die einzelnen 

Haushaltsarbeiten ohne Behinderung zugrunde (IV-act. 28-12 f.), welche von den zuvor 

angegebenen Zeiten der Beschwerdeführerin (IV-act. 11-3, 6) massgeblich abweichen. 

Aus der Begründung der Verfügung vom 15. Mai 2014 geht jedoch hervor, dass selbst 

bei einer Qualifikation als Vollerwerbstätige kein Rentenanspruch bestehen würde, da 

in angepassten Tätigkeiten von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Diese 

Einschätzung basiert auf der Stellungnahme von RAD-Arzt Dr. med. P.___, Facharzt für 

Innere Medizin, vom 2. Oktober 2012 (richtig 2013; IV-act. 17) vor dem Hintergrund, 

dass die behandelnde Dr. med. B.___, Fachärztin für Innere Medizin und 

Rheumatologie, im Verlaufsbericht vom 3. April 2013 von einer deutlichen 

Verbesserung seit der Einnahme von Leflunomid im Februar 2013 berichtet hatte (IV-

act. 13-9 f.), wobei Dr. med. C.___, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, gemäss 

Verlaufsbericht vom 21. Juli 2013 dennoch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für 

adaptierte Tätigkeiten attestiert hatte (IV-act. 15). Die Beschwerdeführerin ersuchte am 

11. März 2019 um Wiedererwägung der Verfügung vom 15. Mai 2014 (IV-act. 105), 

worauf die Beschwerdegegnerin stillschweigend nicht eintrat und die Verfügung vom 

15. Mai 2014 trotz der erwähnten Unzulänglichkeiten nicht aufgehoben hat.

2.1. 

Seit Oktober 2014 wird die Beschwerdeführerin durch Dr. med. F.___, Fachärztin 

für Allgemeine Innere Medizin, betreut (Bericht an die IV-Stelle vom 16. Januar 2018, 

IV-act. 46). Diese überwies die Beschwerdeführerin an Dr. med. D.___, Fachärztin für 

Innere Medizin und Rheumatologie, da Behandlungen mit Methotrexat, Plaquenil und 

Leflunomid wegen schlechter Toleranz hätten abgesetzt werden müssen. Die 

Rheumatologin erhob klinisch Verformungen und aufgrund des MRI-Befundes 

entzündlich aktivierte Arthrosen in den Fingergelenken (IV-act. 71). Im Bericht vom 

16. Januar 2018 hielt Dr. F.___ überdies fest, im Verlauf der vorangegangenen vier 

Jahre sei es zu einer einschneidenden Verschlechterung der gesundheitlichen Situation 

gekommen. Die Beschwerdeführerin habe viele entzündliche Schübe durchgemacht. 

Dadurch sei es zu einer zunehmenden und einschneidenden Deformierung der 

Fingergelenke mit Bewegungseinschränkungen gekommen (IV-act. 46). Sowohl 

gemäss dem polydisziplinären asim-Gutachten vom 3. Oktober 2018 (IV-act. 95) als 

2.2. 

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3.

Umstritten und zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdeführerin als im 

Gesundheitsfall Erwerbstätige oder als Hausfrau zu qualifizieren ist.

auch gemäss dem rheumatologischen Gutachten vom 2. November 2019 (IV-act. 123), 

auf deren gegebene Beweistauglichkeit nachfolgend noch einzugehen sein wird (E. 4), 

ist die Beschwerdeführerin in ihrer Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten um 40 % 

eingeschränkt. Auch im Haushalt wurde eine erhöhte Einschränkung attestiert (vgl. 

Abklärungsberichte vom 13. Januar 2014, IV-act. 28, und vom 15. Juli 2019, IV-

act. 110-15 ff.). Ein Revisionsgrund ist daher gegeben und der Anspruch demnach 

allseitig zu prüfen.

Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht 

erwerbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im 

Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung 

bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der 

versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem 

Pensum sie hypothetisch bei im Übrigen unveränderten Umständen (unter 

Berücksichtigung der gesamten persönlichen, familiären, beruflichen und sozialen 

Situation) erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind 

die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie 

allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die 

beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und 

Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis 

zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische 

Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im 

Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 

erforderlich ist. Dies erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch 

hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. 

Derlei ist einer direkten Beweisführung wesensgemäss nicht zugänglich und muss in 

aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Massgebend ist dabei unter 

anderem die so genannte "Aussage der ersten Stunde" (Urteile des Bundesgerichts 

vom 17. April 2019, 8C_865/2018, E. 4.2, und vom 28. Juni 2019, 9C_161/2019, E. 5.2 

und 5.4.3).

3.1. 

Die Beschwerdeführerin gab bei der Anmeldung am 20. Februar 2013 an, sie 

verfüge über keine Berufsausbildung und sei seit 1982 nichterwerbstätige Hausfrau (IV-

act. 1-4). Nach Eingang des Auszugs aus dem individuellen Konto (IK) qualifizierte die 

3.2. 

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das Gesuch um berufliche Massnahmen bearbeitende Sachbearbeiterin die 

Beschwerdeführerin als Hausfrau, wies das Gesuch ab und übergab den Fall zur 

Rentenprüfung (IV-act. 7-2 f.; Mitteilung vom 15. April 2013, IV-act. 10). Die 

Rentenabteilung liess der Beschwerdeführerin den Fragebogen zur Rentenabklärung 

betreffend Erwerbstätigkeit / Haushalt zukommen, worin diese am 18. April 2013 

angab, sie wäre aktuell ohne Behinderung zu 100 % als Fabrikarbeiterin erwerbstätig. 

Dies sei ihr jedoch aufgrund ihrer Beschwerden (Behinderung und Schmerzen der 

Fingergelenke, Müdigkeit, fehlende Konzentration) nicht möglich (IV-act. 11-2). Im 

Eingliederungsgespräch vom 23. Oktober 2013 führte sie aus, die Anmeldung sei auf 

Anraten der Tochter erfolgt, die bei der IV-Stelle des R.___ arbeite. Da sich ihr 

Gesundheitszustand stetig verschlechtert habe, habe die Tochter das Beschwerdebild 

bei der IV aktenkundig machen wollen. Sie habe früher eine demente Nachbarin bis 

zum Tod begleitet (IV-act. 21-2 f.). Anlässlich der Haushaltsabklärung äusserte sich die 

Beschwerdeführerin am 16. Dezember 2013 dahingehend, dass sie ohne Behinderung 

spätestens seit die Kinder aus dem Haus seien zu 100 % einem Erwerb nachgegangen 

wäre. Seit der Ehemann im Jahr 201_ erkrankt sei, habe sich die finanzielle Situation 

geändert. Er beziehe seit 2011 eine halbe Rente und arbeite die restlichen 50 % bei 

seinem bisherigen Arbeitgeber. Optimalerweise würde sie die dadurch entstandene 

Lohneinbusse kompensieren (IV-act. 28-3). Am 1. Februar 2018 beantwortete sie die 

entsprechende Frage wiederum dahingehend, dass sie bei vollständiger 

Arbeitsfähigkeit zu 100 % einer Erwerbstätigkeit nachgehen würde (IV-act. 54). Der 

Auftrag an die asim-Begutachtung lautete denn auch, die Arbeitsfähigkeit in einer 

Hilfstätigkeit, Pensum 100 %, zu beurteilen, da die Beschwerdeführerin zumindest teil­

erwerbstätig sein müsste und keine Kinder im Betreuungsalter oder sonstige 

Verpflichtungen habe, die eine Hausfrauentätigkeit notwendig machten (IV-act. 80-2; 

IV-act. 95-3,5). Auch anlässlich der internistischen und neurologischen Begutachtung 

erklärte die Beschwerdeführerin, sie hätte, nachdem die Kinder ausgezogen seien, 

wieder arbeiten wollen, gerne im Service oder in der Küche. Dies sei aber schon 

damals, vor etwa 12 Jahren, wegen des Rheumas nicht möglich gewesen (IV-

act. 95-24, 26, 53). Der die Wiederanmeldung bezüglich berufliche Massnahmen 

bearbeitende Sachbearbeiter qualifizierte die Beschwerdeführerin weiterhin als zu 

100 % erwerbstätige Hilfsarbeiterin (IV-act. 97-2), wies das Gesuch ab (Mitteilung vom 

24. Oktober 2018, IV-act. 99) und überwies den Fall zur Rentenprüfung (IV-act. 97-4; 

IV-act. 98). Die dafür zuständige Sachbearbeiterin hielt am 10. Januar 2019 fest, die für 

die beruflichen Massnahmen zuständige Abteilung qualifiziere die Beschwerdeführerin 

als zu 100 % Erwerbstätige. Dies widerspreche der im Februar 2014 durchgeführten 

Abklärung an Ort und Stelle. Schon damals habe nicht nachvollzogen werden können, 

dass die Beschwerdeführerin einem 100%igen Erwerb nachgehen würde. Sie sei seit 

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1982 nicht mehr arbeitstätig gewesen und habe nicht nachweisen können, dass sie 

sich aktiv um eine Stelle bemüht hätte, nachdem die Kinder selbständig gewesen 

seien. Das Rentengesuch sei mit der Qualifikation 100 % Hausfrau rechtskräftig 

abgewiesen worden. Zur Klärung der Qualifikation sei eine erneute Abklärung an Ort 

und Stelle angezeigt (IV-act. 100). Im Fragebogen zur Rentenabklärung betreffend 

Erwerbstätigkeit / Haushalt führte die Beschwerdeführerin aus, sie würde aktuell ohne 

gesundheitliche Einschränkung eine Erwerbstätigkeit im Ausmass von 100 % als Q.___, 

in S.___ oder T.___ ausführen. Sie habe sich seit 2010 sporadisch / mündlich in 

schmerzfreien Phasen bei diversen Gastrobetrieben und ehemaligen Kunden ihres 

Ehegatten beworben (IV-act. 104-1 f.). Sie wies wiederum auf die seit 2010 veränderte 

finanzielle Situation hin und führte dazu aus, der Ehemann sei seit Oktober 2017 

arbeitslos und erhalte zu 50 % eine IV-Rente. Einkommens- und Rentenausgleich seien 

auch zukunftsgerichtet. Sie wünsche sich eine Arbeitstätigkeit ausserhalb des 

haushälterischen Bereichs und ein eigenes Einkommen. Es wäre optimal, wenn die seit 

2011 entstandene finanzielle Einbusse vermindert werden könnte (IV-act.110-4). Eine 

Erwerbstätigkeit würde ihrer Freude am Umgang mit anderen Menschen und ihrem 

Teamdenken entsprechen, die Selbstsicherheit fördern und ihr ermöglichen, auch mit 

einem eigenen Einkommen zum Familienwohl beizutragen, sich ab und zu ein paar 

Erholungs-/Urlaubstage zu gönnen oder kleinere Geschenke zu kaufen und die öV-

Kosten für Arztbesuche zu bestreiten helfen (IV-act. 110-9 f.). Mit Beschwerde macht 

sie zusätzlich geltend, es treffe nicht zu, dass sie seit 1982 keiner Erwerbstätigkeit 

nachgegangen sei. Von 2000 bis 2006 habe sie im familieneigenen Nebenbetrieb Z.___ 

mitgearbeitet. Sie sei an der Firma auch beteiligt gewesen. Einen Lohn dafür habe sie 

nicht bezogen. Von 2004 bis 2012 habe sie anfänglich zusammen mit ihrem Ehemann 

eine betagte Nachbarin gepflegt. Die Betreuung habe mindestens 2,5 Stunden täglich 

an sieben Tagen in der Woche und ab Oktober 2011 rund 5 Stunden täglich umfasst. 

Sie habe auf diese Tätigkeiten hingewiesen, weitere Abklärungen seien aber nicht 

erfolgt (vgl. hierzu auch das Vorbringen in der Replik, wonach sie zu diesen Tätigkeiten 

nicht befragt worden und sich deren Bedeutung für die Qualifikation nicht bewusst 

gewesen sei, act. G 6). Diesbezüglich bestätigte Dr. med. O.___, Facharzt für 

Allgemeine Medizin, am 5. Dezember 2013, die durch ein Augenleiden massiv 

eingeschränkte Frau V.___ habe nur noch dank der täglichen Mithilfe und Betreuung 

der Beschwerdeführerin ab Mai 2004 in ihrem Wohnhaus wohnhaft bleiben können. 

Bedingt durch die eingeschränkte Sehfähigkeit sei es auch zu wiederholten Stürzen 

und Verletzungen gekommen. Frau V.___ sei intensivst zu Hause betreut worden bis 

zum 17. Dezember 2012. Die angegebene tägliche Betreuungszeit von zweieinhalb 

Stunden sei aus medizinischer Sicht adäquat und in den letzten Jahren deutlich höher 

gewesen (act. G 1.1.2).

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Die Beschwerdegegnerin bzw. ihr Rechtsdienst hält dem entgegen, die 

Beschwerdeführerin sei seit Dezember 1980 keiner relevanten Erwerbstätigkeit mehr 

nachgegangen, habe im Jahr 1982 geheiratet und 1982 einen Sohn und 1985 eine 

Tochter geboren. Als diese selbständig geworden seien, habe sie keine 

Erwerbstätigkeit aufgenommen, und, wovon auszugehen sei, keine Stellenbemühungen 

unternommen. Hätte sie bereits 2011 einer Erwerbstätigkeit nachgehen wollen, hätte 

sie sich nicht erst am 20. Februar 2013 zum Leistungsbezug angemeldet oder 

zumindest entsprechende Stellenbemühungen nachweisen können. Die Verfügung vom 

15. Mai 2014, worin sie als im Haushalt tätig qualifiziert wurde, sei unangefochten in 

Rechtskraft erwachsen. Auch danach sei sie keiner Erwerbstätigkeit nachgegangen. 

Weiter habe sie während des aktuellen Verfahrens keine beruflichen Massnahmen 

gewünscht und sich gegen den Abschluss des Verfahrens um berufliche Massnahmen 

nicht zur Wehr gesetzt. Es sei naheliegend, dass sie bei den entsprechenden Angaben 

anlässlich der Haushaltsabklärungen von ihrer als Sachbearbeiterin bei einer IV-Stelle 

arbeitenden Tochter instruiert worden sei. Es widerspreche der allgemeinen 

Lebenserfahrung, dass eine Person, welche in ihrem bisherigen Arbeitsleben noch nie 

ein 100%iges Erwerbspensum erfüllt habe, im Alter von über fünfzig Jahren noch eine 

100%ige Erwerbstätigkeit aufnehme (IV-act. 139-4 f.; act. G 4).

3.3. 

Die Kinder der Beschwerdeführerin wurden 198_ und 198_ geboren. Von daher 

scheint plausibel, dass sie ab dem Jahr 2000 in einem gewissen Ausmass für das 

Familienunternehmen tätig war und anschliessend mit steigendem Aufwand in den 

Jahren 2006 bis zum 17. Dezember 2012 die betagte Nachbarin betreute (act. G 1.3). 

Dass sich die Beschwerdeführerin bereits im September 2012 in fachärztliche 

Behandlung begab (Arztbericht Dr. B.___ vom 1. Mai 2013, IV-act. 12), vermag am 

Inhalt des Zeugnisses von Dr. O.___ keine grundlegenden Zweifel zu begründen. Die 

Angaben der Beschwerdeführerin hinsichtlich ihrer Erwerbstätigkeit im hypothetischen 

Gesundheitsfall sind konstant und kohärent. Mit Blick auf die fehlende Ausbildung und 

geringe Arbeitserfahrung dürfte die Beschwerdeführerin zudem lediglich ein 

bescheidenes Einkommen wahrscheinlich unterhalb des durchschnittlichen 

Hilfsarbeiterinnen-Niveaus erzielen. Zu den Einkommensverhältnissen erklärte sie 2014, 

der Ehemann arbeite zu 50 % bei seinem bisherigen Arbeitsgeber. Sein 

Nettoeinkommen einschliesslich Rente betrage Fr. 5'800.--. Ausgaben seien 

Hypothekarzinsen von Fr. 970.-- und Krankenkassenprämien von Fr. 850.-- (IV-

act. 28-3). Anlässlich der Haushaltsabklärung 2019 führte sie aus, der Ehemann sei 

arbeitslos. Sein Einkommen belaufe sich auf Fr. 5'562.-- (Fr. 1'277.-- BVG-Rente, 

Fr. 1'165.-- IV-Rente, Fr. 3'100.-- Arbeitslosentaggelder; IV-act. 104-2). Als arbeitsloser 

Teilinvalidenrentenbezüger (mit ohnehin nicht über dem Hilfsarbeiterniveau liegenden 

3.4. 

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Einkommensmöglichkeiten) erscheint seine Vermittelbarkeit alters- und 

gesundheitsbedingt deutlich erschwert und er müsste damit rechnen, keine neue Stelle 

mehr zu finden und in absehbarer Zeit bei der Arbeitslosenversicherung ausgesteuert 

zu werden. Dies würde die finanzielle Situation der Ehegatten nochmals zusätzlich 

erschweren. Am 5. April 2019 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre Angaben anlässlich 

der Haushaltsabklärung dahingehend, dass eine Erwerbstätigkeit ihrer Freude am 

Umgang mit anderen Menschen und ihrem Teamdenken entsprechen, die 

Selbstsicherheit fördern und ihr ermöglichen würde, auch mit einem eigenen 

Einkommen zum Familienwohl beizutragen, sich ab und zu ein paar Erholungs- / 

Urlaubstage zu gönnen oder kleinere Geschenke zu kaufen. Sie habe 

Krankenkassenkosten von etwa Fr. 1'400.-- jährlich und auch die Mobilität (kein öV-

Angebot in der Nähe) verursache für die vermehrten Arztbesuche Kosten (IV-

act. 110-9 f.). Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit durch die Beschwerdeführerin ist 

insgesamt auch aus finanzieller Sicht wenn auch nicht zwingend, so doch zumindest 

plausibel. Der Eingliederungsverantwortliche hielt am 24. Oktober 2013 fest, eine 

Eingliederung auf dem ersten Arbeitsmarkt werde neben dem Gesundheitszustand 

auch durch die fehlenden Ausbildungsressourcen beeinträchtigt. Scheinbar seien 

bisher auch noch keine Bewerbungen geschrieben worden, da die Aussicht auf eine 

Anstellung als eher unwahrscheinlich eingestuft worden sei. Dies könne er nicht 

widerlegen, da die Beschwerdeführerin über eine sehr grosse Arbeitsmarktferne 

verfüge, sich kaum mehr in einen Leistungsbetrieb eingliedern liesse und ohne Hand- 

und Fingereinsatz keine Vermittlungsfähigkeit vorliege (IV-act. 21-3). Diese Aussage 

zeigt, dass er faktisch nicht von einer Qualifikation als Hausfrau, sondern als potentiell 

Erwerbstätige, wenn auch ohne gute Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt, ausging. 

Sie nimmt massgeblich Bezug auf die Situation nach Eintritt des 

Gesundheitsschadens, welcher Aspekt jedoch der Verwertbarkeit der 

Restarbeitsfähigkeit zuzuordnen ist. Am 24. Oktober 2018 wurden berufliche 

Massnahmen mit der Begründung abgeschlossen, bei der Wiederanmeldung handle es 

sich um ein reines Rentengesuch (IV-act. 98), und nicht, weil die Beschwerdeführerin 

als Hausfrau zu qualifizieren sei. Was die von der Beschwerdegegnerin angeführte 

Beratung der Beschwerdeführerin durch ihre Tochter anbelangt, ist in Betracht zu 

ziehen, dass dies nicht rechtswidrig ist und auch versicherte Personen, die über keine 

fachkundigen Angehörige oder Freunde verfügen, die Möglichkeit haben, sich dieses 

Wissen beispielsweise in Beratungsstellen abzuholen. Dass im vorliegenden Fall die 

Möglichkeit besteht, dass die Tochter der Beschwerdeführerin zu den getätigten 

Aussagen geraten haben könnte, darf nicht zu einer strengeren Betrachtung führen als 

in Fällen, in denen die versicherte Person ebenfalls Ratschläge erhalten haben könnte, 

darauf aber keinerlei Hinweise bestehen. Ins Gewicht fällt insbesondere, dass die 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/23

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4.

Zu prüfen bleibt die Beweistauglichkeit des asim-Gutachtens vom 3. Oktober 2018 und 

des rheumatologischen Gutachtens vom 2. November 2019.

Beschwerdeführerin - wie vorstehend in E. 3.2 ausführlich geschildert - von Anfang an 

und durchwegs konstant dieselben Angaben gemacht hat und ebenso, dass die 

Einschränkungen schon seit geraumer Zeit bestanden hatten. Gesamtbetrachtend ist 

die Beschwerdeführerin damit als Erwerbstätige zu qualifizieren.

Der rheumatologische asim-Gutachter erhob anlässlich seiner Untersuchung im 

Juni 2018 ausgeprägte Heberden- und Bouchard-Arthrosen. Die MCP-Gelenke seien 

etwas verdickt. Aktuell finde sich kein palpabler Erguss. Die Greifkraft sei deutlich 

vermindert. Das Gaenslen-Zeichen sei an Händen und Füssen positiv (IV-act. 95-42). 

Entsprechend den klinischen Befunden, den anamnestischen Angaben (z.B. 

Morgensteifigkeit von lediglich 10 Minuten Dauer, was ebenfalls gegen ein 

entzündliches Geschehen spreche), den Laborbefunden und auch den radiologischen 

Berichten werde die Diagnose einer schweren und progredient verlaufenden 

Fingerpolyarthrose bestätigt. Es bestünden erhebliche Funktionseinbussen aufgrund 

der Schmerzsituation mit entsprechendem Kraftverlust und eine verminderte 

Beweglichkeit der Gelenke mit fehlendem Faustschluss beidseits. Im Haushalt sei die 

Beschwerdeführerin entsprechend dem klinischen Befund in nachvollziehbarer Weise 

erheblich beeinträchtigt. Insbesondere könne sie keine feinmotorischen Arbeiten 

ausführen und benötige Hilfsmittel (z.B. dickere Griffe als üblich; IV-act. 95-43). 

Aufgrund der Fingerpolyarthrosen sei die Beschwerdeführerin als Hausfrau seit März 

2015 andauernd um mindestens 50 % eingeschränkt (IV-act. 95-44). In einer 

adaptierten Tätigkeit betrage die Einschränkung geschätzt 40 %, da auch in einer 

solchen gewisse Tätigkeiten mithilfe der Hände verrichtet werden müssten (IV-

act. 95-5, 45). Der RAD-Arzt Dr. L.___ befand am 15. Oktober 2018, auf das Gutachten 

könne abgestellt werden. Für Tätigkeiten, die möglichst wenig manuelle Anteile 

beinhalteten, bestehe aus rheumatologischer Sicht eine Einschränkung von 40 % (IV-

act. 96).

4.1. 

In Anbetracht der von Dr. F.___ im Verlaufsbericht vom 29. Mai 2019 geltend 

gemachten (weiteren) gesundheitlichen Verschlechterung, der angegebenen praktisch 

aufgehobenen Arbeitsfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten und der schlechten Prognose 

(IV-act. 109-6 f.) erachtete der RAD-Arzt Dr. L.___ am 24. Juli 2019 eine weitere 

rheumatologische Begutachtung als erforderlich (IV-act. 112). Die Zweitgutachterin 

Dr. M.___ erhob im Oktober 2019 inspektorisch unauffällige Fingergelenke ohne 

4.2. 

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palpatorische Druckdolenz mit beidseitig negativem Gaenslen-Zeichen. Der 

Faustschluss sei beidseitig vollständig und die Faustschlusskraft symmetrisch (IV-

act. 123-22). Radiologisch zeigten sich typische Deformitäten im Sinne von Heberden 

und Bouchard Knoten, Gelenksspaltverschmälerungen bis Aufhebung in Vergröberung 

der Gelenke durch Knochenanbauten. Bei der Beschwerdeführerin liege eine 

(generalisierte) idiopathische Polyarthrose vor (Heberden-, Bouchard-, Spondylarthrose 

der LWS, beginnende Coxarthrose und Zehengelenksarthrose; IV-act. 123-23 f.). Zur 

Einschränkung im Haushalt führte die Gutachterin aus, grundsätzlich könne die 

Beschwerdeführerin ihren Haushalt und Alltag bewältigen. Ihre funktionellen 

Einschränkungen an den Händen kompensiere sie mit Hilfsmitteln; sie habe sich 

Spezialbesteck, spezielle Flaschenöffner und Putzhilfen zugelegt. Insgesamt benötige 

sie mehr Zeit und viele Pausen und die Qualität ihrer Tätigkeit sei nicht so gut, wie die 

Beschwerdeführerin es sich wünsche. Zur Entlastung könne die Beschwerdeführerin 

auf die Hilfe ihrer Tochter zählen (IV-act. 123-27). In der bisherigen Tätigkeit - gemeint 

offensichtlich im Aufgabenbereich des Haushalts - bestehe unverändert seit März 2015 

eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (IV-act. 123-29). Die (geltend gemachte) 

Bruttoeinschränkung im Haushalt von 60,3 % sei nicht plausibel nachvollziehbar. Die 

Beschwerdeführerin könne noch einige Haushaltstätigkeiten verrichten, aber nicht so 

gut, und erhalte deswegen Unterstützung. Während der schmerzhaften Schübe seien 

diese Tätigkeiten für ca. fünf bis sieben Tage nicht möglich (IV-act. 123-31). In einer 

angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 40 % arbeitsunfähig (IV-

act. 123-29). Es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass sich der 

Gesundheitszustand seit den gutachterlichen Untersuchungen im Juni 2018 anhaltend 

und relevant und mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verändert habe (IV-act. 123-30).

Die rheumatologischen gutachterlichen Einschätzungen stimmen insoweit überein, 

als dass der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit März 2015 unverändert 

ist. In adaptierten Tätigkeiten besteht sodann nach beiden Expertisen eine 

Arbeitsfähigkeit von 60 %. Aufgrund des schwankenden bzw. schubweisen 

Krankheitsverlaufs ist auch nachvollziehbar, dass die rheumatologischen Experten trotz 

unterschiedlicher Befunde zur selben Einschätzung gelangten. Die Beurteilung scheint 

auch mit Blick auf die Häufigkeit der Schübe, welche gemäss der Versicherten ca. alle 

Monate für vier bis fünf Tage aufträten (IV-act. 95-51), plausibel. Dr. F.___ führte aus, 

die Beschwerdeführerin sei "hart im Nehmen" und habe sie nicht bei jedem Schub 

konsultiert. Sie hatte im Jahr 2016 vier und im Jahr 2017 drei Schübe aufgeführt, die zu 

einem Arztbesuch geführt hatten (Bericht vom 2. März 2018, IV-act. 61). Diese finden 

aber offenbar nur statt, wenn die von der Beschwerdeführerin zunächst selbständig 

vorgenommene Anpassung der Medikation (Voltaren, Kortison) die Beschwerden nicht 

4.3. 

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5.

Zu prüfen bleibt die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit.

mehr hinreichend einzudämmen vermag (vgl. IV-act. 95-51). Plausibel erscheint 

schliesslich, dass im freien Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten nachgefragt werden, auf die sich 

die Beschwerden weniger stark auswirken als im Haushalt.

Die internistische Gutachterin fasste sich zwar knapp, berücksichtigte aber in der 

Anamnese die im April 2017 behandelte nicht stenosierende Koronarsklerose bzw. die 

entsprechenden Befunde und diagnostizierte diese als die Arbeitsfähigkeit nicht 

beeinträchtigenden Gesundheitsschaden, was angesichts der von der 

Beschwerdeführerin diesbezüglich angegebenen Beschwerdefreiheit einleuchtet 

(vgl. IV-act. 95-4, 25 ff.; Austrittsbericht der Klinik für Kardiologie des Kantonsspitals 

St. Gallen [KSSG] vom 5. April 2017, IV-act. 95-63 ff.). Die psychiatrische Gutachterin 

erhob einen weitgehend unauffälligen psychopathologischen Befund mit berichteter 

leichter Energielosigkeit. Sie führte aus, in somatischer, nicht aber in psychologischer 

oder psychiatrischer Hinsicht bestehe eine deutliche Fokussierung bzw. ein hoher 

Leidensdruck (IV-act. 95-34). Die Beschwerdeführerin sei im Jahr 2017 während einiger 

Monate in psychiatrischer Behandlung gewesen und habe anamnestisch eventuell eine 

depressive Stimmung aufgewiesen, die am ehesten im Rahmen einer 

Anpassungsstörung zu interpretieren sei (IV-act. 95-34). Dass aus psychiatrischer Sicht 

somit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht (IV-act. 95-35), erscheint 

nachvollziehbar. Die neurologische Gutachterin führte aus, bei der Explorandin 

bestünden derzeit keine Hinweise auf neurologische Ausfallssymptome oder eine 

allfällige neurologische Mitbeteiligung bei rheumatologischer Grunderkrankung. Es 

fanden sich weder anamnestisch noch aktenanamnestisch Hinweise für eine allfällige 

assoziierte Polyneuropathie, noch Hinweise für eine vaskulitische periphere oder 

zentrale Beteiligung des Nervensystems (IV-act. 95-56). Klinisch sei die 

rheumatologische Symptomatik führend (IV-act. 95-57). Folgerichtig attestierte die 

neurologische Gutachterin keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (vgl. IV-act. 95-57). 

Die gutachterlichen Einschätzungen erweisen sich damit als beweistauglich. Es ist 

insbesondere davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten 

Tätigkeit zu 40 % arbeitsunfähig ist.

4.4. 

Die Möglichkeit einer versicherten Person, das verbliebene Leistungsvermögen auf 

dem allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt von den konkreten 

Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend sind rechtsprechungsgemäss die Art und 

Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare 

5.1. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 19/23

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Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch die 

Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, 

beruflicher Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem 

angestammten Bereich. Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine 

theoretische Grösse, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die 

verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar. Er umfasst auch sogenannte 

Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit 

einem sozialen Entgegenkommen des Arbeitgebers rechnen können. Unverwertbarkeit 

der Restarbeitsfähigkeit ist insbesondere dann anzunehmen, wenn die zumutbare 

Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene 

Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Ent­

gegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden 

einer entsprechenden Stelle daher zum Vornherein als ausgeschlossen erscheint (Urteil 

des Bundesgerichts vom 2. Dezember 2020, 8C_416/2020, E. 4 mit Verweisen). An die 

Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten betreffend Verweistätigkeiten sind 

rechtsprechungsgemäss keine übermässigen Anforderungen zu stellen (Urteil des 

Bundesgerichts vom 22. Dezember 2016, 9C_469/2016, E. 3.2). Massgebend für die 

Beurteilung der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist der Zeitpunkt des 

Feststehens der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit. Dies ist 

gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen eine zuverlässige 

Sachverhaltsfeststellung erlauben (BGE 138 V 461 f. E. 3.3 f.).

Für die Beurteilung der Verwertbarkeit massgebend ist vorliegend der Zeitpunkt 

der Begutachtung von Dr. M.___ am 15. Oktober 2019. Die Beschwerdeführerin war 

damals rund 61 1/2 Jahre alt. Der rheumatologische Gutachter des asim formulierte 

folgendes Belastungsprofil: Eine angepasste Tätigkeit müsste möglichst wenige 

manuelle Arbeiten beinhalten. Allenfalls könnten Kontrollaufgaben oder Tätigkeiten im 

Telefonbereich mit einem Headset teilzeitlich ausgeführt werden. Es sei aber auch hier 

zu beachten, dass ein vermehrter Zeitaufwand und gegebenenfalls auch eine 

vermehrte Pausenbedürftigkeit bestehe aufgrund der Ruheschmerzen im Bereiche der 

Hände mit Zunahme bei manuellen Tätigkeiten, d.h. auch beim Schreiben (IV-

act. 95-45). Die Zweitgutachterin hielt fest, angepasst seien manuell nicht 

anspruchsvolle Tätigkeiten ohne erforderliche Feinmotorik und Krafteinsatz (IV-

act. 123-29).

5.2. 

Aus den Arbeitsfähigkeitseinschätzungen geht hervor, dass die angepasste 

Tätigkeit geringere Anforderungen an die Funktionalität der Hände zu stellen hat als die 

frei einteilbare Haushaltstätigkeit. Die vom rheumatologischen Gutachter erwähnten 

5.3. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 20/23

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6.  

Tätigkeiten zeigen, dass trotz der Einschränkungen mögliche Arbeitsbereiche 

existieren. In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass der 

Beschwerdeführerin die Fähigkeit, ein Motorfahrzeug zu lenken, nicht abgesprochen 

wurde. Dies legt nahe, dass von einer praktisch nicht mehr gegebenen Funktionalität 

der Hände nicht auszugehen ist. Dass die Beschwerdeführerin seit Langem keiner 

Erwerbstätigkeit mehr nachgegangen ist, darf nicht zugunsten einer Unverwertbarkeit 

berücksichtigt werden, soweit die Absenz vom Arbeitsmarkt nicht gesundheitlich 

bedingt war (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 23. Dezember 2019, 8C_563/2019, 

E. 5.3; kritisch Ph. Egli / M. Filippo / Th. Gächter / M. E. Meier, Grundprobleme der 

Invaliditätsbemessung in der Invalidenversicherung, 2021, Rz. 172). Auch in diesem 

Kontext ist auf ein jüngeres Urteil zu verweisen, in dem das Bundesgericht bei einer 60-

jährigen, ebenfalls an einer Polyarthrose an Fingern und Handgelenken leidenden, seit 

Aufgabe einer Heimarbeit im Jahr 1995 nicht mehr erwerbstätig gewesenen 

Versicherten die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit von 85 % bejaht hatte (Urteil 

vom 9. Juni 2021, 8C_55/2021, E. 5.2). In Anbetracht der vom Bundesgericht selbst als 

streng bezeichneten Rechtsprechung (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 

6. Januar 2020, 9C_797/2019, E. 5 mit Hinweisen) ist gesamtbetrachtet gerade noch 

von einer gegebenen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin 

auszugehen.

Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die 

beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt 

und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der 

Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Der Invaliditätsgrad ist durch Prozentvergleich (BGE 

114 V 310 E. 3a S. 312 f.; Urteil 9C_804/2016 vom 10. April 2017 E. 2.2; Meyer/

Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Aufl. 2014, S. 323 f.) zu 

ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder 

nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall 

zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im 

Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten 

hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese 

Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so 

liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den 

Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 

Prozent (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des 

Bundesgerichts vom 24. Januar 2019, 9C_492/2018, E. 4.3.2, mit Verweisen). Die 

6.1. 

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Beschwerdeführerin erzielte lediglich in den Jahren 1976 bis 1982 geringe 

Jahreseinkommen von bis zu Fr. 17'000.-- (IK-Auszug, IV-act. 43). Auch aktuell übt sie 

keine Erwerbstätigkeit aus, weshalb der Invaliditätsgrad durch einen Prozentvergleich 

zu bestimmen ist.

 6.2. 

Der Rechtsdienst der Beschwerdegegnerin erwog in der Stellungnahme vom 

5. Mai 2020, falls die Beschwerdeführerin entgegen seiner Auffassung als 

Erwerbstätige zu qualifizieren wäre, wäre unter Berücksichtigung des Alters der 

Versicherten, des noch möglichen Leistungsprofils, der fehlenden Ausbildung, der 

fehlenden Berufserfahrung und der langen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt ein 

Tabellenlohnabzug von 20 % zuzulassen (IV-act. 139-6 f.).

6.2.1. 

Nach der Rechtsprechung können die statistischen Löhne um bis zu 25 % 

gekürzt werden, um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass versicherte Personen mit 

einer gesundheitlichen Beeinträchtigung in der Regel das durchschnittliche Lohnniveau 

nicht erreichen (RKUV 1999 Nr. U242 S. 412 E. 4b/bb) bzw. ihre Restarbeitsfähigkeit 

auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit einem unterdurchschnittlichen erwerblichen 

Erfolg zu verwerten in der Lage sind. Dabei handelt es sich um einen allgemeinen 

behinderungsbedingten Abzug (BGE 146 V 16 E. 4.1). Nach der Rechtsprechung hängt 

die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabellenlöhne herabzusetzen sind, von 

sämtlichen persönlichen und beruflichen Umständen - auch von invaliditätsfremden 

Faktoren - des konkreten Einzelfalles ab (namentlich leidensbedingte Einschränkung, 

Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad), die nach 

pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen sind. Eine schematische 

Vornahme des Leidensabzuges ist unzulässig (BGE 126 V 79 E. 5b, bestätigt in AHI 

2002 S. 62 und BGE 129 V 481 E. 4.2.3 mit Hinweisen). Die Rechtsprechung gewährt 

insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte 

Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer 

Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 146 V 16 E. 4.1). Sind hingegen leichte bis 

mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein deswegen auch bei eingeschränkter 

Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, weil der Tabellenlohn 

Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten 

umfasst (Urteil des Bundesgerichts vom 22. März 2017, 8C_805/2016, E. 3.4.2). Nach 

bundesgerichtlicher Rechtsprechung dürfen lohnwirksame Nachteile des 

fortgeschrittenen Alters bei einer gesundheitsbedingten beruflichen Umorientierung 

nicht abstrakt, einzig unter Hinweis auf das fortgeschrittene Alter, beurteilt werden, 

6.2.2. 

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sondern es ist immer unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Einzelfalles 

zu prüfen, ob das Kriterium «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt. Dies gilt 

insbesondere im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen 

Arbeitsmarkt (BGE 146 V 26, E. 7.2.1).

Die Beschwerdeführerin befindet sich in einem Alter, in welchem in Kombination 

mit ihrer gesundheitlichen Einschränkung bereits die Verwertbarkeit der Restarbeits­

fähigkeit fraglich erscheint. Von einer solchen wurde jedoch - wie vorstehend in E. 5.3 

dargetan - gerade noch ausgegangen. Die Einschränkung durch die fehlende 

Beweglichkeit und die Schmerzen der Hände wurde zwar in der gutachterlichen 

Arbeitsfähigkeitsschätzung berücksichtigt und kann sich daher nicht nochmals auf den 

Tabellenlohnabzug auswirken. Jedoch ist der Kreis möglicher Tätigkeiten durch die 

beidhändigen Einschränkungen gegenüber demjenigen des Kompetenzniveau 1 

zusätzlich eingeschränkt. Sodann anerkennt die Rechtsprechung auch aufgrund eines 

schubartigen Krankheitsverlaufs, wie er vorliegend ausgewiesen ist, einen 

Tabellenlohnabzug. Weiter ist in Kombination mit dem Alter der Beschwerdeführerin 

auch zu beachten, dass sie bislang nie in grösserem Ausmass und längerdauernd 

berufstätig war und in Anbetracht dieser Umstellung ein potentieller Arbeitgeber kaum 

bereit sein dürfte, ihr einen durchschnittlichen Lohn auszurichten. In Anbetracht der 

gerade noch gegebenen Verwertbarkeit sowie der genannten Kriterien rechtfertigt sich 

ein vergleichsweise hoher Tabellenlohnabzug von 20 % (wie ihn auch der Rechtsdienst 

zugelassen hätte, vgl. IV-act. 139-7).

6.2.3. 

Bei einer Arbeitsfähigkeit von 60 % und einem Tabellenlohnabzug von 20 % 

resultiert ein Invaliditätsgrad von 52 % (1- [0,8 x 60 %]). Die Beschwerdeführerin hat 

daher Anspruch auf eine halbe Rente.

6.3. 

Nachdem im Rahmen der ersten IV-Anmeldung 2013 kein rentenbegründender 

Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ermittelt worden und damals kein 

Rentenanspruch entstanden war, besteht ein allfälliger Rentenanspruch aufgrund der 

Wiederanmeldung vom 5. November 2017 frühestens nach Ablauf der Halbjahresfrist 

von Art. 29 Abs. 1 IVG ab 1. Mai 2018. Die Gutachter terminierten den Eintritt der 

gesundheitlichen Verschlechterung und damit der 40%igen Arbeitsunfähigkeit 

übereinstimmend und nachvollziehbar auf den März 2015, so dass in den zwölf 

Monaten vor dem 1. Mai 2018 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von 40 % 

jedenfalls rechtsgenüglich ausgewiesen und das Wartejahr gemäss Art. 28 Abs. 1 lit. b 

IVG (BGE 142 V 550 f. E. 3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 18. Februar 2016, 

9C_942/2015, E. 3.3.3) damit erfüllt ist. Somit besteht der Anspruch auf eine halbe 

Rente ab 1. Mai 2018.

6.4. 

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7.  

Entscheid

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 27. Mai 2020 aufgehoben 

und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Mai 2018 eine halbe Rente 

zugesprochen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung wird die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen.

2. Die Beschwerdegegnerin hat eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der 

von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss von Fr. 600.-- wird ihr 

zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung 

von Fr. 4'000.-- (einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

In Gutheissung der Beschwerde ist die Verfügung vom 27. Mai 2020 aufzuheben 

und der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab 1. Mai 2018 eine halbe Rente 

zuzusprechen. Zur Festsetzung und Ausrichtung der Rentenleistung ist die Sache an 

die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.

7.1. 

Das Beschwerdeverfahren ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem 

Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 

1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1  IVG). Eine Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- erscheint 

als angemessen. Die Beschwerdegegnerin hat ausgangsgemäss die gesamte 

Gerichtsgebühr von Fr. 600.-- zu bezahlen. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 

Kostenvorschuss von Fr. 600.-- ist ihr zurückzuerstatten.

7.2. 

bis

Bei diesem Verfahrensausgang hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine 

Parteientschädigung. Diese ist vom Gericht ermessensweise festzusetzen, wobei 

insbesondere der Bedeutung der Streitsache und dem Aufwand Rechnung zu tragen 

ist (Art. 61 lit. g ATSG; vgl. auch Art. 98 ff. VRP/SG, sGS 951.1). In der vorliegenden 

Streitsache erscheint eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 4'000.-- 

(einschliesslich Barauslagen und Mehrwertsteuer) angemessen.

7.3. 

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2022
	Art. 7 ATSG; Art. 8 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV (Wiederanmeldung). Die Beschwerdeführerin ist gemäss ihrer von Anfang an getätigten Aussage als vollumfänglich Erwerbstätige zu qualifizieren. Gemäss zwei rheumatologischen Gutachten besteht eine Arbeitsunfähigkeit von 40 %. Aufgrund der gerade noch gegebenen Verwertbarkeit, des fortgeschrittenen Alters der Beschwerdeführerin in Kombination mit ihrer eingeschränkten Funktionalität der Finger rechtfertigt sich ein Tabellenlohnabzug von 20 %. Damit hat die Beschwerdeführerin bei einem Invaliditätsgrad von 52 % Anspruch auf eine halbe Rente (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2022, IV 2020/138).

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