# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3857282-c2b2-5730-b5f1-3c3a06823116
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-12
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.07.2023 I 2023 34
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2023-34_2023-07-12.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2023 34

Entscheid vom 12. Juli 2023 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.med. Urs Gössi, Richter
Dr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter
lic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Zwischenverfügung bidisziplinäres Verlaufs-
gutachten)

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Sachverhalt:

A. Am 2. Mai 2015 reichte A.________ (Jg. 1965) die Anmeldung zum Bezug 
einer Invalidenrente bei der IV-Stelle Schwyz ein (IV-Act. 3). Im Rahmen der Ab-
klärungen hat die IV-Stelle ein Gutachten eingeholt, wobei der Auftrag von der 
SuisseMED@P der ZVMB GmbH MEDAS Bern zugewiesen wurde (IV-act. 50), 
worüber A.________ am 5. September 2016 informiert wurde (IV-act. 55). Das 
Gutachten wurde am 2. Oktober 2017 erstattet. Nach negativem Vorbescheid 
vom 2. Mai 2018 (IV-act. 100) und Einwand von A.________ (IV-act. 104, 108, 
113, 116) holte die IV-Stelle bei der MEDAS Bern ein Verlaufsgutachten ein (IV-
act. 131-136). Gestützt auf das am 8. April 2020 erstattete Verlaufsgutachten (IV-
act. 156) verneinte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 29. April 2020 einen An-
spruch auf Invalidenrente (IV-act. 160) und nach erfolgtem Einwand (IV-act. 164, 
166) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 7. Mai 2021 
ab (IV-act. 181). Hiergegen reichte A.________ am 4. Juni 2021 Verwaltungsge-
richtsbeschwerde ein, welche mit Urteil I 2021 37 am 17. November 2021 abge-
wiesen wurde. Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht 
mit Urteil 9C_33/2022 am 7. Februar 2022 nicht ein und ebenso trat es auf ein 
Gesuch, dieses Urteil zu revidieren, nicht ein (Urteil 9F_9/2022 vom 10.5.2022). 

B. Am 16. Februar 2022 reichte A.________ der IV-Stelle einen weiteren ärzt-
lichen Bericht ein und machte geltend, die Thematik der linken Schulter sei bis-
lang unberücksichtigt geblieben, er sei diesbezüglich in Behandlung (IV-act. 
199). Die IV-Stelle teilte A.________ am 4. März 2022 mit, seine Eingabe als 
Wiederanmeldung zu betrachten. Nach weiteren Abklärungen empfahl der RAD-
Arzt Zentralschweiz am 7. November 2022, offene Fragen im Rahmen einer Ver-
laufsbegutachtung durch die MEDAS Bern zu klären (IV-act. 240, 242). 

C. Am 8. November 2022 teilte die IV-Stelle A.________ mit, zur Klärung der 
Leistungsansprüche erachte sie eine umfassende medizinische Verlaufsuntersu-
chung in den Fachdisziplinen Orthopädie und Allgemeine Innere Medizin bei der 
MEDAS Bern als notwendig (IV-act. 244). Am 23. November 2022 erteilte die IV-
Stelle der MEDAS Bern den Auftrag für eine bidisziplinäre medizinische Verlaufs-
Abklärung (IV-act. 250); am 15. März 2023 informierte sie A.________ über die 
eingesetzten Gutachter (IV-act. 269). 

D. Mit Einschreiben vom 22. März 2023 teilte A.________ der IV-Stelle mit, 
dass er weder von der MEDAS Bern noch von den von der IV-Stelle vorgeschla-
genen Sachverständigen untersucht werden wolle (IV-act. 273). Am 29. März 
2023 erliess die IV-Stelle folgende Zwischenverfügung (IV-act. 276): 

3

Wir halten an der Verlaufs-Abklärung durch die ZVMB GmbH MEDAS Bern fest. 
Die Abklärungen erfolgen in der Fachdisziplin Allgemeine Medizin durch Herr Dr. 
med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH und in der Fach-
disziplin Orthopädie durch Frau Dr. med. E.________, Fachärztin für Orthopädi-
sche Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH. 

E. Mit Einschreiben vom 21. April 2023 reicht A.________ beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde gegen die Zwischenverfü-
gung ein mit dem sinngemässen Antrag, der Gutachtenauftrag sei nicht der ME-
DAS Bern, sondern einer anderen Begutachtungsstelle zuzuweisen.

F. Mit Vernehmlassung vom 8. Mai 2023 beantragt die IV-Stelle Schwyz:

1. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen.

2. Dies unter Kostenfolge zu Lasten des Beschwerdeführers.

Am 6. Juni 2023 ersucht der Beschwerdeführer das Gericht um Zustellung der 
vorinstanzlichen Akten. Mit Replik vom 13. Juni 2023 bekräftigt er seine Anträge 
und den Vorwurf, die Vergabe des Gutachtenauftrages an die MEDAS Bern sei 
nicht rechtens. Am 21. Juni 2023 verzichtet die IV-Stelle auf eine Duplik.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist allein, ob die IV-Stelle den Auftrag für 
ein bidisziplinäres (Verlaufs-)Gutachten mit Zwischenverfügung vom 29. März 
2023 zu Recht der ZMVB GmbH MEDAS Bern erteilt hatte. 

2.1 Der Versicherungsträger nimmt die zur Überprüfung des Leistungsan-
spruchs notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor (vgl. Art. 43 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
[ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000). Gemäss Art. 59 Abs. 3 des Bundesgesetzes 
über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) vom 19. Juni 1959 können die 
IV-Stellen unter anderem medizinische Abklärungsstellen beiziehen. 

2.2 Im Nachgang zu BGE 137 V 210 wurde Art. 72bis der Verordnung über die 
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) vom 17. Januar 1961 erlassen. Dem-
gemäss haben medizinische Gutachten, an denen drei und mehr Fachdisziplinen 
beteiligt sind, bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das BSV eine 
Vereinbarung getroffen hat (Abs. 1). Seit dem 1. Januar 2022 haben zudem auch 
medizinische Gutachten, an denen zwei Fachdisziplinen beteiligt sind, bei einer 
Gutachterstelle oder einem Sachverständigen-Zweierteam zu erfolgen, mit der 
oder dem das BSV eine Vereinbarung getroffen hat (Abs. 1bis). Die Vergabe der 
Aufträge erfolgt nach dem Zufallsprinzip (Abs. 3). 

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Durch die zufallsbasierte Vergabe bei MEDAS-Gutachteraufträgen soll dem po-
tentiellen Risiko für sachfremde Einflüsse auf die gutachterliche Unabhängigkeit 
vorgebeugt werden. Die Auftragsvergabe nach dem Zufallsprinzip (zusammen 
mit weiteren Vorgaben) neutralisiert generelle, aus den Rahmenbedingungen des 
Gutachterwesens fliessende Abhängigkeits- und Befangenheitsbefürchtungen; 
die Unabhängigkeit und Unbefangenheit der bestimmten Gutachterstelle gilt dies-
falls generell (vgl. BGE 147 V 79 E. 7.4.3.1 und E. 7.4.4).

2.3 Als Ausnahme von der Vergabe nach Zufallsprinzip statuiert das Kreis-
schreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung (KSVI, Stand 
1.2.2023) in Rz. 3099, Verlaufsgutachten könnten demselben Sachverständigen 
Zweierteam oder derselben Gutachterstelle in Auftrag gegeben werden, die be-
reits das erste Gutachten erstellt habe, vorausgesetzt dieses sei über die Platt-
form SuisseMED@P vergeben worden. Verlaufsgutachten müssten innerhalb 
von drei Jahren ab dem Datum des Berichts der vorherigen Begutachtung in Auf-
trag gegeben werden.

Das Kreisschreiben verweist auf BGE 147 V 79, in welchem sich das Bundesge-
richt mit der früheren Fassung des KSVI (Rz. 2077.5 der Fassung 1.1.2018) so-
wie der Muster-Vereinbarung betreffend die Durchführung von polydisziplinären 
Gutachten zur Beurteilung von Leistungsansprüchen in der Invalidenversiche-
rung auseinandergesetzt hatte, wonach Verlaufsgutachten derselben Gutachter-
stelle in Auftrag gegeben werden könnten, die bereits das erste polydisziplinäre 
Gutachten erstellt habe, vorausgesetzt, dieses sei über die Plattform Suisse-
MED@P vergeben worden und innerhalb einer Frist von drei Jahren seit der ers-
ten polydisziplinären Begutachtung notwendig geworden (BGE 147 V 79 E. 7.2). 
Das Bundesgericht erwog, das KSVI und die Muster-Vereinbarung würden dem 
spezifischen Abklärungsbedarf Rechnung tragen und beruhten nicht auf ergeb-
nisorientierten Überlegungen. Nachdem allgemeine Abhängigkeits- und Befan-
genheitsbefürchtungen durch eine zufallsbasierte Auftragserteilung für das Erst-
gutachten eliminiert und die Erstgutachter dadurch nicht unzulässig vorbefasst 
seien, sei gegen ein Verlaufsgutachten innert drei Jahren nach dem Erstgutach-
ten durch die gleiche Abklärungsstelle nichts einzuwenden. Schliesslich gelangte 
das Bundesgericht zum Schluss, Art. 72bis IVV sei nicht verletzt, wenn im Rah-
men des gleichen Abklärungsverfahrens ein Verlaufsgutachten bei der gleichen 
medizinischen Abklärungsstelle eingeholt werde, falls die Auftragsvergabe für 
das Erstgutachten nach dem Zufallsprinzip erfolgt sei (bestätigt in Urteile BGer 
8C_475/2022 vom 21.11.2022 E. 4.1.2; 8C_262/2021 vom 10.9.2021 E. 5.2.2).

3. Vorliegend ergibt sich aus den Akten folgender Sachverhalt: 

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3.1 Am 2. Mai 2015 reichte der Beschwerdeführer die Anmeldung zum Bezug 
einer Invalidenrente bei der IV-Stelle Schwyz ein (IV-Act. 3). Im Rahmen der dar-
auffolgenden Abklärungen holte die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutachten ein, 
wobei der Auftrag hierzu nachweislich gemäss Art. 72bis IVV von der Suisse-
MED@P nach dem Zufallsprinzip der ZVMB GmbH MEDAS Bern zugewiesen 
wurde (IV-act. 50). Am 2. Oktober 2017 erstattete die MEDAS Bern (Dr.med. 
E.________, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Be-
wegungsapparates; Dr.med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medi-
zin; Dr.med. G.________, Facharzt für Psychiatrie- und Psychotherapie; Dr.med. 
H.________, Facharzt für Neurologie; Dr.med. I.________, Facharzt für Innere 
Medizin und Kardiologie) das Gutachten (IV-act. 82). 

3.2 Nachdem der Beschwerdeführer mit dem Vorbescheid vom 2. Mai 2018, 
wonach gestützt auf das Gutachten kein Rentenanspruch bestehe (IV-act. 100), 
nicht einverstanden war, holte die IV-Stelle auf Empfehlung des RAD-Arztes ein 
Verlaufsgutachten ein (IV-act. 130), worüber der Beschwerdeführer am 18. April 
2019 informiert wurde (IV-act. 131). Der Auftrag erging freihändig an die ZVMB 
GmbH MEDAS Bern (IV-act. 133). Dieses Verlaufsgutachten erstattete die ME-
DAS Bern (Dr.med. H.________, Facharzt für Neurologie; Dr.med. E.________, 
Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa-
rates; Dr.med. J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin; Dr.med. 
K.________, Fachpsychologin für Neuropsychologie; Dr.med. L.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie; Dr.med. B.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie und Pneumologie) am 8. April 2020 (IV-
act. 156). In der Folge wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren des Beschwer-
deführers mit Verfügung vom 7. Mai 2021 ab (IV-act. 181). Eine dagegen erho-
bene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies das Verwaltungsgericht mit Urteil I 
2021 37 am 17. November 2021 ab (IV-act. 197). Mit Urteil 9C_33/2022 vom 7. 
Februar 2022 trat das Bundesgericht auf eine Beschwerde hiergegen nicht ein 
und am 10. Mai 2022 trat es auf ein Revisionsgesuch nicht ein (Urteil 9F_9/2022 
vom 10.5.2022).

3.3 Unmittelbar nachdem das Bundesgericht auf seine Beschwerde nicht ein-
getreten ist und noch vor Einreichung des Revisionsgesuches gelangte der Be-
schwerdeführer am 16. Februar 2022 neuerlich an die IV-Stelle. Er reichte einen 
neuen Bericht des seine linke Schulter behandelnden Arztes ein und verlangte, 
dass 'im neuen Gutachten' auch die Thematik seiner linken Schulter berücksich-
tigt werde (IV-act. 199). Die IV-Stelle teilte dem Beschwerdeführer am 4. März 
2022 mit, seine Eingabe als Wiederanmeldung zu betrachten; er habe glaubhaft 
zu machen, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit der Verfügung vom 

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7. Mai 2021 erheblich geändert hätten (IV-act. 207). Nach diversen Schriften-
wechseln sowie Zustellung neuer Arztberichte schloss der RAD-Arzt am 5. Sep-
tember 2022, ein Zustand von Verschlechterung bzw. Chronifizierung könne an-
genommen werden (IV-act. 236) und am 7. November 2022 empfahl er, offene 
Fragen im Rahmen einer Verlaufsbegutachtung durch die MEDAS Bern zu klären 
(IV-act. 240, 242). 

3.4 Am 8. November 2022 teilte die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit, zur 
Klärung der Leistungsansprüche sei eine umfassende medizinische Verlaufsun-
tersuchung in den Fachdisziplinen Orthopädie und Allgemeine Innere Medizin bei 
der MEDAS Bern notwendig (IV-act. 244). Aufgrund einer Stellungnahme des 
Beschwerdeführers vom 12. November 2022 (IV-at. 245) überprüfte die IV-Stelle 
die Fragen an die Gutachterstelle nochmals. Zudem betonte sie, nachdem die 
am 7. Mai 2021 verfügte Leistungsabweisung durch das Bundesgericht bestätigt 
worden sei, gehe es nun nicht um eine erneute Beurteilung der damaligen Situa-
tion, sondern um eine Prüfung einer allfälligen Verschlechterung gegenüber der 
letztmaligen Begutachtung, bzw. der Verfügung vom 7. Mai 2021 (IV-act. 248). 
Am 23. November 2022 erteilte die IV-Stelle der MEDAS Bern freihändig den 
Auftrag für eine bidisziplinäre medizinische Verlaufsabklärung (IV-act. 250).

3.5 Mit E-Mail vom 24. Januar 2023 teilte die MEDAS Bern der IV-Stelle mit, 
sie habe Bedenken in Bezug auf das Verhalten des Beschwerdeführers anläss-
lich seiner polydisziplinären Begutachtung im Jahr 2021 [recte 2020], weshalb sie 
zur Überzeugung gelangt sei, den Gutachtenauftrag nicht annehmen zu können. 
Nach der erfolgten Begutachtung habe der Beschwerdeführer einige Gutachter 
der MEDAS Bern sowie auch die Verantwortlichen der Ausgleichskasse/IV Stelle 
Schwyz wegen Amtsmissbrauch, mehrfacher Verleumdung, mehrfacher Beleidi-
gung, mehrfachem Betrug und mehrfacher übler Nachrede bei der Staatsanwalt-
schaft Schwyz angezeigt. Gegen die Nichtanhandnahmeverfügung habe er Be-
schwerde beim Kantonsgericht Schwyz erhoben. Auch wenn dieses Verfahren 
eingestellt worden sei, bestünden seitens der MEDAS Bern gegenwärtig doch 
Bedenken wegen einer erneuten Strafanzeige des Versicherten gegen die Kolle-
gen der MEDAS Bern (IV-act. 266). Hierauf antwortete die IV-Stelle, da die ME-
DAS Bern über eine Leistungsvereinbarung mit dem BSV verfüge, sei sie der 
Ansicht, eine Rückweisung eines Gutachtenauftrages (hier eines Verlaufsgutach-
tens) sei nicht möglich (IV-act. 266). Am 8. März 2023 fragte die MEDAS Bern 
bei der IV-Stelle nach, ob das Verlaufsgutachten nach den Vorgaben in Auftrag 
gegeben worden sei, worauf die IV-Stelle bestätigte, die Vergabe des Verlaufs-
gutachtens sei rechtmässig erfolgt (IV-act. 268). In der Folge informierte die  
MEDAS Bern, der Auftrag werde durch die Sachverständigen Dr.med. 

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D.________ (Facharzt für allgemeine Innere Medizin) und Dr.med. E.________ 
(Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsap-
parates) erfüllt (IV-act. 269), worüber der Beschwerdeführer am 15. März 2023 
orientiert wurde (IV-act. 270). Am 28. März 2023 bot die MEDAS Bern den Be-
schwerdeführer zum Untersuch auf den 19. April 2023 auf (IV-act 275).

3.6 Mit Einschreiben vom 22. März 2023 teilte der Beschwerdeführer der IV-
Stelle mit, er wolle weder von der MEDAS Bern noch von den von der IV-Stelle 
vorgeschlagenen Sachverständigen untersucht werden; er ersuche um Beauftra-
gung einer anderen Gutachterstelle bzw. anderer Sachverständiger (IV-act. 273). 
Am 29. März 2023 erliess die IV-Stelle die angefochtene Zwischenverfügung (IV-
act. 276; oben Ingress Bst. D). Die IV-Stelle begründete ihren Entscheid mit Ver-
weis auf das Kreisschreiben über das Verfahren in der Invalidenversicherung 
KSVI, Rz. 3099 (vgl. oben E. 2.3). Da sowohl das erste Gutachten über die Suis-
seMED@P zugeteilt worden sei, als auch die Neuvergabe innerhalb von drei 
Jahren seit dem letzten Bericht erfolge, sei korrekterweise die Vergabe im Sinne 
eines Verlaufsgutachtens an die ZVMB GmbH MEDAS Bern erfolgt. Eigentliche 
Ausstandsgründe mache der Beschwerdeführer nicht geltend (Vi-act. 276).

4.1 Vor Verwaltungsgericht betont der Beschwerdeführer, sein IV-Verfahren 
laufe seit neun Jahren. Er habe mehrfach die MEDAS Bern wegen unsauberer 
Gutachten bemängelt. Nun werde ihm die gleiche Gutachterin (Orthopädie) zum 
dritten Mal zugewiesen. Diese sei befangen und ihre fachliche Begutachtung sei 
für ihn und seine behandelnden Ärzte fragwürdig. Zudem frage er sich, ob die 
Plattform SuisseMED@P jemals ein Gutachten vergeben habe; es sei ihm dies 
nie bestätigt worden und auch in den Akten finde sich keine Bestätigung. 

4.2 Die IV-Stelle hält vernehmlassend (nach kurzer Zusammenfassung des 
Verfahrensverlaufs) fest, es treffe nicht zu, dass das Verfahren seit neun Jahren 
laufe. Das Verfahren sei mit der Verfügung vom 7. Mai 2021 (Ablehnung eines 
Rentenanspruches) abgeschlossen worden. Mit den Gerichtsentscheiden (Ver-
waltungsgericht und Bundesgericht; vgl. oben E. 3.2) sei dieser Entscheid in 
Rechtskraft erwachsen und das Verfahren abgeschlossen worden. Aktuell laufe 
ein neues Abklärungsverfahren, nachdem der Beschwerdeführer eine Ver-
schlechterung seines Gesundheitszustands geltend gemacht habe. 

Die Behauptung, die Gutachter hätten unsauber gearbeitet, sei nicht angebracht. 
Im Nachgang zum Verwaltungsgerichtsentscheid habe der Beschwerdeführer 
Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der IV-Stelle, der Gutachterstelle und 
den RAD Zentralschweiz eingereicht; die Staatsanwaltschaft habe die Nichtan-
handnahme verfügt und das Kantonsgericht sei auf eine Beschwerde dagegen 

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nicht eingetreten. Es sei unangemessen, diese strafrechtlichen Vorwürfe zu wie-
derholen. 

Schliesslich könne den IV-Akten entnommen werden, dass auch die Behaup-
tung, es sei über SuisseMED@P kein Gutachten vergeben worden, falsch sei. Er 
sei am 5. Juli 2016 informiert worden, die Wahl der Gutachterstelle erfolge nach 
dem Zufallsprinzip. Gemäss E-Mail vom 31. Juli 2016 sei die MEDAS Bern als 
Gutachterstelle ausgelost worden, was offenkundig wie üblich automatisiert über 
die Vergabeplattform abgelaufen sei. Auch die Wahl der einzelnen Ärzte als Teil-
gutachter sei über SuisseMED@P erfolgt. Im Verhalten der Vorinstanz seien kei-
ne Mängel erkennbar. Am 15. April 2019 habe der RAD eine Verlaufsbegutach-
tung bei der MEDAS Bern empfohlen. Mithin sei die Verlaufsbegutachtung auf 
unabhängige ärztliche Empfehlung des RAD hin initiiert worden. Da das Erstgut-
achten über SuisseMED@P vergeben worden sei, sei dies gemäss KSVI und 
Rechtsprechung korrekt abgelaufen. Der Umstand, dass ein Sachverständiger 
sich schon einmal mit derselben Person befasst habe, begründe objektiv keinen 
Anschein der Befangenheit und Gefahr der Voreingenommenheit. 

5. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz und entgegen ihrer ausdrückli-
chen Bestätigung gegenüber der MEDAS Bern (vgl. IV-act. 268; oben E. 3.5) er-
folgte die Vergabe des Verlaufsgutachtens vom 23. November 2023 an die ME-
DAS Bern nicht rechtens. 

5.1 Vorab gilt es den Grundsatz zu wiederholen, wonach die Vergaben von 
Aufträgen für poly- und bidisziplinäre Gutachten nach dem Zufallsprinzip zu er-
folgen haben (Art. 72bis Abs. 2 IVV). Rechtsprechungsgemäss gilt dieser Grund-
satz jedoch nicht ausnahmslos. Art. 72bis IVV ist nicht verletzt bzw. es ist zuläs-
sig, wenn (1.) im Rahmen des gleichen Abklärungsverfahrens (2.) ein Verlaufs-
gutachten (3.) innert drei Jahren seit Berichterstattung (4.) bei der gleichen medi-
zinischen Abklärungsstelle eingeholt wird, falls (5.) die Auftragsvergabe für das 
Erstgutachten nach dem Zufallsprinzip erfolgt ist (vgl. BGE 147 V 79 E. 7.4.5).

5.2 Vorliegend kann der entscheidrelevante Sachverhalt kurz wie folgt zusam-
mengefasst werden:

- Am 2. Mai 2015 meldete sich der Beschwerdeführer zum Bezug einer IV-
Rente an.

- Im Rahmen der Abklärungen holte die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutach-
ten ein, wobei der Auftrag nach dem Zufallsprinzip über SuisseMED@P an die 
ZVMB GmbH MEDAS Bern vergeben wurde. Das Gutachten wurde am 2. Ok-
tober 2017 erstattet.

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- Noch während dieses Abklärungsverfahrens erteilte die IV-Stelle der MEDAS 
Bern am 9. Mai 2019 freihändig den Auftrag für ein Verlaufsgutachten. Dieses 
wurde am 8. April 2020 erstattet.

- Mit Verfügung vom 7. Mai 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab. 
Rechtsmittel hiergegen blieben erfolglos, womit die Ablehnung des Leistungs-
anspruchs in Rechtskraft erwuchs. Damit fand das Abklärungsverfahren hin-
sichtlich der Anmeldung vom 2. Mai 2015 seinen Abschluss.

- Die jüngste Meldung einer Verschlechterung der gesundheitlichen Situation 
des Beschwerdeführers vom 16. Februar 2022 nahm die IV-Stelle als Wieder-
anmeldung entgegen. 

- Im Rahmen des neuen Abklärungsverfahrens aufgrund der Wiederanmeldung 
erteilte die IV-Stelle am 23. November 2022 den Auftrag für ein Verlaufsgut-
achten neuerlich freihändig der MEDAS Bern.

5.3 Die Vorinstanz bestreitet zu Recht den Vorwurf des Beschwerdeführers, es 
sei nie ein Gutachtenauftrag nach dem Zufallsprinzip vergeben worden. Aus den 
Akten ergibt sich zweifelsfrei, dass der erste Gutachtenauftrag 2016 über Suis-
seMed@P an die ZVMB GmbH MEDAS Bern zugeteilt wurde (IV-act. 50). Damit 
ist eine wesentliche Voraussetzung, ein Verlaufsgutachten derselben Gutachten-
stelle freihändig zu vergeben, klarerweise erfüllt.

5.4 Das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS Bern lag am 2. Oktober 2017 
vor. Nach dem Gesagten war die IV-Stelle somit auch berechtigt, innert drei Jah-
ren im Rahmen des noch immer laufenden Abklärungsverfahrens mit einem Ver-
laufsgutachten die MEDAS Bern freihändig zu beauftragen. Mit dem Auftrag vom 
9. Mai 2019 wurden diese Voraussetzungen eingehalten, womit die Vergabe die-
ses Verlaufsgutachtens zu keinen Beanstandungen Anlass gibt (und auch nicht 
Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet).

5.5 Angefochten ist vorliegend der zweite Auftrag für ein Verlaufsgutachten an 
die MEDAS Bern vom 23. November 2022. Dieser Auftrag erging wohl innert 
dreier Jahre seit Erstattung des ersten Verlaufsgutachtens (am 8.4.2020), aber 
über fünf Jahre seit Erstattung des Erstgutachtens (am 2.10.2017). Allein der 
Wortlaut des KSVI (Rz. 3099 "Verlaufsgutachten müssen innerhalb von drei Jah-
ren ab dem Datum des Berichts der vorherigen Begutachtung in Auftrag gegeben 
werden") schliesst ein solches Vorgehen nicht zwingend aus, wird doch das 
zweite Verlaufsgutachten innerhalb von drei Jahren ab dem Datum des vorheri-
gen Verlaufsgutachtens in Auftrag gegeben (zur Bedeutung von Kreisschreiben 
als Verwaltungsweisungen vgl. BGE 147 V 278 E. 2.2). Ob derlei freihändige 

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Kettenaufträge mit dem Grundsatz der Vergabe nach Zufallsprinzip noch verein-
bar sind, kann offen bleiben. 

5.6 Vorliegend fehlt es an der Voraussetzung, dass das freihändig zu verge-
bende Verlaufsgutachten im Rahmen des gleichen Abklärungsverfahrens einge-
holt wird, in welchem das Erstgutachten nach dem Zufallsprinzip erfolgt ist (vgl. 
oben E. 5.1). 

Wie die Vorinstanz vernehmlassend betont, wurde das mit der Anmeldung vom 
2. Mai 2015 initiierte Verfahren zum Bezug einer IV-Rente mit der Verfügung vom 
7. Mai 2021 (resp. den nachfolgenden Gerichtsverfahren) abgeschlossen; ein 
Leistungsanspruch wurde rechtskräftig abgelehnt. Damit fand auch das Ab-
klärungsverfahren seinen Abschluss. Die danach (am 16.2.2022) folgende Mel-
dung einer Verschlechterung der gesundheitlichen Situation (IV-act. 199) nahm 
die 
Vorinstanz als Wiederanmeldung entgegen, dies als Gesuch um Revision 
gemäss Art. 87 IVV (vgl. IV-act. 207, 211, 228). Entsprechend verlangte die Vor-
instanz vom Beschwerdeführer, es sei durch ihn eine erhebliche Veränderung 
der tatsächlichen Verhältnisse seit der Verfügung vom 7. Mai 2021 glaubhaft zu 
machen (vgl. oben E. 3.3). Am 5. September 2022 stellte der RAD-Arzt fest, es 
könne ein Zustand von "Verschlechterung bzw. Chronifizierung" des Schulterpro-
blems angenommen werden (IV-act. 236), so dass die Voraussetzung für eine 
Revision im Sinne von Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 IVV als erfüllt betrachtet wer-
den konnte, weshalb neuerliche Abklärungen initiiert wurden. Das weitere Ver-
fahren erfolgte unter dem Titel einer Revision des (negativen) Rentenentschei-
des. In der Folge wurden auch die Fragen an die Gutachter unter dem Titel "Re-
vision" formuliert (IV-act. 249): 

- Hat sich im Vergleich zur medizinischen Aktenlage, die der oben genannten 
massgeblichen Verfügung zugrunde lag, eine Veränderung des Gesundheitszu-
standes ergeben? Welche Veränderungen bei Befunden und Diagnosen stellen 
Sie fest? 

- Seit wann ist die Veränderung des Gesundheitszustandes anzunehmen? 

- Haben sich durch die genannten Veränderungen die Arbeitsunfähigkeit in ange-
stammter und die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit verändert? Wenn ja, 
ab wann und in welchem Ausmass? 

Damit aber erfolgt die neue Begutachtung zweifelsohne nicht mehr als Verlaufs-
gutachten im Rahmen des gleichen Abklärungsverfahrens wie das Erstgutachten 
(von 2016/2017). Vielmehr handelt es sich um ein neues Abklärungsverfahren, 
gestützt auf die Wiederanmeldung vom 16. Februar 2022 und mit einer neuen 
Fragestellung (Veränderung des Gesundheitszustandes). Neu liegt ein Anpas-
sungsverfahren, ein Abklärungsverfahren betreffend allfällige Anpassung der 

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(negativen) Rentenverfügung vor. Es fehlt damit an der Voraussetzung, eine 
neuerliche (jetzt bidisziplinäre) Begutachtung freihändig an die MEDAS Bern zu 
vergeben. Vielmehr ist der Auftrag hierzu dem Grundsatz entsprechend gestützt 
auf Art. 72bis Abs. 2 IVV nach dem Zufallsprinzip zu vergeben (vgl. etwa auch 
Entscheid KG BL 720 13 28 vom 16.5.2013 E. 4.6 und 4.8). 

6. Die Beschwerde erweist sich damit als begründet. Die Zwischenverfügung 
vom 29. März 2023 ist aufzuheben und die Sache zur Vergabe des Auftrages für 
eine bidisziplinäre Begutachtung nach dem Zufallsprinzip an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

7. Diesem Verfahrensausgang entsprechend werden die Kosten von Fr. 500 
(Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) der Vorinstanz auferlegt (Art. 
61 lit. fbis ATSG i.V.m. Art. 69 Abs. 1bis IVG). Der nicht anwaltschaftlich vertretene 
Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 61 
lit. g ATSG).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Zwischenverfügung vom 29. März 
2023 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen zur neuen Ver-
fügung an die Vorinstanz zurückgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 500 (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden der Vorinstanz auferlegt. Sie hat diesen Betrag innert 
30 Tagen seit Zustellung des Entscheids auf das Postkonto IBAN CH10 
0900 0000 6002 2238 6 des Verwaltungsgerichts zu überweisen. Der Be-
schwerdeführer hat am 12. Juni 2023 einen Kostenvorschuss von Fr. 500 
bezahlt, der ihm aus der Gerichtskasse zurückzuerstatten ist. 

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

4. Zustellung an:
- den Beschwerdeführer (R)
- die Vorinstanz (R)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 12. Juli 2023

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

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*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 9. August 2023