# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef1f532c-7949-5fee-8d8a-90aeb5a9f0b8
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-04-26
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.04.2017 II 2017 11
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-11_2017-04-26.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2017 11

Entscheid vom 26. April 2017 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Markus Jakob, a.o. Gerichtsschreiber

Parteien A.________, 
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Samuel Teindel,
Industriestrasse 13c, Postfach 7555, 6302 Zug,

gegen

Amt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchsberechti-
gung)

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Sachverhalt:

A. A.________ (geb. A.________1959, Kauffrau, Kundenberaterin), war seit 
dem 1. Juli 2012 bei der B.________ als Kundenberaterin angestellt, als sie die 
Anstellung am 28. Juni 2016 per 30. September 2016 kündigte mit der Begrün-
dung: "Die Arbeitssituation, welche sich immer schlechter auf meine Gesundheit 
auswirkt, hat mich zu diesem Schritt bewogen" (Vi-act. 51). 

Am 4. August 2016 wurde A.________ zur Arbeitsvermittlung beim RAV Goldau 
angemeldet (Vi-act. 57). Am 8. August 2016 stellte sie Antrag auf Arbeitslosen-
entschädigung per 1. Oktober 2016 (Vi-act. 39).

B. Mit Schreiben vom 17. August 2016 informierte die Arbeitslosenkasse 
A.________, sie prüfe eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen 
selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit, und sie bot A.________ die Möglichkeit zur 
Stellungnahme (Vi-act. 38). Diese bestätigte am 31. August 2016 den im Kündi-
gungsschreiben angegebenen Kündigungsgrund, wonach die Arbeitssituation für 
sie nicht mehr erträglich gewesen sei und verwies auf ein Arztzeugnis (Vi-act. 
38). Die Arbeitslosenkasse ersuchte auch den behandelnden Arzt um Auskunft 
(Vi-act. 50), worauf Dr.med. C.________ (FMH Allgemeine Innere Medizin) die 
von der Arbeitslosenkasse gestellten Fragen beantwortete (Vi-act. 36).

C. Mit Verfügung Nr. 551 vom 14. September 2016 stellte die Arbeitslosen-
kasse A.________ wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für die Dauer von 
24 Tagen ab dem 1. Oktober 2016 in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act. 30). 
Dagegen erhob A.________ am 28. September 2016 Einsprache mit dem sinn-
gemässen Antrag, die Einstellungsverfügung sei zu korrigieren (Vi-act. 29). Mit 
Entscheid Nr. 49 vom 7. Dezember 2016 wurde die Einsprache abgewiesen.

D. Am 20. Januar 2017 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid 
vom 7. Dezember 2016 (unter Berücksichtigung des Fristenstillstandes vom 
18.12. bis und mit 2.1.) fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des 
Kantons Schwyz erheben mit den Anträgen:

1. Es sei der Einspracheentscheid vom 7.12.2016 aufzuheben und es sei die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzli-
chen Leistungen gemäss AVIG zu gewähren - namentlich sei von einer Ein-
stellung in der Anspruchsberechtigung abzusehen.

2. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.

In der Beschwerdebegründung wird zudem im Sinne eines Eventualantrages gel-
tend gemacht, dass - im Falle eines Selbstverschuldens an der Arbeitslosigkeit - 

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unter Würdigung sämtlicher Umstände eine Einstelldauer von maximal 4 Tagen 
gerechtfertigt wäre.

E. Mit Eingabe vom 8. Februar 2017 beantragt das Amt für Arbeit die vollum-
fängliche Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf die Aus-
führungen im angefochtenen Einspracheentscheid.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Es ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin ihre Stelle selbständig 
gekündigt hat. Zudem bestehen keine Anzeichen - und wird auch nicht geltend 
gemacht - dass sie von der Arbeitgeberin zu diesem Schritt gedrängt worden wä-
re. Eine neue Anstellung war nicht zugesichert. Gemäss eigener Darstellung hat 
sie gekündigt, weil ihre Gesundheit unter der Anstellung litt, diese für sie nicht 
mehr zumutbar war. Die Vorinstanz wirft der Beschwerdeführerin demgegenüber 
vor, es liege keine Unzumutbarkeit vor, weshalb die Kündigung zu einer selbst-
verschuldeten Arbeitslosigkeit geführt habe. Strittig und zu prüfen ist daher die 
Vorwerfbarkeit der Selbstkündigung der Arbeitsstelle.

2.1 Nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und Insolvenzentschädigung (AVIG; SR 837.0) muss die versi-
cherte Person alles Zumutbare unternehmen, um eine Arbeitslosigkeit zu ver-
meiden oder zu verkürzen (Schadenminderungspflicht; vgl. BGE 114 V 285 Erw. 
3, 111 V 239 Erw. 2a, 108 V 165 Erw. 2a). Kommt sie dieser Verpflichtung nicht 
nach, kann die zuständige Arbeitslosenkasse eine Einstellung in der Anspruchs-
berechtigung verfügen (vgl. Art. 30 AVIG). Die Einstellung hat die Funktion einer 
Haftungsbegrenzung der Versicherung für Schäden, die die versicherte Person 
hätte vermeiden oder vermindern können. Als Verwaltungssanktion ist sie vom 
Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht 
(vgl. Thomas Nussbaumer, Arbeitslosenversicherung, in: Schweizerisches Bun-
desverwaltungsrecht [SBVR], Bd. XIV, Soziale Sicherheit, 2. Aufl. 2007, S. 2423, 
Rz. 822 ff.). 

2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der An-
spruchsberechtigung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeits-
los geworden ist. Eine selbstverschuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn 
und soweit der Eintritt der Arbeitslosigkeit nicht objektiven Faktoren zuzuschrei-
ben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den persönli-
chen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (vgl. 
Arbeitsrecht und Arbeitslosenversicherung [ARV] 1982 Nr. 4 S. 39). So liegt 

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selbstverschuldete Arbeitslosigkeit etwa vor, wenn die versicherte Person das 
Arbeitsverhältnis von sich aus aufgelöst hat, ohne dass ihr eine andere Stelle zu-
gesichert war, es sei denn, dass ihr das Verbleiben an der Arbeitsstelle nicht zu-
gemutet werden konnte (vgl. Art. 44 lit. b der Verordnung über die obligatorische 
Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung [AVIV; SR 837.02]; AVIG-
Praxis ALE D23). Verlangt wird damit die Auflösung des Arbeitsverhältnisses von 
sich aus, ferner, dass dem Versicherten das Verbleiben nicht zumutbar war, und 
schliesslich, dass ihm keine neue Stelle zugesichert war. Indem die Unzumutbar-
keit des Verbleibens eine Voraussetzung für die (unverschuldete) Kündigung ist, 
ist Art. 44 lit. b AVIV vereinbar mit Art. 20 lit. c des für die Schweiz am 17. Okto-
ber 1991 in Kraft getretenen Übereinkommens Nr. 168 der Internationalen Ar-
beitsorganisation über die Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Ar-
beitslosigkeit (IAO-Übereinkommen; SR 0.822.726.8), welcher für die Einstellung 
wegen selbstverschuldeter Kündigung verlangt, dass diese freiwillig ohne triftigen 
Grund erfolgt ist (vgl. BGE 124 V 236 f. Erw. 3c).

2.3 Die freiwillig gekündigte Anstellung muss für den Versicherten unzumutbar 
sein. Bei Beurteilung der Unzumutbarkeit hat Art. 16 AVIG die Funktion einer 
Auslegungshilfe. So ist eine Arbeit unter anderem nach Art. 16 Abs. 2 lit. c AVIG 
unzumutbar, die dem Alter, den persönlichen Verhältnissen oder dem Gesund-
heitszustand der versicherten Person nicht angemessen ist. Immerhin ist aber 
gemäss Rechtsprechung die Zumutbarkeit des Verbleibens am Arbeitsplatz 
strenger zu beurteilen ist als die Zumutbarkeit der Annahme einer neuen Stelle 
(BGE 124 V 238 Erw. 4b/bb). Das Bundesgericht wendet hinsichtlich der An-
nahme der Unzumutbarkeit einen strengen Massstab an und schliesst generell 
subjektive Beweggründe für die Kündigung von der Zumutbarkeitsprüfung aus 
(Urteil EVG C 392/00 vom 8.10.2002 Erw. 4.4; vgl. ARV 1986 Nr. 23 mit Hinwei-
sen; T. Nussbaumer, in: SBVR, S. 2428, Rz. 832; AVIG-Praxis ALE D26). 

Wenn nicht besondere Umstände vorliegen, darf einer versicherten Person zu-
gemutet werden, wenigstens so lange am Arbeitsplatz zu verbleiben, bis sie eine 
neue Stelle gefunden hat (vgl. Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung, Zürich 1998, S. 116; BGE 124 V 238 Erw. 4b/bb). Ein 
schlechtes Arbeitsklima und Meinungsverschiedenheiten mit Vorgesetzten oder 
Arbeitskollegen vermögen grundsätzlich keine Unzumutbarkeit der Fortführung 
des Arbeitsverhältnisses zu begründen (Sozialversicherungsrecht - Rechtspre-
chung [SVR] 1997 ALV Nr. 105 S. 324, C 128/96, Erw. 2a; J. Chopard, a.a.O., S. 
124; AVIG-Praxis ALE D26). Unzumutbarkeit aus medizinischen oder gesund-
heitsgefährdenden Gründen muss durch ein eindeutiges Arztzeugnis 
(oder allenfalls durch andere geeignete Beweismittel) belegt sein. Aus Gründen 

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der Rechtssicherheit darf sich die Arbeitslosenkasse nicht mit blossen Behaup-
tungen begnügen, sondern benötigt vielmehr zweckdienliche Beweismittel, wel-
che primär die versicherte Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungs-
pflicht bei der Abklärung des Sachverhalts beizubringen hat (Urteil BGer 
8C_742/2013 vom 27.11.2003 Erw. 4.1 mit Hinweis auf BGE 124 V 238 Erw. 
4b/bb).

2.4 Umstände, die eine Anstellung zwar nicht als unzumutbar erscheinen las-
sen (und damit eine Selbstkündigung nicht rechtfertigen), können das Verschul-
den jedoch in einem milderen Licht erscheinen lassen (vgl. Barbara Kupfer Bu-
cher, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun-
desgesetz über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzent-
schädigung, 4. Aufl. 2013, S. 165 mit Hinweis auf Urteil BGer C 161/96 vom 
6.12.2006 Erw. 3.2). Sie können so allenfalls im Rahmen der Verschuldensbeur-
teilung und damit bei der Festlegung der Einstellungsdauer Berücksichtigung fin-
den (vgl. Urteil BGer 8C_742/2013 vom 27.11.2003 Erw. 4.1 mit Hinweisen). 

3.1 Die Beschwerdeführerin hat ihre Anstellung am 28. Juni 2016 schriftlich wie 
folgt gekündigt (Vi-act. 51):

"Es ist förderlich für die Gesundheit, darum beschliesse ich glücklich zu sein"

In diesem Sinne künde ich meine 80% Anstellung bei der B.________ terminge-
recht per 30. September 2016.

Die Arbeitssituation, welche sich immer schlechter auf meine Gesundheit auswirkt, 
hat mich zu diesem Schritt bewogen.

3.2 Am 27. Juli 2016 stellte Dr.med. C.________ der Beschwerdeführerin fol-
gendes Zeugnis aus (Vi-act. 33):

Belastungssituation

[…]

Frau […] war im Rahmen einer Überlastungssituation über längere Zeit im Sinne 
eines "Burnouts" krankgeschrieben. Dieses hat sie zunehmend überwunden und 
war wieder voll integriert im Arbeitsprozess. Eine Umschulung aus Eigeninitiative 
ist geplant. Die Eröffnung eines eigenen Geschäftes, was ich nur unterstützen 
kann, für Ende des Jahres / Anfang des nächsten Jahres vorgesehen.

Leider kam es im Rahmen der weiteren Arbeitssituation in den letzten Wochen zu 
zunehmenden Belastungssituationen, die auf den Arbeitsprozess (entsprechend 
der Schilderung der Patientin) zurückzuführen sind. Insofern kann ich als Hausarzt 
nur bestätigen, dass sich eine Verschlechterung der psychischen Situation bei der 
oben genannten Patientin im Rahmen der Arbeit sehe, und die Arbeitssituation ge-
sundheitlich nicht förderlich war.

Im Arztzeugnis vom 26. August 2016 (Vi-act. 36) gibt der Hausarzt gegenüber 
der Vorinstanz an, die Beschwerdeführerin seit dem 25. Januar 2016 zu behan-

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deln. Seine Beurteilung beruhe auf den subjektiven Schilderungen der Be-
schwerdeführerin. Erstmalig habe diese Ende Februar anfangs März 2016 seit 
längerem bestehende Probleme bei der Arbeit, teils fehlende Auslastung und Un-
terforderung sowie fehlendes Verständnis des Chefs beklagt, ohne dass nach 
Gesprächen mit dem Teamleiter eine Verbesserung hätte erreicht werden kön-
nen. Ihm scheine, dass die Arbeitssituation stark belastend gewesen sei, sie sich 
missverstanden fühlte. Im Rahmen des Reintegrationsprozesses nach längerer 
Arbeitsunfähigkeit sei man nicht weiter auf die die Arbeit betreffenden Probleme 
eingegangen. Eine Versetzung als Springerin habe sie als abwertend empfun-
den. Die psychische Gesundheit habe sich daher wieder verschlechtert. Sie sei 
vom 1. März bis 17. April zu 100%, vom 18. April bis 1. Mai zu 50% sowie vom 2. 
Mai bis 15. Mai zu 25% arbeitsunfähig gewesen. Er komme gestützt auf die Be-
richte der Beschwerdeführerin zum Schluss, dass ihr ein Verbleiben am bisheri-
gen Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zumutbar gewesen 
sei. 

3.3 Im Fragebogen Arbeitnehmer bestätigte die Beschwerdeführerin am 31. 
August 2016 (unter Verweis auf das Arztzeugnis), die Arbeitssituation sei für sie 
nicht mehr erträglich gewesen (Vi-act. 38). 

3.4 In der Verfügung vom 14. September 2016 betont die Vorinstanz, gesund-
heitliche Beschwerden vermöchten nur dann eine Unzumutbarkeit zu begründen, 
wenn sie ärztlich attestiert seien. Es müsse ein eindeutiges ärztliches Zeugnis 
vorliegen. Die Beschwerdeführerin habe keine Beweise beigebracht oder Gründe 
geltend gemacht, welche den Verbleib wenigstens bis zum Finden einer neuen 
Festanstellung als unzumutbar erscheinen liessen. Es liege kein eindeutiges, 
klärendes Arztzeugnis vor, woraus hervorgehe, dass die Versicherte ihre Stelle 
aus gesundheitlichen Gründen habe kündigen müssen. Daher stehe die Unzu-
mutbarkeit nicht zweifelsfrei fest. Bei der Kündigung habe die Beschwerdeführe-
rin mit einer Arbeitslosigkeit rechnen müssen. Die Folgen ihres Verhaltens könne 
nicht vollumfänglich auf die Arbeitslosenkasse überwälzt werden. Eine Einstel-
lung von 24 Tagen trage den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten 
Umständen Rechnung (Vi-act. 30).

3.5 Nachdem die Vorinstanz die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ver-
fügt hat, begründete die Beschwerdeführerin ihre Einsprache vom 28. September 
2016 erneut mit den gesundheitlichen Problemen (Vi-act. 29): Sie habe nach An-
tritt der Anstellung am 1. Juli 2012 bereits nach der Probezeit mit Bewerbungen 
begonnen. Unterforderung, Unverständnis und auch Mobbing seien an der Ta-
gesordnung gewesen. Nach diversen Aussprachen Ende 2015 habe sich die Si-

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tuation nicht verbessert, eine interne Versetzung sei nicht möglich gewesen. 
Nach einem Zusammenbruch und Spitalaufenthalt sowie siebenwöchigem Aus-
fall habe sie es an der Arbeitsstelle noch einmal versucht. Dabei habe sich der 
gesundheitliche Zustand weiter verschlechtert. Damit sei die Unzumutbarkeit 
genügend objektiviert. 

Im Fragebogen Arbeitgeber ist ein krankheitsbedingter Ausfall vom 6. Oktober 
bis 13. November 2015 dokumentiert sowie (in unterschiedlichem Ausmass) vom 
29. Februar bis 13. Mai 2016 (Vi-act. 53). Die Ausfälle 2016 sind auch vom 
Hausarzt bezeugt (Vi-act. 36; Erw. 3.2)

4.1 Im Einspracheentscheid vom 7. Dezember 2016 (Bf-act. 3) gibt die Vor-
instanz die ärztlichen Zeugnisse wieder und verweist ebenso auf die Begründung 
der Beschwerdeführerin. Sie betont, dass die Rechtsprechung für die Beurteilung 
der Unzumutbarkeit nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV einen strengen Massstab an-
setze; insbesondere reiche ein angespanntes Verhältnis zu Vorgesetzten oder 
anderen Mitarbeitenden für die Annahme der Unzumutbarkeit nicht aus. Soweit 
die Beschwerdeführerin auf Unterforderung, Mobbing und Unverständnis seitens 
Arbeitgeberin verweise, reiche diese nicht aus. Auch die Zeugnisse von Dr.med. 
C.________ würden keine Zustände mit Krankheitswert beschreiben. Er besage 
bloss, sich auf Schilderungen der Beschwerdeführerin zu stützen. Weder stelle er 
eine medizinische Diagnose noch äussere er sich zum Kausalzusammenhang 
zwischen den medizinischen Beschwerden und der Unzumutbarkeit des Verblei-
bens an der Arbeitsstelle. Zudem habe die Beschwerdeführerin darauf verzichtet, 
einen auf psychische Erkrankungen spezialisierten Facharzt zu konsultieren, was 
bezeuge, dass auch sie selber ihren Gesundheitszustand nicht als derart 
schlecht beurteilt habe. Entsprechend anerkannte die Vorinstanz keine Unzu-
mutbarkeit.

4.2 Die Beschwerdeführerin rügt eine ungenügende Sachverhaltsabklärung 
durch die Vorinstanz. Die Untersuchungspflicht nach Art. 43 Bundesgesetz über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) dauere 
so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruches erforderli-
chen Tatsachen hinreichende Klarheit bestehe. Indem die Vorinstanz der Be-
schwerdeführerin vorwerfe, keine genügenden Beweise vorzubringen, nament-
lich auf die fehlende ärztliche Diagnose und Beschreibung eines Krankheitswer-
tes verweise, ohne sie je zu deren Beibringung aufgefordert zu haben, und auch 
die Vorinstanz selber dem behandelnden Arzt keine weiteren klärenden Fragen 
gestellt habe, dann jedoch die Einsprache genau mit diesen fehlenden Angaben 
begründe, habe sie den Untersuchungsgrundsatz verletzt. Dennoch könne das 

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Gericht reformatorisch entscheiden, da der Sachverhalt nun - mit der Beschwer-
de - genügend geklärt sei.

4.3 Zusammen mit der Beschwerde reicht die Beschwerdeführerin ein Arzt-
zeugnis von Dr.med. C.________ vom 18. Januar 2017 ein (Bf-act. 2): 

Hiermit wird bestätigt, dass Frau […], die im Juni dieses Jahres [recte des vergan-
genen Jahres] ihre Arbeitsstelle kündigte, ein Verbleib in ihrer Firma gestützt auf 
ihre Aussagen und den von mir erhobenen Beschwerden (Schlafstörungen Soma-
tisierungsstörungen mit Schwindel, Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit, zunehmende 
innere Unruhe) aus meiner Sicht nicht mehr zumutbar war.

Dies aufgrund einer im Sommer 2016 zu beobachtenden, erneuten Verschlechte-
rung des psychischen Zustandes bei reaktiver Depression trotz Gesprächstherapie 
und Antidepressiva und trotz zuvor schrittweiser Reintegration in den Arbeitspro-
zess nach längerer Krankschreibung.

Damit ist laut Beschwerdeführerin die Unzumutbarkeit des Verbleibens an der 
Arbeitsstelle erstellt. Dr.med. C.________ stütze sich nachweislich nicht bloss 
auf subjektive Schilderungen der Beschwerdeführerin, sondern ebenso auf seine 
eigenen Befunde. Zudem sei es notorisch, dass psychische Beeinträchtigungen 
regelmässig nicht objektiviert werden könnten, sondern auf subjektiven Aussa-
gen der Patienten beruhten. Dieser Umstand könne ihr nicht vorgeworfen wer-
den. Auch sei es falsch, ihr wegen der Nichtkonsultation eines auf psychische 
Erkrankungen spezialisierten Arztes vorzuwerfen, sie selber habe die Unzumut-
barkeit nicht sehr ernst genommen. Die Vorinstanz verkenne, dass sie sich in 
ärztliche Behandlung begeben habe, sich medikamentös habe behandeln lassen 
und auch eine Gesprächstherapie bei D.________ (selbständige psychologische 
Beraterin und Coach in der Praxisgemeinschaft Schwyz) beansprucht habe.

4.4 Zu den Vorbringen in der Beschwerde, namentlich zum neuen Arztzeugnis, 
äussert sich die Vorinstanz nicht, sondern belässt es beim Verweis auf die Aus-
führungen im Einspracheentscheid.

5.1 Sachverhaltsmässig kann als erstellt festgehalten werden, dass die Be-
schwerdeführerin am 1. Juli 2012 ihre Stelle bei der B.________ antrat und diese 
am 28. Juni 2016 per 30. September 2016 kündigte, ohne eine zugesicherte Fol-
ge-Anstellung zu haben. 

Im Herbst 2015 erlitt die Beschwerdeführerin ein Burnout, das vom 6. Oktober bis 
13. November 2015 zu einer Arbeitsunfähigkeit sowie einem Spitalaufenthalt 
führte. Anschliessend erfolgte eine Reintegration in die Arbeitsstelle. Ab 25. Ja-
nuar 2016 begab sich die Beschwerdeführerin aufgrund neuerlicher Probleme 
wieder in ärztliche Behandlung (bei Dr.med. C.________). Die Beschwerden 
führten wiederum zu (dokumentierten vollständigen und teilweisen) Arbeitsun-

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fähigkeiten. Sie mussten medikamentös und mit einer Gesprächstherapie be-
handelt werden. Aus den Arztzeugnissen vom 27. Juli 2016, 26. August 2016 
sowie 18. Januar 2017 erhellt, dass die krankheitsbedingten Ausfälle mit der Si-
tuation am Arbeitsplatz in Zusammenhang standen. Arbeitsplatzbedingte Belas-
tungssituationen haben zu einer Verschlechterung der psychischen Verfassung 
geführt. Im jüngsten Arztzeugnis nennt der Hausarzt konkret Schlafstörungen, 
Somatisierungsstörungen mit Schwindel, Hoffnungslosigkeit, Traurigkeit und zu-
nehmende innere Unruhe. Im Sommer 2016 verschlechterte sich der psychische 
Zustand bei reaktiver Depression trotz Gesprächstherapie und Antidepressiva. 
Die Kündigung begründet die Beschwerdeführerin auch gegenüber der Arbeitge-
berin mit den gesundheitlichen Problemen wegen der Arbeitsplatzsituation resp. 
mit der Rücksichtnahme auf ihre Gesundheit. Auf Anfrage der Vorinstanz antwor-
tet der behandelnde Arzt im Zeugnis vom 26. August 2016 konkret, es sei der 
Beschwerdeführerin aus gesundheitlichen Gründen nicht zumutbar gewesen, am 
bisherigen Arbeitsplatz zu verbleiben (Vi-act. 36).

5.2 Auch unter Berücksichtigung der Rechtspraxis, wonach für die Beurteilung 
der Unzumutbarkeit des Verbleibs an einer Arbeitsstelle ein strenger Massstab 
anzusetzen ist und namentlich gesundheitliche Gründe nur anzuerkennen sind, 
wenn diese ärztlich attestiert sind, ist vorliegend überwiegend wahrscheinlich, 
dass der Verbleib an der Arbeitsstelle für die Beschwerdeführerin aus gesund-
heitlichen Gründen unzumutbar war. Im Herbst 2015 führte eine Überlastungssi-
tuation zur Arbeitsunfähigkeit. Danach hat die Beschwerdeführerin ihre Arbeits-
stelle wieder angetreten, musste sich jedoch nach rund zwei Monaten im Januar 
2016 erneut in medizinische Behandlung begeben und war erneut - in unter-
schiedlichem Ausmass - arbeitsunfähig. Die Bemerkung des Hausarztes, seine 
Beurteilung erfolge insbesondere gestützt auf die Ausführungen der Beschwer-
deführerin, ändert nichts an der Tatsache, dass sein Befund auf Verschlechte-
rung des psychischen Zustandes aufgrund der Situation am Arbeitsplatz lautete. 
Insbesondere kann aus dieser Aussage nicht gefolgert werden, die Unzumutbar-
keit sei eine bloss subjektive Empfindung der Beschwerdeführerin und nicht ärzt-
lich attestiert. Gemäss ärztlichem Zeugnis vom 18. Januar 2017 stellte der Haus-
arzt die Diagnosen Schlafstörung, Somatisierungsstörungen mit Schwindel, Hoff-
nungslosigkeit, Traurigkeit und zunehmende innere Unruhe, für welche er die Si-
tuation am Arbeitsplatz als ursächlich hielt. Im Sommer diagnostizierte er eine 
reaktive Depression. Und gegenüber der Vorinstanz antwortete er auf deren Fra-
ge hin explizit, das Verbleiben am Arbeitsplatz sei der Beschwerdeführerin aus 
gesundheitlichen Gründen unzumutbar (Vi-act. 36). Dass diese Beurteilung ne-
ben den klinisch erhobenen Befunden mitunter auf der Anamnese, Ausführungen 
der Beschwerdeführerin selbst beruht, ändert an diesem ärztlichen Attest nichts.

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Nach dem Zusammenbruch im Herbst 2015, der Reintegration am Arbeitsplatz, 
der erneuten Arbeitsunfähigkeit und ärztlicher Behandlung im Frühjahr 2016 mit 
anschliessend neuerlicher Reintegration mit erneuter Verschlechterung des Ge-
sundheitszustandes kann der Beschwerdeführerin kein Selbstverschulden vor-
geworfen werden, wenn sie als nächste Massnahme (nach erneuter Verschlech-
terung bei reaktiver Depression) die Stelle selber gekündigt hat. Die Arbeitsplatz-
situation hat sich bei der Beschwerdeführerin immer wieder negativ auf die Ge-
sundheit ausgewirkt, was zu den ärztlich bezeugten Arbeitsunfähigkeiten und 
Therapien geführt hat. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit muss (aufgrund der 
Berichte des Hausarztes) davon ausgegangen werden, dass es bei Fortsetzung 
der Anstellung zur weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit 
weiteren Krankschreibungen und Therapien gekommen wäre. Die Verschlechte-
rung des Gesundheitszustandes sowie der Zusammenhang mit der Arbeitsplatz-
situation sind ärztlich bestätigt; ebenso die ausdrückliche Unzumutbarkeit des 
Verbleibs an der Stelle aus medizinischer Sicht. Indem die Beschwerdeführerin 
einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes durch die Selbst-
kündigung zuvorkam, hat sie ihre Schadenminderungspflicht nicht verletzt. Die 
Arbeitslosigkeit ist nicht selbstverschuldet, die Kündigung erfolgte aus triftigem 
Grund gemäss Art. 20 lit. b IAO-Übereinkommen resp. weil ihr der Verbleib an 
der Arbeitsstelle aus gesundheitlichen Gründen im Sinne von Art. 44 lit. b AVIV 
nicht zumutbar war. Mithin fehlt es an der Voraussetzung für eine Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit.

6.1 Damit erweist sich die Beschwerde vom 20. Januar 2017 als begründet und 
der Einspracheentscheid Nr. 49 vom 7. Dezember 2016 sowie die Verfügung Nr. 
551 vom 14. September 2016 sind ersatzlos aufzuheben.

6.2 Für das Verwaltungsgerichtsverfahren werden keine Kosten erhoben (Art. 
61 lit. a ATSG).

6.3 Bei diesem Ergebnis hat die Vorinstanz der obsiegenden und anwaltschaft-
lich vertretenen Beschwerdeführerin eine Parteientschädigung zu entrichten (Art. 
61 lit. g ATSG). Diese wird in Beachtung des kantonalen Gebührentarifs für 
Rechtsanwälte vom 27. Januar 1975 (SRSZ 280.411), der ordentlicherweise für 
das Honorar in Verfahren vor dem Verwaltungsgericht in § 14 einen Rahmen von 
Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht sowie in § 2 die Bemessungskriterien erwähnt, 
auf Fr. 1'500.-- (inkl. Auslagen und MwSt) festgelegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde werden der Einspracheentscheid Nr. 49 
vom 7. Dezember 2016 sowie die Verfügung Nr. 551 vom 14. September 
2016 aufgehoben.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Der Beschwerdeführerin wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschä-
digung von Fr. 1'500.-- zugesprochen. 

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungs-
beschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rech-
ten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A).

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der a.o. Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 2. Mai 2017

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II