# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** beb40cd2-dad2-5d31-9825-60ae9c0522ec
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-12-14
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 14.12.2018 I 2018 65
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2018-65_2018-12-14.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer I

I 2018 65

Entscheid vom 14. Dezember 2018 

Besetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident
Dr.med. Bernhard Zumsteg, Richter
Dr.med. Urs Gössi, Richter
lic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber

Parteien A.________,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch ihre Mutter als Beiständin,
B.________,
diese vertreten durch Rechtsanwältin lic.iur. C.________, 

gegen

IV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Invalidenversicherung (Hilflosenentschädigung)

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Sachverhalt:

A. A.________ leidet seit ihrer Geburt (am 20.1.2000) am Rubinstein Tayby-
Syndrom mit multiplen ossären Fehlbildungen (ausgeprägte Paronychie), zere-
bralen Bewegungsstörungen, einer Spracherwerbsstörung und einem schweren 
globalen Entwicklungsrückstand. Am 23. Mai 2000 erfolgte eine Anmeldung bei 
der IV-Stelle Schwyz zum Bezug von IV-Leistungen für Versicherte vor dem 20. 
Altersjahr (medizinische Massnahmen), welche mit dem Verdacht auf Rubinstein 
Tayby-Syndrom begründet wurde (IV-act. 3), resp. den einzelnen Ausprägungen 
dieses Leidens, wie Finger- und Zehenfehlbildungen, Microcephalie und weiteren 
Dysmorphiezeichen (IV-act. 4-2/2). Mit Mitteilungen vom 31. Oktober 2000, 18. 
Dezember 2000, 14. März 2001, 14. August 2002 und 20. Februar 2015 aner-
kannte die IV-Stelle den Leistungsanspruch für medizinische Massnahmen zur 
Behandlung der Geburtsgebrechen Ziff. 395 (ab 1.2.2002: Ziff. 390), Ziff. 427, 
Ziff. 177 und Ziff. 210 gemäss Anhang zur Verordnung über Geburtsgebrechen 
(GgV; SR 831.232.21) (IV-act. 14, 19, 27, 47 und 326). 

B. Mit Verfügung vom 23. Juli 2002 sprach die IV-Stelle A.________ einen 
Anspruch auf einen Pflegebeitrag für eine Hilflosigkeit leichten Grades ab 1. Ja-
nuar 2002 zu (IV-act. 45) und erhöhte diesen ab 1. April 2003 wegen Hilflosigkeit 
mittleren Grades (IV-act. 59). Eine am 8. April 2004 verfügte Herabsetzung des 
Anspruchs auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades per 1. Juni 2004 (IV-
act. 71) widerrief die IV-Stelle am 4. Juni 2004 und bestätigte den bisherige An-
spruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades (IV-act. 75). Mit Mittei-
lungen vom 1. März 2006 und vom 4. Mai 2010 anerkannte sie weiterhin einen 
Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades (IV-act. 108, 198). 
Gestützt auf einen Abklärungsbericht vom 23. November 2011 (IV-act. 250) 
bestätigte die IV-Stelle am 8. Februar 2012 erneut den Anspruch auf eine Hilflo-
senentschädigung mittleren Grades und verfügte mit Wirkung ab 1. November 
2011 zudem die Ausrichtung eines Intensivpflegezuschlages für einen Betreu-
ungsaufwand von (mindestens) vier Stunden pro Tag (IV-act. 272). Nach einem 
weiteren Abklärungsbericht vom 3. Dezember 2014 (IV-act. 320) stellte die IV-
Stelle mit Mitteilung vom 23. Dezember 2014 einen unveränderten Anspruch fest 
(Hilflosenentschädigung mittleren Grades inkl. Intensivpflegezuschlag von vier 
Stunden pro Tag, vgl. IV-act. 321). Einen gleichbleibenden Anspruch bestätigte 
sie nach einem neuerlichen Abklärungsbericht vom 15. Dezember 2016 (IV-act. 
379) mit Mitteilung vom 5. Januar 2017 (IV-act. 378).

C. Mit Beschluss vom 5. Dezember 2017 errichtete die KESB Innerschwyz für 
A.________ per 20. Januar 2018 (Volljährigkeit) eine Vertretungsbeistandschaft 

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nach Art. 394 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) i.V.m. Art. 
395 ZGB und ernannte ihre Mutter, B.________, zur Beiständin (IV-act. 416, 
439). 

D. Nach einem Vorbescheid vom 9. Januar 2018 (IV-act. 411) sprach die IV-
Stelle mit Verfügung vom 18. Januar 2018 A.________ ab 1. Februar 2018 (Fol-
gemonat des 18. Lebensjahrs) eine ganze Rente zu (IV-act. 413). 

E. Hinsichtlich einer Hilflosenentschädigung fand am 7. Februar 2018 eine 
Abklärung vor Ort (Hausbesuch, Abklärungsgespräch) durch eine Fachperson 
statt. Gestützt auf deren Abklärungsbericht vom 26. Februar 2018 (IV-act. 431) 
ermittelte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 16. März 2018 einen Anspruch auf 
eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades ab 1. Februar 2018 (IV-act. 430). 
Am 25. April 2018 liess die Beiständin von A.________ Einwände gegen den 
Vorbescheid erheben (IV-act. 440). Der Abklärungsdienst der IV-Stelle nahm am 
1. Juni 2018 dazu Stellung (IV-act. 445). Mit Verfügung vom 27. Juni 2018 
sprach die IV-Stelle A.________ ab 1. Februar 2018 einen Anspruch auf eine 
Hilflosenentschädigung mittleren Grades zu (IV-act. 447 f. = Bf-act. 2). 

F. Gegen diese Verfügung lässt A.________ fristgerecht (unter Berücksichti-
gung des Fristenstillstandes gemäss Art. 38 Abs. 4 lit. b des Bundesgesetzes 
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG, SR 830.1) am 
6. August 2018 beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Beschwerde er-
heben mit den folgenden Rechtsbegehren: 

1. In Abänderung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 27.06.2018 sei 
der Beschwerdeführerin rückwirkend ab 01.02.2018 eine Hilflosenentschädi-
gung schweren Grades zuzusprechen.

2. Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die Beschwer-
degegnerin zurückzuweisen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen Mehr-
wertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.

G. Mit Vernehmlassung vom 28. August 2018 beantragt die IV-Stelle, die 
Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der 
Beschwerdeführerin. Dazu lässt die Beschwerdeführerin in einer Replik vom 27. 
September 2018 Stellung nehmen. Die Duplik der IV-Stelle folgt am 8. Oktober 
2018.

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Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die 
hilflos sind, haben Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung (Art. 42 Abs. 1 Satz 
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, SR 831.20). Als hilf-
los gilt eine Person, die wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägli-
che Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Über-
wachung bedarf (Art. 9 ATSG). Die massgebenden alltäglichen Lebensverrich-
tungen betreffen sechs Bereiche (Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit 
in der Invalidenversicherung, KSIH, in der ab 1.1.2015 gültigen Fassung, Stand 
1.1.2018, Rz. 8010):

– Ankleiden, Auskleiden (inkl. allfälliges Anziehen oder Ablegen der Prothese);

– Aufstehen, Absitzen, Abliegen (inkl. ins Bett gehen oder das Bett verlassen);

– Essen (Nahrung ans Bett bringen, Nahrung zerkleinern, Nahrung zum Mund 
führen, Nahrung pürieren und Sondenernährung);

– Körperpflege (Waschen, Kämmen, Rasieren, Baden/Duschen);

– Verrichten der Notdurft (Ordnen der Kleider, Körperreinigung/ Überprüfen der Rein-
lichkeit, unübliche Art der Verrichtung der Notdurft); 

– Fortbewegung (in der Wohnung, im Freien, Pflege gesellschaftlicher Kontakte).

Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu 
Hause lebt und wegen der Beeinträchtigung der Gesundheit dauernd auf lebens-
praktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG). 

1.2.1  Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilf-
los ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen täglichen Lebensverrichtungen regelmäs-
sig und in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der 
dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 1 IVV).

1.2.2  Die Hilflosigkeit gilt als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der 
Abgabe von Hilfsmitteln:

- in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise 
auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (Art. 37 Abs. 2 lit. a IVV),

- in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher 
Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönli-
chen Überwachung bedarf (Art. 37 Abs. 2 lit. b IVV), oder

- in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher 
Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im 
Sinne von Artikel 38 IVV angewiesen ist (Art. 37 Abs. 2 lit. c IVV).

Für die Hilfsbedürftigkeit in einer Lebensverrichtung mit mehreren Teilfunktionen 
ist nicht verlangt, dass die versicherte Person bei allen oder bei der Mehrzahl 

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dieser Teilfunktionen fremder Hilfe bedarf; vielmehr genügt es, wenn sie bei einer 
dieser Teilfunktionen regelmässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen 
ist (KSIH Rz. 8011; BGE 121 V 88 Erw. 3c; 117 V 146 Erw. 2).

1.3 In der Praxis liegt eine Hilflosigkeit mittleren Grades nach Art. 37 Abs. 2 
lit. a IVV vor, wenn die versicherte Person trotz Abgabe von Hilfsmitteln für min-
destens vier Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise der Hilfe 
Dritter bedarf (KSIH Rz. 8009). Die in Art. 37 IVV genannten Varianten für die 
einzelnen Hilflosigkeitsstufen sind abschliessend. Andere Anspruchskombinatio-
nen mit Überwachung, lebenspraktischer Begleitung und/oder Sonderfällen 
führen nicht zu einem höheren Leistungsanspruch (vgl. KSIH Rz. 8009.1).

1.4.1  Die Hilflosigkeit ist dauernd, wenn sich der die Hilflosigkeit begründende 
Zustand weitgehend stabilisiert und im Wesentlichen irreversibel ist. Ferner ist 
die dauerhafte Hilflosigkeit gegeben, wenn sie während eines Jahres ohne Un-
terbruch bestanden hat und voraussichtlich weiter andauern wird (vgl. BGE 137 
V 351 Erw. 4.1 ff.; 105 V 67 Erw. 2). Das Kriterium der Dauerhaftigkeit betrifft die 
Stabilität und Irreversibilität der gesundheitlichen Beeinträchtigung (vgl. BGE 137 
V 351 Erw. 4.3, 133 V 42 Erw. 3.4). Die von Drittpersonen erbrachte Hilfe ist re-
gelmässig, wenn sie die versicherte Person täglich benötigt oder eventuell (nicht 
voraussehbar) täglich nötig hat (KSIH Rz. 8025; Urteil des Bundesgerichts 
9C_562/2016 vom 13.1.2017 Erw. 5.3 mit Hinweisen, ZAK 1986 S. 484 Erw. 3c). 
Die Hilfe ist erheblich, wenn die versicherte Person mindestens eine Teilfunktion 
einer einzelnen Lebensverrichtung nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand 
oder nur auf unübliche Art und Weise selbst ausüben kann oder wegen ihres 
psychischen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen würde 
(KSIH Rz. 8026 mit Hinweisen). Teilfunktionen einer Lebensverrichtung, für wel-
che die versicherte Person unter Umständen bei mehreren Verrichtungen die Hil-
fe Dritter benötigt, dürfen nur einmal berücksichtigt werden (Urteil des Bundesge-
richts 9C_839/2009 vom 4.6.2010 Erw. 3.3). Eine Ausnahme davon macht die 
Rechtsprechung zur Notdurftverrichtung. Danach gehören zu den Teilfunktionen 
dieser Lebensverrichtung auch das Ordnen der Kleider und die Begleitung 
(Gang) zur Toilette sowie die dortige Hilfe beim Absitzen und Aufstehen (KSIH 
Rz. 8027 mit Hinweis auf das Urteil des eidgenössische Versicherungsgerichts 
[EVG; heute Bundesgericht] H 150/03 vom 30.4.2004 Erw. 5.2.1). 

1.4.2  Die benötigte Hilfe kann nicht nur in direkter Dritthilfe, sondern auch bloss 
in Form einer Überwachung der versicherten Person bei Vornahme der relevan-
ten Lebensverrichtungen bestehen, indem etwa die Drittperson sie auffordert,  
eine Lebensverrichtung vorzunehmen, die sie wegen ihres psychischen Zustan-

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des ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen würde (indirekte Dritthilfe) 
(BGE 133 V 450 Erw. 7.2). Direkte Hilfe von Drittpersonen liegt vor, wenn die 
versicherte Person die alltäglichen Lebensverrichtungen nicht oder nur teilweise 
selbst ausführen kann (KSIH Rz. 8028). Indirekte Hilfe von Drittpersonen ist ge-
geben, wenn die versicherte Person die alltäglichen Lebensverrichtungen zwar 
funktionsmässig selbst ausführen kann, dies aber nicht, nur unvollständig oder zu 
Unzeiten tun würde, wenn sie sich selbst überlassen wäre (KSIH Rz. 8029). Die 
indirekte Hilfe, die zur Hauptsache psychisch und geistig Behinderte betrifft, setzt 
voraus, dass die Drittperson regelmässig anwesend ist und die versicherte Per-
son insbesondere bei der Ausführung der in Frage stehenden Verrichtungen per-
sönlich überwacht, sie zum Handeln anhält oder von schädigenden Handlungen 
abhält und ihr nach Bedarf hilft (KSIH Rz. 8030).

1.4.3  Unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht hat die versicherte Per-
son nach der Rechtsprechung auch im Bereich der Hilflosenentschädigung, be-
vor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Fol-
gen des Gesundheitsschadens bestmöglich zu mildern, und es liegt, solange in 
diesem Rahmen durch geeignete Massnahmen bei einzelnen Lebensverrichtun-
gen die Selbständigkeit erhalten werden kann, diesbezüglich keine relevante Hilf-
losigkeit vor. Von der versicherten Person können nur - aber immerhin - Vorkeh-
ren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und 
subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (vgl. Urteil des EVG 
H 150/03 vom 30.4.2004 Erw.1.3; H 299/03 vom 7.6.2004 Erw. 1.2; R. Ettlin, So-
zialversicherungsrechtliche Aspekte bei Verlust der Selbstversorgungsfähigkeit, 
in: HAVE 2003, S. 117 und Fn. 8).

1.4.4  Der Begriff der dauernden persönlichen Überwachung bezieht sich nicht 
auf die alltäglichen Lebensverrichtungen. Hilfeleistungen, die bereits als direkte 
oder indirekte Hilfe in einem Bereich der alltäglichen Lebensverrichtung Berück-
sichtigung gefunden haben, können bei der Beurteilung der Überwachungsbe-
dürftigkeit nicht nochmals ins Gewicht fallen. Vielmehr ist darunter eine Hilfeleis-
tung zu verstehen, welche infolge des physischen, psychischen und/oder geisti-
gen Gesundheitszustandes der versicherten Person notwendig ist. Eine solche 
persönliche Überwachung ist beispielsweise dann erforderlich, wenn eine versi-
cherte Person wegen geistiger Absenzen nicht während des ganzen Tages allein 
gelassen werden kann oder wenn eine Drittperson mit kleineren Unterbrüchen 
bei der versicherten Person anwesend sein muss, da sie nicht allein gelassen 
werden kann. Eine Überwachungsbedürftigkeit darf angenommen werden, wenn 
die versicherte Person ohne Überwachung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
sich selbst oder Drittpersonen gefährden würde (KSIH Rz. 8035).

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1.5 Ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit hat folgenden An-
forderungen zu genügen: Als Berichterstatterin wirkt eine qualifizierte Person, 
welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse sowie der aus den 
seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen 
und Hilfsbedürftigkeiten hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische 
Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen 
sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern 
notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berück-
sichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen 
sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert be-
züglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestands-
mässigen Erfordernissen der dauernden Pflege und der persönlichen Überwa-
chung (Art. 37 IVV) und der lebenspraktischen Begleitung (Art. 38 IVV) sein. 
Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen An-
gaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Ent-
scheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen 
der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fach-
lich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das 
im Beschwerdefall zuständige Gericht (Urteil des Bundesgerichts 9C_497/2014 
vom 2.4.2015 Erw. 4.1.1 mit Hinweisen auf BGE 140 V 543 Erw. 3.2.1; 133 V 
450 Erw. 11.1.1; 130 V 61 Erw. 6.2; 128 V 93; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 195).

1.6 Ändert sich der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise, so finden laut 
Art. 35 Abs. 2 Satz 1 IVV die Artikel 87 - 88bis IVV Anwendung. Eine Revision der 
Hilflosenentschädigung wird von Amtes wegen durchgeführt, wenn sie im Hin-
blick auf eine mögliche erhebliche Änderung des Hilflosigkeitsgrades auf einen 
bestimmten Termin in Aussicht genommen worden ist (vgl. Art. 87 Abs. 1 lit. a 
IVV). Eine Zunahme der Hilflosigkeit oder Erhöhung des invaliditätsbedingten Be-
treuungsaufwandes oder Hilfebedarfs ist gemäss Art. 88a Abs. 2 IVV zu berück-
sichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.

2.1 Im Feststellungsblatt der Vorinstanz vom 22. Februar 2018 wurden die bei 
der Versicherten gestellten Diagnosen wie folgt wiedergegeben (IV-act. 421):

 V.a. Rubinstein Taybi-Syndrom
 Chromosomal normal
 Finger- und Zehenfehlbildungen
 Microcephalie
 Weitere Dysmorphiezeichen
 Leichte CP (GG 395)
 Esotropie rechts
 Amblyopie rechts

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 Verdacht auf kongenitales Glaukom
 Gemischte spastisch-ataktische Cerebralparese
 Entwicklungsverzögerung EQ = 72 (Bericht vom 24.09.2001 der Frühberatungs- 

und Therapiestelle für Kinder)
 Deutlich seelisch-geistiger Entwicklungsrückstand, EQ geschätzt weniger als 75 

(Bericht vom 16.06.2005 des Amtes für Schuldienste)

2.2 Der Abklärungsbericht 'Hilflosigkeit IV' vom 26. Februar 2018 beruht auf  
einem Hausbesuch der Abklärungsperson, einem in Anwesenheit der Versicher-
ten, ihrer Mutter (und Beiständin) und der Vertreterin eines Mitgliederverbandes 
von und für Menschen mit Behinderungen in der Schweiz durchgeführten Ab-
klärungsgespräch vom 7. Februar 2018 sowie einem Telefongespräch mit der 
Klassenlehrperson der Versicherten vom 19. Februar 2018 (IV-act. 431). Unter 
'Gesundheitszustand' der am 20. Januar 2018 18 Jahre alt gewordenen Versi-
cherten wurde darin u.a. festgehalten, die Versicherte habe gemäss Aussagen 
ihrer Mutter keine Fortschritte in der Entwicklung mehr gemacht. Ab August 2018 
werde sie von Montag bis Freitag in der BSZ D.________ in der Tagesbeschäfti-
gung beginnen. Sie werde weiterhin zuhause wohnen, mit dem Bus abgeholt und 
zurückgefahren werden. Eine Ausbildung komme nicht in Frage, da sie weder le-
sen noch schreiben könne. Letztes Jahr habe sie eine neue Brille angeschafft. 
Letzte Woche sei beim Augenarzt festgestellt worden, dass sie nur drei Meter weit 
sehen könne. Laut dem Bericht der Klassenlehrperson handelt es sich bei der 
Versicherten um eine aufgestellte, fröhliche Person, die gut sozialisiert und an-
gepasst sei. Kognitiv betrachtet sei sie ca. wie ein drei- bis vierjähriges Mädchen. 
Sie könne ihren Namen erkennen, doch schreiben könne sie gar nicht. Feinmoto-
risch habe sie grosse Probleme auch aufgrund ihrer Finger. Beim Laufen habe 
sie nach einer gewissen Zeit Schmerzen. Sie dürfe nicht alle Übungen machen, 
sei beinahe überbeweglich. In der Kommunikation habe sie grosse Fortschritte 
gemacht, könne inzwischen Sätze mit zwei oder drei Worten bilden, so dass sie 
sich [ein] wenig ausdrücken und ihre Bedürfnisse äussern könne. Sie sei jedoch 
darauf angewiesen, dass jemand übersetze. Eine Ausbildung werde für sie nicht 
möglich sein. Ihre Sehschwäche erschwere vieles zusätzlich (IV-act. 431-2/6).

2.2.1  Im Abklärungsbericht vom 26. Februar 2018 wurde anerkannt, dass die 
Versicherte bei den alltäglichen Lebensverrichtungen 'An- und Auskleiden', 'Es-
sen' (Nahrung zerkleinern), 'Körperpflege' (Baden/Duschen) und 'Fortbewe-
gung/Kontaktaufnahme' regelmässig und in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter 
angewiesen sei. Bejaht wurde sodann, dass die Versicherte dauernder Pflege 
(medizinische oder pflegerische Hilfeleistung) bedürfe und eine dauernde per-
sönliche Überwachung notwendig sei (IV-act. 431-4f./6). Verneint wurde eine 
Hilfsbedürftigkeit in den alltäglichen Lebensverrichtungen 'Aufstehen, Absitzen, 
Abliegen' und 'Verrichten der Notdurft' (IV-act. 431-3f./6).

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2.2.2  Zur Lebensverrichtung 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' sind dem aktuellen 
Abklärungsbericht folgende Angaben zu entnehmen (IV-act. 431-3/6):

Selbständig
Sie geht zwischen zwanzig Uhr dreissig und einundzwanzig Uhr ins Bett. Jede Nacht 
ca. zwischen zwei und zwei Uhr dreissig steht sie auf, macht die Balkontüre oder 
die Haustüre auf, geht wegen der Katzen schauen und will ihnen Futter geben. 
Oder sie isst ein Jogurt oder hört Radio. Die Mutter steht dann auch immer auf und 
sorgt dafür, dass sie wieder schlafen geht. Es geht ca. seit drei bis vier Jahren so. 
Sie muss schauen, dass die Tochter richtig im Bett liegt und sie zugedeckt ist.

Der Hilfebedarf kann nur einmal angerechnet werden und wird unter der 
Überwachung angerechnet.

2.2.3  Zur Lebensverrichtung 'Verrichten der Notdurft' wurde im Abklärungsbe-
richt vom 26. Februar 2018 festgehalten (IV-act. 431-4/6):

Sie kann selbständig auf die Toilette gehen. Bei der Körperreinigung nach Stuhl-
gang benötigt sie teilweise die Nachreinigung der Mutter. Sie würde einfach die 
Hose heraufziehen ohne Reinigung. In der Nacht geht sie auch auf die Toilette. Die 
Mutter hilft ihr, da sie sonst einfach auf der Toilette sitzen bleiben würden.

Schule
Sie geht alleine auf die Toilette. Sie lassen sie machen, wissen nicht ob sie die 
Reinigung nach Stuhlgang macht. Stuhlt eher nicht in der Schule, müssten dann 
vermutlich auch nachreinigen. Die Hände wäscht sie selbständig.

Der Hilfebedarf kann nur einmal angerechnet werden und wird unter der 
Überwachung angerechnet.

2.2.4  Zur 'persönlichen Überwachung' wurde im Abklärungsbericht vom 26. Fe-
bruar 2018 Nachfolgendes ausgeführt (IV-act. 431-5/6):

A.________ kann nicht allein gelassen werden, da sie sich Lebensmittel nimmt, 
obwohl man gegessen hat. Sie kennt keine Grenzen. Sie kann aufgrund ihres Ent-
wicklungsrückstands keine Gefahren erkennen und es ist nicht abschätzbar, was 
ihr einfallen würde. In der Wohnung würde sie alle Schränke nach Sachen unter-
suchen. Die Mutter muss Kästen abschliessen oder Süsses verstecken usw. Ins 
Freie kann sie nicht ohne Begleitung, da sie keine Risiken im Strassenverkehr er-
kennen kann. Wenn sie etwas sehen würde, das ihr gefällt, würde sie einfach los-
rennen. 

Gemäss Dr. E.________ scheint der Rückstand der Versicherten immer grösser zu 
werden. Aufgrund des Intellekts muss viel Überwachung geleistet werden, da sie 
die Folgen des eigenen Handelns nicht erkennen kann. 

2.3 Im Vorbescheid vom 16. März 2018 hat die Vorinstanz den Anspruch der 
Versicherten auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades festgelegt (IV-act. 
430). Für die Details der Abklärung wurde auf den Abklärungsbericht vom 26. 
Februar 2018, als integrierten Bestandteil des Entscheids, verwiesen (vgl. IV-act. 
430-2/7).

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2.4 Im Einwand vom 25. April 2018 gegen den Vorbescheid vom 16. März 
2018 (IV-act. 440) wurde im Wesentlichen geltend gemacht, der Hilfsbedarf der 
Versicherten beim 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' und bei der 'Verrichtung der 
Notdurft' werde im Abklärungsbericht eindrücklich beschrieben, jedoch in nicht 
nachvollziehbarer Weise unter 'Überwachung' angerechnet. Weder die erforderli-
che Begleitung beim zu Bett gehen, das regelmässige Zudecken etc. noch das 
Reinigen beim Toilettengang hätten den Zweck, eine gefährliche Situation zu 
vermeiden. Es sei deshalb nicht zulässig, diese Hilfeleistungen unter 'Überwa-
chung' anzurechnen. Sie seien vielmehr den Lebensverrichtungen 'Aufstehen, 
Absitzen, Abliegen' und 'Verrichtung der Notdurft' anzurechnen. 

Die im Januar 2018 18 Jahre alt gewordene Versicherte lebe zuhause. Aufgrund 
ihres Gesundheitszustands sei es ihr nicht möglich, die Dinge des täglichen Le-
bens selbständig zu bewältigen und sie sei auf lebenspraktische Begleitung an-
gewiesen. Dieser Umstand, welchem ebenfalls Rechnung zu tragen sei, sei im 
Abklärungsbericht und im Vorbescheid unbeachtet geblieben.

2.5 In der Stellungnahme des Abklärungsdienstes der Vorinstanz vom 1. Juni 
2018 (IV-act. 445) wurde dazu u.a. festgehalten, "rein motorisch gesehen" sei die 
Versicherte seit Jahren befähigt, die Lebensverrichtung 'Aufstehen, Absitzen, Ab-
liegen' ohne direkte oder indirekte Dritthilfe durchzuführen. So sei diese Lebens-
verrichtung auch in den früheren Abklärungsberichten nicht angerechnet worden. 
Die Tatsache, dass sie seit ca. drei bis vier Jahren während der Nacht aufstehe, 
die Balkontüre oder die Haustüre öffne und wegen der Katzen schauen wolle, ein 
Jogurt esse oder Radio hören wolle, könne der Überwachung zugeordnet wer-
den. Im Sinne der Schadenminderungspflicht seien notwendige Vorkehrungen zu 
treffen, damit die Versicherte nachts die Balkon- und Haustüre nicht mehr öffnen 
könne. Das Erfordernis der blossen Anwesenheit einer Drittperson beim Aufste-
hen in der Nacht sei nur unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Überwa-
chung von Bedeutung, nicht aber im Rahmen der Teilfunktion 'Aufstehen'. Im 
Arztbericht von Dr.med. E.________ vom 10. Januar 2018 (IV-act. 415) werde 
bestätigt, dass bei der Versicherten aufgrund des Intellekts viel Überwachung ge-
leistet werden müsse, da sie die Folgen eigenen Handelns nicht erkennen könne. 

Grundsätzlich könne die Versicherte selbständig auf die Toilette gehen, sowohl 
zu Hause wie in der Schule, was von der Klassenlehrerin bestätigt worden sei. 
Auch im Abklärungsbericht vom 15. Dezember 2016 (IV-act. 379) sei diese Le-
bensverrichtung nicht angerechnet worden, da sie die Notdurft schon damals 
selbständig habe verrichten können. Die teilweise notwendige Nachreinigung bei 
der Körperreinigung nach Stuhlgang könne nicht angerechnet werden, da sie un-
regelmässig notwendig sei. Der erwähnte Hilfebedarf während der Nacht, dass 

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die Mutter ihr helfen müsse, da sie sonst einfach auf der Toilette sitzen bleiben 
würde, könne ebenfalls unter der Überwachung angerechnet werden, da die wie-
derum mit dem psychischen oder geistigen Gesundheitszustand der Versicherten 
zu tun habe. Sie sei fähig, die eigentliche Lebensverrichtung der Notdurft 
selbständig durchzuführen. 

Nachdem eine mittelschwere Hilflosigkeit anerkannt worden sei, sei die lebens-
praktische Begleitung nicht mehr Gegenstand einer Prüfung.

2.6 In der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2018 (IV-act. 447 f.) 
bestätigte die Vorinstanz den Vorbescheid vom 16. März 2018 (IV-act. 430). Zu 
dem dagegen erhobenen Einwand vom 25. April 2018 (IV-act. 440) gab sie die 
Stellungnahme der Abklärungsperson vom 1. Juni 2018 (IV-act. 445) wieder. 

3.1 Umstritten und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Versicherte auch in den 
alltäglichen Lebensverrichtungen 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' und 'Verrichten 
der Notdurft' regelmässig und in erheblicher Weise auf Dritthilfe angewiesen ist, 
und sich ihre Hilflosigkeit gegenüber der letzten, auf einer Sachverhaltsabklärung 
beruhenden Festlegung einer Hilflosigkeit mittelschweren Grades vom 5. Januar 
2017 (vgl. IV-act. 378 f.) revisionsrechtlich in erheblicher Weise geändert hat (vgl. 
KSIH Rz. 8113 i.V.m. Rz. 5002; BGE 137 V 424 Erw. 2.2 und 3.1).

3.2 Im Abklärungsbericht vom 26. Februar 2018 wird ein gewisser Hilfebedarf 
der Versicherten bei diesen Lebensverrichtungen an sich anerkannt, indem u.a. 
festgehalten wird, dass die Mutter auch immer aufstehe und dafür sorge, dass 
die Versicherte wieder schlafen gehe, wenn diese des Nachts aufstehe, sowie 
dass die Versicherte bei der Körperreinigung nach Stuhlgang teilweise die Nach-
reinigung der Mutter benötige. Dieser Hilfebedarf wird vom Abklärungsdienst der 
Vorinstanz indes nicht diesen Lebensverrichtungen zugeordnet, sondern bei der 
'persönlichen Überwachung' angerechnet (vgl. Erw. 2.2.2 ff. hiervor) und/oder als 
zu unregelmässig befunden (vgl. Erw. 2.5 hiervor).

3.3 Da die benötigte Dritthilfe bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen 
insbesondere bei psychisch und geistig Behinderten auch in Form einer Überwa-
chung der versicherten Person bei der Vornahme/Ausführung der in Frage ste-
henden Verrichtungen (indirekte Dritthilfe) bestehen kann (vgl. Erw. 1.4.2 hiervor; 
KSIH Rz. 8030), lassen sich Überschneidungen zum Institut der persönlichen 
Überwachung kaum verhindern. 

Hilfestellungen Dritter, deren die versicherte Person bei mehreren Lebensverrich-
tungen bedarf, dürfen grundsätzlich nur einmal berücksichtigt werden. Bei der 
Zuordnung einer Hilfeleistung zu einer bestimmten Lebensverrichtung hat eine 

12

funktional gesamtheitliche Betrachtungsweise Platz zu greifen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 9C_839/2009 vom 4.6.2010 Erw. 3.3, mit Verweis auf SVR 2004 
AHV Nr. 19, H 150/03 vom 30.4.2004 Erw. 5.3.2). Im Urteil 9C_691/2014 vom 
11. Dezember 2014 (Erw. 4.2 i.f.) hat das Bundesgericht erwogen, es seien keine 
Gründe ersichtlich, weshalb diese Regelung nicht auch institutsübergreifend 
gelten sollte, wenn eine Einschränkung zum einen den Anspruch auf 
lebenspraktische Begleitung auslöse, zum anderen aber auch bei der Beurteilung 
der Hilflosigkeit in den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen ins Gewicht fallen 
könne. 

In diesem Sinne hat eine funktional gesamtheitliche Betrachtungsweise folglich 
auch dann institutsübergreifend Platz zu greifen, wenn sich - wie vorliegend - die 
Frage stellt, ob eine Überwachungsbedürftigkeit als Hilfeleistung in Form der indi-
rekten Dritthilfe in einer alltäglichen Lebensverrichtung anzurechnen ist, oder der 
persönlichen Überwachung zuzuordnen ist (vgl. auch R. Ettlin, Die Hilflosigkeit 
als versichertes Risiko in der Sozialversicherung, Diss. Freiburg 1998, S. 143, mit 
Hinweis auf das Urteil des EVG i.S. E.W./AHVG vom 13.11.1987). 

4.1 Die Körperreinigung/Überprüfen der Reinlichkeit nach dem Toilettengang 
ist nach ständiger Rechtsprechung eine Teilfunktion der Lebensverrichtung "Not-
durft" (Urteil des Bundesgerichts 9C_560/2017 vom 17.10.2017 Erw. 4.2 mit 
Hinweisen, u.a. auf BGE 121 V 88 Erw. 6). Für die Hilfsbedürftigkeit in einer Le-
bensverrichtung mit mehreren Teilfunktionen ist nicht verlangt, dass die versi-
cherte Person bei allen oder einer Mehrzahl dieser Teilfunktionen fremder Hilfe 
bedarf. Es genügt, wenn sie bei einer Funktion auf Dritthilfe angewiesen ist. Er-
heblich ist die Hilfe, wenn die versicherte Person mindestens eine Teilfunktion 
einer einzelnen Lebensverrichtung nicht mehr, nur mit unzumutbarem Aufwand, 
oder nur auf unübliche Art und Weise selbst ausüben kann oder wegen ihres 
psychischen Zustandes ohne besondere Aufforderung nicht vornehmen würde 
(vgl. Erw. 1.4.1 hiervor mit weiteren Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
9C_560/2017 vom 17.10.2017 Erw. 4.3 mit Hinweisen). 

4.2 Wie sich aus den Akten ergibt, wurde eine Hilfsbedürftigkeit der 
Versicherten bei der 'Verrichtung der Notdurft' - bei gleichzeitiger Anerkennung 
des Bedarfs einer persönlichen Überwachung - in den Abklärungsberichten vom 
12. April 2010 (IV-act. 197), vom 23. November 2011 (IV-act. 250) und vom 3. 
Dezember 2014 (IV-act. 320) jeweils bejaht. Im Abklärungsbericht vom 12. April 
2010 wurde dazu ausgeführt, sie könne sich nach dem Stuhlgang nicht 
genügend sauber reinigen. Man habe zwar einen WC-Aufsatz, diesen könne sie 
aber aus kognitiven Gründen nur bedingt anwenden. Sie benötige daher eine 
Nachreinigung und Kontrolle (IV-act. 197-5/7). Im Abklärungsbericht vom 23. No-

13

vember 2011 wurde festgehalten, sie sei trocken und gehe allein auf die Toilette. 
Man müsse sie dazu auffordern. Am Morgen und am Abend werde sie feucht ge-
reinigt, weil sie sofort rot werde. Sie habe einen WC-Aufsatz. Sie könne die Toi-
lette spülen, sei aber nicht in der Lage, sich selber zu reinigen (IV-act. 250-6/8). 
Im Abklärungsbericht vom 3. Dezember 2014 wurde wiederum ausgeführt, die 
Versicherte sei trocken und gehe allein auf die Toilette. Am Morgen und am 
Abend werde sie feucht gereinigt, weil sie sofort rot werde. Sie habe einen Clo-
somat mit WC-Aufsatz. Sie könne die Toilette spülen, sei aber nicht in der Lage 
sich selber zu reinigen. Seit dem Sommer habe sie die Menstruation. Sie könne 
sich die Binden nicht selbständig wechseln. Dies übernehme die Mutter (nicht an-
rechenbar) (IV-act. 320-6/8). 

Im Abklärungsbericht vom 15. Dezember 2016 wurde eine Hilfsbedürftigkeit der 
Versicherten bei der 'Verrichtung der Notdurft' dagegen mit der Begründung ver-
neint, sie könne zuhause selbständig auf die Toilette gehen. Bei der Körperreini-
gung nach Stuhlgang benötige sie teilweise eine Nachreinigung. Auch sei die 
Toilette anschliessend oft verschmutzt. Binden wechseln könne sie nicht 
selbständig (nicht anrechenbar). Sie gehe bei Bedarf auch nachts allein auf die 
Toilette. In der Schule könne sie allein auf die Toilette gehen. Sie müsse an die 
Hygiene erinnert und auch kontrolliert werden (IV-act. 379-4/7).

4.3 Wie in den bisherigen Abklärungsberichten seit dem 12. April 2010, wurde 
auch im Abklärungsbericht vom 26. Februar 2018 festgestellt, dass die 
Versicherte bei der Körperreinigung nach dem Stuhlgang (teilweise) Hilfe 
benötigt (vgl. Erw. 2.2.3 hiervor). Die Vorinstanz verneint indes eine regelmässig 
notwendige Hilfe der Versicherten bei der Körperreinigung nach der Verrichtung 
der Notdurft, weil eine Nachreinigung nach Stuhlgang unregelmässig benötigt 
werde.

Mit der Fokussierung darauf, dass die Nachreinigung nach dem Stuhlgang 'nur' 
teilweise benötigt wird, lässt die Vorinstanz ausser Acht, dass diese Hilfestellung 
typischerweise zumindest eventuell (nicht voraussehbar) täglich benötigt wird, 
und damit im Sinne der Rechtsprechung als regelmässige Hilfestellung gilt (vgl. 
Erw. 1.4.1 hiervor). Der sporadisch benötigten Hilfe im Zusammenhang mit der 
Verrichtung der Notdurft geht zudem die Planbarkeit ab, was eine regelmässige 
Kontrolle nach dem Toilettengang der Versicherten bedingt (Überprüfen der 
Reinlichkeit), ob eine Nachreinigung jeweils erforderlich sei, auch wenn dies im 
aktuellen Abklärungsbericht nicht mehr explizit erwähnt wird. Dieses Kontroll-
erfordernis erhellt sich auch daraus, dass die geistig retardierte Versicherte mit 
eingeschränktem Spracherwerb (IV-act. 391-1/2) weder zu Hause noch in der 
Schule nach dem Toilettengang um Hilfe ersucht, sondern nach der Verrichtung 

14

der Notdurft einfach die Hose heraufziehen würde, ohne Reinigung (vgl. Erw. 
2.2.3 hiervor). Dass man die Versicherte in der Schule machen lassen kann, oh-
ne die Reinigung nach dem Stuhlgang zu überprüfen, beruht darauf, dass sie in 
der Schule eher nicht stuhlt. Ansonsten geht auch die Klassenlehrperson davon 
aus, dass eine Nachreinigung in der Schule erforderlich wäre. 

Zusammenfassend kann die Versicherte die Körperreinigung nach dem Toilet-
tengang nicht (in genügender Weise) selbständig vornehmen, sondern bedarf 
hierzu zumindest eventuell täglich der Hilfe Dritter (vornehmlich der Mutter). Da-
mit ist sie bei der Verrichtung der Notdurft auf regelmässige und erhebliche Dritt-
hilfe angewiesen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_560/2017 vom 17.10.2017 
Erw. 4.3). Dieser Hilfebedarf ist bei einer funktional gesamtheitlichen Betrach-
tungsweise offenkundig der Teilfunktion 'Körperreinigung/Überprüfen der Rein-
lichkeit' zuzuordnen und nicht der persönlichen Überwachung.

Eine separate Prüfung, ob die nächtliche Hilfe der Mutter beim Toilettengang - da 
sie sonst einfach auf der Toilette sitzen bleiben würde - unter den Lebensbereich 
'Verrichtung der Notdurft' zu subsumieren wäre, entfällt bei diesem Ergebnis. 

5.1 Das Erfordernis der blossen Anwesenheit einer Drittperson beim Aufstehen 
in der Nacht ist nur unter dem Gesichtspunkt der persönlichen Überwachung 
(Rz. 8035 ff.) von Bedeutung, nicht aber im Rahmen der Teilfunktion "Aufstehen" 
(KSIH Rz. 8017 mit Hinweis auf ZAK 1987 S. 247). Im zitierten Entscheid erwog 
das EVG, die Einschränkung, dass eine versicherte Person in der Nacht wegen 
Gleichgewichtsstörungen nie allein gelassen werden dürfe, sei einzig unter dem 
Gesichtspunkt der persönlichen Überwachung von Bedeutung und könne im 
Rahmen der Lebensverrichtung 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' nicht 
berücksichtigt werden (vgl. ZAK 1987 S. 249). 

5.2 In den Abklärungsberichten vom 12. April 2010 (IV-act. 197) und vom 
23. November 2011 (IV-act. 250) wurde hinsichtlich der alltäglichen Lebensver-
richtungen 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' noch keine Einschränkung aufgeführt. 
Erstmals wurde im Abklärungsbericht vom 3. Dezember 2014 erwähnt, dass die 
Versicherte aktuell in der Nacht nicht durchschlafe, des Öfteren aufstehe, herum-
spaziere und Radio höre. Die Mutter müsse sie jeweils wieder zum Schlafen auf-
fordern (IV-act. 320-4f./8). Im Abklärungsbericht vom 15. Dezember 2016 wurde 
festgehalten, die Versicherte schlafe in der Nacht nicht durch. Sie gehe meistens 
zwischen 20 Uhr bis 20.30 Uhr ins Bett. Um ca. 24 Uhr, 1 Uhr oder 1.30 Uhr höre 
sie dann Radio. Ihre Mutter müsse sie jeweils wieder zum Schlafen auffordern 
(IV-act. 379-3/7). In beiden Berichten wurde die Hilfsstellung der Mutter während 
den Wachphasen der Versicherten der 'persönlichen Überwachung' zugeordnet.

15

5.3 Im Abklärungsbericht vom 26. Februar 2018 wurde unter 'Aufstehen, Absit-
zen, Abliegen' wiederum ein gewisser Hilfebedarf der Versicherten während ihren 
nächtlichen Wachphasen festgehalten und bei der 'persönlichen Überwachung' 
(Erw. 2.2.4 hiervor) angerechnet.

Gemäss der in der angefochtenen Verfügung vom 27. Juni 2018 übernommenen 
Stellungnahme des Abklärungsdienstes der Vorinstanz vom 1. Juni 2018 (IV-act. 
445, 447-2/6) kann die Tatsache, dass die Versicherte seit ca. drei bis vier Jah-
ren während der Nacht aufsteht, die Balkontüre oder die Haustüre öffnet und we-
gen der Katzen schauen will, ein Jogurt isst oder Radio hören will, als Erfordernis 
der blossen Anwesenheit einer Drittperson beim Aufstehen in der Nacht, der 
Überwachung zugeordnet werden. Im Sinne der Schadenminderungspflicht seien 
notwendige Vorkehrungen zu treffen, damit die Versicherte nachts die Balkon- 
und Haustüre nicht mehr öffnen könne. 

5.4 Aus den im Abklärungsbericht vom 26. Februar 2018 rapportierten Anga-
ben der Mutter der Versicherten geht indes auch hervor, dass sie - über die 
Überwachung der Versicherten während den nächtlichen Wachphasen hinaus -  
auch dafür besorgt ist, dass die Versicherte wieder schlafen geht und richtig im 
Bett liegt (vgl. Erw. 2.2.2 hiervor). 

Vor dem Hintergrund, dass die Versicherte aufgrund ihres Entwicklungsrück-
stands einerseits keine Gefahren erkennen kann, nicht allein gelassen werden 
darf und ohne Begleitung nicht ins Freie gehen kann (vgl. Erw. 2.2.4 hiervor) so-
wie andererseits während ihren nächtlichen Wachphasen u.a. auch die Balkontü-
re öffnet oder die Haustüre aufmacht (vgl. Erw. 2.2.2 hiervor), erscheint es gleich-
wohl plausibel, dass die Vorinstanz und ihr Abklärungsdienst das Aufstehen und 
die Anwesenheit der Mutter wegen den nächtlichen Wachphasen der Versicher-
ten, unter dem Gesichtspunkt der 'persönlichen Überwachung' berücksichtigt 
haben (vgl. Erw. 5.1 hiervor). In diese sachlich nicht zu beanstandende 
Einschätzung hat das Gericht nicht einzugreifen (vgl. Erw. 1.5 hiervor mit 
Hinweisen).

Bei einer funktional gesamtheitlichen Betrachtungsweise besteht trotz des 
sachlich engen Zusammenhangs zur Teilfunktion 'Abliegen', kein Anlass, das 
Sorgetragen dafür, dass die Versicherte sich jeweils wieder schlafen legt, aus der 
'persönlichen Überwachung' gleichsam auszuklammern und als indirekte 
Dritthilfe bei der Lebensverrichtung 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' zu 
berücksichtigen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_691/2014 vom 11.12.2014 
Erw. 5), zumal ansonsten die Gefährdungssituation weiter andauern würde, 
welche eine 'persönlichen Überwachung' erforderlich macht.

16

Dagegen ist mit der Beschwerdeführerin festzustellen, dass sich aus der rein 
motorischen Fähigkeit der geistig retardierten Versicherten, die Lebensverrich-
tung 'Aufstehen, Absitzen, Abliegen' vorzunehmen (vgl. Erw. 2.5 hiervor), nicht 
zum Vornhinein schliessen lässt, die von der Versicherten benötigte Aufforde-
rung/Mo-tivation, um nach dem nächtlichen Erwachen wieder schlafen gehen, 
könnte nicht als indirekte Dritthilfe in der alltäglichen Lebensverrichtung 'Aufste-
hen, Absitzen, Abliegen' resp. der Teilfunktion 'Abliegen' qualifizieren werden 
(vgl. Erw. 1.4.2).

6.1 Im Ergebnis ist festzuhalten, dass die Versicherte auch bei der 'Verrichtung 
der Notdurft' und somit in fünf alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig und 
in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist. Sie benötigt weiterhin 
eine dauernde medizinisch-pflegerische Hilfe und eine dauernde persönliche 
Überwachung, was unbestritten ist. Die Hilflosigkeit gilt damit weiterhin als mittel-
schwer.

6.2 Anzufügen ist, dass die Mutter der Versicherten im Schreiben vom 2. Au-
gust 2018 (Bf-act. 3) ausgeführt hat, dass die "Nachtwanderungen" der Versi-
cherten sicher schon seit vier Jahren stattfinden würden, was in grundsätzlicher 
Übereinstimmung mit den in vorstehender Erw. 5.2 aufgeführten 
Abklärungsberichten vom 3. Dezember 2014 und vom 15. Dezember 2016 steht. 

Mithin wäre im Hilfsbedarf, welcher aus den Wachphasen der Versicherten resul-
tiert, weder eine revisionsrechtlich beachtliche Änderung in den tatsächlichen 
Verhältnissen noch eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu erken-
nen (vgl. BGE 137 V 424 Erw. 3.1), wenn das Sorgetragen der Mutter dafür, dass 
die Versicherte sich nach "Nachtwanderungen" jeweils wieder schlafen legt, als 
indirekte Dritthilfe bei der Teilfunktion 'Abliegen' zu berücksichtigen wäre. Anders 
als in dem von der Versicherten angeführten Urteil des Bundesgerichts 
9C_809/2015 vom 10.8.2016 (Erw. 4.1 f. und 6.1) liegt bei der Versicherten auch 
keine nachhaltig veränderte Schlafsituation seit der letzten, auf einer Sachver-
haltsabklärung beruhenden Festlegung des Hilflosigkeitsgrades (am 5. Januar 
2017, vgl. IV-act. 379) vor, welche einen seither erhöhten - revisionsrechtlich zu 
berücksichtigenden - Aufsichtsbedarfs durch die Mutter zur Folge gehabt hätte. 

6.3 Soweit die Mutter der Versicherten im erwähnten Schreiben vom 2. August 
2018 (Bf-act. 3) u.a. weiter festgehalten hat, dass sie nunmehr Vorkehrungen ge-
troffen habe, damit die Versicherte nachts die Balkon- und Haustüre nicht mehr 
öffnen könne (Entfernung des Türgriffs an der Haustür, Anbringung eines Schlos-
ses an der Balkontür), vermag dies am vorstehenden Ergebnis nichts zu ändern. 

17

Auch unter der Annahme, wonach infolge Wegfalls der vorstehend aufgezeigten 
Gefährdungssituation eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen vorliegen würde in dem Sinne, dass die verbleibenden nächtlichen Hilfe-
stellungen der Mutter nunmehr der Lebensverrichtung 'Aufstehen, Absitzen, 
Abliegen' zuzuordnen seien, wäre eine sich daraus ergebende Zunahme der Hilf-
losigkeit erst nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses der 
angefochtenen Verfügung der Vorinstanz vom 27. Juni 2018 (vgl. dazu Urteil des 
Bundesgerichts 8C_980/2012 vom 18.4.2013 Erw. 3 mit Verweis auf BGE 131 V 
9 Erw. 1) erfolgt, resp. hätte zu diesem Zeitpunkt nicht bereits drei Monate ange-
dauert (vgl. Art. 88a Abs. 2 IVV), womit sie im Rahmen der aktuell erfolgten Revi-
sion von Amtes nicht zu berücksichtigen wäre (vgl. Erw. 1.6 hiervor). 

7.1 Die Versicherte macht unter Berufung auf die Rechtsprechung (ohne 
Referenzangabe) geltend, die Vorinstanz hätte den Bedarf an lebenspraktischer 
Begleitung als möglichen Revisionsgrund prüfen müssen, ungeachtet der Frage, 
ob dieser Revisionsgrund selber leistungsrelevant sei oder nicht.

7.2 Unter einem Revisionsgrund ist jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, u.a. Verbesserung oder Verschlechterung des 
Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die 
geeignet ist, den Grad der Hilflosigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu 
beeinflussen (BGE 137 V 424 Erw. 3.1). Ein Bedarf an lebenspraktischer 
Begleitung (Art. 38 IVV) kann in dem Sinne einen Revisionsgrund darstellen, als 
er zu einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung leichten Grades berech-
tigt (Art. 37 Abs. 3 lit. e IVV) oder - unter den Voraussetzungen von Art. 37 Abs. 2 
lit. c IVV - zu einem Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades. 
Andere Anspruchskombinationen als die in Art. 37 IVV abschliessend genannten 
Varianten mit lebenspraktischer Begleitung können dagegen nicht zu einem 
höheren Leistungsanspruch resp. einem höheren Hilflosigkeitsgrad führen (vgl. 
Erw. 1.3 hiervor; KSIH Rz. 8009.1).

Die Versicherte hatte bereits als Minderjährige Anspruch auf eine Hilflosenent-
schädigung mittleren Grades (vgl. Ingress lit. B hiervor). Dieser Anspruch der 
Versicherten ist nach dem Erreichen des Mündigkeitsalters weiterhin - unabhän-
gig von einem möglichen Bedarf an lebenspraktischer Begleitung - unbestritten. 
Zu einem höheren Hilflosigkeitsgrad kann ein Bedarf an lebenspraktischer Be-
gleitung nicht führen. Damit ist ein möglicher Bedarf an lebenspraktischer Beglei-
tung in casu zum Vornhinein nicht geeignet, den Grad der Hilflosigkeit resp. den 
Umfang des Anspruchs zu beeinflussen. Folglich ist es nicht zu beanstanden, 
dass die Vorinstanz auf eine entsprechende Prüfung verzichtet hat.

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8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens braucht nicht abschliessend geklärt zu 
werden, wie es sich mit den verschiedenen Vorkehrungen verhält, welche 
gemäss der Stellungnahme der Vorinstanz vom 28. August 2018 von der Versi-
cherten im Rahmen der Schadensminderungspflicht zur "Behebung oder Ein-
dämmung der Schlafstörung" zu erwarten gewesen wären. Dazu ist zum einen 
darauf hinzuweisen, dass unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht von 
der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter 
Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des 
Einzelfalles zumutbar sind (vgl. Erw. 1.4.3). Zum andern gilt, dass bei Unklarhei-
ten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen 
auf alltägliche Lebensverrichtungen Rückfragen an die medizinischen Fachper-
sonen nicht nur zulässig, sondern notwendig sind (vgl. Erw. 1.5). Eine medizini-
sche Abklärung der Schlafstörung, welche sich auch mit dem schweren globalen 
Entwicklungsrückstand der Versicherten und ihren Entwicklungsfähigkeiten 
gemäss der Aktenlage (vgl. dazu etwa IV-act. 248; 250-2/8; 302, 391) auseinan-
dersetzt, ist nicht ersichtlich, weshalb hier offen bleiben kann, welche Vorkehrun-
gen in diesem Zusammenhang gegebenenfalls in Frage kämen.

9. Zusammenfassend erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb 
sie abzuweisen ist. Diesem Ergebnis entsprechend werden die Verfahrenskosten 
der Beschwerdeführerin auferlegt.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird im Sinne der Erwägungen abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und Barauslagen) 
werden auf Fr. 500.-- festgelegt und der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie 
hat einen Kostenvorschuss von Fr. 500.-- bezahlt, so dass die Rechnung 
ausgeglichen ist.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizer-
hofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesge-
setzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110] 
vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113 ff. BGG). 

5. Zustellung an:
- die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin (2/R)
- die Vorinstanz (A)
- und das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, 3003 Bern (A).

Schwyz, 14. Dezember 2018

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Der Gerichtsschreiber:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 
Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 7. Januar 2019