# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43ab114a-0c02-5d74-b831-eecdd0236706
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-25
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 25.03.2025 PF250007
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_PF250007_2025-03-25.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: PF250007-O/U

Mitwirkend: Oberrichterin lic. iur. E. Lichti Aschwanden, Vorsitzende, 

Oberrichterin lic. iur. A. Strähl und Oberrichter Dr. E. Pahud sowie 

Gerichtsschreiberin MLaw J. Camelin-Nagel

Beschluss vom 25. März 2025

in Sachen

A._____, 
Beschwerdeführer

sowie

B._____, 
Verfahrensbeteiligte

vertreten durch Rechtsanwalt MLaw X._____, 

betreffend Rechtsverzögerungsbeschwerde im Verfahren des Einzelgerich-
tes in Erbschaftssachen des Bezirksgerichtes Zürich (EN241263)

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Erwägungen:

1.1. Am tt.mm.2012 verstarb C._____ (Erblasser) mit letztem Wohnsitz in Zü-

rich. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Kinder A._____ und B._____ (Ge-

schäfts-Nr. EM120567-L/U). Am 3. Februar 2021 reichte A._____ gegen seine 

Schwester beim Bezirksgericht Zürich (10. Abteilung) eine Klage auf Teilung des 

Nachlasses ein. Das Bezirksgericht trat mit Beschluss vom 22. April 2021 auf die 

Klage mangels Bezahlung des Kostenvorschusses von Fr. 20'000.00 nicht ein 

(Geschäfts-Nr. CP210002-L/U). Eine dagegen beim Obergericht des Kantons Zü-

rich erhobene Berufung wurde mit Entscheid vom 29. Juni 2021 abgewiesen, und 

der Beschluss des Bezirksgerichtes vom 22. April 2021 wurde bestätigt (Ge-

schäfts-Nr. LB210028-O/U). Die dagegen von A._____ beim Bundesgericht erho-

bene Beschwerde wurde mit Urteil vom 24. Februar 2022 abgewiesen (act. 21/1; 

BGer 5A_603/2021 vom 24. Februar 2022).

1.2. Das Einzelgericht in Erbschaftssachen des Bezirksgerichtes Zürich ordnete 

mit Urteil vom 16. Dezember 2022 auf entsprechendes Gesuch des Betreibungs-

amtes gemäss Art. 12 VVAG die Teilung des Nachlasses des Erblassers unter 

Mitwirkung der Behörde anstelle des Schuldners A._____ an. Mit der Mitwirkung 

bei der Erbteilung wurde der Notar des Kreises Zürich (Altstadt) beauftragt (Ge-

schäft-Nr. EN221297-L/U). Mit Urteil vom 13. Januar 2023 zog das Einzelgericht 

in Erbschaftssachen des Bezirksgerichtes Zürich Dispositiv-Ziffer 2 ihres vorer-

wähnten Urteils insofern in Wiedererwägung, als mit der Mitwirkung bei der Erb-

teilung neu der hierfür zuständige Notar des Kreises Hottingen-Zürich beauftragt 

wurde. Sämtliche übrigen Anordnungen des Urteils vom 16. Dezember 2022 blie-

ben unverändert (Geschäft-Nr. EN230045-L/U). Mit Eingabe vom 23. Januar 2023 

erhob A._____ beim Obergericht eine Berufung gegen das Urteil des Einzelge-

richts in Erbschaftssachen vom 16. Dezember 2022. Der Wiedererwägungsent-

scheid vom 13. Januar 2023 bzw. der berichtigte Punkt blieb unangefochten. Mit 

obergerichtlichem Urteil vom 7. Juli 2023 wurde die Berufung abgewiesen (Ge-

schäfts-Nr. LF230006-O/U). Auf eine von A._____ dagegen erhobene Be-

schwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 21. September 2023 nicht ein 

(BGer 5A_664/2023 vom 21. September 2023).

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1.3. Mit Eingaben vom 23. Mai 2024 und 4. Juni 2024 sowie mit ergänzenden 

Eingaben vom 8., 12., 21. und 23. Juni 2024 gelangte A._____ an das Einzelge-

richt in Erbschaftssachen des Bezirksgerichts Zürich und verlangte (sinngemäss) 

die umgehende Beendigung der Mitwirkung der Behörden bei der Teilung der 

Erbschaft. Mit Urteil vom 1. Juli 2024 wies das Einzelgericht in Erbschaftssachen 

des Bezirksgerichts Zürich das Begehren von A._____ ab (Geschäfts-

Nr. EN240572; act. 6/17). Mit obergerichtlichem Urteil vom 21. August 2024 

wurde die Berufung abgewiesen (act. 6/18; Geschäfts-Nr. LF240070-O/U). Auf 

eine von A._____ dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Ur-

teil vom 19. September 2024 nicht ein (act. 6/20; BGer 5A_610/2024 vom 19. 

September 2024).

1.4. Seit März 2024 reichte der Beschwerdeführer beim Bezirksgericht Zürich 

zahlreiche und teilweise sehr ausschweifende Schreiben ein, in denen er sich 

über das Verhalten seiner Schwester und Miterbin, über die Arbeit des Notars und 

über die Arbeit des Gerichts beschwerte und im Wesentlichen immer wieder ver-

langte, dass das Gericht und/oder der Notar von Amtes wegen Schutzmassnah-

men zu ergreifen hätten (vgl. act. 5/8 E. III sowie act. 6/12; act. 6/14-19; 

act. 6/22). Die Eingaben wurden vom Einzelgericht in Erbschaftssachen des Be-

zirksgerichts Zürich insoweit beantwortet, als dass A._____ darauf aufmerksam 

gemacht wurde, welche rechtlichen Möglichkeiten durch ihn geprüft und beantragt 

werden könnten und er dazu rechtliche Beratung in Anspruch nehmen solle (vgl. 

etwa act. 6/13, act. 6/21). 

1.4. Mit Schreiben vom 27. Dezember 2024 (Datum Poststempel) reichte 

A._____ (nachfolgend: Beschwerdeführer) beim Einzelgericht Erbschaftssachen 

des Bezirksgerichtes Zürich (nachfolgend Vorinstanz) eine Eingabe mit folgenden 

Anträgen ein (act. 5/1, Geschäfts-Nr. EN241263):

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1. Es sei dem Gesuchsteller zu gestatten, für den Unterhalt der Lie-
genschaft bis zu einem bestimmten Betrag auf das Vermögen der 
Erbengemeinschaft auch ohne Einverständnis der Miterbin zuzu-
greifen.

2. Der Gesuchsteller sei ausdrücklich zu ermächtigen, ohne Einver-
ständnis der Miterbin neue Hypotheken bei einer Bank abzusch-
liessen.

Die Vorinstanz nahm die Eingabe als Antrag des Beschwerdeführers um Einset-

zung als Erbenvertreter mit beschränkter Befugnis zur Vornahme gewisser not-

wendigen Verwaltungshandlungen entgegen (vgl. act. 5/8 E. V.). Mit Verfügung 

vom 15. Januar 2025 forderte die Vorinstanz ihn auf, kurz darzulegen, weshalb 

die Einsetzung einer neutralen Drittperson als Erbenvertreter für die genannten 

Aufgaben sein Einkommen gefährden würde, sowie kurz aufzulisten, für welche 

Liegenschaften neue Hypotheken abzuschliessen seien. Schliesslich forderte die 

Vorinstanz den Beschwerdeführer auf, kurz zu beziffern, welcher Betrag für den 

Unterhalt welcher Liegenschaft notwendig sein soll. Dies jeweils unter der Andro-

hung, dass im Säumnisfall Verzicht auf Substantiierung angenommen werde. 

Gleichzeitig setzte die Vorinstanz der Miterbin Frist zur Stellungnahme an 

(act. 5/8). Innert der angesetzten Frist reichte der Beschwerdeführer eine Eingabe 

vom 20. Januar 2025 ein (act. 5/16). Die Miterbin reichte mit Eingabe vom 29. Ja-

nuar 2025 eine Stellungnahme ein (act. 5/23). Der Beschwerdeführer reichte in 

der Folge zahlreiche weitere Eingaben ein (act. 5/26/1–17). Mit Urteil vom 26. Fe-

bruar 2025 wies die Vorinstanz die Anträge des Beschwerdeführers ab (act. 4).  

1.5. Mit Eingabe vom 11. Februar 2025 reichte der Beschwerdeführer eine 

Rechtsverzögerungsbeschwerde betreffend das Verfahren Geschäfts-

Nr. EN241263 beim Obergericht des Kantons Zürich "Stelle für Rechtsverzöge-

rungsbeschwerden" ein. Da bei der Verwaltungskommission bereits eine Auf-

sichtsbeschwerde des Beschwerdeführers hängig ist (Verfahren VB250004), 

wurde die Eingabe zunächst der Verwaltungskommission zugestellt. Diese leitete 

sie am 10. März 2025 der II. Zivilkammer weiter, worauf vorliegendes Verfahren 

angelegt wurde (vgl. act. 2). Der Beschwerdeführer beantragt die Vornahme der 

Erbteilung, die Zusprechung von Schadenersatz, die Feststellung, dass die Miter-

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bin das Verfahren sabotiere und verzögere, sowie die Einsetzung als Erbenvertre-

ter für die Dauer des obergerichtlichen Verfahrens (act. 2 S. 19). 

1.6. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 5/1–28; act. 6/1–22). 

Das Verfahren ist spruchreif.

2.1. Gegen eine behauptete Rechtsverweigerung oder Rechtsverzögerung kann 

jederzeit Beschwerde erhoben werden (Art. 319 lit. c ZPO, Art. 321 Abs. 4 ZPO). 

Die Beschwerde zielt darauf ab, von der Rechtsmittelinstanz feststellen zu lassen, 

dass die Vorinstanz die Sache nicht innert angemessener Frist behandelt. Ob das 

(prozessuale) Verhalten einer Partei (bspw. der Miterbin) zu einer Verzögerung 

des Verfahrens (bzw. der Erbteilung) führt, bildet hingegen ebenso wenig Gegen-

stand des vorliegenden Verfahrens wie allfällige Schadenersatzansprüche.

2.2. Die Vorinstanz hat das Verfahren EN241263 mit Urteil vom 26. Februar 

2025 erledigt. Demzufolge fehlt es dem Beschwerdeführer für das vorliegende 

Verfahren am notwendigen Rechtsschutzinteresse. Auf seine Rechtsverzöge-

rungsbeschwerde ist nicht einzutreten (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). 

2.3. Im Übrigen zeigt bereits die Prozessgeschichte, dass der Vorinstanz keiner-

lei Rechtsverzögerung vorgeworfen werden kann, sondern die verschiedenen 

Verfahren jeweils zeitnah beurteilt und abgeschlossen wurden (vgl. hiervor E. 1). 

So auch hier: Nach Einleitung des Verfahrens durch den Beschwerdeführer mit 

Eingabe vom 27. Dezember 2024 (Datum Poststempel) erliess die Vorinstanz am 

15. Januar 2025 umgehend eine Verfügung, in welcher sie dem Beschwerdefüh-

rer Substantiierungshinweise gab und ihn nochmals ausdrücklich und in einer für 

juristische Laien verständlichen Art auf die rechtlichen Möglichkeiten eines Erben 

sowie die Kompetenzen des Einzelgerichts in Erbschaftssachen hinwies (vgl. 

act. 5/8 E. IV). Nach Eingang der fristgerechten Eingabe des Beschwerdeführers 

(sowie zahlreichen weiteren Eingaben seinerseits) befand die Vorinstanz bereits 

mit Urteil vom 26. Februar 2025 über die Anträge des Beschwerdeführers. Eine 

Rechtsverzögerung seitens der Vorinstanz liegt nicht vor. Folglich erwiese sich 

die Beschwerde – könnte darauf eingetreten werden – als unbegründet.

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3. Ausgangsgemäss unterliegt der Beschwerdeführer mit seiner Be-

schwerde und wird kostenpflichtig (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO). Die zweitinstanzli-

che Entscheidgebühr ist unter Berücksichtigung aller massgeblicher Kriterien und 

unter Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips auf Fr. 300.– festzusetzen (vgl. 

§ 12 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 7 GebV OG) und dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen.

Es wird beschlossen:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr wird auf Fr. 300.– festgesetzt und 

dem Beschwerdeführer auferlegt.

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

4. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Miterbin unter Beilage eines 

Doppels von act. 2, sowie an das Bezirksgericht Zürich, je gegen Empfangs-

schein.

Die erstinstanzlichen Akten gehen nach unbenütztem Ablauf der 

Rechtsmittelfrist an die Vorinstanz zurück.

5. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid an das Bundesgericht ist 
innert 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesge-
richt, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen 

Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder 

Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 

des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG).

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Dies ist ein Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. 

Es handelt sich um eine vermögensrechtliche Angelegenheit.

Die Beschwerde an das Bundesgericht hat keine aufschiebende Wirkung.

Obergericht des Kantons Zürich
II. Zivilkammer

Die Gerichtsschreiberin:

MLaw J. Camelin-Nagel

versandt am:
26. März 2025