# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 969e5812-af2f-5744-8f69-ceaadf873b13
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-20
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 20.08.2025 200 2024 461
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2024-461_2025-08-20.pdf

## Full Text

EL 200 2024 461 
MAK/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 20. August 2025

Verwaltungsrichterin Mauerhofer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Isliker
Gerichtsschreiberin Bischof

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

Ausgleichskasse des Kantons Bern
Abteilung Ergänzungsleistungen, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 20. August 2025, EL 200 2024 461

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Sachverhalt:

A.

Die 1961 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
bezieht seit dem 1. Mai 2023 eine ordentliche Altersrente der Alters- und 
Hinterlassenenversicherung (AHV; Akten der Ausgleichskasse des Kantons 
Bern [AKB bzw. Beschwerdegegnerin; act. II] 2) und meldete sich im Juni 
2023 zum Bezug von Ergänzungsleistungen (EL) an (act. II 1). Dabei gab 
sie unter anderem an, an einer unverteilten Erbschaft beteiligt zu sein (S. 6 
Ziff. 10.5) und reichte aufforderungsgemäss weitere Unterlagen hierzu ein 
(act. II 14). Mit Verfügung vom 28. Juli 2023 (act. II 18) verneinte die AKB 
einen Anspruch auf EL ab 1. Mai 2023, weil das Vermögen der Versicher-
ten den massgeblichen Schwellenwert von Fr. 100'000.– überschreite. Eine 
dagegen erhobene Einsprache (act. II 19, 20) wies die AKB mit Entscheid 
vom 3. Juni 2024 (act. II 23) ab. 

B.

Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 26. Juni 2024 sowie ei-
ner Ergänzung vom 2. Juli 2024 Beschwerde und beantragte die Aufhe-
bung des angefochtenen Einspracheentscheids sowie die Ausrichtung von 
EL zu ihrer AHV-Rente. 

Mit Eingabe vom 4. Juli 2024 reichte das Sozialamt B.________ eine Er-
gänzung zur Beschwerde vom 26. Juni 2024 ein und beantragte, das Ver-
fahren sei bis zur Klarheit über die Höhe der Anwartschaft zu sistieren.

Mit prozessleitender Verfügung vom 9. Juli 2024 wurde das Sozialamt 
B.________ aufgefordert, eine Vollmacht der Beschwerdeführerin einzurei-
chen.

Am 5. August 2024 reichte die Beschwerdeführerin weitere Ausführungen 
zur Begründung ihrer Beschwerde sowie weitere Unterlagen ein.

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Mit Schreiben vom 27. August 2024 teilte das Sozialamt B.________ mit, 
die Beschwerdeführerin habe die ihr vorgelegte Vertretungsvollmacht nicht 
unterzeichnet, halte jedoch an der Beschwerde fest.

Mit Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2024 schloss die Beschwerdegeg-
nerin auf Abweisung der Beschwerde. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 
kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet der Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 
(act. II 23). Streitig und zu prüfen ist der EL-Anspruch der Beschwerdefüh-
rerin und hierbei einzig, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch wegen 
Überschreitens der Vermögensschwelle von Fr. 100'000.– (vgl. E. 2.2 hier-
nach) zu Recht verneint hat. Die richterliche Beurteilung hat sich praxis-
gemäss auf diesen Punkt zu beschränken, wogegen aufgrund der Akten 

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kein Anlass besteht, die übrigen unbestritten gebliebenen Punkte in die 
Prüfung miteinzubeziehen (BGE 131 V 329 E. 4 S. 330).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

1.5 Nachdem die Beschwerdeführerin dem Sozialdienst B.________ 
keine Vollmacht für ihre Vertretung im vorliegenden Verfahren erteilt hat, 
sind die Vorbringen des Sozialdienstes unbeachtlich und dessen Eingaben 
vom 4. Juli 2024 und 27. August 2024 aus den Akten zu weisen (vgl. MI-
CHEL DAUM, in: HERZOG/DAUM [Hrsg.], Kommentar zum bernischen VRPG, 
2. Aufl. 2020, Art. 15 N. 12 sowie Art. 32 N.31).

2.

2.1 Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2006 
über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi-
cherung (ELG; SR 831.30) haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnli-
chem Aufenthalt in der Schweiz Anspruch auf EL, wenn sie eine Rente der 
AHV oder Invalidenversicherung (IV) beziehen oder nach lit. b oder d der 
genannten Bestimmung Anspruch auf eine solche Rente hätten. Die EL 
bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung sowie der Vergütung von 
Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 ELG). Die jährliche EL 
entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenba-
ren Einnahmen übersteigen, mindestens jedoch dem höheren der folgen-
den Beträge (Art. 9 Abs. 1 ELG):

a. der höchsten Prämienverbilligung, die der Kanton für Personen 
festgelegt hat, die weder EL noch Sozialhilfe beziehen;

b. 60 % des Pauschalbetrages für die obligatorische Krankenpfle-
geversicherung nach Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG.

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2.2 Nach Art. 9a Abs. 1 ELG haben nur Personen Anspruch auf EL, 
wenn sie über ein Reinvermögen unterhalb der Vermögensschwelle verfü-
gen; diese liegt bei alleinstehenden Personen bei Fr. 100‘000.– (lit. a). 

2.3 Grundsätzlich ist bei einer EL-Berechnung der Anteil an einer unver-
teilten Erbschaft ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Erbschaft, das heisst 
mit dem Tode des Erblassers (Art. 560 Abs. 1 des Schweizerischen Zivil-
gesetzbuches [ZGB; SR 210]), zu berücksichtigen. Eine Anrechnung kann 
indessen erst erfolgen, wenn über den Anteil hinreichende Klarheit herrscht 
oder – wenn er sich nicht genau beziffern lässt – unter Berücksichtigung 
aller Eventualitäten tatsächlicher und rechtlicher Natur ein EL-Anspruch 
sicher ausgeschlossen werden kann (Urteil des Bundesgerichts 
9C_305/2012 vom 6. August 2012 E. 4.1.2, mit Hinweisen; Rz. 3443.04 der 
Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die 
Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL]; zur Bedeutung von Verwal-
tungsweisungen vgl. BGE 150 V 1 E. 6.4.2 S. 6, 148 V 385 E. 5.2 S. 391, 
147 V 79 E. 7.3.2 S. 82, 146 V 224 E. 4.4.2 S. 228, 132 V 121 E. 4.4 
S. 125). 

2.4 Nach Art. 11a Abs. 2 ELG werden Einnahmen, Vermögenswerte 
und gesetzliche oder vertragliche Rechte, auf die eine Person ohne 
Rechtspflicht und ohne gleichwertige Gegenleistung verzichtet hat, als Ein-
nahmen angerechnet, als wäre nie darauf verzichtet worden.

3.

3.1 Unbestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass die Beschwer-
deführerin über einen Vermögenswert aus einer unverteilten Erbschaft ver-
fügt. Es handelt sich dabei um einen Anteil von 1/6 an einem in Frankreich 
gelegenen Grundstück (... [vgl. act. II 14 S. 38, 20 S. 12]). Als Vermögen 
anrechenbar ist dieser Anteil, sofern dieser bezifferbar ist (vgl. E. 2.3 vor-
stehend). Daher ist zunächst zu prüfen, ob das hier zur Diskussion stehen-
de Grundstück verkauf- und damit verwertbar ist. 

Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, das Grundstück sei verwertbar 
und der massgebliche Wert desselben betrage EUR 1'250'0000.–. Sie 

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stützt sich dabei auf einen Kaufpreis, der anlässlich von Verkaufsverhand-
lungen im Jahr 2021 vereinbart worden war (act. II 14 S. 11), und berück-
sichtigt davon den der Beschwerdeführerin zustehenden Anteil von 1/6, 
ausmachend EUR 208'333.– bzw. Fr. 205'000.–, als Vermögen (act. II 18). 
Die Beschwerdeführerin hält dagegen, dass der damals geplante Verkauf 
aus planungsrechtlichen Gründen nicht zustande gekommen sei. Das zur 
Diskussion stehende Grundstück befinde sich innerhalb des Perimeters 
des … Stadtentwicklungsprojekts "…" und sei infolgedessen mit planungs-
rechtlichen Vorgaben belegt worden. Es habe deshalb massiv an Wert ein-
gebüsst und sei inzwischen nicht (mehr) verwertbar (vgl. Eingabe vom 
5. August 2024 Ziff. 2).

3.2

3.2.1 Das Grundstück Nr.… befindet sich innerhalb des Perimeters des … 
Stadtentwicklungsprojekts "…" (abrufbar unter <https://...> unter: …). Unter 
dem Motto "…" verfolgen die Nachbarstädte …, …, … und … im "…"-
Projekt seit 2011 das gemeinsame Ziel, einen … zu entwickeln (abrufbar 
unter <https://...> unter: …). Im Zuge dieses Projekts wurde im Jahr 2018 
ein Verkehrskonzept vorgestellt, das als zentrales Element eine neue 
…brücke für den öffentlichen Verkehr sowie den Fuss- und Veloverkehr 
vorsieht. Die neue …brücke soll … mit … verbinden (vgl. "Kosten-Nutzen-
Studie …" vom TT. MM.20JJ, abrufbar unter <https://...> unter …). Auf der 
… Seite soll das Ende der neuen …brücke südlich der ...strasse zu liegen 
kommen (S. 4). 

Im Hinblick auf die Erstellung dieser …brücke hat der Gemeinderat der 
Gemeinde … mit Beschluss vom TT.MM.2023 eine Änderung am kommu-
nalen Stadtentwicklungsplan "Plan Local d'Urbanisme" (PLU) vorgenom-
men. Er hat unter anderem den Bestand an Grundstücken, die als Reser-
veflächen ("emplacement réservé") für öffentliche Zwecke klassifiziert wer-
den sollen, aktualisiert ("…" der Stadt … vom TT.MM.2023, abrufbar unter 
<www….> unter: …). Die neu geschaffenen und nun im aktuellen PLU der 
Gemeinde … enthaltenen "emplacements réservés" sollen unter anderem 
den Bedarf an öffentlichen Einrichtungen und Infrastrukturen im Rahmen 
des … "…"-Projekts antizipieren. Das "emplacement réservé" Nr. ... wurde 
zur Umgebungsgestaltung der zukünftigen …brücke sowie der geplanten 

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Linienführung der zukünftigen … Straßenbahn ausgeschieden und umfasst 
eine Fläche zwischen der ... und der ..., womit auch das hier zur Diskussion 
stehende Grundstück … an der ...strasse in … mit einem "emplacement 
réservé" belegt ist (vgl. "…" S. … Ziff. …, abrufbar unter <www….> unter: 
…).

3.2.2 Bei einem "emplacement réservé" handelt es sich um ein planungs-
rechtliches Instrument, mit dem ein bebautes oder auch unbebautes 
Grundstück für öffentliche Zwecke freigehalten wird, wie zum Beispiel die 
zukünftige Realisierung von Strassen, öffentlichen Bauwerken, Anlagen 
von allgemeinem Interesse, Grünflächen oder Flächen für die ökologische 
Kontinuität (Art. L151-41 1° bis 3°, R151-43 3° und R151-50 1°des franzö-
sischen Code de l'urbanisme [CU fr.; abrufbar unter 
<www.legifrance.gouv.fr> unter Droit national en vigueur/Codes]). Das 
"emplacement réservé" muss ausdrücklich im PLU dokumentiert sein 
(Art. R151-29 ff. CU fr.). Die Eigentümerschaft des Grundstücks behält ein 
eingeschränktes Recht, die Immobilie innerhalb des Zwecks zu nutzen, für 
den es reserviert wurde. Sie kann von der Körperschaft bzw. dem öffentli-
chen Dienst, zu dessen Gunsten das Grundstück reserviert wurde, oder 
von der zuständigen Gemeinde den Erwerb des reservierten Grundstücks 
verlangen (Art. L152-2 und Art. L230 CU fr.). Die öffentliche Körperschaft 
ihrerseits hat ein gesetzliches Vorkaufsrecht am Grundstück (Art. L213-1 ff. 
CU fr.). Sie kann auch ein Enteignungsverfahren einleiten (Art. L230 ff. CU 
fr.). Ein Verkaufsverbot besteht damit bei einem als "emplacement réservé" 
ausgeschiedenen Grundstück nicht. Entgegen der Ansicht der Beschwer-
deführerin ist das Grundstück Nr.... an der ...strasse in … nicht unverwert-
bar. 

3.3

3.3.1 Zu prüfen ist weiter, ob die Beschwerdegegnerin den Wert des der 
Beschwerdeführerin zustehenden Grundstücksanteils zu Recht mit 
Fr. 205'000.– beziffert hat. Sie stützt sich dabei auf den Kaufpreis von 
EUR 1'250'000.–, den ein französisches, im Bereich der Immobilienent-
wicklung tätiges Unternehmen im Jahr 2021 für das hier interessierende 
Grundstück geboten hatte. Die Beschwerdeführerin wendet dagegen ein, 
die zuständige Behörde der Gemeinde … habe in der Folge ein Angebot 

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von EUR 440'000.– gemacht, was die Erbengemeinschaft abgelehnt habe, 
woraufhin die Gemeinde den Verkauf an den Investor "blockiert" habe 
(Eingabe vom 5. August 2024 S. 2). Durch die inzwischen erfolgte Aus-
scheidung im PLU als "emplacement réservé" sei der Marktwert des 
Grundstücks noch weiter gefallen.

3.3.2 Gesetz- und Verordnungsgeber haben wie folgt geregelt, wie der 
EL-rechtlich massgebende Wert von Grundstücken zu ermitteln ist: Ge-
stützt auf Art. 9 Abs. 5 lit. b ELG hat der Bundesrat in Art. 17a der Verord-
nung vom 15. Januar 1971 über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hin-
terlassenen- und Invalidenversicherung (ELV; SR 831.301) nähere Be-
stimmungen zur Vermögensbewertung erlassen. Danach ist das anrechen-
bare Vermögen nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte 
kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im Wohnsitzkanton zu 
bewerten (Abs. 1). Dienen Grundstücke dem Bezüger oder einer Person, 
die in der EL-Berechnung eingeschlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwe-
cken, so sind diese zum Verkehrswert einzusetzen (Abs. 4), wobei die Kan-
tone anstelle des Verkehrswertes einheitlich den für die interkantonale 
Steuerausscheidung massgebenden Repartitionswert anwenden können 
(Abs. 6). Der Kanton Bern hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. 
Laut Art. 4 des kantonalen Einführungsgesetzes vom 27. November 2008 
zum Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- 
und Invalidenversicherung (EG ELG; BSG 841.31) wird bei Grundstücken 
anstelle des Verkehrswertes der für die interkantonale Steuerausscheidung 
massgebende Repartitionswert angewendet (vgl. auch Kreisschreiben 
Nr. 22 der Schweizerischen Steuerkonferenz vom 22. März 2018 über die 
Regeln für die Bewertung der Grundstücke bei interkantonalen Steueraus-
scheidungen, abrufbar unter <www.taxinfo.sv.fin.be> unter: Einkommens- 
und Vermögenssteuern/Art. 7 StG). Der Repartitionswert ergibt sich aus 
dem um einen festen Prozentsatz erhöhten oder reduzierten Steuerwert 
eines Grundstückes. Nach langjähriger Praxis der Steuerverwaltung des 
Kantons Bern wird der amtliche Wert von Grundstücken im Ausland auf 
70 % des Erwerbswertes (Kauf/Erbschaft) festgesetzt, zuzüglich dem Wert 
aller Investitionen, welche innerhalb von zwei Jahren seit dem Erwerb er-
folgten (vgl. "Wegleitung Natürliche Personen", einsehbar unter: 
<www.wegleitung.sv.fin.be.ch> unter: Steuerjahr 2023/Grundstücke-

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Liegenschaften/Amtlicher Wert/Übersicht; vgl. auch Entscheid des Verwal-
tungsgerichts des Kantons Bern 100 2022 301 vom 6. Juni 2024 E. 2.2). 

3.3.3 Der amtliche Steuerwert des hier zur Diskussion stehenden Grunds-
tücks, der als Ausgangsposition für die Ermittlung des Repartitionswerts 
heranzuziehen wäre, ist vorliegend nicht verfügbar: Gemäss Veranla-
gungsverfügung vom 7. Juli 2022 hatte die Beschwerdeführerin im Steuer-
jahr 2021 ein steuerbares Vermögen von Fr. 0.– (act. II 6 S. 10). In der 
Steuererklärung für das Jahr 2022 hat sie zudem sowohl die Frage nach 
Beteiligung an ausländischen Grundstücken als auch jene nach der Beteili-
gung an einer Erbengemeinschaft verneint (act. II 8 S. 1) und die diesbe-
züglichen Formulare denn auch nicht eingereicht. Somit müssen Steuer- 
und Repartitionswert zuerst bestimmt werden; insoweit erweist sich der 
Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die Beschwerdegegnerin wird des-
halb zunächst an die Steuerverwaltung des Kantons Bern zu gelangen ha-
ben, welche den Steuerwert des Grundstückes Nr.… in … zu ermitteln ha-
ben wird. Davon ausgehend wird sie den Repartitionswert des Grundstücks 
bzw. des vorliegend interessierenden Grundstückanteils festzulegen ha-
ben. Dieser bildet die Grundlage für die Ermittlung des EL-rechtlich mass-
gebenden Vermögens der Beschwerdeführerin. 

3.4 Soweit die Beschwerdeführerin ausführt, dass sie sich die Aus-
schlagung des Erbes überlege (Beschwerdeergänzung vom 2. Juli 2024 
S. 2), ist der Vollständigkeit halber Folgendes festzuhalten: Abgesehen 
davon, dass die dreimonatige Ausschlagungsfrist (Art. 567 ZGB) offensicht-
lich längst abgelaufen ist, dürfte es sich bei einer Ausschlagung um eine 
Verzichtshandlung nach Art. 11a Abs. 2 ELG handeln (vgl. E. 2.4 vorste-
hend). Nach dieser Bestimmung werden Einnahmen, Vermögenswerte und 
gesetzliche oder vertragliche Rechte, auf die eine Person ohne Rechts-
pflicht und ohne gleichwertige Gegenleistung verzichtet hat, als Einnahmen 
angerechnet, als wäre nie darauf verzichtet worden. Der ausgeschlagene 
Erbteil am hier interessierenden Grundstück wäre daher im selben, noch zu 
ermittelnden Betrag dem Vermögen der Beschwerdeführerin anzurechnen 
und in der Folge gemäss Art. 17e Abs. 1 ELV für die Berechnung der EL 
jährlich um Fr. 10‘000.– zu vermindern.

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3.5 Die Beschwerdeführerin macht ferner geltend, die Vermögens-
schwelle sei auch deshalb nicht überschritten, weil der Erbanfall zu einer 
Rückerstattungspflicht bezüglich der Sozialhilfeleistungen führe, die sie seit 
2012 bezogen habe. Die Rückerstattungsforderung, die sich auf "weit mehr 
als Fr. 300'000.–" belaufe, sei bei der Ermittlung des Vermögens als Schuld 
zu berücksichtigen. 

Hierbei ist Folgendes zu beachten: Personen, die wirtschaftliche Hilfe be-
zogen haben, sind zur Rückerstattung verpflichtet, sobald sich ihre wirt-
schaftlichen Verhältnisse wesentlich verbessert haben (Art. 40 ff. des kan-
tonalen Gesetzes vom 11. Juni 2001 über die öffentliche Sozialhilfe [Sozi-
alhilfegesetz, SHG; BSG 860.1]). Diesfalls sind die bezogenen Leistungen 
ab dem Zeitpunkt als Schulden in der EL-Berechnung zu berücksichtigen, 
in dem die Voraussetzungen für die Rückerstattung erfüllt sind und die 
Rückforderung von der zuständigen Sozialhilfebehörde rechtskräftig verfügt 
worden ist (Rz. 3444.02 WEL). Im vorliegenden Fall ist letzteres noch nicht 
erfolgt (vgl. jedoch act. I 4 S. 2). Dementsprechend kann (derzeit) keine 
Rückforderung als Schuld in der EL-Berechnung berücksichtigt werden.

4.

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde gutzuheissen und der ange-
fochtene Einspracheentscheid vom 3. Juni 2024 (act. II 23) ist aufzuheben. 
Die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese 
das anrechenbare Vermögen der Beschwerdeführerin unter Anrechnung 
des Repartitionswertes des ihr zustehenden ausländischen Grundstückan-
teils ermittle und anschliessend einen allfälligen EL-Anspruch der Be-
schwerdeführerin ab Mai 2023 neu berechne.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 ELG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG 
(Umkehrschluss; vgl. auch BBI 2018 1639) sind keine Verfahrenskosten zu 
erheben.

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5.2 Trotz ihres Obsiegens hat die nicht vertretene Beschwerdeführerin 
nach konstanter Praxis keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung, da 
ihr Aufwand den Rahmen dessen nicht überschreitet, was der oder die Ein-
zelne üblicherweise und zumutbarerweise nebenbei zur Besorgung seiner 
bzw. ihrer persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat (BGE 127 
V 205 E. 4b S. 207).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid der 
Ausgleichskasse des Kantons Bern vom 3. Juni 2024 aufgehoben und 
die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie – 
nach Vornahme der Abklärungen im Sinne der Erwägungen – neu ver-
füge.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch wird eine Parteien-
tschädigung zugesprochen.

3. Die Eingaben des Sozialdienstes B.________ vom 4. Juli 2024 und 
27. August 2024 werden aus den Akten gewiesen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- Ausgleichskasse des Kantons Bern, Abteilung Ergänzungsleistungen 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.