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**Case Identifier:** 186eba9d-c0a7-5f09-9f9a-7a5a2b26970a
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-06-06
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 06.06.2018 810 17 220
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-17-220_2018-06-06.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 6. Juni 2018 (810 17 220) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Ausländerrecht 

 

 

Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung / Straffälligkeit 

 
 
Besetzung Vizepräsident Daniel Ivanov, Kantonsrichter Claude Jeanneret,  

Markus Clausen, Hans Furer, Niklaus Ruckstuhl, Gerichtsschreiberin 
i.V. Jenny Rohr 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Mustafa Ates, Advokat 
  

 
gegen 
 
 

 Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft, 4410 Liestal,  
Beschwerdegegner 
 

  
  
Betreff Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Wegweisung  

(RRB Nr. 1063 vom 15. August 2017) 
 
 
 
A. Der türkische Staatsangehörige A.____ wurde 1992 in Basel geboren und ist im Besitz 
der Niederlassungsbewilligung. Er besuchte in der Schweiz die obligatorischen Schulen und 
begann eine Lehre als Sanitärinstallateur, welche er jedoch abbrach. Von November 2010 bis 
November 2013 und im Sommer 2015 bezog A.____ Sozialhilfeleistungen. 

 

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B. Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. März 2015 wurde A.____ wegen 
mengen- und gewerbsmässig qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz 
zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten sowie Fr. 200.-- 
Busse mit einer Probezeit von 3 Jahren verurteilt. Dieses Urteil wurde vom Kantonsgericht Ba-
sel-Landschaft, Abteilung Strafrecht, mit Urteil vom 11. Mai 2016 bestätigt.  
 
C. Mit Verfügung vom 21. Februar 2017 widerrief das Amt für Migration des Kantons Ba-
sel-Landschaft (AfM) die Niederlassungsbewilligung von A.____ nach vorgängiger Gewährung 
des rechtlichen Gehörs und wies ihn per 20. März 2017 bzw. auf den Zeitpunkt seiner beding-
ten Entlassung aus der Schweiz weg. 
 
D. Eine von A.____, vertreten durch Mustafa Ates, Advokat in Basel, gegen diese Verfü-
gung erhobene Beschwerde wies der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft (Regie-
rungsrat) mit Beschluss (RRB) Nr. 1063 vom 15. August 2017 ab. 
 
E. Mit Eingabe vom 25. August 2017 erhob A.____, weiterhin vertreten durch Mustafa 
Ates, Advokat, gegen den Beschluss des Regierungsrats vom 15. August 2017 Beschwerde 
beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kan-
tonsgericht). Er stellt das Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und 
vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung und der Wegweisung aus der Schweiz abzuse-
hen. Zudem sei ihm für das vorinstanzliche Verfahren sowie für das vorliegende Beschwerde-
verfahren die unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung zu bewilligen; alles unter o/e-
Kostenfolge.  
 
F. Am 27. Oktober 2017 reichte der Beschwerdeführer die Beschwerdebegründung ein. 
 
G. Der Regierungsrat liess sich mit Eingabe vom 24. November 2017 vernehmen und 
beantragt die Abweisung der Beschwerde unter o/e-Kostenfolge. 

 
H. Mit Verfügung vom 11. Januar 2018 wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessfüh-
rung und Verbeiständung mangels Nachweises der Bedürftigkeit abgewiesen. 

 
I. Mit Verfügung vom 2. Februar 2018 wurde der Fall der Kammer zur Beurteilung über-
wiesen. 

 
J. Am 12. Januar 2018 heiratete A.____ die Schweizer Bürgerin B.____.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss § 43 Abs. 1 des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozess-
ordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 ist gegen Verfügungen und Entscheide des Regie-
rungsrates die verwaltungsgerichtliche Beschwerde beim Kantonsgericht zulässig. Da weder 
ein Ausschlusstatbestand nach § 44 VPO noch ein spezialgesetzlicher Ausschlusstatbestand 
vorliegen, ist die Zuständigkeit des Kantonsgerichts zur Beurteilung der vorliegenden Angele-

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genheit gegeben. Auch die weiteren formellen Voraussetzungen sind erfüllt, sodass auf die Be-
schwerde eingetreten werden kann. 
 
1.2 Mit der verwaltungsgerichtlichen Beschwerde können gemäss § 45 Abs. 1 lit. a und b 
VPO Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung, Unterschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts gerügt wer-
den. Die Beurteilung der Angemessenheit ist dem Kantonsgericht dagegen – abgesehen von 
hier nicht vorliegenden Ausnahmefällen – verwehrt (§ 45 Abs. 1 lit. c VPO e contrario). 
 
2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Widerruf der 
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers und dessen Wegweisung aus der Schweiz 
zu Recht erfolgten.  
 
3.1 Gemäss Art. 34 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG) 
vom 16. Dezember 2005 verleiht die Niederlassungsbewilligung einen zeitlich unbefristeten und 
unbedingten Anspruch auf Anwesenheit in der Schweiz. Es ist somit von einem grundsätzlichen 
Anspruch des Beschwerdeführers auf Aufenthalt in der Schweiz auszugehen. Dieser gilt indes 
nicht absolut. Bei Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 63 AuG kann die Niederlas-
sungsbewilligung entzogen werden.  
 
3.2 Gestützt auf Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen 
werden, wenn die ausländische Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder 
gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne der Artikel 59 - 61 oder 64 des Schweizeri-
schen Strafgesetzbuchs (StGB) vom 21. Dezember 1937 angeordnet worden ist. Das Bundes-
gericht hat das Kriterium der Längerfristigkeit der Strafe in diesem Kontext dahingehend konkre-
tisiert, dass es einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr bedarf, wobei mehrere unterjähri-
ge Strafen bei der Berechnung nicht kumuliert werden dürfen (BGE 135 II 377 E. 4.2 und BGE 
137 II 297 E. 2). Keine Rolle spielt, ob die Sanktion bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausge-
sprochen wurde (Urteil des Bundesgerichts 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010 E. 2.1). Ein auf 
die genannte Bestimmung gestützter Widerruf der Niederlassungsbewilligung kann auch dann 
erfolgen, wenn sich ein Ausländer – wie vorliegend der Beschwerdeführer – seit mehr als 15 
Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz aufgehalten hat (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 2C_218/2010 vom 27. Juli 2010 E. 2).  
 
3.3 Mit Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. März 2015 wurde der Beschwer-
deführer zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 6 Monaten, davon 6 Monate 
unbedingt, verurteilt. Dieses Urteil wurde vom Kantonsgericht Basel-Landschaft mit Urteil vom 
11. Mai 2016 vollumfänglich bestätigt. Damit ist vorliegend der Widerrufsgrund von Art. 63 
Abs. 1 lit. a AuG erfüllt, was vom Beschwerdeführer auch nicht bestritten wird. Wie die Vo-
rinstanz zutreffend ausführt, kann die Frage, ob das Verhalten des Beschwerdeführers zugleich 
als schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung im Sinne von 
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, unter diesen Umständen offen gelassen werden. Der Wi-
derrufsgrund gemäss Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG gelangt nur dann zur Anwendung, wenn es an 

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den Voraussetzungen für einen Widerruf aufgrund der Verurteilung zu einer längerfristigen 
Freiheitsstrafe fehlt (BGE 135 II 377 E. 4.2). 
 
4.1.1 Liegt ein Widerrufsgrund vor, muss die Massnahme im konkreten Fall auch verhältnis-
mässig sein (Art. 96 Abs. 1 AuG). Dies erfordert eine Interessenabwägung, welche die wesent-
lichen Umstände des Einzelfalls berücksichtigt (BGE 135 II 110 E. 2.1). Da der Beschwerdefüh-
rer mit einer Schweizerin verheiratet ist und zusammenlebt, kann er sich auch auf das Recht 
auf Achtung des Privat- und Familienlebens im Sinne von Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum 
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) vom 4. November 1950 berufen. 
Somit ist über die landesrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung hinaus eine solche gemäss 
dem Konventionsrecht vorzunehmen (Art. 8 Ziff. 2 EMRK; BGE 122 II 1 E. 2). Die konventions-
rechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG. Die Prüfung 
kann somit in einem einzigen Schritt vorgenommen werden (Urteile des Bundesgerichts 
2C_551/2013 vom 24. Februar 2014 E. 2.4; 2C_11/2013 vom 25. März 2013 E. 3.1 mit Hinwei-
sen). Bei der Prüfung sind alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen und die öffentlichen 
und privaten Interessen sorgfältig gegeneinander abzuwägen (MARTINA CARONI, in: Caroni/ 
Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerin-nen und Ausländer, Bern 2010, 
Art. 51 AuG N 3; ANDREAS ZÜND/LADINA ARQUINT HILL, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser 
[Hrsg.], Ausländerrecht, Basel 2009, Rz. 8.48). Verlangt ist insofern eine Abwägung der sich 
gegenüberstehenden privaten Interessen an der Erteilung der Bewilligung und der öffentlichen 
Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne überwiegen müssen, dass sich 
der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 135 I 143 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei sind na-
mentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat ver-
gangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad seiner Integration 
bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die der betroffenen Person und seiner Fami-
lie drohenden Nachteile zu beachten (BGE 139 I 31 E. 2.3.3 mit Hinweisen; 135 II 377 E. 4.3).  
 
4.1.2 Einem Ausländer, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält, soll der weitere Aufent-
halt zwar nur mit besonderer Zurückhaltung verweigert werden, doch ist dies bei wiederholter 
bzw. schwerer Straffälligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren wurde 
und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat. Bei schweren Straftaten, Rückfall und 
wiederholter Delinquenz besteht – überwiegende private oder familiäre Bindungen vorbehalten 
– auch in diesen Fällen ein öffentliches Interesse daran, zur Aufrechterhaltung der Ordnung 
bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des Ausländers zu beenden  
(vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 und 2.3.2 mit Hinweisen). 
 
4.2 Demzufolge ist anhand der aufgezeigten Rechtslage zu prüfen, ob unter Berücksichti-
gung der konkreten Umstände die öffentlichen Interessen am Widerruf der Niederlassungsbe-
willigung die privaten Interessen des Beschwerdeführers an einem Verbleib in der Schweiz 
überwiegen. 
 
4.3 Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die fremden-
polizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafgericht verhängte Strafe (Urteil des Bundes-
gerichts 2C_295/2009 E. 5.3; BGE 129 II 215 E. 3.1). Bei schweren Straftaten, Rückfall und 

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wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches öffentliches Interesse daran, zur 
Aufrechterhaltung der Ordnung bzw. Verhütung von (weiteren) Straftaten die Anwesenheit des 
Ausländers zu beenden (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 f.). 
 
4.3.1 Die Vorinstanz erwog, das Verschulden des Beschwerdeführers in ausländerrechtlicher 
Hinsicht wiege angesichts seiner zahlreichen Verstösse gegen die Rechtsordnung schwer. Der 
Beschwerdeführer sei mit Urteil des Strafgerichts Basel-Stadt vom 15. Januar 2014 des An-
griffs, der mehrfachen einfachen Verletzung der Verkehrsregeln, der Entwendung zum Ge-
brauch sowie des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Führerausweis schuldig 
gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen à Fr. 30.-- sowie einer 
Busse von Fr. 700.-- verurteilt worden. Noch schwerer ins Gewicht falle die Verurteilung durch 
das Strafgericht Basel-Landschaft vom 10. März 2015 wegen Drogendelikten zu einer teilbe-
dingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten (6 Monate unbedingt). Das Strafgericht Basel-
Landschaft sei beim Beschwerdeführer zwar nicht von einem ausgebufften Drogenhändler aus-
gegangen, sondern von einem in den Tag hineinlebenden Jugendlichen, der sich keine grossen 
Gedanken um die Zukunft mache. Dennoch habe das Strafgericht das Verschulden des Be-
schwerdeführers aufgrund der umgesetzten Menge an Betäubungsmitteln und der Tatsache, 
dass ihm Dank seiner Schulbildung und dem familiären Rückhalt alle Türen offen gestanden 
hätten, um deliktfrei zu leben, als mittelgradig schwer eingestuft. Gegen den Beschwerdeführer 
spreche weiter die Tatsache, dass er nach der Verurteilung zu 30 Monaten Freiheitsstrafe er-
neut in erheblichem Ausmass gegen die Rechtsordnung verstossen habe, weshalb er mit Straf-
befehl der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft vom 21. April 2016 zu einer bedingt vollziehba-
ren Geldstrafe von 45 Tagessätzen à Fr. 100.-- sowie Fr. 1‘300.-- Busse verurteilt worden sei. 
Ebenfalls erwähnenswert sei die Tatsache, dass die Polizei Basel-Landschaft gegen den Be-
schwerdeführer aufgrund des Fahrens eines Autos unter Drogeneinfluss mit Verfügung vom 
15. Juli 2016 einen definitiven Sicherungsentzug des Führerausweises angeordnet habe. Ge-
gen den Beschwerdeführer spreche im Zusammenhang mit den zahlreichen strafrechtlichen 
Verurteilungen insbesondere, dass er verschiedenste Rechtsgüter verletzt habe. Er sei nebst 
den Betäubungsmitteldelikten namentlich auch wegen eines Delikts gegen Leib und Leben ver-
urteilt worden. Das letzte Delikt liege zudem erst etwas mehr als ein Jahr zurück. Insgesamt sei 
bei dieser Ausgangslage nicht von einer guten Legalprognose auszugehen. 
 
4.3.2  Der Beschwerdeführer führt zusammengefasst aus, im Zeitpunkt der ersten Verurtei-
lung vom 15. Januar 2014 wegen Angriffs sei er erst neu ins Erwachsenenalter übergetreten. 
Damals sei er durch seine Kollegen in einen Streit verwickelt worden, wobei er allerdings nie-
manden verletzt habe. Sein Tatbeitrag habe lediglich in seiner Anwesenheit bestanden. Inso-
fern sei von einem geringen Verschulden auszugehen. Dies sei auch bei der Strafzumessung 
berücksichtigt worden, zumal er im Gegensatz zu seinen Mittätern zu einer geringfügigeren 
Geldstrafe mit bedingtem Vollzug verurteilt worden sei. Gewaltdelikte gleicher Art hätten sich 
danach nicht mehr wiederholt. Schwerer falle selbstverständlich die Verurteilung des Strafge-
richts Basel-Landschaft vom 10. März 2015 bzw. des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 
11. Mai 2016 ins Gewicht. Zu beachten sei jedoch, dass er sich damals in einer schwierigen 
Lebensphase befunden habe, da sich seine Eltern getrennt hätten und er seine Lehrstelle ab-
gebrochen habe. Zu dieser Zeit habe er sodann begonnen, Marihuana zu konsumieren. Auf-

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grund dieser Umstände und seines Umfelds sei er bereits mit 19 Jahren in den Drogenhandel 
abgerutscht. Er habe zu diesem Zeitpunkt nicht über ein genügendes Mass an Entscheidungs-
freiheit verfügt, um die strafbaren Handlungen zu unterlassen. Indes sei zu erwähnen, dass er 
zwar mit relativ hohen Mengen an Drogen gehandelt habe, sich jedoch umsatzmässig im Ver-
gleich zu seinen Mittätern am unteren Rand bewegt habe. Bei den gehandelten Drogen habe es 
sich um Marihuana bzw. Cannabis und Ecstasy gehandelt, welche nicht dazu geeignet seien, 
die körperliche oder seelische Gesundheit von Drittpersonen in eine naheliegende und ernstli-
che Gefahr zu bringen. So habe auch das Strafgericht Basel-Landschaft bezüglich seines Ver-
schulden festgehalten, dass er als jüngster Angeklagter den Eindruck eines noch etwas unrei-
fen und leicht beeinflussbaren jungen Erwachsenen erweckt habe. Insofern sei es in seinem 
Fall auch nicht von einer hohen kriminellen Energie oder einem typischen Drogendealer ausge-
gangen, sondern von einem Jugendlichen, der sich keine grossen Gedanken um die Zukunft 
mache. Daraus gehe hervor, dass das Strafgericht ihn nicht als eine gefährliche Person einge-
stuft habe. Sodann sei bezüglich des dem Strafbefehl vom 21. April 2016 zugrundeliegenden 
Sachverhalts von einem Bagatellfall auszugehen, da den Widerhandlungen weder eine abstrak-
te noch konkrete Gefährdung von Drittpersonen zugrunde gelegen habe und die Widerhandlung 
gegen das Betäubungsmittelgesetz Eigenkonsum betroffen habe. Zusammenfassend könne 
nicht von einer konkreten Rückfallgefahr und schlechten Prognose gesprochen werden, zumal 
sich sein Legalverhalten seit dem Strafurteil vom 10. März 2015 verbessert und nicht mehr im 
Bereich schwerer Straftaten gelegen habe.  
 
4.3.3 Gemäss den Akten wurde der Beschwerdeführer mit Urteil des Strafgerichts Basel-
Stadt vom 15. Januar 2014 wegen Angriffs, mehrfacher einfacher Verletzung der Verkehrsre-
geln, Entwendung zum Gebrauch sowie mehrfachen Führens eines Motorfahrzeugs ohne Füh-
rerausweis schuldig gesprochen und zu einer bedingten Geldstrafe von 240 Tagessätzen  
à Fr. 300.-- sowie einer Busse von Fr. 700.-- mit einer zweijährigen Probezeit verurteilt. Die 
fragliche Verurteilung – unter anderem auch wegen eines Delikts gegen Leib und Leben – fällt 
zwar negativ ins Gewicht. Angesichts des Strafmasses ist in diesem Zusammenhang jedoch 
klarerweise nicht von einem schweren Verschulden auszugehen. Schwerwiegender ins Gewicht 
fällt das Urteil des Strafgerichts Basel-Landschaft vom 10. März 2015, mit welchem der Be-
schwerdeführer wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu ei-
ner Freiheitsstrafe von 30 Monaten (davon 6 Monate unbedingt) verurteilt wurde. Das Strafge-
richt stufte das Verschulden des Beschwerdeführers in seiner Urteilsbegründung als mittelgra-
dig schwer ein. Das Kantonsgericht Basel-Landschaft bestätigte mit Urteil vom 11. Mai 2016 
das Strafmass. Es bezeichnete das Verschulden des Beschwerdeführers als erheblich und führ-
te aus, dem Beschwerdeführer könne aufgrund seiner Vorstrafe nicht eine uneingeschränkt 
positive Prognose gestellt werden. Gleichzeitig hielt es fest, dass der Beschwerdeführer zwar 
mit einer beachtlichen kriminellen Energie gehandelt habe, er jedoch nicht als ausgebuffter 
Drogenhändler einzuschätzen sei. Der Beschwerdeführer sei vielmehr ein Jugendlicher, der 
sich keine grossen Gedanken um die Zukunft mache und in den Tag hineinlebe. Mit Strafbefehl 
vom 21. April 2016 wurde der Beschwerdeführer sodann insbesondere wegen Widerhandlung 
gegen das Strassenverkehrsgesetz (Führen eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand 
[Drogen]) und das Betäubungsmittelgesetz gebüsst. In der Folge wurde dem Beschwerdeführer 
mit Verfügung der Polizei Basel-Landschaft vom 15. Juli 2016 der Führerausweis im Rahmen 

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eines definitiven Sicherungsentzugs entzogen. Gestützt darauf ist angesichts der ergangenen 
Verurteilungen von einem erheblichen Verschulden des Beschwerdeführers und damit einem 
gewichtigen öffentlichen Interesse an seiner Wegweisung auszugehen.  
 
4.4 Dem öffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdeführers sind dessen 
private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegenüberzustellen. Entscheidend ist stets 
das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches anhand sämtlicher massgeblicher Kriterien zu 
beurteilen ist (vgl. BGE 139 I 145 E. 2.4). 
 
4.4.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er sei als Sohn einer türki-
schen Emigrantenfamilie in der Schweiz geboren worden und hier aufgewachsen. Seine ganze 
Familie, seine Lebenspartnerin und sein soziales Umfeld befänden sich in der Schweiz. Er be-
absichtige, demnächst seine Partnerin B.____ zu ehelichen, wobei sie bereits ein Gesuch um 
Ehevorbereitung gestellt hätten. Zusammen mit seiner Partnerin betreibe er seit Ende 2016 ein 
Tattoo-Studio in C.____. Parallel dazu arbeite er als Unterhaltsreiniger bei der Firma D.____ 
AG, weshalb er seit 2013 keine Unterstützung der Sozialhilfe mehr benötige. Die Firma D.____ 
AG habe ihm ab August 2018 eine Lehrstelle als Gebäudereiniger in Aussicht gestellt. Ferner 
sei er sehr um Rückzahlung seiner Schulden bemüht. Sein Heimatland kenne er nur von kurzen 
Ferienaufenthalten. Er spreche jedoch weder die türkische noch die kurdische Sprache. Zudem 
sei die Türkei in jüngster Vergangenheit immer wieder von militärischen, politischen und wirt-
schaftlichen Krisen heimgesucht worden. In Anbetracht aller Umstände erweise sich die Weg-
weisung als unverhältnismässig und sei insbesondere nicht erforderlich. Zur Erreichung des 
Zwecks könne auch eine mildere Massnahme, namentlich eine Verwarnung, ausgesprochen 
werden. 
 
4.4.2 Die Vorinstanz ging im vorinstanzlichen Entscheid aufgrund der langen Aufenthalts-
dauer des Beschwerdeführers von einem gewichtigen Interesse an dessen Verbleib in der 
Schweiz aus. Die lange Aufenthaltsdauer könne jedoch durch eine schlechte Integration und ein 
negatives persönliches Verhalten relativiert werden. Hinsichtlich der beruflichen Situation des 
Beschwerdeführers sei festzustellen, dass dieser über keinen Berufsabschluss verfüge und 
deshalb keine gesuchte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt darstelle. Zwischen November 2010 
und November 2013 habe er von der Sozialhilfebehörde Leistungen von insgesamt 
Fr. 41‘440.95 und im Sommer 2015 solche im Umfang von Fr. 2‘052.45 bezogen. Gemäss ei-
nem Auszug aus dem individuellen AHV-Konto vom 20. Juni 2017 habe der Beschwerdeführer 
zwischen 2010 und 2016 ein durchschnittliches Jahreseinkommen von gerade einmal 
Fr. 3‘683.00 erzielt, wobei er in keinem Jahr das eigene Existenzminimum habe decken kön-
nen. Trotz seiner Bemühungen um Rückzahlung seiner Schulden bestünden gemäss Betrei-
bungsregisterauszug vom 22. Juni 2017 noch immer 12 Betreibungen im Umfang von 
Fr. 13‘779.45 sowie 5 Verlustscheine in der Höhe von insgesamt Fr. 9‘679.40. Bezüglich seiner 
persönlichen Beziehungen zur Schweiz erwog die Vorinstanz, dass die Eltern des Beschwerde-
führers, seine Geschwister und seine Partnerin hier leben würden. In der Türkei habe der Be-
schwerdeführer gemäss seinen Angaben keine Verwandten. Es sei jedoch darauf hinzuweisen, 
dass seinem Bruder ebenfalls die Wegweisung drohe. Die Beziehung zu seinen Verwandten 
könne er auch bei einer Wegweisung durch Besuche und moderne Kommunikationsmittel auf-

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rechterhalten. Obwohl der Beschwerdeführer bis anhin noch nie ausländerrechtlich verwarnt 
worden sei, erscheine die Massnahme als das mildeste Mittel, um die mit der Ausländergesetz-
gebung verfolgten Zwecke zu erreichen. 
 
4.4.3 Der Aufenthalt des Beschwerdeführers, welcher in der Schweiz geboren wurde und 
seit über 25 Jahren in diesem Land lebt, kann angesichts seiner Verwurzelung in die hiesigen 
Verhältnisse unbestrittenermassen nur mit besonderer Zurückhaltung beendet werden. Aus den 
Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz sämtliche obligatorischen Schulen 
absolviert hat. Sein Heimatland kennt er nur von Ferienaufenthalten und er beherrscht die kur-
dische Sprache kaum. Bezüglich seiner familiären Situation ist festzuhalten, dass der Be-
schwerdeführer am 12. Januar 2018 die Schweizer Bürgerin B.____ ehelichte, wodurch er sei-
ne Bindung zur Schweiz zusätzlich verstärkte. Auch zu seinen in der Schweiz lebenden Eltern, 
Geschwistern und Freunden hat er eine starke Bindung. Der Vorinstanz ist darin beizupflichten, 
dass der Beschwerdeführer über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt und deshalb 
keine gesuchte Fachkraft auf dem Arbeitsmarkt darstellt. In beruflicher Hinsicht ist jedoch inso-
fern eine positive Entwicklung festzustellen, als der Beschwerdeführer heute als Unterhaltsrei-
niger bei der Firma D.____ AG arbeitet, wo er voraussichtlich im Herbst 2018 eine Lehrstelle als 
Gebäudereiniger beginnen kann. Positiv ins Gewicht fällt weiter, dass der Beschwerdeführer 
trotz seines relativ geringen Einkommens offenbar bemüht ist, seine Schulden abzubezahlen, 
wie aus den von ihm eingereichten Quittungen hervorgeht. Zusammengefasst ist festzustellen, 
dass der Beschwerdeführer ernsthafte Anstrengungen unternimmt, sich in beruflich-
wirtschaftlicher Hinsicht zu integrieren und ein regelmässiges Einkommen zu erzielen. Die In-
tegration des Beschwerdeführers, dessen gesamtes familiäres, soziales und berufliches Umfeld 
sich in der Schweiz befindet, kann vor diesem Hintergrund nicht als gescheitert bezeichnet wer-
den.  
 
4.5  Wie bereits ausgeführt (E. 4.3 ff. hiervor), erweist sich das Verschulden des Beschwer-
deführers und das damit verbundene öffentliche Interesse an seiner Wegweisung aus der 
Schweiz als erheblich. Indes führen im vorliegenden Fall insbesondere die lange Anwesen-
heitsdauer und der Umstand, dass der Beschwerdeführer bis anhin noch nie ausländerrechtlich 
verwarnt wurde, zum Schluss, dass das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des Be-
schwerdeführers dessen privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz nicht zu 
überwiegen vermag. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung und die damit verbundene 
Wegweisung des Beschwerdeführers aus der Schweiz erweisen sich demnach als unverhält-
nismässig, was zur Gutheissung der Beschwerde führt. 
 
5.1 Ist eine ausländerrechtliche Massnahme begründet, aber den Umständen nicht ange-
messen, so kann die betroffene Ausländerin oder der betroffene Ausländer unter Androhung 
der Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG). Die Verwarnung soll als Ausfluss des 
Verhältnismässigkeitsprinzips verhindern, dass es überhaupt zu einer aufenthaltsbeendenden 
Massnahme kommt, und den Betroffenen auf sein problematisches Verhalten zu einem Zeit-
punkt hinweisen, in welchem sich die Anordnung der angedrohten Massnahme gerade noch 
nicht rechtfertigt (Urteil des Bundesgerichts 2C_114/2012 vom 26. März 2013 E. 1.1). 
 

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5.2 Im vorliegenden Fall ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer noch nie ver-
warnt wurde. Er ist jedoch mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass er trotz langer Anwesenheit 
mit dem Widerruf seiner Niederlassungsbewilligung rechnen muss, sollte er erneut in relevanter 
Weise straffällig werden oder gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder 
im Ausland verstossen oder diese gefährden und damit das durch das Gericht in ihn gesetzte 
Vertrauen missbrauchen. Der Beschwerdeführer wird in diesem Sinne ausdrücklich verwarnt 
(Art. 96 Abs. 2 AuG). 
 
6.1 Es bleibt über die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu befinden. Gemäss § 20 
Abs. 1 VPO ist das verwaltungsgerichtliche Verfahren vor dem Kantonsgericht kostenpflichtig. 
Die Verfahrenskosten umfassen die Gerichtsgebühren sowie die Beweiskosten und werden 
nach § 20 Abs. 3 VPO in der Regel der unterliegenden Partei in angemessenem Ausmass auf-
erlegt. Vorinstanzen werden nur dann Verfahrenskosten auferlegt, wenn sie das Kantonsgericht 
in Anspruch nehmen (§ 20 Abs. 3 und 4 VPO). Dementsprechend sind im vorliegenden Verfah-
ren keine Verfahrenskosten zu erheben. Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von 
Fr. 1'400.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.  
 
6.2 Nach § 21 Abs. 1 VPO kann der ganz oder teilweise obsiegenden Partei für den Bei-
zug eines Anwalts oder einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zu Lasten der 
Gegenpartei zugesprochen werden. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens ist dem Be-
schwerdeführer eine Parteientschädigung zulasten des Beschwerdegegners zuzusprechen. In 
seiner Honorarnote vom 5. März 2018 macht der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen 
Aufwand von 10.83 Stunden à Fr. 250.-- und Spesen in der Höhe von Fr. 62.20 geltend, was 
nicht zu beanstanden ist. Demzufolge hat der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer eine 
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2‘991.15 (inkl. Auslagen sowie 7.7 % bzw. 8 % 
MWST) zu bezahlen.  
 
6.3 Was die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens anbelangt, so ist die Angelegenheit 
zu deren Neuverlegung an den Beschwerdegegner zurückzuweisen. 
 

 
  

Seite 10 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

   
 2. Der Beschwerdeführer wird im Sinne der Erwägungen ausländerrechtlich 

verwarnt. 
   
 3. Die Angelegenheit wird zur Neuverlegung der Kosten des vorinstanzli-

chen Verfahrens an den Beschwerdegegner zurückgewiesen. 
   
 4. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

Der geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr.  1‘400.-- wird dem 
Beschwerdeführer zurückerstattet. 

   
 5. Der Beschwerdegegner hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschä-

digung in der Höhe von Fr. 2‘991.15 (inkl. Auslagen und 8% bzw. 7.7% 
Mehrwertsteuer) zu bezahlen. 

 
 
 
Vizepräsident 
 
 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin i.V.