# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 861516fd-a447-5903-a03a-44b6edf1624d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2008 E-5280/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5280-2006_2008-10-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5280/2006/ame
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Richterin Gabriela Freihofer (Vorsitz), Richter Kurt Gysi, 
Richter Maurice Brodard, 
Gerichtsschreiberin Blanka Fankhauser.

A._______, geboren(...),
angeblich Togo,
vertreten durch Annelise Gerber,_______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), vormals Bundesamt 
für Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 
27. März 2006 / N_______

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5280/2006

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
Togo (Lomé) am 3. Januar 2004 verliess und über Ghana und ihm un-
bekannte  Länder  -  unter  Umgehung  der  Grenzkontrolle  -  am  5. 
Februar 2004 in die Schweiz einreiste, wo er am 6. Februar 2004 in 
der Empfangsstelle B._______ um Asyl nachsuchte,

dass er am 10. Februar 2004 in der Empfangsstelle summarisch be-
fragt wurde, 

dass am 2. März 2004 die Anhörung zu den Asylgründen durch die 
kantonale Behörde und am 14. März 2005 die Befragung durch das 
BFM erfolgte,

dass  der  Beschwerdeführer  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im 
Wesentlichen geltend machte, er habe in Lomé als (...) gearbeitet,

dass er  ein Sympathisant  der  P._______ gewesen sei  und zwischen 
1997  und  1998  etwa  fünfzehn  Sicherheitsaufgaben  für  die  Partei 
wahrgenommen habe,

dass  er  am  (...)  2003  von  Polizisten  festgenommen  und  auf  den 
Polizeiposten gebracht worden sei, weil er einerseits der Hehlerei und 
andererseits der Oppositionstätigkeit bezichtigt worden sei, 

dass er während der Inhaftierung gefoltert worden sei, 

dass ihm schliesslich mit Hilfe eines Hauptmanns C._______, dem er 
ein Velo verkauft habe, am 3. Januar 2004 die Flucht gelungen sei, 

dass er zur Untermauerung seiner Vorbringen eine Mitgliederkarte der 
P._______ vom 18. November 2000, ein Heft  über Mitgliederbeiträge 
sowie eine Bestätigung der P._______(im Original) vom 24. März 2004 
zu den Akten reichte, 

dass für  den Inhalt  der  weiteren Aussagen auf  die  Akten verwiesen 
wird,

dass  das  BFM mit  Verfügung vom 27. März  2006 -  eröffnet  am 28. 
März 2006 - feststellte, der Beschwerdeführer erfülle die Flüchtlingsei-

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genschaft  nicht,  sein Asylgesuch vom 6. Februar 2004 ablehnte und 
die Wegweisung aus der Schweiz sowie deren Vollzug anordnete,

dass es zur Begründung im Wesentlichen ausführte, der Beschwerde-
führer habe kein intensives politisches Engagement für die P._______ 
geltend gemacht und lediglich an Versammlungen teilgenommen und 
Sicherheitsaufgaben  für  den  Parteipräsidenten  wahrgenommen, 
weshalb nicht ersichtlich sei, was die Polizeibehörde dazu veranlasst 
hätte, den Beschwerdeführer am (...) 2003 aufgrund seiner Teilnahme 
an der Wahlkampagne der P._______ festzunehmen, zumal er vorher 
keine Probleme mit den Sicherheitsbehörden gehabt habe, 

dass  er  ferner  über  die  Umstände seiner  Festnahme und  Haft  sehr 
unsubstanziiert Auskunft gegeben habe,

dass er zudem keine Dokumente vorgelegt habe, die geeignet wären, 
seine Vorbringen in Bezug auf seine Identität sowie den Reiseweg zu 
untermauern, 

dass somit die Vorbringen des Beschwerdeführers den Anforderungen 
an die Glaubhaftigkeit  nicht  zu genügen vermöchten,  weshalb er die 
Flüchtlingseigenschaft  nicht  erfülle  und  sein  Asylgesuch  abzulehnen 
sei,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe (per Fax) an die 
Schweizerische Asylrekurskommission (ARK) vom 27. April  2006 die 
Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung der Flücht-
lingseigenschaft  und  als  Folge  davon  die  Gewährung  von  Asyl, 
eventualiter  die  Feststellung  der  Unzulässigkeit  und  Unzumutbarkeit 
des Wegweisungsvollzugs unter Anordnung der vorläufigen Aufnahme 
beantragte,

dass er  in  prozessualer  Hinsicht  um Gewährung der  unentgeltlichen 
Rechtspflege ersuchte,

dass mit  Zwischenverfügung vom 3. Mai  2006 das Gesuch um  Ge-
währung der unentgeltlichen Rechtspflege abgelehnt, in Berücksichti-
gung des auf dem Sicherheitskonto liegenden Betrags jedoch auf die 
Erhebung eines Kostenvorschusses verzichtet wurde,

dass am 4. Mai 2006 (Poststempel 3. Mai 2006) die Originalbeschwer-
de  mit  zwei  Polizeivorladungen  (in  Kopie),  eine  beglaubigte  Kopie 

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einer "Déclaration de naissance" sowie zwei Nationalitätenbescheini-
gungen (in Kopie) bei der ARK eingingen, 

dass das BFM mit Vernehmlassung vom 29. Mai 2006 die Abweisung 
der Beschwerde beantragte, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 14. Juni 2006 vollum-
fänglich an seinen Anträgen festhielt  und die Originale der Vorladun-
gen sowie ein Schreiben der UFC vom 26. April 2006 (im Original) zu 
den Akten reichte,

dass  am  24.  Dezember  2007  beim  (...)  ein  anonymes 
Denunziationsschreiben einging,

dass in diesem Schreiben festgehalten wurde, der Beschwerdeführer 
heisse  D._______,  er  sei  kein  togolesischer  Staatsangehöriger, 
sondern stamme aus Nigeria, 

dass er einige Jahre in Togo gelebt  habe, um sich gefälschte Doku-
mente (Geburtsschein, Staatsangehörigkeit) zu beschaffen, um damit 
ein Schengen-Visum zu erhalten,

dass er sich bereits vor der Einreise in die Schweiz als Asylbewerber 
in Deutschland aufgehalten habe, 

dass mit Eingabe vom 20. März 2008 drei Haftbefehle im Original - aus 
Ghana abgeschickt - (vom 28. Dezember 2006, 17. März 2007 und 7. 
August 2007) eingereicht wurden,

dass dem Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 6. Mai 2008 
zum Denunziationsschreiben vom 24. Dezember 2007 das rechtliche 
Gehör gewährt wurde, worauf dieser mit Stellungnahme vom 15. Mai 
2008  den  Inhalt  dieses  Schreibens  bestritten  und  beteuert  hat,  im 
Asylverfahren seine wahre Identität angegeben zu haben,

dass er weiter angab, kein Nigerianer zu sein und nie in Deutschland 
unter dem Namen D._______ ein Asylgesuch gestellt zu haben,

dass er die Beschwerdeinstanz ermächtige, in Deutschland Abklärun-
gen zu seiner Person zu treffen, 

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dass das  BFM am 13. Juni  2008 Abklärungen bezüglich  der  erken-
nungsdienstlichen Erfassung des Beschwerdeführers in der Bundesre-
publik Deutschland (BRD) vorgenommen hat, 

dass die Abklärungen vom 25. Juli 2008 ergeben haben, dass der Be-
schwerdeführer am 2. Juli  2003 nach Deutschland einreiste, wo sein 
Asylgesuch am 19. März 2004 abgelehnt wurde, und er dort seit dem 
5. Februar 2004 als fortgezogen/untergetaucht figuriert, 

dass  dem Beschwerdeführer  vom Bundesverwaltungsgericht  am 14. 
August  2008  zu  diesem  Abklärungsergebnis  das  rechtliche  Gehör 
gewährt wurde, 

dass die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit Schreiben vom 
9. September 2008 dem Bundesverwaltungsgericht mitteilte, auf eine 
Stellungnahme  zu  verzichten  und  eine  Kopie  einer  togolesischen 
"Carte Nationale d'Identité" einreichte, 

dass  der  Beschwerdeführer  im  nachgereichten  Schreiben  vom  16. 
September  2008  zugibt,  in  Deutschland  ein  Asylgesuch  gestellt  zu 
haben  und  Ende  2003  nach  Togo  zurückgekehrt  zu  sein,  wo  er  im 
Januar 2004 von der Polizei festgenommen, inhaftiert und schliesslich 
mit Hilfe des Kapitäns C._______ befreit worden sei, 

dass  er  den  Schweizer  Behörden  das Asylverfahren  in  Deutschland 
aus Angst verschwiegen habe, was er jetzt bereue,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet  (Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG, 
SR 142.31]  i.V.m.  Art. 31-34  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-

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se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art. 2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art. 3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig begründet  oder in sich widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass  darüber  hinaus  der  Beschwerdeführer  glaubwürdig  erscheinen 
muss,  was  insbesondere  dann  nicht  der  Fall  ist,  wenn  er  wichtige 
Tatsachen  unterdrückt  oder  bewusst  falsch  darstellt,  im  Laufe  des 
Verfahrens  Vorbringen  auswechselt,  steigert  oder  unbegründet 
nachschiebt,

dass die Vorbringen des Beschwerdeführers zu den Verfolgungs- und 
Fluchtgründen als haltlos zu bezeichnen sind und die Entgegnungen in 
der Rechtsmitteleingabe zu den von der Vorinstanz in der angefochte-

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nen Verfügung aufgezeigten Unglaubhaftigkeitselementen keine ande-
re Beurteilung herbeizuführen vermögen,

dass der Beschwerdeführer sein Asylgesuch vom 6. Februar 2004 im 
Wesentlichen auf eine Festnahme vom (...) 2003 mit anschliessender 
Haft, begleitet mit Folter, in Lomé stützte,

dass er  sich  jedoch gemäss Auskunft  der  deutschen Behörden vom 
25. Juli 2008 zu diesem Zeitpunkt in Deutschland aufgehalten hat, 

dass der Beschwerdeführer seinen Aufenthalt in Deutschland in seiner 
ersten Stellungnahme bestritt und seine Asylvorbringen an den neuen 
Sachverhalt erst im Rahmen einer zweiten Gewährung des rechtlichen 
Gehörs anpasste, nachdem ihm die Meldung der deutschen Behörden 
übermittelt wurde, 

dass jedoch seine neue Version, er sei im Januar 2004 von der Polizei 
festgenommen worden, zu seinem ursprünglichen Vorbringen, am (...) 
2003  inhaftiert  worden  zu  sein,  im  Widerspruch  steht,  weshalb  den 
angepassten Asylvorbringen kein Glaube geschenkt werden kann, 

dass  er  zudem  nicht  in  der  Lage  war,  Angaben  zu  den  anderen 
Häftlingen,  die  mit  ihm  in  einer  Zelle  gewesen  seien,  zu  machen, 
obschon er mit ihnen dreizehn Tage verbracht haben will, 

dass  er  überdies  widersprüchliche  Aussagen  über  deren  Anzahl 
machte, indem er in der Empfangsstelle angab, er sei zusammen mit 
sieben Häftlingen in eine Zelle gesperrt worden (A 1, S. 6), anlässlich 
der Bundesanhörung jedoch erklärte, es seien ein Dutzend Inhaftierte 
gewesen (A 11, Antwort 95), 

dass vor diesem Hintergrund seine Vorbringen bezüglich der Rückkehr 
aus  Deutschland  nach  Togo  Ende  2003,  der  geltend  gemachten 
Festnahme sowie der von dort  aus erfolgten Einreise in die Schweiz 
insgesamt Schutzbehauptungen und damit als unglaubhaft zu werten 
sind, 

dass  vielmehr  wahrscheinlich  ist,  dass  der  Beschwerdeführer,  der  – 
gemäss  Bestätigung  der  deutschen  Behörden  seit  dem  5.  Februar 
2004 als fortgezogen/untergetaucht registriert  ist  -  an diesem Datum 
(vgl. A1, S. 8) direkt von Deutschland aus in die Schweiz einreiste, 

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dass er im Übrigen die ihm in der Empfangsstelle gestellte Frage, ob 
er bereits in einem europäischen Land ein Asylgesuch gestellt  habe, 
verneinte, weshalb auch seine persönliche Glaubwürdigkeit nachhaltig 
erschüttert ist,

dass die Begründung, seinen Aufenthalt in Deutschland den Schweizer 
Behörden aus Angst verschwiegen zu haben, unbehelflich ist, 

dass es sich nach dem Gesagten bei den seine angebliche Verfolgung 
zu  belegenden  Dokumenten  offensichtlich  um  Fälschungen  handeln 
muss, 

dass es sich bei dieser Sachlage erübrigt, auf die weiteren Ausführun-
gen in der Rechtsmitteleingabe, der Replik, den Stellungnahmen sowie 
auf die eingereichten Dokumente, insbesondere die zuletzt eingereich-
te Kopie der Identitätskarte, näher einzugehen, zumal diese lediglich 
in leicht manipulierbarer Kopie vorliegt, 

dass  daher  nach  wie  vor  die  Identität  des  Beschwerdeführers  nicht 
feststeht und somit auch nicht eruiert werden kann, ob es sich bei ihm 
um einen togolesischen oder allenfalls – wie im Denunziationsschrei-
ben festgehalten – um einen nigerianischen Staatsangehörigen han-
delt, 

dass diese Frage letztlich offen bleiben kann, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 

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oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  die  Zulässigkeit,  Zumutbarkeit  und  Möglichkeit  des  Vollzugs 
(Art. 44  Abs. 2  AsylG  i.V.m.  Art. 83  AuG)  grundsätzlich  von  Amtes 
wegen  zu prüfen sind,  diese  Untersuchungspflicht  jedoch  nach Treu 
und Glauben ihre Grenzen an der Mitwirkungspflicht der beschwerde-
führenden Person findet (Art. 8 AsylG), die im Übrigen auch die Subs-
tanziierungslast trägt (Art. 7 AsylG),  und es nicht Sache der Asylbe-
hörden sein kann, nach allfälligen Wegweisungshindernissen in hypo-
thetischen Herkunftsländern zu forschen,

dass der  Beschwerdeführer deshalb die  Folgen seiner  mangelhaften 
Mitwirkung respektive Verheimlichung seiner wahren Identität und Her-
kunft zu tragen hat, indem vermutungsweise davon auszugehen ist, es 
würden  einer  Wegweisung  in  den  tatsächlichen  Heimatstaat  keine 
landes-  oder  völkerrechtlichen  Vollzugshindernisse  im  Sinne  von 
Art. 44 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 2 - 4 AuG (vgl. EMARK 2005 
Nr. 1 E. 3.2.2. S. 4 f.) entgegen stehen,

dass  nach  dem  Gesagten  keine Wegweisungshindernisse  vorliegen 
und der vom BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art.  16 Abs. 1  Bst. a  VGG i.V.m. Art.  1-3  des  Reglements  vom 21. 
Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Beschwerdeführer 
aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit  den 
Akten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)

- den Kanton X._______ (in Kopie)

Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:

Gabriela Freihofer Blanka Fankhauser

Versand: 

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