# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a4b9ac8a-66bc-500d-8016-76a8fff8408e
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-06-26
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 26.06.2024 R 2022 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2022-45_2024-06-26.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

R 22 45

5. Kammer 

Vorsitzende   Brun

RichterInnen Audétat, Pedretti, von Salis, Righetti

Aktuar Gross

URTEIL     

vom 26. Juni 2024    

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

1. A._____, 

2. B._____, 

3. C._____, 

4. D._____, 

5. E._____, 

6. F._____, 

7. G._____,

8. Erbengemeinschaft H._____, bestehend aus I._____, und J._____, 

alle vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Nigg, 

Beschwerdeführer

gegen

Kanton Graubünden, 

vertreten durch Departement für Volkswirtschaft und Soziales 

- 2 -

Graubünden, 

Beschwerdegegner

und

Gemeinde K._____, 

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Otmar Bänziger, 

Beschwerdegegnerin

betreffend Ortplanungsrevision/Rodungsbewilligung

- 3 -

I. Sachverhalt:

1. Die Stimmberechtigten der Gemeinde K._____ beschlossen an der 

Urnenabstimmung vom 27. September 2020 eine projektbezogene 

Teilrevision der Ortsplanung mit Generellem Erschliessungsplan 1:5000 

Verkehr, K._____ – L._____, und Rodungsbewilligung. Gegenstand der 

Revisionsvorlage war die Schaffung der Voraussetzungen für die 

Erstellung einer kommunalen Verbindungsstrasse zwischen den 

Fraktionen M._____ sowie den beiden Fraktionen N._____ und L._____.    

2. Mit Beschluss vom 31. Mai 2022 (Protokoll-Nr. 505/2022) genehmigte die 

Regierung des Kantons Graubünden diese Nutzungsplanung im Sinne der 

Erwägungen und erteilte die nachgesuchte Rodungsbewilligung im 

Gesamtumfang von 11'411 m2 (davon 2'554 m2 temporäre und 8'857 m2 

permanente Rodungsfläche) an die neu fusionierte Gemeinde K._____ 

(siehe Ziff. I. und Ziff. II. des Beschlussdispositivs auf S. 49 ff.).

3. Die drei dagegen eingereichten Planungsbeschwerden (PB 34/20 

Erbengemeinschaft H._____; PB 33/20 D._____ & Mitbeteiligte; PB 35/20 

O._____ und O.A._____) wurden in separaten Regierungsbeschlüssen 

(RB Protokoll-Nr. 502/2022, 503/2022, 504/2022) behandelt (siehe Ziff. IV. 

E.3 Beschlussdispositiv, S. 52).   

4. Bereits mit Beschluss vom 15. August 2017 (Protokoll-Nr. 703/2017) hatte 

die Regierung des Kantons Graubünden der Fusion der Gemeinden 

N._____, K._____ und L._____ zur Gemeinde K._____ (per 1. Januar 

2018) zugestimmt. Im Fusionsvertrag (Ziff. 8) wurde vereinbart: 

"Zwischen den beiden Fraktionen L._____ und K._____ wird eine Gemeindestrasse 

realisiert. Dazu wird im Rahmen einer Melioration ein Bruttokredit in der Höhe von 5.1 

Millionen Franken gewährt. Die Strasse ist als kommunale Verbindungsstrasse zwischen 

den Fraktionen definiert und ist so zu bauen, dass sie den Durchgangsverkehr nicht 

fördert. Es wird ein Car- und Lastwagenfahrverbot erlassen. Der Vorstand der neuen 

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Gemeinde ist verpflichtet, weitere Massnahmen zur Verkehrsreduktion einzuführen, falls 

dieser deutlich ansteigt. Um dies zu beurteilen, werden Verkehrszählungen vor und nach 

der Realisierung der Strasse durchgeführt. Die Tempo 30-Zone in der Fraktion von 

L._____ kann nur aufgehoben werden, wenn zwei Drittel der Stimmberechtigten der 

Fraktion L._____ dies unterstützt." 

5. Im Genehmigungsbeschluss mit Rodungsbewilligung vom 31. Mai 2022 

(Protokoll-Nr. 505/2022) hielt die Regierung fest, dass sie folgende 

Unterlagen von der (neuen) Gemeinde K._____ zur Prüfung erhalten 

habe: Planungs- und Mitwirkungsbericht [PMB] vom 29. September 2020, 

Rodungsgesuch vom 11. September 2019 (mit Gesuchformular, 

Kartenausschnitt 1:25'000, Tabelle mit Rodungsflächen/Ersatzflächen, 

Rodungsplan Teil 1 und Teil 2, jeweils vom 3. Dezember 2019 samt 

Umweltbericht Verbindungsstrasse L._____-K._____ vom April 2019). 

Das Amt für Raumentwicklung (ARE) habe am 15. November 2019 einen 

Vorprüfungsbericht verfasst. Die öffentliche Bekanntgabe der 

Urnengemeindeabstimmung vom 27. September 2020 sei am 2. Oktober 

2020 erfolgt. Nebst der Dokumentation an Unterlagen (lit. A), dem 

Revisionszweck (lit. B) samt Vorgeschichte der neu geplanten 

Verbindungsstrasse (Ziff. 1 [Fusionsvereinbarung]; Ziff. 2 [Auflageprojekt 

nach Meliorationsrecht]) wurde in Ziff. 3 die Variantenprüfung der 

Strassenführung im Jahr 2010 (drei Varianten: P._____, Q._____ und 

R._____ S._____; Fusion scheiterte damals) aufgezeigt und im Rahmen 

der neuerlichen Fusionsabklärungen im Jahr 2016 wurden (neu) vier 

Varianten (Q._____ 1, Q._____ 2, T._____ und Fusion) dargelegt. Es 

wurde resümiert: Nach eingehender Prüfung der vier vorgenannten 

Varianten habe sich die Gemeinde schliesslich für die Variante "Fusion" 

entschieden. Entsprechend dem PMB sei diese Verbindungsstrasse für 

das Funktionieren der fusionierten Gemeinde K._____ unabdingbar und 

habe folgenden Zwecken zu dienen: 
Verkehrsbindung zwischen den Fraktionen, um ein enges Zusammenleben innerhalb der 
neuen Gemeinde zu ermöglichen

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Ermöglichung der Nutzung von kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Angeboten
Sicherer Schülertransport auch im Winter
Nutzung der Verbindungsstrasse für landwirtschaftliche Zwecke (Bewirtschaftung, 
Milchtransporte) 

Unter Ziff. 4 S. 6 [Projekt zur geplanten 

Verbindungsstrasse/Rodungsgesuch] wurden die Eckwerte der 

geplanten, innerkommunalen, wintersicheren Verbindungsstrasse 

genannt: Fahrbahnbreite 3.50 m; bergseits Bankett/Wasserschale von 

0.80 m bzw. talseits Bankett 0.60 m; Ausweichstellen Sichtweite alle 150 

bis 220 m; Gesamtdistanz ca. 1'120 m; 70 m lange Stahlbrücke über 

U._____; Linienführung neue Strasse teils durch Landwirtschafts- und 

Waldgebiet; Waldrodung total 11'411 m2; Ersatz-/Pflegemassnahmen 

[Pflanzen von Traubeneichen/Winterlinden/Weisstannen]. Weiter werden 

unter Ziff. 5 S. 7 Angaben zur nutzungsplanerischen Umsetzung des 

genehmigten Strassenprojekts gemacht. Die Argumente zu dessen 

Übereinstimmung mit der Richtplanung sind in lit. C S. 8 enthalten. Unter 

lit. D (GEP 1:5000 Verkehr, K._____ – L._____) wird zur Beanspruchung 

von Waldareal (Waldrodung 11'411 m2; davon temporär 2'554 m2 bzw. 

permanent 8'857 m2; Ziff. 1.1) und zur Zuständigkeit für die Erteilung der 

Rodungsbewilligung (Ziff. 1.2) gesagt, dass das Departement für 

Infrastruktur, Energie und Mobilität (DIEM) hierzu einen Gesamtentscheid 

im Sinne von Art. 15 Abs. 3 KRVO zu fällen habe. Die öffentliche Auflage 

des Rodungsgesuchs sei am 2. Oktober 2020 im Kantonsamtsblatt 

publiziert worden (Ziff. 1.2.2). Im kantonsinternen Verfahren hätten das 

Amt für Landwirtschaft und Geoinformatik (ALG), das Amt für Natur und 

Umwelt (ANU), das Tiefbauamt (TBA) sowie das Amt für 

Raumentwicklung (ARE) teilgenommen (Ziff. 1.2.3). Rodungen seien 

grundsätzlich verboten (Ziff. 1.3), ausnahmsweise nach Waldgesetz aber 

zulässig, so aus wichtigen Gründen bzw. überwiegenden Interessen (Ziff. 

1.3.1) und bei Standortgebundenheit (Ziff. 1.3.2). Ebenfalls müssten die 

Voraussetzzungen der Raumplanung sachlich erfüllt sein (Ziff. 1.3.3), 

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nämlich keine erhebliche Umweltgefährdung (Ziff. 1.3.4), Beachtung des 

Natur- und Heimatschutzes (Ziff. 1.3.5) und die Zustimmung der 

Waldeigentümer/Innen (Ziff. 1.3.6). Das vorliegende Rodungsgesuch 

erfülle die Voraussetzungen zur Erteilung einer Ausnahmebewilligung 

(Ziff. 1.3.7). Betreffend Auflagen zur Rodungsbewilligung (Ziff. 1.4) wird 

auf die zeitliche Befristung bis 31. Dezember 2030 (Ziff. 1.4.1) und den 

Rodungsersatz hingewiesen. Die vorliegende Rodungsfläche liege 

ausserhalb des Waldperimeters (betreffend 'zunehmende Waldflächen' 

nach RB Protokoll Nr. 834/2014), weshalb vorliegend als Realersatz 

gleichwertige Massnahmen zugunsten des Natur- und 

Landschaftsschutzes getroffen würden (Ziff. 1.4.2). Zur Sicherstellung des 

Rodungsersatzes sei eine Leistungsverpflichtung über 

CHF 101'340.-- (Anteil temporäre Rodung CHF 12'770.-- [à CHF 5.--/m2] 

zzgl. Anteil permanente Rodung CHF 88'570.-- [CHF 10.--/m2]) zu Lasten 

der Gemeinde erforderlich bzw. von dieser zu hinterlegen (Ziff. 1.4.3). Die 

Ausführung der Rodung dürfe nur aufgrund forstamtlicher Bezeichnung 

der Fläche und Anzeichnung der Bäume erfolgen (Ziff. 1.4.4). Die Kosten 

für das Genehmigungsverfahren beliefen sich auf insgesamt CHF 1'070.-

- (bestehend aus: Staatsgebühr CHF 800.--; Ausfertigungs-/Mitteilungs-

/Barauslagen CHF 270.--; Ziff. 1.4.5). Zum Wanderweg und zur 

Mountainbikeroute wird festgehalten (Ziff. 2 S. 17-18): Die projektierte 

Verbindungsstrasse verläuft fast vollständig auf Bergwanderwegen, 

regionalen Wanderrouten sowie einer regionalen Mountainbikeroute. Alle 

diese Verbindungen sind Teil des kantonalen Inventars der offiziell 

signalisierten Langsamverkehrswege. Mit dem Einbau eines 

Schwarzbelags auf einem offiziellen Wanderweg ergebe sich von 

Gesetzes wegen eine Ersatzpflicht für jenen Bereich, auf dem heute noch 

kein Schwarzbelag bestehe. Dementsprechend sei hier ein 

entsprechender Ersatz zu schaffen. Im Abschnitt lit. E, S. 18 ff. wird die 

Stellungnahme der beschwerdeberechtigten Umweltorganisationen 

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(USO) im Detail besprochen (Ziff. 1 Ausgangslage; Ziff. 2 Anträge C._____ 

[C._____], B._____, A._____ [A._____]). Die USO brachten zur 

Begründung im Wesentlichen folgendes vor: Ziff. 2.1 – Fehlender Bedarf 

für projektierte Verbindungsstrasse; Ziff. 2.2 – Entgegenstehende 

überwiegende öffentliche Interessen; Ziff. 2.3 – Fehlende richtplanerische 

Abstimmung; Ziff. 2.4 – Fehlende umfassende Interessenabwägung; Ziff. 

2.5 – Fehlende Variantenprüfung; Ziff. 2.6 – Fehlende 

Ersatzmassnahmen. Die betreffende Gemeinde habe die Abweisung der 

Anträge der USO beantragt (Ziff. 3) und dies wie folgt begründet: Ziff. 3.1 

– Bedarf für innerkommunale Strassenverbindung sei nachgewiesen 

durch Schülertransporte, landwirtschaftlichen Nutzen, 

Milchtransporte/Tiertransporte in Metzgerei; Ziff. 3.2 – Die öffentlichen 

Interessen an einer wintersicheren direkten Verbindung überwögen die 

privaten Interessen der USO an der unberührten Erhaltung der 

vorhandenen Natur- und Erholungsräume; Ziff. 3.3 – Es bestehe gar kein 

Grund für eine vorausgehende Richtplanfestlegung; Ziff. 3.4 – Eine 

umfassende Interessenabwägung sei bereits im PMB erfolgt; Ziff. 3.5 – 

Eine seriöse Variantenprüfung sei ebenfalls im PMB erfolgt. Für die 

Erreichung des Fusionsziels sei die Variante "Fusion" und nicht "P._____" 

die beste; Ziff. 3.6 – Als Ersatzmassnahmen für die Rodungsflächen seien 

Pflegemassnahmen zur Förderung und Erhaltung von verschiedenen 

Baumarten (Eichen, Linden, Tannen) vorgesehen. Laut Umweltbericht 

[vom April 2019] habe die geplante Strasse sowohl im Bereich der 

bestehenden Wege als auch des Brückenstandorts [über den U._____] 

keine relevanten Auswirkungen auf das Landschaftsbild. Es bestehe somit 

keine Pflicht zur Leistung von Ersatzmassnahmen. Im Weiteren setzte sich 

die Vorinstanz mit der Replik der USO (Ziff. 4, S. 26-29), der Duplik der 

Gemeinde (Ziff. 5, S. 29 f.) und der Stellungnahme der V._____ zur 

Erhaltung der alpinen Fliessgewässer (Ziff. 6, S. 30 ff.) auseinander. Die 

Einwände der V._____ und die Antworten der Regierung bezogen sich 

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dabei auf die Verletzung von Mitwirkungspflichten (Ziff. 6.1), die Rüge der 

mangelhaften Variantenprüfung [V._____ favorisiere Variante "T._____"] 

(Ziff. 6.2), Verletzung des Landschafts- und Gewässerschutzes (Ziff. 6.3), 

Beeinträchtigung von Flachmooren (Ziff. 6.4), Luftschadstoff- und 

Lärmbelastung (Ziff. 6.5), Schultransporte (Ziff. 6.6), Ungleichbehandlung 

der Fraktionen (Ziff. 6.7), Vorschlag regionale Verkehrslösung (Ziff. 6.8) 

sowie weitere Vorbringen des V._____ (Ziff. 6.9). Die Entgegnung der 

Gemeinde (Ziff. 7, S. 33-37) bezog sich in dieser Reihenfolge darauf: Zur 

Verletzung von Mitwirkungsrechten (Ziff. 7.1), zur Variantenprüfung inkl. 

T._____ (Ziff. 7.2), Entgegnung zum Landschafts- und Gewässerschutz 

(Ziff. 7.3), zur Beeinträchtigung von Flachmooren (Ziff. 7.4), zur 

Luftschadstoff- und Lärmbelastung (Ziff. 7.5), zu den Schultransporten 

(Ziff. 7.6), zur Ungleichbehandlung von Fraktionen (Ziff. 7.7) sowie zum 

Vorschlag der regionalen Verkehrslösung (Ziff. 7.8). Weiter setzte sich die 

Vorinstanz mit der Replik der V._____ (Ziff. 8 S. 37-38) unter den Aspekten 

der Variantenprüfung/haushälterische Bodennutzung (Ziff. 8.1), Variante 

"T._____" (Ziff. 8.2) und zu den landwirtschaftlichen 

Interessen/Meliorationen (Ziff. 8.3) auseinander. Danach wurde die Duplik 

der Gemeinde (Ziff. 9, S. 38-39) mit den Entgegnungen zur 

Variantenprüfung/haushälterische Bodennutzung (Ziff. 9.1), zur Variante 

"T._____" (Ziff. 9.2) und zu den landwirtschaftlichen Interessen (Ziff. 9.3) 

wiedergegeben. Hierauf folgte die Beurteilung der Regierung (Ziff. 10, S. 

39-53). Sie äusserte sich noch separat zu folgenden Themen: Zur 

regionalen Abstimmung (Ziff. 10.1), zu den Mitwirkungsrechten (Ziff. 10.2), 

zum Bedarf der projektierten Verbindungsstrasse (Ziff. 10.3), zum Natur- 

und Heimatschutz (Ziff. 10.4), zum Planungsgrundsatz nach Art. 3 Abs. 2 

RPG (Ziff. 10.5), kurz zur Walderhaltung (Ziff. 10.6), zum Mehrverkehr 

(Ziff. 10.7), zur Variantenprüfung (Ziff. 10.8), zu den Ersatzmassnahmen 

(Ziff. 10.9) sowie zur Nutzung erneuerbarer Energien (Ziff. 10.10). Als 

Fazit (Ziff. 10.11) wurde erkannt: Zusammenfassend ergebe sich aufgrund 

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der vorstehenden Ausführungen, dass den Anträgen [C._____, B._____, 

A._____] in deren gemeinsamer Stellungnahme vom 18. Januar 2021 

sowie der Stellungnahme des V._____ vom 31. Dezember 2020 nicht 

gefolgt werden könne. Die Eingabe der vorgenannten USO führe nicht 

dazu, dass die vorliegend zur Debatte stehende Teilrevision der 

Ortsplanung nicht genehmigt werden könne. 

Die Regierung beschloss gestützt darauf im Einzelnen was folgt (S. 49 ff.):

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I. Genehmigung Nutzungsplanung
Der Generelle Erschliessungsplan 1:5000 Verkehr, K._____ – 

L._____ vom 27. September 2020 wird im Sinne der Erwägungen 

mit folgenden Anliegen (Empfehlungen) genehmigt:

- Die Gemeinde wird ersucht, die neuen Linienführungen der 

Wanderwege resp. die notwendigen Anpassungen des 

Wanderwegnetzes in Zusammenarbeit mit der Fachstelle 

Wanderwege Graubünden vorzunehmen und diese 

Anpassungen nach Art. 5a Abs. 1 der Strassenverordnung des 

Kantons Graubünden (StrV; BR 807.110) vorgängig der 

Fachstelle Langsamverkehr des Tiefbauamtes vorzulegen. Im 

Weiteren ist zu prüfen, ob die Mountainbikeroute gleichfalls 

verlegt werden soll.    

 

II. Rodungsbewilligung
Das Gesuch der Gemeinde K._____ zur Rodung im Gesamtumfang 

von 11'411 m2 im Hinblick auf die Realisierung der 

Verbindungsstrasse und der Verlegung der Langlaufloipen im 

öffentlichen Wald auf dem Territorium der Gemeinde K._____ wird 

unter folgenden Bedingungen und Auflagen entsprochen:

a) Die Waldrodungen dürfen nur aufgrund forstamtlicher 

Bezeichnung der Flächen und Anzeichnung der Bäume 

erfolgen.

b) Die detaillierte Linienführung der Verbindungsstrasse sowohl 

auch der Verlegung der Langlaufloipen ist vor Baubeginn mit 

dem zuständigen Regionalforstingenieur festzulegen.

c) Der Realersatz für die temporäre Rodungsfläche von 2'554 m2 

ist durch die Gesuchstellerin mit standortgerechten Baumarten 

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vorzunehmen und bis spätestens am 31. Dezember 2030 

abzuschliessen.

d) Der Ersatz für die permanente Rodungsfläche von 8'857 m2 ist 

durch die Gesuchstellerin bis spätestens am 31. Dezember 

2030 in Form von Massnahmen zur Förderung sowie Erhaltung 

der Traubeneichen und Winterlinden in den Gebieten W._____ 

und X._____ und zur Förderung sowie Erhaltung der 

Weisstanne im Gebiet Y._____ vorzunehmen. 

e) Die Rodungs-, Wiederherstellungs- und Ersatzleistungsarbeiten 

haben unter Aufsicht und gemäss den Weisungen des 

zuständigen Regionalforstingenieurs zu erfolgen.

f) Die Freigabe der Rodungsfläche erfolgt erst nach Erfüllung und 

dem Ausweis der finanziellen Verpflichtungen der 

Gesuchstellerin.

g) Die Rodungs- und Bauarbeiten haben unter grösstmöglicher 

Schonung des Waldes ausserhalb der Rodungsfläche zu 

erfolgen. Es ist untersagt, darin Baubaracken zu erstellen sowie 

Baumaschinen und Materialien aller Art zu deponieren.

h) Die Erdarbeiten müssen gemäss den Richtlinien und den 

Normen zum Schutz des Bodens durchgeführt werden: Normen 

des Schweizerischen Verbands der Strassen- und 

Verkehrsfachleute 640 581 Erdbau, Boden, Bodenschutz und 

Bauen (VSS 2017); Bodenschutz beim Bauen (BAFU 2001); 

Boden und Bauen, Stand der Technik (BAFU 2015).

i) Die Massnahmen für den Bodenschutz sind durch eine 

akkreditierte bodenkundliche Baubegleitung oder durch eine 

ausgewiesene Fachperson zu planen und zu realisieren.

j) Nach Abschluss der Bauarbeiten ist der zuständige 

Regionalforstingenieur zu einer Abnahme einzuladen.   

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k) Der Vollzug der Ersatzleistungen ist dem Amt für Wald und 

Naturgefahren zuhanden des Bundesamtes für Umwelt zu 

melden.

l) Zur Sicherstellung der gesetzlich verlangten 

Ersatzmassnahmen hat die Gesuchstellerin innert einer Frist 

von 30 Tagen die separat zugestellte Leistungsverpflichtung im 

Betrag von CHF 101'340.-- dem Amt für Wald und 

Naturgefahren unterzeichnet zukommen zu lassen. 

m) Folgende Pläne gelten als integrierende Bestandteile der 

Rodungsbewilligung:

- Rodungsplan 1:1'000, 1. Teil, Plan Nr. 757-6-61.17, vom 3. 

Dezember 2019

- Rodungsplan 1:1'000, 2. Teil, Plan Nr. 757-6-61.18, vom 3. 

Dezember 2019   

III. Weitere Anordnungen
1. Soweit für die Verwirklichung der Planung Bewilligungen 

irgendwelcher Art notwendig sind, bleibt der Bewilligungsentscheid 

der zuständigen Behörde oder Amtsstelle vorbehalten.

2. Die von der Gemeinde bestimmte Datenverwaltungsstelle führt die 

Nutzungsplandaten nach den Weisungen des Amtes für 

Raumentwicklung nach. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 

Nutzungsplanfestlegungen erst dann als definitiv rechtskräftig 

betrachtet werden können, wenn gegen den entsprechenden 

Genehmigungsbeschluss innert 30 Tagen ab dem 

Publikationsdatum keine Verwaltungsgerichtsbeschwerde 

eingereicht werden bzw. wenn allfällige 

Verwaltungsgerichtsbeschwerden abgewiesen worden sind.   

IV. Kosten, Rechtsmittelbelehrung und Mitteilung

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1. Für das Nutzungsplangenehmigungsverfahren werden keine 

Kosten erhoben. 

2. Für die Durchführung des Rodungsbewilligungsverfahrens hat die 

Gemeinde K._____ gestützt auf Art. 3 ff. der Verordnung über die 

Kosten in Verwaltungsverfahren (VKV; BR 370.120) eine Gebühr 

im Gesamtbetrag von CHF 1'070.-- zu bezahlen.

Diese Gebühr setzt sich wie folgt zusammen:

Staatsgebühr CHF    800.--

Ausfertigungsgebühren und Barauslagen CHF    270.-- 

Total CHF 1'070.--

Die politische Gemeinde K._____ hat diesen Betrag von CHF 

1'070.-- gemäss separat zugestellter Rechnung an die 

Finanzverwaltung Graubünden, Chur, zu überweisen, und zwar 

innert 30 Tagen ab Rechnungsdatum (zugunsten von Konto 

421001). 

3. Die drei Planungsbeschwerden werden in separaten 

Regierungsbeschlüssen behandelt.  

4. Der Gemeindevorstand K._____ wird angewiesen, den 

wesentlichen Inhalt des Dispositivs des vorliegenden 

Genehmigungsbeschlusses öffentlich bekannt zu geben. Diese 

Bekanntgabe hat in den gleichen Publikationsorganen wie die 

Bekanntgabe der Urnenabstimmung vom 27. September 2020 zu 

erfolgen. Im Publikationstext ist darauf hinzuweisen,

- dass der Genehmigungsbeschluss bei der Gemeinde K._____ 

eingesehen werden kann und

- dass Berechtigte gegen den vorliegenden 

Ortsplanungsgenehmigungsbeschluss mit integrierter 

Rodungsbewilligung innert 30 Tagen ab dem Publikationsdatum 

nach Massgabe des Gesetzes über die 

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Verwaltungsrechtspflege beim Verwaltungsgericht Graubünden 

Beschwerde erheben können.    

5. Für direkte Adressaten des vorliegenden Beschlusses beginnt die 

30-tägige Beschwerdefrist an das Verwaltungsgericht bereits ab 

dem Zeitpunkt der Eröffnung des vorliegenden Beschlusses. 

6. [Mitteilung an:]                              

6. Gegen diesen Genehmigungsbeschluss der Regierung vom 31. Mai 2022 

samt integrierter Rodungsbewilligung (RB Protokoll-Nr. 505/2022) sowie 

gegen die Beschwerdeentscheide der Regierung vom 31. Mai 2022, 

mitgeteilt am 2. Juni 2022, (RB Protokoll-Nr. 502/2022 

[Erbengemeinschaft H._____]) und (RB Protokoll-Nr. 503/2022 [D._____, 

E._____, F._____, G._____]) erhoben die USO [A._____, B._____ und 

C._____] sowie D._____ & Mitbeteiligte und EG H._____ am 1. Juli 2022 

alle zusammen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden mit den folgenden Rechtsbegehren:

1. Der angefochtene Genehmigungsbeschluss vom 31. Mai 2022, inklusive integrierter 

Rodungsbewilligung, sowie die angefochtenen Beschwerdeentscheide vom 31. Mai 

2022 seien aufzuheben. Dem entsprechenden Planungsmittel (Genereller 

Erschliessungsplan 1:5000 Verkehr K._____ - L._____) sowie dem entsprechenden 

Rodungsgesuch sei die Genehmigung zu verweigern; eventualiter sei die 

Angelegenheit an die Vorinstanz zu neuer Entscheidung zurückzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegner.

Zur Begründung wurde zunächst vorgebracht (I. Formelles), dass die 

Beschwerdeberechtigung der USO [A._____, B._____, C._____] nach Art. 

12 des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 

451) gegeben sei. Die Erteilung einer Rodungsbewilligung sei eine 

Bundesaufgabe nach Art. 2 Abs. 1 lit. b NHG, so dass die USO zur 

Beschwerde befugt seien. Die weiteren Beschwerdeführenden (D._____ 

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& Mitbeteiligte und EG H._____) seien entweder Eigentümer oder Pächter 

der Parzellen Nrn. 7828, 7829, 7016, 7019, 7021, 7047, 7695, 7424 im 

Bereich des im GEP festgelegten Strassenverlaufs und somit aufgrund 

ihrer besonderen Nähe zur geplanten Durchgangsstrasse zur Beschwerde 

legitimiert (vgl. Rzn. 4 und 6, S. 6). Landwirtschaftliche Fahrzeuge, 

Kommunalfahrzeuge und dgl. könnten zwischen L._____ und K._____ 

problemlos über die im Q._____ bestehende Landwirtschaftsstrasse 

verkehren, sofern dort nicht zu viel Schnee liege (Rz. 11). Die beiden 

genannten Fraktionen seien auch durch eine mit gewöhnlichen 

Personenwagen befahrbare Strasse, die über P._____ führe, miteinander 

verbunden. Diese Strasse sei während Jahrzehnten, bis ins Jahr 2010, 

auch im Winter offengehalten und vom Schnee geräumt worden (Rz. 12). 

Das Q._____, wo die neue Strasse gebaut werden soll, sei ein 

naturkundlich sehr wertvolles Gebiet. Es handle sich um ein Mosaik von 

Flachmooren, Trockenwiesen, artenreichen Wiesen (Fromental- bzw. 

Goldhafer-Wiesen) und Wald. Es seien viele Vertragsflächen (Qualitäts- 

und Vernetzungsflächen, z.B. auf Parzelle Nr. 7828) vorhanden. Eine 

Anfrage bei der Vogelwarte Sempach habe denn auch bestätigt, dass 

jedenfalls ganz in der Nähe (rund um den Z._____) mehrere Vogelarten 

lebten, die auf der Roten Liste der gefährdeten Arten aufgeführt seien. Im 

Gebiet um den Z._____ sei bekannt, dass namentlich der Wachtelkönig 

(Gefährdungsstatus CR = vom Aussterben bedroht), das Braunkehlchen, 

die Feldlerche, die Gartengrasmücke und die Reihente (alle mit 

Gefährdungsstatus VU = verletzlich), der Baumpieper, der Neuntöter, der 

Kuckuck, der Zitronenzeisig, der Mauersegler, die Mehlschwalbe, die 

Rauchschwalbe und der Grünfink (alle mit Gefährdungsstatus NT = 

potenziell gefährdet) vorkämen. Im mit dem Gebiet um den Z._____ 

zusammenhängenden, sehr ähnlich strukturierten Val Q._____ dürften 

mehrere dieser Vogelarten ebenfalls vorkommen, namentlich der Kuckuck 

und Wiesenbrüter wie der Baumpieper und das Braunkehlchen. Auch 

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Reptilien mit Gefährdungsstatus VU (Schlingnatter, Ringelnatter) kämen 

gemäss Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der 

Schweiz (karch) im Gebiet vor. Der zu den Auflageakten gehörende 

Umweltschutzbericht (vom April 2019) stelle demgegenüber einzig auf 

Feldbegehungen ab (und nicht auch auf die einschlägigen Datenbanken 

bzw. Auskünfte der entsprechenden Fachstellen) und führe keine seltenen 

Vögel und Reptilien auf. Dieser Umweltbericht, auf den im PMB verwiesen 

werde und auf den die Vorinstanz bei ihrer Interessenabwägung abgestellt 

habe, sei mit Blick auf die Fauna absolut ungenügend (Rz. 13). Im 

Q._____ befinde sich auch ein bekanntes Fledermausquartier (GR0632) 

mit den geschützten Arten 'Kryptische Fledermaus/Fransenfledermaus' 

[mit Gefährdungsstatus NT], Braunes Langohr [Gefährdungsstatus VU] 

oder Alpenlangohr [Gefährdungsstatus EN = stark gefährdet]. Mit dem 

Ausbau der geplanten Strasse gehe deren Lebensraum verloren und der 

Zerschneidungseffekt werde verstärkt (Rz. 14). Der eingereichte 

Umweltbericht gebe dazu wie auch zur konkreten Ausgestaltung und 

Linienführung der geplanten Strasse viel zu ungenau und somit zu wenig 

Auskunft (Rz. 15). Gemäss Protokoll der Gemeindevorstandssitzung vom 

16. November 2021 würden der Schülertransport und der Mittagstisch gut 

funktionieren (Rz. 16). Im Entscheid des EKUD vom 14. Januar 2022 sei 

nachzulesen, dass der Transport so organisiert sei, dass die Kindergarten- 

und Schulkinder mit dem Postauto zur Schule gebracht würden. Die 

Fahrzeiten betrügen dabei je nach Wegstrecke 13 bis 24 Minuten (L._____ 

nach AA._____) bzw. 24 bis 34 Minuten (L._____ nach K._____), was laut 

Praxis (Weg bis 60 Minuten) noch zumutbar sei (Rz. 17). Materiell setze 

die Nutzungsplanung eine umfassende Interessenabwägung voraus (Rz. 

18). Erweise sich ein Strassenbauvorhaben als unnötig, überwögen die 

gegen das Projekt sprechenden Interessen, oder seien andere, insgesamt 

vorteilhaftere Streckenführungen möglich, dürften die entsprechende 

Teilrevision der Ortsplanung und das entsprechende Rodungsgesuch 

- 17 -

nicht genehmigt werden (Rz. 19). Geboten sei laut ständiger 

Rechtsprechung eine umfassende und gesamthafte Interessenabwägung, 

d.h. es dürften nicht einzelne Schutzinteressen isoliert den 

Nutzungsinteressen gegenübergestellt werden (oder umgekehrt), sondern 

sämtliche Interessen seien möglichst gleichzeitig zu berücksichtigen, mit 

dem Ziel, ein gesamthaft sinnvolles Ergebnis zu erzielen. Die dazu nötige 

Güterabwägung sei in erster Linie eine Rechtsfrage, die das Gericht frei 

prüfen könne (Rz. 20). Konkret liege eine rechtsfehlerhafte 

Interessenabwägung der Vorinstanz vor, da sich der geplante Bau der 

Strasse als unnötig und absolut unverhältnismässig erweise (Rz. 21). Der 

(Teil der Auflageakten bildende) Umweltbericht sei inhaltlich unvollständig, 

da mehrere im Gebiet vorkommende Rote-Liste-Arten (Vögel, 

Fledermäuse, Reptilien) nicht erfasst und auch die landschaftlichen 

Auswirkungen der Strasse stark verharmlosend dargestellt worden seien 

(Rz. 22). Es werden dann die von der Vorinstanz für den Bau der Strasse 

sprechenden Interessen aufgeführt (Rz. 23). Es sei jedoch offensichtlich, 

dass die dazu angeführten Interessen nicht von grossem Gewicht seien 

und den Bau der viele Millionen Franken teuren Strasse, welche die intakte 

Naturlandschaft beidseits des U._____ massiv entwerte, nicht zu 

rechtfertigen vermöchte (Rz. 24). Bereits heute bestehe mit der 

Kantonsstrasse eine bestens ausgebaute, wintersichere Verbindung 

zwischen N._____ bzw. L._____ und K._____. Die Autofahrt zwischen den 

zwei letzteren dauere weniger als 20 Minuten. Wegen der Fusion bestehe 

auch gar kein erhöhtes Bedürfnis, zwischen den Fraktionen hin- und 

herzufahren, abgesehen vielleicht von gelegentlichen 

Gemeindeversammlungen (Rz. 25). Zudem könne zumindest in der 

schneefreien Zeit auch die Strasse über P._____ benutzt werden. Diese 

sei nicht schwierig zu befahren. Für landwirtschaftliche Zwecke sei die 

Strasse über P._____ ohnehin schon mehr als gut ausgebaut (Rz. 26). Die 

Alpen seien über die gut ausgebauten (Meliorations-)Strassen am Berg 

- 18 -

einfacher zu erreichen als über die geplante neue Strasse. Der Verkehr 

wäre auch für landwirtschaftliche Transporte darüber hinderlich, da u.a. im 

Dorf L._____ diverse Engpässe bestünden. Auch der Eintrag von Salz, 

Splitt und Gummiabrieb in den Wiesen entlang der geplanten Strasse wäre 

für die Landschaft nachteilig (Rz. 27). Auch das Argument der schnelleren 

Milchtransporte verfange nicht, da die Käserei in K._____ nur silofreie Bio-

Milch verarbeite und in den anderen beiden Fraktionen ausnahmslos Milch 

produziert werde, die den Ansprüchen der Käserei nicht genügten. Die 

Milchviehalpen von K._____ und L._____ lägen sehr nahe beieinander, 

weshalb der Anschluss für die fehlenden 50 Leitungsmeter mit sehr wenig 

Aufwand möglich wäre (Rz. 28). Bezüglich Metzgerei befinde sich in 

AB._____ ein moderner Schlachthof, welcher erst vor wenigen Jahren mit 

Unterstützung des Kantons nach aktuellsten Richtlinien gebaut worden 

sei. Eine neue Verbindungsstrasse würde daran nichts ändern (Rz. 29). 

Die Schülertransporte funktionierten bereits heute gut. Die neue Strasse 

würde keine markante Verbesserung ermöglichen. Je nach Fahrroute 

wären die Schulkinder von N._____ nach AA._____ wohl rund 40 bis 45 

Minuten (bzw. nach K._____ ca. 30 Minuten) unterwegs (Rz. 30). Die 

gegen die neue Strasse sprechenden Interessen seien deutlich 

gewichtiger (Rz. 31). Das Q._____ sei ein naturkundlich sehr wertvolles 

Gebiet. Es handle sich beim vom geplanten Strassenbau tangierten 

Gebiet aufgrund der dortigen Biodiversitätsförderung und der dort 

vorkommenden geschützten und gefährdeten Tierarten um ein 

schützenswertes Biotop. Traditionelle Kulturlandschaften, wie das 

Q._____ mit seinen ausgedehnten artenreichen, wenig intensiv 

bewirtschafteten Wiesen seien selten geworden. Es bestehe schon aus 

diesem Grund ein sehr grosses öffentliches Interesse an der 

ungeschmälerten Erhaltung dieses bis heute nur wenig gestörten 

Lebensraums. Das geplante Strassenprojekt würde aber einen starken 

Eingriff in diesen Lebensraum bedeuten. Über weite Strecken würde die 

- 19 -

bestehende, kaum bzw. nur zu landwirtschaftlichen Zwecken befahrene, 

schmale Strasse stark verbreitert werden, und auf einer Strecke von rund 

600 m müsste die Strasse gänzlich neu angelegt werden. Aufgrund des 

mit dem Verkehr verbundenen Lärms, der nächtlichen Lichtimmissionen 

und der Einschränkung der ökologischen Vernetzung käme es zu 

zusätzlichen Ausfällen bei Insekten, Vögeln und Reptilien. Aus Sicht des 

Naturschutzes würde der Strassenbau sehr negativ ins Gewicht fallen (Rz. 

32). Die erwähnten Einflüsse führten auch zu einer deutlichen Entwertung 

als Naherholungsgebiet. Langlaufloipen und Wanderwege müssten 

verlegt werden. Es sei geplant, den bisher im Q._____ verlaufenden, sehr 

bedeutenden Wanderweg (Jakobsweg/Senda AC._____) auf die andere 

Teilseite in den Wald (T._____) zu verlegen, wo schon heute ein 

Wanderweg bestehe. Damit verliere das Gebiet stark an Attraktivität für 

Erholungssuchende, welche heute zwischen einer Wanderung von 

K._____ nach L._____ im Wald (via T._____) oder entlang besonnter 

Wiesen (via Q._____) auswählen könnten. Die betroffenen 

Naherholungsgebiete würden heute sehr stark von Spaziergängern, 

Wanderern, Joggern, Bikern, Langläufern, Schneeschuhläufern etc. 

frequentiert. Vergleichbare Alternativen bestünden in Dorfnähe nicht. Die 

Bedeutung der ungeschmälerten Erhaltung als Erholungsräume für die 

einheimische Bevölkerung wie auch für den Tourismus sei evident (Rz. 

33). In landschaftlicher Hinsicht sei das Q._____ ein Juwel. Grundsätzlich 

würden selbst ganz triviale Landschaften vor Bauten und Anlagen 

geschützt, welche das Landschaftsbild wie ein Fremdkörper 

beeinträchtigten. Der Bau einer – von Nah und Fern gut sichtbaren – 70 m 

langen Brücke, der Ausbau von 1.8 km bestehender Strasse (davon ein 

grosser Teil Naturstrasse) auf rund die doppelte Breite, der Neubau eines 

600 m langen Abschnitts, die damit verbundenen Aufschüttungen und 

Geländeabtretungen sowie die Rodungen und das mit der Strasse 

verbundene Verkehrsaufkommen veränderten die Charakteristik der 

- 20 -

betroffenen (bislang praktisch verkehrsfreien) Geländekammer äusserst 

stark und führten zu einer gravierenden Beeinträchtigung der heute 

weitgehend ungestörten Landschaft (Rz. 34). Hinzu komme nebst dem 

Interesse an der Walderhaltung und dem Interesse an der Erhaltung des 

Kulturlandes auch, dass das enge Strassendorf L._____ (auch im ISOS 

verzeichnet) voraussichtlich mit deutlich mehr Verkehr als bisher belastet 

würde. Von AD._____ nach K._____ und umgekehrt wäre der Weg über 

die neue Strasse kürzer als derjenige über die Kantonsstrasse. Das werde 

viele Touristen dazu verleiten, diesen Weg zu nehmen und namentlich im 

Winter zu prekären Verkehrsverhältnissen in L._____ führen. Für die 

betroffenen Einwohner werde dies eine starke Zusatzbelastung und damit 

eine Verminderung der Lebensqualität darstellen (Rz. 35). In einer 

gesamthaften Interessenabwägung dürfe auch nicht unberücksichtigt 

bleiben, dass das Strassenbauvorhaben mit Erstellungskosten von rund 

CHF 6 Mio. zu Buche schlage, zuzüglich jährlicher Unterhaltskosten in 

beträchtlicher Höhe. So viel Geld für eine Strasse auszugeben, deren 

Nutzen als höchstens gering und deren negative Auswirkungen auf Natur, 

Landschaft, Erholungsraum und Kulturland jedoch gravierend seien, sei 

eindeutig als unsinnig bzw. absolut unverhältnismässig zu qualifizieren. 

Jedenfalls überwögen in einer Gesamtabwägung die gegen das 

Bauvorhaben sprechenden Interessen ganz eindeutig, so dass die 

Beschwerde antragsgemäss gutzuheissen sei. Die von der Vorinstanz 

vorgenommene Interessenabwägung erweise sich demgegenüber als 

unvollständig, nicht nachvollziehbar, unverhältnismässig und 

rechtsfehlerhaft (Rz. 36, S. 15-16). 

7. In ihrer Vernehmlassung vom 22. August 2022 beantragte die Gemeinde 

K._____ beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden kostenfällig 

die Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde bestreitet die Darstellung 

der Beschwerdeführenden, dass die neue Verbindungsstrasse 

- 21 -

naturkundlich sehr wertvolle Gebiete beeinträchtige und die Habitate 

diverser Vogelarten und Reptilien aufs empfindlichste gestört würden. 

Dasselbe gelte für die Behauptung, die geplante Brücke würde das 

Landschaftsbild stark beeinträchtigen, landwirtschaftlich nutzbare 

Parzellen durchschneiden und damit die Bewirtschaftung erschweren. 

Ebenso tendenziös sei die Darstellung bezüglich der Schulstandorte (Rz. 

27, S. 12). Die Anwendbarkeit der zitierten NHG-Bestimmungen ändere 

nichts an der grundsätzlichen Zulässigkeit einer Interessenabwägung und 

schliesse ein überwiegendes Interesse am betreffenden Werk nicht aus, 

umso weniger, als es hier mit dem betroffenen Gebiet Q._____ um ein 

"Objekt" gehe, welches in keinem Inventar verzeichnet sei, und schon gar 

nicht in einem Inventar des Bundes figuriere (Rz. 28). Die geforderte 

Interessenabwägung sei von allem Anfang an vorgenommen worden, 

wovon die detaillierten Ausführungen im PMB vom 5. Dezember 2019 

zeugten (Rz. 29). Zum hohen öffentlichen Interesse an der neuen 

Verbindungsstrasse wurde ausgeführt, dass schon im bestehenden 

Generellen Erschliessungsplan eine Sammelstrasse im betreffenden 

Bereich festgelegt worden sei. Diese Sammelstrasse entspreche über 

weite Strecken der Variante Fusion, sei aber insoweit nachteiliger, als 

deren Realisierung weit mehr Kulturland beanspruchen würde. Die im 

GEP vorgesehene Sammelstrasse würde rund 400 m weiter in Richtung 

Westen führen und erst dort zu dem von K._____ herkommenden 

Forstweg abzweigen. Die zur Diskussion stehende Lösung bedeute daher 

in jeder Hinsicht eine Verbesserung gegenüber der geltenden Regelung 

(Rz. 31). Die Gemeinde hält fest, dass die Strassenverbindung elementar 

zur Erreichung des Fusionsziels sei. Nur so lasse sich das soziale, 

kulturelle und wirtschaftliche Leben in ihrem weitverzweigten Gebiet 

sichern. Im Kanton gebe es denn auch kaum eine Gemeinde, die nicht 

über eine solch direkte interne Strassenverbindung verfüge. Die Fusion sei 

zudem von keiner Seite angefochten worden, weshalb die darin 

- 22 -

festgelegten Bedingungen und Auflagen grundsätzlich für alle 

Stimmbürger und übrigen Betroffenen gälten und zu respektieren seien, 

so auch von den Beschwerdeführenden (Rzn. 32-35). Die Bedeutung der 

Strassenverbindung für die Schule sei mit den rechtskräftigen Entscheiden 

des EKUD vom 20. Oktober 2021 und 14. Januar 2022 und der darin vom 

Kanton aufgeführten Schulorganisation der Gemeinde bestätigt worden; 

ebenso die damit verbundene Zuweisung der Kinder in die Schulen von 

K._____ bzw. AA._____ ab dem Schuljahr 2021/2022 (Rz. 36; mit 

detaillierter Zuweisung Rz. 37). Es sei evident, dass die projektierte 

Verbindungsstrasse den Schulweg für die schulpflichtigen Kinder und 

Kindergärtner zum Teil sogar recht massiv verkürze (Rz. 38). Die Frage, 

ob eine 30-minütige Fahrzeit für die Schüler mit dem Shuttlebus noch 

zumutbar sei, sei nicht allein entscheidend, vielmehr gehe es darum, mit 

der Fusion die Verhältnisse für alle Beteiligten zu optimieren und dies 

geschehe eben mit der Schaffung einer möglichst kurzen Verbindung 

durch die projektierte Strasse (Rz. 39). Insoweit der Schülertransport über 

die Talstrasse als nicht akzeptabel bezeichnet worden sei, gelte es 

festzuhalten, dass diese Art der Kindertransporte nur provisorischer Natur 

sei und mit dem Bau der Verbindungsstrasse ende (Rz. 40). Falsch sei die 

Behauptung, wonach "landwirtschaftliche Fahrzeuge, 

Kommunalfahrzeuge und dergleichen ... zwischen L._____ und K._____ 

... problemlos über die in Q._____ bestehende Landwirtschaftsstrasse 

verkehren (könnten), sofern dort nicht zu viel Schnee liegt." Eine solche 

Verbindung müsste ganzjährig befahrbar sein und zudem bestünde gar 

kein öffentlich durchgehender Weg im erwähnten Gebiet. Die beiden 

öffentlichen Wege wiesen nämlich eine Lücke von 310 m auf 

(Privateigentum, keine Strasse). Es bestünden auch keine 

Durchgangsrechte. Der Vorteil der Verbindungsstrasse für die 

Landwirtschaft erscheine allein schon deshalb als gegeben (Rz. 41 mit 

'farbiger Wegplanskizze'). Sodann wird konkret auf die Vorteile der 

- 23 -

Verbindungsstrasse für die Landwirtschaft (Rzn. 42-46) sowie für die 

gemeinsame Alpung samt Sennerei und Metzgerei Bezug genommen 

(Rzn. 47-49). Zusammenfassend lasse sich festhalten, dass für die 

heutige stark mechanisierte und kapitalintensive Landwirtschaft diese 

Verbindungsstrasse einen grossen Mehrwert darstelle und in Zukunft noch 

viel wichtiger sein werde. Sie werde zu einem grossen Teil zugunsten der 

Landwirtschaft, zu deren Entwicklung und Erhaltung beitragen (Rz. 50). Es 

gebe zudem keine valablen Alternativen zur geplanten 

Verbindungsstrasse. Wie bereits dem PMB (S. 5) entnommen werden 

könne, stelle die jetzt zur Diskussion stehende Verbindungsstrasse 

(Variante 'Fusion') unter allen Aspekten die weitaus beste Lösung dar und 

sie schneide wesentlich besser ab als die von den Beschwerdeführenden 

propagierten "Schein"-Alternativen, was der Situationsplan 1:25'000 

deutlich mache (Rz. 51).  So sei der Weg über die Talstrasse nicht valabel 

(Rz. 52). Auch der Weg über P._____ sei nicht genügend (Rz. 53-62: 

Aufzählung der Nachteile). Der Ausbau des Fahrsträsschens durch 

P._____ wäre auch bei einer Strassenbreitenreduktion von 4 auf 3.5 m 

immer noch viel teurer als die Fusionsvariante. Die Kostenangaben der 

Beschwerdeführenden entsprängen wohl in erster Linie Wunschdenken 

(Rz. 63). Auch bezüglich Besonnung schneide die Variante P._____ nicht 

besser ab. Die Strasse würde hier rund 1.7 km durch den schattigen Wald 

verlaufen, bei der Fusionsvariante wäre es höchstens 1 km (Rz. 64). Die 

Gemeinde habe mit der Fusionsvariante die Lösung gewählt, die nicht nur 

die Natur und die Landschaft, sondern auch die einzelnen Grundstücke 

am wenigsten beeinträchtige (Rz. 65). Es werden die gewichtigen 

öffentlichen Interessen gegen das Projekt aus Sicht der 

Beschwerdeführenden benannt (Rz. 66). Soweit die 

Beschwerdeführenden Q._____ als naturkundlich sehr wertvolles Gebiet 

bezeichneten, zeigten die Planunterlagen, dass es sich dabei um ein 

grosses Gebiet mit naturkundlich sehr unterschiedlichen Qualitäten handle 

- 24 -

(Rz. 67). Die projektierte Strasse tangiere Q._____ nur in einem 

vergleichsweise kleinen Teil und im Wesentlichen nur dort, wo im GEP 

bereits eine Strasse eingezeichnet sei und effektiv auch Strassenflächen 

bestünden. Die Fahrbahn, welche eine Breite von 2.8 bis 3 m aufweise, 

sei zwar relativ schmal. Die seitlichen Bankette gehörten allerdings nicht 

zur Fahrbahn. Die bestehende Strasse werde nur unwesentlich verbreitert. 

Von einer Verdoppelung der Breite könne somit keine Rede sein (neue 

Strassenbreite 3.50 m; Rz. 68).  Das durch die Verbindungsstrasse neu 

tangierte Gebiet weise in naturkundlicher Sicht keine Besonderheiten auf; 

es bestehe hauptsächlich aus intensiv genutzten Fettwiesen, die mit 

"Blakten" und Sauerampfern durchsetzt seien. Auf Parzelle Nr. 7007 stehe 

derzeit ein Maisfeld (Rz. 69). Das E-Mail der Vogelwarte XY._____ vom 

17./20. Juni 2020 sei allzu pauschal und inhaltlich tendenziös, denn der 

Standort Z._____ befinde sich mehr als 1 km Luftlinie von der neuen 

Verbindungsstrasse entfernt und erst noch in einer separaten 

Geländekammer. Von einer Nähe zum See mehrerer geschützter 

Vogelarten auf der roten Liste könne daher keine Rede sein. Der Umstand, 

dass all jene Vögel und Reptilien nicht im Umweltbericht figurierten, deute 

darauf hin, dass sie im Bereich der projektierten Verbindungsstrasse gar 

nicht vorkämen; was auch nicht weiter erstaune, da ein Teil des Gebiets 

schon heute durch ein Strässchen erschlossen sei und intensiv 

bewirtschaftet werde (Rz. 70). Die Darstellung mit dem 

'Fledermausquartier' sei absolut unglaubwürdig, weil deren Behausung 

nicht weiter lokalisiert werde und sich jedenfalls nicht im Strassenbereich 

befinde (Rz. 71). Dasselbe gelte für Habitate der betreffenden Tiere und 

den 'Zerschneidungseffekt' ihres Lebensraums (Rz. 72). Auch die 

Auswirkungen der neuen Strasse auf das Landschaftsbild seien 

übertrieben dargestellt worden. Sie verliefe in einem vom bisherigen 

Wegnetz nicht erfassten Teil. Dieser werde schon heute durch 

Starkstrommasten und die dazu gehörigen Hochspannungsleitungen 

- 25 -

tangiert. Durch das ganze Q._____ führe eine oberirdische Elektroleitung, 

welche sich bei Realisierung der Strasse in diese verlegen liesse. Bis zur 

Brücke (L = 1'300 m') seien auf Seiten L._____ zudem nur fünf 

Ausweichstellen geplant, was einen durchschnittlichen Abstand von 260 

m' ergebe, also nicht 150 bis 220 m', wie von den Beschwerdeführenden 

behauptet (Rz. 73). Die Brücke selbst sei zwar als solche erkennbar, 

allerdings trete sie dank ihrer Lage in einer Senke nur aus unmittelbarer 

Nähe in Erscheinung, nicht jedoch aus Distanz. Sie sei also optimal 

kaschiert und aus den bewohnten Bereichen kaum einsehbar. Was die im 

Bereich der Brücke geplante Rodung betreffe, so beschränke sich diese 

auf das absolut Notwendige, weshalb von einem Störeffekt keine Rede 

sein könne. Inwiefern sich der Verkehr auf der Verbindungsstrasse negativ 

auf das Landschaftsbild auswirken soll, sei schleierhaft, zumal sich dieser 

Verkehr in Grenzen halten werde und nötigenfalls auch 

verkehrsbeschränkende Massnahmen getroffen würden. Zudem habe die 

Gemeinde die erforderlichen Erhebungen für die Verkehrszahlen bereits 

in Auftrag gegeben (Rz. 74). Bei Befürwortung der Variante P._____ wäre 

mit weit grösseren und weitreichenderen Beeinträchtigungen in die Natur 

zu rechnen. Dort müssten nämlich vor allem neue Kunstbauten errichtet 

werden, und zwar in einem äusserst sensiblen Bereich. Wenn in der 

Beschwerde von einem Juwel die Rede sei, dann träfe dies nur auf 

P._____ zu (Rz. 75). Es werden die Argumente der Beschwerdeführenden 

gegen das Projekt aufgrund einer umfassenden Interessenabwägung 

aufgezählt (Rz. 76). Dem hält die Gemeinde entgegen, sie habe nicht nur 

eine umfassende Interessenabwägung, sondern auch eine in jeder 

Hinsicht korrekte Wertung dieser Interessen vorgenommen. Das 

öffentliche Interesse der Gemeinde an der neuen Verbindungsstrasse sei 

ausgesprochen gross, wogegen die in der Beschwerde aufgeführten 

Interessen von Vornherein nicht aufzukommen vermöchten (Rz. 77). Dies 

gelte umso mehr, als keine Landschaften oder Objekte mit Schutzstatus 

- 26 -

berührt seien. Die USO hätten es offenbar seinerzeit nicht für nötig 

befunden, eine Pufferzone für ein (angebliches) Flachmoor festzulegen, 

sodass heute auch damit nicht mehr operiert werden könne (Rz. 78). Ob 

das Verbindungsprojekt letztlich über eine Melioration bewerkstelligt 

werde, sei im Moment noch offen, ändere an der Ausgangslage aber 

nichts, weil auch der von den Stimmbürgern mit grossem Mehr 

verabschiedete GEP eine Grundlage für die Projektrealisierung sei 

(Schlussbemerkung Rzn. 79-80).

8. In ihrer Vernehmlassung vom 25. August 2022 beantragte die Regierung, 

handelnd durch das Departement für Volkswirtschaft und Soziales 

Graubünden (DVS), dem Gericht die kostenfällige Abweisung der 

Beschwerde. Zur Begründung wurde auf die Erwägungen im 

angefochtenen Genehmigungsbeschluss der Regierung vom 31. Mai 2022 

(Protokoll Nr. 505/2022) bzw. die gleichentags ergangenen Entscheide zu 

den Planungsbeschwerden PB 33/20 und PB 34/20 (Protokoll Nrn. 

503/2022 und 502/2022) verwiesen. Soweit die Beschwerdeführenden die 

unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtserheblichen 

Sachverhalts geltend machten, drängten sich noch folgende ergänzenden 

Bemerkungen auf: Zu den Vorbringen betreffend Rote-Liste-Arten im 

Planungsgebiet (Ziff. 2.1 Reptilien). Laut Koordinationsstelle für Amphibien 

und Reptilienschutz in der Schweiz (karch) kämen zwar Schlingnattern 

und Barrenringelnattern (beide Gefährdungsstatus "vulnerable", VU) in 

K._____ und L._____ vor. Der Umweltbericht vom April 2019 halte jedoch 

fest, dass im unmittelbaren Bereich der Verbindungsstrasse keine 

besonderen Lebensräume für Reptilien vorlägen und anlässlich einer 

Feldbegehung auch keine Reptilien gesichtet werden konnten. Es bestehe 

kein Anlass, an dieser Feststellung im Umweltbericht zu zweifeln. Dies 

insbesondere vor dem Hintergrund, dass die von der karch publizierten 

Verbreitungskarten eine sehr ungenaue Auflösung von 5 x 5 km 

- 27 -

aufwiesen, wobei der Sichtungsort der jeweiligen Art innerhalb dieses 

Rasters nicht angegeben werde (vgl. Verbreitungskarten für Schling- und 

Barrenringelnatter). Folglich sei es ohne weiteres möglich, dass die 

besagten Reptilien zwar im weiteren Umfeld der Ortschaften K._____ und 

L._____ vorkämen, aber nicht im Bereich der geplanten 

Verbindungsstrasse lebten und entsprechend während der Feldbegehung 

auch nicht gesichtet werden konnten. Ad Ziff.2.2 Fledermäuse: Wie die 

Beschwerdeführenden zutreffend anmerkten, befinde sich im Gebiet 

"Q._____" ein Fledermausquartier von nationaler Bedeutung (GR0632). 

Es handle sich dabei um Wochenstubenquartiere des Langohrs (Braunes 

Langohr/Alpenlangohr) und der Kryptischen Fledermaus oder 

Fransenfledermaus. Diese Wochenstubenquartiere befänden sich im 

Zwischendach einer kleinen Baute (Koordinaten: 2'726'619 / 1'181'914) 

auf Parzelle Nr. 7016 (Gemeinde K._____). Die Baute befinde sich ca. 

65 m nördlich von der bestehenden, auszubauenden Strasse (Via 

AE._____). Die Höhendifferenz zwischen Strasse und Fledermausquartier 

betrage rund 15 m. Die Strasse werde bereits heute vor allem durch 

landwirtschaftliche Fahrzeuge befahren. Aufgrund der bestehenden 

Bestockung rund um das Fledermausquartier, der Bestockung entlang der 

Via AE._____, der Distanz sowie des Höhenunterschieds dürften die durch 

Fahrzeuge verursachten Lichtemissionen von untergeordneter Bedeutung 

für das Fledermausquartier sein. Gemäss dem Rodungsplan 1:1'000, 1. 

Teil, vom 3. Dezember 2019 sollten die Bestockungen entlang der Via 

AE._____ im Bereich des Fledermausquartiers bestehen bleiben. Unter 

Berücksichtigung dieser Umstände und der bereits bestehenden 

Beeinträchtigung durch Motorfahrzeuge in diesem Gebiet sei die durch 

den Strassenausbau zusätzlich verursachte Beeinträchtigung für das 

fragliche Fledermausquartier als geringfügig einzuschätzen. Ad Ziff. 2.3 

Vögel: Die Schlussfolgerung des Umweltschutzberichts zur allfälligen 

Betroffenheit von geschützten Vögeln werde durch die verfügbaren 

- 28 -

Beobachtungsdaten sowie durch die gutachterliche Einschätzung der 

örtlich zuständigen Wildhut bestätigt. Im Einflussbereich des Vorhabens 

kämen keine schützenswerten Vogellebensräume vor. Unter 

Berücksichtigung der vorgesehenen Massnahme zum Schutz von 

Vogelbruten (Rodungen ausserhalb Brut- und Aufzuchtzeit) lägen keine 

Interessen vor, die dem Vorhaben überwiegend entgegenstehen würden. 

Ad Ziff. 3 Zu den Vorbringen betreffend landschaftliche Auswirkungen: Wie 

bereits im Genehmigungsentscheid bzw. in den 

Planungsbeschwerdeentscheiden dargelegt, sei durch die geplante 

Verbindungsstrasse und Brücke kein Landschaftsschutzobjekt aus dem 

kantonalen Inventar oder Bundesinventar betroffen. Der hinsichtlich 

Landschaftsschutz relevante Strassenabschnitt zwischen dem Werkhof 

"AF._____" und dem Gebiet "Q._____" führe zu einem wesentlichen Teil 

über bereits bestehende Landwirtschaftswege durch den Wald resp. am 

Waldrand entlang. Erst ab der Lichtung "AG._____" bis nach "Q._____" 

werde ein ca. 600 m langer Strassenabschnitt neu erstellt, wofür eine 

Rodung bis zum U._____ notwendig sei. Für die Überquerung des 

U._____ müsse eine ca. 70 m lange Brücke neu erstellt werden. Im Gebiet 

Q._____ führe die neue Strasse für ca. 190 m über Landwirtschaftsland 

bevor sie in den bestehenden Landwirtschaftsweg münde. Da die geplante 

Strasse zu einem wesentlichen Teil bereits bestehenden 

Landwirtschaftswegen folge, werde in erster Linie nur die neue Brücke 

über den U._____ sowie der neue Strassenabschnitt im Gebiet Q._____ 

landschaftlich in Erscheinung treten. Die Brücke über den U._____ werde 

aufgrund des kupierten und bewaldeten Geländes nur von Q._____ sowie 

von nördlichen, höher gelegenen Standorten aus einsehbar sein. Auch der 

im Gebiet Q._____ zu erstellende Strassenabschnitt mit ca. 190 m Länge 

und 3.5 m Breite (4.9 m mit Rigole und Bankett) stelle aus 

landschaftsschützerischer Sicht eine geringe Beeinträchtigung dar. Im 

Übrigen würden die an die Verbindungsstrasse angrenzenden Flächen 

- 29 -

nach Abschluss der Bauarbeiten wieder rekultiviert und begrünt. Weiter sei 

das Gebiet Q._____ bereits von L._____ aus mit einer asphaltierten 

Strasse erschlossen (Via AE._____) und werde durch einen 

Landwirtschaftsweg durchschnitten. Die Hänge oberhalb von K._____ und 

L._____ wiesen zudem zahlreiche asphaltierte Alpstrassen auf. 

Demzufolge werde der neue, ca. 190 m lange asphaltierte 

Strassenabschnitt lediglich unwesentlich zur zusätzlichen 

Beeinträchtigung des Landschaftsbilds beitragen. Insgesamt stellten die 

neue Strasse und die Brücke über den U._____ einen geringen Eingriff in 

die Landschaft dar. Das in Art. 3 des Bundesgesetzes über den Natur- und 

Heimatschutz (NHG; SR 451) statuierte Schonungsgebot werde 

entsprechend eingehalten. Im Ergebnis seien die von den 

Beschwerdeführenden geltend gemachten Sachverhaltselemente für die 

Beurteilung der vorliegenden Ortsplanungsrevision nicht rechtserheblich. 

Die Rüge der unrichtigen und unvollständigen Sachverhaltsfeststellung 

erweise sich somit als unbegründet. 

9. Mit Schreiben vom 29. August 2022 liess die Gemeinde dem Gericht noch 

die (undatierte) Stellungnahme der Umwelt-Beratung AH._____ zur 

hängigen Beschwerde (im Streitverfahren R 22 45) zukommen.

10. Mit Replik der Beschwerdeführenden vom 3. Oktober 2022, dem Verzicht 

auf eine Duplik von Seiten der Regierung/DVS vom 7. Oktober 2022 sowie 

der Duplik der Gemeinde vom 14. Oktober 2022 hielten die Parteien – 

soweit sie sich erneut zur Sache äusserten – unverändert an ihren 

bisherigen gegensätzlichen Standpunkten fest und vertieften, ergänzten 

und vervollständigten dabei nochmals ihre vorangegangenen 

Rechtsschriften.

11. Mit Eingabe vom 7. November 2022 brachte die Gemeinde zusätzlich vor, 

mit ihren Ausführungen in den Rechtsschriften hätten die 

- 30 -

Beschwerdeführenden immer wieder den Eindruck erweckt, dass die 

umstrittene Verbindungsstrasse nur ein Anliegen der "Gemeindeoberen" 

sei, die einheimische Bevölkerung diese im Grunde genommen aber nicht 

wolle. Wie die beiliegend eingereichte Petition von Stimmbürgern in den 

Dorfteilen N._____ und L._____ zeige, sei diese Darstellung aber falsch. 

Tatsächlich werde die zur Diskussion stehende Verbindungsstrasse im 

erwähnten Dokument von den Unterzeichnenden dringend gefordert. 

Wörtlich heisse es, die Strasse wäre sehr wichtig für die Schüler; die 

momentane (Situation) vermöge in keiner Weise zu befriedigen und sei 

auch in ökologischer Hinsicht nicht vertretbar. Der Anteil der 

Unterzeichnenden (195) sei durchaus repräsentativ, machten die 

Stimmberechtigten der Fraktionen N._____ und L._____ doch 435 

Personen aus. Im Nachgang zu diesem Schreiben liess die Gemeinde 

dem Gericht mit Brief vom 14. November 2022 noch den erwähnten Text 

zur Petition zukommen.

12. Mit Eingabe vom 17. Januar 2023 setzten die Beschwerdeführenden das 

Gericht darüber in Kenntnis, dass ihnen von Seiten der V._____ (V._____ 

– Beschwerdeführerin im Parallelverfahren R 22 46) das Dokument 

"Technischer Bericht, Machbarkeitsstudie Verbindungsstrasse L._____" 

der Firma AI._____ AG vom 18. November/19. Dezember 2022 zugestellt 

worden sei. Die dortige Variante sei – sofern überhaupt eine direkte 

Strassenverbindung als notwendig und verhältnismässig erachtet werden 

sollte – jedenfalls deutlich vorteilhafter, als die von der Gemeinde geplante 

Verbindung durch das Q._____. Hervorzuheben sei, dass gemäss diesem 

Bericht (Kapitel 11) die Strasse über P._____ eben gerade nicht steil sei 

und problemlos befahren werden könne. Der Bericht bestätige auch, dass 

bei Bedarf für das steilste Stück mit den wenigen engeren Kurven 

Optimierungsmöglichkeiten bestünden, welche mit relativ wenig Aufwand 

verwirklicht werden könnten. Für den zu erfüllenden Zweck genüge die 

- 31 -

Strasse über P._____ vollauf, jedenfalls nachdem sie mit wenig Aufwand 

noch etwas ausgebaut/verbessert worden sei. Mit der von V._____ ins 

Feld geführten Variante werde zudem eine Belastung des Quartiers im 

Südwesten von L._____ durch zusätzlichen Verkehr ausgeschlossen. 

Gegenüber der geplanten neuen Strasse durch das Q._____ habe diese 

Verbindung auch den grossen Vorteil, dass sie für Feriengäste und 

Ausflügler, die vom grossen Parkplatz bei der Talstation der Bergbahnen 

in K._____, vom Resort AJ._____ in K._____ oder von den vielen 

Ferienhäusern und Ferienwohnungen im oberen Dorfteil von K._____ [die 

ins Unterland zurückfahren wollten (oder umgekehrt) – so Ergänzung 

gemäss Eingabe vom 18. Januar 2022] weniger attraktiv sei. Dadurch 

werde sie viel weniger Durchgangsverkehr durch das enge Strassendorf 

L._____ erzeugen. Von den Einwohnern/-Innen dieser Fraktion würde 

diese Variante (P._____) daher viel besser akzeptiert, als die von der 

Gemeinde geplante Variante durch das Q._____. 

13. Mit Eingaben vom 25. Januar 2023 an das Gericht hält die Gemeinde fest, 

es könne ja nicht das Ziel einer Fusion sein, die internen Verbindungen 

einer fusionierten Gemeinde möglichst kompliziert auszugestalten und 

eine unattraktive Verbindungsstrasse zwischen den einzelnen 

Siedlungsteilen zu erstellen. Genau dies wäre hier jedoch der Fall. Ganz 

abgesehen davon, wäre eine Verbindung über P._____ aus den 

bekannten Gründen nur schwer zu realisieren, jedenfalls wenn sie den 

Zweck erfüllen soll. Im Übrigen würde durch die neu ins Spiel gebrachte 

Verbindung mindestens eine bäuerliche Existenz (Name und Adresse 

aufgeführt) akut gefährdet. Der beantragte Augenschein werde diese dem 

Gericht deutlich machen.  

14. Mit Entgegnung vom 7. Februar 2023 halten die Beschwerdeführenden 

dazu fest, der Auffassung der Gemeinde könne nicht gefolgt werden. Die 

Beschwerdeführer Nr. 4 und Nr. 5, welche die Verhältnisse vor Ort selber 

- 32 -

sehr genau kennen würden, führten aus, dass die genannte bäuerliche 

Existenz nur einen Nebenerwerbsbetrieb darstelle und die 

Betriebsnachfolge nicht gesichert sei. Von der neuen Variante wäre nur 

eine bescheidene Fläche betroffen, und es sei davon auszugehen, dass 

dafür Realersatz geleistet würde (angrenzende Allmendparzellen). 

Demgegenüber würde die von der Gemeinde geplante Strasse durch das 

Q._____ viel gewichtigere Nachteile aufweisen. Es wären bei dieser 

Variante sehr viele Landeigentümer und Bewirtschafter von 

Landwirtschaftsparzellen direkt betroffen. Zudem würde diese 

Linienführung für sehr viel Mehrverkehr im ohnehin schon engen 

Strassendorf L._____ sorgen. Für die Verbesserung der Situation der 

Kindergarten- und Schulkinder stünden einfache Massnahmen zur 

Verfügung, wie im Brief vom 4. Februar 2023 dargetan.             

15. Am 27. September 2023 führte das Verwaltungsgericht (5. Kammer) einen 

Augenschein vor Ort durch, an welchem die Beschwerdeführer im 

Verfahren R 22 45 durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter RA Reto 

Nigg, die Geschäftsleiterin B._____ Graubünden, den Geschäftsführer 

C._____ Graubünden, E._____ und den Präsidenten der 

Alpgenossenschaft vertreten waren. Die Beschwerdeführerin im (Parallel-

)Verfahren R 22 46 war durch den Geschäftsleiter und einen 

wissenschaftlichen Mitarbeiter der V._____ und einen 

Projektingenieur/Geometer (Verfasser der Machbarkeitsstudie samt 

Technischen Bericht für V._____) vor Ort präsent. Der Beschwerdegegner 

(Kanton) war durch einen juristischen Mitarbeiter für Raumplanung 

vertreten. Die Beschwerdegegnerin (Gemeinde) war durch ihren 

Rechtsvertreter RA Dr. iur. Otmar Bänziger, den Gemeindepräsidenten, 

die Gemeindevorstände für Bau- und Strassenwesen, für Landwirtschaft, 

Forstwirtschaft, Abwasserbeseitigung/Wasserversorgung, für Schule und 

Gesundheitswesen, für Verkehr, Wirtschaft und Tourismus, eine 

- 33 -

Gemeindeplanerin, einen Umweltberater, den 

Unternehmensleiter/Produkteverantwortlichen für Melioration, 

Vermessungs- und Photogrammetrie sowie einen Landbesitzer und 

zugleich Mitglied der Geschäftsprüfungskommission vertreten. Allen 

Anwesenden wurde anlässlich der Ortsbegehung an fünf verschiedenen 

Standorten die Gelegenheit geboten, sich zu den aufgeworfenen Fragen 

– insbesondere der genauen Streckenführung der geplanten 

Verbindungsstrasse inkl. Brücke sowie den damit verbundenen 

Auswirkungen auf die Natur und Umwelt – zu äussern. Der sechste 

Standort (Strassenzug für Fussgänger/Velos/Autos innerhalb Gemeinde 

L._____) wurde, wie vorgängig allen Beteiligten mitgeteilt, vom Gericht 

allein besichtigt. Von Seiten des Gerichts wurden im Zuge dieser 

Begehung insgesamt 31 Fotos von den tatsächlichen Verhältnissen und 

der näheren Umgebung der Standorte erstellt sowie dem Protokoll 

beigefügt. Von der Beschwerdeführerin im Parallelverfahren R 22 46 

wurde am Ende des Augenscheins eine Kostenstudie eines Dipl. Bau-Ing. 

ETH/HTL, zur 'Kompromiss-Variante' (Bergbahnparkplatz/AK._____) zu 

den Akten gegeben. 

16. Von der Möglichkeit, sich zum Protokoll des Augenscheins zu äussern, 

machten die Beschwerdeführer (im vorliegenden Verfahren R 22 45) mit 

Eingabe vom 1. November 2023 innert erstreckter Äusserungsfrist 

Gebrauch. Der Beschwerdegegner verzichtete mit Eingabe vom 9. 

Oktober 2023 auf weitere Bemerkungen zum Augenscheinprotokoll. Die 

Beschwerdegegnerin liess sich in ihren Eingaben vom 12. Oktober 2023 

und vom 15. November 2023 zum Protokoll vernehmen. Mit Eingabe vom 

17. November 2023 äusserten sich die anwaltlich vertretenen 

Beschwerdeführer nochmals zur Sache, wobei sie die Stellungnahme der 

Beschwerdeführerin im Parallelverfahren R 22 46 vom 16. Oktober 2023 

als unzutreffend bezeichneten.  

- 34 -

II. Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekte bilden vorliegend der Genehmigungsbeschluss des 

Beschwerdegegners vom 31. Mai 2022 samt integrierter 

Rodungsbewilligung (RB Protokoll-Nr. 505/2022) sowie die 

Beschwerdeentscheide des Beschwerdegegners vom 31. Mai 2022, 

mitgeteilt am 2. Juni 2022, (RB Protokoll-Nr. 502/2022 

[Beschwerdeführende Nr. 8] und RB Protokoll-Nr. 503/2022 

[Beschwerdeführende Nrn. 4-7]). Gemäss Art. 102 Abs. 1 des 

Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) 

in Verbindung mit Art. 49 Abs. 1 lit. d des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das zur 

Streitentscheidung angerufene Verwaltungsgericht Beschwerden gegen 

Entscheide (und Beschlüsse) des Beschwerdegegners über öffentlich-

rechtliche Streitigkeiten, soweit diese nicht nach kantonalem oder 

eidgenössischem Recht endgültig sind. Die angefochtenen 

Beschwerdeentscheide (vgl. Akten des Beschwerdegegners [Bg-act.] 21, 

22; Akten der Beschwerdegegnerin [Bg'in-act.] 3, 4; Akten der 

Beschwerdeführer [Bf-act.] 2, 3) wie auch der gestützt auf die kommunale 

Urnenabstimmung vom 27. September 2020 ergangene 

Genehmigungsbeschluss vom 31. Mai 2022 des Beschwerdegegners 

(siehe Bg-act. 20; Bg'in-act. 1; Bf-act. 1) sind weder laut KRG noch nach 

dem Bundesgesetz über die Raumplanung (RPG; SR 700) endgültig, 

weshalb sie je für sich eigenständig ein taugliches Anfechtungsobjekt für 

ein Verfahren vor Verwaltungsgericht darstellen und somit dessen 

Zuständigkeit zur Beurteilung gegeben ist. Als formelle und materielle 

Adressaten der explizit angefochtenen Beschwerdeentscheide wie auch 

des Genehmigungsbeschlusses (als direkte Folge der bereits erwähnten 

Urnenabstimmung der Beschwerdegegnerin [Gemeinde]) sind die 

Beschwerdeführer Nrn. 4-8 – allesamt Eigentümer oder Pächter von 

Grundstücken im Plangebiet (Parzellen-Nrn. 7828, 7829, 7016, 7019, 

- 35 -

7021, 7047, 7695, 7424) – auch unbestritten zur Anfechtung der 

vorliegenden projektbezogenen Teilrevision der Ortsplanung berechtigt. 

Dasselbe gilt gestützt auf Bundesrecht gleichermassen für die beteiligten 

Umweltorganisationen (Beschwerdeführer Nrn. 1-3), da sie die 

Anfechtungsvoraussetzungen laut Art. 12 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes 

über den Natur- und Heimatschutz (NHG; SR 451) erfüllen, wonach die 

Organisation gesamtschweizerisch tätig sein und der Verfolgung rein 

ideeller Zwecke dienen muss, und dies bereits seit mindestens zehn 

Jahren (Abs. 2). Die Beschwerdeführer Nrn. 1-3 sind nebst der Anfechtung 

der in Frage stehenden Ortsplanung auch zur Anfechtung der erteilten 

Rodungsbewilligung legitimiert, weil es dabei um die Erfüllung einer 

Bundesaufgabe im Sinne von Art. 78 der Bundesverfassung der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) geht, wonach die 

Kantone für den Natur- und Heimatschutz zuständig sind (Abs. 1) und bei 

Erfüllung von Aufgaben Rücksicht auf die Anliegen des Natur- und 

Heimatschutzes, insbesondere mittels Schonung von Landschaften und 

Ortsbildern, nehmen (Abs. 2). Laut Art. 2 Abs. 1 lit. b NHG fallen unter den 

Begriff "Erfüllung von Bundesaufgaben" besonders auch Bewilligungen 

zum Bau und Betrieb von Verkehrsanlagen sowie Bewilligungen zur 

Vornahme von (Wald-)Rodungen. Für das Gericht ist damit hinreichend 

erstellt, dass sämtliche Beschwerdeführenden zur Beschwerde legitimiert 

sind. Auf die zudem frist- und formgerecht nach Art. 52 Abs. 1 in 

Verbindung mit Art. 38 Abs. 1 VRG eingereichte Beschwerde vom 1. Juli 

2022 ist daher einzutreten.

Das Verwaltungsgericht entscheidet gestützt auf Art. 43 Abs. 2 lit. a VRG 

in Fünferbesetzung, da Entscheide der Regierung zu beurteilen sind.

2. Nach Art. 33 Abs. 2 RPG hat das kantonale Recht wenigstens ein 

Rechtsmittel gegen Verfügungen und Nutzungspläne, welche sich auf das 

RPG und seine kantonalen und eidgenössischen 

- 36 -

Ausführungsbestimmungen stützen, vorzusehen. Zu gewährleisten ist die 

volle Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde (Art. 33 

Abs. 3 lit. b RPG). Der Beschwerdegegner amtete vorliegend einerseits 

als Genehmigungsbehörde (Bg'in-act. 1; Bf-act. 1), andererseits als 

Rechtsmittelbehörde (siehe Planungsbeschwerden). Amtet die Regierung 

nicht nur als Genehmigungs-, sondern – wie vorliegend – auch als erste 

Beschwerdeinstanz und ist das Verwaltungsgericht somit zweite kantonale 

Rechtsmittelbehörde, gilt auch in Ortsplanungssachen die Kognition 

gemäss Art. 51 Abs. 1 VRG. Danach erstreckt sich die Kontrollbefugnis 

des kantonalen Verwaltungsgerichts im Beschwerdeverfahren auf 

Rechtsverletzungen samt Überschreitung oder Missbrauch des 

Ermessens sowie unrichtige oder unvollständige Feststellung des 

Sachverhalts. Das Verwaltungsgericht überprüft demnach Sachverhalt 

und Rechtsfragen frei. Demgegenüber beurteilt es nicht, ob der 

angefochtene Entscheid zweckmässig und angemessen ist (vgl. Urteil des 

Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] R 23 20 vom 

19. März 2024 E.2, R 17 50 vom 2. Dezember 2019 E.1.2 mit Verweis auf 

R 14 24 vom 16. Februar 2016 E.3c; R 11 46 vom 24. Januar 2012 E.2a). 

Im Rahmen dieser vollen Überprüfungsbefugnis auferlegt sich die zweite 

Rechtsmittelinstanz jedoch regelmässig eine gewisse Zurückhaltung, 

welche sich aus ihrer gesetzlich verankerten Kontrollfunktion ergibt. 

3. Nach Art. 3 Abs. 1 KRG ist die Ortsplanung Sache der Gemeinden, welche 

diese im Rahmen des übergeordneten Rechts autonom erfüllen (vgl. auch 

Art. 65 der Verfassung des Kantons Graubünden [KV; BR 110.100] sowie 

Art. 22 Abs. 1 und 3 KRG). Nach Art. 49 Abs. 1 KRG bedürfen das 

Baugesetz, die Pläne der Grundordnung sowie Reglemente, soweit diese 

Bestandteil der Grundordnung bilden, wie auch Änderungen dieser 

Erlasse der Genehmigung durch die Regierung (vgl. auch Art. 26 Abs. 1 

RPG). Die Genehmigung wird erteilt, wenn keine Vorschriften verletzt sind 

- 37 -

(Art. 49 Abs. 2 KRG). Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens hat die 

Genehmigungsbehörde den Ermessensspielraum der nachgeordneten 

Behörde zu wahren (Art. 2 Abs. 3 RPG), die Genehmigungsbehörde darf 

also nicht anstelle der kommunalen Behörde eine eigene Planung 

durchführen (vgl. DUSSY, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.], 

Fachbuch Öffentliches Baurecht, Zürich/Basel/Genf 2016, Rz. 7.77).

4. Streitig und materiell zu klären ist vorliegend, ob die Einwände und Rügen 

der Beschwerdeführer, wonach objektiv kein Bedarf für die projektierte 

Verbindungsstrasse bestehe, zutreffend sind (nachfolgend E.4.1.), 

überwiegende öffentliche Interessen dem Ausbauprojekt entgegenstehen 

(E.4.2.), eine raumplanerische Abstimmung fehle (E.4.3.), keine 

umfassende Interessenabwägung vorgenommen worden sei (E.4.4.), die 

erforderliche Variantenprüfung zu wenig detailliert bzw. vertieft erfolgt sei 

(E.4.5.) und es an griffigen und raumwirksamen Ersatzmassnahmen fehle 

(E.4.6.). Im Weiteren ist über die integrierte Rodungsbewilligung (E.5.) zu 

befinden. Zu entscheiden ist somit über die Rechtmässigkeit des 

angefochtenen Genehmigungsentscheids (inkl. Rodungsbewilligung) 

sowie der Beschwerdeentscheide der Beschwerdeführer Nrn. 4-8.  

4.1. Ausgangspunkt für die Beurteilung des sachlichen Bedarfs an der 

geplanten Verbindungsstrasse zwischen den drei im Jahre 2018 

fusionierten Gemeinden K._____ (im Westen) und der beiden ehemaligen 

Gemeinden (heute Fraktionen) L._____ und N._____ (im Osten) entlang 

der linken Talflanke des AL._____ oberhalb des Vorderrheins westlich der 

(Hauptort-)Gemeinde AD._____ sowie im Verlaufsgebiet des Baches 

U._____ zwischen K._____ und L._____ sind die schon bestehenden 

Verkehrsachsen und bereits vorhandenen Verbindungs- und 

Zubringerstrassen in und zwischen den drei genannten Ortschaften zu 

einer Fusionsgemeinde. Wie dem Plan der AM._____ "Verkehrsführung 

mit Verbindungsstrasse Fusion Kantonsstrasse H19", Situation 1:25'000, 

- 38 -

vom 26. November 2020 entnommen werden kann (vgl. Bg-act.15/Beilage 

1), beträgt die Länge der Streckenführung bei der vom Beschwerdegegner 

und der Beschwerdegegnerin favorisierten Variante 'Fusion' 4.8 km [rote 

Markierung], während die Umfahrung auf den bestehenden 

Zufahrtsstrassen eine Linienführung von 16.6 km [orange Markierung] 

aufweist und somit offensichtlich mehrfach länger ist und deren 

Befahrbarkeit logischerweise deutlich mehr Zeit beansprucht als die 

"Abkürzungsvariante Fusion". Hinzu kommt, dass die Stimmberechtigten 

(Volkssouverän) der Gemeinde K._____ an der Urnenabstimmung vom 

27. September 2020 einer projektbezogenen Ortsplanung mit GEP 

Verkehr, K._____ – L._____ mitsamt Rodungsbewilligung zugestimmt 

haben und der Gegenstand der Revisionsvorlage unmissverständlich die 

Schaffung der Voraussetzungen für die Erstellung einer kommunalen 

Verbindungsstrasse zwischen den Fraktionen M._____ sowie den 

Fraktionen N._____ und L._____ war. Der Bedarf an dieser wesentlich 

kürzeren und deutlich schnelleren Verbindungsstrasse innerhalb des 

Territoriums der (neu) fusionierten Gemeinde K._____ ist damit 

hinreichend belegt, auch wenn die abschliessende und präzise 

Linienführung erst im Rahmen einer vertieften Prüfung der vier neu im 

Jahre 2016 zur Diskussion gestellten Varianten (Q._____ 1, Q._____ 2, 

T._____ und Fusion) erfolgen sollte (vgl. Bg-act. 15/6). 

4.2. Nach Art. 3 Abs. 1 NHG sorgen der Bund und die Kantone bei der Erfüllung 

der Bundesaufgaben dafür, dass das heimatliche Landschafts- und 

Ortsbild geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen 

überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben. Laut Art. 3 Abs. 2 NHG 

erfüllen sie diese Pflicht, indem sie eigene Bauten und Anlagen 

entsprechend gestalten und unterhalten oder gänzlich auf ihre Errichtung 

verzichten (lit. a), Konzessionen und Bewilligungen nur unter Bedingungen 

und Auflagen erteilen oder aber verweigern (lit. b) und Beiträge nur bedingt 

- 39 -

gewähren oder ablehnen (lit. c). Insbesondere die Beschwerdeführer Nrn. 

1-3 [USO] sind vorliegend der Ansicht, dass überwiegende öffentliche 

Interessen der gemeindeintern projektierten Verbindungsstrasse 

entgegenstehen und die genehmigte Linienführung Variante Fusion weder 

umweltrechtlich (unzulässiger Eingriff in Flora und Fauna) noch 

bauästhetisch (ca. 70 m lange Stahlbrücke über U._____) aufgrund ihrer 

negativen landschaftlichen Auswirkungen bewilligungsfähig sein könne. 

Zunächst gilt es dazu festzuhalten, dass sich das Teilgebiet Q._____ in 

keinem Bundesinventar befindet und durch die Verbindungsstrasse und 

die neue Brücke kein Landschaftsschutzobjekt aus dem kantonalen 

Inventar tangiert wird. Wie der Augenschein des Gerichts vom 27. 

September 2023 gezeigt hat, führt die geplante Verbindungsstrasse ab der 

Strassenverzweigung bei Parzelle 7007 (vormals Maisfeld) zuerst zu 

einem wesentlichen Teil über bereits bestehende Landwirtschaftswege 

(vgl. Gerichtsfotos 5-7: Verschiebung Standort I zu II), bevor sie dann für 

ca. 190 m über kupiertes Landwirtschaftsland bis zum bewaldeten 

U._____ und dem dort geplanten Brückenkopf linksseitig des U._____ 

führt (vgl. Gerichtsfotos 8-14 am Standort II). Das oberhalb davon weiter 

nördlich gelegene Flachmoor wird von der neuen Streckenführung bei der 

Variante Fusion nicht betroffen und es wurde deshalb im Vorfeld auch 

keine eigenständige Pufferzone ausgeschieden. Im (undatierten) Bericht 

des Umweltberaters AH._____ (vgl. Sachverhalt Ziff. 9, Bg'in-act. 10 [zu 

Ziff. 13] und [zu Ziff. 14-15] mit sechs weiteren Fotos zur Linienführung im 

Gelände mit Gesamtblick auf bestehende Hochspannungsmasten und 

Fern-/Aussensicht auf Brückenstandort [roter Pfeil]) wird in Bezug auf die 

inventarisierten Objekte im Gebiet Q._____ noch ausdrücklich 

festgehalten, dass sie allesamt lediglich von lokaler Bedeutung seien. Es 

wurden dabei der Standort der Flachmoore (hellblau) und der 250 m 

entfernt gelegenen Trockenwiese (violett) eingezeichnet und resümiert, 

dass der projektierten Verbindungsstrasse umweltrechtlich keine 

- 40 -

relevanten Hindernisse entgegenstünden. Dasselbe wurde darin 

hinsichtlich der geschützten Tierarten (Brutvögel, Reptilien, Fledermäuse) 

dargetan, weil sich diese räumlich viel zu weit entfernt – oberhalb im 

Bereich und Einzugsgebiet des 'Z._____' und damit einer anderen 

Geländekammer – aufhielten, um tatsächlich in ihrem Habitat und ihren 

angestammten Lebensräumen gestört zu werden (Bg'in-act. 10). In 

Würdigung dieser Fakten und Erkenntnisse sowie der eigenen 

Wahrnehmungen und Feststellungen am Augenschein vor Ort ist das 

Gericht zur Auffassung gelangt, dass die von den Beschwerdeführern Nr. 

1-8 ins Feld geführten Gründe für eine Nichtgenehmigung der Ortsplanung 

sowohl umweltrechtlich wie auch baugestalterisch nicht triftig genug sind, 

um das geplante Bauprojekt als rechtswidrig oder unverhältnismässig 

einzustufen (vgl. überdies: Bg-act. 15/Beilagen 22, 28 und 33 sowie Bg'in-

act. 8-10). 

Daran ändert auch das neue Strassenstück in einer Länge von 600 m auf 

der gegenüberliegenden, bewaldeten, rechten Tobelseite des U._____ 

(nach dereinstiger Überquerung der neuen Brücke) nichts, weil auch hier 

bereits bestehende Land- und Forstwirtschaftswege durch das Waldareal 

sowie entlang des Waldrands benutzt und danach ab der Waldlichtung 

"AG._____" bis zum Werkhof "AF._____" ebenfalls bereits bestehende 

Wege verwendet werden können (vgl. Gerichtsfotos 19 bis 25 am Standort 

V; mit Ortsbesichtigung in umgekehrter Fotoreihenfolge ab Werkhofareal). 

4.3. Zur Kritik der fehlenden raumplanerischen Abstimmung sowie Verletzung 

der Planungspflicht durch die Beschwerdegegner ist für das Gericht nicht 

ersichtlich, inwiefern die interne Verbindung zwischen den Dorfteilen der 

Fusionsgemeinde ein Grund für eine vorausgehende Richtplanfestlegung 

darstellen sollte. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer Nrn. 1-8 

bezweckt die neue Verbindungsstrasse keine Konkurrenz zur 

bestehenden Kantonsstrasse H19 und der dortige Verkehrsfluss wird 

- 41 -

durch den Wegfall des internen Verkehrs zwischen den fusionierten 

Gemeinden kaum wahrnehmbar und nennenswert beeinflusst. Die 

Durchführung eines Richtplanverfahrens war damit unnötig und die 

Planungspflicht wurde nicht verletzt. Immerhin gilt es an dieser Stelle 

jedoch noch darauf hinzuweisen, dass schon mit Beschluss vom 15. 

August 2017 (Protokoll-Nr. 703/2017) über den Fusionsvertrag (Ziff. 8) 

vereinbart wurde, welchen Mehrwert der Zusammenschluss für die drei 

Ortsgemeinden bringen soll (vgl. Sachverhalt Ziff. 4). 

4.4. Zur weiteren Rüge der Beschwerdeführer, es habe gar keine umfassende 

Güterabwägung der gegenseitig auf dem Spiel stehenden Interessen 

stattgefunden, ist konkret auf Art. 3 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung 

(RPV; SR 700.1) und die dazu gemachten Ausführungen im Planungs- 

und Mitwirkungsbericht [PMB] vom 29. September 2020 (Bg-act. 2) zu 

verweisen, worin zur Ermittlung der Interessen (S. 11) festgestellt wurde, 

es gelte die folgenden Entscheidungselemente zu beachten: Es bestehe 

ein grundsätzliches offensichtliches Interesse daran, die durch die Fusion 

entstandene Grossgemeinde auch verkehrsmässig optimal miteinander 

zu verbinden und zwar ganzjährig. Die bestehende Verbindung über 

P._____ (vgl. Bg-act.15/6) sei vor allem im Winter unmöglich, sodass die 

Bewohner von L._____ und N._____ nur über die Kantonsstrasse im Tal 

nach K._____ gelangen könnten. Es bestehe auch ein spezifisch 

landwirtschaftliches Interesse, die Verbindungsstrasse im ausgebauten 

Zustand optimal für die landwirtschaftlichen Belange nutzen zu können, 

v.a. für die Bewirtschaftung und Milchtransporte. Öffentliches Interesse 

bestehe an der Erhaltung des Kulturlands, an der Erhaltung des 

Erholungsgebiets Q._____ und an der Erhaltung des Waldes. Ebenfalls 

bestehe ein öffentliches und privates Interesse an einer möglichst 

immissionsarmen Abwicklung des Verkehrs in den Siedlungsgebieten v.a. 

in den relativ engen Verhältnissen von L._____. Zur Beurteilung der 

- 42 -

Interessen (S. 12) wurde festgehalten: Gross sei auch das Interesse an 

der uneingeschränkten Erhaltung von Kulturland und Wald, ebenso an der 

Erhaltung des Naherholungsgebiets in Q._____. Die Eingriffe 

beschränkten sich vorliegend jedoch auf das Nötigste und seien 

vergleichsweise gering, weil die projektierte Verbindungsstrasse mit der 

Linienführung gemäss Fusionsvertrag grösstenteils über bereits 

bestehende Fahrstrassen/-wege führe. Die von den Einsprechern im 

Meliorationsverfahren gehegten Befürchtungen seien unbegründet, 

wonach durch die vorgesehene Verbindungsstrasse zusätzlicher Verkehr 

generiert werde, zumal dem durch entsprechende Signalisation (Tempo 

30-Zone) begegnet werden könne. Es verhalte sich sogar so, dass bis zu 

einem gewissen Grade eine Entlastung des Dorfkerns L._____ erfolge, 

weil die Bewohner von N._____, wenn sie nach K._____ gelangen wollten, 

diesen heiklen Bereich nicht mehr befahren müssten. Auch darin liege 

übrigens ein Vorteil gegenüber der Variante P._____, deren Linienverlauf 

durch Siedlungsgebiet der Fraktion L._____ führen würde. Zur 

Optimierung der Interessen (S. 12 unten; gemäss Art. 3 Abs. 1 RPV 

[Konzept 'drei Gedankenschritte'] zur Interessensabwägung) wurde dazu 

erkannt: Das Interesse einer direkten strassenmässigen Verbindung 

zwischen den einzelnen Dorfteilen sei als überwiegend zu bewerten. Dies 

gelte zunächst einmal gegenüber der Verbindung über die Kantonsstrasse 

im Tal, die unter allen Aspekten sehr schlecht abschneide und schlechthin 

unzumutbar sei. Ähnliches gelte aber auch für die Verbindung über 

P._____, die vor allem im Winter keine valable Alternative bilde und auch 

im Sommer in hohem Masse problematisch wäre. Wie das 

Variantenstudium (Ziff. 3, S. 5, hiervor) gezeigt habe, habe sich aber auch 

hinsichtlich der direkten Verbindung über Q._____ die dem Fusionsvertrag 

zugrundeliegende Variante als die beste herausgestellt. Bei den Varianten 

Q._____ 1 und 2 und AN._____ müsste nämlich das dortige 

Naherholungsgebiet (Kulturlandschaft) auf eine wesentlich längere 

- 43 -

Distanz tangiert werden und bei der letztgenannten Variante wäre nicht 

nur eine problematische Rutschzone zu durchqueren, sondern auch die 

Staumauer in Anspruch zu nehmen, deren Tragfähigkeit nur eine 

beschränkte sei. Vorliegend sei entscheidend (S. 13), dass die Variante 

Richtung R._____ S._____ wegen der erwähnten Hindernisse von 

vornherein keine valable Lösung darstelle. Bei allen übrigen Varianten im 

Bereich Q._____ müsste ebenfalls Wald gerodet werden, und zwar in etwa 

gleichem Ausmass. Der Eingriff in den Wald erscheine daher 

gerechtfertigt, insbesondere weil im konkreten Fall dadurch das 

Erholungsgebiet von Q._____ weitestgehend verschont bliebe. Dieser 

Aspekt sei nicht zu vernachlässigen, habe doch gerade die Sorge um 

dieses Naherholungsgebiet mit dazu beigetragen, dass die erste 

Fusionsabstimmung [im Jahr 2010] negativ ausgefallen sei. Die übrigen 

Voraussetzungen für die Festlegung der Verbindungsstrasse im GEP 

seien ohnehin erfüllt, denn das projektierte Werk erfülle die 

Voraussetzungen der Raumplanung und führe gemäss eingeholtem 

Umweltbericht zu keiner erheblichen Gefährdung der Umwelt. Aus diesen 

Gründen rechtfertige sich auch der Eingriff in den Wald, der im Übrigen 

auch bei den Varianten Q._____ 1 und 2 unumgänglich wäre und noch 

ausgeprägter bei der Variante T._____ (Anm. Gericht: Favorisierte 

Variante der Beschwerdeführerin im Parallelverfahren R 22 46). 

Im Lichte dieser Ausführungen, Vorgaben und Bewertungen der jeweiligen 

Interessen erachtet das streitberufene Gericht die massgebenden Fakten 

– nicht zuletzt auch aufgrund der anlässlich des Augenscheins nochmals 

im Detail vorgetragenen Standpunkte und geäusserten Interessen für und 

gegen den Bau der umstrittenen Verbindungsstrasse (Variante Fusion) – 

als ausreichend und schlüssig, um eine seriöse Güterabwägung der 

gegenläufigen Interessen vornehmen zu können. Das Gericht ist dabei 

selbst zur Überzeugung gelangt, dass die öffentlichen Interessen an einer 

- 44 -

wintersicheren, möglichst kurzen, schnellen und direkten Verbindung die 

umweltrechtlich gegenteiligen öffentlichen Interessen der 

Beschwerdeführer Nrn. 1-3 bzw. privaten Interessen der 

Beschwerdeführer Nrn. 4-8 an der unberührten Erhaltung der 

vorhandenen Natur- und Erholungsräume überwiegen. Mit ihrer Rüge der 

fehlenden, inhaltlich unhaltbaren Interessenabwägung dringen die 

Beschwerdeführer Nrn. 1-8 deshalb nicht durch. 

4.5. Soweit die Qualität der Variantenprüfung bestritten wird und die dazu 

getroffenen Abklärungen als unvollständig und unzutreffend gerügt 

werden, ist dem entgegenzuhalten, dass sich der Beschwerdegegner 

bereits in der Begründung zum angefochtenen Genehmigungsentscheid 

(vgl. Sachverhalt Ziff. 5) wie auch in der Vernehmlassung vom 25. August 

2022 (Ziff. 8) einlässlich dazu äusserte und im Besonderen auch die 

Beschwerdegegnerin im Rahmen eines doppelten Schriftenwechsels in 

ihren Rechtsschriften (vgl. Ziff. 7, Ziff. 9, Ziff. 11, Ziff. 13) bereits 

ausführlich und detailliert darlegte, weshalb ein gänzlicher Verzicht auf die 

von den (kommunalen) Stimmbürgern gewünschte Verbindungsstrasse 

nicht in Frage komme und weshalb die von den Beschwerdeführern Nrn. 

1-8 alternativ vorgeschlagenen Varianten (vgl. Ziff. 6, Ziff. 10, Ziff. 12, Ziff. 

14) nicht so gut und günstig seien, wie die letztlich genehmigte 

Verbindungsstrasse "Variante Fusion". Wie aus den Akten hervorgeht, 

befassten sich die Beschwerdegegnerin als Planverfasserin und der 

Beschwerdegegner (Genehmigungsbehörde) bereits eingehend mit den 

vier zur Diskussion stehenden Varianten Q._____ 1 und Q._____ 2, 

T._____ und Fusion (vgl. Bg-act. 15/Beilagen 1 und 6) und die Bewertung 

dieses Variantenstudiums anlässlich der neuerlichen Fusionsabklärungen 

wurde damals ausführlich besprochen sowie rangiert. Als Bestvariante 

wurde bereits damals die Variante Fusion laut Fusionsvertrag bezeichnet 

(Bg-act. 15/Beilage 7). Im Weiteren wurde zudem eine Studie mit dem 

- 45 -

Ausbau der bereits bestehenden Wegverbindung (Variante P._____) 

vorgenommen (Bg-act- 15/Beilagen 1 und 3) und ein Vorprojekt Variante 

2 (Q._____) verfasst, das planerisch augenfällig von der Linienführung her 

der bevorzugten Variante Fusion entspricht (Bg-act. 15/Beilage 4). Die 

Eckwerte der Fusion selbst wurden in einer Informationsbroschüre 

zusammengefasst (Bg-act. 15/Beilage 2) und das Profil der 

Gemeindefusion im Zuge einer HTW-Studie Chur noch weiter geschärft 

(Bg-act. 15/Beilage 9). Vergleiche und Beurteilungen der verschiedenen 

Variantenstudien liegen ebenfalls bei den Akten (Bg-act. 15/Beilage 8). 

Die gegenteiligen Meinungen über das Strassenprojekt waren auch 

Gegenstand mehrerer Zeitungsartikel in der lokalen sowie regionalen 

Presse (Bg-act. 15/Beilage 5). Im Verlaufe des jetzigen 

Gerichtsverfahrens wurde (seitens der Beschwerdeführerin im 

Parallelverfahren R 22 46) noch eine Machbarkeitsstudie 

Verbindungsstrasse L._____ eingeholt, auf welche die Beschwerdeführer 

Nrn. 1-8 im anstehenden Verfahren R 22 45 ebenfalls Bezug nahmen. Es 

handelt sich dabei um eine Studie der AI._____ AG, mit Erstellungsdatum 

vom 18. November 2022 (vgl. Bf-act. 21). Diese Studie knüpft im 

Grundsatz an die Variante T._____ an mit der Möglichkeit der Fortsetzung 

sowie finalen Einmündung in die bestehende Variante P._____, welche 

dann noch entsprechend ausgebaut und verbessert werden sollte (vgl. zur 

Streckenführung mit Kurvenschlaufe (Bf-act. 21 S. 6-7, mit Längsprofil S. 

8-9 sowie Optimierung Trassee AO._____ inkl. Längsprofil im Anhang). Im 

Zuge des gerichtlichen Augenscheins vom 27. September 2023 konnte 

diese Machbarkeitsstudie noch zusätzlich vor Ort von allen Anwesenden 

hinterfragt und diskutiert werden (vgl. Protokoll des Augenscheins und 

Gerichtsfotos 1-4 am Standort I [ab Bahnparkplatz, linksseitig des 

U._____, talabwärts Richtung L._____] und Fotos 15-18 am Standort IV 

[gegenüber, rechtseitig des U._____; AP._____, AK._____]). Die Qualität 

der dokumentierten Strassenvarianten ist demnach sehr gut, was es dem 

- 46 -

streitberufenen Gericht auch ermöglicht, einen Entscheid zu fällen. Aus 

Sicht des Gerichts stellen die Variante T._____ (ursprüngliche Variante 

fällt wegen enormer Waldrodungen ausser Betracht) mit allfälliger 

Anknüpfung und Einbindung der Variante P._____ – im Gegensatz zur 

Variante Fusion – keine tauglichen Lösungsvarianten dar. Einerseits sind 

die Eingriffe ins steile Hanggelände bei der Variante T._____ wie auch der 

Verlust an Kulturland bei der aufgezeigten Kurvenschlaufe massiv. Hinzu 

kommt, dass bei dieser Variante auch die Einhaltung der Gewässerräume 

(links und rechts des U._____) berücksichtigt und garantiert sein müssten. 

Die Überwindung des gegenüberliegenden Hanggeländes (mit Trassee 

AO._____) wäre aufgrund der dafür benötigten Kunstbauten ebenfalls mit 

erheblichen Eingriffen ins bestehende Orts-/Landschaftsbild verbunden 

und würde zu einer beträchtlichen Veränderung der bisherigen, noch 

überwiegend intakten Landschaft führen. Die optische Charakteristik wie 

auch die gesamte Umgebung westlich des Dorfs L._____ würde dadurch 

fundamental verändert. Was den Einbezug der bestehenden Variante 

P._____ betrifft, so konnte sich das Gericht aus eigener Wahrnehmung im 

Zuge der motorisierten Verschiebung von L._____ (via Variante P._____) 

nach K._____ davon überzeugen, dass diese Wegverbindung im Winter 

nicht ganzjährig gefahrlos befahrbar ist und allfällige Um- und Ausbauten 

dieser Wegverbindung sowohl sehr kostenintensiv als auch wegen ihrer 

ansehnlichen Streckenlänge von 4.27 km (laut Geo-GIS-Portal: 

Gemessen ab Bergbahnparkplatz – Variante T._____ – ab Kreuzung Via 

T._____/Via AQ._____ – bis Via P._____/P._____ sut [mit Optimierung 

Trassee/Serpentinenabschnitt] bis AR._____ AO._____ in K._____) durch 

bewaldetes und steiniges und felsiges Berggebiet äusserst arbeits- und 

unterhaltsintensiv sein dürfte. Die Realisation der Variante Fusion mit 

einer deutlich kürzeren Streckenlänge von 2.91 km (laut Geo-GIS-Portal: 

Gemessen ab Bergbahnparkplatz – Richtung Q._____ – bis geplanter 

Brücke – AG._____ – bis südlich Ende AS._____) ist im Vergleich viel 

- 47 -

direkter, einfacher und nachhaltiger. Überdies ist das Kostendach mit 

budgetierten CHF 5.1 Mio. laut Fusionsvertrag (inkl. Brücke) schon fixiert. 

Daran ändert selbst die Befürchtung der ortsansässigen 

Beschwerdeführer Nrn. 4-8 nichts, wonach die Realisation der Variante 

Fusion zu einem unzumutbaren Mehr- und Durchgangsverkehr in L._____ 

führe, weil die Verwirklichung dieser Wegverbindung sogar eine 

Entlastung des Verkehrs von N._____ nach K._____ zur Folge haben 

wird. Bei Benutzung der Variante Fusion wird es dereinst nämlich nicht 

mehr erforderlich sein, für den Besuch und die Teilnahme an der 

Gemeindeversammlung in K._____ durch L._____ zu fahren, um von dort 

entweder über die Kantonsstrasse H19 oder sonst über die im Winter und 

in der Nacht eher ungeeignete (da gefährliche) Wegverbindung Variante 

P._____ zum selben Ziel nach K._____ zu gelangen (siehe Bg-act. 17 mit 

Schnittprofil und Fotos AO._____). Im Übrigen hat sich das Gericht gegen 

Ende des Augenscheins noch selbst ein Bild darüber gemacht, wie es mit 

den Strassenverhältnissen und Ausweichmöglichkeiten innerhalb von 

L._____ steht (vgl. Gerichtsfotos 26-31 am Standort VI). Das Gericht ist 

dabei zur Ansicht gelangt, dass zwar tatsächlich keine Trottoire entlang 

der historisch gewachsenen Strassenzüge existieren, es aber genügend 

Ausstellmöglichkeiten gibt, um vorgängig an den engsten Dorfstellen ein 

Kreuzen von Motorfahrzeugen zu ermöglichen. Hinzu kommt, dass die 

Dorfstrasse schnurgerade verläuft und somit beinahe überall eine hohe 

Übersichtlichkeit entlang der Dorfstrasse besteht. Sollten sich dereinst 

aber wider Erwarten weitere Verkehrsmassnahmen aufdrängen, müsste 

eine Beruhigung und Entspannung während der verkehrsmässigen 

Spitzenzeiten in den Wintermonaten (Weihnachts-/Neujahrstage) über 

griffige Signalisationen (Verkehrsschilder; Tempo-30-Zone) herbeigeführt 

werden (vgl. Bg-act. 15/Beilage 12 [Zustand vor Inbetriebnahme 

Wegverbindung]).   

- 48 -

4.6. Zur Kritik der fehlenden Ersatzmassnahmen für die bewilligten 

Waldrodungen kann uneingeschränkt auf den Genehmigungsentscheid 

als Gesamtentscheid im Sinne von Art. 15 der Raumplanungsverordnung 

für den Kanton Graubünden (KRVO; BR 801.110) verwiesen werden. Dort 

wurden unter Ziff. II. Rodungsbewilligung bereits umfassend und detailliert 

die Bedingungen und Auflagen genannt (Bg-act. 20, Bg'in-act. 1, Bf-act. 1 

S. 49-51; [Ziff. II lit. a-m]), unter welchen das Gesuch der 

Beschwerdegegnerin zur Rodung im Gesamtumfang von 11'411 m2 zur 

Realisierung der Verbindungsstrasse und der Verlegung der 

Langlaufloipen im öffentlichen Wald auf dem Territorium der 

Beschwerdegegnerin bewilligt werde und welche somit erfüllt sein 

müssen, um das Strassenprojekt zu realisieren. Diese Auflagen 

erscheinen dem Gericht zielführend und ausreichend, um sie als 

geeignete Massnahmen bei der erforderlichen Waldrodung akzeptieren zu 

können. Soweit die Beschwerdeführer Nrn. 1-3 zudem noch weitreichende 

Ersatzvornahmen für die geplanten Eingriffe in die Landschaft und in die 

schutzwürdigen Lebensräume fordern, kann ihrem Antrag ebenfalls nicht 

gefolgt werden. Der Beschwerdegegner hat am 30. Januar 2018 dazu eine 

Richtlinie "NHG-Ersatzmassnahmen" erlassen, welche bezweckt, die 

gesetzliche Ersatzpflicht bei Eingriffen in Schutzobjekte nach NHG oder 

kantonalem Natur- und Heimatschutzgesetz [KNHG; BR 496.00] 

einheitlich nach gleichen Kriterien auf dem ganzen Kantonsgebiet zu 

regeln. Die Ersatzpflicht kann danach nur entstehen, wenn schutzwürdige 

Biotope nach Art. 18 Abs. 1bis NHG/Art. 14 Abs. 3 der Verordnung (NHV; 

SR 451.1) oder geschützte Landschaften nach Art. 6 NHG/Art. 6 Abs. 3 

KNHG beeinträchtigt werden. Im konkreten Fall werden durch die 

Linienführung und Realisierung der Variante Fusion jedoch nachweislich 

gerade keine Schutzgebiete, Schutzzonen oder dergleichen tangiert. 

Selbst die im Rahmen des Umweltberichts vom April 2019 (Bg-act. 3) 

erstellte Vegetationskartierung hat keine schutzwürdigen Biotope 

- 49 -

aufgezeigt. Überdies kann festgehalten werden, dass auch das ANU in der 

Stellungnahme vom 10. August 2022 als kantonale Fachinstanz bezüglich 

Natur- und Heimatschutz keine Ersatzmassnahmen verlangt hat (Bg-act. 

24). Die Rüge betreffend fehlende oder erforderliche Ersatzmassnahmen 

erweist sich damit als unbegründet. 

5. Zu prüfen bleibt damit noch die Kritik an der erteilten "Rodungsbewilligung" 

an sich, weil die Waldarealfläche dadurch (projektbedingt) vermindert wird. 

Nach Art. 3 des Bundesgesetzes über den Wald (WaG; SR 921.0) ist die 

Waldfläche (im Grundsatz) zu erhalten. Nach Art. 5 WaG sind Rodungen 

verboten (Abs. 1). Eine Ausnahmebewilligung darf nur dann erteilt werden, 

wenn der Gesuchsteller nachweist, dass für die Rodung wichtige Gründe 

bestehen, die das Interesse an der Walderhaltung überwiegen und zudem 

die folgenden Voraussetzungen erfüllt sind: (lit. a) das Werk, für das 

gerodet werden soll, muss auf den vorgesehenen Standort angewiesen 

sein; (lit. b) das Werk muss die Voraussetzungen der Raumplanung 

sachlich erfüllen und (lit. c) die Rodung darf zu keiner erheblichen 

Gefährdung der Umwelt führen. Wie sowohl dem Rodungsgesuch als 

auch dem massgebenden Rodungsplan [2. Teil] (vgl. Bg-act. 4) zu 

entnehmen ist sowie aus der Stellungnahme des Amts für Wald und 

Naturgefahren (AWN) vom 12. November 2021 hervorgeht (Bg-act. 5), 

umfasst die Rodung die Erstellung der Verbindungstrasse und die 

Verlegung der Langlaufloipe. Für die Realisierung des Vorhabens seien 

2'554 m2 temporäre und 8'857 m2 permanente Rodungen in einem 

typischen Laubkraut Tannen-Fichtenwald erforderlich. Die Eingriffe im 

Wald seien begründet und vertretbar. Das entsprechende Rodungsgesuch 

könne daher befürwortet werden. Angesichts des Rodungszwecks 

erscheine eine Befristung bis am 31. Dezember 2030 angemessen. Die 

temporäre Rodungsfläche werde an Ort und Stelle wiederhergestellt. Für 

die permanente Rodung seien Pflegemassnahmen zur Förderung und 

- 50 -

Erhaltung der Traubeneichen und Winterlinden im Gebiet 

AT._____/X._____ und zur Förderung und Erhaltung der Weisstanne im 

Gebiet Y._____ vorgesehen. Die im Antrag gestellten Vorgaben wurden 

sodann ausnahmslos als Auflagen in die Rodungsbewilligung (Ziff. 2 lit. a-

m) im angefochtenen Genehmigungsentscheid aufgeführt, womit für das 

Gericht nicht ersichtlich ist, worin eine Verletzung des Waldgesetzes 

bestehen könnte. Dem ist hier umso mehr zuzustimmen, als auch das 

konsultierte Bundesamt für Umwelt (BAFU) mit Stellungnahme vom 13. 

Januar 2022 (Bg-act. 6 S. 5) zusammenfassend erklärte, dass es positiv 

zur Rodung und positiv zur Ersatzaufforstung stehe. Die 

Standortgebundenheit der vorgesehenen Stahlbrücke über den U._____ 

wurde damit (implizit) ebenfalls bejaht. Im Direktvergleich (Variante 

Fusion) zu den Varianten T._____/P._____ ist noch auf die Stellungnahme 

des AWN vom 7. Juni 2021 (Bg-act. 13, S. 2) hinzuweisen, worin zu 

Variante T._____ resümiert wird, die Umnutzung der forstlichen 

Erschliessung im vorgesehenen Ausmass entspreche einer 

Zweckentfremdung von Waldareal. Die Realisierung jener Variante würde 

eine zusätzliche definitive Rodungsfläche von mindestens 4'000 m2 

beanspruchen. Ein Teilstück der Strasse (Variante P._____) sei auf 

Territorium der ehemaligen Gemeinde L._____ als forstliche 

Erschliessung erstellt worden. Für diesen Streckenabschnitt unterstehe 

die Strasse daher dem Waldgesetz, womit auch in diesem Fall eine 

Rodungsbewilligung nötig wäre. Wie bereits erläutert, ist die 

Streckenlänge bei der (bewaldeten) Variante P._____ fast das 1½ -fache 

so lang wie bei der Variante Fusion. Ein Verstoss gegen die 

Rodungsvorschriften des Waldgesetzes liegt damit nicht vor.

6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene 

Genehmigungsentscheid inkl. Rodungsbewilligung vom 31. Mai 2022 wie 

- 51 -

auch die Beschwerdeentscheide vom 31. Mai 2022 rechtmässig sind, was 

zur Abweisung der Beschwerde vom 1. Juli 2022 führt. 

7.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG anteilsmässig den unterliegenden Beschwerdeführern 

Nrn. 1-8 aufzuerlegen. Das Gericht erachtet dabei ermessensweise eine 

Staatsgebühr von gesamthaft CHF 6'000.-- (zzgl. Kanzleiauslagen) für 

gerechtfertigt, zumal sowohl ein doppelter Schriftenwechsel als auch ein 

Augenschein durch das Gesamtgericht durchgeführt wurden.

7.2. Eine aussergerichtliche (Partei-)Entschädigung wird nicht zugesprochen, 

weil der Beschwerdegegner (Genehmigungsbehörde) und die 

Beschwerdegegnerin (Planverfasserin) im Rahmen ihres amtlichen 

Wirkungskreises gehandelt und obsiegt haben (Art. 78 Abs. 2 VRG).   

III. Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend aus

- einer Staatsgebühr von CHF 6'000.--

- und den Kanzleiauslagen von CHF 1'207.--

zusammen CHF 7'207.--

gehen anteilsmässig zu gleichen Teilen zulasten der A._____ (1/8), des 

B._____ (1/8), der C._____ (1/8), von D._____ (1/8), E._____ (1/8), 

F._____ (1/8), G._____ (1/8) und der Erbengemeinschaft H._____ (1/8) 

(bestehend aus I._____ [1/16] und J._____ [1/16]).

3. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

- 52 -

4. [Rechtsmittelbelehrung]

5. [Mitteilungen]

[Mit Urteil 1C_510/2024 vom 16. September 2025 hat das Bundesgericht die gegen 
dieses Urteil erhobene Beschwerde abgewiesen.]