# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 62b0202d-72ba-5396-9469-dd848439813c
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-01-17
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 17.01.2011 E-8486/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-8486-2010_2011-01-17.pdf

## Full Text

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung V
E-8486/2010

Urteil vom 17. Januar 2011

Besetzung Einzelrichterin Christa Luterbacher,
mit Zustimmung von Richter Thomas Wespi;  
Gerichtsschreiber Tobias Meyer.

Parteien A._______,
Staat unbekannt, (…),
Beschwerdeführerin, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,  
Vorinstanz

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung 
des BFM vom 2. Dezember 2010 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht,

in Anwendung

des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der 
Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30),

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 
grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 
(FoK, SR 0.105),

der Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101),

der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 
18. April 1999 (BV, SR 101),

des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31),

der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen 
(AsylV 1, SR 142.311),

des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerin�nen 
und Ausländer (AuG, SR 142.20),

des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 
Verwaltungs�verfahren (VwVG, SR 172.021),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das 
Bundesverwaltungs�gericht (VGG, SR 173.32),

des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, 
SR 173.110),

des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschä-
digungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2),

stellt fest,

dass die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge am 18. Oktober 
2010 von Kenia kommend in die Schweiz einreiste, wo sie gleichentags 
um Asyl nachsuchte,

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dass sie anlässlich der Kurzbefragung im Empfangs- und 
Verfahrenszentrum (EVZ) Altstätten vom 4. November 2010 sowie der 
Anhörung vom 22. November 2010 zur Begründung ihres Asylgesuchs im 
Wesentlichen geltend machte, sie sei in B._______/Somalia geboren, 
gehöre der C._______-Ethnie an, habe seit dem Tod ihrer Eltern mit einer 
Tante in Somalia und ab circa 2000 in Kenia gelebt, wo sie sich seit ihrem 
zwölften Lebensjahr für die Tante habe prostituieren müssen,

dass sie, als die Tante sie habe verheiraten wollen, mit Hilfe eines 
Kunden und eines europäischen Bekannten dieses Kunden aus dem 
Haus ihrer Tante geflohen und in die Schweiz geflogen sei, da sie Angst 
vor einer Beschneidung gehabt habe und zu jung zum Heiraten sei,

dass das BFM mit Verfügung vom 2. Dezember 2010 – gleichentags 
eröffnet – auf das Asylge�such der Beschwerdeführerin nicht eintrat, ihre 
Wegweisung aus der Schweiz verfügte, sie aufforderte, die Schweiz 
spätestens am Tag nach Eintritt der Rechtskraft zu verlassen, den Kanton 
Zug mit dem Vollzug der Wegweisung beauftragte und der 
Beschwerdeführerin die editionspflichtigen Akten gemäss 
Ak�tenverzeichnis aushändigte,

dass das BFM in seiner Verfügung ausführte, die Beschwerdeführerin 
habe innerhalb der gesetzlichen Frist von 48 Stunden weder Reise- noch 
Identitätspapiere abgegeben, obwohl sie anlässlich der Einreichung ihres 
Asylgesuchs schriftlich dazu aufgefordert worden sei (Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG),

dass die Beschwerdeführerin keine entschuldbaren Gründe dafür 
vorgebracht habe (Art. 32 Abs. 3 Bst. a AsylG), da ihre diesbezüglichen 
Vorbringen nicht überzeugend seien (sie habe noch nie einen Reisepass 
oder eine Identitätskarte besessen und die Geburtsurkunde, die sie 
besessen habe, sei bei der spontanen Flucht zurückgeblieben und die 
Tante würde ihr diese nie schicken) und dass das Fehlen jeglichen 
nachvollziehbaren Bemühens, rechtsgenügliche Papiere vorzulegen, und 
die Angaben zu ihrer Reise in die Schweiz, die stereotyp, oberflächlich 
und realitätsfremd seien, darauf schliessen liessen, dass sie die 
Umstände ihrer Einreise und ihre Identität zu verheimlichen versuche und 
nicht offenlegen wolle, mit welchen Reisepapieren sie in die Schweiz 
eingereist sei,

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dass das BFM weiter ausführte, aufgrund der Anhörung könne weder die 
Flüchtlingseigenschaft der Beschwerdeführerin festgestellt werden, noch 
seien diesbezüglich oder bezüglich eines Wegweisungsvollzuges 
zusätzlich Abklärungen nötig (Art. 32 Abs. 3 Bst. b und c AsylG), 

dass das BFM zur Begründung anführte, die Beschwerdeführerin habe 
verschiedene einfache Wissensfragen zu ihrer angeblichen Ethnie und 
Herkunftsregion nicht beantworten können, insbesondere hinsichtlich der 
traditionellen Kleidung und der traditionellen Berufe der C._______, der 
Grundkenntnisse des Islam, der Lage ihres Herkunftsortes in Somalia 
und des Aussehens ihrer somalischen Geburtsurkunde, weshalb 
ausgeschlossen werden könne, dass sie wie behauptet eine C._______ 
aus Somalia sei,

dass zudem nicht nachvollziehbar sei, weshalb sich die 
Beschwerdeführerin nicht zu einem viel früheren Zeitpunkt dem 
Missbrauch durch ihre Tante entzogen habe und sich insbesondere nie 
an die Polizei oder eine staatliche oder private Hilfsorganisation 
gewendet habe, 

dass die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie hätte sich im Hinblick 
auf die Heirat beschneiden lassen müssen, jeglicher Logik widerspreche, 
da nicht nachvollziehbar sei, weshalb sie nicht schon als kleines 
Mädchen in Somalia beschnitten worden sei und weshalb dies jetzt nach 
jahrelanger Arbeit als Prostituierte geschehen sollte, 

dass es schliesslich wenig plausibel sei, dass es der Beschwerdeführerin 
sofort und ohne Mühe gelungen sein solle, ihre Ausreise aus Kenia zu 
organisieren,

dass das BFM zum Schluss kam, die tatsachenwidrigen, unlogischen und 
unsubstantiierten Angaben der Beschwerdeführerin führten dazu, dass 
sie ihre Vorbringen nicht habe glaubhaft machen können, sie damit die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und auch keine zusätzlichen 
Abklärungen notwendig seien,

dass die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 9. Dezember 2010 
(Poststempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht 
Beschwerde erhob und beantragte, der Entscheid des BFM sei 
aufzuheben und es sei ihr Asyl zu gewähren, eventualiter sei die 
Unzumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und eine vorläufige 
Aufnahme zu erteilen, sub�eventualiter sei der Entscheid zur korrekten 

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Feststellung des Sachverhaltes und zur materiellen Prüfung des 
Asylgesuchs an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass die Beschwerdeführerin in prozessualer Hinsicht die unentgeltliche 
Rechtspflege beantragte,

dass die Beschwerdeführerin zur Begründung vorbringt, ihre 
Glaubwürdigkeit sei als gegeben zu erachten, da sie viele Fragen zu ihrer 
Ethnie richtig beantwortet habe und bezüglich der Frage nach der 
traditionellen Kleidung der C._______ darauf hinzuweisen sei, dass sie 
als zehnjähriges Mädchen nicht speziell darauf geachtet habe und dies 
zehn Jahre später nicht mehr genau wissen könne,

dass die Beschwerdeführerin weiter vorbringt, ihre Vorbringen seien 
asylrelevant, da weibliche Genitalverstümmelung in Kenia heute noch 
praktiziert werde,

dass sie zudem nie zur Polizei gegangen sei, da die Polizei in Kenia 
äusserst korrupt sei, weshalb es für ihre Tante ein Leichtes gewesen 
wäre, die Polizei zu bestechen und davon abzubringen, in ihrem Fall 
etwas zu unternehmen,

dass das BFM zudem einen Verfahrensfehler begangen habe, da die 
Kurzbefragung im EVZ Altstätten von einem männlichen Befrager 
durchgeführt worden sei, was Art. 3 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylV 1 
widerspreche,

dass schliesslich die Wegweisung als unzumutbar zu bezeichnen sei, da 
ihre Eltern gestorben seien und davon auszugehen sei, dass ihre Tante 
sie verstossen werde, da sie die Familienehre verletzt habe, indem sie 
sich der Beschneidung widersetzt und als Prostituierte gearbeitet habe, 
weshalb sie nicht über ein tragfähiges soziales Netz verfüge und weder in 
Somalia noch in Kenia selber für ihren Lebensunterhalt sorgen könne,

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM 
entscheidet (Art. 105 AsylG i. V. m. Art. 31-33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 
BGG),

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dass sich das Verfahren nach dem VwVG richtet, soweit das VGG nichts 
anderes bestimmt (Art. 37 VGG),

dass die Beschwerdeführerin am Verfahren vor der Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist 
(Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – 
unter Vorbehalt der nachfolgenden Erwägungen – einzutreten ist 
(Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 
VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in 
einzelrichter�licher Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters 
respektive einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG), und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 
solche han�delt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, welche das 
BFM in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a und 3 AsylG getroffen hat, 
die Beurteilungskompetenz des Bundesverwaltungsgerichts nicht auf die 
Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch 
nicht eingetreten ist, sondern auch die Flüchtlingseigenschaft 
Prozessgegenstand bildet, wobei über deren Bestehen beziehungsweise 
Nichtbestehen abschliessend materiell zu entscheiden ist, soweit dies im 
Rahmen einer summarischen Prüfung möglich ist (vgl. Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts [BVGE] 2007/8 E. 2.1 und 5.6.5 mit 
Hinweisen),

dass die Asylgewährung demgegenüber nicht Gegenstand des 
vorliegenden Verfahrens bildet und auf das entsprechende 
Rechtsbegehren nicht einzutreten ist,

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dass das BFM die Frage der Wegweisung und des Wegweisungsvollzugs 
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich volle Kognition zukommt, 

dass vorab die formellen Rügen der Beschwerdeführerin zu prüfen sind,

dass die Beschwerdeführerin geltend macht, ihre Kurzbefragung im EVZ 
Altstätten sei von einem männlichen Befrager durchgeführt worden, was 
Art. 6 AsylV 1 widerspreche, weshalb die Sache zur korrekten Erstellung 
des Sachverhalts an die Vorinstanz zurückzuweisen sei,

dass gemäss Art. 17 Abs. 2 AsylG i.V.m. Art. 6 AsylV 1 die asylsuchende 
Person von einer Person gleichen Geschlechts angehört wird, wenn 
konkrete Hinweise auf geschlechtsspezifische Verfolgung vorliegen, und 
die Behörden verpflichtet sind, gemäss Art. 6 AsylV 1 vorzugehen, sobald 
entsprechende (konkrete) Hinweise vorliegen,

dass Art. 6 AsylV 1 die Schilderung von Eingriffen in die sexuelle 
Integrität asylsuchender Personen erleichtern und ihnen die Möglichkeit 
geben soll, ihre Vorbringen angemessen, möglichst vollständig und frei 
von Schamgefühlen vorzutragen, und somit unter anderem der 
Gewährleistung der korrekten Sachverhaltsabklärung dient (vgl. 
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2003 Nr. 2 E. 5c),

dass die Erstbefragung im EVZ vorab der Feststellung der Personalien, 
des Reisewegs und einer summarischen Erhebung der Asylgründe dient 
und aufgrund dieser Angaben anschliessend der Entscheid zu fällen ist, 
ob die darauf folgende Anhörung durch ein gleichgeschlechtliches 
Befragungsteam durchzuführen ist,

dass sich die Vorschrift von Art. 6 AsylV 1 somit nicht auf die 
Kurzbefragung im EVZ bezieht,

dass im vorliegenden Fall zudem der (männliche) Befrager, sobald sich in 
der Kurzbefragung Hinweise auf eine geschlechtsspezifische Verfolgung 
ergeben hatten, der Beschwerdeführerin angeboten hatte, sie könne sich 
auch durch eine Frau befragen lassen, die Beschwerdeführerin dies 
jedoch ablehnte (Vorakte A 1, S. 4),

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dass in der Anhörung vom 22. November 2010 sowohl die Befragerin, wie 
auch die Dolmetscherin und die Vertreterin der Hilfswerke weiblichen 
Geschlechts waren,

dass unter diesen Umständen das Vorgehen des BFM weder bei der 
Erstbefragung noch bei der Anhörung zu beanstanden ist, keine 
Verfahrensfehler begangen wurden und der Sachverhalt damit korrekt 
erstellt wurde,

dass gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG auf ein Asylgesuch nicht 
eingetreten wird, wenn Asylsuchende den Behörden nicht innerhalb von 
48 Stunden nach Einreichung des Gesuchs Reise- oder Identitätspapiere 
abgeben,

dass diese Bestimmung keine Anwendung findet, wenn Asylsuchende 
glaubhaft machen können, sie seien dazu aus entschuldbaren Gründen 
nicht in der Lage, oder wenn aufgrund der Anhörung sowie gestützt auf 
Art. 3 und 7 AsylG die Flüchtlingseigenschaft festgestellt wird oder sich 
aufgrund der Anhörung die Notwendigkeit zusätzlicher Abklärungen zur 
Feststellung der Flüchtlingseigenschaft oder eines 
Wegweisungsvollzugshindernisses ergibt (Art. 32 Abs. 3 Bst. a-c AsylG), 

dass die Beschwerdeführerin innerhalb der ihr eingeräumten Frist von 48 
Stunden keine Reise- oder Identitätspapiere im Sinne von Art. 32 Abs. 2 
Bst. a AsylG (vgl. dazu BVGE 2007/7) abgegeben hat,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie sei ohne Reise- und 
Identitätspapiere in die Schweiz geflogen und habe keine solchen 
Papiere, unsubstantiiert und unglaubhaft sind und deshalb mit dem BFM 
davon ausgegangen werden kann, dass die Beschwerdeführerin nicht 
gewillt ist, ihre wahre Herkunft und Identität bekannt zu geben, und 
deshalb keine entschuldbaren Gründe im Sinne von Art. 32 Abs. 3 Bst. a 
AsylG vorliegen,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin, sie gehöre der C._______-
Ethnie an, sei in Somalia geboren, habe dort bis zu ihrem zehnten 
Lebensjahr gewohnt und sei anschliessend von ihrer Tante in Kenia zur 
Prostitution gezwungen worden, wo sie nie gewagt habe, bei der Polizei 
oder einer privaten Organisation Hilfe zu suchen, und keine Möglichkeit 
gehabt habe, früher zu flüchten, unglaubhaft sind,

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dass auch unglaubhaft ist, dass ihr im Hinblick auf die angeblich von ihrer 
Tante organisierte Heirat eine Beschneidung drohe und sie deshalb 
geflüchtet sei,

dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin in weiten Zügen vage und 
unsubstanziiert bleiben und sie beispielsweise betreffend den Mann, den 
sie angeblich hätte heiraten sollen, keinerlei Angaben machen konnte,

dass die Darstellungen sodann unplausibel sind und der Logik entbehren, 
indem die Vorbringen, die Tante habe die Beschwerdeführerin während 
Jahren zur Prostitution angehalten, beziehungsweise die Tante würde 
wegen der Weigerung, sich beschneiden zu lassen, die Familienehre 
verletzt sehen, kaum in Einklang bringen lassen,

dass der Hinweis in der Beschwerde auf das Vorkommen von Mädchen- 
und Frauenbeschneidung in Kenia die Zweifel an den Vorbringen der 
Beschwerdeführerin nicht beseitigen kann, 

dass zudem nicht glaubhaft ist, dass der erste Kunde, den die 
Beschwerdeführerin wahllos bezüglich ihrer Probleme ansprach, ihr 
gegen Bezahlung innert zwei Wochen die Ausreise in die Schweiz 
organisieren konnte und die Beschwerdeführerin dieses Geld innert einer 
Woche ihrer Tante entwenden konnte,

das das BFM zu Recht und mit zutreffender Begründung auch die 
angebliche Herkunft der Beschwerdeführerin aus Somalia bezweifelt hat,

dass in diesem Zusammenhang insbesondere nicht plausibel ist, dass die 
Beschwerdeführerin sich nicht an die traditionelle Kleidung und die 
traditionellen Berufe der Ethnie erinnert, in deren Mitte sie zehn Jahre 
gelebt haben soll, zumal die Tante, bei der sie bis zu ihrer Ausreise aus 
Kenia lebte, der gleichen Ethnie angehört,

dass im Übrigen bezüglich der Unglaubhaftigkeit der Vorbringen der 
Beschwerdeführerin auf die ausführlichen und sorgfältigen Erwägungen 
des BFM verwiesen werden kann, 

dass in der Beschwerde, nebst dem Hinweis auf das Vorkommen von 
Beschneidung in Kenia und Somalia, im Wesentlichen einzig die 
Vorbringen aus dem erstinstanzlichen Verfahren wiederholt werden,

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dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin deshalb insgesamt als nicht 
glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG zu bezeichnen sind und das BFM 
ihre Flüchtlingseigenschaft zu Recht als nicht gegeben ansah und 
zusätzliche Abklärungen diesbezüglich für nicht notwendig erachtete,

dass das BFM mithin zu Recht gestützt auf Art. 32 Abs. 2 Bst. a AsylG 
nicht auf das Asylgesuch der Beschwerdeführerin eingetreten ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 
(Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine 
Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung 
einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 Nr. 21), weshalb die verfügte 
Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und 
demnach vom BFM zu Recht angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht möglich ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG),

dass bezüglich der Geltendmachung von Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger Praxis des Bundesverwaltungsgerichts und seiner 
Vorgängerorganisation ARK der gleiche Beweisstandard wie bei der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen,

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn 
völkerrechtliche Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der 
Ausländerin oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 
5 Abs. 1 AsylG; Art. 33 Abs. 1 FK), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend unter dem Aspekt dieser 
Bestimmungen zulässig ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen 
ist, die Flüchtlingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG bzw. Art. 1 A Ziff. 2 

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FK glaubhaft darzutun, weshalb das in Art. 5 AsylG bzw. Art. 33 Ziff. 1 FK 
verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoulements im 
vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass aus den Akten keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, die darauf 
schliessen liessen, der Beschwerdeführerin drohe im Heimat- oder 
Herkunftsstaat menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 
Abs. 3 BV, von Art. 3 FoK und der Praxis zu Art. 3 EMRK,

dass sich der Vollzug der Wegweisung für Ausländerinnen und Ausländer 
als unzumutbar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf 
Grund von Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass die Beschwerdeführerin diesbezüglich vorbringt, ihre Eltern seien 
gestorben und ihre einzige Tante werde sie verstossen, weshalb sie nicht 
über ein tragfähiges soziales Netz verfüge,

dass sie zudem die Familienehre verletzt habe, indem sie sich der 
Beschneidung widersetzt und als Prostituierte gearbeitet habe und es 
fraglich sei, ob sie selber für ihren Unterhalt aufkommen könnte,

dass diese Vorbringen der Beschwerdeführerin bereits oben als nicht 
glaubhaft qualifiziert wurden, weshalb sie auch in Bezug auf die 
Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs nicht zu beachten sind,

dass damit weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat 
der Beschwerdeführerin noch individuelle Gründe auf eine konkrete 
Gefährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der 
Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12),

dass nach dem Gesagten der vom Bundesamt verfügte Vollzug der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzt, den 

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rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass die Beschwerdebegehren sich aufgrund vorstehender Erwägungen 
als aussichtslos erwiesen haben, weshalb das Gesuch um Gewährung 
der unentgeltlichen Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 VwVG) abzuweisen ist 
und bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.– (Art. 1 
ff. VGKE) der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 und 
5 VwVG).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2. 
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

3. 
Die Verfahrenskosten von Fr. 600.- werden der Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das BFM und die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Der Gerichtsschreiber:

Christa Luterbacher Tobias Meyer

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