# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f8e21af9-a557-5a50-9264-4ccb5a7f1a4c
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-02-27
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 27.02.2025 ZR1 2025 19
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZR1-2025-19_2025-02-27.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Entscheid vom 27. Februar 2025

Referenz ZR1 25 19

Instanz Erste zivilrechtliche Kammer

Besetzung Cavegn, Vorsitz
Brun und Moses
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A._____, 
Beschwerdeführerin

Gegenstand fürsorgerische Unterbringung

Anfechtungsobj. ärztliche Einweisung vom 8. Februar 2025

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Sachverhalt

A. A._____ wurde von Dr. med. C._____ mit Verfügung vom 8. Februar 2025 
für eine Dauer von sechs Wochen in der Klinik A._____ fürsorgerisch untergebracht.

B. Gegen die fürsorgerische Unterbringung erhob A._____ (nachfolgend: 
Beschwerdeführerin) mit Eingabe vom 8. Februar 2025 (Poststempel 14. Februar 
2025), eingegangen am 17. Februar 2025, Beschwerde beim Obergericht des 
Kantons Graubünden.

C. Am 17. Februar 2025 ersuchte der Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen 
Kammer die Klinik A._____ um einen kurzen Bericht zum Gesundheitszustand der 
Beschwerdeführerin, zur Art der Behandlung und insbesondere darüber, inwiefern 
die Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung aus ärztlicher Sicht 
gegeben seien. Die Klinik A._____ reichte den angeforderten Bericht mitsamt den 
wesentlichen Klinikakten über die Beschwerdeführerin am 18. Februar 2025 beim 
Obergericht ein.

D. Mit prozessleitender Verfügung vom 19. Februar 2025 beauftragte der 
Vorsitzende der Ersten zivilrechtlichen Kammer Dr. med. B._____, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Erstellung eines Gutachtens über den 
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie über die Notwendigkeit der 
fürsorgerischen Unterbringung. Das Gutachten vom 22. Februar 2025 ging innert 
Frist am 25. Februar 2025 beim Obergericht ein.

E. Am 27. Februar 2025 fand die Hauptverhandlung statt, zu welcher mit 
Verfügung vom 25. Februar 2025 vorgeladen worden war. Die Beschwerdeführerin 
nahm an der Hauptverhandlung persönlich teil und wurde befragt. Nach 
durchgeführter Urteilsberatung wurde das vorzeitige Entscheiddispositiv der 
Beschwerdeführerin sowie der Klinik A._____ gleichentags zugestellt.

Erwägungen

1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die fürsorgerische 
Unterbringung vom 8. Februar 2025 (vgl. act. 01.1; Art. 426 ff. ZGB). Das 
Obergericht ist hierfür einzige kantonale Beschwerdeinstanz (vgl. Art. 439 Abs. 1 
Ziff. 1 ZGB i.V.m. Art. 450 Abs. 1 ZGB und Art. 60 Abs. 1 EGzZGB [BR 210.100]) 
und folglich zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Die 
Beschwerde wurde von der Beschwerdeführerin auf den 8. Februar 2025 datiert und 
trägt den Poststempel vom 14. Februar 2025 (act. 01). Damit wurde die Beschwerde 
innerhalb der in Art. 439 Abs. 2 ZGB vorgeschriebenen 10-tägigen Frist eingereicht. 

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Die Beschwerde muss schriftlich, nicht aber begründet eingereicht werden (Art. 450 
Abs. 3 ZGB und Art. 450e Abs. 1 ZGB). Auf die frist- und formgerecht eingereichte 
Beschwerde ist einzutreten.

2.1. Das Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz richtet sich nach Art. 
450a ff. ZGB. Ebenfalls zu beachten sind die in den Art. 443 ff. ZGB statuierten 
allgemeinen Verfahrensgrundsätze des erstinstanzlichen Verfahrens, die auch im 
Verfahren vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar sind, soweit das 
Gesetz in den Art. 450 ff. ZGB keine abweichenden Vorschriften aufstellt (DROESE, 
in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, 
Art. 450 N. 13). Dies gilt namentlich für die in Art. 446 ZGB verankerte 
uneingeschränkte Untersuchungs- und Offizialmaxime (Abs. 1 und 3) und das an 
gleicher Stelle festgeschriebene Prinzip der Rechtsanwendung von Amtes wegen 
(Abs. 4). Diese Verfahrensgrundsätze sind auch auf die Verfahren vor der 
gerichtlichen Beschwerdeinstanz anwendbar, wobei es im kantonalen 
Rechtsmittelverfahren zu punktuellen Einschränkungen kommt. So kommt etwa die 
Offizialmaxime nur im Rahmen des Anfechtungsobjektes zum Tragen (Urteil des 
Bundesgerichts 5A_532/2020 vom 22. Juli 2020 E. 2; MARANTA, in: 
Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 
446 N. 1 f. sowie N. 40 ff.). Aus Art. 450a ZGB ergibt sich schliesslich, dass das 
Gericht Tat- und Rechtsfragen wie auch die Angemessenheit frei überprüft.

2.2. Das Gesetz schreibt ausdrücklich vor, dass das Gericht aufgrund eines 
Gutachtens entscheiden muss, wenn die betroffene Person an einer psychischen 
Störung leidet (Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB). Das Gutachten 
muss von einer unabhängigen, im laufenden Verfahren noch nicht involvierten 
sachverständigen Person erstellt werden. Es muss in dem Sinne aktuell sein, dass 
es sich zu den sich im gerichtlichen Verfahren stellenden Fragen äussert (BGE 148 
III 1 E. 2.3.1; 143 III 189 E. 3.2 f.; GEISER/ETZENSBERGER, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl. 2022, Art. 439 N. 48 ff.; 
GEISER, in: Geiser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. 
Aufl. 2022, Art. 450e N. 19). Vorliegend erstattete Dr. med. B._____ ein 
Kurzgutachten über die Beschwerdeführerin. Dieses basiert auf einer persönlichen 
Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 19. Februar 2025 (siehe act. 06). Damit 
ist dem Erfordernis eines Sachverständigengutachtens Genüge getan.

2.3. Gemäss Art. 450e Abs. 4 Satz 1 ZGB muss die gerichtliche 
Beschwerdeinstanz die betroffene Person in der Regel als Kollegium anhören, was 
faktisch zwingend zur Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung führt 
(BERNHART, Handbuch der fürsorgerischen Unterbringung, 2011, N. 848 f.). Das 

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Gericht hat sich durch eigene Wahrnehmung davon zu überzeugen, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung gegeben sind (GEISER, 
a.a.O., Art. 450e N. 22). Mit der Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung 
am 27. Februar 2025 wurde diese Vorgabe umgesetzt.

3.1. Neben der gemäss Art. 428 Abs. 1 ZGB für die Anordnung der Unterbringung 
grundsätzlich zuständigen Erwachsenenschutzbehörde können die Kantone 
gemäss Art. 429 Abs. 1 ZGB Ärztinnen und Ärzte bezeichnen, welche eine 
fürsorgerische Unterbringung anordnen dürfen. Die Höchstdauer von sechs 
Wochen darf dabei nicht überschritten werden. Der einweisende Arzt hat die 
betroffene Person persönlich zu untersuchen, anzuhören und ihr anschliessend den 
Unterbringungsentscheid mit den gesetzlich vorgeschriebenen Angaben 
auszuhändigen (Art. 430 ZGB). Dies bedeutet, dass die Untersuchung dem 
Einweisungsentscheid unmittelbar vorauszugehen hat (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 429/430 N. 20 ff.). Der einweisende Arzt muss sich gestützt auf eine 
klinische Untersuchung und soweit möglich nach einem Gespräch mit der 
betroffenen Person eine Meinung bilden (vgl. GUILLOD, in: Büchler et al. [Hrsg.], 
FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, Art. 430 N. 4).

3.2. Zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung für eine Höchstdauer 
von sechs Wochen ist im Kanton Graubünden auch die behandelnde Ärztin der 
überweisenden Einrichtung befugt (Art. 429 Abs. 1 ZGB i.V.m. Art. 51 Abs. 1 lit. c 
EGzZGB). Dr. med. C._____ war als stellvertretende leitende Ärztin I._____ des 
Spital B._____ demnach zur Anordnung einer fürsorgerischen Unterbringung 
befugt. Die ärztliche Untersuchung fand am 8. Februar 2025 statt. Zudem enthält 
die Verfügung vom 8. Februar 2025 (act. 01.1) die gemäss Art. 430 Abs. 2 ZGB 
vorgeschriebenen Minimalangaben. In formeller Hinsicht ist die fürsorgerische 
Unterbringung der Beschwerdeführerin folglich nicht zu beanstanden.

4.1. Zu prüfen bleibt die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung in 
materieller Hinsicht. Gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB darf eine Person, welche an einer 
psychischen Störung oder an einer geistigen Behinderung leidet oder schwer 
verwahrlost ist, in einer geeigneten Einrichtung untergebracht werden, wenn die 
nötige Behandlung oder Betreuung nicht anders erfolgen kann. Die Belastung und 
der Schutz von Angehörigen und Dritten sind zu berücksichtigen (Abs. 2). Die 
betroffene Person wird entlassen, sobald die Voraussetzungen der Unterbringung 
nicht mehr erfüllt sind (Abs. 3). Die Massnahme gelangt zur Anwendung, wenn eine 
Person der persönlichen Fürsorge oder Pflege bedarf (vgl. GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 – 439 N. 6). Die fürsorgerische Unterbringung dient dem Schutz der 
betroffenen Person und nicht der Umgebung (BGE 140 III 101 E. 6.2.3; vgl. dazu 

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auch Botschaft zur Änderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches 
[Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht] vom 28. Juni 2006, BBl 2006 
7001 [zit.: Botschaft], S. 7062). Für die Anordnung einer fürsorgerischen 
Unterbringung allein wegen Fremdgefährdung bildet Art. 426 ZGB keine genügende 
gesetzliche Grundlage. Mit anderen Worten darf eine Fremdgefährdung für sich 
alleine nie ausschlaggebend für eine fürsorgerische Unterbringung sein (BGE 145 
III 441 E. 8.3 f. m.w.H.).

Erste gesetzliche Voraussetzung für eine Anordnung der Massnahme ist eine der 
drei abschliessend genannten Schwächezustände: psychische Störung, geistige 
Behinderung oder schwere Verwahrlosung. Erforderlich ist sodann eine sich aus 
dem Schwächezustand ergebende Notwendigkeit der Behandlung oder Betreuung. 
Weitere Voraussetzung ist, dass der Person die nötige Behandlung oder Betreuung 
nicht auf andere Weise als durch eine Einweisung beziehungsweise Zurückbehaltung 
in einer Einrichtung gewährt werden kann. Gesetzlich verlangt ist schliesslich eine 
geeignete Einrichtung (vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A_288/2016 vom 11. Juli 
2016 E. 3.1). Die genannten Voraussetzungen bedingen sich gegenseitig und sind 
nur in ihrem Zusammenhang verständlich. Der Schwächezustand allein vermag 
eine fürsorgerische Unterbringung nie zu rechtfertigen, sondern immer nur 
zusammen mit der Notwendigkeit einer Behandlung oder Betreuung. Selbst bei 
Vorliegen einer solchen ist die freiheitsbeschränkende Unterbringung aber nur 
gesetzeskonform, wenn der Zweck der Unterbringung nicht mit einer milderen 
Massnahme erreicht werden kann (Verhältnismässigkeitsprinzip) und die 
Unterbringung für den angestrebten Zweck auch tauglich ist (vgl. 
GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 7).

4.2.1. Zu klären ist also zunächst, ob die Beschwerdeführerin an einem der in 
Art. 426 Abs. 1 ZGB genannten Schwächezustände leidet, welcher überdies eine 
Behandlung oder Betreuung notwendig werden lässt. Die psychische Störung 
umfasst die anerkannten Krankheitsbilder der Psychiatrie, das heisst Psychosen 
oder Psychopathien, seien sie körperlich begründbar oder nicht (vgl. Botschaft, 
a.a.O., S. 7062). Psychische Störung ist ein Begriff des Rechts, der sich auf die 
medizinische Terminologie abstützt. Der Begriff ist aus der modernen Medizin 
entnommen und entspricht der Klassifikation der WHO (ICD [International 
Classification of Disturbances]; vgl. GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 
N. 15 f.). 

4.2.2. Dr. med. C._____ hat die Beschwerdeführerin gemäss Verfügung vom 8. 
Februar 2025 aufgrund einer psychischen Störung sowie aufgrund von 
Selbstgefährdung fürsorgerisch untergebracht. In der Verfügung wird aufgeführt, die 

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Schizophrenie der Beschwerdeführerin sei bekannt und sie habe wiederholt 
suizidale Äusserungen getätigt. Die Beschwerdeführerin sei von Nachbarn im 
Treppenhaus aufgefunden worden, sie habe wirre Äusserungen getätigt und habe 
einen Leichenwagen gewollt (act. 01.1). Im Bericht der Klinik A._____ wird 
festgehalten, die Beschwerdeführerin imponiere weiterhin haftend, angetrieben, 
distanzgemindert, psychotisch und affektlabil mit Lebensüberdrussgedanken (act. 
04). Gemäss Auskunft des leitenden Arztes der geschlossenen Anstalt im 
Gutachten, sei die Beschwerdeführerin immer noch psychotisch und suizidal. Sie 
äussere, sie wolle nicht mehr leben, da ihr Leben für sie keinen Sinn mehr mache. 
Sie rede nur von Exit und Tod. Gemäss Beurteilung der Gutachterin sei bei der 
Beschwerdeführerin seit 2003 eine chronische paranoide Schizophrenie bekannt. 
Die letzte stationäre Behandlung aufgrund Suizidgedanken habe im November 
2024 stattgefunden. Vor dem Klinikeintritt sei es wieder zu einer Exazerbation 
bekannter paranoider Schizophrenie gekommen. Die Gutachterin diagnostiziert 
eine chronische paranoide Schizophrenie (F20.0) (act. 06). Die Diagnose der 
Gutachterin ist für das Obergericht nachvollziehbar, zumal die Beschwerdeführerin 
anlässlich der Befragung selbst ausführte, es könne auch eine schizoaffektive 
Störung, aber auch eine Depression oder ein Burn-out vorliegen, da es ihr 
momentan auch nicht gut gehe. Aus dem Gutachten und den vorliegenden Akten 
der Klinik kann geschlossen werden, dass bei der Beschwerdeführerin ein 
Schwächezustand im Sinne von Art. 426 Abs. 1 ZGB vorliegt.

4.3.1. Ein Schwächezustand vermag eine fürsorgerische Unterbringung nur zu 
rechtfertigen, wenn er eine Behandlung oder Betreuung in einer Einrichtung 
notwendig macht. Die Unterbringung in einer Einrichtung muss geeignet sein, den 
Zweck der beabsichtigten Behandlung zu erfüllen, ohne dass eine weniger 
einschneidende Massnahme genügen würde (vgl. dazu GEISER/ETZENSBERGER, 
a.a.O., Art. 426 N. 22 ff.). Eine Unterbringung fällt gemäss der Botschaft zum neuen 
Erwachsenenschutzrecht deshalb nur als ultima ratio in Betracht (Botschaft, a.a.O., 
S. 7062). Als mildere Massnahmen kommt den ambulanten Massnahmen und der 
Nachbetreuung nach kantonalem Recht sowie der freiwilligen Sozialhilfe 
entscheidende Bedeutung zu (GEISER/ETZENSBERGER, a.a.O., Art. 426 N. 24). Der 
Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine fürsorgerische 
Unterbringung nur verfügt beziehungsweise nur solange aufrechterhalten werden 
darf, als mit einer konkreten Selbst- oder Fremdgefährdung von einem gewissen 
Ausmass zu rechnen ist. So hat das Bundesgericht festgehalten, dass es für die 
Beurteilung des Behandlungs- beziehungsweise Betreuungsbedarfs wesentlich sei, 
mit welcher konkreten Gefahr für die Gesundheit oder das Leben der betroffenen 
Person bzw. von Dritten zu rechnen sei, wenn die Behandlung der gutachterlich 

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festgestellten Krankheit beziehungsweise die Betreuung unterbleibe (BGE 140 III 
105 E. 2.4, 140 III 101 E. 6.2.2).

4.3.2. Im Bericht der Klinik A._____ wird festgehalten, dass weniger 
einschneidende Massnahmen als die Unterbringung in der Allgemeinpsychiatrie 
aktuell nicht ersichtlich seien (act. 04). Der Beschwerdeentscheid hat sich nach 
Vorgabe von Art. 439 Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 450e Abs. 3 ZGB bei psychischen 
Störungen auf ein Sachverständigengutachten abzustützen. Die Gutachterin 
bestätigt die Notwendigkeit einer Behandlung und Betreuung der festgestellten 
psychischen Erkrankung. Die Beschwerdeführerin müsse dringend auf der 
geschlossenen Station bleiben, da sie immer noch psychotisch, unruhig und nicht 
absprachefähig sei. Aktuell sei eine stationäre Behandlung und Betreuung 
unerlässlich. Zudem müsse sie dringend medikamentös behandelt werden, damit 
eine Symptomreduktion sowie Risikominimierung der Selbst- und Fremdgefährdung 
erreicht werden könne. Die Beschwerdeführerin sei weder krankheits- noch 
behandlungseinsichtig. Sie zeige eine gewisse Kooperation, in dem sie die 
Medikamente einnehme und sich an die Abmachungen im geschützten Rahmen der 
Klinik halte (act. 06). Die Beurteilung der Klinik A._____ und der Gutachterin sind 
für das Obergericht nachvollziehbar, weshalb von einer notwendigen Behandlung 
der festgestellten psychischen Störung, idealerweise im Rahmen eines stationären 
Aufenthalts, ausgegangen werden muss. Die Beschwerdeführerin befindet sich nun 
gemäss ihren Ausführungen in der Befragung auf der offenen Station. Dies ändert 
nach Auffassung des Obergerichts jedoch nichts am Umstand der Notwendigkeit 
einer Behandlung der Beschwerdeführerin.

4.3.3. Erforderlich ist des Weiteren eine konkrete Selbst- oder Fremdgefährdung 
von einem gewissen Ausmass. Die Gutachterin hielt in Bezug auf die konkrete 
Gefahr für die Gesundheit oder das Leben fest, dass bei Unterbleiben der 
Behandlung und Betreuung der festgestellten Krankheiten sich das Krankheitsbild 
rasch wieder verschlechtern und die Beschwerdeführerin sozial umtriebiger und für 
ihre Umgebung untragbar würde. Bei der bestehenden Psychose müsse damit mit 
der Gefahr von selbst- und fremdgefährdeten Handlungen gerechnet werden. Das 
Risiko, dass sich diese Gefahr realisiere, sei in dieser noch instabilen Phase sehr 
hoch. Des Weiteren könne die Beschwerdeführerin allfällige Handlungen nicht 
kontrollieren und andere Leute – und in Verkennung ihrer Absicht auch sich selbst 
– gefährden, wenn sie sich beeinträchtigt fühle und sich in einem psychotischen 
Zustand befinde. Sie sei aktuell in ihrer gegenwärtigen Verfassung nicht in der Lage 
die Konsequenzen und Tragweite ihrer Entscheidungen einzusehen. So könne sie 
die persönliche Fürsorge (Vernachlässigung der eigenen Gesundheit und impulsive 

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Handlungen ohne die Konsequenzen abzuschätzen) nicht tragen (act. 06 Antwort 
auf Frage 3 und 4). Gemäss Bericht der Klinik A._____ benötige die 
Beschwerdeführerin Unterstützung in alltäglichen Aktivitäten und könne in ihrem 
jetzigen Zustand die Tragweite und die Konsequenzen ihrer Entscheidungen nicht 
einschätzen (act. 04). Aus der Auskunft des leitenden Arztes der geschlossenen 
Station geht hervor, dass die die Beschwerdeführerin oft ungeduldig und bedrohlich 
wirke und das Pflegepersonal mit einem Walkingstock bedroht habe (act. 06 S. 2). 
Somit gehen sowohl die Gutachterin als auch die Klinik A._____ von einer akuten 
Selbstgefährdung aus, würde die Beschwerdeführerin die Klinik verlassen.

4.3.4. Die Beschwerdeinstanz hat bei der Entscheidfindung auf den Zustand der 
Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Hauptverhandlung abzustellen. Anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 27. Februar 2025 konnte sich die Beschwerdeinstanz ein 
eigenes Bild von der Beschwerdeführerin machen. Die Beschwerdeführerin wirkte 
anlässlich der Befragung ruhig jedoch logorrhoisch. Den Ausführungen des 
Vorsitzenden konnte sie zwar folgen und die Fragen beantworten, wobei sie aber 
oftmals abschweifte. Die Beschwerdeführerin erzählte, dass sie eine lange 
Lebensgeschichte habe, sie sei in J._____ geboren und sei dann im Jahr 1987 in 
die K._____ gekommen. Sie habe im Restaurant D._____ oder auch auf der 
E._____ und an vielen weiteren Orten gearbeitet etc. Sie habe ihre Wurzeln hier. 
Sie habe die Handelsschule gemacht und auch ein Jahr die Matura in F._____ 
besucht. Sie habe zwei Söhne. Sie habe 48 Stunden nicht geschlafen. Sie sei in 
G._____, L._____ etc. gewesen und sei dann in der geschlossenen Anstalt 
gelandet. Ihr Beistand habe ihre Versicherung künden wollen. Sie wolle nun ihren 
Beistand loswerden, dieser wolle ihre Wohnung künden. Sie habe schon 26 Jahre 
Erfahrung mit Psychiatrien. Sie sei in G._____ gewesen, woraufhin ihre Schwester 
sie dort in eine Klinik eingewiesen hätte. Sie habe dreieinhalb Jahre ohne Urlaub im 
H._____ gearbeitet, sie habe sich aufgrund eines Knieödems und einer Hüftarthrose 
ins Spital B._____ begeben, woraufhin diese sie in die Klinik A._____ gefahren 
hätten. Auf der geschlossenen Abteilung sei sie ein unangenehmer Mensch. Nun 
sei sie auf der offenen Station, hier sei sie entspannt. Die Medikamente nehme sie 
jeweils abends. Auf die Frage der Diagnose der paranoiden Schizophrenie 
antwortete die Beschwerdeführerin, dass sie verschiedene Vorwürfe von der 
Familie des Ex-Mannes erhalten habe. Sie sei aber gesund in die K._____ 
gekommen, hier habe sie eine übermenschliche Leistung erbracht. Die Diagnose 
sei vor 26 Jahren gestellt worden, ohne mit ihr zu sprechen. Sie habe nicht nur die 
Diagnose einer paranoiden Schizophrenie erhalten, sondern auch einer 
schizoaffektiven Störung, von Depressionen und auch eines Burn-Outs. Wiederum 
führte sie aus, dass die Diagnose der paranoiden Schizophrenie nicht stimme. Man 

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könne sie nicht über die Grenze bringen, ihre Wurzeln habe sie hier. Sie verstehe 
nicht, wieso sie eingesperrt werde. Sie wolle arbeiten und keine IV erhalten. Die 
Beschwerdeführerin wiederholte sich oftmals in ihren Ausführungen, wobei 
teilweise auch kein Zusammenhang erkennbar war. 

4.3.5. Aus der Befragung Beschwerdeführerin wurde ersichtlich, dass sie 
momentan nicht in der Lage ist, die Konsequenzen und Tragweite ihrer 
Entscheidungen einzusehen. Dies zeigen ebenfalls ihre sporadisch aggressiven 
Ausbrüche in der Klinik. Bei der Aufnahme in der Klinik habe sie geäussert, nicht 
mehr leben zu wollen, und sie habe auch versucht, sich bei Exit anzumelden (act. 
06). Ausgehend von den Ausführungen der Klinik A._____ und der Gutachterin ist 
für das Gericht nachvollziehbar, dass derzeit bei der Beschwerdeführerin eine akute 
und konkrete Selbst- und Drittgefährdung besteht, wenn die Behandlung der 
Beschwerdeführerin unterbleibt.

5. Schliesslich ist eine mildere Massnahme als die fürsorgerische 
Unterbringung für das Gericht zum Zeitpunkt des Entscheids nicht ersichtlich. Das 
Obergericht teilt die Auffassung der Gutachterin, wonach gemessen an der 
Behandlungs- und Betreuungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin die 
Unterbringung auf der geschlossenen Anstalt der Klinik A._____ im Verhältnis zum 
psychischen Zustand die bestmögliche Unterbringungsform ist (act. 06 Antwort auf 
Frage 7). Die Beschwerdeführerin befindet sich gemäss eigenen Angaben 
momentan auf der offenen Station. In der Befragung wird eine ambulante 
Behandlung zwar erwähnt, diese erscheint zurzeit aufgrund mangelnder 
Kooperationsfähigkeit und angesichts der Krankheits- und 
Behandlungsuneinsichtigkeit auch für das Obergericht als nicht zielführend.

6. Die Rechtmässigkeit der fürsorgerischen Unterbringung bedingt schliesslich 
gemäss Art. 426 Abs. 1 ZGB das Vorhandensein einer für die notwendige 
Behandlung und Betreuung geeigneten Einrichtung. Die Klinik A._____ der Klinik 
A._____ stellt für die aktuelle Behandlungsbedürftigkeit der Beschwerdeführerin ein 
geeignetes Setting dar, was auch die Gutachterin bejaht hat (act. 06 Antwort auf 
Frage 7).

7. Zusammenfassend kann somit festgestellt werden, dass die 
Voraussetzungen für eine fürsorgerische Unterbringung vorliegend erfüllt sind. Die 
Beschwerde gegen die angeordnete fürsorgerische Unterbringung ist daher 
abzuweisen.

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8. Soweit die Beschwerdeführerin in der Hauptverhandlung festhielt, das 
Gericht solle ihr helfen, ihren Beistand loszuwerden, ist festzuhalten, dass ein 
solcher Antrag nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens betreffend eine 
fürsorgerische Unterbringung darstellen kann. Darauf ist deshalb nicht weiter 
einzugehen. 

9. Da die Beschwerdeführerin vollumfänglich unterlegen ist, wären ihr die 
Kosten des Beschwerdeverfahrens aufzuerlegen (vgl. Art. 60 Abs. 5 EGzZGB i.V.m. 
Art. 106 Abs. 1 ZPO). Es ist jedoch zu vermuten, dass die Beschwerdeführerin nicht 
über die finanziellen Mittel zur Kostentragung verfügt, da sie gemäss ihren Angaben 
eine IV-Rente erhält und Ergänzungsleistungen bezieht. Zudem ist sie nach eigenen 
Angaben momentan verschuldet. Unter Berücksichtigung der finanziellen 
Verhältnisse der Beschwerdeführerin rechtfertigt es sich vorliegend, im Sinne von 
Art. 63 Abs. 3 EGzZGB auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu verzichten. 
Daher verbleiben die Kosten des Beschwerdeverfahrens in der Höhe von CHF 
2'979.00 (Gerichtsgebühr von CHF 1'500.00 und Gutachterkosten von CHF 
1'479.00) beim Kanton Graubünden.

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von insgesamt CHF 2'979.00 
(CHF 1'500.00 Gerichtsgebühr und CHF 1'479.00 Gutachterkosten) gehen 
zu Lasten des Kantons Graubünden.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]