# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7943191c-bbc7-55a0-943b-74b43df3b6b2
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-13
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 5. Kammer 13.01.2015 R 2013 159
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_005_R-2013-159_2015-01-13.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT
DES KANTONS GRAUBÜNDEN

R 13 159

5. Kammer 

bestehend aus

Präsident Meisser als Vorsitzender, Verwaltungsrichter Audétat 

und Vizepräsidentin Moser, Gross als Aktuar

URTEIL
vom 13. Januar 2015

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

A._____, und
B._____,
beide vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Christopher Tillmann,

Beschwerdeführer
gegen 

Gemeinde X._____,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Rainer Metzger, 

Beschwerdegegnerin
und

C._____ AG, 

Beigeladene

betreffend Quartierplan "D._____"

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1. Am 13. Mai 1986 erliess der Gemeindevorstand X._____ über das in der 

Wohnzone 2 gelegene Gebiet D._____ den Quartierplan D._____. In der 

Folge wurden die geplanten Infrastrukturanlagen erstellt. Zahlreiche 

Grundstücke im Quartierplangebiet sind bis heute unüberbaut.

1998/1999 holte die Gemeinde eine Offerte für die Sanierung der Er-

schliessungsstrasse zum Quartier D._____ über Fr. 184'000.-- ein und 

orientierte die Quartierplangenossen über die beabsichtigte Strassensa-

nierung sowie die Verteilung der Sanierungskosten gemäss Kostenvertei-

ler von 1986. Zwei dagegen erhobene Rekurse hiess das Verwaltungsge-

richt am 16. November 1999 im Sinne der Erwägungen gut und hob die 

angefochtenen Rechnungsverfügungen auf. Das Gericht betrachtete die 

geplante Asphaltierung nicht als Unterhalt, sondern als eigentliche Sanie-

rung, für deren Finanzierung durch die Quartierplangenossen eine Grund-

lage fehle. Es empfahl der Gemeinde, zu prüfen, ob für die Realisierung 

der Sanierung die Quartierplanbestimmungen zu ergänzen seien oder ob 

eine Unterhaltsperimetrierung gemäss kommunaler Gesetzgebung in 

Frage komme.

Die Sanierung der Strasse wurde in der Folge von der Gemeinde zurück-

gestellt.

2009 wurde die Gemeinde betreffend Sanierung der Zufahrtsstrasse und 

der Infrastrukturanlagen innerhalb des Quartiers wieder aktiv, nachdem 

sie ihre Ortsplanung im September/Oktober 2005 revidiert hatte, wobei 

sich auch Änderungen bei der Abgrenzung der Wohnzone 2 D._____ er-

gaben. Die Revision wurde von der Regierung am 20. Februar 2007 ge-

nehmigt. Die Gemeinde nahm Vorabklärungen vor und orientierte die Be-

teiligten am 15. Januar 2010 darüber. Dabei wurde auch ein Fragebogen 

abgegeben. Nach Eingang und Auswertung derselben gab der Gemein-

devorstand seine Absicht zur Einleitung des Abänderungsverfahrens für 

den Quartierplan D._____ gestützt auf Art. 53 KRG und Art. 16ff. KRVO 

am 30. September 2010 bekannt.

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2. Dagegen erhoben am 25. Oktober 2010 die Erben B._____ sel. Einspra-

che, welche von der Gemeinde am 7./9. Februar 2011 abgewiesen wur-

de, unter gleichzeitiger Fassung des Einleitungsbeschlusses. Dieser er-

wuchs in Rechtskraft.

3. Am 9. März 2012 orientierte der Gemeindevorstand die Quartierplange-

nossen über den erarbeiteten Quartierplanentwurf. Gegen eine erste Auf-

lage gingen insgesamt neun Einsprachen ein, worauf der Gemeindevor-

stand den Quartierplan überarbeitete und vom 18. Oktober bis 16. No-

vember 2012 ein zweites Mal öffentlich auflegte. 

4. Dagegen erhoben vier Quartierplanbeteiligte, darunter auch A._____ und 

B._____, Miteigentümer je zur Hälfte von Parzellen 517 und 518 im Quar-

tierplangebiet, Einsprache. Sie beantragen, es seien Art. 5 Abs. 2 und Art. 

6 sowie Art. 20 QPV zu streichen und es sei der für den Landerwerb 

durch die Gemeinde vorgesehene Abschnitt A in den bisherigen Eigen-

tums- und Dienstbarkeitsverhältnissen zu belassen. Art. 5 Abs. 1 QPV sei 

entsprechend anzupassen. Eventualiter seien die nicht unmittelbar der 

Erschliessung dienenden Restflächen entlang der G._____ (nördlich des 

heutigen Weges) im Sinne von Art. 5 Abs. 2 QPV vom Landerwerb durch 

die Gemeinde auszunehmen; Art. 20 Abs. 2 QPV sei zu streichen und 

durch Folgendes zu ersetzen: "Die Strasse D._____/E._____ ist im Be-

reich der Naturschutzzone, welche an Parzelle 539 anschliesst, sowie von 

dort dorfeinwärts entlang der G._____ bis und mit westlicher Quartier-

grenze, mit Naturbelag zu belassen und insbesondere nicht zu asphaltie-

ren."; Art. 20 Abs. 5, zweiter Satz QPV sei zu streichen und durch Fol-

gendes zu ersetzen: "Das Befahren der Strasse mit motorisierten Fahr-

zeugen ist Nichtanliegern (z.G. Golfer, Drittpersonen) verboten. Ausge-

nommen sind Fahrten von privaten, nicht gewerblichen Besuchern und 

von Personen des Liegenschaftsunterhalts. Prozessualiter beantragten 

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sie die Durchführung eines Augenscheins im Beisein der Parteien nach 

vorgängiger Terminabsprache. 

5. Am 8. April 2013 wies der Gemeindevorstand diese Einsprache ab. 

Zur Einsprache A._____ und B._____ erwog er, ein Augenschein sei nicht 

notwendig. Die tatsächlichen Verhältnisse seien ihm bekannt und in Be-

zug auf die Schutzzonen bestünden aufgrund der einschlägigen Nut-

zungspläne keinerlei Unklarheiten.

Die Wohnzone D._____ bestehe seit 1974/1976 und umfasse insgesamt 

41'208 m² mit einer AZ von 0.4, was eine BGF von 12'176 m² ergebe. 

Dies ergebe ca. 100 mögliche Wohnungen. Das Gebiet sei bloss teilweise 

überbaut und verfüge heute nicht mehr über eine rechtsgenügliche Er-

schliessung. Gemäss Art. 19 BG und Art. 60 Abs. 1 KRG sei das Gebiet 

zu erschliessen. Massgebend seien der GEP und das Erschliessungspro-

gramm.

Im GEP sei die Strasse entlang der G._____ nach D._____ als Erschlies-

sungsstrasse festgelegt und diene neben der Erschliessung der grossen 

Bauzone D._____ untergeordnet auch der Land- und Forstwirtschaft so-

wie touristischen Zwecken. Sie solle grundsätzlich öffentlich und von je-

dermann befahrbar sein, vorbehältlich von Anordnungen der örtlichen 

Verkehrsregelung, welche im dafür vorgesehenen Verfahren zu be-

schliessen wären. Eine unangemessene Beanspruchung der Strasse 

durch Golfer sei nicht zu erwarten, da die F._____ direkt vom Golfhaus 

aus über die Brücke über die G._____ erschlossen sei. Die F._____ sei 

von Y._____ aus auch zu Fuss zu erreichen, ohne die Erschliessungs-

strasse D._____ zu benützen. Auch die Maschinen für den Unterhalt der 

F._____ könnten über die kürzlich bewilligte neue Brücke über die 

G._____ dorthin fahren. Sie gehöre gemäss Art. 58 Abs. 3 KRG zur Grob-

erschliessung. Dies erkläre den hohen Anteil an öffentlicher Interessenz 

(Art. 32 Abs. 1 QPV [50%]). Gemäss allgemeiner Planungspraxis würden 

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solche Erschliessungen regelmässig ausparzelliert und von den Gemein-

den übernommen. Nur so lasse sich auch ein rechtskonformer Unterhalt 

der Anlagen gewährleisten. Auf die geplante Übernahme der Strasse 

könne somit nicht verzichtet werden und es bestehe offensichtlich ein ge-

wichtiges öffentliches Interesse an der Übernahme, welches das private 

Interesse der Einsprecher an der Beibehaltung der bisherigen Regelung 

überwiege. Mit der bisherigen Regelung sei der Unterhalt nicht gewähr-

leistet gewesen, weil immer einzelne Grundeigentümer anderer Meinung 

gewesen seien.

Nicht nur der Strassenkörper, sondern auch die zwischen G._____ und 

Strasse gelegenen Restflächen seien zu übernehmen. Diese Restflächen 

lägen im unmittelbaren Bereich der G._____ und seien für die Sicherung 

der Strasse von erheblicher Bedeutung. Eine allfällige Bewuhrung sei Sa-

che der Gemeinde und nicht einer grösseren Anzahl privater Grundbesit-

zer. Die Übernahme dieser Flächen sei deshalb ebenfalls im öffentlichen 

Interesse. Da die Restflächen in unmittelbarem Zusammenhang mit der 

Erschliessungsstrasse stünden, könnten sie wie die für die Fahrbahn 

benötigten Flächen ohne weiteres von der Gesamtfläche des Umle-

gungsgebietes abgezogen werden (Art. 69 KRG). Gründe, weswegen 

diese Flächen zwingend in privatem Besitz verbleiben müssten, seien 

nicht ersichtlich. Die Interessenabwägung spreche klar für die Übernah-

me. Nur die Einsprecher A._____ und B._____ hätten diese beanstandet, 

aber keine anderen Quartierplangenossen.

Zwar könnten im D._____ keine reinen Zweitwohnungen mehr bewilligt 

werden. Indessen könnten bewirtschaftete Zweitwohnungen sowie Erst-

wohnungen erstellt werden.

Die Sanierung stehe nicht im Widerspruch zur Wald- und Gewässer-

schutzgesetzgebung und zur Natur- und Heimatschutzgesetzgebung. Sie 

sei Bestandteil des GEP und standortgebunden. Sie dürfe weiter beste-

hen und auch angemessen saniert und unterhalten werden. Der Beitritt 

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der Gemeinde zum H._____ stehe einer Strassenübernahme und deren 

Sanierung nicht entgegen. Die Bauzone D._____ sei zur Zeit der Zustim-

mung zum Park längst ausgeschieden gewesen und eine Auszonung nie 

zur Diskussion gestanden. Der Strassenkörper führe nicht durch eine Na-

turschutzzone, sondern grenze bloss auf ca. 75 m Länge an eine solche. 

Weder Art. 48 BG noch kantonale Bestimmungen, Art. 33 KRG, stünden 

dem Weiterbestand und der Erneuerung bestehender Bauten und Anla-

gen innerhalb von Naturschutzzonen entgegen, erst recht ausserhalb 

nicht. Auch im Wald könne eine Verkehrsanlage unterhalten und erneuert 

werden. Dafür sei eine BAB-Bewilligung erhältlich (Art. 15 KWaG und Art. 

4 KWaV). Die Erschliessungsanlage fusse in der Grundordnung und sei 

von der Regierung bewilligt.

6. Auch die übrigen Einsprachen wurden bis auf eine abgewiesen. Gleich-

zeitig fasste der Gemeindevorstand den Genehmigungsbeschluss in der 

Fassung gemäss zweiter öffentlicher Auflage mit der unter Ziff. II/B des 

Genehmigungsbeschlusses vorgenommenen Änderung (Anpassung der 

Quartierpläne bezüglich Lage der Ausstellplätze entlang der Erschlies-

sungsstrasse D._____ aufgrund der Einsprache I._____) und teilte diesen 

Beschluss den Quartierplangenossen am 13. Mai 2013 eingeschrieben 

mit. 

7. Dagegen erhoben am 12. Juni 2013 A._____ und B._____ (Beschwerde-

führer) Beschwerde und beantragten, es sei auf die in Art. 5 Abs. 2 und 

Art. 6 sowie Art. 20 QPV vorgesehene Abtretung und Überführung von 

Land ins Eigentum der politischen Gemeinde X._____ zur Erstellung der 

Erschliessungsstrasse zu verzichten und die Strasse im bisherigen Zu-

stand sowie mit den bisherigen Eigentums- und Dienstbarkeitsverhältnis-

sen zu belassen. Eventualiter sei auf die Abtretung und Überführung der 

Restflächen der Parzellen 517 und 518 zwischen der geplanten Er-

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schliessungsstrasse sowie der G._____ ins Eigentum der politischen 

Gemeinde X._____ zu verzichten; Art. 20 Abs. 3 QPV sei zu streichen 

und Art. 20 Abs. 2 QPV derart zu ergänzen, dass die Strasse als Natur-

strasse erhalten bleibe und insbesondere nicht asphaltiert werde; Art. 20 

Abs. 5 QPV sei derart abzuändern, dass das Befahren der Erschlies-

sungsstrasse mit motorisierten Fahrzeugen für Nichtanlieger ausdrücklich 

verboten sei. Subeventualiter sei der Beschluss des Gemeindevorstandes 

X._____ vom 8. April 2013 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung 

und Neufestsetzung gemäss den vorangehenden Ziffern an den Gemein-

devorstand X._____ zurückzuweisen. Prozessualiter beantragten sie die 

Durchführung eines Augenscheins und die Erteilung der aufschiebenden 

Wirkung, soweit nicht von Gesetzes wegen eingeräumt (Letzteres ist der 

Fall, weswegen diesbezüglich kein Entscheid zu fällen war).

Die in Art. 6 QPV vorgesehene Landabtretung und Überführung ins Ei-

gentum der Gemeinde sei ein schwerer Eingriff in die Eigentumsrechte 

der betroffenen Grundeigentümer. Ein solcher Eingriff sei gemäss Art. 36 

BV nur zulässig, wenn er auf einer gesetzlichen Grundlage beruhe, im öf-

fentlichen Interesse liege und verhältnismässig sei. Hier fehle das öffentli-

che Interesse an der Erstellung einer Erschliessungsstrasse. Sie sei auch 

nicht verhältnismässig. Der Gemeindevorstand habe die Verhältnismäs-

sigkeit gar nicht überprüft, was eine Rechtsverletzung sei. Im Gebiet wür-

den nie 100 Wohnungen erstellt. Die Wohnzone sei rechtsgenüglich er-

schlossen. Es gebe nur ein minimales Interesse an der Erstellung von 

Wohnungen. Zudem werde aufgrund der neuen Zweitwohnungsvorschrif-

ten der Bedarf weiter schwinden. Das Gebiet müsse früher oder später 

zumindest teilweise ausgezont werden. Auch der GEP sei überholt. Es 

handle sich um eine Erstellung oder Erweiterung von Strassen auf Vorrat. 

Dies widerspreche dem Naturschutzinteresse und dem Grundsatz der 

haushälterischen Nutzung des Bodens (Art. 1 RPG). Die Nutzungspläne 

seien ab sofort zu überprüfen. Rückzonungen seien wohl unumgänglich. 

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Die Frage sei allerdings nicht im vorliegenden Verfahren zu klären. Auch 

die Zulassung bewirtschafteter Zweitwohnungen werde, wenn überhaupt, 

nur in sehr engen Schranken zulässig sein. Daran ändere auch das Vor-

handensein eines Golfplatzes in der Nähe nichts.

Die Strasse liesse sich auch im Eigentum von Privaten unterhalten. Die 

Gemeinde versuche, im Rahmen normaler Unterhaltsarbeiten gleichzeitig 

eine Asphaltierung der Strasse aufzuzwingen. Gegen einen vernünftigen 

Strassenunterhalt hätten sie nichts einzuwenden. Jetzt könne die Strasse 

ohne weitere Massnahmen bestimmungsgemäss befahren werden. Leich-

ter zu bewerkstelligender Unterhalt rechtfertige keinen Eingriff in das Ei-

gentum. Es könnte auch ein verwaltungsrechtlicher Vertrag geschlossen 

werden.

In einem Naturpark wie der H._____ seien gemäss Art. 23g NHG Qualität 

von Natur und Landschaft zu erhalten und aufzuwerten, wozu sich die 

Gemeinde verpflichtet habe. Als Folge wäre es im öffentlichen Interesse, 

erhebliche Eingriffe in die Natur zu unterlassen, welche nicht zwingend 

notwendig seien. Der Schutz der Natur und der Erhalt des Parks seien 

gewichtiger.

Auf Parzellen 517, 518 sowie 519 und 520 sei die heutige Strasse auf 

beiden Seiten von Wald umschlossen und bilde als Naturweg Teil des 

Waldes. Bei der Umsetzung der Erschliessungsarbeiten würde unberühr-

ter Naturraum und Lebensraum der Tierwelt schwer beeinträchtigt. Die 

Walderhaltung und der Schutz des Waldes gemäss Art. 1 lit. b und c 

KWaG würde beeinträchtigt. Der Wald würde auf Parzelle 517-520 zer-

schnitten. Zahlreiche Tiere würden von ihrer Lebensgrundlage abge-

schnitten. Der Status der Strasse solle ausgeweitet (öffentlich zugängli-

che Erschliessungsstrasse) und asphaltiert werden. Eine solche Bewilli-

gung setzte ein entsprechendes öffentliches Interesse voraus. Dieses sei 

nicht vorhanden.

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Hier müsste gemäss Art. 41a GSchV für Fliessgewässer mit einer Gerin-

nesohle von mehr als 5 m Breite mindestens diese Breite plus 30 m be-

tragen (lit. c). Läge die G._____ nicht im kantonalen Naturschutzgebiet, 

müsste ein Gewässerraum von der zweieinhalbfachen Breite plus 7 m 

gewährt sein (Art. 41a Abs. 2 lit. b GSchV). Sogar wenn man von den 

kleinstmöglichen Zahlen ausginge (Gerinnesohle von 5 m und Normalge-

wässerraum) ergäbe sich immer noch ein Gewässerschutzraum von 19.5 

m. Diese Abstände wären bei der Erstellung einer befestigten Strasse 

gemäss Art. 20 Abs. 3 und 5 QPV verletzt. Auch ein Gewässerschutz-

raum von mindestens 32 m, wo die G._____ 10 m oder breiter sei, ver-

letzte Art. 41c Abs. 1 GSchV ohnehin. Mit seiner unzureichenden Be-

gründung habe der Gemeindevorstand auch das rechtliche Gehör ver-

letzt.

Auch an der Abtretung der Restflächen zwischen Strasse und G._____ 

fehle das öffentliche Interesse. Die Restfläche werde für die Strassener-

stellung nicht benötigt. Das angeführte öffentliche Interesse an der Siche-

rung der Strasse sei eine Schutzbehauptung. In weiten Teilen verlaufe die 

Strasse im Gebiet D._____ direkt entlang der G._____, dort könnten gar 

keine Sicherungsmassnahmen erstellt werden. Sicherungsmassnahmen 

wären auch möglich, wenn die Fläche im Privateigentum verbliebe. Ein 

verwaltungsrechtlicher Vertrag könnte geschlossen werden. Die Regelung 

mittels Vertrag wäre milder. Von Parzelle 517 sollten 148 m² und von Par-

zelle 518 155 m² ins Eigentum der Gemeinde überführt werden. Für die 

Erstellung der Erschliessungsstrasse werde nur gerade ein Drittel davon 

benötigt werden. Die Abtretung sei auch nicht verhältnismässig. Die ge-

setzlichen Voraussetzungen einer Enteignung müssten vorliegen. Es 

spiele keine Rolle, dass sich andere Quartierplangenossen nicht dagegen 

ausgesprochen hätten.

Es stimme nicht, dass sich die Beschwerdeführer im Rahmen der Baube-

willigung gegen eine spätere Asphaltierung der Strasse zur Wehr setzen 

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könnten. Die Gemeinde würde sich dann auf den Standpunkt stellen, hier 

liege lediglich eine Unterhaltsarbeit vor. Es komme möglicherweise nie zu 

einem entsprechenden Bewilligungsverfahren. Sie müssten bereits heute 

die Ermächtigung der Gemeinde zur Asphaltierung der Strasse vereiteln 

können (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff.1 EMRK). Die Vergangenheit zeige, 

dass die Gemeinde die Strasse asphaltieren wollte, dies schon seit 15 

Jahren. Jetzt solle ihnen dies mittels Quartierplan aufgezwungen werden. 

Dies sei rechtsmissbräuchlich. Die Strasse sei jetzt bestimmungsgemäss 

benützbar.

Die Öffentlichmachung der Strasse führe zu zahlreichen negativen Aus-

wirkungen, wie erhöhtes Verkehrsaufkommen, Unfälle, Störungen, erhöh-

tem CO2- Ausstoss und Schädigung der natürlichen Umgebung. Dies 

stehe im Widerspruch zu den naturschutzrechtlichen Verpflichtungen der 

Gemeinde, insbesondere als Parkgemeinde. Die Strasse dürfe nicht öf-

fentlich gemacht werden.

8. Am 22. Juli 2013 beantragte die Gemeinde X._____ (Beschwerdegegne-

rin) die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 

könne.

Beim Quartierplan handle es sich um einen Folgeplan, der sich auf eine 

rechtskräftige Grundordnung stütze. Durch die Annahme der Zweitwoh-

nungsinitiative werde dieser nicht ausser Kraft gesetzt. Zudem handle es 

sich um die Revision eines alten Quartierplans, welche bereits im Februar 

2011 rechtskräftig eingeleitet worden sei. Sie sei ordnungsgemäss abzu-

schliessen.

Die Wohnzone D._____ sei gemäss Art. 36 BG eine gewöhnliche Wohn-

zone für allgemeine Wohnbauten sowie Dienstleistungs- und Gewerbebe-

triebe. Sie liege abseits von X._____, jedoch nahe bei Y._____ und den 

dortigen Sportanlagen. Sie eigne sich gerade auch für bewirtschaftete 

Zweitwohnungen. Diese seien erlaubt (ZwVO und Entwurf ZwG). Auch 

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die Erstellung von Erstwohnungen sei nicht undenkbar. Zudem wäre die 

Erstellung von Personalwohnungen im Umfeld der Golfanlage möglich, 

auch kleinere Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe. Eine Revision der 

Grundordnung stehe für die Gemeinde ausser Frage, darüber sei zudem 

nicht hier zu beschliessen. Die Gemeinde befinde sich im Grenzbereich 

der 20 % gemäss Zweitwohnungsinitiative und möglicherweise könnten 

auch in Zukunft noch einzelne Zweitwohnungen bewilligt werden.

Das Hauptbegehren beschlage nur die im Erschliessungsplan festgelegte 

Erschliessungsstrasse und nicht auch die interne Quartierstrasse.

Hauptzweck der Revision sei die Übernahme der bestehenden Erschlies-

sungsanlagen (Erschliessungsstrasse, Quartierstrasse, Wasserversor-

gung, Abwasserbeseitigung) durch die Gemeinde, die Festlegung des 

künftigen Ausbaus der Anlagen und die Schaffung der rechtlichen Vor-

aussetzungen für eine spätere bedarfsgerechte Sanierung und Ergän-

zung aller Erschliessungsanlagen. Ein Verzicht auf die Übernahme stün-

de offensichtlich im Widerspruch zum rechtskräftigen Einleitungsbe-

schluss und würde die Revision grundsätzlich in Frage stellen. Die Orts-

planung stehe einem Verzicht auf die Überführung der Strasse in das Ei-

gentum der Gemeinde entgegen. Art. 19 Abs. 2 RPG und Art. 60 Abs. 1 

KRG statuierten die Erschliessungspflicht. Massgebend sei in planeri-

scher Hinsicht der GEP (Art. 75 KRG), zeitlich das Erschliessungspro-

gramm (Art. 59 KRG).

Die Erschliessung der 41'208 m² Land umfassenden Wohnzone erfolge 

gemäss GEP ab Kantonsstrasse bis zum Hof D._____ über eine asphal-

tierte Gemeindestrasse und von dort über eine Naturstrasse, welche über 

die Wohnzone D._____ hinaus bis an die Gemeindegrenze führe. Die Li-

nienführung gemäss GEP und Quartiererschliessungsplan folge dem 

Trassee der seit Jahren bestehenden Strasse. Die Strasse diene bereits 

heute nicht nur der Wohnzone D._____, sondern auch der Land- und 

Forstwirtschaft sowie touristischen Zwecken. Im GEP sei sie als Er-

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schliessungsstrasse für die Wohnzone D._____, anderseits als Rad- und 

Mountainbikeweg festgelegt und verbinde verschiedene Land- und Forst-

wirtschaftswege. Es handle sich um eine Anlage der Groberschliessung. 

Solche Strassen würden gemäss Planungspraxis in Graubünden regel-

mässig ausparzelliert und von den Gemeinden übernommen. Gleiches 

gelte für Erschliessungsstrassen der Feinerschliessung, wenn sie einer 

grösseren Anzahl von Grundeigentümern dienten. Dies lege eine Über-

nahme nahe. Auf eine solche könne nicht verzichtet werden, weil nur so 

ein einwandfreier Unterhalt auf Dauer gewährleistet sei. Zwar könnten 

auch Strassen im Privateigentum ordnungsgemäss unterhalten werden. 

Dies setze aber voraus, dass sich die beteiligten Privaten entsprechend 

organisierten, den Unterhalt klar regelten und auch bezahlten. Dies sei 

aber in der Vergangenheit wegen Uneinigkeit der Quartierplangenossen 

nicht möglich gewesen. Einige Jahre sei die Strasse durch den Bewirt-

schafter des Landwirtschaftsbetriebs unterhalten worden, der Unkosten-

beitrag sei aber nicht von allen geleistet worden. Zudem sei der Unterhalt 

vernachlässigt worden. Vor allem das asphaltierte kurze Strassenteilstück 

zwischen R.______ und Beginn der Naturstrasse sei in einem desolaten 

Zustand. Eine durchgehende Sanierung sei aber jetzt nicht vorgesehen. 

Art. 29 QPV sehe vor, dass der Zeitpunkt einer Sanierung und auch 

zukünftiger Erneuerungen vom Gemeindevorstand nach vorangehender 

Anhörung der Quartierplanbeteiligten bestimmt werde. Dafür würden jetzt 

die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Dies habe das Verwal-

tungsgericht 1999 der Gemeinde ja empfohlen. Es bestehe ein gewichti-

ges und ausgewiesenes öffentliches Interesse an der Übernahme der Er-

schliessungsstrasse. Diese erfolge bei objektiver Betrachtung auch im In-

teresse der Quartierplangenossen. Diese würden durch den Quartierplan 

von der Unterhaltsverpflichtung und den Kosten für den ordentlichen Un-

terhalt der Erschliessungsstrasse befreit. Vor einer Übernahme der Stras-

se müsse diese aber zwingend ausparzelliert und in das Eigentum der 

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Gemeinde überführt werden. Eine Übernahme der Strasse ohne Auspar-

zellierung liesse sich aufgrund der unübersichtlichen und komplizierten 

Dienstbarkeitsverhältnisse nicht rechtfertigen. Es bestünden weder priva-

te noch andere öffentliche Interessen, welche der Übernahme der Strasse 

entgegenstünden. Das Bestehen einer gesetzlichen Grundlage dafür 

werde nicht bestritten. Hingegen fehle nach den Beschwerdeführern das 

öffentliche Interesse und der Eingriff sei nicht verhältnismässig. Das an-

geblich fehlende Interesse an der Übernahme werde in der Beschwerde 

hauptsächlich mit den Auswirkungen der Zweitwohnungsinitiative gegrün-

det. Dies sei aber nicht in diesem Verfahren zu prüfen und die geltende 

Grundordnung sei wegen der Zweitwohnungsinitiative nicht zu revidieren, 

weil es in der Wohnzone D._____ viele Entwicklungsmöglichkeiten gebe, 

welche eine taugliche Erschliessung voraussetzten.

Der Eingriff sei im öffentlichen Interesse und auch verhältnismässig. Das 

abzutretende Land sei im ÜG und werde bereits heute als Strasse ge-

nutzt. Die Baumöglichkeiten würden nicht beeinträchtigt. Zudem würden 

allfällige Mehr- und Minderzuteilungen aus der Landabtretung gemäss 

Art. 8 QPV ausgeglichen.

Die Erschliessungsstrasse führe nicht durch eine Naturschutzzone, son-

dern stosse lediglich an eine solche an. Weder Art. 48 BG noch Art. 33 

KRG stünden der Erschliessungsstrasse und deren Erneuerung entge-

gen. Dies gelte auch für Anlagen am Rande oder ausserhalb ausgeschie-

dener Schutzzonen. Auch der Wald schliesse den Weiterbestand und die 

Erneuerung bestehender Strassen nicht aus. Sie sei nach der einschlägi-

gen Gesetzgebung nicht verboten. Art. 15 KWaG und Art. 4 KWaV sähen 

die grundsätzliche Bewilligungsfähigkeit solcher Anlagen vor. Auch die 

Gewässerschutzgesetzgebung stehe der Strassenübernahme nicht ent-

gegen.

Das Verwaltungsgericht habe damals zur Zulässigkeit der Asphaltierung 

der Strasse nicht Stellung genommen. Es habe aber die Arbeiten lediglich 

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als Sanierung und nicht als Unterhaltsarbeiten betrachtet. Der jetzige 

Quartierplan zwinge den Quartierplangenossen keine Asphaltierung auf. 

Art. 20 Abs. 1 QPV halte fest, dass die Erschliessungsstrasse als Natur-

strasse ausgeführt werde. Die Asphaltierung sei in Art. 20 Abs. 3 QPV nur 

als Option vorgesehen. Für eine Asphaltierung wäre ein Kreditbeschluss 

der Gemeindeversammlung und eine Baubewilligung der Gemeinde und 

eine BAB-Bewilligung des ARE erforderlich. Dagegen könnten sich die 

heutigen Beschwerdeführer dannzumal zur Wehr setzen. Soweit mit 

Hauptantrag und Eventualantrag 2b ein Verzicht auf eine Asphaltierung 

angestrebt werde, könne auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. 

Die Unterstellung, wonach die Gemeinde später behaupten werde, es 

handle sich um eine Unterhaltsarbeit, werde zurückgewiesen. Das Ver-

waltungsgericht habe schon 1999 diese als Sanierung betrachtet. Zudem 

könnten sich die Beschwerdeführer auch auf das vorliegende Verfahren 

berufen. Im Vorfeld der Quartierplanung hätten sich vier Grundeigentümer 

für und zehn gegen eine Asphaltierung ausgesprochen. Zurzeit sei keine 

Asphaltierung vorgesehen. Ein Verzicht sei aber falsch. Auch der 

H._____ stünde einer Sanierung inklusive Asphaltierung nicht entgegen. 

Der Beitritt habe keine einschränkende Wirkung auf die Wohnzone 

D._____ und deren Erschliessung. Der Park sei erst später geschaffen 

worden.

Betreffend die Restflächen werde an der Begründung im angefochtenen 

Entscheid festgehalten. Die Restflächen stünden in unmittelbarem Zu-

sammenhang mit der Erschliessungsstrasse. Sie könnten deshalb wie die 

Fahrbahnflächen von der Gesamtfläche des Umlegungsgebietes abgezo-

gen werden (Art. 69 KRG). Entgegenstehende Gründe seien nicht ersicht-

lich.

Verkehrsregelungen seien nicht in Quartierplanverfahren zu erlassen.

9. Am 20. August 2013 hielten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen fest.

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Der strittige Teil der Erschliessungsstrasse befinde sich zwischen dem 

Hof D._____ bis zu den Grundstücken der Beschwerdeführer in einem 

guten Zustand und der Unterhalt sei hier nicht vernachlässigt worden. Der 

Landwirt, welcher den Unterhalt besorge, werde von den Eigentümern im 

Quartierplangebiet entschädigt. Hingegen seien die G._____brücke von 

X._____ Richtung D._____ sowie die Fortsetzungsstrasse von der 

G._____brücke bis zum R._____  in einem schlechten Zustand. Auch die 

Strasse ab der Briefkastenanlage bis zum Ende des Gemeindegebietes, 

also auch bis zur Golf-F._____ sei in einem schlechten Zustand. Dafür sei 

aber die Gemeinde X._____ zuständig. Es sei deshalb nicht nachvoll-

ziehbar, weswegen mittels Überführung der Erschliessungsstrasse ins Ei-

gentum der Gemeinde der Unterhalt der Strasse verbessert werden solle, 

wenn diese bereits beim Unterhalt der Gemeindestrassen an die Grenzen 

stosse.

Zwar werde durch die Annahme der Zweitwohnungsinitiative die Grund-

ordnung nicht ausser Kraft gesetzt, diese sei aber von Zeit zu Zeit den 

tatsächlichen Verhältnissen anzupassen. Dies sei vorliegend der Fall. In 

der Zukunft werde der Anteil Zweitwohnungen im Tal durch Abwanderung 

noch zunehmen. Es werde keine Bautätigkeit in D._____ mehr geben, 

weswegen die Erschliessungsstrasse auch nicht ausgebaut werden müs-

se.

Nur die Gemeinde verfüge an der entsprechenden Stelle über Wald, so 

dass auch nur sie einen Zugang benötige. Sie habe aber bereits eine 

Dienstbarkeit auf der Parzelle der Beschwerdeführer und somit jederzeit 

Zugang zum Wald. Deshalb sei die Überführung der Strasse ins Eigentum 

der Gemeinde nicht notwendig. Eine Dienstbarkeit sei zudem milder. Für 

touristische Zwecke werde die Strasse nicht benötigt. Es gebe keine Se-

henswürdigkeiten und Wanderer brauchten keine asphaltierten Strassen. 

Es sei keine Durchgangsstrasse.

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Art. 20 Abs. 3 QPV erteile der Gemeinde die Befugnis, die Erschlies-

sungsstrasse nach eigenem Entscheid und ohne Einbezug bzw. Konsul-

tation der Betroffenen mit einem Hartbelag zu asphaltieren. Die Quartier-

strassen würden aber gemäss Art. 21 Abs. 4 QPV nur dann mit einem 

Hartbelag versehen, wenn die Mehrheit der Eigentümerinnen und Ei-

gentümer der Parzellen in der Bauzone dies beschliesse. Die Gemeinde 

wolle offenbar die Asphaltierung der Erschliessungsstrasse vorantreiben, 

ohne in diesem Zusammenhang mehr auf die Anwohnerinnen und An-

wohner Rücksicht nehmen zu müssen.

Die Honorarnoten vom 9. Juli, 20. August und 12. Juli 2013 wurden beige-

legt.

10. Am 2. September 2013 hielt die Beschwerdegegnerin duplicando eben-

falls an ihren Anträgen fest.

Die Erschliessungsstrasse D._____ beginne gemäss Erschliessungsplan 

1:1000 zum Quartierplan D._____ nicht erst beim R._____, sondern wei-

ter östlich bei der Strassenverzweigung bei Parzelle 543. Sie weise vor al-

lem auf dem asphaltierten ersten Teilstück zwischen Strassenabzweigung 

bei Parzelle 543 und dem Hof I._____ erhebliche Schäden auf. Auch die 

anschliessende Naturstrasse vom Hof I._____ bis zum Quartier D._____ 

sei nicht frei von Schlaglöchern und Unebenheiten. Wie in der Vernehm-

lassung ausgeführt, seien zwar nach Ansicht des Gemeindeforstamtes 

erhebliche Unterhaltsarbeiten notwendig, um eine weitere Verschlechte-

rung der Strasse zu verhindern. Indessen sei eine durchgehende Sanie-

rung der Strasse zurzeit nicht vorgesehen. Gemäss Art. 29 QPV werde 

der Zeitpunkt einer Sanierung respektive Erneuerung vom Gemeindevor-

stand nach vorangehender Anhörung der Quartierplangenossen be-

stimmt. An der Übernahme der Strasse werde festgehalten. Es stimme 

nicht, dass die Quartierplangenossen ihrer Unterhaltspflicht klaglos nach-

gekommen wären. Landwirt Risch I._____ habe zwar den Unterhalt be-

- 17 -

sorgt, habe jedoch nur von einem Teil der Quartierplangenossen seine 

Rechnungen bezahlt erhalten.

Das Verwaltungsgericht habe 1999 die Sanierungsbedürftigkeit der Stras-

se offen gelassen. Das Urteil belege klar, dass bereits damals nicht nur 

die Gemeinde, sondern auch verschiedene Grundeigentümer die Strasse 

für sanierungsbedürftig gehalten hätten. Andernfalls hätte das Gericht der 

Gemeinde nicht empfohlen, zu prüfen, ob für die Realisierung der geplan-

ten Sanierung lediglich die QPV ergänzt werden müssten oder ob eine 

Unterhaltsperimetrierung in Frage käme.

Auch in Zukunft werde in der Wohnzone D._____ noch Bautätigkeit herr-

schen, weil auch andere Nutzungen als reine Zweitwohnungen denkbar 

seien. Zudem schreibe der Quartierplan keine sofortige Sanierung der Er-

schliessungsstrasse nach Abschluss der Quartierplanung vor. Gemäss 

Art. 29 Abs. 1 QPV werde der Zeitpunkt einer Sanierung/Erneuerung nicht 

nur der Erschliessungsstrasse, sondern auch der Quartierstrasse samt 

Stichstrassen und zugehörigen Anlagen vom Gemeindevorstand nach 

Anhörung der Quartierplanbeteiligten bestimmt. Eine Sanierung auf Vorrat 

sei nicht vorgesehen. Art. 29 Abs. 1 QPV ermögliche es dem Gemeinde-

vorstand im Gegenteil, die Sanierung der Strasse von der Bauentwicklung 

im Quartier und den Bedürfnissen der Quartierplangenossen und der wei-

teren Strassenbenützer abhängig zu machen. Der ordentliche Unterhalt 

gehe aber gemäss Art. 29 Abs. 2 QPV bereits ab Inkrafttreten zulasten 

der Gemeinde.

Nicht nur die Gemeinde, sondern auch Private verfügten über Wald in 

D._____. Die Erschliessungsstrasse diene der Gemeinde und verschie-

denen Privatwaldbesitzern für die forstliche Bewirtschaftung ihrer Wald-

grundstücke. Die jetzt bestehenden Holzabfuhrrechte könnten mit weni-

gen Ausnahmen durch die Übernahme der Strasse aufgehoben werden

Die Strasse diene auch als Rad- und Mountainbikeweg und als Fuss- und 

Wanderweg und diene somit auch touristischen Zwecken.

- 18 -

Die differenzierte Behandlung einer möglichen Asphaltierung der Er-

schliessungs- und der Quartierstrasse durch Art. 20 Abs. 3 und Art. 21 

Abs. 4 QPV beruhe auf der Tatsache, dass die Erschliessungsstrasse 

D._____ nicht bloss dem Quartier, sondern gleichzeitig öffentlichen Zwe-

cken diene, während es sich bei der Quartierstrasse um eine Strasse 

handle, welche ausschliesslich den in der Bauzone gelegenen Grundstü-

cken diene. Deswegen habe die Gemeinde an die Sanierung der Er-

schliessungsstrasse (ohne Asphaltierung) einen Anteil von 50 % aus öf-

fentlichen Interessenz zu bezahlen (Art. 32 Abs. 1 QPV) und zudem die 

Kosten einer allfälligen Asphaltierung ganz zu übernehmen (Art. 32 Abs. 2 

QPV). Die Kosten der Quartierstrasse mit oder ohne Asphaltierung gingen 

aber zu 100 % zulasten der Quartierplanbeteiligten mit Grundstücken in 

der Bauzone (Art. 33 Abs. 1 QPV). Die unterschiedlichen Funktionen bei-

der Strassen und die darauf abgestützten Kostenregelungen rechtfertig-

ten ohne weiteres auch eine unterschiedliche Regelung der Entschei-

dungsbefugnisse.

Der Quartierplan als solcher zwinge den Beschwerdeführern noch keine 

asphaltierte Strasse auf. Gemäss Art. 20 Abs. 1 QPV sei die Erschlies-

sungsstrasse grundsätzlich als Naturstrasse auszuführen. Die Asphaltie-

rung sei in Art. 20 Abs. 3 QPV nur als Option vorgesehen für den Fall ei-

nes ausgewiesenen Bedarfs nach einem Hartbelag. Eine Asphaltierung 

erforderte also einen entsprechenden Kreditbeschluss der Gemeindever-

sammlung und auch eine BAB-Bewilligung des ARE und eine Bewilligung 

der Gemeinde. Einwände gegen eine beabsichtigte Asphaltierung seien 

auch hier im betreffenden Baubewilligungsverfahren zu erheben. Im vor-

liegenden Verfahren seien sie verfrüht.

11. Am 31. Januar 2014 nahm das dazu aufgeforderte Amt für Natur und 

Umwelt (ANU) zu den im Prozess aufgeworfenen Fragen aus natur-

- 19 -

schutzrechtlicher, umweltschutzrechtlicher und gewässerschutzrechtlicher 

Sicht Stellung.

Das Quartier liege an der G._____ in der Gemeinde X._____. Auf der 

gegenüberliegenden Seite der G._____ befinde sich Y._____ mit dem 

Golfplatz. Das Quartier liege in der Wohnzone 2 und werde durch eine 

bestehende Erschliessungsstrasse erschlossen, welche im GGP festge-

legt sei. Die Strasse verlaufe auf einer Strecke von rund 625 m entlang 

des Ufers der G._____. Entlang des Flusses sei auf der Naturgefahren-

karte die Gefahrenstufe "Wasser 4" ausgeschieden, was eine grosse Ge-

fährdung bedeute. Im Bereich der Flussaue liege ein kurzer Abschnitt der 

Strasse innerhalb der Gefahrenstufe Wasser 4. Auf gewissen Abschnitten 

verlaufe die in der Ortsplanung ausgeschiedene rote G1 unmittelbar ent-

lang der Strasse. Im GEP sei die Strasse zudem als Rad- und Mountain-

bikeweg sowie als Wanderweg entlang bestehender Erschliessung fest-

gelegt.

Rund 220 m entfernt vom Ende der Bauzone beginne in östlicher Rich-

tung eine Naturschutzzone (NSZ), welche den Schutz der Aue A-1504 

von regionaler Bedeutung diene. Sie sei als Aue mit moosreichem Fich-

tenwald, Grauerlenwald, Weidenwald und Kleinseggenried an der 

G._____ und am Landwasser umschrieben und liege auf Gebiet der Ge-

meinden Z._____, X._____ und Y._____. Die Strasse verlaufe auf einer 

Strecke von gut 100 m innerhalb der NSZ und weitere 100 m entlang der 

NSZ.

Der vorliegende Quartierplanentwurf sehe unter anderem vor, die Strasse 

solle öffentlich zugänglich gemacht werden und könne asphaltiert werden. 

Auf gewissen Abschnitten sei sie bereits asphaltiert.

Auf die Beurteilung der Eigentumsverhältnisse, d.h. die vorgesehenen 

Landerwerbe und -abtretungen werde mangels Zuständigkeit nicht einge-

gangen.

- 20 -

Art. 3 Abs. 1 KNHG verpflichte Kanton und Gemeinden, bei der Erfüllung 

ihrer Aufgaben schutzwürdige Landschaften, Biotope etc. zu schonen 

und, wo das öffentliche Interesse an ihnen überwiege, soweit als möglich 

zu erhalten. Die NSZ seien in Art. 33 KRG geregelt und gemäss Abs. 2 

desselben seien neue Bauten und Anlagen, abgesehen von hier nicht in-

teressierenden Ausnahmen, nicht gestattet. Bestehende Bauten und An-

lagen dürften nur erneuert werden. Die Gemeinden könnten aufgrund von 

Art. 107 Abs. 2 letzter Satz KRG strengere Zonenvorschriften erlassen. 

Gemäss Art. 48 BG seien in der NSZ u.a. Bauten aller Art, Terrainverän-

derungen und andere störende Eingriffe oder Nutzungen untersagt, aus-

genommen Massnahmen zur Revitalisierung. Diese Regelung sei wohl 

strenger als das KRG, da die Bestimmung keinen Bestandsschutz für be-

stehende Bauten und Anlagen vorsehe.

Das ANU schliesse sowohl aufgrund von Art. 33 KRG als auch aufgrund 

von Art. 48 BG einen Ausbau, d.h. eine Asphaltierung der Zufahrt inner-

halb der NSZ grundsätzlich aus. Selbst wenn der Strasse entgegen Art. 

48 BG ein gewisser Bestandsschutz zugestanden werde, lasse sich die 

Asphaltierung einer Naturstrasse nicht unter den Begriff der Erneuerung 

subsumieren. Eine solche decke nur Vorhaben ab, welche ein Bauwerk in 

seinem hergebrachten Zustand, mithin im baulichen status quo, schütze. 

Erneuerungen dienten lediglich der Werterhaltung. Eine Asphaltierung er-

höhte zudem den ökologischen Zerschneideeffekt der Strasse, d.h. die 

Vernetzung zwischen Flussraum und Umfeld für Kleinlebewesen nehme 

ab. Zudem tangiere der vorgesehene Ausbau den Uferbereich der 

G._____. Uferbereiche gehörten zu den schutzwürdigen Lebensräumen 

gemäss Art. 18 Abs. 1bis NHG. Auch bei einem Abschnitt von nur rund 

100 m sei eine Asphaltierung daher an sich nicht zulässig. Allenfalls könn-

te die Erschliessungsstrasse als Variante aus dem Auenperimeter bzw. 

aus der NSZ verschoben werden. Art. 45 Abs. 4 KRG lasse solche ge-

ringfügigen Abweichungen vom GEP zu. Die Öffentlichmachung der 

- 21 -

Strasse könne zu einem erhöhten Nutzungsdruck innerhalb der NSZ 

führen. Dennoch lasse sich aus den anwendbaren Bestimmungen wohl 

nicht ableiten, dass die Öffentlichmachung aus Naturschutzgründen recht-

lich nicht zulässig wäre.

Regionale Naturpärke seien in Art. 23g NHG und deren Anforderungen in 

der (Pärkeverordnung [PäV]), Art. 15 und 20, geregelt. Daraus ergäben 

sich aber keine verschärften materiellen Bestimmungen. Es gelte in ei-

nem regionalen Naturpark das gleiche materielle Recht wie in Nichtpark-

gebieten. Die Zugehörigkeit zum H._____ verhindere weder die Öffent-

lichmachung noch eine allfällige Asphaltierung der Erschliessungsstrasse.

Die Festlegung des Gewässerraums sei in Art. 36a GSchG und Art. 41a 

ff. GSchV geregelt. Die Kantone müssten gemäss Abs. 1 der Übergangs-

bestimmungen zur Änderung vom 4. Mai 2011 den Gewässerraum bis 31. 

Dezember 2018 festlegen. Bis dahin seien in einem Streifen entlang des 

Gewässers die Vorschriften von Art. 41c Abs. 1 und 2 GSchV einzuhal-

ten. Die bestehende Gerinnesohle der G._____ sei über 12 m breit, wes-

wegen die Streifenbreite 20 m auf jeder Flussseite betrage (Abs. 2 lit. b 

der Übergangsbestimmungen). Art. 41c Abs. 1 GSchV sei nicht anwend-

bar, da keine neue Anlage erstellt werden solle. Gemäss Art. 41c Abs. 2 

GSchV i. V. Abs. 2 der Übergangsbestimmungen seien in diesem Streifen 

von 20 m Breite rechtmässig erstellte und bestimmungsgemäss nutzbare 

Bauten und Anlagen in ihrem Bestand grundsätzlich geschützt. Der Be-

standsschutz richte sich nach Art. 24 ff. RPG und Art. 37a RPG. Die Öf-

fentlichmachung und allfällige Asphaltierung könnten grundsätzlich als 

teilweise Änderung bzw. massvolle Erweiterung der bestehenden Natur-

strasse qualifiziert werden, womit eine Interessenabwägung zulässig sei. 

Diese sei in Art. 24c Abs. 5 RPG sowie in Art. 41 f. und Art. 43a  lit. e 

RPV vorgesehen. Aus Sicht des ANU sprächen keine Interessen gegen 

die Öffentlichmachung.

- 22 -

Die Interessenabwägung bezüglich des Hartbelags mit den Anliegen des 

Gewässerraums sei im vorliegenden Verfahren schwierig. Sie könne erst 

anhand eines konkreten Bauvorhabens vorgenommen werden. Ein kon-

kretes Projekt, welches in BAB-Verfahren zu beurteilen sei, werde klar 

machen, in welchem Umfang der Ausbau stattfinden solle (nur Hartbelag 

oder komplett neuer Strassenaufbau inklusive Kofferung) und ob allenfalls 

neue Verbauungen zum Schutz der Strasse vor Hochwasser bzw. Ufer-

erosion notwendig würden. Fiele die Interessenabwägung zuungunsten 

des Projekts aus, wäre das Bauvorhaben aus dem Gewässerraum heraus 

zu verschieben. Bis ein solches Projekt vorliege, sei jedoch allenfalls auch 

schon die definitive Festlegung des Gewässerraums in der Nutzungspla-

nung erfolgt.

Eine Verschiebung der Strasse ausserhalb des Auenperimeters von einer 

Asphaltierung wäre auch aus Hochwasserschutzgründen (Gefahrenstufe 

Wasser 4) angezeigt.

Der bis Ende 2018 definitiv festzulegende Gewässerraum sei nach Beur-

teilung des ANU rund 80 m breit. Als gewässerbezogener Lebensraum 

gehöre die Aue in der Beurteilung des ANU weitgehend in den Gewässer-

raum. Die G._____ fliesse hier aber auf der Gemeindegrenze zwischen 

X._____ und Y._____. Bei der Festlegung des Gewässerraum durch eine 

der beiden Gemeinden sei dieser grundsätzlich mittig festzulegen und ei-

ne laterale Verschiebung des Gewässerraums Richtung Norden und in 

den Auenperimeter könne nur bei gleichzeitiger Festlegung des Gewäs-

serraums durch beide Gemeinden erfolgen. Bei einem solchen koordinier-

ten Vorgehen wäre es möglich, dass die Erschliessungsstrasse mit ge-

ringfügigen Anpassungen ausserhalb des Gewässerraums zu liegen 

komme.

Das fragliche Wegstück sei ein offizieller Wanderweg (Bergwanderweg). 

Dieser müsse möglicherweise gemäss Art. 7 Abs. 1 und 2 des Fuss- und 

- 23 -

Wanderweggesetzes (FWG) ersetzt werden. Ob dies notwendig sei, kön-

ne das ANU jedoch vorläufig nicht beurteilen. 

12. Am 24. März 2014 nahm die Beschwerdegegnerin dazu Stellung.

Massgebend seien nicht die Gefahrenkarten, sondern die Pläne der 

Grundordnung. Diese lägen bei den Akten (Beilagen 4-7 der Gemeinde). 

Die G1 entlang der G._____ folge nach diesen Plänen genau dem Verlauf 

der Erschliessungsstrasse (ZP und GGP, Beilage 5, vgl. auch die recht-

lich nicht verbindliche Vergrösserung in Beilage 14; dort seien nur minime 

Abweichungen ersichtlich). Die Erschliessungsstrasse liege deshalb nicht 

in der G1. 

Die im Plan erkennbare Erschliessungsstrasse laufe im Bereich der NSZ 

aufgrund der massgeblichen Pläne entlang der Zonengrenze, wobei die 

Strasse durch die fette Linie der Zonenabgrenzung der NSZ teilweise 

verdeckt werde. Es entstehe aber der bestimmte Eindruck, Strasse und 

NSZ stiessen aneinander. Südlich der Strasse liege jedenfalls nach dem 

Plan kein Boden in der NSZ. Dies ergebe sich auch aus dem Gelände 

(Beilagen 15-20 der Gemeinde, Augenschein).

Die NSZ sei durch eine allfällige Asphaltierung der Erschliessungsstrasse 

nicht verletzt.

Das ANU übersehe wie die Beschwerdeführer, dass der Quartierplan eine 

Asphaltierung nicht vorschreibe. Gemäss Art. 20 Abs. 2 QPV werde die 

Strasse als Naturstrasse erstellt. Art. 20 Abs. 3 QPV sehe die Ausführung 

mit einem Hartbelag nur als Option vor. Die Asphaltierung setzte einen 

Kreditbeschluss der Gemeindeversammlung und vor allem eine BAB-

Bewilligung voraus. Im BAB-Verfahren könnten die Beschwerdeführer und 

das ANU ihre Rechte wahrnehmen. Hier werde die Frage nicht entschie-

den, ob die Strasse überhaupt mit einem Hartbelag versehen werden sol-

le. Der Quartierplan sage auch nichts über die rechtliche Zulässigkeit ei-

ner allfälligen Asphaltierung aus. Die Frage müsste im Baubewilligungs-

- 24 -

verfahren beurteilt und entschieden werden. Die Gemeinde könnte eine 

Asphaltierung auch auf Teilstücke beschränken.

Art. 20 Abs. 3 QPV sei nur in den QP aufgenommen worden, um klarzu-

stellen, dass die Kosten eines allfälligen Hartbelags durch die Gemeinde 

zu tragen wären und sich das Quartier nicht daran beteiligen müsste. Es 

sei nicht die Absicht gewesen, hier auch über die rechtliche Zulässigkeit 

einer Asphaltierung zu bestimmen. Die Erschliessung des Quartiers sei 

unabhängig vom Hartbelag gewährleistet. Eine Naturstrasse genüge 

dafür.

Die Strasse werde seit langem nicht nur durch Quartierplanbeteiligte, 

sondern auch durch die Öffentlichkeit (Land- und Forstwirtschaft, Touris-

mus) genutzt. Die Überführung des Bodens in das Eigentum der Gemein-

de sei nur die Folge und nicht die Voraussetzung der Benützung.

Die Ausführungen des ANU betreffend H._____ träfen zu.

Auch die Ausführungen des ANU betreffend Gewässerraum seien zutref-

fend. Das Projekt könne in BAB-Verfahren aufgrund der geltenden Be-

stimmungen über die NSZ und die GZ sowie den Gewässerraum geprüft 

und allenfalls angepasst werden. Der Quartierplan müsse nicht angepasst 

werden.

Zwar bestehe ein Wanderweg entlang der Erschliessungsstrasse, dieser 

sei aber im GEP nur unter den Hinweisen aufgeführt. Der QP D._____ 

sage dazu nichts aus. Ein allfälliger Ersatz des Wanderwegs müsste auf 

Stufe Grundordnung diskutiert und allenfalls bei einer Revision des GEP 

geregelt werden, falls die Gemeinde eine Asphaltierung in Erwägung zö-

ge.

13. Am 17. April 2014 hielten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen fest. 

Hier werde erstmals eine RPG-konforme Quartierplanung erstellt. Der QP 

werde also neu erstellt. Es liege keine Erneuerung bestehender Anlagen 

gemäss Art. 33 Abs. 2 KRG vor. Es werde ein neuer Zustand geschaffen. 

- 25 -

Es sei nicht entscheidend, ob die Strasse schon vor 2005 im GEP festge-

legt worden sei oder nicht. Der QP müsse vom im Urteilszeitpunkt an-

wendbaren Recht beurteilt werden. Heute sei die Strasse nicht asphaltiert 

und weise keine Lochausbesserungen mittels Asphalt auf. Die Strasse 

genüge insbesondere bei ihren Parzellen 517 und 518 und bei den Par-

zellen 519 und 520 den VSS-Normen nicht und die Erschliessung des 

ganzen Quartierplangebietes sei nicht möglich, insbesondere, wenn 

Hauptwohnungen erstellt würden.

Das ANU habe zu Recht gesagt, in der NSZ wäre eine Asphaltierung 

nicht zulässig. Dies wäre keine Erneuerung einer bestehenden Anlage.

Die Zuteilung zum H._____ habe immerhin zur Folge, dass der Gesetz-

geber eine strikte Durchsetzung der bestehenden bisherigen Gesetzge-

bung anstrebe und verfolge und dafür ein besonderes öffentliches Inter-

esse bestehe.

Es stimme nicht, dass der Gewässerraum nur 20 m betragen solle, er 

betrüge mindestens 35 m. Der definitive Gewässerschutzraum betrage 

gemäss ANU rund 80 m.

Hier solle eine neue Anlage erstellt werden. Deswegen sei Art. 41c Abs. 1 

GSchV anwendbar.

Die Anlage sei neu, wegen der Neuerstellung der Quartierplanung, wel-

che keine Revision sei.

Weil neu die Strasse als Haupterschliessungstrasse für das Quartierplan-

gebiet D._____ erstellt werde, finde mit oder ohne Asphaltierung eine 

Nutzungsänderung respektive Widmungsänderung statt. Es sei eine neue 

Anlage gemäss Art. 41c Abs. 1 GSchV. Es gebe keinen Bestandesschutz, 

weil künftig nur noch Hauptwohnungen erstellt werden könnten. Hier finde 

eine Zweckänderung ohne bauliche Massnahmen statt. Anwendbar sei 

Art. 24 Abs. 1 und Art. 24a RPG. Hier gebe es massiv neue Auswirkun-

gen auf Raum und Umwelt, die Standortgebundenheit sei nicht gegeben 

- 26 -

und öffentliche Interessen des H._____-Gebietes und der bisherigen Ge-

setzgebung stünden einer solchen Umnutzung zu einer neuen Erschlies-

sungsstrasse entgegen.

Die neue Nutzung bringe wesentlich mehr Fahrten mit sich. Dadurch wer-

de die NSZ beeinträchtigt.

Der definitive Gewässerraum gemäss Art. 36a GSchG sei bereits heute 

bekannt und müsse angewendet werden.

Das Interesse am Erhalt des bestehenden Wanderweges überwiege.

Es stimme nicht, dass nur durch Übernahme durch die Gemeinde ein 

einwandfreier Unterhalt gewährleistet werden könne. Diese sei nicht nötig 

und auch nicht zulässig. Ein öffentliches Interesse an einer Öffentlichma-

chung und an einem Umfunktionieren auf eine Erschliessungsfunktion sei 

nicht auszumachen.

Der Quartierplan gehe klar von Zweitwohnungen aus, welche jetzt nicht 

mehr zulässig wären. Die Erschliessung genüge nicht, weil sie den VSS-

Normen nicht entspreche. Der Quartierplan D._____ widerspreche auch 

der Gesetzesnovelle von RPG und RPV vom 1. Mai 2014.

14. Am 19. Mai 2014 nahm das ANU noch einmal Stellung.

Das ANU habe nicht geschrieben, dass die Strasse in der G1 liege. Weil 

heute Zonenpläne digital erstellt würden, gehe das ANU davon aus, der 

von der Regierung genehmigte ZP als Ausdruck der digitalen Daten wei-

che bezüglich NSZ nicht von den digitalen GIS-Daten ab. Die Strasse füh-

re nur rund 100 m durch den Auenperimeter bzw. die NSZ. Daher habe 

das ANU für den Fall einer Asphaltierung dort die Verlegung der Strasse 

auf ausserhalb der NSZ vorgeschlagen.

Es stimme, dass der QP nichts über die rechtliche Zulässigkeit einer all-

fälligen Asphaltierung aussage und die Gemeinde diese auch auf Teilstü-

cke begrenzen könne, auf denen keine Konflikte mit den Anliegen des 

Naturschutzes bestünden.

- 27 -

Weil die Strasse bereits seit vielen Jahren bestehe, gehe das ANU davon 

aus, dass sie unter die Bestandesgarantie nach Art. 41c Abs. 2 GSchV 

falle und nicht als neue Anlage nach Art. 41c Abs. 1 GSchV zu beurteilen 

sei.

Die Beurteilung einer Zulässigkeit einer allfälligen Asphaltierung könne 

erst erfolgen, wenn ein konkretes Bauvorhaben vorliege.

15. Am 19. September 2014 führte das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden (5. Kammer) einen Augenschein durch, an welchem der Be-

schwerdeführer A._____ persönlich in Begleitung seines Rechtsvertreters 

(RA lic. iur. Chr. Tillmann) anwesend war. Die Beschwerdegegnerin war 

durch den Gemeindepräsidenten, ein Mitglied des Gemeindevorstands 

sowie ihren Rechtsvertreter (RA Dr. iur. R. Metzger) vor Ort präsent. Wei-

ter waren zwei Vertreterinnen des Amtes für Natur und Umwelt (ANU) zu-

gegen. Zudem nahmen noch insgesamt 11 betroffene Quartierplanbetei-

ligte am Augenschein teil. Allen Anwesenden wurde dabei an sieben ver-

schiedenen Standorten die Möglichkeit geboten, sich auch noch mündlich 

zur Streitsache zu äussern. Von Seiten des Gerichtes wurden dabei noch 

insgesamt 28 Fotos über die vorhandenen Raum- und Erschliessungs-

verhältnisse auf der bestehenden Weganlage und des dadurch berührten 

Auenwaldgebietes entlang der G._____ bis zu den Brückenköpfen im Be-

reich der gegenüberliegenden Golfanlage erstellt und dem Protokoll des 

Augenscheins beigefügt. Anlässlich der Begehung hielten die Beschwer-

deführer u.a. fest, dass nach der Erstellung der neuen Brücke über die 

G._____ die rund 600 m lange Erschliessungsstrasse entlang der 

G._____ nicht mehr notwendig sei. Die Beschwerdegegnerin führte aus, 

die bestehende Strassenführung sei schon vor langer Zeit so gewählt 

worden und heute befänden sich nur noch ganz wenige Bäume jenseits 

des Wegs auf dem Feld. Von einer "Auenlandschaft" könne – wenn über-

haupt – höchstens noch zwischen der G._____ und der bestehenden 

- 28 -

Strasse die Rede sein. Das ANU sagte dazu, dass es bei einer Gesamt-

betrachtungsweise lediglich um ca. 100 m bei einer Strassenlänge von 

insgesamt ca. 600 m gehe, welche in der Naturschutzzone liege und so-

mit gewisse Kompromisse vertretbar seien. Erforderlich sei aber eine Be-

reinigung der Abgrenzung des Auenperimeters bzw. der Naturschutzzo-

ne. Die Beschwerdeführer brachten zur neu geplanten G._____-brücke 

nahe der Golf F._____ weiter vor, dass wohl 95 % der zukünftig verkauf-

ten und gebauten Wohnungen und Häuser im Quartierplangebiet über 

diese private Brücke erschlossen würden und somit der Ausbau der Na-

turstrasse hinfällig würde. Eine doppelte Erschliessung wäre unverhält-

nismässig. Die Bewilligung für die Brücke müsste allenfalls so ausgestal-

tet sein, dass alle darüber fahren und gehen dürften, die im Quartierplan-

gebiet Eigentum besässen. Quartierplangenosse K._____ hielt fest, dass 

dies heute für 11 Quartierplangenossen nicht der Fall sei. Die Beschwer-

degegnerin entgegnete dem, dass die Zufahrt über die Brücke keine Ver-

besserung für die Anwohner brächte, da auch hier alle 4 bis 5 Jahre Sa-

nierungs- und Renovationsarbeiten anfielen. Die Beschwerdeführer ver-

langten darauf die Einsicht in die Bewilligungsakten betreffend Brücken-

bau. Der Instruktionsrichter sicherte zu, dass die Akten von der Gemeinde 

Y._____ ediert würden.

16. Am 22. September 2014 forderte der Instruktionsrichter die Gemeinde 

Y._____ auf, die Bewilligung für die über die G._____ zu erstellende Brü-

cke zwischen Golfclubhaus und F._____ in Y._____- zu edieren. 

17. Am 28. September 2014 edierte die Gemeinde Y._____ die verlangten 

Unterlagen mit folgendem Inhalt: Das entsprechende Baugesuch datiert 

vom 27. Oktober 2009. Bauherrin ist die Y._____ L._____ AG, Grundei-

gentümerin von Parzelle 903 ist M._____, Grundeigentümer von Parzelle 

503 ist N._____, Grundeigentümerin von Parzelle 626 die Bürgergemein-

- 29 -

de Y._____, von Parzelle 502 die Gemeinde X._____. Bauobjekt ist die 

Brücke über die G._____ mit Strassenanschluss ausserhalb der Bauzone 

auf Parzellen 903, 503, 626 und 502. Es handelt sich um eine Holzkon-

struktion mit Widerlagern aus Beton und Naturstein.

Am 23. August 2010 erteilte das ARE dem Bauvorhaben die Bewilligung. 

Darin wurde darauf hingewiesen, die bereits erteilte Rodungsbewilligung 

werde separat eröffnet. Mit dem Brückenbau wurde innert verlängerter 

Frist gemäss Angaben der Bauherrschaft am 25. August 2014 begonnen.

18. Am 10. Oktober 2014 verlangten die Beschwerdeführer noch Einsicht in 

das Augenscheinprotokoll, worauf ihnen die - auf Begehren des ANU - 

korrigierte Version des Augenscheinprotokolls am 13. November 2014 

zugestellt wurde. In ihrer Stellungnahme vom 10. Oktober 2014 hielten 

die Beschwerdeführer unverändert an der Beschwerde vom 12. Juni 2013 

und den bereits dort gestellten Anträgen fest.

Es sei erstellt, dass die Bauherrschaft der neuen G._____-brücke und der 

sieben neuen Mehrfamilienhäuser mit 1-2 Zimmerwohnungen faktisch 

und personell und damit bezüglich den wirtschaftlich berechtigten Aktio-

nären identisch seien. Am Augenschein sei verschiedentlich von Quar-

tierplangenossen gesagt worden, sie hätten ein Angebot erhalten, sich 

gegen einen Einkaufsbeitrag ein Zu- und Wegfahrrecht über die Brücke 

zu sichern. Daran ändere nichts, dass aus den Auflagen der Baubewilli-

gung für den Brückenbau vom 23. August 2010 dieser Zusammenhang 

nicht hervorgehe.

Die Bauherrschaft der Brücke sei nicht am Augenschein anwesend gewe-

sen.

Die Bauherrschaft habe in einem Fristerstreckungsgesuch vom 16. Juli 

2013 für den Baubeginn der Brücke ausgeführt, diese bilde u.a. Bestand-

teil eines Überbauungsprojekts in D._____ mit maximal sieben Häusern. 

- 30 -

Vom neuen Quartierplan D._____ sei auch das Überbauungsprojekt in 

D._____ und die Brücke über die G._____ betroffen.

Der vom ARE bewilligte Situationsplan sehe vom nördlich bestehenden 

Fahrweg von der Kantonsstrasse her in dessen Verlängerung einen neu-

en Fahrweg von 3 m Breite vor. Die Rodungsbewilligung sei erteilt wor-

den. Die Brücke sehe gemäss Legende eine Fahrbahnbreite von 2.5 m 

und Bankette von je 30 cm vor. Sie könne mit Fahrzeugen, insbesondere 

Personenwagen, befahren werden. Die rund 100 m weiter unten befindli-

che Holzbrücke werde abgebrochen und durch die neue Brücke ersetzt. 

Die Brücke sei für die Überbauung mit sieben Mehrfamilienhäusern er-

stellt worden. Zudem könnten sich die wenigen Bewohner der bestehen-

den Einfamilienhäuser die Zufahrtsberechtigung sichern.

Folglich mache es Sinn, wenn auch die wenigen weiteren übrigen Grun-

deigentümer in D._____ über diese Brücke verkehrten. Hier bestehe eine 

direkte Zu- und Wegfahrt zur Kantonsstrasse respektive umgekehrt.

Die neuen Wohnungen seien als Zweitwohnungen ausgelegt. Der Ver-

kehr über die Brücke werde sich sehr in Grenzen halten. Es brauche die 

beabsichtigte Erschliessungsstrasse nicht. Einmal abgesehen von den 

Revisions- und Widerrufsgründen erlaube es das Verwaltungsgericht, auf 

einen Quartierplan zurückzukommen, wenn dieser nicht mehr den Vor-

stellungen oder raumplanerischen Begebenheiten entspreche oder sich 

die Umstände verändert hätten. Gleich zu behandeln seien Fälle, in de-

nen ein Quartierplan gar nicht mehr nötig oder seines Zwecks entleert sei 

oder nicht mehr den heutigen Vorstellungen entspreche. Da es sich beim 

Quartierplan um einen Nutzungsplan handle, müsse eine Überprüfung 

bzw. Anpassung schon aufgrund von Art. 21 RPG zulässig sein. Der 

Quartierplan D._____ sei mit schwerwiegenden planerischen Mängeln 

behaftet. Eine über eine längere Strecke führende Erschliessung ausser-

halb der Bauzonen für eine Bauzone sei eine schwerwiegende Verletzung 

des Grundsatzes der haushälterischen Bodennutzung und der Trennung 

- 31 -

von Bau- und Nichtbaugebiet und daher unzulässig. Dies könne auch 

nicht mit einer Quartierplanung verkappt werden. Die neue G._____-

brücke genüge für die Verkehrserschliessung des Gebietes D._____, den 

angefochtenen Quartierplan brauche es nicht.

Es werde eine detaillierte Übersicht der angefallenen Leistungen und 

Ausgaben eingereicht. 

19. Am 1. Dezember 2014 nahm die Beschwerdegegnerin dazu Stellung.

Die Wohnzone D._____ bestehe seit 1974/1976, als das Gebiet einge-

zont worden sei. Die Wohnzone umfasse eine Fläche von insgesamt 

41'208 m² mit einer möglichen BGF von 12'176 m². Die Erschliessung der 

Wohnzone erfolgte gemäss GEP vom 20. Februar 2007 ab Kantonsstras-

se über den Hof D._____ bis zur Wohnzone D._____. Die im GEP festge-

legte Linienführung folge dabei durchwegs dem Trassee der seit Jahren 

bestehenden Strasse und diene auch der Land- und Forstwirtschaft sowie 

touristischen Zwecken. Es sei eine Anlage der Groberschliessung.

Der Quartierplan sei ein Folgeplan und regle im Rahmen der Grundord-

nung die Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen entweder mit Fol-

geplanung oder von weiteren Bauzonen im Detail. Es könne hier nicht 

einfach ein neuer Quartierplan erstellt und eine Erschliessung von 

Y._____ aus über die neue Brücke festgelegt werden. Dafür wäre eine 

Änderung der Grundordnung beider Gemeinden nötig, wozu aber kein 

Anlass bestehe. Die Erschliessung der Bauzone über die herkömmliche 

Erschliessungsstrasse liege im allgemeinen Interesse der Beschwerde-

gegnerin. Dieses öffentliche Interesse werde durch den von der Be-

schwerdegegnerin beschlossenen GEP dokumentiert. Daran ändere die 

einzig den Interessen des Golfplatzes Y._____ dienende befahrbare Brü-

cke über die G._____ nichts. Der Bau einer privaten Brücke führe nicht zu 

erheblich geänderten Verhältnissen im Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG, 

- 32 -

welche eine Überprüfung und Anpassung der Grundordnungen beider 

Gemeinden erforderten.

Die Erschliessungsstrasse gemäss GEP gewährleiste die hinreichende 

Erschliessung der Bauzone D._____ und der übrigen Nutzungszonen im 

Gebiet. Bei einer Erschliessung von Y._____ aus über eine private Brü-

cke handle es sich nicht um eine valable Alternative. Die Brücke weise ei-

ne Fahrbahnbreite von 2.5 m auf und sei für eine Belastung bis 2.5 t aus-

gelegt. Auch die Kurvenradien von der Brücke auf die D._____-erstrasse 

entsprächen nicht den Radien für eine Erschliessungsstrasse. Sie seien 

viel zu eng. Die Brücke möge für Personenwagen knapp befahrbar sein, 

nicht aber für Lastwagen. Die Brücke könne keine rechtsgenügliche Er-

schliessung für eine Bauzone von über 40'000 m² sein. Die Erschliessung 

der Bauzone und der übrigen Nutzungszonen in D._____ erfordere eine 

lastwagentaugliche Strasse. Nicht nur die Brücke sei privat, sondern auch 

die Zufahrten auf beiden Seiten der G._____. Brücke und Zufahrtswege 

könnten deshalb nicht von allen benützt werden und fielen auch deswe-

gen als Erschliessung von D._____ ausser Betracht. Eine brauchbare Er-

schliessung von D._____ von Y._____ aus setzte nicht nur formell eine 

Änderung der Grundordnungen beider Gemeinden, sondern auch materi-

ell eine wesentlich grössere Dimensionierung der Brücke und einen ent-

sprechenden Ausbau der Zufahrten auf beiden Seiten der G._____ vor-

aus. Zudem müssten die Anlagen, um allgemein benützt werden zu kön-

nen, in das Eigentum der Gemeinden übergeführt werden, was das Ein-

verständnis der Golfplatzbetreiber voraussetzte, welches nach Wissen 

der Beschwerdegegnerin nicht vorhanden sei. Eine Erschliessung von 

D._____ von Y._____ aus hätte schliesslich für die Beschwerdegegnerin 

unabsehbare Kosten zur Folge, welche zu einem grossen Teil den Quar-

tierplanbeteiligten überbunden werden müssten. Eine solche Erschlies-

sung liege weder im öffentlichen Interesse der Beschwerdegegnerin und 

wohl auch nicht im Interesse der übrigen Quartierplanbeteiligten, welche 

- 33 -

mit wesentlich höheren Erschliessungsbeiträgen zu rechnen hätten. Eine 

Erschliessung von Y._____ aus führte auch nicht zu einer haushälteri-

scheren Bodennutzung. Weil die bestehende Erschliessungsstrasse 

D._____ wegen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung des Gebietes 

nicht zurückgebaut werden könne, führe eine Erschliessung von Y._____ 

aus offensichtlich zu zusätzlichen Infrastrukturanlagen. Eine haushälteri-

sche Erschliessung spreche daher klar für die von der Beschwerdegegne-

rin im Rahmen der Grundordnung festgelegte Erschliessung von D._____ 

über die bestehende Strasse und nicht für eine neue Erschliessung von 

Y._____ aus. Dem revidierten Quartierplan fehle es deshalb nicht an ei-

nem öffentlichen Interesse, im Gegenteil: Es bestehe ein öffentliches In-

teresse am Abschluss der am 7. Februar 2011 vom Gemeindevorstand 

rechtskräftig eingeleiteten Revision des bestehenden Quartierplans. Sie 

ersuche um Abweisung der Beschwerde.

20. Ebenfalls am 1. Dezember 2014 nahm die C._____ AG (Beigeladene) 

Stellung.

Die Erschliessung von D._____ sei im rechtskräftig bewilligten GEP fest-

gelegt und bilde nicht Gegenstand des vorliegenden Quartierplanverfah-

rens. Auf die Ausführungen der Beschwerdeführer, die Erschliessung 

entgegen dem GEP über die neue Brücke zu gestalten, sei deshalb nicht 

weiter einzutreten. Die Brücke befinde sich im Privateigentum, ebenso die 

Zufahrt zur Brücke von der Seite von Y._____ her. Eine Erschliessung für 

den öffentlichen Verkehr sei deshalb ausgeschlossen. Zudem bedürfte es 

Plananpassungen in der Gemeinde Y._____, welche ebenfalls nicht Ge-

genstand des vorliegenden Verfahrens bildeten.

Die neue Brücke über die G._____ weise lediglich eine Breite von 3 m auf 

und lasse eine Maximallast von 3.5 t zu. Ein Kreuzen mit Fahrzeugen sei 

weder auf der Brücke noch bei der Zufahrt zur Brücke möglich, weswegen 

diese in verkehrstechnischer Hinsicht für eine Erschliessung ungeeignet 

- 34 -

sei. Die Brücke werde vor allem wegen des Golfplatzes erstellt, um eine 

direkte Verbindung zwischen Clubhaus und F._____ herzustellen. Sie 

werde vor allem von Fussgängern benützt. Die Öffnung für den öffentli-

chen Verkehr wäre aus Sicherheitsüberlegungen verantwortungslos.

Es sei vorgesehen, gewissen Anwohnern die Benützung der Brücke mit 

einem Fahrzeug zu gestatten. Dies habe aber in ausgewähltem Umfang 

unter Berücksichtigung der Nutzung durch den Golfplatz zu erfolgen. Er-

gäben sich Schwierigkeiten, könne die Golfplatzbetreiberin den Verkehr 

einschränken. Dies sei von enormer Wichtigkeit. Bei einer Erschliessung 

von D._____ über die neue Brücke entstünde ein verkehrstechnisches 

Chaos.

Die Zufahrt zur Brücke von der Seite von Y._____ her sei eine neuralgi-

sche Stelle, die über den Parkplatz des Golfplatzes und des Bäderbe-

triebs in Y._____ führe. Hier befänden sich häufig ältere Personen und 

Kinder, weswegen auch die Zufahrt zur Brücke aus Sicherheitsüberle-

gungen nicht geeignet für eine Erschliessung sei. Zudem befinde sich bei 

der Zufahrt zur Brücke eine Postautohaltestelle mit Wendeplatz. Die 

Durchführung des öffentlichen Verkehrs über dieses Gebiet führte unwei-

gerlich zu Unfällen. Sie beantrage die Abweisung der von den Beschwer-

deführern gestellten Anträge.

Einer E-Mail des Architekten vom 20. November 2014 an die C._____ 

AG, welche deren Schreiben an das Gericht beilag, ist zu entnehmen, 

dass die neue Brücke für eine Belastung von 3.5 t vorgesehen und die 

Breite der Fahrbahn mit 3.02 m geplant sei.

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien wird, soweit erforderlich, im 

Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

- 35 -

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Anfechtungsobjekt ist der Genehmigungsbeschluss vom 13. Mai 2013 

betreffend Quartierplanung D._____, worin die Beschwerdegegnerin allen 

Quartierplangenossen die auf Einsprache hin vorgenommene Änderung 

des Quartierplans - bezüglich der Lage der Ausstellplätze entlang der Er-

schliessungsstrasse D._____ - mitteilte und im Übrigen den genannten 

Quartierplan in der Fassung gemäss zweiter öffentlicher Auflage vom 8. 

April 2013 bestätigte. Damit konnten sich die beiden Beschwerdeführer 

(Miteigentümer je zur Hälfte der Parzellen 517 und 518 im Quartierplan-

gebiet) nicht einverstanden erklären, weshalb sie sich dagegen am 12. 

Juni 2013 mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden zur Wehr setzten und diesbezüglich verschiedene Anträge 

(Hauptantrag Ziff. 1; Eventualanträge Ziff. 2.a-c; Subeventualantrag Ziff. 

3) betreffend Aufhebung und Abänderung des angefochtenen Genehmi-

gungsbeschlusses vom 13. Mai 2013 stellten. Die Beschwerdeführer 

wehrten sich dabei im Wesentlichen nicht gegen die Quartierplanrevision 

an sich, sondern sie verlangten lediglich, dass die Erschliessungsstrasse 

und die Quartierstrassen bei den bisherigen Grundeigentümern verblei-

ben und die Erschliessungsstrasse als Naturstrasse erhalten bleiben soll-

ten. Streitgegenstand bildet demnach (materiell) die Rechtmässigkeit und 

Vertretbarkeit der mit dem angefochtenen Beschluss bestätigte Über-

führung dieser Strasseninfrastrukturanlagen ins Eigentum der Beschwer-

degegnerin samt unveränderter Beibehaltung der Erschliessungsstrasse 

als Naturstrasse. In formeller Hinsicht sind zunächst aber die konkret ge-

stellten Anträge zu würdigen.

2. a) Die Beschwerdeführer haben mit Eingabe vom 12. Juni 2013 im Einzel-

nen folgende Anträge gestellt:

- 36 -

1. Es sei auf die in Art. 5 Abs. 2 und Art. 6 sowie Art. 20 QPV vorgese-
hene Abtretung und Überführung von Land ins Eigentum der politi-
schen Gemeinde X._____ zur Erstellung der Erschliessungsstrasse zu 
verzichten und die Strasse im bisherigen Zustand sowie mit den bishe-
rigen Eigentums- und Dienstbarkeitsverhältnissen zu belassen.

2. Eventualiter sei:

a) auf die Abtretung und Überführung der Restflächen der Parzellen 
517 und 518 zwischen der geplanten Erschliessungsstrasse sowie 
der G._____ ins Eigentum der politischen Gemeinde X._____ zu 
verzichten;

b) Art. 20 Abs. 3 QPV sei zu streichen und Art. 20 Abs. 2 QPV derart 
zu ergänzen, dass die Strasse als Naturstrasse erhalten bleibe und 
insbesondere nicht asphaltiert werde;

c) Art. 20 Abs. 5 QPV sei derart abzuändern, dass das Befahren der 
Erschliessungstrasse mit motorisierten Fahrzeugen für Nichtanlie-
ger ausdrücklich verboten sei. 

3. Subeventualiter sei der Beschluss des Gemeindevorstandes X._____ 
vom 8. April 2013 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung und 
Neufestsetzung gemäss den vorangehenden Ziffern an den Gemein-
devorstand X._____ zurückzuweisen.

b) Im Hauptantrag (Ziff. 1) wird also zunächst die Streichung von Art. 5 Abs. 

2 QPV verlangt, welcher den Landerwerb für die Erschliessungstrasse 

von den neuen Parzellen 542/800 beim Hof D._____ bis zur Westgrenze 

des gleichnamigen Quartierplangebiets (Parzelle neu 705) und die quar-

tierinterne Erschliessung (Parzelle neu 805) vorsieht. Demgegenüber wird 

nicht beanstandet, dass der in Art. 5 Abs. 1 QPV geregelte Landerwerb – 

also im konkreten Fall der benötigte Boden für die gesamte Quartierer-

schliessung inklusive Trafostation und Pumpwerk – von den ins Quartier-

planverfahren involvierten Parzellen abgezogen und ins Eigentum der 

Beschwerdegegnerin überführt wird. In diesem Punkt ergibt sich ein for-

meller Widerspruch, weil Art. 5 Abs. 1 QPV und nicht dessen Abs. 2 die 

Rechtsgrundlage für den Landerwerb bildet. Die Art. 5 Abs. 2 QPV und 

Art. 6 QPV regeln einzig, wie der Landerwerb verfahrensrechtlich vor sich 

- 37 -

gehen soll. Die Beschwerdeführer hätten deshalb formell korrekt auch die 

Streichung von Art. 5 Abs. 1 QPV beantragen müssen, was sie jedoch un-

terlassen haben. Der zur Streichung beantragte Art. 20 QPV regelt nicht 

die Landabtretung und Überführung der fraglichen (Strassen-) Parzellen 

ins Eigentum der Beschwerdegegnerin. Mit dem erwähnten Streichungs-

antrag kann folglich nur gemeint sein, dass die Strasse im bisherigen Zu-

stand verbleiben soll. Bei dieser Antragsinterpretation würde sich dafür 

dann aber die Streichung von Art. 20 Abs. 1 und Abs. 4 QPV als nutzlos 

erweisen.  

c) Zu den Eventualanträgen (Ziff. 2.a-c) drängt sich noch folgende Vorbe-

merkung auf: Art. 5 Abs. 1 QPV bildet – wie oben in E.2b) erwähnt – die 

Rechtsgrundlage für den Abzug des für die gesamte Quartiererschlies-

sung benötigten Bodens von den ins Planverfahren involvierten Parzellen 

und die Überführung desselben ins Eigentum der Beschwerdegegnerin. 

Dabei nicht erwähnt sind – nicht nachvollziehbar – die nicht unmittelbar 

der Erschliessung dienenden Restflächen entlang der G._____, welche ja 

ebenfalls abgezogen und ins Eigentum der Beschwerdegegnerin über-

führt werden sollen. Diese Flächen sind bloss in Art. 5 Abs. 2 QPV er-

wähnt. Dennoch ist vorliegend – in Kombination mit dem Landerwerb 

gemäss Plan 1:1000 vom 16. Oktober 2012 – davon auszugehen, dass 

die Beschwerdegegnerin diese Restflächen erwerben will und dazu auch 

über einen genügenden Rechtstitel verfügt. Präzise betrachtet, stellt der 

Eventualantrag in Ziff. 2.a) gar keine Alternative dar, weil er im Vergleich 

zum Hauptantrag in Ziff. 1 gar nicht ein Minus, sondern ein Plus fordert; 

indem dort nämlich zusätzlich noch ein Verzicht auf die Überführung der 

Restflächen von den zwei Parzellen 517 und 518 ins Eigentum der Be-

schwerdegegnerin verlangt wird. Beim Eventualantrag in Ziff. 2.b) wird 

sodann die Streichung von Art. 20 Abs. 3 QPV beantragt, wonach die Be-

schwerdegegnerin befugt sein soll, die Erschliessungsstrasse bei ausge-

- 38 -

wiesenem Bedarf auf eigene Kosten mit einem Hartbelag zu versehen. 

Ferner wird in Ziff. 2.b) noch die Ergänzung von Art. 20 Abs. 2 QPV bean-

tragt, wobei dem Gericht nicht klar geworden ist, wie diese Ergänzung 

konkret aussehen sollte. Ziel der Beschwerdeführer ist es offensichtlich, 

dass die Erschliessungsstrasse als Naturstrasse erhalten bleibt. Dies ist 

in Art. 20 Abs. 2 QPV aber genauso vorgesehen, weshalb dieser Antrag 

keinen Sinn macht. Auf den Ergänzungsantrag betreffend Art. 20 Abs. 2 

QPV ist deshalb nicht einzutreten.

d) Im Subeventualantrag (Ziff. 3) forderten die Beschwerdeführer formell die 

Aufhebung des angefochtenen Einsprache- und Genehmigungsentschei-

des und die Rückweisung der Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin 

zu neuer Entscheidung. Materiell hält sich dieser Subeventualantrag aber 

im Rahmen der zuvor bereits gestellten Haupt- und Eventualanträge, weil 

er die Beschwerdegegnerin damit dazu verpflichten will, „im Sinne der 

vorangehenden Ziffern (1 und 2)“ – also ebenfalls genau im Sinne von 

Haupt- und Eventualantrag zu entscheiden.

3. a) Materiell beanstanden die Beschwerdeführer somit sinngemäss die Über-

führung der Erschliessungsstrasse, der nicht unmittelbar der Erschlies-

sung dienenden Restflächen entlang der G._____ auf den Parzellen 517 

und 518 sowie der quartierinternen Erschliessung (neue Parzellen 804 

und 805) ins Eigentum der Beschwerdegegnerin. Zusätzlich wird die Be-

lassung der Erschliessungsstrasse als Naturstrasse, insbesondere der 

Verzicht auf die Asphaltierung der Erschliessungsstrasse, gefordert. In 

Bezug auf die Ausführung der Quartierstrasse (Parzelle 805) wird dage-

gen diesbezüglich nichts beantragt. Die Beschwerdeführer wehren sich 

folglich – wie bereits einleitend in E.1 am Schluss festgehalten – nicht ge-

gen die Quartierplanrevision als solche, sondern nur gegen deren konkre-

te Ausgestaltung betreffend Eigentumswechsel (Überführung der Stras-

- 39 -

seninfrastruktur ins Eigentum der Beschwerdegegnerin) sowie betreffend 

Wahl des Strassenbelags (Belassung Naturstrasse). Diese Feststellung 

bedeutet aber, dass sich die Beschwerdeführer auch nicht gegen die In-

standstellung und den Unterhalt der Erschliessungsstrasse wehren, so-

lange die bisherigen Eigentums- und Belagsverhältnisse unverändert 

bleiben; andernfalls die Beschwerdeführer auch noch die Streichung von 

Art. 20 Abs. 2 QPV hätten verlangen müssen.

b) Gemäss Art. 51 des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden 

(KRG; BR 801.100) regelt der Quartierplan im Rahmen der Grundordnung 

die Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen mit Folgeplanung oder 

von weiteren Teilgebieten der Bauzone im Detail (Abs. 1 Satz 1). Der 

Quartierplan besteht aus den Quartierplanbestimmungen (= Quartierplan-

vorschriften [QPV]) und je nach Zweck aus dem Quartiergestaltungsplan 

und dem Quartiererschliessungsplan (Abs. 2). Laut den vorliegend mass-

gebenden Quartierplanvorschriften (QPV) vom 24. September 2012/4. 

März 2013 wird zur Finanzierung von Verkehrsanlagen (Ziff. 5/5.1 S. 18) 

betreffend Erschliessungsstrasse(n) in Art. 32 QPV bestimmt: Die Kosten 

für die Sanierung und künftige Erneuerungen der Erschliessungsstrasse 

gehen, soweit und solange die Strasse als Naturstrasse beibehalten wird, 

grundsätzlich zulasten der Quartierplanbeteiligten. Die Gemeinde leistet 

an diese Kosten einen Beitrag aus öffentlicher Interessenz von 50 %. Mit 

der Leistung dieses Beitrags aus öffentlicher Interessenz gilt die allge-

meine Mitbenutzung der Strasse durch Dritte (Landwirtschaft, Forstwirt-

schaft, Allgemeinheit) als abgegolten (Abs. 1). Wird die Erschliessungs-

strasse von der Gemeinde mit einem Hartbelag versehen, gehen alle da-

mit verbundenen Auslagen vollumfänglich zulasten der Gemeinde (Abs. 

2). Die Kosten für den Unterhalt der Erschliessungsstrasse gehen zulas-

ten der Gemeinde. Diese trägt auch die Kosten des Winterdienstes (Abs. 

4). In Bezug auf die Quartierstrassen wird in Art. 33 QPV festgehalten: 

- 40 -

Die Kosten für die Sanierung und künftige Erneuerungen der Quartier-

strassen samt Stichstrassen und Bankette gehen vollumfänglich zulasten 

der Quartierplanbeteiligten mit Grundstücken innerhalb der Wohnzone 

D._____. Dies gilt auch für den Fall, dass die Quartierstrassen gemäss 

Beschluss der Quartierplanbeteiligten (Art. 21 Abs. 3 QPV) mit einem 

Hartbelag versehen werden sollten (Abs. 1). Die Kosten für den Unterhalt 

der Quartierstrassen einschliesslich Stichstrassen gehen zulasten der 

Gemeinde. Diese trägt auch die Kosten des Winterdienstes (Abs.3). Im 

Lichte dieser Vorgaben gilt es hier auch die strittige Frage nach der Über-

führungen des Bodens (für die Strassenparzellen im Plangebiet) ins Ei-

gentum der Beschwerdegegnerin zu klären und zu beantworten. Nach 

Auffassung des Gerichts ist die Übertragung des Eigentums an der Er-

schliessungsstrasse, den Restflächen zwischen Erschliessungsstrasse 

und G._____ (neue Parzelle 804) sowie den Quartierstrassen (neu Par-

zelle 805) sachlich gerechtfertigt. Die Beschwerdegegnerin übernimmt 

aus öffentlicher Interessenz 50 % der Installationskosten der Erschlies-

sungsstrasse laut Art. 32 Abs. 1 QPV. Ferner übernimmt sie den zukünfti-

gen Unterhalt der Erschliessungsstrasse gemäss Art. 32 Abs. 4 QPV. Sie 

würde laut Art. 32 Abs. 2 QPV auch den Hartbelag auf der Erschlies-

sungsstrasse voll finanzieren. Was alsdann die Quartierstrassen (Parzelle 

805) betrifft, gehen zwar die Kosten für die jetzige Sanierung und künftige 

Erneuerungen (also Ausbauten) und folglich auch für einen allfälligen 

Hartbelag nach Art. 33 Abs. 1 QPV zulasten der Quartierplanbeteiligten. 

Indessen trägt die Beschwerdegegnerin nach Art. 33 Abs. 3 QPV zukünf-

tig die Kosten für den Unterhalt der Quartierstrassen und des Winter-

dienstes. Wie die Beschwerdegegnerin dazu richtig ausführt, ist es im 

Kanton Graubünden Praxis und sachlich gerechtfertigt, bei einer solchen 

Konstellation – in welcher das Gemeinwesen die Unterhaltskosten für Er-

schliessungsanlagen vollumfänglich selber trägt – diese strassenmässi-

gen Infrastrukturanlagen auch in ihr Eigentum überführen zu dürfen. Ent-

- 41 -

gegen anderslautender Sachdarstellung werden die Beschwerdeführer 

und die anderen Quartierplanbeteiligten dadurch nur minimal berührt. Die 

bauliche Ausnützung ihrer Grundstücke bleibt ihnen vollumfänglich erhal-

ten (vgl. Anhang 1 zu den QPV, Bestandestabelle). Die Erschliessungs-

strasse und die Quartierstrasse verlaufen jeweils entlang oder auf den 

Bauparzellengrenzen, womit der Landverlust für die Quartierplanbeteilig-

ten möglichst tief gehalten wird. Ausser den Beschwerdeführern hat sich 

denn auch niemand im Quartierplangebiet beim Verwaltungsgericht über 

die vorgesehenen Landabzüge beschwert. Kommt hinzu, dass das Tras-

see der Erschliessungsstrasse vorbestehend ist und von den bisherigen 

Eigentümern realistischerweise nicht anders als gerade als Strasse ge-

nutzt werden kann. Was die nicht direkt der Erschliessung dienenden 

Flächen zwischen Erschliessungsstrasse und G._____ betrifft, beantrag-

ten die Beschwerdeführer lediglich, dass der bisher zu den Parzellen 517 

und 518 gehörende Teil bei diesen belassen werde; für den Rest stellten 

sie indes keinen Antrag. Der Erwerb dieser Fläche ist aber sicherlich 

sachlich gerechtfertigt. Er liegt zudem im öffentlichen Interesse (Natur-

schutz, allfällige Bewuhrung, wofür die Beschwerdegegnerin zuständig 

ist). Im Übrigen würde es keinen Sinn ergeben, nur die Flächen auf den 

Parzellen 517 und 518 (als einzige) von der Überführung ins Gemeinde-

eigentum auszunehmen. In dieser Beziehung erweist sich die Beschwer-

de demnach als unbegründet.

4. Die Beschwerdeführer haben insbesondere anlässlich des gerichtlichen 

Augenscheines vom 19. September 2014 mit Nachdruck darauf insistiert, 

dass die angefochtene Quartierplanung durch den Bau der neuen Brücke 

über die G._____ zwischen dem Golfclubhaus und der F._____ in 

Y._____- hinfällig geworden sei, weil damit für alle betroffenen Grundei-

gentümer im Quartierplangebiet bereits eine hinreichende Erschliessung 

nach Art. 19 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) 

- 42 -

sichergestellt werden könne (vgl. dazu hiervor im Sachverhalt Ziff. 16-20). 

Dieser Einschätzung kann sich das Gericht nicht anschliessen, weil die 

genannte Brücke über die G._____ aus verschiedenen Gründen als Er-

schliessung für das Quartierplangebiet D._____ ungeeignet ist. Zunächst 

ist dazu von Bedeutung, dass die Zufahrten zur Brücke über private 

Grundstücke führen. Auch die geplante Brücke selbst ist privat, was eine 

Benützung durch die Öffentlichkeit grundsätzlich ausschliesst. Eine Be-

rechtigung für die Öffentlichkeit und auch der Quartierplangenossen 

D._____ besteht – abgesehen von der Überbauung C._____ AG (Beige-

ladene) – nicht. Nach Ansicht der Beschwerdeführer sollte über diese 

(private) Brücke das gesamte Quartierplangebiet D._____ erschlossen 

werden. Das betreffende Plangebiet umfasst über 40‘000 m2 Bauland mit 

einer möglichen Bruttogeschossfläche (BGF) von 12‘176 m2.  Im Quar-

tierplangebiet können folglich z.B. total 120 Wohneinheiten (inkl. bereits 

erstellter Wohngebäude) mit einer BGF von 100 m2 oder 174 Wohneinhei-

ten mit einer BGF von 70 m2 realisiert werden. Zu jeder Wohneinheit 

gehört mindestens ein Auto. Das dadurch bewirkte Verkehrsaufkommen 

(die forst- und landwirtschaftliche Nutzung ausgenommen) ist durch ein 

Brückenbauwerk dieser Grösse ohne genügend dimensionierte An-

schlussbauten nicht zu bewältigen, was insbesondere für die X._____er 

Seite wegen der dort zu engen Kurvenradien bezüglich Einmündung in 

die D._____erstrasse gilt. Ein Vergleich zeigt: Die jetzt vorgesehenen 

Mehrfamilienhäuser C, E und G weisen zusammen 15 Wohnungen re-

spektive eine Wohnfläche von ca. 525 m2 auf. Würden die beabsichtigten 

sieben Mehrfamilienhäuser alle in ähnlicher Dimension wie die Häuser C, 

E und G gebaut, würden sie approximativ höchstens ca. 1‘250 bis 1‘300 

m2 Wohnfläche beanspruchen, was lediglich rund 10 % der in D._____ 

möglichen BGF darstellt. Es ist also sicherlich nicht so, dass in Zukunft 95 

% der Quartierbewohner über die neue Brücke fahren werden, wie dies 

die Beschwerdeführer am Augenschein vermutet haben (vgl. Protokoll 

- 43 -

Augenschein S. 5). Hinzu kommt, dass die betreffende Brücke nicht im 

GEP D._____/O._____ 1:1000 vom 23. August 2005/20. Februar 2007 fi-

guriert. Eine Benützung der Brücke durch die Öffentlichkeit müsste folg-

lich mittels einer Änderung der Grundordnung (GEP) in der Gemeinde 

X._____ und in der Gemeinde Y._____ festgelegt werden. Dies ist vorlie-

gend nicht beabsichtigt, da das Quartierplangebiet D._____ bereits 

rechtsgenüglich erschlossen ist. Umgekehrt ist das öffentliche Interesse 

an der bestehenden Erschliessung durch den GEP der Beschwerdegeg-

nerin schon dokumentiert. Daran ändert die weitgehend den Interessen 

des Golfplatzes Y._____ dienende befahrbare Brücke über die G._____ 

nichts. Der Bau dieser privaten Brücke führt nicht zu erheblich veränder-

ten Verhältnissen im Sinne von Art. 21 Abs. 2 RPG  (vgl. dazu nachfol-

gend ausführlich E.5a), die eine Überprüfung und Anpassung der Grund-

ordnung der Gemeinde X._____ und Y._____ erfordern würden. Die ge-

plante Brücke ist als Erschliessung für die Öffentlichkeit oder auch nur für 

das Quartierplangebiet D._____ nicht gross genug dimensioniert. Zwar 

führt der Architekt in seinem E-Mail vom 20. November 2014 aus, die 

Brücke sei für eine Belastung von 3.5 t vorgesehen und die Breite der 

Fahrbahn betrage 3.02 m. Bewilligt wurde aber, was auf den Baugesuch-

plänen vermerkt ist, nämlich eine Fahrbahnbreite auf der Brücke von 2.5 

m (zzgl. zweier Bankette von je 30 cm Breite) und eine maximale Belas-

tung von 2.5 t, was ein Befahren der baurechtlich genehmigten Brücke mit 

Lastwagen auf keinen Fall erlaubt. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass 

die neue G._____brücke daher für das Quartier D._____ nur von geringer 

Bedeutung ist. Als Erschliessungsanlage kommt sie nicht in Betracht. Ein 

Verstoss gegen das Gebot der haushälterischen Nutzung des Bodens im 

Sinne von Art. 1 RPG ist ebenfalls nicht auszumachen, würde durch eine 

Erschliessung über die neue G._____brücke das bestehende Verkehrs- 

und Erschliessungsregime doch nicht einfach wegfallen, da dieses nicht 

zurückgebaut werden kann. Die bereits vorhandene Erschliessung dient 

- 44 -

nämlich auch touristischen, landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen 

Zwecken und ist deshalb nach wie vor unverzichtbar.

5. a) Zu entscheiden bleibt damit immer noch der Einwand, ob die Beschwer-

deführer einen Anspruch auf eine vorherige Anpassung der Grundord-

nung im Rahmen der hier zur Diskussion gestellten Quartierplanung samt 

Revision gehabt hätten. Nach Art. 21 Abs. 2 RPG kann der Grundei-

gentümer die Überprüfung und gegebenenfalls die Anpassung der Nut-

zungsordnung an veränderte Verhältnisse verlangen, wenn er ein eigenes 

schutzwürdiges (tatsächliches oder rechtliches) Interesse daran hat. Dies 

ist insbesondere der Fall, wenn die geltende Zonenplanung ihn in der 

Nutzung seines Grundstücks einschränkt und kein genügendes öffentli-

ches Interesse mehr an der Aufrechterhaltung der Eigentumsbeschrän-

kung besteht (BGE 127 I 105 E.6b, 120 Ia 232 E.2c, 106 Ia 387 E.3c). Ei-

ne Anpassung der Nutzungsordnung kann aber auch in Bezug auf be-

nachbarte Grundstücke verlangt werden, deren Überbauung die Nutzung 

der eigenen Liegenschaft rechtlich oder tatsächlich beeinträchtigen könn-

te (BGE 120 Ia 233 E.2d). Dagegen steht Personen, die nur ein allgemei-

nes Interesse an der Anpassung der Nutzungsordnung geltend machen, 

ohne Bezug zur eigenen Grundstücksnutzung, von Bundesrechts wegen 

kein Initiativrecht zu (BGE 120 Ia 234 E.2d u. 2f; BERNHARD WALDMANN/ 

PETER HÄNNI, Handkommentar RPG, N 23 zu Art. 21 S. 515). Nach höch-

strichterlicher Rechtsprechung kann das kantonale Recht eine weiterge-

hende Antragsbefugnis vorsehen, sofern damit der bundesrechtliche 

Grundsatz der Planbeständigkeit nicht in Frage gestellt wird (BGE 120 Ia 

230 E.2a). Im Kanton Graubünden ist dies nicht der Fall: Art. 47 Abs. 2 

KRG sieht vor, dass der Gemeindevorstand über Anträge von Grundei-

gentümern oder Grundeigentümerinnen über die Einleitung eines Orts-

planungsverfahrens entscheidet. Mit dieser Regelung wollte der Gesetz-

geber der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Rechnung tragen, wo-

- 45 -

nach der Grundeigentümer unter gewissen Bedingungen gestützt auf Art. 

21 Abs. 2 KRG einen Anspruch formeller Natur auf Überprüfung der be-

stehenden Nutzungsplanung erheben kann; namentlich dann, wenn die 

geltende Planung schon älter  ist und sich die Verhältnisse  seit Erlass der 

Planung erheblich geändert haben (vgl. Departement für Volkswirtschaft 

und Soziales des Kantons Graubünden, Arbeitshilfe zum KRG und zur 

KRVO vom 1. Dezember 2010, S. 49 f.; vgl. dazu speziell Urteil des Bun-

desgerichts [BGer] 1C_598/2013 vom 6. Dezember 2013 E.2 und 2.1).

Gemäss Art. 21 Abs. 2 RPG werden in Bezug auf die Änderung von Nut-

zungsplänen zwei Stufen unterschieden: In einem ersten Schritt wird ge-

prüft, ob sich die Verhältnisse so erheblich geändert haben, dass die Nut-

zungsplanung überprüft werden muss; in einem zweiten Schritt erfolgt 

nötigenfalls die Plananpassung (PETER KARLEN, Stabilität und Wandel in 

der Zonenplanung, PBG aktuell 4/1994 S. 8 ff.). Ob eine Plananpassung 

(zweite Stufe) aufgrund veränderter Verhältnisse gerechtfertigt ist, beur-

teilt sich nach ständiger Rechtsprechung aufgrund einer Interessenabwä-

gung. Dabei ist auf der einen Seite die Notwendigkeit einer gewissen Sta-

bilität nutzungsplanerischer Festlegungen zu beachten, auf der anderen 

Seite das Interesse, die Pläne an eingetretene Veränderungen anzupas-

sen. Zu berücksichtigen sind insbesondere die bisherige Geltungsdauer 

des Nutzungsplanes, das Ausmass seiner Realisierung und Konkretisie-

rung, das Gewicht des Änderungsgrunds, der Umfang der beabsichtigten 

Planänderung und das öffentliche Interesse daran (BGE 132 II 413 E.4.2, 

128 I 198 E.4.2, KARLEN a.a.O. S. 11 ff.). Im Rahmen der ersten Stufe 

sind geringere Anforderungen zu stellen: Eine Überprüfung der Grund-

ordnung ist bereits geboten, wenn sich die Verhältnisse seit der Planfest-

setzung geändert haben, diese Veränderung die für die Planung massge-

benden Gesichtspunkte betrifft und erheblich ist (BGE 123 I 182 E.3a). 

Die Erheblichkeit ist auf dieser Stufe schon zu bejahen, falls eine Anpas-

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sung der Zonenplanung im fraglichen Gebiet in Betracht fällt und die ent-

gegenstehenden Interessen der Rechtssicherheit und des Vertrauens in 

die Planbeständigkeit nicht so gewichtig sind, dass eine Plananpassung 

von vornherein ausscheidet. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so ist es 

die Aufgabe der Gemeinde, die gebotene Interessenabwägung vorzu-

nehmen und zu entscheiden, ob und inwiefern eine Anpassung der Zo-

nenplanung notwendig erscheint (vgl. Urteil BGer 1C_598/2013 vom 6. 

Dezember 2013 E.3, 3.1 und 3.2).

b) Die Beschwerdeführer sind konkret der Meinung, die durchgeführte Quar-

tierplanung sei nicht zulässig, bevor eine Überprüfung der Zonenordnung 

gemäss Art. 21 Abs. 2 KRG stattgefunden habe. Zutreffend ist, dass die 

Beschwerdeführer jeweils Miteigentümer zweier Grundstücke (Parzellen 

517/518) im Quartierplangebiet sind, für welches unter anderem die ver-

kehrsmässige Erschliessung instand gestellt werden soll. Sie befürchten 

dabei aber, dass die Instandstellung inklusive Öffentlichmachung dieser 

Verkehrserschliessung und die dadurch ermöglichte Überbauung der 

noch nicht überbauten Grundstücke Mehrverkehr generiere und deshalb 

die bestehende Erschliessung nicht mehr genüge. Die Beschwerdeführer 

verkennen dabei aber bezüglich der bisherigen Strasse, welche u.a. auch 

das hier interessierende Quartierplangebiet erschliesst, dass die neu ge-

plante Strassenverbindung gegenüber der schon jetzt bestehenden 

Strasse gar nicht erweitert wird, auch wenn drei neue Ausstellplätze vor-

gesehen sind. Überdies ist auch kein Mehrverkehr als der bisherige land- 

und forstwirtschaftliche Bewirtschaftungs- und Transitverkehr zu erwarten. 

Aus diesen Gründen ist daher davon auszugehen, dass die neu geplante 

Strassenverbindung für die Bedürfnisse dieses Teilgebietes genügend 

dimensioniert ist. Ausserdem soll sie nicht bloss 3 Meter, sondern inklusi-

ve Bankette 3.5 Meter breit sein (vgl. Projekt 1986 mit Strassen- und Bau-

linienplan vom 12. März 1994; Beilage 1 der Beschwerdegegnerin). Die 

- 47 -

bisherige bauliche Ausnützung im Quartierplangebiet wird nicht verändert, 

ebenso wenig die Bauvorschriften in diesem Gebiet. Die Überbauungs-

möglichkeiten und Bebauungsvolumina ändern sich also nicht. So gese-

hen haben die Beschwerdeführer kein schutzwürdiges Interesse daran, 

dass die geltende Zonenordnung in der Gemeinde vor der Durchführung 

der Quartierplanrevision überprüft und allenfalls angepasst wird, sofern 

sich die Verhältnisse wesentlich verändert haben. Selbst aber wenn ein 

solcher Anspruch der Beschwerdeführer bestünde, müsste die geltende 

Zonenordnung weder überprüft noch angepasst werden. Die Prüfung mit 

Blick auf die Änderung von Nutzungsplänen hat gemäss bundesgerichtli-

cher Rechtsprechung in zwei Stufen zu erfolgen (s. vorne E.4a, 2. Ab-

schnitt). Danach wird also in einem ersten Schritt geprüft, ob sich die Ver-

hältnisse so beträchtlich geändert haben, dass die Nutzungsplanung 

überprüft werden muss; in einem zweiten Schritt erfolgt nötigenfalls die 

Plananpassung. Nach diesem einleuchtenden Prüfungsschema und der 

dazu entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts – unter Berück-

sichtigung der seit dem 11. März 2012 zusätzlich geltenden Zweitwoh-

nungsvorgaben - ist auch im konkreten Fall vorzugehen.

c) Das Bundesgericht hat für eine andere Gemeinde im Kanton Graubün-

den, welche einen Zweitwohnungsanteil von rund 70 % aufweist, bejaht, 

dass durch die Annahme der Zweitwohnungsinitiative für diese Gemeinde 

mit einem erheblichen Rückgang der Wohnbaunachfrage zu rechnen sei, 

was zur Folge habe, dass die Wohnbaureserven der Gemeinde mit gros-

ser Wahrscheinlichkeit überdimensioniert seien und überprüft werden 

müssten (Urteil BGer 1C_598/2013 vom 6. Dezember 2013 E.4.2 und 4.3 

in fine). Im Gegensatz zu jener Gemeinde weist die Beschwerdegegnerin 

gemäss eigenen Angaben aber lediglich einen Zweitwohnungsanteil von 

leicht über 20 % auf und es ist nicht auszuschliessen, dass dort, neben 

Erstwohnungen und Gewerbe im Sinne von Art. 36 des kommunalen 

- 48 -

Baugesetzes (BG) und qualifiziert touristisch bewirtschafteten Zweitwoh-

nungen, allenfalls noch unbewirtschaftete Zweitwohnungen erstellt wer-

den können. Die hier zur Diskussion stehende Bauzone ist zudem – ent-

gegen dem namentlich bezeichneten Teilgebiet in der damals betroffenen 

Gemeinde im Oberengadin - vollständig erschlossen, teilweise bereits 

überbaut und schon aufgrund der geltenden Quartierplanung baureif. Die 

hier relevante Erschliessung muss zudem lediglich unterhalten werden 

und es ist – entgegen der Feststellung der Beschwerdegegnerin im ange-

fochtenen Entscheid/Beschluss – nicht davon auszugehen, dass die vor-

handene Erschliessung nicht mehr genügt. Die Beschwerdegegnerin hat 

ohnehin nur im Zusammenhang mit der Notwendigkeit von deren Sanie-

rung auf die möglicherweise nicht mehr vorhandene Erschliessung hin-

gewiesen. Alle Beteiligten gehen aber davon aus, dass die hier allein in-

teressierende Bauzone mit einer (unterhaltenen) Naturstrasse erschlos-

sen ist, insbesondere auch die Beschwerdeführer (vgl. dazu Ziff. 32 ihrer 

Beschwerdeschrift vom 12. Juni 2013). In Bezug auf den vorliegenden 

Fall ist erstellt, dass die Lage und Dimension der Bauzonen, insbesonde-

re auch die der hier relevanten Bauzone, auf das Projekt von 1986 

zurückgeht. Die letzte Zonenplanrevision durch die Beschwerdegegnerin 

fand jedoch im September/Oktober 2005 (Beschluss der Gemeindever-

sammlung) respektive Februar 2007 (Genehmigung durch die Regierung) 

statt. Wesentliche Änderungen ergaben sich seither lediglich im südlichen 

Teil des Quartierplangebietes und im Bereich der Parzellen 517, 518, 519 

und 520 im Nordosten durch die Festlegung der statischen Waldgrenze 

(vgl. Plan Perimeter Quartierplanung im Massstab 1:500 vom 12. März 

1984, Beilage 1 der Beschwerdegegnerin im Vergleich zum Zonenplan/ 

Generellen Gestaltungsplan [ZP/GGP] im Massstab 1:1000 von 2005/ 

2007, Beilage 5 der Beschwerdegegnerin). Die aktuelle Quartierplanrevi-

sion, welche lediglich eine Sanierung der Erschliessung ohne jegliche 

Veränderung der baulichen Möglichkeiten im Quartierplangebiet vorsieht, 

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wurde bereits im Februar 2011 eingeleitet. Demnach lag die letzte Zo-

nenplanrevision zurzeit des rechtskräftigen Einleitungsbeschlusses nur 5 

½ Jahre zurück, womit der Planungshorizont von 15 Jahren (vgl. Art. 15 

Abs. 1 und Abs. 4 lit. b RPG) noch längst nicht erreicht wurde. Ferner ist 

die Planung für das hier relevante Teilgebiet bereits konkretisiert und rea-

lisiert. Es ist zudem schon teilweise überbaut und absolut baureif. Unter 

diesen Umständen sind die öffentlichen und privaten Interessen an der 

Beständigkeit der geltenden Zonenordnung so gewichtig, dass sie eine 

Anpassung der Planung an die geänderten Verhältnisse vorweg aussch-

liessen. Der Quartierplan wurde somit auch unter diesem Gesichtspunkt 

zu Recht beschlossen.

d) Zu klären gilt es demnach noch den angeblichen Widerspruch zur Gefah-

renzone, zur Naturschutzzone bzw. zum H._____, zur Gewässerschutz-

zone und zur Waldgesetzgebung. Das Gericht teilt hierzu die Ansichten 

der Beschwerdegegnerin und des Amtes für Natur und Umwelt (ANU), 

wonach die Erschliessungsstrasse in planerischer (Gefahrenzone 1), na-

turschützerischer (NSZ) und gewässerschutzrechtlicher Sicht zumindest 

als Naturstrasse bestandsgeschützt ist. Art. 48 BG – der die Vorschriften 

betreffend Naturschutzzone auf Gemeindeebene enthält  – kommt hier 

deshalb zum vornherein nicht zur Anwendung. Das streitberufene Verwal-

tungsgericht vermag sich weiter auch der Auffassung des ANU und der 

Beschwerdegegnerin anzuschliessen, wonach die Mitgliedschaft im na-

hen Naturschutzreservat (H._____) nicht zu einer Änderung der Geset-

zeslage geführt hat. Was der Hinweis der Beschwerdeführer, dadurch 

müsse das Recht konsequent angewendet werden, bedeuten soll, ist 

nicht ersichtlich, weil das Recht ja immer konsequent angewendet werden 

muss. Die Strasse kann daher auf jeden Fall ohne zusätzliches Verfahren 

als Naturstrasse unterhalten werden, wie dies im Quartierplan vorgese-

hen ist. Ebenso trifft es zu, dass für einen Ausbau der Erschliessungs-

- 50 -

strasse (wie z.B. ihre Asphaltierung) ein BAB-Bewilligungsverfahren not-

wendig wäre, in welchem erst detailliert geprüft werden kann, ob das Pro-

jekt als solches die entsprechenden Bestimmungen einhält. Dies hat nicht 

im vorliegenden Quartierplanverfahren zu erfolgen, in welchem auch kein 

entsprechendes Projekt enthalten ist. Für die Zufahrten mit forstrechtli-

cher Regelung hat zudem Art. 22 QPV ausdrücklich das Bestehen ent-

sprechender Bewilligungen – die für Parzelle 517 noch einzuholen sind/ 

wären – vorbehalten. Damit ist klargestellt, dass diesbezüglich noch ein 

weiteres Verfahren stattzufinden hat, soweit die entsprechende Bewilli-

gung nicht schon vorliegt. Eine allfällige Wanderwegnutzung wäre über-

dies erst im Zusammenhang mit einem Ausbauprojekt (Asphaltierung) der 

Strasse vertieft zu prüfen. 

e) Schliesslich ist noch der von den Beschwerdeführern geltend gemachte, 

angeblich vorhandene Widerspruch zur RPG-Revision, die seit dem 1. 

Mai 2014 in Kraft getreten ist, zu klären. Die Beschwerdeführer sind - oh-

ne dies zu substantiieren - der Meinung, die Quartierplanung widerspre-

che zusätzlich dieser Gesetzesnovelle des RPG/der RPV. Auf diese Rüge 

kann schon mangels Begründung nicht eingetreten werden. Immerhin sei 

an dieser Stelle aber darauf hingewiesen, dass Art. 38a Abs. 2 RPG die 

Kantone lediglich verpflichtet, die Bauzonen bis zur Genehmigung der 

Richtplananpassung durch den Bundesrat nicht zu vergrössern. Eine 

Vergrösserung von Bauzonen steht im konkreten Fall jedoch nicht zur 

Diskussion. Art. 32 RPV regelt ferner die Neuerschliessung; hier ist aber 

klarerweise von einer bestehenden Erschliessung auszugehen. Damit er-

weist sich diese Rüge auch materiell als unbegründet.

6. a) Der angefochtene Genehmigungsbeschluss vom 13. Mai 2013 betreffend 

Quartierplanung ist demzufolge in jeder Beziehung rechtens und vertret-

bar, was zu seiner Bestätigung und zur Abweisung der dagegen erhobe-

- 51 -

nen Beschwerde vom 12. Juni 2013 führt, soweit darauf eingetreten wer-

den kann.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf 

Art. 73 Abs. 1 VRG vollumfänglich den Beschwerdeführern – solidarisch 

haftend für das Ganze – aufzuerlegen. Eine aussergerichtliche Entschä-

digung steht der Beschwerdegegnerin nach Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, 

weil sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 4'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 2'532.--

zusammen Fr. 6'532.--

gehen je zur Hälfte zulasten der dafür solidarisch haftenden A._____ und 

B._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an 

die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]