# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2d54f41a-27dc-575b-b2e6-c530e9b76501
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-09-20
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 20.09.2011 D-5173/2011
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5173-2011_2011-09-20.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

   

Abteilung IV
D­5173/2011

U r t e i l   v om   2 0 .   S ep t embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichter Martin Zoller,
mit Zustimmung von Richter Bruno Huber;  
Gerichtsschreiber Daniel Widmer.

Parteien A.______,
Nigeria, 
(…),  
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz.

Gegenstand Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung;
(Dublin­Verfahren);
Verfügung des BFM vom 7. September 2011 / (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer am 11. Juli  2011  in der Schweiz um Asyl 
nachsuchte, nachdem er eigenen Angaben zufolge seinen Heimatstaat 
im  (…) verlassen hat und  (…) nach B._______ gereist  ist, wo er sich 
bis zum (…) aufgehalten hat,

dass er am (…) in Italien angekommen sei, wo er sich ununterbrochen 
bis  zum  11. Juli  2011  aufgehalten  und  in  Venedig  ein  Asylgesuch 
gestellt habe,

dass  er  von  dort  direkt  (…)  in  die  Schweiz  gelangt  sei,  wie  er  im 
Rahmen  der  Befragung  im  Empfangs­  und  Verfahrenszentrum  (EVZ) 
C._______ vom (…) auf Frage und Nachfrage hin bestätigte,

dass  er  gegen  eine  allfällige  Wegweisung  nach  Italien  einzuwenden 
habe, er habe dort weder Papiere noch Unterkunft oder Arbeit gehabt,

dass  bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise  der 
Einzelheiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf das Protokoll bei 
den Akten verwiesen wird,

dass  das  BFM  –  gestützt  auf  einen  Eurodac  (Fingerabdruck­
Datenbank)­Treffer  vom  (…)  –  am  8. August  2011  ein  Ersuchen  um 
Rückübernahme  an  die  italienischen  Behörden  stellte,  welches  bis 
zum Ablauf der Frist am 23. August 2011 unbeantwortet blieb,

dass das Bundesamt mit Verfügung vom 7. September 2011 – eröffnet 
am  (…)  –  in  Anwendung  von  Art. 34  Abs. 2  Bst.  d  des  Asylgesetzes 
vom  26. Juni 1998  (AsylG,  SR 142.31)  auf  das  Asylgesuch  des 
Beschwerdeführers  vom  11. Juli  2011  nicht  eintrat,  die  Wegweisung 
nach  Italien  verfügte,  den Beschwerdeführer  –  unter  An­drohung  von 
Zwangsmitteln  im  Unterlassungsfall  –  aufforderte,  die  Schweiz 
spätestens am Tag nach Ablauf der Beschwerdefrist zu verlassen, den 
Kanton  D.______  verpflichtete,  die  Wegweisungs­verfügung  zu 
vollziehen,  feststellte,  eine  allfällige  Beschwerde  gegen  die 
vorliegende  Verfügung  habe  keine  aufschiebende Wirkung,  und  dem 
Beschwerdeführer  die  editionspflichtigen  Akten  gemäss 
Aktenverzeichnis aushändigte,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  ausführte,  gestützt 
auf  die  einschlägigen  internationalen  Abkommen  (insbesondere  das 

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Abkommen  vom  26. Oktober  2004  zwischen  der  Schweizerischen 
Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemeinschaft  über  die 
Kriterien  und Verfahren  zur Bestimmung des  zuständigen Staates  für 
die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in der Schweiz gestellten 
Asylantrags [Dublin­Assoziierungsabkommen (DAA), SR 0.142.392.68] 
und  das  Übereinkommen  vom  17. Dezember  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft,  der  Republik  Island  und  dem 
Königreich  Norwegen  über  die  Umsetzung,  Anwendung  und 
Entwicklung  des  Schengen­Besitzstands  und  über  die  Kriterien  und 
Verfahren  zur  Bestimmung  des  zuständigen  Staates  für  die  Prüfung 
eines  in  der  Schweiz,  in  Island  oder  in  Norwegen  gestellten 
Asylantrags  [Übereinkommen vom 17. Dezember 2004, SR 0.362.32]) 
sei Italien für die Durchführung des Asyl­ und Wegweisungsverfahrens 
zuständig,  und  aufgrund  des  Ausbleibens  einer  Stellungnahme  liege 
eine  stillschweigende  Zustimmung  Italiens  zur  Rückübernahme  des 
Beschwerdeführers vor,

dass  die  Rückführung  –  vorbehältlich  einer  allfälligen  Unterbrechung 
oder  Verlängerung  (Art. 19  f.  der  Verordnung  [EG]  Nr. 343/2003  des 
Rates  vom  18. Februar  2003  zur  Festlegung  der  Kriterien  und 
Verfahren  zur  Bestimmung  des  Mitgliedstaats,  der  für  die  Prüfung 
eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger  eines 
Drittlandes  in  einem  Mitgliedstaat  gestellt  hat  [Dublin­II­VO])  –  bis 
spätestens zum (…) zu erfolgen habe,

dass  der  Beschwerdeführer  im  Rahmen  des  ihm  dazu  am  (…) 
gewährten  rechtlichen  Gehörs  keine  relevanten  Gründe  darzulegen 
vermocht habe, die einer Rückkehr nach Italien entgegenstünden,

dass der Vollzug der Wegweisung nach Italien zulässig, zumutbar und 
möglich  sei,  zumal  dieser  europäische  Rechtsstaat  gemäss  Dublin­
Abkommen  zur  Rückübernahme  verpflichtet  sei,  deshalb  keine 
Hinderungsgründe  für  eine  Wegweisung  nach  Italien  bestünden,  wo 
die  Menschenrechte  und  das  Non­Refoulement­Gebot  respektiert 
würden,  der  Beschwerdeführer  dort  ohne  Weiteres  um  Schutz 
nachsuchen  könne,  Arbeitsmarktbelange  keine  Wegweisungs­
vollzugshindernisse  darstellten  und  weder  die  dort  herrschende 
Situation  noch  andere  Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  der  Weg­
weisung in diesen Staat sprechen würden,

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dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 16. September 2011 (Da­
tum  Poststempel)  gegen  diese  Verfügung  beim  Bundesverwaltungs­
gericht Beschwerde erhob und unter Kosten­ und Entschädigungsfolge 
beantragte,  es  sei  die  angefochtene  Verfügung  aufzuheben  und  das 
Bundesamt  anzuweisen,  sein  Selbsteintrittsrecht  auszuüben  und  sich 
für das Asylgesuch als zuständig zu erklären (vgl. Beschwerde),

dass  in  prozessualer  Hinsicht  die  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Prozessführung  im  Sinne  von  Art. 65  Abs. 1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
und  der  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines  Kostenvorschusses  beantragt 
wurden,

dass der Beschwerdeführer – unter Beilage von (…) – zur Begründung 
im Wesentlichen ausführte, seit einem Unfall in Nigeria leide er an (…),

dass  in  Italien eine Operation vorgenommen worden sei, wobei er die 
Medikamente selbst habe bezahlen müssen,  ihm dazu  indes mangels 
Arbeit  und  Unterstützung  das  Geld  gefehlt  habe,  weshalb  er  die 
Behandlung nicht habe weiterführen können,

dass  die  Lebensbedingungen  für  Flüchtlinge  in  Italien  unzulänglich 
seien,  ihm  dort  der  Aufenthalt  mit  (…)  nicht  zumutbar  sei  und  der 
nächste Arztbesuch am (…) stattfinde,

dass  die  vollständigen  vorinstanzlichen  Akten  am  19. September  2011 
beim Bundesverwaltungsgericht eintrafen,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht im Bereich des Asyls endgültig über 
Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM  entscheidet, 
ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des  Staates,  vor 
welchem die  beschwerdeführende Person Schutz  sucht  (Art. 105 AsylG 
i.V.m.  Art. 31­33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni  2005 
[VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde  legitimiert  ist, 

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weshalb  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 48 Abs. 1 sowie Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden kann (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  entschieden  wird 
(Art. 111  Bst. e  AsylG),  und  es  sich  vorliegend  –  wie  nachfolgend 
aufgezeigt – um eine solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid 
nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  auf  einen  Schriftenwechsel 
verzichtet wurde,

dass  bei  Beschwerden  gegen  Nichteintretensentscheide,  mit  denen  es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32­35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der 
Beschwerde­instanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  sich  demnach  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den 
Nichteintretensentscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer 
selbständigen  materiellen  Prüfung  enthält,  die  angefochtene  Verfügung 
aufhebt  und  die  Sache  zur  neuen  Entscheidung  an  die  Vorinstanz 
zurückweist  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen 
Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1 S. 240 f.),

dass die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und des Vollzugs  indes 
materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesverwaltungsgericht 
diesbezüglich  grundsätzlich  volle  Kognition  zukommt,  wobei  sich  diese 
Fragen  –  namentlich  diejenigen  hinsichtlich  des  Bestehens  von 
Vollzugshindernissen  (Durchführbarkeit  der  Überstellung  an  den 
zuständigen  Staat)  –  in  den  Dublin­Verfahren  bereits  vor  Erlass  des 
Nichteintretensentscheids stellen,

dass  auf  Asylgesuche  in  der  Regel  nicht  eingetreten  wird,  wenn 
Asylsuchende  in  einen  Drittstaat  ausreisen  können,  der  für  die 
Durchführung  des  Asyl­  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich 
zuständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

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dass sich die vorinstanzlichen Erwägungen aufgrund der Überprüfung der 
Akten  als  zutreffend  erweisen,  weshalb  zur  Vermeidung  von 
Wiederholungen  vorab  auf  die  nicht  zu  beanstandenden  Ausführungen 
des BFM in der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass  der  vorgängige  Aufenthalt  des  Beschwerdeführers  in  Italien 
unbestritten ist,

dass  die  italienischen  Behörden  innerhalb  der  festgelegten  Frist  nicht 
geantwortet haben und das BFM zu Recht feststellte, dass damit gestützt 
auf Art. 20 Abs. 1 Bst. c Dublin­II­VO die Zuständigkeit  für das Asyl­ und 
Wegweisungsverfahren auf Italien übergegangen sei,

dass nach dem Gesagten die Zuständigkeit Italiens zur Durchführung des 
Asylverfahrens vom Beschwerdeführer feststeht,

dass  keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür  vorliegen,  Italien  werde  sich 
als  Signatarstaat  des  Abkommens  vom  28. Juli  1951  über  die 
Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR  0.142.30)  und  der  Konvention 
vom  4. November  1950  zum  Schutze  der  Menschenrechte  und 
Grundfreiheiten  (EMRK,  SR  0.101)  nicht  an  die  daraus  resultierenden 
völkerrechtlichen  Verpflichtungen,  insbesondere  an  das 
Rückschiebungsverbot, halten,

dass  der  Beschwerdeführer  weder  im  Rahmen  des  ihm  gewährten 
rechtlichen  Gehörs  noch  auf  Beschwerdeebene  hinreichend  bestimmte 
Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  nach  Italien  geltend machte,  weshalb 
keine  konkreten  Anhaltspunkte  dafür  ersichtlich  sind,  dass  er  im  Falle 
einer Rückkehr nach Italien in eine existenzielle Notlage geraten würde,

dass  der  Beschwerdeführer  erstmals  in  der  Beschwerde  vorbringt,  er 
leide  an  einer  Fussverletzung, welche  er  in  seinem Heimatstaat  erlitten 
habe  und  die  während  seines  (…)  Aufenthalts  in  Italien  operativ 
behandelt worden sei,

dass  keine  Hinweise  dafür  bestehen,  Italien  würde  seinen 
Verpflichtungen  im  Rahmen  der  Dublin­II­VO  in  medizinischer  Hinsicht 
nicht nachkommen, 

dass Italien wie jeder Dublin­Staat die Aufnahmerichtlinie  in Landesrecht 
umgesetzt  hat,  und  davon  ausgegangen  werden  darf,  dass  der 

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Beschwerdeführer  dort  grundsätzlich  adäquate  Betreuung  und 
medizinische Versorgung findet,

dass  sich  der  Beschwerdeführer  mit  diesbezüglichen  Klagen  an  die 
zuständigen Behörden vor Ort zu wenden hat,

dass im Übrigen auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung zu 
verweisen ist, welche sich nach der Überprüfung der Akten als zutreffend 
erweisen,

dass  somit  das  BFM  keine  Veranlassung  zu  einem Selbsteintritt  (Art. 3 
Abs. 2 Dublin­II­VO) gehabt hat,

dass  auf  die  zu  bestätigenden  Erwägungen  und  Folgerungen  in  der 
angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann und die Entgegnungen 
in  der  Beschwerde  in  entscheidwesentlicher  Hinsicht  offenkundig  nicht 
durchzudringen vermögen,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d 
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass  die  Anordnung  der  Wegweisung  nach  Italien  der  Systematik  des 
Dublin­Verfahrens  –  bei  dem  es  sich  um  ein  Überstellungsverfahren  in 
den  für  die  Prüfung  des  Asylgesuchs  zuständigen  Staat  handelt – 
entspricht und im Einklang mit der Bestimmung von Art. 44 Abs. 1 AsylG 
steht, wobei in Verfahren nach Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG die Frage nach 
der  Zulässigkeit  und Möglichkeit  des Wegweisungsvollzugs  –  wie  oben 
erwähnt – regelmässig bereits Voraussetzung (und nicht erst Regelfolge) 
des Nichteintretensentscheids und demnach hier nicht mehr zu prüfen ist,

dass sich auch die Frage der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs in 
einem Dublin­Verfahren nicht unter dem Aspekt von Art. 83 Abs. 1 und 4 
des Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und  Ausländer  (AuG,  SR  142.20)  stellt,  sondern  eine  entsprechende 
Prüfung –  soweit  notwendig  –  bereits  im Rahmen der Entscheidfindung 
hinsichtlich der Ausübung des Selbsteintrittsrechts stattfinden muss (vgl. 
vorstehende Erwägungen),

dass  vorliegend  –  wie  aufgezeigt  –  kein  Anlass  zur  Ausübung  des 
Selbsteintrittsrechts (Art. 3 Abs. 2 Dublin­II­VO) besteht, weshalb der vom 
BFM verfügte Vollzug der Wegweisung zu bestätigen ist,

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dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  der  Antrag  auf  Verzicht  auf  die  Erhebung  eines 
Kostenvorschusses durch das vorliegende Urteil gegenstandslos wird, 
weshalb dar­über nicht mehr zu befinden ist,

dass  schliesslich  das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  gemäss  Art.  65  Abs.  1  VwVG,  ungeachtet  der  vom 
Beschwerdeführer  nicht  nachgewiesenen  prozessualen  Bedürftigkeit, 
abzuweisen  ist,  da die Beschwerdebegehren nach dem Gesagten als 
aussichtslos zu bezeichnen sind,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr.  600.– 
(Art. 1­3  des Reglements  vom 21. Februar  2008 über  die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. 
Das  Gesuch  um  Gewährung  der  unentgeltlichen  Rechtspflege  gemäss 
Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3. 
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Dieser  Betrag  ist  innert  30  Tagen  ab  Versand  des  Urteils  zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Martin Zoller Daniel Widmer

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