# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2504a3fc-9139-5d6e-946d-ec5d29c7576d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2007-04-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 25.04.2007 UV 2006/58
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2006-58_2007-04-25.pdf

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2006/58

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 05.05.2020

Entscheiddatum: 25.04.2007

Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2007
Art. 6 UVG. Frage nach einem typischen Beschwerdebild mit einer Häufung 
von Beschwerden nach dem Unfall offen gelassen. Die zum typischen 
Beschwerdebild gehörenden physischen Anteile haben relativ bald nach 
dem Unfall an Bedeutung verloren. Adäquanzbeurteilung der psychischen 
Störungen gemäss BGE 115 V 138 (Entscheid des Versicherungsgerichts des 
Kantons St. Gallen vom 25. April 2007, UV 2006/58).

Vizepräsident Joachim Huber, Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider und 

Versicherungsrichter Martin Rutishauser; Gerichtsschreiber Walter Schmid

Entscheid vom 25. April 2007

In Sachen

S.___

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ivan Pérez, Poststrasse 6, Postfach 239, 9443 

Widnau,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358, 

6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

betreffend

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Versicherungsleistungen

hat das Versicherungsgericht in Erwägung gezogen:

I.

A.- Der 1965 geborene S.___ war bei der A.___ als Monteur tätig und dadurch bei der 

Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen und 

Berufskrankheiten versichert, als er am 3. März 2005 als Lenker eines Lieferwagens 

einen Selbstunfall erlitt. Auf der Autobahn fahrend geriet er aus unbekannten Gründen 

mit den rechten Rädern des Lieferwagens über den rechten Fahrbahnrand hinaus auf 

die angrenzende Wiese. Durch eine brüske Lenkbewegung gegen links kam das 

Fahrzeug ins Schleudern, wobei es erneut über den rechten Fahrbahnrand hinaus 

geriet und sich am angrenzenden Wiesenbord überschlug und auf dem Dach liegend 

zum Stillstand kam (Suva-act. 65). Der Versicherte wurde mit der Rega ins Spital B.___ 

überführt. Die Ärzte des Spital B.___ hielten in ihren Berichten vom 4. bzw. 14. März 

2005 fest, der Versicherte habe über Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule geklagt 

und diagnostizierten eine HWS-Distorsion und eine LWS-Kontusion, eine Kontusion der 

Clavicula links sowie eine Thoraxkontusion. Das Vorliegen einer Bewusstlosigkeit oder 

einer Amnesie wurde verneint. Die röntgenologische Untersuchung des Thorax, der 

HWS und der LWS, der Dens, des Beckens sowie der Clavicula links ergab normale 

Befunde und keine Hinweise auf Frakturen. Am 4. März 2005 wurde der Versicherte in 

beschwerdefreiem Allgemeinzustand mit leichtem Druckschmerz über dem Os sacrum 

nach Hause entlassen, wobei ihm bis 12. März 2005 eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit 

attestiert wurde (Suva-act. 5, 6). Die Suva erbrachte für den Unfall vom 3. März 2005 

die gesetzlichen Leistungen (Heilkosten- und Taggeldleistungen).

b) In einem ärztlichen Zwischenbericht vom 9. Mai 2005 hielt Hausarzt Dr. med. C.___, 

Eichberg, fest, der Versicherte habe sich wegen starker Kopf- und LWS-Schmerzen bei 

ihm in Behandlung begeben. Entsprechend lautete die Diagnose von Dr. C.___ auf eine 

LWS- sowie Kopfkontusion (Suva-act. 11; vgl. auch SUVA-act. 17). Unterdessen hatte 

der Versicherte vom 14. März bis 11. April 2005 und vom 19. bis 29. April 2005 zwei 

Arbeitsversuche unternommen. Zwischendurch bestand eine 100%-ige 

Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 26). Nach Durchführung verschiedener medizinischer 

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Behandlungen und Abklärungen sowie einem Aufenthalt in der Rehaklinik D.___ und in 

E.___, Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Suchtbehandlung, eröffnete die Suva 

dem Versicherten mit Verfügung vom 21. Oktober 2005, dass aufgrund der 

medizinischen Unterlagen, insbesondere des Austrittsberichts der Rehaklinik D.___ 

vom 31. August 2005 (Suva-act. 39), heute keine behandlungsbedürftigen Unfallfolgen 

mehr vorliegen würden. Die jetzt noch geklagten Beschwerden seien organisch als 

Folge des erlittenen Unfalls nicht mehr erklärbar. Gemäss fachärztlicher Beurteilung 

seien psychische Gründe dafür verantwortlich. Diese stünden jedoch nicht in einem 

rechtserheblichen Zusammenhang zum Unfall vom 3. März 2005. Ihre Leistungen 

würden deshalb auf den 31. Oktober 2005 eingestellt. Nachdem die psychischen 

Beschwerden eindeutig unfallfremd seien, könnten auch für den stationären Aufenthalt 

in der Klinik E.___ vom 30. September bis 10. Oktober 2005 keine Leistungen erbracht 

werden. Aus medizinischer Sicht hinterlasse der Unfall vom 3. März 2005 keine Folgen, 

welche die Erwerbstätigkeit messbar beeinträchtigen könnten. Ebenso resultiere keine 

unfallbedingte bleibende Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität. Somit 

seien die Voraussetzungen für weitere Geldleistungen (Invalidenrente/

Integritätsentschädigung) nicht erfüllt (Suva-act. 44).

B.- Gegen diese Verfügung erhoben sowohl der Versicherte als auch dessen 

Krankenversicherer F.___ Einsprache (Suva-act. 45, 52). Die F.___ zog die Einsprache 

nach Einsicht der Akten am 11. November 2005 zurück (Suva-act. 48). Die Einsprache 

des Versicherten wies die Suva mit Entscheid vom 24. März 2006 ab (Suva-act. 66).

C.- Gegen diesen Einspracheentscheid liess der Versicherte durch seinen 

Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. I. Pérez, Widnau, mit Eingabe vom 27. Juni 2006 

Beschwerde erheben mit den Anträgen, der Einspracheentscheid vom 24. März 2006 

sei aufzuheben. Es sei festzustellen, dass die aktuellen Gesundheitsbeschwerden des 

Beschwerdeführers sowie die dadurch bedingte Leistungsreduktion eine direkte 

Unfallfolge darstellten. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer ab dem 3. März 2005 bis auf weiteres bzw. bis zur Prüfung der 

Renten- und Integritätsfrage Taggelder auf der Basis eines Erwerbsunfähigkeitsgrades 

von 100% zu bezahlen. Im weiteren sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem 

Beschwerdeführer sowohl für den stationären Aufenthalt in der Klinik E.___ vom 30. 

September bis 10. Oktober 2005 als auch für die ambulante hausärztliche sowie 

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psychotherapeutische Weiterbetreuung bei der Fachstelle für Sozialpsychiatrie und 

Psychotherapie Leistungen zu erbringen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu 

Lasten der Beschwerdegegnerin. Dem Beschwerdeführer sei für das 

Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Rechtsverbeiständung durch den 

unterzeichneten Rechtsvertreter zu bewilligen.

b) In der Beschwerdeantwort vom 14. August 2006 beantragte die 

Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde.

c) Am 26. September 2006 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche 

Rechtsverbeiständung durch seinen Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren 

bewilligt.

d) Mit Replik und Duplik vom 31. Oktober bzw. 23. November 2006 hielten die Parteien 

unverändert an ihren Anträgen fest. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte 

zudem verschiedene Arztzeugnisse ein, worin dem Beschwerdeführer weiterhin eine 

100%-ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wird.

D.- Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften wird, soweit 

entscheidnotwendig, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. Beide Parteien 

habe auf die Durchführung einer mündlichen Verhandlung verzichtet.

II.

1.- Vorliegend anerkannte die Beschwerdegegnerin zunächst ihre Leistungspflicht 

bezüglich des Unfalls vom 3. März 2005 und erbrachte die entsprechenden 

Versicherungsleistungen. Mit Einspracheentscheid vom 24. März 2006 (Suva-act. 66) 

bestätigte die Beschwerdegegnerin sodann die von ihr vorgängig erlassene Verfügung 

vom 21. Oktober 2005 (Suva-act. 44). Mit ihr und damit dem Anfechtungsgegenstand 

dieses Verfahrens bildenden Einspracheentscheid (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 

Zürich 2003, Art. 52 Rz. 25, Art. 56 Rz. 3) entschied die Beschwerdegegnerin, den Fall, 

was die Unfallfolgen anbelange, abzuschliessen und die Versicherungsleistungen mit 

dem 31. Oktober 2005 einzustellen. Im weiteren hielt die Beschwerdegegnerin fest, sie 

könne auch für den stationären Aufenthalt in der Klinik E.___ vom 30. September bis 

10. Oktober 2005 nicht aufkommen, nachdem die psychischen Beschwerden eindeutig 

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unfallfremd seien. Die Einstellung der Leistungen bzw. Ablehnung der 

Leistungsausrichtung begründet die Beschwerdegegnerin damit, dass die Ursache der 

Heilbehandlungen sowie der Arbeitsunfähigkeit nur noch die ihrer Ansicht nach 

unfallfremde psychische Komponente gebildet habe. Der Beschwerdeführer macht 

jedoch fortdauernde gesundheitliche Probleme in Form von Kopf- und 

Nackenschmerzen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Schwindelgefühlen, 

Dauermüdigkeit, Schlafstörungen, Lärm- und Lichtempfindlichkeit sowie 

Depressionsbeschwerden geltend. Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob die genannten 

Beschwerden Unfallrestfolgen bilden, aufgrund derer die Beschwerdegegnerin für die 

Heilbehandlungskosten in der Klinik E.___ aufzukommen sowie 

Versicherungsleistungen über den 31. Oktober 2007 auszurichten hat.

2.- a) Die Beschwerdegegnerin hat die Bestimmungen und Grundsätze über den für die 

Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen 

Kausalzusammenhang zwischen einer Gesundheitsschädigung (einschliesslich 

Schleudertrauma der Halswirbelsäule [HWS]) und dem versicherten Unfall (BGE 119 V 

337 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen; RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 5e) 

zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Richtig sind auch die vorinstanzlichen 

Erwägungen zur überdies erforderlichen Adäquanz des Kausalzusammenhangs im 

Allgemeinen (vgl. auch BGE 129 V 181 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 461 E. 5a mit 

Hinweisen) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 138 ff. E. 6) und Unfällen 

mit Schleudertrauma der HWS, Schädel-Hirntrauma oder gleichartiger Verletzung (BGE 

117 V 359, 369; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2), mit Einschluss der Rechtsprechung 

zur Abgrenzung der Anwendungsbereiche dieser beiden Vorgehensweisen (BGE 127 V 

103 E. 5b/bb).

b) Im Bereich klar ausgewiesener organischer Unfallfolgen im Sinn von nachweisbaren 

strukturellen Veränderungen (organisches Substrat konnte mit Bild gebenden 

Untersuchungsmethoden [Röntgen, Computertomogramm, EEG] nachgewiesen 

werden) spielt die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen 

Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers praktisch keine 

Rolle. Sie ist bei ausgewiesener natürlicher Kausalität ohne weiteres zu bejahen (BGE 

127 V 103 E. 5b/bb, 123 V 102 E. 3b, 118 V 291 E. 3a, 117 V 365 E. 5d/bb mit 

Hinweisen). Sind dagegen die Unfallfolgen organisch nicht (hinreichend) fassbar, 

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bewirkt die Bejahung der natürlichen Kausalität nicht automatisch auch die Bejahung 

der adäquaten Kausalität, können doch gerade klinische Befunde erfahrungsgemäss 

auch psychisch ausgelöst werden. In diesen Fällen ist eine eigenständige 

Adäquanzbeurteilung durchzuführen, bei welcher wie folgt zu differenzieren ist: Es ist 

zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma 

erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 140 

E. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen dagegen, dass die versicherte 

Person eine Schleudertraumaverletzung erlitten hat, muss geprüft werden, ob die zum 

typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 

zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den 

Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 

115 V 140 E. 6c/aa für Unfälle mit psychischen Unfallfolgen aufgestellten Grundsätze 

massgebend (BGE 123 V 99 E. 2a), andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz 

gemäss den in BGE 117 V 366 E. 6a und 382 E. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 

103 E. 5b/bb). Die Anwendung der Rechtsprechung zum adäquaten 

Kausalzusammenhang bei Schleudertraumen der HWS setzt voraus, dass die 

psychischen Beschwerden aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den 

organischen Beschwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, 

ein komplexes Gesamtbild ergeben (RKUV 2000 Nr. U 397 S. 328 E. 3b).

3.- Aus den Akten geht eindeutig hervor, dass die vom Beschwerdeführer geklagten 

Beschwerden nicht mit klar ausgewiesenen organischen Befunden im Sinn 

nachweisbarer struktureller Veränderungen erklärbar sind. Die am Unfalltag im Spital 

B.___ durchgeführten Bild gebenden röntgenologischen Untersuchungen des Thorax, 

der HWS, Dens, LWS, Clavicula links sowie des Beckens ergaben normale Befunde 

bzw. keine Hinweise auf Frakturen. Als Befunde wurden einzig Druckdolenzen im 

Bereich des craniocervicalen Übergangs, der HWS und der LWS sowie im Bereich der 

linken Clavicula erhoben. Bewegungseinschränkungen wurden gar keine beschrieben 

(Suva-ct. 6). Angefügt sei, dass Druckdolenzen und Bewegungseinschränkungen laut 

Rechtsprechung des Eidgenössischen Versicherungsgerichts (EVG; seit 1. Januar 2007 

Sozialversicherungsrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) grundsätzlich kein klar 

fassbares, organisches Substrat darstellen (vgl. Urteile des EVG vom 3. August 2005 [U 

9/05] i/S M., E. 4, und 23. November 2004 [U 109/04] i/S B., E. 2.2). Die cranio-

cerebrale Computertomographie der Klinik G.___ vom 15. April 2005 brachte sodann 

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keine intracranielle Blutung, intakte ossäre Verhältnisse der Schädelkallotte sowie im 

übrigen ein altersentsprechend normales cranio-cerebrales Computertomogramm 

hervor (Suva-act. 7). Die ebenfalls in der Klinik G.___ durchgeführte 

Computertomographie der LWS vom 6. Mai 2005 zeigte schliesslich konturell und 

strukturell intakte Lendenwirbelkörper mit regelrechtem Alignement und insbesondere 

ohne Frakturnachweis. Sichtbar waren jedoch leichte Discusprotrusionen im Bereich 

der LWS, deren Ursache aber unbestrittenermassen degenerativer Natur ist (Suva-act. 

8).

4.- a) Während die Beschwerdegegnerin annimmt, der Beschwerdeführer habe am 3. 

März 2005 eine HWS-Distorsion erlitten, geht der Rechtsvertreter des 

Beschwerdeführers zusätzlich von einer leichten traumatischen Hirnverletzung aus. Im 

echtzeitlichen Bericht vom 4. März 2005 stellten die Ärzte des Spital B.___ die 

Diagnose einer HWS-Distorsion. Im Bericht vom 14. März 2005 wurde sodann damit 

harmonierend eine Wirbelsäulenprellung diagnostiziert (Suva-ct. 6). Von einer HWS-

Distorsion wird auch von der Rehaklinik D.___ ausgegangen (Suva-act. 34, 35, 39). Dr. 

C.___ leitete rund einen Monat nach dem Unfall wegen starker Kopfschmerzen eine 

cranio-cerebrale Computertomographie in die Wege (Suva-act. 7) und diagnostizierte 

im ärztlichen Zwischenbericht vom 9. Mai 2005 eine Kopfkontusion (Suva-act. 11). 

Entsprechend wurde in den nachfolgenden ärztlichen bzw. medizinischen Berichten 

von einer Beeinträchtigung des Kopfs ausgegangen, und es wurden entsprechende 

Diagnosen wie eben eine Kopfkontusion (Suva-act. 17), eine leichte Commotio cerebri 

(Suva-act. 23; = sog. Gehirnerschütterung, leichtes Schädelhirntrauma 

[PSCHYREMBEL, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl. Berlin 2002, S. 310]) sowie eine 

leichte traumatische Hirnverletzung MTBI (Suva-act. 34, 35, 37, 39) gestellt. Nachdem 

nicht nur die Commotio cerebri, sondern auch die Distorsion der HWS mit einem 

Kopfanprall verbunden sein kann (vgl. diesbezüglich THOMAS LOCHER, HWS-

Distorsionen [Schleudertrauma] - Einführung in die Rechtslage nach schweizerischem 

Recht, in: MURER/NIEDERER/RADANOV/RUMO-JUNGO/STURZEN-EGGER/WALZ 

[Hrsg.], Das so genannte "Schleudertrauma" - medizinische, biomechanische und 

rechtliche Aspekte der Distorsionen der Halswirbelsäule, Bern 2001, 31 f.) und ein 

solcher beim gegebenen Unfallhergang - das Fahrzeug des angegurteten 

Beschwerdeführers geriet durch eine heftige Lenkbewegung ins Schleudern, 

überschlug sich an einem Wiesenbord und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand - 

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durchaus in Betracht zu ziehen ist, erscheinen beide Diagnosen möglich. Ob der 

Beschwerdeführer eine Distorsion der HWS und/oder ein leichtes Schädel-Hirntrauma 

erlitten hat, braucht jedoch, insbesondere auch deshalb, weil sich deren Folgen 

vergleichen lassen und es somit nach der Rechtsprechung des EVG nicht darauf 

ankommt ob dieses Beschwerdebild Folge einer HWS-Distorsion oder eines Schädel-

Hirntraumas ist (vgl. BGE 117 V 369; RKUV 2002 Nr. U 470 S. 531, 2000 Nr. U 395 S. 

316), nicht abschliessend geklärt zu werden. Es darf jedenfalls angenommen werden, 

dass der Beschwerdeführer eine Verletzung im HWS-Bereich und/oder im Kopfbereich 

erlitten hat, auch wenn sich diese nicht als strukturelle Veränderung zeigte.

b) aa) Ist ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung der HWS diagnostiziert 

und liegt - wie dies konkret der Fall ist - kein fassbarer pathologischer (unfallbedingter) 

Befund an der HWS vor, muss für die Bejahung der natürlichen Kausalität ein typisches 

Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, 

Schwindel-, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, 

Visusstörungen, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw. 

vorliegen (BGE 119 V 338 E. 1, 117 V 360 E. 4b). Das typische bunte Beschwerdebild 

(mit einer Häufung von Beschwerden) muss jedoch laut neuester Rechtsprechung der 

Sozialversicherungsrechtlichen Abteilungen des Bundesgerichts (Urteile vom 30. 

Januar 2007 [U 215/05] i/S T., und 15. März 2007 [U 258/06] i/S G.) nicht in seiner 

umfassenden Ausprägung innerhalb von 24 bis höchstens 72 Stunden nach dem Unfall 

auftreten. Vielmehr genügt es, wenn sich in diesem Zeitraum Beschwerden in der 

Halsregion oder an der HWS (bei einem durchgemachten Schädelhirntrauma wohl 

insbesondere auch im Bereich des Kopfs) manifestieren (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29 E. 

5e). Die andern im Rahmen einer HWS-Distorsion oder eines Schädelhirntraumas 

typischerweise auftretenden Beschwerden müssen sich jedoch immerhin in einem 

Zeitraum manifestieren, der es erlaubt, vom Vorhandensein eines natürlichen 

Kausalzusammenhangs auszugehen.

bb) Beim Beschwerdeführer sind laut echtzeitlichen Berichten des Spital B.___ vom 4. 

und 14. März 2005 innerhalb der erforderlichen Latenzzeit Beschwerden im Bereich 

des cranio-cervikalen Übergangs sowie der HWS aufgetreten. Die zusätzlich geklagten 

LWS-Schmerzen sind wohl auf die LWS-Kontusion zurückzuführen (Suva-act. 5, 6). Im 

ärztlichen Zwischenbericht von Dr. C.___ vom 9. Mai 2005 ist von starken 

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Kopfschmerzen und zudem wieder von LWS-Schmerzen die Rede (Suva-act. 11; vgl. 

auch Suva-act. 17). Dr. C.___ hat bereits Mitte April 2005 wegen starker 

Kopfschmerzen des Beschwerdeführers eine cranio-cerebrale 

computertomographische Untersuchung in die Wege geleitet (Suva-act. 7). Erst rund 

vier Monate nach dem Unfall sind in den Akten weitere typische Beschwerden vermerkt 

(Trümmel [Suva-act. 22]; Übelkeit, Verschwommensein, Schwindel sowie psychische 

Symptome [Suva-act. 23]; Aufmerksamkeits- und Kozentrationsschwierigkeiten, 

Ermüdbarkeit [Suva-act. 35]). Angesichts dessen, dass sich diese Symptomausweitung 

parallel mit der Feststellung psychischer Symptome zeigte, erscheint es fraglich, ob 

beim Beschwerdeführer insgesamt ein typisches buntes Beschwerdebild mit einer 

Häufung von Beschwerden aufgetreten ist, das als natürlich-kausale Unfallfolge eines 

HWS- und/oder Schädelhirntraumas zu betrachten ist.

5.- a) Aus den nachfolgenden medizinischen Stellungnahmen geht nun aber ohnehin 

mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit hervor, dass die zum 

typischen Beschwerdebild gehörenden physischen Anteile schon relativ bald nach dem 

Unfall, d.h. zumindest im Zeitpunkt des Eintritts in die Klinik E.___ und der 

Leistungseinstellung per 31. Oktober 2005, an Bedeutung verloren haben bzw. die 

ursprünglichen Verletzungen als abgeheilt betrachtet werden können. Die 

fortbestehenden Beeinträchtigungen stellten schon frühzeitig zunehmend und in der 

Folge ausschliesslich die Folge einer psychischen Fehlentwicklung sowie 

psychosozialer Belastungsfaktoren dar.

b) So geht Dr. H.___ in seinem Bericht vom 4. Juli 2005 davon aus, dass wegen der seit 

dem Unfall beschriebenen psychischen Symptome (Insomnie, Nervosität, innere 

Unruhe, häufiges zwanghaftes Wiedererinnern des Unfallereignisses) der Verdacht auf 

eine posttraumatische Belastungsstörung (PTSD) bestehe. Das cranio-cerebrale 

Computertomogramm vom 15. April 2005 sei unauffällig gewesen. Auch die 

neurologische Untersuchung vom 2. Mai 2005 einschliesslich EEG habe ein normales 

Ergebnis gezeigt. In der Folge sei wegen der Kopfschmerzen über mehrere Wochen 

eine medikamentöse Behandlung durchgeführt und daraufhin wieder gestoppt worden. 

Eine leichte aber keineswegs hinreichende Besserung habe sich nach Angaben des 

Beschwerdeführers nach einer Spritzenbehandlung am Kopf gezeigt. Eine 

regelmässige Wiederaufnahme der Arbeit sei nach wie vor nicht möglich. In dieser 

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Situation, in der bereits die Gefahr einer Chronifizierung und möglicherweise einer 

Invalidisierung bestehe, insbesondere im Hinblick auf die ungünstigen sozialen 

Umstände (Verlust der Arbeitsstelle), halte er eine frühzeitige, stationäre 

Neurorehabilitation für indiziert (Suva-act. 23). Im Rahmen des nachfolgenden 

stationären Aufenthalts in der Rehaklinik D.___ ergab die zunächst durchgeführte 

neuropsychologische Untersuchung im Vordergrund stehende Schwierigkeiten, die 

Aufmerksamkeit über mehrere Minuten auf eine Aufgabe zu richten, eine erheblich 

reduzierte Dauerbelastbarkeit, eine verminderte Ausdauer sowie eine damit 

verbundene erhöhte Ermüdbarkeit. Der Beschwerdeführer könne sich nicht 

ausreichend auf leistungsbezogene Aufgaben einlassen. Er zeige während der 

gesamten neuropsychologischen Untersuchung eine sehr geringe 

Anstrengungsbereitschaft. Die beobachteten Einbussen in den Aufmerksamkeits- und 

Konzentrationsleistungen wirkten sich auf alle kognitiven Bereiche negativ aus. Affektiv 

bestehe zudem eine depressive Verstimmung mit gereizten Reaktionsweisen sowie 

geringer Frustrationstoleranz. Die seit dem Unfall vom 3. März 2005 persistierende 

Schmerzproblematik sowie die zwischenzeitlich eingetretene depressive Entwicklung 

hielten die verminderte Ausdauer und die reduzierten Aufmerksamkeitsleistungen 

aufrecht, was zur erwähnten erheblich eingeschränkten Dauerbelastbarkeit führe. 

Aufgrund dieses Mischbildes sei eine Quantifizierung der neuropsychologischen 

Auffälligkeiten nicht möglich. Zwischen dem Verhalten des Beschwerdeführers in der 

Testsituation, in der er kaum in der Lage gewesen sei, sich ein paar Minuten zu 

konzentrieren und seinen Angaben, dass er ab und zu Auto fahre, bestehe eine 

erhebliche Diskrepanz, die sich mit der leichten traumatischen Hirnverletzung und der 

HWS-Distorsion nicht erklären lasse. In ähnliche Richtung wiesen die Resultate im 

Screening-Verfahren zur Erfassung von Malingering (Simulationsverhalten; Suva-act. 

35). Im Rahmen des Psychiatrischen Konsiliums wurde sodann die Diagnose einer 

schweren depressiven Episode (ICD-10): F32.2) vor dem Hintergrund einer eher 

wahrscheinlichen posttraumatischen Belastungsstörung infolge des Unfalls vom 3. 

März 2005 (ICD-10: F43.1) gestellt. Zudem bestehe laut Angaben des 

Beschwerdeführers eine erhöhte Reizbarkeit mit teilweise aggressiven Durchbrüchen. 

Es sei anzunehmen, dass sich die depressive Symptomatik jetzt zusätzlich durch die 

psychosozialen Belastungsfaktoren (Arbeitsplatzverlust, Konflikte mit dem Arbeitgeber, 

Probleme mit der Ehefrau) und die persistierende Schmerzsymptomatik (Kopf- und 

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Nackenschmerzen) verschlimmert habe. Die vom Beschwerdeführer berichtete 

Gereiztheit und Neigung zu aggressiven Ausbrüchen gegenüber seiner Familie und 

Mitarbeitern stehe nicht selten ebenfalls in Zusammenhang mit einer 

posttraumatischen Belastungsstörung. In der aktuellen psychischen Verfassung sei der 

Beschwerdeführer rein aus psychischer Sicht zu 100% arbeitsunfähig (Suva-act. 36). 

Durch die von Dr. I.___ am 9. August 2005 durchgeführte neurootologische 

Untersuchung konnte eine wesentliche Störung des Gleichgewichtsfunktionssystems 

ausgeschlossen werden. Allenfalls bestünden diskrete Hinweise auf eine zentrale 

vestibuläre Funktionsstörung - leichtes Überwiegen der Rechtsnystagmen bei den 

experimentellen Untersuchungen jedoch numerisch durchaus noch im Normbereich - 

welche durch die stattgefundene Commotio im Sinne eines postcommotionellen 

Syndroms durchaus erklärbar sei. Erfahrungsgemäss erholten sich solche leichten 

postcommotionellen Störungen im Laufe der Monate folgenlos (Suva-act. 37). Im 

Austrittsbericht der Rehaklinik D.___ vom 31. August 2005 wurde schliesslich 

zusammenfassend festgehalten, dass aus psychischer Sicht eine 100%ige 

Arbeitsunfähigkeit für die bisherige angestammte Tätigkeit als Rollladenmonteur 

bestehe. Aber auch für andere berufliche Tätigkeiten sei zur Zeit keine verwertbare 

Arbeitsleistung gegeben. Die Beschwerden aus dem neuropsychologischen Fachgebiet 

seien am ehesten im Rahmen des psychopathologischen Zustandsbildes zu erklären, 

obwohl eine Quantifizierung aufgrund des Mischbildes (persistente 

Schmerzproblematik/depressive Entwicklung/geringe Anstrengungsbereitschaft) 

derzeit nicht möglich sei. Aktuell stehe die Psychopathologie eindeutig im Vordergrund. 

Da keine Anhaltspunkte für eine umschriebene organisch-strukturelle Schädigung des 

Nervensystems oder anderen anatomischen Strukturen vorliege, werde von keiner 

relevanten Einschränkung der Zumutbarkeit aus somatischer Sicht ausgegangen. 

Lediglich sollten - bei diskreten Hinweisen auf eine zentrale vestibuläre 

Funktionsstörung - kurzfristig die unfallträchtige Situation sowie Tätigkeiten mit 

Sturzgefahr gemieden werden (Suva-act. 39). Laut Kurzbericht der Klinik E.___ vom 17. 

November 2005 musste sich der Beschwerdeführer am 27. Oktober 2005 aufgrund 

einer schweren psychischen Erkrankung in der Klinik in stationäre Behandlung 

begeben. Die Erkrankung sei Folge des Unfalls vom 3. März 2005 und stehe in 

unmittelbarem Zusammenhang mit diesem Unfall (Suva-act. 49). Im ausführlichen 

Bericht über die stationäre Behandlung vom 1. Dezember 2005 bestätigte die Klinik 

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sodann die bereits von der Rehaklinik D.___ gestellten psychiatrischen Diagnosen einer 

schweren depressiven Episode (ICD-10: F 32.2) sowie einer posttraumatischen 

Belastungsstörung (ICD-10: F 43.1). Als Nebendiagnosen wurde ein Status nach 

Selbstunfall mit dem Auto am 3. März 2005 mit leicht traumatischer Hirnverletzung, 

HWS-Distorsion und multiplen Kontusionen sowie eine verminderte Glukosetoleranz 

gestellt. Die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers wurde schliesslich auf 0% 

festgelegt.

c) Zusammenfassend ist angesichts obiger Erwägungen festzustellen, dass die später 

verfassten medizinischen Berichte gegenüber den echtzeitlichen Akten ausschliesslich 

psychiatrische Diagnosen enthalten, dies unter anderem verbunden mit dem Hinweis 

auf eine psychosoziale Belastungssituation. Aufgrund der echtzeitlichen Akten können 

sodann - wie in Erwägung Ziff. 4b/bb dargelegt - typische Verletzungsfolgen nach 

einem HWS- und/oder Schädelhirntrauma deutlich geworden in Form eines typischen 

Beschwerdebildes mit einer Häufung von Beschwerden nicht ohne weiteres bejaht 

werden. Die Nacken- bzw. HWS-Schmerzen sind einzig in den echtzeitlichen Akten 

erwähnt. Vier Monate nach dem Unfall machte sich sodann parallel mit dem Auftreten 

psychischer Symptome eine Symptomausweitung bemerkbar. In Übereinstimmung mit 

der Schlussfolgerung in Erwägung Ziff. 5b spricht dieser Umstand gleichfalls für eine 

Heilungstendenz der physischen Anteile. Auch von Seiten der medizinischen 

Forschung (GERHARD JENZER, Klinische Aspekte bei HWS-Belastungen durch 

Kopfanprall oder Beschleunigungsmechanismus; Grenzbereich zum leichten Schädel-

Hirn-Trauma, in: SZS 1996 S. 462 ff.) wird festgehalten, der typische posttraumatische 

Verlauf nach einem leichten Schädelhirntrauma bzw. einer Beschleunigungsverletzung 

entspreche einer Erholung innert sechs bis zwölf Wochen (JENZER, a.a.O., S. 467). 

Ungewöhnlich lang dauernde und schwere Verläufe nach Beschleunigungsverletzung 

würden bei Fehlen der klinischen Kriterien einer traumatischen Hirn- bzw. HWS-

Schädigung nach einer Interpretation ausserhalb einer hirnorganischen Schädigung 

bzw. Schädigung im HWS-Bereich rufen (JENZER, a.a.O., S. 469 mit Hinweis und S. 

463; vgl. auch B. P. RADANOV, Über den Stellenwert der neuropsychologischen Diag-

nostik bei Patienten nach HWS-Distorsion, in: SZS 1996 S. 471 ff. und S. 475). Im 

Übrigen ist von Bedeutung, dass eine gesundheitliche Schädigung nicht schon dann 

als durch den Unfall verursacht gelten kann, wenn sie zeitlich nach diesem aufgetreten 

ist (vgl. BGE 119 V 341 f.). Entsprechend der vorherigen Erwägungen ist die Adäquanz 

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des Kausalzusammenhangs mit dem Unfallereignis vom 3. März 2005 bei dieser 

Ausgangslage praxisgemäss (Erwägung Ziff. 2b hievor) nach Massgabe der in BGE 115 

V 133 begründeten Rechtsprechung zu den psychogenen Unfallfolgen (und nicht nach 

derjenigen zu den Folgen eines Schleudertraumas der HWS oder einer gleichgestellten 

Verletzung) zu beurteilen.

6.- a) Die Frage, ob es sich bei den heute bestehenden psychischen 

Gesundheitsstörungen um eine natürliche Folge des versicherten Unfalls handelt, kann 

offen bleiben, wenn ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen den psychischen 

Störungen und dem Unfall verneint werden muss (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67). Selbst 

wenn vorliegend ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den psychischen 

Beschwerden des Beschwerdeführers und dem Unfall zu bejahen wäre, müsste - wie 

nachfolgend zu zeigen sein wird - das Bestehen des adäquaten 

Kausalzusammenhangs verneint werden. Die Beschwerdegegnerin legte im 

angefochtenen Einspracheentscheid die rechtlichen Voraussetzungen des Vorliegens 

eines adäquat-kausalen Zusammenhangs zwischen Unfall und psychischer 

Gesundheitsschädigung zutreffend dar (Erwägungen Ziff. 3); darauf kann verwiesen 

werden.

b) Der Beschwerdeführer geriet am 3. März 2005 als Lenker eines Lieferwagens auf der 

Autobahn fahrend aus unbekannten Gründen mit den rechten Rädern seines Fahrzeugs 

über den rechten Fahrbahnrand hinaus auf die angrenzende Wiese. Durch eine heftige 

Lenkbewegung gegen links kam das Fahrzeug ins Schleudern, wobei es erneut über 

den rechten Fahrbahnrand hinaus geriet und sich am angrenzenden Wiesenbord 

überschlug und auf dem Dach liegend zum Stillstand kam. Für ein vom 

Beschwerdeführer angegebenes mehrmaliges Überschlagen des Fahrzeugs finden sich 

im Polizeibericht vom 15. März 2005 keine Hinweise (vgl. Suva-act. 65/3 und 65/4). Die 

Parteien sind sich - zu Recht - einig, dass dieser Unfall bei der im Rahmen der Prüfung 

des adäquaten Kausalzusammenhangs vorzunehmenden Katalogisierung aufgrund des 

augenfälligen Geschehensablaufs sowie mit Blick auf die entsprechende Kasuistik bzw. 

der bundesgerichtlichen Praxis (vgl. ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Rechtsprechung 

des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, UVG, 3. Aufl. Zürich 2003, S. 55 ff.; 

Urteil des EVG vom 10. Juli 2002 [U 309/01] i/S O.) den mittelschweren Unfällen 

zuzuordnen ist. Die Frage der genauen Zuteilung des Unfalls innerhalb der 

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mittelschweren Unfälle braucht vorliegend nicht beantwortet zu werden, weil die 

folgende Beurteilung zeigt, dass die in die Prüfung mit einzubeziehenden Kriterien 

(BGE 115 V 140 6c/aa, 117 V 366 f. E. 6) weder in gehäufter oder auffallender Weise 

erfüllt sind, noch eines der Kriterien in besonders ausgeprägter Weise gegeben ist. Eine 

gewisse Eindrücklichkeit ist dem Verkehrsunfall vom 3. März 2005 durchaus 

zuzubilligen. Von einer besonderen Eindrücklichkeit oder von besonders dramatischen 

Begleitumständen, welche objektiv geeignet sind, bei Betroffenen psychische Abläufe 

in Bewegung zu setzen, die an den nachfolgenden psychischen Fehlentwicklungen 

mitbeteiligt sein können, kann jedoch trotz allem nicht gesprochen werden (vgl. dazu 

Urteil des EVG vom 10. Februar 2006 [U 353/05] i/S M.; RKUV 1999 Nr. U 335 S. 209 

f.). Insbesondere war der Unfallablauf offensichtlich ein kurzes Ereignis, woran sich der 

Beschwerdeführer nicht mehr erinnern kann (vgl. Suva-act. 65/2). Das Kriterium der 

Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung ist ebenso nicht erfüllt. Der 

Beschwerdeführer hat zwar multiple Distorsionen bzw. Kontusionen erlitten, welche 

jedoch nicht allesamt entsprechende klinische Befunde ergaben. Die nach dem HWS- 

und/oder Schädelhirntrauma aufgetretenen Beschwerden mögen wohl als unangenehm 

bezeichnet werden; um schwere gesundheitliche Beeinträchtigungen, wie sie nach 

Verkehrsunfällen auftreten können, handelt es sich jedoch dabei nicht. Strukturelle 

Schädigungen oder äussere Verletzungen hat der Beschwerdeführer keine erlitten. 

Anzeichen für eine fachärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 

verschlimmert hätte, sind aus den medizinischen Akten nicht ersichtlich. Im 

Zusammenhang mit der Frage der Dauer der ärztlichen Behandlung und der 

körperlichen Dauerschmerzen ist zu beachten, dass das nach dem HWS- und/oder 

Schädelhirntrauma aufgetretene Beschwerdebild - wie in Erwägung Ziff. 5b und c 

ausgeführt - spätestens im Zeitpunkt des Eintritts in die Klinik E.___ am 30. September 

2005, d.h. rund sieben bzw. acht Monate nach dem Unfall, nicht mehr durch 

organische, sondern wohl durch psychische Faktoren aufrechterhalten wurde, der 

psychische Gesundheitsschaden aber nicht in die Adäquanzbeurteilung einbezogen 

werden darf (BGE 123 V 99 E. 2a). Bei dieser Zeitspanne kann keinesfalls von einer 

ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung gesprochen werden. 

Abgesehen von einem rund einmonatigen stationären Aufenthalt in der Rehaklinik D.___ 

zur medizinischen Abklärung und Standortbestimmung erfolgte sodann lediglich die 

Abgabe schmerzlindernder Medikamente im Rahmen hausärztlicher 

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Kontrolluntersuchungen und angeblich eine Spritzentherapie (Suva-act. 11, 17, 23). 

Irgendwelche andere intensive Therapien wurden keine durchgeführt. Körperlich 

bedingte Dauerschmerzen sind dementsprechend ebenfalls zu verneinen. Dem Grad 

und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit kommt schliesslich ebenfalls 

unter dem Blickwinkel der oben erwähnten Zeitspanne kein besonderes Gewicht zu. 

Laut psychosomatischem Konsilium der Rehaklinik D.___ vom 3. August 2005 (Suva-

act. 36) und dem Bericht der Klinik E.___ vom 1. Dezember 2005 (Suv-act. 55) ist der 

Beschwerdeführer aus psychischen Gründen zu 100% arbeitsunfähig. Demgegenüber 

geht die Rehaklinik D.___ im Austrittsbericht vom 31. August 2005 von keiner 

relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht aus (Suva-act. 

39). Mangels bleibender physischer Verletzung erübrigen sich schliesslich auch die 

Fragen nach der Schwierigkeit des Heilungsverlaufs und der Erheblichkeit von 

diesbezüglichen Komplikationen. Damit ist von den massgebenden Kriterien kein 

einziges erfüllt. Angesichts der geschilderten Umstände ist mit dem Beweisgrad der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit als erstellt zu erachten, dass der in Frage stehende 

Unfall nicht geeignet war, die bestehenden (psychisch) bedingten Beschwerden des 

Beschwerdeführers auch über den 30. September bzw. 31. Oktober 2005 hinaus 

adäquat-kausal zu beeinflussen. Der stationäre Aufenthalt in der Klinik E.___ ist 

offensichtlich aus rein psychischen Gründen notwendig geworden. Die Verneinung 

einer Leistungspflicht für die dadurch entstandenen Heilkosten sowie die Einstellung 

der Taggeldleistungen per 31. Oktober 2005 lässt sich daher nicht beanstanden.

7.- Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde unter Bestätigung des 

Einspracheentscheids vom 24. März 2006 abzuweisen. Gerichtkosten sind keine zu 

erheben (Art. 61 lit. a des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 

Sozialversicherungsrechts [SR 830.1, ATSG]). Zufolge Gewährung der unentgeltlichen 

Rechtsverbeiständung ist der Vertreter des Beschwerdeführers bei diesem 

Verfahrensausgang durch den Staat zu entschädigen (Art. 61 lit. f ATSG und Art. 99 

Abs. 1 und Abs. 2 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 

951.1, in Verbindung mit Art. 281 f. des kantonalen Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2). 

Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat für diesen Fall die Kostennote vom 4. 

Januar 2007 eingereicht. Die geltend gemachten Entschädigungsforderungen von Fr. 

3'735.-- (Honorar) und Fr. 166.-- (Barauslagen) erscheinen in Anbetracht der 

Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses als angemessen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 16/16

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Inklusive Mehrwertsteuer von Fr. 296.50 ist der Rechtsvertreter deshalb gesamthaft mit 

Fr. 4'197.50 zu entschädigen ist.

Demgemäss hat das Versicherungsgericht

im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 53 GerG

entschieden:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3. Der Staat entschädigt den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers mit Fr. 4'197.50 

inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 25.04.2007
	Art. 6 UVG. Frage nach einem typischen Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden nach dem Unfall offen gelassen. Die zum typischen Beschwerdebild gehörenden physischen Anteile haben relativ bald nach dem Unfall an Bedeutung verloren. Adäquanzbeurteilung der psychischen Störungen gemäss BGE 115 V 138 (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 25. April 2007, UV 2006/58).

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