# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ef2bc46e-77d6-5f0e-b8f4-13f2798cbd87
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-04-03
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 03.04.2025 SB240109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_SB240109_2025-04-03.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Strafkammer  

Geschäfts-Nr.: SB240109-O/U/cwo

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. Ch. Prinz, Präsident, Oberrichterin lic. iur. 

M. Knüsel und Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely sowie die 

Gerichtsschreiberin MLaw A. Donatsch

Urteil vom 3. April 2025

in Sachen

A._____, 
Beschuldigter und I. Berufungskläger

amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____, 

gegen

Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich, 
Anklägerin und II. Berufungsklägerin

betreffend mehrfache Misswirtschaft etc. 

Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung, 
vom 14. Dezember 2023 (DG230078)

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Anklage: 

Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 15. Mai 

2023 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 1A).

Urteil der Vorinstanz: 
(Urk. 35 S. 108 ff.)

"Es wird erkannt:

1. Der Beschuldigte A._____ ist schuldig

 der mehrfachen Misswirtschaft i.S.v. Art. 165 Ziff. 1 StGB;

 der mehrfachen Unterlassung der Buchführung i.S.v. Art. 166 StGB; 

 der mehrfachen Geldwäscherei i.S.v. Art. 305bis Ziff. 1 StGB.

2. Vom Vorwurf der mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung i.S.v. 

Art. 253 Abs. 1 StGB wird der Beschuldigte A._____ freigesprochen.

3. Der Beschuldigte A._____ wird bestraft mit 14 Monaten Freiheitsstrafe, wovon bis 

und mit heute 2 Tage durch Haft erstanden sind.

4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 4 Jahre 

festgesetzt.

5. Auf die Anordnung einer fakultativen Landesverweisung nach Art. 66abis StGB wird 

verzichtet.

6. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, der Privatklägerin 1 (B._____) Scha-

denersatz von Fr. 49'053.74 zuzüglich 5 % Zins ab 25. Januar 2020 zu bezahlen, 

sofern diese Forderung noch nicht getilgt wurde. Im Mehrbetrag wird die Privatklä-

gerin auf den Zivilweg verwiesen.

7. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 2 (C._____) Schadenersatz 

von Fr. 22'500 zuzüglich 5 % Zins ab 3. April 2019 zu bezahlen, sofern diese For-

derung noch nicht getilgt wurde.

8. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger 3 (D._____) Schadenersatz 

von Fr. 227'095.88 zu bezahlen, sofern diese Forderung noch nicht getilgt wurde.

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9. Der Beschuldigte A._____ wird verpflichtet, dem Staat als Ersatz für nicht mehr vor-

handenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil Fr. 5'989.20 zu bezahlen.

10. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich vom 

30. März 2023 beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der Kantonspolizei 

Zürich, Asservaten Triage, sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides der 

Lagerbehörde zur Vernichtung zu überlassen:

- Ass. Nr. A015'830'736: Armbanduhr Rolex, Oyster Perpetual Date, Silber-

farben, schwarzes Ziffernblatt, Lunette blau/schwarz, Fälschung

- Ass.-Nr. A015'830'747: Armbanduhr Richard Mille, schwarz Plastik, kupfer-

farbenes Ziffernblatt Totenkopf, Fälschung

- Ass.-Nr. A015'830'758: Uhrenschachtel grün, Rolex, Oyster L, leer

- Ass.-Nr. A015'830'769: Uhrenschachtel grün, Rolex, Oyster M, leer

11. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft lll des Kantons Zürich vom 

30. März 2023 als Beweismittel beschlagnahmten Gegenstände lagernd bei der 

Kantonspolizei Zürich, 

Asservaten Triage, sind an die Staatsanwaltschaft lll des Kantons Zürich zwecks 

Beschlagnahme im Verfahren 2021/10032341 zu überlassen:

- Ass.-Nr. A015'878'076: Datensicherung von Apple iPhone 12 pro max, 

SN: G6TF3gROOD56

- Ass.-Nr. A015'878'101: Datensicherung von Apple iMac, 

SN: DGKMTOD9F8J8, ModellA1418

12. Folgende mit Verfügung der Staatsanwaltschaft lll des Kantons Zürich vom 

30. März 2023 als Beweismittel beschlagnahmten Gegenstände, lagernd bei der 

Kasse des Bezirksgerichts Zürich, sind nach Eintritt der Rechtskraft dieses 

Entscheides an den Beschuldigten auf erstes Verlangen hin herauszugegeben. Bei 

Nichtabholung innert drei Monaten seit Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheides 

werden die Gegenstände vernichtet:

- Ass.-Nr. A015'697'311: Effektensack enth. Unterlagen 

- Ass.-Nr. A015'697'333: Effektensack enth. Unterlagen "Handelsregister"

- Ass.-Nr. A015'697'355: Effektensack enth. Unterlagen

- Ass.-Nr. A015'697'413: Effektensack enth. Ausdrucke aus EDV

- Ass.-Nr. A015'697'457: Effektensack enth. Kopien aus Ordner 

- Ass.-Nr. A015'697'479: Memory Stick, Daten aus EDV 

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- Ass.-Nr. A015'830'056: Effektensack enth. lose Akten / Notizen

- Ass.-Nr. A015'830'667: Effektensack enth. lose Akten / Notizen

- Ass.-Nr. A015'830'678: Effektensack enth. lose Akten / Notizen

- Ass.-Nr. A015'830'689: Effektensack enth. lose Akten / Notizen

- Ass.-Nr. A015'830'690: Effektensack enth. lose Akten / Notizen

- Ass.-Nr. A015'830'703: Effektensack enth. lose Akten / Notizen

- Ass.-Nr. A015'830'725: Effektensack enth. lose Akten

13. Das Apple iPhone 6 S (Ass.-Nr. A015'881'626), lagernd bei der Kantonspolizei 

Zürich, Asservaten Triage, wird dem Beschuldigten nach Eintritt der Rechtskraft 

dieses Entscheids bis drei Monate danach auf erstes Verlangen hin herausgege-

ben. Nach unbenutztem Ablauf dieser Frist wird der Gegenstand der Lagerbehörde 

zur Vernichtung überlassen.

14. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:

CHF 7'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:

CHF 15'000.00   Gebühr für das Vorverfahren;

CHF 22'725.10   amtliche Verteidigung (inkl. Akontozahlungen)

CHF 180.00   Auslagen (Gutachten);
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.

15. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen 

diejenigen der amtlichen Verteidigung, werden dem Beschuldigten A._____ aufer-

legt.

16. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; 

vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO. 

17. Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ wird für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger 

des Beschuldigten mit CHF 7'227 (inkl. Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse ent-

schädigt.

18. (Mitteilungen.)

19. (Rechtsmittel.)"

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Berufungsanträge:
(Prot. II S. 4 f.)

a) Der Verteidigung des Beschuldigten:

(Urk. 38, Urk. 60, Prot. II S. 6, sinngemäss)

Anfechtung von Dispositiv-Ziff. 1 (Schuldpunkt), 3 (Sanktion), 4 (Vollzug), 

6-8 (Zivilforderungen), 9 (Ersatzforderung) und 15-16 (Kostenauflage) des 

vorinstanzlichen Urteils

Vollumfänglicher Freispruch

b) Der Staatsanwaltschaft:

(Urk. 61 S. 1)

1. A._____ sei zusätzlich zu den erstinstanzlichen Schuldsprüchen auch der 

mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung schuldig zu 

sprechen.

2. A._____ sei mit einer Freiheitsstrafe von 31 Monaten zu bestrafen.

3. Von den 31 Monaten Freiheitsstrafe seien 12 Monate zu vollziehen. Für die 

restlichen 19 Monate sei unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren der 

bedingte Vollzug zu gewähren.

4. A._____ sei für 7 Jahre des Landes zu verweisen und die Landesverweisung 

sei im Schengener Informationssystem (SIS) auszuschreiben.

5. In allen übrigen Punkten, insbesondere den Schuldsprüchen der mehrfachen 

Misswirtschaft, der mehrfachen Unterlassung der Buchführung und der mehr-

fachen Geldwäscherei, sei das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen.

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Erwägungen:

I. Verfahrensgang   

1. Die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich (nachfolgend Staatsan-

waltschaft) leitete am 20. Mai 2021 aufgrund einer Strafanzeige von D._____ 

(nachfolgend: Privatkläger 3) gegen den Beschuldigten sowie dessen Bruder 

E._____ (nachfolgend: Mitbeschuldigter) eine Strafuntersuchung wegen des Ver-

dachts auf Konkursdelikte mit der F._____ AG Holding AG (nachfolgend F._____ 

AG) sowie auf Betrug zum Nachteil des Privatklägers 3 ein (Urk. 30101001). 

2. Am 5. August 2021 trennte die Staatsanwaltschaft die Verfahren der beiden 

Beschuldigten ab, da gegen den sich in Haft befindenden Mitbeschuldigten bereits 

eine Strafuntersuchung lief, welche kurz vor dem Abschluss stand (Verfahrens-

nummer …). Hernach wurde das Verfahren hinsichtlich der F._____ gegen den 

Mitbeschuldigten mit der laufenden Untersuchung unter der Verfahrensnummer … 

vereinigt (Urk. 10203001 ff.).

3. Am 10. August 2021 wurde der Ermittlungsauftrag der Staatsanwaltschaft 

vom 20. Mai 2021 erweitert, da am 21. Mai 2021 eine Strafanzeige des Konkur-

samtes Zug wegen Unterlassung der Buchführung im Zusammenhang mit dem 

Konkurs der G._____ AG (nachfolgend: G._____ AG) eingereicht wurde (Urk. 

20201001), welches Verfahren in der Zwischenzeit auch auf Misswirtschaft mit die-

ser Gesellschaft ausgedehnt wurde (Urk. 30201016) und sich in der Strafuntersu-

chung gegen den Mitbeschuldigten Indizien hinsichtlich Geldwäschereihandlungen 

des Beschuldigten ergaben (Urk. 30201002).

4. Nach durchgeführter Untersuchung erhob die Staatsanwaltschaft am 15. Mai 

2023 Anklage am Bezirksgericht Zürich (Urk. 1A). Am 14. Dezember 2023 fällte die 

Vorinstanz das eingangs im Dispositiv wiedergegebene Urteil (Urk. 35). Zum 

Verfahrensgang im Einzelnen ist zur Vermeidung von Wiederholungen auf die 

Darstellung der Vorinstanz zu verweisen (Urk. 35 S. 8 ff.).

5. Gegen das schriftlich eröffnete Urteil vom 14. Dezember 2023 meldeten der 

Beschuldigte und die Staatsanwaltschaft rechtzeitig Berufung an (Urk. 28 i.V.m. 

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Urk. 30/1; Urk. 29 i.V.m. Urk. 30/3). Die Berufungserklärungen wurden ebenfalls 

innert Frist erstattet (Urk. 37 i.V.m. Urk. 34/1; Urk. 38 i.V.m. Urk. 34/2). 

6. Mit Präsidialverfügung vom 20. März 2024 wurde dem Beschuldigten, den 

Privatklägern sowie der Staatsanwaltschaft Frist zur Erhebung einer Anschluss-

berufung bzw. zum Antrag auf Nichteintreten auf die (jeweils andere) Berufung 

angesetzt (Urk. 40). Die Staatsanwaltschaft erklärte innert Frist ihren Verzicht auf 

Anschlussberufung (Urk. 42). Der Beschuldigte seinerseits verzichtete am 14. April 

2024 auf eine Anschlussberufung zur Berufung der Staatsanwaltschaft (Urk. 44). 

Am 4. Oktober 2024 ersuchte die Verteidigung um Zusicherung des freien Geleits 

für die anzusetzende Berufungsverhandlung (Urk. 45), was gleichentags abgelehnt 

wurde (Urk. 46). Am 21. Oktober 2024 wurde dem amtlichen Verteidiger auf 

entsprechendes Gesuch hin (Urk. 47-48) eine Akonto-Honorarzahlung im Umfang 

von CHF 1'500.00 ausgerichtet (Urk. 49). 

7. Am 31. Januar 2025 wurden die Parteien zur Berufungsverhandlung auf den 

3. April 2025 vorgeladen (Urk. 51).

8. Am 14. März 2025 wurde über den Beschuldigten ein neuer Strafregister-

auszug eingeholt (Urk. 53).

9. Mit E-Mail vom 31. März 2025 liess der Beschuldigte (erneut) um freies Geleit 

ersuchen respektive ein Dispensationsgesuch stellen, welches präsidialiter 

gleichentags begründet abgelehnt wurde (Urk. 57; Urk. 58).

10. Zur Berufungsverhandlung erschienen der amtliche Verteidiger Rechtsan-

walt Dr. iur. X._____ sowie Staatsanwalt MLaw H._____. Der Beschuldigte ist un-

entschuldigt nicht erschienen; die Berufungsverhandlung fand ohne ihn statt (Prot. 

II S. 4 ff.). Vorfragen waren keine zu entscheiden und auch keine Beweise abzu-

nehmen (Prot. II S. 6). 

11. Nach den Parteivorträgen verzichteten die Parteien auf eine mündliche 

Urteilseröffnung und -erläuterung (Art. 84 Abs. 3 StPO; Prot. II S. 20). Die geheime 

Beratung fand gleichentags statt, das Urteil wurde am 3. April 2025 gefällt und den 

Parteien schriftlich im Dispositiv eröffnet (Prot. II S. 21; Urk. 62).

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II.Prozessuales

1. Anwendbares Recht

1.1. Am 1. Januar 2024 traten die revidierten Bestimmungen der StPO in Kraft 

(AS 2023 468; BBl 2019 6697). Gemäss Art. 453 Abs. 1 StPO werden Rechtsmittel 

gegen Entscheide, die vor Inkrafttreten der neuen Regelungen gefällt wurden, nach 

bisherigem Recht beurteilt. Infolgedessen ist für das vorliegende Rechtsmittelver-

fahren das frühere Prozessrecht massgebend.

1.2. Der Beschuldigte ist zur Berufungsverhandlung unentschuldigt nicht erschie-

nen (Prot. II S. 5 f.). Diese fand entsprechend in seiner Abwesenheit statt (Art. 407 

Abs. 1 lit. a StPO; Art. 407 Abs. 2 StPO, e contrario).

1.3. Mit Bezug auf das materielle Recht ist zu beachten, dass auch dieses in 

Bezug auf den vorgeworfenen Deliktszeitraum Revisionen erfahren hat. So trat per 

1. Januar 2018 eine Teilrevision des Sanktionenrechts in Kraft. Weiter wurde per 

1. Juli 2023 das Bundesgesetz vom 17. Dezember 2021 über die Harmonisierung 

der Strafrahmen in Kraft gesetzt. Auch in Bezug auf die Verfolgungsverjährung (per 

1. Januar 2014 in Kraft getreten) erging eine Revision. Die revidierten Bestimmun-

gen des Strafgesetzbuches kommen auch auf Straftaten zur Anwendung, die vor 

ihrem Inkrafttreten begangen wurden, aber erst nachher beurteilt werden, sofern 

das neue Recht das mildere ist (Art. 2 Abs. 2 StGB; vgl. hierzu im Übrigen Erw. V.).

1.4. Das ab 1. Januar 2014 geltende Verjährungsrecht zeigt sich im Resultat 

nicht milder für den Beschuldigten, weshalb es für die anklagegegenständlichen 

Handlungen aus dem Jahr 2013 (vgl. Urk. 1A S. 4 ff.) nicht zur Anwendung gelangt 

(Art. 2 Abs. 2 StGB).

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2. Umfang der Berufung

2.1. Die Berufung hat im Umfang der Anfechtung aufschiebende Wirkung 

(Art. 402 StPO). Die nicht von der Berufung erfassten Punkte erwachsen in Rechts-

kraft. Das Berufungsgericht überprüft somit das erstinstanzliche Urteil nur in den 

angefochtenen Punkten (Art. 404 Abs. 1 StPO).

2.2. Der Beschuldigte wendet sich gegen den Schuldspruch (Dispositiv-Ziff. 1), die 

Strafe und den Vollzug (Dispositiv-Ziff. 3-4), die Regelung der Zivilansprüche 

(Dispositiv-Ziff. 6-8), die Ersatzforderung (Dispositiv-Ziff. 9) und die Kostenauflage 

(Dispositiv-Ziff. 15-16). 

Die Staatsanwaltschaft ficht nur den Freispruch vom Vorwurf der Erschleichung 

einer falschen Beurkundung (Dispositiv-Ziff. 2), die Strafe und den Vollzug (Dispo-

sitiv-Ziff. 3-4) sowie das Absehen von einer fakultativen Landesverweisung (Dispo-

sitiv-Ziff. 5) an. 

2.3. Unangefochten blieben somit der Entscheid über die beschlagnahmten 

Gegenstände (Dispositiv-Ziff. 10-13), die Kostenfestsetzung (Dispositiv-Ziff. 14) 

und das (zusätzliche) Honorar der amtlichen Verteidigung (Dispositiv-Ziff. 17). Der 

vorinstanzliche Entscheid ist insoweit in Rechtskraft erwachsen, was vorab mittels 

Beschlusses vorzumerken ist (Art. 399 Abs. 3 i.V.m. Art. 437 StPO). 

2.4. Im Übrigen steht der angefochtene Entscheid unter Berücksichtigung des 

Verschlechterungsverbots im Sinne von Art. 391 Abs. 2 StPO zur Disposition.

3. Allgemeine Hinweise

3.1. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des eingeklagten 

Sachverhaltes auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, erfolgt dies in 

Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, ohne dass dies explizit Erwähnung findet.

3.2. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c 

StPO) folgt die Pflicht des Gerichts, seinen Entscheid zu begründen. Die 

Begründung muss kurz die wesentlichen Überlegungen nennen, von denen sich 

das Gericht hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid stützt. Es darf sich 

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aber auf die wesentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht 

ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand 

auseinandersetzen und diese widerlegen. Es kann sich mithin auf die für den 

Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Ebenso wenig lässt sich Art. 6 Ziff. 1 

EMRK in der Weise auslegen, dass eine detaillierte Antwort auf jedes Argument 

gefordert würde (BGE 146 IV 297 E. 2.2.7; 143 III 65 E. 5.2; 141 IV 249 E. 1.3.1; 

Urteil 6B_689/2019 vom 25. Oktober 2019 E. 1.5.2, mit Hinweisen).

III. Sachverhalt

A Ausgangslage

1. Anklagevorwurf

1.1. Der eingeklagte Sachverhalt ergibt sich aus der nachfolgend zusammenge-

fassten 25-seitigen Anklageschrift vom 15. Mai 2023, auf welche für Einzelheiten 

zu verweisen ist (Urk. 1A). 

1.2. Sachverhaltskomplex "F._____ Holding AG"

1.2.1. Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, am 23. Mai 2013 zusammen mit dem 

Mitbeschuldigten die F._____ AG mit Sitz in I._____ für den Preis von 

EUR 19'500.00 gekauft zu haben. Dabei habe es sich um einen Aktienmantel ge-

handelt, d.h. um eine stillgelegte Gesellschaft ohne jegliche Geschäftstätigkeiten. 

Vom ursprünglichen Aktienkapital von CHF 100'000.00 sei zu diesem Zeitpunkt 

nichts mehr vorhanden gewesen, d.h. das Eigenkapital habe Null betragen. Ab Juni 

2014 habe die F._____ AG Liquiditätsprobleme gehabt, so dass sie bis zum 11. 

Januar 2016 acht Mal betrieben worden sei und zudem eine Konkursandrohung 

erhalten habe. Spätestens ab dem 19. Januar 2016 hätten der F._____ AG die 

erforderlichen Zahlungsmittel gefehlt, um ihre fälligen und in naher Zukunft fällig 

werdenden Schulden zu begleichen. Der Beschuldigte habe es als faktisches Or-

gan (eventualiter als Mitarbeiter mit selbständigen Entscheidungsbefugnissen in 

seinem Tätigkeitsbereich) unterlassen, bis zum Konkurs (Konkurseröffnung am 30. 

Januar 2020) die F._____ AG mit Kapital auszustatten, die ihr eine nachhaltige und 

wirtschaftlich rentable Geschäftstätigkeit erlaubt hätte. Zudem habe der Beschul-

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digte trotz Zahlungsunfähigkeit der F._____ AG für diese einen unverhältnismässi-

gen Aufwand verursacht, so durch seine Beratervergütung ab dem 1. Juli 2014 

(CHF 18'000.00 pro Monat, davon ausbezahlt CHF 1'000.00 bis 1'500.00 pro Mo-

nat) und Mietzinsen (für ein Einfamilienhaus für die Familie A._____E._____) von 

CHF 6'500.00 pro Monat. Die ungenügende Kapitalausstattung, die erwähnten 

Zahlungsverpflichtungen und die auflaufenden Schulden ab dem 19. Januar 2016 

hätten bis zum Zeitpunkt des Konkurses der F._____ AG zu einer deutlichen Ver-

schlimmerung ihrer Vermögenslage im Umfang von netto mindestens CHF 

275'485.19 geführt. Das Konkursverfahren sei am 14. April 2020 mangels Aktiven 

eingestellt worden, wodurch sämtliche Gläubiger, darunter der Privatkläger 3, zu 

einem Totalverlust gekommen seien. Der Beschuldigte soll mindestens mit Even-

tualvorsatz gehandelt haben (Anklageziffer 1.2. und 1.2.1., Misswirtschaft betref-

fend F._____ Holding AG). 

1.2.2. Weiter habe es der Beschuldigte spätestens ab dem 1. Januar 2017 pflicht-

widrig unterlassen, die Buchhaltung der F._____ AG zu führen und deren Jahres-

rechnungen – bestehend aus Bilanz und Erfolgsrechnung – zu erstellen oder dafür 

zu sorgen, dass diese durch Dritte geführt bzw. erstellt werde. Dies habe zur Folge 

gehabt, dass die tatsächliche Vermögenslage der F._____ AG ab dem 1. Januar 

2017 bis zu ihrem Konkurs am 30. Januar 2020 nicht mehr ersichtlich gewesen sei 

(Anklageziffer 1.2.2., Unterlassung der Buchführung der F._____ Holding AG). 

1.3. Sachverhaltskomplex "G._____ AG"

1.3.1. Dem Beschuldigten wird weiter vorgeworfen, dass er am 30. Juli 2018 in Zug 

eine Anmeldung zur Eintragung ins Handelsregister des Kantons Zug unterzeichnet 

habe. Damit habe sich der Beschuldigte als einziges Mitglied des Verwaltungsrats 

der G._____ AG (nachfolgend: G._____ AG) mit Einzelunterschrift angemeldet. Die 

Anmeldung sei am 28. August 2018 beim Handelsregister des Kantons Zug ange-

kommen. Nachdem die G._____ AG am tt.mm.2019 von Amtes wegen aufgrund 

eines fehlenden ordnungsgemässen Domizils aufgelöst worden sei, habe sich der 

Beschuldigte erneut als einziges Mitglied des Verwaltungsrats zur Verfügung ge-

stellt. Seine am 17. Februar 2020 unterzeichnete Anmeldung sei am 19. Februar 

2020 beim Handelsregister in Zug angekommen. Die Anmeldungen hätten dazu 

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geführt, dass ein Beamter den Beschuldigten am tt.mm.2018 sowie am tt.mm.2020 

als einziges Mitglied des Verwaltungsrats in das Tagesregister respektive wenige 

Tage später im Hauptregister des Handelsregisters eingetragen habe. Die Einträge 

hätten dadurch die Bereitschaft des Beschuldigten beurkundet, seine unübertrag-

baren und unentziehbaren Aufgaben als Verwaltungsrat tatsächlich erfüllen zu wol-

len. Der Beschuldigte habe aber nie vorgehabt, die Aufgaben eines Verwaltungs-

rates zu erfüllen (Anklageziffer 1.3.1., mehrfache Erschleichung einer falschen Be-

urkundung). 

1.3.2. Trotz der Zahlungsunfähigkeit und der begründeten Besorgnis der Über-

schuldung der G._____ AG ab dem 21. September 2018 habe es der Beschuldigte 

entgegen seiner obligationenrechtlichen, unübertragbaren und unentziehbaren 

Aufgabe als einziges Mitglied des Verwaltungsrats (in Mittäterschaft mit dem Mit-

beschuldigten) unterlassen, eine Zwischenbilanz zu erstellen oder erstellen zu las-

sen und diese durch einen zugelassenen Revisor prüfen zu lassen oder sofort das 

Konkursgericht zu benachrichtigen, wodurch der Beschuldigte eine Verschleppung 

des Konkurses der G._____ AG um ca. 2.5 Jahre bewirkt habe. Als Folge dieser 

Unterlassung seien der G._____ AG bis zur letztendlichen Konkurseröffnung am 

11. Januar 2021 laufend weitere Betriebskosten und Schulden entstanden, u.a. für 

Löhne des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten, für Büromietzinsen, für das 

Leasing eines Fahrzeugs Land Rover RR 5.0SC mit einem Jahresleasingzins von 

CHF 20'839.00 und Jahresversicherungsprämien von CHF 3'043.00, für Anwalts-

dienstleistungen und für Steuern und Abgaben. Gleichzeitig habe die G._____ AG 

ab dem 21. September 2018 keinerlei Erträge aus Geschäftstätigkeit erwirtschaftet 

oder sonstige Wertschöpfung und auch keine Angestellten gehabt, mit denen dies 

möglich gewesen wäre. Bei Konkurseröffnung habe die G._____ AG Schulden von 

mindestens CHF 230'000.00, davon nicht getilgte Verlustscheine von ca. 

CHF 70'000.00, gehabt, denen keinerlei verwertbare Aktiven gegenüber gestanden 

hätten. Das Konkursverfahren sei am 29. Juli 2021 mangels Aktiven eingestellt wor-

den, wodurch sämtliche Gläubiger zu einem Totalverlust gekommen seien. Die fort-

laufende Verschlimmerung der Vermögenslage der G._____ AG habe der Beschul-

digte bewusst in Kauf genommen (Anklageziffer 1.3.2., Misswirtschaft betreffend 

G._____ AG). 

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1.3.3. Der Beschuldigte habe es ab seiner Einsetzung als einziges Mitglied des 

Verwaltungsrats der G._____ AG am 30. August 2018 unterlassen, die Buchhal-

tung der G._____ AG zu führen und deren Jahresrechnungen – bestehend aus 

Bilanz und Erfolgsrechnung – zu erstellen oder dafür zu sorgen, dass diese durch 

Dritte geführt bzw. erstellt wurden. Dies habe zur Folge gehabt, dass die tatsächli-

che Vermögenslage der G._____ AG ab dem 30. August 2018 bis zu ihrem Konkurs 

am 11. Januar 2021 nicht ersichtlich gewesen sei (Anklageziffer 1.3.3., Unterlas-

sung der Buchführung der G._____ AG). 

1.4. Geldwäscherei

Gemäss Anklage seien C._____ (nachfolgend: Privatkläger 2) und B._____ (nach-

folgend: Privatklägerin 1) durch betrügerische Machenschaften des Mitbeschuldig-

ten und von J._____ (Vater des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten) dazu be-

wegt worden, Geld für vermeintliche Investitionen in Immobilien in … [Stadt in den 

Niederlanden] zu überweisen (Privatkläger 2 insgesamt CHF 75'000.00; Privatklä-

gerin 1 insgesamt CHF 100'000.00). Für einen Teil der betrügerisch erlangten Gel-

der habe der Beschuldigte sein Bankkonto samt Zugangsdaten zur Verfügung ge-

stellt und auf Anweisung des Mitbeschuldigten Transaktionen (u.a. zugunsten sei-

nes jüngeren Bruders K._____) vorgenommen. Zudem habe er einen Teil dieser 

Gelder für die Bezahlung seines Lebensunterhalts und Schulden verwendet (An-

klageziffern 1.4., mehrfache Geldwäscherei). 

2. Ausgangslage im Berufungsverfahren

Die Vorinstanz sprach den Beschuldigten über weite Teile anklagegemäss schuldig 

(Urk. 35, Dispositiv-Ziff. 1). Ein Freispruch erging in Bezug auf den Vorwurf der 

mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung i.S.v. Art. 253 Abs. 1 StGB 

(Urk. 35, Dispositiv-Ziff. 2), was von der Staatsanwaltschaft angefochten wurde 

(Urk. 37). 

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B. Beweiswürdigung

1. Grundsätze

1.1.  Auf die in allen Teilen korrekten einleitenden Erwägungen der Vorinstanz zu 

den theoretischen Grundsätzen der Beweiswürdigung sowie zur einschlägigen 

Lehre und Rechtsprechung kann vorab vollumfänglich verwiesen werden (Urk. 35 

S. 39 ff.).

1.2.  Die Vorinstanz hat sich auch zur Glaubwürdigkeit geäussert. Darauf ist vorab 

zu verweisen (Urk. 35 S. 37 f.). In diesem Zusammenhang ist daran zu erinnern, 

dass der allgemeinen Glaubwürdigkeit im Sinne einer dauerhaften personalen 

Eigenschaft nach heutiger Erkenntnis bei der Würdigung von Aussagen kaum mehr 

relevante Bedeutung zukommt. Massgebend ist vielmehr die Glaubhaftigkeit der 

konkreten, im Prozess relevanten Aussagen. Dieser Ansatz wurde vom Bundes-

gericht vor kurzem in BGE 147 IV 534, E. 2.3.3., bestätigt. Dies bedeutet, dass 

Auskunftspersonen und Zeugen nicht a priori glaubwürdiger sind als der mit erheb-

lichen Vorwürfen konfrontierte Beschuldigte. 

2. Standpunkt und Aussageverhalten des Beschuldigten 

2.1. Die Vorinstanz hat sich zu Beginn der Sachverhaltserstellung mit dem 

Geständnis des Beschuldigten befasst (Urk. 35 S. 25 ff.). Sie hat darauf hingewie-

sen, dass der Beschuldigte zu Beginn der Untersuchung die im Sachverhaltskom-

plex "F._____ Holding AG" umschriebenen Vorwürfe durchwegs bestritten habe, 

ebenso, dass er den Mietvertrag des Familienhauses in L._____ unterzeichnet 

habe. Letzteres habe er anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Dezember 2023 

dann aber eingestanden. Anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme 

vom 3. Februar 2022 habe er sodann zu Beginn bestritten, Kenntnis über die 

Geschehnisse innerhalb der G._____ AG und deren finanziellen Lage gehabt zu 

haben. Auch die Vorwürfe hinsichtlich der Gelwäschereihandlungen habe er zu-

nächst in Abrede gestellt. Nach einer Pause habe der Beschuldigte seine Aussagen 

in wesentlichen Teilen revidieren wollen. Nach Vorhalt habe der Beschuldigte den 

Tatvorwurf der Geldwäscherei zum Nachteil des Privatklägers 2 in der Höhe von 

- 15 -

CHF 22'500.00 sowie die Geldwäschereihandlungen zum Nachteil der Privatkläge-

rin 1 in der Höhe von CHF 50'000.00 anerkannt. Ebenso anerkannt habe er 

sämtliche Vorwürfe hinsichtlich des Sachverhaltskomplexes "G._____ AG". Der 

Tatvorwurf der Erschleichung einer falschen Beurkundung, wie diese in der An-

klage aufgeführt werde, sei ihm nicht vorgehalten worden (Urk. 35 S. 25 f.). Nach 

etwas mehr als einer Stunde nach Abschluss der Einvernahme vom 3. Februar 

2022, bei welcher der Beschuldigte sein Geständnis abgelegt habe, und lediglich 

13 Minuten nach Entlassung des Beschuldigten aus der Haft, habe der Verteidiger 

die Staatsanwaltschaft aufgefordert, die Vorwürfe zur Geldwäscherei einzustellen. 

Mit Schreiben vom 25. April 2022 habe der Verteidiger das Geständnis des Be-

schuldigten weitergehend relativiert. Mit Schreiben vom 30. Januar 2023 habe der 

Verteidiger erneut erklärt, dass der Beschuldigte seine Aussagen vom 3. Februar 

2022 ganz oder teilweise widerrufen habe, er weder bei der F._____ AG noch bei 

der G._____ AG der Aufgabe eines Verwaltungsrats nachgegangen sei, lediglich 

Botendienste vollbracht habe und ferner kein Wissen über die Geschehnisse inner-

halb der G._____ AG gehabt habe. Der Beschuldigte räume jedoch ein, Geldwä-

sche im Umfang von ungefähr CHF 1'400 begangen zu haben. Bei der freigestellten 

Stellungnahme zum Schlussvorhalt vom 15. März 2023 habe der Verteidiger auf 

die oben genannten Stellungnahmen hingewiesen und erklärt, dass der Beschul-

digte Geldwäsche im Umfang von knapp CHF 1'600 eingestehe (Urk. 35 S. 26). 

Anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Dezember 2023 habe der Beschuldigte 

schliesslich erklärt, dass er das Geständnis hinsichtlich des Sachverhaltskomple-

xes "G._____ AG" lediglich abgelegt habe, damit er aus der Untersuchungshaft 

entlassen werde. Er habe diese als Beugehaft empfunden. Der Verteidiger habe 

sich sodann auf den Standpunkt gestellt, dass das Geständnis abgelegt worden 

sei, ohne dass die Vorwürfe im Detail mit dem Beschuldigten angeschaut worden 

seien (Urk. 35 S. 26 f.). 

2.2. Die Vorinstanz hat die Relativierungen des Geständnisses bzw. den Widerruf 

durch den Beschuldigten und die entsprechenden Begründungen des Verteidigers 

mit überzeugender Begründung verworfen. Darauf ist vorweg zu verweisen 

(Urk. 35 S 37 f.). Rekapitulierend und in teilweiser Ergänzung ist daran zu erinnern, 

dass der Beschuldigte vom 2. Februar 2022, 07:49 Uhr, bis 3. Februar 2022, 

- 16 -

17:30 Uhr, also knapp zwei Tage und damit erst vorläufig festgenommen war. Es 

liegen weder in zeitlicher noch in inhaltlicher Hinsicht Anhaltspunkte für einen 

unrechtmässigen Freiheitsentzug zur Kooperation bzw. zur Einwirkung im Hinblick 

auf ein Geständnis vor. Zu beachten ist nämlich, dass der Beschuldigte nicht 

einfach ein pauschales Geständnis abgelegt hat. Dieses erfolgte nach zwei einge-

henden Befragungen (am 2. Februar 2022 [Urk. 50201001 ff.] bzw. am Nachmittag 

des 3. Februar 2022 [Urk. 50203001 ff.]) und differenzierten Aussagen des 

Beschuldigten zur Sache, nach diversen anderen Beweiserhebungen betreffend 

Misswirtschaft und Unterlassung der Buchführung in Bezug auf die G._____ AG 

(Urk. 50203011 ff.). Gemäss Protokoll war der Beschuldigte in Begleitung seines 

Verteidigers und es wurde ihm Zeit zur Besprechung gegeben (Urk. 50203011 ff., 

vgl. Protokollnotiz). Nach einer anschliessenden Diskussion zwischen dem fall-

führenden Staatsanwalt und dem Verteidiger und einer unbeaufsichtigten Bespre-

chung zwischen dem Beschuldigten und dessen Verteidiger teilte der Beschuldigte 

dem fallführenden Staatsanwalt mit, dass er seine bisherigen Aussagen in wesent-

lichen Teilen revidieren wolle (Urk. 5024001, einleitende Protokollnotiz). Er wolle 

die Vorwürfe zugeben. In der Folge machte der Staatsanwalt im Rahmen einer 

weiteren Einvernahme gleichentags nochmals einen zusammenfassenden Vorhalt, 

der im Wesentlichen der heutigen Anklageschrift entsprach (Urk. 5024003 ff.). Der 

erste Vorwurf betraf die Geldwäschereihandlungen im Zusammenhang mit dem 

Privatkläger 2, der zweite jene betreffend die Privatklägerin 1 und der dritte jene 

betreffend die G._____ AG, welche vom Beschuldigten allesamt anerkannt wurden 

(Urk. 5024004; Urk. 504005; Urk. 50204007). Ebenfalls anerkannt wurde vom 

Beschuldigten sodann der Sachverhalt betreffend die F._____ AG (Urk. 50204007). 

Kaum war der Beschuldigte in Freiheit und kurz bevor er sich nach Thailand 

absetzte (Urk. 30401003), liess er über seinen Verteidiger einen Widerruf des 

Geständnisses mitteilen und die Sistierung des Verfahrens beantragen. Es ist 

davon auszugehen, dass der Verteidiger den Beschuldigten über die Folgen eines 

Geständnisses ebenso wie über jene eines Widerrufs aufklärte und der Widerruf 

aus taktischen, insofern nicht überzeugenden Gründen erfolgte. 

2.3. Auffällig ist sodann, dass der Beschuldigte nach den eigenen Zugeständnis-

sen und erfolgtem Widerruf an der Hauptverhandlung vor Vorinstanz sich als den 

- 17 -

Unwissenden gab (Prot. I S. 12 ff.). Auch vom Verteidiger wird der Beschuldigte 

seither im Wesentlichen als unwissender Postbote oder Botengänger ohne 

Entscheidkompetenz beschrieben, der als "A'._____ der Familie 

A._____E._____J._____ K._____ nur auf Geheiss von Vater und älterem Bruder 

mitgewirkt" habe. Dem entsprechend bestreitet der amtliche Verteidiger in den Stel-

lungnahmen vom 29. April 2022 (Urk. 70202025 ff.), 30. Januar 2023 

(Urk. 70202065 ff.) sowie in der Stellungnahme zum Schlussvorhalt vom 15. März 

2023 (Urk. 50502001 ff.) wie auch im Plädoyer vor Vorinstanz (Urk. 26) und an der 

Berufungsverhandlung (Urk. 60) zusammengefasst, dass der Beschuldigte zu ir-

gendeinem kritischen Zeitpunkt exekutive Funktionen mit selbständigen Entscheid-

befugnissen wahrgenommen habe, um die Straftatbestände der Misswirtschaft und 

der Unterlassung der Buchführung überhaupt erfüllen zu können. Es fehle an der 

Voraussetzung einer materiellen Organschaft. Die bloss formelle Organeigenschaft 

– grundsätzlich anerkannt bei der G._____ AG (Urk. 26 S. 2) – reiche nicht aus. 

Weitere Einwendungen zum Tatsächlichen erfolgten auch im Rahmen des Beru-

fungsverfahrens nicht (vgl. Urk. 60; Prot. II S. 6 ff.). Auf die einzelnen Vorbringen 

ist nachfolgend soweit nötig einzugehen. 

3. Sachverhaltserstellung

3.1. Übersicht der Beweismittel

Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel im angefochtenen Urteil in einer 

Übersicht zusammengetragen. Darauf ist zu verweisen (Urk. 35 S. 29). Auf die 

massgeblichen Personal- und Sachbeweise hat sie in der Folge im nachfolgenden 

Sinne jeweils Bezug genommen. 

3.2. Sachverhaltskomplex "F._____ Holding AG"

3.2.1. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel – namentlich die Aussagen 

des Beschuldigten, des Mitbeschuldigten und des Privatklägers 3 sowie diverse 

Urkunden (Rechnung der M._____ Treuhand, Buchhaltungsunterlagen, Kontoun-

terlagen, Konkursakten, Anmeldung des Beschuldigten beim Handelsregisteramt 

als Direktor der F._____ AG, Arbeitsverträge/Beratungsvertrag/Arbeitsbestätigung 

- 18 -

F._____ AG, Betreibungsprotokoll der F._____ AG sowie einen Lebenslauf des Be-

schuldigten) richtig angeführt (Urk. 35 S. 32 ff.). Darauf und auf den Mietvertrag 

(Urk. 20101012) ist zur Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen. Die Vor-

instanz hat die Aussagen und übrigen Beweismittel im Kerngehalt wiedergegeben 

und sie in der Folge einlässlich, differenziert – auch unter Beachtung der vorhan-

denen Widersprüche in den Schilderungen des Beschuldigten – und mit zutreffen-

dem Ergebnis gewürdigt (Urk. 35 S. 45 f.). Die Vorinstanz hat den Sachverhalt 

insofern als erstellt erachtet, als dass die F._____ AG durch den Mitbeschuldigten 

am 23. Mai 2013 gekauft worden sei und der Beschuldigte seit dem tt.mm.2013 als 

Direktor der F._____ AG im Handelsregister eingetragen gewesen sei. Zudem hät-

ten zwei Arbeitsverträge zwischen der F._____ AG und dem Beschuldigten bestan-

den, nach welchen er als Direktor respektive Vice President angestellt gewesen 

sei. Seit der Übernahme der Gesellschaft sei weder eine rentable Tätigkeit ausge-

übt worden noch sei eine richtige Buchführung erfolgt. Es müsse davon ausgegan-

gen werden, dass die F._____ AG hauptsächlich benutzt worden sei, um Gelder an 

andere vom Mitbeschuldigten misswirtschaftlich geführte Gesellschaften zu über-

weisen. Die Gesellschaft sei 89 Mal betrieben worden und daraus seien 31 Verlust-

scheine resultiert. In der Folge sei über die F._____ AG am 30. Januar 2020 der 

Konkurs eröffnet worden (Urk. 35 S. 46 f.). 

3.2.2. Die Würdigung der Vorinstanz kann vorbehaltlos übernommen werden, 

zumal die Chronologie der Ereignisse nicht bestritten und von der Verteidigung 

auch anerkannt wurde, dass die F._____ AG misswirtschaftlich geführt und die 

Buchführung unterlassen wurde. Gemäss Verteidigung liegt dies aber nicht in der 

Verantwortlichkeit des Beschuldigten, da dieser weder eine materielle noch eine 

formelle Organstellung noch Leitungsbefugnisse oder eine Garantenstellung 

gehabt habe. Die Konkursverschleppungen, die Misswirtschaft und die Unter-

lassung der Buchführung seien dem Vater des Beschuldigten und dessen älterem 

Bruder anzulasten (Prot. I S. 19; Urk. 60). Die Frage, ob der Beschuldigte eine 

organschaftliche Stellung innehatte und ob er sich dadurch zumindest eventualvor-

sätzlich strafbar gemacht haben könnte, hat die Vorinstanz unter dem Titel der 

rechtlichen Würdigung behandelt (Urk. 35 S. 47 und S. 68 f.). Darauf ist indessen 

bereits unter dem Sachverhalt einzugehen. 

- 19 -

3.2.3. Rekapitulierend ist festzuhalten, dass sich der Beschuldigte derart wider-

sprüchlich zu seiner Funktion bei der F._____ AG äusserte (vgl. Urk. 35 S. 32-37), 

dass von einem eigentlichen Zickzack-Kurs gesprochen werden kann. So berich-

tete er von gewissen Aktivitäten und eigenen Projektplänen bis es zum Geständnis 

kam, das er später widerrief, um sich gleichzeitig zum blossen Laufburschen der 

F._____ AG zu degradieren. Zugestanden wurde ursprünglich vom Beschuldigten, 

dass er mit dem Mitbeschuldigten bei einem Treuhänder in N._____ gewesen sei, 

um die Firma zu gründen (Urk. 50102007). Aus der Rechnung der M._____ Treu-

hand vom 23. Mai 2013 ergibt sich, dass die F._____ AG (alte Firmenbezeichnung 

der F._____ Holding AG) für EUR 19'500 gekauft wurde (Urk. 40201-3). Der Be-

schuldigte bestätigte, dass er die Gesellschaft zusammen mit dem Mitbeschuldig-

ten gekauft hatte. Zu Beginn sei es ein Mantelunternehmen gewesen. Es habe 

keine operative Tätigkeit gegeben und von den früheren CHF 100'000.00 sei gar 

nichts mehr vorhanden gewesen (Urk. 50102007). Die F._____ AG sei später nie-

mals kapitalisiert worden (Urk. 50102008). Der im Handelsregister seit dem 

tt.mm.2013 eingetragene Zweck sei nie verfolgt worden. Der Beschuldigte bestä-

tigte, dass er für strategische Entscheidungen mitverantwortlich gewesen sei: "Ge-

nau. Wie ich gesagt habe, ich war Business Developer, aka Vermittler. Das ist das 

Einzige, das ich machen musste." Auf Zuflüstern des Verteidigers sagte er sodann: 

"Ich war nicht für die Entscheidungen zuständig" (Urk. 50102012). Diese Aussagen 

aus dem Jahre 2021 zeigen, dass der Beschuldigte viel stärker in die F._____ AG 

involviert war, als er später behauptete. 

3.2.4. Dafür spricht auch der Eintrag im Handelsregister, wo der Beschuldigte ab 

dem tt.mm.2013 bis zur Konkurseröffnung als "Direktor" mit Einzelunterschriftsbe-

fugnis geführt wurde (Urk. Urk. 30101022; Urk. 20101022), so dass er die F._____ 

AG auch bei allen Entscheidungen und im Rechtsverkehr gegen aussen alleine 

vertreten konnte. Dies macht ihn zum Mitarbeiter mit tatsächlicher Leitungsbefug-

nis, wie die Staatsanwaltschaft zu Recht geltend machte (Urk. 25 S. 4). 

3.2.5. Untermauert wird dies durch diverse Vertragswerke betreffend die Tätigkeit 

des Beschuldigten. So liegt zum einen ein Arbeitsvertrag des Beschuldigten über 

die Anstellung als Vice President Business Development bei der F._____ AG vom 

- 20 -

1. November 2013 vor, welcher vom Beschuldigten und vom Mitbeschuldigten 

unterzeichnet wurde (Urk. 30102005 ff.). In diesem werden die Aufgaben des 

Beschuldigten umschrieben, welche darin bestehen "die Gesellschaft nach besten 

Kräften und Gewissen zu führen, um das Telekomprojekt in Zusammenarbeit mit 

den anderen Geschäftsführern gemäss Business Plan in den nächsten Jahren zu 

realisieren". Dies – Führung nach besten Kräften und Gewissen – hat der Beschul-

digte gemäss eigenen Angaben auch gemacht (Urk. 50102015). Dafür wurde ein 

Entgelt von brutto CHF 30'000.00 festgehalten, falls Meilensteine erreicht würden, 

ein Salär von CHF 60'000.00. 

Ferner liegt auch der Arbeitsvertrag des Beschuldigten mit der F._____ AG 

vom 1. Februar 2014 über seine Anstellung als "Director" in den Akten (Urk. 

30102009 ff.; unterzeichnet vom Beschuldigten und Mitbeschuldigten). In diesem 

werden dem Beschuldigten dieselben Aufgaben wie beim vorangehenden Arbeits-

vertrag auferlegt. Sein Salär betrug dafür brutto CHF 10'500.00 pro Monat (Urk. 

30102009). 

Im Beratungsvertrag vom 1. Dezember 2013 (Urk. 40201-4 ff.) wurde der 

Beschuldigte als "Vice President Business Development" ab dem 1. Januar 2014 

eingestellt. Hierbei wurden ihm wiederum dieselben Aufgaben wie bisher übertra-

gen zu einem Salär von CHF 54'000.00 pro Quartal bzw. CHF 216'000.00 pro Jahr. 

Dieser Vertrag wurde jedoch lediglich vom Mitbeschuldigten unterzeichnet. Die 

Unterschrift des Beschuldigten fehlt (Urk. 40201-7).

3.2.6. In den Akten liegt zudem eine an das Migrationsamt des Kantons Zürich 

gerichtete Arbeitsbestätigung für den Beschuldigten, welche vom Mitbeschuldigten 

unterzeichnet wurde. Diese bestätigt, dass der Beschuldigte bei der F._____ AG 

als Direktor angestellt sei (Urk. 30102013). Auch so trat der Beschuldigte nach aus-

sen als Direktor auf.

3.2.7. Der Beschuldigte erklärte, dass ihm tatsächlich ca. CHF 1'000.00-1'500.00 

pro Monat ausbezahlt worden seien, und bestätigte, dass die F._____ AG ihm ge-

genüber jährliche Schulden von ca. CHF 200'000.00 gemacht habe (Urk. 

50102015). Der Beschuldigte bezeichnete die (aufgelaufenen) Kosten von 

- 21 -

CHF 18'000.00 für das Beraterhonorar, wovon ca. CHF 1'500.00/Monat ausbe-

zahlte worden seien, und monatlich CHF 6'500.00 Miete für das Haus der Familie 

A._____E.______J._____K._____, angesichts der finanziellen Lage der Gesell-

schaft selber als gerechtfertigt (Urk. 50102019). 

3.2.8. Die Staatsanwaltschaft bemerkte vor Vorinstanz zu Recht, dass sowohl die 

imposanten Job-Titel als auch das gigantische Salär die grosse Verantwortung des 

Beschuldigten für das Unternehmen im Sinne eines tatsächlichen Geschäftsführers 

beweisen würden. Zudem habe der Beschuldigte eingeräumt, dass er Einzelunter-

schrift für das Geschäftskonto der F._____ AG gehabt habe (Urk. 50102008), wel-

che Kompetenz im Geschäftsverkehr nur faktische Geschäftsführer oder ranghohe 

Mitarbeiter hätten (Urk. 25 S. 5). 

3.2.9. Erstellt ist auch, dass der Beschuldigte den Mietvertrag für das 7 ½-Zimmer-

Einfamilienhaus in L._____ mit einem Monatsmietzins von CHF 6'500.00 effektiv 

(mit Vollmacht von E._____ vom 25. Juli 2014 [Urk. 30102002; darin wird der Be-

schuldigte als Vice President F._____ Holding AG bezeichnet]) unterzeichnete 

(Urk. 20101012). 

3.2.10. Schliesslich spricht auch der anlässlich der Hausdurchsuchung sicherge-

stellte Lebenslauf des Beschuldigten für seine faktische Organstellung bei der 

F._____ AG (Urk. 41501197 ff.). Im besagten Lebenslauf führt der Beschuldigte 

seine Tätigkeit als Director und Vice President bei der F._____ AG vom Juli 2012 

bis November 2019 auf, bei welcher er für die internationale Geschäftsentwicklung, 

das Anwerben von Investoren, Vernetzungsanlässe sowie Präsentationen gegen-

über Geschäftspartnern und potentiellen Investoren zuständig gewesen sei. In der 

Beschreibung der Qualifikationen wird zudem die Mitgründung der F._____ AG auf-

geführt.

3.2.11. Mit diesen früheren Zugeständnissen und Urkunden ist erstellt, dass der 

Beschuldigte ein tatsächlicher Leiter der F._____ AG, mindestens aber ein Mitar-

beiter mit selbständigen Entscheidungsbefugnissen und strategischer Mitverant-

wortung war. 

- 22 -

3.2.12. Erstellt ist mit den oben erwähnten Darlegungen weiter, dass die F._____ 

AG eine ungenügende Kapitalausstattung hatte und der Beschuldigte dies wusste: 

Er sagte aus, dass er und sein Bruder die F._____ AG als reinen Aktienmantel mit 

null Eigenkapital gekauft haben und dass er die F._____ AG später nie kapitalisiert 

habe.

3.2.13. Ohne operative Tätigkeit und Einnahmen stellten die erwähnten Salär-

verpflichtungen und das für die Familie A._____E.______J._____K._____ über die 

F._____ AG angemietete 7 ½-Zimmer Einfamilienhaus in L._____ für CHF 6'500.00 

pro Monat einen unverhältnismässigen Aufwand dar. Gleiches gilt für den teuren 

Fuhrpark (Urk. 50102017 f.). 

3.2.14. Die Verschlimmerung der Vermögenslage, die durch diesen übermässigen 

Aufwand bei fehlendem Ertrag verursacht wurde, ist durch die Betreibungs- und 

Konkursakten, die von der Kapo ausgewertet wurden (Urk. 30101009), sowie durch 

die Zugeständnisse des Beschuldigten (50102005und 010) belegt. Die F._____ AG 

stand im Moment des Konkurses ca. CHF 275'000.00 schlechter da als vier Jahre 

zuvor; alle Gläubiger kamen zu Verlust (Urk. 20101137 f.). 

3.2.15. Der Sachverhalt betreffend Misswirtschaft ist aufgrund der ursprünglichen 

Aussagen des Beschuldigten auch in subjektiver Hinsicht erstellt. Der Gang zum 

Betreibungsamt Wollerau war für den Beschuldigten nichts Aussergewöhnliches. 

So sagte er bei der Staatsanwaltschaft aus, dass er ca. alle zwei Wochen 

"Zahlungsbefehle und Betreibungsbriefe" auf dem Betreibungsamt abholen ging 

(Urk. 50102005). Ebenso konzedierte er, dass sich der gute Eindruck der F._____ 

AG zu Beginn ab einem gewissen Zeitpunkt verschlimmert habe (Urk. 50102004). 

Er sprach auch von "Stress" und vom Gefühl, dass "es im Minus war" (Urk. 

50102020). In der Einvernahme vom 26. Mai 2021 wurde der Beschuldigte von 

seinem Verteidiger gefragt, ob er bei seinen geleisteten Botendiensten beim Be-

treibungsamt diese Zahlungsbefehle nur entgegen genommen habe oder auch auf-

gemacht und gleich Rechtsvorschlag erhoben habe. Dazu gab der Beschuldigte zu 

Protokoll: "Ich habe sie entgegengenommen und geöffnet und meinen Bruder ge-

fragt, was zu tun ist, z.B. ob ich Rechtsvorschlag erheben soll. Dann sagte E._____ 

meistens, ich solle ihm den Zahlungsbefehl weitergeben", und auf Nachfragen, 

- 23 -

sagte der Beschuldigte, er habe den Zahlungsbefehl nicht ungeöffnet weitergege-

ben (Urk. 50102025), dies im Gegensatz zu seiner Behauptung an der Hauptver-

handlung vor Vorinstanz (Urk. 23 S. 17 f.). 

3.2.16. Weiter ist der Sachverhalt auch in Bezug auf die Unterlassung der Buch-

führung für die F._____ AG erstellt. Der Beschuldigte sagte aus, der Mitbeschul-

digte habe für die Buchhaltung zunächst einen Treuhänder organisiert, der die 

Buchhaltung aber irgendwann nicht mehr gemacht habe. Ob dies tatsächlich getan 

wurde, kümmerte den Beschuldigten offenbar nicht weiter, sagte er doch: "Danach 

hatte ich keine Ahnung" (Urk. 50102011). Er sah nie eine Bilanz oder Erfolgsrech-

nung (Urk. 50102011). Die Staatsanwaltschaft machte hierzu zu Recht geltend, wer 

tatsächlicher Leiter einer buchführungspflichtigen Gesellschaft sei und sich derart 

krass nicht kümmere, entscheide sich bewusst für blindes Nichtwissen. Und das 

sei lnkaufnahme (Urk. 25 S. 8). Dem ist beizupflichten mit der Ergänzung, dass der 

Beschuldigte gemäss eigener Darstellung Business Administration und Hotel 

Management studiert und in einem Treuhandunternehmen ein einjähriges Prakti-

kum absolviert hatte (Urk. 23 S. 5), so dass er in den Grundzügen mit der Buch-

führung vertraut war. 

3.2.17. Damit ist der Sachverhaltskomplex "F._____ Holding AG" in objektiver und 

subjektiver Hinsicht erstellt. 

3.3. Sachverhaltskomplex "G._____ AG"

3.3.1. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel – namentlich die Aussagen 

des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten sowie diverse Urkunden (Protokoll der 

ausserordentlichen Generalversammlung der G._____ AG vom 30. Juli 2018, 

Handelsregisteranmeldungen und -auszug, Betreibungsregisterauszug und -proto-

koll, Bankunterlagen und eine Abholquittung betr. Aktenherausgabe durch Treu-

handfirma) – angeführt und die Aussagen sowie die übrigen Beweismittel im Kern-

gehalt wiedergegeben. Darauf ist zur Vermeidung von Wiederholungen zu verwei-

sen (Urk. 35 S. 46 ff.). Diese Personal- und Sachbeweise hat die Vorinstanz in der 

Folge ebenfalls einlässlich und differenziert gewürdigt (Urk. 35 S. 53 ff.). Die 

Vorinstanz hat den Sachverhalt insofern als erstellt erachtet, als dass der Beschul-

- 24 -

digte zweimal als Verwaltungsrat ins Handelsregister eingetragen gewesen sei, 

nämlich ein erstes Mal am tt.mm.2018 und ein zweites Mal am tt.mm.2020. Bereits 

bevor der Beschuldigte Verwaltungsrat der G._____ AG gewesen sei, habe er ge-

gen diese gerichtete Zahlungsbefehle beim Betreibungsamt abgeholt. Insgesamt 

habe er 27 Zahlungsbefehle abgeholt. Aus den Unterlagen des am 27. September 

2018 saldierten Geschäftskontos könne zudem entnommen werden, dass die 

G._____ AG keinerlei Geschäftstätigkeit nachgegangen sei und hauptsächlich zur 

Bezahlung von Bussen als auch zur Überweisung von Geldern an andere vom Mit-

beschuldigten geführte Unternehmen benutzt worden sei (Urk. 35 S. 57 f.). 

3.3.2. Die Würdigung der Vorinstanz kann vorbehaltlos übernommen werden, zu-

mal die Chronologie der Ereignisse nicht bestritten und von der Verteidigung auch 

anerkannt wurde, dass die G._____ AG misswirtschaftlich geführt und die Buch-

führung unterlassen wurde (Urk. 26 S. 2). Auch hier wird geltend gemacht, dass 

dies nicht in der Verantwortlichkeit des Beschuldigten gewesen sei, sondern diese 

dem Mitbeschuldigten anzulasten sei (Prot. I S. 19; Urk. 60). Die formelle Organ-

schaft des Beschuldigten wird zwar nicht bestritten, diese reiche für eine zivil- oder 

strafrechtliche Verantwortlichkeit aber nicht aus (Prot. I S. 17 f.; Urk. 60). Auf den 

subjektiven Tatbestand ist die Vorinstanz im Rahmen der rechtlichen Würdigung 

eingegangen (Urk. 35 S. 58). Es erscheint auch hier angebracht, bereits unter dem 

Sachverhalt darauf einzugehen. 

3.3.3. Vorweg ist in Erinnerung zu rufen, dass der Beschuldigte den Sachverhalts-

komplex "G._____ AG" in der Untersuchung nach einlässlichen Einvernahmen, dif-

ferenzierten Aussagen des Beschuldigten, diversen weiteren Beweisabnahmen 

und einem detaillierten Anklagevorwurf, vollständig eingestanden hatte, bevor er 

sein Geständnis aus taktischen und nicht überzeugenden Gründen widerrufen hat 

(vgl. oben Ziff. III.B 2.2).

3.3.4. Rekapitulierend ist festzuhalten, dass die G._____ AG vom Mitbeschuldigten 

am 16. Oktober 2015 alleine gekauft wurde (Urk. 40701018 ff.). Darin war folgende 

Tilgung des Kaufpreises von CHF 117'000.00 vorgesehen: Rekapitalisierung der 

AG, d.h. Übernahme der Schuld der Verkäufer gegenüber der AG im Betrag von 

maximal CHF 112'000.00 per 15.10.2015 zur Rückzahlung und Verzinsung; 

- 25 -

Zahlung von CHF 5'000.00 aufgeteilt an 3 ehemalige Aktionäre (Urk. 40701018 ff.). 

Das heisst, dass der Mitbeschuldigte die AG mit einem Aktienkapital von 

CHF 112'000.00 zum Preis von CHF 5'000.00 kaufte. Im Kaufvertrag verpflichtete 

sich der Mitbeschuldigte, das nicht mehr vorhandene Aktienkapital zu rekapitalisie-

ren (Urk. 30201026), was er nie effektiv getan hat; dem Aktienkapital wurde eine 

"Forderung gegen über Aktionären" in der gleichen Höhe gegenübergesellt, um 

damit die Überschuldung zu umgehen (Urk. 30201024; Urk. 40701039). Gegen den 

Mitbeschuldigten waren u.a. die folgenden Betreibungen eingeleitet worden 

(Urk. 30201027): 

2014: 31 Betreibungen Total CHF 372'543.85
2015 9 Betreibungen Total CHF 300'440.05
2016 11 Betreibungen Total CHF 216'391.25
2O17 25 Betreibungen Total CHF 315'461.75
2018 7 Betreibungen Total CHF 35'082.65
2019 1 Betreibung Total CHF 258'896.20
2020 1 Betreibung Total CHF 4'872.OO

Die Forderung der G._____ AG gegenüber dem einzigen Aktionär, d.h. dem Mitbe-

schuldigten, war aufgrund dessen miserabler finanzieller Verhältnisse somit wert-

los. Eine entsprechende Korrektur in der Buchhaltung wurde nie vorgenommen. 

Die Gesellschaft war damit faktisch bereits bei der Übernahme durch den Mitbe-

schuldigten überschuldet (Urk. 30201027). 

3.3.5. Der Beschuldigte hatte sich erstmals am 30. Juli 2018 als einziges Mitglied 

des Verwaltungsrates der G._____ AG mit Einzelunterschrift angemeldet (Urk. 

40601045 ff.). Nachdem die G._____ AG am 3. Dezember 2019 von Amtes wegen 

aufgelöst worden war, weil ihr ordnungsgemässes Domizil fehlte (Urk. 40601056), 

stellte sich der Beschuldigte am 17. Februar 2020 erneut als Verwaltungsrat mit 

Einzelunterschrift zur Verfügung (Urk. 40601039). Damit hatte der Beschuldigte in 

der anklagerelevanten Zeit eine formelle Organstellung bei der G._____ AG.

3.3.6. Vor und nach dem Geständnis gab sich der Beschuldigte überwiegend als 

den Unwissenden (sei es über die eigene Anmeldung ins Handelsregister, ob die 

G._____ AG je operativ tätig war, ob sie einen Geschäftsbetrieb und regelmässige 

- 26 -

Einnahmen hatte, was die Pflichten eines Verwaltungsrats sind, als einzige regel-

mässige Ausgabe nannte er "das Auto" [Urk. 23 S. 20]) sowie als blossen Boten-

gänger und Postboten, so letztmals vor Vorinstanz (vgl. Urk. 23 S. 19 ff.). Allerdings 

sagte der Beschuldigte im Gegensatz dazu zu Beginn der Untersuchung auf die 

Frage, ob er sich über die Pflichten als Verwaltungsrat informiert habe: "Ja, ich 

habe mich informiert. Ich habe mich bei meinem Bruder E._____ informiert. Ich 

habe ihn gefragt, was ich machen muss." Er habe gesagt, er müsse nicht alles 

machen. Aber wenn etwas abgeholt werden müsse, dann sage er es ihm. In Bezug 

auf die Aufgaben als Verwaltungsrat habe er nicht so detailliert geantwortet, "[…] 

mehr so, dass ich z.B. Briefe holen muss" (Urk. 50201003). 

3.3.7. In Bezug auf das Wissen um die finanzielle Lage der G._____ AG fällt auf, 

dass sich der Beschuldigte auch diesbezüglich überwiegend als unwissend und 

unzuständig zeigte, so auch an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung (Urk. 23 S. 

22 ff.), aber doch gewisse Kenntnisse hatte. So konzedierte er, dass die finanzielle 

Lage nach Angaben des Mitbeschuldigten "nicht in der Balance" gewesen sei, man 

habe alles neu aufbauen und stabilisieren müssen. Es sei für die Gesellschaft ein 

Konto bei der Migros Bank durch den Bruder K._____ eröffnet worden. Auch 

erwähnte er, dass er lediglich am Anfang vom Mitbeschuldigten gehört habe, dass 

die Gesellschaft wieder aufgebaut werden müsse (Urk. 50201003). Dass der 

Beschuldigte von Beginn weg orientiert war, zeigt sich auch an dieser Aussage des 

Beschuldigten: "E._____ hat mir das erklärt, als ich als Verwaltungsrat angemeldet 

wurde. Er hat gesagt, es braucht einen neuen Plan. Dabei ging es um ein Gesamt-

paket: Bezahlen der Schulden, neue Geschäftsideen, neue Einkünfte." Die Frage, 

ob das umgesetzt worden sei, verneinte der Beschuldigte (Urk. 50201009). 

3.3.8. Der Beschuldigte war auch während seines Amtes als Verwaltungsrat immer 

wieder mit den finanziellen Schwierigkeiten der G._____ AG konfrontiert. So nahm 

er – genau gleich wie bei der F._____ AG – den Grossteil der Zahlungsbefehle 

gegen die G._____ AG persönlich entgegen (Urk. 23 S. 17). Obwohl er behauptete, 

dass die G._____ AG keine Aufwendungen gehabt habe, wurde die G._____ AG 

in den Jahren 2017-2021 satte 57 Mal betrieben. Es wurden total 20 Verlustscheine 

- 27 -

in Gesamtbetrag von CHF 70'094.70 ausgestellt. In den Jahren 2019 und 2020 kam 

es zu je drei Konkursandrohungen (Urk. 50201008). 

3.3.9. Gleichzeitig wusste der Beschuldigte, dass die G._____ AG während seiner 

Amtszeit als Verwaltungsrat keine operative Tätigkeit ausführte, keine Angestellten 

und keine Büros hatte (Urk. 50201003 ff.). Der Beschuldigte konnte andererseits 

auf Vorhalt der Konkursandrohung der Gläubiger O._____ AG vom 13. Mai 2019 

über CHF 16'095.00 sagen, dass der Range Rover von der O._____ abgeholt wor-

den sei, weil das Leasing nicht mehr bezahlt worden sei (Urk. 502010078). Wieso 

die inaktive G._____ AG überhaupt noch ein Leasing für den PW hatte, vermochte 

er nicht zu beantworten ("Das ist eine gute Frage"; Urk. 50201013). 

3.3.10. Die Betreibung Nr. 1 vom 4. April 2018 über CHF 650.00, Gläubiger Stadt-

richteramt Zürich, führte zu einem Verlustschein (Urk. 30201014; Urk. 41401005). 

Ab diesem Zeitpunkt fehlten der Gesellschaft die erforderlichen Mittel (Urk. 

41401005). Am 21. September 2018 wurde die G._____ AG erneut betrieben. Da 

der Betrag von CHF 190.00 nicht bezahlt werden konnte, endete auch diese Be-

treibung in einem Verlustschein (Urk. 41401005). Somit bestand für den 

Beschuldigten spätestens ab dem 21. September 2018 eine begründete Besorgnis 

der Zahlungsunfähigkeit. 

3.3.11. Trotz der zufolge diverser Zahlungsbefehle und Konkursandrohungen 

offensichtlichen Verschlimmerung der Vermögenslage der G._____ AG hat der Be-

schuldigte als deren einziger Verwaltungsrat niemals eine Zwischenbilanz der 

G._____ AG erstellt oder diese von einem zugelassenen Revisor prüfen lassen, 

auch keine Überschuldungsanzeige deponiert oder anderweitige Sanierungsmass-

nahmen eingeleitet oder eine Generalversammlung beantragt (Urk. 50203008). Da-

mit hat er diesen Vermögenszerfall, der im Konkurs endete (Urk. 40601066) zumin-

dest in Kauf genommen.

3.3.12. Am 11.01.2021, mit Wirkung ab 09:00 Uhr, eröffnete das Kantonsgericht 

Zug den Konkurs über die G._____ AG (Urk. 40601066). Der Konkurs wurde am 

29. Juli 2021 mangels Aktiven eingestellt (Urk. 30201015). 

- 28 -

3.3.13. Erstellt ist ebenfalls, dass über die G._____ AG in der anklagerelevanten 

Zeit (bzw. ab 2016; Urk. 30201017, 024 f.) keine ordentliche Buchhaltung geführt 

wurde – Buchhaltungsunterlagen sind nicht vorhanden. 

3.3.14. Erstellt ist schliesslich, dass sich der Beschuldigte zwei Mal als Verwal-

tungsrat der G._____ AG eintragen liess (Urk. 40601045 f. und Urk. 40601039). 

Nicht erstellt werden kann hingegen, dass der Beschuldigte nie den Willen gehabt 

habe, die unübertragbaren und unentziehbaren Aufgaben eines Mitglieds des Ver-

waltungsrats der Gesellschaft zu erfüllen. Seine diesbezüglichen Depositionen, nie 

die Absicht gehabt zu haben, als oberstes Leitungsorgan der G._____ AG tätig zu 

sein respektive mit der G._____ AG den statuarischen Zweck der Unternehmungs-

führung zu verfolgen und diesbezüglich eine Leitungsfunktion zu übernehmen (Urk. 

50203006, 009), stehen im diametralen Widerspruch zu seinen sonstigen Aussa-

gen und dem, wie er sich jahrelang verhalten hat, weshalb sie als Schutzbehaup-

tungen zu qualifizieren sind und entsprechend nicht darauf abgestellt werden kann. 

Mithin ist nicht erstellt, dass die Eintragungen des Beschuldigten im Handelsregis-

ter als Verwaltungsratsmitglied der G._____ AG unwahr und falsch waren bzw. der 

Beschuldigte dies in Kauf genommen hätte.

3.3.15. Damit ist der Sachverhalt betreffend G._____ AG in objektiver und subjek-

tiver Hinsicht – mit obgenannter Einschränkung – erstellt. 

3.4. Sachverhaltskomplex "Geldwäscherei"

3.4.1. Die Vorinstanz hat die relevanten Beweismittel – namentlich die Aussagen 

des Beschuldigten und des Mitbeschuldigten, den WhatsApp-Chat, Bankunterla-

gen und E-Mail-Korrespondenz richtig angeführt (Urk. 35 S. 58 ff.). Darauf ist zur 

Vermeidung von Wiederholungen zu verweisen. Die Vorinstanz hat die Aussagen 

ausführlich und die übrigen Beweismittel im Kerngehalt wiedergegeben und sie in 

der Folge einlässlich, differenziert und mit zutreffendem Ergebnis gewürdigt 

(Urk. 35 S. 64 ff.). Die Vorinstanz ist zum Fazit gelangt, dass aufgrund der Aus-

sagen, der Kontoauszüge und der WhatsApp-Chats der in der Anklage beschrie-

bene objektive Sachverhalt erstellt sei. Aufgrund des Plädoyers des Verteidigers 

sei ferner davon auszugehen, dass der Beschuldigte den E-Mail-Verkehr zwischen 

- 29 -

dem Privatkläger 2 und dem Mitbeschuldigten am 3. April 2019 erhalten habe. 

Dieser Einschätzung ist zuzustimmen. Die Frage des Vorsatzes hat die Vorinstanz 

unter dem Titel der rechtlichen Würdigung behandelt (Urk. 35 S. 67 und S. 78 ff.). 

Darauf ist als subjektives Element des Sachverhalts unter diesem Titel einzugehen. 

Die nachfolgenden Erwägungen verstehen sich als Zusammenfassung und 

teilweise Ergänzung.

3.4.2. Vorweg ist in Erinnerung zu rufen, dass der Beschuldigte den Sachverhalts-

komplex "Geldwäscherei" in der Untersuchung nach einlässlichen Einvernahmen, 

differenzierten Aussagen des Beschuldigten, diversen weiteren Beweisabnahmen 

und einem detaillierten Anklagevorwurf, vollständig eingestanden hatte, bevor er 

sein Geständnis aus taktischen und nicht überzeugenden Gründen teilweise wider-

rufen hat (vgl. oben Ziff. III.B 2.2). Anerkannt wurde von ihm sodann vor Vorinstanz, 

dass er von den überwiesenen Geldern auf sein Konto mit dem Einverständnis des 

Mitbeschuldigten CHF 1'183.26 für Warenbezüge im P._____ Hotel, für Einkäufe 

und Restaurantbesuche verbraucht habe. Zudem habe er CHF 196.00 in bar bezo-

gen. Es sei ein Fehler gewesen das auszugeben, was er bekommen habe (Urk. 23 

S. 28). Über die kriminellen Machenschaften seines Vaters und den Rest habe er 

keine Kenntnis gehabt, er sei ausgenutzt, missbraucht und erpresst worden 

(Urk. 23 S. 28 f.). 

3.4.3. In den Akten liegen die Kontoauszüge der PostFinance (Urk. 60302001 ff., 

Urk. 60303001 f.). In diesen sind die Geldeingänge sowie Überweisungen aufgelis-

tet. Aus den Chats zwischen den Brüdern K._____, dem Mitbeschuldigten E._____ 

und dem Beschuldigten sind die mehrfachen Anweisungen an den Beschuldigten 

ersichtlich, wie er Überweisungen vorzunehmen habe (Urk. 60303003 ff.). Weder 

die Überweisungen noch die Anweisungen werden durch den Beschuldigten be-

stritten (Prot. I S. 29; Urk. 60) und sind damit erstellt.

3.4.4. Die Vortat zur Geldwäscherei zum Nachteil des Privatklägers 2 ist durch das 

Geständnis des Mitbeschuldigten in der Schlusseinvernahme in seinem früheren 

Verfahren (Urk. 503001 ff.) und das rechtskräftige Urteil vom 30. März 2022 des 

Bezirksgerichts Zürich, 9. Abteilung (DG210199-L), erstellt (Urk. 41701007 ff. und 

023 ff.). Der Privatkläger 2 hatte (u.a.) aufgrund einer arglistigen Täuschung durch 

- 30 -

den Mitbeschuldigten CHF 22'500.00 auf das Konto des Beschuldigten überwiesen. 

Der Beschuldigte hat für die Weiterverwendung der auf sein Konto überwiesenen 

CHF 22'500 dem Mitbeschuldigten seine Bankkarte sowie seine Login-Daten für 

das E-Banking gegeben. Ferner hat er bei jedem Login-Vorgang den benötigten 

und an sein Telefon gesandten TAN-Code weitergeleitet. Der Beschuldigte bestä-

tigte dieses Vorgehen. Der Mitbeschuldigte überwies in der Folge vom 3. April 2019 

bis zum 25. April 2019 in 36 Transaktionen CHF 21'120.74 auf ein Konto des 

Bruders K._____, auf ein Konto einer durch den Mitbeschuldigten geführten Ge-

sellschaft in den Niederlanden, auf ein Konto des Vaters sowie auf das Konto der 

Mutter bei der PostFinance AG. Die Überweisung in der Höhe von CHF 13'488.00 

an den Bruder K._____ erfolgte mittels 20 Transaktionen. Die an den Vater über-

wiesene Summe von CHF 3'620.00 überwies der Mitbeschuldigte in 9 Transaktio-

nen. Eine Summe von CHF 500.00 an die Mutter überwies der Mitbeschuldigte in 

6 Transaktionen. Nachdem der Mitbeschuldigte dem Beschuldigten es erlaubte, be-

nutzte dieser CHF 1'183.26 für Warenbezüge etc., ausserdem bezog er CHF 

196.00 in bar (Urk. 30301010, Urk. 50305007, Urk. 23 S. 26). 

3.4.5. Die Vortat ist auch in Bezug auf die Geldwäscherei zum Nachteil der Privat-

klägerin 1 gestützt auf das Geständnis des Mitbeschuldigten in der Schlusseinver-

nahme (Urk. 507010134 f.) und das erwähnte rechtskräftige Urteil vom 30. März 

2022 (Urk. 1701007 ff. und 025 ff.) erstellt. In diesem Fall hat die Privatklägerin 1 

aufgrund einer arglistigen Täuschung durch den Vater des Beschuldigten, J._____, 

und den Mitbeschuldigten insgesamt CHF 100'000.00 überwiesen, von denen CHF 

50'000.00 auf das Konto des Beschuldigten eingingen. Der Beschuldigte hat CHF 

42'430.00 an drei verschiedene Konten seines Bruders K._____ überwiesen. Ein 

Teil davon (CHF 1'500.00) hat der Beschuldigte in bar bezogen, um es seinem 

Bruder K._____ zu übergeben, einen weiteren (CHF 513.50) an den Mitbeschul-

digten via Revolut überwiesen. Schliesslich hat er CHF 4'610.24 für sich (für die 

Bezahlung von Miete, seines Lebensunterhalts und bestehender Schulden) ver-

braucht.

3.4.6. Der Beschuldigte stellte dem Mitbeschuldigten sein Konto zur Verfügung, 

"weil sein Konto nicht zur Verfügung stand". Den Grund, weshalb das Geld auf sein 

- 31 -

Konto gekommen sei, will er nicht gewusst haben. Der Mitbeschuldigte habe ihm 

erst später gesagt, dass es Gelder für Investments seien (Urk. 50302004). Bereits 

die Ausgangslage "sein Konto stand nicht zur Verfügung", hätte den Beschuldigten 

aufhorchen lassen müssen, zumal dies nicht zum ersten Mal der Fall war. Er stellte 

sein Konto sodann nicht etwa als einmaliges Zielkonto zur Verfügung. Er übergab 

ihm gegenteils das Kontokärtchen, Benutzername und Passwort zum E-Banking 

seines privaten Kontos (Urk. 50302007) und stellte ihm bei jeder Transaktion den 

per SMS eingegangenen TAN-Code zur Verfügung (Urk. 500305006). Dass er sein 

privates Konto zur Verfügung stellte, erachtete er zum einen als problemlos: "Als 

Familie ist das kein Problem" (Urk. 50302007), um später zu behaupten, er sei von 

seiner Familie ausgenutzt, missbraucht und erpresst worden (Urk. 23 S. 28 f.). Der 

Beschuldigte äusserte sich in den Phasen vor und nach dem Geständnis in weite-

ren Punkten widersprüchlich und nicht glaubhaft. So will er wie gesagt nichts über 

die kriminelle Herkunft der Gelder gewusst haben. Trotzdem sagte er über die Geld-

überweisungen: "Ich war hässig auf meine Brüder. Ich wollte mich von der Familie 

distanzieren. Ich sagte, ich wolle mit ihren Dingen nichts zu tun haben. Und dann 

bekomme ich plötzlich eine Meldung, dass Geld auf meinem Konto einbezahlt 

werde" (Urk. 50303003). Dies spricht zumindest für Zweifel an einem legalen Hin-

tergrund der Gelder. Gleiches gilt auch für diese Aussage: "Es war ein komisches 

Gefühl, dass sie irgend etwas am Machen sind. Dass etwas geschäftlich nicht 

klappt" (Urk. 50303004), was er später wieder bestritt, gesagt zu haben 

(Urk. 50305017). Oder: "Wegen solchen Sachen hatte wir viel Streit. Ich hatte ein 

schlechtes Gefühl: 1. Wieso auf mein Konto. 2. Wieso diese Beträge auf drei ver-

schiedene Konten." (Urk. 50303006). Ebenfalls war er schockiert, als er auf dem 

Vertrag "A._____" gesehen habe (Urk. 50305010). 

3.4.7. Der Beschuldigte schilderte eigene Zweifel am Vorgehen. Es lagen aber auch 

sonst diverse Alarmzeichen für illegale Machenschaften vor mit der grundsätzlichen 

Zurverfügungstellung des Kontos ohne genaueres Hinterfragen, die Zahl der 

Zahlungseingänge, der zahlreichen Inland- und Auslandüberweisungen in auffälli-

ger Stückelung wie auch der grosse zeitliche Druck, den der Mitbeschuldigte 

machte (Urk. 50303011). Damit ist der Sachverhalt betreffend Geldwäscherei auch 

in subjektiver Hinsicht erstellt. 

- 32 -

IV. Rechtliche Würdigung

A Sachverhaltskomplex "F._____ Holding AG"

1. Die Vorinstanz hat den unter diesem Titel vorgeworfenen Sachverhalt als 

Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und als Unterlassung der Buch-

führung im Sinne von Art. 166 StGB qualifiziert (Urk. 35 S. 67 ff.). Die theoretischen 

Grundlagen dazu hat sie einlässlich und korrekt dargestellt. Der Vorinstanz ist auch 

in der Anwendung auf den konkreten Fall – mit einer kleinen Ausnahme (vgl. nach-

folgende Ziff. IV.A.2.4) – zuzustimmen. Die nachfolgenden Ausführungen verste-

hen sich im Wesentlichen als Ergänzungen und Präzisierungen.

2. Misswirtschaft

2.1. Den Tatbestand der Misswirtschaft nach Art. 165 Ziff. 1 StGB erfüllt, wer als 

Schuldner in anderer Weise als durch Gläubigerschädigung durch Vermögens-

verminderung nach Art. 164 StGB, durch Misswirtschaft, namentlich durch unge-

nügende Kapitalausstattung, unverhältnismässigen Aufwand, gewagte Spekula-

tionen, leichtsinniges Gewähren oder Benützen von Kredit, Verschleudern von 

Vermögenswerten oder arge Nachlässigkeit in der Berufsausübung oder Ver-

mögensverwaltung, seine Überschuldung herbeiführt oder verschlimmert, seine 

Zahlungsunfähigkeit herbeiführt oder im Bewusstsein seiner Zahlungsunfähigkeit 

seine Vermögenslage verschlimmert, wenn über ihn der Konkurs eröffnet oder 

gegen ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist. Die Eröffnung des Konkurses 

ist objektive Strafbarkeitsbedingung (Urteil 6B_54/2008 vom 9. Mai 2008 E. 7.3.1). 

Täter kann ausschliesslich der Schuldner selber oder eines der in Art. 29 StGB 

genannten Organe sein (BGE 144 IV 52 E. 7.3). 

Nach der Rechtsprechung liegt eine nachlässige Berufsausübung vor, wenn 

gesetzliche Bestimmungen der Unternehmensführung missachtet werden. Dazu 

gehören insbesondere die Vernachlässigung der Rechnungslegung oder die Ver-

letzung der Pflicht des Verwaltungsrats einer Aktiengesellschaft, den Richter im 

Falle der Überschuldung zu benachrichtigen (Urteile 6B_1047/2015 vom 28. April 

2016 E. 4.3; 6B_242/2015 vom 6. Oktober 2015 E. 1.3.1 mit Hinweisen). Tatbe-

standsmässig ist nur ein krasses wirtschaftliches Fehlverhalten. Das Eingehen ei-

- 33 -

nes jeder Geschäftstätigkeit inhärenten Risikos ist nicht strafbar, auch wenn sich 

ex post herausstellt, dass eine Fehlentscheidung getroffen worden ist (Urteil 

6B_1047/2015 vom 28. April 2016 E. 4.3; HAGENSTEIN, in: Basler Kommentar, Straf-

recht, Bd. II, 3. Aufl. 2013, N. 11 zu Art. 165 StGB; TRECHSEL/OGG, in: Schweizeri-

sches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, N. 4 zu Art. 165 StGB).

Der subjektive Tatbestand erfordert Vorsatz hinsichtlich der Bankrotthandlung 

(BGE 144 IV 52 E. 7.3). Vorsatz liegt bereits vor, wenn der Täter das Risiko der 

Insolvenz unter Missachtung einschlägiger Bestimmungen in unverantwortlicher 

Weise negiert. Hinsichtlich der Verschlimmerung der Überschuldung bzw. der 

Herbeiführung der Zahlungsunfähigkeit genügt dabei grobe Fahrlässigkeit 

(OFK StGB-Donatsch, 21. Aufl. 2022, Art. 165 N 8).

2.2.1. Gemäss erstelltem Sachverhalt war der Beschuldigte als Direktor der 

F._____ AG mit Einzelunterschrift im Handelsregister eingetragen. Damit vertrat er 

die Gesellschaft gegen aussen (Art. 718 Abs. 1 und 2 OR). Direktoren werden in 

aller Regel als Organe im materiellen Sinne qualifiziert (BGE 114 V 213). Davon 

abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, da es nicht nur bei der formellen 

Kundgabe blieb. Die Aufgaben des Beschuldigten wurden in Arbeits- und Berater-

verträgen festgehalten. Dazu gehörte es, "die Gesellschaft nach besten Kräften und 

Gewissen zu führen, um das Telekomprojekt in Zusammenarbeit mit den anderen 

Geschäftsführern gemäss Business Plan in den nächsten Jahren zu realisieren". 

Dies – Führung nach besten Kräften und Gewissen – hat der Beschuldigte gemäss 

eigenen Angaben auch gemacht (Urk. 50102015). Der Beschuldigte bestätigte, 

dass er für strategische Entscheidungen mitverantwortlich gewesen sei. Auf Zu-

flüstern des Verteidigers relativierte er seine Aussage. Dies vermag weder zu über-

zeugen noch – gegebenenfalls, d.h. bei Absprachen mit dem Mitbeschuldigten – 

die leitende Funktion zu minimieren, da er – entgegen der Verteidigung (Urk. 60) – 

mindestens eine Mitverantwortung trug. Dem Beschuldigten kam somit – entgegen 

der Verteidigung (Urk. 60; Prot. II S. 12 f.) und mit der Staatsanwaltschaft (Prot. II 

S. 8 f.) – auch faktische bzw. materielle Organstellung i.S.v. Art. 29 StGB zu.

2.2.2. Weiter ist erstellt, dass der Beschuldigte und der Mitbeschuldigte die F._____ 

AG als reinen Aktienmantel mit null Eigenkapital kauften und die Gesellschaft spä-

- 34 -

ter effektiv nie (d.h. abgesehen von einer wertlosen Forderung) kapitalisiert wurde 

(Urk. 35 S. 69 f., S. 71). Damit ist die Tathandlungsvariante der ungenügenden 

Kapitalausstattung in objektiver Hinsicht erfüllt. 

2.2.3. Ebenso ist ein unverhältnismässiger Aufwand im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 

StGB zu bejahen. Die Unverhältnismässigkeit des Aufwandes beurteilt sich dabei 

nicht nur nach objektiven Kriterien, sie ergibt sich vielmehr aus dem Vergleich des 

Aufwandes in Relation zu den beim Schuldner vorhandenen Vermögenswerten und 

Einkünften (BSK StGB-Hagenstein, Art. 165 N 15). Die F._____ AG hatte keinerlei 

Vermögenswerte, erwirtschaftete keinen Gewinn und generierte gleichzeitig hohe 

Auslagen, so durch Salärverpflichtungen und eine nicht geschäftsmässig begrün-

dete Miete, wurde das angemietete Objekt doch als Familienhaus genutzt (Urk. 35 

S. 70 f.). Ein solcher Aufwand findet aus kaufmännischer Sicht keine Rechtfertigung 

mehr und ist daher unverhältnismässig.

2.2.4. Gemäss erstelltem Sachverhalt verschlimmerte sich die Vermögenslage der 

F._____ AG zusehends, bis über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet wurde 

(Konkurseröffnung am 30. Januar 2020).

2.3. Erstellt ist weiter, dass der Beschuldigte in ständigem Kontakt mit dem Betrei-

bungsamt stand, wo er selber eine Vielzahl von Zahlungsbefehlen und Konkursan-

drohungen abholte, welche Post er auch öffnete. Damit wusste der Beschuldigte, 

dass die finanzielle Lage der F._____ AG desolat war und sich ständig verschlech-

terte. Folglich musste er auch damit rechnen, dass den Gläubigern ein Totalverlust 

drohte. Dagegen hat er pflichtwidrig nichts unternommen.

2.4. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen nicht vor. Somit hat sich 

der Beschuldigte im Zusammenhang mit der F._____ AG der Misswirtschaft im 

Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 lit. a StGB schuldig ge-

macht. Entgegen der Vorinstanz ist hier von einer einfachen Misswirtschaft auszu-

gehen (vgl. Urk. 35 S. 74). 

3. Unterlassung der Buchführung

- 35 -

3.1.1. Gemäss Art. 166 StGB macht sich der Schuldner strafbar, der die ihm 

gesetzlich obliegende Pflicht zur ordnungsmässigen Führung und Aufbewahrung 

von Geschäftsbüchern oder zur Aufstellung einer Bilanz verletzt, so dass sein 

Vermögensstand nicht oder nicht vollständig ersichtlich ist, wenn über ihn der 

Konkurs eröffnet oder in einer gemäss Art. 43 SchKG erfolgten Pfändung gegen 

ihn ein Verlustschein ausgestellt worden ist. Die Buchführungspflicht wird verletzt, 

wenn die Buchführung ganz unterbleibt oder mangelhaft erfolgt und dadurch die 

Vermögenslage der Schuldnerin nur mit erheblichem Aufwand überblickt werden 

kann (Urteile 6B_1263/2020 vom 5. Oktober 2022, E. 2.3.; 6B_1262/2020 vom 

2. August 2022, E. 3.3.1.; 6B_1180/2020 vom 10. Juni 2021, E. 4.1. und 

6B_893/2018 vom 2. April 2019, E. 1.1.1.). Der Umfang der Buchführungspflicht 

ergibt sich aus dem Privatrecht. Einzelne Pflichten sind namentlich in den Art. 957 

ff. OR konkretisiert. Die Buchführung bildet dabei die Grundlage der Rechnungs-

legung und erfasst diejenigen Geschäftsvorfälle und Sachverhalte, die für die 

Darstellung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens notwendig sind (vgl. 

Art. 957a Abs. 1 OR). Von Bilanz und Erfolgsrechnung wird erwartet, dass sie 

vollständig, wahrheitsgetreu, systematisch, klar, zweckmässig, vorsichtig und 

nachprüfbar angelegt sind (vgl. Art. 957a Abs. 1 und Art. 958c Abs. 1 OR). Die 

Rechnungslegung soll die wirtschaftliche Lage des Unternehmens so darstellen, 

dass sich Dritte ein zuverlässiges Urteil bilden können (Art. 958 Abs. 1 OR; Urteile 

6B_1263/2020 vom 5. Oktober 2022, E. 2.3.; 6B_1262/2020 vom 2. August 2022, 

E. 3.3.1.). Art. 166 StGB erfordert Vorsatz, wobei Eventualvorsatz genügt 

(BGE 117 IV 163, E. 2.b). 

3.1.2. Täter der Unterlassung der Buchführung kann ausschliesslich der Schuldner 

oder eines der in Art. 29 StGB genannten Organe sein.

3.2.1. Wie oben dargelegt, hatte der Beschuldigte bei der F._____ AG eine fakti-

sche Organstellung. Er hatte somit die gesetzliche Pflicht zur Aufstellung von Jah-

resrechnungen bzw. zum Veranlassen derselben, was er spätestens ab Januar 

2017 bis zum Konkurs am 30. Januar 2020, d.h. während drei Jahren, unterliess. 

Dies führte dazu, dass der Vermögensstand der F._____ AG nicht mehr ersichtlich 

war. Der objektive Tatbestand ist damit erfüllt. Dem Beschuldigten sind die began-

- 36 -

genen Pflichtverletzungen in Anwendung von Art. 29 lit. a StGB zuzurechnen. Der 

Beschuldigte hatte dadurch auch die einem Verwaltungsrat inhärente von der 

Verteidigung (Prot. I S. 18; Prot. II S. 6 f., 14) bestrittene Garantenstellung inne, wie 

die Vorinstanz zutreffend festhielt (Urk 35 S. 75).

3.2.2. Ebenfalls erfüllt ist die objektive Strafbarkeitsbedingung des Konkurses und 

des Vorliegens von Verlustscheinen.

3.2.3. Nachdem bereits aufgrund der Aussagen des Beschuldigten erstellt ist, dass 

im Tatzeitraum keine Buchführung erfolgte und der Beschuldigte in der Folge auch 

nicht um eine ordentliche Buchhaltung besorgt war, verletzte er als Gesellschafts-

organ seine Pflicht zur Kontrolle des Rechnungswesens wissentlich und willentlich. 

In Anbetracht dessen ergibt sich ohne Weiteres, dass dadurch ein vollständiger 

Überblick über die tatsächliche Verschuldungslage der Gesellschaft bei Konkurs-

eröffnung nicht möglich war, was der Beschuldigte zumindest in Kauf nahm. 

3.2.4. Zusammenfassend sind mithin sowohl der objektive als auch der subjektive 

Tatbestand von Art. 166 StGB als gegeben zu erachten.

3.2.5. Der Beschuldigte beging die Handlungen und Unterlassungen als Haupt-

beteiligter zusammen mit seinem diesbezüglich bereits rechtskräftig verurteilten 

Bruder (Mitbeschuldigter) aufgrund gemeinsamer, zumindest konkludenter 

Entschlussfassung sowie durch gleich massgebliches Zusammenwirken bei der 

Tatausführung. Der Beschuldigte leistete einen wesentlichen Tatbeitrag. Die 

Vorinstanz hat daher zu Recht eine Mittäterschaft bejaht (Urk. 35 S. 84). 

3.3. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen nicht vor. Somit hat sich 

der Beschuldigte betreffend F._____ AG auch der Unterlassung der Buchführung 

im Sinne von Art. 166 StGB in Verbindung mit Art. 29 lit. a StGB schuldig gemacht. 

- 37 -

B Sachverhaltskomplex "G._____ AG"

1. Nachdem betreffend den Vorwurf der mehrfachen Erschleichung einer 

falschen Beurkundung der Anklagesachverhalt in Bezug darauf, dass der Beschul-

digte den falschen Anschein erweckt haben soll, Verwaltungsratsmitglied sein zu 

wollen, ohne je diese Absicht gehabt zu haben, nicht erstellt werden konnte 

(vgl. Ziff. III.B.3.3.14), hat diesbezüglich ein Freispruch zu erfolgen. 

Die Vorinstanz hat den unter diesem Titel überdies vorgeworfenen (und erstellten) 

Sachverhalt als Misswirtschaft im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB und als Unter-

lassung der Buchführung im Sinne von Art. 166 StGB qualifiziert (Urk. 35 S. 72 ff.). 

Die theoretischen Grundlagen dazu hat sie einlässlich und korrekt dargestellt. Der 

Vorinstanz ist auch in der Anwendung der genannten Bestimmungen auf den 

vorliegenden Fall zuzustimmen. Die nachfolgenden Ausführungen verstehen sich 

im Wesentlichen als Ergänzungen und Präzisierungen.

2. Misswirtschaft

2.1.1. Zu den theoretischen Grundlagen betreffend den Vorwurf der Misswirtschaft 

kann auf obige Erwägungen verwiesen werden (Ziff. IV.A.2.1). Laut der einschlägi-

gen Rechtsprechung liegt eine nachlässige Berufsausübung auch vor, wenn 

gesetzliche Bestimmungen betreffend die Unternehmensführung missachtet wer-

den. Dazu gehören insbesondere die Vernachlässigung der Rechnungslegung 

oder die Verletzung der Pflicht des Verwaltungsrates einer Aktiengesellschaft, das 

Gericht im Falle einer Überschuldung zu benachrichtigen (BGE 144 IV 52 E. 7.3.). 

2.1.2. In Bezug auf die unterlassene Bilanzdeponierung bzw. Überschuldungsan-

zeige ist daran zu erinnern, dass das neue Aktienrecht am 1. Januar 2023 in Kraft 

getreten ist und im anklagegegenständlichen Zeitraum die frühere Fassung mass-

gebend war (Konkurseröffnung: 11. Januar 2021). In Präzisierung der Vorinstanz 

ist daher aArt. 725 Abs. 2 OR als massgebend zu erachten. Demgemäss muss bei 

begründeter Besorgnis einer Überschuldung eine Zwischenbilanz erstellt und diese 

einem zugelassenen Revisor zur Prüfung vorgelegt werden. Ergibt sich aus der 

Zwischenbilanz, dass die Forderungen der Gesellschaftsgläubiger weder zu Fort-

- 38 -

führungs- noch zu Veräusserungswerten gedeckt sind, so hat der Verwaltungsrat 

das Gericht zu benachrichtigen, sofern nicht Gesellschaftsgläubiger im Ausmass 

dieser Unterdeckung im Rang hinter alle anderen Gesellschaftsgläubiger zurück-

treten. Wenn gleich aArt. 725 Abs. 2 Satz 2 OR dies nicht explizit vorsieht, gewäh-

ren Rechtsprechung und herrschende Lehre dem Verwaltungsrat im Falle reeller 

dauerhafter Sanierungsaussichten einen Aufschub der Überschuldungsanzeige, so 

dass diese nicht zwangsläufig sofort im Zeitpunkt der erstmaligen Feststellung der 

Überschuldung erfolgen muss (vgl. BGE 132 III 564, E. 5.1.; 127 IV 110, E. 5.a; 

Urteile 6B_1104/2022 vom 19. April 2023, E. 1.1.1.; 6B_985/2016 vom 27. Februar 

2017, E. 4.2.1.; 6B_1091/2014 vom 24. November 2015, E. 5. und 4C.366/2000 

vom 19. Juni 2001, E. 4.b). Mit der Benachrichtigung des Gerichtes darf hingegen 

nicht zugewartet werden, wenn die ergriffenen Sanierungsmassnahmen den 

Unternehmenszusammenbruch lediglich hinauszögern würden. Auch dürfen die 

Befriedigungschancen der Gesellschaftsgläubiger durch den Aufschub nicht 

zusätzlich gefährdet werden (Urteil 6B_1104/2022 vom 19. April 2023, E. 1.1.1.).

2.2.1. In Bezug auf die Funktion des Beschuldigten ist erstellt, dass sich der 

Beschuldigte zweimal als einziges Verwaltungsratsmitglied im Handelsregister 

hatte eintragen lassen. Es kam ihm damit formelle Organstellung bei der G._____ 

AG zu. 

2.2.2. Gemäss erstelltem Sachverhalt fehlten der G._____ AG ab dem 9. April 2018 

die erforderlichen Mittel, um ihre fälligen und zukünftigen Schulden zu begleichen. 

Spätestens ab dem 21. September 2018 bestand eine begründete Besorgnis der 

Zahlungsunfähigkeit, was der Beschuldigte gemäss erstelltem Sachverhalt wusste 

(vgl. Ziff. III.A.3.3.10). Es wurde weder eine Zwischenbilanz noch eine Überschul-

dungsanzeige deponiert. Gemäss erstelltem Sachverhalt verschlimmerte sich die 

Vermögenslage der G._____ AG zusehends, bis über die Gesellschaft der Konkurs 

eröffnet wurde (Konkurseröffnung am 11. Januar 2021). Trotz der offensichtlichen 

Verschlimmerung der Vermögenslage der G._____ AG hat der Beschuldigte als 

deren einziger Verwaltungsrat den Vermögenszerfall, der im Konkurs endete, 

pflichtwidrig zugelassen. Damit ist zumindest ein eventualvorsätzliches Handeln zu 

bejahen. 

- 39 -

2.2.3. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen nicht vor. Somit hat 

sich der Beschuldigte im Zusammenhang mit der G._____ AG der Misswirtschaft 

im Sinne von Art. 165 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 29 lit. a StGB schuldig 

gemacht. 

3. Unterlassung der Buchführung

3.1. Zu den theoretischen Grundlagen betreffend den Vorwurf der Unterlassung 

der Buchführung kann auf obige Erwägungen verwiesen werden (Ziff. IV. A 3.1.1.).

3.2. Der Beschuldigte war im Handelsregister eingetragenes einziges Verwal-

tungsratsmitglied der G._____ AG. Er hatte die gesetzliche Pflicht zur Aufstellung 

von Jahresrechnungen, was er ab 30. August 2018 bis zum Konkurs am 11. Januar 

2021, d.h. während mehr als drei Jahren, unterliess. Dies führte dazu, dass der 

Vermögensstand der G._____ AG nicht ersichtlich war. Der objektive Tatbestand 

ist damit erfüllt. Dem Beschuldigten sind die begangenen Pflichtverletzungen in An-

wendung von Art. 29 lit. a StGB zuzurechnen.

3.3. Ebenfalls erfüllt ist die objektive Strafbarkeitsbedingung des Konkurses und 

des Vorliegens von Verlustscheinen.

3.4. Gemäss erstelltem Sachverhalt wurde in der anklagerelevanten Zeit über die 

G._____ AG nicht Buch geführt, welche Unterlassung der Beschuldigte, der über 

die entsprechenden Pflichten im Bild war, in Kauf genommen hatte. Damit ist der 

Tatbestand von Art. 166 StGB mit der Vorinstanz in objektiver und subjektiver Hin-

sicht erfüllt (Urk. 35 S. 76). 

3.5. Der Beschuldigte beging die Handlungen und Unterlassungen als Hauptbe-

teiligter zusammen mit seinem diesbezüglich bereits rechtskräftig verurteilten 

Bruder (Mitbeschuldigter) aufgrund gemeinsamer, zumindest konkludenter 

Entschlussfassung sowie durch gleich massgebliches Zusammenwirken bei der 

Tatausführung. Der Beschuldigte leistete einen wesentlichen Tatbeitrag. Die 

Vorinstanz hat daher zu Recht eine Mittäterschaft bejaht (Urk. 35 S. 84). 

- 40 -

3.6. Rechtfertigungs- und Schuldausschlussgründe liegen nicht vor. Somit hat sich 

der Beschuldigte betreffend G._____ AG auch der Unterlassung der Buchführung 

im Sinne von Art. 166 StGB in Verbindung mit Art. 29 lit. a StGB schuldig gemacht.

C Sachverhaltskomplex "Geldwäscherei"

1. Die Vorinstanz kam im Zusammenhang mit den Transaktionen zum Nachteil 

der Privatkläger 1-2 zum Schluss, der Beschuldigte habe sich durch das erstellte 

Verhalten der mehrfachen Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis Ziff. 1 StGB 

schuldig gemacht (Urk. 35 S. 78 ff.). Sie hat dabei eingangs die rechtlichen Grund-

lagen ausführlich und korrekt dargelegt, weshalb darauf zu verweisen ist (Urk. 35 

S. 78 f.). Rekapitulierend und ergänzend ist festzuhalten, dass das nach Art. 305bis 

StGB strafbare Verhalten in der Sicherung der durch die Vortat unrechtmässig 

erlangten Vermögenswerte liegt. Tathandlung der Geldwäscherei ist jeder Vor-

gang, der geeignet ist, den Zugriff der Strafbehörden auf die verbrecherisch erlang-

ten Vermögenswerte zu vereiteln (BGE 145 IV 335 E. 3.1; BGE 144 IV 172 E. 7.2.2; 

BGE 136 IV 188 E. 6.1; je mit Hinweisen). Unter dieser Voraussetzung können 

selbst einfachste Tathandlungen den Tatbestand erfüllen. Komplizierte Finanz-

transaktionen oder eine erhebliche kriminelle Energie sind nicht vorausgesetzt 

(BGE 128 IV 117 E. 7a; BGE 122 IV 211 E. 3b.aa; Urteil 6B_1201/2019 vom 1. Mai 

2020 E. 3.3). Ob solch tatbestandsmässiges Verhalten vorliegt, ist im Einzelfall zu 

bestimmen (BGE 144 IV 172 E. 7.2.2 mit Hinweisen; BGE 122 IV 211 E. 2). Als 

Vereitelungshandlungen kommen gemäss Rechtsprechung etwa das Verstecken, 

das Anlegen sowie das Wechseln von Bargeld in Betracht, nicht jedoch dessen 

einfache Einzahlung auf das dem üblichen privaten Zahlungsverkehr dienende 

persönliche Bankkonto am Wohnort oder der blosse Besitz bzw. das Aufbewahren 

von Geld (BGE 127 IV 20 E. 3a mit Hinweisen; vgl. auch BSK StGB-Pieth, 2019, 

Art. 305bis N 46). Auch bei einer blossen Verlängerung der Papierspur ("paper trail") 

– etwa bei einer Überweisung von einem Konto auf ein anderes (im Inland) – liegt 

in der Regel keine Geldwäscherei vor, solange keine weiteren Verschleierungs-

handlungen stattfinden und die Vermögenswerte dort noch einziehbar sind.

2. Die Vorinstanz hat eine sorgfältige und differenzierte Würdigung des erstellten 

Sachverhalts vorgenommen (Urk. 35 S. 80). Diese erweist sich als richtig und kann 

- 41 -

übernommen werden. Die nachfolgenden Erwägungen sind als Rekapitulation und 

teilweise Ergänzung zu verstehen.

3.1. Vorweg ist mit Blick auf den Standpunkt des Verteidigers ("Vorrang Hehlerei 

vor Geldwäsche"; Urk. 26 S. 5; Urk. 60 S. 1) daran zu erinnern, dass Gegenstand 

der Hehlerei nur körperliche Sachen sein können. Das schliesst auch Wertpapiere 

und Geld mit ein. Blosse Forderungen und andere Rechte scheiden hingegen aus. 

Buchgeld ist keine Sache. Deshalb begeht keine Hehlerei, wer etwa die von einem 

anderen betrügerisch erschlichene Gutschrift von einem Bankkonto abhebt, um das 

Geld zu verheimlichen (vgl. OGer ZH SB220652 vom 13. Dezember 2023, S. 10). 

Dagegen kommt der hier eingeklagte Tatbestand der Geldwäscherei in Frage. 

3.2. Als Tatobjekt kommen Vermögenswerte in Betracht, die aus einem Verbre-

chen herrühren. Eine entsprechende Vortat zur Geldwäscherei zum Nachteil der 

Privatkläger 1-2 ist mit dem rechtskräftigen Urteil vom 30. März 2022 des Bezirks-

gericht Zürich, 9. Abteilung (DG210199-L), gegeben, mit dem der Mitbeschuldigte 

wegen seinen betrügerischen Machenschaften u.a. zum Nachteil der heutigen 

Privatkläger 1 und 2 verurteilt wurde (Urk. 41701007 ff. und 023 ff.).

3.3. Die Geldwäscherei wurde vom Beschuldigten gemäss erstelltem Sachverhalt 

durch verschiedene Tathandlungen betrieben, so übergab er in Bezug auf die Geld-

wäscherei zum Nachteil des Privatklägers 2 dem Mitbeschuldigten seine Konto-

karte, teilte Benutzername und Passwort zum E-Banking seines privaten Bankkon-

tos mit und stellte ihm bei jeder einzelnen Transaktion den per SMS eingegangenen 

TAN-Code zur Verfügung, sodass Letzterer 36 In- und Auslandüberweisungen 

vornehmen konnte; er bezog Bargeld und tätigte in Bezug auf die Geldwäscherei 

zum Nachteil des Privatklägers selber Inlandüberweisungen und ebenfalls Barbe-

züge sowie verwendete in beiden Fällen Gelder für den Kauf und den Verbrauch 

von Konsumgütern. Mithin hat der Beschuldigte in beiden Fällen nicht bloss sein 

Bankkonto zur Verfügung gestellt, wie die Verteidigung vorbringt, sondern war an 

den Verschleierungshandlungen wesentlich beteiligt, weshalb der seitens der 

Verteidigung zitierte Bundesgerichtsentscheid 6B_565/2022 vom 11. September 

2024, welcher festhält, dass das alleinige Zurverfügungstellen der Konten und 

Empfangen der darauf überwiesenen Gelder als tatbestandsmässige Geldwäsche-

- 42 -

reihandlungen ausser Betracht falle (E. 1.4.4), nicht einschlägig ist. Mit den Barbe-

zügen unterbrach er die Papierspur. Die Auslandüberweisungen, wozu er einen 

wesentlichen Tatbeitrag leistete, waren geeignet zur Einziehungsvereitelung. Glei-

ches gilt für die Konsumgüter. Bei den Inlandüberweisungen, welche der 

Beschuldigte ebenfalls durch seine Tatbeiträge ermöglichte bzw. teilweise selber 

vornahm, kamen weitere Verschleiherungshandlungen dazu, wie die Staatsanwalt-

schaft richtig aufzeigte, nämlich mit der Angabe eines unklaren Namens, wodurch 

die Geschädigten über die Identität des wirtschaftlich Berechtigten getäuscht 

wurden, durch zahlreiche kleine Einzelbeträge, durch weitere Überweisungen an 

verschiedene Inhaber und verschiedene Banken, das Ganze zeitlich gestaffelt 

(Urk. 25 S. 24 f.). Damit ist der Tatbestand der Geldwäscherei mit der Vorinstanz 

in Bezug auf den Privatkläger 2 (Urk. 35 S. 80 ff.) und die Privatklägerin 1 (Urk. 35 

S. 82 ff.) in objektiver Hinsicht erfüllt. 

3.4. Gemäss erstelltem Sachverhalt hat die Vorinstanz zu Recht den Tatbestand 

der Geldwäscherei auch in subjektiver Hinsicht als erfüllt erachtet (Urk. 35 S. 81 

ff.).

D. Fazit

1. Der Beschuldigte ist der mehrfachen Misswirtschaft i.S.v. Art. 165 Ziff. 1 StGB, 

der mehrfachen Unterlassung der Buchführung i.S.v. Art. 166 StGB sowie der 

mehrfachen Geldwäscherei i.S.v. Art. 305bis Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen. 

2. Vom Vorwurf der mehrfachen Erschleichung einer falschen Beurkundung 

i.S.v. Art. 253 Abs. 1 StGB ist der Beschuldigte freizusprechen. 

V. Sanktion und Vollzug

A. Ausgangslage

1. Die Vorinstanz hat den Beschuldigten bestraft mit 14 Monaten Freiheits-

strafe, abzüglich 2 Tage Haft. Sie hat ihm den bedingten Strafvollzug bei einer 

Probezeit von 4 Jahren gewährt (Urk. 35 S. 93 ff.).

- 43 -

2. Die Staatsanwaltschaft beantragt heute – wie bei Vorinstanz (Urk. 35 S. 3) – 

eine teilbedingte Strafe von 31 Monaten, wovon 12 Monate zu vollziehen und die 

restlichen 19 Monate unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren aufzuschieben 

seien (Urk. 37).

B. Grundlagen der Strafzumessung

Die Vorinstanz hat die theoretischen Grundlagen der Strafzumessung im angefoch-

tenen Urteil korrekt aufgezeichnet, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen 

vorab darauf (Urk. 35 S. 85) und auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hierzu 

zu verweisen ist (u.a. BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen; BGE 144 IV 217 

E. 3.5.1 ff.). Die Vorinstanz hat auch auf das per 1. Januar 2018 in Kraft getretene 

neue Sanktionenrecht hingewiesen, welches vor allem in Bezug auf eine Geldstrafe 

von Bedeutung ist (Urk. 35 S. 85). Das Bundesgesetz über die Harmonisierung der 

Strafrahmen trat vor Erlass dieses Urteils in Kraft (1. Juli 2023), hat aber in concreto 

keine Auswirkungen. 

C. Konkrete Strafzumessung

1. Was die konkrete Strafzumessung anbelangt, so stellt die Misswirtschaft 

gemäss Art. 165 Ziff. 1 StGB mit einem Strafrahmen bis zu fünf Jahren Freiheits-

strafe hier das schwerste Delikt dar, und zwar jene zum Nachteil der F._____ AG, 

so dass für diese Tat die Einsatzstrafe festzulegen ist. Entgegen der Vorinstanz 

sind die Misswirtschaftsvorwürfe einer separaten Betrachtung zu unterziehen. Glei-

ches gilt hernach auch für die Unterlassung der Buchführung und die Geldwäsche-

rei. Die ermittelten Einzelstrafen sind hernach bei Gleichartigkeit zu asperieren.

2. Tatkomponenten

2.1. Tatkomponente Misswirtschaft F._____ AG

Der Beschuldigte bewirkte mit der unterbliebenen Rekapitalisierung bei gleichzeitig 

unverhältnismässigem Aufwand eine Verschlimmerung der Vermögenslage der 

F._____ AG um mindestens CHF 275'485.19. Er verwirklichte nicht nur eine, son-

dern gleich drei Tatvarianten. Der Schaden muss als hoch bezeichnet werden; die 

- 44 -

Gläubiger erlitten in diesem Umfang einen Totalverlust. Negativ ins Gewicht fällt 

die lange Dauer der Delinquenz von rund vier Jahren. Federführend war der Mitbe-

schuldigte, was zugunsten des Beschuldigten zu berücksichtigen ist. Gleiches gilt 

für den Umstand, dass er bloss mit Eventualversatz handelte. Die Vorinstanz 

bewertete das Verschulden des Beschuldigten in der Gesamtbetrachtung mit den 

Handlungen zum Nachteil der G._____ AG als leicht und legte dafür eine Freiheits-

trafe von 6 Monaten fest (Urk. 35 S. 91). Dies erschiene auch bei einer Einzelbe-

trachtung aufgrund der langen Deliktszeit nicht verschuldensadäquat. Es ist von 

einem noch leichten Verschulden auszugehen und die Sanktion betreffend F._____ 

AG bei rund 11 Monaten anzusiedeln.

2.2. Tatkomponente Misswirtschaft G._____ AG

Der Beschuldigte verschleppte in seiner Funktion als Verwaltungsrat den Konkurs 

um rund 2.5 Jahre. Die Vermögenslage verschlimmerte sich in dieser Zeit erheb-

lich. Er verursachte dadurch einen Schaden bzw. einen Gläubigerverlust von 

CHF 215'000.00. Der Beschuldigte war auch hier nicht federführend und handelte 

eventualvorsätzlich. Das Verschulden ist zwischen leicht und noch leicht anzu-

siedeln. Als Einzelstrafe erscheint eine Sanktion von 10 Monaten angemessen. 

2.3. Tatkomponente Unterlassung der Buchführung bei der F._____ AG 

Der Tatbestand der Unterlassung der Buchführung sieht eine abstrakte Strafan-

drohung mit Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor (Art. 166 

StGB). Der Beschuldigte kümmerte sich trotz seiner Funktion als Direktor 

überhaupt nicht um die Buchführung. Das stellt eine schwere Unterlassung dar. Es 

resultierte eine konkrete Gläubigerschädigung. In subjektiver Hinsicht gilt das 

Gesagte. Das Verschulden ist als leicht zu gewichten und bei 4 Monaten oder 

120 Strafeinheiten anzusiedeln.

2.4. Tatkomponente Unterlassung der Buchführung bei der G._____ AG

Die Tatumstände, der Tatbeitrag des Beschuldigten und die subjektiven Aspekte 

fallen hier ähnlich aus wie bei der F._____ AG, weshalb auch hier von einem leich-

- 45 -

ten Verschulden auszugehen ist und die Einzelstrafe auf 3 Monate oder 90 Strafein-

heiten festzusetzen ist. 

2.5. Tatkomponente Geldwäscherei zum Nachteil des Privatklägers 2

Auch der Tatbestand der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Abs. 1 StGB sieht als 

Sanktion Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor. Der Beschuldigte 

stellte sein Bankkonto samt Zugangsdaten für die Geldwäsche von rund 

CHF 20'000.– zur Verfügung und übermittelte dem Mitbeschuldigten für jede 

einzelnen Transaktion – insgesamt 36 – den per SMS eingegangenen TAN-Code, 

sodass der Mitbeschuldigten die entsprechenden Überweisungen tätigen konnte. 

Die meisten Waschhandlungen nahm der Beschuldigte damit nicht selber vor, die 

treibende Kraft war der Mitbeschuldigte. Der Beschuldigte bezog CHF 196.– bar 

und verbrauchte CHF 1'183.26 für den Kauf und den Verbrauch von Konsumgü-

tern. Er handelte eventualvorsätzlich. Das Verschulden ist als leicht zu qualifizieren 

und die Einzelstrafe auf 3 Monate festzusetzen.

2.6. Tatkomponente Geldwäscherei zum Nachteil der Privatklägerin 1

Der Deliktsbetrag liegt bei rund CHF 50'000.– und der Beschuldigte nahm die 

deliktischen Handlungen hier selber vor: Er überwies insgesamt CHF 41'430 sei-

nem Bruder auf drei verschiedene Konten bei drei verschiedenen Bankinstituten 

und hob CHF 1'500.– bar ab, um diese ebenfalls seinem Bruder zu übergeben. 

Zudem verbrauchte er CHF 4'610.24 für die Bezahlung seines Lebensunterhalts 

und vorbestehender Schulden. Wiederum handelte der Beschuldigte eventualvor-

sätzlich. Die Einsatzstrafe ist auf 4 Monate festzusetzen. 

2.7. Wahl der Strafart und Asperation

2.7.1. Die Vorinstanz hat für alle Delikte zu Recht eine Freiheitsstrafe ausgefällt 

(Urk. 35 S. 90). Der Beschuldigte wurde bereits einmal wegen eines Vermögens-

delikts mit einer Geldstrafe bestraft: Der Beschuldigte wurde mit Strafbefehl der 

Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 27. September 2013 wegen Veruntreuung 

zu einer bedingten Geldstrafe von 120 Tagessätzen à CHF 30 sowie zu einer Busse 

von CHF 600 verurteilt (Urk. 12). Die Strafe liegt zwar weit zurück, hat ihn aber 

- 46 -

offenbar nicht beeindruckt, fing er doch nicht lange Zeit später und noch während 

laufender Probezeit mit den vorliegenden Delikten an [Ablauf der Probezeit: 

27.09.2013; Urk. 52]. Es kommt hinzu, dass heute wieder Vermögensdelikte zu 

beurteilen sind. Auch wenn für die Unterlassung der Buchhaltung noch Geldstrafen 

möglich wären, erschiene es aufgrund des Sachzusammenhangs mit der Misswirt-

schaft nicht gerechtfertigt, dafür eine Geldstrafe auszufällen. Kommt hinzu, dass 

der Beschuldigte bereits 13 Mal über insgesamt ca. CHF 230'000.00 betrieben 

wurde und 75 Verlustscheine über ca. CHF 130'000.00 aufweist (Urk. 30301007). 

Der Beschuldigte hat weder Einkommen noch Ersparnisse, so dass eine Geldstrafe 

nicht vollzogen werden könnte. Somit ist auch für die Geldwäscherei eine Freiheits-

strafe festzulegen. 

2.7.2. Aufgrund der gleichen Strafart ist die hypothetische Einsatzstrafe für die 

Misswirtschaft bei der F._____ AG von 11 Monaten Freiheitsstrafe um die weiteren 

Delikte zu asperieren. Angemessen erscheint eine Asperation von 6 Monaten für 

die Misswirtschaft G._____ AG, 2 Monate für die Unterlassung der Buchführung 

F._____ AG, 2 Monaten für die Unterlassung der Buchführung G._____ AG und 

insgesamt 5 Monaten für die Geldwäschereihandlungen, total entsprechend um 15 

Monate . Dies führt unter dem Titel der Tatkomponenten zu einer Freiheitsstrafe 

von einstweilen 26 Monaten.

3. Täterkomponenten

3.1. Zu den Täterkomponenten kann auf das vorinstanzliche Urteil verwiesen 

werden (Urk. 35 S. 92). 

Insgesamt wirkt sich die Biographie des Beschuldigten strafzumessungs-

neutral aus.

3.2. Der Beschuldigte ist vorbestraft (Urk. 53). Die Vorstrafe ist zwar einschlägig, 

liegt aber lange zurück. Sie kann sich daher nur leicht straferhöhend auswirken. 

Ebenfalls leicht strafschärfend wirkt sich die Delinquenz während laufender Probe-

zeit aus. 

- 47 -

3.3. Der Beschuldigte zeigte sich nur temporär geständig, was sich nur minimal 

strafmindernd auswirken kann. Strafmindernd wirkende Einsicht oder Reue sind 

nicht auszumachen, was sich insgesamt neutral auswirkt.

3.4. Die ersten Handlungen liegen zwar lange zurück. Da der Beschuldigte aber 

über Jahre delinquierte, kann sich der Zeitablauf nicht strafmindernd auswirken. 

4. Fazit

Der Beschuldigte ist unter Berücksichtigung sämtlicher Strafzumessungskriterien 

mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten zu bestrafen. Die erstandene Haft von 

2 Tagen ist ihm anzurechnen.

D. Vollzug

1. Wie vorstehend dargetan, ist die vorliegend zu beurteilende Delinquenz des 

Beschuldigten mit einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten zu sanktionieren. Damit 

steht in objektiver Hinsicht der teilbedingte (Art. 43 StGB) Vollzug zur Debatte. In 

subjektiver Hinsicht ist festzuhalten, dass der Beschuldigte zwar nicht Ersttäter ist, 

die Vorstrafe  aber ins Jahr 2013 zurückgeht. Seine Delinquenz ging über Jahre. 

Sein Verhalten war aber schon in jungen Jahren geprägt vom kriminellen Umfeld 

seiner Familie, welches – vor allem in der Person des Mitbeschuldigten – federfüh-

rend war. Gemäss den Aussagen des Beschuldigten vor Vorinstanz hat er sich von 

seiner Familie distanziert.  In der Gesamtbetrachtung dürften diese Veränderungen 

positive Auswirkungen auf die Legalprognose haben. Hingegen lässt der Umstand, 

dass der Beschuldigte sich dem vorliegenden Strafverfahren entzogen hat, ihn in 

keinem guten Licht erscheinen. Aufgrund der konkreten Lebensumstände sowie in 

Anbetracht dessen, dass einem allfälligen Risiko einer erneuten Delinquenz mit 

dem Vollzug eines Teils der Freiheitsstrafe genügend Rechnung getragen werden 

kann, ka