# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 26b8e799-0b48-572b-ae17-2aaf6fb965a6
**Source:** Zürich Sozialversicherungsgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-07-13
**Language:** de
**Title:** Gestützt auf polydisziplinäres Gutachten Arbeitsfähigkeit von 50 % in angepasster Tätigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Verwertbarkeit erstellt.   (BGE 8C_619/2016)
**Docket/Reference:** IV.2015.00728
**URL:** https://findex.webgate.cloud/entscheide/IV.2015.00728.html

## Full Text

Sozialversicherungsgericht
des Kantons Zürich
IV.2015.00728
IV. Kammer
Sozialversicherungsrichter Hurst, Vorsitzender
Sozialversicherungsrichter Vogel
Ersatzrichterin Bänninger Schäppi
Gerichtsschreiberin Schwegler
Urteil
vom
13. Juli 2016
in Sachen
X.___
Beschwerdeführer
vertreten durch Milosav Milovanovic
Beratungsstelle für Ausländer
Frohaldenstrasse
76, 8180 Bülach
gegen
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Röntgenstrasse 17, Postfach, 8087 Zürich
Beschwerdegegnerin
Sachverhalt:
1.
X.___
, geboren 1973,
stellte
am 1
9.
September 2013 (Eingangsda
tum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
ein
Gesuch um Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe (
Urk.
8/6). Mit Zusatzgesuch vom 2
8.
Januar 2014 (Eingangsdatum) meldete er sich bei der
IV-Stelle unter Hinweis auf eine
Alkapt
on
urie
(angeborene Stoffwechsel
-
krankheit)
zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/29).
Nach erwerblichen und
medi
-
zinischen
Abklärungen erteilte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
3.
Mai 201
4 Kosten
gutsprache für Schuhzur
ichtung
en
an Konfektionsschuhen (
Urk.
8/60). Im Fol
genden holte
sie
weitere medizinische
und erwerbliche
Unterlagen
ein
, insbe
sondere auch das polydisziplinäre Gutachten (Allgemeine Innere Medizin, Psy
chiatrie und Orthopädie) des
Y.___
vom
1
2.
Januar 2015 (
Urk.
8/82)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
6.
Februar 2015,
Urk.
8/88; Einwand vom 1
8.
Februar 2015,
Urk.
8/97) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom
3.
Juni 2015 gestützt auf einen Invaliditätsg
rad von 50
%
eine halbe Rente
ab
1.
August 2014
zu
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
2.
Juli 2015 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung abzuändern und es sei ihm eine ganze IV-Rente zuzusprechen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
August 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-116), was dem Beschwerdeführer am 1
4.
August 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9). Mit Eingaben vom 2
2.
November und 1
2.
Dezember 2015 (
Urk.
11 und
Urk.
14) reichte der Bes
chwerdeführer weitere
Arztberichte ein (
Urk.
12 und
Urk.
15/1-2), worüber die Beschwerdegegnerin jeweils in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
13 und
Urk.
16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür (
Urk.
2),
dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten, körperlich leich
ten,
wechselbelastenden,
mit maxima
ler Gewichtsbelastung von 5 kg
und ohne Zwangspositionen
ausübbaren
Tätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig sei.
Ausgehend von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
63‘402.40 und einem
Invalideneinkom
men
von
Fr.
31‘456.45 resultiere
ein Invalidität
sgrad von 50
%
, so dass er Anspruch auf eine halbe Rente habe.
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber
im Wesentlichen
vor,
dass im
Y.___
-Gutachten gestützt auf somatische Beschwerden eine 50%ige Arbeitsunfä
higkeit und gestützt auf psychische Beschwerden eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit attestiert werde. Diese
Arbeitsunfähigkeiten
seien nicht voll zu addieren, aber doch wenigstens zum Teil. Er finde auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur noch sehr schwer eine Stelle, ein vom
Y.___
vorgesehener Arbeitsplatz sei unauffindbar. Die Ärzte des
Z.___
hätten des Weiteren im Bericht vom
6.
Februar 2015 festgestellt, dass Arbeitsbelastung den Stress des Beschwerdeführers erhöhen und die Arbeitsfähigkeit negativ beein
flussen würde. Sie hätten in den Berichten vom
2.
April 2015 und 2
0.
August 2014
eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit attestiert. Des Weiteren sei ein Leidensabzug von 20
%
zu berücksichtigen (
Urk.
1).
2.
2.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
-
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3
.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom
3.
Juni 2015
(
Urk.
2) im Wesentlichen auf das
polydisziplinäre Gutachten des
Y.___
vom 1
2.
Januar 2015
ab
(
Urk.
8/82; vgl. Feststellungsblatt vom
6.
Februar 2015,
Urk.
8/86/4 ff.)
. Darin wer
den die bis zur Begutachtung des Beschwerdeführers
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (
Urk.
8/82/3 ff
.), wes
halb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich
,
wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
3.2
3.2.1
Die begutachtenden Ärzte des
Y.___
konstatierten in ihrer
konsensualen
Beurtei
lung
im Gutachten vom 1
2.
Januar 2015
, dass b
eim
Beschwerdeführer
seit 2010 eine
Alkaptonurie
bekannt
sei
(
Urk.
8/82/27)
. Bei diesem autosomal rezessiv vererbten Defekt
der
Homogent
isinsäureoxydase
, einem Enzym im
Abbauweg
der Aminosäuren Phenylalanin und Tyrosin
, we
rd
e
oxydierte
Homogentisin
säure
im Gewebe angereichert. Anlass zur Abklärung
hätten
bläuliche Flecken an der Ohrmuschel beidseits
gegeben
, die dem
Beschwerdeführer
aufgefallen
seien
. Beginnend mi
t lumbalen Rückenschmerzen klage
er
aktuell über Schmer
zen im gesamten Bewegungsapparat mit Aussparung der Ellbogen und der Hände. Bei erhöhtem Risiko auf eine degenerative kardiale
Valvulopathie
bei Patienten mit
Alkaptonurie
seien
gemäss Angaben des
Beschwerdeführers
mehrmals Echokardiographien vorgenommen
worden, zuletzt im September 201
4.
D
ie Befunde seien immer im N
ormbereich gewesen. Dies entspreche
auch dem Bericht der Kardiologie und Echokardiographie des
A.___
vom 2
5.
April 2013, wo ein normaler d
opplerechokardio
graphischer Befund erhoben worden sei
. Auf Nachfrage
sei ihnen
ein
Echokardiogr
a
phiebe
richt
des
A.___
zugestellt
worden
, der am 2
5.
April
2013 einen norm
alen kardialen Befund bestätigt habe
. Im Rahmen einer Stu
die, durchgeführt im
B.___/C.___
,
sei
im Januar 2014 eine Therapie mit
Nitisinon
begonnen
worden (verhindere
die Entstehung von
Homogentisinsäure
). Zudem achte
der Beschwerdeführer
auf eine
protein
arme
Diät.
3.2.2
Aus rein internistischer Sicht lieg
e
kein invalidisierendes Leiden vor
(
Urk.
8/82/28)
.
3.2.3
Von
orthopädischer Seite her leide
der
Beschwerdeführer
unter einer
Alkaptonu
rie
mit vor allem Befall der Lendenwirbelsäule ab
Th
10 abwärts mit
erheblicher Verschmälerung der Bandscheibenräume auf allen Höhen, extrem auf Höhe L4/5 mit praktisch vollständigem Zusammensintern des
Bandschei
benraumes
. Die Deck- und Bodenplatten zeig
t
en Eindellungen,
erosive
Osteo
chondrosen
sowie breite bis
foraminal
reichende
Bandscheibenprotrusionen
a
uf Höhe L4/5 und L5/S1 sowie Bla
ck
disks
. Es
sei
wegen der erheblichen Degene
ration von
Brustwirbelsäule (
BWS
)
und
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
auch schon zu einer Abnahme der Körpergrösse von circa 6 cm gekommen
(
Urk.
8/82/28)
.
Aufgrund der Angaben
des Beschwerdeführers
bestünden
die Rückenschmerzen seit circa 2002,
die
Knieschmerzen
empfinde er
seit 2009
und die Taubheit am linken Fuss
und linken Unterschenke
l
im Sinne eines Wurzelreizsyndroms
lägen
seit
2002
vor
. Insgesamt nä
hmen die Gelenkschmerzen allgemein zu wegen der zunehmenden Knorpelzerstörung und
den
Krist
allablagerungen in den Gelen
ken. Somit bestehe eine deutliche Minderbelast
barkeit der Wirbelsäule, weniger der Kniegelenke und der Füsse
(
Urk.
8/82/28)
.
Der
Beschwerdeführer habe
zuletzt als Elektrotechniker
gearbeitet
,
dabei habe er Monta
gearbeiten an einem Mikroskop durch
geführt
. Diese Tätigkeit
sei
bezüg
lich des Rückenleidens sehr ungünstig und nicht mehr zumutbar, da es sich um eine rein sitzende, vornüber geneigte Tätigkeit
handle
, ohne die
Möglichkeit, andere Körperhal
tungen einzunehmen
(
Urk.
8/82/28)
.
In einer Tätigkeit, bei
der er teils sitzend, t
eils stehend, teils gehend mit der Mög
lichkeit, häufig die Körperposi
tion zu wechseln, arbeiten könn
e, in der er nicht repetitiv
Lasten über 5 Kilogramm heben
und nicht in anderen
Zwangs
positionen
arbeiten müss
e,
sei
er ab Anfang 2014 zu 50
%
arbeitsfähig
(
Urk.
8/82/28)
.
In Anbetracht der Erkrankung sei
im weiteren Verlauf mit zunehmenden Beschwerden im Bereiche des Bewegungsapparates mit Destruktionen der Gele
nke zu rechnen. Die Prognose sei
deshalb mit grosser Zurückhaltung zu stellen
(
Urk.
8/82/28)
.
3.2.4
Aus ps
y
chiatrischer Sicht habe
sich
in der letzten Zeit
eine depressive Episode, die gegenwärtig leicht-
bis mitt
elgradig ausgeprägt sei
, entwickelt. Es
bestünden
neben der depressiven
Stimmungslage unter anderem
ein vermehrter Rückzug, Insuffizienzgefühle und Konflikte innerhalb der Familie
(
Urk.
8/82/28 f.)
.
3.2.5
Somit sei
der Beschwerdeführer
gesamtmedizinisch 50
%
a
rbeitsfähig mit oben beschriebenen Einschränkungen. Diese
Einschränkung der Arbeitsfähigk
eit
gelte a
b Anfang 2014
(
Urk.
8/82/29)
.
3.2.6
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen folgende vor
(
Urk.
8/82/29)
:
-
Alka
ptonurie
mit
-
Ochronose
der
Ohrhelix
- und
diskret der Skleren beidseits
-
keine kardiale
Valvulopathie
-
Panvertebralsyndrom
mit
Ost
eoc
hondrosen
und
Protrusionen
der Band
scheiben lumbal
-
Impingement
Schulter links
-
Achillodynie
links mit
Exostose
am
Tuber
calcanei
-
Knieschmerzen beidseits
-
Depressive Episode, gegenwärtig leicht- bis mittelgradig ausgeprägt
Als Diagnosen ohne Ausw
i
r
kungen auf die Arbeitsfähigkeit notierten die begut
achtenden Ärzte
(
1) ein
en
Status nach Nikotinabusus (6
Py
) und
(
2) anamnes
tisch Migräne
(
Urk.
8/82/29)
.
4.
4.1
4.1.1
Beim
Gutachten des
Y.___
vom 1
2.
Januar 2015 (
Urk.
8/82) wurden die Fachrich
tungen Allgemeine Innere Medizin, Psychiatrie und Orthopädie vertre
ten,
womit es sich für die vorliegend zu beantwortenden Fragen als umfassend erweist.
Es
beruht
auf für die streitigen Belange umfassenden fachärzt
lichen Untersuchungen und wurde
in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) verfasst. Die Gutachter haben detaillierte Befunde
erhoben
und hieraus begründete Diagno
sen
gestellt
, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medi
zinischen Zustände und Zusammen
hänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet.
Das Gutachten des
Y.___
erfüllt
daher die rechtsprechungsgemässen Anforderungen an
beweistaug
liche
ärztlich
e Entscheidungsgrundlagen (E. 2.4
).
4.
1.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, dass die Arbeitsfähigkeit höher lie
gen müsse, da sowohl psychiatrisch als auch orthopädisch jeweils eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werde und die Fachärzte des
Z.___
in ihren Berichten von jeweils vollumfänglicher Arbeits
unfähigkeit ausgingen (
Urk.
1).
Im von der Beschwerdegegnerin
eingeholten Arztbericht des
Z.___
vom
2.
April 2014
führten
Dr.
med.
D.___
und
Dr.
phil
E.___
in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit aus, dass der
Beschwerdeführer seit dem 2
3.
August 2013 auf
grund von Schmerzen (Beginn 2002, kaum Sitzen, kein längeres Stehen) in Zusammenhang mit der
Alkaptonurie
vollumfänglich arbeitsunfähig sei. Er leide unter Schlafstörungen (Durchschlaf 3.5h), es lägen Lust- und Interesselo
sigkeit, Müdigkeit, Sinnlosigkeitsgedanken, Gedankenkreisen, Rückzug und Antriebslosigkeit vor. Daher sei er auch in angepassten Tätigkeiten vollumfäng
lich arbeitsunfähig. Nebst der
Alkaptonurie
sei eine Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) zu diagnostizieren, welche Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zeitige (
Urk.
8/51).
In dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten
Bericht zur Interdis
ziplinären Schmerzbehandlung des
F.___
vom 2
0.
August 2014
(
Urk.
3/1)
wurde
dem Beschwerdeführer eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit attestiert.
In der zuhanden des Beschwerdeführers
erstellten
Stellungnahme vom
6.
Feb
-
ruar
2015 des
Z.___
(
Urk.
3/2) wurde
festgehalten, dass - sofern der Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit aufnehmen würde - die Arbeitsbe
lastung seinen Stress erhöhen und die Arbeitsunfähigkeit negativ beeinflussen würde. Es sei selbstverständlich, dass die bisher durchgeführten Präzisionsar
beiten Konzentration erfordern und damit die Anspannung sowie den Stress erhöhen würden. Da er aufgrund der Schmerzen nicht lange Stehen und Sitzen könne, sei keine angepasste Tätigkeit denkbar, welche deutlich weniger Stress beinhalte.
Im Gutachten des
Y.___
attestierten die Ärzte nach Erhebung der vollständigen
Befunde
und unter Berücksichtigung der
geklagten Beschwerden
eine
50%ige Arbeitsfähigkeit in einer
(den somatisch bedingten Beschwerden Rechnung tra
genden) angepassten Tätigkeit.
Dass die behandelnden Ärzte die Befunde und Beschwerden davon abweichend würd
ig
en und eine vollumfängliche Arbeits
unfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit attestieren, vermag das Gut
achten -
insbesondere unter Berücksichtigung der Erfahrungstatsache,
dass
behandelnde Arztpersonen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und
Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc)
- nicht in Zweifel zu ziehen.
Im Übrigen
gelten
nach der Rechtsprechung
psychische Störungen der hier interessierenden Art nur als invalidisierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind, was namentlich bei noch nicht lange
chronifizier
ten
Krankheitsgeschehen voraussetzt, dass keine therapeutische Option mehr und somit eine Behandlungsresistenz besteht
(
BGE 141 V 281
E. 4.3.1.2; v
gl. Urteile des Bund
esgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5 und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
7.2.1)
. Aufgrund der gutachterlichen Angaben (wöchentliche Konsultationen bei einer Psychologin, bislang keine stationäre und/oder teilstationäre psychiatrische Behandlung [
Urk.
8/82/22], Medikamentenspiegel bezüglich des verabreichten
Psychopharmakas
deutlich unter dem therapeutischen Bereich [
Urk.
8/82/24], voraussichtlicher Rückgang der depressiven Symptome bei adäquater antidepressiver Medikation [
Urk.
8/82/26]) kann von einem Ausschöpfen der zumutbaren
Behandlungs
möglichkeiten
bislang nicht die Rede sein.
4.1.3
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozial
versicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachver
halt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
D
er
mit Eingabe vom 2
2.
November 2015 eingereichte
Arztbericht
des
Z.___
vom 1
1.
November 2015
(
Urk.
12)
ist
entsprechend
im vorliegenden Verfahren nicht mehr zu berücksichtigen. Im Bericht des
B.___
vom
2.
Dezember 2015 (
Urk.
15/1-2) wird nicht konkret Stellung genom
men zu d
en Auswirkungen der
Alkaptonurie
, sondern es wird
lediglich
festge
halten, dass eine entsprechende Abklärung zur Arbeitsfähigkeit in
der Schweiz durchzuführen sei.
Die
Auswirkungen der
Alkaptonurie
wurden
im Gutachten des
Y.___
vom 1
2.
Januar 2015
umfassend berücksichtigt
.
Dass sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers seit diesem Gutachten bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung verschlechtert hat, geht aus den genannten Berichten vom 1
1.
November und
2.
Dezember 2015 nicht hervor.
4.2
4.2.1
Der Beschwerdeführer machte des Weiteren geltend, dass
er
auf dem ausgegliche
nen Arbeitsmarkt nur sehr schwer eine geeignete Arbeitsstelle fin
den könne, bzw. ein
e
wie im Gutachten attestierte angepasste
Tätigkeit in einem 50%-Pensum
nicht gefunden werden könne (
Urk.
1)
.
4.2.2
Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine theoretische Grösse, so dass nicht leichthin angenommen werden kann, die verbliebene Leistungsfä
higkeit sei unverwertbar.
So geht die Gerichtspraxis etwa davon aus, dass gar für funktionell Einarmige auf diesem Arbeitsmarkt genügend realistische
Betäti
gungsmöglichkeiten
bestehen, oder dass selbst ein auf 25 % beschränktes Pen
sum verwertbar ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_724/2012 vom
8.
Januar 2013 E. 4.3 mit Hinweisen und 8C_489/2007 vom 28. Dezember 2007 E. 4.1).
An der Massgeblichkeit des theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt vermag der Umstand nichts zu ändern, dass es für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entspre
chende Stelle zu finden (vgl. Urteil 8C_237/2011 vom 1
9.
August 2011 E. 2.3).]
Eine Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ist in denjenigen Fällen anzuneh
men, in denen die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erschein
t (Urteil des Bundesgerichts 9C_
485/2014 vom 28. November 2014 E. 3.3.1 mit Hinweisen).
4.2.3
Gemäss
Gutachten des
Y.___
vom 1
2.
Januar 2015
ist dem Beschwerdeführer
die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar.
In einer
angepasste
n
Tätigkeit, in welcher er teils sitzend, teils stehend, teils gehend arbeiten kann mit der Mög
lichkeit, häufig die Körperposition zu wechseln, in der er nicht repetitiv Lasten über 5 kg heben und in keiner Zwangsposition arbeiten muss, ist er ab Anfang 2014 zu 50
%
arbeitsfähig (
Urk.
8/82/28 f.).
In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmendem Masse durch Maschinen verrichtet, so dass den körperlich weni
ger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig wach
sende Bedeutung zukommt. In diesen Bereichen stehen männlichen Hilfsarbei
tern Stellen offen, ebenso im Dienstleistungssektor (vgl. Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge
setz über die Invalidenversicherung [IVG], N 142 zu
Art.
28a). Dem Beschwer
deführer ist die Verwertbarkeit seiner Arbeitsfähigkeit
unter Berücksichtigung
des 50%igen Pensums sowie der
gutachterlich attestierten
Einschränkungen angesichts der dargelegten Grundsätze
bei objektiver Betrachtung
mit überwie
gen
der Wahrscheinlichkeit zumutbar
.
5.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeitsfä
higkeit.
5.1
5.1.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.1.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472
E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird
das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
5.2
5.2.
1
Der Beschwerdeführer arbeitet
nicht mehr seit August 201
3.
Gestützt auf die Akten ist er ab diesem Zeitpunkt erheblich in seiner Arbeitsfähigkeit einge
schränkt (vgl.
Urk.
8/27;
Urk.
8/34;
Urk.
8/39). Der
massgebliche Zeitpunkt für den Beginn einer allfälligen Rente und somit auch für den
Einkommensver
gleich
ist damit August 2014 (
BGE 129 V 222 E. 4.2
;
Art.
28
Abs.
1 IVG
).
5.2.2
Der Beschwerdeführer hätte im Jahr
2014
gemäss Angaben des ehemaligen Arbeitgebers
Fr.
6
3
‘
7
00.-- verdient
(
Urk.
8/39/3). Da dieser dem Beschwerdeführer aus gesundheitlichen Gründen gekündigt hat (
Urk.
8/39/7), ist von einem
Valideneinkommen
2014 in dieser Höhe auszuge
hen.
5.2.3
Für das Invalideneinkommen ist auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE)
2012
des Bundesamtes für Statistik abzustellen. Der
monatliche Brutto
lohn (Zentralwert) für Männer für einfache Tätigkeiten körperlicher oder hand
werkli
cher Natur beträgt
für das Jahr 2012
Fr.
5‘210.-- (LSE 2012, TA1, Monat
licher Bruttolohn [Zentralwert] nach
Wirschaftszweigen
, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Total, Männer). Bereinigt um die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41.7 Stunden im Jahr 2014 (BFS,
T
03.02.03.01.04.01
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
in Stunden pro Woche) sowie die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 (BFS, T1.1.10
Nominal
lohnindex
, Männer, 2011-2014, Total, Stand 2012 = 101.7
, Stand 2014 = 103.2) resultiert ein Invalideneinkommen in Höhe von
Fr.
66‘138.40 (
Fr.
5‘210.
-- :
40 x 41.7 : 101.7 x 103.2 x 12).
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte ein
en Leidensabzug in Höhe von 5
%
.
Der
Beschwerdeführer brachte
dagegen vor
, es sei ein höherer Leidensabzug
von mindestens 20
%
gerechtfertigt. Unter Berücksichtigung
der von den Gutachtern attestierten qualitativen Einschränkungen sowie der Tatsache, dass bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut
entlöhnt
wird als eine Vollzeittätigkeit (vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E. 3.1.2 mit Hinweisen), erscheint der gewährte
Lei
densabzug
von 5 % tatsächlich als zu tief. Da keine weiteren Abzugsgründe vorliegen, ist der beantragte Abzug von (mindestens) 20 % aber als deutlich zu hoch zu betrachten. Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich. Denn selbst unter Berücksichtigung eines
Leidensabzuges
von 20
%
würde
ein
Invaliditäts
grad
von rund
58
%
resulti
eren
, so dass er keinen Anspruch auf eine höhere
als eine halbe
Rente hätte (
Fr.
66‘138.40 x 0.8
=
Fr.
52‘
910.70
;
Fr.
52‘
910.70
x 0.5 =
Fr.
26‘455.35
[anrechenbares Invalideneinkommen];
Fr.
63‘
700.--
-
Fr.
26‘
455.35
=
Fr. 37‘244.65
;
Fr. 37‘244.65
:
Fr.
63‘
700.--
= 58
%
)
.
5.3
Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Invaliden
rente ab August 201
4.
Damit erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Besc
hwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
600.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Milosav Milovanovic
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.
Gegen diesen Entscheid kann innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (
Art.
82 ff. in Verbindung mit
Art.
90 ff. des Bundes
gesetzes über das Bundesgericht, BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 1
5.
Juli bis und mit 1
5.
August sowie vom 1
8.
Dezember bis und mit dem
2.
Januar (
Art.
46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismit
tel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (
Art.
42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Der VorsitzendeDie Gerichtsschreiberin
HurstSchwegler