# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 438e59c2-fda0-5bc7-a29c-7c33b53849fd
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-09-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 04.09.2023 ZK1 2021 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2021-12_2023-09-04.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Urteil vom 04. September 2023

Referenz ZK1 21 12

Instanz I. Zivilkammer 

Besetzung Michael Dürst, Vorsitzende
Cavegn und Moses
Gabriel, Aktuarin

Parteien A._____
Berufungskläger
vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Claudia Lehmann
Raiffeisenplatz 1, 9244 Niederuzwil

gegen

B._____
Berufungsbeklagte
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg
Quaderstrasse 8, Postfach 250, 7001 Chur 

Gegenstand Abänderung eines Scheidungsurteils

Anfechtungsobj. Entscheid des Regionalgerichts Imboden vom 15. September 
2020, mitgeteilt am 17. Dezember 2020 (Proz. Nr. 115-2019-14)

Mitteilung 05. September 2023

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Sachverhalt

A. B._____, geboren am _____ 1983, und A._____, geboren am _____ 1980, 
sind seit dem 10. Mai 2018 rechtskräftig geschieden. Sie haben drei gemeinsame 
Kinder, C._____, geboren am _____ 2009, sowie D._____ und E._____, beide 
geboren am _____ 2011. A._____ ist seit August 2019 mit F._____ verheiratet, ihr 
gemeinsamer Sohn, G._____, wurde am _____ 2020 geboren. B._____ hat eben-
falls einen neuen Partner H._____, ihre gemeinsame Tochter, I._____, wurde am 
_____ 2021 geboren.

B. Das Kreisgericht J._____ schied die Ehe der Parteien und regelte die Ne-
benfolgen der Ehescheidung mit Entscheid vom 24. April 2018 wie folgt:

1. [Scheidungspunkt]

2. [Gemeinsame elterliche Sorge]

3. [Obhut von B._____ über die drei Kinder]

4. Der Vater und die Kinder verbringen jedes zweite Wochenende von 
Samstagmorgen, 11.00 Uhr, bis Sonntagabend, 17.30 Uhr, miteinan-
der. An jedem zweiten Besuchswochenende nimmt der Vater die Kin-
der bereits am Freitagabend, 19.00 Uhr, zu sich.

Die Übergaben finden jeweils in O._____ statt.

Zudem verbringt der Vater mit den Kindern 4 Wochen Ferien pro Jahr. 
Davon bezieht er bis und mit 2020 maximal 2 Wochen und anschlies-
send maximal 3 Wochen am Stück. Der Vater informiert die Mutter 
über geplante Ferien jeweils mindestens 3 Monate vor Ferienantritt.

Änderungen dieses Kontaktrechts vereinbaren die Eltern im Interesse 
der Kinder von Fall zu Fall.

5. Die bestehende Beistandschaft für die Kinder C._____, D._____ und 
E._____ gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB wird fortgeführt.

6. [Abweisung Erziehungsberatung für B._____]

7. Der Vater wird verpflichtet, mit Wirkung ab Mai 2018 an den Unterhalt 
der Kinder monatliche im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von je 
Fr. 650.00 zu bezahlen, bis zum Abschluss der Erstausbildung, zuzüg-
lich allfälliger Kinder- und Ausbildungszulagen.

Es konnte[n] zugunsten der Kinder kein[e] den gebührenden Unterhalt 
deckende Beiträge festgelegt werden. Das Manko beträgt bis April 
2027 pro Kind monatlich Fr. 350.00 Barunterhalt und gesamthaft 
Fr. 1'400.00 pro Monat Betreuungsunterhalt.

8. Der Vater wird verpflichtet, sich zur Hälfte am ausserordentlichen Un-
terhalt der Kinder im Sinne von Art. 286 Abs. 3 ZGB zu beteiligen, so-
fern diese Kosten notwendig sind oder vorgängig besprochen wurden. 
Leistungen Dritter sind vorgängig in Abzug zu bringen.

9. [Indexierungsklausel]

10. [Keine nacheheliche Unterhaltspflicht]

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11. A._____ wird verpflichtet, bis spätestens 30. April 2026 auf das Kin-
derkonto von C._____ Fr. 9'900.00 und auf die Kinderkonti von 
E._____ und D._____ je Fr. 6'300.00 zu bezahlen.

12. [Güterrecht]

13. [Güterrecht]

14. [Vorsorgeausgleich]

15. [Anrechnung Erziehungsgutschriften]

16. [Gerichtskosten]

17. [Parteientschädigungen]

18. [Entschädigung unentgeltlicher Rechtsvertreter]

19. [Entschädigung unentgeltliche Rechtsvertreterin]

C. B._____ erhob am 7. Juni 2019 Klage auf Abänderung des Scheidungsur-
teils, verbunden mit einem Antrag auf Erlass superprovisorischer Massnahmen. 
Die Klage betraf ausschliesslich das Kontaktrecht des Vaters und dessen Verfü-
gungsbefugnis über die auf den Namen der Kinder lautenden Bankkonti.

D. Mit Entscheid vom 10. September 2019 hiess der Einzelrichter des Regio-
nalgerichts Imboden den anlässlich der Einigungsverhandlung vom 9. September 
2019 von den Parteien übereinstimmend gestellten Antrag auf vorsorgliche Ände-
rung des Scheidungsurteils gut und ordnete für die Dauer des Verfahrens die Ver-
legung des Übergabeortes von O._____ nach K._____ sowie die vorsorgliche Re-
duktion der Unterhaltsbeiträge für die drei Kinder auf CHF 1'700.00, unter Vorbe-
halt einer Nachforderung bzw. Rückzahlung je nach Ausgang des Hauptverfah-
rens, an. Ferner ermächtigte er den Beistand der Kinder, das Besuchsrecht und 
die jeweiligen Besuchszeiten nach bestem Wissen und Gewissen festzulegen 
(Proz. Nr. 135-2019-208).

E. Mit der schriftlichen Klagebegründung vom 9. Oktober 2019 änderte 
B._____ ihre ursprünglichen Rechtsbegehren und beantragte nebst der Regelung 
des Besuchsrechts im Sinne der vorsorglichen Vereinbarung neu auch eine Er-
höhung der vom Vater mit Wirkung ab 1. Juni 2019 zu bezahlenden Unterhaltsbei-
träge auf CHF 1'400.00 (wovon CHF 400.00 Betreuungsunterhalt) für C._____ und 
je CHF 1'500.00 (wovon CHF 500.00 Betreuungsunterhalt) für E._____ und 
D._____; das Begehren betreffend Kinderkonti wurde fallengelassen. A._____ 
stellte mit Klageantwort vom 26. November 2019 seinerseits Anträge auf Anpas-
sung des Besuchs- und Ferienrechts und der Beistandschaft sowie auf Reduktion 
der Unterhaltsbeiträge auf je CHF 100.00 mit Wirkung ab Oktober 2019, je CHF 
70.00 ab Mai 2020 sowie je CHF 400.00 ab Eintritt seines jüngsten Kindes in den 
Kindergarten. Sowohl im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels als auch an der 

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Instruktionsverhandlung vom 25. Juni 2020 hielten beiden Parteien an ihren An-
trägen fest. In der Folge reichte A._____ mit Eingabe vom 8. Juli 2020 ein Gesuch 
um vorsorgliche Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge auf maximal CHF 160.00 je 
Kind, eventualiter um Sistierung des Kindesunterhalts bis zu einem Betrag von 
CHF 300.00 je Kind, ein, welches der Einzelrichter des Regionalgerichts Imboden 
mit Entscheid vom 13. August 2020 unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulas-
ten von A._____ abwies (Proz. Nr. 135-2020-181).

F. Am 15. September 2020 fand die mündliche Verhandlung vor dem Kollegi-
algericht statt. Beide Parteien stellten teilweise geänderte Rechtsbegehren. 
Während B._____ ihren Antrag auf Zahlung von Betreuungsunterhalt fallen liess, 
beantragte A._____ neu die Festlegung von Unterhaltsbeiträgen von je 
CHF 440.00 für die Zeit ab Oktober 2019 bis Ende April 2020 sowie von je 
CHF 340.00 ab Mai 2020 bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen 
Ausbildung. Ferner konkretisierte er seine Anträge zum persönlichen Verkehr und 
zog das Begehren auf Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft zurück. Mit glei-
chentags gefälltem Entscheid änderte das Regionalgericht Imboden das Schei-
dungsurteil wie folgt ab:

1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen.

2. Die Dispositivziffer 4 Absatz 1 und Absatz 2 des Scheidungsurteils des 
Kreisgerichts J._____ vom 24. April 2018 werden aufgehoben und 
A._____ wird das Recht eingeräumt, die gemeinsamen Kinder 
C._____, geboren am _____ 2009, D._____ und E._____, beide gebo-
ren am _____ 2011, jedes zweite Wochenende von Samstagvormittag, 
9:00 Uhr, bis Sonntagabend, 19:00 Uhr, zu besuchen respektive zu 
sich auf Besuch zu nehmen.

Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Der Bei-
stand der Kinder versucht so früh wie möglich, die Termine mitzuteilen.

Die Übergaben finden jeweils in K._____ statt.

Die bisherige Beistandschaft für die Kinder C._____, D._____ und 
E._____ wird im bisherigen Umfang weitergeführt.

3. Die Dispositivziffer 7 des Scheidungsurteils des Kreisgerichts J._____ 
vom 24. April 2018 wird aufgehoben und A._____ wird verpflichtet, 
B._____ für die Kinder C._____, geboren am _____ 2009, D._____ 
und E._____, beide geboren am _____ 2011, monatliche und im Vor-
aus zu leistende Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger gesetzlicher 
und/oder vertraglicher Kinder- und/oder Ausbildungszulagen wie folgt 
zu bezahlen:

a) Ab 1. Oktober 2019 bis 30. April 2020:

- Für C._____ (Barunterhalt) CHF 1'040.00 

- Für D._____ (Barunterhalt) CHF 832.00 

- Für E._____ (Barunterhalt) CHF 759.00

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A._____ ist berechtigt, allfällige während dieser Zeit bezahlten Unter-
haltsbeiträge zu verrechnen.

Es wird festgestellt, dass der Betreuungsunterhalt der Kinder C._____, 
D._____ und E._____ gedeckt ist.

b) Ab Mai 2020 bis zum Erreichen der Volljährigkeit respektive wirtschaft-
lichen Selbständigkeit:

- Für C._____ (Barunterhalt) CHF 873.00 

- Für D._____ (Barunterhalt) CHF 865.00

- Für E._____ (Barunterhalt) CHF 792.00

Es wird festgestellt, dass bei jedem Kind ein Manko von CHF 81.00 
resultiert. Dieses wird von B._____ mittels ihrem Einkommen gedeckt.

c) Diesen Unterhaltberechnungen gemäss Ziffer 3.b hiervor liegen fol-
gende Berechnungsgrundlagen zugrunde:

- A._____:

Nettoeinkommen ohne IPV CHF 5'551.00
(inkl. Anteil 13. Monatslohn)
Grundbedarf: CHF 2'220.00

- B._____:

Nettoeinkommen ohne IPV CHF 3'450.00
(exkl. Kinderzulagen, inkl. Anteil 13. Monatslohn)
Grundbedarf inklusive der drei Kinder: CHF 5'634.00

4.a) Die Gerichtskosten dieses Verfahrens sowie jene der Verfahren 
Proz. Nr. 135-2019-208 und Proz. Nr. 135-2020-181 in Höhe von 
CHF 9'000.00 gehen zu 1/3 zu Lasten der klagenden Partei und zu 2/3 
zu Lasten der beklagten Partei.

Der auf die klagende Partei anfallende Anteil in Höhe von 
CHF 3'000.00 geht - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des 
Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genommen.

Der auf die beklagte Partei vor dem 1. September 2020 anfallende An-
teil in Höhe von CHF 4'000.00 wird mit dem geleisteten Vorschuss von 
CHF 1'000.00 verrechnet. Der Fehlbetrag von CHF 3'000.00 wird ihr 
nach Rechtskraft des Entscheides in Rechnung gestellt. Der ab dem 
1. September 2020 auf die beklagte Partei anfallende Anteil in Höhe 
von CHF 2'000.00 geht – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Las-
ten des Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genom-
men.

   b) Der unentgeltliche Rechtsbeistand Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius 
Fryberg wird in Beachtung von Art. 122 Abs. 2 ZPO zu Lasten des 
Kantons Graubünden mit CHF 8'153.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) 
entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. 
Der Anspruch geht mit der Zahlung auf den Kanton über.

5.a) [Rechtsmittelbelehrung]

   b) [Rechtsmittelbelehrung Kostenentscheid]

6. [Mitteilungen]

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G. Gegen diesen Entscheid erhob A._____ (nachfolgend: Berufungskläger) am 
1. Februar 2021 Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren:

1. Die Dispositivziffern 1 sowie 3 bis 5 des Entscheids des Regionalge-
richts Imboden vom 15. September 2020 (Proz.Nr. 115-2019-14), zu-
gestellt am 21.12.2020 seien aufzuheben und es sei die Klage der be-
rufungsbeklagten Partei vollumfänglich abzuweisen.

2. Die Dispositivziffer 2 des Entscheids des Regionalgerichts Imboden 
vom 15. September 2020 (Proz.Nr. 115-2019-14) sei zu ergänzen und 
dem Vater das Recht einzuräumen, mindestens ein Wochenende pro 
Monat frei gestalten zu können, d.h. ohne anderweitige Verpflichtun-
gen der Kinder wie Turniere oder dergleichen.

3. Die Dispositivziffer 4 Absatz 3 des Scheidungsurteils des Kreisgerichts 
J._____ vom 24. April 2018 (Geschäftsnr. L._____) sei aufzuheben 
und A._____ das Recht einzuräumen,

1. alle vierzehn Tage, derzeit Montag, mit seinen Kindern zu telefo-
nieren sowie

2. die Kinder während 6 Wochen pro Jahr zu und mit sich in die Fe-
rien zu nehmen, wovon mindestens 3 Wochen am Stück 
während der Betriebsferien im Sommer bezogen werden dürfen.

4. Die Mutter sei zu verpflichten, den Berufungskläger über wichtige Er-
eignisse und anstehende Entscheide bezüglich der Kinder rechtzeitig 
zu informieren und einzubeziehen.

5. Die Dispositivziffer 7 des Scheidungsurteils des Kreisgerichts J._____ 
vom 24. April 2018 (Geschäftsnr. L._____) sei aufzuheben und 
A._____ zu verpflichten, an den Unterhalt der Kinder C._____, geb. 
_____ 2009, sowie D._____ und E._____, beide geboren _____ 2011, 
monatliche und im Voraus zu leistende Unterhaltsbeiträge zuzüglich 
allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinder- und/oder Ausbil-
dungszulagen wie folgt zu bezahlen:

Ab 1. Oktober 2019 bis 30. April 2020:

- Für C._____: Fr. 500.00

- Für D._____: Fr. 500.00

- Für E._____: Fr. 500.00

Ab Mai 2020 bis zum Erreichen der Volljährigkeit bzw. Abschluss einer 
angemessenen Erstausbildung:

- Für C._____: Fr. 340.00 

- Für D._____: Fr. 340.00 

- Für E._____: Fr. 340.00

Sobald G._____ in den Kindergarten kommt, erhöht sich der Unter-
haltsbetrag pro Kind auf Fr. 420.00.

6. Der berufungsbeklagten Partei seien die Kosten des erst- und zweitin-
stanzlichen Verfahrens aufzuerlegen. Zudem sei die berufungsbeklag-
te Partei zu verpflichten, dem Berufungskläger für das erst- und zwei-
tinstanzliche Verfahren eine angemessene Parteientschädigung zu-
züglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer zu zahlen.

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Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt. zulasten der 
Berufungsbeklagten.

H. B._____ (nachfolgend: Berufungsbeklagte) beantragte mit Berufungsant-
wort vom 8. März 2021 die Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten 
werde, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Berufungsklägers.

I. Am 12. Januar 2022 wurden die drei gemeinsamen Kinder der Parteien in 
Gutheissung des mit der Berufung gestellten Verfahrensantrages angehört.

J. Am 24. Januar 2022 fand eine Instruktionsverhandlung statt, an welcher 
den Parteien Gelegenheit zum Parteivortrag und zur Stellungnahme zu den zwi-
schenzeitlich abgenommenen Beweisen gegeben wurde. Die anlässlich der In-
struktionsverhandlung geführten Vergleichsgespräche führten zu keiner Einigung. 
Der Berufungskläger änderte seine Begehren im Punkt Kindesunterhalt ab und 
beantragte für die Phase ab Oktober 2019 bis Ende April 2020 die Verpflichtung 
zu Barunterhaltsbeiträgen von CHF 397.57 für E._____ und je CHF 456.67 für 
C._____ und D._____, für die Phase ab Mai 2020 von CHF 315.00 für E._____ 
und je CHF 374.00 für C._____ und D._____.

K. Die Parteien reichten sodann schriftliche Schlussvorträge ein; die Beru-
fungsbeklagte mit Eingabe vom 14. März 2022 und der Berufungskläger mit Ein-
gabe vom 25. April 2022. In der Begründung der Rechtsschrift änderte der Beru-
fungskläger seine Begehren erneut ab und beantragte die Verpflichtung zu folgen-
den Unterhaltszahlungen:

Ab 1. Oktober 2019 bis Ende April 2020:

- Für C._____: Fr. 500.00 

- Für D._____: Fr. 500.00 

- Für E._____: Fr. 500.00 

Ab Mai 2020 bis Kindergarteneintritt G._____:

- Für C._____: Fr. 340.00

- Für D._____: Fr. 340.00

- Für E._____: Fr. 340.00

Ab Kindergarteneintritt bis zum Erreichen der Volljährigkeit bzw. Abschluss 
einer angemessenen Erstausbildung:

- Für C._____: Fr. 420.00

- Für D._____: Fr. 420.00

- Für E._____: Fr. 420.00

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L. Es folgte je eine weitere auf den Schlussvortrag der jeweils anderen Partei 
replizierende Eingabe; die des Berufungsklägers am 25. Mai 2022, die der Beru-
fungsbeklagten am 23. Mai 2022.

Erwägungen

1. Prozessuales

1.1. Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen erstinstanzlichen 
Endentscheid, der mit Berufung angefochten werden kann (Art. 308 Abs. 1 lit. a 
ZPO).

1.2. Gegenstand des Berufungsverfahrens bilden der persönliche Verkehr sowie 
der Kindesunterhalt, womit eine teils nicht vermögensrechtliche und eine teils 
vermögensrechtliche Streitigkeit vorliegt. Da der finanzielle Aspekt (Kindesunter-
halt) als notwendiger Bestandteil und akzessorisch zum Hauptpunkt (Persönlicher 
Verkehr) gilt, ist die Angelegenheit insgesamt als nicht vermögensrechtlich zu qua-
lifizieren und die Berufung unabhängig des Streitwerts zuzulassen (BGer 
5A_399/2014 v. 17.12.2014 E. 1; BGE 116 II 493 E. 2a; Martin H. Sterchi, in: 
Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessord-
nung, Bd. I., Bern 2012, N 23b zu Art. 91 ZPO).

1.3. Die Frist zur Einreichung der Berufung beträgt 30 Tage (Art. 311 Abs. 1 
ZPO). Der vorinstanzliche Entscheid erging am 15. September 2020 und wurde 
am 17. Dezember 2020 mitgeteilt. Dem Berufungskläger zufolge erfolgte die Zu-
stellung sodann am 21. Dezember 2020 (act. A.1, III.A.3). Die Berufung wurde 
schliesslich gemäss Poststempel am 1. Februar 2021 zuhanden des Kantonsge-
richts von Graubünden der Schweizerischen Post übergeben. Unter Berücksichti-
gung der Gerichtsferien sowie des Fristablaufs am folgenden Werktag erweist sich 
die Berufungsfrist als gewahrt (Art. 142 Abs. 3, Art. 143 Abs. 1 und Art. 145 Abs. 1 
lit. c ZPO). Die übrigen Prozessvoraussetzungen geben zu keinen Ausführungen 
Anlass. Auf die Berufung ist demzufolge einzutreten.

1.4. Gemäss Art. 7 Abs. 1 EGzZPO (BR 320.100) ist das Kantonsgericht für die 
Beurteilung von zivilrechtlichen Berufungen und Beschwerden zuständig. Die ge-
richtsinterne Zuständigkeit der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts ergibt sich aus 
Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV (BR 173.100).

1.5. Die sachliche Zuständigkeit des Regionalgerichts Imboden zur Beurteilung 
der Begehren auf Abänderung der mit Scheidungsurteil geregelten Kinderbelange 
war gegeben. Sie ergibt sich jedoch aus Art. 4 i.V.m. Art. 284 ZPO i.V.m. Art. 134 

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Abs. 3 und 4 ZGB und Art. 315b Abs. 1 Ziff. 2 ZGB und nicht aus Art. 298d ZGB 
(act. B.2, E. 3), denn diese Norm gilt nicht für geschiedene Eltern, sondern stellt 
die Parallelnorm für unverheiratete Eltern dar, genauer solche, die nicht miteinan-
der verheiratet waren.

1.6. Im Unterhaltsprozess kommt dem unterhaltspflichtigen Elternteil und dem 
Kind (bzw. dessen Vertreter als Prozessstandschafter) und nicht dem (Unterhalt 
bevorschussenden) Gemeinwesen die Aktiv- oder Passivlegitimation zu (BGer 
5A_745/2022 v. 31.1.2023 E. 2 mit Verweis auf BGE 148 III 353; 148 III 270; 
148 III 296; zur früheren Rechtsprechung: KGer GR ZK1 16 11 v. 29.8.2019 E. 5.4 
m.w.H.). Entsprechend war vorliegend hinsichtlich der Herabsetzung der Unter-
haltspflicht allein die Berufungsbeklagte als Prozessstandschafterin ins Recht zu 
fassen und nicht – wie noch im Begehren des Berufungsklägers auf vorsorgliche 
Reduktion seiner Unterhaltsbeiträge (RG act. I.1, II.A.3 [Proz. Nr. 135-2020-181]) 
– auch die Gemeinde K._____, obwohl diese den Kindesunterhalt ab Januar 2019 
mit insgesamt CHF 1'950.00 (RG act. II.16), gemäss Angaben des Berufungsbe-
klagten im Juli 2020 mit total CHF 1'700.00 (RG act. I.1, II.B.10 [Proz. Nr. 135-
2020-181]) und ab Januar 2021 sodann im Umfang von total CHF 1'596.00 
(act. I.1.a.10) bevorschusste.

1.7. Wie bereits das Verfahren vor erster Instanz betrifft auch das Berufungsver-
fahren ausschliesslich Kinderbelange, weshalb der Sachverhalt von Amtes wegen 
zu erforschen (unbeschränkte Untersuchungsmaxime) und neue Tatsachen und 
Beweismittel (auch im Berufungsverfahren) bis zum Beginn der Urteilsberatung zu 
berücksichtigen sind (BGE 144 III 349 E. 4.2.1 = Pra 2019 Nr. 88). Das Gericht ist 
ferner weder an Parteianträge gebunden noch könnte es ohne solche nicht ent-
scheiden (Offizialmaxime; Art. 296 ZPO). Dies gilt auch bei übereinstimmenden 
Anträgen, obschon von diesen nur aus triftigem Grund abgewichen werden sollte 
(Thomas Sutter-Somm/Benedikt Seiler, in: Sutter-Somm/Seiler [Hrsg.], Hand-
kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2021, N 9 zu 
Art. 296 ZPO).

2. Persönlicher Verkehr und Beistandschaft

2.1. Abänderungsgründe

2.1.1. Das Recht auf persönlichen Verkehr ist neu zu regeln, wenn eine wesentli-
che Veränderung der Verhältnisse eingetreten ist, die eine Abänderung der im 
Scheidungsurteil getroffenen Ordnung im Interesse des Kindes zwingend erfor-
dert. Dies bedeutet jedoch nicht, dass an die Änderung der Besuchsrechtsrege-

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lung besonders strenge Anforderungen gestellt werden müssen. Es genügt, wenn 
sich die Prognose des Scheidungsrichters über die Auswirkungen des persönli-
chen Verkehrs als falsch erweist und die Beibehaltung der Regelung das Kindes-
wohl beeinträchtigen (BGer 5A_120/2013 v. 23.5.2013 E. 2.1.1 in fine m.w.H.) 
oder gefährden könnte (BGer 5A_353/2017 v. 30.8.2017 E. 4.1). Liegt eine Ge-
fährdung vor, kann das Recht entzogen werden. Dies auch dann, wenn die Eltern 
den persönlichen Verkehr pflichtwidrig ausüben, sich nicht ernsthaft um das Kind 
kümmern oder andere wichtige Gründe vorliegen (Art. 134 Abs. 2 i.V.m. Art. 274 
Abs. 2 ZGB). Ob eine Änderung der Verhältnisse die behördliche Interventions-
schwelle erreicht, hängt davon ab, ob die Veränderung dauernder bzw. allenfalls 
nur vorübergehender, aber erheblich belastender Art ist oder sich eher "verständi-
ges Improvisieren" aufdrängt und die Belastung durch ein streitiges Abänderungs-
verfahren unverhältnismässig erscheint (Christiana Fountoulakis, in: Gei-
ser/Fountoulakis [Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 
2022, N 3a zu Art. 134 ZGB).

2.1.2. Die Vorinstanz erwog, dass der im Scheidungsurteil festgelegte Übergabe-
ort O._____ zu sehr vielen Konflikten geführt habe, worunter die Kinder gelitten 
hätten. Aus diesem Grund sei zu prüfen, welche Regelung zur Wahrung des Kin-
deswohls nötig sei (act. B.2, E. 3.2). Bezüglich des Ferienrechts seien keine ver-
änderten Verhältnisse seit dem Scheidungsurteil feststellbar, weshalb auf das ent-
sprechende Begehren nicht einzutreten sei (act. B.2, E. 3.3). Mit Bezug auf den 
Umfang des Besuchsrechts sowie die regelmässigen telefonischen Kontakte ist 
die Vorinstanz auf die Abänderungsbegehren eingetreten; worin diesbezüglich die 
veränderten Verhältnisse bestehen, hielt sie nicht fest.

2.1.3. Der Berufungskläger moniert zu Recht, dass die Vorinstanz auch auf das 
Abänderungsbegehren bezüglich des Ferienrechts hätte eintreten müssen 
(act. A.1, II.B.25 ff.). Zwar trifft es zu, dass dem Berufungskläger bezüglich des 
Antrags, drei Wochen Ferien am Stück mit den Kindern verbringen zu dürfen, das 
Rechtsschutzinteresse fehlt, wurde ihm dieses Recht doch bereits im Scheidungs-
urteil eingeräumt (vgl. Christiana Fountoulakis, a.a.O., N 4 zu Art. 134 ZGB). Zu-
dem rechtfertigen sich nicht in jedem Fall bezüglich aller Teilaspekte des persönli-
chen Verkehrs (Häufigkeit, Dauer bzw. Zeit des Besuchsrechts, beglei-
tet/unbegleitet, mit/ohne Übernachtung, Ort der Übergabe, Ferien- und Feiertage, 
telefon-/videotelefonische oder briefliche Kontakte etc.) Änderungen, bloss, weil 
diese als Ganzes den angemessenen persönlichen Verkehr ausmachen; das 
Abänderungsverfahren darf nicht dazu führen, dass das Scheidungsverfahren neu 
aufgerollt wird. Jedoch können die verschiedenen Aspekte des persönlichen Ver-

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kehrs auch nicht isoliert betrachtet werden, sondern es sind Wechselwirkungen 
zwischen ihnen zu berücksichtigen. Zudem sind an die Wesentlichkeit der Verän-
derungen hinsichtlich des persönlichen Verkehrs wie erwähnt keine zu hohen An-
forderungen zu stellen. Schliesslich ist auch das Kindeswohl im Blick zu behalten. 
Gerade das Kindeswohl erfordert vorliegend eine klare Regelung des Ferien-
rechts, gab dieses und insbesondere der Zeitpunkt seines "Bezugs" immer wieder 
zu Streitigkeiten Anlass, die sich auch auf die Kinder auswirkten. Die Ausdehnung 
des Ferienrechts entspricht sodann dem Wunsch der Kinder und es besteht mitt-
lerweile auch Einigkeit der Eltern in diesem Punkt. Aus all diesen Gründen ist auch 
das Ferienrecht einer Abänderung zugänglich.

2.1.4. Kindesschutzmassnahmen sind anzupassen, wenn sich die Verhältnisse 
verändert haben (Art. 313 Abs. 1 ZGB). Zwar ist auch hier eine dauernde und er-
hebliche Veränderung der Gegebenheiten vorausgesetzt, es ist jedoch zu beach-
ten, dass Kindesschutzmassnahmen nicht auf statische Verhältnisse, sondern die 
Besserung der Situation ausgerichtet und daher laufend zu optimieren sind (BGer 
5A_199/2020 v. 28.5.2020 E. 3.1.1 m.w.H.). 

2.1.5. Die Vorinstanz sah keinen Grund für eine Änderung der bestehenden Bei-
standschaft und ordnete deren Weiterführung "im bisherigen Umfang" an. Gleich-
wohl äusserte sie sich in ihren Erwägungen zu einzelnen Kompetenzen des Bei-
standes. So hielt sie namentlich fest, dass es in der Kompetenz des Beistands 
liege, die Besuchswochenenden mit den Turnieren zu koordinieren und die Kinder 
anzuhören, ob sie an den Turnieren teilnehmen wollen, sowie über die Ausgestal-
tung der Telefonate zwischen Vater und Kindern zu bestimmen (act. B.2, E. 3.4). 
Der Vorinstanz ist insofern beizupflichten, als die Besuchsrechtsbeistandschaft 
weiterzuführen ist. Sie erweist sich aufgrund der Schwierigkeiten der Eltern bei der 
Umsetzung der Besuchsregelung weiterhin als notwendig, was denn auch von 
keiner Partei in Frage gestellt wird. Unklar bleibt aufgrund der vorinstanzlichen 
Erwägungen jedoch, ob dem Beistand nach dem Verständnis der Vorinstanz wei-
terhin die pendente lite eingeräumte Kompetenz zur Einschränkung der Besuchs-
zeiten zukommen soll – wovon der Berufungskläger auszugehen scheint (act. A.1, 
II.B.2; act. A.5, II.B.14) – oder es der Vorinstanz lediglich um eine Konkretisierung 
der von der KESB M._____ definierten Aufgaben ging, welche der Beistand im 
Rahmen des gerichtlich festgelegten Besuchsrechts wahrzunehmen hat (KESB 
act. 15 und 35). Dass sich eine Änderung der gerichtlichen Kontaktregelung auch 
auf die Aufgaben einer Besuchsrechtsbeistandschaft auswirken kann, liegt auf der 
Hand. Obwohl der Vollzug von gerichtlich angeordneten Kindesschutzmassnah-
men in die Zuständigkeit der Kindesschutzbehörde fällt (Art. 315a Abs. 1 ZGB), 

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obliegt es daher dem mit einer Abänderungsklage befassten Gericht, den Auftrag 
der Beistandsperson nötigenfalls anzupassen und mit der erforderlichen Klarheit 
zu umschreiben, zumal die konkrete Ausgestaltung einer Massnahme nicht an die 
Kindesschutzbehörde delegiert werden kann (vgl. Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, 
in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Die elterliche Sorge/der Kindes-
schutz, Art. 296-317 ZGB, Bern 2016, N 29 zu Art. 315-315b ZGB; Andrea Büch-
ler/Sandro Clausen, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm Scheidung, Band I: ZGB, 
4. Aufl., Bern 2022, N 18 zu Art. 134 mit Art. 315a/b ZGB, je m.w.H.). Der ange-
fochtene Entscheid bedarf in dieser Hinsicht folglich einer Klarstellung, und zwar 
dahingehend, dass die bestehende Besuchsrechtsbeistandschaft unter Berück-
sichtigung der mit vorliegendem Urteil erfolgenden Änderungen und Konkretisie-
rungen weiterzuführen ist. Die KESB M._____ als Vollzugsbehörde wird den bis-
herigen Auftrag des Beistandes dementsprechend im Sinne der nachfolgenden 
Erwägungen (E. 2.3.13, 2.4.2, 2.5.2 und 2.6.4) anzupassen haben.

2.2. Persönlicher Verkehr; Ausgangslage

2.2.1. Das Kreisgericht J._____ (Kanton N._____) sprach der Berufungsbeklagten 
mit Eheschutzentscheid vom 15. September 2015 die Obhut über die Kinder zu 
und räumte dem Berufungskläger an jedem zweiten Wochenende ein begleitetes 
Besuchsrecht ein, entweder am Samstag oder Sonntag. Zur Umsetzung und 
Überwachung dieses Besuchsrechts errichtete das Gericht für die Kinder eine 
Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB, wobei dem Beistand auch die 
Kompetenz zur Erweiterung des Kontaktrechts bis hin zu unbegleiteten Besuchen 
an jedem zweiten Wochenende eingeräumt wurde (KESB act. 2). Die KESB 
M._____ ernannte in der Folge die Person der Beiständin bzw. später des Bei-
stands und konkretisierte deren Aufgaben und Kompetenzen. Diese umfassen die 
Beratung und Unterstützung der Eltern bei der Ausübung des persönlichen Ver-
kehrs, im Konfliktfall die Festlegung konkreter Lösungen und Modalitäten im Rah-
men der bestehenden Regelung und die Erteilung von Auskünften an den Vater 
betreffend die Entwicklung der Kinder (KESB act. 15, Dispositivziffer 2; KESB 
act. 35). Es fanden daraufhin unregelmässige Kontakte zwischen den Kindern und 
dem Berufungskläger statt, wobei sie jeweils in O._____ übergeben wurden. Fer-
ner führten die Kinder im Büro der Beiständin Telefonate mit dem Berufungskläger 
(KESB act. 22.1). Diese telefonischen Kontakte führte der Beistand alle zwei Wo-
chen weiter (KESB act. 63).

2.2.2. Das Kreisgericht J._____ (Kanton N._____) regelte im Scheidungsurteil 
vom 24. April 2018 den persönlichen Verkehr zwischen dem Berufungskläger und 
den Kindern sodann dahingehend, dass diese jedes zweite Wochenende gemein-

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sam verbringen, wobei der Berufungskläger die Kinder abwechselnd am Sams-
tagmorgen, um 11:00 Uhr, und am Freitagabend, um 19:00 Uhr, zu sich nimmt 
und am Sonntagabend, um 17:30 Uhr, zurückbringt. Ferner räumte es dem Beru-
fungskläger ein Ferienrecht von vier Wochen im Jahr ein, wovon er bis und mit 
2020 maximal zwei Wochen und anschliessend maximal drei Wochen am Stück 
zu beziehen berechtigt wurde. Die Beistandschaft wurde aufrechterhalten 
(act. B.3). Der Berufungskläger verbrachte sodann im Sommer 2018 vier Wochen 
Ferien im Q._____, die Kinder flogen für zwei Wochen zu ihm. Der Schulstart nach 
diesen Ferien gestaltete sich schwierig (KESB act. 51 f., 59-63). Im Sommer 2019 
flogen die Kinder wieder für zwei Wochen zum Berufungskläger nach Q._____ 
(KESB act. 134).

2.2.3. Im Rahmen des vorsorglichen Massnahmeverfahrens zum Abänderungs-
verfahren vor dem Regionalgericht Imboden einigten sich die Parteien pendente 
lite auf den Übergabeort K._____ und vereinbarten, dass der Beistand das Be-
suchsrecht und die jeweiligen Besuchszeiten festlegen solle (act. B.4, Dispositiv-
ziffer 2.1 f.). Diese Vereinbarungen genehmigte das Regionalgericht Imboden mit 
der Begründung, dass sie den Interessen der Kinder nicht widersprechen würden 
und durch die Erweiterung der Kompetenzen des Beistandes die Kommunikati-
onsprobleme der Eltern entschärft würden (act. B.4, E. 4).

2.2.4. Der Beistand legte in der Folge die Besuchszeiten generell auf Samstag-
morgen, 09:00 Uhr, bis Sonntagabend, 19:00 Uhr, fest, wodurch das Besuchs-
recht um den bisher jedes zweite Wochenende geltenden Freitagabend gekürzt 
wurde (RG act. III.8). Für die Sommerferien 2020 konnten die Eltern keine Eini-
gung finden und die Kinder verbrachten ihre Ferien in der Schweiz (RG act. V.1, 
S. 3; RG act. V.2, S. 2).

2.2.5. Das Regionalgericht Imboden behielt im Abänderungsurteil vom 15. Sep-
tember 2020 den vorsorglich vereinbarten Übergabeort K._____ sowie die vom 
Beistand festgelegten Besuchszeiten bei, letzteres unter Hinweis darauf, dass es 
sich um einen Minimalanspruch für den Streitfall handle. Auch die Beistandschaft 
wurde "im bisherigen Umfang" aufrechterhalten (act. B.2, Dispositivziffer 2; vgl. zu 
letzterem Punkt bereits vorstehend E. 2.1.5). Die im Scheidungsurteil festgehalte-
ne Ferienregelung (vier Wochen, davon bis und mit 2020 zwei und danach drei 
Wochen am Stück) wurde nicht abgeändert (act. B.2, E. 3.3). Das Regionalgericht 
Imboden empfahl, die Telefonate im Büro des Beistands weiterzuführen und über-
liess die nähere Ausgestaltung dem Beistand (act. B.2, E. 3.4).

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2.2.6. Die Besuchszeiten und der Übergabeort wurden in der Folge entsprechend 
dem Abänderungsurteil gehandhabt, wobei die Übergabezeitpunkte teilweise an-
gepasst wurden. Die Telefonate zwischen den Kindern und dem Berufungskläger 
im Büro des Beistandes wurden weitergeführt, wobei zeitweise auch von Zuhause 
aus telefoniert wurde. In den Sommerferien 2021 fuhren die Kinder mit dem Beru-
fungskläger für drei Wochen in den Q._____, der Schulstart danach verlief gut. Für 
den Sommer 2022 wurden drei Wochen Ferien beim Berufungskläger geplant 
(act. J.1).

2.2.7. Die Parteien einigten sich wie erwähnt vorsorglich auf den Übergabeort 
K._____ (vgl. dazu act. B.13, II.4 ff.). Dieser ist auch im Berufungsverfahren nicht 
mehr strittig (act. A.5, B.I.3 und B.II.a.12; act. A.2, II.B). Er scheint gut zu funktio-
nieren. Die Kosten, die dem Berufungskläger durch die Fahrten zum und vom 
Übergabeort entstehen, werden in der Unterhaltsberechnung berücksichtigt (vgl. 
nachfolgend E. 4.13). K._____ ist als Übergabeort beizubehalten. Es handelt sich 
um den aktuellen Wohnort der Kinder. Im Sinne einer ergänzenden Rückfallrege-
lung (für den Fall des Umzugs der Kinder) ist der Wohnort der Kinder als generel-
ler Übergabeort festzulegen.

2.2.8. Die weiteren Modalitäten des persönlichen Verkehrs sind umstritten. Der 
Berufungskläger fordert die Ergänzung des vorinstanzlich festgelegten persönli-
chen Verkehrs um das Recht, regelmässig mit seinen Kindern telefonieren zu 
können, sowie das Recht, mit diesen während sechs Wochen pro Jahr Ferien zu 
verbringen, davon drei Wochen am Stück während der Betriebsferien im Sommer. 
Ferner sei ihm das Recht einzuräumen, mindestens ein Wochenende pro Monat 
ohne Verpflichtungen der Kinder frei gestalten zu können. Die Berufungsbeklagte 
sei zu verpflichten, ihn über wichtige Ereignisse und anstehende Entscheide be-
züglich der Kinder rechtzeitig zu informieren und einzubeziehen.

2.3. Besuchsrecht; gemeinsame oder alleinige Entscheidkompetenz

2.3.1. Der Berufungskläger beantragt die ergänzende Feststellung, dass er die 
Fussballturniere der Kinder an seinen Besuchswochenenden direkt mit dem Trai-
ner absprechen und nach eigenem Ermessen bei Bedarf absagen kann. Zumin-
dest sei ihm das Recht einzuräumen, mindestens ein Wochenende pro Monat mit 
den Kindern frei gestalten und planen zu können, ohne anderweitige verpflichten-
de Aktivitäten der Kinder, insbesondere ohne Fussballturniere (act. A.1, II.B.17 ff.).

2.3.2. Der Berufungskläger begründet diese Anträge mit dem enormen und un-
zumutbaren zeitlichen und finanziellen Aufwand, den die Turnierwochenenden für 

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ihn bedeuten würden. Es würden Kosten für die auswärtige Verpflegung (je nach 
Spielzeit bis zu zweimal am Tag), bei schlechtem Wetter Kosten für Indoorakti-
vitäten für die Zeit bis zu den Turnieren oder zwischen diesen, Kosten für die Tur-
niere selbst (CHF 10.00/20.00) und schliesslich Fahrtkosten für die Fahrten an die 
verschiedenen Turnierorte anfallen. Letztere seien auch mit einem erheblichen 
Zeitaufwand verbunden, zusätzlich zu den eineinhalb Stunden Fahrt von P._____ 
nach K._____ und zurück. Ihm stehe die Möglichkeit, die Fahrten an die Turniere 
mithilfe anderer Eltern oder des Fussballtrainers zu organisieren, nicht wirklich 
offen. Der zeitliche Aufwand führe auch dazu, dass andere gemeinsame Akti-
vitäten, wie beispielsweise am Abend noch draussen im Wald zu grillieren oder 
den Alltag beim Berufungskläger zu erleben, nur noch beschränkt Platz haben 
würden. Er könne auch nicht mit der ganzen Familie etwas unternehmen, insbe-
sondere habe G._____ zurückzustehen. Zu berücksichtigen sei auch der Um-
stand, dass die Berufungsbeklagte von P._____ weggezogen und damit den 
enormen Aufwand zu einem grossen Teil verursacht habe. Sein Aufwand an Zeit, 
Organisation und Kosten sei mit demjenigen der Berufungsbeklagten, die in 
K._____ wohne, nicht zu vergleichen. Er bemühe sich, den Kindern die Teilnahme 
an den Turnieren zu ermöglichen, sei zu Kompromissen bereit und trage ihr Hob-
by auch mit, es solle jedoch ein fairer Ausgleich zwischen den verschiedenen An-
liegen gefunden werden, da es andernfalls erneut zu Streitigkeiten darüber käme, 
ob der Beistand sein Besuchsrecht aufgrund der Fussballturniere einschränken 
dürfe. Er weist den Vorwurf der Gegenseite zurück, dass es ihm nicht um das 
Wohl der Kinder gehen würde (act. A.1, II.B.18 ff.; act. H.2, S. 3 ff. und 8 f.; 
act. A.5, II.B.13 ff.; act. A.7).

2.3.3. Die Berufungsbeklagte wendet ein, dass auf das ergänzende Begehren des 
Berufungsklägers nicht eingetreten werden könne, da es nicht durchsetzbar sein 
dürfte. Es sei Aufgabe des Beistandes, die verschiedenen Interessen zu koordinie-
ren und allfällige Termine frühestmöglich bekanntzugeben, was sich auch bewährt 
habe und so wie bisher weiterzuführen sei, da die Kinder damit zufrieden seien. 
Die beantragte Regelung widerspreche zudem krass dem Kindeswohl. Von die-
sem sei in den Rechtsschriften wie auch in dem mündlichen Plädoyer der Gegen-
seite sehr wenig die Rede. Es gehe überwiegend um den Berufungskläger, seinen 
Aufwand und darum, dass er die Turniere selbst absagen könne. Ob dies im Inter-
esse der Kinder liege oder nicht, sei ihm offensichtlich gleichgültig. Die weiteren 
Ausführungen des Berufungsklägers würden nichts enthalten, was eine Ergän-
zung der Regelung der Besuchswochenenden beeinflussen könne. Die Beru-
fungsbeklagte erklärt, sie sei mit dem anlässlich der Instruktionsverhandlung von 

16 / 75

der Vorsitzenden unterbreiteten Vergleichsvorschlag betreffend den persönlichen 
Verkehr einverstanden (act. A.2, II.B; act. H.2, S.8; act. A.4, II.3).

2.3.4. Im Kern geht es um die Frage, ob die Kinder an Fussballturnieren, die an 
Besuchswochenenden des Berufungsklägers stattfinden, teilnehmen sollen oder 
nicht und wer über diese Frage entscheidet. Dieser Punkt sorgte immer wieder für 
Streit zwischen den Parteien. Auch wenn sich die Parteien bezüglich des von der 
Vorinstanz für den Streitfall vorgesehenen minimalen Umfangs des Besuchsrechts 
(jedes zweite Wochenende von Samstagvormittag, 9:00 Uhr, bis Sonntagabend, 
19:00 Uhr) einig sind, kann das Besuchsrecht nicht unabhängig von der Frage der 
Teilnahme an den Turnieren festgelegt werden. Vielmehr besteht eine Interdepen-
denz dieser Frage und der Bemessung des Besuchsrechts.

2.3.5. Der persönliche Verkehr und so auch das Besuchsrecht, d.h. die Häufigkeit 
und die Dauer der vom berechtigten Elternteil und den Kindern verbrachten Zeit 
sowie die Übergabezeitpunkte, ist den konkreten Umständen des Einzelfalles so-
wie dem Kindeswohl entsprechend festzulegen. Das Kindeswohl ist oberste Richt-
schnur. Es geht nicht darum, einen gerechten Interessenausgleich zwischen den 
Eltern zu finden, sondern es sind die Vorteile und die Belastungen, die das Be-
suchsrecht für das Kind mit sich bringt, abzuwägen und das Besuchsrecht ent-
sprechend zu bemessen (Andrea Büchler, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, 
Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl., Bern 2022, N 25 zu Art. 273 ZGB). Zu berück-
sichtigen sind Umstände wie das Alter des Kindes, seine Bedürfnisse und Wün-
sche, die Beziehung zum berechtigten Elternteil und zu den Geschwistern. Auch 
die Entfernung zwischen den Wohnorten und die zeitliche Verfügbarkeit der Be-
troffenen ist angemessen zu berücksichtigen (Claudia M. Mordasini, in: Kren Kost-
kiewicz/Wolf/Amstutz/Fankhauser [Hrsg.], ZGB, Schweizerisches Zivilgesetzbuch, 
4. Aufl., Zürich 2021, N 6 zu Art. 273 ZGB). 

2.3.6. Über die Erziehung und Pflege der Kinder entscheiden die sorgeberechti-
gen Eltern (Art. 301 Abs. 1 ZGB). Grundsätzlich tun sie das gemeinsam, wobei ein 
Elternteil, der das Kind betreut, allein entscheiden kann, wenn die Angelegenheit 
alltäglich oder dringlich ist oder der andere Elternteil nicht mit vernünftigem Auf-
wand zu erreichen ist (Art. 301 Abs. 1bis ZGB). Während der Besuche kann über 
solche Fragen daher der besuchsberechtigte Elternteil alleine entscheiden. Bei 
grundlegenden Fragen im Leben der Kinder müssen die Eltern jedoch gemeinsam 
entscheiden, es besteht eine Einigungspflicht. Können sich die Eltern über grund-
legende Fragen nicht einigen bzw. liegt eine Pattsituation vor, so kann die KESB 
oder das Gericht nicht in jedem Falle einfach an Stelle der Eltern einen Entscheid 
fällen. Ein behördlicher Entscheid kommt nur dann in Frage, wenn die Weiter-

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führung des bisherigen Zustands oder der elterliche Konflikt als solcher einer Ge-
fährdung des Kindeswohls gleichkommt, so dass die Voraussetzungen für die An-
ordnung von Kindesschutzmassnahmen erfüllt sind (Art. 307 ff. ZGB). Eine Mei-
nungsverschiedenheit zwischen den Eltern gefährdet das Kindeswohl jedenfalls 
dann, wenn sich ein Entscheid aufgrund der Sachlage als notwendig erweist 
(BGer 5A_789/2019 v. 16.6.2020 E. 6.2). Was die Durchsetzung anbelangt, so 
kommt die punktuelle Übertragung der Alleinentscheidungsbefugnis in gewissen 
Angelegenheiten als geeignete Massnahme in Frage. Ferner kann ein Beistand 
eingesetzt und diesem einzelne Entscheidbefugnisse übertragen und die elterliche 
Sorge entsprechend beschränkt werden (Art. 308 Abs. 3 ZGB). Ferner kann das 
Gericht die Eltern ermahnen oder ihnen Weisungen erteilen (Art. 307 Abs. 3 ZGB).

2.3.7. Die vorliegend unter den Eltern strittige Frage hinsichtlich der Fussballtur-
niere an den Besuchswochenenden ist danach zu qualifizieren, ob diese eine all-
tägliche oder grundlegende Angelegenheit betrifft und ob der Fortbestand des sta-
tus quo das Wohl der Kinder gefährden würde. Als alltäglich gelten Entscheidun-
gen über die Ernährung, die Bekleidung und die Freizeitgestaltung des Kindes. 
Nicht alltäglichen Charakter haben Angelegenheiten, die das Leben des Kindes in 
einschneidender Weise prägen oder die Situation des anderen Elternteils 
berühren, beispielsweise der Wechsel der Schule oder der Konfession des Kin-
des, medizinische Eingriffe, wie beispielsweise Impfungen und die Ausübung von 
Hochleistungssport (Ingeborg Schwenzer/Michelle Cottier, in: Geiser/Fountoulakis 
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 7. Aufl., Basel 2022, N 3c zu 
Art. 301 ZGB). Alltägliche Entscheidungen sind nicht in jedem Fall mit Fragen 
gleichzusetzen, die sich jeden Tag stellen. Vielmehr sind damit auch Entscheidun-
gen gemeint, die keine erhebliche Tragweite haben. Dabei ist ein objektiver Mass-
stab anzulegen (Linus Cantieni/Rolf Vetterli/Michelle Cottier, in: Büchler/Jakob 
[Hrsg.], Kurzkommentar Zivilgesetzbuch, 2. Aufl., Basel 2018, N 4c zu Art. 301 
ZGB).

2.3.8. Die Abgrenzung zwischen alltäglichen und grundlegenden Entscheidungen 
ist gerade für den Beitritt in einen Sportverein schwierig, da dieser mit zahlreichen 
weiteren Fragen verbunden ist, wie etwa wann und wie häufig das Kind an Wett-
kämpfen oder Trainingslagern teilnehmen soll. Hat der Sport eine lebensgestalte-
rische Weichenstellung für die Kinder zur Folge, handelt es sich um eine grundle-
gende Entscheidung. Wird diese Grundentscheidung einmal von beiden Elterntei-
len mitgetragen, verlieren auch die im gelebten Alltag damit verbundenen Angele-
genheiten ihren alltäglichen Charakter. Es kann deshalb nicht im Belieben des 
gerade betreuenden Elternteils stehen, ob das Kind jeweils das Sporttraining be-

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sucht. Ist die Bedeutung des Sports hingegen die einer unverbindlichen Freizeit-
beschäftigung, so ist von einer alltäglichen Entscheidung auszugehen, die von 
einem Elternteil grundsätzlich alleine gefällt werden kann. Je nach Auswirkungen 
auf die Gestaltungsfreiheit des anderen Elternteils und dem konkreten Betreu-
ungsmodell können dieser Alleinentscheidungsbefugnis jedoch Schranken gesetzt 
sein (vgl. Andrea Büchler/Sandro Clausen, in: Fankhauser [Hrsg.], FamKomm, 
Scheidung, Band I: ZGB, 4. Aufl., Bern 2022, N 10 zu Art. 301 ZGB)

2.3.9. Vorliegend befürworten beide Eltern den Fussballsport ihrer Kinder. Es be-
steht Einigkeit darüber, dass die Kinder Mitglieder eines Fussballclubs – zum Zeit-
punkt ihrer Anhörung bei den E- bzw. D-Junioren (Breitenfussball) – sein und un-
ter der Woche Fussballtrainings besuchen dürfen. Dies ist ohne jeden Zweifel 
auch zum Wohl der Kinder. Sportliche Betätigung, Teil einer Mannschaft bzw. ei-
ner sozialen Gruppe zu sein, gemeinsam aus Erfolgen und Niederlagen lernen zu 
können, dient klar der körperlichen und geistigen Entfaltung der Kinder, welche die 
Eltern zu fördern und zu schützen gesetzlich verpflichtet sind (siehe Art. 302 
Abs. 1 ZGB). Es entspricht schliesslich auch dem Willen der Kinder, betonen doch 
alle drei, gerne Fussball zu spielen (act. H.1). 

2.3.10. Die Eltern sind sich auch über die grundsätzliche Teilnahme an Fussball-
turnieren an den Wochenenden einig, welche die Kinder bei der Berufungsbeklag-
ten verbringen. Strittig ist hingegen die Teilnahme an Fussballturnieren während 
der Besuchswochenenden des Berufungsklägers. Diese Frage stellt sich an jedem 
Besuchswochenende und teilweise wohl insofern mehrfach, als dass mehrere 
Turniere am selben Wochenende stattfinden. Sollte ein Kind beispielsweise krank 
und daher fraglich sein, ob es am Turnier teilnehmen soll, so liegt es in der Kom-
petenz des jeweils betreuenden Elternteils, diesen Entscheid zu fällen. Genauso 
scheint es auch gehandhabt zu werden, wenn es um die Kollision zwischen Tur-
nieren des älteren Bruders und jenen der Zwillinge geht. Die Kinder erzählten bei 
ihrer Anhörung, sie würden dann jeweils untereinander und mit dem Berufungs-
kläger entscheiden, welches Turnier sie absagen und an welchem sie teilnehmen 
würden (act. H.1). Der einzelne Entscheid, ob die Kinder an einem konkreten Wo-
chenende ein Turnier besuchen oder diesem aus einem der erwähnten Gründen 
fernbleiben, ist daher alltäglich. Ist der Entscheid jedoch nicht bloss mehr oder 
weniger zufällig an vereinzelten Wochenenden zu fällen, sondern per se an jedem 
Besuchswochenende, da der Berufungskläger die Zeit mit den Kindern generell 
anders gestalten möchte, so kommt ihm eine andere Bedeutung zu. Die Tragweite 
des Entscheids erstreckt sich in diesem Fall über die einzelnen Wochenenden, da 
das vermehrte (unentschuldigte) Fernbleiben von Turnieren den Ausschluss der 

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Kinder aus dem Fussballclub oder ihre Herabstufung zur Folge haben kann. Dies 
würde sich wiederum auf die Trainings unter der Woche und die Qualität des 
Sports für die Kinder auswirken, indem ihre Freunde dann etwa einem anderen 
Team angehören würden (KESB act. 69 [E-Mail des Fussballtrainers im Anhang]; 
act. B.11). Den Kindern ist angesichts ihrer Aussagen und ihres Alters auch be-
wusst, ob sie "bei den Besseren" spielen oder nicht (act. H.1, S. 8). Das Gewicht 
einer grundlegenden Frage, worüber sich die Eltern einigen müssen, ist deswegen 
jedoch nicht erreicht. Es gibt in den Akten keine Hinweise darauf, dass der Fuss-
ballsport für eines der Kinder eine mögliche Karriere bedeuten könnte. Sie betrei-
ben ihn vielmehr als Hobby oder Freizeitbeschäftigung. Insofern kann jeder Eltern-
teil während seiner Betreuungszeit alleine entscheiden, ob die Kinder ein Turnier 
besuchen oder nicht.

2.3.11. Ob das Gericht diesen Entscheid an Stelle der Eltern fällen muss, hängt 
davon ab, ob ansonsten eine Gefährdung des Kindeswohls droht. Der Entscheid, 
ob die Kinder an Besuchswochenenden Fussball spielen oder nicht, tangiert zwar 
wie erwähnt das Kindeswohl, stellt so oder anders jedoch keine Kindeswohlge-
fährdung dar. Auch ein Nichtentscheid bzw. die Meinungsverschiedenheit der El-
tern gefährdet das Kindeswohl hier nicht, wenn es diesem auch sicherlich nicht 
zuträglich ist. Es ist dem Gericht somit verwehrt, den Entscheid anstelle der Eltern 
zu fällen.

2.3.12. Eine Anpassung des Besuchsrechts ist dann vorzunehmen, wenn es das 
Kindeswohl und die konkreten Umstände gebieten. Der Beistand nahm eine Kür-
zung des Besuchsrechts vor, indem er das Besuchswochenende grundsätzlich 
von Samstagmorgen bis Sonntagabend festsetzte, ohne den jedes zweite Be-
suchswochenende geltenden Freitagabend. Dies ermöglicht es C._____, das 
Fussballtraining am Freitagabend zu besuchen, was zu seinem Wohl ist. Im Übri-
gen erspart es dem Berufungskläger an Wochenenden, an denen am Samstag in 
Graubünden ein Turnier der Kinder stattfindet, die Fahrt nach K._____ und zurück 
nach P._____ (RG act. I.3, II.B.4 f.; RG act. I.5, II.B.5; RG act. I.16, S. 6). Diese 
Anpassung des Besuchsrechts entspricht dem Kindeswohl sowie den konkreten 
Umständen des Einzelfalles. Ob eine weitergehende Einschränkung des Besuchs-
rechts mit Blick auf die Turniere ebenso dem Kindeswohl entspricht, ist damit je-
doch nicht gesagt. Alle drei Kinder berichteten anlässlich der Anhörung positiv von 
den Wochenenden beim Berufungskläger; es gefalle ihnen und sie hätten eine 
gute Beziehung zu der neuen Ehefrau des Berufungsklägers, dem Halbgeschwis-
ter G._____ und den weiteren Verwandten (Onkel, Cousins; act. H.1). Auch ma-
chen sie mit dem Berufungskläger und seiner Familie objektiv betrachtet wertvolle 

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Erfahrungen, gehen gemeinsam ins Schwimmbad, spazieren oder grillieren und 
spielen mit den Cousins. Dies stärkt ihre Beziehungen zum Berufungskläger und 
dem Halbbruder und fördert ihre Entwicklung ebenfalls, was dem Zweck des per-
sönlichen Verkehrs entspricht. Eine Reduktion des Besuchsrechts auf einen Tag 
jedes zweite Wochenende, wie vom Berufungskläger noch vorinstanzlich themati-
siert (RG act. I.5, II.B.6), ist daher nicht zum Wohl der Kinder. Zudem würde sich 
auch bei einem eintägigen Besuchsrecht der Koordinationsbedarf hinsichtlich der 
Turniere nicht erübrigen. Im Übrigen empfiehlt auch der Beistand eine Weiter-
führung des Besuchsrechts im gleichen Rahmen (act. J.1). Die vorinstanzliche 
Änderung des Scheidungsurteils bezüglich des Besuchsrechts ist folglich im Sinne 
der vorstehenden Erwägungen und der nachfolgenden Klarstellung zu bestätigen.

2.3.13. Der Beistand steht den Eltern bei der Ausübung des Besuchsrechts koor-
dinierend zur Seite. Eine generelle Veränderung des festgelegten Besuchsrechts 
gegen den Willen eines Elternteils liegt jedoch nicht in seiner Kompetenz. Er ist 
daher nicht (mehr) berechtigt, das Besuchsrecht und die jeweiligen Besuchszeiten 
festzulegen. Auch bezüglich der Frage der Gestaltung der Besuchswochenenden 
des Berufungsklägers und damit auch der Teilnahme an Fussballturnieren liegt die 
Entscheidkompetenz allein beim Berufungskläger und nicht beim Beistand. Diese 
Entscheidkompetenz kommt dem Berufungskläger von Gesetzes wegen zu; einer 
zusätzlichen Ermächtigung im Dispositiv des vorliegenden Urteils, wie sie der Be-
rufungskläger mit Ziffer 2 seiner Rechtsbegehren beantragt, bedarf es daher nicht. 
Zu betonen ist an dieser Stelle jedoch, dass die Teilnahme an den Fussballturnie-
ren im Sinne der Kinder ist und beide Eltern zu ermahnen sind, darauf hinzuwir-
ken, dass diese genauso wie weitere Aktivitäten mit dem jeweils betreuenden El-
ternteil möglich bleiben.

2.4. Informationspflicht

2.4.1. Der Berufungskläger beantragt, die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, 
ihn über wichtige Ereignisse und anstehende Entscheide bezüglich der Kinder 
rechtzeitig zu informieren und einzubeziehen. Dies sei nicht immer und oft nur 
über die Kinder erfolgt, beispielsweise habe die Berufungsbeklagte ihn über die 
kieferorthopädische Behandlung von D._____ nicht informiert, was zu Streitigkei-
ten geführt habe. Ferner wolle er darüber informiert sein, wo die Kinder mit der 
Berufungsbeklagten ihre Ferien verbrächten, da auch er der Berufungsbeklagten 
dies mitteile (act. A.1, I.4; act. A.5, II.B.57; act. H.2, S. 4; RG act. I.3, II.B.5). Die 
Berufungsbeklagte wendete vorinstanzlich ein, die beantragte Verpflichtung zur 
Information über wichtige Ereignisse im Leben der Kinder sei nicht im Dispositiv 
festzuhalten, da sie einer gesetzlichen Pflicht entspreche (RG act. I.4, II.B.1).

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2.4.2. Die elterliche Sorge umfasst auch das Recht, über besondere Ereignisse im 
Leben des Kindes und über anstehende gemeinsam zu fällende Entscheidungen, 
benachrichtigt zu werden. Welche Entscheidungen gemeinsam gefällt werden 
müssen, wurde bereits dargelegt. Erinnert sei daran, dass insbesondere über me-
dizinische Eingriffe, wozu auch Beschneidungen oder Zahn-/Kieferbehandlungen 
gehören, die Eltern gemeinsam entscheiden müssen. Sie müssen sich daher auch 
zwingend vorgängig gegenseitig informieren, dass eine entsprechende Entschei-
dung ansteht. Besondere Ereignisse im Leben der Kinder sind namentlich Krank-
heit, Unfall, schulische Erfolge und Misserfolge, Teilnahme an wichtigen Wett-
kämpfen im Sport, Teilnahme an Musikwettbewerben, wichtige religiöse Anlässe 
und Verhaltensauffälligkeiten. Die Eltern haben sich gegenseitig rechtzeitig zu in-
formieren, im Voraus bei vorhersehbaren Ereignissen, ansonsten unmittelbar da-
nach. Hierbei handelt es sich um eine Pflicht, die sich aus dem Gesetz ergibt 
(Art. 296 ZGB; Art. 275a ZGB analog; Schwenzer/Cottier, a.a.O., N 3 f. zu 
Art. 275a ZGB; Büchler, a.a.O., N 1 zu Art. 275a ZGB). Es spricht jedoch nichts 
dagegen, diese wie andere gesetzliche Pflichten (etwa die Unterhaltspflicht) im 
Urteil zu konkretisieren und deklaratorisch festzuhalten. Der Beistand ist weiterhin 
für die Erteilung von Auskünften über die Entwicklung der Kinder zuständig. Die 
Eltern können ihre Informationspflicht auch unter Zuhilfenahme des Beistandes 
wahrnehmen.

2.4.3. Ob die Informationspflicht auch den Ort erfasst, an dem die Kinder ihre Fe-
rien verbringen, kommt auf die konkreten Umstände des Einzelfalles an. Sind "Fe-
rien" bzw. eine Reise in ein Kriegsgebiet geplant, so besteht sicherlich eine Infor-
mationspflicht, da der Entscheid über die Ferien diesfalls in die Kompetenz beider 
sorgeberechtigten Eltern fällt. Dasselbe gilt beim Wechsel des gewöhnlichen Auf-
enthaltsorts als faktischem Lebensmittelpunkt des Kindes. Dazu bedarf es bei ge-
meinsamer elterlicher Sorge der Zustimmung des anderen Elternteils (Art. 301a 
Abs. 2 ZGB). Sonstige Ferienaufenthalte, Reisen oder Ausflüge, auch wenn diese 
zu einem vorübergehenden Aufenthalt im Ausland führen, gehören jedoch 
grundsätzlich zu den alltäglichen Entscheidungen, die von demjenigen Elternteil 
gefällt werden können, der das Kind in dieser Zeit betreut (Art. 301 Abs. 1bis ZGB; 
Kurt Affolter-Fringeli/Urs Vogel, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Bern 2016, N 14 zu Art. 301a ZGB; Schwen-
zer/Cottier, a.a.O., N 7 zu Art. 301a ZGB; Büchler/Clausen, a.a.O., N 3 zu 
Art. 301a ZGB; in die alleinige Entscheidzuständigkeit fallen u.a. Wahl des Ferien-
orts und der Unterkunft vgl. OGer ZH LY200025 v. 14.7.2020 E. 3.3). Somit folgt 
aus der Entscheidkompetenz zumindest keine Notwendigkeit, den anderen Ehe-
gatten über die Feriendestination zu informieren. Eine Information kann trotzdem 

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geboten sein, analog der Fälle, für die das Gesetz eine Information vorschreibt, 
obwohl keine gemeinsame Entscheidungskompetenz der Eltern besteht (Art. 301a 
Abs. 3 und 4 ZGB). Funktion der Information ist in diesen Fällen ein gesetzlicher 
Appell an die Eltern, die nötigen Anpassungen in den Kinderbelangen vorzuneh-
men (Schwenzer/Cottier, a.a.O., N 20 zu Art. 301a ZGB). Die Wahl des Ferienorts 
erfordert zwar keine derartigen Anpassungen, jedoch allenfalls gewisse Vorkeh-
rungen, mitunter auch vom anderen Elternteil (angepasstes Gepäck, Reisepass 
etc.). 

2.4.4. Vorliegend dürfte es dem Berufungskläger eher um den nachvollziehbaren 
Wunsch gehen, schlicht über den vorübergehenden Aufenthaltsort der Kinder 
während der Ferien informiert zu sein. Es ist anzunehmen, dass auch die Beru-
fungsbeklagte dahingehend informiert sein möchte, schilderte sie doch an der In-
struktionsverhandlung, dass sie während der dreiwöchigen Ferien der Kinder beim 
Berufungskläger wissen wollte, dass alles in Ordnung sei (act. H.2, S. 10). Da der 
Wunsch auf beiden Seiten insbesondere in Bezug auf die mehrwöchigen Ferien 
aktuell sein dürfte und diese in die Nähe eines besonderen Ereignisses im Lebens 
der Kinder im Sinne von Art. 275a ZGB rücken, ist zumindest für den Ferienort 
während mehrwöchiger Ferien ein gegenseitiges Auskunftsrecht einzuräumen. 
Dies ändert nichts daran, dass der betreuende Elternteil allein über die Feriende-
stination entscheiden kann und der andere Elternteil grundsätzlich weder ein An-
hörungs- bzw. Mitsprache-, geschweige denn ein Mitentscheidungsrecht hat.

2.5. Telefonate

2.5.1. Der Berufungskläger beantragt, es sei ihm das Recht einzuräumen, alle 
vierzehn Tage, derzeit am Montag, mit seinen Kindern zu telefonieren. Würde dies 
nicht als Recht und Pflicht der Eltern festgehalten, seien die Telefonate von der 
Bereitschaft der Berufungsbeklagten abhängig (act. A.1, II.B.33; act. A.5, II.B.56). 
Die Berufungsbeklagte verweist auf die vorinstanzliche Empfehlung der Weiter-
führung der Telefonate unter Belassung der Kompetenz zur Ausgestaltung beim 
Beistand (act. B.2, E. 3.4). Sie habe den Kindern den telefonischen Kontakt zum 
Berufungskläger nie verboten (act. A.2, B.II.C). Anlässlich der Instruktionsverhand-
lung einigten sich die Parteien darauf, dass während der Ferien beide mit den 
Kindern telefonieren dürften (act. H.2, S. 10).

2.5.2. Der persönliche Verkehr umfasst neben dem Besuchsrecht auch das 
Recht, schriftlich, telefonisch oder elektronisch via Skype, FaceTime, WhatsApp 
usw. sowie im Rahmen zufälliger Begegnungen miteinander zu kommunizieren 
(Büchler, a.a.O., N 6 zu Art. 273 ZGB). Die Kinder und der Berufungskläger neh-

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men diese Art des persönlichen Verkehrs seit Dezember 2017 wahr und telefonie-
ren im Büro des Beistandes und teilweise von Zuhause aus miteinander. Seit April 
2018 fanden die Telefonate sodann regelmässig alle vierzehn Tage und am Mon-
tag, um 16:30 Uhr, nach den Wochenenden statt, welche die Kinder bei der Beru-
fungsbeklagten verbrachten (act. B.10, 2.2.1 4. Spiegelstrich; RG act. V.1, 1. 
Spiegelstrich; RG act. V.2, 1., 2. und 4. Spiegelstrich; act. J.1, S. 2; KESB act. 63; 
KESB act. 51, S. 1; KESB act. 22.1). Diese regelmässigen Telefonate haben sich 
bewährt und entsprechen dem Willen der Kinder (act. H.1, S. 4, 6 und 9). Die Vor-
instanz empfahl die Weiterführung der Telefonate und überliess ihre Ausgestal-
tung dem Beistand (act. B.2, E. 3.4). Im Sinne einer klaren Rückfallregelung für 
den Konfliktfall rechtfertigt es sich, die bisher gelebte Regelung als Minimalan-
spruch im Urteil festzuhalten. Der Berufungskläger ist daher zu berechtigen, zwi-
schen den Besuchswochenenden jeweils einmal, derzeit am Montag, um 
16:30 Uhr, mit den Kindern zu telefonieren. Ferner ist es zum Wohl der Kinder, 
den Kontakt zum jeweils anderen Elternteil auch während der Ferien beibehalten 
zu können, weshalb die Parteien zu berechtigen sind, während mehrwöchigen 
Ferien mit den Kindern einmal wöchentlich zu telefonieren. Den Parteien steht es 
frei, einvernehmlich weitere Telefonate zwischen dem anderen Elternteil und den 
Kindern zu ermöglichen. Zudem ist zu beachten, dass auch die Kinder mit zuneh-
mendem Alter selbständig telefonischen Kontakt aufnehmen können (vgl. act. H.1, 
S. 3 und 6). Der Beistand steht den Kindern sowie den Eltern auch hier unterstüt-
zend zur Seite. Die Umsetzung, insbesondere von wo aus (Zuhause oder im Büro 
des Beistandes) die Telefonate geführt werden, ist dem Beistand zu überlassen.

2.6. Ferien

2.6.1. Der Berufungskläger fordert eine Ausdehnung des Ferienrechts von vier auf 
sechs Wochen, sowie die Berechtigung, während der Betriebsferien im Sommer 
mit den Kindern drei Wochen Ferien am Stück verbringen zu dürfen. Begründend 
führt er aus, dass die Besuchswochenenden um den Freitagabend sowie aufgrund 
der 45 Minuten längeren Fahrten an den neuen Übergabeort gekürzt und ihre 
Qualität durch die Turniere beeinträchtigt worden sei. Aufgrund dieser Einschrän-
kungen sowie als Kompensation der vorliegend nicht möglichen alternierenden 
Obhut sei das Ferienrecht auszudehnen (act. A.1, II.B.24 ff.). Die Berufungsbe-
klagte erwidert, dass es ihr verunmöglicht werde, mit den Kindern Sommerferien 
zu verbringen, wenn dem Berufungskläger sechs Wochen Ferien eingeräumt wür-
den (act. A.2, II.B). Anlässlich der Instruktionsverhandlung liess sie ausführen, es 
sei dem Wunsch der Kinder hinsichtlich der Ferien zu entsprechen (act. H.2, S. 8). 
Die Kinder wünschen sich eine hälftige Aufteilung der Ferien (act. H.1). Im 

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Schlussvortrag führt der Berufungskläger aus, er hänge an die zweiwöchigen Be-
triebsferien Ende Juli / Anfangs August jeweils eine weitere Ferienwoche an, damit 
sich die Reise mit dem Auto in den Q._____ lohne. Er müsse seine Ferien zwin-
gend während der Betriebsferien beziehen und die Berufungsbeklagte sei bei der 
Ferienplanung freier. Er weist darauf hin, dass die Kinder im Q._____ auch den 
Kontakt zu Verwandten pflegen könnten, insbesondere zu ihrer Grossmutter, und 
die Kultur ihres ursprünglichen Heimatlandes kennenlernen würden (act. A.5, 
II.B.22 ff.). Die Berufungsbeklagte wendet grundsätzlich nichts gegen mehrere 
Ferienwochen am Stück ein. Früher forderte sie jedoch, dass die Kinder mindes-
tens eine Woche vor Schulbeginn wieder bei ihr seien, damit sie in ihren gewohn-
ten Rhythmus zurückfänden und sie die Kinder auf die Schule vorbereiten könne. 

2.6.2. Ferienbesuche sind eine mögliche Form des persönlichen Verkehrs. Sie 
sind ebenfalls nach dem Kindeswohl sowie den konkreten Umständen des Einzel-
falles festzulegen. Die Eltern sind sich im Verlauf des Verfahrens einig geworden, 
die Ferien der Kinder hälftig aufzuteilen. Dies entspricht auch dem Wunsch der 
Kinder und ist zu ihrem Wohl. Die Parteien sind daher zu berechtigen, die Schulfe-
rien der Kinder je hälftig mit ihnen zu verbringen.

2.6.3. Die mehrwöchigen Ferien wurden bis auf das Jahr 2020 entsprechend der 
Regelung im Scheidungsurteil umgesetzt. So verbrachten die Kinder im Sommer 
2018 und 2019 je zwei, im Sommer 2021 drei Wochen Ferien am Stück beim Be-
rufungskläger. Dazwischen verbrachten sie einen Sommer bei der Mutter in der 
Schweiz. Für den Sommer 2022 waren wieder drei Wochen Ferien beim Beru-
fungskläger geplant. Den Eltern und dem Beistand gelang es somit, die Dauer der 
Ferien in mehreren Jahren entsprechend dem Scheidungsurteil umzusetzen. Die 
längeren Ferien beim Berufungskläger gefallen den Kindern. Die Berufungsbe-
klagte bringt denn auch nichts dagegen vor, dass die Kinder drei Wochen Ferien 
am Stück beim Berufungskläger verbringen. Streitig ist letztlich bloss der Zeit-
punkt, auf den diese Ferien gelegt werden.

2.6.4. Es dient dem Kindeswohl, die gemeinsamen Ferien im Heimatland der El-
tern zusammen mit dem Berufungskläger zu ermöglichen, und es ist einsichtig, 
dass diese nicht anders gelegt werden können als während und um die Betriebs-
ferien. Insofern trifft es zu, dass die Ferienplanung des Berufungsklägers rigider ist 
als diejenige der Berufungsbeklagten. Zudem kann sie aufgrund ihres Teilzeitpen-
sums auch ausserhalb ihrer Ferien während der Schulferien der Kinder Zeit mit 
ihnen verbringen. Der Berufungskläger ist daher zu berechtigen, maximal drei 
Wochen Ferien am Stück während der Betriebsferien im Sommer mit den Kindern 
zu verbringen. Die Parteien haben sich über die konkrete Aufteilung der Ferien 

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weiterhin jeweils rechtzeitig (mindestens drei Monate im Voraus) abzusprechen, 
wobei ihnen bei der Erstellung des Ferienplans wie bisher der Beistand zur Seite 
steht. Ergänzend ist auch hier eine Rückfallregelung für den Streitfall vorzubehal-
ten. So ist bei Scheitern einer Einigung dem Berufungskläger in Jahren mit gera-
der Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien ein-
zuräumen und in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Berufungsbeklagten.

3. Kindesunterhalt; Ausgangslage

3.1. Abänderungsgründe

3.1.1. Der Kindesunterhalt kann bei erheblicher Veränderung der Verhältnisse neu 
festgesetzt oder aufgehoben werden (Art. 134 Abs. 2 i.V.m. Art. 286 Abs. 2 ZGB). 
Die Veränderung muss wesentlich und von Dauer sein. Sie kann sämtliche Um-
stände betreffen, die für die Berechnung des Unterhaltsbeitrages von Bedeutung 
sind. Die Interessen der involvierten Personen sind abzuwägen und die Notwen-
digkeit einer Abänderung nur dann zu bejahen, wenn ansonsten mit Blick auf das 
ursprüngliche Scheidungsurteil ein unzumutbares Ungleichgewicht zwischen ihnen 
entstehen würde (BGer 5D_183/2017 v. 13.6.2018 E. 4.1). Liegt eine massgebli-
che Veränderung der Verhältnisse vor, ist der Unterhalt neu festzulegen, wobei 
sämtliche Berechnungsparameter zu aktualisieren und dabei auch jene Verände-
rungen zu berücksichtigen sind, die für sich alleine keine Neufestlegung rechtferti-
gen würden (BGer 5A_874/2019 v. 22.6.2020 E. 3.2). Dennoch erlaubt der Abän-
derungsprozess nur die Anpassung des Kindesunterhalts an veränderte Verhält-
nisse, nicht hingegen seine vollständige Neufestsetzung. Es ist somit nicht zu prü-
fen, welcher Unterhaltsbeitrag auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnis-
se als angemessen erschiene, sondern Ausgangspunkt bilden die Umstände, wie 
sie dem ursprünglichen Urteil zugrunde gelegt wurden. Das Abänderungsgericht 
stellt den ursprünglichen Rahmenbedingungen die aktuellen Verhältnisse gegenü-
ber und prüft, ob und in welchem Umfang eine erhebliche Veränderung der Ver-
hältnisse eingetreten ist (vgl. Fountoulakis, a.a.O., N 7c zu Art. 286 ZGB m.w.H., 
u.a. auf BGE 137 III 604).

3.1.2. Die Vorinstanz bejahte veränderte Verhältnisse mit Blick auf den Kindesun-
terhalt. Diese bestünden auf der einen Seite in der Heirat des Berufungsklägers 
und F._____ im August 2019 und der Geburt des gemeinsamen Sohnes G._____ 
im ___ 2020 bzw. der daraus resultierenden Zunahme der Unterhaltspflichten des 
Berufungsbeklagten sowie auf der anderen Seite im gefestigten Konkubinat der 
Berufungsbeklagten und ihres Partners, H._____, was bei der Bedarfsberechnung 
Niederschlag finde (act. B.2, E. 4.2). Nicht befasst hat sich die Vorinstanz mit dem 

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ursprünglichen Anlass des Abänderungsbegehrens des Berufungsklägers, näm-
lich der Verlegung des Übergabeortes von O._____ nach K._____, die zu höheren 
Fahrtkosten für den Berufungskläger führt – ein Umstand, auf den sich der Beru-
fungskläger abgesehen von den verbesserten Verhältnissen auf Seiten der Beru-
fungsbeklagten und seinen neuen Familienlasten bereits im Vorfeld der Klage 
(KESB act. 105), an der Einigungsverhandlung (RG act. I.3, Rechtsbegehren II.2 
[Proz.Nr.135-2019-208]) sowie im späteren Verlauf des Abänderungsverfahrens 
stets berufen hat (RG act. I.3, II.23; RG act. VII.4, II.19 und II.49). Dieser Verände-
rung hat die Vorinstanz einzig im Rahmen der Neuberechnung des Unterhalts, 
nicht aber im Sinne eines eigenständigen Abänderungsgrundes Rechnung getra-
gen. Während des Berufungsverfahrens haben sich die Verhältnisse sodann inso-
fern verändert, als auch die Berufungsbeklagte und ihr Partner Eltern geworden 
sind. Ihre gemeinsame Tochter, I._____, kam am _____ 2021 zur Welt. Die Beru-
fungsbeklagte reduzierte in diesem Zusammenhang ihr Arbeitspensum. Die Vor-
aussetzungen für eine Neufestlegung des Kindesunterhalts sind damit offensicht-
lich erfüllt, was denn auch von Seiten des Berufungsklägers nicht in Frage gestellt 
wird. Eine andere Frage ist indessen, zu welchem Zeitpunkt die geltend gemach-
ten Abänderungsgründe jeweils vorlagen und in welche Richtung (Erhöhung oder 
Herabsetzung der Unterhaltspflicht) diese eine Abänderung zu begründen vermö-
gen. Darauf wird nachfolgend in Zusammenhang mit den vom Berufungskläger 
erhobenen Rügen zurückzukommen sein.

3.2. Unterhaltsphasen

3.2.1. Die Vorinstanz berechnete den Unterhalt in zwei Phasen, einer ersten ab 
Oktober 2019 bis Ende April 2020 und einer zweiten ab Mai 2020, dem Geburts-
monat von G._____. Die Phasenbildung vor und nach der Geburt von G._____ ist 
gerechtfertigt, gilt es doch die vorhandenen Mittel ab diesem Zeitpunkt auf einen 
weiteren (zu den Kindern aus erster Ehe gleichrangigen) Unterhaltsansprecher zu 
verteilen (vgl. dazu nachstehend E. 5.1.1). Den Beginn der ersten Phase hat die 
Vorinstanz sodann auf den Zeitpunkt der Rechtshängigkeit des von der Beru-
fungsbeklagten gestellten Abänderungsbegehrens (Klagebegründung vom 9. Ok-
tober 2019) festgelegt (act. B.2, E. 4.4), obwohl sie den massgeblichen Abände-
rungsgrund in der Heirat des Berufungsklägers erblickt zu haben scheint und eine 
Erhöhung der Unterhaltsbeiträge in analoger Anwendung von Art. 279 ZGB auch 
rückwirkend angeordnet werden könnte. Verlangt der Unterhaltsschuldner eine 
Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge, kann die Abänderung dagegen frühestens 
ab dem Zeitpunkt der Klageeinreichung oder, sollte das massgebende Ände-
rungsereignis erst nach der Klageerhebung eintreten, spätestens nach dessen 

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Realisierung Wirkung erlangen (BGE 127 III 503; BGE 117 II 368). Vorliegend hat 
der Berufungskläger sein Begehren auf Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge (für 
den Fall einer Verlegung des Übergabeortes für das Besuchsrecht) erstmals an 
der Einigungsverhandlung vom 9. September 2019 gestellt (RG act. I.3, Rechts-
begehren II.2 [Proz.Nr.135-2019-208]). Unter diesen Umständen ist der von der 
Vorinstanz gewählte Beginn der ersten Phase auch mit Blick auf eine Reduktion 
der Unterhaltsbeiträge zu bestätigen. In Bezug auf die erste Phase bleibt es daher 
bei den vorinstanzlichen Eckdaten.

3.2.2. Was hingegen die zweite Phase anbelangt, ist diese aus mehreren Grün-
den in weitere Phasen zu unterteilen. So führt namentlich der Umstand, dass die 
Berufungsbeklagte im Januar 2021 nochmals Mutter geworden ist, zu für die Un-
terhaltsberechnung relevanten Veränderungen. Dies gilt einerseits für die Be-
darfsseite, zumal die (von der Vorinstanz berücksichtigten) Fremdbetreuungskos-
ten aufgrund der persönlichen Betreuung der Kinder vorübergehend (bis August 
2021) weggefallen sind und seither auch wegen der Betreuung von I._____ anfal-
len. Anderseits hat die Berufungsbeklagte im Anschluss an den bis Mitte April 
2021 dauernden Mutterschaftsurlaub zwei Monate unbezahlten Urlaub bezogen 
und nach der Wiederaufnahme der Erwerbstätigkeit im Juli 2021 das bisherige 
Pensum von 50% ab August 2021 auf 30% reduziert. Im selben Zeitraum (April 
2021) sind die Zwillinge 10 Jahre alt geworden. Die damit einhergehende Er-
höhung der Grundbeträge und das zeitweise Entfallen der Fremdbetreuungskos-
ten halten sich in etwa die Waage. Vor diesem Hintergrund drängt es sich auf, die 
zweite Phase auf Ende Juli 2021 (15 Monate) zu befristen.

3.2.3. Durch den Kindergarteneintritt der beiden jüngsten Kinder verringert sich 
der jeweilige Betreuungsbedarf und es rechtfertigen sich weitere Phasen. Ent-
sprechend ist ab August 2021 bis Ende Juli 2024 (3 Jahre), dem Kindergartenein-
tritt von G._____, eine dritte und ab August 2024 bis Ende Juli 2026 (2 Jahre), 
dem Kindergarteneintritt von I._____, eine vierte Phase zu bilden. Die fünfte Pha-
se dauert sodann bis zum Erreichen der Volljährigkeit bzw. dem Abschluss einer 
angemessenen Ausbildung der Kinder. 

3.3. Vorgehen der Vorinstanz  

Wie bereits dargelegt, hat die Vorinstanz das Vorliegen veränderter Verhältnisse 
bejaht und in einem zweiten Schritt die Unterhaltsbeiträge unter Aktualisierung 
sämtlicher Berechnungselemente neu festgesetzt. In Anwendung der Lebenshal-
tungskostenmethode hat sie Einkommen und Bedarf der betroffenen Familienmit-
glieder (in der Phase I die Parteien und die aus ihrer Ehe hervorgegangenen Kin-

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der, in der Phase II zusätzlich G._____ und die neue Ehefrau) separat erfasst und 
für jede Person den sich aus der Gegenüberstellung resultierenden Überschuss 
bzw. Fehlbetrag ermittelt. Die Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Berufungs-
klägers erfolgte damit allein aufgrund seines persönlichen Existenzminimums, un-
ter vollständiger Ausklammerung des anteiligen Bedarfs seiner Ehefrau. Für die 
Phase I stellte die Vorinstanz sodann fest, dass dem Berufungskläger nach 
vollständiger Deckung des Barunterhalts der Kinder ein leichter Überschuss blei-
be, der ihm belassen werde. Eine Beteiligung der Berufungsbeklagten lehnte die 
Vorinstanz ab, da diese bereits für die Pflege und Erziehung der drei Kinder auf-
komme und in einem 50%-Pensum arbeite; da sie damit für ihre Lebenshaltungs-
kosten selber aufkommen könne, sei aber kein Betreuungsunterhalt geschuldet. 
Für die Phase II ergab die Berechnung der Vorinstanz (väterlicher Überschuss 
abzüglich Fehlbetrag der vier Kinder) ein Manko von CHF 324.00, welches die 
Vorinstanz gleichmässig auf alle vier Kinder verteilte, dies mit der Überlegung, 
dass einerseits der Barunterhalt des neuen Kindes dem Betreuungsunterhalt vor-
gehe und anderseits die Berufungsbeklagte dank ihres Überschusses von 
CHF 1'389.00 in der Lage sei, das Manko der gemeinsamen Kinder zu tragen 
(act. B.1, E. 4.3 f.). Trotz ihrer einleitenden Feststellung, dass sich die Verhältnis-
se beim Berufungskläger aufgrund der neuen Familienlasten verschlechtert hätten 
(act. B.1, E. 4.2), gelangte die Vorinstanz auf diesem Weg für beiden Phasen zu 
markant höheren Unterhaltsbeiträgen als im Scheidungsurteil. 

3.4. Parteistandpunkte

3.4.1. Der Berufungskläger erklärt sich mit dem Vorgehen der Vorinstanz 
grundsätzlich einverstanden. Er beanstandet indessen die Festsetzung einzelner 
Elemente der erstinstanzlichen Unterhaltsberechnung und bezeichnet das Ergeb-
nis der Vorinstanz insgesamt als nicht nachvollziehbar und stossend, da letztere 
wesentliche Umstände unberücksichtigt gelassen und den Sachverhalt teilweise 
willkürlich festgestellt habe (act. A.1, II.B.34 ff.). Namentlich moniert er eine unrich-
tige Feststellung des Einkommens und des Bedarfs der Kinder, so etwa die Nicht-
berücksichtigung der Familienzulage bei den gemeinsamen Kindern (act. A.1, 
II.B.37), die Berücksichtigung der Kosten für die Ausübung der Hobbies der Kinder 
(act. A.1, II.B.49) sowie die Höhe der angerechneten (Fremd-)Betreuungskosten 
(act. A.1, II.B.56 ff.). Ferner kritisiert er die Berechnung seines eigenen Bedarfs 
und fordert, jeweils unter Verweis auf die fehlende Leistungsfähigkeit seiner Ehe-
frau, die Anrechnung des Grundbetrages eines Alleinstehenden anstatt des hälfti-
gen Ehegattengrundbetrages (act. A.1, II.B.38 ff.) sowie die Anrechnung der auf 
sie entfallenden Wohnkosten (act. A.1, II.B.43 ff.). Auch für die mit der Ausübung 

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des Besuchsrechts verbundenen Kosten habe die Vorinstanz einen zu tiefen Be-
trag eingesetzt (act. A.1, II.B.50 ff.). In methodischer Hinsicht rügt der Berufungs-
kläger sodann, dass die Berufungsbeklagte trotz gegebener Leistungsfähigkeit 
nicht zur Mittragung des Barunterhalts verpflichtet wurde (act. A.1, II.B.63 ff.). An 
seiner Forderung nach einer Beteiligung der Berufungsbeklagten am Barunterhalt 
der Kinder hält er auch für die Zeit nach der Geburt von I._____ fest, da die Beru-
fungsbeklagte zugestandenermassen von ihrem neuen Lebenspartner unterstützt 
werde und auch von ihr erwartet werden dürfe, dass sie spätestens nach einem 
Jahr ihr ursprüngliches Erwerbspensum wiederaufnehme (act. A.5, II.B.36 ff.).

3.4.2 Die Berufungsbeklagte verteidigt die Vorgehensweise der Vorinstanz und 
bestreitet, dass einzelne Berechnungsparameter unrichtig festgesetzt worden sei-
en (act. A.2, II.D.1 ff.). Ferner betont sie unter Bezugnahme auf die Berechnung 
des Einzelrichters im Verfahren betreffend vorsorgliche Reduktion der Unterhalts-
pflicht (Proz. Nr. 135-2020-181) den gesetzlich verankerten Vorrang des Kindes-
unterhalts. Der Berufungskläger als Unterhaltsschuldner könne daher allein für 
seine eigene Person die Sicherung der Existenz beanspruchen, während der auf 
seine Ehefrau entfallende Bedarf unberücksichtigt bleiben müsse. Bezahle der 
Berufungskläger allen vier Kindern einen Beitrag von CHF 650.00, verbleibe ihm 
nach der damaligen Berechnung noch ein Überschuss von CHF 1'387.00, mit 
dessen Verteilung auf die vier Kinder gar ein Barunterhalt von CHF 1'000.00 pro 
Kind resultiere (act. A.2, II.D.7). Auch in ihrem schriftlichen Schlussvortrag hält die 
Berufungsbeklagte an ihrem Antrag auf Abweisung der Berufung fest, wobei sie 
für beide Phasen eine eigene Berechnung (ohne Berücksichtigung des auf die 
Ehefrau entfallenden Bedarfs) anstellt, gemäss welcher dem Berufungskläger 
nach Bezahlung der erstinstanzlich festgesetzten Unterhaltsbeiträge jeweils ein 
beträchtlicher Überschuss für sich (Phase I) bzw. für sich und die Ehefrau samt 
Kind (Phase II) verbleibe (act. A.4, II.4). Eine eigene Beteiligung am Barunterhalt 
der Kinder stellt sie damit implizit in Abrede.

4. Kindesunterhalt; Elemente der Unterhaltsberechnung

4.1. Grundsätzliche Überlegungen zum Unterhalt in Patchworkfamilien

4.1.1. Der Berufungskläger und die Berufungsbeklagte haben nicht nur Unter-
haltspflichten gegenüber den drei gemeinsamen Kindern, sondern je gegenüber 
einem weiteren Kind. Diese Unterhaltspflichten (wie auch solche gegenüber dem 
neuen [Ehe-]Partner) dürfen nicht in den Bedarf des Berufungsklägers und der 
Berufungsbeklagten eingeschlossen werden. Damit ist jedoch nicht gesagt, dass 
sie vollständig auszublenden sind, vielmehr müssen sie in verschiedener Hinsicht 

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– sowohl bei der Frage, ob sich die Verhältnisse seit dem Scheidungsurteil verän-
dert haben als auch bei der bejahendenfalls vorzunehmenden Neuberechnung der 
Unterhaltseiträge – in die Beurteilung einbezogen werden und das unabhängig 
davon, in welcher Form (in Geld oder natura) sie in casu erfüllt werden. Denn es 
gilt das Gleichbehandlungsgebot zu beachten zwischen den drei gemeinsamen 
Kindern und G._____ im Verhältnis zum unterhaltspflichtigen Berufungskläger ei-
nerseits, sowie den drei gemeinsamen Kindern und I._____ im Verhältnis zur un-
terhaltspflichtigen Berufungsbeklagten andererseits. Zwischen G._____ und 
I._____ sind hingegen strenggenommen keine Fairnessüberlegungen anzustellen, 
gilt doch das Gleichbehandlungsgebot in diesem Verhältnis nicht, da sie keinen 
gemeinsamen unterhaltsverpflichteten Elternteil haben und daher Unterschiede in 
finanziellen und betreuungstechnischen Rahmenbedingungen hinzunehmen sind, 
wie sie auch zwischen Kindern gänzlich unverbundener Familien bestehen. Das-
selbe gilt für die Anforderungen, die man mit Blick auf die Erwerbstätigkeit an die 
Ehefrau des Berufungsklägers und die Berufungsbeklagte stellt.

4.1.2. Wie die Unterhaltspflichten gegenüber Dritten nicht zum Bedarf der Partei-
en gehören, aber doch zu berücksichtigen sind, sind auch Unterhaltsansprüche 
der Parteien nicht zu ihrem Einkommen zu zählen, aber doch in die Beurteilung 
miteinzubeziehen. Dies gilt auch für den Beistand, den ein Ehegatte und ein Kon-
kubinatspartner ihrem jeweiligen Ehe-/Partner leisten oder leisten müssten. Dabei 
ist zu beachten, dass die Fragen, inwieweit die tatsächliche Unterstützung berück-
sichtigt wird und inwieweit eine Unterstützungspflicht besteht, für einen Ehegatten 
und einen Konkubinatspartner nicht in jeder Hinsicht gleich zu beantworten sind. 
Insbesondere untersteht der Ehegatte anders als der Konkubinatspartner der ge-
setzlichen (subsidiären) Pflicht, seinen Ehepartner zu entlasten, sodass dieser die 
Unterhaltspflicht gegenüber vorehelichen Kindern besser erfüllen kann (stiefelterli-
che Beistandspflicht nach Art. 278 Abs. 2 ZGB). Dieser Pflicht untersteht der Kon-
kubinatspartner zwar nicht, in gewissem Masse wird jedoch auch der Beistand 
eines Konkubinatspartners zu berücksichtigen sein, namentlich, wenn dieser ein 
Kind mit einer Partei hat und insofern aufgrund des Gleichbehandlungsgebots von 
(Halb-)Geschwistern in die Beurteilung einzubeziehen ist. So kann die von einem 
Konkubinatspartner tatsächlich erbrachte finanzielle Unterstützung bei der Beurtei-
lung des Bedarfs bzw. der Leistungsfähigkeit eines gegenüber den Kindern aus 
einer früheren Beziehung unterhaltspflichtigen Elternteils Berücksichtigung finden, 
auch wenn darauf kein Rechtsanspruch besteht. Erst recht muss dies gelten, 
wenn aufgrund der Umstände von einer gefestigten und voraussichtlich auf Dauer 
angelegten Lebensgemeinschaft auszugehen ist, welche dem betreffenden Eltern-

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teil ähnliche Vorteile bietet wie eine Ehe (vgl. für den ehelichen Unterhalt BGE 138 
III 97 E. 2.3). 

4.2. Einnahmen; Einkommen des Berufungsklägers

Das vorinstanzlich für das Jahr 2019 festgestellte monatliche Nettoeinkommen 
des Berufungsklägers als Schreiner bei der Firma R._____ in P._____ im Vollzeit-
pensum von CHF 5'551.00 (exkl. Bonus, inkl. Anteil 13. Monatslohn) ist belegt (RG 
act. III.30). Im 2020 belief es sich auf CHF 5'624.00 (act. I.1.a.9; RG act. III.31) 
und im 2021 (wieder exkl. Bonus) auf CHF 5'555.00 (act. I.1.a.5; RG act. I.2.a.A.1; 
jeweils inkl. Anteil 13. Monatslohn, exkl. Kinderzulage CHF 230.00 ab Mai 2020). 
Mit Blick auf die dokumentierten Bonuszahlungen in den Jahren 2019 
(CHF 1'556.00) und 2021 (CHF 600.00), welche zwar in unterschiedlicher Höhe, 
aber doch regelmässig ausgerichtet wurden, rechtfertigt es sich, für sämtliche 
Phasen ein Nettoeinkommen von CHF 5'600.00 einzusetzen.

4.3. Einnahmen; Einkommen der Ehefrau des Berufungsklägers

4.3.1. Ein Erwerbseinkommen hat die Vorinstanz der Ehefrau des Berufungsklä-
gers in ihrer Berechnungstabelle für die Phase 2 nicht angerechnet (act. B.1, 
S. 18). In ihren Erwägungen zum Bedarf des Berufungsklägers und seiner neuen 
Familie hat sie indessen wiederholt auf die eheliche Beistandspflicht nach Art. 159 
Abs. 3 ZGB hingewiesen und daraus abgeleitet, dass der neue Ehegatte im Rah-
men der eigenen Leistungsfähigkeit dem Unterhaltspflichtigen bei der Erfüllung 
der bisherigen Unterhaltsbeiträge beizustehen habe; in Kenntnis der Unterhalts-
verpflichtung habe er sich primär selber zu versorgen und unter Umständen eine 
Erwerbstätigkeit aufzunehmen, sofern dies vor dem Hintergrund der Unterhalts-
pflicht des Partners notwendig sei (act. B.1, E. 4.3). Im Zusammenhang mit den 
Wohnkosten bejahte die Vorinstanz daher eine derartige Eigenversorgungspflicht 
der neuen Ehefrau in der ersten Phase und kam mit Blick auf die eheliche Bei-
standspflicht und den Vorrang der Unterhaltspflicht für minderjährige Kinder auch 
hinsichtlich der zweiten Phase zum Schluss, dass nicht leichtfertig von einer man-
gelnden Leistungsfähigkeit infolge Niederkunft ausgegangen werden könne 
(act. B.1, E. 4.4 [S. 20]). Indem die Vorinstanz den Bedarf der Ehefrau sodann bei 
der Neuberechnung der Unterhaltsbeiträge vollständig ausser Acht liess und unter 
dem Titel Betreuungsunterhalt für G._____ lediglich einen den Fremdbetreuungs-
kosten der anderen Kinder entsprechenden Betrag einsetzte, setzte sie implizit 
voraus, dass die Ehefrau des Berufungsklägers ihren Bedarf bei zumutbarer An-
strengung hätte aus eigenen Erwerbseinkünften decken können. Im Ergebnis 
rechnete die Vorinstanz der Ehefrau des Berufungsklägers somit ein eigenes (hy-

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pothetisches) Erwerbseinkommen (mindestens in der Höhe ihres anteiligen Be-
darfs) an, ohne zu prüfen, ob die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. 

4.3.2. Gegen ein solches Vorgehen setzt sich der Berufungskläger zu Recht zur 
Wehr. Zwar kann die fehlende Leistungsfähigkeit der Ehefrau entgegen seiner 
Auffassung (act. A.1, II.B.38 ff.) nicht dazu führen, dass sein persönliches Exis-
tenzminimum trotz der Heirat wie dasjenige eines alleinstehenden Schuldners zu 
berechnen wäre (vgl. dazu nachstehend E. 4.7.2). Sie spielt aber insofern eine 
Rolle, als die daraus resultierenden Unterhaltspflichten des Berufungsklägers ge-
genüber seiner Ehefrau (Phase I) respektive – in Form von Betreuungsunterhalt – 
gegenüber G._____ (Phasen II-V) bei der Beurteilung der Frage, ob und wie die 
bestehende Unterhaltspflicht abzuändern ist, miteinzubeziehen sind. Das Gericht 
kann sich in einem Abänderungsverfahren daher nicht damit begnügen, den per-
sönlichen Bedarf des Unterhaltsschuldners und seiner neuen Ehefrau auszu-
scheiden und letztere auf ihre Eigenversorgungspflicht zu verweisen, sondern hat 
im Einzelfall zu prüfen, ob die Ehefrau ihren Bedarf selbständig decken kann. Ist 
sie – wie vorliegend – bei der Heirat nicht erwerbstätig, setzt die Annahme einer 
hypothetischen Leistungsfähigkeit voraus, dass die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit der Ehefrau nicht bloss zumutbar, sondern auch möglich ist. Dazu bedarf es 
konkreter Feststellungen zu ihren persönlichen Verhältnissen und insbesondere 
zu ihrer Erwerbsbiographie (vgl. zuletzt BGer 5A_36/2023 v. 5.7.2023 E. 4.5.2 mit 
Verweis auf BGE 143 III 233 E. 3.2 und 137 III 118 E. 2.3). Die Zumutbarkeit einer 
Erwerbsaufnahme zur Erfüllung ihrer ehelichen bzw. stiefelterlichen Beistands-
pflicht lässt sich sodann nicht abstrakt beurteilen, sondern hängt auch davon ab, 
ob und in welchem Umfang die Kinder aus erster Ehe auf die bisherigen Unter-
haltsbeiträge angewiesen sind oder ob allenfalls der andere Elternteil einen Teil 
ihres Barunterhaltes übernehmen kann (vgl. zur Subsidiarität der stiefelterlichen 
Beistandspflicht (BGer 5A_129/2019 v. 10.5.2019 E. 4.3.1; 5A_352/2010 v. 
29.10.2010 E. 6.2 = Pra 2011 Nr. 104 E. 6.2; KGer GR ZK1 16 183 v. 17.12.2019 
E. 4.3.5 m.w.H.). All dies hat die Vorinstanz zu prüfen unterlassen, was im vorlie-
genden Urteil nachzuholen ist. 

4.3.3. Aufgrund der Steuerveranlagungen für die Jahre 2019 und 2020 (act. B.26; 
act. I.1.a.5) ist erstellt, dass die Ehefrau des Berufungsklägers in der ersten Phase 
nicht erwerbstätig war. Gemäss den Angaben des Berufungsklägers hat seine 
Ehefrau bis zur Heirat im Q._____ gelebt und dort als Näherin gearbeitet (act. H.2, 
S. 11). Sie verfügte bei ihrer Einreise über keinerlei Deutschkenntnisse, weshalb 
sie vom Migrationsamt N._____ im Rahmen einer Integrationsvereinbarung zur 
Absolvierung von Deutschkursen bis Niveau A2 angehalten wurde (RG act. III.12). 

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Wegen der Geburt von G._____ sei es in der Folge beim Besuch eines Kurses auf 
dem Niveau A1 geblieben (act. H.2, S. 11). Unter diesen Umständen erscheint 
fraglich, ob die Ehefrau selbst bei ausreichenden Suchbemühungen eine Arbeits-
stelle hätte finden können. Mit der Forderung nach Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit wurde sie bzw. der Berufungskläger sodann erst mit der Replik der Beru-
fungsbeklagten vom 27. Januar 2020 (RG act. I.4, II.B.ad22) – als sie bereits im 
fünften Monat schwanger war – konfrontiert. Unter diesen Umständen kommt eine 
rückwirkende Anrechnung eines hypothetischen Einkommens bis zum Ende der 
Phase I nicht in Betracht, fehlt es in der fraglichen Zeitspanne doch bereits an der 
realen Möglichkeit zur Erzielung eines Erwerbseinkommens. Ob die Aufnahme 
einer Erwerbstätigkeit überhaupt von ihr hätte verlangt werden können, kann damit 
offenbleiben. 

4.3.4. Die zweite Phase beginnt mit der Geburt von G._____, der in der Folge von 
der Ehefrau des Berufungsklägers persönlich betreut wurde. Ob dem hauptbe-
treuenden Elternteil eine erweiterte Erwerbstätigkeit zumutbar ist, bestimmt sich 
grundsätzlich ausgehend vom Schulstufenmodell. Danach ist es dem Elternteil 
zuzumuten, nach der obligatorischen Einschulung des jüngsten Kindes zu 50% 
einer Erwerbsarbeit nachzugehen, ab seinem Eintritt in die Sekundarstufe zu 80% 
und ab seinem vollendeten 16. Altersjahr zu 100% (PKG 2020 Nr. 2 E. 4.2.2; BGE 
144 III 481 E. 4.7.6; BGer 5A_435/2019 v. 19.12.2019 E. 4.3.2). Für Sachverhalte, 
in denen keine gelebte Situation vorliegt, statuierte das Bundesgericht, es seien 
für die Zeit vor der obligatorischen Einschulung nach richterlichem Ermessen auch 
weitere Entlastungsmöglichkeiten wie die Betreuung in der Kinderkrippe, durch 
eine Tagesmutter oder im Rahmen freiwilliger [vor-]schulischer oder ausserschuli-
scher Angebote sind zu berücksichtigen (BGE 144 III 481 E. 4.7.7 f.). In einer nicht 
amtlich publizierten Erwägung desselben Urteils, fügte das Bundesgericht an, es 
sei hierbei in erster Linie an jene Fälle zu denken, in denen die Leistungsfähigkeit 
der Eltern bescheiden sei, das Kind am Rand des Existenzminimums aufzuwach-
sen drohe und die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit des hauptbetreuenden Eltern-
teils zu spürbaren wirtschaftlichen Vorteilen führe (vgl. BGer 5A_382/2021 v. 
20.4.2022 E. 7.3.1.2). Ist ein Elternteil gegenüber Kindern aus einer früheren Be-
ziehung finanziell unterhaltspflichtig, kann er sich hingegen nicht grundsätzlich auf 
das Schulstufenmodell berufen, um eine Reduktion seiner Erwerbstätigkeit infolge 
der persönlichen Betreuung eines Kindes aus einer neuen Beziehung zu rechtfer-
tigen. Er ist zur Erfüllung der Unterhaltspflicht vielmehr angehalten, einer Er-
werbsarbeit bereits dann nachzugehen, sobald das persönlich betreute Kind aus 
der neuen Beziehung ein Jahr alt ist (BGer 5A_98/2016 v. 25.6.2018 E. 3; 
5A_549/2019 v. 18.3.2021 E. 3.4; relativierend allerdings BGE 144 III 481 , wo-

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nach dies nicht im Sinne einer generellen Richtlinie verallgemeinert werden könne 
und vielmehr auf den Fall zugeschnitten sei, dass die [finanziellen und betreueri-
schen] Unterhaltsansprüche von Kindern aus verschiedenen Beziehungen in Kon-
kurrenz stehen würden, so dass ein gerechter Ausgleich zu finden und kein Kind 
über Gebühr zu vernachlässigen sei [a.a.O., E. 4.7.7 f.]). Diese Rechtsprechung 
wird u.a. mit dem in dieser Konstellation fehlenden Vertrauensschutz begründet. 
Vor diesem Hintergrund kann sie vorliegend analog angewendet werden. In der 
zweiten Phase war es der Ehefrau des Berufungsklägers folglich nicht zumutbar, 
eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Das Bedürfnis des neugeborenen Kindes 
nach einer konstanten Betreuung durch seine Mutter geht während seinem ersten 
Lebensjahr der stiefelterlichen Beistandspflicht gemäss Art. 278 Abs. 2 ZGB je-
denfalls vor (vgl. in diesem Sinne bereits BGer 5A_241/2010 v. 9.11.2010 E. 5.5).

4.3.5. In der dritten Phase akzentuiert sich die Frage der stiefelterlichen Bei-
standspflicht insofern, als auch die Berufungsbeklagte nochmals Mutter geworden 
ist und sich deren Erwerbskapazität entsprechend vermindert, so dass sie ein 
Manko der Kinder nicht mehr im bisherigen Umfang ausgleichen kann. In dieser 
Situation darf von der Ehefrau des Berufungsklägers erwartet werden, dass sie 
ihren Beitrag zur Deckung der Auslagen der eigenen Familie erhöht und zur Ver-
minderung des Betreuungsunterhalts von G._____ beiträgt. Ihr ist daher eine Er-
werbstätigkeit im 30%-Pensum zuzumuten. Dadurch wird der persönlichen Be-
treuung von G._____ über das wichtige erste Lebensjahr hinaus Rechnung getra-
gen. Gleichzeitig führt die Erwerbstätigkeit der Mutter von G._____ in Anbetracht 
der finanziell eher engen Verhältnisse voraussichtlich zu einer spürbaren Verbes-
serung der wirtschaftlichen Verhältnisse und es findet ein Ausgleich zwischen den 
konkurrierenden Ansprüchen der unterhaltsberechtigten Kinder aus verschiedenen 
Beziehungen des Unterhaltsverpflichteten statt. Was die Möglichkeit betrifft, ste-
hen der Ehefrau des Berufungsklägers, mit beschränkten Sprachkenntnissen und 
keiner Arbeitserfahrung in der Schweiz (act. H.2, S. 11), Tätigkeiten im Tieflohnbe-
reich offen. Für ein 30%-Pensum ist ein Lohn von monatlich CHF 900.00 zu ver-
anschlagen. Die während der Arbeitstätigkeit der Ehefrau notwendige Fremdbe-
treuung kann auch in der Umgebung von P._____ durch eine Tagesmutter, einen 
Babysitter oder eine Tagesfamilie erfolgen (act. H.2, S. 6; act. A.5, II.B.30; 
act. A.6, 5; www.________). Die damit verbundenen Kosten werden ab der dritten 
Phase im Grundbedarf von G._____ zu berücksichtigen sein. Anzumerken ist, 
dass dem Berufungskläger spätestens seit Eröffnung des erstinstanzlichen Ent-
scheides (Dezember 2020) bekannt ist, dass seine Ehefrau nötigenfalls einen Bei-
trag an ihre Eigenversorgung zu leisten hat. Aufgrund der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung musste sodann auch damit gerechnet werden, dass von ihr nach 

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dem ersten Lebensjahr von G._____ mindestens eine teilzeitige Erwerbstätigkeit 
verlangt werden kann. Bis im August 2021 standen ihr demnach mehr als sechs 
Monate zur Verfügung, um eine passende Anstellung zu finden. Dass dies bei 
entsprechenden Anstrengungen unmöglich gewesen wäre, ist allein mit dem Hin-
weis auf die fehlende berufliche Ausbildung, die mangelhaften Deutschkenntnisse 
und das Fehlen eines Führerausweises nicht dargetan. Nach dem Gesagten war 
die geforderte Umstellung in den Lebensverhältnissen für den Berufungskläger 
und dessen Ehefrau vorhersehbar, weshalb die Voraussetzungen für eine rückwir-
kende Anrechnung des Einkommens aus einer 30%-igen Erwerbstätigkeit ab Be-
ginn der dritten Phase gegeben sind (BGer 5A_549/2017 v. 11.9.2017 E. 4). 

4.3.6. Ab der vierten Phase (August 2024), d.h. mit Eintritt von G._____ in den 
Kindergarten erfolgt eine Entlastung in der Betreuung und es ist seiner Mutter ein 
50%-Pensum zumutbar und möglich, wiederum im Tieflohnbereich. Es ist ihr folg-
lich ein Lohn von monatlich CHF 1'500.00 anzurechnen. Dabei bleibt es auch in 
der fünften Phase, zumal die Unterhaltspflicht für die älteren Kinder voraussichtlich 
vor dem Übertritt von G._____ in die Oberstufe enden wird.

4.4. Einnahmen; Einkommen der Berufungsbeklagten

4.4.1. Das durchschnittliche Nettoeinkommen der Berufungsbeklagten als Pflege-
fachfrau im Kantonsspital S._____ in T._____ sowie ab Juni 2019 im U._____ in 
V._____ jeweils im 50% Pensum hat die Vorinstanz auf monatlich CHF 3'450.00 
(inkl. Anteil 13.-Monatslohn, exkl. Kinderzulagen CHF 660.00, inkl. Familienzulage 
CHF 100.00, inkl. Sonntagszulage) beziffert, was ebenfalls belegt ist (RG act. II.26 
f.; RG act. II.9). Dieses blieb im 2020 unverändert (act. I.1.b.B.11). Abgesehen 
vom Einschluss der Familienzulagen beim Einkommen der Berufungsbeklagten 
sind die festgestellten Einkommen denn auch unbestritten. Die monatlich vom 
U._____ V._____ der Berufungsbeklagten ausgerichtete Familienzulage von 
CHF 100.00 (act. B.16; RG act. II.28) stellt keine Familienzulage im Sinne von 
Art. 285a Abs. 1 ZGB dar. Sie trägt wie der erhöhte Grundbetrag bei Alleinerzie-
henden den Kosten Rechnung, die mit der Unterstützung eines Kindes verbunden 
sind. Daher sind nach der Praxis des Kantonsgerichts solche Zulagen nicht als 
Einkommen des Kindes zu qualifizieren, sondern zu den Einnahmen des hauptbe-
treuenden Elternteils zu rechnen, wie dies die Vorinstanz getan hat (KGer GR ZK1 
19 212 v. 24.6.2020 E. 5.2.1 Abs. 4 m.w.H.). Für die Phase I bleibt es demnach 
beim von der Vorinstanz festgestellten Betrag.

4.4.2. In der Phase II hat die Berufungsbeklagte bis Ende 2020 (8 Monate) weiter-
hin monatlich CHF 3'450.00 verdient. Denselben Lohn bezog sie im Januar und im 

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Juli 2021 (act. C.1.c und C.1.i, jeweils unter Hinzurechnung des anteiligen 13. Mo-
natslohnes). Dazwischen erhielt sie für die Dauer des Mutterschaftsurlaubs einen 
um 10% reduzierten Lohn ausbezahlt (total CHF 7'690.00) und bezog anschlies-
send bis Ende Juni unbezahlten Urlaub (act. C.1.d-h). Im Durchschnitt belief sich 
ihr Einkommen in der Phase II somit auf gerundet CHF 2'800.00 (CHF 34'500.00 + 
CHF 7'690.00 / 15 Monate).

4.4.3. Die Berufungsbeklagte reduzierte ihr Arbeitspensum ab August 2021 von 
50% auf 30% (act. C.1.b; act. A.3). Das durchschnittliche monatliche Nettoein-
kommen für dieses Pensum beträgt CHF 2'050.00 (exkl. Kinderzulagen, inkl. 
Sonntagszulage, inkl. Anteil 13.-Monatslohn), berechnet basierend auf den Lohn-
auszügen für die Monate Oktober bis Dezember 2021 (act. I.2.b.5). Wie beim Be-
rufungskläger und dessen Ehefrau ist auch auf Seiten der Berufungsbeklagten der 
Unterhaltspflicht für das aus ihrer neuen Beziehung hervorgegangene Kind Rech-
nung zu tragen. Dementsprechend ist in den Phasen III und IV – also bis zum Kin-
dergarteneintritt von I._____ – nur ihr tatsächlich erzieltes Einkommen einzuset-
zen. Der Berufungsbeklagten auch nach der Geburt von I._____ das bisherige 
50% Pensum zu unterstellen, geht nicht an. Insbesondere hat I._____ – entgegen 
der Auffassung des Berufungsklägers (act. H.2, S. 5 f. und 7) – unter dem Titel 
Betreuungsunterhalt keinen Anspruch darauf, über die Deckung der Lebenshal-
tungskosten ihrer Mutter auch für die infolge ihrer Geburt eingetretene Einkom-
mensreduktion Deckung von ihrem Vater zu verlangen. Dass von ihr im Verhältnis 
zu den gemeinsamen Kindern gemäss Schulstufenmodell bereits ein höheres 
Pensum (50% in der Phase III und 80% in der Phase IV) verlangt werden könnte, 
vermag daran nichts zu ändern. Sie erbringt ihren Beitrag an deren Unterhalt wei-
terhin in erster Linie in natura. Eine allfällige Beteiligung am Barunterhalt hat sich 
daher an ihrer effektiven, aufgrund der Geburt von I._____ reduzierten Leistungs-
fähigkeit zu orientieren (vgl. dazu nachstehend E. 5.4.2).

4.5. Einnahmen; Kinderzulagen

Die vom Einkommen der Berufungsbeklagten in Abzug gebrachten Kinderzulagen 
von CHF 660.00 sind als Einnahmen der Kinder mit je CHF 220.00 zu berücksich-
tigen (Art. 4 Abs. 3 KFZG [BR 548.100] in der Fassung vom 1.1.2013). Ab Januar 
2023 betragen sie CHF 230.00 pro Kind bis zum vollendetem 16. Altersjahr und 
danach je CHF 280.00 (<https://www._________> besucht am 17.3.2023). Die 
vom Einkommen des Berufungsklägers in Abzug gebrachte Kinderzulage von 
CHF 230.00 ist als Einnahme von G._____ zu berücksichtigen. Seine Ausbil-
dungszulage (ab vollendetem 16. Altersjahr) beträgt ebenfalls CHF 280.00 (Art. 1a 
Abs. 1 KZG [sGS 371.1] i.V.m. Art. 5 Abs. 2 FamZG). Der Einfachheit halber wer-

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den die höheren Zulagen jeweils ab Beginn der nachfolgenden Phase berücksich-
tigt.

4.6. Einnahmen; Prämienverbilligung

Die Prämienverbilligung wird vorliegend dem Vorgehen der Vorinstanz folgend 
beim Einkommen berücksichtigt. 

4.6.1. Auf Seiten des Berufungsklägers sind die Prämienverbilligungen für die 
Jahre 2020 (je CHF 148.00 für sich und die Ehefrau; act. I.1.a.7) und 2021 (je 
CHF 195.00 für sich und die Ehefrau, CHF 77.00 für G._____; act. I.1.a.8) belegt. 
Für die Phasen I und II sind folglich die jeweils ausgewiesenen Beträge einzuset-
zen. Ab der Phase III – als Folge des der Ehefrau angerechneten Einkommens – 
wäre tendenziell wieder mit einer Reduktion der Prämienverbilligung zu rechnen, 
gemäss den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen im Kanton N._____ aller-
dings erst mit einer zweijährigen Verzögerung, da für die Berechnung der Verbilli-
gung auf das steuerbare Einkommen des vorletzten Jahres vor dem Bezugsjahr 
abgestellt wird (Art. 11 Abs. 2 EG-KVG [sGs 331.11]). Die Höhe der Verbilligung 
hängt zudem von weiteren, derzeit nicht bekannten Faktoren (von der Regierung 
jährlich festzulegende Referenzprämien und Belastungsgrenzen) ab. Hilfsweise 
sind daher auch für die Phasen III bis V die derzeit bekannten Verbilligungen an-
zurechnen.

4.6.2. Die Berufungsbeklagte hat im Jahr 2019 Prämienverbilligungen von monat-
lich CHF 225.00 für sich und je CHF 50.00 für die drei Kinder erhalten (Differenz 
der Prämien gemäss Police [RG act. II.13] bzw. Steuererklärung [RG act. II.32]). 
Für das Jahr 2020 sind sodann Verbilligungen von CHF 279.00 und je CHF 68.00 
ausgewiesen (act. I.1.b.4). Von diesen Beträgen ist auch in den Folgejahren aus-
zugehen, zumal die Berufungsbeklagte für das Jahr 2021 lediglich die Mitteilung 
für die Vorschussleistung eingereicht hat (act. I.2.b.7) und bei unveränderten Be-
rechnungsgrundlagen mit derselben Verbilligung gerechnet werden kann wie im 
Jahr 2020. Ab 2022 – als Folge des tieferen Einkommens der Berufungsbeklagten 
– werden die Verbilligungen sodann eher noch ansteigen.

4.7. Bedarf; Grundbetrag

4.7.1. Die Vorinstanz rechnete dem Berufungskläger die Hälfte des gemäss 
Kreisschreiben des Kantonsgerichts N._____ für Ehepaare geltenden Grundbe-
trages an (act. B.2, E. 4.4 [S. 19 f.]). Der Berufungskläger verlangt, es sei ihm der 
Grundbetrag für Alleinstehende anzurechnen, da er durch die Wiederverheiratung 
keine tatsächlichen Kosteneinsparungen erfahre. Seiner Ehefrau könne nicht zu-

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gemutet werden, eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen und sie habe auch keinen 
Anspruch auf Sozialhilfe. Mit der Anrechnung des hälftigen Ehegattengrundbetra-
ges würde in sein Existenzminimum eingegriffen. Durch die Anrechnung des für 
Alleinstehende geltenden Grundbetrages leiste er noch keinen Unterhaltsbeitrag 
an seine Ehefrau, sodass diese dadurch nicht gegenüber den Kindern bevorzugt 
würde (act. A.1, II.B.38 ff.; act. A.5, I.B.32).

4.7.2. Nach ständiger Rechtsprechung ist dem Unterhaltschuldner das familien-
rechtliche Existenzminimum zu belassen (BGE 144 III 502 E. 6.4 m.w.H.; 
grundsätzlich dazu BGE 135 III 66). Dieses wird ausgehend von den Richtlinien 
der Konferenz der Betreibungs- und Konkursbeamten der Schweiz vom 1. Juli 
2009 (nachfolgend: betreibungsrechtliche Richtlinien) bemessen (vgl. BGE 147 III 
265 E. 7.2). Ist der Unterhaltss