# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60f77730-4460-5341-bfb1-137de9cb3cd5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-10-27
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 27.10.2025 E-6660/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-6660-2025_2025-10-27.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung V 

E-6660/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  2 7 .  O k t o b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Richter Kaspar Gerber (Vorsitz), 

Richter Gérald Bovier,  

Richter Markus König,    

Gerichtsschreiberin Anna Lisa Blaser. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…)  

(bestritten), 

Somalia,   

vertreten durch lic. iur. LL.M. Susanne Sadri,  

(…) ,  

Beschwerdeführer,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Datenänderung im zentralen Migrationsinformationssystem 

(ZEMIS);  

Verfügung des SEM vom 6. August 2025. 

 

 

 

E-6660/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Der Beschwerdeführer, ein somalischer Staatsangehöriger aus 

B._______, stellte am 25. Mai 2025 in der Schweiz ein Asylgesuch. Das 

Staatssekretariat für Migration (SEM) befragte ihn am 16. Juni 2025 im Bei-

sein seiner am 28. Mai 2025 bevollmächtigten Rechtsvertretung (HEKS 

Rechtsschutz Bundesasylzentren [BAZ] C._______) summarisch, wobei er 

als unbegleiteter Minderjähriger mit Geburtsdatum (…) 2009 behandelt 

wurde.  

B.  

Mit Zwischenverfügung vom 16. Juni 2025 erklärte das SEM das Dublin-

Verfahren bezüglich des Beschwerdeführers für beendet, infolgedessen 

sein Asylgesuch in der Schweiz geprüft werde. 

C.  

Am 22. Juli 2025 erstattete das Institut für Rechtsmedizin des Kantonsspi-

tals D._______ im Auftrag des SEM ein Gutachten zur medizinischen Al-

tersanalyse betreffend den Beschwerdeführer. 

D.  

Das SEM hörte den Beschwerdeführer am 23. Juli 2025 – weiterhin als un-

begleiteter Minderjähriger – vertieft zu seinen Asylgründen an. 

E.  

Am 28. Juli 2025 gewährte das SEM dem Beschwerdeführer das rechtliche 

Gehör zur beabsichtigten Anpassung seines Geburtsdatums im Zentralen 

Migrationsinformationssystem (ZEMIS) auf den (…) 2007, da es seine vor-

gebrachte Minderjährigkeit als nicht glaubhaft erachtete. 

F.  

Mit Zwischenverfügung vom 4. August 2025 teilte das SEM das Asylge-

such des Beschwerdeführers dem erweiterten Verfahren zu. 

G.  

Der Beschwerdeführer nahm am 5. August 2025 schriftlich Stellung zur An-

passung der ZEMIS-Daten. Gleichentags legte die Rechtsvertretung des 

HEKS Rechtsschutz BAZ C._______ ihr Mandat nieder. 

  

E-6660/2025 

Seite 3 

H.  

Am 6. August 2025 verfügte das SEM die Änderung des Geburtsdatums 

des Beschwerdeführers im ZEMIS auf den (…) 2007, wobei ein Bestrei-

tungsvermerk anzubringen sei. 

I.  

Mit Zwischenverfügung vom 7. August 2025 wies das SEM den Beschwer-

deführer für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton E._______ zu. 

J.  

Am 18. August 2025 bevollmächtigte der Beschwerdeführer die rubrizierte 

Rechtsvertreterin, welche das SEM gleichentags um Einsicht in die Akten 

betreffend den Beschwerdeführer ersuchte. Am 19. August 2025 wurde ihr 

die Akteneinsicht gewährt. 

K.  

Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 2. September 2025 (Postein-

gang vom 3. September 2025) erhob der Beschwerdeführer beim Bundes-

verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung des SEM vom 6. Au-

gust 2025. Er beantragte dabei im Wesentlichen die Aufhebung der ange-

fochtenen Verfügung verbunden mit der Anweisung an das SEM, sein Ge-

burtsdatum im ZEMIS durch Eintragung des (…) 2009 zu berichtigen; 

eventualiter sei das SEM anzuweisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS durch 

Eintragung des (…) 2008 zu berichtigen; subeventualiter sei die angefoch-

tene Verfügung aufzuheben und zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklä-

rung sowie zur Neubeurteilung an das SEM zurückzuweisen. 

Weiter beantragte er im Sinne einer superprovisorischen vorsorglichen 

Massnahme, das SEM sei anzuweisen, sein Geburtsdatum im ZEMIS für 

die Dauer der Behandlung seines Gesuchs auf den (…) 2009 festzusetzen. 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgelt-

lichen Prozessführung unter Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvor-

schusses und um Beiordnung der rubrizierten Rechtsvertreterin als amtli-

che Rechtsbeiständin. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulas-

ten der Vorinstanz. 

  

E-6660/2025 

Seite 4 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VGG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG. Das SEM gehört zu den 

Behörden nach Art. 33 VGG und ist daher eine Vorinstanz des Bundesver-

waltungsgerichts. Da keine das Sachgebiet betreffende Ausnahme im 

Sinne von Art. 32 VGG vorliegt, ist das Bundesverwaltungsgericht für die 

Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig (Art. 31 VGG). 

1.2 Das Verfahren richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts 

anderes bestimmt (Art. 37 VGG). 

1.3 Der Beschwerdeführer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men, ist durch die angefochtene Verfügung besonders berührt und hat ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung. Er ist daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert (Art. 37 VGG 

i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG).  

1.4 Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten 

(Art. 37 VGG i.V.m. Art. 50 Abs. 1 und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

Hinsichtlich der Berichtigung von Personendaten in der Datenbank ZEMIS 

entscheidet das Bundesverwaltungsgericht mit uneingeschränkter Kogni-

tion. Es überprüft die angefochtene Verfügung somit auf die Verletzung von 

Bundesrecht, die unrichtige und unvollständige Feststellung des rechtser-

heblichen Sachverhalts sowie auf die Unangemessenheit hin 

(Art. 49 VwVG). 

3.  

3.1 Der Beschwerdeführer erhebt formelle Rügen, die vorab zu prüfen sind, 

da ihre Begründetheit eine Kassation der vorinstanzlichen Verfügung be-

wirken könnte. 

3.2 Gemäss Art. 29 VwVG haben die Parteien Anspruch auf rechtliches 

Gehör, welches als Mitwirkungsrecht alle Befugnisse umfasst, die einer 

Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ihren Standpunkt 

wirksam zur Geltung bringen kann (vgl. BGE 144 I 11 E. 5.3; 

BVGE 2009/35 E. 6.4.1). Mit dem Gehörsanspruch korreliert die Pflicht der 

Behörden, die Vorbringen tatsächlich zu hören, ernsthaft zu prüfen und in 

ihrer Entscheidfindung angemessen zu berücksichtigen. Nicht erforderlich 

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ist, dass sich die Begründung mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus-

einandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt 

(vgl. BGE 143 III 65 E. 5.2). 

Gemäss Art. 12 VwVG stellt die Behörde den Sachverhalt von Amtes we-

gen fest und bedient sich nötigenfalls der gesetzlichen Beweismittel (Ur-

kunden, Auskünfte der Parteien, Auskünfte oder Zeugnis von Drittperso-

nen, Augenschein und Gutachten von Sachverständigen). Unrichtig ist die 

Sachverhaltsfeststellung, wenn der Verfügung ein falscher und aktenwidri-

ger Sachverhalt zugrunde gelegt wird oder Beweise falsch gewürdigt wor-

den sind. Die Sachverhaltsfeststellung ist demgegenüber unvollständig, 

wenn nicht alle für den Entscheid rechtswesentlichen Sachumstände be-

rücksichtigt werden (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI/BUNDI, Verwaltungsverfahren 

und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 4. Aufl. 2025, Rz. 630). Der 

Amtsgrundsatz zur Feststellung des Sachverhalts findet seine Grenze an 

der Mitwirkungspflicht der Partei (Art. 13 Abs. 1 VwVG; vgl. zum Ganzen 

Urteil des BVGer D-6398/2025 vom 3. September 2025 E. 4.2.1).  

3.3 In der Beschwerde wird geltend gemacht, das SEM habe mit der ange-

fochtenen Verfügung vom 6. August 2025 den Untersuchungsgrundsatz 

sowie die Teilgehalte der Begründungspflicht und des rechtlichen Gehörs 

verletzt und den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig festgestellt. So 

habe das SEM nicht nachvollziehbar begründet, weshalb es dem Alters-

gutachten bezüglich des Durchschnittsalters folge, nicht jedoch dem darin 

ermittelten Mindestalter. Rechtsprechungsgemäss sei zudem geboten, im 

Rahmen einer Gesamtwürdigung sowohl Punkte, die für, als auch Punkte, 

die gegen die Richtigkeit der betreffenden Altersangaben sprächen, zu 

würdigen. In der angefochtenen Verfügung seien jedoch nur Argumente 

aufgeführt worden, die gegen das vom Beschwerdeführer geltend ge-

machte Geburtsdatum sprächen. Weiter begründe das SEM nicht, weshalb 

es in Italien nicht nachgefragt habe, welches Alter der Beschwerdeführer 

dort angegeben hat. Schliesslich sei der Beschwerdeführer in seinen An-

hörungen nicht mit den (vermeintlichen) Widersprüchen in seinen Aussa-

gen konfrontiert worden und habe somit keine Möglichkeit gehabt, eine Er-

klärung dafür abzugeben. 

3.4  

3.4.1 Das Gericht kann dieser Argumentation nicht folgen. Vorab ist festzu-

stellen, dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die bundesverwal-

tungsgerichtliche Rechtsprechung explizit erwähnt und berücksichtigt, wo-

nach die medizinische Altersabklärung nur eines unter anderen Indizien ist, 

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Seite 6 

die Hinweise auf die Minder- respektive Volljährigkeit des Beschwerdefüh-

rers liefern. Entsprechend wird auch nicht hauptsächlich darauf abgestützt. 

Hauptargument sind vielmehr die vom Beschwerdeführer gemachten Aus-

sagen betreffend sein Alter in den durchgeführten Anhörungen. Es wird zu-

dem nachvollziehbar erklärt, weshalb beispielsweise das Mineralisations-

stadium der Weisheitszähne im vorliegenden Fall als Indiz für die Volljäh-

rigkeit des Beschwerdeführers gewertet wird (angefochtene Verfügung 

S. 2). Das SEM setzt sich in der Verfügung über drei Seiten mit den vorlie-

genden Indizien auseinander und nimmt eine differenzierte Gesamtwürdi-

gung der Umstände vor. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass dem Be-

schwerdeführer die Möglichkeit eingeräumt wurde, sich vorgängig zur be-

absichtigten Änderung seines Geburtsdatums im ZEMIS zu äussern, und 

auf seine entsprechende Stellungnahme vom 5. August 2025 in der an-

schliessend eröffneten Verfügung eingegangen wurde (angefochtene Ver-

fügung S. 3). Nachdem dem Beschwerdeführer die sachgerechte Anfech-

tung der Verfügung des SEM vom 6. August 2025 offensichtlich möglich 

war, liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs im Sinne nicht erfüllter 

Begründungspflicht vor. 

3.4.2 Es begründet im Übrigen noch keine Verletzung der Untersuchungs-

pflicht, dass das SEM die italienischen Behörden nicht um Auskunft über 

das dort vermerkte Geburtsdatum des Beschwerdeführers angefragt hat. 

Dass der Beschwerdeführer betreffend seines Altersnachweises aus ver-

schiedenen (materiellen) Gründen zu einem anderen Schluss gelangt als 

die Vorinstanz, betrifft schliesslich die materielle Beurteilung (E. 6 hinten). 

3.5 Somit ist keine Verletzung der Untersuchungspflicht und des rechtli-

chen Gehörs durch das SEM erkennbar. Die subeventualiter beantragte 

Rückweisung der Sache an die Vorinstanz ist vor diesem Hintergrund nicht 

angezeigt. Das entsprechende Subeventualbegehren ist abzuweisen. 

4.  

4.1 Das SEM führt zur Erfüllung seiner gesetzlichen Aufgaben das ZEMIS, 

welches der Bearbeitung von Personendaten aus dem Ausländer- und dem 

Asylbereich dient (Art. 1 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 des Bundesgesetzes vom 

20. Juni 2003 über das Informationssystem für den Ausländer- und den 

Asylbereich [BGIAA, SR 142.51]) und in der Verordnung über das Zentrale 

Migrationsinformationssystem vom 12. April 2006 (ZEMIS-Verordnung, 

SR 142.513) näher geregelt ist. Nach Art. 19 Abs. 1 ZEMIS-Verordnung 

richten sich die Rechte der Betroffenen, insbesondere deren Auskunfts-, 

Berichtigungs- und Löschungsrecht sowie das Recht auf Informationen 

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über die Beschaffung besonders schützenswerter Personendaten, nach 

den Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Datenschutz vom 

25. September 2020 (DSG, SR 235.1) und des VwVG (vgl. diesbezüglich 

und zum Folgenden BVGE 2018 VI/3 E. 3). 

4.2 Wer Personendaten bearbeitet, hat sich über deren Richtigkeit zu ver-

gewissern (Art. 6 Abs. 5 DSG). Werden Personendaten von Bundesorga-

nisationen bearbeitet, kann jede betroffene Person insbesondere verlan-

gen, dass unrichtige Personendaten berichtigt werden (Art. 41 Abs. 2 

Bst. a DSG). Auf die Berichtigung besteht in einem solchen Fall ein abso-

luter und uneingeschränkter Anspruch (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.2). Die 

ZEMIS-Verordnung sieht zudem in Art. 19 Abs. 3 ausdrücklich vor, dass 

unrichtige Daten von Amtes wegen zu berichtigen sind. Die mit dem Be-

richtigungsbegehren konfrontierte Behörde hat zwar nach dem Untersu-

chungsgrundsatz den Sachverhalt grundsätzlich von Amtes wegen abzu-

klären (Art. 12 VwVG); die gesuchstellende Person ist jedoch gemäss 

Art. 13 Abs. 1 Bst. a VwVG verpflichtet, an dessen Feststellung mitzuwir-

ken (vgl. statt vieler Urteil des BVGer A-3791/2022 vom 26. Februar 2024 

E. 3.3 m.w.H.). 

4.3 Kann bei einer verlangten oder von Amtes wegen beabsichtigten Be-

richtigung weder die Richtigkeit der bisherigen noch diejenige der neuen 

Personendaten bewiesen werden, dürfen grundsätzlich weder die einen 

noch die anderen Daten bearbeitet werden (vgl. Art. 41 Abs. 3 Bst. a DSG). 

Dies ist jedoch nicht immer möglich, müssen doch bestimmte Personenda-

ten zur Erfüllung wichtiger öffentlicher Aufgaben notwendigerweise bear-

beitet werden. Dies gilt namentlich auch für im ZEMIS erfasste Namen und 

Geburtsdaten. In solchen Fällen überwiegt das öffentliche Interesse an der 

Bearbeitung möglicherweise unzutreffender Daten das Interesse an deren 

Richtigkeit. Unter diesen Umständen sieht Art. 41 Abs. 4 DSG die Anbrin-

gung eines Bestreitungsvermerks vor. Spricht dabei mehr für die Richtig-

keit der neuen Daten, sind die bisherigen Angaben zunächst zu berichtigen 

und die neuen Daten anschliessend mit einem entsprechenden Vermerk 

zu versehen. Verhält es sich umgekehrt, erscheint also die Richtigkeit der 

bisher eingetragenen Daten als wahrscheinlicher oder zumindest nicht als 

unwahrscheinlicher, sind diese zu belassen und mit einem Bestreitungs-

vermerk zu versehen. Über dessen Anbringung ist jeweils von Amtes we-

gen und unabhängig davon zu entscheiden, ob ein entsprechender Antrag 

gestellt worden ist (vgl. Urteil des BVGer D-2365/2024 vom 1. Mai 2024 

E. 4.5 m.w.H.). 

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Seite 8 

4.4 Es obliegt somit grundsätzlich dem SEM zu beweisen, dass die Perso-

nalien des Beschwerdeführers gemäss aktuellem ZEMIS-Eintrag korrekt 

sind. Der Beschwerdeführer wiederum hat nachzuweisen, dass die von ihm 

geltend gemachten Personalien richtig beziehungsweise zumindest wahr-

scheinlicher sind als die derzeit im ZEMIS erfassten Angaben, ihnen mithin 

eine höhere Glaubwürdigkeit zukommt als dem bisherigen Eintrag 

(vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 3.5 m.w.H.). Gelingt keiner Partei der sichere 

Nachweis, ist dasjenige Geburtsdatum im ZEMIS zu belassen oder einzu-

tragen, dessen Richtigkeit wahrscheinlicher ist. 

4.5 Die für die Berichtigung des Geburtsdatums im ZEMIS geltenden Be-

weisregeln gemäss DSG sind von jenen des Asylverfahrens zu unterschei-

den (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.3). Im letzteren Bereich, in dem es um die 

Frage der Minder- respektive Volljährigkeit einer gesuchstellenden Person 

und nicht um das genaue Geburtsdatum geht, gelten nach wie vor die von 

der Schweizerischen Asylrekurskommission (ARK) – der Vorgängerorga-

nisation der Asylabteilungen des Bundesverwaltungsgerichts – dargeleg-

ten Beweisregeln (vgl. EMARK 2004 Nr. 31 E. 5, 6.2 und 7.3; 2004 Nr. 30 

E. 5–6; 2001 Nr. 23 E. 6c; 2000 Nr. 19 E. 8b). 

5.  

5.1 Das SEM führte zur Begründung seiner Verfügung vom 6. August 2025 

aus, der Beschwerdeführer habe anlässlich seiner Befragungen angege-

ben, am (…) 2009 geboren und somit sechzehn Jahre alt zu sein. Er ver-

möge dies jedoch mit keinem rechtsgenüglichen Identitätsdokument zu be-

legen. Zudem habe er falsche Angaben zu seinem Alter gemacht. So habe 

er angegeben, die Schule zuletzt im Jahr 2019 besucht zu haben, wobei er 

elf Jahre alt gewesen sei. Würde sein angegebenes Geburtsdatum stim-

men, wäre er zu diesem Zeitpunkt allerdings erst neun oder zehn Jahre alt 

gewesen. Auch seine Aussagen zur Einschulung seien unzutreffend gewe-

sen. Er habe angegeben, im Jahr 2013 eingeschult worden und damals 

fünf Jahre alt gewesen zu sein. Träfe sein angegebenes Geburtsdatum zu, 

wäre er jedoch lediglich drei oder vier Jahre alt gewesen. An seiner zweiten 

Anhörung erneut auf den letzten Schultag angesprochen, habe er zuerst 

das Jahr 2018 angegeben und gesagt, er sei zu jenem Zeitpunkt acht oder 

neun Jahre alt gewesen. Das Gutachten der forensischen Altersdiagnostik 

habe beim Beschwerdeführer zum Zeitpunkt der Untersuchung am 22. Juli 

2025 ein durchschnittliches Lebensalter von achtzehn bis zweiundzwanzig 

Jahren und ein Mindestalter von sechzehn Jahren ergeben. Da die Weis-

heitszähne des Beschwerdeführers in allen vier Quadranten das Stadium 

H aufweisen würden, lasse dies auf ein Durchschnittsalter von 

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Seite 9 

zweiundzwanzig Jahren schliessen. Somit bilde das forensische Gutach-

ten ein weiteres Indiz für seine Volljährigkeit. Schliesslich würden auch das 

selbstbewusste (Aussage-)Verhalten sowie das äussere Erscheinungsbild 

darauf hindeuten. In der Folge sei das Geburtsdatum vom (…) 2007 als 

das wahrscheinlichere als das von ihm angegebene vom (…) 2009 zu er-

achten. 

5.2 Dem wird in der Beschwerde entgegnet, gutachterlich sei beim Be-

schwerdeführer anhand der Handknochenanalyse ein Mindestalter von 

sechzehn Jahren und ein Durchschnittsalter von achtzehn Jahren sowie 

anhand der Zahnanalyse ein Mindestalter von siebzehn Jahren und ein 

Durchschnittsalter von zweiundzwanzig Jahren ermittelt worden. Bezüglich 

der Zahnanalyse sei festzuhalten, dass der Abschluss der Mineralisation 

der Weisheitszähne bei der afrikanischen Population etwa ein Jahr früher 

erfolge als bei der europiden Population. Folglich seien das im Rahmen 

dieser Analyse ermittelte Mindest- respektive Durchschnittsalter um jeweils 

ein Jahr zu reduzieren, woraus ein Mindestalter von sechzehn Jahren und 

ein Durchschnittsalter von einundzwanzig Jahren resultiere. Sein angege-

benes Alter von sechzehn Jahren liege folglich gemäss beiden Analysen 

im Rahmen des Möglichen. Als Fazit stelle das Altersgutachten kein Indiz 

für die Volljährigkeit des Beschwerdeführers, sondern vielmehr ein Indiz für 

dessen Minderjährigkeit dar. Ausserdem sei grundsätzlich nicht auf das an-

gegebene Durchschnittsalter abzustellen, sondern auf das forensisch eru-

ierte Mindestalter. Das von ihm geltend gemachte Geburtsdatum vom (…) 

2009 sei demnach – auch unter Wahrung des Grundsatzes «in dubio pro 

minore» – wahrscheinlicher als das vom SEM festgehaltene Datum vom 

(…) 2007. 

Bezüglich seiner Aussagen an den beiden Anhörungen sei zu beachten, 

dass diese durchgehend kohärent und mathematisch nachvollziehbar 

seien. Einzig bei den Jahreszahlen zeige sich eine kleine Unsicherheit, 

wenn es um den Schulbeginn und das Schulende gehe. Hier sei jedoch zu 

berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer schlicht Angst gehabt habe 

und unter Stress gestanden sei, was zu einer verminderten Denkfähigkeit 

geführt habe. Zum Standpunkt der Vorinstanz, der Beschwerdeführer trete 

selbstbewusst auf, sei daran zu erinnern, dass Minderjährige auf der Flucht 

viel schneller erwachsen würden und sich behaupten müssten, um zu über-

leben. Einer Alterseinschätzung gestützt auf die äussere Wahrnehmung 

käme ausserdem gemäss bundesverwaltungsgerichtlicher Rechtspre-

chung keine praktische Relevanz zu. 

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Seite 10 

Zu den fehlenden Ausweispapieren brachte der Beschwerdeführer vor, nie 

im Besitz solcher gewesen zu sein. Da gefälschte Ausweispapiere in So-

malia leicht erhältlich seien, spreche der Umstand, dass er gerade keine 

solchen gekauft habe, wiederum für seine Glaubwürdigkeit und somit für 

sein angegebenes Geburtsdatum. 

6.  

6.1 In den vorinstanzlichen Akten liegen keine originalen oder rechts-

genüglichen Identitätsdokumente vor. Das exakte Geburtsdatum des Be-

schwerdeführers lässt sich somit nicht beweisen, weshalb diejenigen Da-

ten im ZEMIS einzutragen sind, welche am wahrscheinlichsten – also 

überwiegend wahrscheinlich – sind (vgl. oben E. 4.3). 

6.2  

6.2.1 Zunächst ist auf das Altersgutachten näher einzugehen. Nach der 

Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts stellen medizinische Al-

tersabklärungen je nach Ergebnis unterschiedlich zu gewichtende Indizien 

für das Alter einer Person dar. Die Schlüsselbein- respektive Skelettalters-

analyse und die zahnärztliche Untersuchung sind dabei grundsätzlich, an-

ders als die Handknochenanalyse und die ärztliche Untersuchung, zum 

Beweis geeignet. Das Bundesverwaltungsgericht hat in dieser Hinsicht 

Grundsätze zur Gewichtung der Resultate der Untersuchungen definiert 

(eingehend hierzu: BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.1 f.; bestätigt im Urteil des 

BVGer E-794/2024 vom 5. April 2024 E. 6.3.3). Darüber hinaus sind die 

üblichen verfahrensrechtlichen Regeln der Beweiswürdigung zu beachten, 

wobei es umso mehr auf eine Gesamtwürdigung der Beweise ankommt, je 

weniger die medizinischen Abklärungen ein Indiz für das Vorliegen des 

streitigen Alters darstellen (vgl. BVGE 2018 VI/3 E. 4.2.2 f., 2019 I/6 

E. 6.1 ff.). 

6.2.2 Im Gutachten des Rechtsmedizinischen Instituts des Kantonsspitals 

D._______ vom 22. Juli 2025 wird unter anderem ausgeführt, dass die in-

neren Schlüsselbeinanteile des Beschwerdeführers nicht zur Einschätzung 

des Alters hätten herangezogen werden können, da seine Schlüsselbein-

Brustbeingelenke beidseitig anatomische Normvarianten (Fischmaulkonfi-

guration) aufwiesen. Nach der Skelettaltersanalyse könne ein mittleres 

Skelettalter von achtzehn bis neunzehn Jahren sowie ein Mindestalter von 

sechzehn Jahren ermittelt werden. Nach den Ergebnissen der zahnärztli-

chen Untersuchung könne an den Zähnen 1 bis 7 im dritten Quadranten 

ein vollständiger Abschluss des Wurzelwachstums festgestellt werden. An 

den Weisheitszähnen habe sich in Regio 18, 28, 38 sowie 48 jeweils ein 

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Seite 11 

Mineralisationsstadium «H» (nach DEMIRJIAN, A., H. GOLDSTEIN, and J.M. 

TANNER, A New System of Dental Age Assessment. Human Biology, 1973. 

45[2]: p. 211-227) feststellen lassen. Daraus ergäben sich Entwicklungs-

stadien, welche (nach OLZE, A., et al., Untersuchungen zum zeitlichen Ver-

lauf der Weisheitszahnmineralisation bei einer deutschen Population. 

Rechtsmedizin, 2003. 13[1]: p. 5-10; OLZE, A., et al., Forensic age estima-

tion in living subjects: the ethnic factor in wisdom tooth mineralization. In-

ternational Journal of Legal Medicine, 2004. 118[3]: p. 170-173) auf ein 

Durchschnittsalter von zweiundzwanzig Jahren schliessen liessen. Für das 

Mineralisationsstadium «H» der Weisheitszähne (nach KNELL, B., et al., 

Dental age diagnostics by means of radiographical evaluation of the growth 

stages of lower wisdom teeth. Int J Legal Med, 2009. 123[6]: p. 465-9) und 

OLZE et al. (2004) bei einer europäischen Population ein Mindestalter von 

siebzehn Jahren zu erkennen. Allgemein werde diskutiert, dass die Mine-

ralisationsstadien «D» bis «G» bei Individuen aus Subsahara-Afrika etwa 

ein Jahr früher erreicht würden als bei Mitteleuropäern. Diese Beobachtun-

gen träfen gemäss einer Studie von OLZE et al. (2004) jedoch nicht auf das 

Stadium «H» zu, welches den Abschluss der Mineralisation markiere. Dort 

werde für das Stadium «H» des Zahns 48 für eine südafrikanische männli-

che Population ein Durchschnittsalter von zweiundzwanzig Jahren sowie 

ein Mindestalter von siebzehn Jahren angegeben. Nach Untersuchungen 

an einer männlichen Population aus Botswana (CAVRIC, J., et al., Time of 

mineralization of permanent teeth in children and adolescents in Gaborone, 

Botswana. Ann Anat, 2016. 203: p. 24-32) sei für das Stadium «H» für den 

Zahn 38 ein Mindestalter von fünfzehn Jahren und sieben Monaten be-

schrieben. Es lägen jedoch keine speziellen Referenzdaten für eine männ-

liche Population aus Somalia vor. 

In Zusammenschau aller Untersuchungsbefunde ergebe sich beim Be-

schwerdeführer zum Zeitpunkt der Untersuchung am 17. Juli 2025 ein 

durchschnittliches Alter von achtzehn bis zweiundzwanzig Jahren und ein 

Mindestalter von sechzehn Jahren und einem Monat. Das von ihm ange-

gebene Geburtsdatum könne somit gemäss der im Gutachten referenzier-

ten Standardliteratur zutreffen. 

6.2.3 Aus dem Altersgutachten lässt sich folgern, dass sowohl das vom 

Beschwerdeführer angegebene als auch das vom SEM angenommene 

Geburtsdatum grundsätzlich möglich sind.  

Die Ergebnisse aus der Zahnanalyse müssen allerdings leicht zu Unguns-

ten des vom Beschwerdeführer geltend gemachten Geburtsdatums 

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Seite 12 

gewertet werden. Bei ihm weisen alle vier Weisheitszähne ein Mineralisa-

tionsstadium von «H» auf. was gemäss OLZE et al. den Abschluss der Mi-

neralisation markiert. Dies spricht nach der im Altersgutachten zitierten Li-

teratur eher für ein Alter von siebzehn Jahren oder älter. Da es sich beim 

Altersgutachten jedoch um ein Indiz unter mehreren handelt, kommt den 

anderen, nachfolgend zu prüfenden, Indizien somit umso mehr Gewicht zu. 

6.3 Der Beschwerdeführer führte richtigerweise auf, seinem äusserlichen 

Erscheinungsbild sowie seinem selbstbewussten (Aussage-)Verhalten 

komme keine praktische Relevanz zur Alterseinschätzung zu, da eine sol-

che Schätzung in diesem Alter ohnehin schwierig sei und zudem Minder-

jährige auf der Flucht schneller erwachsen werden müssten als junge Er-

wachsene ohne Fluchterfahrung. Diesem Argument der Vorinstanz kann 

somit nicht gefolgt werden. 

6.4  

6.4.1 Wie erwähnt liegen keine Identitätsdokumente zum Beweis des Ge-

burtsdatums des Beschwerdeführers vor. Auch dem Altersgutachten lässt 

sich keine eindeutige Schlussfolgerung zur Minder- beziehungsweise Voll-

jährigkeit des Beschwerdeführers entnehmen. Den Aussagen des Be-

schwerdeführers ist daher besonderes Gewicht beizumessen (vgl. statt 

vieler Urteil des BVGer E-5606/2021 vom 5. Mai 2022 E. 6.4).  

6.4.2 Der Beschwerdeführer äusserte sich an drei unterschiedlichen Stel-

len in seinen Anhörungen vom 16. Juni 2025 sowie vom 23. Juli 2025 in 

widersprüchlicher Weise zu seinem Alter respektive Geburtsdatum. So gab 

er auf Nachfrage an, er habe die Schule zuletzt im Jahr 2019 besucht, wo-

bei er zu dem Zeitpunkt elf Jahre alt gewesen sei. In derselben Befragung 

gab er an, bei der Einschulung im Jahr 2013 fünf Jahre alt gewesen zu sein 

(SEM-Akten Protokoll […], F1.17.04). An der zweiten Anhörung erneut auf 

den letzten Schultag angesprochen führte er aus, dieser habe im Jahr 2018 

stattgefunden. Er korrigierte seine Aussage in der Folgeantwort und gab 

an, es sei das Jahr 2019 gewesen, wobei er elf Jahre alt gewesen sei (Pro-

tokoll […], F47 f.). Wie das SEM dies in der angefochtenen Verfügung rich-

tigerweise bereits ausgeführt hat, stimmen diese Angaben mit dem ange-

gebenen Geburtsdatum nicht überein (angefochtene Verfügung S. 1 f.). 

Auf seinem geltend gemachten Geburtsdatum basierenden Berechnungen 

zufolge wäre er im Jahr 2019 entweder neun oder zehn Jahre alt und im 

Jahr 2013 entweder drei oder vier Jahre alt gewesen. Diese Falschaussa-

gen stellen ein Indiz gegen das von ihm angegebene Geburtsdatum dar. 

E-6660/2025 

Seite 13 

6.5 Die sich in den Aussagen des Beschwerdeführers befindenden Wider-

sprüche sowie die Würdigung der gesamten Umstände, insbesondere der 

(mit wissenschaftlichen Quellen belegten) Resultate des Altersgutachtens, 

vor allem der Zahnanalyse, lassen vorliegend das derzeit im ZEMIS einge-

tragene Geburtsdatum und damit die Volljährigkeit des Beschwerdeführers 

als wahrscheinlicher als das von ihm geltend gemachte Geburtsdatum er-

scheinen. Das im ZEMIS eingetragene Geburtsdatum vom 1. Januar 2007 

ist folglich unverändert zu belassen und weiterhin mit einem Bestreitungs-

vermerk zu versehen. Nach dem Gesagten ist es dem Beschwerdeführer 

auch nicht gelungen, seine Minderjährigkeit im Hinblick auf das Asylverfah-

ren glaubhaft zu machen. 

7.  

Aus den angestellten Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Ver-

fügung Bundesrecht nicht verletzt und auch sonst nicht zu beanstanden ist 

(Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist abzuweisen. 

8.  

Mit dem vorliegenden Urteil wird der mit der Beschwerde gestellte Antrag, 

das Geburtsdatum sei im Sinne einer superprovisorischen Massnahme für 

die Dauer des Asylverfahrens auf den (…) 2009 zu ändern, gegenstands-

los. 

9.  

9.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wären die Kosten dem Beschwer-

deführer aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Dieser beantragte indessen 

die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung im Sinne von Art. 65 

Abs. 1 VwVG. Dieses Gesuch ist gutzuheissen, da die Begehren – ex ante 

und insbesondere aufgrund des näher prüfungsbedürftigen Altersgutach-

tens und den übrigen Indizien für die Altersbestimmung – nicht als aus-

sichtslos zu bezeichnen sind und aufgrund der Akten von der Bedürftigkeit 

des im Durchgangszentrums F._______ wohnhaften Beschwerdeführers 

auszugehen ist. 

9.2 Der Beschwerdeführer beantragte überdies die Beiordnung der rubri-

zierten Rechtsvertreterin als amtliche Rechtsbeiständin. Das Gesuch um 

Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung richtet sich im Be-

reich der ZEMIS-Datenberichtigung nach Art. 65 Abs. 2 VwVG. Gemäss 

dieser Norm bestellt die Beschwerdeinstanz einer Partei, die nicht über die 

erforderlichen Mittel verfügt, einen Anwalt als unentgeltlichen Rechtsver-

treter, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint und es zur Wahrung 

E-6660/2025 

Seite 14 

ihrer Rechte notwendig ist. Die unentgeltliche Verbeiständung bleibt nach 

dem Wortlaut der Bestimmung ausdrücklich patentierten Anwältinnen und 

Anwälten vorbehalten, die im Anwaltsregister eingetragen sind (vgl. KAY-

SER/ALTMANN, in: Auer/Müller/Schindler [Hrsg.], Kommentar zum Bundes-

gesetz über das Verwaltungsverfahren [VwVG], 2. Aufl. 2019, Art. 65 N. 69 

und 76). Weil vorliegend diese Bedingung nicht erfüllt ist, ist das Gesuch 

um unentgeltliche Rechtsverbeiständung abzuweisen. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

E-6660/2025 

Seite 15 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM, das Generalsekre-

tariat des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) und 

die kantonale Migrationsbehörde. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Kaspar Gerber Anna Lisa Blaser 

 

 

(Rechtsmittelbelehrung nächste Seite) 

  

E-6660/2025 

Seite 16 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diese Verfügung kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen An-

gelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen gemäss 

Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG gegeben sind. Die Frist ist gewahrt, wenn 

die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist beim Bundesgericht 

eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post oder einer 

schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung überge-

ben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechtsschrift ist in einer 

Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit 

Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefoch-

tene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdefüh-

rende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

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