# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4313ac39-dee3-5885-9489-9ce74afec4f2
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-06
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Zivilappellationshöfe 06.12.2022 101 2022 388
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_001_101-2022-388_2022-12-06.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 630, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00

www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

101 2022 388

Urteil vom 6. Dezember 2022

I. Zivilappellationshof

Besetzung Präsident: Jérôme Delabays
Richter: Sandra Wohlhauser, Laurent Schneuwly
Gerichtsschreiberin: Silvia Gerber

Parteien A.________, Gesuchsteller und Berufungskläger, vertreten durch 
Rechtsanwältin Gesine Wirth-Schuhmacher

gegen

B.________, Gesuchsgegnerin und Berufungsbeklagte, vertreten 
durch Fürsprecherin Annemarie Lehmann-Schoop

Gegenstand Verfügungsbeschränkung (Art. 178 ZGB), Auskunftspflicht (Art. 170 
ZGB)

Berufung vom 12. Oktober 2022 gegen den Entscheid des Präsi-
denten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 5. Oktober 2022

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Sachverhalt

A. A.________, geb. 1942, und B.________, geb. 1947, heirateten 1971 (act. 10/2).

Am 23. September 2019 reichte B.________ beim Zivilgericht des Seebezirks die Scheidungsklage 
gegen A.________ ein (act. 1).

Mit Gesuch um vorsorgliche Massnahmen vom 23. Juli 2020 beantragte A.________ namentlich, 
dass B.________ gerichtlich unter Hinweis auf Art. 292 StGB zu untersagen sei, ohne vorgängige 
schriftliche Zustimmung des Gesuchstellers gemäss Art. 178 ZGB über die Liegenschaft 
C.________ DE zu verfügen, insbesondere diese zu veräussern (act. 21). 

Der Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks (nachstehend: der Präsident) wies dieses Gesuch 
mit Entscheid vom 13. April 2021 ab (act. 50). 

Am 15. Juni 2022 reichte A.________ erneut einen Antrag auf Verfügungsbeschränkung ein und 
stellte folgende Rechtsbegehren (act. 85):

1.

1.a. Es sei der Gesuchsgegnerin zu untersagen, über die sich in ihrem Eigentum befindlichen Liegen-
schaften an der D.________ in E.________ und F.________ in G.________, ohne Zustimmung des 
Gesuchstellers zu verfügen.

1.b. Es sei der Gesuchsgegnerin zu untersagen, über den durch den Verkauf der Liegenschaft C.________ 
erhaltenen Kaufpreis ohne Zustimmung des Gesuchstellers zu verfügen. 

1.c. Es sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, einen Betrag in Höhe von CHF 300'000.00 bei der 
Gerichtskasse oder einer anderen vom Gericht zu bezeichnenden Amtsstelle mit Sperrwirkung zu 
hinterlegen. 

1.d. Im Falle der Zuwiderhandlung sei die Gesuchsgegnerin mit einer Strafzahlung von mindestens 
CHF 100'000.00 zu belegen. 

1.e. Es sei das Grundbuchamt H.________ anzuweisen, eine Verfügungsbeschränkung in Form einer 
Grundbuchsperre zulasten des Stockwerkeigentums D.________, Grundbuch E.________, Blatt iii, 
EGRID jjj, Blatt Nr. kkk, EGRID lll sowie Blatt mmm, EGRID nnn einzutragen. 

2. Es sei die Gesuchsgegnerin zu verpflichten, über den erhaltenen Kaufpreis für den Verkauf der 
ehelichen Liegenschaft C.________ (Deutschland) durch Vorlage des Kaufvertrages und Nachweis 
des erhaltenen Betrages mittels Zahlungseingangsbestätigung in Form eines Kontoauszuges sowie 
den Verbleib des Geldes durch Vorlage aktueller Kontoauszüge bzw. Nachweise allfällig erfolgter 
Anlagen des Geldes vollumfänglich Auskunft zu erteilen. 

2b. Es sei das nach erfolgter Auskunftserteilung über den Verbleib des Geldes gemäss Ziffer 2 
bekanntzugebene Konto mit einer Kontosperre zu belegen. 

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegnerin. 

B.________ nahm am 21. Juli 2022 Stellung und schloss auf Abweisung des Antrags auf Verfü-
gungsbeschränkung vom 15. Juni 2022, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge.

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B. Mit Entscheid vom 5. Oktober 2022 wies der Präsident das Gesuch um Erlass vorsorglicher 
Massnahmen vom 15. Juni 2022 ab. Die Kosten blieben dem Endentscheid vorbehalten. 

C. Gegen diesen Entscheid erhob A.________ am 12. Oktober 2022 Berufung. Er beantragt, 
dass der Entscheid vom 5. Oktober 2022 aufzuheben und die mit Begehren vom 15. Juni 2022 
gestellten Anträge gutzuheissen seien, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beru-
fungsbeklagten.

B.________ schloss mit Berufungsantwort vom 11. November 2022 auf Abweisung der Berufung, 
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.

Erwägungen

1.

1.1. Gemäss Art. 308 Abs. 1 Bst. b und Abs. 2 ZPO sind erstinstanzliche Entscheide über vorsorg-
liche Massnahmen mit Berufung anfechtbar, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen 
Rechtsbegehren in vermögensrechtlichen Angelegenheiten mindestens CHF 10‘000.- beträgt. Der 
Streitwert wird durch die Rechtsbegehren bestimmt. 

Der Berufungskläger beantragt sowohl im vorinstanzlichen Verfahren als auch im Berufungsverfah-
ren namentlich die Hinterlegung eines Betrages von CHF 300'000.-. Damit ist sowohl die Streitwert-
grenze von CHF 10'000.- für die Berufung als auch diejenige von CHF 30'000.- für eine Beschwerde 
in Zivilsachen beim Bundesgericht erreicht (Art. 51 und 74 BGG).

1.2. Auf vorsorgliche Massnahmen während des Scheidungsverfahrens ist das summarische 
Verfahren anwendbar (Art. 276 Abs. 1 i.V.m. Art. 271 ZPO), wobei das Gericht den Sachverhalt von 
Amtes wegen feststellt (Untersuchungsmaxime, Art. 276 Abs. 1 i.V.m. Art. 272 ZPO). Die Parteien 
sind indes verpflichtet, am Verfahren mitzuwirken. Das Güterrecht unterliegt der Dispositionsmaxime 
(Art. 58 Abs. 1 ZPO).

1.3. Die Berufungsfrist beträgt 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO). Der begründete Entscheid wurde 
dem Berufungskläger am 7. Oktober 2022 zugestellt (act. 94). Die am 12. Oktober 2022 eingereichte 
Berufung erfolgte somit fristgerecht.

1.4. Die Berufung ist schriftlich bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen und muss eine Begrün-
dung sowie die Rechtsbegehren enthalten (Art. 311 Abs. 1 ZPO; u.a. Urteil BGer 4A_117/2022 vom 
8. April 2022 E. 2.1.2). Ein Rechtsbegehren muss so bestimmt sein, dass es im Falle der Gutheis-
sung der Klage unverändert zum Urteil erhoben werden kann. Im Falle von Geldforderungen sind 
die Anträge zu beziffern (BGE 137 III 617 E. 4.2 und 4.3). Es kann jedoch unter Umständen genü-
gen, wenn im Berufungsverfahren die Gutheissung der im erstinstanzlichen Verfahren gestellten 
Rechtsbegehren beantragt wird (Urteil BGer 4A_281/2022 vom 11. Oktober 2022 E. 3.2). Auch im 
vorliegenden Verfahren wies die Vorinstanz das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen vom 
15. Juni 2022 ab, während der Berufungskläger in seiner Berufung die Gutheissung der mit Begeh-
ren vom 15. Juni 2022 gestellten Anträge beantragt. Die Anträge vom 15. Juni 2022 sind klar und 
beziffert, womit das gestellte Rechtsbegehren genügt.

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Begründen bedeutet seinerseits aufzeigen, inwiefern der angefochtene Entscheid als fehlerhaft 
erachtet wird. Dieser Anforderung genügt der Berufungskläger nicht, wenn er lediglich auf die vor 
erster Instanz vorgetragenen Vorbringen verweist, sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlun-
gen zufriedengibt oder den angefochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Die Begründung 
muss hinreichend genau und eindeutig sein, um von der Berufungsinstanz mühelos verstanden 
werden zu können. Dies setzt voraus, dass der Berufungskläger im Einzelnen die vorinstanzlichen 
Erwägungen bezeichnet, die er anficht, und die Aktenstücke nennt, auf denen seine Kritik beruht. 
Dies gilt auch unter Geltung der Untersuchungsmaxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1).

Vorliegend enthält die Berufung keine Begründung betreffend das Auskunftsbegehren. Der Beru-
fungskläger befasst sich nur mit der Verfügungsbeschränkung gemäss Art. 178 ZGB. Soweit er 
pauschal auf das Hauptsachenverfahren verweist, ist ebenfalls nicht auf die Berufung einzutreten. 
Soweit weitergehend enthält die frist- und formgerechte Berufung eine Begründung und es ist darauf 
einzutreten.

1.5. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung wie auch die unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).

1.6. Im Berufungsverfahren werden neue Tatsachen und Beweismittel gemäss Art. 317 Abs. 1 
ZPO nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (Bst. a) und trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Bst. b). Es kann offen-
bleiben, ob der Berufungskläger Noven geltend macht, da die Berufung ohnehin abzuweisen ist.

1.7. Gemäss Art. 316 Abs. 1 ZPO kann die Rechtsmittelinstanz eine Verhandlung durchführen 
oder aufgrund der Akten entscheiden. Vorliegend befinden sich die zur Entscheidung nötigen Infor-
mationen in den Akten, weshalb auf eine Verhandlung verzichtet wird. 

2.

Vorliegend strittig ist eine Verfügungsbeschränkung gemäss Art. 178 ZGB.

2.1. Gemäss Art. 178 Abs. 1 ZGB kann das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die Verfügung 
über bestimmte Vermögenswerte von dessen Zustimmung abhängig machen, soweit es die Siche-
rung der wirtschaftlichen Grundlagen der Familie oder die Erfüllung einer vermögensrechtlichen 
Verpflichtung aus der ehelichen Gemeinschaft erfordert. Es trifft die geeigneten sichernden Mass-
nahmen (Abs. 2). Untersagt es einem Ehegatten, über ein Grundstück zu verfügen, lässt es dies 
von Amtes wegen im Grundbuch anmerken (Abs. 3).

Diese Bestimmung ist auch im Scheidungsverfahren im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen 
sinngemäss anwendbar (Art. 276 Abs. 1 ZPO) und dient auch der Sicherung güterrechtlicher 
Ansprüche (BGE 118 II 378 E. 3b). Art. 276 ZPO spricht von "nötigen Massnahmen" und Art. 178 
Abs. 1 ZGB lässt eine Beschränkung der Verfügungsbefugnis nur zu, "soweit erfordert". Das bedeu-
tet, dass zum einen die Forderung nach Bestand und Umfang darzutun ist, wobei hierfür kein strikter 
Beweis verlangt werden kann, und zum anderen das Sicherungsbedürfnis glaubhaft zu machen ist, 
nämlich die Gefährdung der Ansprüche durch eigenmächtiges Vorgehen des anderen Ehegatten 
wie Veräusserung, Schenkung, treuhänderische Übertragung u.ä. (Urteil BGer 5A_2/2013 vom 
6. März 2013 E. 3.2 m.H.; vgl. Urteil BGer 5A_949/2016 vom 3. April 2017 E. 4.4). Der Ehegatte, 
der solche Sicherungsmassnahmen begehrt, hat glaubhaft darzulegen, dass eine ernsthafte und 
aktuelle Gefährdung vorliegt. Die Gefährdung muss aufgrund objektiver Anhaltspunkte als wahr-
scheinlich erscheinen, und zwar in nächster Zukunft (BGE 118 II 378 E. 3b). Als Sicherungsmass-

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nahmen kann das Gericht namentlich eine Kontosperre, die Hinterlegung und Sperrung von Barmit-
teln oder anderen Vermögenswerten bei einem Gericht, einer Bank oder einem Versicherungsunter-
nehmen anordnen. Die Sicherungsmassnahmen kann ausserdem mit der Strafandrohung gemäss 
Art. 292 StGB verbunden werden (Urteile BGer 5A_852/2010 vom 28. März 2011 E. 3.2; 
5A_2/2013 vom 6. März 2013 E. 3.2; 5A_604/2014 vom 1. Mai 2015 E. 3.2; je m.H.). Sie müssen 
verhältnismässig sein und dürfen nicht das überschreiten, was notwendig ist, um das Ziel des Geset-
zes zu erreichen, d.h. namentlich die Vollstreckung einer vermögensrechtlichen Verpflichtung aus 
der ehelichen Gemeinschaft zu sichern. Es ist auch den Interessen jedes Ehegatten Rechnung zu 
tragen. Die Massnahmen können, müssen aber nicht notwendigerweise, einen wesentlichen Teil der 
Vermögenswerte eines Ehegatten umfassen. Ihr Ziel ist es, die wirtschaftliche Situation der eheli-
chen Gemeinschaft zu erhalten. Die Anwendung des Verhältnismässigkeitsprinzips bedeutet auch, 
dass die Massnahmen zeitlich begrenzt werden können bzw. müssen (Urteil BGer 5A_25/2022 vom 
15. Juni 2022 E. 3.1.1 m.H.).

2.2. Der Berufungskläger rügt, dass die Vorinstanz die Hauptsache vorweggenommen habe, 
indem sie seine bestehenden Ansprüche aufgrund der erfolgten Gütertrennung von vornherein 
negiere. Die Parteien hätten mit Vertrag vom 20. Dezember 2010 die Gütertrennung ab sofort verein-
bart. Sie hätten lange vorher geheiratet und die drei Liegenschaften (C.________ DE, E.________ 
CH, G.________ FR) vor der Gütertrennung erworben bzw. gebaut. Da die Gütertrennung gerade 
nicht rückwirkend vereinbart worden sei, was sowohl nach deutschem als auch nach schweizeri-
schem Recht möglich gewesen wäre, seien die bis zur Gütertrennung erworbenen Vermögenswerte 
güterrechtlich auseinanderzusetzen. Dies gelte umso mehr, als die Parteien mit Zusatzvereinbarung 
vom 9. Januar 2013 festgehalten hätten, dass die Finanzierung der Liegenschaften mit Errungen-
schaftsmitteln und Rentenvorbezügen des Berufungsklägers erfolgt sei. Das Bestreiten der Gültig-
keit dieser Zusatzvereinbarung durch die Berufungsbeklagte sei absurd und erfolge aus rein 
prozesstaktischen Gründen. Ohnehin komme es für die Frage der hier geltend gemachten Gefähr-
dung von Vermögenswerten weder auf die Zusatzvereinbarung noch auf die Eigentümerstellung der 
Parteien massgeblich an, da von Gesetzes wegen bereits Ansprüche bestehen würden (z.B. Art. 
206 ZGB), die zu sichern seien. 

Die Berufungsbeklagte bringt dagegen vor, dass im Ehevertrag vom 20. Dezember 2010 die güter-
rechtliche Auseinandersetzung nicht für einen späteren Zeitpunkt vorbehalten worden sei. Vielmehr 
sei festgehalten worden, dass dem Vertrag kein Vermögensverzeichnis beigefügt werde, sondern 
«es klar sei, wem was gehört». Es sei weiter festgehalten worden, dass beide Ehegatten ohne 
Zustimmung des andern frei über ihre Gegenstände und ihr Vermögen verfügen können, und es im 
besonderen Masse darauf ankomme, was welchem Ehegatten zu Eigentum gehöre. Auch nach 
deutschem Recht erfolge die güterrechtliche Auseinandersetzung, wenn ein Ehevertrag abgeschlos-
sen worden sei. Dass vorliegend kein Ausgleichsbetrag vereinbart worden sei, ändere nichts an der 
Tatsache, dass die Gütertrennung vereinbart worden und die güterrechtliche Auseinandersetzung 
erfolgt sei. Die Zusatzvereinbarung vom 9. Januar 2013 sei ausserdem aus diversen Gründen nicht 
gültig. Sämtliche «Beweismittel» z.B. neu das Schreiben von Dr. O.________ (Sohn) oder das Zeug-
nis von P.________ (Schwiegersohn) seien reine Parteibehauptungen, erstellt aus reiner Gefällig-
keit. So oder anders belege die angebliche Zusatzvereinbarung aber ohnehin nicht, dass die güter-
rechtliche Auseinandersetzung nicht erfolgt sein soll. Haben die Eheleute im Güterstand der Zuge-
winngemeinschaft gelebt und endet der Güterstand durch Vereinbarung (Ehevertrag), sei der Zuge-
winn auszugleichen. Wäre ein Ausgleich notwendig gewesen, so hätten die Parteien diesen bei der 
Gütertrennung vereinbart – dies hätten sie vorliegend aber bewusst nicht. 

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2.3. Es ist demnach unbestritten, dass die Parteien mit Ehevertrag vom 20. Dezember 2010 die 
Gütertrennung vereinbart haben (vgl. act. 85/1). Der Berufungskläger ist allerdings der Ansicht, dass 
die güterrechtliche Auseinandersetzung noch nicht erfolgt und daher im Scheidungsverfahren vorzu-
nehmen sei, was von der Berufungsbeklagten bestritten wird. Er stützt er sich dabei auch auf eine 
angebliche Zusatzvereinbarung vom 9. Januar 2013, wonach die Liegenschaften G.________ FR 
und E.________ CH mit einem Betrag von CHF 810'000.- aus dem Rentenfonds des Berufungsklä-
gers und einem solchen von CHF 200'000.- aus der Rentenvorauszahlung zugunsten der Beru-
fungsbeklagten bezahlt worden seien. In Übereinstimmung mit dem Ehevertrag würden die Parteien 
demnach vereinbaren, dass die Verfügung über die beiden Liegenschaften, die ausdrückliche und 
schriftliche Zustimmung beider Ehegatten erfordere (act. 85/2). Die Berufungsbeklagte bestreitet die 
Gültigkeit dieser Zusatzvereinbarung. Sie weist namentlich zu Recht darauf hin, dass sich entgegen 
der Zusatzvereinbarung im Ehevertrag keine Bestimmung findet, wonach eine etwaige Verfügung 
oder Übergabe von Vermögensgegenständen, die mit dem Rentenguthaben eines oder beider 
Eheleute erworben wurden, nur mit einer spezifischen Vereinbarung möglich ist. Diese angebliche 
Zusatzvereinbarung erscheint somit zumindest fraglich. Es kann jedoch offenbleiben, ob die Partei-
en noch güterrechtlich auseinanderzusetzen sind und ob die angebliche Zusatzvereinbarung gültig 
ist. Diese Fragen werden erst im Scheidungsverfahren zu klären sein.

Selbst wenn bei vorsorglichen Massnahmen das Beweismass der Glaubhaftmachung genügt, so 
ändert dies nichts an der Behauptungs- und Substanziierungslast der Parteien (Urteil BGer 
5A_280/2021 vom 17. Juni 2022 E. 3.4.3). Der anwaltlich vertretene Berufungskläger legt jedoch in 
keiner Weise dar, welches seine konkreten Ansprüche sind, sondern begnügt sich mit pauschalen, 
unbelegten Behauptungen (so namentlich dass die Liegenschaft C.________ DE mit Eigengut und 
Errungenschaftsmitteln finanziert und für wohl rund CHF 690'000.- verkauft worden sei, dass die 
Liegenschaft G.________ FR mit nahezu seiner gesamten Rente finanziert worden sei und einen 
Wert von mind. CHF 1 Mio. habe, dass er die Finanzierung der Liegenschaften G.________ FR und 
E.________ CH mehrheitlich alleine vorgenommen habe, dass die drei Liegenschaften mit Errun-
genschaftsmitteln und Eigengut erworben worden seien und deren Wert sich auf mind. 3 Mio. belau-
fe). Es wäre ihm ohne Weiteres zuzumuten gewesen, zumindest zu belegen, dass er überhaupt 
CHF 810'000.- aus seinem Rentenfonds bezogen hat. Dies insbesondere nachdem die angebliche 
Zusatzvereinbarung umstritten und deren Inhalt zumindest fraglich ist. Die Aussagen seines Sohnes 
und Schwiegersohnes genügen diesbezüglich offensichtlich nicht. Der Berufungskläger legt in keiner 
Weise dar, welches die massgeblichen finanziellen Verhältnisse der Parteien sind. Er beziffert 
seinen angeblichen Anspruch aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung überhaupt nicht. Dieser 
lässt sich auch nicht aus seinen pauschalen Behauptungen ableiten. Selbst wenn er CHF 810'000.- 
aus seinem Rentenfonds und die Berufungsbeklagte CHF 200'000.- aus der Rentenvorauszahlung 
in die Liegenschaften G.________ FR und E.________ CH investiert haben, bleibt völlig unklar, wie 
hoch der Anspruch ist, den er daraus ableiten will. Auch bleibt offen, inwieweit er denn die Liegen-
schaft E.________ CH finanziert haben will, wenn er gemäss seinen Behauptungen bereits nahezu 
seine gesamte Rente in die Liegenschaft G.________ FR investiert hat. Ebenso wenig äussert er 
sich substanziiert zu Finanzierung der Liegenschaft C.________ DE. Der pauschale Verweis auf 
Art. 206 ZGB genügt offensichtlich nicht, um einen güterrechtlichen Anspruch glaubhaft zu machen. 
Der Berufungskläger vermag somit nicht glaubhaft zu machen, dass ihm ein Anspruch aus Güter-
recht zusteht. Ausserdem beziffert er seinen angeblichen Anspruch in keiner Weise. Es kann damit 
offenbleiben, ob eine Gefährdung vorliegt. 

Im Übrigen ist festzuhalten, dass selbst wenn davon ausgegangen würde, dass dem Berufungs-
kläger grundsätzlich ein Anspruch aus Güterrecht zusteht und eine Gefährdung gegeben ist, die 

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Sicherungsmassnahmen immer auch verhältnismässig zu sein haben. Vorliegend macht der Beru-
fungskläger geltend, dass er einen Ausgleichsanspruch betreffend die drei Liegenschaften 
C.________ DE, E.________ CH, G.________ FR hat. Er verlangt sodann eine Verfügungsbe-
schränkung betreffend die Liegenschaften E.________ CH und G.________ FR sowie ein Verbot 
über den Verkaufspreis der Liegenschaft C.________ DE zu verfügen, die Hinterlegung von 
CHF 300'000.-, eine Strafzahlung von CHF 100'000.- im Falle der Zuwiderhandlung sowie eine 
Kontosperre über das Konto, auf welchem das Geld aus dem Verkauf der Liegenschaft C.________ 
DE liegt. Der Berufungskläger beantragt somit die Blockierung sämtlicher Vermögenswerte im 
Zusammenhang mit den drei Liegenschaften (sowie die Androhung einer Strafzahlung). Es ist 
jedoch nicht glaubhaft, dass ein allfälliger Anspruch des Berufungsklägers über den gesamten Wert 
der drei Liegenschaften geht. Daran ändert nichts, dass die Liegenschaft E.________ CH angeblich 
in unbekannter Höhe belastet ist. Darüber hinaus handelt es sich auch hierbei um eine völlig unsub-
stanziierte Behauptung (vgl. auch Art. 170 und Art. 970 ZGB). Die beantragten Sicherungsmassnah-
men sind somit auch offensichtlich unverhältnismässig. 

3.

3.1. Der Berufungskläger stellt auch ein Auskunftsbegehren betreffend die Höhe und den 
Verbleib des Verkaufspreises der Liegenschaft C.________ DE. Wie bereits erwähnt, ist mangels 
Begründung nicht darauf einzutreten (vorstehend E. 1.4). Dennoch kann festgehalten werden, dass 
der Umfang der Auskunftspflicht gemäss Art. 170 ZGB auf das Rechtsschutzinteresse des 
auskunftsberechtigten Ehegatten beschränkt ist. Bei der Bestimmung der Auskunftspflicht kommt es 
daher darauf an, für welchen Zweck und zur Begründung welcher möglichen Rechtsansprüche ein 
Ehegatte vom anderen Auskunft verlangt. Auskunft verlangen kann ein Ehegatte über alles, was für 
die Beurteilung und Geltendmachung von Ansprüchen nötig ist oder geeignet erscheint, Hinweise 
auf solche Ansprüche zu vermitteln. Ausgeschlossen sind insbesondere Auskunftsersuchen aus 
Schikane oder aus blosser Neugier (BGE 132 III 291 E. 4.2; Urteil BGer 5A_1022/2015 vom 29. April 
2016 E. 7.1; je m.H.).

3.2. Wie gesehen, hat der Berufungskläger nicht glaubhaft gemacht, dass ihm ein Anspruch am 
Verkaufspreis der Liegenschaft C.________ DE zusteht, was die Vorinstanz im Übrigen bereits mit 
rechtskräftigem Entscheid vom 13. April 2021 entschieden hat (act. 50). Auch ansonsten legt er nicht 
dar, welches Rechtsschutzinteresse er an der Auskunftserteilung hat. Die Berufung wäre demnach 
diesbezüglich auch abzuweisen gewesen.

4.

Dem Ausgang dieses Verfahrens entsprechend sind die Prozesskosten dem unterliegenden Beru-
fungskläger aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).

4.1. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1‘500.- festgesetzt (Art. 96 ZPO i.V.m. Art. 19 
des Justizreglements vom 30. November 2010 [JR; SGF 130.11]). Sie werden vom geleisteten 
Vorschuss bezogen.

4.2. Nach Art. 105 Abs. 2 ZPO spricht das Gericht die Parteientschädigung nach den Tarifen, d.h. 
nach dem Justizreglement zu. Bei globaler Festsetzung – wie vorliegend – berücksichtigt die Behör-
de namentlich Art, Schwierigkeit und Umfang des Verfahrens sowie die notwendige Arbeit der 
Anwältin oder des Anwalts, das Interesse und die wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien (Art. 63 
Abs. 2 JR). Bei Beschwerden gegen Urteile des Einzelgerichts ist der Höchstbetrag CHF 3'000.-, 

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welcher bis auf das Doppelte erhöht werden kann, wenn besondere Umstände es rechtfertigen (Art. 
64 Abs. 1 Bst. e und Abs. 2 JR).

Nach den erwähnten Kriterien kann die Entschädigung der Berufungsbeklagten auf CHF 1'500.- inkl. 
Auslagen festgesetzt werden. Hinzu kommen 7.7% MwSt., d.h. CHF 115.50. Die Entschädigung 
beläuft sich somit auf CHF 1'615.50. 

Der Hof erkennt:

I. Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

Folglich wird der Entscheid des Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks vom 5. Oktober 
2022 bestätigt.

II. Die Gerichtskosten werden pauschal auf CHF 1'500.- festgesetzt und A.________ auferlegt. 
Sie werden vom geleisteten Vorschuss bezogen.

III. Die von A.________ an B.________ zu leistende Parteientschädigung wird auf CHF 1'615.50, 
inkl. 7.7% MwSt., festgesetzt.

IV. Zustellung.

Dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach seiner Eröffnung mit Beschwerde in Zivilsachen beim 
Bundesgericht angefochten werden. Das Beschwerderecht und die übrigen Zulässigkeitsvorausset-
zungen sind in den Art. 72–77 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 
2005 (BGG) geregelt. Die begründete Beschwerdeschrift ist beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, einzureichen.

Freiburg, 6. Dezember 2022/sig

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: