# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d115de80-cb81-59d3-bc5f-10f7993fefab
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-12-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.12.2016 C-6692/2014
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6692-2014_2016-12-06.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 30.03.2017 (9C_88/2017) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-6692/2014 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  6 .  D e z e m b e r  2 0 1 6  

 

Besetzung 
 Richter Beat Weber (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer, Richter Michael Peterli,    

Gerichtsschreiber Urs Walker. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, (Österreich), 

vertreten durch lic. iur. Martin Hablützel, Rechtsanwalt, scha-

denanwaelte.ch,  

Alderstrasse 40, Postfach, 8034 Zürich,  

 

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,  

Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,    

 

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Invalidenversicherung, Rentenanspruch;  

Verfügung der IVSTA vom 16. Oktober 2014. 

 

 

 

C-6692/2014 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Herr A._______ (nachfolgend Versicherter/Beschwerdeführer), geboren 

am 23. August 1959, Staatsangehöriger Österreichs mit derzeitigem 

Wohnsitz in X._______ (Österreich), leistete seit Februar 1992 ununterbro-

chen Sozialversicherungsbeiträge in der Schweiz (IV-act. 2 p. 2). Nachdem 

ihm seine Stelle als Metzger (IV-act. 19 p. 1) auf Ende Februar 2013 (IV-

act. 7) gekündigt worden war, verliess er die Schweiz im Juni 2013 (IV-

act. 4) in Richtung Österreich. In seinem Heimatland sind aus den Jahren 

1974 bis 1992 Versicherungszeiten von insgesamt 211 Monaten (IV-act. 5) 

belegt. 

B.  

B.a Am 23. Juli 2013 (IV-act. 3 p. 7) stellte der Versicherte beim österrei-

chischen Versicherungsträger ein Gesuch um Invalidenrente, weshalb pa-

rallel ein schweizerisches Abklärungsverfahren eingeleitet wurde. Die von 

ihm im Rahmen des schweizerischen Verfahrens beigebrachten medizini-

schen Unterlagen dokumentieren die Jahre 1999 bis 2014 und berichten 

von einer Bi- bzw. Trimalleolarfraktur im oberen Sprunggelenk rechts (13. 

und 23. November 1999, IV-act. 49), einer Fräsenverletzung des rechten 

Zeigefingers (18. Mai 2001, IV-act. 51), einer distalen Radiusfraktur (Hand-

gelenksbruch) rechts (21. Juni 2001, IV-act. 50), einer Trimalleolarfraktur 

im oberen Sprunggelenk links (18. März 2005, IV-act. 41), von Kontusio-

nen des vierten Zehs links (ca. 23. November 2009, IV-act. 52) und des 

rechten Handgelenks (02. Februar 2013, IV-act. 28) sowie einer Schnitt-

verletzung am linken Unterarm (31. August 2012, IV-act 27). Am 30. No-

vember 2012 (IV-act. 47 f.; Attest doppelt enthalten, einmal mit Datum 

30. Dezember 2012) wird von einer Kontusion des kleinen Fingers links 

und in diesem Zusammenhang von einer seit 2008 aktenanamnestisch be-

kannten Dupuytren'schen Kontraktur an der linken Hand berichtet. Ein in 

Österreich eingeholtes, chirurgisches Fachattest vom 30. Juli 2014 (IV-

act. 64) beschreibt Bewegungseinschränkungen an zwei Fingern der lin-

ken Hand, beide als Ringfinger bezeichnet, die im Gelenk zur Mittelhand 

und einer auch im Mittelgelenk nicht mehr voll gestreckt werden könnten. 

Da die dominante Hand betroffen sei und im Hinblick auf den Beruf des 

Versicherten, müsse von einer Funktionseinschränkung von etwa 40% 

ausgegangen werden. 

C-6692/2014 

Seite 3 

Im Rahmen einer Notfalluntersuchung vom 21. November 2008 (IV-

act. 53) ist den Akten erstmals der Hinweis auf eine symptomatische Epi-

lepsie mit sekundär generalisierten Anfällen bei chronischem Alkoholabu-

sus zu entnehmen. Im Rahmen einer Kontrolluntersuchung vom 17. Au-

gust 2009 (IV-act. 55) werden zwei sekundär generalisierte Anfälle am 

27. Oktober 2007 und 26. Juli 2008 und ein seither anfallsfreier Verlauf un-

ter antiepileptischer Medikation genannt. Anlässlich einer Kontrolle vom 

05. März 2013 (IV-act. 23) werden denselben Daten insgesamt drei Anfälle 

zugeschrieben, die seitherige Anfallsfreiheit aber bestätigt; der Versicherte 

wünschte eine Reduktion der Medikation. Danach wurde er am 22. März 

2013 (IV-act. 21), nach stattgehabtem Krampfanfall, notfallmässig behan-

delt und die Wiederaufnahme der früheren Medikation empfohlen. 

Am 29. Januar 2011 (IV-act. 42) wurde festgestellt, die Knochendichte des 

Versicherten liege im Osteoporosebereich, was in seinem Alter sicher aus-

sergewöhnlich sei; ein Zusammenhang mit der antiepileptischen Behand-

lung könne vorliegen. Am 21. Dezember 2011 (IV-act. 46) wurde ein rund-

liches Lungeninfiltrat untersucht und eine chronische Entzündung vermu-

tet. Nach Bronchoskopie am 23. März 2012 konnten nur minimale unspe-

zifische Entzündungen bestätigt, aber ein Karzinom ausgeschlossen wer-

den (Befund vom 27. März 2012, IV-act. 45; Attest vom 30. März 2012, IV-

act. 44). 

Aktenkundig trug der Versicherte im Jahr 2010 ein Hörgerät bei mittelgra-

diger Schwerhörigkeit (Attest vom 23. September 2010, IV-act. 54) und im 

Jahr 2012 eine Brille bei +5.75 add +2.25 Dioptrien beidseitig (Verordnung 

vom 19. November 2012, IV-act. 29). 

B.b In einem neurologischen Gutachten zuhanden des österreichischen 

Versicherungsträgers vom 22. Oktober 2013 (IV-act. 15) wurden eine 

symptomatische Epilepsie, eine Lumboischalgie beidseits, chronischer Al-

koholkonsum und die dupuytren'sche Kontraktur betreffend den Ringfinger 

und den kleinen Finger der linken Hand diagnostiziert, allerdings unter An-

gabe als Rechtshänder. Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit wurden „ab-

solut“ bezüglich des Lenkens eines Fahrzeugs und „fallweise“ bezüglich 

körperlich schwerer Arbeit, Zwangshaltungen mit Belastung der Wirbel-

säule sowie Feinarbeiten und Fingerfertigkeit der linken Hand angegeben. 

B.c Dr. B._______ des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) erachtete in 

ihrer Stellungnahme vom 07. März 2014 (IV-act. 37) die wahrscheinlich 

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symptomatische Epilepsie als Hauptdiagnose, Lumboischialgie, Dupuy-

tren'sche Kontraktur der Finger IV und V links, Verdacht auf übermässigen 

Alkoholkonsum, Nikotinabusus sowie die zahlreichen Vorverletzungen je-

doch als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tä-

tigkeit. Trotzdem sei ein sofortiges und vollständiges Sistieren des Alkohol-

konsums aufzuerlegen, zumal ein Alkoholmissbrauch als Ursache für die 

epileptoiden Anfälle nicht auszuschliessen sei. 

B.d Nach Einwand vom 30. April 2014 (IV-act. 40) auf den abweisenden 

Vorbescheid vom 31. März 2014 (IV-act. 39) und Ergänzung der medizini-

schen Akten (IV-act. 41-55) beurteilte der RAD am 13. Juni 2014 (IV-

act. 58) die Dupuytren'sche Kontraktur für die abschliessende Beurteilung 

der Arbeitsfähigkeit als ungenügend dokumentiert. Es fehlten Informatio-

nen über deren Schweregrad und eine allfällig erfolgte (grundsätzlich zu-

mutbare) Operation, die noch einzuholen seien. 

B.e Nach Vorlage des chirurgischen Fachattests vom 30. Juli 2014 und 

Röntgenbildern zur Dupuytren'schen Kontraktur beurteilte der RAD in sei-

ner Stellungnahme vom 06. Oktober 2014 (IV-act. 77) die Ringfinger beider 

Hände als betroffen, sah darin aber keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. 

Ausserdem sei in diesem Stadium eine risikoarme und erfolgverspre-

chende operative Sanierung zumutbar. Unter Ausschluss einer Exposition 

an starke Lichtreize, ohne erhöhte Anforderungen an die Feinmotorik und 

bei Fahruntauglichkeit bis März 2014 (ein Jahr nach letztem Anfall) sei der 

Versicherte deshalb auch in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit voll arbeitsfä-

hig. 

B.f Am 16. Oktober 2014 (IV-act. 78) verfügte die Vorinstanz die Abwei-

sung des Rentenbegehrens. 

C.  

Das österreichische Rentenverfahren wurde am 31. Oktober 2013 (IV-

act. 14) unter Abweisung einer Rentenberechtigung abgeschlossen. 

D.  

D.a Gegen die abweisende Verfügung der Vorinstanz liess der Versicherte 

am 17. November 2014 (act. 1) Beschwerde ans Bundesverwaltungsge-

richt erheben. Er beantragt gesetzliche Leistungen, insbesondere eine In-

validenrente, eventualiter die Rückweisung an die Vorinstanz zur weiteren 

Abklärung und namentlich zur verwaltungsexternen, unabhängigen poly-

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Seite 5 

disziplinären Begutachtung. Er rügt, die Verfügung sei ungenügend be-

gründet, u.a. betreffend den Einkommensvergleich. Es liege aktenkundig 

schon aus rein chirurgischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 40% vor, die 

Aktenlage zur Beeinträchtigung der Hände, Füsse, der Epilepsie und des 

Alkoholkonsums sei unvollständig und die Widersprüche der behandeln-

den Fachärzte zur Beurteilung des RAD seien nicht erklärt. Im Rahmen 

eines durchzuführenden Einkommensvergleichs sei dem Versicherten 

schliesslich ein leidensbedingter Abzug von mind. 20% zu gewähren. 

D.b Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 22. Januar 2015 

(act. 6) auf Abweisung der Beschwerde. Es sei erstellt, dass lediglich die 

Epilepsie und die Dupuytren'sche Kontraktur Einfluss auf die Arbeitsfähig-

keit hätten, aber keine Invalidität zu begründen vermöchten, sei der Versi-

cherte doch auch mit diesen Beschwerden als Metzger tätig gewesen. Eine 

kontrollierte Alkoholabstinenz sei zielführend und zumutbar, um epilepti-

schen Anfällen entgegenzuwirken. Weitere Untersuchungen würden an 

diesem Ergebnis nichts ändern. 

D.c Mit Replik vom 18. März 2015 (act. 10) hält der Beschwerdeführer an 

seinen Anträgen fest und gibt ein allgemeinmedizinisches Attest vom 

26. Februar 2015 zu den Akten, wonach ein Streckdefizit nicht nur in Fin-

gern (Dig. IV und V) der linken, sondern auch, etwas milder ausgeprägt, in 

der rechten Hand vorliege und der Beschwerdeführer deshalb (sowie auf-

grund der Epilepsie) derzeit die Tätigkeit eines Metzgermeisters nicht aus-

üben könne. Dieses neue Attest sei geeignet, Zweifel an der Beurteilung 

des RAD zu wecken, weshalb eine Begutachtung indiziert sei. 

D.d Die Vorinstanz anerkennt mit Duplik vom 23. April 2015 (act. 12), nach 

Stellungnahme von Dr. C._______, Allgemeinmedizin, des RAD vom 

15. April 2015, eine Arbeitsunfähigkeit von 25% als Metzger. Invaliditätsbe-

gründend sei diese Einschränkung damit nicht. Der RAD-Arzt führt in sei-

ner Beurteilung dieselben Diagnosen auf und schliesst aufgrund des Tätig-

keitsfeldes des Beschwerdeführers und heutiger erhöhter Leistungsanfor-

derungen zwar auf eine Arbeitsfähigkeit von 100% im angestammten Be-

ruf, berücksichtigt jedoch eine Reduktion der Arbeitsleistung von 25%. Er 

erwähnt aber auch, "die Ansicht eines Erwerbsausfall-Versicherers wäre 

interessant". 

D.e Im Rahmen einer Triplik vom 18. Juni 2015 (IV-act. 16) bestreitet der 

Beschwerdeführer, dass auf die neuerliche Beurteilung des RAD abgestellt 

werden könne. Die Bezifferung von 25% bleibe unbegründet und grenze 

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Seite 6 

an Willkür. Bisher sei die Auswirkung der Dupuytren'schen Kontraktur auf 

die genauen Anforderungen an die Metzgertätigkeit nie abgeklärt worden. 

D.f Nachdem die Vorinstanz am 20. August 2015 (act. 18) auf eine Erwi-

derung verzichtete, schloss der Instruktionsrichter den Schriftenwechsel 

am 24. August 2015 (act. 19). 

D.g Mit unaufgeforderter Eingabe vom 1. Juni 2016 reichte der Beschwer-

deführer ein fachärztliches Gutachten der Hals-, Nasen- und Ohrenheil-

kunde z.H. des Landesgerichts Krems / Donau vom 4. Februar 2016 (Dr. 

D._______) nach. Darin wird ein 90-prozentiger Hörverlust festgehalten. 

Der Beschwerdeführer bat sinngemäss um dessen Berücksichtigung im 

Beschwerdeverfahren (B-act. 20). Das Bundesverwaltungsgericht brachte 

der Vorinstanz die Eingabe mit Schreiben vom 2. Juni 2016 zur Kenntnis 

(B-act. 21). 

D.h In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 2. September 2016 bestä-

tigte die Vorinstanz ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde. Sie 

stützte sich dabei auf die Stellungnahme des RAD vom 6. Juli 2016 inklu-

sive Ergänzung vom 18. August 2016 (B-act. 26 Beilagen 3, 5) sowie auf 

die neu durchgeführte Invaliditätsbemessung vom 29. August 2016 (B-act. 

26 Beilage 1). 

D.i Mit Zwischenverfügung vom 8. September 2016 brachte das Bundes-

verwaltungsgericht dem Beschwerdeführer die ergänzende Stellung-

nahme der Vorinstanz zur Kenntnis und schloss den Schriftenwechsel ein 

weiteres Mal ab (B-act. 27). 

E.  

Ein Kostenvorschuss von CHF 400.- wurde am 19. November 2014 (act. 2) 

verfügt. Sein Eingang konnte am 25. November 2014 (act. 4) verbucht wer-

den. 

F.  

Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, so-

weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen. 

 

  

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Seite 7 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Das sozialversichungsrechtliche Verfahren vor dem Bundesverwal-

tungsgericht richtet sich im Wesentlichen nach den Vorschriften des Bun-

desgesetzes über das Bundesverwaltungsgericht vom 17. Juni 2005 

(VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren 

vom 20. Dezember 1968 (VwVG, SR 172.021, vgl. auch Art. 37 VGG) so-

wie des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-

rungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG, SR 830.1, vgl. auch Art. 3 lit. dbis 

VwVG). 

1.2 Das Bundesverwaltungsgericht beurteilt Beschwerden gegen Verfü-

gungen im Sinne von Art. 5 VwVG von gesetzlich definierten Vorinstanzen, 

sofern kein Ausnahmesachverhalt gegeben ist (Art. 31, 33, 32 VGG).  

1.3 Zur Beschwerdeführung vor dem Bundesverwaltungsgericht ist legiti-

miert, wer durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung und am vo-

rinstanzlichen Verfahren teilgenommen hat (Art. 59 ATSG, Art. 48 Abs. 1 

VwVG).  

1.4 Eine Beschwerde muss schriftlich, unterschrieben sowie unter Angabe 

von Begehren und Begründung (Art. 52 Abs.1 VwVG) innert einer Frist von 

30 Tagen eingereicht werden (Art. 60 Abs. 1 ATSG; Fristenstillstand ge-

mäss Art. 38 Abs. 3 ATSG). Bei kostenpflichtigen Verfahren ist zudem ein 

Vorschuss in der Höhe der mutmasslichen Verfahrenskosten zu leisten 

(Art. 63 Abs. 4 VwVG). 

2.  

2.1 Bei Versicherten mit ausländischem Wohnsitz ist die IV-Stelle für Ver-

sicherte im Ausland (IVSTA) für die Verfügung von Leistungen der Invali-

denversicherung (IV) zuständig (Art. 40 Abs. 1 lit. b der Verordnung über 

die Invalidenversicherung vom 17. Januar 1961 [IVV, SR 831.201]). Der 

Beschwerdeführer ist in Österreich domiziliert. Die angefochtene Verfü-

gung vom 16. Oktober 2014 wurde also zu Recht von der IVSTA erlassen. 

2.2 Die Vorinstanz gehört zum gesetzlichen Kreis derjenigen, deren Ent-

scheide an das Bundesverwaltungsgericht weitergezogen werden können 

(Art. 33 lit. d VGG, explizit auch Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes 

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vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]). Es 

liegt auch kein Sachverhalt vor, der einer gesetzlichen Ausnahme unter-

liegt. Das Bundesverwaltungsgericht ist demzufolge zur Beurteilung der 

Beschwerde zuständig. 

2.3 Als Adressat ist der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfü-

gung besonders berührt und hat an deren Aufhebung bzw. Änderung ein 

schutzwürdiges Interesse; er hat auch am vorinstanzlichen Verfahren als 

Partei teilgenommen. Seine Beschwerde wurde zudem form- und fristge-

recht eingereicht und der Kostenvorschuss geleistet, weshalb auf sie ein-

getreten werden kann (vgl. Art. 60 ATSG, Art. 21 Abs. 3 und 52 Abs. 1 

VwVG). 

3.  

3.1 Am 1. Juni 2002 ist das Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der 

Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Ge-

meinschaft und ihrer Mitgliedsstaaten andererseits über die Freizügigkeit 

(FZA, SR 0.142.112.681) in Kraft getreten. 

3.2 Die Vertragsparteien wenden nach dem Beschluss 1/2012 des ge-

mischten Ausschusses vom 31. März 2012 (ABl. L 103/51 vom 13. April 

2012) ab 01. April 2012 untereinander insbesondere die Verordnungen 

(EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit 

(nachfolgend: Verordnung 883/2004, ABl. L166/1 vom 30. April 2004) so-

wie (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 

16. September 2009 zur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung 

der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der 

sozialen Sicherheit (ABl. L 284/1 vom 30. Oktober 2009) an (Art. 8, 15, An-

hang II Art. 1 Abs. 1 FZA i.V.m. Anhang II Abschnitt A FZA). 

3.3 Personen, für die das europäische Koordinationsrecht gilt, haben die 

gleichen Rechte und Pflichten aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mit-

gliedstaats wie die Staatsangehörigen dieses Staates (Art. 4 Verordnung 

883/2004). Dabei ist im Rahmen des FZA auch die Schweiz als Mitglied-

staat im Sinne dieser Koordinierungsverordnungen zu betrachten (Anhang 

II Art. 1 Abs. 2 FZA).  

3.4 Das europäische Koordinationsrecht erklärt jeweils nur das nationale 

Recht eines einzigen Mitgliedstaates als anwendbar (Art. 11 Abs. 1 Verord-

nung 883/2004). Für Erwerbstätige und Selbständige ist dies das Recht 

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des Arbeitsorts (Abs. 3 lit. a), wenn nicht eine zwischenstaatliche Verein-

barung ausnahmsweise eine andere Regelung im Interesse bestimmter 

Personengruppen trifft (Art. 16 Abs. 1 Verordnung 883/2004). 

3.5 Soweit das FZA bzw. die auf dieser Grundlage anwendbaren Rechts-

akte keine abweichenden Bestimmungen vorsehen, ist mangels einer ein-

schlägigen gemeinschaftsrechtlichen bzw. abkommensrechtlichen Rege-

lung die Ausgestaltung des Verfahrens sowie die Prüfung der Anspruchs-

voraussetzungen in der Sozialversicherung grundsätzlich Sache der an-

wendbaren innerstaatlichen Rechtsordnung. 

3.6  

3.6.1 Der Beschwerdeführer besitzt die Staatsangehörigkeit Österreichs, 

eines Mitgliedsstaats gemäss FZA (Präambel FZA; Art. 2 Verordnung 

883/2004). Der persönliche Geltungsbereich der Verordnung 883/2004 ist 

damit gegeben. 

3.6.2 Er begehrt Leistungen aus der Invalidenversicherung, welche unter 

den europarechtlichen Begriffen Leistungen bei Invalidität oder allenfalls 

Leistungen bei Krankheit in den sachlichen Geltungsbereich der Verord-

nung 883/2004 fallen (Art. 3 Abs. 1 lit. a und c Verordnung 883/2004). 

3.6.3 Die angefochtene Verfügung vom 16. Oktober 2014 wurde nach In-

krafttreten der Verordnung 883/2004 für die Schweiz am 01. April 2012 er-

lassen und bezieht sich bei Antragsdatum vom 23. Juli 2013 auf einen 

Sachverhalt ab Juli 2012. Die zeitliche Anwendbarkeit der Verordnung ist 

damit gegeben (vgl. Urteil des BGer 8C_455/2011 vom 4. Mai 2012 E. 2.3). 

3.6.4 Der Beschwerdeführer macht allfällige Ansprüche gegenüber der 

schweizerischen Invalidenversicherung aufgrund seiner Erwerbstätigkeit in 

der Schweiz geltend, weshalb koordinationsrechtlich Schweizer Recht an-

wendbar ist. Das Konventionsrecht enthält keine materiellen Bestimmun-

gen dazu, ob und gegebenenfalls ab wann Anspruch auf eine Rente der 

Invalidenversicherung besteht. Er beurteilt sich deshalb, unter Berücksich-

tigung konventionsrechtlicher Schranken, allein aufgrund schweizerischer 

Rechtsvorschriften. 

 

 

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Seite 10 

4.  

4.1 In materiell-rechtlicher Hinsicht ist auf jene Bestimmungen des IVG und 

des ATSG abzustellen, die für die Beurteilung jeweils relevant waren und 

in Kraft standen. 

Vorliegend ist eine Rentenverfügung vom 16. Oktober 2014 betreffend eine 

Anmeldung vom 23. Juli 2013 strittig, weshalb insbesondere das IVG und 

die IVV in der Fassung der 6. IV-Revision massgebend sind. Ferner sind 

das ATSG und die Verordnung vom 11. September 2002 über den Allge-

meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV, SR 830.11) anwendbar. 

4.2 Aufgrund der Untersuchungsmaxime prüft der Versicherungsträger die 

Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und 

holt die erforderlichen Auskünfte ein (Art. 43 Abs. 1 ATSG). Der Untersu-

chungsgrundsatz besagt, dass die verfügende Instanz den rechtserhebli-

chen Sachverhalt von Amtes wegen, aus eigener Initiative und ohne Bin-

dung an die Vorbringen oder Beweisanträge der Parteien, abklären und 

feststellen muss (u.v. URS MÜLLER, Das Verwaltungsverfahren in der Inva-

lidenversicherung, 2010, §21, m.w.H.). Die objektive Beweislast, also das 

Risiko der Nicht-Beweisbarkeit leistungsbegründender Tatsachen, trägt 

hingegen die versicherte Person (BGE 139 V 547 E. 8.1). 

4.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 

ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG) und kann 

Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 

IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, 

geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer 

Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust 

der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden, ausgegliche-

nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens 

einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-

chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 

zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 

Abs. 2 ATSG). 

4.4 Nach dem Grundsatz der Selbsteingliederung als Ausdruck der allge-

meinen Schadenminderungspflicht (BGE 113 V 22 E. 4.a) hat die versi-

cherte Person von sich aus das ihr Zumutbare zur Verbesserung der Er-

werbsfähigkeit beizutragen, in erster Linie durch Ausschöpfung sämtlicher 

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Seite 11 

medizinischer Behandlungs- und weiterer therapeutischer Möglichkeiten 

(BGE 127 V 294 E. 4.b.cc). 

4.5 Anspruch auf eine Rente haben Versicherte, die kumulativ (Art. 28 

Abs. 1 IVG): 

– ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 

betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder 

herstellen, erhalten oder verbessern können; 

– während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 

mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) waren; und 

– nach Ablauf dieses Jahres weiterhin zu mindestens 40% invalid (Art. 8 

ATSG) sind. 

5.  

5.1 Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens können die Verletzung von 

Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs oder der Überschreitung 

des Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sach-

verhalts sowie die Unangemessenheit des Entscheids gerügt werden 

(Art. 49 Abs. 1 VwVG). 

5.2 Auch das Beschwerdeverfahren ist von der Untersuchungsmaxime be-

herrscht, weshalb das Gericht von Amtes wegen für die richtige und voll-

ständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat. 

Dieser Grundsatz gilt indessen nicht unbeschränkt; er findet sein Korrelat 

in den Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2; BGE 122 V 

158 E. 1a, je m.w.H.) und der Rügemaxime, wonach der angefochtene Akt 

nicht auf sämtliche denkbaren Mängel hin zu untersuchen ist, sondern das 

Gericht sich nur mit jenen Einwänden auseinandersetzen muss, die in der 

Beschwerde thematisiert wurden (vgl. AUER, in: Auer/Müller/Schindler 

[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren 

[VwVG], Zürich 2008, Art. 12 Rz. 12). 

5.3 Im Sozialversicherungsprozess hat das Gericht seinen Entscheid, so-

fern das Gesetz nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweismass der 

überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 

bestimmten Sachverhalts genügt dieser Anforderung nicht. Das Gericht hat 

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vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen mögli-

chen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 

360 E. 5.b und BGE 125 V 195 E. 2, je m.w.H.). 

5.4 Führen die vorgenommenen Abklärungen bei umfassender, sorgfälti-

ger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung zur Überzeugung, 

ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich zu be-

trachten und es könnten zusätzliche Beweismassnahmen an diesem fest-

stehenden Ergebnis nichts mehr ändern, muss nicht weiter untersucht wer-

den. Der Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise stellt diesfalls keine 

Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar (antizipierte Beweis-

würdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3; BGE 124 V 90 E. 4.b). 

6.  

6.1 Der Beschwerdeführer arbeitete bis Ende Februar 2013 während mehr 

als 16 Jahren durchgehend bei demselben Arbeitgeber und war in den letz-

ten drei Kalenderjahren jeweils 13, 3 und 3 Tage aufgrund Krankheit, bzw. 

0, 12 und 2 Tage aufgrund Unfalls arbeitsunfähig (IV-act. 16 p. 5). Das Ar-

beitsverhältnis wurde gemäss Beschwerdeführer „krankheitsbedingt“ (Be-

schwerde S. 4), gemäss Arbeitgeber aufgrund "ungenügender Leis-

tung/Verhalten" (IV-act. 16 p. 2) per 28. Februar 2013 gekündigt. 

6.2 Die ins Recht gelegten Gesundheitsbeschwerden des Beschwerdefüh-

rers bestanden, nach den von ihm selbst beigebrachten Attesten, alle be-

reits während seiner Arbeitstätigkeit; offensichtlich ohne dass dadurch dau-

erhaft eine Einschränkung seiner Arbeitsfähigkeit eingetreten war. Die 

Hauptdiagnosen der Epilepsie und Dupuytren'schen Kontraktur der linken 

Hand liegen konkret seit 2008 vor (Sachv. B.a). 

6.2.1 Nach jahrelang anfallfreiem Verlauf erlitt der Beschwerdeführer am 

22. März 2013 wieder einen epileptischen Anfall. Medizinisch wurde dieser 

Anfall mit der kurz zuvor, auf seinen eigenen Wunsch hin, reduzierten Me-

dikation in Verbindung gebracht, allenfalls auch als Entzugskrampf inter-

pretiert. Ein weiterer Anfall, nach Wiederaufnahme der vorherigen Medika-

tion, wurde nicht geltend gemacht und ist nicht aktenkundig. Es ist deshalb 

mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass – unter 

Einhaltung der dem Beschwerdeführer zumutbaren, medikamentösen The-

rapie – Anfallsfreiheit erreichbar ist. Zudem wiesen die Ärzte darauf hin, 

dass mit – zumutbarer (vgl. E. 4.4 und Urteil BGer 9C_370/2013 vom 22. 

C-6692/2014 

Seite 13 

November 2013 E. 4.2) – Alkoholabstinenz die Anfallsfreiheit weiter gesi-

chert werden kann, zumal die Anfälle gemäss ärztlicher und vorinstanzli-

cher Würdigung differentialdiagnostisch auch als Folge übermässigen Al-

koholkonsums bzw. nachfolgenden -entzugs gewertet wurden (IV-act. 21). 

6.2.2 Nachdem die Diagnose der Dupuytren'schen Kontraktur seit mindes-

tens 2008 bekannt ist und die Vorinstanz mit Schreiben vom 19. Juni 2014 

(IV-act. 59) explizit alle diesbezüglichen Berichte, auch bezüglich einer all-

fällig zwischenzeitlich durchgeführten Operation, eingefordert hat, ist den 

Akten lediglich die Empfehlung zur operativen Behandlung vom 30. No-

vember 2012 zu entnehmen. Auch das auf Nachfrage eingereichte, spezi-

alärztliche Attest vom 30. Juli 2014 gibt lediglich klinische Feststellungen 

wieder und äussert sich nicht über erfolgte operative oder auch nichtinva-

sive Therapien. Undeutlich bleibt die Aktenlage bei der Beschreibung der 

Einschränkung der einzelnen Finger. So beschreibt das spezialärztliche At-

test vom 30. Juli 2014 zwei betroffene Finger, bezeichnet aber beide als 

'linker Ringfinger'. Die Aktenlage legt nahe, dass damit Dig. IV und V der 

linken Hand bezeichnet werden (reine Beschreibung 'linke Hand' im Text 

des Attests selbst; vgl. auch das österreichische Gutachten vom 22. Okto-

ber 2013 [Sachv. B.b] und das später eingereichte Attest vom 26. Februar 

2015 [Sachv. D.c]), doch interpretierte der RAD in seiner Stellungnahme 

vom 06. Oktober 2014 das Attest als die Ringfinger beider Hände beschrei-

bend (Sachv. B.e; anders in der späteren Stellungnahme vom 15. April 

2015 [Sachv. D.d]). 

Eine Dupuytren'sche Kontraktur ist ein langsam verlaufender fibriotischer 

Prozess, der nach und nach zu einer dauerhaften Kontraktur eines oder 

mehrerer Finger führt (VILJANTO, Dupuytren's Contracture: a Review, in: 

Seminars in Arthritis and Rheumatism [3] 2, S. 155). Der Beschwerdefüh-

rer, in Kenntnis der Diagnose seit 2008, arbeitete bis Ende Februar 2013, 

ohne dass eine wesentliche Arbeitsunfähigkeit aktenkundig geworden 

wäre. Das spezialärztliche Attest vom 30. Juli 2014 nimmt zu diesem Zeit-

punkt, „im Hinblick auf die berufliche Situation“ und nicht weiter begründet, 

eine „Funktionseinschränkung von etwa 40%" an. In der die betroffenen 

Finger korrekt identifizierenden Stellungnahme des RAD vom 15. April 

2015 (s.o.), dem zudem verschiedene Röntgenbilder der Kontrakturen zur 

Verfügung standen, wird hingegen eine Leistungsverminderung von 25% 

für einen boucher au laboratoire angenommen. Da der Beschwerdeführer 

nach Auskunft des ehemaligen Arbeitgebers (Fragebogen vom 11. Dezem-

ber 2013; IV-act. 16) zudem weit überwiegend im Verkauf tätig war (Kun-

denbedienung: 34-66%, Warenpräsentation: 6-33%, Reinigungsarbeiten, 

C-6692/2014 

Seite 14 

Datenkontrolle, Bestellwesen: je 1-5% [IV-act. 16 S. 7]), ist mit überwiegen-

der Wahrscheinlichkeit eine rentenbegründende Arbeitsunfähigkeit nicht 

erreicht (E. 4.5). Damit kann offen gelassen werden, ob der RAD zu Recht 

geschlossen hat, die Einschränkungen der Beweglichkeit liessen durch 

eine risikoarme und erfolgversprechende operative Sanierung der betroffe-

nen Strukturen beheben. 

6.3 Anders als der RAD beurteilte das amtliche österreichische Gutachten 

vom 22. Oktober 2013 (Sachv. B.b) zusätzlich eine Lumboischialgie beid-

seits als die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigend. Trotz dieser Qualifikation er-

achtete der Gutachter aber bis überwiegend mittelschwere und fallweise 

schwere Tätigkeiten in Nässe und Kälte sowie in überwiegend stehen-

der/gehender Haltung, mit Einschränkung auf nur 'fallweise' einzuneh-

mende vorgebeugte oder gebückte Zwangshaltungen, als vollschichtig zu-

mutbar. In Übereinstimmung mit der das österreichische Gutachten behan-

delnden Stellungnahme des RAD (Sachv. B.c), kann deshalb von einem 

fehlenden Einfluss dieser Diagnosen auf die Arbeitsfähigkeit in der bisheri-

gen Tätigkeit als überwiegend im Verkauf tätigen Metzger ausgegangen 

werden. 

6.4 Das nachträglich eingereichte Gutachten von Dr. D._______, HNO, 

vom 4. Februar 2016 (B-act. 20 Beilage 1) vermag die Feststellung des 

Gerichts, wonach mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine rentenbe-

gründende Invalidität nicht erreicht wird, nicht in Frage zu stellen. 

6.4.1 Im Gutachten wird ein 90-prozentiger Hörverlust beidseits entspre-

chend einer an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit festgehalten. Der 

Versicherte trage seit 12 Jahren Hörgeräte, die angepassten Hörgeräte 

seien veraltet, er habe Anspruch auf neue Hörgeräte durch die Kranken-

kasse. Der Grad der Behinderung aufgrund der Hörminderung betrage 

70%. In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, dem Ver-

sicherten seien alle Arbeiten im Gehen, Stehen, Sitzen, in geschlossenen 

Räumen, im Freien unter Einwirkung von Kälte, Nässe, Lärm und Staub 

vollzeitig zumutbar, ausser Arbeiten an Leitern und Gerüsten, wo ein war-

nender Zuruf gehört werden müsse, sowie Arbeiten an gefährlichen Ma-

schinen. Zudem könne der Versicherte nicht telefonieren, einfache Anwei-

sungen seien unter Sichtkontakt möglich. 

6.4.2 Der RAD stellte daraufhin entgegen seiner früheren Beurteilung fest, 

der Beschwerdeführer sei in seiner angestammten Tätigkeit als Metzger 

seit 30. Juli 2014 (Datum des Berichts von Dr. E._______; IV-act. 64 S. 1) 

C-6692/2014 

Seite 15 

nicht mehr arbeitsfähig. Seine Arbeitskraft sei jedoch in nicht qualifizierten 

Tätigkeiten auch im Alter von 57 Jahren weiterhin verwertbar (Arbeitsfähig-

keit in Verweistätigkeiten zu 100%). Allerdings seien dabei wegen der 

Schwerhörigkeit Gefahrenherde, wie z.B. gefährliche Maschinen, zu ver-

meiden, wegen der Dupuytren'schen Kontraktur dürfe auch keine beson-

dere Fingerfertigkeit verlangt werden (B-act. 1 Beilagen 3, 5). 

6.4.3 Die Ausführungen des RAD zum nachträglich eingereichten Gutach-

ten und zur modifizierten Gesamtsituation sind nicht zu beanstanden. Tat-

sächlich ist eine Tätigkeit im angestammten Beruf als Metzger (i. e. S.) auf-

grund der Schwerhörigkeit wegen Verletzungsgefahr und des Kundenkon-

takts ausgeschlossen. Die genannten nachfolgenden Einschränkungen in 

Bezug auf die möglichen Verweistätigkeiten sind nachvollziehbar und plau-

sibel: wegen der Fingerproblematik dürfen keine Tätigkeiten verlangt wer-

den, welche eine besondere Fingerfertigkeit voraussetzen; wegen der 

Lumboischialgie dürfen nur 'fallweise' vorgebeugte oder gebückte Zwangs-

haltungen eingenommen werden; wegen der Schwerhörigkeit sind be-

stimmte Gefahrenherde zu vermeiden.  

6.5  

6.5.1 Da in Bezug auf die Epilepsie bei Durchführung der zumutbaren me-

dizinischen Massnahmen Anfallsfreiheit mit überwiegender Wahrschein-

lichkeit erreicht werden kann, ist zwar ein Leidensabzug wegen Epilepsie 

nicht gerechtfertigt. Angesichts der übrigen diversen Einschränkungen wird 

indes zu Recht ein hoher Leidensabzug von 20% gewährt, was angemes-

sen erscheint.  

6.5.2 Der von der Vorinstanz durchgeführte Einkommensvergleich ergab 

einen Invaliditätsgrad von 31 Prozent. Der Vergleich stützt sich beim Vali-

denlohn auf das im Jahr 2012 erzielte Einkommen des Beschwerdeführers 

(Fr. 6‘342.65 pro Monat), beim Invalidenlohn auf die Tabellenlöhne im Rah-

men der Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Sta-

tistik (Fr. 5‘210.00, Kompetenzniveau 1, Total Männer, [vgl. TA1_skill_level 

2012]), unter Berücksichtigung des 20-prozentigen Leidensabzugs beim 

Invalidenlohn (vgl. B- act 26 Beilage 1). Der Einkommensvergleich ist 

ebenfalls nicht zu beanstanden. 

7.  

C-6692/2014 

Seite 16 

7.1 Nach diesen Erwägungen steht fest, dass der Beschwerdeführer in ei-

ner angepassten Verweistätigkeit weiterhin in invaliditätsausschliessen-

dem Masse arbeitsfähig ist. Selbst bei Annahme des maximalen bundes-

gerichtlich zugelassenen Leidensabzugs von 25 Prozent (vgl. BGE 126 V 

75 E. 5b.cc; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum 

IVG, 3. Auflage 2014, Art. 28a IVG, Nr. 104) läge der Invaliditätsgrad un-

terhalb der rentenbegründenden 40 Prozent. Zudem sind medizinische 

Massnahmen zumutbar, welche zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit 

führen (Alkoholabstinenz, operative Sanierung der Finger, neue Hörge-

räte).  

7.2 Bei diesem Ergebnis kann offen bleiben, ob das nachträglich einge-

reichte Gutachten (Untersuchung vom 4. Februar 2016) bei der Beweis-

würdigung überhaupt zu berücksichtigen ist, zumal es den gesundheitli-

chen Zustand des Beschwerdeführers zeitlich nach der angefochtenen 

Verfügung beschreibt und das Gutachten keine klaren Schlüsse auf den 

Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der Verfügung zulässt, was Vorausset-

zung für dessen Relevanz wäre (vgl. Urteil des BVGer C-3733/2014 vom 

16. November 2015 E. 2.2).  

7.3 Die Aktenlage ist, bis auf die schlussendlich folgenlose, wohl verse-

hentlich falsche Bezeichnung betroffener Finger (E. 6.2.2), in sich stimmig 

und nachvollziehbar, der Sachverhalt mit überwiegender Wahrscheinlich-

keit korrekt erstellt. Es besteht deshalb kein Anlass für das Gericht, ein Ge-

richtsgutachten anzuordnen oder die Sache zur Begutachtung an die Vo-

rinstanz zurückzuweisen. Auf die anbegehrte polydisziplinäre Begutach-

tung wird deshalb in antizipierter Beweiswürdigung (E. 5.4) verzichtet. 

8.  

8.1 Die vorinstanzliche Rentenabweisung ist nicht zu beanstanden. Die an-

gefochtene Verfügung vom 16. Oktober 2014 ist deshalb zu schützen und 

die Beschwerde abzuweisen. 

8.2 Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder 

die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem Bundesverwaltungsgericht ist 

kostenpflichtig (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG). Entsprechend dem Aus-

gang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die Verfahrenskosten zu 

tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Diese sind auf Fr. 400.- festzusetzen und 

dem bereits geleisteten Kostenvorschuss zu entnehmen. 

C-6692/2014 

Seite 17 

8.3 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Als Bundesbe-

hörde hat die obsiegende Vorinstanz jedoch keinen Anspruch auf eine Par-

teientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 

über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht 

[VGKE, SR 173.320.2]). 

  

C-6692/2014 

Seite 18 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 400.- festgesetzt und dem geleisteten 

Kostenvorschuss entnommen. 

3.  

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben) 

 

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Beat Weber Urs Walker 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 

BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die 

Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

 

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