# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** da17ab3a-96b9-558f-ad53-d2ddbc87a8eb
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-14
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 14.04.2008 E-4432/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4432-2006_2008-04-14.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4432/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 4 .  A p r i l  2 0 0 8

Richter Markus König (Vorsitz), 
Richterin Nina Spälti Giannakitsas, 
Richter Walter Stöckli, 
Gerichtsschreiberin Eveline Chastonay

A._______, Bosnien undHerzegowina
vertreten durch Thomas Wenger, B._______
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM), 
vormals Bundesamt für Flüchtlinge (BFF),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz,

Vollzug der Wegweisung (Beschwerde gegen Wieder-
erwägungsentscheid); Verfügung des BFM vom 1. April 
2005 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4432/2006

Sachverhalt:

I.

A.
Der Beschwerdeführer  reiste  am 26. Februar  2004 unter  Umgehung 
der  Grenzkontrolle  in  die  Schweiz  ein,  wo  er  tags  darauf  ein  Asyl-
gesuch stellte. Mit Verfügung vom 15. April 2004 stellte das BFF fest, 
die Vorbringen genügten weder den Anforderungen an die Flüchtlings-
eigenschaft noch denjenigen an das Glaubhaftmachen eines asylrele-
vanten Sachverhaltes und lehnte das Asylgesuch ab. Der Vollzug der 
Wegweisung wurde als zulässig, zumutbar und möglich erachtet.

Auf eine gegen diese Verfügung eingereichte Beschwerde vom 18. Mai 
2004 (Datum Poststempel) trat die damals zuständige Schweizerische 
Asylrekurskommission (ARK) zufolge Nichteinhaltens der dreissigtägi-
gen Beschwerdefrist mit Urteil vom 25. Mai 2004 nicht ein.

B.
Am 30. Juni 2004 ersuchte der Beschwerdeführer bei der ARK um Re-
vision des Urteils vom 25. Mai 2004. Die ARK trat auf dieses Revisi-
onsgesuch mit  Urteil  vom 17. August 2004 zufolge Nichtleistens des 
Kostenvorschusses nicht ein. 

Mit Eingabe vom 12. August 2004 reichte der Beschwerdeführer beim 
Bundesamt ein Wiedererwägungsgesuch betreffend Asyl und Wegwei-
sung ein. Das BFM wies das Wiedererwägungsgesuch mit Verfügung 
vom 30. August 2004 ab. 

Dagegen  erhob  der  Beschwerdeführer  am 30. September  2004  Be-
schwerde  bei  der  ARK.  In  der  Zwischenverfügung  vom  7.  Oktober 
2004 beurteilte der damals zuständige Instruktionsrichter die Rechts-
begehren als aussichtslos, wies das Gesuch um Wiederherstellung der 
aufschiebenden Wirkung der Beschwerde sowie dasjenige um Gewäh-
rung der unentgeltlichen Rechtspflege ab. 

Mit Urteil der ARK vom 8. November 2004 wurde ein gegen den Inst-
ruktionsrichter  gerichtetes  Ausstandsbegehren  abgewiesen.  Am  19. 
November  2004  wies  die  ARK die  Beschwerde  vom 30. September 
2004 ab. 

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Ein  weiteres  Revisionsgesuch  (gegen  das  Urteil  vom 19. November 
2004) wies die ARK mit Urteil vom 26. Januar 2005 ab.

II.

C.
Am 24. März 2005 reichte der Beschwerdeführer durch seinen neu be-
vollmächtigten Rechtsvertreter bei der Vorinstanz ein zweites Wieder-
erwägungsgesuch  ein  und  ersuchte  in  seinen  Rechtsbegehren  um 
Aufhebung der Dispositivziffern 4 und 5 (Anordnung des Vollzugs der 
Wegweisung) der erstinstanzlichen Verfügung vom 15. April 2004, um 
Feststellung  der  Unzulässigkeit,  eventuell  Unzumutbarkeit  des  Voll-
zugs der Wegweisung sowie um vorläufige Aufnahme in der Schweiz. 

Mit  dem Gesuch wurde ein ärztlicher Bericht der C._______ 4. März 
2005 eingereicht.

Das Bundesamt nahm die Eingabe vom 24. März 2005 als  Wiederer-
wägungsgesuch  entgegen,  wies  dieses  mit  Verfügung  vom  1.  April 
2005 ab und stellte fest, die Verfügung vom 15. April 2004 sei rechts-
kräftig und vollstreckbar.

D.
Mit  Beschwerde vom 20. April  2005 an die ARK beantragte der Be-
schwerdeführer  durch  seinen  Rechtsvertreter  die  Aufhebung  der 
vorinstanzlichen Verfügung vom 1. April  2005,  die wiedererwägungs-
weise Feststellung der  Unzulässigkeit,  eventuell  Unzumutbarkeit  des 
Wegweisungsvollzugs,  die Aufhebung der  Ziffern  4  und 5 der  Verfü-
gung der Vorinstanz vom 15. April 2004 und die vorläufige Aufnahme 
in der Schweiz. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzu-
erkennen, und die zuständige kantonale Behörde sei anzuweisen, bis 
zum rechtskräftigen Entscheid keine Vollstreckungshandlungen vorzu-
nehmen. Es  sei  die  unentgeltliche Prozessführung unter  Beiordnung 
eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person des unterzeich-
nenden Rechtsvertreters zu gewähren und von der Erhebung von Ver-
fahrenskostenvorschüssen sei abzusehen.

Zum Beleg seiner Vorbringen reichte der Beschwerdeführer zwei Arzt-
berichte  C._______ datierend  vom 4. März  2005  und  vom 13. April 
2005 zu den Akten.

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E.
Mit verfahrensleitender Verfügung vom 11. Mai 2005 setzte der zustän-
dige Instruktionsrichter den Vollzug der Wegweisung aus.

F.
Die Akten wurden der Vorinstanz zur Vernehmlassung übermittelt, wel-
che die diesbezüglich auf den 31. August 2005 (nach zweimal gewähr-
ter  Fristerstreckung)  angesetzte  Frist  ungenutzt  verstreichen  liess, 
woraufhin  der  Instruktionsrichter  mit  Verfügung  vom  9.  September 
2005 das Vernehmlassungsverfahren als beendet erklärte.

G.
Mit  Schreiben vom 23. September 2005 an die ARK reichte der Be-
schwerdeführer  einen  ärztlichen  Bericht  C._______  vom  19. 
September 2005 zu den Akten.

H.
Am 26. März 2007 wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass sein 
hängiges  Verfahren  per  1.  Januar  2007  vom  Bundesverwaltungsge-
richt, Abteilung V, übernommen worden sei.

I.
Mit Zwischenverfügung vom 27. November 2007 forderte der Instrukti-
onsrichter  den Beschwerdeführer dazu auf, innert  Frist  einen aktuel-
len, ausführlichen ärztlichen Bericht einzureichen.

Mit Eingabe vom 17. Dezember 2007 (Fax) respektive 18. Dezember 
2007  (Original)  wurde  der  angeforderte  ärztliche  Bericht,  datierend 
vom 14. Dezember 2007, fristgerecht zu den Akten gereicht.

J.
Am  8.  Januar  2008  übermittelte  die  zuständige  kantonale  Behörde 
– auf entsprechende Anfrage des Instruktionsrichters hin – zuhanden 
der  Akten  verschiedene  Polizeiakten  des  Aufenthaltskantons 
D._______ sowie  einen rechtskräftigen Strafbefehl  E._______vom 5. 
Dezember 2006.

Eine Nachfrage des Instruktionsrichters bei der zuständigen kantona-
len Behörde ergab am 4. März 2008, dass dieser keine weiteren Straf-
verfahren gegen den Beschwerdeführer bekannt sind.

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K.
Am 17. März 2008 reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers 
auf Aufforderung des Instruktionsrichters hin seine Kostennote zu den 
Akten.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) beurteilt  das Bundesverwaltungsge-
richt Beschwerden gegen Verfügungen nach  Art. 5 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021), sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt. Dazu 
gehören Verfügungen des BFM gestützt auf das Asylgesetz. Das Bun-
desverwaltungsgericht  entscheidet  in  diesem  Bereich  endgültig 
(Art. 105  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni 1998  [AsylG,  SR 142.31]; 
Art. 83 Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 17. Juni 2005 
[BGG, SR 173.110]).

1.2 Das  Verfahren  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  richtet  sich 
nach dem VwVG, soweit das VGG oder das AsylG nichts anderes be-
stimmen (Art. 37 VGG, Art. 6 AsylG).

1.3 Nachdem  nach  Lehre  und  Praxis  Wiedererwägungsentscheide 
grundsätzlich  wie  die  ursprüngliche  Verfügung  auf  dem ordentlichen 
Rechtsmittelweg  weitergezogen  werden  können,  ist  das  Bundesver-
waltungsgericht  auch zuständig  für  die  Beurteilung der  vorliegenden 
Wiedererwägungsbeschwerde.

1.4 Mit Beschwerde kann die Verletzung von Bundesrecht, die unrich-
tige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts  und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG).

2.
Die Beschwerde ist form- und fristgerecht eingereicht; der Beschwer-
deführer ist legitimiert (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 und 50 ff. VwVG). Auf 
die Beschwerde ist mithin einzutreten.

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3.

3.1 Die  Wiedererwägung  wird  im Gegensatz  zur  Revision  im  VwVG 
nicht explizit geregelt. Gemäss herrschender Lehre und ständiger Pra-
xis  des  Bundesgerichts  wird  jedoch  gestützt  auf  Art.  29  Abs. 1  der 
Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft  vom  18. 
April 1999 (BV, SR 101) ein Anspruch auf Wiedererwägung anerkannt, 
wenn sich der rechtserhebliche Sachverhalt  nach einem rechtskräfti-
gen Verwaltungs- oder  Verwaltungsgerichtsentscheid in entscheidwe-
sentlicher  Art  und  Weise  verändert  hat  (BGE  109  Ib  251  f.; 
URSINA BEERLI-BONORAND, Die ausserordentlichen Rechtsmittel in der Ver-
waltungsrechtspflege  des  Bundes  und  der  Kantone,  Zürich  1985, 
S. 178). Nach ständiger, vom Bundesverwaltungsgericht weitergeführ-
ter, Praxis der ARK (Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 1995 Nr. 21 S. 202 f.) wird der 
Begriff der Wiedererwägung in mehrdeutigem Sinn verwendet, wobei 

im Wesentlichen drei Konstellationen erfasst werden:

In  seiner  ersten  Bedeutung  stellt  ein  Wiedererwägungsgesuch  ein 
blosser  Rechtsbehelf  dar,  auf  dessen  Behandlung  durch  die  verfü-
gende Behörde kein Anspruch besteht.

In der zweiten Bedeutung meint der Begriff der Wiedererwägung den 
Widerruf einer unangefochten gebliebenen, formell rechtskräftigen Ver-
fügung,  die  sich  als  ursprünglich  fehlerhaft  erweist  (vgl.  Praxis  der 
ARK in EMARK 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f.). Analog zur gesetzlichen 
Regelung von Art. 66 VwVG leitet die Praxis dabei unmittelbar aus Art. 
29 Abs. 1 BV einen Anspruch auf Wiedererwägung ab, sofern Revisi-
onsgründe geltend gemacht werden können (sog. "qualifiziertes Wie-
dererwägungsgesuch").

In  seiner  letzten Bedeutung  bezeichnet  der  Begriff  der  Wiedererwä-
gung ("einfaches Wiedererwägungsgesuch") die Anpassung einer ur-
sprünglich fehlerfreien Verfügung an nachträglich eingetretene Verän-
derungen der Sachlage, demnach die Neuregelung eines Rechtsver-
hältnisses,  welche  der  neu  eingetretenen  Sachlage  Rechnung  trägt 
(vgl. Praxis der ARK in EMARK 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.). Dabei ist un-
bedeutend,  ob die ursprüngliche Verfügung unangefochten geblieben 
ist oder in einem ordentlichen Rechtsmittelverfahren angefochten wor-
den ist.

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3.2 Eine Wiedererwägung fällt  nicht  in  Betracht,  wenn lediglich  eine 
neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits bekannten Tatsa-
chen herbeigeführt werden soll oder Gründe angeführt werden, die be-
reits  in  einem  ordentlichen  Beschwerdeverfahren  gegen  die  frühere 
Verfügung hätten geltend gemacht werden können (vgl. EMARK 2003 
Nr. 17 E. 2b S. 104).

4.

4.1 Den Anspruch  auf  Behandlung  als  Wiedererwägungsgesuch  hat 
die Vorinstanz vorliegend nicht in Abrede gestellt, und sie ist materiell 
auf das Gesuch eingetreten. Damit hat das Bundesverwaltungsgericht 
zu prüfen, ob die Vorinstanz das Gesuch zu Recht abgewiesen hat.

4.2 Die Rechtsbegehren sowohl im Wiedererwägungsgesuch als auch 
in der Beschwerde beschränken sich ausdrücklich auf die Frage des 
Vollzugs der Wegweisung, weshalb vorliegend entsprechend nur das 
Vorhandensein allfälliger Vollzugshindernisse vor dem Hintergrund der 
Frage, ob sich diesbezüglich seit Erlass der in Rechtskraft erwachse-
nen Verfügung vom 15. April 2004 eine entscheidwesentliche Verände-
rung im oben (vgl. E. 3) genannten Sinne ergeben hat, zu prüfen ist.

5.

5.1 Das Bundesamt führte in seiner Verfügung vom 1. April  2005 im 
Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe bereits in den diesem 
Gesuch vorangegangenen Verfahren seine gesundheitlichen Probleme 
geltend gemacht. Es stelle sich daher die Frage, ob sich der Gesund-
heitszustand des Beschwerdeführers zwischenzeitlich derart verändert 
habe,  dass  nicht  mehr  von  der  Zumutbarkeit  des  Wegweisungsvoll-
zugs ausgegangen werden könne. Dies treffe vorliegend nicht zu. Die 
ärztliche Diagnose im neu zu den Akten gereichten ärztlichen Bericht 
C._______ vom 4. März 2005 decke sich weitgehend mit den bereits 
früher  eingereichten  Arztberichten.  Zudem  sei  nochmals  darauf 
hinzuweisen, dass die Behandlung von psychischen Erkrankungen in 
Bosnien  und  Herzegowina  –  namentlich  F._______ – grundsätzlich 
möglich sei. Vor diesem Hintergrund könne die im Arztbericht vertrete-
ne Ansicht nicht geteilt werden, wonach eine ärztliche Behandlung nur 
in der Schweiz erfolgen könne.

5.2 In der Rechtsmitteleingabe wird demgegenüber dargelegt, es sei 
von einer  wesentlichen Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes 
des  Beschwerdeführers  auszugehen. Vor diesem Hintergrund  sei  zu 

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prüfen, ob der Vollzug der Wegweisung sich als unzumutbar respektive 
unzulässig darstelle. Gemäss den ergänzenden Ausführungen des be-
handelnden Arztes G._______ vom 13. April  2005 bestehe beim Be-
schwerdeführer  ein  hohes  und  akutes  Risiko  der  Eigengefährdung, 
wobei bei Nichtbehandlung auch eine Fremdgefährdung nicht ausge-
schlossen werden könne. 

Hinsichtlich  der  Frage  der  Behandelbarkeit  in  der  Heimat  des  Be-
schwerdeführers müssten die diesbezüglichen Ausführungen des Bun-
desamtes  bestritten  werden.  Es  treffe  zwar  zu,  dass  es  in  Bosnien 
fachgerechte Behandlung gebe. Aufgrund der Kapazitätsgrenzen wäre 
jedoch  eine  länger  andauernde  Traumatherapie,  wie  vorliegend  not-
wendig, für den mittellosen Beschwerdeführer, Angehöriger der Ethnie 
der  Roma,  nicht  verfügbar. Letztlich  ungeachtet  dieser  Frage sei  je-
doch eine solche Therapie im nahen Umfeld der stattgefundenen Trau-
matisierung ohnehin sinnlos, da wirkungslos. Hinzu komme vorliegend, 
dass der Beschwerdeführer der Nähe seiner Mutter bedürfe, damit die 
Therapie erfolgreich durchlaufen werden könne. Im Zweifelsfalls werde 
für den medizinischen Aspekt dieser Einschätzung vom Beschwerde-
führer  die  Einholung  eines  amtlich  angeordneten  Gutachtens  bean-
tragt.

5.3

5.3.1 Nach Durchsicht sämtlicher vorliegender Akten kommt das Bun-
desverwaltungsgericht zu folgenden Schlussfolgerungen:

Der Beschwerdeführer hat während der gesamten Dauer der – ordent-
lichen und ausserordentlichen – Verfahren im Wesentlichen stets über-
einstimmend die Ursachen für seine gesundheitlichen Probleme dar-
gelegt. Die ARK stellte in ihrem Urteil vom 19. November 2004 unter 
anderem fest, das Bundesamt habe die Ursachen für die Traumatisie-
rung  des  Beschwerdeführers  als  solche  nicht  als  grundsätzlich  un-
glaubhaft  beurteilt,  diese letztlich jedoch als  nicht  asylrelevant  beur-
teilt; im Revisionsurteil  vom 26. Januar 2005 verwies die  ARK unter 
anderem auf diese Ausführungen. Aus den Akten ergeben sich auch 
für  das  Bundesverwaltungsgericht  keine  Anhaltspunkte,  welche  die 
Frage der Glaubhaftigkeit der vom Beschwerdeführer geltend gemach-
ten Erlebnisse im Heimatland in einem anderen Lichte erscheinen lie-
ssen.

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5.3.2 Die zu den Akten gereichten ausführlichen Arztberichte sind von 
verschiedenen kantonalen Fachstellen verfasst und beschreiben über-
einstimmend folgendes Bild: Der Beschwerdeführer ist aufgrund seiner 
schwerwiegenden Erlebnisse während seiner Kindheit und Jugendzeit 
durch  die  folgenden  Faktoren  traumatisiert:  die  Trennung  von  der 
Mutter und das Durchleben des Krieges, welcher ohne elterlichen Bei-
stand  kumulierend  traumatisierend  erlebt  worden  sei;  die  vom alko-
holkranken Vater  und von anderen Personen zugefügten physischen 
und psychischen Misshandlungen; das Fehlen jeglicher sozialer Unter-
stützung und materieller  Versorgung. Als  Folge davon weist  der  Be-
schwerdeführer  sowohl  Symptome  einer  posttraumatischen  Belas-
tungsstörung (PTBS)  als  auch einer  emotional-instabilen  Persönlich-
keit  auf.  Ferner  liegen  kinder-  und  jugendpsychiatrische  Diagnosen 
vor, in welchen unter anderem Stottern und emotionale Störung des 
Kindesalters festgestellt wurde.

Als Vorgehen wurde im Bericht der C._______ vom 11. August 2004 
dringend  medizinische  und  soziale  Abklärungen  empfohlen  sowie 
festgehalten,  als  notwendigste  Massnahme  sei  eine  soziale 
Stabilisierung anzustreben im Sinne des Aufbaus von Tagesstruktur, 
Zusammenhalt  der Familie,  Ausbildungsmöglichkeiten und insgesamt 
die Gewährung einer realen und psychischen Sicherheit.

Dem im Rahmen des zweiten Wiedererwägungsverfahrens eingereich-
ten Bericht vom 4. März 2005 ist einerseits zu entnehmen, dass sich 
die psychischen und psychosomatischen Krankheitssymptome sowie 
die  körperlichen  Beschwerden  zufolge  der  jahrelangen  Miss-
brauchshandlungen am Beschwerdeführer verstärkt hätten. Dazu habe 
auch eine (offenbar im Zusammenhang mit einer vorgesehenen Aus-
schaffung erfolgte) dreitägige Festnahme in der Schweiz beigetragen. 
Zu  den  Leitsymptomen  für  eine  PTBS  komme  nunmehr  auch  eine 
posttraumatische  Wesensveränderung;  so  sei  ein  misstrauisches 
Rückzugsverhalten, Schuldgefühle der Familie gegenüber und eine re-
signativ-depressive  Stimmung  festzustellen.  Weiter  wird  ein  schwer-
wiegender Entwicklungsrückstand diagnostiziert, welcher sich in einer 
starken Abhängigkeit  von der  Mutter  und im Fehlen von Persönlich-
keitskräften, die für ein eigenständiges Leben notwendig seien, mani-
festiere.

Im Arztbericht vom 13. April 2005 wird unmissverständlich darauf hin-
gewiesen, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdefüh-

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rers  deutlich  und wesentlich  verschlechtert  habe. Zur  Frage der  Be-
handelbarkeit im Heimatland wird ausgeführt,  im vom Bundesamt er-
wähnten  H._______ F._______ sei  nur  die  Notfallversorgung  von 
PTBS-Patienten gewährleistet.  Der  Beschwerdeführer  benötige  dem-
gegenüber  keine  Notfallhilfe,  sondern  eine  intensive,  konstante  und 
kompetente psychiatrische Therapie (vgl. dazu auch den Bericht vom 
19. September 2005 C._______). Vorliegend sei zudem allein für die 
Aufarbeitung des gravierenden Entwicklungsrückstandes einerseits die 
Nähe und der Einbezug der Mutter notwendig; andererseits erfordere 
die  Behandlung  eines  Psychotraumas  zwingend  einen  geschützten 
Raum. Eine  Behandlung  in  ungeschützter  Nähe  zum gewaltbereiten 
familiären  Umfeld  (Vater  und  dessen  Clan)  im  Heimatland  des 
Beschwerdeführers könne nicht durchgeführt werden, da in einem sol-
chen ungeeigneten Umfeld eine Therapie nichts erreichen könnte (vgl. 
auch C._______). 

Sodann wird in den ärztlichen Schreiben vom 13. April 2005 und vom 
19. September 2005 für den Fall einer Nichtbehandlung respektive ei-
nes Abbruchs der angefangenen Therapie ein deutlich erhöhtes Risiko 
festgestellt, durch Suizid aus dem Leben zu scheiden oder das Leben 
durch  angstvolle  Realitätsverkennung und die  Dauerbelastung durch 
Stress ernsthaft zu gefährden.

Im  jüngsten  ärztlichen  Bericht  C._______ vom  14.  Dezember  2007 
wird  ausgeführt,  dass  sich  die  gesundheitliche  Situation  des 
Beschwerdeführers  zwar  etwas  besser  darstelle,  diese  jedoch  nach 
wie  vor  nicht  stabilisiert  sei;  die  Symptomatik  der  PTBS  als  solche 
habe  nicht  abgenommen,  der  Beschwerdeführer  habe  mit  Hilfe 
sozialpädagogischer  und  psychiatrischer  Massnahmen  lediglich 
Strategien  entwickeln  können,  mit  diesen  Symptomen  besser 
umzugehen und eine soziale Stabilisierung zu entwickeln. Diese Mass-
nahmen seien  aus  psychiatrischer  Sicht  unbedingt  fortzuführen. Für 
den Fall eines Abbruchs der Therapie käme es wahrscheinlich zu einer 
Zunahme  der  depressiven  und  ängstlichen  Symptomatik  und  würde 
mit grosser Sicherheit zu einer schweren psychischen Krise führen, da 
der  Beschwerdeführer  nach  wie  vor  nicht  genügend  stabilisiert  sei. 
Eine  Rückkehr  an  den  Ort  seiner  traumatischen  Erlebnisse  durch 
Krieg und Familie und eine erneute Trennung von der Mutter würde die 
psychische  Gesundheit  des Beschwerdeführers  äusserst  schwer  be-
lasten und sich insgesamt sehr nachteilig auf deren weiteren Verlauf 
auswirken. 

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5.3.3 Insgesamt  ist  festzustellen,  dass  die  oben  in  kurzen  Abrissen 
dargelegten ärztlichen Berichte und Beurteilungen ein nachvollziehba-
res Bild der Entwicklung des Gesundheitszustandes des Beschwerde-
führers ergeben. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz ist  daraus 
der Schluss zu ziehen, dass von einer seit Erlass der Verfügung vom 
15. April  2004 – auch in Beachtung der im jüngsten Arztbericht vom 
14. Dezember 2007 aufgezeigten positiven Anzeichen für eine Stabili-
sierung der psychischen Situation – insgesamt von einer massgeblich 
verschlechterten gesundheitlichen Situation auszugehen ist. So ist ak-
tuell weiterhin eine umfassende Betreuung unerlässlich, wie dies auch 
aus der derzeitigen Wohnsituation des Beschwerdeführers, dieser ist 
in  H._______,  einem  Übergangs-  und  Wohnheim  für  Menschen  mit 
psychischen und sozialen Problemen, untergebracht, ersichtlich wird.

Vor dem Hintergrund der zu den Akten gereichten ärztlichen Berichte 
im  zweiten  Wiedererwägungsgesuch  respektive  in  der  vorliegenden 
Beschwerde muss daher geschlossen werden, dass eine zwangsweise 
Rückführung des Beschwerdeführers in seinen Heimatstaat mit höchs-
ter  Wahrscheinlichkeit  zu  einer  psychischen  Dekompensation  führen 
würde, was seine Gesundheit – sei es im Sinne weiter oder erneut zu-
nehmender Suizidgedanken oder konkreter Suizidversuche, sei es im 
Sinne eigener Lebens- sowie Fremdgefährdung als Folge einer angst-
vollen Realitätsverkennung – ernsthaft gefährden würde.

Angesichts  dieser  Feststellungen  kann  die  Frage  der  Möglichkeiten 
der Behandlung im Heimatstaat, welche letztlich nach einer vertieften 
Auseinandersetzung mit der Behandelbarkeit psychischer Traumata im 
Ursprungsland derselben verlangt hätte, offen bleiben.

5.4 Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass der 
Beschwerdeführer  eine  wiedererwägungsweise  veränderte  Sachlage 
dargetan  hat,  welche  ihn  bei  einer  erzwungenen  Rückkehr  in  eine 
Situation bringen würde, die für ihn eine konkrete Gefährdung darstel-
len würde. Es ist davon auszugehen, dass die Existenz des Beschwer-
deführers bei einer Rückkehr in seinen Heimatstaat in schwerwiegen-
der Weise bedroht wäre. Der Vollzug der Wegweisung dorthin ist dem-
nach heute als unzumutbar zu qualifizieren.

6.
Im Zusammenhang mit der Frage, ob sich aus den Akten Hinweise auf 
das  Vorliegen  von  Gründen  für  einen  Ausschluss  beziehungsweise 

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eine Nichtanordnung der vorläufigen Aufnahme ergeben, ist Folgendes 
festzuhalten:

6.1 Gemäss Art. 83 Abs. 7  AuG wird  die vorläufige Aufnahme nicht 
verfügt, wenn die betreffende Person zu einer längerfristigen Freiheits-
strafe im In- oder Ausland verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine 
strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 oder 61 des Schwei-
zerischen Strafgesetzbuchs vom 21. Dezember 1937 (StGB, SR 311.0) 
angeordnet wurde (Bst. a), wenn diese erheblich oder wiederholt ge-
gen  die  öffentliche  Sicherheit  und  Ordnung  in  der  Schweiz  oder  im 
Ausland verstossen hat oder diese gefährdet oder die innere oder die 
äussere Sicherheit gefährdet (Bst. b), oder die Unmöglichkeit des Voll-
zugs der  Weg-  oder  Ausweisung  durch ihr  eigenes  Verhalten  verur-
sacht hat (Bst. c).

6.2 Vorliegend ist der Beschwerdeführer in der Schweiz straffällig ge-
worden und in diesem Zusammenhang gemäss Dispositiv des Strafbe-
fehls  vom 5. Dezember  2006  wegen  mehrfachem versuchtem Dieb-
stahl,  mehrfacher  Sachbeschädigung,  Hausfriedensbruchs,  mehrfa-
cher einfacher Körperverletzung und wegen Gewalt und Drohung ge-
gen Beamte und Behörden zu 90 Tagen Gefängnis bedingt verurteilt 
worden. 

Anlässlich  einer  polizeilichen Personenkontrolle  am 11. Januar  2007 
wurde  beim  Beschwerdeführer  offenbar  eine  geringe  Menge  Betäu-
bungsmittel  sichergestellt,  und  am  11.  März  2007  wurde  wegen 
Erwerbs  und Konsums von Ecstasy  sowie  eventuell  wegen Handels 
mit  Ecstasy  gegen  ihn  ermittelt  (vgl.  Polizeirapport  vom  16.  März 
2007). Der Instruktionsrichter hat sich beim Migrationsamt Zürich er-
kundigt,  ob  aufgrund  dieser  Berichte  der  I._______  weitere 
Strafverfahren  eröffnet  worden  seien.  Nachdem  die  zuständige 
kantonale Behörde am 4. März 2008 mitteilte, von solchen Verfahren 
der zürcherischen Strafverfolgungsbehörde keine Kenntnis zu haben, 
darf  –  auch  angesichts  der  seit  Erstellung  der  Polizeiberichte 
vergangenen Zeitdauer – davon ausgegangen werden, dass dies nicht 
der Fall ist.

6.3 Bei  den  polizeilich  festgestellten,  nicht  aber  rechtskräftig  durch 
eine Justizbehörde beurteilten Verstössen im Zusammenhang mit Be-
täubungsmitteln hätte es sich offensichtlich um geringfügige Vergehen 
gehandelt. Die fehlenden strafrechtlichen Konsequenzen werden ent-
weder  mit  dieser  Feststellung  zu  begründen  sein,  oder  aber  damit, 

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dass sich der polizeiliche Verdacht gegen den Beschwerdeführer nicht 
erhärten liess. Für das Bundesverwaltungsgericht ist diesbezüglich so 
oder  so  die  Unschuldsvermutung zu  beachten. Allein  die  Straftaten, 
die  zur  bedingt  ausgesprochenen  Gefängnisstrafe  geführt  haben, 
rechtfertigen einen Ausschluss der vorläufigen Aufnahme in Sinne von 
Art. 83 Abs. 7 AuG noch nicht, zumal in diesem Zusammenhang auch 
die  persönliche  respektive  gesundheitliche  Situation  des  Be-
schwerdeführers nicht ausser Acht gelassen werden darf (vgl. hierzu 
den Bericht C._______ vom 14. Dezember 2007). 

6.4 In Würdigung aller Sachverhaltselemente kommt das Bundesver-
waltungsgericht  nach dem Gesagten zum Schluss,  dass der  Vollzug 
der Wegweisung des Beschwerdeführers als unzumutbar im Sinne von 
Art. 83 Abs. 4 AuG zu qualifizieren ist, wobei das strafrechtlich relevan-
te Fehlverhalten des Beschwerdeführers für einen Ausschluss der vor-
läufigen Aufnahme nach Art. 83 Abs. 7 AuG nicht ausreicht. Die Vor-
aussetzungen für die Gewährung der vorläufigen Aufnahme sind damit 
erfüllt. 

6.5 Das Bundesverwaltungsgericht weist den Beschwerdeführer in al-
ler Deutlichkeit darauf hin, dass gemäss Art. 84 Abs. 3 AuG das Bun-
desamt auf  Antrag der kantonalen Behörden oder des Bundesamtes 
für  Polizei  die vorläufige  Aufnahme wegen Unzumutbarkeit  oder  Un-
möglichkeit  des  Vollzuges  (Art. 83  Abs. 2  und 4)  aufheben  und  den 
Vollzug der Wegweisung anordnen kann, wenn sich nachträglich (zu-
sätzliche) Gründe nach Art. 83 Abs. 7 ergeben.

7.
Aus diesen Erwägungen ergibt  sich,  dass die Beschwerde gutzuhei-
ssen ist. Die angefochtene Verfügung vom 1. April  2005 ist  aufzuhe-
ben. Das BFM ist anzuweisen, den Beschwerdeführer vorläufig in der 
Schweiz aufzunehmen (vgl. Art. 44 Abs. 2 AsylG und Art. 83 Abs. 4 
AuG).

8.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen. Damit wird das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG gegenstandslos, und 
es ist darüber nicht zu befinden.

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9.
Gemäss Art. 7 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht  vom 11. Dezember 2006 (VGKE, 
SR 173.320.2) hat die obsiegende Partei Anspruch auf eine Parteient-
schädigung für die ihr erwachsenen notwendigen Kosten. Gestützt auf 
die am 17. März 2008 eingereichte Kostennote, deren Höhe als den 
besonderen Verfahrensumständen angemessen zu beurteilen ist, wird 
die durch die Vorinstanz zu begleichende Parteientschädigung auf ins-
gesamt Fr. 2'294.60, inklusive Barauslagen und Mehrwertsteueranteil, 
festgelegt. 

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen.

2.
Die angefochtene Verfügung wird aufgehoben. Das BFM wird angewie-
sen, den Beschwerdeführer vorläufig aufzunehmen. 

3.
Es werden keine Verfahrenskosten auferlegt.

4.
Die Vorinstanz hat dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem 
Bundesverwaltungsgericht  eine  Parteientschädigung  in  Höhe  von 
Fr. 2'294.60 zu entrichten.

5.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben; Beilage: 
Angefochtene Verfügung im Original)

- die  Vorinstanz,  Abteilung  Aufenthalt  und  Rückkehrförderung,  mit 
den Akten Ref.-Nr. N_______ (in Kopie; per Kurier)

- D._______ (in Kopie)

Der vorsitzende Richter : Die Gerichtsschreiberin:

Markus König Eveline Chastonay

Versand: 

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