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**Case Identifier:** d03b538d-69b8-5f0f-9ffb-95279e6733cc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.04.2014 200 2013 155
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-155_2014-04-08.pdf

## Full Text

200 13 155 IV
FUR/REL/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. April 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Schütz
Gerichtsschreiberin Renz

A.________
vertreten durch Fürsprecherin B.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. Januar 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. April 2014, IV/13/155, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (Versicherter bzw. Beschwerdeführer) 
meldete sich am 16. Oktober 2000 unter Hinweis auf einen im Juni 1999 
erlittenen Unfall und den seither bestehenden chronischen, belastungsab-
hängigen Knieschmerzen bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leis-
tungsbezug an (Akten der IV-Stelle Bern [IVB bzw. Beschwerdegegnerin; 
act. II] 1). Die IVB nahm in der Folge Abklärungen in medizinischer und 
erwerblicher Hinsicht vor und verneinte mit Verfügung vom 28. August 
2002 den Anspruch auf eine Rente bei einem Invaliditätsgrad (IV-Grad) von 
15 % (act. II 31). Mit Gesuch vom 20. Dezember 2003 (act. II 35) meldete 
sich der Versicherte unter Hinweis auf eine Schmerzerkrankung im Knie, 
der Schulter und im Kopfbereich erneut bei der IVB an und reichte neue 
Arztberichte zu den Akten. Nach neuerlichen Abklärungen in medizinischer 
und erwerblicher Hinsicht und einer polydisziplinären Begutachtung durch 
die MEDAS (act. II 51) verneinte die IVB mit Verfügung vom 31. Januar 
2007 den Anspruch auf eine Invalidenrente (IV) bei einem gleichbleibenden 
IV-Grad von 15 % (act. II 57). Sie liess den Versicherten jedoch in der Ab-
klärungsstelle X.________ beruflich abklären und richtete hierfür Taggelder 
aus (act. II 68 und act. II 70). Mit Verfügung vom 28. Januar 2008 wurde 
die Arbeitsvermittlung abgeschlossen (act. II 75).

B.

Am 23. Mai 2011 (act. II 80) meldete sich der Versicherte erneut bei der 
IVB zum Leistungsbezug an. Am 8. Februar 2012 wurde er im Rahmen 
einer medizinischen Abklärung durch eine Psychiaterin (act. II 98) und ei-
nen Orthopäden (act. II 97) des Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-
Stellen Bern/Freiburg/Solothurn untersucht. Die entsprechenden Berichte 
datieren vom 10. (act. II 101) und vom 27. Februar 2012 (act. II 106, 
act. II 107). Aufgrund von Widersprüchlichkeiten in den früheren medizini-
schen Akten hatte die IVB ausserdem eine Beweissicherung vor Ort (BvO) 
mittels Observierung des Versicherten und Videoaufzeichnungen an ver-

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schiedenen Tagen in der Zeit vom 20. Dezember 2011 bis zum 9. Februar 
2012 veranlasst (act. II 108). Nachdem sie von den Ergebnissen Kenntnis 
genommen hatte, legte die IVB diese der Internistin und der Psychiaterin 
des RAD zur Stellungnahme vor (Akten der IVB [act. IIA] 110 und 
act. IIA 111) und stellte gestützt auf deren Berichte dem Versicherten mit 
Vorbescheid vom 28. November 2012 (act. IIA 114) die Abweisung des 
Rentenbegehrens bei einem IV-Grad von 5 % in Aussicht. Am 24. Januar 
2013 verfügte die IVB dem Vorbescheid entsprechend und verneinte einen 
Anspruch auf eine IV-Rente (act. IIA 121).

C.

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte – vertreten durch Fürspre-
cherin B.________ – am 25. Februar 2013 Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen 
Verfügung und die Rückweisung der Sache zur Vornahme von ergänzen-
den Abklärungen über die Erwerbsfähigkeit an die Vorinstanz.

Mit Beschwerdeantwort vom 11. April 2013 beantragt die Beschwerdegeg-
nerin die Abweisung der Beschwerde.

Am 3. und 28. Mai sowie am 26. November 2013 liess der Beschwerdefüh-
rer weitere (medizinische) Unterlagen zu den Akten reichen.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 

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11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. Januar 2013 
(act. IIA 121), mit welcher der Anspruch auf eine IV-Rente bei einem IV-
Grad von 5 % verneint und das Leistungsbegehren abgewiesen wurde. 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine IV-
Rente und dabei insbesondere die Vollständigkeit der medizinischen Ab-
klärungen. Nicht streitig ist hingegen, dass die Beschwerdegegnerin auf die 
Neuanmeldung vom 23. Mai 2011 (act. II 80) eingetreten ist und nach wei-
teren Abklärungen über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers 
entschieden hat. Die Behandlung der Eintretensfrage ist somit vom Gericht 
nicht zu überprüfen (vgl. BGE 109 V 108 E. 2b S. 114 f.).

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 

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oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).  

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem IV-Grad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem IV-Grad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente. 

2.3 Für die Bestimmung des IV-Grades wird das Erwerbseinkommen, 
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch-
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmass-
nahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, 
das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 
ATSG). 

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5

2.5.1 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen IV-
Grades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur ge-
prüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad der 
Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Diese Eintretensvoraussetzung soll 
verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und 

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nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts darle-
genden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 S. 112). 

2.5.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sa-
che materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades 
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei 
einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

2.5.3 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

Es gilt vorliegend zu prüfen, ob zwischen der rentenabweisenden Verfü-
gung vom 31. Januar 2007 (act. II 57) und der hier angefochtenen Verfü-
gung vom 24. Januar 2013 (act. IIA 121) eine wesentliche Änderung in me-
dizinischer bzw. erwerblicher Hinsicht eingetreten ist, die geeignet ist, den 
IV-Grad und damit einen allfälligen Rentenanspruch zu beeinflussen (vgl. 
E. 2.5.2 hiervor). 

3.1 In medizinischer Hinsicht stützte sich die Verfügung vom 31. Ja-
nuar 2007 (act. II 57) hauptsächlich auf das polydisziplinäre Gutachten der 
MEDAS vom 26. Oktober 2006 (act. II 51) und die dazugehörenden Zu-

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satzgutachten (psychiatrisch [S. 18 ff.], orthopädisch [S. 22 ff.] und internis-
tisch [S. 30 ff.]). In diesem Gutachten diagnostizierten die Fachärzte einen 
chronischen cervicocephalen Kopfschmerz und einen chronischen Kniege-
lenkschmerz bei Varusgonarthrose und Zustand nach zweimaliger arthro-
skopischer Kniegelenksoperation rechts als Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit (S. 13 Ziff. 4.1). Ohne Auswirkungen auf die Arbeits-
fähigkeit sei anamnestisch eine depressive Störung, gegenwärtig jedoch 
keine relevante psychische Störung und eine leichte Hypovitaminose B12 
(Ziff. 4.2). Dem Beschwerdeführer seien leichte und mittelschwere körperli-
che Tätigkeiten einfacher geistiger Natur und mit geringer Verantwortung, 
überwiegend im Sitzen oder mit der Möglichkeit eines Wechselrhythmus zu 
acht Stunden täglich und mehr zumutbar, sofern körperliche Zwangshal-
tungen (Knien, Hocken) vermieden würden (S. 15 Ziff. 3, Ziff. 4 und 
Ziff. 11). Die seit April 2004 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 30 % konn-
te nicht mehr bestätigt werden (Ziff. 6).

3.2 Zur Beurteilung der Frage, ob sich im massgeblichen Zeitraum seit 
der rentenabweisenden Verfügung vom 31. Januar 2007 (act. II 57) bis zur 
hier angefochtenen Verfügung vom 24. Januar 2013 (act. IIA 121) eine 
Änderung der medizinischen Situation ergeben hat, ist den medizinischen 
Akten im Wesentlichen Folgendes zu entnehmen:

3.2.1 Der behandelnde Arzt, Dr. med. C.________, Facharzt für Rheu-
matologie FMH und Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, hielt in 
seinem Bericht vom 14. Juni 2011 (act. II 86) unter „Neue Proble-
me/Diagnosen seit Juli 2005“ eine rezidivierende Lumboischialgie rechtsbe-
tont, eine progrediente posttraumatische Varusgonarthrose rechts, eine 
koronare Herzkrankheit, eine heliobacter-positive Gastritis im April 2011 
und unter „Bisher bekannte Diagnosen“ ein chronifiziertes cervicocephales 
Schmerzsyndrom links, eine rezidivierende mittelgradige depressive Episo-
de sowie eine Anpassungsstörung mit emotionalen Störungen und Störun-
gen des Sozialverhaltens gemischt fest. Im Dezember 2010 habe der Be-
schwerdeführer einen akuten Herzinfarkt durchgemacht (S. 2). Durch die 
zunehmende Polymorbidität – in den letzten Jahren namentlich durch Auf-
treten eines intermittierend schweren, chronisch rezidivierenden lumbois-
chialgieformen Schmerzsyndroms sowie der neu diagnostizierten korona-

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ren Herzkrankheit mit Herzinfarkt – sei er seit mindestens Anfang 2010 
nicht mehr arbeitsfähig und damit auch nicht vermittelbar.

3.2.2 Der behandelnde Psychologe, Dr. phil. D.________, diagnostizier-
te im Bericht vom 19. September 2011 (act. II 94) eine dysthyme Störung, 
eine Schmerzstörung in Verbindung mit sowohl psychischen Faktoren wie 
einem medizinischen Faktor, eine Anpassungsstörung, Schlafstörungen mit 
Albträumen, eine kognitive Störung, Sprachstörung bei Dekulturalisation, 
extreme Lärmempfindlichkeit und eine leicht bis mittelschwere paranoide 
Verarbeitung der Lebenssituation (S. 1 Ziff. 1.1). Der Beschwerdeführer sei 
seit mehr als 8 Jahren zu 100 % arbeitsunfähig (S. 4 Ziff. 1.6) und jeder 
Versuch zur Arbeitsaufnahme sei bislang aufgrund der mangelnden Fähig-
keit sich zu integrieren misslungen (S. 5 Ziff. 1.7). Es beständen massive 
Einschränkungen am Bewegungsapparat, Kopf-, Knie- und Bauchschmer-
zen, in geistiger Hinsicht Sprachprobleme, Konzentrationsprobleme, Auf-
merksamkeitsprobleme und psychisch eine chronifizierte depressive Sym-
ptomatik, Regressionstendenzen und Angstsymptomatik. Eine Rente sei zu 
empfehlen, da jegliche berufliche Massnahmen zum Scheitern verurteilt 
seien, da sich der Beschwerdeführer nie weitergebildet habe und auch 
leichte körperliche Tätigkeiten kaum auf realistische Weise vorstellbar sei-
en (S. 6 Ziff. 1.11).

3.2.3 Dr. med. E.________, Facharzt für Kardiologie FMH und Facharzt 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 
31. Januar 2012 (act. II 99) hauptsächlich eine koronare
1-Gefässerkrankung, kardiovaskuläre Risikofaktoren, eine Obstipationsten-
denz, chronische Kopf- und Rückenbeschwerden sowie einen Status nach 
drei Knieoperationen. Es bestehe bei koronarer 1-Gefässerkrankung und 
nach akutem lateralem ST-Hebungsinfarkt weiterhin ein erfreulicher Verlauf 
(S. 2). Es lägen keine Hinweise auf eine Progression der koronaren Herz-
krankheit vor.

3.2.4 Im Untersuchungsbericht des RAD-Orthopäden Dr. med. 
F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, vom 10. Februar 2012 (act. II 101) diagnosti-
zierte dieser mit (momentaner) Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
beginnende posttraumatische Varusgonarthrose rechts und ohne Auswir-

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kung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronifiziertes cervicocephales Schmerz-
syndrom aktuell rechts sowie ein intermittierendes lumbovertebrales 
Schmerzsyndrom (S. 5). Bezüglich der beginnenden posttraumatischen 
Varusgonarthrose hielt der RAD-Arzt fest, dass sich diese durch medizini-
sche Massnahmen behandeln lasse, was dem Beschwerdeführer im Rah-
men seiner Schadenminderungspflicht zugemutet werden könne. Zusam-
mengefasst ergäben sich im Bereich des Bewegungsapparates aktuell nur 
Einschränkungen von Seiten des rechten Kniegelenks bei objektiv ausge-
wiesener beginnender Gonarthrose (S. 4). Im Bereich der HWS und LWS 
liessen sich keine der beklagten Schmerzen entsprechende Befunde objek-
tivieren, es ergäben sich aber erhebliche Inkonsistenzen bezüglich gezeig-
ter und möglicher Bewegungsamplitude. Nach dem Gesagten ergebe sich, 
dass der Beschwerdeführer deutlich besser körperlich belastbar sei, als er 
dies anlässlich der Untersuchung durch den RAD-Arzt am 8. Februar 2012 
demonstriert habe (S. 6). Nur 12 Tage nach dem Herzinfarkt sei er in der 
Lage gewesen, in der Fahrrad-Ergonometrie eine Leistung von knapp 70 % 
des Sollwertes zu erbringen. Entsprechend seien dem Beschwerdeführer 
sämtliche leichten und mittelschweren Tätigkeiten ohne repetitives Trep-
pengehen, ohne Arbeiten im Knien/in der Hocke oder gebückt, resp. ohne 
Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten, in einem ganztägigen Pensum ohne 
Leistungsminderung zumutbar.

3.2.5 Im Untersuchungsbericht vom 27. Februar 2012 (act. II 107) führte 
die RAD-Ärztin med. pract. G.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, die psychiatrische Diagnose einer Dysthymia (ICD-
10: F34.1) und als Differentialdiagnose Aggravation auf (S. 7). Der Be-
schwerdeführer beschreibe und verhalte sich so, dass das Bild eines stark 
eingeschränkten, schmerzgeplagten Mannes entstehe, der nur unsicher 
gehen könne, sich am liebsten in den Wald zurückziehe und nur wenige 
Kontakte ausserhalb der Familie habe. Die vom behandelnden Psycholo-
gen diagnostizierte Anpassungsstörung und die Schlafstörung könnten 
nicht diagnostiziert werden, da sie in der Diagnose der Dysthymie bereits 
enthalten seien. Diese Diagnose beruhe auf den subjektiven Angaben des 
Beschwerdeführers und sei nicht objektiviert worden (S. 8). Bezüglich der 
Schmerzen habe bisher aus somatischer Sicht keine Ursache objektiviert 
werden können. Die Leistungsfähigkeit sei aufgrund der Dysthymie höchs-

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tens geringgradig (10 % - 20 % qualitative Leistungseinbusse aufgrund 
allfälliger Konzentrationsstörungen) eingeschränkt, dabei würden psycho-
soziale Faktoren eine Rolle spielen. Ein Pensum von 100 % sei aus psych-
iatrischer Sicht zumutbar. Die Motivation zur Wiederaufnahme einer Tätig-
keit fehle und eine konsequente medikamentöse Therapie könne die Sym-
ptome der Dysthymie möglicherweise verbessern, so dass innerhalb von 
ca. ein bis drei Monaten auch keine qualitative Leistungseinbusse mehr 
vorliegen sollte.

3.2.6 In ihrem Bericht vom 27. Februar 2012 (act. II 106) fasste die 
RAD-Internistin med. pract. H.________ die vorliegenden medizinischen 
Unterlagen und die Berichte der beiden RAD-Ärzte (act. II 101 und 
act. II 107) zusammen und hielt als Diagnosen mit (momentaner) Auswir-
kung auf die Arbeitsfähigkeit eine beginnende posttraumatische Varusgo-
narthrose rechts und eine Dysthymia (ICD-10: F34.1) mit der Differential-
diagnose einer Aggravation fest (S. 6 f.). Als Diagnosen ohne Auswirkung 
auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie ein chronifiziertes cervicocephales 
Schmerzsyndrom aktuell rechts (anamnestisch links), ein intermittierendes 
lumbovertebrales Schmerzsyndrom, eine koronare Herzkrankheit sowie 
eine heliobacter-positive Gastritis am 16. April 2011 (S. 7). Zusammenge-
fasst sei aus orthopädischer, internistisch/allgemeinmedizinischer und 
psychiatrischer Sicht ein ganztägiges Pensum mit einer maximalen Leis-
tungseinschränkung von 10 % - 20 % in sämtlichen leichten und mittel-
schweren Tätigkeiten ohne repetitives Treppengehen, ohne Arbeiten im 
Knien/in der Hocke oder gebückt, respektive ohne Tätigkeiten auf Leitern 
und Gerüsten, zumutbar (S. 8).

3.2.7 In ihrer Stellungnahme vom 16. August 2012 nach der Durchsicht 
der Unterlagen der BvO (act. IIA 110) hielt die RAD-Psychiaterin 
med. pract. G.________ fest, dass das (objektive) Bild den Angaben des 
Beschwerdeführers anlässlich der Untersuchung deutlich widerspreche 
(S. 2). Es müsse zumindest von einer Aggravation ausgegangen werden. 
Mit hoher Wahrscheinlichkeit versuche er jedoch, durch Vortäuschen von 
Symptomen und Einschränkungen Versicherungsleistungen zu erhalten. 
Darauf deute sein hinkender Gang während der Untersuchung, das müh-
same Aufstehen und die schmerzverzerrte Mimik hin. Der Dreitagebart sei 

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am Tag nach der Untersuchung wieder rasiert gewesen, was auf die De-
monstration einer gewissen Selbstvernachlässigung hindeuten könne. Di-
verse Angaben während der Untersuchung (z.B. dass er nicht mehr Auto 
fahre und nicht mehr unter Leute gehe, dass er sich nicht konzentrieren 
könne) widersprächen den Beobachtungen eindeutig. Aufgrund dieser Be-
obachtungen könne keine psychiatrische Diagnose gestellt werden und aus 
psychiatrischer Sicht sei das Zumutbarkeitsprofil nicht eingeschränkt.

3.2.8 Im RAD-Bericht vom 29. Oktober 2012 (act. IIA 111) führt 
med. pract. H.________ nach Sichtung der Unterlagen der BvO 
(act. II 108) aus, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Untersuchung 
bei Dr. med. F.________ vom 8. Februar 2012 (act. II 101) angegeben ha-
be, nicht länger gehen zu können, und dass er sich sehr langsam und unter 
„groteskem“ Hinken zur Entlastung des rechten Beines gezeigt habe (S. 3). 
Im Gegensatz dazu und zu den subjektiven Angaben im Rahmen der or-
thopädischen Untersuchung habe sich der Beschwerdeführer bei der Ob-
servierung körperlich unbeeinträchtigt präsentiert. Sein Gang sei flüssig 
und sicher gewesen, selbst bei höherem Schritttempo und winterlichen 
Strassenverhältnissen. Er bewege sich völlig frei und wirke aufgrund seiner 
Mimik und Gestik ausgeglichen, jedenfalls unbeeinträchtigt von Schmer-
zen. Das Zumutbarkeitsprofil müsse angepasst werden, da keine relevante 
psychiatrische Erkrankung vorliege. Da auch aus orthopädischer Sicht für 
angepasste Tätigkeiten keine Einschränkungen formuliert worden seien 
(act. II 101), gelte für alle adaptierten Arbeiten volle Zumutbarkeit ohne 
Leistungseinschränkung.

3.2.9 In seinem nach Erlass der angefochtenen Verfügung erstellten 
Bericht vom 23. Februar 2013 (Beschwerdebeilage [act. I] 6) hielt der Psy-
chologe Dr. phil. D.________ fest, dass es dem Beschwerdeführer nicht 
mehr möglich sei, seine Schmerzproblematik zu überwinden. Es sei eine 
derart starke Konditionierung zur Schmerzpersönlichkeit entstanden, dass 
sich emotionale und kognitive Seiten derart vermischt hätten, dass keine 
„zumutbare Willensanstrengung“ mehr etwas an der Situation ändern wür-
de. Auf die Frage nach der Arbeitsfähigkeit führte der Psychologe aus, 
dass sich der Beschwerdeführer kaum auf eine Aufgabe einlassen könne 

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und es ihm an kognitiven, sozialen und motorischen Kompetenzen fehle, 
über die er früher verfügt habe.

3.2.10 Im anlässlich des vorliegenden Beschwerdeverfahrens am 26. No-
vember 2013 eingereichten Bericht von Dr. med. C.________ vom 10. Juni 
2013 (Beschwerdebeilage [act. IA] 5) aktualisierte dieser die Diagnoseliste 
und führte nun folgende Diagnosen an: ein Morbus Paget linke Beckenhälf-
te, rezidivierende bilaterale, eher rechtsbetonte Lumboischialgien, ein 
chronisches cervicocephales Schmerzsyndrom links ohne eindeutige Ursa-
che, eine progrediente posttraumatische Varusgonarthrose rechts, eine 
mässige Varusgonarthrose links, eine koronare Herzkrankheit, einen Status 
nach heliobacter-positiver Gastritis, rezidivierende linksseitige Oberbauch- 
und Rippenbogenbeschwerden unklarer Ätiologie, psychische Komorbidität 
(S. 2). Bei der neu diagnostizierten Morbus Paget der linken Beckenhälfte 
handle es sich um eine entzündliche, gutartige Knochenerkrankung, die 
meistens sehr gut auf die medikamentöse Behandlung anspreche. Zu-
sammenfassend habe sich der Gesundheitszustand durch neue Ereignisse 
und Krankheiten verschlechtert und aufgrund der behandlungsbedürftigen 
Polymorbidität sei der Beschwerdeführer auf dem freien Arbeitsmarkt nicht 
mehr arbeitsfähig und könne auch nicht vermittelt werden (S. 2). Aus medi-
zinischer Sicht sei er unter Berücksichtigung aller körperlichen und psychi-
schen Störungen und Einschränkungen zu 100 % arbeitsunfähig.

Diese beiden – im Beschwerdeverfahren eingereichten – Berichte sind, 
soweit den zeitlich massgebenden Sachverhalt bis zum Erlass der Verfü-
gung vom 24. Januar 2013 (act. IIA 121) beschlagend, grundsätzlich zu 
berücksichtigen (vgl. BGE 131 V 9 E. 1 S. 11, 121 V 362 E. 1b S. 366, je 
mit Hinweisen).

3.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352).

3.4 In beweisrechtlicher Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob die im Rah-
men der BvO erlangten Beweismittel (schriftlicher Bericht der Beobachtun-
gen [act. II 108] sowie Videoaufzeichnungen in Form von zwei DVDs) im 
vorliegenden Verfahren verwendet werden können.

3.4.1 Der Sozialversicherungsträger kann gestützt auf Art. 43 Abs. 1 
i.V.m. Art. 28 Abs. 2 ATSG eine Überwachung versicherter Personen auch 
selber anordnen, soweit sich diese auf Tatsachen beschränkt, welche sich 
im öffentlichen Raum verwirklichen und von jedermann wahrgenommen 
werden können. Beweiswert kann den Aufzeichnungen und Berichten der 
Privatdetektive indessen nur insoweit zukommen, als sie Tätigkeiten und 
Handlungen aufzeigen, welche die versicherte Person ohne Einflussnahme 
der observierenden Personen ausgeübt hat (BGE 135 I 169 E. 4.3 S. 171 
und E. 5.7 S. 175). Wenn konkrete Anhaltspunkte bestehen, die Zweifel an 
der behaupteten Arbeitsunfähigkeit wecken (objektive Gebotenheit der Ob-
servation), die Observation nur während einer verhältnismässig kurzen, 
begrenzten Zeit stattfindet, und einzig Verrichtungen des Alltags ohne en-
gen Bezug zur Privatsphäre gefilmt werden, ist auch eine Observation im 
öffentlich einsehbaren, privaten Raum zulässig (BGE 137 I 327 E. 5.6 
S. 334).

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Anhaltspunkte für die objektive Gebotenheit der Observation können bei-
spielsweise gegeben sein bei widersprüchlichem Verhalten der versicher-
ten Person, oder wenn Zweifel an der Redlichkeit derselben bestehen 
(eventuell durch Angaben und Betrachtungen Dritter), bei Inkonsistenzen 
anlässlich der medizinischen Untersuchung, Aggravation, Simulation oder 
Selbstschädigung u.Ä. Diese Elemente können einzeln oder in Kombination 
zureichende Hinweise liefern, die zur objektiven Gebotenheit der Observa-
tion führen (BGE 137 I 327 E. 5.4.2.1 S. 332; SVR 2012 IV Nr. 31 S. 125 
E. 3.2).

3.4.2 Vorliegend betreffen die in Frage stehenden, im Rahmen der BvO 
erstellten Videoaufnahmen sowie der darauf basierende schriftliche Bericht 
über den Beschwerdeführer einzig Tatsachen, die sich an öffentlich ein-
sehbaren Orten verwirklicht haben. Es handelt sich daher unbestrittener-
massen um Observationen im öffentlichen Raum. Die objektive Geboten-
heit der Observation ist ebenfalls gegeben. Es bestanden Zweifel an der 
ärztlich attestierten Arbeitsunfähigkeit und bereits im Rahmen des Gutach-
tens vom 26. Oktober 2006 (act. II 51) hatten die MEDAS-Gutachter darauf 
hingewiesen, dass der Beschwerdeführer sich in unbeobachteten Momen-
ten mit ganz diskreter Schonentlastung rechts gezeigt habe, hingegen im 
Untersuchungsraum eine deutliche Schonhaltung demonstriert habe 
(act. II 51 S. 11). Zudem habe er anlässlich der Untersuchung zum psych-
iatrischen Teilgutachten vom 5. September 2006 (act. II 51 S. 18 ff.) ausge-
führt, dass er in den letzten Ferien sein vom Krieg zerstörtes Haus repariert 
und wieder in Stand gesetzt habe (S. 19). Damit war ein Anfangsverdacht 
ohne weiteres gegeben und das Prinzip der Verhältnismässigkeit ist nicht 
verletzt. Die Observation erweist sich demnach als rechtmässig und deren 
Ergebnisse können im vorliegenden Verfahren verwertet werden (vgl. 
E. 3.4.1 hiervor). Von Seiten des Beschwerdeführers wurden denn auch zu 
Recht keine Einwendungen gegen die Rechtmässigkeit der BvO erhoben 
(vgl. Beschwerde vom 25. Februar 2013 S. 5 Art. 5).

3.5 Die Beschwerdegegnerin hat sich in der hier angefochtenen Ver-
fügung vom 24. Januar 2013 (act. IIA 121) massgeblich auf die Beurteilung 
der RAD-Ärzte vom 10. (act. II 101) und 27. Februar 2012 (act. II 106, 

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act. II 107) bzw. auf deren Ergänzungen nach Einsicht in die Unterlagen 
der BvO (act. IIA 110 und act. IIA 111) gestützt. 

Diese Berichte der beiden RAD-Ärzte erfüllen in ihrer Gesamtheit die von 
der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizini-
schen Berichts gestellten Anforderungen (vgl. E. 3.3 hiervor) und zeichnen 
ein schlüssiges und überzeugendes Bild des Gesundheitszustandes des 
Beschwerdeführers und dessen Arbeitsfähigkeit. Sowohl Dr. med. 
F.________ (act. II 101) wie auch med. pract. G.________ (act. II 107) 
haben den Beschwerdeführer selber untersucht und gestützt darauf und 
auf die umfassenden medizinischen Akten und die Unterlagen sowie Vi-
deobilder der BvO (act. II 108) einleuchtend und nachvollziehbar begrün-
det, dass der Beschwerdeführer zwar zahlreiche Beschwerden und ein 
grosser Leidensdruck geltend macht, dass aber in organischer Hinsicht 
einzig eine beginnende posttraumatische Varusgonarthrose festgestellt 
werden konnte (act. II 101 S. 5 und act. II 106 S. 7). Diese lasse sich je-
doch durch medizinische Massnahmen behandeln. In somatischer Hinsicht 
wurde deshalb eine angepasste Tätigkeit in einem ganztägigen Pensum 
ohne Leistungseinschränkungen als zumutbar erachtet, sofern es sich da-
bei um eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne repetitives Treppenge-
hen, ohne Arbeiten im Knien/in der Hocke oder gebückt, respektive nicht 
um eine Tätigkeit auf Leiter und Gerüsten handle. Damit in Übereinstim-
mung steht auch der Bericht des Kardiologen Dr. med. E.________ vom 
31. Januar 2012 (act. II 99), wonach der Beschwerdeführer einen weiterhin 
erfreulichen Verlauf nach seinem akuten ST-Hebungsinfarkt zeige und kei-
ne Progression der koronaren Herzkrankheit vorliege. Der Kardiologe attes-
tierte zudem keine Arbeitsunfähigkeit.

Aus psychiatrischer Sicht wurde zwar die Diagnose einer Dysthymie ge-
stellt, jedoch sei gestützt darauf die Leistungsfähigkeit nur geringgradig 
aufgrund allfälliger Konzentrationsstörungen eingeschränkt (act. II 107 
S. 8): ein 100 %iges Pensum sei aus psychiatrischer Sicht zumutbar, wobei 
eine 10 % - 20 % Leistungsminderung zu berücksichtigen sei. In ihrem Be-
richt vom 27. Februar 2012 (act. II 106) fasste med. pract. H.________ 
schliesslich die Ausführungen der beiden RAD-Ärzte zusammen und hielt 
in einer Gesamtbetrachtung fest, dass dem Beschwerdeführer sämtliche 

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leichten und mittelschweren Tätigkeiten ohne repetitives Treppengehen, 
ohne Arbeiten im Knien/in der Hocke oder gebückt, respektive ohne Tätig-
keiten auf Leitern und Gerüsten in einem ganztägigen Pensum mit einer 
maximalen Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 10 % - 20 % zumut-
bar sei (S. 8). 

3.6 Nachdem die Fachärzte des RAD Einsicht in den Bericht zur BvO 
vom 27. Februar 2012 (act. II 108) genommen hatten, sahen sich sowohl 
die Internistin aus somatischer Sicht, wie auch die Psychiaterin in psychi-
scher Hinsicht veranlasst, ihre medizinische Beurteilung des Gesundheits-
zustandes des Beschwerdeführers anzupassen: Während der Beschwerde-
führer noch anlässlich der Untersuchungen beim RAD vom 8. Februar 2012 
insbesondere bei der psychiatrischen Untersuchung (act. II 107 S. 7 „Zu-
sammenfassung“) angab, seit ca. einem Jahr nicht mehr selbst Auto zu 
fahren und sich von seinen Kindern chauffieren zu lassen, geht nun aus der 
Dokumentation und den Videoaufnahmen zur BvO eindeutig hervor, dass 
der Beschwerdeführer an acht der neun Tage, an welchen er überwacht 
wurde, selbst am Steuer von verschiedenen Personenwagen sass und da-
bei auch längere Strecken, wie zum Beispiele jene von … nach … am 
23. Dezember 2011 (act. II 108 S. 10), zurücklegte. Zudem konnte das vom 
Beschwerdeführer anlässlich der RAD-Untersuchung gezeichnete Bild ei-
nes zurückgezogenen, sich meist zu Hause aufhaltenden Mannes nicht 
festgestellt werden, wirkte der Beschwerdeführer – wenn er sich unbeob-
achtet fühlte – aktiv, ausgeglichen, zufrieden und nahm aktiv am Leben teil 
und pflegte Kontakt zu verschiedenen Personen. Auch zeigen die Filmse-
quenzen an verschiedenen Tagen deutlich, dass es dem Beschwerdeführer 
möglich ist, normal zu gehen und sich dabei mit flüssigen und sicheren 
Schritten und ohne sichtbares Hinken vorwärts zu bewegen. Die Gestik und 
Mimik des Beschwerdeführers lassen keine Rückschlüsse auf allfällige 
Schmerzen zu und es ist ihm auch möglich, längere Strecken zurückzule-
gen (z.B. Beweissicherung vom 27. Dezember 2011, 12.00 Uhr, „Anmer-
kung: Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Zielperson eine Fussstrecke von 
mind. 2 km zurückgelegt“ [act. II 108 S. 13]). In offensichtlichem Wider-
spruch dazu präsentierte sich der Beschwerdeführer anlässlich der Unter-
suchung vom 8. Februar 2012: schon beim Verlassen des Autos vor dem 
Gebäude der Beschwerdegegnerin konnte der Verfasser der BvO feststel-

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len, dass sich der Beschwerdeführer – zum Teil stark – hinkend zeigte 
(S. 17 f.), während er zuvor beim Einsteigen ins Auto an seinem Domizil 
noch völlig normal gehen konnte, als er etwas in der Wohnung vergessen 
zu haben scheint. Während den Untersuchungen beim RAD vom 8. Febru-
ar 2012 hat der Beschwerdeführer schliesslich ein übermässig schmerzhaft 
erscheinendes Bild gezeigt, indem er oft „ohne ersichtlichen Anlass das 
Gesicht schmerzhaft verzogen“ hat (act. II 101 S. 3) bzw. ein auffälliges 
Gangbild zeigte, indem er sich mehrmals an der Wand abstützte und ein 
demonstratives Entlasten des rechten Knies zeigte, und während der Ge-
spräche mindestens alle fünf Minuten mit schmerzverzerrtem Gesicht zu-
sammenzuckte (act. II 107 S. 6). Auch ist auf den Videobildern der BvO 
ersichtlich, das es dem Beschwerdeführer durchaus möglich war, Einkäufe 
zu tragen (zum Teil auch schwere, wie Waschmittel [vgl. act. II 108 S. 12, 
11.54 Uhr]), womit eine von ihm behauptete Kraftlosigkeit der Arme (vgl. 
act. II 101 S. 3 oben) nicht festgestellt werden konnte.

Insgesamt zeichnen die Ergebnisse und Bilder der BvO eine Diskrepanz 
zum gezeigten Erscheinungsbild des Beschwerdeführers in den Untersu-
chungen des RAD vom 8. Februar 2012 bzw. zu seinen dort gemachten 
subjektiven Angaben (act. II 101 und act. II 107). Gestützt darauf und auf 
ihre Erhebungen hat insbesondere die RAD-Psychiaterin ihre medizinische 
Einschätzung und festgelegte Zumutbarkeit aktualisiert und überzeugend 
und nachvollziehbar dargelegt, dass aufgrund der Beobachtungen keine 
psychiatrische Diagnose gestellt werden könne. Die ohnehin nur geringen 
Einschränkungen im Zumutbarkeitsprofil (10 % - 20 %ige Leistungsein-
schränkung bei vollzeitlichem Pensum) konnte med. pract. G.________ 
aus psychiatrischer Sicht nicht bestätigen und hielt deshalb ein Zumutbar-
keitsprofil fest, das aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt sei. Damit 
zeichnen die RAD-Ärzte in ihren Berichten vom 10. (act. II 101) und 
27. Februar 2012 (act. II 106 und act. II 107) in Verbindung mit den Unter-
lagen zur BvO (act. II 108) und den hierauf angepassten Einschätzungen 
vom 16. August (act. IIA 110) und vom 29. Oktober 2012 (act. IIA 111) ein 
insgesamt überzeugendes und nachvollziehbares Gesamtbild zum Ge-
sundheitszustand und der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, wonach 
ihm in einer angepassten Tätigkeit (leichte bis mittelschwere körperliche 
Tätigkeit ohne repetitives Treppengehen, ohne Arbeiten im Knien/in der 

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Hocke oder gebückt, respektive ohne Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten) 
in einem Vollzeitpensum zumutbar seien. Darauf ist abzustellen. 

3.7 Angesichts der dokumentierten Beobachtungen der BvO 
(act. II 108) sind die RAD-Ärzte in ihrer nachvollziehbaren und schlüssigen 
medizinischen Auswertung (act. IIA 111) zum Schluss gekommen, dass die 
vom behandelnden Arzt Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 
14. Juni 2011 (act. II 86) und ebenfalls durch den behandelnden Psycholo-
gen Dr. phil. D.________ am 19. September 2011 (act. II 94) und am 
23. Februar 2013 (act. I 6) attestierte volle Arbeitsunfähigkeit im Wider-
spruch zum tatsächlichen funktionellen Leistungsvermögen des Beschwer-
deführers steht: indem den Videobildern entnommen werden kann, dass 
der Beschwerdeführer sehr wohl weite Strecken ohne Probleme und ohne 
Hinken gehen kann, Einkauftaschen zu tragen vermag und mit diversen 
Personen ungezwungen und völlig unauffällig Kontakte knüpft bzw. sich 
unterhält und damit ein durchaus normales soziales Verhalten an den Tag 
legt (vgl. E. 3.6 hiervor), hat er selbst den Beweis erbracht, dass er im All-
tag nicht derart eingeschränkt ist, dass ihm überhaupt keine Arbeitstätigkeit 
zugemutet werden könnte. Auch der während des Beschwerdeverfahrens 
eingereichte Bericht von Dr. med. C.________ vom 23. November 2013 
(act. IA 5) ändert daran nichts: Zum einen wurde die Diagnose des Morbus 
Paget der linken Beckenhälfte erst nach Erlass der hier angefochtenen 
Verfügung vom 24. Januar 2013 (act. IIA 121) gestellt und betrifft somit 
einen Sachverhalt, welcher hier nicht zu berücksichtigen ist (BGE 121 V 
362 E. 1b S. 366). Zum anderen führt der Orthopäde sodann aus, dass 
diese gutartige entzündliche Knochenerkrankung meist gut auf medika-
mentöse Behandlung anspreche, weshalb auch diese neue Diagnose keine 
rentenrelevante Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit haben kann. Dr. med. 
C.________ hält denn auch nicht explizit mit Bezug auf diese neue Dia-
gnose eine Arbeitsunfähigkeit fest, sondern attestiert im Rahmen der „be-
handlungsbedürftigen Polymorbidität“, und damit im gleichen Kontext wie 
bereits im Bericht vom 14. Juni 2011 (act. II 86), eine 100 %ige Arbeitsun-
fähigkeit.

3.8 Schliesslich sind von weiteren Beweismassnahmen und insbeson-
dere von der Erstellung eines gerichtlichen Gutachtens – wie es der Be-

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schwerdeführer beantragt (Beschwerde vom 3. Mai 2013 S. 2) – keine zu-
sätzlichen Erkenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 
122 V 157 E. 1d S. 162). Es ist damit auf die Einschätzung der RAD-Ärzte 
(act. IIA 110 und act. IIA 111 i.V.m. act. II 101, act. II 106 und act. II 107) 
abzustellen. Mit diesen ist weiterhin von einer vollen Arbeitsfähigkeit ohne 
Leistungseinschränkung in einer körperlich leichten bis mittelschweren 
Verweistätigkeit ohne repetitives Treppengehen, ohne Arbeiten im Knien/in 
der Hocke oder gebückt, respektive ohne Tätigkeiten auf Leitern und 
Gerüsten auszugehen. Damit haben sich die gesundheitliche Situation des 
Beschwerdeführers und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seit der 
rentenabweisenden Verfügung vom 31. Januar 2007 (act. II 57) in keiner 
Weise in rentenrelevantem Mass verändert, wenn dort ebenfalls eine an-
gepasste, leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeit einfacher geistiger 
Natur und mit geringer Verantwortung, überwiegend im Sitzen oder wech-
selbelastend und ohne Zwangshaltung Knien/Hocken zu täglich acht Stun-
den oder mehr als zumutbar erachtet worden ist (vgl. act. II 51 S. 15).

4.

Nach dem Gesagten ist erstellt, dass im Vergleichszeitraum seit der letzten 
rentenabweisenden Verfügung vom 31. Januar 2007 (act. II 57) bis zur hier 
angefochtenen Verfügung vom 24. Januar 2013 (act. IIA 121) keine dauer-
hafte Veränderung im Gesundheitszustand bzw. der Arbeitsfähigkeit des 
Beschwerdeführers eingetreten ist, welche geeignet ist, den IV-Grad und 
damit einen allfälligen Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine erwerbliche 
Veränderung seit der Verfügung vom 31. Januar 2007 (act. II 57) wird we-
der dargetan noch ergeben sich aufgrund der Akten Anhaltspunkte für das 
Vorliegen einer solchen. Damit ist das Vorliegen eines Revisions- resp. 
Neuanmeldungsgrundes zu verneinen und die Durchführung eines Ein-
kommensvergleichs erübrigt sich. Die angefochtene Verfügung vom 
24. Januar 2013 (act. IIA 121) ist im Ergebnis nicht zu beanstanden. Die 
dagegen erhobene Beschwerde ist unbegründet und deshalb abzuweisen.

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5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.– bis Fr. 1’000.– festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.–, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer zur Bezah-
lung auferlegt. Sie werden dem geleisteten Kostenvorschuss entnommen.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.– werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Fürsprecherin B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern (samt Eingaben des Beschwerdeführers ab 3. Mai 

2013)
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

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Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.