# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** de15ddf6-d8b2-52a1-9393-de0253279d2d
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2016-04-18
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 18.04.2016 D-8420/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8420-2015_2016-04-18.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
 
 

 

 

  

 
 Abteilung IV 

D-8420/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 8 .  A p r i l  2 0 1 6  

Besetzung 
 Einzelrichter Fulvio Haefeli, 

mit Zustimmung von Richter Daniel Willisegger; 

Gerichtsschreiber Gert Winter. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren (…), 

Sri Lanka, 

vertreten durch Hans Peter Roth, 

(…), 

Beschwerdeführer, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung; 

Verfügung des SEM vom 26. November 2015 / N (…). 

 

 

 

D-8420/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 8. Dezember 

2013 von Colombo aus auf dem Luftweg ausreiste und am 13. Dezember 

2013 unkontrolliert in die Schweiz einreiste, wo er noch gleichentags im 

Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) M._______ um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung vom 23. Dezember 2013 zur Person 

(BzP) im EVZ M._______ sowie der Anhörung vom 10. Dezember 2014 zu 

den Asylgründen durch das BFM zur Begründung seines Asylgesuchs im 

Wesentlichen geltend machte, er sei sri-lankischer Staatsangehöriger ta-

milischer Ethnie und habe während des Bürgerkriegs auf dem von den 

LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam) beherrschten Territorium gelebt, 

dass er im April 2007 bei den LTTE eine einmonatige Grundausbildung 

habe absolvieren und in der Folge bis im Jahre 2009 in unregelmässigen 

Abständen beim Bau von Bunkern mitwirken müssen, 

dass er sich mit anderen Zivilisten an der Organisation von Heldentagfeiern 

habe beteiligen müssen, 

dass die LTTE bei seinem Vater Korn und Weizen eingekauft hätten und 

sein Vater Kontakt zu einem hochrangigen Mitglied der LTTE gehabt habe, 

welches für die Nahrungsmittelversorgung der LTTE verantwortlich gewe-

sen sei, 

dass er im Mai 2009, am Ende des Krieges, auf der Flucht gewesen und in 

N._______ seine Familienangehörigen aus den Augen verloren habe, 

dass er am 17. Mai 2009 von Angehörigen der SLA (Sri Lanka Army) fest-

genommen und am 3. Juni 2009 ins Gefängnis von O._______ überführt 

worden sei, 

dass er mehrfach vom CID befragt und eingeschüchtert worden sei, zumal 

ihm die Geheimdienstmitarbeiter eine Mitgliedschaft bei den LTTE und Ak-

tivitäten zu deren Gunsten vorgeworfen hätten, 

dass er verschiedentlich vor einem Gericht in P._______ habe erscheinen 

müssen, 

D-8420/2015 

Seite 3 

dass ein Freund seines Vaters im Juni 2009 bei der Human Rights Com-

mission of Sri Lanka eine Beschwerde eingereicht habe, wonach der Be-

schwerdeführer im Gefängnis und seine Familie verschollen sei, 

dass er im April oder Mai 2010 gegen Leistung einer Kaution aus der Haft 

entlassen worden sei, 

dass er danach an keiner Gerichtsverhandlung mehr teilgenommen habe, 

weshalb im Mai 2010 ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt worden sei, 

dass er sich nach seiner Haftentlassung abwechslungsweise in Q._______ 

und in R._______ versteckt und nach seinen verschollenen Familienmit-

gliedern gesucht habe, 

dass er sich darüber hinaus an Menschenrechtsorganisationen und an die 

UNO gewendet habe, weshalb er Probleme mit der SLA bekommen habe, 

dass er diverse Male bedroht und aufgefordert worden sei, er solle nicht 

mehr nach seinen Familienmitgliedern forschen, 

dass er mehrmals zu Befragungen in ein Militärlager mitgenommen worden 

sei, weshalb er Anfang Dezember 2013 Sri Lanka mit Hilfe eines Schlep-

pers auf dem Luftweg verlassen habe, 

dass der Beschwerdeführer zur Untermauerung seiner Vorbringen die 

nachstehend aufgeführten Beweismittel zu den Akten reichte: einen Poli-

zeibericht vom 9. Juni 2009 (…), gestempelt vom (…) am 13. Dezember 

2013 (True Copy), einen Haftbefehl vom 12. Mai 2010 in Kopie (…), eine 

Bestätigung der Human Rights Commission of Sri Lanka über die Regist-

rierung einer Beschwerde vom (…), 

dass das SEM die Schweizerische Botschaft in Sri Lanka bezüglich des 

genannten Polizeiberichts und des Haftbefehls mit Schreiben vom 6. Feb-

ruar 2015 um nähere Abklärungen ersuchte, 

dass die Schweizerische Botschaft in Sri Lanka mit Schreiben vom 28. April 

2015 antwortete und das SEM dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 

9. Oktober 2015 das rechtliche Gehör zum Abklärungsergebnis gewährte, 

dieser jedoch innerhalb der ihm gewährten Frist keine Stellung nahm, 

D-8420/2015 

Seite 4 

dass das SEM das Asylgesuch des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 

26. November 2015 – eröffnet am folgenden Tag – ablehnte und die Weg-

weisung aus der Schweiz anordnete, 

dass es des Weiteren die als gefälscht erkannten Dokumente einzog, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, der Beschwer-

deführer habe seine Asylgründe mit einem Polizeibericht vom 9. Juni 2009 

(…), gestempelt vom (…) am 13. Dezember 2013 (True Copy) und einer 

Kopie eines Haftbefehls vom 12. Mai 2010 (…) untermauern wollen, doch 

handle es sich bei diesen Dokumenten gemäss den Abklärungen der 

Schweizerischen Botschaft in Sri Lanka vom 28. April 2015 um Fälschun-

gen, 

dass der Beschwerdeführer im Rahmen des ihm vom SEM gewährten 

rechtlichen Gehörs nicht Stellung genommen habe, weshalb die Abklä-

rungsergebnisse unangefochten geblieben und die gefälschten Doku-

mente gestützt auf Art 10 Abs. 4 AsylG (SR 142.31) einzuziehen seien, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 28. Dezember 2015 gegen 

diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben 

und die nachfolgend aufgeführten Rechtsbegehren stellen liess: Die Verfü-

gung des SEM vom 26. November 2015 sei aufzuheben. Dem Beschwer-

deführer sei Asyl zu gewähren. Eventualiter sei die Unzulässigkeit und Un-

zumutbarkeit der Wegweisung festzustellen und die vorläufige Aufnahme 

zu gewähren. Es sei auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu ver-

zichten, 

dass auf die Begründung, soweit wesentlich, in den nachfolgenden Erwä-

gungen einzugehen ist, 

dass der Instruktionsrichter des Bundesverwaltungsgerichts mit Zwischen-

verfügung vom 19. Januar 2016 das Gesuch um Verzicht auf die Erhebung 

eines Kostenvorschusses abwies und den Beschwerdeführer aufforderte, 

bis zum 3. Februar 2016 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'200.– zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 26. Januar 2016 ein Aus-

standsbegehren einreichen und beantragen liess, es sei zu veranlassen, 

dass der Instruktionsrichter im Beschwerdeverfahren D-8420/2015 in den 

Ausstand trete, und es sei die Zwischenverfügung vom 19. Januar 2016 

zurückzuziehen und eventuell durch eine neue zu ersetzen, 

D-8420/2015 

Seite 5 

dass dieses Ausstandsbegehren mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts 

vom 15. März 2016 abgewiesen wurde, wobei die Akten zur Weiterführung 

des Verfahrens D-8420/2015 dem bisherigen Instruktionsrichter überwie-

sen und die Verfahrenskosten von Fr. 600.– dem Beschwerdeführer aufer-

legt wurden, 

dass der einverlangte Kostenvorschuss innert Frist geleistet wurde, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des Staates, vor 

welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art. 105 AsylG 

i.V.m. Art. 31–33 VGG; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG),  

dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht 

vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet, 

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG richtet, 

soweit das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und Art. 6 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenom-

men hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt ist, ein 

schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise Ände-

rung hat und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist (Art. 105 

AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzu-

treten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG), 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters beziehungsweise ei-

ner zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich 

vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine solche handelt, weshalb 

der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist (Art. 111a 

Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schriften-

wechsel verzichtet wurde, 

D-8420/2015 

Seite 6 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass Personen, die Gründe geltend machen, die wegen ihres Verhaltens 

nach der Ausreise entstanden sind und weder Ausdruck noch Fortsetzung 

einer bereits im Heimat- oder Herkunftsstaat bestehenden Überzeugung 

oder Ausrichtung sind, keine Flüchtlinge sind, wobei die Einhaltung des Ab-

kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, 

SR 0.142.30) vorbehalten bleibt (Art. 3 Abs. 4 AsylG), 

dass der Beschwerdeführer zur Begründung seiner Beschwerdeschrift im 

Wesentlichen geltend machen liess, in Sri Lanka finde andauernd ein Ge-

nozid an der tamilischen Minderheit statt, 

dass der Beschwerdeführer festhalte, er habe die Einladung, im Rahmen 

des rechtlichen Gehörs Stellung zu nehmen, welche ihm der Rechtsvertre-

ter am 12. Oktober 2015 weitergeleitet habe, leider nicht erhalten, weshalb 

er sich nicht habe äussern können, 

dass er das Abklärungsergebnis der Schweizer Botschaft anzweifle, weil 

es in Sri Lanka gang und gäbe sei, ausländischen Stellen falsche Aus-

künfte zu erteilen, was es letztendlich ermögliche, politisch Verfolgte, die in 

den Heimatstaat zurückgeschickt würden, von den Sicherheitsdiensten bei 

der Ankunft am Flughafen festnehmen zu lassen, 

D-8420/2015 

Seite 7 

dass sich der Beschwerdeführer während seines Aufenthalts in der 

Schweiz politisch betätigt und an mehreren Kundgebungen gegen die sri-

lankische Regierung teilgenommen habe, 

dass in der Gratiszeitung "20 Minuten" am (…) ein Bericht über eine tami-

lische Kundgebung vor der UNO in Genf erschienen sei, der unter anderem 

den Beschwerdeführer auf einer Foto zeige, weshalb dieser bei der Rück-

kehr in den Heimatstaat am Flughafen von Colombo mit einer Festnahme 

zu rechnen habe, 

dass diese Vorbringen in der Beschwerdeschrift indessen nicht zu einer 

veränderten Betrachtungsweise führen können, 

dass der Beschwerdeführer den Heimatstaat am 8. Dezember 2013 von 

Colombo aus auf dem Luftweg verlassen und bei der Ausreise mit Erfolg 

einen gefälschten Reisepass benutzt haben will, den er jedoch nicht zu den 

Akten reichen konnte, 

dass das Vorbringen, der Schlepper habe ihm am Hauptbahnhof Zürich 

diesen Reisepass abgenommen und ein Zugticket überreicht, unglaubhaft 

sein dürfte, zumal niemand eines Schleppers bedarf, um einen Flug zu ab-

solvieren, 

dass ebenso wenig davon auszugehen ist, jemand könne von Moskau aus 

in einem mehrplätzigen Van, voll besetzt mit Tamilen, nach Zürich fahren, 

ohne jemals kontrolliert zu werden (A4/12 Ziff. 5.01/02 S. 7), 

dass unstimmige Vorbringen zum Reiseweg praxisgemäss nicht lediglich 

als isolierte, unglaubhafte Vorbringen zu würdigen sind, sondern darüber 

hinaus auch gewisse Rückschlüsse auf die Glaubhaftigkeit einer geltend 

gemachten Verfolgungssituation zulassen (Entscheidungen und Mitteilun-

gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 1998 Nr. 17 

E. 4b S. 150), was sich auch im vorliegenden Fall bestätigt, 

dass es entgegen den Vorbringen in der Beschwerdeschrift in Sri Lanka 

weder eine Kollektivverfolgung von Tamilen noch einen Genozid an der ta-

milischen Bevölkerungsminderheit gibt, 

dass das Schreiben vom 9. Oktober 2015 des SEM dem Rechtsvertreter 

des Beschwerdeführers eröffnet wurde und der Vollmachtnehmer keine 

Replik zu den Akten reichte, 

D-8420/2015 

Seite 8 

dass nicht davon auszugehen ist, sri-lankische Behörden hätten vorliegend 

"falsche Auskünfte zu Anfragen ausländischer Stellen" erteilt, zumal derar-

tige Mutmassungen zur Vorgehensweise der Botschaft wirklichkeitsfremd 

sind, 

dass es keinen Anlass gibt, das Abklärungsergebnis der Schweizerischen 

Vertretung in Colombo, wie es dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 

9. Oktober 2015 des SEM mitgeteilt wurde, in Frage zu stellen, 

dass es sich bei den vom Beschwerdeführer eingereichten Dokumenten 

um Falsifikate handelt, weshalb davon auszugehen ist, der Beschwerde-

führer habe bei seiner Schilderung einer Verfolgungssituation nicht auf Er-

innerungen an tatsächliche Begebenheiten zurückgreifen können und 

stattdessen eine Verfolgungssituation lediglich erfunden, 

dass der Beschwerdeführer des Weiteren geltend machte, wegen exilpoli-

tischer Tätigkeiten gefährdet zu sein, weshalb zu prüfen ist, ob er die 

Flüchtlingseigenschaft wegen subjektiver Nachfluchtgründe erfüllt, 

dass subjektive Nachfluchtgründe vorliegen, wenn eine asylsuchende Per-

son erst durch ihre Ausreise aus dem Heimat- oder Herkunftsstaat oder 

wegen ihres Verhaltens nach der Ausreise eine Verfolgung im Sinne von 

Art. 3 AsylG zu befürchten hat, 

dass Personen mit subjektiven Nachfluchtgründen gemäss Art. 54 AsylG 

kein Asyl erhalten, jedoch als Flüchtlinge vorläufig aufgenommen werden 

(vgl. BVGE 2009/28 E. 7.1 und 2009/29 E. 5.1), 

dass der Beschwerdeführer vorbrachte, er habe in der Schweiz an mehre-

ren Demonstrationen teilgenommen und es existiere eine Foto, publiziert 

in der Gratiszeitung "20 Minuten", auf dem er als Teilnehmer in Erschei-

nung trete, 

dass es zum einen angesichts der Qualität des Bildmaterials fraglich er-

scheint, ob der Beschwerdeführer anhand einer solchen Foto überhaupt zu 

identifizieren wäre, sind doch dutzendweise Demonstrationsteilnehmer ab-

gebildet, 

dass der Beschwerdeführer mit seiner Teilnahme an Demonstrationen 

keine erkennbare, exponierte politische Tätigkeit glaubhaft machen kann, 

D-8420/2015 

Seite 9 

dass nicht davon auszugehen ist, der Beschwerdeführer sei durch seine 

als äusserst niederschwellig zu bezeichnenden Aktivitäten ins Visier der 

sri-lankischen Sicherheitskräfte geraten oder habe deren Interesse ge-

weckt, 

dass das Bestehen subjektiver Nachfluchtgründe somit zu verneinen ist, 

dass es dem Beschwerdeführer somit nicht gelingt, die Flüchtlingseigen-

schaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb das 

Staatssekretariat das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 

Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge hat 

(Art. 44 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt 

hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. 

BVGE 2013/37 E 4.4; 2009/50 E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Weg-

weisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und dem-

nach vom Staatssekretariat zu Recht angeordnet wurde, 

dass das Staatssekretariat das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-

chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Voll-

zug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist 

(Art. 44 AsylG; Art. 83 Abs. 1 AuG [SR 142.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AuG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 FK), 

D-8420/2015 

Seite 10 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ments im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine im Heimat- oder Herkunftsstaat 

drohende menschenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 

BV, von Art. 3 des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter 

und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung  

oder Strafe (FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG), 

dass in Bezug auf Sri Lanka nicht von einer Situation allgemeiner Gewalt 

oder einer landesweiten Bürgerkriegssituation gesprochen werden kann, 

dass der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise aus dem Heimatstaat den 

Lebensunterhalt als (…) und (…) verdient hat und ihm dies auch nach sei-

ner Rückkehr zuzumuten ist, 

dass der Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, 

im Heimatstaat und insbesondere ausserhalb des Vanni-Gebiets über ein 

soziales Netz und damit über die Möglichkeit verfügt, auf der Jaffna-Halb-

insel, namentlich im Raum S._______ Fuss zu fassen, 

dass dort eine Tante väterlicherseits lebt, bei der er allenfalls unterkommen 

kann, bis er einen Arbeitsplatz in der (…) gefunden hat, der mit einer Un-

terkunft kombiniert ist, weshalb davon auszugehen ist, es liegen begünsti-

gende Faktoren im Sinne von BVGE 2011/24 E. 13.2.1.2 vor, 

dass es sich um einen jungen und gesunden Mann handelt, 

dass mithin nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer im Falle der 

Rückkehr aus individuellen Gründen wirtschaftlicher, sozialer oder gesund-

heitlicher Natur in eine existenzbedrohende Situation geraten könnte, 

D-8420/2015 

Seite 11 

dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwerdeführers in den Heimat-

staat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei der Be-

schaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und 

dazu auch BVGE 2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom Staatssekretariat verfügte Vollzug der 

Wegweisung zu bestätigen ist, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1'200.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) 

dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG), 

dass der am 2. Februar 2016 geleistete Kostenvorschuss zur Bezahlung 

der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-8420/2015 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.   

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'200.– werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Verfah-

renskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an den Beschwerdeführer, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Fulvio Haefeli Gert Winter 

 

 

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