# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2740d937-876e-594b-84b5-c27bf77dcd50
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2021-09-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.09.2021 C-1527/2019
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1527-2019_2021-09-15.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 

Entscheid bestätigt durch BGer mit  

Urteil vom 17.03.2022 (8C_707/2021) 

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung III 

C-1527/2019 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 5 .  S e p t e m b e r  2 0 2 1  

Besetzung 
 Richter Daniel Stufetti (Vorsitz), 

Richter Christoph Rohrer,  

Richterin Viktoria Helfenstein,    

Gerichtsschreiberin Marion Sutter. 
 

 
 

Parteien 
 A._______,   

vertreten durch lic. iur. Nikolaus Tamm, Advokat,  

Beschwerdeführerin,  

 
 

 
gegen 

 
 

Suva,  

vertreten durch Suva, Rechtsabteilung,  

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Unfallversicherung, Einreihung im Prämientarif 2016  

für BUV/NBUV der Suva, Einspracheentscheid Suva  

vom 25. Februar 2019. 

 

 

 

C-1527/2019 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die A._______, (…) (nachfolgend: Beschwerdeführerin) bezweckt gemäss 

Handelsregisterauszug den Handel mit Automobilbestandteilen, insbeson-

dere mit Brems- und Kupplungsbestandteilen, sowie die Ausführung me-

chanischer Arbeiten. Die Gesellschaft kann Beteiligungen an anderen Un-

ternehmen und Grundeigentum erwerben, verwalten und veräussern 

(www.zefix.ch, zuletzt abgerufen am 15. September 2021). Gemäss den 

vorliegenden Akten ist das Personal der Beschwerdeführerin seit mindes-

tens 2006 bei der Suva (nachfolgend auch: Vorinstanz) unfallversichert 

(vgl. Suva-act. 6 f.). 

B.  

B.a Bis Ende 2014 war der Betrieb in der Berufsunfallversicherung (BUV) 

in der Klasse 52A, Unterklassenteil G0, Stufe 073, zu einem Nettoprämi-

ensatz von 0.671 % (Suva-act. 60), sowie in der Nichtberufsunfallversiche-

rung (NBUV) in der Klasse 52A, Stufe 084, zu einem Nettoprämiensatz von 

1.147 % (Suva-act. 59) eingereiht. Einreihungsmerkmal war „Allgemeiner 

Handel; Gütertransport; Büro“.  

B.b Mit Verfügung vom 15. September 2014 (Suva-act. 72) reihte die Suva 

die Beschwerdeführerin gestützt auf die Betriebsbeschreibung vom 20. De-

zember 2013 (Suva-act. 65) per 1. Januar 2015 sowohl in der BUV als auch 

in der NBUV neu im Prämientarif der Klasse 49A ein, was für die Beschwer-

deführerin eine Prämienerhöhung in der BUV von 0.37 % (bei einem Net-

toprämiensatz von 1.0410 % ab dem 1. Januar 2015) und in der NBUV von 

0.118 % (bei einem Nettoprämiensatz von 1.2650 % ab dem 1. Januar 

2015) zur Folge hatte. Mit Eingaben vom 14. Oktober 2014 (Suva-act. 73) 

sowie vom 23. Januar 2015 (Suva-act. 80) erhob die Beschwerdeführerin 

hiergegen Einsprache bei der Vorinstanz. Mit Einspracheentscheid vom 

4. Februar 2015 bestätigte die Vorinstanz ihre Verfügung vom 15. Septem-

ber 2014 (Suva-act. 81).  

B.c Gegen den Einspracheentscheid vom 4. Februar 2015 erhob die Be-

schwerdeführerin, nunmehr vertreten durch Advokat lic. iur. Nikolaus 

Tamm, mit Eingabe vom 6. März 2015 Beschwerde beim Bundesverwal-

tungsgericht (Beschwerdedossier C-1505/2015, act. 1). Mit Beschwerde-

antwort vom 28. Juni 2015 (Beschwerdedossier C-1505/2015, act. 8) zog 

die Vorinstanz ihre Verfügung in Wiedererwägung mit der Begründung, 

dass ab dem 1. Januar 2016 ein neues Prämienreglement der Suva in Kraft 

http://www.zefix.ch/

C-1527/2019 

Seite 3 

treten werde und sie deshalb auf die Neueinreihung per 1. Januar 2015 

verzichte. Sie wies indessen darauf hin, dass sie die Beschwerdeführerin 

im Sommer 2015 gemäss den neuen Regeln per 1. Januar 2016 einreihen 

werde. In der Folge schrieb das Bundesverwaltungsgericht das Beschwer-

deverfahren mit Abschreibungsentscheid C-1505/2015 vom 2. Oktober 

2015 als gegenstandslos geworden ab (Beschwerdedossier C-1505/2015, 

act. 14).  

B.d Mit Verfügung vom 1. Oktober 2015 (Suva-act. 98 S. 4-6) wies die 

Suva die Beschwerdeführerin in der BUV und der NBUV per 1. Januar 

2016 neu folgenden Tätigkeiten (Betriebsmerkmalen) zu: 10 % Grosshan-

del oder Umschlag von diversen Gütern, 20 % Strassentransport von Gü-

tern, 53 % Bürotätigkeiten und 17 % Revision von Verbrennungsmotoren 

und Fahrwerkteilen. Gestützt darauf teilte die Suva den Betrieb in der BUV 

folgenden Risikogemeinschaften zu: zu 60 % der Klasse Strassentrans-

porte, Strassentransport von Gütern (49A DO) bei einem Prämiensatz von 

2,63 %, zu 33 % der Klasse Büros (60F CO) bei einem Prämiensatz von 

0,163 % und zu 7 % der Klasse Maschinenbau, Externe Montage und Re-

paratur von Maschinen (13B CO) bei einem Prämiensatz von 1,147. In der 

NBUV teilte sie den Betrieb dementsprechend zu 60 % der Risikogemein-

schaft der Klasse Strassentransporte (49A) bei einem Prämiensatz von 

1,695 %, zu 33 % der Klasse Büros (60F) bei einem Prämiensatz von 

0,815 % und zu 7 % der Klasse Maschinenbau (13B) bei einem Prämien-

satz von 1,395 % zu. Dies hatte für die Beschwerdeführerin eine Erhöhung 

der Nettoprämiensätze in der BUV auf 0.8560 % sowie in der NBUV auf 

1.3950 % zur Folge (Suva-act. 98 S. 6). 

B.e Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 25. Januar 2016 Einspra-

che bei der Vorinstanz (Suva-act. 108). Mit Einspracheentscheid vom 

11. März 2016 bestätigte die Suva die Verfügung vom 1. Oktober 2015. Zur 

Begründung führte sie im Wesentlichen aus, die administrativen Tätigkei-

ten seien nach den neuen Tarifregeln des Prämientarifs 2016 nicht mehr 

als Betriebsmerkmal zu berücksichtigen. Die für die Klassenzuweisung 

massgebliche betriebliche Tätigkeit sei der Strassentransport. Die übrigen 

Tätigkeiten würden insoweit prämiensenkend berücksichtigt, als deren An-

teil das für die Klasse 49A branchenübliche Ausmass überschreite (Suva-

act. 113). 

B.f Mit Eingabe vom 27. April 2016 erhob die Beschwerdeführerin gegen 

den Einspracheentscheid vom 11. März 2016 Beschwerde beim Bundes-

verwaltungsgericht (Beschwerdedossier C-2601/2016, act. 1). Mit Urteil  

C-1527/2019 

Seite 4 

C-2601/2016 vom 15. Dezember 2017 stellte das Bundesverwaltungsge-

richt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Verletzung der Begründungs-

pflicht) fest. Es hiess die Beschwerde entsprechend gut und wies die Sa-

che zum erneuten Verfügungserlass zurück an die Vorinstanz (Beschwer-

dedossier C-2601/2016, act. 13). 

C.  

C.a Mit zwei (im Wesentlichen identischen) Verfügungen vom 3. Juli 2018, 

adressiert an lic. iur. Nikolas Tamm, Rechtsanwalt der Beschwerdeführerin, 

respektive an die Beschwerdeführerin selbst, reihte die Suva den Betrieb 

der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2016 in der BUV wiederum in die 

Risikogemeinschaft der Klasse 49A DO (bei der Stufe 78 im Grundtarif) 

sowie in der NBUV in die Risikogemeinschaft der Klasse 49A (bei der Stufe 

88 im Grundtarif) ein. Den Nettoprämiensatz legte sie in der BUV auf 

0.8560 % sowie in der NBUV auf 1.3950 % fest (Suva-act. 151).  

C.b Hiergegen erhob die Beschwerdeführerin, vertreten durch Advokat Ni-

kolas Tamm, mit Eingabe vom 4. September 2018 Einsprache bei der  

Vorinstanz (Suva-act. 153). Mit Einspracheentscheid vom 25. Februar 

2019 bestätigte die Suva ihre Verfügungen vom 3. Juli 2018. Sie hielt zur 

Begründung fest, beim Betrieb der Beschwerdeführerin fielen 20 % der 

Lohnsummen auf den Strassentransport von Gütern. Die bei der Be-

schwerdeführerin ebenfalls vorliegenden Betriebsmerkmale Bürotätigkei-

ten (53 %) und Revision von Verbrennungsmotoren (17 %) lägen ebenfalls 

über den entsprechenden Schwellwerten und würden daher prämiensen-

kend berücksichtigt. Die Vorinstanz erklärte im Einspracheentscheid insbe-

sondere, dass sie keine Risikogemeinschaft führe, in welche Betriebe mit 

ausschliesslicher oder überwiegender Bürotätigkeit zugeteilt würden, da 

das Nettoprämienvolumen einer Büroklasse bei der Suva zu gering wäre, 

um die Kosten eines grösseren Schadenfalles finanzieren zu können. Die 

Klasse 60F bleibe daher bei der Suva leer (Suva-act. 168).  

D.  

D.a Gegen den Einspracheentscheid vom 25. Februar 2019 erhob die Be-

schwerdeführerin, weiterhin vertreten durch Advokat Niklaus Tamm, mit 

Eingabe vom 29. März 2019 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht 

mit dem Antrag, dieser sei aufzuheben und der Betrieb der Beschwerde-

führerin sei im Prämientarif der Suva Klasse 60F (Büros) einzureihen. Un-

ter dem Eventualstandpunkt beantragt die Beschwerdeführerin, die Ange-

C-1527/2019 

Seite 5 

legenheit sei an die Vorinstanz zurückzuweisen zur Vornahme weiterer Ab-

klärungen. Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen geltend, sie 

übe hauptsächlich Bürotätigkeiten aus und sei daher als ein reiner Bürobe-

trieb (Klasse 60F) zu qualifizieren. Hinsichtlich der Ausführung der Suva, 

wonach diese keine Risikogemeinschaft mit ausschliesslicher oder über-

wiegender Bürotätigkeit (mehr) führe, rügt die Beschwerdeführerin, es be-

stehe keine gesetzliche Grundlage für diese willkürlich erscheinende teil-

weise Nichtanwendung des Prämientarifs. Der Prämientarif scheide eigens 

Klassen für öffentliche Verwaltungen (40M), Büros (kaufmännische und 

technische), Verwaltung und Betriebe des Bundes, Personalverleih,  

soziale Institutionen und Lehrwertstätten (60F bis 71A) aus. Es sei nicht 

vorstellbar, dass die bei der Suva versicherten Organisationen, insbeson-

dere die Bundesverwaltung, nicht genügend gross sein sollten, um Risiko-

gemeinschaften bilden zu können. Ausserdem sei nicht geklärt, weshalb 

gewisse im Prämientarif aufgeführte Klassen bei der Bildung von Risikoge-

meinschaften nicht berücksichtigt werden sollten. Die Beschwerdeführerin 

rügt ausserdem eine verfassungswidrige Ungleichbehandlung, indem sie 

als (mehrheitlicher) Bürobetrieb wesentlich gefahrgeneigtere Brachen 

quersubventionieren müsse.  

D.b Der mit Zwischenverfügung vom 3. April 2019 (BVGer-act. 2) bei der 

Beschwerdeführerin erhobene Kostenvorschuss im Betrag von Fr. 2'000.– 

ging am 9. April 2019 in der Gerichtskasse des Bundesverwaltungsgerichts 

ein (BVGer-act. 5).  

D.c In ihrer Vernehmlassung vom 7. Juni 2019 beantragt die Vorinstanz, 

die Beschwerde sei teilweise abzuweisen und die Zuteilung der Beschwer-

deführerin zur Klasse 49A (Strassentransport) sei zu bestätigen. Zur Be-

gründung führt sie aus, es handle sich bei den von der Beschwerdeführerin 

angeführten Klassen nicht um überwiegende Bürobetriebe. Vielmehr be-

schäftigten diese verschiedenste Berufsgruppen, die nicht mehrheitlich im 

Büro tätig seien. Selbst wenn die Suva über eine Büroklasse verfügen 

würde, wäre die Beschwerdeführerin nicht dieser Klasse zuzuteilen, da mit 

20 % der Lohnsumme der grösste Anteil ihrer betrieblichen Tätigkeiten auf 

den Strassentransport falle. Die Vorinstanz habe daher die Beschwerde-

führerin zu Recht der Risikogemeinschaft Strassentransport zugeteilt. 

Demgegenüber sei die Beschwerdeführerin im Jahr 2015 in der BUV in der 

Stufe 72 eingereiht gewesen. Da bei einer Neueinreihung die maximal zu-

lässige jährliche Prämienänderung 4 Stufen betrage, sei vorliegend eine 

Erhöhung auf lediglich Stufe 76 zulässig. Sie ziehe daher ihren Einsprache-

C-1527/2019 

Seite 6 

entscheid vom 25. Februar 2019 in Wiedererwägung, insoweit sie die Be-

schwerdeführerin hiervon abweichend für das Jahr 2016 in Stufe 76 zu ei-

nem Nettoprämiensatz von 0.777 % einreihe. Für die Folgejahre werde die 

Beschwerdeführerin entsprechend der Stufenregelung an ihren Nettoprä-

mienbedarf herangeführt werden (BVGer-act. 9). 

D.d Mit Replik vom 18. Juni 2019 erklärt die Beschwerdeführerin, sie habe 

davon Kenntnis genommen, dass der Einspracheentscheid teilweise in 

Wiedererwägung gezogen werde, insoweit die Vorinstanz feststelle, dass 

die Stufenregelung gemäss Art. 45 Abs. 3 Prämientarif nicht korrekt ange-

wendet worden sei und die Beschwerdeführerin nunmehr in Stufe 76 statt 

92 eingereiht werde. In der Hauptsache stelle sich die Vorinstanz jedoch 

weiterhin auf den Standpunkt, dass die Einreihung in die Klasse 49A 

rechtskonform sei, ohne eine entsprechende Begründung. Die Vorinstanz 

habe sich nicht ansatzweise mit den in der Beschwerde vorgetragenen Rü-

gen auseinandergesetzt. Dies entspreche einer materiellen Rechtsverwei-

gerung (BVGer-act. 11). 

D.e Mit Duplik vom 12. August 2019 erklärt die Vorinstanz, sie habe sich in 

ihrer Vernehmlassung einlässlich mit den Vorbringen der Beschwerdefüh-

rerin auseinandergesetzt und insbesondere auch den Einspracheent-

scheid ausführlich begründet, weshalb keine Rede von einer materiellen 

Rechtsverweigerung sein könne (BVGer-act. 13). 

D.f Mit Verfügung vom 14. August 2019 schloss das Bundesverwaltungs-

gericht den Schriftenwechsel ab (BVGer-act. 14). 

E.  

Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen 

wird – soweit erforderlich und rechtserheblich – in den nachfolgenden Er-

wägungen eingegangen. 

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

1.1 Gemäss Art. 31 VwVG beurteilt das Bundesverwaltungsgericht Be-

schwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG, sofern keine Ausnahme 

nach Art. 32 VGG vorliegt. Als Vorinstanzen gelten die in Art. 33 VGG ge-

nannten Behörden. Die Suva ist eine Vorinstanz im Sinne von Art. 33 Bst. e 

C-1527/2019 

Seite 7 

VGG. Nach Art. 109 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über 

die Unfallversicherung (UVG, SR 832.20) beurteilt das Bundesverwal-

tungsgericht sodann Beschwerden gegen Einspracheentscheide über die 

Zuteilung der Betriebe und der Versicherten zu den Klassen und Stufen der 

Prämientarife. Die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Beur-

teilung der vorliegenden Beschwerde ist damit gegeben. 

1.2 Das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht richtet sich nach 

dem Verwaltungsverfahrensgesetz, soweit das Verwaltungsgerichtsgesetz 

nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG). Vorbehalten bleiben gemäss Art. 3 

Bst. dbis VwVG die besonderen Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 

6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 

(ATSG, SR 830.1). 

1.3 Die Beschwerdeführerin hat am vorinstanzlichen Verfahren teilgenom-

men, ist als Adressatin durch den angefochtenen Einspracheentscheid in 

besonderer Weise berührt und hat an deren Aufhebung oder Änderung ein 

schutzwürdiges Interesse (Art. 48 Abs. 1 VwVG; vgl. auch Art. 59 ATSG). 

Sie ist zur Beschwerde legitimiert.  

1.4 Die Beschwerde wurde frist- und formgerecht eingereicht. Da auch der 

Kostenvorschuss von Fr. 2‘000.- rechtzeitig bezahlt wurde, ist auf die Be-

schwerde einzutreten. 

2.  

Anfechtungsobjekt und damit Begrenzung des Streitgegenstands des vor-

liegenden Beschwerdeverfahrens (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.1) bildet der 

Einspracheentscheid vom 25. Februar 2019, mit welchem die Suva die Ein-

sprache der Beschwerdeführerin vom 4. September 2018 abgewiesen und 

die mit den Einreihungsverfügungen vom 3. Juli 2018 mit Wirkung ab dem 

1. Januar 2016 vorgenommene Einreihung des Betriebs der Beschwerde-

führerin in die Klasse 49A bestätigt hat. Die Beschwerdeführerin verlangt 

beschwerdeweise die Aufhebung des Einspracheentscheids vom 25. Feb-

ruar 2019 und die Einreihung des Betriebs der Beschwerdeführerin in die 

Klasse 60F (Büros) des Prämientarifs der Suva. Damit hat sie (zumindest 

implizit) auch die im Einspracheentscheid vom 25. Februar 2019 vorge-

nommene Prämienberechnung mitangefochten. Nachfolgend vom Bun-

desverwaltungsgericht zu prüfen ist daher, ob die Vorinstanz die Beschwer-

deführerin zu Recht mit Wirkung ab dem 1. Januar 2016 in die Klasse 49A 

C-1527/2019 

Seite 8 

eingereiht hat. Darüber hinaus sind die von der Vorinstanz im Einsprache-

entscheid vom 25. Februar 2019 neu berechneten Prämiensätze zu über-

prüfen. 

3.  

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerdever-

fahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Missbrauchs 

oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder unvollstän-

dige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Unange-

messenheit des Entscheids beanstanden (Art. 49 VwVG). 

3.2 Nach der Rechtsprechung hat auch eine Rechtsmittelbehörde, der 

volle Kognition zusteht, in Ermessensfragen einen Entscheidungsspiel-

raum der Vorinstanz zu respektieren. Sie hat eine unangemessene Ent-

scheidung zu korrigieren, kann aber der Vorinstanz die Wahl unter mehre-

ren angemessenen Lösungen überlassen (BGE 133 II 35 E. 3). Das Bun-

desverwaltungsgericht hat daher nur den Entscheid der unteren Instanz zu 

überprüfen und sich nicht an deren Stelle zu setzen (vgl. BGE 126 V 75 

E. 6). Insbesondere dann, wenn die Ermessensausübung, die Anwendung 

unbestimmter Rechtsbegriffe oder die Sachverhaltswürdigung hochste-

hende, spezialisierte technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche 

Kenntnisse erfordert, ist eine Zurückhaltung des Gerichts bei der Überprü-

fung vorinstanzlicher Bewertungen angezeigt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, 

BGE 133 II 35 E. 3, BGE 128 V 159 E. 3b/cc). Es stellt daher keine unzu-

lässige Kognitionsbeschränkung dar, wenn das Gericht − das nicht als 

Fachgericht ausgestaltet ist − nicht ohne Not von der Auffassung der  

Vorinstanz abweicht, soweit es um die Beurteilung technischer, wirtschaft-

licher oder wissenschaftlicher Spezialfragen geht, in denen die Vorinstanz 

über ein besonderes Fachwissen verfügt (vgl. BGE 135 II 296 E. 4.4.3, 

BGE 133 II 35 E. 3 m. w. H.; siehe zum Ganzen auch YVO HANGARTNER, 

Behördenrechtliche Kognitionsbeschränkungen in der Verwaltungsrechts-

pflege, in: Bovay/Nguyen [Hrsg.], Mélanges en l'honneur de Pierre Moor, 

Bern 2005, S. 319 ff.; RETO FELLER/MARKUS MÜLLER, Die Prüfungszustän-

digkeit des Bundesverwaltungsgerichts – Probleme in der praktischen Um-

setzung, Schweizerisches Zentralblatt für Staats- und Verwaltungsrecht 

[ZBl] 110/2009 S. 442 ff.). Dies gilt jedenfalls insoweit, als die Vorinstanz 

die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erfor-

derlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat (BGE 

139 II 185 E. 9.3; BGE 138 II 77 E. 6.4). 

C-1527/2019 

Seite 9 

3.3 Im Bereich der Prämientarife besteht die Überprüfungsbefugnis des 

Bundesverwaltungsgerichts einerseits darin, die richtige Anwendung des 

Tarifs zu kontrollieren; andererseits kann es − im Rahmen der konkreten 

Normenkontrolle − die der Verfügung zu Grunde liegenden Tarifpositionen 

auf ihre Gesetz- und Verfassungsmässigkeit überprüfen.  

3.4 Dem Unfallversicherer steht bei der Festsetzung des Prämientarifs für 

die Berufsunfallversicherung ein weiter Ermessensspielraum zu. In diesen 

greift das Gericht nur mit grosser Zurückhaltung ein; in der Regel lediglich, 

wenn die Anwendung einer Tarifposition mit dem Gleichbehandlungsgebot 

(Art. 8 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-

schaft vom 18. April 1999 [BV, SR 101]) unvereinbar ist, dem Gedanken 

der Risikogerechtigkeit (Art. 92 Abs. 1 UVG) widerspricht oder wenn der 

Tarif sich nicht von objektiven Überlegungen leiten lässt (vgl. BGE 126 V 

344 E. 4a; RKUV 1998 Nr. U 294 S. 230 E. 1c). Es darf nicht ausser Acht 

gelassen werden, dass bei der Festsetzung von Tarifen unter Umständen 

komplexe und allenfalls in der Zielrichtung widersprüchliche Aspekte auf 

einen Nenner zu bringen sind. Das kann zur Folge haben, dass eine be-

stimmte Tarifposition, die für sich allein genommen diskutabel erscheint, im 

Kontext des Tarifs trotzdem nicht zu beanstanden ist (Urteil des Eidgenös-

sischen Versicherungsgerichts [EVG; seit 1. Januar 2007: Bundesgericht] 

U 240/03 vom 2. Juni 2004, E. 3.2.2). Eine Tarifposition darf deshalb nicht 

losgelöst von den übrigen Tarifbestimmungen gewürdigt werden, sondern 

ist im Gesamtzusammenhang zu beurteilen (BVGE 2007/27 E. 3.2; Urteil 

der Eidgenössischen Rekurskommission für die Unfallversicherung vom 

13. Dezember 2004, publiziert in VPB 69.73, E. 3). 

3.4.1 Das Bundesverwaltungsgericht überprüft ansonsten den angefochte-

nen Entscheid frei, dies unter Berücksichtigung der vorgebrachten Rügen. 

Die Beschwerdeinstanz hat mithin nicht zu untersuchen, ob sich die ange-

fochtene Verfügung unter schlechthin allen in Frage kommenden Aspekten 

als korrekt erweist, sondern untersucht im Prinzip nur die vorgebrachten 

Beanstandungen. Von den Verfahrensbeteiligten nicht aufgeworfene 

Rechtsfragen werden nur geprüft, wenn hierzu aufgrund der Parteivorbrin-

gen oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinrei-

chender Anlass besteht (BGE 119 V 347 E. 1a; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, 

Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bun-

desgesetz über die Unfallversicherung, 3. Aufl., 2003, S. 348). 

C-1527/2019 

Seite 10 

4.  

Zunächst sind die zu beachtenden wichtigsten gesetzlichen Bestimmun-

gen, massgebenden Grundsätze sowie die hier massgeblichen Bestim-

mungen des Suva-Tarifs (Ausgabe 2016) wiederzugeben. 

4.1 Für die Durchführung der Unfallversicherung sind einheitliche Rech-

nungsgrundlagen zu verwenden. Der Bundesrat erlässt Richtlinien (Art. 89 

Abs. 1 UVG).  

4.2 Gemäss Art. 92 Abs. 1 UVG werden die Prämien von den Versicherern 

in Promillen des versicherten Verdienstes festgesetzt. Sie bestehen aus 

einer dem Risiko entsprechenden Nettoprämie und aus Zuschlägen für die 

Verwaltungskosten, für die Kosten der Verhütung von Unfällen und Berufs-

krankheiten und für die nicht durch Zinsüberschüsse gedeckten Teue-

rungszulagen. Die Versicherer können für die beiden obligatorischen Ver-

sicherungszweige je eine vom jeweiligen Risiko unabhängige Minimalprä-

mie erheben; der Bundesrat legt die Höchstgrenze der Minimalprämie fest. 

Gemäss Art. 92 Abs. 2 UVG werden für die Bemessung der Prämien in der 

Berufsunfallversicherung die Betriebe nach ihrer Art und ihren Verhältnis-

sen in Klassen des Prämientarifs und innerhalb dieser in Stufen eingereiht. 

Massgebend sind dabei insbesondere die Unfallgefahr und der Stand der 

Unfallverhütung. Aufgrund der Risikoerfahrungen kann der Versicherer von 

sich aus oder auf Antrag von Betriebsinhabern die Zuteilung bestimmter 

Betriebe zu den Klassen und Stufen des Prämientarifs jeweils auf den Be-

ginn des Rechnungsjahres ändern (Art. 92 Abs. 5 UVG). Für die Bemes-

sung der Prämien in der Nichtberufsunfallversicherung können Tarifklas-

sen gebildet werden.  

4.3 Die Betriebe oder Betriebsteile sind so in Klassen und Stufen des Prä-

mientarifs einzureihen, dass die Kosten der Berufsunfälle und Berufskrank-

heiten einer Risikogemeinschaft voraussichtlich aus den Nettoprämien be-

stritten werden können (Art. 113 Abs. 1 UVV). Die Betriebe oder Betriebs-

teile sind folglich nach Massgabe ihres Risikos in die Klassen und Stufen 

des Prämientarifs einzuteilen (Grundsatz der risikogerechten Prämien). 

4.4 Bei der Prämienbemessung ist weiter das in Art. 61 Abs. 2 UVG vorge-

sehene Prinzip der Gegenseitigkeit zu berücksichtigen. Dieses Prinzip ver-

langt, dass die Suva einerseits keine Gewinne aus dem Versicherungsge-

schäft erzielt, andererseits finanziell autonom sein soll. Neben diesen im 

Gesetz explizit geregelten Prinzipien müssen sich die Versicherer bei der 

Aufstellung der Tarife an die allgemeinen Grundsätze halten, welche aus 

C-1527/2019 

Seite 11 

dem Sozialversicherungsrecht des Bundes, dem Verwaltungsrecht und der 

Bundesverfassung fliessen. Unter die allgemeinen Prinzipien, welche bei 

der Tarifgestaltung zu berücksichtigen sind, fällt namentlich der Grundsatz 

der Solidarität. Demnach muss das Unfallrisiko durch eine grosse Zahl von 

Versicherten getragen werden (BGE 112 V 316 E. 5c). In eine ähnliche 

Richtung geht das Versicherungsprinzip, wonach das Risiko durch eine 

Mehrzahl von Versicherten zu tragen ist. Weiter ist der Grundsatz der Ver-

waltungsökonomie zu beachten (Urteile des BVGer C-541/2011 vom 

16. Mai 2013 E. 2.3 und C-539/2009 vom 20. August 2012 E. 3.4.1 

m. w. H.), sollen doch die Prämieneinnahmen nicht durch übermässige 

Verwaltungsaufwendungen geschmälert werden. 

4.5 Das Prinzip der Solidarität und jenes der Risikogerechtigkeit sind ei-

nander entgegengesetzt. Grösstmögliche Solidarität wäre durch eine für 

alle Betriebe geltende Einheitsprämie zu erreichen, während grösstmögli-

che Risikogerechtigkeit eine für jeden Betrieb individuell bestimmte Prämie 

bedingen würde. Die Ausgestaltung des Prämientarifs hat sich zwischen 

diesen zwei Polen zu bewegen. Aus dem Gegensatz dieser zwei Grunds-

ätze fliesst denn auch, dass das Gleichbehandlungsgebot nicht zur Folge 

haben kann, dass für jeden einzelnen Betrieb ein individueller Risikosatz 

bestimmt wird; es fliessen zwangsläufig Faktoren anderer − nicht identi-

scher − Betriebe für die Einreihung mit ein, sei dies im Rahmen der Zutei-

lung zu den Klassen oder bei der Berücksichtigung von Vergleichswerten 

(BVGE 2007/27 E. 5.6). 

4.6 Ein Prämientarif hat sodann den Grundsätzen der Verfassung zu ent-

sprechen, insbesondere dem Prinzip der Gleichbehandlung (Art. 8 BV) und 

dem Willkürverbot (Art. 9 BV). Nach ständiger Rechtsprechung ist der 

Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung verletzt, wenn rechtliche Unter-

scheidungen getroffen werden, für die ein vernünftiger Grund in den zu re-

gelnden Verhältnissen nicht ersichtlich ist, oder wenn Unterscheidungen 

unterlassen werden, welche sich aufgrund der Verhältnisse aufdrängen. 

Die Rechtsgleichheit wird insbesondere dann verletzt, wenn Gleiches nicht 

nach Massgabe seiner Gleichheit gleich oder Ungleiches nicht nach Mas-

sgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Vorausgesetzt ist, dass 

sich die ungerechtfertigte Gleich- beziehungsweise Ungleichbehandlung 

auf eine wesentliche Tatsache bezieht (BGE 131 V 107 E. 3.4.2). Willkür-

lich ist eine Bestimmung, wenn sie sich nicht auf ernsthafte Gründe stützen 

lässt oder wenn sie sinn- oder zwecklos ist (BGE 132 I 157 E. 4.1; siehe 

auch BGE 133 V 42 E. 3.1 m. w. H.). Das eidgenössische Versicherungs-

C-1527/2019 

Seite 12 

gericht hat im Übrigen festgestellt, dass im Bereich der Prämientarifgestal-

tung das Gleichbehandlungsgebot und das Prinzip der Risikogerechtigkeit 

deckungsgleich sind (vgl. RKUV 1998 Nr. U 294 S. 228 E. 1c). Lässt sich 

also für eine Betriebsart oder einen Betrieb ein gegenüber anderen Be-

triebsarten unterschiedliches Risiko feststellen, so gebietet dieser Unter-

schied, diese Betriebsart ungleich zu behandeln. Bei gleichen Verhältnis-

sen müssen auch gleiche Leistungen beziehungsweise Prämien resultie-

ren (BGE 112 V 291 E. 3b m. w. H.), wobei unter Gleichheit nicht Identität 

zu verstehen ist. 

4.7 Als Risikoeinheit gelten gemäss dem ab dem 1. Januar 2016 gültigen 

Suva-Prämientarif 2016 (Reglement des Verwaltungsrats der Suva vom 

14. November 2008 betreffend die Einreihungsregeln zur Prämienbemes-

sung in der obligatorischen Unfallversicherung [Beilage B zu BVGer-

act. 9]; nachfolgend: Prämientarif) Betriebe, Betriebsteile und Prämienkon-

zerne (Art. 7 Abs. 1 des Prämientarifs). Die Prämienbemessung erfolgt für 

jede Risikoeinheit separat (Art. 7 Abs. 2 des Prämientarifs). Die Risikoge-

meinschaften der BUV bestehen bei der Suva aus Klassen, Unterklassen 

und Unterklassenteilen (Art. 13 Abs. 1 des Prämientarifs). Klassen sind Ri-

sikogemeinschaften, in welchen zum Zweck der langfristigen Finanzierung 

Unterklassen desselben Wirtschaftszweigs zusammengefasst werden 

(Abs. 2). Unterklassen sind Risikogemeinschaften, in welchen zum Zweck 

der statistischen Auswertung Unterklassenteile derselben Branchen zu-

sammengefasst werden (Abs. 3). Unterklassenteile sind Risikogemein-

schaften, in welchen zum Zweck der Prämienbemessung gleichartige Be-

triebe und Betriebsteile mit gleichartigem Unfallrisiko zusammengefasst 

werden (Abs. 4). Jedem Unterklassenteil wird im BUV-Grundtarif ein Prä-

miensatz als sogenannter Basissatz zugeteilt (vgl. Art. 13 Abs. 5 des Prä-

mientarifs). 

4.8 Nach Art. 18 Abs. 1 des Prämientarifs wird jeder bei der Suva versi-

cherte Betrieb oder Betriebsteil einer Risikogemeinschaft zugeteilt. Aus-

schlaggebend für die Zuteilung zu den Risikogemeinschaften sind die Be-

triebsmerkmale, wobei die administrativen Tätigkeiten nicht berücksichtigt 

werden. Gemäss Art. 18 Abs. 2 des Prämientarifs erfolgt die Zuteilung in 

jene Risikogemeinschaft, auf welche gemessen an der Lohnsumme am 

meisten Merkmalsanteile entfallen, wobei zunächst die Zuweisung in die 

Klasse, danach innerhalb dieser Zuweisung in die Unterklasse und 

schliesslich die Zuweisung in den Unterklassenteil vorgenommen wird. 

Nach Art. 18 Abs. 3 des Prämientarifs wird zur Erhebung der Betriebsmerk-

male eine Betriebsbeschreibung aufgenommen.  

C-1527/2019 

Seite 13 

5.  

In ihrer Replik rügt die Beschwerdeführerin sinngemäss eine Verletzung 

ihres rechtlichen Gehörs. Da eine Verletzung des rechtlichen Gehörs – un-

abhängig vom Ausgang des Beschwerdeverfahrens in materieller Hinsicht 

– zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids führt, rechtfertigt es sich, 

diese Rüge vorab zu prüfen. 

5.1 Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits 

stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines 

Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. 

Zum Gehörsanspruch gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, 

sich vor Erlass eines solchen Entscheides zur Sache zu äussern, erhebli-

che Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erhebli-

chen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesentlicher 

Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis 

zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen. Der 

Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst als Mitwirkungsrecht alle Befug-

nisse, die einer Partei einzuräumen sind, damit sie in einem Verfahren ih-

ren Standpunkt wirksam zur Geltung bringen kann (BGE 135 I 279 E. 2.3, 

135 II 286 E. 5.1, 132 V 368 E. 3.1 m. w. H.). 

Wesentlicher Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör ist zudem 

die Begründungspflicht. Diese soll verhindern, dass sich die Behörde von 

unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, die 

Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, 

wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite 

des Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigs-

tens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde 

hat leiten lassen und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Dies bedeutet 

indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich mit jeder tatbestandlichen Be-

hauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Viel-

mehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte 

beschränken (BGE 136 I 229 E. 5.2, Urteil des BGer 9C_257/2011 vom 

25. August 2011 E. 5.1, je m. w. H.). Nach gefestigter bundesgerichtlicher 

Rechtsprechung muss ein Verwaltungsakt so abgefasst sein, dass die Be-

troffenen ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten können (BGE 125 II 

369 E. 2c, 124 V 180 E. 1a).  

5.2 Die Beschwerdeführerin führt in ihrer Replik aus, die Vorinstanz stelle 

sich in der Vernehmlassung weiterhin auf den Standpunkt, dass die Einrei-

C-1527/2019 

Seite 14 

hung in die Klasse 49A rechtskonform sei, ohne eine über die blosse Wie-

derholung der entsprechenden Passagen des Einspracheentscheids ge-

hende Begründung darzutun. Insbesondere habe sich die Vorinstanz mit 

den in der Beschwerde vorgetragenen Rügen nicht ansatzweise auseinan-

dergesetzt. Dies entspreche einer Art materiellen Rechtsverweigerung. 

5.3 Die Vorinstanz entgegnet in ihrer Duplik, angesichts der zwölf Seiten 

umfassenden Beschwerdeantwort und des acht Seiten umfassenden Ein-

spracheentscheids sei die Rüge der Beschwerdeführerin bezüglich einer 

mangelhaften Begründung und materiellen Rechtsverweigerung nicht halt-

bar. Insbesondere habe sie auf den Seiten 2 bis 4 der Beschwerdeantwort 

ausführlich zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin zur Klassenstruktur 

der Suva und zu ihrer Klassenzuteilung Stellung genommen. 

5.4 Die erwähnte Rüge der Beschwerdeführerin der materiellen Rechtsver-

weigerung betrifft nach ihren eigenen Angaben ausschliesslich die von der 

Vorinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichte Vernehm-

lassung. In Bezug auf den vorliegend angefochtenen Einspracheentscheid 

rügt die Beschwerdeführerin weder in ihrer Beschwerde noch in ihrer Rep-

lik eine Verletzung der Begründungspflicht. Vielmehr gesteht die Be-

schwerdeführerin in ihrer Beschwerde explizit zu, dass der vorliegend an-

gefochtene Einspracheentscheid wesentlich detailliertere Erläuterungen 

zur Klassenstruktur, Klassenzuteilung, den besonderen Betriebsverhältnis-

sen sowie insbesondere zum vorliegend anwendbaren Prämienmodell und 

der Berechnung des Bonus/Malus enthält. Sie kritisiert jedoch, dass auch 

dies nicht zur anbegehrten materiellen Änderung der früheren Einreihung 

führe, sondern dass die Vorinstanz die Zuweisung in die Klasse 49A erneut 

als «gesetzmässig und korrekt» bezeichne.  

Damit rügt die Beschwerdeführerin effektiv nicht eine unzureichende Be-

gründung des angefochtenen Einspracheentscheids, sondern lediglich 

eine unzutreffende materielle Beurteilung durch die Vorinstanz. Sie war 

denn auch aufgrund der Begründung des angefochtenen Einspracheent-

scheids zweifellos in der Lage, diesen sachgerecht vor dem Bundesver-

waltungsgericht anzufechten. Die Frage, ob und wie ausführlich sich die 

Vorinstanz im vorliegenden Beschwerdeverfahren vernehmen liess, würde 

für die Prüfung der Verletzung des rechtlichen Gehörs nur dann eine Rolle 

spielen, wenn bereits der Einspracheentscheid nicht hinreichend begrün-

det wäre (im Sinne einer Heilung einer geringfügigen Verletzung des recht-

lichen Gehörs durch eine nachgereichte Begründung im Beschwerdever-

C-1527/2019 

Seite 15 

fahren). Nachdem vorliegend die Beschwerdeführerin jedoch selbst zuge-

steht, dass der angefochtene Einspracheentscheid detailliert begründet 

wurde, ist zum Vornherein keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (res-

pektive der Begründungspflicht) auszumachen. Darüber hinaus hat sich 

die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung auch zu den von der Beschwerde-

führerin beschwerdeweise vorgebrachten (im Vergleich zum vorausgegan-

genen Beschwerdeverfahren neuen) Rügen geäussert, so dass – entge-

gen der Auffassung der Beschwerdeführerin – auch in diesem Zusammen-

hang keine materielle Rechtsverweigerung auszumachen ist. 

6.  

Wie die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeschrift zu Recht darlegt, 

handelt es sich vorliegend bereits um das dritte Beschwerdeverfahren in 

derselben Streitsache beim Bundesverwaltungsgericht. Indessen hat sich 

das Bundesverwaltungsgericht nur im Beschwerdeverfahren C-2601/2016 

materiell mit der vorliegend streitigen Frage der ab dem 1. Januar 2016 

vorgenommenen Einreihung des Betriebs der Beschwerdeführerin in die 

Klasse 49A bereits auseinandergesetzt; das frühere Beschwerdeverfahren 

C-1505/2015 hat das Bundesverwaltungsgericht demgegenüber infolge 

Wiedererwägung durch die Vorinstanz als gegenstandslos geworden ab-

geschrieben.  

6.1 Mit Urteil C-2601/2016 vom 15. Dezember 2017 hat das Bundesver-

waltungsgericht die Streitsache infolge Verletzung des rechtlichen Gehörs 

(Verletzung der Begründungspflicht) zum erneuten Verfügungserlass an 

die Vorinstanz zurückgewiesen. Es hat in diesem Zusammenhang jedoch 

nicht nur die Begründungsdichte des in jenem Verfahren angefochtenen 

Einspracheentscheids geprüft, sondern im Rahmen der Prüfung der be-

schwerdeführerischen Rüge, die Vorinstanz habe die Berechnungsgrund-

lagen nicht nachvollziehbar begründet, sich auch zu den neuen Einrei-

hungsregeln der Suva ab dem 1. Januar 2016 geäussert. Hierbei hat es 

namentlich festgestellt, dass die Ausführungen der Vorinstanz, wonach 

diese – unter Hinweis auf Art. 18 des Tarifs – die administrativen Tätigkei-

ten bei der Zuteilung zur Risikogemeinschaft nicht berücksichtigt habe, 

nachvollziehbar seien (Urteil des BVGer C-2601/2016 vom 15. Dezember 

2017 E. 6.2.1 i. V. m. E. 6.2.3). Auch den Ausführungen der Vorinstanz in 

Bezug auf die definitive prozentuale Zuteilung zu den Klassen unter Be-

rücksichtigung der Tatsache, dass administrative Tätigkeiten nicht als eige-

nes Betriebsmerkmal berücksichtigt würden, stimmte das Bundesverwal-

tungsgericht zu (Urteil des BVGer C-2601/2016 vom 15. Dezember 2017 

C-1527/2019 

Seite 16 

E. 6.3.1 i. V. m. E. 6.4.1). Damit hat das Bundesverwaltungsgericht insbe-

sondere die – im Rahmen ihres Ermessens (vgl. E. 3.2 hiervor) getroffene 

– Entscheidung der Suva, die Büroklasse 60F des ab dem 1. Januar 2016 

gültigen Prämientarifs leer zu lassen (vgl. die im Anhang 4 zum Prämien-

tarif der Suva erwähnte Ausnahme Bst. d) respektive administrative Tätig-

keiten bei der Zuteilung zur Risikogemeinschaft nicht zu berücksichtigen 

(vgl. Art. 18 Abs. 1 des Prämientarifs), geschützt. Die im vorliegenden Ver-

fahren diesbezüglich erneut erhobenen Rügen der Beschwerdeführerin – 

insbesondere die von ihr in diesem Zusammenhang beschwerdeweise gel-

tend gemachte verfassungswidrige Ungleichbehandlung – sind damit in-

folge res iudicata nicht zu hören.  

6.2 Darüber hinaus hat sich das Bundesverwaltungsgericht im Urteil  

C-2601/2016 vom 15. Dezember 2017 namentlich auch zu der neuen Ein-

reihung in die Klasse 49A eingehend geäussert. Hierbei hat es der  

Vorinstanz in Bezug auf die von ihr in der Einreihungsverfügung respektive 

im Einspracheentscheid genannten rechtlichen Normen des Tarifs, die Ba-

sissätze und die Schwellenwerte, welche bei besonderen Betriebsverhält-

nissen zur Anwendung gelangen sollten, zugestimmt. Es hat lediglich be-

mängelt, die konkrete Berechnung (in Anwendung von Art. 24 und An-

hang 5 des Tarifs) sei nicht nachvollziehbar, und beanstandet, dass aus 

dem Einspracheentscheid nicht hervorgehe, von welchem konkreten 

Schwellwert in Anhang 5 vorliegend ausgegangen werde und wie die Be-

rechnung konkret (in Zahlen) zu erfolgen habe (Urteil des BVGer  

C-2601/2016 vom 15. Dezember 2017 E. 6.4.1).  

Im Beschwerdeverfahren C-2601/2016 war nach dem Gesagten lediglich 

die konkrete Berechnung der Prämiensätze für das Bundesverwaltungsge-

richt unklar und Grund für die von ihm verfügte Rückweisung zum erneuten 

Verfügungserlass an die Vorinstanz. Die Rückweisung an die Vorinstanz 

erfolgte damit aus Gründen der Transparenz (zwecks Verbesserung des 

angefochtenen Einspracheentscheids) und nicht etwa infolge einer Bean-

standung der in materieller Hinsicht vorgenommenen neuen Einreihung 

des Betriebs der Beschwerdeführerin. Diesbezüglich hat das Bundesver-

waltungsgericht vielmehr die damals wie auch vorliegend angefochtene 

neue Einreihung in die Klasse 49F nicht beanstandet.  

6.3 Obschon die Beschwerdeführerin auch im vorliegenden Verfahren die 

Einreihung in die Klasse 49A anficht, bringt sie hierfür keine Argumente, 

welche nicht bereits im Beschwerdeverfahren C-2601/2016 vom Bundes-

C-1527/2019 

Seite 17 

verwaltungsgericht geprüft worden wären. Insbesondere hat die Beschwer-

deführerin in der in jenem Verfahren eingereichten Replik ihren ursprüngli-

chen Antrag, sie sei weiterhin in der bisherigen Kategorie 52A (Handelsbe-

triebe) einzuteilen, bereits angepasst auf den auch im vorliegenden Be-

schwerdeverfahren gestellten Antrag, sie sei neu in die Klasse 60A (Büro-

betriebe) einzureihen. Die Zuteilung in die Klasse 49F (Strassentransporte) 

entspricht sodann der Betriebsbeschreibung des Jahres 2013 (vgl. Suva-

act. 65), wonach die Beschwerdeführerin zu 53 % Administration und kauf-

männische Tätigkeiten, zu 20 % Strassentransport von Gütern, zu 17 % 

Revision von Verbrennungsmotoren und Fahrwerkteilen sowie zu 10 % 

Handel oder Umschlag von diversen Gütern betreibt. Die Beschwerdefüh-

rerin hat mit E-Mail vom 20. Dezember 2013 ausdrücklich bestätigt, dass 

die erwähnte Betriebsbeschreibung die von ihrem Betrieb ausgeführten 

Tätigkeiten korrekt wiedergibt (Suva-act. 65 S. 6). Nachdem die Vorinstanz 

die vom beschwerdeführerischen Betrieb ausgeübten administrativen Tä-

tigkeiten nicht für die Einreihung berücksichtigt (vgl. E. 6.1 hiervor) und der 

nächsthöhere Betriebsanteil mit 20 % auf den Strassentransport von Gü-

tern fällt, erweist sich die von der Vorinstanz eingenommene Einreihung 

überdies als betriebskonform. Unter diesen Umständen sowie insbeson-

dere in Anbetracht des grossen Ermessensspielraums der Suva, den sie 

rechtsfehlerfrei ausgeübt hat (vgl. E. 3.2 hiervor), ist die Zuteilung des be-

schwerdeführerischen Betriebs in die Klasse 49F (Strassentransporte) zu 

schützen.  

7.  

Auf Grund des Rückweisungsentscheids C-2601/2016 vom 15. Dezember 

2017 hat die Vorinstanz sodann mit dem vorliegend angefochtenen Ein-

spracheentscheid den vom Bundesverwaltungsgericht erkannten Begrün-

dungsmangel behoben und ihre Berechnungen eingehend dargelegt. 

Diese Berechnungen sind nachfolgend zu überprüfen. 

7.1 Wie bereits dargelegt, hat die Suva beim beschwerdeführerischen Be-

trieb den Strassentransport (mit 20 %) zu Recht als bestimmendes Be-

triebsmerkmal qualifiziert (E. 6.3 hiervor). In Bezug auf die weiteren bei der 

Beschwerdeführerin vorliegenden besonderen Betriebsmerkmale hat sie 

erklärt, dass sie diese zwecks möglichst risikogerechter Festlegung der 

Prämien bei der Prämienbemessung berücksichtige, sofern diese nicht be-

reits im entsprechenden Umfang im Basissatz der betreffenden Risikoge-

meinschaft enthalten seien. In diesem Zusammenhang hat sie auf Art. 24 

Abs. 1 des Prämientarifs verwiesen. Hiernach können die für die Zuteilung 

C-1527/2019 

Seite 18 

zur Risikogemeinschaft nicht ausschlaggebenden Betriebsmerkmale an-

teilmässig bei der Prämienbemessung berücksichtigt werden, wenn sie die 

in Anhang 5 angegebenen Schwellwerte überschreiten. Im erwähnten An-

hang 5 des Prämientarifs sind bei der Klasse 49A Schwellwerte für Bürotä-

tigkeiten von 30 % und für gewerbliche Tätigkeiten (bezeichnet als "ge-

werblich") von 15 % vorgesehen. Gestützt darauf hat die Vorinstanz zu 

Recht gefolgert, dass die besonderen Betriebsmerkmale der Beschwerde-

führerin von 53 % Administration sowie von 17 % Revision von Verbren-

nungsmotoren und Fahrwerkteilen die entsprechenden Schwellwerte (von 

30 respektive 15 %) überschreiten. Implizit hat die Vorinstanz sodann das 

bei der Beschwerdeführerin ebenfalls vorhandene besondere Betriebs-

merkmal des Handels oder Umschlags von diversen Gütern von 10 % als 

nicht relevant betrachtet, da dieses eindeutig den gewerblichen Schwell-

wert von 15 % unterschreitet. Soweit sind die Ausführungen der Vorinstanz 

nicht zu beanstanden. 

7.2 Für das Ausmass, in welchem die besonderen Betriebsmerkmale einer 

Risikogemeinschaft zu berücksichtigen sind, sieht Art. 24 Abs. 2 des Prä-

mientarifs vor, dass sich dieses aus dem den Schwellwert überschreiten-

den Anteil multipliziert mit dem Faktor 100 dividiert durch 100 minus den 

Schwellwert berechnet. Gestützt darauf hat die Vorinstanz den zu berück-

sichtigenden Anteil besonderes Betriebsmerkmal (BBM) der von der Be-

schwerdeführerin betriebenen Bürotätigkeiten (Klasse 60F CO) korrekt an-

gegeben mit 32.86 % (der von der Beschwerdeführerin betriebene Büro-

anteil von 53 % überschreitet zu 23 % den entsprechenden Schwellwert 

von 30 %; 23 % x 100 / [100 - 30 %] = 32.8571 % respektive gerundet 

32.86 %). Den vorliegend ebenfalls zu berücksichtigenden Anteil der be-

sonderen Betriebsmerkmale für die externe Montage und Reparatur von 

Maschinen (Klasse 13B CO) hat die Vorinstanz korrekt berechnet auf 

2.35 % (der von der Beschwerdeführerin betriebene Anteil Revision von 

Verbrennungsmotoren von 17 % überschreitet zu 2 % den entsprechenden 

Schwellwert von 15 %; 2 % x 100 / [100 - 15 %] = 2.3529 % respektive 

gerundet 2.35 %). 

7.3 Anschliessend hat die Vorinstanz den Wortlaut von Art. 24 Abs. 1ter des 

Prämientarifs wiedergegeben. Hiernach werden Anteile von Betriebsmerk-

malen, welche nicht zu einer Berücksichtigung nach Abs. 1 und 1bis führen, 

proportional auf die zugeteilte Risikogemeinschaft und die Anteile der Risi-

kogemeinschaften der besonderen Betriebsmerkmale verteilt, welche für 

die Bestimmung des Basissatzes massgebend sind und gewerblichen 

C-1527/2019 

Seite 19 

Charakter haben. Zur Berechnung dieser Verteilung hat die Vorinstanz vor-

erst den von ihr bereits zugewiesenen Anteil korrekt auf 55.21 % (20 % 

[Strassenverkehr] + 32.86 % [Bürotätigkeiten] + 2.35 % [externe Montage 

und Reparatur von Maschinen]) sowie den verbleibenden Restanteil auf 

44.79 % (100 - 55.21 %) festgelegt. Diesen Restanteil hat die Vorinstanz 

daraufhin anteilsmässig den beiden gewerblichen Risikogemeinschaften 

49A DO (Strassenverkehr) und 13B CO (externe Montage und Reparatur 

von Maschinen) zugeteilt. Dies ergab für die Risikogemeinschaft 49A einen 

Restanteil von 40.08 % (44.79 x 10 / [20 + 2.25] sowie für die Risikoge-

meinschaft 13B einen Restanteil von 4.71 % (44.79 x 2.23 / [20 + 2.35]). 

Die Gesamtanteile der gewerblichen Risikogemeinschaften 49A DO und 

13B CO erhöhten sich damit auf gerundet 60 % (20 % + 40.08 % = 

60.08 %) respektive 7 % (2.35 % + 4.71 % = 7.06 %). Jene der – nicht 

gewerblichen (vgl. den oben wiedergegebenen Wortlaut von Art. 24 

Abs. 1ter des Prämientarifs) – Büroklasse 60F CO blieb hingegen unverän-

dert bei 32.86 %, respektive gerundet 33 %. Dieses Vorgehen erweist sich 

ebenfalls als tarifkonform und ist nicht zu beanstanden. 

7.4 Gestützt auf Art. 24 Abs. 2 des Prämientarifs errechnete die Vorinstanz 

sodann den sich aus den einzelnen Basissätzen der verschiedenen Risi-

kogemeinschaften ergebenden Mischsatz für den Betrieb der Beschwer-

deführerin. Diese Basissätze entsprechend jeweils einem Nettosatz im 

Suva-Tarif (Art. 13 Abs. 5 des Prämientarifs) und werden für jeden Unter-

klassenteil jährlich überprüft und gegebenenfalls angepasst (vgl. Klassen-

struktur im Anhang 1 zum Prämientarif der Suva). Der 150-stufige BUV- 

und NBUV-Grundtarif befindet sich seinerseits auf der letzten Seite des 

Anhangs 1 des Prämientarifs (in der vorliegend anwendbaren Fassung des 

Prämientarifs 2016 auf S. 44). Die Zuordnung der einzelnen Unterklassen 

respektive Risikogemeinschaften (vgl. Art. 13 des Prämientarifs) ist ihrer-

seits in der Broschüre "Prämientarif 2016, Darstellung der meistgebrauch-

ten Tarife für die obligatorische Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung" 

der Suva (nachfolgend: Grundtarif) geregelt (vgl. Beilage zu BVGer-act. 

20). Unter Berücksichtigung der in der BUV im Jahr 2016 geltenden Ba-

sissätze der Risikogemeinschaft 49A DO (Strassentransporte: Strassen-

transporte von Gütern) von 2.63 % (Stufe 101), der Risikogemeinschaft 

13B CO (Maschinenbau: Externe Montage und Reparatur von Maschinen) 

von 1.147 % (Stufe 84) und der Risikogemeinschaft 60F CO (Büros) von 

0.163 % (Stufe 44) sowie der erwähnten Anteile der besonderen Betriebs-

merkmale von 60 % Strassentransport, 7 % Maschinenbau und 33 % Bü-

rotätigkeiten resultierte in der BUV ein Mischsatz von 1.71204 % (60 % von 

2.63 + 7 % von 1.1470 + 33 % von 0.1695), der gerundet auf die nächste 

C-1527/2019 

Seite 20 

Tarifstufe (Stufe 92) 1.695 % ergab. Aufgrund der in der NBUV im Jahr 

2016 geltenden Basissätze der Risikogemeinschaft 49A (Strassentrans-

porte) von 1.695 % (Stufe 92), der Risikogemeinschaft 13B (Maschinen-

bau) von 1.395 % (Stufe 88) und der Risikogemeinschaft 60F (Büros) von 

0.815 % (Stufe 77) sowie der erwähnten prozentualen Anteile dieser drei 

besonderen Betriebsmerkmale resultierte in der NBUV sodann ein Misch-

satz von 1.3836 % (60 % von 1.695 + 7 % von 1.395 + 33 % von 0.815 %), 

der gerundet auf die nächste Tarifstufe (Stufe 88) 1.395 % ergab. Beide 

(auf Tarifstufe gerundete) Mischsätze sind nicht zu beanstanden. 

7.5 Aufgrund der Lohnsummen der Beschwerdeführerin in der BUV in den 

Jahren 2009 bis 2014 von rund Fr. 11'306'181.– (entsprechend durch-

schnittlich Fr. 1'884'363.5 pro Jahr) und des vorangehend errechneten Ba-

sissatzes von 1.695 % ermittelte die Vorinstanz die durchschnittliche Ba-

sisprämie der Beschwerdeführerin auf Fr. 31'940. – pro Jahr, womit in der 

BUV das BMS 03 (vgl. Art. 22 Abs. 1 des Prämientarifs, 1. Satz), und damit 

das Bonus-Malus-System (vgl. Art. 37 des Prämientarifs), zur Anwendung 

gelangte. In den NBUV demgegenüber kam – ausgehend von denselben 

Lohnsummen – infolge des vorangehend errechneten Basissatzes von 

1.395 % und einer durchschnittlichen Basisprämie von Fr. 26'287.– die Ein-

reihung zum Basissatz respektive Mischsatz zur Anwendung (vgl. Art. 22 

Abs. 1 des Prämientarifs, 2. Satz). In der NBUV entspricht der Nettoprämi-

ensatz damit ohne Weiteres dem vorangehend errechneten Mischsatz von 

1.395 %. 

7.6 In Bezug auf das in der BUV anwendbare Bonus-Malus-System gab 

die Vorinstanz ferner Art. 37 des Prämientarifs wieder, wonach im BMS 03 

für die Prämienbemessung die individuellen Risikoerfahrungen der Be-

triebe im Umfang ihrer Kredibilität mitberücksichtigt werden. Die Kredibilität 

gibt hierbei an, in welchem Ausmass die betriebseigenen Risikoerfahrun-

gen in die Prämienbemessung mit einbezogen werden (Abs. 1). Die Kredi-

bilität zur Berücksichtigung der Heilkosten und Taggelder berechnet sich 

aus der Basisprämie dividiert durch die Basisprämie plus Fr. 90'000.–. Die 

Kredibilität zur Berücksichtigung der Renten berechnet sich aus der Basis-

prämie dividiert durch die Basisprämie plus Fr. 600'000.– für die Betriebe 

der Klasse 41 A beziehungsweise plus Fr. 1'800'000.– für die Betriebe der 

übrigen Klassen (Abs. 2). Massgebend für die Bestimmung der mit einem 

Betrieb gemachten Risikoerfahrungen sind der während einer Beobach-

tungsperiode von sechs Jahren entstandene Aufwand für die Heilkosten 

und Taggelder bis Fr. 38'000.– pro Fall sowie der in derselben Periode ent-

standene Aufwand für die Renten bis Fr. 380'000.– pro Fall (Abs. 3). Zum 

C-1527/2019 

Seite 21 

Aufwand zählen die bereits angefallenen Unfallkosten und die für die er-

warteten zukünftigen Kosten vorzunehmenden Rückstellungen (Abs. 4). 

Der Aufwand aus den Berufskrankheiten, Regressfällen und regressver-

dächtigen Fällen bleibt unberücksichtigt. Ausgenommen sind Unfälle, bei 

denen der Betrieb oder einer seiner Mitarbeitenden ganz oder überwie-

gend haftet (Abs. 5). Die Risikoerfahrungen des Betriebs werden mit den 

Risikoerfahrungen der Risikogemeinschaft verglichen. Die Abweichungen 

werden um die Amortisationskomponente der Risikogemeinschaft korri-

giert und nach der Kredibilität des Betriebs gewichtet (Abs. 6). Die korri-

gierten und gewichteten Abweichungen bestimmen einen allfälligen Bonus 

oder Malus, der zum Basissatz der Risikogemeinschaft oder zum Misch-

satz addiert oder von diesem abgezogen wird. Daraus ergibt sich der Be-

darfssatz des Betriebs (Abs. 8). Der Nettoprämiensatz des Betriebs ent-

spricht dem seinem Bedarfssatz am nächsten liegenden Nettosatz des 

Suva-Grundtarifs (Abs. 9). 

7.7 Diese Bestimmungen des Prämientarifs setzte die Vorinstanz in der 

Folge zur Berechnung des Bonus/Malus der Beschwerdeführerin in der 

BUV um. Die entsprechenden Ausführungen und Berechnungen der  

Vorinstanz sind nachvollziehbar, zumal sie auf den von der Beschwerde-

führerin beschwerdeweise nicht in Frage gestellten, im Grundlagenblatt 

Zusatzblatt BUV 2016 vom 23. Mai 2019 (Beilage E zu BVGer-act. 9) ent-

haltenen Angaben basieren. Insbesondere ermittelte die Vorinstanz in An-

wendung der Formel für den Bonus/Malus Heilkosten und Taggelder eine 

Kredibilität von 68.04 % respektive in Anwendung der Formel für den Bo-

nus/Malus des Rentenkapitals eine Kredibilität von 9.62 %. Den BMS-Risi-

kosatz des Betriebs für Invaliditäts- und Todesfallleistungen gab sie an mit 

0.104 % sowie darauf basierend den Bonus für Invaliditäts- und Todesfall-

leistungen mit 0.0158 %. Den Bedarfssatz errechnete sie, ausgehend vom 

vorangehend errechneten Basissatz der Risikogemeinschaft von 1.7121 % 

(vgl. E. 7.4 hiervor), abzüglich der Bonus/Malus der Heilkosten und Taggel-

der sowie des Rentenkapitals auf 1,2618 %. Als Nettoprämiensatz in der 

BUV stellte die Vorinstanz in der Folge auf den diesem Bedarfssatz am 

nächsten liegenden Nettoprämiensatz des Suva-Grundtarifs, entspre-

chend die Stufe 86 mit einem Nettosatz von 1.265 %, ab. Diese Berech-

nungen der §Vorinstanz geben grundsätzlich ebenfalls zu keiner Beanstan-

dung Anlass.  

7.8 Indessen hat die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zu Recht darauf 

hingewiesen, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2015 in der BUV in der 

Stufe 72 eingereiht war und gestützt auf Art. 45 Abs. 3 des Prämientarifs 

C-1527/2019 

Seite 22 

die maximal zulässige jährliche Prämienänderung 4 Stufen im 150-stufigen 

Suva-Grundtarif beträgt. Kann der Nettoprämiensatz aufgrund der Begren-

zung der jährlichen Prämienänderung nicht vollständig dem Prämienbedarf 

angeglichen werden, wird die Prämienänderung über maximal vier Jahre 

verteilt vorgenommen (Art. 45 Abs. 6 des Prämientarifs). Daher hat die  

Vorinstanz mit ihrer Vernehmlassung in Bezug auf den Nettoprämiensatz 

in der BUV eine teilweise Wiedererwägung vorgenommen, insoweit sie die 

Beschwerdeführerin – abweichend von dem angefochtenen Einsprache-

entscheid – für das Jahr in die Stufe 76 zu einem Nettoprämiensatz von 

0.777 % eingereiht hat. Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Replik diese 

teilweise Wiedererwägung durch die Vorinstanz nicht beanstandet. Nach-

dem sich diese teilweise Wiedererwägung nach dem Gesagten als tarif-

konform erweist, ist der entsprechend in Wiedererwägung gezogene Ein-

spracheentscheid vom Bundesverwaltungsgericht zu schützen. 

7.9 Zusammenfassend erweisen sich die neuen Berechnungen der  

Vorinstanz als nachvollziehbar. Nachdem die Vorinstanz nach dem Gesag-

ten einerseits den beschwerdeführerischen Betrieb zu Recht in die Klasse 

49A eingereiht und andererseits die verfügten Nettoprämien (unter Berück-

sichtigung der mit Vernehmlassung bezüglich des Nettoprämientarifs in der 

BUV vorgenommenen teilweisen Wiedererwägung) richtig berechnet hat, 

ist der von der Vorinstanz teilweise in Wiedererwägung gezogene ange-

fochtene Einspracheentscheid vom 25. Februar 2019 zu bestätigen. Die 

Beschwerde vom 29. März 2019 ist entsprechend abzuweisen. 

8.  

8.1 Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführe-

rin die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 63 Abs. 1 VwVG sowie Art. 1 ff. des 

Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 

vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Diese werden 

auf Fr. 2'000.– festgesetzt und nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-

den Urteils dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe entnom-

men.  

8.2 Der obsiegenden Partei kann von Amtes wegen oder auf Begehren 

eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig 

hohe Kosten zugesprochen werden (Art. 64 Abs. 1 VwVG). Die Vorinstanz 

hat als mit einer öffentlichen Aufgabe betraute Organisation keinen An-

spruch auf Parteientschädigung (vgl. Art. 7 Abs. 3 VGKE sowie BGE 128 

V 124 E. 5b). 

C-1527/2019 

Seite 23 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen.  

2.  

Der mit Vernehmlassung teilweise in Wiedererwägung gezogene Ein-

spracheentscheid vom 25. Februar 2019 wird bestätigt. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt und nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils dem ge-

leisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.– entnommen.  

4.  

Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 

5.  

Dieses Urteil geht an: 

 die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde) 

 die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde) 

 das Bundesamt für Gesundheit, Dienstbereich Kranken- und  

Unfallversicherung (Einschreiben) 

 

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen. 

 

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Daniel Stufetti Marion Sutter 

 

 

C-1527/2019 

Seite 24 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesge-

richt, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtli-

chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die 

Frist ist gewahrt, wenn die Beschwerde spätestens am letzten Tag der Frist 

beim Bundesgericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizeri-

schen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsulari-

schen Vertretung übergeben worden ist (Art. 48 Abs. 1 BGG). Die Rechts-

schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren 

Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. 

Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-

schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG). 

 

Versand: