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**Case Identifier:** 59961511-675c-5664-ada4-b2cf9a2aa410
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-12-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 21.12.2022 VBE.2022.98
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2022-98_2022-12-21.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

 

VBE.2022.98 / sb / fi 
Art. 143 

 

 

Urteil vom 21. Dezember 2022 
 

 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Merkofer  

Gerichtsschreiber Berner  

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____   

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 Suva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach, 6002 Luzern  

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend UVG 

(Einspracheentscheid vom 8. Februar 2022) 
 

  

 - 2 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

1.1. 

Der 1972 geborene Beschwerdeführer war bei der B. AG, Z., als 

Lagermitarbeiter angestellt und in dieser Eigenschaft bei der 

Beschwerdegegnerin obligatorisch gegen die Folgen von Berufsunfällen, 

Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten versichert. Am 19. April 2013 

erlitt er ein Quetschtrauma am linken Vorfuss (Os naviculare Fraktur links), 

als er sich beim Ziehen eines Paketwagens den Fuss einklemmte. In der 

Folge anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht für den 

fraglichen Unfall und richtete die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung 

und Taggeld) aus. Nach weiteren sachverhaltlichen Abklärungen stellte sie 

diese vorübergehenden Leistungen schliesslich gestützt auf die Ergeb-

nisse einer kreisärztlichen Untersuchung vom 30. September 2014 mit 

formloser Mitteilung vom 24. Juni 2015 ein und verneinte einen Anspruch 

des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen. 

 

1.2. 

Mit Schadenmeldung UVG vom 22. Mai 2019 meldete der Beschwerdefüh-

rer der Beschwerdegegnerin persistierende Beschwerden am linken Fuss 

als Folge des Unfalls vom 19. April 2013. Die Beschwerdegegnerin tätigte 

daraufhin sachverhaltliche Abklärungen und sprach dem Beschwerdefüh-

rer schliesslich mit Verfügung vom 21. Juli 2020 bei einer Integritätsein-

busse von 5 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 6'300.00 zu. Die Zu-

sprache einer Invalidenrente lehnte sie unter Hinweis auf einen Invaliditäts-

grad von 0 % ab. Aufgrund der gegen diese Verfügung insoweit, als ein 

Invalidenrentenanspruch damit verneint wurde, erhobenen Einsprache des 

Beschwerdeführers nahm die Beschwerdegegnerin weitere sachverhaltli-

che Abklärungen vor und veranlasste insbesondere eine externe Evalua-

tion der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL). Gestützt auf die Ergebnisse 

dieser ergänzenden Erhebungen verneinte sie schliesslich mit Verfügung 

vom 12. August 2021 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 0 % abermals 

einen Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente. Die dage-

gen erhobene Einsprache wies sie mit Einspracheentscheid vom 8. Feb-

ruar 2022 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Beschwerdeführer am 9. be-

ziehungsweise 22. März 2022 fristgerecht Beschwerde und beantragte im 

Wesentlichen sinngemäss die Zusprache einer Invalidenrente.  

 

 - 3 - 

 

 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 19. April 2022 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer hielt mit Ein-

gabe vom 3. Mai 2022 an seiner Beschwerde fest. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

In ihrem Einspracheentscheid vom 8. Februar 2022 (Vernehmlassungsbei-

lage [VB] 432) geht die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen gestützt auf 

die von ihr eingeholte EFL von Dr. med. C., Fachärztin für Allgemeine 

Innere Medizin, für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie für 

Rheumatologie, Klinik D., vom 7. Juli 2021 (VB 402) davon aus, der 

Beschwerdeführer sei aufgrund der Folgen des Unfalls vom 19. April 2013 

in seiner angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig. In einer 

angepassten Tätigkeit liege demgegenüber eine volle Arbeitsfähigkeit vor. 

Bei einem aus dem entsprechenden Einkommensvergleich resultierenden 

Invaliditätsgrad von 0 % bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente. 

Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber zusammengefasst 

sinngemäss vor, er leide nach wie vor an unfallbedingten Beschwerden und 

sei auch in einer angepassten Tätigkeit nicht (voll) arbeitsfähig. Er habe 

daher Anspruch auf eine Invalidenrente.  

 

Damit ist streitig und nachfolgend zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin 

mit Einspracheentscheid vom 8. Februar 2022 zu Recht einen Invaliden-

rentenanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. Nicht Gegenstand 

dieses Beschwerdeverfahrens ist demgegenüber der Anspruch auf eine In-

tegritätsentschädigung, welcher mit unangefochten in Rechtskraft erwach-

sener Verfügung vom 21. Juli 2020 (VB 350) bereits festgesetzt wurde.  

 

2. 

2.1. 

Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit 

das Gesetz nichts Anderes bestimmt, bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfäl-

len sowie Berufskrankheiten gewährt. Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die ver-

sicherte Person Anspruch auf eine zweckmässige Behandlung der Unfall-

folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat 

sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Wird sie infolge 

des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie nach Art. 18 Abs. 1 

UVG Anspruch auf eine Invalidenrente.  

 

 - 4 - 

 

 

 

2.2. 

2.2.1. 

Zur Beurteilung des Gesundheitszustands der versicherten Person ist 

die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen ange-

wiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Ver-

fügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszu-

stand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und 

bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im 

Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be-

urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 

werden können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen).  

 

2.2.2. 

Der Versicherungsträger und das Gericht (vgl. Art. 61 lit. c in fine ATSG) 

haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisre-

geln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwer-

deverfahren bedeutet dies, dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig 

davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entschei-

den hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des 

streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander 

widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 

ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 

abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 2.1 

S. 396). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entschei-

dend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 

Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, 

in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beur-

teilung der medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situa-

tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet 

sind (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). Ausschlag-

gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 

eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auf-

trag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 

V 351 E. 3a S. 352; 122 V 157 E. 1c S. 160 f.). Dennoch hat es die Recht-

sprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar 

erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gut-

achten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125 V 351 

E. 3b S. 352). 

 

2.2.3. 

Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingehol-

ten Gutachten externer Spezialärzte darf Beweiswert zuerkannt werden, 

solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise 

sprechen (Urteil des Bundesgerichts 8C_737/2019 vom 19. Juli 2020 

E. 5.1.4 mit Verweis auf BGE 135 V 465 E. 4.4 S. 470).   

 - 5 - 

 

 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem Einspracheentscheid vom 

8. Februar 2022 auf die von ihr eingeholte EFL von Dr. med. C. vom 7. Juli 

2021 (VB 402 ff.). Dieser ist in Zusammenfassung des Sachverhalts zu 

entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 19. April 2013 durch einen 

Paketwagen ein Quetschtrauma am linken Fuss erlitten habe, welches zu 

einer verzögert diagnostizierten und in der Folge konservativ behandelten 

Fraktur des Os naviculare mit protrahiertem Heilungsverlauf geführt habe. 

Aktuell persistiere linksseitig eine Schmerzhaftigkeit im Bereich der 

Fussinnenseite auf Höhe des Os naviculare sowie im Bereich des 

retromalleolären Sehnenfachs. Subjektiv stünden Nachtschmerzen nach 

vermehrter Belastung tagsüber sowie eine anhaltende Schwellungsnei-

gung im Vordergrund. Die durchgeführte Skelettszintigraphie mit SPECT-

CT zeige keine Aktivierung der ursprünglichen Fraktur. Die Hauptaktivität 

bestehe vielmehr weiter distal im Bereich des TMT-Gelenkes des ersten 

Strahles, der Gelenkflächen zwischen Os cuneiforme mediale und interme-

dius und dorsal am Os cuneiforme mediale, was mit dem Befund der kli-

nisch palpablen Exostose übereinstimme. In diesem beim Unfall nicht ver-

letzten Bereich würden jedoch aktuell keine Schmerzen angegeben. Eine 

Silverskiöld-Exostose sei denn auch bereits im Rahmen der initialen CT-

Untersuchung (vgl. hierzu den Bericht von Dr. med. E., Facharzt für Ra-

diologie, Röntgeninstitut F., vom 4. Juni 2013 in VB 13) als vorbestehend 

beschrieben worden. Die TMT-1 Arthrose sei daher als vorbestehend zu 

beurteilen. Sonographieuntersuchungen der schmerzhaften Region vor 

und nach der Belastung durch die EFL-Testung hätten ferner eine leichte 

Tendinopathie der tibialis posterior Sehne und eine mit der auch klinisch 

festzustellenden Ödemneigung bei chronisch venöser Insuffizienz verein-

bare Zunahme eines Weichteilödems gezeigt. Eine artikuläre Schwellung 

habe nicht nachgewiesen werden können. Klinisch bestehe zudem eine er-

hebliche Varicosis links mit links deutlich stärker ausgeprägten Besenrei-

sern um den medialen Malleolus. Eine venöse Insuffizienz trage folglich 

wesentlich zur geklagten Schwellungsneigung bei. Angiologische Abklä-

rungen seien empfehlenswert und das Tragen von Kompressions-

strümpfen könnte diesbezüglich Linderung verschaffen. Insgesamt sei die 

Ursache der anhaltenden Schmerzhaftigkeit letztlich unklar, zumal insbe-

sondere keine aktivierte Arthrose des naviculocuneiformen Gelenkes vor-

liege und die vorbestehende mässig aktivierte Arthrose des TMT-1 Gelen-

kes aktuell nicht schmerzhaft sei. Die ebenfalls im Raum stehende "psy-

chiatrische Problematik" mit depressiven Episoden, Rückenbeschwerden 

und eine fragliche entzündlich rheumatische Erkrankung im Sinne einer un-

differenzierten Spondylarthropathie würden zwar zu den angegebenen 

Nachtschmerzen passen, seien indes allesamt nicht auf den Unfall zurück-

zuführen (VB 402, S. 13 f.). Im Rahmen der physischen Leistungstests sei 

eine erhebliche Symptomausweitung zu beobachten gewesen, so dass die 

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Resultate nicht verwertbar seien. Das Ausmass der demonstrierten Ein-

schränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befun-

den nur zum Teil erklären. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem Effort 

eine bessere Leistung als die demonstrierte erbracht werden könne 

(VB 402, S. 15). Aus fachärztlicher Sicht sei bezüglich der auf den Unfall 

zurückzuführenden Fussverletzung und unter Ausschluss der weiteren 

nicht unfallkausalen Beschwerden davon auszugehen, dass für eine 

leichte, vorwiegend sitzende Arbeit mit kurzen Gehstrecken dazwischen 

eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben sei (VB 402, S. 14).  

 

3.2. 

3.2.1. 

Der Beschwerdeführer wurde im Rahmen der EFL vom 7. Juli 2021 im Juni 

2021 fachärztlich umfassend und in Kenntnis sowie unter Würdigung der 

Vorakten (vgl. insb. VB 402, S. 2 ff.) und unter Berücksichtigung der ge-

klagten Beschwerden untersucht. Dr. med. C. beurteilte die medizinischen 

Zusammenhänge sowie die medizinische Situation einleuchtend und 

gelangte zu einer nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerung. Der EFL 

kommt damit grundsätzlich Beweiswert im Sinne vorstehender Kriterien 

(vgl. vorne E. 2.2.2. und E. 2.2.3.) zu. Die Beurteilung von Dr. med. C. 

stimmt ferner im Wesentlichen überein mit der Einschätzung des 

behandelnden Arztes Dr. med. G., Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

und Traumatologie des Bewegungsapparates, Universitätsklinik H., 

welcher in seinem Sprechstundenbericht vom 2. Juni 2020 festhielt, die 

geklagten "massiven Schmerzen sind nicht gänzlich erklärt" (vgl. VB 335, 

S. 3). Ferner ist anzumerken, dass bereits im von der IV-Stelle des Kantons 

Aargau eingeholten und vom Versicherungsgericht mit rechtskräftigem 

Urteil VBE.2017.920 vom 11. Juni 2018 als beweiskräftig beurteilten 

polydisziplinären Gutachten der Dres. med. I., Fachärztin für 

Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, 

Fisch, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Kinder- und 

Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, und J., Facharzt für Allgemeine 

Innere Medizin, medexperts AG St. Gallen, vom 3. Mai 2017 mit 

ergänzender gutachterlicher Stellungnahme vom 28. Juni 2017 – unter 

Einschluss auch nicht auf den Unfall vom 19. April 2013 zurückzuführender 

Beschwerden – eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten leichten bis 

mittelschweren Tätigkeit ab dem 2. Oktober 2014 attestiert wurde. Soweit 

Dr. med. C. weitere gesundheitliche Einschränkungen des 

Beschwerdeführers ("psychiatrische Problematik", Rückenbeschwerden, 

fragliche entzündlich rheumatische Erkrankung) als nicht durch den Unfall 

vom 19. April 2013 verursacht wertete, finden sich zudem in den weiteren 

medizinischen Akten keine abweichenden Beurteilungen.  

 

3.2.2. 

Die Beurteilung des behandelnden Arztes Dr. med. K., Facharzt für 

Chirurgie, Y., auf die sich der Beschwerdeführer beruft und die und von der 

 - 7 - 

 

 

 

EFL vom 7. Juli 2021 abweicht, war Dr. med. C. hinreichend bekannt (vgl. 

die Aktenzusammenfassung in VB 402, S. 2 ff.) und enthält ferner keine in 

der EFL vom 7. Juli 2021 unerkannten oder ungewürdigten Aspekte (vgl. 

Urteil des Bundesgerichts 9C_1021/2008 vom 28. Januar 2009 E. 2.2 und 

SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44, I 514/06 E. 2.2.1). Zudem beruht die 

Einschätzung von Dr. med. K. auf den subjektiven Angaben des 

Beschwerdeführers, wie dies Dr. med. K. in seinem Bericht vom 

19. November 2020 einräumte, indem er dort ausführte, es sei "das 

subjektive Empfinden des Patienten entscheidend" (VB 363, S. 2). 

Subjektive Klagen genügen indes nicht als Basis einer Arbeitsfähigkeitsbe-

urteilung. Vielmehr ist es primär ärztliche Aufgabe, anhand der objektiven 

Befunderhebung die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Leis-

tungsfähigkeit zu bestimmen (vgl. statt vieler BGE 140 V 193 E. 3.2 

S. 195). Weiter setzte sich Dr. med. K. in seiner Beurteilung mit der im 

Rahmen der EFL beobachteten massiven Selbstlimitierung nicht aus-

einander. Seine Einschätzung ist damit nicht geeignet, die EFL vom 7. Juli 

2021 in Frage zu stellen. Gleiches gilt auch für die Ausführungen des Be-

schwerdeführers, wonach er vor dem Unfall keine derartigen Beschwerden 

zu gewärtigen gehabt habe, handelt es sich doch dabei um eine beweis-

rechtlich nicht zulässige "post hoc, ergo propter hoc"-Argumentation, zumal 

eine gesundheitliche Schädigung nicht schon deshalb als durch einen Un-

fall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 142 V 325 

E. 2.3.2.2 S. 330 und 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.; vgl. auch SVR 2010 UV 

Nr. 10 S. 40, 8C_626/2009 E. 3.2 sowie SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, 

U 290/06 E. 4.2.3).  

 

3.3. 

Nach dem Dargelegten kommt der EFL von Dr. med. C. vom 7. Juli 2021 

Beweiswert zu. Es ist daher nachfolgend vom darin beschriebenen 

Gesundheitszustand und der dort attestierten Arbeitsfähigkeit auszugehen. 

Anzumerken ist, dass die neben der Fussproblematik bestehenden 

Beschwerden ("psychiatrische Problematik", Rückenbeschwerden, 

fragliche entzündlich rheumatische Erkrankung) bei der Prüfung der weite-

ren Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ausser Acht zu bleiben ha-

ben, weil es ihnen am natürlichen Kausalzusammenhang (vgl. dazu statt 

vieler BGE 147 V 161 E. 3.2 S. 163) zum Unfall vom 19. April 2013 fehlt. 

Bezüglich der psychischen Beschwerden sowie eines allfälligen organisch 

nicht nachweisbaren Anteils des Schmerzleidens vertritt die Beschwerde-

gegnerin in ihrem Einspracheentscheid vom 8. Februar 2022 zudem die 

Ansicht, diese seien nicht adäquat-kausal auf den bloss leichten Unfall vom 

19. April 2013 zurückzuführen (vgl. VB 432 S. 5). Die Qualifikation des frag-

lichen Unfalls als leicht gibt mit Blick auf die Aktenlage zu keinerlei Weite-

rungen Anlass und wird auch vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in 

Frage gestellt. Die Adäquanz dieser Beschwerden ist daher ohne Weiteres 

zu verneinen (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_855/2016 vom 

13. Februar 2017 E. 3.2.2 und RUMO-JUNGO/HOLZER, Rechtsprechung des 

 - 8 - 

 

 

 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Un-

fallversicherung, 4. Aufl. 2012, S. 62 mit Hinweisen), weshalb sie auch aus 

diesem Grund bei der weiteren Leistungsprüfung ausser Acht zu bleiben 

hätten.  

 

4. 

4.1. 

Im Rahmen der Ermittlung des Invaliditätsgrads setzte die Beschwerdegeg-

nerin das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben der ehemaligen Ar-

beitgeberin des Beschwerdeführers (vgl. VB 328, S. 3) per 2019 auf 

Fr. 65'498.00 fest. Das Invalideneinkommen bemass sie gestützt auf die 

Tabellenlöhne der schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Jah-

res 2018 des Bundesamtes für Statistik (BFS), Tabelle TA1, Kompetenzni-

veau 1, Total, Männer, unter Berücksichtigung der betriebsüblichen wö-

chentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden sowie der Nominallohnentwick-

lung von 2018 bis 2019 ohne Gewährung eines leidensbedingten Abzugs 

mit Fr. 68'377.00 (VB 432, S. 5). Ausgehend von diesen Vergleichseinkom-

men ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von 0 % (vgl. zum Ganzen die Be-

rechnungsgrundlagen in VB 412 sowie den Einspracheentscheid vom 

8. Februar 2022 in VB 432, S. 3 f.).  

 

4.2. 

Die Berechnung des Invaliditätsgrads durch die Beschwerdegegnerin wird 

vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt, erweist sich diese 

doch mit Blick auf die Akten sowohl in der Bemessung der Vergleichsein-

kommen als auch im Ergebnis als nicht zu beanstanden. Insbesondere hat 

die Beschwerdegegnerin bei der Festsetzung des Invalideneinkommens 

zutreffenderweise keinen leidensbedingten Abzug gewährt, fanden doch 

die gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers – soweit 

sie nicht wie dargelegt mangels Unfallkausalität ausser Acht zu bleiben ha-

ben – bei der Bemessung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten und 

einer angepassten Tätigkeit respektive im angegebenen Profil der zumut-

baren Tätigkeiten bereits hinreichend Berücksichtigung, weshalb sie nicht 

zusätzlich in die Bemessung eines allfälligen leidensbedingten Abzugs ein-

fliessen dürfen, würde dies doch zu einer doppelten Anrechnung desselben 

Gesichtspunkts führen (vgl. statt vieler BGE 146 V 16 E. 4.1 S. 20 mit Hin-

weis). Andere einen Abzug begründende Umstände sind den weiteren Ak-

ten keine zu entnehmen. Die auf im Wesentlichen gleichen Grundlagen ba-

sierende Invaliditätsgradberechnung der IV-Stelle des Kantons Aargau in 

deren Verfügung vom 7. November 2017 (VB 233, S. 2 ff.) hat das Versi-

cherungsgericht denn auch bereits mit E. 6 des Urteils VBE.2017.920 vom 

11. Juni 2018 bestätigt.  

 

 - 9 - 

 

 

 

4.3. 

Bei einem Invaliditätsgrad von 0 % besteht kein Anspruch auf eine Invali-

denrente (vgl. vorne E. 2.1). Der Einspracheentscheid der Beschwerde-

gegnerin vom 8. Februar 2022 ist daher nicht zu beanstanden.  

 

5. 

5.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

5.2. 

Das Verfahren ist kostenlos (Art. 61 lit. fbis ATSG). 

 

5.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu.  

 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer  

die Beschwerdegegnerin  

das Bundesamt für Gesundheit 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).   

 - 10 - 

 

 

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 21. Dezember 2022 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth Berner