# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b36050b7-7425-54a0-98d9-08678e1fac1e
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2015-03-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.03.2015 C-1380/2015
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1380-2015_2015-03-11.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 
 Abteilung III 

C-1380/2015 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  11 .  M ä r z  2 0 1 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Vito Valenti, 

Gerichtsschreiberin Madeleine Keel. 
 

 
 

Parteien 
 A._______, Portugal 

vertreten durch Dr. iur. Barbara Wyler,  

Beschwerdeführer,  

 
 

 
gegen 

 
 

AXA Versicherungen AG,  

General Guisan-Strasse 40, 8400 Winterthur,    

Vorinstanz.  

 
 

 
 

Gegenstand 
 Unfallversicherung,  

Einspracheentscheid vom 29. Januar 2015. 

 

 

 

C-1380/2015 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt, 

dass A._______ (nachfolgend: Versicherter oder Beschwerdeführer) am 5. 

März 2014 Einsprache gegen die Verfügung der Axa Versicherungen AG 

(nachfolgend: Axa) vom 27. Januar 2014 erhoben und geltend gemacht 

hatte, es sei erstens mangels eines Wiedererwägungsgrundes auf eine 

Wiedererwägung zu verzichten bzw. es sei weiterhin eine unbefristete In-

validenrente der Unfallversicherung (im Folgenden auch: UVG-Invaliden-

rente) auszurichten und es seien zweitens die Taggelder und die Rente 

aufgrund des korrekten versicherten Verdienstes und unter Berücksichti-

gung der Teuerung zu berechnen,  

dass die Axa mit Einspracheentscheid vom 29. Januar 2015 die Einspra-

che des Versicherten vom 5. März 2014 teilweise gutgeheissen und ihm 

insgesamt Fr. (…) an Nachzahlungen zugesprochen hat, im Übrigen die 

Einsprache aber abgewiesen und ihre Verfügung vom 27. Januar 2014, mit 

welcher sie die Invalidenrente der Unfallversicherung per 28. Februar 2014 

eingestellt hatte, bestätigt hat, 

dass der Versicherte mit Beschwerde vom 2. März 2015 an das Bundes-

verwaltungsgericht gelangt ist und beantragt hat, es sei der Einspracheent-

scheid der Axa vom 29. Januar 2015 insoweit aufzuheben, als dem Be-

schwerdeführer ab dem 1. März 2014 keine UVG-Invalidenrente mehr aus-

gerichtet werde; die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Be-

schwerdeführer gemäss ursprünglicher Rentenverfügung bei einem Invali-

ditätsgrad von 100% die UVG-Invalidenrente mit Rentennachzahlungen ab 

1. März 2014 weiter auszurichten, wobei auf den zurückbehaltenen Ren-

tennachzahlungen ab 1. März 2014 ein Verzugszins von 5% nachzuzahlen 

sei; ebenso seien zusätzlich auf die gemäss Einspracheentscheid der Axa 

vom 29. Januar 2015 nachzuzahlenden Rentenbeträge von Fr. (…) Ver-

zugszinsen von 5% auszurichten,  

eventualiter wurde beantragt, es sei der angefochtene Einspracheent-

scheid vom 29. Januar  2015 mangels Begründung aufzuheben und an die 

Vorinstanz zurückzuweisen,   

dass gemäss Art. 109 UVG (SR 832.20) das angerufene Bundesverwal-

tungsgericht in Abweichung von Art. 58 Absatz 1 ATSG (SR 830.1) Be-

schwerden gegen Einspracheentscheide über die Zuständigkeit der SUVA 

zur Versicherung der Arbeitnehmer eines Betriebes (Bst. a), die Zuteilung 

der Betriebe und der Versicherten zu den Klassen und Stufen der Prämi-

entarife (Bst. b) und Anordnungen zur Verhütung von Unfällen und Berufs-

krankheiten (Bst. c) beurteilt, 

C-1380/2015 

Seite 3 

dass das Bundesverwaltungsgericht darüber hinaus und gestützt auf 

Art. 78a UVG für die Behandlung von Beschwerden gegen ergangene Ver-

fügungen des Bundesamt für Gesundheit im Zusammenhang mit Leis-

tungsstreitigkeiten zwischen Versicherern zuständig ist (vgl. auch Urteil 

des Bundesverwaltungsgerichts C-8/2006 vom 23. September 2008 

E. 5.4.2 und 5.4.3 m.w.H.), 

dass vorliegend die Axa als zuständiger UVG-Versicherer im Wesentlichen 

eine Rente der Unfallversicherung wiedererwägungsweise aufgehoben 

bzw. Nachzahlungen veranlasst hat, 

dass dieser Sachverhalt nicht zu den obgenannten Zuständigkeitsberei-

chen des Bundesverwaltungsgerichts gemäss Art. 78a bzw. Art. 109 UVG 

gehört, 

dass für Leistungsstreitigkeiten zwischen einer versicherten Person und ei-

nem UVG-Versicherer das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 

dem die versicherte Person oder der Beschwerde führende Dritte zur Zeit 

der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat, zuständig ist (Art. 58 Abs. 1 

ATSG), 

dass ─ befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person oder des Be-

schwerde führenden Dritten im Ausland ─ gemäss Art. 58 Abs. 2 ATSG das 

Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig ist, in dem sich ihr 

letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweize-

rische Arbeitgeber Wohnsitz hat, 

dass im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung ─ anders als z.B. 

im Bereich der Invalidenversicherung (vgl. Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG), in 

welchem sich aus dem vorinstanzlichen Entscheid der für diese Person 

zuständigen Verwaltungseinheit des Bundes die Zuständigkeit des Bun-

desverwaltungsgerichts ergibt ─ keine von Art. 58 Abs. 2 ATSG abwei-

chende spezialgesetzliche Regelung existiert, 

dass aus diesem Grund keine Zuständigkeit des Bundesverwaltungsge-

richts zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache gegeben ist, 

dass demnach zufolge offensichtlicher sachlicher Unzuständigkeit der an-

gerufenen Beschwerdeinstanz im einzelrichterlichen Verfahren auf die Be-

schwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG), 

dass die Beschwerdeakten an das Verwaltungsgericht des Kantons 

B._______ zu überweisen sind (vgl. Art. 58 Abs. 2 und 3 ATSG), scheint 

C-1380/2015 

Seite 4 

doch aus den Akten des beim Bundesverwaltungsgericht hängigen IV-Ver-

fahrens C-(…) hervorzugehen, dass der Beschwerdeführer, bevor er defi-

nitiv nach Portugal zurückgekehrt ist, seinen letzten Wohnsitz im Kanton 

B._______ hatte und sich auch der Sitz des letzten schweizerischen Ar-

beitgebers des Beschwerdeführers im Kanton B._______ zu befinden 

scheint,   

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, 

wenn ─ wie hier ─ Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es 

als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen 

(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 

Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173. 

320.2]), 

dass bei diesem Verfahrensausgang keine Parteientschädigung auszurich-

ten ist. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Dispositiv auf der nächsten Seite) 

 

  

C-1380/2015 

Seite 5 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

2.  

Die Beschwerdeakten werden an das Verwaltungsgericht des Kantons 

B._______ überwiesen. 

3.  

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-

schädigung ausgerichtet. 

4.  

Dieses Urteil geht an: 

– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde) 

– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde) 

– das Verwaltungsgericht des Kantons B._______ (Gerichtsurkunde; 

Beilage: Beschwerde vom 2. März 2015 inkl. Beilagen) 

– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)  

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Vito Valenti Madeleine Keel 

Rechtsmittelbelehrung: 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-

desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen 

gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. 

Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Be-

gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-

schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 

sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 

BGG). 

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