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**Case Identifier:** 833c329e-f0db-5d88-b147-5c7625975dcc
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-26
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 26.01.2018 200 2017 728
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2017-728_2018-01-26.pdf

## Full Text

200 17 728 IV
KOJ/LUB/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 26. Januar 2018

Verwaltungsrichter Kölliker, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Loosli, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Lüthi

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 14. Juli 2017

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1994 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im August 2016 unter Hinweis auf starke Rücken- und Na-
ckenschmerzen sowie „sehr viel“ Kopfschmerzen infolge eines Autounfalls 
vom 11. Januar 2016 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an (Akten der IV [act. II] 38). In der Folge traf die IV-
Stelle Bern (IVB bzw. Beschwerdegegnerin) Abklärungen in erwerblicher 
sowie medizinischer Hinsicht; insbesondere edierte sie die Akten der 
(C.________ (act. II 44.1 – 44.41) und veranlasste auf Empfehlung des 
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) eine psychiatrische Begutachtung 
(Gutachten vom 13. April 2017; act. II 62.1). Gestützt darauf stellte sie der 
Versicherten mit Vorbescheid vom 4. Mai 2017 (act. II 63) die Abweisung 
des Leistungsbegehrens in Aussicht, da kein iv-relevanter Gesundheits-
schaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege. Nach erhobenem 
Einwand (act. II 67) und Einholung einer Stellungnahme des RAD (Stel-
lungnahme vom 19. Juni 2017; act. II 69 S. 2 f.) verneinte die IVB mit Ver-
fügung vom 14. Juli 2017 (act. II 70) entsprechend dem Vorbescheid einen 
Leistungsanspruch.

B.

Mit Eingabe vom 25. August 2017 erhob die Versicherte, vertreten durch 
Rechtsanwalt B.________, Beschwerde. Sie lässt folgende Rechtsbegeh-
ren stellen:

1. Die Verfügung vom 14. Juli 2017 sei aufzuheben.
2. Es seien der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen nach 

IVG zuzusprechen, namentlich berufliche Eingliederung und Taggel-
der.

3. Es sei zu gegebenem Zeitpunkt die Rentenprüfung vorzunehmen.
4. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz 

zurückzuweisen.

- unter Kosten- und Entschädigungsfolge

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 3

Mit Zuschrift vom 19. September 2017 reichte die Beschwerdeführerin ei-
nen medizinischen Bericht zu den Akten. 

Die Beschwerdegegnerin schliesst mit Beschwerdeantwort vom 22. Sep-
tember 2017 auf Abweisung der Beschwerde.

Mit prozessleitender Verfügung vom 29. September 2017 edierte der In-
struktionsrichter die die Beschwerdeführerin betreffenden Akten der 
C.________.

Mit Replik vom 27. Oktober 2017, mit welcher ein weiterer medizinischer 
Bericht eingereicht wurde, bzw. Duplik vom 28. November 2017 hielten die 
Parteien an ihren Anträgen fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 
die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-

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tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 14. Juli 2017 
(act. II 70). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf Leistungen der IV.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 8 Abs. 1 IVG haben invalide oder von einer Invalidität 
(Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmass-
nahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit 
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustel-
len, zu erhalten oder zu verbessern (lit. a) und die Voraussetzungen für den 
Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (lit. b). Eingliede-

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rungsmassnahmen bestehen nach Art. 8 Abs. 3 lit. b IVG unter anderem in 
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbil-
dung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe) im Sinne von Art. 15 ff. 
IVG. 

2.3 Der Anspruch auf eine ganze Rente besteht, wenn die versicherte 
Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie 
mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 
50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsrente (Art. 28 Abs. 2 
IVG).

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 In medizinischer Hinsicht lässt sich den Akten im Wesentlichen Fol-
gendes entnehmen:

3.1.1 Im Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-
zervikalem Beschleunigungstrauma vom 11. Januar 2016 (act. II 44.30) 
wurde angegeben, bei der Patientin seien sofort nach dem Unfall Nacken-
schmerzen, Schwindel und lumbale Schmerzen, nicht aber Kopfschmer-
zen, Übelkeit und Erbrechen, aufgetreten (S. 1). Der Röntgenbefund der 
HWS und die Densaufnahme transbuccal seien unauffällig. In Anlehnung 
an die Quebec Task Force (QTF) liege ein kranio-zervikales Beschleuni-
gungstrauma Grad II vor. Die Patientin sei voraussichtlich sieben Tage ar-
beitsunfähig (S. 2).

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3.1.2 Anlässlich des ambulanten Assessments in der Klinik D.________ 
vom 23. März 2016 diagnostizierte Dr. med. E.________, Facharzt für Phy-
sikalische Medizin und Rehabilitation, eine HWS-Distorsion QTF II (Rönt-
gen HWS: keine ossären Läsionen; MRI HWS: minimales Bandscheiben-
Bulging auf Höhe HWK4 bis HWK6, Steilstellung der HWS, unspezifische 
zervikale Lymphadenopathie, im Übrigen Normalbefund), einen St. n. Abla-
tion bei AV-Knoten-Reentry Tachykardien (AVNRT; 2012) und eine vorbe-
stehende Hypakusis rechts (act. II 44.11 S. 1). Bis zum allfälligen statio-
nären Eintritt sei von einer weiteren Arbeitsunfähigkeit von 100 % auszu-
gehen. Die Prognose sei gut (act. II 44.11 S. 4).

3.1.3 Am 4. April 2016 diagnostizierte Dr. med. F.________ einen St. n. 
kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma und einen St. n. Katheterablati-
on einer typischen AVNRT. Eine Belastungsergometrie sei aufgrund der 
Nackenschmerzen nicht durchführbar gewesen. Im Langzeit-EKG habe 
sich ein normales Frequenzspektrum mit 50 – 148 S/min. gezeigt, mit guter 
Erholung der Frequenz über Nacht. Aufgrund zusätzlicher Informationen 
sei die Patientin als kardial voll belastungsfähig zu beurteilen (act. II 44.15 
S. 2).

3.1.4 Im Austrittsbericht der Klinik D.________ vom 13. Juni 2016 
(act. II 44.6) über den Aufenthalt vom 19. April bis 10. Juni 2016 nannte 
Dr. med. N.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on, als Diagnosen eine HWS-Distorsion QTF II, einen St. n. Ablation bei 
AVNRT, eine vorbestehende Hypakusis und eine Anpassungsstörung mit 
längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21). Die festgestellte psychi-
sche Störung begründe aktuell eine leichte arbeitsrelevante Leistungsmin-
derung. Als … bestehe ab 27. Juni 2016 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit. 
Mittelschwere Arbeiten seien aus unfallkausaler Sicht ganztags ohne Ein-
schränkungen zumutbar (S. 2). Das Ausmass der physischen Einschrän-
kung lasse sich mit den objektiven Befunden der klinischen Untersuchung 
und bildgebenden Abklärungen sowie den Diagnosen aus somatischer 
Sicht nicht erklären (S. 3).

3.1.5 Die RAD-Ärztin med. pract. G.________, Fachärztin für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, legte in ihrer Beurteilung vom 6. Oktober 
2016 (act. II 52 S. 3 ff.) dar, bei einem rein muskulären Problem mit ver-

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minderter Beweglichkeit und Druckschmerzhaftigkeit der HWS könne von 
einer Wiedererlangung einer vollen Arbeitsfähigkeit als … ausgegangen 
werden. Eine HWS-Distorsion QTF II führe maximal zu einer Arbeitsun-
fähigkeit von vier Wochen (S. 5). Alles in allem habe nie ein somatisch iv-
relevanter langandauernder Gesundheitsschaden bestanden (S. 6).

3.1.6 Im Bericht des Spitals H.________ vom 17. Oktober 2016 (act. II 59 
S. 3 ff.) führte PD Dr. med. I.________, Facharzt für Anästhesiologie, als 
Diagnose chronische Schmerzen nuchal und lumbal und als Nebendiagno-
se einen St. n. Ablation bei AVNRT auf (S. 3). Insgesamt lasse sich ein 
deutlicher Gewinn durch die Rehabilitation feststellen (verbesserte Beweg-
lichkeit HWS, Reduktion der Analgetika), andererseits habe sich der erwar-
tete Erfolg derselben nicht zur vollen Zufriedenheit eingestellt (S. 4). Im 
Verlaufsbericht vom 25. November 2016 (act. II 59 S. 1 f.) vermerkte PD 
Dr. med. I.________, der Gesundheitszustand habe sich verbessert, seit 
der letzten Diagnosestellung habe sich keine Änderung ergeben.

3.1.7 Dr. med. J.________, Facharzt für Chirurgie, diagnostizierte im 
Operationsbericht des Spitals H.________ vom 1. Dezember 2016 
(act. II 67 S. 15 f.) über die durchgeführte Exstirpation Handgelenksgangli-
on rechts, Resektion PIN, ein symptomatisches dorsales Handgelenksgan-
glion rechts und eine midkarpal betonte Hyperlaxizität bds. Am 11. Januar 
2017 hielt Dr. med. J.________ bei gleicher diagnostischer Einschätzung 
fest, die Arbeitsunfähigkeit als … betrage weiter für vier Wochen 100 %, 
dann versuchsweise 50 % (act. II 67 S. 19 f.).

3.1.8 Im Austrittsbericht des Spitals H.________ vom 17. Februar 2017 
(act. II 62.8 S. 2 ff.) listete PD Dr. med. K.________, Fachärztin für Allge-
meine Innere Medizin, Nephrologie und Rheumatologie, als Diagnosen 
eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Antei-
len, ein symptomatisches dorsales Handgelenksganglion rechts, einen Vit-
amin-D-Mangel, anamnestisch eine Anpassungsstörung mit längerer de-
pressiver Reaktion und anamnestisch eine erfolglose Ablation bei AVNRT 
auf (S. 2).

3.1.9 In der Sprechstunde des Spitals H.________ vom 6. März 2017 
diagnostizierte Dr. med. K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie 

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und Traumatologie des Bewegungsapparates, ein komplexes regionales 
Schmerzsyndrom I (CRPS). Es habe sich eine deutliche Verbesserung der 
Situation eingestellt, die Beweglichkeit sei deutlich verbessert und die Ru-
heschmerzen hätten sich ebenfalls verbessert. Aktuell bestehe noch eine 
100 %-ige Arbeitsunfähigkeit hinsichtlich des CRPS resp. auch der Na-
ckenbeschwerden nach einer HWS-Distorsion (act. II 67 S. 23 f.).

3.1.10 Dr. med. L.________, Facharzt für Neurologie, nannte im Bericht 
des Spitals H.________ vom 13. April 2017 (act. II 67 S. 9 – 12) als Dia-
gnosen eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen 
Anteilen, einen Vitamin-D-Mangel und einen St. n. Anpassungsstörung mit 
längerer depressiver Reaktion (S. 9). Somatisch-neurologisch zeige sich 
aktuell ein unauffälliger Untersuchungsbefund. Es bestehe eine Diskrepanz 
zwischen den beklagten Beschwerden bzw. der schmerzbedingten Schon-
haltung und Minderbeweglichkeit gegenüber dem Bewegungsradius aus-
serhalb der Untersuchung, weshalb bei zusätzlich depressiver Verstim-
mung „die vorbeschriebenen psychischen Anteile der mittlerweile chroni-
schen Schmerzstörung als hochgradig anteilig an der Problematik“ zu er-
achten seien. Aus neurologischer Sicht bestehe keine Indikation für weitere 
Diagnostik (S. 12). 

3.1.11 Im psychiatrischen Gutachten vom 13. April 2017 (act. II 62.1) stell-
te Dr. med. M.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, 
aus psychiatrischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führte sie eine chroni-
sche Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen (ICD-10 
F45.41), einen St. n. Verkehrsunfall am 11. Januar 2016 mit QTF II und 
fachfremd eine Hypakusis rechts vorbestehend auf (S. 24). Vom klinischen 
Befund her liege eine myofasziale Problematik vor. Von der psychischen 
Seite her habe keine nennenswerte iv-relevante psychische Störung fest-
gestellt werden können. Die lang anhaltende Arbeitsunfähigkeit lasse sich 
psychiatrisch nicht begründen (S. 24). Bereits in der Klinik D.________ 
hätten sich Inkonsistenzen und eine deutliche Selbstlimitierung mit 
Schmerzfixierung sowie Symptomausweitung gezeigt. Verschiedene der 
geklagten Symptome könnten medizinisch nicht erklärt werden. Diskrepan-
zen zeigten sich zwischen dem Freizeitverhalten und den geäusserten Be-

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schwerden. Bei der aktuellen Untersuchung hätten sich Hinweise auf Ag-
gravation ergeben, zwischen der guten Beweglichkeit der Wirbelsäule und 
dem gezeigten Schonverhalten, das mit der Reklination des Kopfes gegen 
die Wand hin zu einer Zwangshaltung geführt habe. Die von der Versicher-
ten beschriebenen Konzentrationsstörungen liessen sich nicht objektivie-
ren. Die geschilderten Ängste hätten kein krankheitswertiges Ausmass und 
stünden in einem Widerspruch zur Wehrhaftigkeit, die die Versicherte zei-
ge, wenn für sie etwas nicht stimme. Sowohl in der bisherigen als auch in 
einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100 %-ige Arbeitsfähigkeit 
(S. 25).

3.1.12 Am 2. Mai 2017 berichtete Dr. med. K.________ in Wiederholung 
seiner bereits gestellten Diagnose, bis auf die deutlich vermehrte Behaa-
rung zeigten sich keine weiteren Hinweise für eine Trophik-Störung. Die 
Narbe sei reizlos, weich und gut verschiebbar. Dort zeige sich jedoch eine 
Druckdolenz sowie auch im Verlauf des vierten Strecksehnenfachs und 
auch distal davon. Eine leichte Hyposensibilität distal der Narbe werde an-
gegeben. Faustschlusskraft und Langfingerextension seien vollständig 
(act. II 67 S. 25 f.).

3.1.13 In der Stellungnahme des RAD vom 19. Juni 2017 (act. II 69 S. 2 f.) 
führte med. pract. G.________ aus, es würden keine neuen medizinischen 
Fakten vorgebracht. Die Versicherte habe bei der psychiatrischen Begut-
achtung angegeben, weiterhin Schwimmen zu gehen, was dafür spreche, 
dass nach der komplikationslosen Operation vom Dezember 2016 keine 
Einschränkung mehr im Vordergrund stehe. Der Bericht vom 13. April 2017 
belege, dass keine somatischen Gründe für die Beschwerden der Versi-
cherten festgehalten werden könnten. Vielmehr werde festgehalten, dass 
es bei unauffälligen Befunden im Verhalten der Versicherten zu deutlichen 
Diskrepanzen gekommen sei. Bei fehlender Parese der Hand könne der 
Faustschluss normal erfolgen und eine Abschwächung der Kraft sechs 
Wochen postoperativ auf 0 kg rechts sei medizinisch absolut nicht erklär-
bar. Weiter belege der Bericht, dass die Versicherte in der Woche zweimal 
Ergotherapie habe und zusätzlich einmal am Crosstrainer 15 min. trainiere, 
was eine gute Belastbarkeit der Handgelenke und der Hände voraussetze 
(S. 2). Der Bericht vom 2. Juni 2017 belege eine weitere kontinuierliche 

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Erhöhung der Handkraft gemessen auf 12 kg. Die unkomplizierte Ganglion-
entfernung an der rechten Hand führe zu keiner langandauernden Arbeits-
unfähigkeit. Es könne voll und ganz auf das psychiatrische Gutachten ab-
gestellt werden, da sowohl die psychiatrische Gutachterin, die Klinik 
D.________ als auch die Neurologie des Spitals H.________ unabhängig 
voneinander Inkonsistenzen feststellten (S. 3).

3.1.14 In der Anfrage um Kostengutsprache für eine ambulante psychoso-
matische tagesklinische Behandlung des Spitals H.________ vom 18. Juli 
2017 (Beschwerdebeilage [BB] 4) nannte Dr. med. N.________ als Dia-
gnosen eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen 
Anteilen bei chronischen myofaszialen Schmerzen mit Symptomauswei-
tung nach HWS-Beschleunigungstrauma mit V.a. posttraumatische Belas-
tungsstörung, ein symptomatisches dorsales Handgelenksganglion rechts 
mit Resektion und nachfolgendem CRPS und eine mittelgradige depressive 
Episode. Die Patientin sei in ihrem Alltag nach wie vor stark eingeschränkt 
und nicht arbeitsfähig. Es sei aktuell davon auszugehen, dass die Patientin 
wahrscheinlich nicht mehr in ihrem Beruf als … werde arbeiten können. 

3.1.15 Im Bericht des Spitals H.________ vom 14. August 2017 diagnosti-
zierte Prof. Dr. med. O.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
und Rheumatologie, eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und 
somatischen Anteilen, ein CRPS I Hand rechts, ein ausgeprägtes Hyper-
motilitätssyndrom axial und peripher, anamnestisch eine Anpassungs-
störung mit längerer depressiver Reaktion, einen Vitamin-D-Mangel, eine 
typische AVNRT, rezidivierende symptomatische Palpitationen (BB 5 S. 1) 
und einen Velounfall mit Sturz auf Ohr im 5. Lebensjahr. Mit dem aktuellen 
Beschwerdebild könne sowohl in Bezug auf das CRPS der Hand wie auch 
auf die panvertebralen Schmerzen die bisherige berufliche Tätigkeit kaum 
ausgeübt werden (BB 5 S. 2). In einem weiteren Bericht dieses Instituts 
vom 23. August 2017 (Akten der C.________ [act. III] 123) wurden diese 
Einschätzungen sowohl in diagnostischer als auch in arbeits- und leis-
tungsmässiger Hinsicht bestätigt.

3.1.16 Dr. med. K.________ führte im Bericht vom 20. Oktober 2017 
(BB 8) als Diagnose ein CRPS Typ 2 (S. 1) auf, nachdem er am 22. August 
2017 das diagnostizierte Leiden keinem Typ zugeordnet hatte (BB 7). Wei-

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ter berichtete er, insgesamt zeige sich eher eine Verschlimmerung der 
CRPS-Problematik. Bei V.a. ein neurogenes CRPS werde dem weiterhin 
nachgegangen. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Wiedereingliederung in den 
ursprünglichen Beruf als … aus handchirurgischer Sicht nicht zu vertreten 
(S. 2).

3.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.1 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353; SVR 2016 IV Nr. 2 S. 5 E. 4.1).

3.2.2 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in 
einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht 
schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Glei-
ches gilt, wenn ein frei praktizierender Arzt von einer Versicherung wieder-
holt für die Erstellung von Gutachten beigezogen wird (SVR 2008 IV Nr. 22 
S. 70 E. 2.4). Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Miss-
trauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er-
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den 

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Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unpartei-
lichkeit des Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 
125 V 351 E. 3b ee S. 354). 

3.3 Die angefochtene Verfügung vom 14. Juli 2017 (act. II 70) stützt 
sich massgeblich auf das psychiatrische Gutachten von Dr. med. 
M.________ vom 13. April 2017 (act. II 62.1) sowie auf die RAD-
Stellungnahme von med. pract. G.________ vom 19. Juni 2017 (act. II 69 
S. 2 f.). Sowohl das psychiatrische Gutachten als auch die Beurteilung der 
RAD-Ärztin erfüllen die vorerwähnten höchstrichterlichen Beweisanforde-
rungen (vgl. E. 3.2 hiervor) und erbringen vollen Beweis. 

3.3.1 Im psychiatrischen Gutachten verneint Dr. med. M.________ einen 
psychischen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit 
(act. II 62.1 S. 24). Die Gutachterin legt nachvollziehbar dar, weshalb sich 
aus psychiatrischer Sicht keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähig-
keit bestätigen lässt. Anders als in der Beschwerde angenommen (S. 4), 
werden auch die Handbeschwerden erwähnt – wenngleich das CRPS zu 
den neurologisch-orthopädisch-traumatologischen Erkrankungen gehört 
und ein organischer bzw. körperlicher Gesundheitsschaden ist (Entscheid 
des Bundesgerichts [BGer] vom 19. Februar 2011, 8C_1021/2010, E. 7) – 
und darauf hingewiesen, dass der subjektive Leidensdruck nicht zur ge-
zeigten Beweglichkeit der Hand passe (act. II 62.1 S. 22). Anhaltspunkte, 
welche eine andere psychiatrische Betrachtungsweise rechtfertigen könn-
ten, liegen nicht vor und auch die Beschwerdeführerin macht weiter nichts 
anderes geltend. Vielmehr bringt sie selbst vor, die psychischen Probleme 
stünden im Hintergrund bzw. die psychische Situation tue hier gar nichts 
zur Sache und sie leide an einem organischen Gesundheitsschaden (Be-
schwerde S. 3 und 5 unten). Es ist deshalb auf die überzeugende gutach-
terliche Beurteilung von Dr. med. M.________ vom 13. April 2017 (act. II 
62.1) abzustellen. Wegen des fehlenden zu berücksichtigenden psychi-
schen Gesundheitsschadens kann sachlogisch auch keine Invalidität dro-
hen und es erübrigt sich deshalb eine Prüfung der Indikatoren anhand der 
Rechtsprechung nach BGE 141 V 281 E. 4.1.3 S. 297 f. (vgl. auch Ent-
scheid des BGer vom 30. November 2017, 8C_130/2017, E. 7.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 13

3.3.2 Was den somatischen Gesundheitszustand anbelangt, ist die Stel-
lungnahme der RAD-Ärztin vom 19. Juni 2017 (act. II 69 S. 2 f.), wonach 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden ausgewiesen ist, ebenfalls 
überzeugend.

Aus kardiologischer Sicht wurde die Beschwerdeführerin von Dr. med. 
F.________, gestützt auf deren eigene Untersuchungen sowie die Ab-
klärungen in der Kardiologie des Spitals P.________, als voll belastungs-
fähig beurteilt (act. II 44.15 S. 2), was in der Folge zu Recht unbestritten 
geblieben ist, zumal auch keine Rezidive nachgewiesen werden konnten 
(act. III 123 S. 2).

Anlässlich der neurologischen Untersuchung vom 14. März 2017 wurde im 
Wesentlichen eine chronifizierte Schmerzstörung mit psychischen und so-
matischen Anteilen bei u.a. chronifizierten myofaszialen Schmerzen dia-
gnostiziert (act. II 67 S. 9). Somatisch-neurologisch zeigte sich indes ein 
unauffälliger Befund. Die behandelnden Ärzte der Universitätsklinik für 
Neurologie stellten – entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht (Be-
schwerde S. 4 unten) – eine Diskrepanz zwischen den geklagten Be-
schwerden bzw. der Schonhaltung verglichen mit dem Bewegungsradius 
ausserhalb der Untersuchung fest (etwas aus der Handtasche nehmen, 
Beweglichkeit auf dem Weg zur Koje und zur Ausgangstür) und erachteten 
psychische Faktoren als hochgradig anteilig an der gesamten Problematik. 
Eine weitere Diagnostik planten sie nicht (act. II 67 S. 12). Ein relevanter 
neurologischer Gesundheitsschaden ist unter diesen Umständen nicht 
überwiegend wahrscheinlich.

Aus rheumatologischer bzw. handchirurgischer Sicht wird ein CRPS dia-
gnostiziert (act. II 67 S. 23, 25; BB 5, 8). Die Beschwerdeführerin unterzog 
sich am 1. Dezember 2016 einer Ganglionresektion im Bereich des rechten 
Handgelenks (act. II 67 S. 15). Im Anschluss daran – also noch vor Verfü-
gungserlass vom 14. Juli 2017 (act. II 70) – wurde ihr von den behandeln-
den Ärzten eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. So wurde in 
der Sprechstunde der Handchirurgie vom 15. Dezember 2016 eine vollum-
fängliche Arbeitsunfähigkeit bis 15. Januar 2017 attestiert (act. II 67 S. 17) 
und anlässlich der Sprechstunde vom 10. Januar 2017 beurteilte der ope-
rierende Chirurg die Beschwerdeführerin als … für weitere vier Wochen zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 14

100 % arbeitsunfähig, mit anschliessender versuchsweisen Herabsetzung 
auf 50 % (act. II 67 S. 20). Am 6. März 2017 schrieb Dr. med. K.________ 
die Beschwerdeführerin, bei nun sehr zufriedenstellender Beweglichkeit 
des Handgelenks, für weitere sechs Wochen vollumfänglich arbeitsunfähig 
(act. II 67 S. 24) und die behandelnden Ärzte der Klinik H.________ attes-
tierten im Rahmen der Konsultation vom 19. Juli 2017 eine Arbeitsunfähig-
keit von 100 % vom 19. April bis 15. August 2017 (BB 5 S. 3). Die Arbeits-
unfähigkeit im Umfang von 100 % bis 15. August 2017 wurde alsdann in 
einem weiteren Bericht derselben Klinik vom 23. August 2017 (act. III 123) 
bestätigt und festgehalten, dass mit dem aktuellen Beschwerdebild sowohl 
in Bezug auf das CRPS als auch der panvertebralen Schmerzen die bishe-
rige berufliche Tätigkeit kaum mehr ausgeübt werden könne. Im Sprech-
stundenbericht vom 20. Oktober 2017 ging Dr. med. K.________ ebenfalls 
davon aus, dass aus handchirurgischer Sicht aktuell eine Wiedereingliede-
rung in den ursprünglichen Beruf nicht zu vertreten sei (BB  8).

Im Zusammenhang mit der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit hält die RAD-
Ärztin med. pract. G.________ mit plausibler und schlüssiger Begründung 
fest, dass die unkomplizierte Ganglionentfernung nicht zu einer langandau-
ernden Arbeitsunfähigkeit habe führen können, die angeblich fehlende 
Faustschlusskraft der Beschwerdeführerin medizinisch nicht erklärbar sei 
und auch anderweitige Angaben der Beschwerdeführerin inkonsistent sei-
en, was auch von Seiten der Klinik D.________ und der Neurologen des 
Spitals H.________ festgestellt worden sei (act. II 69 S. 2 f.). Zu diesen 
Ausführungen ist die RAD-Ärztin als Fachärztin für Physikalische Medizin 
und Rehabilitation entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (vgl. 
Beschwerde und Replik je S. 4) fachlich hinreichend qualifiziert. Gemäss 
der massgebenden schweizerischen Weiterbildungsordnung für den Er-
werb eines Facharzttitels in Physikalischer Medizin und Rehabilitation (vgl. 
dazu Schlussbericht des Organs für Akkreditierung und Qualitätssicherung 
der schweizerischen Hochschulen [OAQ] vom 15. November 2010 betr. 
Weiterbildung zum Facharzt/zur Fachärztin für Physikalische Medizin und 
Rehabilitation; www.bag.admin.ch) dauert die Weiterbildung in Physikali-
scher Medizin und Rehabilitation fünf Jahre, wobei zwei Jahre stationäre 
muskuloskelettale Rehabilitation, ein Jahr Neurorehabilitation und ein Jahr 
in einem oder zwei weiteren Fachgebieten zu absolvieren sind. Danach 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 15

folgt ein Jahr in Allgemeiner Innerer Medizin. Die Physikalische Medizin 
und Rehabilitation befasst sich gemäss Weiterbildungsordnung mit der 
Förderung der körperlichen und kognitiven Funktionen, der Aktivität, der 
Partizipation und Verbesserung von persönlichen Faktoren und Umweltfak-
toren. Sie umfasst Prävention, Diagnostik, Behandlung und Rehabilitati-
onsmanagement von Menschen jeden Alters mit behindernden Gesund-
heitsschädigungen und Komorbiditäten, wobei die Fachärzte einen ganz-
heitlichen Behandlungsansatz verfolgen (vgl. SIWF, Facharzt für Physikali-
sche Medizin und Rehabilitation, Weiterbildungsprogramm vom 1. Januar 
2008 [letzte Revision: 7. März 2013], www.fmh.ch; Weissbuch Physikali-
sche und Rehabilitative Medizin in Europa, Herausgeber: CHRISTOPH GU-
TENBRUNNER/ANTHONY B. WARD/M. ANNE CHAMBERLAIN). Aufgrund der er-
wähnten Voraussetzungen für den Erwerb eines Facharzttitels in Physikali-
scher Medizin und Rehabilitation ist vorliegend nicht daran zu zweifeln, 
dass die RAD-Ärztin als Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabili-
tation über eine für die Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung der 
Beschwerdeführerin genügende und angezeigte fachärztliche Spezialisie-
rung verfügt. Auf ihre Angaben kann abgestellt werden. Gegen erhebliche 
durch das CRPS verursachte Einschränkungen sprechen sodann die Aus-
führungen der Beschwerdeführerin gegenüber den behandelnden Ärzten 
und der psychiatrischen Gutachterin. Die Beschwerdeführerin informierte 
den Neurologen Dr. med. L.________, dass sie wöchentlich zweimal die 
Ergotherapie besuche und einmal ca. 15 min. auf dem Crosstrainer trainie-
re (act. II 67 S. 11). Weiter gab sie Dr. med. M.________ anlässlich der 
psychiatrischen Begutachtung an, ihre Freizeitbeschäftigungen bzw. Inter-
essen bestünden aus Wohnungseinrichtung, Haushaltarbeiten (Kochen, 
Backen und Waschen), Schwimmen, Baden im Thermalbad, Halten von 
Katzen, Basteln, Tennis, Skifahren und Sport allgemein (act. II 62.1 S. 14, 
act. II 62.5 S. 2). Unter diesen Umständen sind die von der Beschwerde-
führerin beschriebenen Schmerzen und Beeinträchtigungen nicht nachvoll-
ziehbar, setzen die erwähnten Massnahmen bzw. Tätigkeiten doch nicht 
nur feinmotorische Fähigkeiten voraus, sondern auch eine erhöhte Belast-
barkeit der Hände. Dr. med. L.________ wies denn auch bei einem neuro-
logisch unauffälligen Untersuchungsbefund auf Inkonsistenzen hin (act. II 
67 S. 12). Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin selbst ausführte, 
dass das Schwimmen gut gehe, sie die Haushaltung selbstständig erledige 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 16

und den Tennisclub aus distanzlichen Gründen (nicht etwa aus gesundheit-
lichen Gründen) aufgegeben habe (act. II 62.1 S. 14 f.).

3.3.3 Schliesslich dringt die Beschwerdeführerin auch insoweit nicht 
durch, als sie geltend macht, die Beschwerdegegnerin habe sich die Ein-
schätzung der C.________, welche eine volle Arbeitsunfähigkeit anerkenne 
und dafür Taggelder ausrichte, zumindest materiell anrechnen zu lassen 
(Beschwerde S. 5 und Replik S. 2 ).

Die Einheitlichkeit des Invaliditätsbegriffs (vgl. E. 2.1 hiervor) entbindet die 
verschiedenen Sozialversicherungsträger nicht davon, die Invaliditätsbe-
messung in jedem einzelnen Fall selbstständig vorzunehmen. Keinesfalls 
dürfen sie sich ohne weitere eigene Prüfung mit der blossen Übernahme 
des von einem anderen Versicherer festgelegten Invaliditätsgrades begnü-
gen (BGE 133 V 549 E. 6.1 S. 553). Die Invaliditätsschätzung des Unfall-
versicherers entfaltet gegenüber der Invalidenversicherung keine Bin-
dungswirkung. Die IV-Stelle ist daher nicht zur Einsprache gegen die Ver-
fügung und zur Beschwerde gegen den Einspracheentscheid des Unfall-
versicherers über den Rentenanspruch als solchen oder den Invaliditäts-
grad legitimiert (BGE 133 V 549 E. 6.4 S. 555).

Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Inva-
liditätsschätzung selbstständig vornahm. Hinzu kommt, dass im Zeitpunkt 
der angefochtenen Verfügung keine abgeschlossene Invaliditätsfestlegung 
der Unfallversicherung vorlag, welche sie hätte mitberücksichtigen können, 
und aus der Weiterausrichtung von UV-Taggeldern kann nicht bereits auf 
eine Invalidität geschlossen werden. Zudem hat die Beschwerdegegnerin 
im Rahmen ihrer Invaliditätsbeurteilung die medizinischen Akten der 
C.________ herangezogen (act. II 44.1 – 44.41).

3.4 Der Sachverhalt erweist sich als rechtsgenüglich abgeklärt. Auf wei-
tere Beweismassnahmen kann in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 
V 157 E. 1d S. 162) verzichtet werden, zumal auch die im Beschwerdever-
fahren eingereichten Arztberichte keine Befunde bzw. wichtigen Aspekte 
enthalten, welche sowohl im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung 
wie auch der RAD-ärztlichen Beurteilung unerkannt oder ungewürdigt ge-
blieben wären.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 26. Jan. 2018, IV/17/728, Seite 17

3.5 Nach dem Dargelegten hat die Beschwerdegegnerin einen invalidi-
sierenden Gesundheitsschaden zu Recht verneint. Die gegen die Verfü-
gung vom 14. Juli 2017 (act. II 70) erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

4.

4.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, werden entspre-
chend dem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführerin zur Bezah-
lung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe ent-
nommen. 

4.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin 
keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehrschluss aus Art. 1 
Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG).

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin

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- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.