# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8aaa0805-3e3a-53d7-9d3c-74d95dceb358
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-21
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 21.03.2025 110 2024 84
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2024-84_2025-03-21.pdf

## Full Text

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Bau- und Verkehrsdirektion

Reiterstrasse 11
3013 Bern
Telefon +41 31 633 30 11
info.ra.bvd@be.ch
www.bvd.be.ch/ra

BVD 110/2024/84

Entscheid der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD)
vom 21. März 2025

in der Beschwerdesache zwischen

C.________
Beschwerdeführerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt D.________

und

Stockwerkeigentümergemeinschaft I.________strasse 20, 3251 Ruppoldsried, bestehend aus:

Herrn A.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter 1

Frau B.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte 2

Herrn E.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligter 3

Frau F.________
von Amtes wegen am Verfahren Beteiligte 4

alle per Adresse C.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Rapperswil, Gemeindeverwaltung,
Hauptstrasse 29, 3255 Rapperswil BE

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Rapperswil vom 29. Mai 
2024 (e-Bau Nummer H.________; Photovoltaikanlage)

I. Sachverhalt

1. Die Beschwerdeführerin ist Stockwerkeigentümerin des Gebäudes I.________strasse 20, 
dem ehemaligen Gasthof G.________ in Ruppoldsried. Weitere Stockwerkeigentumsanteile 
gehören den von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten 1 bis 4. Das Gebäude I.________strasse 

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20 befindet sich auf der Parzelle Rapperswil Grundbuchblatt Nr. J.________ und ist gemäss dem 
Schutzzonenplan Teil Nord1 der Gemeinde Rapperswil als schützenswertes Baudenkmal festge-
legt. Die Parzelle liegt gemäss der baurechtlichen Grundordnung der Gemeinde Rapperswil in der 
Kernzone und im Perimeter eines kommunalen Ortsbildschutzgebiets.2 Das Strassendorf Rup-
poldsried ist zudem im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als Dorf von 
lokaler Bedeutung verzeichnet.

2. Zunächst reichte die Beschwerdeführerin am 8. Juli 2021 ein Baugesuch für den Um- und 
Ausbau sowie die Gesamtsanierung der thermischen Gebäudehülle des Gebäudes 
I.________strasse 20 ein. Nachdem sich die kantonale Denkmalpflege positiv zu diesem Um- und 
Ausbauprojekt geäussert hatte, erteilte das Regierungsstatthalteramt Seeland mit Gesamtent-
scheid vom 6. Januar 2022 die Baubewilligung für das Vorhaben.3

3. Danach fand am 24. Februar 2022 noch vor Ausführung der Sanierungsarbeiten eine Be-
sprechung zwischen der Beschwerdeführerin und der Denkmalpflege über die gesamte Detailge-
staltung des Um- und Ausbaus des Gebäudes statt. Gegenstand dieser Besprechung war unter 
anderem die Errichtung einer vollflächigen Indach-Photovoltaikanlage auf dem Ost- und Westdach 
anstelle der bewilligten Ziegeleindeckung. Mit E-Mail vom 5. Mai 2022 hielt der damalige Baube-
rater der kantonalen Denkmalpflege zur geplanten Solaranlage ergänzend Folgendes fest:

Eine PV-Anlage auf dem Baudenkmal oder dem Anbau ist baubewilligungspflichtig. Vor Änderungseingabe 
die gewünschte Lösung unbedingt nochmals genauer mit der Denkmalpflege besprechen. Grundsätzlich 
rechteckige PV-Felder in ruhiger Gesamtanordnung, oder vollflächige Indach-Lösung. Keine Löcher für Ka-
mine oder Dachflächenfenster aussparen. Falls Dachflächenfenster in der PV-Fläche liegen sollen: passge-
naue systemintegrierte Lösung nötig (z.B. System Wenger). Eine abschliessende Beurteilung der Bewilli-
gungsfähigkeit von PV-Anlagen ist nur aufgrund von konkreten Plandarstellungen möglich.

4. Am 25. August 2022 fand eine weitere Besprechung zwischen dem Bauberater der Denk-
malpflege und Vertreterinnen und Vertretern der Beschwerdeführerin vor Ort statt. Dabei wurden 
die in der E-Mail vom 5. Mai 2022 aufgelisteten Punkte diskutiert. Am 19. Oktober 2022 reichte 
die Beschwerdeführerin der Denkmalpflege einen Schemaplan der PV-Modulanordnung auf dem 
Ostdach im Massstab 1:75 ein, der den Anforderungen der Denkmalpflege grundsätzlich ent-
sprach. Die Ausführungsdetails der Indach-Anlage waren darin nicht ersichtlich. In der Folge 
tauschten sich die Beschwerdeführerin und die Denkmalpflege mehrmals telefonisch und per 
E-Mail über die Detailgestaltung der Indach-Anlage aus. Mit E-Mail vom 22. Oktober 2023 legte 
die Beschwerdeführerin der Denkmalpflege Pläne ohne Massstab vor, die nicht mehr den Vorga-
ben in der E-Mail vom 5. Mai 2022 entsprachen. Mit E-Mail vom 30. Oktober 2023 teilte die Denk-
malpflege der Beschwerdeführerin wiederholt mit, welche Punkte zwingend einzuhalten seien, da-
mit eine positive Beurteilung für die Photovoltaikanlage in Aussicht gestellt werden könne. Gleich-
zeitig wies die Denkmalpflege darauf hin, dass für die Solaranlage bei der Gemeinde eine Projek-
tänderung zur Baubewilligung beantragt werden müsse.

5. Am 23. November 2023 reichte die Beschwerdeführerin ein Baugesuch für eine vollflächige 
Indach-Photovoltaikanlage auf dem Ost- und Westdach anstelle der Ziegeleindeckung ein, ohne 
die Vorgaben der Denkmalpflege zur Detailgestaltung der Dachanschlüsse und zur Materialisie-
rung zu berücksichtigen. Die Denkmalpflege beurteilte das Bauvorhaben im Fachbericht vom 
22. Dezember 2023 negativ und beantragte, das Bauvorhaben nicht zu bewilligen. Sie begründete 

1 Schutzzonenplan Teil Nord vom 22. Oktober 2012 der Einwohnergemeinde Rapperswil im Massstab 1:5000, geneh-
migt vom Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) am 29. Mai 2013.
2 Schutzzonenplan Teil Nord vom 22. Oktober 2012 der Einwohnergemeinde Rapperswil im Massstab 1:5000, geneh-
migt vom Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) am 29. Mai 2013.
3 Vgl. pag. 222 der Vorakten der Gemeinde Rapperswil.

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dies damit, dass die denkmalpflegerischen Anforderungen an das First-, Ort- und Traufdetail nicht 
erfüllt seien. Mit Schreiben vom 27. Dezember 2023 gab die Gemeinde der Beschwerdeführerin 
Gelegenheit, sich bis zum 26. Januar 2024 zum Fachbericht zu äussern und innert gleicher Frist 
mitzuteilen, ob sie unverändert am Baugesuch festhalte, einen anfechtbaren Entscheid verlange, 
das Baugesuch zurückziehe oder das Projekt entsprechend anpasse. Ohne fristgerechten Gegen-
bericht geht sie davon aus, dass die Beschwerdeführerin unverändert am Baugesuch festhalten 
wolle und einen anfechtbaren Entscheid verlange. Diesfalls wies sie die Beschwerdeführerin dar-
aufhin, dass der negative Fachbericht der Denkmalpflege den Bauabschlag zur Folge haben 
könne.

6. In der Folge erkundigte sich die Projektverfasserin am 8. Januar 2024 telefonisch bei der 
Denkmalpflege, weshalb das Baugesuch negativ beurteilt worden sei. Mit E-Mail vom 8. Januar 
2024 begründete die Projektverfasserin gegenüber der Denkmalpflege, der Gemeinde Rapperswil 
und der Beschwerdeführerin, weshalb die bereits produzierte Anlage wie geplant ausgeführt wer-
den müsse. Mit E-Mail vom 9. Januar 2024 sendete die Projektverfasserin der Denkmalpflege 
weitere Informationen zur Dachkonstruktion. In der Folge begann die Beschwerdeführerin nach 
eigenen Angaben am 22. Januar 2024 mit der Installation der Solaranlage. Mit Schreiben vom 
24. Januar 2024 teilte die Denkmalpflege der Gemeinde mit Kopie an die Beschwerdeführerin und 
die Projektverfasserin mit, dass ohne Anpassung der Ausführungsdetails der ungeschmälerte Er-
halt des schützenswerten Baudenkmals nicht gewährleistet sei und sie am negativen Fachbericht 
festhalten müsse.

7. Am 2. Februar 2024 ordnete die Gemeinde vor Ort mündlich die sofortige Baueinstellung 
an. Danach erliess sie gegenüber der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 5. Februar 2024 
eine schriftliche Baueinstellungsverfügung. Die Beschwerdeführerin reiche danach Stellungnah-
men mit Datum vom 3. und 9. Februar 2024 bei der Gemeinde ein. Am 7. Februar 2024 und 
28. Februar 2024 fanden weiter Begehungen vor Ort statt, bei denen die Sachlage hinsichtlich der 
ausgeführten Dacharbeiten erörtert wurde. Die Beschwerdeführerin reichte daraufhin mit Datum 
vom 11. und 12. März 2024 sowie mit Datum vom 3. April 2024 weitere Stellungnahmen bei der 
Gemeinde ein, in denen sie Verbesserungsvorschläge zu den Dachabschlüssen der Solaranlage 
machte.

8. Mit Schreiben vom 11. April 2024 teilte die Gemeinde der Beschwerdeführerin mit, der ne-
gative Fachbericht vom 22. Dezember 2023 und die Stellungnahme vom 24. Januar 2024 der 
Denkmalpflege habe sich nach Rücksprache mit der Denkmalpflege auch in Kenntnis der einge-
brachten Detailänderungen für das geschützte K-Objekt nicht verändert. Der Antrag der Denkmal-
pflege, das Bauvorhaben nicht zu bewilligen, bleibe unverändert. Aufgrund dieser Ausgangslage 
teilte die Gemeinde der Beschwerdeführerin mit, dass eine Baubewilligung nicht in Aussicht ge-
stellt werden könne und zu prüfen sei, ob ein Bauabschlag mit Wiederherstellungsverfügung an-
geordnet werden müsse. Die Gemeinde gewährte der Beschwerdeführerin die Möglichkeit, sich 
bis zum 13. Mai 2024 zum Sachverhalt und zum beabsichtigten Vorgehen zu äussern. Mit E-Mail 
vom 15. April 2024 ersuchte die Beschwerdeführerin die Gemeinde um einen Termin für die 
Durchführung eines Workshop-Verfahrens unter Einbezug des Amtes für Umwelt und Energie 
(AUE). Mit E-Mail vom 18. April 2024 ersuchte die Beschwerdeführerin die Gemeinde, eine Stel-
lungnahme des AUE einzuholen. Schliesslich nahm die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 
24. April 2024 und 21. Mai 2024 zum beabsichtigten Vorgehen der Gemeinde Stellung. Mit Bau-
entscheid vom 29. Mai 2024 erteilte die Gemeinde Rapperswil den Bauabschlag und verfügte die 
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands, namentlich den vollständigen Rückbau der In-
dach-Anlage.

9. Gegen diesen Entscheid reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 27. Juni 2024 
Beschwerde bei der Bau- und Verkehrsdirektion des Kantons Bern (BVD) ein. Sie beantragt, der 

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Bauentscheid sei aufzuheben und dem Baugesuch sei die Baubewilligung zu erteilen. Eventualiter 
sei auf die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands zu verzichten. In formeller Hinsicht rügt 
die Beschwerdeführerin die Verletzung des rechtlichen Gehörs. In materieller Hinsicht macht sie 
zusammengefasst geltend, die Vorinstanz habe den Grundsatz von Treu und Glauben verletzt, 
der Fachbericht der Denkmalpflege sei willkürlich und das Vorhaben entspreche den Anforderun-
gen der Gestaltungsgrundsätze gemäss den Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Ge-
winnung erneuerbarer Energien» und sei rechtmässig. Sollte die BVD wider Erwarten zum Schluss 
gelangen, dass das Vorhaben in der ausgeführten Form nicht bewilligungsfähig sei, sei auf die 
Wiederherstellungsverfügung wegen Unverhältnismässigkeit zu verzichten.

10. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVD leitet4, führte den Schriftenwech-
sel durch und holte die Vorakten sowie die Baubewilligungsakten zum Gesamtbauentscheid vom 
6. Januar 2022 des Regierungsstatthalteramts Seeland bei der Vorinstanz ein. Gleichzeitig gab 
es der Denkmalpflege Gelegenheit zur Stellungnahme und beteiligte die weiteren Stockwerkei-
gentümerinnen und Stockwerkeigentümer des Gebäudes I.________strasse 20 von Amtes wegen 
am Verfahren. Mit Schreiben vom 8. Juli 2024 teilten die am Verfahren von Amtes wegen Betei-
ligten zum einen mit, dass sie sich den Ausführungen und Rechtsbegehren der Beschwerdefüh-
rerin anschliessen. Zum anderen bemängelten sie, dass weder die einzelnen Stockwerkeigentü-
mer noch die Stockwerkeigentümergemeinschaft von der Vorinstanz angehört und über die ange-
fochtene Wiederherstellung informiert oder sonst wie in das vorinstanzliche Verfahren einbezogen 
worden seien. Sie bringen vor, dass die Wiederherstellungsverfügung deswegen an einem for-
mellen nicht heilbaren Mangel leide. In der Stellungnahme vom 29. Juli 2024 äusserte sich die 
Denkmalpflege zur Beschwerde, ohne einen konkreten Antrag zu stellen. In ihrer Stellungnahme 
vom 31. Juli 2024 beantragt die Gemeinde Rapperswil die Abweisung der Beschwerde, soweit 
darauf eingetreten werden könne.

11. Danach führte das Rechtsamt am 30. Oktober 2024 im Beisein der Beschwerdeführerin, 
eines Vertreters der Denkmalpflege und der Gemeinde, der Projektverfasserin und der beteiligten 
Holzbaufirma einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. Mit Instruktionsverfügung 
vom 11. November 2024 erhielten die Parteien Gelegenheit, sich zum Protokoll des Augenscheins 
zu äussern. Gleichzeitig forderte das Rechtsamt die Beschwerdeführerin auf, die Pläne der De-
tailgestaltung des Daches entsprechend den ausgeführten Arbeiten anzupassen. Zudem räumte 
es der Beschwerdeführerin die Möglichkeit ein, eine Projektänderung betreffend das Fristdetail, 
den Dachknick und den Übergang vom Steildach zum Gaubendach einzureichen. Nach einmaliger 
Fristerstreckung reichte die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 9. Dezember 2024 geänderte 
Pläne zur Detailgestaltung des Daches ein, die das Rechtsamt als Projektänderung behandelte. 
Die Verfahrensbeteiligten, die Gemeinde und die Denkmalpflege erhielten Gelegenheit, sich zur 
Projektänderung zu äussern. Von dieser Möglichkeit machten die von Amtes wegen am Verfahren 
Beteiligten, die Gemeinde und die Denkmalpflege Gebrauch. Die Verfahrensbeteiligten konnten 
sich danach abschliessend zum Verfahren äussern. Mit Schreiben vom 11. Februar 2025 bean-
tragt die Beschwerdeführerin, dem Bauvorhaben inklusive der Projektänderung vom 9. Dezember 
2024 sei im Rahmen des Beschwerdeverfahrens die Baubewilligung zu erteilen und auf eine Rück-
weisung an die Vorinstanz sei zu verzichten. Zudem halte sie an der in der Beschwerde erhobenen 
Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs fest. Die übrigen Verfahrensbeteiligten liessen sich 
nicht vernehmen.

12. Auf die Rechtsschriften, die vorhandenen Akten, die Stellungnahme der Denkmalpflege so-
wie auf das Ergebnis des Augenscheins wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfol-
genden Erwägungen eingegangen.

4 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau- und Verkehrsdirektion 
(Organisationsverordnung BVD, OrV BVD; BSG 152.221.191).

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II. Erwägungen 

1. Sachurteilsvoraussetzungen

a) Angefochten ist der Bauentscheid vom 29. Mai 2024 der Gemeinde Rapperswil. Dieser um-
fasst den Bauabschlag für die Indach-Photovoltaikanlage auf dem Ost- und Westdach und die 
Anordnung der Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.

b) Bauentscheide können nach Art. 40 BauG5 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baube-
schwerde bei der BVD angefochten werden. Gemäss Art. 49 Abs. 1 BauG kann die gleichzeitig 
verfügte Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands innert 30 Tagen seit Eröffnung bei der 
BVD angefochten werden. Die BVD ist somit für die Beurteilung der Beschwerde gegen den Bau-
entscheid mit Wiederherstellung vom 29. Mai 2024 zuständig.

c) Die Beschwerdeführerin ist sowohl als Baugesuchstellerin durch den Bauabschlag als auch 
als Verfügungsadressatin der Wiederherstellungsverfügung durch den angefochtenen Entscheid 
formell und materiell beschwert und daher zur Beschwerde befugt (Art. 40 Abs. 2 BauG und 
Art. 65 Abs. 1 VRPG6). Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist grundsätzlich 
einzutreten.

2. Projektänderung / Streitgegenstand

a) Mit Schreiben vom 9. Dezember 2024 reichte die Beschwerdeführerin eine Projektänderung 
ein. Diese umfasst gegenüber den ursprünglichen Projektplänen, welche die Beurteilungsgrund-
lage im Baubewilligungsverfahren bildeten, folgende Punkte: Laut dem Plan «Detail First und 
Grat» vom 2. Dezember 2024 im Massstab 1:10 und den Ausführungen der Beschwerdeführerin 
im Schreiben vom 2. Dezember 2024 soll der First neu in der gleichen Neigung wie das Hauptdach 
ausgeführt und mit dem System «Prefa-Jetlüfter» abgeschlossen werden. Zudem soll gemäss 
Plan «Detail Ortgang» vom 2. Dezember 2024 im Massstab 1:15 das bestehende Ortbrett von 
rund 24 cm auf 13 cm reduziert (vgl. Detail Projektänderung Variante 1) und die bestehenden 
seitlichen Rinnen neu mit Blech abgedeckt werden (vgl. Detail Projektänderung Variante 2). Weiter 
sollen die bestehenden Vertiefungen beim Übergang vom Steildach zum Lukarnendach, beim 
Übergang vom steilen Kopfteil des Daches auf den unteren Dachteil (Dachknick) und bei den 
seitlichen Abschlüssen rund um die Lukarnen gemäss Plan «Detail Übergänge Steildach/Lu-
karne» vom 29. November 2024 im Massstab 1:20 und dem Plan «Detail Lukarne – seitlicher 
Abschluss» vom 2. Dezember 2024 im Massstab 1:15 niveaugleiche Übergangsbleche eingebaut 
werden. Neu sollen zudem die Dachflächen der Lukarnen links bzw. rechts mit je zwei Blindmo-
dulen versehen werden, wie auf dem Plan «Detail Dach Lukarnen» vom 2. Dezember 2024 im 
Massstab 1:45 ersichtlich ist. Schliesslich ist auf dem Plan «Dachansicht Ost – Ergänzung Kamin» 
vom 26. November 2024 im Massstab 1:100 ersichtlich, dass auf dem Ostdach neu ein Kamin 
vorgesehen ist.

b) Eine Projektänderung nach Art. 43 Abs. 1 BewD7 liegt vor, wenn das Bauvorhaben in seinen 
Grundzügen gleich bleibt. Nach Art. 43 Abs. 2 BewD kann die Baugesuchstellerin oder der Bau-
gesuchsteller während der Hängigkeit eines Baubewilligungsverfahrens oder eines anschliessen-
den Beschwerdeverfahrens vor der BVD eine Projektänderung einreichen, ohne dass deshalb ein 
neues Baubewilligungsverfahren eingeleitet werden muss. Erfolgt die Projektänderung im Be-

5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0).
6 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21).
7 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).

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schwerdeverfahren, sind nach Art. 43 Abs. 3 BewD die Gemeinde, die Gegenpartei und die von 
der Projektänderung berührten Dritten anzuhören.

c) Vorliegend bleibt das Vorhaben in seinen Grundzügen unverändert. So beinhaltet die Pro-
jektänderung gegenüber dem ursprünglichen Projekt keine grundlegenden Änderungen, sondern 
lediglich geänderte Details, namentlich im Bereich des Firstes, des Ortgangs, des Dachknicks, der 
Dachfläche auf den Lukarnen und den Übergangen zwischen Steil- und Lukarnendach sowie ei-
nen neuen Kamin auf dem Ostdach. Das Rechtsamt hat deshalb die geänderten Pläne als Pro-
jektänderung im Sinne von Art. 43 Abs. 1 BewD behandelt. Da die Projektänderung vom 9. De-
zember 2024 nur geringfügige Änderungen beinhaltet und keine öffentlichen oder wesentlichen 
nachbarlichen Interessen zusätzlich betroffen sind, konnte auf eine Anhörung Dritter und eine 
Publikation verzichtet werden.

d) Das Projektänderungsgesuch ersetzt das ursprüngliche Baugesuch im vorinstanzlichen 
Verfahren. Ob das von der Vorinstanz beurteilte Projekt bewilligungsfähig gewesen wäre, ist nicht 
mehr zu prüfen. Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist somit nur das geänderte Projekt 
gemäss den vom Rechtsamt am 10. Dezember 2024 gestempelten Plänen. Demzufolge ist der 
Bauabschlag mit der Wiederherstellungsverfügung vom 29. Mai 2024 aufzuheben.

e) Im Plan «Detail Dachfenster und Einbettung in die Dachlandschaft» vom 29. November 
2024 im Massstab 1:150 sind sodann die Dachflächenfenster so dargestellt, wie sie eingebaut 
wurden. Die Detailausführung der Dachflächenfenster ist im Plan «Detail Dachfenster und Einbet-
tung in die Dachlandschaft» mit Fotos ohne Abdeckung der seitlichen Vertiefungen abgebildet. 
Beurteilungsgegenstand ist somit der Ausführungszustand, d.h. die Ausführung der Dachflächen-
fenster ohne seitliche Abdeckbleche. Schliesslich zeigt der Plan «Detail Traufe» vom 2. Dezember 
2024 im Massstab 1:15 die Traufe so, wie sie nach den Feststellungen des Augenscheins ausge-
führt wurde. Gegenstand der Beurteilung ist demnach der aktuelle Ausführungszustand der 
Traufe, wobei diese nach den Angaben der Beschwerdeführerin aus einer matten Chrom-Nickel-
Stahllegierung gefertigt ist. Ob die Projektänderung und die Ausführungsdetails betreffend Traufe 
und Dachflächenfenster der vollflächigen Indach-Photovoltaikanlage bewilligungsfähig sind, prüft 
die BVD antragsgemäss im Beschwerdeverfahren (vgl. Erwägung 3).

3. Bewilligungsfähigkeit Indach-Photovoltaikanlage

a) Solaranlagen auf Kultur- und Naturdenkmälern von kantonaler oder nationaler Bedeutung 
bedürfen nach Art. 18a Abs. 3 Satz 1 RPG8 stets einer Baubewilligung. Das ergibt sich auch aus 
den kantonalen Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Ener-
gien» und ist unbestritten.9 Solaranlagen dürfen solche Denkmäler nicht wesentlich beeinträchti-
gen (Art. 18a Abs. 3 Satz 2 RPG). Es handelt sich dabei um eine gesamtschweizerisch geltende 
Denkmalschutzvorschrift.10 Umgekehrt sind geringfügige Beeinträchtigungen von Kulturdenkmä-
lern von kantonaler oder nationaler Bedeutung zulässig bzw. hindern die Baubewilligung für die 
Solaranlage zur Nutzung der Sonnenenergie nicht.11 Als Folge von Art. 18a Abs. 3 RPG sind damit 
unter Berücksichtigung von Sinn und Zweck sowie der Entstehungsgeschichte von Art. 18a Abs. 
3 RPG geringfügige Beeinträchtigungen des Denkmals zugunsten der Nutzung der Solarenergie 
hinzunehmen. Ob eine wesentliche Beeinträchtigung eines Kulturdenkmals vorliegt, ist im Einzel-

8 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700).
9 Vgl. Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien» in der Fassung vom Januar 
2015, S. 23 (abrufbar unter: www.weu.be.ch > Themen > Energie > Energievorschriften beim Bauen > Erneuerbare 
Energie).
10 Jäger Christoph, Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz und Verfahren, 2020, Art. 18a N 52.
11 Jäger Christoph, a.a.O., Art. 18a N 53.

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fall anhand der in der Bedeutung des Inventar-Objekts verankerten Schutzziele zu erörtern.12 Mit 
Auflagen kann unter anderem sichergestellt werden, dass die Solaranlage das Schutzobjekt nicht 
wesentlich beeinträchtigt. Die Auflagen müssen dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit entspre-
chen und dürfen nicht weiter gehen, als es der Schutz des Denkmals erfordert. Dabei ist auch der 
Fördergedanke von Art. 18a RPG zu beachten.13

b) Das Gebäude I.________strasse 20, ehemaliger Gasthof G.________ ist ein schützenswer-
tes Baudenkmal (K-Objekt). Auf dem Ost- und Westdach des Gebäudes ist anstelle der bewilligten 
Ziegeleindeckung eine vollflächige Photovoltaikanlage geplant und teilweise bereits realisiert. Die 
Regelung von Art. 18a Abs. 3 RPG ist somit auf die streitgegenständliche Solaranlage anwendbar.

c) Wie ausgeführt, hat die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 9. Dezember 2024 eine Pro-
jektänderung eingereicht, um den denkmalpflegerischen Anliegen Rechnung zu tragen. Die BVD 
hat die Verfahrensbeteiligten, die Gemeinde und die Denkmalpflege zur Projektänderung an-
gehört. Die von Amtes wegen am Beschwerdeverfahren teilten mit, dass sie sich der Projektän-
derung der Beschwerdeführerin anschliessen. In ihrer Stellungnahme vom 9. Januar 2025 hielt 
die Denkmalpflege zusammengefasst fest, durch die eingereichte Projektänderung werde aus 
denkmalpflegerischer Sicht eine Verbesserung erreicht, sodass die Anlage nur noch zu einer ge-
ringfügigen Beeinträchtigung des Baudenkmals führe. Sie werde die Projektänderung in einem 
Bewilligungsverfahren als tolerierbar beurteilen und stelle einen positiven Fachbericht in Aussicht. 
In der Eingabe vom 15. Januar 2025 teilte die Vorinstanz mit, dass sie der Projektänderung zu-
stimme. Sie befürwortet zudem, die Materialisierung der Abdeckung und der Blindmodule vorgän-
gig mit der Denkmalpflege abzustimmen.

d) Die fachliche Beurteilung der Denkmalpflege ist für die BVD plausibel und nachvollziehbar. 
Zur Integration der geplanten Indach-Photovoltaikanlage, namentlich im Bereich des Firstes, des 
Ortgangs, der Traufe, des Dachknicks, der Dachfläche auf den Lukarnen und dem Übergang zwi-
schen Steil- und Lukarnendach sowie dem neuen Kamin auf dem Ostdach ist Folgendes zu prä-
zisieren:

Die Änderung bezüglich des Firstes, die neu die gleiche Neigung wie das Hauptdach aufweist und 
mit dem System «Prefa-Jetlüfter» abgeschlossen werden soll, führt gegenüber der ursprünglich 
geplanten Gestaltung zu einem ruhigeren Firstabschluss und damit zu einer gestalterischen Ver-
besserung des denkmalgeschützten Gebäudes. Die Änderung ist somit nicht zu beanstanden. 
Massgebend ist die Plandarstellung mit dem Titel «Detail Projektänderung» gemäss dem Plan 
«Detail First und Grat» vom 2. Dezember 2024 im Massstab 1:10.

Beim Ortsdetail sind neu ein schlankeres Ortsbrett und die Abdeckung der seitlichen Rinnen mit 
Abdeckblechen vorgesehen. Mit dem schlankeren Ortsbrett wird eine Annäherung an das histori-
sche Ortsbild erreicht. Durch die Abdeckung der Rinnen kann zudem die Wirkung eines Blindmo-
duls erzielt werden. Die Anpassungen führen zu einer deutlichen Verbesserung der optischen 
Wirkung des Baudenkmals und sind nicht zu beanstanden. Die seitlichen Abdeckungen sind dabei 
analog zum schwarzen Erscheinungsbild der PV-Module in schwarzem Blech auszuführen. Dies 
wird durch eine Auflage im Dispositiv dieses Entscheids angeordnet. Für die Abdeckungsbleche 
ist ein Material zu wählen, das keine elektrolytische Korrosion verursacht, wenn es auf das beste-
hende Material der Rinne montiert wird. Es erübrigt sich damit, die Materialisierung der Abdeckung 
vorgängig mit der Denkmalpflege abzusprechen. Massgebend für die Montage ist die Plandarstel-
lung mit dem Titel «Detail Projektänderung Variante 1» und die Plandarstellung mit dem Titel «De-

12 BGer 1C_179/2015 vom 11. Mai 2016 E. 6.4.
13 Jäger Christoph, a.a.O., Art. 18a N 57.

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tail Projektänderung Variante 2» gemäss dem Plan «Detail Ortgang» vom 2. Dezember 2024 im 
Massstab 1:15. Die Projektänderung gilt für das West- und Ostdach.

Beim Übergang des Steildachs zum Lukarnendach, beim Übergang vom steilen Kopfteil des Da-
ches zum unteren Dachteil (Dachknick) und bei den seitlichen Abschlüssen um die Lukarnen 
herum ist geplant, in den vorhandenen Vertiefungen niveaugleiche Übergangsbleche einzubauen. 
Die Abdeckungen sind in schwarzem Blech auszuführen, damit eine optisch den Blindmodulen 
gleichwertige Wirkung erzielt werden kann. Dies wird ebenfalls durch eine entsprechende Auflage 
im Dispositiv dieses Entscheids angeordnet. Auch hier ist für die Übergangsbleche ein Material 
zu wählen, das bei der Montage auf dem vorhandenen Material nicht zu elektrolytischer Korrosion 
führt. Massgebend ist der Plan «Detail Übergänge Steildach/Lukarne» vom 29. November 2024 
im Massstab 1:20 und der Plan «Detail Lukarne – seitlicher Abschluss» vom 2. Dezember 2024 
im Massstab 1:15. Die Projektänderung gilt für das West- und Ostdach.

Weiter sollen auf den Lukarnendachflächen je zwei neue Blindmodule zur passgenauen Abde-
ckung angebracht werden. Die Denkmalpflege akzeptiert diese Anpassung unter der Vorausset-
zung, dass die Blindmodule aus dem gleichen Material wie die PV-Module bestehen, also nicht 
mit einer Blechabdeckung ausgeführt werden dürfen. Gegen diese Vorgabe der Denkmalpflege 
hat sich die Beschwerdeführerin in der Eingabe vom 11. Februar 2025 nicht gewehrt. Im Ent-
scheiddispositiv wird daher mit einer Auflage sichergestellt, dass auf den Lukarnendachflächen 
(Ost- und Westseite) Blindmodule aus dem gleichen Material und der gleichen Farbe wie die PV-
Module angebracht werden. Diese Auflage steht in einem engen sachlichen Zusammenhang mit 
dem Bauvorhaben und ist aus denkmalpflegerischer Sicht gerechtfertigt, um eine optisch einheit-
lichere Wirkung zu erzielen. Da die Beschwerdeführerin selbst diese Ausführungsvariante vorge-
schlagen hat, ist sie zweifellos auch verhältnismässig. Massgeblich ist die Plandarstellung unter 
dem Titel «Detail Projektänderung» gemäss dem Plan «Detail Dach Lukarnen» vom 2. Dezember 
2024 im Massstab 1:45.

Schliesslich ist auf dem Plan «Dachansicht Ost – Ergänzung Kamin» vom 26. November 2024 im 
Massstab 1:100 ersichtlich, dass auf dem Ostdach neu ein Kamin vorgesehen ist. Die Denkmal-
pflege hat dieser Projektänderung unter der Voraussetzung zugestimmt, dass um den neuen Ka-
min herum ein passgenaues Blindmodul montiert wird, also keine Vertiefungen sichtbar sind, und 
dass der Kamin in Kupfer ausgeführt wird. Diese Beurteilung der Denkmalpflege bezüglich der 
Vertiefungen ist überzeugend, wohingegen der Materialisierung des Kamins in Kupfer aus Grün-
den der Materialverträglichkeit nicht gefolgt werden kann.14 Im vorliegenden Fall ist eine grau-
schwarze Blechverkleidung des Kamins dem Kamin in Kupfer vorzuziehen. Dementsprechend 
wird in einer Auflage im Entscheiddispositiv festgelegt, dass der Kamin in einer grauschwarzen 
Blechverkleidung auszuführen ist und um diesen herum keine sichtbaren Vertiefungen entstehen 
dürfen. Diese Farbe des Kamins wirkt optisch zurückhaltend und fügt sich farblich auch gut in das 
dunkle Erscheinungsbild des Daches ein. Für die Blechverkleidung ist ein Material zu wählen, das 
im Kontakt mit dem vorhandenen Metall der Indach-Photovoltaikanlage keine elektrolytische Kor-
rosion verursacht. Die Auflage ist im Lichte von Art. 18a Abs. 3 RPG gerechtfertigt und stört das 
Baudenkmal nicht wesentlich. Massgebend ist die Planskizze mit dem Titel «Projektänderung Da-
chansicht Ost – Ergänzung Kamin» gemäss dem Projektplan «Dachansicht Ost – Ergänzung Ka-
min» vom 26. November 2024 im Massstab 1:100.

e) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die Projektänderung betreffend First- und Ortgangde-
tails, Übergang Steildach-Lukarnendach, Übergang vom steilen Kopfteil des Daches zum unteren 
Dachteil (Dachknick), seitliche Abschlüsse um die Lukarnen, Lukarnendachflächen und Kamin in 

14 Vgl. zum Ganzen Christof Bucher, Photovoltaikanlagen, Planung, Installation, Betrieb, 2021, S. 378 f.

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Übereinstimmung mit der Beurteilung der Denkmalpflege zu einer geringfügigen Beeinträchtigung 
des Baudenkmals im Sinne von Art. 18a Abs. 3 RPG führt, die hinzunehmen ist.

f) Daran vermag die Detailausführung der Dachflächenfenster und die Detailausführung der 
Traufe nichts zu ändern. Bezüglich der Traufe präsentiert sich die Situation wie folgt: Sie ist zwar 
ein gut sichtbares Element des denkmalgeschützten Gebäudes, wie der Augenschein gezeigt 
hat.15 Die Lage der Traufe ist jedoch technisch bedingt durch die Entwässerung und die Belüftung 
des Daches. Die Traufe und damit die Dicke des Dachrands kann somit nicht verändert werden, 
ohne die gesamte Indach-Photovoltaikanlage als System auszutauschen. Diese wäre vor dem 
Hintergrund des Fördergedankens von Art. 18a RPG als unverhältnismässig einzustufen. Wie am 
Augenschein festgestellt, ist die Traufe in grauem, mattem Chromstahl ausgeführt.16 Dies passt 
gut zur weissgrauen Riegfassade und wirkt optisch ähnlich wie Titanzink, das neben Kupfer ein in 
der denkmalpflegerischen Praxis übliches Material ist, wie aus der Stellungnahme der Denkmal-
pflege vom 29. Juli 2024 hervorgeht. Die Ausführung des Traufdetails entsprechend dem heutigen 
Zustand ist daher trotz geringer Störung des Denkmals bewilligungsfähig. Massgebend ist die 
Planskizze mit dem Titel «Detail Ausführung IST-Zustand» gemäss dem Plan «Detail Traufe» vom 
2. Dezember 2024 im Massstab 1:15.

Gleiches gilt für die Ausführung der Dachflächenfenster. Fotos vom Augenschien zeigen, dass die 
Vertiefungen zwischen den Dachflächenfenstern nicht gut einsehbar sind und somit das Baudenk-
mal nicht oder nur geringfügig stören.17 Die Ausführung der Dachflächenfenster gemäss dem Ist-
Zustand, d.h. mit Vertiefungen, erweist sich damit als zulässig und kann bewilligt werden. Mass-
gebend ist die Ausführung gemäss den Fotos im Plan «Detail Dachfenster und Einbettung in die 
Dachlandschaft» vom 29. November 2024 im Massstab 1:150.

4. Fazit

a) Nach dem Gesagten wird das denkmalgeschützte Gebäude bei einer Gesamtbetrachtung 
durch die geplante Projektänderung der Indach-Photovoltaikanlage nicht wesentlich beeinträch-
tigt. Das Interesse an der Nutzung der Sonnenenergie überwiegt hier das Interesse am Denkmal-
schutz (Art. 18a Abs. 4 RPG), weshalb die geringfügigen Beeinträchtigungen hinzunehmen sind. 
Dabei ist zu berücksichtigen, dass es sich im vorliegenden Fall um eine vollflächige, dachinte-
grierte PV-Anlage handelt, die allgemein als ästhetisch ansprechender und hochwertiger gilt als 
aufgesetzte Solaranlagen. Dies deckt sich mit den Gestaltungshinweisen der kantonalen Richtli-
nien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien».18 Dort wird eine voll-
flächige Solaranlage als «Idealfall» bezeichnet, da mit keiner anderen Massnahme eine derart 
hohe Integrationswirkung erzielt werden kann. Zudem sind im vorliegenden Fall keine bedeuten-
den Einzelobjekte oder schützenswerte Ortsbilder von nationaler Bedeutung betroffen. Unter die-
sen Umständen kann die Projektänderung bzw. die Indach-Photovoltaikanlage mit Auflagen be-
willigt werden. Der Baustopp wird aufgehoben. Sobald dieser Entscheid rechtskräftig ist, kann die 
Solaranlage fertiggestellt werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigt es sich, die Vor-
bringen der von Amtes wegen am Verfahren Beteiligten zu behandeln.

15 Vgl. Fotos Nr. 1 bis 3 der Fotodokumentation zum Augenscheinprotokoll vom 11. November 2024.
16 Vgl. Votum Frau Lestander S. 8 unten des Augenscheinprotokolls vom 11. November 2024.
17 Vgl. Fotos Nr. 1 und 2 der Fotodokumentation zum Augenscheinprotokoll vom 11. November 2024.
18 Vgl. Richtlinien «Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien» in der Fassung vom Januar 
2015, Ziffer 2.4.1, S. 24 (abrufbar unter: www.weu.be.ch > Themen > Energie > Energievorschriften beim Bauen > Er-
neuerbare Energie).

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b) Abschliessend ist anzumerken, dass die Denkmalpflege empfiehlt, das bisherige Indachsys-
tem für künftige Projekte weiterzuentwickeln, da es den erhöhten gestalterischen Anforderungen 
an Baudenkmäler im Kanton Bern nicht entspricht.

5. Kosten

a) Die Grundsätze der Kostenverlegung sind in Art. 108 VRPG geregelt. Demnach werden die 
Verfahrenskosten der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten 
einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigten, keine 
Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG).

b) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr. Für 
besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren erhoben 
werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG). Die Pauschalgebühr wird festgesetzt auf CHF 2200.00 (Art. 103 
Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV19). Für den Augenschein vom 30. Oktober 2024 wird in 
Anwendung von Art. 20 Abs. 1 GebV eine zusätzliche Gebühr von CHF 600.00 erhoben. Die Ver-
fahrenskosten im Beschwerdeverfahren belaufen sich somit auf CHF 2800.00.

Als unterliegend gilt auch, wer den Einwänden der Behörden oder der Gegenpartei durch eine 
Projektänderung Rechnung trägt.20 Im vorliegenden Verfahren hat die Beschwerdeführerin den 
Einwänden der Denkmalpflege bezüglich Detailausführung der PV-Indachanlage durch ihre Pro-
jektänderung Rechnung getragen. Sie gilt daher als unterliegend und hat grundsätzlich die Kosten 
des Beschwerdeverfahrens zu tragen. Im vorliegenden Fall kritisiert die Beschwerdeführerin je-
doch, dass die Vorinstanz ihre Verbesserungsvorschläge zur Detailausführung des Daches im 
vorinstanzlichen Verfahren nicht berücksichtigt habe. Die Kritik der Beschwerdeführerin ist be-
rechtigt und stellt einen Verfahrensmangel dar, der nicht der Beschwerdeführerin angelastet wer-
den kann. Mit den Verbesserungsvorschlägen brachte die Beschwerdeführerin zum Ausdruck, 
dass sie nicht mehr unverändert an ihrem Baugesuch festhalten will. Die Vorinstanz hätte die 
Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren somit zumindest im Interesse der Prozessöko-
nomie fragen müssen, ob die Verbesserungsvorschläge, die im Wesentlichen mit denjenigen im 
Beschwerdeverfahren identisch sind, als Projektänderung zu behandeln seien. Dadurch hätte das 
Beschwerdeverfahren möglicherweise vermieden werden können. Dass die Beschwerdeführerin 
die Anpassungsvorschläge formell nicht als Projektänderung betitelte, schadet dabei nicht. Auf-
grund der besonderen Umstände rechtfertigt es sich daher, auf die Erhebung eines Viertels der 
Verfahrenskosten von CHF 2800.00, also CHF 700.00, zu verzichten. Die Beschwerdeführerin als 
unterliegende Partei hat somit drei Viertel der Verfahrenskosten von CHF 2800.00, ausmachend 
CHF 2100.00, zu bezahlen.

c) Die Parteikosten umfassen die Kosten für die berufsmässige Vertretung der Partei (Art. 104 
Abs. 1 VRPG). Nach Art. 11 Abs. 1 PKV21 beträgt das Honorar in verwaltungsrechtlichen Be-
schwerdeverfahren CHF 400.00 bis CHF 11 800.00 pro Instanz. Innerhalb des Rahmentarifs be-
misst sich der Parteikostenersatz nach dem in der Sache gebotenen Zeitaufwand, der Bedeutung 
der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (Art. 41 Abs. 3 KAG22). Der Anwalt der Be-
schwerdeführerin macht Parteikosten von CHF 12 528.55 (Honorar CHF 11 115.00, Auslagen 
CHF 474.80, Mehrwertsteuer CHF 938.75) geltend. Aufgrund des aufwändigen Beschwerdever-

19 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 
154.21).
20 Ruth Herzog, in Kommentar zum bernischen VRPG, 2. Aufl. 2020, Art. 108 N. 3 und Art. 110 N. 5.
21 Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 
168.811).
22 Kantonales Anwaltsgesetz vom 28. März 2006 (KAG; BSG 168.11).

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fahrens (Augenschein mit Instruktionsverhandlung und Projektänderung) ist der gebotene Zeitauf-
wand als leicht überdurchschnittlich zu werten. Die Schwierigkeit des Prozesses ist angesichts 
der strittigen Rechtsfrage hingegen als durchschnittlich einzustufen. Gleiches gilt für die Bedeu-
tung der Streitsache, da es sich um ein durchschnittliches Vorhaben handelte. Insgesamt er-
scheint daher eine Ausschöpfung des Gebührenrahmens von 67 Prozent und somit ein Honorar 
von CHF 7600.00 als angemessen.

Die Beschwerdeführerin ist mehrwertsteuerpflichtig23. Sie kann somit die von ihrem Rechtsvertre-
ter auf sie überwälzte Mehrwertsteuer in ihrer eigenen Mehrwertsteuerabrechnung als Vorsteuer 
abziehen. Sie hat somit keinen Aufwand bezüglich der Mehrwertsteuer und eine Rückerstattung 
der Mehrwertsteuer käme einer mit Art. 108 Abs. 3 i.V.m. Art. 104 Abs. 1 VRPG unvereinbaren 
Überentschädigung gleich. Die Mehrwertsteuer ist daher bei der Festsetzung des Parteikostener-
satzes nicht zu berücksichtigen.24 Die Parteikosten der Beschwerdeführerin werden somit auf 
CHF 8074.80 festgelegt (Honorar CHF 7600.00 und Auslagen CHF 474.80). Die Vorinstanz hat 
der Beschwerdeführerin einen Viertel der Parteikosten im Betrag von CHF 8074.80, ausmachend 
CHF 2018.70, zu ersetzen.

Die Voraussetzungen für eine Parteikostenentschädigung an die am Verfahren von Amtes wegen 
Beteiligten und an die Vorinstanz sind nicht erfüllt (Art. 104 Abs. 1 und Art. 4 VRPG). Sie haben 
keinen Anspruch auf Parteikostenersatz.

d) Die Kosten für das vorinstanzliche Verfahren hat in jedem Fall die Gesuchstellerin bzw. die 
Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 52 Abs. 1 BewD). Gemäss dem Bauentscheid der Vorinstanz 
vom 29. Mai 2024 belaufen sich die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens auf CHF 1435.00. 
Die Kosten werden der Beschwerdeführerin (Bauherrin und Adressatin der Wiederherstellungs-
verfügung) zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist die Gemeinde Rapperswil 
zuständig.

III. Entscheid

1. Der Bauabschlag mit Wiederherstellung der Gemeinde Rapperswil vom 29. Mai 2024 wird 
aufgehoben.

2. Die Projektänderung vom 9. Dezember 2024 wird mit folgenden Auflagen bewilligt:
- Die seitlichen Rinnen, die seitlichen Abschlüsse der Lukarnen, der Übergang vom Steil-

dach zum Lukarnendach und der Übergang vom steilen Kopfteil des Daches zum unteren 
Dachteil (Dachknick) sind in schwarzem Blech auszuführen.

- Die Blindmodule auf den Lukarnendachflächen (Ost- und Westseite) sind im gleichen 
Material und in ähnlicher Farbgebung wie die PV-Module auszuführen.

- Der Kamin ist mit einer grauschwarzen Metallverkleidung so in die Dachfläche zu inte-
grieren, dass keine sichtbaren Vertiefungen entstehen.

Massgebend sind die folgenden Pläne:
- Projektänderungsplan «Detail Frist und Grat» vom 12. Dezember 2024 im Massstab 1:10 

mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 2024

23 Siehe Unternehmens-Identifikationsnummer-Register, einsehbar unter: <https://www.uid.admin.ch>.
24 BVR 2015 S. 541 E. 8.2, 2014 S. 484 E. 6.

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- Projektänderungsplan «Detail Ortgang» Variante 1 (Ortbrett) und Variante 2 (Abdeckung 
seitliche Rinnen) vom 2. Dezember 2024 im Massstab 1:15 mit Eingangsstempel des 
Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 2024

- Projektänderung «Detail Übergänge Steildach/Lukarne» vom 29. November 2024 im 
Massstab 1:20 mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 2024

- Projektänderungsplan «Detail Lukarne – seitlicher Abschluss» vom 2. Dezember 2024 
im Massstab 1:25 mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 
2024

- Projektänderungsplan «Detail Dach Lukarnen» vom 2. Dezember 2024 im Massstab 1:45 
mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 2024

- Projektänderungsplan «Dachansicht Ost – Ergänzung Kamin» vom 26. November 2024 
im Massstab 1:100 mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 
2024

- Plan «Detail Traufe» Ausführung gemäss IST-Zustand vom 2. Dezember 2024 im Mass-
stab 1:15 mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 2024

- Plan «Detail Dachfenster und Einbettung in die Dachlandschaft» vom 29. November 
2024 im Massstab 1:150 Ausführung der Dachfenster gemäss Fotos Detail Sicht von 
oben und unten mit Eingangsstempel des Rechtsamts der BVD vom 10. Dezember 2024

3. Der Beschwerdeführerin werden drei Viertel der Verfahrenskosten von CHF 2800.00, aus-
machend CHF 2100.00, zur Bezahlung auferlegt. Eine separate Zahlungseinladung folgt, 
sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

4. Die Gemeinde Rapperswil hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten im Betrag von 
CHF 2018.70 (inkl. Auslagen und exkl. Mehrwertsteuer) zu ersetzen.

5. Die Kosten des erstinstanzlichen Baubewilligungsverfahrens von CHF 1435.00 werden der 
Beschwerdeführerin zur Bezahlung auferlegt. Für das Inkasso dieser Kosten ist die Ge-
meinde zuständig.

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt D.________, eingeschrieben
- Stockwerkeigentümergemeinschaft I.________strasse 20, eingeschrieben
- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Rapperswil, Gemeindeverwaltung, eingeschrieben
- Denkmalpflege des Kantons Bern (KDP), eingeschrieben

Bau- und Verkehrsdirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat

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Rechtsmittelbelehrung

Dieser Entscheid kann innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung mit Beschwerde beim Verwaltungs-
gericht des Kantons Bern, Speichergasse 12, 3011 Bern, angefochten werden. Eine allfällige Ver-
waltungsgerichtsbeschwerde, die mindestens in vier Exemplaren einzureichen ist, muss einen An-
trag, die Angabe von Tatsachen und Beweismitteln, eine Begründung sowie eine Unterschrift ent-
halten; der angefochtene Entscheid und andere greifbare Beweismittel sind beizulegen.