# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e17439a9-8abb-571c-9e97-4ae2d76b4988
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-01-29
**Language:** de
**Title:** Direkte Bundessteuer 2009 und 2010 sowie
Staats- und Gemeindesteuern 2009 und 2010
**Docket/Reference:** DB.2014.12
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/StRG_DB_2014_12_en.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

1. Abteilung 

1 DB.2014.12 
1 ST.2014.17 

Entscheid 

29. Januar 2015 

Mitwirkend: 

Abteilungsvizepräsident Walter Balsiger, Steuerrichter Anton Tobler, Steuerrichter  
Michael Ochsner und Gerichtsschreiberin Christina Hefti 

In Sachen 

A,    
,   

vertreten durch RA lic.iur. Christoph Lerch,  
Lerch & Lerch, Rechtsanwälte,  
Sennweidstrasse 1a, 8608 Bubikon,  

gegen 

Beschwerdeführer/
Rekurrent,  

1.  S c h w e i z e r i s c h e   E i d g e n o s s e n s c h a f t ,    

2.  S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Division Konsum, 
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Beschwerdegegnerin,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Direkte Bundessteuer 2009 und 2010 sowie  
Staats- und Gemeindesteuern 2009 und 2010 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  Der  1940  geborene  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  betreibt  als  Selbststän-

digerwerbender seit Jahrzehnten den Handel mit Mal- und Zeichenartikeln; dies zuletzt 

in Form einer Kollektivgesellschaft (Kollektivgesellschaft B), an welcher er zu 90% und 

sein Sohn C zu 10% beteiligt sind. Der Pflichtige ist sodann Eigentümer eines Mehrfa-

milienhauses  in  der  Gemeinde  D.  Diese  Liegenschaft  dient  ihm  sowohl  für  die  Aus-

übung seiner Geschäftstätigkeit als auch für das eigene Wohnen.  

Am  13.  -  15.  Februar  2012  wurde  am  Domizil  des  Pflichtigen  eine  steuer- 

amtliche  Buchprüfung  betreffend    die  Geschäftsjahre  1.7.2008  -  30.6.2009  und  

1.7.2009 - 30.6.2010 der Kollektivgesellschaft B durchgeführt. Nachdem dabei die Bü-

cherrevisorin diversen Korrekturbedarf ermittelt hatte, unterbreitete sie dem Pflichtigen 

Veranlagungs-  bzw.  Einschätzungsvorschläge,  welcher  dieser  jedoch  ablehnte.  Nach 

Durchführung  eines  zusätzlichen  Auflageverfahrens  (betreffend  insbesondere  Reise- 

und  Repräsentationsspesen  sowie  die  Zuordnung  der  Liegenschaft  zum  Privat-  oder 

Geschäftsvermögen) verfasste sie am 22. November 2012 den abschliessenden Revi-

sionsbericht, in welchem sie den festgestellten Korrekturbedarf zusammenfasste. Sich 

darauf abstützend erliess die Steuerkommissärin am 24. Mai 2013 die Veranlagungs-

verfügungen bzw. Einschätzungsentscheide mit den folgenden Steuerfaktoren:  

     Staats- und Gemeindesteuer   Direkte Bundessteuer 

               Fr. 

    Fr. 

Steuerperiode 2009 

Steuerbares Einkommen 

102'700.- 

100'400.- 

davon aus qualifizierter Beteiligung 

8'400.- 

Steuerbares Vermögen 

1'849'000.- 

Steuerperiode 2010  

Steuerbares Einkommen 

186'000.- 

182'000.- 

davon aus qualifizierter Beteiligung 

12'600.- 

Steuerbares Vermögen 

1'886'000.-. 

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Gegenüber den Selbstdeklarationen des Pflichtigen erhöhte sie damit lediglich 

die einkommensseitigen Faktoren um wenige Fr. 1'000.-. Ausschlaggebend dafür war 

insbesondere  die  Kürzung  der  über  die  Kollektivgesellschaft  B  verbuchten  Pauschal-

spesen des Pflichtigen auf einen nach pflichtgemässem Ermessen geschätzten Betrag 

von Fr. 3'000.- (statt Fr. 7'200.-). In der Begründung wies die Steuerkommissärin auch 

darauf  hin,  dass  es  sich  bei  der  Liegenschaft  in  der  Gemeinde  D  aufgrund  der  über-

wiegenden geschäftlichen Nutzung um eine Geschäftsliegenschaft handle; der diesbe-

züglich  deklarierte  Steuerwert  von  Fr. 1'070'000.-  stelle  deshalb  Geschäftsvermögen 

dar und die diesbezüglichen Nettoeinahmen qualifizierten nicht (wie deklariert) als Lie-

genschaften-ertrag, sondern ebenfalls als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstä-

tigkeit. Weiter ermittelte sie beim Wertschriftenertrag einen Anteil aus qualifizierter Be-

teiligung, was sich aufgrund der privilegierten Besteuerung solcher Erträge zugunsten 

des Pflichtigen auswirkte.  

B.  Hiergegen  liess der Pflichtige   am  26.  Juni  2013 Einsprache  erheben  und 

beantragen, bei den Einkünften aus selbstständiger Erwerbstätigkeit seien die jährlich 

in der Buchhaltung geltend gemachten "Reisespesen" von Fr. 7'200.- zu berücksichti-

gen. Sodann sei die Liegenschaft in der Gemeinde D wie bis anhin als Privatvermögen 

zu qualifizieren; dies auch in Bezug auf die Erträge.  

Das kantonale Steueramt wies die Einsprachen mit Entscheiden vom 16. De-

zember 2013 ab, soweit es auf diese eintrat. In den Erwägungen hielt es fest, dass die 

geschäftsmässige  Begründetheit  der  verbuchten  Reisespesen  auch  im  Rahmen  der 

Einsprache  nicht  substanziiert  nachgewiesen  worden  sei;  die  diesbezüglich  von  der 

Steuerbehörde getroffene Schätzung von Fr. 3'000.- habe damit weiterhin Bestand und 

erweise sich auch nicht als offensichtlich unrichtig. Auf den Antrag betreffend die Quali-

fikation der Liegenschaft als Privatvermögen statt Geschäftsvermögen sei sodann nicht 

einzutreten, weil diese Frage gar nicht Gegenstand des Dispositivs der angefochtenen 

Veranlagungen bzw. Entscheide gebildet habe. In den Einspracheverfahren betreffend 

die  Staats-  und  Gemeindesteuren  wurden  dem  Pflichtigen  sodann  Verfahrenskosten 

von je Fr. 150.- auferlegt.  

C.  Hiergegen  liess  der  Pflichtige  am  16.  Januar  2014  Beschwerde  bzw.  Re-

kurs  erheben  mit  dem  Antrag,  das  steuerbare  Einkommen  bei  der  direkten  Bundes-

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steuer  auf  Fr.  33'600.- (2009)  bzw.  Fr.  111'900.-  (2010)  und bei  den  Staats-  und  Ge-

meindesteuern auf Fr. 33'600.- (2009) bzw. Fr. 115'900.- (2010) festzulegen. Im letzte-

ren Bereich sei sodann das steuerbare  Vermögen "unter Berücksichtigung der Privat-

einlage  der  Liegenschaft 

in  der  Gemeinde  D 

ins  Geschäftsvermögen  zum 

Verkehrswert  festzusetzen".  Zudem  seien  dem  Pflichtigen  Parteientschädigungen  zu-

zusprechen.  In  der  Begründung  wurde  ausgeführt,  dass  allein  noch  die  Umwidmung 

der Liegenschaft in der Gemeinde D per 2009 vom Privat- ins Geschäftsvermögen und 

die  daraus  resultierenden  Folgen  umstritten  seien;  alle  übrigen  Korrekturen  würden 

anerkannt.  Mit  der  Umwidmung  sei  der  Pflichtige  grundsätzlich  nicht  einverstanden. 

Folge man gleichwohl "aus formellen Gründen" der Argumentation der Steuerbehörde 

bzw.  werde  die  Liegenschaft  ab  2009  als  Geschäftsvermögen  betrachtet,  so  sei  ver-

mögensseitig  nicht  auf  den  deklarierten  Formelwert,  sondern  auf  den  Verkehrswert 

2009  abzustellen.  Dieser  sei  mittels  Gutachtens  zu  bestimmen;  eine  entsprechende 

Bewertung werde nachgereicht. Stelle die Liegenschaft Geschäftsvermögen dar, könn-

ten sodann die von der Kollektivgesellschaft B bezahlten Mieten (abzüglich Unterhalts-

kosten) nicht gleichzeitig als selbstständiges Erwerbseinkommen qualifizieren; der ent-

sprechende Betrag von Fr. 69'034.- (2009) bzw. Fr. 70'059.- (2010) sei damit aus der 

Einkommensberechnung zu streichen.  

Während sich die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hierzu  nicht ver-

nehmen  liess,  schloss  das  kantonale  Steueramt  mit  Stellungnahme  vom  18.  Febru-

ar 2014  auf  Abweisung  der  Rechtsmittel;  dies  u.a.  unter  Hinweis  darauf,  dass  das 

steuerbare Einkommen aufgrund  der Qualifikation  der  Liegenschaft  als Geschäftsver-

mögen gar keine Änderungen erfahren habe und deshalb auch nicht zu korrigieren sei.  

Hierauf  Bezug  nehmend  liess  der  Pflichtige  mit  Replik  vom  9.  Mai  2014  die 

Beschwerde-  und  Rekursanträge  betreffend  die  Reduktion  des  steuerbaren  Einkom-

mens  im  Vergleich zu  den Einspracheentscheiden  zurückziehen;  diese Anträge  seien 

irrtümlich erfolgt.  Hingegen  bleibe  betreffend Staats-  und Gemeindesteuer  der  Antrag 

auf  Korrektur  des  steuerbaren  Vermögens  infolge  Aktivierung  der  Liegenschaft  zum 

Verkehrswert  bestehen,  denn  der  Pflichtige  wolle  nicht  riskieren,  bei  einer  späteren 

Privatentnahme  auf  einem  fiktiven  Gewinn  Steuern  bezahlen  zu  müssen.  Neu  wurde 

sodann  geltend  gemacht,  die  Steuerbehörde  habe  übersehen,  dass  die  auf  der  Ge-

schäftsliegenschaft  liegenden  Hypotheken  als  Geschäftsschulden  qualifizierten  und 

mithin  die  drauf  bezahlten  Schuldzinsen  bei  der  Festsetzung  des  Einkommens  aus 

selbstständiger Erwerbstätigkeit ebenfalls zu berücksichtigen seien. Weil das Einkom-

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men  aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit  für  die  Festsetzung  der  AHV-Beiträge  rele-

vant sei, habe der Pflichtige ein Rechtsschutzinteresse an der korrekten steuerbehörd-

lichen Feststellung des Erwerbseinkommens. 

Mit  Duplik  vom  26.  Mai  2014  entgegnete  das  kantonale  Steueramt,  dass  die 

beantragten Korrekturen betreffend das Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätig-

keit letztendlich keine Änderung des steuerbaren Einkommens herbeiführten könnten; 

über die Berechnung der AHV-Beiträge sei sodann nicht im Steuerverfahren zu befin-

den.  Weiter  berechne  sich  gemäss  regierungsrätlicher  Weisung  der  Vermögenssteu-

erwert  von  Geschäftshäusern  zu  Geschäftszwecken  nach  dem  in  der Wegleitung  zur 

Steuererklärung  formelmässig  festgesetzten  Vermögenssteuerwert  bzw.  Ertragswert 

und nicht nach dem Verkehrswert.  

Am  23.  Juli  2014  empfahl  der  Referent  dem  Vertreter  des  Pflichtigen  telefo-

nisch, die Rechtsmittel vollumfänglich zurückzuziehen, worauf dieser mit der Bitte um 

Bedenkzeit  reagierte.  Nach  Gewährung  und  mehrmaliger  Verlängerung einer  solchen 

bis Ende 2014 blieb eine Antwort aus und wurde damit an den Rechtsmitteln im Um-

fang der nach dem 2. Schriftenwechsel verbliebenen Anträge festgehalten. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a)  Umstritten  waren  im  Einspracheverfahren  einerseits  die  Höhe  von  ge-

schäftlich  verbuchten  Reisespesen  des  Pflichtigen  sowie  die  Zuordnung  der  Liegen-

schaft  in  der  Gemeinde  D  zu  dessen  Privat-  oder  Geschäftsvermögen.  Was  die  Rei-

sespesen  anbelangt,  ist  die  Einsprachebehörde  auf  die  Einsprachen  eingetreten,  hat 

sie die diesbezügliche steuerbehördliche Kürzung bestätigt und hat der Pflichtige in der 

Folge  die  entsprechenden  Korrekturen  beschwerde-  und  rekursweise  ausdrücklich 

anerkannt. Streitig ist im vorliegenden Beschwerde- und Rekursverfahren damit allein 

noch  die  liegenschaftenbezogene Problematik.  Diesbezüglich  ist  die Vorinstanz  indes 

auf  die  Einsprachen  gar  nicht  eingetreten.  Zu  beurteilen  sind  insoweit  folglich  ange-

fochtene Nichteintretensentscheide.  

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b) Erhebt ein Steuerpflichtiger gegen einen Nichteintretensentscheid der Ein-

sprachebehörde  Beschwerde  bzw.  Rekurs,  so  ist  dem  Steuerrekursgericht  die  mate-

rielle Prüfung des Rechtsmittels auf die Einschätzung hin verwehrt. Es darf nur unter-

suchen,  ob  die  Einsprachebehörde  zu  Recht  auf  die  Einsprache  nicht  eingetreten  ist 

(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. A., 2009, Art. 140 N 44 

DBG und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A., 2013, § 147 N 43 StG). Würde 

sich der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz als gesetzwidrig erweisen, wären die 

Akten  zwecks  Wahrung  des  gesetzlichen  Instanzenzugs  zur  materiellen  Überprüfung 

der Einschätzung an jene zurückzuweisen (RB 1979 Nr. 57).  

Dementsprechend ist  auf  die Beschwerde bzw.  den Rekurs  nur  insofern  ein-

zutreten, als der Pflichtige mit Bezug auf den liegenschaftenbezogenen Streit sinnge-

mäss die Aufhebung der vorinstanzlichen Nichteintretensentscheide verlangt. Nicht zu 

behandeln  sind  demgegenüber  seine  materiellen  Anträge  und  Einwendungen  in  die-

sem Zusammenhang. 

2. Voraussetzung zur Einsprache-, Rekurs und Beschwerdeerhebung in Steu-

ersachen  ist  ein  rechtliches  Interesse  (RB  2001  Nr.  106,  auch  zum  Folgenden;  

RB 1996 Nr. 44, RB 1980 Nr. 86). Fehlt es an einem schutzwürdigen Anfechtungsinte-

resse,  so  ist  auf  das  Rechtsmittel  nicht  einzutreten.  Mithin  ist  zur  Einsprache  nur  be-

rechtigt,  wer  durch  einen  mit  diesem  Rechtsmittel  anfechtbaren  Entscheid  beschwert 

ist, d.h. in seinen Rechten betroffen wird. Dabei kommt es allein auf die Auswirkungen 

des Entscheiddispositivs an. Allein dieses enthält nämlich den rechtsverbindlichen und 

der  Rechtskraft  teilhaftigen  materiellen  Entscheid,  nicht  die  hierzu  gegebene  Begrün-

dung (RB 1996 Nr. 44, RB 1960 Nr. 33). Davon ausgenommen sind Rückweisungsent-

scheide, welche naturgemäss in der Begründung Anweisungen an die Vorinstanz ent-

halten,  die  kraft  der  Beifügung  "im  Sinn  der  Erwägungen"  im  Dispositiv  an  der 

Rechtskraft teilhaben und somit von der Vorinstanz zu befolgen sind (RB 1968 Nr. 6). 

Aus diesem  Grund können  Entscheide  nach ständiger  Rechtsprechung nur  bezüglich 

ihres Dispositivs (einschliesslich der Kosten- und Entschädigungsregelung) angefoch-

ten  werden.  Die  Motive  des  Entscheids  können  nicht  selbstständig  als  falsch  gerügt 

werden, sondern lediglich in Verbindung mit einem Begehren auf Änderung des Dispo-

sitivs  (RB  1996  Nr.  44,  Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,  Art.  132  N  36  f.  DBG  und  

§ 140 N 12 ff. StG). 

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3.  a)  In  den  Begründungen  zu  den  Einschätzungsentscheiden  vom  24.  Mai 

2013  betreffend  die  Staats-  und  Gemeindesteuern  2009  und  2010  wies  die  Steuer-

kommissärin  u.a.  darauf  hin,  dass  die  Liegenschaft  in  der  Gemeinde  D  überwiegend 

geschäftlich  genutzt  werde;  der  deklarierte  Steuerwert  von  Fr. 1'070'000.-  stelle  des-

halb Geschäftsvermögen dar und die mit der Liegenschaft erzielten (Netto-)Einnahmen 

qualifizierten  als  Einkommen  aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit.  In  den  Veranla-

gungsverfügungen  gleichen  Datums  betreffend  die  direkte  Bundessteuer  2000  und 

2010 verwies sie auf die Begründungen der parallelen Einschätzungsentscheide.  

b) Der Pflichtige liess in seinen Einsprachen gegen die vorgenannten Veran-

lagungen bzw. Einschätzungen beantragen, "die Liegenschaft in der Gemeinde D, so-

wie  deren  Erträge  seien  wie  bis  anhin  als  Privatvermögen  zu  qualifizieren".  Zur  Be-

gründung  wurde  angeführt,  es  sei  nicht  nachvollziehbar,  "weshalb  nach  17  Jahren 

Präponderanzmethode und kurz vor dem Rückzug des Pflichtigen aus dem Geschäfts-

leben  nun die Einschätzung  der  Liegenschaft geändert  werden sollte".  Zudem  sei  wi-

dersprüchlich,  dass  zwar  die  Qualifikation  der  Liegenschaft  geändert,  die  damit  ver-

bundenen  Schulden  und  Schuldzinsen  aber  weiterhin  als  private  Schulden  betrachtet 

würden, womit das Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit künstlich hochge-

trieben werde. Die Liegenschaft sei deshalb im Privatvermögen zu belassen wie auch 

die damit verbundenen Schuldzinsen. 

c) Die Einsprachebehörde trat hierauf nicht ein mit der Begründung, dass die 

Qualifikation  der  Liegenschaft  als  "vorwiegend  geschäftlich  genutzte  Liegenschaft" 

nicht Gegenstand des Dispositivs sei. 

Letzteres  ist  zutreffend:  Die  liegenschaftenbezogenen  Hinweise  der  Steuer-

kommissärin (vgl. vorstehend lit. a)  wirkten sich auf das Dispositiv der Veranlagungs-

verfügungen bzw. Einschätzungsentscheide nicht aus. Dies erklärt sich damit, dass es 

in  Bezug  auf  das  steuerbare  Einkommen  einerlei  ist,  unter  welchem  Titel  die  mit  der 

Liegenschaft  erzielten  Erträge  (vermindert  um  die  Unterhaltskosten)  letztendlich  zu 

versteuern  sind.  Gehört  die  Liegenschaft  ins  Privatvermögen,  liegt  –  wie  deklariert  – 

gewöhnlicher Liegenschaftenertrag vor; gehört sie ins Geschäftsvermögen, ist im ent-

sprechenden  Umfang  von  Einkommen  aus  selbstständiger  Erwerbstätigkeit  auszuge-

hen. Auch die liegenschaftenbezogenen Schuldzinsen sind in einem wie im andern Fall 

abziehbar. Gleiches gilt sodann auch in Bezug auf das steuerbare Vermögen. Diesbe-

züglich ist bei  Mehrfamilien- und Geschäftshäusern für die Vermögenssteuer  vom Er-

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tragswert auszugehen; ermittelt wird dieser Ertragswert, indem der erzielte Ertrag kapi-

talisiert wird, wobei der Kapitalisierungsfaktor 7.05% beträgt (vgl. Weisung des Regie-

rungsrats  an  die  Steuerbehörden  vom  12.  August  2009  über  die  Bewertung  von  Lie-

genschaften und die Festsetzung der Eigenmietwerte ab Steuerperiode 2009: Ziff. 36 

ff.;  ZStB  I  Nr.  15/502).  Für  die  streitbetroffene Liegenschaft  führt  diese  Formelbewer-

tung  zu  einem  Vermögenssteuerwert  von  Fr.  1'070'000.-  (vgl.  Neubewertung  2009,  

T-act.  4/7).  Den  Letzteren hat  der  Pflichtige  denn  auch deklariert  und die Steuerkom-

missärin hat daran nichts geändert.  

Der  Hinweis  der  Steuerkommissärin  auf  die  Zugehörigkeit  der  Liegenschaft 

zum Geschäftsvermögen hatte damit weder einkommens- noch vermögensseitige Kor-

rekturen  zur  Folge.  Demzufolge  vermochten  die  Dispositive  der  Veranlagungsverfü-

gungen  bzw.  Einschätzungsentscheide  auch  nichts  über  die  Zuordnung  der  Liegen-

schaft  zum  Privat-  oder Geschäftsvermögen  auszusagen.  Damit  steht  aber fest,  dass 

der  Pflichtige  in  Bezug  auf  blosse  steuerbehördliche  Hinweise  betreffend  die  Zuord-

nung  seiner  Liegenschaft  zum  Privat-  oder  Geschäftsvermögen  gar  nicht  beschwert 

sein  konnte  bzw.  ihm  in  diesem  Zusammenhang  ein  Rechtsschutzinteresse  an  der 

Anfechtung der Veranlagungen bzw. Einschätzungen fehlte. Zurecht ist damit die Ein-

sprachebehörde insoweit auf die Einsprachen nicht eingetreten. 

d)  Soweit  der  Pflichtige  zur  Untermauerung  eines  Rechtsschutzinteresse 

replicando nachschieben lässt, dass die Festsetzung des Einkommens aus selbststän-

diger Erwerbstätigkeit für die Festsetzung der AHV-Beiträge relevant sei, hilft ihm dies 

nicht weiter. Wie erwähnt liess zunächst das angefochtene Dispositiv nicht auf die Hö-

he des Einkommens aus selbstständiger Erwerbstätigkeit und damit auch nicht auf die 

Höhe  der  damit  verbundenen  Sozialversicherungsbeiträge  schliessen.  Im  Übrigen 

vermögen  Feststellungen  der  Steuerbehörde  betreffend  Höhe  des  Einkommens  aus 

selbstständiger  Erwerbstätigkeit  die  Höhe  der  damit  einhergehenden  Sozialversiche-

rungsbeiträge aber ohnehin nicht zu präjudizieren; ein Streit im letzteren Bereich wäre 

mithin  im  Rahmen  der  in der  AHV-Gesetzgebung  vorgegeben  Verfahren  auszutragen 

und kann nicht ins Steuerverfahren verlagert werden  (BGE 98 V 186 S. 189).  

e) In Abkehr zu seinen Einsprachen, mit welchen der Pflichtige die Zugehörig-

keit  seiner  Liegenschaft  zum  Privatvermögen  verfechten  liess,  lässt  er  beschwerde- 

und  rekursweise  nun  geltend  machen,  die  Umwidmung  seiner  Liegenschaft  ins  Ge-

schäftsvermögen  per  2009  müsse  zur  Folge  haben,  dass  diese  vermögensseitig  mit 

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dem  (per  Gutachten  zu  bestimmenden)  Verkehrswert  zu  aktivieren  sei.  In  der  Replik 

lässt  er  diesen  Antrag  und  das  dahinter  stehende  Rechtschutzinteresse  damit  unter-

mauern, nicht riskieren zu wollen, bei einer späteren Privatentnahme auf einem fiktiven 

Gewinn Steuer bezahlen zu müssen.  

Darauf  ist  indes  nicht  einzutreten.  Im  vorliegenden  Verfahren  war  –  wie  ein-

gangs erwähnt – allein darüber zu befinden, ob die Vorinstanz auf die liegenschaften-

bezogenen  Einspracheanträge  zu  Recht  nicht  eingetreten  ist.  Nachdem  dies  zutrifft, 

kann  der  Pflichtige  die  liegenschaftenbezogene  Thematik  im  Beschwerde-  und  Re-

kursverfahren  materiell  nicht  mehr  öffnen,  indem  er  neue  rechtliche  Betrachtungswei-

sen einbringt und damit einhergehend nunmehr andere Steuerfolgen bzw. eine vermö-

gensseitige  Höhertaxation  verficht.  Im  Übrigen  trifft  es  gar  nicht  zu,  dass  eine 

Umwidmung per 2009 stattgefunden hat; die Steuerbehörde geht vielmehr davon aus, 

dass  die Liegenschaft  schon  länger  dem Geschäftsvermögen  angehört hat  (vgl.  etwa 

Bericht  zur  steueramtlichen  Buchprüfung,  S.  4;  T-act.  9).  Wenn  dereinst  tatsächlich 

eine  Überführung  der  Liegenschaft  ins  Privatvermögen  stattfinden  würde,  wäre  dann-

zumal  über  die  mit  der  Privatentnahme  verbundenen  Steuerfolgen  zu  befinden  und 

gegebenenfalls  ein  Gutachten  zur  Frage  des  Verkehrswert  der  Liegenschaft  im  noch 

zu eruierenden Jahr der Einbringung ins Geschäftsvermögen einzuholen.  

f) Bemerkungsweise ist darauf hinzuweisen, dass in den Einspracheentschei-

den betreffend die Staats- und Gemeindesteuern die Erträge aus qualifizierter Beteili-

gung irrtümlich nicht aufgeführt worden sind, was steuerbehördlich zu berichtigen ist. 

4. a) Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Rechtsmittel, soweit darauf 

einzutreten  ist.  Ausgangsgemäss  sind  die  Kosten  des  Verfahrens  dem  Pflichtigen  

aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG bzw. § 151 Abs. 1 StG) und ist ihm keine Parteient-

schädigung  zuzusprechen  (Art. 144  Abs. 4  DBG 

i.V.m.  Art. 64  Abs. 1 - 3  des  

Bundesgesetzes  über  das  Verwaltungsverfahren  vom  20. Dezember  1968  sowie  

§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/ 

8. Juni 1997). 

b)  Zu  Recht  sind  dem  Pflichtigen  im  Bereich  der  Staats-  und  Gemeindesteu-

ern  sodann  auch  Einsprachekosten  auferlegt  worden,  da  er  die  diesbezüglichen  Ein-

spracheverfahren (betreffend Reisespesen) durch schuldhafte Verletzung von Verfah-

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renspflichten  veranlasst  hatte  (§  142  Abs.  2  Satz  2  StG  i.V.m.  §  18  der  Verordnung 

zum  Steuergesetz  vom  1.  April  1998,  VO  StG).  Die  Kostenfestsetzung  ist  mit  je 

Fr. 150.-  auch  in  betraglicher  Hinsicht  nicht  zu  beanstanden  (Ziff.  2.1.  des  Protokolls 

der  Sitzung  vom  18.  Januar  2007  der  Fachkommission  Steuerrecht  des  kantonalen 

Steueramts i.V.m. § 21 Abs. 2 VO StG). 

Demgemäss erkennt die Kammer: 

1.  Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.   

2.  Der Rekurs wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.  

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