# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 256b0bae-601e-5a45-a52f-8c51887a2035
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-02-06
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 06.02.2018 U 2017 12
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2017-12_2018-02-06.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

U 17 12

1. Kammer 

Vorsitz Audétat
RichterIn Racioppi, Moser 

Aktuar ad hoc Sigron

URTEIL

vom 6. Februar 2018

in der Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge,

Beschwerdeführer

gegen 

Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graubünden,

Beschwerdegegner

betreffend Fremdenpolizei (Familiennachzug)

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1. A._____ reiste 1988 in die Schweiz ein und erhielt erst die Aufenthalts- 

und später die Niederlassungsbewilligung. Im April 2003 wurde ihm das 

Schweizer Bürgerrecht verliehen.

2. A._____ war im Ausland ein Jahr verheiratet und wurde im März 1988 

geschieden. Aus früheren Beziehungen entsprangen ein Sohn, 28-jährig 

(Stand 2016) sowie eine Tochter 21-jährig (Stand 2016).

3. Im Juli 2014 lernte A._____ seine Ehefrau, B._____ während seiner Aus-

landferien kennen. In der Folge besuchte B._____ A._____ mehrmals in 

der Schweiz. Am 1. Januar 2016 verlobten sie sich und wurden am 

16. Februar 2016 in der Schweiz standesamtlich getraut.

4. Mit Gesuch vom 16. Februar 2016 beantragte A._____ eine Aufenthalts-

bewilligung im Rahmen des Familiennachzuges für seine Ehefrau, 

B._____.

5. Das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden (AFM) lehnte mit Verfü-

gung vom 7. Juni 2016 die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im Rah-

men des Familiennachzuges ab, nachdem diverse Unterlagen bei 

A._____ und seiner Ehefrau B._____ einverlangt und beide am 

6. April 2016 fremdenpolizeilich befragt wurden. Begründet wurde der ab-

lehnende Entscheid im Wesentlichen mit Hinweisen, die auf eine soge-

nannte Aufenthalts- bzw. Scheinehe schliessen liessen.

6. Die dagegen erhobene Verwaltungsbeschwerde wurde vom Departement 

für Justiz, Sicherheit und Gesundheit (DJSG) mit Verfügung vom 3. Janu-

ar 2017 abgewiesen. Der Entscheid wurde im Wesentlichen damit be-

gründet, dass die Vorinstanz (AFM) aufgrund des Sachverhaltes korrek-

terweise den Schluss gezogen habe, dass von einem fehlenden Ehewil-

len auszugehen sei.

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7. A._____ (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob am 2. Februar 2017 

(Poststempel) Beschwerde und stellte darin folgende Anträge:

1. Die Verfügung des Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit vom 3. Janu-

ar 2017 sei aufzuheben und dem Beschwerdeführer sei der Familiennachzug für sei-

ne Ehefrau zu gewähren.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer.

Er begründet seine Beschwerde im Wesentlichen damit, dass das DJSG 

sein Ermessen erheblich überschritten bzw. missbraucht habe. Auch sei 

es nicht auf seine Einwände zu den Ausführungen in der Verfügung des 

AFM eingegangen und habe sich nicht konkret mit diesen auseinander-

gesetzt. Vielmehr habe es die Erwägungen des AFM übernommen und 

diese breiter dargelegt, was letztlich einer Verletzung des rechtlichen 

Gehörs gleichkomme. Darüber hinaus habe das DJSG weder Indizien 

noch Beweise, welche für eine Aufenthaltsehe sprechen, vorbringen kön-

nen, weshalb das Vorliegen einer Scheinehe, ungeachtet allfälliger Zwei-

fel, nicht erstellt sei.

8. In seiner Vernehmlassung vom 14. Februar 2017 beantragte das DJSG 

(nachfolgend Beschwerdegegner) die vollumfängliche Abweisung der Be-

schwerde unter Kostenfolge. Zur Begründung verwies der Beschwerde-

gegner auf die angefochtene Verfügung unter Hervorhebung des Um-

standes, dass die darin erwähnten Indizien und diesbezüglichen Aus-

führungen für ihn keinen anderen Schluss zuliessen, als auf das Vorlie-

gen einer Scheinehe zwischen den Ehegatten zu schliessen, weshalb 

auch eine Aufenthaltsbewilligung auf Probe nicht in Frage käme. Darüber 

hinaus sei aus der angefochtenen Verfügung in genügender Weise er-

sichtlich, wieso es der Beschwerdegegner als erwiesen ansehe, dass ei-

ne Scheinehe zwischen den Ehegatten bestehe. Dementsprechend er-

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weise sich die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs als unbe-

gründet.

9. Mit Schreiben vom 15. Februar 2017 wurde dem Beschwerdeführer Frist 

für eine Replik bis zum 27. Februar 2017 angesetzt. Nachdem innert Frist 

keine Replik eingereicht wurde, erklärte der Instruktionsrichter den Schrif-

tenwechsel am 6. März 2017 für abgeschlossen. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie 

im angefochtenen Beschwerdeentscheid wird, soweit erforderlich und 

rechtserheblich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen. 

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechts-

pflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht des Kantons 

Graubünden Beschwerden gegen Entscheide der kantonalen Departe-

mente, soweit diese nicht nach kantonalem oder eidgenössischem Recht 

endgültig sind. Die hier angefochtene nicht endgültige Departementsver-

fügung vom 3. Januar 2017 bildet somit ein taugliches Anfechtungsob-

jekt. Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer 

berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung auf 

(vgl. Art. 50 VRG). Auf die zudem frist- (Art. 32 VRG) und formgerecht 

(Art. 38 VRG) eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.

2. Strittig und zu prüfen ist hier, ob eine Aufenthaltsehe (Scheinehe) vorliegt 

und somit die Frage, ob das Gesuch des Beschwerdeführers um Famili-

ennachzug für seine Ehefrau zu Recht abgelehnt wurde.

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3. a) Zunächst ist auf die formelle Rüge des Beschwerdeführers einzugehen, 

wonach sich der Beschwerdegegner in seiner Verfügung vom 3. Janu-

ar 2017 nicht mit den Einwänden des Beschwerdeführers zu den Aus-

führungen in der Verfügung des AFM auseinandergesetzt habe. Vielmehr 

habe der Beschwerdegegner die Erwägungen des AFM übernommen und 

diese lediglich breiter dargelegt. Der Beschwerdeführer erblickt darin eine 

Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung 

der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR 101]). Die Verletzung 

des Gehörsanspruchs führt, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Be-

schwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung des angefochtenen Ent-

scheids (BGE 132 V 387 E.5.1). Nach der Rechtsprechung kann ein Ver-

fahrensmangel, insbesondere eine Verletzung des Anspruchs auf rechtli-

ches Gehör, zwar geheilt werden, wenn die Kognition der urteilenden In-

stanz nicht eingeschränkt ist und dem Beschwerdeführer daraus kein 

Nachteil erwächst. Verlangt wird ferner, dass kein für die Beurteilung der 

Angelegenheit relevantes Kognitionsgefälle besteht (vgl. WIEDERKEHR, Die 

Begründungspflicht nach Art. 29 Abs. 2 BV und die Heilung bei Verlet-

zung, ZBl 9/2010, S. 502 ff.). Eine Heilung ist aber immer dann ausge-

schlossen, wenn es sich um eine besonders schwerwiegende Verletzung 

der Parteirechte handelt; zudem soll sie die Ausnahme bleiben 

(BGE 134 I 331 E.3.1, 126 I 68 E.2 mit Hinweisen; PVG 2008 Nr. 1). Ver-

fügungen oder Entscheide, die unter Missachtung des rechtlichen Gehörs 

ergangen sind, sind daher grundsätzlich aufzuheben und zur Durch-

führung eines ordnungsgemässen Verwaltungsverfahrens an die Verwal-

tungsbehörden zurückzuweisen (statt vieler: PVG 2011 Nr. 31). Nur wenn 

es sich aus verfahrensökonomischen Gründen geradezu aufdrängt, ist die 

Heilung einer allfälligen Gehörsverletzung im Rechtsmittelverfahren nach 

der zitierten Praxis ausnahmsweise zuzulassen.

b) Der durch Art. 29 Abs. 2 BV gewährleistete Anspruch auf rechtliches 

Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert anderseits ein 

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persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren, 

soweit dies Einfluss auf ihre Rechtsstellung haben kann. Die Gehörsga-

rantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes Individualrecht, hat al-

so den Charakter eines selbständigen Grundrechtes (HÄFELIN/MÜL-

LER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/ St. Gallen 

2016, Rz. 1001 und 1003). Aus Art. 29 Abs. 2 BV folgt insbesondere auch 

ein Mindestanspruch auf Begründung eines hoheitlichen Aktes. Die Be-

gründungspflicht für kantonale und kommunale Behörden ergibt sich aus 

dem kantonalen Verfahrensrecht, vorliegend aus Art. 22 Abs. 1 VRG, 

welcher ausdrücklich festhält, dass Entscheide zu begründen sind. Der 

Sinn und Zweck der Begründungspflicht liegt darin, dass der Bürger wis-

sen soll, warum eine Behörde entgegen seinem Antrag entschieden hat. 

Die Begründung eines Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass 

der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist 

nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über 

die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne 

müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen 

sich die Behörde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt. Es 

ist insbesondere auch nicht nötig, dass sie sich mit jeder tatbestandlichen 

Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt, sondern 

sie kann sich vielmehr auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts-

punkte beschränken (statt vieler BGE 133 I 270 E.3.1). Ob die Begrün-

dung rechtlich zutreffend und haltbar ist, ist wiederum keine Frage des 

formellen Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern der materiellen Beur-

teilung der Streitfrage. 

c) Vorliegend ist das DJSG als Beschwerdegegner der ihn treffenden Be-

gründungspflicht in hinreichendem Masse nachgekommen. So lässt sich 

dem angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Januar 2017 ohne Wei-

teres entnehmen, weshalb der Beschwerdegegner die vom Beschwerde-

führer im Einspracheverfahren erhobenen Rügen als nicht stichhaltig er-

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achtet und weshalb er die Beschwerde abgewiesen hat bzw. die Erteilung 

einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzuges verwei-

gerte. Aufgrund dieser Vorbringen war es für den heutigen Beschwerde-

führer hinreichend klar, von welchen Überlegungen sich der Beschwerde-

gegner im angefochtenen Einspracheentscheid im Wesentlichen hat lei-

ten lassen. Davon, dass der Beschwerdegegner nicht auf die Einwände 

des Beschwerdeführers zu den Ausführungen in der Verfügung des AFM 

eingegangen sei und sich konkret mit diesen auseinandergesetzt habe, 

kann folglich keine Rede sein. Ob die angestellten Überlegungen rechtlich 

zutreffend sind, ist nicht im vorliegend interessierenden formellen Zu-

sammenhang zu prüfen, sondern materieller Natur, worauf nachstehend 

noch einzugehen sein wird. Auf jeden Fall war der Beschwerdeführer, wie 

bereits dessen Beschwerdeeingaben aufzeigen, ohne Weiteres in der La-

ge, den missliebigen Entscheid sachgerecht anzufechten. Folglich ist der 

Beschwerdegegner der ihn treffenden Begründungspflicht hinreichend 

nachgekommen. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist nach dem Ge-

sagten nicht verletzt. 

4. a) Gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetz über die Ausländerinnen und 

Ausländer (AuG; SR 142.20) haben ausländische Ehegatten von Schwei-

zer Staatsangehörigen einen Rechtsanspruch auf Erteilung und Verlänge-

rung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. 

Die Rechtsansprüche nach Art. 42 AuG auf Erteilung und Verlängerung 

der Aufenthaltsbewilligung erlöschen, wenn sie rechtsmissbräuchlich gel-

tend gemacht werden, namentlich um Vorschriften dieses Gesetzes und 

seiner Ausführungsbestimmungen über die Zulassung und den Aufenthalt 

zu umgehen (vgl. Art. 51 Abs. 1 lit. a AuG). Dieser Vorbehalt des 

Rechtsmissbrauchs bezieht sich insbesondere auf die sogenannte 

Schein- bzw. Ausländerrechtsehe, die einzig mit dem Ziel geschlossen 

wurde, die ausländerrechtlichen Bestimmungen zu umgehen, ohne dass 

dabei eine echte eheliche Gemeinschaft beabsichtigt wäre (vgl. Urteil des 

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Bundesgerichts 2C_58/2012 vom 1. Oktober 2012 E.3.1; BGE 

128 II 145 E.2.2). Eine Scheinehe liegt allerdings nicht bereits dann vor, 

wenn ausländerrechtliche Motive für den Eheschluss mitentscheidend wa-

ren. Vielmehr ist hierfür erforderlich, dass der Wille zur Führung einer Le-

bensgemeinschaft – zumindest bei einem der beiden Ehegatten – von An-

fang an nicht gegeben war (vgl. Urteile des Bundesgerichts 2C_22/2012 

vom 22. Oktober 2012 E.5, 2C_914/2010 vom 29. August 2011 E.2.4; vgl. 

CARONI in: CARONI/GÄCHTER/THURNHERR [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, Art. 51 N 12). Liegen Hinwei-

se vor, welche auf eine Scheinehe hindeuten, so trägt die Verwaltungs-

behörde die Beweislast für das Vorliegen einer Scheinehe, wobei an die 

Bejahung eines Rechtsmissbrauchs hohe Anforderungen gestellt werden 

(vgl. BGE 130 II 113 E.10.2, 127 II 49 E.5a, 128 II 145 E.2.2; 

122 II 289 E.2.b; SPESCHA/KERLAND/BOLZLI, Handbuch zum Migrations-

recht, 2. Auflage, Zürich 2015, S. 238). Da sich das Vorliegen einer 

Scheinehe in der Regel einem direkten Beweis entzieht, kann der Nach-

weis oft nur anhand von Indizien erbracht werden (vgl. Urteil des Bundes-

gerichts 2C_125/2011 vom 31. August 2011 E.3.3; 2C_1008/2015 vom 

20. Juni 2016 E.3.2; BGE 130 II 113 E.10.2, 127 II 49 E.5a; ZÜND/ARQUINT 

HILL, in: UEBERSAX et al. [Hrsg.], Ausländerrecht, Eine umfassende Dar-

stellung der Rechtsstellung von Ausländerinnen und Ausländern in der 

Schweiz, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 8.50). Feststellungen über das Be-

stehen solcher Hinweise können äussere Gegebenheiten, aber auch in-

nere psychische Vorgänge betreffen (Wille der Ehegatten). Erforderlich 

sind konkrete und klare Hinweise darauf, dass die Führung einer Lebens-

gemeinschaft nicht beabsichtigt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

2C_273/2011 vom 5. Oktober 2011 E.3.3; BGE 128 II 145 E.2.3).

b) Lässt die Indizienlage keinen klaren und unzweideutigen Schluss zu, ist 

das Vorliegen einer Scheinehe nicht erstellt. In diesem Fall ist dem aus-

ländischen Ehegatten trotz allenfalls bestehender Zweifel die Aufenthalts-

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bewilligung zu erteilen, auf das Risiko hin, dass sich die Ehe aufgrund des 

späteren Verhaltens der Beteiligten (z.B. fehlendes eheliches Zusammen-

leben in der Schweiz) in Verbindung mit den bereits heute bekannten, in 

diese Richtung weisenden Indizien als Scheinehe herausstellt und die 

Aufenthaltsbewilligung gestützt auf die dannzumaligen Erkenntnisse wi-

derrufen werden muss bzw. nicht mehr zu verlängern ist. Hatten die Ehe-

gatten noch gar keine Gelegenheit, die Absicht der Begründung einer Le-

bensgemeinschaft durch Zusammenleben unter Beweis zu stellen, ist 

dies gebührend zu berücksichtigen, schliesst jedoch nicht aus, dass – bei 

entsprechender Indizienlage – bereits im Zeitpunkt der erstmaligen Ge-

suchseinreichung auf eine Scheinehe geschlossen werden darf und die 

Erteilung einer fremdenpolizeilichen Nachzugsbewilligung von Anfang an 

zu verweigern ist (Urteil des Bundesgerichts 2C_75/2013 vom 29. Au-

gust 2013 E.3.4 m.w.H.). 

c) Der Beschwerdeführer bestreitet, dass es sich vorliegend um eine Schei-

nehe handle. Das Vorliegen einer solchen könne von Seiten der Behör-

den, trotz erheblichem Ermessensmissbrauch, auch nicht bewiesen wer-

den. Vielmehr stütze sich der Beschwerdegegner ausschliesslich auf den 

grossen Altersunterschied der Ehegatten, da die weiteren Ausführungen 

blosse Vermutungen darstellen würden, welche sich nicht beweisen lies-

sen. Ebenfalls beanstandet der Beschwerdeführer beim Altersunter-

schied, dass sich dieser stärker auswirke, wenn der Mann älter sei. Be-

reits gegen eine Scheinehe sprächen die schriftliche Bestätigung des 

Trauzeugen und Freundes des Beschwerdeführers, C._____, sowie der 

Umstand, dass sich B._____ im Jahre 2014 während drei Monaten in der 

Schweiz aufgehalten habe. 

Auch aus den fehlenden Verbindungsnachweisen, verbunden mit der 

arbeitsbedingten örtlichen "Trennungszeit" im Jahre 2015, folgere der Be-

schwerdegegner zu Unrecht, dass gesamthaft nur minimale Kontakte 

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bestünden. Vielmehr hätten die Ehegatten durchaus Kontakt zueinander 

gehalten, jedoch sei es, aufgrund fehlender Speicherkapazität auf dem 

Smartphone des Beschwerdeführers, nicht möglich, Verbindungsnach-

weise zu erbringen, da Nachrichten nach 14 Tagen automatisch gelöscht 

würden. Zudem würden auch die gemeinsamen Ferien über den Jahres-

wechsel 2016/2017 gewissermassen gegen einen Kontaktabbruch im 

Jahre 2015 sprechen. Zu den Umständen des Kennenlernens hält der 

Beschwerdeführer nochmals fest, dass dieses nicht arrangiert gewesen 

sei und die Tante von B._____ dabei keine Rolle gespielt habe. Darüber 

hinaus leite der Beschwerdegegner aus wenigen Beispielen zu Unrecht 

ab, dass die Ehegatten nur wenig übereinander wüssten. Dass der Be-

schwerdeführer den Namen einer Schwester seiner Ehefrau nicht richtig 

nennen konnte, sei "Haarspalterei". Ebenso wenig könne man aus der 

zurückhaltenden Information über die Heirat gegenüber den beiden Kin-

dern des Beschwerdeführers ableiten, da diese durch den fehlenden Kon-

takt zur Tochter sowie Angst vor der Reaktion des Sohnes begründet sei. 

Obendrein habe die Ehefrau sehr wohl über die berufliche Tätigkeit des 

Beschwerdeführers Bescheid gewusst. Dass sie nicht über alle Details in-

formiert gewesen sei, dürfe ihr dabei nicht zum Nachteil gereichen. Glei-

ches gelte für den Vorhalt, wonach die Ehefrau unsicher war, ob das El-

ternhaus des Beschwerdeführers in dessen Eigentum oder jenem der El-

tern stehe.

Insgesamt sei das Vorliegen einer Scheinehe nicht erstellt, weshalb die 

Aufenthaltsbewilligung, trotz allfälliger Zweifel zu erteilen sei. Dies umso 

mehr, da die Ehegatten noch keine Gelegenheit gehabt hätten, die Ab-

sicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft durch Zusammenleben 

unter Beweis zu stellen. Zugleich stehe es der Migrationsbehörde nicht 

zu, ohne Not und handfeste Beweise, derart tief in die Privatsphäre des 

Beschwerdeführers einzugreifen. Da die Beziehung des Beschwerdefüh-

rers auf echtem Ehewillen gründe, betrachtet der Beschwerdeführer fer-

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ner sowohl Art. 9 BV als auch Art. 8 der Europäischen Menschenrechts-

konvention (SR 0.101; EMRK) durch den angefochtenen Entscheid als 

verletzt. 

d) Für den Beschwerdegegner besteht hingegen kein Zweifel am Bestand 

einer Scheinehe. Zur Begründung verweist er im Wesentlichen auf die 

angefochtene Verfügung vom 3. Januar 2017. Nebst den Umständen des 

Kennenlernens, dem fehlenden Kontakt von einem Jahr, der wenigen 

persönlichen Kontakte, der fehlenden Möglichkeit - nebst dem Familien-

nachzug aufgrund eines Eheschlusses - eine Aufenthaltsbewilligung zu 

erlangen sowie dem hohen Altersunterschied von 27 Jahren, welcher in 

casu als gravierendstes Indiz gelte, würden darin auch Hinweise, wonach 

die Ehegatten wenig Interesse füreinander aufbrächten, als Indizien für 

eine Scheinehe vorgebracht (mit Verweis auf die Weisungen des SEM, 

I. Ausländerbereich, Rz. 6.14.2.1 vom 25. Oktober 2013 [Stand 26. Janu-

ar 2018] sowie das Urteil des Bundesgerichts 2C_1008/2015 vom 20. Ju-

ni 2016 E.3.2). 

e) Gemäss oberwähnten Weisungen des SEM, sind im Zusammenhang mit 

der Bekämpfung von Scheinehen und der Beurteilung eines Einreisege-

suches insbesondere folgende Sachverhalte von Bedeutung:

- Die Heirat steht im Zusammenhang mit einem Wegweisungsverfahren (negativer 

Asylentscheid, keine Verlängerung des Aufenthalts); 

- nur kurze Bekanntschaft vor der Heirat; 

- grosser Altersunterschied der zukünftigen Ehegatten, namentlich deutlich höheres 

Alter der Frau; 

- der anwesenheitsberechtigte Partner (Schweizer/in, Angehörige der EU o-der 

EFTA-Mitgliedstaaten oder Niedergelassene/r) gehört offensichtlich einer sozialen 

Randgruppe an (Alkohol- oder Drogensucht, Prostitution); 

- fehlende sprachliche Verständigungsmöglichkeiten; 

- keine Kenntnis der Lebensumstände des zukünftigen Ehegatten (z. B. Verwandt-

schafts-, Wohnverhältnisse, Hobby usw.); 

- fehlender Bezug zur Schweiz; 

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- widersprüchliche Aussagen der Gesuchsteller; 

- Heirat gegen Bezahlung von Geld oder für die Beschaffung von Drogen.

Stellen die am Verfahren beteiligten Behörden eines oder mehrere dieser 

Indizien fest, so muss das Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilli-

gung in Zusammenarbeit mit allen beteiligten Behörden vertieft geprüft 

und gegebenenfalls abgelehnt werden (Weisungen des SEM, 

I. Ausländerbereich, Rz. 6.14.2.1 vom 25. Oktober 2013 [Stand 26. Janu-

ar 2018]).

Überdies können weitere Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe unter 

anderem auch darin liegen, dass der ausländischen Person die Wegwei-

sung drohte, weil sie ohne Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhielte 

oder ihr diese nicht verlängert würde sowie generell wegen der Umstände 

des Kennenlernens (Urteil des Bundesgerichts 2C_1008/2015 vom 

20. Juni 2016). 

f) Im vorliegenden Fall deuten der grosse Altersunterschied von 27 Jahren 

zwischen den Ehegatten sowie die fehlenden Alternativen zum Erhalt ei-

ner Aufenthaltsbewilligung auf die Eingehung einer Scheinehe hin. Eine 

vertiefte Prüfung war daher von Beginn weg angezeigt und erfolgte somit 

keineswegs, wie vom Beschwerdeführer dargetan, "ohne Not". Diese ver-

tiefte Prüfung hat ergeben, dass zwar nicht keine, jedoch relativ geringe 

gegenseitige Kenntnisse der Lebensumstände der Ehegatten bestehen 

(Verwandtschafts-, Wohneigentums-, Arbeitsverhältnisse etc.). Die Aus-

sagen der Ehegatten waren zudem nicht überall deckungsgleich, obschon 

im Kern meist übereinstimmend. Nicht übereinstimmend waren die Aus-

sagen bezüglich der gemeinsamen Eheringe sowie den Umständen des 

Kennenlernens (vgl. Befragungen der Ehegatten vom 6. April 2016, be-

schwerdegegnerische Akten [Bg-act.] I/8,9). So gab der Beschwerdefüh-

rer beispielsweise vor, dass er und seine Ehefrau gemeinsame Eheringe 

haben würden, nur trage er seinen nicht, weil ihm dieser zu eng sei. 

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Demgegenüber steht die Aussage der Ehefrau, welche erklärte, dass sie 

von ihrem Ehemann zwar einen Verlobungsring, jedoch keinen Ehering 

erhalten habe. 

g) Zu Ungunsten des Beschwerdeführers spricht sodann der Umstand, dass 

dieser anlässlich der Befragung vom 6. April 2016 den Namen der Trau-

zeugin nicht nennen konnte. Dies erst recht, da es sich bei besagter 

Trauzeugin um die Tante seiner Ehefrau handelt und er in der Befragung 

zu Protokoll gab, dass er zum Onkel seiner Ehefrau bzw. zum Ehemann 

der Trauzeugin, welcher in X._____ wohnt, ein gutes Verhältnis pflege 

und sie sich "auch mal alle zusammen in Y._____" treffen (Befragungen 

der Ehegatten vom 6. April 2016 [Bg-act. I/8]). Darüber hinaus verreiste 

die Ehefrau mit genannter Tante/Trauzeugin über Ostern 2016 gemein-

sam ins Ausland. Gemessen daran erstaunt es umso mehr, dass der Be-

schwerdeführer den Namen der Ehefrau besagten Onkels (und gemäss 

eigenen Angaben auch Freundes) bzw. der Trauzeugin nicht nennen 

konnte. Die Rechtfertigung des Beschwerdeführers, wonach er den Na-

men der Trauzeugin/Tante sehr wohl kenne und ihn lediglich angesichts 

der Befragung und der dadurch entstandenen Stresssituation vergessen 

habe, ist vor diesem Hintergrund als reine Schutzbehauptung zu werten. 

h) Auch die bereits erwähnten, klar widersprüchlichen Aussagen bzgl. der 

Eheringe und die Tatsache, dass der Beschwerdeführer seinen beiden 

eigenen Kindern die Hochzeit nicht mitteilen wollte, sprechen für eine rei-

ne Aufenthaltsehe. Gleiches gilt für die mangelnde Kenntnis des Be-

schwerdeführers über den Namen einer Schwester der Ehefrau sowie die 

fehlenden Detailkenntnisse der Ehefrau über die berufliche Tätigkeit des 

Beschwerdeführers. Die Aussage der Ehefrau, wonach der Beschwerde-

führer medizinischer Techniker in einer Reha-Klinik sei und mit Drogen-

abhängigen arbeite, sie diesbezüglich jedoch keine genaueren Angaben 

machen könne, ist vage und zeugt nicht von vertieften persönlichen 

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Kenntnissen wie man sie in einer gelebten Ehe voraussetzen kann. Darü-

ber hinaus sei erwähnt, dass grundlegendes Wissen über die berufliche 

Tätigkeit des eigenen Ehegatten, entgegen den Ausführungen des Be-

schwerdeführers, nicht zu "allen" bzw. vertieften beruflichen Details zählt. 

i) Besonders erschwerend hinzu tritt die mangelnde Bereitschaft des Be-

schwerdeführers Verbindungsnachweise für die fast einjährige "Tren-

nungszeit" im Jahre 2015 vorzulegen. Zwar müssen die Behörden den 

Sachverhalt von Amtes wegen möglichst zuverlässig abklären, jedoch 

wird dieser sogenannte Untersuchungsgrundsatz durch die Mitwirkungs-

pflichten der Parteien relativiert (vgl. Art. 90 AuG mit Verweis auf Urteil 

des Bundesgerichts 2C_1008/2015 vom 20. Juni 2016 E.3.3). Diese 

kommen naturgemäss insbesondere bei Tatsachen zum Tragen, die eine 

Partei besser kennt als die Behörden und die ohne ihre Mitwirkung gar 

nicht oder nicht mit einem vernünftigen Aufwand erstellt werden können 

(vgl. BGE 124 II 361 E.2b). Im vorliegenden Zusammenhang gelten die 

entsprechenden Pflichten umso strenger, je mehr Indizien vorliegen, wel-

che gemeinhin darauf schliessen lassen, dass in erster Linie die auslän-

derrechtliche Gesetzgebung umgangen werden soll. In diesem Fall darf 

und muss von den Ehegatten erwartet werden, dass sie von sich aus 

Umstände vorbringen und klar belegen, dass den allgemeinen Hinweisen 

zum Trotz der Beziehung ein echter Ehewille zugrunde liegt (vgl. etwa die 

Urteile 2C_1033/2014 vom 29. April 2015 E.2.3 sowie 2C_177/2013 vom 

6. Juni 2013 E.3.4 in fine; vgl. zum Ganzen 2C_1008/2015 vom 20. Ju-

ni 2016 E.3.3). Trotz seiner Mitwirkungspflichten erklärte sich der Be-

schwerdeführer, anlässlich der Befragung vom 6. April 2016, grundsätz-

lich nicht bereit, Verbindungsnachweise einzureichen. Allenfalls sei er 

damit einverstanden, Facebook-Ausdrücke einzureichen (vgl. Befragun-

gen der Ehegatten vom 6. April 2016 [Bg-act. I/8]). In der Folge verzichte-

te er jedoch gänzlich darauf Verbindungsnachweise jedweder Art einzu-

reichen. Die hierfür nachträglich angeführte Begründung, dass er mangels 

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Speicherkapazität auf seinem Smartphone nicht in der Lage sei Verbin-

dungsnachweise zu erbringen, vermag indessen nicht zu überzeugen, da 

insbesondere Facebook-Daten auch im Internet  und somit nicht nur auf 

dem lokalen Gerätespeicher  abgespeichert werden. Entsprechend hätte 

es dem Beschwerdeführer ohne Weiteres möglich und zumutbar sein 

müssen, sofern überhaupt Facebook-Verbindungsnachweise existieren, 

wenigstens solche, wie ursprünglich auch angekündigt, einzureichen und 

damit seiner Mitwirkungspflicht zumindest teilweise nachzukommen. Vor 

diesem Hintergrund muss die genannte Begründung des Beschwerdefüh-

rers bezüglich der fehlenden Speicherkapazität auf seinem Smartphone 

als reine Schutzbehauptung ohne Beweiswert eingestuft werden.

k) Dem Bestätigungsschreiben von C._____, in welchem er darlegt, dass es 

sich im vorliegenden Fall um eine reine Liebesheirat und somit nicht um 

eine Scheinehe handle, ist aufgrund dessen Nähe zum Beschwerdeführer 

(Freund und Trauzeuge desselben) ebenfalls nur ein geringer Beweiswert 

beizumessen. Gleiches gilt für die Bestätigung von Frau D._____ bezüg-

lich der gemeinsam verbrachten Ferien über den Jahreswechsel 

2016/2017. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, inwiefern gemeinsame Ferien 

über den Jahreswechsel 2016/2017, wie vom Beschwerdeführer darge-

tan, etwas über den Kontakt im Jahre 2015 aussagen. Vielmehr kann 

aufgrund der gänzlich fehlenden Verbindungsnachweise  in Kombination 

mit der bereits dargelegten Verletzung der Mitwirkungspflicht  sowie der 

beruflichen Absenz von B._____, welche sich lediglich auf den Zeitraum 

von April bis Oktober 2015 erstreckte, davon ausgegangen werden, dass 

der Kontakt zwischen den beiden Ehegatten im Jahre 2015 tatsächlich 

ruhte. 

l) Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach sich der Altersunterschied 

stärker auswirke wenn der Mann älter sei, ist im Zusammenhang mit den 

bereits genannten Weisungen des SEM (Ziff. 6.14.2.1), welche sich in 

- 16 -

erster Linie auf ein deutlich höheres Alter der Frau beziehen, und der 

Rechtsprechung (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons 

Graubünden U 16 29 vom 25. Oktober 2016 E.5) nicht zutreffend. Die 

aufgestellte Behauptung, wonach sich der Beschwerdegegner mit dem 

Abstellen auf den Altersunterschied klar über die differenzierte Recht-

sprechung des Bundesgerichts hinweggesetzt habe, ist somit erwiese-

nermassen falsch. 

m) Zu Art. 9 BV sowie Art. 8 EMRK kann, wie bereits in der angefochtenen 

Verfügung des Beschwerdegegners vom 3. Januar 2017, nochmals dar-

auf hingewiesen werden, dass der Anwendungsbereich dieser Grund-

rechte mit Bezug auf partnerschaftliche Beziehungen nur eröffnet ist, 

wenn eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme dazu führt, 

dass eine nahe, echte und tatsächlich gelebte familiäre Beziehung zu ei-

ner in der Schweiz gefestigt anwesenheitsberechtigten Person beein-

trächtigt wird (vgl. BGE 141 II 169 E.5.2.1; Urteil des Bundesgerichts 

2C_391/2015 vom 8. Dezember 2015). Da in casu davon auszugehen ist, 

dass der Beschwerdeführer und seine Ehefrau keinen wirklichen Ehewil-

len haben, liegt auch keine Beziehung vor, welche vom Schutzbereich 

von Art. 9 BV und Art. 8 EMRK erfasst wird. Gleiches gilt für Art. 14 BV. 

n) Im Übrigen ist nicht ersichtlich, womit die Vorinstanz ihr Ermessen (erheb-

lich) überschritten bzw. missbraucht haben soll. Selbst unter gebührender 

Berücksichtigung der Tatsache, dass die Ehegatten bisher keine Möglich-

keit hatten, die Absicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft durch 

Zusammenleben unter Beweis zu stellen, ändert sich vorliegend nichts 

mehr daran, dass aufgrund der Indizienlage bereits im Zeitpunkt der 

erstmaligen Gesucheinreichung auf eine Scheinehe geschlossen werden 

durfte und die Erteilung der fremdenpolizeilichen Nachzugsbewilligung 

von Anfang an zu verweigern war (vgl. Urteil des Bundesgerichts 

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2C_75/2013 vom 29. August 2013 E.3.4 m.w.H.). Eine Erteilung auf Pro-

be fällt dementsprechend ebenfalls ausser Betracht. 

5. Aus obgenannten Gründen kommt dieses Gericht zum Schluss, dass die 

Entscheidung der Vorinstanzen, das Gesuch um Familiennachzug auf-

grund der vorhandenen Indizien, vor allem wegen der mangelnden Be-

reitschaft des Beschwerdeführers  trotz klarer Mitwirkungspflichten  

Verbindungsnachweise zu erbringen, des hohen Altersunterschieds zwi-

schen den Ehegatten, der mangelnden Alternativen zur Erlangung einer 

Aufenthaltsbewilligung für die Ehefrau, der zweifelhaften Kontakte über 

das Jahr 2015, den Umständen des Kennenlernens sowie der wider-

sprüchlichen Aussagen bzw. der fehlenden persönlichen Kenntnisse, ins-

besondere in Bezug auf die Eheringe und den Namen der Trauzeugin, zu 

verweigern, vertretbar erscheint und damit zu bestätigen ist. Die Be-

schwerde ist somit abzuweisen. 

6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten gestützt 

auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des Beschwerdeführers. Praxisgemäss 

wird die Staatsgebühr auf Fr. 1'500.-- festgesetzt (vgl. die Urteile des 

Verwaltungsgerichts U 16 34 vom 25. Januar 2017, U 15 3  vom 17. No-

vember 2015 sowie U 13 13 vom 25. Februar 2014). Es gibt keinen Grund 

im vorliegenden Fall höhere oder tiefere Kosten zu verlangen. Bund, Kan-

ton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten 

Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel keine Par-

teientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungs-

kreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, wes-

halb dem obsiegenden Beschwerdegegner keine Parteientschädigung 

zusteht. 

Demnach erkennt das Gericht:

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1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 1'500.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 424.--

zusammen Fr. 1‘924.--

gehen zulasten von A._____ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung die-

ses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, 

zu bezahlen.

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]