# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7cee3d69-8702-5aaf-975e-fede5c40435a
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-05-17
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 17.05.2022 II 2022 7
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2022-7_2022-05-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II

II 2022 7

Entscheid vom 17. Mai 2022 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
Dr.oec. Andreas Risi, Richter
Dr.iur. Frank Lampert, Richter
MLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B.________

gegen

Amt für Arbeit, Arbeitslosenkasse, Lückenstrasse 8, 
Postfach 1181, 6431 Schwyz,
Vorinstanz,

Gegenstand Arbeitslosenversicherung (Rückforderung Arbeitslosentaggeld)

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Sachverhalt:

A. A.________ (Jg. 195_) war bis am 30. November 2017 als Kundenberater 
bei der C.________ AG tätig und ging per 1. Dezember 2017 in Frührente. Vom 
1. Dezember 2017 bis 31. Dezember 2018 arbeitete er gestützt auf einen Ver-
mittlervertrag auf Provisionsbasis für die C.________ AG. Zudem gründete er per 
14. März 2018 die Einzelfirma D.________, um selbständig ausgewählte Kunden 
auch nach der Pensionierung weiterhin zu betreuen. Per 1. April 2018 wurde sei-
ne Selbständigkeit durch die Ausgleichskasse anerkannt. Am 12. Dezember 
2018 wurde A.________ durch das RAV Lachen zur Arbeitsvermittlung ange-
meldet. Am 15. Dezember 2018 stellte er Antrag auf Arbeitslosenentschädigung 
per 1. Januar 2019 (Vi-act. 658).

B. Im Februar 2021 erhielt die Arbeitslosenkasse aufgrund eines Abgleichs 
der Daten der AHV-Ausgleichskasse im Rahmen der Massnahmen zur Bekämp-
fung der Schwarzarbeit (BGSA) die Meldung, dass A.________ im Jahr 2019 ein 
Erwerbseinkommen aus selbständiger Tätigkeit erzielte bei gleichzeitigem Bezug 
von Arbeitslosentaggeldern (Vi-act. 347 ff.). Mit Schreiben vom 14. April 2021 
konfrontierte ihn die Arbeitslosenkasse mit dem Vorwurf des nicht deklarierten 
Einkommens und er wurde aufgefordert, der Arbeitslosenkasse Unterlagen zur 
Klärung des Anspruchs einzureichen (Vi-act. 321). Am 3. Mai 2021 nahm 
A.________ Stellung zum Vorwurf und reichte Unterlagen ein (Vi-act. 306). Nach 
einer Besprechung bekräftigte A.________ am 15. Juni 2021 seine Überzeu-
gung, der Mitteilungspflicht stets nachgekommen zu sein. Gleichzeitig anerkann-
te er aber eine Rückerstattungspflicht für die Jahre 2019, 2020 und 2021, wozu 
er eine Aufstellung einreichte (Vi-act. 246). Die Arbeitslosenkasse ihrerseits er-
mittelte eine Rückforderung von Arbeitslosentaggeldern in der Höhe von 
Fr. 16'351.30 und gewährte A.________ hierzu das rechtliche Gehör (Vi-act. 
242), wovon er am 22. Juni 2021 Gebrauch machte (Vi-act. 188). 

Am 25. Juni 2021 verfügte die Arbeitslosenkasse die Rückforderung ausbezahl-
ter Leistungen im Betrag von Fr. 16'351.30 plus allfällige Betreibungskosten (Vi-
act. 177). 

C. Am 27. August 2021 liess A.________ gegen die Rückforderung Einspra-
che erheben (Vi-act. 103), welche die Arbeitslosenkasse mit Entscheid Nr. 
111/2021 vom 10. Dezember 2021 abwies (Vi-act. 43). 

D. Gegen den Einspracheentscheid lässt A.________ am 28. Januar 2022 
beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz fristgerecht Beschwerde erheben 
mit den Anträgen:

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1. Der Einspracheentscheid Nr. 111/2021 des Amts für Arbeit vom 10. Dezember 
2021 sei aufzuheben und ein allfällig bestehender Rückerstattungsanspruch 
wegen zu viel ausbezahlten Taggeldern sei unter Berücksichtigung einer mo-
natlichen Altersleistung von Fr. 2'808.00 und eines monatlichen Zwischenver-
dienstes für das Jahr 2019 von Fr. 18.10, für das Jahr 2020 von Fr. 869.38 und 
für den Januar 2021 bis und mit Mai 2021 von Fr. 825.73 festzulegen.

2. Eventualiter sei der Einspracheentscheid Nr. 111/2021 des Amts für Arbeit vom 
10. Dezember 2021 aufzuheben und ein allfällig bestehender Rückerstattungs-
anspruch wegen zu viel ausbezahlten Taggeldern sei unter Berücksichtigung 
einer monatlichen Altersleistung von Fr. 2'808.00 und eines monatlichen Zwi-
schenverdienstes für das Jahr 2019 von Fr. 346.42, für das Jahr 2020 von 
Fr. 1'124.23 und für den Januar 2021 bis und mit Mai 2021 von Fr. 948.64 fest-
zulegen.

3. Subeventualiter sei der Einspracheentscheid Nr. 111/2021 des Amts für Arbeit 
vom 10. Dezember 2021 aufzuheben und zur Neubeurteilung an die Vorinstanz 
zurückzuweisen.

4. Die vorinstanzlichen Verfahrensakten seien beizuziehen.

5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzliche MwSt.) zulasten der 
Vorinstanz.

E. Mit Vernehmlassung vom 23. Februar 2022 beantragt die Vorinstanz die 
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde. Hierzu nimmt der Beschwerdefüh-
rer unter Bestätigung der Beschwerdeanträge am 19. April 2022 Stellung.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1. Vorliegend ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenent-
schädigung unbestritten. Unbestritten ist ebenso, dass der Beschwerdeführer in 
den Jahren 2019 und 2020 sowie den ersten Monaten des Jahres 2021 kein Ein-
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit deklariert hat, was dazu führte, dass 
die Taggeldzahlungen ohne Anrechnung dieses Einkommens ausbezahlt wur-
den. Der Beschwerdeführer bestreitet auch nicht, dass er deswegen rückleis-
tungspflichtig ist. Strittig ist allein die Höhe der Rückforderung, d.h. des anre-
chenbaren Zwischenverdienstes. 

2.1 Nach Art. 95 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslo-
senversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsge-
setz, AVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit Art. 25 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG, SR 830.1) vom 6. Oktober 2000 sind unrechtmässig bezogene Leistun-
gen zurückzuerstatten. Zu Unrecht bezogene Geldleistungen, die auf einer for-
mell rechtskräftigen Verfügung beruhen, können, unabhängig davon, ob die zur 
Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos verfügt wor-

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den sind, nur zurückgefordert werden, wenn entweder die für die Wiedererwä-
gung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheblicher Bedeutung der Berichti-
gung, Art. 53 Abs. 2 ATSG) oder die für die prozessuale Revision (wegen erheb-
licher neuer Tatsachen oder Beweismittel, Art. 53 Abs. 1 ATSG) bestehenden 
Voraussetzungen erfüllt sind (BGE 130 V 318 Erw. 5.2; 129 V 110 Erw. 1.1).

2.2 Die Festlegung einer (allfälligen) Rückerstattung von Leistungen erfolgt in 
einem mehrstufigen Verfahren: In einem ersten Entscheid ist über die Frage der 
Unrechtmässigkeit des Bezugs der Leistung zu befinden. Daran schliesst sich 
der Entscheid über die Rückerstattung an, mit dem insbesondere zu beantworten 
ist, ob - bei der festgestellten Unrechtmässigkeit des Leistungsbezugs - eine 
rückwirkende Korrektur erfolgt oder nicht; rechtliche Grundlage dafür bildet - ne-
ben den einzelgesetzlichen Regelungen - Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG. Schliess-
lich ist - gegebenenfalls - über den Erlass der zurückzuerstattenden Leistung zu 
entscheiden; dafür ist auf Art. 25 Abs. 1 ATSG abzustellen (Kieser, ATSG-Kom-
mentar, 4. Aufl., Art. 25 Rz. 17 ff. m.H.).

2.3 Im Arbeitslosenversicherungsrecht hat die versicherte Person Anspruch auf 
Ersatz des Verdienstausfalls. Erzielt sie einen Zwischenverdienst, so besteht An-
spruch auf eine Differenzzahlung. Als Verdienstausfall gilt die Differenz zwischen 
dem in der Kontrollperiode erzielten Zwischenverdienst, mindestens aber dem 
berufs- und ortsüblichen Ansatz für die betreffende Arbeit, und dem versicherten 
Verdienst (vgl. Art. 24 Abs. 3 AVIG). Als Zwischenverdienst gilt jedes Einkommen 
aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit, das die arbeitslose 
Person innerhalb einer Kontrollperiode erzielt (Art. 24 Abs. 1 AVIG) und das ge-
ringer ist, als die ihr zustehende Arbeitslosenentschädigung (Art. 41a Abs. 1 
AVIV; SBVR Soziale Sicherheit-Nussbaumer, N Rz. 410). 

2.4.1 Nimmt eine arbeitslose Person eine selbständige Erwerbstätigkeit auf, so 
ist diese hinsichtlich Zwischenverdienst gleich zu handhaben wie eine un-
selbständige Erwerbstätigkeit (Art. 24 Abs. 1 AVIG; AVIG-Praxis ALE C144 ff.). 
Das Einkommen aus selbständigem Zwischenverdienst wird - unabhängig des 
Realisierungszeitpunktes - in jener Kontrollperiode angerechnet, in welcher die 
Arbeitsleistung erbracht wird (Entstehungsprinzip; Art. 41a Abs. 5 der Verord-
nung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent-
schädigung [Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02] vom 
31.8.1983).

2.4.2 Zur Ermittlung des anrechenbaren Einkommens werden vom Bruttoein-
kommen die nachgewiesenen Material- und Warenkosten abgezogen und der 
verbleibende Betrag pauschal um 20% für die übrigen berufsbedingten Auslagen 

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gekürzt (Art. 41a Abs. 5 AVIV). Der Pauschalabzug von 20% wird unabhängig 
von den tatsächlichen berufsbedingten Auslagen und ohne Nachweis gewährt. 
Als Material- und Warenkosten gelten diejenigen Auslagen, die sich proportional 
zum Bruttoeinkommen verändern; es dürfen dabei nur jene Kosten abgezogen 
werden, die für die Erzielung des Bruttoeinkommens in der einzelnen Kontrollpe-
riode angefallen sind. Investitionskosten können nicht abgezogen werden (AVIG-
Praxis ALE C147). 

2.4.3 Schliesslich gilt auch beim selbstständigen Zwischenverdienst das Kriteri-
um der Orts- und Berufsüblichkeit, für deren Bestimmung vom Einkommen nach 
Abzug der vorgenannten zulässigen Auslagen auszugehen ist (Urteil EVGer 
C 154/05 vom 12.9.2005 Erw. 2.1 m.H. auf BGE 120 V 515; AVIG-Praxis ALE 
C146). D.h. angerechnet wird der in der Kontrollperiode erzielte Zwischenver-
dienst, mindestens aber der berufs- und ortsübliche Ansatz für die betreffende 
Arbeit (vgl. Art. 24 Abs. 3 AVIG; vgl. BGE 129 V 102 Erw. 3.3). Entspricht der 
vom Versicherten erzielte Zwischenverdienst nicht den berufs- und ortsüblichen 
Ansätzen, so hat dies zur Folge, dass der Verdienstausfall nur im Umfang der 
Differenz zwischen der berufs- und ortsüblichen Entschädigung und dem versi-
cherten Verdienst ausgeglichen wird (Urteil BGer 8C_411/2018 vom 21.9.2018 
Erw. 4.2), wobei die Anhebung auf den berufs- und ortsüblichen Ansatz ohne 
Übergangszeit bereits ab dem ersten Monat anzuwenden ist (SBVR Soziale Si-
cherheit-Nussbaumer, N Rz. 423 mit Hinweis auf BGE 133 V 167 Erw. 5.2.2). Be-
rufs- und Ortsüblichkeit der Entlöhnung sind auch bei erfolgsabhängigen Ent-
schädigungssystemen beachtlich (Urteil EVGer C 154/05 vom 12.9.2005 Erw. 
4.1.2). 

Sinn und Zweck des Kriteriums der Orts- und Berufsüblichkeit ist es, Lohndrücke-
rei zu Lasten der Arbeitslosenversicherung zu verhindern (vgl. BGE 129 V 102 
Erw. 3.3). Der Gesetzgeber dachte dabei in erster Linie an unselbständige Er-
werbstätigkeit, indem Missbrauch vermieden werden sollte in dem Sinne, als ein 
Arbeitgeber der arbeitslosen Person einen Lohn unter Branchenüblichkeit bezahlt 
im Wissen, dass die Arbeitslosenkasse die Differenz tragen müsste (vgl. Urteil 
EVGer C 154/05 vom 12.9.2005 Erw. 4.2 mit Verweis auf BBl 1980 III 489 ff, 
581). Bezüglich unselbständig Erwerbender stellen sich diesbezüglich weniger 
Fragen. Bei der selbständigen Erwerbstätigkeit fallen darunter in erster Linie 
Sachverhalte, da die versicherte Person für ihre Tätigkeit weniger als branchen-
üblich verlangt oder sogar überhaupt auf eine Entschädigung verzichtet (BGE 
120 V 521 Erw. 5). Dagegen fällt der Umstand allein, dass aus von der versicher-
ten Person nicht zu vertretenden Gründen (Konjunktur, Auftragslage, Konkur-
renzsituation etc.) das Einkommen tiefer als erwartet ist, nicht unter die Miss-

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brauchsklausel ("mindestens aber dem berufs- und ortsüblichen Ansatz für die 
betreffende Arbeit") des Art. 24 Abs. 3 AVIG. Die gegenteilige Auffassung wider-
spräche dem Grundsatz, dass es in jedem Fall besser ist, erwerblich tätig zu sein 
als überhaupt nicht zu arbeiten (Urteil EVGer C 154/05 vom 12.9.2005 Erw. 4.2). 

3.1 Am 25. Juni 2021 verfügte die Vorinstanz gegenüber dem Beschwerdefüh-
rer eine Rückforderung von Fr. 16'351.30 (plus allfällige Betreibungskosten). Die 
Überprüfung seiner nicht deklarierten selbständigen Erwerbstätigkeit habe erge-
ben, dass er im Jahr 2019 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit 
von Fr. 5'196.35 erzielt habe, mithin durchschnittlich einen monatlichen Zwi-
schenverdienst von Fr. 346.42 (=Fr. 5'196.35 - 20% / 12). Im Jahr 2020 habe er 
ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr. 16'863.50 erzielt und 
damit durchschnittlich einen monatlichen Zwischenverdienst von Fr. 1'124.23 (= 
Fr. 16'863.50 - 20% / 12). In den Monaten Januar bis April 2021 habe er ein 
selbständiges Erwerbseinkommen von Fr. 7'299.-- erzielt, was einem durch-
schnittlichen Zwischenverdienst von Fr. 1'167.84 (Fr. 7'299 - 20% / 12 [sic]) ent-
spreche. Die Anrechnung dieser Verdienste als Zwischenverdienste führe zu ei-
ner Rückforderung von Fr. 16'351.30 (Vi-act. 177 f.).

Mit derselben Rückforderung und Berechnung konfrontierte die Vorinstanz den 
Beschwerdeführer bereits im Schreiben vom 18. Juni 2021 (Vi-act. 242). Diesem 
liegt folgende Zusammenstellung zu Grunde (Vi-act. 244):

2019 2020 2021
(Januar bis Mai)

Provisionen 1'780.00 - -
Courtagen 3'416.35 16'863.50 7'299.00
Total 5'196.35 16'863.50 7'299.00
20%-Abzug - 1'039.27 - 3'372.70 - 1'459.80
Als ZV 4'157.08 13'490.80 5'839.20
Im Monat 346.42 1'124.23 1'167.84

3.2 In der Einsprache macht der Beschwerdeführer namentlich geltend, der 
Zwischenverdienst sei in jener Kontrollperiode anzurechnen, da die Arbeit ange-
fallen sei, nicht im Zeitpunkt der Zahlungen. Die Courtagen würden vor allem En-
de Jahr anfallen, auch wenn über das gesamte Jahr gleichmässig Arbeit in einem 
Pensum von 15 - 20% geleistet worden sei. Entsprechend müsse auch der Wa-
ren- und Materialaufwand so berücksichtigt werden, da dieser auch mit der 
gleichmässig anfallenden Arbeit und nie proportional zu den Einnahmen verlaufe 
(Vi-act. 103 ff.). Was die konkrete Berechnung anbelangt, so geht er für 2019 
und 2020 von denselben Erträgen aus wie die Vorinstanz (Fr. 5'196.35 und 
Fr. 16'863.85). Hiervon rechnet er aber Material- und Warenkosten ab von 

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Fr. 4'924.75 resp. Fr. 3'822.65 und vom Ergebnis die Pauschale von 20%. Dies 
ergibt für 2019 einen monatlichen Zwischenverdienst von Fr. 18.10 und für 2020 
von Fr. 869.38. Das Einkommen Januar bis Mai 2021 betrage hingegen nicht 
Fr. 7'299.--, sondern Fr. 5'929.--. Davon seien Material- und Warenkosten von 
Fr. 786.15 und die Pauschale abzuziehen, was einen monatlichen Zwischenver-
dienst für die fünf Monate von Fr. 825.73 ergebe. Die verfügte Rückforderung 
basiere somit auf falschen Beträgen bzw. Zwischenverdiensten.

Zusätzlich machte der Beschwerdeführer geltend, die Abrechnungen seien über-
haupt nicht nachvollziehbar und könnten nicht überprüft werden. Es seien ihm 
daher überprüfbare, nachvollziehbare monatliche Abrechnungen mit überprüfba-
ren Zwischenverdiensten zuzustellen.

3.3 Im Einspracheentscheid schickt die Vorinstanz voraus, das Einsprachever-
fahren beschränke sich auf die Rückforderung betreffend die selbständige Er-
werbstätigkeit, da sich die Rückforderungsverfügung einzig auf diese bezogen 
habe. 

Inhaltlich betont die Vorinstanz, auch Zwischenverdienste in selbständiger Er-
werbstätigkeit müssten mindestens in orts- und branchenüblichem Umfang ange-
rechnet werden. Ein orts- und branchenüblicher Monatslohn eines 6_jährigen 
Versicherungsbrokers betrage bei 40h/Woche Fr. 7'596.--, was bei einem 15%-
Pensum einem Monatslohn von Fr. 1'139.40 entspreche. Dieser Wert müsse 
dem Beschwerdeführer somit sicher angerechnet werden, unbeachtlich des ef-
fektiv erzielten Einkommens. Damit aber könne der in der Einsprache geltend 
gemachte, tiefere Zwischenverdienst in keinster Weise angenommen werden. 

Der Beschwerdeführer habe keine Belege für Material- und Warenkosten einge-
reicht, weshalb nur der Pauschalabzug von 20% anerkannt worden sei. Die so 
ermittelten Zwischenverdienste von Fr. 346.42 für 2019 und Fr. 1'124.23 für 2020 
lägen unter dem orts- und branchenüblichen Lohn von Fr. 1'139.40, weshalb der 
in der angefochtenen Verfügung berücksichtigte Zwischenverdienst die für den 
Beschwerdeführer günstigere Lösung sei. Für 2021 seien Fr. 1'167.84 angerech-
net worden, was nur unwesentlich über dem orts- und branchenüblichen Lohn 
liege, weshalb auch hier auf eine Korrektur zu verzichten sei. 

Zusammenfassend gelangte die Vorinstanz zum Schluss, dass die gemäss an-
gefochtener Verfügung angerechneten Zwischenverdienste tiefer lägen als der 
zu berücksichtigende orts- und branchenübliche Lohn. Für das 15%-Pensum als 
Versicherungsbroker müssten korrekterweise Fr. 1'139.40/Mt angerechnet wer-
den; die Verfügung sei damit die für den Beschwerdeführer günstigere Lösung, 

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würde doch die Berücksichtigung eines mindestens orts- und branchenüblichen 
Lohnes zu einer höheren Rückforderung führen.

3.4 Vor Verwaltungsgericht bekräftigt der Beschwerdeführer, die Vorinstanz 
und das RAV jederzeit über seine selbständige Erwerbstätigkeit informiert zu ha-
ben, weshalb er die Meldepflichtverletzung bestreite. Mit dem RAV-Berater sei er 
übereingekommen, Ende Jahr einen Zwischenverdienst zu melden, sollte aus 
der Tätigkeit ein Guthaben resultieren. In der Steuererklärung 2019 sei indes ein 
Minus von Fr. 29'331.-- und jener für 2020 ein Minus von Fr. 2'372.-- ausgewie-
sen, was seitens Steuerverwaltung und Ausgleichskasse so akzeptiert worden 
sei. Er habe sich daher nicht veranlasst gesehen, eine weitergehende Meldung 
bezüglich Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit zu machen, weil er an-
genommen habe, ein Verlust bzw. Minus könne gar nicht zu einem anrechenba-
ren Zwischenverdienst führen. 

Der Beschwerdeführer rügt namentlich eine Verletzung des rechtlichen Gehörs. 
Vor Erlass sei Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Am 22. Juni 2021 habe 
er zur vorgesehenen Rückforderung Stellung genommen und dabei ausgeführt, 
die Vorinstanz habe die Material- und Warenkosten nicht berücksichtigt. Bereits 
am 25. Juni 2021 habe die Vorinstanz die Rückforderung verfügt, ohne dass sie 
auf diesen Punkt oder überhaupt die Stellungnahme eingegangen sei. Am 
30. August 2021 habe er die Vorinstanz um Ausführungen zur Ermittlung des 
Rückforderungsbetrages ersucht, damit dieser nachvollzogen werden könne. 
Denn aus den einzelnen Abrechnungen für die monatlich berechnete Rückforde-
rung gehe nicht hervor, inwiefern die Zwischenverdienste in welcher Höhe zu ei-
ner Rückforderung führen würden. Die Abrechnungen seien nicht nachvollzieh-
bar und damit nicht überprüfbar. Auch im Einspracheentscheid würden keine 
Ausführungen gemacht, weshalb das Ganze unüberprüfbar bleibe. Die Vor-
instanz beschränke sich darauf, das jährliche Einkommen als Zwischenverdienst 
anzurechnen, davon die 20%-Pauschale abzuziehen und das Ergebnis gleich-
mässig auf die Monate zu verteilen. Ob der angerechnete Zwischenverdienst 
tatsächlich korrekt ermittelt worden sei, könne so nicht überprüft werden. Es kön-
ne nicht geprüft werden, ob die Alters- und Kinderrente, die Unfallrente oder die 
H.________entschädigung miteingerechnet worden seien. Auf all die Vorbringen 
in der Einsprache sei die Vorinstanz nicht eingegangen mit der blossen Begrün-
dung, die Verfügung sei die für den Beschwerdeführer günstigere Variante, die 
Anrechnung gemäss Einsprache sei keine Option. Sie begründe nicht einmal, 
warum im Jahr 2021 ein Einkommen von Fr. 7'299.-- angerechnet werde, obwohl 
ihm dieser Betrag nachweislich nicht ausbezahlt worden sei, sondern nur 
Fr. 5'929.--. Die Vorinstanz äussere sich hierzu überhaupt nicht. Indem die Be-

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rechnung der Rückforderung nicht nachvollziehbar sei und trotz Aufforderung 
keine detaillierte Berechnung vorgelegt werde und auf die Rügen in der Einspra-
che mit keinem Wort eingegangen werde, liege eine Verletzung des rechtlichen 
Gehörs vor.

Im Weiteren listet der Beschwerdeführer seine Zwischenverdienste auf, welche 
seines Erachtens anzurechnen sind. Unter dem Titel 'Altersrente' seien ihm 
Fr. 4'537.05 zu viel als Zwischenverdienst angerechnet worden. Die deklarierte 
SUVA-Unfallrente sei nicht anzurechnen; die beziehe er seit 1982. Der Berech-
nung könne er nicht entnehmen, ob seine H.________entschädigung als Zwi-
schenverdienst berücksichtigt werde oder nicht. Falls ja, müsste diese auch in 
die Berechnung des versicherten Verdienstes einfliessen. Es lasse sich dies 
nicht nachvollziehen. Bezüglich Zwischenverdienst aus selbständiger Erwerbs-
tätigkeit wiederholt er seine Ausführungen und Berechnungen der Einsprache 
(vgl. oben Erw. 3.2), zu welchen die Vorinstanz zu Unrecht gar keine Stellung 
genommen habe. Sie halte einzig fest, die Verfügung sei für ihn günstiger als der 
orts- und branchenübliche Lohn. Die Vorinstanz verkenne dabei, dass es im Ver-
sicherungsaussendienst keinen orts- und branchenüblichen Lohn gebe. Der Be-
schwerdeführer arbeite nur auf Provisionsbasis. Er erhalte lediglich Courtagen 
und von diesen müssten auch noch alle Auslagen gedeckt werden. Im Broker-
Bereich gebe es keinen orts- und branchenüblichen Lohn. Und selbst wenn - so 
der Beschwerdeführer - der von der Vorinstanz ermittelte Zwischenverdienst aus 
selbständiger Erwerbstätigkeit übernommen würde, würde dies nicht zu einer 
Rückforderung von Fr. 16'351.30 führen, da die vorinstanzliche Berechnung 
falsch und widersprüchlich sei. Hierzu verweist er auf verschiedene von der Vor-
instanz aufgeführte Beträge und Abrechnungen, die seines Erachtens wider-
sprüchlich und/oder nicht nachvollziehbar seien. Verschiedene Rückforderungen 
seien schon früher in Abzug gebracht worden. Nun würden noch einmal 
Fr. 16'351.30 zurückgefordert. Er befürchte, dass ihm aufgrund der fehlenden 
Transparenz und Nachvollziehbarkeit in der Summe zu viel angerechnet werde. 

3.5 Vernehmlassend bestätigt die Vorinstanz, die Rückforderung beziehe sich 
ausschliesslich auf die selbständige Erwerbstätigkeit. Die ermittelte Rückforde-
rung betrage Fr. 16'952.15, wovon im Mai 2021 Fr. 600.85 verrechnet worden 
seien, was zum Rückforderungsbetrag von Fr. 16'351.30 geführt habe. Die vielen 
Korrekturen und daraus entstandenen Rückforderungen resultierten einzig aus 
nicht vollständig ausgefüllten Deklarationsformularen des Beschwerdeführers. So 
sei namentlich das selbständige Erwerbseinkommen nicht deklariert worden. Und 
weil sie die verfügte Rückforderung einzig auf dieses bezog, sei man im Einspra-

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cheentscheid auch einzig auf diese strittige Position eingegangen und nicht auf 
die weiteren Positionen. 

Bei der Altersleistung berücksichtige der Beschwerdeführer das ausbezahlte Al-
terskapital nicht; anzurechnen seien daher monatlich Fr. 2'964.45. Die Suva-
Rente werde nicht angerechnet. Als H.________ habe er vor der Arbeitslosigkeit 
von Juli bis Dezember 2018 ein Bruttoeinkommen von Fr. 6'746.80 erzielt, wor-
aus ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 1'124.45/Mt resultiere. Nur was 
darüber hinaus gehe, werde als Zwischenverdienst angerechnet. Bezüglich 
selbständige Erwerbstätigkeit verweist die Vorinstanz auf den Einspracheent-
scheid und wiederholt, es müsse die Orts- und Branchenüblichkeit berücksichtigt 
werden. Die Berechnung basiere auf Beleg Vi-act. 49, d.h. auf dem Statistischen 
Lohnrechner 2018 (Salarium) des BFS. Demgemäss betrage der Zentralwert für 
einen Mann der Branche 65 (Versicherungen, Pensionskassen, ohne Sozialver-
sicherung) in der Zentralschweiz, 62jährig, abgeschlossene Berufsausbildung, 40 
Wochenstunden, Bürokraft mit Kundenkontakt, ohne Kaderfunktion, null Dienst-
jahre Fr. 7'596/Mt. 

Als Zwischenverdienst angerechnet worden seien die selbständige Erwerbstätig-
keit auf dieser Basis, die H.________entschädigung, soweit höher als 
Fr. 1'124.45/Mt sowie das Einkommen bei E.________ und der F.________ AG. 
Die Berechnungen seien weder widersprüchlich noch nicht nachvollziehbar. Da 
sich die Rückforderung ohnehin nur auf die nicht deklarierte selbständige Er-
werbstätigkeit beziehe, würden sich aber Weiterungen erübrigen. Aus demselben 
Grund gehe auch der Vorwurf der Verletzung des rechtlichen Gehörs fehl. 

3.6 In der Stellungnahme vom 19. April 2022 anerkennt der Beschwerdeführer 
die Richtigkeit der Anrechnung der Altersrente im Betrag von Fr. 2'964.45. Er 
wiederholt aber den Vorwurf, die Abrechnungen seien insgesamt nicht nachvoll-
ziehbar und eine Begründung fehle nach wie vor, weshalb das rechtliche Gehör 
verletzt sei. Und auch wenn die Rückforderung einzig die selbständige Erwerbs-
tätigkeit betreffe, so berechne die Vorinstanz diese falsch, weil sie die belegten 
Material- und Warenkosten nicht in Abzug bringe. Sodann trägt er vor, die Ent-
schädigung als H.________ schwanke sehr stark, weshalb es nicht angehe, ein-
fach die sechs Monate vor der Arbeitslosigkeit als Basis zu nehmen. Es sei die 
gesamte Entschädigung ausser Acht zu lassen. Falls nicht, so müsste auch der 
versicherte Verdienst entsprechend höher sein.

4.1 Was die Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs anbelangt, so ist die-
se nicht ganz von der Hand zu weisen. Tatsächlich sind zum einen die Abrech-
nungen nur schwer nachvollziehbar (ohne Erläuterungen kaum). Zum andern 

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bleibt unklar, warum der Beschwerdeführer die Vorinstanz - auf entsprechende 
Aufforderung hin - bereits am 3. Mai 2021 mit Unterlagen zu den Geschäftsjah-
ren 2019 und 2020 dokumentierte (Vi-act. 306), weitere Unterlagen eingereicht 
wurden (vgl. z.B. Vi-act. 278), eine Besprechung stattfand und der Beschwerde-
führer die Vorinstanz in der Folge mit weiteren Unterlagen und Belegen doku-
mentierte (Vi-act. 246), die Vorinstanz unter dem Titel 'Zwischenverdienst 
selbständige Erwerbstätigkeit' dann aber einzig auf die Provisionen/Courtagen 
abzüglich 20%-Pauschale abstellte (Vi-act. 242, 244), ihm hierzu das rechtliche 
Gehör gewährte, dann aber auch in der Verfügung nicht auf seine Stellungnahme 
vom 22. Juni 2021 (Vi-act. 188) einging, namentlich nicht auf seine belegten Aus-
lagen, sondern die Rückforderung ohne weitere Begründung verfügte. Damit 
bleibt in der Tat nicht nachvollziehbar, warum die Vorinstanz die Rückforderung 
allein auf den Einnahmen abzüglich 20%-Pauschale errechnete und all die Aus-
lagen, welche der Beschwerdeführer entgegen der Aussage im Einspracheent-
scheid belegt hat (vgl. Vi-act. 246 und 188 je mit Beilagen), unberücksichtigt blie-
ben. Ob darin eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt, welche zur Aufhe-
bung des angefochtenen Entscheides führen muss, kann aufgrund nachfolgen-
der Ausführungen offenbleiben.

4.2 Vi-act. 241 enthält eine 'Zusammenfassung Rückforderung'. Darin wird von 
Januar 2019 bis April 2021 aufgelistet, was dem Beschwerdeführer an Taggel-
dern bereits ausbezahlt wurde (Fr. 152'638.70) und wie hoch sein Anspruch ef-
fektiv ist (Fr. 135'686.55), was zu einer Rückforderung von Fr. 16'952.15 führt. 
Ausser den monatlichen Zahlen lässt sich der Zusammenfassung aber nichts 
entnehmen, was die Rechtmässigkeit der Rückforderung nachvollziehen liesse. 
Einzig die Beträge 'bereits bezahlt' lassen sich auf Übereinstimmung mit den mo-
natlichen Abrechnungen überprüfen (so stimmt etwa Februar 2020 mit der Ab-
rechnung vom 25.3.2020 überein [Fr. 5'124.80, Vi-act. 414], ebenso der Januar 
2019 mit der Abrechnung vom 30.4.2019 [Fr. 80.20; Vi-act. 480]; andere lassen 
aber auch Fragen offen, vgl. etwa Juni 2019, Vi-act. 465, oder April 2019, Vi-act. 
476, etc.). 

Mit der Vernehmlassung reichte die Vorinstanz eine Übersicht der total ange-
rechneten Zwischenverdienste (ohne unbestrittene Altersvorsorge, Fr. 2'964.45) 
von Januar 2019 bis Dezember 2021 ein (Vernehmlassungsbeilage 2). Daraus 
ist ersichtlich, dass als Zwischenverdienst neben der selbständigen Erwerbs-
tätigkeit noch die Entschädigung H.________, sowie ein Lohn 'E.________', 
'F.________ AG' und G.________ angerechnet wurden. Am 18. Juni 2021 wur-
den für alle Monate Januar 2019 bis Mai 2021 neue Abrechnungen erstellt (Vi-

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act. 212 - 240). Die darin unter 'Zwischenverdienst brutto' vermerkten Beträge 
stimmen dabei mit der Übersicht überein. 

Zählt man allein den Zwischenverdienst Selbständigkeit Januar 2019 bis Mai 
2021 zusammen, so erhält man einen Betrag von Fr. 23'486.76. Wie sich trotz 
dieser Zahl die Rückforderung von Fr. 16'351.30 ergibt, bleibt in Anbetracht der 
Aussage der Vorinstanz, die Rückforderung betreffe allein den Zwischenver-
dienst Selbständigkeit, nicht nachvollziehbar. 

Bezüglich Entschädigung H.________ führte die Vorinstanz aus, Fr. 1'124.45 
seien nicht anrechenbarer Nebenverdienst (da bereits vor der Arbeitslosigkeit im 
Durchschnitt so bezogen). Einzig was darüber hinausgehe, sei Zwischenver-
dienst. Dies ist nicht grundsätzlich zu beanstanden, stellt doch die Steigerung ei-
nes Nebenverdienstes rechtsprechungsgemäss Zwischenverdienst dar (vgl. VGE 
II 2022 4 vom 26.4.2022 Erw. 3.2.3). Für Juni 2020 wird in der Übersicht der Vor-
instanz ein Zwischenverdienst H.________ von Fr. 1'792.05 aufgeführt (Ver-
nehmlassungsbeilage 2). Gemäss Lohnabrechnung Juni 2020 verdiente er brutto 
Fr. 1'754.80, was mit der Aussage, Fr. 1'124.45 würden nicht angerechnet, nicht 
vereinbar ist. Nachvollziehbar ist es nur, wenn man beachtet, dass mit der Lohn-
zahlung Juni 2020 die Arbeitsstunden Mai 2020 vergütet wurden und die Lohn-
zahlung Juni 2020 daher als Zwischenverdienst Mai 2020 (Fr. 630.35) berück-
sichtigt wird (Fr. 1'124.45 + Fr. 630.35 = Fr. 1'754.80; vgl. Vi-act. 400). Die Lohn-
abrechnung Juli 2020 beträgt brutto Fr. 2'916.50 und wird für die Arbeitsstunden 
Juni ausbezahlt. Dies ergibt dann den erwähnten Zwischenverdienst Juni 2020 
von Fr. 1'792.05 (Fr. 2'916.50 - Fr. 1'124.45). Allerdings wird dann in der Über-
sicht für November 2020 kein Zwischenverdienst ausgewiesen, obwohl gemäss 
Lohnabrechnung Dezember 2020 für die Arbeit November 2020 ein solcher von 
> Fr. 1'124.45 erzielt wurde (vgl. Vi-act. 370). Damit stellen sich auch Fragen be-
züglich Anrechnung Entschädigung H.________.

Keine Fragen wirft die Anrechnung Zwischenverdienst E.________ auf, wo mo-
natlich ein Bruttolohn von Fr. 500.-- geleistet und auch in der Übersicht aufge-
führt wurde (vgl. beispielhaft Vi-act. 329). 

Für den Zwischenverdienst bei der F.________ AG liegt eine Abrechnung April 
2021 im Recht (Vi-act. 299). Demgemäss bestätigte die Arbeitgeberin einen 
AHV-pflichtigen Bruttolohn von Fr. 1'097.--. In der Übersicht werden für April 
2021 dann aber Fr. 996.-- aufgeführt (Vernehmlassungsbeilage 2). Im Mai 2021 
wird ein Bruttolohn von Fr. 752.50 deklariert; in der Übersicht Fr. 682.-- aufge-
führt. Auch die Zahlen Oktober 2021 stimmen nicht überein (vgl. Vi-act. 75). Mit-
hin sind auch diese Beträge nicht einfach nachvollziehbar.

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Damit wird die Richtigkeit der Berechnungen nicht grundsätzlich in Frage gestellt; 
aber die Darstellung des Beschwerdeführers, die Berechnungen seien nicht 
nachvollziehbar und damit nicht kontrollierbar, entbehren nicht einer Grundlage. 
Auch wenn aufgrund von - vom Beschwerdeführer verursachten - Nichtdeklarati-
onen und Nachmeldungen mehrfache Abrechnungen erstellt werden mussten, so 
müsste dennoch erwartet werden können, dass die definitive Abrechnung erklär-
bar und damit nachvollziehbar erstellt werden kann. Dies ist vorliegend nicht der 
Fall, lässt sich aber allenfalls mit einer weiteren Besprechung mit dem Be-
schwerdeführer klären.

4.3.1 Der Hauptstreitpunkt bezieht sich auf den Zwischenverdienst aus der 
selbständigen Erwerbstätigkeit. Diesbezüglich ist festzustellen, dass die Vorin-
stanz in der angefochtenen Verfügung vom 25. Juni 2021 von den gemeldeten 
Einnahmen ausgeht (vgl. Vi-act. 244 und 177), also den vom Beschwerdeführer 
vereinnahmten Provisionen und Courtagen (wobei der Beschwerdeführer die 
Richtigkeit des Betrags 2021 bestreitet). Davon zog sie eine Pauschale von 20% 
ab, jedoch keine Material- und Warenkosten. Im Einspracheentscheid macht sie 
dann geltend, korrekterweise hätte man einen orts- und branchenüblichen Lohn 
anrechnen müssen, da gemäss Gesetz der anrechenbare Zwischenverdienst 
mindestens diesem zu entsprechen habe. Die Verfügung sei jedoch für den Be-
schwerdeführer günstiger, weshalb sie nicht auf den höheren orts- und bran-
chenüblichen Lohn korrigiert werde. Ausgeschlossen seien aber auch weitere 
Reduktionen, wie sie der Beschwerdeführer verlange. 

4.3.2 Fest steht, dass die Vorinstanz in der Verfügung nicht - wie es gemäss Ein-
spracheentscheid korrekt wäre - vom orts- und branchenüblichen Lohn ausging, 
sondern von den effektiven Zahlen. Warum sie aber dennoch die Material- und 
Warenkosten nicht vom Bruttoeinkommen abzog, wie dies Art. 41a Abs. 5 AVIV 
verlangt, hat sie nicht begründet. Entgegen der Darstellung im Einspracheent-
scheid hat der Beschwerdeführer bei mehreren Gelegenheiten Buchhaltungsein-
träge und auch Belege eingereicht, so dass die von ihm geltend gemachten Kos-
ten nachvollziehbar sind (vgl. etwa Vi-act. 113 - 150; 180 - 211; 249 - 271). Soll-
ten diese von der Vorinstanz nicht als Material- und Warenkosten im Sinne des 
Gesetzes anerkannt werden können, so wäre dies zumindest zu begründen und 
nicht alle Kosten kommentarlos unberücksichtigt zu lassen. 

4.3.3 Soweit dann die Vorinstanz im Einspracheentscheid von der in der Verfü-
gung vorgenommenen Berechnung abweicht und als Zwischenverdienst auf 
mindestens den orts- und branchenüblichen Lohn abstellt, so gilt es auf die ein-
gangs erwähnte Rechtsprechung hinzuweisen (vgl. oben Erw. 2.4.3). Mit der 

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Mindestanrechnung des orts- und branchenüblichen Lohnes soll der Lohndrücke-
rei, dem Missbrauch vorgebeugt werden. Im Fokus hatte der Gesetzgeber in ers-
ter Linie die unselbständigen Erwerbstätigen; die Regel gilt aber auch für die 
selbständigen Erwerbstätigen. Bei diesen kann jedoch nicht einfach ein orts- 
oder branchenüblicher Lohn herangezogen werden, wenn von der versicherten 
Person ein tieferes Bruttoeinkommen geltend gemacht wird. Vielmehr ist eine 
Korrektur nur dann angezeigt, wenn feststeht, dass die versicherte Person für ih-
re Tätigkeit nicht branchenübliche Ansätze anwendet oder gar unentgeltlich ar-
beitet. Bestehen hierfür keine Anhaltspunkte, besteht kein Grund, die Miss-
brauchsklausel anzuwenden, liegt dann doch kein Missbrauch vor (vgl. auch 
BGE 120 V 515 Erw. 5). Diese Prüfung aber hat die Vorinstanz gar nicht vorge-
nommen. Sie hat nicht untersucht, ob der Beschwerdeführer für seine Tätigkeit 
branchenübliche Ansätze verlangt oder Leistungen gar unentgeltlich erbringt, so 
dass korrigierend eingegriffen werden müsste. Dies aber wäre Voraussetzung, 
damit auf den orts- und branchenüblichen Lohn abgestellt werden kann (was die-
sen Lohn anbelangt, so ist die Berechnung der Vorinstanz [Vi-act. 49] nicht zu 
beanstanden; vgl. auch Urteil Sozialversicherungsgericht Zürich, AL.2018.00334 
vom 21.3.2019 Erw. 4.3). 

4.4 Damit aber erweist sich die Beschwerde insgesamt als begründet. Der Ein-
spracheentscheid ist aufzuheben und die Sache zur weiteren Abklärung an die 
Vorinstanz zurückzuweisen. Dabei gilt es in einem ersten Schritt, die Erwerbs-
tätigkeit des Beschwerdeführers als selbständiger Versicherungsberater auf die 
Branchenüblichkeit der angewendeten Ansätze hin zu überprüfen. Nur wenn An-
haltspunkte bestehen, dass er weniger oder gar nichts verlangt, mithin in Abwei-
chung von der Branchenüblichkeit auf Einkünfte verzichtet, rechtfertigt es sich, 
auf den orts- und branchenüblichen Lohn abzustellen. Andernfalls gilt es in ei-
nem nächsten Schritt, vom ausgewiesenen Bruttoeinkommen die Material- und 
Warenkosten abzuziehen. Soweit die vom Beschwerdeführer geltend gemachten 
Kosten nicht als solche gemäss Art. 41a Abs. 5 AVIV anerkannt werden können 
(vgl. oben Erw. 2.4.2), ist dies zu begründen. Schliesslich ist noch der Pauschal-
abzug von 20% vorzunehmen. Das Ergebnis bildet den anrechenbaren Zwi-
schenverdienst für die selbständige Erwerbstätigkeit. 

5.1 Es werden keine Kosten erhoben (Art. 61 lit. fbis ATSG).

5.2 Nachdem der beanwaltete Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren 
obsiegt, ist ihm zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzuspre-
chen (Art. 61 lit. g ATSG). Die Parteientschädigung ist in Beachtung des kanto-
nalen Gebührentarifs für Rechtsanwälte (GebTRA; SRSZ 280.411) vom 27. Ja-

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nuar 1975, welcher für das Honorar im Verfahren vor Verwaltungsgericht in § 14 
einen Rahmen von Fr. 300.-- bis Fr. 8'400.-- vorsieht, und unter Beachtung der in 
§ 2 des Gebührentarifs enthaltenen Kriterien sowie in Ausübung des pflicht-
gemässen Ermessens auf insgesamt Fr. 2'500.-- (inkl. Barauslagen und MwSt) 
festzusetzen.

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der Einspracheentscheid vom         
10. Dezember 2021 aufgehoben und die Sache im Sinne der Erwägungen 
zu weiteren Abklärungen und neuem Entscheid an die Vorinstanz zurück-
gewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Vorinstanz hat dem beanwalteten Beschwerdeführer eine Parteien-
tschädigung von Fr. 2'500.-- (Barauslagen und MwSt) zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwer-
de* in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schwei-
zerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundes-
gesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG).

5. Zustellung an:
- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (2/R)
- die Vorinstanz (EB)
- und das Staatssekretariat für Wirtschaft, SECO, 3003 Bern (A). 

Schwyz, 17. Mai 2022

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 20. Mai 2022

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer II