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**Case Identifier:** 39e60cfc-02e6-5c0e-bdf5-8f53ac568b1c
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-11
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 11.06.2019 200 2018 494
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-494_2019-06-11.pdf

## Full Text

200 18 494 IV
FUR/GET/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 11. Juni 2019

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Knapp, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiber Germann

A.________
gesetzlich vertreten durch B.________
vertreten durch Rechtsanwältin C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 31. Mai 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Dem … geborenen A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Beschwer-
deführer) wurden mit Verfügung vom 3. November 2003 in Anerkennung 
des Geburtsgebrechens Ziffer 404 gemäss Anhang der Verordnung über 
Geburtsgebrechen (GgV) medizinische Massnahmen zugesprochen (Akten 
der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegegnerin], [act. II], 7). 
Im weiteren Verlauf gewährte die IVB dem Versicherten Berufsberatung 
(act. II 19) und übernahm die Kosten für die erstmalige berufliche Ausbil-
dung im Rahmen einer Praktischen Ausbildung zum … Richtung … in der 
D.________ (act. II 37). Nachdem die D.________ mitgeteilt hatte, dass die 
Bedingungen der Invalidenversicherung (IV) für ein zweites Ausbildungs-
jahr, eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt oder eine rentenbeein-
flussende Tätigkeit nach Abschluss der Ausbildung nicht erreicht werden 
könnten (act. II 46 S. 1), veranlasste die IVB bei der E.________ eine Ar-
beitsmarktliche-Medizinische Abklärung (beinhaltend auch eine neuropsy-
chologische Untersuchung durch Dr. phil. F.________, Fachpsychologe für 
Neuropsychologie FSP, Regionaler Ärztlicher Dienst [RAD; Bericht vom 
10. Oktober 2013; act. II 67]), welche aufgrund fehlender Mitwirkung vorzei-
tig abgebrochen wurde (Bericht vom 8. November 2013 [act. II 76 S. 2 ff.]). 
In der Folge liess die IVB den Versicherten durch Dr. med. G.________, 
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten (Expertise vom 
6. Oktober 2014 [act. II 89.1]). Mit Verfügung vom 3. Dezember 2014 (act. 
II 91) verneinte sie einen Anspruch auf Leistungen der IV mit der Begrün-
dung, es liege kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. 

B.

Im Februar 2016 liess sich der Versicherte (durch seinen späteren Beistand 
[vgl. act. II 116]) unter Hinweis auf eine kognitive Beeinträchtigung sowie 
eine (seit eineinhalb Jahren bestehende) „psychiatrische Angststörung“ 
erneut bei der IV zum Leistungsbezug anmelden (act. II 96 S. 1 – 9). Nach-
dem der Versicherte der Aufforderung der IVB zur Cannabisabstinenz (act. 

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II 127 S. 1) Folge geleistet hatte (act. II 148 S. 5), beauftragte die IVB Dr. 
med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und lic. 
phil. I.________, Psychologe, beide J.________ GmbH (nachfolgend 
MEDAS), mit der Durchführung einer (bidisziplinären) Begutachtung (Ex-
pertise vom 27. November 2017 [act. II 157.1]). Mit Vorbescheid vom 14. 
Dezember 2017 (act. II 158) stellte die IVB dem Versicherten die Ableh-
nung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der Versicherte, ver-
treten durch L.________, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie 
(Klinik K.________), Einwand erheben liess (act. II 161 62). In der Folge 
holte die IVB bei der MEDAS eine Stellungnahme (act. II 165) ein und stell-
te dem Versicherten mit Vorbescheid vom 23. Februar 2018 (act. II 166) 
erneut die Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Auch dagegen 
liess der Versicherte Einwand (act. II 169 S. 1) erheben und einen Bericht 
von Dr. med. L.________ (act. II 172 S. 1 – 3) einreichen. Nachdem die 
IVB bei der RAD-Ärztin Dr. med. M.________, Fachärztin für Psychiatrie 
und Psychotherapie sowie für Neurologie, eine Stellungnahme eingeholt 
hatte (act. II 173), verfügte sie am 31. Mai 2018 (act. II 174) wie im Vorbe-
scheid in Aussicht gestellt. In der Begründung hielt die IVB fest, es liege 
kein invalidisierender Gesundheitsschaden vor. 

C.

Gegen die Verfügung vom 31. Mai 2018 liess der Versicherte, gesetzlich 
vertreten durch seinen Beistand B.________, vertreten durch Rechtsanwäl-
tin C.________, mit Eingabe vom 2. Juli 2018 Beschwerde erheben. Er 
stellt die folgenden Anträge: 

Die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 31. Mai 2018 sei aufzuheben und 
nach Durchführung eines neuropsychologischen Gerichtsgutachtens neu 
über den Anspruch des Beschwerdeführers zu befinden.

Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Rechtspflege für das vorlie-
gende Verfahren unter Beizug der unterzeichneten Anwältin zu gewähren.

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Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle Bern vom 31. Mai 2018 nach 
Erhalt der neuropsychologischen/psychologischen Begutachtung durch die 
Klinik K.________ aufzuheben und neu über den Anspruch des Be-
schwerdeführers zu befinden. 

- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Beschwerdeantwort vom 17. August 2018 beantragt die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde. 

Mit Eingabe vom 23. August 2018 reichte der Beschwerdeführer einen mit 
„Psychodiagnostische Abklärung vom 17.07.2018 und 10.8.2018“ betitelten 
Bericht vom 10. August 2018 von lic. phil. N.________, Klinik K.________, 
ins Recht (Akten des Beschwerdeführers [act. I] 6). Zudem bestätigt er die 
beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren.

Mit Stellungnahme vom 10. September 2018 hält die Beschwerdegegnerin 
an den mit Beschwerdeantwort vom 17. August 2018 gestellten Rechtsbe-
gehren fest.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über 

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die Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwal-
tungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 31. Mai 2018 (act. II 
174). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf 
Leistungen der IV. 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG). 

2.

Der Beschwerdeführer rügt in Bezug auf die Gutachtensvergabe an Dr. 
med. H.________ und lic. phil. I.________ (MEDAS) eine Verletzung sei-
ner Mitwirkungsrechte insoweit, als er vor der Gutachtensanordnung nicht 
über die „Möglichkeit einer Einigung“ (betreffend die Gutachtensvergabe) 
informiert worden sei (Beschwerde, S. 4 Ziff. 2). 

Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. August 
2018 zutreffend festhielt (vgl. S. 2 f., Ziff. 6 f.), ist weder ersichtlich noch 
macht der Beschwerdeführer geltend, dass im Nachgang zur (im Einklang 
mit den gesetzlichen Vorgaben erfolgten) Gutachtensanordnung vom 
14. Juli 2017 (act. II 149) je, geschweige denn bei „erster Gelegenheit“ (vgl. 
BGE 143 V 66 E. 4.3 S. 69), Einwendungen gegen die vorgesehenen Gut-
achter (oder anderweitige Einwendungen) vorgebracht worden wären. 
Nachdem die einvernehmliche Gutachterbestellung bei mono- und 
bidisziplinären Gutachten nicht bedeutet, dass entsprechende Aufträge nur 
noch mit dem Einverständnis der versicherten Person vergeben werden 
dürften (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 7. August 2017, 

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8C_136/2017, E. 6.2.4), war ein konsensorientiertes Vorgehen demnach 
nicht erforderlich und von einer Verletzung der Verfahrensrechte kann kei-
ne Rede sein. Damit besteht kein Anlass, der MEDAS-Expertise vom 27. 
November 2017 (act. II 157.1) und der Stellungnahme vom 5. Februar 2018 
(act. II 165) bereits aus formellen Gründen die Beweiskraft abzusprechen. 
Das Gericht hat damit die gesamte Sachlage unter Einbezug auch der 
nämlichen Expertenberichte materiell zu prüfen.

3.

Mit Verfügung vom 3. Dezember 2014 (act. II 91) wies die 
Beschwerdegegnerin „das Leistungsbegehren“ ab. Dieses umfasste 
gemäss der Überschrift des Anmeldeformulars sowohl die berufliche 
Integration wie auch die Rente (vgl. act. II 49). Im Weiteren wurde als 
„Abklärungsergebnis“ festgehalten, es liege keine Diagnose mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit bzw. „kein invalidisierender Gesundheitsschaden“ vor, 
weshalb „kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung“ 
bestehe. Schliesslich war der Anspruch auf weitere berufliche 
Massnahmen bereits mit (unbeanstandet gebliebener) Mitteilung vom 11. 
Oktober 2013 (act. II 69) verneint worden. Demnach wurde mit Verfügung 
vom 3. Dezember 2014 (act. II 91) auch über den Rentenanspruch 
befunden und die vorliegend Anfechtungsgegenstand bildende Verfügung 
vom 31. Mai 2018 (act. II 174) ist folglich im Rahmen eines 
Neuanmeldungsverfahrens ergangen, wovon denn auch der 
Beschwerdeführer auszugehen scheint (vgl. Beschwerde, S. 3 Ziff. 5). 

4.

4.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen 

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Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer 
Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen 
Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem 
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 
ATSG). 

4.2

4.2.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines 
Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf 
Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge-
hoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Wurde eine Rente wegen eines zu geringen 
Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine Neuanmeldung nur geprüft, 
wenn darin glaubhaft gemacht wird, dass sich der Grad der Invalidität in 
einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat (vgl. Art. 87 Abs. 2 
und 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
[IVV; SR 831.201]).

4.2.2 Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung oder das Revisionsge-
such ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewis-
sern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung 
des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist. Stellt sie fest, dass 
der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine 
Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls 
hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, 
um nunmehr eine rentenbegründende (bzw. anspruchsrelevant höhere) 
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall 
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 
198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

4.2.3 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen. Die Invalidenrente ist u.a. bei einer 
wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes revidierbar (BGE 
141 V 9 E. 2.3 S. 10, 130 V 343 E. 3.5 S. 349).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-

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fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

4.2.4 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 11, 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2017 IV Nr. 40 S. 122 E. 5.2.2).

4.3 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und be-
züglich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weite-
ren sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99).

5.

5.1 Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung vom Februar 2016 (act. 
II 96) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu über-
prüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Massgebende Vergleichszeit-
punkte bilden die Verfügung vom 3. Dezember 2014 (act. II 91) – mit der 
ein Leistungsanspruch mangels Vorliegens einer Invalidität verneint wurde 
– und die nunmehr angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2018 (vgl. 
E. 4.2.3 vorne). 

5.2 Im Zeitpunkt der Verfügung vom 3. Dezember 2014 (act. II 91) 
präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt: 

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5.2.1 Im Untersuchungsbericht vom 10. Oktober 2013 (act. II 67) hielt 
der RAD-Arzt Dr. phil. F.________ unter „Neuropsychologische Diagnose“ 
fest, es liege eine neuropsychologisch unplausible und logisch inkonsisten-
te Symptomproduktion ohne eigenen Krankheitswert vor, deren Art und 
Ausmass sich weder schlüssig noch hinreichend als Folge einer zerebralen 
Affektion oder Dysfunktion erklären liessen (S. 6). In der Beurteilung hielt er 
weiter fest, die produzierten Befunde seien aufgrund ihrer Widersprüchlich-
keit und Inkonsistenz für eine neuropsychologische Interpretation nicht 
verwertbar. Die Befunde beständen die Beschwerdevalidierung nicht (S. 5). 
Aufgrund der nachweislich grob wechselhaften und hoch inkonsistenten 
Anstrengungs- und Leistungsbereitschaft sei weder eine valide Messung 
der kognitiven noch der intellektuellen Funktionen und Fähigkeiten möglich. 
In Anbetracht der Tatsachen, dass der Beschwerdeführer von der Klein-
klasse in die Realschule mit reduzierten Lernzielen hinaufgestuft worden 
sei und in Anbetracht der gewandten sprachlichen Ausdrucksfähigkeit und 
der versierten Sozialkompetenzen scheine es aber ziemlich unwahrschein-
lich, dass gleichzeitig eine Intelligenzminderung im Sinne von ICD-10 F70 
vorliege. So sei zu vermuten, dass es sich bereits bei dem im Jahre 2009 
erhobenen IQ 60 (vgl. act. II 14) um einen Artefakt im Rahmen instabiler 
Motivation und Leistungsbereitschaft gehandelt habe. Dabei werde nicht 
bestritten, dass der Beschwerdeführer möglicherweise in seinen kognitiven 
und intellektuellen Fähigkeiten eingeschränkt sei, aber es sei unwahr-
scheinlich, dass diese Einschränkung ausgeprägter sei als bei Kleinkläss-
lern üblich (act. II 67 S. 6).

5.2.2 Im Rahmen des Abklärungsberichts AMA vom 8. November 2013 
(act. II 76 S. 2 – 13) hielt der RAD-Arzt Dr. med. O.________, Facharzt für 
Allgemeine Innere Medizin, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit „Cannabiskonsum“ fest (S. 10). Aus medizinischer Sicht gebe es – 
zumindest derzeit – keine plausiblen Gründe gegen die Ausübung einer 
intellektuell einfachen beruflichen Tätigkeit. Die während der AMA festge-
stellte Leistungsminderung sei medizinisch nicht erklärbar (S. 11). Die Ar-
beitsmotivation sei nur sehr eingeschränkt vorhanden gewesen (S. 12).

5.2.3 Dr. med. G.________ stellte im Gutachten vom 6. Oktober 2014 
(act. II 89.1) die folgenden Diagnosen (S. 8): 

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Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit

• Störung des Schlaf-Wach-Rhythmus (ICD-10 F51.2)

Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit 

• Familiäre Schwierigkeiten (ICD-10 Z63)

• Probleme bei der Lebensführung (ICD-10 Z72)

• Cannabiskonsum (ICD-10 F12.1)

In der Beurteilung hielt er fest, beim Beschwerdeführer liege ein Mix von 
ungünstigen krankheitsfremden Faktoren vor: Frühere Schädigung durch 
ungünstiges familiäres Umfeld, Rückzugstendenzen, PC-Überkonsum, 
Desinteresse mit daraus resultierenden Unkenntnissen in verschiedenen 
Belangen. Der Beschwerdeführer sei in einen speziellen Lebensrhythmus 
geraten, er mache tagsüber fast nichts, lebe beim Onkel, betreibe kaum 
mehr Fussball, sei generell inaktiv. Er sei dagegen nachtaktiv. Eine psychi-
sche Störung könne seine Lebensgestaltung nicht erklären. Der Beschwer-
deführer sei insbesondere nicht verstimmt, auch liege keine 
Persönlichkeitsstörung vor. Es müsse also davon ausgegangen werden, 
dass die krankheitsfremden Faktoren im Vordergrund ständen. Als wichtig 
sei die Schlafstörung zu betrachten, welche eventuell behandelbar sei. Der 
Beschwerdeführer selber möchte aber seinen jetzigen Lebensrhythmus 
beibehalten bzw. die Arbeitstätigkeit diesem anpassen (S. 9). Aus psychia-
trischer Sicht könne keine Arbeitsunfähigkeit begründet werden; eine Can-
nabisabstinenz stelle eine wichtige therapeutische Massnahme dar (S. 11). 
Es sei nicht möglich, den Beschwerdeführer zu normalen Arbeitszeiten 
arbeiten zu lassen; eine Nachtarbeit sei dagegen zumutbar (S. 12). 

5.3 Bei Erlass der – zeitliche Grenze der gerichtlichen Prüfung 
bildenden – angefochtenen Verfügung vom 31. Mai 2018 (act. II 174; BGE 
131 V 242 E. 2.1 S. 243) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im 
Wesentlichen wie folgt: 

5.3.1 Im zu Handen des späteren Beistandes (vgl. act. II 116) erstellten 
Abklärungsbericht der P.________ vom 30. November 2015 (act. II 97) 
wurde festgehalten, gemäss Testdiagnostik, die beim Beschwerdeführer zu 
einem Zeitpunkt erhoben worden sei, bei dem sowohl seine Motivation und 

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Kooperationsbereitschaft als auch seine Verbindlichkeit hoch gewesen sei-
en und aufgrund des von ihm gezeigten Verhaltens davon ausgegangen 
werden könne, dass die Resultate die effektiven kognitiven Fähigkeiten 
abbilden würden, bestehe eine Intelligenzminderung im Bereich einer leich-
ten geistigen Behinderung. Dem Beschwerdeführer gelinge es zuweilen, 
aufgrund seiner im Vergleich guten expressiven Sprachfähigkeit darüber 
hinwegzutäuschen, dass er die vorhandenen Zusammenhänge nicht ver-
stehe. Ergänzend dazu bestehe aktuell eine Suchterkrankung, die die Mög-
lichkeiten der Alltagsbewältigung zusätzlich einschränke. Eine der 
Suchterkrankung möglicherweise zu Grunde liegende psychische Störung, 
die ebenfalls einen Schutzbedarf erfordern würde, müsste im Rahmen ei-
nes stationären Klinikaufenthaltes verifiziert werden (S. 12). Der Beschwer-
deführer weise aufgrund seiner kognitiven Einschränkungen sowie einer 
schleichenden Verschlechterung seines Gesundheitszustandes einen Be-
handlungs- und erhöhten Schutzbedarf auf. Das Ziel einer beruflichen Inte-
gration sei zum jetzigen Zeitpunkt nicht realistisch. Der Beschwerdeführer 
sei behandlungsbedürftig, weshalb ein stationärer Klinikaufenthalt in der 
Klinik K.________ empfohlen werde (S. 13). 

5.3.2 Vom 7. bis 29. Januar 2016 erfolgte eine stationäre Behandlung in 
der Klinik K.________. Im entsprechenden Austrittsbericht vom 7. Februar 
2016 (act. II 106) wurde eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 
F40.01), eine leichte Intelligenzminderung (keine oder geringfügige Verhal-
tensstörung [ICD-10 F70.0]) sowie psychische und Verhaltensstörungen 
durch Sedativa oder Hypnotika (Abhängigkeitssyndrom [ICD-10 F13.2]) 
diagnostiziert (S. 1). Während des Aufenthaltes sei ein Benzodiazepinent-
zug problemlos – ohne Entzugssymptomatik oder Rückfall – durchgeführt 
worden. Auch sei es zu einer Reduktion der Angstsymptomatik und der 
inneren Unruhe gekommen (S. 2). Der Beschwerdeführer sei am 29. Janu-
ar 2016 auf eigenen Wunsch aus der Klinik entlassen worden (S. 3).

5.3.3 Im Bericht vom 1. September 2016 (act. II 118) hielt Dr. med. 
L.________ als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine 
Agoraphobie mit Panikstörung, eine mittelgradige depressive Episode, eine 
leichte Intelligenzminderung (geringfügige Verhaltensstörung) sowie eine 
Psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa oder Hypnotika, gegen-

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wärtig abstinent, fest (S. 1). Der Beschwerdeführer sei seit Juli 2016 an 
einem geschützten Arbeitsplatz in der … der Klinik K.________ zu 50% 
angestellt. Die Leistungsfähigkeit sei durch reduzierte Konzentration und 
Aufmerksamkeit, reduzierte Gedächtnisleistung mit erhöhter Vergesslich-
keit sowie aufgrund einer deprimierten Stimmungslage und eingeschränkter 
Schwingungsfähigkeit deutlich eingeschränkt (S. 4).

Mit Bericht vom 9. Juni 2017 (act. II 145 S. 2 ff.) hielt Dr. med. L.________ 
fest, der Gesundheitszustand sei stationär. Der Beschwerdeführer leide 
unter einer Agoraphobie mit Panikstörung sowie einer leichten Intelligenz-
minderung, was heisse, dass er schnell Probleme in grösseren Gruppen 
habe, enge Begleitung brauche und intellektuell nicht in der Lage sei, 
Handlungsanweisungen zu verstehen und durchzuführen (S. 2). Die deut-
lich verminderte Intelligenz führe schnell zur Überforderung am Arbeitsplatz 
und habe auch jetzt wieder zu einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses in 
der betreuten Werkstatt der Klinik K.________ geführt. Eine Konstanz der 
Tätigkeiten könne der Beschwerdeführer nicht bieten. Aufgrund seiner ver-
schiedenen Diagnosen sei eine Integration nicht möglich (S. 3).

5.3.4 Im MEDAS-Gutachten vom 27. November 2017 (act. II 157.1) 
wurden bidisziplinär die folgenden Diagnosen gestellt (S. 16): 

Mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit

• keine

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit 

• Dissoziale Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)

• Status nach Cannabisabhängigkeit (ICD-10 F12.20)

• Status nach Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.20)

In der bidisziplinären Beurteilung hielten die Gutachter fest, der Beschwer-
deführer halte sich für maximal 50% arbeitsfähig, er benötige einen halben 
Tag zum Trainieren. Aus psychiatrischer Sicht seien dissoziale Persönlich-
keitszüge, ein Status nach Cannabisabhängigkeit und ein Status nach 
Benzodiazepinabhängigkeit zur Kenntnis zu nehmen. Es liege keine Per-
sönlichkeitsstörung vor. Es seien keine Symptome einer depressiven 

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Störung oder einer Angststörung feststellbar. Beim Beschwerdeführer be-
stehe vor allem ein Motivationsproblem, er zeige wenig Bereitschaft, sich in 
die Arbeitswelt zu integrieren, obwohl ihm dies aus psychiatrischer Sicht 
ohne Weiteres zumutbar wäre. Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine 
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. In der ergänzend durchgeführten neu-
ropsychologischen Untersuchung zeige sich das gleiche Bild wie schon bei 
einer früheren Untersuchung, dass der Beschwerdeführer nämlich unmoti-
viert sei und sich inadäquat verhalte, Verdeutlichungstendenzen nachweis-
bar seien und dementsprechend kein valides Profil erhoben werden könne. 
Jedenfalls seien keine Befunde objektivierbar und reproduzierbar, die eine 
Einschränkung belegen könnten. Zusammenfassend resultiere aus bidiszi-
plinärer Sicht in Bezug auf einfache Hilfsarbeitertätigkeiten eine uneinge-
schränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit, sowohl aktuell wie auch in der 
Vergangenheit. Die in den früheren Arbeitsabklärungen beobachteten 
schlechten Leistungen seien auf die Motivation und den Unwillen des Be-
schwerdeführers zurückzuführen, sich zu bemühen und sich in der Ar-
beitswelt zu integrieren (S. 16 f.). 

5.3.5 Im als „Einsprache auf den Vorbescheid“ vom 14. Dezember 2017 
betitelten Bericht vom 18. Januar 2018 (act. II 161 S. 2 f.) hielt Dr. med. 
L.________ fest, der Beschwerdeführer könne auf den ersten Blick in Ge-
sprächen einen sehr adäquaten Eindruck hinterlassen. Es habe sich jedoch 
in der Zeit der Behandlung bei ihr, der sozialpsychiatrischen Begleitung 
durch die Familienpflege sowie an den geschützten Arbeitsplätzen gezeigt, 
dass er die Inhalte der Gespräche aufgrund seiner kognitiven Einschrän-
kung nicht einordnen könne und deren Inhalt innerhalb kürzester Zeit ver-
gesse. Dem Abklärungsergebnis der Beschwerdegegnerin, wonach eine 
Arbeitsunfähigkeit vor allen Dingen durch eine Motivationsproblematik be-
gründet sei, könne sie nicht zustimmen. Der Beschwerdeführer leide unter 
einer Intelligenzminderung mit einer Verhaltensstörung. Ein Arbeitsplatz im 
geschützten Rahmen der Klinik K.________ wäre organisiert und möglich. 
Es werde deshalb beantragt, „die Rentenansprüche“ neu zu beurteilen. 

5.3.6 In der von Dr. med. H.________ mitunterzeichneten Stellungnah-
me des MEDAS vom 5. Februar 2018 (act. II 165) wurde festgehalten, die 
von Dr. med. L.________ erwähnten kognitiven Einschränkungen seien 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 14

nicht objektivierbar. Eine Intelligenzminderung habe anlässlich der Begut-
achtung nicht festgestellt werden können (S. 2).

5.3.7 Im als „Einsprache auf den Vorbescheid“ vom 23. Februar 2018 
betitelten Bericht vom 20. April 2018 (act. II 172 S. 1 – 3) hielt Dr. med. 
L.________ an ihrem Standpunkt fest, wonach der Beschwerdeführer an 
einer Intelligenzminderung mit einer Verhaltensstörung (ICD-10 F70) leide 
(S. 2). Sie beantrage eine erneute neuropsychologische Untersuchung (S. 
3).

5.3.8 Lic. phil. N.________ hielt im als „psychodiagnostische Abklärung“ 
betitelten Bericht vom 10. August 2018 (act. I 6) fest, die durchgeführten 
Tests zeigten ein Ergebnis, das mit der Intelligenzabklärung von 2009 
(HAWIK IQ 60) absolut vergleichbar sei (S. 3). Eine hirnorganische Schädi-
gung könne nicht bestätigt werden. Die neuropsychologischen Dysfunktio-
nen seien sehr wahrscheinlich auf die Minderintelligenz zurück zu führen 
(S. 4). 

5.4

5.4.1 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127, 125 V 351 E. 3a S. 352).

5.4.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 15

Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

5.4.3 Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von externen 
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Unter-
suchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der 
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete 
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 
E. 3b bb S. 353). 

5.5 Das bidisziplinäre psychiatrisch-neuropsychologische MEDAS-
Gutachten von Dr. med. H.________ und lic. phil. I.________ vom 27. No-
vember 2017 (act. II 157.1) erfüllt die Voraussetzungen der 
Rechtsprechung an Expertisen und erbringt vollen Beweis (vgl. E. 5.4.2 
vorne). Es ist nachvollziehbar und die Schlussfolgerungen sind überzeu-
gend begründet. Danach besteht keine Diagnose mit Einfluss auf die Ar-
beitsfähigkeit (S. 16), was in der von Dr. med. H.________ 
mitunterzeichneten Stellungnahme vom 5. Februar 2018 (act. II 165) 
nochmals und überzeugend bestätigt wurde. 

Der Beschwerdeführer bringt dagegen in erster Linie vor, die von ihm gel-
tend gemachten Einschränkungen seien – entgegen den MEDAS-
Gutachtern – nicht auf motivationale Faktoren (vgl. act. II 157.1 S. 17), 
sondern auf eine (krankheitswertige) Intelligenzminderung (ICD-10 F70) 
zurückzuführen. Dem kann nicht gefolgt werden: 

5.5.1 Zunächst hat Dr. med. H.________ im Gutachten vom 27. No-
vember 2017 leicht unterdurchschnittliche Intelligenzleistungen festgestellt 
(S. 8) und diesem Befund in der Folge insoweit Rechnung getragen, als er 
allein einfache berufliche Tätigkeiten als möglich erachtete (S. 9). Jedoch 
konnte Dr. med. H.________ – wie bereits Dr. med. G.________ im Gut-
achten vom 6. Oktober 2014 (act. II 89.1) – keine (krankheitswertige) Intel-
ligenzminderung gemäss ICD-10 F70 feststellen (vgl. act. II 157.1 S. 9). In 
der Stellungnahme vom 5. Februar 2018 verwies Dr. med. H.________ 
insbesondere auf die Berichte zu den neuropsychologischen Untersuchun-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 16

gen von Dr. phil. F.________ vom 10. Oktober 2013 (act. II 67) und von lic. 
phil. I.________ im MEDAS-Gutachten vom 27. November 2017, in deren 
Rahmen keine Einschränkungen hätten festgestellt werden können. Insbe-
sondere seien die von Dr. med. L.________ postulierten kognitiven Ein-
schränkungen (vgl. act. II 161 S. 1) nicht objektivierbar (act. II 165 S. 2). 

5.5.1.1 Soweit Dr. med. L.________ die von lic. phil. I.________ erhobe-
nen Befunde im Bericht vom 20. April 2018 (act. II 172 S. 1 – 3) in dem 
Sinne umdeutete, dass diese „eine deutliche Intelligenzeinschränkung“ 
zeigten, dies jedoch in der neuropsychologischen Beurteilung nicht wider-
spiegelt werde (S. 2), kann ihr schon deshalb nicht gefolgt werden, weil sie 
mit dieser spezifisch neuropsychologischen Befundinterpretation ihre Fach-
kompetenz überschritten hat. Ihre weitere Feststellung, wonach lic. phil. 
I.________ eine deutliche Intelligenzminderung diagnostiziert habe (S. 2, 4. 
Abschnitt), ist denn auch offensichtlich aktenwidrig: Es trifft zwar zu, dass 
die Ergebnisse des Hamburg-Wechsler-Intelligenztests unterdurchschnitt-
lich waren (vgl. act. II 157.1 S. 15). Indessen verkennt Dr. med. 
L.________, dass im invalidenversicherungsrechtlichen Kontext Beschwer-
deangaben zuverlässiger medizinischer Feststellung und Überprüfung 
zugänglich sein müssen (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 127), an welcher not-
wendigen Anspruchsvoraussetzung es in Bezug auf die geltend gemachten 
Defizite vorliegend gerade fehlt: So gelangte lic. phil. I.________ in der 
neuropsychologischen Beurteilung zum Schluss, dass die Erhebung eines 
neuropsychologischen Testprofils bei diesem „unmotivierten und im sozia-
len Umgang inadäquat sich verhaltenden“ Beschwerdeführer nicht möglich 
sei und ein Screeningverfahren zur Validität starke Verdeutlichungstenden-
zen zeige. Da die neuropsychologische Untersuchung wegen der man-
gelnden Motivation des Beschwerdeführers vorzeitig habe beendet werden 
müssen, könne zur Frage der Arbeitsfähigkeit keine valide Aussage ge-
macht werden. Jedenfalls lägen keine objektivierbaren und reproduzierba-
ren Befunde vor, die eine Arbeitsunfähigkeit aus neuropsychologischer 
Sicht begründen könnten (S. 16). Folgerichtig stellte lic. phil. I.________ – 
entgegen der gegenteiligen Deutung von Dr. med. L.________ – gerade 
und ausdrücklich keine neuropsychologische Diagnose (S. 15). Auch wies 
er überzeugend darauf hin, dass Dr. phil. F.________ im Rahmen der am 
9. Oktober 2013 erfolgten neuropsychologischen Untersuchung zu densel-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 17

ben Ergebnissen gelangt war bzw. sich „damals wie heute“ eine neuropsy-
chologisch unplausible und logisch-inkonstante Symptomproduktion ohne 
eigenen Krankheitswert ergab bzw. ergibt (S. 16; act. II 67 S. 6). Mithin 
waren und sind die intellektuellen Funktionen und Fähigkeiten aufgrund der 
Nichtverwertbarkeit der neuropsychologischen Testergebnisse nicht eruier-
bar, womit es aus neuropsychologischer Sicht an der Objektivierbarkeit der 
geltend gemachten Intelligenzminderung fehlt. Soweit der Beschwerdefüh-
rer vorbringt, aus der Nichtverwertbarkeit der neuropsychologischen Test-
ergebnisse ergebe sich auch die fehlende Beweistauglichkeit des MEDAS-
Gutachtens (vgl. Beschwerde, S. 6 f. Ziff. 3), verkennt er, dass die fehlende 
Verwertbarkeit der Testergebnisse entgegen der Darstellung in der Be-
schwerde (S. 7 Ziff. 3.2) nicht die Folge einer regelwidrigen Durchführung 
der Testverfahren, sondern der mangelnden Mitwirkung des Beschwerde-
führers ist. Indessen obliegt ihm auch im Rahmen der Abklärung des Ge-
sundheitszustandes eine umfassende Mitwirkungspflicht (Art. 28 ATSG; 
vgl. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 28 N. 11), welcher 
der Beschwerdeführer jedoch offensichtlich nicht nachkam und wofür er die 
Folgen einer sich daraus ergebenden Beweislosigkeit zu tragen hat. Dass 
eine neuropsychologische Testung vorliegend zwecks Abklärung des Ge-
sundheitszustandes grundsätzlich geeignet und dem Beschwerdeführer 
auch zumutbar war, wird zu Recht nicht in Abrede gestellt und im Übrigen 
durch den Umstand bestätigt, dass im Juli/August 2018 in der Klinik 
K.________ bei lic. phil. N.________ eine weitere neuropsychologische 
Untersuchung veranlasst wurde (vgl. act. I 6). 

5.5.1.2 Soweit der Beschwerdeführer in der Stellungnahme vom 23. Au-
gust 2018 sodann geltend macht, der als „Psychodiagnostische Abklärung“ 
bezeichnete Bericht vom 10. August 2018 (act. I 6) bestätige das Vorliegen 
einer (krankheitswertigen) Intelligenzminderung, kann ihm nicht gefolgt 
werden: Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass eine invalidenversiche-
rungsrechtlich relevante Minderintelligenz nicht allein aufgrund des IQ’s 
ermittelt werden kann, sondern der Gesamtheit der (objektiv ausgewiese-
nen) Beeinträchtigungen Rechnung zu tragen ist (vgl. Entscheid des BGer 
vom 11. Februar 2019, 8C_608/2018, E. 5.2). Wenn lic. phil. N.________ 
einen IQ von 60 ermittelte, ist dies deshalb allein nicht ausschlaggebend 
und stände unter dem Vorbehalt, dass im Jahr 2001 ein IQ von 77 festge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 18

stellt wurde (act. II 6 S. 4) bzw. der im Jahr 2009 ermittelte IQ von 60 (act. 
II 14) nach Einschätzung von Dr. phil. F.________ nicht valide ist (act. II 67 
S. 6). Aus beweisrechtlicher Optik ist vorliegend jedoch ohnehin entschei-
dend, dass auch lic. phil. N.________ festhielt, einzelne Subtests hätten 
nicht ausgewertet werden können. In einem Lern- und Gedächtnistest für 
figurales Lernen falle auf, dass der Beschwerdeführer sich die bildlichen 
Vorlagen teils gar nicht richtig anschaue und mit seinem Blick immer wieder 
abschweife. Es sei davon auszugehen, dass dies das Resultat seiner Leis-
tung beeinträchtige (S. 2). Mit der Beschwerdegegnerin (vgl. Stellungnah-
me vom 10. September 2018, S. 2 Ziff. 4) weckt dieser Umstand erhebliche 
Zweifel an der Aussagekraft der darauf zurückgeführten Ergebnisse. Auch 
ergeben sich aus dem Bericht keine Hinweise, wonach in den neuropsy-
chologischen Testverfahren zusätzlich Beschwerdevalidierungstests 
durchgeführt worden wären, was mit Blick auf die Ergebnisse der früheren 
neuropsychologischen Untersuchungen (act. II 67; 157.1) jedoch zwingend 
gewesen wäre. Wenn lic. phil. N.________ sodann einräumte, während der 
Untersuchung habe der Verdacht bestanden, dass der Beschwerdeführer 
seine Kooperation bei für ihn erkennbaren Leistungsdefiziten verweigert 
oder nur sehr unmotiviert mitgemacht habe (act. I 6 S. 4), so überzeugt es 
nicht, wenn er eine Minderintelligenz dennoch als ausgewiesen bzw. die 
von ihm als solche interpretierten „neuropsychologischen Dysfunktionen“ 
als erstellt erachtete und als „sehr wahrscheinlich auf die Minderintelligenz“ 
zurückführbar beurteilte (S. 4). Soweit lic. phil. N.________ schliesslich das 
Vorliegen einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als 
zusätzliche Erklärung für die von ihm postulierte (krankheitswertige) Leis-
tungsminderung heranzieht (S. 4), ist festzuhalten, dass eine solche Dia-
gnose in den Berichten der Klinik K.________ nicht gestellt wurde (vgl. act. 
II 106 S. 1; 118 S. 1; 145 S. 2).

5.5.1.3 Ebenso wenig kann der Beschwerdeführer sodann aus dem im 
Auftrag des Sozialdienstes erstellten Abklärungsbericht der P.________ 
vom 30. November 2015 (act. II 97) etwas zu seinen Gunsten ableiten: 
Zwar wurde darin festgehalten, der Beschwerdeführer weise eine Intelli-
genzminderung auf, welche dazu berechtige, „einen IV-Leistungsanspruch“ 
zu prüfen (S. 8). Auch wurde die Motivation und die Kooperationsbereit-
schaft als „hoch“ beschrieben, so dass die Resultate der Testdiagnostik die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 19

effektiven kognitiven Fähigkeiten abbilden würden (S. 12). Indessen fehlt 
es auch im nämlichen Bericht an Hinweisen, wonach die Validität der Be-
funde entsprechend dem Vorgehen in den neuropsychologischen Untersu-
chungen durch Dr. phil. F.________ und lic. phil. I.________ überprüft 
worden wäre. Dergleichen wird auch nicht geltend gemacht, weshalb auch 
dieser Bericht keine Zweifel am Beweiswert der Einschätzungen der 
MEDAS-Gutachter weckt.

5.5.2 Im MEDAS-Gutachten vom 27. November 2017 (act. II 157.1) führ-
te Dr. med. H.________ die (wiederholt) gescheiterte berufliche Eingliede-
rung nicht auf eine psychische Störung, sondern auf die fehlende 
Motivation des Beschwerdeführers zurück, welche Einschätzung auch der 
bidisziplinären Beurteilung zugrunde lag (S. 17). Im Einzelnen hielt der 
Gutachter fest, der Beschwerdeführer berichte explizit, dass er maximal 
halbtags arbeiten könne, da er Zeit für das intensive Krafttraining benötige, 
weil dies für sein psychisches Gleichgewicht notwendig sei. Er zeige wenig 
Bereitschaft, sich in die Arbeitswelt zu integrieren. Wiederholt habe er Ab-
senzen aufgewiesen, habe auch keine Motivation gezeigt, ganztags zu 
arbeiten, obwohl ihm dies aus psychiatrischer Sicht ohne Weiteres zumut-
bar gewesen wäre. Er lebe gemäss seinen inneren Bedürfnissen, habe 
Mühe sich an einen äusseren Rahmen, an Regeln zu halten. Der Be-
schwerdeführer sehe auch den Sinn einer regelmässigen beruflichen Tätig-
keit nicht ein, verlange eine Unterstützung durch die Gesellschaft (S. 9). 
Diese fehlende Motivation, sich beruflich einzugliedern, lasse sich nicht 
durch eine medizinische Störung erklären (S. 11). Diese Einschätzung 
bestätigte Dr. med. H.________ auch in der Stellungnahme vom 5. Februar 
2018 (act. II 165 S. 2). 

Soweit aus den Berichten von Dr. med. L.________ der Vorwurf anklingt, 
die MEDAS-Gutachter hätten sich vom Beschwerdeführer täuschen lassen 
(vgl. act. II 161 S. 1) und deshalb sein Verhalten fälschlicherweise als Aus-
fluss fehlender Motivation statt begrenzter Aufnahmefähigkeit qualifiziert 
(vgl. act. II 172 S. 2), so ist in Erinnerung zu rufen, dass Letzteres bis anhin 
von keinem der seitens der Beschwerdegegnerin beauftragten Gutachter 
festgestellt wurde. Ferner ergeben sich aus der Befunderhebung im Rah-
men der Begutachtung durch Dr. med. H.________ keine Hinweise, wo-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 20

nach sich der Gutachter hätte täuschen lassen. Im Gegenteil geht aus der 
Expertise hervor, dass der Beschwerdeführer „nur sehr beschränkt“ auf die 
Fragen von Dr. med. H.________ eingegangen sei, zum Teil „recht schnip-
pisch“ geantwortet und auch „überheblich“ gewirkt habe, indessen – bei 
eindringlichem Nachhaken – dann doch auf die gestellten Fragen habe 
eingehen können (act. II 157.1 S. 8). Auch stellte der Beschwerdeführer – 
wie hiervor dargelegt – klar, nur halbtags arbeiten zu können, damit er ge-
nug Zeit zum Training habe (S. 7 f.). Bereits vor diesem Hintergrund er-
weist sich die Schlussfolgerung von Dr. med. H.________, motivationale 
Faktoren seien für die Leistungsminderung verantwortlich, als nachvoll-
ziehbar und schlüssig. 

Es kommt hinzu, dass sich auch die Beobachtungen der Eingliederungs-
fachleute der Beschwerdegegnerin mit den Einschätzungen des Gutachters 
decken und Dr. med. L.________ gerade nicht darin beigepflichtet werden 
kann, wonach die verschiedenen (gescheiterten) Versuche zur Arbeitsinte-
gration ein deutlich divergentes Bild zu dem zeigten, welches sich im 
MEDAS-Gutachten vom 27. November 2017 darstelle (act. II 172 S. 1): So 
ergibt sich aus dem Bericht der D.________ vom 15. Juli 2013 (act. II 46), 
dass der Beschwerdeführer ein „gutes Potenzial“ habe. Wenn er es schaf-
fe, mit Motivation, Willen und Einsatzbereitschaft eine Arbeit oder Ausbil-
dung anzugehen, könne er die Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt 
schaffen. Weiter folgt aus dem Bericht klar, dass die fehlende Motivation 
zum Abbruch der Eingliederungsmassnahme führte (S. 1). Im Abklärungs-
bericht AMA vom 8. November 2013 (act. II 76 S. 2 – 13) wurde – anders 
als in der Beschwerde dargestellt (vgl. S. 5) – nicht ein hochmotivierter Be-
schwerdeführer beschrieben, sondern gegenteils ebenfalls festgehalten, 
dass die Arbeitsmotivation „nur sehr eingeschränkt vorhanden“ (S. 6) ge-
wesen sei – was der Beschwerdeführer denn auch selber einräumte (S. 6, 
12) –, wobei die festgestellte Leistungsminderung als medizinisch nicht 
erklärbar beurteilt wurde (S. 11). Weiter wurde im Abklärungsbericht AMA 
auf „Erklärungen“ des Beschwerdeführers hingewiesen, welche auch als 
„Ausreden für fehlende Motivation gelten“ (S. 7) könnten. In diesem Zu-
sammenhang fällt auf, dass er seine Umgebung für seine Situation verant-
wortlich machte (vgl. S. 7), worauf auch Dr. med. H.________ hinwies (vgl. 
act. II 157.1 S. 8). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 21

Diese Feststellungen werden auch durch den Bericht der Q.________ vom 
16. Juni 2016 (act. II 161 S. 4 – 11) nicht in Frage gestellt, welchem im Un-
terschied zu den vorgenannten Eingliederungsmassnahmen keine von der 
Invalidenversicherung, sondern vom zuständigen Sozialdienst veranlasste 
Integrationsmassnahme zugrunde lag und worin „die Verminderungen […] 
im überwiegenden Mass, im Kontext der gesundheitlichen (kognitiven) 
Verminderungen“ beurteilt wurden (S. 5): Denn dabei handelt es sich bloss 
um eine Einschätzung des zuständigen Sozialarbeiters und es wurde auf 
validierte Tests offenbar bewusst verzichtet (vgl. S. 11), so dass dieser 
Bericht nicht gegen die Einschätzung von Dr. med. H.________ spricht. 

5.5.3 Sodann hielt Dr. med. H.________ zu den seitens der Klinik 
K.________ zusätzlich diagnostizierten psychischen Störungen (Agora-
phobie, depressive Störung [vgl. act. II 118 S. 1]) im Gutachten vom 27. 
November 2017 (act. II 157.1) überzeugend fest, eine Agoraphobie liege 
nicht vor. Der Beschwerdeführer leide nicht unter Angst- und Panikzustän-
den, könne sich in der Öffentlichkeit frei bewegen. Er besuche beispiels-
weise regelmässig ein Fitnesscenter, benutze öffentliche Verkehrsmittel 
(vgl. S. 8), könne sich ohne Weiteres zum Beispiel auch in der Stadt bewe-
gen. Er sei auch nicht depressiv. Er leide nicht unter Schlafstörungen, An-
triebsstörungen, depressiven Verstimmungen, einem sozialen Rückzug, 
einer erhöhten Ermüdbarkeit, einem Lebensverleider oder Suizidgedanken 
(S. 10 f.). Auch erfolgt offensichtlich keine medikamentöse Behandlung: 
Zwar bestehen zur Frage, ob überhaupt Medikamente verordnet bzw. ver-
abreicht werden, in den Akten divergierende Angaben; während Dr. med. 
L.________ im Bericht vom 9. Juni 2017 (act. II 145 S. 2 ff.) festhielt, es 
erfolge aktuell keine Medikation (vgl. S. 2), machte der Beschwerdeführer 
gegenüber den Gutachtern geltend, „die Medikamente würden ihm von der 
Pflegefamilie abgegeben“ (act. II 157.1 S. 6). Wie es sich damit verhält, 
kann jedoch offen bleiben, da sich aus den durchgeführten Blutuntersu-
chungen jedenfalls keine Hinweise auf eine Medikamenteneinnahme erga-
ben (S. 9), was die Einschätzung von Dr. med. H.________, wonach auch 
anderweitig keine psychische Störung vorliege, stützt. 

5.6 Zusammenfassend ergeben sich aus den Berichten von Dr. med. 
L.________ und jenem von lic. phil. N.________ sowie aus den übrigen im 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 22

Recht liegenden Berichte keine Gesichtspunkte, welche im Rahmen der 
Begutachtung unerkannt geblieben wären und die geeignet wären, zu einer 
anderen Beurteilung zu führen (vgl. Entscheid des BGer vom 25. März 
2019, 9C_872/2018, E. 5.3; E. 5.4.3 vorne). Der Sachverhalt erweist sich 
somit als hinreichend abgeklärt und der beschwerdeweise beantragten 
Durchführung eines neuropsychologischen Gerichtsgutachtens bedarf es 
nicht. 

6.

6.1 Was den Revisionsgrund anbelangt (vgl. E. 4.2.3 vorne), so steht 
fest und ist unbestritten, dass sich in erwerblicher Hinsicht seit der referen-
ziellen Verfügung vom 3. Dezember 2014 (vgl. E. 5.1 vorne) keine Verän-
derung ergeben hat. In Bezug auf den Gesundheitszustand ist auf der 
medizinischen Befundebene eine Änderung in den tatsächlichen Verhält-
nissen oder eine Verstärkung bereits bestandener Symptome nicht objekti-
viert bzw. nicht überwiegend wahrscheinlich erstellt, liegt doch gestützt auf 
das MEDAS-Gutachten vom 27. November 2017 (act. II 157.1) weiterhin 
kein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und da-
mit auch keine invalidisierende gesundheitliche Beeinträchtigung im 
Rechtssinne vor. Damit hat sich im Vergleich zur Situation im Zeitpunkt der 
Verfügung vom 3. Dezember 2014 (act. II 91) keine Änderung ergeben, 
fehlte es doch auch damals am Vorliegen einer invalidenversicherungs-
rechtlich relevanten Beeinträchtigung der Gesundheit. Insbesondere konnte 
keine (krankheitswertige bzw. die Arbeitsfähigkeit beeinflussende) Minder-
intelligenz objektiviert werden (vgl. Gutachten von Dr. med. G.________ 
vom 6. Oktober 2014 [act. II 89.1 S. 8]; Untersuchungsbericht von Dr. phil. 
F.________ vom 10. Oktober 2013 [act. II 67 S. 6]). Damit liegt in Bezug 
auf die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 2018 (act. II 174) keine an-
spruchsbegründende Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen vor.

Doch selbst wenn ein Revisionsgrund bejaht würde, änderte sich am Er-
gebnis nichts, da – wie hiervor dargelegt – keine krankheitswertige (psychi-
sche) Störung und in der Folge auch keine Invalidität erstellt ist (vgl. E. 4.1 
vorne). Dies gilt in Bezug auf den gesamten Beurteilungszeitraum (vgl. act. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 23

II 157.1 S. 17). Die Beschwerdegegnerin hat folglich einen Anspruch auf 
Leistungen der IV zu Recht verneint. 

6.2 Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung vom 31. Mai 
2018 nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.

7.

Mit der Abweisung der Beschwerde ist der Beschwerdeführer als unterlie-
gend zu betrachten. Damit wird er kostenpflichtig (Art. 108 VRPG), weshalb 
nachfolgend vorab das Gesuch um Erteilung des Rechts auf unentgeltliche 
Rechtspflege zu prüfen ist. 

7.1 Auf Gesuch hin befreit die Verwaltungsjustizbehörde eine Partei 
von den Kosten- und allfälligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten, 
wenn die Partei nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und ihr Rechts-
begehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzun-
gen kann überdies einer Partei eine Anwältin oder ein Anwalt beigeordnet 
werden, wenn die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse es rechtferti-
gen (Art. 61 lit. f ATSG sowie Art. 111 Abs. 1 und 2 VRPG; SVR 2011 IV 
Nr. 22 S. 61 E. 2, 2011 UV Nr. 6 S. 22 E. 6.1).

Die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers ist aufgrund der dokumentierten 
finanziellen Verhältnisse respektive seiner Sozialhilfebedürftigkeit ausge-
wiesen (act. I 4). Im Weiteren ist die Beschwerde nicht als aussichtslos zu 
qualifizieren und die anwaltliche Verbeiständung ist geboten, weshalb die 
Voraussetzungen für die Erteilung des Rechts auf unentgeltliche Rechts-
pflege vorliegend erfüllt sind. Das entsprechende Gesuch des Beschwerde-
führers ist somit gutzuheissen und es ist ihm Rechtsanwältin C.________ 
als amtliche Anwältin beizuordnen.

7.2 Gemäss Art. 69 Abs.1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 24

Im vorliegenden Fall werden die Verfahrenskosten auf Fr. 800.-- festgesetzt 
und dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt. Aufgrund der ge-
währten unentgeltlichen Rechtspflege (vgl. E. 7.1 hiervor) wird der Be-
schwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 
der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO; 
SR 272) –  vorläufig von der Zahlungspflicht befreit (Art. 113 VRPG).

7.3 Infolge Unterliegens hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch 
auf Parteientschädigung (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 61 lit. g ATSG [Um-
kehrschluss] und Art. 108 Abs. 3 VRPG). Aufgrund der gewährten unent-
geltlichen Rechtspflege unter Beiordnung von Rechtsanwältin C.________ 
als amtliche Anwältin bleibt deren amtliches Honorar festzulegen.

7.3.1 Gemäss Art. 42 des kantonalen Anwaltsgesetzes vom 28. März 
2006 (KAG; BSG 168.11) bezahlt der Kanton den amtlich bestellten Anwäl-
tinnen und Anwälten eine angemessene Entschädigung, die sich nach dem 
gebotenen Zeitaufwand bemisst und höchstens dem Honorar gemäss der 
Tarifordnung für den Parteikostenersatz entspricht. Bei der Festsetzung 
des gebotenen Zeitaufwandes sind die Bedeutung der Streitsache und die 
Schwierigkeit des Prozesses zu berücksichtigen. Auslagen und Mehrwert-
steuer (MWSt.) werden zusätzlich entschädigt (Abs. 1). Die Aufwendungen 
für die Erlangung des Rechts auf unentgeltliche Rechtspflege sind nach 
den gleichen Regeln zu entschädigen (Abs. 3). Nach Art. 42 Abs. 4 KAG 
i.V.m. Art. 1 der Verordnung vom 20. Oktober 2010 über die Entschädigung 
der amtlichen Anwältinnen und Anwälte (EAV; BSG 168.711) beträgt der 
Stundenansatz Fr. 200.--.

7.3.2 Mit Eingabe vom 30. August 2018 weist Rechtsanwältin 
C.________ bei einem zeitlichen Aufwand von 16.25 Stunden ein Honorar 
von Fr. 4‘225.--, Auslagen von Fr. 238.10 und die Mehrwertsteuer von 
Fr. 343.65, insgesamt ausmachend Fr. 4‘806.75, aus. Dieser Aufwand er-
scheint zwar im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fällen als hoch, jedoch 
gerade noch als angemessen. Folglich wird der tarifmässige Parteikosten-
ersatz für dieses Verfahren auf Fr. 4‘806.75 festgesetzt. Davon ist Rechts-
anwältin C.________ nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils aus der 
Gerichtskasse ein amtliches Honorar von Fr. 3‘250.-- (16.25 h x Fr. 200.--) 
zuzüglich Auslagen von Fr. 238.10 und Mehrwertsteuer von Fr. 268.60 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 25

(7.7 % von Fr. 3‘488.10), total somit eine Entschädigung von Fr. 3‘756.70 
auszurichten. Vorbehalten bleibt die Nachzahlungspflicht des Beschwerde-
führers gegenüber dem Kanton Bern entsprechend den Voraussetzungen 
von Art. 123 ZPO (vgl. Art. 113 VRPG).

7.4 Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat als öffentlichrechtliche 
Anstalt des Kantons Bern keinen Anspruch auf Parteikostenersatz (Art. 61 
Ingress ATSG i.V.m. Art. 104 Abs. 3 und Art. 2 Abs. 1 lit. a VRPG sowie 
Art. 2 Abs. 1 des Einführungsgesetzes vom 23. Juni 1993 zum 
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [EG IVG; BSG 841.21]). 

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Beiordnung von 
Rechtsanwältin C.________ als amtliche Anwältin wird gutgeheissen.

3. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege wird 
der Beschwerdeführer – unter Vorbehalt der Nachzahlungspflicht 
gemäss Art. 123 ZPO – jedoch von der Zahlungspflicht befreit.

4. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

5. Der tarifmässige Parteikostenersatz der amtlichen Anwältin wird in die-
sem Verfahren auf Fr. 4‘806.75 (inkl. Auslagen und MWSt.) festge-
setzt. Davon wird Rechtsanwältin C.________ nach Eintritt der 
Rechtskraft dieses Urteils aus der Gerichtskasse eine auf Fr. 3‘756.70 
festgesetzte Entschädigung (inkl. Auslagen und MWSt.) vergütet. Vor-
behalten bleibt die Nachzahlungspflicht nach Art. 123 ZPO.

6. Zu eröffnen (R):

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 11. Juni 2019, IV/18/494, Seite 26

- Rechtsanwältin C.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern, Bereich Inkasso, Postfach 8334, 

3001 Bern

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.