# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 45a9ccd2-2a2a-55ec-ae79-9868bd40b22b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-05-18
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 18.05.2016 200 2015 1129
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2015-1129_2016-05-18.pdf

## Full Text

200 15 1129 IV
SCI/BRM/WIL/LAB

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 18. Mai 2016

Verwaltungsrichter Schwegler, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Matti, Verwaltungsrichter Knapp
Gerichtsschreiber Braune

A.________
vertreten durch Rechtsanwältin B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 18. November 2015

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2016, IV/15/1129, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1959 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich im Juni 2014 unter Verweis auf einen bestehenden systemi-
schen Lupus erythematodes (SLE) erstmals bei der IV-Stelle Bern (IVB 
bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB act. II 
5). Nach Einholung medizinischer (act. II 8, 15, 21, 22, 27) und erwerblicher 
(act. II 18) Unterlagen sowie einer Beurteilung durch den Regionalen Ärztli-
chen Dienst (RAD), Dr. med. C.________, Facharzt FMH für Innere Medi-
zin, Physikalische Medizin und Rehabilitation, Tropen- und Reisemedizin 
(act. II 23), und eines Abklärungsberichts Haushalt vom 30. Juli 2015 (act. 
II 36), stellte die IVB der Versicherten mit Vorbescheid vom 5. August 2015 
(act. II 37) bei einem Status von 60 % Erwerb und 40 % Haushalt sowie 
einem gewichteten Invaliditätsgrad von 22 % die Abweisung ihres Leis-
tungsbegehrens in Aussicht. Nach erhobenem Einwand der Versicherten 
(act. II 40) und hierzu eingeholter Stellungnahme des RAD (act. II 47) und 
des Abklärungsdienstes (act. II 49) verfügte die IVB am 18. November 
2015 (act. II 50) wie im Vorbescheid angekündigt.

B.

Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin 
B.________, am 23. Dezember 2015 Beschwerde und beantragte die Auf-
hebung der angefochtenen Verfügung sowie die Zusprache einer ganzen, 
eventualiter einer halben Invalidenrente. Subeventualiter sei die Sache zur 
weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Mit Be-
schwerdeantwort vom 3. Februar 2016 beantragte die IVB die Abweisung 
der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2016, IV/15/1129, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 11. 
Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 18. November 2015 
(act. II 50). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-

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werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346).

2.2 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine Ren-
te, die ihre Erwerbstätigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu 
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her-
stellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätzlich während 
eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 
40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ablauf dieses 
Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und c). 
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70 %, derjenige auf eine Dreivier-
telrente, wenn sie mindestens 60 % invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50 % besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei ei-
nem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % ein solcher auf eine Viertelsren-
te.

2.3

2.3.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG). 

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2.3.2 Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil 
erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG 
festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die 
Invalidität für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermit-
telt (Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätig-
keit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der 
Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und 
der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. gemischte Me-
thode; BGE 141 V 15 E. 3.2 S. 20, 125 V 146 E. 2a S. 150).

Die gemischte Methode bezweckt eine möglichst wirklichkeitsgerechte Be-
messung des Invaliditätsgrades. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass 
der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet 
werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne 
Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig 
wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508).

2.3.3 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig Erwerbs-
tätige oder als Nichterwerbstätige einzustufen ist – was je zur Anwendung 
einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, 
Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prü-
fung, was sie bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine 
gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20, 
125 V 146 E. 2c S. 150). Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Er-
werbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet wer-
den könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig 
wäre (BGE 133 V 504 E. 3.3 S. 508). 

Die Frage nach der anwendbaren Methode beurteilt sich praxisgemäss 
nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfü-
gung (vgl. BGE 129 V 167 E. 1 S. 169) entwickelt haben, wobei für die hy-
pothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbs-
tätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 141 V 15 E. 3.1 S. 20, 125 
V 146 E. 2c S. 150). 

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2.4. Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 195, 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen und deren Auswirkun-
gen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin lässt 
sich den Akten im Wesentlichen das Folgende entnehmen:

3.1.1 Im Bericht der Klinik D.________ vom 9. Dezember 2013 (act. II 15 
S. 14 f.) wurde eine akute Aortendissektion Typ B vom 17. November 2013, 
ein systemischer Lupus erythematodes, ein Harnweginfekt mit E. coli, ein 
Pankreasinfarkt vor zwei Jahren sowie eine fibromuskuläre Dysplasie dia-
gnostiziert. Diese Diagnosen wurden, mit Ausnahme des Harnweginfekts, 
in den Berichten der Klinik, D.________, vom 7. Februar, 15. Juli 2014 und 
7. August 2015 (act. II 8 S. 4 f. und 22 S. 2 ff., 43 S. 2 ff.), und Klinik 
E.________ vom 14. und 25. April sowie vom 13. August 2014 (act. II 21 S. 
8, 21 S. 5 ff., 21 S. 1 ff.), den Berichten des Hausarztes Dr. med. Hubert 
F.________, Facharzt FMH für Innere Medizin, vom 2. Juli 2014 und 
16. Januar 2015 (act. II 15 S. 2 ff., 27) sowie im Bericht des RAD-Arztes Dr. 
med. C.________ vom 23. September 2014 (act. II 23) bestätigt. 

3.1.2 Im Bericht der Klinik E.________ vom 14. April 2014 (act. II 21 S. 8 
ff.) wurde nach absolvierter ambulanter Rehabilitation ausgeführt, die Ver-
sicherte befinde sich in einem guten Allgemeinzustand. Die Beschwerde-
führerin habe ihr Pensum von 60 % während der Rehabilitation auf 20 % 
zurückgesetzt und strebe nun wiederum ein Pensum von 40 % an (act. II 
21 S. 10).

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3.1.3 Der behandelnde Arzt Dr. med. F.________ stellte in seiner Beurtei-
lung vom 2. Juli 2014 (act. II 15) einen reduzierten Allgemeinzustand fest. 
Eine Prognose sei mangels spezifischer Therapie für das Aortenaneurysma 
schwierig. Bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit attestierte er auf-
grund einer massiv eingeschränkten körperlichen Leistungsfähigkeit eine 
seit dem 1. Mai 2014 bestehende Arbeitsunfähigkeit von 70 % (act. II 15 
S. 3 f.). Eine sitzende oder wechselbelastende Tätigkeit von täglich 2-3 
Stunden bezeichnete er als zumutbar (act. II 15 S. 7). Es bestehe ein deut-
lich erhöhter Erholungsbedarf. Aufgrund intermittierender Schmerzattacken 
seien Phasen der Arbeitsunfähigkeit möglich (act. II 15 S. 4). 

3.1.4 Im Bericht der Klinik D.________ vom 15. Juli 2014 (act. II 22 S. 2 
ff.) wurde ausgeführt, es bestehe eine komplexe vaskuläre Situation hin-
sichtlich der Krankheitsanamnese. Zur Arbeitsfähigkeit der Versicherten 
äusserten sich die Ärzte nicht.

3.1.5 Im Bericht der Klinik E.________ vom 13. August 2014 (act. II 21 S. 
1 ff.) wurde hinsichtlich der bisher ausgeübten Tätigkeit eine Arbeitsun-
fähigkeit von 60 % attestiert. Das Heben schwerer Lasten sollte vermieden 
werden (act. II 21 S. 2). Ansonsten bestünden von kardiovaskulärer Seite 
her keine Einschränkungen (act. II 21 S. 3 f.).

3.1.6 Der RAD-Arzt Dr. med. C.________ hielt in seinem Bericht vom 
23. September 2014 (act. II 23) mit Hinweis auf den Bericht der Klinik 
E.________ vom 14. April 2014 (act. II 21 S. 8 ff.) fest, eine leichte Tätig-
keit sei der Versicherten bei stabilem Verlauf mit einem Pensum von 40 % 
zumutbar, wobei bei angepasster Tätigkeit die Leistungsfähigkeit nicht 
höher einzuschätzen sei. Eine körperlich belastende Arbeit könne der Ver-
sicherten hingegen nicht zugemutet werden.

3.1.7 Im Verlaufsbericht vom 16. Januar 2015 (act. II 27) beschrieb Dr. 
med. F.________ den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin als 
stationär bis sich leicht verschlechternd. Hinsichtlich der Diagnose verwies 
er auf seinen Bericht vom 2. Juli 2014. Auch bezüglich der Arbeitsunfähig-
keit hielt er an seiner früheren Einschätzung fest und attestierte erneut eine 
seit Mai 2015 (richtig wohl 2014) bestehende Arbeitsunfähigkeit von 70 %. 
Im Beiblatt zum Verlaufsbericht (act. II 27 S. 3) gab Dr. med. F.________ 

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sodann an, dass die Versicherte aufgrund der massiv eingeschränkten kör-
perlichen Belastbarkeit sowie der Ungewissheit bezüglich des weiteren 
Verlaufs der Aortendissektion und der dadurch bedingten psychischen Be-
lastung nicht mehr in den Arbeitsprozess zurückkehren könne. Eine weitere 
berufliche Tätigkeit sei angesichts der Gesamtsituation somit nicht mehr 
möglich. 

3.1.8 Im Bericht der Klinik D.________ vom 7. August 2015 (act. II 43 S. 
2 ff.) wurde neu ein Status nach Exzision eines Carotistumors 1979 dia-
gnostiziert. Mit handschriftlichem Vermerk vom 18. September 2015 fügte 
Dr. med. F.________ die Diagnose einer Osteoporose in den Bericht ein.

3.1.9 In der Stellungnahme des RAD vom 15. Oktober 2015 (act. II 47 
S. 3) beurteilte Dr. med. C.________ den Gesundheitszustand der Versi-
cherten unter Verweis auf eine Routinekontrolle am 30. Juli 2015 im Spital 
G.________ in der Marfan-Sprechstunde als unverändert. Da gemäss dem 
entsprechenden Bericht der Klinik D.________ vom 7. August 2015 (act. II 
43 S. 2 ff.) keine Progression der Krankheit vorliegen würde, sei das Zu-
mutbarkeitsprofil unverändert.

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352; SVR 2015 IV Nr. 28 S. 86 E. 4.1).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

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nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3

3.3.1 Unbestritten liegen bei der Beschwerdeführerin gesundheitliche 
Beeinträchtigungen vor. Hinsichtlich der Diagnosen besteht seitens der 
Ärzte Einigkeit. Umstritten ist hingegen, welche Auswirkungen die diagnos-
tizierten Krankheiten auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwer-
deführerin haben. Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der hier ange-
fochtenen Verfügung auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 30. Juli 
2015 (act. II 36), welcher seinerseits bezüglich des Zumutbarkeitsprofils auf 
dem Bericht des RAD-Arztes Dr. med. C.________ vom 23. September 
2014 (act. II 23) gründet. Die Beschwerdeführerin macht geltend, im Bericht 
des RAD-Arztes Dr. med. C.________ würden einzig die Beurteilungen der 
Kardiologie berücksichtigt und die eigentliche Grunderkrankung des SLE 
ausser Acht gelassen. Gestützt auf die, das Gesamtbild der gesundheitli-
chen Einschränkungen berücksichtigenden Berichte des behandelnden 
Arztes Dr. med. F.________ sei von einer höheren Arbeitsunfähigkeit aus-
zugehen. In diesem Sinne machte Dr. med. F.________ in einem Schrei-
ben an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin vom 10. Dezember 
2015 (act. II 52 S. 19 f.) - das im vorliegenden Verfahren aufgelegt wurde - 
geltend, es würde in der Einschätzung des RAD-Arztes nur der Verlauf des 
Aortenaneurysmas berücksichtigt, obgleich für die Beurteilung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit das Gesamtbild der gesundheitlichen Einschrän-
kungen der Versicherten massgeblich sei.

3.3.2 Zur Beurteilung des Leistungsanspruchs sind nicht primär die Dia-
gnosen, sondern vielmehr die effektiven Auswirkungen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit massgeblich 
(vgl. E. 2.1 hiervor). Der Gesundheitszustand der Versicherten wurde nach 
der akuten Aortendissektion am 17. November 2013 mit Fokus auf den 
kardiologischen Bereich beurteilt. Aufgrund des zwölfwöchigen ambulanten 
Rehabilitationsprogrammes, welches die Beschwerdeführerin absolviert 
hatte (act. II 21 S. 8 ff.), sowie der in diesem Rahmen durchgeführten um-

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fangreichen Testungen ist jedoch ohne weiteres davon auszugehen, dass 
die betreffenden Fachärzte durchaus einen umfassenden Blick auf die ge-
sundheitliche Situation hatten und eine den Gesamtzustand berücksichti-
gende medizinische Beurteilung abgegeben haben. Eine abschliessende 
objektivierte Beurteilung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit wurde jedoch 
nicht erstellt (act. II 21 S. 8). Die ohne zeitnahe Kontrolle im Juli 2014 dann 
abgegebene Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit, auf welcher 
die Berichte des RAD-Arztes Dr. med. C.________ basieren, ist nicht voll-
umfänglich nachvollziehbar. So wurde für die bisher ausgeübte Tätigkeit 
eine Arbeitsunfähigkeit von 60 % attestiert mit dem Hinweis, dass das He-
ben schwerer Lasten vermieden werden solle, ansonsten aus kardiovas-
kulärer Sicht keine weiteren Einschränkungen bestünden (act. II 21 S. 1 ff.). 
Aus dem Bericht geht nicht klar hervor, auf welche Art von Tätigkeit sich 
diese Einschätzung bezieht und ob bzw. weshalb eine angepasste Tätigkeit 
auf 40 % reduziert ist. Wie sich aus den Akten ergibt, war die Beschwerde-
führerin als gelernte … von Februar 2008 bis August 2015 zuerst zu 40 %, 
später dann zu 60 % bei der H.________, im I.________ als … angestellt 
(act. II 18, 31 S. 2). Gemäss den Angaben im Abklärungsbericht Haushalt 
handelte es sich hierbei um eine Arbeit im … Bereich (act. II 36 S. 4) und 
aus dem Tätigkeitsbeschrieb im Lebenslauf der Versicherten geht hervor, 
dass die Anstellung hauptsächlich … umfasste (act. II 13 S. 2). Die frühere 
Tätigkeit wäre damit als angepasste Tätigkeit zu betrachten. Die Arbeitge-
berin hingegen gab im Bericht vom 21. Juli 2014 (act. II 18) bezüglich der 
Tätigkeit der Beschwerdeführerin an, ein Grossteil der Arbeit würde aus 
dem Heben und Tragen von Lasten bis 25 kg bestehen (act. II 18 S. 5). 
Unklar ist zudem, zu wie vielen Prozenten die Versicherte in der relevanten 
Zeit tatsächlich gearbeitet hat. Obgleich der behandelnde Arzt ihr im Juli 
2014 für die Monate Februar bis April 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 
80 % und ab Mai 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestiert hatte 
(act. II 15 S. 3), lässt sich den Akten entnehmen, dass die Arbeitgeberin für 
die Versicherte im Februar, Mai und Juni 2014 wohl kein Krankentaggeld 
bezogen hat (act. II 18 S. 6), was darauf hinweisen würde, dass die Be-
schwerdeführerin entgegen dem ärztlichen Attest in der Lage gewesen sein 
könnte, zu 60 % zu arbeiten. Auch im Haushaltsabklärungsbericht vom 
30. Juli 2015 wird bezüglich der effektiv geleisteten Arbeit durchgehend ein 
Pensum von 60 % angegeben (act. II 36 S. 3 Ziff. 3.2). Damit würde die im 

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Bericht des G.________ attestierte und durch den RAD-Arzt Dr. med. 
C.________ bestätigte Arbeitsfähigkeit von 40 % unter dem effektiv getätig-
ten Arbeitspensum der Beschwerdeführerin liegen.

Umso weniger kann auf die Einschätzung des Hausarztes Dr. med. 
F.________ abgestellt werden. So wurde im Bericht vom 2. Juli 2014 ei-
nerseits die zuletzt ausgeübte Tätigkeit lediglich mit Hinweis auf einen er-
höhten Erholungsbedarf als zumutbar bezeichnet, andererseits wurde der 
Beschwerdeführerin bezüglich derselben Tätigkeit eine Leistungsfähigkeit 
von 30 % attestiert (act. II 15 S. 3 f.). Im Verlaufsbericht vom 16. Januar 
2015 hielt Dr. med. F.________ eine Rückführung in den Arbeitsprozess 
dann für nicht mehr möglich (act. II 27 S. 2 f.). Damit blieb er hinter der Ein-
schätzung der Fachärzte zurück (vgl. E. 3.3.2 hiervor). 

3.4 Anhand der derzeit vorliegenden medizinischen Unterlagen lässt 
sich die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht ab-
schliessend beurteilen, da sie einerseits in sich Widersprüche aufweisen 
und andererseits erheblich voneinander abweichen. Eine nachvollziehbare 
und objektivierte Beurteilung der durch die Grunderkrankung bedingten 
Einschränkungen durch die hierfür zuständigen Fachärzte fehlt. Die Sache 
ist demnach an die Beschwerdeführerin zurückzuweisen, damit sie 
zunächst die medizinischen Unterlagen der behandelnden Ärzte einholt. 
Gestützt auf diese Unterlagen wird der RAD zu entscheiden haben, ob er 
selbst (mit oder ohne Untersuchung) eine abschliessende Beurteilung vor-
nehmen kann oder ob eine fachärztliche Begutachtung und falls ja, unter 
Beteiligung welcher Fachgebiete, geboten erscheint. Bei den vorzuneh-
menden Abklärungen ist der Gesundheitszustand der Versicherten hin-
sichtlich aller medizinisch relevanten Aspekte zu berücksichtigen, insbe-
sondere auch die Wechselwirkungen der einzelnen Erkrankungen und die 
Nebenwirkungen der Dauermedikation. Falls dienlich wird zur Erstellung 
eines zumutbaren, körperlichen Belastungsprofils zusätzlich eine Evaluati-
on der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) durchzu-
führen sein, an welcher die Beschwerdeführerin nach besten Kräften mit-
zuwirken hätte (vgl. Art. 43 Abs. 2 ATSG).

Gleichzeitig ist die Sache auch in erwerblicher Hinsicht ungenügend abge-
klärt und sind auch diesbezüglich weitere Abklärungen geboten. Während 

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die Verwaltung in der angefochtenen Verfügung davon ausging, die Be-
schwerdeführerin wäre im Gesundheitsfall weiterhin zu 60 % als Mitarbeite-
rin bei der H.________ tätig, macht die Beschwerdeführerin geltend, ohne 
gesundheitliche Einschränkungen hätte sie ihr Pensum erhöht und wäre 
nun in einer eigenen Kinesiologiepraxis tätig. 

4.

4.1 Aus den Akten ergibt sich, dass die Versicherte von Februar 2008 
bis August 2015 zuerst zu 40 %, später zu 60 % bei der H.________, im 
I.________ als … angestellt war (act. II 18, 31 S. 2). Im Rahmen der Ab-
klärungen durch den Abklärungsdienst der IVB im Juli 2015 machte die 
Beschwerdeführerin die Angabe, vor der Verschlechterung ihres Gesund-
heitszustandes im November 2013 eine Erhöhung des Arbeitspensums auf 
80 % angestrebt zu haben (act. II 36 S. 4). Auf diese Aussage ist abzustel-
len. Die Beschwerdeführerin hatte die beabsichtigte Pensenerhöhung in 
nachvollziehbarer Weise mit dem Abschluss der Berufslehre der Tochter 
begründete und die Möglichkeit eines zusätzlichen Pensums von 20 % im 
Bereich der … auch schon bei ihrem Arbeitgeber abgeklärt. 

Dass die Beschwerdeführerin, würde sie als … (hierzu vgl. auch nachfol-
gend E. 4.2) arbeiten, einen noch höheren Erwerbsanteil aufweisen würde - 
wie dies geltend gemacht wird -, kann in Anbetracht der gesamten Um-
stände und der derzeitigen Aktenlage hingegen nicht als überwiegend 
wahrscheinlich erachtet werden. Die Versicherte hatte auch die angestreb-
te Erhöhung des Arbeitspensums in der H.________ von 60 % auf 80 % 
nicht aus finanziellen, sondern aus persönlichen Gründen angestrebt (act. 
II 36 S. 4).

4.2 Anlässlich der Haushaltabklärung vom Juli 2015 sowie im Einwand-
schreiben vom 31. August 2015 führte die Beschwerdeführerin aus, im Jahr 
2003 eine dreijährige Ausbildung zur begleitenden … begonnen zu haben 
mit dem Ziel, sich in einer eigenen Praxis selbständig zu machen. Nach 
einem ersten Herzinfarkt 2006 habe sie die Ausbildung, in welche sie 
Fr. 40'000.-- investiert habe, aufgrund ihres Gesundheitszustandes kurz vor 
den Abschlussprüfungen abbrechen müssen (act. II 36 S. 4, 40). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2016, IV/15/1129, Seite 13

Träfe diese Darstellung - welche bisher weder durch entsprechende Akten 
belegt noch von der Beschwerdegegnerin abgeklärt wurde - zu, so wäre 
unter Berücksichtigung der zeitlichen und finanziellen Aufwendungen von 
einem erheblichen Willen zur Aufnahme der Tätigkeit als … auszugehen. 
Dabei ist auch zu beachten, dass der Beschwerdeführerin der Wiederein-
stieg in das Berufsleben nach über zehn Jahren der Nichterwerbstätigkeit 
(act. II 13 S. 2) auch im erlernten Beruf nur unter erschwerten Bedingungen 
möglich war. Erwiese sich die Sachverhaltsschilderung der Beschwerde-
führerin als richtig, so müsste deshalb davon ausgegangen werden, dass 
sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung heute als … tätig wäre. Wie es 
sich damit verhält, kann gestützt auf die derzeitigen Akten nicht abschlies-
send beurteilt werden. Die Beschwerdegegnerin hat bei der Versicherten 
bzw. der entsprechenden Ausbildungsstätte die notwendigen Unterlagen 
und Belege einzuholen.

4.3 Soweit die Beschwerdeführerin in ihrem Einwandschreiben geltend 
machte, es sei bei der Haushaltsabklärung zu Unrecht von einer Mitwirkung 
der Familienmitglieder im Haushalt ausgegangen worden, ist sie bereits 
heute darauf hinzuweisen, dass bei einem Status von 80 % Erwerb und 
20 % Haushalt ihrerseits und einer 100 %igen Erwerbstätigkeit des Ehe-
mannes (d.h. einem gesamtehelichen Pensum von 20 % für den gemein-
samen Haushalt) durchaus von einer, sich bereits aus dem Eherecht erge-
benden (vgl. Art. 159 Abs. 2 ZGB), erheblichen Pflicht zur Mithilfe des 
Ehemannes ausgegangen werden muss. Hingegen hat der Auszug der 
Tochter aus dem gemeinsamen Haushalt ein Erlöschen ihrer direkt zu 
berücksichtigenden Unterstützungsleistung zur Folge. Die Beurteilung der 
Einschränkungen im Aufgabenbereich Haushalt wird nach erfolgter medizi-
nischer Einschätzung in Berücksichtigung vorstehender Ausführungen zu 
überprüfen sein.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2016, IV/15/1129, Seite 14

5. Mangels hinreichender Sachverhaltsabklärung ist derzeit weder in 
medizinischer (vgl. E. 3.4 hiervor) noch in erwerblicher (vgl. E. 4 hiervor) 
Hinsicht eine abschliessende Beurteilung des Invaliditätsgrades möglich. 
Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfügung 
aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, 
damit sie den medizinischen Sachverhalt umfassend abklärt, die massge-
blichen Unterlagen zur erwerblichen Situation einholt und die Einschätzun-
gen im Aufgabenbereich neu prüfe.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung 
oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach 
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 800.--, hat bei diesem 
Ausgang des Verfahrens die unterliegende Beschwerdegegnerin zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG; BVR 2009 S. 186 E. 4). Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 800.-- wird der Beschwerdeführerin nach Eintritt der 
Rechtskraft des Urteils zurückerstattet.

6.2 Die obsiegende beschwerdeführende Partei hat Anspruch auf Er-
satz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Nach der Rechtsprechung gilt es 
unter dem Gesichtspunkt des (bundesrechtlichen) Anspruchs auf eine Par-
teientschädigung im Streit um eine Sozialversicherungsleistung bereits als 
Obsiegen, wenn die versicherte Person ihre Rechtsstellung im Vergleich zu 
derjenigen nach Abschluss des Administrativverfahrens insoweit verbes-
sert, als sie die Aufhebung einer ablehnenden Verfügung und die Rückwei-
sung der Sache an die Verwaltung zu ergänzender Abklärung und neuer 
Beurteilung erreicht (BGE 137 V 57 E. 2.1 S. 61). 

Mit Kostennote vom 16. Februar 2016 macht Rechtsanwältin B.________ 
einen Zeitaufwand von 14 Stunden bzw. ein Honorar von Fr. 3‘500.-- zu-
züglich Auslagen von Fr. 189.-- sowie die MwSt. von 8% (auf Fr. 3'689.--) 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2016, IV/15/1129, Seite 15

im Betrag von Fr. 295.10, total Fr. 3'984.10, geltend, was nicht zu bean-
standen ist. Diesen Betrag hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerde-
führerin zu ersetzen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die angefochtene Verfügung der 
IVB vom 18. November 2015 aufgehoben und die Sache an die Be-
schwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie - nach Vornahme weite-
rer Abklärungen im Sinne der Erwägungen - neu verfüge.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- werden der Beschwerdegegnerin 
zur Bezahlung auferlegt. Der von der Beschwerdeführerin geleistete 
Kostenvorschuss von Fr. 800.-- wird nach Eintritt der Rechtskraft des 
Urteils zurückerstattet.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf Fr. 3'984.10 (inkl. Auslagen und MwSt.), zu er-
setzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwältin B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. Mai 2016, IV/15/1129, Seite 16

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.