# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 782b83fe-02e8-58c2-bdc8-c72a9ffac0e4
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2011-11-15
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 15.11.2011 D-6777/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-6777-2009_2011-11-15.pdf

## Full Text

Bundesve rwa l t ungsge r i ch t

T r i buna l   adm in i s t r a t i f   f édé ra l

T r i buna l e   ammin i s t r a t i vo   f ede ra l e

T r i buna l   adm in i s t r a t i v   f ede ra l

Abteilung IV
D­6777/2009

U r t e i l   v om   1 5 .   No v embe r   2 0 1 1

Besetzung Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas,
mit Zustimmung von Richter Pietro Angeli­Busi;   
Gerichtsschreiberin Nina Hadorn.

Parteien A._______, geboren (…),
Äthiopien,  
vertreten durch lic. iur. LL.M. Susanne Sadri, Asylhilfe Bern, 
B._______,
Beschwerdeführer, 

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,   
Vorinstanz. 

Gegenstand Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. September 2009 / N (…).

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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  Äthiopien  eigenen  Angaben  zufolge  am 
10. Februar  2008  auf  dem  Landweg  verliess  und  über  C._______, 
D._______ und E._______ am 12. Juni 2008 in die Schweiz einreiste, wo 
er gleichentags  im Empfangs­ und Verfahrenszentrum  (EVZ) F._______ 
um Asyl nachsuchte,

dass er anlässlich der summarischen Befragung im EVZ F._______ vom 
26. Juni  2008  und  der  direkten Anhörung  durch  das BFM vom 15.  Juni 
2009  zur  Begründung  seines  Asylgesuchs  im  Wesentlichen  geltend 
machte,  er  sei  als  Sohn  eines  Eritreers  und  einer  Äthiopierin  in 
G._______  (heute  Staatsgebiet  von  Eritrea)  geboren  und  im  Alter  von 
zwei  Jahren nach dem Tod seines Vaters mit  seiner Mutter nach Addis 
Abeba (Äthiopien) gezogen,

dass  er  fortan  zwar  in  Äthiopien  gelebt  habe,  er  sei  aber  dennoch 
eritreischer Staatsangehörigkeit,

dass  sein  Vater  ein  ehemaliger  Soldat  des  Koordinationskomitees  der 
Streitkräfte, Polizei und Territorialarmee (DERG) und Gegner der Eritrean 
People's Liberation Front (EPLF/Shabia) gewesen sei,

dass seine Mutter im Jahre 2007 infolge Krankheit verstorben sei und er 
einen  Monat  danach  eine  Vorladung  der  Behörden  der  Kebele 
(Verwaltungsbezirk) erhalten habe,

dass er sich  infolge bei den Behörden gemeldet habe, woraufhin er der 
Spionage für die EPLF/Shabia beschuldigt, beziehungsweise aufgefordert 
worden  sei,  das  von  der  Verwaltung  zur  Verfügung  gestellte  Haus  und 
das Land zu verlassen,

dass der Beschwerdeführer ungefähr 15 Tage später mit Hilfe  seiner  in 
Addis Abeba wohnhaften Tante aus Äthiopien ausgereist sei,

dass  das  BFM  das  Asylgesuch  des  Beschwerdeführers  mit  Verfügung 
vom 28. September 2009 – eröffnet am 30. September 2009 – ablehnte 
und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  darlegte,  die 
Ausführungen des Beschwerdeführers sowohl zu seiner Identität als auch 
zu  den  Verfolgungsvorbringen  würden  den  Anforderungen  an  die 

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Glaubhaftigkeit  gemäss  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom  26. Juni  1998 
(AsylG,  SR  142.31)  nicht  standhalten,  weshalb  er  die 
Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle,  

dass  das  Bundesamt  den  Wegweisungsvollzug  nach  Äthiopien  –  da 
verschiedene  Merkmale  auf  eine  äthiopische  Staatsangehörigkeit 
hinweisen würden – als zulässig, zumutbar und möglich erachtete,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  29.  Oktober  2009  gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erhob und 
dabei  beantragte,  die  angefochtene  Verfügung  sei  aufzuheben,  es  sei 
ihm  Asyl  zu  gewähren,  es  seien  die  Unzulässigkeit  und  die 
Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs festzustellen und es sei in der 
Folge die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  um Verzicht  auf  die  Erhebung 
eines  Kostenvorschusses  und  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege  im  Sinne  von  Art.  65  Abs.  1  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
ersuchte,

dass  er  zur  Begründung  im  Wesentlichen  die  bereits  anlässlich  des 
erstinstanzlichen Verfahrens  geltend  gemachten Vorbringen wiederholte 
und zu den einzelnen Unglaubhaftigkeitselementen Stellung nahm,

dass er  insbesondere geltend machte, das BFM habe es versäumt,  ihm 
anlässlich  der  direkten  Anhörung  das  rechtliche  Gehör  zu  einigen  der 
festgestellten Widersprüche zu gewähren,

dass er  ferner beantragte, es seien zur Bestätigung seiner Angaben bei 
seiner  Tante  und den Behörden  in Addis Abeba Abklärungen  zu  seiner 
Identität vorzunehmen,

dass er zur Stützung seiner Vorbringen unter anderem die Vorladung der 
Verwaltungsbehörde (Kopie eines Telefaxes) einreichte, 

dass  der  damals  zuständige  Instruktionsrichter  mit  Zwischenverfügung 
vom  9.  November  2009  festhielt,  der  Beschwerdeführer  könne  den 
Ausgang  des  Verfahrens  in  der  Schweiz  abwarten,  das  Gesuch  um 
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 
VwVG  infolge  Aussichtslosigkeit  der  Begehren  abwies  und  ihn  unter 

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Androhung des Nichteintretens im Unterlassungsfall aufforderte, bis zum 
24. November 2009 einen Kostenvorschuss einzuzahlen,

dass der Kostenvorschuss am 17. November 2009 eingezahlt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  29.  Januar  2010  eine 
Vorladung der Kebele vom (…) sowie einen "Nationalitätsausweis" seines 
Vaters vom (…) (beide im Original; mit Übersetzung) einreichte,

und zieht in Erwägung,

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 
über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  VwVG)  des  BFM 
entscheidet,  ausser  bei  Vorliegen  eines  Auslieferungsersuchens  des 
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht (Art.  
105  AsylG  i.V.m.  Art. 31 – 33  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni  2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  der  Beschwerdeführer  am  Verfahren  vor  der  Vorinstanz 
teilgenommen hat, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 
ist,  ein  schutzwürdiges  Interesse  an deren Aufhebung beziehungsweise 
Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legitimiert  ist 
(Art. 105 AsylG und Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist­  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
einzutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass  mit  Beschwerde  die  Verletzung  von  Bundesrecht,  die  unrichtige 
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und 
die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 
Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  beziehungsweise 
einer zweiten Richterin entschieden wird  (Art. 111 Bst. e AsylG) und es 
sich  vorliegend,  wie  nachfolgend  aufgezeigt,  um  eine  solche  handelt, 
weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  summarisch  zu  begründen  ist 
(Art. 111a Abs. 2 AsylG),

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dass  gestützt  auf  Art.  111a  Abs.  1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass vorab festzustellen ist, dass sich die Vorinstanz mit den Vorbringen 
des  Beschwerdeführers  einlässlich  auseinandergesetzt  hat  und  die 
wesentlichen  Widersprüche  und  Ungereimtheiten,  worauf  nachstehend 
noch einzugehen sein wird, in der angefochtenen Verfügung erwähnt hat 
(vgl. Ziff.  1  Nr.  2  S.  3),  weshalb  der  Begründungspflicht  genügend 
Rechnung getragen wurde (vgl. Rechtsmitteleingabe S. 4),

dass  der  verfassungsmässige  Anspruch  auf  rechtliches  Gehör  (Art.  29 
Abs.  2  der  Bundesverfassung  der  Schweizerischen  Eidgenossenschaft 
vom 18. April 1999 [BV, SR 101] und Art. 29 VwVG) nur die Feststellung 
des rechtserheblichen Sachverhaltes, nicht aber die rechtliche Würdigung 
desselben beschlägt, weshalb dem Betroffenen  in der Regel kein Recht 
auf  vorgängige  Stellungnahme  bezüglich  Fragen  der  rechtlichen 
Beurteilung und Würdigung von Tatsachen einzuräumen ist, es sei denn, 
die Behörde gedenke sich in ihrem Entscheid auf einen völlig unüblichen, 
nicht voraussehbaren Rechtsgrund abzustützen (vgl. BGE 114 Ia 99; JÖRG 
PAUL MÜLLER, Grundrechte in der Schweiz, 3. Aufl., Bern 1999),

dass  somit  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  der  Beschwerdeführer – 
entgegen  seiner Meinung  –  an  der  Anhörung  nicht  zwingend  auf  seine 
Widersprüche  aufmerksam  gemacht werden musste  (vgl.  EMARK  1994 
Nr. 13 S. 111 ff.) und daher das rechtliche Gehör nicht verletzt wurde,

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl  gewährt  (Art. 2 Abs. 1 
AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die  in  ihrem Heimatstaat oder 
im  Land,  in  dem  sie  zuletzt  wohnten,  wegen  ihrer  Rasse,  Religion, 
Nationalität,  Zugehörigkeit  zu  einer  bestimmten  sozialen  Gruppe  oder 
wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt 
sind  oder  begründete  Furcht  haben,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu 
werden (Art. 3 Abs. 1 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 
gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass diese glaubhaft  gemacht  ist, wenn die Behörde  ihr Vorhandensein 
mit  überwiegender  Wahrscheinlichkeit  für  gegeben  hält  (Art.  7  Abs.  2 
AsylG),

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dass  Vorbringen  insbesondere  dann  unglaubhaft  sind,  wenn  sie  in 
wesentlichen  Punkten  zu  wenig  begründet  oder  in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte 
oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden (Art. 7 Abs. 3 AsylG),

dass  die  Vorinstanz  die  vom  Beschwerdeführer  geltend  gemachten 
Vorbringen  mit  zutreffender,  ausführlicher  und  nachvollziehbarer 
Begründung als nicht glaubhaft im Sinne von Art. 7 AsylG erachtet hat,

dass  das  Bundesamt  zur  Begründung  ausführte,  der  Beschwerdeführer 
habe  es  trotz  Möglichkeit  und  Zumutbarkeit  –  da  seine  Tante  in  Addis 
Abeba  eigenen  Angaben  zufolge  über  Dokumente  verfüge,  welche  zur 
Klärung seiner Identität beitragen könnten – unterlassen, Beweismittel zu 
seiner (eritreischen) Identität einzureichen,

dass  widersprüchliche  Angaben  zu  Geburtsjahr,  Muttersprache  und 
seinem  Aufenthaltsstatus  in  Äthiopien  die  Zweifel  an  der  (eritreischen) 
Identität  des  Beschwerdeführers  und  den  Anschein,  wonach  er 
möglicherweise die äthiopische Staatsbürgerschaft besitze, verstärkten,

dass die vom Bundesamt festgestellten Widersprüche zu bestätigen sind 
und  der  Beschwerdeführer  dem  in  seiner  Rechtmitteleingabe  nichts 
Substanzielles entgegenzuhalten vermag,

dass  er  in  seiner  Beschwerde  im  Wesentlichen  ausführten,  die 
unterschiedlichen  Angaben  zu  seinem  Geburtsjahr  liessen  sich  durch 
verschiedenen Kalender in Äthiopien und Europa erklären,

dass  er  beim  Ausfüllen  des  Formulars  im  EVZ  F._______  die  Begriffe 
"Muttersprache" und "andere Sprache" verwechselt habe, weshalb es zu 
den widersprüchlichen Angaben gekommen sei,

dass  er  im  Rahmen  der  Anhörungen  kongruente  und  substanziierte 
Aussagen zu seiner Identität gemacht habe, weshalb das BFM vorliegend 
die Richtigkeit  der Angaben  des Beschwerdeführers  durch Abklärungen 
vor Ort zu bestätigen habe,

dass diese Ausführungen als unbeholfene Erklärungsversuche zu werten 
sind und sie nicht ansatzweise geeignet sind, die vom BFM festgestellten 
Unstimmigkeiten in einem anderen Licht erscheinen zu lassen,

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dass  die  eritreische  Herkunft  nach  Auffassung  des  Gerichts  insgesamt 
immerhin  zweifelhaft  erscheint,  zumal  die  Schilderungen  des 
Beschwerdeführers zu seiner eigenen Identität sowie zur Herkunft seiner 
Familie  unsubstanziiert  und  insgesamt  unzureichend  ausgefallen  sind 
und kaum Realkennzeichen aufweisen (vgl. A1/10 S. 1 und 3; A18/11 S. 
4 f.),

dass dies aber  letztlich  offenbleiben  kann,  zumal  aufgrund der Akten  in 
Übereinstimmung  mit  der  Vorinstanz  davon  auszugehen  ist,  der 
Beschwerdeführer sei äthiopischer Staatsangehöriger,

dass  mit  dem  neuen  Staatsbürgerschaftsgesetz  von  2003  Personen 
gemischter Herkunft der Anspruch auf die äthiopische Staatsbürgerschaft 
verliehen und mit der Direktive von 2004 eritreisch­stämmigen Personen 
die  Möglichkeit  gewährt  wurde,  ihren  Aufenthalt  in  Äthiopien  zu 
legalisieren (vgl. Schweizerische Flüchtlingshilfe [SFH] Äthiopien­Update, 
11. Juni 2009),

dass  somit  insgesamt  davon  auszugehen  ist,  der  Beschwerdeführer 
besitze  aufgrund  seiner  äthiopischen Mutter  und  der  Tatsache,  dass  er 
beinahe sein ganzes Leben in Äthiopien verbracht hat, gemäss Art. 3 der 
Proclamation  on  Ethiopian  Nationality  vom  23.  Dezember  2003 
(Proclamation No. 378/2003) die äthiopische Staatsbürgerschaft,

dass  daher  und  mit  Blick  auf  die  Mitwirkungspflicht  des 
Beschwerdeführers (Art. 8 AsylG) der Antrag in der Rechtsmitteleingabe, 
es seien zur Klärung seiner  Identität Abklärungen vor Ort vorzunehmen, 
abzulehnen ist,

dass  aufgrund  der  äthiopischen  Staatsangehörigkeit  die  vom 
Beschwerdeführer  vorgebrachten  Asylgründe  nicht  geglaubt  werden 
können,

dass die vorgetragenen Asylgründe aber auch deshalb unglaubhaft sind, 
weil  sich  der  Beschwerdeführer  bezüglich  der  behaupteten  Vorladung 
durch die Kebele­Behörden und des anschliessenden Landesverweises – 
wie vom BFM festgestellt – in Widersprüche verstrickte und oberflächliche 
und wenig nachvollziehbare Angaben machte,

dass  das  BFM  in  der  angefochtenen  Verfügung  ausführte,  es  sei  dem 
Beschwerdeführer nicht gelungen, die Vorladung und Ausweisung durch 
die äthiopischen Behörden konkret und substanziiert darzulegen,

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dass  er  auf  die  Frage,  weshalb  ihn  die  Beamten  aus  Äthiopien 
weggewiesen  hätten,  im  Rahmen  der  beiden  Anhörungen 
unterschiedliche Aussagen zu Protokoll gegeben habe, 

dass  ferner  in  Anbetracht  des  Vorbringens,  wonach  sein  Vater  für  das 
DERG­Regime und folglich gegen die EPLF/Shabia gekämpft habe, nicht 
nachvollziehbar  sei,  weshalb  die  äthiopischen  Behörden  den 
Beschwerdeführer  der  Spionage  zugunsten  Letzterer  bezichtigt  haben 
sollen,

dass das Vorbringen bezüglich der Vorladung durch die Kebele­Behörden 
und  deren  Aufforderung  an  den  Beschwerdeführer,  das  Land  zu 
verlassen,  nicht  hinreichend begründet worden  sei  und der  allgemeinen 
Erfahrung widerspreche,

dass diese Erwägungen – wie mit Zwischenverfügung vom 9. November 
2009 festgehalten – zu bestätigen sind und die Rechtsmitteleingabe keine 
Argumente  enthält,  welche  die  Einschätzung  des  BFM  in  Frage  stellen 
könnten,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach die Verdächtigung 
der äthiopischen Behörden auch für ihn nicht nachvollziehbar sei, nicht zu 
überzeugen vermag,

dass  ferner  sein  Argument,  die  erwähnten  Widersprüche  würden  sich 
nicht auf zentrale Punkte  in seinen Ausführungen beziehen, weshalb sie 
der  Glaubhaftigkeit  seiner  Vorbringen  nicht  abträglich  seien,  nicht 
einleuchtet,  handelt  es  sich  doch  bei  der  Frage  nach  seiner 
Herkunft/Staatsangehörigkeit  und  den  angeblichen  Vorwürfen  der 
äthiopischen Behörden um den Kern seines Vorbringens,

dass  es  sich  bei  seinem  Vorbringen,  wonach  er  seine  Fluchtgründe 
detailliert  und  widerspruchsfrei  geschildert  habe,  lediglich  um  eine 
pauschale Behauptung handelt,

dass  an  der  Einschätzung,  wonach  die  Ausführungen  des 
Beschwerdeführers insgesamt den Anforderungen an die Glaubhaftigkeit 
gemäss  Art. 7  AsylG  nicht  standhalten,  auch  die  eingereichten 
Beweismittel nichts zu ändern vermögen,

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dass es sich beim eingereichten "Nationalitätsausweis" seines Vaters um 
eine Bewohneridentitätskarte der Stadt Addis Abeba handelt,  in welcher 
die Stadt G._______ als dessen Geburtsort vermerkt ist,

dass  dieses  Dokument  keinen  Aufschluss  über  die  Staatsangehörigkeit 
seines  Vaters  gibt,  was  aber  letztlich  nicht  von  Belang  ist,  da  der 
Beschwerdeführer jedenfalls die äthiopische Staatsangehörigkeit besitzt,

dass sodann auch die ins Recht gelegte Vorladung der Verwaltung – wie 
mit  Zwischenverfügung  vom  9.  November  2009   festgehalten – 
ungeachtet deren Authentizität an der Einschätzung der Unglaubhaftigkeit 
nichts  ändert,  zumal  aus  dem  Dokument  der  Anlass  für  die  Vorladung 
nicht ersichtlich wird,

dass zudem auffällt, dass die Vorladung nach gregorianischem Kalender 
vom  (…)  (im  Original:  […])  datiert,  während  der  Beschwerdeführer  im 
Rahmen der Anhörungen geltend machte, die Vorladung am (…) erhalten 
zu haben (vgl. A1/10 S. 5; A18/11 S. 7),

dass  das  Bundesamt  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  daher  zu 
Recht  als  unglaubhaft  qualifiziert  hat  und  er  im  Weiteren  in  Äthiopien 
offensichtlich  nie  nennenswerte  Schwierigkeiten  hatte,  die  asylrechtlich 
von Bedeutung sein könnten (vgl. A1/10 S. 5),

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelingt,  die 
Flüchtlingseigenschaft  nachzuweisen  oder  zumindest  glaubhaft  zu 
machen,  weshalb  das  Bundesamt  das  Asylgesuch  zu  Recht  abgelehnt 
hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 
der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton 
keine  Aufenthaltsbewilligung  erteilt  hat  und  zudem  kein  Anspruch  auf 
Erteilung  einer  solchen  besteht  (vgl.  BVGE  2009/50),  weshalb  die 
verfügte Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen 
Bestimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn  der  Vollzug  der Wegweisung  nicht  zulässig,  nicht  zumutbar  oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG;  Art. 83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  ist,  wenn 
völkerrechtliche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der 
Ausländerin oder des Ausländers  in den Heimat­, Herkunfts­ oder einen 
Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass  keine  Person  in  irgendeiner  Form  zur  Ausreise  in  ein  Land 
gezwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem  Grund  nach  Art. 3  Abs. 1  AsylG  gefährdet  ist  oder  in  dem  sie 
Gefahr  läuft,  zur  Ausreise  in  ein  solches  Land  gezwungen  zu  werden 
(Art. 5  Abs. 1  AsylG;  vgl.  ebenso  Art. 33  Abs. 1  des  Abkommens  vom 
28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der Wegweisung  nach  Äthiopien  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker­ und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, 
da  es  dem  Beschwerdeführer  nicht  gelungen  ist,  eine  asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non­Refoulement im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,

dass  überdies  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige 
Behandlung  im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) 
ersichtlich sind, die in Äthiopien drohen,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 
erweist,  wenn  sie  im  Heimat­  oder  Herkunftsstaat  auf  Grund  von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer 
Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass  bezüglich  Äthiopien  –  und  insbesondere  bezüglich  der Hauptstadt 
Addis  Abeba  –  unter  den  heute  bestehenden  Verhältnissen  nicht  von 
Krieg, Bürgerkrieg oder von einer Situation allgmeiner Gewalt gesprochen 
werden kann,

dass  sodann  auch  keine  individuellen  Merkmale  bestehen,  welche  den 
Vollzug  der  Wegweisung  als  unzumutbar  erscheinen  lassen  könnten, 
zumal  der  junge  und  –  soweit  aus  den  Akten  ersichtlich  –  gesunde 
Beschwerdeführer  insbesondere über  insgesamt zwölf Jahre Schul­ und 
Berufsbildung sowie Arbeitserfahrung als Schreiner verfügt (vgl. A1/10 S. 
2 f.; A18/11 S. 6),

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dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat  schliesslich  möglich  ist,  da  keine  Vollzugshindernisse 
bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem Beschwerdeführer obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (vgl.  Art. 8  Abs. 4 
AsylG und dazu auch BVGE 2008/34 E. 12 S. 513 – 515),

dass  nach  dem  Gesagten  der  vom  Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  demnach  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig  feststellt oder 
unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde abzuweisen 
ist,

dass  bei  diesem  Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.­ 
(Art. 1 – 3  des Reglements  vom  21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG) und mit dem am 17. November 2009 in gleicher Höhe geleisteten 
Kostenvorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.  
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.­  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt  und  mit  dem  in  gleicher  Höhe  geleisteten  Kostenvorschuss 
verrechnet.

3. 
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
zuständige kantonale Behörde.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Nina Hadorn

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