# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 08b35c16-4186-5a92-bd71-d3d8399c177f
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-09-03
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 03.09.2025 VBE.2024.514
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2024-514_2025-09-03.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

2. Kammer 

 

VBE.2024.514 / ms / hf  
Art. 111 

 

 

Urteil vom 3. September 2025 
 
 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident  

Oberrichterin Fischer  

Oberrichterin Hausherr  

Gerichtsschreiber Schweizer          

 

 
   

Beschwerde-

führer  

 A._____ 

vertreten durch Leonie Walkenhorst, Rechtsanwältin, Marktgasse 44, 

4310 Rheinfelden    

 

 
   

Beschwerde-

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau   

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG allgemein; Hilfsmittel  

(Verfügung vom 18. September 2024) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Dem 1981 geborenen Beschwerdeführer wurde infolge einer im Juli 2011 

erlittenen Beinverletzung mit durch einen Infekt kompliziertem Heilverlauf 

im Jahre 2016 der linke Oberschenkel amputiert, weswegen er seit 2021 

verschiedene Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 

bezieht respektive bezog. Mit Verfügung vom 24. August 2022 erteilte die 

Beschwerdegegnerin ihm Kostengutsprache für die Abgabe eines elektro-

nischen Kniegelenks in Höhe von Fr. 36'102.65. 

 

In Zusammenhang mit dem Umzug mit seiner Familie in ein neu gebautes 

Einfamilienhaus ersuchte der Beschwerdeführer am 23. März 2023 um 

Kostenübernahme für den Einbau eines Treppenlifts in der Höhe von 

Fr. 41'787.60. Daraufhin holte die Beschwerdegegnerin eine fachtech-

nische Beurteilung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft Hilfsmittelbe-

ratung für Behinderte und Betagte (SAHB) ein. Nach durchgeführtem Vor-

bescheidverfahren wies sie das Gesuch um Kostengutsprache für einen 

Treppenlift mit Verfügung vom 18. September 2024 ab. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 18. September 2024 erhob der Beschwerdefüh-

rer mit Eingabe vom 18. Oktober 2024 fristgerecht Beschwerde und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei die Verfügung vom 18. September 2024 aufzuheben und das 
Leistungsbegehren auf Kostenübernahme des Kostenbeitrags von 
CHF 36'548.60 sei gutzuheissen. 

 
 2. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vor-

instanz zurückzuweisen. 
 
 3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerde-

gegnerin." 

 

2.2. 

Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Vernehmlassung vom 18. Novem-

ber 2024 die Abweisung der Beschwerde. 

 

 
   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Gesuch des Be-

schwerdeführers um Kostengutsprache für einen Treppenlift mit Verfügung 

 - 3 - 

 

 

vom 18. September 2024 (Vernehmlassungsbeilage [VB] 156) zu Recht 

abgewiesen hat. 

 

2. 

2.1. 

Gemäss Art. 8 Abs. 1 IVG haben Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 

ATSG) bedrohte Versicherte Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, 

soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die 

Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wiederherzustellen, zu er-

halten oder zu verbessern. Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht 

der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Einglie-

derung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Art. 8 Abs. 2 IVG). 

Zu den Eingliederungsmassnahmen gehört unter anderem die Abgabe von 

Hilfsmitteln (Art. 8 Abs. 3 lit. d IVG).  

 

2.2. 

2.2.1. 

Versicherte Personen haben gemäss Art. 21 Abs. 1 Satz 1 IVG im Rahmen 

einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, 

welche sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Auf-

gabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für 

die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionel-

len Angewöhnung bedürfen. Die versicherte Person, die infolge ihrer Inva-

lidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Um-

welt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedarf, hat im Rahmen 

einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Er-

werbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Art. 21 Abs. 2 IVG). 

 

2.2.2. 

Der Bundesrat hat in Art. 14 IVV die Befugnis zum Erlass der Hilfsmittel-

liste, einschliesslich derjenigen zum Erlass näherer Bestimmungen über 

Beiträge an die Kosten invaliditätsbedingter Anpassungen von Geräten und 

Immobilien, an das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) dele-

giert, welches gestützt darauf die Verordnung des EDI über die Abgabe von 

Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit der im Anhang auf-

geführten Liste der Hilfsmittel erlassen hat. Nach Art. 2 HVI besteht im Rah-

men dieser Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewe-

gung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbst-

sorge notwendig sind (Abs. 1). Der Anspruch erstreckt sich auch auf das 

invaliditätsbedingt notwendige Zubehör und die invaliditätsbedingten An-

passungen (Abs. 3). Es besteht nur Anspruch auf Hilfsmittel in einfacher, 

zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung (Abs. 4 Satz 1). Die im An-

hang zur HVI enthaltene Liste ist insofern abschliessend, als sie die in 

Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt (Art. 21 IVG i.V.m. Art. 2 

Abs. 1 HVI; vgl. BGE 131 V 9 E. 3.4.2 S. 14 f.). 

 

 - 4 - 

 

 

2.3. 

2.3.1. 

Die Hilfsmittelversorgung unterliegt den allgemeinen Anspruchsvoraus-

setzungen gemäss Art. 8 IVG. Das Hilfsmittel muss daher im Einzelfall 

dazu bestimmt und geeignet sein, der gesundheitlich beeinträchtigten ver-

sicherten Person in wesentlichem Umfange zur Erreichung eines der ge-

setzlich anerkannten Ziele zu verhelfen. Versicherte haben in der Regel nur 

Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, 

notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Um-

ständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliederung 

lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch 

genügend ist, ferner muss der voraussichtliche Erfolg einer Eingliederungs-

massnahme in einem vernünftigen Verhältnis zu ihren Kosten stehen 

(BGE 122 V 212 E. 2c S. 215 mit Hinweisen). Nach dem Verhältnismässig-

keitsgrundsatz hat die IV für einen in sachlicher, zeitlicher, wirtschaftlich-

finanzieller oder persönlicher Hinsicht unangemessenen Mitteleinsatz 

ebenso wenig aufzukommen wie für ungeeignete oder nicht notwendige 

Massnahmen (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts 

zum IVG, 4. Aufl. 2022, N. 29 zu Art. 21-21quater IVG). Nach der Recht-

sprechung bezieht sich die Notwendigkeit des Hilfsmittels auf die konkrete 

Situation, in welcher die versicherte Person lebt (BGE 135 I 161 E. 5.1 

S. 166). 

 

2.3.2. 

Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, 

dass eine versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zu-

mutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen der Invalidität bestmöglich 

zu mildern (BGE 113 V 28 E. 4a S. 28 mit Hinweisen). Dieses Gebot der 

Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung gel-

tenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 120 V 368 

E. 6b S. 373; 117 V 275 E. 2b S. 278), wobei jedoch von der versicherten 

Person nur Vorkehrungen verlangt werden können, die unter Berücksichti-

gung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzel-

falles zumutbar sind (einlässlich hierzu BGE 113 V 28 E. 4a S. 28 mit Hin-

weisen). Rechtsprechungsgemäss darf sich die Verwaltung bei den Anfor-

derungen, welche unter dem Titel der Schadenminderung an eine ver-

sicherte Person gestellt werden, nicht einseitig von den wirtschaftlichen In-

teressen der Versichertengemeinschaft leiten lassen, sondern sie hat auch 

die grundrechtlich geschützten Betätigungsmöglichkeiten des Leistungsan-

sprechers in seiner Lebensgestaltung angemessen zu berücksichtigen. 

Welchem Interesse hierbei der Vorrang zukommt, kann nicht generell ent-

schieden werden. Allgemein gilt, dass die Anforderungen an die Schaden-

minderungspflicht zulässigerweise dort strenger sind, wo eine erhöhte In-

anspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht (BGE 113 V 22 

E. 4d S. 32 f.; vgl. auch BGE 134 I 105 E. 8.2 S. 111 sowie Urteile des Eid-

genössischen Versicherungsgerichts I 55/02 vom 15. Juli 2002 E. 1b und 

 - 5 - 

 

 

I 495/06 vom 5. Juli 2007 E. 3.3 mit Hinweisen sowie Urteile des Bundes-

gerichts 9C_916/2010 vom 20. Juni 2011 E. 3.3 und 8C_48/2010 vom 

20. September 2010 E. 4). 

 

2.4. 

Gemäss Ziff. 14.05 HVI-Anhang haben Versicherte Anspruch auf Hebe-

bühnen, Treppenlifte und Rampen sowie Beseitigung oder Änderung von 

baulichen Hindernissen im und um den Wohn-, Arbeits-, Ausbildungs- und 

Schulungsbereich, die ohne einen solchen Behelf ihren Aufenthaltsort nicht 

verlassen können. Der Anspruch besteht nicht bei Aufenthalt im Heim. Die 

Abgabe von Hebebühnen, Treppenliften und Rampen erfolgt leihweise. 

 

3. 

3.1. 

Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung der Abweisung des Ge-

suchs um Kostengutsprache für einen Treppenlift im Wesentlichen aus, mit 

dem Beinprothesensystem mit elektronischem Kniegelenk sei es dem Be-

schwerdeführer möglich, die Treppen im Haus zu überwinden. Durch das 

bereits vorhandene Hilfsmittel könne das Eingliederungsziel der Fortbewe-

gung zu Hause somit erreicht werden. Im Rahmen der Schadenminde-

rungspflicht könne zudem erwartet werden, dass die Ruhepausen im Roll-

stuhl so gelegt würden, dass der Beschwerdeführer seinen Anteil an der 

Besorgung des gemeinsamen Haushaltes und der Kinderbetreuung ohne 

einen Treppenlift erledigen könne, "dies etwa durch Mithilfe von Familien-

angehörigen bei der Kinderbetreuung und den Haushaltsarbeiten sowie die 

Übernahme von Verpflichtungen im Haushalt, welche kein übermässiges 

Wechseln zwischen den verschiedenen Etagen erfordern" würden. Es 

könne erwartet werden, dass sich die Kinder in den Zeiten, in welchen sie 

vom Beschwerdeführer betreut werden, im Erdgeschoss aufhalten und für 

die vom Beschwerdeführer geschilderten Notfallsituationen andere Be-

treuungsmöglichkeiten organisiert werden (VB 156 S. 1 f.). 

 

Der Beschwerdeführer macht demgegenüber im Wesentlichen geltend, er 

benötige die Beinprothese, um seiner Arbeit als Servicetechniker (bis Ende 

September 2024 im Pensum von 60 % und seit Oktober 2024 im Pensum 

von 80 %), welche mit einer erheblichen Stumpfbelastung einhergehe und 

zu Druckstellen und Beeinträchtigungen führen könne, nachzugehen. So-

bald er nach Hause komme, müsse er die Prothese zur Druckentlastung 

ausziehen und könne sie danach – aufgrund starker Volumenschwankung 

bzw. Anschwellens des Stumpfes – nicht schon nach kurzer Zeit wieder 

anziehen. Da er nach der Arbeit die drei Kinder betreue, müsse er vom 

Erdgeschoss ins Dachgeschoss, wo sich die Kinderzimmer befänden, 

wechseln können, da deren Betreuung bei einem Aufenthalt in nur einem 

Geschoss nicht möglich sei. Da er die Prothese nicht erneut anziehen 

könne, müsste er sie nach der Arbeit für weitere Stunden anbehalten und 

am Wochenende ebenfalls anziehen und die Ruhephase aufschieben bzw. 

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verkürzen oder gar ausfallen lassen, was zu Druckstellen und offenen Wun-

den am Stumpf führen würde (Beschwerde S. 5 ff.).  

 

3.2. 

3.2.1. 

Gemäss Bericht der SAHB vom 21. März 2024 leidet der Beschwerdeführer 

an einer Behinderung, durch welche er auf eine Oberschenkelprothese an-

gewiesen ist, um sich gehend fortzubewegen. Im Innenbereich benötige er 

dabei oft Haltemöglichkeiten und im Aussenbereich Gehstöcke. Da er wäh-

rend der Ausübung seiner Erwerbstätigkeit in stehender Körperhaltung sein 

müsse, verbringe er zwecks Erholung des Beinstumpfes seine Freizeit 

ohne Prothese bzw. im Rollstuhl sitzend. Der Beschwerdeführer wohne zu-

sammen mit seiner Ehefrau und den drei Kindern (im Alter von 10, 8 und 

5 Jahren) im eigenen 5½-Zimmer Einfamilienhaus. Das Haus liege an stei-

ler Hanglage. Die Wohnung sei von der Quartierstrasse her über den ram-

penartigen Hauszugang mit Autoabstellplatz und die Haustüre erreichbar. 

Die Familie wohne seit April 2023 im neu erstellten eigenen Einfamilien-

haus. Weil dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau die Möglichkeit ge-

geben worden sei, auf dem an das elterliche Haus angrenzenden Grund-

stück zu bauen, hätten sich diese für das Erstellen eines Einfamilienhauses 

entschieden. Es sei eine begrenzte bebaubare Fläche zur Verfügung ge-

standen, welche in steilem Gelände liege. Diese Kombination habe ledig-

lich den Bau eines dreigeschossigen Hauses ermöglicht. Vom Hausein-

gang im Untergeschoss gelange man über eine gewundene Innentreppe 

zum Obergeschoss, wo das Schlafzimmer des Beschwerdeführers, ein Ba-

dezimmer, die Küche und das Wohn- und Esszimmer eingerichtet seien. 

Im Dachgeschoss seien die Kinderzimmer untergebracht. Es sei dem Be-

schwerdeführer nur unter Sturzgefahr möglich, die Treppen zu überwinden. 

Weil er im Rahmen der elterlichen Aufsichtspflicht die Kinderzimmer auch 

bei Abwesenheit seiner Ehefrau erreichen können müsse, sei er zwingend 

auf eine Treppenliftanlage angewiesen. Seine Ehefrau arbeite zu 50 % als 

Pflegefachfrau bei der Spitex und dies im Spätdienst und an den Wochen-

enden bzw. zu jenen Zeiten, in denen der Beschwerdeführer zu Hause sei. 

Die Abklärung vor Ort habe auch ergeben, dass vom Einsatz eines Sitz-

Treppenlifts abzusehen sei, weil der Beschwerdeführer sich am Ende des 

Arbeitstages nur noch im Rollstuhl fortbewegen könne. Diese Zeit benötige 

er zur Erholung des Stumpfes für den nächsten Arbeitstag (VB 128 S. 2). 

 

3.2.2. 

Im Bericht vom 26. Juni 2024 hielt Dr. med. B._____, Facharzt für Orthopä-

dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, fest, dass 

der Beschwerdeführer jeweils drei Tage hintereinander arbeite. An diesen 

Tagen trage er die Prothese in der Regel von ca. 7:00 Uhr früh bis 

19:00 Uhr abends. Wenn immer möglich, mache er eine Tragepause über 

den Mittag, da die Stumpfbeschwerden bereits nach wenigen Stunden 

Tragzeit beginnen würden. An den arbeitsfreien Tagen sowie an den Aben-

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den der Arbeitstage trage er die Prothese nicht, weil es belastungsab-

hängig zu Reizungen an der Stumpfspitze mit entsprechenden Beschwer-

den komme. Im Bereich der medialen Stumpfspitze komme es zu Blauver-

färbungen. Zusätzlich komme es intermittierend auch im Schritt im Bereich 

des medialen Prothesenoberrandes zu Hautirritationen. Wegen starker Vo-

lumenschwankungen trage der Beschwerdeführer über der Prothese zu-

sätzlich eine Bandage, um bei geringerem Volumen die Prothese nicht zu 

verlieren. Nach dem Ausziehen der Prothese abends schwelle der Stumpf 

rasch an, so dass ein erneutes Anziehen der Prothese nicht mehr möglich 

sei. Ohne Prothese sei der Beschwerdeführer in der Regel mit einem Roll-

stuhl unterwegs. Nur wenn er den Rollstuhl nicht nutzen könne, greife er 

auf Vorderarmstöcke zurück. Mit diesen sei eine eingeschränkte Mobilität 

möglich. Dr. med. B._____ hielt im Weiteren fest, gemäss eigenen 

Angaben habe der Beschwerdeführer eine gute bis sehr gute Gehfähigkeit 

erreicht. Dieser könne die Prothese ganztags tragen. Es komme allerdings 

zu belastungsabhängigen Stumpfbeschwerden, welche es ihm nur 

erlauben würden, drei Tage zu arbeiten. Wenn der Beschwerdeführer nicht 

arbeite, sei er in der Regel im Rollstuhl unterwegs. Er – Dr. med. B._____ 

– könne bestätigen, dass einerseits die klinischen Befunde zu den 

anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers passen würden und 

andererseits "die Geschichte" des Beschwerdeführers nicht unüblich sei. 

Eine optimale und maximale Belastbarkeit des Amputationsstumpfes 

würden leider weniger Patienten erreichen, als sie (die Ärzte) sich dies 

wünschen würden (VB 149 S. 6). 

 

3.2.3. 

In seiner Stellungnahme vom 17. Juli 2024 führte der Orthopädist des Be-

schwerdeführers aus, dieser sei als Rehatechniker körperlich stark gefor-

dert. Die tägliche Belastung durch das ständige Tragen der Prothese führe 

zu einer erheblichen Ermüdung, insbesondere am Ende eines langen Ar-

beitstages. Auch wenn der Beschwerdeführer die Prothese gut nutzen 

könne, bestehe ein erhöhtes Risiko für Überlastung und daraus resultie-

rende Verletzungen. Ein Treppenlift würde dieses Risiko erheblich reduzie-

ren, weil der Beschwerdeführer damit im Rollstuhl sicher und schonend die 

Stockwerke wechseln könnte. Dies sei auch wichtig, wenn er eine Wunde 

am Stumpf habe oder sich ein Pickel am Stumpf entzünde etc. (VB 149 

S. 3 f.). 

 

3.3. 

Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass aufgrund der Schadenmin-

derungspflicht betreffend die Kinderbetreuung die Mithilfe von Familienan-

gehörigen zu berücksichtigen sei und für Notfallsituationen andere Be-

treuungsmöglichkeiten organisiert werden müssten (vgl. VB 156 S. 2). Es 

ergibt sich aus den Akten jedoch nicht, ob und gegebenenfalls in welchem 

(zumutbaren) zeitlichen Umfang Familienangehörige bei der Betreuung der 

Kinder, insbesondere während den Arbeitszeiten der Ehefrau des Be-

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schwerdeführers, die gemäss eigenen Angaben als Pflegefachfrau im 

Spätdienst und an Wochenenden arbeitet (vgl. VB 128 S. 2; vgl. auch Be-

schwerde S. 4), tatsächlich Unterstützung leisten könnten. Da sich die Kin-

derzimmer im Dachgeschoss befinden (vgl. VB 128 S. 2) kann auch nicht 

davon ausgegangen werden, dass diese sich zu den Zeiten, in denen sie 

(ausschliesslich) durch den Beschwerdeführer betreut werden, mehrheit-

lich im Erdgeschoss aufhalten könnten. Die Beschwerdegegnerin hat keine 

Abklärungen über die konkreten Verhältnisse vor Ort, die Aufgaben des 

Beschwerdeführers in den Bereichen Haushalt und Kinderbetreuung wie 

auch hinsichtlich der für den Beschwerdeführer im Rahmen des Zumutba-

ren bestehenden Möglichkeiten, sich so zu organisieren, dass er das Ein-

gliederungsziel der Fortbewegung zu Hause auch ohne einen Treppenlift 

erreichen kann, getroffen. Weiter geht aus den vorhandenen Akten nicht 

hervor, ob es dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht überhaupt 

möglich wäre, die Ruhepausen im Rollstuhl so zu legen, dass er seine Auf-

gaben bei der Besorgung des gemeinsamen Haushaltes und der Kinder-

betreuung ohne einen Treppenlift erfüllen könnte. So muss er die Prothese 

gemäss Bericht vom 26. Juni 2024 von Dr. med. B._____ nach einem Ar-

beitstag ablegen und kann diese dann aufgrund der Schwellung des Bein-

stumpfes (bis am folgenden Morgen) nicht mehr anlegen (vgl. VB 149 S. 6). 

Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin gab die SAHB sodann an, dass 

die Prothese von "morgens bis abends" getragen werden könne (VB 131). 

Folglich ist auch unklar, ob dem Beschwerdeführer das Tragen der Pro-

these nach einem Arbeitstag zwecks Überwindung der Treppen zu Hause 

– wie dies von der Beschwerdegegnerin angenommen wird – überhaupt 

zumutbar ist. 

 

Demnach erweisen sich die Abklärungen der Beschwerdegegnerin betref-

fend den für die Beurteilung des Anspruchs des Beschwerdeführers auf 

einen Treppenlift relevanten Sachverhalt im Lichte der Untersuchungsma-

xime als nicht rechtsgenüglich.  

 

4. 

4.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, 

dass die angefochtene Verfügung vom 18. September 2024 aufzuheben 

und die Sache zur weiteren Abklärung und zur Neuverfügung an die Be-

schwerdegegnerin zurückzuweisen ist (vgl. BGE 139 V 99 E. 1.1 S. 100; 

BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 S. 264 f.). 

 

4.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 400.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. 

 - 9 - 

 

 

 

4.3. 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Ersatz der rich-

terlich festzusetzenden Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG), denn die Rück-

weisung der Sache an die Verwaltung zwecks Vornahme ergänzender Ab-

klärungen gilt als anspruchsbegründendes Obsiegen (BGE 132 V 215 

E. 6.1 S. 235 mit Hinweisen). 
 

 
   

Das Versicherungsgericht erkennt: 
 

1. 

In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung vom 

18. September 2024 aufgehoben und die Sache zur weiteren Abklärung im 

Sinne der Erwägungen und zur Neuverfügung an die Beschwerdegegnerin 

zurückgewiesen. 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 400.00 werden der Beschwerdegegnerin auf-

erlegt. 

 

3. 

Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer die Par-

teikosten in richterlich festgesetzter Höhe von Fr. 2'000.00 zu bezahlen. 
 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  
 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 

6004 Luzern, zuzustellen. 
 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 - 10 - 

 

 

   

Aarau, 3. September 2025 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

2. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber: 

 

 

 

Roth Schweizer