# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** efd4aa9f-fe90-58bb-911c-12c14ba1e40f
**Source:** Bundesstrafgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-04-10
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 10.04.2008 RR.2008.32
**Docket/Reference:** RR.2008.32
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG_001_RR-2008-32_2008-04-10

## Full Text

Auslieferung an die Tschechische Republik
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG); Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG);;Auslieferung an die Tschechische Republik
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG); Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG);;Auslieferung an die Tschechische Republik
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG); Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG);;Auslieferung an die Tschechische Republik
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG); Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG)

Entscheid vom 10. April 2008 
II. Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Cornelia Cova, Vorsitz, 
Andreas J. Keller und Jean-Luc Bacher, 
Gerichtsschreiberin Lea Unseld 

   
 
Parteien 

  
A., vertreten durch Rechtsanwalt Eduard M. Barci-
kowski, 

Beschwerdeführer 
 

 gegen 
   

BUNDESAMT FÜR JUSTIZ, FACHBEREICH AUS-
LIEFERUNG, 

Beschwerdegegnerin 
 
 

Gegenstand  Auslieferung an die Tschechische Republik 
 
Auslieferungshaftbefehl (Art. 48 Abs. 2 IRSG); Ge-
such um unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 VwVG) 

 

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

Geschäftsnummer:  RR.2008.32 / RP.2008.9 
 
 
 

 

 

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Sachverhalt: 
 

A. Interpol Prag hat mit Meldung vom 22. März 2006, ergänzt am 30. März 
und 14. September 2006, gestützt auf einen Haftbefehl des Stadtgerichts 
Prag vom 1. März 2006 und einen Europäischen Haftbefehl vom 11. Sep-
tember 2006 um Verhaftung des deutschen Staatsangehörigen A. im Hin-
blick auf seine Auslieferung an Tschechien ersucht (act. 3.1 - 3.3). A. ist mit 
Urteil des Stadtgerichts Prag vom 2. Februar 1993, bestätigt durch das Ur-
teil des Obergerichts Prag vom 14. Dezember 1994, wegen Diebstahls und 
Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren verurteilt worden, wobei 
aufgrund der anzurechnenden Untersuchungshaft noch eine Restfreiheits-
strafe von fünf Jahren, neun Monaten und zwei Tagen zu vollstrecken ist 
(act. 3.9). A. ist am 8. Februar 2008 am Grenzübergang in Rheinfelden 
(AG) angehalten (act. 3.6) und am 9. Februar 2008 in provisorische Auslie-
ferungshaft versetzt worden (act. 3.4). Er hat sich anlässlich seiner Einver-
nahme durch das Bezirksamt Rheinfelden vom 9. Februar 2008 einer ver-
einfachten Auslieferung an Tschechien widersetzt (act. 3.5). Das Bundes-
amt für Justiz (nachfolgend “Bundesamt“) hat daher am 12. Februar 2008 
einen Auslieferungshaftbefehl gegen A. erlassen (act. 3.12). Auf Ersuchen 
des tschechischen Justizministeriums (act. 3.10) hat das Bundesamt die 
Frist für die Vorlage des formellen Auslieferungsersuchens am 15. Februar 
2008 auf 40 Tage verlängert (act. 3.11). 
 
 

B. A. gelangt gegen den Auslieferungshaftbefehl vom 12. Februar 2008 mit 
Beschwerde vom 25. Februar 2008 ans Bundesstrafgericht mit den Anträ-
gen, der Auslieferungshaftbefehl sei aufzuheben und er sei aus der Auslie-
ferungshaft zu entlassen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulas-
ten der Beschwerdegegnerin. Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechts-
pflege zu gewähren und in der Person von Rechtsanwalt Barcikowski ein 
amtlicher Rechtsbeistand beizugeben (act. 1). 

 
Das Bundesamt stellt in der Vernehmlassung vom 28. Februar 2008 Antrag 
auf Abweisung der Beschwerde (act. 3). A. hat am 6. März 2008 repliziert 
(act. 4). Das Bundesamt hat mit Schreiben vom 12. März 2008 auf eine 
Duplik verzichtet (act. 7). 

 
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen. 

 
 

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Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung: 
 

1. Für den Auslieferungsverkehr und die vorläufige Auslieferungshaft zwi-
schen der Schweiz und der Tschechischen Republik sind primär das Euro-
päische Auslieferungsübereinkommen vom 13. Dezember 1957 (EAUe, 
SR 0.353.1) sowie das zu diesem Übereinkommen am 15. Oktober 1975 
ergangene erste Zusatzprotokoll (1. ZP, SR 0.353.11) und das am 17. März 
1978 ergangene zweite Zusatzprotokoll (2. ZP, SR 0.353.12) massgebend. 
Wo Übereinkommen und Zusatzprotokolle nichts anderes bestimmen, fin-
det auf das Verfahren der Auslieferung und der vorläufigen Auslieferungs-
haft ausschliesslich das Recht des ersuchten Staates Anwendung (Art. 22 
EAUe), namentlich das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internatio-
nale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG, SR 351.1) und die Verordnung vom 
24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV, 
SR 351.11). Das innerstaatliche Recht gelangt nach dem Günstigkeitsprin-
zip auch dann zur Anwendung, wenn dieses geringere Anforderungen an 
die Auslieferung stellt (BGE 129 II 462 E. 1.1 S. 464; 122 II 140 E. 2 
S. 142). 

 
 
2. Gegen einen Auslieferungshaftbefehl kann innert zehn Tagen ab der 

schriftlichen Eröffnung bei der II. Beschwerdekammer des Bundesstrafge-
richts Beschwerde geführt werden (Art. 48 Abs. 2 i.V.m. Art. 47 IRSG; 
Art. 28 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 über das 
Bundesstrafgericht, SGG, SR 173.71; Art. 9 Abs. 3 des Reglements für das 
Bundesstrafgericht, SR 173.710). Der Auslieferungshaftbefehl vom 
12. Februar 2008 wurde dem Beschwerdeführer am 14. Februar 2008 er-
öffnet (act. 3.12). Die Beschwerde vom 25. Februar 2008 wurde demnach 
fristgerecht eingereicht (vgl. Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 20 Abs. 3 VwVG), 
weshalb darauf einzutreten ist. 

 
 
3.  
3.1 Die Verhaftung während des ganzen Auslieferungsverfahrens bildet die 

Regel (BGE 117 IV 359 E. 2a S. 362; bestätigt in BGE 130 II 306 E. 2 
S. 309 ff.). Eine Aufhebung des Auslieferungshaftbefehls und eine Haftent-
lassung rechtfertigen sich ausnahmsweise, wenn der Verfolgte sich vor-
aussichtlich der Auslieferung nicht entzieht und die Strafuntersuchung nicht 
gefährdet (Art. 47 Abs. 1 lit. a IRSG), wenn er den sogenannten Alibibeweis 
erbringt, indem er ohne Verzug nachweist, dass er zur Zeit der Tat nicht am 
Tatort war (Art. 47 Abs. 1 lit. b IRSG), wenn er nicht hafterstehungsfähig ist 
oder andere Gründe vorliegen, die eine weniger einschneidende Mass-

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nahme rechtfertigen (Art. 47 Abs. 2 IRSG), wenn das Ersuchen und dessen 
Unterlagen nicht rechtzeitig eintreffen (Art. 50 Abs. 1 IRSG; Art. 16 Ziff. 4 
EAUe) oder wenn sich die Auslieferung als offensichtlich unzulässig erweist 
(Art. 51 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 - 5 IRSG). Diese Aufzählung ist nicht abschlies-
send (BGE 130 II 306 E. 2.1 S. 309; 117 IV 359 E. 2a S. 361 f.). Offensicht-
lich unzulässig kann ein Auslieferungsersuchen sein, wenn ohne jeden 
Zweifel und ohne weitere Abklärungen ein Ausschlussgrund vorliegt (vgl. 
BGE 111 IV 108 E. 3a S. 110). Im Übrigen sind Vorbringen gegen die Aus-
lieferung als solche oder gegen die Begründetheit des Auslieferungsbegeh-
rens im eigentlichen Auslieferungsverfahren zu prüfen. Die ausnahmsweise 
zu gewährende Haftentlassung ist deshalb an strengere Voraussetzungen 
gebunden als der Verzicht auf die gewöhnliche Untersuchungshaft in einem 
Strafverfahren oder die Entlassung aus einer solchen (vgl. BGE 130 II 306 
E. 2.2 und 2.3 S. 309 f.; 111 IV 108 E. 2 S. 110). 

 
3.2 Der Beschwerdeführer macht geltend, die Auslieferungshaft stütze sich auf 

keinen gültigen Rechtstitel und werde daher Art. 42 lit. a IRSG nicht ge-
recht. Der Europäische Haftbefehl gehe dem internationalen Haftbefehl vor. 
Der internationale Haftbefehl sei daher infolge des Erlasses des Europäi-
schen Haftbefehls nicht mehr gültig. Deutschland habe zudem dem Hafter-
suchen von Interpol Prag vom 22. März 2006 nicht stattgegeben und seine 
Auslieferung an Tschechien verweigert, mit der Begründung, die fraglichen 
Taten seien nach deutschem Recht verjährt. Der Europäische Haftbefehl 
sei deshalb durch die korrekte Bearbeitung des tschechischen Ersuchens 
durch die deutschen Behörden konsumiert worden und könne folglich auch 
nicht Grundlage für die Auslieferung durch die Schweiz bilden (act. 5). 

 
3.2.1 Fahndungs- und Festnahmeersuchen zum Zwecke der Auslieferung müs-

sen ausser den Angaben gemäss Art. 28 Abs. 2 und 3 lit. a IRSG Hinwei-
se enthalten auf das Bestehen eines gültigen Hafttitels, das Datum seiner 
Ausstellung und die Behörde, die ihn erlassen hat (Art. 42 lit. a IRSG). 
Art. 16 Ziff. 1 EAUe sieht vor, dass die zuständigen Behörden des ersu-
chenden Staates in dringenden Fällen um vorläufige Festnahme des Ver-
folgten ersuchen können. Gemäss Art. 16 Ziff. 2 EAUe ist im Ersuchen 
um vorläufige Verhaftung u.a. anzuführen, dass ein in Art. 12 Ziff. 2 lit. a 
EAUe erwähntes, vollstreckbares verurteilendes Erkenntnis, ein Haftbe-
fehl oder eine andere, nach den Formvorschriften des ersuchenden Staa-
tes ausgestellte Urkunde mit gleicher Rechtswirkung vorhanden ist. 

 
3.2.2 Das Verhaftersuchen von Interpol Prag stützt sich auf einen Haftbefehl 

des Stadtgerichts Prag vom 1. März 2006 und einen Europäischen Haft-
befehl vom 11. September 2006. Sowohl der Haftbefehl des Stadtgerichts 

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Prag als auch der Europäische Haftbefehl werden den Anforderungen von 
Art. 42 lit. a IRSG und Art. 16 Ziff. 2 i.V.m. Art. 12 Ziff. 2 lit. a EAUe ge-
recht und stellen gültige Haftbefehle im Sinne dieser Bestimmungen dar. 
Beim Haftbefehl des Stadtgerichts Prag und dem Europäischen Haftbe-
fehl handelt es sich um gleichwertige Hafttitel im Sinne von Art. 42 lit. a 
IRSG und Art. 16 Ziff. 2 i.V.m. Art. 12 Ziff. 2 lit. a EAUe. Die Rüge des 
Beschwerdeführers, der Europäische Haftbefehl gehe dem Haftbefehl des 
Stadtgerichts Prag vom 1. März 2006 vor, weshalb letzterer nicht mehr 
gültig sei, ist offensichtlich unbegründet. Auch die Behauptung, durch die 
korrekte Behandlung des Verhaftersuchens von Interpol Prag vom 
22. März 2006 in Deutschland sei der Europäische Haftbefehl vom 
11. September 2006 konsumiert worden, entbehrt jeder Grundlage. Ob 
sich die Vollstreckungshaftbefehle schliesslich auf ein rechtskräftiges und 
vollstreckbares Strafurteil beziehen, ist im Rahmen der vorliegenden Haft-
beschwerde grundsätzlich nicht zu prüfen.  

 
3.2.3 Gemäss Art. 9 Satz 2 EAUe kann die Auslieferung unter Berufung auf den 

Grundsatz “ne bis in idem“ abgelehnt werden, wenn die zuständigen Be-
hörden des ersuchten Staates entschieden haben, wegen derselben 
Handlungen kein Strafverfahren einzuleiten oder ein bereits eingeleitetes 
Strafverfahren einzustellen (vgl. auch Art. 2 des 1. ZP). Eine vormalige 
Verweigerung der Auslieferung (aus anderen Gründen) hindert den ersu-
chenden Staat demgegenüber nicht, zu einem späteren Zeitpunkt von ei-
nem anderen oder auch dem selben Staat erneut die Auslieferung zu ver-
langen (BGE 121 II 93 E. 3 S. 94; Urteil des Bundesgerichts 1A.13/2007 
vom 9. März 2007, E. 2.1; TPF RR.2007.53 vom 4. Mai 2007 E. 4.2.2). 
Der Umstand, dass Deutschland zuvor die Auslieferung des Beschwerde-
führers abgelehnt hat, stellt demnach kein Auslieferungshindernis dar. Es 
kann darin auch nicht, wie vom Beschwerdeführer gerügt, eine Beihilfe 
zur Umgehung des europäischen Rechts gesehen werden.  

 
3.3 Der Beschwerdeführer argumentiert weiter, die Auslieferung sei offensicht-

lich unzulässig, da die Vollstreckungsverjährung eingetreten sei. Die Voll-
streckungsverjährung nach tschechischem Recht betrage vorliegend zehn 
Jahre. Zwar sehe die tschechische Strafprozessordnung tatsächlich vor, 
dass die Verjährungsfrist unterbrochen werde, wenn der Verurteilte sich im 
Ausland aufhalte. In jeder Rechtsordnung gebe es jedoch relative und ab-
solute Verjährungsfristen. Vorliegend sei die absolute Verjährung eingetre-
ten. Das Ersuchen, welches sich zur absoluten Verjährungsfrist nicht äus-
sere, sei daher mangelhaft. 

 

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3.3.1 Gemäss Art. 10 EAUe wird die Auslieferung nicht bewilligt, wenn nach 
den Rechtsvorschriften des ersuchenden oder des ersuchten Staates die 
Strafverfolgung oder Strafvollstreckung verjährt ist. Nach Art. 13 Abs. 1 
lit. a IRSG wird in Verfahren nach diesem Gesetz in der Schweiz die nach 
dem Recht des ersuchenden Staates eingetretene Unterbrechung der 
Verjährung als wirksam angesehen. Die schweizerische Behörde hat 
nicht zu prüfen, ob die Unterbrechung im Lichte des ausländischen Rech-
tes gültig sei. Die Unterbrechung muss allerdings, wenigstens in minima-
ler Art und knapp, dargelegt werden (Urteile des Bundesgerichts 
1A.261/2006 vom 9. Januar 2007, E. 2.2; 1A.184/2002 vom 5. November 
2002, E. 3.3.2, mit Hinweis; ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciai-
re internationale en matière pénale, 2. Aufl., Bern 2004, S. 470 N. 434). 

 
3.3.2 Gemäss § 68 der tschechischen Strafprozessordnung (Fassung des Ge-

setzes Nr. 290/1993) beträgt die Vollstreckungsverjährung bei Freiheits-
strafen von mindestens fünf Jahren zehn Jahre (Ziff. 1 lit. c). Die Verjäh-
rungsfrist beginnt mit Rechtskraft des Urteils, bei Verurteilung zur zeitigen 
Freiheitsstrafe mit Strafansetzung oder bei Aussetzung des Strafrestes 
bei zeitiger Freiheitsstrafe ab Rechtskraft der Entscheidung über den  
Widerruf der Strafaussetzung zu laufen; die Verjährung ruht, solange 
nach dem Gesetz die Strafe nicht zu vollstrecken war, weil sich der Verur-
teilte im Ausland aufhielt, oder eine andere Freiheitsstrafe verbüsste 
(Art. 68 Ziff. 2 der tschechischen Strafprozessordnung; vgl. act. 3.9).  

 
3.3.3 Die ersuchende Behörde hat im Verhaftersuchen dargelegt, der Be-

schwerdeführer hätte das tschechische Staatsgebiet sofort nach seiner 
Entlassung aus der Untersuchungshaft am 31. Januar 1994 verlassen 
und er hätte, trotz wiederholter Anstrengungen, auch in Deutschland nicht 
ausfindig gemacht werden können. In Anwendung von Art. 68 der tsche-
chischen Strafprozessordnung habe die zehnjährige Verjährungsfrist für 
die Vollstreckung des Strafurteils vom 14. Dezember 1994 während sei-
ner Landesabwesenheit geruht. 

 
Diese Erklärungen der ersuchenden Behörde in Bezug auf das Ruhen der 
Vollstreckungsverjährung infolge Landesabwesenheit des Beschwerde-
führers stützen sich auf Art. 68 der tschechischen Strafprozessordnung 
und sind mit den Anforderungen der Rechtsprechung (vgl. supra 
Ziff. 3.3.1) an die Darlegung solcher Friststillstandsgründe, wenigstens in 
minimaler Art und knapp, nicht offensichtlich unvereinbar. Der nicht näher 
substanziierten Behauptung des Beschwerdeführers, die Auslieferung sei 
aufgrund der eingetretenen absoluten Vollstreckungsverjährung offen-

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sichtlich unzulässig, kann daher nicht gefolgt werden. Die Beschwerde ist 
auch in diesem Punkt unbegründet. 

 
3.3.4 Die Vollstreckungsverjährung für eine Freiheitsstrafe von mehr als acht 

Jahren beträgt nach schweizerischem Recht 20 Jahre (Art. 73 Abs. 3 
aStGB; Art. 99 Abs. 1 lit. c StGB). Der Beschwerdeführer behauptet daher 
zu Recht nicht, die Vollstreckungsverjährung nach schweizerischem 
Recht sei eingetreten. 

 
3.4 Andere Gründe, welche eine Entlassung aus der Auslieferungshaft recht-

fertigen könnten, sind ebenfalls nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer ist 
deutscher Staatsbürger und in Deutschland wohnhaft. Abgesehen von sei-
ner in der Schweiz wohnhaften, langjährigen Lebenspartnerin macht er kei-
ne beruflichen oder familiären Bindungen zur Schweiz geltend. Im Falle ei-
ner Haftentlassung ist daher mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszuge-
hen, dass sich dieser nach Deutschland begibt, von wo aus eine Ausliefe-
rung nicht mehr möglich wäre. Eine Fluchtgefahr ist daher vorliegend zu 
bejahen. Entgegen den Behauptungen des Beschwerdeführers erweist sich 
die Auslieferungshaft zudem nicht als unverhältnismässig. 

 
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten als unbegründet abzuweisen. 

 
 
4.  
4.1 Die II. Beschwerdekammer befreit eine Partei, die nicht über die erforderli-

chen Mittel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten, 
sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. 
Art. 65 Abs. 1 VwVG) und bestellt dieser einen Anwalt, wenn dies zur Wah-
rung ihrer Rechte notwendig ist (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 65 Abs. 2 
VwVG). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind Prozess-
begehren als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten be-
trächtlich geringer erscheinen als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein Be-
gehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustge-
fahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als 
diese (vgl. BGE 129 I 129 E. 2.3.1; 128 I 225 E. 2.5.3; 124 I 304 E. 2c). 

 
4.2 Der Beschwerdeführer wurde am 26. Februar 2008 aufgefordert, das For-

mular betreffend unentgeltliche Rechtspflege ausgefüllt und mitsamt den 
erforderlichen Dokumenten bis zum 6. März 2008 einzureichen und darauf 
aufmerksam gemacht, dass verspätet eingereichte Formulare unberück-
sichtigt bleiben (act. 2). Der Beschwerdeführer ist dieser Aufforderung nicht 
nachgekommen. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist daher 

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mangels Angaben zur finanziellen Situation des Beschwerdeführers abzu-
weisen. Die Frage, ob die Beschwerde gestützt auf die vorstehenden Aus-
führungen nicht als offensichtlich unbegründet und demnach aussichtslos 
qualifiziert werden muss, kann dabei offen gelassen werden.  

 
4.3 Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-

pflichtig (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG). Für die Berech-
nung der Gerichtsgebühr gelangt das Reglement vom 11. Februar 2004 
über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) 
zur Anwendung (TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5). Die Ge-
richtsgebühr ist auf Fr. 1’500.-- anzusetzen (Art. 3 des Reglements). 

 

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Demnach erkennt die II. Beschwerdekammer: 
 
1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
 
2. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen. 

 
3. Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 
 

Bellinzona, 10. April 2008 
 
Im Namen der II. Beschwerdekammer 
des Bundesstrafgerichts 
 
Die Präsidentin:    Die Gerichtsschreiberin: 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
Zustellung an 
 
- Rechtsanwalt Eduard M. Barcikowski 
- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Auslieferung 
 
 

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Rechtsmittelbelehrung 

Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete 
Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen 
Entscheide über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde 
(vgl. Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid 
gemäss Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so 
sind die betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid 
anfechtbar, soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die 
Annahme bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das 
Verfahren im Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).