# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** b28f7ca4-effb-56b5-99f7-39a727393a33
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.03.2025 725 24 223 (725 2024 223)
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-24-223_2025-03-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. März 2025 (725 24 223) 
 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Geringe Zweifel an der Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und 

als massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilungen hinsichtlich der Unfall-

folgen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. 

 
 
Besetzung Präsident Dieter Freiburghaus, Kantonsrichter Andreas Blattner, 

Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiber i.V. Philipp Völlmin 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Nicolai Fullin, Advokat, 
indemnis, Spalenberg 20, Postfach, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin 
 

  
  
Betreff Leistungen 
 
 
 
A.1 Der 1980 geborene A.____ arbeitete seit dem 1. Januar 2017 als Polierbauspengler 
bei der Firma B.____ AG und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversiche-
rungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Am 
22. Mai 2017 wurde der Versicherte bei der Montage eines Vogelschutzes von einem herabfal-

 

 
 
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lenden Kantholz am Rücken getroffen. Nach diesem Vorfall wurde er im Spital C.____ hospitali-
siert. Gemäss den Notfallberichten vom 22. Mai 2017 diagnostizierten die behandelnden Ärzte 
eine inkomplette Berstungsfaktur vom Lendenwirbelkörper mit Frakturverlauf durch die Deck-
platte und Hinterkante. Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht, erbrachte als gesetzliche 
Unfallversicherung Taggeldleistungen und kam für die anfallenden Heilungskosten auf. 
 
A.2 Vom 7. Mai 2018 bis zum 12. Juni 2018 befand sich A.____ aufgrund der erlittenen 
Rückenverletzung für eine stationäre Rehabilitation in der Klinik D.____. Im Austrittsbericht vom 
15. Juni 2018 hielten die behandelnden Ärzte unter anderem fest, dass der Versicherte nicht in 
seine angestammte Tätigkeit als Polierbauspengler zurückkehren könne und eine neue, ange-
passte Stelle benötige.  
 
A.3 Bereits am 22. November 2017 meldete sich A.____ unter Hinweis auf die am 22. Mai 
2017 erlittenen Wirbelsäulenverletzungen bei der schweizerischen Invalidenversicherung (IV) 
zum Leistungsbezug an. Mit Verfügung vom 17. Oktober 2019 gewährte die Invaliditätsversi-
cherungsstelle Basel-Landschaft (IV-Stelle) dem Versicherten aus medizinischen Gründen eine 
Kostengutsprache für eine dreijährige Umschulung zum Bauleiter. Diese Ausbildung schloss er 
mit dem Titel "Bauleiter mit eidgenössischem Diplom Fachrichtung Hochbau" im Oktober 2022 
erfolgreich ab. Während der Umschulung absolvierte der Versicherte seit Oktober 2019 ein 
Praktikum bei der Firma E.____ AG mit einem Arbeitspensum von 50 %; eine Pensenerhöhung 
während des Praktikums auf 80 % gelang hingegen nicht. Seit dem 1. November 2022 ist der 
Versicherte als Bauleiter bei der E.____ AG in einem 60%-Arbeitspensum angestellt. 
 
A.4 Am 9. Januar 2023 nahm der Versicherungsmediziner der Suva, Dr. med. 
F.____, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Stellung zum 
Integritätsschaden, welchen er auf 5 % schätzte. Zudem befand sich der Versicherte vom 
10. Juli bis 11. Juli 2023 für eine zweitägige Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 
(EFL) in der Klinik D.____. Die entsprechenden Abklärungsberichte erfolgten am 19. Juli 2023 
respektive am 27. Juli 2023. Zusätzlich bezog der Kreisarzt Dr. med. univ. G.____, FMH Allge-
meinmedizin, am 31. Juli 2023 Stellung zum Belastungsprofil, wobei er den Versicherten in der 
angepassten Tätigkeit als Bauleiter als ganztägig arbeitsfähig einstufte. 
 
A.5 Gestützt auf diese Abklärungsergebnisse sprach die Suva am 5. Oktober 2023 dem 
Versicherten verfügungsweise eine Integritätsentschädigung auf der Basis einer Einschränkung 
in der Integrität von 5 % zu. Einen Anspruch auf Invalidenrente lehnte sie hingegen ab. Gegen 
den in der Verfügung abgelehnten Rentenanspruch liess A.____, vertreten durch Advokat 
Nicolai Fullin, am 6. November 2023 Einsprache erheben. Mit Entscheid vom 13. Juni 2024 
wurde die Einsprache abgewiesen. 
 
B. Dagegen erhob A.____, weiterhin vertreten durch Advokat Nicolai Fullin, am 
16. August 2024 Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht), und stellte die folgenden Rechtsbegehren: Es sei der Einsprache-
entscheid der Beschwerdegegnerin vom 13. Juni 2024 aufzuheben und diese sei zu verpflich-
ten, ihm eine Invalidenrente nach den gesetzlichen Bestimmungen zu leisten. Eventualiter seien 

 

 
 
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weitere medizinische Abklärungen zu den Folgen des versicherten Unfalls vom 22. Mai 2017 
und dessen Auswirkungen auf seine Arbeitsfähigkeit zu tätigen und es sei anschliessend erneut 
über den Rentenanspruch zu entscheiden. Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend 
gemacht, dass auf den EFL-Abklärungsbericht vom 19. Juli bzw. 27. Juli 2023 der Klinik D.____ 
hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit nicht abgestellt werden könne, weil dieser voller Widersprüche 
und dessen Beurteilung nicht nachvollziehbar begründet sei. Zudem überzeuge die Feststellung 
von Dr. G.____ nicht, wonach er in der angepassten Tätigkeit als Bauleiter voll arbeitsfähig sein 
soll. 
 
C.  Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2024 schloss die Suva auf Abweisung der 
Beschwerde und auf Bestätigung ihres Einspracheentscheids. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss  
Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung 
(UVG) vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einsprache-
entscheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Be-
schwerde erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjeni-
gen Kantons, in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz 
hat. Vorliegend befindet sich dieser in X.____ (BL), weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kan-
tonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und 
Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als 
Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht eingereichte Beschwerde vom 16. August 2024 ist demnach einzutreten. 
 
2. Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Anspruch des Beschwerde-
führers auf eine Invalidenrente verneint hat. Massgebend ist dabei der Sachverhalt, wie er sich 
bis zum Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 13. Juni 2024 entwickelt hat. 
Dieser Zeitpunkt bildet rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü-
fungsbefugnis (BGE 129 V 1 E. 1.2). 
 
3.1 Ein Versicherter hat nach Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente, wenn 
er infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist, sofern sich der Unfall vor Erreichen des 
ordentlichen Rentenalters ereignet hat. Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die voraus-
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie 
kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG] vom 19. Juni 1959). Unter Erwerbsunfä-
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit 
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil-

 

 
 
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weise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeits-
markt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun-
fähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein-
trächtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie 
aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).  
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere bei der Beurteilung 
der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe 
des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu 
nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits-
unfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurtei-
lung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön-
nen (BGE 132 V 93 E. 4 mit weiteren Hinweisen). 
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen 
Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht-
gemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, 
unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die 
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestat-
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich 
des Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer-
den berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation 
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind 
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusam-
menstellung dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 465 E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens einge-
holten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobach-
tungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Er-
örterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Ex-
pertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Berichten und Gutachten 
versicherungsinterner Fachpersonen kommt demgegenüber nicht derselbe Beweiswert zu wie 
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar 
wie einem Gerichtsgutachten. An deren Beweiswürdigung sind deshalb strenge Anforderungen 

 

 
 
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zu stellen, wenn ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden soll. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit versi-
cherungsinterner ärztlicher Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen  
(BGE 145 V 97 E. 8.1). In Bezug auf Berichte von behandelnden Ärzten und Ärztinnen darf und 
soll gemäss Bundesgericht der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass diese 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu 
Gunsten ihrer Patienten oder Patientinnen aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). 
 
4. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz 
nichts Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt den Beweisanforderun-
gen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen 
möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 138 V 218 E. 6 mit 
diversen Hinweisen). Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat das Gericht von Amtes we-
gen die notwendigen Beweise zu erheben. Eine Beweislast besteht nur in dem Sinne, dass im 
Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbe-
wiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings 
erst, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund 
einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die hohe Wahrschein-
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 263 E. 3b). Das schweizeri-
sche Sozialversicherungsrecht kennt demnach keinen Grundsatz, wonach die Versicherungs-
organe im Zweifel zu Gunsten der Versicherten zu entscheiden haben. Ein Anspruch auf Leis-
tungen besteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür mit überwiegender Wahrscheinlichkeit 
erfüllt sind (ZAK 1983 S. 259). 
 
5.1 Die Akten der Suva enthalten zahlreiche medizinische Unterlagen, welche vom Kan-
tonsgericht allesamt gewürdigt wurden. Im Folgenden sollen indessen lediglich diejenigen Be-
richte wiedergegeben werden, die sich für den Entscheid als relevant erweisen. 
 
5.2 Den unmittelbar nach dem Unfallereignis vom 22. Mai 2017 ergangenen Notfallberich-
ten des Spitals C.____ ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer bei diesem Vorfall 
eine inkomplette Berstungsfraktur vom Lendenwirbelkörper mit Frakturverlauf durch die Deck-
platte und Hinterkante sowie eine geringe Vorwölbung der Hinterkante in Richtung Spinalkanal 
zugezogen hat. Infolge dieser Diagnose schrieben die behandelnden Ärzte des Spitals C.____ 
den Patienten im Austrittsbericht vom 30. Mai 2017 zu 100 % arbeitsunfähig, wobei seine Ar-
beitsunfähigkeit mehrmals verlängert wurde. 
 
5.3 Nachdem der Mitte September 2017 wiederaufgenommene Arbeitsversuch schmerz-
bedingt Ende Oktober 2017 abgebrochen werden musste, überwies der behandelnde Hausarzt, 
Dr. med. H.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, den Beschwerdeführer an das Zentrum für 
Wirbelsäulenmedizin der Klinik I.____. Dr. med. J.____, FMH Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt in seinem Bericht vom 30. November 2017 fest, 
dass beim Patienten ein punktueller Schmerz auf Höhe des Beckens und in der Brustwirbelsäu-
le bestehe. Die aktuellen Schmerzen würden eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit verunmögli-

 

 
 
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chen. Es bestehe eine persistierende vertebragene Schmerzsymptomatik, welche vom fraktu-
rierten Lendenwirbelkörper ausgehe. Weil bereits über ein halbes Jahr seit dem Unfall vergan-
gen sei, ohne dass sich die Schmerzsituation deutlich verbessert habe, empfahl Dr. J.____ eine 
ambulante Vertebroplastie am Lendenwirbelkörper. In der Folge entschied sich der Beschwer-
deführer gegen den vom Facharzt empfohlenen operativen Eingriff. 
 
5.4 Der Beschwerdeführer befand sich vom 7. Mai 2018 bis 12. Juni 2018 stationär in der 
Klinik D.____. Dem entsprechenden Austrittsbericht vom 15. Juni 2018 ist entnehmbar, dass er 
beim Eintritt eine eingeschränkte Beweglichkeit der Wirbelsäule in Flexion und Extension sowie 
eine reduzierte Belastbarkeit des Rückens und eine deutliche allgemeine Dekonditionierung 
gezeigt habe. Beweglichkeit, Belastbarkeit und allgemeine Ausdauer hätten im Verlauf des Auf-
enthaltes etwas verbessert werden können bei gleichbleibenden Schmerzen, wobei der Patient 
während des Rehabilitationsprogramms ein positives Leistungsverhalten gezeigt habe. Gemäss 
Anamnese seien wegen des Rückens langes Sitzen und Stehen (besonders Zwangshaltungen) 
schwierig, weil dadurch Beschwerden im Bereich der Lendenwirbelsäule auftreten würden, teil-
weise mit Ausstrahlung in beide Beine. Mehrere Arbeitsversuche hätten deshalb abgebrochen 
werden müssen. Die schwere, vorwiegend gehend-stehende Tätigkeit als Polierbauspengler sei 
deshalb nicht mehr zumutbar. Dem Patienten wurde folglich auch weiterhin eine 100%ige Ar-
beitsunfähigkeit in seiner angestammten Tätigkeit attestiert. Eine leichte bis mittelschwere Ar-
beit sei dem Versicherten aber ganztags zumutbar. Aufgrund seiner Beschwerden an der Len-
denwirbelsäule müsse es sich um eine wechselbelastende Tätigkeit ohne länger anhaltende 
Einnahme von Zwangshaltungen handeln. 
 
5.5  Im weiteren Verlauf absolvierte der Versicherte eine Umschulung zum Bauleiter, wel-
che er im Oktober 2022 erfolgreich abschloss. Da er in der nunmehr ausgeübten, angepassten 
Tätigkeit weiterhin nur im Umfang von 60 % tätig war, gab die Beschwerdegegnerin zur Ermitt-
lung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers eine EFL bei der Klinik D.____ in Auftrag. Die-
se wurde am 10. Juli und 11. Juli 2023 durchgeführt. Aus dem am 19. Juli 2023 ergangenen 
EFL-Abklärungsbericht geht hervor, dass der Versicherte während der Durchführung der EFL 
am ersten Testtag eine gute Leistungsbereitschaft gezeigt habe und sich bis an das funktionelle 
Limit habe belasten lassen. Am zweiten Testtag hätte er hingegen eine noch mässige Leis-
tungsbereitschaft gezeigt und sich problembezogen bei den Hebe- und Tragetests sowie beim 
Test "Vorgeneigtes Sitzen" selbst limitiert, bevor eine objektivierbare funktionale Problematik 
beobachtbar gewesen sei. Im Verlauf seien die Wirbelsäulenrotation sowie die Extension der 
Wirbelsäule bei Überkopftätigkeiten zunehmend eingeschränkt gewesen. Insgesamt sei auf der 
Verhaltensebene keine Symptomausweitung festgestellt worden. Das Ausmass der physischen 
Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen 
Untersuchung und den bildgebenden Abklärungen sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht 
im Wesentlichen erklären. Aus somatisch-muskuloskelettaler Sicht sei von einem medizinischen 
Endzustand auszugehen. Mit Blick auf die strukturellen Unfallfolgen könne die Fortführung der 
körperlich leichten Arbeit als Bauleiter mit gewissen zeitlichen Einschränkungen zugemutet 
werden. Aufgrund der eingeschränkten Belastungstoleranz für am Stück länger dauernde stati-
sche Positionen würden zusätzliche tägliche Pausen während der Bürotätigkeit als gerechtfer-
tigt angesehen werden. Durch Arbeiten auf einem Hochsitz könnte allenfalls eine gewisse Ent-

 

 
 
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lastung der Wirbelsäule während der Büroarbeit resultieren. Gemäss eigenen Angaben des 
Versicherten sei bereits ein höhenverstellbarer Schreibtisch vorhanden. Gegebenenfalls wäre 
eine zusätzliche ergonomische Abklärung des Arbeitsplatzes zu empfehlen. In Bezug auf die 
Begehungen auf Baustellen bestünden hingegen keine weiteren Einschränkungen. Gestützt auf 
diese Beurteilungen erstellten die evaluierenden Ärzte folgendes Zumutbarkeitsprofil für den 
Beschwerdeführer: Die Tätigkeit als Bauspengler sei nicht zumutbar. Hingegen könne er als 
Bauleiter ganztags arbeiten. Bei den hier anfallenden Büroarbeiten bestünde jedoch aufgrund 
der eingeschränkten Belastungstoleranz bei länger dauernden statischen Positio-
nen (Sitzen/Stehen) ein zusätzlicher Pausenbedarf von insgesamt 30 bis 60 Minuten pro Tag 
(am ehesten in Form mehrerer Kurzpausen). Zudem sei wegen der Einschränkungen an der 
Wirbelsäule eine möglichst wechselbelastende Arbeitsweise (stehen, sitzen, gehen in kürzerer 
Abfolge) anzustreben. 
 
5.6 Bereits mit Schreiben vom 14. Juli 2023 berichtete der behandelnde Hausarzt 
Dr. H.____ der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer mit stärkeren Rücken-
schmerzen auf die Leistungstests der Klinik D.____ reagiert habe und deshalb nicht mehr voll 
habe arbeiten können. Er habe nach zwei Stunden Arbeit wieder nach Hause gehen müssen. In 
der Folge schrieb Dr. H.____ den Beschwerdeführer vorübergehend zu 75 % arbeitsunfähig. 
 
5.7 Dr. med. K.____, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, Klinik D.____, hielt in 
seinem Schreiben vom 27. Juli 2023 fest, dass er nach nochmaliger Durchsicht des EFL-
Berichts vom 19. Juli 2023 zum Schluss gelangt sei, die Zumutbarkeitsbeurteilung für die bishe-
rige Tätigkeit sei leicht zu modifizieren. So sei die im ursprünglichen EFL-Bericht vom 19. Juli 
2023 ergangene medizinische Beurteilung dahingehend abzuändern, als mit Blick auf die struk-
turellen Unfallfolgen die Fortführung der körperlich leichten Arbeit als Bauleiter im Wesentlichen 
zugemutet werden könne. Aufgrund der eingeschränkten Belastungstoleranz für am Stück län-
ger dauernde statische Positionen sollte eine möglichst wechselbelastende Arbeitsweise auch 
mit zeitweise kurzem Umhergehen angestrebt werden, weshalb keine zusätzlichen Pausen zu-
zugestehen seien. Zudem trage der Hinweis bezüglich einer möglichst wechselbelastend zu 
gestaltenden Arbeitsweise aufgrund der reduzierten Belastungstoleranz des Versicherten für 
länger dauernd statische Körperhaltungen dieser Problematik genügend Rechnung. 
 
5.8 Am 2. August 2023 erfolgte eine ergänzende versicherungsinterne Einschätzung von 
Dr. G.____. Gemäss seiner Beurteilung wäre ausschliesslich anhand der objektivierbaren Un-
fallfolgen zu erwarten gewesen, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Polierbauspengler wie-
der ausgeübt werden könne. Nachdem der Arbeitsversuch im September/Oktober 2017 in der 
bisherigen Tätigkeit aufgrund subjektiver Beschwerden gescheitert sei, sei über die IV eine Um-
schulung in die Tätigkeit als Bauleiter erfolgt. Dabei handle es sich um eine leichte, wechselbe-
lastende Tätigkeit. Die in diesem Beruf auszuübende Bürotätigkeit belaufe sich laut angegebe-
nem Belastungsprofil auf 40 bis 50 %, wobei ein höhenverstellbares Pult ebenso vorhanden sei 
wie auch die Möglichkeit zur Wechselbelastung. Im Ergebnis postulierte Dr. G.____ eine ganz-
tägige Arbeitsfähigkeit als Bauleiter ohne Einschränkungen. Dies insbesondere, weil aufgrund 
des Arbeitsplatzprofils längerdauernde statische Positionen vermeidbar seien. 

 

 
 
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6.1 Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Einspracheentscheid bei der 
Frage der Arbeitsfähigkeit in der angepassten Tätigkeit vorwiegend auf das Resultat der EFL 
der Klinik D.____ vom 19. Juli 2023 bzw. vom 27. Juli 2023. Sie ging deshalb davon aus, dass 
der Beschwerdeführer trotz den Folgen des Unfalles vom 22. Mai 2017 in der angepassten Tä-
tigkeit als Bauleiter zu 100 % arbeiten könne. Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, 
dass er in seiner Verweistätigkeit als Bauleiter nur zu 60 % arbeitsfähig sei. 
 
6.2 Im Zusammenhang mit den von der Klinik D.____ verfassten EFL-Berichten vom 
19. Juli bzw. 27. Juli 2023 ist darauf hinzuweisen, dass es sich dabei um versicherungsinterne 
Beurteilungen handelt. Wie bereits ausgeführt, ist zwar grundsätzlich nicht zu beanstanden, 
dass ein Versicherungsträger seinen Entscheid auf medizinische Unterlagen stützt, die er versi-
cherungsintern eingeholt hat. In solchen Fällen sind jedoch strenge Anforderungen an die Be-
weiswürdigung zu stellen und zwar in dem Sinne, dass bei auch nur geringen Zweifeln an der 
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen ergän-
zende Abklärungen vorzunehmen sind (vgl. dazu E. 3.4 hiervor). Vorliegend ergeben sich so-
dann auch gewichtige Anhaltspunkte, welche an den EFL-Beurteilungen der Klinik D.____ vom 
19. Juli 2023 bzw. vom 27. Juli 2023 zumindest geringe Zweifel erwecken. 
 
6.3 Im EFL-Bericht vom 19. Juli 2023 wird einerseits ausgeführt, dass der Beschwerdefüh-
rer bei den Belastungstests am ersten Testtag zwar motiviert mitgemacht habe, währenddessen 
er am zweiten Testtag nur noch eine mässige Leistungsbereitschaft habe erkennen lassen (vgl. 
dazu E. 5.5 hiervor). Nach Auffassung der Klinik D.____ hätte sich der Versicherte dadurch bei 
den durchgeführten Testungen angeblich selbst limitiert, bevor eine objektivierbare funktionale 
Problematik beobachtbar gewesen sei. Diese Schlussfolgerung überzeugt nicht und ist insofern 
widersprüchlich, als aus dem EFL-Bericht eben gerade hervorgeht, dass sich das Ausmass der 
physischen Einschränkung unter anderem anhand der objektivierbaren pathologischen Befunde 
der klinischen Untersuchungen erklären liess. Auch konnte im Verlauf der Testung eine zuneh-
mende Einschränkung der Wirbelsäulenrotation sowie eine zunehmend eingeschränkte Exten-
sion der Wirbelsäule objektiviert werden. Dass diese Einschränkungen bereits zu Beginn des 
zweiten Testtags beeinträchtigend gewirkt haben, ist nicht auszuschliessen, zumal der Be-
schwerdeführer bereits durch die vorangehenden Testungen am ersten Testtag vorbelastet 
wurde. Tatsächlich habe er gemäss dem Anhang des EFL-Berichts vom 19. Juli 2023 nach der 
Testung am ersten Tag während der Rückreise wegen Rückenschmerzen zweimal eine Pause 
mit Umhergehen einlegen müssen. Auch mitten in der Nacht habe er nicht mehr liegen können, 
weshalb er circa eine Stunde umhergelaufen sei. So gab er am nächsten Tag entsprechend an, 
sich muskulär verspannt zu fühlen. Damit ist nicht auszuschliessen, dass die körperlichen Res-
sourcen des Beschwerdeführers am zweiten Testtag limitiert waren, weshalb sich die vorhan-
denen Einschränkungen umso schneller und stärker akzentuiert haben. Daraus lässt sich ent-
gegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin beim Beschwerdeführer nicht automatisch eine 
Selbstlimitierung ableiten. Auch lässt sich aufgrund der bestehenden physischen Einschrän-
kungen nicht schlussfolgern, dass die sinkenden Leistungen am zweiten Testtag die Folge einer 
mässigen bzw. verringerten Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers waren. Die erhebli-
che Minderleistung dürfte sich eher anhand der Vorbelastungen am vorangehenden Tag erklä-
ren lassen. Dafür spricht auch, dass die evaluierenden Ärzte beim Beschwerdeführer auf der 

 

 
 
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Verhaltensebene keine Symptomausweitung festgestellt haben. Die im EFL-Bericht vom 19. Juli 
2023 behauptete Selbstlimitierung und vorgebrachte mässige Leistungsbereitschaft des Be-
schwerdeführers ist vor diesem Hintergrund zumindest als zweifelhaft einzustufen.  
 
6.4 Betreffend dem zweiten Testtag gilt es ausserdem hervorzuheben, dass der Be-
schwerdeführer gemäss dem EFL-Abklärungsbericht vom 19. Juli 2023 offenbar ein Verhebe-
trauma erlitten hat. Erwähnt wurde dieser Vorfall jedoch lediglich im Anhang des entsprechen-
den Berichts, wonach die Schmerzen während der Testung einmalig bei Dehnbewegungen 
nach der wiederholten Kniebeuge bis 8/10 der Schmerzskala angestiegen seien. Unmittelbar 
danach begab sich der Beschwerdeführer infolge starker Rückenschmerzen zu Dr. H.____ in 
Behandlung, worauf ihn dieser gemäss seinem Schreiben vom 14. Juli 2023 vorübergehend 
teilarbeitsunfähig geschrieben hatte (vgl. dazu E. 5.6 hiervor). Offensichtlich war es während 
den vorangegangenen Testungen bei der Klinik D.____ zu einer Überlastung des Beschwerde-
führers gekommen, was aber in der Leistungsbeurteilung keine oder kaum Berücksichtigung 
fand. Indem die evaluierenden Ärzte der Klinik D.____ das vorgefallene Verhebetrauma nur am 
Rande erwähnt und bei ihrer Leistungsbeurteilung nicht genügend berücksichtigt haben, lässt 
dies an ihrer Beurteilung gewisse Zweifel erwecken. 
 
6.5 Ferner ist darauf einzugehen, dass der ursprüngliche EFL-Bericht vom 19. Juli 2023 
durch Dr. K.____ am 27. Juli 2023 nachträglich modifiziert wurde (vgl. dazu E. 5.7 hiervor). Die-
ses Vorgehen ist nicht nur unüblich, sondern auch insoweit fragwürdig, weil aus den Akten nicht 
nachvollziehbar ist, weshalb es über eine Woche nach Erstellung des Berichts überhaupt zu 
einer nochmaligen Beurteilung kam. Die nachträgliche Neubeurteilung überzeugt aber auch 
inhaltlich nicht. Dr. K.____ begründet die Streichung des zusätzlichen Pausenbedarfs damit, 
dass es sich bei der Tätigkeit als Bauleiter um eine körperlich leichte Tätigkeit handle und der 
Hinweis auf eine möglichst wechselbelastend zu gestaltende Arbeitsweise der reduzierten Be-
lastungstoleranz des Klienten für länger dauernde statische Körperhaltung genügend Rechnung 
trage. Diese Begründung erscheint insoweit widersprüchlich, als Dr. K.____ gleichzeitig am Er-
fordernis einer wechselbelastenden Arbeitsweise «auch mit zweitweise kurzem Umhergehen» 
festhält. Beim Umhergehen kann der Beschwerdeführer selbstredend keine Arbeitsleistungen 
erbringen. Der unbestrittene Bedarf nach kurzeitigem Umhergehen entspricht somit faktisch 
einem Pausenbedarf. Dazu kommt, dass bereits in der ursprünglichen Beurteilung der EFL von 
einer Qualifikation der Bauleitertätigkeit als körperlich leicht ausgegangen wurde und trotz 
wechselbelastender Tätigkeit dennoch der Pausenbedarf vermerkt wurde. Nach dem Gesagten 
bestehen somit zumindest geringe Zweifel auch an der modifizierten Einschätzung durch 
Dr. K.____. Vor dem Hintergrund, dass bereits der ursprüngliche EFL-Bericht zu Zweifeln An-
lass gibt, erscheint dieser Aspekt jedoch von untergeordneter Bedeutung. Soweit die Be-
schwerdegegnerin einwendet, dass auch unter Berücksichtigung eines Pausenbedarfs kein 
Invaliditätsgrad von mehr als 10 % resultieren würde, ist festzuhalten, dass sie in ihrem Ein-
kommensvergleich das Invaliditätseinkommen nach dem Jahreslohn eines Bauleiters im Voll-
zeitpensum berechnet hat. Ob der Beschwerdeführer in seiner Verweistätigkeit als Bauleiter 
tatsächlich 100 % arbeiten kann, ist vorliegend aber eben gerade strittig und lässt sich anhand 
der vorgebrachten EFL-Ergebnisse nicht rechtsgenüglich nachweisen, da bei dieser Beurteilung 
– wie schon mehrfach ausgeführt – gewisse Zweifel bestehen. 

 

 
 
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6.6 Im Übrigen vermag auch die ergänzende versicherungsinterne Beurteilung von 
Dr. G.____ vom 2. August 2023 die erweckten Zweifel an der EFL-Beurteilungen nicht zu relati-
vieren, zumal die Einschätzungen des Versicherungsmediziners ihrerseits nicht überzeugen. So 
behauptet er, dass ein Arbeitsversuch in der angestammten Tätigkeit als Bauspengler aufgrund 
subjektiver Beschwerden gescheitert sei (vgl. dazu E. 5.8 hiervor). Diese Beurteilung überzeugt 
nicht. So ergibt sich aus den Akten, dass die Umschulung zum Bauleiter aus medizinischen 
Gründen als notwendig erachtet wurde, was im klaren Widerspruch zu seiner Aussage steht, 
dass die Tätigkeit als Polierbauspengler wieder hätte ausgeübt werden können. Mit seiner Ein-
schätzung übergeht der Versicherungsmediziner aber auch die EFL-Beurteilung der Klinik 
D.____, haben doch die evaluierenden Ärzte die Unzumutbarkeit der Tätigkeit als Bauspengler 
beim Beschwerdeführer nie in Frage gestellt (vgl. dazu E. 5.5 hiervor). Vor diesem Hintergrund 
bestehen an der Beurteilung von Dr. G.____ erhebliche Zweifel. Sie ist damit klarerweise nicht 
geeignet, die hinsichtlich der EFL-Beurteilung der Klinik D.____ bestehenden Zweifel (vgl. dazu 
E. 6.5 hiervor) auszuräumen. 
 
6.7 Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass vorliegend zumindest geringe Zweifel 
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der von der Beschwerdegegnerin eingeholten und als 
massgeblich erachteten versicherungsinternen Beurteilung der Klinik D.____ bestehen. Analo-
ges gilt auch für die ergänzenden versicherungsinternen Einschätzungen von Dr. G.____. Nach 
der strengen Praxis zur Beweiskraft versicherungsinterner Berichte kann bei diesem Beweiser-
gebnis nicht auf die betreffenden versicherungsinternen Beurteilungen abgestellt werden. Eine 
abschliessende Beurteilung hinsichtlich der Folgen des Unfalls vom 22. Mai 2017 und deren 
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ist unter diesen Umständen nicht 
möglich, weshalb weitere fachärztliche Abklärungen vorzunehmen sind. 
 
6.8 Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 13. Juni 
2024 aufzuheben und die Angelegenheit an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Diese 
muss die Frage der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der heutigen 
Tätigkeit anhand eines versicherungsexternen medizinischen Gutachtens (Art. 44 ATSG) neu 
beurteilen lassen. Anschliessend wird die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Ergebnisse der 
Aktenergänzung über den Rentenanspruch des Versicherten erneut zu befinden haben. Die 
vorliegende Beschwerde ist in diesem Sinne gutzuheissen. 
 
7.1 Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das Verfahren bei Streitigkeiten über Leistungen kosten-
pflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Da das UVG keine grundsätzli-
che Kostenpflicht vorsieht, sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben. 
 
7.2 Laut Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten. Hebt das Kantonsgericht einen bei ihm angefochtenen Entscheid auf 
und weist es die Angelegenheit zu ergänzender Abklärung und neuer Beurteilung an den Un-
fallversicherer zurück, so gilt in prozessualer Hinsicht die Beschwerde führende Partei als (voll-
ständig) obsiegende Partei (BGE 137 V 61 E. 2.1 und 2.2, BGE 132 V 235 E. 6.2, je mit Hin-
weisen). Dem Beschwerdeführer ist deshalb eine Parteientschädigung zu Lasten der Be-

 

 
 
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schwerdegegnerin zuzusprechen. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers hat in seiner 
Honorarnote vom 22. Oktober 2024 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 
6,83 Stunden geltend gemacht, was sich umfangmässig in Anbetracht der sich stellenden 
Sachverhalts- und Rechtsfragen als angemessen erweist. Die Bemühungen sind zu dem in So-
zialversicherungsprozessen praxisgemäss für durchschnittliche Fälle zur Anwendung gelan-
genden Stundenansatz von Fr. 250.-- zu entschädigen. Nicht zu beanstanden sind sodann die 
in der Honorarnote ausgewiesenen Auslagen von Fr. 51.25. Dem Beschwerdeführer ist deshalb 
eine Parteientschädigung gemäss Honorarnote in der Höhe von Fr. 1'902.15 zu Lasten der Be-
schwerdegegnerin zuzusprechen. 
 
8.1 Gemäss Art. 90 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) vom 17. Juni 2005 
ist die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zulässig 
gegen Entscheide, die das Verfahren abschliessen. Selbständig eröffnete Zwischenentscheide 
sind – mit Ausnahme der Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über Ausstandsbe-
gehren (vgl. Art. 92 BGG) – nur mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an-
fechtbar, wenn sie einen nicht wiedergutzumachenden Nachteil bewirken können  
(Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG) oder wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endent-
scheid herbeiführen und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläu-
figes Beweisverfahren ersparen würde (Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG). Nach der bundesgerichtlichen 
Rechtsprechung handelt es sich bei einem Rückweisungsentscheid an den Versicherungsträger 
zur Aktenergänzung und anschliessenden Neuverfügung nicht um einen Endentscheid, sondern 
um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 Abs. 1 BGG. Dies gilt auch für einen Rück-
weisungsentscheid, mit dem eine materielle Teilfrage (z.B. eine von mehreren materiellrechtli-
chen Anspruchsvoraussetzungen) beantwortet wird (BGE 133 V 481 f. E. 4.2). 
 
8.2 Beim vorliegenden Rückweisungsentscheid handelt es sich somit um einen Zwischen-
entscheid im Sinne des BGG. Demnach ist gegen ihn eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen 
Angelegenheiten an das Bundesgericht nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten Vo-
raussetzungen zulässig. Ob diese erfüllt sind, entscheidet das Bundesgericht. Die nachstehen-
de Rechtsmittelbelehrung erfolgt unter diesem ausdrücklichen Vorbehalt. 
 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, als der Einsprache-
entscheid der Suva vom 13. Juni 2024 aufgehoben und die Angele-
genheit zur weiteren Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum 
Erlass einer neuen Verfügung an die Suva zurückgewiesen wird. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Die Suva hat dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung in der 
Höhe von Fr. 1'902.15 (inkl. Auslagen und 8.1 % Mehrwertsteuer) zu 
bezahlen.