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**Case Identifier:** 5269358a-b4a0-5eb0-ba47-bd4175287af3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-06-20
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 20.06.2019 720 19 39/157
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_720-19-39-157_2019-06-20.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 20. Juni 2019 (720 19 39 / 157) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Invalidenversicherung 

 

 

Feststellung der gesundheitlichen Verhältnisse; Verzicht auf ergänzende Abklärungen. 

Die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei einer 50-jährigen Versicherten ist klar zu 

bejahen.  

 

 
Besetzung Vizepräsident Christof Enderle, Kantonsrichter Jgnaz Jermann, Kan-

tonsrichter Daniel Noll, Gerichtsschreiber Stephan Paukner 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Johannes Mosimann, 
Advokat, Advokatur Gysin + Roth, Zeughausplatz 34, Postfach 375, 
4410 Liestal 

  
 
gegen 
 
 

 IV-Stelle Basel-Landschaft, Hauptstrasse 109, 4102 Binningen, Be-
schwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff IV-Rente  

 
 
 
A. Die 1968 geborene A.____ war vor Eintritt ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen als 
Küchenmitarbeiterin beschäftigt gewesen. Am 3. Oktober 2014 meldete sie sich unter Hinweis 
auf Armbeschwerden bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug 
an. Nach Abklärung der gesundheitlichen und erwerblichen Verhältnisse sprach ihr die IV-Stelle 

 
 
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Basel-Landschaft (IV-Stelle) mit Verfügung vom 18. Dezember 2018 in Anwendung der gemisch-
ten Methode eine ganze befristete Rente für die Zeit vom 1. Mai 2017 bis Ende Dezember 2017 
zu.  
 
B. Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch Advokat Johannes Mosimann, am 
1. Februar 2019 Beschwerde beim Kantonsgericht des Kantons Basel-Landschaft, Abteilung So-
zialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es sei ihr in Aufhebung der angefochte-
nen Verfügung eine ganze IV-Rente, eventualiter die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen; 
subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, al-
les unter o/e-Kostenfolge. Zur Begründung liess sie im Wesentlichen vorbringen, dass auf das 
von der IV-Stelle eingeholte rheumatologische Gutachten nicht abgestellt werden könne.  
 
C. Unter Hinweis auf die Einschätzungen des rheumatologischen Gutachters und ihres re-
gional-ärztlichen Dienstes (RAD) schloss die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 13. Februar 
2019 auf Abweisung der Beschwerde.  
 
D. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 11. April 2019 wurde der Beschwerdeführerin die 
unentgeltliche Rechtspflege bewilligt, und die Angelegenheit wurde dem Gericht zur Beurteilung 
überwiesen. 
 
Auf die Ausführungen der Parteien wird soweit erforderlich in den nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen. 
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) 
vom 19. Juni 1959 können Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem Versicherungs-
gericht am Ort der IV-Stelle angefochten werden. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfah-
rens bildet eine Verfügung der IV-Stelle Basel-Landschaft, sodass die örtliche Zuständigkeit des 
Kantonsgerichts Basel-Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. b des Gesetzes über die 
Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das 
Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwer-
den gegen Verfügungen der kantonalen IV-Stelle. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der 
vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die frist- und formgerecht erhobene  Beschwerde des 
Versicherten vom 1. Februar 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die ihre Erwerbs-
fähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Ein-
gliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während ei-
nes Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40% arbeitsunfähig ge-
wesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid sind (lit. c).  
 

 
 
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2.2 Als Invalidität gilt nach Art. 8 ATSG die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im IV-Bereich Folge von Geburtsgebre-
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be-
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen Arbeitsmarkt zu verstehen 
(Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach dem 
im Rahmen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 in Kraft gesetzten Art. 7 Abs. 2 ATSG aus-
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen (Satz 1). Eine 
Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist 
(Satz 2).  
 
2.3 Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie folgt abgestuft: 
Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70%, auf 
eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindes-
tens 50% und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40% invalid ist. 
 
2.4 Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten  ist Art. 16 ATSG 
anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommens-
vergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach 
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein-
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage 
erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 
erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommens-
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbsein-
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden. Aus 
der Einkommensdifferenz lässt sich der Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des Ein-
kommensvergleichs; BGE 128 V 29 E. 1, 104 V 136 E. 2a und b). Insoweit die fraglichen Er-
werbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe 
der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und sind die so gewonnenen Annäherungs-
werte miteinander zu vergleichen. 
 
2.5 Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche in einem Aufgabenbereich (z.B. Haushalt) 
tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für 
die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem 
Masse sie behindert sind, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsver-
gleich; Art. 28a Abs. 2 IVG). Bei Versicherten, die hingegen nur zum Teil erwerbstätig sind, wird 
für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga-
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In 
diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich 
festzulegen und der IV-Grad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen 
(gemischte Methode der Invaliditätsbemessung). Ist bei diesen Versicherten anzunehmen, dass 
sie im Zeitpunkt der Prüfung des Rentenanspruchs ohne Gesundheitsschaden ganztägig er-

 
 
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werbstätig wären, so ist die Invaliditätsbemessung ausschliesslich nach den Grundsätzen für Er-
werbstätige zu bemessen (Art. 27bis der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV] vom 
17. Januar 1961 in der bis Ende 2017 geltende Fassung).  
 
2.6 Mit der am 1. Dezember 2017 beschlossenen Änderung der IVV und der dazu ergange-
nen Übergangsbestimmung, in Kraft ab 1. Januar 2018 (vgl. AS 2017 7581 f.), wird für Teiler-
werbstätige, die sich zusätzlich im Aufgabenbereich Haushalt betätigen, ein neues Berechnungs-
modell statuiert (Art. 27 bis Abs. 2-4 IVV). Dieses sieht neuerdings vor, dass für die Ermittlung des 
Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbsfähigkeit für das Valideneinkommen nicht mehr auf das 
Einkommen aus einem Teilzeitpensum abgestellt, sondern das entsprechende Einkommen auf 
eine hypothetische Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27bis Abs. 3 lit. a IVV). Die so 
berechnete prozentuale Erwerbseinbusse wird sodann weiterhin anhand des Beschäftigungs-
grads, den die Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet (lit. b). Nach der 
dazu ergangenen Übergangsbestimmung Ziff. II Abs. 1 ist für die im Zeitpunkt des Inkrafttretens 
der Änderung vom 1. Dezember 2017 laufenden Dreiviertelrenten, halben Renten und Viertelren-
ten, die in Anwendung der gemischten Methode zugesprochen wurden, innerhalb eines Jahres 
nach Inkrafttreten dieser Änderung eine Revision einzuleiten. Eine allfällige Erhöhung der Rente 
kann demnach erst auf den Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Änderung erfolgen. Art. 27bis Abs. 
2-4 IVV hingegen bereits auf zuvor zuzusprechende Renten anzuwenden, liefe im Ergebnis auf 
eine Anwendung noch nicht in Kraft stehenden Rechts hinaus, was einer unzulässigen positiven 
Vorwirkung gleichkäme (BGE 129 V 455 E. 3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
9C_553/2017 vom 18. Dezember 2017, E. 6.2). 
 
2.7 Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht er-
werbstätig einzustufen ist, ergibt sich aus der Prüfung, was sie bei im Übrigen unveränderten 
Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit 
nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zuge-
mutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre (BGE 133 
V 507 E. 3.3 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts vom 17. Juli 2012, 9C_335/2012, E. 3.1). 
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen 
und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben ge-
genüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönli-
chen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisge-
mäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verfügung (hier: 18. Dezember 
2018) entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausge-
übten (Teil-) Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwie-
genden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 137 V 338 E. 3.2, 125 V 150 E. 2c, je mit Hin-
weisen). 
 
2.8 Vorliegend hat die IV-Stelle den Invaliditätsgrad der Versicherten nach der gemischten 
Methode bemessen. Dabei stellte sie bei der Festlegung der Anteile der Erwerbstätigkeit und der 
Haushaltstätigkeit auf die im Fragebogen zur Ermittlung der Erwerbstätigkeit vom 23. Juni 2017 
wiedergegebenen Angaben der Versicherten ab (IV-Dok 64), wonach diese ohne gesundheitliche 

 
 
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Beeinträchtigung im Umfang von 80% eines Vollpensums weiterhin einer ausserhäuslichen Er-
werbstätigkeit nachgegangen wäre. Gestützt auf diese Aussage der Versicherten setzte die IV-
Stelle den Anteil der Erwerbstätigkeit auf 80% und jenen der Haushaltstätigkeit entsprechend auf 
20% fest. Dies wird von der Versicherten zu Recht nicht mehr in Frage gestellt. 
 
2.9 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität abgestuft. Die 
versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie zu mindestens 60%, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 
50 % und auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.  
 
3.1 Ausgangspunkt der Ermittlung des Invaliditätsgrades bildet die Frage, in welchem Aus-
mass die versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigungen arbeitsunfähig 
ist. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, 
geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen 
Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die 
zumutbare Tätigkeit in einem andern Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt (Satz 2). 
 
3.2 Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch bei der Beurtei-
lung der Arbeitsfähigkeit einer versicherten Person ist die rechtsanwendende Behörde – die Ver-
waltung und im Streitfall das Gericht – auf Unterlagen angewiesen, die vorab von Ärztinnen und 
Ärzten zur Verfügung zu stellen sind. Deren Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurtei-
len und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die 
versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 115 V 134 E. 2, 114 V 314 E. 3c, 105 V  158 E. 1 in 
fine). Darüber hinaus bilden die ärztlichen Stellungnahmen eine wichtige Grundlage für die Beur-
teilung der Zumutbarkeit, also der Frage, welche anderen Erwerbstätigkeiten als die zuletzt aus-
geübte Berufsarbeit von der versicherten Person auf dem allgemeinen, ausgeglichenen und nach 
ihren persönlichen Verhältnissen in Frage kommenden Arbeitsmarkt zumutbarer-weise noch ver-
richtet werden können (ULRICH MEYER-BLASER, Zur Prozentgenauigkeit in der Invaliditätsschät-
zung, in: Schaffhauser/Schlauri [Hrsg.], Rechtsfragen der Invalidität in der Sozialversicherung, 
St. Gallen 1999, S. 20 f. mit Hinweisen). 
 
3.3 Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den Sozialversicherungs-
prozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle ande-
ren Beweismittel – frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und 
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismit-
tel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob 
die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs ge-
statten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Pro-
zess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, 
warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des 
Beweiswertes eines Arztberichtes ist demnach entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange 
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück-
sichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der me-
dizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und 

 
 
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ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten begründet sind (BGE 134 V 232 
E. 5.1; 125 V 352 E. 3a, 122 V 160 E. 1c).  
 
3.4 Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem Grundsatz der 
freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte 
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführlichen Zusam-
menstellungen dieser Richtlinien in BGE 125 V 352 E. 3b mit zahlreichen Hinweisen; vgl. dazu 
auch BGE 135 V 469 f. E. 4.4 und 4.5). So ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens ein-
geholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, welche aufgrund eingehender Be-
obachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der 
Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Beweiswürdigung volle 
Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper-
tise sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb mit weiteren Hinweisen). Entscheidet das Sozialversi-
cherungsgericht demgegenüber ausschliesslich gestützt auf versicherungsinterne medizinische 
Unterlagen, sind strengere Anforderungen an die Beweiswürdigung zu stellen, und es sind bereits 
bei geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit solcher versicherungsinternen, 
ärztlichen Feststellungen ergänzende Abklärungen vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts, 
I. sozialrechtliche Abteilung, vom 27. Juli 2009, 8C_113/2009, E. 3.2 mit Verweisen; BGE 139 V 
225, E. 5.2). 
 
3.5 Nach ständiger Rechtsprechung hat das Sozialversicherungsgericht die Gesetz-mässig-
keit angefochtener Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt zu beurteilen, 
wie er im Zeitpunkt des Verfügungserlasses vorgelegen hat (BGE 130 V 140 E. 2.1, 121 V 366 
E. 1b mit Hinweisen). Daraus folgt, dass für die Beurteilung der künftig massgebenden Verhält-
nisse grundsätzlich jener medizinische Sachverhalt massgebend ist, wie er im Zeitpunkt des Er-
lasses der vorliegend angefochtenen Verfügung der IV-Stelle vom 12. Februar 2018 vorgelegen 
hat. 
 
4.1 Im Zentrum der medizinischen Aktenlage steht das rheumatologische Gutachten von Dr. 
B.____ vom 16. November 2016 (IV-Dok 51). Darin diagnostiziert der Gutachter mit Einfluss auf 
die Arbeitsfähigkeit der Versicherten einen Residualzustand nach Frozen shoulder links mit ak-
tuell residueller AR-Einschränkung sowie einer chronischen Schmerzsymptomatik, eine Peri-
arthropathie humeroscapularis (PHS) rechts, verstärkt seit zirka September 2016, aktuell ohne 
passive Bewegungseinschränkung, sowie eine Osteochondrosis dissecans an der medialen 
Talusschulter des rechten Sprunggelenks bei Status nach OSG-Artrhoskopie, Debridement und 
Mikrofrakturing am 24. Februar 2011 und bei Status nach diagnostischer OSG-Arthroskopie, De-
bridement und offener Inspektion der Peronalsehnen rechts bei narbigen OSG-Veränderungen 
sowie einer Reizung der Peronalsehnen am 6. November 2012. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfä-
higkeit seien ein Diabetes mellitus und ein Status nach Ganglion-Exzision des rechten Handge-
lenks bei aktuell vorhandener Beschwerdefreiheit zu erheben. Der rheumatologischen Gesamt-
beurteilung zufolge zeige die klinische Untersuchung, dass die Explorandin die Unterarme prob-
lemlos bewegen könne, den linken Oberarm allerdings nicht anhebe, sondern diesen am Körper 
halte. Den rechten Oberarm hebe sie bei gewissen Gesten teils bis auf Schulterhöhe an. Beim 
Ausziehen sei sie dann deutlich beeinträchtigt. So halte sie den linken Arm praktisch am Körper 

 
 
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und ziehe das T-Shirt mit dem rechten Arm unter Anheben des linken Armes aus. Aktiv zeige der 
Gelenkstatus bezüglich der rechten Schulter schmerzbedingt eine deutliche Einschränkung. Dies 
stehe in einer gewissen Diskrepanz zu den indirekten Prüfungen. Auch beim Positionswechsel 
von der Rücken- in die Bauchlage halte die Explorandin den linken Arm am Körper und stütze 
sich mit dem rechten Arm bzw. dem rechten Ellenbogen unter einer Flexion der rechten Schulter 
von 120°ab. Dies zeige, dass der rechte Arm aktiv besser beweglich sei als bei der klassischen 
Prüfung mit Heben und Abduzieren des Armes. Passiv finde sich rechts keine Einschränkung. 
Rein deskriptiv könne an der rechten Schulter von einer PHS gesprochen werden. Auch würde 
sich eine diffuse Druckdolenz der gesamten rechten Schulter finden lassen. Bezüglich der linken 
Schulter finde sich aktiv ein wie bereits rechts schmerzbedingt eingeschränktes Bewegungsaus-
mass. Passiv bestünden hier aber keine Einschränkungen, sondern es bestehe ein Residualzu-
stand bei Status nach Frozen shoulder. In der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin einer Kantine 
mit Schöpfen von Speisen und Arbeiten an der Kasse, d.h. in einer Tätigkeit, welche gemäss dem 
erhobenen Arbeitsprofil den Schultergürtel erheblich belaste, bestehe eine volle Arbeitsunfähig-
keit. Seitens der linken Schulter könne die Explorandin keine Arbeiten mehr mit dem linken Arm 
auf oder über der Schulterhöhe tätigen. Ebenfalls könne sie keine mittelschweren oder schweren 
Arbeiten mehr ausführen. Mit dem linken Arm könne sie Arbeiten in einem leichten Belastungs-
bereich auf Tischhöhe ausführen, indem sie den Arm vor dem Körper halte. Bezüglich des rech-
ten Arms würden die gleichen Einschränkungen gelten. In Bezug auf den rechten Fuss könne sie 
keine dauernd stehenden oder gehenden Tätigkeiten mehr bewerkstelligen. Sie könne weder auf 
Leitern oder Gerüste steigen, noch auf unebenem Boden gehen. Kurze Gehstrecken bis 20 Mi-
nuten seien möglich, wobei es günstig sei, wenn diese nicht repetitiv ausgeführt werden müssten, 
sondern eine vorwiegend sitzende Tätigkeit ausgeübt werden könne. Für eine Tätigkeit, welche 
diese Einschränkungen berücksichtige, bestehe bezogen auf ein Ganztagespensum eine voll-
ständige Arbeitsfähigkeit. Bedingt durch die Problematik an der linken Schulter habe seit dem 16. 
Juni 2014 auch in einer Verweistätigkeit zunächst eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ge-
stützt auf den Bericht des Spitals C.____ vom 23. Juni 2015, in welchem im Vergleich zu den 
Voruntersuchungen eine deutlich bessere Beweglichkeit dokumentiert worden sei, bestehe in Be-
zug auf eine Verweistätigkeit seit dem 28. April 2015 bis auf weiteres hingegen eine volle Arbeits-
fähigkeit. Im Verlaufe des Jahres 2016, insbesondere seit Herbst 2016, sei die Einschränkung 
bezüglich des rechten Arms hinzugekommen, wobei eine genaue Terminierung schwierig sei.  
 
4.2 Im Rahmen des Vorbescheidverfahrens liess die Versicherte eine Verschlechterung seit 
der Beurteilung durch Dr. B.____ geltend machen, wonach sich die Schmerzen in der rechten 
Schulter verstärkt hätten, und im Juni 2017 weitere Abklärungen erfolgt seien. In seiner Beurtei-
lung vom 28. September 2017 kam der RAD in der Folge zum Schluss, dass eine gesundheitliche 
Verschlechterung aufgrund der klinisch sehr gut dokumentierten Befunde glaubhaft und zumin-
dest ab Mai 2017 von einer relevanten Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit auch in einer den Leiden 
adaptierten Verweistätigkeit auszugehen sei (IV-Dok 74). Entsprechend der Befunddokumenta-
tion habe sich an der rechten Schulter etwa ab August 2016 eine Kapsulitis adhaesiva entwickelt. 
Von einer relevanten Arbeitsunfähigkeit auch in einer leidensangepassten Tätigkeit könne aber 
erst nach Januar 2017 ausgegangen werden. Infolge der im Nachgang zur Kontrolluntersuchung 
vom 21. Juni 2017 erfolgten Dokumentation sei eine relevante Verschlechterung am ehesten ab 

 
 
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Mai 2017 anzunehmen. Es werde empfohlen, die nächste Kontrolle im November 2017 abzuwar-
ten. 
 
4.3 Nachdem die IV-Stelle weitere Verlaufsberichte des Spitals C.____ eingeholt hatte, er-
wog der RAD in einem weiteren Bericht vom 18. Januar 2018, dass es im Rahmen der Untersu-
chung vom 21. Juni 2017 zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Befunde im Bereich 
der rechten Schulter gekommen sei. Der RAD-Arzt verglich dabei die gutachterlichen Befunde 
von Dr. B.____ mit erneuten Abklärungen des Spitals C.____ und hielt fest, dass die radiologi-
schen Untersuchungen des Spitals C.____ vom 25. September 2017 blande Befunde gezeigt 
hätten. Damit resultiere, dass es im Vergleich zur rheumatologischen Beurteilung durch Dr. 
B.____ weder zu einer anhaltenden noch richtungweisenden Verschlechterung gekommen sei. 
Die Verschlechterung habe einen lediglich passageren Charakter (IV-Dok 81). 
 
4.4 Gemäss Bericht des Spitals C.____ vom 30. Mai 2018 (IV-Dok 96) sei eine schwere 
körperliche Tätigkeit, wie Heben und Transferieren von schweren Lasten über fünf Kilogramm, 
unter anderem aufgrund der Schulterprobleme rechts nicht mehr realisierbar. Medizinisch-theo-
retisch sei eine leichte körperliche Tätigkeit mit einer Gewichtslimit von fünf Kilogramm wechsel-
belastend möglich. Daran hielt die behandelnde Orthopädin mit Bericht vom 27. Juli 2018 fest. 
Der Patientin gehe es in der Zwischenzeit etwas besser. Die Physiotherapie sei beendet, eine 
Verlaufskontrolle sei wieder Ende September 2018 geplant (IV-Dok 92).  
 
4.5 Der RAD-Stellungnahme vom 16. August 2018 (IV-Dok 98) ist zu entnehmen, dass das 
in den Berichten des Spitals C.____ vom 30. Mai 2018 und 27. Juli 2018 formulierte Leistungs-
profil für eine leichte körperliche Verweistätigkeit nicht im Widerspruch zum Leistungsbild von Dr. 
B.____ stehe. Die Einschränkungen im rheumatologischen Gutachten von Dr. B.____ würden im 
Gegenteil über die Einschätzung des Spitals C.____ hinausgehen.  
 
4.6 Aus dem Bericht des Spitals C.____ vom 1. Oktober 2018 (IV-Dok 104) geht hervor, 
dass eine Tätigkeit in der Küche mit Heben von Kesseln über fünf Kilogramm für die Patientin 
eher unwahrscheinlich sei. Für eine Tätigkeit an der Kasse sei ein Versuch aber grundsätzlich 
möglich, beispielsweise im Rahmen eines Arbeitsversuchs im Umfang eines Pensums von 20%. 
 
4.7 In seiner abschliessenden Stellungnahme hielt der RAD am 3. September 2018 fest (IV-
Dok 100), dass aufgrund des vorübergehend verschlechterten Gesundheitszustands bezüglich 
der rechten Schulter vom 1. Mai 2017 bis 25. September 2017 auch in einer leidensangepassten 
Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Dabei sei eine schleichend 
zunehmende Verschlechterung des Schulterbefundes rechts berücksichtigt worden. Eine gradu-
elle Arbeitsunfähigkeit könne an der Hand der vorliegenden Unterlagen nicht festgestellt werden, 
so dass über diesen Zeitraum hinweg zu Gunsten der Versicherten eine Arbeitsunfähigkeit von 
100% angenommen werde. Gehe man allein von den ambulanten Kontrolluntersuchungen des 
Spitals C.____ aus, so fände sich eine mit den echtzeitlichen Dokumenten abgesicherte Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes lediglich für die Zeit vom 21. Juni 2017 bis zum 25. 
September 2017. 
 

 
 
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5.1 Die gesundheitlichen Verhältnisse und mit ihnen insbesondere auch deren Verschlech-
terung in der Zeit vom 1. Mai 2017 bis 25. September 2017 sind zwischen den Parteien grund-
sätzlich unbestritten geblieben. Dies zu Recht: Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der 
Frage, ob und allenfalls in welchem Ausmass die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen weiterhin arbeitsfähig ist, im Wesentlichen auf das rheumatologische Gut-
achten von Dr. B.____ vom 16. November 2016. Dieses Gutachten ist für die streitigen Belange 
umfassend und erfüllt alle rechtsprechungsgemässen Voraussetzungen an ein beweiskräftiges 
Verwaltungsgutachten. Wie bereits ausgeführt (oben, Erwägung 3.4), ist den im Rahmen des 
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen und -ärzte, die auf-
grund eingehender Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht 
erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der Be-
weiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu-
verlässigkeit der Expertise sprechen. Solche Indizien liegen hier keine vor. Das Gutachten von 
Dr. B.____ beruht auf allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden der 
Versicherten und ist in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben worden. Es äussert sich 
insbesondere detailliert zu den klinischen Befunden an den beiden Schultern und kommt nach-
vollziehbar zum Schluss, dass der Versicherten seit Ende April 2015 eine vorwiegend sitzende 
Verweistätigkeit vollständig zumutbar war. Der rheumatologische Experte vergleicht in diesem 
Zusammenhang die Vorberichte der behandelnden Ärzte und stellt gestützt auf die Untersuchung 
des Spitals C.____ vom 28. April 2015 fest, dass sich im Vergleich zur Voruntersuchung vom 30. 
März 2015 (IV-Dok 30, S. 7 f.) per Ende April 2015 wieder eine bessere Beweglichkeit feststellen 
liess. Zumal im betreffenden Bericht des Spitals C.____ vom 23. Juni 2015 (IV-Dok 30, S. 5 f.) 
eine Ruptur der Rotatorenmanschette bildgebend ausgeschlossen worden war, ist diese Fest-
stellung schlüssig, nachdem in der Folge keine weiteren Kontrollen mehr vereinbart worden wa-
ren. Sie deckt sich letztlich auch mit dem Bericht des Spitals C.____ vom 1. März 2016 (IV-Dok 
39, S. 1), wonach die Versicherte zuletzt Ende April 2015 von den Orthopäden des Spitals C.____ 
wegen ihrer Schulterbeschwerden behandelt worden war. Die Schlussfolgerung von Dr. B.____, 
wonach bei der Versicherten ab April 2015 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit für leichte, 
vorwiegend sitzende Tätigkeiten auszugehen ist, leuchtet somit in der Darlegung der medizini-
schen Zusammenhänge ein. Dem entsprechenden rheumatologischen Gutachten kommt des-
halb grundsätzlich voller Beweiswert zu. Der von der Beschwerdeführerin geäusserte Vorwurf, 
dass dem Gutachten von Dr. B.____ die logische Nachvollziehbarkeit fehle und dort mit keinem 
Wort ausgeführt werde, weshalb die Versicherte in einer Verweistätigkeit voll arbeitsfähig ist, er-
weist sich bei dieser Aktenlage mithin als nicht gerechtfertigt.   
 
5.2 Schlüssig ausgewiesen ist ebenso die vorübergehende Verschlechterung der gesund-
heitlichen Verhältnisse im Zeitraum zwischen Mai 2017 und Ende September 2017, in welchem 
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auch in einer Verweistätigkeit auszugehen ist. Diese 
Einschätzung basiert zwar im Wesentlichen auf den Stellungnahmen des RAD (IV-Dok 81, 98 
und 100). Diese letztlich auf versicherungsinternen Einschätzungen beruhende Beurteilung im-
pliziert, dass bei bereits geringen Zweifeln weitere Abklärungen zu erfolgen hätten (oben, E. 3.4). 
Im vorliegenden Fall ist aber zu beachten, dass die diesbezügliche Einschätzung des RAD einer 
nur vorübergehenden Einschränkung auch der Verweistätigkeit nicht etwa im Gegensatz, son-
dern vielmehr in Übereinstimmung mit der Einschätzung der behandelnden Ärzte erfolgt ist. Wie 

 
 
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der RAD zu Recht festgestellt hat, wäre alleine gestützt auf die echtzeitlichen Akten der behan-
delnden Ärzte von einer dokumentierten Verschlechterung der rechten Schulter erst im Nachgang 
zum Bericht des Spitals C.____ vom 21. Juni 2017 auszugehen (IV-Dok 78, S. 5 f.). Wenn der 
RAD indes von einer schleichend zunehmenden Verschlechterung des Schulterbefundes rechts 
ausgegangen ist und der Versicherten bereits ab Mai 2017 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit 
attestiert hat, ist dies nicht zu beanstanden (IV-Dok 100). Anlässlich der Kontrolluntersuchung 
vom 25. September 2017 hatten die behandelnden Ärzte des Spitals C.____ jedenfalls wieder 
unauffällige, klinische Befunde erhoben (IV-Dok 81, S. 7; IV-Dok 100). Damit ist erstellt, dass nur 
von einer vorübergehenden Verschlechterung auszugehen ist. Dies zeigt letztlich auch ein Blick 
auf die Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte selbst, welche in der 
Folge nicht nur von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegan-
gen waren, sondern darüber hinaus auch einen Arbeitsversuch sogar in der angestammten Tä-
tigkeit als Kassenmitarbeiterin wieder als zumutbar erachtet hatten (oben, E. 4.4). Vor diesem 
Hintergrund stimmt die zwischen den Parteien letztlich unbestritten gebliebene Beurteilung des 
RAD bezüglich einer lediglich vorübergehenden, vollständigen Arbeitsunfähigkeit der Versicher-
ten mit den Einschätzungen der behandelnden Ärzte überein. Mit Ausnahme einer vollständigen 
Restarbeitsfähigkeit in der Zeit von Anfang Mai 2017 bis Ende September 2017 ist die IV-Stelle 
bei dieser Sachlage deshalb anschliessend  zu Recht wieder von einer zumutbaren Verweistä-
tigkeit im Umfang von 100% ausgegangen. Daran vermag nichts zu ändern, dass anlässlich der 
Abklärung der haushalterischen Verhältnisse eine relativ hohe Einschränkung von 26.55% im 
Haushalt erhoben worden war (IV-Dok 63, S. 13). Hintergrund bildet der Umstand, dass die ent-
sprechende Abklärung vom 26. Juni 2017 just in die Zeit der vorübergehenden Verschlechterung 
gefallen ist, für welche dem Gesagten zufolge auch in einer Verweistätigkeit von einer vollständi-
gen Arbeitsunfähigkeit auszugehen ist.  
 
5.3 Die Beschwerdeführerin lässt einwenden, der rheumatologische Gutachter habe sich zu 
Unrecht an den Standardindikatoren orientiert. Ein solches Beweisverfahren sei den somatofor-
men Schmerzstörungen vorbehalten und dürfe bei somatischen Erkrankungen nicht angewandt 
werden. Dieser Einwand geht fehl. Gestützt auf das IV-Rundschreiben Nr. 339 vom 9. September 
2015 wurde im Nachgang zu BGE 141 V 281 ein einheitlicher Fragenkatalog für sämtliche Be-
gutachtungen ausgearbeitet. Gestützt darauf sind seither durchwegs bei allen Begutachtungen 
die Standardindikatoren zu beachten (a.a.O., S. 1). Hintergrund bildet der Umstand, dass es im 
Hinblick auf eine ressourcenorientierte Abklärung keinen Sinn macht, zwischen psychosomati-
schen und anderen Leiden zu differenzieren. Unbesehen dessen ist im konkreten Fall ohnehin 
nicht zu erkennen, inwiefern in der Beantwortung ressourcenorientierter Fragestellungen (vgl. 
Gutachten Dr. B.____ vom 16. Oktober 2016, S. 35 ff.) ein Mangel liegen soll. Das Gegenteil ist 
der Fall. So haben die begutachtenden Medizinalexperten in Nachachtung der in BGE 137 V 64 
E. 5.1 ergangenen Rechtsprechung die Arbeitsfähigkeit im Einzelfall stets mit Blick auf normativ 
vorgegebene Kriterien zu beurteilen. In diesem Zusammenhang haben sie das Leistungsvermö-
gen der zu explorierenden Versicherten ausschliesslich mit Blick auf funktionelle Ausfälle einzu-
schätzen. Diesen Anforderungen ist der rheumatologische Gutachter ohne Zweifel nachgekom-
men. Ein Mangel an seinem Gutachten vom 16. November 2016 kann in diesem Zusammenhang 
jedenfalls nicht erkannt werden.  
 

 
 
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5.4 In Anbetracht dieser Aktenlage drängen sich weitere medizinische Abklärungen, wie sie 
die Beschwerdeführerin verlangt, nicht auf, und es kann von der von ihr beantragten Anordnung 
einer erneuten Begutachtung abgesehen werden. Der Anspruch auf rechtliches Gehör umfasst 
zwar das Recht, Beweisanträge zu stellen, und - als Korrelat - die Pflicht der Behörde zur Be-
weisabnahme. Beweise sind im Rahmen dieses verfassungsmässigen Anspruchs indessen nur 
über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der Streitsache erheblich sind. Ge-
langt das Gericht bei pflichtgemässer Beweiswürdigung zur Überzeugung, dass die vorhandenen 
Unterlagen ein zuverlässiges Bild des relevanten Sachverhalts ergeben, und dieser demnach 
hinreichend abgeklärt ist, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. Dies ist dem 
Gesagten zufolge hier der Fall. Die damit verbundene antizipierte Beweiswürdigung ist nach kon-
stanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung zulässig (BGE 141 I 60 E. 3.3, 122 V 157 E. 1d). Als 
Zwischenergebnis ist demnach festzustellen, dass die IV-Stelle gestützt auf die zitierten Unterla-
gen mit Ausnahme einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der Zeit zwischen 1. Mai 2017 und 
Ende September 2017 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit der Versicherten in einer leichten, 
vorwiegend sitzenden Verweistätigkeit ausgehen durfte. 
 
6. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser gesundheitlichen Beeinträchti-
gung. Mit Blick auf ihr Alter, ihre fehlende Berufsausbildung und ihre beschränkte Sprachkompe-
tenz stellt sich die Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang auf den Standpunkt, dass ihre 
Restarbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar sei.  
 
6.1 Hinsichtlich der attestierten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist die 
Unterscheidung massgebend zwischen der medizinisch attestierten Arbeitsfähigkeit und der 
Frage, ob und inwieweit eine bestimmte Restarbeitsfähigkeit mit dem gegebenen Leistungsprofil 
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist (Art 7 Abs. 1 IVG in Verbindung mit 
Art. 16 ATSG). Dabei wird auch das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein invaliditätsfremder 
Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persön-
lichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person ver-
bliebene Resterwerbsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise 
nicht mehr nachgefragt wird, sowie dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbstein-
gliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das 
verbliebene Leistungsvermögen auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich 
indessen nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen ab, 
die insbesondere mit Blick auf die Anforderungen der konkreten Verweisungstätigkeiten massge-
bend sind. Zu beachten sind dabei beispielsweise die Art und Beschaffenheit des Gesundheits-
schadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in die-
sem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, die vorhandenen Begabungen und Fertig-
keiten, die Ausbildung, der berufliche Werdegang oder die Anwendbarkeit von Berufserfahrungen 
aus dem angestammten Berufsbereich (Urteil des Bundesgerichts 9C_124/2010 vom 21. Sep-
tember 2010, E. 5.1). Was sodann den Zeitpunkt betrifft, in dem zu beantworten ist, ob eine ver-
sicherte Person noch vermittelbar ist, hat das Bundesgericht in seinem Leitentscheid BGE 138 V 
457 ff. entschieden, dass auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer Erwerbstä-
tigkeit abzustellen ist. Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbs-

 
 
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tätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfest-
stellung erlauben (BGE 138 V 462 E. 3.4), unabhängig davon, ob die Grundlage hierfür ein Ver-
waltungsgutachten oder ein Gerichtsgutachten darstellt (Urteil des Bundesgerichts 9C_954/2012 
vom 10. Mai 2013, E. 3.1).  
 
6.2 Ausgehend von diesen Grundsätzen kann IV-rechtlich kein fehlender Zugang der Be-
schwerdeführerin zum Arbeitsmarkt im Sinne von Art. 16 ATSG begründet werden. Die am 
18. Oktober 1968 geborene Beschwerdeführerin war im Zeitpunkt der abschliessenden Stellung-
nahme des RAD vom 3. September 2018 (oben, E. 4.7) knapp 50 Jahre alt. Dieses Alter schliesst 
eine Verwertbarkeit ihrer Restarbeitsfähigkeit aber aus, da der Versicherten noch rund 14 Jahre 
auf dem Arbeitsmarkt verbleiben. Es tritt hinzu, dass sie mit Ausnahme einer nur vorübergehen-
den Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit grundsätzlich ganztags leistungsfähig ist (oben, 
E. 5.4). Dass die Versicherte in der Lage ist, die gutachterlich erhobene Restarbeitsfähigkeit im 
Umfang von 100% tatsächlich auch zu verwerten, zeigt denn auch ein Blick auf die Einschätzung 
der Restarbeitsfähigkeit durch die behandelnden Ärzte, welche nicht nur von einer uneinge-
schränkten Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit ausgegangen sind, sondern darüber hinaus 
auch einen Arbeitsversuch wieder in der angestammten, mehr belastenden  Tätigkeit als Kas-
senmitarbeiterin als zumutbar erachtet haben (oben, E. 4.4). Weil die sachlichen und zeitlichen 
Limitierungen die Restarbeitsfähigkeit bei dieser Sachlage in einem nur sehr beschränkten Aus-
mass limitieren, lassen sie die Chance auf deren Verwertung bei Weitem nicht unrealistisch er-
scheinen. An der grundsätzlichen Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit der Versicherten än-
dern schliesslich auch mangelnde Sprachkenntnisse und das Fehlen einer Berufsausbildung 
nichts. Einerseits ist davon auszugehen, dass leichte Verweistätigkeiten, wie sie sowohl seitens 
des rheumatologischen Gutachters als auch seitens der behandelnden Ärzte postuliert werden, 
auf einem theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt unabhängig von sprachlichen Kompetenzen 
nachgefragt werden (BGE 134 V 64 E. 4.2.1). Andererseits ist festzustellen, dass die rheumato-
logische Exploration der Versicherten offensichtlich problemlos auch ohne Dolmetscher erfolgen 
konnte. Es ist deshalb auszugehen, dass die Versicherte in sprachlicher Hinsicht sehr wohl über 
Grundkompetenzen in deutscher Sprache verfügt (Gutachten von Dr. B.____ vom 16. November 
2016, IV-Dok 51, S. 18; ebenso Abklärungsbericht Haushalt vom 26. Juni 2017, IV-Dok 63, S. 
14). Soweit die Beschwerdeführerin einwenden lässt, dass das Fehlen einer Berufsausbildung 
sowie die mangelnde Berufserfahrung einer potentiellen Verwertbarkeit ihrer vollen Restarbeits-
fähigkeit entgegen stehen würden, ist schliesslich darauf hinzuweisen, dass diese Elemente al-
lenfalls im Rahmen eines leidensbedingten Abzugs beim Invalideneinkommen berücksichtigt wer-
den können. Die Verwertbarkeit ihrer vollen Restarbeitsfähigkeit vermögen sie jedoch nicht aus-
zuschliessen.  
 
6.3 Im Übrigen sind die erwerblichen Auswirkungen der verbleibenden Restarbeitsfähigkeit  
zwischen den Parteien unbestritten geblieben. Wie eingangs ausgeführt, ist der Invaliditätsgrad 
der Versicherten nach der gemischten Methode zu bemessen (oben, E. 2.7). Auch der Anteil der 
Erwerbstätigkeit und jener der Haushaltstätigkeit im Umfang von 80% bzw. 20% sind unbestritten, 
ebenso die gesundheitlich bedingte Einschränkung der Versicherten im Haushalt im Umfang von 
26,55%. Unbestritten ist schliesslich auch der Ablauf des Wartejahres am 16. Juni 2015. Für die 

 
 
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Zeit von 1. Mai 2017 bis 25. September 2017 (oben, E. 5.2) resultiert infolge der 100%-igen Ar-
beitsunfähigkeit ein IV-Grad von 85% und damit ein Anspruch auf eine ganze IV-Rente. 
 
Für die Zeit vor Mai 2017 ist in Bezug auf den erwerblichen Anteil beim Valideneinkommen von 
einem zumutbarerweise erzielbaren Salär im Umfang von Fr. 38‘448.-- auszugehen. Grundlage 
bildet die LSE 2014, Tabelle TA1, Sektor Gastgewerbe / Beherbung und Gastronomie, Frauen, 
Kompetenzniveau 1 für einfache und repetitive Arbeiten (Fr. 3‘767.-- x 12 / 40 x 42,4 Wochen-
stunden, zuzüglich Nominallohnentwicklung per 2015 im Umfang von 0,3% [Tabelle BFS 1.2.10 
Nominallohnindex Frauen 2011-2015] x erwerblicher Anteil von 80%). Diesem Valideneinkom-
men ist auf der Basis eines erwerblichen Anteils von 80% ein nominallohnindexiertes Invaliden-
einkommen von Fr. 38‘925.— gegenüber zu stellen (LSE 2014, TA1 Totalwert, Frauen, 12 x 
Fr. 4300.-- : 40 x 41,7 +0,5% x erwerblicher Anteil von 80%). Damit ergibt sich im erwerblichen 
Bereich ein gewichteter IV-Grad von 0%, und es resultiert zusammen mit der gewichteten Ein-
schränkung im Haushalt von 5,31% für die Zeit vom 16. Juni 2015 bis 1. Mai 2017 ein IV-Grad 
von gesamthaft rund 5%. Gleiches gilt für die Zeit ab 1. Januar 2018, wonach im Zusammenhang 
mit den ab 1. Januar 2018 geltenden Bestimmungen von Art. 27bis Abs. 2 bis 4 IVV ist die mut-
masslichen Vergleichseinkommen im erwerblichen Bereich auf das der Versicherten theoretisch 
zumutbare Vollzeitpensum hochzurechnen sind (Mitteilung des Bundesamts für Sozialversiche-
rungen BSV betreffend die Änderung der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invaliden-
versicherung, Invaliditätsbemessung für teilerwerbstätige Versicherte, Anpassung zur Anwen-
dung der gemischten Methode). Auch hier überschreitet das Invalideneinkommen im erwerbli-
chen Bereich das zumutbare Valideneinkommen, und es resultiert ab Januar 2018 gesamthaft 
ein IV-Grad von ebenfalls rund 5%. 
 
6.4 Zusammenfassend wird der für einen Rentenanspruch massgebende Schwellenwert 
von 40% weder in der Zeit zwischen 16. Juni 2016 bis Ende April 2017 noch ab 1. Januar 2018 
überschritten. Daran würde auch ein allfälliger leidensbedingter Abzug beim Invalideneinkommen 
im maximal zulässigen Umfang von 25% nichts ändern. Weil die Verbesserung der Arbeitsfähig-
keit der Versicherten seit dem 26. September 2017 gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV indessen erst 
nach Ablauf von drei Monaten zu berücksichtigen ist, besitzt die Beschwerdeführerin für die Zeit 
vom 1. Mai 2017 bis und mit Ende Dezember 2017 Anspruch auf eine ganze IV-Rente. Sowohl 
für die Zeit zuvor als auch ab Januar 2018 entfällt hingegen ein Rentenanspruch. Die angefoch-
tene Verfügung erweist sich bei diesem Ergebnis als korrekt, und die dagegen gerichtete Be-
schwerde ist abzuweisen. 
 

7.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Be-
willigung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht 
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert 
im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen 
ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Verfahrenskosten 
in Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens einheitlich auf Fr. 800.-- fest. Nach § 
20 Abs. 3 VPO werden die Verfahrenskosten in der Regel der unterliegenden Partei in angemes-
senem Ausmass auferlegt. Vorliegend ist die Beschwerdeführerin unterliegende Partei, weshalb 
ihr die Verfahrenskosten aufzuerlegen sind. Ihr ist allerdings mit Verfügung vom 11. April 2019 

 
 
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die unentgeltliche Prozessführung bewilligt worden. Aus diesem Grund werden die Verfahrens-
kosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen.  
 
7.2 Die ausserordentlichen Kosten sind dem Prozessausgang entsprechend wettzuschla-
gen.  Da der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 11. April 2019 auch die unentgeltliche Ver-
beiständung mit ihrem Rechtsvertreter bewilligt worden ist, ist dieser für seine Bemühungen aus 
der Gerichtskasse zu entschädigen. Gemäss § 3 Abs. 2 der Tarifordnung für die Anwältinnen und 
Anwälte vom 17. November 2003 beträgt das Honorar bei unentgeltlicher Verbeiständung 
Fr. 200.-- pro Stunde. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat in seiner Honorarnote vom 
2. Mai 2019 für das vorliegende Verfahren einen Zeitaufwand von 8 Stunden und 30 Minuten 
geltend gemacht, was sich in Anbetracht der sich stellenden Sachverhalts- und Rechtsfragen im 
Übrigen aber als angemessen erweist. Nicht zu beanstanden sind sodann die ausgewiesenen 
Auslagen im Umfang von Fr. 63.70. Dem Rechtsvertreter ist deshalb ein Honorar in der Höhe von 
Fr. 1‘899.50 (8 Stunden und 30 Minuten à Fr. 200.-- + Auslagen von Fr. 63.70 zuzüglich 7,7% 
Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse auszurichten. 
 

7.3 Die Beschwerdeführerin wird jedoch ausdrücklich auf § 53a Abs. 1 des Gesetzes über 
die Organisation der Gerichte (GOG) vom 22. Februar 2001 aufmerksam gemacht, wonach eine 
Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, so-
bald sie dazu in der Lage ist. 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen.  

 2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden der Beschwer-
deführerin auferlegt. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung werden die Ver-
fahrenskosten vorläufig auf die Gerichtskasse genommen. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen. 

Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung wird dem 
Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin ein Honorar von Fr. 1‘899.50 
(inkl. Auslagen und 7,7% Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse aus-
gerichtet.