# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e7768c08-cd81-5387-ba2c-28ad045ad6f5
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-11-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.11.2010 D-7640/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-7640-2010_2010-11-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-7640/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  N o v e m b e r  2 0 1 0

Einzelrichter Fulvio Haefeli, 
mit Zustimmung von Richter Hans Schürch;
Gerichtsschreiber Gert Winter.

A._______, geboren (...),
Kongo (Kinshasa),
vertreten durch lic. iur. André Seydoux, Fürsprecher,
(...),
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 19. Oktober 2010 / N .

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-7640/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass die Beschwerdeführerin  eigenen Angaben zufolge am 11. April 
2002  aus  dem Heimatstaat  ausreiste,  auf  dem Luftweg  nach  Italien 
gelangte und am 19. April 2002 in der Schweiz um Asyl ersuchte,

dass sie anlässlich der Befragung vom 25. April 2002 zur Person (BzP) 
in  der  Empfangsstelle  (heute:  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum) 
M._______ sowie der Anhörung vom 14. November 2002 durch den 
Migrationsdienst des Kantons N._______ zur Begründung ihres Asyl-
gesuchs  im  Wesentlichen  geltend  machte,  sie  sei  kongolesische 
Staatsangehörige aus Kinshasa mit letztem Wohnsitz in O._______,

dass ihr Vater seit Dezember 1998 stellvertretender Gouverneur in der 
Provinz  Süd-Kivu  gewesen  sei  und  mit  den  Rebellen  des 
Rassemblement  Congolais  pour  la  Démocratie  (RCD)  zunächst  zu-
sammengearbeitet habe, indessen das Vorgehen der Rebellen mit der 
Zeit nicht mehr gebilligt und den Entschluss zum Austritt gefasst habe,

dass er in der Folge am 9. April 2002 verhaftet worden sei,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  und  weitere  Familienangehörige 
bereits  vor  der  Verhaftung  zu  einem  Freund  ihres  Vaters  begeben 
hätten,  wo sie  im Rahmen einer  Radiosendung  zur  Kenntnis  hätten 
nehmen müssen, ihr Vater sei suspendiert worden, und auch sie selbst 
werde gesucht,

dass sie zu einem späteren Zeitpunkt darüber hinaus erfahren habe, 
die ruandischen Rebellen beschuldigten ihren Vater, mit den Mai-Mai 
unter  einer  Decke  zu  stecken,  und  ihre  Mutter  und  ihr  Cousin  von 
ruandischen Soldaten von zu Hause mitgenommen worden seien,

dass sie vor diesem Hintergrund den Heimatstaat am 11. April  2002 
verlassen und via Ruanda, Burundi, Äthiopien und Italien unkontrolliert  
in die Schweiz gelangt sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  ihr  Asylgesuch  am  4.  Februar  2004 
zurückzog, nachdem sie einen Landsmann geheiratet hatte, der in der 
Schweiz über eine Niederlassungsbewilligung verfügte,

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dass  das  Asylgesuch  der  Beschwerdeführerin  dementsprechend  mit 
Beschluss  des  BFM vom 10.  Februar  2004  als  gegenstandslos  ge-
worden abgeschrieben wurde,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  indessen  von  ihrem  Ehemann 
trennte,  weshalb  ihre  Aufenthaltsbewilligung,  die  ihr  aufgrund  der 
Eheschliessung erteilt worden war, nicht mehr verlängert wurde,

dass  sie  gleichzeitig  aufgefordert  wurde,  die  Schweiz  bis  zum 
15. Dezember 2009 zu verlassen,  doch kam sie dieser Aufforderung 
nicht nach, weshalb sie, nachdem sie am 5. August 2010 im Rahmen 
einer  Verkehrskontrolle  angehalten  wurde,  in  Ausschaffungshaft 
gesetzt wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  16.  August  2010  umgehend  ein 
zweites Asylgesuch einreichte, woraufhin mit Zwischenverfügung vom 
14. September 2010 ihr ursprüngliches Asylverfahren gemäss Art. 35a 
Abs. 1 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) wieder 
aufgenommen wurde,

dass  die  Beschwerdeführerin  am  14.  September  2010  im  Aus-
schaffungsgefängnis  P._______  gemäss  Art.  29,  30  und  36  Abs.  1 
Bst. c AsylG angehört wurde, bei welcher Gelegenheit sie im Wesent-
lichen  geltend  machte,  sie  sei  im  Jahre  2007  nach  Q._______ 
(Burundi)  gereist,  um  sich  dort  auf  die  Suche  nach  Verwandten  zu 
machen,  doch  habe  sie  erfahren,  ihre  drei  Schwestern  und  zwei 
Brüder seien mittlerweile nach O._______ zurückgekehrt,

dass  sie  in  der  Folge  mit  dem  Bus  nach  O._______  habe  reisen 
wollen, doch sei sie mit diesem Vorhaben bereits an der Grenze des 
Heimatstaats  gescheitert,  habe  doch  ein  durch  einen  Freund  ihres 
Vaters  informierter  Beamter  der  Einwanderungsbehörde  ihren 
Mädchennamen aufgerufen und den Reisepass verlangt, der indessen 
auf den durch die Eheschliessung erworbenen Namen gelautet habe,

dass sie in  der Folge der Spionage bezichtigt  und mit  dem Auto an 
einen  unbekannten  Ort  chauffiert  worden  sei,  wo  sie  die  Behörden 
einige Tage lang festgehalten,  nach ihrem Vater befragt,  geschlagen 
und misshandelt hätten,

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dass eines Tages zwei Militärangehörige aufgekreuzt seien, sie weg-
gebracht und nach mehreren Fahrzeugwechseln mit dem obgenannten 
Freund ihres Vaters zusammengebracht hätten,

dass  sie  in  seiner  Begleitung  nach  Q._______  zurückgekehrt  sei, 
wobei sie von ihm erfahren habe, er wisse, wo ihre Geschwister seien, 
und er werde den Kontakt zu ihnen herstellen,

dass sie in der Folge zwei Tage später in die Schweiz zurückgekehrt 
sei,  wo sie  im  Februar  2008  einen  Anruf  ihrer  Schwester  entgegen 
genommen und erfahren habe, ihre Schwestern hätten in R._______ 
(Uganda)  einen  Asylantrag  beim  UNHCR  gestellt,  ihre  Brüder  hin-
gegen seien vermutlich von den Mai-Mai entführt worden,

dass  sich  die  Beschwerdeführerin  etwa  vor  einem  Jahr  der 
europäischen  Widerstandsbewegung  "Apeco",  die  gegen  die  Regie-
rung Kabilas sei, angeschlossen habe,

dass  das  BFM  mit  Verfügung  vom 19.  Oktober  2010  – eröffnet  am 
folgenden  Tag –  in  Anwendung  von  Art. 35a  Abs.  2  AsylG  auf  das 
Asylgesuch nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie 
den Vollzug anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  die  Be-
schwerdeführerin  habe  anlässlich  der  Bundesanhörung  vom 
14. September  2010  explizit  zu  Protokoll  gegeben,  es  sei  ihr  Vater 
gewesen,  der  Politik  gemacht  habe,  weshalb  sie  sich  nicht  wirklich 
verfolgt gefühlt habe, als sie in die Schweiz gekommen sei,

dass sie ihr Asylgesuch nach der Heirat mit einem niedergelassenen 
Landsmann  zurückgezogen  habe,  was  mit  dem  Verhalten  einer  tat-
sächlich verfolgten Person nicht vereinbar sei,

dass sich die Beschwerdeführerin zu wesentlichen Begleitumständen 
der  angeblichen  Verfolgungssituation  in  zahlreiche  Unstimmigkeiten 
verstrickt  habe, etwa bezüglich der Frage, ob sie persönlich gesucht 
worden sei,

dass sie ihre angebliche Rückkehr nach O._______ und die danach 
erlittenen Nachteile beispielsweise in ihrer  schriftlichen Eingabe vom 
16. August 2010 mit keinem Wort erwähnt habe, obschon sich die Er -

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wähnung  dieser  zentralen  Vorbringen  damals  –  beziehungsweise 
schon viel früher – aufgedrängt hätte,

dass  ihre  Vorbringen  zur  Reise  in  den  Verfolgerstaat  wie  auch  zur 
Festnahme als wirklichkeitsfremd gewertet werden müssten,

dass ausserdem die Schilderung hinsichtlich ihrer Gefangenschaft und 
der Täter, die sie festgehalten hätten, unsubstanziiert  und wenig an-
schaulich ausgefallen seien,

dass angesichts erheblicher Unstimmigkeiten eine Verfolgung der Be-
schwerdeführerin  nicht  wahrscheinlich  sei,  weshalb  auch  ihre  plötz-
liche Mitgliedschaft bei der Bewegung "Apareco" höchst zweifelhaft sei 
und sich hierzu eine weitergehende Argumentation erübrige,

dass sich aus den Vorbringen der Beschwerdeführerin keine Hinweise 
ergäben, die geeignet seien, die Flüchtlingseigenschaft zu begründen, 
oder die für die Gewährung vorübergehenden Schutzes relevant seien, 
weshalb auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass der Wegweisungsvollzug zulässig, zumutbar und möglich sei,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  Eingabe  vom  27. Oktober 2010 
gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde 
erheben  und  dabei  unter  anderem beantragen  liess,  die  vorinstanz-
liche Verfügung vom 19. Oktober 2010 sei aufzuheben, auf das Asyl-
gesuch  der  Beschwerdeführerin  sei  einzutreten,  und  ihr  sei  zudem 
Asyl zu gewähren,

dass die vorinstanzlichen Akten am 29. Oktober 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom 
20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG, 
SR 172.021]) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst.  d  Ziff.  1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass  die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 

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beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der 
Beschwerde legitimiert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
– unter  Vorbehalt  der  nachfolgenden  Erwägungen  –  einzutreten  ist 
(Art. 08 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen (Art. 32  -  35 AsylG),  die  Beurteilungskompetenz der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  deshalb  auf  den  Beschwerdeantrag  betreffend  Asylgewährung 
nicht einzutreten ist,

dass  sich  die  Beschwerdeinstanz  –  sofern  sie  den  Nichteintretens-
entscheid  als  unrechtmässig  erachtet  –  einer  selbständigen 
materiellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und 
die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. 
Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurs-
kommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  die  Frage  der  Wegweisung  und  des  Vollzugs 
materiell prüft, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht diesbezüglich 
volle Kognition zukommt, 

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur 
summarisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

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dass das Asylverfahren wieder aufgenommen wird, wenn eine Person, 
deren Asylgesuch abgeschrieben wurde, erneut ein Asylgesuch stellt 
(Art. 35a Abs. 1 AsylG),

dass auf ein solches Asylgesuch nicht eingetreten wird, ausser es be -
stehen Hinweise, die geeignet sind, die Flüchtlingseigenschaft zu be-
gründen,  oder  die  für  die  Gewährung  vorübergehenden  Schutzes 
relevant sind (Art. 35a Abs. 2 AsylG),

dass  die  Beschwerdeführerin  in  ihrer  Beschwerdebegründung im 
Wesentlichen  geltend  macht,  die  Vorinstanz  habe  ihr  ohne  nähere 
Begründung vorgeworfen, ihre Ausführungen seien entweder realitäts-
fremd oder nicht plausibel,

dass  die  Vorinstanz  zu Unrecht  festgestellt  habe,  die  plötzliche Mit -
gliedschaft  der  Beschwerdeführerin  in  der  Bewegung  Apareco  sei 
höchst zweifelhaft,

dass  die  Vorinstanz  den  Eintritt  der  Beschwerdeführerin  vor  einem 
Jahr in der Bewegung Apareco anerkannt habe,

dass  die  Beschwerdeführerin,  wie  dem  Protokoll  der  Versammlung 
vom 14. August 2010 zu entnehmen sei, ihre Abwesenheit habe ent-
schuldigen lassen,

dass der Präsident der Sektion Bern der Apareco, wie einem E-Mail zu 
entnehmen sei, sich über die Verhaftung der Beschwerdeführerin beim 
Chef des Migrationsamtes des Kantons N._______ beklagt habe,

dass das Auswärtige Amt Deutschland wie auch das EDA vor Reisen 
in die Demokratische Republik Kongo abrieten,

dass  die  Menschenrechtslage  im  Kongo,  wie  das  Auswärtige  Amt 
Deutschland festgestellt habe, sehr unbefriedigend sei,

dass  diese  Vorbringen  in  der  Beschwerdeschrift  indessen  nicht  zu 
einer veränderten Betrachtungsweise zu führen vermögen,

dass das Vorbringen der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihr 
ohne nähere Begründung vorgeworfen, ihre Ausführungen seien ent-
weder realitätsfremd oder nicht plausibel, insofern nicht nachvollzieh-

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bar  erscheint,  als  die  diesbezüglichen  Begründungen  in  der  an-
gefochtenen Verfügung durchaus substanziiert ausgefallen sind,

dass  sich  aufgrund  der  Aktenlage  der  Schluss  aufdrängt,  die  Be-
schwerdeführerin  habe  bei  ihren  Schilderungen  zur  Verfolgungs-
situation  nicht  auf  Erinnerungen  an  tatsächliche  Begebenheiten 
zurückgreifen können, sondern eine Verfolgungssituation lediglich er-
funden, um sich ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu verschaffen,

dass  sich  aufgrund  der  von  der  Beschwerdeführerin  selbst  zitierten 
Formulierungen  der  Vorinstanz  zu  deren  Mitgliedschaft  in  der 
europäischen  Widerstandsbewegung "Apeco"  der  Schluss  aufdrängt, 
die Vorinstanz bestreite nicht ihre Mitgliedschaft, sondern das dahinter 
stehende Engagement,

dass diese Mitgliedschaft allenfalls die Mühewaltung der Beschwerde-
führerin bei der Konstruktion fiktiver subjektiver Nachfluchtgründe zum 
Ausdruck bringt und asylrechtlich unerheblich ist,

dass im Übrigen auf die zutreffenden Erwägungen der vorinstanzlichen 
Verfügungen zu verweisen ist,

dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 35a Abs. 2 AsylG zu 
Recht  auf  das Asylgesuch der  Beschwerdeführerin  nicht  eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  EMARK  2001  Nr. 21),  weshalb  die  verfügte 
Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen  steht 
und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art.  83  Abs. 1  des 
Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

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dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK  (Schweizerische  Asylrekurskommission) 
der gleiche Beweisstandard wie bei der Flüchtlingseigenschaft gilt, das 
heisst, sie sind zu beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und 
andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, 
in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 
2009, Rz. 11.148, 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht -
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung ersichtlich sind, die der Beschwerdeführerin im Heimat- oder 
Herkunftsstaat droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage im Heimat- bzw. Herkunftsstaat der 
Beschwerdeführerin  noch individuelle  Gründe  auf  eine konkrete  Ge-
fährdung im Falle einer Rückkehr schliessen lassen, weshalb der Voll-
zug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

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dass in  der  Demokratischen Republik  Kongo insbesondere nicht  auf 
dem  gesamten  Staatsgebiet  eine  Situation  allgemeiner  Gewalt 
herrscht,  und  die  Beschwerdeführerin  auch  keinen  Anlass  hat, 
kritische Gebiete zu bereisen,

dass die Beschwerdeführerin nebst guter Schul- und Hochschulbildung 
insbesondere  über  ein  ausgedehntes  soziales  Beziehungsnetz  im 
Heimatstaat, namentlich in Kinshasa, verfügt (A9/19 S. 3), an welcher 
Betrachtungsweise  auch  der  Versuch,  dieses  Netz  zu  dissimulieren 
(B10/16 S. 3 und 4), nichts zu ändern vermag,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  der  Beschwerdeführerin  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, 
bei der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  der  Beschwerdeführerin 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter  der  Beschwerdeführerin  (Einschreiben,  Beila-
ge: Einzahlungsschein)

- das  BFM,  Abteilung  Aufenthalt,  mit  den  Akten  Ref.-Nr.  N   (per 
Kurier; in Kopie)

- (die zuständige kantonale Behörde) (in Kopie)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Fulvio Haefeli Gert Winter

Versand:

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