# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 902dd297-9868-5bd4-8a9e-e66ba868f253
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.03.2010 C-1490/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-1490-2008_2010-03-08.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-1490/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  M ä r z  2 0 1 0

Richter Andreas Trommer (Vorsitz), 
Richter Blaise Vuille, Richter Bernard Vaudan, 
Gerichtsschreiber Julius Longauer.

A._______,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Bernhard Jüsi, Rechtsanwalt,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-1490/2008

Sachverhalt:

A.
Der aus dem Kosovo stammende Beschwerdeführer (geb. 1968) hielt 
sich in der ersten Hälfte der 90er Jahre wiederholt als Saisonnier zur 
Arbeit in der Schweiz auf. Zu jener Zeit war er mit seiner Landesfrau 
B._______  (geb.  1972)  verheiratet.  Aus  dieser  ersten  Ehe  des  Be-
schwerdeführers entstammen zwei Kinder (geb. 1991 und 1992).

B.
Nachdem sich der Beschwerdeführer am 24. Oktober 1995 im Kosovo 
hatte scheiden lassen, ging er am 3. Mai 1996 in der Schweiz die Ehe 
mit  der  Schweizer  Bürgerin  C._______  (geb. 1947,  geschieden  und 
Mutter dreier Söhne) ein. In der Folge erhielt er im Kanton Zürich eine 
Aufenthaltsbewilligung.

C.
Als Ehegatte einer Schweizer Bürgerin ersuchte der Beschwerdeführer 
am 16. April 2002 um erleichterte Einbürgerung nach Art. 27 des Bür-
gerrechtsgesetzes vom 29. September 1952 (BüG, SR 141.0). 

Zu Handen des Einbürgerungsverfahrens unterzeichneten die Ehegat-
ten am 14. Oktober 2002 eine gemeinsame Erklärung, wonach sie bei-
de  in  einer  tatsächlichen,  ungetrennten,  stabilen  ehelichen  Gemein-
schaft an derselben Adresse zusammenlebten und weder Trennungs- 
noch Scheidungsabsichten hätten. Gleichzeitig nahmen sie zur Kennt-
nis,  dass  die  erleichterte  Einbürgerung  nicht  möglich  sei,  wenn  vor 
oder  während des Einbürgerungsverfahrens einer  der  Ehegatten die 
Trennung oder Scheidung beantragt habe oder keine tatsächliche ehe-
liche Gemeinschaft mehr bestehe. Ebenso bestätigten sie ihre Kennt-
nisnahme davon, dass die Verheimlichung solcher Umstände gemäss 
Art. 41 BüG zur Nichtigerklärung der Einbürgerung führen könne.

Am 5. Februar 2003 wurde der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 27 
BüG erleichtert eingebürgert. Er erwarb nebst dem Schweizer Bürger-
recht die Bürgerrechte der Kantone Bern und Freiburg sowie der Ge-
meinden U._______ (BE) und V._______ (FR). 

D.
Mit  Urteil  des  Bezirksgerichts  Pfäffikon  vom  5.  Februar  2004,  in 
Rechtskraft seit 2. März 2004, wurde die Ehe des Beschwerdeführers 

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auf  gemeinsames  Begehren  der  Ehegatten  geschieden.  Am  7.  Juli 
2004 verheiratete sich der Beschwerdeführer im Kosovo erneut mit der 
Mutter seiner beiden Kinder, und am 29. Oktober 2004 kamen die Ehe-
frau und die Kinder im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz.

E.
In der 2. Jahreshälfte 2004 gelangten die Kantone Bern und Freiburg 
mit verschiedenen Eingaben an die Vorinstanz (Schreiben vom 29. Ju-
li, 16. September und 29. November 2004), zeigten ihr die Scheidung 
und Wiederverheiratung des Beschwerdeführers an und ersuchten um 
Prüfung  einer  allfälligen Nichtigerklärung der  erleichterten  Einbürge-
rung gestützt auf Art. 41 Abs. 1 BüG.

F.
Am  12.  Juli  2007  teilte  die  Vorinstanz  dem Beschwerdeführer  unter 
Gewährung des rechtlichen Gehörs mit,  dass gegen ihn gestützt auf 
Art. 41 Abs. 1 BüG ein Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten 
Einbürgerung  eröffnet  worden  sei.  Vom  Recht  auf  Stellungnahme 
machte der Beschwerdeführer mit Eingaben vom 28. Juli und 7. Sep-
tember 2007 Gebrauch. Die Vorinstanz ihrerseits zog die Scheidungs-
akten des Bezirksgerichts  Pfäffikon ZH und Akten der Migrationsbe-
hörde  des  Kantons  Zürich  betr.  Familiennachzug  der  beiden  Kinder 
des Beschwerdeführers bei. Ferner forderte sie bei der geschiedenen 
Ehefrau des Beschwerdeführers anhand eines Fragenkatalogs schrift-
liche Auskünfte zum Verlauf der Ehe an. Dieser Aufforderung kam die 
geschiedene Ehefrau mit Schreiben vom 20. Oktober und 14. Novem-
ber 2007 nach.

G.
Auf Ersuchen der Vorinstanz erteilten am 29. Januar 2008 die Kantone 
Bern und Freiburg ihre Zustimmung zur Nichtigerklärung der erleich-
terten Einbürgerung.

H.
Mit Verfügung vom 31. Januar 2008 erklärte die Vorinstanz die erleich-
terte Einbürgerung des Beschwerdeführers für nichtig.

I.
Mit  Rechtsmitteleingabe  vom  4.  März  2008  sowie  Ergänzung  vom 
25. April  2003 gelangte der Beschwerdeführer an das Bundesverwal-
tungsgericht und ersuchte um ersatzlose Aufhebung der vorinstanzli-
chen Verfügung.

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J.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 8. Mai 2008 
die Abweisung der Beschwerde.

K.
Mit  Replik vom 11. Juni 2008 hielt  der Beschwerdeführer an seinem 
Rechtsmittel fest.

L.
Auf den weiteren Akteninhalt  wird, soweit rechtserheblich, in den Er-
wägungen eingegangen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Verfügungen des BFM über die Nichtigerklärung einer erleichter-
ten Einbürgerung können mit  Beschwerde beim Bundesverwaltungs-
gericht angefochten werden (Art. 51 Abs. 1 BüG i.V.m. Art. 31 ff. des 
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]).

1.2 Gemäss Art. 37 VGG richtet sich das Verfahren vor dem Bundes-
verwaltungsgericht nach dem Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021), soweit das Ver-
waltungsgerichtsgesetz nichts anderes bestimmt (vgl. auch Art. 2 Abs. 
4 VwVG).

1.3 Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legiti-
miert.  Auf  seine  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde  ist 
einzutreten (Art. 48 ff. VwVG).

2.
Mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht kann die Verletzung 
von Bundesrecht einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des 
Ermessens, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechts-
erheblichen Sachverhaltes und – soweit nicht eine kantonale Behörde 
als  Rechtsmittelinstanz  verfügt  hat  –  die  Unangemessenheit  gerügt 
werden (Art. 49 VwVG). Das Bundesverwaltungsgericht wendet im Be-
schwerdeverfahren das Bundesrecht von Amtes wegen an. Es ist ge-
mäss Art. 62 Abs. 4 VwVG an die Begründung der Begehren nicht ge-
bunden und kann die Beschwerde auch aus anderen als den geltend 

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gemachten  Gründen  gutheissen  oder  abweisen.  Massgebend  ist 
grundsätzlich  die  Sach-  und  Rechtslage  zum  Zeitpunkt  seines  Ent-
scheides (vgl. E. 1.2 des in BGE 129 II 215 teilweise publizierten Ur-
teils 2A.451/2002 vom 28. März 2003).

3.
3.1 Gemäss Art. 27 Abs. 1 BüG kann eine ausländische Person nach 
der Eheschliessung mit  einem Schweizer Bürger ein Gesuch um er-
leichterte Einbürgerung stellen, wenn sie insgesamt fünf Jahre in der 
Schweiz gewohnt hat (Bst. a), seit einem Jahr hier wohnt (Bst. b) und 
seit drei Jahren in ehelicher Gemeinschaft mit dem Schweizer Bürger 
lebt (Bst. c). Sämtliche Voraussetzungen müssen sowohl im Zeitpunkt 
der Gesuchseinreichung als auch anlässlich der Einbürgerungsverfü-
gung erfüllt  sein. Fehlt  es insbesondere im Zeitpunkt des Entscheids 
an  der  ehelichen  Gemeinschaft,  darf  die  erleichterte  Einbürgerung 
nicht ausgesprochen werden (BGE 135 II 161 E. 2 S. 164 f., BGE 130 
II 482 E. 2 S. 484, BGE 129 II 401 E. 2.2 S. 403). Die Beweislast trägt 
der Gesuchsteller (Urteil des Bundesverwaltungsgerichts C-5286/2007 
vom 4. November 2008 E. 3.2).

3.2 Der  Begriff  der  ehelichen  Gemeinschaft  im  Sinne  des  Bürger-
rechtsgesetzes  bedeutet  mehr  als  nur  das  formelle  Bestehen  einer 
Ehe.  Verlangt  wird  eine  tatsächliche  Lebensgemeinschaft,  getragen 
vom Willen, die Ehe auch künftig aufrecht zu erhalten (BGE 130 ll 482 
E. 2 S. 483 f., BGE 130 ll 169 E. 2.3.1 S. 171 f., BGE 128 ll 97 E. 3a S. 
98 f., BGE 121 ll 49 E. 2b S. 52). Denn der Gesetzgeber wollte dem 
ausländischen  Ehegatten  eines  Schweizer  Bürgers  die  erleichterte 
Einbürgerung ermöglichen,  um die Einheit  des Bürgerrechts im Hin-
blick auf ihre gemeinsame Zukunft zu fördern (vgl. Botschaft des Bun-
desrats zur Änderung des Bürgerrechtsgesetzes vom 27. August 1987, 
BBl 1987 III 310). Ein Hinweis auf den fehlenden Willen der Ehegatten, 
die eheliche Gemeinschaft aufrecht zu erhalten, kann im Umstand lie-
gen, dass kurze Zeit nach der erleichterten Einbürgerung die Trennung 
erfolgt oder die Scheidung eingeleitet wird (BGE 135 II 161 E. 2 S. 164 
f. mit Hinweisen).

3.3 Die erleichterte Einbürgerung kann mit Zustimmung der Behörde 
des Heimatkantons innert fünf Jahren für nichtig erklärt werden, wenn 
sie durch falsche Angaben oder Verheimlichung erheblicher Tatsachen 
„erschlichen“ (Art. 41 Abs. 1 BüG), d.h. mit einem unlauteren und täu-
schenden Verhalten erwirkt worden ist. Arglist im Sinne des strafrecht-

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lichen Betrugstatbestandes wird  nicht  verlangt.  Es  genügt,  dass  der 
Betroffene bewusst falsche Angaben macht bzw. die mit dem Einbür-
gerungsbegehren befasste Behörde bewusst in einem falschen Glau-
ben lässt und so den Vorwurf auf sich zieht, es unterlassen zu haben, 
über eine erhebliche Tatsache zu informieren (vgl. BGE 135 II 161 E. 2 
S. 164 f. mit Hinweisen). Weiss der Betroffene, dass die Voraussetzun-
gen für die erleichterte Einbürgerung auch im Zeitpunkt der Verfügung 
vorliegen müssen, so muss er die Behörde unaufgefordert  über eine 
nachträgliche Änderung in seinen Verhältnissen orientieren, von der er 
weiss oder wissen muss, dass sie einer Einbürgerung entgegensteht. 
Die Pflicht dazu ergibt sich aus dem Grundsatz von Treu und Glauben 
und aus der verfahrensrechtlichen Mitwirkungspflicht  gemäss Art. 13 
Abs. 1 Bst. a VwVG. Die Behörde darf sich ihrerseits darauf verlassen, 
dass die vormals erteilten Auskünfte bei passivem Verhalten des Ge-
suchstellers nach wie vor der Wirklichkeit entsprechen (vgl. BGE 132 II 
113 E. 3.2 S. 115 f.).

4.
4.1 Das Verfahren auf Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung 
richtet sich nach den Bestimmungen des VwVG (Art. 1 Abs. 1 und Abs. 
2 Bst. a VwVG). Danach obliegt es der Behörde, den Sachverhalt von 
Amtes wegen abzuklären (Art. 12 VwVG). Sie hat zu untersuchen, ob 
der  betroffenen  Person  die  Täuschung  über  eine  Einbürgerungsvor-
aussetzung vorgeworfen werden kann, wozu insbesondere ein beidsei-
tig intakter und gelebter Ehewille gehört. Da die Nichtigerklärung in die 
Rechte der betroffenen Person eingreift,  liegt  die Beweislast  bei  der 
Behörde. Allerdings geht es in der Regel um innere, dem Kern der Pri-
vatsphäre zugehörende Sachverhalte, die der Behörde nicht bekannt 
und einem Beweis naturgemäss kaum zugänglich sind. Sie kann sich 
daher veranlasst sehen, von bekannten Tatsachen (Vermutungsbasis) 
auf  unbekannte (Vermutungsfolge)  zu  schliessen. Solche natürlichen 
Vermutungen (auch als tatsächliche Vermutungen bezeichnet) können 
sich  in  allen  Bereichen  der  Rechtsanwendung  ergeben,  namentlich 
auch im öffentlichen Recht. Es handelt sich um Wahrscheinlichkeitsfol-
gerungen,  die auf  Grund der  Lebenserfahrung gezogen werden. Die 
betroffene Person ist bei der Sachverhaltsabklärung mitwirkungspflich-
tig (BGE 135 II 161 E. 3 S. 165 f. mit Hinweisen).

4.2 Die natürliche Vermutung gehört zur freien Beweiswürdigung. Sie 
stellt  eine  Beweiserleichterung  dar,  indem  eine  bereits  vorhandene, 
aber nicht mit letzter Schlüssigkeit mögliche Beweisführung unterstützt 

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wird. Eine Umkehr der Beweislast hat sie nicht zur Folge. Wenn daher 
bestimmte Tatsachen – beispielsweise die Chronologie der Ereignisse 
– die natürliche Vermutung begründen, dass die erleichterte Einbürge-
rung erschlichen wurde, muss die betroffene Person nicht den Nach-
weis  für  das Gegenteil  erbringen. Es genügt,  wenn sie einen Grund 
anführt,  der es als wahrscheinlich erscheinen lässt, dass sie die Be-
hörde nicht getäuscht hat. Bei diesem Grund kann es sich um ein aus-
serordentliches, nach der erleichterten Einbürgerung eingetretenes Er-
eignis handeln, das zum raschen Scheitern der Ehe führte, oder die 
betroffene Person kann plausibel darlegen, weshalb sie die Schwere 
ehelicher Probleme nicht erkannte und den wirklichen Willen hatte, mit 
dem Schweizer Ehepartner auch weiterhin in einer stabilen ehelichen 
Gemeinschaft zu leben (BGE 135 II 161 E. 3 S. 165 f. mit Hinweisen).

5.
Die  erleichterte  Einbürgerung  des  Beschwerdeführers  wurde  innert 
der gesetzlichen Frist von 5 Jahren und mit Zustimmung der Heimat-
kantone Bern und Freiburg für nichtig erklärt. Die formellen Vorausset-
zungen des Art. 41 Abs. 1 BüG für eine Nichtigerklärung sind somit er-
füllt.

6.
6.1 Den Akten lässt sich entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer 
in der ersten Hälfte der 90er Jahre wiederholt als Saisonnier zur Arbeit 
in der Schweiz aufhielt. In seiner Heimat war er mit einer 3 ½ Jahre 
jüngeren Landsfrau verheiratet,  mit  der  er  zwei  gemeinsame Kinder 
hatte. Am 24. Oktober 1995 liess er sich im Kosovo von seiner Ehefrau 
scheiden  und  etwas  mehr  als  sechs  Monate  später  ging  er  in  der 
Schweiz die Ehe mit einer 21 ½ Jahre älteren Schweizer Bürgerin ein. 
Am 16. April 2002 stellte der Beschwerdeführer ein Gesuch um Ertei-
lung der  erleichterten Einbürgerung. Zu Handen des Einbürgerungs-
verfahrens unterzeichnete er am 14. Oktober 2002 zusammen mit sei-
ner Schweizer Ehefrau eine Erklärung, wonach sie in einer tatsächli-
chen, ungetrennten, stabilen ehelichen Gemeinschaft lebten und keine 
Trennungs- oder Scheidungsabsichten beständen. Die erleichterte Ein-
bürgerung des Beschwerdeführers wurde am 5. Februar 2003 ausge-
sprochen. Bereits  acht  Monate später,  am  14. Oktober  2003, unter-
zeichneten die Ehegatten eine Scheidungskonvention und ein gemein-
sames Scheidungsbegehren,  die  sie  am 27. Oktober  2003 dem Be-
zirksgericht  Pfäffikon unterbreiteten. Dessen Urteil,  mit  dem die  kin-
derlos gebliebene Ehe geschieden wurde, erging am 5. Februar 2004, 

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d.h. genau ein Jahr nach der erleichterten Einbürgerung, und erwuchs 
am 2. März 2004 in Rechtskraft. Weitere vier Monate später, am 7. Juli 
2004, verheiratete sich der Beschwerdeführer wieder mit seiner ersten 
Ehefrau, der Mutter seiner beiden Kinder, und liess Ehefrau und Kin-
der am 29. Oktober 2004 in die Schweiz nachziehen.

6.2 Wie sich aus den dargestellten Fakten ergibt, dauerte die Ehe des 
Beschwerdeführers bis zum Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung 
sechs Jahre und neun Monate. Ein Jahr später war die Ehe bereits ge-
schieden, wobei zwischen der erleichterten Einbürgerung und der Un-
terzeichnung  der  Scheidungskonvention  bzw.  des  gemeinsamen 
Scheidungsbegehrens nur gerade acht Monate lagen. Bei dieser zeitli-
chen Abfolge der  Ereignisse durfte  die  Vorinstanz  von der  tatsächli-
chen Vermutung ausgehen, dass die Ehe des Beschwerdeführers zum 
Zeitpunkt  der  erleichterten  Einbürgerung nicht  intakt  war  und er  die 
Einbürgerungsbehörde darüber täuschte.

6.3
6.3.1 Neben die Vermutungsbasis treten weitere Elemente des äusse-
ren Geschehensablaufs, die in ihrer Gesamtheit Merkmale einer typi-
schen Missbrauchskonstellation aufweisen. In diesem Zusammenhang 
zu erwähnen sind die Scheidung einer ersten Ehe, der die zwei Kinder 
des Beschwerdeführers entstammen, die rasch darauffolgende Verhei-
ratung mit einer wesentlich älteren Schweizer Bürgerin, die Wiederver-
heiratung mit  der ersten Partnerin kurz nach der Scheidung von der 
Schweizer Bürgerin und der daraufhin realisierte Nachzug der kosova-
rischen Familie. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers gehört 
zu den belastenden Indizien auch ein ungesicherter ausländerrechtli-
cher  Status  zum Zeitpunkt  der  Ehe mit  der  Schweizer  Bürgerin. Als 
Folge von Änderungen der Verordnung vom 6. Oktober 1986 über die 
Begrenzung der Zahl der  Ausländer (BVO, AS 1986 1791) in Bezug 
auf den Zugang zum Saisonnierstatut konnten Personen aus dem ehe-
maligen Jugoslawien letztmals im Jahr 1996 in den Genuss einer Sai-
sonbewilligung  gelangen  (Art.  8  Abs.  3  BVO  in  der  Fassung  vom 
19. Oktober 1994 [AS 1994 2310] und Art. 58 Abs. 2 BVO in der Fas-
sung vom 25. Oktober  1995 [AS 1995 4869]). Bereits  per  1. Januar 
1995 entfiel für diese Personengruppe die Möglichkeit einer Umwand-
lung der  Saison-  in  eine  Jahreaufenthaltsbewilligung (Art. 28  Abs. 1 
BVO in der Fassung vom 19. Oktober 1994). Wollte ein Saisonnier aus 
dem ehemaligen Jugoslawien eine Umwandlung erwirken, musste er 
das Umwandlungsgesuch spätestens am 31. Dezember 1994 gestellt 

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(BGE  122  II  113  E.  2c  S.  118  f.;  Urteil  des  Bundesgerichts 
2A.547/1996  vom  11.  April  1997  E.3;  Gemeinsame  Weisungen  des 
Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Arbeit und des Bundesamtes 
für Ausländerfragen vom 21. Oktober 1994 betr. Regelung für die Zu-
lassung von Arbeitskräften aus dem Gebiet des ehemaligen Jugosla-
wiens) und die Umwandlungsvoraussetzungen spätestens zu diesem 
Zeitpunkt erfüllt  haben (BGE 122 II 113 E. 2c S. 119).  Hätte der Be-
schwerdeführer die zeitlichen Umwandlungsvoraussetzungen gemäss 
Art. 28 Abs. 1 Bst. a BVO in seiner ursprünglichen Fassung tatsächlich 
per 31. Dezember 1994 erfüllt, was er gestützt auf nicht zuordenbare 
Kopien aus einem Reisepass behauptet, dann wäre die Umwandlung 
eine  reine  Formsache  und  er  im  Zeitpunkt  seiner  Heirat  mit  der 
Schweizerin im Mai 1996 längstens im Besitz einer Aufenthaltsbewilli-
gung gewesen. Das war jedoch unbestrittenermassen nicht  der  Fall. 
Also muss angenommen werden, dass der Beschwerdeführer keines-
wegs  mit  einer  Aufenthaltsbewilligung  rechnen  konnte.  In  ihrer  Ge-
samtheit  deuten  die  Merkmale  des  Geschehensablaufs  darauf  hin, 
dass der Beschwerdeführer seine Ehe mit der Schweizer Bürgerin in 
erster Linie deshalb eingegangen war, um langfristig den Nachzug sei-
ner kosovarischen Familie in die Schweiz bewerkstelligen zu können.

6.3.2 Gegen  die  Annahme  eines  solchen  planmässigen  Vorgehens 
spricht freilich, dass der Beschwerdeführer das Gesuch um erleichter-
te Einbürgerung erst sechs Jahre nach dem Eheschluss stellte. Entlas-
tend wirkt  sich ferner  der Umstand aus,  dass sich nicht  nur die ge-
schiedene  schweizerische  Ehefrau  des  Beschwerdeführers,  sondern 
auch deren Schwägerin und deren beide erwachsenen Söhne zuguns-
ten des Beschwerdeführers verwenden und versichern, dass zwischen 
ihm und der geschiedenen schweizerischen Ehefrau eine echte eheli-
che  Beziehung  bestanden habe. In  die  gleiche Richtung weisen  die 
eingereichten Fotographien aus gemeinsamen Ferien sowie die Tatsa-
che, dass der Beschwerdeführer offensichtlich über den Zeitunkt der 
Scheidung hinaus eine gute Beziehung zur geschiedenen Ehefrau und 
zu ihrer Familie unterhielt. Allerdings gilt  es zu berücksichtigen, dass 
der Zeitpunkt der Gesuchseinreichung durchaus auf einem Kalkül be-
ruhen kann. Zu den anderen Sachverhaltselementen ist zu bemerken, 
dass  in  vielen  Missbrauchsfällen  der  schweizerische  Ehegatte  nicht 
etwa selbst hintergangen und zwecks Täuschung der Behörden instru-
mentalisiert  wird,  sondern  bewusst  an  der Täuschung der  Behörden 
mitwirkt.  Dies  kann  etwa  geschehen,  indem  er  zu  einer  Ausländer-
rechtsehe Hand zu bietet. Das kann aber auch so geschehen, dass in 

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einer  ursprünglich  intakten  Ehe  irgendwann  der  Ehewille  dahinfällt, 
zwischen  den  Ehegatten  jedoch  Einvernehmen darüber  besteht,  die 
Ehe vorerst weiterzuführen, um dem ausländischen Partner die Mög-
lichkeit einer erleichterten Einbürgerung nicht zu nehmen. Der fehlen-
de Ehewille impliziert dabei nicht, dass sich die Ehegatten zwischen-
menschlich nicht sehr nahe stehen könnten (vgl. dazu das Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts C-1189/2006 vom 3. April 2009 E. 6.4).

6.3.3 Alles in allem ist das Bundesverwaltungsgericht der Auffassung, 
dass die belastenden Indizien die entlastenden überwiegen. In diesem 
Sinne sind sie geeignet, die tatsächliche Vermutung zu unterstützen. 
Die Frage, ob die Indizienlage den Schluss auf eine zum Zeitpunkt der 
erleichterten  Einbürgerung  nicht  intakte  Ehe  zulässt,  erlangt  jedoch 
erst dann eigenständige Bedeutung, wenn es dem Beschwerdeführer 
gelingt, die tatsächliche Vermutung soweit zu entkräften, dass den Ele-
menten, welche die Basis dieser tatsächlichen Vermutung bilden, nur 
die Bedeutung einfacher Indizien zukommt. Darauf ist nachfolgend ein-
zugehen.

6.4
6.4.1 Der Beschwerdeführer macht  geltend,  seine Ehe sei  weit  über 
den Zeitpunkt der erleichterten Einbürgerung hinaus intakt und stabil 
gewesen.  Erst  kurz  vor  der  Formulierung  des  gemeinsamen  Schei-
dungsbegehrens sei auf  Initiative seiner Ehefrau der Scheidungsent-
schluss  gefallen,  als  es  trotz  aller  Bemühungen  nicht  gelungen  sei, 
eine Lösung für das Problem der Betreuung seiner beiden Kinder aus 
erster Ehe zu finden. Zur Erläuterung führt der Beschwerdeführer aus, 
er  und seine erste Ehefrau hätten sich im  Dezember 1993 getrennt, 
weil diese die mit der Saisonarbeit einhergehende räumliche Trennung 
von ihm nicht mehr ertragen habe. Wie im Kosovo üblich sei sie zu ih-
ren Eltern zurückgekehrt. Die beiden Kinder, die im Scheidungsurteil 
vom  24. Oktober 1995 ihm zugesprochen worden seien, habe er zur 
Betreuung seinen in Kosovo lebenden Eltern anvertraut. Die Frage ei-
ner  Neuregelung  der  Pflege-  und  Betreuungsverhältnisse  habe  sich 
gestellt,  als seine Mutter  am  26. Oktober 2002 gestorben sei. Seine 
schweizerische Ehefrau sei  zum damaligen  Zeitpunkt  gesundheitlich 
stark  angeschlagen  gewesen. Sie  wäre  weder  psychisch  noch  phy-
sisch in der Lage gewesen, sich um die aus einem fremden Kulturkreis 
stammenden Kinder zu kümmern. Er, seine Ehefrau und das gesamte 
Umfeld hätten dann während längerer Zeit fieberhaft nach einer Kom-
promisslösung gesucht, die den Nachzug der Kinder ermöglichen soll-

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te, ohne seine schweizerische Ehefrau zu belasten. Das sei der Stand 
der  Dinge gewesen,  als  sich  die  Ehefrau kurz vor der  Formulierung 
des  gemeinsamen  Scheidungsbegehrens  erstmals  dahingehend  ge-
äussert  habe,  dass  sie sich zum Wohle der  Kinder  scheiden lassen 
wolle. Die  Ehefrau habe sich  in  einem Dilemma befunden. Einerseit 
habe sie sich psychisch und physisch nicht in der Lage gefühlt, für sei-
ne Kinder aufzukommen. Andererseits habe sie nicht mit ansehen kön-
nen,  wie er  wegen der  ungeregelten Situation seiner  Kinder  gelitten 
habe,  was  wiederum  ihre  psychische  Situation  noch  verschlechtert 
habe. Der  einzige  realistische Ausweg aus diesem Dilemma sei  die 
Scheidung gewesen. Er, der Beschwerdeführer, habe das schliesslich 
auch eingesehen und – wenn auch schweren Herzens – in die Schei-
dung eingewilligt. Nach der Scheidung habe er sich verständlicherwei-
se auf  den Nachzug seiner  Kinder  konzentriert. Er  habe die Familie 
seiner  kosovarischen  Ex-Ehefrau  kontaktiert,  um  im  Rahmen  eines 
persönlichen Treffens ihr Einverständnis im Hinblick auf den geplanten 
Nachzug der Kinder in die Schweiz zu erwirken. Kurz darauf habe er 
sie im Kosovo getroffen. Das sei ihr erstes Treffen seit der über acht 
Jahre zurückliegenden Scheidung gewesen. Innerhalb kurzer Zeit hät-
ten  sie  eine  gewisse  Vertrautheit  herbeiführen  können,  weshalb  sie 
sich relativ spontan und kurzfristig entschlossen hätten, wieder zu hei-
raten und den Familiennachzug in die Schweiz zu vollziehen. Dies sei 
nicht nur aus emotionalen, sondern in erster Linie aus pragmatischen 
Gründen zum Wohl ihrer gemeinsamen Kinder geschehen.

6.4.2 Die  Aussagen  des  Beschwerdeführers  werden  von  seiner  ge-
schiedenen schweizerischen Ehefrau (Schreiben vom 26. Oktober und 
14. November 2006 an die Vorinstanz) und deren erwachsenen Söh-
nen soweit  bestätigt  (Schreiben vom  20. April  und 16. Mai  2008 zu 
Handen des Rechtsmittelverfahrens), als sie alle bekräftigen, dass die 
Ehe einzig an der Frage des Familiennachzugs zerbrochen sei. Die ge-
schiedene schweizerische Ehefrau macht  in  ihren Eingaben darüber 
hinaus geltend, dass bereits vor ihrem Eheschluss die Frage des Kin-
dernachzugs zu zahlreichen Diskussionen Anlass gegeben habe. Man 
habe sich jedoch "vorläufig" entschieden, in der Sache nichts zu unter-
nehmen. Mit dem Tod der Grossmutter im Oktober 2002 habe sich die 
Situation  dann  geändert.  Man  habe  eine  Lösung  finden  müssen 
(Schreiben  vom  20.  Oktober  2007,  Antwort  11).  Allerdings  sei  sie 
selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage gewesen, 
die Kinder im gemeinsamen Haushalt  aufzunehmen. Das habe auch 
der Beschwerdeführer verstanden (Schreiben vom 20. Oktober 2007, 

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Antwort 12). Erklärend führte sie aus, sie habe neben ihrer 80-prozen-
tigen Berufstätigkeit als Pflegerin in einem Altersheim erst ihren betag-
ten Vater und später ihre Mutter bei sich zu Hause bis zu deren Tod 
gepflegt. Durch diese wiederholte Doppelbelastung sei sie körperlich 
und psychisch krank geworden. Sie habe  wegen Depressionen fach-
ärztliche Hilfe in  Anspruch nehmen müssen (Schreiben vom 14. No-
vember 2007).

6.4.3 Die Darstellung durch den Beschwerdeführer und seine geschie-
dene schweizerische Ehefrau überzeugt aus mehreren Gründen nicht.

Zunächst kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Frage einer 
Änderung der Pflegesituation erst mit dem Tod der Grossmutter im Ok-
tober 2002 akut wurde, falls sie es jemals war. In Anbetracht der Unru-
hen,  der  ethnischen  Vertreibungen,  der  gewalttätigen Übergriffe  und 
des  Kriegs,  denen  grosse  Teile  der  Bevölkerung  im  Kosovo  in  der 
zweiten Hälfte der 90er Jahre ausgesetzt war, musste sich die Frage 
des Familiennachzugs schon sehr bald gestellt haben und zwar mit ei-
ner  qualitativ  und  quantitativ  ungleich  grösserer  Dringlichkeit  als  in 
Friedenszeiten nach dem Tod der Grossmutter. Dass die Kinder trotz 
dieser  Situation  und  trotz  des  Anspruchs  auf  Familiennachzug,  den 
der Beschwerdeführer durch Heirat  mit  einer  Schweizer Bürgerin er-
worben hatte, bei den Grosseltern in Kosovo blieben, lässt sich nicht 
damit  erklären,  man habe sich "vorläufig"  gegen eine Änderung der 
Betreuungsverhältnisse  entschieden.  Es  lässt  den  Versuch  des  Be-
schwerdeführers unglaubwürdig erscheinen, den Tod seiner Mutter als 
dasjenige Ereignis  hinzustellen,  das einen dringenden Handlungsbe-
darf  im  Hinblick  auf  eine  Neugestaltung  der  Betreuungsverhältnisse 
erst schuf. Umgekehrt ist nicht nachvollziehbar, dass in der konkreten 
Situation des Beschwerdeführers die Scheidung allein den Weg für ei-
nen  Familiennachzug  geöffnet  hätte.  Der  Beschwerdeführer  selbst 
weist in seinem Bemühen, den ausserordentlich schnellen Eheschluss 
mit seiner ersten kosovarischen Ehefrau zu erklären, darauf hin, dass 
die Sicherstellung der Kinderbetreuung in der Schweiz eine zwingende 
Voraussetzung  für  die  Realisierung  des  Familiennachzugs  gebildet 
habe. Darauf sei er von der Vormundschaftsbehörde eigens hingewie-
sen worden. Der Beschwerdeführer war jedoch erwerbstätig und nach 
der Trennung von seiner Schweizer Ehefrau alleinstehend. Wie er bei 
dieser Sachlage den Familiennachzug hätte realisieren können, lässt 
er wohlweislich offen. Denn er will seine erste kosovarische Ehefrau, 
deren Wiederverheiratung mit ihm das Betreuungsproblem löste, mehr 

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als acht Jahre nach ihrer Scheidung zu einem nicht genannten Zeit-
punkt nach dem  2. März 2004 erstmals wieder getroffen haben, und 
das nicht etwa, um ihre Mithilfe bei der Betreuung der gemeinsamen 
Kinder zu erbitten, sondern um ihr  Einverständnis zum Nachzug der 
Kinder zu erhalten. Dies freilich, obwohl ein solches Einverständnis auf 
der  Grundlage  der  Behauptungen  des  Beschwerdeführers  gar  nicht 
notwendig war. Die Wiederverheiratung stellt der Beschwerdeführer als 
Ergebnis eines spontanen und kurzfristigen Entschlusses dar.

Warum der Tod der Grossmutter die Notwendigkeit nach sich gezogen 
haben soll, die bisherigen Pflege- und Betreuungsverhältnisse zu än-
dern,  kann der  Beschwerdeführer  nicht  in  sich  stimmig  darlegen. In 
seiner  Rechtsmittelschrift  behauptet  er  in  diesem  Zusammenhang, 
sein Vater habe sich aufgrund dessen Alters ausser Stande gesehen, 
die Betreuungsaufgabe längerfristig wahrzunehmen, und habe daher 
ihn, den Beschwerdeführer, unter permanenten Druck gesetzt, die Kin-
der zu sich in die Schweiz zu holen. Zwar sei der Vater in der Sorge 
um die Kinder von der Ehegattin seines Bruders unterstützt  worden. 
Diese habe jedoch eigene Kinder betreut und sei aus diesem Grund 
nicht bereit gewesen, die zusätzliche Verantwortung dauerhaft zu tra-
gen. Diese Darstellung lässt sich indessen mit den traditionellen Sitten 
und Gebräuchen Kosovos, auf die sich der Beschwerdeführer ansons-
ten immer wider beruft und die eine hohes Mass an Solidarität unter 
den  Angehörigen  des  erweiterten  Familienverbandes  einfordern,  nur 
schwer vereinbaren. Darüber hinaus steht diese Darstellung im Wider-
spruch zu früheren Aussagen des Beschwerdeführers. Im erstinstanzli-
chen Verfahren nämlich war es nicht etwa das Drängen des Grossva-
ters, das den Beschwerdeführer in eine schwierige Situation gebracht 
haben  soll.  Davon  erwähnte  er  nichts.  Stattdessen  schilderte  er  im 
Schreiben vom 28. Juli 2007 die Einsamkeit der Kinder, die nach dem 
Tod ihrer Grossmutter keine Ansprechperson mehr hätten, der sie sich 
anvertrauen könnten, und stellte fest, genauso wie er mit seinen Kin-
der zusammen leben wolle, wollten diese auch mit ihm zusammen le-
ben und nicht mit ihrem Grossvater.

Hätte  sich  die  Betreuungssituation  der  Kinder  nach  dem  Tod  der 
Grossmutter tatsächlich derart dramatisch präsentiert, wie geltend ge-
macht wird, so hätte nahe gelegen, die Kindsmutter sofort in die Pro-
blemlösung einzubeziehen und nicht erst nach erfolgter Scheidung 16 
Monate später. Weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein soll,  die 
Kinder in die Obhut ihrer eigenen Mutter zu geben, oder diese auch 

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nur zu kontaktieren, begründet der Beschwerdeführer mit den traditio-
nellen,  gewohnheitsrechtlichen  Normen,  die  im  Kosovo  die  Stellung 
der geschiedenen Ehefrau und ihrer Kinder regeln. Diese Erklärung ist 
schon  deshalb  wenig  überzeugend,  weil  sie  der  Beschwerdeführer 
ohne nachvollziehbaren Grund erst zusammen mit der Replik ins Ver-
fahren einbringt. Hinzu tritt, dass der streng traditionalistische Kontext, 
in den der Beschwerdeführer den Geschehensablauf stellt, die gesam-
te Vorgeschichte in ein entschieden schiefes Licht rückt. Müssen ge-
schiedene  Ehefrauen  ein  geächtetes  und  marginalisiertes  Leben  im 
Haushalt ihrer Eltern erdulden und die eigenen Kinder der Familie des 
Ehemannes überlassen, wie der Beschwerdeführer betont, dann fragt 
sich,  weshalb  sich  seine  kosovarische  Ehefrau  überhaupt  von  ihm 
scheiden liess und damit die soziale Ächtung sowie den Verlust ihrer 
damals erst ein bzw. zwei Jahre alten Kinder in Kauf nahm. Der Be-
schwerdeführer selbst betont ja, dass die Ehe nicht etwa im Streit aus-
einander ging. Nach seiner Aussage lag der Grund für die Trennung 
und  Scheidung  darin,  dass  seine  erste  Ehefrau  die  räumliche  Tren-
nung von ihm nicht  länger  ertragen habe,  einem Schicksal,  dem im 
wirtschaftlich unterentwickelten Kosovo sehr viele Familien in der ei-
nen oder anderen Form ausgesetzt waren. Der Entscheid zu Gunsten 
einer Trennung und Scheidung stellt  auf der Grundlage der Sachver-
haltsbehauptung  des  Beschwerdeführers  einen  groben  Wertungswi-
derspruch dar. Das gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer behaup-
tet,  er habe im Verlauf des Jahres 1994 die zeitlichen Voraussetzun-
gen für eine Umwandlung der Saison- in eine Jahresaufenthaltsbewilli-
gung  erfüllt,  ein  Ende  der  Trennung  der  Ehegatten  daher  absehbar 
war. Hinzu tritt,  dass die zum Zeitpunkt der Trennung erst 22-jährige 
kosovarische Ehefrau von ihrer Familie mit einiger Wahrscheinlichkeit 
wieder  verheiratet  worden wäre,  wäre  sie  in  ein  derart  traditionelles 
Umfeld eingebunden, wie der Beschwerdeführer behauptet (vgl. RAINER 
MATTERN,  Kosovo  –  Bedeutung  der  Tradition  im  heutigen  Kosovo, 
Schweizerische Flüchtlingshilfe [Hrsg.], Bern 2004, S. 7 f.). Tatsächlich 
blieb sie jedoch bis zur Wiederverheiratung mit dem Beschwerdeführer 
10  Jahre später  alleinstehend.  Gerade  angesichts  der  traditionellen 
Sitten und Gebräuche im Kosovo erscheint  der  behauptete  Gesche-
hensablauf eher mit der Annahme vereinbar, dass der Beschwerdefüh-
rer und seine kosovarische Ehefrau in der weit verbreiteten, traditionel-
len Ehe verbunden blieben (vgl. RAINER MATTERN, a.a.O., S. 7), die zivil-
rechtliche Scheidung mithin nur der Form nach erfolgte. 

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Der Beschwerdeführer will sodann glauben machen, dass er innerhalb 
eines  Zeitfensters  von  nur  gerade  vier  Monaten  seine  geschiedene 
Ehefrau nicht  nur zum ersten Mal  seit  der Scheidung mehr als acht 
Jahre zuvor getroffen habe, sondern dass sie beide in langen Gesprä-
chen  eine  "gewisse  Vertrautheit"  erlangt,  sich  aus  emotionalen  und 
pragmatischen Gründen relativ kurzfristig und spontan zu einer Wie-
derverheiratung entschlossen und diesen Entschluss auch umgesetzt 
hätten.  Ein  solcher  Geschehensablauf  ist  schon  auf  der  Grundlage 
westlicher  Wertvorstellungen unwahrscheinlich. Noch unwahrscheinli-
cher muss er erscheinen, wenn der Geschehensablauf auf der Grund-
lage der vom Beschwerdeführer geschilderten traditionellen Sitten und 
Gebräuchen Kosovos zu werten ist, die für seine geschiedene Ehefrau 
eine langjährige soziale Ächtung, den Verlust der Kinder und den Ab-
bruch  aller  Kontakte  zu  ihm zur  Folge  hatte.  Ein  solches  Schicksal 
kann  kaum  mit  dem  Hinweis  relativiert  werden,  man  sei  seinerzeit 
nicht im Streit auseinander gegangen. Der behauptete Geschehensab-
lauf wird auch nicht glaubwürdiger, wenn der Beschwerdeführer in der 
Replik einen Bruder seiner geschiedenen Ehefrau einführt,  von dem 
bis zu diesem Zeitpunkt keine Rede war, und den er wohl zufällig nach 
seiner Scheidung in der Schweiz getroffen haben will und dessen in-
tensiven Vermittlungen die Kontaktnahme mit seiner geschiedenen ko-
sovarischen Ehefrau erst zu verdanken sei. Allerdings kann dem Be-
schwerdeführer die Art  und Weise, wie er seine Sachverhaltsschilde-
rung in einen traditionalistischen Kontext zu stellen versucht, ohnehin 
nicht  geglaubt werden. Darauf  wurde weiter oben bereits ausführlich 
eingegangen.

6.5 Gestützt auf eine gesamthafte Würdigung der Akten ist abschlies-
send festzustellen, dass es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, 
die gegen ihn sprechende tatsächliche Vermutung überzeugend in Fra-
ge zu stellen, wonach zwischen ihm und seiner damaligen Ehefrau im 
Zeitpunkt  der  gemeinsamen  Erklärung  zum  Zustand  der  Ehe  vom 
14. Oktober 2002 bzw. der erleichterten Einbürgerung vom 5. Februar 
2003 eine intakte eheliche Gemeinschaft  nicht (mehr) bestand. Es ist 
daher davon einzugehen, dass eine solche eheliche Gemeinschaft in 
Wahrheit nicht bestand. Indem der Beschwerdeführer in der gemeinsa-
men Erklärung den Bestand einer intakten und stabilen Ehe versicher-
te, bzw. eine Änderung des Sachverhalts nicht anzeigte, hat er die Be-
hörde über eine wesentliche Tatsache getäuscht und die erleichterte 
Einbürgerung im Sinne von Artikel 41 Absatz 1 BüG erschlichen. Die 

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materiellen Voraussetzungen für die Nichtigerklärung der erleichterten 
Einbürgerung nach Art. 27 Abs. 1 BüG sind somit erfüllt.

7.
Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene 
Verfügung zu Recht ergangen ist (Art. 49 VwVG). Die Beschwerde ist 
daher abzuweisen.

8.
Dem  Ausgang  des  Verfahrens  entsprechend  wird  der  unterliegende 
Beschwerdeführer  kostenpflichtig  (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die Verfah-
renskosten  sind  auf  Fr. 800.-  festzusetzen (Art.  1,  Art.  2  und Art.  3 
Bst. b  des  Reglements  vom 21. Februar  2008  über  die  Kosten  und 
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [SR 173.320.2]).

Dispositiv S. 17

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 800- werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 800.- 
verrechnet.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (...)
- die Vorinstanz (...)
- den Zivilstands- und Bürgerrechtsdienst des Kantons Bern,  Eiger-

strasse 73, 3011 Bern (...)
- das  Amt  für  Zivilstandswesen  und  Einbürgerungen  des  Kantons 

Freiburg, Postfach, 1701 Freiburg (...)

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Andreas Trommer Julius Longauer

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Be-
weismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der  angefochtene  Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende 
Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

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