# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ea24f0d4-078d-5b2e-bdf5-b79f2c58191d
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht Sonstige Kammern 04.11.2025 SV2 2025 21
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_999_SV2-2025-21_2025-11-04.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Graubünden
Dretgira superiura dal chantun Grischun
Tribunale d'appello del Cantone dei Grigioni

Urteil vom 4. November 2025
mitgeteilt am 7. November 2025

Referenz SV2 25 21

Instanz Zweite sozialversicherungsrechtliche Kammer

Besetzung von Salis, Vorsitz
Jakupi, Aktuar ad hoc

Parteien A.________
Beschwerdeführer

gegen

Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden
Ringstrasse 10, 7001 Chur
Beschwerdegegner

Gegenstand Einstellung in der Anspruchsberechtigung

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Sachverhalt

A. A.________, Jahrgang 1963, war zuletzt als Sicherheitsangestellter tätig. Am 
11. Juni 2024 meldete er einen Anspruch auf Arbeitslosenversicherungstaggeld im 
Umfang von 40 % ab demselben Datum an. 

B. Mit Schreiben vom 11. Februar 2025 wurde A.________ vom Regionalen 
Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Thusis zu einem Beratungsgespräch am 21. 
Februar 2025 um 10.30 Uhr eingeladen. Am 20. Februar 2025 teilte A.________ 
der zuständigen Personalberaterin mit, dass er den Beratungstermin aufgrund eines 
Vorstellungsgesprächs am 21. Februar 2025 beim B.________ als Schwimmtrainer 
nicht wahrnehmen könne. 

C. In der Folge wurde der Termin mit E-Mail vom 20. Februar 2025 der 
Personalberaterin auf den 28. Februar 2025 verschoben und A.________ darauf 
hingewiesen, eine Bestätigung für den Termin beim B.________ zu verlangen. Am 
3. März 2025 wandte sich C.________, Betreuer und Übersetzer von A.________, 
an die Personalberaterin und führte aus, er habe ihn zum Termin vom 21. Februar 
2025 begleitet, wobei aber niemand erschienen sei. 

D. Da A.________ keine Bestätigung des Vorstellungsgesprächs einreichte, 
wurde er am 7. März 2025 vom Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden 
(KIGA) bezüglich seines Fernbleibens vom Beratungsgespräch zur Stellungnahme 
aufgefordert. In seiner Stellungnahme vom 10. März 2025 gab er unter anderem an, 
die Personalberaterin habe der Terminverschiebung eingewilligt und diesen 
sogleich auf den 28. Februar 2025 verschoben. Damit sei er nicht ohne Angaben 
von Gründen dem Beratungstermin vom 21. Februar 2025 ferngeblieben. 

E. Mit Verfügung vom 20. März 2025 stellte das KIGA A.________ wegen 
Nichtbefolgung von Kontrollvorschriften/Weisungen des RAV in der 
Anspruchsberechtigung für fünf Tage ein, da er keine Rechtfertigung im Sinne des 
AVIG habe anführen können.

F. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 1. April 2025 Einsprache 
beim KIGA und beantragte sinngemäss deren Aufhebung. Begründend führte er an, 
er habe den Termin vom 21. Februar 2025 rechtzeitig verschoben, zudem stünde 
ihm eine Terminverschiebung zu. Es sei ihm nicht bekannt, dass eine 
Entschuldigung für den verschobenen Termin vom 21. Februar 2025 erforderlich 
gewesen sei. Er sei diesbezüglich auch nicht informiert worden. Am 21. Februar 
2025 sei er aktiv auf Jobsuche gewesen, was positiv zu sehen und nicht zu 
bestrafen sei; das RAV verstosse gegen seine eigenen Regeln.

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G. Mit Einspracheentscheid vom 11. April 2025 lehnte das KIGA die Einsprache 
ab.

H. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.________ (nachfolgend: 
Beschwerdeführer) am 24. April 2025 Beschwerde beim Obergericht des Kantons 
Graubünden und beantragte im Wesentlichen die Aufhebung des angefochtenen 
Einspracheentscheids vom 11. April 2025 sowie die Rücknahme der fünftägigen 
Leistungseinstellung. Zur Begründung brachte der Beschwerdeführer insbesondere 
wie bereits im Einspracheverfahren vor, dass er den Termin mit Zustimmung der 
Personalberaterin verschoben habe. Sein Fernbleiben vom Termin sei aufgrund 
aktiver Arbeitssuche erfolgt, was das KIGA in seiner Begründung unzutreffend 
bewertet habe. Das KIGA habe Verfahrensvorschriften verletzt. Zudem sei die 
Sanktion unverhältnismässig.

I. Am 20. Mai 2025 reichte das KIGA (nachfolgend: Beschwerdegegner) die 
Stellungnahme ein, worin die Beschwerdeabweisung beantragt wurde. Zur 
Begründung führte der Beschwerdegegner im Wesentlichen aus, der 
Beschwerdeführer habe bis heute keine Bestätigung des Termins für das 
Vorstellungsgespräch vom 21. Februar 2025 eingereicht. Es sei somit unbewiesen, 
ob der Beschwerdeführer aufgrund des Vorstellungsgesprächs den Termin vom 21. 
Februar 2025 beim RAV nicht habe wahrnehmen können. Es fehle damit an einer 
Rechtfertigung für das Fernbleiben, weshalb die Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung zu Recht erfolgt sei. 

J. Es folgte kein weiterer Schriftenwechsel. 

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf den 
angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden 
Erwägungen eingegangen.

Erwägungen

1.1. Nach Art. 1 Abs. 1 AVIG (SR 837.0) i.V.m. Art. 2 sowie Art. 56 Abs. 1 und 
Art. 57 ATSG (SR 830.1) kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der 
Arbeitslosenversicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht 
erhoben werden. Gemäss Art. 100 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 128 Abs. 2 AVIV 
(SR 837.02) ist für die Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen 
(Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das Versicherungsgericht 
desselben Kantons örtlich zuständig. Da der angefochtene Einspracheentscheid 
vom Beschwerdegegner als kantonale Amtsstelle im Sinne von Art. 85 AVIG 
erlassen wurde, erweist sich demzufolge das Versicherungsgericht des Kantons 

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Graubünden, d.h. das Obergericht des Kantons Graubünden als örtlich zuständig 
(vgl. Art. 1 Abs. 1 und Art. 5 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Arbeitsvermittlung 
und Arbeitslosenversicherung [EGzAVG/AVIG; BR 545.100] i.V.m. Art. 1 der 
Verordnung zum Einführungsgesetz zur Arbeitsvermittlung und 
Arbeitslosenversicherung [VOzEGzAVG/AVIG; BR 545.270]). Die sachliche 
Zuständigkeit des Obergerichts des Kantons Graubünden ergibt sich aus Art. 57 
ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a VRG (BR 370.100). Als Adressat des 
angefochtenen Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer überdies berührt 
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen gerichtlicher Überprüfung auf 
(Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist demnach einzutreten (Art. 60 i.V.m. Art. 38 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG).

1.2. Nach Art. 43 Abs. 1 VRG entscheidet das Gericht in der Regel in der 
Besetzung mit drei Richterinnen und Richtern. Es entscheidet in einzelrichterlicher 
Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 10'000.00 nicht überschreitet und keine 
Fünferbesetzung vorgeschrieben oder wenn ein Rechtsmittel offensichtlich 
unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist (Art. 43 Abs. 3 lit. a 
und b VRG). Ausgangspunkt für die Bemessung des Streitwerts ist vorliegend der 
versicherte Verdienst des Beschwerdeführers von CHF 1’965.00. Der versicherte 
Verdienst basiert auf 40 % einer Vollzeitbeschäftigung. Dieser Verdienst wird ihm 
zum Taggeldsatz von 80 % entschädigt (Art. 22 Abs. 1 AVIG; vgl. act. C.1). Dies 
entspricht gemäss Art. 40a AVIV einem Taggeld von CHF 72.45 (CHF 1’965.00 : 
21.7 Tage x 0.8). Bei einer vom Beschwerdegegner auferlegten Einstellungsdauer 
von fünf Tagen in der Anspruchsberechtigung ergibt dies einen Streitwert von 
CHF 362.25 (5 Tage x CHF 72.45). Da der Streitwert somit unter CHF 10'000.00 
liegt und die Streitsache nicht in Fünferbesetzung entschieden werden muss, ist die 
einzelrichterliche Zuständigkeit gegeben.

2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdegegner den Beschwerdeführer 
zu Recht für fünf Tage in der Anspruchsberechtigung auf 
Arbeitslosenversicherungstaggeld eingestellt hat, weil er 
Kontrollvorschriften/Weisungen des RAV nicht befolgt hat. Dabei geht es um die 
Rechtmässigkeit der Anspruchseinstellung an sich wie auch um die 
ausgesprochene Einstellungsdauer von fünf Tagen. 

3.1. Der Versicherte, der Versicherungsleistungen beanspruchen will, hat im 
Rahmen seiner Schadenminderungspflicht alles Zumutbare zu unternehmen, um 
Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkürzen. Insbesondere ist er verpflichtet, 
Arbeit zu suchen, nötigenfalls auch ausserhalb seines bisherigen Berufes. Er muss 
seine Bemühungen nachweisen können (Art. 17 Abs. 1 AVIG). Der Versicherte hat 

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auf Weisung der zuständigen Amtsstelle an Beratungsgesprächen und 
Informationsveranstaltungen sowie an Fachberatungsgesprächen nach Absatz 5 
teilzunehmen (vgl. Art. 17 Abs. 3 lit. b AVIG). Die verschiedenen damit verbundenen 
Pflichten sind als blosse Obliegenheiten nur insofern durchsetzbar, als deren 
Verletzung leistungsrechtliche Sanktionen in Form der Einstellung in der 
Anspruchsberechtigung (vgl. Art. 30 AVIG) nach sich zieht. Diese hat die Funktion 
einer Haftungsbegrenzung für Schäden, die die versicherte Person hätte vermeiden 
oder vermindern können. Als verwaltungsrechtliche Sanktion ist sie vom 
Gesetzmässigkeits-, Verhältnismässigkeits- und Verschuldensprinzip beherrscht 
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2020 vom 27. Oktober 2020 E. 3.1). 

3.2. Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. d AVIG ist der Versicherte in der 
Anspruchsberechtigung einzustellen, wenn er die Kontrollvorschriften oder die 
Weisungen der zuständigen Amtsstelle nicht befolgt, namentlich wenn eine 
versicherte Person ein Beratungsgespräch nicht wahrnimmt (vgl. KUPFER BUCHER, 
in: Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die 
Arbeitslosenversicherung AVIG, 6. A. 2025, Art. 30 Ziff. 2.4, S. 193; vgl. überdies 
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 22 42 vom 10. Februar 
2023 E. 2.1). Soweit diese Bestimmung nicht die ausdrücklich dort genannten 
Tatbestände betrifft, hat sie die Funktion eines Auffangtatbestands. Als solcher 
erfasst sie sämtliche vorwerfbaren Verletzungen der Kontrollvorschriften und der 
Weisungen der zuständigen Amtsstelle, soweit ein bestimmtes Verhalten nicht 
durch einen eigenen Einstellungstatbestand geregelt ist (vgl. Urteile des 
Bundesgerichts 8C_709/2022 vom 14. September 2023 E. 3.3, 8C_468/2020 vom 
27. Oktober 2020 E. 3.2, 8C_40/2019 vom 30. Juli 2019 E. 5.2). Eine solche 
Einstellung in der Anspruchsberechtigung setzt nicht (zwingend) den Nachweis 
eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Verhalten der versicherten Person 
und der Verlängerung der Arbeitslosigkeit, mithin dem (auch) der 
Arbeitslosenversicherung entstandenen Schaden voraus. Vielmehr werden 
bestimmte Handlungen und Unterlassungen bereits dann sanktioniert, wenn sie erst 
ein Schadensrisiko in sich bergen (Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2020 vom 27. 
Oktober 2020 E. 3.2 m.w.H.).

3.3. Die Art. 30 Abs. 3 AVIG i.V.m. Art. 45 Abs. 3 AVIV sehen eine 
Leistungskürzung bereits bei leichter Fahrlässigkeit (leichtes Verschulden) vor (vgl. 
BGE 124 V 225 E. 4d; Urteil des Bundesgerichts 8C_339/2016 vom 29. Juni 2016 
E. 4.3). 

3.4. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz 
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und 

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vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen. Die 
Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen 
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen 
überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, 
sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der 
überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Möglichkeit eines 
bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Der Richter und 
die Richterin haben vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von 
allen möglichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen. Der 
Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der Beweisführungslast 
begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder der 
verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials 
besorgt zu sein. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der 
Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid 
zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen 
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, 
wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes 
auf Grund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest 
die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (Urteil des 
Bundesgerichts 8C_563/2020 vom 7. Dezember 2020 E. 2.3 m.H.a. BGE 144 V 427 
E. 3.2).  

3.5. Der Beschwerdeführer hält fest, der Beschwerdegegner habe die Sachlage 
unzutreffend bewertet. Der Verschiebung des Beratungsgesprächs vom 21. 
Februar 2025 habe die Personalberaterin zugestimmt. Selbst wenn er sich 
entschuldigen wollte, sei er aufgrund der Nichtverfügbarkeit des B.________ dazu 
nicht in der Lage. Seitens des B.________ sei am 21. Februar 2025 kein Vertreter 
anwesend gewesen, was auch der Übersetzer bestätigen könne. Das Fernbleiben 
vom Beratungstermin sei aufgrund aktiver Arbeitssuche erfolgt, was eine Pflicht 
gemäss Art. 17 Abs. 1 AVIG darstelle. Im Weiteren rügt der Beschwerdeführer die 
Verletzung von Verfahrensvorschriften, da die Verschiebung des Termins mit 
Zustimmung der Personalberaterin erfolgt sei und der Beschwerdegegner seine 
Beweise zur Terminteilnahme beim B.________ unbegründet abgelehnt habe (act. 
A.1). 

3.6. Der Beschwerdegegner führt in seiner Stellungnahme vom 20. Mai 2025 an, 
dass eine Terminbestätigung des B.________ bis heute ausgeblieben sei und auch 
die E-Mail des Übersetzers vom 3. März 2025 diese nicht zu ersetzen vermöge. Es 

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sei damit nicht erstellt, ob und wann am 21. Februar 2025 effektiv ein 
Vorstellungsgespräch mit dem B.________ vereinbart gewesen sei (act. A.2). 

3.7. Werden Weisungen oder Kontrollvorschriften der zuständigen Amtsstelle aus 
entschuldbaren Gründen nicht befolgt, so müssen die Gründe, welche als 
Rechtfertigung für das Nichtbefolgen von Weisungen bzw. Kontrollvorschriften 
angeführt werden, durch Belege, welche ein Versicherter im Rahmen der ihm 
obliegenden Mitwirkungspflicht beim Abklären eines Sachverhaltes beizubringen 
hat, erstellt sein. Die zuständige Amtsstelle darf sich dabei nicht mit blossen 
Behauptungen begnügen. Nur ein unentschuldigtes Nichteinhalten eines Termins 
genügt als Anlass für eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung, bildet mithin 
einen Einstellungstatbestand. Der Versicherte ist in der Anspruchsberechtigung 
einzustellen, wenn er die Kontrollvorschriften oder die Weisungen der zuständigen 
Amtsstelle nicht befolgt. Diese Bestimmung gilt ebenfalls, wenn er ein 
Beratungsgespräch nicht wahrnimmt (KUPFER BUCHER, a.a.O., Art. 30 Ziff. 2.4, S. 
193 f.).

3.8. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer mit 
Schreiben vom 11. Februar 2025 zu einem RAV-Beratungsgespräch am 21. 
Februar 2025 um 10:30 Uhr eingeladen (act. C.5) und dieses infolge eines 
(angeblichen) Vorstellungsgesprächs vom 21. Februar 2025 beim B.________ auf 
den 28. Februar 2025 um 08.30 Uhr verschoben wurde (act. C.6). Im selben E-Mail 
vom 20. Februar 2025 der RAV-Personalberaterin, in welcher sie die 
Terminverschiebung bestätigte, wurde der Beschwerdeführer zugleich angehalten, 
eine Bestätigung für das Vorstellungsgespräch vom B.________ zu verlangen (act. 
C.6). Aufgrund der Akten und der Ausführungen der Parteien ist sodann 
ausgewiesen, dass das besagte Vorstellungsgespräch nicht stattfand. In der 
Aufforderung zur Stellungnahme vom 7. März 2025 wurde der Beschwerdeführer 
darauf hingewiesen, dass er dem Beratungstermin ohne Angabe von Gründen 
ferngeblieben sei und er die Möglichkeit habe, diesbezüglich allfällige Beweismittel 
einzureichen (act. C.8). Unbestrittenermassen reichte der Beschwerdeführer trotz 
Aufforderungen durch den Beschwerdegegner seither keinen Nachweis ein, 
welcher den Termin des Vorstellungsgesprächs bestätigt hätte. Dem 
Beschwerdegegner ist zuzustimmen, dass auch die Ausführungen des Begleiters in 
der E-Mail vom 3. März 2025 nicht das Gegenteil aufzuzeigen vermögen, ergingen 
sie doch mehrere Tage nach dem (angeblichen) Vorstellungstermin vom 21. 
Februar 2025 und stammten sie nicht aufforderungsgemäss vom B.________, 
sondern von einem Bekannten des Beschwerdeführers, welcher ihn als Betreuer 
und Übersetzer begleitete. Infolgedessen verfügte der Beschwerdegegner 

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basierend auf dieser Aktenlage die Einstellung der Anspruchsberechtigung von fünf 
Tagen (act. B.1, C.10). Für das streitberufene Gericht ist darin keine fehlerhafte 
Würdigung der Tatsachen durch den Beschwerdegegner erkennbar, wenn dieser 
aufgrund der vorliegenden Akten und Beweislage einen Entscheid fällte. Im 
Rahmen seiner Mitwirkungspflicht hat der Beschwerdeführer eine Terminkollision 
zwischen dem RAV-Beratungsgespräch und einem Vorstellungsgespräch, welche 
zu einer Verschiebung des ersteren führt, durch das Beibringen von Belegen 
nachzuweisen. In Verkennung dieser Tatsache und trotz expliziter Aufforderung zur 
Bestätigungseinholung durch den Beschwerdegegner hat der Beschwerdeführer 
keine Terminbestätigung beigebracht und ist damit seiner Mitwirkungspflicht nicht 
nachgekommen. In Anbetracht dessen ist denn auch nicht ersichtlich, welche 
Verfahrensvorschriften verletzt worden sein sollen, wenn der Beschwerdegegner 
die Beweise würdigte und zum Schluss gelangte, dass diese nicht zu beweisen 
vermögen, dass der Beschwerdeführer den RAV-Beratungstermin vom 21. Februar 
2025 tatsächlich aufgrund eines Vorstellungsgesprächs nicht wahrnehmen konnte. 
In antizipierter Beweiswürdigung erübrigt sich auch eine Befragung des Betreuers 
und Übersetzers, da von weiteren Abklärungen keine entscheidrelevanten 
Resultate zu erwarten wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_181/2024 vom 20. 
Dezember 2024 E. 9 m.w.H.).  

3.9. Infolgedessen besteht ein Einstellungstatbestand im Sinne von Art. 30 Abs. 1 
lit. d AVIG, da der Beschwerdeführer einer Weisung des RAV nicht Folge leistete, 
indem er keinen Nachweis für das Vorstellungsgespräch vom 21. Februar 2025 
einreichte.

4.1. Zu prüfen bleibt, ob der angefochtene Einspracheentscheid auch hinsichtlich 
der Dauer der Einstellung in der Anspruchsberechtigung rechtmässig ist, d.h. ob der 
Beschwerdegegner mit der Einstellungsdauer von fünf Tagen dem Verschulden des 
Beschwerdeführers angemessen Rechnung getragen hat.

4.2. Nach Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG bemisst sich die Dauer der Einstellung in 
der Anspruchsberechtigung nach dem Grad des Verschuldens, das sich die 
versicherte Person vorwerfen lassen muss und beschlägt eine typische 
Ermessensfrage (vgl. Weisung AVIG ALE [AVIG-Praxis ALE], herausgegeben vom 
Staatssekretariat für Wirtschaft [SECO], Stand 1. Juli 2024, Rz. D59 f., D72, D79). 
Die Einstellung dauert 1 bis 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 bis 30 Tage bei 
mittelschwerem Verschulden und 31 bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (vgl. 
Art. 45 Abs. 3 AVIV).

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4.3. Da es sich bei der Einstellungsdauer typischerweise um einen 
Ermessensentscheid handelt, bei dem den Verfügungsinstanzen ein grosser 
Ermessensspielraum zusteht, ist für das streitberufene Gericht bei der Beurteilung 
der Einstellungsdauer Zurückhaltung geboten. Es darf sein Ermessen nicht ohne 
triftige Gründe an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen, sondern muss sich 
bei der Korrektur auf Gegebenheiten abstützen können, welche eine abweichende 
Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (vgl. etwa BGE 137 V 
71 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2020 vom 21. Juli 2021 E. 4.4; Urteil 
des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 22 21 vom 30. August 2022 
E. 3.1).

4.4. Vorliegend schloss der Beschwerdegegner auf ein leichtes Verschulden des 
Beschwerdeführers wegen Nichtbefolgung von Kontrollvorschriften/Weisungen 
(unentschuldigtes Nichterscheinen zum Beratungsgespräch) und siedelte die 
Einstellungsdauer mit fünf Tagen gestützt auf Art. 45 Abs. 3 lit. a AVIV im untersten 
Drittel des dafür zulässigen Sanktionsrahmens von 1 - 15 Tagen an. Sie entspricht 
auch dem Einstellraster gemäss AVIG-Praxis ALE, welcher für das erstmalige 
Fernbleiben/Versäumnis ohne entschuldbaren Grund am Infotag, am Beratungs- 
oder Kontrollgespräch bei leichtem Verschulden fünf bis acht Einstelltage vorsieht 
(AVIG-Praxis ALE, Rz. D79.3.A1). Die angeordnete Einstellungsdauer von fünf 
Tagen ist somit nicht unverhältnismässig und nicht zu beanstanden.

5. Im Ergebnis erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 
11. April 2025 somit als rechtens und die Beschwerde ist abzuweisen.

6.1. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren vor 
dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen 
kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Das AVIG 
statuiert keine Kostenpflicht, womit diesbezügliche Beschwerdeverfahren in der 
Regel kostenlos sind. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge mutwilligen oder 
leichtsinnigen Verhaltens (Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Da von Seiten des 
unterliegenden Beschwerdeführers weder Mutwilligkeit noch Leichtsinn vorliegen, 
sind für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu erheben.

6.2. Dem obsiegenden Beschwerdegegner steht kein Parteikostenersatz zu 
(Art. 61 lit. g ATSG e contrario).

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Es wird erkannt:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden keine Kosten erhoben. 

3. [Rechtsmittelbelehrung]

4. [Mitteilungen]