# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c2fb9d40-147c-52be-8b5a-38c8b288ede0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-04-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 16.04.2014 200 2013 1131
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1131_2014-04-16.pdf

## Full Text

200 13 1131 IV
STC/PRN/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 16. April 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Ackermann
Gerichtsschreiberin Prunner

A.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 2. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/13/1131, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1966 geborene A.________ (Versicherte bzw. Beschwerdeführerin) 
meldete sich am 13. August 2010 bei der IV-Stelle Bern (IVB bzw. Be-
schwerdegegnerin) zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung 
an. Als Art der gesundheitlichen Beeinträchtigung gab sie eine psychische 
Erkrankung sowie Rückenbeschwerden an (Akten der IVB, Antwortbeilage 
[AB] 1). In der Folge holte die IVB diverse erwerbliche und medizinische 
Unterlagen ein. Mit Verfügung vom 29. September 2011 verneinte die IVB 
den Anspruch auf berufliche Massnahmen. Es werde der Anspruch auf 
eine Rente geprüft (AB 35). Daraufhin veranlasste die IVB unter anderem 
ein Gutachten von Dr. med. B.________, Fachärztin für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, vom 18. Juli 2012 (AB 44.1) und einen Bericht von 
Dr. med. C.________, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitati-
on sowie Rheumatologie FMH, vom 24. April 2013 (AB 50, S. 4 ff.). Nach 
Einholung eines Abklärungsberichtes vom 3. September 2013 (AB 52) und 
durchgeführtem Vorbescheidverfahren (AB 53, 57) verfügte die IVB am 
2. Dezember 2013 bei einem Invaliditätsgrad von 6% die Abweisung des 
Leistungsbegehrens (AB 59).

B.

Hiergegen erhob die Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern Beschwerde (Poststempel: 19. Dezember 2013) und beantragte sinn-
gemäss die Aufhebung der Verfügung vom 2. Dezember 2013 bzw. die 
Ausrichtung einer Invalidenrente. Zur Begründung brachte sie im Wesentli-
chen vor, dass sie seit vier Jahren in psychiatrischer und physischer Be-
handlung stehe und durch die behandelnden Ärzte zu 100% arbeitsunfähig 
geschrieben werde.

Mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2014 beantragte die IVB die Ab-
weisung der Beschwerde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/13/1131, Seite 3

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung der IVB vom 2. Dezember 2013 
(AB 59). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin 
auf eine Invalidenrente.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Neben den geistigen und körperlichen Gesundheitsschäden können 
auch solche psychischer Natur eine Invalidität bewirken (Art. 8 i.V.m. Art. 7 
ATSG). Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und 
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschrän-
kungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung 
allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, ab-
wenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv 
bestimmt (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 352 E. 2.2.1 S. 353; SVR 
2007 IV Nr. 47 S. 154 E. 2.4).

Psychosoziale und soziokulturelle Faktoren lassen sich oft nicht klar vom 
medizinisch objektivierbaren Leiden trennen. Trotzdem können solche äus-
seren Umstände nicht als gesundheitliche Beeinträchtigungen im Sinne des 
Gesetzes verstanden werden, weil der gesetzliche Invaliditätsbegriff selber 
klar zwischen der versicherten Person als Trägerin des (invalidisierenden) 
Gesundheitsschadens und der durch ihn verursachten Erwerbsunfähigkeit 
unterscheidet. Infolgedessen können psychische Störungen, welche durch 
soziale Umstände verursacht werden und bei Wegfall der Belastung wieder 
verschwinden, nicht zur Invalidenrente berechtigen. Zwar kann einer fach-
gerecht diagnostizierten psychischen Krankheit der invalidisierende Cha-
rakter nicht mit dem blossen Hinweis auf eine bestehende psychosoziale 
Belastungssituation abgesprochen werden. Je stärker aber psychosoziale 
und soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und 
das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine 
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden 
sein (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; SVR 2012 IV Nr. 52 S. 189 E. 3.2). Nur 
wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren einen derart 

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verselbstständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder seine – 
unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen 
verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend auswirken 
(SVR 2010 IV Nr. 19 S. 59 E. 5.2). In diesem Sinn werden Wechselwirkun-
gen zwischen sich körperlich und psychisch manifestierenden Störungen 
und der sozialen Umwelt berücksichtigt, wenn auch bedeutend weniger 
stark als nach dem in der Medizin verbreiteten bio-psycho-sozialen Krank-
heitsmodell (SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2).

2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b und 
c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze Rente, 
wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine Dreivier-
telsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invaliditätsgrad 
von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und bei einem 
Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Viertelsrente.

2.4 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung ge-
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in-
valid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG).

2.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 

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Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand sowie zur Arbeits- und Leistungsfähigkeit 
lässt sich den Akten im Wesentlichen folgendes entnehmen:

3.1.1 Der Hausarzt Dr. med. D.________, Facharzt für Allgemeine Innere 
Medizin und Pneumologie FMH, diagnostizierte im Bericht vom 22. Sep-
tember 2010 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Reak-
tion seit 2007/2008 und muskuloskeletäre Beschwerden seit 2001, zuneh-
mend seit 2010 (AB 16, S. 2). Die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumut-
bar, da sie psychisch belastend sei (AB 16, S. 4).

Am 17. Februar 2011 diagnostizierte Dr. med. D.________ eine Depressi-
on, Angst und eine somatoforme Schmerzstörung. Der Gesundheitszu-
stand habe sich Mitte Januar 2011 verschlechtert (AB 26, S. 1). Zurzeit sei 
eine Erwerbstätigkeit nicht zumutbar (AB 26, S. 2).

3.1.2 Vom 5. Juli 2010 bis am 27. Januar 2011 sowie vom 9. Mai bis am 
30. Oktober 2011 war die Beschwerdeführerin in teilstationärer Behandlung 
in der Tagesklinik der Psychiatrischen Dienste des Spitals E.________ (vgl. 
AB 15, 32, 44.1).

Im Bericht vom 30. Januar 2012 diagnostizierten die Ärzte der Tagesklinik 
der Psychiatrischen Dienste eine schizoaffektive Störung, gegenwärtig de-
pressiv mit Somatisierungstendenzen, Differentialdiagnose: paranoide 
Schizophrenie (ICD-10: F25.1; AB 36). Sie attestierten eine 100%-ige Ar-
beitsunfähigkeit. Es sei lediglich eine Tätigkeit im geschützten Rahmen mit 
einem Arbeitspensum von 50% realisierbar (AB 32, S. 3).

3.1.3 Dr. med. B.________ diagnostizierte im Gutachten vom 18. Juli 
2012 eine psychosoziale Belastungssituation bei chronischem Paarkonflikt, 
Arbeitslosigkeit, schlechter Bildung, eingeschränkten Sprachkenntnissen 
(ICD-10: Z56.0, Z73.3) mit Tendenz zur Somatisierung und einem Status 
nach wahnhafter Entwicklung mit Affektlabilität und verstärkten Angstge-

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fühlen im Januar 2011 (AB 44.1, S. 15). Durch die Medikation bestehe eine 
Morgenmüdigkeit mit verzögertem Anlauf am Morgen. Aus diesem Blick 
wäre es günstiger, wenn die Beschwerdeführerin die berufliche Tätigkeit 
nicht vor neun Uhr beginnen müsste. Gemäss Beurteilung der … bestehe 
bezogen auf die freie Wirtschaft eine leichte Einschränkung der Leistungs-
fähigkeit von maximal 20% (AB 44.1, S. 20). Einfach strukturierte, über-
sichtliche Tätigkeiten seien zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit könne 
keine Einschränkung der Präsenzzeit begründet werden (AB 44.1, S. 21).

3.1.4 Im Bericht vom 24. April 2013 diagnostizierte Dr. med. C.________ 
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine Bursitis subacromialis bei suba-
cromialem Impingement und Ansatztendinose Supraspinatussehne links 
und ein chronisches Lumbovertebralsyndrom bei degenerativen Verände-
rungen, ISG-Dysfunktion (AB 50, S. 5). Die aktuelle Tätigkeit sei im Rah-
men eines halben Tages ohne weiteres zumutbar. Aus körperlichen Grün-
den wäre für die jetzige Tätigkeit eine Arbeitszeit von insgesamt sechs 
Stunden pro Tag zumutbar. In einer Verweistätigkeit könnte aus somati-
scher Sicht keine höhere Arbeitsfähigkeit als sechs Stunden pro Tag erzielt 
werden (AB 50, S. 7).

3.2 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-

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nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352).

3.3 Aus psychiatrischer Sicht stützt sich die IVB in der angefochtenen 
Verfügung massgeblich auf das Gutachten von Dr. med. B.________ vom 
18. Juli 2012 (AB 44.1). Dieses erfüllt die von der höchstrichterlichen 
Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens ge-
stellten Anforderungen (vgl. E. 3.2 hiervor), weshalb ihm volle Beweiskraft 
zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). Die darin enthaltenen 
Feststellungen beruhen auf eigenen Abklärungen und sind in Kenntnis der 
Vorakten sowie unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden getrof-
fen worden. Die Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen Zu-
sammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen Schlussfolgerungen 
zum aktuellen Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit werden nach-
vollziehbar begründet.

Dr. med. B.________ legt schlüssig und nachvollziehbar dar, dass bei der 
Beschwerdeführerin erhebliche psychosoziale Belastungsfaktoren (Paar-
konflikt, Arbeitslosigkeit und damit verbundene finanzielle Probleme, wel-
che vom Ehepaar jedoch abgestritten werden) vorliegen. Anhaltspunkte für 
eine relevante psychische Störung mit Auswirkung auf eine den Fähigkei-
ten und sprachlichen Kenntnissen der Beschwerdeführerin entsprechende 
Tätigkeit konnten durch die Gutachterin nicht eruiert werden (AB 44.1, 
S. 19). Dr. med. B.________ attestierte der Beschwerdeführerin daher 
nachvollziehbar und überzeugend eine volle Arbeitsfähigkeit in einer ange-
passten, einfach strukturierten, übersichtlichen Tätigkeit (AB 44.1, S. 21). 
So begründen psychosoziale und soziokulturelle Faktoren alleine keine 
Invalidität bzw. sind vom medizinisch objektivierbaren Leiden zu trennen 
(vgl. E. 2.2 hiervor). In diesem Zusammenhang ist denn auch darauf hin-
zuweisen, dass sich gemäss der Gutachterin eine berufliche Tätigkeit güns-
tig auf die Gesundheit der Beschwerdeführerin auswirken würde (AB 44.1, 
S. 19).

Die Einschätzung der Ärzte der Tagesklinik der Psychiatrischen Dienste 
vermag daran nichts zu ändern. Dr. med. B.________ führte schlüssig aus, 

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dass für die (von den Ärzten der Psychiatrischen Dienste zunächst gestell-
te; AB 15, S. 2) Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz-
störung der stark anhaltende Schmerz fehlt, welcher auf keine Behandlung 
anspricht (vgl. DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], Internationale Klassifika-
tion psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische 
Leitlinien, 8. Aufl. 2011, S. 233). Sodann konnte die Psychiaterin keine 
psychopathologischen Befunde erheben. Die Beschwerdeführerin wirkte 
anlässlich der Untersuchung in keiner Weise depressiv, die Psychomotorik 
war lebhaft und passte zum Gesprächsinhalt, der Gedankengang war ge-
ordnet, flüssig und die Stimme gut moduliert, es zeigten sich weder Ich-
Störungen noch inhaltliche Denkstörungen oder andere psychotische Sym-
ptome (AB 44.1, S. 17). Schliesslich sind auch die Kriterien für die Diagno-
se einer schizoaffektiven Störung nicht hinreichend erfüllt (AB 44.1, S. 18; 
vgl. auch DILLING/MOMBOUR/SCHMIDT [Hrsg.], a.a.O., S. 153 f.).

Soweit Dr. med. D.________ psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf 
die Arbeitsfähigkeit stellt (vgl. AB 26) ist festzuhalten, dass der Hausarzt als 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Pneumologie der Facharzttitel 
zur Beurteilung des psychiatrischen Gesundheitsschadens bzw. der damit 
einhergehenden Arbeitsunfähigkeit fehlt (vgl. Entscheide des Bundesge-
richts [BGer] vom 20. November 2007, I 142/07, E. 3.2 ff., und vom 
22. März 2010, 8C_83/2010, E. 3.2.3). Daher kann auf seine entsprechen-
de Einschätzung nicht abgestellt werden.

3.4 In somatischer Hinsicht kann auf den Bericht von Dr. med. 
C.________ vom 24. April 2013 abgestellt werden (vgl. E. 3.2 hiervor). Er 
führt darin in überzeugender und nachvollziehbarer Weise aus, dass der 
Beschwerdeführerin aufgrund einer Entzündung am Schultergelenk sowie 
einem Lumbovertebralsyndrom ihre angestammte wie auch eine angepass-
te Tätigkeit sechs Stunden pro Tag zumutbar ist (AB 50, S. 7; vgl. auch 
AB 20).

3.5 Nach dem Gesagten ist erstellt, dass der Beschwerdeführerin eine 
angepasste Tätigkeit (Heben von Gewichten bis Tischhöhe maximal 10 kg, 
über Schulterhöhe maximal 5 kg [links nicht zumutbar], kein längeres Ste-
hen [über 30 Minuten] ohne Pause) im Rahmen von sechs Stunden pro 
Tag zumutbar ist.

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4.

4.1 Der von der Beschwerdegegnerin festgestellte Status der Be-
schwerdeführerin als 100% Erwerbstätige (vgl. AB 52) ist unbestritten und 
vom Gericht nicht zu beanstanden. Der Invaliditätsgrad ist folglich anhand 
eines Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl. E. 2.4 hiervor).

4.2 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30, 134 V 322 E. 
4.1 S. 325).

Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitli-
che Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau 
beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn 
abzustellen. Auf sie darf jedoch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur 
unter Mitberücksichtigung der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen-
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden 
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Entscheid des Eidgenössischen Versiche-
rungsgerichts [EVG; heute BGer] vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

4.3 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1).

Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine 
oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge-
nommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den 
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen 
(LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV 
Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 

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zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

4.4 Der frühest mögliche Rentenbeginn ist unter Berücksichtigung der 
attestierten Arbeitsunfähigkeit (von mindestens 40% ohne wesentlichen 
Unterbruch) seit Mai 2010 (vgl. AB 9.2, 16) sowie der Anmeldung vom 
13. August 2010 (AB 1) der 1. Mai 2011 (vgl. Art. 28 Abs. 1 lit. b i.V.m. 
Art. 29 Abs. 1 IVG). Auf diesen Zeitpunkt hin ist der Einkommensvergleich 
vorzunehmen.

4.5 Die Beschwerdeführerin arbeitete zuletzt als Produktionsmitarbeite-
rin für die F.________. Diese Stelle wurde durch die Arbeitgeberin per 
30. Juni 2010 gekündigt, da die Produktionsabteilung … aufgelöst wurde 
(AB 17). Da die Anstellung somit aus betrieblichen bzw. invaliditätsfremden 
Gründen gekündigt worden ist, ist für das Valideneinkommen auf die LSE 
abzustellen (vgl. E. 4.2 hiervor). Unter diesen Umständen ist auf das unter-
durchschnittliche Valideneinkommen der Beschwerdeführerin bei der 
F.________ (vgl. AB 17, S. 2; BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 134 V 322 E. 4.1 
S. 326) nicht näher einzugehen. Massgebend ist die LSE 2010, TA1, Ni-
veau 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten), Frauen, Total, indexiert auf 
das Jahr 2011. Für das Invalideneinkommen ist ebenfalls auf diesen Wert 
abzustellen, da damit zumutbare Verweistätigkeiten abgebildet werden (vgl. 
E. 3.5 hiervor). Sind Validen- und Invalidenlohn ausgehend vom selben 
Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Dies-
falls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter 

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Berücksichtigung des Abzuges vom Tabellenlohn (Entscheid des EVG vom 
15. April 2003, I 1/03, E. 5.2).

Da den medizinischen Einschränkungen bereits mit der reduzierten Leis-
tungsfähigkeit Rechnung getragen wird, ist ein behinderungsbedingter Ab-
zug nicht vorzunehmen (Entscheid des BGer vom 5. Juli 2011, 
8C_261/2011, E. 7.3). Weiter ist festzustellen, dass auch keine invaliditäts-
fremden Gründe für einen Abzug vom Tabellenlohn vorliegen (Schweizer 
Bürgerrecht seit 2002 [AB 3], gut integriert, im hier massgeblichen Zeit-
punkt 45 Jahre alt). 

Der Beschwerdeführerin ist eine angepasste Tätigkeit von 30 Stunden die 
Woche zumutbar (vgl. E. 3.5 hiervor). Bei einer betriebsüblichen wöchentli-
chen Arbeitszeit von 41.7 Stunden („Die Volkswirtschaft“ 12-2013, S. 90, 
Tabelle B9.2, Total) resultiert eine Arbeitsunfähigkeit bzw. ein rentenaus-
schliessender Invaliditätsgrad von 28% (vgl. E. 2.3 hiervor).

Damit erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis als rechtens. 
Die Beschwerde ist abzuweisen.

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

5.2 Ein Anspruch auf eine Parteientschädigung besteht nicht (Umkehr-
schluss aus Art. 61 lit. g ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 16. April 2014, IV/13/1131, Seite 13

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- A.________
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.