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**Case Identifier:** 87552729-816d-53fb-bd83-d9c1a293a720
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2022-10-18
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 18.10.2022 410 22 153
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_410-22-153_2022-10-18.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Zivilrecht 

 

vom 18. Oktober 2022 (410 22 153)  

____________________________________________________________________ 

 

 

Zivilprozessordnung 

 

 

Teilweiser Klagerückzug und Kostenverteilung: Eine Reduktion des Rechtsbegehrens 

stellt einen teilweisen Klagerückzug dar, den es in der Kostenverteilung zu berücksichti-

gen gilt (E. 4); Für die Kostenverteilung fallen Eventualbegehren nicht in Betracht. Stüt-

zen sich jedoch Haupt- und Eventualbegehren nicht auf die gleiche Anspruchsgrundlage 

bzw. stellt eine eventualiter begehrte Geldforderung nicht einen Teilbetrag der Hauptfor-

derung dar, ist die Summe der entsprechenden Forderungen für die Beurteilung des Ob-

siegens massgebend (E. 5).  

 

 
Besetzung  Präsident Roland Hofmann; Gerichtsschreiberin Karin Wiesner 
  

 

Parteien  A.____ AG,   
vertreten durch Rechtsanwalt David Grimm, Advokatur Grimm, Haupt-
strasse 45, Postfach 111, 5070 Frick,  
Beschwerdeführerin 

  gegen 

  B.____ Arbeitslosenkasse,   
Beschwerdegegnerin 

   

Gegenstand  Arbeitsrecht  
Beschwerde gegen das Urteil der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisge-
richts Basel-Landschaft Ost vom 13. Januar 2022 

 
 

 

 
 
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A. Seit August 2019 arbeitete C.____ als Chauffeur bei der A.____ AG, welche das Ar-
beitsverhältnis mit Schreiben vom 31. August 2020 per 30. November 2020 ordentlich kündigte. 
Nach einem Vorfall in den Räumlichkeiten der A.____ AG vom 5. November 2020 wurde 
C.____ mit Schreiben vom selben Tag fristlos entlassen. Im Kündigungsschreiben wurde gel-
tend gemacht, C.____ habe zum wiederholten Mal erteilte Aufträge verweigert. Zudem habe er 
Kollegen in der Disposition beleidigt und mit Kraftausdrücken wie «scheiss Schweizer» und 
«Drecksjugo» beschimpft. Er lehne lange Touren ab und drohe damit, zum Arzt zu gehen und 
sich krankschreiben zu lassen. Ausserdem rede er vor Kunden negativ über die A.____ AG, 
was rufschädigend sei. Eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses bis zum 30. November 2020 
sei nicht mehr zumutbar. Gleichzeitig wurde gegen C.____ ein Hausverbot für alle Gebäude 
und Büros der A.____ AG ausgesprochen.   
 
B. Die B.____ Arbeitslosenkasse Basel zahlte C.____ (Versicherter) für die Zeit vom 6. 
November 2020 bis zum 31. Januar 2021 Taggeldentschädigungen in der Höhe von insgesamt 
CHF 11'542.50. Aufgrund Subrogation sind die entsprechenden Ansprüche des Versicherten 
auf die B.____ Arbeitslosenkasse Basel übergegangen, weshalb diese mit Schlichtungsgesuch 
vom 2. März 2021 beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft Ost von der A.____ AG die Bezah-
lung von CHF 11'542.50 zuzüglich Zins zu 5 % seit 8. März 2021 verlangte. Da anlässlich der 
Schlichtungsverhandlung vom 8. März 2021 keine Einigung unter den Parteien erzielt werden 
konnte, wurde der B.____ Arbeitslosenkasse die Klagebewilligung ausgestellt.  
 
C. Am 8. Juni 2021 reichte die B.____ Arbeitslosenkasse beim Zivilkreisgericht Basel-
Landschaft Ost die Klage auf Bezahlung von CHF 11'542.50 zuzüglich Zins zu 5% seit 8. März 
2021 ein, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der A.____ AG. Anlässlich der 
Gerichtsverhandlung vor dem Gerichtspräsidium des Zivilkreisgerichts Basel-Landschaft Ost 
reduzierte die B.____ Arbeitslosenkasse ihren geltend gemachten Betrag auf CHF 7'564.45 für 
bis zum 31. Dezember 2020 geleistete Taggelder zuzüglich Zins zu 5% seit 8. März 2021. Fer-
ner wurden die beiden Zeugen D.____ und E.____ angehört. Ihre Aussagen wurden digital auf-
gezeichnet und gleichzeitig protokolliert. Die Gerichtspräsidentin hiess die Klage mit Urteil vom 
13. Januar 2022 gut und verpflichtete die A.____ AG zur Leistung eines Betrags von 
CHF 7'564.45 nebst Zins zu 5% seit dem 8. März 2021. Es wurden keine Gerichtskosten erho-
ben. Überdies hatte jede Partei ihre eigenen Parteikosten selbst zu tragen.  
 
D. Gegen dieses Urteil erhob die A.____ AG (Beschwerdeführerin), vertreten durch 
Rechtsanwalt David Grimm, Beschwerde beim Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zi-
vilrecht. In ihrer Eingabe vom 11. Juli 2022 beantragte sie die Aufhebung des Urteils der Ge-
richtspräsidentin vom 13. Januar 2022 sowie die Abweisung der Klage. Eventualiter sei das 
angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück-
zuweisen. Subeventualiter seien die Verfahrenskosten des vorinstanzlichen Verfahrens zu 
34.46 % der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und sie sei zu verpflichten, der Beschwerdefüh-
rerin für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 1’233.60 
inkl. MWSt von 7.7 % zu bezahlen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehr-
wertsteuer und Auslagen. Als Verfahrensantrag wurde zudem verlangt, bei der Vorinstanz die 
Verfahrensakten beizuziehen und der Beschwerdeführerin eine Kopie des Protokolls der Zeu-
genbefragung anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Januar 2022 zuzustellen. Auf die Be-
gründung der Beschwerde wird in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.  
 
E. In ihrer Beschwerdeantwort vom 12. August 2022 beantragte die B.____ Arbeitslosen-
kasse (Beschwerdegengerin) die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen zulasten der Beschwerdeführerin. Unter Hinweis auf die erstinstanzliche Urteilsbe-
gründung wurde auf eine Begründung der Beschwerdeantwort verzichtet.  
 

 
 
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F. Mit Verfügung vom 15. August 2022 schloss der Präsident der zivilrechtlichen Abteilung 
des Kantonsgerichts Basel-Landschaft den Schriftenwechsel, wobei allfällige Bemerkungen 
nach der Praxis zum unbedingten Replikrecht innert 10 Tagen seit Zustellung dieser Verfügung 
zu erfolgen hätten. Den Parteien wurde der Entscheid aufgrund der Akten in Aussicht gestellt.  
 
G. Im Parallelverfahren 410 22 155 wurde der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 15. 
September 2022 das Protokoll der vorinstanzlichen Zeugenbefragung vom 13. Januar 2022 in 
Kopie zugestellt.  
 
Erwägungen:  
 
1. Nicht berufungsfähige erstinstanzliche Entscheide sind gemäss Art. 319 lit. a ZPO mit 
Beschwerde anfechtbar. In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur zuläs-
sig, sofern der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren mindestens 
CHF 10'000.00 beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Der Streitwert wird nach Art. 91 Abs. 1 ZPO 
durch das Rechtsbegehren bestimmt, wobei Zinsen und Kosten des laufenden Verfahrens so-
wie Eventualbegehren nicht hinzugerechnet werden. Im vorliegenden Fall beträgt der Streitwert 
CHF 7'564.45, weshalb die Streitwertgrenze für eine Berufung nicht erreicht ist und gegen den 
angefochtenen Entscheid lediglich das Rechtsmittel der Beschwerde gegeben ist. Gemäss 
Art. 321 Abs. 1 ZPO ist die Beschwerde innert 30 Tagen seit der Zustellung des begründeten 
Entscheids oder seit der nachträglichen Zustellung der Entscheidbegründung schriftlich und 
begründet bei der Rechtsmittelinstanz einzureichen. Das begründete Urteil der Gerichtspräsi-
dentin vom 13. Januar 2022 wurde dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin am 13. Juni 
2022 zugestellt. Die am 11. Juli 2022 der Schweizerischen Post übergebene Beschwerdeschrift 
erfolgte somit innert der 30-tägigen Frist. Die Beschwerdeführerin rügt sowohl eine offensicht-
lich falsche Sachverhaltsfeststellung als auch eine unrichtige Rechtsanwendung und macht 
folglich zulässige Beschwerdegründe geltend, so dass auf ihr Rechtsmittel einzutreten ist. Zu-
ständig für die Beurteilung der Beschwerde ist gemäss § 5 Abs. 1 lit. b EG ZPO das Präsidium 
der Abteilung Zivilrecht des Kantonsgerichts. 
 
2.1 Die Beschwerdeführerin rügt die Verletzung des rechtlichen Gehörs und begründet ihren 
Verfahrensantrag mit der fehlenden Zustellung des Zeugenprotokolls. Sie habe bei der Vo-
rinstanz in ihrem Schreiben vom 27. Januar 2022 die Zustellung des Protokolls der Hauptver-
handlung sowie der Tonbandaufnahme beantragt. Erhalten habe sie neben der Tonbandauf-
nahme lediglich das Protokoll der Hauptverhandlung ohne Zeugenbefragung. Im Protokoll wer-
de festgehalten, die Zeugenaussagen seien in einem separaten Protokoll niedergeschrieben. 
Indem die Vorinstanz die Zustellung der Zeugenprotokolle der Hauptverhandlung unterlasse, 
verletzte sie ihr rechtliches Gehör.  
 
2.2 Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 53 Abs. 1 ZPO). Insbesondere 
können sie die Akten einsehen und Kopien anfertigen lassen, soweit keine überwiegenden öf-
fentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen (Art. 53 Abs. 2 ZPO). Der Anspruch auf 
rechtliches Gehör ist formeller Natur. Seine Verletzung führt daher grundsätzlich ungeachtet der 
Erfolgsaussichten des Rechtsmittels in der Sache selbst zur Gutheissung der Beschwerde und 
zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids (BGer 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019 E. 3.2.4, 
4A_554/2012 vom 21. März 2013 E. 4.1.2). Auch der Anspruch auf rechtliches Gehör ist jedoch 
trotz seiner formellen Natur kein Selbstzweck, sondern dient der Verwirklichung des materiellen 
Rechts. Wenn nicht ersichtlich ist, inwiefern seine Verletzung einen Einfluss auf den Ausgang 
des Verfahrens gehabt haben könnte, ist der Entscheid nicht aufzuheben (vgl. BGE 143 IV 380; 
BGer 4A_40/2019 vom 2. Mai 2019 E. 4, 4A_424/2018 vom 29. Januar 2019 E. 5.2.2, 
4A_554/2012 vom 21. März 2013 E. 4.1.2 f.; vgl. ferner BGer 4A_27/2018 vom 3. Januar 2019 
E. 3.2.4) und ist auf die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör mangels 

 
 
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Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten (Entscheid des Appellationsgerichts Basel-Stadt vom 
27. Oktober 2021, BEZ.2021.22, E. 1.2.3 in CAN 3/2022, S. 136). Überdies hat eine Partei ein 
Gesuch um Akteneinsicht zu stellen, damit überhaupt die Einsichtnahme gewährt oder verwei-
gert werden kann (E. 6.2 aus BGE 132 V 389).  
 
2.3 Die Beschwerdeführerin verlangte mit Eingabe vom 27. Januar 2022 die Zustellung des 
Protokolls der Hauptverhandlung sowie der Tonbandaufnahmen. Mit Verfügung vom 10. Juni 
2022 stellte die Vorinstanz der Beschwerdeführerin die Tonbandaufnahmen der Zeugenbefra-
gung sowie das Protokoll der Hauptverhandlung zur Kenntnisnahme zu. Somit war die Be-
schwerdeführerin im Besitz sämtlicher Verfahrensakten. Ein Antrag auf Zustellung der Zeugen-
protokollabschriften wurde vorinstanzlich jedoch nicht gestellt, weshalb ihn die Vorinstanz auch 
nicht verweigert haben kann. Folglich kann auf diese Rüge nicht eingetreten werden. Überdies 
ist nicht ersichtlich und wird in der Beschwerde nicht dargelegt, wie sich die gerügte Verletzung 
des Anspruchs auf rechtliches Gehör auf den Inhalt des Entscheids vom 13. Januar 2022 bzw. 
den Ausgang des Verfahrens hätte auswirken können, so dass auch mangels Rechtsschutzin-
teresse nicht darauf einzutreten wäre.  
 
3.1 Das Arbeitsverhältnis kann fristlos durch ausserordentliche Kündigung aufgelöst werden, 
wenn ein wichtiger Grund vorliegt (Art. 337 Abs. 1 OR). Als wichtiger Grund gilt namentlich je-
der Umstand, bei dessen Vorhandensein dem Kündigenden nach Treu und Glauben die Fort-
setzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr zugemutet werden darf (Art. 337 Abs. 2 OR). Das 
Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien muss also derart gestört sein, dass die sofortige 
und fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses als einziger Ausweg erscheint (BGE 
116 II 144). Liegt ein wichtiger Grund vor, so besteht er meistens in einer (schweren) Vertrags-
verletzung durch die andere Partei. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig. Eine sofortige 
Vertragsauflösung kann sich auch wegen eines Vorfalls rechtfertigen, in dem keine Vertragsver-
letzung liegt, sofern damit bei Vertragsbegründung nicht zu rechnen war und dadurch eine un-
tragbare Situation entstanden ist, bei der dem Arbeitgeber eine Fortsetzung des Arbeitsverhält-
nisses bis zum nächsten Kündigungstermin nach den konkreten Umständen objektiv nicht mehr 
zumutbar erscheint. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung rechtfertigt nur eine beson-
ders schwere Verfehlung der anderen Partei eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses. 
Unter Verfehlung ist die Verletzung einer vertraglichen Pflicht, auf Seiten des Arbeitnehmers 
insbesondere der Arbeits- oder Treuepflicht zu verstehen. Wiegt die Verfehlung weniger 
schwer, kann sie nur eine fristlose Auflösung des Arbeitsverhältnisses zur Folge haben, wenn 
sie trotz Verwarnung wiederholt erfolgte (BGE 127 III 313). Eine Verwarnung muss nicht zwin-
gend die fristlose Kündigung androhen, aber klar werden lassen, dass das beanstandete Ver-
halten als untragbar beurteilt und eine Wiederholung desselben nicht sanktionslos hingenom-
men würde. Nach OGer BE, JAR 2015, 441 vermag die Auflistung diverser nicht tolerierbarer 
Verhaltensweisen die Verwarnung nicht zu ersetzen. Der Arbeitnehmer muss genau wissen, 
welches Verhalten künftig nicht mehr toleriert wird (BGer, ARV 2007, 166; ungenügende Ver-
warnung in OGer ZH, JAR 2015, 641).  
 
Das Gericht beurteilt nach freiem Ermessen, ob wichtige Gründe vorliegen (Art. 337 Abs. 3 
OR), wobei alle Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind, insbesondere die Stellung 
und Verantwortung des Arbeitnehmers, die Art und Dauer des Vertragsverhältnisses sowie die 
Natur und Schwere der Verfehlungen. Bei einer kurzen Kündigungsfrist ist die Fortsetzung des 
Arbeitsverhältnisses eher zumutbar als bei einer längeren. Die Wichtigkeit des Grundes muss 
umso grösser sein, je näher das Ende des Arbeitsverhältnisses liegt (OGer LU, JAR 2010, 544). 
Ist der fristlosen Kündigung bereits eine ordentliche vorausgegangen und damit das Ende des 
Arbeitsverhältnisses absehbar, sind die Anforderungen an den wichtigen Grund zusätzlich er-
höht (Streiff/von Kaenel/Rudolph, N 2; CCA TI, JAR 2014, 493; TC FR, JAR 2011, 443).  
 

 
 
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3.2 Die Vorinstanz verneint das Vorliegen eines wichtigen Grundes gemäss Art. 337 OR und 
führt aus, der Versicherte habe bereits früher Kraftausdrücke benutzt, weshalb sich sein Verhal-
ten im Verlauf des Arbeitsverhältnisses in dieser Hinsicht nicht wesentlich geändert habe. Die 
von der Arbeitgeberin vorgetragene bundesgerichtliche Rechtsprechung sei nicht einschlägig. 
Überdies hätte das Arbeitsverhältnis lediglich noch drei Wochen gedauert, weshalb die Weiter-
führung des Arbeitsverhältnisses bis zum regulären Ende der Kündigungsfrist zumutbar gewe-
sen wäre. Gemäss den Zeugenaussagen sei es immer wieder zu Diskussionen über die Aus-
führung bzw. Zuteilung von einzelnen Touren und Routen gekommen. Es sei aber nicht erstellt, 
ob der Versicherte am 5. November 2020 oder zuvor tatsächlich eine Tour nicht erledigt haben 
soll. Es bleibe unbewiesen, was sich am 5. November 2020 zugetragen habe, weshalb keine 
schwerwiegende Verfehlung des Versicherten angenommen werden könne. Ebenso erhärte 
sich der Vorwurf nicht, wonach sich der Versicherte immer wieder habe krankschreiben lassen, 
um eine Tour nicht fahren zu müssen. Die Arbeitgeberin habe keine diesbezüglichen Arztzeug-
nisse eingereicht. Die erneute Drohung vom 5. November 2020, sich krankschreiben zu lassen, 
könne nicht als schwerwiegende Verfehlung qualifiziert werden. Denn es sei nicht erstellt, dass 
die Krankschreibung vorgetäuscht worden sei. Da die von der Arbeitgeberin behaupteten dies-
bezüglichen mündlichen Verwarnungen bestritten seien, blieben sie unbelegt und könnten nicht 
beachtet werden.  
 
3.3 Die Beschwerdeführerin moniert, es sei unerklärlich, wie die Vorinstanz zum Schluss 
gelange, der Versicherte habe den Vorgesetzten und die Dispositionsmitarbeiter bereits zuvor 
als «Drecksjugo» resp. «scheiss Schweizer» beschimpft. Der Versicherte habe seinen Vorge-
setzten nie derart direkt beschimpft oder je eine Beschimpfung bezogen auf die Herkunft der 
Adressaten ausgesprochen. Der Zeuge D.____ habe lediglich ausgesagt, der Versicherte habe 
bereits zuvor Mitarbeiter als «Arschloch» oder ähnlich betitelt. Insofern sei der Vorfall vom 5. 
November 2020 durchaus neu, weshalb die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich falsch 
festgestellt habe. Die Beschimpfungen des Versicherten stellten einen wichtigen Grund für eine 
fristlose Entlassung gemäss Art. 337 OR dar. Das Bundesgericht habe eine Beschimpfung als 
«Arschloch» oder bereits «Sie können mich langsam» gegenüber der vorgesetzten Person als 
wichtigen Grund für eine fristlose Entlassung angesehen. Den Arbeitgeber treffe eine Sorgfalts- 
und Treuepflicht gegenüber seinen Mitarbeitern, so dass er diese vor derartigen Beschimpfun-
gen zu schützen habe. Überdies habe sich der Versicherte entgegen der Annahme der Vo-
rinstanz ausdrücklich geweigert, die ihm auferlegte Tour zu fahren. Dies gehe eindeutig aus den 
Zeugenaussagen hervor. Entgegen der offensichtlich falschen Sachverhaltsfeststellung der Vo-
rinstanz habe der Versicherte dadurch nicht nur Weisungen seiner Arbeitgeberin nicht befolgt, 
sondern gar die Arbeit verweigert, was einen wichtigen Grund im Sinne von Art. 337 OR dar-
stelle. Auch sei durch die Zeugenaussagen belegt, dass sich der Versicherte immer wieder ha-
be krankschreiben lassen, um gewisse Touren nicht ausführen zu müssen. Mit Klagbeilage 19 
habe der Versicherte ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis eingereicht, das ihm vom 6. bis zum 28. 
November 2020 eine Arbeitsunfähigkeit attestiere. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz 
stelle auch die Androhung, sich krankschreiben zu lassen, eine grobe Verfehlung dar, welche 
eine fristlose Kündigung rechtfertige. Es sei einem Arbeitgeber nicht zumutbar, ein Arbeitsver-
hältnis weiterzuführen, wenn der Arbeitnehmer derartige Drohungen ausspreche. Deshalb sei 
die fristlose Kündigung gerechtfertigt.  
 
3.4 Die von der Beschwerdeführerin vorgetragene Rüge der willkürlichen Sachverhaltsfest-
stellung kann nicht gehört werden. Die Zeugen sowie die Beschwerdeführerin beschreiben den 
Versicherten als Mitarbeiter mit rauem Umgangston, der in der Vergangenheit seinen Arbeits-
kollegen gegenüber bereits mehrmals Kraftausdrücke wie «Arschloch» benutzt haben und in 
der Disposition ebenfalls häufig unangenehm aufgefallen sein soll, indem er sich über lange 
Touren beschwert habe. Es habe jedes Mal, wenn dem Versicherten eine lange Tour aufgetra-
gen worden sei, zu Diskussionen geführt. Desgleichen ist aus den Zeugenaussagen sowie den 

 
 
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Parteibefragungen nicht eindeutig erstellt, dass der Versicherte sich geweigert haben soll, die 
ihm aufgetragene Tour zu fahren, geschweige denn, gar die Arbeit niedergelegt zu haben. Die 
Vorinstanz hat korrekt festgestellt, dass der Versicherte einen rauen Umgangston pflegte und 
die Aussagen bezüglich des Vorfalls vom 5. November 2020 widersprüchlich ausgefallen sind. 
Der vorinstanzlich festgestellte Sachverhalt ist somit nicht zu beanstanden. 
 
Der Argumentation der Beschwerdeführerin betreffend Beschimpfung kann ebenfalls nicht ge-
folgt werden. Im Gegensatz zum von der Beschwerdeführerin zitierten Bundesgerichtsentscheid 
wurde vorliegend kein Vorgesetzter vor versammelter Belegschaft durch einen höheren Mitar-
beiter direkt beschimpft. Den teilweise widersprüchlichen Zeugenaussagen ist zu entnehmen, 
dass die beiden Ausdrücke «schweiss Schweizer» und «Drecksjugo» einem unbeteiligten Drit-
ten gegenüber geäusserten wurden. Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin hat 
folglich keine direkte Beschimpfung eines Vorgesetzten durch den Versicherten stattgefunden, 
wodurch die Autorität der Beschwerdeführerin bzw. einer ihrer Führungspersonen beeinträchtigt 
worden wäre. Demnach ist die zitierte Bundesgerichtspraxis nicht einschlägig und vorliegend 
nicht anwendbar. Wie die Vorinstanz korrekt festgestellt hat, pflegte der Versicherte einen rauen 
Umgangston, so dass es sich bei der Benutzung der beiden Kraftausrücke nicht um einen aus-
sergewöhnlichen Vorfall handelte. Dass der Versicherte diesbezüglich bereits verwarnt worden 
sei, wird von ihm bestritten und kann nicht nachgewiesen werden, so dass die bloss behauptete 
Verwarnung als unbewiesen zu betrachten ist. Ob der Versicherte tatsächlich die Arbeit verwei-
gert haben soll, lässt sich im Nachhinein desgleichen nicht mehr eruieren. Teils wird behauptet, 
die in Auftrag gegebene Tour sei für den nächsten Tag geplant gewesen. F.____ meint sich 
jedoch zu erinnern, sie hätte am 5. November 2020 gefahren werden müssen. Da dem Versi-
cherten das Arbeitsverhältnis am 5. November 2020 fristlos gekündet wurde und ihm gleichzei-
tig ein Hausverbot für die Räumlichkeiten der Beschwerdeführerin ausgesprochen wurde, hatte 
der Versicherte seinen Arbeitsplatz zu räumen und hätte auch keine weitere Tour mehr fahren 
können. Ebenso hat die Vorinstanz korrekt erkannt, dass der Vorwurf, der Versicherte habe sich 
wiederholt krankschreiben lassen, um einer langen Tour zu entgehen, unbewiesen blieb. Es 
wäre an der Beschwerdeführerin gewesen, ihre Behauptung mit den angeblich vom Versicher-
ten regelmässig eingereichten Arbeitsunfähigkeitszeugnissen zu belegen, was sie jedoch unter-
lassen hat. Dass die erneute Krankschreibung des Versicherten vom 6. bis 28. November 2020 
lediglich vorgetäuscht gewesen sei, ist nicht erstellt. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, wo-
nach kein wichtiger Grund zur fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses nach Art. 337 OR 
gegeben sei, ist somit zu bestätigen. Dies umso mehr, als der fristlosen Kündigung vom 5. No-
vember 2020 bereits eine ordentliche Kündigung vorausgegangen war und das Arbeitsverhält-
nis ohnehin am 30. November 2020 geendet hätte, weshalb die Anforderungen an den wichti-
gen Grund gemäss Art. 337 OR zusätzlich erhöht sind. Da sich die Kündigungsfrist des Versi-
cherten aufgrund seiner Krankheit bis zum 31. Dezember 2020 verlängerte, hiess die Vo-
rinstanz den nunmehr reduzierten Betrag der Beschwerdegegnerin für geleistete Taggelder bis 
31. Dezember 2020 in der Höhe von CHF  7'564.45 nebst Zins zu 5% seit dem 8. März 2021 
gut. Folglich sind der Haupt- sowie der Eventualantrag der Beschwerdeführerin abzuweisen.  
 
4.1 Der Streitwert einer Klage bestimmt sich generell nach den Verhältnisse zum Zeitpunkt 
des Eintritts der Rechtshängigkeit (STEIN-WIGGER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, 
Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, N 12 zu Art. 91 ZPO). Die 
Beschränkung einer Klage – wie beispielsweise eine Reduktion der geltend gemachten Forde-
rung – entspricht einem teilweisen Klagerückzug, welcher Auswirkungen auf die Kostenvertei-
lung hat (LAURENT KILLIAS, in: Berner Kommentar zum Schweizerischen Privatrecht, 2012, N 
43 zu Art. 227 ZPO). Gemäss Art. 106 Abs. 1 ZPO werden die Prozesskosten der unterliegen-
den Partei auferlegt. Bei Nichteintreten und bei Klagerückzug gilt die klagende Partei, bei Aner-
kennung der Klage die beklagte Partei als unterliegend.  
 

 
 
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4.2 Die Vorinstanz auferlegte die Prozesskosten nach Art. 106 Abs. 1 ZPO der unterliegen-
den Partei. In ihren Erwägungen führte sie aus, die Beschwerdegegnerin sei in der Hauptsache 
durchgedrungen, so dass der Beschwerdeführerin die Parteikosten aufzuerlegen seien. Da es 
sich um eine arbeitsrechtliche Streitigkeit unter CHF 30'000.00 handle, seien keine Gerichtskos-
ten zu erheben. Mangels anwaltlicher Vertretung der Beschwerdegegnerin sei auch keine Par-
teientschädigung geschuldet. Deshalb habe jede Partei für ihre eigenen Parteikosten aufzu-
kommen.  
 
4.3 Die Beschwerdeführerin beantragt subeventualiter, es seien die Verfahrenskosten des 
vorinstanzlichen Verfahrens zu 34.46 % der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen und sie sei zu 
verpflichten, der Beschwerdeführerin für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädi-
gung in der Höhe von CHF 1’233.60 inkl. MWSt von 7.7 % zu bezahlen. Die Beschwerdegegne-
rin habe mit Klage vom 8. Juni 2021 die Leistung eines Betrags von CHF 11’542.50 zuzüglich 
Zins verlangt und diesen Betrag anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Januar 2022 auf 
CHF 7'564.45 reduziert. Die Beschwerdeführerin habe bereits an der vorinstanzlichen Haupt-
verhandlung geltend gemacht, die Reduktion des Rechtsbegehrens entspreche einem teilwei-
sen Klagerückzug. Die Vorinstanz sei auf dieses Vorbringen jedoch nicht eingegangen. Die 
Rechtsprechung sei diesbezüglich eindeutig. Eine Klagereduktion komme einem Klagerückzug 
gleich und sei entsprechend bei der Kostenverteilung zu berücksichtigen. Die Beschwerdegeg-
nerin habe ihre Forderung um CHF 3'978.05 reduziert, was einem Klagerückzug von 34.46 % 
entspreche. Folglich seien die Prozesskosten in diesem Verhältnis aufzuteilen. Anlässlich der 
Hauptverhandlung habe sie eine Honorarnote im Betrag von CHF 3'579.85 ins Recht gelegt, die 
von der Beschwerdegegnerin nicht bestritten worden sei. Der Anteil von 34.46 % betrage mithin 
CHF 1'233.60. Sollte das Kantonsgericht ihren Hauptantrag wider Erwarten abweisen, sei die 
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschä-
digung in der Höhe von CHF 1'233.60 zu bezahlen.  
 
4.4 Den Ausführungen der Beschwerdeführerin in ihrem Subeventualantrag ist zu folgen. 
Wie die Vorinstanz in Erwägung 5 des angefochtenen Entscheids korrekt ausführt, ist die Re-
duktion des Klagebegehrens allenfalls in der Verteilung der Prozesskosten zu berücksichtigen. 
Dies hat die Vorinstanz bei der Auferlegung der Prozesskosten in Erwägung 18 f. offensichtlich 
übersehen, zumal diesbezüglich keine Ausführungen angebracht werden. Die Beschwerdegeg-
nerin hat ihr Rechtsbegehren anlässlich der vorinstanzlichen Hauptverhandlung um 34.46 % 
reduziert, was einem teilweisen Klagerückzug gleichkommt und folglich bei der Auferlegung der 
Prozesskosten zu berücksichtigen ist. Da keine Gerichtskosten erhoben wurden, wirkt sich der 
teilweise Klagerückzug lediglich in der Auferlegung der ausserordentlichen Kosten aus. Die von 
der Beschwerdeführerin vorinstanzlich ins Recht gelegte Honorarnote weist einen Betrag von 
CHF 3'579.85 inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer auf, wovon die Beschwerdegegnerin 34.46 % 
zu entschädigen hat. Mangels anwaltlicher Vertretung der Beschwerdegegnerin vor der Vo-
rinstanz findet keine Verrechnung mit einer Parteientschädigung der Gegenpartei statt. In Gut-
heissung des Subeventualantrags ist somit Ziffer 2 des angefochtenen Entscheids aufzuheben 
und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine reduzierte Partei-
entschädigung von CHF 1'233.60 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWSt) zu bezahlen.  
 
5.1 Es bleibt über die Verteilung und Liquidation der Prozesskosten des vorliegenden Be-
schwerdeverfahrens, bestehend aus den Gerichtskosten sowie der Parteientschädigung 
(Art. 95 Abs. 1 ZPO), zu befinden. Massgebend sind die Bestimmungen von Art. 104 ff. ZPO. 
Gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO sind die Prozesskosten nach dem Ausgang des Verfahrens zu 
verteilen, wenn keine Partei vollständig obsiegt hat. Die Beschwerdeführerin beantragt die Auf-
hebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Abweisung der Klage. Es hat sich gezeigt, 
dass die Beschwerdeführerin im Hauptantrag unterliegt. Subeventualiter verlangt die Be-
schwerdeführerin die Zahlung einer reduzierten Parteientschädigung in der Höhe von 

 
 
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CHF 1'233.60. Für die Kostenverteilung fallen Eventualbegehren nicht in Betracht, sofern das 
Hauptbegehren geschützt wird. Dringt indessen bloss das Eventualbegehren durch und liegt 
dessen Streitwert unter demjenigen des Hauptbegehrens, so unterliegt die klagende Partei mit 
der Differenz zwischen Haupt- und Eventualbegehren (VIKTOR RÜEGG/MICHAEL RÜEGG, in: 
Basler Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2017, N3 zu Art. 106 
ZPO). Stützen sich jedoch Haupt- und Eventualbegehren im Rechtsmittelverfahren nicht auf die 
gleiche Anspruchsgrundlage bzw. stellt eine eventualiter begehrte Geldforderung nicht einen 
Teilbetrag der Hauptforderung dar, ist die Summe der entsprechenden Forderungen für die Be-
urteilung des Obsiegens massgebend. Da die Beschwerdeführerin bloss im Antrag auf Ände-
rung des Kostenentscheids, d. h. mit einem prozessrechtlichen Anspruch, durchdringt, müssen 
für die korrekte Kostenverlegung vorliegend das Rechtsbegehren im Hauptantrag samt Kosten 
ins Verhältnis zu den geltend gemachten Kosten im Subeventualantrag gesetzt werden. Das 
Hauptbegehren richtet sich gegen die Bezahlung des Betrags von CHF 7'564.45 zuzüglich ver-
langte Parteientschädigung in der Höhe von CHF 3'579.85, woraus ein Betrag von 
CHF 11'144.30 resultiert. Somit sind die Kosten des vorliegenden Beschwerdeverfahrens im 
Verhältnis CHF 11'144.30 zum Subeventualbegehren in der Höhe von CHF 1'233.60 zu setzen. 
Die Beschwerdeführerin obsiegt demnach zu rund 11 % Prozent.  
 
5.2 Für Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis bis zu einem Streitwert von CHF 30‘000.00 
werden gemäss Art. 114 lit. c ZPO keine Gerichtskosten gesprochen. Somit sind keine Ge-
richtskosten unter den Parteien aufzuteilen. Die Beschwerdegegnerin ist nicht anwaltlich vertre-
ten und macht auch keine Umtriebsentschädigung geltend, so dass auf ihrer Seite keine aus-
serordentlichen Kosten anfallen. Hingegen ist die Beschwerdeführerin anwaltlich vertreten und 
verlangt eine Parteientschädigung, die es nun auf die Parteien gemäss Art. 106 Abs. 2 ZPO zu 
verteilen gilt. Weil die Beschwerdegegnerin den offensichtlichen Fehler der Vorinstanz nicht 
anerkannt hat, rechtfertig es sich, sie zur Bezahlung einer anteilsmässigen Parteientschädigung 
an die Gegenpartei zu verpflichten. Da die Beschwerdeführerin für das vorliegende Verfahren 
keine Honorarnote eingereicht hat, setzt das Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Zivil-
recht, die Parteientschädigung von Amtes wegen nach Ermessen fest (§ 18 Abs. 1 der Tarif-
ordnung für die Anwältinnen und Anwälte [TO]; SGS BL 178.112). Unter Berücksichtigung des 
Umfangs der eingereichten Beschwerdeschrift und des mittleren Schwierigkeitsgrades der vor-
liegenden Streitsache rechtfertigt es sich, 9 Stunden à CHF 250.00 zuzüglich der beantragten 
Mehrwertsteuer zu veranschlagen. Obwohl die Beschwerdeführerin einen Antrag auf Auslagen-
ersatz gestellt hat, können diese gemäss §§ 15 und 16 TO nicht vergütet werden, da sie nicht 
separat ausgewiesen und in der Honorarrechnung geltend gemacht werden (vgl. auch KGer BL 
400 19 196 vom 19. November 2019 E. 10). Die Parteientschädigung der Beschwerdeführerin 
beläuft sich folglich auf CHF 2'423.25. Davon hat die Beschwerdegegnerin der Beschwerdefüh-
rerin 11 % zu vergüten, da sie in diesem Umfang unterlegen ist. Die von der Beschwerdegegne-
rin an die Beschwerdeführerin zu bezahlende Parteientschädigung beträgt somit CHF 266.55 
inkl. MWSt.  

 
Demnach wird erkannt: 

://: 1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Dementsprechend wird 
Ziffer 2 des Urteils der Gerichtspräsidentin des Zivilkreisgerichts Basel-
Landschaft Ost vom 13. Januar 2022 aufgehoben und durch folgende 
Ziffer ersetzt:  

«2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.  

 Die Klägerin hat der Beklagten eine reduzierte Parteientschädigung 

 
 
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von CHF 1'233.60 (inkl. Auslagen und 7.7 % MWSt) zu bezahlen.»  

 2. Es werden keine Gerichtskosten erhoben. 

Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin eine reduzierte 
Parteientschädigung von CHF 266.55 (inkl. MWSt) zu bezahlen. Im Wei-
teren trägt jede Partei ihre eigenen Parteikosten. 

Präsident 

Roland Hofmann 

Gerichtsschreiberin 

Karin Wiesner