# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 80c17ff8-73f7-5e13-89a9-46861960fe62
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2017-11-20
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 20.11.2017 608 2016 76
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_608-2016-76_2017-11-20.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

608 2016 76
608 2016 77

Urteil vom 20. November 2017

II. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsident: Johannes Frölicher 
Richterinnen: Daniela Kiener

Anne-Sophie Peyraud 
Gerichtsschreiberin: Angelika Spiess 

Parteien A.________, Beschwerdeführerin 

gegen

INVALIDENVERSICHERUNGSSTELLE DES KANTONS FREIBURG,
Vorinstanz     

Gegenstand Invalidenversicherung (Rentenanspruch)

Beschwerde (608 2017 76) vom 7. April 2016 gegen die Verfügung vom 
24. Februar 2016

Gesuch um vollständige unentgeltliche Rechtspflege (608 2017 77) vom 
7. April 2016

 

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1970, wohnhaft in B.________ und Mutter von zwei Kindern 
(Jahrgänge 1991 und 1996), war in einem 40 Prozent Pensum für ein Reinigungsunternehmen 
tätig, als sie am 27. August 2012 mit dem Auto verunfallte und sich dabei mehrfache 
Knochenbrüche im 
Bereich der Rippen, der linken Schulter und des linken Arms zuzog. Diese Verletzungen wurden 
am Folgetag des Unfalls ein erstes Mal sowie am 25. Oktober 2012 ein zweites Mal operiert. Im 
Herbst 2013 trat bei A.________ krankheitsbedingt eine Diskushernie (C5/6) auf. Infolge dieses 
Rückenleidens musste am 18. Februar 2014 operativ eine Bandscheibenprothesen-Implantation 
durchgeführt werden. Am 1. Oktober 2014 wurde ihr zudem ein zufällig entdeckter Tumor auf der 
Nebenniere entfernt, der sich als gutartig erwies. 

B. Die Versicherte reichte am 13. März 2013 (Datum des Gesucheingangs) bei der 
Invalidenversicherungsstelle Freiburg (IV-Stelle) wegen Schulter-, Arm- und Rückenbeschwerden 
ein Leistungsgesuch ein. Mit Verfügung vom 24. Februar 2016 wurde ihr für den Zeitraum vom 
1. Oktober 2013 bis am 31. August 2014 eine befristete ganze Invalidenrente zugesprochen. In der 
Verfügung wurde festgehalten, dass die Versicherte ab dem 7. Juni 2014 über eine volle 
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit verfüge. Die Gegenüberstellung des Validen- und 
des 
Invalideneinkommens zeige ab diesem Zeitpunkt keine Erwerbseinbusse, weshalb die ganze 
IV-Rente per 31. August 2014 aufzuheben sei.

C. Gegen diese Verfügung erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Nathalie 
Weber-Braune, am 7. April 2016 Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg. Die 
Beschwerdeführerin beantragt, dass die Verfügung aufzuheben und ihr rückwirkend ab dem 7. 
Juni 2014 eine halbe 
IV-Rente auszurichten sei. Subsidiär sei die Angelegenheit an die IV-Stelle für eine umfassende 
medizinische Abklärung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin zurückzuweisen, alles unter 
Kosten- und Entschädigungsfolge.

Ebenfalls mit Eingabe vom 7. April 2016 ersuchte die Beschwerdeführerin um vollständige 
unentgeltliche Rechtspflege und um Ernennung ihrer Rechtsvertreterin, Rechtsanwältin Nathalie 
Weber-Braune, zur amtlichen Rechtsbeiständin.

Mit Stellungnahme vom 2. August 2016 beantragt die IV-Stelle, dass die Beschwerde abzuweisen 
und die angefochtene Verfügung zu bestätigen sei, wobei im Sinne einer Korrektur die 
Renteneinstellung auf den 9. Juni 2014 – anstelle des 7. Juni 2014 – zu erfolgen habe. Zur 
Begründung führt die IV-Stelle aus, dass nach dem 9. Juni 2014 keine überzeugenden 
Arbeitsunfähigkeitsatteste vorliegen würden, zumal den Einschätzungen der behandelnden Ärzte 
aufgrund der Vertrauensstellung mit Vorbehalt zu begegnen sei. Die von der Beschwerdeführerin 
beantragte medizinische Abklärung erachtet die IV-Stelle nicht für notwendig. Zum Gesuch um 
vollständige unentgeltliche Rechtspflege der Beschwerdeführerin machte die IV-Stelle keine 
Bemerkungen.

Es wurde kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt.

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Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung relevant, aus 
den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

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Erwägungen

1. a) Die Beschwerde vom 7. April 2016 gegen die Verfügung vom 24. Februar 2016 ist frist- 
und formgerecht durch die ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin 
bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die 
Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse daran, dass der zweite 
Sozialversicherungsgerichtshof des Kantonsgerichts Freiburg prüft, ob sie über den 31. August 
2014 hinaus Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.

b) Die Beschwerdeführerin stellt das Begehren, ihr sei rückwirkend ab dem 7. Juni 2014 
eine halbe IV-Rente auszurichten. Da ihr mit der angefochtenen Verfügung eine vom 
1. Oktober 2013 bis am 31. August 2014 befristete ganze Invalidenrente zugesprochen worden 
war, ist die Beschwerde, was den Zeitraum vom 7. Juni 2014 bis 31. August 2014 betrifft, als 
gegenstandslos abzuschreiben.

Im Übrigen ist auf die Beschwerde einzutreten.

2. a) Im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den 
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1), welches hier aufgrund von Art. 
1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) 
zur Anwendung kommt, ist Invalidität die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde 
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 4 IVG kann Invalidität die Folge von 
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein und einen Anspruch auf Leistungen begründen, 
wenn sie die dafür erforderliche Art und Schwere erreicht. Erwerbsunfähigkeit ist der durch 
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der 
Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 
ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die 
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche 
Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG 
bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invaliden-
versicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die 
versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu 
verwerten, abwenden könnte; das Mass des Förderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt 
(Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 3.7.1 mit Hinweisen).

b) Anspruch auf eine IV-Rente haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die 
Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare 
Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können, während eines 
Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig 
gewesen sind und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 
IVG). Versicherte haben gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie 
mindestens zu 
70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, 

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wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 
40 Prozent invalid sind.

Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung und im Beschwerdefall der 
Richter auf Unterlagen angewiesen, die der Arzt und gegebenenfalls andere Fachleute zur 
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen 
(Befunderhebung, Diagnosestellung) und Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher 
Tätigkeiten die versicherte Person in ihren körperlichen bzw. geistigen Funktionen durch das 
Leiden eingeschränkt, das heisst arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E. 4; 115 V 133 E. 2; 107 V 17 
E. 2b; 105 V 156 E. 1). Der Grad der Arbeitsfähigkeit wird laut der Rechtsprechung nach dem 
Mass bestimmt, in welchem die versicherte Person aus gesundheitlichen Gründen an ihrem 
angestammten Arbeitsplatz zumutbarerweise nicht mehr nutzbringend tätig sein kann. Nicht 
massgebend ist hingegen die bloss medizinisch-theoretische Schätzung der Arbeitsunfähigkeit 
(BGE 111 V 235 E. 1b mit Hinweisen). Bei langdauernder Arbeitsunfähigkeit im angestammten 
Beruf hat die versicherte Person andere ihr offen stehende Erwerbsmöglichkeiten auszuschöpfen 
(BGE 115 V 403 E. 2; 114 V 281 E. 1d). Auch die Zumutbarkeit einer Invalidentätigkeit ist vor allem 
aus medizinischer Sicht zu beurteilen, wobei dieser Sachverhalt aufgrund des objektiven Befundes 
durch die Ärzte bestimmt wird (BGE 107 V 17 E. 2b; OMLIN, Die Invalidität in der obligatorischen 
Unfallversicherung, 1995, S. 201). Insbesondere ist dabei nicht auf das subjektive Empfinden der 
versicherten Person abzustellen, hätte es doch diese ansonsten in der Hand, ihren Invaliditätsgrad 
selbst zu bestimmen.

c) Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von 
wem sie stammen, und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige 
Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die 
andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist 
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen 
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten 
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und 
der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten 
begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft 
eines Beweismittels noch die 
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder 
Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a). Berichte behandelnder Ärzte sind jedoch aufgrund der 
auftragsrechtlichen Vertrauensstellung zum Patienten mit Vorbehalt zu würdigen (BGE 125 V 351 
E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein praktizierenden Hausarzt wie den behandelnden Spezialarzt 
(Urteil EVGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen).

Bei der Folgenabschätzung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit 
kommt der Arztperson keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die 
Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, d.h. sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer 
Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen Angaben sind eine wichtige Grundlage 
für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet 
werden können (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.2). Die ärztliche Prognose bezüglich der 
mutmasslichen Arbeitsfähigkeit stellt bloss eine Einschätzung eines Krankheitsverlaufs nach 
Wahrscheinlichkeitsgesichtspunkten bzw. eine medizinische Beurteilung über die voraussichtlich 

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künftige Entwicklung einer Gesundheitsbeeinträchtigung dar; sie sagt nichts über den 
tatsächlichen Krankheitsverlauf aus (Urteil BGer 4A_335/2013 vom 26. November 2013 E. 3.4). 
Für die invalidenrechtliche Beurteilung zählt demgegenüber nur die tatsächliche Entwicklung (Urteil 
BGer 4A_66/2017 vom 
14. Juli 2017 E. 5.1).

Die medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) und die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) sind 
die gesetzlich vorgesehenen Organe zur Erhebung des medizinischen Sachverhaltes bzw. zur 
Folgenabschätzung der erhobenen medizinischen Befunde – und nicht die behandelnden Ärzte 
(BGE 137 V 210 E. 1.2.1–2). Wenn die behandelnden Ärzte eine abweichende Meinung zur 
Arbeitsunfähigkeit äussern, sind Administrativgutachten und RAD-Stellungnahmen nur dann in 
Frage zu stellen, wenn objektive Anhaltspunkte vorliegen, welche den Sachverständigen der 
MEDAS und/oder den RAD-Ärzten entgangen sind (statt vieler: Urteil BGer 9C_495/2012 vom 
4. Oktober 2012 E. 2.4, auszugsweise publ. in Plädoyer 2012/6 S. 67). Die Funktion interner RAD-
Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die 
medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den 
Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen 
und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine 
Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder 
aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus 
medizinischer Sicht (Urteile BGer 8C_756/2008 vom 4. Juni 2009 E. 4.4 in SVR 2009 IV Nr. 50 S. 
153; 9C_589/2010 vom 8. September 2010 E. 2). Den Berichten versicherungsinterner Ärzte, 
mithin auch des RAD, kommt zwar nicht derselbe Beweiswert wie einem im Verfahren nach Art. 44 
ATSG eingeholten Gutachten externer Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu. 
Sie sind aber soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit ihrer 
Schlussfolgerungen 
bestehen (BGE 142 V 58  E. 5.1; 135 V 465 E. 4.2–4.7).

d) Im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungs- und 
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Untersuchungsgrundsatz. Danach haben 
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgericht von sich aus und ohne Bindung an die 
Parteibegehren für die richtige und vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhaltes 
zu sorgen (BGE 125 V 195 E. 2; 122 V 158 E. 1a mit Hinweisen). Auf weitere 
Sachverhaltsabklärungen kann dann verzichtet werden, ohne den Anspruch auf rechtliches Gehör 
zu verletzen, wenn die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen 
vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Gericht bei umfassender, 
sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweiswürdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1) zur 
Überzeugung führen, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 
353 E. 5b; 125 V 193 E. 2, je mit Hinweisen) zu betrachten und es könnten weitere 
Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern (antizipierte 
Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3; 134 I 140 E. 5.3; 124 V 90 E. 4b).

3. Vorliegend streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin nach dem 31. August 2014 
infolge einer verbleibenden Arbeitsunfähigkeit wegen ihrer gesundheitlicher Beschwerden 
weiterhin Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat. Zur Beurteilung dieser Frage 
sind 
zunächst die massgebenden medizinischen Akten sowie die dazu eingeholten Stellungnahmen 
des Regional Ärztlichen Dienstes (RAD) darzulegen. 

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a) In Bezug auf die somatischen Leiden der Beschwerdeführerin ist den Vorakten 
Folgendes zu entnehmen:

aa) Von Seiten der orthopädischen Chirurgie des Spitals C.________ wurde der 
Beschwerdeführerin wegen der krankheitsbedingten Rückenwirbeloperation vom 18. Februar bis 
zum 
9. Juni 2014 eine durchgehende 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (Ärztliches Zeugnis 
vom 10. April 2014, Vorakten S. 450; Austrittsbericht vom 24. Februar 2014, Vorakten S. 607 f.). 
Anlässlich der Kontrolluntersuchung vom 23. April 2014 wurde festgehalten, dass infolge der 
operierten Halswirbelsäule für die nächsten zwei Monate eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich 
belastende Tätigkeiten bestehe; die Arbeitsunfähigkeit sei in der Folge nach den 
Restbeschwerden im Schultergelenk zu beurteilen. Es zeichne sich bereits ab, dass sich die 
Beschwerden auf die Schulter konzentrieren würden (Arztbericht vom 24. April 2014, Vorakten S. 
643 f.).

Bei der Nachkontrolle der unfallbedingten Schulter- und Armfrakturen am 17. Juni 2014 im Spital 
C.________ wurde der Beschwerdeführerin ein positiver Verlauf bescheinigt. Es seien weiterhin 
eine Physiotherapie notwendig, aber keine weiteren Nachkontrollen am Spital C.________ 
vorgesehen. Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin wurden keine gemacht 
(Arztbericht vom 
18. Juni 2014, Vorakten S. 581 f.). Im Verlaufsbericht vom 10. Oktober 2014 wird diese 
Untersuchung vom 17. Juni 2014 als letzte ärztliche Kontrolle am Spital C.________ angegeben, 
aber gleichwohl vermerkt, dass sich der Gesundheitszustand gebessert habe und aktuell nur 
Schmerzen bei Mobilisation/Belastung des linken Arms bestünden (Vorakten S. 514).

Die Hausärztin, Dr. med. D.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, attestierte 
der Beschwerdeführerin für den Monat Juni 2014 eine volle Arbeitsunfähigkeit (Ärztliches Zeugnis 
vom 28. April 2014, Vorakten S. 573). Für Juli und August 2014 wurde eine 50-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit für eine leichte, vielseitige, körperlich nicht belastende Arbeit – mit dem Hinweis 
„keine Putzarbeiten“ – bescheinigt (Ärztliches Zeugnis vom 25. Juni 2014, Vorakten S. 584). Auch 
im September 2014 wurde der Beschwerdeführerin eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiert 
und es wurde im Attest vermerkt, dass sie „keine körperlich schwere Arbeit“ ausüben dürfe 
(Ärztliches Zeugnis vom 21. August 2014, Vorakten S. 531). Obschon die Hausärztin mit Attest 
vom 21. August 2014 in Aussicht stellte, dass ab Oktober 2014 voraussichtlich nur noch eine
30-prozentige und ab November 2014 nur noch eine 20-prozentige Arbeitsunfähigkeit bestehe, 
korrigierte sie diese Prognose im Oktober 2014 aufgrund des stationären Gesundheitszustandes 
der Beschwerdeführerin und attestierte ihr für den Zeitraum von Oktober 2014 bis Mai 2015 eine 
Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent – mit einer 20-prozentigen Verminderung der Leistungsfähigkeit. 
Es wurde zudem erneut auf die seit dem Unfall bestehende 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit als 
Putzfrau hingewiesen (Verlaufsbericht vom 15. Mai 2015, Vorakten S. 667 ff.). Mit ärztlichem 
Zeugnis vom 25. November 2015 bestätigte die Hausärztin, dass die Beschwerdeführerin im 
Jahr 2015 infolge der Beschwerden an der Schulter und der Halswirbelsäule ununterbrochen zu
50 Prozent arbeitsunfähig gewesen sei (Vorakten S. 863).

Anfangs Oktober 2014 wurde bei der Beschwerdeführerin ein gutartiger Tumor auf der Nebenniere 
entfernt. Im Operationsbericht vom 2. Oktober 2014 werden keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit 
gemacht (Dr. med. E.________, Facharzt für Urologie FMH, Vorakten S. 666). 

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bb) Für den RAD stellte Dr. med. F.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, im April 2014 betreffend der Arbeitsfähigkeit infolge der Bandscheibenoperation fest, dass 
ab sofort – also zwei Monate nach dem operativen Eingriff – eine angepasste Tätigkeit zumutbar 
sei und innert 3 Monaten bis auf 80 Prozent erhöht werden könne. Allerdings wird in der 
Stellungnahme ebenfalls darauf verwiesen, dass sich die behandelnden Chirurgen aufgrund der 
kurz 
zurückliegenden Operation noch nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin geäussert 
hätten (RAD-Stellungnahme vom 16. April 2014, Vorakten S. 444 f.). 

Im Oktober 2015 räumte dieser RAD-Arzt in einer weiteren Stellungnahme ein, dass seine im 
April 2014 aktenmässig vorgenommene Einschätzung einer bis zu 80-prozentigen Arbeitsfähigkeit 
von den behandelnden Chirurgen am Spital C.________ nicht geteilt werde. Diese hätten der 
Beschwerdeführerin bei der Nachkontrolle eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis am 6. Juni 2014 
bescheinigt. Ausgehend von diesem Stichdatum kam er zum Schluss, dass die 
Beschwerdeführerin ab dem 7. Juni 2014 zu 100 Prozent arbeitsfähig sei (RAD-Stellungnahme 
vom 21. Oktober 2015, Vorakten S. 846 f.).

Im Dezember 2015 nahm derselbe RAD-Arzt zu den von der Beschwerdeführerin eingereichten 
Arztzeugnissen Stellung, in denen unter anderem die Hausärztin für das ganze Jahr 2015 eine 
durchgehende 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit infolge der Beschwerden an Schulter und 
Halswirbelsäule bestätigte (Vorakten S. 863 f.). Gemäss RAD-Arzt bestätige die Hausärztin mit 
diesen Attesten keine neue Entwicklung, da bereits für die ursprüngliche unangepasste Tätigkeit 
als Raumpflegerin eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit gelte. Zudem entspreche die seit dem 
1. Januar 2015 aufgenommene Tätigkeit als Hausangestellte und Allrounderin mit 
Kinderbetreuung, Einkäufen und Zubereitung des Mittagessens nicht ganz einer angepassten 
Tätigkeit, was zu vermehrten Schmerzen und Pausenbedarf und zu einer chronischen 
Arbeitsunfähigkeit führe. Grundsätzlich bestünde aber eine 100-prozentige Arbeitsfähigkeit in einer 
angepassten Tätigkeit. Wegen der linken Schulter und der geheilten operierten Halswirbelsäule sei 
eine körperlich leichte berufliche Tätigkeit mit gewissen funktionellen Einschränkungen zumutbar, 
ohne Tragen oder 
Heben von Lasten über 5 kg, ohne dauerhafte Arbeiten auf Schulterhöhe, ohne Über-Kopf-Arbeit, 
ohne Benützung von stark vibrierenden oder schlagenden Geräten, ohne Arbeiten in 
Zwangsstellungen oder mit repetitiven Bewegungen im Schultergelenk sowie ohne repetitive 
Bewegungen der Halswirbelsäule. Es bestehe im Übrigen kein weiterer medizinischer 
Abklärungsbedarf (RAD-Stellungnahme vom 10. Dezember 2015, Vorakten S. 869 f.).

b) Zu den psychischen Beschwerden sind in den Vorakten folgende medizinischen 
Einschätzungen dokumentiert:

aa) Vom behandelnden Psychiater, Dr. med. G.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, wurde der Beschwerdeführerin am 29. September 2014 bei stationärem 
Gesundheitszustand bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent attestiert und auf die 
bevorstehende Tumoroperation anfangs Oktober 2014 hingewiesen (Verlaufsbericht vom 
29. September 2014, Vorakten S. 509). Im folgenden Verlaufsbericht für die Zeitspanne bis zum 
28. September 2015 wurde aus psychiatrischer Sicht weiterhin eine 50-prozentige 
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt, eine chronische Anpassungsstörung (ICD-10: F43.23) und eine 
psychische 
Störung (ICD-10: F21) infolge Alkoholabhängigkeit nach über dreijähriger Abstinenz diagnostiziert 
und auf die Gesprächstherapie in monatlichen Abständen verwiesen (Verlaufsbericht vom 

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28. September 2015, Vorakten S. 699 ff.). Im kurz darauf von der IV-Stelle angeforderten 
Verlaufsbericht vom 25. November 2015 attestierte der behandelnde Psychiater eine „100-
prozentig verminderte Leistungsfähigkeit“ bei stationärem Gesundheitszustand. Trotz der 
Fortführung der Pharmako- und Psychotherapie stellte er eine relativ ungünstige Prognose wegen 
chronifiziertem Verlauf, somatischen Erkrankungen und dem Alter der Beschwerdeführerin. Die 
zunehmenden somatischen Probleme führten vermehrt zu anxiodepressiven Zuständen 
(Verlaufsbericht vom 25. November 2015, Vorakten S. 858 ff.).

bb) Im Oktober 2015 nahm Dr. med. H.________, Facharzt für Psychiatrie und 
Psychotherapie FMH, im Namen des RAD zu den Arztberichten betreffend der psychischen 
Beschwerden, die vom behandelnden Psychiater sowie der Hausärztin im Zeitraum vom 10. Juli 
2013 bis zum 3. März 2014 eingereicht wurden, Stellung. Dem RAD-Psychiater zufolge kann der 
Diagnose der Hausärztin für eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10: F43.1) nicht 
gefolgt werden, 
zumal die entsprechende Symptomatik in den Vorakten nicht erwähnt werde, der Unfall die 
Anforderungen dafür nicht erfülle und die Beschwerdeführerin sich nicht an den Unfall erinnere. 
Ebenfalls keine Erwähnung finde sich für die Symptomatik der Diagnose einer Depression (ICD-
10: F32.1), wie sie vom behandelnden Psychiater sowie der Hausärztin im Juli 2013 diagnostiziert 
wurde. Zutreffend sei allenfalls die im Februar 2014 diagnostizierte Anpassungsstörung (ICD-10: 
F43.23). Diese Störung begründe allerdings keinen Anspruch auf IV-Leistungen (RAD-
Stellungnahme vom 20. Oktober 2015, Vorakten S. 842 f.). 

4. Nachfolgend sind die massgebenden medizinischen Einschätzungen und RAD-
Stellungnahmen zu würdigen.

a) Von den ärztlichen Attesten zur Arbeitsunfähigkeit infolge der somatischen Leiden lässt 
der RAD ausschliesslich diejenigen der behandelnden Chirurgen des Spitals C.________ gelten, 
die bis zum 9. Juni 2014 eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Die nachfolgenden Atteste der 
Hausärztin, die seit Juli 2014 durchgehend eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit auswiesen, 
werden vom RAD nicht berücksichtigt. Die IV-Stelle begründet dieses Vorgehen mit dem 
Vorbehalt, der wegen der Vertrauensstellung der Hausärztin angebracht sei. Dieser Ansicht kann 
vorliegend nicht gefolgt werden, denn der Beweiswert von ärztlichen Attesten kann nicht einzig 
aufgrund der Vertrauensstellung des jeweiligen Arztes verneint werden. Im Übrigen decken sich 
die Einschätzungen der Hausärztin zur Arbeitsunfähigkeit weitgehend mit denjenigen, die sich in 
der beruflichen Abklärung im I.________ ergaben (Vorakten S. 464 ff.).

Die vom RAD getroffene Annahme, dass mit Ablauf der vom Spital C.________ attestierten 
100-prozentigen Arbeitsunfähigkeit am 9. Juni 2014 eine volle Arbeitsfähigkeit eintrete, entbehrt in 
der vorliegenden Konstellation mit weiterführenden Kontrollen durch die Hausärztin jeglicher 
medizinischen Grundlage. Der RAD-Arzt übersieht dabei, dass die Arbeitsunfähigkeitsatteste vom 
Spital C.________ jeweils eine Prognose von zwei Monaten umfassen und daher das Stichdatum 
vom 9. Juni 2014 lediglich die maximale Dauer der Attestation anlässlich der Kontrolluntersuchung 
vom 9. April 2014 reflektiert und nicht etwa das Ende der Arbeitsunfähigkeit (Vorakten S. 741). 
Zudem zählt für die invalidenrechtliche Beurteilung nicht die Einschätzung eines 
Krankheitsverlaufs nach Wahrscheinlichkeitsgesichtspunkten, wie sie mit ärztlichen Attesten 
vorgenommen wird, sondern die tatsächliche Entwicklung (vgl. Urteile BGer 4A_66/2017 vom 14. 
Juli 2017 E. 5.1; 4A_335/2013 vom 26. November 2013 E. 3.4). Wie sich der Gesundheitszustand 
der Beschwerdeführerin im Zeitraum nach dem 9. Juni 2014 entwickelte, kann vorliegend einzig 
den Attesten der Hausärztin entnommen werden.

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Der Kritik des RAD-Arztes, dass kein fundierter Arztbericht zu den verbleibenden Rücken-, 
Nacken- und Schulterbeschwerden vorliegt und die Angaben der Hausärztin auf den 
Arztzeugnissen knapp ausfallen, ist im Grundsatz beizupflichten (vgl. Urteil BGer 8C_929/2011 
vom 
7. Mai 2012 E. 5.3). Diese Tatsache – die von einem mangelhaft abgeklärten Sachverhalt zeugt – 
kann aber nicht dazu führen, dass der RAD von der attestierten Arbeitsunfähigkeit der Hausärztin 
abweicht, ohne dafür konkrete Anhaltspunkte in den medizinischen Unterlagen zu nennen. Es 
erstaunt daher umso mehr, dass der RAD zu keinem Zeitpunkt eine fachärztliche Einschätzung 
oder Begutachtung der Beschwerdeführerin anregte, sondern keinen weiteren Abklärungsbedarf 
sah.

Insgesamt enthalten die Stellungnahmen des RAD-Arztes zu den somatischen Leiden demnach 
mehrere Aussagen, die eindeutig Zweifel an deren Stichhaltigkeit aufkommen lassen. Demzufolge 
hätte die IV-Stelle für die Beurteilung des Rentenanspruchs nicht auf diese RAD-Stellungnahmen 
abstellen dürfen (vgl. BGE 142 V 58  E. 5.1; 135 V 465 E. 4.2–4.7). Fest steht auch, dass der 
vorliegende Sachverhalt In Bezug auf die somatischen Beschwerden ungenügend abgeklärt 
worden ist. Die IV-Stelle hat deshalb weitere medizinische Abklärungen in die Wege zu leiten.  

b) Zur dokumentierten psychischen Problematik ist anzumerken, dass der Sachverhalt 
auch in dieser Hinsicht ungenügend erstellt ist. Zu Recht kritisiert der RAD-Psychiater, dass die 
Symptomatik der verschiedenen Diagnosen in den Vorakten nicht genügend ersichtlich sei. Ihm ist 
allerdings nicht zuzustimmen, wenn er dies als Anlass nimmt, um die gestellten Diagnosen zu 
entkräften. Die Stellungnahme des RAD-Psychiaters berücksichtigt im Übrigen nur Arztberichte bis 
zum 3. März 2014; sie äussert sich nicht zum vorliegend interessierenden Verlauf der psychischen 
Entwicklung nach der Renteneinstellung im Juni 2014. Fest steht damit einzig, dass die IV-Stelle 
im Rahmen einer weiteren medizinischen Abklärung der Beschwerdeführerin auch die 
psychiatrische Disziplin einzubinden hat.

c) Zusammenfassend ist festzustellen, dass der massgebende Sachverhalt von der IV-
Stelle ungenügend abgeklärt wurde. Die IV-Stelle hat eine umfassende medizinische Abklärung 
der Beschwerdeführerin zu veranlassen. Über den Rentenanspruch sowie darüber, ob die 
Beschwerdeführerin mit der von ihr angetretenen Arbeitsstelle die verbleibende Arbeitskraft 
genügend ausschöpft, kann somit vorliegend nicht entschieden werden.

5.  Vor diesem Hintergrund ist die Beschwerde vom 7. April 2016 gutzuheissen und die 
angefochtene Verfügung vom 24. Februar 2016 aufzuheben. Da es an Antworten auf bis anhin 
vollständig ungeklärten Fragen fehlt (vgl. dazu BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4), ist die Angelegenheit 
zur weiteren medizinischen Abklärung im Sinne der vorstehenden Erwägungen an die IV-Stelle 
zurückzuweisen.

6. a) Das Verfahren vor dem Sozialversicherungsgericht ist für Streitigkeiten betreffend die 
Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig 
(Art. 69 Abs. 1bis IVG). Die Gerichtskosten sind vorliegend auf CHF 800.- festzusetzen und der 
IV-Stelle aufzuerlegen.

b) Die obsiegende Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine Parteientschädigung durch 
die IV-Stelle (Art. 61 lit. g ATSG). Die Entschädigung der amtlichen Rechtsbeiständin richtet sich 
nach dem Tarif vom 17. Dezember 1991 über die Verfahrenskosten und Entschädigungen in der 
Verwaltungsjustiz (SGF 150.12) sowie dem getätigten Aufwand, der Komplexität der 
Angelegenheit und der am 29. September 2017 eingereichten Honorarnote. Die Partei-

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entschädigung ist auf insgesamt CHF 3‘822.80 festzulegen, bestehend aus einem Honorar von 
CHF 3‘458.35 (13h 50min à CHF 250.-), Auslagen von CHF  81.30 sowie einer Mehrwertsteuer 
von CHF 283.15 (8 Prozent von CHF 3‘539.65).

c) Aufgrund des Verfahrensaufgangs ist das Gesuch um vollständige unentgeltliche 
Rechtspflege (608 2016 77) als gegenstandslos vom Geschärftsverzeichnis abzuschreiben. 

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Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde (608 2016 76) wird, soweit sie nicht als gegenstandslos abzuschreiben ist, 
gutgeheissen und die Angelegenheit an die Invalidenversicherungsstelle des Kantons 
Freiburg zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts im Sinne der Erwägungen 
zurückgewiesen.

II. Die Gerichtskosten werden auf CHF 800.- festgesetzt und der Invalidenversicherungsstelle 
des Kantons Freiburg auferlegt.

III. Die Invalidenversicherungsstelle Freiburg hat A.________ eine Parteientschädigung von 
insgesamt CHF 3‘822.80 auszurichten, bestehend aus einem Honorar von CHF 3‘458.35 
(13h 50min à CHF 250.-), Auslagen von CHF 81.30 sowie einer Mehrwertsteuer von 
CHF 283.15 (8 Prozent von CHF 3‘539.65).

IV. Das Gesuch um vollständige unentgeltliche Rechtspflege (608 2016 77) wird angesichts der 
Gutheissung der Beschwerde mit entsprechender Kostenregelung zu Lasten der 
Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg als gegenstandslos vom 
Geschäftsverzeichnis 
abgeschrieben.

V. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten einge-
reicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die Beschwerde-
schrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen die Gründe 
angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das Bundesgericht 
die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der angefochtene 
Ent-scheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor dem 
Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 20. November 2017/asp

Präsident Gerichtsschreiberin