# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a1168c81-674b-537c-85e5-2dc8e8e735ea
**Source:** Freiburg/Fribourg (FR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-01
**Language:** de
**Title:** Freiburg Kantonsgericht Sozialversicherungsgerichtshöfe 01.06.2015 605 2013 114
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/FR_Gerichte/FR_TC_011_605-2013-114_2015-06-01.pdf

## Full Text

Tribunal cantonal TC
Kantonsgericht KG

Augustinergasse 3, Postfach 1654, 1701 Freiburg

T +41 26 304 15 00, F +41 26 304 15 01
www.fr.ch/tc

—
Pouvoir Judiciaire PJ
Gerichtsbehörden GB

605 2013 114

Urteil vom 1. Juni  2015

I. Sozialversicherungsgerichtshof

Besetzung Präsidentin: Anne-Sophie Peyraud
Richter: Josef Hayoz, Christian Pfammatter
Gerichtsschreiber-Berichterstatter: Bernhard Schaaf

Parteien A.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch CAP Rechtsschutz-
Versicherungsgesellschaft AG

gegen

C.________, Vorinstanz, vertreten durch Rechtsanwalt Andrea Tarnutzer-
Muench    

Gegenstand Unfallversicherung – Kausalität, Unfall, unfallähnliche Körperschädigung

Beschwerde vom 5. Juni 2013 gegen den Einspracheentscheid vom 
13. Mai 2013

Kantonsgericht KG

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Sachverhalt

A. A.________, geboren 1961, wohnhaft in B.________, arbeitete seit dem 1. Oktober 1998 
als Sachbearbeiterin bei der D.________ AG. Sie war im Rahmen dieser Anstellung bei der 
C.________ AG gegen Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versichert.

Am 10. Juni 2012 durchquerte sie bei sich zu Hause die Waschküche, stolperte über eine 
Schwelle und verspürte in der Folge Schmerzen im rechten Knie. Der behandelnde Arzt stellte 
eine Korbhenkelläsion des medialen Meniskus am rechten Knie sowie eine oberflächliche Venen-
thrombose an der rechten Wade fest und führte am 20. Juli 2012 eine Kniearthroskopie mit me-
dialer Meniskusnaht durch.

Mit Verfügung vom 20. September 2012, bestätigt durch Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013, 
lehnte die C.________ ihre Leistungspflicht ab. Die Beschwerden am rechten Kniegelenk seien mit 
überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 10. Juni 2012 zurückzuführen, 
sondern degenerativer Natur.

B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhebt A.________, vertreten durch die CAP 
Rechtsschutz-Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: CAP) am 5. Juni 2013 Beschwerde beim 
Kantonsgericht Freiburg und beantragt unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, der Ein-
spracheentscheid vom 13. Mai 2013 sei aufzuheben und ihr die gesetzlichen Leistungen zuzu-
sprechen, eventualiter sei das Verfahren zur Durchführung der erforderlichen Abklärungen und 
Neuentscheid an die C.________ zurückzuweisen. Sie macht namentlich eine unrichtige und 
unvollständige Abklärung des Sachverhaltes sowie eine Verletzung des rechtlichen Gehörs 
geltend.

In ihren Bemerkungen vom 24. Juli 2013 bestätigt die C.________, nun vertreten durch 
Rechtsanwalt Andrea Tarnutzer-Münch, Basel, ihren Einspracheentscheid und beantragt die 
Abweisung der Beschwerde. Sie habe sich zu Recht auf die Berichte ihres Vertrauensarzts 
abgestützt.

Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels werden keine wesentlichen neuen Argumente vorge-
bracht.

Es kam zu einem dritten Schriftenwechsel, einen Arztbericht vom 14. August 2012 betreffend, der 
sich offenbar nicht in den von der Beschwerdeführerin konsultierten Akten befunden hatte. Am 
24. September 2013 stellte sie beim Gericht Antrag auf Einsicht in die Akten. Diese wurden ihr am 
2. Oktober 2013 zugestellt, mit der Möglichkeit zur Stellungnahme. In ihrer Vernehmlassung vom 
16. Oktober 2013 hält sie daran fest, der fragliche Arztbericht habe sich nicht in dem von der 
C.________ zugestellten Dossier befunden. Doch auch dieser Bericht genüge nicht als Grundlage 
für den Einspracheentscheid der C.________. Diese hielt am 23. Oktober 2013 an ihrer Sichtweise 
fest.

Es fand kein zusätzlicher Schriftenwechsel zwischen den Parteien statt.

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Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgebend, 
aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.

Erwägungen

1. Die Beschwerde vom 5. Juni 2013 gegen den Einspracheentscheid der C.________ vom 
13. Mai 2013 ist durch eine ordentlich bevollmächtigte Rechtsvertreterin fristgerecht bei der 
sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin 
hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. Sozialversicherungsgerichtshof, 
prüft, ob die C.________ aus dem Ereignis vom 10. Juni 2012 leistungspflichtig ist.

Die Beschwerdeführerin macht in ihren Rechtsbegehren gesetzliche Leistungen für die Beschwer-
den am Knie und am Bein geltend. Im Folgenden geht sie aber nur auf die Knieproblematik ein. 
Bereits ihre Einsprache vom 31. Oktober 2012 begrenzte sich auf die Leistungsablehnung in Be-
zug auf die Kniebeschwerden, weshalb vorliegend einzig dieser Punkt geprüft wird.

Auf die Beschwerde ist mit dieser Einschränkung einzutreten.

2. Die Beschwerdeführerin macht eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend, was als 
Erstes zu prüfen ist. Sie habe im Einspracheverfahren die Zustellung der gesamten Akten verlangt. 
Die C.________ habe ihr dabei nicht das ganze Dossier zukommen lassen. Der Med-Gate Bericht 
vom 14. August 2012 sei darin nicht vorhanden gewesen. Ferner sei sie im Einspracheverfahren 
nicht darüber informiert worden, dass die C.________ bei ihrem beratenden Arzt Dr. med. 
E.________ (nachfolgend: der Vertrauensarzt), Facharzt FMH für Chirurgie, erneut eine 
Stellungnahme eingeholt habe. Sie habe auch keine Möglichkeit gehabt, im Sinne von Art. 44 des 
Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) Ergänzungsfragen zu stellen. Zudem habe sie diesen Zusatzbericht erst 
zusammen mit dem Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 erhalten.

a) Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Ge-
hörs führt, ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst, zur Aufhebung 
der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im 
konkreten Fall für den Ausgang der materiellen Streitentscheidung von Bedeutung ist, d. h. die Be-
hörde zu einer Änderung ihres Entscheides veranlasst wird oder nicht. Eine – nicht besonders 
schwerwiegende – Verletzung des rechtlichen Gehörs kann als geheilt gelten, wenn die betroffene 
Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sach-
verhalt wie die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber 
die Ausnahme bleiben (BGE 127 V 431 Erw. 3d/aa mit Hinweis auf BGE 126 V 130 Erw. 2b). Von 
einer Rückweisung der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Verwaltung ist im 
Sinne einer Heilung des Mangels, selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen 
Gehörs, dann abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf 
und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) 
Interesse des Versicherten an einer möglichst beförderlichen Beurteilung seines Anspruchs nicht 
zu vereinbaren wäre (BGE 132 V 387 Erw. 5.1 mit Hinweis auf BGE 116 V 182 Erw. 3d).

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Der Umstand, dass einem Versicherten nicht ausdrücklich Gelegenheit zur Stellungnahme zu 
einem Gutachten gegeben wird, stellt zwar eine Verletzung des rechtlichen Gehörs dar. Diese wird 
aber durch das Beschwerdeverfahren geheilt, da er sich während diesem zum Gutachten äussern 
kann und das kantonale Versicherungsgericht über volle Kognition verfügt (Urteil des Bundesge-
richts [nachfolgend: BGer] 9C_127/2007 vom 12. Februar 2008 Erw. 2.2, bestätigt in Urteil des 
BGer 9C_507/2012 vom 22. August 2012 Erw. 1.2). Das gleiche gilt in Bezug auf eine Aktenbe-
urteilung eines Versicherungsarztes, die dem Versicherten vor dem Erlass des Einspracheent-
scheides nicht zugestellt wird (Urteil des BGer 8C_40/2012 vom 7. November 2012 Erw. 3.3).

Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG, welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) zur Anwendung kommt, prüft der 
Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und 
holt die erforderlichen Auskünfte ein. Bei der Prüfung der Begehren darf er auch den Sachverstand 
versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen einbeziehen. Bei den von diesen ver-
sicherungsinternen Ärztinnen und Ärzten erstellten Stellungnahmen handelt es sich indessen nicht 
um Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG; diese Bestimmung ist auf die Berichte der ver-
sicherungseigenen Fachpersonen nicht anwendbar (BGE 135 V 465 Erw. 4.2 mit Hinweis auf BGE 
135 V 254 Erw. 3.4.1).

b) Die Beschwerdeführerin stellte in ihrer Einsprache vom 25. September 2012 den Antrag 
um Akteneinsicht. Die C.________ liess ihr am 11. Oktober 2012 sämtliche Akten und Unterlagen 
zukommen (Akten 1–18). Die von der C.________ beim Gericht eingereichten Aktenkopien sind 
mit Bleistift durchnummeriert (Akten 1–37). Der fragliche Med-Gate Bericht vom 14. August 2012 
trägt beim gerichtlichen Aktendossier die Nummer 9. Gemäss der Darstellung der 
Beschwerdeführerin war dieser Bericht bei den von der C.________ erhaltenen Unterlagen nicht 
vorhanden. Die Beschwerdeführerin belegt dies zwar nicht, aber aus dem gerichtlichen 
Aktendossier der C.________ ergeben sich bis und mit der Verfügung vom 20. September 2012 
19 Aktenstücke, weshalb nicht auszuschliessen ist, dass tatsächlich ein Aktenstück beim Versand 
vom 11. Oktober 2012 fehlte. Auch wenn damit von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs 
auszugehen ist, kann dieser Mangel durch das vorliegende Beschwerdeverfahren geheilt werden, 
da sich die Beschwerdeführerin vor einem Gericht, welches über volle Kognition verfügt, äussern 
kann.

Nicht anders sieht es hinsichtlich der von der C.________ bei ihrem Vertrauensarzt eingeholten 
Stellungnahme vom 15. April 2013 aus. Dabei handelt es sich um eine Aktenbeurteilung durch 
einen Versicherungsarzt und nicht um ein Gutachten im Sinne von Art. 44 ATSG und die 
C.________ musste die in diesem Artikel vorgesehenen Verfahrensregeln nicht befolgen. Ferner 
ist der Mangel, dass dieser Bericht erst zusammen mit dem Einspracheentscheid zugestellt wurde, 
wie dargestellt, heilbar. Die Beschwerde ist deshalb in diesem Punkt abzuweisen.

3. a) Nach Art. 6 UVG werden die Leistungen der Unfallversicherung bei Berufsunfällen, Nicht-
berufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt.

Gemäss Art. 4 ATSG gilt als Unfall die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung 
eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung 
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Mit dieser 
Umschreibung des Unfalls wurde vom Gesetzgeber keine neue Definition des Unfalls vorgenom-
men, weshalb die bisherige Rechtsprechung weiterhin ihre Gültigkeit hat (U. KIESER, ATSG-Kom-

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mentar, 2. Aufl. 2009, Rz. 10 zu Art. 4). Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann 
in einer unkoordinierten Bewegung d. h. einer Störung der körperlichen Bewegung durch etwas 
"Programmwidriges" wie Stolpern, Ausgleiten, Anstossen oder ein reflexartiges Abwehren eines 
Sturzes etc. bestehen (z. B. Urteil des ehemaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts [nach-
folgend: EVG] U 102/06 vom 9. Oktober 2006 mit Hinweis auf BGE 130 V 117 Erw. 2.1).

b) Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen 
eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Befugnis hat er in Art. 9 
Abs. 2 der Verordnung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) 
Gebrauch gemacht. Danach sind gemäss lit. c Menuskisrisse, sofern sie nicht eindeutig auf eine 
Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Ein-
wirkung Unfällen gleichgestellt.

Mit Ausnahme der Ungewöhnlichkeit müssen auch bei unfallähnlichen Körperschädigungen die 
übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt sein. Besondere Bedeutung kommt hierbei 
der Voraussetzung eines äusseren Ereignisses zu, d. h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, 
objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalls. Wo ein solches Ereignis mit Ein-
wirkung auf den Körper nicht stattgefunden hat, und sei es auch nur als Auslöser eines in Art. 9 
Abs. 2 lit. a–h UVV aufgezählten Gesundheitsschadens, liegt eine eindeutig krankheits- oder dege-
nerativ bedingte Gesundheitsschädigung vor (BGE 129 V 466 Erw. 2.2). Erfüllt ist das Erfordernis 
des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer 
Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, wie das plötzliche Aufstehen aus der 
Hocke, die heftige und/oder belastende Bewegung und die durch äussere Einflüsse unkontrollier-
bare Änderung der Körperlage. Erforderlich und hinreichend für die Bejahung eines äusseren Fak-
tors ist, dass diesem ein gesteigertes Schädigungspotenzial zukommt, sei es zufolge einer allge-
mein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vor-
nahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors. Der Auslösungsfaktor kann alltäglich 
und diskret sein. Es muss sich indessen um ein plötzliches Ereignis handeln, wie eine heftige Be-
wegung oder das plötzliche Aufstehen aus der Hocke. Dabei kommt es beim Begriffsmerkmal der 
Plötzlichkeit im Rahmen der unfallähnlichen Körperschädigungen nicht so sehr auf die Dauer einer 
schädigenden Einwirkung an, als vielmehr auf ihre Einmaligkeit. Keine unfallähnliche Körper-
schädigung liegt vor, wenn eine Verletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV ausschliesslich auf 
wiederholte, im täglichen Leben laufend auftretende Mikrotraumata zurückzuführen ist, welche 
eine allmähliche Abnützung bewirken und schliesslich zu einem behandlungsbedürftigen Gesund-
heitsschaden führen (Urteil des EVG U 184/06 vom 27. September 2006 Erw. 2 mit Hinweisen).

Sinn und Zweck von Art. 9 Abs. 2 UVV besteht nicht darin, krankhafte oder degenerative Körper-
schäden von der obligatorischen Unfallversicherung auszuschliessen, sondern liegt darin, die oft 
schwierige Abgrenzung zwischen Unfall und Krankheit zugunsten der Versicherten zu vermeiden. 
Die sozialen Unfallversicherer haben somit ein Risiko zu übernehmen, das nach der geltenden 
begrifflichen Abgrenzung von Unfällen und Krankheiten den Letzteren zuzuordnen wäre (BGE 123 
V 43 Erw. 2 mit Hinweisen). Die in Art. 9 Abs. 2 UVV erwähnten Körperschädigungen werden 
selbst dann einem Unfall gleichgestellt, wenn sie ihren Ursprung im Wesentlichen in einer Krank-
heit oder einer Degeneration haben, insofern eine äussere Einwirkung zumindest die Symptome 
ausgelöst hat, unter welchen der Versicherte leidet (BGE 139 V 327 Erw. 3.1 mit Hinweisen, auf 
Deutsch übersetzt in PRA 2013 Nr. 101 S. 778 ff.).

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Das Recht auf Leistungen aus einer unfallähnlichen Körperschädigung geht zu Ende, wenn die 
Rückkehr zu einem Status quo ante oder einem Status quo sine feststeht, somit wenn entweder 
der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat oder aber 
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzu-
standes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte, erreicht ist. Indessen werden solche 
Verletzungen so lange als unfallähnliche Körperschädigungen angesehen, als ihr krankhafter oder 
degenerativer Ursprung, unter Ausschluss eines unfallbedingten Ursprungs, nicht klar feststeht. 
Das Vorliegen einer überwiegenden Wahrscheinlichkeit genügt deshalb nicht für die Annahme 
einer Entwicklung einer solchen Verletzung hin zu einem Status quo sine (Urteil des BGer 
8C_578/2013 vom 13. August 2014 Erw. 2.2 mit Hinweisen).

c) Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist entscheidend, ob er für die streitigen 
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten bzw. der Anamnese abgegeben worden ist, in der Darle-
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein-
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 351 Erw. 3a). In 
Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung 
tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei-
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 Erw. 3cc). Dies gilt auch 
hinsichtlich Berichten von behandelnden Ärzten, weshalb im Streitfall eine direkte Leistungszu-
sprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte kaum in Frage kommt (BGE 135 
V 465 Erw. 4.5). Auch Gutachten, welche der Unfallversicherer während des Administrativver-
fahrens von seinen eigenen Ärzten einholt, sind beweistauglich, solange ihre Richtigkeit nicht 
durch konkrete Indizien erschüttert wird. Ebenso sind ärztliche Beurteilungen aufgrund der Akten 
nicht an sich unzuverlässig, wenn genügend Unterlagen von persönlichen Untersuchungen vor-
handen sind (BGE 125 V 351 Erw. 3b/bb mit Hinweisen). Ferner besteht auch unter Berücksichti-
gung der neueren Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte kein 
förmlicher Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung. Eine solche ist indessen anzu-
ordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versi-
cherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 Erw. 4).

4. Die Parteien gehen von einem Unfall aus, sind sich aber nicht einig, was die Kausalität 
zwischen dem Unfall und den erlittenen Beschwerden am rechten Knie betrifft. Diese Fragen 
können hier offen bleiben, da vorliegend die Leistungspflicht wegen einer unfallähnlichen Körper-
schädigung zu bejahen ist, wie es nachfolgend aufgezeigt werden wird.

a) Die Beschwerdeführerin bringt vor, die C.________ habe den Sachverhalt ungenügend 
abgeklärt. Ihr behandelnder Arzt Dr. med. F.________, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie 
und Traumatologie des Bewegungsapparates des Spital B.________, bestätige eine frische 
Verletzung am Knie. Ihre Kniebeschwerden seien deshalb nicht rein degenerativer Natur, sondern 
vielmehr Folgen einer Knieverrenkung. Zudem ergebe sich aus den Berichten ihres behandelnden 
Arztes Zweifel an der Sichtweise des Vertrauensarztes der C.________, weshalb diese ein 
Gutachten hätte anordnen müssen. Ferner sei in der Einsprache auf die hier ebenfalls relevante 
Rechtsprechung zu den unfallähnlichen Körperschädigungen hingewiesen worden, zu welcher 
sich die C.________ aber nicht geäussert habe.

b) Die C.________ ihrerseits ist der Ansicht, gemäss den medizinischen Unterlagen seien 
die Kniebeschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 10. Juni 

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2012 zurückzuführen. Die gegenteiligen Berichte des behandelnden Arztes seien nicht 
überzeugend. Zur Leistungspflicht aufgrund einer unfallähnlichen Körperschädigung äussert sie 
sich nicht.

c) Die Beschwerdeführerin kritisiert zu Recht, die C.________ habe keine Ausführungen zur 
Frage, ob allenfalls eine Leistungspflicht aus unfallähnlicher Körperschädigung bestehe, gemacht. 
Die C.________ hat zwar in ihrer Verfügung vom 20. September 2012 eine solche verneint, sich in 
der Folge aber nicht mehr zu dieser Thematik geäussert, obwohl die Beschwerdeführerin sowohl in 
ihrer Einsprache als auch in ihrer Beschwerde explizit auf die Rechtsprechung zu den unfall-
ähnlichen Körperschädigungen hingewiesen hat.

d) Die Beschwerdeführerin erlitt in Folge des Ereignisses vom 10. Juni 2012 einen Meniskus-
riss und damit eine der in Art. 9 Abs. 2 UVV genannten Verletzungen, was ebenfalls vom Ver-
trauensarzt der C.________ im Fragebogen vom 13. September 2012 bejaht wird. Zu prüfen ist 
deshalb zunächst, ob die Blessur am Knie auf ein unfallähnliches Ereignis zurückzuführen ist und 
namentlich ein äusserer Faktor vorhanden ist.

Dies ist zu bejahen. Gemäss dem Arztzeugnis UVG des Spital B.________ vom 22. Juni 2012, die 
Erstkonsultation vom 11. Juni 2012 betreffend, schlug sich die Beschwerdeführerin am Vortag den 
Zeh an. Der behandelnde Arzt erwähnte am 12. Juni 2012, sie habe mit dem Fuss gegen einen 
Gegenstand geschlagen. Laut der Unfallmeldung vom 13. Juni 2012 durchquerte sie die 
Waschküche und stolperte über eine Schwelle. Die C.________ verlangte in der Folge von der 
Beschwerdeführerin genauerer Angaben zum Unfall. Diese erklärte am 11. Juli 2012, sie habe den 
Fuss an der Betonschwelle in der Waschküche angeschlagen, was ihr einen starken Schlag aufs 
Knie versetzt habe. Erst in ihrer Beschwerde vom 5. Juni 2013 macht sie geltend, sie habe sich 
beim Anschlagen des Fusses das rechte Knie verrenkt. Gemäss der Beweismaxime, wonach die 
sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und 
zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen 
Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst werden können (vgl. BGE 121 
V 45 Erw. 2a), ist hier deshalb einzig von einem Stolpern über eine Schwelle ohne Sturz bzw. ein 
Anschlagen des Fusses bzw. Zehs an einer Betonschwelle mit einem damit verbundenen Schlag 
ins Knie ohne Verrenkung auszugehen. 

Beim Stolpern handelt es sich um ein äusseres Ereignis, das heisst um einen ausserhalb des 
Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfall (vgl. Urteil des 
BGer 8C_978/2010 vom 3. März 2011 Erw. 4.2). Dies hat ebenso für das Anschlagen des Fusses 
zu gelten, da auch dadurch der normale Bewegungsablauf gestört wird.

e) Wie dargestellt, schliesst ein degenerativer Vorzustand eine unfallähnliche Körperschädi-
gung nicht aus. Die Leistungspflicht des Unfallversicherer entfällt, falls eine der in Art. 9 Abs. 2 
UVV aufgeführten Verletzungen eindeutig auf Krankheit bzw. degenerative Schäden zurückzu-
führen ist. Dies ist hier nicht der Fall und die Leistungspflicht der C.________ aus Art. 9 Abs. 2 
UVV ist deshalb im Grundsatz gegeben.

Bei der Beschwerdeführerin bestand gewiss unbestritten ein degenerativer Vorzustand. So lagen 
vier Tage nach dem Ereignis vom 10. Juni 2012 ein mässiger bis deutlicher Knorpelverlust am me-
dialen femoro-tibialen Kompartiment sowie ein fortgeschrittener Knorpelverlust retropatellär vor 
(vgl. MRI-Bericht vom 14. Juni 2012). Gemäss dem behandelnden Arzt genügte dies aber nicht, 
um einen Korbhenkelriss des Meniskus auszulösen. Hierfür sei zusätzlich eine Gewalteinwirkung 

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notwendig (vgl. Berichte vom 24. August 2012 und 24. Mai 2013). Anderer Meinung ist der Ver-
trauensarzt, für welchen eine Korbhenkelläsion auch rein durch fortgeschrittene degenerative 
Schäden ausgelöst werden kann. Er erwähnt zwar, es würden "deutliche degenerative Schäden" 
vorliegen, die einen Meniskusriss erklären würden und stellte die Diagnose einer degenerativen 
Korbhenkelläsion. Seinem Bericht vom 15. April 2013 ist demgegenüber nicht zu entnehmen, die 
Korbhenkelläsion sei eindeutig auf einen degenerativen Vorzustand zurückzuführen. Bereits in 
dem von ihm ausgefüllten Fragebogen vom 13. September 2012 gab er einzig an, der Meniskus-
riss sei "eher" aufgrund von degenerativen Schäden zu erklären. Zudem bejahte er einen mög-
lichen Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den Kniebeschwerden, was ebenfalls 
gegen eine eindeutige degenerative Natur des Meniskusrisses spricht.

Hinsichtlich des Berichts des Vertrauensarztes vom April 2013 ist die Beschwerdeführerin darauf 
hinzuweisen, dass sie keinen Anspruch auf versicherungsexterne Begutachtung hat. Zudem 
kommt die Rechtsprechung, wonach ein externes Gutachten angeordnet werden muss, wenn ge-
ringe Zweifel an einem Bericht eines versicherungsinternen Arztes bestehen und die Versicherung 
nicht einfach erneut eine Stellungnahme ihres Arztes einholen kann, hier nicht zur Anwendung. 
Beim ersten Bericht des Vertrauensarztes handelt es sich nur um einen stichwortartig ausgefüllten 
Fragebogen. Die C.________ durfte deshalb, nach Erhalt des Berichts des behandelnden Arztes 
vom 24. Oktober 2012, bei ihrem Vertrauensarzt eine eingehende Stellungnahme verlangen. In 
Bezug auf den letzten Absatz dieses Berichts, wonach das Dossier mit einem versierten 
Versicherungsmediziner mit über 40-jähriger Erfahrung besprochen worden sei, ist festzuhalten, 
dass dieser Absatz am Inhalt des Berichtes nichts ändert und keine der Parteien daraus etwas zu 
Ihren Gunsten ableiten können.

5. a) Zusammenfassend ist die Leistungspflicht der C.________ für die Beschwerden am 
rechten Knie zu bejahen. Der Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 ist aufzuheben und die 
Beschwerde gutzuheissen.

b) Aufgrund des hier zur Anwendung kommenden Grundsatzes der Kostenlosigkeit des 
Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben.

c) Da die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen obsiegt, hat sie Anspruch auf eine Partei-
entschädigung.

Am 6. März 2015 reichte die CAP ihre Kostennote ein. Sie macht einen Aufwand von 16.8 Stunden 
bei einem Stundenansatz von CHF 180 sowie Auslagen von CHF 94.35 geltend, was einen Ge-
samtbetrag von CHF 3'118.35 ergibt.

Der vorliegende Fall wurde von Fürsprecherin Esther Ebinger-Michel behandelt, welche nicht im 
Anwaltsregister eingetragen ist, weshalb eine Vergütung zu einem Stundenansatz von CHF 180, 
was als Minimalansatz für freiberufliche Rechtsanwälte – sogar für die Parteientschädigung beim 
Obsiegen – gilt, ausgeschlossen ist. Ferner handelt es sich bei ihr um eine Angestellte der CAP, 
welche von dieser einen Lohn erhält und selber keine Fixkosten zu tragen hat. Auch eine 
Vergütung in der Höhe von CHF 130 pro Stunde, wie es dies das Bundesgericht für im 
Anwaltsregister eingetragene Anwälte von gemeinnützigen Organisationen vorgesehen hat (Urteil 
des BGer 9C_688/2009 vom 19. November 2009 Erw. 5.2.1) fällt damit ausser Betracht. Zudem 
erscheint auch – trotz des mehrfachen Schriftenwechsels – der geltend gemachte Zeitaufwand von 
16.8 Stunden für den vorliegenden Fall, welcher sich nicht durch eine aussergewöhnliche 
Komplexität auszeichnet und bei welchem bereits Kenntnisse aus dem Einspracheverfahren 

Kantonsgericht KG

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bestanden, als zu hoch. Namentlich die 3.4 Stunden für das Studium der nicht umfangreichen 
Akten erstaunen.

Aus den vorgenannten Gründen rechtfertigt es sich deshalb, der Beschwerdeführerin eine Pau-
schalentschädigung von CHF 1'400 Franken zukommen lassen, wobei dieser Betrag die Auslagen 
sowie eine eventuelle Mehrwertsteuer umfasst.

Der Hof erkennt:

I. Die Beschwerde von A.________ wird gutgeheissen.

Der Einspracheentscheid vom 13. Mai 2013 wird aufgehoben. A.________ hat Anspruch auf 
Leistungen der Unfallversicherung im Sinne der Erwägungen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

III. A.________ wird eine Parteientschädigung von CHF 1'400 inkl. Auslagen und eventuelle 
Mehrwertsteuer zu Lasten der C.________ zugesprochen.

IV. Zustellung.

Gegen diesen Entscheid kann innerhalb einer Frist von 30 Tagen ab Erhalt beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 
eingereicht werden. Diese Frist kann weder verlängert noch unterbrochen werden. Die 
Beschwerdeschrift muss in drei Exemplaren abgefasst und unterschrieben werden. Dabei müssen 
die Gründe angegeben werden, weshalb die Änderung dieses Urteils verlangt wird. Damit das 
Bundesgericht die Beschwerde behandeln kann, sind die verfügbaren Beweismittel und der 
angefochtene Entscheid mit dem dazugehörigen Briefumschlag beizulegen. Das Verfahren vor 
dem Bundesgericht ist grundsätzlich kostenpflichtig.

Freiburg, 1. Juni 2015/bsc

Präsidentin Gerichtsschreiber-Berichterstatter