# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 39ada5d4-c6e3-52b0-b745-3f6bec84438b
**Source:** Zürich Steuerrekursgericht (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-16
**Language:** de
**Title:** Quellensteuer 1.1. - 31.5.2013
**Docket/Reference:** QS.2017.12
**URL:** https://www.strgzh.ch/assets/entscheide/2-qs.2017.12.pdf

## Full Text

Steuerrekursgericht  
des Kantons Zürich 

2. Abteilung 

2 QS.2017.12 

Entscheid 

16. Juli 2019 

Mitwirkend: 

Abteilungspräsident Christian Mäder, Steuerrichter Alexander Widl, Steuerrichterin 
Barbara Collet und Gerichtsschreiber Benjamin Briner 

A ,    
Steuergemeinde B,   

vertreten durch Ernst & Young AG,  
Maagplatz 1, Postfach, 8010 Zürich,  

In Sachen 

gegen 

Rekurrent,  

S t a a t   Z ü r i c h ,    

vertreten durch das kant. Steueramt,  
Dienstabteilung Quellensteuer,  
Bändliweg 21, Postfach, 8090 Zürich,  

Rekursgegner,  

betreffend 

Quellensteuer 1.1. - 31.5.2013 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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hat sich ergeben: 

A.  A  (nachfolgend  der  Pflichtige)  ist  deutscher  Staatsangehöriger  und  wohnt 

mit  seiner  Ehefrau  C  und  zwei  minderjährigen  Kindern  in  D,  Deutschland.  Bis 

31. Mai 2013 war er bei der E AG in B als F angestellt. Neben Arbeitseinätzen in B war 

er zeitweise – wie bereits in den Vorjahren – auch in G im US-Bundesstaat New Jersey 

für seinen schweizerischen Arbeitgeber tätig. Während dieser Zeit wurden von seinem 

schweizerischen  Arbeitgeber  Quellensteuern  von  insgesamt  Fr. 4'562.90  von  seinem 

Lohn  abgeführt.  Am  27.  März  2014  liess  er  beim  kantonalen  Steueramt,  Dienstabtei-

lung Quellensteuer, ein Begehren um Rückforderung der einbehaltenen Quellensteuer 

2013 stellen. Zur Begründung führte er aus, dass er im Jahr 2013 nur einen einzigen 

Tag in der Schweiz gearbeitet habe. 

Am 29. Oktober 2014 stellte er zusätzlich den Antrag, ihm auch die einbehal-

tenen  Quellensteuern  2011  zurückzuerstatten,  da  er  für  seine  schweizerische  Arbeit-

geberin über 183 Tage in den USA tätig gewesen und dort auch besteuert worden sei. 

Dieses Gesuch ist indes nicht Gegenstand des vorliegenden Rekursverfahrens. 

Am  9.  März  2016  forderte  ihn  das  kantonale  Steueramt  auf,  eine  Kopie  des 

deutschen  Steuerbescheids  pro  2013  und  ein  vom  Arbeitgeber  visiertes  Kalendarium 

über  die  örtliche  Ausübung  der  Erwerbstätigkeit  im  Jahr  2013  einzureichen.  Dieser 

Aufforderung kam der Pflichtige am 25. April 2016 nach. Nach erfolgter Mahnung vom 

13.  Juni  2016  reichte  er  am  15. Juni  2016  dieselben  Unterlagen  ein  zweites  Mal  ein. 

Aus dem Kalendarium ergab sich, dass der Pflichtige von Januar bis März 2013 nicht 

gearbeitet hat, sondern 64 Ferientage (= 23 + 20 + 21) (nach)bezog. Im April 2013 ar-

beite  er  16  Tage  in  New  Jersey  und  bezog  5  Ferientage.  Im  Mai  2013  bezog  er 

12 Ferientage und arbeitete einen Tag in der Schweiz und 7 Tage in den USA. Insge-

samt  absolvierte  der  Pflichtige  im  besagten  Zeitraum  24  Arbeitstage,  davon  einen  in 

der Schweiz und bezog 81 Ferientage. 

Mit  Einschätzungsentscheid  im  Quellensteuerverfahren  für  die  Steuerperiode 

vom 1. Januar bis 31. Mai 2013 vom 16. Juni 2016 setzte das kantonale Steueramt die 

fällige Quellensteuer auf Fr. 5'090.60 herauf und erhob nach Abzug der bereits entrich-

teten Quellensteuer eine Nachforderung von Fr. 527.70. 

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B.  Eine  dagegen  erhobene  Einsprache  hiess  das  kantonale  Steueramt  am 

8. Juni 2019 teilweise gut. Es stellte die im Ausland (USA) absolvierten 23 Arbeitstage 

von  der  Quellensteuer  frei  und  setzte  die  geschuldete  Quellensteuer  in  Anwendung 

des  Steuertarifs  A mit  Kirchensteuer  auf  Fr. 3'634.95 fest,  woraus eine Gutschrift  von 

Fr. 927.95 (= Fr. 3'634.95 - 4'562.90) zu Gunsten des Pflichtigen resultierte. 

C.  Mit  Rekurs  vom  11.  Juli  2017  liess  der  Pflichtige  dem  Steuerrekursgericht 

beantragen,  den  angefochtenen  Einspracheentscheid  betreffend  Quellensteuerpflicht 

2013  aufzuheben.  Es  sei  lediglich  ein  quellensteuerpflichtiges  Einkommen  von 

Fr. 466.50 (zum Satz von Fr. 10'263.-) im Monat Mai 2013 zu besteuern. Ferner bean-

tragte er eine Parteientschädigung. 

Mit Verfügung vom 13. Juli 2017 wurde der Pflichtige aufgefordert, die Kosten 

des Rekursverfahrens mit einem Vorschuss von Fr. 600.- sicherzustellen. Dieser Auf-

forderung kam der Pflichtige fristgerecht nach. 

In der Rekursantwort vom 10. August 2017 schloss das kantonale Steueramt 

auf Abweisung des Rekurses. Weitere Stellungnahmen erfolgten nicht. 

Der Einzelrichter überwies die Akten der Kammer zur Beurteilung. 

Auf  die  Parteivorbringen  wird,  soweit  rechtserheblich,  in  den  nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen. 

Die Kammer zieht in Erwägung: 

1. a) Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteu-

er  vom  14. Dezember  1990  (DBG)  und  §  3  Abs.  1  des  Steuergesetzes  vom  8.  Juni 

1997  (StG)  sind  natürliche  Personen  aufgrund  persönlicher  Zugehörigkeit  (unbe-

schränkt) steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im 

Kanton  haben.  Ein  steuerrechtlicher  Aufenthalt  setzt  voraus,  dass  sich  eine  Person, 

ungeachtet vorübergehender Unterbrechung bei Ausübung einer Erwerbstätigkeit wäh-

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rend mindestens  30 Tagen,  und  ohne  Ausübung einer  Erwerbstätigkeit während min-

destens  90  Tagen  im  Kanton  resp.  in  der  Schweiz  aufhält  (Art.  3  Abs.  3  DBG,  § 3 

Abs. 3 StG). Handelt es sich um ausländische Arbeitnehmer ohne fremdenpolizeiliche 

Niederlassungsbewilligung,  die  jedoch  im  Kanton  bzw.  in  der  Schweiz  steuerrechtli-

chen Wohnsitz oder Aufenthalt haben, so unterliegt ihr Einkommen aus unselbständi-

ger  Erwerbstätigkeit  gemäss  Art.  83  DBG  und  §  87  StG  einem  Steuerabzug  an  der 

Quelle. 

b) Nur beschränkt steuerpflichtig sind natürliche Personen, die keinen steuer-

rechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton resp. in der Schweiz haben (Art. 4 und 

5  DBG,  §  4  StG).  Darunter  fallen  Personen,  die  hier  eine  Erwerbstätigkeit  ausüben, 

sich hier jedoch während weniger als 30 Tage zu Erwerbszwecken aufhalten oder als 

Grenzgänger oder Wochenaufenthalter tätig sind. In diesem Fall unterliegt ihr Einkom-

men  aus  unselbständiger  Erwerbstätigkeit  gemäss  Art.  91  und  §  94  einem  Steuerab-

zug an der Quelle. Gemäss einem Entscheid des Bundesgerichts vom 25. März 2011 

setzt  die  hiesige Quellenbesteuerung  jedoch  eine  tatsächliche  Ausübung  der  Arbeits-

leistung  im  Kanton  (hier  B)  resp.  in  der  Schweiz  voraus  (VGr,  23.  Januar  2008, 

SB.2007.00078; BGE 137 II 246, E. 4 ff., auch zum Folgenden; Locher/Meier/von Sie-

benthal/Kolb,  Doppelbesteuerungsabkommen  Schweiz-Deutschland,  Band  8,  2019,  

B 15.1 Nr. 21). Ein wichtiges Indiz für die Arbeitsausführung an einem bestimmten Ort 

stellt die physische Anwesenheit der erwerbstätigen Person voraus. Erwerbseinkünfte, 

die eine natürliche Person vom schweizerischen Arbeitgeber für im Ausland erbrachte 

Tätigkeiten  erzielt,  unterliegen  –  abgesehen  von  abschliessend  gesetzlich  geregelten 

Ausnahmen (Art. 4 Abs. 1 lit. d und Art. 5 Abs. 1 lit. b, d und f DBG; § 4 Abs. 2 lit. b, d, 

e  und  g  StG)  –  nicht  der  hiesigen  Quellensteuer.  Unbeachtlich  ist  in  diesem  Zusam-

menhang,  dass  die  Lohnzahlungen  für  Auslandeinsätze  von  einem  schweizerischen 

Arbeitgeber  ausgerichtet  wurden  (StRK  I  Zürich,  15.  Dezember  2000,  StE  2001  A  32 

Nr. 5). Vorbehalten bleibt jedoch deren Berücksichtigung im Rahmen der Satzbestim-

mung. 

c)  Die  Doppelbesteuerungsabkommen  zwischen  der  Schweiz  und  USA  vom 

2. Oktober  1996  (AS  1999  1460)  und  zwischen  der  Schweiz  und  Deutschland  vom 

11. August 1971 (DBA-D; AS 1972 3075) schränken die Steuerbefugnisse der Schweiz 

nicht  ein.  Es  ist  unbestritten,  dass  der  Pflichtige  seinen  Lebensmittelpunkt  und  damit 

seinen  steuerrechtlichen  Wohnsitz  in  Deutschland  hat.  Erbringt  eine  in  Deutschland 

ansässige Person Arbeiten in der Schweiz, können die dafür bezogenen Vergütungen 

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in  der  Schweiz  besteuert  werden  (Art.  15  Abs.  1  DBA-D,  Arbeitsortprinzip).  Auch  das 

DBA-D  setzt  für  eine  Besteuerung  am  Arbeitsort  voraus,  dass  die  unselbständige  Ar-

beit  hier  tatsächlich  ausgeübt  wird  (Locher/Meier/von  Siebenthal/Kolb,  B  15.1  Nr. 1). 

Dass  der  Pflichtige  aufgrund  seiner  Arbeitseinsätze  in  G  auch  in  den  USA  steuerlich 

als ansässig zu betrachten ist, wird für das Jahr 2013 nicht geltend gemacht. Eine all-

fällige Besteuerung von Einkünften in den USA ist für den Ausgang des vorliegenden 

Rekurses nicht relevant, da Einkünfte für im Ausland geleistete Arbeiten nicht der hie-

sigen Quellensteuer unterliegen.  

2.  Es  besteht  Einigkeit  darüber,  dass  das  Lohneinkommen,  welches  der 

Pflichtige  bei  seinem  schweizerischen  Arbeitgeber  im  Jahr  2013  (bis  zum  31. Mai 

2013)  erzielte,  der  Besteuerung  an  der  Quelle  unterliegt,  soweit  die  Arbeitseinsätze 

tatsächlich in der Schweiz erfolgten. Ferner ist unbestritten, dass der Pflichtige im Jahr 

2013  aufgrund  des  von  der  Arbeitgeberin  visierten  Kalendariums  nur  einen  einzigen 

Tag in der Schweiz physisch präsent war, um hier Arbeiten zu verrichten. An 23 Tagen 

(im April und Mai 2013) arbeitete er auf Entsendung in den USA. Hinsichtlich der in den 

USA  absolvierten  Arbeitstage  wurde  er  vom  kantonalen  Steueramt  zu  Recht  von  der 

hiesigen Quellensteuer freigestellt. Unbestritten ist auch, dass der Pflichtige im besag-

ten  Zeitraum gemäss  Kalendarium  insgesamt  81  Ferientage (nach)bezog.  Die  Anzahl 

Ferientage gemäss Kalendarium stimmt jedoch nicht, weil der Pflichtige zwei gesetzli-

che Feiertage (1. und 2. Januar 2013) als Ferientage definierte. Tatsächlich hat er nur 

insgesamt 79 Ferientage bezogen. Inwieweit in der Summe für Ferientage auch Kom-

pensationstage für Überstunden enthalten sind, geht aus den eingereichten Unterlagen 

nicht hervor. Es wurde diesbezüglich keine Untersuchung geführt; allerdings ist anzu-

merken, dass der Pflichtige von 2011 bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses per 

31.  Mai  2013  laut  eigenen  Angaben  nur  gerade  insgesamt  drei  Tage  in  der  Schweiz 

gearbeitet  hat,  womit  für  diese  Jahre  von  durchschnittlich  einem  Arbeitstag  in  der 

Schweiz ausgegangen werden kann. Es kann bei dieser Sachlage nicht viel kompen-

sierbare  Überzeit für  in der  Schweiz  erbrachte Arbeiten  angefallen  sein.  Soweit  Kom-

pensationstage bezogen wurden für Arbeiten, die tatsächlich in der Schweiz ausgeführt 

wurden,  wären  diese  als  Kompensation  für  tatsächlich  geleistete  Arbeiten  in  der 

Schweiz anzusehen. Damit wären sie auch in der Schweiz quellensteuerpflichtig, auch 

wenn der Pflichtige am Tag, an welchem er seine möglicherweise angehäufte Überzeit 

kompensierte, nicht physisch in der Schweiz anwesend war. Auch nachträglich zuflies-

sende  Einkünfte  aus  unselbstständiger  Arbeit  (Tantiemen)  und  Abfindungen,  womit 

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eine frühere Tätigkeit abgegolten wird, unterliegen der Besteuerung am Arbeitsort, so-

fern die Entschädigungen mit dem früheren Arbeitsverhältnis ursächlich verknüpft wa-

ren und ihre Ursachen im früheren Arbeitsverhältnis mit tatsächlichem Arbeitsort in der 

Schweiz  hatten  (Michael  Kempermann,  in:  Flick/Wassermeyer/Kempermann,  DBA-

Schweiz, Art. 15 Anm. 7). In diesem Fall spielt es für die Zuweisung von Einkünften an 

den  Staat  des  Arbeitsorts  keine  Rolle,  dass  der  Empfänger  im  Zuflusszeitpunkt  der 

Einkünfte  bereits  aus  dem  Arbeitsverhältnis  ausgeschieden  ist (Locher/Meier/von Sie-

benthal/Kolb, B 15.1 Nr. 2 bis 4). Anders verhält es sich bei Abfindungen für das vor-

zeitige  Ausscheiden  aus  dem  Arbeitsverhältnis  (Freistellungen),  da  diese  gerade  für 

die Nichtfortsetzung  der Tätigkeit  bezahlt  werden (Kempermann,  Art.  15 Anm.  7).  Sie 

unterliegen deshalb mangels Ausübung einer Tätigkeit in der Schweiz und weil sie kei-

ne  in  der  Vergangenheit  erbrachte  Leistungen  abgelten  nicht  der  schweizerischen 

Quellenbesteuerung.  Das  Erfordernis  der  Arbeitsausführung  im  andern  Vertragsstaat 

nach Art. 15 Abs. 1 DBA-D muss, wo eine ausdrückliche detaillierte gesetzliche Rege-

lung  fehlt,  welche  Tage  als  Arbeitstage  gelten,  aus  dem  Sinnzusammenhang  erklärt 

werden unter angemessener Berücksichtigung dessen, was die Vertragsschliessenden 

des  Doppelbesteuerungsabkommens  offenbar  gewollt  haben 

(Bundesfinanzhof 

Deutschland [BFH], 27. Januar 1972, I R 37/70, BStBl 1972 II 459). 

3.  Streitig  ist,  wie  die  im  streitbetroffenen  Zeitraum  bezogenen  Ferientage, 

deren Anspruch im überwiegenden Ausmass aus früheren Jahren stammte, internatio-

nal auszuscheiden sind.  

a)  Das  kantonale  Steueramt  vertritt  die  Auffassung,  dass  nach  seiner  Praxis 

die schweizerischen Arbeitstage durch Subtraktion der ausländischen Arbeitstage vom 

Total  von  20  Arbeitstagen  pro  Monat  ermittelt  werden.  Als  ausländische  Arbeitstage 

gelten  dabei  alle  Arbeitstage  ausserhalb  der  Schweiz  sowie  Hin-  und  Rückreisetage, 

sofern  an  diesen  ausschliesslich  oder  mehrheitlich  im  Ausland  gearbeitet  wird.  Dies 

führe dazu, dass Tage, an denen nicht gearbeitet werde, u.a. Krankheits- und Ferien-

tage,  der  schweizerischen  Steuerhoheit  unterlägen.  Dementsprechend  seien  für  die 

Festsetzung  der  Quellensteuern  im  Zeitraum  von  Januar  bis  Mai  2013  insgesamt  77 

von 100 Tagen der schweizerischen Quellenbesteuerung zuzuweisen. 

b) Demgegenüber vertritt der Pflichtige den Standpunkt, dass Ferientage,  die 

ausserhalb der Schweiz verbracht werden, nicht als schweizerische Arbeitstage ange-

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sehen  werden  können.  Die  vom  kantonalen  Steueramt  angewandte  Praxis  würde  im 

vorliegenden Fall dazu führen, dass die in Deutschland verbrachten Urlaubstage in die 

Schweiz  transferiert  und  der  Schweizer  Quellenbesteuerung zugeführt würden.  In  Ex-

tremfällen  würde bei  dieser  Praxis  gar sämtliches  Erwerbseinkommen  in  der  Schweiz 

besteuert, so z.B. bei nichtansässigen Arbeitnehmern, die vom Schweizer Arbeitgeber 

freigestellt worden seien und in der Folge keinen einzigen Arbeitstag mehr hätten. 

c)  Nach  dem  Arbeitsortprinzip  nach  Art.  15  Abs.  1  DBA-D,  welches  hier  zur 

Anwendung kommt und streng vom Aufenthaltsprinzip bei der Monteurklausel mit einer 

anderen  Zählweise  der  Arbeits-  resp.  Aufenthaltstage  zu  unterscheiden  ist,  können 

Entschädigungen, welche eine in Deutschland ansässige Person für Arbeitseinsätze in 

der Schweiz von einem schweizerischen Arbeitgeber erzielt, grundsätzlich nur dann in 

der  Schweiz  besteuert  werden,  wenn  die  Arbeit  auch  tatsächlich  im  Arbeitgeberstaat 

ausgeübt wird (BGE 137 II 246, E. 7 f.; VGr, 23. Januar 2008, StE 2008 B 11.2 Nr. 8). 

Demgegenüber kommt es bei der Anwendung der Monteurklausel nicht auf die genaue 

Anzahl  der  Arbeitstage,  sondern  auf  die  im  Ausland  verbrachten  Aufenthaltstage  an, 

wobei es keine Rolle spielt, ob an diesen Aufenthaltstagen tatsächlich gearbeitet wurde 

oder nicht.  

d) Gemäss der von Rekursgegnerin angewandten Praxis (vgl. etwa Ziff. 5 des 

aktuellen Merkblatts des kantonalen Steueramts über die Quellenbesteuerung von Er-

satzeinkünften für ausländische Arbeitnehmende vom 18. Februar 2019 [ZStB Nr. 88.1, 

alt Nr. 28/303]) gelten als Arbeitstage in der Schweiz alle Tage, an denen der Arbeit-

nehmer im Ausland nicht gearbeitet hat. Die in der Schweiz steuerpflichtigen Arbeitsta-

ge werden durch Subtraktion der ausländischen Arbeitstage vom Total von 20 Arbeits-

tagen  pro  Monat  ermittelt.  Diese  Regelung  bringt  es  mit  sich,  dass  Ferien-  und 

Krankheitstage  als  schweizerische  Arbeitstage  betrachtet  werden.  Auf  diese  Berech-

nungsweise stützt sich im Übrigen auch die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) 

gemäss  Ziff.  6.7  (S.  30 f.)  und  7.5.1  (S.  49 f.)  des  Kreisschreibens  Nr.  45 Quellenbe-

steuerung des Erwerbseinkommens von Arbeitnehmern vom 12. Juni 2019. 

e)  Demgegenüber  definiert  die  deutsche  Rechtsprechung  die  im  Ausland 

steuerbaren Arbeitstage anders (Kempermann, Art. 15 Anm. 39, auch zum Folgenden). 

Hat  ein  in  Deutschland  ansässiger  Steuerpflichtiger  seine  Arbeit  während  des  Kalen-

derjahrs in mehreren ausländischen Staaten ausgeübt und kommt die Monteurklausel 

nicht  zur  Anwendung,  ist  nach  deutscher  Rechtsprechung  das  Gesamtentgelt  eines 

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Jahres  einschliesslich  Jahrestantiemen,  Urlaubs-  und  Weihnachtsgeld  durch  die  ver-

einbarten Arbeitstage, also 365 Tage abzüglich Tage, an denen nicht tatsächlich gear-

beitet wurde (Ferien, Samstage, Sonntage und gesetzliche Freitage) zu dividieren. Das 

Ergebnis, der vereinbarte Arbeitslohn pro Tag, ist mit den im Ausland verbrachten ver-

einbarten  Arbeitstagen  (ebenfalls  ohne  Samstage,  Sonntage,  Ferien,  etc.)  zu multipli-

zieren. Wenn Ferientage aus dem Aufteilungsplan auszugliedern sind, so bedeutet das 

nicht,  dass  der  auf  sie  entfallende  Arbeitslohn  insgesamt  im  Wohnsitzstaat  besteuert 

werden darf. Auch dieser Teil des Arbeitslohns gehört zum aufzuteilenden Gesamtent-

gelt.  Ferner  gehören  auch  Krankheitstage  mit  Lohnfortzahlung  zum  aufzuteilenden 

Arbeitsentgelt (BFH, 31. März 2004, I R 88/03, BStBl II 2004, 936). 

f) Wiederum eine andere Definition der in der Schweiz steuerbaren Arbeitsta-

ge vertritt Erich Bosshard (Ermittlung und Nachweis der steuerrelevanten Arbeits- und 

Aufenthaltstage in der Schweiz, IFF Forum für Steuerrecht 2009, S. 52, mit Hinweisen, 

auch zum Folgenden): Danach sind bei Anwendung des Arbeitsortsprinzips als Arbeits-

tage in der Schweiz folgende Tage mitzurechnen:  

- 

- 

- 

- 

alle Arbeitstage, an denen der Arbeitnehmer physisch in der Schweiz arbeitet; 

alle  Anwesenheitstage  in  der  Schweiz,  an  denen  die  Ausübung  der  berufli-

chen  Tätigkeit  ausnahmsweise  nicht  möglich  ist,  z.B.  Streik-  oder  Aussper-

rungstage; 

grundsätzlich  auch  Krankheitstage,  ausser  die  Erkrankung  verhindere  eine 

Ausreise des Arbeitnehmers aus der Schweiz;  

angebrochene Arbeits-  und  Aufenthaltstage (an denen die Ausübung  der  be-

ruflichen Tätigkeit ausnahmsweise nicht möglich ist) in der Schweiz, d.h. ins-

besondere  auch  Ankunfts-  und  Abreisetage.  Die  Dauer  der  Anwesenheit  in 

der Schweiz ist unbeachtlich; es genügt auch eine sehr kurze Dauer. 

Nicht als schweizerische Arbeitstage gelten demgegenüber: 

- 

- 

- 

Tage  der  Unterbrechung  des  Aufenthalts  in  der  Schweiz,  die  ausschliesslich 

ausserhalb der Schweiz verbracht werden, wobei es auf die Ursache der Un-

terbrechung nicht ankommt; 

Zeiten des Transits zwischen zwei Orten ausserhalb der Schweiz; 

Ferientage,  die  ausserhalb  der  Schweiz  verbracht  werden,  sowie  (in  Abwei-

chung zur Zählweise bei der Monteurklausel) alle normalerweise arbeitsfreien 

Tage  der  Anwesenheit  in  der  Schweiz  vor,  während  und  nach  der  Tätigkeit, 

z.B. Samstage, Sonntage, öffentliche Feiertage, Ferien. 

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4. Im vorliegenden Fall vermag weder die Rechtsauffassung des Rekursgeg-

ners  noch jene  des  Pflichtigen  zu  überzeugen.  Nach  der  Auffassung  des  Rekursgeg-

ners  wären  die  gesamten  Ferien  der  schweizerischen  Steuerhoheit  zu  unterstellen, 

was nicht zu befriedigen vermag, da der Pflichtige im Zeitraum von 2011 bis 2013 nur 

insgesamt drei Arbeitstage (zwei im Jahr 2011 und einer im Jahr 2013) in der Schweiz 

verbracht hat. Der Pflichtige arbeitete in den letzten drei Jahren fast ausschliesslich in 

den USA. Umgekehrt wären nach Auffassung des Pflichtigen, welcher sich grundsätz-

lich auf die Lehrmeinung von Erich Bosshard (vgl. E. 3f) beruft, die gesamten Ferienta-

ge dem Wohnsitzstaat Deutschland zur Besteuerung zuzuweisen, was genau so wenig 

befriedigt, da Ferienansprüche untrennbar mit dem Arbeitsverhältnis verknüpft sind und 

der Pflichtige in Deutschland sowohl im Jahr 2013 wie auch in den beiden Jahren zu-

vor keine Arbeitspflicht hatte.  

Da der  Lohn für  die gesamte tatsächlich erbrachte Tätigkeit  unter  Einschluss 

von  vertraglich  vereinbarten  Ferientagen  und  Krankheitstagen  (mit  Lohnfortzahlung) 

bezahlt wird, entspricht die vom deutschen Bundesgerichtshof in seinem Grundsatzur-

teil  vom  31. März  2004  vertretene  Quotenlösung  am  besten  dem  Zweck  des  DBA-D, 

nämlich  die  Steuerhoheiten  zwischen  der  Schweiz  und  Deutschland  nach  Massgabe 

des  Arbeitsortsprinzips  sachgerecht  voneinander  abzugrenzen.  Bei  dieser  Methode 

sind  bezüglich  der  Tätigkeit  in  der  Schweiz  gemäss  folgender  Berechnung  rund  drei-

einhalb Ferientage zu den steuerbaren Arbeitstagen in der Schweiz hinzuzurechnen: 

Total Arbeitstage von Januar bis Mai 2013 

Anteil Arbeitstage USA 

Anteil Arbeitstage Schweiz 

Aufteilung Ferientage 

Tage  Quote in % 

24 

23 

1 

100% 

95.83% 

4.17% 

Total Ferientage von Januar bis Mai 2013 (ohne 1. + 2.1.13) 

79 

Anteil USA (und ev. Deutschland) 

Anteil Schweiz 

Anteil Schweiz gerundet 

75.7 

95.83% 

4.17% 

3.3 

3.5 

Diese  werden  folgenden  Monaten  zugewiesen:  Januar  (1  Tag),  Februar  

(0  Tage),  März  (1  Tag),  April  (1/2  Tag),  Mai  (1  Tag).  Auf  die  Schweiz  entfallen  nach 

Massgabe des Kalendariums mit 365 Tagen, davon 151 Tage (103 Arbeitstage und 48 

Nonworktagen, inkl. Feiertage 1. Januar [schweizweit] und 2. Januar [Kt. ZH]) von Ja-

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nuar  bis  Mai  2013,  somit  insgesamt  4.5  (=  1  Arbeitstag  im  Mai  +  3.5  Ferientage)  der 

Quellensteuerpflicht unterliegende Arbeitstage, während auf Deutschland und die USA 

98.5 Arbeitstage auszuscheiden sind. Die Steuerausscheidung zwischen Deutschland 

und der USA ist Sache der zuständigen deutschen Steuerbehörde. 

5. Aufgrund dieser Erwägungen resultiert folgende neue Steuerberechnung: 

Monat 

 Bruttolohn  

land  

 Anteil Aus-

 QSt-pfl. 
Lohn  

 Steuersatz lt. 
Tarif B mit 
Kirchensteuer  

 Geschuldete 
QSteuer  

 bezahlte 
Qsteuer  

Januar 

 10'263  

 9'774  

446  

8.38% 

41.00  

Februar 

10'263  

10'263  

8.38% 

März 

April 

Mai (inkl. 
Juni/Juli- 
Löhne) 

 10'903  

 10'384  

  519  

8.97% 

46.60  

 11'263  

  10'995  

    268  

9.29% 

24.90  

 11'624  

  10'462  

  1'162  

9.63% 

111.90  

Total 

 54'316  

  51'878  

  2'438  

224.40  

4'562.90  

Somit ist der Rekurs teilweise gutzuheissen. Dem Pflichtigen ist für die Steu-

erperiode  2013  eine  Quellensteuer  von  Fr.  224.40  aufzuerlegen,  woraus  sich  ein 

Rückerstattungsanspruch zu Gunsten des Pflichtigen von Fr.  4'338.50 (= Fr. 4'562.90 

./. Fr. 224.40) ergibt. 

6.  Bei  diesem  Verfahrensausgang  sind  die  Gerichtskosten  dem  nahezu  voll-

ständig  unterliegenden  Rekursgegner  aufzuerlegen  (§  151  Abs.  1  StG).  Der  Rekurs-

gegner ist zudem zu verpflichten, dem Pflichtigen eine angemessene Parteientschädi-

gung zu bezahlen (§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes 

vom 24. Mai 1959). 

Demgemäss erkennt die Kammer  

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- 11 - 

1.  Der Rekurs wird teilweise gutgeheissen. Dem Rekurrenten wird für die Steuerperi-

ode  1.1.  -  31.5.2013  eine  Quellensteuer  von  Fr. 224.40  auferlegt.  Die  im  Umfang 

von Fr. 4'338.50 zuviel bezahlte Quellensteuer wird dem Rekurrenten zurückerstat-

tet. 

[…] 

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