# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** a59e195b-1625-5d37-8f3d-43cd1a0a2f1d
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-02-17
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 17.02.2014 200 2013 947
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-947_2014-02-17.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 29. April 2014 abgewiesen (9C_255/2014).

200 13 947 IV
STC/GET/KRK

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 17. Februar 2014

Verwaltungsrichterin Stirnimann, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Ackermann, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch B.________, Rechtsanwältin Dr. iur. C.________
Beschwerdeführer

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 24. September 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Der 1961 geborene A.________ (nachfolgend Versicherter bzw. Be-
schwerdeführer) meldete sich im April 2002 unter Hinweis auf seit Mai 2001 
bestehende Rückenschmerzen bei der Eidgenössischen Invalidenversiche-
rung (IV) zum Leistungsbezug in Form von Berufsberatung und Umschu-
lung an (Akten der IV-Stelle Bern [nachfolgend IVB bzw. Beschwerdegeg-
nerin], [act. II], 1 S. 1 ff.). Im Rahmen der hierauf getätigten sachverhaltli-
chen Abklärungen veranlasste die IVB bei Dr. med. D.________, Fachärz-
tin für Neurochirurgie FMH, eine Begutachtung (act. II 16). Mit Verfügung 
vom 9. September 2003 (act. II 21) sprach die IVB dem Versicherten Bera-
tung und Unterstützung bei der Stellensuche zu, wobei die entsprechenden 
Bemühungen im Oktober 2003 wieder eingestellt wurden (act. II 25). Mit 
weiterer Verfügung vom 18. Dezember 2003 (act. II 28) verneinte die IVB 
bei einem Invaliditätsgrad von 27% einen Anspruch auf eine Invalidenrente, 
was sie mit Einspracheentscheid vom 14. Mai 2004 (act. II 35) bestätigte. 
Hiergegen liess der Versicherte beim Verwaltungsgericht des Kantons 
Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung (nachfolgend Verwaltungs-
gericht), unter Hinweis auf eine bislang nicht berücksichtigte bzw. nicht 
abgeklärte psychische Problematik Beschwerde erheben, worauf die IVB 
den Einspracheentscheid am 2. August 2004 (act. II 39) mit der Begrün-
dung, es seien zusätzliche medizinische Abklärungen erforderlich, wieder-
erwägungsweise aufhob. 

In der Folge liess die IVB bei der MEDAS ein polydisziplinäres Gutachten 
erstellen (Expertise vom 27. März 2006 [act. II 55]). Gestützt darauf ver-
neinte die IVB mit Verfügung vom 19. Juni 2006 (act. II 59) bei einem Inva-
liditätsgrad von 30% einen Rentenanspruch, was sie mit Einspracheent-
scheid vom 21. Februar 2007 (act. II 67) bestätigte. Die dagegen erhobene 
Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit Urteil vom 15. Oktober 2008 
(VGE IV 67930 [act. II 74]) ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 3

B.

Im Februar 2010 (act. II 79 ff.) meldete sich der Versicherte bei der IVB 
unter Hinweis auf eine Verschlechterung des somatischen und psychischen 
Gesundheitszustandes erneut zum Leistungsbezug an. Nachdem die IVB 
einen Bericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) eingeholt hatte 
(act. II 82 f.), trat sie mit unangefochten gebliebener Verfügung vom 
18. Mai 2010 (act. II 87) auf das Leistungsbegehren nicht ein. In der Be-
gründung führte sie aus, die eingereichten medizinischen Unterlagen ver-
möchten eine objektive und wesentliche Verschlechterung des Gesund-
heitszustandes nicht glaubhaft zu machen. 

C.

Am 6. Oktober 2011 (act. II 88) stellte der Versicherte mit einem von ihm 
sowie seiner behandelnden Ärztin, Dr. med. E.________, Fachärztin für 
Psychiatrie und Psychotherapie FMH, unterzeichneten medizinischen Be-
richt einen „Antrag auf Rentenrevision“. Nachdem die IVB den fraglichen 
Bericht dem RAD zur Beurteilung vorgelegt hatte, stellte sie dem Versicher-
ten mit Vorbescheid vom 15. November 2011 (act. II 91) das Nichteintreten 
auf das Leistungsbegehren in Aussicht. Dagegen erhoben der Versicherte 
und Dr. med. E.________ mit gemeinsam unterzeichnetem Schreiben vom 
1. Januar 2012 (act. II 93) Einwand, woraufhin die IVB bei Dr. med. 
F.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und Dr. 
med. G.________, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie FMH, 
eine interdisziplinäre Begutachtung veranlasste (Expertisen vom 6. Sep-
tember 2012 [act. II 104.1], 10. März 2013 [act. II 117.1] sowie 14. März 
2013 [interdisziplinäre Beurteilung; act. II 119]). Mit erneutem Vorbescheid 
vom 2. April 2013 (act. II 120) stellte die IVB bei einem Invaliditätsgrad von 
31% die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen der 
Versicherte Einwand erheben und nebst diversen älteren Arztberichten 
eine Stellungnahme von Dr. med. E.________ zum psychiatrischen Gut-
achten von Dr. med. F.________ zu den Akten reichen liess (act. II 126). In 
der Folge holte die IVB eine Stellungnahme beim RAD-Arzt Dr. med. 
H.________, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (act. II 128), so-

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wie bei Dr. med. F.________ (act. II 131 S. 1 ff.) ein, woraufhin der Versi-
cherte seinerseits eine weitere Stellungnahme von Dr. med. E.________ 
(act. II 133 S. 3) sowie vom Hausarzt des Versicherten, Dr. med. 
I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH (act. II 133 S. 2), 
ins Recht legen liess. Am 24. September 2013 (act. II 134) verfügte die IVB 
wie im Vorbescheid vom 2. April 2013 in Aussicht gestellt.

D.

Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch den B.________, Rechts-
anwältin Dr. iur. C.________, mit Eingabe vom 25. Oktober 2013 Be-
schwerde erheben und beantragen: 

1. Die Verfügung vom 24. September 2013 sei aufzuheben und 
es sei ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten anzuordnen. 
Sodann sei über den Rentenanspruch neu zu befinden.

2. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung 
zu gewähren.

- unter Entschädigungsfolge -

In der Begründung bringt der Beschwerdeführer im Wesentlichen vor, an-
gesichts der medizinischen Situation wäre die Beschwerdegegnerin ver-
pflichtet gewesen, statt einer bi- eine polydisziplinäre Begutachtung zu ver-
anlassen. Ferner könne auf das Gutachten von Dr. med. F.________ nicht 
abgestellt werden, da er in anderer Stellung bereits in der gleichen Sache 
tätig gewesen sei. Schliesslich komme hinzu, dass die Gutachten der Dres. 
med. F.________ und G.________ nicht schlüssig seien.

Mit Schreiben vom 27. November 2013 reichte die Rechtsvertreterin des 
Beschwerdeführers Unterlagen betreffend das Gesuch um unentgeltliche 
Rechtspflege (UR) ein und teilte mit, Letzterer verfüge offenbar über eine 
Rechtsschutzversicherung. Falls Deckung bestehe und die Kostengutspra-
che erteilt sei, werde sie das eingereichte Gesuch um UR zurückziehen. 

Mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2013 schliesst die Beschwer-
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde und macht hauptsächlich gel-
tend, den Gutachten der Dres. med. F.________ und G.________ könnten 
keine Hinweise entnommen werden, wonach weitere fachmedizinische 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 5

Abklärungen erforderlich gewesen wären. Ferner schliesse der Umstand, 
wonach Dr. med. F.________ bereits im Rahmen eines psychiatrischen 
Konsiliums mit dem Beschwerdeführer vorbefasst gewesen sei nicht aus, 
ihn als Gutachter beizuziehen, zumal keine Gründe für eine Befangenheit 
oder Voreingenommenheit geltend gemacht würden. Schliesslich erfüllten 
die beiden Gutachten die vom Bundesgericht an den Beweiswert von Ex-
pertisen gestellten Anforderungen und seien damit beweiskräftig. 

Mit Schreiben vom 3. Dezember 2013 zog die Rechtsvertreterin des Be-
schwerdeführers das UR-Gesuch zurück. Im Übrigen machte der Be-
schwerdeführer von der ihm mit prozessleitender Verfügung vom 2. De-
zember 2013 gewährten Möglichkeit zur Replik keinen Gebrauch. 

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Der Beschwerdeführer ist im vorinstanzlichen Verfahren mit seinen Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb er 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 

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vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten. 

1.2 Anfechtungsobjekt bildet die Verfügung vom 24. September 2013 
(act. II 134). Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers 
auf eine Rente der Invalidenversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).

2.2 Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.3

2.3.1 Tritt die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein, so hat sie die Sa-
che materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi-
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades 
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei 

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einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV 
Nr. 2 S. 8 E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der 
früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prü-
fen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbe-
gründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Be-
schwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Ge-
richt (BGE 117 V 198 E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1). 

2.3.2 Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den 
tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit 
den Rentenanspruch zu beeinflussen (BGE 134 V 131 E. 3 S. 132). Die 
Invalidenrente ist deshalb nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung 
des Gesundheitszustandes revidierbar, sondern auch dann, wenn sich die 
erwerblichen Auswirkungen (oder die Auswirkungen auf die Betätigung im 
üblichen Aufgabenbereich) des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszu-
standes erheblich verändert haben; zudem kann auch eine Wandlung des 
Aufgabenbereichs einen Revisionsgrund darstellen (BGE 130 V 343 E. 3.5 
S. 349, 117 V 198 E. 3b S. 199; AHI 1997 S. 288 E. 2b).

2.3.3 Liegt eine erhebliche Änderung des Sachverhalts vor, ist der Ren-
tenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, d.h. unter 
Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung ausschlag-
gebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühere Invali-
ditätsschätzungen zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b S. 200; SVR 2011 IV 
Nr. 37 S. 109 E. 1.1).

2.3.4 Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invali-
ditätsgrad erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuan-
meldungsverfahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
– durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten mate-
riellen Beurteilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit 
demjenigen zur Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 
S. 112; 130 V 71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

2.4 Um den IV-Grad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im 
Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte und 

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 8

gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. 
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu be-
urteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich 
welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren sind 
ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, 
welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden können 
(BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

3.

3.1 Mit Einspracheentscheid vom 21. Februar 2007 (act. II 67) bestätig-
te die IVB die rentenablehnende Verfügung vom 19. Juni 2006 (act. II 59). 
Die dagegen gerichtete Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit un-
angefochten gebliebenem Urteil vom 15. Oktober 2008 (act. II 74) ab. Mit 
(ebenfalls in Rechtskraft erwachsener) Verfügung vom 18. Mai 2010 (act. II 
87) trat die IVB sodann auf eine Neuanmeldung nicht ein. Somit liegt mit 
Bezug auf den am 6. Oktober 2011 (act. II 88) erneut geltend gemachten 
Rentenanspruch eine Neunanmeldung vor. 

Die Verwaltung ist auf die Neuanmeldung eingetreten, weshalb die Eintre-
tensfrage praxisgemäss nicht zu überprüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b 
S. 114). Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Schluss 
gekommen ist, der Beschwerdeführer sei nicht in rentenbegründendem 
Ausmass invalid. Massgebende Vergleichszeitpunkte bilden – nachdem der 
Nichteintretensverfügung vom 18. Mai 2010 keine umfassende materielle 
Anspruchsprüfung zugrunde lag – der Einspracheentscheid vom 21. Fe-
bruar 2007, mit dem ein Rentenanspruch mangels rentenbegründendem 
Invaliditätsgrad rechtskräftig verneint worden war, und die nunmehr ange-
fochtene Verfügung vom 24. September 2013 (vgl. E. 2.3.4 vorne). 

3.2 Bei Erlass des Einspracheentscheids vom 21. Februar 2007 (act. 
II 67) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das – gemäss VGE IV 
67930, E. 3.2 (act. II 74 S. 8), als voll beweiskräftig beurteilte – polydiszi-
plinäre Gutachten der MEDAS vom 27. März 2006 (act. II 55) ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 9

Im psychiatrischen Zusatzgutachten (act. II 55 S. 20) wurde festgehalten, 
der Beschwerdeführer erfülle die Kriterien für eine depressive Erkrankung 
oder eine somatoforme Störung nicht. Das leidende Auftreten des Be-
schwerdeführers und das wiederholte Benennen von chronischen Schmer-
zen seien nicht ausreichend für die Diagnose einer somatoformen 
Schmerzstörung (S. 23). Somit sei medizinisch-theoretisch aus psychiatri-
scher Sicht von voller Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen.

Im neurologischen Zusatzgutachten (act. II 55 S. 18) wurde ausgeführt, 
neurologische Ausfälle seien beim Beschwerdeführer nicht zu objektivieren. 
Eine durchgehende Hemihypästhesie sei aus neurologischer Sicht nur un-
ter bestimmten Konstellationen, die hier nicht vorlägen, denkbar. Bei feh-
lenden objektivierbaren neurologischen Normabweichungen könne eine 
Minderung der Arbeits- oder Leistungsfähigkeit aus neurologischer Sicht 
nicht abgeleitet werden (S. 19).

Im orthopädischen Teilgutachten (act. II 55 S. 14) wurde festgehalten, es 
finde sich das Bild einer lumbosakralen Strecksteife. Der Beschwerdeführer 
bewege sich lumbal „rückensteif“ mit Erschwernis der Positionswechsel 
vom Sitzen zum Stehen und zum Liegen und umgekehrt. Auch bei einer 
forcierten passiven Bewegungsprüfung sei eine nennenswerte Entfaltbar-
keit der Lendenwirbelsäule bei der Rumpfbeuge nicht produzierbar gewe-
sen. Der aktuelle klinische Befund korreliere mit dem im Dossier dokumen-
tierten bildgebenden radiologischen und kernspintomographischen Befund. 
Aufgrund der vorliegenden orthopädischen Befundkonstellation sei der Be-
schwerdeführer schweren wirbelsäulenbelastenden Arbeiten nicht gewach-
sen. Hierzu zählten alle Arbeiten, die in Zwangshaltung wie z.B. längerfris-
tig nur sitzend, stehend und insbesondere vornübergebeugt stehend aus-
zuüben seien. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit 5kg 
limitiert. Ein Arbeitsaufenthalt sollte in geschlossenen und heizbaren Räu-
men stattfinden. Im Rahmen eines derartigen leidensgerechten und ange-
passten Arbeitsplatzes bestehe keine Einschränkung hinsichtlich der Ar-
beitszeit. Unter Hinweis auf den radiologischen und MRI-Befund resultiere 
eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20% (S. 16).

Interdisziplinär (act. II 55 S. 1) wurde im Wesentlichen folgendes festgehal-
ten: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 10

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit: 

1. Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom bei lumbosacraler Auf-
baustörung sowie Osteochondrose L4/5 mit subligamentärer links mediola-
teraler Diskushernie ohne Beeinträchtigung der Nervenwurzel

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:

2. Arterieller Hypertonus, normoton eingestellt

3. Nikotinabusus 

Am 7. Mai 2001 habe der Beschwerdeführer plötzlich stechende Schmer-
zen im Rücken verspürt. In bildgebenden Verfahren habe kein pathologi-
sches Korrelat für diesen plötzlichen Schmerzeinsatz gefunden werden 
können. Die Ursache könne auch vom Beschwerdeführer nicht beschrieben 
werden, es habe kein akutes Ereignis stattgefunden. Seitdem habe er the-
rapieresistente Beschwerden, die sich immer weiter ausbreiteten. Aktiv 
unternehme er nichts gegen die Schmerzen. Es würden lediglich Entspan-
nungsübungen durchgeführt. Der Ausbau der empfohlenen Medikation 
werde vom Beschwerdeführer nicht toleriert. Es würden von ihm keine An-
strengungen unternommen, berufliche Alternativen auszudenken bzw. zu 
realisieren. Somit bleibe festzuhalten, dass seine Schmerzen und sein 
Rentenbegehren chronisch fixiert seien (S. 10). Die bisherige Tätigkeit als 
… könne nicht mehr geleistet werden; es könnten körperlich leichte Funkti-
onen in Wechselbelastung ohne Zwangshaltung ausgeführt werden, He-
ben, Tragen und Bewegen von Lasten mit maximal 5kg, Arbeiten in ge-
schlossenen und heizbaren Räumen (S. 11). Die Gehstrecke sei unbe-
grenzt (S. 12). Es müsse sich um einen Arbeitsplatz ohne wirbelsäulenbe-
lastende Tätigkeiten handeln, ohne Zwangshaltungen, in geschlossenen 
und heizbaren Räumen. Den Beeinträchtigungen angepasste Tätigkeiten 
seien zu 8 Stunden pro Tag zumutbar. Aufgrund der radiologisch nach-
weisbaren Befunde bestehe eine verminderte Leistungsfähigkeit von 20% 
(S. 12). 

3.3 Für den Zeitraum zwischen Erlass des Einspracheentscheids vom 
21. Februar 2007 und der hier angefochtenen Verfügung vom 24. Septem-
ber 2013 präsentiert sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie 
folgt: 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 11

3.3.1 Vom 8. bis 20. Januar 2007 war der Beschwerdeführer aufgrund 
eines chronischen lumbovertebragenen Schmerzsyndroms zur medika-
mentösen Einstellung und intensiven Physiotherapie sowie Abklärung wei-
terer invasiver Verfahren hospitalisiert. Im entsprechenden Austrittsbericht 
vom 20. Januar 2007 (act. II 66) wurden als Diagnosen im Wesentlichen 
ein chronifiziertes invalidisierendes lumbovertebragenes Schmerzsyndrom, 
eine Adipositas, eine Hyperlipidämie sowie eine depressive Entwicklung 
festgehalten (S. 2). Dem Beschwerdeführer sei eine Arbeit, die keine mas-
sive Belastung der Wirbelsäule mit sich bringe, zumindest zu 50% zumut-
bar (S. 4). 

3.3.2 Vom 12. Mai bis 2. Juni 2009 hielt sich der Beschwerdeführer zur 
stationären Rehabilitation in der Rehaklinik J.________ auf. Im entspre-
chenden Bericht vom 23. Juni 2009 (act. II 79 S. 3) wurden im Wesentli-
chen ein chronisch lumbospondylogenes sowie cervicospondylogenes 
Schmerzsyndrom, eine majore Depression (ICD-10 F32.2) sowie „Aspekte 
eines emotional instabilen Persönlichkeitsstils (explosiver, reizbarer Per-
sönlichkeitsstil; ICD-10 F60.3)“ diagnostiziert. Im Verlauf des Aufenthaltes 
habe der Beschwerdeführer nur wenig Fortschritte gemacht; einzig die 
Schulter-/Nackenschmerzen seien bei Austritt weniger, der lumbale Rü-
ckenschmerz dagegen unverändert gewesen. Eine Infiltration des Assimila-
tionsgelenks und ISG links habe für ca. zwei Tage eine leichte Besserung 
der Symptomatik gebracht. Danach seien die Schmerzen genauso wie vor-
her gewesen. Im gesamten Verlauf habe der Beschwerdeführer nicht ver-
standen, dass zur Besserung seiner Problematik ein ausreichendes Muske-
laufbautraining der Rumpfmuskulatur notwendig sei. Bei Austritt sei die 
Beweglichkeit der oberen und unteren Extremität weiterhin nicht einge-
schränkt gewesen, genauso wenig wie die Beweglichkeit der HWS; diejeni-
ge der BWS und LWS sei weiterhin eingeschränkt gewesen. Darüber hin-
aus hätten sich die Kribbelparästhesien bei positivem Lasègue bis in den 
Kleinzehenbereich „ausgestreckt“ (S. 5). Da der Beschwerdeführer aber 
trotz dieser Symptomatik in der Lage sei, leichte Tätigkeiten auszuführen, 
bestehe aus rheumatologischer Sicht eine theoretische Arbeitsfähigkeit von 
25%. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 
(S. 5 und 6). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 12

Im psychologischen Konsiliarbericht vom 3. Juni 2009 (act. II 79 S. 7) wur-
de festgehalten, es liege eine Akzentuierung der Rückenschmerzen mit 
pseudoradikulären Ausstrahlungen sowie einer Aggravierung der hohen 
biopsychosozialen Belastungen mit psychischer Dekompensation und zu-
nehmend suizidalen Gedanken vor. 

3.3.3 Mit Bericht vom 23. November 2009 (act. II 79 S. 10) hielt Dr. med. 
K.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des 
Bewegungsapparates FMH, fest, beim Beschwerdeführer finde sich eine 
Arthrose der Facettengelenke L4/5 und eine relative Stenose der Wurzel 
L4. Zur weiteren Diagnostik und Therapie werde eine Facettengelenksinfil-
tration L4/5 links empfohlen, worauf der Beschwerdeführer ablehnend rea-
giert habe.

3.3.4 Mit Bericht vom 19. Februar 2010 (act. II 81. S. 2) hielt Dr. med. 
I.________ fest, die Schmerzen hätten zugenommen, der Beschwerdefüh-
rer verspüre unter der verordneten körperlichen Aktivierung (Physiothera-
pie) vermehrt Schmerzen, schone sich zwangsläufig, wodurch sich eine 
zunehmende schädliche Dekonditionierung eingestellt habe. Ausserdem 
sei es im Verlaufe der Zeit zu zunehmenden innerfamiliären Spannungen 
mit der Ehefrau gekommen, die von der Situation ebenfalls überfordert sei. 
Eine realistische Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt halte er auch bei 
voller Mitarbeit des Beschwerdeführers nicht einmal für 50% gegeben. 

3.3.5 Im Bericht vom 6. Oktober 2011 (act. II 88) diagnostizierte Dr. med. 
E.________ eine chronifizierte, schwere Depression mit somatischem Syn-
drom (ICD-10 F33.2), ein chronisch lumbospondylogenes Schmerzsyn-
drom, ein chronisches Zervikalsyndrom mit linksseitiger Schulter-
/Armsymptomatik und eine Hypercholisterinämie. Der Verlauf der Erkran-
kung sei chronisch, eine Besserung der Symptomatik sei in den letzten 
Jahren nicht bemerkt worden. Die depressive Symptomatik habe durch die 
körperlichen Einschränkungen und aufgrund der für die Erkrankung typi-
schen Isolation zugenommen (S. 2). 

Mit Bericht vom 1. Januar 2012 (act. II 93) hielt Dr. med. E.________ fest, 
die Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei auch dadurch zu be-
gründen, dass sich der Beschwerdeführer aufgegeben habe, keine Kraft 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 13

mehr zu kämpfen habe und auch keinen positiven Verlauf der Erkrankung 
mehr sehen könne. Vor Jahren seien laut Verlaufsberichten die Schmerzen 
im Vordergrund gestanden; heute berichte der Beschwerdeführer am Ran-
de über das durch die Depression verstärkte Schmerzempfinden; im Vor-
dergrund ständen die Symptome einer schweren, chronischen depressiven 
Erkrankung (S. 2). 

3.3.6 Am 20. August 2012 bzw. am 19. September 2012 wurde der Be-
schwerdeführer bidisziplinär psychiatrisch-rheumatologisch begutachtet. 

Im psychiatrischen Gutachten vom 6. September 2012 (act. II 104.1) dia-
gnostizierte Dr. med. F.________ eine anhaltende somatoforme Schmerz-
störung (ICD-10 F45.4), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär-
tig leichte Episode (ICD-10 F33.0), und finanzielle Schwierigkeiten (ICD-10 
Z59). Den Ausschlag für die Aufgabe der Arbeitstätigkeit hätten die Rü-
ckenschmerzen gegeben. Es sei zu Austrahlungen in das linke Bein, später 
in andere Körperteile gekommen. Der Beschwerdeführer zeige Hinweise 
für das Vorliegen einer psychosomatischen Überlagerung: Er sei auf die 
Schmerzen fixiert, äussere hypochondrische Befürchtungen und zeige eine 
Schmerzausdehnung. Es falle auch auf, dass Lebensprobleme zu einer 
Verstärkung der Schmerzen führten. Diese bildeten den Hauptfokus seines 
Interesses. Es könne zusammenfassend eine anhaltende somatoforme 
Schmerzstörung diagnostiziert werden (S. 8). 

Seit 2010 nehme der Beschwerdeführer eine ambulante psychiatrische 
Behandlung bei Dr. med. E.________ in Anspruch. Gemäss seinen Anga-
ben solle er seit längerem nur alle zwei Monate hingehen. Es sei deshalb 
nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer an einer „schweren 
Depression“ leide, da eine derartige nieder frequentierte Therapie bei ei-
nem schwer depressiven Patienten nicht lege artis wäre. Es könne auch 
auf die diversen Lebensaktivitäten hingewiesen werden, welche der Be-
schwerdeführer bei einer schweren depressiven Episode nicht ausüben 
könnte. Ferner könnten auch die heutigen Befunde aufgeführt werden, wo-
nach der Beschwerdeführer nur zu Beginn bedrückt, gegen Schluss der 
Besprechung merklich „aufgetaut“ sei und sogar auf Humor positiv habe 
reagieren können. Jedenfalls bestehe keine durchgehend schwermütige 
Stimmungslage. Eine Suizidalität finde sich nicht; der Beschwerdeführer sei 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 14

nicht generell verängstigt und es fielen keine deutlichen Konzentrations-
störungen auf. Auch der Antrieb sei nicht vermindert. Die Symptomatik ent-
spreche einer leichtgradigen depressiven Episode. Die Laboruntersuchung 
zeige, dass der Beschwerdeführer die ihm abgegebenen Medikamente 
nicht zuverlässig einnehme (S. 9). Die bisherige Tätigkeit sei noch zu ca. 
80-85% zumutbar; eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe hierbei 
nicht. Der Beschwerdeführer könne auch andere Arbeiten ausüben; er sei 
aus psychiatrischer Sicht nicht bei bestimmten Arbeiten, sondern generell 
leicht eingeschränkt (S. 11). 

Im rheumatologischen Gutachten vom 10. März 2013 (act. II 117.1) hielt 
Dr. med. G.________ die folgenden Diagnosen fest (S. 19): 

Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

Chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei:

- leichter rechtskonvexer Skoliose 
- lumbosakraler Übergangsanomalie L4/5 mit Hemisakralisation L5 (Assimila-

tionsgelenk L5/S1 links)
- beginnender Osteochondrose L4/5 mit flacher links mediolateraler subliga-

mentärer Diskushernie ohne Wurzelkompression (MRT vom 19. Juni 2003 
und 3. Juli 2009)

- Fazettenarthrosen L4/5 und L5/S1 bilateral linksbetont
- leichtgradiger foraminaler Enge L4/5 links
- Arthrose der Wirbelgelenke L4/5 beidseits; relative Stenose der L4-Wurzel

Anhaltende somatoforme Schmerzstörung mit/bei:

- Rezidivierender depressiver Störung, mit derzeit leichtgradiger Episode
- Dissoziierte Hypästhesie der gesamten linken Körperhälfte 

Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit

- Chronifiziertes cervicospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei:
Beginnender Mehretagendegeneration
Kleiner prä- bis intraforaminal reichender Diskushernie C5/6 ohne klinische 
Wurzelkompression
Fazettenarthrosen C3/4 links und C4/5 rechts (MRT vom 31. Januar 2008)

- Metabolisches Syndrom mit Adipositas und Hypercholesterinämie
- Chronischer Nikotinabusus
- Aortensklerose 

Die aktuell somatisch-rheumatologische Begutachtung könne das Vorlie-
gen einer chronifizierten Schmerzstörung an der Lendenwirbelsäule 
bestätigen, dies im Sinne eines lumbospondylogenen Schmerzsyndroms 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 15

infolge einer Fazettenirritation L4/5 bei einer nachgewiesenen und betref-
fend Ausmass gegenüber den Vorbefunden aus dem Jahre 2003 stationär 
gebliebenen Osteochondrose L4/5 mit einer lumbosakralen Übergangsa-
nomalie L5/S1 links. Erstaunlicherweise hätten sich die radiologischen Be-
funde im Verlaufe der vergangenen zehn Jahren nicht verändert. Gegenü-
ber der MEDAS-Begutachtung im Jahre 2006 hätten auch die klinischen 
Befunde am Bewegungsapparat kaum eine signifikante (objektivierbare) 
negative Veränderung erfahren. Die heutigen klinischen Befunde würden 
eine Neurokompression wiederum als Ursache der vom Beschwerdeführer 
angegebenen, ins linke Bein ausstrahlenden Schmerzen ausschliessen. 
Die nachweisbare Hypästhesie der ganzen linken Körperhälfte inklusive der 
Gesichtshaut sei als dissoziative Sensibilitätsstörung im Rahmen der so-
matoformen Schmerzstörung zu interpretieren. Sinngemäss könne aus der 
heutigen rheumatologischen Untersuchung des Bewegungsapparates zu-
mindest an den unteren Abschnitten des Achsenskelettes keine Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes objektiviert werden. Demzufolge 
ergebe sich im Wesentlichen keine Veränderung der Einschätzung der zu-
mutbaren Arbeitsfähigkeit für die bisher praktizierte Arbeitstätigkeit und für 
eine dem Leiden bestens angepasste Tätigkeit (S. 21). 

Auf der somatischen Ebene bestehe zur Hauptsache eine Einschränkung 
der Funktionen und Belastbarkeit der unteren Abschnitte der Wirbelsäule 
und der Funktionseinheit Lendenwirbelsäule-Beckengürtel. Die Einschrän-
kungen beträfen sämtliche, den Rücken belastende Arbeitstätigkeiten bzw. 
Arbeitshaltungen. Dies bedeute sinngemäss: Reduktion der zumutbaren 
Belastbarkeit für das repetitive Bücken und Aufrichten, das repetitive Anhe-
ben und Tragen von Lasten über 10kg, Einschränkung der zumutbaren 
Belastbarkeit für Arbeitshaltungen in der chronischen Vorneigehaltung so-
wie für rein statische Belastungen des Achsenskeletts im Stehen und Sit-
zen. Ebenso bestehe eine Einschränkung der Belastbarkeit des Achsen-
skeletts für eine Arbeitstätigkeit auf und über Schulterhöhe, bei welchem 
eine Hyperextension der Lendenwirbelsäule erfolgen müsse (S. 23). Die 
bisherige Tätigkeit als … und … sowie andere Arbeitstätigkeiten mit ähnlich 
hohen mechanischen Belastungen oder welche nicht strikte nach den Prin-
zipien der Rückenergonomie praktiziert werden könnten, seien nicht mehr 
zumutbar (S. 24). Eine dem Leiden angepasste Tätigkeit müsse rücken-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 16

schonend und mechanisch leicht bis mittelschwer sein: Vermeiden von 
repetitivem Bücken, Aufrichten, Anheben und Tragen von Lasten über 
10kg, das Vermeiden von Arbeiten in einer monotonen Vorneigehaltung, in 
Kauerposition bzw. in kniender Position. Ausgeschlossen seien Arbeiten 
mit zu hoher Vibrationseinwirkung resp. Schlageinwirkung auf den 
Oberkörper (S. 25). Eine den Leiden angepasste Arbeitstätigkeit sei zu 8 
Stunden pro Tag an 5 Wochentagen zumutbar (S. 26). 

Aus interdisziplinärer Sicht (act. II 119) finde sich eine um 15-20% reduzier-
te Zumutbarkeit einer rückenschonenden Tätigkeit. 

3.3.7 Mit Schreiben vom 28. Mai 2013 (act. II 126 S. 3) nahm Dr. med. 
E.________ Stellung zum Gutachten von Dr. med. F.________. Ihres Er-
achtens sei die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung und einer 
rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode, falsch. 
Die medizinischen Berichte sprächen für eine schwere depressive Sym-
ptomatik, wobei auch die Schmerzen Teil derselben seien (S. 4). Zudem 
leide der Beschwerdeführer auch an einer instabilen Persönlichkeitsstörung 
(S. 5), was im Gutachten nicht diagnostiziert werde. Ferner sei das Gutach-
ten widersprüchlich (S. 5 ff.). 

3.3.8 Mit Bericht vom 2. August 2013 (act. II 131 S. 1) nahm Dr. med. 
F.________ zur Kritik von Dr. med. E.________ Stellung, woraufhin Letzte-
re am 10. September 2013 (act. II 133 S. 3) wiederum Stellung zum Bericht 
vom 2. August 2013 bezog. 

3.4 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a). 

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 17

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 232 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a 
S. 352). 

3.5 Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, auf das psychiatrische 
Gutachten von Dr. med. F.________ könne nicht abgestellt werden, da er 
in anderer Stellung bereits in der gleichen Sache tätig gewesen sei. Er wä-
re deshalb verpflichtet gewesen, den Gutachtensauftrag abzulehnen, zumal 
nicht ausgeschlossen werden könne, dass er dem Beschwerdeführer ge-
genüber voreingenommen gewesen sei. 

3.5.1 Für Sachverständige gelten grundsätzlich die gleichen Ausstands- 
und Ablehnungsgründe, wie sie für Richterinnen und Richter vorgesehen 
sind (BGE 132 V 93 E. 7.1 S. 109; SVR 2009 UV Nr. 32 S. 112 E. 4.2 und 
4.3). 

Nach Art. 30 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat jede Person Anspruch 
darauf, dass ihre Sache von einem unparteiischen, unvoreingenommenen 
und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände ent-
schieden wird. Voreingenommenheit und Befangenheit werden nach der 
Rechtsprechung angenommen, wenn Umstände vorliegen, die bei objekti-
ver Betrachtung geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Rich-
ters zu erwecken. Solche Umstände können entweder in einem bestimmten 
Verhalten des betreffenden Richters oder in gewissen äusseren Gegeben-
heiten funktioneller und organisatorischer Natur begründet sein. Letzteres 
betrifft vor allem Konstellationen einer Vorbefassung des Richters. Bei der 
Beurteilung solcher Umstände ist nicht auf das subjektive Empfinden einer 
Partei abzustellen. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss 
vielmehr in objektiver Weise begründet erscheinen. Es genügt, wenn Um-
stände vorliegen, die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befan-
genheit und Voreingenommenheit erwecken. Für die Ablehnung wird nicht 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 18

verlangt, dass der Richter tatsächlich befangen ist (BGE 137 I 227 E. 2.1 
S. 229). 

3.5.2 Ein Ausstands- oder Ablehnungsgrund ist so früh wie möglich gel-
tend zu machen. Es verstösst gegen Treu und Glauben, Einwendungen 
dieser Art erst im Rechtsmittelverfahren vorzubringen, wenn dies schon 
vorher hätte getan werden können. Wer sich in Kenntnis des Ausstands- 
oder Ablehnungsgrundes auf den Prozess einlässt, verwirkt den Anspruch 
auf spätere Anrufung der verletzten Verfassungsbestimmungen (BGE 132 
V 93 E. 7.4.2 S. 112; SVR 2001 UV Nr. 11 S. 42 E. 1c). 

3.6 Am 19. April 2012 (act. II 100) wurde der Beschwerdeführer über 
die vorgesehene bidisziplinäre rheumatologisch-psychiatrische Begutach-
tung durch die Dres. med. G.________ und F.________ orientiert, woge-
gen jener keine Einwände erhob (act. II 102). Soweit der Beschwerdeführer 
nunmehr – nach Vorliegen der Expertise und in Kenntnis deren Ergebnisse 
– mit Bezug auf Dr. med. F.________ Voreingenommenheit geltend macht, 
erfolgt diese Rüge zum einen zu spät (vgl. E. 3.5.2 hiervor) und es ist kein 
Grund ersichtlich noch wird ein solcher geltend gemacht, wonach ihm das 
rechtzeitige Vorbringen der Befangenheitsrüge nicht möglich gewesen wä-
re. Zum anderen geht aus den Akten zwar hervor, dass Dr. med. 
F.________ den Beschwerdeführer im Rahmen einer konsiliarischen Zu-
weisung durch den Hausarzt Dr. med. I.________ schon einmal untersucht 
hat. Dieser Umstand schliesst jedoch seinen Beizug als Gutachter nicht 
aus (BGE 132 V 93 E. 7.2.2 S. 110), umso weniger, als dem entsprechen-
den Bericht vom 6. Dezember 2010 (act. II 126 S. 9) nichts zu entnehmen 
ist, was Dr. med. F.________ hinsichtlich der später erfolgten Begutach-
tung als objektiv voreingenommen erscheinen liess – was denn auch nicht 
(substantiiert) geltend gemacht wird. Schliesslich ergeben sich auch aus 
dem sachlich und neutral abgefassten Gutachten selber keinerlei Hinweise 
auf eine allfällige Voreingenommenheit, womit die Rüge der Befangenheit – 
soweit sie überhaupt gehört werden kann – unbegründet ist. 

3.7 Die Gutachten der Dres. med. F.________ und G.________ (act. II 
104.1; 117.1) erfüllen die Voraussetzungen der Rechtsprechung an Exper-
tisen und erbringen vollen Beweis (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/bb S. 353). 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 19

3.7.1 Der Beschwerdeführer kritisiert das Gutachten von Dr. med. 
F.________ als nicht schlüssig. Entgegen seiner Auffassung vermögen 
jedoch die Berichte der Rehaklinik J.________ und seiner behandelnden 
Psychiaterin, Dr. med. E.________, den Beweiswert des Administrativgut-
achtens nicht zu erschüttern: Sinn und Zweck des Aufenthaltes in der Re-
haklinik J.________ vom 12. Mai bis 2. Juni 2009 (act. II 79 S. 3) war eine 
stationär physikalisch-balneologische Behandlung, nicht eine allfällige ver-
sicherungsmedizinische bzw. invalidenversicherungsrechtliche Einschät-
zung der verbliebenen Leistungsfähigkeit, weshalb der pauschalen Fest-
stellung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit zum Vornherein beschränkte 
Beweiskraft zukommt. Es finden sich im nämlichen Bericht denn auch keine 
Aspekte, welche im Gutachten von Dr. med. F.________ unberücksichtigt 
geblieben wären: Wohl hielten die behandelnden Ärzte unter den Diagno-
sen u.a. eine „majore Depression“ (ICD-10 F32.2) fest; indessen geht aus 
dem Bericht nicht hinreichend hervor, aufgrund welcher Befunde auf die 
nämliche Diagnose geschlossen wurde. Im „internistischen Status“ findet 
sich der Hinweis, der Beschwerdeführer sei „psychisch depressiv“ (S. 4). 
Dem psychologischen Konsilium (act. II 79 S. 7) lässt sich hierzu lediglich 
entnehmen, es liege eine Akzentuierung der Rückenschmerzen mit pseu-
doradikulären Ausstrahlungen sowie einer Aggravierung der hohen biopsy-
chosozialen Belastungen mit psychischer Dekompensation und zuneh-
mend suizidalen Gedanken vor, was – im vorliegend massgebenden invali-
denversicherungsrechtlichen Kontext – keine nachvollziehbare Begründung 
der Einschätzung darstellt. Gleiches gilt für den Bericht von Dr. med. 
E.________ vom 6. Oktober 2011 (act. II 88), worin sie und der mitunter-
zeichnende Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin um (erneute) Prü-
fung eines Rentenanspruchs ersuchen: Die darin diagnostizierte (chronifi-
zierte) schwere Depression basiert massgeblich auf den Angaben des Be-
schwerdeführers, wobei die (bloss rudimentär) erhobenen Befunde sowie 
die daraus resultierenden Einschränkungen nicht weiter konkretisiert wer-
den. Schliesslich kann der Beschwerdeführer auch aus dem Bericht von Dr. 
med. F.________ vom 6. Dezember 2010 (act. II 126 S. 9) nichts zu seinen 
Gunsten ableiten, stellte Letzterer darin doch selber keine Diagnose.

Mithin ist die Diagnose einer majoren bzw. schweren Depression nicht 
schlüssig. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 20

Gleiches gilt hinsichtlich der ebenfalls diagnostizierten „Aspekte eines emo-
tional instabilen Persönlichkeitsstils (explosiver, reizbarer Persönlichkeitss-
til)“: Hier ist zunächst festzustellen, dass die Umschreibung „Aspekte eines 
emotional instabilen Persönlichkeitsstils“ nicht der Definition gemäss ICD-
10 F60.3 entspricht, welche „emotional instabile Persönlichkeitsstörung“ 
lautet. Soweit Dr. med. E.________ in ihrer Stellungnahme vom 28. Mai 
2013 (act. II 126 S. 3) unter Berufung auf den Bericht der Rehaklinik 
J.________ von einer „emotional instabilen Persönlichkeitsstörung“ (vgl. 
S. 5) ausgeht, entspricht dies nicht der abgeschwächten Umschreibung der 
Ärzte der Rehaklinik J.________. Die Feststellung eines „explosiven, reiz-
baren Persönlichkeitsstils“ findet denn auch in den übrigen Akten keine 
Bestätigung: Im psychiatrischen Zusatzgutachten vom 15. Dezember 2005 
(act. II 55 S. 20) zum MEDAS-Gutachten wurde eine Persönlichkeitss-
törung explizit ausgeschlossen (S. 21). Auch im weiteren Verlauf finden 
sich keine entsprechenden Hinweise. Im Bericht vom 20. Dezember 2010 
(act. II 126 S. 11) hielt Dr. med. I.________ vielmehr fest, ein explosives 
oder reizbares Verhalten sei ihm „nie aufgefallen“. Einzig Dr. med. 
E.________ hielt in ihrer Stellungnahme vom 28. Mai 2013 fest, den Be-
schwerdeführer in einer Therapiestunde „äusserst aggressiv“ erlebt zu ha-
ben (act. II 126 S. 5). Abgesehen davon, dass Dr. med. E.________ die 
Interessen des Beschwerdeführers gegenüber der Beschwerdegegnerin in 
advokatorischer Weise vertritt (vgl. act. II 88; 93) und damit der Tatsache 
Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte und behandelnde Fachärzte 
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in 
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, führte Dr. med. 
E.________ in ihrem früheren Bericht vom 6. Oktober 2011 (act. II 88) die 
später geltend gemachte Persönlichkeitsstörung unter den Diagnosen nicht 
auf; auch erwähnte sie darin keinen reizbaren oder explosiven 
Persönlichkeitsstil. Wenn Dr. med. F.________ somit keine 
Persönlichkeitsstörung diagnostizierte, ist dies ohne weiteres 
nachvollziehbar.

Schliesslich vermögen auch die übrigen, in der Beschwerde vorgebrachten 
Einwände die Beweiskraft des Gutachtens von Dr. med. F.________ nicht 
in Frage zu stellen: Dass er keine „psychologischen Tests“ durchführte, ist 
nicht zu beanstanden, obliegt es doch allein dem Gutachter zu entschei-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 21

den, ob solche Tests überhaupt durchzuführen sind (Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 4. Dezember 2013, 9C_618/2013, E. 4.1). Für 
die Qualität des Gutachtens ist zudem in jedem Fall die klinische 
Untersuchung in Kenntnis der Anamnese massgebend (Entscheid des 
BGer vom 17. Dezember 2009, 8C_695/2009, E. 3.2.2). Im Übrigen steht 
der von Dr. med. F.________ festgestellte Schweregrad der Depression 
ohne weiteres im Einklang mit den erhobenen Befunden. Dasselbe gilt mit 
Bezug auf die ebenfalls diagnostizierte somatoforme Schmerzstörung (vgl. 
E. 3.7.3 hinten). 

3.7.2 Ferner kritisiert der Beschwerdeführer auch das rheumatologische 
Gutachten von Dr. med. G.________ (act. II 117.1) als nicht beweiskräftig. 

Zunächst schadet es nicht, dass die Beschwerdegegnerin für die Einschät-
zung der funktionellen Auswirkungen der Beeinträchtigungen am Bewe-
gungsapparat nicht einen Orthopäden, sondern einen Rheumatologen mit 
der Begutachtung betraut hat (vgl. Entscheid des BGer vom 6. Juni 2011, 
9C_134/2011, E. 3.3). Ferner hat Dr. med. G.________ bei den Diagnosen 
auch eine somatoforme Schmerzstörung aufgeführt (S. 19). Diese gehört 
grundsätzlich nicht in sein Fachgebiet. Indessen geht aus seiner Expertise 
hervor, dass er sich dabei auf das anlässlich der Begutachtung bereits vor-
liegende psychiatrische Gutachten von Dr. med. F.________ abstützte 
(S. 1). Im Übrigen ist nicht zu beanstanden, dass Dr. med. G.________ bei 
im Vergleich zum orthopädischen MEDAS-Teilgutachten im Januar 2006 
(act. II 55 S. 14) im Wesentlichen unveränderten Befunden eine geringfügig 
höhere Arbeitsfähigkeit attestiert hat, ist doch einerseits über die Jahre 
hinweg von einer gewissen Angewöhnung auszugehen und andererseits 
der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die ärztliche Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit – abhängig von der Gutachterperson und von den 
Umständen der Begutachtung – von der Natur der Sache her 
Ermessenszüge trägt (Entscheid des BGer vom 11. Oktober 2013, 
9C_464/2013, E. 3.2.3). Nachdem Dr. med. G.________ die bestehenden 
gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen detailliert erhoben und die 
daraus resultierenden leistungsmässigen Einschränkungen sorgfältig 
gewürdigt hat, besteht deshalb kein Anlass, seinen diesbezüglichen 
Einschätzungen den Beweiswert abzusprechen. Auch aus den übrigen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 22

Berichten der behandelnden Ärzte kann der Beschwerdeführer nichts zu 
seinen Gunsten ableiten: Mit Bezug auf den Bericht der Rehaklinik 
J.________ ist grundsätzlich auf das in E. 3.7.1 Gesagte zu verweisen, 
wobei auch in somatischer Hinsicht keine nachvollziehbare Beurteilung der 
Arbeitsfähigkeit erfolgte, sondern pauschal eine lediglich 25%ige 
Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (act. II 79 S. 5). Ebenso wenig vermag der 
Bericht von Dr. med. I.________ vom 20. Dezember 2010 (act. II 126 S. 
11) eine andere Sichtweise zu begründen, wird die darin postulierte 50%ige 
Arbeitsfähigkeit doch lediglich mit Verweis auf die angebliche Einschätzung 
eines anderen behandelnden Arztes begründet, ohne dass eine eigene 
Würdigung erfolgt. 

Schliesslich macht der Beschwerdeführer geltend, aufgrund des MRI-
Befundes der HWS vom 31. Januar 2008 wäre zusätzlich eine 
neurologische und neuropsychologische Abklärung notwendig gewesen. 
Dem kann nicht gefolgt werden: Die besagte MRI-Untersuchung ergab 
lediglich eine mögliche Kompromittierung der Nervenwurzel C6 (act. II 72 
S. 3). Eine weitere röntgenologische Untersuchung der HWS (und LWS) im 
November 2009 förderte sodann degenerative Veränderungen zutage, im 
Übrigen aber ein „gutes Alignement im ap und seitlichen Strahlengang“ und 
keine frischen ossären Läsionen (act. II 79 S. 10). Sodann und 
entscheidend hielt Dr. med. G.________ fest, die klinischen Befunde 
schlössen eine Neurokompression als Ursache der vom Beschwerdeführer 
angegebenen, ins Bein ausstrahlenden Schmerzen aus (act. II 117.1 S. 21) 
bzw. deckten lediglich eine alltagsirrelevante Bewegungseinschränkung der 
HWS auf, so dass hieraus keine zusätzliche Einschränkung der 
Arbeitsfähigkeit resultiere (S. 22). Angesichts dieser (im Übrigen nicht in 
Frage gestellten) Befunde ist nicht zu beanstanden, dass die 
Beschwerdegegnerin bzw. die Gutachter auf den zusätzlichen Beizug eines 
Neurologen verzichteten. 

Zusammenfassend erweist sich der medizinische Sachverhalt als hinrei-
chend abgeklärt, weshalb es der beantragten polydisziplinären Begutach-
tung nicht bedarf. 

3.7.3 Damit besteht gestützt auf die interdisziplinäre, die somatisch-
rheumatologischen sowie psychischen Beeinträchtigungen berücksichti-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 23

gende Einschätzung der Dres. med. F.________ und G.________ für eine 
rückenschonende Tätigkeit (Vermeiden von repetitivem Bücken, Aufrichten, 
Anheben und Tragen von Lasten über 10kg, Vermeiden von Arbeiten in 
einer monotonen Vorneigehaltung, in Kauerposition bzw. in kniender Posi-
tion; keine Arbeiten mit zu hoher Vibrationseinwirkung resp. Schlageinwir-
kung auf den Oberkörper) eine 80-85%ige Arbeitsfähigkeit, wobei die früher 
ausgeübte Tätigkeit als … und … nicht mehr zumutbar ist. 

Nachdem bei Erlass des Einspracheentscheids am 21. Februar 2007 (act. 
II 67) noch keine psychischen Störungen zur Diskussion standen, ist mit 
den (nun mehr auch gutachtlich erstellten) psychisch bedingten Beschwer-
den eine potentiell revisionsrelevante Änderung in den tatsächlichen (medi-
zinischen) Verhältnissen eingetreten, womit eine allseitige Prüfung des 
Rentenanspruchs zu erfolgen hat (vgl. E. 2.3.3 vorne). Fraglich ist aller-
dings, ob die festgestellte anhaltende somatoforme Schmerzstörung sowie 
die rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, im 
Lichte von Art. 7 Abs. 2 ATSG überhaupt eine Invalidität im Rechtssinne zu 
begründen vermögen, zumal leichte bis mittelschwere depressive Episoden 
regelmässig keine Komorbidität darstellen, welche es der betroffenen Per-
son verunmöglichen, die Folgen der Schmerzstörung zu überwinden (Ent-
scheid des BGer vom 29. August 2012, 9C_266/2012, E. 4.3.2). Wie es 
sich damit verhält, bzw. ob mit Bezug auf die festgestellte 15-20%ige Ein-
schränkung der Leistungsfähigkeit ein invalidisierender Gesundheitsscha-
den vorliegt, kann hier offen bleiben, da die Invaliditätsbemessung zu ei-
nem rentenausschliessenden IV-Grad führt (vgl. E. 4.2.3 hinten). 

4.

4.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbsein-
kommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 
Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein-
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 
(Art. 16 ATSG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 24

4.1.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde 
tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, 
nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung ange-
passten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 
E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse das 
ohne gesundheitliche Beeinträchtigung realisierbare Einkommen nicht hin-
reichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte 
gemäss Tabellenlohn abzustellen. 

4.1.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstruk-
turerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; 
SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1).

Es gilt zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, 
die selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich 
zu voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern 
lohnmässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurch-
schnittlichen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit ei-
nem Abzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 
S. 327, 129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass 
Tabellenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und 
beruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 E. 
4.1.1).

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4.2

4.2.1 Mit Blick auf die Festsetzung des Valideneinkommens ergibt sich 
aus den Akten, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt der Arbeitsunfähig-
keit als … im Baugewerbe tätig war (act. II 5; 25). Mangels anderslautender 
Hinweise steht fest, dass er im Gesundheitsfall weiterhin und damit auch im 
Jahr 2012 – mithin im Zeitpunkt des mutmasslichen Rentenbeginns (vgl. 
act. II 88; Art. 29 Abs. 1 IVG) – einer Tätigkeit als … nachgegangen wäre. 
Indessen hatte die letzte Anstellung bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit ledig-
lich ein Jahr gedauert (act. II 5 S. 1); gleiches gilt mit Bezug auf die vorletz-
te im Baugewerbe innegehabte Anstellung (act. II 4 S. 4). Dass der Be-
schwerdeführer als Gesunder somit auch im Jahre 2012 noch beim selben 
Arbeitgeber wie 2001 tätig gewesen wäre, ist nicht überwiegend wahr-
scheinlich. Vor diesem Hintergrund ist das Valideneinkommen deshalb 
nach Massgabe der LSE zu bestimmen (vgl. E. 4.1.1 vorne). Gestützt auf 
Tabelle TA1 der LSE 2010 (abrufbar unter www.bfs.admin.ch), Anforde-
rungsniveau 4 (einfache und repetitive Arbeiten), Position 41-43 (Bauge-
werbe), Männer, beträgt das jährliche, auf das Jahr 2012 aufindexierte Va-
lideneinkommen Fr. 67‘233.35 (Fr. 5‘310.-- x 12 Monate / 40 x 41.5 Wo-
chenstunden [vgl. Bundesamt für Statistik {BFS}, Betriebsübliche Arbeits-
zeit nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt F] / 100 x 101.7 [BFS, Nominal-
lohnindex nach Geschlecht, T1.1.10, Rubrik F, Männer]).

4.2.2 Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist zu berücksichtigen, 
dass der Beschwerdeführer keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgeht, 
weshalb auf statistische Werte abzustellen ist (vgl. E. 4.1.2 vorne). Ferner 
ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer keine körperlich schwe-
re Tätigkeit mehr verrichten kann. Zwar führt die gesundheitlich bedingte 
Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht 
automatisch zu einer weiteren Verminderung des hypothetischen 
Invalidenlohnes, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits 
eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst. 
Indessen ist der Beschwerdeführer vorliegend auf eine rückenadaptierte 
Tätigkeit angewiesen, weshalb sich unter diesem Blickwinkel ein Abzug 
vom Tabellenlohn rechtfertigt (vgl. Entscheid des BGer vom 4. Oktober 
2013, 9C_455/2013, E. 4.4). Nachdem die übrigen, praxisgemäss zu 

http://www.bfs.admin.ch/

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berücksichtigenden Kriterien (vgl. E. 4.1.2 vorne) nicht erfüllt sind, ist der 
Abzug auf maximal 10% zu veranschlagen; dies auch unter 
Berücksichtigung des Umstands, dass das Valideneinkommen ebenfalls 
aufgrund statistischer Daten erhoben worden ist (Entscheid des BGer vom 
19. Januar 2009, 8C_42/2008, E. 5), was einen triftigen Grund darstellt, um 
in das Ermessen der Verwaltung, welche einen Abzug von 25% 
vorgenommen hat (vgl. act. II 134 S. 1), einzugreifen. 

Gestützt auf Tabelle TA1 der LSE 2010, Anforderungsniveau 4 (einfache 
und repetitive Arbeiten), Totalwert, Männer, beträgt das jährliche, auf das 
Jahr 2012 aufindexierte Invalideneinkommen unter Berücksichtigung einer 
Leistungseinbusse von 17.5% (Mittelwert der medizinisch-theoretisch 
festgelegten Arbeitsunfähigkeit von 15-20% [vgl. act. II 119]; vgl. auch E. 
3.7.3 in fine) sowie einem behinderungsbedingten Abzug von maximal 10% 
Fr. 46‘297.70 (Fr. 4'901.-- x 12 Monate / 40 x 41.7 Wochenstunden [vgl. 
BFS, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Abschnitt 
Total] / 100 x 101.7 [BFS, Nominallohnindex nach Geschlecht, T1.1.10, 
Rubrik Total, Männer] x 0.825 x 0.9). 

4.2.3 Aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert 
eine Erwerbseinbusse von höchstens Fr. 20‘935.65 und damit ein 
Invaliditätsgrad von gerundet maximal 31% (Fr. 20‘935.65 / Fr. 67‘233.35 
x 100 [zur Rundung: vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2 S. 123]). 

4.3 Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 
24. September 2013 als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

5.

5.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 
200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 17. Feb. 2014, IV/13/947, Seite 27

Nachdem der unterliegende Beschwerdeführer mit Schreiben vom 3. De-
zember 2013 das UR-Gesuch zurückgezogen hat, hat er bei diesem Aus-
gang des Verfahrens die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf 
Fr. 700.--, zu tragen. 

5.2 Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG 
(Umkehrschluss) besteht kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden dem Beschwerdeführer 
zur Bezahlung auferlegt.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. des Beschwerdeführers
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.