# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cb964bce-3f37-5c82-95c9-d994543b59bc
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2012-03-20
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 20.03.2012 S 2012 6
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2012-6_2012-03-20.pdf

## Full Text

S 12 6
2. Kammer als Versicherungsgericht

URTEIL
vom 20. März 2012

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Versicherungsleistungen nach UVG

1. ..., geboren 1971, ist als Skilehrer und Bergführer bei der Schweizerischen 

Schneesportschule … angestellt und bei der ÖKK Kranken- und 

Unfallversicherungen AG (ÖKK) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen 

versichert. Gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 5. Mai 2011 verspürte er am 

2. Februar 2011 beim Klettern in der Kletterhalle … plötzlich einen stechenden 

Schmerz in der rechten Schulter. Die Erstbehandlung erfolgte am 7. März 

2011 durch Dr. med. … welcher mit Arztzeugnis vom 15. August 2011 von 

einem Status nach vermutlicher Luxation der rechten Schulter 1993 und 

anzunehmender Labrumfixation berichtete. Ein MRI vom 25. Juli 2011 habe 

keine nachweisbare Läsion gezeigt.

Auf Veranlassung der ÖKK präzisierte der Versicherte am 30. August 2011 

den Geschehensablauf. Er habe beim Klettern in der Halle sein Körpergewicht 

am Arm hochziehen wollen. Dabei sei seine Hand ins Rutschen gekommen. 

Beim Nachgreifen habe er in seiner Schulter einen Schmerz (bei hörbarem 

Knirschen) verspürt. Der Vertrauensarzt der ÖKK, Dr. med. …, verneinte in 

seiner Beurteilung vom 5. September 2011 das Vorliegen einer 

Listenverletzung, worauf die ÖKK dem Versicherten am 4. Oktober 2011 

mitteilte, es habe kein Unfallereignis stattgefunden und es liege auch keine 

Listenverletzung vor. Mit Verfügung vom 13. Oktober 2011 lehnte die ÖKK 

eine Leistungspflicht in Bezug auf das angemeldete Ereignis vom 2. Februar 

2011 ab, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung 

vorliege. Dagegen erhoben die … Versicherungen AG (…) als 

Krankenversicherer und der Versicherte Einsprache. Die … machte 

sinngemäss geltend, der Vorfall sei zumindest als sinnfälliges Ereignis zu 

qualifizieren. Zudem liege eine Listenverletzung vor. Der Versicherte legte ein 

Schreiben von Dr. med. …, Spital …, ein, wonach die Arthro-MRI-

Untersuchung vom 25. Juli 2011 eine Supraspinatussehnenverletzung (sog. 

PASTA-Läsion) sowie eine Partialruptur der Subscapularissehne ergeben 

habe. Solche Verletzungen seien im Alter des Versicherten ausschliesslich 

unfallbedingt. Entsprechend forderten die … und der Versicherte die 

Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen. Nachdem der Vertrauensarzt der 

ÖKK, Dr. med. …, mit Bericht vom 22. November 2011 seine Einschätzung, 

dass keine Listenverletzung vorliege, bestätigt hatte, wies die ÖKK das 

Leistungsbegehren mit Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2011 ab. 

Mit Schreiben vom 1. Dezember 2011 ersuchte Dr. med. … den 

Vertrauensarzt der ÖKK, Dr. med. …, um Erläuterung, weshalb 

Sehnenteilrupturen nicht unter Art. 9 Abs. 2 UVV fallen sollten. Dr. med. … 

beantwortete die Anfrage am 20. Dezember 2011.

2. Gegen den abschlägigen Einspracheentscheid erhob … am 5. Januar 2012 

Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, es sei der 

angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die ÖKK zu verpflichten, 

die Leistungen gemäss UVG aus dem Vorfall vom 2. Februar 2011 zu 

erbringen. Unbestritten sei, dass er bei einem Kletterereignis eine 

Supraspinatussehnenverletzung (PASTA-Läsion) und eine Partialruptur der 

Subscapularissehne erlitten habe. Wie diese Diagnose zu werten sei, sei 

kontrovers geblieben, entweder als unfallähnliche Körperschädigung im Sinne 

von Art. 6 Abs. 2 UVG i.V. mit Art. 9 Abs. 2 UVV oder als Unfall gemäss Art. 

4 ATSG. Auf jeden Fall habe er zwei Verletzungen erlitten. Unter einer 

PASTA-Läsion verstehe man einen „Teilriss der Rotatorenmanschette in 

Gelenksnähe und zwar an der Unterseite des Supraspinatusmuskels“. Im 

vorliegenden Fall stütze sich die Diagnose auf ein Arthro-MRI vom 25. Juli 

2011. Ausgehend von diesem könnte die Verletzung als  Muskelriss oder -

zerrung nach UVV 9 lit. c/d qualifiziert werden. Gemäss MRI- Befund liege 

jedoch eher ein Riss im Ansatzbereich der Supraspinatussehne vor, also eher 

ein Sehnenriss. Das Bundesgericht habe in BGE 123 V 43 ff. E. 2a ausgeführt, 

dass ein Rotatorenmanschettenriss unter Art. 9 Abs. 2 it. f UVV subsumiert 

werde, sofern, mit Ausnahme des ungewöhnlichen äusseren Faktors, die 

übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles erfüllt seien. Weil der 

Beschwerdeführer unbestrittenermassen einen Teilriss der 

Rotatorenmanschette erlitten habe, müsse vorliegend von einer 

unfallähnlichen Körperschädigung ausgegangen werden. Der auf BGE 114 V 

305 E. 5a gestützte Einwand, weil ein eindeutiger Kontrastmitteldurchtritt 

bursaseitig nicht habe festgestellt werden, könne der Nachweis eines 

Sehnenrisses nicht erbracht werden, gehe fehl. Die 

Magnetresonanztomografie sei in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts 

entwickelt worden und habe erst ab Mitte der 80er Jahre breitere Anwendung 

gefunden. Gerichtsnotorisch sei, dass das Bundesgericht neuen 

diagnostischen Methoden skeptisch gegenüber stehe und diese erst nach 

Langzeitverfahren akzeptiere. Es sei aber davon auszugehen, dass das 

Bundesgericht heute mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den 

MRI-Nachweis einer Teilruptur der Rotatorenmanschette als Beweismittel 

nicht nur akzeptieren, sondern sogar fordern würde. Ebenfalls mittels MRI sei 

ein Längsriss der Subscapularissehne in den cranialen Abschnitten erkannt 

worden. Damit sei mit einer der heute brauchbarsten diagnostischen Methode 

ein weiterer Teilriss einer Sehne nachgewiesen worden. Von der 

Beschwerdegegnerin sei zu Recht nicht bestritten worden, dass mit 

Ausnahme des ungewöhnlichen äusseren Faktors die übrigen 

Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs erfüllt seien. Weil zwei 

Sehnenteilrisse an der Rotatorenmanschette nachgewiesen seien, habe die 

ÖKK die UVG-Leistungen infolge Erleidens einer unfallähnlichen 

Körperschädigung zu erbringen. Eine Leistungspflicht ergebe sich aber auch 

bereits gestützt auf Art. 4 ATSG, weil ein ungewöhnlicher äusserer Faktor die 

Verletzungen verursacht habe. Der Beschwerdeführer habe sich beim 

Klettern in der senkrechten Kletterwand an einem Arm gehalten und habe sein 

ganzes Körpergewicht damit hochziehen wollen. Als die Hand ausgerutscht 

sei, habe er reflexartig nachgreifen wollen. Dieser Geschehensablauf erfülle 

das Kriterium der Ungewöhnlichkeit, weshalb eine Leistungspflicht selbst 

dann bejaht werden müsste, wenn ein Sehnen- oder Muskelriss der 

Rotatorenmanschette nicht nachgewiesen wäre.

  3. Die ÖKK beantragte die Abweisung der Beschwerde. Entgegen der 

Darstellung des Beschwerdeführers erfülle der geschilderte Hergang das 

Kriterium der Ungewöhnlichkeit nicht, mithin liege kein Unfall nach Art. 4 

ATSG vor. Ebenso wenig entsprächen die Diagnosen einer PASTA-Läsion 

und einer Partialruptur der Subscapularissehne einer Muskelverletzung, sei 

es ein Muskelriss oder eine Muskelzerrung, was Dr. med. … denn auch nicht 

behaupte. Aufgrund der im MRI festgestellten Längsspaltung und des Fehlens 

einer eigentlichen Querruptur sei - auch aufgrund der Feststellung einer 

fettigen Degeneration und einer Atrophie - auf eine degenerative Veränderung 

zu schliessen. Eine Teilruptur gelte nach der Rechtsprechung nur dann als 

unfallähnliche Körperschädigung, wenn sie medizinisch eindeutig festgestellt 

worden sei,  woran hohe Anforderungen zu stellen seien (114 V 305 E 5a). 

Die Rechtsprechung verlange einen operativen Nachweis oder einen 

Nachweis durch Kontrastmittel. Diese Anforderungen seien vorliegend nicht 

erfüllt, zumal anlässlich der MRI-Untersuchung kein Kontrastmitteldurchtritt 

habe festgestellt werden können. Das Bundesgericht habe seine Praxis 

seither nicht geändert.

Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, 

soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 

werden - soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die 

Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und 

Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann 

Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die 

Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre 

Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung 

zugefügt werden (Abs. 3).

b) Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte 

schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den 

menschlichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder 

geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.

Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der 

Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur 

auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist 

somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwer wiegende, unerwartete 

Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den 

Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen 

überschreitet. Ausschlaggebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom 

Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschlichen Körper abhebt. 

Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit 

(BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).

Das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors kann sodann in einer 

unkoordinierten Bewegung (RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit 

Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, Bern 1985, S. 

176 f.) bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das 

Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der 

Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ablauf einer 

Körperbewegung gleichsam "programmwidrig" beeinflusst hat. Bei einer 

solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu 

bejahen; denn der äussere Faktor - Veränderung zwischen Körper und 

Aussenwelt - ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein 

ungewöhnlicher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1; RKUV 2004 Nr. U 502 S. 183 

E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). 

Ohne besonderes Vorkommnis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der 

Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalls regelmässig zu 

verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2; RKUV 2004 Nr. U 523 S. 541 E. 3.2).

c) Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den 

Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherungen einbeziehen. Von 

dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die 

Unfallversicherung (UVV) Gebrauch gemacht und folgende, abschliessend 

aufgeführte Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine 

Erkrankung oder eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne 

ungewöhnliche äussere Einwirkung Unfällen gleichgestellt:

a. Knochenbrüche,
b. Verrenkungen von Gelenken,
c. Meniskusrisse,
d. Muskelrisse,
e. Muskelzerrungen,
f. Sehnenrisse, 
g. Bandläsionen,
h. Trommelfellverletzungen.
Bei unfallähnlichen Körperschädigungen nach Art. 9 Abs. 2 UVV müssen zur 

Begründung der Leistungspflicht des Unfallversicherers mit Ausnahme der 

Ungewöhnlichkeit die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt sein. 

Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung des äusseren 

Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des Körpers liegenden, objektiv 

feststellbaren, sinnfälligen, eben unfallähnlichen Vorfalles (BGE 129 V 467 E. 

2.2). Die schädigende äussere Einwirkung kann in einer körpereigenen 

Bewegung bestehen (BGE 129 V 468 E. 4.1 mit Hinweisen). Das Auftreten 

von Schmerzen als solches ist kein äusserer (schädigender) Faktor im Sinne 

der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht gegeben ist, wenn die versicherte 

Person nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht 

anzugeben vermag (BGE 129 V 469 E. 4.2.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis 

des äusseren schädigenden Faktors auch, wenn das erstmalige Auftreten der 

Schmerzen mit einer blossen Lebensverrichtung einhergeht, welche die 

versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist. Vielmehr ist gemäss 

Rechtsprechung für die Bejahung eines äusseren auf den menschlichen 

Körper schädigend einwirkenden Faktors stets ein Geschehen verlangt, dem 

ein gewisses gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnt. Das ist zu 

bejahen, wenn die zum einschiessenden Schmerz führende Tätigkeit im 

Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie 

dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann (BGE 129 V 466 E. 

2.2 und 4.2). Der äussere Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial ist 

sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung 

einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten 

Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, 

gleichkommt. Deswegen fallen einschiessende Schmerzen als Symptome 

einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV ausser Betracht, wenn sie allein bei 

der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass 

hiezu ein davon unterscheidbares äusseres Moment hineinspielt. Wer also 

lediglich beim Aufstehen, Absitzen, Abliegen, der Bewegung im Raum, 

Handreichungen usw. einen einschiessenden Schmerz erleidet, welcher sich 

als Symptom einer Schädigung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellt, kann sich 

nicht auf das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung berufen. Die 

physiologische Beanspruchung des Skelettes, der Gelenke, Muskeln, Sehnen 

und Bänder stellt keinen äusseren Faktor dar, dem ein zwar nicht 

ungewöhnliches, jedoch gegenüber dem normalen Gebrauch der Körperteile 

gesteigertes Gefährdungspotenzial innewohnen muss (BGE 129 V 470 E. 

4.2.2). Für die Bejahung eines äusseren Faktors braucht es 

zusammenfassend demzufolge ein gesteigertes Schädigungspotenzial, sei es 

zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten 

eines zur Unkontrolliertheit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung 

führenden Faktors (BGE 129 V 471 E. 4.3). Die einzelnen Umstände des 

Unfallgeschehens sind von der versicherten Person glaubhaft zu machen. 

d) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass 

zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, 

Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im 

Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 

deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht 

als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten 

gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die 

Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 

Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; 

es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen 

Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 

beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 

kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 

129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, je mit 

Hinweisen).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 

Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 

worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im 

Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im 

Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden 

Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines 

Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches 

jedoch nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit 

Hinweisen).

2. a) Streitig und zu prüfen ist, ob in Bezug auf das Ereignis vom 2. Februar 2011 

ein Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG oder eine unfallähnliche 

Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt.

b) Gemäss Bagatell-Unfallmeldung vom 5. Mai 2011 und ergänzender 

Präzisierung vom 30. August 2011 ist von folgendem Geschehensablauf 

auszugehen: 

„Beim Klettern in der Halle wollte ich mein Körpergewicht an einem Arm 
hochziehen. Meine Hand kam ins Rutschen und beim Nachgreifen habe ich 
in meiner Schulter einen Schmerz verspürt (hörbares Knirschen in der 
Schulter).“
Ausgehend von der oben zitierten Rechtsprechung zeigt sich, dass die 

Beschwerdegegnerin in Bezug auf die erlittene Verletzung vom 2. Februar 

2011 den Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG, insbesondere das Kriterium 

der Ungewöhnlichkeit, zu Recht verneint hat. Der geschilderte Hergang 

enthält offenkundig keinen ungewöhnlichen äusseren Faktor, welchen den 

Rahmen des beim Klettern Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Beim 

Klettern, sei es in der Halle oder im Freien, ist es üblich, dass der Kletternde 

einen Griff sucht, greift, mit der Hand rutscht und nachgreift. Dass er dabei 

sein eigenes Körpergewicht hochzieht und damit Belastungen (u.a. von 

Sehnen, Muskeln und Gelenken) auf sich nimmt, liegt in der Natur des 

Kletterns und stellt damit weder ein besonderes Vorkommnis, noch eine 

Programmwidrigkeit im Sinne der zitierten Rechtsprechung dar. 

Entsprechend hat die Vorinstanz das Vorliegen eines Unfalls im Sinne von 

Art. 4 ATSG denn auch zu Recht verneint.

3. a) Unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer beim Kletterereignis vom 2. 

Februar 2011 eine Supraspinatussehnenverletzung (sog. PASTA-Läsion) und 

eine Partialruptur der Subscapularissehne zugezogen hat. Dies ergibt sich 

letztlich auch aus der am 25. Juli 2011 durchgeführten Arthro-MRI Abklärung, 

welche - nach Applizierung eines Kontrastmittels - einen subtotalen (nicht 

vollständigen) Unterflächen-/intratendinösen Riss im Ansatzbereich der 

Supraspinatussehne (Aspekt einer PASTA-Läsion) sowie einen Längsriss in 

den kranialen Abschnitten der Subscapularissehne ergab. Unbestritten 

geblieben ist, dass bei diesen Verletzungen - mit Ausnahme des 

ungewöhnlichen äusseren Faktors - sämtliche Unfallbegriffsmerkmale erfüllt 

sind (Art. 9 Abs. 2 UVV e contrario; BGE 114 V 300 E. 3b ff., mit Hinweisen), 

insbesondere auch, dass aufgrund des geschilderten Geschehensablaufs das 

Vorliegen eines plötzlichen, schädigenden und nicht beabsichtigten 

Ereignisses bejaht werden kann. Die Beschwerdegegnerin hat eine 

unfallähnliche Körperschädigung jedoch mit der Begründung verneint, dass 

keine Listenverletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a - h UVV vorliege. 

Angesichts des abschliessenden Charakters der in Art. 9 Abs. 2 UVV 

enthaltenen Aufzählung der unfallähnlichen Körperschädigungen dürften 

Leistungen nur ausgerichtet werden, wenn eine in der erwähnten Bestimmung 

aufgeführte Körperschädigung vorliege.

b) Angesichts der medizinischen Unterlagen ist mit der Beschwerdegegnerin 

davon auszugehen, dass diese Verletzungen keine unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. d/e UVV (Muskelrisse, 

Muskelzerrungen) darstellen, was letztlich auch der Beschwerdeführer selbst 

erkannt hat. Zu prüfen bleibt, ob eine Körperschädigung im Sinne von Art. 

Abs. 2 lit. f UVV (Sehnenriss, i.c. ein partieller) vorliegt. 

c) Ein eigentlicher Sehnenriss besteht an sich erst, wenn die Sehne vollständig 

gerissen ist. Nach der Rechtsprechung werden jedoch nicht nur vollständige 

Sehnenrisse als unfallähnliche Körperschädigungen anerkannt, sondern auch 

Teilrupturen, sofern sie eindeutig nachgewiesen sind, was in der Regel nur 

operativ oder durch Kontrastmitteldarstellung geschehen kann. An den 

Nachweis sind, weil sich die partiellen Sehnenrisse in der Regel klinisch nicht 

von sekundären entzündlichen Reaktionen (Tendinitis, Peritendinitis, 

Paratenonitis, Tendovaginitis) unterscheiden lassen, strenge Anforderungen 

zu stellen. Kann der Nachweis nicht erbracht werden, hat der 

Leistungsansprecher die Folgen zu tragen (BGE 114 V 305 E. 5.a-c). Bei der 

Frage des Beweiswerts einer angewandten medizinisch-diagnostischen 

Methoden gilt es sich vor Augen zu halten, dass diese wissenschaftlich 

anerkannt sein müssen, damit der mit ihnen erhobene Befund eine 

zuverlässige Beurteilungsgrundlage zu bieten vermag. Als wissenschaftlich 

anerkannt gilt eine Untersuchungsart, wenn sie von Forschern und Praktikern 

der medizinischen Wissenschaft auf breiter Basis anerkannt ist (RKUV 2000 

Nr. U 395 S. 316, U 160/98, Erw. 5 und 6 mit Hinweisen; BGE 134 V 109 Erw. 

7.2 S. 119). Im Lichte der zitierten Rechtsprechung betrachtet stellt ein 

Arthro-MRI zweifellos eine durchaus zuverlässige Beurteilungsgrundlage für 

den erhobenen Befund des Ereignisses vom 2. Februar 2011 und die sich in 

diesem Zusammenhang stellenden Fragen dar. 

d) Anlässlich des im Spital … durchgeführten Arthro-MRI vom 25. Juli 2011 

konnten, nachdem dem Beschwerdeführer ein Kontrastmittel appliziert 

worden war, sowohl ein Teilsehnenriss im Ansatzbereich der 

Supraspinatussehne als auch ein Längsriss in den kranialen Abschnitten der 

Subscapularissehne festgestellt werden, obwohl kein eindeutiger 

Kontrastmitteldurchtritt in die Bursen erfolgte. Entgegen der Auffassung der 

Vorinstanz kann aus dem letzterwähnten Umstand, wonach kein eindeutiger 

Kontrastmitteldurchtritt erfolgte, nicht der Schluss gezogen werden, es liege 

bereits daher keine unfallähnliche Körperschädigung vor. Sie übersieht mit 

ihrer Sichtweise vielmehr, dass in BGE 114 V 298 lediglich eine 

Kontrastmitteldarstellung - und nicht ein (vollständiger) Kontrastmitteldurchtritt 

- verlangt war, welche wiederum eine eindeutige medizinische Feststellung 

einer Teilruptur ermöglicht. Aufgrund der Kontrastmittelapplizierung konnten 

die Teilrupturen im Arthro-MRI hinreichend nachgewiesen werden (vgl. hierzu 

auch BGE 123 V 44 E. 2 ff). Dr. med. …, …, erachtete in seiner Stellungnahme 

vom 30. Oktober 2011 in Kenntnis des Ergebnisses der Arthro-MRI 

Untersuchung die Distorsion vom Februar 2011 als Ursache für beide 

Verletzungen, welche er aufgrund des Alters des heutigen Beschwerdeführers 

als ausschliesslich unfallbedingt qualifizierte. Aufgrund der aussagekräftigen 

medizinischen Unterlagen und der zitierten Rechtsprechung kann seiner 

Einschätzung gefolgt werden. Dass degenerative Veränderungen vorliegen 

könnten, welche der Qualifikation der Verletzungen als unfallähnliche 

Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. f UVV entgegenstehen 

könnten, geht aus den medizinischen Akten nicht hervor. Weder der 

Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. …, noch Dr. med. … 

erwähnen solche. Dem MRI-Bericht vom 25. Juli 2011 kann sodann bezüglich 

des M. Subscapularis lediglich entnommen werden, dass dort eine 

leichtgradige Atrophie und fettige Degeneration Grad I nach Goutallier 

festgestellt wurde. Dem vorinstanzlichen Schluss, dass aufgrund der 

Längsspaltung und des Fehlens einer eigentlichen Querruptur der 

Subscapularissehne  wie auch aufgrund einer fettigen Degeneration und einer 

Atrophie auf eine leistungsausschliessende, (überwiegend) degenerative 

Veränderung geschlossen werden müsse, geht fehl. Vielmehr sind die 

Teilrupturen aufgrund der geschilderten Sach- und Rechtlage unter die in Art. 

9 Abs. 2 lit. f UVV erwähnten Sehnenrisse zu subsumieren, für welche 

wiederum die Beschwerdegegnerin aus UVG leistungspflichtig ist. 

e) Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, der angefochtene 

Einspracheentscheid aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu 

verpflichten, für das Ereignis vom 2. Februar 2011 die gesetzlichen 

Leistungen nach UVG zu erbringen.

4. a) Gerichtskosten werden nicht erhoben, da das kantonale 

Beschwerdeverfahren laut Art. 61 lit. a ATSG – ausser hier nicht zutreffender 

Ausnahmen – grundsätzlich kostenlos ist. 

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der obsiegende Beschwerdeführer 

Anspruch auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). Die mit der 

eingereichten Honorarnote vom 20. Januar 2012 geltend gemachte 

Parteientschädigung von Fr. 2'760.55 (inkl. MWST) erweist sich als 

angemessen und der entsprechende Betrag ist der Beschwerdegegnerin zu 

überbinden.

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen, der angefochtene Einspracheentscheid 

vom 14. Dezember 2012 aufgehoben und die Beschwerdegegnerin 

verpflichtet, für das Ereignis vom 2. Februar 2011 die gesetzlichen Leistungen 

gemäss UVG zu erbringen.

2. Es werden keine Kosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer eine 

Parteientschädigung von Fr. 2'760.55 (inkl. MWST) zu bezahlen.