# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c118a515-a3ed-52d4-b59e-8ad9c207b8d6
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-03-18
**Language:** de
**Title:** Schwyz Kantonsgericht 1. Zivilkammer 18.03.2025 ZK1 2023 32
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Gerichte/SZ_KG_001_ZK1-2023-32_2025-03-18.pdf

## Full Text

Kantonsgericht Schwyz

Urteil vom 18. März 2025
ZK1 2023 32 und ZK1 2023 33

Mitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsident Jonas Rüegg,
Kantonsrichter Pius Schuler, Josef Reichlin,
Jeannette Soro und Daniela Brüngger,
Gerichtsschreiber Claude Brüesch.

In Sachen A.________,
Kläger, Berufungsführer und Berufungsgegner,
vertreten durch Rechtsanwalt B.________,

gegen

C.________,
Beklagte, Berufungsgegnerin und Berufungsführerin,
vertreten durch Rechtsanwältin D.________,

betreffend Ehescheidung
(Berufungen gegen das Urteil der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 
24. August 2023, ZEO 2019 48);-

hat die 1. Zivilkammer,

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nachdem sich ergeben:

A. Die Parteien heirateten am ________ in G.________ City, USA (Vi-KB 1). 

Ihrer Ehe entsprossen die beiden mittlerweile volljährigen Söhne E.________ und 

F.________.

B. Am 3. Juli 2019 reichte der Ehemann (nachfolgend: Kläger) beim Bezirksge-

richt Höfe die Ehescheidungsklage ein. An der Hauptverhandlung vom 26. Septem-

ber 2022 schlossen die Parteien hinsichtlich des Güterrechts und der beruflichen 

Vorsorge eine Teilvereinbarung und beantragten die gerichtliche Beurteilung der 

Rechtsbegehren betreffend den nachehelichen Unterhalt (Vi-act. D20). Mit Urteil 

vom 24. August 2023 erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe Folgen-

des (angef. Urteil):

1. [Ehescheidung.]

2.1. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an ihren persönlichen Unter-
halt bis und mit Dezember 2027 den Betrag von CHF 8’728.00 zu be-
zahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils per Monatsanfang.

2.2. [Indexierung Unterhaltsbeiträge.]

2.3 Die Unterhaltsregelung basiert auf folgenden Einkommens- und Be-
darfszahlen:

Erwerbseinkommen Kläger CHF 38’257.00 (netto pro Monat, 
inkl. Bonus, 100 %- Pensum)

Erwerbseinkommen Beklagte CHF   3’000.00 (netto pro Monat, 100 
%-Pensum)
(hypothetisch)

Mietzinseinnahmen Beklagte CHF      915.00
(hypothetisch)

Bedarf Kläger CHF 12’773.00

Bedarf Beklagte CHF   4’895.00

3. Im Übrigen wird die von den Parteien am 26. September 2022 unter-
zeichnete Teilkonvention mit folgendem Inhalt genehmigt: 

[…]

4. [Anweisung Freizügigkeitsstiftung.]

5.1. Die Gerichtskosten betragen CHF 20’000.00 und werden teilweise vom 
geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3’000.00 bezogen. Der Kläger 
hat CHF 2’000.00 in die Gerichtskasse zu zahlen. Die Beklagte hat 
CHF 15’000.00 in die Gerichtskasse zu bezahlen.

Kantonsgericht Schwyz 3

5.2 Die Beklagte hat dem Kläger eine Parteientschädigung von 
CHF 20’000.00 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu bezahlen.

6. [Rechtsmittelbelehrung.]

7. [Zufertigung.]

C. a) Gegen dieses Urteil erhob die Ehefrau (nachfolgend: Beklagte) mit Ein-

gabe vom 26. September 2023 Berufung mit folgenden Rechtsbegehren (ZK1 

2023 33: act. 1):

1. Die Ziffern 2.1, 2.3, 5.1 und 5.2 des Dispositivs des Urteils des Bezirks-
gerichts Höfe vom 24. August 2023 im Verfahren ZEO 2019 48 seien 
wie folgt abzuändern:

2.1 Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an ihren persönlichen 
Unterhalt bis und mit Dezember 2027 den Betrag von 
CHF 24’977.30 zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils 
per Monatsanfang.

2.3 Die Unterhaltsregelung basiert auf folgenden Einkommens- und 
Bedarfszahlen:

Erwerbseinkommen Kläger CHF 45’357.00 (netto pro Monat, 
inkl. Bonus, 100 %-Pensum)

Erwerbseinkommen Beklagte CHF          0.00

Bedarf Kläger CHF 12’773.00

Bedarf Beklagte CHF 10’609.10

5.1 Die Gerichtskosten betragen CHF 20’000.00 und werden teil-
weise vom geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3’000.00 bezo-
gen. Der Kläger hat CHF 17’000.00 in die Gerichtskasse zu be-
zahlen.

5.2 Der Kläger hat der Beklagten eine Parteientschädigung von 
CHF 20’000.00 (inkl. Auslagen und MwSt.) zu bezahlen.

Eventualiter seien die Ziffern 2.1, 2.3, 5.1 und 5.2 des Dispositivs des 
Urteils des Bezirksgerichts Höfe vom 24. August 2023 im Verfahren 
ZEO 2019 48 aufzuheben und es sei die Sache an die Vorinstanz zur 
weiteren Sachverhaltsabklärung zurückzuweisen.

2. Der Beklagten und Berufungsklägerin sei zulasten des Klägers und Be-
rufungsbeklagten eine angemessene Parteientschädigung gemäss Art. 
105 Abs. 2 S.2 ZPO zuzusprechen.

3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zulasten des 
Klägers und Berufungsbeklagten.

Mit Berufungsantwort vom 1. November 2023 beantragte der Kläger die Abweisung 

der Berufung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten 

(ZK1 2023 33: act. 8).

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b) Am 27. September 2023 erhob der Kläger ebenfalls Berufung gegen das 

vorinstanzliche Urteil mit folgenden Anträgen (ZK1 2023 32: act. 1):

1. Es sei Dispositiv Ziff. 2.1. des Urteils der Einzelrichterin am Bezirksge-
richt Höfe vom 24. August 2023 (Geschäfts-Nr. ZEO 2019 48) aufzuhe-
ben und der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten 
an ihren persönlichen Unterhalt bis und mit Dezember 2027 den Betrag 
von CHF 1’295.00 zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils per 
Monatsende.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zulas-
ten der Berufungsbeklagten.

Mit Berufungsantwort vom 8. November 2023 beantragte die Beklagte die Abwei-

sung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädi-

gungsfolgen zulasten des Klägers (ZK1 2023 32: act. 11). Der Kläger nahm dazu 

mit Eingabe vom 23. November 2023 Stellung (ZK1 2023 32: act. 13);-

in Erwägung:

1. Das Gericht kann zur Vereinfachung des Prozesses selbständig eingereichte 

Klagen vereinigen (Art. 125 lit. c ZPO). In gleicher Weise können auch die von meh-

reren Parteien als Rechtsmittelkläger erhobenen Rechtsmittel im gleichen Verfah-

ren behandelt werden. Vorausgesetzt ist, dass die zusammenzulegenden Verfah-

ren einen engen sachlichen Zusammenhang aufweisen, insbesondere haben die 

verschiedenen Ansprüche auf gleichartigen tatsächlichen und rechtlichen Gründen 

zu beruhen (Staehelin, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar 

zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 125 ZPO N 5). Die Be-

rufungsverfahren ZK1 2023 32 und ZK1 2023 33 richten sich beide gegen das Urteil 

der Einzelrichterin am Bezirksgericht Höfe vom 24. August 2023, ZEO 2019 48, 

und haben den nachehelichen Unterhalt zum Gegenstand. Die Verfahren hängen 

somit thematisch und personell zusammen, weshalb die Berufungen der Parteien 

zu vereinigen und gemeinsam zu behandeln sind.

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2. Die Vorinstanz stellte für die Festsetzung des nachehelichen Unterhalts auf 

die Behauptungen und Beweismittel der Parteien bis und mit den beiden Eingaben 

vom 22. August 2022 ab und berücksichtigte die späteren Behauptungen und Be-

weismittel der Parteien nur insoweit, als sie deren Zulässigkeit nach Art. 229 ZPO 

ausdrücklich begründeten. Dies hätten die Parteien an der Hauptverhandlung vom 

26. September 2022 nicht getan. Überdies würden alle (neuen) Behauptungen und 

Belege der Beklagten unbeachtlich bleiben, die sich auf vor Aktenschluss vorge-

legte Beweismittel bezögen und diese "präzisieren" oder "zusammenfassen" soll-

ten (angef. Urteil, E. 4.2 S. 16 f.).

a) Die Beklagte rügt eine Verletzung ihres rechtlichen Gehörs, einen Verstoss 

gegen die richterliche Hinweispflicht und sorgfältige Verfahrens- und Prozesslei-

tung sowie eine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes, weil die Vorin-

stanz ihren Vortrag im Rahmen des ersten Parteivortrags an der Hauptverhandlung 

vom 26. September 2022 nicht berücksichtigt habe. Denn die Vorinstanz habe den 

Parteien mit Verfügung vom 29. Juli 2021 mitgeteilt, dass sie anlässlich der Haupt-

verhandlung Gelegenheit erhalten würden, neue Vorbringen, die sich gestützt auf 

die neueste bundesgerichtliche Rechtsprechung (und damit zum Bedarf nach der 

zweistufigen Methode) aufdrängen würden, in ihrem ersten Parteivortrag vorzubrin-

gen. Am 8. Juli 2022, also fast ein Jahr später, habe die Vorinstanz den Parteien 

eine weitere Verfügung gesandt, in der sie die Parteien aufgefordert habe, allfällige 

neue Behauptungen und Beweismittel bis zum 22. August 2022 schriftlich einzu-

reichen. In dieser Verfügung seien die Parteien jedoch nicht darauf hingewiesen 

worden, dass damit die Verfügung vom 29. Juli 2021 obsolet geworden sei und die 

Parteien keine Gelegenheit mehr erhielten, Noven, die sich gestützt auf die neueste 

bundesgerichtliche Rechtsprechung aufdrängen würden, anlässlich der Hauptver-

handlung vorzubringen. Sie sei daher davon ausgegangen, dass alle neuen Vor-

bringen zur zweistufigen Berechnungsmethode anlässlich der Hauptverhandlung 

vom 26. September 2022 vorzutragen seien (vgl. ZK1 2023 33: act. 1, S. 5-8 

N 5.1). Der Kläger entgegnet, der anwaltlich vertretenen Beklagten habe gestützt 

auf die Verfügung der Vorinstanz vom 8. Juli 2022 klar sein müssen, dass damit 

die Verfügung vom 29. Juli 2021 obsolet geworden sei. Dies sei ihr denn auch klar 

gewesen, habe sich die Beklagte in ihrer Eingabe vom 22. August 2022 doch zur 

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neusten bundesgerichtlichen Rechtsprechung geäussert (vgl. ZK1 2023 33: act. 8, 

S. 4-6 N 13-28).

aa) Für den nachehelichen Unterhalt gilt der Verhandlungsgrundsatz (Art. 277 

Abs. 1 ZPO). Im Geltungsbereich des Verhandlungsgrundsatzes haben die Par-

teien im ordentlichen Verfahren zweimal die Möglichkeit, sich unbeschränkt zu äus-

sern, und können nachher nur noch unter den eingeschränkten Voraussetzungen 

von Art. 229 Abs. 1 ZPO gehört werden (BGE 146 III 237 E. 3.1, 144 III 117 E. 2.2 

und 140 III 312 E. 6.3.2). 

bb) Nach Abschluss des zweifachen Schriftenwechsels wies die Vorinstanz mit 

Verfügung vom 17. März 2021 die Parteien darauf hin, dass der Aktenschluss ein-

getreten sei und neue Tatsachenbehauptungen und Beweismittel nur noch unter 

den Voraussetzungen von Art. 229 ZPO zulässig seien, was die Parteien für jede 

neue Behauptung und jedes neue Beweismittel darzutun hätten (Vi-act. E43). Auf 

entsprechende Anfrage des Klägers vom 15. Juli 2021, die sich unter anderem auf 

die neuste bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Unterhaltsberechnungsme-

thode bezog (Vi-act. E46), teilte die Vorinstanz den Parteien am 29. Juli 2021 mit, 

dass ihnen anlässlich der Hauptverhandlung die Gelegenheit eingeräumt werde, 

neue Vorbringen, die sich gestützt auf die neuste bundesgerichtliche Rechtspre-

chung aufdrängen würden, in ihrem ersten Vortrag einzubringen (Vi-act. E47). Mit 

Schreiben vom 2. März 2021 lud die Vorinstanz auf den 7. Juli 2022 zur Hauptver-

handlung vor (Vi-act. E65). Weil der Flug der Beklagten aus den USA in die 

Schweiz kurzfristig gestrichen wurde, musste die Hauptverhandlung vom 7. Juli 

2022 abzitiert werden (Vi-act. E70 und E72). In der Verfügung vom 8. Juli 2022 

führte die Vorinstanz Folgendes aus: „Im Zusammenhang mit der Abzitierung der 

auf den 7. Juli 2022 angesetzten Verhandlung wurde von den Parteivertretern eine 

Vielzahl von Noven angekündigt. Sie werden aufgefordert, die für die Parteivor-

träge anlässlich der Verhandlung vom 7. Juli 2022 vorgesehenen neuen Behaup-

tungen und Beweismittel bis 22. August 2022 (inkl. Gerichtsferien) schriftlich ein-

zureichen“, wobei zu begründen sei, weshalb diese nach Eintritt des Aktenschlus-

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ses im Geltungsbereich der Verhandlungsmaxime noch zulässig seien. Nach Ab-

lauf dieser Frist seien die Parteien unter Vorbehalt der Voraussetzungen von 

Art. 229 ZPO mit Noven ausgeschlossen (Vi-act. D16).

Mit Zustellung der Verfügung vom 8. Juli 2022 musste auch der anwaltlich vertre-

tenen Beklagten klar sein, dass die darin ersuchte schriftliche Eingabe per 22. Au-

gust 2022 an die Stelle des ursprünglich angedachten mündlichen Parteivortrags 

gemäss Verfügung vom 29. Juli 2021 trat und damit sämtliche neuen Behauptun-

gen und Beweismittel, die sich auf die neuste bundesgerichtliche Rechtsprechung 

stützten, bis spätestens 22. August 2022 schriftlich eingereicht werden mussten. 

Ausserdem ist davon auszugehen, dass die Beklagte die Verfügung der Vorinstanz 

vom 8. Juli 2022 auch richtig verstand, äusserte sie sich in der Eingabe vom 22. Au-

gust 2022 doch wiederholt ausdrücklich zur neuen bundesgerichtlichen Rechtspre-

chung hinsichtlich ihres Einkommens bzw. ihrer Eigenversorgungskapazität und 

der Lebensprägung (vgl. Vi-act. D18, S. 8 und S. 10 unten sowie S. 12 ad 4./5.). 

Indem die Vorinstanz nach dem 22. August 2022 die Zulässigkeit von neuen Be-

hauptungen und Beweismitteln der Parteien von einer ausdrücklichen Begründung 

der Novenberechtigung nach Art. 229 ZPO abhängig machte, verletzte sie das 

rechtliche Gehör der Beklagten nicht. Ebenso wenig ist eine Verletzung des Gleich-

behandlungsgrundsatzes ersichtlich, weil die Vorinstanz beide Eingaben der Par-

teien vom 22. August 2022 berücksichtigte (Vi-act. D17 und D18). 

b) Die Beklagte macht weiter einen Verstoss gegen Art. 229 ZPO geltend, weil 

die Vorinstanz die während ihres Parteivortrags anlässlich der Hauptverhandlung 

am 26. September 2022 vorgebrachten Präzisierungen zu den bereits von ihr mit 

der Klageantwort und Duplik ins Recht gelegten Beilagen als Noven i.S.v. Art. 229 

ZPO qualifiziert und ausser Acht gelassen habe (ZK1 2023 33: act. 1, S. 8 f. N 5.2). 

Der Kläger bestreitet dies (vgl. ZK1 2023 33: act. 8, S. 6-8 N 29-40).

aa) Eine Tatsache ist neu, wenn sie erstmals ein Sachverhaltselement einführt. 

Wird ein bereits eingeführtes Element lediglich klargestellt, ist es nicht neu. Dage-

gen sind Vorbringen neu, die dem Nachsubstanziieren dienen, wenn die Partei ein 

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substanziiertes Behaupten oder Bestreiten bisher unterliess. Nach Eintritt der No-

venrechtsschranke ist jeder gestellte Beweisantrag und jede einzelne Beweisur-

kunde neu, auch wenn lediglich das Original nachgereicht wird, sofern das Original 

bereits früher einverlangt wurde (Willisegger, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], 

Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 229 ZPO 

N 23). Die Frage, ob Präzisierungen als neue Tatsachenbehauptungen gelten oder 

nicht, musste das Bundesgericht soweit ersichtlich bislang nicht abschliessend be-

antworten. Im Urteil 5A_822/2022 vom 14. März 2023 hielt das Bundesgericht der 

Beschwerdeführerin immerhin entgegen, das Argument, wonach Präzisierungen 

nicht als neue Tatsachenbehauptungen zu qualifizieren seien und nicht hätten aus 

dem Recht gewiesen werden dürfen, sei kaum nachvollziehbar. Zum einen erkläre 

die Beschwerdeführerin nicht, worauf ihre Theorie basiere bzw. inwiefern der An-

spruch auf rechtliches Gehör eine derartige Differenzierung erfordere. Zum ande-

ren lege sie nicht im Detail dar, worin die angeblichen Präzisierungen zu bereits 

behaupteten Tatsachen bestanden haben sollen (ebenda, E. 3.3.4).

bb) Die Beklagte legte weder im vorinstanzlichen Verfahren noch in den Beru-

fungsverfahren dar, auf welche jeweils bereits behauptete Tatsache sich die an-

lässlich der Hauptverhandlung vom 26. September 2022 geäusserten angeblichen 

Präzisierungen beziehen sollen (vgl. Vi-act. D21, S. 11 Abs. 2; ZK1 2023 33: act. 1, 

S. 8 f. N 5.2). Weil die Novenrechtsschranke nach dem 22. August 2022 eintrat, 

sind die von der Beklagten an der Hauptverhandlung vom 26. September 2022 ein-

gereichten Beweisurkunden A bis S neu (Vi-BB A bis S), weshalb die Beklagte 

damit nur unter den Voraussetzungen von Art. 229 ZPO hätte gehört werden kön-

nen. Weder behauptet die Beklagte, sie sei diesen Anforderungen im vorinstanzli-

chen Verfahren nachgekommen, noch ergibt sich solches aus den Akten (Vi-

act. D21, S. 3-15; ZK1 2023 33: act. 1, S. 8 f. N 5.2). Daher ging die Vorinstanz zu 

Recht davon aus, dass alle neuen Behauptungen und Belege der Beklagten, die 

sich angeblich auf vor Aktenschluss vorgelegte Beweismittel beziehen und diese 

"präzisieren" oder "zusammenfassen" sollen, unbeachtlich bleiben.

Kantonsgericht Schwyz 9

3. Zwischen den Parteien war bereits vorinstanzlich unbestritten, dass von einer 

lebensprägenden Ehe auszugehen ist, weshalb die Beklagte grundsätzlich An-

spruch auf Fortführung des zuletzt gelebten gemeinsamen Lebensstandards hat. 

Sodann ist in den vorliegenden Berufungsverfahren nicht mehr umstritten, dass der 

nacheheliche Unterhaltsanspruch nach der zweistufig-konkreten Methode zu be-

rechnen ist (angef. Urteil, E. 5.2 f. S. 19-22; ZK1 2023 32: act. 1, S. 4 N 11).

4. Die Vorinstanz führte aus, die Beklagte habe während der gesamten Dauer 

der Ehe weder eine Erwerbstätigkeit ausgeübt noch anderweitiges Einkommen 

(aus Vermögen) generiert. Dagegen errechnete sie ein jährliches Netto-Erwerbs-

einkommen des Klägers im Jahr 2018 von Fr. 527’187.00 und ein solches aus 

Wertschriftenerträgen von Fr. 17’098.00 und setzte das eheliche Einkommen der 

Parteien zur Bestimmung des zuletzt gemeinsam gelebten ehelichen Standards 

auf insgesamt jährlich Fr. 544’285.00 bzw. Fr. 45’357.00 pro Monat fest (angef. Ur-

teil, E. 5.4c S. 35 f.). Die Vorinstanz rechnete dem Kläger ein aktuelles monatliches 

Erwerbseinkommen von Fr. 38’257.00 und der Beklagten ein solches von hypothe-

tisch Fr. 3’000.00 sowie einen hypothetischen Vermögensertrag von Fr. 915.00 pro 

Monat an (angef. Urteil, E. 5.6 S. 46-58).

4.1 a) aa) Umstritten ist zunächst das jährliche Netto-Erwerbseinkommen des 

Klägers im Jahr 2018.

bb) Der Kläger bringt vor, die Vorinstanz habe die in Luxemburg im Jahr 2018 

angefallenen Steuern von Fr. 103’658.65 nicht berücksichtigt, da sie diese weder 

in seinen Bedarf einbezogen noch bei seinem Einkommen in Abzug gebracht habe. 

Die Vorinstanz hätte bei der Ermittlung der Überschussobergrenze diese Steuern 

– wie von ihm erstinstanzlich geltend gemacht – gemäss Lehre und Rechtspre-

chung in den ehelichen Bedarf aufnehmen müssen. Indem die Vorinstanz dies mit 

der Begründung, dass der Steuerbetrag direkt seinem Lohn belastet worden sei, 

nicht getan habe, habe die Vorinstanz grundsätzlich bereits eine falsche Rechts-

anwendung (Art. 125 ZGB) begangen. Allerdings habe es auf das Ergebnis der 

Überschussermittlung keinen Einfluss, ob die Steuern beim Bedarf oder beim Ein-

kommen berücksichtigt würden. Die Vorinstanz hätte daher – ihrer falschen Logik 

Kantonsgericht Schwyz 10

folgend – diese Steuern bei der Ermittlung des ehelichen Einkommens von seinem 

Jahreseinkommen von Fr. 527’187.00 in Abzug bringen und das Erwerbseinkom-

men nach Steuern in Luxemburg auf Fr. 423’528.35 festsetzen müssen. Die Vor-

instanz habe dies aber nicht getan, sondern habe fälschlicherweise auf das Ein-

kommen vor Abzug der luxemburgischen Steuern abgestellt. Denn das von der 

Vorinstanz aus der Steuererklärung 2018 entnommene Nettoeinkommen sei wie in 

der Schweiz üblich das Nettoeinkommen vor Steuern. Damit habe die Vorinstanz 

– selbst ihrer falschen Rechtsanwendung folgend – den Sachverhalt in Bezug auf 

das Nettoeinkommen im Jahr vor der Trennung falsch ermittelt (ZK1 2023 32: 

act. 1, S. 4 f. N 12-19; vgl. auch ZK1 2023 33: act. 8, S. 23 f. N 159-168). Die Be-

klagte macht zuerst allgemeine Ausführungen zu den Anforderungen einer Beru-

fungsschrift und entgegnet sodann, der Kläger habe erstmals in den Berufungsver-

fahren substanziierte Ausführungen zur genauen Berechnung seines Nettoeinkom-

mens im Jahr 2018 und des Steuerabzugs in Luxemburg und in der Schweiz ge-

macht. Im vorinstanzlichen Verfahren habe der Kläger nicht substanziiert dargelegt, 

weshalb er in der schweizerischen Steuererklärung ein Einkommen von 

Fr. 537’087.00 (sic!) angegeben habe, obwohl er einen Teil seines Einkommens 

angeblich bereits in Luxemburg versteuert habe oder dieses noch hätte versteuern 

müssen. Der Kläger könne in den Berufungsverfahren mit seinen neuen Vorbringen 

wegen des nur beschränkt zulässigen Novenrechts nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht 

gehört werden. Ausserdem ergebe sich aus den im Recht liegenden Lohnbeschei-

nigungen 2017 und 2018, dass die Steuer direkt vom Lohn in Luxemburg abgezo-

gen worden sei (ZK1 2023 32: act. 11, S. 4-9 N 6-16). Der Kläger stellt die beklag-

tischen Einwendungen in Abrede (ZK1 2023 32: act. 13, S. 2-4 N 5-20). 

cc) Soweit die Beklagte allgemeine rechtliche Ausführungen zu einer rechts-

genüglichen Berufung macht, ohne auf die Berufung des Klägers einzugehen, erü-

brigen sich weitere Erörterungen dazu.

dd) Die Vorinstanz führte aus, gemäss der im Recht liegenden Steuererklärung 

2018 der Parteien habe der Kläger ein Netto-Erwerbseinkommen von 

Fr. 527’187.00 erwirtschaftet (angef. Urteil, E. 5.4c S. 35 unten und S. 36 oben). 

Richtig ist, dass in der besagten Steuererklärung ein Netto-Erwerbseinkommen des 

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Ehemanns im Betrag von Fr. 527’187.00 aufgeführt wurde (Vi-KB 7 zu Vi-act. A/III, 

S. 3 Ziff. 1.4). Der Kläger rügt jedoch, dass es sich bei dem in der Steuererklärung 

deklarierten Einkommen um das Nettoeinkommen vor Steuern handle. Damit ist er 

zu hören, weil es ihm erlaubt sein muss, sich dazu zu äussern, was die Vorinstanz 

aus der Steuererklärung 2018 schloss.

ee) Zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Grossherzog-

tum von Luxemburg besteht ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteue-

rung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (SR 

0.672.951.81; nachfolgend „DBA-L“). Art. 23 DBA-L regelt die Methoden zur Ver-

meidung der Doppelbesteuerung. Gemäss Art. 23 Ziff. 2 lit. a DBA-L wird die Dop-

pelbesteuerung bei einer in der Schweiz ansässigen Person, die Einkünfte erzielt, 

die nach diesem Abkommen in Luxemburg besteuert werden können (vgl. dazu 

namentlich Art. 15 Abs. 1 DBA-L), vermieden, indem die Schweiz diese Einkünfte 

von der Besteuerung ausnimmt. Die Schweiz kann aber bei der Festsetzung der 

Steuer für das übrige Einkommen dieser ansässigen Person den Steuersatz an-

wenden, der anzuwenden wäre, wenn die betreffenden Einkünfte nicht von der Be-

steuerung ausgenommen wären. Das DBA-L enthält damit die Freistellungsme-

thode mit Progressionsvorbehalt (vgl. Simonek, in: Zweifel/Beusch/Matteotti 

[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Internationales Steuer-

recht, 2015, Art. 23 A, B OECD-MA N 59 f. und 210). Für natürliche Personen findet 

sich die innerstaatliche Rechtsgrundlage für den Progressionsvorbehalt bei der di-

rekten Bundessteuer in Art. 7 Abs. 1 DBG (Simonek, a.a.O., Art. 23 A, B OECD-

MA N 195) und bei den Staats- und Gemeindesteuern des Kantons Schwyz in § 8 

Abs. 1 des Steuergesetzes des Kantons Schwyz (StG, SRSZ 172.200). Gemäss 

diesen Bestimmungen haben natürliche Personen, die nur für einen Teil ihres Ein-

kommens in der Schweiz bzw. im Kanton Schwyz steuerpflichtig sind, die Steuer 

für die in der Schweiz bzw. im Kanton Schwyz steuerbaren Werte nach dem Steu-

ersatz zu entrichten, der ihrem gesamten Einkommen entspricht (Art. 7 Abs. 1 

DBG; § 8 Abs. 1 StG). Das satzbestimmende Einkommen von in der Schweiz 

bzw. im Kanton Schwyz ansässigen bzw. unbeschränkt steuerpflichtigen natürli-

chen Einkommen ist daher stets das weltweite Einkommen, wobei das weltweite 

Einkommen nach den Grundsätzen des DBG bzw. des Schwyzer Steuergesetzes 

Kantonsgericht Schwyz 12

ermittelt wird (vgl. Oesterhelt/Schreiber, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar 

zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 

4. A. 2022, Art. 7 DBG N 6). Einkommens-, Grundstückgewinn- und Vermögens-

steuern von Bund, Kantonen und Gemeinden und gleichartige ausländische Steu-

ern sind gemäss diesen Grundsätzen vom steuerbaren Einkommen nicht abzieh-

bar (Art. 34 lit. e DBG; vgl. auch § 34 lit. d StG). Aus diesem Grund ist in der Steu-

ererklärung jeweils das weltweite Nettoeinkommen vor Steuern zu deklarieren. In-

dem die Vorinstanz die dem Kläger in Luxemburg angefallenen Steuern nicht im 

erweiterten Existenzminimum berücksichtigte mit der Begründung, diese Steuern 

müssten nicht (zusätzlich) durch das ehelich erwirtschaftete Nettoeinkommen ent-

richtet werden, da dieser Betrag direkt dem Lohn des Klägers belastet worden sei, 

zur Ermittlung des Nettoeinkommens des Klägers im Jahr 2018 jedoch auf das in 

der Steuererklärung 2018 deklarierte Einkommen abstellte, bei welchem nach dem 

Gesagten die in Luxemburg anfallenden Steuern nicht zum Abzug zu bringen wa-

ren, beging sie eine falsche Rechtsanwendung. Die in Luxemburg angefallenen 

Steuern müssen entweder als Bedarfsposition im erweiterten familienrechtlichen 

Existenzminimum berücksichtigt oder vom Nettoeinkommen in Abzug gebracht 

werden (vgl. auch BGer 5A_112/2020 vom 28. März 2022 E. 3.3). Die Rüge des 

Klägers ist daher begründet. Entgegen der Auffassung der Beklagten (vgl. ZK1 

2023 32: act. 11, S. 8 f. N 14-16) war es nicht erforderlich, dass der Kläger bereits 

vor erster Instanz Ausführungen zum Doppelbesteuerungsabkommen zwischen 

der Schweiz und Luxemburg machte, weil es sich dabei um eine Rechtsanwendung 

handelt, die das Gericht von Amtes wegen vorzunehmen hat. Ebenso wenig war 

erstinstanzlich eine Tatsachenbehauptung des Klägers erforderlich, wonach bei 

dem in der Steuererklärung 2018 deklarierten Nettoeinkommen der Abzug für die 

luxemburgischen Steuern noch nicht berücksichtigt worden sei, weil sich auch die-

ser Umstand nach dem Gesagten aus einer korrekten Rechtsanwendung ergeben 

würde.

ff) Der Kläger weist in seiner Berufung mit Verweis auf die vorinstanzliche Er-

wägung 5.4bb auf S. 25 des angefochtenen Urteils darauf hin, dass er erstinstanz-

lich die Steuerbelastung in Luxemburg der Lehre und Rechtsprechung folgend im 

erweiterten Existenzminimum geltend gemacht habe (ZK1 2023 32: act. 1, S. 4 

Kantonsgericht Schwyz 13

N 13). Die Vorinstanz führte an dieser Stelle des angefochtenen Urteils mit Verweis 

auf die Ausführungen des Klägers in Vi-act. D17, S. 15 N 55 aus, dass dieser die 

im Jahr 2018 in Luxemburg angefallenen Steuern mit Verweis auf Vi-KB 19 

(Lohnausweis 2018 aus Luxemburg) auf Fr. 101’765.75 (Euro 90’137.97) bzw. mo-

natlich Fr. 8’480.00 beziffere, wobei die Steuern direkt seinem Einkommen belastet 

worden seien (angef. Urteil, E. 5.4bb S. 25). Im Lohnausweis 2018 aus Luxemburg 

vom 28. Februar 2019 wurde ein Bruttoarbeitslohn von Euro 477’116.03 ausgewie-

sen. Davon wurden Sozialbeiträge von Euro 13’388.62 abgezogen und weitere Ab-

züge von Euro 1’261.28 vorgenommen. Nach einem Befreiungsbetrag von 

Euro 246’643.73 wurde ausgehend von einer Bemessungsgrundlage für die Steu-

ern von Euro 215’822.42 ein Steuerbetrag von Euro 90’137.97 errechnet (Vi-KB 

19). Aus diesem Dokument geht hervor, dass der Steuerbetrag von Euro 90’137.97 

im Arbeitslohn enthalten ist. Dieser Steuerbetrag ist nach dem Gesagten entweder 

als Bedarfsposition im erweiterten familienrechtlichen Existenzminimum des Klä-

gers zu berücksichtigen oder von seinem Nettoeinkommen in Abzug zu bringen. 

Der Kläger weist zutreffend darauf hin, dass die Vorinstanz im angefochtenen Urteil 

in E. 5.6a auf Seite 46 bei der Ermittlung seines aktuellen Einkommens – in Abwei-

chung zur Einkommensermittlung für das Jahr vor der Trennung – auf sein Einkom-

men nach Abzug der einbehaltenen luxemburgischen Steuer abstellte (ZK2 2023 

32: act. 1, S. 5 N 18; vgl. E. 4.2b hinten). Daher ist auch hier nach der gleichen 

Rechnungsweise zu verfahren und sind vom vorinstanzlich errechneten Erwerbs-

einkommen vor Steuerabzug von Fr. 527’187.00 die einbehaltenen Steuern in der 

Höhe von Euro 90’137.97 bzw. Fr. 103’658.65 (gemäss dem unbestritten gebliebe-

nen Umrechnungskurs von 1.00 Euro = 1.15 CHF; angef. Urteil, E. 5.4a S. 23) in 

Abzug zu bringen, woraus ein Erwerbseinkommen nach Steuerabzug von 

Fr. 423’528.35 resultiert. Dies hat zur Folge, dass die Steuern in Luxemburg im 

ehelichen Bedarf des Klägers nicht mehr zu berücksichtigen sind (vgl. E. 5.2a hin-

ten).

b) Umstritten ist sodann das Einkommen des Klägers aus Wertschriftenerträgen 

im Jahr 2018. Die Vorinstanz rechnete dem Kläger diesbezüglich ein Einkommen 

in der Höhe von Fr. 17’098.00 an (angef. Urteil, E. 5.4c S. 36).

Kantonsgericht Schwyz 14

aa) Der Kläger bringt vor, er habe im schriftlichen Parteivortrag vom 22. August 

2022 erklärt, dass die Vermögensverwaltungskosten von den Vermögenserträgen 

abzuziehen seien, was die Vorinstanz nicht getan habe, ohne dies zu begründen. 

Damit habe die Vorinstanz sein rechtliches Gehör verletzt, den Sachverhalt falsch 

festgestellt und das Recht falsch angewendet. Die Vorinstanz hätte die Vermö-

gensverwaltungskosten gemäss Steuererklärung 2018 von Fr. 2’083.00 von den 

Wertschriftenerträgen abziehen müssen und lediglich den Nettowertschriftenertrag 

von Fr. 15’015.00 berücksichtigen dürfen (ZK1 2023 32: act. 1, S. 5 f. N 20-24). Die 

Beklagte hält dem entgegen, der Kläger habe nicht substanziiert aufgezeigt, dass 

die Steuerbehörde in der Schweiz den in der Steuererklärung vorgenommenen Ab-

zug akzeptiert habe, zumal nicht alle Vermögensverwaltungskosten abzugsfähig 

seien. Nicht abzugsfähig seien die über die "allgemeine" Verwaltung hinausgehen-

den Aufwendungen wie die Kosten und Auslagen für z.B. den Erwerb und die An-

lage von Vermögenswerten oder die Vermögensumschichtung (ZK1 2023 32: 

act. 11, S. 9 f. N 17-19).

bb) Der Kläger führte mit Noveneingabe vom 22. August 2022 aus, das Famili-

eneinkommen im Jahr vor der Trennung ergebe sich aus der Steuererklärung 2018. 

Dabei sei zu beachten, dass von den Vermögenserträgen die Vermögensverwal-

tungskosten in Abzug zu bringen seien, da nur das Nettoeinkommen für den Ver-

brauch zur Verfügung stehe, das sich auf Fr. 1’251.00 belaufe (Vi-act. D17, S. 11 f. 

N 40 ff. m.H. auf Vi-KB 7 zu Vi-act. A/III). In der Steuererklärung 2018 nahm der 

Kläger einen Abzug für Vermögensverwaltungskosten von Fr. 2’083.00 vor (Vi-KB 

7 zu Vi-act. A/III, S. 3 N 3.8). Die Beklagte bestritt vorinstanzlich die vom Kläger 

fürs Jahr 2018 geltend gemachten Vermögensverwaltungskosten von Fr. 2’083.00 

nicht bzw. machte vorinstanzlich fürs Jahr 2018 keinen höheren monatlichen Net-

tovermögensertrag des Klägers geltend, als die von ihm zugestandenen 

Fr. 1’251.00 (vgl. Vi-act. A/V, S. 23 N 109; Vi-act. D18; Vi-act. D21 S. 6). Die vom 
Kläger fürs Jahr 2018 geltend gemachten bzw. zum Abzug gebrachten Vermö-

gensverwaltungskosten von Fr. 2’083.00 sind daher vorinstanzlich unbestritten ge-

blieben. Umstritten ist einzig, ob diese Vermögensverwaltungskosten rechtlich zum 

Abzug zuzulassen sind.

Kantonsgericht Schwyz 15

cc) Bei der Einkommensermittlung einzubeziehen sind namentlich auch die Ver-

mögenserträge (BGE 147 III 265 E. 7.1). Wie bei sämtlichen Einkommensbestand-

teilen ist auch beim Vermögensertrag bloss der Nettoertrag zu berücksichtigen, 

denn nur dieser steht für den Verbrauch der Familie zur Verfügung. Daher sind 

Vermögensverwaltungskosten seit jeher vom Vermögensertrag zum Abzug zu brin-

gen (siehe namentlich KG SZ ZK2 2012 1 vom 8. Oktober 2012 E. 8d/cc). Entge-

gen der Auffassung der Beklagten spielt es aus unterhaltsrechtlicher Sicht keine 

Rolle, ob die Vermögensverwaltungskosten steuerlich abziehbar sind oder nicht. 

Entscheidend ist einzig, dass die Vermögensverwaltungskosten anfielen und der 

entsprechende Betrag daher für den Verbrauch der Familie nicht zur Verfügung 

stand. Die Rüge des Klägers ist daher begründet. Entsprechend sind die vorin-

stanzlich unbestritten gebliebenen Vermögensverwaltungskosten von Fr. 2’083.00 

von den Wertschriftenerträgen von Fr. 17’098.00 abzuziehen, woraus ein Nettow-

ertschriftenertrag von Fr. 15’015.00 resultiert. Dieser Betrag ist zum Erwerbsein-

kommen nach Steuerabzug von Fr. 423’528.35 hinzuzurechnen, sodass dem Klä-

ger im Jahr 2018 ein Einkommen von insgesamt Fr. 438’543.35 pro Jahr 

bzw. Fr. 36’545.30 pro Monat anzurechnen ist. Dieses entspricht gleichzeitig dem 

damaligen ehelichen Gesamteinkommen, weil unbestritten ist, dass die Beklagte 

während der gesamten Ehedauer und somit auch im Jahr 2018 weder aus Erwerbs-

tätigkeit noch aus Vermögen ein Einkommen erzielte.

4.2 Strittig ist weiter das aktuelle Erwerbseinkommen des Klägers. Die Vorin-

stanz rechnete dem Kläger gestützt auf den Lohnausweis 2021 und die Lohnab-

rechnungen Januar bis Mai 2022 inkl. Bonuszahlung im April 2022 ein aktuelles 

Erwerbseinkommen von Fr. 38’257.00 pro Monat an (angef. Urteil, E. 5.6a S. 46 f.).

a) Die Beklagte bringt vor, der Kläger habe im Jahr 2021 einen Bruttolohn von 

Euro 513’118.85 und somit einen höheren Lohn als im Jahr 2018 (Euro 477’116.00) 

erzielt, in welchem Jahr die Vorinstanz dem Kläger gestützt auf die Steuererklärung 

2018 ein Erwerbseinkommen von Fr. 527’187.00 und ein Einkommen aus Wert-

schriftertrag von Fr. 17’098.00 und somit ein monatliches Einkommen von insge-

samt Fr. 45’357.00 angerechnet habe. Daher und weil der Kläger weder eine Steu-

ererklärung noch einen Lohnausweis aus dem Jahr 2022 eingereicht habe, hätte 

Kantonsgericht Schwyz 16

die Vorinstanz das aktuelle Einkommen des Klägers mindestens gleich hoch an-

setzen müssen wie im Jahr 2018, da nicht nachvollziehbar sei, weshalb sie ihm 

kein Einkommen aus Wertschriftenertrag angerechnet habe, zumal in den Jahren 

2016 bis 2018 immer ein Wertschriftenertrag von mindestens Fr. 17’000.00 pro 

Jahr angefallen sei (ZK1 2023 33: act. 1, S. 35-37 N 6.6). Der Kläger entgegnet, 

das von der Vorinstanz ermittelte Einkommen für das Jahr 2018 sei nur deshalb 

höher ausgefallen als in den Jahren 2021 und 2022, weil die Vorinstanz im Jahr 

2018 – im Gegensatz zu den Jahren 2021 und 2022 – die in Luxemburg einbehal-

tenen Steuern nicht vom Bruttoarbeitslohn abgezogen habe. Bei Mitberücksichti-

gung der Steuern in Luxemburg sei sein Einkommen in den Jahren 2021 und 2022 

höher ausgefallen als im Jahr 2018. Die Vorinstanz habe auf die im Zeitpunkt des 

Aktenschlusses vom 22. August 2022 aktuellsten und vollständigen Einkommens-

belege abgestellt, weshalb sie seinen Lohn richtig ermittelt habe. Ohnehin hätte ein 

höheres klägerisches Erwerbseinkommen keinen höheren Unterhaltsbeitrag zur 

Folge bzw. die Beklagte habe das Gegenteil nicht aufgezeigt. Die Beklagte komme 

sodann mit ihren Ausführungen zur fehlenden Anrechnung eines Einkommens aus 

Wertschriftenerträgen den Rügeanforderungen einer Willkürrüge nicht nach (ZK1 

2023 33: act. 8, S. 24-26 N 169-178).

b) Vorbehältlich der von den Parteien nicht dargelegten Novenberechtigung 

nach Art. 229 ZPO hatte die Vorinstanz auf deren Behauptungen und Beweismittel 

bis und mit 22. August 2022 abzustellen (vgl. E. 2a vorne). Die Vorinstanz stützte 

sich zur Bestimmung des aktuellen Einkommens des Klägers auf den von ihm mit 

Eingabe vom 22. August 2022 eingereichten Lohnausweis 2021 sowie auf die 

Lohnabrechnungen Januar bis Mai 2022 inkl. Bonuszahlung im April 2022 (an-

gef. Urteil, E. 5.6a S. 46 f.; Vi-act. D17.14 und D17.15), nachdem sie die Parteien 

mit Verfügung vom 8. Juli 2022 aufgefordert hatte, allfällige neue Behauptungen 

und Beweismittel bis 22. August 2022 schriftlich einzureichen (Vi-act. D16). Somit 

berücksichtigte die Vorinstanz die im Zeitpunkt des Aktenschlusses vom 22. Au-

gust 2022 aktuellsten Einkommensbelege des Klägers, weil die Steuererklärung 

2022 und der Lohnausweis 2022 zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht vorhanden 

sein konnten.

Kantonsgericht Schwyz 17

In den Berufungsverfahren ist die vorinstanzliche Herleitung des Erwerbseinkom-

mens des Klägers für das Jahr 2021 unbestritten, wonach gemäss Lohnausweis 

2021 das Bruttojahresgehalt Euro 513’118.00 betrage, wovon die Sozialbeiträge 

von rund Euro 14’689.00 und die einbehaltenen Steuern von Euro 36’673.00 abzu-

ziehen seien, was einem Nettojahresgehalt von Euro 461’756.00 

resp. Fr. 457’138.00 entspreche und sich das monatliche Erwerbseinkommen (bei 

einem unbestritten gebliebenen Umrechnungskurs von 1 Euro = Fr. 0.99; an-

gef. Urteil, E. 5.5a S. 41) somit auf Fr. 38’094.00 belaufe (angef. Urteil, E. 5.6a 

S. 46; ZK1 2023 33: act. 1, S. 34-37 N 6.6; act. 8, S. 24-26 N 169-178). Diese Be-

stimmung des aktuellen klägerischen Einkommens gestützt auf den im Recht lie-

genden Lohnausweis 2021 aus Luxemburg vom 26. Januar 2022 (Vi-act. D17.14) 

ist denn auch nicht zu beanstanden. Im Vergleich dazu beläuft sich das klägerische 

Erwerbseinkommen 2018 nach Abzug der einbehaltenen Steuern von Euro 

90’137.97 auf Fr. 423’528.35 (vgl. E. 4.1a/cc vorne), sodass der Kläger im Jahr 

2021 ein höheres Erwerbseinkommen erzielte als im Jahr 2018.

Die von der Beklagten erhobenen Rügen erweisen sich somit als unbegründet. 

Weitere substanziierte Rügen gegen die vorinstanzliche Bestimmung des klägeri-

schen Einkommens in den Monaten Januar 2022 bis und mit Mai 2022 und den 

daraus errechneten monatlichen Durchschnittswert von Euro 38’643.00 

bzw. Fr. 38’257.00 (angef. Urteil, E. 5.6a S. 47) tragen die Parteien nicht vor (ZK1 

2023 33: act. 1, S. 34-37 N 6.6; act. 8, S. 24-26 N 169-178). Daher ist das von der 

Erstinstanz dem Kläger angerechnete aktuelle Erwerbseinkommen von 

Fr. 38’257.00 pro Monat zu bestätigen.

c) Es liegen nur für die Jahre 2016 bis 2018 Steuererklärungen der Parteien im 

Recht, gemäss welchen sie Wertschriftenerträge von Fr. 16’370.00 (2016), 

Fr. 20’171.00 (2017) und Fr. 17’098.00 (2018) deklarierten (Vi-KB 7 zu Vi-act. A/III, 

S. 3 N 1.1 sowie Vi-KB 20 und 21 zu Vi-act. A/III, jeweils S. 4 N 1.1). Die Beklagte 

behauptet nicht, dass und in welcher Rechtsschrift sie bereits im vorinstanzlichen 

Verfahren ausgeführt habe, dem Kläger sei ein aktuelles Einkommen aus Wert-

schriftenertrag anzurechnen, was die Vorinstanz übersehen habe. Die Beklagte 

Kantonsgericht Schwyz 18

zeigt nicht auf, weshalb die Vorinstanz dem Kläger Einkommen aus Wertschriften-

ertrag hätte anrechnen müssen. Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, die 

von der Beklagten im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Rechtsschriften da-

nach zu durchforsten, ob sie darin Ausführungen zum klägerischen Einkommen 

aus Wertschriftenertrag vornahm oder nicht. Der Rechtsmittelkläger hat die Dossi-

erunterlagen, auf die er seine Kritik stützt, genau zu bezeichnen (BGE 138 III 374 

E. 4.3.1 = Pra 102, 2013, Nr. 4). Fehlt der Berufung hinsichtlich eines bestimmten 

Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung, tritt das obere kantonale Gericht 

diesbezüglich auf die Berufung nicht ein (BGer 5A_452/2022 vom 11. April 2023 

E. 4.2.1; Spühler, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schwei-

zerische Zivilprozessordnung, 4. A. 2024, Art. 311 ZPO N 15 und 18; Reetz/Thei-

ler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweize-

rischen Zivilprozessordnung, 3. A. 2016, Art. 311 ZPO N 38 m.H.). Auf das Vorbrin-

gen der Beklagten ist daher nicht einzutreten. Somit ist das von der Vorinstanz auf 

Fr. 38’257.00 festgestellte Monatseinkommen des Klägers zu bestätigen.

4.3 Umstritten ist schliesslich das aktuelle Einkommen der Beklagten.

a) Die Vorinstanz rechnete der Beklagten ein hypothetisches Erwerbseinkom-

men von Fr. 3’000.00 pro Monat an. Sie begründete ausführlich, weshalb es der 

Beklagten zumutbar sei, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit als (juristische) Se-

kretärin oder Assistentin nachzugehen und dabei ein tatsächlich mögliches Ein-

kommen von Fr. 3’000.00 pro Monat zu erwirtschaften, da sie ihre Suchbemühun-

gen ungenügend dargelegt habe und eine Suche nach offenen Stellen als "Legal 

Secretary" oder "Administrative Assistant" unter Angabe eines Mindestlohnes von 

US-Dollar (nachfolgend: USD) 40’000.00 auf den gängigen Job-Plattformen für den 

Grossraum G.________ einschlägige Treffer ergeben habe (angef. Urteil, E. 5.6ba 

und bb S. 48-55).

aa) Die Beklagte bringt vor, die Vorinstanz habe zutreffend festgestellt, dass die 

im Jahr 1995 geschlossene Ehe der Parteien lebensprägend gewesen sei. Ihre Ehe 

habe während 25 Jahren angedauert, woraus zwei Kinder hervorgegangen seien. 

Kantonsgericht Schwyz 19

Sie habe gestützt auf einen gemeinsamen Entschluss der Parteien nach dem Stu-

dium auf eine juristische Karriere verzichtet und ihr amerikanisches Studium mit 

dem Wegzug nach Europa "weggeworfen", um mit dem Kläger in Deutschland, 

später wieder in den USA und dann in der Schweiz zusammenleben zu können 

und sich der Haushaltführung und Erziehung der Söhne zu widmen. Sie habe so 

dem Kläger den Rücken gestärkt, damit er immer zu 100 % habe arbeiten sowie 

seine Karriere als Jurist und Anwalt aufbauen können. Es sei ihr deshalb gestützt 

auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung nicht zumutbar, eine nicht standes-

gemässe Erwerbstätigkeit als juristische Sekretärin oder Assistentin zu einem Voll-

zeitpensum auszuüben. Sie habe dies im vorinstanzlichen Verfahren in der Kla-

geantwort, in der Duplik und im ersten Parteivortrag vom 26. September 2022 dar-

gelegt (ZK1 2023 33: act. 1, S. 29-33 N 6.5.1). Der Kläger entgegnet, die Beklagte 

setze sich mit der vorinstanzlichen Begründung nicht auseinander, wonach ihr zu-

zumuten sei, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Vielmehr sei aus ihren eigenen 

Bewerbungen als (juristische) Sekretärin oder Assistentin zu schliessen, dass sie 

selber eine solche Arbeit als zumutbar erachte. Die Frage, ob eine Ehe lebensprä-

gend sei oder nicht, habe auf die Beurteilung der Zumutbarkeit einer Aufnahme 

einer Arbeitstätigkeit keinen Einfluss. Ausserdem sei nicht einzusehen, inwiefern 

eine Arbeitstätigkeit als (juristische) Sekretärin oder Assistentin für die Beklagte 

nicht standesgemäss sei. Sie zeige nicht auf, wo sie solches im vorinstanzlichen 

Verfahren substanziiert und rechtzeitig vorgetragen habe (ZK1 2023 33: act. 8, 

S. 21 f. N 145-153).

Soweit gestützt auf die Kriterien wie Alter, Gesundheit, sprachliche Kenntnisse, bis-

herige und künftige Aus- und Weiterbildungen, bisherige Tätigkeiten, persönliche 

und geographische Flexibilität sowie Lage auf dem Arbeitsmarkt in tatsächlicher 

Hinsicht die Aufnahme einer Erwerbsarbeit möglich ist, besteht der Grundsatz, 

dass diese auch zumutbar und unter dem Titel der Eigenversorgung ein entspre-

chendes (hypothetisches) Einkommen an den gebührenden Unterhalt anzurech-

nen ist. Von diesem Grundsatz kann aber in begründeten Einzelfällen ausnahms-

weise abgewichen werden, so beispielsweise bei einem nahe am Pensionsalter 

stehenden Ehegatten. Eine Unzumutbarkeit – insbesondere zur Aufnahme nicht 

"standesgemässer" Erwerbsarbeiten – lässt sich auch dort begründen, wo die Ehe 

Kantonsgericht Schwyz 20

aufgrund verschiedener Faktoren das Leben eines Ehegatten in entscheidender 

Weise prägte, indem er auf die (Weiter-)Verfolgung einer eigenen Karriere verzich-

tete, sich stattdessen aufgrund eines gemeinsamen Entschlusses dem Haushalt 

und der Erziehung der Kinder widmete und dem anderen Ehegatten während Jahr-

zehnten den Rücken freihielt, so dass dieser sich ungeteilt dem beruflichen Fort-

kommen und der damit verbundenen Steigerung seines Einkommens widmen 

konnte und sich mit diesem ohne Weiteres auch zwei Haushalte finanzieren lassen; 

eine "Lebensprägung" im Sinn der bisherigen Rechtsprechung reicht für ein Abwei-

chen vom Grundsatz allerdings nicht (BGE 147 III 308 E. 5.6). 

Zwar kann somit gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei lebensprägen-

den Ehen in Ausnahmefällen die Zumutbarkeit einer Aufnahme einer Arbeitstätig-

keit fehlen. Indessen erwähnt die Beklagte nicht, wo sie im vorinstanzlichen Ver-

fahren rechtzeitig einen solchen Ausnahmefall und insbesondere behauptet haben 

soll, die Arbeitstätigkeit als (juristische) Sekretärin oder Assistentin entspreche 

nicht ihrem Stand. Sie bringt nur unsubstanziiert vor, im Parteivortrag vom 26. Sep-

tember 2022, mit dem sie ohnehin nicht zu hören ist (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb 

vorne), die diesbezügliche Rechtsprechung geäussert zu haben (vgl. ZK1 2023 33: 

act. 1, S. 31-33). Ebenso wenig setzt sich die Beklagte mit der Begründung der 

Vorinstanz auseinander, wonach sie sich gemäss ihrem eigenen Vorbringen in der 

Vergangenheit um Anstellungen als (juristische) Sekretärin oder Assistentin bewor-

ben habe, woraus zu schliessen sei, dass sie selbst derartige Arbeitstätigkeiten als 

zumutbar erachte (angef. Urteil, E. 5.6ba S. 51; ZK1 2023 33: act. 1, S. 29-33 

N 6.5.1). Auch geht die Beklagte auf die ausführliche Begründung der Vorinstanz 

nicht ein, wonach ihr zuzumuten sei, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen (angef. Ur-

teil, E. 5.6ba S. 48-51; ZK1 2023 33: act. 1, S. 29-33 N 6.5.1). Weil die Beklagte 

nicht aufzeigt, inwiefern sich die Überlegungen der ersten Instanz zur Zumutbarkeit 

einer Aufnahme eines Erwerbseinkommens nicht aufrechterhalten lassen 

(vgl. BGE 147 III 176 E. 4.2.1 und BGer 5A_580/2021 vom 21. April 2022 E. 3.3), 

bzw. sich mit der diesbezüglichen Begründung der Vorinstanz nicht auseinander-

setzt (vgl. BGE 141 III 569 E. 2.3.3 = Pra 105, 2016, Nr. 99; BGE 138 III 374 

E. 4.3.1 = Pra 102, 2013, Nr. 4; BGer 5A_410/2021 vom 17. Mai 2022 E. 4.1; Spüh-

ler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 15; Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 36 m.H.), fehlt 

Kantonsgericht Schwyz 21

der Berufung hinsichtlich der Zumutbarkeit der Beklagten zur Aufnahme einer Er-

werbstätigkeit als (juristische) Sekretärin oder Assistentin eine (hinreichende) Be-

gründung, weshalb diesbezüglich auf die Berufung nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.2c 

vorne).

bb) Die Vorinstanz begründete ausführlich, weshalb es der Beklagten möglich 

sei, ein monatliches Erwerbseinkommen von umgerechnet Fr. 3’000.00 zu erzie-

len, und ihr zur Aufnahme einer Arbeitstätigkeit keine Übergangsfrist anzusetzen 

sei (angef. Urteil, E. 5.6bb und bc S. 51-55). Auf die zutreffenden Erwägungen 

kann verwiesen werden (BGE 126 III 492 E. 3b; BGer 5A_467/2020 vom 7. Sep-

tember 2020 E. 7; § 45 Abs. 5 JG), zumal die Beklagte sich mit dieser Begründung 

nicht auseinandersetzt, sondern bloss pauschal ausführt, die vorinstanzliche Fest-

stellung sei willkürlich, wonach ihr ein monatliches Einkommen von Fr. 3’000.00 

anzurechnen sei (ZK1 2023 33: act. 1, S. 34 N 6.5.2). Fehlt der Berufung somit 

hinsichtlich dieses Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung bzw. Auseinan-

dersetzung mit der vorinstanzlichen Begründung, ist darauf nicht einzutreten 

(vgl. E. 4.3a/aa vorne).

b) Die Vorinstanz rechnete der Beklagten weiter ein Einkommen aus hypotheti-

schen Mietzinseinnahmen von Fr. 915.00 pro Monat an. Zur Begründung führte sie 

aus, es sei unbestritten, dass die Beklagte durch Vermietung der in ihrem Alleinei-

gentum stehenden Liegenschaft in H.________ einen jährlichen Nettoertrag von 

Fr. 10’980.00 erzielen könne. Es sei davon auszugehen, dass Sohn F.________, 

der in der besagten Liegenschaft wohne, sein Studium im Mai 2023 abgeschlossen 

haben werde und dann in der Lage sein dürfte, einen angemessenen Mietzins zu 

bezahlen, falls die Wohnung nicht einer Drittperson vermietet werde. Daher er-

scheine im heutigen Zeitpunkt eine Vermietung der Liegenschaft als tatsächlich 

möglich (angef. Urteil, E. 5.6bd S. 57).

aa) Die Beklagte bringt vor, sie werde die Liegenschaft in H.________ verkaufen, 

Sohn F.________ habe während seines Studiums bis Mai 2023 keinerlei Miete an 

sie bezahlt und sie habe die Wohnung wegen erheblichen Sanierungsbedarfs nicht 

vermieten können, weshalb ihr kein hypothetischer Vermögensertrag anzurechnen 

Kantonsgericht Schwyz 22

sei (ZK1 2023 33: act. 1, S. 34 N 6.5.3). Der Kläger entgegnet, weil die Vorbringen 

der Beklagten neu seien, könne sie damit nicht gehört werden, zumal sie ihre No-

venberechtigung nicht darlege. Überdies setze sich die Beklagte mit der vorinstanz-

lichen Begründung nicht auseinander, sondern wiederhole lediglich ihren vorin-

stanzlichen Standpunkt, sodass sie ihrer Begründungspflicht nicht nachkomme. Bei 

einem allfälligen Verkauf der Liegenschaft, was als unzulässiges Novum nicht zu 

hören sei, wäre ihr aus dem Erlös einen Vermögensertrag in gleicher Höhe anzu-

rechnen (ZK1 2023 33: act. 8, S. 23 N 155-158).

bb) Der Kläger argumentiert zwar widersprüchlich, wenn er vorbringt, die Be-

hauptungen der Beklagten zur Liegenschaft H.________ seien neu und sie wieder-

hole nur ihren vorinstanzlichen Standpunkt. Indessen legt die Beklagte nicht dar, 

dass und in welcher Rechtsschrift sie im vorinstanzlichen Verfahren einen Verkauf 

der Liegenschaft und einen erheblichen Sanierungsbedarf derselben behauptet ha-

ben soll. Sofern die Beklagte ihre Behauptungen im Berufungsverfahren neu vor-

getragen haben sollte, legt sie ihre Novenberechtigung nicht dar, weshalb sie damit 

nicht zu hören ist. Fehlt somit eine (hinreichende) Begründung bzw. Auseinander-

setzung mit der vorinstanzlichen Begründung, ist diesbezüglich auf die Berufung 

nicht einzutreten (vgl. E. 4.3a/aa vorne).

c) Zusammenfassend ist das von der Vorinstanz der Beklagten angerechnete 

aktuelle Einkommen von Fr. 3’915.00 (bestehend aus Fr. 3’000.00 hypothetischem 

Erwerbseinkommen und Fr. 915.00 hypothetischen Mietzinseinnahmen) zu 

bestätigen.

5. Die Vorinstanz setzte den monatlichen Bedarf der Parteien wie folgt fest (an-

gef. Urteil, S. 24, 26, 41 und 43):

Gebührender Bedarf (2018) aktueller Bedarf

Kläger

Grundbetrag Fr.   1’200.00 Fr.   1’200.00
Wohnkosten (inkl. NK) Fr.   2’841.00 Fr.   4’397.00
Krankenkassenprämie (inkl. VVG) Fr.      600.00 Fr.      600.00
Auswärtige Verpflegung Fr.      220.00 Fr.      220.00

Kantonsgericht Schwyz 23

Mobilitätskosten Fr.      600.00 Fr.      600.00
Kommunikation Fr.      158.00 Fr.      120.00
Versicherung Fr.        35.00 Fr.        35.00
Steuern Fr.   5’552.00 Fr.   5’601.00
Total Fr. 11’206.00 Fr. 12’773.00

Gebührender Bedarf (2018) aktueller Bedarf

Beklagte

Grundbetrag Fr.    864.00 Fr.    864.00
Wohnkosten (inkl. NK) Fr. 1’000.00 Fr. 1’000.00
Krankenkassenprämie (inkl. VVG) Fr.    600.00 Fr. 1’026.00
Mobilitätskosten Fr.    600.00 Fr.    600.00
Kommunikation Fr.    120.00 Fr.        0.00
Versicherung Fr.      35.00 Fr.      50.00
Steuern Fr. 1’210.00 Fr. 1’355.00
Total Fr. 4’429.00 Fr. 4’895.00

Zum erweiterten familienrechtlichen Bedarf der Parteien im Jahr 2018 rechnete die 

Vorinstanz auch die Auslagen für die beiden volljährigen Söhne E.________ und 

F.________, die sich damals noch in Ausbildung befanden und im Ausland lebten. 

Die Vorinstanz berücksichtigte für die beiden Söhne monatliche Ausbildungs- und 

Unterhaltskosten von insgesamt Fr. 10’673.00 (angef. Urteil, E. 5.4bd S. 33-35). 

Diese Kosten sind in den Berufungsverfahren unbestritten.

5.1 Umstritten sind zunächst diverse Bedarfspositionen der Beklagten.

a) Umstritten sind vorab die Wohnkosten der Beklagten sowohl im Jahr 2018 

als auch aktuell. Die Vorinstanz führte aus, die Beklagte habe Wohnkosten im ge-

bührenden Bedarf (Liegenschaft in I.________, USA) von zuletzt Fr. 4’348.00 pro 

Monat behauptet. Die diesbezüglichen Ausführungen seien jedoch unsubstanziiert 

erfolgt. Bei den von der Beklagten geltend gemachten Reparaturkosten bleibe un-

klar, welche Schäden an der Liegenschaft im Jahr 2018 genau zu beheben gewe-

sen und welche Arbeiten in der Folge vorgenommen worden seien, weshalb nicht 

festgestellt werden könne, ob es sich dabei um durchschnittliche Unterhaltskosten 

Kantonsgericht Schwyz 24

handle. Mit dem blossen Vorlegen eigenhändig erstellter Übersichten sowie Rech-

nungen zu den Reparaturarbeiten komme die Beklagte der ihr obliegenden Be-

hauptungs- und Substanziierungslast nicht nach. Die Beklagte habe auch die Un-

terhaltskosten betreffend die Gartenarbeit, Haushaltshilfe und Schneeräumung 

nicht substanziiert vorgebracht. Zudem würden diverse Ausgaben Positionen be-

treffen, die nicht unter den Begriff der Wohnkosten zu subsumieren (z.B. Strom-

kosten, Vi-BB 120) oder nicht im Jahr 2018 angefallen seien. Letzteres gelte z.B. 

für die Versicherungskosten gemäss Vi-BB 87, die das Jahr 2020 beträfen, sowie 

für das unsubstanziierte Vorbringen der Beklagten, wonach die Parteien eine Putz-

frau beschäftigt hätten, als die Kinder noch klein gewesen seien. Unbehelflich seien 

zudem die von der Beklagten eingereichten seitenlangen Kreditkartenabrechnun-

gen, da es diesbezüglich an konkreten Behauptungen fehle. Daher seien lediglich 

die vom Kläger anerkannten Wohnkosten im Betrag von Fr. 1’000.00 in den Bedarf 

der Beklagten aufzunehmen (angef. Urteil, S. 28 f.). Der gleiche Betrag gelte auch 

für die aktuellen Wohnkosten, weil die Beklagte diesbezüglich keine konkreten, 

sondern nur unsubstanziierte Behauptungen aufgestellt habe, welche die Jahre 

2018 bis 2020 beträfen. Die Beklagte habe bereits im Jahr 2018 in der ehemals 

ehelichen Liegenschaft in I.________ gewohnt und tue dies heute noch. Seither 

dürften sich die Wohnkosten nur marginal verändert haben, weshalb auf die Aus-

führungen zu den ehelichen Wohnkosten verwiesen werden könne, wo die Be-

klagte keine substanziierten Behauptungen vorgebracht habe (angef. Urteil, S. 43 

unten und S. 44 oben).

aa) Die Beklagte bringt vor, sie habe mit der Duplik vom 15. März 2021 eine Über-

sicht der monatlichen Wohnkosten im Jahr vor der Trennung eingereicht (Vi-BB 

83), woraus sich ohne Weiteres auf einen Blick ihre monatlichen Wohnkosten er-

gäben (ZK1 2023 33: act. 1, S. 13 N 6.2.1.1). Die Beklagte legt nicht dar, wo sie in 

der 54 Seiten umfassenden Duplik vom 15. März 2021 auf die erwähnte Übersicht 

verwiesen haben soll. Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, die Duplik da-

nach zu durchforsten, ob die Beklagte darin einen entsprechenden Verweis auf Vi-

BB 83 vornahm oder nicht. Daher fehlt der Berufung hinsichtlich der von der Be-

klagten ins Recht gelegten Übersicht der Wohnkosten eine (hinreichende) Begrün-

Kantonsgericht Schwyz 25

dung bzw. Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Begründung, sodass dies-

bezüglich auf die Berufung nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne). Ausserdem 

lassen sich der Aufstellung die von der Beklagten behaupteten Wohnkosten nicht 

entnehmen, geschweige denn auf den ersten Blick, da verschiedene Kategorien 

von Ausgaben aufgelistet werden (Vi-BB 83).

Mit derselben Begründung ist ebenso wenig auf das Vorbringen der Beklagten ein-
zutreten, wonach sie im Rahmen der Duplik vom 15. März 2021 und unter Einrei-
chung der Vi-BB 84-86 geltend gemacht habe, im Jahr 2018 Reparatur- und Sa-
nierungskosten für die Liegenschaft von Fr. 23’750.00 bezahlt zu haben (ZK1 2023 
33: act. 1, S. 13 f.). Überdies zeigt die Beklagte nicht auf, inwiefern sich die Über-
legungen der ersten Instanz zu den Reparaturarbeiten nicht aufrechterhalten las-
sen bzw. sie setzt sich mit der diesbezüglichen Begründung der Vorinstanz nicht 
auseinander, weshalb der Berufung auch hinsichtlich dieses Streitpunkts eine (hin-
reichende) Begründung fehlt und darauf nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa 
vorne). Ohnehin liesse sich der Übersicht der Reparaturkosten kein Betrag von 
Fr. 23’750.00 entnehmen (vgl. Vi-BB 84). Auch würde der Verweis der Beklagten 
auf die ins Recht gelegten Rechnungen (Vi-BB 85 f.) nicht genügen, weil der Be-
hauptungs- und Substanziierungslast grundsätzlich in den Rechtsschriften nachzu-
kommen ist. Der pauschale Verweis auf Beilagen genügt nicht (BGE 147 III 440 
E. 5.3; BGer 4A_478/2023 vom 4. März 2024 E. 3.1.3). Es ist weder am Gericht 
noch an der Gegenpartei, die Sachdarstellung aus den Beilagen zusammenzusu-
chen und danach zu durchforsten, ob sich aus den Beilagen etwas zugunsten der 
behauptungsbelasteten Partei ableiten lässt. Ausnahmsweise kann es zulässig 
sein, seinen Behauptungs- bzw. Substanziierungsobliegenheiten durch Verweis 
auf eine Beilage nachzukommen. Werden Tatsachen in ihren wesentlichen Zügen 
oder Umrissen in einer Rechtsschrift behauptet und wird für Einzelheiten auf eine 
Beilage verwiesen, ist zu prüfen, ob die Gegenpartei und das Gericht damit die 
notwendigen Informationen in einer Art erhalten, die eine Übernahme in die Rechts-
schrift als blossen Leerlauf erscheinen lässt, oder ob der Verweis ungenügend ist, 
weil die nötigen Informationen in den Beilagen nicht eindeutig und vollständig ent-
halten sind oder aber daraus zusammengesucht werden müssten. Es genügt nicht, 
dass in den Beilagen die verlangten Informationen in irgendeiner Form vorhanden 
sind. Es muss auch ein problemloser Zugriff darauf gewährleistet sein, und es darf 

Kantonsgericht Schwyz 26

kein Interpretationsspielraum bestehen. Der entsprechende Verweis in der Rechts-
schrift muss spezifisch ein bestimmtes Aktenstück nennen und aus dem Verweis 
muss selbst klar werden, welche Teile des Aktenstücks als Parteibehauptung gel-
ten sollen. Ein problemloser Zugriff ist gewährleistet, wenn eine Beilage selbster-
klärend ist und genau die verlangten (beziehungsweise in der Rechtsschrift be-
zeichneten) Informationen enthält. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, 
kann ein Verweis nur genügen, wenn die Beilage in der Rechtsschrift derart kon-
kretisiert und erläutert wird, dass die Informationen ohne Weiteres zugänglich wer-
den und nicht interpretiert und zusammengesucht werden müssen (BGE 144 III 
519 E. 5.2.1.2; BGer 5A_822/2022 vom 14. März 2023 E. 6.3.2.2). Diese Voraus-
setzungen wären vorliegend nicht erfüllt, sondern die nötigen Informationen müss-
ten aus Vi-BB 85 f. zusammengesucht werden, da diese nicht selbsterklärend sind. 
Es wären Interpretationen nötig, um den von der Beklagten behaupteten Betrag 
allenfalls herleiten zu können.

Die Beklagte bringt weiter vor, der Kläger habe vorinstanzlich selber eingestanden, 
dass das Dach der Liegenschaft im Jahr 2018 für USD 18’676.00 saniert worden 
sei, was dieser anerkennt (ZK1 2023 33: act. 1, S. 14; act. 8, S. 10 N 60). Indessen 
weist die Beklagte selber darauf hin, dass der Kläger geltend gemacht habe, diese 
Ausgaben seien nicht im Bedarf der Beklagten zu berücksichtigen, da es sich um 
ausserordentliche Kosten handle (ZK1 2023 33: act. 1, S. 14). Weshalb dem nicht 
so sein soll, begründet die Beklagte nicht und ist auch nicht ersichtlich, zumal ein 
Dach nicht jedes Jahr saniert werden muss.

Die Beklagte macht weiter geltend, es sei willkürlich, dass die Vorinstanz ihr bei 
den Wohnkosten überhaupt keine Unterhaltskosten angerechnet habe, weil es ge-
richtsnotorisch sei, dass bei jeder Immobilie neben den Kosten wie die Gebäude-
versicherung und Hypotheken zusätzlich Unterhaltskosten anfielen. Zur Ermittlung 
des durchschnittlichen Unterhaltsaufwands könne auf den Eigenmietwert der 
selbstbewohnten Liegenschaft abgestellt und davon ein Anteil von 20 % berechnet 
werden. Alternativ dazu könnten die Unterhaltskosten auf ein Prozent (bei neuen 
Immobilien) resp. 2.5 % (bei alten Immobilien) des Immobilienwerts festgelegt wer-
den. Die von ihr bewohnte Liegenschaft sei im Jahr 1977 erbaut worden und deren 
Verkehrswert betrage ca. Fr. 950’000.00, sodass ein Unterhaltsaufwand von mo-
natlich Fr. 1’980.00 (2.5 % von Fr. 950’000.00, davon 1/12), mindestens aber 

Kantonsgericht Schwyz 27

Fr. 1’624.55 in ihren Bedarf aufzunehmen sei (ZK1 2023 33: act. 1, S. 15 f.). Der 
Kläger wendet ein, die Ausführungen der Beklagten seien unsubstanziiert und in 
mehrfacher Hinsicht falsch. Zudem würden die Vorbringen der Beklagten zur Lie-
genschaft Noven darstellen, die nicht zu berücksichtigen seien, weil die Beklagte 
die Novenvoraussetzungen nicht darlege. Überdies sei der von der Beklagten be-
hauptete Verkehrswert der Liegenschaft nicht ausgewiesen, weil die Vorinstanz nur 
von Fr. 625’000.00 ausgegangen sei und die Beklagte selber in der Stellungnahme 
vom 22. August 2022 den Wert auf Fr. 523’000.00 angesetzt habe. Ohnehin seien 
Unterhalts- und Nebenkosten auch bei alten Immobilien mit einem Prozent des Im-
mobilienwerts zu veranschlagen (ZK1 2023 33: act. 8, S. 10-12 N 62-71). Wenn 
wie vorliegend im vorinstanzlichen Verfahren Unterhaltskosten nicht konkret sub-
stanziiert behauptet wurden, können Pauschalbeträge berücksichtigt werden 
(vgl. BGer 5A_709/2022 vom 24. Mai 2023 E. 3.4.3.1 m.H.). Die Beklagte legt in-
des nicht dar, dass sie bereits im vorinstanzlichen Verfahren Angaben zum Erstel-
lungsjahr und Verkehrswert ihrer Liegenschaft machte. Von einem Verkehrswert 
der Liegenschaft in der Höhe von ca. Fr. 950’000.00 war nie die Rede. Vielmehr 
führte die Beklagte in ihrer Stellungnahme vom 22. August 2022 aus, der Verkehrs-
wert der Immobilie sei bei der Bemessung der güterrechtlichen Auseinanderset-
zung auf USD 550’000.00 resp. Fr. 523’000.00 anzusetzen (Vi-act. D18, S. 7 N 2). 
Dazu reichte sie eine Begutachtung vom 14. Juli 2022 ein, worin der Verkehrswert 
auf USD 550’000.00 geschätzt wurde (Vi-act. D18.5, S. 3). Bei Wohneigentum ist 
anstelle des Mietzinses der Liegenschaftsaufwand zum Grundbetrag hinzuzurech-
nen, der die Hypothekarzinsen (ohne Amortisation), die öffentlich-rechtlichen Ab-
gaben sowie die durchschnittlichen Unterhaltskosten umfasst (BGer 5A_709/2022 
vom 24. Mai 2023 E. 3.4.3.1; Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrecht-
lichen Existenzminimums nach Art. 93 SchKG vom 1. Juli 2009 [nachfolgend: 
Richtlinien], Ziff. II). Für die Berechnung der durchschnittlichen Unterhaltskosten 
(Nebenkosten) werden in der Praxis unterschiedliche Ansätze verwendet. Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung darf das Sachgericht für die Nebenkosten von 
Liegenschaften eine Pauschale einsetzen. Während das Obergericht des Kantons 
Zürich praxisgemäss von einem Pauschalbetrag von 1 % des Verkehrswerts des 
von einem Ehegatten bewohnten Einfamilienhauses ausgeht, rechnen andere Ge-
richte pauschal 20 % des in der Steuererklärung angegebenen Eigenmietwerts der 
selbstbewohnten Liegenschaft an (BGer 5A_709/2022 vom 24. Mai 2023 

Kantonsgericht Schwyz 28

E. 3.4.3.1 m.H.). Vorliegend würden die pauschalisierten monatlichen Unterhalts-
kosten inkl. Nebenkosten somit ca. Fr. 436.00 betragen (1 % von Fr. 523’000.00, 
davon 1/12). Dieser Betrag ist von den vom Kläger pauschal zugestandenen mo-
natlichen Wohnkosten im Betrag von Fr. 1’000.00 gedeckt. Die Rüge der Beklagten 
erweist sich daher als unbegründet.

bb) Die Beklagte bringt weiter vor, sie habe in der Klageantwort vom 16. März 
2020 die Versicherungskosten für das Haus in I.________ in der Höhe von USD 
5’270.73 ausgewiesen, die bereits im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen an-
erkannt worden seien. Es sei willkürlich, dass die Vorinstanz diese Versicherungs-
kosten im Wohnbedarf ausser Acht gelassen habe (ZK1 2023 33: act. 1, S. 16 
N 6.2.1.2). Der Kläger erachtet das Vorbringen der Beklagten als unsubstanziiert 
und macht eventualiter geltend, dass die Versicherungskosten im anerkannten 
Wohnkostenbetrag von Fr. 1’000.00 enthalten seien, und das vorsorgliche Mass-
nahmenverfahren für die Beurteilung der Scheidung nicht massgebend sei (ZK1 
2023 33: act. 8, S. 12 N 72-74).

Die Beklagte legt nicht dar, wo in der 20-seitigen Klageantwort vom 16. März 2020 
sie die Versicherungskosten behauptet und mit welchem der zahlreich eingereich-
ten Belege bewiesen haben soll. Sie zeigt nicht auf, inwiefern sich die Überlegun-
gen der ersten Instanz zu den Versicherungskosten nicht aufrechterhalten lassen 
bzw. sie setzt sich mit der diesbezüglichen Begründung der Vorinstanz nicht aus-
einander, sodass der Berufung hinsichtlich dieses Streitpunkts eine (hinreichende) 
Begründung fehlt und darauf nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne). Der Klä-
ger bestreitet nicht, dass im vorsorglichen Massnahmenverfahren Versicherungs-
kosten im Bedarf der Beklagten berücksichtigt wurden. Indessen weist er zutreffend 
darauf hin, dass das Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen ein ei-
genständiges Verfahren mit entsprechend tieferem Beweismass darstellt. Deswe-
gen ist das Beweisergebnis des vorsorglichen Massnahmenverfahrens für die Be-
urteilung des nachehelichen Unterhalts im Scheidungsverfahren nicht ausschlag-
gebend. Soweit sich die Beklagte zur Begründung des Anstiegs ihrer jährlichen 
Versicherungskosten auf USD 9’335.00 auf ihren Parteivortrag anlässlich der 
Hauptverhandlung vom 26. September 2022 beruft (ZK1 2023 33: act. 1, S. 17 

Kantonsgericht Schwyz 29

N 6.2.1.2), kann sie damit nicht gehört werden (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb vorne). Oh-
nehin legt die Beklagte nicht dar, wo in ihrem Parteivortrag sie die entsprechende 
Parteibehauptung gemacht und mit welchem Beleg sie diese bewiesen haben soll.

cc) Die Beklagte rügt weiter, die Vorinstanz habe ihre Aufwendungen für die Gar-
tenarbeit nicht in ihrem Wohnbedarf berücksichtigt, obwohl sie mit Duplik vom 
15. März 2021 einen Kontoauszug (Beilage 120) eingereicht und Gartenarbeiten 
von J.________ in der Höhe von USD 1’840.00 geltend gemacht habe (ZK1 2023 
33: act. 1, S. 17 f. N 6.2.1.3). Der Kläger bestreitet diese Ausführungen und erach-
tet sie als unsubstanziiert und falsch. Zudem sei der Gartenunterhalt in den Unter-
haltskosten und somit im von ihm anerkannten Betrag von Fr. 1’000.00 enthalten 
(ZK1 2023 33: act. 8, S. 13 N 80-84).

Die Beklagte legt nicht dar, dass sie ihr Vorbringen zur Gartenarbeit im vorinstanz-
lichen Verfahren substanziiert behauptet habe, und bezeichnet ebenso wenig, wo 
in der 54 Seiten umfassenden Duplik vom 15. März 2021 sie auf den Beleg verwie-
sen haben soll, weshalb der Berufung zufolge fehlender Auseinandersetzung mit 
der vorinstanzlichen Begründung und ungenügender Bezeichnung der Dossierun-
terlagen bezüglich dieses Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung fehlt und 
darauf nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne). Überdies umfasst der mit Kla-
geantwort vom 16. März 2020 eingereichte Beleg Vi-BB 120 31 Seiten, sodass die 
betreffende Information darin zusammengesucht werden müsste resp. das Doku-
ment nicht selbsterklärend ist und es Interpretationen bedürfte, um den Betrag von 
USD 1’840.00 eventuell herleiten zu können, weshalb der Verweis ungenügend ist 
(vgl. E. 5.1a/aa vorne). Darüber hinaus sind im entsprechenden Beleg weder Kos-
ten für Gartenarbeiten ersichtlich, geschweige denn solche im Betrag von USD 
1’840.00, noch ist eine Belastung zugunsten J.________ zu finden (vgl. Vi-
BB 120). Soweit sich die Beklagte darauf beruft, sie habe im Parteivortrag anläss-
lich der Hauptverhandlung vom 26. September 2022 eheliche und aktuelle Haus-
haltskosten für die Gartenarbeit mit einem monatlichen Betrag von USD 153.00 
resp. USD 93.00 veranschlagt (ZK1 2023 33: act. 1, S. 18 N 6.2.1.3), kann sie da-
mit nicht gehört werden (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb vorne). Ohnehin äussert sich die 
Beklagte nicht dazu, wo im 35 Seiten umfassenden Protokoll der Hauptverhand-
lung vom 26. September 2022 sie dies behauptet haben soll, sodass auch deshalb 
nicht auf diese Rüge einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne).

Kantonsgericht Schwyz 30

dd) Die Beklagte bringt weiter vor, sie habe für Strom bei der Stromgesellschaft 
K.________ aktenkundig einen monatlichen Betrag von USD 359.00 und für Was-
ser bei der L.________ einen solchen von USD 29.00 ausgegeben, was der Bei-
lage 120 zur Duplik vom 15. März 2021 in den Kontobuchungen vom 26. Januar 
2018, 26. Februar 2018 und 28. März 2018 bzw. vom 4. Januar 2018 und 7. März 
2018 etc. entnommen werden könne. Die Vorinstanz habe diese Beträge willkürlich 
nicht in den Wohnbedarf der Beklagten aufgenommen, da es gerichtsnotorisch sei, 
dass jedermann für Strom und Wasser zahlen müsse (ZK1 2023 33: act. 1, S. 18 f. 
N 6.2.1.4). Der Kläger bestreitet diese Vorbringen und macht geltend, die Beklagte 
habe weder im vorinstanzlichen Verfahren substanziiert behauptet noch in den Be-
rufungsverfahren dargelegt, dass sie die betreffenden Behauptungen im erstin-
stanzlichen Verfahren rechtzeitig ins Verfahren eingeführt habe (ZK1 2023 33: 
act. 8, S. 14 N 88 f.).

Die Beklagte lässt unerwähnt, wo in der 54-seitigen Duplik vom 15. März 2021 sie 
Behauptungen zu ihren (auf Wohnkosten beziehende) Strom- und Wasserkosten 
geäussert und auf die Beilage 120 verwiesen haben soll, sodass auf ihre Vorbrin-
gen nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne). Überdies wäre ein Verweis auf die-
sen Beleg ungenügend, weil die nötigen Informationen daraus zusammengesucht 
werden müssten bzw. nicht selbsterklärend sind, sondern Interpretationen ange-
stellt werden müssten, um den Betrag von USD 359.00 allenfalls berechnen zu 
können (vgl. E. 5.1a/aa vorne). Auch sind die weiteren Einwendungen des Klägers 
(vgl. ZK1 2023 33: act. 8, S. 14 N 90-92) begründet, wonach sich in Vi-BB 120 
keine Belastungen einer Unternehmung namens "K.________" finden liessen und 
– falls die Beklagte die Belastungen von "M.________" gemeint haben soll – diese 
nicht selbsterklärend seien, da nicht ersichtlich sei, welche Ausgaben die Belastun-
gen beträfen und wie die Beklagte aus diesen Belastungen ihren behaupteten Be-
trag von USD 359.00 pro Monat herleite (Vi-BB 120). Zwar lassen sich im Ak-
tenstück Vi-BB 120 vereinzelte, nicht monatliche Belastungen zugunsten von 
"L.________ Bill Payment" finden. Indessen sind die Belastungen nicht selbster-
klärend, da nicht ersichtlich ist, wofür und für welchen Zeitraum sie erfolgten und 
wie die Beklagte den von ihr behaupteten monatlichen Betrag von USD 29.00 be-
rechnet. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Kosten für Beleuchtung und 
Kochstrom bereits im Grundbetrag enthalten sind (Richtlinien, a.a.O., Ziff. I).

Kantonsgericht Schwyz 31

ee) Die Beklagte rügt sodann, die Vorinstanz habe ihren der N.________ für die 
Sicherung der Liegenschaft in I.________ geleisteten Betrag von monatlich USD 
56.00 in ihrem Wohnbedarf willkürlich nicht berücksichtigt, und verweist dabei auf 
die Beilagen 83, 86 und 120 zur Eingabe vom 15. März 2021 (ZK1 2023 33: act. 1, 
S. 19 N 6.2.1.5). Der Kläger wendet ein, die Beklagte zeige nicht auf, wo sie im vor-
instanzlichen Verfahren ihre diesbezüglichen Ausführungen substanziiert behaup-
tet habe. Daran vermöge auch der Verweis auf die Beilagen nichts zu ändern (ZK1 
2023 33: act. 8, S. 15 N 95 f.). Die Beklagte führt in der Berufung nicht aus, in wel-
chen Vorakten sie die erwähnten Sicherungskosten geltend gemacht haben soll, 
sondern erwähnt nur pauschal das Protokoll der Hauptverhandlung vom 26. Sep-
tember 2022, mit welchem sie bereits im vorinstanzlichen Verfahren nicht gehört 
werden konnte (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb vorne). Der Verweis der Beklagten auf Vi-
BB 120 ist ungenügend, weil die nötigen Informationen daraus zusammengesucht 
werden müssten bzw. nicht selbsterklärend sind, sondern interpretiert werden 
müssten, um den von der Beklagten behaupteten Betrag eventuell herleiten zu kön-
nen (vgl. E. 5.1a/aa vorne). Auch ist nicht nachvollziehbar, inwiefern Vi-BB 86, bei 
dem es um "Lake management" geht, etwas mit "N.________" zu tun haben soll.

Soweit die Beklagte vorbringt, sie habe die Kosten für die Dienstleistung der 
N.________ für das Jahr 2020 im Parteivortrag anlässlich der Hauptverhandlung 
vom 26. September 2022 mit USD 146.00 beziffert (ZK1 2023 33: act. 1, S. 19 un-
ten und S. 20 oben), kann sie damit nicht gehört werden (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb 
vorne). Ohnehin legt sie nicht dar, wo im 35-seitigen Protokoll der Hauptverhand-
lung vom 26. September 2022 sie solches behauptet haben soll, weshalb auf diese 
Rüge nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne).

ff) Die Beklagte macht schliesslich geltend, die Vorinstanz habe willkürlich die 
geltend gemachten Kosten von USD 600.00 pro Monat für die Haushaltshilfe, die 
Hausreinigung und die Schneeräumarbeiten nicht berücksichtigt, und verweist 
diesbezüglich auf das Protokoll der Hauptverhandlung (ZK1 2023 33: act. 1, S. 20 
N 6.2.1.6). Auf diese Rüge ist ebenfalls nicht einzutreten. Denn zum einen kann die 
Beklagte mit ihren Ausführungen an der erwähnten Hauptverhandlung nicht gehört 
werden (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb vorne) und zum andern legt sie auch hier nicht 
dar, wo im 35-seitigen Protokoll der Hauptverhandlung vom 26. September 2022 
sie das entsprechende Vorbringen substanziiert vorgetragen haben soll 

Kantonsgericht Schwyz 32

(vgl. E. 4.3a/aa vorne). Ohnehin wäre die Rüge der Beklagten abzuweisen, weil 
Kosten für Haushaltsangestellte im erweiterten familienrechtlichen Existenzmini-
mum nicht zu berücksichtigen sind, da es ansonsten zu einer unzulässigen Vermi-
schung mit der einstufig-konkreten Methode käme; solcher Lebensbedarf ist viel-
mehr aus dem Überschussanteil zu finanzieren (BGer 5A_36/2023 vom 5. Juli 
2023 E. 4.3.2 m.H.).

gg) Zusammenfassend sind sämtliche Rügen der Beklagten zu den ehelichen 
und ihren aktuellen Wohnkosten als unbegründet abzuweisen, soweit darauf ein-
zutreten ist. Es sind lediglich die vom Kläger anerkannten und von der Vorinstanz 
berücksichtigten Fr. 1’000.00 pro Monat in den ehelichen Bedarf und in den aktu-
ellen Bedarf der Beklagten aufzunehmen.

b) Umstritten sind weiter die Krankenversicherungs- und Gesundheitskosten 
der Beklagten sowohl im Jahr 2018 als auch aktuell. Die Vorinstanz führte hinsicht-
lich der Krankenversicherungs- und Gesundheitskosten 2018 aus, bezüglich der 
von der Beklagten geltend gemachten monatlichen Gesundheitskosten von 
Fr. 2’122.25 fehle es an substanziierten Behauptungen zu den konkreten Positio-
nen. Die Beklagte habe nicht vorgetragen, welche gesundheitlichen Behandlungen 
sie präventiv oder aufgrund welcher Beschwerden kurativ in Anspruch genommen 
habe und wie hoch die damit verbundenen Kosten effektiv gewesen seien. Die Be-
klagte begnüge sich damit, pauschal auf diverse seitenlange Urkunden zu verwei-
sen, aus welchen das Gericht zuerst die Bedarfspositionen herauszusuchen hätte. 
Ebenso wenig habe sie die Notwendigkeit der Lebensergänzungsmittel und Präpa-
rate hinreichend dargelegt, weshalb die entsprechenden Kosten unter die allge-
meine Gesundheitspflege zu subsumieren und im Grundbetrag enthalten seien. Im 
Übrigen beträfen diverse der vorgelegten Urkunden und geltend gemachten Ge-
sundheitskosten nicht das Jahr 2018, sondern den Zeitraum ab Sommer 2019, so-
dass ein Grossteil der zum Beweis vorgelegten Urkunden ohnehin nicht geeignet 
sei, die ehelich angefallenen Gesundheitskosten zu belegen. Habe die Beklagte 
die behaupteten Gesundheitskosten somit nicht genügend dargelegt, seien für 
Krankenversicherung (KVG und VVG) lediglich die durch den Kläger anerkannten 
Gesundheitskosten von pauschal Fr. 600.00 in den Bedarf der Beklagten aufzu-
nehmen (angef. Urteil, S. 29 f.). Hinsichtlich des aktuellen Bedarfs der Beklagten 
berücksichtigte die Vorinstanz Krankenkassenkosten von monatlich USD 1’141.00 

Kantonsgericht Schwyz 33

bzw. Fr. 1’026.00. Dagegen könnten die von der Beklagten geltend gemachten und 
vom Kläger bestrittenen weiteren Gesundheitskosten für Medikamente von monat-
lich USD 500.00 nicht berücksichtigt werden, da diese unsubstanziiert und unbelegt 
geblieben seien (angef. Urteil, E. 5.5c S. 44 f.).

aa) Die Beklagte rügt diese vorinstanzlichen Erwägungen zum ehelichen Bedarf 
als willkürlich und falsch, zitiert aus zwei Bundesgerichtsentscheiden, legt dar, wes-
halb ihrer Auffassung nach die Gesundheitskosten und Krankenkassenbeiträge in 
den USA erheblich höher seien als in der Schweiz, und bringt vor, sie habe weitere 
Gesundheitskosten von Fr. 25’467.00 mit Rechnungen belegt, die zusätzlich zu 
den berücksichtigten Krankenkassenprämien in ihren Bedarf aufzunehmen seien. 
Im ehelichen Monatsbedarf seien die durch den Kläger zugestandenen zusätzli-
chen Gesundheitskosten von Fr. 600.00 und die Kosten der Krankenkassenprä-
mien von Fr. 600.00 zu berücksichtigen (ZK1 2023 33: act. 1, S. 21 f. N 6.2.2). Der 
Kläger bestreitet die Vorbringen der Beklagten, erachtet sie als unsubstanziiert und 
verspätet und macht geltend, dass in den von ihm zugestandenen Gesundheits-
kosten von Fr. 600.00 die Krankenkassenprämien enthalten seien (ZK1 2023 33: 
act. 8, S. 16 f. N 105-112).

Vorab sei darauf hingewiesen, dass die Vorinstanz die vom Kläger anerkannten 
Gesundheitskosten von monatlich Fr. 600.00 im ehelichen Bedarf der Beklagten 
pauschal für die Krankenversicherungsprämien (KVG und VVG) anrechnete (an-
gef. Urteil, S. 30). Die Beklagte rügt diese Vorgehensweise der Vorinstanz nicht als 
rechts- oder sachverhaltswidrig. Soweit die Beklagte über die pauschal veran-
schlagten Krankenkassenprämien von Fr. 600.00 hinaus weitere Gesundheitskos-
ten im Betrag von Fr. 600.00 in ihrem ehelichen Bedarf angerechnet haben möchte, 
müsste sie in ihrer Berufung insbesondere darlegen, wo bzw. inwiefern sie im vor-
instanzlichen Verfahren substanziierte Behauptungen zu den konkreten Positionen 
ihrer Gesundheitskosten betreffend den ehelichen Bedarf vorgetragen haben soll. 
Dies tut sie nicht. Entsprechend setzt sich die Beklagte mit der vorinstanzlichen 
Begründung, sie habe bloss pauschal auf Urkunden verwiesen, aus denen die Vor-
instanz zuerst die Bedarfspositionen hätte heraussuchen müssen, nicht auseinan-
der und vermag diese nicht zu widerlegen. Gleich verhält es sich hinsichtlich der 
vorinstanzlichen Begründung, wonach ein Grossteil der von der Beklagten offerier-

Kantonsgericht Schwyz 34

ten Beweisurkunden zum Nachweis der ehelichen angefallenen Gesundheitskos-
ten nicht geeignet sei. Zeigt die Beklagte somit nicht auf, inwiefern sich die Überle-
gungen der Vorinstanz zu den Gesundheitskosten und Krankenkassenprämien 
nicht aufrechterhalten lassen resp. setzt sie sich mit den einschlägigen Erwägun-
gen der ersten Instanz nicht auseinander, fehlt der Berufung hinsichtlich dieses 
Streitpunkts eine (hinreichende) Begründung und ist diesbezüglich auf die Beru-
fung nicht einzutreten (vgl. E. 4.3a/aa vorne).

bb) Mit Bezug auf die aktuellen Krankenversicherungskosten macht die Beklagte 
geltend, sie bezahle bei der O.________ einen Betrag von USD 990.00 
(Fr. 960.30) pro Monat. Hinzu kämen die Kosten für eine Zusatzversicherung für 
die Krebsvorsorge und kritische Krankheiten von USD 98.06 (Fr. 95.00) und USD 
53.54 (Fr. 52.00) sowie Kosten für Medikamente. Die Beklagte verweist dabei auf 
die Beilage 13 zur Noveneingabe vom 22. August 2022. Daher seien neben den 
Krankenkassenkosten von Fr. 1’107.30 zusätzliche Gesundheitskosten von 
Fr. 600.00 in ihren aktuellen Bedarf aufzunehmen (ZK1 2023 33: act. 1, S. 22 unten 
und S. 23 oben N 6.2.2). Der Kläger bestreitet diese Vorbringen und erachtet sie 
als falsch und verspätet (ZK1 2023 33: act. 8, S. 16 f. N 111 f.).

Die Beklagte legt auch hier nicht dar, wo bzw. inwiefern sie im vorinstanzlichen 
Verfahren substanziierte Behauptungen zu den konkreten Positionen ihrer Ge-
sundheitskosten betreffend den aktuellen Bedarf vorgetragen haben soll. Entspre-
chend setzt sich die Beklagte mit der vorinstanzlichen Begründung, die weiteren 
Gesundheitskosten für Medikamente von monatlich USD 500.00 seien unsubstan-
ziiert und unbelegt geblieben, nicht auseinander und vermag diese nicht zu wider-
legen. Damit fehlt der Berufung auch hinsichtlich dieses Streitpunkts eine (hinrei-
chende) Begründung und ist diesbezüglich auf die Berufung nicht einzutreten 
(vgl. E. 4.3a/aa vorne). Die Beklagte macht sodann hinsichtlich der O.________ 
denselben monatlichen Betrag von USD 1’141.60 geltend (USD 990.00 + USD 
98.06 + USD 53.54; ZK1 2023 33: act. 1, S. 22 unten), wie ihn bereits die Vor-
instanz berücksichtigte, wobei diese den Betrag auf USD 1’141.00 abrundete (an-
gef. Urteil, E. 5.5c S. 44 f.). Die Vorinstanz rechnete diesen Betrag mit einem Um-
rechnungsfaktor von 0.9 in (ab-)gerundet Fr. 1’026.00 um (angef. Urteil, E. 5.5c 
S. 45 oben). Die Beklagte wählt offenbar einen anderen Umrechnungsfaktor, da sie 
einen Gesamtbetrag von Fr. 1’107.30 pro Monat errechnet. Indessen legt sie nicht 

Kantonsgericht Schwyz 35

dar, weshalb der von der Vorinstanz verwendete Umrechnungsfaktor von 0.9 
(vgl. angef. Urteil, E. 5.5a S. 41) falsch sein soll. Daher sind Krankversicherungs-
kosten von Fr. 1’027.45 (USD 1’141.60 x 0.9) pro Monat in den aktuellen Bedarf 
der Beklagten aufzunehmen.

c) Umstritten sind sodann die Kommunikationskosten der Beklagten sowohl im 
ehelichen wie auch im aktuellen Bedarf. Die Vorinstanz nahm Kommunikationskos-
ten im Umfang der vom Kläger anerkannten Pauschale von Fr. 120.00 in den ehe-
lichen Bedarf der Beklagten auf (angef. Urteil, E. 5.4bc S. 32 Mitte). In deren aktu-
ellem Bedarf berücksichtigte sie keine Kommunikationskosten mit der Begründung, 
die Beklagte habe diese Kosten erstmals anlässlich der Hauptverhandlung beziffert 
und habe neue Ausführungen zu bereits im Recht liegenden Urkunden gemacht, 
ohne darzulegen, weshalb ihre neuen Behauptungen zulässig sein sollten, sodass 
diese unbeachtlich seien (angef. Urteil, E. 5.5c S. 45).

aa) Die Beklagte macht geltend, die Vorinstanz hätte Kommunikationskosten von 
monatlich USD 239.00 resp. Fr. 232.00 in ihren ehelichen und aktuellen Bedarf auf-
nehmen sollen, was aus der mit Klageantwort eingereichten Beilage 118 hervor-
gehe (ZK1 2023 33: act. 1, S. 23 N 6.2.3). Der Kläger wendet ein, die Berufung sei 
auch in diesem Punkt unzureichend begründet. Die Beklagte habe die Kommuni-
kationskosten, die bestritten würden, weder substanziiert behauptet noch belegt 
und sie komme ihrer Behauptungslast nicht nach (ZK1 2023 33: act. 8, S. 17 N 113-
116). 

Die Beklagte legt nicht dar, dass sie in der Klageantwort substanziierte Vorbringen 
zu den Kommunikationskosten vorgetragen und namentlich auf den Beleg Vi-BB 
118 verwiesen habe. Daher ist wegen mangelnder Auseinandersetzung mit der
vorinstanzlichen Begründung und ungenügender Bezeichnung der Dossierunterla-
gen auf die Berufung bezüglich der ehelichen Kommunikationskosten nicht einzu-
treten (vgl. E. 4.3a/aa vorne). Zudem wäre ein allfälliger Verweis auf das erwähnte 
Dokument ungenügend, weil die nötigen Informationen aus dem mehrseitigen Be-
leg, in dem unzählige Belastungen aufgeführt werden, zusammengesucht werden 
müssten bzw. nicht selbsterklärend sind, sondern interpretiert werden müssten, um 
allenfalls den behaupteten Betrag von USD 239.00 feststellen zu können 
(vgl. E. 5.1a/aa vorne).

Kantonsgericht Schwyz 36

bb) Soweit sich die Beklagte hinsichtlich der Kommunikationskosten des aktuel-
len Bedarfs auf ihre Ausführungen im Parteivortrag vom 26. September 2022 beruft 
und auf die Beilagen B-G hinweist (ZK1 2023 33: act. 1, S. 23 N 6.2.3), kann sie 
mit den damaligen Behauptungen und Beweisen nicht gehört werden (vgl. E. 2a/bb 
und 2b/bb vorne). Auf die Berufung ist auch diesbezüglich nicht einzutreten.

d) Umstritten ist schliesslich, ob der Beklagten ein Betrag für Schuldentilgungen 
im ehelichen und aktuellen Bedarf anzurechnen ist. Die Vorinstanz hielt fest, die 
Beklagte habe erst anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. September 2022 
Schuldentilgungen bzw. Abzahlungen von Kreditkartenkosten von monatlich 
Fr. 2’000.00 (ehelicher Bedarf) bzw. Fr. 3’073.00 (aktueller Bedarf) behauptet und 
Belege eingereicht, ohne deren Zulässigkeit zu begründen. Zufolge verspäteter 
Geltendmachung seien die Behauptungen unbeachtlich. Darum berücksichtigte die 
Vorinstanz weder im ehelichen Bedarf noch im aktuellen Bedarf der Beklagten ei-
nen Betrag für Schuldentilgungen bzw. Abzahlungen von Kreditkartenkosten (an-
gef. Urteil, E. 5.4b/bc S. 33 und E. 5.5c S. 46).

aa) Soweit sich die Beklagte hinsichtlich der Schulden(tilgung) auf ihre Aus-
führungen im ersten Parteivortrag anlässlich der Hauptverhandlung vom 26. Sep-
tember 2022 beruft und auf die Beilage G hinweist (ZK1 2023 33: act. 1, S. 24 f. 
N 6.2.4), kann sie mit den damaligen Behauptungen und Beweisen nicht gehört 
werden (vgl. E. 2a/bb und 2b/bb vorne).

bb) Die Beklagte macht weiter geltend, sie habe bereits in der Klageantwort und 
in der Duplik substanziierte Ausführungen zu den Schulden aus den Kreditkarten-
abzahlungen gemacht, und bringt vor, die Kreditkartenschulden seien in den Jah-
ren 2019 bis 2022 weiter angestiegen. Die Vorinstanz hätte deshalb für die Schul-
dentilgung monatlich Fr. 1’998.00 im ehelichen Bedarf und Fr. 2’950.00 im aktuel-
len Bedarf berücksichtigen müssen. Sie verweist diesbezüglich auf Seite 8 zur Bei-
lage 195 (ZK1 2023 33: act. 1, S. 24-26 N 6.2.4). Der Kläger erachtet die Vorbrin-
gen der Beklagten als unzureichend begründet, unzulässig und falsch (vgl. ZK1 
2023 33: act. 8, S. 17-19 N 118 und 120-129).

Kantonsgericht Schwyz 37

Die Beklagte legt nicht dar, wo in der in der 20-seitigen Klageantwort vom 16. März 
2020 oder 54-seitigen Duplik vom 15. März 2021 Behauptungen zur Schuldentil-
gung zu finden sind und allenfalls auf die Beilage 195 verwiesen wurde, weshalb 
auf ihre Vorbringen nicht einzutreten ist (vgl. E. 4.3a/aa vorne). Ohnehin können 
Schuldentilgungen nur dann in den Bedarf aufgenommen werden, wenn die Ehe-
gatten die Schulden bereits während des Zusammenlebens für den gemeinsamen 
Lebensunterhalt aufnahmen oder für die sie solidarisch haften und sie regelmässig 
abbezahlen (BGE 127 III 289 E. 2a/bb; BGer 5A_621/2021 vom 20. April 2022 
E. 4.3). Die Beklagte behauptet nicht, dass ihre Schuldentilgungen diese Voraus-
setzungen erfüllen würden. Vielmehr führt sie aus, die Schulden für die Finanzie-
rung ihres eigenen (gehobenen) Lebensstandards aufgenommen zu haben, unter 
anderem auch für kulturelle Bedürfnisse und die Freizeitgestaltung (ZK1 2023 33: 
act. 1, S. 24 N 6.2.4). Solche Auslagen sind ohnehin aus dem Überschussanteil zu 
finanzieren und können nicht in den Bedarf der Beklagten aufgenommen werden. 
Soweit sich die Beklagte auf die solidarische Haftung nach Art. 166 ZGB beruft, 
hält sie gleich selber fest, dass eine solche Haftung nur während des Zusammen-
lebens besteht. Die Parteien leben seit April 2019 in zwei separaten Haushalten 
(angef. Urteil, E. 5.4a S. 22), weshalb die solidarische Haftung ohnehin nur für da-
vor begründete Schulden in Frage kommen könnte. Die Beklagte äussert sich 
grundsätzlich nicht dazu, wann ihre Schulden begründet wurden. Einzig in Bezug 
auf die Ausbildungskosten der Söhne macht sie mit Verweis auf Seite 8 der Beilage 
195 (ZES 2020 179: KB 195) geltend, dass sie diese am 10. August 2018 vorfinan-
ziert habe. Wie gesagt, legt die Beklagte in ihrer Berufung jedoch nicht dar, dass 
sie diese Behauptung bereits erstinstanzlich vor Aktenschluss aufgestellt habe, 
weshalb sie damit nicht zu hören ist. Somit sind weder im ehelichen Bedarf noch 
im aktuellen Bedarf der Beklagten Schuldentilgungen bzw. Abzahlungen von Kre-
ditkartenkosten miteinzubeziehen.

e) Die Beklagte bringt in der Berufungsantwort vom 8. November 2023 hinsicht-
lich der Berufung des Klägers zur Sparquote vor, die Vorinstanz habe lediglich Mo-
bilitätskosten von Fr. 600.00 anstatt die Kosten aller Fahrzeuge in ihren monatli-
chen Bedarf aufgenommen (ZK1 2023 32: act. 11, S. 12 f. N 23-25), obwohl der 
Kläger in seiner Berufungsschrift vom 27. September 2023 den Bedarf der Beklag-
ten nicht rügte (ZK1 2023 32: act. 1, S. 13 N 58). Damit erfolgt die Rüge der Be-

Kantonsgericht Schwyz 38

klagten zu spät bzw. sie hätte diese in der eigenen Berufungsschrift vom 26. Sep-
tember 2023 (ZK1 2023 33: act. 1) vorbringen müssen, weil bereits in der Beru-
fungsschrift substanziiert vorzutragen ist, aus welchen Gründen der angefochtene 
Entscheid unrichtig sei und wie er geändert werden soll (Arnold, Das Novenrecht 
im familienrechtlichen Berufungsverfahren, in: AJP 10/2024 S. 1011 ff., S. 1019; 
Spühler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 15). Ausserdem setzt sich die Beklagte mit der 
ausführlichen Begründung der Vorinstanz, wonach Mobilitätskosten von Fr. 600.00 
in ihren monatlichen Bedarf aufzunehmen seien (angef. Urteil, S. 30 unten bis 
S. 32 Abs. 1), nicht auseinander bzw. zeigt nicht auf, inwiefern sich diese Überle-
gungen der ersten Instanz nicht aufrechterhalten lassen. Fehlt der Berufung hin-
sichtlich dieses Streitpunkts somit eine (hinreichende) Begründung, ist diesbezüg-
lich auf die Berufung nicht einzutreten (vgl. E. 4.3a/aa vorne).

f) Zusammenfassend sind lediglich die Krankenkassenprämien im aktuellen 
Bedarf der Beklagten unwesentlich auf Fr. 1’027.45 pro Monat zu erhöhen. Damit 
bleibt es beim von der Vorinstanz auf monatlich Fr. 4’429.00 festgelegten Bedarf 
der Beklagten für das Jahr 2018 und ist deren aktueller Bedarf geringfügig zu er-
höhen und auf insgesamt Fr. 4’896.45 festzusetzen.

5.2 Umstritten sind sodann diverse Bedarfspositionen des Klägers aus dem Jahr 
2018.

a) Die Vorinstanz berücksichtigte Steuern in der Höhe von insgesamt 
Fr. 5’552.00 pro Monat im Bedarf des Klägers 2018. Dabei liess sie die vom Kläger 
in Luxemburg entrichteten Steuern von Fr. 101’765.75 ausser Betracht, weil er 
selbst vorgebracht habe, dieser Steuerbetrag sei direkt seinem Lohn belastet wor-
den und habe somit nicht (zusätzlich) durch das ehelich erwirtschaftete Nettoein-
kommen bezahlt werden müssen. Daher dürften die Steuern in Luxemburg nicht 
nochmals in den Bedarf des Klägers einbezogen werden (angef. Urteil, E. 5.4b/bb 
S. 26). Wie bereits ausgeführt, wurde das eheliche Erwerbseinkommen des Klä-
gers nach Steuerabzug ermittelt und auf Fr. 423’528.35 festgesetzt (vgl. E. 4.1a 
vorne). Dies hat zur Folge, dass die Steuern in Luxemburg im Bedarf des Klägers 
2018 nicht mehr zu berücksichtigen sind.

Kantonsgericht Schwyz 39

b) Umstritten sind die Wohnkosten des Klägers 2018. Die Vorinstanz nahm die 
von der Beklagten bestrittenen Kosten für die Liegenschaft in P.________ von 
Fr. 3’000.00 pro Monat nicht in den Bedarf des Klägers 2018 auf, weil er diese 
weder substanziiert noch belegt habe (angef. Urteil, E. 5.4b/bb S. 26).

aa) Der Kläger bringt vor, er habe bereits in der Klageschrift vom 3. Juli 2019 auf 
S. 12 unter Verweis auf die Belege (Vi-KB 20) sowie im schriftlichen Parteivortrag 
vom 22. August 2022 auf S. 14 N 50 substanziiert dargelegt, wie sich die Kosten 
der Liegenschaft P.________ zusammengesetzt hätten. Die Beklagte habe in der 
Klageantwort seine Ausführungen implizit anerkannt, indem sie einzig ausgeführt 
habe, aufgrund des zu erfolgenden Verkaufs seien diese Aufwendungen unbeacht-
lich. Erst anlässlich der Hauptverhandlung vom 22. August 2022 (recte: 26. Sep-
tember 2022) und somit nach Fall der Novenschranke gemäss Art. 229 Abs. 1 ZPO 
habe die Beklagte auf einmal die Höhe der geltend gemachten Kosten bestritten. 
Daher seien diese Kosten unabhängig davon, ob sie belegt seien oder nicht, in 
seinen ehelichen Bedarf aufzunehmen, eventualiter seien sie als ausserordentliche 
Ausgabe bei der Sparquote zu berücksichtigen. Falls die Bestreitung der Beklagten 
nicht als verspätet zu erachten sei, sei festzuhalten, dass die Beklagte die substan-
ziierten Vorbringen des Klägers lediglich pauschal bestritten habe und auf die vom 
Kläger eingereichten und als Beweismittel offerierten Urkunden nicht eingegangen 
sei, weshalb die klägerischen Behauptungen als unbestritten gälten, sodass 
gemäss Art. 150 Abs. 1 ZPO über diese Tatsachen kein Beweis geführt werden 
müsse. Darüber hinaus habe der Kläger die geltend gemachten Kosten mit Einrei-
chung von Vi-KB 20 tatsächlich belegt. Es ergebe sich ein Betrag von Fr. 8’525.85 
pro Quartal. Daher seien die vom Kläger im Jahr 2018 für die Liegenschaft 
P.________ bezahlten Kosten von Fr. 3’000.00 bei der Ermittlung der Überschus-
sobergrenze in den Bedarf des Klägers aufzunehmen (ZK1 2023 32: act. 1, S. 6-8 
N 26-34). Die Beklagte wendet ein, sie habe in ihrem Plädoyer anlässlich der 
Hauptverhandlung bestritten, dass der Kläger die Kosten im Jahr 2018 substanzi-
iert behauptet und diese bezahlt habe, zumal die Parteien geplant hätten, die Lie-
genschaft in P.________ zu verkaufen. Daher habe die Vorinstanz die betreffenden 
Kosten richtigerweise im Bedarf des Klägers nicht berücksichtigt (ZK1 2023 32: 
act. 11, S. 11 N 21).

Kantonsgericht Schwyz 40

bb) Der Kläger führte in der Klageschrift vom 3. Juli 2019 aus, er bezahle für das 
gemeinsame Haus in P.________ Hypotheken von Euro 2’548.00, Grundsteuern 
von ca. Euro 1’000.00 und obligatorische Versicherungen von ca. Euro 300.00. Die 
gesamten Zins- und Tilgungszahlungen für die Hypotheken würden sich pro Jahr 
auf Fr. 34’167.00 belaufen, wovon Fr. 18’000.00 auf die Tilgung eines der insge-
samt drei Darlehen entfallen würden. Zum Beweis legte der Kläger die Fälligkeits-
anzeige der Q.________ (Bank) vom 4. Juni 2019 zu den Hypotheken vor, die al-
lerdings das Jahr 2019 und nicht 2018 betraf (Vi-act. A/Ia, S. 12 N 4). In der Nove-
neingabe vom 22. August 2022 hielt der Kläger fest, für die Liegenschaft 
P.________ seien im Jahr 2018 Euro 30’576.00 für Hypotheken, Euro 1’000.00 für 
die Grundsteuer und Euro 300.00 für Versicherungen, insgesamt Euro 31’876.00 
angefallen, was bei einem Umrechnungskurs von 1.129 ca. Fr. 36’000.00 und so-
mit rund Fr. 3’000.00 pro Monat entspreche. Diese seien in den erweiterten Bedarf 
der Familie im Jahr 2018 aufzunehmen, weil es sich um Liegenschaftskosten der 
ehemals ehelichen Liegenschaft handle. Eventuell könnten diese Kosten auch als 
ausserordentliche Auslagen im Rahmen der Sparquote berücksichtigt werden, wo-
mit der vor der Trennung der Parteien der Beklagten zur Verfügung stehende Über-
schussanteil reduziert würde und für den Lebensstandard nicht prägend sei, da nur 
der Verbrauchsunterhalt geschuldet sei (Vi-act. D17, S. 14 N 50). Die Beklagte 
machte in der Klageantwort vom 16. März 2020 geltend, mit dem zeitnahen Verkauf 
der Liegenschaft P.________ würden die ausstehenden Hypotheken in der Höhe 
von Fr. 1’009’000.00 problemlos abbezahlt werden können. Die vom Kläger dies-
bezüglich geltend gemachten Aufwendungen seien entsprechend unbeachtlich (Vi-
act. A/II, S. 13 N 27). Die Ausführungen der Beklagten anlässlich der Hauptver-
handlung vom 26. September 2022 sind nach dem Gesagten nicht zu hören 
(vgl. E. 2a/bb und 2b/bb vorne) und wären überdies als nicht substanziiert zu qua-
lifizieren, weil die Beklagte lediglich pauschal ausführte, die Liegenschaftskosten 
P.________ würden bestritten und seien nicht belegt (vgl. Vi-act. D21, S. 12 
Abs. 3). Am 22. August 2022 hatte die Beklagte ihre Noveneingabe eingereicht, in 
der sie nur Ausführungen zum Verkaufserlös der gemeinsamen Liegenschaft in 
P.________ machte (vgl. Vi-act. D18, S. 7 f. N 3). Aus dem Gesagten ist zu fol-
gern, dass der Kläger die Kosten der Liegenschaft in P.________ substanziiert be-
hauptete und die Beklagte diese Kosten weder rechtzeitig noch substanziiert be-
stritt. Somit gelten die ehelichen Kosten für die Liegenschaft in P.________ für das 
Jahr 2018 in der Höhe von Fr. 3’000.00 als unbestritten. 

Kantonsgericht Schwyz 41

Der Kläger hielt in der Klageschrift vom 3. Juli 2019 weiter fest, das Haus in 
P.________ sei im Jahr 2014 die Familienliegenschaft gewesen, die Beklagte sei 
mit dem jüngeren Sohn im Jahr 2015 in ihre Heimat nach G.________ gezogen, 
der Kläger verbringe seit Ende 2014 die Wochenenden allein in der Wohnung in 
R.________ und das Haus in P.________ sei seit nunmehr fünf Jahren unbewohnt 
sowie weder verkauft noch vermietet (Vi-act. A/Ia, S. 4 f. N 10-12 und 14). Die Be-
klagte bestritt dieses Vorbringen nicht substanziiert, sondern erklärte in der Kla-
geantwort vom 16. März 2020 dazu bloss, die Parteien würden in der Schweiz und 
den USA über Immobilien verfügen und um die verschiedenen Haushalte in den 
USA und der Schweiz führen zu können, müsse sie regelmässig reisen. Weil das 
Haus in P.________ zeitnah verkauft werden solle, seien die vom Kläger geltend 
gemachten Aufwendungen unbeachtlich, zumal mit dem Verkaufserlös die Hypo-
theken problemlos abgelöst werden könnten (Vi-act. A/II, insbesondere S. 3 N 4, 
S. 6 N 20 und S. 13 N 27). Benötigten die Parteien das Haus in P.________ somit 
nicht für ihren Lebensunterhalt, sind die diesbezüglichen Kosten von Fr. 3’000.00 
nicht in den erweiterten Bedarf der Familie 2018 aufzunehmen. Die Kosten für das 
Haus in P.________ sind bei der Berechnung des gebührenden Unterhalts auch 
nicht als ausserordentliche Auslagen im Rahmen der Sparquote zu berücksichtigen 
(vgl. dazu E. 6b hinten), da diese Auslagen regelmässig anfielen und nicht Einma-
ligkeitscharakter hatten. Im aktuellen Bedarf sind die Wohnkosten des Hauses in 
P.________ ebenso ausser Acht zu lassen, da gemäss Schreiben des Klägers vom 
3. Dezember 2021 und der Eingabe der Beklagten vom 22. August 2022 diese Lie-
genschaft der Parteien verkauft wurde (Vi-act. D13, S. 1 N 1; Vi-act. D18, S. 7 
N 3a). Damit ist der von der Vorinstanz auf Fr. 11’206.00 pro Monat festgesetzte 
Bedarf des Klägers 2018 (vgl. E. 5 Ingress vorne) nicht abzuändern.

c) Der von der Vorinstanz auf Fr. 12’773.00 festgesetzte aktuelle Monatsbedarf 
des Klägers ist unbestritten (vgl. ZK1 2023 33: act. 1; ZK1 2023 32: act. 1).

6. Der monatliche Bedarf der Parteien im Jahr 2018, bestehend aus dem Bedarf 
der Beklagten von Fr. 4’429.00 (vgl. E. 5.1 vorne) und demjenigen des Klägers von 
Fr. 11’206.00 (vgl. E. 5.2 vorne) sowie den Ausbildungs- und Unterhaltskosten der 
gemeinsamen Söhne E.________ und F.________ von Fr. 10’673.00 (vgl. E. 5 

Kantonsgericht Schwyz 42

vorne), belief sich auf Fr. 26’308.00. Dieser ist dem familienrechtlichen Gesamtein-
kommen der Parteien von monatlich Fr. 36’545.30 (vgl. E. 4.1 vorne) gegenüber-
zustellen, woraus ein Überschuss von rund Fr. 10’237.00 pro Monat resultiert.

a) Soweit eine Sparquote während des ehelichen Zusammenlebens nachge-
wiesen ist, bei welcher Konstellation die Eltern sparsamer leben, als es die Verhält-
nisse zulassen würden, und diese nicht durch trennungsbedingte Mehrkosten, die 
nicht durch einen zumutbaren Ausbau der Eigenversorgung aufgefangen werden 
können, aufgebraucht wird, muss dies bei der Verteilung des Überschusses 
berücksichtigt werden bzw. ist diese vom Überschuss abzuziehen (BGE 147 III 293 
E. 4.4 und 147 III 265 E. 7.3; BGer 5A_274/2023, 5A_300/2023 vom 15. November 
2023 E. 6.1). Die Höhe dieser Sparquote ist im vorliegenden Fall umstritten.

b) Die Vorinstanz berücksichtigte bei der Sparquote für das Jahr 2018 die Re-
paraturkosten der Liegenschaft in I.________, USA, von Fr. 18’676.54 sowie die 
Kosten für den Erwerb der Liegenschaft in H.________, USA von Fr. 80’000.00, 
nicht aber auch die Anschaffungskosten des Porsche Boxter von USD 36’000.00 
und des Porsche 911 von USD 23’369.00 (angef. Urteil, E. 5.4e S. 36-39).

aa) Die Vorinstanz führte aus, es sei unbestritten, dass im Jahr 2018 das Dach 
der Liegenschaft in I.________, USA, saniert worden sei und hierfür USD 
18’676.54 angefallen seien. Das Dach sei umfassend saniert worden, womit der 
Wert der Liegenschaft erhöht worden sei. Die Beklagte habe weder substanziiert 
behauptet noch belegt, dass grössere Sanierungsarbeiten an der Liegenschaft re-
gelmässig vorgenommen worden seien, weshalb die entsprechenden Kosten nicht 
als Unterhalt zu qualifizieren seien. Der Kläger habe glaubhaft gemacht, dass es 
sich bei der Dachsanierung um eine vermögensbildende Investition gehandelt 
habe. Diese sei im Rahmen der Sparquote im Betrag von Fr. 1’556.00 pro Monat 
zu berücksichtigen (angef. Urteil, E. 5.4e S. 37).

aaa) Die Beklagte bringt vor, gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung müsse 
der unterhaltsverpflichtete Kläger das Bestehen und die Höhe der Sparquote nicht 
nur glaubhaft machen, sondern beweisen. Der Kläger könne aber nicht einmal 
glaubhaft machen, dass die Sanierungsarbeiten mit Einkünften aus seiner Arbeits-

Kantonsgericht Schwyz 43

tätigkeit bezahlt worden seien. Vielmehr habe sie in ihren Eingaben im vorinstanz-
lichen Verfahren dargelegt, dass die Parteien mit der einmaligen Abfindung, die der 
Kläger nach seinem Ausscheiden bei der Firma S.________ erhalten habe, ver-
schiedene Anschaffungen getätigt und auch laufende Kosten bezahlt hätten. Die 
Nutzung der Liegenschaft setze ein st