# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f87fe81d-1dea-558a-9098-822fe63f3af3
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-12-13
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht 13.12.2021 810 21 270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_003_810-21-270_2021-12-13.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und 

Verwaltungsrecht 

 

vom 13. Dezember 2021 (810 21 270) 

____________________________________________________________________ 

 

 

 

Kindes- und Erwachsenenschutzrecht 

 

 

Vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzierung 

 

 
Besetzung Präsidentin Franziska Preiswerk-Vögtli, Gerichtsschreiberin Julia 

Kempfert 
 
 

Beteiligte A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Dominique Anwander, 
Advokatin 

  
 
gegen 
 
 

 Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____, Vorinstanz 
 
C.____, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Annalisa Landi, Advoka-
tin 

  
  
Betreff Vorsorglicher Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und Platzie-

rung 
(Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ vom 
15. September 2021) 

 
 

 
 
A. D.____, geboren 2019, und E.____, geboren 2018, sind die gemeinsamen Kinder der 
unverheirateten und gemeinsam sorgeberechtigten Eltern C.____ und A.____. 

Seite 2 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

B. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde B.____ (KESB) erhielt am 
27. August 2021 von der Polizei Basel-Landschaft (Polizei) eine Meldung über einen Polizeiein-
satz bei den Kindseltern. In der Meldung wurde auf ein Gerangel zwischen den Kindseltern in 
Anwesenheit der beiden Kinder hingewiesen und festgehalten, dass keine Anzeige erstattet 
worden sei. In der Folge nahm der interne Abklärungsdienst der KESB am 31. August 2021 
telefonisch Kontakt zu den Kindseltern auf. Im Rahmen dieser Gespräche habe die Kindsmutter 
geäussert, dass der Kindsvater ihr gegenüber Gewalt ausübe und sie Angst habe. Beide Kinds-
eltern wurden daraufhin getrennt zu einem Beratungsgespräch eingeladen. 
 
C. Die Kindsmutter teilte der KESB mit E-Mail vom 8. September 2021 mit, dass sie sich 
nach einem Gespräch bei der Opferhilfestelle entschieden habe, nicht nach Hause zurückzu-
kehren. Sie begebe sich mit den Kindern an einen sicheren Ort und wolle nicht, dass der Kinds-
vater ihren Aufenthalt kenne. Aufgrund dieser Entwicklungen eröffnete die KESB am 
10. September 2021 ein Verfahren zur Prüfung von Kindsschutzmassnahmen. Die Kindseltern 
wurden von der KESB am 14. September 2021 getrennt zum vorsorglichen Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts und zur Fremdplatzierung sowie zur vorsorglichen Errichtung der Bei-
standschaft angehört. 
 
D. Mit Entscheid des Vizepräsidenten vom 15. September 2021 wurde den Kindseltern vor-
sorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht über D.____ und E.____ entzogen (Ziffer 1) und die 
beiden Kinder wurden vorsorglich per sofort im institutionellen Rahmen untergebracht (Ziffer 2). 
Weiter wurde vorsorglich eine Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 
ZGB errichtet und ein Beistand ernannt. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende 
Wirkung entzogen. 
 
E. A.____, nachfolgend vertreten durch Dominique Anwander, Advokatin, erhob mit Einga-
be vom 27. September 2021 gegen den Entscheid der KESB Beschwerde beim Kantonsgericht 
Basel-Landschaft, Abteilung Verfassungs- und Verwaltungsrecht (Kantonsgericht). Er beantrag-
te, es seien Ziffer 1 und Ziffer 2 des Entscheids der KESB vom 15. September 2021 aufzuhe-
ben und es sei dem Beschwerdeführer das Aufenthaltsbestimmungsrecht über die beiden Kin-
der zu belassen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuwei-
sen. Alles unter o/e-Kostenfolge. In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei die von der Vorinstanz 
entzogene aufschiebende Wirkung wiederherzustellen und die Akten der Vorinstanz beizuzie-
hen.  
 
F. Die KESB liess sich mit Eingabe vom 18. Oktober 2021 vernehmen und schloss auf Ab-
weisung der Beschwerde. Zur Hauptsache wurde ausgeführt, dass eine vorläufige, regelmässi-
ge und minimale Besuchsrechtsregelung habe getroffen werden können und die Übergabemo-
dalitäten hätten vereinbart werden können, sodass sich die Kindseltern nicht begegnen müss-
ten. Die bestehende Regelung gelte vorläufig für die Dauer des Abklärungsverfahrens. 
 
G. C.____, nachfolgend vertreten durch Annalisa Landi, Advokatin, reichte mit Eingabe 
vom 3. November 2021 ihre Vernehmlassung ein. Sie beantragte, es sei die Beschwerde des 
Beschwerdeführers abzuweisen. Sollte die Beschwerde gutgeheissen werden, sei das Aufent-

Seite 3 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

haltsbestimmungsrecht beider Elternteile wiederherzustellen und es seien die Kinder für die 
Dauer der Abklärung unter die Obhut der Beschwerdegegnerin zu stellen. Unter o/e-
Kostenfolge, wobei der Beschwerdegegnerin die unentgeltliche Prozessführung und Verbei-
ständung zu gewähren sei.  
 
H. Mit Verfügung vom 8. November 2021 wurde der Antrag auf Erteilung der aufschieben-
den Wirkung abgewiesen. 
 
I. Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 16. November 2021 Stellung zur Ver-
nehmlassung der Beschwerdegegnerin und hielt fest, dass deren Ausführungen bestritten wür-
den.  
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1. Gemäss Art. 450 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314 Abs.1 ZGB kann gegen Ent-
scheide der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Beschwerde beim zuständigen Gericht 
erhoben werden. Von Bundesrechts wegen anfechtbar sind sämtliche Endentscheide (Art. 450 
Abs. 1 ZGB) sowie Zwischenentscheide über vorsorgliche Massnahmen (Art. 445 Abs. 3 ZGB). 
Beim angefochtenen Präsidialentscheid, welcher die Anordnung vorsorglicher Massnahmen 
zum Gegenstand hat, handelt es sich um einen Zwischenentscheid im Sinne von Art. 445 Abs. 
3 ZGB. Die Zuständigkeit zur Beurteilung der vorliegenden Streitsache liegt demnach in analo-
ger Anwendung von § 43 Abs. 2bis lit. f des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungs-
prozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 bei der präsidierenden Person (§ 66 Abs. 2 
des Gesetzes über die Einführung des Zivilgesetzbuches [EG ZGB] vom 16. November 2006 in 
Verbindung mit § 1 Abs. 3 lit. f VPO). Da auch die weiteren Prozessvoraussetzungen erfüllt 
sind, kann auf die Beschwerde eingetreten werden.  
 
2. Nach Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die 
unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die Unangemes-
senheit (Ziff. 3) gerügt werden. Dem Kantonsgericht kommt bei der Beurteilung der vorliegen-
den Beschwerde somit volle Kognition zu. 
 
3.1 Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Gespräche mit den 
Kindseltern, dass beide Kinder mehrfach Zeugen von häuslicher Gewalt geworden seien. Die 
behördlichen Abklärungen würden zwar noch am Anfang stehen, es sei aber aufgrund der bis 
jetzt bekannten Sachlage von einer Kindswohlgefährdung bei beiden Kindern auszugehen. 
Damit beide Kinder zur Ruhe kommen könnten, werde der aktuelle Aufenthalt im institutionellen 
Rahmen, wo die Beschwerdegegnerin sowie die Kinder professionell betreut würden, von der 
KESB befürwortet. Zur Sicherstellung des Schutzes der Kinder während des Abklärungsverfah-
rens werde den Eltern vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen. Anlässlich der 
persönlichen Anhörungen hätten sich beide Eltern sowohl mit der vorsorglichen Errichtung der 
Beistandschaft als auch mit dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts und der Platzie-
rung der Kinder einverstanden erklärt. 

Seite 4 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

3.2 Der Beschwerdeführer macht dagegen in seinen Eingaben zusammengefasst geltend, 
dass nicht bestritten werde, dass es zwischen den Kindseltern teilweise zu Unstimmigkeiten 
und Differenzen gekommen sei. Die Kinder seien dabei allerdings nur am 27. August 2021 zu-
gegen gewesen, da sie sich im Wohnzimmer aufgehalten hätten. Es treffe nicht zu, dass die 
Kinder andere Auseinandersetzungen der Eltern mitbekommen hätten. Auch wenn die Bezie-
hung der Eltern in letzter Zeit konfliktbehaftet gewesen sei, sei festzustellen, dass dieser Um-
stand alleine keinen Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts rechtfertigen könne. Das insbe-
sondere auch deshalb nicht, weil die Vorinstanz keine milderen Massnahmen in Betracht gezo-
gen oder ausgeschöpft habe. Der Beschwerdeführer habe sich lediglich damit einverstanden 
erklärt, dass sich die Kinder zur Beruhigung der Situation kurzfristig an einem neutralen Ort 
aufhalten würden. Mit dem Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts sei er hingegen nicht 
einverstanden gewesen. Dem Beschwerdeführer sei bewusst, dass es einer Veränderung in-
nerhalb der Partnerschaft, insbesondere durch eine räumliche Trennung, bedürfe. Die Be-
schwerdegegnerin habe sich seit der zweiten Schwangerschaft stark verändert. Ihr sei alles 
gleichgültig und sie kümmere sich um nichts mehr. Der Beschwerdeführer kümmere sich um 
den Haushalt und grösstenteils um die Kinderbetreuung. Der Beschwerdeführer mache sich 
grosse Sorgen um den Gesundheitszustand der Beschwerdegegnerin. Diese Sorge beruhe 
insbesondere auf dem äusserst provozierenden Verhalten der Beschwerdegegnerin, mit wel-
chem sie immer wieder Streit mit dem Beschwerdeführer initiieren würde. Der Beschwerdefüh-
rer versuche jedoch, dem Streit aus dem Weg zu gehen. Zu keinem Zeitpunkt sei der Be-
schwerdeführer unsanft gegenüber seinen Kindern gewesen. Das Wohl seiner Kinder stehe an 
oberster Stelle. Es sei dem Beschwerdeführer ein Anliegen, mit der Beschwerdegegnerin eine 
ruhige und aggressionsfreie Gesprächsebene zu finden. 
 
3.3 Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Vernehmlassung aus, dass sich die Beziehungs-
probleme während der zweiten Schwangerschaft zugespitzt hätten. Der Beschwerdeführer ha-
be rund um die Uhr gearbeitet, was dazu geführt habe, dass er sich nicht mehr adäquat um die 
Familie habe kümmern können. Er habe immer aggressiver reagiert und sei der Beschwerde-
gegnerin gegenüber immer lauter geworden, was die Kinder mitbekommen hätten. Leider habe 
mehr als eine Aggression zu körperlicher Gewalt ihr gegenüber geführt. Dies geschehe schon 
seit 2020 und nehme zu. Die Aggressionen hätten zu einem teils unsanften Umgang mit den 
Kindern geführt. Die Beschwerdegegnerin habe versucht, eine Familientherapie zu initiieren. 
Der Beschwerdeführer habe jedoch von ihr nur verlangt, im Haushalt zu funktionieren. Bis heute 
sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage, zu erkennen, welche Arbeit die Beschwerdegegne-
rin geleistet habe und immer noch leiste und welchen Anteil er an ihrer Erschöpfung trage. Zwi-
schenzeitlich habe sich die Beschwerdegegnerin in der Institution recht gut erholen können. 
 
4.1 Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde ist gemäss Art. 445 Abs. 1 ZGB zuständig, 
die für die Dauer des Verfahrens notwendigen vorsorglichen Massnahmen zu treffen. Sie kann 
insbesondere eine Massnahme des Kindesschutzes vorsorglich anordnen. Vorsorgliche Mass-
nahmen müssen unumgänglich, d.h. so dringlich sein, dass der ordentliche, spätere Entscheid 
nicht abgewartet werden kann, ohne einen erheblichen Nachteil für die betroffene Person in 
Kauf zu nehmen (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 
2. Auflage, Bern 2016, S. 314). Sie ergehen gestützt auf eine bloss summarische Prüfung der 

Seite 5 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Sach- und Rechtslage, wobei für deren Anordnung das Beweismass der Glaubhaftmachung 
genügt (vgl. CHRISTOPH AUER/MICHÈLE MARTI, in: Geiser/Reusser [Hrsg.], Basler Kommentar 
zum Erwachsenenschutz, Basel 2012, N 29 zu Art. 445). 
 
4.2 In materieller Hinsicht ist von Art. 310 Abs. 1 ZGB auszugehen, wonach die Kindes-
schutzbehörde, wenn einer Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses 
den Eltern wegzunehmen und in angemessener Weise unterzubringen hat. Die Gefährdung 
muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, 
wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre. Unerheblich ist, auf 
welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: sie können in den Anlagen oder in einem 
Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt 
keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die Ver-
hältnisse im Zeitpunkt der Entziehung. Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein 
(Subsidiarität), und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen 
(Proportionalität); diese sollen elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Kom-
plementarität). Der Entzug der elterlichen Obhut ist daher nur zulässig, wenn andere Massnah-
men ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (vgl. Urteil des 
Bundesgerichts 5A_561/2013 vom 10. Januar 2014 E. 7.2). Eine Kindswohlgefährdung kann 
sich unter anderem bei Unfähigkeit der Eltern ergeben, sich adäquat um das Kind zu kümmern, 
weil sie durch persönliche Probleme übermässig absorbiert oder weil sie allgemein überfordert 
sind (vgl. CHRISTOPH HÄFELI, a.a.O., S. 413). 
 
5.1 Der polizeilichen Meldung an die KESB vom 27. August 2021 lässt sich entnehmen, 
dass die Beziehung zwischen den Kindseltern seit längerer Zeit angespannt sei und es am be-
sagten Tag im Haus der Familie ein Gerangel zwischen den Eltern gegeben habe, wobei beide 
Kinder anwesend gewesen seien. Im Rahmen des Telefongesprächs mit dem Abklärungsdienst 
der KESB, welches kurz nach dem Vorfall geführt wurde, äusserte sich die Beschwerdegegne-
rin dahingehend, dass der Beschwerdeführer ihr gegenüber Gewalt ausüben würde und sie sich 
nicht sicher fühle (vgl. Aktennotiz der KESB vom 31. August 2021). Anlässlich ihrer Anhörung 
bei der Vorinstanz am 7. September 2021 führte die Beschwerdegegnerin aus, dass es seit 
längerer Zeit Konflikte zwischen den Kindseltern gebe und es ihnen nicht gelinge, miteinander 
zu kommunizieren. Am 27. August 2021 sei es zu einem Handgemenge gekommen und der 
Beschwerdeführer habe sie geschlagen. Die Tochter sei danebengestanden und habe geweint. 
Es sei schon mehrmals vorgekommen, dass die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdeführer 
geschlagen worden sei. Die Kinder würden die Konflikte jeweils mitbekommen. Die Abstände 
der Eskalationen würden immer kürzer. Die Beschwerdegegnerin führte weiter an, dass die 
Kinder auf die Situation ängstlich und verunsichert reagieren würden. Der Beschwerdeführer 
gibt bei seinem Gespräch mit der Vorinstanz am 9. September 2021 an, dass sich die Be-
schwerdegegnerin seit der zweiten Schwangerschaft verändert habe. Sie schlafe oft, könne den 
Haushalt nicht erledigen und vieles würde liegen bleiben. Es sei zudem zu sexuellen Übergrif-
fen seitens der Beschwerdegegnerin gekommen. Im Streit würde ihn die Beschwerdegegnerin 
jeweils auffordern, sie zu schlagen. Es entspreche der Wahrheit, dass er die Beschwerdegeg-
nerin am 27. August 2021 geschlagen habe. Er habe ihr auch einmal ein Stück Zahn ausge-
schlagen, als sie ihn habe festhalten und er sich habe losmachen wollen. Einmal habe er die 

Seite 6 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Schlüssel und ein anderes Mal eine Tube Mayonnaise nach ihr geworfen. Der Beschwerdefüh-
rer bestätigt ebenfalls, dass die Kinder die Konflikte zwischen den Eltern miterleben würden und 
er den Sohn teilweise als bedrückt und in sich gekehrt wahrnehme. Um die Beschwerdegegne-
rin mache er sich Sorgen und er vermute, dass diese eine psychische Erkrankung habe, welche 
behandelt werden müsse. Der Beschwerdeführer gibt in seiner Anhörung mit der Vorinstanz am 
14. September 2021 weiter an, dass er den Provokationen der Beschwerdegegnerin und den 
Konflikten immer aus dem Weg gegangen sei und sich im Büro eingeschlossen habe. Als es 
zum Polizeieinsatz gekommen sei, habe er sich auch wieder im Büro einschliessen wollen, die 
Beschwerdegegnerin habe ihn jedoch davon abgehalten und da sei ihm die Hand ausgerutscht. 
Die Beschwerdegegnerin schildert im Rahmen ihrer Anhörung mit der Vorinstanz am 
14. September 2021 ebenfalls eine konfliktreiche familiäre Situation. Sie führt aus, dass sich die 
Streitigkeiten gehäuft hätten, nachdem der Beschwerdeführer ins Homeoffice versetzt worden 
sei. Dabei sei es auch zu Handgreiflichkeiten gekommen. Sie könne im Moment nicht abschät-
zen, wie die Beziehung zum Beschwerdeführer weitergehen solle. Sie sei froh, dass sie jetzt 
räumlichen Abstand habe und zur Ruhe kommen könne. Es sei ihr jedoch wichtig, dass die 
Kinder Kontakt zum Beschwerdeführer hätten. Dem allgemeinen Polizeibericht vom 
11. September 2021, welcher aufgrund von Schilderungen des Beschwerdeführers erstellt wur-
de, ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin habe anzeigen wol-
len. Die vom Beschwerdeführer erhobenen Vorwürfe hätten im Verlauf des Gesprächs auf dem 
Polizeiposten jedoch grösstenteils geklärt werden können. Durch den diensthabenden Polizis-
ten wurde im Bericht angemerkt, dass beide Kindseltern mit ihrer momentanen Lebenssituation 
seiner Ansicht nach überfordert seien.  
 
5.2 Aus den Akten ergibt sich somit, dass die familiäre Situation sehr angespannt ist und 
sich die Kindseltern gegenseitig der häuslichen Gewalt beschuldigen. Beide Kinder sind seit 
längerer Zeit einer konfliktreichen familiären Umgebung ausgesetzt und Zeugen von psychi-
scher sowie physischer Gewalt geworden (vgl. Aktennotiz der KESB vom 9. September 2021). 
Vor dem Hintergrund der obigen Ausführungen und insbesondere unter Bezugnahme auf die 
Gesprächsprotokolle beider Eltern, muss von einer sehr angespannten und von häufigem Streit 
geprägten Familienatmosphäre ausgegangen werden, welcher beide Kinder ausgesetzt sind 
und die sie direkt wahrnehmen. Ebenso muss zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund des Ausmasses 
der Konflikte zwischen den Eltern davon ausgegangen werden, dass diese nach wie vor beste-
hen und mit grosser Wahrscheinlichkeit auch wieder eskalieren würden. Um die Kinder zu 
schützen, mussten diese umgehend aus dem bestehenden Familienumfeld herausgenommen 
werden. Durch die räumliche Trennung der Familie sind die Kinder den elterlichen Konflikten 
nicht mehr direkt ausgesetzt und können während des Abklärungsverfahrens im geschützten 
Rahmen zur Ruhe kommen. Dass eine Gefährdung des Kindswohls vorliegt, wird auch nicht 
ernstlich bestritten und beide Eltern geben an, dass die Kinder ihre Auseinandersetzungen mit-
bekommen hätten und E.____ teilweise verängstigt und bedrückt wirke. Zudem habe E.____ 
wieder angefangen einzukoten (vgl. Gesprächsprotokolle der KESB vom 7. September 2021 
und 9. September 2021). Die verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen zwischen den 
Eltern gefährden die Entwicklung ihrer beiden Kinder. Die KESB war folglich gemäss Art. 307 
Abs. 1 ZGB verpflichtet, geeignete Massnahmen zum Schutz des Kindswohls von D.____ und 
E.____ für die Dauer des Abklärungsverfahrens zu treffen.  

Seite 7 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

5.3 Den Akten lässt sich weiter entnehmen, dass die Tochter noch teilweise gestillt wird, 
weshalb beide Kinder am Aufenthaltsort der Beschwerdegegnerin platziert wurden, was nicht zu 
beanstanden ist. Ferner sei die Beschwerdegegnerin mit den beiden Kindern gut in der Instituti-
on angekommen und gebe sich sehr Mühe, sich mit den Kindern dort einzuleben 
(vgl. Aktennotiz der KESB vom 10. September 2021). Gemäss Angaben der Beschwerdegeg-
nerin würden sich die Kinder in der Institution wohl fühlen, es seien kindgerechte Angebote vor-
handen und E.____ habe schon Freundschaften knüpfen können. Zwischenzeitlich konnte mit 
Hilfe des Beistands auch ein Besuchsrecht zwischen dem Beschwerdeführer und den beiden 
Kindern aufgegleist werden, welches vorerst ohne ein Aufeinandertreffen der Kindseltern statt-
finde und bis jetzt ohne grössere Schwierigkeiten habe durchgeführt werden können (vgl. Kurz-
bericht der Beistandsperson vom 5. Oktober 2021). 
 
6. Nach dem Gesagten erweisen sich der vorsorglich angeordnete Entzug des Aufent-
haltsbestimmungsrechts und die damit verbundene Platzierung der beiden Kinder gestützt auf 
die gebotene summarische Würdigung der Sach- und Rechtslage als verhältnismässig und an-
gemessen. Angesichts der Schwere des damit verbundenen Eingriffs in die Persönlichkeits-
rechte des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz die weiteren Abklärungen umgehend vorzu-
nehmen und alsdann den Hauptentscheid zu treffen. Die vorsorgliche Anordnung einer Bei-
standschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht be-
stritten. Mit Blick auf die dem Beistand übertragenen Aufgaben und Kompetenzen im Zusam-
menhang mit der Unterbringung der Kinder erweist sich diese als erforderlich und sachgerecht. 
Die Beschwerde ist demnach vollumfänglich abzuweisen.  
 
7.1 Es bleibt über die Kosten zu befinden. Gemäss § 20 Abs. 1 VPO ist das Verfahren vor 
dem Kantonsgericht kostenpflichtig. Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegen-
den Partei in angemessenem Ausmass auferlegt. Demgemäss sind die Verfahrenskosten in der 
Höhe von Fr. 800.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und mit dem geleisteten Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.-- zu verrechnen.  
 
7.2 Der ganz oder teilweise obsiegenden Partei kann für den Beizug eines Anwalts oder 
einer Anwältin eine angemessene Parteientschädigung zulasten der Gegenpartei zugesprochen 
werden (§ 21 Abs. 1 VPO). Gemäss dem Ausgang des Verfahrens ist der anwaltlich vertretenen 
Beschwerdegegnerin antragsgemäss eine Parteientschädigung zu Lasten des Beschwerdefüh-
rers zuzusprechen. In der Honorarnote vom 12. November 2021 weist die Rechtsvertreterin der 
Beschwerdegegnerin ein Honorar von 7.5 Stunden à Fr. 300.-- und Auslagen von Fr. 115.-- 
aus. Der ausgewiesene Aufwand von 7.5 Stunden sowie die Auslagen in der Höhe von  
Fr. 115.-- erscheinen für das vorliegende Verfahren als angemessen. Im vorliegenden Fall er-
scheint für die Parteientschädigung ein Stundenansatz von Fr. 250.-- als angemessen, weshalb 
die Parteientschädigung entsprechend zu kürzen ist. Demzufolge hat der Beschwerdeführer der 
Beschwerdegegnerin eine reduzierte Parteientschädigung in der Höhe von insgesamt 
Fr. 2'143.20 (7.5 Stunden à Fr. 250.-- zzgl. Fr. 115.-- für Auslagen und 7.7% MWST) auszurich-
ten. Die übrigen Parteikosten sind wettzuschlagen. Das von der Beschwerdegegnerin gestellte 
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege erweist sich bei diesem Verfahrensausgang als gegen-
standslos. 

Seite 8 http://www.bl.ch/kantonsgericht 

Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 
 
://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 
   
 2. Das Gesuch der Beschwerdegegnerin um unentgeltliche Rechtspflege 

wird als gegenstandslos abgeschrieben. 
   
 3. Die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.-- werden dem Beschwer-

deführer auferlegt und mit dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe 
von Fr. 800.-- verrechnet. 

   
 4. Der Beschwerdeführer hat der Beschwerdegegnerin eine reduzierte 

Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'143.20 (inkl. Auslagen und 
7.7% MWST) auszurichten. Die übrigen Parteikosten werden wettge-
schlagen. 

 
 
 
 
Präsidentin 
 
 
 
 

Gerichtsschreiberin