# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** cf376edb-a919-54b6-8d08-dc8f5e03fa60
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-01-31
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.01.2018 S 2017 45
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_003_S-2017-45_2018-01-31.pdf

## Full Text

VERWALTUNGSGERICHT DES KANTONS GRAUBÜNDEN
DRETGIRA ADMINISTRATIVA DAL CHANTUN GRISCHUN
TRIBUNALE AMMINISTRATIVO DEL CANTONE DEI GRIGIONI

S 17 45

3. Kammer als Versicherungsgericht

Vorsitz Meisser
RichterIn Moser, Audétat 

Aktuar Gross 

URTEIL

vom 31. Januar 2018

in der versicherungsrechtlichen Streitsache

A._____,

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Sarah-Maria Kaisser,

Beschwerdeführer

gegen 

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden,

Beschwerdegegnerin

betreffend Versicherungsleistungen nach IVG (Hilfsmittel)

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1. A._____ ist verheiratet, Vater von drei erwachsenen Kindern und von 

Beruf Käser mit Meisterdiplom. Seit ca. 30 Jahren war er als selbständi-

ger Käser und als Inhaber einer Käserei in O.1._____ im Bündner Ober-

land tätig. Am _____ erlitt er einen Unfall mit seinem Traktor und litt seit-

her an einer inkompletten Tetraplegie sub C4 (AIS C) im Verlauf sub C5, 

das heisst an einer Lähmung von der Halswirbelsäule abwärts. Seit dem 

Austritt aus dem Schweizer Paraplegiker Zentrum am 22. Juli 2016 wohnt 

A._____ in O.2._____, ein Dorf welches 1‘189 m ü.M. liegt. Die IV-Stelle 

des Kantons Graubünden (hiernach IV-Stelle) gewährte ihm verschiedene 

gesetzliche Leistungen, so u.a. eine ganze Invalidenrente, Baubeiträge, 

eine Hilflosenentschädigung schweren Grades und das Hilfsmittel eines 

Rollstuhles (nach Abschluss des Verfahrens mit VGU S 16 142 vom 31. 

Januar 2017 und Gutheissung der Beschwerde). Daneben stellte A._____ 

am 8. Juli 2016 den Antrag auf Übernahme der Kosten für einen Fahr-

zeugkauf und –umbau gemäss Offerten einerseits der B._____ AG in 

Nottwil vom 14. Juni 2016 im Gesamtbetrag von Fr. 31'093.75 und ande-

rerseits der Garage C._____ AG vom 6. Juni 2016 im Gesamtbetrag von 

Fr. 39'430.--. 

2. Die IV-Stelle holte in der Folge eine Stellungnahme der SAHB-Hilfsmittel-

beratung vom 26. Oktober 2016 zur Offerte B._____ AG ein. Es folgte der 

Vorbescheid vom 8. November 2016 mit Einspruch vom 29. November 

2016. Mit Verfügung vom 2. Februar 2017 gewährte die IV-Stelle A._____ 
sodann Kostenbeiträge für den Motorfahrzeugumbau gemäss Offerte 

B._____ AG von Fr. 25'000.--, zuzüglich Fr. 1'300.--  für das bereits aner-

kannte notwendige Automatikgetriebe, zusammen also Fr. 26'300.--.

3. Dagegen erhob A._____ (Beschwerdeführer) am 9. März 2017 Be-

schwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit den 

Anträgen um Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Verpflichtung 

der IV-Stelle zur Übernahme eines Kostenbeitrags von Fr. 39'710.15; evtl. 

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sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle 

zurückzuweisen. Erst beim Verfassen der Beschwerde sei bemerkt wor-

den, dass die IV-Stelle der SAHB-Hilfsmittelberatung nur die Offerte 

B._____ AG, nicht aber auch jene gleichzeitig dem Gesuch beigelegte der 

Garage C._____ AG zur Beurteilung unterbreitet habe. Deswegen sei 

sein Antrag gemäss Einspruch vom 29. November 2016 mit nur Fr. 

29'376.55 zu tief ausgefallen. Wenn nicht der Hauptantrag von Fr. 

39'710.15 angenommen werde, würde subsidiär verlangt, dass die Sache 

zur Vornahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurückgewiesen 

werde und dann beide Offerten der SAHB-Hilfsmittelberatung nachträglich 

unterbreitet würden. Das Dorf O.2._____ befinde sich im Bündner Ober-

land auf einer Höhe von 1‘189 m ü.M., wo in den Monaten Dezember, Ja-

nuar und Februar mit Temperaturen unter 0 Grad zu rechnen sei. Schnee 

mit einer Höhe von 30 cm gebe es dort während bis zu 50 Tagen pro Jahr 

und mit einer Gesamthöhe von 5 cm oder höher sei sogar während rund 

100 Tagen pro Jahr zu rechnen. Er sei darum auf ein entsprechend aus-

gerüstetes Fahrzeug angewiesen. Grundsätzlich hätten gemäss Art. 2 

Abs. 1 HVI und deren Anhang Ziff. 10.05 Versicherte Anspruch auf invali-

ditätsbedingte Abänderungen von Motorfahrzeugen, soweit diese für die 

Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die 

Selbstsorge notwendig seien. Die Anwendung der Preisbeschränkung 

von Fr. 25'000.-- in Rz. 2098 KHMI dürfe insbesondere nicht dazu führen, 

dass der versicherten Person ein Hilfsmittel vorenthalten würde, welches 

sich aufgrund ihres besonderen Eingliederungsbedürfnisses als notwen-

dig erweise. Es stehe ausser Zweifel, dass der Beschwerdeführer auf-

grund seiner Tetraplegie kein handelsübliches Fahrzeug lenken könne. 

Das Strassenverkehrsamt des Kantons Luzern habe ihm am 21. Juli 2016 

die entsprechenden Vorgaben gemacht, welche dann aufgrund der einge-

reichten Offerten erfüllt worden seien. Dies betreffe alle Punkte, welche in 

Art. 8 bis 10 der Beschwerde einzeln aufgeführt würden und schliesslich 

zu einem notwendigen Betrag für invaliditätsbedingte Änderungskosten 

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von Fr. 39'710.15 führten. In den zitierten Urteilen habe das Bundesge-

richt nur Fälle abgelehnt, in welchen es um eine grundlegende Modifikati-

on der Struktur des Wagens in technischer und mechanischer Art gegan-

gen sei. Die entsprechenden Umbaukosten hätten dort einen Betrag von 

Fr. 75'000.-- bis 88'000.-- bzw. Fr. 57'000.-- bis 58'000.-- erreicht, was das 

Drei- bis Vierfache der erwähnten Preisbeschränkung ausgemacht habe. 

Hier gehe es nur um das 1.5-fache, was durchaus angebracht und noch 

vertretbar sei.

4. In der Vernehmlassung beantragte die IV-Stelle (Beschwerdegegnerin) 

die Abweisung der Beschwerde. Eine stichhaltige Begründung, weshalb 

vorliegend ausnahmsweise Abänderungskosten (exkl. Kostenbeitrag für 

Automatikbetrieb) von Fr. 38'410.15 zu Lasten der Beschwerdegegnerin 

gehen sollten, sei nicht ersichtlich, zumal die in Rz. 2098 festgelegte Be-

schränkung von Fr. 25'000.-- massiv überschritten würde. Der Beschwer-

deführer sei zu 100 % arbeitsunfähig, übe keine Erwerbstätigkeit aus, 

könne sich innerhalb des Dorfes mit dem gewährten, für die in O.2._____ 

herrschenden meteorologischen und topographischen Verhältnisse fahr-

tüchtigen Rollstuhl selbständig bewegen und sei für Besuche ausserhalb 

des Dorfes, z.B. für Therapien, ohnehin auf eine Begleitperson angewie-

sen. Die Strassen würden im Winter auf jeden Fall gut geräumt, weshalb 

die geschilderten Schneeverhältnisse nicht fortlaufend an 50 bzw. 100 

Tagen herrschen könnten. Unter diesen Umständen sei sogar ernsthaft 

die Frage zu stellen, ob der im Vorbescheid in Aussicht gestellte Beitrag 

von Fr. 25'000.-- überhaupt verhältnismässig sei. Auf jeden Fall gingen 

Kosten von Fr. 38'410.15 weit über eine einfache und zweckmässige Ver-

sorgung laut geltenden Vorschriften und Beitragsbeschränkungen hinaus.

5. In der Replik bestätigte der Beschwerdeführer seine Anträge und wieder-

holte und präzisierte noch seine bisher vorgebrachten Begründungen.

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6. Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Einreichung einer Duplik.

Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit 

erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.  

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche-

rung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt 

vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Die Verfü-

gung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 2. Februar 2017 stellt 

somit ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Kanton 

Graubünden dar. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts 

ergibt sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil 

des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. 

a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). 

Als Adressat und Direktbetroffener der angefochtenen Verfügung ist der 

Beschwerdeführer berührt und weist ein schutzwürdiges Interesse an de-

ren Aufhebung oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist- 

und formgerecht eingereichte Beschwerde ist damit einzutreten. 

b) Strittig und zu prüfen ist, ob der Entscheid der Beschwerdegegnerin be-

treffend Kostenübernahme für Hilfsmittel im Umfang von Fr. 26'300.-- (ge-

gliedert in: Fr. 1'300.-- Automatikgetriebe und Fr. 25'000.-- Fahrzeugkauf/ 

Umbau) rechtens und vertretbar ist, oder dem Beschwerdeführer ein 

höherer Hilfsmittelbetrag zugestanden hätte, wobei eine Unterstützungs-

hilfe von Fr. 29'376.55 (laut Einspruch vom 29. November 2016) respekti-

ve Fr. 31'093.75 (laut Offerte B._____ AG vom 14. Juni 2016) bzw. im 

Hauptantrag der Beschwerde von Fr. 39'710.15 (gestützt auf die Offerte 

Garage C._____ AG vom 6. Juni 2016) beantragt wurde. Unbestritten und 

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von der Beschwerdegegnerin bereits anerkannt ist hingegen die Kosten-

übernahme von Fr. 1'300.-- für ein Automatikgetriebe (Schalthilfsmittel 

nach MFK).

2. a) Laut Art. 8 Abs. 1 lit. a IVG haben Invalide Anspruch auf Eingliederungs-

massnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbs-

fähigkeit oder die Fähigkeit sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder 

herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern. Zu den Eingliederungs-

massnahmen zählt dabei u.a. auch die Abgabe von Hilfsmitteln zu Eigen-

tum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung (s. dazu 

Art. 8 Abs. 3 lit. d, Art. 8a Abs. 2 lit. c sowie Art. 21 Abs. 3 IVG). Nach Art. 

21 Abs. 2 IVG haben Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fort-

bewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für die 

Selbstvorsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom 

Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit 

Anspruch auf Hilfsmittel. Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste 

und zum Erlass ergänzender Vorschriften im Sinne von Art. 21 Abs. 4 IVG 

hat der Bundesrat in Art. 14 lit. a der Verordnung über die Invalidenversi-

cherung (IVV; SR 831.201) an das Eidgenössische Departement des In-

nern (EDI) übertragen. Die betreffende Liste befindet sich im Anhang der 

Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversiche-

rung (HVI; SR 831.232.51). Laut Art. 2 Abs. 1 HVI besteht ein Anspruch 

auf die notwendigen Hilfsmittel zur Fortbewegung, soziale Kontaktauf-

nahme und Selbstbetreuung. Es besteht allerdings einzig Anspruch auf 

Hilfsmittel in einfacher, zweckmässiger und wirtschaftlicher Ausführung 

(Art. 2 Abs. 4 HVI). Durch eine andere Ausführung bedingte zusätzliche 

Kosten hat die versicherte Person selber zu tragen. Es kommen auf Kos-

ten der IV-Stelle also lediglich Hilfsmittel mit optimalem Preis-/Leistungs-

verhältnis in Betracht. Die versicherte Person hat insbesondere keinen 

Anspruch auf die im Einzelfall optimale Versorgung, sondern lediglich auf 

eine Grundversorgung (s. Urteil des Bundesgerichts 9C_640/2015 vom 6. 

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Juli 2016 E.2.3). Diese Ausführungen gelten sinngemäss auch für das in-

validitätsbedingte Zubehör und invaliditätsbedingte Anpassungen. Das 

EDI hält dazu in der im Anhang aufgeführten Liste in Ziff. 10.05 HVI fest, 

dass invaliditätsbedingte Abänderungen von Motorfahrzeugen finanziell 

übernommen würden, sofern die versicherte Person […] zur Überwindung 

des Arbeitsweges auf ein persönliches Motorfahrzeug angewiesen sei. Im 

behördenverbindlichen Kreisschreiben über die Abgabe von Hilfsmitteln 

durch die Invalidenversicherung (KHMI; gültig ab 1. Januar 2013, Stand 1. 

Januar 2018; EDI BSV Dok.-Nr. 318.507.11 d) wird in der Randziffer 2098 

was folgt bestimmt: Bei Abänderungskosten von mehr als 25'000 Franken 

kann in der Regel nicht mehr von einer einfachen und zweckmässigen 

Versorgung ausgegangen werden. Abänderungskosten, welche aufgrund 

der Auswahl einer ungeeigneten Fahrzeugvariante entstehen, sind nicht 

zu übernehmen. Und in Rz. 2099 1/17 KHMI wird noch ergänzt: Mehrkos-

ten für ein Automatikgetriebe bei Neuwagen (max. Beitrag 1'300 Franken) 

werden von der Invalidenversicherung nur dann übernommen, wenn dies 

vom zuständigen Strassenverkehrsamt (MFK) vorgeschrieben ist. Ge-

stützt auf diese Vorgaben, die fachtechnische Beurteilung des Schweize-

rischen Hilfsmittel-Zentrums für die Beratung von Behinderten (SAHB) 

vom 26. Oktober 2016 sowie die vorgängig eingereichten Hilfsmitteloffer-

ten der B._____ AG vom 14. Juni 2016 bzw. der Garage C._____ AG 

vom 6. Juni 2016 gilt es auch vorliegend über die Rechtmässigkeit und 

Zumutbarkeit der angefochtenen Verfügung vom 2. Februar 2017 zu be-

finden.

b) Aus der SAHB-Expertenbeurteilung vom 26. Oktober 2016 bezüglich der 

Anschaffung und des Umbaus eines behindertengerechten Fahrzeugs für 

den am _____ mit seinem Traktor verunfallten und seither von der Hals-

wirbelsäule abwärts gelähmten Beschwerdeführer geht hervor, dass (nur) 

die günstigere Offerte der B._____ AG vom 14. Jun 2016 von Fr. 

31'093.75 detailliert geprüft und diese dann - abgesehen von kleineren 

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Preisabweichungen bezüglich vollautomatischer Schwenktür, Rückbank/ 

Schwellenschutz oder Beheizung - im Umfang von Fr. 29'376.55 als aus-

gewiesen und berechtigt taxiert wurde. Die jeweiligen Positionen seien in 

der Offerte entsprechend abgeändert worden. Die übrigen Positionen der 

Offerte seien korrekt und krankheitsbedingt begründet. Die dafür verlang-

ten Preise seien marktüblich. Bezugnehmend auf die Rz. 2098 und 2099 

KMHI wurde vermerkt, dass die Maximalgrenze von Fr. 25'000.-- für 

Abänderungen am Neufahrzeug überschritten werde. Ob diese Grenze 

unter den gegebenen Umständen tatsächlich berücksichtigt werden müs-

se, sei von der IV-Stelle zu entscheiden. In Bezug auf die Fr. 1'300.-- sei 

es so, dass der Versicherte aufgrund seiner körperlichen Beeinträchti-

gungen auf ein Automatikgetriebe angewiesen sei, was das Strassenver-

kehrsamt Luzern mittels Verfügung noch bestätigt habe (vgl. Bg-act. 108 

und 109 1/4). Der Versicherte habe daher zusätzlich Anspruch auf einen 

Kostenbeitrag in dieser Höhe zur Anschaffung eines solchen Getriebes. 

Als Abklärungsergebnis wurde resümiert: Sollte die IV-Stelle zum Schluss 

kommen, dass die Randziffer 2098 des Kreisschreibens im vorliegenden 

Fall nicht berücksichtigt werden müsse, so werde eine Kostengutsprache 

von Fr. 29'376.55 gemäss abgeänderter Offerte der Firma B._____ AG 

vom 14. Juni 2016 zzgl. Fr. 1'300.-- für das Automatikgetriebe empfohlen 

(vgl. beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 128 1/6-3/6; sowie die ge-

prüfte und überarbeitete Offerte der B._____ AG gemäss Bg-act. 128 4/6-

6/6).

c) Im Einspruch vom 29. November 2016 (Bg-act. 147 1/3-2/3) gegen den 

Vorbescheid vom 8. November 2016 betreffend Kostenbeitrag für Ände-

rungen am Motorfahrzeug von total Fr. 26'300.-- (Bg-act. 134 1/5) brachte 

der Beschwerdeführer vor, dass der Preis für ein Hilfsmittel zwar die Limi-

te laut Rz.2098 von Fr. 25'000.-- übersteigen könne, die Voraussetzungen 

der Einfachheit und Zweckmässigkeit der Massnahme aber trotzdem er-

füllt sein könnten. Er benötige einen fünftürigen Motorwagen mit Automa-

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tikgetriebe, um sich selbständig über längere Strecken fortbewegen zu 

können. Infolge der Lähmung der unteren Extremitäten müssten die Fuss-

pedale für Gas und Bremse auf Handbetrieb umgebaut und die Bedien-

elemente für Blinker, Licht und Scheibenwischer so angepasst werden, 

dass ein sicheres Führen des Fahrzeuges gewährleistet sei. Dazu benöti-

ge er den Kombihebel KTM, die elektrische Anlage auf diesem Hebel und 

die Lenkrad-Tetragabel, um das Auto sicher zu steuern. Infolge der feh-

lenden Rumpfmuskulatur und Fingerfunktion sei es ihm nicht möglich, den 

Rollstuhl ohne Verladesystem ins Auto einzuladen. Sodann wurden noch 

Ausführungen zur Rollstuhlsicherung im Auto, zum Kofferraumrollstuhllift-

heber, zur Gangwahlentriegelung sowie hydraulischen Servolenkung und 

zur Handbremsschlaufe gemacht. Das SAHB habe deshalb zu Recht die 

Ansicht vertreten, dass Umbaumassnahmen im Umfang von Fr. 29'376.55 

korrekt seien. Zudem liege auch kein offensichtliches Missverhältnis zwi-

schen den Kosten und dem Nutzen des Hilfsmittels vor, da sich die Mehr-

kosten gerade mal knapp auf das 1,2-Fache beliefen. Anstatt Fr. 25'000.-- 

(gemäss Rz. 2098) seien ihm also die empfohlenen Fr. 29'376.55 zu ge-

währen. Von der teureren Offerte der Garage C._____ AG vom 6. Juni 

2016 über Fr. 39'430.-- (Bg-act. 70 1/2) war mit keinem Wort die Rede. Es 

wurde damals infolgedessen auch nicht gerügt, dass diese Offerte durch 

das SAHB gar nie geprüft oder materiell dazu Stellung genommen wurde. 

Der Einwand einer Gehörsverletzung infolge Nichtprüfung der teureren 

Offerte der Garage C._____ AG zu einem späteren Zeitpunkt bzw. gar 

erst mit Beschwerde vom 9. März 2017 wäre daher bereits an der ver-

späteten Geltendmachung dieses Weiterleitungs- und Abklärungsman-

gels gescheitert.

d) Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts gilt es vorweg festzuhalten, 

dass der in Rz. 2098 KHMI vorgesehene Maximalbetrag von Fr. 25'000.-- 

für invaliditätsbedingte Abänderungen von Motorfahrzeugen laut Recht-

sprechung des Bundesgerichts grundsätzlich gesetzes- und verordnungs-

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konform ist (s. BGE 131 V 167 E.2.1; SILVIA BUCHER, Eingliederungsrecht 

der Invalidenversicherung, Bern 2011, Rz. 425, 428, 430, 433 S. 238 ff.). 

Diese finanzielle Beschränkung gilt aber nur in der Regel und es kann da-

von im Einzelfall aus plausiblen Gründen abgewichen werden, namentlich 

wenn ein spezifisches, gesteigertes invaliditätsbedingtes Eingliederungs-

bedürfnis nachgewiesen werden kann (BGE 130 V 163 E.4.4). Die Fest-

setzung eines fixen Preises als Höchstgrenze für ein taugliches Hilfsmittel 

darf im Ergebnis nämlich nicht dazu führen, dass einem Hilfsbedürftigen 

ein geringfügig teureres Hilfsmittel vorenthalten wird, obwohl dessen Aus-

führung der individuellen Behinderung optimal angepasst wäre (BGE 123 

V E.4). Im konkreten Fall ist für das Gericht aufgrund der überzeugenden 

und umfassenden SAHB-Beurteilung im Expertenbericht vom 26. Oktober 

2016 hinreichend erstellt, dass die aus der günstigeren Offerte der Firma  

B._____ AG vom 14. Juni 2016 übernommenen Leistungspositionen in 

der vom SAHB noch (leicht) gekürzten und punktuell überarbeiteten Form 

und Ausführung im Umfang von Fr. 29'376.55 (Fahrzeug/Umbau) zuzüg-

lich Automatikgetriebes im Maximalbetrag von Fr. 1'300.-- vollständig und 

ohne weitere finanzielle Abstriche übernommen werden kann. Eine Über-

schreitung des Normalfalles von maximal Fr. 25'000.-- für Abänderungen 

am Behindertenfahrzeug rechtfertigt sich hier sowohl aus objektiven als 

auch subjektiven Gründen. Objektiv fällt zu Gunsten des Beschwerdefüh-

rers ins Gewicht, dass die Kostenüberschreitung mit Fr. 4'376.55 ohne 

Weiteres noch als geringfügig bezeichnet werden kann, zumal die Behin-

derung des Beschwerdeführers sicherlich als sehr schwer taxiert werden 

kann (vgl. dazu auch das frühere Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] S 

16 142 vom 31. Januar 2017 zwischen denselben Parteien). Die Preisdif-

ferenz zur bereits gewährten Kostengutsprache beträgt nur 17.51 % und 

vermag einer optimierten Hilfsmittelversorgung gemäss SAHB-Expertise 

deshalb inhaltlich nicht entgegenzustehen. Die massgebenden und wich-

tigen Kriterien der Einfachheit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit bei 

der Beschaffung und Abänderung von behinderungsgerechten Hilfsmitteln 

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nach Art. 21 Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 2 Abs. 4 HVI werden durch diese eher 

unbedeutende Kostenüberschreitung im Vergleich zum fixierten Maximal-

betrag noch nicht verletzt, zumal deren Tauglichkeit und Angemessenheit 

vorschriftsgemäss durch das SAHB geprüft und deren Empfehlung klare-

rweise auf Fr. 29'376.55 als zu favorisierende Ausführvariante lautete. Im 

Übrigen gilt es nicht zu vergessen, dass der Beschwerdeführer in seiner 

angestammten Heimat im Bündner Oberland in einem Bergdorf lebt und 

wohnt, das sich immerhin auf einer Höhe von 1'189 m ü.M. befindet, was 

im Winter durchaus nachvollziehbar unerwartet zu schwierigen Situatio-

nen für die Mobilität/Fortbewegung und die Selbstbetreuung des offen-

sichtlich körperlich schwer behinderten, bald 60-jährigen Beschwerdefüh-

rers führen kann und nach entsprechend geeigneten Hilfsmitteln verlangt. 

Subjektiv erachtet es das Gericht überdies als erwähnenswert, dass der 

Beschwerdeführer nach absolvierter und bestandener Berufslehre als Kä-

ser während über 30 Jahren voll erwerbstätig war und bis zum Traktorun-

fall selbst für sich und seine Familie den Lebensunterhalt bestritt, nun je-

doch unfallbedingt zwangsläufig immer wieder auf Dritt- und Fremdhilfe 

angewiesen ist. Durch geeignete Hilfsmittel können diese persönlich si-

cher nicht einfachen Lebensumstände auf ein erträgliches Mass reduziert 

und dem Beschwerdeführer ein menschenwürdiges Dasein ermöglicht 

werden, was aus Sicht des streitberufenen Gerichts in einer Gesamtwür-

digung genügend plausible und triftige Gründe darstellt, um im individuel-

len Einzelfall vom Regelfall (Maximalbeitrag Fr. 25'000.--) abzuweichen 

und somit dem Beschwerdeführer den vom SAHB empfohlenen Hilfsmit-

telbetrag von Fr. 29'376.55 für die Anpassungen und Abänderungen an 

seinem Neuwagen zuzüglich Fr. 1‘300.-- für das vom Strassenverkehrs-

amt geforderte Automatikgetriebe auf Kosten der Beschwerdegegnerin zu 

gewähren. Dem ist hier umso mehr zuzustimmen, als das SAHB in seiner 

fachkundigen Expertise sehr transparent prüfte, welche invaliditätsbeding-

ten Detailumbauten für eine fahrzeugmässige Versorgung des Beschwer-

deführers notwendig bzw. unerlässlich sind und welche nicht. In diesem 

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Sinne wurde z.B. der Einbau/Einsatz einer Standheizung, welche in der 

Beschwerde ebenfalls unbedingt beantragt wurde, auch vom Bundesge-

richt bereits als unverhältnismässig bezeichnet (so Urteil des Bundesge-

richts 8C_256/2016 vom 22. Juli 2016 E.3.1.1). Von der Gewährung un-

nötiger Luxuspositionen kann vorliegend denn auch keine Rede sein; 

vielmehr beschränkte sich das SAHB bereits selbst auf die möglichst ein-

fachen und zweckmässigen Ausführungselemente des Hilfsmittels 'Auto'.

3. a) Die angefochtene Verfügung vom 2. Februar 2017 betreffend Kostengut-

sprache im Umfang von total Fr. 26'300.-- erweist sich demnach als nicht 

rechtens, was zu ihrer Aufhebung und zur Zusprechung eines Hilfsmittel-

betrags von total Fr. 30'676.55 (bestehend aus: Fr. 29'376.55 gestützt auf 

Art. 21 Abs. 3 IVG i.V.m. Art. 2 Abs. 4 HVI und Ziff. 10.05 im HVI-Anhang 

zzgl. Fr. 1'300.-- für das von der Beschwerdegegnerin bereits anerkannte 

Automatikgetriebe) führt. In diesem Sinne ist die angefochtene Verfügung 

betreffend Kostenübernahme also noch zu korrigieren bzw. entsprechend 

im Resultat auf Fr. 29'376.55 (plus zusätzlich Fr. 1'300.--) zu erhöhen. Im 

diesen Betrag übersteigenden Umfange von Fr. 10'333.60 (laut Hauptan-

trag der Beschwerde Fr. 39'710.15 minus der korrekterweise zu ge-

währenden Fr. 29'376.55) ist die Beschwerde allerdings abzuweisen.

b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung 

von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung, Verweige-

rung oder Abänderung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem 

kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach 

dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 

Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs dieses Be-

schwerdeverfahrens rechtfertigt es sich, der unterliegenden Beschwerde-

gegnerin die Gerichtkosten von Fr. 700.-- zu überbinden (vgl. dazu auch 

die Kostenregelung gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG).

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c) Aussergerichtlich hat die Beschwerdegegnerin den anwaltlich vertretenen 

und obsiegenden Beschwerdeführer gemäss Art. 61 lit. g ATSG ange-

messen zu entschädigen. Es kann dabei auf die Honorarnote der Anwäl-

tin des Beschwerdeführers vom 24. April 2017 in der Gesamthöhe von Fr. 

3'445.40 (bestehend aus: Arbeits-/Zeitaufwand 11 ½  Std. à Fr. 270.-- pro 

Std. [Fr. 3'105.--] plus Kleinspesen [Fr. 85.20], zzgl. 8 % Mehrwertsteuer 

[Fr. 255.20], ergibt zusammen Fr. 3'445.40) abgestellt und diese unver-

ändert übernommen werden. Die Beschwerdegegnerin hat dem Be-

schwerdeführer in diesem Umfang eine Parteientschädigung zu bezahlen. 

Daran ändert auch nichts, dass der Beschwerdeführer mit dem Hauptan-

trag in der Beschwerde nicht (vollständig) durchgedrungen ist, da ein teil-

weises Obsiegen im Sozialversicherungsrecht prozessual genau gleich 

wie ein gänzliches Obsiegen in der Sache behandelt und entschädigt wird 

(vgl. dazu statt vieler analog BGE 137 V 57 E.2.1 oder 133 V 645 E.2.2).

Demnach erkennt das Gericht:

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und die IV-Stelle des Kan-

tons Graubünden verpflichtet, A._____ den Betrag von Fr. 29'376.55, 

nebst den bereits anerkannten Fr. 1'300.--, für Hilfsmittel (Fahrzeugkauf/- 

umbau) zu gewähren. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

 

2. Die Kosten von Fr. 700.-- gehen zulasten der IV-Stelle des Kantons 

Graubünden und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides 

an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

3. Aussergerichtlich hat die IV-Stelle des Kantons Graubünden A._____ mit 

Fr. 3'445.-- (inkl. MWST) zu entschädigen.

4. [Rechtsmittelbelehrung]

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5. [Mitteilungen]

Die an das Bundesgericht erhobene Beschwerde wurde mit Urteil vom 18. April 

2019 teilweise gutgeheissen (9C_220/2018).