# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 66bc48e4-cfb3-510c-8198-a4e44955f283
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-07-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.07.2008 E-4450/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-4450-2008_2008-07-08.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-4450/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  J u l i  2 0 0 8

Einzelrichterin Therese Kojic, 
mit Zustimmung von Richter Robert Galliker; 
Gerichtsschreiberin Alexandra Püntener.

A._______, Iran
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung in einen 
Drittstaat; Verfügung des BFM vom 27. Juni 2008 / 
N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-4450/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge sein Heimatland 
im November 2006 verliess und über die Türkei,  wo er  sich bis Mai 
2008  aufgehalten  haben  will,  am 14. Mai  2008  in  die  Schweiz  ein-
reiste, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er am 21. Mai 2008 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) 
(...) summarisch befragt wurde,

dass das BFM den Beschwerdeführer am 3. Juni 2008 in Anwendung 
von Art. 29 Abs. 1  des Asylgesetzes vom 26. Juni  1998 (AsylG, SR 
142.31) direkt zu den Asylgründen anhörte,

dass der Beschwerdeführer anlässlich der beiden Anhörungen (EVZ/ 
Direktanhörung) im Wesentlichen geltend machte, sein bester Freund 
und Cousin sei vom iranischen Geheimdienst ermordet worden,

dass er selber im Juni 2003 wegen Teilnahme an einer Demonstration 
für  die  Autonomie der  kurdischen Region  und wegen Verteilens  von 
Flugblättern mit regierungsfeindlichem Inhalt festgenommen und wäh-
rend einer mehrmonatigen Haft gefoltert worden sei,

dass ihn der Geheimdienst nach seiner Freilassung wiederum zu Hau-
se zwecks Festnahme aufgesucht habe, er sich jedoch bei seinem On-
kel aufgehalten habe,

dass er deshalb seine Ausreise organisiert habe und eine Woche spä-
ter in die Türkei gelangt sei, wo er sich bis Mai 2008 aufgehalten habe,

dass  Abklärungen  des  Bundesamtes  ergeben  haben,  dass  der  Be-
schwerdeführer  am  28.  Juni  2004  unter  der  Identität  B._______  in 
Grossbritannien um Asyl nachgesucht hat, 

dass die britischen Migrationsbehörden am 18. Juni 2008 per Fax ei-
ner Rückübernahme des Beschwerdeführers nach Grossbritannien zu-
gestimmt haben,

dass das Bundesamt mit Schreiben vom 19. Juni 2008 dem Beschwer-
deführer unter Hinweis auf die Mitteilung der britischen Behörden vom 
18. Juni 2008 das rechtliche Gehör zu dieser neuen Sachlage gewährt 
und ihm Gelegenheit gegeben hat, sich hierzu schriftlich zu äussern,

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dass  sich  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  24.  Juni  2008 
schriftlich vernehmen liess und dabei die Korrektheit der Abklärungser-
gebnisse des Bundesamtes bestätigte, 

dass er zudem geltend machte, er habe nach Ablehnung seines Asyl-
gesuches  in  Grossbritannien  unter  erbärmlichen  Umständen  gelebt 
und sich deshalb zur Ausreise in die Schweiz entschlossen,

dass er gleichzeitig Kopien von verschiedenen Unterlagen, die seinen 
negativen Asylentscheid in Grossbritannien belegen sollen, einreichte,

dass das BFM mit Verfügung vom 27. Juni 2008 in Anwendung von Art. 
34  Abs. 2  Bst. a  AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug 
anordnete,

dass  das  BFM  zur  Begründung  im  Wesentlichen  anführte,  der  Be-
schwerdeführer habe sich vor seiner Einreise in die Schweiz in Gross-
britannien aufgehalten,

dass sich die britischen Behörden bereit erklärt hätten, den Beschwer-
deführer zurückzunehmen,

dass Grossbritannien die Bedingungen von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG 
erfülle  und  vom Bundesrat  als  sicherer  Drittstaat  anerkannt  worden 
sei, unter anderem weil alle EU- und EFTA-Staaten die Flüchtlingskon-
vention (FK) und die Europäische Menschenrechtskonvention (EMRK) 
ratifiziert hätten und diese in der Praxis auch anwenden würden,

dass  der  Beschwerdeführer  keine  Gründe  geltend  gemacht  habe, 
welche  die  Vermutung  der  Beachtung  des  Non-refoulement-Gebotes 
im vorliegenden Fall widerlegen könnten,

dass er lediglich ausgesagt habe, sein Asylgesuch sei fälschlicherwei-
se abgelehnt worden, ohne allerdings den Asylentscheid beizulegen,

dass die eingereichten Kopien einzig belegen würden, dass das Asyl-
gesuch von den britischen Behörden abgelehnt und der Beschwerde-
führer zum Verlassen des Landes aufgefordert  worden sei,  und dass 
die Sozialhilfeleistungen eingestellt worden seien,

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dass sich daraus keine Hinweise ergeben würden, wonach in Gross-
britannien  kein  effektiver  Schutz  vor  Rückschiebung  im  Sinne  von 
Art. 5 Abs. 1 AsylG bestehe, 

dass der Beschwerdeführer in der Schweiz auch keine engen Bezie-
hungen habe,

dass die Flüchtlingseigenschaft des Beschwerdeführers angesichts wi-
dersprüchlicher,  unsubstanziierter  und  realitätsfremder  Angaben  zur 
angeblichen Haft und Haftdauer nicht offensichtlich zutage trete, wes-
halb die Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 AsylG nicht Platz greife 
und auf das Asylgesuch nicht einzutreten sei,

dass  das  Bundesamt  weiter  auf  die  Durchführbarkeit  des  Wegwei-
sungsvollzugs nach Grossbritannien schloss,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 3. Juli 2008 (Poststem-
pel)  gegen  diesen  Entscheid  beim  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerde erhob und beantragte, es sei die vorinstanzliche Verfügung 
aufzuheben und auf das Asylgesuch einzutreten, eventualiter sei das 
Bundesamt anzuweisen, auf das Asylgesuch einzutreten, subeventua-
liter sei festzustellen, dass der Vollzug der Wegweisung des Beschwer-
deführers unzulässig sei und ihm die vorläufige Aufnahme zu gewäh-
ren,

dass  er  in  verfahrensrechtlicher  Hinsicht  zudem um Gewährung  der 
unentgeltlichen Rechtspflege und um Verzicht von der Erhebung eines 
Kostenvorschusses ersuchte,

dass die vorinstanzlichen Akten am 7. Juli 2008 beim Bundesverwal-
tungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG),

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-

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se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG und Art. 6 AsylG i.V.m. 
Art. 52 VwVG), 

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass sich demnach die Beschwerdeinstanz - sofern sie den Nichtein-
tretensentscheid als unrechtmässig erachtet - einer selbständigen ma-
teriellen Prüfung enthält, die angefochtene Verfügung aufhebt und die 
Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweist (vgl. Ent-
scheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen  Asylrekurskom-
mission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),

dass  die  Vorinstanz  demgegenüber  die  Frage  der  Wegweisung  und 
des  Vollzugs  materiell  zu  prüfen  hat,  weshalb  dem  Bundesverwal-
tungsgericht diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl-
suchende  in  einen  sicheren  Drittstaat  im  Sinne  von  Art. 6a  Abs. 2 
Bst. b AsylG zurückkehren können, in welchem sie sich vorher aufge-
halten haben (Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG),

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dass diese Bestimmung keine Anwendung findet,  wenn Personen,  zu 
denen die asylsuchende Person enge Beziehungen hat, oder nahe An-
gehörige  in  der  Schweiz leben,  oder  die  asylsuchende Person offen-
sichtlich die Flüchtlingseigenschaft nach Art. 3 AsylG erfüllt,  oder Hin-
weise  darauf  bestehen,  dass  im  Drittstaat  kein  effektiver  Schutz  vor 
Rückschiebung nach Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht (Art. 34 Abs. 3 Bst. a-c 
AsylG),

dass der Beschwerdeführer seinen vorgängigen Aufenthalt in Grossbri-
tannien nicht bestritten hat (vgl. Akte A21; Beschwerdeschrift  vom 3. 
Juli 2008),

dass Grossbritannien (und ebenso alle anderen EU- und EFTA-Staa-
ten) am 14. Dezember 2007 vom Bundesrat als sicherer Drittstaat im 
Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b AsylG bezeichnet worden ist,

dass bei der Anordnung einer Wegweisung in einen vom Bundesrat als 
sicher bezeichneten Drittstaat die Schweizer Behörden von der Vermu-
tung ausgehen, dass die asylsuchende Person dort  vor einer Verlet-
zung  des  Non-Refoulement-Gebotes  sowie  vor  Wegweisungshinder-
nissen im Sinne von Art. 44 AsylG sicher ist und dabei die Beweislast 
des Gegenteils, das heisst das Umstossen dieser Vermutung, der asyl-
suchenden Person obliegt (vgl. dazu: Botschaft  des Bundesrates zur 
Änderung des Asylgesetzes [BBl] 2002 6884),  

dass  der  Beschwerdeführer  keinerlei  Nachteile  durch  die  britischen 
Behörden geltend gemacht hat, die geeignet wären, die Vermutung der 
Sicherheit des Drittstaates Grossbritannien zu widerlegen, 

dass  keine  substanziierten  Anhaltspunkte  dafür  bestehen,  dass  der 
Beschwerdeführer in Grossbritannien unmenschliche Behandlung oder 
eine Strafe im Sinne von Art. 3 der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) oder eine Gefahr für Leib, Leben oder Freiheit aus einem Grund 
nach Art. 3 AsylG befürchten müsste,

dass  Grossbritannien  sowohl  Vertragsstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 
0.142.30) als auch der EMRK ist und den sich daraus ergebenden völ-
kerrechtlichen Pflichten Folge leistet,

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dass der Beschwerdeführer - wie vom BFM zutreffend erkannt - in den 
sicheren Drittstaat Grossbritannien zurückkehren kann, da dessen Be-
hörden mit nach wie vor gültiger Erklärung vom 18. Juni 2008 gegen-
über der Schweiz die Rückübernahme zugesichert haben,

dass somit hinreichende Gewähr dafür besteht, dass der Beschwerde-
führer von Grossbritannien nicht in ein Land ausgewiesen wird, in dem 
für ihn eine konkrete Gefährdung bestehen würde, sofern er den briti-
schen  Behörden  gegenüber  eine  solche  Gefährdung  geltend  macht, 
weshalb der Einwand in seiner Beschwerdeeingabe, wonach er im Iran 
über Monate hinweg gefoltert worden sei und weiterhin behördlich ge-
sucht werde, nicht stichhaltig ist, 

dass aus dem Umstand, wonach die britischen Behörden das Asylge-
such des Beschwerdeführers abgelehnt  haben,  nicht  auf  das Fehlen 
eines  effektiven  Schutzes  vor  einer  rückschiebungsbeachtlichen  Ge-
fahr im Sinne von Art. 3 und 5 AsylG zu schliessen ist,

dass  das  Bundesamt  in  der  angefochtenen  Verfügung  sodann  zu 
Recht feststellte, der Beschwerdeführer habe hinsichtlich der angebli-
chen Haft widersprüchliche, unsubstanziierte und realitätsfremde Aus-
sagen gemacht,  weshalb  erhebliche Zweifel  am Wahrheitsgehalt  der 
Vorbringen bestehen,

dass die Argumentation in der Beschwerdeschrift die zutreffenden Er-
wägungen der Vorinstanz nicht zu widerlegen vermögen und die Be-
schwerde auch sonst nichts enthält, was als Indiz für die offensichtli-
che Erfüllung der Flüchtlingseigenschaft  im Sinne von Art. 34 Abs. 3 
Bst. b AsylG betrachtet werden könnte,

das auch keine anderweitigen Indizien für die Widerlegung der Vermu-
tung ersichtlich sind, wonach Grossbritannien im Falle des Beschwer-
deführers  den Rückschiebungsschutz  im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 
beachte,

dass die in der Beschwerdeschrift in Aussicht gestellte Beibringung des 
ablehnenden Asylentscheides aus Grossbritannien nicht geeignet ist, zu 
einem anderen Entscheid zu führen, weshalb auf die Fristansetzung zur 
Beibringung dieses Beweismittels verzichtet werden kann,

dass bei Anwendung des neuen Nichteintretens-Tatbestandes von Art. 
34 Abs. 2 AsylG (sicherer Drittstaat) und im Unterschied zu Abs. 1 der 

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gleichen  Bestimmung  (safe  country,  verfolgungssicheres  Herkunfts-
land) nicht  zu prüfen ist,  ob Hinweise auf  Verfolgung vorliegen,  son-
dern lediglich die Ausnahmeklausel von Art. 34 Abs. 3 Bst. b AsylG zu 
beachten ist, wonach von einer Wegweisung in den Drittstaat dann ab-
gesehen wird, wenn die asylsuchende Person offensichtlich die Flücht-
lingseigenschaft erfüllt,

dass somit das BFM nicht darlegen muss, dass der Beschwerdeführer 
die Flüchtlingseigenschaft offensichtlich nicht erfüllt, sondern bereits die 
Feststellung genügt, dass die Flüchtlingseigenschaft jedenfalls nicht of-
fensichtlich zutage tritt,

dass die Flüchtlingeigenschaft vorliegend angesichts der zu Recht vom 
BFM in der angefochtenen Verfügung aufgezeigten Unglaubhaftigkeitse-
lemente nicht offensichtlich zutage tritt,

dass im Weiteren mit der Vorinstanz im Ergebnis zu Recht festzustellen 
ist, dass in der Schweiz keine nahen Angehörigen des Beschwerdefüh-
rers oder andere Personen im Sinne von Art. 34 Abs. 3 Bst. a AsylG le-
ben, zu denen er eine enge Beziehung hat, und diese Feststellung vom 
Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe nicht bestritten wird,

dass zusammenfassend die vorinstanzliche Feststellung zu bestätigen 
ist, wonach in Grossbritannien effektiver Schutz vor Rückschiebung im 
Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG besteht und im vorliegenden konkreten 
Fall keine gegenteiligen Hinweise vorliegen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. a AsylG 
auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten ist,

dass demnach der Eventualantrag,  die Vorinstanz sei  anzuweisen,  auf 
das Asylgesuch einzutreten, abzuweisen ist,

dass das Nichteintreten auf ein Asylgesuch in der Regel die Wegwei-
sung aus der Schweiz zur Folge hat, vorliegend der Beschwerdeführer 
weder eine Aufenthaltsbewilligung besitzt noch einen Anspruch auf Er-
teilung einer solchen hat, weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang 
mit den gesetzlichen Bestimmungen steht und zu bestätigen ist (Art. 44 
Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 
über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; vgl. EMARK 2001 Nr. 21),

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dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegwei-
sung entgegenstehen,  da im Fall  eines  unzulässigen,  unzumutbaren 
oder unmöglichen Vollzugs das Anwesenheitsverhältnis nach den Be-
stimmungen  des Bundesgesetzes  vom 16. Dezember  2005 über  die 
Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20) über die vorläufige 
Aufnahme zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  in  Beachtung  der  massgeblichen 
völker- und landesrechtlichen Bestimmungen  zulässig  ist, da der Be-
schwerdeführer in einen Drittstaat reisen kann, in dem er Schutz vor 
Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG findet, 

dass weder die in Grossbritannien herrschende Situation noch andere 
Gründe gegen die Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs sprechen,

dass schliesslich der Vollzug der  Wegweisung auch möglich ist  (vgl. 
Art. 83 Abs. 2 AuG), da Grossbritannien einer Rückübernahme des Be-
schwerdeführers zugestimmt hat, 

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder  unangemessen  sei  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im 
Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG abzuweisen ist, da die Begehren auf-
grund der vorstehenden Erwägungen - unabhängig einer allfälligen Be-
dürftigkeit  des  Beschwerdeführers  -  als  aussichtslos  zu  bezeichnen 
sind,

dass mit dem Entscheid in der Sache selbst das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass demzufolge die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- (Art. 1-3 des 
Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen 
vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR  173.320.2])  dem  Be-
schwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sin-
ne von Art. 65 Abs. 1 VwVG wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N_______ (per Kurier; in Kopie)
-

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Therese Kojic Alexandra Püntener

Versand: 

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