# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 43ef6ae7-fc49-5afc-bd94-e63b741cfa26
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2025-08-18
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 18.08.2025 B 2025/4
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_B-2025-4_2025-08-18.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2026 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: B 2025/4

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 24.10.2025

Entscheiddatum: 18.08.2025

Entscheid Verwaltungsgericht, 18.08.2025
Pachtvergabe für ein einheimisches Jagdrevier bei zwei Bewerbungen. Art. 
10 f. JG. Dem Wohnsitz eines Jagdvereinsmitglieds im Kanton (Art. 11 Abs. 2 
lit. a JG) kommt – aufgrund der mit dem Tatbestandsmerkmal «einheimisch» 
verbundenen geografischen Begriffsverengung und des zusätzlichen 
zeitlichen Erfordernisses (Art. 11 Abs. 3 JG) – letztlich keine selbstständige 
Bedeutung bei der Anwendung des primären Auswahlkrite-riums (mehr 
einheimische Mitglieder) für die Vergabe von einheimischen Revieren nach 
Art. 11 Abs. 1 lit. a JG zu. Weil sich das Wohnsitzerfordernis von Art. 11 Abs. 
2 lit. a JG zudem ausdrücklich nur auf den Begriff «Mitglieder» im Sinn von 
Art. 11 Abs. 1 JG be-zieht, spielt es auch bei den weiteren Auswahlkriterien 
nach Art. 11 Abs. 1bis JG bzw. Art. 78 Abs. 2 JG oder Art. 11 Abs. 1ter JG 
keine Rolle. Für das (sekundäre) Vergabekriterium von Art. 78 Abs. 2 JG 
(mehr bisherige Pächter) ist der letzte Tag der laufenden Bewerbungsfrist 
massgebend. (Verwaltungsgericht, B 2025/4)

Entscheid siehe pdf.

Kanton St.Gallen 

Gerichte 

 
 

 

Verwaltungsgericht 

Abteilung II 

 

 

 

 

 

 

 Entscheid vom 18. August 2025 

Besetzung  Abteilungspräsident Brunner; Verwaltungsrichterin Reiter, Verwaltungs-

richter Zogg; Gerichtsschreiber Geertsen  

   

Geschäftsnr.   B 2025/4 

 

   

Verfahrens- 

beteiligte 

 

 Verein G.__ c/o B.__,  

 

Beschwerdeführer,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Felix Ludwig,  

ME Advocat Rechtsanwälte, Poststrasse 1, 9100 Herisau,  

 

 

  gegen 

  Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen,  

Davidstrasse 35, 9001 St. Gallen,  

Vorinstanz,  

Verein F.__ c/o D.__,  

Beschwerdegegner,  

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Markus Näf,  

Eversheds Sutherland AG, Militärstrasse 36, Postfach, 8004 Zürich,  

 

 

  

Gegenstand  Pachtverfügung vom 2. Februar 2024 betreffend Revier Nr. 001_ 

E.__ für die Jagdpachtperiode 2024-2032 

 

 

 

 

B 2025/4 

 

2/13 

Das Verwaltungsgericht stellt fest: 

A.  

a. 

Das Amt für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) orientierte die interessierte Öffentlichkeit am 

31. August 2023 über die bis am 30. September 2023 laufende Bewerbungsfrist für die 

Pacht der St. Galler Jagdreviere, Periode 2024 bis 2032 (act. 3.1). Der Verein «Jagdgesell-

schaft E.__» mit dem Obmann D.__ (fortan: Verein F.__) übermittelte dem ANJF am 

15. September 2023 eine Bewerbung für das Jagdrevier Nr. 001_ E.__(act. 12.3.3.1 ff). Am 

21. September 2023 erhielt das ANJF vonseiten der «Jagdgesellschaft E.__» mit dem Ob-

mann B.__ (fortan: Verein G.__; act. 3.2.1 ff.) eine weitere Bewerbung für das Jagdrevier 

Nr. 001_ E.__. 

b. 

Am 20. Januar 2024 verstarb H.__, Mitglied des Vereins F.__ (act. 12.2.6). 

c. 

Das ANJF entschied am 2. Februar 2024, das Revier Nr. 001_ E.__ werde an den Verein 

F.__ verpachtet; es entzog allfälligen gegen diese Verfügung erhobenen Rekursen die auf-

schiebende Wirkung.  

Zur Begründung führte es aus, sowohl der Verein F.__ als auch der Verein G.__ würden 

über die notwendige Mitgliederzahl und je über vier anrechenbare einheimische Mitglieder 

verfügen. Angesichts dieses Gleichstandes sei das Auswahlkriterium der Anzahl bisheriger 

Pächter entscheidend. Der Verein F.__ weise (unter Einbezug von H.__) sechs, der Verein 

G.__ bloss fünf bisherige Pächter auf (act. 3.3).  

 

Auf Anfrage des ANJF vom 24. Januar 2024 teilte die Kantonspolizei St. Gallen per E-Mail 

vom 6. Februar 2024 mit, dass bei I.__, Mitglied des Vereins G.__, «definitiv» ein Grund 

zum Ausschluss von der Jagdberechtigung (Hinderungsgrund im Sinn des Waffenrechts) 

bestehe und dessen Waffen voraussichtlich in den nächsten Wochen beschlagnahmt wür-

den (act. 12.3.2.7.1; vgl. zur Übergabe der Waffen I.__s an die Kantonspolizei am 1. März 

2024 sowie zu der im Vorfeld dazu erlassenen Zwischenverfügung über die vorsorgliche 

Waffenbeschlagnahme vom 23. Februar 2024 act. 12.3.4.1 f.). 

B.  

 

B 2025/4 

 

3/13 

a. 

Gegen die Verfügung vom 2. Februar 2024 erhob der Verein G.__ am 14. Februar 2024 

Rekurs beim Volkswirtschaftsdepartement. Darin beantragte er, dem ANJF sei nach Vor-

prüfung durch die Rekursinstanz die Möglichkeit einzuräumen, die angefochtene Verfügung 

wegen eines offensichtlichen Irrtums in Wiedererwägung zu ziehen. Sofern sich das ANJF 

dazu nicht durchringen könne, sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm 

(dem Verein G.__) das Jagdrevier E.__ für die Pachtperiode 2024 bis 2032 zuzuschlagen.  

Im Wesentlichen rügte der Verein G.__ eine fehlerhafte Anwendung der Auswahlkriterien; 

insbesondere habe das ANJF die Mitglieder der beiden Vereine zu Unrecht nicht nach kan-

tonalem und ausserkantonalem Wohnsitz gewichtet. Die falsche Auslegung der anwendba-

ren Bestimmungen sei mit einer unvollständigen Feststellung der massgeblichen Tatsachen 

verbunden. Des Weiteren kritisierte der Verein G.__, das ANJF habe beim Verein F.__ als 

Vereinsmitglied H.__ mitberücksichtigt, obschon dieser zum Zeitpunkt des Vergabeent-

scheids schon verstorben gewesen sei. Ausserdem wandte er sich gegen den Entzug der 

aufschiebenden Wirkung des Rekurses. Diese sei wiederherzustellen und mit der Anwei-

sung zu verbinden, dass sich die Pacht der bisherigen Jagdgesellschaft um die Dauer des 

Rekursverfahrens verlängere (act. 12.1.2; siehe auch die Rekursergänzung vom 11. März 

2024, act. 12.1.7). 

b. 

Der Verein F.__ beantragte in der Stellungnahme vom 28. März 2024 die Abweisung des 

Rekurses. Er hielt die angefochtene Verfügung für rechtmässig und machte bezüglich sei-

nes verstorbenen Mitglieds geltend, dass dieser am gesetzlich bezeichneten Stichtag – 

dem letzten Tag der Bewerbungsfrist (30. September 2023) – noch gelebt habe, mithin zu 

Recht angerechnet worden sei (act. 12.1.13).  

 

Gleichentags ersuchte auch das ANJF um Abweisung des Rekurses (act. 12.1.14). 

c. 

Mit Verfügung vom 3. April 2024 wies das Volkswirtschaftsdepartement die Gesuche des 

Vereins G.__ um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung des Rekurses und um 

Erlass einer vorsorglichen Massnahme ab (act. 12.1.16). 

d. 

Nach Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels (act. 12.1.23, act. 12.1.25 und 

act. 12.1.26) wies das Volkswirtschaftsdepartement den Rekurs des Vereins G.__ mit Ent-

scheid vom 4. Dezember 2024 ab, wobei es einer allfälligen Beschwerde die aufschiebende 

Wirkung entzog. Das Departement vertrat zusammengefasst die Auffassung, dass der 

 

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Stichtag für die Anwendung der Vergabekriterien der letzte Tag der Bewerbungsfrist gewe-

sen sei und dass das ANJF das Jagdrevier E.__ in Anwendung dieser Kriterien zu Recht 

an den Verein F.__ vergeben habe, weil diesem mehr bisherige Pächterinnen und Pächter 

angehören würden (act. 2). 

C.  

a. 

Gegen den Rekursentscheid des Volkswirtschaftsdepartements (Vorinstanz) vom 4. De-

zember 2024 erhob der Verein G.__ (Beschwerdeführer) am 7. Januar 2025 Beschwerde 

beim Verwaltungsgericht. Er stellte den Antrag, der angefochtene Rekursentscheid sei auf-

zuheben und es sei ihm das Jagdrevier E.__ für die laufende Jagdpachtperiode zuzuschla-

gen; eventualiter sei die Angelegenheit in Feststellung der falschen Anwendung der Zu-

schlagskriterien zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz, subeventualiter an das ANJF zu-

rückzuweisen (alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge; act. 1). In der ergänzenden 

Eingabe vom 22. Januar 2025 wiederholte der Beschwerdeführer im Wesentlichen seine 

Kritik, die Vergabekriterien seien falsch angewandt worden. So sei das Kriterium des kan-

tonalen Wohnsitzes missachtet worden. Hinsichtlich des am 20. Januar 2024 verstorbenen 

Mitglieds des Vereins F.__ (Beschwerdegegner) vertrat der Beschwerdeführer den Stand-

punkt, dessen Tod hätte bei der Vergabe berücksichtigt werden müssen, weil für die Vo-

rinstanz die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt ihres Entscheids massgebend seien. 

Sodann müsse I.__ weiterhin als anrechenbares einheimisches Mitglied bewertet werden 

(act. 6). 

b. 

Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 12. Februar 2025 unter Verweis auf 

die Begründung des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde (act. 11). 

c. 

Ein Gesuch des Beschwerdegegners vom 22. Januar 2025 (siehe hierzu act. 8), wonach 

der Beschwerdeführer zu verpflichten sei, für die Parteientschädigung aus dem Vorverfah-

ren und für diejenige im Beschwerdeverfahren eine Sicherheit zu leisten, beschied das Ver-

waltungsgericht mit Verfügung vom 20. Februar 2025 (act. 15) negativ. 

d. 

Mit Stellungnahme vom 17. März 2025 beantragte der Beschwerdegegner die Abweisung 

der Beschwerde (unter Kosten- und Entschädigungsfolge). Eventualiter, im Fall einer (teil-

weisen) Gutheissung der Beschwerde, sei der Pachtentscheid aufzuheben und die Sache 

 

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zur Durchführung eines neuen Vergabeverfahrens an das ANJF zurückzuweisen.   

 

Der Beschwerdegegner führte zusammengefasst aus, dass die an ihn vergebene Pacht 

des Jagdreviers E.__ zu Recht erfolgt sei. Die Frage, in welchem Kanton die nicht in den 

Standortgemeinden des Reviers wohnenden Vereinsmitglieder wohnhaft seien, sei für den 

Vergabeentscheid irrelevant, da vorliegend ein sog. einheimisches Revier zur Debatte 

stehe. Er (der Beschwerdegegner) habe zum Stichtag mehr einheimische Mitglieder und 

mehr bisherige Pächter als der Beschwerdeführer aufgewiesen. Im Übrigen sei I.__, Mit-

glied des Beschwerdeführers, nicht jagdberechtigt. Die Rechtsauffassung des Beschwer-

deführers, dass es bei gleicher Anzahl einheimischer Mitglieder im einheimischen Revier 

auf die Anzahl der im Kanton wohnhaften Mitglieder ankäme, finde im Gesetz keine Stütze. 

Des Weiteren sei sein verstorbenes Mitglied H.__ mittlerweile durch J.__ und damit durch 

ein anrechenbares einheimisches Mitglied ersetzt worden (act. 16). 

e. 

Der Beschwerdeführer hielt mit Stellungnahme vom 17. April 2025 unverändert an der Be-

schwerde und seinen Ausführungen fest. Ergänzend machte er geltend, die Frage der Vo-

raussetzungserfüllung im Zusammenhang mit I.__ sei nicht Gegenstand des vorinstanzli-

chen Verfahrens gewesen (act. 21). 

f. 

Mit Eingabe vom 13. Mai 2025 hielt der Beschwerdegegner unverändert an seinen Anträ-

gen und deren Begründung fest (act. 23). Die Beteiligten verzichteten in der Folge still-

schweigend auf weitere Stellungnahmen. 

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung: 

1.  

Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59bis Abs. 1 des 

Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer, der 

mit seinen Begehren im Rekursverfahren unterlag, ist zur Erhebung der Beschwerde befugt 

(Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die am 7. Januar 2025 gegen den am 5. De-

zember 2024 versandten Rekursentscheid erhobene Beschwerdeeingabe erfolgte rechtzei-

tig (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 30 Abs. 1 VRP in Verbindung mit 

Art. 145 Abs. 1 lit. c der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO) und erfüllt 

zusammen mit der Ergänzung vom 22. Januar 2025 (act. 6) inhaltlich und formal die ge-

setzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 und Abs. 2 VRP). Auf 

die Beschwerde ist einzutreten. 

 

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2.  

Zwischen den Beteiligten umstritten und nachfolgend zu prüfen ist die Rechtmässigkeit der 

Vergabe des einheimischen Jagdreviers E.__ an den Beschwerdegegner. 

2.1.  

Die zuständige Stelle des Kantons legt für jedes Revier die notwendige Mitgliederzahl der 

Jagdgesellschaft fest (Art. 8 Abs. 1 des Gesetzes über die Jagd, den Schutz der wildleben-

den Säugetiere und Vögel sowie deren Lebensräume, sGS 853.1, JG). Das Revier wird an 

die Jagdgesellschaft vergeben, die u.a. Gewähr bietet, die Aufgaben einer Jagdgesellschaft 

zu erfüllen (Art. 10 Abs. 1 lit. a JG), und die nur Mitglieder hat, die zur Jagd berechtigt sind 

(Art. 10 Abs. 1 lit. b JG). Die Vergabevoraussetzungen von Art. 10 Abs. 1 lit. a bis lit. d JG 

müssen spätestens bei Ablauf der Bewerbungsfrist erfüllt sein (Art. 10 Abs. 2 JG).   

2.2.  

Bewerben sich mehrere Jagdgesellschaften, welche die Vergabevoraussetzungen von 

Art. 10 Abs. 1 JG erfüllen, für dasselbe Revier, findet ein Auswahlprozess gemäss Art. 11 

JG statt. Für die Vergabe von einheimischen Revieren gilt eine dreistufige Kriterienkaskade: 

2.2.1.  

Primär ist gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 11 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 JG 

(bis zur notwendigen Mitgliederzahl) auf die Anzahl von einheimischen Mitgliedern abzu-

stellen, d.h. auf die Zahl von Mitgliedern, die (kumulativ) im Kanton und zudem bei Ablauf 

der Bewerbungsfrist seit wenigstens sechs Monaten ununterbrochen in einer Standortge-

meinde des Reviers wohnen.  

2.2.2.  

Führt Art. 11 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 11 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 JG (vgl. E. 2.2.1 

hiervor) für die Auswahl zu keinem Ergebnis, wird das Jagdrevier (für die Periode 2024 bis 

2032) an diejenige Jagdgesellschaft vergeben, in der mehr bisherige Pächterinnen und 

Pächter des Reviers Mitglied sind; massgebend ist der letzte Tag der laufenden Bewer-

bungsfrist (Art. 78 Abs. 2 JG). Dieses sekundäre Auswahlkriterium knüpft an die – im Rah-

men bisheriger Pacht erworbene – Vertrautheit eines Mitglieds mit dem Jagdrevier und die 

dort zu gewährleistende Aufgabenerfüllung an.   

2.2.3.  

Geht auch aus dem sekundären Auswahlkriterium kein Ergebnis hervor, wird das Revier an 

die Jagdgesellschaft vergeben, die aufgrund ihrer Altersstruktur die Erfüllung der Aufgaben 

einer Jagdgesellschaft besser gewährleistet (Art. 11 Abs. 1ter JG). 

 

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2.3.  

2.3.1.  

Eine Auslegung nach dem Wortlaut und der systematischen Stellung von Art. 11 JG ergibt, 

dass das vorstehend (E. 2.2.1–2.2.3) dargestellte dreistufige Prüfungsmodell abschlies-

send ist. Insbesondere bildet entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (act. 6, 

Rz 15 ff.) Art. 11 Abs. 2 lit. a JG (bzw. der dort angesprochene Wohnsitz im Kanton) kein 

eigenständiges Kriterium für die Vergabe einheimischer Reviere. Vielmehr enthält diese 

Bestimmung einzig die Legaldefinition des Begriffs des «Mitglieds» im Sinn von Art. 11 

Abs. 1 lit. a und lit. b JG.   

 

Für die weitere Frage, ob das betreffende Mitglied als «einheimisch» bzw. «auswärtig» zu 

gelten hat, hat Art. 11 Abs. 2 lit. a JG keine eigenständige Bedeutung. Für diese letztere 

Frage ist (ausschliesslich) auf Art. 11 Abs. 3 JG zurückzugreifen, wo der Begriff «einhei-

misch» positiv umschrieben wird, womit im Sinne einer Negativabgrenzung auch dem Be-

griff «auswärtig» Konturen verliehen werden. Als «einheimisch» gilt demnach jedes Mitglied 

im Sinn von Art. 11 Abs. 2 lit. a JG, wenn es in der Standortgemeinde wohnt (geografisches 

Erfordernis) und dieses Kriterium bei Ablauf der Bewerbungsfrist mindestens während 

sechs Monaten ununterbrochen erfüllte (zeitliches Erfordernis). Wer die beiden Erforder-

nisse von Art. 11 Abs. 3 JG nicht kumulativ erfüllt, gilt somit als «auswärtig». Damit wird mit 

Blick auf die Vergabe von «einheimischen» Revieren – in Abgrenzung von auswärtigen 

Revieren bzw. auswärtigen Mitgliedern im Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. b JG – die Bedeutung 

der lokalen Verbundenheit mit der Standortgemeinde bzw. den dortigen Revieren betont. 

Entsprechend fallen selbst Personen, die im Kanton und in der Standortgemeinde wohnhaft 

sind, bei der Anwendung des primären Auswahlkriteriums nach Art. 11 Abs. 1 lit. a JG von 

Gesetzes wegen – und ungeachtet der vom Beschwerdeführer ins Feld geführten fiskali-

schen Interessen des Kantons (act. 6, Rz 18) – ausser Betracht, wenn sie das zeitliche 

Erfordernis nicht erfüllen. Diese Folge muss erst recht für im Kanton wohnhafte Personen 

gelten, die nicht in der Standortgemeinde wohnhaft sind.   

 

Mit anderen Worten kommt dem Wohnsitz im Kanton (Art. 11 Abs. 2 lit. a JG) – aufgrund 

der mit dem Tatbestandsmerkmal «einheimisch» verbundenen geografischen Begriffsver-

engung und des zusätzlichen zeitlichen Erfordernisses (Art. 11 Abs. 3 JG) – letztlich keine 

selbstständige Bedeutung bei der Anwendung des primären Auswahlkriteriums für die 

Vergabe von einheimischen Revieren nach Art. 11 Abs. 1 lit. a JG zu. Weil sich das Wohn-

sitzerfordernis von Art. 11 Abs. 2 lit. a JG zudem ausdrücklich nur auf den Begriff «Mitglie-

der» im Sinn von Art. 11 Abs. 1 JG bezieht, spielt es auch bei den weiteren Auswahlkriterien 

nach Art. 11bis JG bzw. Art. 78 Abs. 2 JG oder Art. 11 Abs. 1ter JG keine Rolle. 

 

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2.3.2.  

Dieses aus dem Wortlaut und der Gesetzessystematik fliessende Interpretationsergebnis 

wird durch die Gesetzesmaterialien bestätigt. So wurde in der Botschaft zum V. Nachtrag 

zum JG vom 1. März 2022 mit aller Klarheit und mit Fokus auf auswärtige Reviere ausge-

führt, dass auch «bei den auswärtigen Revieren» – gleich wie bei den einheimischen Re-

vieren – eine Person nur dann als Mitglied im Sinn von Art. 11 Abs. 1 JG gelte, wenn sie 

«wenigstens im Kanton St. Gallen wohnt». Damit wurde einzig der Begriff des Mitglieds im 

Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. a und lit. b JG vereinheitlicht («Als auswärtiges Mitglied einer 

Jagdgesellschaft gilt auch bei den auswärtigen Revieren nur ein Mitglied, das wenigstens 

im Kanton St. Gallen wohnt, während als einheimisches Mitglied einer Jagdgesellschaft gilt, 

wer bei Ablauf der Bewerbungsfrist seit wenigstens sechs Monaten ununterbrochen in einer 

Standortgemeinde des Reviers wohnt […]»; ABl 2022-00.066.688, S. 5). Weil in der 

Standortgemeinde des Reviers seit wenigstens sechs Monaten wohnende («einheimi-

sche») Mitglieder im Sinn von Art. 11 Abs. 3 JG zwangsläufig immer im Kanton wohnen, 

mithin das Tatbestandsmerkmal des kantonalen Wohnsitzes gemäss Art. 11 Abs. 2 lit. a JG 

immer erfüllen, kommt dem einzig für den Begriff der «Mitglieder» im Sinn von Art. 11 Abs. 1 

JG relevanten kantonalen Wohnsitzerfordernis keine selbstständige Bedeutung bei der An-

wendung des Primärkriteriums von Art. 11 Abs. 1 lit. a JG («mehr einheimische Mitglieder») 

zu. Entscheidend für das Auswahlkriterium der einheimischen Mitglieder im Sinn von Art. 11 

Abs. 1 lit. a JG ist also auch gemäss Materialien letztlich allein der im Zeitpunkt der Bewer-

bungsfrist während sechs Monaten erfüllte Wohnsitz in der Standortgemeinde, wie bereits 

die Vorinstanz überzeugend darlegte (act. 2, E. 2.5.2 ff.). 

2.4.  

Die Vorinstanz hat nach dem Gesagten (wie im Übrigen bereits das ANJF) zu Recht fest-

gestellt, dass der Beschwerdegegner über vier anrechenbare einheimische Mitglieder im 

Sinn von Art. 11 Abs. 1 lit. a JG verfügt, womit – unter der Hypothese, dass I.__ als anre-

chenbares einheimisches Mitglied des Beschwerdeführers berücksichtigt wird (vgl. hierzu 

E. 2.6 hiernach) – ein Gleichstand mit dem Beschwerdeführer besteht (act. 2, E. 2.4). Das 

Auswahlkriterium von Art. 11 Abs. 1 lit. a JG (Zahl der einheimischen Mitglieder) führt mithin 

im vorliegenden Fall nicht zu einem Zuschlag, womit auf das sekundäre Auswahlkriterium 

nach Art. 11 Abs. 1bis in Verbindung mit Art. 78 Abs. 2 JG zurückzugreifen ist, ohne dass 

zuvor der Wohnsitz der nicht einheimischen Mitglieder geprüft werden müsste.  

2.5.  

2.5.1.  

Für die Vergabe des Reviers Nr. 001_ E.__ ist somit die Anzahl der bisherigen Pächterinnen 

und Pächter massgebend. Gemäss klarem Gesetzeswortlaut (Art. 78 Abs. 2 Satz 2 JG) und 

 

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dem Sinn und Zweck, der dieser Bestimmung zugrunde liegt, ist dabei für die Anwendung 

des sekundären Kriteriums ausschliesslich der Sachverhalt am letzten Tag der laufenden 

Bewerbungsfrist massgebend, vorliegend also am 30. September 2023 (act. 3.1; davon ge-

hen zu Recht auch der Beschwerdegegner und die Vorinstanz aus [act. 23, Rz 17, und 

act. 2, E. 2.6.2]): Anders als die Vergabevoraussetzungen nach Art. 10 Abs. 1 JG, die «spä-

testens bei Ablauf der Bewerbungsfrist» (Art. 10 Abs. 2 JG) und – was sich aus dem Begriff 

«spätestens» ergibt – auch während des ganzen weiteren Vergabeverfahrens bis zum 

rechtskräftigen Abschluss erfüllt sein müssen (ABl 2014 338, 352), setzt Art. 78 Abs. 2 JG 

ausdrücklich einen einzigen unverrückbaren Stichtag (letzter Tag der laufenden Bewer-

bungsfrist) für das dort geregelte Auswahlkriterium fest. Die Vergabevoraussetzungen von 

Art. 10 Abs. 1 JG müssen denn auch – wiederum anders als die Auswahlkriterien nach 

Art. 11 JG bzw. Art. 78 Abs. JG – während der gesamten Pachtdauer gewährleistet bleiben, 

andernfalls eine vorzeitige Auflösung nach Art. 14 Abs. 2 lit. a JG droht (vgl. VerwGE 

B 2016/71 vom 22. Februar 2018, E. 3.4 betreffend den für Auswahlkriterien nach Art. 11 

JG massgebenden Zeitpunkt).   

2.5.2.  

In dem für das Auswahlkriterium gemäss Art. 78 Abs. 2 JG vorliegend massgebenden Zeit-

punkt vom 30. September 2023 lebte H.__ noch, womit der Beschwerdegegner insgesamt 

über sechs bisherige Pächter und damit über einen Pächter mehr als der Beschwerdeführer 

verfügte (siehe act. 2, E. 2.4). Die Vergabe an den Beschwerdegegner erfolgte also zu 

Recht und es kann offenbleiben, ob der Neueintritt von J.__ in den Verein F.__ (siehe hierzu 

act. 16, Rz 27, und act. 17) geeignet wäre, allfällige für die Auswahl des Beschwerdegeg-

ners negative Folgen aus dem Tod von H.__ zu kompensieren. Der Vollständigkeit halber 

sei darauf hingewiesen, dass der Neueintritt von J.__ nach der Logik des Beschwerdefüh-

rers, welcher Art. 78 Abs. 2 JG nicht als materiell-rechtliche Stichtagsregelung versteht, 

sondern Tatsachen, die sich später zugetragen haben, gestützt auf das Novenrecht gemäss 

VRP auch materiell berücksichtigt haben möchte, vorliegend zu berücksichtigen wäre. 

2.6.  

Bei diesem Ergebnis (vgl. E. 2.4 und 2.5 hiervor) könnte an sich darauf verzichtet werden, 

die Frage zu beantworten, ob I.__ zugunsten des Beschwerdeführers überhaupt als einhei-

misches Mitglied berücksichtigt werden durfte; dies ist Voraussetzung dafür, dass sich die 

vorliegend zu beurteilende Vergabe des Reviers Nr. 001_ nicht schon auf der ersten Prü-

fungsebene (vgl. E. 2.2.1) zugunsten des Beschwerdegegners entscheidet (vgl. E. 2.4 hier-

vor). Da der Beschwerdeführer indessen mit Blick auf das verstorbene Mitglied des Be-

schwerdegegners (das nicht beim primären [«einheimisches Mitglied»], aber sekundären 

Auswahlkriterium [«bisheriger Pächter»] angerechnet wurde) die (unzutreffende; E. 2.5 

hiervor) Auffassung vertritt, dass – entgegen der klaren Regelung von Art. 78 Abs. 2 JG – 

 

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für die Auswahlkriterien der Zeitpunkt des rechtskräftigen Vergabeentscheids bzw. jeden-

falls die Sachverhaltsentwicklung bis zum Rekursentscheid (vorliegend 4. Dezember 2024, 

act. 2) massgebend seien (act. 6, Rz 33) und der Verstorbene daher nachträglich nicht 

mehr als anrechenbares Mitglied zugunsten des Beschwerdeführers Beachtung finden 

dürfe, besteht Anlass zu folgenden Ausführungen: 

2.6.1.  

Wie sich aus den mit der Bewerbung des Beschwerdeführers eingereichten Unterlagen 

ergab (act. 3.2.7.5 ff.), hat I.__ mehrere im Strafregister eingetragene Straftaten begangen, 

die einen Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 lit. d des Bundesgesetzes über Waffen, Waf-

fenzubehör und Munition (SR 514.54, WG) bilden. Dieser Hinderungsgrund lag bereits bei 

Ablauf der Bewerbungsfrist vor und dürfte einer Anrechnung I.__s als Mitglied im Sinn von 

Art. 11 Abs. 1 lit. a JG entgegenstehen: Der in Art. 8 Abs. 2 lit. d WG genannte waffenrecht-

liche Hinderungsgrund steht nämlich dem Recht auf Waffenerwerb, Waffenbesitz und Waf-

fentragen entgegen (Art. 3 WG), auch wenn die einschlägige Norm zum Waffenbesitz 

(Art. 12 WG) das Fehlen waffenrechtlicher Hinderungsgründe nicht ausdrücklich als Vo-

raussetzung für das Recht auf Waffenbesitz nennt. Solches ergibt sich aber durch den ex-

pliziten Verweis auf den rechtmässigen Erwerb, wie auch implizit über die Regelung zur 

Beschlagnahme und Einziehung (BGer 2C_1271/2012 vom 6. Mai 2013 E. 3.3; siehe auch 

BBl 2004 5965, 6171, wonach für den Waffenerwerb und -besitz die gleichen materiellen 

Voraussetzungen gelten; vgl. auch VerwGE B 2020/118 vom 12. November 2020 E. 3.4). 

In den Materialien wurde betont, dass das Nichtvorhandensein der Hinderungsgründe nach 

Art. 8 Abs. 2 WG die zentrale Voraussetzung für den (rechtmässigen) Erwerb und Besitz 

einer Feuerwaffe darstellt (BBl 2004, 5965, 6278). Allein mit dem Vorliegen der einschlägi-

gen Strafregistereinträge entsteht der Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 lit. d WG (zur 

weiteren Bedeutung des Hinderungsgrundes vgl. etwa Art. 10a Abs. 2, Art. 17 Abs. 2 lit. a 

oder Art. 27 Abs. 2 lit. a WG). Somit hatte I.__ bereits im Zeitpunkt der Bewerbung vom 

21. September 2023 von Gesetzes wegen das für die Jagd essentielle Recht verloren, die 

hierfür benötigten Waffen zu besitzen (BGer 2C_1271/2012 vom 6. Mai 2013 E. 3.5) bzw. 

zu nutzen.  

2.6.2.  

Hinzu kommt, dass mit dem Hinderungsgrund von Art. 8 Abs. 2 lit. d WG die gesetzliche 

Fiktion verbunden ist, dass das Vertrauen in I.__ bezüglich eines in jeder Hinsicht ordnungs-

gemässen Umgangs mit (Jagd-)Waffen erschüttert ist (BGer 2C_158/2011 vom 29. Sep-

tember 2011 E. 3.5). Der Nachweis des ordnungsgemässen Waffenumgangs bildet indes-

sen zentrale Voraussetzung für die Ausübung der Jagd und gehört zu den für die Erlangung 

der Jagdberechtigung erforderlichen Fähigkeiten (Art. 33 lit. b JG; zur ordnungsgemässen 

Waffenhandhabung als Bestandteil der mit der Jagdprüfung nachzuweisenden Fähigkeiten 

 

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siehe Art. 7 lit. a und Art. 9 der Verordnung über die Jagdprüfung, sGS 853.15, VJP). Diese 

zentrale Fähigkeit ist mit dem Hinderungsgrund nach Art. 8 Abs. 2 lit. d WG und damit von 

Bundesrechts wegen in Frage gestellt. Die bisherige Jagdberechtigung I.__s bildet keine 

Art. 8 Abs. 2 lit. d WG entgegenstehende Vertrauensposition (BGer 2C_1271/2012 vom 

6. Mai 2013 E. 3.7).   

 

Mit anderen Worten verfügt I.__ in einem zentralen Punkt nicht mehr über die für ein im 

Sinn der Reviervergabe anrechenbares Mitglied erforderlichen Grundfähigkeiten, weil er 

nicht (mehr) Gewähr bietet, die mit der Mitgliedschaft in einer Jagdgesellschaft verbunde-

nen Aufgaben ordnungsgemäss zu erfüllen (siehe Art. 10 Abs. 1 lit. a JG). Es wäre wohl 

nicht mit dem Sinn und Zweck der Auswahlkriterien (Art. 11 JG) und Vergabevoraussetzun-

gen (Art. 10 JG) sowie der von Bundesrechts wegen vorgeschriebenen Bekämpfung der 

missbräuchlichen bzw. unrechtmässigen Verwendung von Waffen (Art. 1 Abs. 1 WG und 

Art. 107 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, 

BV) zu vereinbaren, wenn eine vom Waffenbesitz und -gebrauch ausgeschlossene und als 

im Umgang mit Jagdwaffen nicht (mehr) vertrauenswürdig geltende Person bei der Vergabe 

von Jagdrevieren ins Gewicht fallen würde. Im Übrigen hat sich der hohe Stellenwert des 

genannten Hinderungsgrunds nach Art. 8 Abs. 2 lit. d WG für die Bewerbung auch in Art. 8 

Abs. 1 lit. a Ziffer 5 der Jagdverordnung (sGS 853.11, JSV) niedergeschlagen, müssen 

doch mit der Bewerbung aktuelle Auszüge des Strafregisters von allen Mitgliedern einge-

reicht werden.  

2.6.3.  

Selbst wenn der in E. 2.6.2 erörterten Sichtweise nicht gefolgt würde, wäre I.__ nicht an die 

Auswahlkriterien nach Art. 11 JG anzurechnen: So wurde mit der Zwischenverfügung vom 

23. Februar 2024 (act. 12.3.4.1) und damit noch vor dem Rekursentscheid vom 4. Dezem-

ber 2024 die Beschlagnahme der Waffen I.__s angeordnet, womit ihm nicht bloss auf recht-

licher Ebene (Art. 8 Abs. 2 lit. d WG), sondern auch faktisch die Benützung der Waffen im 

Sinn von Art. 37 Abs. 1 lit. d JG versagt ist. Daran ändert der bloss vorsorgliche Charakter 

der Beschlagnahme für sich allein nichts. Der Beschwerdeführer brachte im Beschwerde-

verfahren ausserdem nicht vor, dass die Beschlagnahme von I.__s Waffen inzwischen da-

hingefallen oder zu Unrecht erfolgt wäre (vgl. act. 6, Rz 34, und act. 21, Rz 13) bzw. er 

seine Waffen rechtmässig zur Jagd einsetzen könnte. Vielmehr legte die Kantonspolizei 

bereits in der E-Mail vom 6. Februar 2024 dar, dass bei I.__ «definitiv» ein Hinderungsgrund 

nach Art. 8 Abs. 2 lit. d WG bestehe, der zu einer Beschlagnahme führen werde 

(act. 3.2.7.1). Mit anderen Worten hätte das Revier wohl auch nach Art. 10 Abs. 1 lit. b JG 

in Verbindung mit Art. 37 Abs. 1 lit. d JG nicht an den Beschwerdeführer vergeben werden 

dürfen, selbst wenn – wie vom Beschwerdeführer behauptet – bei der Anwendung der 

 

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Auswahlkriterien nach Art. 11 JG bzw. Art. 78 Abs. 2 JG die Sachverhaltsentwicklung bis 

zum Rekursentscheid zu berücksichtigen wäre.   

3.  

Gemäss vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. 

3.1.  

Der unterliegende Beschwerdeführer hat die amtlichen Kosten zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 

VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 1'500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziffer 222 der 

Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem vom Beschwerdeführer geleiste-

ten Kostenvorschuss von CHF 1'500 zu begleichen. 

3.2.  

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Entschädigung ausser-

amtlicher Kosten (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Vielmehr hat er den obsiegenden Be-

schwerdegegner ausseramtlich zu entschädigen. Das Honorar vor Verwaltungsgericht 

nach Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung (sGS 963.75, HonO) beträgt pauschal 

CHF 1'500 bis CHF 15'000. Der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners hat keine Kos-

tennote eingereicht. Mit Blick auf den für den zweifachen Schriftenwechsel in der Hauptsa-

che erforderlichen Aufwand, insbesondere für die ausführlichen Stellungnahmen vom 

17. März 2025 und vom 13. Mai 2025 (act. 16 und act. 23) zu den umfangreichen Ausfüh-

rungen des Beschwerdeführers (siehe die Eingaben vom 22. Januar 2025, act. 6, und vom 

17. April 2025, act. 21), erscheint eine pauschale Entschädigung der ausseramtlichen Kos-

ten für das Beschwerdeverfahren von CHF 3'500 zuzüglich Barauslagen von CHF 140 

(Art. 28bis HonO) und der beantragten Mehrwertsteuer angemessen.  

  

 

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13/13 

Demnach erkennt das Verwaltungsgericht auf dem Zirkulationsweg zu Recht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Der Beschwerdeführer bezahlt die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens von 

CHF 1'500. Diese werden mit dem von ihm in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss 

beglichen. 

3.  

Der Beschwerdeführer entschädigt den Beschwerdegegner für das Beschwerdeverfahren 

ausseramtlich mit CHF 3'640 (inklusive Barauslagen, zuzüglich Mehrwertsteuer). 

 

 

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsgericht, 18.08.2025
	Pachtvergabe für ein einheimisches Jagdrevier bei zwei Bewerbungen. Art. 10 f. JG. Dem Wohnsitz eines Jagdvereinsmitglieds im Kanton (Art. 11 Abs. 2 lit. a JG) kommt – aufgrund der mit dem Tatbestandsmerkmal «einheimisch» verbundenen geografischen Begriffsverengung und des zusätzlichen zeitlichen Erfordernisses (Art. 11 Abs. 3 JG) – letztlich keine selbstständige Bedeutung bei der Anwendung des primären Auswahlkrite-riums (mehr einheimische Mitglieder) für die Vergabe von einheimischen Revieren nach Art. 11 Abs. 1 lit. a JG zu. Weil sich das Wohnsitzerfordernis von Art. 11 Abs. 2 lit. a JG zudem ausdrücklich nur auf den Begriff «Mitglieder» im Sinn von Art. 11 Abs. 1 JG be-zieht, spielt es auch bei den weiteren Auswahlkriterien nach Art. 11 Abs. 1bis JG bzw. Art. 78 Abs. 2 JG oder Art. 11 Abs. 1ter JG keine Rolle. Für das (sekundäre) Vergabekriterium von Art. 78 Abs. 2 JG (mehr bisherige Pächter) ist der letzte Tag der laufenden Bewerbungsfrist massgebend. (Verwaltungsgericht, B 2025/4)

		2026-01-28T04:13:52+0100
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen