# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 12a20aff-d282-5dd3-b750-cc232d59d10f
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-11-08
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 08.11.2017 RR.2017.281
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2017-281_2017-11-08.pdf

## Full Text

Entscheid vom 8. November 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Andreas J. Keller und Cornelia Cova,  

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Jens Weimer, 

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

GENERALSTAATSANWALTSCHAFT THURGAU,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 

Deutschland 

 

Herausgabe von Beweismitteln (Art. 74 IRSG) 

Kostenvorschuss (Art. 63 Abs. 4 VwVG) 

 

 
 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2017.281 

 

 

 

- 2 - 

 

 

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die Staatsanwaltschaft Konstanz gegen A. ein Strafverfahren wegen des 

Verdachts der Verletzung der Unterhaltspflicht gemäss § 170 D-StGB führt;  

 

- in diesem Zusammenhang die Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Thur-

gau auf ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen der Staatsanwaltschaft 

Konstanz hin mit Schlussverfügung vom 1. September 2017 die Herausgabe 

von diversen Beweismitteln an die deutsche Behörde verfügte (act. 2); 

 

- dagegen A. mit Eingabe vom 6. Oktober 2017 durch seinen Rechtsvertreter 

in Deutschland Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-

gerichts erheben lässt (act. 1);  

 

- dem Beschwerdeführer mit eingeschriebenem Schreiben vom 17. Oktober 

2017 Frist bis zum 30. Oktober 2017 zur Leistung des  

Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 3'000.-- angesetzt wurde (act. 6); 

der Beschwerdeführer gleichzeitig darauf aufmerksam gemacht wurde, dass 

bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (act. 6); dieses Ein-

schreiben am 19. Oktober 2017 zugestellt wurde (act. 6a); 

 

- die Frist zur Bezahlung des Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn der Betrag 

rechtzeitig zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post übergeben 

oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist (Art. 39 

Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 21 Abs. 3 VwVG), und die Rechtzeitigkeit im 

Zweifelsfall vom Pflichtigen zu beweisen ist;  

  

- der Beschwerdeführer innert Frist weder den ihm auferlegten Kostenvor-

schuss bezahlt noch um Zahlungserleichterungen ersucht hat; 

  

- auf die Beschwerde daher androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 39 

Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 4 VwVG); 

  

- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens kostenpflichtig 

wird (Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG);  

  

- für die Berechnung der Gerichtsgebühr gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. 

Art. 73 StBOG das Reglement des Bundesstrafgerichts über die Kosten, 

Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren vom 31. August 

2010 (BStKR; SR 173.713.162) zur Anwendung gelangt (vgl. auch Art. 22 

Abs. 3 BStKR);  

 

- 3 - 

 

 

- die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 8 des 

Reglements).  

 

- 4 - 

 

 

Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten. 

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 200.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt. 

 

 

Bellinzona, 9. November 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Jens Weimer 

- Generalstaatsanwaltschaft Thurgau 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG).