# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d7d24b8f-d7b7-58b9-85a8-6ba7fa910b80
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-11-17
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Verwaltungsgericht 17.11.2023 WBE.2023.118
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_006_WBE-2023-118_2023-11-17.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht 

3. Kammer 

 

WBE.2023.118 / sr / jb 
(BVURA.20.716)  

Art. 114 

 

Urteil vom 17. November 2023 
 
 

Besetzung  Verwaltungsrichter Winkler, Vorsitz  

Verwaltungsrichterin Lang  

Verwaltungsrichterin Schöb-Talerico  

Gerichtsschreiberin Ruchti      

 

 
   

Beschwerde-

führer 1.1 

 A.A._____,  

 

Beschwerde-

führerin 1.2 

 B.A._____,  

 

beide vertreten durch lic. iur. Michael Fretz, Rechtsanwalt,  

Frey-Herosé-Strasse 25, Postfach, 5001 Aarau 1   

 

gegen 

 
   

Vorinstanzen  Gemeinderat Q._____,   

vertreten durch Dr. iur. Beat Ries, Rechtsanwalt, Bleichemattstrasse 43, 

5001 Aarau    

 

  Departement Bau, Verkehr und Umwelt, Rechtsabteilung, 

Entfelderstrasse 22, Buchenhof, 5001 Aarau    

 

 
 

   

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend Hydrantenstandort/Duldungspflicht 

 

Entscheid des Departements Bau, Verkehr und Umwelt  

vom 28. Februar 2023 

  

 - 2 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht entnimmt den Akten: 

 

A. 

1. 

Auf dem Grundstück Nr. aaa der Gemeinde Q._____ im Miteigentum von 

A.A._____ und B.A._____ wurde im Jahr 2014 angrenzend an die 

Gemeindestrasse "T-Strasse" (Parzelle Nr. kkk) eine unterirdische 

Hydrantenplatte für die Befestigung eines Hydranten (Nr. bbb) eingebaut. 

Im Rahmen von Bauarbeiten zur Errichtung von Erosionsschutzmauern auf 

dem Grundstück Nr. aaa wurde die Hydrantenplatte am 30. August 2019 

beschädigt. In der Folge verlangten A.A._____ und B.A._____ deren 

Entfernung. 

 

2.  

Nach diversen Korrespondenzen und einer Telefonkonferenz am 26. Mai 

2020 informierte der Gemeinderat Q._____ A.A._____ und B.A._____ mit 

Protokollauszug vom 2. Juni 2020 darüber, dass der Hydrant baldmöglichst 

montiert werden soll. Darauf platzierten die As._____ einen Stein am 

Standort der Hydrantenplatte. 

 

3. 

Mit Schreiben vom 5. Oktober 2020 forderte der Rechtsvertreter des Ge-

meinderats Q._____ die As._____ auf, den Stein bis 15. November 2020 

zu entfernen.  

 

4. 

Nach unbenutztem Ablauf dieser Frist erliess der Gemeinderat Q._____ 

nach Vorankündigung im Schreiben seines Rechtsvertreters vom 20. No-

vember 2020 am 30. November 2020 die folgende Verfügung: 

 

1. 
Der Gemeinderat hält am Standort des Hydranten Nr. bbb auf dem Grund-
stück Nr. aaa von Frau und Herr A._____ fest. 

 
2. 
Frau und Herr A._____ werden verpflichtet, den Hydranten Nr. bbb sowie 
die Montage des Hydranten-Oberteils zu dulden und keine Vorkehrungen 
zu treffen oder zu dulden, welche bauliche Massnahmen am Hydranten 
Nr. bbb behindern oder dessen Benutzung erschweren bzw. verun-
möglichen. 
 
3. 
Frau und Herr A._____ werden verpflichtet, den Stein auf der Hydran-
tenplatte vom Hydranten Nr. bbb auf dem Grundstück Nr. aaa innert 
20 Tagen ab Rechtskraft dieses Entscheids zu entfernen. Anschliessend 
wird der Montagetermin des Hydranten-Oberteils den Grundeigentümern 
angezeigt. 
 

 - 3 - 

 

 

4. 
Androhung Ersatzvornahme: Wird der Verpflichtung gemäss Ziffer 3 nicht 
innert der festgelegten Frist nachgekommen, wird die Gemeinde die Ent-
fernung des Steins durch Dritte auf Kosten von Frau und Herr A._____ 
anordnen. 
 
5. 
Der Gemeinderat behält sich eine Sanktion gemäss Wasserreglement res-
pektive gemäss Art. 292 StGB sowie die Prüfung des auf dem Grundstück 
von Frau und Herr A._____ platzierten Steins unter baubewilligungs-
rechtlichen Gesichtspunkten vor. 

 

B. 

Auf Beschwerde von A.A._____ und B.A._____ gegen diese Verfügung 

des Gemeinderats Q._____ entschied das Departement Bau, Verkehr und 

Umwelt (BVU), Rechtsabteilung, am 28. Februar 2023: 

 

1. 
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird. 
 
2. 
Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer Staatsgebühr von 
Fr. 1'500.– sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen von Fr. 454.–, ins-
gesamt Fr. 1'954.–, werden den Beschwerdeführenden A.A._____ und 
B.A._____ in solidarischer Haftung auferlegt. 
 
3. 
Die Beschwerdeführenden A.A._____ und B.A._____ werden verpflichtet, 
der Einwohnergemeinde Q._____ die im Beschwerdeverfahren 
entstandenen Parteikosten in Höhe von Fr. 4'600.– in solidarischer 
Haftung zu ersetzen. 

 

C. 

1. 

Den Entscheid des BVU, Rechtabteilung, vom 28. Februar 2023 liessen 

A.A._____ und B.A._____ mit Beschwerde vom 29. März 2023 beim 

Verwaltungsgericht anfechten, mit den Anträgen: 

 

1. 
In Gutheissung der Beschwerde sei der Entscheid des BVU vom 28. Fe-
bruar 2023 (BVURA.20.176) samt Entscheid des Gemeinderats Q._____ 
vom 30. November 2020 aufzuheben. 
 
2. 
Unter den gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen. 

 

2. 

Mit Beschwerdeantworten vom 5. Mai 2023 und 22. Mai 2023 beantragten 

das BVU, Rechtsabteilung, und der Gemeinderat Q._____ die kostenfällige 

Abweisung der Beschwerde, letzterer, soweit darauf einzutreten sei. 

 

 - 4 - 

 

 

3. 

Im zweiten Schriftenwechsel (Replik vom 29. August 2023; Duplik des Ge-

meinderats Q._____ vom 22. September 2023; Duplik des BVU, Rechts-

abteilung, vom 25. September 2023) hielten die Parteien an ihren Anträgen 

fest. 

 

D. 

Das Verwaltungsgericht hat den Fall auf dem Zirkularweg entschieden (§ 7 

des Gerichtsorganisationsgesetzes vom 6. Dezember 2011 [GOG; 

SAR 155.200]). 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

 

I. 

1. 

Gegen letztinstanzliche Entscheide der Verwaltungsbehörden ist die Ver-

waltungsgerichtsbeschwerde zulässig (§ 54 Abs. 1 des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege vom 4. Dezember 2007 [VRPG; SAR 271.200]). 

Der angefochtene Entscheid des BVU ist verwaltungsintern letztinstanzlich 

(vgl. § 50 Abs. 2 VRPG i.V.m. § 9 Abs. 1 und § 13 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 der 

Verordnung über die Delegation von Kompetenzen des Regierungsrats 

vom 10. April 2013 [Delegationsverordnung, DelV; SAR 153.113]; § 61 

Abs. 3 der Bauverordnung vom 25. Mai 2011 [BauV; SAR 713.121]). Das 

Verwaltungsgericht ist somit für die Beurteilung der vorliegenden Be-

schwerde zuständig. 

 

2. 

Der Gemeinderat Q._____ ist der Auffassung, das Rechtsbegehren der 

Beschwerdeführer, mit welchem lediglich die Aufhebung der angefochte-

nen vorinstanzlichen Entscheide beantragt werde, ohne zusätzlichen An-

trag, wie neu zu entscheiden sei, sei unbestimmt und damit unzulässig, mit 

der Folge, dass auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. 

 

Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Würde die Verfügung des 

Gemeinderats Q._____ vom 30. November 2020 aufgehoben, entfiele die 

darin statuierte Verpflichtung zur Duldung der Erstellung bzw. der Montage 

eines Hydranten (Nr. bbb) auf ihrem Grundstück (Dispositiv-Ziffer 2) sowie 

zur Entfernung des auf der Hydrantenplatte platzierten Steins (Dispositiv-

Ziffer 3). Daraus ergäbe sich auch ohne weiteres, dass der Gemeinderat 

den Hydranten Nr. bbb mangels einer entsprechenden Duldungspflicht der 

Beschwerdeführer nicht mehr am vorgesehenen Standort auf ihrem 

Grundstück errichten bzw. montieren dürfte. Eines ausdrücklichen Verbots, 

das von den Beschwerdeführern als Inhalt eines neuen Entscheids zu 

beantragen gewesen wäre, bedarf es dafür nicht. Das gestellte Rechtsbe-

 - 5 - 

 

 

gehren enthält insofern einen Antrag in der Sache und ist daher genügend 

bestimmt und zulässig.  

 

3. 

Die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen 

Anlass. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist einzu-

treten. 

 

4. 

Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde können die unrichtige oder unvoll-

ständige Feststellung des Sachverhalts sowie Rechtsverletzungen, ein-

schliesslich Ermessensunter- und -überschreitung sowie Ermessensmiss-

brauch, geltend gemacht werden (§ 55 Abs. 1 VRPG). Eine Ermessens-

kontrolle ist dagegen ausgeschlossen (Umkehrschluss aus § 55 Abs. 3 

VRPG). Zudem gilt es zu berücksichtigen, dass selbst im Falle der Ausü-

bung der Ermessenskontrolle Planungsentscheide, wozu auch die Festle-

gung von Hydrantenstandorten gehört, zu schützen sind, wenn sie sich als 

zweckmässig erweisen, unabhängig davon, ob sich weitere, ebenso 

zweckmässige Lösungen erkennen lassen, weil das Verwaltungsgericht 

Rechtsmittel- und nicht Planungsinstanz ist (Aargauische Gerichts- und 

Verwaltungsentscheide [AGVE] 2004, S. 183 ff.; statt vieler: Entscheide 

des Verwaltungsgerichts WBE.2019.425 vom 24. August 2020, Erw. I/3, 

WBE.2017.54 vom 1. November 2017, Erw. I/3, und WBE.2005.21 vom 

25. April 2006, Erw. I/1.2). 

 

II. 

1. 

Der streitgegenständliche Hydrantenstandort liegt an der südöstlichen 

Grundstücksgrenze der Parzelle Nr. aaa zur Strassenparzelle Nr. kkk auf 

einem Schotterbett zwischen Randstein und Erosionsschutzmauer mit 

einem relativ geringen Abstand zur Strassenparzelle (vgl. Vorakten, 

act. 14, Beilage 3). 

 

Bei der Projektierung des Ausbaus R-Strasse/S-Strasse mit Werkleitungen 

(Strassenbau mit Entwässerung, Abwasserentsorgung, Wasserversor-

gung) in den Jahren 2011 und 2012 war der Standort des neuen Hydranten 

noch nicht auf der Parzelle Nr. aaa, sondern auf der südlich gelegenen 

Parzelle Nr. ccc (abparzelliert ab der Stammparzelle Nr. ddd) vorgesehen 

(vgl. Vorakten, act. 17, Beilagen 1 und 2; Vorakten, act. 34). Erst im 

Rahmen der Ausführungsplanung im Jahr 2014 wurde der Standort weg 

von jener Parzelle auf die Parzelle Nr. aaa verschoben (vgl. Vorakten, 

act. 35). Diese Projektänderung wurde offenbar weder öffentlich aufgelegt 

noch den Beschwerdeführern mitgeteilt, welche die Parzelle Nr. aaa im 

August 2012 von der Gemeinde Q._____ erworben hatten und die 

mutmasslich im September 2014 eingebaute unterirdische Hydrantenplatte 

erst bei den Bauarbeiten zur Errichtung der Erosionsschutzmauer auf ihrem 

 - 6 - 

 

 

Grundstück im Jahr 2019 entdeckten. Im Hydrantenplan zum Generellen 

Wasserversorgungsprojekt (GWP) vom 28. Oktober 2014 wurde die 

Standortverschiebung nachvollzogen und als Standort des Hydranten 

Nr. bbb die Parzelle Nr. aaa der Beschwerdeführer ausgewiesen (vgl. 

Vorakten, act. 14, Beilage 7). 

 

Im angefochtenen Entscheid vom 30. November 2020 begründete der Ge-

meinderat Q._____ den umstrittenen Hydrantenstandort auf der Parzelle 

Nr. aaa mit dessen Eignung im Hinblick auf den vorgesehenen Ringschluss 

(Abzweigung R-Strasse bis Hydrant Nr. fff), die Löschmöglichkeiten und die 

Bildung von Rettungsgassen. Es bestehe keine Notwendigkeit, den 

Hydranten zu entfernen. Eine Entfernung wäre mit grossen Kosten 

verbunden und würde keinen Nutzen bringen bzw. die Löschmöglichkeiten 

sogar beeinträchtigen. Die Entfernung wäre deshalb nicht verhältnismäs-

sig; dies, zumal die Beschwerdeführer nach Entdeckung des Hydranten-

standorts die Stützmauer (= Erosionsschutzmauer) dem Hydrantenstandort 

(durch eine entsprechende Einbuchtung) angepasst und demnach akzep-

tiert hätten. Zudem – so der Gemeinderat an anderer Stelle – sei der ge-

plante Hydrant für die Spülung des Leitungsnetzes aus Gründen des Ge-

sundheitsschutzes wichtig (Vorakten, act. 2 f.). 

 

Im vorinstanzlichen Beschwerdeverfahren ergänzte bzw. präzisierte der 

Gemeinderat, der Hydrant befinde sich am Ende einer Stumpenleitung. Oh-

ne den Hydranten sei es nicht möglich bzw. erheblich erschwert, die Lei-

tung, an deren Ende er sich befinde, zu unterhalten und insbesondere zu 

spülen. Die Spülung sei notwendig, weil die eingeschlossene Luft am Ende 

der Stumpenleitung das Risiko der Keimbildung und Trinkwasserver-

schmutzung erhöhe. Durch Lufteinschlüsse entstünden zudem Druckschlä-

ge, welche wiederum Leitungsbrüche verursachten. Weiter werde durch 

den Hydrantenstandort bei einem Löscheinsatz der "Angriff" auf zwei Sei-

ten möglich. Dies ermögliche die Bildung von entsprechenden Rettungs-

gassen, was wiederum die Arbeit der Rettungskräfte zum Schutz von Leib 

und Leben erleichtere. Zwar befinde sich bereits der Hydrant Nr. fff in der 

Nähe der Parzelle Nr. aaa, jedoch im Gegensatz zum streitigen Hydranten 

auf der anderen Strassenseite. Müssten von dort Schläuche zum Grund-

stück der Beschwerdeführer gelegt werden, sei die Zufahrt für Rettungs-

fahrzeuge eingeschränkt. Der angeordnete Hydrant biete hingegen die 

Möglichkeit, Löschmassnahmen zu treffen und gleichzeitig den Zugang für 

Rettungsfahrzeuge offen zu halten. Diese Begründung erachtete die Vorin-

stanz als nachvollziehbar und die Erforderlichkeit des neuen Hydranten-

standorts Nr. bbb zur Gewährleistung der Sicherheit, von Gesundheit und 

Leben, der Feuerbekämpfung und der Hilfeleistung in Brandfällen als aus-

gewiesen, auch wenn der Abstand zwischen den bestehenden Hydranten 

Nrn. ggg, fff, hhh und iii auch ohne den Hydranten Nr. bbb innerhalb der 

Richtwerte gemäss Richtlinie für die Löschwasserversorgung des Kantons 

 - 7 - 

 

 

Aargau vom 4. November 2019 der AGV (nachfolgend: Löschwas-

serversorgungsrichtlinie) liege (vgl. angefochtener Entscheid, Erw. 2.5.4) 

 

2. 

Die Beschwerdeführer bestreiten hingegen unter Hinweis auf eine gute 

Löschwasserabdeckung durch bestehende Hydranten die Erforderlichkeit 

eines Hydranten auf ihrer Parzelle Nr. aaa, weshalb dieser nicht im öffent-

lichen Interesse liege und unverhältnismässig in ihre Eigentumsrechte ein-

greife. Die vorinstanzliche Interessenabwägung sei insoweit fehlerhaft aus-

gefallen. Ferner rügen sie, der Hydrantenstandort entbehre der in § 13 

Abs. 2 des Wasserreglements der Gemeinde Q._____ vom tt.mm.jjjj 

(nachfolgend: Wasserreglement) vorgeschriebenen Grundlage im zeitlich 

massgeblichen Generellen Wasserversorgungsprojekt (GWP). Für die 

Anordnung der Hydranten sei gemäss § 13 Abs. 2 Wasserreglement 

sodann die vorgängige Zustimmung der Aargauischen Gebäudeversiche-

rung (AGV) einzuholen, was hier nicht geschehen sei. Auch habe der Ge-

meinderat nicht – wie in § 17 Abs. 2 Wasserreglement vorgeschrieben – 

vor dem Einbau der Hydrantenplatte Rücksprache mit ihnen als Eigentümer 

der Standortparzelle Nr. aaa genommen. Weil sie dem Standort nicht zu-

gestimmt und weder für den Hydranten noch die notwendigen Zuleitungen 

ein Durchleitungsrecht erteilt hätten, sei der Gemeinderat in Anwendung 

von § 14 Wasserreglement auf das Enteignungsverfahren vor dem Regie-

rungsrat und die dortige Beantragung des Enteignungsrechts zu verweisen, 

falls er entgegen dem Willen der Beschwerdeführer am Standort auf ihrem 

Grundstück festhalten wolle; er sei nicht zur einseitigen Festlegung des Hy-

drantenstandortes befugt. Nach § 14 Wasserreglement seien Hydranten 

obendrein, wenn immer möglich auf öffentlichem Grund zu errichten. An 

diese Vorgabe im Wasserreglement habe sich der Gemeinderat ebenfalls 

nicht gehalten und Alternativstandorte auf öffentlichem Grund unberück-

sichtigt gelassen. Des Weiteren habe es der Gemeinderat versäumt, den 

Hydrantenstandort im Hydrantenplan der AGV vom 10. September 2019 

einzutragen. 

 

Gegen die ihnen vom Gemeinderat auferlegte Pflicht zur Entfernung des 

auf der Hydrantenplatte platzierten Steins bringen die Beschwerdeführer 

vor, dass dieser nicht baubewilligungspflichtig sei und dessen materielle 

Rechtswidrigkeit nicht klar feststehe. Entsprechend bestehe keine Handha-

be für eine Restitutionsanordnung auf der Grundlage von § 159 des Geset-

zes über Raumentwicklung und Bauwesen vom 19. Januar 1993 (Bauge-

setz, BauG; SAR 713.100). 

 

3. 

3.1. 

Vorab ist auf die von den Beschwerdeführern gerügten Verstösse gegen 

das Wasserreglement einzugehen. Das Wasserreglement regelt unter an-

derem den Bau, Betrieb und Unterhalt der Wasserversorgungsanlagen der 

 - 8 - 

 

 

Einwohnergemeinde Q._____ (§ 1 Abs. 1), wobei sich die §§ 13–17 

Wasserreglement mit dem für die Wasserversorgung benötigten Leitungs-

netz befassen.  

 

3.2. 

3.2.1. 

Nach § 13 Abs. 1 Wasserreglement erstellt und unterhält die WV (Wasser-

versorgung Q._____ als unselbständiger, öffentlicher Betrieb der Ge-

meinde; vgl. §§ 1 Abs. 1 und 4 Abs. 1 Wasserreglement) alle öffentlichen 

Anlagen des Leitungsnetzes. Dazu gehören die im öffentlichen und priva-

ten Grund liegenden Hauptleitungen ab Nennweite (NW) 100 mm sowie die 

Hydranten und deren Zuleitungen. Diese dienen der Erschliessung von 

Grundstücken gemäss § 32 BauG. Linienführung und Leitungsquerschnitt 

werden gemäss § 13 Abs. 2 Wasserreglement vom Gemeinderat nach den 

Bedürfnissen der Ortsplanung und nach Massgabe des Generellen Was-

serversorgungsprojekts (GWP) bezeichnet. Er (der Gemeinderat) lässt auf 

Kosten der WV entsprechende Projekte ausarbeiten und entscheidet über 

den Bau der Leitungen, über das Leitungsmaterial sowie die Anordnung 

der Schieber und Hydranten vorbehältlich der Zustimmung der Aargaui-

schen Gebäudeversicherung (AGV). 

 

3.2.2. 

Der Wortlaut der zitierten Bestimmungen lässt keine Zweifel an der Richtig-

keit der Einschätzung der Vorinstanz in Erw. 2.2 des angefochtenen Ent-

scheids aufkommen, wonach die Anordnung von Hydrantenstandorten 

durch den Gemeinderat keiner Grundlage bzw. vorgängigen Festlegung im 

GWP bedarf und die darin eingetragenen Hydrantenstandorte dementspre-

chend weder verbindlich sind noch anderweitige Standorte ausschliessen. 

Nur hinsichtlich der Linienführung und des Leitungsquerschnittes wird in 

§ 13 Abs. 2 Wasserreglement eine Abstimmung mit dem GWP verlangt. 

Das erhellt zusätzlich aus § 16 Abs. 2 Wasserreglement, wonach die Lei-

tungen (nicht hingegen die Hydrantenstandorte) dem GWP entsprechen 

müssen. Bezüglich der Anordnung der Hydrantenstandorte genügt derweil 

die Zustimmung der Aargauischen Gebäudeversicherung. Im Übrigen wäre 

für den am 30. November 2020 gefällten respektive bestätigten Standort-

entscheid selbstverständlich der zu jenem Zeitpunkt geltende GWP heran-

zuziehen (welcher auf der Parzelle Nr. aaa der Beschwerdeführer [seit dem 

28. Oktober 2014] den Hydrantenstandort Nr. bbb ausweist; vgl. Vorakten, 

act. 14, Beilage 7), nicht eine frühere, im Zeitpunkt des Einbaus der 

Hydrantenplatte in Kraft stehende, aber zwischenzeitlich überarbeitete 

Planversion, die nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen der Wasserversor-

gung entspricht.  

 

3.2.3. 

Die Beschwerdeführer halten der vorinstanzlichen Auslegung von § 13 

Abs. 2 Wasserreglement einzige ihre eigene, vom klaren Wortlaut abwei-

 - 9 - 

 

 

chende Sichtweise zur Auslegung dieser Bestimmung entgegen, die in kei-

ner Weise überzeugt. Vor allem aber vermögen sie auch nicht aufzuzeigen, 

weshalb für einen Hydrantenstandortentscheid im Jahr 2020 auf eine in 

diesem Zeitpunkt nicht mehr geltende Fassung des GWP abzustellen wäre, 

bloss deshalb, weil die Hydrantenplatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt 

montiert wurde, als der Standort noch nicht im GWP ausgewiesen war. Für 

die Zulässigkeit dieses Hydrantenstandorts kann die Rechtslage bei der 

Montage der Hydrantenplatte schon deshalb nicht (allein) massgeblich 

sein, weil die Platte nach zutreffender Argumentation des Gemeinderats 

jederzeit demontiert und gestützt auf den heutigen GWP neu montiert wer-

den könnte. Um solche unnötigen und prozessökonomisch unsinnigen 

Leerläufe zu vermeiden, wird angenommen, dass bei grundsätzlicher 

Massgeblichkeit des im Zeitpunkt der Bauausführung geltenden Rechts 

(z.B. im nachträglichen Baubewilligungsverfahren) günstigeres geltendes 

Recht auf jeden Fall beachtlich ist (vgl. statt vieler: BGE 123 II 248, 

Erw. 3a/bb mit Hinweis; Urteile des Bundesgerichts 1C_519/2020 vom 

28. Oktober 2021, Erw. 5.2, und 1C_22/2019, 1C_476/2019 vom 6. April 

2020, Erw. 8.1). Stand heute hat der Hydrantenstandort Nr. bbb auf der 

Parzelle Nr. aaa der Beschwerdeführer eine Grundlage im GWP und somit 

zumindest aus diesem Blickwinkel seine Berechtigung. 

 

3.2.4. 

Unklar ist, was die Beschwerdeführer (in diesem Zusammenhang) aus der 

Zustimmung der Gemeindeversammlung vom 18. November 2011 zum 

Verpflichtungskredit für den Ausbau R-Strasse/S-Strasse mit 

Werkleitungen für sich ableiten wollen. Damit wurde kein (verbindlicher) 

Entscheid über dem damals noch auf der Parzelle Nr. ddd (heutige Parzelle 

Nr. ccc) projektierten Standort für einen neuen Hydranten gefällt. Dafür 

wäre die Gemeindeversammlung auch gar nicht zuständig gewesen, liegt 

doch die Zuständigkeit für den Entscheid über Hydrantenstandorte gemäss 

§ 13 Abs. 2 Wasserreglement, wie gesehen, beim Gemeinderat. Dieser hat 

im Rahmen der Ausführungsplanung im Jahr 2014 den Hydranten Nr. bbb 

neu auf der Parzelle Nr. aaa geplant (Vorakten, act. 35). Dass den 

Beschwerdeführern diese Projektänderung mit Baubeginn im September 

2014 nicht vorgängig angezeigt wurde, verletzte zwar zunächst deren 

Verfahrensrechte (rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bun-

desverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 

1999 [BV; SR 101]) respektive deren Recht auf Einbezug in das Verfahren 

zur Festlegung eines Hydrantenstandortes auf ihrem Grundstück (vgl. dazu 

§ 17 Abs. 2 Wasserreglement sowie die nachfolgenden Ausführungen in 

Erw. 3.3 hinten). Immerhin wurde dieser Verfahrensmangel im Nachhinein 

dadurch geheilt, dass sich die Beschwerdeführer im Vorfeld der Bestäti-

gung des Hydrantenstandortes mit der hier angefochtenen Verfügung des 

Gemeinderates Q._____ vom 30. November 2020 zum geplanten res-

pektive bestätigten Hydrantenstandort auf ihrem Grundstück äussern und 

Einwendungen dagegen erheben konnten und dies in einem mehrfachen 

 - 10 - 

 

 

Briefwechsel sowie der Telefonkonferenz vom 26. Mai 2020 auch umfas-

send und ausführlich getan haben. Die einstige Verletzung der Verfahrens- 

und Mitwirkungsrechte der Beschwerdeführer ändert aber nichts an der 

grundsätzlichen Zulässigkeit der vom Gemeinderat im Jahr 2014 beschlos-

senen Projektänderung bzw. der Wahl eines neuen Hydrantenstandortes, 

die nach dem oben Gesagten keiner vorgängigen Festlegung im GWP be-

durfte und dem kurz darauf angepassten GWP entspricht, so dass die Kon-

formität mit der "übergeordneten" Planung nachträglich hergestellt wurde 

und beim Standortbestätigungsentscheid vom 30. November 2020 unzwei-

felhaft vorlag. Dem Bestätigungsentscheid vom 30. November 2020 selbst 

haftet sodann kein Verfahrensmangel an, dessentwegen er ungeachtet der 

materiellen Rechtmässigkeit des Hydrantenstandortes (bereits aus formel-

len Gründen) aufzuheben wäre. 

 

3.2.5. 

Soweit die Beschwerdeführer geltend machen, die gemäss § 13 Abs. 2 

Wasserreglement erforderliche Zustimmung der AGV zum Hydranten-

standort habe – wiederum im Zeitpunkt des Einbaus der Hydrantenplatte 

im September 2014 – nicht vorgelegen bzw. sei viel zu spät erfolgt, verfängt 

ihre Argumentation ebenfalls nicht. Es liegt im eigenen Interesse des Ge-

meinderats, dass er die Zustimmung der AGV zu einem bestimmten Hy-

drantenstandort vor der Bauausführung einholt, damit er nicht riskiert, einen 

Hydranten zurückbauen oder versetzen zu müssen. Versäumt er es in 

Missachtung von § 13 Abs. 2 Wasserreglement (primär zum eigenen Nach-

teil), die Zustimmung vorgängig einzuholen, hat dies nicht zur Folge – wie 

die Beschwerdeführer ohne weiteres und ohne stichhaltige Begründung 

anzunehmen scheinen –, dass der Hydrantenstandort deswegen ausschei-

det und der Hydrant an der fraglichen Stelle nicht mehr realisiert werden 

darf. Vielmehr kann der Standort durch eine nachträgliche Zustimmung der 

AGV "legalisiert" oder "legitimiert" werden, vergleichbar mit der Rechtslage 

bei der eigenmächtigen Ausführung von nicht oder nicht gültig bewilligten 

Bauten, für die in einem nachträglichen Baubewilligungsverfahren eine Be-

willigung erteilt werden kann, wenn sie sich als materiell rechtmässig er-

weisen. Insofern hat der Umstand, dass die Zustimmung der AGV zwar erst 

(lange) nach der Realisierung der Hydrantenplatte, jedoch immerhin noch 

vor dem Standortbestätigungsentscheid vom 30. November 2020 und auch 

noch vor der baulichen Fertigstellung des Hydranten (durch die Montage 

des Oberteils) eingeholt wurde, keinerlei Bewandtnis für die Frage, ob die 

Parzelle Nr. aaa der Beschwerdeführer als Hydrantenstandort weiterhin in 

Frage kommt. Auch eine nachträgliche Zustimmung der AGV zum Standort 

verleiht diesem die notwendige Legitimation durch die für das Feuerwehr-

wesen zuständigen Fachbehörde. Im Schreiben vom 28. April 2020 (Vorak-

ten, act. 14, Beilage 8) hielt die AGV fest, dass sie den Standort des Hy-

dranten Nr. bbb geprüft und für gut befunden habe; er entspreche dem ge-

setzlich geforderten Löschschutz. Weshalb in den zitierten Aussagen keine 

Zustimmung der AGV zum Hydrantenstandort auf der Parzelle Nr. aaa der 

 - 11 - 

 

 

Beschwerdeführer zu erblicken wäre, ist nicht ersichtlich und wird von den 

Beschwerdeführern auch nicht dargetan. 

 

3.2.6. 

Wie getreu der Gemeinderat Q._____ seine Pflichten nach Ziff. 2.2 der 

Löschwasserversorgungsrichtlinie befolgt, Hydrantenpläne (für das ganze 

Gemeindegebiet mit dem Leitungsnetz, den erforderlichen Leistungsanga-

ben und weiteren Angaben betreffend Pumpwerke, Reservoire, Löschwas-

serbehälter ausserhalb der Bauzone, Netzzusammenschlüsse mit anderen 

Versorgungen etc.) zu erstellen, nachzuführen und alle fünf Jahre in genü-

gender Anzahl der Feuerwehr und der AGV abzugeben, bleibt für die Beur-

teilung des vorliegenden Rechtsstreits ohne jede ersichtliche Relevanz. Je-

denfalls lässt sich die von der AGV mit Schreiben vom 28. April 2020 er-

teilte Zustimmung zum konkret angefragten Hydrantenstandort Nr. bbb auf 

der Parzelle Nr. aaa nicht damit wegdiskutieren, dass dieser im Hydran-

tenplan der Gemeinde Q._____ vom 10. September 2019 zuhanden der 

AGV nicht eingetragen sei. Das wird auch der AGV nicht entgangen sein 

(weil darin nämlich gar kein Hydrant mit der Nr. bbb bzw. bb vermerkt ist) 

und dürfte schlicht und ergreifend daran liegen, dass der Hydrant Nr. bbb 

erst geplant, mithin noch nicht ausgeführt und einsatzfähig ist. Über bloss 

geplante Hydrantenstandorte braucht speziell die Feuerwehr nicht infor-

miert zu werden. Die Hydrantenpläne gemäss Ziff. 2.2 der Löschwasser-

versorgungsrichtlinie beziehen sich demnach wohl auf das bestehende Lei-

tungs- und Hydrantennetz und bilden kein Planungsinstrument. Vielmehr 

dürfte es sich um ein Instrument der Einsatzplanung handeln, das entgegen 

der Annahme der Beschwerdeführer auch nicht die Information von Grund-

eigentümern über (geplante) Hydrantenstandorte bezweckt. 

 

3.2.7. 

Die von den Beschwerdeführern gerügten Verletzungen von § 13 Abs. 2 

Wasserreglement (keine Grundlage des Hydrantenstandortes im bei der 

Bauausführung respektive beim Baubeginn geltenden GWP; fehlende Zu-

stimmung der AGV zum Hydrantenstandort vor Baubeginn) führen dem-

nach, soweit ihre Rügen überhaupt begründet sind, nicht dazu, dass der 

streitige Hydrantenstandort, der im geltenden GWP vorgesehen ist und für 

welchen die AGV mittlerweile die Zustimmung erteilt hat, nicht bestätigt 

werden durfte. 

 

3.3. 

3.3.1. 

Zur Debatte steht des Weiteren eine Verletzung von § 17 Abs. 2 Wasser-

reglement, indem vor der Montage der Hydrantenplatte für den Hydranten 

Nr. bbb auf der Parzelle Nr. aaa keine Rücksprache mit den Beschwerde-

führern als betroffene Grundeigentümer genommen wurde. Das Vorgehen 

des Gemeinderats Q._____, die Beschwerdeführer nicht über die Pro-

jektänderung mit Verschiebung des Standorts des neuen Hydranten auf ihr 

 - 12 - 

 

 

Grundstück zu informieren und sie vor der Montage der Hydrantenplatte im 

September 2014 nicht zu konsultieren, verletzte unbestreitbar § 17 Abs. 2 

Wasserreglement, wonach die Gemeinde zwar berechtigt ist, Hydranten 

auf privaten Grundstücken aufzustellen, dafür aber vorgängig Rücksprache 

mit den im Grundbuch eingetragenen Eigentümern nehmen muss (Satz 1). 

Ausserdem verletzte dieses Vorgehen den Anspruch der Beschwerdefüh-

rer auf rechtliches Gehör (vgl. dazu bereits die Ausführungen in Erw. 3.2.4 

vorne).  

 

Aus § 17 Abs. 2 Satz 1 Wasserreglement allerdings den Schluss zu ziehen, 

dass die Beschwerdeführer nicht nur vorgängig zum neu geplanten Hy-

drantenstandort auf ihrem Grundstück anzuhören gewesen wären, sondern 

darüber hinaus ihre Zustimmung zum Hydrantenstandort hätten erteilen 

müssen, wäre indessen verfehlt und stünde in klarem Widerspruch zu 

Satz 2 dieser Bestimmung, wonach die Hydranten durch die Grundeigen-

tümer entschädigungslos zu dulden sind. Eine solche Duldungspflicht ohne 

Anrecht auf eine Entschädigung schliesst das von den Beschwerdeführern 

behauptete Zustimmungserfordernis ebenso aus wie eine fälschlicherwei-

se aus § 14 Wasserreglement abgeleitete Pflicht, das für die Aufstellung 

eines Hydranten benötigte Land zu enteignen, falls die betroffenen Grund-

eigentümer die Aufstellung auf ihrem Land nicht dulden wollen. § 14 Was-

serreglement gilt nur für auf privatem Grund zu verlegende Leitungen, nicht 

hingegen für Hydranten inklusive deren Zuleitungen, die in aller Regel un-

mittelbar an die Strasse angrenzen und den privaten Grund daher nur un-

wesentlich in Anspruch nehmen. Weil sich die in § 17 Abs. 2 Wasserregle-

ment verankerte Duldungspflicht der Grundeigentümer und die Pflicht zur 

Enteignung von Land für die Errichtung von Anlagen der Wasserversor-

gung gegenseitig ausschliessen, ist die Auffassung der Beschwerdeführer, 

bei Hydranten ergänze § 14 Wasserreglement die Regelung in § 17 Abs. 2 

Wasserreglement, klar abzulehnen. 

 

3.3.2. 

Hinsichtlich der (entschädigungslosen) Duldungspflicht von Hydranten ist 

die Rechtslage vergleichbar mit derjenigen nach § 110 Abs. 1 lit. d BauG, 

wonach Anstösser an öffentliche Strassen das Anbringen von Strassenbe-

standteilen für die Verkehrsführung und -sicherheit und die Ableitung des 

Wassers, namentlich Verkehrssignale, Strassentafeln, Beleuchtungsanla-

gen, Vermessungszeichen und Leitungen dulden müssen. Die in § 110 

Abs. 1 BauG vorgesehene Duldungspflicht von Strassenanstössern be-

zweckt, dass Gemeinwesen davon befreit sind, für temporäre oder zeitlich 

dringliche Massnahmen der Gefahrenabwehr sowie für Eingriffe mit gering-

fügigen Auswirkungen auf die Eigentumsrechte von Strassenanstössern 

vorgängig Land erwerben oder enteignen zu müssen (vgl. den Entscheid 

des Verwaltungsgerichts WBE.2020.23 vom 20. Oktober 2020, 

Erw. II/4.2.3 mit Hinweisen). Der durch die Aufstellung eines Hydranten und 

dessen Zuleitung bewirkte Eingriff in die Eigentumsrechte eines privaten 

 - 13 - 

 

 

Grundeigentümers lässt sich aufgrund der geringen Intensität der dadurch 

verursachten Einschränkungen respektive Nutzungseinbussen mit Stras-

senbestandteilen wie Verkehrssignalen, Strassentafeln und Beleuchtungs-

anlagen vergleichen. Das erklärt auch, weshalb § 17 Abs. 2 Wasserregle-

ment analog § 110 Abs. 1 lit. d BauG eine (entschädigungslose) Duldungs-

pflicht von betroffenen Grundeigentümern respektive Strassenanstössern 

statuiert. Dass die Norm als solche übermässig in die Eigentumsgarantie 

(Art. 26 BV) eingreifen würde, machen die Beschwerdeführer nicht geltend 

und ist auch nicht ersichtlich. 

 

3.3.3. 

Die vorinstanzliche Auslegung von § 17 Abs. 2 Wasserreglement bzw. des 

darin verwendeten Begriffs der "Rücksprache", der kein Zustimmungserfor-

dernis des betroffenen Grundeigentümers beinhalte, sondern nur die Ge-

währung des rechtlichen Gehörs festlege, ist demzufolge nicht zu bean-

standen. Ungeachtet des (allgemeinen oder spezifischen) Wortsinns des 

erwähnten Begriffs, widerspricht die vorinstanzliche Auslegung weder dem 

Wortlaut der fraglichen Bestimmung, weil schon aus der Duldungspflicht 

der Grundeigentümer erhellt, dass es ihre Zustimmung zur Aufstellung 

eines Hydranten nicht braucht, noch dem Sinn und Zweck der Bestimmung. 

Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer besteht dieser darin, 

das Aufstellen von Hydranten dadurch zu erleichtern, dass nicht für jede 

Aufstellung bei sich der Massnahme widersetzenden Grundeigentümern 

ein Enteignungsverfahren durchgeführt werden muss, was die Realisierung 

der Löschwasserversorgung – wie Figura zeigt – enorm verkomplizieren 

könnte. Dass die Grundeigentümer aber vorgängig angehört werden sollen, 

damit sie sich in die Standortwahl einbringen und sinnvolle Varianten vor-

schlagen können, die sie weniger oder gar nicht belasten würden, versteht 

sich von selbst bzw. ergibt sich bereits aus ihrem Gehörsanspruch.  

 

3.3.4. 

Die unterschiedliche Behandlung von Hydranten und deren Zuleitung 

einerseits und von Leitungen, die unter § 14 Wasserreglement zu subsu-

mieren sind und für die bei Verweigerung eines Durchleitungsrechts durch 

den betroffenen Grundeigentümer ein Enteignungsrecht beim Regierungs-

rat beantragt werden muss, andererseits rechtfertigt sich insofern, als Lei-

tungen, die ein Grundstück queren, dessen Nutzung tendenziell mehr ein-

schränken als Hydranten samt Zuleitung, die, wenn überhaupt, im Regelfall 

am Rand von privaten Grundstücken, nicht mittendrin situiert werden, wie 

die Beschwerdeführer in ihren Ausführungen insinuieren (vgl. dazu Be-

schwerde, Rz. 42). Damit erfährt ein Grundstück bzw. dessen Nutzung für 

gewöhnlich weder durch einen Hydranten noch dessen Zuleitung eine er-

hebliche Beeinträchtigung. Demgegenüber können Leitungen, die quer 

durch ein Grundstück führen, die Nutzung des Untergrundes spürbar ein-

schränken, indem eigene unterirdische Bauvorhaben darauf Rücksicht 

nehmen müssen oder gar nicht realisiert werden können. Ob den Be-

 - 14 - 

 

 

schwerdeführern persönlich diese Unterscheidung einleuchtet, ist nicht 

relevant. Tatsache ist, dass sie gemäss § 17 Abs. 2 Wasserreglement zur 

(entschädigungslosen) Duldung eines Hydranten auf ihrem Grundstück 

verpflichtet sind, falls sich die betreffende Anlage am vorgesehenen Stand-

ort für die Zwecke der Löschwasserversorgung als erforderlich erweist (vgl. 

ANDREAS BAUMANN, in: Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, 

Bern 2013, N. 10 zu § 110), worauf weiter unten zurückzukommen sein 

wird (vgl. Erw. 4.3 hinten). Eine vorfrageweise Überprüfung von § 17 Abs. 2 

Wasserreglement auf die Vereinbarkeit mit übergeordnetem Recht (etwa 

der Eigentumsgarantie nach Art. 26 BV) verlangen die Beschwerdeführer 

nicht. Verletzt wurde die Bestimmung nur insoweit, als die Beschwer-

deführer vor Montage der Hydrantenplatte nicht angehört wurden, was je-

doch im Vorfeld der Bestätigung des Standortentscheids mit der angefoch-

tenen gemeinderätlichen Verfügung vom 30. November 2020 nachgeholt 

wurde. Auf die Beurteilung der materiellen Rechtmässigkeit des streitigen 

Standorts haben die einst begangenen Verfahrensfehler ohnehin keinen 

Einfluss.  

 

3.4. 

Nach richtiger Einschätzung der Beschwerdeführer, die sie mit der Vorin-

stanz teilen, sind Hydranten nach Möglichkeit auf öffentlichem Grund zu 

errichten. Dabei handelt es sich allerdings schon um ein aus Art. 36 Abs. 3 

BV bzw. den darin statuierten Verhältnismässigkeitsgrundsatz fliessendes 

Gebot, wonach unter der Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) stehendes Privat-

eigentum nicht mehr als notwendig eingeschränkt werden darf. Dies wäre 

bei der Errichtung eines Hydranten auf einem privaten Grundstück der Fall, 

wenn ein mindestens gleich geeigneter Alternativstandort auf öffentlichem 

Grund bestünde. Daher kann offenbleiben, ob § 14 Wasserreglement be-

treffend die Beanspruchung von privatem Grundeigentum für Leitungen 

(nur) bezüglich des Primats der Verwendung von öffentlichem Grund 

(analog) auch auf Hydranten anwendbar ist. Die Rechtsfolgen wären bei 

einer Feststellung einer Verletzung der Eigentumsgarantie durch einen 

übermässigen Eingriff in die Eigentumsrechte oder bei derjenigen der Ver-

letzung von § 14 Wasserreglement dieselben, nämlich, dass der vom Ge-

meinderat bestätigte Hydrantenstandort Nr. bbb auf dem Grundstück der 

Beschwerdeführer nicht geschützt werden könnte. 

 

Die Beschwerdeführer behaupten, zwei im Eigentum der Gemeinde 

Q._____ stehende Grünflächen von 6,04 m2 und 3,79 m2 auf der gegen-

überliegenden Strassenseite (vgl. dazu den Planausschnitt auf S. 17 der 

Beschwerde) würden sich bestens für die Erstellung eines Hydranten eig-

nen. Es macht Sinn – wie dies die Vorinstanz getan hat –, die Standortfrage 

erst im Rahmen der nachfolgenden Verhältnismässigkeitsprüfung zu beur-

teilen, zumal die Beschwerdeführer die Erforderlichkeit eines zusätzlichen 

Hydranten ganz grundsätzlich in Frage stellen und eine Feststellung der 

Verletzung von § 14 Wasserreglement – wie erwähnt – keine anderen 

 - 15 - 

 

 

Rechtsfolgen zeitigen würde als eine übermässige Einschränkung der Ei-

gentumsrechte der Beschwerdeführer. Vorab gilt es allerdings schon an 

dieser Stelle darauf hinzuwiesen, dass die von den Beschwerdeführern 

angeführte Fläche von 6,04 m2 gemäss den aktuellen Luftbildaufnahmen 

auf dem Geoportal des Aargauischen Geographischen Informationssys-

tems (AGIS) nicht mehr Grünfläche, sondern Teil der asphaltierten Geh-

wegfläche bildet.  

 

4. 

4.1. 

Für die Beschwerdeführer ist ein Hydrant (Nr. bbb) auf ihrer Parzelle 

Nr. aaa schon deshalb nicht erforderlich, weil Ziff. 3.2 der Löschwasser-

versorgungsrichtlinie die Setzung von Hydranten in Abständen von 80 bis 

130 m und die Erreichbarkeit aller Gebäude mit einer Schlauchlänge von 

100 m vorschreibe. Der Gemeinderat Q._____ habe in seinem Schreiben 

vom 30. September 2019 bestätigt, dass die bestehenden Hydranten im 

fraglichen Gebiet einen Abstand von ca. 122 m (Nrn. fff/iii) bzw. ca. 121 m 

(Nrn. ggg/fff) einhielten. Damit habe er anerkannt, dass die Anforderungen 

der Löschwasserversorgungsrichtlinie bereits ohne den strittigen 

Hydrantenstandort Nr. bbb erfüllt seien. Es bedürfe keines weiteren Hy-

drantenstandortes, was die für die Beurteilung ihres Baugesuchs betreffend 

die Überbauung ihrer Parzelle Nr. aaa mit einem Einfamilienhaus zustän-

dige Gewässerschutzstelle (die C._____ AG) am 2. April 2012 mit dem 

Hinweis darauf bestätigt habe, dass der Löschschutz gewährleistet sei 

(Vorakten, act. 006, Beilage 23). Mit der Überbauung dieses Grundstücks 

sei lediglich eine Baulücke geschlossen worden. Alle anderen Bauten in 

der Umgebung bestünden bereits seit Jahrzehnten, was einmal mehr 

belege, dass es keinen zusätzlichen Hydranten brauche. Das Quartier 

verfüge bereits über eine ausserordentlich gute Löschwasserabdeckung. 

 

Die vom Gemeinderat angeführten und von der Vorinstanz übernommenen 

Gründe für den streitigen Hydrantenstandort seien nicht stichhaltig und ver-

möchten ein Abweichen von den Anforderungen der Löschwasserversor-

gungsrichtlinie nicht zu begründen. Zunächst stimme es nicht, dass eine 

Stumpenleitung nicht unterhalten und insbesondere nicht gespült werden 

könne. Der Gemeinderat selber gebe zu, dass der Unterhalt möglich sei, 

aber erschwert werde, wenn sich kein Hydrant am Ende der Leitung befin-

de. Im Übrigen stelle die genannte Stumpenleitung ein Eigenverschulden 

der Gemeinde dar, indem der Ringschluss trotz gesprochener finanzieller 

Mittel nicht wie geplant umgesetzt worden sei. Mit dem eigentlich geplanten 

Ringschluss (zwischen der R-Strasse und dem bestehenden Hydranten 

Nr. fff) sei der strittige Hydrantenstandort Nr. bbb zum Spülen der Leitung 

nicht mehr notwendig, was ihnen der Gemeindevertreter an der Telefon-

konferenz vom 26. Mai 2020 bestätigt habe. Dass ein neuer Hydrant nicht 

notwendig sei, zeige sich auch daran, dass die im Jahr 2014 montierte 

Hydrantenplatte nun schon seit neun Jahren nicht zum Einsatz gekommen 

 - 16 - 

 

 

sei. Der Gemeinderat habe sich bis zur Entdeckung der Hydrantenplatte im 

Jahr 2019 durch die Beschwerdeführer im Rahmen der Bauarbeiten für die 

Errichtung der Erosionsschutzmauer selber nicht mehr daran erinnert. Das 

Stumpenleitungsproblem werde offensichtlich nur vorgeschoben. Weiter 

verfange auch das Argument des "Angriffs von zwei Seiten" nicht, der be-

reits durch unzählige Hydranten in der Umgebung des Grundstücks der 

Beschwerdeführer gewährleistet sei. Aufgrund der Erosionsschutzmauer 

und dem Zaun auf dem Grundstück der Beschwerdeführer müsste ab dem 

Hydrantenstandort Nr. bbb mit dem schweren Löschwasserschlauch eine 

Höhendifferenz von über 4 m überwunden werden, was unter Zeitdruck ab-

solut unpraktisch wäre. Dagegen betrage die Distanz zum Hydranten Nr. fff 

gerade einmal 23 m und der Schlauch könnte ab dort ebenerdig zu ihrer 

Liegenschaft geführt werden. Sollte der Hydrant Nr. bbb für Lösch-

wassereinsätze bei anderen Liegenschaften verwendet werden, wäre die 

Feuerwehr ebenfalls mit dem Problem konfrontiert, mit dem Löschschlauch 

eine Strasse überqueren zu müssen und dadurch die Zufahrt von Rettungs-

fahrzeugen zu erschweren. Damit falle auch diese Argumentation in sich 

zusammen. Die Vorinstanz habe die Beweggründe des Gemeinderats zu 

wenig kritisch hinterfragt und ohne weiteres als "nachvollziehbar" qualifi-

ziert. Für das Erstellen von unnötigen Löscheinrichtungen biete das Was-

serreglement keine Grundlage, womit der angefochtene Standortentscheid 

den Verhältnismässigkeitsgrundsatz verletze und zu einem unerlaubten 

Eingriff in die Eigentumsgarantie führe. 

 

Selbst wenn aber die Erforderlichkeit des Hydrantenstandortes zu bejahen 

wäre, bestünde kein öffentliches Interesse daran, welches die entgegenste-

henden privaten Interessen der Beschwerdeführer überwiege. Die Vorin-

stanz habe sich schwer damit getan, ein spezifisches öffentliches Interesse 

nachzuweisen. Auf der anderen Seite habe sie die privaten Interessen der 

Beschwerdeführer heruntergespielt und insbesondere die Planungsfreiheit 

für die angedachte Tiefgarageneinfahrt nicht weiter beachtet. Weshalb die 

Vorinstanz keine Anhaltspunkte für den Bau einer solchen Tiefgaragenein-

fahrt erkennen könne, sei nicht nachvollziehbar. Dass eine Tiefgaragenein-

fahrt an dieser Stelle schwierig realisierbar wäre, stimme nicht. Die Be-

schwerdeführer hegten immer noch solche Pläne, weil die bestehende Ga-

rage zu klein sei. Der an ihrer Parzelle vorbeiführende öffentliche Weg wer-

de vom Nachbarn seit Jahrzehnten als Zufahrt zu seiner Garage benutzt 

und münde an derselben Stelle in die T-Strasse (Gemeindestrasse) ein wie 

die geplante Tiefgaragenein- bzw. -ausfahrt. Somit seien hinsichtlich der 

Einhaltung von Sichtzonen keine Bedenken vorhanden. Indem der strittige 

Hydrant mitten in der geplanten Einfahrt stehe, schränke er die Nutzung 

des Grundstücks der Beschwerdeführer stark ein. Die ästhetische 

Beeinträchtigung durch die Einbuchtung der Erosionsschutzmauer sei 

ebenfalls nicht zu vernachlässigen. Die Einbuchtung werte die Mauer, die 

gesamte Aussenraumgestaltung und die Ansehnlichkeit der Liegenschaft 

ab. Nicht grundlos würden die Beschwerdeführer vorsehen, die Mauer zu 

 - 17 - 

 

 

begradigen, sobald die Hydrantenplatte entfernt worden sei. Die vorin-

stanzliche Interessenabwägung erscheine einseitig und zusammenhang-

los. Weder der Verzicht noch die Beibehaltung des Hydrantenstandortes 

hätten einen Einfluss auf das Gehwegnetz und dessen Qualitäten. Selbst 

wenn es den Standort bräuchte, wäre eine Verschiebung auf die andere 

Strassenseite bedenkenlos möglich, da entlang des Gehwegs zur Stras-

senparzelle Nr. kkk gehörende Grünflächen bestünden, auf denen ein 

Hydrant errichtet werden könnten. Auch unter diesem Aspekt bedeutete der 

Wegfall des geplanten Hydrantenstandorts nicht automatisch die Schaf-

fung eines Ersatzstandortes auf einer Gehwegfläche. 

 

4.2. 

Dem hält der Gemeinderat Q._____ unter Verweis auf seinen erheblichen 

Beurteilungs- und Ermessensspielraum, den das Verwaltungsgericht bei 

Fragen, die lokale Umstände beträfen, zu respektieren habe 

(BGE 145 I 52, Erw. 3.6), entgegen, dass der gewählte Hydrantenstandort 

weder unnötig noch überflüssig noch falsch platziert sei. Da die Lösch-

wasserversorgungsrichtlinie lediglich Richtwerte zu Hydrantenabständen 

enthalte, sei es auch zulässig, im Interesse einer guten Versorgung mit 

Löscheinrichtungen geringere Abstände zwischen den einzelnen Hydran-

tenstandorten vorzusehen. Ohne den umstrittenen Hydrantenstandort 

Nr. bbb wiesen die Hydrantenstandorte Nrn. fff und iii mit ca. 122 m und 

Nrn. ggg und fff mit ca. 121 m Abstände im oberen Bereich der Richtwerte 

der AGV auf. Die Abstände zwischen dem geplanten Standort Nr. bbb und 

diesen Standorten seien vergleichbar mit denjenigen zwischen den 

anderen Hydrantenstandorten in der Umgebung. Zur Sicherstellung der 

Löschwasserversorgung rechne die Gemeinde konservativ, was innerhalb 

ihres Beurteilungsspielraums liege. Als die C._____ AG am 2. April 2012 

eine genügende Löschwasserversorgung bestätigt habe, sei ihr der neue, 

damals noch auf der Parzelle Nr. ccc (vormals Nr. ddd) geplante 

Hydrantenstandort bereits bekannt gewesen. Die Löschwasserabdeckung 

im Quartier sei nicht ausserordentlich gut, sondern der Situation vor Ort 

angemessen. 

 

Des Weiteren verweist der Gemeinderat erneut auf das Risiko von Keimbil-

dung und Trinkwasserverschmutzung sowie von Druckschlägen durch Luft-

einschlüsse, die ihrerseits Leitungsbrüche verursachen könnten, wenn am 

Ende einer Stumpenleitung kein Hydrant vorhanden sei, der das Spülen 

erleichtere. Ein Unterhalt entsprechend dem Stand der Technik sei heute 

nicht möglich. Aktuell müsse für die Unterhaltsspülung an vier Liegenschaf-

ten die Wasserversorgung unterbrochen werden. Anschliessend werde bei 

einem rund 145 m entfernten Entleerungsschieber das gesamte Wasser 

der Leitung entleert. Erst danach könne die Leitung wieder in Betrieb ge-

nommen werden. Dieses Vorgehen sei aufwendig und zeitintensiv. Es tref-

fe nicht zu, dass die Gemeinde den vorgesehenen Ringschluss nicht um-

setzen wolle. In den letzten Jahren seien einige kostenintensive Projekte 

 - 18 - 

 

 

der Wasserversorgung realisiert worden. Der Gemeinderat beabsichtige, 

den Ringschluss R-Strasse-Hydrant Nr. fff (D-Strasse) gemeinsam mit dem 

Ringschluss T-Strasse zu realisieren, wozu bereits ein Vorprojekt in Auftrag 

gegeben worden sei. Die Umsetzung des Ringschlusses habe sich aus 

verschiedenen Gründen verzögert, was nicht ungewöhnlich sei. Sollten 

sich die Umstände in Zukunft ändern, werde der Gemeinderat den 

streitigen Hydrantenstandort und dessen Notwendigkeit überprüfen. Die 

Hydrantenplatte sei nicht vergessen gegangen. Nach deren Montage 

hätten die Prioritäten bei den zuständigen Personen andernorts gelegen. 

Per 1. Januar 2018 sei es zu einem Wechsel des Brunnenmeisters gekom-

men. Im Rahmen der Übergabe sei die die Montage des streitbetroffenen 

Hydranten-Oberteils diskutiert worden. Seit der Beschädigung der Hydran-

tenplatte durch Bauarbeiten der Beschwerdeführer auf ihrer Liegenschaft 

am 30. August 2019 hätten die Beschwerdeführer die Fertigstellung des 

Hydranten verhindert. 

 

Die Argumentation mit dem "Angriff von zwei Seiten" sei sehr wohl stichhal-

tig. Es existierten noch andere Hydranten in der Umgebung, die aber inso-

weit ungünstig angeordnet seien. Die Einsatzfahrzeuge und die Löschwas-

serschläuche kämen sich in die Quere. Die von den Beschwerdeführern 

angeführte Höhendifferenz lasse sich demgegenüber von der Feuerwehr 

innert gebotener Zeit überwinden. Weil die bestehenden Hydranten 

Nrn. ggg, fff und iii auf der jeweils anderen Strassenseite positioniert seien, 

stelle der Hydrant Nr. bbb eine notwendige Ergänzung des bestehenden 

Abwehrdispositivs dar. 

 

Das gewichtige öffentliche Interesse an einer funktionierenden Wasser- 

und Löschwasserversorgung überwiege die privaten Interessen der Be-

schwerdeführer am Verzicht auf den Hydrantenstandort. Die vorinstanzli-

che Interessenabwägung sei richtig und nachvollziehbar. Die Errichtung 

eines Hydranten auf der Grünfläche von 3,79 m2 auf der gegenüberliegen-

den Strassenseite sei keine Option, weil die Zuleitung zu einem dortigen 

Hydranten die Leitungen der Elektroversorgung und die Abwasserleitung 

kreuzen und dadurch einen erhöhten planerischen, bautechnischen und fi-

nanziellen Aufwand generieren würde. Gegen die bloss behauptete Pla-

nung einer Tiefgarageneinfahrt spreche der Umstand, dass die Beschwer-

deführer im Jahr 2019 eine Fr. 170'000.00 teure Erosionsschutzmauer er-

richtet hätten, die sie im Falle der Realisierung einer Tiefgarage wieder ent-

fernen müssten. Selbst wenn aber eine Tiefgarage geplant wäre, sei nicht 

mit einer Tiefgarageneinfahrt am Hydrantenstandort zu rechnen. Eine sol-

che Einfahrt neben dem bestehenden, in die Gemeindestrasse T-Strasse 

einmündenden öffentlichen Weg wäre der Verkehrssicherheit sicher nicht 

zuträglich und hinsichtlich der Sichtzonen problematisch. Dafür müsste 

wohl die gesamte Erosionsschutzmauer entlang dieser Strasse beseitigt 

oder angepasst werden. Viel sinnvoller wäre es daher, die Zufahrt in die 

Tiefgarage über die Strassenparzelle Nr. mmm abzuwickeln. Damit stehe 

 - 19 - 

 

 

der Hydrantenstandort dem Bau einer Tiefgarage nicht entgegen. Eine rele-

vante ästhetische Beeinträchtigung und infolgedessen Abwertung der Lie-

genschaft durch den Hydranten oder die Einbuchtung in der Erosions-

schutzmauer liege nicht vor. Massgeblich seien nicht die subjektiven Emp-

findlichkeiten der Beschwerdeführer, sondern die bei objektiver Betrach-

tung bestehenden privaten Interessen. Die Interessenabwägung falle da-

her eindeutig zugunsten eines Hydranten am dafür vorgesehenen Standort 

auf der Parzelle der Beschwerdeführer aus. 

 

4.3. 

4.3.1. 

Erforderlich und damit verhältnismässig im Sinne von Art. 36 Abs. 3 BV ist 

ein Grundrechtseingriff nicht nur dann, wenn er absolut zwingend ist, son-

dern schon dann, wenn eine mildere Massnahme eine geringere Zweck-

tauglichkeit aufweist als die ursprünglich ins Auge gefasste Massnahme 

oder das Gemeinwesen dafür einen grossen Mehraufwand in Kauf nehmen 

müsste (vgl. PIERRE TSCHANNEN/MARKUS MÜLLER/MARKUS KERN, Allgemei-

nes Verwaltungsrecht, 5. Auflage, Bern 2022, § 21 Rz. 459). 

 

Aufgrund der plausiblen Schilderungen des Gemeinderats zur Notwendig-

keit eines Hydranten am Ende einer Stumpenleitung zwecks Erleichterung 

der Spülung der Leitungen und Verhinderung von Keimbildung, Trinkwas-

serverschmutzung und Druckschlägen durch Lufteinschlüsse steht die Er-

forderlichkeit des streitigen Hydrantenstandorts auf der Parzelle Nr. aaa 

der Beschwerdeführer auch für das Verwaltungsgericht fest. Bereits die mit 

der Leitungsspülung im heutigen Zustand verbundenen Mehraufwendun-

gen (von einigen Stunden jährlich) und die dadurch anfallenden Mehrkos-

ten rechtfertigen den überaus leicht wiegenden Eingriff in die Eigentums-

rechte der Beschwerdeführer. Ein Hydrantenstandort auf der im Gemeinde-

eigentum stehenden, 3,79 m2 grossen Grünfläche auf der gegenüberlie-

genden Strassenseite mit einer Distanz von fast 30 m zum geplanten 

Standort auf der Parzelle der Beschwerdeführer befände sich nicht am En-

de der Stumpenleitung und wäre bereits in dieser Hinsicht (des möglichst 

kostengünstigsten Unterhalts der Löschwasserleitungen) weniger zweck-

tauglich. Direkt gegenüber der Parzelle Nr. aaa hat es auf der anderen 

Strassenseite keine Grünfläche (von 6,04 m2) mehr, auf welcher, Stand 

heute, ein Hydrant auf öffentlichem Grund aufgestellt werden könnte (siehe 

dazu schon Erw. 3.4 vorne). Vielmehr müsste dort die Gehwegfläche in An-

spruch genommen werden, was in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als 

sehr ungünstig erachtet wird. Für den Standortbestätigungsentscheid im 

November 2020 sind nicht die Verhältnisse im Jahr 2014 und eine damals 

allenfalls noch bestehende Grünfläche massgebend. Es braucht insofern 

nicht entschieden zu werden, ob die damalige Grünfläche einen gleichwer-

tigen Standort geboten hätte. 

 

 - 20 - 

 

 

Abgesehen davon leuchtet ein, dass der geplante Hydrantenstandort auf 

der Parzelle der Beschwerdeführer einen weniger konfliktträchtigen "Angriff 

auf zwei Seiten" als ein Alternativstandort auf der anderen Strassenseite 

ermöglicht, weil dann wenigstens von der Südseite her kein Löschschlauch 

über eine Erschliessungsstrasse für Rettungsfahrzeuge gelegt werden 

müsste, und zwar sowohl bei einem Löschwassereinsatz auf der Parzelle 

Nr. aaa der Beschwerdeführer als auch bei einem solchen auf der südlich 

benachbarten Parzelle Nr. ccc. Entsprechend kann auch dahingestellt 

bleiben, ob es am Standort auf der Parzelle der Beschwerdeführer weniger 

Leitungen öffentlicher Werke zu kreuzen gibt als an möglichen Standorten 

auf der gegenüberliegenden Strassenseite, welche die Montage des Hy-

dranten und dessen Zuleitungen aufwendiger gestalten und demnach ver-

teuern würden. 

 

Weil bereits der erleichterte und kostengünstigere Unterhalt der Löschwas-

serleitungen sowie eine griffigere Brandbekämpfung zusammen und je für 

sich allein ausreichen, um von der Erforderlichkeit des streitgegenständli-

chen Hydrantenstandorts auszugehen, spielt es letztlich keine Rolle, ob der 

Löschschutz im Sinne eines Mindeststandards am 2. April 2012 mit oder 

ohne den damals noch auf der Parzelle Nr. ccc (vormals Nr. ddd) geplanten 

Hydrantenstandort gegeben war bzw. immer noch ist. Aus im Wesentlichen 

denselben Überlegungen lässt sich aus der Bewilligung einer Baute auf der 

Parzelle Nr. eee im Frühjahr 2023 nicht ableiten, dass ein Hydrant auf der 

Parzelle der Beschwerdeführer ohne jeden Nutzen wäre.  

 

Aus dem Umstand, dass die Gemeinde zwischen September 2014 und 

August 2019, mithin während fünf Jahren von sich aus nichts unternommen 

hat, um den Hydranten fertigzustellen, lässt sich ebenso wenig auf einen 

fehlenden Bedarf für den Hydrantenstandort schliessen, sondern einzig da-

rauf, dass die Fertigstellung nicht allzu dringlich war, nicht mehr, aber auch 

nicht weniger. Ferner scheidet der Hydrantenstandort auf dem Grundstück 

der Beschwerdeführer nicht schon deswegen aus, weil die Gemeinde den 

Ringschluss zwischen der R-Strasse und dem Hydranten Nr. fff nicht wie 

einst geplant und budgetiert umgesetzt, stattdessen anderen Wasser-

versorgungsprojekten den Vorzug eingeräumt und dadurch die Grundlage 

für die Notwendigkeit eines Hydrantenstandorts auf dem Grundstück der 

Beschwerdeführer am dortigen Ende der Stumpenleitung geschaffen res-

pektive noch nicht beseitigt hat. Dies gilt umso mehr, wenn der Hydrant 

allenfalls nur als Zwischenlösung dient und nach Realisierung des Ring-

schlusses bei anderweitigem, ausgewiesenem Bedarf der Beschwerdefüh-

rer dereinst wieder entfernt werden könnte. Die Planung und Realisierung 

von öffentlichen Werken ist nicht primär auf die Bedürfnisse von einzelnen 

Grundeigentümern auszurichten, vor allem dann nicht, wenn diese – wie 

hier – dermassen gering ins Gewicht fallen. 

 

 - 21 - 

 

 

Alles in allem hat die Vorinstanz Recht daran getan, die Erforderlichkeit des 

Hydrantenstandorts Nr. bbb auf der Parzelle Nr. aaa der Beschwerdeführer 

anzuerkennen. 

 

4.3.2. 

Der minimale Eingriff in ihre Eigentumsrechte ist den Beschwerdeführern 

sodann zumutbar und die Vorinstanz hat das öffentliche Interesse an einer 

optimalen Wasser- und Löschwasserversorgung zu Recht höher gewichtet 

als die dem Hydrantenstandort Nr. bbb entgegenstehenden privaten Inte-

ressen der Beschwerdeführer. Eine nennenswerte ästhetische Beeinträch-

tigung der Liegenschaft der Beschwerdeführer durch den Hydranten oder 

die Einbuchtung der Erosionsschutzmauer ist für das Verwaltungsgericht 

nicht erkennbar. Die Mauer selbst ist ein ausgesprochener Zweckbau, der 

nicht durch besondere ästhetische Qualitäten auffällt. Dass sich die Ein-

buchtung optisch nachteilig auswirkt respektive eine Begradigung die Mau-

er optisch aufwerten würde, ist für den objektiven Betrachter in der Tat nicht 

nachvollziehbar. Dasselbe gilt für die angebliche optische Beeinträchtigung 

durch einen Hydranten, dessen optisches Störpotenzial schon aufgrund 

seiner geringen Dimensionen vernachlässigbar ist. Kommt hinzu, dass Hy-

dranten im Dorfbild gemäss zutreffendem Hinweis des Gemeinderats nicht 

ungewöhnlich sind.  

 

Was die angeblich geplante Tiefgarage anbelangt, könnte deren Einfahrt 

ohne Probleme bzw. sogar mit Vorteilen an einem anderen Standort reali-

siert werden. Dafür würde sich neben dem Einmündungsbereich der Stras-

senparzelle Nr. mmm in die Gemeindestrasse T-Strasse insbesondere die 

Strassenparzelle Nr. jjj nordwestlich des Einfamilienhauses anbieten. Und 

selbst wenn der Hydrantenstandort der eindeutig bestmögliche Standort 

auch für eine Tiefgarageneinfahrt wäre, erscheint eine spätere Versetzung 

des Hydrantenstandorts bei anderweitigem, ausgewiesenem Bedarf der 

Beschwerdeführer – wie bereits dargelegt – relativ einfach zu bewerk-

stelligen, vor allem dann, wenn der Ringschluss R-Strasse-Hydrant Nr. fff 

in absehbarer Zukunft realisiert und der Hydrant zum Unterhalt der 

Leitungen nicht mehr unbedingt benötigt wird. 

 

4.3.3. 

Demnach bedeutet der mit angefochtener Verfügung des Gemeinderats 

Q._____ vom 30. November 2020 bestätigte und mit dem vorinstanzlichen 

Entscheid geschützte Hydrantenstandort auf der Parzelle Nr. aaa der 

Beschwerdeführer für diese keinen unverhältnismässigen bzw. über-

mässigen Eingriff in ihre Eigentumsrechte. Die getroffene Standortwahl ist 

in jeder Hinsicht rechtmässig. Die Zweckmässigkeit des Standorts wird vom 

Verwaltungsgericht nicht überprüft (siehe dazu schon Erw. I/4 vorne). Irre-

levant ist somit, ob andere ebenso zweckmässige Lösungen zur Verfügung 

stünden, der Hydrant mithin auch auf anderen privaten Grundstücken, na-

 - 22 - 

 

 

mentlich – wie einst geplant – der Parzelle Nr. ccc aufgestellt werden 

könnte. 

 

5. 

Die vom Gemeinderat Q._____ beabsichtigte Montage des Hydranten-

Oberteils auf der Hydrantenplatte am von ihm mit Verfügung vom 30. No-

vember 2020 rechtmässig bestätigten Hydrantenstandort Nr. bbb auf der 

Parzelle Nr. aaa der Beschwerdeführer steht dem von den Beschwerde-

führern an dieser Stelle (zwecks Verhinderung der Montage des Hydran-

ten-Oberteils) platzierten Stein entgegen. Daraus ergibt sich ohne weiteres, 

dass dieser Stein gestützt auf § 159 BauG zu entfernen ist, weil damit ein 

unrechtmässiger (mit dem im vorliegenden Verfahren bestätigten Hydran-

tenstandortentscheid unvereinbarer) Zustand geschaffen wurde. Die 

Schaffung eines unrechtmässigen Zustands ist selbstverständlich auch mit 

nicht bewilligungspflichtigen Bauten und Anlagen möglich. Im Übrigen wi-

derspricht die Forderung der Beschwerdeführer, dass vorgängig ein nach-

trägliches Baubewilligungsverfahren durchgeführt werden müsste, um die 

Bewilligungspflicht und die Unrechtmässigkeit des von ihnen platzierten 

Steins festzustellen, ihrer eigenen Haltung, wonach die Platzierung dieses 

Steins klar nicht bewilligungspflichtig sei. Ein solches Baubewilligungsver-

fahren war und ist im vorliegenden Fall in jeder Hinsicht entbehrlich, weil 

der Stein unabhängig davon, ob er bewilligungspflichtig ist oder nicht, nicht 

am selben Ort, der für die Montage eines Hydranten vorgesehen und freizu-

halten ist, platziert werden darf. Die Rechtmässigkeit des Hydrantenstand-

orts, welche den gleichen Standort für eine andere Baute oder Anlage aus-

schliesst, wurde im vorliegenden Verfahren hinreichend geklärt. Entspre-

chend muss die betreffende Standortfrage nicht zum Gegenstand eines 

neuerlichen Verwaltungsverfahrens (nachträgliches Baubewilligungsver-

fahren) gemacht werden. Der Stein ist als ein die Montage eines Hydranten 

verhinderndes Moment zu entfernen und die den Beschwerdeführern vom 

Gemeinderat dafür eingeräumte Frist wird von ihnen weiterhin nicht bean-

standet. 

 

6. 

Zusammenfassend verletzt der Hydrantenstandort Nr. bbb auf der Parzelle 

Nr. aaa der Beschwerdeführer weder das Wasserreglement noch die 

Eigentumsgarantie (Art. 26 BV), weshalb er von den Beschwerdeführern 

zu dulden ist. Dieser Duldungspflicht steht der von den Beschwerdeführern 

am Hydrantenstandort platzierte Stein entgegen, weshalb der Gemeinderat 

zu Recht dessen Entfernung angeordnet hat. Die vorliegende Beschwerde 

gegen den vorinstanzlichen Entscheid und den damit bestätigten Hydran-

tenstandortentscheid des Gemeinderats Q._____ erweist sich in allen 

Punkten als unbegründet und ist abzuweisen. 

 

Das gilt auch, soweit die Beschwerdeführer die Anpassung der vorinstanz-

lichen Kostenverlegung verlangen. Sie begründen diesen Antrag damit, 

 - 23 - 

 

 

dass dem Gemeinderat Q._____ wegen der zahlreichen von ihm began-

genen Verfahrensfehler zumindest ein Teil der vorinstanzlichen Prozess-

kosten auferlegt werden müsste. Dabei übersehen die Beschwerdeführer, 

dass die vom Gemeinderat im Jahr 2014 begangenen Verfahrensfehler 

(Nichtorientierung der Beschwerdeführer über die Verschiebung des Hy-

drantenstandorts Nr. bbb auf ihre Parzelle Nr. aaa sowie über die Montage 

der Hydrantenplatte) zu einem späteren Zeitpunkt noch auf kommunaler 

Ebene geheilt wurden, indem die Beschwerdeführer die Gelegenheit erhiel-

ten, sich vor dem hier angefochtenen Hydrantenstandortbestätigungsent-

scheid vom 30. November 2020 ausgiebig zur Sache zu äussern. Die einst 

begangenen Verfahrensfehler wurden mithin nicht erst im vorinstanzlichen 

Beschwerdeverfahren (durch die Vorinstanz) geheilt, womit auch kein An-

lass besteht, den in der Sache vollständig unterliegenden Beschwerdefüh-

rern vorinstanzliche Prozesskosten mit der Begründung abzunehmen, sie 

hätten sich ungeachtet der materiellen Rechtslage schon wegen Verfah-

rensfehlern mit Beschwerde bei der Vorinstanz gegen den gemeinderätli-

chen Entscheid vom 30. November 2020 zur Wehr setzen dürfen und müs-

sen (vgl. dazu das Urteil des Bundesgerichts 2C_128/2023 vom 5. Juli 

2023, Erw. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen). Diesem Entscheid haften auf-

grund des vorgängigen Einbezugs der Beschwerdeführer in die Standort-

frage keine Verfahrensfehler an (vgl. schon Erw. 3.2.4 vorne). 

 

Ob die Vorinstanz die Parteikosten des Gemeinderats nach den zutreffen-

den Bemessungsgrundsätzen festgelegt hat oder darauf hätte abstellen 

müssen, dass es sich um eine vermögensrechtliche Streitigkeit handelt, ist 

von nebensächlicher Bedeutung, solange die Beschwerdeführer die Höhe 

der Parteientschädigung als solche nicht (substanziiert) rügen. Die Vorin-

stanz legte die Parteientschädigung des Gemeinderats gestützt auf die 

§§ 8a Abs. 3, 3 Abs. 1 lit. b und 6 Abs. 1 des Dekrets über die Entschädi-

gung der Anwälte vom 10. November 1987 (Anwaltstarif; SAR 291.150) 

innerhalb des vorgegebenen Rahmens von Fr. 1'210.00 bis Fr. 14'740.00 

auf Fr. 4'600.00 fest, wobei sie den mutmasslichen Aufwand des Rechts-

vertreters des Gemeinderats sowie die Bedeutung und Schwierigkeit des 

Falls als je durchschnittlich einschätzte bzw. bezeichnete. Zum massgebli-

chen Streitwert, der sich aus der Wertverminderung ihrer Liegenschaft so-

wie den Kosten für die Beseitigung des Steins zusammensetzen soll, ma-

chen die Beschwerdeführer keine Angaben. Würde man ihre Behauptung, 

dass der Hydrantenstandort die Nutzung ihres Grundstücks dergestalt 

beeinträchtige, dass der Bau einer (geplanten) Tiefgarage verunmöglicht 

werde, zum Nennwert nehmen, müsste wohl von einem Streitwert von 

deutlich über Fr. 20'000.00 ausgegangen werden. Nur schon bei einem 

Streitwert von Fr. 20'000.00 bis Fr. 50'000.00 beträgt der Rahmen für die 

Parteientschädigung im Beschwerdeverfahren Fr. 1'500.00 bis Fr. 6'000.00 

(§ 8a Abs. 1 lit. a Ziff. 2 Anwaltstarif). Die von der Vorinstanz dem Gemein-

derat zugesprochene Parteientschädigung liegt innerhalb dieses Rah-

mens. Effektiv ist jedoch dem von der Vorinstanz vertretenen Ansatz, dass 

 - 24 - 

 

 

der Streit um den Hydrantenstandort mangels Wertverminderung der Lie-

genschaft durch den geplanten Hydranten keine vermögensrechtliche 

Streitigkeit darstelle, der Vorzug zu geben. Daneben kommt den Beseiti-

gungskosten für den Stein von weit weniger als Fr. 20'000.00 bloss eine 

untergeordnete Bedeutung zu, so dass in Anwendung von § 3 Abs. 1 lit. c 

Anwaltstarif die Grundentschädigung für eine nicht vermögensrechtliche 

Streitigkeit gemäss § 3 Abs. 1 lit. b Anwaltstarif samt allfälligen Zu- und 

Abschlägen nach den §§ 6 ff. Anwaltstarif massgeblich ist. 

 

III. 

1. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Beschwerdeführer nach 

Massgabe des in den §§ 31 Abs. 2 und 32 Abs. 2 VRPG verankerten Un-

terliegerprinzips die Kosten des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens zu 

tragen und dem obsiegenden Gemeinderat Q._____ die Kosten für dessen 

anwaltliche Vertretung vor Verwaltungsgericht zu ersetzen. Für die 

Verfahrenskosten und die Parteientschädigung haften die Beschwerdefüh-

rer solidarisch (vgl. § 33 Abs. 3 VRPG). 

 

2. 

Die Bemessungsgrundsätze für die Festlegung der Parteientschädigung 

sind die gleichen wie im vorinstanzlichen Verfahren (siehe dazu Erw. II/6 

vorne). Innerhalb eines Rahmens von Fr. 1'210.00 bis Fr. 14'740.00 für 

nicht vermögensrechtliche Streitigkeiten (vgl. § 8a Abs. 3 i.V.m. § 3 Abs. 1 

lit. b Anwaltstarif) ist die Parteientschädigung nach dem mutmasslichen 

Aufwand des Anwaltes sowie der Bedeutung und Schwierigkeit des Falles 

zu bestimmen. Der mutmassliche Aufwand des Rechtsvertreters des Ge-

meinderats war aufgrund der ausgedehnten Rechtsschriften der Beschwer-

deführer mindestens durchschnittlich. Aufgrund dessen ist die Parteient-

schädigung auf Fr. 6'000.00 zu bemessen, auch wenn die Bedeutung und 

die Schwierigkeit des Falles eher unterdurchschnittlich sind. Immerhin sah 

sich der Gemeinderat wieder mit einer Vielzahl von Fragestellungen kon-

frontiert. Ein Zuschlag für den zweiten Schriftenwechsel gemäss § 6 Abs. 3 

Anwaltstarif entfällt durch Kompensation mit der nach § 6 Abs. 1 Anwalts-

tarif in die Grundentschädigung einkalkulierten nicht durchgeführten be-

hördlichen Verhandlung. Aufgrund der gleichen anwaltlichen Vertretung 

wie schon im vorinstanzlichen Verfahren rechtsfertigt sich sodann ein 

Rechtsmittelabzug gemäss § 8 Anwaltstarif von einem Drittel, so dass eine 

Parteientschädigung von Fr. 4'000.00 verbleibt. Diese ist in Anwendung 

von § 13 Abs. 1 Anwaltstarif um eine Auslagenpauschale sowie einen 

Mehrwertsteuerzuschlag von 7,7% auf Fr. 4'437.25 zu erhöhen.  

 

 
  

 - 25 - 

 

 

 
   

Das Verwaltungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

2. 

Die verwaltungsgerichtlichen Verfahrenskosten, bestehend aus einer 

Staatsgebühr von Fr. 2'500.00 sowie der Kanzleigebühr und den Auslagen 

von Fr. 442.00, gesamthaft Fr. 2'942.00, sind von den Beschwerdeführern 

zu bezahlen. Sie haften dafür solidarisch. 

 

3. 

Die Beschwerdeführer werden verpflichtet, dem Gemeinderat Q._____ in 

solidarischer Haftbarkeit die vor Verwaltungsgericht entstandenen 

Parteikosten in Höhe von Fr. 4'437.25 zu ersetzen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 
 

die Beschwerdeführer (Vertreter) 

den Gemeinderat Q._____ (Vertreter) 

das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (Rechtsabteilung) 

 

Mitteilung an: 

den Regierungsrat 
 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Dieser Entscheid kann wegen Verletzung von Bundesrecht, Völkerrecht, 

kantonalen verfassungsmässigen Rechten sowie interkantonalem Recht 

innert 30 Tagen seit der Zustellung mit Beschwerde in öffentlich-

rechtlichen Angelegenheiten beim Schweizerischen Bundesgericht, 

1000 Lausanne 14, angefochten werden. Die Frist steht still vom 7. Tag vor 

bis und mit 7. Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August und 

vom 18. Dezember bis und mit 2. Januar. Die unterzeichnete Beschwerde 

muss das Begehren, wie der Entscheid zu ändern sei, sowie in gedrängter 

Form die Begründung, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, mit 

Angabe der Beweismittel enthalten. Der angefochtene Entscheid und als 

Beweismittel angerufene Urkunden sind beizulegen (Art. 82 ff. des 

Bundesgesetzes über das Bundesgericht [Bundesgerichtsgesetz, BGG; 

SR 173.110] vom 17. Juni 2005). 

 

 
 

 - 26 - 

 

 

   

Aarau, 17. November 2023 

 

Verwaltungsgericht des Kantons Aargau 

3. Kammer 

Vorsitz: Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

Winkler Ruchti