# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** e3368f86-0edf-5199-81b4-ba9ed92d010b
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2014-08-08
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 08.08.2014 200 2013 1149
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-1149_2014-08-08.pdf

## Full Text

Eine gegen dieses Urteil erhobene Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten hat das Bundesgericht am 27. März 2015 abgewiesen (8C_673/2014).

200 13 1149 IV
FUR/ZID/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 8. August 2014

Verwaltungsrichterin Fuhrer, Kammerpräsidentin
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Loosli
Gerichtsschreiber Zimmermann

A.________
vertreten durch B.________
Beschwerdeführerin

gegen

IV-Stelle Bern
Scheibenstrasse 70, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

betreffend Verfügung vom 6. Dezember 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1955 geborene A.________ (nachfolgend: Versicherte bzw. Beschwer-
deführerin) meldete sich im Oktober 2010 unter Hinweis auf Handgelenks-
schmerzen, Arthrosen im Handgelenk, Rücken und Nacken, einen Darm- 
und Blasenvorfall mit Kreuzbeschwerden sowie mehrmalige Schleuder-
traumen mit Halswirbelverstauchung bei der IV-Stelle Bern (nachfolgend: 
IVB bzw. Beschwerdegegnerin) zum Leistungsbezug an (Akten der IVB, 
Antwortbeilage [AB] 2). In der Folge verneinte die IVB aus gesundheitlichen 
Gründen berufliche Eingliederungsmassnahmen (AB 4) und nahm Ab-
klärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsicht vor (AB 6 ff.). Nach 
Antritt einer neuen Arbeitsstelle (wiederum in einem Pensum von 80%) im 
Februar 2011 (AB 20) schloss die IVB die beruflichen Massnahmen ab 
(AB 22) und verneinte einen Anspruch auf eine Invalidenrente mit der Be-
gründung, ein Rentenanspruch sei nicht entstanden (Verfügung vom 
21. April 2011; AB 29).

B.

Aufgrund eines erneuten Gesuchs um IV-Leistungen wegen Verschlechte-
rung des Gesundheitszustands (erhöhte Unfallträchtigkeit wegen Gleich-
gewichtsstörungen) und drohenden Anstellungsverlusts, der am 26. August 
2011 Tatsache wurde (vgl. AB 73.2/4 und 74/1), holte die IVB neue medizi-
nische Unterlagen (AB 30, 37, 39, 51, 58, 62, 66) und die Akten der Unfall-
versicherer (AB 73.1 ff. und 86.1 ff.) ein. An die Hand genommene berufli-
che Massnahmen (AB 34) wurden per 30. Oktober 2011 bis auf weiteres 
abgeschlossen, da die behandelnden Ärzte lediglich ein Pensum von 30% 
attestierten ohne Aussicht auf Progression (AB 42). Im November 2011 
ersuchte die Versicherte wegen mittelgradiger Schwerhörigkeit beidseits 
um Übernahme der Kosten für Hörgeräte (AB 43, vgl. auch AB 60); diesem 
Gesuch wurde am 1. Februar 2012 entsprochen (AB 61). Gestützt auf das 
polydisziplinäre Gutachten der Z.________ (MEDAS) vom 3. Januar 2013 
(AB 92.1) sowie den Abklärungsbericht Haushalt vom 13. April 2013 

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(AB 94) ermittelte die IVB unter der Annahme, die Versicherte wäre im Ge-
sundheitsfall zu 80% erwerbstätig und zu 20% im Haushalt beschäftigt, 
einen Invaliditätsgrad von 17% und stellte ihr mit Vorbescheid vom 22. April 
2013 die Abweisung des Leistungsbegehrens hinsichtlich der Invalidenren-
te in Aussicht (AB 95). Hiergegen erhob die Versicherte, vertreten durch die 
B.________, Einwand und reichte in diesem Zusammenhang diverse me-
dizinische Unterlagen ein (AB 101, 103 und 106). Nach Eingang weiterer 
medizinischer Unterlagen der Versicherten (AB 103, 113 und 114) hielt die 
IVB nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD; 
AB 108 und 117) und dem Abklärungsdienst (AB 119) am Vorbescheid fest 
und verneinte mit Verfügung vom 6. Dezember 2013 einen Anspruch auf 
eine Invalidenrente (AB 120).

C.

Dagegen erhob die Versicherte, weiterhin vertreten durch die B.________, 
am 30. Dezember 2013 Beschwerde und beantragte, unter Aufhebung der 
angefochtenen Verfügung sei ihr mindestens eine Dreiviertelsrente zuzu-
sprechen, eventualiter sei ein externes Zweitgutachten einzuholen, sube-
ventualiter sei durch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit 
oder durch eine andere geeignete Massnahme die Verwertbarkeit der 
Restarbeitsfähigkeit erneut abzuklären, alles unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen. Zur Begründung lässt sie im Wesentlichen vorbringen, ge-
stützt auf die von ihr eingereichten medizinischen Unterlagen sei eine Wie-
dereingliederung auf dem freien Arbeitsmarkt kaum mehr möglich. Da ihr 
manuelle Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien, erwiesen sich das 
MEDAS-Gutachten vom 3. Januar 2013 (AB 92.1) und der Abklärungsbe-
richt Haushalt vom 13. April 2013 (AB 94) als mangelhaft. Sofern ihre Ar-
beitskraft überhaupt noch im … verwertbar sei, wäre bei der Bemessung 
des Invalideneinkommens ohnehin auf den Tabellenlohn der vom Bundes-
amt für Statistik (BFS) herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturer-
hebung (LSE) gemäss Tabelle TA7 Ziff. … (…) im Anforderungsniveau 4 
(einfache und repetitive Tätigkeiten) abzustellen, andernfalls gar auf die 
Tabelle TA1, und es sei ihr aufgrund ihrer multiplen Einschränkungen ein 
höherer leidensbedingter Abzug zuzulassen.

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Mit Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2014 beantragte die Beschwerde-
gegnerin die Abweisung der Beschwerde und wies darauf hin, dass selbst 
bei der Festsetzung des Invalideneinkommens nach Tabelle TA1 im Anfor-
derungsniveau 4 kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad resultieren würde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes über 
die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft vom 
11. Juni 2009 (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 [IVG; SR 831.20]). Da auch die Bestimmungen 
über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 
i.V.m. Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege 
vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Be-
schwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist die Verfügung vom 6. Dezember 2013 (AB 120). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente und in die-
sem Zusammenhang in erster Linie, ob der Sachverhalt rechtsgenüglich 
abgeklärt worden ist.

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1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau-
ernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Er-
werbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen 
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behand-
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er-
werbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar-
beitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Massgebend ist – im Unterschied zur Ar-
beitsunfähigkeit – nicht die Arbeitsmöglichkeit im bisherigen Tätigkeitsbe-
reich, sondern die nach Behandlung und Eingliederung verbleibende Er-
werbsmöglichkeit in irgendeinem für die betroffene Person auf dem ausge-
glichenen Arbeitsmarkt in Frage kommenden Beruf. Der volle oder bloss 
teilweise Verlust einer solchen Erwerbsmöglichkeit gilt als Erwerbsunfähig-
keit (BGE 130 V 343 E. 3.2.1 S. 346). Für die Beurteilung des Vorliegens 
einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitli-
chen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt 
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 
Abs. 2 ATSG).

2.2 Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens, so auch 
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung, setzt zunächst eine 
fachärztlich (psychiatrisch) gestellte Diagnose nach einem wissenschaftlich 
anerkannten Klassifikationssystem voraus (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282). Wie jede andere psychische Beeinträchtigung begründet indes 
auch eine diagnostizierte anhaltende somatoforme Schmerzstörung als 
solche noch keine Invalidität. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die 
somatoforme Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Wil-
lensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die 

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Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wieder-
einstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte 
Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen not-
wendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, ent-
scheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund 
steht die Feststellung einer psychischen Komorbidität von erheblicher 
Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch weitere 
Faktoren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehrjähri-
ger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter 
Symptomatik ohne länger dauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in 
allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr be-
einflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missglückten, psychisch 
aber entlastenden Konfliktbewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht 
in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambu-
lanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeu-
tischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je 
mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechen-
den Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraus-
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 137 
V 64 E. 4.1 S. 67, 136 V 279 E. 3.2.1 S. 282, 131 V 49 E. 1.2 S. 50, 130 V 
352 E. 2.2.3 S. 354). Diese für alle Versicherten in gleicher Weise geltende 
Gerichtspraxis ist weder menschenrechtswidrig noch diskriminierend 
(SVR 2008 IV Nr. 62 S. 204 E. 4.2) noch basiert sie – mit Blick auf die 
rechtliche Natur des Kriterienkataloges – auf medizinwissenschaftlich un-
haltbaren Annahmen (SVR 2012 IV Nr. 32 S. 128 E. 2.3 - 2.5).

Aus Gründen der Rechtsgleichheit ist es geboten, sämtliche pathogene-
tisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweis-
bare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtlichen 
Anforderungen zu unterstellen (BGE 139 V 346 E. 2 S. 346, 137 V 64 
E. 4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283). Die zu den somatoformen 
Schmerzstörungen entwickelten Grundsätze sind deshalb analog anwend-
bar auf Fibromyalgien (BGE 137 V 64 E. 4.2 S. 68, 136 V 279 E. 3.2.1 
S. 282, 132 V 65 E. 4 S. 70; SVR 2011 IV Nr. 26 S. 74 E. 2.3).

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2.3 Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben jene Versicherten Anspruch auf eine 
Rente, die ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbe-
reich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen 
wieder herstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a) und die zusätz-
lich während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich 
mindestens 40% arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind und nach Ab-
lauf dieses Jahres zu mindestens 40% invalid (Art. 8 ATSG) sind (lit. b 
und c). Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG besteht der Anspruch auf eine ganze 
Rente, wenn die versicherte Person mindestens 70%, derjenige auf eine 
Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens 60% invalid ist. Bei einem Invali-
ditätsgrad von mindestens 50% besteht Anspruch auf eine halbe Rente und 
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40% ein solcher auf eine Vier-
telsrente.

2.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte 
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen ha-
ben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu 
beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüg-
lich welcher Tätigkeiten die Versicherten arbeitsunfähig sind. Im Weiteren 
sind ärztliche Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der 
Frage, welche Arbeitsleistungen den Versicherten noch zugemutet werden 
können (BGE 132 V 93 E. 4 S. 99). 

2.5 Wurde eine Rente wegen eines fehlenden oder zu geringen Invali-
ditätsgrades bereits einmal verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der Grad 
der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat 
(Art. 87 Abs. 2 und 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung vom 
17. Januar 1961 [IVV; SR 831.201]). Dies gilt auch für Revisionsgesuche 
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG (BGE 130 V 343 E. 3.5.3 S. 351) sowie 
analog, wenn die versicherte Person nach vorausgegangener rechtskräfti-
ger Ablehnung erneut eine Eingliederungsmassnahme beantragt (BGE 113 
V 22 E. 3b S. 27; ZAK 1991 S. 262 E. 1a). Diese Eintretensvoraussetzung 
soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden 
und nicht näher begründeten, d.h. keine Veränderung des Sachverhalts 

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darlegenden Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1 
S. 112).

Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mate-
riell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Per-
son glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsäch-
lich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi-
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (SVR 2011 IV Nr. 2 S. 8 
E. 3.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren 
rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das 
neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die fest-
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Inva-
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt 
die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 
E. 3a S. 198; SVR 2008 IV Nr. 35 S. 117 E. 2.1).

Ob eine anspruchsbegründende Änderung in den für den Invaliditätsgrad 
erheblichen Tatsachen eingetreten ist, beurteilt sich im Neuanmeldungsver-
fahren – analog zur Rentenrevision nach Art. 17 Abs. 1 ATSG – durch Ver-
gleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten materiellen Beur-
teilung und rechtskräftigen Ablehnung bestanden hat, mit demjenigen zur 
Zeit der streitigen neuen Verfügung (BGE 133 V 108 E. 5.3 S. 112; 130 V 
71 E. 3.2.3 S. 77; AHI 1999 S. 84 E. 1b).

3.

3.1 Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung (vgl. AB 47 und 
74/1) eingetreten, weshalb die Eintretensfrage praxisgemäss nicht zu über-
prüfen ist (BGE 109 V 108 E. 2b S. 114). Indes ist zu prüfen, ob im mass-
gebenden Vergleichszeitraum zwischen der Verfügung vom 21. April 2011 
(AB 29) und der Verfügung vom 6. Dezember 2013 (AB 120) eine Verände-
rung in den tatsächlichen (medizinischen/erwerblichen) Verhältnissen ein-
getreten ist, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad in einer für den Renten-
anspruch erheblichen Weise zu beeinflussen (vgl. E. 2.5 hiervor).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 9

3.2 Aktenkundig und unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin seit 
Ende August 2011 ohne Anstellung ist (AB 73.2/4, AB 94/4 Ziff. 3.2). Da ein 
Stellenverlust eine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse darstellt, 
welcher sich in erwerblicher Hinsicht und folglich auf den Invaliditätsgrad 
bzw. die Höhe des Rentenanspruches auswirken kann, ist damit gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] 
vom 15. Juni 2007, I 115/06, E. 4.3) ein Revisionsgrund gegeben. Folglich 
ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht allseitig, 
d.h. unter Berücksichtigung des gesamten für die Leistungsberechtigung 
ausschlaggebenden Tatsachenspektrums neu und ohne Bindung an frühe-
re Invaliditätsschätzungen geprüft werden (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b 
S. 200; SVR 2011 IV Nr. 37 S. 109 E. 1.1). In diesem Zusammenhang ist 
streitig und somit zu prüfen, ob der Sachverhalt rechtsgenüglich abgeklärt 
worden ist und den Schluss zulässt, die Beschwerdeführerin habe keinen 
Anspruch auf eine Invalidenrente.

4.

4.1 Die vorliegend angefochtene Verfügung vom 6. Dezember 2013 
(AB 120) stützt sich im Wesentlichen auf das polydisziplinäre MEDAS-
Gutachten vom 3. Januar 2013 (AB 92.1). Darin wurden die folgenden Dia-
gnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vermerkt (AB 92.1/48 f. Ziff. 
5.1):

1. Ausgeprägte Arthrose Radiokarpalgelenk radio-styloidal, radio-scaphoidal 
und medio-karpal (SLAC-Wrist Stadium III) links (ICD-10 M19.2) bei

- statischer scapho-lunärer Rotationsinstabilität mit DISI-Fehlstellung 
des Os lunatums infolge chronischer Ruptur des scapho-lunären Li-
gaments

- Status nach multiplen Traumatisierungen 2001, 2004, Radiusfraktur 
2005, 2007

2. Rhizarthrose, STT-Gelenks-Arthrose und Arthrose distales Radioulnarge-
lenk (DRUG) beidseits, links > rechts (ICD-10 M18.9)

3. Ruptur luno-triquetrales Ligament links
4. Leichtgradige Radiostyloidalarthrose Handgelenk rechts (SLAC-Wrist 

Stadium I) (ICD-10 M19.9) bei
- Verdacht auf Ruptur scpho-lunäres Ligament ohne statische Rotati-

onsinstabilität (Partialruptur)
- Status nach Kontusion/Distorsion am 13. Oktober 2010

5. Chronisches zervikospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 M53.1)
- Status nach mehrfachen HWS-Distorsionstraumata

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 10

- klinisch keine Hinweise für radikuläre Symptomatik
- radiologisch Spondylosis deformans C4 bis C6
- computertomographisch 12/11 kein Nachweis einer Diskushernie

6. Chronisches thorako-lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (ICD-10 
M54.5)

- klinisch keine Hinweise für radikuläre Symptomatik
- radiologisch Osteochondrosen L3 bis S1, Status nach thorako-

lumbalen M. Scheuermann
- linkskonvexe Lumbalskoliose
- kein Nachweis einer Diskushernie (MRI 02/02)

7. Hypermobilitätssyndrom (ICD-10 M35.7)
- in diesem Rahmen wechselnde Polyarthralgien
- klinisch, labortechnisch, radiologisch, kernspintomographisch und 

skelettszintigraphisch keine Hinweise für entzündlich-
rheumatische Erkrankung

8. Hochtonschallempfindungs-Schwerhörigkeit links (ICD-10 H90.4)
- mit Zustand nach binauraler Hörgeräteversorung

9. Tinnitus links bei Diagnose 5.1.8 (ICD-10 H93.1)
- aktuell mittelgradig kompensiert

10.Periphere vestibuläre Funktionsstörung links (ICD-10 H81.3)
- zentral inkomplett kompensiert

11.Defäkationsstörung (ICD-10 K59.8)
- Status nach STARR-Operation 2006
- Status nach vorderer und hinterer Scheidenraffung 2009
- Status nach anteriorer Rektosigmoidresektion und Deszendo-

Rektostomie 27. März 2012
12. Beckenbodenschwäche mit rezidivierendem relevantem Descensus geni-

talis (ICD-10 N81.8)
- 2004 Kolporrhaphia anterior und posterior
- 2006 STARR-Operation (Transanale Enddarmverkleinerung)
- 2009 Kolporrhaphia anterior und posterior
- 2012 Laparoskopische anteriore Rektosigmoidresektion mit De-

scendorektostomie End- zu end-Anastomose 8 cm ab ano
13. Chronisch rezidivierende Unterbauchschmerzen seit Jahren, DD Adhäsi-

on postoperativ (ICD-10 R10.3)
- aktuell hauptsächlich Stuhlgang- und Miktionsinduziert, sowie 

beim Heben von Lasten
- 1989 Diagnostisch-therapeutische Laparoskopie bei Unterbauch-

schmerzen: Endometriose II°
- 1996 Abdominale Hysterektomie bei Adenomyosis uteri und Pel-

vic Congestion
- 1977 Teilovarektomie links bei Adnexbefund, Gelegenheitsap-

pendektomie
- 2010 Laparoskopische Adnexektomie beidseits bei Zystadenofi-

brom rechts und einfacher Zyste
- Status nach drei Spontangeburten 1979, 1981, 1986
- 1992 Laparoskopische Sterilisation

Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden (unter anderem) der Status 
nach Kontusionen/Distorsionen des rechten Handgelenks am 13. Oktober 
2010, 9. September 2011 und 25. November 2011 sowie der Status nach 

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Distorsionen des linken Handgelenks am 17. Juni, 9. September und 
25. November 2011 angesehen (AB 92.1/49 Ziff. 5.2). Die Gutachter spra-
chen der Beschwerdeführerin aus polydisziplinärer Sicht die Arbeitsfähig-
keit für die angestammte Tätigkeit als … sowie für andere körperlich mittel-
schwer und schwer belastende berufliche Tätigkeiten seit August 2011 ab 
und erachteten sie für verschiedentlich angepasste, körperlich leicht belas-
tende Tätigkeiten als zu 70% arbeits- und leistungsfähig, wobei das Pen-
sum vollschichtig umgesetzt werden könne mit erhöhtem Pausenbedarf 
von 10 bis 15 Minuten pro Stunde und leicht reduziertem Rendement. Im 
Haushalt bestehe bei freier Zeiteinteilung, wie bei adaptierten Verweistätig-
keiten, eine Einschränkung von 30%; eine adaptierte Erwerbstätigkeit sei 
ihr neben dem Haushalt zumutbar (AB 92.1/51 ff. Ziff. 6.2 ff.). 

4.2 Im Vorfeld und im Nachgang zu diesem Gutachten ergingen im We-
sentlichen folgende Einschätzungen der behandelnden Ärzte:

4.2.1 Der frühere Hausarzt der Beschwerdeführerin, Dr. med. 
C.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, erachtete im 
Bericht vom 15. Januar 2012 die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit 
im Umfang von 30% ab 28. September 2011 als möglich, wies aber auch 
auf eine Persistenz und Verschlechterung des Gesundheitszustandes hin 
(AB 58/3 ff. Ziff. 1.5 und 1.9).

4.2.2 Dr. med. D.________, Fachärztin für Chirurgie, beurteilte im Bericht 
vom 5. August 2011 die bisherige berufliche Tätigkeit aus medizinischer 
(gynäkologischer) Sicht als nicht mehr zumutbar, da in der ... eine Arbeits-
zuweisung ohne Heben kaum möglich sei (AB 30/8).

4.2.3 Gemäss Dr. med. E.________, Fachärztin für Orthopädische Chir-
urgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie für Handchirurgie 
FMH, kämen für die Beschwerdeführerin einerseits keine belastenden 
Tätigkeiten und andererseits keine feinen repetitiven Bewegungen mit 
Spitzgriff mehr in Frage. Bezüglich Handgelenke bestehe eine 50%ige Ar-
beitsfähigkeit; offenbar sei sie aus anderweitigen gesundheitlichen Grün-
den (Magen/Darm und Rücken) vom Hausarzt zu 100% arbeitsunfähig ge-
schrieben worden (Bericht vom 20. September 2011; AB 39/2). Nach einer 
erneuten Traumatisierung erachtete sie die Klinik als zum radiologischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 12

Befund und zur Tatsache passend, dass die Beschwerdeführerin mit jegli-
cher beruflicher Tätigkeit, sei es eher manuell in der … oder feinmotorisch 
mit repetitiven Belastungen im Büro etc. Schwierigkeiten habe (Bericht vom 
28. November 2011; AB 73.3/62).

4.2.4 Die vom behandelnden Rheumatologen und nunmehrigen Hausarzt 
Dr. med. F.________, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere 
Medizin FMH, im Bericht vom 15. April 2011 (AB 28/2 ff.) festgestellte ver-
minderte Belastbarkeit bei degenerativen Veränderungen und Dekonditio-
nierung im Bereich der gesamten Wirbelsäule und die daraus resultierende 
100%ige Arbeitsunfähigkeit als … sowie die 100%ige Arbeitsfähigkeit für 
leichte, adaptierte Tätigkeiten (AB 28/6 f. Ziff. 1.7 und 1.11) deckt sich mit 
der Auffassung der Gutachter. Wie die Gutachter konnte er bis anhin keine 
radikuläre Irritations- oder Kompressionszeichen feststellen (AB 28/4). Die 
von ihm gestellte Diagnose eines generalisierten Schmerzsyndroms mit 
formal erfüllten Kriterien einer Fibromyalgie (AB 28/2 Ziff. 1.1) konnten die 
Gutachter nicht bestätigen und erklärten die Beschwerden durch die deutli-
chen degenerativen Veränderungen im Wirbelsäulenbereich und das Hy-
permobilitätssyndrom (AB 92.1/24 Ziff. 4.2.7). Mit Bericht vom 30. Novem-
ber 2011 wies der Hausarzt darauf hin, dass aufgrund der diversen Trau-
matisierungen und deren Folgen auf die Gesundheit die von der Be-
schwerdegegnerin veranlassten beruflichen Massnahmen (vgl. AB 42) ab 
dem 5. September 2011 initial zu 50%, im Rahmen der zunehmenden Be-
schwerden ab 29. September zu 70% und ab 29. Oktober 2011 definitiv 
hätten abgebrochen werden müssen (AB 51/2). Im Bericht vom 12. März 
2012 vertrat er die Auffassung, eine Wiedereingliederung sei in Anbetracht 
der exazerbierten Beschwerden im Bereich der Handgelenke und Finger 
sowie des Rückens auf dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr möglich 
(AB 66/3). Diese Auffassung konnte im polydisziplinären Gutachten auf-
grund der Rückenproblematik und dem Hypermobilitätssyndrom nicht 
(AB 92.1/24 Ziff. 4.2.7) und in Bezug auf die Hand- und Fingerproblematik 
nur bedingt bestätigt werden (AB 92.1/44 Ziff. 4.6.5).

Konfrontiert mit dem Gutachten (AB 92.1) führte der Hausarzt auf Anfrage 
der Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin aus, dass sich deren Gesund-
heitszustand seit seinen letzten Einschätzungen nicht bzw. höchstens ge-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 13

ringfügig verschlechtert habe. In Übereinstimmung mit dem Gutachten sei 
sie weiterhin für eine Tätigkeit als … 100% arbeitsunfähig. In einer leidens-
angepassten Tätigkeit betrage die Arbeitsfähigkeit maximal 30%, allerdings 
nicht auf dem freien Arbeitsmarkt, sondern höchstens im geschützten 
Rahmen, was ja schon im Rahmen der beruflichen Massnahmen (vgl. 
AB 42) festgestellt worden sei. In diesem Rahmen bestehe eine reduzierte 
Leistungsfähigkeit von 20 bis 30%. Es bestehe eine ausgeprägte allgemein 
verminderte Belastbarkeit im Bereich des Bewegungsapparates, betont im 
Bereich der gesamten Wirbelsäule, einerseits lumbal, Beckengürtel und 
untere Extremität, sowie Rückenboden bei chronischer Beckenschwäche 
mit rezidivierendem relevantem Descensus genitalis, sowie im Bereich des 
Nackens, Schultergürtels und insbesondere auch im Bereich der Handge-
lenke beidseits. Nebst der generalisierten Einschränkung der Belastbarkeit 
am gesamten Bewegungsapparat (inkl. Beckenboden) bestehe auch eine 
gestörte Feinmotorik, bereits bei repetitiven feinmotorischen Arbeiten mit 
den Händen bzw. Fingern verstärkten sich die Beschwerden im Bereich der 
arthrotischen Handgelenke beidseits. Deshalb sei auch für leichte körperli-
che Tätigkeiten die Belastbarkeit moderat bis deutlich eingeschränkt, ins-
besondere für repetitive stereotypische Arbeiten. Nicht nachvollziehbar sei 
deshalb die gutachterliche Feststellung, dass in einer angepassten Tätig-
keit trotz der multiplen Probleme eine 70%ige Arbeits- und Leistungsfähig-
keit ohne Leistungsminderung möglich wäre, zumal schon die 2011 durch-
geführten beruflichen Massnahmen gezeigt hätten, dass sie in einem Ar-
beitsprozess nicht mehr eingliederbar sei. In Bezug auf die im Gutachten 
nicht bestätigte Fibromyalgie bestünden nebst den körperlichen Beschwer-
den auch eine chronisch-reaktive Depression im Sinne einer psychischen 
Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer, daneben 
auch chronisch-körperliche Begleiterkrankungen, ein chronischer Krank-
heitsverlauf und ein sozialer Rückzug (AB 103/5 ff.).

4.2.5 Dr. med. G.________, Fachärztin für Oto-Rhino-Laryngologie FMH, 
weist in ihren Ausführungen vom 29. Mai 2013 zuhanden der Rechtsvertre-
terin der Beschwerdeführerin auf Konzentrationsschwierigkeiten, Schwin-
del, eher Schwanken und schon eingetretene Stürze nach vorne hin. Ihrer 
Meinung nach könne die momentane Arbeitsfähigkeit aus ORL-Sicht ohne 
eingehende otoneurologische Untersuchung nicht konklusiv beurteilt wer-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 14

den. Ihr stünden die genauen Untersuchungsergebnisse der Vestiblarisprü-
fung gemäss MEDAS-Gutachten nicht zur Verfügung; sie erweise sich als 
unvollständig, da die zentralen Tests nicht gemacht worden seien und die 
Kalorik sei nicht numerisch durchgeführt worden. Eine eingehende otoneu-
rologische Untersuchung sei nötig, um die momentane Arbeitsfähigkeit aus 
ORL-Sicht konklusiv zu beurteilen (AB 103/8 f.).

4.2.6 Auf Veranlassung von PD Dr. med. H.________, Facharzt für Or-
thopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates sowie 
für Handchirurgie FMH, erfolgten am 4. und 7. Juli 2013 MR-
Untersuchungen (AB 106/3 f.) und eine Beurteilung durch Dr. med. 
I.________, Facharzt für Rheumatologie sowie Allgemeine Innere Medizin 
FMH, vom 22. August 2013, bei welcher der Verdacht auf eine Chondroka-
lzinose und ein Fibromyalgiesyndrom diagnostiziert worden sind (AB 113/2 
f.). Nach Ansicht von PD Dr. med. H.________ sei dadurch erstellt, dass 
die Belastbarkeit der Hand noch um einiges eingeschränkter sei, was 
wahrscheinlich auch die chronische Schwellung beim Tastaturschreiben 
erklären könnte. Als … sei die Beschwerdeführerin 100% arbeitsunfähig; 
für leichte manuelle Tätigkeiten könne ohne eine Beobachtung in einer ent-
sprechenden Anstalt keine definitive Aussage gemacht werden. In Bezug 
auf die Erwerbsfähigkeit müsste eine klare Definition einer leidensange-
passten Tätigkeit verlangt werden. Die Beurteilung der MEDAS sei vor al-
lem auf juristischen Begriffen basierend, was auch die unrealistische medi-
zinische Schlussfolgerung bezüglich Arbeitsfähigkeit erkläre (Bericht vom 
15. Oktober 2013 an die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin; 
AB 114/2 ff.).

4.3 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-
ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 15

Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der Bericht 
für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi-
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa-
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlag-
gebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft ei-
nes Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern dessen 
Inhalt (BGE 137 V 210 E. 6.2.2 S. 269, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 125 V 351 
E. 3a S. 352). Den im Verwaltungsverfahren eingeholten Gutachten von 
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und 
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist 
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht 
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen 
(BGE 125 V 351 E. 3b bb S. 353; SVR 2009 IV Nr. 50 S. 154 E. 4.3).

4.4 Die Beschwerdeführerin beanstandet im MEDAS-Gutachten vom 
3. Januar 2013 (AB 92.1) die rheumatologische, die otorhinolaryngologi-
sche sowie die handchirurgische Beurteilung, dies unter Verweis auf Be-
richte der behandelnden Ärzte (AB 66/1 ff., 103/5 ff., 103/8 f., 113/2 f. und 
114/2 ff.). Ihrer Meinung nach liessen diese Berichte erhebliche Zweifel an 
der Schlüssigkeit und Korrektheit des MEDAS-Gutachtens aufkommen. 
Insbesondere werde bemängelt, dass trotz der im Gutachten anerkannten 
multiplen Einschränkungen aus verschiedenen medizinischen Disziplinen 
von einer Einschränkung der Erwerbsfähigkeit von lediglich 18% bzw. einer 
Einschränkung im Haushalt von bloss 13% ausgegangen werde. Die Gut-
achter gelangten zu diesem Schluss, ohne sich näher mit den von den be-
handelnden Ärzten gemachten Ausführungen zur Erwerbstätigkeit ausein-
anderzusetzen. Zudem werde gänzlich ausser Acht gelassen, dass die 
bislang unternommenen Arbeitsversuche aus medizinischen Gründen hät-
ten abgebrochen werden müssen (Beschwerde, S. 3 ff.).

4.5 Das MEDAS-Gutachten vom 3. Januar 2013 (AB 92.1) erfüllt die 
von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines me-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 16

dizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen (vgl. E. 4.3 hiervor), wes-
halb diesem volle Beweiskraft zukommt (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b bb 
S. 353). Die darin enthaltenen Feststellungen beruhen auf eigenen Ab-
klärungen und sind in Kenntnis der Vorakten sowie unter Berücksichtigung 
der geklagten Beschwerden im Rahmen eines interdisziplinären Konsensus 
getroffen worden. Das darin aufgezeigte Zumutbarkeitsprofil deckt sich mit 
den Feststellungen der behandelnden Ärzte: Im angestammten Beruf als … 
sei keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. In einer leichten, leidensange-
passten Tätigkeit bestehe eine verminderte Arbeits- und Leistungsfähigkeit, 
wobei die Gewichtslimite 5 kg betrage, stereotype Bewegungsabläufe in 
Zwangshaltung kontraproduktiv seien und die Beschwerdeführerin auch 
bezüglich feinmotorischer Tätigkeiten deutlich handicapiert sei 
(AB 92.1/50). Insoweit sprechen sich denn auch die behandelnden Ärzte 
nicht gegen das Gutachten aus (AB 103/6 ad 4; vgl. auch AB 114/4).

4.6 Unterschiedlich beurteilt wird einzig die Einschränkung der Arbeits- 
und Leistungsfähigkeit gestützt auf das eben dargelegte Zumutbarkeitspro-
fil (vgl. E. 4.5 hiervor). Während die Gutachter für verschiedentlich ange-
passte, körperlich leicht belastende Tätigkeiten von einer Arbeits- und Leis-
tungsfähigkeit von 70% ausgehen (AB 92.1/51), attestiert der aktuelle 
Hausarzt eine moderate bis deutliche Einschränkung (AB 103/6 ad 2.2) im 
Umfang von mindestens 70% und dies höchstens im geschützten Rahmen 
(AB 103/6 ad 3.1; vgl. auch AB 66/3). Der die Beschwerdeführerin neu be-
handelnde PD Dr. med. H.________ konnte über allfällige leidensange-
passte Tätigkeiten ohne Beobachtung in einer entsprechenden Anstalt kei-
ne definitive Aussage machen (AB 114/3).

4.6.1 Solange keine konkreten Anhaltspunkte ersichtlich sind, welche die 
Glaubwürdigkeit der Atteste eines Hausarztes oder einer Hausärztin zu 
erschüttern vermöchten, ist es unzulässig, deren Angaben bei der Beweis-
würdigung unter Hinweis auf ihre Stellung und unter Berufung auf die fach-
liche Kompetenz der Ärzte und Ärztinnen einer Universitätsklinik ausser 
Acht zu lassen (Entscheid des BGer vom 26. Juli 2011, 8C_278/2011, 
E. 5.3). In Bezug auf Atteste von Hausärzten darf und soll jedoch das Ge-
richt der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im 
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 17

eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b cc 
S. 353). Dies gilt nicht nur für den allgemein praktizierenden Hausarzt, 
sondern ebenso für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den 
schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensver-
hältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungs-
los zu akzeptieren (Entscheid des Eidgenössischen Versicherungsgerichts 
[EVG; heute BGer] vom 20. März 2006, I 655/05, E. 5.4).

Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch täti-
gen (Fach-)Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestell-
ten fachmedizinischen Experten anderseits lässt es nicht zu, ein medizini-
sches Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und 
zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden 
Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben 
Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die be-
handelnden Ärzte wichtige – und nicht rein subjektiver ärztlicher Interpreta-
tion entspringende – Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung 
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (SVR 2008 IV Nr. 15 S. 44 
E. 2.2.1).

4.6.2 Die Beschwerdegegnerin weist in der Beschwerde (S. 2 f.) darauf 
hin, dass insbesondere Dr. med. F.________ ihre Arbeits- und Leistungs-
fähigkeit weitaus eingeschränkter eingestuft habe als dies im polydiszi-
plinären Gutachten erfolgt sei. Dieser attestierte nach dem Sturz vom 4. 
August 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis 3. Februar 2011 und er-
achtete die Arbeitsfähigkeit als … in einem … mit … (trotz Antritt einer 
neuen Arbeitsstelle im Februar 2011; AB 20) als nicht und in administrati-
ven Arbeiten im … ohne Belastung der Wirbelsäule und der Handgelenke 
beidseits maximal zu 50% gegeben (AB 28/6 Ziff. 1.6 f.). Nachdem auf-
grund eines erneuten Sturzes am 17. Juni 2011 zunächst die J.________, 
eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 18. bis 20. Juni 2011 und alsdann der 
frühere Hausarzt vom 18. Juni bis 31. Juli 2011 bescheinigte (AB 73.3/80 
f.), attestierte Dr. med. F.________ darüber hinaus eine Arbeitsunfähigkeit 
ab 8. August 2011 bis auf weiteres, wobei er auch noch auf die seinen In-
formationen zufolge erfolgte Kündigung des letzten Anstellungsverhältnis-
ses auf den 13. August 2011 hinwies (AB 51/3 ad 4). Einzig im Zusam-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 18

menhang mit beruflichen Massnahmen der Beschwerdegegnerin (vgl. AB 
34 und 42) ging Dr. med. F.________ vorübergehend von einer teilweisen 
Arbeitsfähigkeit von zunächst 50% und später 30% aus, ehe er sie wieder 
voll arbeitsunfähig erachtete (AB 66/3 ad 4). Demgegenüber ging Dr. med. 
E.________ nach dem Sturz vom 4. August 2010 von einer vollen Arbeits-
fähigkeit ab 1. Dezember 2010 (AB 9/2, 28/18, 28/11) und nach dem Sturz 
vom 17. Juni 2011 ab 23. Juli 2011 zunächst von einer 50%igen und ab 
15. August 2011 ebenfalls wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus 
(AB 73.3/78 f.). Dies relativierte sie im Bericht vom 20. September 2011 
unter Hinweis darauf, dass die Aufnahme einer Tätigkeit in der … offenbar 
an der Belastung vor allem des linken Handgelenks gescheitert sei, wes-
halb theoretisch keine belastende Tätigkeit mehr in Frage komme und 
ebenso feine repetitive Bewegungen mit Spitzgriff problematisch seien, 
dahingehend, dass sie bezüglich der Handgelenke trotzdem zu 50% ar-
beitsfähig sei, wobei sie aus anderweitigen gesundheitlichen Gründen (Ma-
gen/Darm und Rücken) vom Hausarzt zu 100% arbeitsunfähig geschrieben 
sei (AB 39/2). Auch Dr. med. D.________ weist im Bericht vom 5. August 
2011 darauf hin, dass von ihr in den letzten drei Jahren keine Arbeitsun-
fähigkeit bescheinigt worden sei; geistige und psychische Einschränkungen 
würden nicht bestehen, wohl aber körperliche, da die Beschwerdeführerin 
bei den bestehenden Befunden nicht zu schwer heben sollte, weshalb de-
ren bisherige Tätigkeit unzumutbar erscheine (AB 30/8).

Anders als die begutachtenden und die übrigen behandelnden Ärzte geht 
einzig Dr. med. F.________ von einer derart weitreichenden Einschrän-
kung der Arbeitsfähigkeit aus. Wohl auch deshalb liess sich die Beschwer-
deführerin zur Aussage verleiten, Dr. med. F.________ nehme sie ernst, 
zumal er sie weiterhin krankgeschrieben (richtig wohl: arbeitsunfähig ge-
schrieben) habe; zu Dr. med. E.________ gehe sie ganz sicher nicht mehr, 
diese habe sie nicht mehr krankschreiben (richtig wohl: arbeitsunfähig 
schreiben) wollen (AB 73.1/28). Aufgrund der Akten drängt sich die An-
nahme auf, dass Dr. med. F.________ die Beschwerdeführerin auch dann 
noch arbeitsunfähig schrieb, wenn andere Ärzte davon absahen (vgl. auch 
AB 73.2/5 f.). Diese weitgehende Arbeitsunfähigkeitsschreibung weicht von 
den Feststellungen der Gutachter und den Einschätzungen der weiteren 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 19

behandelnden Ärzte ab, ohne dass dies Dr. med. F.________ nachvoll-
ziehbar begründen würde.

4.6.3 Dr. med. F.________ sieht sich in seiner Auffassung auch deshalb 
bestätigt, da die 2011 durchgeführten beruflichen Massnahmen hätten ab-
gebrochen werden müssen (AB 51/2) und die Beschwerdeführerin dem-
nach nicht mehr eingliederbar sei (AB 103/6 ad 4). Diese Aussage gilt es 
wie folgt zu relativieren: Die beruflichen Massnahmen wurden bis auf weite-
res abgeschlossen, weil die behandelnden Ärzte – insbesondere Dr. med. 
F.________ (AB 51/2, 57/8, 57/11, 66/3 ad 4, 73.3/63) – lediglich ein Pen-
sum von 30% attestierten und keine Progression habe erzielt werden kön-
nen (AB 42/1). Zudem ist entgegen den Vorbringen von Dr. med. 
F.________ (vgl. AB 51/3 ad 4 sowie E. 4.6.2 hiervor) das letzte Anstel-
lungsverhältnis der Beschwerdeführerin nicht gekündigt, sondern im ge-
genseitigen Einvernehmen, aber auf ausdrücklichen Wunsch der Be-
schwerdeführerin (nach nur ein paar geleisteten Arbeitstagen mit ansch-
liessender Arbeitsunfähigkeit) aufgelöst worden (AB 56, 73.2/1 ff.).

4.6.4 Die von Dr. med. F.________ attestierte Arbeitsunfähigkeit basiert 
(unter anderem) auch auf der Diagnose eines generalisierten Schmerzsyn-
droms und einer Fibromyalgie (so z.B. AB 28/2 Ziff. 1.1, 51/2 ad 2a, 66/3 
ad 4d, 103/7; vgl. auch AB 114/2), welche im Gutachten verworfen worden 
ist (AB 92.1/24 Ziff. 4.2.7). In diagnostischer Hinsicht ist unerheblich, ob 
von einer Fibromyalgie oder einem generalisierten Schmerzsyndrom aus-
zugehen ist, werden doch sämtliche pathogenetisch-ätiologisch unklaren 
syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage 
den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen unterstellt (vgl. 
BGE 137 V 64 E. 4.3 S. 69, 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283). Vorliegend fehlt es 
aber schon an einer fachärztlich (psychiatrisch) gestellten Diagnose (vgl. 
E. 2.2 hiervor), da Dr. med. F.________ (vgl. AB 103/5 ff.), Dr. med. 
I.________ (vgl. AB 113/2 ff.) und PD Dr. med. H.________ (vgl. AB 114/2 
ff.) fachfremd Stellung zu psychiatrischen Fragen nehmen. Insbesondere 
ist die im Vordergrund stehende Frage nach dem Vorliegen einer psychi-
schen Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer – wie 
im Gutachten erwähnt – zu verneinen: Es konnten keine psychopathologi-
schen Symptome festgestellt werden (AB 92.1/18 f.) und die psychiatrische 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 20

Behandlung (aufgrund finanzieller Schwierigkeiten; AB 92.1/19 Ziff. 4.1.8) 
brach die Beschwerdeführerin beim vierten Termin ab (AB 69; vgl. auch 
AB 64/2). Auch die weiteren massgeblichen Kriterien wären vorliegend 
nicht oder nicht in einem Ausmass erfüllt, um von einem invalidisierenden 
Gesundheitsschaden ausgehen zu können. Anzeichen für einen primären 
Krankheitsgewinn liegen nicht vor. Ebenso wenig kann von einem unbe-
friedigenden Behandlungsergebnis ausgegangen werden, steht doch die 
Beschwerdeführerin nicht (mehr) in einer entsprechenden Behandlung. Sie 
beschreibt sich denn auch als optimistischen Menschen und plant die Zu-
kunft. Sie hat einen guten Kontakt zu ihren drei Kindern, pflegt zahlreiche 
Kontakte zu Kolleginnen und Bekannten und lebt seit 12 Jahren in einer 
Beziehung mit ihrem Freund (AB 92.1/18 Ziff. 4.1.4). Damit liegt auch kein 
sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens vor. Entsprechend wären 
trotz körperlichen Beschwerden und einem mehrjährigen chronifizierten 
Krankheitsverlauf diese Kriterien nicht derart ausgeprägt, um eine Willens-
anstrengung zur Überwindbarkeit als unzumutbar erscheinen zu lassen 
(vgl. E. 2.2 hiervor). Aus rechtlicher Sicht müsste daher entgegen der ins-
besondere von Dr. med. F.________ vertretenen Ansicht (AB 103/7) davon 
ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin diesbezüglich über 
hinreichende Ressourcen verfügt, um trotz der von ihr zusätzlich wahrge-
nommenen Einschränkungen in einer Verweistätigkeit eine Erwerbstätigkeit 
auszuüben.

4.6.5 Die von Dr. med. G.________ vorgetragenen Schwindelbeschwer-
den (vgl. E. 4.2.5 hiervor) sind im Gutachten sowohl aus neurologischer als 
auch aus otorhinolaryngologischer Sicht ausführlich gewürdigt worden. 
Klinisch konnte unter der Frenzel-Brille vom Neurologen kein Korrelat für 
einen Drehschwindel gefunden werden (AB 92.1/26 f.). Im otorhinolaryngo-
logischen Teilgutachten ergaben sich Hinweise auf eine zentral unvollstän-
dig kompensierte peripher vestibuläre Funktionsstörung, jedoch nicht auf 
eine zentrale Störung, was die Gleichgewichtsstörungen in Dämmerung 
und Dunkelheit bzw. bei Verlust der visuellen Kontrolle erklären würde. Der 
Anamnese und den klinischen Befunden wurde bei der Beurteilung der 
Zumutbarkeit entsprechend Rechnung getragen (AB 92.1/30 f.). Insofern 
werden keine wichtigen Aspekte benannt, die im Rahmen der Begutach-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 21

tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (vgl. E. 4.3 zweiter Ab-
schnitt hiervor).

4.6.6 Unbehelflich erweist sich schliesslich der Hinweis auf eine Chon-
drokalzinose (vgl. E. 4.2.6 hiervor), zumal es sich dabei um eine blosse 
Verdachtsdiagnose handelt. Soweit damit Einschränkungen beim Tastatur-
schreiben geltend gemacht werden sollen (so AB 114/2 f.), ist darauf hin-
zuweisen, dass schon aufgrund der degenerativen Veränderungen beider 
Handgelenke stereotype Bewegungsabläufe in Zwangshaltung und feinmo-
torische Tätigkeiten als deutlich eingeschränkt angesehen wurden 
(AB 92.1/44 Ziff. 4.6.5). Die (vermeintlich) unterschiedlichen Diagnosen 
haben somit keinen Einfluss auf das Zumutbarkeitsprofil. Soweit in diesem 
Zusammenhang PD Dr. med. H.________ sodann eine juristische Schluss-
folgerung bezüglich Arbeitsfähigkeit moniert (AB 115/4), ist davon auszu-
gehen, dass er auf das in der Medizin verbreitete bio-psycho-soziale 
Krankheitsmodell abstellt. Dieses ist weiter gefasst als der für die Belange 
der Rechtsanwendung massgebende sozialversicherungsrechtliche Begriff 
der gesundheitlichen Beeinträchtigung (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299). Be-
ruhen divergierende ärztlichen Stellungnahmen zur Arbeitsfähigkeit allein 
auf der Verwendung unterschiedlicher krankheitsbegrifflicher Prämissen, so 
liegen keine einander widersprechenden Einschätzungen im Sinne von 
BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 vor (SVR 2007 IV Nr. 33 S. 118 E. 5.2).

4.7 Nach dem Dargelegten erweist sich die in der Beschwerde erhobe-
ne Kritik am MEDAS-Gutachten (AB 92.1) weder als stichhaltig noch ver-
mag sie das Gutachten in Zweifel zu ziehen. Auf das Gutachten ist somit 
abzustellen. Die Gutachter kommen zum nachvollziehbaren Schluss, dass 
die bisherige Tätigkeit als … seit August 2011 nicht mehr zumutbar ist. 
Seither besteht eine 70%ige Arbeitsfähigkeit für leichte, adaptierte Tätigkei-
ten. Aufgrund des ausführlichen und nachvollziehbaren Gutachtens sowie 
der überzeugenden Auseinandersetzung des RAD (AB 108 und 117) mit 
den von der Beschwerdeführerin während des Vorbescheidverfahrens ein-
gereichten medizinischen Unterlagen steht fest, dass die Beschwerdegeg-
nerin zu Recht von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten 
Tätigkeit ausgegangen ist. Dass diese Arbeit nur in einem geschützten 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 22

Rahmen ausgeführt werden könnte, ist dem Gutachten hingegen nicht zu 
entnehmen und wird denn auch nicht nachvollziehbar begründet.

4.8 In Bezug auf den Abklärungsbericht Haushalt vom 12. April 2013 
(AB 94) ist für die Beschwerdeführerin nicht nachvollziehbar, weshalb ihr 
maximal eine Einschränkung von 20% attestiert wird, zumal ihr viele Tätig-
keiten nur noch erschwert möglich seien und sie den Haushalt gänzlich 
alleine führe. Auch mit Blick auf die Tätigkeit im Haushaltbereich sei der 
Sachverhalt unrichtig abgeklärt worden (Beschwerde, S. 6 f.).

4.8.1 Für den Beweiswert eines Abklärungsberichts sind verschiedene 
Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer 
qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis der örtlichen und räumli-
chen Verhältnisse sowie der aus den medizinischen Diagnosen sich erge-
benden Beeinträchtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Anga-
ben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Mei-
nungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext 
schliesslich muss plausibel begründet und bezüglich der einzelnen Ein-
schränkungen angemessen detailliert sein und in Übereinstimmung mit den 
an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Ab-
klärungsbericht voll beweiskräftig. Das Gericht greift in das Ermessen der 
die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein-
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die 
fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist 
als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (BGE 130 V 61 E. 6.2 S. 63).

4.8.2 Der vorliegende Abklärungsbericht Haushalt ist nicht zu beanstan-
den; er überzeugt, ist angemessen detailliert, plausibel begründet und er-
füllt die Anforderungen der Rechtsprechung. Es sind keine klaren Fehlein-
schätzungen ersichtlich, die ein Eingreifen in das Ermessen der kompeten-
ten Abklärungsperson anzeigen würden. Insbesondere ist – gestützt auf die 
Ausführungen der Beschwerdeführerin und mit Blick auf die ihr obliegende 
Schadenminderungspflicht – keine Dritthilfe im Haushaltsbereich, wohl aber 
die Möglichkeit von Pausen in Betracht gezogen worden (vgl. AB 119). Das 
darin aufgezeigte Zumutbarkeitsprofil deckt sich denn auch mit den gutach-
terlichen Feststellungen (vgl. E. 4.5 und 4.6.6 hiervor). Dem Abklärungsbe-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 23

richt Haushalt vom 12. April 2013 (AB 94) kommt damit volle Beweiskraft 
zu.

4.9 Nach dem Dargelegten erweisen sich sowohl das MEDAS-
Gutachten (AB 92.1) als auch der Abklärungsbericht Haushalt (AB 94) als 
ausreichend; weitere Abklärungen, wie in der Beschwerde eventualiter be-
antragt, erübrigen sich demzufolge.

4.10 Im Rahmen der umfassenden Prüfung des Rentenanspruchs (vgl. 
E. 3.2 hiervor) ist auch der Status zu prüfen. Dieser ist indessen unbestrit-
ten, zumal die Beschwerdeführerin seit 1999 in einem Pensum von 80% 
gearbeitet hat und dies auch bei guter Gesundheit so tun würde (AB 94/4 f. 
Ziff. 3.2 und 3.5). Insofern haben sich keine Änderungen ergeben.

5.

5.1 Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird bei einer erwerbs-
tätigen versicherten Person das Erwerbseinkommen, das sie nach Eintritt 
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und 
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit 
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt 
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid 
geworden wäre (Art. 16 ATSG). Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die 
im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätig-
keit nicht zugemutet werden kann (Art. 5 Abs. 1 IVG und Art. 8 Abs. 3 
ATSG), wird für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in wel-
chem Mass sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen 
(Art. 28a Abs. 2 IVG; spezifische Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 149). 
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen, nicht erwerbstätigen Perso-
nen gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung 
der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 
IVV).

Nach Art. 28a Abs. 3 IVG wird bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbs-
tätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegat-
tin mitarbeiten, für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 24

Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität 
für diese Tätigkeit gestützt auf einen Betätigungsvergleich ermittelt 
(Art. 28a Abs. 2 IVG). In diesem Falle sind der Anteil der Erwerbstätigkeit 
beziehungsweise der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten 
oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzu-
legen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen zu bemessen (sog. ge-
mischte Methode; BGE 125 V 146 E. 2a S. 150). 

5.2 Für die Festlegung des Invaliditätsgrades im erwerblichen Bereich 
ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen (vgl. E. 5.1 erster Abschnitt 
hiervor).

5.2.1 Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was 
die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns 
bzw. im Revisionszeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden 
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in 
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen 
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft (BGE 134 V 
322 E. 4.1 S. 325, 129 V 222 E. 4.3.1 S. 224). Lässt sich aufgrund der 
tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung rea-
lisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, ist auf Erfahrungs- 
und Durchschnittswerte gemäss Tabellenlohn abzustellen. Auf sie darf je-
doch im Rahmen der Invaliditätsbemessung nur unter Mitberücksichtigung 
der für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen 
und beruflichen Faktoren abgestellt werden (AHI 1999 S. 240 E. 3b; Ent-
scheid des EVG vom 30. Oktober 2002, I 517/02, E. 1.2).

5.2.2 Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist primär von der 
beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte 
Person konkret steht (BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2011 IV Nr. 37 
S. 110 E. 4.1). Hat die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheits-
schadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs-
tätigkeit aufgenommen, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöh-
ne gemäss den vom BFS herausgegebenen LSE herangezogen werden 
(BGE 135 V 297 E. 5.2 S. 301; SVR 2010 IV Nr. 52 S. 162 E. 4.3.1). Es gilt 
zu berücksichtigen, dass gesundheitlich beeinträchtigte Personen, die 
selbst bei leichten Hilfsarbeitertätigkeiten behindert sind, im Vergleich zu 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 25

voll leistungsfähigen und entsprechend einsetzbaren Arbeitnehmern lohn-
mässig benachteiligt sind und deshalb in der Regel mit unterdurchschnittli-
chen Lohnansätzen rechnen müssen. Diesem Umstand ist mit einem Ab-
zug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen (BGE 134 V 322 E. 5.2 S. 327, 
129 V 472 E. 4.2.3 S. 481). Die Frage, ob und in welchem Ausmass Tabel-
lenlöhne herabzusetzen sind, hängt von sämtlichen persönlichen und be-
ruflichen Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Ein-
schränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufenthaltskategorie und Be-
schäftigungsgrad). Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalidenein-
kommen ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wo-
bei der Abzug auf insgesamt höchstens 25% zu begrenzen ist (BGE 135 V 
297 E. 5.2 S. 301, 134 V 322 E. 5.2 S. 327; SVR 2011 IV Nr. 31 S. 91 
E. 4.1.1).

5.3 Entgegen den Vorbringen der Beschwerdeführerin in der Be-
schwerde, S. 7, ist der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Ein-
kommensvergleich (AB 94/6 Ziff. 3.9) auch nicht in Bezug auf die Bemes-
sung des Invalideneinkommens und den leidensbedingten Abzug zu bean-
standen. So erscheint die Berechnung des Invalideneinkommens gestützt 
auf LSE, TA7/…, Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fachkenntnisse vor-
ausgesetzt), Frauen, nicht falsch, besitzt die Beschwerdeführerin doch ei-
nen Berufsabschluss sowie jahrelange Berufserfahrung und es sind ihr 
verschiedentlich angepasste, körperlich leicht belastende Tätigkeiten zu 
70% zumutbar. Den behinderungsbedingten Einschränkungen und allen-
falls dem fortgeschrittenen Alter (vgl. dazu Entscheid des BGer vom 5. 
Januar 2012, 8C_684/2011, E. 5.3) werden mit der Annahme eines auf 
70% beschränkten Einsatzes sowie eines Abzuges von 10% genügend 
Rechnung getragen. Die weiteren sich gemäss der Rechtsprechung 
potenziell lohnmindernd auswirkenden Kriterien (vgl. E. 5.2.2 hiervor) 
lassen bei der gegebenen Sachlage keinen Abzug rechtfertigen.

5.4 Entsprechend den Berechnungen der Beschwerdegegnerin 
resultiert somit bei einem Valideneinkommen von Fr. 55'265.-- und einem 
Invalideneinkommen von Fr. 45'297.40 (vgl. AB 94/6 Ziff. 3.9) eine Er-
werbseinbusse von Fr. 9'967.60, was einer Einschränkung von 18.04% 
entspricht. Gewichtet besteht im Erwerbsbereich somit eine Einschränkung 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 26

von 14.43% (80 / 100 x 18.04) und im Haushalt eine solche von 2.6% 
(20 / 100 x 13), womit der Gesamtinvaliditätsgrad 17.03% (14.43% + 2.6%) 
beträgt. Selbst wenn bei der Festsetzung des Invalideneinkommens auf 
LSE TA1, Anforderungsniveau 4 (einfachen und repetitiven Tätigkeiten), 
Frauen, abgestellt würde, würde entsprechend den Ausführungen in der 
Beschwerdeantwort noch immer ein rentenausschliessender Invaliditäts-
grad resultieren.

5.5 Damit ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden und die 
hiergegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.

6.

6.1 Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem 
kantonalen Versicherungsgericht in Streitigkeiten um die Bewilligung oder 
Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem 
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 
Fr. 200.-- bis Fr. 1’000.-- festzulegen. 

Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdefüh-
rerin die Verfahrenskosten, gerichtlich bestimmt auf Fr. 700.--, zu tragen 
(Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden dem geleisteten Kostenvorschuss 
gleicher Höhe entnommen.

6.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens besteht kein Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG [Umkehrschluss]).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 8. Aug. 2014, IV/13/1149, Seite 27

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdeführerin 
zur Bezahlung auferlegt und dem geleisteten Kostenvorschuss in glei-
cher Höhe entnommen.

3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4. Zu eröffnen (R):
- B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- IV-Stelle Bern 
- Bundesamt für Sozialversicherungen 

Die Kammerpräsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.