# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 243010a6-f808-5030-aac3-b87604f66716
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2014-06-05
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 05.06.2014 BVGE 2014/19
**Docket/Reference:** BVGE-2014-19
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGE_001_BVGE-2014-19_2014-06-05

## Full Text

Vigilanza dei mercati finanziari | 
Meinungsverschiedenheiten in der Zusammenarbeit zwischen der FINMA und anderen
inländischen Behörden. Richterlicher Editions­befehl gegenüber der FINMA im Rahmen
eines Zivilprozesses zwischen einem Privaten und einem Bankinstitut.
Art.&#160;14, Art.&#160;22, Art.&#160;39 und Art.&#160;41 FINMAG. Art.&#160;36a
Abs.&#160;1 VGG. Art.&#160;160, Art.&#160;166 und Art.&#160;194 ZPO. Art.&#160;23bis
BankG.
1.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Da das BankG keine Amtshilfe der FINMA gegenüber Zivil­gerichten vorsieht, fällt
es nicht in den Zuständigkeits­be­reich eines Zivilrichters, ihr gegenüber einen
Editionsbefehl zu er­las­sen. In Ermangelung einer gesetzlichen Grundlage verletzt eine solche
Vorgehensweise den Grundsatz der Gewaltentrennung zwischen Exekutive und Judikative und ist daher nichtig
(E.&#160;9.2 9.4).
2.&#160;&#160;&#160;&#160;&#160;
Wird die FINMA von einem Privaten um Einsicht in ein be­stimmtes Dokument ersucht, kann sie
selbstständig entscheiden, dem Gesuch stattzugeben, sofern dadurch die Ziele der Finanz­marktaufsicht
nicht gefährdet werden (E.&#160;10.2).

2014-11-06T16:32:05Z