# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 12a8524e-5d12-5c4c-969d-03bc9163a183
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-06-10
**Language:** de
**Title:** Graubünden Kantonsgericht I. Zivilkammer 10.06.2015 ZK1 2015 47
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_KG_006_ZK1-2015-47_2015-06-10.pdf

## Full Text

Kantonsgericht von Graubünden
Dretgira chantunala dal Grischun
Tribunale cantonale dei Grigioni

Ref.: Chur, 10. Juni 2015 Schriftlich mitgeteilt am:
ZK1 15 47 16. Juni 2015

(Mit Urteil 5D_136/2015 vom 06. April 2016 hat das Bundesgericht die gegen die-
sen Entscheid erhobene Beschwerde abgewiesen.)

Entscheid 
I. Zivilkammer

Vorsitz Brunner
RichterInnen Michael Dürst und Schnyder
Aktuarin ad hoc Seres

In der zivilrechtlichen Berufung

des X._____, Berufungskläger, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quin-
ter, Quaderstrasse 18, 7002 Chur, 

gegen

den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Surselva vom 19. März 2015, 
mitgeteilt am 19. März 2015, in Sachen Y._____, geboren am _____ 2000, Beru-
fungsbeklagter, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Alfred Haltiner, Bahnhofs-
trasse 182, 8622 Wetzikon ZH, gegen Berufungskläger,

betreffend Absetzung eines Willensvollstreckers,

hat sich ergeben:

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I. Sachverhalt

A. Am _____ 2011 verstarb in O.4_____ die am _____ 1937 geborene 
A._____ mit letztem Wohnsitz in O.1_____. Im handschriftlichen Testament der 
Erblasserin vom 16. Juni 2005 setzte sie ihre Enkelkinder B._____ und C._____ 
auf den Pflichtteil. Im Weiteren wurden ihnen das gesamte Inventar und der Haus-
rat zugehalten, sofern die Mietwohnung der Erblasserin innert vier Wochen nach 
ihrem Tod ausgeräumt und die Ware abtransportiert werde. Andernfalls sollten 
das Inventar und der Hausrat an X._____ fallen. Die frei verfügbare Quote solle 
X._____ erhalten. Sodann wurde verfügt, dass für den Grabunterhalt CHF 6'000.– 
an X._____ übergeben werden sollen. Schliesslich setzte A._____ X._____ auch 
als Willensvollstrecker ein. X._____ nahm das Willensvollstreckermandat an, so 
dass ihm vom Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva am 9. August 2011 die 
Willensvollstreckerbescheinigung ausgestellt wurde. Gemäss Erbenbescheinigung 
des Einzelrichters am Bezirksgericht Surselva vom 7. Mai 2013 hinterliess 
A._____ als gesetzliche Erbin nur B._____. Der im Testament erwähnte Enkel 
C._____ muss offenbar schon vor dem Ableben von A._____ verstorben sein, was 
aus den Akten indessen nicht hervorgeht. Als eingesetzter Erbe wurde in der Er-
benbescheinigung X._____ aufgeführt.

B. Am _____ 2014 verstarb in Zürich auch B._____ und hinterliess gemäss 
Erbschein des Einzelrichters am Bezirksgericht Zürich vom 30. Juli 2014 als einzi-
gen gesetzlichen Erben ihren Sohn Y._____, geboren am _____ 2000, welcher 
seit dem 17. Juni 2014 durch Rechtsanwalt lic. iur. Alfred Haltiner verbeiständet 
ist.

C. Nach diversen Unstimmigkeiten mit dem Beistand von Y._____, welche 
sich in jeweils längeren Antwort- und Rechtfertigungsschreiben des Willensvoll-
streckers niederschlugen, reichte der Beistand Rechtsanwalt lic. iur. Alfred Halti-
ner am 16. Februar 2015, gestützt auf eine Prozessvollmacht der Kindes- und Er-
wachsenenschutzbehörde (KESB) des Bezirks O.2_____ vom 29. Januar 2015, 
im Namen von Y._____ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva eine Be-
schwerde gegen den Willensvollstrecker D._____ ein und verlangte dessen Ab-
setzung. Zudem wurde beantragt, dass dieser mit einer Busse von mindestens 
CHF 1'000.– zu bestrafen sei. Superprovisorisch wurde beantragt, dem Willens-
vollstrecker die Verfügungsmacht über das Mietzinsenkonto bei der Graubündner 
Kantonalbank (GKB) zu entziehen.

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Die Beschwerde wurde insbesondere damit begründet, es solle mit der Abberu-
fung des Willensvollstreckers verhindert werden, dass dieser weiterhin neue, völlig 
an den Haaren herbeigezogene Forderungen kreiere und völlig unnötigen Auf-
wand generiere, um fortlaufend weitere Bezüge aus dem Nachlass tätigen zu kön-
nen. Im Einzelnen wurde ihm vorgeworfen, er habe bislang nie ein Inventar aufge-
nommen, keine nach Aktiven und Passiven geführte Buchhaltung geführt und we-
der einen Status noch einen Rechenschaftsbericht erstellt, die es erlaubt hätten, 
sich auf einfache Weise ein Bild darüber zu machen, wie sich der Nachlass auf-
grund der Tätigkeit des Willensvollstreckers im Verlauf der vergangenen drei Jah-
re entwickelt habe. In den Unterlagen befänden sich lediglich handschriftliche Auf-
zeichnungen aus den verschiedenen Bereichen (Willensvollstreckung, Räumung 
und Reinigung Haus "E._____") in denen sich D._____ und seine Ehefrau betätigt 
hätten und die dem Willensvollstrecker als Grundlage für die Bezüge aus dem 
Nachlass dienten. Beanstandet wurden sodann die unangemessenen Honora-
ransätze des Willensvollstreckers, der unangemessene Aufwand für die Beantwor-
tung von Anfragen des Beistandes mit entsprechender Honorierung zulasten des 
Nachlasses, die Geltendmachung von ungerechtfertigten Spesen sowie die Ver-
letzung seiner Informationspflichten. Allgemein wurde anhand von Beispielen 
(Grabstein, Mietverhältnis, Hausverkauf) das Unvermögen des Willensvollstre-
ckers gerügt. Nicht einzusehen sei, weshalb der Willensvollstrecker seine Stun-
denansätze von ursprünglich CHF 78.– auf CHF 86.– und schliesslich auf 
CHF 129.– erhöht habe. D._____ habe bisher unter verschiedensten Titeln vor der 
jüngsten Behändigung von CHF 9'000.– bereits über CHF 40'000.– aus dem 
Nachlass bezogen. Zudem seien Honorarforderungen von nochmals rund 
CHF 16'000.– angekündigt worden. Bei einem Nettonachlass von rund 
CHF 170'000.– (Nettoerlös Liegenschaft CHF 240'000.– minus CHF 117'000.– 
Hypothek plus Barmittel CHF 48'000.–) würde dies bedeuten, dass davon nahezu 
CHF 80'000.– (CHF 57'000.– plus CHF 21'750.– Erbanteil) fliessen würden, 
während der Haupterbe Y._____ sich mit CHF 65'000.– begnügen müsste. Die 
ungerechtfertigten Honorarbezüge müssten auf gerichtlichem Wege zurückgefor-
dert werden, sofern keine Einigung erzielt werden könne. Unter den gegebenen 
Umständen sei nicht zu erwarten, dass der Willensvollstrecker einen tauglichen 
Rechenschafts- und Schlussbericht abgeben könne. 

D. Mit Entscheid vom 19. Februar 2015 wies der Einzelrichter am Bezirksge-
richt Surselva das Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Verfügung ab und 
setzte X._____ Frist zur Stellungnahme zur Beschwerde an.

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E. In seiner Stellungnahme vom 16. März 2015 beantragte X._____ die voll-
umfängliche Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden kön-
ne. Er verwies insbesondere auf die schwierigen Verhältnisse, die er ohne juristi-
sche oder ökonomische Ausbildung zu bewältigen gehabt habe. Das Haus 
"E._____" sei in einem "messiehaften" Zustand gewesen und die Räumung samt 
Reinigung, Desinfizierung und Ausweisung des bisherigen Mieters habe einen 
enormen Aufwand verursacht. Er sei ohne Unterstützung der Erbin oder Behörden 
auf sich alleine gestellt gewesen. Ferner würden die verrechneten Honorarsätze 
durchaus dem Üblichen entsprechen. Die Erstellung eines Inventars sei nicht not-
wendig gewesen, da ausser dem Nachlasskonto und dem Hypothekarkonto keine 
nennenswerten Aktiven vorhanden gewesen seien, insbesondere keine Wertsa-
chen oder dergleichen. Schliesslich sei es ihm gelungen, das Haus für 
CHF 240'000.– zu verkaufen, bei einem Verkehrswert gemäss amtlicher Schät-
zung von CHF 130'000.–.

F. Mit Entscheid vom 19. März 2015 kam der Einzelrichter am Bezirksgericht 
Surselva zum Schluss, der Willensvollstrecker habe seine Pflichten schwer-
wiegend verletzt. Dieser habe ab dem Konto der Erbengemeinschaft unter den 
verschiedensten Titeln Bezüge von über CHF 50'000.– getätigt und weitere Forde-
rungen von CHF 7'000.– in Aussicht gestellt. Weiter habe er es unterlassen, eine 
übersichtliche und ordnungsgemässe Buchhaltung zu führen, eine aktuelle, über-
sichtliche und belegte Aufstellung über Aktiven und Passiven beizubringen sowie 
ein Inventar über den Nachlass zu erstellen. Ferner sei er seinen Informations-
pflichten gegenüber dem gesetzlichen Erben nicht nachgekommen. Stattdessen 
habe er im Sinne einer Strafaktion nach Anfragen des gesetzlichen Erben sein 
bereits in Rechnung gestelltes Honorar resp. seinen bereits in Rechnung gestell-
ten Aufwand "frivol" erhöht. Er sei seiner Pflicht um Rechenschaftsablegung nicht 
nachgekommen. Im Übrigen habe er sich durch Selbstkontrahierung auch weitere 
Tätigkeiten wie Räumungs- und Reinigungsarbeiten zu einem übersetzten Tarif 
entschädigen lassen sowie ungerechtfertigte Spesen geltend gemacht. Der Wil-
lensvollstrecker habe den Nachlass somit nicht wirtschaftlich, geschweige denn 
schonend verwaltet. Eine mildere Massnahme als die Absetzung sei auch schon 
wegen seiner Uneinsichtigkeit nicht ersichtlich. Die Absetzung sei ein ausreichen-
des Aufsichtsmittel, weshalb von einer zusätzlichen Disziplinarbusse abgesehen 
werden könne. 

G. Gegen diesen Entscheid liess D._____ am 30. März 2015 Berufung an das 
Kantonsgericht von Graubünden einreichen mit dem Begehren, der angefochtene 
Entscheid sei aufzuheben und die Aufsichtsbeschwerde sei kostenfällig abzuwei-

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sen. Nach der Rüge, die Vorinstanz sei auf seine konkreten Vorbringen kaum ein-
gegangen und habe die eingereichten Unterlagen nur ungenügend gewürdigt, 
wurden mehrheitlich die Argumente in der Stellungnahme vom 16. März 2015 an 
den Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva wiederholt.

H. Y._____ beantragte in seiner Berufungsantwort vom 13. März 2015 die Ab-
weisung der Berufung und die vollumfängliche Bestätigung des angefochtenen 
Entscheids. Im Weiteren stellte er die prozessualen Anträge, es sei Ziffer 3 des 
angefochtenen Entscheids (Entzug der Verfügungsmacht des Willensvollstreckers 
über das verbliebene Nachlasskonto) die aufschiebende Wirkung zu entziehen 
und es sei ihm für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu ge-
währen und Rechtsanwalt lic. iur. Alfred Haltiner als unentgeltlichen Rechtsvertre-
ter zu bestellen. 

I. Auf die weitergehenden Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im an-
gefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägun-
gen eingegangen. 

II. Erwägungen

1. a) Aus Art. 518 Abs. 1 i.V.m. Art. 595 Abs. 3 ZGB wird von Lehre und Recht-
sprechung abgeleitet, dass der Willensvollstrecker zwingend einer Aufsicht unter-
steht (vgl. Hans Rainer Künzle, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, 
Schweizerisches Zivilgesetzbuch, Das Erbrecht, Bern 2011, N 515 zu Art. 517-518 
ZGB; Martin Karrer/Nedim Peter Vogt/Daniel Leu, in:Honsell/Vogt/Geiser [Hrsg.], 
Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, 4. Aufl., Basel 2011, N 2 und N 97 zu 
Art. 518 ZGB jeweils mit weiteren Hinweisen). Der Kanton Graubünden hat diese 
Aufsichtstätigkeit über den Willensvollstrecker in Art. 83 Abs. 1 des Einführungs-
gesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) dem Be-
zirksgerichtspräsidenten zugewiesen. 

b) In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurden indessen keine Bestimmungen 
erlassen. Einig ist man sich aber darin, dass es sich um ein (kantonalrechtliches) 
Verfahren der freiwilligen bzw. nichtstreitigen Gerichtsbarkeit handelt, auf welches 
die Bestimmungen des summarischen Verfahrens anzuwenden sind (vgl. Künzle, 
a.a.O., N 554 zu Art. 517-518 ZGB; Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 107 f. zu Art. 518 
ZGB i.V.m. N 33 zu Art. 595 ZGB). Die Vorinstanz hat ohne weitere Begründung 
für das Verfahren auf Art. 248 lit. e ZPO und somit auf das in der eidgenössischen 

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ZPO geregelte summarische Verfahren verwiesen (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 7, act. B.1). Das Bundesgericht hat indessen in BGE 139 III 225 entschieden, 
dass die eidgenössische ZPO im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit nach 
Art. 1 lit. b ZPO nur Anwendung findet, wo das Bundesrecht selbst eine gerichtli-
che Behörde vorschreibt. In den übrigen Bereichen sei gestützt auf Art. 54 Abs. 3 
SchlT ZGB das vom Kanton bezeichnete Recht als kantonales Verfahrensrecht 
anzuwenden (vgl. BGE 139 III 225 E. 2.2). Vorliegendenfalls schreibt das Bundes-
recht für die Aufsicht über die Willensvollstrecker keine gerichtliche Behörde vor 
(vgl. Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 107 zu Art. 518 ZGB; Künzle, a.a.O., N 516 zu 
Art. 517-518 ZGB) und das seit dem 1. Januar 2011 geltende EGzZGB enthält – 
im Gegensatz zu früher – keine Verfahrensregeln für die freiwillige Gerichtsbarkeit. 
Gemäss Art. 2 Abs. 2 EGzZGB ist somit die eidgenössische Zivilprozessordnung 
als subsidiäres kantonales Recht anwendbar. Zu beachten sind somit die Vor-
schriften von Art. 248 lit. e i.V.m. Art. 252 ff. ZPO. 

c) Für den Weiterzug gelten die Vorschriften von Art. 308 ff. bzw. Art. 319 ff. 
ZPO. Beide Parteien gehen zu Recht von einem Streitwert von über CHF 10'000.– 
aus, welcher aber CHF 30'000.– gemäss Art. 74 Abs. 1 BGG nicht erreicht (vgl. 
Beschwerde vom 16. Februar 2015 Ziff. I.5 S. 4/5, vorinstanzliche Akten act. I.1; 
Berufung vom 30. März 2015 Ziff. II.A.5 S. 3, act. A.1; Berufungsantwort vom 
13. März 2015 Ziff. I.5 S. 5, act. A.2). Der Berufungskläger hat somit zu Recht Be-
rufung im Sinne von Art. 308 ZPO eingereicht. Diese wurde rechtzeitig innert der 
zehntätigen Frist gemäss Art. 314 Abs. 1 ZPO der Post übergeben und entspricht 
den Formanforderungen von Art. 311 ZPO. Auf die Berufung ist somit einzutreten. 

d) Daran ändert auch der Einwand des Berufungsbeklagten nichts, auf die 
Berufung könne deshalb nicht eingetreten werden, weil sich der Berufungskläger 
mit dem angefochtenen Entscheid nicht vertieft auseinandersetze und sich viel-
mehr über weite Teile mit einer praktisch wörtlichen Wiederholung der erstinstanz-
lichen Stellungnahme begnüge (vgl. Berufungsantwort vom 13. März 2015 Ziff. I.4 
S. 4, act. A.2). Zutreffend ist, dass von einer Berufungsschrift verlangt wird, dass 
sie sich mit der Begründung des erstinstanzlichen Entscheides im Einzelnen aus-
einandersetzt, ohne dass allerdings an dieses Erfordernis überspitzte Anforderun-
gen gestellt werden dürften. Grundsätzlich genügt es aber nicht, in einer Beru-
fungsschrift bloss die eigenen Vorbringen vor der Vorinstanz zu wiederholen, ohne 
sich sachbezogen mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (vgl. 
Peter Reetz/Stefanie Theiler, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], 
Kommmentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO], 
Zürich/Basel/Genf 2013, N 36 zu Art. 311 ZPO mit Hinweisen). Dem Berufungsbe-

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klagten ist darin zuzustimmen, dass der Berufungskläger in seiner Berufungs-
schrift grösstenteils und wortwörtlich seine Argumentation aus der Stellungnahme 
an die Vorinstanz vom 16. März 2015 übernimmt. Allerdings begründet der Beru-
fungskläger sein Vorgehen damit, dass die Vorinstanz auf seine Vorbringen gar 
nicht eingegangen sei und vielmehr ihre Erwägungen weitläufig aus der Be-
schwerdeschrift vom 16. Februar 2015 übernommen habe. Offenbar sei der am 
19. März 2015 mitgeteilte Entscheid schon vor Eingang der Stellungnahme am 18. 
März 2015 bei der Vorinstanz bereits weitgehend vorbereitet gewesen. Dieser 
Einwand kann nicht gänzlich von der Hand gewiesen werden. Auch wenn das Ge-
richt in seinen Erwägungen nicht auf jedes noch so unbedeutende Argument einer 
Partei eingehen muss, so fällt doch auf, dass sich die Vorinstanz mit der Stellung-
nahme des Berufungsklägers bzw. Beschwerdegegners nur sehr rudimentär aus-
einandergesetzt hat und zahlreiche Vorbringen überhaupt nicht behandelt hat. Un-
ter diesen Umständen kann es dem Berufungskläger nicht zum Vorwurf gemacht 
werden, dass er die gleichen Argumente mit seiner Rechtsmitteleingabe praktisch 
unverändert nochmals einbringt. Ein Grund auf die Berufung nicht einzutreten, 
besteht demnach nicht. 

e) Unbegründet sind sodann die Zweifel des Berufungsklägers an der Pro-
zessführungsbefugnis des Beistandes des Berufungsbeklagten. Wie die KESB 
Bezirk O.2_____ bereits am 29. Januar 2015 bestätigte (vgl. vorinstanzliche Ak-
ten, klägerische Beilagen act. II.6.) und vom Beistand und Rechtsvertreter im Be-
rufungsverfahren zusätzlich durch Einlage des entsprechenden Entscheides der 
KESB Bezirk O.2_____ vom 17. Juni 2014 dokumentiert wurde (vgl. act. C.2), 
wurde Rechtsanwalt lic. iur. Alfred Haltiner mit der Übertragung der Beistandschaft 
über den Berufungsbeklagten auch die Prozessvollmacht erteilt.

f) Im aufsichtsrechtlichen Verfahren ist der Sachverhalt von Amtes wegen 
abzuklären und die Aufsichtsbehörde ist nicht an die Parteianträge gebunden. Es 
herrscht somit die Offizialmaxime (vgl. Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 108 zu Art. 518 
ZGB i.V.m. N 33 zu Art. 595 ZGB; Künzle, a.a.O., N 555 und N 557 zu Art. 517-
518 ZGB; Peter Breitschmid, in Druey/Breitschmid [Hrsg.], Willensvollstreckung, 
Bern/Stuttgart/Wien 2001, S. 156). Im Berufungsverfahren ist diese Kognitionsbe-
fugnis nicht eingeschränkt. Vielmehr kann das Kantonsgericht von Graubünden 
den vorinstanzlichen Entscheid sowohl hinsichtlich der Feststellung des Sachver-
haltes als auch in Bezug auf die Rechtsanwendung frei überprüfen (Art. 310 ZPO). 
Es kann den angefochtenen Entscheid bestätigen, neu entscheiden oder allenfalls 
die Sache zu neuer Entscheidung an die erste Instanz zurückweisen (Art. 318 
ZPO). 

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2. Als Aufsichtsmittel gegen einen Willensvollstrecker fallen präventive 
und/oder disziplinarische Massnahmen in Betracht. Als Regel gilt, dass Prävention 
der Sanktion und die mildere der schärferen Anordnung vorgeht. Zu prüfen sind 
folglich zunächst präventive Massregeln. Die Aufsichtsbehörde kann dem Willens-
vollstrecker Empfehlungen oder gegebenenfalls mit Fristansetzung verbundene 
Weisungen erteilen. Sodann kann die Aufsichtsbehörde dem Willensvollstrecker 
im Sinne von disziplinarischen Massnahmen einen Verweis erteilen, ihn ermahnen 
oder verwarnen, ihn vorübergehend suspendieren oder gar absetzen. Die Abset-
zung des Willensvollstreckers durch die Aufsichtsbehörde ist im Gesetz nicht vor-
gesehen, wird von der Lehre und Praxis aber grösstenteils anerkannt, obwohl der 
Willensvollstrecker durch den Willen des Erblassers eingesetzt wurde und die Ab-
setzung als Eingriff in materielle Rechte betrachtet werden könnte. Auf jeden Fall 
ist eine Absetzung ein schwerwiegender Eingriff in die persönliche Situation des 
Willensvollstreckers und eine radikale Massnahme für die Nachlassadministration. 
Soweit kein Ersatzvollstrecker bezeichnet ist, führt sie zum Wegfall der Willens-
vollstreckung als solcher, da die Aufsichtsbehörde keinen Ersatzwillensvollstrecker 
einsetzen kann. Der Absetzung als ultima ratio liegt die Auffassung zugrunde, 
dass der Erblasser zu Lebzeiten die Ernennung des Willensvollstreckers jederzeit 
widerrufen konnte und dass er – wenn er noch leben würde – bei Vorliegen 
schwerwiegender Umstände diesen Widerruf auch vornehmen würde. Die Behör-
de muss bei der Beurteilung der Umstände, welche zu einer Absetzung führen, 
einen strengen Massstab anlegen und die Absetzung wirklich als ultima ratio be-
trachten, wenn sich in vorangegangenen Beschwerdeverfahren mildere Mass-
nahmen als wirkungslos erwiesen haben. Als Absetzungsgründe werden genannt 
entweder die disziplinarische Absetzung wegen grober Pflichtverletzung oder ver-
schuldeter Unmöglichkeit der gehörigen Erfüllung oder die aufsichtsrechtliche Ab-
setzung wegen der Unmöglichkeit der gehörigen Erfüllung (Unfähigkeit, Krankheit 
etc.). Die Evaluation der Massnahme obliegt der Aufsichtsbehörde und wird nicht 
durch Parteianträge eingegrenzt (vgl. dazu PKG 2012 Nr. 1 E. 2.b mit zahlreichen 
Hinweisen; neu auch Künzle, a.a.O., N 535 ff. zu Art. 517-518 ZGB).

3. a) Dem Berufungskläger wird vorliegend vom Berufungsbeklagten und von der 
Vorinstanz zunächst vorgeworfen, er habe es unterlassen, ein Inventar aufzuneh-
men und eine ordnungsgemässe Buchhaltung zu führen (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 8.4, act. B.1). Zutreffend ist zwar, dass der Willensvollstrecker in der 
Regel selbst zu Beginn seiner Tätigkeit ein Inventar über die Nachlassgegenstän-
de aufzunehmen hat. Gemeint ist damit eine Vermögensaufstellung, in welcher die 
Aktiven und Passiven des Nachlasses aufgeführt und bewertet werden. Es dient 

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allerdings nur der Bestandesfeststellung und nicht der Wertermittlung. Ebenso 
wenig hat es eine Präklusivwirkung. Sodann ist es nicht erforderlich, dass der Wil-
lensvollstrecker das Inventar selbst erstellt. Es wird als genügend erachtet, wenn 
er sich auf ein Sicherungsinventar oder ein öffentliches Inventar abstützt (vgl. dazu 
Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 16 zu Art. 518 ZGB; Künzle, a.a.O., N 107 f. zu 
Art. 517-518 ZGB; Bernhard Christ/Mark Eigner, in: Abt/Weibel [Hrsg.], Praxis-
kommentar Erbrecht, 2. Aufl., Basel 2011, N 31 zu Art. 518 ZGB). 

b) Im vorliegenden Fall wurde vom Kreisnotariat O.3_____ am 3. Oktober 
2011 (vgl. vorinstanzliche Akten, klägerische Beilagen act. II.8.) kurz nach Amts-
antritt des Berufungsklägers (vgl. die Willensvollstreckerbescheinigung vom 9. Au-
gust 2011 des Einzelrichters am Bezirksgericht Surselva, vorinstanzliche Akten, 
klägerische Beilagen act. II.1.) im Auftrag des Bezirksgerichtes Surselva ein öf-
fentliches Inventar aufgenommen. Darin sind die damals bekannten Aktiven und 
Passiven aufgelistet worden. Nebst zwei Konti bei der GKB (mit Guthaben von 
insgesamt rund CHF 48'000.–) bestanden die Aktiven vor allem aus dem Einfami-
lienhaus "E._____" in O.3_____ (Wert gemäss amtlicher Schätzung 
CHF 130'800.–), welches allerdings mit einer Hypothek über CHF 117'700.– be-
lastet war. Schliesslich besteht das Inventar aus einer Zusammenstellung von be-
zahlten (rund  CHF 19'000.–) und noch offenen Rechnungen (rund CHF 2000.–). 
Dieses Inventar ist ohne weiteres als Feststellung des Bestandes des Nachlasses 
und als Ausgangsbasis für die Tätigkeit des Willensvollstreckers sowie die Erbtei-
lung ausreichend. Diesbezüglich sind seitens des Berufungsklägers somit keine 
Verfehlungen festzustellen. 

4. a) Sodann obliegt dem Willensvollstrecker die Pflicht zur periodischen Bericht-
erstattung. Er hat die notwendigen Aufzeichnungen zu führen, um gegenüber den 
Erben jederzeit Rechenschaft ablegen zu können (vgl. Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., 
N 17 zu Art. 518 ZGB; Künzle, a.a.O., N 407 zu Art. 517-518 ZGB; Christ/Eichner, 
a.a.O., N 33 zu Art. 518 ZGB; Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums PZ 06 6 
vom 13. Februar 2006 E. 4). Die Vorinstanz bemängelt im angefochtenen Ent-
scheid, der Willensvollstrecker sei seiner Pflicht um Rechenschaftsablegung be-
züglich seiner Tätigkeit nicht annähernd nachgekommen (vgl. angefochtener Ent-
scheid E. 8.4, act. B.1). Unbestreitbar ist, dass der Berufungskläger nicht wie ein 
professioneller Treuhänder die Informationen an den Berufungsbeklagten bzw. 
dessen Vertreter sowie seine Rechenschaftsberichte in fachmännischer Art und 
Weise erstattete. Dies wird aber auch nicht verlangt. Entscheidend ist vielmehr, 
dass der Willensvollstrecker periodisch oder auf Wunsch des Erben die geforder-
ten Auskünfte erteilt und nachvollziehbar über seine Handlungen und den Stand 

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bzw. die Bewegungen des Nachlassvermögens informiert. Zunächst in Erinnerung 
zu rufen ist, dass der Willensvollstrecker rechtlich sehr weitgehende Kompetenzen 
und das ausschliessliche Besitz-, Verwaltungs- und Verfügungsrecht über den 
Nachlass hat und die diesbezüglichen Rechte der Erben in dieser Zeit sistiert sind. 
Der Willensvollstrecker handelt aus eigenem Recht frei und selbständig und muss 
keine Weisungen der Erben befolgen. Allerdings muss er dabei die Interessen der 
Erben im Auge haben (vgl. Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 8 vor Art. 517/518 ZGB und 
N 14 zu Art. 518 ZGB). 

b) Den bei der Vorinstanz vom Berufungsbeklagten eingereichten Akten (vgl. 
etwa vorinstanzliche Akten, klägerische Beilagen act. II.9, act. II.13, act. II.24 und 
act. II.28) und den vom Berufungskläger selbst eingelegten Ordnern (vgl. vor-
instanzliche Akten, beklagtische Beilagen act. III.3 und act. II.4) ist zu entnehmen, 
dass der Berufungskläger im Rahmen seiner Aufwandabrechnungen geradezu 
akribisch genau seine Tätigkeiten für den Nachlass auf die Minute chronologisch 
aufgezeichnet hat. In zahlreichen Schreiben an die Vertreter des Berufungsbe-
klagten hat der Berufungskläger – wenngleich etwa in unwirschem Ton – die ge-
stellten Fragen beantwortet und über die Vorgänge orientiert. Dies betrifft sowohl 
den Ablauf des Hausverkaufs, die Bezüge des Willensvollstreckers für seinen 
Aufwand und den Stand des für die Erbteilung zur Verfügung stehenden Betrags 
(vgl. etwa vorinstanzliche Akten, klägerische Beilagen act. II./7). Anzufügen ist in 
diesem Zusammenhang, dass sich die Zusammensetzung des Nachlasses recht 
einfach gestaltet. Nach dem Verkauf des Hauses und der Auflösung des Hypothe-
karkontos besteht der Nachlass praktisch nur noch aus einem Aktivkonto bei der 
GKB. Unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, inwiefern der Berufungskläger 
seine Pflicht zur Rechenschaftsablegung verletzt hätte. Selbst wenn in diesem 
Zusammenhang gewisse Beanstandungen gerechtfertigt wären, so wäre dies kei-
nesfalls ein Grund für eine direkte Absetzung des Berufungsklägers gewesen. 
Vielmehr hätte die Vorinstanz dem Berufungskläger eine entsprechende Weisung 
zur Art und Weise der Rechenschaftsablegung erteilen können.

c) Zu Recht werden dem Berufungskläger nicht Fehler oder Unterlassungen 
bei der bisherigen Verwaltung und Versilberung des Nachlasses vorgehalten. Sei-
ne Aufgabe gestaltete sich nämlich angesichts des sich in vernachlässigtem Zu-
stand befindlichen Hauses "E._____" mit einer kaum vorstellbaren Unordnung in 
den Räumen und der Umgebung alles andere als einfach und angenehm (vgl. die 
Fotoaufnahmen, vorinstanzliche Akten, beklagtische Beilagen act. III.5). Bis nur 
der damalige Mieter aus dem Haus gewiesen werden konnte, verging einige Zeit 
und wurde nicht geringer Aufwand verursacht. Anschliessend begann die aufwän-

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dige Arbeit der Liegenschaftsräumung, welche der Berufungskläger zu organisie-
ren hatte und dabei auch selber anpackte. Dies war alles notwendig, um das Haus 
überhaupt zum Verkauf anbieten zu können. Unbestritten war von Anfang an, 
dass die Liegenschaft veräussert werden sollte. Die Verkaufsvorbereitungen und   
-verhandlungen übernahm ebenfalls der Berufungskläger, welcher schliesslich zu 
einem vorteilhaften Preis den Verkaufsabschluss tätigen konnte. Bei all diesen 
Tätigkeiten war der Berufungskläger auf sich allein gestellt und konnte diese er-
folgreich erledigen. Dies darf im ganzen Zusammenhang nicht übersehen werden.

5. a) Wie den Akten und dem vorinstanzlichen Entscheid zu entnehmen ist, rich-
tet sich die Hauptkritik des Berufungsbeklagten und des Einzelrichters am Be-
zirksgericht Surselva gegen die in ihren Augen zu hohen Honoraransätze und -
bezüge des Berufungsklägers für seine Tätigkeit für den Nachlass (vgl. angefoch-
tener Entscheid E. 8.4, act. B.1.) 

b) Vorab festzuhalten ist, dass der Willensvollstrecker gemäss Art. 517 Abs. 3 
ZGB einen gesetzlichen Anspruch auf eine angemessene Vergütung hat, was im 
vorliegenden Fall grundsätzlich unbestritten ist. Wichtigster Faktor für die Honorar-
berechnung ist der Zeitaufwand, also die aufgewendeten Arbeitsstunden des Wil-
lensvollstreckers (vgl. Künzle, a.a.O., N 396 zu Art. 517-518 ZGB). Für diesen 
Zeitaufwand ist ein angemessener Stundenansatz zu wählen, der sich nach der 
konkreten Tätigkeit, den Fachkenntnissen, der Verantwortung des Willensvollstre-
ckers und allenfalls weiterer einschlägiger Kriterien richtet. So kann etwa die Or-
ganisation einer Haushaltsauflösung zum vollen Stundentarif verrechnet werden, 
während die übrigen Arbeiten wie die reine Entsorgung zu einem bescheideneren 
Ansatz in Rechnung zu stellen sind (vgl. Künzle, a.a.O., N 395 zu Art. 517-518 
ZGB). Gestattet ist die Beanspruchung einer zusätzlichen Vergütung für Tätigkei-
ten, die nicht zu den Aufgaben des Willensvollstreckers gehören – wie die Vermitt-
lung von Verkaufsgelegenheiten für Nachlassliegenschaften (vgl. Künzle, a.a.O., 
N 401 zu Art. 517-518 ZGB). Ist der Willensvollstrecker gezwungen, für gewisse 
Aufgaben Berater oder andere Hilfspersonen beizuziehen, so sind diese Kosten 
auszuweisen und gehen zu Lasten des Nachlasses (vgl. Breitschmid, a.a.O., 
S. 168 f. und S. 179, Künzle, a.a.O., N 405 zu Art. 517-518 ZGB). Im Übrigen 
kann die Höhe der angemessenen Vergütung nur unter Berücksichtigung des Ein-
zelfalles festgesetzt werden (vgl. Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 29 zu Art. 517 ZGB 
unter Hinweis auf BGE 129 I 330 E. 3.2; Verfügung des Kantonsgerichtspräsidi-
ums PZ 06 6 vom 13. Februar 2006 E. 7). Der Willensvollstrecker ist befugt, das 
Honorar gestützt auf Zwischenabrechnungen über seine Tätigkeit als Vorschuss 

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direkt dem Nachlass zu belasten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_582/2014 
vom 7. Januar 2015, E. 2.1.2. und E. 2.1.3.). 

c) Im Rahmen einer Aufsichtsbeschwerde kann die Aufsichtsbehörde nur das 
formelle Vorgehen des Willensvollstreckers, die persönliche Eignung des Willens-
vollstreckers sowie die pflichtgemässe Amtsführung und deren Zweckmässigkeit 
prüfen, nicht aber materielle Fragen entscheiden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 
5A_672/2013 vom 24. Februar 2014 E. 3.1.; Künzle, a.a.O., N 523 zu Art. 517-518 
ZGB; Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 98 zu Art. 518 ZGB). In Bezug auf die Honora-
ransprüche bedeutet dies, dass die Aufsichtsbehörde nur prüfen kann, ob der Wil-
lensvollstrecker formell richtig abgerechnet hat, ob seine behaupteten Tätigkeiten 
für den Nachlass in den Abrechnungen vollständig aufgeführt sind etc. Wenn der 
Willensvollstrecker seine Vergütung vorab vom Nachlasskonto überweisen lässt 
und die Erben die Höhe des Honorars bestreiten, steht ihnen ein Rückerstattungs-
anspruch zu. Sind sich die Erben und der Willensvollstrecker also in Bezug auf die 
Höhe des Stundenansatzes, die Notwendigkeit des Aufwandes etc. uneinig, ist 
diese Zivilstreitigkeit durch den ordentlichen Richter zu entscheiden. Fragen könn-
te sich immerhin, ob Honorarbezüge des Willensvollstreckers während des lau-
fenden Mandats insoweit im Beschwerdeverfahren geprüft werden dürfen, als Un-
zulänglichkeiten in formeller Hinsicht oder krass übersetzte Honorarforderungen 
Anhaltspunkte zur disziplinarischen Beurteilung der Mandatsführung geben. (vgl. 
Urteile des Bundesgerichts 6B_582/2014 vom 7. Januar 2015 E. 2.1.3. und 
5A_672/2013 vom 24. Februar 2014 E. 6.4; Künzle, a.a.O., N 411 zu Art. 517-518 
ZGB; Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 34 zu Art. 517 ZGB; Christ/Eichner, a.a.O., N 39 
zu Art. 517 ZGB).

d) In formeller Hinsicht sind die Honorarabrechnungen des Berufungsklägers 
nicht zu beanstanden. In handschriftlichen Aufzeichnungen hat er die jeweilige 
Tätigkeit, den Stundenaufwand, den Stundenansatz, die Spesen und den Ge-
samtbetrag festgehalten (vgl. vorinstanzliche Akten, klägerische Beilagen act. II.9, 
act. II.13 und act. II.24). Sodann stellen die vom Berufungskläger bezogenen Ho-
norarforderungen keine in aufsichtsrechtlicher Hinsicht krass übersetzte Honorar-
forderungen dar. Ob allerdings der ganze verrechnete Aufwand notwendig, die 
Auslagen ausgewiesen und die Stundenansätze von CHF 86.– und für gewisse 
Arbeiten gar CHF 129.– gerechtfertigt sind, muss im vorliegenden Verfahren da-
hingestellt bleiben. Das Vorgehen des Berufungsklägers, nach Anfragen des ge-
setzlichen Erben sein bereits in Rechnung gestelltes Honorar zu erhöhen und zu 
beziehen, ist auf jeden Fall als problematisch zu bezeichnen und wirft Fragen auf. 
Der Aufwand, welcher dem Berufungskläger im Zusammenhang mit der Geltend-

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machung seines Willensvollstreckerhonorars entstanden ist, ist auf jeden Fall nicht 
als Willensvollstreckerhonorar zu entschädigen. Vom ordentlichen Zivilrichter wäre 
sodann u.U. zu prüfen, ob die vom Berufungskläger zusätzlich geltend gemachte 
Entschädigung für den Hausverkauf von 5% des Verkaufspreises (vgl. vorinstanz-
liche Akten, klägerische Beilagen act. II./7.) gerechtfertigt ist. In diesem Zusam-
menhang ist darauf hinzuweisen, dass für die Festlegung des Honorars Art. 517 
Abs. 3 ZGB zu beachten ist, wonach der Willensvollstrecker Anspruch auf ein an-
gemessenes Honorar hat. Massgebend sind dabei in der Regel Zeitaufwand und 
Komplexität der Tätigkeit, wobei der Wert des Nachlasses allenfalls über das 
Mass der Verantwortung berücksichtigt werden kann. Pauschalen oder Prozent-
sätze vom Nachlass sind dagegen i.d.R. ungeeignet zur Honorarfestsetzung. Rei-
ne Pauschalhonorare sind bundesrechtswidrig (vgl. BGE 129 I 330 E. 3.2). Diese 
Fragen sind aber, wie bereits gesagt, nicht im vorliegenden Aufsichtsverfahren, 
sondern vom ordentlichen Zivilrichter zu beurteilen. Falls dieser zum Schluss kä-
me, dass das vom Berufungskläger bezogene Honorar nicht gerechtfertigt bzw. zu 
hoch ist, müsste dieser die Differenz rückerstatten. Da somit im Aufsichtsverfahren 
gar nicht entschieden werden kann, ob die Honoraransprüche des Berufungsklä-
gers gerechtfertigt sind, kann diese schwelende Honorarstreitigkeit auch nicht da-
zu führen, damit die fehlende Vertrauenswürdigkeit des Willensvollstreckers zu 
begründen, wie dies die Vorinstanz getan hat (vgl. angefochtener Entscheid 
E. 8.4, act. B.1). Ebenso unbegründet ist, dem Willensvollstrecker implizit eine 
verpönte Selbstkontrahierung vorzuwerfen. Im Gegenteil ist es im Rahmen eines 
Willensvollstreckermandates selbstverständlich und sogar geboten, dass der Wil-
lensvollstrecker die zu seinen Aufgaben gehörenden Tätigkeiten möglichst selbst 
ausführt (vgl. Breitschmid, a.a.O., S. 168, Karrer/Vogt/Leu, a.a.O., N 15 zu 
Art. 518 ZGB). Aus allen diesen Gründen kann von einer feststellbaren schweren 
Pflichtverletzung des Berufungsklägers, welche seine Absetzung rechtfertigen 
würde, nicht die Rede sein. Vielmehr sollten die Erben nunmehr zur Erbteilung 
schreiten, bei welcher es vorerst nur darum geht, den sich auf einem Konto der 
GKB befindlichen Nachlass aufzuteilen. In diesem Zusammenhang sollten der 
Haupterbe und der Willensvollstrecker versuchen, einen Kompromiss in der Hono-
rarstreitigkeit zu suchen, um einen aufwändigen Zivilprozess mit ungewissem 
Ausgang zu vermeiden. Ist die Absetzung des Berufungsklägers aber ungerecht-
fertigt, ist der angefochtene Entscheid in Gutheissung der Berufung aufzuheben 
und die Beschwerde abzuweisen. Unter diesen Umständen bleibt auch kein Raum 
für den prozessualen Antrag des Berufungsbeklagten, es sei bezüglich der Ziffer 3 
des Dispositivs des angefochtenen Entscheids (Entzug der Verfügungsmacht des 

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Berufungsklägers über das Nachlasskonto) die aufschiebende Wirkung zu entzie-
hen.

6. a) Bei diesem Ausgang gehen die Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von 
CHF 2'000.– zulasten des Berufungsbeklagten bzw. Beschwerdeführers, welcher 
den Berufungskläger bzw. Beschwerdegegner aussergerichtlich angemessen zu 
entschädigen hat. In seiner Honorarnote vom 17. April 2015 (vgl. act. D.7) macht 
Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter für das Verfahren vor dem Einzelrichter am 
Bezirksgericht Surselva eine Entschädigung von CHF 6'152.15 geltend. Dies ist 
überhöht. Zunächst ist der gewählte Stundenansatz von CHF 250.– auf den mittle-
ren Ansatz von CHF 240.– gemäss Art. 3 Abs. 1 der Verordnung über die Bemes-
sung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverord-
nung, HV; BR 310.250) zu korrigieren, da eine Honorarvereinbarung fehlt (Art. 2 
Abs. 2 HV). Sodann können nicht 2.35 Stunden zum Anwaltstarif für das Kopieren 
von Akten durch das Sekretariat in Rechnung gestellt werden. Dieser Aufwand 
wird mit den hohen Barauslagen von CHF 1'476.– abgegolten. Der Stundenauf-
wand wird weder insgesamt noch getrennt für die beiden Verfahren vor dem Be-
zirksgericht und dem Kantonsgericht ausgewiesen. Ein Aufwand von 16 Stunden 
für das vorinstanzliche Verfahren erscheint angemessen und steht in einem ver-
nünftigen Verhältnis zum Aufwand des Gegenanwaltes. Die Entschädigung setzt 
sich demnach wie folgt zusammen: 16 Stunden zu CHF 240.– = CHF 3'840.– zu-
züglich Barauslagen CHF 1'598.95 (einschliesslich jene für das Verfahren vor 
Kantonsgericht) und 8 % Mehrwertsteuer von CHF 435.10, total somit 
CHF 5'874.05.

Dem Berufungsbeklagten und Beschwerdeführer wurde vor Bezirksgericht Sursel-
va die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Die Kosten des Beschwerdeverfah-
rens verbleiben daher unter Vorbehalt der Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO bei 
der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Surselva. Aus dieser Gerichtskasse ist un-
ter Vorbehalt der Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO ebenfalls der unentgeltliche 
Rechtsvertreter zum Tarif von CHF 200.–/Stunde (Art. 5 HV) zu bezahlen. 
Gemäss Honorarnote vom 13. April 2015 (vgl. act. C.5) von Rechtsanwalt lic. iur. 
Alfred Haltiner hat dieser für das Beschwerdeverfahren 18.58 Stunden aufge-
wendet, was angemessen erscheint. Das Honorar beträgt somit CHF 3'716.– zu-
züglich Barauslagen von CHF 131.– und 8 % Mehrwertsteuer von CHF 307.75, 
total somit CHF 4'154.75.

b) Die Kosten des Berufungsverfahrens vor dem Kantonsgericht Graubünden 
in der Höhe von CHF 3'000.– trägt ebenfalls der Berufungsbeklagte. Da ihm auch 

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für das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde (vgl. 
die Verfügung des Vorsitzenden der I. Zivilkammer ZK1 15 76 vom 10. Juni 2015), 
verbleiben diese unter Vorbehalt der Nachzahlung bei der Gerichtskasse des Kan-
tonsgerichts Graubünden. Dasselbe gilt für die Kosten der unentgeltlichen Rechts-
vertretung. Rechtsanwalt lic. iur. Alfred Haltiner macht mit seiner Honorarnote vom 
5. Juni 2015 (vgl. Akten ZK1 15 76, act. B.5) für das Berufungsverfahren einen 
Aufwand von 18 Stunden und 25 Minuten geltend. Die erste Stunde für das Studi-
um des vorinstanzlichen Entscheides und der von der Gegenpartei im vorinstanz-
lichen Verfahren eingereichten Stellungnahme ist dabei von vornherein zu strei-
chen, da dieser Aufwand im Verfahren vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht 
Surselva hätte geltend gemacht werden müssen. Als übertrieben erscheint ein 
Aufwand von 16 Stunden für die Berufungsantwort, welche sich an der Berufungs-
schrift mit der inhaltlich hinlänglich bekannten Thematik orientiert. Als angemes-
sen erscheint dem Kantonsgericht Graubünden ein Aufwand von 10 Stunden. Be-
rechtigt ist der Aufwand von 1 Stunde und 25 Minuten für die Tätigkeiten des 
Rechtsvertreters im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechts-
pflege. Dies ergibt eine Entschädigung von CHF 2'283.35 zuzüglich CHF 44.– 
Barauslagen und 8 % Mehrwertsteuer von CHF 186.18, total somit CHF 2'513.53.

Aussergerichtlich hat der Berufungsbeklagte den Berufungskläger angemessen zu 
entschädigen. In seiner Honorarnote vom 17. April 2015 (vgl. act. D.7) macht 
Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter für das Verfahren vor dem Kantonsgericht 
Graubünden eine Entschädigung von CHF 2'308.50 geltend. Zutreffend ist der 
Einwand des Berufungsbeklagten, dass sich die Berufungsschrift inhaltlich gröss-
tenteils mit der vor erster Instanz eingereichten Stellungnahme deckt. Der ange-
messene Aufwand für das Berufungsverfahren wird daher auf 8 Stunden festge-
legt. Bei einem mittleren Stundenansatz von CHF 240.–/Stunde (vgl. Art. 3 Abs. 1 
HV) ergibt dies eine Entschädigung von CHF 1'920.–  zuzüglich 8 % Mehrwert-
steuer von CHF 153.60, total somit CHF 2'073.60 (die Barauslagen für das Verfah-
ren vor dem Kantonsgericht Graubünden sind in der Entschädigung für das Ver-
fahren vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva enthalten).

Seite  16 — 17

III. Demnach wird erkannt:

1. Die Berufung wird gutgeheissen, der angefochtene Entscheid des Einzel-
richters am Bezirksgericht Surselva vom 19. März 2015 wird aufgehoben 
und die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor dem Einzelrichter am Bezirksge-
richt Surselva von CHF 2'000.– gehen zulasten des Y._____, welcher 
X._____ aussergerichtlich mit CHF 5'874.05 (inkl. MwSt. und Spesen) zu 
entschädigen hat.

3. Aufgrund der gewährten unentgeltlichen Rechtspflege verbleiben die Ge-
richtskosten für das Verfahren vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Sur-
selva von CHF 2'000.– unter Vorbehalt der Nachzahlung gemäss Art. 123 
ZPO bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Surselva. Aus dieser ist 
dem unentgeltlichen Rechtsvertreter von Y._____ unter Vorbehalt der 
Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO für das Verfahren vor dem Einzelrichter 
am Bezirksgericht Surselva eine Entschädigung von CHF 4'154.75 (inkl. 
MwSt. und Spesen) zu bezahlen.

4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von CHF 3'000.– gehen zu Lasten des 
Y._____, welcher X._____ aussergerichtlich mit CHF 2'073.60 (inkl. MwSt. 
und Spesen) zu entschädigen hat. X._____ wird der von ihm geleistete 
Kostenvorschuss zurückerstattet (Art. 122 Abs. 1 lit. c ZPO).

5. Aufgrund der auch vor Kantonsgericht gewährten unentgeltlichen Rechts-
pflege verbleiben die Gerichtskosten für das Verfahren vor Kantonsgericht 
von Graubünden von CHF 3'000.– unter Vorbehalt der Nachzahlung 
gemäss Art. 123 ZPO bei der Gerichtskasse des Kantonsgerichts. Aus die-
ser ist dem unentgeltlichen Rechtsvertreter von Y._____ unter Vorbehalt 
der Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO für das Berufungsverfahren eine 
Entschädigung von CHF 2'513.53 (inkl. MwSt. und Spesen) zu bezahlen.

6. Gegen diese, einen Streitwert von weniger als CHF 30'000.– betreffende 
Entscheidung kann gemäss Art. 72 und Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG Beschwer-
de in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 
14, geführt werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeu-
tung stellt. Andernfalls ist die subsidiäre Verfassungsbeschwerde gemäss 
Art. 113 ff. BGG gegeben. In beiden Fällen ist das Rechtsmittel dem Bun-

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desgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Aus-
fertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen 
Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die 
weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die 
Art. 29 ff., 72 ff., 90 ff. und 113 ff. BGG.

7. Mitteilung an: