# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 238a3bf5-34d1-5b74-8de1-a7fe79606f4d
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-04-19
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Versicherungsgericht 19.04.2021 UV 2020/40
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VSG_001_UV-2020-40_2021-04-19.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: UV 2020/40

Stelle: Versicherungsgericht

Rubrik: UV - Unfallversicherung

Publikationsdatum: 25.10.2021

Entscheiddatum: 19.04.2021

Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2021
Art. 16 ATSG: Verneinung einer Erhöhung des Tabellenlohnabzugs von 10 % 
auf 15 % hinsichtlich der Merkmale Alter, Dienstjahre, mangelnde 
Deutschkenntnisse, Nationalität und Wohnsitz in der Ostschweiz (Entscheid 
des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 2021, UV 
2020/40).

Entscheid vom 19. April 2021

Besetzung

Versicherungsrichterin Christiane Gallati Schneider (Vorsitz), Versicherungsrichter 

Joachim Huber und Versicherungsrichterin Corinne Schambeck; Gerichtsschreiber 

Markus Lorenzi

Geschäftsnr.

UV 2020/40

Parteien

A.___,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwältin Saila Ruibal, Pedrazzini Ruibal, Vadianstrasse 35, 

Postfach 115, 9001 St. Gallen,

gegen

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Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), Fluhmattstrasse 1, Postfach 

4358, 6002 Luzern,

Beschwerdegegnerin,

Gegenstand

Versicherungsleistungen

Sachverhalt

A.  

A.___ (nachfolgend: Versicherter) war seit dem 1. April 2006 als Gipser beim B.___ 

tätig und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die 

Folgen von Unfällen und Berufskrankheiten versichert, als er am 22. Juli 2018 in C.___ 

als Mitfahrer auf einem Motorrad einen Verkehrsunfall erlitt. In einer Kurve sprang ein 

Hund auf die Strasse, welchem der Fahrer auszuweichen versuchte, worauf es zum 

Sturz des Fahrers und des Versicherten kam. Die Erstbehandlung des Versicherten 

erfolgte gleichentags in einer Klinik in C.___, wo nach einer Röntgenuntersuchung eine 

distale Radiusfraktur rechts mit Gelenkbeteiligung und radiokarpaler Dissoziation 

diagnostiziert wurde. Der Vorderarm wurde mit Gipsschiene ruhiggestellt (Suva-act. 1, 

16). Die Nachkontrolle erfolgte bei der Hausärztin Dr. med. D.___, Fachärztin für 

Allgemeine Innere Medizin, die ihm ab 22. Juli 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit 

attestierte (Suva-act. 16-1, 18, 62-3). Mit Schreiben vom 17. August 2018 sicherte die 

Suva dem Versicherten die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) für 

die Folgen seines Unfalls vom 22. Juli 2018 zu (Suva-act. 8).

A.a. 

Am 4. September 2018 wurde der Versicherte durch Dr. med. E.___, Oberarzt i.V., 

Klinik für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates des 

Spitals F.___, untersucht, der nach einer Röntgenuntersuchung des rechten 

Handgelenks eine in Fehlstellung konsolidierte distale intraartikuläre Radiusfraktur 

rechts nach Motorradunfall in C.___ vom 22. Juli 2018 diagnostizierte (Suva-act. 24, 

vgl. auch Suva-act. 27). Der Versicherte wurde darauf der Klinik für Hand-, Plastische- 

und Wiederherstellungschirurgie des Kantonsspitals St. Gallen (nachfolgend: KSSG) 

A.b. 

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zugewiesen, wo er am 19. September 2018 durch Dr. med. G.___, Oberarzt, untersucht 

wurde. Dr. G.___ bestätigte nach einer in der Netzwerk Radiologie, F.___, 

durchgeführten CT-Untersuchung (Suva-act. 87) die Diagnose von Dr. E.___ (Suva-act. 

28). Am 4. Oktober 2018 führte er beim Versicherten eine Korrekturosteotomie von 

palmar und dorsal sowie eine Osteosynthese mit palmarer, dorsaler und radialer 

Plattenosteosynthese durch (Suva-act. 31, vgl. auch Suva-act. 32). Im weiteren Verlauf 

wurden beim Versicherten eine Radiokarpalarthrose bei Gelenkdefekt nach 

fehlverheilter Radiustrümmerfraktur rechts und ein posttraumatisches 

Karpaltunnelsyndrom rechts diagnostiziert (Suva-act. 44, 61). Am 1. Februar 2019 

entfernte Dr. G.___ das Metall und führte eine RSL (radioskapholunäre)-Fusion mit 

Beckenkamm und Spongiosa mit distaler Scaphoidpol-Resektion sowie eine 

Karpaldachspaltung rechts durch (Suva-act. 61, vgl. auch Suva-act. 64). In einer 

Röntgenuntersuchung vom 15. Mai 2019 in der Klinik für Hand-, Plastische- und 

Wiederherstellungschirurgie des KSSG zeigte sich eine zunehmende Durchbauung der 

RSL-Fusion, eine unveränderte Lage des Osteosynthesematerials und kein Hinweis für 

ein Materialversagen (Suva-act. 92). Der Versicherte wurde nach wie vor 100 % 

arbeitsunfähig geschrieben und mit Ergotherapie behandelt (Suva-act. 76, 77, 86, 93, 

97, 101, 110). Am 23. August 2019 kam es zu einer weiteren klinisch-radiologischen 

Untersuchung in der Klinik für Hand-, Plastische- und Wiederherstellungschirurgie des 

KSSG. Eine Röntgenuntersuchung des rechten Handgelenks zeigte nun eine stabile 

Durchbauung der RSL-Fusion, erneut eine unveränderte Lage des 

Osteosynthesematerials und keinen Hinweis auf ein Materialversagen. Dr. G.___ erhob 

in der klinischen Untersuchung des rechten Handgelenks unauffällige, reizlose 

Narbenverhältnisse, keine Schwellung und keine expliziten Druckdolenzen. Die 

Handgelenksbeweglichkeit betrug bei Flexion/Extension 30°/0°/30°. Weiter lag ein 

diskretes Defizit für die Ulnar- und Radialdeviation von je 10° vor. Die Pro-/Supination 

war nahezu symmetrisch möglich (nur wenig Grade Unterschied). Im 

Untersuchungsbericht vom 18. September 2019 hielt Dr. G.___ sodann fest, dass den 

Versicherten das Osteosynthesematerial zu stören scheine und er dessen Entfernung 

wünsche. Er, Dr. G.___, habe dem Versicherten erklärt, dass dies noch zu früh, die 

Ergotherapie fortzuführen und in sechs Monaten eine Kontrolle zur allfälligen Planung 

der Metallentfernung durchzuführen sei (Suva-act. 114). Dr. D.___ bescheinigte dem 

Versicherten weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Suva-act. 110).

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B.  

C.  

Am 11. Oktober 2019 legte die Suva den Schadenfall ihrem Kreisarzt Dr. med. 

H.___, Facharzt Orthopädische Chirurgie, zur Prüfung des Fallabschlusses und zur 

Erstellung eines Zumutbarkeitsprofils, zur Schätzung des Integritätsschadens und zur 

Formulierung weitergehender Behandlungen zu Lasten der Suva nach Abschluss vor. 

Am 21. Oktober 2019 hielt Dr. H.___ zunächst fest, dass eine Beurteilung des 

unfallbedingten Gesundheitszustandes einschliesslich Fallabschluss anhand der 

Aktenlage möglich sei, da der Versicherte erst vor kurzem eine eingehende 

Untersuchung der Hand durchlaufen habe und eine entsprechende Bildgebung vorliege 

(Suva-act. 120-1). Am 5. November 2019 äusserte er sich sodann zu den obgenannten 

Themen (Suva-act. 120-2) und schätzte den Integritätsschaden bei Zustand nach 

posttraumatischer, durch Arthrodese stabilisierter Handgelenksarthrose auf 15 % 

(Suva-act. 122).

A.c. 

Mit Verfügung vom 6. Januar 2020 sprach die Suva dem Versicherten mit Wirkung 

ab 1. Januar 2020 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 10 % 

(Valideneinkommen: Fr. 67'795.--; Invalideneinkommen gemäss LSE abzüglich 10 % 

Tabellenlohnabzug: Fr. 60'968.--) zu. Im Weiteren verfügte sie eine 

Integritätsentschädigung von Fr. 22'230.-- (Integritätsschaden 15 %; Suva-act. 140).

A.d. 

Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte, sowohl vertreten durch das I.___ 

als auch durch die Unia Ostschweiz-Graubünden, St. Gallen, am 30. und 31. Januar 

2020 vorsorglich bzw. provisorisch Einsprache (Suva-act. 151 f.). In der Folge entzog er 

den beiden Organisationen das Mandat (Suva-act. 160) und liess am 4. März 2020 

durch Rechtsanwältin lic. iur. A. Ruibal, St. Gallen, eine Einsprachebegründung 

einreichen (Suva-act. 163).

B.a. 

Mit Entscheid vom 6. Mai 2020 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab 

(Suva-act. 165).

B.b. 

Gegen den Einspracheentscheid liess der Versicherte (nachfolgend: 

Beschwerdeführer), weiterhin vertreten durch Rechtsanwältin Ruibal, am 8. Juni 2020 

Beschwerde erheben mit dem Antrag, der Einspracheentscheid der Suva (nachfolgend: 

C.a. 

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Erwägungen

1.

Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde bildet der Einspracheentscheid 

vom 6. Mai 2020 (Suva-act. 165), welchem die Verfügung vom 6. Januar 2020 (Suva-

act. 140) zugrunde liegt. Mit dieser hat die Beschwerdegegnerin dem 

Beschwerdeführer eine Invalidenrente sowie eine Integritätsentschädigung 

zugesprochen. In der Folge hat der Beschwerdeführer gegen die Höhe der 

zugesprochenen Invalidenrente, nicht aber gegen die Integritätsentschädigung 

Einsprache erhoben (Suva-act. 163). Der Verfügungsteil betreffend die 

Integritätsentschädigung ist damit unangefochten in Rechtskraft erwachsen und bildet 

nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Zwischen den Parteien 

streitig und zu prüfen ist damit einzig die Höhe des Rentenanspruchs.

2.

Ist die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 

des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; 

SR 830.1]), hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 des 

Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20]). Invalidität ist die 

voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise 

Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der 

Beschwerdegegnerin) sei aufzuheben und es sei ihm eine angepasste Invalidenrente 

zuzusprechen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (act. G 1).

In der Beschwerdeantwort vom 14. Oktober 2020 beantragte die 

Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde und die Bestätigung des 

angefochtenen Einspracheentscheids (act. G 7).

C.b. 

Mit Schreiben vom 24. November 2020 verzichtete die Rechtsvertreterin des 

Beschwerdeführers auf eine Replik und hielt unverändert an ihren Anträgen fest (act. G 

9).

C.c. 

Auf die Begründungen in den einzelnen Rechtsschriften sowie die Ausführungen in 

den medizinischen Akten wird, soweit entscheidnotwendig, in den nachfolgenden 

Erwägungen eingegangen.

C.d. 

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Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des 

Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige 

Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit 

dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung (Art. 10 UVG) und die Taggeldleistungen 

(Art. 16 UVG) dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG; sogenannter "Fallabschluss"; vgl. dazu 

Alexandra Rumo-Jungo/André Pierre Holzer, Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, in: Erwin Murer/Hans-Ulrich Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des 

Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, 4. Aufl. 2012, S. 143 f.; Thomas 

Flückiger, N 7 zu Art. 19, in: Ghislaine Frésard-Fellay/Susanne Leuzinger/Kurt Pärli 

[Hrsg.], Unfallversicherungsgesetz, Basler Kommentar, 2019; Philipp Geertsen, N 11 ff. 

zu Art. 19, in: Marc Hürzeler/Ueli Kieser [Hrsg.], Bundesgesetz über die 

Unfallversicherung, Kommentar zum schweizerischen Sozialversicherungsrecht, 2018).

3.  

Gegen die Festlegung des Fallabschlusses per 31. Dezember 2019 wurden weder 

mit der Einsprache noch mit der Beschwerde Einwände erhoben. Der Zeitpunkt des 

Fallabschlusses ist mithin unbestritten und aufgrund der Akten auch ausgewiesen 

(Suva-act. 120-2, 158). Entsprechend erfolgte zu Recht die Prüfung des 

Rentenanspruchs per 1. Januar 2020 (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG und Erwägung 2).

3.1. 

Bezüglich der Höhe des Rentenanspruchs bzw. des Invaliditätsgrades ist 

unbestritten und medizinisch ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer nach 

zweimaliger Operation am rechten Handgelenk (Suva-act. 31, 61) weiterhin an 

funktionellen Einschränkungen (Suva-act. 114, 120-2, vgl. auch Suva-act. 122) leidet 

und diese unfallkausalen Beschwerden in die Leistungsbeurteilung einzubeziehen sind. 

Kreisarzt Dr. H.___ hat in seiner Beurteilung vom 5. November 2019 (Suva-act. 120) 

dazu Stellung genommen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der 

Beschwerdeführer arbeitsunfähig ist (vgl. dazu BGE 125 V 261 E. 4). Die 

Beschwerdegegnerin stützt sich sowohl in der Verfügung vom 6. Januar 2020 (Suva-

act. 140) als auch im angefochtenen Einspracheentscheid (Suva-act. 165) auf die 

kreisärztliche Beurteilung, wonach dem Beschwerdeführer aufgrund der Unfallfolgen 

Arbeiten mit schweren, die rechte Hand belastenden Tätigkeiten, d.h. ein repetitiver 

Gebrauch von Werkzeugen über 3 kg, Tätigkeiten mit Stoss- oder 

Vibrationsbelastungen der rechten Hand, Arbeiten mit Anheben von Gegenständen 

über 3 kg, Tätigkeiten mit feinmotorischer Beanspruchung und Arbeiten auf Leitern und 

Gerüsten aufgrund der eingeschränkten Haltefähigkeit der rechten Hand nicht mehr 

zuzumuten sind. Der Beschwerdeführer könne jedoch leichte körperliche, 

leidensangepasste Tätigkeiten vollschichtig ausführen. Die Rechtsvertreterin des 

3.2. 

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4.  

Beschwerdeführers folgt in der Beschwerde dem Zumutbarkeitsprofil von Dr. H.___ 

und wendet auch nichts gegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer 

handgelenksadaptierten Tätigkeit ein (act. G 1, Ziff. 9). Die kreisärztliche 

Arbeitsfähigkeitsschätzung und das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil sind denn auch 

nicht in Frage zu stellen. Sie leuchten beim vorliegenden Beschwerdebild ein. Mit den 

aufgeführten Adaptationskriterien wird der Beeinträchtigung an der rechten Hand des 

Beschwerdeführers umfassend Rechnung getragen und letztere weitreichend entlastet. 

Bei Einhaltung der Adaptationskriterien ist demnach eine volle Arbeitsfähigkeit als 

zumutbar zu erachten. Die Beschwerdegegnerin leitet schliesslich aus dem 

kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil nachvollziehbar ab, dass dem Beschwerdeführer 

aufgrund seiner gesundheitlichen Situation die angestammte Tätigkeit als Gipser nicht 

mehr zumutbar sei (Suva-act. 120-1; vgl. dazu auch Suva-act. 102-2).

Damit ist ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten 

Tätigkeit der Invaliditätsgrad zu ermitteln. Für dessen Bestimmung wird das 

Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 

Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger 

Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener 

Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum 

Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre 

(sog. Valideneinkommen; Art. 16 ATSG). Im vorliegenden Fall ist bezüglich dieses 

Einkommensvergleichs einzig die Höhe des Invalideneinkommens und diesbezüglich 

allein die Höhe des Tabellenlohnabzugs umstritten. Unbestritten ist das 

Valideneinkommen, welches im Jahr 2019 Fr. 67'795.-- betragen würde (13 x Fr. 

5'215.--; Suva-act. 126), ebenso wie ausdrücklich auch das Invalideneinkommen, von 

welchem der Tabellenlohnabzug letztlich zu machen sein wird (Fr. 68'106.--; Suva-act. 

165 E. 5e; vgl. act. G 1 N 8 und 15). Davon kann nachfolgend ausgegangen werden.

4.1. 

Bestritten und zu prüfen ist die Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn. Wird das 

Invalideneinkommen auf Grundlage von statistischen Durchschnittswerten ermittelt, ist 

der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der 

Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie 

Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder 

Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben 

können. Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene 

Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit 

unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 79 f. E. 5b/aa). Der 

4.2. 

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Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im 

Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht 

übersteigen (BGE 135 V 301 E. 5.2, 134 V 327 f. E. 5.2, 126 V 80 E. 5b/bb-cc). Der 

Minimalabzug beträgt 5 %. Innerhalb dieser Bandbreite ist den individuell-konkreten 

Verhältnissen mit 5 %-Schritten Rechnung zu tragen (Philipp Geertsen, Der 

Tabellenlohnabzug, in: Ueli Kieser/Miriam Lendfers [Hrsg.], Jahrbuch zum 

Sozialversicherungsrecht 2012, S. 142). Der Abzug vom Tabellenlohn ist grundsätzlich 

ein Ermessensentscheid des Sozialversicherungsträgers. Das kantonale 

Versicherungsgericht als Rechtsmittelinstanz greift in das Ermessen des 

Sozialversicherungsträgers nur bei triftigen Gründen ein; es muss sich dabei auf 

Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als 

naheliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 81 E. 6; Marco Weiss, Der Abzug vom 

Tabellenlohn gemäss der Lohnstrukturerhebung, in: Haftung und Versicherung HAVE 

2020, S. 262 f.)

Die Beschwerdegegnerin hat im vorliegenden Fall einen Tabellenlohnabzug von 10 

% vorgenommen, wobei sie zu Recht das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil mit den 

zusätzlichen Einschränkungen berücksichtigte, durch welche der Beschwerdeführer 

selbst im Rahmen einer körperlich leichten Hilfsarbeitertätigkeit massgeblich 

eingeschränkt ist (vgl. Suva-act. 165-8, Erwägung 5d/bb; vgl. Geertsen, a.a.O., S. 150; 

Urteile des Bundesgerichts vom 10. August 2011, 9C_648/2010, E. 3.6.4, und vom 30. 

März 2011, 9C_1041, E. 6.2; BGE 126 V 78 E. 5a/bb). Den von der Rechtsvertreterin 

des Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 8. Juni 2020 angeführten Umständen - 

Unzumutbarkeit einer feinmotorischen Beanspruchung, Einschränkung der dominanten 

rechten Hand - wurde mit einem Tabellenlohnabzug von 10 % angemessen Rechnung 

getragen. Das Spektrum adaptierter Tätigkeiten ist zwar eingeschränkt, doch gibt es 

durchaus Tätigkeiten auf dem Hilfsarbeiterarbeitsmarkt, wie beispielsweise einfache 

Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten, leichte 

Maschinenbedienungstätigkeiten, leichtere Arbeiten bei der Lager- und 

Ersatzteilbewirtschaftung sowie Fahrtätigkeiten, die keinen feinmotorischen Einsatz des 

rechten Arms voraussetzen. Der Beschwerdeführer sollte also in der Lage sein, auf 

dem ihm noch offenstehenden allgemeinen Arbeitsmarkt eine seiner Behinderung 

angepasste leichte Arbeit zu finden.

4.3. 

Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers fordert beschwerdeweise die 

Beachtung weiterer Aspekte, aufgrund welcher ein Tabellenlohnabzug von insgesamt 

20 bis 25 % angebracht sei. Sie nennt zunächst das Alter des Beschwerdeführers von 

58 Jahren, seine langjährige Tätigkeit (nur) im Baugewerbe als Gipser, was das 

4.4. 

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5.  

Nach dem Gesagten ist der angefochtene Einspracheentscheid nicht zu beanstanden 

und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen. Gerichtskosten sind keine zu 

erheben (aArt. 61 lit. a ATSG in der bis 31. Dezember 2020 gültigen, für das 

vorliegende Verfahren gemäss Art. 83 ATSG noch anwendbaren Fassung). 

Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf eine 

Parteientschädigung (Art. 61 lit. g ATSG).

Entscheid

Kriterium der Dienstjahre beschlägt, sowie dessen schlechte Deutschkenntnisse. 

Diesbezüglich wird auf die zutreffenden Ausführungen im Einspracheentscheid 

verwiesen (Suva-act. 165-8 f. Erwägung 5d/cc), wonach das Alter und die Dienstjahre 

(vgl. dazu unter anderem Urteile des Bundesgerichts vom 14. Juni 2018, 8C_227/2018, 

E. 4.2.3.4, und vom 14. August 2014, 8C_351/2014, E. 5.2.4.2) aber auch die 

mangelnden Deutschkenntnisse (vgl. dazu Urteil des Bundegerichts vom 12. Mai 2016, 

9C_777/2015, E. 5.3, und vom 18. August 2014, 9C_826/2014, E. 4.2) bei niedrigem 

Anforderungsprofil in Beachtung der Rechtsprechung keinen höheren Abzug als 

zwingend erscheinen lassen. Dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner Nationalität 

auf dem Arbeitsmarkt eine Lohneinbusse hinnehmen müsste, ist nicht erkennbar. Es 

gelang ihm auch bei der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, ein branchenübliches 

Einkommen (vgl. dazu GAV des Maler- und Gipsergewerbes - Unia, die Gewerkschaft, 

eingesehen am 30. März 2021) zu erzielen (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts vom 4. 

Juni 2009, 8C_484/2008, E. 5.2.2). Ein weiterer Abzug rechtfertigt sich schliesslich 

auch nicht deshalb, weil der Beschwerdeführer in der Ostschweiz lebt und damit 

gemäss Rechtsvertreterin weniger verdienen könne als in anderen Landesteilen (vgl. 

dazu Urteil des Bundesgerichts vom 16. Mai 2019, 8C_705/2018, E. 4.1). Es kommt 

diesbezüglich hinzu, dass der Beschwerdeführer seine Arbeitsfähigkeit nicht bloss in 

einer bestimmten Region verwerten kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 25. 

Januar 2008, 9C_466/2007, E. 4.2.1 mit Hinweisen).

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass für das Gericht keine triftigen Gründe 

bestehen, das eigene Ermessen an die Stelle desjenigen der Beschwerdegegnerin zu 

stellen. Der Tabellenlohnabzug von 10 % ist deshalb nicht zu beanstanden. Damit 

resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 61'295.-- (Fr. 68'106.-- x 0.9) und - im 

Vergleich mit dem Valideneinkommen von Fr. 67'795.-- - demzufolge ein 

Invaliditätsgrad von aufgerundet 10 % ([Fr. 67'795.-- - Fr. 61'295.--] / Fr. 67'795.-- x 

100).

4.5. 

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im Zirkulationsverfahren gemäss Art. 39 VRP

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

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	Entscheid Versicherungsgericht, 19.04.2021
	Art. 16 ATSG: Verneinung einer Erhöhung des Tabellenlohnabzugs von 10 % auf 15 % hinsichtlich der Merkmale Alter, Dienstjahre, mangelnde Deutschkenntnisse, Nationalität und Wohnsitz in der Ostschweiz (Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 19. April 2021, UV 2020/40).

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