# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 6ab9a9ed-6b05-5c78-b927-5847152f614a
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-03-02
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 02.03.2010 D-1164/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-1164-2010_2010-03-02.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-1164/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 .  M ä r z  2 0 1 0

Einzelrichter Thomas Wespi, 
mit Zustimmung von Richterin Muriel Beck Kadima;
Gerichtsschreiberin Regula Frey.

A._______, geboren B._______,
Mazedonien,
C._______,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Ver-
fügung des BFM vom 18. Februar 2010 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-1164/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer,  ein  ethnischer  Mazedonier  D._______ 
Glaubenszugehörigkeit, eigenen Angaben zufolge am 29. Januar 2010 
sein  Heimatland  verliess  und  nach  einer  Reise  über  E._______, 
F._______,  G._______  und  H._______  am  30.  Januar  2010  in  die 
Schweiz gelangte, wo er am gleichen Tag um Asyl nachsuchte,

dass er  anlässlich der Kurzbefragung im C._______ vom 8. Februar 
2010  sowie  der  direkten  Anhörung  vom  15.  Februar  2010  zur 
Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen geltend machte, er sei 
in  I._______ aufgewachsen und habe von 1991 oder 1992 bis 1995 
mit seinen Eltern in H._______ als Asylbewerber gelebt,

dass  er  ab  dem 18. Altersjahr  bis  zu  den  Wahlen  von  2008  bezie-
hungsweise bis zur Ausreise als professioneller J._______ gearbeitet 
habe,

dass er vermutlich im Jahre 2005 der K._______ beigetreten sei und 
von dieser Partei im Jahre 2007 als Leibwächter angestellt worden sei,

dass  er  im  Jahre  2006  oder  2007  beziehungsweise  vor  den  Parla-
ments- und Bürgermeisterwahlen von 2008 beauftragt worden sei, zu-
sammen mit sechs oder sieben Personen eine Wahlkampagne zu füh-
ren  und  dabei  die  Stimmbürger,  einschliesslich  der  Sympathisanten 
der L._______, zu nötigen, für die K._______ zu stimmen,

dass er drei Tage nach dem Wahlsieg der L._______ im April oder Mai 
2009  beziehungsweise  drei  Tage  nach  einem  ihm  nicht  mehr  be-
kannten Datum im Jahre 2008 beziehungsweise drei  Tage nach den 
Wahlen  Mitte  2008  von  15  L._______-Angehörigen  zu  Hause 
überfallen,  vor seinem Haus geschlagen und schwer verletzt  worden 
sei,

dass  er  aufgefordert  worden  sei,  der  L._______  beizutreten,  und  – 
ohne die ausbedungene Bedenkzeit in Anspruch zu nehmen – zuerst 
zu  seinem  Bruder  und  danach  zu  seiner  Tante  mütterlicherseits  in 
M._______ geflüchtet sei, wo er sich habe verarzten lassen und wo er 
sich versteckt habe,

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dass bezüglich  der  weiteren  Aussagen  beziehungsweise der  Einzel-
heiten des rechtserheblichen Sachverhalts auf die Protokolle bei den 
Akten verwiesen wird (vgl. A1 und A8),

dass das BFM in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 des Asylgesetzes vom 
26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31)  auf das Asylgesuch des Beschwer-
deführers mit Verfügung vom 18. Februar 2010 – eröffnet am gleichen 
Tag – nicht eintrat und die Wegweisung aus der Schweiz sowie den 
Vollzug anordnete,

dass  das  BFM zur  Begründung  im Wesentlichen anführte,  die  Asyl-
gründe  des  aus  einem  verfolgungssicheren  Staat  stammenden  Be-
schwerdeführers seien auch auf Nachfrage substanzlos und detailarm 
geschildert  worden,  zumal  er  vorgebracht  habe,  er  sei  im  Frühling 
2009 überfallen worden,  und diesen Überfall  später  auf  einen unbe-
kannten Zeitpunkt im Jahre 2008 datiert habe,

dass er zudem eine Erklärung schuldig geblieben sei, weshalb er an-
gesichts der geltend gemachten Furcht erst eindreiviertel beziehungs-
weise dreiviertel Jahr nach dem geltend gemachten Vorfall ausgereist 
sei,

dass  diesbezüglich  weder  ein  zeitlicher  noch  inhaltlicher  Kausalzu-
sammenhang erkennbar sei und der Beschwerdeführer nicht habe er-
klären können, wie der Erfolg der Wählerbeeinflussung hätte überprüft 
werden können,

dass der Wegweisungsvollzug durchführbar sei,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 25. Februar 2010 gegen 
diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht  Beschwerde erhob 
und dabei beantragte, die Verfügung der Vorinstanz sei vollumfänglich 
aufzuheben  und  die  Sache  sei  zur  Prüfung  des  Asylgesuchs  (Ein-
treten) an die Vorinstanz zurückzuweisen,

dass  er  in  formeller  Hinsicht  um  Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. 
Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) 
und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses ersuchte, 

dass die vorinstanzlichen Akten am 26. Februar 2010 beim Bundes-
verwaltungsgericht eintrafen (vgl. Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

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dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgül-
tig über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des BFM ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung beson-
ders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung be-
ziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 2 AsylG sowie Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 
VGG und Art. 52 VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  kann  (Art.  106  Abs.  1 
AsylG), 

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, bei denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art.  32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, 

dass sich die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz somit 
darin erschöpft, bei Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene 
Verfügung aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die 
Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl. Entscheidungen und Mitteilun-
gen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 
E. 2.1 S. 240 f.),

dass indes die Vorinstanz die Frage der Wegweisung und deren Voll-
zugs materiell  prüft,  weshalb dem Bundesverwaltungsgericht  diesbe-
züglich volle Kognition zukommt,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend – wie nachfolgend aufgezeigt – um eine 

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solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Gesuche von Asylsuchenden aus verfolgungssicheren Staa-
ten nach Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG (sogenannte Safe-Country-Rege-
lung) nicht eingetreten wird, ausser es gebe Hinweise auf Verfolgung 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass der Bundesrat Mazedonien mit Beschluss vom 1. August 2003 zu 
einem verfolgungssicheren Staat (safe country) im obgenannten Sinn 
erklärt hat,

dass somit die formellen Voraussetzungen für den Erlass eines Nicht-
eintretensentscheids auf der Grundlage von Art. 34 Abs. 1 AsylG erfüllt 
sind,

dass  zu  prüfen  bleibt,  ob  Hinweise  auf  eine  Verfolgung  vorliegen 
(Art. 34 Abs. 1 AsylG),

dass  bei  Art.  34  Abs.  1  AsylG  praxisgemäss  derselbe  weite  Ver-
folgungsbegriff wie in Art. 18, Art. 33 Abs. 3 Bst. b und Art. 35 AsylG 
zur Anwendung gelangt (zu den beiden erstgenannten Bestimmungen 
vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247), welcher nicht bloss ernsthafte 
Nachteile  nach  Art.  3  AsylG,  sondern  auch  die  von  Menschenhand 
verursachten  Wegweisungshindernisse  im  Sinne  von  Art. 44  Abs.  2 
AsylG i.V.m. Art. 83 Abs. 3 und 4 AuG umfasst (vgl. EMARK 2004 Nr. 5 
E. 4c.aa S. 35 f., EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3 S. 247),

dass ausserdem ein im Vergleich zum - bereits erleichterten - Beweis-
mass  des  Glaubhaftmachens  nochmals  reduzierter  Massstab  anzu-
wenden ist und auch bei Asylsuchenden aus einem verfolgungssiche-
ren  Staat  das  Erfüllen  der  Flüchtlingseigenschaft  geprüft  werden 
muss, sobald in den Akten Hinweise auf Verfolgung (im soeben erläu-
terten Sinn) zu verzeichnen sind, deren Unglaubhaftigkeit nicht schon 
auf den ersten Blick erkannt werden kann (EMARK 2005 Nr. 2 E. 4.3 
S. 16 f.),

dass in der Beschwerde nichts geltend gemacht wird, das allenfalls zu 
einer von der Vorinstanz abweichenden Beurteilung führen könnte, 

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dass mit  dem Vorbringen in der Rechtsmitteleingabe, der Vorfall,  bei 
dem der Beschwerdeführer von Angehörigen der Gegenpartei verletzt 
worden sei, habe sich im Jahre 2008 und nicht im Jahre 2009 zugetra-
gen, nicht begründet wird, weshalb im vorinstanzlichen Verfahren auch 
andere Zeiten angegeben wurden, zumal die geltend gemachte Nervo-
sität  und  der  dadurch  entstandene  Konzentrationsmangel  in  Anbe-
tracht  der  grossen  zeitlichen  Unterschiede  für  die  widersprüchlichen 
Aussagen nicht kausal sein können,

dass der Nachweis, Bedrohte hätten tatsächlich für die K._______ ge-
stimmt, nicht mit der ID- und Personennummer erbracht werden kann, 
wie der Beschwerdeführer anlässlich der direkten Anhörung einräumte 
(vgl. A8/14, S. 8), weshalb das Vorgehen bei der geltend gemachten 
Wahlbeeinflussung, es seien diese Nummern verlangt worden, um die 
Stimmabgabe für die K._______ sicherzustellen, nicht glaubhaft ist,

dass  mit  der  Entgegnung  in  der  Rechtsmitteleingabe,  aufgrund  des 
ausgeübten Drucks und weil die Partei überall ihre Leute gehabt habe, 
hätten  die  Wähler  zur  Stimmabgabe  für  die  K._______  gezwungen 
werden  sollen,  nicht  erklärt  wird,  inwiefern  die  Registrierung  der 
erwähnten Nummern  zum Nachweis der  gewünschten Stimmabgabe 
hätte dienlich sein soll,

dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, er habe aus Angst seine 
Partei  über  den Vorfall  nicht  orientiert,  weil  er  vermutet  habe,  diese 
könnte ihn der Mitarbeit bei der Gegenpartei verdächtigen (vgl. 8/14, 
S. 10  f.),  nicht  dem Verhalten  eines  überzeugten Parteigängers  ent-
spricht, der zudem von dieser Partei als Leibwächter engagiert wurde 
und  der  mit  seinem Vorgehen  (Einsatz  körperlicher  Gewalt,  um da-
durch  ein  für  die  K._______  günstiges  Wahlresultat  zu  erzielen) 
rechnen musste, von Opfern angezeigt zu werden,

dass der  Umstand,  dass  der  Beschwerdeführer  – wird  seiner  in  der 
Rechtsmitteleingabe und der Anhörung vorgetragenen Version gefolgt 
(vgl. A8/14, S. 9) – erst eineinhalb beziehungsweise – wird seiner Ver-
sion in der Erstbefragung gefolgt (vgl. A1/11, S. 5) – eindreiviertel Jah-
re nach dem vorgebrachten Vorfall aus Mazedonien ausreiste, auf die 
Haltlosigkeit  seiner  Vorbringen schliessen lässt,  da er  im Falle  einer 
tatsächlichen Bedrohung zu einem früheren Zeitpunkt sein Heimatland 
verlassen hätte,

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dass der Einwand in der Beschwerde, er sei aus finanziellen Gründen 
erst später ausgereist, weil er viel für die Krankheitskosten habe be-
zahlen müssen,  nicht  weiter  substanziiert  wird,  zumal  er  die bei  der 
direkten  Anhörung  in  Aussicht  gestellten,  nicht  näher  bezeichneten 
ärztlichen Unterlagen bisher nicht einreichte (A8/14, S. 9),

dass aus der beim BFM eingereichten Bescheinigung einer Haftanstalt 
betreffend  das  Verbüssen  einer  Gefängnisstrafe  nicht  auf  eine  Ver-
folgung zu schliessen ist,  da der Beschwerdeführer gemäss eigenen 
Aussagen  wegen  einer  Schlägerei  zu  vier  Monaten  Gefängnis  ver-
urteilt wurde (A8/14, S. 3), 

dass auch das angeblich neue gegen ihn eingeleitete Strafverfahren, 
das  im Zusammenhang mit  Diebstahl  stehen soll  (vgl. A8/14,  S. 3), 
nicht auf eine Verfolgung hinweist, 

dass in Anbetracht dieser Erwägungen auf die weiteren Vorbringen in 
der Beschwerde nicht weiter einzugehen ist,

dass das BFM demnach zu Recht in Anwendung von Art. 34 Abs. 1 
AsylG auf  das  Asylgesuch des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten 
ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der Schweiz zur Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Beschwerdeführer weder  eine Aufenthaltsbewilligung be-
sitzt noch einen Anspruch auf Erteilung einer solchen hat (vgl. EMARK 
2001 Nr. 21),  weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit  den 
gesetzlichen Bestimmungen steht  und demnach vom BFM zu Recht 
angeordnet wurde,

dass das BFM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Be-
stimmungen  über  die  vorläufige  Aufnahme  von  Ausländern  regelt, 
wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 
nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2 AsylG; Art. 83  Abs. 1 des Bundes-
gesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Aus-
länder [AuG, SR 142.20]), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

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dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28.  Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche  Gefährdung  nachzuweisen  oder  glaubhaft  zu  machen, 
weshalb  das  in  Art. 5  AsylG verankerte  Prinzip des flüchtlingsrecht-
lichen Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung 
findet  und  keine  Anhaltspunkte  für  eine  menschenrechtswidrige  Be-
handlung im Sinne von Art. 3  der Konvention vom 4. November 1950 
zum  Schutze  der  Menschenrechte  und  Grundfreiheiten  (EMRK,  SR 
0.101) ersichtlich sind, die ihm in Mazedonien droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt  und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass in Mazedonien keine Situation allgemeiner Gewalt herrscht, auf-
grund derer die Bevölkerung konkret  gefährdet  wäre und eine Rück-
führung dorthin als generell unzumutbar betrachtet werden müsste,

dass  die  Aussage  im  vorinstanzlichen  Verfahren,  wonach  der  Be-
schwerdeführer an Suizidgedanken leide (vgl. A8/14, S. 7), nicht weiter 
substanziiert wurde und dieser Umstand in der Beschwerde denn auch 
nicht mehr angeführt wird, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist,

dass  lediglich  festzuhalten  ist,  dass  allfällige  psychische  Schwierig-
keiten des Beschwerdeführers auch in Mazedonien behandelbar sind,

dass der Beschwerdeführer während neun Jahre die Schule besuchte, 
berufliche  Erfahrung  hat  und  über  ein  tragfähiges  familiäres  Bezie-
hungsnetz (Familie, Eltern, Geschwister) verfügt, 

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dass demzufolge nicht  zu erwarten ist,  er  würde bei  einer Rückkehr 
nach Mazedonien in eine existenzbedrohende Situation geraten, wes-
halb der Vollzug der Wegweisung nicht unzumutbar ist,

dass  nach  dem  Gesagten  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Be-
schwerdeführers insgesamt als zumutbar zu erachten ist,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  schliesslich  auch  möglich  ist,  da 
keine Vollzugshindernisse bestehen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es dem 
Beschwerdeführer obliegt,  bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere 
mitzuwirken (Art. 8 Abs. 4 AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletze,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststelle 
oder unangemessen sei (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass mit vorliegendem Urteil ohne vorgängige Instruktion das Gesuch 
um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstands-
los geworden ist,

dass  die  Beschwerde  aufgrund  vorstehender  Erwägungen  als  aus-
sichtslos zu qualifizieren ist und daher das Gesuch um Gewährung der 
unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG - un-
geachtet  der  allfälligen  Bedürftigkeit  des  Beschwerdeführers  -  abzu-
weisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens dessen Kosten von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE,  SR 
173.320.2]) dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 
VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  C._______ 
(Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, C._______ (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N _______ 
mit  der  Bitte  um Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer 
und um Zustellung der beiliegenden Empfangsbestätigung an das 
Bundesverwaltungsgericht)

- das O._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:

Thomas Wespi Regula Frey

Versand: 

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