# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03e8b3a6-7185-5082-abac-e2a5db4c6848
**Source:** Graubünden (GR)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2005-02-01
**Language:** de
**Title:** Graubünden Verwaltungsgericht 1. Kammer 01.02.2005 U 2004 67
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/GR_Gerichte/GR_VG_001_U-2004-67_2005-02-01.pdf

## Full Text

U 04 67
1. Kammer 

URTEIL
vom 1. Februar 2005

in der verwaltungsrechtlichen Streitsache

betreffend Ansprüche aus öffentlich-rechtlichem Dienstverhältnis

1. a) Gemäss öffentlich-rechtlichem Anstellungsvertrag (AV) vom 10. Mai 1993 

wurde Dr. med. … als Chefarzt der …-Abteilung im … (mit Stellenantritt 

01.06.1993) angestellt. Nach Art. 5 Abs. 4 AV sollten die durch den Chefarzt 

und den Leitenden Arzt (Dr. …) erzielten Honorareinkünfte bei Behandlung 

von Privatpatienten zusammengelegt und der nach Abzug des Spitalanteils 

verbleibende Betrag nach einem noch (speziell) festzulegenden Schlüssel an 

die beiden beteiligten Ärzte ausbezahlt werden; wobei die einvernehmliche 

Änderung der Aufteilung jeweils auf Beginn eines Jahrs möglich sein sollte 

und durch die Spitalkommission genehmigt werden musste (Abs. 5). Mit 

Nachtrag vom 30. Juli 1993 wurde der Verteilschlüssel ab 15.08.1993 

einvernehmlich (mit Unterschrift) unter den beiden erwähnten Ärzten wie folgt 

festgelegt und durch die Spitalkommission auch genehmigt: Chefarzt Dr. … 

(Honoraranteil 70%); Leitender Arzt Dr. … (Anteil 30%).

b) Mit neuem AV vom 1. Februar 1995 (rückwirkend gültig ab 01.10.1994) und 

revidiertem Nachtrag vom 15. Dezember 1994 (gültig ab 01.01.1995) wurde 

dieser Verteilschlüssel in gegenseitigem Einvernehmen zwischen den 

gleichen zwei Fachärzten und mit Genehmigung der Spitalkommission neu 

auf 60% (Dr. …) und 40% (Dr. …) festgelegt.

c) Infolge spitalinterner Beförderung von Dr. … (neu Co-Chefarzt) per 1. Juli 

1998 beabsichtige die Spitalleitung auch mit Dr. … einen neuen AV (Entwurf 

25.08.1998) samt modifiziertem Anhang/Nachtrag (neuer Verteilschlüssel 

50% zu 50%) abzuschliessen. Am 14. September 1998 äusserte sich Dr. … 

dazu dahin gehend, dass er mit mehreren Punkten im neuen AV-Entwurf nicht 

einverstanden sei und er für eine erneute Anpassung des Verteilschlüssels 

betreffend Honoraranteil für die behandelten Privatpatienten derzeit keinen 

Handlungsbedarf sehe. Auch den späteren AV-Entwürfen der Spitalleitung 

vom 10.11.1998 und 15.07.1999 vermochte Dr. … nicht zuzustimmen, wobei 

die hälftige Aufteilung der generierten Honorareinnahmen zwischen den zwei 

Ärzten in allen AV-Entwürfen (1998-1999) erneut in einem separaten 

Anhang/Nachtrag hätte geregelt werden sollen.

d) Mit Regierungsbeschluss vom 29./30. Mai 2000 wurde innerkantonal die 

Verordnung über die Anstellungsbedingungen für Chefärzte und Leitende 

Ärzte der beitragsberechtigten Spitäler teilrevidiert und eine neue Verordnung 

über die Führung von Pools an den öffentlichen Spitälern erlassen. Inhalt 

dieser neuen Regelungen sollte u.a. besonders eine angemessene Erhöhung 

der Grundabgabe der Spitalärzte für ihre Honorareinkünfte aus der 

(ambulanten/stationären) Behandlung von Privatpatienten sein [Ziff. 6].

e) Diese neue Rechtslage machte eine Anpassung des AV von Dr. … 

unerlässlich, weshalb ihm von der Spitalleitung im Juni 2000 abermals ein AV-

Entwurf (dieses Mal ohne separaten Anhang/Nachtrag oder integrierte 

Vertragsklausel bezüglich Änderung Verteilschlüssel) unterbreitet wurde. Am 

11. Januar 2001 unterzeichnete Dr. … den am Ende daraus resultierenden 

AV, worin er sich zur Hauptsache indes nur mit denjenigen Präzisierungen 

einverstanden erklärte, wie sie laut Art. 16 und Art. 17 der von der Regierung 

im Mai 2000 teilrevidierten Anstellungsverordnung (BR 506.700) sowieso neu 

gegolten hätten bzw. zu beachten gewesen wären. Überdies wurde eine 

Saldoerklärung (Art. 26 AV) vereinbart, wonach aus dem damit aufgehobenen 

AV vom Februar 1995 samt Entwurf Juni 2000 keine offenen Forderungen 

mehr unter den Parteien bestehen sollten. Die Auflösung des neuen AV 

erfolgte sodann bereits per 31. Oktober 2001.

f) Im Dezember 2001 setzte Dr. … seine frühere Arbeitgeberin erstmals davon 

in Kenntnis, dass ihm seit Mitte 2000 in den Spitalabrechnungen offenbar zu 

wenig Honorarentschädigungen für die Behandlung der Privatpatienten 

ausbezahlt worden seien. Anstatt auf den letztmals im Dezember 1994 

rechtsgültig vereinbarten Verteilschlüssel von 60% zu 40% abzustellen, habe 

sie seither offenbar eigenmächtig und absolut einseitig eine Aufteilung von 

50% zu 50% angewandt, woraus ihm erhebliche Verdiensteinbussen 

erwachsen seien. Aufgrund der danach geführten Korrespondenz mit der 

Spitalleitung bzw. ihrem Anwalt (Schreiben vom 03.07.2002) kam Dr. … gar 

zum Schluss, dass der für ihn ungünstigere Verteilschlüssel bereits seit Mitte 

1998 übernommen und angewandt worden sei, woraus ihm (laut 

Berechnungen seines Treuhänders) ein Einkommensverlust bzw. 

Minderverdienst von gesamthaft Fr. 151'795.-- (für die Zeitspanne 1998-2001) 

entstanden sei, wofür die Vorinstanz nun aufzukommen habe.  

2. Mit Klage vom 29. Juni 2004 beantragte Dr. … (nachfolgend Kläger) dem 

Verwaltungsgericht, der für die Arbeitgeberin (Spital …) haftpflichtrechtlich 

verantwortliche … (hiernach Beklagter) sei kostenfällig zu verpflichten, ihm 

die vorenthaltenen Honorareinkünfte von Fr. 151'795.-- zzgl. Zins zu 5% seit 

29.06.2004 zu erstatten. Zur Begründung führte er im Wesentlichen erneut 

an, dass er einer Änderung des Verteilschlüssels im Verhältnis 60:40 (gemäss 

Nachtrag vom 15.12.1994) niemals zugestimmt habe. Eine einvernehmliche 

Änderung im Verhältnis 50:50 sei folglich nie rechtsgültig zustande 

gekommen, zumal es dafür auch noch an der notwendigen Genehmigung 

durch die Spitalkommission gefehlt hätte. Die gegenteiligen 

Behauptungen/Darstellungen des Beklagten seien nicht richtig und würden 

durch sein konsequentes Verhalten in dieser Frage selbstredend widerlegt. 

Soweit ihm vorgeworfen werde, dass er erst im Dezember 2001 und somit zu 

spät (Verjährung) allfällige Fehler bei den Honorarabrechnungen kritisiert 

habe, gelte es klarzustellen, dass er erst damals zum ersten Mal - dank seines 

Treuhänders - von dem seit 1998 fälschlicherweise angewandten (neuen) 

Verteilschlüssel (50:50) erfahren und darauf sofort gegenüber der 

Spitalleitung reagiert habe.

3. Mit Klageantwort vom 10. September 2004 beantragte der Beklagte 

vollständige Abweisung der Klage; unter gesetzlicher Kosten- und 

Entschädigungsfolge. Den Ausführungen des Klägers hielt er entgegen, dass 

im Sommer 1998 sehr wohl eine einvernehmliche Lösung über die neue 

Aufteilung (50:50) zwischen dem Chefarzt (Dr. …) und dem Co-Chefarzt (Dr. 

…) über die künftige Abrechung der Honorareinnahmen für Privatpatienten 

zustande gekommen sei und sie danach auch ordnungsgemäss der 

Spitalverwaltung (Leiter Finanzwesen) mitgeteilt worden sei. Die Tatsache, 

dass sich der Kläger im Übrigen erst rund 2 ½ Jahre bzw. erst nach 

Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen die längst hälftig angewandte 

Honoraraufteilung gewehrt habe, beweise gerade, dass er bis dahin 

(zumindest stillschweigend) mit der Neuaufteilung einverstanden gewesen 

sei. Schliesslich müsste seine Forderung mittlerweile sowieso als verjährt 

angesehen werden, da zwischen der Klageerhebung im 2004 und den 

angefochtenen Honorarabrechnungen ab 1998 mehr als 5 Jahre bzw. seit der 

Reklamation im Dezember 2001 fast 3 Jahre verstrichen seien.

4. Ein zweiter Schriftenwechsel erbrachte für das Gericht keine wesentlichen 

neuen Gesichtspunkte.

Das Gericht zieht in Erwägung:

1. Nach Art. 14 lit. c des kantonalen Verwaltungsgerichtsgesetzes (VGG, BR 

370.100) beurteilt das angerufene Verwaltungsgericht im Klageverfahren 

vermögensrechtliche Ansprüche aus öffentlichem Dienstverhältnis, soweit 

keine andere Behörde dazu bestimmt ist. Vorliegend ist erstellt, dass die 

eindeutig vermögensrechtliche Streitigkeit zwischen dem Kläger und dem 

Beklagten auf einem öffentlich-rechtlichen Anstellungsverhältnis zwischen 

einem Privaten und einer öffentlich-rechtlichen Anstalt (laut Art. 1 des 

Gesetzes des Spitals Oberengadin von 1996) beruht, wobei nach Art. 21 des 

besagten Spitalgesetzes ausdrücklich der … für allfällige Verbindlichkeiten 

des Spitals bzw. der Spitalleitung haftet. Daraus folgt, dass die Klage ans 

Verwaltungsgericht zulässig war und als Beklagter mit Grund der betreffende 

Kreis ins Recht gefasst wurde. Sind die örtliche und sachliche Zuständigkeit 

des angerufenen Gerichts und die Passivlegitimation des Beklagten damit 

aber hinreichend bewiesen, darf formell auf die strittige Klage vor 

Verwaltungsgericht auch eingetreten werden. Die 

Sachurteilsvoraussetzungen für einen Streitentscheid sind somit erfüllt.  

2. a) Materiell gilt es zuerst darauf hinzuweisen, dass für die Gültigkeit bzw. das 

Zustandekommen wie auch die Abänderung von öffentlich-rechtlichen 

Anstellungsverträgen im Prinzip dieselben Grundsätze gelten, wie sie den 

Verträgen im Privatrecht (analog Art. 1 OR ff.) zugrunde liegen. Ein zwischen 

den Vertragsparteien überstimmender Wille zum Abschluss eines 

Verwaltungsvertrags ist daher unabdingbare Voraussetzung, um daraus 

Rechtswirkungen herleiten zu können. Im Einzelfall ist dazu aktenkundig, 

dass der Kläger mit dem Beklagten im Mai 1993 (samt Nachtrag Juli 1993) 

sowie im Febr. 1995 (samt Nachtrag Dez. 2004) jeweils unbestritten einen AV 

gültig abschloss, wobei Letzterer anstelle des Ersteren treten sollte. Bei den 

AV-Entwürfen (1998-1999) fehlte indes überall das unterschriftlich bezeugte 

Einverständnis des Klägers bezüglich des zu seinen Ungunsten veränderten 

Verteilschlüssels von bisher 60:40 auf neu 50:50, womit auch keine Rede 

davon sein, dass er sich damit jemals einverstanden erklärt hätte. Wie aus 

dem Antwortschreiben vom September 1998 vielmehr klar hervorgeht, sah 

der Kläger gerade „keinen Handlungsbedarf“ für eine erneute Änderung (zu 

Beginn 70:30) des Verteilschlüssels, weshalb eben auch nicht von einem 

stillschweigenden Einverständnis des Klägers durch eigenes schlüssiges 

Verhalten ausgegangen werden kann. Das rechtsgültige Zustandekommen 

eines den hälftigen Verteilschlüssel (50:50) beinhaltenden Vertragswerks inkl. 

integriertem Anhang/Nachtrag (einvernehmliche Aufteilung zwischen den 

beiden Spitalärzten mit Genehmigung durch die Spitalkommission) muss 

darum vorliegend klar verneint werden. Daran ändert selbst der erst im Jan. 

2001 (auf Druck der von der Regierung im Mai 2000 erlassenen 

Verordnungen) korrekt abgeschlossene AV nichts, da die dort stipulierte 

Saldoklausel (Art. 26) betreffend gegenseitigem Forderungsuntergang bloss 

die Aufhebung des AV vom Febr. 1995 samt Entwurf Juni 2000 erfassen 

sollte, der hier allein interessierende Nachtrag vom Dez. 1994 jedoch davon 

unberührt blieb und ihm damit eben auch weiterhin volle Gültigkeit zukam. Der 

Bestand des separaten Nachtrags von 1994 ist daher bis zur endgültigen 

Vertragsauflösung im Okt. 2001 nachweislich unverändert geblieben, was zur 

Konsequenz hat, dass der Beklagte seit 1998 – aus welchen Motiven auch 

immer – im Resultat zu Unrecht auf den von ihm einseitig abgeänderten 

Verteilschlüssel von 50:50 anstatt auf den weiterhin gültigen Kostenschlüssel 

unter seinen beiden Spitalärzten von 60:40 abstellte. Die strittigen 

Honorarabrechnungen müssen daher rückwirkend seit Juli 1998 noch 

entsprechend korrigiert werden, womit der Beklagte leistungspflichtig wird 

bzw. ist. 

b) Zur Berechnung der Höhe der im Detail noch geschuldeten Honorarein-künfte 

kann aber nicht einfach auf die Zusammenstellung auf Seite 14 der 

Klageschrift vom Juni 2004 verwiesen werden, da beim dort aufgeführten 

Zahlenmaterial (Restschuld 1998: Fr. 50'115.--, 1999: Fr. 34'423.--, 2000: Fr. 

17'359.-- [1. Jahreshälfte] bzw. Fr. 17'821.-- [2. Hälfte] sowie 2001 Fr. 32'077.-

-; Total damit Fr. 151'795.--) die Berücksichtigung weiter zu beachtender 

Vertragskomponenten bzw. spezieller Abrechnungs- und 

Auszahlungsmodalitäten vergessen wurde bzw. unberücksichtigt blieb. 

Ausgangspunkt für die Ermittlungen der periodisch geschuldeten Restanzen 

ist Art. 17 der Anstellungsverordnung für Chefärzte (Fassung 1994; 

Neuversion 2000), wonach bei Überschreitung der Einkommenslimite von Fr. 

350'000.-- pro Jahr (zusammengesetzt aus Grundlohn [Fr. 145'870.--] und 

den jährlichen Honorareinnahmen für Privatpatienten) trotz Spitalabgabe 

(ehemals 40%; seit 2000 neu 50%) maximal ein Honoraransatz zu 60% 

geschuldet war (womit der Arztanteil in Relation zur Spitalabgabe gemeint 

war), wobei der stets noch überschiessende Teil mit 70% abgerechnet werden 

sollte. 

Für das Jahr 1998 ermittelte der Kläger ein Guthaben von Fr. 254'244.-- 

(Gesamteinkünfte Fr. 706'235.-- minus Spitalabgabe Fr. 282'494.--; zum 

Ansatz 60%), was im Vergleich zum Honorar von Fr. 204'129.-- (laut 

Spitalabrechnung 1998; zum Ansatz 50%) eine Differenz von Fr. 50'115.-- 

ergeben hätte. Die Berechnung ist damit aber noch unvollständig, da jene 

Differenz zuerst noch auf das Gesamthonorar (:60x100) aufzurechnen und 

vom daraus resultierenden Betrag von Fr. 83'525.-- noch der 

überschiessende Teil (70% = Fr. 58'467.--) abzuziehen gewesen wäre, 

woraus eine kleinere Differenz (30% = Fr. 25'057.--) resultiert hätte, wovon 

am Ende auch noch der laut Abrechnung (S. 2) schon bezogene 

Honoraranteil von Fr. 11'197.-- abzuziehen gewesen wäre. Nach den 

Annahmen des Klägers hätte die Restanz 1998 somit Fr. 13'860.-- betragen. 

Wie aus der Spitalabrechnung 1998 indes hervorgeht, bezog der Kläger 

damals Fr. 215'326.--; zzgl. Spitalabzug Fr. 258'392.-- (Fr. 215'326.--:5x6), 

womit die Höchstlimite von Fr. 204'129.-- um Fr. 54'262.-- überschritten 

wurde. Aufgerechnet auf das Gesamthonorar (:60x100) hätte jene Differenz 

einen Betrag von Fr. 90'437.-- ergeben, wovon zuerst erneut der 

überschiessende Teil (70% = Fr. 63'305.--) zu ermitteln und vom Rest (30% = 

Fr. 27'131.--) wieder der bereits bezogene Honoraranteil von Fr. 11'197.-- 

abzuziehen gewesen wäre, woraus korrekterweise ein Restguthaben für 1998 

von Fr. 15'934.-- [= Fr. 54’262.-- minus Fr. 27’131.--; abzgl. bereits bezogener 

Fr. 11'197.--]  resultiert hätte. 

Für 1999 ermittelte der Kläger ein Guthaben von Fr. 206'538.--  

(Gesamteinkünfte Fr. 573'718.-- minus Spitalabgabe Fr. 229'487.--; zum 

Ansatz 60%), was im Vergleich zum ausbezahlten Honorar von Fr. 172'115.-

- (laut Spitalabrechnung 1999; Ansatz 50%) eine Differenz von Fr. 34'423.-- 

bedeutet hätte. Die festgelegte Höchstlimite von 60% (Fr. 204'129.--) wäre 

damit um Fr. 2'408.-- überschritten worden. Umgerechnet auf das 

Gesamteinkommen (:60x100 = Fr. 4'014.--) abzgl. überschiessender Teil 

(70%; Fr. 2'810.--) ergibt sich noch ein Anteil von Fr. 1’204.-- (30%), woraus 

ein Restguthaben 1999 von Fr. 33'218.-- [= Fr. 34'423.-- minus Fr. 2'408.-- 

plus Fr. 1’204] resultiert hätte. 

Für 2000 (1. Hälfte) ermittelte der Kläger ein Guthaben von Fr. 104'153.-- 

(Einkünfte Fr. 298'315.-- minus Spitalabgabe Fr. 115'726.--; Ansatz 60%), was 

im Vergleich zum ausbezahlten Honorar von Fr. 86'794.-- (laut 

Spitalabrechnung 1/2000; Ansatz 50%) eine Differenz von Fr. 17'359.-- 

ergeben hätte. Die Höchstlimite von 60% (Fr. 102'064.--) wäre somit 

halbjährlich um Fr. 2'089.-- überschritten worden. Umgerechnet auf das 

Gesamteinkommen (:6x10 = Fr. 3'482.--) abzgl. überschiessender Teil (70%; 

Fr. 2'437.--) ergibt sich noch ein Anteil von Fr. 1’045.-- (30%), woraus ein 

Restguthaben für 1/2000 von Fr. 16'315.-- [= Fr. 17’359.-- minus Fr. 2'089.-- 

plus Fr. 1’045]  resultiert hätte. 

In der Spitalabrechung 2000 (2. Hälfte) wurde der Honoraranteil (Verhältnis 

Arztanteil – Spitalabgabe) neu auf 50% festgelegt. Der Kläger verlangte für 

diese Zeit noch eine Vergütung von Fr. 17'821.--. Bei einem Höchstlimit von 

Fr. 102'064.-- und einem ausbezahlten Honorar von Fr. 89’107.-- hätte dies 

ein Betrag von Fr. 106’928.-- ergeben. Die Höchstlimite wäre im 2. Halbjahr 

somit um Fr. 4’864.-- überschritten worden; aufgerechnet auf das 

Gesamteinkommen (:5x10 = Fr. 9’728.--) abzgl. überschiessender Teil (neu 

75%; Fr. 7’296.--) ergibt sich noch ein Anteil von Fr. 2’432.-- (neu 25%), 

woraus ein Restguthaben für 2/2000 von Fr. 15'389.-- [= Fr. 17’821.-- minus 

Fr. 4’864.-- plus Fr. 2'432.--] resultiert hätte.

 Laut Spitalabrechnung 2001 (ohne Dez.) betrug die Höchstlimite neu Fr. 

165'769.--, wobei das damals ausbezahlte Honorar Fr. 160'386.-- betrug und 

der Kläger noch Fr. 32'077.-- einforderte, womit er Fr. 192'463.-- beziehen 

wollte. Die Maximallimite wäre damit um Fr. 26'694.-- überschritten worden; 

aufgerechnet auf das Gesamthonorar (:5x10 = Fr. 53'388.--) abzgl. 

überschiessender Teil (75%; Fr. 40'041.--) ergibt sich noch ein Anteil von Fr. 

13'347.-- (25%), womit die Restanz für 2001 Fr. 18'730.-- betragen hätte.    

c) Die Schlussrechnung der noch offenen Saläransprüche (1998-2001) ergibt 

demnach gesamthaft eine Restforderung von Fr. 99'586.--. In diesem Umfang 

wird die Klage daher gutgeheissen; im Übrigen abgewiesen.

3. Zur Einrede der Verjährung sei einzig noch festgehalten, dass das 

Verwaltungsgericht bei öffentlich-rechtlichen AV (Dauerschuldverhältnisse) 

zwar bereits mehrfach auf eine 5-jährige Verjährungsfrist erkannte, womit sich 

vorliegend (bei Klageerhebung im Juli 2004 für Restanzen seit Juli 1998 

aufgrund der seither verstrichenen Zeitdauer) noch die Frage stellt, ob 

zumindest ein Teil der Restforderung verjährt sei. Dies trifft im Einzelfall nach 

Ansicht des Gerichts indes nicht zu, da die erhobenen Geldansprüche für die 

Behandlung von Privatpatienten ursächlich nicht aus dem öffentlich-

rechtlichen Subordinations- und Dienstverhältnis mit dem Spital selbst 

herrührten, sondern im Kern als Gegenleistung für die selbständige 

Erwerbstätigkeit als Facharzt gegenüber seinen im Spital (ambulant/stationär) 

behandelten Privatpatienten empfangen wurde. Abgesehen von dem 

ausdrücklich so vereinbarten Arbeitsprivileg in beiden AV (1993; 1995) wurde 

jeweils darüber hinaus noch stipuliert, dass die Rechnungsstellung und das 

Inkasso der Honorarforderungen aus privatärztlicher und ambulanter Tätigkeit 

(im Namen und auf Risiko des Arztes) durch die Spitalverwaltung erfolgen 

sollten. In Anbetracht dieser eindeutigen Rollenverteilung beim Inkasso 

erschiene es nun aber nicht gerechtfertigt, für die erwähnten Versäumnisse 

bzw. Fehlberechnungen der Spitalverwaltung den Kläger büssen zu lassen. 

Dieser Auffassung ist umso mehr zuzustimmen, als die einzelnen 

Jahresrechnungen (1998-2001) nur schwer auf ihren genauen Inhalt bzw. ihre 

materielle Richtigkeit und Aussagekraft überprüft werden konnten. Die 

aufgeführten Eckwerte und Prozentangaben waren teils sehr verwirrend und 

meist gar unkommentiert, was die Lesbarkeit bzw. (leichte) Erkennbarkeit 

allfälliger Spitalabrechnungsfehler nahezu verunmöglichte bzw. ausschloss. 

Im Lichte dieser Vorgaben ist das Gericht zur Überzeugung gelangt, dass nur 

eine 10-jährige Verjährungsfrist – wie sie in Art. 127 OR analog stipuliert wird 

– den konkreten Umständen und Abmachungen gerecht wird (vgl. 

Häfelin/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich 2002, § 3 Rz. 

189, § 13 Rz. 777 und 790; Imboden/Rhinow, Schweizerische 

Verwaltungsrechtsprechung, Basel 1976, Band I, Nr. 34 B IV a, S. 203; PVG 

1999 Nr. 42, 2003 Nr. 27). Die Verjährungseinrede des Beklagten erweist sich 

folglich als unbegründet.

4. Zum Bestand, Fristenlauf sowie zur Höhe des geltend gemachten 

Verzugszinses (5% seit 29.06.2004) kann ebenfalls analog auf Art. 104 ff. OR 

verwiesen werden. Nachdem feststeht, dass die Klage ausschliesslich auf 

eine Geldleistung lautete und am fraglichen Datum vor Verwaltungsgericht 

anhängig gemacht wurde, sind die Bedingungen für den gewählten 

Fristenbeginn ebenso klar erfüllt worden, wie die schon im Gesetz selbst 

verankerte Zinshöhe von 5%. 

5. a) Zusammengefasst ergibt sich, dass im Resultat eine Gesamtforderung über 

Fr. 99'586.-- zzgl. Zins zu 5% ab 29.06.2004 berechtigt und ausgewiesen ist, 

was zur Gutheissung der Klage in diesem Umfang führt; im Übrigen wird sie 

indessen abgewiesen.

b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten nach Art. 75   

VGG dem Beklagten aufzuerlegen. Dieser hat den Kläger, der sich durch 

einen freiberuflich tätigen Anwalt vertreten liess, überdies aussergerichtlich 

angemessen zu entschädigen. 

Demnach erkennt das Gericht:

1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird der … verpflichtet, Dr. … Fr. 99'586.-- 

nebst Zins zu 5% ab 29.06.2004 zu bezahlen. 

2. Die Gerichtskosten, bestehend

- aus einer Staatsgebühr von Fr. 4'000.--

- und den Kanzleiauslagen von Fr. 221.--

zusammen Fr. 4'221.--

gehen zulasten des … und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses 

Entscheids an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu 

bezahlen.

3. Der … hat Dr. … überdies aussergerichtlich mit Fr. 2'500.-- zu entschädigen.

Auf die dagegen an das Bundesgericht erhobene staatsrechtliche Beschwerde wurde 

am 28. Juni 2005 nicht eingetreten (2P.138/2005/leb).