# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8309fd81-8cd9-5497-9f4f-74f8cd64edfb
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-10-20
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsrekurskommission 20.10.2015 I/1-2014/270
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VWEK_001_I-1-2014-270_2015-10-20.pdf

## Full Text

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 1/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: I/1-2014/270

Stelle: Verwaltungsrekurskommission

Rubrik: Abgaben und öffentliche Dienstpflichten

Publikationsdatum: 20.10.2015

Entscheiddatum: 20.10.2015

Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 20.10.2015
Art. 3 Abs. 1 DBG (SR 642.11), Art. 4 ff. DBA-UK (SR 0.672.936.712). 
Steuerpflicht bei internationalem Sachverhalt. Ein britischer Staatsbürger, 
der für die schweizerische Niederlassung einer britischen Arbeitgeberin in 
der Schweiz tätig war, begründete eine unbeschränkte Steuerpflicht in der 
Schweiz, u.a. deshalb, weil der bewilligungsfreie Erwerb seiner Wohnung in 
der Schweiz nur bei Schweizer Wohnsitz möglich war. Das DBA-UK stand 
einer Besteuerung durch die Schweiz nicht entgegen, da er in der Schweiz 
im Sinn des DBA-UK ansässig war und in der Schweiz seinen 
Lebensmittelpunkt hatte (Urteil der Verwaltungsrekurskommission, 
Abteilung I/1, vom 20. Oktober 2015, VRKE I/1-2014/270, 271).

Präsident Thomas Vögeli, Richter Fritz Buchschacher und Markus Frei, 

Gerichtsschreiberin Louise Blanc Gähwiler

X und Y Z, Rekurrenten und Beschwerdeführer,

vertreten durch A AG,

gegen

Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen, Vorinstanz,

und

Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung Direkte Bundessteuer, Abteilung 

Recht, Eigerstrasse 65, 3003 Bern, Beschwerdebeteiligte,

betreffend

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 2/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Kantons- und Gemeindesteuer (Einkommen und Vermögen 2008) sowie direkte 

Bundessteuer (Einkommen 2008)

Sachverhalt:

A.- X und Y Z (geb. 1955 bzw. 1962) sind britische Staatsangehörige, wohnen in 

London und haben zwei erwachsene Kinder, welche in England studieren. X Z wurde 

für den Zeitraum vom 1. August 2005 bis 31. Juli 2008 von seiner Arbeitgeberin B UK 

von Grossbritannien in die Schweiz entsandt, wo er für die B Schweiz AG arbeitete. Y Z 

war in dieser Zeit beim C College, London, angestellt. Mit Kaufvertrag vom 27. März 

2007 erwarb X Z in D/SG eine Eigentumswohnung; die Grundbuchanmeldung erfolgte 

am 22. Oktober 2007. Per 30. September 2011 veräusserte er die Liegenschaft wieder.

B.- In der Steuererklärung 2008 deklarierte das Ehepaar Z Einkünfte aus 

unselbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes von Fr. 728'599.– und solche aus 

Nebenerwerbstätigkeit der Ehefrau von Fr. 67'530.–, Erträge aus Wertschriften und 

Guthaben von Fr. 703.– sowie Einkünfte aus Liegenschaften von Fr. 61'163.–. Die 

Steuerpflichtigen wurden daraufhin für die Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Juli 

2008 für die Kantons- und Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 495'000.– zum Satz von Fr. 866'900.– und für die direkte Bundessteuer mit einem 

steuerbaren Einkommen von Fr. 487'600.– zum Satz von Fr. 854'000.– sowie für die 

Steuerperiode vom 1. August bis 31. Dezember 2008 für die Kantons- und 

Gemeindesteuern mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 2'100.– zum Satz von 

Fr. 867'600.– und für die direkte Bundessteuer mit einem steuerbaren Einkommen von 

Fr. 2'100.– zum Satz von Fr. 854'700.– veranlagt. Das steuerbare Vermögen wurde für 

die gesamte Steuerperiode 2008 auf Fr. 555'000.– zum Satz von Fr. 1'332'000.– 

festgesetzt. Die dagegen erhobenen Einsprachen wurden vom kantonalen Steueramt 

mit Entscheiden vom 3. November 2014 abgewiesen.

C.- Gegen die Einspracheentscheide erhoben X und Y Z mit Eingaben ihrer Vertreterin 

vom 4. Dezember 2014 Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission 

mit den Anträgen, für die gesamte Steuerperiode 2008 sei die Ansässigkeit der 

Steuerpflichtigen in Grossbritannien anzunehmen, das in der Periode vom 1. Januar bis 

31. Juli 2008 in der Schweiz erzielte Erwerbseinkommen sei im Quellensteuerverfahren 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 3/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

zu besteuern und das Einkommen und Vermögen aus der Schweizer Liegenschaft sei 

für die gesamte Steuerperiode 2008 im ordentlichen Verfahren zu besteuern, alles unter 

Kosten- und Entschädigungsfolgen.

Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 16. März 2015 die Abweisung 

der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat stillschweigend auf eine 

Vernehmlassung zur Beschwerde verzichtet. Die Rekurrenten und Beschwerdeführer 

erhielten Gelegenheit, sich zur Vernehmlassung der Vorinstanz zu äussern. Dies taten 

sie mit Eingabe vom 15. April 2015.

Auf weitere Einzelheiten wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen 

eingegangen.

Erwägungen:

1.- Angefochten sind die Einspracheentscheide vom 3. November 2014 hinsichtlich der 

Kantons- und Gemeindesteuern für die Steuerperioden vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 

und vom 1. August bis 31. Dezember 2008 sowie der direkten Bundessteuer für die 

Steuerperioden vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 und vom 1. August bis 31. Dezember 

2008. Für Rekurs und Beschwerde müssen verschiedene Entscheide ergehen; sie 

können indessen in einem einzigen Dokument mit Verweisungen und einem 

gemeinsamen Dispositiv, das die beiden Steuern allerdings ausdrücklich 

auseinanderhält, enthalten sein (vgl. BGE 130 II 509 = Pra 2005 Nr. 114 E. 8.3, BGE 

135 II 260 = Pra 2010 Nr. 37 E. 1.3.1).

2.- Die Eintretensvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen. Die 

Verwaltungsrekurskommission ist zum Sachentscheid zuständig. Die Befugnis zur 

Rechtsmittelerhebung ist gegeben. Der Rekurs und die Beschwerde vom 4. Dezember 

2014 sind rechtzeitig eingereicht worden. Sie erfüllen in formeller und inhaltlicher 

Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 194 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 

811.1, abgekürzt: StG; Art. 140 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die direkte 

Bundessteuer, SR 642.11, abgekürzt: DBG; Art. 7 der Verordnung zum Bundesgesetz 

über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 41 lit. h Ziff. 1 und Art. 48 des Gesetzes 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 4/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt: VRP). Die 

Sachurteilsvoraussetzungen sind somit erfüllt.

Im vorliegenden Verfahren kann im Übrigen lediglich festgestellt werden, ob die 

Rekurrenten und Beschwerdeführer im Kanton St. Gallen steuerpflichtig sind oder 

nicht. Nicht einzugehen ist daher auf den Antrag, es sei die Ansässigkeit in 

Grossbritannien festzustellen. Weiter sind sich die Verfahrensbeteiligten einig, dass für 

die Steuerperiode vom 1. August bis 31. Dezember 2008 aufgrund des Grundbesitzes 

in D lediglich eine beschränkte Steuerpflicht bestand. Die Vorinstanz berücksichtigte – 

wie beantragt – lediglich das Einkommen und Vermögen der in der Schweiz gelegenen 

Liegenschaft. Das in Grossbritannien erwirtschaftete Einkommen wurde in der Schweiz 

nicht erfasst. Mit dem entsprechenden Rechtsbegehren rennen die Rekurrenten und 

Beschwerdeführer folglich offene Türen ein. Es ist nicht darauf einzutreten.

3.- Die Höhe der von der Vorinstanz berechneten Einkünfte und Vermögenswerte wird 

von den Rekurrenten und Beschwerdeführer nicht bestritten. Angefochten ist jedoch 

die internationale Steuerausscheidung bzw. die in den Veranlagungsverfügungen und 

Einspracheentscheiden enthaltenen Feststellungen, die Pflichtigen seien in der 

Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 in der Schweiz unbeschränkt 

steuerpflichtig gewesen. In der Streitsache handelt es sich somit um ein internationales 

Verhältnis. Dabei bleiben Staatsverträge stets vorbehalten. Die Staatsverträge des 

Bundes, insbesondere die Doppelbesteuerungsabkommen, stellen Schranken der 

kantonalen und kommunalen Steuer dar (vgl. Höhn/Waldburger, Steuerrecht Band 1, 

9. Aufl. 2001, S. 880). Das Abkommen zwischen der Schweizerischen 

Eidgenossenschaft und dem Vereinigten Königreich von Grossbritannien und 

Nordirland zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom 

Einkommen (SR 0.672.936.712, abgekürzt: DBA-UK), welches der Empfehlung des 

OECD-Musterabkommens (nachfolgend OECD-MA, in: www.estv.admin.ch 

[Internationales Steuerrecht/Themen/Länder]) entspricht, sieht in Art. 4 Abs. 1 vor, dass 

der Ausdruck "eine in einem Vertragsstaat ansässige Person" im Sinn des Abkommens 

eine Person bedeutet, die nach dem Recht dieses Staates dort aufgrund ihres 

Wohnsitzes, ihres ständigen Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder eines 

anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist. Mit dieser Formulierung wird auf die 

persönliche Zugehörigkeit zu einem Vertragsstaat Bezug genommen, welche zu einer 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 5/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

grundsätzlich unbeschränkten Steuerpflicht führt (vgl. P. Locher, Einführung in das 

internationale Steuerrecht der Schweiz, 3. Aufl. 2005, S. 226 f.). Demnach ist zunächst 

nach schweizerischem Recht zu entscheiden, ob nach dem DBG die Voraussetzungen 

einer subjektiven und objektiven Steuerpflicht der Rekurrenten und Beschwerdeführer 

gegeben sind. Erst wenn diese Frage zu bejahen ist, muss in einem zweiten Schritt 

geprüft werden, ob die Besteuerungsbefugnis der Schweiz durch das DBA-UK 

eingeschränkt wird (Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 

2. Aufl. 2009, N 6 der Vorbemerkungen zu Art. 3-15 DBG).

a) Gemäss Art. 3 Abs. 1 DBG sind natürliche Personen in der Schweiz aufgrund 

persönlicher Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig, wenn sie ihren 

steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz haben. Steuerrechtlicher 

Wohnsitz in der Schweiz wird angenommen, wenn sich die steuerpflichtige Person mit 

der Absicht dauernden Verbleibens hier aufhält bzw. wenn sich hier der Mittelpunkt 

ihres Lebensinteresses, ihrer persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse befindet 

(vgl. ASA 63 S. 839 E. 2a; BGE 125 I 54 E. 2). Der Mittelpunkt der Lebensinteressen 

bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus denen 

sich diese Interessen erkennen lassen, nicht nach den bloss erklärten Wünschen der 

steuerpflichtigen Person. Der steuerliche Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar (vgl. 

BGE 132 I 29 E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts [BGer] 2P.165/2006 E. 4.1). Der Wille 

des Steuerpflichtigen ist jedoch dann wesentlich, wenn er erkennbar ist (vgl. Locher/

Meier/von Siebenthal, Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz-Deutschland, Band 4, 

B 4.1 Nr. 4). Keine entscheidende Bedeutung kommt diesbezüglich dem polizeilichen 

Domizil zu. Das Hinterlegen der Schriften und Ausüben der politischen Rechte bilden – 

zusammen mit dem übrigen Verhalten der betreffenden Person – blosse Indizien für 

den steuerrechtlichen Wohnsitz (vgl. BGE 123 I 289 E. 2a). Für die Bestimmung des 

Steuerdomizils ist auf die wirklichen Lebens- und Wirtschaftsverhältnisse abzustellen 

(P. Locher, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: Doppelbesteuerung, Band 2, § 3, I A, 

1 Nr. 3).

b) aa) Der Rekurrent und Beschwerdeführer erwarb am 27. März 2007 eine 

Eigentumswohnung in D, wobei der Kauf am 22. Oktober 2007 im Grundbuch 

angemeldet wurde. Ebenfalls am 22. Oktober 2007 meldete er sich beim Einwohneramt 

in D an. Seine Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA wurde ihm für die Zeit vom 23. Oktober 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 6/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

2007 bis 28. Februar 2012 erteilt. Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den 

Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland (SR 211.412.41, abgekürzt: 

BewG) bedürfen Personen im Ausland für den Erwerb von Grundstücken einer 

Bewilligung der zuständigen kantonalen Behörde. Staatsangehörige der 

Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft (EG) und der Europäischen 

Freihandelsassoziation (EFTA) gelten nicht als Personen im Ausland, wenn sie in der 

Schweiz Wohnsitz nach den Art. 23, 24 Abs. 1, 25 und 26 des ZGB haben (Art. 5 Abs. 1 

lit. a BewG i.V.m. Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über den Erwerb von Grundstücken 

durch Personen im Ausland, SR 211.412.411, abgekürzt: BewV; vgl. auch Merkblatt 

des Bundesamts für Justiz zum Erwerb von Grundstücken durch Personen im Ausland, 

Ziff. 6a, in: www.bj.admin.ch [Wirtschaft/Grundstückerwerb durch Personen im 

Ausland], nachfolgend: Merkblatt). Im Kaufvertrag vom 27. März 2007 bestätigte der 

Rekurrent und Beschwerdeführer, dass er seinen rechtmässigen und tatsächlichen 

Wohnsitz in der Schweiz, in E, habe. Die Vertragsparteien hielten weiter fest, dass der 

Erwerber vor der Grundbucheintragung das Handlungsfähigkeitszeugnis, aus welchem 

der Wohnsitz hervorgehe, und die Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA vorzulegen habe 

(act. 10/2/2.3 Ziff. 32). Darauf ist der Rekurrent und Beschwerdeführer zu behaften. 

Entsprechend konnte er die Eigentumswohnung in D auch bewilligungsfrei erwerben. 

Damit ist erstellt, dass er zum Zeitpunkt des Grundstückerwerbs Wohnsitz in der 

Schweiz hatte. Die Sachlage hat sich im Jahr 2008 – zumindest im ersten Halbjahr – 

nicht geändert. Im Gegenteil: Neben seiner Tätigkeit bei der B Schweiz AG in E bis 

31. Juli 2008 verfügte er neu über Wohneigentum in D. Dass es sich dabei lediglich um 

eine Ferienwohnung gehandelt und der Rekurrent und Beschwerdeführer während der 

Woche nach wie vor in einem Hotel in E gelebt haben soll, wurde von ihm nicht belegt. 

Befremdlich ist insbesondere, dass die Liegenschaft in D als Ausgangspunkt für 

Winterferien gedient haben soll. Zwar sind von D aus gewisse Skigebiete durchaus 

erreichbar; von einem typischen Wintersport- bzw. Ferienort kann jedoch nicht 

gesprochen werden.

Im Übrigen verweilte der Rekurrent und Beschwerdeführer mehr als dreissig Tage in 

der Schweiz und übte eine Erwerbstätigkeit aus, sodass auch ein steuerrechtlicher 

Aufenthalt in der Schweiz zu bejahen wäre. Für das Vorliegen eines steuerrechtlichen 

Aufenthalts wird keine ununterbrochene körperliche Anwesenheit in der Schweiz 

verlangt. Ein zeitlich zusammenhängender Aufenthalt kann trotz auswärtigen 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 7/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Aufenthalten immer dann angenommen werden, wenn eine sachliche und räumliche 

Beziehung der steuerpflichtigen Person zur Schweiz besteht, die über die körperliche 

Anwesenheit hinausreicht. So wird ein ausländischer Arbeitnehmer, der einen Urlaub 

antritt, im Allgemeinen von vornherein beabsichtigen, nach Beendigung des Urlaubs 

wieder in die Schweiz zurückzukehren, um den zeitlichen Rahmen seiner Arbeits- und 

Aufenthaltsbewilligung nach Möglichkeit auszuschöpfen. Der Fristenlauf wird in diesem 

Fall ebenso wenig unterbrochen wie bei Wochenend- oder Feiertagsausflügen (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 52 zu Art. 3 DBG).

bb) Anders verhält es sich mit der Ehefrau. Zwar meldete sie sich am 22. Oktober 2007 

ebenfalls bei der Gemeinde D an. Zudem nannte sie als Aufenthaltszweck für den 

Erwerb der Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA B, welche vom 7. November 2007 bis 

26. Januar 2010 gültig war, der Verbleib beim Ehegatten im Rahmen des 

Familiennachzugs. Die Aufenthaltsbewilligung stellt grundsätzlich ein Indiz dar, dass 

die betreffende Person ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz hat. Die Rekurrentin 

und Beschwerdeführerin war im Jahr 2008 jedoch als Lehrerin beim C College in 

London angestellt und erhielt monatliche Bruttolohnzahlungen von £ 3'199.50 (Januar 

bis August 2008) bzw. £ 3'453.25 (September bis Dezember 2008; act. 10/1/1.21). Im 

Arbeitsvertrag wurde festgehalten, dass sie als Vollzeit-Lehrerin angestellt werde und 

sich der Arbeitsplatz im C College, London, befinde. Der Anfangslohn – Arbeitsbeginn 

war der 1. September 2003 – wurde auf £ 25'098.– jährlich festgelegt (vgl. act. 2/7). 

Hinweise, dass sie – trotz Lohnzahlungen – ein ganzes Jahr lang nicht gearbeitet haben 

soll, sind nicht auszumachen. Damit ist davon auszugehen, dass die Rekurrentin und 

Beschwerdeführerin während der Dauer des Auslandeinsatzes des Ehemannes einen 

von ihm getrennten Wohnsitz in London hatte. Die Annahme eines getrennten 

steuerrechtlichen Wohnsitzes von Ehegatten ist insbesondere dann gerechtfertigt, 

wenn die Ehegatten – wie vorliegend – in verschiedenen Staaten beruflich oder 

geschäftlich tätig sind und sich nur an den Wochenenden gegenseitig besuchen (vgl. 

Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 32 zu Art. 3 DBG).

c) Zusammenfassend ergibt sich, dass nach Art. 3 DBG für die Steuerperiode vom 

1. Januar bis 31. Juli 2008 eine subjektive und objektive Steuerpflicht des Rekurrenten 

und Beschwerdeführers in der Schweiz bzw. in der Gemeinde D bestand. Nachfolgend 

ist daher zu prüfen, ob das DBA-UK die Steuerbefugnis des Bundes bzw. des Kantons 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 8/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

und der Gemeinde im Jahr 2008 eingeschränkt wurde. Keinen Wohnsitz in der Schweiz 

begründete dagegen dessen Ehefrau.

4.- Mit dem DBA-UK soll die Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom 

Einkommen und vom Vermögen vermieden werden. Das Abkommen gilt für Personen, 

die in einem oder in beiden Vertragsstaaten ansässig sind.

a) Im Sinne des DBA-UK bedeutet der Ausdruck "eine in einem Vertragsstaat 

ansässige Person" eine Person, die nach dem Recht dieses Staates dort auf Grund 

ihres Wohnsitzes, ihres ständigen Aufenthalts, des Ortes ihrer Geschäftsleitung oder 

eines anderen ähnlichen Merkmals steuerpflichtig ist (Art. 4 Abs. 1 DBA-UK). Ist nach 

Art. 4 Abs. 1 DBA-UK eine Person in beiden Vertragsstaaten ansässig, gilt eine Person 

als in dem Vertragsstaat ansässig, in dem sie über eine ständige Wohnstätte verfügt. 

Verfügt sie in beiden Vertragsstaaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als in 

dem Vertragsstaat ansässig, zu dem sie die engeren persönlichen und wirtschaftlichen 

Beziehungen hat (Mittelpunkt der Lebensinteressen). Kann nicht bestimmt werden, in 

welchem Vertragsstaat die Person den Mittelpunkt der Lebensinteressen hat, oder 

verfügt sie in keinem der Vertragsstaaten über eine ständige Wohnstätte, so gilt sie als 

in dem Vertragsstaat ansässig, in dem sie ihren gewöhnlichen Aufenthalt hat. Hat die 

Person ihren gewöhnlichen Aufenthalt in beiden Vertragsstaaten oder in keinem der 

Vertragsstaaten, so gilt sie als in dem Vertragsstaat ansässig, dessen 

Staatangehörigkeit sie besitzt. Besitzt die Person die Staatsangehörigkeit beider 

Vertragsstaaten oder keines Vertragsstaates, so regeln die zuständigen Behörden der 

Vertragsstaaten die Frage in gegenseitigem Einvernehmen (Art. 4 Abs. 2 DBA-UK).

b) aa) Die Wohnstätte ist ständig, wenn sie einer Person jederzeit und dauernd zur 

Verfügung steht und von ihr auch regelmässig benutzt wird. Dies bedeutet, dass die 

betroffene Person die Möglichkeit haben muss, jederzeit (rechtmässig) die tatsächliche 

Verfügungsgewalt über eine Wohnstätte ausüben zu können, das heisst die 

Räumlichkeiten als Wohnstätte zu nutzen und sie tatsächlich nutzt (vgl. Zweifel/

Hunziker, in: Zweifel/Beusch/ Matteotti, Kommentar zum Internationalen Steuerrecht, 

Basel 2015, N 109 f. zu Art. 4 OECD-MA).

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 9/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

bb) Gemäss den Ausführungen der Rekurrenten und Beschwerdeführer verfügen diese 

in London über einen Wohnsitz, wo sich die Familie während der Erwerbstätigkeit des 

Ehemannes in der Schweiz auch aufhielt. Die Wochenenden verbrachte der Rekurrent 

und Beschwerdeführer regelmässig bei seiner Ehefrau in London (vgl. act. 1 Rz. 18). In 

D stand ihm eine Eigentumswohnung zur Verfügung, in welcher er sich zusammen mit 

seiner Ehefrau ebenfalls regelmässig aufhielt. Damit verfügte der Rekurrent und 

Beschwerdeführer in beiden Vertragsstaaten über eine ständige Wohnstätte. Zu prüfen 

ist daher im Folgenden, zu welchem Vertragsstaat er in der Zeit vom 1. Januar bis 

31. Juli 2008 die engeren persönlichen und wirtschaftlichen Beziehungen hatte 

(Mittelpunkt der Lebensinteressen).

c) aa) Bei der Frage, wo sich der Mittelpunkt der Lebensinteressen einer 

steuerpflichtigen Person befindet, sind die familiären und gesellschaftlichen 

Beziehungen, ihre berufliche, politische, kulturelle und sonstige Tätigkeit, der Ort ihrer 

Geschäftstätigkeit, der Ort der Vermögensverwaltung und Ähnliches zu 

berücksichtigen. Der Mittelpunkt der Lebensinteressen ist aufgrund der tatsächlichen 

Verhältnisse nach objektiven Kriterien und gestützt auf eine Würdigung der gesamten 

äusseren Umstände zu bestimmen, zumal persönliche und wirtschaftliche Bezüge nicht 

stets ohne weiteres zu trennen sind. Bei gegenläufigen Beziehungen (z.B. engere 

persönliche Beziehungen zum einen Staat, engere wirtschaftliche Beziehungen zum 

anderen Staat) entscheidet das Überwiegen. Nicht massgebend sind die subjektiven 

Wünsche oder Befindlichkeiten der steuerpflichtigen Person oder formelle Kriterien (vgl. 

auch BGE 138 II 300 E. 3.2). Selbst wenn die betreffende Person die Sprache des 

Staats nicht spricht und sich daher vor allem im Kreis von Menschen bewegt, die ihre 

Sprache sprechen und meist dieselbe Staatsangehörigkeit besitzen, spricht dies nicht 

gegen die Annahme persönlicher Beziehungen. Auf die Dauer des Aufenthalts, die 

räumlichen Verhältnisse oder die Tatsache, dass die Person in der Vergangenheit zu 

einem der beiden Orte die stärkere Beziehung pflegte, kommt es dagegen nicht an. 

Behält eine Person trotz Begründung einer Wohnstätte in einem anderen Vertragsstaat 

ihre erste Wohnstätte bei, wo sie bisher stets gelebt und gearbeitet hat, wo ihre Familie 

wohnt und wo sie ihren Besitz hat, kann dieses Verhalten zusammen mit sämtlichen 

Umständen dafür sprechen, dass die Person den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen im 

ersten Staat beibehalten hat. Unter den Begriff "wirtschaftliche Beziehungen" fallen 

hauptsächlich Beziehungen zu örtlich gebundenen Tätigkeiten oder Einnahmequellen. 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 10/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Eine besondere Bindung an eine Wohngelegenheit existiert dann, wenn die Wohnstätte 

überwiegend der Verwirklichung oder Aufrechterhaltung wirtschaftlicher Beziehungen 

dient. Neben der Höhe der erzielten Einkünfte ist auch die Anschaffung einer 

Liegenschaft zu berücksichtigen. Starke Bindungen zum Tätigkeitsstaat bestehen 

beispielsweise auch dann, wenn die steuerpflichtige Person eine leitende Stellung in 

einem wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen bekleidet (Zweifel/Hunziker, a.a.O., 

N 119 ff. zu Art. 4 OECD-MA).

bb) Im Juli 2005 vereinbarten die britische Arbeitgeberin und der Steuerpflichtige, dass 

Letzterer als "Sectors Solutions Executive" ab 1. August 2005 bis zunächst am 31. Juli 

2007 in die Schweiz entsandt wird (vgl. act. 2/4). Das Arbeitsverhältnis in der Schweiz 

wurde schliesslich um ein Jahr verlängert. Wie bereits dargelegt, musste der Rekurrent 

und Beschwerdeführer für den bewilligungsfreien Erwerb der Wohnung in D im Jahr 

2007 Wohnsitz in der Schweiz haben. Entsprechend stellte die Vorinstanz für das Jahr 

2007 fest, dass sich der Wohnsitz des Rekurrenten und Beschwerdeführers in D 

befand. Diese Feststellungsverfügung hat der Steuerpflichtige – wenn auch erst im 

Einspracheverfahren – akzeptiert, und damit auch den Wohnsitz im Kanton St. Gallen. 

(vgl. vorstehende E. 3.b/aa). Dass sich im Jahr 2008 etwas daran geändert hat, wurde 

von ihm nicht dargetan. So bleibt der einmal begründete Wohnsitz grundsätzlich bis 

zum Erwerb eines neuen bestehen. Eine andere Sichtweise würde eine zu grosse 

Missbrauchsgefahr nach sich ziehen (BGE 138 II 300 E. 3.3). Zu berücksichtigen ist 

weiter, dass in der Beilage A zum Entsendungsvertrag vereinbart wurde, dass die 

Lohnzahlungen in Schweizer Franken und auf ein Konto in der Schweiz erfolgen bei 

einem monatlichen Basissalär von £ 10'387.– (vgl. act. 2/4). In der Steuererklärung 

2008 deklarierte der Rekurrent und Beschwerdeführer sodann ein jährliches 

Gesamteinkommen von Fr. 803'445.– (act. 10/1/1.17). Die Höhe der erzielten Einkünfte, 

die Ausrichtung in Schweizer Franken sowie die Anschaffung der Liegenschaft in D 

sprechen für starke wirtschaftliche Beziehungen zur Schweiz. Hinzu kommt, dass der 

Rekurrent und Beschwerdeführer bei der B Schweiz AG als "Sectors Solutions 

Executive" eine leitende Funktion bekleidete. Selbst wenn das Gehalt von der B UK 

bezahlt worden sein sollte, ist dies für sich allein noch nicht geeignet, die durch die 

Arbeitsleistung in der Schweiz geschaffene hauptsächliche Erwerbsquelle des 

Steuerpflichtigen nach Grossbritannien zu verlagern (vgl. Zweifel/Hunziker, a.a.O., 

N 129 zu Art. 4 OECD-DBA). Immerhin liegt der Lebensmittelpunkt grundsätzlich dort, 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 11/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

von wo aus regelmässig der Arbeitsort aufgesucht wird. Zwar unterhielt der Rekurrent 

und Beschwerdeführer während seiner Arbeitstätigkeit in der Schweiz weiterhin 

persönliche Beziehungen zu Grossbritannien, wo seine Frau wohnte und arbeitete. Der 

von ihm im Einspracheverfahren eingereichte Reisekalender taugt jedoch hierfür nicht 

als Beweismittel: Einerseits wurde dieser lediglich bis April 2008 ausgefüllt, 

andererseits erweist er sich nachweislich auch für die übrigen Monate als 

unvollständig, indem im April bei 17 Tagen kein Aufenthaltsort erfasst wurde. Damit 

liegen keine Belege über häufige Aufenthalte in Grossbritannien vor. Schliesslich 

erwarb auch die Ehefrau des Rekurrenten und Beschwerdeführers eine 

Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz, was darauf schliessen lässt, dass sie im 

damaligen Zeitpunkt den Lebensmittelpunkt in absehbarer Zeit in die Schweiz verlegen 

wollte. Die wirtschaftlichen Beziehungen zur Schweiz überwiegen daher die 

persönlichen Beziehungen zu Grossbritannien. Der Rekurrent und Beschwerdeführer 

gilt folglich als in der Schweiz ansässig, da sich hier der Mittelpunkt seiner 

Lebensinteressen befindet.

5.- Zusammenfassend ergibt sich, dass der Rekurrent und Beschwerdeführer in der 

Zeit vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 sowohl in der Schweiz als auch in Grossbritannien 

als ansässig galt. Der Mittelpunkt der Lebensinteressen lag jedoch in der Schweiz, 

sodass er im Sinn des Abkommens als hier ansässig galt (Art. 4 Abs. 2 lit. a DBA-UK). 

Art. 15 DBA-UK hält als Grundregel fest, dass Arbeitseinkünfte aus einer 

unselbständigen Erwerbstätigkeit nur im Ansässigkeitsstaat des unselbständig 

Erwerbstätigen besteuert werden können. Als Ausnahme von der Grundregel wird 

vorgesehen, dass der andere Vertragsstaat besteuern kann, wenn die Arbeit in diesem 

Vertragsstaat ausgeübt wird (Art. 15 Abs. 1 DBA-UK). Damit bleibt es bei einer 

Besteuerung im Ansässigkeitsstaat, wenn dieser mit dem Tätigkeitsstaat 

zusammenfällt (S. Dürr, in: Zweifel/Beusch/Matteotti, Kommentar zum Internationalen 

Steuerrecht, Basel 2015, N 14 zu Art. 15 OECD-MA). Die Steuerbefugnis des Bundes 

wurde somit für die Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 durch das 

Abkommen nicht beschränkt. Die Ehefrau des Rekurrenten und Beschwerdeführers 

hatte dagegen keinen Wohnsitz in der Schweiz. Wenn nur ein Ehegatte in der Schweiz 

ansässig ist und der andere Partner sein Hauptsteuerdomizil im Ausland hat, darf das 

Einkommen und Vermögen nicht zusammengerechnet werden, weil eine 

Zusammenrechnung im Sinn von Art. 9 Abs. 1 DBG nur zulässig ist, wenn beide 

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 12/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

Eheleute der (schweizerischen) Steuerhoheit unterliegen. Für den in der Schweiz 

steuerpflichtigen Gatten besteht folglich eine selbständige Steuerpflicht. Lediglich zur 

Satzbestimmung wird – unter Anwendung des Verheiratetentarifs – auf das eheliche 

Gesamteinkommen abgestellt. Das gilt bei unbeschränkter Steuerpflicht nur eines der 

beiden Partner in der Schweiz aufgrund persönlicher Zugehörigkeit, aber auch, wenn 

diese schweizerische Steuerpflicht des einen Gatten eine beschränkte ist und aufgrund 

wirtschaftlicher Zugehörigkeit besteht (vgl. Urteil des Bundesgerichts [BGer] 

2C_309/2014 vom 16. Juli 2015 E. 2.2.3.).

Der Rekurs und die Beschwerde betreffend die Steuerperiode vom 1. Januar bis 

31. Juli 2008 sind damit teilweise gutzuheissen und die entsprechenden 

Einspracheentscheide vom 3. November 2014 aufzuheben. Soweit sich Rekurs und 

Beschwerde gegen die Einspracheentscheide betr. die Steuerperiode vom 1. August 

bis 31. Dezember 2008 richten, ist darauf nicht einzutreten. In Anwendung von Art. 56 

Abs. 2 VRP ist die Streitsache zu neuer Berechnung des steuerbaren Einkommens für 

die Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 im Sinn der Erwägungen und zu 

neuer Steuerausscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.

5.- Dem Verfahrensausgang entsprechend – die Rekurrenten und Beschwerdeführer 

unterliegen mehrheitlich – sind die Kosten des Verfahrens zu drei Vierteln den 

Rekurrenten und Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP und Art. 144 

Abs. 1 DBG); einen Viertel der Kosten trägt der Staat. Da das Rekurs- und das 

Beschwerdeverfahren in ein und demselben Entscheid behandelt werden, ist eine 

Entscheidgebühr von je Fr. 1'000.– (insgesamt Fr. 2’000.–) angemessen (vgl. Art. 144 

Abs. 5 DBG i.V.m. Art. 7 Ziff. 122 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der 

Kostenvorschuss von total Fr. 2'000.– ist zu verrechnen und der Rest von Fr. 500.– 

zurückzuerstatten.

Bei diesem Verfahrensausgang ist keine ausseramtliche Entschädigung zuzusprechen 

(Art. 98  VRP).

Entscheid:

1.    Der Rekurs betreffend die Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 wird

bis

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 13/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

       teilweise gutgeheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. November 

2014

       wird aufgehoben und die Angelegenheit zu neuer Berechnung des steuerbaren

       Einkommens (Kantons- und Gemeindesteuer für die Steuerperiode vom 1. Januar

       bis 31. Juli 2008) im Sinn der Erwägungen und zu neuer Steuerausscheidung an 

die

       Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird der Rekurs abgewiesen.

2.    Auf den Rekurs betreffend die Steuerperiode vom 1. August bis 31. Dezember 

2008

       wird nicht eingetreten.

3.    Die Beschwerde betreffend die Steuerperiode vom 1. Januar bis 31. Juli 2008 wird

       teilweise gutgeheissen. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 3. November 

2014

       wird aufgehoben und die Angelegenheit zu neuer Berechnung des steuerbaren

       Einkommens (Direkte Bundessteuer für die Steuerperiode vom 1. Januar bis

       31. Juli 2008) im Sinn der Erwägungen und zu neuer Steuerausscheidung an

       die Vorinstanz zurückgewiesen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.

4.    Auf die Beschwerde betreffend die Steuerperiode vom 1. August bis 31. Dezember 

2008

       wird nicht eingetreten.

5.    Die Rekurrenten und Beschwerdeführer bezahlen die Kosten des Rekurs- und

© Kanton St.Gallen 2025 Seite 14/14

Publikationsplattform

St.Galler Gerichte

       Beschwerdeverfahrens von je Fr. 1'000.– zu drei Vierteln, unter Verrechnung

       der Kostenvorschüsse von je Fr. 1'000.–; ein Viertel der Kosten trägt der Staat.

       Den Rekurrenten und Beschwerdeführern wird der Rest von Fr. 500.– 

zurückerstattet.

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte
	Entscheid Verwaltungsrekurskommission, 20.10.2015
	Art. 3 Abs. 1 DBG (SR 642.11), Art. 4 ff. DBA-UK (SR 0.672.936.712). Steuerpflicht bei internationalem Sachverhalt. Ein britischer Staatsbürger, der für die schweizerische Niederlassung einer britischen Arbeitgeberin in der Schweiz tätig war, begründete eine unbeschränkte Steuerpflicht in der Schweiz, u.a. deshalb, weil der bewilligungsfreie Erwerb seiner Wohnung in der Schweiz nur bei Schweizer Wohnsitz möglich war. Das DBA-UK stand einer Besteuerung durch die Schweiz nicht entgegen, da er in der Schweiz im Sinn des DBA-UK ansässig war und in der Schweiz seinen Lebensmittelpunkt hatte (Urteil der Verwaltungsrekurskommission, Abteilung I/1, vom 20. Oktober 2015, VRKE I/1-2014/270, 271).

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

	Publikationsplattform
	St.Galler Gerichte

		2025-07-19T08:44:19+0200
	"9001 St.Gallen"
	Publikationsplattform Kanton St.Gallen