# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 651323ce-0253-526c-b3eb-b5363d249050
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2018-11-14
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 14.11.2018 200 2018 632
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2018-632_2018-11-14.pdf

## Full Text

200 18 632 UV
SCJ/GET/ARJ

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 14. November 2018

Verwaltungsrichter Scheidegger, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Kölliker, Verwaltungsrichter Schwegler
Gerichtsschreiber Germann

A.________
vertreten durch Rechtsanwalt B.________
Beschwerdeführerin

gegen

SWICA Versicherungen AG 
Rechtsdienst UVG, Römerstrasse 38, 8401 Winterthur
Beschwerdegegnerin

betreffend Einspracheentscheid vom 9. August 2018

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die … geborene A.________ (nachfolgend Versicherte) war beim 
C.________ als … angestellt und dadurch bei der SWICA Versicherungen 
AG (nachfolgend SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Berufs- und 
Nichtberufsunfällen versichert (Akten der SWICA [act. II] 1; 65 S. 2). 

Gemäss Bagatellunfall-Meldung UVG vom 26. April 2016 (act. II 1) verletz-
te sich die Versicherte am … 2016 beim Klettern das linke Knie. Nachdem 
am 9. Mai 2016 ein MRI durchgeführt worden war (act. II 39), erfolgte am 
… 2016 im C.________ bei diagnostizierter medialer Meniskusläsion ein 
arthroskopischer Eingriff am linken Knie (act. II 7 S. 1). Die SWICA aner-
kannte ihre Leistungspflicht, indem sie für die Heilungskosten aufkam und 
(hinsichtlich der bis am 14. August 2016 attestierten Arbeitsunfähigkeit [act. 
II 23]) Taggelder ausrichtete (act. II 13). 

Nachdem die Versicherte im weiteren Verlauf Schmerzen beim Muskelan-
satz ober- und unterhalb des linken Kniegelenks geltend gemacht hatte 
(act. II 36) und ihr im Juli 2017 erneut eine Arbeitsunfähigkeit attestiert 
worden war (vgl. act. II 40 S. 3), legte die SWICA das medizinische Dossier 
ihrem beratenden Arzt Dr. med. D.________, Facharzt für Chirurgie, zur 
Beurteilung vor (Bericht vom 21. Oktober 2017 [act. II 45]). Gestützt darauf 
teilte sie der Versicherten mit Schreiben vom 7. Dezember 2017 (act. II 47) 
mit, die durch das Ereignis vom … 2016 „ausgelöste Verschlimmerung ei-
ner vorbestehenden Gesundheitsschädigung“ sei per 9. Mai 2016 (Datum 
des MRI’s) abgeheilt, weshalb ab dem 10. Mai 2016 kein Anspruch auf 
Versicherungsleistungen mehr bestehe, wobei auf eine Rückforderung be-
reits erbrachter Leistungen verzichtet werde. Damit war die Versicherte 
nicht einverstanden (act. II 49), woraufhin die SWICA am 19. Dezember 
2017 (act. II 50) eine entsprechende Verfügung erliess. Die dagegen von 
der Versicherten erhobene Einsprache (act. II 52; 62), in deren Rahmen sie 
einen Bericht von Dr. med. E.________, Praktischer Arzt, vom 15. Februar 
2018 (act. II 62 S. 4 - 6) ins Recht legen liess, wies die SWICA mit Ent-
scheid vom 9. August 2018 (act. II 65) ab. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 3

B.

Dagegen liess die Versicherte (nachfolgend Beschwerdeführerin), vertreten 
durch Rechtsanwalt B.________, mit Eingabe vom 7. September 2018 Be-
schwerde erheben. Sie stellt die folgenden Anträge: 

Der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 9. August 2018 sei aufzuhe-
ben und es seien der Beschwerdeführerin die ihr zustehenden gesetzli-
chen Versicherungsleistungen nach UVG auszurichten.

Eventualiter: Der Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 9. August 2018 
sei aufzuheben und die Akten seien zur Vornahme weiterer Abklärungen 
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. 

- Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -

Mit Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 2018 beantragt die SWICA (nach-
folgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde.

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes vom 
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts 
(ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen Gesetzes vom 
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staats-
anwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen solche Entscheide. 
Die Beschwerdeführerin ist im vorinstanzlichen Verfahren mit ihren Anträ-
gen nicht durchgedrungen, durch den angefochtenen Entscheid berührt 
und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung, weshalb sie 
zur Beschwerde befugt ist (Art. 59 ATSG). Die örtliche Zuständigkeit ist 
gegeben (Art. 58 ATSG). Da auch die Bestimmungen über Frist (Art. 60 
ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 Abs. 1 i.V.m. Art. 32 des 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 4

kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege 
[VRPG; BSG 155.21]) eingehalten sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. 

1.2 Angefochten ist der die Verfügung vom 19. Dezember 2017 (act. II 
50) bestätigende Einspracheentscheid vom 9. August 2018 (act. II 65). 
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung in Zusammenhang mit dem 
Ereignis vom … 2016 über den 9. Mai 2016 hinaus. Im Übrigen hat die Be-
schwerdegegnerin auf eine Rückforderung der bereits beglichenen Kosten 
für die Operation vom … 2016 sowie der bis zum 14. August 2016 erbrach-
ten Taggeldleistungen ausdrücklich verzichtet (vgl. act. II 65 S. 3 E. 3.2). 

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG). 

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

2.

2.1 Am 1. Januar 2017 sind die Änderung vom 25. September 2015 
des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung 
(UVG; SR 832.20) und die Änderung vom 9. November 2016 der Verord-
nung vom 20. Dezember 1982 über die Unfallversicherung (UVV; SR 
832.202) in Kraft getreten. Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich – 
wie vorliegend – vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 25. September 
2015 des UVG ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem 
Zeitpunkt ausgebrochen sind, werden nach bisherigem Recht gewährt 
(Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 
2015 des UVG).

2.2 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen 
Unfallversicherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, 
eines Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit (Art. 6 Abs. 1 UVG) 
sowie eines natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 5

dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 129 V 177 E. 3.1 
und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.3 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
(„conditio sine qua non“; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 S. 
337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen 
Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, 
worüber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen 
der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungs-
recht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu be-
finden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhanges genügt für die 
Begründung eines Leistungsanspruchs nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 
181; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

2.4 Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert 
oder überhaupt erst manifest, entfällt die Leistungspflicht des Unfallversi-
cherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache 
des Gesundheitsschadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und aus-
schliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn 
entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem 
Unfall bestanden hat (status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er 
sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustan-
des auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (status quo sine) 
erreicht ist (SVR 2016 UV Nr. 18 S. 56 E. 2.1.1, 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2; 
RKUV 1994 U 206 S. 328 E. 3b).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 6

Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang 
muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursa-
chen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialversicherungsrecht 
allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit 
nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender 
ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei 
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast – an-
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzu-
sammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern 
beim Unfallversicherer (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 13 E. 3.2).

3.

3.1 Zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sowie zur Fra-
ge der Kausalität zwischen dem Ereignis vom … 2016 und den geklagten 
Kniebeschwerden links äussern sich die (medizinischen) Akten im hier 
massgeblichen Beurteilungszeitraum bis zum angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 9. August 2018 im Wesentlichen wie folgt: 

3.1.1 Dr. med. F.________, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 
Traumatologie des Bewegungsapparates, hielt im Bericht vom 10. Mai 
2016 (act. II 2) fest, die Beschwerdeführerin sei am … 2016 beim Klettern 
weggerutscht und habe sich eine Kniedistorsion links zugezogen. Seither 
beständen Schmerzen im Bereich des linken Kniegelenks mit Einklemm-
phänomen. Das MRI vom … 2016 (vgl. act. II 39) zeige eine mediale Me-
niskushinterhornläsion, sonst keine Kniebinnenschäden. 

Am … 2016 unterzog sich die Beschwerdeführerin einem arthroskopischen 
Eingriff am linken Knie (act. II 7).

3.1.2 Mit Bericht vom 4. August 2016 (act. II 23) hielt Dr. med. 
F.________ fest, die Beschwerdeführerin habe eigentlich keine Beschwer-
den. Der Verlauf sei gut, die Beweglichkeit könne nun weiter gesteigert 
werden. Ab dem 15. August 2016 bestehe wieder eine 100%ige Arbeits-
fähigkeit. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 7

Mit weiterem Bericht vom 11. Oktober 2017 (act. II 40 S. 2 f.) hielt Dr. med. 
F.________ fest, er habe die Beschwerdeführerin am 27. Februar, 24. 
März sowie am 10. Juli 2017 in seiner Sprechstunde gesehen. Am 27. Fe-
bruar 2017 habe die Beschwerdeführerin angegeben, Schmerzen im Be-
reich des linken Kniegelenkes zu verspüren, welche eigentlich seit der Naht 
und vor allem posteromedial vorhanden seien. Die Schnappphänomene 
und das Einklemmen im Sinne der Meniskusverletzung seien nicht mehr 
vorgekommen. Am 24. März 2017 sei das (am 22. März 2017 durchgeführ-
te [act. II 41]) MRI des linken Kniegelenks besprochen worden (act. II 40 S. 
2), wobei sich kein Nachweis einer Re-Ruptur ergeben habe und die 
Durchführung von Physiotherapie vereinbart worden sei (S. 3). Am 10. Juli 
2017 habe die Beschwerdeführerin wiederum über zunehmende Be-
schwerden im Bereich des linken Kniegelenkes mit Schwellneigung geklagt 
(S. 2). Aufgrund des körperlichen Berufs sei zunächst eine Arbeitsunfähig-
keit bis am 21. Juli 2017 attestiert und die Weiterführung der Physiothera-
pie vereinbart worden (S. 3).

3.1.3 Mit Bericht vom 21. Oktober 2017 (act. II 45) hielt Dr. med. 
D.________ zu Handen der Beschwerdegegnerin als Diagnosen eine ln-
nenmeniskushinterhornläsion, einen Status nach Meniskusnaht sowie per-
sistierende Beschwerden fest. Die von der Beschwerdeführerin geklagten 
Beschwerden könnten durch die Untersuchungsbefunde und durch das 
MRI objektiviert werden (S. 2). Der Unfall vom … 2016 sei nicht die einzige 
Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung gewesen. Es müsse 
hier von einer Vorschädigung ausgegangen werden, da im MRI weder Ver-
änderungen an den Bändern noch ein adäquates Knochenmarksödem zu 
sehen gewesen seien. Dies schliesse somit ein Distorsionstrauma und ein 
Stauchungstrauma aus, die geeignet gewesen wären, einen Meniskus zu 
verletzen. Es habe sich mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlich-
keit um eine Überlastung des Kniegelenks beim Klettern gehandelt. Das 
Ereignis vom … 2016 könne bis zum 8. Mai 2016 als eine Mitursache der 
festgestellten gesundheitlichen Störung gesehen werden. Am … 2016 sei 
mittels MRI belegt worden, dass keine schädigenden Kräfte auf das Knie-
gelenk eingewirkt hätten. Der status quo ante und sine seien am 9. Mai 
2016 erreicht worden (S. 3).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 8

3.1.4 Mit zu Handen der Beschwerdeführerin erstelltem Bericht vom 
15. Februar 2018 (act. II 62 S. 4 - 6) hielt Dr. med. E.________ fest, das 
Ereignis vom … 2016 sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit geeignet 
gewesen, einen normalen Meniskus zu schädigen. Zudem seien Vorbe-
schwerden in den vorgelegten Akten nicht aktenkundig (S. 5). Anhaltspunk-
te für einen degenerativen Vorzustand des medialen Meniskus seien 
sodann weder in den MRI-Berichten noch perioperativ beschrieben worden. 
Insbesondere wäre eine Meniskusnaht bei einem degenerativen Meniskus 
nicht die übliche Behandlung. Bei einem degenerativen Meniskus wäre die 
Teilmeniskektomie die übliche Therapie gewesen. Auch die Tatsache, dass 
die Meniskusnaht im MRI 2017 gehalten habe, lasse einen Vorzustand 
dieses Meniskus mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausschliessen. 

Er – Dr. med. E.________ – sei der überwiegend wahrscheinlichen Über-
zeugung, dass die Beschwerdeführerin anlässlich des Ereignisses vom … 
2016 einen nicht degenerierten Meniskus akut traumatisiert habe. Die An-
nahme eines status quo sine per 9. Mai 2016 sei deshalb nicht nachvoll-
ziehbar. Die aktuellen Beschwerden ständen deshalb mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dem Ereignis vom … 2016. In 
Anlehnung an das MRI 2017 sei die Annahme einer Narbenproblematik 
wahrscheinlich, auf jeden Fall nicht auszuschliessen (S. 6).

3.2

3.2.1 Im Gebiet der Sozialversicherung gelten der 
Untersuchungsgrundsatz sowie der Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG). Der rechtserhebliche Sachverhalt 
ist von Amtes wegen unter Mitwirkung der Versicherten respektive der 
Parteien zu ermitteln. In diesem Sinne rechtserheblich sind alle Tatsachen, 
von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so oder 
anders zu entscheiden ist. Der Verzicht auf weitere Abklärungen verletzt 
etwa dann Bundesrecht, wenn der festgestellte Sachverhalt unauflösbare 
Widersprüche enthält oder wenn eine entscheidwesentliche Tatfrage auf 
unvollständiger Beweisgrundlage beantwortet wird (vgl. Entscheid des 
Bundesgerichts [BGer] vom 23. Februar 2017, 8C_344/2016, E. 2.1).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 9

3.2.2 Der Beweiswert eines ärztlichen Berichts hängt davon ab, ob der 
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu-
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt-
nis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der 
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen 
Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus-
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her-
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in 
Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten, sondern 
dessen Inhalt (BGE 143 V 124 E. 2.2.2 S. 126, 134 V 231 E. 5.1 S. 232, 
125 V 351 E. 3a S. 352).

3.2.3 Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt 
Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be-
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre 
Zuverlässigkeit bestehen (SVR 2008 IV Nr. 22 S. 70 E. 2.4). Soll jedoch ein 
Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden 
werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. 
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und 
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind 
ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1 S. 65). 

3.3 Die Beschwerdegegnerin hat die Leistungspflicht bis zum 9. Mai 
2016 anerkannt (vgl. act. II 50 S. 2; 65), was sowohl die Qualifikation des 
Ereignisses vom … 2016 als Unfall im Rechtssinne (Art. 4 ATSG) bzw. 
unfallähnliche Körperschädigung gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV (in der bis 
am 31. Dezember 2016 gültigen und hier massgeblichen Fassung, vgl. 
E. 2.1 vorne) impliziert als auch die (grundsätzliche) Bejahung des 
Kausalzusammenhangs zwischen dem Ereignis vom … 2016 und den 
geklagten Beschwerden im linken Knie (vgl. E. 3.1.1 f.) voraussetzt (vgl. 
act. II 65 S. 3 E. 3.2).

3.4

3.4.1 Hinsichtlich der mit Verfügung vom 19. Dezember 2017 (act. II 50) 
bzw. Einspracheentscheid vom 9. August 2018 (act. II 65) per 9. Mai 2016 
und damit rückwirkend erfolgten Leistungseinstellung stützte sich die 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 10

Beschwerdegegnerin auf den Bericht vom 21. Oktober 2017 (act. II 45) 
ihres beratenden Arztes Dr. med. D.________ ab. Dieser gelangte zum 
Schluss, dass in Bezug auf den Meniskus im linken Kniegelenk von einer 
Vorschädigung ausgegangen werden müsse, „da im MRI weder 
Veränderungen an den Bändern, noch ein adäquates Knochenmarködem 
zu sehen“ gewesen seien, was das Vorliegen eines für eine Meniskusläsion 
geeigneten Distorsions- bzw. Stauchungstraumas ausschliesse. Mit dem 
MRI vom … 2016 sei belegt, dass keine schädigenden Kräfte auf das 
Kniegelenk eingewirkt hätten (S. 3). 

Zwar schmälert der Umstand allein, wonach die Kauslitätsbeurteilung von 
Dr. med. D.________ ausschliesslich auf den Akten beruht, den 
Beweiswert seines Berichts rechtsprechungsgemäss nicht (vgl. RKUV 2006 
U 578 S. 175 E. 3.4, 1988 U 56 S. 371 E. 5b). Indessen gelangt Dr. med. 
E.________ in seiner von der Beschwerdeführerin im Einspracheverfahren 
ins Recht gelegten Stellungnahme vom 15. Februar 2018 (act. II 62 S. 4 - 
6) hinsichtlich des Kausalzusammenhangs zu einer gegenteiligen Ein-
schätzung: So hält er fest, dass weder in den MRI-Berichten noch während 
der Operation degenerative Vorzustände des medialen Meniskus 
beschrieben seien, was – entgegen Dr. med. D.________ – auf eine 
Unfallkausalität schliessen lasse. Zudem schliesst Dr. med. E.________ 
auch aus dem Umstand, wonach bei der Beschwerdeführerin eine 
Meniskusnaht durchgeführt worden sei, auf eine unfallbedingte Ursache 
des Meniskusschadens. Anders als die Beschwerdegegnerin geltend 
macht (vgl. act. II 65 S. 4 f. E. 3.8; Beschwerdeantwort vom 8. Oktober 
2018, S. 4 Ziffer 3.5), beruht die von Dr. med. E.________ getroffene und 
von Dr. med. D.________ abweichende Einschätzung des 
Kausalzusammenhangs somit nicht einzig auf der in beweismässiger 
Hinsicht unzulässigen Maxime post hoc ergo propter hoc, wonach eine 
gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht 
gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E. 2b bb S. 341; 
SVR 2016 UV Nr. 24 S. 78 E. 7.2), sondern auf konkreten medizinischen 
Aspekten. Indem die Beschwerdegegnerin den Bericht vom 15. Februar 
2018 Dr. med. D.________, der die Objektivierbarkeit der geklagten Knie-
beschwerden links unter Hinweis auf die Untersuchungsbefunde ausdrück-
lich bejahte (vgl. act. II 45 S. 2), nicht zur Stellungnahme vorgelegt hat, 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 11

stehen die Einschätzungen von Dr. med. E.________ – welchen mit Blick 
auf den MRI-Bericht vom … 2016 (vgl. act. II 39) sowie den 
Operationsbericht vom … 2016 (act. II 7) nicht zum vornherein jeglicher 
Beweiswert abgesprochen werden kann – unkommentiert im Raum. Damit 
bestehen an der Schlüssigkeit und Zuverlässigkeit der Feststellungen von 
Dr. med. D.________ zumindest geringe Zweifel (vgl. E. 3.2.3 vorne) mit 
der Folge, dass auf seinen Bericht vom 21. Oktober 2017 nicht abgestellt 
werden kann und das Erreichen des status quo sine vel ante bei gegebener 
Aktenlage in beweismässiger Hinsicht derzeit nicht überwiegend 
wahrscheinlich erstellt ist (vgl. E. 2.4 vorne).

3.4.2 Entgegen der Beschwerdeführerin kann jedoch auch nicht einzig 
auf den Bericht von Dr. med. E.________ abgestellt werden, äussert sich 
dieser Arzt doch namentlich nicht zur Feststellung von Dr. med. 
D.________, wonach im MRI weder Veränderungen an den Bändern noch 
ein adäquates Knochenmarködem zu sehen gewesen seien, woraus der 
beratende Arzt der Beschwerdegegnerin auf eine (den 
Kausalzusammenhang in zeitlicher Hinsicht beschränkende) 
Vorschädigung des Meniskus schliesst (act. II 45 S. 3). Zudem verfügt Dr. 
med. E.________ weder über den orthopädischen noch den chirurgischen 
Facharzttitel, was den Beweiswert seiner Stellungnahme zusätzlich 
schmälert. 

3.4.3 Zusammenfassend bestehen somit in Bezug auf die Frage nach 
einem allfälligen Fortbestand des Kausalzusammenhangs über den 9. Mai 
2016 hinaus seitens der Dres. med. D.________ und E.________ 
unterschiedliche Auffassungen. Die dergestalt in Erscheinung tretende 
medizinische Kontroverse kann nicht auf dem Wege der Beweiswürdigung 
entschieden werden, weshalb insoweit weiterer Abklärungsbedarf besteht.

3.5 Indem die Beschwerdegegnerin entscheidwesentlich auf die unter 
den gegebenen Umständen den beweismässigen Anforderungen (vgl. 
E. 3.2.2 vorne) nicht genügende Einschätzung ihres beratenden Arztes Dr. 
med. D.________ vom 21. Oktober 2017 (act. II 45) abgestellt und auf 
weitere Abklärungen verzichtet hat, verletzte sie den 
Untersuchungsgrundsatz (vgl. E. 3.2.1 vorne). Die Akten erweisen sich 
demnach vorab hinsichtlich der Frage, ob der Kausalzusammenhang 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 12

zwischen dem Ereignis vom … 2016 und den Kniebeschwerden links über 
den 9. Mai 2016 fortbestand bzw. besteht, als unvollständig und es bedarf 
weiterer medizinischer Abklärung in Form einer versicherungsexternen 
orthopädischen oder chirurgisch-traumatologischen Begutachtung. 

3.6 Zusammenfassend ist in Gutheissung der Beschwerde der Ein-
spracheentscheid vom 9. August 2018 aufzuheben und die Sache gemäss 
dem Eventualantrag an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit 
sie im Sinne der Erwägungen über den Leistungsanspruch neu verfüge. 

4.

4.1 Verfahrenskosten sind keine zu erheben (Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. 
Art. 61 lit. a ATSG).

4.2

4.2.1 Die obsiegende Beschwerde führende Person hat Anspruch auf 
Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG). 

Die Bemessung der Parteientschädigung beurteilt sich nach kantonalem 
Recht (BGE 125 V 408 E. 3a S. 409). Dieses hat den bundesrechtlichen 
Anforderungen gemäss Art. 61 lit. g ATSG zu genügen. Nach Art. 13 der 
Verordnung vom 17. Mai 2006 über die Bemessung des 
Parteikostenersatzes (Parteikostenverordnung, PKV; BSG 168.811) beträgt 
das Honorar in sozialversicherungsrechtlichen Klage- und Beschwerdever-
fahren Fr. 400.-- bis Fr. 11‘800.-- pro Instanz. 

Praxisgemäss ist dem Gericht bei der Festsetzung der Parteientschädigung 
ein weiter Ermessensspielraum einzuräumen. Im Rahmen seines Ermes-
sens hat das Gericht für die Bestimmung der Höhe des Anwaltshonorars 
die Wichtigkeit und Schwierigkeit der Streitsache, den Umfang der Arbeits-
leistung und den Zeitaufwand des Anwalts zu berücksichtigen (BGE 114 V 
83 E. 4b S. 87). 

4.2.2 Mit Eingabe vom 24. Oktober 2018 weist Rechtsanwalt 
B.________ ein Honorar von Fr. 2‘750.-- (11 Stunden à Fr. 250.--), Ausla-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 13

gen von Fr. 253.90 und die Mehrwertsteuer (MWSt) von Fr. 231.30, insge-
samt ausmachend einen Aufwand von Fr. 3‘235.20, aus. Dieser Betrag 
erweist sich in Anbetracht des wenig umfangreichen Dossiers, der sehr 
beschränkten und übersichtlichen Fragestellung und dem damit einherge-
henden beschränkten Aufwand als zu hoch, weshalb der Parteikostener-
satz auf pauschal Fr. 2‘500.-- (inkl. Auslagen und MWSt) festgesetzt wird. 
Mangels eines entsprechenden Antrags sind sodann die Kosten für den 
Bericht von Dr. med. E.________ vom 15. Februar 2018 (act. II 62 S. 4 - 6) 
über Fr. 450.-- (vgl. act. II 62 S. 3) nicht zu entschädigen.

Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. In Gutheissung der Beschwerde wird der angefochtene Einspracheent-
scheid der SWICA Versicherungen AG vom 9. August 2018 aufgeho-
ben und die Sache zum Vorgehen im Sinne der Erwägungen an die 
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen. 

2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

3. Die Beschwerdegegnerin hat der Beschwerdeführerin die Parteikosten, 
gerichtlich bestimmt auf pauschal Fr. 2‘500.-- (inkl. Auslagen und 
MWSt), zu ersetzen.

4. Zu eröffnen (R):
- Rechtsanwalt B.________ z.H. der Beschwerdeführerin
- SWICA Versicherungen AG
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Der Gerichtsschreiber:

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 14. Nov. 2018, UV/18/632, Seite 14

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) 
geführt werden.