# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bdad6a2d-dc56-5ec0-9a9d-63af5f89bcb3
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2016-09-06
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Strafkammern 06.09.2016 UP160038
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_002_UP160038_2016-09-06.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich 
III. Strafkammer    

 
 

Geschäfts-Nr.: UP160038-O/U/HEI>BEE 

 

Mitwirkend: die Oberrichter lic. iur. Th. Meyer, Präsident, und lic. iur. W. Meyer, 

Ersatzoberrichter lic. iur. Th. Vesely und Gerichtsschreiber Dr. iur. 

S. Christen 

 

Beschluss vom 6. September 2016 
 

in Sachen 

 

A._____, Dr. iur.,  
Beschwerdeführer 

 

gegen 

 

Staatsanwaltschaft See/Oberland,  
Beschwerdegegnerin 

 

vertreten durch Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich 

 

betreffend Entschädigung der amtlichen Verteidigung  
 
Beschwerde gegen die Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons 
Zürich, Büro für amtliche Mandate, vom 11. Juli 2016, sb/2014/151104104 

 

- 2 - 

Erwägungen: 

I. 

1. Die Staatsanwaltschaft See/Oberland führte eine Strafuntersuchung gegen 

B._____ wegen mehrerer Delikte. Das Verfahren war in verschiedene Dossiers 

unterteilt. B._____ wurde in der Strafuntersuchung durch Rechtsanwalt Dr. iur. 

A._____ amtlich verteidigt. 

Am 29. April 2016 erliess die Staatsanwaltschaft je eine Einstellungsverfügung 

bezüglich der Dossiers 1, 3 und 4. Die Kosten der amtlichen Verteidigung wurden 

jeweils auf die Staatskasse genommen. Im Mitteilungssatz der jeweiligen Einstel-

lungsverfügung wurde die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Büro für 

amtliche Mandate, ersucht, das Honorar der amtlichen Verteidigung festzusetzen. 

Am 11. Juli 2016 setzte die Oberstaatsanwaltschaft die Entschädigung der amtli-

chen Verteidigung für die Dossiers 1, 3 und 4 auf insgesamt Fr. 11'846.45 fest 

(Urk. 5). 

2. Rechtsanwalt Dr. iur. A._____ erhebt Beschwerde beim Obergericht des 

Kantons Zürich (Urk. 2). Er beantragt die Aufhebung der Verfügung vom 11. Juli 

2016. Der Entscheid über die gesamte Entschädigung der amtlichen Verteidigung 

(Dossiers 1-4) sei dem Sachgericht (Bezirksgericht Pfäffikon) zu überlassen. 

Eventualiter sei die amtliche Verteidigung für ihre Bemühungen im Zusammen-

hang mit den eingestellten Dossiers 1, 3 und 4 mit Fr. 31'858.25 (inkl. Auslagen 

und Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Subeventualiter sei die Angelegenheit an 

die Oberstaatsanwaltschaft zurückzuweisen. 

Die Oberstaatsanwaltschaft hat sich vernehmen lassen (Urk. 11). Sie beantragt, 

auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Rechtsanwalt Dr. iur. A._____ hält in 

der Replik an seinen Anträgen fest (Urk. 15). Die Oberstaatsanwaltschaft hat auf 

eine Duplik verzichtet (Urk. 19). 

- 3 - 

II. 

1. 

1.1 Angefochten ist eine Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft betreffend die 

Entschädigung des amtlichen Verteidigers nach Erlass einer staatsanwaltschaftli-

chen Einstellungsverfügung. Dagegen ist die Beschwerde beim Obergericht zu-

lässig (Art. 135 Abs. 3 lit. a StPO und § 49 GOG). 

1.2 Die Oberstaatsanwaltschaft macht geltend (Urk. 11 S. 2), vorliegend sei das 

Strafverfahren teilweise eingestellt und teilweise sei die Sache an das Bezirksge-

richt überwiesen worden. In der Regel mache die Verteidigung in solchen Fällen 

ihre gesamten Aufwände im Verfahren vor Gericht geltend und werde dort ge-

samthaft entschädigt. Der Beschwerdeführer habe der Oberstaatsanwaltschaft ei-

ne Gesamthonorarnote eingereicht. Er sei selbst nicht in der Lage gewesen, die 

einzelnen Aufwände den Dossiers zuzuordnen. Er habe eine pauschale Entschä-

digung von 50% verlangt. Bezüglich Dossier 2 sei ein selbständiges Massnahme-

verfahren beim Bezirksgericht hängig. Dieses werde dereinst über die Entschädi-

gung der weiteren Aufwendungen entscheiden. Es sei daher fraglich, ob der Be-

schwerdeführer derzeit durch die angefochtene Verfügung, welche ihn nur an-

teilsmässig entschädige, beschwert sei. Auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. 

1.3 Gemäss Art. 421 StPO legt die Strafbehörde im Endentscheid die Kosten-

folgen fest (Abs. 1). Sie kann diese Festlegung vorwegnehmen in: a) Zwischen-

entscheiden; b) Entscheiden über die teilweise Einstellung des Verfahrens; c) 

Entscheiden über Rechtsmittel gegen Zwischen- und Einstellungsentscheide 

(Abs. 2). Gemäss Art. 422 StPO setzen sich die Verfahrenskosten zusammen aus 

den Gebühren zur Deckung des Aufwands und den Auslagen im konkreten 

Straffall (Abs. 1). Die Kosten für die amtliche Verteidigung zählen zu den Ausla-

gen (Abs. 2 lit. a). Gemäss Art. 135 Abs. 2 StPO legen die Staatsanwaltschaft o-

der das urteilende Gericht die Entschädigung [der amtlichen Verteidigung] am 

Ende des Verfahrens fest. 

1.4 Die Staatsanwaltschaft hat in den Einstellungsverfügungen jeweils verfügt, 

dass die Verfahrenskosten im Zusammenhang mit der Strafuntersuchung des je-

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weiligen Dossiers auf die Staatskasse zu nehmen sind. Sie hat in einer weiteren 

Dispositiv-Ziffer jeweils verfügt, dass die Kosten der amtlichen Verteidigung im 

Zusammenhang mit dem jeweiligen Dossier auf die Staatskasse zu nehmen sind. 

Gleichzeitig hat sie die Entschädigung und Genugtuung der beschuldigten Person 

für die jeweiligen Dossiers in den Einstellungsverfügungen geregelt. Im Mittei-

lungssatz der jeweiligen Einstellungsverfügung hat sie die Oberstaatsanwaltschaft 

ersucht, das Honorar der amtlichen Verteidigung festzusetzen. 

Die Einstellungsverfügungen sind in Rechtskraft erwachsen. Die Staatsanwalt-

schaft hat darin entschieden, dass die Kosten- und Entschädigungsfolgen bezüg-

lich der jeweils eingestellten Sachverhalte geregelt werden. Daran ist die Ober-

staatsanwaltschaft gebunden. Sie kann nur noch über die Höhe der Entschädi-

gung der amtlichen Verteidigung befinden. Unter diesen Umständen kann sie die-

sen Entscheid nicht dem Sachgericht überlassen. Gegenstand der angefochtenen 

Verfügung ist nur die Höhe der Entschädigung der amtlichen Verteidigung. Ob 

diese durch die Untersuchungsbehörde im Rahmen der jeweiligen Einstellungs-

verfügungen oder durch das Sachgericht im Rahmen des ihm überwiesenen Teils 

der Strafuntersuchung festzusetzen ist, ist nicht Gegenstand der angefochtenen 

Verfügung. 

Auf den Antrag des Beschwerdeführers, die gesamte Entschädigung der amtli-

chen Verteidigung (Dossier 1-4) sei durch das Sachgericht festzusetzen, ist dem-

nach nicht einzutreten. Nicht weiter einzugehen ist damit auch auf den Antrag der 

Oberstaatsanwaltschaft, wonach auf die Beschwerde nicht einzutreten sei. 

1.5 Soweit in der angefochtenen Verfügung die Höhe der Entschädigung der 

amtlichen Verteidigung festgesetzt wird, ist der Beschwerdeführer zur Erhebung 

der Beschwerde befugt (Art. 382 Abs. 1 StPO). Die weiteren Eintretensvorausset-

zungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Beschwerde ist insofern 

einzutreten. 

2. 

2.1 Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches 

- 5 - 

Gehör. Die angefochtene Verfügung enthalte keine genügende Begründung 

(Urk. 2). 

2.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 BV haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Ge-

hör. Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt die Pflicht der Behörden, ihren 

Entscheid zu begründen. Die Begründung muss kurz die wesentlichen Überle-

gungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die es sei-

nen Entscheid stützt. Die Behörde darf sich aber auf die für den Entscheid we-

sentlichen Gesichtspunkte beschränken und muss sich nicht ausdrücklich mit je-

der tatsächlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen 

und diese widerlegen. Es genügt, wenn sich der Betroffene über die Tragweite 

des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die 

höhere Instanz weiterziehen kann (Urteile 6B_1149/2015 vom 29. Juli 2016 

E. 1.2; 6B_1179/2015 vom 4. August 2016 E. 3.1; je mit Hinweisen). Liegt eine 

Honorarnote eines amtlichen Verteidigers vor und wird diese gekürzt, hat die be-

treffende Behörde zumindest kurz anzugeben, welche Ansprüche sie als unge-

rechtfertigt betrachtet, damit der Adressat die Verfügung in Kenntnis der Kür-

zungsgründe sachgerecht anfechten kann (vgl. Urteile 6B_389/2013 vom 26. No-

vember 2013 E. 1; 6B_124/2012 vom 22. Juni 2012 E. 2.2; 6B_1026/2013 vom 

10. Juni 2014 E. 4.2; 6B_502/2013 vom 3. Oktober 2013 E. 3.4). 

2.3 In der angefochtenen Verfügung erwog die Oberstaatsanwaltschaft, dass sie 

nach Einsicht in die Kostennote des amtlichen Verteidigers entscheide. Die Dos-

siers 1, 3 und 4 seien eingestellt worden, weshalb die amtliche Verteidigung für 

ihre diesbezüglichen Bemühungen entsprechend den Erwägungen des untersu-

chungsführenden Staatsanwalts vom 29. April 2016 anteilsmässig zu entschädi-

gen sei (Urk. 5 S. 1). 

2.4 In der Vernehmlassung erläutert die Oberstaatsanwaltschaft nicht, weshalb 

sie welche Ansprüche des amtlichen Verteidigers kürzte (vgl. Urk. 11). In einem 

Schreiben vom 29. April 2016 legte der fallführende Staatsanwalt gegenüber der 

Oberstaatsanwaltschaft dar, weshalb eine Kürzung der geltend gemachten Hono-

rarforderung vorzunehmen sei (vgl. Urk. 12/1). Dieses Dokument wurde dem Be-

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schwerdeführer nicht zugestellt. Es wurde ihm erst im Laufe des Beschwerdever-

fahrens bekannt (vgl. Urk. 15 S. 4). 

Für den Beschwerdeführer war es nach Erlass der angefochtenen Verfügung 

nicht möglich, diese sachgerecht in Bezug auf die Höhe der Entschädigung anzu-

fechten. Die angefochtene Verfügung enthält keine eigene nachvollziehbare Be-

gründung. Sie verstösst gegen Art. 29 Abs. 2 BV. Der Anspruch ist formeller Na-

tur. Dies führt zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Die Sache ist zur 

neuen Entscheidung an die Oberstaatsanwaltschaft zurückzuweisen. Damit erüb-

rigt es sich, auf den weiteren Antrag auf Festsetzung der Entschädigung der amt-

lichen Verteidigung einzugehen. 

3. 

3.1 Soweit auf die Beschwerde einzutreten ist, ist sie gutzuheissen, die ange-

fochtene Verfügung aufzuheben und zur neuen Entscheidung an die Oberstaats-

anwaltschaft zurückzuweisen (Art. 397 Abs. 2 StPO). 

3.2 Gemäss Art. 428 Abs. 1 StPO tragen die Parteien die Kosten des Rechtsmit-

telverfahrens nach Massgabe ihres Obsiegens oder Unterliegens. Als unterlie-

gend gilt auch die Partei, auf deren Rechtsmittel nicht eingetreten wird oder die 

das Rechtsmittel zurückzieht. 

Der Beschwerdeführer unterliegt im Beschwerdeverfahren, soweit auf seinen 

Hauptantrag nicht einzutreten ist. Er obsiegt mit seinem Subeventualantrag. 

Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit des Falls, des Streitwerts von 

Fr. 20'011.80 (= Fr. 31'858.25 - Fr. 11'846.45) und des Zeitaufwands des Gerichts 

ist die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'575.-- festzusetzen 

(§ 17 Abs. 2, § 8 i.V.m. § 4 und § 2 Abs. 1 GebV OG). Der Beschwerdeführer hat 

drei Anträge gestellt. Er unterliegt mit einem Antrag. Er hat im Umfang von einem 

Drittel die Kosten zu tragen. Im Übrigen sind die Kosten auf die Gerichtskasse zu 

nehmen. 

3.3 Der Beschwerdeführer beantragt für das Beschwerdeverfahren eine Ent-

schädigung von insgesamt Fr. 3'507.30 (vgl. Urk. 2 S. 8 und Urk. 3/6). 

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Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts steht dem um sein Honorar pro-

zessierenden amtlichen Verteidiger gestützt auf Art. 29 Abs. 3 BV und Art. 6 

EMRK sowohl im bundesgerichtlichen als auch im kantonalen Beschwerdeverfah-

ren nach Massgabe seines Obsiegens eine Parteientschädigung zu (Urteil 

6B_1284/2015 vom 2. März 2016 E. 2.4). Anwendbar ist vorliegend die Verord-

nung über die Anwaltsgebühren (AnwGebV). Diese sieht vor, dass bei streitigen 

Entschädigungsansprüchen im Beschwerdeverfahren grundsätzlich vom Streit-

wert auszugehen ist (vgl. § 19 Abs. 2 und § 9 i.V.m. § 4 AnwGebV). Bei einem of-

fensichtlichen Missverhältnis zwischen dem Streitwert und dem notwendigen 

Zeitaufwand der Vertretung wird die gemäss AnwGebV berechnete Gebühr ent-

sprechend erhöht oder herabgesetzt (vgl. § 2 Abs. 2 AnwGebV). 

Der Beschwerdeführer macht in der Beschwerde einen Aufwand von 10,5 Stun-

den à Fr. 300 pro Stunde sowie Auslagen von Fr. 157.-- geltend (Urk. 2 S. 8). In 

der Replik macht er zusätzlich einen Aufwand von 3,9 Stunden geltend (Urk. 15 

S. 8). Nicht relevant ist, welchen Stundenansatz der Beschwerdeführer aus-

serhalb amtlicher Mandate grundsätzlich verrechnet. Er prozessiert vorliegend in 

seinem eigenen Interesse und erbringt keine entgeltliche Leistung für einen Drit-

ten. 

Da vorliegend der Streitwert Fr. 20'011.80 beträgt, ist die Gebühr grundsätzlich 

zwischen Fr. 780.-- und Fr. 2'600.-- festzusetzen. Entgegen der Auffassung des 

Beschwerdeführers liegt seine Entschädigungsforderung damit nicht unter der in 

der Anwaltsgebührenverordnung festgelegten Höhe der Gebühr. Der vorliegende 

Fall bietet weder in rechtlicher noch tatsächlicher Hinsicht besondere Schwierig-

keiten für einen Anwalt. Innerhalb des erwähnten Gebührenrahmens ist die Ge-

bühr daher auf Fr. 1'800.-- festzusetzen, wobei für die Replik im Sinne von § 11 

Abs. 2 AnwGebV ein Zuschlag von Fr. 600.-- zu gewähren ist. Unter Berücksichti-

gung der Auslagen von Fr. 157.-- resultiert grundsätzlich eine Entschädigung von 

Fr. 2'557.-- für das Beschwerdeverfahren. 

Zu prüfen ist, ob zwischen dem Streitwert (Fr. 20'011.80) und dem notwendigen 

Zeitaufwand des Beschwerdeführers ein offensichtliches Missverhältnis vorliegt. 

Richtet sich die Gebühr nach dem Zeitaufwand, beträgt sie in der Regel Fr. 150.-- 

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bis Fr. 350.-- pro Stunde , für unentgeltliche Rechtsvertretungen in der Regel  

Fr. 220.-- pro Stunde (§ 3 AnwGebV). Das Verfassen der Replik war vorliegend 

an sich nicht notwendig. Was der Beschwerdeführer in der Replik zu den Ge-

richtsferien ausführt, ist unerheblich und daher nicht zu entschädigen. Ebenso 

sind die Ausführungen zur unklaren Rechtslage nicht massgebend und insofern 

überflüssig. Die unklare Rechtslage hätte - wenn überhaupt - in der Beschwerde 

und nicht erst in der Replik dargelegt werden müssen. Ebenso verhält es sich mit 

dem Rechtschutzinteresse. Dieses ist nicht in der Replik, sondern in der Be-

schwerde darzulegen (vgl. Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Replik dient nicht dazu, die 

Beschwerdefrist faktisch zu verlängern. Insgesamt rechtfertigte es sich daher, die 

Aufwendungen des Beschwerdeführers in der Replik auf 2 Stunden zu kürzen. 

Damit resultiert ein gesamthafter Aufwand von 12,5 Stunden sowie Auslagen von 

Fr. 157.--. 

Würde von einem minimalen Stundenansatz von Fr. 180.-- ausgegangen (vgl. da-

zu BGE 139 IV 261 E. 2.2.1), resultierte eine Entschädigung von Fr. 2'407.-- (= 

12,5 x Fr. 180.-- + Fr. 157.--) für das Beschwerdeverfahren. Dieser Betrag liegt 

unter der anhand des Streitwerts berechneten Gebühr bzw. Entschädigung (vgl. 

dazu auch Urteil 6B_558/2015 vom 29. Januar 2016 E. 1.2.3). Ein offensichtliches 

Missverhältnis zwischen dem Streitwert und dem notwendigen Zeitaufwand liegt 

nicht vor. Auszugehen ist deshalb von der Gebühr gemäss Streitwert bzw. einer 

Entschädigung von Fr. 2'557.-- für das Beschwerdeverfahren. 

Da der Beschwerdeführer zu 1/3 unterliegt, ist die Gebühr bzw. Entschädigung in 

diesem Umfang kürzen. Die Entschädigung für das Beschwerdeverfahren ist folg-

lich auf Fr. 1'704.70 festzusetzen. Eine Mehrwertsteuer ist auf diesem Betrag 

nicht geschuldet, da es sich nicht um eine gegen Entgelt erbrachte Leistung han-

delt (vgl. Art. 18 MWSTG). 

 

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Es wird beschlossen: 
 

1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Oberstaatsanwalt-

schaft des Kantons Zürich vom 11. Juli 2016 (Verfahrens-Nr. 

sb/2014/151104104) aufgehoben und zur neuen Entscheidung an die Ober-

staatsanwaltschaft zurückgewiesen, soweit auf die Beschwerde eingetreten 

wird. 

2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'575.-- fest-

gesetzt. 

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer zu 

1/3 auferlegt. Im Übrigen werden sie auf die Gerichtskasse genommen. 

4. Der Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'704.70 

aus der Gerichtskasse entschädigt. 

5. Schriftliche Mitteilung an: 

− Rechtsanwalt Dr. iur. A._____, per Gerichtsurkunde 
− die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, ad 

sb/2014/151104104, gegen Empfangsbestätigung 
− die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad C-1/2014/151104104, gegen 

Empfangsbestätigung 

sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger 

Rechtsmittel an: 

− die Zentrale Inkassostelle der Gerichte 

6. Rechtsmittel: 

Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben wer-
den. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, beim 
Bundesgericht (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsge-

setzes vorgeschriebenen Weise schriftlich einzureichen. Die Beschwerdele-

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gitimation und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen richten sich nach 

den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes. 

 
 
Zürich, 6. September 2016 

 
Obergericht des Kantons Zürich 

III. Strafkammer 
 

Präsident: 
 
 
 

lic. iur. Th. Meyer 

Gerichtsschreiber: 
 
 
 

Dr. iur. S. Christen 
 

	Beschluss vom 6. September 2016
	
	Erwägungen:
	I.
	II.

	1. In Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich vom 11. Juli 2016 (Verfahrens-Nr. sb/2014/151104104) aufgehoben und zur neuen Entscheidung an die Oberstaatsanwaltschaft zurückgewiesen, soweit auf die B...
	2. Die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren wird auf Fr. 1'575.-- festgesetzt.
	3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Beschwerdeführer zu 1/3 auferlegt. Im Übrigen werden sie auf die Gerichtskasse genommen.
	4. Der Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren mit Fr. 1'704.70 aus der Gerichtskasse entschädigt.
	5. Schriftliche Mitteilung an:
	 Rechtsanwalt Dr. iur. A._____, per Gerichtsurkunde
	 die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, ad sb/2014/151104104, gegen Empfangsbestätigung
	 die Staatsanwaltschaft See/Oberland, ad C-1/2014/151104104, gegen Empfangsbestätigung

	sowie nach Ablauf der Rechtsmittelfrist bzw. nach Erledigung allfälliger Rechtsmittel an:
	 die Zentrale Inkassostelle der Gerichte

	6. Rechtsmittel: Gegen diesen Entscheid kann Beschwerde in Strafsachen erhoben werden. Die Beschwerde ist innert 30 Tagen, vom Empfang an gerechnet, beim Bundesgericht (1000 Lausanne 14) in der in Art. 42 des Bundesgerichtsgesetzes vorgeschriebenen We...