# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** d70627c9-5572-59aa-892f-5ca47da6f476
**Source:** Bundesgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2017-06-08
**Language:** de
**Title:** Bundesstrafgericht 08.06.2017 RR.2017.117
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BSTG/CH_BSTG_001_RR-2017-117_2017-06-08.pdf

## Full Text

Entscheid vom 8. Juni 2017 
Beschwerdekammer 

Besetzung  Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, 

Cornelia Cova und Patrick Robert-Nicoud,    

Gerichtsschreiberin Santina Pizzonia  

   
 

Parteien 

  

A., vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Isenring,  

Beschwerdeführer 

 

 gegen 

   

STAATSANWALTSCHAFT MURI-BREMGARTEN,  

Beschwerdegegnerin 

 

Gegenstand  Internationale Rechtshilfe in Strafsachen an 

Deutschland 

 

Zustellung von Vorladungen (Art. 7 f. EUeR, 

Art. 68 f. IRSG) 

 
  

B u n d e s s t r a f g e r i c h t   

T r i b u n a l  p é n a l  f é d é r a l  

T r i b u n a l e  p e n a l e  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  p e n a l  f e d e r a l  

 

 

Geschäftsnummer: RR.2017.117 

 

 

 

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Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass: 

 

- die deutschen Strafverfolgungsbehörden gegen A. ein Strafverfahren wegen 

unerlaubten Umgangs mit Abfällen und einer Umweltstraftat in einem beson-

ders schweren Fall führen; 

 

- in diesem Zusammenhang das Landgericht Essen mit Rechtshilfeersuchen 

vom 7. April 2017 an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten (nachfolgend 

„Staatsanwaltschaft“) gelangte und um Zustellung seiner Vorladung zur 

Hauptverhandlung an A. ersuchte (Rechtshilfeakten Staatsanwaltschaft);  

 

- mit Verfügung vom 26. April 2017 die Staatsanwaltschaft die Regionalpolizei 

Muri mit der Zustellung der Vorladung an A. beauftragte (Rechtshilfeakten 

Staatsanwaltschaft); 

 

- gemäss dem Vollzugsbericht der Regionalpolizei Muri sich A. am 4. Mai 2017 

weigerte, die Vorladung entgegenzunehmen und die Empfangsbescheini-

gung zu unterschreiben (Rechtshilfeakten Staatsanwaltschaft);  

 

- mit „Schlussverfügung“ vom 5. Mai 2017 die Regionalpolizei Muri die Über-

weisung des Vollzugsberichts und der Empfangsbescheinigung an die 

Staatsanwaltschaft anordnete (Rechtshilfeakten Staatsanwaltschaft); 

 

- der Rechtsvertreter von A. die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 

5. Mai 2017 u.a. um Erlass einer Schlussverfügung im Sinne von Art. 80d 

IRSG ersuchte (act. 1.6); die Beschwerdegegnerin diesem Ersuchen mit 

Schreiben vom 8. Mai 2017 nicht entsprach (act. 1.7); 

 

- gegen die rechtshilfeweise Zustellung der Vorladung A. Beschwerde bei der 

Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts erheben lässt (act. 1);  

 

- der Beschwerdeführer die „Ladung des Landgerichts Essen vom 9. März 

2017 respektive deren polizeilicher Zustellung vom 4. Mai 2017“ als zulässi-

ges Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 80d und Art. 80e Abs. 1 IRSG be-

zeichnet; er weiter vorbringt, die Beschwerdegegnerin habe den Erlass einer 

förmlichen Schlussverfügung im Sinne von Art. 80d IRSG verweigert (act. 1 

S. 4); 

 

- seinem Antrag zufolge festzustellen sei, dass die von der Beschwerdegeg-

nerin am 4. Mai 2017 veranlasste polizeiliche Zustellung der Ladung bzw. 

Vorladung des Landgerichts Essen vom 9. März 2017 rechtswidrig und damit 

besagte Ladung bzw. Vorladung für den Beschwerdeführer unbeachtlich, 

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mithin nichtig sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Be-

schwerdegegnerin (act. 1 S. 2); 

 

- der Beschwerdeführer im Wesentlichen geltend macht, es liege konkret pro-

zessualer Zwang im Sinne von Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über in-

ternationale Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. März 1981 (Rechtshilfege-

setz, IRSG; SR 351.1) vor, weshalb die doppelseitige Strafbarkeit erforder-

lich sei (act 1 S. 10 ff.); die Gegenstand des deutschen Strafverfahrens ge-

gen ihn bildenden Vorwürfe in der Schweiz aber nicht strafbar seien (act. 1);  

 

- für die Rechtshilfe zwischen Deutschland und der Schweiz in erster Linie das 

Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 

20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), dem beide Staaten beigetreten sind, so-

wie der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 13. Novem-

ber 1969 (ZV-D/EUeR; SR 0.351.913.1) massgebend sind; überdies die 

Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur 

Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 

(Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. Sep-

tember 2000, S. 19-62) zur Anwendung gelangen, wobei die zwischen den 

Vertragsparteien geltenden weitergehenden Bestimmungen aufgrund bilate-

raler Abkommen unberührt bleiben (Art. 48 Abs. 2 SDÜ); 

 

-  das Rechtshilfegesetz und die Verordnung über internationale Rechtshilfe in 

Strafsachen vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) zur Anwendung ge-

langen, soweit das Staatsvertragsrecht bestimmte Fragen nicht abschlies-

send regelt (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 130 II 337 E. 1 S. 339; 128 II 355 E. 1 

S. 357; 124 II 180 E. 1a S. 181); das innerstaatliche Recht nach dem Güns-

tigkeitsprinzip auch dann gilt, wenn dieses geringere Anforderungen an die 

Rechtshilfe stellt (BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2 S. 126; 137 IV 33, 

E. 2.2.2; 136 IV 82 E. 3.1; 129 II 462 E. 1.1 S. 464, mit weiteren Hinweisen); 

die Wahrung der Menschenrechte vorbehalten bleibt (BGE 135 IV 212 E. 

2.3; 123 II 595 E. 7c);  

 

-  gemäss Art. 80e Abs. 1 IRSG der Beschwerde an die Beschwerdekammer 

Verfügungen der ausführenden kantonalen Behörde oder der ausführenden 

Bundesbehörde, mit der das Rechtshilfeverfahren abgeschlossen wird, zu-

sammen mit den vorangehenden Zwischenverfügungen unterliegen; 

 

-  der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen hingegen nur 

ausnahmsweise selbständig angefochten werden können, wenn sie durch 

die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenständen oder 

http://links.weblaw.ch/SR-0_351_1
http://links.weblaw.ch/SR-0_351_913_1
http://links.weblaw.ch/de/EU-Amtsblatt%202000%20L239
http://links.weblaw.ch/de/EU-Amtsblatt%202000%20L239
http://links.weblaw.ch/SR-351_11
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-130-II-337
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-128-II-355
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-124-II-180
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-137-IV-33
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-136-IV-82
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-129-II-462
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-135-IV-212
https://entscheide.weblaw.ch/cache.php?link=BGE-123-II-595

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durch die Anwesenheit von Personen, die am ausländischen Prozess betei-

ligt sind, einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil be-

wirken (Art. 80e Abs. 2 lit. a und b IRSG); 

 

- gemäss Art. 25 Abs. 1 IRSG erstinstanzliche Verfügungen der kantonalen 

Behörden und der Bundesbehörden unmittelbar der Beschwerde an die Be-

schwerdekammer des Bundesstrafgerichts unterliegen, soweit das Gesetz 

nichts anderes bestimmt; 

 

- die in Art. 25 Abs. 1 IRSG vorgesehene Beschwerdemöglichkeit hinsichtlich 

erstinstanzlicher Verfügungen der kantonalen Behörden und der Bundesbe-

hörden, soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht, im Bereich der so ge-

nannten akzessorischen Rechtshilfe (Art. 63 ff. IRSG) nicht zum Tragen 

kommt, weil das Gesetz mit Art. 80e IRSG gerade eine spezielle Regelung 

vorsieht; 

 

- die ausführende Behörde eine Schlussverfügung über die Gewährung und 

den Umfang der Rechtshilfe erlässt, wenn sie das Rechtshilfeersuchen als 

ganz oder teilweise erledigt erachtet (Art. 80d); das Rechtshilfegesetz den 

Erlass einer Schlussverfügung nur in den Fällen von Art. 74 IRSG (Heraus-

gabe von Beweismitteln) und Art. 74a IRSG (Herausgabe zur Einziehung 

oder Rückerstattung) durch Verweisung auf Art. 80d IRSG in Klammern ex-

plizit vorsieht;  

 

- unter Art. 74 IRSG die Herausgabe von Beweismitteln an den ersuchenden 

Staat fällt, die zu Beweiszwecken beschlagnahmt wurden; mit anderen Wor-

ten jede Herausgabe eine Beschlagnahmeverfügung voraussetzt (so BBl 

1995 III 1 ff., 14); 

 

- die Rechtshilfe die Zustellung von Gerichtsschriftstücken umfasst (Art. 7 

Ziff. 1 EUeR); die zuständigen Behörden des ersuchten Staats die Zustel-

lung von Verfahrensurkunden und Gerichtsentscheidungen bewirken, die 

ihnen zu diesem Zweck vom ersuchenden Staat übermittelt werden; die Zu-

stellung durch einfache Übergabe an den Empfänger bewirkt werden kann, 

sofern sie nicht in einer besonderen Form verlangt wird (Art. 7 Ziff. 1 EUeR);  

 

- die Zustellung durch eine vom Empfänger datierte und unterschriebene Be-

stätigung nachgewiesen wird oder durch eine Erklärung des ersuchten Staa-

tes, welche die Tatsache, die Form und das Datum der Zustellung beurkun-

det; der ersuchte Staat den Grund dem ersuchenden Staat unverzüglich mit-

teilt, wenn die Zustellung nicht vorgenommen werden konnte (Art. 7 Ziff. 2 

EUeR);  

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- der Zeuge oder Sachverständige, der einer Vorladung, um deren Zustellung 

ersucht worden ist, nicht Folge leistet, selbst dann, wenn die Vorladung 

Zwangsandrohungen enthält, nicht bestraft oder eine Zwangsmassnahme 

unterworfen werden darf, sofern er sich nicht später freiwillig in das Hoheits-

gebiet des ersuchenden Staates begibt und dort erneut ordnungsgemäss 

vorgeladen wird (Art. 8 EUeR);  

 

- es sich nach der zu Art. 7 ff. EUeR ergangenen Rechtsprechung des Bun-

desgerichts bei einer Zustellung um einen formellen Akt der Gerichtsbarkeit 

handelt, durch welchen einer Partei oder einem Dritten Gelegenheit gegeben 

wird, von einem Schriftstück Kenntnis zu nehmen (s. Urteil des Bundesge-

richts 1A.309/1995 vom 1. März 1996, E. 2a S. 8, mit weiteren Hinweisen); 

sich nach den Erläuterungen in der bundesrätlichen Botschaft aus Art. 7 und 

8 EUeR ergibt, dass eine im Wege der Rechtshilfe zugestellte Vorladung 

stets nur den Charakter einer formlosen Einladung hat, vor den ersuchenden 

Justizbehörden zu erscheinen (BBl 1966 I 484; vgl. auch SARARARD AR-

QUINT, in Heimgartner/Niggli, Basler Kommentar Internationales Strafrecht, 

Basel 2015, Art. 68 IRSG N. 2 und Art. 69 IRSG N. 2); 

 

- die Zustellung von Vorladungen nach den Artikeln 68 und 69 des Rechtshil-

fegesetzes in den Grundsätzen gleich geregelt ist wie die Zustellung von 

Schriftstücken nach EUeR;  

 

- gemäss Art. 68 Abs. 1 IRSG Schriftstücke, um deren Zustellung eine schwei-

zerische Behörde ersucht wird, durch einfache Übergabe an den Empfänger 

oder mit der Post zugestellt werden können; die Zustellung als erfolgt gilt, 

wenn die Annahme der Urkunde oder die Verweigerung ihrer Annahme 

schriftlich bestätigt ist (Art. 68 Abs. 3 IRSG); gemäss Art. 30 Abs. 1 IRSV 

Schriftstücke für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, die im ausländi-

schen Staat nicht selber verfolgt werden, den Empfängern unmittelbar mit 

der Post zugestellt werden dürfen;  

 

- gemäss Art. 69 Abs. 1 IRSG eine Person, welche eine Vorladung zum Er-

scheinen vor einer ausländischen Behörde entgegennimmt, nicht verpflichtet 

ist, ihr Folge zu leisten; Vorladungen, die Zwangsandrohungen enthalten, 

nicht zugestellt werden (Art. 69 Abs. 2 IRSG);  

 

- in diesem staatsvertraglichen sowie gesetzlichen Rahmen es sich demnach 

bei der Zustellung von Vorladungen nach Art. 7 EUeR sowie gemäss Art. 68 

und 69 IRSG nicht um eine Zwangsmassnahme handelt;  

 

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- die für Rechtshilfemassnahmen, welche die Anwendung prozessualen 

Zwanges erfordern, geltenden Voraussetzungen von Art. 64 Abs. 1 IRSG 

(Erfordernis der doppelten Strafbarkeit) für Zustellungsersuchen folglich 

nicht gelten;  

 

- die Herausgabe der Notifikationsurkunden (Zustellungsbestätigungen, Emp-

fangsbestätigungen) keine Herausgabe von Beweismitteln, Gegenständen 

oder Vermögenswerten im Sinne von Art. 74 IRSG ist, welche mittels 

Zwangsmassnahmen erhoben worden sind; vielmehr der ersuchte Staat die 

Notifikationsunterlagen sofort dem ersuchenden Staat übermitteln kann (vgl. 

ROBERT ZIMMERMANN, La coopération judiciaire internationale en matière 

pénale, 4. Aufl., N. 382);  

 

- demnach die Ausführung eines Zustellungsersuchens samt anschliessender 

Herausgabe der Notifikationsurkunden ohne Erlass einer Schlussverfügung 

(Art. 80d i.V.m. Art. 74 Abs. 1 IRSG) erfolgt und daher auch nicht der Be-

schwerde im Sinne von Art. 80e Abs. 1 IRSG an die Beschwerdekammer 

unterliegt (s. dazu Entscheid der Beschwerdekammer RR.2012.115 vom 

21. Mai 2012);  

 

- vorliegend die Ladung des Landgerichts Essen keine Zwangsandrohung ent-

hält; entgegen der Annahme des Beschwerdeführers die indirekten Zwangs-

wirkungen, die aus möglichen nachteiligen Rechtsfolgen eines Ausbleibens 

resultieren können, nicht mit den vollstreckungsrechtlichen Zwangsmitteln 

gleichzusetzen sind (s. dazu DONATSCH/HEIMGARTNER/MEYER/SIMONEK, In-

ternationale Rechtshilfe, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015, S. 39 f.); die Argu-

mentation des Beschwerdeführers an der vorstehend erläuterten Bedeutung 

der im Wege der Rechtshilfe zugestellten Vorladung vorbeizielt; es sich auch 

im Falle des Beschwerdeführers bei der rechtshilfeweise Zustellung der Vor-

ladung nicht um eine Zwangsmassnahme handelt; 

 

- demgemäss bereits gestützt auf die vorstehenden Erwägungen die Ausfüh-

rung des Zustellungsauftrags (Zustellungsversuch am 4. Mai 2017 und Über-

weisung des Zustellungsberichts samt Empfangsbestätigung am 5. Mai 

2017 an die Beschwerdegegnerin) durch die Regionalpolizei Muri keine mit 

Beschwerde anfechtbare Schlussverfügung gemäss Art. 80e Abs. 1 IRSG 

darstellt;  

 

- die Regionalpolizei Muri mit ihrer als „Schlussverfügung“ bezeichneten An-

ordnung ausserdem nicht die Herausgabe der Notifikationsurkunde an die 

ersuchende Behörde, sondern die Überweisung an die ausführende Be-

hörde verfügte;  

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- die Ausführung einer im Rechtshilfeverfahren angeordneten Anordnung per 

se im Übrigen auch nicht als Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 80e Abs. 2 

IRSG in Frage kommt;  

 

- die von der Beschwerdegegnerin als ausführende Behörde mit Verfügung 

vom 26. April 2017 angeordnete Zustellung der Vorladung keine anfechtbare 

Zwischenverfügung im Sinne von Art. 80e Abs. 2 IRSG darstellt (s.o.);  

 

- die Beschwerdegegnerin dem Antrag des Beschwerdeführers auf Erlass ei-

ner Schlussverfügung nach Ausführung der Zustellung zu Recht nicht ent-

sprochen hat (s.o.); 

 

- nach dem Gesagten auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;  

 

- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer kostenpflichtig 

wird (Art. 63 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das 

Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021] i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b des 

Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehör-

den des Bundes [Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71]);  

 

- für die Berechnung der Gerichtsgebühr gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG das 

Reglement des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, 

Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (SR 173.713.162) 

zur Anwendung gelangt; die Gerichtsgebühr vorliegend auf Fr. 2'000.-- an-

zusetzen ist (Art. 8 Abs. 3 des Reglements), unter Anrechnung des entspre-

chenden Betrages aus dem geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von 

Fr. 3‘000.--; die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, dem Beschwer-

deführer den Restbetrag von Fr. 1‘000.-- zurückzuerstatten. 

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Demnach erkennt die Beschwerdekammer: 

 

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.  

 

2. Die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt, un-

ter Anrechnung des entsprechenden Betrages aus dem geleisteten Kosten-

vorschuss in der Höhe von Fr. 3‘000.--. Die Bundesstrafgerichtskasse wird 

angewiesen, dem Beschwerdeführer den Restbetrag von Fr. 1‘000.-- zurück-

zuerstatten. 

 

 

Bellinzona, 8. Juni 2017 

 

Im Namen der Beschwerdekammer 

des Bundesstrafgerichts 

 

Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:  

 

 

 

 

 

 

Zustellung an 

 

- Rechtsanwalt Bernhard Isenring 

- Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten 

- Bundesamt für Justiz, Fachbereich Rechtshilfe 

 

 

 

Rechtsmittelbelehrung 

 

Schlussverfügung 

Gegen Entscheide auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen kann innert zehn 
Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim Bundesgericht Beschwerde 
eingereicht werden (Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG). 
 

Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn er eine Auslieferung, eine Beschlagnahme, eine Herausgabe von 
Gegenständen oder Vermögenswerten oder eine Übermittlung von Informationen aus dem 
Geheimbereich betrifft und es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (Art. 84 Abs. 1 
BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 

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Zwischenverfügung 
  
Gegen selbständig eröffnete Vor- und Zwischenentscheide über die Zuständigkeit und über 
Ausstandsbegehren ist die Beschwerde zulässig (Art. 92 Abs. 1 BGG). Diese Entscheide können 
später nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG). 
 
Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind andere selbständig eröffnete Vor- 
und Zwischenentscheide nicht anfechtbar. Vorbehalten bleiben Beschwerden gegen Entscheide 
über die Auslieferungshaft sowie über die Beschlagnahme von Vermögenswerten und 
Wertgegenständen, sofern sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können, oder 
wenn die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Entscheid herbeiführen und damit einen 
bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren ersparen würde (vgl. 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG). Ist die Beschwerde gegen einen Vor- oder Zwischenentscheid gemäss 
Art. 93 Abs. 1 und 2 BGG nicht zulässig oder wurde von ihr kein Gebrauch gemacht, so sind die 
betreffenden Vor- und Zwischenentscheide durch Beschwerde gegen den Endentscheid anfechtbar, 
soweit sie sich auf dessen Inhalt auswirken (Art. 93 Abs. 3 BGG).  
 
Gegen einen Entscheid auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen ist die 
Beschwerde nur zulässig, wenn es sich um einen besonders bedeutenden Fall handelt (vgl. Art. 84 
Abs. 1 BGG). Ein besonders bedeutender Fall liegt insbesondere vor, wenn Gründe für die Annahme 
bestehen, dass elementare Verfahrensgrundsätze verletzt worden sind oder das Verfahren im 
Ausland schwere Mängel aufweist (Art. 84 Abs. 2 BGG). 
 
Die Beschwerde ist innert zehn Tagen nach der Eröffnung der vollständigen Ausfertigung beim 
Bundesgericht einzureichen (vgl. Art. 100 Abs. 1 und 2 lit. b BGG).