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**Case Identifier:** 5803c343-a9d0-5663-9ea6-dc8f2ae3c521
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-12-03
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 03.12.2008 A-1645/2006
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_A-1645-2006_2008-12-03.pdf

## Full Text

Abtei lung I
A-1645/2006
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  3 .  D e z e m b e r  2 0 0 8

Richter Daniel Riedo (Vorsitz), 
Richterin Salome Zimmermann, Richter Pascal Mollard, 
Gerichtsschreiberin Jeannine Müller.

X._______, 
vertreten durch Y._______ AG,
Beschwerdeführer,

gegen

Eidgenössische Steuerverwaltung,
Hauptabteilung Mehrwertsteuer, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Mehrwertsteuer (1. Quartal 1997 - 4. Quartal 2000); 
Mitgliederbeiträge; Leistungsaustausch.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

A-1645/2006

Sachverhalt:

A.
Der  X._______  ist  ein  Verein  im Sinne von Art.  60  des  Schweizeri-
schen Zivilgesetzbuchs vom 10. Dezember 1907 (ZGB, SR 210) und 
bezweckt als Arbeitgeberverband des (...)gewerbes sowie verwandter 
Produktionszweige der (...)wirtschaft [Branche] die Wahrung der Inte-
ressen seiner ca. 5'000 Mitglieder. Er ist seit dem 1. Januar 1995 bei 
der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV) im Register der Mehr-
wertsteuerpflichtigen eingetragen.

B.
Im März und April 2002 führte die ESTV beim X._______ eine Kontrol-
le  durch.  Gestützt  auf  deren  Ergebnis  erhob  sie  für  die  Perioden 
1. Quartal  1997  bis  4.  Quartal  2000  (Zeit  vom  1.  Januar  1997  bis 
31. Dezember  2000)  mit  Ergänzungsabrechnung  (EA)  Nr.  ...  vom 
24. Mai 2002 eine Steuernachforderung in Höhe von Fr. 1'589'986.--, 
zuzüglich Verzugszins. Die Nachforderung resultierte im Wesentlichen 
aus den Vorhalten, der X._______ habe die ihm entrichteten Mitglie-
derbeiträge  zu  Unrecht  in  einen  steuerausgenommenen  und  einen 
steuerbaren Beitrag aufgeteilt. Des Weiteren habe der X._______ als 
Arbeitgeberverband im Zusammenhang mit der Ausarbeitung und dem 
Vollzug von Gesamtarbeitsverträgen des (...)gewerbes Leistungen an 
den Z._______ erbracht und dafür eine pauschale Entschädigung er-
halten. Dieses Entgelt habe er nicht deklariert. Mit Gutschriftsanzeige 
(GS)  Nr. ...  vom  27.  Juni  2002  schrieb  die  ESTV  dem  X._______ 
Vorsteuern  in  Höhe  von  Fr. 5'939.--  gut,  welche  sie  an  die  Steuer-
schuld anrechnete. In der Folge liess der X._______ bezüglich der Mit-
gliederbeiträge  sowie  der  Pauschalzahlungen  des  Z._______  einen 
einsprachefähigen Entscheid beantragen. 

C.
Die ESTV entschied am 16. Juni 2003, sie fordere vom X._______ für 
die  Perioden  1.  Quartal  1997  bis  4.  Quartal  2000  zu  Recht 
Fr. 1'584'047.-- (EA Nr. ... in Höhe von Fr. 1'589'986.-- abzüglich GS 
Nr.  ...  im  Betrag  von  Fr. 5'939.--),  zuzüglich  Verzugszins,  nach.  Mit 
Eingabe vom 18. August 2003 liess der X._______ Einsprache erhe-
ben und die Nachbelastung im Zusammenhang mit den Mitgliederbei-
trägen und den Abgeltungen des Z._______, ausmachend insgesamt 
Fr. 1'465'855.--  Mehrwertsteuern,  bestreiten. Zur Begründung trug er 
im Wesentlichen vor,  bei  den Jahresbeiträgen,  welche die Mitglieder 

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zu entrichten hätten, handle es sich – mangels statutarischer Festset-
zung – um steuerbare Umsätze und nicht  um steuerausgenommene 
Mitgliederbeiträge. Eventualiter sei eine Zweiteilung der Beiträge in ei-
nen steuerausgenommenen Grund- sowie in einen steuerbaren "Leis-
tungsbeitrag"  vorzunehmen.  Schliesslich  mangle  es  betreffend  die 
pauschale Abgeltung des Z._______ an einem mehrwertsteuerlichen 
Leistungsaustausch.

D.
Mit  Einspracheentscheid  vom 24. Juli  2006  erkannte  die  ESTV, der 
Entscheid vom 16. Juni 2003 sei mangels Anfechtung im Umfang von 
Fr. 124'131.--, zuzüglich Verzugszins, in Rechtskraft erwachsen, wies 
die Einsprache vom 18. August 2003 ab und hielt fest, der X._______ 
schulde  nebst  dem  in  Rechtskraft  erwachsenen  Betrag  noch 
Fr. 1'459'916.-- Mehrwertsteuern,  zuzüglich Verzugszins. Zur Begrün-
dung hielt  die  Verwaltung im Wesentlichen dafür, sowohl der Grund- 
als auch der "zusätzliche Beitrag" seien statutarisch festgelegt. Insbe-
sondere  würden  mit  dem  "zusätzlichen  Beitrag"  keine  individuellen 
(Sonder-)Leistungen erbracht. Der Verbandszweck werde in den Statu-
ten sehr weit gefasst. Es handle sich folglich bei beiden Beiträgen um 
steuerausgenommene Mitgliederbeiträge mit der Folge, dass der Vor-
steuerabzug aufgrund gemischter  Verwendung zu kürzen sei. Ferner 
sei  zwischen den Leistungen des X._______ an den Z._______ und 
der entsprechenden Abgeltung das Bestehen eines steuerbaren Leis-
tungsaustauschs zu bejahen. Es spiele keine Rolle,  ob ein Auftrags-
verhältnis im zivilrechtlichen Sinne vorliege.

E.
Am 15. September 2006 lässt der X._______ (Beschwerdeführer) bei 
der  Eidgenössischen  Steuerrekurskommission  (SRK)  Beschwerde 
einreichen und beantragen, den Einspracheentscheid aufzuheben und 
die  Sache  infolge  Steuerbarkeit  der  "Leistungsbeiträge"  zur  Neube-
rechnung des Vorsteuerkürzungsschlüssels und zum Erlass einer ent-
sprechenden Gutschrift  an die ESTV zurückzuweisen. Betreffend die 
Abgeltungen  des  Z._______  sei  eine  Gutschrift  in  Höhe  von 
Fr. 222'360.52, unter Berücksichtigung der sich dadurch verändernden 
Vorsteuerkürzung,  zu  erteilen.  Das  von  der  ESTV  zurückbehaltene 
Guthaben vom 31. Dezember 2001 sowie die unter Vorbehalt  geleis-
teten  Zahlungen  seien  im  Umfang  der  zu  erstellenden  Gutschriften 
nebst  Zins  auszubezahlen;  dies  alles  unter  Kosten-  und  Entschädi-
gungsfolge. 

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Mit Vernehmlassung vom 25. Januar 2007 beantragt die ESTV die kos-
tenfällige Abweisung der Beschwerde.

F.
Am 30. Januar  2007 teilt  das Bundesverwaltungsgericht  den Verfah-
rensbeteiligten mit, es habe das vorliegende Verfahren zuständigkeits-
halber übernommen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Bis  zum 31. Dezember  2006 konnten  Einspracheentscheide der 
ESTV auf dem Gebiet der Mehrwertsteuer nach Art. 44 ff. des Bundes-
gesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG, SR 172.021) innert 30 Tagen nach Eröffnung mit Beschwerde 
bei der SRK angefochten werden (aArt. 65 des Bundesgesetzes vom 
2. September 1999 über die Mehrwertsteuer [MWSTG, SR 641.201], 
in der Fassung vom 1. Januar 2001 [AS 2000 1300]; aufgehoben per 
31. Dezember  2006).  Das  Bundesverwaltungsgericht  übernimmt,  so-
fern es zuständig ist, die Ende 2006 bei der SRK hängigen Rechtsmit-
tel. Die Beurteilung erfolgt  nach neuem Verfahrensrecht  (Art. 53 des 
Bundesgesetzes vom 17. Juni  2005 über das Bundesverwaltungsge-
richt  [Verwaltungsgerichtsgesetz,  VGG,  SR 172.32]).  Das  Verfahren 
richtet sich nach dem VwVG, soweit das VGG nichts anderes bestimmt 
(Art. 37 VGG). Das Bundesverwaltungsgericht ist zur Behandlung der 
Beschwerde  sachlich  wie  funktionell  zuständig  (Art. 31,  32  und  33 
Bst. d VGG). Auf die frist-  und formgerecht eingereichte Beschwerde 
ist einzutreten.

1.2 Der zu beurteilende Sachverhalt verwirklichte sich in den Jahren 
1997 bis 2000. Die Bestimmungen der Verordnung vom 22. Juni 1994 
über die Mehrwertsteuer (MWSTV, AS 1994 1464) bleiben im vorlie-
genden Fall anwendbar (Art. 93 und 94 MWSTG).

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2.

2.1 Der Mehrwertsteuer unterliegen u.a. im Inland gegen Entgelt  er-
brachte Lieferungen von Gegenständen sowie im Inland gegen Entgelt 
erbrachte Dienstleistungen (Art. 4 Bst. a und b MWSTV).

Damit eine steuerbare Dienstleistung überhaupt vorliegt, muss sie im 
Austausch  mit  einer  Gegenleistung  (Entgelt)  erfolgen.  Die  Entgelt-
lichkeit stellt  ein unabdingbares Tatbestandsmerkmal einer mehrwert-
steuerlichen  Leistung  dar  (Ausnahme:  Eigenverbrauch  [Art.  4  Bst.  c 
MWSTV]). Besteht kein Austauschverhältnis in diesem Sinn zwischen 
Leistungserbringer und -empfänger, ist die Aktivität mehrwertsteuerlich 
irrelevant  und  fällt  nicht  in  den Geltungsbereich  der  Mehrwertsteuer 
(statt vieler: Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1567/2006 vom 
28. Dezember 2007 E. 2.2.1, A-1431/2006 vom 25. Mai  2007 E. 2.1; 
Entscheid der SRK vom 18. November 2002, veröffentlicht in Verwal-
tungspraxis der Bundesbehörden [VPB] 67.49 E. 2a/cc). 

Die Annahme eines solchen Leistungsaustauschs setzt voraus, dass 
zwischen Leistung und Gegenleistung eine innere wirtschaftliche Ver-
knüpfung gegeben ist. Es muss ein direkter ursächlicher Zusammen-
hang zwischen Leistung und Gegenleistung bestehen (BGE 132 II 353 
E. 4.1, BGE 126 II 443 E. 6a, mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 
2A.410/2006  vom  18.  Januar  2007  E.  5.1;  BVGE  2007/39  E. 2.1 
S. 496; Urteil des Bundesverwaltungsgerichts A-1385/2006 vom 3. Ap-
ril 2008 E. 3.1; IVO P. BAUMGARTNER, mwst.com, Kommentar zum Bundes-
gesetz über die Mehrwertsteuer, Basel 2000, Rz. 6 und 8 zu Art. 33 
Abs. 1 und 2; DANIEL RIEDO, Vom Wesen der Mehrwertsteuer als allge-
meine Verbrauchsteuer  und von den entsprechenden Wirkungen auf 
das  schweizerische Recht,  Bern  1999,  S. 223 ff.). Die  Beantwortung 
der Frage nach der  inneren Verknüpfung erfolgt  nicht  in  erster  Linie 
nach zivilrechtlichen, sondern nach wirtschaftlichen, tatsächlichen Kri-
terien (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 2A.304/2003 vom 14. No-
vember  2003  E.  3.6.1;  BVGE 2007/23  E. 2.3.2  S.  269 f.;  Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1338/2006  vom 12. März  2007 E. 2.1; 
Entscheid der SRK vom 5. Juli 2005, veröffentlicht in VPB 70.7 E. 2a; 
Riedo, a.a.O., S. 112 mit Fn. 125). Insbesondere ist für die Annahme 
eines Leistungsaustauschs das Vorliegen eines Vertragsverhältnisses 
nicht  zwingend  erforderlich  (BGE  126  II  249  E. 4a;  Urteil  des  Bun-
desgerichts  2A.175/2002 vom 23. Dezember  2002 E. 3.2; Urteil  des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1567/2006  vom  28.  Dezember  2007 

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E. 2.2.2). Es genügt vielmehr, dass Leistung und Gegenleistung inner-
lich derart verknüpft sind, dass die Leistung eine Gegenleistung aus-
löst (BGE 132 II 353 E. 4.1, BGE 126 II 249 E. 4a; Urteil des Bundes-
gerichts 2A.269/2006 vom 20. Juni 2008 E. 3.1; Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  A-1442/2006  vom  11.  Dezember  2007  E.  2.2, 
A-1346/2006 vom 4. Mai 2007 E. 2.2).

Ein  Leistungsaustausch  liegt  also  vor,  wenn  zusammenfassend  fol-
gende Tatbestandsmerkmale erfüllt  sind (vgl. Urteile  des Bundesver-
waltungsgerichts  A-1442/2006  vom  11.  Dezember  2007  E.  2.3, 
A-1354/2006 / A-1409/2006 vom 24. August 2007 E. 3.1, A-1346/2006 
vom 4. Mai 2007 E. 2.2):

a) Es müssen zwei Beteiligte in Gestalt eines Leistenden und eines 
Leistungsempfängers vorhanden sein, 
b) der erbrachten Leistung muss ein Entgelt  als Gegenleistung ge-
genüberstehen und 
c) die Leistung und die Gegenleistung müssen miteinander innerlich 
wirtschaftlich verknüpft sein.

Bei  der  Beurteilung  des  wirtschaftlichen  Zusammenhangs  zwischen 
Leistung und Entgelt,  also bei der Frage, ob ein Leistungsaustausch 
vorliegt, ist primär auf die Sicht des Leistungsempfängers abzustellen, 
was  namentlich  der  Konzeption  der  Mehrwertsteuer  als  Verbrauch-
steuer entspricht (Urteile des Bundesverwaltungsgerichts A-1442/2006 
vom  11.  Dezember  2007,  E.  2.3,  A-1354/2006  /  A-1409/2006  vom 
24. August 2007 E. 3.1; Entscheid der SRK vom 14. Juni 2005, veröf-
fentlicht in VPB 69.126 E. 2a/dd; RIEDO, a.a.O., S. 230 ff.; ALOIS CAMEN-
ZIND/NIKLAUS HONAUER/KLAUS A. VALLENDER, Handbuch zum Mehrwertsteu-
ergesetz [MWSTG], Bern 2003, 2. Aufl., Rz. 182;  BAUMGARTNER, a.a.O., 
Rz. 9 ff. zu Art. 33 Abs. 1 und 2; vgl. auch Entscheid der SRK vom 
24. August  1997,  veröffentlicht  in  MWST-Journal  3/1997  S.  103 f. 
E. 4a).

2.2

2.2.1 Das  Entgelt  stellt  zudem  die  Bemessungsgrundlage  für  die 
Mehrwertsteuer  dar  (vgl. BGE 126 II  443  E. 6). Zum Entgelt  gehört 
alles, was der Leistungsempfänger oder ein Dritter für ihn als Gegen-
leistung für die Leistung aufwendet (Art. 26 Abs. 1 und 2 MWSTV). Nur 
jene  Zuwendungen  des  Abnehmers  gehören  nicht  zum steuerbaren 
Entgelt, die keinen ursächlichen Zusammenhang mit der steuerbaren 

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Leistung  aufweisen  und  ihren  Rechtsgrund  in  einem  selbständigen, 
von der Leistung unabhängigen Leistungsaustauschverhältnis haben. 
Getreu dem Wesen der Mehrwertsteuer als Verbrauchsteuer ist auch 
hier die Sicht des Verbrauchers bzw. des Leistungsempfängers mass-
geblich. So sieht denn das anwendbare Recht vor, zum Entgelt gehöre 
alles, was der Empfänger für die Leistung aufwendet, und nicht etwa, 
was der  Erbringer dafür  erhält  (Art. 26 Abs. 2 MWSTV). Begriff  und 
Umfang des Entgelts definiert  sich folglich aus der Optik des Abneh-
mers:  Berechnungsgrundlage  ist  letztlich,  was  der  Verbraucher  (Ab-
nehmer) bereit oder verpflichtet ist,  für die erhaltene Leistung aufzu-
wenden bzw. um die Leistung zu erhalten (statt vieler: Urteile des Bun-
desverwaltungsgerichts A-1567/2006 vom 28. Dezember 2007 E. 2.5, 
A-1386/2006 vom 3. April  2007 E. 2.3, mit  Hinweisen auf die Recht-
sprechung;  RIEDO,  a.a.O.,  S. 96, 228;  DIETER METZGER,  Kurzkommentar 
zum Mehrwertsteuergesetz, Muri/Bern 2000, S. 110 Rz. 3). 

2.2.2 Nicht zum Entgelt gehören gemäss Art. 26 Abs. 6 Bst. b MWSTV 
Subventionen  und  andere  Beiträge  der  öffentlichen  Hand. Dasselbe 
gilt  für Spenden, Legate und andere freiwillige Beiträge von Privaten 
oder Unternehmen, welche den Subventionen und anderen Beiträgen 
der öffentlichen Hand durch die Rechtsprechung gleichgestellt werden. 
Gemäss Bundesgericht erfolgen Spenden wie Schenkungen freiwillig. 
Wie bei der öffentlich-rechtlichen Subvention werde mit  einer zweck-
gebundenen  privaten  Zuwendung  angestrebt,  dass  der  Leistungs-
empfänger eine bestimmte Aufgabe erfülle, die jedoch im einen wie im 
anderen Fall nicht eine konkrete Gegenleistung darstelle. Der private 
Spender  wolle  – wie auch ein Subventionsgeber  – die  Tätigkeit  des 
Unternehmens  allgemein  fördern  (BGE  126  II  443  E.  8;  Urteil  des 
Bundesgerichts vom 4. Juli  2003, veröffentlicht  in Archiv für Schwei-
zerisches Abgaberecht [ASA] 73 S. 563 E. 4.3, 4.5; vgl. auch Urteile 
des  Bundesgerichts  2C_506/2007  vom  13.  Februar  2008  E. 3.3, 
2A.526/2003 vom 1. Juli  2004 E. 1.1.; Urteil  des Bundesverwaltungs-
gerichts A-1408/2006 vom 13. März 2008 E. 3.4). Solche unentgeltli-
che, freiwillige Zuwendungen von Privaten werden als sog. Nichtum-
sätze bezeichnet, welche nicht Gegenstand der Mehrwertsteuer bilden 
(CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 153 f., 307 ff.; vgl. auch BGE 
132 II 353 E. 4.3). Allerdings ist im Einzelfall genau zu prüfen, ob eine 
freiwillige Zuwendung oder ein Leistungsentgelt  vorliegt  (BGE 124 II 
443  E.  8a).  Das  MWSTG  unterscheidet  neu  (anders  als  noch  die 
MWSTV)  explizit  zwischen  Spenden,  die  unmittelbar  den  einzelnen 
Umsätzen des Empfängers als Gegenleistung zugeordnet werden kön-

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nen und zum Entgelt gehören, und jenen Spenden, die nicht in diesem 
Sinn eine Gegenleistung darstellen und nicht steuerbares Entgelt bil-
den (Art. 33 Abs. 2 Satz 1 und Art. 38 Abs. 8 Satz 1 MWSTG).

2.3

2.3.1 Nach Art. 14 Ziff. 11 MWSTV sind Umsätze,  die nicht-gewinn-
strebige  Einrichtungen  mit  u. a.  gewerkschaftlicher  oder  wirtschaft-
licher  Zielsetzung  ihren Mitgliedern  gegen  einen  statutarisch festge-
setzten Beitrag erbringen,  von der  Steuer  ausgenommen. Diese Be-
stimmung findet ihre Stütze in Art. 196 Ziff. 14 Abs. 1 Bst. b Ziff. 10 und 
Bst. d der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
vom 18. April  1999 (BV, SR 101)  in der bis Ende 2006 gültigen Fas-
sung (bzw. Art. 8  der  Übergangsbestimmungen der  bis  zum 31. De-
zember 1999 in  Kraft  gewesenen Bundesverfassung der Schweizeri-
schen Eidgenossenschaft vom 29. Mai 1874 [aBV]), wonach Leistun-
gen,  die Einrichtungen ohne Gewinnstreben ihren Mitgliedern  gegen 
einen statutarisch festgesetzten Beitrag erbringen, ohne Anspruch auf 
Vorsteuerabzug von der Steuer ausgenommen sind. 

2.3.2 Mitgliedervereinigungen erhalten von ihren Mitgliedern Beiträge, 
um die allgemeinen statutarischen Aufgaben erfüllen zu können. Ne-
ben diesen Grundaufgaben erbringen sie allenfalls gegenüber einzel-
nen  Mitgliedern  oder  auch  Nichtmitgliedern  individuelle  Leistungen 
und erhalten dafür eine besondere Vergütung. Wie für alle mehrwert-
steuerrechtlichen  Leistungen  setzt  die  Steuerbarkeit  der  Leistungen 
von  Personenvereinigungen  an  ihre  Mitglieder  einen  Leistungsaus-
tausch, d.h. Entgeltlichkeit, voraus (E. 2.1 hievor). Soweit die Vereini-
gung tätig ist, um statutengemäss Gemeinschaftszwecke für sämtliche 
Mitglieder  zu  erfüllen,  leistet  sie  nicht  an ein  einzelnes  Mitglied. Sie 
verwirklicht nur – aber immerhin – ihren Zweck. Das Mitglied will durch 
seinen Beitrag lediglich den Zweck der Vereinigung fördern, zu dessen 
Erreichung sich die Mitglieder zusammengeschlossen haben. Diesfalls 
handelt es sich um sog. echte Mitgliederbeiträge, für die ein Leistungs-
austausch zwischen Vereinigung und Mitglied nicht  besteht. Mangels 
Entgeltlichkeit werden sie daher nicht vom Geltungsbereich der Mehr-
wertsteuer  erfasst.  Demgegenüber  ist  ein  Leistungsaustausch  zwi-
schen der Personenvereinigung und den Mitgliedern anzunehmen, so-
bald  sie  an das  Mitglied  eine besondere  Leistung erbringt. Diesfalls 
handelt es sich um einen sog. unechten Mitgliederbeitrag, der in den 
Geltungsbereich der Mehrwertsteuer fällt. Indizien für einen Leistungs-

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austausch liegen in der individuellen Ausgestaltung des Beitrages je 
nach dem Grad der tatsächlichen oder vermuteten Inanspruchnahme 
der Leistung. Gleiche Beiträge aller Mitglieder für gleichzeitig allen Mit-
gliedern erbrachte Leistungen sprechen indes eher für das Vorhanden-
sein echter  Mitgliederbeiträge (statt  vieler:  Entscheide der  SRK vom 
24. August  2004,  veröffentlicht  in  VPB 69.10  E. 2b/aa,  vom 6. April 
2000,  veröffentlicht  in  VPB 64.111  E. 3e; Bestätigung dieser  Recht-
sprechung mit  Urteilen  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-3452/2007 
vom 16. September  2006 E. 2.2.2,  A-1420/2006 vom 10. April  2008 
E. 2.4.1;  RIEDO, a.a.O., S. 239 ff.). Das Bundesgericht ist dem Grund-
satz  nach  diesen  Abgrenzungskriterien  gefolgt  (vgl.  z.B. Urteile  des 
Bundesgerichts  2C_743/2007  vom  9.  Juli  2008  E. 4.3,  2A.191/2006 
vom  9. Oktober  2006  E.  2.2,  vom  30. April  2004,  veröffentlicht  in 
ASA 75 S. 234 ff. E. 2.2, 3.2).

2.3.3 Keine anderen Schlüsse dürfen aus Art. 14 Ziff. 11 MWSTV ge-
zogen werden, demgemäss die Umsätze, die durch die dort aufgeführ-
ten Vereinigungen an ihre Mitglieder gegen einen statutarisch festge-
setzten Beitrag erbracht werden, von der Steuer ausgenommen sind. 
Offensichtlich haben Verfassungs- und Verordnungsgeber übersehen, 
dass  die  echten  Mitgliederbeiträge  mangels  mehrwertsteuerlichen 
Leistungsaustausches nicht vom Geltungsbereich der Mehrwertsteuer 
erfasst werden (E. 2.1 und 2.3.2 hievor; vgl. etwa Urteil des Bundesge-
richts 2C_743/2007 vom 9. Juli 2008 E. 4.6 in fine, welches echte Mit-
gliederbeiträge  als  sogenannte  Nichtumsätze  bezeichnet).  Es  wäre 
deshalb eigentlich gar nicht möglich, solche Umsätze von der Steuer 
auszunehmen im Sinne von Art. 14 MWSTV. Systemnotwendigerweise 
könnten  an  sich  nur  Umsätze  ausgenommen  werden,  die  vorab  im 
Geltungsbereich  der  Mehrwertsteuer  liegen. Art.  14  Ziff. 11  MWSTV 
könnte demnach für echte Mitgliederbeiträge grundsätzlich gar keine 
Anwendung finden. Darunter fielen vielmehr allfällige Beiträge, die die 
Mitglieder  neben  den  echten  Mitgliederbeiträgen  und  aufgrund  der 
Statuten zu leisten haben (statt vieler: Entscheid der SRK vom 6. April 
2000,  veröffentlicht  in  VPB 64.111  E. 3e).  Die  Verfassung  sieht  nun 
aber ausdrücklich vor, dass die Beantwortung der Frage, ob Leistun-
gen gemäss Art. 14 Ziff. 11 MWSTV vorliegen, davon abhängt,  dass 
sie gegen statutarisch festgesetzte Beiträge erbracht werden (E. 2.3.1 
hievor).  Der  Richter  ist  daran  gebunden  (Entscheid  der  SRK  vom 
24. August 2004, veröffentlicht in VPB 69.10 E. 2b/aa, vgl. auch Ent-
scheid der SRK vom 14. April 1999, veröffentlicht in VPB 63.93 E. 4a). 
Es kann sich sogar fragen, ob Verfassungs- und Verordnungsgeber mit 

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dieser  Steuerausnahme in  Tat und  Wahrheit  und  in  Verkennung  der 
Steuersystematik von vornherein überhaupt nur echte Mitgliederbeiträ-
ge nach dem hievor beschriebenen Begriffsverständnis im Visier hat-
ten (vgl. bereits Urteil  des Bundesgerichts  2A.233/1997 vom 25. Au-
gust 2000, veröffentlicht in ASA 71 S. 157 ff. E. 10b; vgl. RIEDO, a.a.O., 
S. 241). Jedenfalls  ist  nach der Rechtsprechung denn auch bei  Vor-
liegen echter Mitgliederbeiträge noch zu prüfen, ob die Bedingungen 
von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV erfüllt sind und ein ausgenommener Um-
satz gegeben ist (also obwohl eigentlich ein dem Geltungsbereich der 
Steuer entzogener Sachverhalt vorliegt; vgl. Urteil des Bundesgerichts 
2A.594/2006 vom 9. November 2007 E. 5.1, 5.3; Urteile des Bundes-
verwaltungsgerichts  A-3452/2007  vom 16. September  2008 E. 2.2.3, 
A-1420/2006 vom 10. April  2008 E. 4.3). Umgekehrt  fallen indes be-
sondere  und  individualisierte  Leistungen  der  Personenvereinigung, 
welche also  nicht  ausschliesslich  im Gemeinschaftsinteresse gegen-
über  allen  Mitgliedern  erbracht  werden,  nicht  unter  Art.  14  Ziff. 11 
MWSTV, selbst  wenn die zu deren Abgeltung dienenden Beiträge in 
den Statuten festgelegt sind (Urteil  des Bundesgerichts 2A.233/1997 
vom 25. August 2000, veröffentlicht in ASA 71 S. 173 f. E. 10c).

2.3.4 Als statutarisch festgesetzt im Sinne von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV 
gilt  ein  Beitrag,  wenn  er  in  den  Statuten  vorgesehen  ist  und  nach 
einem für alle Mitglieder gleichen Massstab festgelegt wird (Urteil des 
Bundesgerichts 2A.334/2003 vom 30. April 2004, veröffentlicht in ASA 
75 S. 243 ff. E. 4.2; Entscheid der SRK vom 6. April 2000, veröffentlicht 
in  VPB  64.111  E.  4b;  CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER,  a.a.O.,  Rz.  752, 
757). Das Erfordernis der statutarischen Fixierung der Mitgliederbeiträ-
ge ist gemäss Rechtsprechung bereits dann als erfüllt zu betrachten, 
wenn  die  Beiträge  bzw.  die  Grundlagen  zu  deren  Berechnung  von 
vornherein dem Grundsatz nach in den Statuten festgelegt sind. Eine 
franken- bzw. betragsmässige Festlegung oder die eigentliche Berech-
nung der Beiträge in den Statuten ist jedenfalls nicht erforderlich (statt 
vieler:  Entscheide  der  SRK  vom  2.  August  2006  [SRK  2004-069] 
E. 2c.bb, vom 6. März 2006 [SRK 2003-166] E. 2b/aa, 3b/bb). In einem 
jüngeren Urteil hat das Bundesgericht Art. 14 Ziff. 11 MWSTV zur An-
wendung gebracht,  wenngleich  die  Statuten der  Beschwerdeführerin 
weder die Höhe der Beiträge noch die Kriterien zu deren Berechnung 
enthielten.  Die  Festsetzung  der  Mitgliederbeiträge  könne  aus  zivil-
rechtlicher  Sicht  an Vereinsorgane delegiert  werden,  was üblich  sei. 
Die fehlende Angabe der Höhe der Beiträge in den Statuten stelle vor-
liegend eine reine formelle Unterlassung dar. Tatsächlich sei anlässlich 

Seite 10

A-1645/2006

der Gründung der Personenvereinigung die Höhe der Beiträge bereits 
verbindlich festgestanden und damit von Beginn weg objektiv bestimm-
bar gewesen (Urteil des Bundesgerichts 2A.594/2006 vom 9. Novem-
ber 2007 E. 5.3, 5.4).

In konkreten Anwendungsakten hatte die SRK die mehrwertsteuerliche 
Qualifizierung von Beiträgen der Mitglieder zu beurteilen, welche nebst 
den ordentlichen Mitgliederbeiträgen erhoben wurden und u. a. sich je 
nach der Lohnsumme bzw. je nach der Anzahl Arbeitnehmer der ein-
zelnen Mitglieder bemassen. Das Gericht kam zum Schluss, dass die-
se Beiträge Teil des statutarisch festgesetzten ordentlichen Mitglieder-
beitrages bildeten und die damit abgegoltene Tätigkeit ("Durchführung 
einer Ausgleichskasse") im Sinne von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV steuer-
ausgenommen sei  (Entscheid der SRK vom 6. April  2000,  veröffent-
licht in VPB 64.111 E. 4c; betreffend Lohnsumme auch Entscheid der 
SRK vom 28. Januar  2004 [SRK 2003-043]  E. 4). Nicht  anders  ent-
schied die  SRK in  einem Fall,  in  dem der  Verein für  seine Tätigkeit 
nebst  dem  Grundbeitrag  einen  statutarisch  vorgesehenen  variablen 
Beitrag  (gemessen  am Verkauf  durch  die  Mitglieder  von  "formbaren 
Fittings" in den vorausgehenden zwei Jahren) einzog. Auch der variab-
le Beitrag habe als statutarisch fixiert zu gelten, ein besonderes Ent-
gelt für besondere Leistungen sei nicht ersichtlich (Entscheid der SRK 
vom 27. Februar 2002 [SRK 2001-055] E. 3). Zum gleichen Ergebnis 
gelangte das Gericht schliesslich mit Bezug auf Mitgliederbeiträge, die 
sich nebst eines Grundbeitrages aus einer "Entschädigung für Dienst-
leistungen", teilweise bemessen nach der SUVA-Lohnsumme der Mit-
glieder,  zusammensetzte  (Entscheid  der  SRK vom 28. Januar  2004 
[SRK 2003-043] E. 4 [mit Urteil des Bundesgerichts 2A.121/2004 vom 
16. März 2005 nur bezüglich eines hier nicht interessierenden Teilbe-
reichs aufgehoben]).

2.4 Verwendet  der  Steuerpflichtige  Gegenstände  oder  Dienstleistun-
gen für steuerbare Ausgangsleistungen, so kann er in seiner Steuer-
abrechnung die ihm von anderen Steuerpflichtigen mit  den Angaben 
nach  Art.  28  MWSTV in  Rechnung  gestellte  Steuer  für  Lieferungen 
und Dienstleistungen abziehen (Art. 29 Abs. 1 und 2 MWSTV). Steuer-
ausnahmen gemäss Art. 14 MWSTV als Ausgangsleistungen berechti-
gen nicht zum entsprechenden Vorsteuerabzug (Art. 13 MWSTV). Ver-
wendet  der  Steuerpflichtige  Gegenstände  oder  Dienstleistungen  so-
wohl für Zwecke, die ihn zum Vorsteuerabzug berechtigen, als auch für 
andere Zwecke (wie etwa für  steuerausgenommene),  so ist  der Vor-

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steuerabzug nach dem Verhältnis der Verwendung zu kürzen (Art. 32 
Abs. 1 MWSTV). Ebenfalls verhältnismässig zu kürzen ist der Vorsteu-
erabzug, soweit eine steuerpflichtige Person Spenden, Legate und an-
dere freiwillige Beiträge von Privaten oder Unternehmen erhält (BGE 
126 II 443 E. 8; Urteile des Bundesgerichts 2C_506/2007 vom 13. Feb-
ruar 2008 E. 3.3, 2A.650/2005 vom 15. August 2006 E. 3.3; Urteil des 
Bundesverwaltungsgerichts  A-1443/2006  vom  25. September  2007 
E. 2.2; DIEGO CLAVADETSCHER, mwst.com, a.a.O., N 15 zu Art. 38 Abs. 8, 
CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER,  a.a.O.,  Rz.  1438,  1447 ff.;  vgl.  auch 
Art. 38 Abs. 8 Satz 1 MWSTG).

3.
Im vorliegenden Fall liegt zunächst die mehrwertsteuerliche Qualifika-
tion der fraglichen "Leistungsbeiträge" (es wird nachfolgend diese Ter-
minologie des Bescherdeführers verwendet; entspricht dem in Art. 48 
Abs. 2 der Statuten des Beschwerdeführers verwendeten Begriff "zu-
sätzliche Beiträge") im Streit. Bilden sie Entgelt für Tätigkeiten des Be-
schwerdeführers, welche im Sinne von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV steuer-
ausgenommen sind (mit der Folge einer verhältnismässigen Vorsteuer-
abzugskürzung), oder aber für steuerpflichtige Leistungen (mit der Fol-
ge der entsprechenden Vorsteuerabzugsberechtigung)? 

3.1 Der Beschwerdeführer ist bestrebt, nach dem Grundsatz der freien 
Marktwirtschaft die ideellen, wirtschaftlichen und sozialen Berufsinte-
ressen allseitig zu wahren, einen möglichst umfassenden Zusammen-
schluss der im (...)gewerbe tätigen Unternehmungen zu erreichen so-
wie ein kollegiales Verhältnis unter den Mitgliedern und deren leiten-
den Personen zu pflegen und zu fördern (Statuten, Präambel). Er be-
zweckt, sich im Sinne der Präambel mit allen Fragen zu befassen, die 
sich dem (...)gewerbe stellen, und sich für die Erhaltung der Selbstän-
digkeit  der  (...)unternehmungen einzusetzen. Er  stellt  sich insbeson-
dere folgenden Aufgaben: 

- Beeinflussung der Wirtschafts-, Konjunktur-, Finanz- und Sozial-
politik sowie des Arbeitsmarkts;

- Gestaltung des Wettbewerbs-, Kalkulations- und Submissionswe-
sens sowie der Arbeitsbedingung und des Arbeitsrechts;

- Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung;

- Vertiefung  eines  gedeihlichen  Zusammenwirkens  zwischen  Ar-
beitgebern und Arbeitnehmern,  zwischen Bauherrschaften bzw. 
den diese vertretenden Organisationen und den Unternehmun-
gen sowie der Beziehungen zu andern Berufsorganisationen;

Seite 12

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- Vertretung  der  Berufsinteressen  seiner  Mitglieder  im  weitesten 
Sinn, im Speziellen bei Behörden und Arbeitnehmerorganisatio-
nen, im Rahmen der zur Koordination der gemeinsamen (...)wirt-
schaftlichen Interessen bestehenden Institutionen und durch eine 
gezielte Öffentlichkeitsarbeit.  

Der Beschwerdeführer erfüllt seine Aufgabe namentlich dadurch, dass 
er seine Mitglieder im Rahmen des Verbandszwecks nach Möglichkeit 
unterstützt; er ist im Besonderen zuständig für die Interessenwahrung 
auf eidgenössischer Ebene und für die Behandlung der gesamtschwei-
zerischen Belange. Seine Sektionen befassen sich  mit  der  Verwirkli-
chung der Ziele im kantonalen oder regionalen Bereich; den Fachgrup-
pen kommt die Aufgabe zu, die fachbezogenen Anliegen zu vertreten 
(Statuten, Art. 3.1 Satz 1 – 4). Zur Erfüllung des Verbandszwecks kann 
der Beschwerdeführer alle ihm tunlich scheinenden Massnahmen tref-
fen,  nötigenfalls  mit  Verbindlichkeit  für  die  Mitglieder,  Sektionen und 
Fachgruppen (Art. 3.2). Jedes Mitglied besitzt das Recht, im Sinne der 
Verbandsziele unterstützt zu werden sowie die Leistungen und Institu-
tionen des Beschwerdeführers zu beanspruchen (Art. 9.2), und ist ver-
pflichtet, dessen Interessen in allen Teilen zu fördern (Art. 9.3 letzter 
Satz). Jedes Mitglied ist  mit dem Erwerb der Mitgliedschaft  zur Leis-
tung  eines  Jahresbeitrags  verpflichtet  (Art.  48.1).  Der  Jahresbeitrag 
wird  in  Form  eines  Grundbeitrags  und  eines  zusätzlichen  Beitrags 
(nach der Wortwahl des Beschwerdeführers der "Leistungsbeitrag") in 
Promillen der Lohnsumme gemäss Art. 50 erhoben. Die Delegierten-
versammlung  legt  jährlich  den  von  jedem  Mitglied  zu  leistenden 
Grundbeitrag  sowie  den  Promilleansatz  fest.  Sie  kann  für  höhere 
Lohnsummen eine Rabattskala vorsehen (Art. 48.2). Der Jahresbeitrag 
dient vor allem zur Deckung der durch die Verbandszwecke verursach-
ten Ausgaben und allenfalls zur Äufnung eines Schutzfonds (Art. 48.6). 

Die  an  seine  Mitglieder  und  an  Dritte  erbrachten  Leistungen  um-
schreibt  der  Beschwerdeführer  wie  folgt:  Rechtsberatung,  Artikel-
Shop, der eine umfassende Dokumentation zu Kostengrundlagen und 
Kalkulationen, Musterverträge und Normen sowie Unterlagen zur Ar-
beitssicherheit und zur Berufsbildung anbietet, allgemeine Beratungs- 
bzw. Coaching-Leistungen im Zusammenhang mit der Strategie, dem 
Controlling, dem Umweltschutz, der Führungssysteme etc., Auskunfts-
erteilung  über  Vertragsabwicklungen,  Subunternehmerverträge,  Aus-
schreibungen, ... etc.,  Ausarbeiten von Expertisen in  diversen Berei-
chen, etc. 

Seite 13

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3.2 Der Beschwerdeführer stellt  nicht mehr in Abrede, dass die frag-
lichen  Mitgliederbeiträge  statutarisch  festgesetzt  sind  im  Sinne  von 
Art. 14 Ziff. 11 MWSTV. Dies trifft denn auch offensichtlich zu: Die Sta-
tuten schreiben vor, dass die Mitglieder einen Jahresbeitrag, zusam-
mengesetzt  aus einem Grundbeitrag und einem zusätzlichen Beitrag 
in Promillen der Lohnsumme gemäss Art. 50, zu leisten haben. Sowohl 
der Grundbeitrag als auch der Promilleansatz werden durch die Dele-
giertenversammlung festgelegt. Für höhere Lohnsummen kann sie ei-
ne Rabattskala vorsehen (E. 3.1 hievor). Art. 50.1 bestimmt als Grund-
lage für die Ermittlung des Promillebeitrags die für die SUVA massge-
bende Lohnsumme eines jeden Mitglieds, welche im Vorjahr veraus-
gabt  wurde,  sowie  die  SUVA-prämienpflichtigen  Lohnsummenanteile 
an den Entgelten, welche im Vorjahr an Akkordanten ausbezahlt wur-
den,  die  nicht  Mitglied  des  Beschwerdeführers  sind. Besondere  Be-
triebsteile werden gegebenenfalls gesondert behandelt (Art. 50.2). So-
wohl  der  hier  nicht  Streitgegenstand  bildende  fixe  Grundbeitrag  als 
auch der zu beurteilende variable Leistungsbeitrag sind infolgedessen 
von vornherein dem Grundsatze nach in den Statuten fixiert. Dass die 
Delegiertenversammlung gemäss Art. 48.3 nötigenfalls befristete Son-
derbeiträge festlegen oder  der  Zentralvorstand nach Art. 48.4 in  be-
sonders gelagerten Fällen in  Abweichung von Art. 48.2 Sonderrege-
lungen treffen kann, ändert daran jedenfalls nichts. 

Überdies wird deutlich, dass der Leistungsbeitrag nach subjektbezoge-
nen Kriterien der Mitglieder, d.h. nach Massgabe deren eigenen Lohn-
summe  und  damit  je  nach  gleichem  Massstab,  festgelegt  wird  und 
nicht nach Massgabe einer allfälligen Beanspruchung von Leistungen 
des Beschwerdeführers (objektbezogenes Kriterium). Das Mitglied hat 
den Leistungsbeitrag zu bezahlen, auch wenn es überhaupt keine ge-
sonderte Leistung bezieht. Zwischen der Höhe des Leistungsbeitrags 
und der behaupteten Leistungsbeanspruchung mangelt es folglich an 
der erforderlichen inneren wirtschaftlichen Verknüpfung zur Annahme 
eines mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausches (E. 2.1 hievor). Es 
fehlt nicht nur an einer individuellen Ausgestaltung des Leistungsbei-
trags  je  nach  dem  Grad  der  tatsächlichen  oder  vermuteten  Inan-
spruchnahme  einer  allfälligen  Leistung  durch  das  einzelne  Mitglied 
und damit an einer besonderen Vergütung, sondern es ist darüber hi-
naus auch keine besondere Leistung an einzelne Mitglieder ersichtlich. 
Vielmehr  wird  der  Beschwerdeführer  in  Abgeltung  der  Leistungsbei-
träge (wie der Grundbeiträge) und in Verrichtung (nur) des statutenge-
mässen Gemeinschaftszwecks für sämtliche Mitglieder gleichzeitig tä-

Seite 14

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tig. Dieser  Schluss  drängt  sich  bereits  mit  Blick  in  die  Statuten auf, 
wonach der sich aus Grund- und Leistungsbeitrag zusammensetzende 
Jahresbeitrag vor allem zur Deckung der durch den Beschwerdeführer 
verursachten  Ausgaben  sowie  allenfalls  zur  Äufnung  eines  Schutz-
fonds dient  (E. 3.1  hievor). Darüber  hinausgehende individuelle,  be-
sondere Leistungen an einzelne Mitglieder, wofür die Leistungsbeiträ-
ge auch ein besonderes Entgelt darstellten, vermag der Beschwerde-
führer  jedenfalls  weder  nachzuweisen  noch  sind  solche  ersichtlich. 
Vielmehr vereinnahmt er für wirkliche Sonderleistungen wie beispiels-
weise für die Einräumung von "Datennutzungslizenzen" ein gesonder-
tes  Entgelt  von  den  entsprechenden  Leistungsempfängern  (sowohl 
Mitglieder  als  auch  Dritte).  Dass  diese  anderen  Tätigkeiten  steuer-
pflichtig sind und zum entsprechenden Vorsteuerabzug berechtigen, ist 
unter den Parteien indes unbestritten. 

Es verhält sich hier also nicht anders als bei den in gefestigter Recht-
sprechung  entschiedenen  vergleichbaren  Fällen  mit  variablen  Teilen 
der Mitgliederbeiträge (E. 2.3.4 hievor). Diese bilden nicht  Teil  eines 
mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausches, sind statutarisch festge-
legt und damit unter Art. 14 Ziff. 11 MWSTV zu subsumieren.

4.
Es bleibt auf die Argumente des Beschwerdeführers einzugehen, so-
weit  sie  durch  die  voranstehenden  Erwägungen  nicht  ausdrücklich 
oder implizite widerlegt sind.

4.1 Der  Beschwerdeführer  hält  dafür,  er  sei  zu  einem wesentlichen 
Teil  ein  gewinnstrebiges  Unternehmen und erziele  in  systematischer 
Weise Gewinne, so dass in seinem Fall Art. 14 Ziff. 11 MWSTV nicht 
greife. 

4.1.1 Vorab ist  festzuhalten,  dass  der  Beschwerdeführer  in  der  Ein-
sprache noch die Ansicht vertrat, auch der Grundbeitrag unterliege der 
Mehrwertsteuer. In der Beschwerdeschrift  führt  er diesbezüglich aus, 
auf die Weiterverfolgung dieses Antrags zu verzichten, da das Bundes-
gericht  sich inzwischen zur  Frage der  statutarischen Festlegung ge-
äussert  und  festgehalten  habe,  eine  Delegation  der  Festlegung  der 
Beitragshöhe durch die Statuten genüge prinzipiell,  um diese als im 
Sinne von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV statutarisch festgesetzt zu qualifizie-
ren. Eine Gewinnstrebigkeit wird im Zusammenhang mit den Grundbei-
trägen demgegenüber  nicht  geltend gemacht. Der  Beschwerdeführer 
verhält sich in diesem Sinne widersprüchlich, geht er für die Grundbei-

Seite 15

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träge offenbar davon aus, eine "nicht-gewinnstrebige Einrichtung" ge-
mäss Art. 14 Ziff. 11 MWSTV zu sein, währenddem er im Zusammen-
hang mit den Leistungsbeiträgen vorzugeben versucht, er strebe Ge-
winne an. Entweder strebt er als Ganzes nach Gewinn oder eben ge-
rade nicht. 

4.1.2 Der Begriff der "nicht-gewinnstrebigen Einrichtung" ist vom Ver-
ordnungsgeber – wie im Übrigen auch vom Gesetzgeber für die Zeit 
ab dem 1. Januar 2001 – nicht näher definiert  worden. Entscheidend 
ist, dass die Einrichtung ohne Absicht, einen Gewinn finanzieller Art zu 
erzielen,  geschaffen worden ist,  d. h. keine Gewinnerzielungsabsicht 
besteht (Entscheid der SRK vom 14. April 1999, veröffentlicht in VPB 
63.93 E. 4b). Zum einen darf  die betroffene Einrichtung nicht  versu-
chen, systematisch Gewinne zu erzielen. Dies äussert sich vorab in ih-
ren Beziehungen zu Dritten. Zum andern dürfen die Mitglieder nicht di-
rekte oder indirekte materielle Vorteile aus der Tätigkeit des Leistungs-
erbringers  erzielen. Eventuelle  Gewinne  müssen  reinvestiert  werden 
und  dürfen  nicht  dem  Leistungserbringer  nahestehenden  Personen 
verteilt  werden  (Urteile  des  Bundesverwaltungsgerichts  A-838/2007 
und A-928/2007 vom 9. November 2007 jeweils E. 2.3.1; Entscheid der 
SRK vom 14. April 1999, veröffentlicht in VPB 63.93 E. 4b; NICOLAS BU-
CHEL,  mwst.com,  a.a.O.,  Rz. 5  zu  Art. 18 Ziff.  13). Gewinnstrebigkeit 
zeigt  sich  somit  in  der  Absicht,  einen  Gewinn  zu  erzielen,  welcher 
dann an die  Mitglieder  verteilt  wird. Die  spezifische Tätigkeit  kommt 
den Mitgliedern dabei nicht direkt als solche zugute; insofern werden 
diese  mittelbar  gefördert,  und  es  ist  die  spezifische  Tätigkeit  daher 
letztlich  für  die  Beteiligten  nicht  entscheidend.  Massgebend  ist  viel-
mehr, ob sich mit dieser Tätigkeit ein Ertrag erzielen lässt oder nicht 
(ARTHUR MEIER-HAYOZ/PETER FORSTMOSER, Schweizerisches Gesellschafts-
recht, 9. Aufl., Bern 2004 § 4 N 10). Für Camenzind/Honauer/Vallender 
sind die charakeristischen und wesensbestimmenden Elemente einer 
nicht-gewinnstrebenden Einrichtung in  der  Wahl  der  Rechtsform des 
Vereins  oder  allenfalls  der  Genossenschaft  oder  Stiftung,  dem  Um-
stand,  dass  ideelle  Zwecke verfolgt  werden  und  normalerweise  kein 
wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb geführt wird, der Definition eines Ge-
meinschaftszwecks für  alle  Beteiligten sowie  der  Erhebung von Bei-
trägen zur Erfüllung des Gemeinschaftszwecks, die für alle Beteiligten 
gleich sind oder für alle nach den gleichen Massstäben festgelegt wer-
den, zu sehen (CAMENZIND/HONAUER/VALLENDER, a.a.O., Rz. 750 ff.). 

Seite 16

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4.1.3 Die  vom Beschwerdeführer  eingereichten Jahresabrechnungen 
1997 – 2000 weisen Gewinne von ca. Fr. 800'000.-- bzw. Fr. 400'000.--, 
Fr. 23'000.-- und Fr. 3'500.-- aus. Abgesehen davon, dass die Gewinne 
von Jahr zu Jahr markant abgenommen haben, lässt sich weder den 
Statuten noch den übrigen Akten entnehmen, dass eine Verteilung ei-
nes allenfalls erzielten Gewinns an die Mitglieder vorgesehen ist oder 
vollzogen wurde. Dies würde im Übrigen ohnehin im Widerspruch zum 
Wesen eines Vereins stehen (MEIER-HAYOZ/FORSTMOSER,  a.a.O.,  § 20 N 
12 und 40). Es ist demnach davon auszugehen, dass die Gewinne zur 
Verwirklichung  des  Verbandszwecks  reinvestiert  werden.  Diese 
Schlussfolgerung legt insbesondere auch Art. 58.2 der Statuten nahe, 
wonach bei Auflösung des Beschwerdeführers das verbleibende Ver-
mögen bei der Schweizerischen Nationalbank zuhanden einer gleiche 
Zwecke  verfolgenden,  gesamtschweizerischen  Berufsorganisation  zu 
hinterlegen ist. Wird innert zehn Jahren nach der Auflösung keine sol-
che Organisation gegründet, so ist das Vermögen zugunsten der ge-
samtschweizerischen Berufsausbildung im (...)gewerbe zu verwenden. 
Wie  die  ESTV  zutreffend  ausführt,  erhalten  die  Mitglieder  auch  im 
Falle einer Auflösung des Beschwerdeführers keine geldwerten Vortei-
le. Vielmehr ist es seine Aufgabe, entsprechend dem Gemeinschafts-
zweck den konkreten Interessen seiner Mitglieder zu dienen. Entschei-
dend ist die spezifische Tätigkeit, die er den Mitgliedern direkt erbringt. 
In diesem Sinn ändern allfällige Gewinne nichts an der im Vordergrund 
stehenden Zielsetzung, seine Mitglieder zu fördern und deren Interes-
sen zu vertreten. Der Beschwerdeführer ist demnach als nicht-gewinn-
strebige Einrichtung im Sinne von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV zu qualifizie-
ren. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegründet. 

4.2 Mit  Bezugnahme auf  einen  Entscheid  der  SRK (veröffentlicht  in 
VPB 63.93; vgl. E. 2.3.3 hievor) macht der Beschwerdeführer geltend, 
eine  der  kumulativen  Voraussetzungen  für  die  Anwendbarkeit  von 
Art. 14 Ziff. 11 MWSTV bestehe darin, dass die Leistungen des Ver-
eins den Mitgliedern vorbehalten seien. Er aber erbringe gewisse Leis-
tungen auch an Nicht-Mitglieder. Auch aus diesem Grund komme eine 
Steuerausnahme nicht in Frage.

Mit  Recht  leitete  die  SRK  aus  dem  Wortlaut  von  Art.  14  Ziff.  11 
MWSTV ab, die Steuerausnahme der Leistung setze voraus, dass die-
se  an die Mitglieder  gerichtet  ist. Entgegen der  Auffassung des Be-
schwerdeführers bezieht sich diese Voraussetzung indes lediglich auf 
den ausgenommenen Umsatz selbst. Die Anwendbarkeit  von Art. 14 

Seite 17

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Ziff. 11 MWSTV auf eine steuerpflichtige Person schliesst demgegen-
über nicht aus, dass diese daneben noch steuerpflichtige Leistungen 
an  Mitglieder  und/oder  Nicht-Mitglieder  erbringt.  Ausserdem  scheint 
der  Beschwerdeführer  zu  verkennen,  dass  die  Zweckverrichtung  für 
die Mitglieder im Sinne von Art. 14 Ziff. 11 MWSTV durchaus teilweise 
auch darin bestehen könnte, dass an Dritte steuerbare Leistungen er-
bracht werden.

Vorliegendenfalls decken die Grund- und Leistungsbeiträge die statu-
tengemässe  und  den  Mitgliedern  vorbehaltene  Zweckverrichtung 
durch den Beschwerdeführer ab. Wenn sie daneben gegen ein geson-
dertes Entgelt individuelle Leistungen an Mitglieder und Nicht-Mitglie-
der  erbringt,  steht  dies einer  Steuerausnahme der  Zweckverrichtung 
nicht entgegen.

4.3 Unbegründeterweise beruft sich der Beschwerdeführer sodann auf 
das  Bundesgerichtsurteil  (2A.233/1997  vom 25. August  2000,  veröf-
fentlicht in ASA 71 S. 173 ff. E. 10; vgl. E. 2.3.3), welches die im Aus-
tausch mit Propagandabeiträgen erbrachten Leistungen eines Kurver-
eins als  steuerpflichtig  bezeichnete. Anders als  im vorliegenden Fall 
wurden dort individualisierte Leistungen erbracht, die nach Massgabe 
der Inanspruchnahme durch die einzelnen Leistungsempfänger abge-
golten wurden. Die Vertreterin des Beschwerdeführers wurde in einem 
anderen Steuerjustizverfahren, in dem sie sich in vergleichbarem Zu-
sammenhang ebenfalls auf dieses Bundesgerichtsurteil stützte, bereits 
ausdrücklich darauf hingewiesen (Entscheid der SRK vom 28. Januar 
2004 [SRK 2003-043] E. 4b/cc).

Aus dem gleichen  Grund  greift  der  Hinweis  des  Beschwerdeführers 
auf  einen  weiteren  höchstrichterlichen  Entscheid  (2A.334/2003)  zu 
kurz, wonach die Beiträge der Versicherer, die nach Prämienvolumen 
abgestuft  seien,  ebenfalls  als  steuerpflichtig  erklärt  worden  seien. 
Auch dort erkannte das Bundesgericht – anders, als es im vorliegen-
den Fall zutrifft – auf einen mehrwertsteuerlichen Leistungsaustausch. 
Die dort fraglichen Beiträge, welche die Leistungsempfänger im Rah-
men einer Nachschusspflicht zu bezahlen hatten, waren für die Mitglie-
der nicht gleich hoch und somit nach Massgabe der bezogenen Son-
derleistungen  ausgestaltet  (Urteil  des  Bundesgerichts  vom  30. April 
2004, veröffentlicht in ASA 75 S. 240 ff. E. 3).

4.4 Der  Beschwerdeführer  trägt  weiter  vor,  im Umstand,  dass  er  im 
Gegenzug mit  den Leistungsbeiträgen auch  an  Dritte  leiste  und die 

Seite 18

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Mitglieder die entsprechenden Leistungen zu preislichen Sonderkondi-
tionen  beziehen  könnten,  liege  ein  Indiz  dafür  begründet,  dass  die 
Leistungsbeiträge Sonderbeiträge darstellten.

Der Beschwerdeführer verkennt, dass er im Austausch mit den Leis-
tungsbeiträgen weder an Dritte noch an ihre Mitglieder irgendwelche 
Sonderleistungen erbringt. In Tilgung der Leistungsbeiträge (und der 
Grundbeiträge) erfüllt er lediglich seinen Gemeinschaftszweck. Die er-
forderliche  innere  wirtschaftliche  Verknüpfung  zwischen  den  Leis-
tungsbeiträgen und seinen wirklich entgeltlichen Sonderleistungen ist 
nicht dargetan (E. 3.2 hievor). Erbringt er seine entgeltlichen Sonder-
leistungen wie  beispielsweise die  Einräumung von "Datennutzungsli-
zenzen" an Mitglieder – wie er behauptet – preisgünstiger als an Drit-
te, dann hat dies lediglich Einfluss auf die Steuerbemessungsgrundla-
ge in jenem Austauschverhältnis; nur was das Mitglied als Leistungs-
empfänger  oder  ein  Anderer  für  es  aufwendet,  bildet  Steuerbemes-
sungsgrundlage (E. 2.2.1 hievor), wenngleich ein Dritter für vergleich-
bare Leistungen mehr bezahlt. Die behauptete Preisdifferenz allein be-
gründet  indes  keinen  mehrwertsteuerlichen  Leistungsaustausch  zwi-
schen  den  Leistungsbeiträgen  und  jenen  Sonderleistungen,  wie  der 
Beschwerdeführer vorzugeben versucht. 

5.
Der  Beschwerdeführer  rügt  ferner  die  Nachforderung  der  Mehrwert-
steuer auf den pauschalen Zahlungen, welche er vom Z._______ er-
hält. 

5.1 Der Z._______ besteht aus dem "Paritätischen ..." (Vollzugsfonds) 
und dem "Paritätischen ..." (Bildungsfonds),  beides Vereine im Sinne 
von  Art.  60  ZGB. Die  Mitglieder  dieser  Vereine  sind  der  Beschwer-
deführer  als  Vertreter  der  Arbeitgeber  sowie  verschiedene  Gewerk-
schaften als Arbeitnehmervertreter (jeweils Art. 1 der Statuten der bei-
den Vereine). Die Finanzierung des Z._______ erfolgt durch Beiträge 
der Arbeitnehmer und Arbeitgeber, durch Zuwendungen sowie durch 
Kapitalerträge (jeweils Art. 20 der Statuten). 

5.2 Der Vollzugsfonds bezweckt u. a. die Deckung der Kosten für den 
Vollzug des  Landesmantelvertrags  ...  (LMV)  und weiterer  Gesamtar-
beitsverträge  (GAV)  mit  Vollzugsfonds-Beitragspflicht  (z. B.  ...  usw.) 
und der lokalen GAV sowie die Tätigkeit der paritätischen Berufskom-
missionen (Art. 3  Abs. 1 Bst. a  der Statuten des Vollzugsfonds). Die 
Durchführung erfolgt in Form einer Ausgleichskasse (Art. 3 Abs. 2 der 

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Statuten). Art. 23 Abs. 1 der Statuten hält fest, dass der Beschwerde-
führer einerseits sowie die beteiligten Arbeitnehmerorganisationen an-
derseits  zur  Abgeltung ihres Aufwands bei  der  Ausarbeitung und im 
Vollzug der GAV jährlich je Fr. 850'000.-- (Basis 1996 unter Einbezug 
der ...  [Berufsgattung]) erhalten. 

5.3 Indem  der  Beschwerdeführer  den  LMV  und  die  verschiedenen 
GAV ausarbeitet und vollzieht, erbringt er klarerweise mehrwertsteuer-
liche Leistungen. Diese Tätigkeiten werden direkt mit der pauschalen 
Entschädigung  abgegolten.  Der  Beschwerdeführer  vereinnahmt  und 
verbucht dieses Entgelt denn auch jeweils im eigenen Namen. Der Be-
schwerdeführer  seinerseits  ist  aufgrund  der  statutarischen  Bestim-
mung zur Erledigung der Aufgaben verpflichtet. Im Gegenzug darf er 
die  Ausrichtung  der  entsprechenden  Abgeltung  –  ebenfalls  gestützt 
auf die Statuten – erwarten bzw. ist diese geschuldet. Es besteht dem-
nach eine innere, wirtschaftliche Verknüpfung zwischen den genann-
ten Leistungen des Beschwerdeführers und der pauschalen Entschädi-
gung  (vgl. E. 2.1  hievor).  Das  Bestehen  eines  mehrwertsteuerlichen 
Leistungsaustauschs ist nach dem Gesagten zu bejahen.

Betreffend  den  Leistungsempfänger  geht  die  Vorinstanz  davon  aus, 
der Beschwerdeführer erbringe seine Leistungen an den Vollzugsfonds 
bzw. an die entsprechende paritätische Kommission. Der Vollzugsfonds 
bzw. die entsprechende paritätische Kommission führe die Ausarbei-
tung und den Vollzug der GAV in casu nicht selber aus, sondern über-
lasse diese Aufgabe seinen Mitgliedern, wovon eins der Beschwerde-
führer sei. Das Bundesverwaltungsgericht hat gewisse Zweifel an der 
Auffassung, der Vollzugsfonds sei Leistungsempfänger. Denn der Voll-
zugsfonds stellt  in erster Linie eine Art  Finanzierungsinstrument dar, 
das  die  eingenommenen  Gelder  verwaltet  und  bestimmungs-  bzw. 
zwecksgemäss verteilt. Aufgrund der geschilderten statutarischen Aus-
gangslage scheint  der  Beschwerdeführer  seine Leistungen eher  der 
Gesamtheit der Vertragsparteien des LMV sowie der übrigen GAV zu 
erbringen. Dass die dafür geschuldete Abgeltung dabei durch den Voll-
zugsfonds ausgerichtet  wird,  stünde dem nicht  entgegen. Die  Mehr-
wertsteuerverordnung  selbst  sieht  vor,  dass  das  Entgelt  von  einem 
Dritten geleistet werden kann (vgl. E. 2.2.1 hievor). Wie dem auch sei, 
die Frage kann an dieser Stelle offenbleiben; wie gesehen liegt so oder 
anders  ein  mehrwertsteuerlicher  Leistungsaustausch  vor.  Dem  Be-
schwerdeführer  als  Leistungserbringer  steht  mit  der  Gesamtheit  der 
Vertragsparteien des LMV und der GAV (bzw. mit dem Vollzugsfonds) 

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eine Leistungsempfängerin gegenüber. Er hat das mit seinen Leistun-
gen  im  rechtsgenügenden  Zusammenhang  stehende  Entgelt  verein-
nahmt. 

5.4 Was in der Beschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu kei-
nem anderen Ergebnis zu führen:

5.4.1 Der Beschwerdeführer hält dafür, die Beiträge seien als "privat-
rechtliche Subvention" zu qualifizieren, mit der er weiterhin in seinem 
Verhalten gefördert  werden solle. Es liege somit tatsächlich ein Leis-
tungsauftrag vor, wie er im Falle von öffentlich-rechtlichen Subventio-
nen vorkomme, und nicht ein Leistungsaustausch.

Wie unter E. 5.2 hievor dargelegt, erhält der Beschwerdeführer für sei-
ne Tätigkeit im Zusammenhang mit der Ausarbeitung und dem Vollzug 
der verschiedenen GAV statutengemäss eine jährliche, fixe Entschädi-
gung. Entgegen seiner Ansicht wird dieser Betrag jedoch nicht ledig-
lich mit dem Zweck ausgerichtet, sein Verhalten in allgemeiner Weise 
dahingehend zu fördern, dass er auch weiterhin in diesem Bereich tä-
tig ist. Der Betrag stellt vielmehr das Entgelt dar für die konkreten Leis-
tungen,  welche er dafür  zu erbringen hat. Die Abgeltung kann dem-
nach von vornherein keine mehrwertsteuerliche Spende bzw. private 
Zuwendung darstellen, wie er sinngemäss geltend macht (vgl. E. 2.2.2 
und 5.3 hievor). 

Als unbehelflich erweist  sich insbesondere auch die Behauptung,  es 
bestehe ein Leistungsauftrag. Vorab ist festzuhalten, dass der Begriff 
des "Leistungsauftrags" (vgl. neu Art. 33 Abs. 6 Bst. b MWSTG, Art. 8 
MWSTGV) lediglich im Zusammenhang mit der Ausrichtung von öffent-
lich-rechtlichen  Subventionen  verwendet  wird.  Darüber  hinaus  zeigt 
dieser  nach  der  Rechtsprechung  des  Bundesgerichts  lediglich  an, 
dass die Subvention voraussetze, dass der Subventionsempfänger ei-
ne  im  öffentlichen  Interesse  liegende  Aufgabe  wahrnehme  und  die 
Subvention  in  der  Regel  davon  abhängig  gemacht  werde,  dass  die 
Aufgabe fortgeführt werde. Insofern bestehe eine Bindungswirkung der 
Subvention. Der  Leistungsauftrag  wolle  im Zusammenhang mit  Sub-
ventionen  sicherstellen,  dass  sie  im vorgegebenen öffentlichen Inte-
resse verwendet würden und der Empfänger der Subvention nicht ein-
seitig auf die Erfüllung der im öffentlichen Interesse liegenden Aufgabe 
verzichte.  Ungeachtet  dessen  sei  jedoch  auch  bei  Vorliegen  eines 
"Leistungsauftrags" im Einzelfall zu prüfen, ob es sich wirklich um eine 
Subvention  handle  (Urteil  des  Bundesgerichts  2A.273/2004  vom 

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1. September  2005  E.  2.3;  vgl.  zum Ganzen  auch  Urteile  des  Bun-
desverwaltungsgerichts A-1548/2006 vom 3. September 2008 E. 3.4, 
A-1442/2006 vom 11. Dezember 2007 E. 3.4, bestätigt durch das Urteil 
des Bundesgerichts 2C_105/2008 vom 25. Juni 2008 E. 3.3). Gleich 
verhielte es sich für  die sinngemäss behauptete Spende, wäre denn 
der Begriff "Leistungsauftrag" mutatis mutandis überhaupt auch auf sie 
übertragbar; deren Vorliegen ist indes nicht erwiesen. 

Sodann vermag der Beschwerdeführer auch aus der Tatsache, dass er 
eine pauschale Abgeltung erhält, nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. 
Die Vereinbarung eines fixen Entgelts, unabhängig vom tatsächlichen 
Aufwand, ist  – insbesondere auch in der (...)branche – nichts Unge-
wöhnliches, sondern vielmehr eine Frage der Verhandlungspositionen 
der Parteien. Ein Kriterium für das Bestehen oder Nichtbestehen eines 
mehrwertsteuerlichen Leistungsaustauschs kann darin jedenfalls nicht 
gesehen werden. Denn massgebend ist vorliegend die Höhe der Auf-
wendung  der  Leistungsempfängerin  für  die  Leistung,  ausmachend 
jährlich Fr. 850'000.-- (vgl. E. 5.2 hievor). Soweit der Beschwerdeführer 
im Übrigen anführt, eine Anpassung der Pauschale erfolge weder auf-
grund der Statuten noch in tatsächlicher Hinsicht, ungeachtet dessen, 
ob der Betrag für die Deckung der entstehenden Kosten genüge oder 
nicht,  ist  er auf den Wortlaut von Art. 23 Abs. 1 Satz 2 der Statuten 
des Vollzugsfonds zu verweisen. Danach kann die Pauschale von je 
Fr. 850'000.--, welche aufgrund der Basis des Jahres 1996 unter Ein-
bezug der ... [Berufsgattung] berechnet worden ist, jährlich, unter Be-
rücksichtigung der Lohnentwicklung im (...)gewerbe und von allfälligen 
Veränderungen des Geltungsbereichs, durch die Vertragsparteien neu 
festgelegt werden.

5.4.2 Der Beschwerdeführer macht im Weitern geltend, er würde die 
ihm übertragenen Aufgaben auch ohne einen Zahlungsfluss vorneh-
men,  schon allein  deshalb, weil  die  Wahrung des Arbeitsfriedens im 
wesentlichen Interesse seiner Mitglieder liege. 

Inwieweit der Leistungserbringer (auch) im eigenen Interesse handelt, 
ist für die vorliegende Beurteilung unerheblich. Solches kommt häufig 
vor und ändert am Bestehen eines Leistungsaustauschs nichts (Urteil 
des  Bundesgerichts  2C_284/2008 vom 23. September  2008 E. 2.5). 
Dass der  Beschwerdeführer  seine Leistungen auch ohne Entschädi-
gung erbringen würde, ist darüber hinaus eine reine Behauptung. Als 
Mitgründer  und Mitglied  des  Vollzugsfonds ist  der  Beschwerdeführer 

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zur Hälfte an der Ausarbeitung bzw. der Revision der Statuten beteiligt. 
Und diese sehen eindeutig eine Entschädigung vor.

5.5 Die  umstrittenen  Nachforderungen  sind  nach  dem Gesagten  zu 
Recht erfolgt. Bei diesem Ergebnis ist dem Antrag auf Auszahlung der 
von der  ESTV zurückbehaltenen  Guthaben bzw. der  unter  Vorbehalt 
geleisteten Teilbeträge in einer noch festzulegenden Höhe von vornhe-
rein der Boden entzogen. 

6.
Ausgangsgemäss ist die Beschwerde abzuweisen. Die Verfahrenskos-
ten in Höhe von Fr. 8'000.-- sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art.  63  Abs. 1  VwVG)  und  mit  dem geleisteten Kostenvorschuss  in 
gleicher  Höhe zu verrechnen. Eine  Parteientschädigung an den  Be-
schwerdeführer ist nicht zuzusprechen (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contra-
rio). 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 8'000.-- werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 8'000.-- verrechnet. 

3.
Dem  Beschwerdeführer  wird  keine  Parteientschädigung  zugespro-
chen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...; Gerichtsurkunde)

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Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Daniel Riedo Jeannine Müller

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  1000  Lausanne  14,  Beschwerde  in  öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt  werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die 
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren,  deren Begründung mit  Angabe der  Beweismittel  und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel 
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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