# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 8c82d1d4-0e0c-5a24-96ee-7b5bb585da36
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-07-06
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 06.07.2010 C-983/2009
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-983-2009_2010-07-06.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-983/2009
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  6 .  J u l i  2 0 1 0

Richter Michael Peterli (Vorsitz), 
Richterin Elena Avenati-Carpani, 
Richterin Franziska Schneider, 
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.

X._______, Österreich,
vertreten durch AK Vorarlberg, 
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Vorarlberg, 
Geschäftsstelle Bregenz, Reutegasse 11, 
AT-6900 Bregenz,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 
1211 Genf 2,
Vorinstanz.

IV (Rente).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-983/2009

Sachverhalt:

A.
Der  am  (...)  1952  geborene,  verheiratete,  österreichische 
Staatsangehörige X._______ lebt in Österreich. Er hat als Schlosser 
und Schweisser gearbeitet und in den Jahren 1991 bis 1994 Beiträge 
an  die  Alters-,  Hinterlassenen-  und  Invalidenversicherung  entrichtet 
(act. 42).  Er  hat  am  13. Mai  2003  bei  der  Pensionsversicherungs-
anstalt in Österreich (nachfolgend: PVA) einen Antrag auf Ausrichtung 
einer  Invalidenrente  gestellt  (act. 1),  welcher  der  IV-Stelle  für  Ver-
sicherte  im  Ausland  (nachfolgend:  IVSTA)  weitergeleitet  worden  ist 
(act. 3).

B.
Mit  Verfügung  vom  15. Juli  2004  (act. 24)  hat  die  IVSTA  das 
Leistungsbegehren von X._______ mit  der Begründung abgewiesen, 
es liege keine anspruchsbegründende Invalidität vor. Diese Verfügung 
ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.

C.
Am 3. Januar 2008 hat X._______ bei der PVA erneut ein Gesuch um 
Leistungen  der  Invalidenversicherung  eingereicht,  welches  bei  der 
IVSTA am 1. Februar 2008 eingegangen ist (act. 25).

D.
Mit Bescheid vom 26. Mai 2008 hat die PVA X._______ mit Wirkung 
ab 1. Februar 2008 eine Invaliditätspension zugesprochen (act. 34).

E.
Mit Verfügung vom 8. Januar 2009 (act. 47) hat die IVSTA gemäss Vor-
ankündigung  im  Vorbescheid  vom  10. Oktober  2008  (act. 44)  auch 
dieses Leistungsbegehren von X._______ abgewiesen, da keine ren-
tenbegründende Invalidität vorliege.

Die IVSTA stützte sich dabei im Wesentlichen auf folgende Unterlagen: 
die  Stellungnahme  von  Dr. med. A._______,  Facharzt  für  All-
gemeinmedizin, des medizinischen Dienstes der IVSTA vom 29. Sep-
tember 2008 (act. 43),  den ärztlichen Befundbericht vom 27. Dezem-
ber  2007  (act. 41)  und  die  Stellungnahme  zur  Arbeitsfähigkeit  vom 
22. Dezember  2007  (act. 40)  von  Dr. B._______  und  Dr. C._______ 
des  Rehabilitationszentrums  für  Erkrankungen  des  Stütz-  und 

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Bewegungsapparates,  den  Fragebogen  für  den  Versicherten  vom 
10. April  2008  (act. 36)  sowie  den  Fragebogen  für  den  Arbeitgeber 
vom 20. Mai 2008 (act. 35).

F.
Gegen  die  Verfügung  vom  8. Januar  2009  hat  X._______  (nach-
folgend: Beschwerdeführer),  vertreten durch die Kammer für Arbeiter 
und Angestellte für Vorarlberg, mit Eingabe vom 9. Februar 2009 Be-
schwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben. Er beantragte die 
Aufhebung der  angefochtenen Verfügung  sowie  die  Zusprache  einer 
Invalidenrente. Zur Begründung führte er aus, er beziehe seit Februar 
2008  in  Österreich  eine  Invaliditätspension.  Er  habe  im  Jahr  2000 
rechts ein künstliches Knie und links eine Teil-Knieprothese erhalten. 
Ferner habe sich sein Gesundheitszustand durch einen Arbeitsunfall 
im Jahr 2001 verschlechtert.

G.
Am 4. März 2009 ist der mit Verfügung vom 20. Februar 2009 einver-
langte  Kostenvorschuss in  der  Höhe von Fr. 300.--  beim Bundesver-
waltungsgericht eingegangen.

H.
Mit  Vernehmlassung  vom 3. Juli  2009 beantragte  die  IVSTA die  Ab-
weisung der Beschwerde.

I.
Mit  Eingabe vom 12. August  2009 reichte  der  Beschwerdeführer  ein 
ärztliches Attest ein.

J.
Mit Duplik vom 3. September 2009 hat die IVSTA unter Hinweis auf die 
Stellungnahme des medizinischen Dienstes vom 28. August 2009 an 
ihrem Antrag festgehalten.

K.
Mit Eingabe vom 2. Oktober 2009 reichte der Beschwerdeführer wei-
tere ärztliche Befundberichte ein.

L.
Die IVSTA liess sich nicht mehr vernehmen.

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M.
Auf  die  weiteren Vorbringen der  Parteien  und  die  eingereichten Be-
weismittel  ist  –  soweit  für  die Entscheidfindung erforderlich – in den 
nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.

1.1 Gemäss  Art. 31  des  Bundesgesetzes  über  das  Bundesverwal-
tungsgericht  vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit 
Art. 33 lit. d  VGG und Art. 69  Abs. 1 lit. b  des  Bundesgesetzes über 
die Invalidenversicherung vom 19. Juni  1959 (IVG, SR 831.20)  beur-
teilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Beschwerden  von  Personen  im 
Ausland gegen Verfügungen der IV-Stelle für Versicherte im Ausland. 
Eine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG liegt nicht vor.

1.2 Aufgrund von Art. 3 lit. dbis des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über  das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) findet 
das  VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit 
das  Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil 
des Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist. Ge-
mäss Art. 1 Abs. 1 IVG sind die Bestimmungen des ATSG auf die Inva-
lidenversicherung (Art. 1a bis 26bis IVG und 28 bis 70 IVG) anwendbar, 
soweit  das  IVG nicht  ausdrücklich  eine Abweichung vom ATSG vor-
sieht.

1.3 Der Beschwerdeführer ist  durch die angefochtene Verfügung be-
rührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder 
Änderung,  so  dass  er  im  Sinne  von  Art. 59  ATSG  beschwerde-
legitimiert ist.

1.4 Da  die  Beschwerde  im  Übrigen  frist-  und  formgerecht  (Art.  60 
Abs. 1  ATSG und  Art. 52  Abs. 1  VwVG)  eingereicht  und  der  einver-
langte  Kostenvorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist  auf  die  Be-
schwerde einzutreten.

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2.

2.1 Der Beschwerdeführer  ist  österreichischer  Staatsangehöriger,  so 
dass  vorliegend  das  Abkommen  vom  21. Juni  1999  zwischen  der 
Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen 
Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizü-
gigkeit (FZA; SR 0.142.112.681), insbesondere dessen Anhang II be-
treffend  Koordinierung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit,  anzu-
wenden ist (Art. 80a IVG). Nach Art. 3 Abs. 1 der Verordnung (EWG) 
Nr. 1408/71  des  Rates  vom 14. Juni  1971  (SR 0.831.109.268.1)  zur 
Anwendung  der  Systeme  der  sozialen  Sicherheit  auf  Arbeitnehmer 
und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der 
Gemeinschaft zu- und abwandern, haben die in den persönlichen An-
wendungsbereich  der  Verordnung  fallenden,  in  einem  Mitgliedstaat 
wohnenden Personen aufgrund der Rechtsvorschriften eines Mitglied-
staats grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie die Staats-
angehörigen dieses Staates.

2.2 Soweit  das  FZA beziehungsweise  die  auf  dieser  Grundlage  an-
wendbaren gemeinschaftsrechtlichen Rechtsakte keine abweichenden 
Bestimmungen  vorsehen,  richtet  sich  die  Ausgestaltung  des  Ver-
fahrens – unter Vorbehalt der beiden Grundsätze der Gleichwertigkeit 
sowie der Effektivität – sowie die Prüfung der Anspruchsvoraussetzun-
gen einer  schweizerischen Invalidenrente  grundsätzlich  nach der  in-
nerstaatlichen Rechtsordnung (BGE 130 V 257 E. 2.4). Entsprechend 
bestimmt  sich  vorliegend  der  Anspruch  des  Beschwerdeführers  auf 
eine Rente der Invalidenversicherung ausschliesslich nach dem inner-
staatlichen schweizerischen Recht, insbesondere nach dem IVG sowie 
der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die Invalidenversicherung 
(IVV, SR 831.201). 

Gemäss Art. 40 Abs. 4 der Verordnung Nr. 1408/71 ist die vom Träger 
eines Mitgliedstaates getroffene Entscheidung über die Invalidität  ei-
nes Antragstellers – entgegen der (implizit geäusserten) Ansicht des 
Beschwerdeführers  –  für  den  Träger  eines  anderen  betroffenen 
Staates  nur  dann  verbindlich,  wenn  die  in  den  Rechtsvorschriften 
dieser Staaten festgelegten Tatbestandsmerkmale der Invalidität in An-
hang V dieser  Verordnung als  übereinstimmend anerkannt sind,  was 
für das Verhältnis zwischen Österreich und der Schweiz (ebenso wie 
das  Verhältnis  zwischen  den  übrigen  EU-Mitgliedstaaten  und  der 
Schweiz) nicht der Fall ist. Gemäss Art. 40 der Verordnung Nr. 574/72 

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hat der Träger eines Mitgliedstaates aber bei der Bemessung des Inva-
liditätsgrades  die  von  den  Trägern  der  anderen  Staaten  erhaltenen 
ärztlichen Unterlagen und Berichte sowie Auskünfte der Verwaltung zu 
berücksichtigen, soweit sie rechtsgenüglich ins Verfahren eingebracht 
werden (vgl. Art. 32 VwVG). Jeder Träger behält  jedoch die Möglich-
keit, die antragstellende Person durch einen Arzt oder eine Ärztin sei -
ner Wahl untersuchen zu lassen. Eine Pflicht zur Durchführung einer 
solchen Untersuchung besteht allerdings nicht.

3.
Zunächst sind die zur Beurteilung der Streitsache massgebenden ge-
setzlichen Grundlagen und die von der Rechtsprechung entwickelten 
Grundsätze darzulegen.

3.1 Die Beschwerdeführenden können im Rahmen des Beschwerde-
verfahrens die Verletzung von Bundesrecht unter Einschluss des Miss-
brauchs oder der Überschreitung des Ermessens, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie 
Unangemessenheit des Entscheids rügen (Art. 49 VwVG).

3.2 Nach  der  Rechtsprechung  stellt  das  Sozialversicherungsgericht 
bei  der  Beurteilung einer  Streitsache  in  der  Regel  auf  den  bis  zum 
Zeitpunkt  des  Erlasses  des  streitigen  Entscheides  eingetretenen 
Sachverhalt ab (BGE 129 V 1 E. 1.2 mit Hinweis). Tatsachen, die jenen 
Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand 
einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 121 V 362 E. 1b). Weiter 
sind in zeitlicher Hinsicht grundsätzlich diejenigen Rechtssätze mass-
gebend,  die  bei  der  Erfüllung  des  zu  Rechtsfolgen  führenden  Tat-
bestandes Geltung hatten (BGE 130 V 329). 

In  materiell-rechtlicher  Hinsicht  ist  auf  jene  Bestimmungen  des  IVG 
und der  IVV respektive  des  ATSG und  der  zugehörigen Verordnung 
vom 11. September  2002  über  den  Allgemeinen  Teil  des  Sozialver-
sicherungsrechts  (ATSV,  SR 830.11)  abzustellen,  die  für  die  Be-
urteilung eines Rentenanspruchs jeweils relevant  waren und in Kraft 
standen. Da vorliegend das Rentengesuch am 3. Januar  2008 einge-
reicht  worden  ist  und  der  Anspruch  somit  frühestens  ab  Juli  2008 
entstehen  konnte  (vgl.  Art. 29  Abs. 1  IVG),  ist  vorliegend  auf  die 
Fassung  gemäss  den  am  1. Januar  2008  in  Kraft  getretenen  Än-
derungen  (5. IV-Revision;  AS 2007  5129  und  AS 2007  5155)  abzu-
stellen.

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3.3 Versicherte  haben Anspruch auf  eine Viertelsrente,  wenn sie zu 
mindestens  40 Prozent  invalid  sind,  bei  einem  Invaliditätsgrad  von 
mindestens 50 Prozent besteht ein Anspruch auf eine halbe Rente, bei 
mindestens 60 Prozent auf eine Dreiviertelsrente und bei mindestens 
70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG). Gemäss Art. 29 
Abs. 4 IVG werden Renten, die einem Invaliditätsgrad von weniger als 
50 Prozent  entsprechen,  jedoch nur an Versicherte  ausgerichtet,  die 
ihren  Wohnsitz  und  gewöhnlichen  Aufenthalt  (Art.  13  ATSG)  in  der 
Schweiz  haben,  soweit  nicht  völkerrechtliche  Vereinbarungen  eine 
abweichende Regelung vorsehen, was für Mitgliedstaaten der EU der 
Fall ist.

3.4 Gemäss Art. 8 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 IVG ist 
Invalidität  die  voraussichtlich  bleibende  oder  längere  Zeit  dauernde 
ganze  oder  teilweise  Erwerbsunfähigkeit  als  Folge  von  Geburts-
gebrechen, Krankheit oder Unfall. Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 
ATSG der durch Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Ge-
sundheit  verursachte  und  nach  zumutbarer  Behandlung  und  Ein-
gliederung  verbleibende  ganze  oder  teilweise  Verlust  der  Erwerbs-
möglichkeiten  auf  dem  in  Betracht  kommenden  ausgeglichenen  Ar-
beitsmarkt. Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der 
körperlichen,  geistigen oder  psychischen  Gesundheit  bedingte,  volle 
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich 
zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare 
Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt 
(Art. 6 ATSG).

3.5 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung 
(und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die 
ärztliche und gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung zu stel-
len haben. Aufgabe des Arztes im schweizerischen Invalidenverfahren 
ist  es,  den  Gesundheitszustand  zu  beurteilen  und  dazu  Stellung zu 
nehmen,  in  welchem Umfang und gegebenenfalls  bezüglich  welcher 
Tätigkeiten der Versicherte arbeitsunfähig ist. Die ärztlichen Auskünfte 
sind sodann  eine wichtige  Grundlage für  die  Beurteilung der  Frage, 
welche  Arbeitsleistungen  dem Versicherten  konkret  noch  zugemutet 
werden können (BGE 125 V 256 E. 4, 115 V 134 E. 2; AHI-Praxis 2002 
S. 62 E. 4b/cc).

3.5.1 Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweis-
mittel zu würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und Beschwer-

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deverfahren  gilt  der  Grundsatz  der  freien  Beweiswürdigung. Danach 
haben  Versicherungsträger  und  Sozialversicherungsgerichte  die  Be-
weise frei, das heisst ohne förmliche Beweisregeln, sowie umfassend 
und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet für das Gericht, dass es 
alle Beweismittel, unabhängig, von wem sie stammen, objektiv zu prü-
fen und  danach  zu  entscheiden  hat,  ob  die  verfügbaren  Unterlagen 
eine  zuverlässige  Beurteilung  des  streitigen  Rechtsanspruches  ge-
statten. Insbesondere  darf  es  bei  einander  widersprechenden  medi-
zinischen Berichten den Prozess nicht  erledigen,  ohne das gesamte 
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf 
die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. 

3.5.2 Bezüglich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  entschei-
dend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf all -
seitigen  Untersuchungen  beruht,  auch  die  geklagten  Beschwerden 
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben wor-
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in 
der  Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Experten  begründet  sind.  Ausschlaggebend 
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft des Be-
weismittels  noch die  Bezeichnung der  eingereichten  oder  in  Auftrag 
gegebenen Stellungnahme als Bericht  oder als Gutachten (vgl. dazu 
das Urteil des Bundesgerichts [BGer] I 268/2005 vom 26. Januar 2006 
E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 125 V 352 E. 3a). 

Gleichwohl  erachtet  es  die  Rechtsprechung  mit  dem Grundsatz  der 
freien  Beweiswürdigung  als  vereinbar,  Richtlinien  für  die  Beweis-
würdigung in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und 
Gutachten  aufzustellen  (vgl.  hierzu  BGE 125 V 352  E. 3b;  AHI 2001 
S. 114 E. 3b; Urteil des BGer I 128/98 vom 24. Januar 2000 E. 3b). So 
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten 
externer  Spezialärzte,  welche  aufgrund  eingehender  Beobachtungen 
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstat -
ten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen 
gelangen,  bei  der  Beweiswürdigung volle  Beweiskraft  zuzuerkennen, 
solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Experti -
se  sprechen (BGE 125 V 353 E. 3b/bb,  mit  weiteren Hinweisen). Be-
richte  der  behandelnden Ärzte  schliesslich sind aufgrund deren auf-
tragsrechtlicher  Vertrauensstellung  zum  Patienten  mit  Vorbehalt  zu 
würdigen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc). Dies gilt für den allgemein prakti-
zierenden Hausarzt wie auch für den behandelnden Spezialarzt (Urteil 

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des BGer I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen; vgl. aber 
Urteil des BGer 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2).

3.5.3 Berichten  und  Gutachten  versicherungsinterner  Ärzte  kommt 
Beweiswert  zu,  sofern  sie  als  schlüssig  erscheinen,  nachvollziehbar 
begründet sowie in sich widerspruchsfrei  sind und keine Indizien ge-
gen ihre Zuverlässigkeit  bestehen. Die Tatsache allein,  dass der be-
fragte  Arzt  in  einem  Anstellungsverhältnis  zum  Versicherungsträger 
steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangen-
heit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das 
Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begrün-
det erscheinen lassen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweisen).

Auf Stellungnahmen der RAD oder der ärztlichen Dienste kann für den 
Fall, dass ihnen materiell  Gutachtensqualität zukommen soll,  nur ab-
gestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforde-
rungen  an  einen  ärztlichen  Bericht  genügen  (vgl.  Urteil  des  BGer 
I 694/05  vom 15. Dezember  2006  E. 2).  Die  RAD-Ärzte  müssen  so-
dann  über  die  im  Einzelfall  gefragten  persönlichen  und  fachlichen 
Qualifikationen verfügen (Urteile des BGer I 142/07 vom 20. November 
2007  E. 3.2.3  und  I 362/06  vom  10. April  2007  E. 3.2.1),  denn  die 
fachliche Qualifikation des Experten spielt  für  die richterliche Würdi-
gung  einer  Expertise  eine  erhebliche  Rolle.  Bezüglich  der  medizini-
schen Stichhaltigkeit  eines  Gutachtens müssen sich  Verwaltung und 
Gerichte auf die Fachkenntnisse des Experten verlassen können. Des-
halb ist für die Eignung eines Arztes als Gutachter in einer bestimmten 
medizinischen Disziplin ein entsprechender, dem Nachweis der erfor-
derlichen Fachkenntnisse dienender, spezialärztlicher Titel des berich-
tenden  oder  zumindest  des  den  Bericht  visierenden  Arztes  voraus-
gesetzt (Urteil des BGer I 178/00 vom 3. August 2000 E. 4a).

3.6 Bei  erwerbstätigen  Versicherten  ist  der  Invaliditätsgrad  gemäss 
Art. 16  ATSG in  Verbindung  mit  Art. 28a Abs. 1  IVG aufgrund  eines 
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkom-
men, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach 
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede-
rungsmassnahmen  durch  eine  ihr  zumutbare  Tätigkeit  bei  ausgegli-
chener  Arbeitsmarktlage  erzielen  könnte  (sogenanntes  Invalidenein-
kommen),  in  Beziehung  gesetzt  (allgemeine  Methode  des  Einkom-
mensvergleichs;  BGE 130 V 343  E. 3.4.2,  128 V 29  E. 1)  zum  Er-
werbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid ge-

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worden wäre (sogenanntes Valideneinkommen).  Da nach empirischer 
Feststellung  in  der  Regel  die  bisherige  Tätigkeit  im  Gesundheitsfall 
weitergeführt worden wäre, ist Anknüpfungspunkt für die Bestimmung 
des  Valideneinkommens  häufig  der  zuletzt  erzielte,  der  Teuerung 
sowie  der  realen  Einkommensentwicklung  angepasste  Verdienst 
(RKUV 3/1993 97 ff. E. 3b) beziehungsweise das an die branchenspe-
zifische  Nominallohnentwicklung  angepasste  frühere  Einkommen 
(AHI 2000  305 ff.  E. 2c).  Bei  der  Bestimmung  des  Invalidenein-
kommens ist ebenfalls – sofern möglich – auf die beruflich-erwerbliche 
Situation abzustellen, in welcher die versicherte Person konkret steht. 
Ist  kein  solches  Vergleichseinkommen  vorhanden,  weil  die  Person 
nach  dem  Eintritt  des  Gesundheitsschadens  keiner  Erwerbstätigkeit 
nachgegangen ist, so können rechtsprechungsgemäss Daten der Do-
kumentation  über  Arbeitsplätze  (DAP)  oder  aber  Tabellenlöhne 
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen 
Lohnstrukturerhebungen  (LSE)  herangezogen  werden 
(BGE 129 V 472 E. 4.2.1). 

3.7  

3.7.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades 
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 4 IVV eine neue Anmeldung nur 
geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung 
erfüllt sind. Danach ist im Leistungsbegehren gleich wie im Revisions-
gesuch glaubhaft  zu machen,  dass sich der  Grad der  Invalidität  der 
versicherten  Person  in  einer  für  den  Anspruch  erheblichen  Weise 
geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie 
die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von 
der versicherten Person glaubhaft  gemachte Veränderung des Invali-
ditätsgrades  auch  tatsächlich  eingetreten  ist;  sie  hat  demnach  in 
analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG 
vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 83 E. 1b mit  Hin-
weisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der frühe-
ren  rechtskräftigen  Verfügung  keine  Veränderung  erfahren  hat,  so 
weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu 
prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine an-
spruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies-
sen. Im Beschwerdefall  obliegt  die  gleiche  materielle  Prüfungspflicht 
auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 f.).

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3.7.2 Eine Änderung des Invaliditätsgrades setzt stets auch eine Än-
derung der tatsächlichen Verhältnisse voraus. Zu vergleichen ist dabei 
der Sachverhalt im Zeitpunkt der letzten der versicherten Person eröff-
neten rechtskräftigen Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung 
des  Rentenanspruchs  mit  rechtskonformer  Sachverhaltsabklärung, 
Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei 
Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen 
des  Gesundheitszustandes)  beruht;  vorbehalten  bleibt  die  Recht-
sprechung  zur  Wiedererwägung  und  prozessualen  Revision 
(BGE 130 V 71 E. 3.2.3). Ferner muss die Veränderung der Verhältnis-
se  erheblich,  das  heisst  hinsichtlich  der  Auswirkungen  auf  den  In -
validitätsgrad rentenwirksam sein (vgl. Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 
E. 3.5  mit  Hinweisen).  Unter  revisionsrechtlichen  Gesichtspunkten  – 
welche gleichermassen für das Neuanmeldungsverfahren gelten (vgl. 
BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil  des  BGer I 658/05 vom 27. März  2006 
E. 4.4)  –  ist  die  unterschiedliche  Beurteilung  eines  im Wesentlichen 
unverändert  gebliebenen  Sachverhaltes  unerheblich  (BGE 112 V 371 
E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 E. 3a).

4.
Gemäss  den  soeben  dargelegten  Grundsätzen  ist  massgebend,  ob 
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der rechts-
kräftigen  (abweisenden)  Verfügung  vom 15. Juli  2004  bis  zum Zeit-
punkt der angefochtenen Verfügung vom 8. Januar 2009 in rentenan-
spruchserheblicher Weise verschlechtert hat.

4.1 Der abweisenden Verfügung vom 15. Juli 2004 lag folgender medi-
zinischer Sachverhalt zugrunde:

4.1.1 Dr. med. D._______, Ärztin für Allgemeinmedizin, stellte in ihrem 
Gutachten vom 7. Oktober 2003 (act. 20), welches sie gestützt auf ihre 
eigene  Untersuchung  vom  22. Juli  2003,  ein  eingeholtes  orthopä-
disches Zusatzgutachten von Dr. med. E._______, sowie gestützt auf 
die Behandlungsberichte der stationären Aufenthalte in der Orthopädie 
F._______ aus dem Jahr 2001 und weitere Berichte über ambulante 
Behandlungen bis April 2003 erstellt hat, folgende Diagnosen: Zustand 
nach  Oberschenkelbruch  rechts  in  den  Jahren  1973  und  2001  und 
Zustand  nach  Kniegelenksersatz-Operation  rechts  bei  Zustand  nach 
unfallbedingter  Arthrose.  Insgesamt  kam sie  zum Schluss,  dem Be-
schwerdeführer  seien aufgrund der  Bewegungseinschränkungen des 
Beines nur noch körperlich leichte bis fallweise mittelschwere Arbeiten 

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in  wechselnder  oder  überwiegend  sitzender  Haltung  vollschichtig 
möglich.  Die  Tätigkeit  als  Schlosser  mit  nahezu  ständigem  Stehen, 
schwerem Heben  und  häufigem Knien  und  Hocken  sei  ihm  länger-
fristig nicht mehr möglich.

4.1.2 Gestützt  auf  die  vorliegenden  medizinischen  Grundlagen  kam 
Dr. med. G._______,  Facharzt  für  orthopädische  Chirurgie  und 
Traumatologie, des medizinischen Dienstes der IVSTA mit Bericht vom 
1. Juli  2004  zum  Schluss,  beim  Beschwerdeführer  liege  ein  Status 
nach Femurfraktur in den Jahren 1973 und 2001 sowie ein Status nach 
einer  Knieoperation  wegen  posttraumatischer  Arthrose  vor.  Diese 
Diagnosen führten jedoch nicht  zu einer  Arbeitsunfähigkeit  in  seiner 
früheren Tätigkeit.

4.2 Die  von  der  IVSTA nach  der  Neuanmeldung  vom  Januar  2008 
eingeholten medizinischen Unterlagen ergeben folgendes Bild: 

4.2.1 Dem  ärztlichen  Befundbericht  von  Dr. B._______  und 
Dr. C._______  des  Rehabilitationszentrums  für  Erkrankungen  des 
Stütz-  und  Bewegungsapparates  vom  27. Dezember  2007  sind 
folgende  Diagnosen  zu  entnehmen:  chronisches  lumbales 
Wirbelsäulensyndrom  bei  multiplen  Degenerationen  und  Hemilum-
balisation von S1 II.,  posttraumatische Bewegungscoxalgie rechts bei 
Trochanter  major-Osssifikation,  Knietotalendoprothese (KTEP)  rechts 
seit 2000 bei Zustand nach multiplen Femur- und Tibiafrakturen 1973 
und  Femurfraktur  2001  mit  daraus  folgender  Beugehemmung,  Halb-
schlitten-Knieendoprothese II.  seit  2005,  posttraumatische  Sprung-
gelenks-  und  Vorfusseinschränkung  rechts  seit  1973,  Periathritis 
humero-scapularis (PHS [=Schultergelenkentzündung]) rechts und ar-
terielle  Hypertonie.  Aufgrund  dieser  gesundheitlichen  Einschrän-
kungen attestieren die untersuchenden Ärzte dem Beschwerdeführer 
eine volle Arbeitsunfähigkeit sowohl im erlernten Beruf als Mechaniker 
als  auch  in  den  zuletzt  ausgeübten  Tätigkeiten  als  Schlosser  und 
Schweisser. Dem Leistungskalkül  ist  ferner  zu  entnehmen,  dass  die 
Ärzte den Beschwerdeführer in leichten, überwiegend sitzenden Tätig-
keiten mit geringem Zeitdruck und durchschnittlicher psychischer Be-
lastbarkeit für vollschichtig arbeitsfähig halten.

4.2.2 Dr. med. A._______  hält  in  seiner  Stellungnahme  vom 
29. September  2008  beim  Beschwerdeführer  folgende  Haupt-Dia-
gnosen fest: Status nach Knietotalendoprothese rechts nach multiplen 
Femur-  und  Tibiafrakturen,  Beugehemmung  und  Status  nach  Halb-

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schlitten-Knieendoprothese  links  im  Jahr  2005. Als  Nebendiagnosen 
mit  Auswirkungen  auf  die  Arbeitsfähigkeit  nennt  er  ein  chronisches 
lumbales  Wirbelsäulensyndrom  bei  degenerativen  Veränderungen 
sowie  eine  Impingementsymptomatik  der  rechten  Schulter.  Daraus 
folgt  gemäss  seiner  Einschätzung  in  der  bisherigen  Tätigkeit  eine 
Arbeitsunfähigkeit von 30%. In leichten Verweistätigkeiten bestehe da-
gegen keine Arbeitsunfähigkeit. Seine abweichende Einschätzung der 
Arbeitsfähigkeit  im  Vergleich  zum  Bericht  von  Dr. B._______  und 
Dr. C._______ rechtfertigt er mit dem Hinweis, dass in jenem Bericht 
eine  klare  Diskrepanz  zwischen  dem  Status  und  den  Schlussfol-
gerungen bestehe.

4.3 Vorweg ist darauf hinzuweisen, dass – entgegen der Meinung des 
Beschwerdeführers – keine Bindung an ausländische Entscheide be-
steht  und  somit  die  IVSTA grundsätzlich  unabhängig  von  ausländi-
schen Rentenentscheiden entscheiden kann (vgl. E. 2.2 hiervor). Der 
österreichische  Entscheid  vermag  daher  den  Entscheid  der  IVSTA 
nicht zu beeinflussen. Ferner ist darauf hinzuweisen, dass die IVSTA 
nicht  verpflichtet  war,  den  Beschwerdeführer  in  der  Schweiz  unter-
suchen zu lassen, sofern die vorhandenen ausländischen Gutachten 
den Anforderungen genügen und eine ausreichende Grundlage bilden, 
um über den Anspruch des Beschwerdeführers zu entscheiden. 

4.3.1 Sowohl die Ärzte des Rehabilitationszentrums wie auch der Arzt 
des medizinischen Dienstes der IVSTA gehen davon aus, dass der Be-
schwerdeführer  im  Vergleich  zu  den  früheren  Diagnosen  heute 
zusätzlich  an einem chronischen  lumbalen  Wirbelsäulensyndrom bei 
degenerativen  Veränderungen  sowie  an  einer  Impingementsympto-
matik  der  rechten  Schulter  leidet  und  diese  Beschwerden  seine  Ar-
beitsfähigkeit  beeinflussen. Ferner  liegt  zusätzlich  ein  Zustand  nach 
Halbschlitten-Knieendoprothese links im Jahr 2005 vor. Somit ist nach-
gewiesen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers 
seit  der  letzten  Ablehung  des  Rentengesuches  im  Jahr  2004  ver-
schlechtert hat.

4.3.2 Zu  prüfen  bleibt,  ob  der  Beschwerdeführer  aufgrund  der  fest-
gestellten Beeinträchtigungen einen Anspruch auf eine Invalidenrente 
hat.  Wie  vorstehend  ausgeführt,  beurteilen  die  Ärzte  den  medizini -
schen Sachverhalt  im Wesentlichen gleich, indem sie dieselben Dia-
gnosen  stellen.  Divergierend  sind  allerdings  die  daraus  gezogenen 
Schlussfolgerungen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit: Während die be-

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gutachtenden Ärzte der Rehabiliationsklinik davon ausgehen, der Be-
schwerdeführer  könne  seine  frühere  Tätigkeit  als  Schlosser  und 
Schweisser nicht mehr ausüben, geht Dr. med. A._______ davon aus, 
der  Beschwerdeführer  könne  mit  den  festgestellten  orthopädischen 
Einschränkungen  weiterhin  im  Umfang  von  70%  seiner  bisherigen 
Arbeit  nachgehen.  Dr. med. A._______  des  medizinischen  Dienstes 
der IVSTA verfügt über den Facharzttitel in Allgemeinmedizin. Mit Blick 
auf die zu beurteilenden Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers, 
welche vorwiegend aus dem orthopädischen Bereich stammen, ist in 
Bezug  auf  deren  Würdigung  auf  die  Angaben  der  Ärzte  mit  dem 
entsprechenden Facharzttitel und nicht auf die abweichende und kaum 
begründete  Meinung  des  Allgemeinmediziners  Dr. med. A._______ 
abzustellen,  zumal  das  Gutachten  von  Dr. B._______  und 
Dr. C._______  umfassend,  nachvollziehbar  begründet  und 
widerspruchsfrei  ist  und  zudem  im  Rahmen  eines  stationären 
Aufenthaltes  des Beschwerdeführers  gestützt  auf  eingehende Unter-
suchungen erstellt worden ist.

4.3.3 Aus dem Gutachten von Dr. B._______ und Dr. C._______ geht 
hervor, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit nicht 
mehr  arbeitsfähig  ist,  dass  es  ihm  jedoch  zuzumuten  ist,  in  einer 
körperlich leichten Verweistätigkeit  vollschichtig  zu arbeiten. Um den 
Invaliditätsgrad zu ermitteln, ist daher ein Einkommensvergleich durch-
zuführen.  Da  die  IVSTA bisher  keinen  Einkommensvergleich  durch-
geführt hat, ist die Beschwerde in diesem Sinn gutzuheissen und die 
Sache  zur  Durchführung eines  Einkommensvergleichs  an  die  IVSTA 
zurückzuweisen.

5.  

5.1 Die Verfahrenskosten werden in der Regel der unterliegenden Par-
tei  auferlegt  (Art. 63  Abs. 1 VwVG). Eine Rückweisung gilt  praxisge-
mäss als Obsiegen der Beschwerde führenden Partei (BGE 132 V 215 
E. 6). Einer unterliegenden Vorinstanz sind allerdings gemäss Art.  63 
Abs. 2 VwVG keine Verfahrenskosten aufzuerlegen.

Der  vom Beschwerdeführer  geleistete  Kostenvorschuss  in  der  Höhe 
von Fr. 300.--  ist  ihm nach  Eintritt  der  Rechtskraft  des  vorliegenden 
Entscheids  auf  ein  von  ihm  bekannt  zu  gebendes  Konto  zurückzu-
erstatten.

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5.2 Die Beschwerdeinstanz kann der ganz oder teilweise obsiegenden 
Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine Entschädigung für ihr 
erwachsene  notwendige  und  verhältnismässig  hohe  Kosten  zuspre-
chen (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 des Regle-
ments  vom 21. Februar  2008 über  die  Kosten und Entschädigungen 
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]). Die Partei-
entschädigung umfasst die Kosten der Vertretung sowie allfällige wei-
tere notwendige Auslagen der Partei (Art. 8 VGKE). Der Beschwerde-
führer ist vorliegend durch die Kammer für Arbeiter und Angestellte für  
Vorarlberg  (nichtanwaltlich)  vertreten.  Ihm  ist  daher  eine  Parteient-
schädigung für  die ihm entstandenen notwendigen Kosten zuzuspre-
chen. Da keine Kostennote eingereicht  wurde,  ist  die  Parteientschä-
digung aufgrund der Akten festzusetzen (Art. 14 Abs. 2 VGKE). Eine 
Parteientschädigung  in  der  Höhe  von  Fr. 800.-  erscheint  unter  Be-
rücksichtigung des aktenkundigen Aufwandes als angemessen.

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die  Beschwerde  wird  in  dem  Sinn  gutgeheissen,  dass  die  ange-
fochtene Verfügung vom 8. Januar 2009 aufgehoben und die Sache an 
die  Vorinstanz  zurückgewiesen  wird,  damit  diese  einen  Einkom-
mensvergleich  durchführe  und  anschliessend  über  den  Rentenan-
spruch neu verfüge.

2.
Es  werden  keine  Verfahrenskosten  erhoben.  Der  vom  Beschwerde-
führer geleistete Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 300.-- wird ihm 
nach Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.

3.
Dem Beschwerdeführer wird zu Lasten der Vorinstanz eine Parteient-
schädigung in der Höhe von Fr. 800.-- zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  (Einschreiben  mit  Rückschein;  Beilage: 
Formular Zahladresse)

- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Michael Peterli Sandra Tibis

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Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen  Angelegenheiten  geführt  werden,  sofern  die 
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff.,  90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. 
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in 
Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 

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