# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 19c8d3ad-7460-5e12-87a8-fa59985bef66
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2025-11-04
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 04.11.2025 D-8218/2025
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-8218-2025_2025-11-04.pdf

## Full Text

B u n d e s v e r w a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b un a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b un a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 
 
    
 

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-8218/2025 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  4 .  N o v e m b e r  2 0 2 5  

Besetzung 
 Einzelrichter Simon Thurnheer, 

mit Zustimmung von Richter Mathias Lanz;   

Gerichtsschreiberin Michèle Fierz. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…), 

Somalia,   

vertreten durch Marek Wieruszewski, Solidaritätsnetz Bern, 

(…),  

Beschwerdeführerin,  

  

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung  

(sicherer Drittstaat);  

Verfügung des SEM vom 21. Oktober 2025. 

 

 

 

D-8218/2025 

Seite 2 

Sachverhalt: 

A.  

Die Beschwerdeführerin suchte am 9. Mai 2025 in der Schweiz um Asyl 

nach.  

B.  

Ein Abgleich mit der europäischen Fingerabdruck-Datenbank (Zentralein-

heit Eurodac) ergab, dass sie am 6. Oktober 2023 bereits in Griechenland 

um Asyl nachgesucht hatte und ihr am 19. Januar 2024 dort subsidiärer 

Schutz gewährt worden war.  

C.  

Am 28. Mai 2025 führte das SEM eine Erstbefragung unbegleiteter minder-

jähriger Asylsuchender (EB UMA) durch.  

D.  

Am (…) 2025 wurde die Beschwerdeführerin volljährig.  

E.  

Am 6. Juni 2024 ersuchte die Vorinstanz die griechischen Behörden ge-

stützt auf die Richtlinie 2008/115/EG des Europäischen Parlaments und 

des Rates vom 16. Dezember 2008 über gemeinsame Normen und Ver-

fahren in den Mitgliedstaaten zur Rückführung illegal anwesender Dritt-

staatsangehöriger (nachfolgend: Rückführungs-Richtlinie) und auf das Ab-

kommen zwischen der Schweiz und Griechenland über die Rücküber-

nahme von Personen mit irregulärem Aufenthalt vom 28. August 2006 

(SR 0.142.113.729) schriftlich um Rückübernahme der Beschwerdeführerin.  

F.  

Am 14. Juni 2025 stimmten die griechischen Behörden dem Rückübernah-

meersuchen zu.  

G.  

Am 20. August 2025 wurde der Beschwerdeführerin im Rahmen eines per-

sönlichen Gesprächs das rechtliche Gehör zum beabsichtigten Nichtein-

tretensentscheid gestützt auf Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG (SR 142.31) und 

zur beabsichtigten Wegweisung nach Griechenland gewährt.  

Dabei machte sie im Wesentlichen geltend, sie sei – nachdem sie in Grie-

chenland den Schutzstatus erhalten habe – auf sich allein gestellt gewe-

sen. Sie habe das Camp, in welchem sie zuvor gelebt habe, verlassen 

D-8218/2025 

Seite 3 

müssen und habe keinerlei Unterstützung mehr erhalten. Sie habe drei 

Nächte vor dem Camp übernachtet, bevor sie ausgereist sei. Zur Ausreise 

habe sie sich entschieden, da sie in Griechenland keine Zukunftsperspek-

tive und keine Unterkunft gehabt habe. Ausserdem sei sie krank gewesen, 

habe aber keine medizinische Behandlung erhalten.  

H.  

Mit Eingaben vom 27. Mai 2025, 4. Juni 2025, 20. Juni 2025, 11. Juli 2025 

und 10. September 2025 hat die Beschwerdeführerin medizinische Be-

richte zu den Akten gereicht.  

I.  

Am 13. Oktober 2025 forderte die Vorinstanz aktuelle Berichte zum Ge-

sundheitszustand der Beschwerdeführerin ein, welche noch am gleichen 

Tag zugestellt wurden.  

J.  

Am 17. Oktober 2025 übermittelte das SEM den ablehnenden Verfügungs-

entwurf zusammen mit den entscheidrelevanten Akten an die Beschwer-

deführerin zur Stellungnahme. Diese ist am 20. Oktober 2025 beim SEM 

eingegangen und beschränkte sich im Wesentlichen auf eine sinngemässe 

Wiederholung der bisherigen Vorbringen. 

K.  

Mit gleichentags eröffneter Verfügung vom 21. Oktober 2025 trat das SEM 

in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG auf das Asylgesuch der 

Beschwerdeführerin nicht ein, wies sie aus der Schweiz weg und forderte 

sie auf, die Schweiz am Tag nach Eintritt der Rechtskraft der Verfügung zu 

verlassen, wobei sie ansonsten in Haft genommen und unter Zwang nach 

Griechenland zurückgeführt werden könne. Ferner beauftragte es den zu-

ständigen Kanton mit dem Vollzug der Wegweisung. 

L.  

Mit Eingabe vom 27. Oktober 2025 erhob die Beschwerdeführerin gegen 

diese Verfügung Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und bean-

tragte, die angefochtene Verfügung sei vollständig aufzuheben und das 

SEM anzuweisen, auf ihr Asylgesuch einzutreten und das Asylverfahren in 

der Schweiz durchzuführen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung 

an die Vorinstanz zurückzuweisen.  

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Seite 4 

In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unent-

geltlichen Prozessführung inklusive Verzicht auf die Erhebung eines Kos-

tenvorschusses.  

 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung: 

1.  

Gemäss Art. 31 VGG ist das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung 

von Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG zuständig und 

entscheidet auf dem Gebiet des Asyls in der Regel – wie auch vorliegend 

– endgültig (vgl. Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG; Art. 105 AsylG). Die Beschwer-

deführerin ist als Verfügungsadressatin zur Beschwerdeführung legitimiert 

(Art. 48 VwVG). Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist 

einzutreten (Art. 108 Abs. 3 AsylG und Art. 52 Abs. 1 VwVG). 

2.  

2.1 Mit Beschwerde in Asylsachen kann die Verletzung von Bundesrecht 

sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserhebli-

chen Sachverhalts gerügt werden (Art. 106 Abs. 1 AsylG). Im Bereich des 

Ausländerrechts richtet sich die Kognition nach Art. 49 VwVG (vgl. 

BVGE 2014/26 E. 5).  

2.2 Bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es die 

Vorinstanz ablehnt, das Asylgesuch auf seine Begründetheit hin zu über-

prüfen (Art. 31a Abs. 1-3 AsylG), ist die Beurteilungskompetenz der Be-

schwerdeinstanz grundsätzlich auf die Frage beschränkt, ob die Vorinstanz 

zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist (vgl. BVGE 2017 VI/5 

E. 3.1; 2012/4 E. 2.2). 

3.  

Die vorliegende Beschwerde erweist sich – wie nachstehend aufgezeigt – 

als offensichtlich unbegründet und ist im Verfahren einzelrichterlicher Zu-

ständigkeit mit Zustimmung einer zweiten Richterin oder eines zweiten 

Richters (Art. 111 Bst. e AsylG), ohne Weiterungen und mit summarischer 

Begründung zu behandeln (Art. 111a Abs. 1 und 2 AsylG). 

4.  

Der eventualiter gestellte Antrag, die Sache sei zur Neubeurteilung an die 

Vorinstanz zurückzuweisen, wird nicht begründet. Es ist nicht ersichtlich, 

inwiefern die angefochtene Verfügung an formellen Mängeln leiden soll. 

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Seite 5 

Der blosse Umstand, dass die Beschwerdeführerin mit der Schlussfolge-

rung der Vorinstanz nicht einverstanden ist, rechtfertigt eine Rückweisung 

nicht. Der Kassationsantrag ist abzuweisen. 

5.  

5.1 Das SEM tritt in der Regel auf ein Asylgesuch nicht ein, wenn die asyl-

suchende Person in einen sicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 

Bst. b AsylG zurückkehren kann, in welchem sie sich vorher aufgehalten 

hat (Art. 31a Abs. 1 Bst. a AsylG). 

5.2 Das SEM stellt in der angefochtenen Verfügung zutreffend fest, dass 

es sich bei Griechenland, als Mitglied der Europäischen Union (EU), um 

einen verfolgungssicheren Drittstaat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. b 

AsylG handelt (vgl. Beschluss des Bundesrates vom 14. Dezember 2007). 

Den vorinstanzlichen Akten ist sodann zu entnehmen, dass die Beschwer-

deführerin in Griechenland als Flüchtling anerkannt wurde und die griechi-

schen Behörden ihrer Rückübernahme ausdrücklich zustimmten.  

5.3 Das SEM ist demnach zu Recht in Anwendung von Art. 31a Abs. 1 

Bst. a AsylG auf das Asylgesuch nicht eingetreten.  

6.  

6.1 Tritt das SEM auf ein Asylgesuch nicht ein, so verfügt es in der Regel die 

Wegweisung aus der Schweiz und ordnet den Vollzug an (Art. 44 AsylG).  

6.2 Die Beschwerdeführerin verfügt in der Schweiz insbesondere weder 

über eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung noch über einen An-

spruch auf Erteilung einer solchen. Die Wegweisung wurde demnach 

ebenfalls zu Recht angeordnet (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 E. 9, 

je m.w.H.). 

7.  

7.1 Ist der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder 

nicht möglich, so regelt das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den 

gesetzlichen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme (Art. 44 AsylG; 

Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 142.20]). 

Wegweisungsvollzugshindernisse sind zu beweisen, wenn der strikte Be-

weis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu machen (vgl. 

BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.). 

 

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Seite 6 

7.2  

7.2.1 Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche Verpflichtungen 

der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in den 

Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 

AIG). 

7.2.2 Es handelt sich bei Griechenland um einen sicheren Drittstaat, in wel-

chem die Beschwerdeführerin Schutz vor Rückschiebung im Sinne von 

Art. 5 Abs. 1 AsylG findet. Griechenland ist sodann Signatarstaat der 

EMRK, des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und 

andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder 

Strafe (FoK, SR 0.105), des Abkommens über die Rechtsstellung der 

Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) sowie des Zusatzprotokolls der FK vom 

31. Januar 1967 (SR 0.142.301) und kommt seinen diesbezüglichen völ-

kerrechtlichen Verpflichtungen grundsätzlich nach. Zwar erkennt das Bun-

desverwaltungsgericht an, dass die Lebensbedingungen in Griechenland 

schwierig sind. Trotz gewisser Schwachstellen kann aber nicht von einem 

dysfunktionalen Aufnahmesystem gesprochen werden. Es existieren in 

Griechenland verschiedene Angebote, die Schutzberechtigten offenste-

hen, auch wenn die Kapazitäten kaum ausreichend sein dürften und Infra-

strukturhilfen und Angebote bisher vor allem von internationalen Akteuren 

in Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft erbracht und finanziert 

worden sind. Trotz schwieriger Verhältnisse geht das Bundesverwaltungs-

gericht davon aus, dass schutzberechtigte Personen grundsätzlich in der 

Lage sind, ihre existenziellen Bedürfnisse abzudecken. Auch ist davon 

auszugehen, dass Rückkehrenden keine menschenunwürdige Behand-

lung droht, weshalb für sie kein «real risk» einer völkerrechtswidrigen Be-

handlung besteht (vgl. Urteil des BVGer D-2586/2025 vom 11. September 

2025 E. 8.1 [zur Publikation als Referenzurteil vorgesehen]). Vorliegend 

deutet nichts darauf hin, die Beschwerdeführerin könnte bei einer Rück-

kehr nach Griechenland einer menschenunwürdigen oder erniedrigenden 

Behandlung ausgesetzt sein. Daran vermögen auch die in der Beschwer-

deschrift zitierten Berichte und allgemeinen Ausführungen zur schwierigen 

Situation in Griechenland nichts zu ändern. 

7.2.3 Eine zwangsweise Rückweisung von Personen mit gesundheitlichen 

Problemen kann nur ganz ausnahmsweise einen Verstoss gegen Art. 3 

EMRK darstellen (vgl. BVGE 2011/9 E. 7; Urteil des Europäischen Gerichts-

hofs für Menschenrechte [EGMR] Paposhvili gegen Belgien 13. Dezember 

2016, Grosse Kammer 41738/10, §§ 180–193 m.w.H.). Eine solche Situation 

ist vorliegend – auch unter Berücksichtigung der vorgebrachten gesundheit-

lichen Probleme ([…]) – nicht gegeben. Den eingereichten Arztberichten 

D-8218/2025 

Seite 7 

lässt sich nicht entnehmen, dass die gesundheitlichen Leiden derart gra-

vierend wären, dass im Falle einer Rückkehr nach Griechenland mit dem 

Risiko einer ernsten, raschen und unwiederbringlichen Verschlechterung 

des Gesundheitszustandes im Sinne der vorgenannten Rechtsprechung 

gerechnet werden müsste. Zudem ist davon auszugehen, dass die medizi-

nische Versorgung in Griechenland gewährleistet ist. 

7.2.4 Der Vollzug der Wegweisung ist somit als zulässig zu qualifizieren. 

7.3  

7.3.1 Gemäss Art. 83 Abs. 5 AIG ist eine Wegweisung in einen EU- oder 

EFTA-Staat vermutungsweise zumutbar, wobei diese Legalvermutung mit 

Bezug auf Griechenland grundsätzlich auch für vulnerable Personen gilt 

(vgl. Referenzurteil E-3427/2021, E-3431/2021 E. 11.3, bestätigt im zur 

Publikation vorgesehenen Koordinationsurteil D-2590/2025). Wird im kon-

kreten Einzelfall festgestellt, dass die Legalvermutung der Zumutbarkeit 

des Wegweisungsvollzugs besteht, hat die betroffene Person die Möglich-

keit, diese umzustossen. Dazu hat sie jedoch ernsthafte Anhaltspunkte da-

für vorzubringen, dass sie in Griechenland aufgrund von individuellen Um-

ständen sozialer, wirtschaftlicher oder gesundheitlicher Art in eine existen-

zielle Notlage geraten würde (vgl. a.a.O. E. 11.4). Allein die Tatsache, dass 

sich die bisherige Integration der betroffenen Person in Griechenland als 

schwierig erwiesen hat, lässt den Vollzug der Wegweisung noch nicht als 

unzumutbar erscheinen (vgl. a.a.O. E. 11.5.2). 

7.3.2 Die Beschwerdeführerin vermag die oben umschriebene Legalver-

mutung nicht umzustossen und konkrete Anhaltspunkte dafür darzutun, 

dass sie im Falle einer Rückführung nach Griechenland in eine existenzi-

elle Notlage geraten würde. Auch wenn die Situation für anerkannte Flücht-

linge dort schwierig ist, wird es der Beschwerdeführerin bei der Rückkehr 

möglich sein, sich für eine Unterkunft und Sozialleistungen an die entspre-

chenden Stellen zu wenden und im Bedarfsfall ihre Rechte einzufordern 

sowie nötigenfalls die unentgeltliche Hilfe der zahlreich vorhandenen Nicht-

regierungsorganisationen zu beanspruchen. Die Vorinstanz hat diesbezüg-

lich festgestellt, dass gemäss Mitteilung der griechischen Behörden eine 

Nichtregierungsorganisation vom Bezirksanwalt damit beauftragt worden 

sei, die Beschwerdeführerin zu unterstützen und sie damit die Möglichkeit 

gehabt hätte, Sozialhilfe und Wohngeld beim griechischen Staat zu bean-

tragen. Die Beschwerdeführerin ist zudem drei Tage, nachdem sie das 

Camp verlassen musste, ausgereist, was nicht auf ernsthafte Integrations-

bemühungen in Griechenland hindeutet (vgl. dazu einlässlich das ge-

nannte Koordinationsurteil D-2590/2025, a.a.O., E. 9.4). Schliesslich steht 

D-8218/2025 

Seite 8 

auch der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ([…]) einem Vollzug 

der Wegweisung nach Griechenland nicht entgegen. Den Arztberichten ist 

lediglich zu entnehmen, dass eine Nachkontrolle des (…) innert einer Wo-

che angeordnet wurde und in sechs Monaten eine (…) Verlaufskontrolle 

durchgeführt werden soll. Dass eine Behandlung dringend erforderlich 

wäre, geht aus den Berichten nicht hervor. Eine allfällig notwendige medi-

zinische Behandlung steht ihr sodann grundsätzlich auch in Griechenland 

zur Verfügung (vgl. dazu einlässlich D-2590/2025, a.a.O., E. 9.7). 

7.3.3 Der Beschwerdeführerin ist es nach dem Gesagten nicht gelungen, 

die oben umschriebene Legalvermutung umzustossen. Der Vollzug der 

Wegweisung erweist sich somit als zumutbar.  

7.4 Der Vollzug der Wegweisung ist schliesslich als möglich zu erachten 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), zumal die griechischen Behörden einer Rücküber-

nahme der Beschwerdeführerin ausdrücklich zugestimmt haben. 

8.  

Zusammenfassend hat die Vorinstanz den Wegweisungsvollzug zu Recht 

als zulässig, zumutbar und möglich bezeichnet. Eine Anordnung der vor-

läufigen Aufnahme fällt somit ausser Betracht (Art. 83 Abs. 1–4 AIG). 

9.  

Aus diesen Erwägungen ergibt sich, dass die angefochtene Verfügung 

Bundesrecht nicht verletzt, den rechtserheblichen Sachverhalt richtig so-

wie vollständig feststellt und – soweit diesbezüglich überprüfbar – ange-

messen ist. Die Beschwerde ist abzuweisen. 

10.  

10.1 Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung ist 

abzuweisen, weil sich die Beschwerde entsprechend den vorstehenden Er-

wägungen als aussichtslos im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG erwiesen 

hat. Demzufolge sind die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 1’000.– 

(Art. 1–3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Ent-

schädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE; SR 173.320.2]) 

der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). 

10.2 Das Gesuch um Erlass des Kostenvorschusses ist mit vorliegendem 

Direktentscheid gegenstandslos geworden. 

(Dispositiv nächste Seite)  

D-8218/2025 

Seite 9 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung wird ab-

gewiesen. 

3.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 1'000.– werden der Beschwerdeführerin auf-

erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zugunsten 

der Gerichtskasse zu überweisen. 

4.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführerin, das SEM und die kantonale 

Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: 

  

Simon Thurnheer Michèle Fierz