# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4da31a83-f34f-5a7f-a736-6fc3d9d3a33e
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-09-04
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 04.09.2020 715 20 210/217
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-20-210-217_2020-09-04.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 4. September 2020 (715 20 210 / 217) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Arbeitslosenversicherung 

 

 

Vermittlungsfähigkeit aufgrund von zwei ferienbedingten Auslandsaufenthalten zu Recht 

verneint. 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiberin i.V. Felicia Käslin 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin 
  

 
gegen 
 
 

 KIGA Baselland, Ergänzende Massnahmen ALV, Güterstrasse 107, 
4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Vermittlungsfähigkeit 
 
 
 
A.1 Die 1964 geborene A.____ meldete sich am 2. Oktober 2019 beim Regionalen Arbeits-
vermittlungszentrum (RAV) im Rahmen eines Vollzeitpensums zur Arbeitsvermittlung an und 
erhob ab dem 1. November 2019 Anspruch auf Taggeldleistungen der Arbeitslosenversiche-
rung (ALV). 
 
A.2 Mit Überweisung zum Entscheid des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV) 
Liestal vom 4. November 2019 wurde das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA) Basel-

 

 
 
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land ersucht, die Vermittlungsfähigkeit von A.____ zu überprüfen. Hintergrund dafür bildete die 
Mitteilung von A.____ über ihre ferienbedingten Auslandsaufenthalte vom 7. November 2019 
bis zum 27. November 2019 und vom 21. Dezember 2019 bis zum 4. Januar 2020. 
 
A.3 Mit Verfügung vom 6. Dezember 2019 verneinte das KIGA die Vermittlungsfähigkeit 
von A.____ vom 1. November 2019 bis zum 28. November 2019 und vom 23. Dezember 2019 
bis zum 8. Januar 2020 und damit auch den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung der Ver-
sicherten während dieser Zeit. Daran hielt es auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 
5. Mai 2020). Infolge ihrer beiden Auslandsaufenthalte und der geringen Wahrscheinlichkeit des 
Erhalts einer Arbeitsstelle während des kurzen verbleibenden Zeitraums zwischen Anspruchs-
erhebung und dem ersten Auslandsaufenthalt sei die Vermittlungsfähigkeit der Versicherten zu 
verneinen. 
 
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob A.____ am 25. Mai 2020 Beschwerde beim 
Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). Sie 
wies auf ihre Abmeldung von der ALV per 17. Februar 2020 hin und beantragte sinngemäss, 
die Vermittlungsfähigkeit und somit der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung sei vom 
1. November 2019 bis zum 17. Februar 2020 zu bejahen. 
 
C. Mit Vernehmlassung vom 11. Juni 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei-
sung der Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 

1.1 Gemäss Art. 100 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenver-
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 kann der Bundesrat die 
örtliche Zuständigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts in Abweichung von Art. 58 des 
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Ok-
tober 2000 regeln. Laut Art. 128 Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenver-
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 ist für die Beurteilung 
von Beschwerden gegen Verfügungen (Einspracheentscheide) einer kantonalen Amtsstelle das 
Versicherungsgericht desselben Kantons zuständig. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Ver-
fahrens bildet ein Einspracheentscheid, den das KIGA als kantonale Amtsstelle im Sinne von 
Art. 85 AVIG erlassen hat, sodass die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts Basel-
Landschaft zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Ver-
waltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Ver-
sicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Ein-
spracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich 
zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Auf die im Übrigen frist- und formge-
recht erhobene Beschwerde der Versicherten vom 25. Mai 2020 ist demnach einzutreten. 

1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO entscheidet die präsidierende Person der Abteilung Sozial-
versicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- 

 

 
 
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durch Präsidialentscheid. Vorliegend ist die Frage nach der Vermittlungsfähigkeit für die Zeit 
vom 1. November 2019 bis zum 28. November 2019 und vom 23. Dezember 2019 bis zum 
8. Januar 2020 streitig. Während das KIGA in diesen Zeiträumen von einer Vermittlungsunfä-
higkeit ausgeht, vertritt die Beschwerdeführerin die Auffassung, vermittlungsfähig gewesen zu 
sein. Nachdem somit die Ausrichtung von Taggeldern für die Zeit von etwas mehr als sechs 
Wochen im Streit steht, fällt die Beurteilung der vorliegenden Angelegenheit in die Kompetenz 
der präsidierenden Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts. 

2. Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Frage, ob der Beschwerde-
führerin zu Recht vom 1. November 2019 bis zum 28. November 2019 und vom 23. Dezember 
2019 bis zum 8. Januar 2020 die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen wurde. 

3.1 Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt nach Art. 8 Abs. 1 AVIG voraus, 
dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (Art. 10), einen anrechenbaren 
Arbeitsausfall erlitten hat (Art. 11), in der Schweiz wohnt (Art. 12), die obligatorische Schulzeit 
zurückgelegt und weder das Rentenalter der AHV erreicht hat noch eine Altersrente der AHV 
bezieht, die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Erfüllung der Beitragszeit befreit ist (Art. 13 und 
14), vermittlungsfähig ist (Art. 15) und die Kontrollvorschriften erfüllt (Art. 17). 
 
3.2 Die arbeitslose versicherte Person ist nach Art. 15 Abs. 1 AVIG vermittlungsfähig, wenn 
sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit auszuüben und an Eingliede-
rungsmassnahmen teilzunehmen. Die allgemeine Vermittlungsfähigkeit setzt sich somit aus drei 
Elementen zusammen. Davon sind die Arbeitsfähigkeit sowie die Arbeitsberechtigung objektiver 
und die Vermittlungsbereitschaft subjektiver Natur. Unter Arbeitsfähigkeit als "in der Lage sein" 
ist primär die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, aber auch die Verfügbarkeit in räumli-
cher sowie in zeitlicher Hinsicht zu verstehen. Wesentlich ist dabei die kurzfristige Verfügbar-
keit, denn die arbeitslose Person muss jederzeit erreichbar und täglich zum Antritt einer Be-
schäftigung oder arbeitsmarktlichen Massnahme in der Lage sein (THOMAS NUSSBAUMER, Ar-
beitslosenversicherung, in: Ulrich Meyer, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Band XIV, 
Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, Rz. 268). Die Vermittlungsbereitschaft schliesslich 
umfasst die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persönlichen Verhältnissen wäh-
rend der üblichen Arbeitszeit einzusetzen. Dazu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal 
erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der 
öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumutbare Arbeit anzu-
nehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen. Inhalt der Vermitt-
lungsbereitschaft ist sodann auch die Bereitschaft, an Eingliederungsmassnahmen teilzuneh-
men und die Weisungen der Durchführungsorgane zu befolgen. Massgebend ist das gesamte 
Verhalten der versicherten Person (zum Ganzen vgl. NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 259 ff.). Damit 
die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind, müssen die drei Elemente kumulativ erfüllt sein 
(NUSSBAUMER, a.a.O., Rz. 261). Als Anspruchsvoraussetzung schliesst der Begriff der Vermitt-
lungs(un)fähigkeit graduelle Abstufungen aus. Entweder ist die versicherte Person vermittlungs-
fähig, insbesondere bereit, eine zumutbare Arbeit anzunehmen, oder nicht (BGE 125 V 51 
E. 6a). 
 

 

 
 
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3.3 Zu Beginn der Arbeitslosigkeit gilt eine versicherte Person in der Regel als nicht vermitt-
lungsfähig, wenn sie auf einen bestimmten Zeitpunkt anderweitig disponiert hat und deshalb nur 
noch während relativ kurzer Zeit für eine neue Beschäftigung zur Verfügung steht. Zeitliche Ein-
schränkungen auf einen bestimmten Zeitpunkt ergeben sich z.B. bei Auslandsreise, Rückkehr 
von Ausländern in ihren Heimatstaat, Militärdienst, Ausbildung, Aufnahme und Ausübung einer 
selbstständigen Erwerbstätigkeit (BARBARA KUPFER BUCHER, Rechtsprechung des Bundesge-
richts zum AVIG, 5. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2019, S. 90 f.; BGE 126 V 520 E. 3a, Urteil des 
Bundesgerichts vom 13. September 2019, 8C_337/2019, E. 3.3; AVIG-Praxis ALE 2020, Ab-
schnitt B, Rz. B227). In einem solchen Fall sind nämlich die Aussichten, für die verbleibende 
Zeit von einem Arbeitgeber angestellt zu werden, verhältnismässig gering. Entscheidend ist, ob 
mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass ein Arbeitgeber die 
versicherte Person für die konkret zur Verfügung stehende Zeit noch einstellen würde (BGE 126 
V 520 E. 3a). Zu prüfen sind somit jeweils die konkreten Aussichten auf eine Anstellung auf 
dem für die stellensuchende Person in Betracht fallenden allgemeinen Arbeitsmarkt, unter Be-
rücksichtigung der herrschenden konjunkturellen Verhältnisse sowie aller übrigen Umstände 
(KUPFER BUCHER, a.a.O., S. 89 f.; Urteil des Bundesgerichts vom 26. März 2015, 8C_714/2014, 
E. 2.2 mit Hinweisen). Steht die versicherte Person im Zeitpunkt der Anmeldung bei der Arbeits-
losenversicherung dem Arbeitsmarkt für mindestens drei Monate zur Verfügung, gilt sie grund-
sätzlich als vermittlungsfähig. Steht sie dem Arbeitsmarkt weniger als einen Monat zur Verfü-
gung, gilt sie als nicht vermittlungsfähig. Liegt die Verfügbarkeit zwischen einem und drei Mona-
ten, kann die Vermittlungsfähigkeit dann bejaht werden, wenn aufgrund der Arbeitsmarktsituati-
on und der Flexibilität der versicherten Person (z.B. Bereitschaft für Tätigkeiten auch aus-
serhalb des erlernten Berufes und zur Annahme von Temporärstellen) eine gewisse Wahr-
scheinlichkeit besteht, von einem Arbeitgeber angestellt zu werden. 
 
4. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – 
das Gericht dürfen eine Tatsache sodann nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ih-
rem Bestehen überzeugt sind (MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, Bern 1984, 
S. 136). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht 
etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu 
fällen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen). Überwiegende Wahrscheinlichkeit bedeutet, 
dass jener Sachverhaltsdarstellung gefolgt wird, die von allen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste gewürdigt wird (BGE 115 V 133 E. 8b). Die blosse Möglichkeit eines be-
stimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht hat vielmehr jener 
Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die es von allen möglichen Geschehensabläufen als die 
wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E. 5b, 125 V 193 E. 2, 121 V 45 E. 2a). 
 
5.1  Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid damit, die Beschwerdeführerin 
habe während ihrer Auslandsaufenthalte dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung gestanden und 
sei somit vom 7. November 2019 bis zum 28. November 2019 sowie vom 23. Dezember 2019 
bis zum 8. Januar 2020 nicht vermittlungsfähig gewesen. Des Weiteren prüfte sie die Vermitt-
lungsfähigkeit der Beschwerdeführerin vom 1. November 2019 bis zur Abreise am 7. November 

 

 
 
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2019 und verneinte diese mit der Begründung, es erscheine unwahrscheinlich, dass ein Arbeit-
geber im Gastronomiebereich die Beschwerdeführerin lediglich für eine Woche eingestellt hätte. 
Dies umso mehr, als die Beschwerdeführerin nach der Rückkehr ihres ersten Auslandsaufent-
haltes bereits nach drei Wochen erneut eine Reise habe antreten wollen. Somit habe die Be-
schwerdeführerin dem Arbeitsmarkt für eine zu kurze Zeit zu Verfügung gestanden, als dass die 
Vermittlungsfähigkeit vom 1. November 2019 bis zur Abreise am 7. November 2019 bejaht wer-
den könne. Insgesamt sei die Beschwerdeführerin aufgrund des Auslandsaufenthaltes und der 
geringen Wahrscheinlichkeit des Erhalts einer Arbeitsstelle während des kurzen verbleibenden 
Zeitraums vor der Abreise bereits im Zeitpunkt der Anspruchserhebung per 1. November 2019 
bis zur Rückkehr am 28. November 2019 sowie während des zweiten Auslandsaufenthaltes 
vom 23. Dezember 2019 bis zum 8. Januar 2020 nicht vermittlungsfähig gewesen. 
 
5.2 Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde geltend, sie sei auch während 
ihrer ferienbedingten Auslandsaufenthalte vermittlungsfähig gewesen. So sei sie jederzeit er-
reichbar gewesen, habe mehr als die vom RAV geforderten acht Arbeitsbemühungen pro Monat 
erbracht und hätte bei einer Anstellung innerhalb von drei Tagen in der Schweiz sein können. In 
Bezug auf den zweiten Auslandsaufenthalt brachte sie vor, dass sie sich bis zu ihrer Abreise 
vor Weihnachten permanent auf Arbeitsstellen beworben habe. Da sie bis zum 
23. Dezember 2019 jedoch keine Stellenzusage erhalten habe, habe sie auch die zweite ge-
plante Reise angetreten. Man könne allgemein davon ausgehen, dass sich keine Stellenzusage 
für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ergebe, wenn eine Stellenzusage nicht bis zum 
23. Dezember 2019 erfolge. Seit dem 17. Februar 2020 habe sie zudem eine Arbeitsstelle an-
getreten, auf die sie sich – nebenbei bemerkt – während ihres ersten Auslandaufenthaltes be-
worben habe. 
 
6.1 Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin anlässlich des Beratungs-
gesprächs beim RAV am 16. Oktober 2019 angab, sich vom 7. November 2019 bis zum 
27. November 2019 und vom 23. Dezember 2019 bis zum 4. Januar 2020 ferienbedingt im Aus-
land aufzuhalten. Gemäss Verlaufsprotokoll des RAV sind am Beratungsgespräch vom 
1. November 2019 mögliche Varianten betreffend die lange Ferienabwesenheit besprochen 
worden. Nachdem die Beschwerdeführerin sich die beabsichtigten Ferienabwesenheiten noch 
einmal überdacht hatte, teilte sie dem RAV am 4. November 2019 mit, sie werde beide Reisen 
antreten. Gestützt auf die eingereichten Reiseunterlagen und Flugtickets steht unbestrittener-
massen fest, dass sich die Beschwerdeführerin vom 7. November 2019 bis zum 28. November 
2019 und vom 23. Dezember 2019 bis zum 8. Januar 2020 im Ausland aufgehalten hat. 
 
6.2 In Bezug auf die Vermittlungsfähigkeit in der Zeit vom 1. November 2019 bis zum 
6. November 2019 ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin während dieser Zeit lediglich 
während sechs Tagen für eine neue Beschäftigung zur Verfügung stand und die Vermittlungs-
fähigkeit in solchen Fällen nur ausnahmsweise bejaht werden kann (vgl. E. 3.3 hiervor). Es er-
scheint vorliegend unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin für die kurze Zeit von sechs 
Tagen eine Arbeitsstelle gefunden hätte. Dies umso mehr, als sie ab dem 7. November 2019 für 
knapp drei Wochen ferienbedingt abwesend war und sodann bereits am 23. Dezember 2019 
erneut einen ferienbedingten Auslandsaufenthalt geplant hatte. Diese Umstände lassen darauf 

 

 
 
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schliessen, dass die Beschwerdeführerin dem Arbeitsmarkt für eine zu kurze Zeit zur Verfügung 
stand, als dass mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit von einer Anstellung ausgegangen wer-
den kann. Mit der Beschwerdegegnerin ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdefüh-
rerin in der Zeit vom 1. November 2019 bis zum 6. November 2019 nicht vermittlungsfähig war. 
 
6.3 Soweit die Beschwerdeführerin behauptet, für die Dauer ihrer beiden Auslandsaufent-
halte vermittlungsfähig gewesen zu sein, kann ihr nicht gefolgt werden. Wesentliches Element 
der Vermittlungsfähigkeit ist die kurzfristige Verfügbarkeit. Mithin muss die arbeitslose Person 
jederzeit erreichbar und täglich zum Antritt einer Beschäftigung oder arbeitsmarktlichen Mass-
nahme in der Lage sein (vgl. E. 3.2 hiervor). Inwiefern die Beschwerdeführerin diese Voraus-
setzung von X.____ und den Y.____ aus zu erfüllen vermochte, ist vorliegend nicht ersichtlich. 
Vielmehr war die Beschwerdeführerin während der beiden Auslandsaufenthalte weder in räum-
licher noch in zeitlicher Hinsicht in der Lage, sich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen, 
geschweige denn eine Arbeitsstelle sofort anzunehmen. Im Übrigen geht aus den E-Mails vom 
10. November 2019 (Betreff: Nicht erreichbar) und vom 15. November 2019 (Betreff: Ihr Tele-
fongespräch) hervor, dass die Beschwerdeführerin eben gerade nicht – wie behauptet – jeder-
zeit erreichbar war, zumal sie den beiden an ihrer Bewerbung interessierten Arbeitgebern mit-
teilte, dass sie auslandsbedingt schwierig erreichbar sei; sie sich jedoch nach ihrer Rückkehr in 
18 resp. zehn Tagen wieder melden würde. Aus dem weiteren Einwand der Beschwerdeführe-
rin, wonach sie selbst vom Ausland aus mehr Arbeitsbemühungen als die acht vorgeschriebe-
nen erbracht und zudem ab 17. Februar 2020 eine Arbeitsstelle mit einem Arbeitsweg von über 
4,5 Stunden angenommen habe, kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Mit der Beschwer-
degegnerin ist somit festzustellen, dass die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 7. November 
2019 bis zum 28. November 2019 und vom 23. Dezember 2019 bis zum 8. Januar 2020 nicht 
vermittlungsfähig war. 
 
6.4 Wie oben (vgl. E. 3.3) ausgeführt, kann die Vermittlungsfähigkeit in denjenigen Fällen, 
in denen die Verfügbarkeit – wie vorliegend – zwischen einem und drei Monaten liegt, dann 
bejaht werden, wenn aufgrund der Arbeitsmarktsituation und der Flexibilität der versicherten 
Person eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, von einem Arbeitgeber angestellt zu werden. 
Der Beschwerdegegnerin ist darin beizupflichten, dass die Chancen für eine Anstellung bei ei-
ner rund 24-tägigen Verfügbarkeit in aller Regel eher gering sind, sofern sich die versicherte 
Person nicht rechtzeitig und intensiv um Arbeit bemüht. Entscheidend für die zu prüfende Ver-
mittlungsfähigkeit sind indes nicht in erster Linie die Arbeitsbemühungen als solche oder die 
Frage, ob die Beschwerdeführerin während der zu beurteilenden Zeit von rund 24 Tagen effek-
tiv Arbeit gefunden hat, sondern vielmehr ihre Aussichten, von einem Arbeitgeber für die zur 
Verfügung stehende Zeit angestellt zu werden. Dabei fällt zu Gunsten der Beschwerdeführerin 
ins Gewicht, dass sie nebst einer abgeschlossenen Ausbildung im Gastronomiebereich über 
mehrjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt und ihr deshalb auf dem Arbeitsmarkt ein rela-
tiv breiter Fächer diverser beruflicher Tätigkeiten in der Gastronomiebranche offensteht. Zu be-
achten ist zudem, dass im spezifischen Arbeitsmarkt "Gastronomie" – in welchem sich die Be-
schwerdeführerin hauptsächlich um Arbeit bemühte – infolge des grossen Personalbedarfs 
durchaus eine Nachfrage auch nach kurzfristigen Arbeitsverhältnissen besteht. Erhöht wird im 
vorliegenden Fall die Wahrscheinlichkeit, eine Anstellung zu finden, insbesondere durch die 

 

 
 
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Tatsache, dass die Zeit der Arbeitslosigkeit in die Wintermonate fällt. In dieser Zeit besteht in 
der Gastronomiebranche ein intakter Arbeitsmarkt, unter anderem auch aufgrund der vielen 
geschäftlichen Weihnachtsessen und vorweihnachtlichen Feierlichkeiten. Vorliegend zeichnete 
sich die Beschwerdeführerin durch eine grosse Flexibilität auch bezüglich Temporärstellen aus 
und vergrösserte dadurch ihre Chancen erheblich. Vor diesem Hintergrund kann mit einer ge-
wissen Wahrscheinlichkeit angenommen werden, dass ein Arbeitgeber die Beschwerdeführerin 
für die konkret zur Verfügung stehende Zeit vom 29. November 2019 bis zum 22. Dezember 
2019 angestellt hätte. 
 
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 
5. Mai 2020 nicht zu beanstanden ist. Die Vermittlungsfähigkeit der Beschwerdeführerin vom 
1. November 2019 bis zum 28. November 2019 und vom 23. Dezember 2019 bis zum 8. Januar 
2020 wurde zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen. 
 
8. Art. 61 lit. a ATSG bestimmt, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. 
  

 

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 

 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 
 
 
 
 
 
 
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