# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** bbe143f6-c4d5-5c77-9ad6-860ca5221751
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-07-16
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsbehörden Bau- und Verkehrsdirektion 16.07.2019 110 2018 133
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_BVD/BE_VB_001_110-2018-133_2019-07-16.pdf

## Full Text

ENTSCHEID
DER

BAU-, VERKEHRS- UND ENERGIEDIREKTION 

RA Nr. 110/2018/133 Bern, 16. Juli 2019

in der Beschwerdesache zwischen

Frau A.________
Beschwerdeführerin

vertreten durch Herrn Rechtsanwalt B.________

und

Herrn C.________
Beschwerdegegner 1

Frau D.________
Beschwerdegegnerin 2

alle vertreten durch Herrn Fürsprecher E.________

sowie

Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Lyss, Bau + Planung, Bahnhofstrasse 10, 
Postfach 368, 3250 Lyss

betreffend die Verfügung der Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Lyss vom 21. August 
2018 (Baugesuch Nr. 018/18; Errichten einer aussen aufgestellten Wärmepumpe)

RA Nr. 110/2018/133 2

I. Sachverhalt

1. Der Beschwerdegegner 1 und die Beschwerdegegnerin 2 (nachfolgend: 

Beschwerdegegnerschaft) reichten am 9. März 2018 bei der Gemeinde Lyss ein 

Baugesuch für die Installation einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in Split-Ausführung (mit 

Innen- und Aussengerät) auf der Parzelle Lyss Grundbuchblatt Nr. F.________ ein. Die 

Parzelle liegt im Perimeter der Überbauungsordnung (UeO) Nr. 22 Erli. Diese ist gemäss 

dem GBR1 der Lärmempfindlichkeitsstufe II (ES II) zugeordnet.2 Gegen das Vorhaben 

erhob die Beschwerdeführerin Einsprache. Mit Bauentscheid vom 21. August 2018 erteilte 

die Gemeinde Lyss für die Installation der Luft-Wasser-Wärmepumpe die Baubewilligung 

unter der Auflage, dass die Wärmepumpe während der akustischen Nachtzeit (19.00 bis 

7.00 Uhr) nur im Flüstermodus betrieben werden darf.

2. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 27. September 2018 

Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie 

beantragt die Aufhebung des Bauentscheids vom 21. August 2018 und die Erteilung des 

Bauabschlags. Sie erhebt einerseits formelle Rügen. Andererseits befürchtet sie, die 

geplante Wärmepumpe führe zu starken Lärmimmissionen.

3. Die Beschwerdegegnerschaft beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 

2018 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne. Weiter 

beantragt sie, es sei ihr Gelegenheit zur Prüfung einer Projektänderung einzuräumen, falls 

die BVE nach einer summarischen Prüfung wider Erwarten zur Auffassung gelange, die 

projektierte Wärmepumpe sei nicht bewilligungsfähig. Mit Stellungnahme vom 30. Oktober 

2018 schliesst die Gemeinde auf Abweisung der Beschwerde.

4. Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet3, holte beim Amt für 

Berner Wirtschaft beco (neu: Amt für Wirtschaft und Immissionsschutz AWI) einen Bericht 

1 Vgl. Baureglement vom 18. Juni 2012 der Gemeinde Lyss, genehmigt durch das Amt für Gemeinden und 
Raumordnung am 11. September 2013
2 Vgl. Art. 341 GBR
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und 
Energiedirektion (Organisationsverordnung BVE, OrV BVE; BSG 152.221.191)

RA Nr. 110/2018/133 3

zur Lärmsituation ein. Mit Instruktionsverfügung vom 21. Dezember 2018 teilte das 

Rechtsamt den Verfahrensbeteiligten mit, es ziehe gestützt auf das umweltrechtliche 

Vorsorgeprinzip in Erwägung, mit einer Auflage die Installation einer standardisierten 

Schalldämmhaube, die eine Schallreduktion von ca. 4 bis 5 dB(A) bewirke, anzuordnen. 

Mit gleicher Verfügung gewährte es der Beschwerdegegnerschaft die Möglichkeit, eine 

Projektänderung für einen Wärmepumpentyp einzureichen, dessen Schallleistungspegel 

mindestens 4 bis 5 dB(A) unter jenem des geplanten Luft-Wasser-Wärmepumpentyps liegt.

5. Nach zweimaliger Fristerstreckung teilte die Beschwerdegegnerschaft mit Eingabe 

vom 8. März 2019 mit, die geplante Anlage halte die massgeblichen Planungs- und 

Vorsorgewerte klar ein. Die Installation einer zusätzlichen Schallschutzmassnahme, 

namentlich eine Schalldämmhaube, erachte sie als unverhältnismässig. Auch führte sie 

aus, die Lieferfirma der Wärmepumpe biete keine standardisierten Schalldämmhauben, 

sondern nur noch deutlich teurere Lärmschutzkabinen an. Von der Möglichkeit, eine 

Projektänderung einzureichen, machte die Beschwerdegegnerschaft nicht Gebrauch. Auf 

Verlangen des Rechtsamts reichte die Beschwerdegegnerschaft mit Schreiben vom 

12. März 2019 den Produktebeschrieb der Schalldämmkabine ein. In den 

Schlussbemerkungen vom 9. April 2019 hält die Beschwerdeführerin im Wesentlichen an 

ihrem Rechtsstandpunkt fest. Sie vertritt zudem die Auffassung, falls die geplante 

Wärmepumpe wider Erwarten den Planungswert einhalte, müsse die Installation einer 

Schalldämmhaube angeordnet werden. Mit Eingabe vom 27. März 2019 teilte die 

Gemeinde mit, sie erachte die Anordnung, eine Schalldämmkabine zu installieren, als 

unverhältnismässig. Mit Schreiben vom 10. April 2019 verzichtete die 

Beschwerdegegnerschaft auf zusätzliche Bemerkungen. Sie verweist auf die bisherigen 

Ausführungen und hält ebenfalls an ihrem Rechtsstandpunkt fest. Mit Eingabe vom 

17. April 2019 äusserte sich die Beschwerdegegnerschaft zu den Schlussbemerkungen der 

Beschwerdeführerin vom 9. April 2019. Auf die Rechtsschriften und die vorliegenden Akten 

wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

RA Nr. 110/2018/133 4

II. Erwägungen

1. Zuständigkeit

Bauentscheide können nach Art. 40 BauG4 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit 

Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung 

der Beschwerde zuständig.

2. Beschwerdelegitimation, Form und Frist

a) Die Beschwerdegegnerschaft zweifelt, dass die Beschwerdeführerin ein 

hinreichendes Rechtsschutzinteresse an der Beschwerdeführung hat. Die 

Beschwerdeführerin sei aufgrund der grossen Distanz zwischen der geplanten 

Wärmepumpe und ihrer Liegenschaft weit weniger von allfälligen Lärmimmissionen 

betroffen als die Eigentümer der Nachbarparzellen Nr. G.________ und Nr. H.________.

b) Nach Art. 40 Abs. 2 BauG in Verbindung mit Art. 35 Abs. 2 BauG sind zur Einsprache 

und Beschwerde Personen befugt, die durch das Bauvorhaben unmittelbar in ihren 

eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind. Nach Lehre und Rechtsprechung ist 

eine Person in schutzwürdigen Interessen berührt, wenn sie durch ein Bauvorhaben in 

höherem Mass als die Allgemeinheit betroffen ist und zum Streitgegenstand eine 

besondere Beziehungsnähe hat.5 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts muss die 

besondere bzw. spezifische Beziehungsnähe zum Streitgegenstand bei Bauprojekten 

insbesondere in räumlicher Hinsicht gegeben sein.6 In einer besonders nahen Beziehung 

zur Streitsache stehen naturgemäss die Nachbarn des Baugrundstücks. Unter Nachbarn 

versteht die Verwaltungs- und Gerichtspraxis vorab die Eigentümerinnen und Eigentümer 

von Nachbargrundstücken. Der Kreis der betroffenen Nachbarschaft kann nicht allgemein 

festgelegt werden, sondern muss im Einzelfall nach den konkreten Verhältnissen bestimmt 

werden. Die Einsprache- oder Beschwerdebefugnis des Nachbarn ist in der Regel zu 

bejahen, wenn dessen Liegenschaft unmittelbar an das Baugrundstück angrenzt oder 

4 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
5 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 35-
35c N. 16
6 Vgl. BGer 1C_668/2017 vom 31.10.2018, E. 2.2 ff. mit Verweisen auf BGE 141 II 50 E. 2.1 sowie BGE 140 II 
214 E. 2.3

RA Nr. 110/2018/133 5

allenfalls nur durch einen Verkehrsträger davon getrennt wird. Es wird darauf verzichtet, 

auf bestimmte feste Werte abzustellen. Nach der bundesgerichtlichen Praxis sind 

Nachbarn aber bis im Abstand von etwa 100 m in der Regel zu 

Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Bauvorhaben legitimiert. Darüber hinaus reicht 

die Nachbarschaft so weit wie die allfälligen nachteiligen Auswirkungen des Bauvorhabens. 

So ergibt sich die Legitimation nicht schon allein aus der räumlichen Nähe, sondern erst 

aus einer daraus herrührenden besonderen Betroffenheit. Ein schutzwürdiges Interesse 

liegt vor, wenn die tatsächliche oder rechtliche Situation des Nachbarn durch den Ausgang 

des Verfahrens beeinflusst werden kann.7 Bei Immissionen ist nicht erforderlich, dass die 

Immissionsgrenzwerte übertroffen werden; es genügt, dass sie objektiv als Nachteil 

empfunden werden.8

c) Die Beschwerdeführerin, deren Einsprache die Gemeinde abwies, ist 

Alleineigentümerin der Nachbarparzelle Nr. I.________. Die Parzelle der 

Beschwerdeführerin grenzt westseitig auf einer Länge von rund 20 m unmittelbar an das 

Grundstück der Beschwerdegegnerschaft. Die Distanz zwischen dem Wohngebäude der 

Beschwerdeführerin (J.________weg 12) und dem Aussengerät der geplanten 

Wärmepumpe beträgt nach den Akten 23 m.9 Die besondere Betroffenheit bzw. 

Legitimation besteht somit bereits aufgrund der räumlichen Nähe. Hinzu kommt, dass in 

der Distanz von 23 m der Beurteilungspegel (Lr) ohne Berücksichtigung der Auflage, 

wonach die Wärmepumpe während der Nacht im Flüstermodus betrieben werden muss, 

nur 1.2 dB(A) unter dem massgebenden Planungswert von 45 dB(A) in der Nacht liegt. Bei 

diesen Gegebenheiten ist die Beschwerdeführerin durch die Lärmimmissionen der 

geplanten Luft-Wasser-Wärmepumpe zweifelsfrei stärker betroffen als beliebige Dritte im 

Wohnquartier. Sie kann die Installation der geplanten Wärmepumpe objektiv noch als 

Nachteil empfinden. Dass sich die anderen Nachbarn, deren Liegenschaften näher bei der 

geplanten Anlage liegen, gegen die geplante Wärmepumpe nicht mit Einsprache zur Wehr 

setzten, ändert an der Beschwerdebefugnis der Beschwerdeführerin nichts. Auf die im 

Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist daher einzutreten.

7 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 65 N. 4, mit weiteren Hinweisen
8 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 33-35c N. 17; BVR 2011 S. 498 E. 4.4; BVR 2006 S. 261 E. 2.2 mit 
Hinweisen
9 Vgl. Beilage 4 zum Bericht des beco vom 22. November 2018 in den Beschwerdeakten des Rechtsamts der 
BVE

RA Nr. 110/2018/133 6

3. Streitgegenstand

a) Die Beschwerdegegnerschaft vertritt die Auffassung, die Beschwerdeführerin habe 

eine weitergehende Beschränkung der Emissionen gestützt auf das Vorsorgeprinzip nicht 

gerügt. Aufgrund der Rügen und der Begründung in der Beschwerde bilde im 

Beschwerdeverfahren einzig die Einhaltung der Planungswerte Streitgegenstand. Eine 

über diesen Streitgegenstand hinausgehende Überprüfung des vorinstanzlichen 

Entscheids sei nur unter den einschränkenden Voraussetzungen von Art. 40 Abs. 3 BauG 

möglich. Diese Voraussetzungen seien hier nicht gegeben, weshalb eine zusätzliche 

Auflage gestützt auf das Vorsorgeprinzip rechtswidrig wäre.

b) Anfechtungsobjekt ist der Bauentscheid der Gemeinde Lyss vom 21. August 2018. 

Der Streitgegenstand braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann aber 

auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien 

den Streitgegenstand. Sowohl für das Einleiten eines Beschwerdeverfahrens als auch für 

dessen Umfang und eine allfällige vorzeitige Beendigung gilt somit die Verfügungs- oder 

Dispositionsmaxime sowie das Rügeprinzip. Die Parteien können den Streitgegenstand im 

Verlauf des Verfahrens nicht erweitern, sondern nur einschränken.10

c) Bei der Lärmbeurteilung sind die Einhaltung des Vorsorgeprinzips und der 

Planungswerte gleichwertig.11 So ist nach Art. 11 Abs. 2 USG12 unabhängig von der 

bestehenden Lärmbelastung und davon, ob die Planungswerte eingehalten werden 

können, dem Vorsorgeprinzip Rechnung zu tragen. Zunächst rügt die Beschwerdeführerin 

pauschal, die fragliche Wärmepumpe führe zu starken Lärmimmissionen. Die Rüge 

umfasst somit nebst der Einhaltung der Planungswerte implizit auch die Einhaltung des 

Vorsorgeprinzips. Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin auch die Lärmbeurteilung 

des AWI im Fachbericht vom 23. Mai 2018 kritisierte.13 Darin führte das AWI aus, dem 

Vorsorgeprinzip werde genügend Rechnung getragen, wenn die von ihm festgelegten, 

10 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8
11 Alain Griffel / Heribert Rausch, Kommentar zum Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Auflage, 
Zürich 2011, N. 11 zu Art. 11 USG; Vgl. Ziff. 1.3 der Vollzugshilfe 6.21 Lärmtechnische Beurteilung von 
Luft/Wasser-Wärmepumpen vom 20. September 2018 abrufbar unter http://www.cerclebruit.ch/, Rubrik / 
Vollzugsordner/ 6 Industrie- und Gewerbelärm / 6.21 Wärmepumpen / Luft/Waser-Wärmepumpen
12 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01)
13 Vgl. pag. 32 der Vorakten der Gemeinde Lyss

http://www.cerclebruit.ch/

RA Nr. 110/2018/133 7

unterhalb der Planungswerte liegenden sog. Vorsorgewerte eingehalten seien. Mit der 

Kritik am Fachbericht stellt die Beschwerdeführerin auch die Einhaltung des 

Vorsorgeprinzips infrage. Weiter rügte die Beschwerdeführerin die Verletzung der Ziffer 2.2 

der alten Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit.14 Zwar ging es in dieser Ziffer hauptsächlich 

darum, wie der Beurteilungspegel Lr zu berechnen ist. Daneben wurde aber auch die 

Einhaltung des Vorsorgeprinzips thematisiert. Entgegen der Meinung der 

Beschwerdegegnerschaft hat die Beschwerdeführerin damit das Vorsorgeprinzip – wenn 

auch am Rand – in der Beschwerde thematisiert. Die Prüfung bzw. Anordnung einer 

allfälligen Auflage gestützt auf das Vorsorgeprinzip sprengt hier den Rahmen des 

Streitgegenstands somit nicht (vgl. Erwägung 8).

d) Selbst wenn das Vorsorgeprinzip in der Beschwerde nicht thematisiert worden wäre, 

könnte die BVE die Einhaltung des Vorsorgeprinzips gestützt auf Art. 40 Abs. 3 BauG 

prüfen. Das Vorsorgeprinzip stellt eine grundlegende umweltrechtliche Maxime dar.15 Es ist 

in Art. 74 Abs. 2 Satz 1 BV16 auf Verfassungsstufe verankert und wird im 

Umweltschutzgesetz (USG) und in der Lärmschutz-Verordnung (LSV17) konkretisiert. Die 

Nichtbeachtung des Vorsorgeprinzips würde hier einen wesentlichen Mangel im Sinne von 

Art. 40 Abs. 3 BauG darstellen.18 Dies deckt sich mit dem Urteil des Verwaltungsgerichts 

vom 6. April 2017.19 Eine unzulässige Ausdehnung des Streitgegenstands läge entgegen 

der Auffassung der Beschwerdegegnerschaft nicht vor.

4. Mangelhafte Unterlagen

a) Die Beschwerdeführerin moniert, aus den Baugesuchsunterlagen gehe nirgends 

hervor, was für ein Wärmepumpentyp genau installiert werde. Eine Lärmberechnung sei 

nicht möglich. Weiter sei für den Lärmschutznachweis nicht das neuste Formular des 

Cercle Bruit verwendet worden. Zudem bringt die Beschwerdeführerin vor, die 

14 Vgl. Beilage 5 zur Beschwerde vom 27. September 2018
15 Giovanni Biaggini, BV Kommentar Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, 2. Auflage, 
S. 710 N. 9 ff.; Alain Griffel / Heribert Rausch, a.a.O., N. 3 und N. 4 zu Art. 11 USG
16 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101)
17 Vgl. Art. 7 Abs. 1 Bst. a der Lärmschutz-Verordnung des Bundesrats vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 
814.41)
18 Vgl. zum Ganzen auch Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 40-41 N. 11
19 Vgl. VGE 2016/82 vom 6. April 2017 E. 3.4 und 3.5

RA Nr. 110/2018/133 8

Beschwerdegegnerschaft sei von zu tiefen Schallpegelwerten ausgegangen. Auch könne 

nicht auf den Schallleistungspegel abgestellt werden, der von der Herstellerin der 

Wärmepumpe angegeben worden sei. Die Beschwerdeführerin verlangt, der 

Schallleistungspegel der geplanten Wärmepumpe sei durch das Wärmepumpen-

Testzentrum WPZ zu prüfen und es sei dazu ein Gutachten zu erstellen.

b) Die Kritik der Beschwerdeführerin bezieht sich auf den Lärmschutznachweis vom 

22. Februar 2018, den die Beschwerdegegnerschaft mit dem Baugesuch vom 28. Februar 

2018 einreichte.20 Dem Formular ist zu entnehmen, dass der Wärmepumpentyp 

"Panasonic Aquarea T-CAP 910kW Serie H" installiert werden soll. Das 

Wärmepumpenmodell ist somit entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin 

bekannt. Eine Lärmbeurteilung war daher möglich.21

c) Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdegegnerschaft zur Berechnung der Pegel 

ursprünglich das frühere Excel-Formular vom 18. Dezember 2012 verwendete. Dieser 

Mangel wurde im vorinstanzlichen Verfahren jedoch behoben. Aus den Akten geht hervor, 

dass die Gemeinde am 11. Juli 2018 eine Einspracheverhandlung im Beisein der Parteien 

sowie einer Vertretung des AWI durchführte. Aus dem Protokoll der 

Einspracheverhandlung folgt, dass die Vertreterin des AWI dem Vertreter der 

Beschwerdeführerin einen Lärmschutznachweis für die geplante Wärmepumpe 

aushändigte.22 Dieser basiert auf dem neuen Online-Formular bzw. dem Online-

Schallrechner23, wie den Akten entnommen werden kann.24 Der Schallrechner wurde von 

der Fachvereinigung Wärmepumpen Schweiz (FWS) zusammen mit dem Cercle Bruit 

entwickelt.25 Die Beschwerdeführerin vermag somit aus dem Einwand, für die 

lärmtechnische Beurteilung sei ein veraltetes Formular verwendet worden, nichts zu ihren 

Gunsten abzuleiten. Die Kritik der Beschwerdeführerin ist unbegründet.

20 Vgl. pag. 60 der Vorakten der Gemeinde Lyss
21 Vgl. pag. 54 und 60 der Vorakten der Gemeinde Lyss
22 Vgl. pag. 35 der Vorakten der Gemeinde Lyss
23 Vgl. https://www.fws.ch/unsere-dienstleistungen/laermschutznachweis/
24 Vgl. Beilage 4 zur Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2018 in den Beschwerdeakten des Rechtsamts der 
BVE
25 Vgl. Ziff. 2.2 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018) abrufbar unter 
http://www.cerclebruit.ch/, Rubrik / Vollzugsordner/ 6 Industrie- und Gewerbelärm / 6.21 Wärmepumpen / 
Luft/Waser-Wärmepumpen

https://www.fws.ch/unsere-dienstleistungen/laermschutznachweis/
http://www.cerclebruit.ch/

RA Nr. 110/2018/133 9

d) Wie ausgeführt, nahm das AWI im vorinstanzlichen Verfahren eine lärmtechnische 

Beurteilung vor. Dazu verwendete es den Lärmschutznachweis bzw. Schallrechner der 

FWS und des Cercle Bruit. Diese Vorgehensweise ist nicht zu beanstanden: Sie entspricht 

der revidierten Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit und gewährleistet schweizweit einen 

einheitlichen Vollzug. Gemäss der Online-Datenbank beträgt der Schallleistungspegel der 

geplanten Wärmepumpe im Flüstermodus bzw. im schallreduzierten Nachtbetrieb 

62 dB(A). Die Richtigkeit dieses Werts ist damit gewährleistet und wird von der 

Beschwerdeführerin zu Recht nicht mehr infrage gestellt. Darauf kann für die Berechnung 

des Beurteilungspegels Lr abgestellt werden (vgl. Erwägung 7). Die von der 

Beschwerdeführerin beantragte Prüfung des Schallleistungspegels der Wärmepumpe 

durch das Wärmepumpen-Testzentrum WPZ stünde in Widerspruch zur revidierten 

Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit. Der diesbezügliche Antrag wird abgewiesen.

5. Rechtliches Gehör

a) Die Beschwerdeführerin rügt, der Fachbericht Immissionsschutz vom 23. Mai 2018 

des AWI sei ungenügend begründet und zur Verbesserung an das AWI zurückzuweisen. 

Dieser enthalte weder Berechnungen noch gehe aus diesem hervor, auf welche Werte sich 

das AWI stütze. Indem sich die Gemeinde im Bauentscheid auf den Fachbericht des AWI 

abgestützt habe, sei auch der Bauentscheid ungenügend begründet. Dadurch habe die 

Gemeinde ihren Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt.

b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass die Behörde die Vorbringen der 

Betroffenen sorgfältig prüft und beim Entscheid berücksichtigt. Daraus ergibt sich die 

Pflicht der Behörde, ihre Verfügung zu begründen (Art. 52 Abs. 1 Bst. b VRPG26). Die 

Begründung muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht 

anfechten können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von 

denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde 

muss jedoch nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit 

den wesentlichen Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.27

26 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
27 Vgl. BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 52 N. 5

RA Nr. 110/2018/133 10

c) Zwar enthält der Fachbericht des AWI vom 23. Mai 2018 keine Lärmberechnung, wie 

die Beschwerdeführerin zutreffend ausführt. Im vorliegenden Fall schadet dies aber nicht: 

Der Fachbericht des AWI vom 23. Mai 2018 ist zusammen mit dem separaten 

Lärmschutznachweis des AWI zu lesen. Diesen Nachweis hat die Beschwerdeführerin, wie 

bereits erwähnt, an der Einspracheverhandlung zur Kenntnis erhalten (vgl. Erwägung 4c). 

Er enthält für den nächstliegenden Immissionsort (J.________weg 15) eine exakte 

Immissionsberechnung. Als Ausgangsgrösse für die Immissionsberechnung stützte sich 

das AWI auf die Schalldaten des FWS und des Cercle Bruit. Der Einwand der 

Beschwerdeführerin, der Fachbericht des AWI vom 23. Mai 2018 enthalte keine 

Berechnungen und es gehe aus diesem nicht hervor, auf welche Werte sich das AWI 

stützte, verfängt nicht. Vielmehr war eine sachgerechte Überprüfung und Anfechtung des 

vorinstanzlichen Bauentscheids ohne Weiteres möglich. Der angefochtene Bauentscheid 

vom 21. August 2018 entspricht – entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin – der 

gesetzlichen Begründungspflicht und ist nicht zu beanstanden. Die Rüge der 

Gehörsverletzung ist unbegründet. Eine Rückweisung der Sache ist nicht nötig.

6. Pegelkorrekturfaktoren

a) Die Beschwerdeführerin bemängelt weiter, das AWI habe im Fachbericht vom 

23. Mai 2018 bei der Lärmbeurteilung die Korrekturfaktoren K1 bis K3 nicht berücksichtigt. 

Dies verstosse gegen geltendes Recht, namentlich gegen die Regelung von Art. 32 Abs. 1 

LSV und die Ziffer 2.2. der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit.

b) Die BVE holte im Beschwerdeverfahren unter anderem zur Frage der 

Pegelkorrekturen einen Bericht beim AWI ein. Im Bericht vom 22. November 2018 hielt das 

AWI einleitend fest, es benutze seit Anfang 2018 aufgrund der Empfehlungen des Cercle 

Bruit den Schallrechner der FWS. Für die Berechnung der Lärmimmissionen nehme es den 

maximalen Schallleistungspegel für den Nachtbetrieb als massgebenden Schallpegel. 

Bezüglich der Pegelkorrekturen führte es unter anderem Folgendes aus:
"Die Pegelkorrektur K1 ist vorgegeben durch die LSV. Die Pegelkorrekturen K2 (Tonhaltigkeit) und 

K3 (Impulshaltigkeit) beziehen sich auf den Charakter der Lärmquelle. Die Grössen K2 und K3 

wurden durch den CB zusammen mit dem FWS definiert und werden als fixer Wert im 

Lärmschutznachweis einberechnet. Dies entspricht der Vollzugshilfe des Cercle Bruit 

http://www.cerclebruit.ch/?inc=enforcement&e=6/621.html. Wir stützen uns bei der Beurteilung und 

http://www.cerclebruit.ch/?inc=enforcement&e=6/621.html

RA Nr. 110/2018/133 11

Berechnung von Lärmimmissionen bei Wärmepumpen auf diese Vollzugshilfe 6.21, dies schliesst 

die Grössen der Pegelkorrekturen K1, K2 und K3 ein."

c) Die Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit gibt die Werte für die Pegelkorrekturen vor.28 

Damit soll schweizweit ein harmonisierter und bundesrechtskonformer Vollzug 

gewährleistet werden. Aus der Stellungnahme vom 22. November 2018 folgt, dass sich das 

AWI bei der Beurteilung der Lärmimmissionen auf die Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit 

stützt und die Pegelkorrekturen K1, K2 und K3 gemäss der Empfehlung des Cercle Bruit 

berücksichtigt. Das geht auch aus der Immissionsberechnung des AWI vom 23. Mai 2018 

hervor, die dem Vertreter der Beschwerdeführerin am 11. Juli 2018 anlässlich der 

Einigungshandlung abgegeben wurde. Der Vorwurf der Beschwerdeführerin, das AWI habe 

bei der Lärmbeurteilung die Pegelkorrekturen nicht berücksichtigt, geht somit fehl. Dass 

das AWI im Rahmen seiner lärmtechnischen Beurteilung im Beschwerdeverfahren eine 

Pegelkorrektur K1 von 10 dB, eine Pegelkorrektur K2 von 2 dB und eine Pegelkorrektur K3 

von 0 dB einrechnete, kritisiert die Beschwerdeführerin zu Recht nicht mehr. Anzumerken 

ist an dieser Stelle, dass die Beschwerdeführerin in der Beschwerde die "Vorsorgewerte 

des beco" mit den Planungswerten gemäss Anhang 6 Ziff. 2 LSV vermischt. Vergleichbar 

sind vorliegend der Schalldruckpegel LpA am Empfangsort (hörbarer Schallpegel) mit den 

"Vorsorgewerten beco" und der Beurteilungspegel Lr mit den Planungswerten gemäss der 

LSV. Der Fachbericht Immissionsschutz vom 23. Mai 2018 ist unter diesen Umständen 

nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist in diesem Punkt unbegründet.

7. Berechnung der Lärmimmissionen

a) Im Beschwerdeverfahren nahm das AWI erneut eine Immissionsberechnung mit dem 

Schallrechner vor. Den Berechnungen legte das AWI einen Situationsplan bei. In diesem 

sind die Lage der geplanten Wärmepumpe sowie drei Immissionsorte ersichtlich. Im 

Bericht vom 22. November 2018 kam das AWI zum Schluss, dass bei allen 

Immissionsorten (J.________weg 12, J.________weg 15 und unbebaute Parzelle Nr. 

G.________) der "Vorsorgewert beco" von 33 dB(A) in der Nacht und der Planungswert 

gemäss LSV von 45 dB(A) nachts unterschritten sind. 

28 Vgl. Ziffer 2.2 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018)

RA Nr. 110/2018/133 12

b) In der Stellungnahme vom 24. Januar 2019 sowie in den Schlussbemerkungen vom 

9. April 2019 kritisiert die Beschwerdeführerin die Berechnung des AWI am Immissionsort 

J.________weg 15. Sie bringt vor, das AWI sei fälschlicherweise von einer Distanz von 

13 m statt von 12.30 m zum Empfangsort ausgegangen. Sie vertritt die Ansicht, es sei nicht 

von der Mitte des Aussengeräts, sondern von dessen Aussenseite aus zu messen. Zudem 

habe das AWI ohne nähere Begründung bei der Immissionsberechnung als 

Lärmschutzmassnahme eine Reduktion von 3 dB(A) berücksichtigt, weil kein Direktschall 

zum Immissionsort J.________weg 15 bestehe. Dies sei falsch, da der Schall der 

Wärmepumpe nicht nur frontal, sondern auch seitlich ausgestossen werde. Es bestehe 

daher sehr wohl ein Direktschall. Zudem sehe weder die Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit 

noch das Merkblatt des beco eine Reduktion von 3 dB vor, wenn kein Direktschall zum 

Immissionsort gelange. Vorliegend dürfe höchstens von einer Reduktion von 1 dB 

ausgegangen werden. Bei korrekter Berechnung, d.h. bei einer Distanz zum Empfangsort 

von 12.30 m und ohne den Abzug von 3 dB, sei der Planungswert von 45 dB(A) in der 

Nacht nicht eingehalten. Zudem dürfe auf die Berechnung des AWI nicht abgestellt 

werden, weil der Rechtsanwalt der Beschwerdegegnerschaft direkt mit dem AWI 

kommuniziert habe. Die Beschwerdegegnerschaft habe dadurch unberechtigterweise 

Einfluss auf das AWI genommen.

c) Die Beschwerdegegnerschaft bemerkt, bei der Abteilung Immissionsschutz des AWI 

handle es sich um eine leistungsfähige Fachbehörde mit grosser Erfahrung in der 

Beurteilung von Lärmimmissionen und deren Auswirkungen auf die Umwelt. Vorliegend 

bestünden keine Gründe, von der schlüssigen Stellungnahme des AWI vom 22. November 

2018 abzuweichen. Unter Berücksichtigung der fehlenden Sicht- und Schallverbindung und 

der rechtwinkligen Abluft wäre eine Korrektur um mindestens -6 dB gerechtfertigt.

d) Nicht gefolgt werden kann der Argumentation der Beschwerdeführerin, soweit sie 

ausführt, auf die Berechnung des AWI vom 21. November 2018 könne nicht abgestellt 

werden, weil die Beschwerdegegnerschaft mit einer E-Mailanfrage Einfluss auf das AWI 

ausgeübt habe. Vorliegend schickte das AWI dem Rechtsanwalt der 

Beschwerdegegnerschaft auf dessen Mailanfrage hin die Lärmberechnung, die es der 

Beschwerdeführerin an der Einspracheverhandlung vom 11. Juli 2018 abgab. Inwieweit die 

Beschwerdegegnerschaft damit unberechtigterweise Einfluss auf das AWI ausübte, ist 

nicht nachvollziehbar und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht dargelegt. Die 

Kontaktaufnahme zwischen dem AWI und der Beschwerdegegnerschaft kann auch nicht 

RA Nr. 110/2018/133 13

unter dem Verbot des Berichtens nach Art. 48 Abs. 2 VRPG eingeordnet werden. Die 

Mailkorrespondenz zeigt, dass zwischen der Beschwerdegegnerschaft und dem AWI keine 

Verfahrensaspekte diskutiert wurden.29 Der Anwalt der Beschwerdegegnerschaft bat die 

Mitarbeiterin das AWI lediglich darum, jene Immissionsberechnung zu schicken, die die 

Beschwerdeführerin seit der Einspracheverhandlung kannte. Ebenso vermöchte die 

Kontaktaufnahme keine Befangenheit der Mitarbeiterin des AWI zu begründen: Umstände, 

die bei objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der 

Voreingenommenheit begründen könnten, sind hier nicht ersichtlich. Dies macht die 

Beschwerdeführerin zu Recht auch nicht geltend.

e) Das AWI nahm unter anderem für den nächstliegenden Immissionsort 

(J.________weg 15) eine Immissionsberechnung vor.30 Aus dem Lärmschutznachweis 

vom 21. November 2018 geht hervor, dass das AWI bei der Berechnung einen Abzug von -

3 dB einrechnete, weil der Immissionsort nicht dem Direktschall ausgesetzt ist. Dieser 

Abzug ist plausibel: Der Situationsplan zeigt, dass das Gebäude J.________weg 15 sowie 

das Gebäude J.________weg 13, vor dem das Aussengerät der Wärmepumpe installiert 

werden soll, nordseitig auf der gleichen Höhe liegen.31 Die Lage des Gebäudes 

J.________weg 13 sowie die Platzierung der Wärmepumpe auf der Nordseite verhindern, 

dass sich der Schall direkt auf die Nord- oder Ostfassade des Gebäudes J.________weg 

15 ausbreiten kann. Das Argument der Beschwerdeführerin, das Aussengerät stosse auch 

seitlich Lärm aus, ändert daran nichts. Denn auch in diesem Fall verhindern das Gebäude 

J.________weg 13 und die Platzierung des Aussengeräts, dass der Schall direkt auf die 

Nord- und Ostfassade des Gebäudes J.________weg 15 auftrifft. Auch mit dem Einwand, 

weder die Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit noch das Merkblatt das AWI würden in 

solchen Konstellation einen Abzug von 3 dB vorsehen, vermag die Beschwerdeführerin 

nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Das Berechnungstool des Cercle Bruit ist auf 

standardisierte und einfache Umgebungssituationen zugeschnitten.32 Abweichungen davon 

sind im konkreten Einzelfall möglich, zumal auch die Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit 

29 Vgl. Beilage 4 zur Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2018 in den Beschwerdeakten des Rechtsamts der 
BVE
30 Vgl. Beilage 1 zum Bericht des AWI vom 22. November 2018 in den Beschwerdeakten des Rechtsamts der 
BVE, Lärmschutznachweis J.________ 15, Parzelle Nr. 3550
31 Vgl. Beilage 4 zum Bericht des AWI vom 22. November 2018 in den Beschwerdeakten des Rechtsamts der 
BVE, Situationsplan mit Standorten der Wärmepumpe und der Immissionsorte
32 Vgl. Ziffer 3 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018)

RA Nr. 110/2018/133 14

andere Lösungen explizit als zulässig erachtet, sofern diese rechtskonform sind.33 Dem 

AWI, das kantonale Fachbehörde in Lärmfragen ist, verbleibt im Rahmen der 

Einzelfallbeurteilung aufgrund seiner besonderen Fach- und Sachkenntnisse in jedem Fall 

ein gewisser Beurteilungsspielraum. Es ist offenkundig, dass nicht die gleichen 

Immissionen resultieren, wie wenn eine direkte Schallverbindung zwischen der 

Schallquelle und dem Immissionspunkt besteht. So erlaubt beispielsweise der 

Schallrechner des deutschen Bundesverbands Wärmepumpen (bwp) bei fehlendem 

Sichtkontakt zwischen der Lärmquelle und dem Immissionsort einen Abzug von 5 dB.34 

Dass das AWI in der vorliegenden Situation gestützt auf seine Erfahrungen einen Abzug 

von 3 dB bei der Immissionsberechnung berücksichtigte, ist sachlich vertretbar und nicht 

zu beanstanden. Es besteht keine Veranlassung, diese Immissionsberechnung der 

Fachbehörde in Zweifel zu ziehen. Es ist daher auf die Berechnungen des AWI und nicht 

auf jene der Beschwerdeführerin abzustellen. Dementsprechend ist der Planungswert von 

45 dB(A) nachts in einer Distanz von 13 m zum Immissionsort J.________weg 15 

eingehalten. Dies ist auch der Fall, wenn mit einer Distanz zum Empfangsort von 12.30 m 

gerechnet würde. Die Frage, ob von der Aussenseite oder der Mitte des Aussengeräts zu 

messen ist, kann daher offen bleiben. Die Beschwerdeführerin stösst mit ihrer 

Argumentation, das AWI habe bei der Immissionsberechnung im Lärmschutznachweis 

fälschlicherweise einen Abzug von 3 dB als Lärmschutzmassnahme eingerechnet und sei 

fälschlicherweise von einer Distanz von 13 m statt von 12.30 m ausgegangen, ins Leere. 

Nach dem Gesagten hält die Anlage die für die ES Il massgeblichen Planungswerte von 55 

dB(A) am Tag und 45 dB(A) in der Nacht (Anhang 6 Ziff. 1 Abs. 1 Bst. e i.V.m. Ziff. 2 LSV) 

ein. Auch in diesem Punkt ist die Beschwerde unbegründet.

f) Dazu kommt, dass mit Blick auf die Erwägung 9 ohnehin sichergestellt ist, dass in der 

Nacht der Planungswert von 45 dB(A) klar eingehalten ist.

8. Vorsorgeprinzip

a) Wie in Erwägung 3 ausgeführt, sprengt hier die Prüfung, ob dem Vorsorgeprinzip 

genügend Rechnung getragen worden ist, den Streitgegenstand des 

Beschwerdeverfahrens nicht. Umstritten ist, ob im Rahmen des Vorsorgeprinzips weitere 

33 Vgl. Ziff. 1.5 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018)
34 Vgl. https://www.waermepumpe.de/schallrechner/

https://www.waermepumpe.de/schallrechner/

RA Nr. 110/2018/133 15

lärmmindernde Massnahmen ergriffen werden müssen. Das AWI führte im Bericht vom 

22. November 2018 aus, die Grenzwerte (Planungswert und Vorsorgewert beco) würden 

unterschritten. Zusätzliche technische oder bauliche Lärmminderungsmassnahmen seien 

nicht nötig. Die erwarteten (gerechneten) Schalldruckpegel an den Immissionsorten 

würden im Bereich des Umgebungslärms liegen. Der Umgebungslärm nachts in einer 

ruhigen Wohnzone liege gemäss eigenen Schallmessungen zwischen 28 bis 35 dB(A). Die 

fragliche Wärmepumpe entspreche somit dem Umgebungslärm und sei kaum hörbar.

b) Die Beschwerdegegnerschaft bemerkt, das AWI habe die Frage, ob 

zusätzliche Massnahmen nötig seien, in Kenntnis der gesamten Umstände ausdrücklich 

verneint. Zudem mangle es bereits an der Möglichkeit einer wesentlichen Reduktion der 

Emissionen.

c) Auch wenn die Planungswerte eingehalten sind, ist nach ständiger Rechtsprechung 

im Einzelfall zu prüfen, ob im Rahmen des Vorsorgeprinzips zusätzliche 

Emissionsbegrenzungen erforderlich sind.35 Danach sind die Lärmemissionen so weit zu 

begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 

11 Abs. 2 USG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV). Als verhältnismässig gelten 

weitergehende Emissionsbeschränkungen, wenn mit relativ geringem Aufwand eine 

wesentliche Reduktion der Emissionen erreicht werden kann. Das gilt auch dann, wenn es 

sich um geringfügige Emissionen handelt.36

d) Nach der bisherigen Praxis des AWI war dem Vorsorgeprinzip bei der Installation 

einer Wärmepumpe genügend Rechnung getragen, wenn die von ihm festgelegten, 

unterhalb der Planungswerte liegenden sog. "Vorsorgewerte" eingehalten sind. Diese 

betragen wie ausgeführt für die ES II 43 dB(A) am Tag und 33 dB(A) in der Nacht, wobei 

der massgebliche Pegel – anders als bei den Planungswerten – dem A-bewerten 

Mittelungspegel am Immissionsort LpA entspricht, da keine Pegelkorrekturen zu 

berücksichtigen sind und ein Dauerbetrieb anzunehmen ist.37 Nach der Rechtsprechung 

des Verwaltungsgerichts genügt das Einhalten der "Vorsorgewerte des beco" für sich allein 

jedoch nicht, um dem Vorsorgeprinzip Nachachtung zu verschaffen. Denn dieses verlangt, 

35 Vgl. BGE 141 II 476 E. 3.2, 124 II 517 E. 4b; BGer 1C_204/2015 vom 18.1.2016 E. 3.7, 1C_393/2014 vom 
3.3.2016 E. 6.2, je mit Hinweisen
36 Vgl. BGE 140 II 33 E. 4.1 betreffend Lichtemissionen, 133 II 169 E. 3.2 betreffend Geruchsemissionen; 
Griffel/Rausch, Kommentar USG, Ergänzungsband, Art. 11 N. 14 mit weiteren Hinweisen
37 Vgl. pag. 32 der Vorkten der Gemeinde Lyss, Fachbericht des AWI vom 23. Mai 2018 S. 2

RA Nr. 110/2018/133 16

dass in jedem Einzelfall geprüft wird, ob mit weiteren Vorkehren (z.B. der Wahl eines 

Alternativstandorts oder technischen Schallschutzmassnahmen) bei zumutbarem Aufwand 

eine wesentliche Lärmreduktion erzielt werden kann.38 Es soll dabei diejenige 

Lärmschutzmassnahme gewählt werden, die im Rahmen des Vorsorge- und 

Verhältnismässigkeitsprinzips den besten Lärmschutz gewährleistet. Dabei können 

verschiedene Massnahmen kumuliert werden.39

e) Nach der Immissionsberechnung des AWI beträgt der Schalldruckpegel LpA der 

Anlage im schallreduzierten Nachtbetrieb beim nächstliegenden Immissionsort 

(J.________weg 15) 31.7 dB(A) und der Beurteilungspegel Lr 43.7 dB(A). Der 

Vorsorgewert beco von 33 dB(A) und der Planungswert gemäss LSV von 45 dB(A) nachts 

sind zwar eingehalten. Nicht gefolgt werden kann jedoch der Meinung des AWI, wenn es in 

der Stellungnahme vom 22. November 2018 sinngemäss ausführt, weitere 

emissionsbegrenzende Massnahmen im Rahmen der Vorsorge seien nicht nötig, wenn die 

geltenden Grenzwerte (Planungswert und "Vorsorgewert beco") eingehalten sind. Im 

Bereich des Lärmschutzes gelten die Voraussetzungen der Einhaltung der Planungswerte 

und der vorsorglichen Emissionsbegrenzung kumulativ. Als emissionsreduzierende 

Massnahmen stehen nach der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit die Wahl der Anlage, der 

Aufstellungsort oder technische Schallschutzmassnahmen (z.B. Schalldämmhaube, 

Lärmschutzwand usw.) im Mittelpunkt. Näher zu klären ist daher, ob der Aufstellungsort so 

gewählt wurde, dass in der Nachbarschaft möglichst geringe Immissionen entstehen. 

Ebenso ist der Frage nachzugehen, ob der Schallleistungspegel der Wärmepumpe nicht 

übermässig hoch ist, d.h. die Lärmemissionen der Anlage dem Stand der Technik 

entsprechen.

f) Bei Luft-Wasser-Wärmepumpen wird zwischen innen und aussen aufgestellten 

Anlagen unterschieden. Beide Aufstellungsarten führen zu Aussenlärmemissionen. Ein 

weiteres System von Luft-Wasser-Wärmepumpen bilden die sog. Splitgeräte mit einem 

Aussen- und einem Innengerät.40 Innen aufgestellte Geräte sind bezüglich des 

Aussenlärms regelmässig weniger heikel als Aussen- oder Splitanlagen. Innenanlagen 

saugen und blasen die Luft in der Regel indirekt über Kanäle, Lichtschächte oder 

schalldämmende Wetterschutzgitter ein und aus. Dies bewirkt regelmässig eine bessere 

38 VGE 2016/82 vom 6. April 2017 E. 3.5; VGE 2017/319 vom 6. Juni 2018 E. 3.2
39 Vgl. BGer 1C_506/2008 vom 12. Mai 2009 E. 3.3; vgl. URP 2009 S. 541 ff.
40 Vgl. Ziffer 1.1 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018)

RA Nr. 110/2018/133 17

Immissionssituation.41 Im Sinne der Vorsorge ist daher die Installation einer Innenanlage 

einer Aussen- oder Splitanlage vorzuziehen. Die Innenaufstellung der Anlage kommt hier 

als Vorsorgemassnahme aber aus technischen Gründen nicht infrage. Nach den Angaben 

des Heizungsinstallateurs ist die Innenaufstellung einer Wärmepumpe offenbar aus 

Platzgründen nicht möglich.42

g) Geplant ist, das Aussengerät der Splitanlage auf der Nordfassade an der östlichen 

Gebäudeecke zu platzieren. Das ist nachvollziehbar; mit der Verschiebung oder 

Umplatzierung des Aussengeräts auf eine andere Seite des Gebäudes bzw. Grundstücks 

würden die Emissionen nur verlagert, nicht aber vermindert. Hinzu kommt, dass eine 

beliebige Verschiebung des Aussengeräts auch aufgrund der gesetzlichen 

Grenzabstandsvorschriften und der Erschliessungssituation beschränkt ist. Ein besserer 

Aufstellungsort als der geplante ist demnach nicht ersichtlich.

h) Im Bereich des Immissionsschutzes ist nach der bundesgerichtlichen 

Rechtsprechung stets der technologische Fortschritt im betreffenden Gebiet zu beachten.43 

Fraglich ist daher, ob die geplante Anlage bezüglich des Schallleistungspegels dem Stand 

der Technik entspricht, d.h. einen möglichst tiefen Schallleistungspegel aufweist. Denn 

bereits mit der Wahl einer leiseren Wärmepumpe kann kostengünstig und ohne grossen 

Aufwand eine massgebliche Lärmreduktion an der Quelle herbeigeführt werden.

i) Bei den Schallleistungspegeln der Wärmepumpen bestehen grosse Unterschiede. 

Nach den Angaben des Cercle Bruit bewegen sich diese zwischen 45 und 80 dB(A).44 

Vorliegend beträgt der Schallleistungspegel LwA des Aussengeräts nach dem 

Schalldatenverzeichnis des FWS 62 dB(A) im Nachtbetrieb und 64 dB(A) im Tagbetrieb.45 

Soweit die Beschwerdegegnerschaft vorbringt, es mangle an der Möglichkeit einer 

wesentlichen Reduktion der Emissionen, stösst sie mit ihrer Argumentation von vornherein 

ins Leere. Der Cercle Bruit hat in der Vollzugshilfe 6.21 nicht definiert, mit welchem 

41 Vgl. Anhang 2 der der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018)
42 Vgl. Beilage 19 zur Stellungnahme vom 8. März 2019 der Beschwerdegegnerschaft in den Beschwerdeakten 
des Rechtsamts der BVE
43 Vgl. BGer 1C_345/2014 vom 17. Juni 2015 E. 3.4, 1C_177/2011 vom 9. Februar 2012 E. 6.5, in URP 2012 S. 
315
44 Vgl. http://www.laerm.ch / Lärmsorgen / Lärmquellen und Beurteilung / Energie & Versorgung / 
Wärmepumpen unter der Überschrift Emissionen
45 Vgl. https://www.fws.ch/unsere-dienstleistungen/schalldaten-verzeichnis/

http://www.laerm.ch
https://www.fws.ch/unsere-dienstleistungen/schalldaten-verzeichnis/

RA Nr. 110/2018/133 18

Schallleistungspegel Luft-Wasser-Wärmepumpen den Stand der Technik erfüllen.46 

Empfehlungen darüber, bis zu welchem Schallleistungspegel Luft-Wasser-Wärmepumpen 

dem Stand der Technik entsprechen, bestehen im Kanton Zürich.47 Dieser empfiehlt für 

Aussen- oder Splitanlagen bis zu einer Heizleistung (A2/W35) von 10 kW einen maximalen 

Schallleistungspegel von 59 dB(A). Sie basiert auf der 50-Prozent-Regel, wonach die 

Hälfte aller Produkte diesen Wert einhalten (Stand Mai 2017). Dies lässt sich überdies mit 

einem Blick auf die Webseite von TopTen.ch untermauern.48 Danach weisen weit über die 

Hälfte der gelisteten und marktverfügbaren Luft-Wasser-Wärmepumpen einen niedrigeren 

Schallleistungspegel als 59 dB(A) auf. Im Vergleich zur geplanten Anlage sind auf dem 

Markt demzufolge deutlich leisere Geräte erhältlich.

j) Vorliegend soll das lärmverursachende Gerät ausserhalb des Gebäudes aufgestellt 

werden. Der Schallleistungspegel der geplanten Wärmepumpe ist verhältnismässig hoch. 

Auch sind nach den Akten die Grenzwerte (Planungswert und der Vorsorgewert "beco") 

beim nächstliegenden Immissionsort eher knapp und nur unter der Auflage, dass die 

Wärmepumpe während der akustischen Nachtzeit (19.00 bis 7.00 Uhr) im Flüstermodus 

betrieben werden darf, eingehalten. Schliesslich befinden sich im vorliegenden Fall alle 

relevanten Immissionsorte in der ES II, wobei die Distanz zum nächstliegenden 

Immissionsort (J.________weg 15) nur knapp 13 m beträgt. Bei diesen Gegebenheiten ist 

nach der Praxis des Bundes- und Verwaltungsgerichts weiter zu untersuchen, ob unter 

dem Aspekt der Vorsorge allenfalls mit technischen Schallschutzmassnahmen, namentlich 

einer Schalldämmhaube oder Lärmschutzkabine, mit geringem und zumutbarem Aufwand 

eine massgebliche Reduktion der Emissionen an der Quelle erreicht werden kann.

9. Vorsorge: Technische Schallschutzmassnahmen

a) Nach der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit kann mit einer Schalldämmhaube eine 

Pegelreduktion von bis zu -8 dB(A) erreicht werden.49 Im Beschwerdeverfahren reichte die 

Beschwerdegegnerschaft Unterlagen ein, woraus hervorging, dass der Schallpegel des 

46 Vgl. http://www.laerm.ch / Lärmsorgen / Lärmquellen und Beurteilung / Energie & Versorgung / 
Wärmepumpen unter der Überschrift Beurteilung der Grenzwerte
47 Vgl. https://tba.zh.ch / Lärm & Schall / Lärmvorsorge / Neuanlagen / Wärmepumpen / Aussenlärm
48 Vgl. https://www.topten.ch / Kategorie Wärmepumpen
49 Vgl. S. 12 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018)

http://www.laerm.ch
https://tba.zh.ch
https://www.topten.ch

RA Nr. 110/2018/133 19

Aussengeräts mit einer standardisierten Schalldämmhaube um ca. 4 bis 5 dB(A) reduziert 

werden kann. Die BVE zog in der Folge gestützt auf das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip 

in Erwägung, mit einer Auflage die Installation einer standardisierten Schalldämmhaube, 

die eine Schallreduktion von ca. 4 bis 5 dB(A) bewirkt, anzuordnen. Gleichzeitig gewährte 

die BVE der Beschwerdegegnerschaft die Möglichkeit, eine Projektänderung für einen 

Wärmepumpentyp mit einem 4 bis 5 dB(A) tieferen Schallleistungspegel einzureichen. Mit 

diesem Wert hätte die Wärmepumpe ungefähr demjenigen Bestand der marktverfügbaren 

Wärmepumpen entsprochen, die einen verhältnismässig tiefen Schallleistungspegel 

aufweisen.

b) In der Stellungnahme vom 7. März 2019 führt die Beschwerdegegnerschaft aus, die 

Vertreiberin der geplanten Wärmepumpe biete für ihre Geräte keine standardisierten 

Schalldämmhauben, sondern nur noch sog. Lärmschutzkabinen (Silentus Pro Tech M / L) 

an. Die Installation dieser Lärmschutzkabine sei technisch nicht möglich, weil der Platz 

dafür fehle. Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden: Die geplante Wärmepumpe 

kann problemlos um das notwendige Mass weiter weg von der Fassade im 

Vorgartenbereich platziert werden, so dass der Lüftungsschacht oder der Schrank für das 

Gartenwerkzeug durch eine Lärmschutzkabine oder eine andere Schalldämmhaube nicht 

tangiert werden. Dass die Anlage der Witterung ausgesetzt ist, schadet dabei nicht. Denn 

die Lärmschutzkabine dient gemäss dem Produktebeschrieb auch als Witterungsschutz. 

Aus dem Produktebeschrieb geht zudem hervor, dass sich der Schallleistungspegel mit der 

Lärmschutzkabine um bis zu 11 dB(A) reduzieren lässt.50 Es ist damit erstellt, dass der 

Schallleistungspegel des Aussengeräts mit der Installation der fraglichen 

Lärmschutzkabine technisch und betrieblich um mindestens 4 dB(A) reduziert werden 

kann. Die Massnahme ist damit geeignet, den Lärm an der Quelle massgeblich zu 

reduzieren. Mit einer Schalldämmhaube oder Lärmschutzkabine kann dem Vorsorgeprinzip 

nach Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV demnach ebenfalls wirksam Rechnung getragen werden.

c) Weiter ist die wirtschaftliche Tragbarkeit der Massnahme zu prüfen. Die 

Beschwerdegegnerschaft ist der Meinung, eine Auflage zur Installation einer mehrere 

tausend Franken teuren Schallschutzmassnahme zur Reduktion eines bei offenem Fenster 

kaum wahrnehmbaren Geräusches mit der Lautstärke einer tickenden Uhr oder von 

leichtem Wind im Bereich des üblichen nächtlichen Umgebungslärms einer ruhigen 

50 Vgl. Beilage 20 zur Eingabe vom 12. März 2019 der Beschwerdegegnerschaft in den Beschwerdeakten des 
Rechtsamts der BVE

RA Nr. 110/2018/133 20

Wohngegend, sei nicht verhältnismässig. Der immissionsmässige Nutzen stehe in keinem 

Verhältnis zu den erheblichen und wirtschaftlich nicht tragbaren Mehrkosten. Auch sei bei 

der Beurteilung der Verhältnismässigkeit zusätzlicher Massnahmen nicht vom 

hypothetischen Beurteilungspegel Lr auszugehen, sondern vom tatsächlich hörbaren 

Schalldruckpegel LpA, welcher bei maximal 31 dB(A) liege. Damit würde der gerechnete 

Schalldruckpegel an den Immissionsorten im Bereich des Umgebungslärms liegen. 

Ausserdem sei bei der Interessenabwägung im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung 

zu berücksichtigen, dass die ökologische und nachhaltige Wärmeerzeugung durch eine 

Wärmepumpe im öffentlichen Interesse liege. Auch die Gemeinde vertritt die Auffassung, 

die Installation einer Schalldämmhaube sei unverhältnismässig.

d) Wie in der Erwägung 8i ausgeführt, stünde hier der Beschwerdegegnerschaft mit der 

Wahl eines leiseren Wärmepumpenmodells eine kostengünstigere Massnahme zur 

Verfügung. Damit kann ohne grossen Aufwand eine wesentliche Emissionsreduktion an 

der Quelle erreicht werden. Die BVE hat der Beschwerdegegnerschaft mit 

Instruktionsverfügung vom 21. Dezember 2018 die Möglichkeit gewährt, ein um 4 bis 

5 dB(A) leiseres Gerät zu wählen, das dem technologischen Fortschritt entspricht. Von 

dieser Möglichkeit hat die Beschwerdegegnerschaft jedoch, ohne dies näher zu 

begründen, im Beschwerdeverfahren nicht Gebrauch gemacht. Dieses Verhalten der 

Beschwerdegegnerschaft ist nicht verständlich, ist doch in der Phase des Baubewilligungs- 

bzw. Beschwerdeverfahrens die Anlage noch nicht montiert und beschafft. Auch bringt die 

Beschwerdegegnerschaft nicht vor, die Wahl einer leiseren Wärmepumpe sei technisch 

nicht möglich und wirtschaftlich nicht tragbar. Soweit die Beschwerdegegnerschaft 

wirtschaftlich untragbare Aufwendungen im Zusammenhang mit technischen 

Schallschutzmassnahmen geltend macht, ist ihr daher entgegenzuhalten, dass sie dafür 

selber verantwortlich ist. Es stünde und steht ihr nämlich nach wie vor frei, ohne grossen 

finanziellen Aufwand eine leisere Anlage auszuwählen. Die Beschwerdegegnerschaft hat 

somit die finanziellen Nachteile, die ihr durch eine Schalldämmhaube oder 

Lärmschutzkabine erwachsen, in Kauf zu nehmen. Anders entschieden würde bedeuten, 

dass eine Bauherrschaft unter Berufung auf die jeweils kostenaufwendigste Massnahme 

das Vorsorgeprinzip unterlaufen könnte. Die finanziellen Nachteile, die der 

Beschwerdegegnerschaft aufgrund der Installation einer Schalldämmhaube oder 

Lärmschutzkabine erwachsen, spielen somit im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung 

nur eine untergeordnete Rolle. Anzumerken ist an dieser Stelle, dass es nebst dem hier 

geplanten Heizsystem (sog. Luft-Wasser-Wärmepumpe) weitere alternative 

RA Nr. 110/2018/133 21

Wärmeerzeugungsanlagen gibt (z.B. Pelletheizung, Grundwasser-Wärmepumpe oder 

Erdsonden-Wärmepumpe). Deren Betrieb ist ebenfalls nachhaltig und ökologisch, führt in 

der Regel zu keinen Aussenlärmemissionen und ihr Wirkungsgrad ist besser als jener der 

Luft-Wasser-Wärmepumpen.51 Im vorliegenden Fall ist das öffentliche Interesse an der 

Installation einer Schallschutzmassnahme daher gewichtig. Sie dient der Lärmbekämpfung 

und stellt die Einhaltung der Lärmschutzgesetzgebung sicher. Das öffentliche Interesse 

überwiegt hier die finanziellen Nachteile, die der Beschwerdegegnerschaft durch die 

Installation einer Schallschutzmassnahme erwachsen, bei Weitem. Die Argumentation der 

Beschwerdegegnerschaft bezüglich Einhaltung des Verhältnismässigkeitsprinzips verfängt 

somit nicht. Auch erweisen sich die von der Beschwerdegegnerschaft zitierten 

Gerichtsentscheide zur Verhältnismässigkeit als unbehelflich. Entgegen der Auffassung der 

Gemeinde kann hier auch nicht davon gesprochen werden, dass eine 

umweltrechtskonforme Wärmepumpe um 40 % verteuert wird. Ebenso geht der Einwand 

der Beschwerdegegnerschaft fehl, wonach bei der Beurteilung der Verhältnismässigkeit 

zusätzlicher Massnahmen nicht vom hypothetischen Beurteilungspegel Lr, sondern vom 

tatsächlich hörbaren Schalldruckpegel LpA auszugehen sei, welcher bei maximal 31 dB(A) 

liege. Anders als die Beschwerdegegnerschaft und die Gemeinde meinen, steht hier das 

Verhältnismässigkeitsprinzip der Auflage nicht entgegen. Vielmehr ist es der 

Beschwerdegegnerschaft in der vorliegenden Situation zumutbar, den Lärm des 

Aussengeräts mit einer Schalldämmhaube oder einer Lärmschutzkabine zu reduzieren. 

e) Nach dem Gesagten ist es im vorliegenden Fall verhältnismässig, den angefochtenen 

Bauentscheid gestützt auf das Vorsorgeprinzip nach Art. 7 Abs. 1 Bst. a LSV in Verbindung 

mit Art. 38 Abs. 3 BauG mit der Auflage zu ergänzen, dass das Aussengerät der geplanten 

Anlage vor Inbetriebnahme mit einer Schalldämmhaube oder Lärmschutzkabine zu 

versehen ist, die eine Schallreduktion von mindestens 4 dB(A) bewirkt. Zu berücksichtigen 

ist dabei, dass die vorliegende Auflage gegenüber einem Bauabschlag bereits das mildere 

Mittel darstellt. In diesem Punkt ist die Beschwerde somit begründet. Das Einholen von 

zusätzlichen Offerten für Schalldämmhauben hat hier keinen Einfluss auf die 

Verhältnismässigkeitsprüfung. Der diesbezügliche Antrag der Beschwerdeführerin wird 

daher abgewiesen.

51 Vgl. Ziff. 1.1 der Vollzugshilfe 6.21 des Cercle Bruit (Version vom 20. September 2018); Ziff. 3 der Richtlinien 
"Baubewilligungsfreie Anlagen zur Gewinnung erneuerbarer Energien" des Regierungsrats des Kantons Bern, , 
Januar 2015 (abrufbar unter www.bve.be.ch/bve / Energie / Rechtliche Grundlagen

http://www.bve.be.ch/bve%20/

RA Nr. 110/2018/133 22

RA Nr. 110/2018/133 23

10. Fazit

a) Aus den Erwägungen folgt, dass die Beschwerdeführerin legitimiert ist, Beschwerde 

zu führen. Auch sprengt hier die Prüfung, ob dem Vorsorgeprinzip genügend Rechnung 

getragen worden ist, den Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens nicht. Als 

unbegründet erwiesen sich die formellen Rügen der Beschwerdeführerin: Die 

Baugesuchsunterlagen sind korrekt und der angefochtene Entscheid genügt der 

gesetzlichen Begründungspflicht. Ebenso erwiesen sich die Immissionsberechnungen des 

AWI als korrekt. Darauf kann abgestellt werden. Zwar überschreitet die Anlage die 

massgeblichen Grenzwerte nicht. Allerdings wurde hier ein Gerät gewählt, dessen 

Schallleistungspegel verhältnismässig hoch ist. Zu berücksichtigen ist ausserdem, dass 

das Gerät ausserhalb des Gebäudes aufgestellt werden soll, alle umliegenden 

Immissionsorte in der ES II liegen, die Distanz zum nächstliegenden Immissionsort nur 

knapp 13 m beträgt und die Grenzwerte (Planungswert und der Vorsorgewert "beco") beim 

nächstliegenden Immissionsort eher knapp und nur unter der Auflage, dass die 

Wärmepumpe während der akustischen Nachtzeit im Flüstermodus betrieben werden darf, 

eingehalten sind. In solchen Konstellationen ist weiter zu prüfen, ob mit geringem und 

zumutbarem Aufwand eine massgebliche Reduktion der Emissionen an der Quelle erreicht 

werden kann. Hier kann mit der Installation einer Schalldämmhaube oder 

Lärmschutzkabine dem Vorsorgeprinzip ebenfalls Rechnung getragen werden. Die 

Massnahme steht im öffentlichen Interesse und ist geeignet, den Lärm an der 

Quellemassgeblich zu reduzieren. Auch ist die Massnahme der Beschwerdegegnerschaft 

in finanzieller Hinsicht zumutbar: Die Beschwerdegegnerschaft hat im 

Beschwerdeverfahren Gelegenheit erhalten, ohne grossen Aufwand ein leiseres 

Wärmepumpenmodell zu wählen. Von dieser kostengünstigeren Massnahme machte die 

Beschwerdegegnerschaft nicht Gebrauch. Für die zusätzlichen Kosten ist sie daher selber 

verantwortlich. Diese haben im Rahmen der Verhältnismässigkeitsprüfung im vorliegenden 

Fall eine untergeordnete Bedeutung. Es ist daher verhältnismässig, den Bauentscheid 

gestützt auf das Vorsorgeprinzip mit der Auflage zu ergänzen, dass das Aussengerät der 

geplanten Anlage vor Inbetriebnahme mit einer Schalldämmhaube oder Lärmschutzkabine 

zu versehen ist, die eine Schallreduktion von mindestens 4 dB(A) bewirkt.

b) Schliesslich beantragt die Beschwerdegegnerschaft, es sei bei Bedarf einen 

Augenschein durchzuführen. Zudem behält sich die Beschwerdegegnerschaft ausdrücklich 

den Antrag auf eine Parteibefragung vor. Der relevante Sachverhalt ergibt sich vorliegend 

RA Nr. 110/2018/133 24

hinreichend aus den Akten. Die Durchführung eines Augenscheins oder einer 

Parteibefragungen sind nicht nötig. Davon sind keine wesentlichen neuen Erkenntnisse zu 

erwarten. 

11. Kosten

a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr 

(Art. 103 Abs. 1 VRPG). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache wird eine 

Pauschalgebühr von Fr. 200.00 bis Fr. 4'000.00 je Beschwerde erhoben (Art. 19 Abs. 1 

i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV52). In Anwendung dieser Bestimmung werden die Kosten das 

Beschwerdeverfahrens auf Fr. 2'000.00 festgelegt.

Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das 

prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen 

Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). 

Nach Art. 108 Abs. 2 VRPG werden Behörden keine Verfahrenskosten auferlegt, ausser 

sie sind in ihren eigenen Vermögensinteressen betroffen.

Die Beschwerdeführerin rügte zu Recht die Verletzung des Vorsorgeprinzips und verlangte 

berechtigterweise eine Schallschutzmassnahme. Insoweit gilt die Beschwerdeführerin als 

obsiegende Partei. Hingegen haben sich die anderen Rügen der Beschwerdeführerin als 

unbegründet erwiesen (formelle Rügen und Nichteinhaltung der Planungswerte). Insoweit 

gilt die Beschwerdegegnerschaft als obsiegend. Es ist daher gerechtfertigt, die 

Verfahrenskosten von Fr. 2'000.00 je hälftig der Beschwerdeführerin (ausmachend je 

Fr. 1'000.00) und der Beschwerdegegnerschaft zur Bezahlung aufzuerlegen.

b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern 

nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung 

oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als 

gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Parteikosten umfassen den durch die 

berufsmässige Parteivertretung anfallenden Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die 

Kostennote des Rechtsanwalts der Beschwerdeführerin von Fr. 7'066.40 (Honorar Fr. 

52 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; 
BSG 154.21)

RA Nr. 110/2018/133 25

6'476.20, Auslagen Fr. 85, Mehrwertsteuer Fr. 505.20) sowie die Kostennote des 

Rechtsanwalts der Beschwerdegegnerschaft von Fr. 7'486.55 (Honorar Fr. 6'800.00, 

Auslagen 151.30, Mehrwertsteuer Fr. 535.25) geben zu keinen Bemerkungen Anlass.

Analog zur Verteilung der Verfahrenskosten erscheint es vorliegend als gerechtfertigt, dass 

die Beschwerdeführerin die Hälfte der Parteikosten der Beschwerdegegnerschaft, 

ausmachend Fr. 3'744.30, zu tragen hat und die Beschwerdegegnerschaft die Hälfte der 

Parteikosten der Beschwerdeführerin, ausmachend Fr. 3'533.20, ersetzen muss.

III. Entscheid

1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Die Ziffer 2.5 des Bauentscheids der 

Gemeinde Lyss vom 21. August 2018 wird wie folgt ergänzt:

"Neue Ziffer 2.53: Das Aussengerät ist vor Inbetriebnahme der Anlage mit einer 
Schallschutzhaube oder Lärmschutzkabine zu versehen, die eine Schallreduktion von 

mindestens 4 dB(A) bewirkt."

Im Übrigen wird der Bauentscheid der Gemeinde Lyss vom 21. August 2018 

bestätigt. Insofern wird die Beschwerde abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 2'000.00.00 werden je hälftig der Beschwerdeführerin 

(ausmachend je Fr. 1'000.00) und der Beschwerdegegnerschaft zur Bezahlung 

auferlegt. Für ihren Betrag haftet die Beschwerdegegnerschaft solidarisch. Separate 

Zahlungseinladungen folgen, sobald dieser Entscheid in Rechtskraft erwachsen ist.

3. a) Die Beschwerdeführerin hat der Beschwerdegegnerschaft die Hälfte der 

Parteikosten von Fr. 7'486.55, ausmachend Fr. 3'744.30 (inkl. Mehrwertsteuer), zu 

ersetzen.

b) Die Beschwerdegegnerschaft hat der Beschwerdeführerin die Hälfte der 

Parteikosten von Fr. 7'066.40, ausmachend Fr. 3'533.20 (inkl. Mehrwertsteuer), zu 

ersetzen. Die Beschwerdegegnerschaft haftet solidarisch für den gesamten Betrag.

RA Nr. 110/2018/133 26

IV. Eröffnung

- Herrn Rechtsanwalt B.________, eingeschrieben

- Herrn Fürsprecher E.________, eingeschrieben

- Baubewilligungsbehörde der Gemeinde Lyss, Bau + Planung, eingeschrieben

- Amt für Wirtschaft und Immissionsschutz, Laupenstrasse 22, 3011 Bern, zur 

Kenntnis, A-Post

Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion

Der Direktor

Christoph Neuhaus
Regierungsrat