# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7ed2cab7-08cf-5e3e-b0e8-1f346b5f8c71
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-10-11
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 11.10.2010 C-6882/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_C-6882-2008_2010-10-11.pdf

## Full Text

Abtei lung II I
C-6882/2008
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 1 .  O k t o b e r  2 0 1 0

Richter Beat Weber (Vorsitz), Richter Johannes Frölicher, 
Richter Vito Valenti, 
Gerichtsschreiber Daniel Golta.

A._______, (wohnhaft im Kosovo)
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Vorinstanz.

Invalidenrente (Neuanmeldung); Verfügung der IVSTA 
vom 12. September 2008.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

C-6882/2008

Sachverhalt:

A.
A._______  (im  Folgenden:  Beschwerdeführer)  ist  kosovarischer 
Staatsangehöriger  und  wurde  1963  geboren.  Er  arbeitete  1987  bis 
1993  als  Saisonnier  in  der  Schweiz,  zuletzt  als  Gleisarbeiter,  und 
bezahlte Beiträge an die schweizerische Alters-, Hinterlassenen- und 
Invalidenversicherung.  Am  25.  November  1993  kippte  bei  Geleise-
arbeiten  die  Hälfte  eines  Bremsprellbocks  um  und  traf  den 
Beschwerdeführer am Rücken. Dieser erlitt  eine Rückenkontusion im 
Bereich der gesamten Lendenwirbelsäule, wurde hospitalisiert und am 
6. Januar 1994 aus dem Spital entlassen. Seither hat der Beschwerde-
führer  -  gemäss  eigenen  Angaben  aus  gesundheitlichen  Gründen  - 
nicht  mehr  gearbeitet  (vgl.  Akten  der  IV-Stelle  für  Versicherte  im 
Ausland  [im  Folgenden:  IVSTA]  IV/4,  11,  48,  159;  Akten  der 
Schweizerischen  Unfallversicherungsanstalt  [im  Folgenden  SUVA] 
SUVA/2; Akten des Beschwerdeverfahrens act. 1). 

B.
B.a Im  September  1995  stellte  der  Beschwerdeführer  erstmals  ein 
Leistungsbegehren an die Eidgenössische Invalidenversicherung. Am 
24. Januar  1996  verneinte  die  IV-Stelle  Bern  (im  Folgenden: IV-BE) 
einen Rentenanspruch und wies das Leistungsbegehren ab. Die gegen 
diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht 
des Kantons Bern mit Urteil  vom 26. April  1996 abgewiesen. Am 18. 
Oktober  1996  hob  das  Eidgenössische  Versicherungsgericht  (im 
Folgenden: EVG) dieses Urteil und die erstinstanzliche Verfügung auf 
und wies die Sache an die IV-BE zurück,  damit diese nach erfolgter 
Abklärung im Sinne der Erwägungen neu verfüge. Am 25. März 1998 
wies die IV-BE das Leistungsbegehren erneut ab. Die dagegen an das 
Verwaltungsgericht  des  Kantons  Bern  und  an  das  EVG  erhobenen 
Beschwerden wurden am 2. Oktober 1998 respektive 12. August 1999 
abgewiesen (vgl. IV/4, 15, 26, 32, 50, 62, 67).

B.b Am  15.  Mai  2002  meldete  sich  der  inzwischen  in  den  Kosovo 
zurück gekehrte  Beschwerdeführer zum zweiten Mal  zum Leistungs-
bezug an. In  der  Folge klärte  die  IVSTA den  Sachverhalt  –  auch in 
medizinischer  Hinsicht  -  ab  und  führte  einen  Einkommensvergleich 
durch. Mit  Verfügung vom 19. August  2003 und Einspracheentscheid 
vom 24. März 2005 verneinte  die  IVSTA einen Rentenanspruch und 
wies das Leistungsbegehren ab. Die dagegen erhobene Beschwerde 

Seite 2

C-6882/2008

wies  das  Bundesverwaltungsgericht  am  11.  Dezember  2007  ab,  da 
keine  massgebende  Beeinträchtigung  der  Erwerbsfähigkeit  von 
mindestens 50% in einer körperlich leichten bis mittelschweren Tätig-
keit  vorliege  (vgl.  IV/76-126,  IV/132;  Akten  des  Bundesverwaltungs-
gerichts  im  Verfahren  C-2525/2006  [im  Folgenden:  BVGer-Akten  C-
2525/2006] act. 5).

C.
C.a Am 27. Juni 2007 (Posteingang IVSTA: 12. Juli  2007) stellte der 
Beschwerdeführer  ein  drittes  Leistungsbegehren,  beantragte  erneut 
die  Ausrichtung  einer  Invalidenrente  und  reichte  8  medizinische 
Dokumente ein (vgl. IV/130, 133-140).

C.b Mit  Vorbescheid  vom  2.  Mai  2008  stellte  die  IVSTA  dem  Be-
schwerdeführer das Nichteintreten auf sein (drittes) Gesuch vom 12. 
Juli 2007 in Aussicht (IV/144). Sie stützte sich dabei auf die Stellung-
nahme ihres Medizinischen Dienstes (im Folgenden: MD) vom 25. April 
2008 ab (IV/143) und begründete das Nichteintreten damit, dass nicht 
glaubhaft gemacht worden sei, dass sich der Invaliditätsgrad in einer 
für den Rentenanspruch erheblichen Weise geändert habe.

C.c Mit  Stellungnahme  vom  2.  Juni  2008  reichte  der  Beschwerde-
führer weitere medizinische Dokumente zu den Akten und beantragte 
die Zusprache einer Invalidenrente (IV/145-155).

C.d Am  12.  September  2008  trat  die  IVSTA  auf  das  neue 
Rentengesuch nicht ein (IV/158). Sie begründete dies damit, dass eine 
rentenrelevante  Änderung  des  Invaliditätsgrades  auch  mit  den  neu 
eingereichten  medizinischen  Unterlagen  nicht  glaubhaft  gemacht 
worden sei. Dabei stützte sie sich auf die Stellungnahme des MD vom 
9. September 2008 ab (IV/157).

D.
D.a Gegen  diese  Verfügung  erhob  der  Beschwerdeführer  mit 
Schreiben vom "11.12.2008" (Datum Postaufgabe: 11. Oktober 2010) - 
unter  Beilage  von  3  Arztberichten  -  Beschwerde  an  das  Bundes-
verwaltungsgericht.  Er  beantragte  die  Aufhebung  der  angefochtenen 
Verfügung und die Zusprache einer Invalidenrente.

D.b Am 22. Dezember 2008 liess der Beschwerdeführer dem Bundes-
verwaltungsgericht  5  weitere  Arztberichte  zukommen  (Akten  des 
Beschwerdeverfahrens act. 4, 4.1-4.4).

Seite 3

C-6882/2008

D.c Mit Vernehmlassung vom 9. März 2009 beantragte die IVSTA die 
Abweisung  der  Beschwerde und die  Bestätigung der  angefochtenen 
Verfügung  (act.  9).  Sie  berief  sich  auf  die  zwei  bisherigen 
Stellungnahmen ihres MD sowie dessen neue Stellungnahme vom 26. 
Februar 2009 (IV/161) und begründete ihren Antrag im Wesentlichen 
damit,  dass  mit  den  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  eine 
wesentliche  Verschlechterung  des  Gesundheitszustandes  bzw.  eine 
entsprechende Abnahme der Erwerbstätigkeit nicht glaubhaft gemacht 
worden sei.

D.d Am 17. April  2009  leistete  der  Beschwerdeführer  den  ihm vom 
Bundesverwaltungsgericht  auferlegten Kostenvorschuss von Fr. 400.- 
(vgl. act. 13, 15).

D.e Mit  Replik  vom  25.  April  2009  hielt  der  Beschwerdeführer  an 
seinem Beschwerdeantrag fest, beantragte zusätzlich die Ausrichtung 
einer Schadenersatzleistung und reichte 4 Arztberichte zu den Akten 
(vgl. act. 17, act. 17.1-4).

D.f Mit  Verfügung  vom  27.  April  2009  wurde  der  Schriftenwechsel 
abgeschlossen (act. 16).

E.
Auf die weiteren Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten 
wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen 
eingegangen. 

Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.
1.1 Gemäss  Art.  31  des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom 17.  Juni 
2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung mit Art. 33 Bst. d VGG und Art. 
69  Abs.  1  Bst.  b  des  Bundesgesetzes  vom 19.  Juni  1959  über  die 
Invalidenversicherung  (IVG,  SR  831.20)  sowie  Art.  5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20.  Dezember  1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
(VwVG,  SR  172.021)  beurteilt  das  Bundesverwaltungsgericht  Be-
schwerden von Personen im Ausland gegen Verfügungen der IVSTA. 

1.2 Nach  Art.  37  VGG  richtet  sich  das  Verfahren  vor  dem 
Bundesverwaltungsgericht  nach  dem VwVG,  soweit  das  VGG nichts 
anderes bestimmt. Indes findet das VwVG aufgrund von Art. 3 Bst. d bis 

Seite 4

C-6882/2008

VwVG  keine  Anwendung  in  Sozialversicherungssachen,  soweit  das 
Bundesgesetz  vom 6. Oktober  2000  über  den  Allgemeinen  Teil  des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG, SR 830.1) anwendbar ist.

2.
2.1 Der  Beschwerdeführer  hat  am  vorinstanzlichen  Verfahren  teil-
genommen; er ist durch die angefochtene Verfügung berührt und hat 
ein schutzwürdiges Interesse an deren Anfechtung (Art. 59 ATSG). Er 
ist daher zur Beschwerde legitimiert.

2.2 Die Beschwerde wurde formgerecht eingereicht -  wenn auch bei 
der für das Beschwerdeverfahren unzuständigen IVSTA, welche sie an 
das  zuständige  Bundesverwaltungsgericht  weitergeleitet  hat.  Da  die 
Beschwerde  im  Übrigen  fristgereicht  eingereicht  und  der  Kosten-
vorschuss  fristgerecht  geleistet  wurde,  ist  auf  die  Beschwerde 
grundsätzlich einzutreten (60 ATSG, Art. 52 VwVG und Art. 63 Abs. 4 
VwVG; für das Nichteintreten auf einzelne Anträge vgl. unten E. 4).

3.
3.1 Nach  dem  Zerfall  der  Föderativen  Volksrepublik  Jugoslawien 
blieben  zunächst  die  Bestimmungen  des  Abkommens  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Föderativen  Volks-
republik  Jugoslawien  über  Sozialversicherung  vom  8. Juni  1962 
(SR 0.831.109.818.1)  für  alle  Staatsangehörigen  des  ehemaligen 
Jugoslawiens anwendbar (vgl. BGE 126 V 198 E. 2b, BGE 122 V 381 
E. 1 mit Hinweisen). Zwischenzeitlich hat die Schweiz mit Nachfolge-
staaten  des  ehemaligen  Jugoslawiens  (Kroatien,  Slowenien,  Maze-
donien),  nicht  aber  mit  Serbien  und  Kosovo  neue  Abkommen  über 
soziale  Sicherheit  abgeschlossen. Mit  dem Kosovo wird  das  Sozial-
versicherungsabkommen mit Jugoslawien seit dem 1. April 2010 nicht 
mehr weitergeführt. Für den Beschwerdeführer als Bürger des Kosovo 
findet demnach das schweizerisch-jugoslawische Sozialversicherungs-
abkommen vom 8. Juni  1962 insoweit  Anwendung,  als  Sachverhalte 
zu beurteilen sind, die sich vor dem 1. April 2010 ereignet haben (vgl. 
unten  E. 3.2).  Nach  Art. 2  dieses  Abkommens  stehen  die  Staats-
angehörigen der Vertragsstaaten in  ihren Rechten und Pflichten aus 
den in Art. 1 genannten Rechtsvorschriften, zu welchen die schweize-
rische  Bundesgesetzgebung  über  die  IV  gehört,  einander  gleich, 
soweit nichts anderes bestimmt ist. 

3.2 In  materiellrechtlicher  Hinsicht  sind  grundsätzlich  diejenigen 
Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen 

Seite 5

C-6882/2008

führenden Tatbestandes Geltung haben, wobei nach ständiger Praxis 
auf  den  im Zeitpunkt  des  Erlasses des angefochtenen Verwaltungs-
aktes eingetretenen Sachverhalt abgestellt wird (BGE 130 V 329, BGE 
129 V 1 E. 1.2 mit Hinweisen). Ein allfälliger Leistungsanspruch ist für 
die  Zeit  vor  einem  Rechtswechsel  aufgrund  der  bisherigen  und  ab 
diesem Zeitpunkt nach den in Kraft stehenden Normen zu prüfen (pro 
rata temporis; vgl. BGE 130 V 445).

4.
Im  verwaltungsgerichtlichen  Beschwerdeverfahren  sind  grundsätzlich 
nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, 
zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich - 
in Form einer Verfügung beziehungsweise eines Einspracheentscheids 
- Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung (bzw. der 
Einspracheentscheid)  den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfech-
tungsgegenstand (BGE 131 V 164 E. 2.1). 

Im  Streit  liegt  eine  Verfügung,  mit  welcher  die  Vorinstanz  auf  eine 
Neuanmeldung  nicht  eingetreten  ist.  Das  Bundesverwaltungsgericht 
hat dabei lediglich zu prüfen, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf die 
Neuanmeldung eingetreten ist (vgl. BGE 132 V 74 E. 1.1 m.w.H.).

Soweit  der  Beschwerdeführer  beantragt,  es  sei  ihm  eine  Rente 
zuzusprechen oder es sei ein Obergutachten einzuholen, ist deshalb 
auf  die  Beschwerde  nicht  einzutreten. Soweit  der  Beschwerdeführer 
mit  Eingabe vom 25. April  2009 (Versanddatum; act. 17) neben dem 
Rentenanspruch einen Schadenersatzanspruch geltend macht, ist auf 
die Beschwerde ebenfalls nicht einzutreten. 

5.
5.1 Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver-
weigert,  so wird nach Art. 87 Abs. 4 der Verordnung vom 17. Januar 
1961  über  die  Invalidenversicherung  (IVV,  SR  831.201)  eine  neue 
Anmeldung  nur  geprüft,  wenn  die  Voraussetzungen  gemäss  Abs. 3 
dieser  Bestimmung  erfüllt  sind.  Danach  ist  im  Leistungsbegehren 
glaubhaft  zu  machen,  dass  sich  der  Grad  der  Invalidität  der 
versicherten  Person  in  einer  für  den  Anspruch  erheblichen  Weise 
geändert hat. 

5.2 Die in Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV genannte Eintretensvoraussetzung 
soll  verhindern,  dass  sich  die  Verwaltung  immer  wieder  mit  gleich-
lautenden  und  nicht  näher  begründeten  Rentengesuchen  befassen 

Seite 6

C-6882/2008

muss  (BGE  133  V  108  E. 5.3.1  mit  Hinweisen).  Art. 87  Abs. 4  IVV 
beruht  auf  dem Grundgedanken,  dass  die  Rechtskraft  der  früheren 
Verfügung  einer  neuen  Prüfung  so  lange  entgegensteht,  als  der 
seinerzeit  beurteilte  Sachverhalt  sich  in  der  Zwischenzeit  nicht  in 
rechtserheblicher  Weise verändert  hat. Um zu verhindern,  dass sich 
die Verwaltung mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das 
heisst  keine  Veränderung  des  Sachverhaltes  darlegenden  Renten-
gesuchen befassen muss, ist sie nach Eingang einer Neuanmeldung 
demnach  zunächst  zur  Prüfung  verpflichtet,  ob  die  Vorbringen  der 
versicherten  Person  überhaupt  glaubhaft  sind.  Verneint  sie  dies,  so 
erledigt  sie  das  Gesuch  ohne  weitere  Abklärungen  durch  Nicht-
eintreten.  Dabei  wird  sie  unter  anderem  berücksichtigen,  ob  die 
frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und 
dementsprechend  an  die  Glaubhaftmachung  höhere  oder  weniger 
hohe  Anforderungen  stellen  (Urteil  des  Bundesgerichts  [BGer] 
I 489/05 vom 4. April 2007 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 109 V 262 E. 3, 
Urteil  BGer  9C_68/2007  vom  19. Oktober  2007  E. 3.3  sowie  Urteil 
BGer 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009 E. 2.2).

5.3 Eine  Änderung  des  Invaliditätsgrades  setzt  stets  auch  eine 
Änderung  der  tatsächlichen  Verhältnisse  voraus. Ausgangspunkt  zur 
Beurteilung dieser Veränderung ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt 
der  letzten der  versicherten  Person eröffneten rechtskräftigen Verfü-
gung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit 
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durch-
führung  eines  Einkommensvergleichs  (bei  Anhaltspunkten  für  eine 
Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustan-
des)  beruht,  vorliegend  der  Verfügung  vom 24.  März  2005.  Diesem 
Ausgangszeitpunkt  ist  als  aktuellem Referenzzeitpunkt  der  Zeitpunkt 
des  Erlasses  der  angefochtenen  Verfügung,  vorliegend  also  der  12. 
September  2008,  gegenüberzustellen  (vgl.  BGE  131  V  242  E.  2.1). 
Veränderungen  des  Gesundheitszustandes  nach  dem  Erlass  dieser 
Verfügung sowie daraus folgende Veränderungen der Erwerbsfähigkeit 
können hingegen nur Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung 
bilden (vgl. BGE 121 V 262 E. 1b mit Hinweisen).

Die  Veränderung  der  Verhältnisse  zwischen  den  beiden  zeitlichen 
Referenzpunkten  muss  erheblich  sein,  das  heisst  hinsichtlich  der 
Auswirkungen  auf  den  Invaliditätsgrad  rentenwirksam  sein  (siehe 
Art. 17 ATSG, BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unter revisions-
rechtlichen Gesichtspunkten - welche gleichermassen für das Neuan-

Seite 7

C-6882/2008

meldungsverfahren gelten (vgl. BGE 133 V 108 E. 5.2; Urteil des Eid-
genössischen  Versicherungsgerichts  I 658/05  vom  27. März  2006 
E. 4.4)  -  ist  die  unterschiedliche  Beurteilung  eines  im  Wesentlichen 
unverändert gebliebenen Sachverhaltes unerheblich (BGE 112 V 371 
E. 2b  mit  Hinweisen;  Sozialversicherungsrecht  -  Rechtsprechung 
[SVR] 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a).

5.4 Mit Einspracheentscheid vom 24. März 2005 hat die IVSTA nach 
Sachverhaltsabklärungen  und  Durchführung  eines  Einkommensver-
gleichs  einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers  verneint  (vgl. 
oben  Bst.  B.b).  Dieser  Entscheid  wurde  vom  Bundesverwaltungs-
gericht geschützt,  welches in seinem Urteil  vom 11. Dezember 2007 
einen  Rentenanspruch  ausschloss,  da  keine  massgebende  Beein-
trächtigung der Erwerbsfähigkeit von mindestens 50% in einer körper-
lich  leichten  bis  mittelschweren  Tätigkeit  vorgelegen  habe.  Der  Be-
schwerdeführer  hat  somit  glaubhaft  zu  machen,  dass  sich  sein  Zu-
stand im Zeitraum vom 24. März 2005 bis 12. September 2008 erheb-
lich verschlechtert hat oder andere Umstände eingetreten sind, welche 
geeignet sind, den Invaliditätsgrad massgeblich zu beeinflussen. Eine 
blosse  Auseinandersetzung  mit  dem  aktuellen  Gesundheitszustand, 
wie  der  Beschwerdeführer  sie  wünscht  (vgl.  act.  1),  wäre  hingegen 
unzulässig.

5.5 Der Beschwerdeführer macht geltend, auf Grund seiner aktuellen 
gesundheitlichen  Situation  arbeitsunfähig  zu  sein.  Dass  sich  der 
Gesundheitszustand  im  massgebenden  Zeitraum  erheblich  ver-
schlechtert habe, behauptet er hingegen nicht. Stattdessen verweist er 
auf  den  1993  erlittenen  Unfall  und  die  daraus  seither  resultierende 
gesundheitliche Beeinträchtigung. Zu prüfen ist, ob eine solche erheb-
liche Verschlechterung des Gesundheitszustandes auf Grund der vom 
Beschwerdeführer  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  glaubhaft 
erscheint und die IVSTA deshalb auf das dritte Leistungsbegehren des 
Beschwerdeführers hätte eintreten müssen.

5.6 Vorweg ist  festzuhalten,  dass die versicherte Person die für  den 
Eintritt  auf  ein  Neuanmeldungsgesuch  massgebliche  Tatsachen-
änderung bereits bei der Neuanmeldung glaubhaft machen muss. Die 
Gerichte  stellen  ihrer  beschwerdeweisen  Überprüfung  in  der  Regel 
den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der Verwaltung bot. Davon ist 
lediglich  abzuweichen,  wenn  der  Beschwerdeführer  bei  seiner  Neu-
anmeldung  auf  ergänzende  Arztberichte  hinweist,  die  noch  bei -

Seite 8

C-6882/2008

gebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, und die 
Verwaltung auf diese Hinweise nicht korrekt reagiert (vgl. BGE 130 V 
64 E. 5.2.5). Aus dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 2. Juni 
2008,  welchem zahlreiche  medizinische  Unterlagen  beigelegt  waren 
(vgl. IV/145-155), durfte die IVSTA vorliegend davon ausgehen, dass 
der  Beschwerdeführer  keine  weiteren  Arztberichte  mehr  einreichen 
würde. Sie durfte somit über das Eintreten auf die Neuanmeldung be-
finden, ohne das Einreichen weiterer Unterlagen abzuwarten. Die vom 
Beschwerdeführer  nach  Erlass  der  angefochtenen  Verfügung  ein-
gereichten,  novenrechtlich relevanten medizinischen Unterlagen (act. 
1.1-1.3, 4.1-4.4, 17.1-17.4) gehören somit nicht zum Sachverhalt, wie 
er sich der Verwaltung beim Erlass der besagten Verfügung bot, und 
sind  vom Bundesverwaltungsgericht  nicht  zu  berücksichtigen.  Damit 
kommt auch der Stellungnahme des Medizinischen Dienstes vom 26. 
Februar  2009  (IV/161),  welche  sich  auf  diese  zusätzlichen 
medizinischen Unterlagen bezieht, keine eigenständige Bedeutung zu.

5.7 Zu  prüfen  bleibt  somit,  ob  die  vom  Beschwerdeführer  im  vor-
instanzlichen Verfahren eingereichten Unterlagen eine erhebliche Ver-
schlechterung  seines  Gesundheitszustandes  glaubhaft  erscheinen 
lassen.

5.7.1 Für den Einspracheentscheid vom 24. März 2005 bzw. für das 
Urteil  vom 11. Dezember  2007 lagen  der  IVSTA bzw. dem Bundes-
verwaltungsgericht  vier  Stellungnahmen des  Medizinischen  Dienstes 
der IVSTA vor: je eine vom 14. April 2003 (Dr. R._______, IV/99), vom 
6. Oktober  2004 (Dr. B._______,  IV/122),  vom 3. Februar  2005 (Dr. 
C._______, IV/125) und vom 15. Juni 2006 (C._______, IV/128). 

5.7.2 Zusammen  attestierten  diese  Stellungnahmen  folgende 
Diagnosen: 

1. Chronifizierte Schmerzen mit Krankheitswert mit/bei:

• Status nach banalem Arbeitsunfall 1993 mit Rückenkontusion

• Opiat- und Benzodiazepin-Abhängigkeit

• Psychophysiologischen  Störungen  vom  Kampf-/Flucht  und 
Rückzugs-/Konservierungs-Reaktionsmuster

• narzisstischer Kränkung

• latenter Suizidalität

Seite 9

C-6882/2008

2. Status nach diskreter fokaler segmentaler Glomerulonephritis 

 (Entzündung der Nierenkörperchen) mit:

• Status nach Nierenbiopsie am 19. Juni 1996

• weiterhin normaler Nierenfunktion, aktuell keiner Proteinurie

• arterieller Hypertonie

3. Astigmatismus hypertonicus (hypertonische Hornhautverkrümmung)

 rechts ausgeprägter als links, mit Brille gut korrigiert

4. Hernia inguinalis (Leistenbruch) rechts

5. Status nach eradizierter Helicobacter-Gastritis 08/97

6. Status nach Angina lacunaris (eitriger Mandelentzündung) beidseits mit

 locoregionaler Lymphadenitis (reaktiver Lymphknotenschwellung) 10/97

Depression 

lumbale Ischialgie links auf einer Diskusprotrusion L5-S1

Diskushernie

5.7.3 Im aktuellen Vorverfahren hat der Beschwerdeführer zahlreiche 
Arztberichte  eingereicht  (IV/133-140,  146-155).  Die  Ärzte  äusserten 
sich  darin  zu  verschiedenen Erkrankungen. Im Vordergrund  standen 
einerseits  eine  angebliche  somatoforme  Schmerzstörung  (vgl.  dazu 
unten  E.  5.7.5)  und  andererseits  eine  gesundheitliche  Beeinträchti-
gung der Wirbelsäule (vgl. dazu unten E. 5.7.6). Daneben wurden noch 
einzelne  andere  Erkrankungen  angesprochen  (vgl.  dazu  unten  E. 
5.7.7).

5.7.4 Hinsichtlich  des  Beweiswertes  eines  Arztberichtes  ist  ent-
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf  
allseitigen Untersuchungen beruht,  auch die geklagten Beschwerden 
berücksichtigt,  in  Kenntnis  der  Vorakten  (Anamnese)  abgegeben 
worden  ist,  in  der  Darlegung  der  Zusammenhänge  und  in  der 
Beurteilung  der  medizinischen  Situation  einleuchtet  und  ob  die 
Schlussfolgerungen  der  Expertinnen  und  Experten  begründet  sind 
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3a und E. 3b/cc mit Hinweisen).

5.7.5 In  Bezug  auf  gesundheitliche  Beeinträchtigungen  der  Wirbel-
säule  des  Beschwerdeführers  diagnostizierte  Dr.  D._______ 
(Neuropsychiaterin)  am  22.  Dezember  2006  eine  mediane 
subligamentale  Diskushernie  L5-S1,  eine  exzentrische  mediane 
Diskusprotrusion  L4-L5,  eine  chronische  radikuläre  Läsion  mittleren 

Seite 10

C-6882/2008

bis  schweren  Grades  der  Wurzeln  L5/S1  links  und  S1  rechts.  Zur 
Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers  äusserte  sie  sich  nicht  (vgl. 
IV/134). In weiteren neu eingereichten ärztlichen Attesten, die vom 19. 
Dezember 2006 bis 9. Mai 2008 datieren und von Dr. E._______, Dr. 
F._______ (Orthopädie-Traumatologie) und von weiteren Ärzten (deren 
Namen  nicht  ersichtlich  sind)  erstellt  wurden,  finden  sich  die 
Diagnosen  betreffend  gesundheitliche  Beeinträchtigungen  der 
Wirbelsäule  (vgl. IV/133,  138,  149,  152,  154). Die darin enthaltenen 
Diagnosen lassen sich -  bei  teilweise unterschiedlicher  Terminologie 
und  Gewichtung  -  im  Wesentlichen  wie  folgt  umschreiben: 
Diskusprotrusion  bzw.  Diskushernie  L5-S1,  Diskusprotrusion  bzw. 
Diskushernie  L4-L5,  Lumboischialgie  bilateral  bzw.  auf  der  linken 
Seite,  chronisches  (rezidives  exazerbierendes)  lumbales  Syndrom, 
bilaterale Radikulopathie L5-S1. Diese Atteste enthalten keine über die 
Auflistung  der  Diagnosen  hinausgehenden  relevanten  Angaben  und 
sind daher nur von geringer Beweiskraft (vgl. oben E. 5.7.3).

Unter  den  medizinischen  Unterlagen,  welche  im  Verwaltungs-  und 
Beschwerdeverfahren  für  die  Beurteilung  des  zweiten  Leistungs-
begehrens  vorlagen,  finden  sich  zahlreiche  Atteste,  welche  sich  zu 
gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  der  Wirbelsäule  äussern  und 
vom 10. März 2002 bis 12. April 2005 datieren. Diese Atteste stammen 
von folgenden Ärzten: Dr. G._______  (Neurochirurg),  Dr. H._______ 
(Allgemeinmediziner, Hausarzt des Beschwerdeführers), Dr. I._______ 
(Neurochirurg),  Dr.  J._______  (Fachrichtung  unbekannt),  Dr. 
F._______  (Orthopädie-Traumatologie),  Dr.  K._______  (Orthopäde), 
Dr.  L._______  (Fachrichtung  wahrscheinlich  Neurochirurgie),  Dr. 
M._______ (Fachrichtung unbekannt) (vgl. Beschwerdebeilagen in den 
BVGer-Akten C-2525/2006 sowie IV/88 f., 97 bzw. 111 f., 104 f.). Ihre 
Diagnosen  und Beurteilungen  betreffend  die  Beeinträchtigungen  der 
Wirbelsäule  des  Beschwerdeführers  lassen  sich  -  bei  teilweise 
unterschiedlicher Terminologie und Gewichtung - im Wesentlichen wie 
folgt  umschreiben:  Diskarthrose  bzw.  Diskusprotrusion  bzw. 
Diskushernie L5-S1, Lumboischialgie (links bzw. bilateral), chronisches 
(rezidives  exazerbierendes)  Lumbalsyndrom,  Parästhesie  bzw. 
Hypotrophie der linken unteren Gliedmasse, Radikulopathie der Wirbel 
L4-L5-S1.  Soweit  sich  die  Ärzte  zur  Arbeitsfähigkeit  des 
Beschwerdeführers  äusserten,  befanden  sie  ihn  zu  55-100% 
arbeitsunfähig. 

Seite 11

C-6882/2008

Stellt  man  die  gesundheitlichen  Beeinträchtigungen  der  Wirbelsäule 
per 24. März 2005 und per 12. September 2008 einander gegenüber, 
zeigt  sich,  dass  aus  den  neuen  Berichten  keine  gesundheitlichen 
Beeinträchtigungen  der  Wirbelsäule  ersichtlich  werden,  welche  nicht 
schon  im  Rahmen der  Beurteilung  des  zweiten  Leistungsbegehrens 
aktenkundig  gewesen  sind.  Dass  sich  der  Gesundheitszustand  trotz 
gleichbleibender Diagnosen verschlechtert  hätte,  ist  nicht  ersichtlich. 
Zum  einen  äussern  sich  die  Ärzte  nicht  zur  Entwicklung  des 
Gesundheitszustandes seit dem 24. März 2005. Zum anderen beurteilt 
lediglich ein Kurzattest von geringem Beweiswert die Arbeitsfähigkeit 
des  Beschwerdeführers  (Arbeitsunfähigkeit  von  100%),  wobei  diese 
Einschätzung  bereits  im  Zusammenhang  mit  der  Beurteilung  des 
zweiten Leistungsbegehren von einigen Ärzten geäussert worden war. 
Auch  das  von  Dr. F._______  am 16.  April  2008  erstellte  Attest  fällt 
kürzer aus als das von ihm am 12. April 2005 erstellte und äussert sich 
im Gegensatz dazu auch nicht zur Arbeitsfähigkeit  des Beschwerde-
führers (vgl. IV/152 und die BVGer-Akten C-22525/2006, Beilage zur 
Beschwerde act. 1).

Gegen eine invaliditätsrelevante  gesundheitliche  Verschlechterung  in 
Bezug auf die Wirbelsäule spricht ferner, dass schon im Rahmen der 
Prüfung  des  zweiten  Leistungsbegehrens  seitens  der  im  Kosovo 
behandelnden  Ärzte  attestiert  wurde,  dass  eine  Operation 
durchzuführen sei. Eine solche Operation wurde seither aber sichtlich 
nicht  durchgeführt  (vgl. act. 1  inkl. Beilagen in den BVGer-Akten C-
2525/2006 sowie IV/133, 138, 149, 152, 154).

In Bezug auf die gesundheitliche Einschränkung der Wirbelsäule hat 
der  Beschwerdeführer  somit  nicht  glaubhaft  gemacht,  dass  eine 
erhebliche  Verschlechterung  eingetreten  ist.  Eine  allfällige  Neu-
beurteilung  des  selben  Sachverhalts  begründet  hingegen  keinen 
Revisionsgrund (vgl. oben E. 5.3).

5.7.6 In  den  neu  eingereichten  medizinischen  Unterlagen  wurden 
auch  eine  anhaltende  somatoforme  Schmerzstörung  (ICD-10  F45.4 
diagnostiziert  bzw. attestiert  (vgl. die vom 22. Dezember 2006 bis 2. 
Juni  2008  datierenden  Bestätigungen  der  NeuropsychiaterInnen  Dr. 
N._______,  Dr.  E._______,  Dr.  O._______,  Dr.  P._______  und  der 
Psychiaterin Dr. Q._______ [IV/133, 135-137, 139 f., 146, 148, 150 f., 
153, 155; vgl. ebenso: IV/147]). Dabei handelt es sich weitgehend um 
blosse  Diagnosen  enthaltende  Atteste  ohne  Begründung  oder 

Seite 12

C-6882/2008

Herleitung derselben. Einzig der Bericht von Dr. O._______ vom 26. 
Dezember  2006  (IV/135)  enthält  eine  kurze  Umschreibung  des 
Gesundheitszustandes  des  Beschwerdeführers.  Auch  daraus  lassen 
sich  allerdings  keine  relevanten  zusätzlichen  Informationen  entneh-
men. Da die Diagnose der somatoformen Schmerzstörung den von Dr. 
B._______ in ihrer Stellungnahme vom 6. Dezember 2004 attestierten 
chronifizierten Schmerzen mit Krankheitswert  entspricht und sich die 
neuen  Atteste  nicht  zur  Arbeitsfähigkeit  des  Beschwerdeführers 
äussern,  wird  im  Vergleich  zum  diesbezüglichen  medizinischen 
Sachverhalt, wie er der IVSTA beim Erlass des Einspracheentscheids 
vom  24.  März  2005  bekannt  war,  keine  erhebliche  gesundheitliche 
Verschlechterung  glaubhaft  gemacht.  Eine  allfällige  Neubeurteilung 
des  selben  Sachverhalts  begründet  hingegen  –  wie  oben  bereits 
aufgeführt – keinen Revisionsgrund.

5.7.7 In  den neuen medizinischen Unterlagen (IV/133-140,  146-155) 
finden  sich  einerseits  die  erwähnten  ärztlichen  Aussagen  zur  im 
Zentrum  stehenden  somatoformen  Schmerzstörung  und  Beein-
trächtigung  der  Wirbelsäule.  Anderseits  werden  die  folgenden 
Diagnosen erwähnt: ängstlich-depressives Syndrom, Neurose, Hyper-
tonie, stabile Angina pectoris.

Das ängstlich-depressive Syndrom wurde lediglich am 27. Dezember 
2006 vom Hausarzt des Beschwerdeführers (Dr. H._______) erwähnt. 
Dieser  überwies  den  Beschwerdeführer  zur  spezialärztlichen 
Abklärung  an  eine  Neuropsychiaterin  (Dr.  P._______),  welche  am 
gleichen Tag die Diagnose des ängstlich-depressiven Syndroms nicht 
bestätigte  (vgl.  IV/136).  Im  früheren  Vergleichszeitpunkt  wurde  dem 
Beschwerdeführer  hingegen eine  Depression attestiert  (vgl. oben  E. 
5.7.2).

Die Neurose wurde von Dr. O._______ in seinem Kurzattest  vom 7. 
Mai  2007  erwähnt  und  nur  dahingehend,  dass  die  anhaltende 
somatoforme  Schmerzstörung  eine  Neurose  beinhalte  (vgl.  IV/139). 
Ansonsten wurde die Neurose weder separat noch als Bestandteil der 
anhaltenden  somatoformen  Schmerzstörung  erwähnt,  insbesondere 
auch nicht von Dr. O._______ in seinen Kurzattesten vom 18. Juni und 
13. August 2007 (vgl. IV/140, 146). 

Die  Hypertonie  wird  lediglich  auf  der  Gesundheitskarte  des 
Beschwerdeführers  erwähnt  (vgl.  IV/146,  Kurzeintrag  vom 9. August 

Seite 13

C-6882/2008

2007). Diese Diagnose wurde bereits im früheren Vergleichszeitpunkt 
erstellt. Eine wesentliche Verschlechterung wird nicht indiziert. 

Die  ebenfalls  lediglich  auf  der  Gesundheitskarte  erwähnte  Angina 
pectoris wird als stabil bezeichnet (Kurzeintrag vom 9. August 2007). 
Selbst wenn es sich dabei um eine neue Diagnose handelt, indiziert  
sie keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes. 

5.7.8 Somit ist der Beurteilung des Medizinischen Dienstes der IVSTA 
vom 25. April  2008 und 9. September  2008 (IV/143,  157)  zuzustim-
men,  dass  aus  den  neu  eingereichten  Unterlagen  nicht  glaubhaft 
gemacht  wird,  dass  sich  der  Gesundheitszustand  (erheblich) 
verschlechtert hat und neue funktionelle Defizite vorliegen.

5.8 Dass  andere  Umstände  eingetreten  sind,  welche  geeignet  sind, 
den  Invaliditätsgrad  massgeblich  zu  beeinflussen,  wurde  vom  Be-
schwerdeführer  nicht  geltend  gemacht  und  ist  aus  den  Akten  auch 
nicht ersichtlich. 

5.9 Zusammenfassend  ist  die  IVSTA  demnach  zu  Recht  auf  die 
Neuanmeldung des Beschwerdeführers  nicht  eingetreten und ist  die 
Beschwerde  vom  11.  Oktober  2008,  soweit  darauf  einzutreten  ist, 
abzuweisen und die Verfügung der IVSTA vom 12. September 2008 zu 
bestätigen.

6.
6.1 Die  Verfahrenskosten  sind  bei  Streitigkeiten  um  die  Bewilligung 
oder  die  Verweigerung  von  IV-Leistungen  nach  dem  Verfahrensauf-
wand  und  unabhängig  vom  Streitwert  im  Rahmen  von  200  -  1000 
Franken festzulegen (Art. 69 Abs. 1bis IVG). Für das vorliegende Ver-
fahren  sind  die  Verfahrenskosten  auf  Fr.  400.-  festzusetzen,  dem 
Beschwerdeführer  als  unterlegene  Partei  aufzuerlegen  und  mit  dem 
von ihm geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. 

6.2 Der  obsiegenden  Partei  kann  von  Amtes  wegen  oder  auf 
Begehren  eine  Entschädigung  für  ihr  erwachsene  notwendige  und 
verhältnismässig hohe Kosten zugesprochen werden (Art.  64 Abs. 1 
VwVG). Als Bundesbehörde hat die IVSTA jedoch keinen Anspruch auf 
Parteientschädigung (Art. 7 Abs. 3 des Reglements vom 21. Februar 
2008  über  die  Kosten  und  Entschädigungen  vor  dem  Bundes-
verwaltungsgericht  [VGKE]  SR  173.320.2),  weshalb  keine  Partei-
entschädigung auszurichten ist.

Seite 14

C-6882/2008

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr.  400.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt.  Sie  werden  mit  dem  geleisteten  Kostenvorschuss  von 
Fr. 400.- verrechnet. 

3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. [...]; Beilagen: Kopien von act. 17 und 

17.1-4)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen

Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Golta

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert  30 Tagen nach Eröffnung beim 
Bundesgericht,  Schweizerhofquai  6,  6004  Luzern,  Beschwerde  in 
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. 
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni  2005 [BGG, SR 
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit  
Angabe  der  Beweismittel  und  die  Unterschrift  zu  enthalten.  Der 
angefochtene  Entscheid  und  die  Beweismittel  sind,  soweit  sie  die 
beschwerdeführende  Partei  in  Händen  hat,  beizulegen  (vgl.  Art.  42 
BGG).

Versand: 

Seite 15