# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 13b11fbf-efd6-542d-af6c-42d06fbe83af
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-06-08
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 08.06.2010 D-3984/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-3984-2010_2010-06-08.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-3984/2010
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  8 .  J u n i  2 0 1 0

Einzelrichter Robert Galliker, 
mit Zustimmung von Richterin Emilia Antonioni;
Gerichtsschreiber Matthias Jaggi.

A._______, geboren (...), Ägypten, alias B._______, 
geboren (...), Irak, alias C._______, Ägypten, alias 
D._______, geboren (...), Irak, alias E._______, geboren 
(...), Staat unbekannt, alias F._______, geboren (...), 
Ägypten, alias G._______, geboren (...), Ägypten, alias 
H._______, geboren (...), Ägypten, 
(...),
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 28. Mai 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-3984/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  der  Beschwerdeführer  am  14.  April  2009  unter  der  Identität 
E._______,  geboren  am  (...)  in  I._______  (Irak),  in  der  Schweiz 
erstmals um Asyl nachsuchte, 

dass er anlässlich der Kurzbefragung und der Anhörung im Wesent-
lichen  geltend  machte,  er  habe  im  Alter  von  sechs  Jahren  seinen 
Onkel nach Libyen begleitet, wo er die nächsten siebzehn Jahre ver-
bracht habe, ohne je wieder in den Irak zurückgekehrt zu sein, 

dass  er  im  Jahre  2007  Libyen per  Schiff  Richtung  Italien  verlassen 
habe,  da er  keinen festen Wohnsitz  innegehabt  und er  im Irak über 
keine Familie mehr verfügt habe, 

dass  er  nach  einem  zirka  zwölftägigen  Aufenthalt  in  Italien  nach 
Amsterdam weitergereist sei, wo er sich bis zum 12. April 2009 illegal 
aufgehalten habe, 

dass er anschliessend am 14. April 2009 unter Umgehung der Grenz-
kontrolle in die Schweiz gereist sei, 

dass eine vom BFM (Fachstelle "Lingua") beauftragte Expertenperson 
mit dem Beschwerdeführer am 12. Oktober 2009 eine landeskundlich-
kulturelle und linguistische Analyse zur Verifizierung seines Sozialisie-
rungsortes  ("area  of  socialisation")  durchführte,  die  ergab,  dass  der 
Beschwerdeführer eindeutig nicht in einem irakisch- beziehungsweise 
libyschsprachigen  Milieu  sozialisiert  wurde,  sondern  eindeutig  in  ei-
nem ägyptischsprachigen Milieu, 

dass das BFM mit Verfügung vom 27. November 2009 in Anwendung 
von Art. 32 Abs. 2 Bst. b des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, 
SR 142.31) auf  das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht  eintrat 
und dessen Wegweisung aus der Schweiz sowie den Vollzug verfügte, 

dass diese Verfügung vom 27. November 2009 am 9. Dezember 2009 
unangefochten in Rechtskraft erwuchs, 

dass  der  Beschwerdeführer  am  16.  April  2010  unter  der  Identität 
F._______,  geboren  am  (...),  im  Empfangs-  und  Verfahrenszentrum 
(EVZ) J._______ ein zweites Asylgesuch einreichte, 

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dass er anlässlich der Kurzbefragung im EVZ J._______ vom 27. April  
2010 im Wesentlichen geltend machte, er heisse A._______ und sei 
im Dorf K._______ in Ägypten geboren worden, wo er bis im Juli 2007 
auch gelebt habe, 

dass  sein  Vater  wegen  einer  Erbangelegenheit  mit  dessen  Bruder 
L._______  zerstritten  gewesen  sei,  wobei  Letzterer  seinen  Vater  im 
April oder Mai 2007 schwer am Kopf verletzt habe, 

dass L._______ deswegen ins Gefängnis gekommen sei, weshalb er - 
der  Beschwerdeführer  -  und  seine  Familie  von  der  Familie  von 
L._______ bedroht worden sei, 

dass  L._______  ihn  zudem  seinerseits  wegen  versuchter 
Körperverletzung  angezeigt  habe,  wobei  er  jedoch  vom  Gericht  in 
zweiter Instanz freigesprochen worden sei, 

dass  er  Ägypten  wegen  dieser  Erbstreitigkeit  mit  L._______  im  Juli 
2007 verlassen habe und via Libyen und Italien nach Holland gereist 
sei, wo er sich illegal aufgehalten habe,

dass  er  dort  unter  anderem bei  einem Ägypter  namens  M._______ 
gewohnt  habe,  der  für  ihn  eine  Scheinehe  für  12'000.--  Euro  habe 
arrangieren wollen, was er jedoch abgelehnt habe, 

dass  M._______  daraufhin  überall  erzählt  habe,  dass  er  -  der 
Beschwerdeführer  -  Schwarzarbeiter  bei  der  Polizei  angezeigt  habe, 
weshalb ihn viele Leute in Holland hätten beseitigen wollen, 

dass M._______, der L._______ kenne, ihm zudem gedroht habe, ihn 
wegen seines illegalen Aufenthalts bei der Polizei anzuzeigen, falls er 
die 12'000.-- Euro nicht bezahlen würde, 

dass er  deshalb in  die  Schweiz  gereist  sei,  wo er  sein  erstes Asyl -
gesuch gestellt habe, 

dass er nach der Ablehnung dieses Asylgesuchs am 1. Januar 2010 
wieder nach Holland gereist sei, wo er sich bis im April 2010 illegal bei 
Freunden und Bekannten aufgehalten habe, 

dass  er  anschliessend  via  Italien  am  16.  April  2010  wieder  in  die 
Schweiz eingereist sei, 

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dass das BFM mit Verfügung vom 28. Mai 2010 - eröffnet am gleichen 
Tag -  in  Anwendung von Art.  32  Abs. 2  Bst. e  AsylG auf  das  Asyl -
gesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung aus 
der  Schweiz  verfügte  sowie  den  Vollzug  als  zulässig,  zumutbar  und 
möglich erachtete,

dass das BFM zur Begründung dieses Entscheides im Wesentlichen 
anführte, dass der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Erbstreit 
mit  L._______  und  die  daraus  resultierenden  Probleme  bereits  vor 
dem  Zeitpunkt  seiner  ersten  Asyleinreichung  bestanden  hätten, 
weshalb  es  nicht  nachvollziehbar  sei,  weswegen  der 
Beschwerdeführer  jene Gründe nicht  bereits  anlässlich seiner ersten 
Gesuchseinreichung beim BFM deponiert  habe und sich stattdessen 
gegenüber  den  Schweizerischen  Asylbehörden  als  irakischer 
Staatsangehöriger  ausgegeben  sowie  ganz  andere  Asylgründe 
vorgetragen habe, 

dass der Beschwerdeführer dem auf Vorhalt hin nichts Substanzielles 
entgegenzuhalten vermocht habe, 

dass sich daher der begründete Schluss aufdränge, dass es sich bei  
den  diesbezüglichen  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  um  ein 
Sachverhaltskonstrukt handle, weshalb seine Vorbringen als unglaub-
haft zu qualifizieren seien, 

dass  das  am 14.  April  2009  eingeleitete  Asylverfahren  seit  dem  9.  
Dezember  2009  rechtskräftig  abgeschlossen  sei  und  sich  aus  den 
Akten zudem keine Hinweise ergeben würden, nach Abschluss dieses 
Verfahrens  seien  Ereignisse  eingetreten,  die  geeignet  seien,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant seien,

dass der Vollzug der Wegweisung zulässig, zumutbar und möglich sei, 

dass für die weitere Begründung auf die vorinstanzliche Verfügung zu 
verweisen ist,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  französischsprachiger  Beschwerde 
vom 2. Juni 2010 (Poststempel) an das Bundesverwaltungsgericht ge-
langte und dabei sinngemäss beantragte, die Verfügung der Vorinstanz 
sei aufzuheben,

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dass in  Bezug auf  die  Beschwerdebegründung auf  die  Beschwerde-
schrift zu verweisen ist, 

dass  die  vorinstanzlichen  Akten  am  3.  Juni  2010  beim  Bundesver-
waltungsgericht eintrafen (Art. 109 Abs. 2 AsylG), 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht  auf  dem Gebiet  des  Asyls  end-
gültig  über  Beschwerden  gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundes-
gesetzes  vom  20. Dezember 1968  über  das  Verwaltungsverfahren 
[VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  entscheidet  (Art. 105  AsylG  i.V.m. 
Art. 31-33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 48 
Abs. 1 VwVG),

dass es sich um eine sogenannte  Laienbeschwerde handelt,  an  die 
keine  hohen  formellen  Anforderungen  zu  stellen  sind,  weshalb  zu 
Gunsten  des  Beschwerdeführers  auf  die  insoweit  form-  und  frist-
gerecht  eingereichte  Beschwerde  einzutreten  ist  (Art.  108  Abs. 2 
AsylG und Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 VwVG),

dass das Urteil im vorliegenden Fall in deutscher Sprache ergeht (vgl. 
Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 33a Abs. 2 Satz 1 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-

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ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 
eine solche handelt,  weshalb der  Beschwerdeentscheid  nur  summa-
risch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  der  Form  nach  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Be-
gründetheit  hin  zu  überprüfen (Art. 32-35a AsylG),  die  Beurteilungs-
kompetenz  der  Beschwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  be-
schränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht ein -
getreten ist, 

dass  dementsprechend  die  Beschwerdeinstanz,  erachtet  sie  das 
Nichteintreten auf das Asylgesuch als unrechtmässig, sich einer selb-
ständigen materiellen Prüfung zu enthalten,  die  angefochtene Nicht-
eintretensverfügung  aufzuheben  und  die  Sache  zu  neuer  Entschei-
dung  an  die  Vorinstanz  zurückzuweisen  hat  (vgl.  EMARK [Entschei-
dungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission] 
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.), 

dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie 
deren  Vollzugs  materiell  geprüft  hat,  weshalb  dem  Bundesver-
waltungsgericht einzig diesbezüglich volle Kognition zukommt,

dass auf ein Asylgesuch nicht eingetreten wird, wenn Asylsuchende in 
der  Schweiz  bereits  ein  Asylverfahren  erfolglos  durchlaufen  haben 
oder während des hängigen Asylverfahrens in den Heimat- oder Her-
kunftsstaat zurückgekehrt sind, ausser es gebe Hinweise, dass in der 
Zwischenzeit  Ereignisse  eingetreten  sind,  die  geeignet  sind,  die 
Flüchtlingseigenschaft  zu  begründen,  oder  die  für  die  Gewährung 
vorübergehenden Schutzes relevant sind (Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG), 

dass der Nichteintretensgrund von Art. 32 Abs. 2 Bst. e AsylG somit 
ein formelles (früheres Asylverfahren) und ein materielles Erfordernis 
(fehlende Hinweise) enthält, welche im Einzelfall beide gleichzeitig er-
füllt sein müssen,

dass im Falle des Beschwerdeführers das formelle Erfordernis in Form 
der ersten Variante des in der Schweiz erfolglos durchlaufenen Asyl-

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verfahrens offensichtlich erfüllt  ist, zumal mit der Verfügung des BFM 
vom  27.  November  2009  ein  rechtskräftiger  Entscheid  vorliegt,  in 
welchem implizit vom Fehlen der Flüchtlingseigenschaft im Sinne der 
Definition von Art. 3 AsylG ausgegangen wurde (vgl. EMARK 1998 Nr. 
1 E. S. 5 ff.), 

dass  das  BFM  ebenso  offensichtlich  zu  Recht  ein  Fehlen  von  Hin-
weisen  auf  seither  eingetretene  flüchtlingsrechtlich  bedeutsame  Er-
eignisse (materielles Erfordernis) festgestellt hat, da der Beschwerde-
führer anlässlich der Kurzbefragung vom 27. April  2010 nicht geltend 
machte,  er  habe  nach  dem rechtskräftigen  Abschluss  seines  ersten 
Asylverfahrens eine gegen seine Person gerichtete Verfolgung erlebt, 
sondern sein zweites Asylgesuch lediglich mit  Verfolgungsvorbringen 
begründete, die sich vor der Einreichung seines ersten Asylgesuchs in 
der Schweiz ereignet haben, 

dass zudem übereinstimmend mit der Vorinstanz festzustellen ist, dass 
diese  Vorbringen  als  konstruiert  und  damit  unglaubhaft  erscheinen, 
zumal nicht nachvollziehbar ist,  weswegen der Beschwerdeführer sie 
nicht  bereits  anlässlich  der  Einreichung  seines  ersten  Asylgesuchs 
vorbrachte,

dass  sich  der  Beschwerdeeingabe  des  Beschwerdeführers  keine 
neuen  Argumente  entnehmen lassen,  welche geeignet  wären,  diese 
Einschätzung umzustossen,

dass das BFM demnach zu Recht gestützt auf  Art. 32 Abs. 2 Bst. e 
AsylG auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 16. April 2010 
nicht eingetreten ist,

dass  das  Nichteintreten  auf  ein  Asylgesuch  in  der  Regel  die  Weg-
weisung aus der  Schweiz zur  Folge hat  (Art. 44 Abs. 1 AsylG),  vor-
liegend der Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem 
kein Anspruch auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. EMARK 2001 
Nr. 21), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den gesetz-
lichen Bestimmungen steht  und demnach vom Bundesamt zu Recht 
angeordnet wurde,

dass  das  Bundesamt  das  Anwesenheitsverhältnis  nach  den  gesetz-
lichen Bestimmungen über  die  vorläufige  Aufnahme von Ausländern 
regelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumut-
bar  oder  nicht  möglich  ist  (Art. 44  Abs. 2  AsylG; Art. 83  Abs. 1  des 

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Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen 
und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss  ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und  seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft  gilt,  dass  heisst,  sie  sind  zu  beweisen,  wenn 
der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens glaubhaft zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht-
liche  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK,  SR 
0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da der Beschwerdeführer keine Verfolgung oder begründete Furcht 
vor Nachteilen dazulegen vermag, welche geeignet wäre, seine Flücht-
lingseigenschaft zu begründen, und auch keine Anhaltspunkte für eine 
menschenrechtswidrige  Behandlung  im  Sinne  von  Art.  3  der  Kon-
vention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und 
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) ersichtlich sind, die ihm in Ägypten 
droht,

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen  wie  Krieg,  Bürgerkrieg,  allgemeiner  Gewalt  und 
medizinischer Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Ägypten noch individuelle Gründe 
auf  eine konkrete Gefährdung des Beschwerdeführers im Falle einer 

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Rückkehr  schliessen  lassen,  zumal  aufgrund  seiner  Herkunft  davon 
auszugehen ist, er verfüge dort über ein Beziehungsnetz, 

dass  auch  die  vom  Beschwerdeführer  in  der  Rechtsmittelschrift 
geltend  gemachten  gesundheitlichen  Beschwerden  nicht  gegen  die 
Zumutbarkeit  seiner  Rückkehr  in  den  Heimatstaat  sprechen,  zumal 
aufgrund der Akten nicht davon auszugehen ist, es handle sich dabei  
um ernsthafte Erkrankungen (vgl. act. B 14/1, B 22/1, B 23/1), die nicht 
auch im Heimaltland behandelt werden könnten,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  des  Beschwerdeführers  in  den 
Heimatstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse be-
stehen (Art. 83  Abs. 2 AuG),  und es  dem Beschwerdeführer  obliegt, 
bei  der Beschaffung gültiger Reisepapiere mitzuwirken (Art.  8 Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt  
oder  unangemessen  ist  (Art. 106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist, 

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von Fr. 600.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.--  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den  Beschwerdeführer  durch  Vermittlung  des  (...)  (Einschreiben; 
Beilage: Einzahlungsschein)

- das BFM, (...) (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...), mit der Bitte 
um  Eröffnung  des  Urteils  an  den  Beschwerdeführer  und  um 
Zustellung  der  beiliegenden  Empfangsbestätigung  an  das 
Bundesverwaltungsgericht)

- (...)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Robert Galliker Matthias Jaggi

Versand:

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