# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 7883f13f-488c-541b-80a5-1b0b948b9419
**Source:** Zürich (ZH)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-10-02
**Language:** de
**Title:** Zürich Obergericht Zivilkammern 02.10.2023 LY220047
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/ZH_Obergericht/ZH_OG_001_LY220047_2023-10-02.pdf

## Full Text

Obergericht des Kantons Zürich
I. Zivilkammer  

Geschäfts-Nr.: LY220047-O/U

damit vereinigt Geschäfts-Nr. LY220049-O

Mitwirkend: Oberrichter lic. iur. A. Huizinga, Vorsitzender, 

Oberrichter Dr. M. Kriech und Oberrichterin lic. iur. B. Schärer 

sowie Gerichtsschreiber Dr. Chr. Arnold

Beschluss und Urteil vom 2. Oktober 2023

in Sachen

A._____, 
Gesuchsgegner, Erstberufungskläger und Zweitberufungsbeklagter

vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. X._____

gegen

B._____, 
Gesuchstellerin, Erstberufungsbeklagte und Zweitberufungsklägerin

vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Y._____

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)

Berufungen gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen 
Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 2. September 2022 (FE190019-D)

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Rechtsbegehren:

der Gesuchstellerin (Urk. 5/29/1 S. 2 ff.; Urk. 5/79 S. 1 f.):

"1. Der Gesuchsgegner sei gestützt auf Art. 170 ZGB zu verpflichten, 
innert Frist folgende Unterlagen zu edieren:
a. aktueller Arbeitsvertrag mit C._____
b. sämtliche Zusatzvereinbarungen zum Arbeitsvertrag, insbe-

sondere Bonusreglement, Zielvereinbarungen, Spesenregle-
ment, Aktienbezugsprogramm

c. Bonusentscheide C._____ für die Jahre 2018 - 2019
d. Steuererklärung 2018
e. Steuererklärung 2019
f. Kontoauszüge UBS D._____ Konto IBAN 1 (Jahre 2017 – 

Juni 2020)
g. Kontoauszüge ZKB Zürich Konto Nr. 2 (Jahre 2017 – Juni 

2020)
h. Kreditkartenabrechnungen Master Card und American 

Express 2016 (inkl. Partnerkarte)
i. Kreditkartenabrechnungen Master Card und American 

Express 2017 (inkl. Partnerkarte)
j. Auskunft über den Verbleib der Mitarbeiteraktien der C._____

2. Die eheliche Einfamilienhausliegenschaft E._____ … in F._____ 
inklusive Einrichtungsgegenstände und Hausrat sei für die Dauer 
des Scheidungsverfahrens der Gesuchstellerin und den Kindern 
der Parteien zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.

3. Es seien die Kinder der Parteien, G._____, geboren tt. mm.2004, 
H._____, geboren tt. mm.2007, für die Dauer des Scheidungsver-
fahrens unter die elterliche Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.

4. Angesichts des Alters von G._____ sei auf die Fixierung eines ge-
genseitigen Besuch[s]- und Ferienrechts zwischen ihm und dem 
Gesuchsgegner zu verzichten.
Es sei für den Sohn H._____ und den Gesuchsgegner ein ge-
richtübliches gegenseitiges Besuchs- und Ferienrecht zu bewilli-
gen.

5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin rück-
wirkend auf ein Jahr vor Gesuchseinreichung, somit ab 25. Juni 
2019, für die Dauer des Scheidungsverfahrens an den Unterhalt 
der Kinder folgende Beiträge zu leisten, und zwar auch über deren 
Mü[n]digkeit hinaus, sofern sie noch in Ausbildung stehen, mit der 

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Gesuchstellerin wohnen und keine andere Zahlstelle bekanntgege-
ben haben:
für G._____ monatlich im Voraus auf den Monatsersten 
CHF 2'000.00 zuzüglich gesetzliche bzw./und vertragliche Ausbil-
dungs[zu]lagen,
zuzüglich 6.6 % des 13. Monatslohns (innert 10 Tagen nach Aus-
zahlung), zuzüglich CHF 9'800.00 vom Bonus (innert 10 Tagen 
nach Auszahlung).
für H._____ monatlich CHF 2'000.00 zuzüglich gesetzliche 
bzw./und vertragliche Kinderzulagen zuzüglich 6.6 % des 13. Mo-
natslohns (innert 10 Tagen nach Auszahlung), zuzüglich CHF 
9'800.00 vom Bonus (innert 10 Tagen nach Auszahlung);
der Gesuchsgegner sei zudem zu verpflichten, der Gesuchstellerin 
monatlich im Voraus auf den Monatsersten CHF 1'460.00 für die 
Schulkosten von H._____ und die damit verbundenen Ausgaben 
zu bezahlen.

6. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin 
rückwirkend auf ein Jahr vor Gesuchseinreichung, somit ab 
25. Juni 2019, für die Dauer des Scheidungsverfahrens einen Ehe-
gattenunterhalt, zahlbar monatlich im Voraus je auf den Monats-
ersten bzw. bei Auszahlung des 13. Monatslohn[s] und des Bonus, 
folgende Beiträge zu leisten:
vom 25. Juni 2019 bis 31. August 2023 monatlich [Fr.] 4'000.00
zuzüglich 40% des 13. Monatslohns (innert 10 Tagen nach Aus-
zahlung)
zuzüglich CHF 57'600.00 vom Bonus (innert 10 Tagen nach Aus-
zahlung)
ab 01. September 2023 bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils 
monatlich CHF 2'500.00
zuzüglich 40% des 13. Monatslohns (innert 10 Tagen nach Aus-
zahlung) zuzüglich CHF 57'600.00 vom Bonus (innert 10 Tagen 
nach Auszahlung).

7. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Gesuchstellerin 
vorbehält, höhere Beiträge für sich persönlich zu beantragen 
(CHF 12'065.25 bzw. CHF 11'137.15), sollten die Kinderunterhalte 
für alle drei Kinder der Parteien nicht wie beantragt vom Gesuchs-
gegner anerkannt werden.

Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWST) zulasten des Ge-
suchsgegners."

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des Gesuchsgegners (Urk. 5/38 S. 2 ff.; Urk. 5/80 S. 1 f.; Prot. I, S. 36):

"1. Es sei die eheliche Liegenschaft E._____ … in F._____ samt Haus-
rat und Mobiliar für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens 
der Gesuchstellerin und den Kindern zur alleinigen Benützung zu-
zuweisen.

2. Es seien die Kinder G._____, geb. tt.mm.2004, und H._____, geb. 
tt.mm.2007, unter die alleinige Obhut der Gesuchstellerin zu stel-
len.

3. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass G._____ und H._____ ih-
ren zivilrechtlichen Wohnsitz bei der Gesuchstellerin haben.

4. Es sei der Gesuchsgegner für berechtigt und verpflichtet zu erklä-
ren, die Kinder auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen:
- an Wochenenden gerader Kalenderwochen von Freitagabend 

18.00 Uhr bis Sonntagabend 20.00 Uhr;
- an jedem Mittwoch von 18.00 Uhr bis 20.30 Uhr;
- in Jahren mit gerader Jahreszahl über Ostern von Gründonners-

tagabend 18.00 Uhr bis Ostermontagabend 20.00 Uhr, sowie in 
Jahren mit ungerader Jahreszahl über Pfingsten von Pfingstfrei-
tagabend 18.00 Uhr bis Pfingstmontagabend, 20.00 Uhr;

- in Jahren mit gerader Jahreszahl in der ersten Weihnachtsferi-
enwoche (mit den Weihnachtstagen) und in Jahren mit ungera-
der Jahreszahl in der zweiten Weihnachtsferienwoche (mit den 
Neujahrstagen);

- während den ersten zwei Wochen der Sommerschulferien;
- alternativ während einer Woche in den Frühlings- oder Herbst-

ferien, wobei der Gesuchsteller verpflichtet ist, der Gesuchstel-
lerin spätestens bis am 31. Januar eines jeden Jahres mitzutei-
len, ob er die Kinder in den Frühlings- oder Herbstferien betreut 
und in welcher Ferienwoche.

Es sei festzustellen, dass die Kinder in der übrigen Zeit von der 
Gesuchstellerin betreut werden.

5. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin an die 
Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder monatliche, 
jeweils auf den Ersten eines jeden Monats im Voraus zahlbare Un-
terhaltsbeiträge, zuzüglich allfällige gesetzlich und/oder vertraglich 
geschuldete Familienzulagen, wie folgt zu bezahlen:
Für G._____:
- CHF 1'500.00 rückwirkend ab dem 25. Juni 2019 bis und mit 

dem 31. Juli 2020;
- CHF 275.00 rückwirkend ab dem 1. August 2020 bis zum 

ordentlichen Abschluss einer angemessenen 

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Ausbildung, voraussichtlich 31. Juli 2023, 
auch über die Mündigkeit hinaus.

Eventualiter:
CHF 650 rückwirkend ab dem 1. August 2020 
bis und mit 31. Juli 2021, CHF 450 ab dem 
1. August 2021 bis und mit 31. Juli 2022 und 
CHF 50.00 ab dem 1. August 2022 bis und 
mit dem 31. Juli 2023.

Für H._____
- CHF 1'500.00 rückwirkend ab dem 25. Juni 2019 bis zum 

ordentlichen Abschluss einer angemessenen 
Ausbildung, auch über die Mündigkeit hinaus, 
abzüglich eines allfälligen Lehrlingslohnes 
und/oder Kinderrenten (AHV und Pensions-
kasse).

Darüber hinaus sei der Gesuchsteller zu verpflichten und für be-
rechtigt zu erklären, für H._____ zusätzlich die Schulkosten der 
I._____ im Betrag von CHF 1'459.30 pro Monat (Schulkosten 
CHF 16'982.50 pro Jahr und Lehrmittel CHF 528.80 pro Jahr) als 
Direktzahlungen zu leisten.

6. Es sei festzustellen, dass kein Betreuungsunterhalt geschuldet ist.
7. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin die 

folgenden jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zum Voraus 
zahlbaren monatlichen Unterhaltsbeiträge zu bezahlen.
- CHF 4'661.00 rückwirkend ab dem 25. Juni 2019 bis und mit 

31. Dezember 2020, zuzüglich CHF 567 pro 
Monat vom Bonus des Gesuchstellers;

- CHF 3'870.00 ab dem 1. Januar 2021 bis und mit 30. Juni 
2023;

- CHF 2'513.00 ab dem 1. Juli 2023 bis am 25. April 2026.
8. Es seien die vom Gesuchsteller im Zeitraum 25. Juni 2019 bis zum 

Erlass des Massnahm[e]entscheids bezahlten Unterhaltsbeiträge 
festzuhalten (bis heute: CHF 319'008.45).

9. Es sei die Gesuchstellerin zu verpflichten, dem Gesuchsteller auf 
erstes Verlangen seine Armeewaffe (Pistole Nr. 3) zusammen mit 
den zwei 'cachons' Munition herauszugeben.

10. Es sei die Gesuchstellerin zu verpflichten, den Gesuchsgegner 
darüber zu informieren, bei welcher Bank sie welche(s) Kinderkon-
ten für H._____ und G._____ eröffnet hat, ihm Einblick in dieselben 
zu gewähren sowie sämtliche notwendigen Willenserklärungen ab-
zugeben, damit dem Gesuchsgegner die Vollmacht für die Kinder-
konten eingeräumt wird.

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11. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 7,7% 
Mehrwertsteuer, zulasten der Gesuchstellerin."

Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren 
am Bezirksgericht Dielsdorf vom 2. September 2022:

(Urk. 5/113 S. 48 ff. = Urk. 13/2 S. 48 ff.)

1. Das Editionsbegehren der Gesuchstellerin wird abgewiesen.

2. Die eheliche Liegenschaft E._____ ... in F._____ wird samt Mobiliar und 

Hausrat für die Dauer des Scheidungsverfahrens der Gesuchstellerin zuge-

wiesen.

3. Die gemeinsamen Kinder G._____, geboren am tt.mm.2004, und H._____, 

geboren am tt.mm.2007, werden für die Dauer des Verfahrens unter die 

alleinige Obhut der Gesuchstellerin gestellt. Der gesetzliche Wohnsitz der 

Kinder im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ZGB befindet sich damit am jeweiligen 

Wohnsitz der Gesuchstellerin.

4. Auf eine Besuchsrechtsregelung für den gemeinsamen Sohn G._____ wird 

aufgrund seines Alters verzichtet. 

5. Die Parteien regeln die Betreuungsverantwortung (inkl. der Ferien) für den 

Sohn H._____ von Fall zu Fall selbst. Im Streitfall gilt folgendes:

Der Gesuchsgegner ist für die Dauer des Scheidungsverfahrens berechtigt 

und wird verpflichtet, den Sohn

 an jedem zweiten Wochenende jeweils von Freitag, 19.00 Uhr bis 

Sonntag, 19.00 Uhr (verpflegt);

 in Jahren mit gerader Jahreszahl über Ostern (Karfreitag bis Ostermon-

tag) und am 25. Dezember; 

 in Jahren mit ungerader Jahreszahl über Pfingsten (Pfingstsamstag bis 

Pfingstmontag) und am 24. Dezember,

auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. 

Der Gesuchsgegner ist zudem berechtigt und wird verpflichtet, den Sohn 

H._____ jährlich während der Schulferien für drei Wochen (respektive eben-

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falls für zwei Wochen, wenn er eine Berufslehre absolviert) auf eigene Kos-

ten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.

Der Gesuchsgegner wird ausserdem verpflichtet, der Gesuchstellerin min-

destens drei Monate im Voraus mitzuteilen, wann er sein Ferienbesuchs-

recht ausüben will.

6. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts und der 

Erziehung der gemeinsamen Kinder monatlich im Voraus jeweils auf den 

Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge (zuzüglich allfälliger 

gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen) wie folgt zu bezahlen:

G._____: Fr. 2'480.– Phase I: rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis und mit Ok-
tober 2022 (Volljährigkeit; davon Fr. 0.– Betreuungs-

unterhalt, inkl. Überschuss Fr. 1'000.–);

Fr. 1'480.– Phase II: ab 1. November 2022 bis zum rechtskräfti-
gen Scheidungsurteil respektive Abschluss einer an-

gemessenen Ausbildung (nur Barunterhalt);

H._____: Fr. 4'223.– Phase I: rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 31. Dezem-
ber 2020 (davon Fr. 1'478.– Betreuungsunterhalt, inkl. 

Überschuss Fr. 1'000.–);

Fr. 3'249.– Phase II: ab 1. Januar 2021 bis zum 31. August 2023 
(davon Fr. 354.– Betreuungsunterhalt, inkl. Über-

schuss Fr. 1'000.–);

Fr. 2'895.– Phase III: ab dem 1. September 2023 bis zum rechts-
kräftigen Scheidungsurteil respektive Abschluss einer 

angemessenen Ausbildung (davon Fr. 0.– Betreu-

ungsunterhalt, inkl. Überschuss Fr. 1'000.–); 

zahlbar jeweils an die Gesuchstellerin, solange das Kind in deren Haushalt 

lebt oder keine eigenen Ansprüche stellt bzw. keinen anderen Zahlungsemp-

fänger bezeichnet, bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Endentscheides.

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7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin persönlich monat-

liche Unterhaltsbeiträge im Sinne von Art. 125 ZGB wie folgt zu bezahlen:

a) Fr. 3'750.– rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 31. Dezember 2020;

b) Fr. 3'516.– vom 1. Januar 2021 bis zum 31. August 2023 und

c) Fr. 2'513.– ab dem 1. September 2023 bis zum rechtskräftigen 

Scheidungsurteil.

Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den 

Ersten eines jeden Monats.

8. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner für die Zeit ab 

25. Juni 2019 bis 15. Juni 2022 Unterhaltsbeiträge von insgesamt 

Fr. 374'766.80 geleistet hat (Kinderunterhalt und persönliche Unterhaltsbei-

träge). Dieser Betrag ist bei den rückwirkend geschuldeten Unterhaltszah-

lungen in Anrechnung zu bringen.

9. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner für die Zeit ab 

25. Juni 2019 bis 15. Juni 2022 Unterhaltsbeiträge von Fr. 48'677.30 in Form 

von Direktzahlungen an die I._____ geleistet hat.

10. Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner für die Zeit ab 

25. Juni 2019 bis 15. Juni 2022 ausserordentliche Kinderkosten in der Höhe 

von Fr. 3'479.75 geleistet hat.

11. Diesem Entscheid über die vorsorglichen Massnahmenbegehren liegen fol-

gende finanzielle Verhältnisse der Gesuchsgegner zugrunde:

Einkommen (netto pro Monat):

- Gesuchsgegner:  mindestens Fr. 29'333.–
(Phase I bis III: Arbeitspensum: 100 %, inkl. 13. ML)

- Gesuchstellerin: Fr. 4'072.–
(Phase I: Arbeitspensum: 60 %, inkl. 13. ML)

- Gesuchstellerin: Fr. 5'430.–
(Phase II, Arbeitspensum: hypothetisch 80 %, inkl. 13. ML)

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- Gesuchstellerin: Fr. 6'787.–
(Phase III, Arbeitspensum: hypothetisch 100 %, inkl. 13. ML)

- G._____: Fr.
250.–

(Phase I bis III: Familienzulagen exkl. Lehrlingslohn)

- H._____: Fr.
250.–

(Phase I bis III: Familienzulagen)

Bedarf (pro Monat):

- Gesuchsgegner (Phase I bis III): Fr. 10'752.–

- Gesuchstellerin (Phase I): Fr. 5'550.–

- Gesuchstellerin (Phase II): Fr. 5'784.–

- Gesuchstellerin (Phase III): Fr. 5'955.–

- G._____ (Phase I bis III) Fr. 1'730.30

- H._____ (Phase I): Fr. 1'994.95

- H._____ (Phasen II und III) Fr. 2'144.95

Vermögen und Schulden:

Keine für die Bemessung der Unterhaltsbeiträge relevanten Vermögen oder Schul-

den.

12. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, den Gesuchsgegner mit den dafür rele-

vanten Bankbelegen darüber zu informieren, bei welcher Bank sie die Kin-

derkonti für H._____ und G._____ eröffnet hat, wie hoch das aktuelle Gutha-

ben ist und über die detaillierten Kontobewegungen seit der Trennung Aus-

kunft zu erteilen. Ausserdem wird sie verpflichtet, ihn regelmässig, jeweils 

per Ende eines jeden Jahres, über die Höhe der Guthaben auf den Kinder-

konti von H._____ und G._____ zu informieren, indem sie ihm detaillierte 

Kontoauszüge des vergangenen Jahres zur Verfügung stellt.

13. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, auf erstes Verlangen des Gesuchsgeg-

ners seine Armeewaffe (Pistole Nr. 3) samt der dazugehörenden Munition 

(zwei «cachons») an den Gesuchsgegner herauszugeben.

14. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird im Endentscheid befun-

den.

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15. Schriftliche Mitteilung an die Parteien je mit Gerichtsurkunde.

16. Eine Beschwerde gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zu-

stellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge-

richt des Kantons Zürich, I. Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erhoben 

werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begrün-

den. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.

17. Der in Art. 145 Abs. 1 ZPO genannte Stillstand von Fristen gilt in diesem 

summarischen Verfahren nicht.

Berufungsanträge der Erstberufung:

des Gesuchsgegners und Erstberufungsklägers (Urk. 1 S. 2 ff.):

"1. Es sei die Dispositivziffer 6 der Verfügung des Bezirksgerichts 
Dielsdorf vom 2. September 2022 aufzuheben und der Gesuchs-
gegner sei zu verpflichten an die Kosten des Unterhalts und der 
Erziehung der gemeinsamen Kinder monatlich im Voraus jeweils 
auf den ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge 
(zuzüglich allfälliger gesetzlicher und / oder vertraglicher Kinderzu-
lagen) wie folgt zu bezahlen:
für G._____

 CHF 2'480.00 Phase I: rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 
und mit 30. Juli 2020 (davon CHF 0.00 Betreuungsunterhalt, 
inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

 CHF 1'780.00 Phase II: rückwirkend ab 1. August 2020 bis 
und mit 30. August 2021 (davon CHF 0.00 Betreuungsunter-
halt, inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

 CHF 1'580.00 Phase III: rückwirkend ab 1. September 2021 
bis und mit 31. Oktober 2022 (bis zur Volljährigkeit; davon 
CHF 0.00 Betreuungsunterhalt, inkl. Überschuss 
CHF 1'000.00);

 CHF 180.00 Phase IV: ab 1. November 2022 bis und mit 
31. August 2023 (ab Volljährigkeit; nur Barbedarf);

 CHF 80.00 Phase VI: ab 1. September 2023 bis zum 
rechtskräftigen Scheidungsurteil, respektive Abschluss einer 
angemessenen Ausbildung (nur Barunterhalt);

Eventualiter, für G._____

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 CHF 2'480.00 Phase I: rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 
und mit 30. Juli 2020 (davon CHF 0.00 Betreuungsunterhalt, 
inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

 CHF 2'205.00 Phase II: rückwirkend ab 1. August 2020 bis 
und mit 30. August 2021 (davon CHF 0.00 Betreuungsunter-
halt, inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

 CHF 2'105.00 Phase III: rückwirkend ab 1. September 2021 
bis und mit 31. Oktober 2022 (bis zur Volljährigkeit; davon 
CHF 0.00 Betreuungsunterhalt, inkl. Überschuss 
CHF 1'000.00);

 CHF 905.00 Phase IV: ab 1. November 2022 bis und mit 
31. August 2023 (ab Volljährigkeit; nur Barbedarf);

 CHF 855.00: Phase VI: ab 1. September 2023 bis zum 
rechtskräftigen Scheidungsurteil, respektive Abschluss einer 
angemessenen Ausbildung (nur Barunterhalt);

für H._____

 CHF 4'223.00 Phase I: rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 
und mit 31. Dezember 2020 (davon CHF 1'478.00 Betreu-
ungsunterhalt, inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

 CHF 3'249.00 Phase II: rückwirkend ab 1. Januar 2021 bis 
und mit 31. August 2023 (davon CHF 354.00 Betreuungsun-
terhalt, inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

 CHF 2'895.00 Phase III: ab 1. September 2023 bis zum 
rechtskräftigen Scheidungsurteil, respektive Abschluss einer 
angemessenen Ausbildung (davon [Fr.] 0.00 Betreuungsun-
terhalt, inkl. Überschuss CHF 1'000.00);

zahlbar jeweils an die Gesuchstellerin, solange das Kind in deren 
Haushalt lebt oder keine eigenen Ansprüche stellt bzw. keinen an-
deren Zahlungsempfänger bezeichnet, bis zum Vorliegen eines 
rechtskräftigen Endentscheides;

2. Es sei die Dispositivziffer 7 der Verfügung des Bezirksgerichts 
Dielsdorf vom 2. September 2022 aufzuheben und der Gesuchs-
gegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin persönlich monatli-
che Unterhaltsbeiträge im Sinne von Art. 125 ZGB wie folgt zu be-
zahlen:

 CHF 2'680.00 rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis und mit 
31. August 2023;

 CHF 1'848.00 ab 1. September 2023 bis zum rechtskräfti-
gen Scheidungsurteil;

3. Es sei die Dispositivziffer 11 des Urteils des Bezirksgerichts Diels-
dorf vom 2. September 2022 aufzuheben und die neuen finanziel-
len Verhältnisse der Parteien festzuhalten, insbesondere den Lehr-

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lingslohn von G._____ von CHF 850.00 im ersten Lehrjahr 
(2020/2021), von CHF 1'050.00 im zweiten Lehrjahr (2021/2022), 
von CHF 1'450.00 im dritten Lehrjahr (2022/2023) und von 
CHF 1'550.00 im vierten Lehrjahr (2023/2024) seinem monatlichen 
Einkommen anzurechnen;

4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWSt) zulasten 
der Gesuchstellerin."

der Gesuchstellerin und Erstberufungsbeklagten (Urk. 10 S. 2):

"Es sei die Berufung vollumfänglich abzuweisen.
Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten des Ge-
suchsgegners und Berufungsklägers."

Berufungsanträge der Zweitberufung:

der Gesuchstellerin und Zweitberufungsklägerin (Urk. 13/1 S. 2 f. und 16 f.):

"1. Es sei Disp. Ziff. 6. der Verfügung des Einzelrichters im ordentli-
chen Verfahren des Bezirksgericht[s] Dielsdorf vom 02. September 
2022 aufzuheben und der Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte 
zu verpflichten, an die Kosten des Unterhalts der Kinder der Par-
teien folgende monatliche, jeweils im Voraus zu bezahlende Unter-
haltsbeiträge zu leisten:
Für G._____:
rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 30. Oktober 2022 CHF [3'755.–] 
zuzüglich Ausbildungszulagen
Ab 01. November 2022 für die Dauer des Scheidungsverfahrens 
CHF [1'480.–] zuzüglich Ausbildungszulagen
Für H._____:
rückwirkend ab 25. Juni 2019 für die Dauer des Scheidungsverfah-
rens CHF [4'020.–] zuzüglich Kinderzulagen,

2. Es sei Disp. Ziff. 7. der Verfügung des Einzelrichters im ordentli-
chen Verfahren des Bezirksgericht[s] Dielsdorf vom 02. September 
2022 aufzuheben und der Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte 
zu verpflichten, der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin monat-
liche Unterhaltsbeiträge für sie persönlich wie folgt zu leisten:
Phase I (rückwirkend ab 25. Juni 2019 bis 31. Dezember 2020)
Unterhalt CHF 6'029.50
Phase 1 (ab 01. Januar 2021 bis 31. August 2023)

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01.01.2020 [recte: 2021] – 31.08.2020 [recte: 2021]
Unterhalt CHF 6'341.50
01.09. 2020 [recte: 2021]- 31. Dezember 2020 [recte: 2021]
Unterhalt CHF 5'656.20
01.01.2021 [recte: 2022] – 31.08.2023
Unterhalt CHF 5'211.50
Phase 3 (ab 01. September 2023 für die Dauer des Scheidungs-
verfahrens)
01.09.2023 für die Dauer des Scheidungsverfahrens
Unterhalt […] CHF 4'101.50

Kosten und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zulasten des Ge-
suchsgegners und Berufungsbeklagten." 

des Gesuchsgegners und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 35 S. 2):

"1. Es sei auf die Berufung der Berufungsklägerin vom 8. [recte: 7.] 
Oktober 2022 nicht einzutreten.
Eventualiter sei die Berufung der Berufungsklägerin vom 8. [recte: 
7.] Oktober 2022 vollumfänglich abzuweisen.

2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zzgl. 7,7% Mehrwert-
steuer, zulasten der Berufungsklägerin."

Erwägungen:

I. Sachverhalt und Prozessgeschichte

1. Die Parteien haben am tt. März 2000 geheiratet. Der Ehe entsprangen 

drei Söhne: J._____, geboren am tt.mm.2000, G._____, geboren am tt.mm.2004, 

und H._____, geboren am tt.mm.2007 (Urk. 5/5). J._____ studiert seit Septem-

ber 2021 an der Universität T.; G._____ macht seit August 2020 eine Lehre als 

Informatiker EFZ bei der K._____ AG; H._____ besucht seit 2022 das Gymnasium 

L._____ (siehe Urk. 5/79 S. 3 f.; Prot. I, S. 37 f.; Urk. 10 S. 11).

2. Mit Eingabe vom 5. Februar 2019 reichte der Gesuchsgegner, Erstberu-

fungskläger und Zweitberufungsbeklagte (nachfolgend: Gesuchsgegner) das ge-

meinsame Scheidungsbegehren ein (Urk. 5/1; Urk. 5/3). Am 25. Juni 2020 ersuchte 

- 14 -

die Gesuchstellerin um vorsorgliche Massnahmen (Urk. 5/29/1). Hinsichtlich der 

Prozessgeschichte kann auf den vorinstanzlichen Entscheid verwiesen werden 

(Urk. 13/2 S. 6 f.). Dieser erging am 2. September 2022 (Urk. 3 = Urk. 5/111). 

Nachdem der Text in der gedruckten Version aus technischen Gründen nur unvoll-

ständig erschienen war (Urk. 13/33 S. 6 f.), eröffnete die Vorinstanz denselben Ent-

scheid mit vollständigem Text erneut als "berichtigte Fassung i.S.v. Art. 334 Abs. 1 

ZPO" (Urk. 5/113 = Urk. 13/2). Soweit nachfolgend auf den vorinstanzlichen Ent-

scheid Bezug genommen wird, ist die berichtigte Fassung gemeint, deren Disposi-

tiv eingangs wiedergegeben ist.

3. Der Gesuchsgegner erhob innert Frist (siehe Urk. 3) Berufung gegen die 

ursprüngliche Verfügung vom 2. September 2022 (Urk. 1). Mit Verfügung vom 

27. September 2022 wurde ihm Frist angesetzt, um einen Kostenvorschuss von 

Fr. 4'500.– zu leisten; dieser ging rechtzeitig ein (Urk. 7 f.). Die Gesuchstellerin er-

hob am 8. [recte: 7.] Oktober 2022 Berufung gegen die "berichtigte Fassung" 

(Urk. 13/1). Mit Eingabe vom 11. Oktober 2022 wies sie darauf hin, dass sie einige 

Jahreszahlen in ihrer Berufung verwechselt habe (Urk. 13/5). Mit Verfügung vom 

13. Oktober 2022 wurde auch ihr Frist angesetzt, um einen Kostenvorschuss von 

Fr. 4'500.– zu leisten; auch dieser ging rechtzeitig ein (Urk. 13/7–8). Mit Eingabe 

vom 10. November 2022 reichte sie eine Vollmacht des nun volljährigen Sohnes 

G._____ zu den Akten (Urk. 13/9–10). Gleichentags wurde ihr Frist angesetzt, um 

die Erstberufung zu beantworten (Urk. 9). Am 11. November 2022 wurde auch dem 

Gesuchsgegner Frist angesetzt, um die Zweitberufung zu beantworten 

(Urk. 13/11). Auf sein Ersuchen und mit Einverständnis der Gegenseite wurde das 

Zweitberufungsverfahren mit Verfügung vom 15. November 2022 einstweilen auf 

die Frage beschränkt, ob die Zweitberufung rechtzeitig erhoben worden sei 

(Urk. 13/13–15). Bezüglich der weiteren Prozessgeschichte in diesem Zusammen-

hang kann auf den Beschluss vom 15. März 2023 verwiesen werden, in welchem 

die Kammer zum Schluss kam, dass die Zweitberufung die Rechtsmittelfrist wahrt 

(Urk. 13/33 S. 3 f. und 11). Die Erstberufungsantwort datiert vom 28. November 

2022 (Urk. 10). Mit Verfügung vom 28. April 2023 wurde dem Gesuchsgegner (er-

neut) Frist angesetzt, um die Zweitberufung zu beantworten (Urk. 13/34). Die ent-

sprechende Eingabe datiert vom 12. Mai 2023 (Urk. 13/35). Mit Beschluss vom 

- 15 -

5. Juni 2023 wurden die Berufungsverfahren vereinigt und die Berufungsantworten 

der jeweiligen Gegenpartei zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 15). Die Replik der 

Gesuchstellerin datiert vom 19. Juni 2022 [recte: 2023] (Urk. 17), jene des Ge-

suchsgegners vom 17. Juli 2023 (Urk. 20). Weitere Eingaben erfolgten nicht. Das 

Verfahren ist spruchreif, was den Parteien mit Verfügung vom 11. August 2023 be-

reits angezeigt wurde (Urk. 23).

4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 5/1–122). Auf die 

Vorbringen der Beklagten ist nachfolgend nur insoweit einzugehen, als diese ent-

scheidrelevant sind.

II. Prozessuale Vorbemerkungen

1. Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffer 1 (Editionsbegehren), 2 

(Zuweisung der ehelichen Liegenschaft), 3 (Obhut), 5 (Betreuungsverantwortung 

für H._____), 8 (geleistete Unterhaltsbeiträge), 9 (geleistete Unterhaltsbeiträge in 

Form von Direktzahlungen an die I._____), 10 (geleistete Beiträge für ausseror-

dentliche Kinderkosten), 12 (Auskunftspflicht) und 13 (Herausgabe einer Armee-

waffe und der dazugehörenden Munition; siehe Urk. 1 S. 2 ff.; Urk. 13/1 S. 2 f.; 

Urk. 13/2 S. 48 ff.). Diese sind in Rechtskraft erwachsen (Art. 315 Abs. 1 ZPO), was 

vorzumerken ist.

2. G._____ ist am tt. mm. 2022 volljährig geworden (siehe Art. 14 ZGB; 

E. I.1.). Die Regelung der Obhut, des Wohnsitzes und des Besuchsrechts (Dispo-

sitiv-Ziffern 3 und 4) sind daher gegenstandslos geworden, soweit sie ihn betreffen. 

Fraglich ist, wie es sich hinsichtlich des Volljährigenunterhalts verhält. Der Inhaber 

der elterlichen Sorge kann in eigenem Namen Volljährigenunterhalt geltend ma-

chen, das heisst die Anordnung einer Rechtsfolge verlangen, die sich erst nach 

Volljährigkeit des Kindes auswirkt. Dabei kann er den Prozess auch in eigenem 

Namen fortführen, wenn das Kind während des Scheidungsverfahrens volljährig 

wird und es diesem Vorgehen zustimmt (BGE 142 III 78 E. 3.2 mit weiteren Hinwei-

sen). Eine entsprechende Vollmacht hat die Gesuchstellerin eingereicht (Urk. 12/1; 

Urk. 13/10).

- 16 -

3. Mit der Berufung kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als auch 

die unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 

ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- 

und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Ange-

messenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1).

4. In der Berufungsschrift ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der 

erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrach-

ten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im Sinne einer von 

Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus, dass der Berufungs-

kläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er anficht, sich argumen-

tativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präziser Verweisungen auf 

die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen, Erklärungen, Bestreitun-

gen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Aktenstellen sich der geltend 

gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale Verweisung auf frühere 

Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen nicht (siehe BGE 138 III 374 

E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1; BGer 5A_247/2013 vom 

15. Oktober 2013, E. 3.2). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begrün-

dungsanforderungen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der 

Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von of-

fensichtlichen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu 

beschränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-

stanzlichen Entscheid erhoben werden (siehe BGE 142 III 413 E. 2.2.4; 

BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3; BGer 4A_258/2015 vom 

21. Oktober 2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1 und 

5). Die Anforderungen an die Berufung gelten sinngemäss auch für die Berufungs-

antwort (BGer 4A_496/2016 vom 8. Dezember 2016, E. 2.2.2 mit weiteren Hinwei-

sen). Diese Grundsätze gelten auch im Bereich der unbeschränkten Untersu-

chungsmaxime (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_800/2019 vom 9. Februar 

2021, E. 5.1).

5. Für Kinderbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten – wie sie vor-

liegend zu beurteilen sind – statuiert Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO den Untersu-

- 17 -

chungs- und Offizialgrundsatz, weshalb das Gericht in diesem Bereich den Sach-

verhalt von Amtes wegen erforscht und ohne Bindung an die Parteianträge ent-

scheidet. In Verfahren, welche der umfassenden Untersuchungsmaxime unterste-

hen, können die Parteien zudem im Berufungsverfahren neue Tatsachen und Be-

weismittel unbeschränkt vorbringen; Art. 317 Abs. 1 ZPO kommt nicht zum Tragen 

(BGE 147 III 301 E. 2.2; BGE 144 III 349 E. 4.2.1).

6. Der Gesuchsgegner bringt vor, dass die Gesuchstellerin die Kinderun-

terhaltsbeiträge in ihren Rechtsbegehren nicht beziffert habe. Daher sei auf ihre 

Berufung nicht einzutreten (Urk. 13/35 Rz. 6). Rechtsbegehren, die eine Geldleis-

tung zum Gegenstand haben, sind zu beziffern; dies gilt auch im Bereich des Un-

terhaltsrechts (BGer 5A_510/2019 vom 31. Oktober 2019, E. 1.2). Die Rechtsbe-

gehren sind indessen nach dem Vertrauensprinzip auszulegen, wobei auch die Be-

gründung zu berücksichtigen ist (BGer 5A_818/2019 vom 31. Januar 2020, E. 2; 

BGer 4A_279/2013 vom 12. November 2013, E. 1). Es genügt aufgrund des Ver-

bots des überspitzten Formalismus, wenn aus der Begründung zusammen mit dem 

angefochtenen Entscheid hervorgeht, was die berufungsklagende Partei will (BGE 

137 III 617 E. 6.2; BGer 4A_462/2022 vom 6. März 2023, E. 6.1). Die Gesuchstel-

lerin hat die Ehegattenunterhaltsbeiträge in ihren Rechtsbegehren beziffert 

(Urk. 13/1 S. 2 f.). Allein deshalb verbietet es sich, auf die Zweitberufung als Gan-

zes nicht einzutreten. Aus der Begründung geht weiter hervor, wie hoch die Kinder-

unterhaltsbeiträge sind, welche die Gesuchstellerin beantragt (Urk. 13/1 S. 16 f.). 

Damit ist auf die Zweitberufung unter dem Vorbehalt rechtsgenügender Begrün-

dung einzutreten.

III. Materielle Beurteilung

1. Ehelicher Standard: Familieneinkommen 2016

1.1. Die Vorinstanz erwog, die Grenze des ehelichen sowie auch des nach-

ehelichen Unterhalts bilde der zuletzt gemeinsam gelebte Lebensstandard der Fa-

milie. Diese Obergrenze entspreche rechnerisch dem familienrechtlichen Existenz-

minimum zuzüglich des betragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemein-

samen Überschuss. Massgebend für die Berechnung sei der zuletzt gemeinsam 

- 18 -

gelebte Lebensstandard im Jahr vor der Trennung. Die Parteien hätten sich am 

27. Mai 2017 getrennt. Es sei daher auf das Jahr 2016 abzustellen (Urk. 13/2 

S. 16). Das Familieneinkommen habe sich in diesem Jahr auf Fr. 388'420.– belau-

fen (Urk. 13/2 S. 17). Vorliegend belegten jedoch die Kontoauszüge der UBS [UBS 

Privatkonto 4; Urk. 5/31/11/1–12], dass die Familie im Jahr 2016 insgesamt Fr. 

461'501.90 ausgegeben habe und damit mehr, als in diesem Jahr als Einkommen 

erzielt worden sei. Zur Bestimmung des Lebensstandards sei daher von den effek-

tiven Ausgaben und nicht vom Familieneinkommen auszugehen (Urk. 13/2 S. 25). 

Die gesamten Lebenshaltungskosten der Familie im Jahr 2016 hätten somit insge-

samt Fr. 309'600.– (Fr. 461'501.90 - Fr. 151'901.45 [Sparquote]) betragen. Dies 

entspreche einem monatlichen Lebensstandard während des Zusammenlebens 

von rund Fr. 25'800.–. Die Parteien hätten somit im Jahr 2016 über einen monatli-

chen Überschuss von Fr. 9'361.40 (monatliche Ausgaben von Fr. 25'800.– abzüg-

lich familienrechtlicher Bedarf von Fr. 16'438.–) verfügt. Dieser sei zu je 2/7 (oder 

Fr. 2'674.70) auf die Parteien und zu je 1/7 (oder Fr. 1'337.35) auf deren drei Kinder 

aufzuteilen (Urk. 13/2 S. 25 f.).

1.2. Anlass zur Rüge bildet zunächst die Tatsache, dass die Vorinstanz von 

den effektiven Ausgaben ausging:

1.2.1. Die Gesuchstellerin bringt vor, für die Berechnung des Unterhalts sei 

von einem Zeitraum von einem Jahr vor der Trennung auszugehen. Die Vorinstanz 

gehe vom Einkommen und den Bedarfszahlen im letzten Jahr vor der Trennung der 

Parteien aus. Die Gesuchstellerin beanstande dies aber nicht (Urk. 13/1 S. 3). Die 

Vorinstanz halte fest, das Familieneinkommen habe sich netto auf Fr. 388'420.– 

belaufen. Statt jedoch vom tatsächlichen Familieneinkommen auszugehen, weise 

sie darauf hin, dass die Familie im Jahr 2016 Fr. 461'501.90 ausgegeben habe. 

Dies sei weit mehr, als in diesem Jahr als Einkommen erzielt worden sei. Zur Be-

stimmung des seinerzeitigen Lebensstandards sei daher von diesen effektiven 

Ausgaben auszugehen und nicht vom Familieneinkommen (Urk. 13/1 S. 4 f.). Die 

Vorinstanz erkläre jedoch nicht, aufgrund von welchen tatsächlichen bzw. rechtli-

chen Überlegungen sie die Annahme treffe, dass von den Ausgaben der Parteien 

im Jahr vor deren Trennung auszugehen sei. Es fehle dazu eine nachvollziehbare 

- 19 -

Begründung. Tatsache sei, dass die Ausgaben der Parteien im Jahr 2016 auch im 

Betrag von Fr. 461'501.90 nicht den wirklichen Lebenshaltungskosten der Familie 

entsprochen hätten. Diese seien bedeutend höher gewesen, wenn man die Steu-

ern 2016 sowie die Ende 2016 noch bestehenden Kreditkartenschulden berück-

sichtige. Gemessen am Einkommen der Parteien im Jahr 2016 von Fr. 388'420.– 

hätten diese monatlich Fr. 32'368.– zur Verfügung gehabt. Dies ergebe nach Abzug 

des vorehelichen Familienbedarfs von Fr. 16'438.60 einen monatlichen Über-

schuss von Fr. 15'930.–. Aufgeteilt auf grosse und kleine Köpfe ergebe dies für jede 

der Parteien Fr. 4'551.50 und für jedes der drei Kinder Fr. 2'275.– (Urk. 13/1 S. 5).

1.2.2. Der Gesuchsgegner erwidert, die Rüge der Gesuchstellerin sei völlig 

unbegründet und auch falsch. Die Vorinstanz habe ausgeführt, dass die Parteien 

im Jahr 2016 insgesamt Fr. 461'501.90 und damit mehr ausgegeben hätten, als sie 

verdient hätten (nämlich Fr. 388'420.–). Aus diesem Grund stelle die Vorinstanz auf 

die Ausgaben ab, welche durch die Kontoauszüge belegt seien. Darüber hinaus 

hätten beide Parteien den Betrag auch anerkannt (Urk. 13/35 Rz. 7). Der Gesuchs-

gegner bestreite, dass die Ausgaben der Parteien im Jahr 2016 effektiv noch höher 

ausgefallen seien. Die Kreditkartenschulden seien nicht zu berücksichtigen, da sie 

nicht isoliert betrachtet werden könnten (Urk. 13/35 Rz. 8). Die Gesuchstellerin 

lasse in ihrer Berechnung die nachgewiesene Sparquote völlig ausser Acht, obwohl 

sie selber ausführe, dass sie zu berücksichtigen sei (Urk. 13/35 Rz. 9).

1.2.3. Die Vorinstanz hat zutreffend ausgeführt, dass der eheliche Standard 

rechnerisch dem familienrechtlichen Existenzminimum bei Getrenntleben zuzüglich 

des betragsmässig unveränderten Anteils am früheren gemeinsamen Überschuss 

entspricht (BGE 147 III 293 E. 4.4 [S. 298]). Grundsätzlich ist davon auszugehen, 

dass sämtliches Einkommen verbraucht wurde. Lebten die Parteien sparsamer, als 

es ihre Verhältnisse zuliessen, so resultiert eine Sparquote (BGE 147 III 265 

E. 7.3). Lebten die Parteien über ihre Verhältnisse, so bedeutet dies, dass sie ent-

weder Vermögen verbrauchten oder Schulden anhäuften. Beides ist für die Bestim-

mung des ehelichen Standards relevant (so ausdrücklich bezüglich des Vermö-

gensverzehrs BGE 147 III 393 E. 6.1.5 und BGer 5A_681/2018 vom 1. Mai 2019, 

E. 5.2.1). In einem solchen Fall kann man auf die Ausgaben abstellen. Diese ent-

- 20 -

sprechen nämlich der Summe der Einkommen und des Vermögensverzehrs oder 

der neuen Schulden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, beispielsweise an-

hand zweier Steuererklärungen einen Vermögensverzehr oder Schuldenanstieg zu 

berechnen und diesen zum separat bestimmten Familieneinkommen zu addieren.

1.2.4. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu beanstanden, wenn die Vorin-

stanz von den effektiven Belastungen des Kontos bei der UBS Switzerland AG aus-

ging. Zu berücksichtigen ist, dass nicht sämtliche Belastungen im Zusammenhang 

mit einem Verbrauch stehen. Teilweise wurden Beträge auch umgeschichtet, wie 

beispielsweise Leistungen an die Säule 3a in Höhe von Fr. 13'536.– (Urk. 13/2 

S. 22; Urk. 5/31/11/12 S. 8). Darauf wird im Zusammenhang mit der Sparquote zu-

rückzukommen sein.

1.3. Umstritten ist sodann die Höhe der Ausgaben:

1.3.1. Die Gesuchstellerin wendet ein, die Ausgaben der Parteien im 

Jahr 2016 seien noch bedeutend höher gewesen als die Fr. 461'501.90, wenn man 

die Steuern 2016 sowie die Ende 2016 noch bestehenden Kreditkartenschulden 

berücksichtige (Urk. 13/1 S. 5). Die Steuern hätten sich auf Fr. 85'299.55 belaufen 

und seien in der im Jahr 2016 ausgegebenen Summe von Fr. 461'501.90 nicht ent-

halten. Ebenfalls nicht berücksichtigt habe die Vorinstanz offene Kreditkartenschul-

den von Fr. 6'819.–. Würden diese Positionen sowie die bestrittenen Sparbeiträge 

von der angeblichen Sparquote von Fr. 151'901.45 subtrahiert, so verbleibe keine 

vom Überschuss abziehbare Summe mehr (Urk. 13/1 S. 10).

1.3.2. Der Gesuchsgegner erwidert, die Berechnung der Vorinstanz sei kor-

rekt (Urk. 13/35 Rz. 22).

1.3.3. Die Steuern für das Jahr 2016 wurden nicht im Jahr 2016 bezahlt 

(Urk. 13/35 Rz. 12; Urk. 5/31/18). Überhaupt geht aus den Auszügen für das UBS 

Privatkonto IBAN 4 nicht hervor, dass die Parteien 2016 Ausgaben für Steuern ge-

habt hätten (Urk. 5/31/11/1–12). Gleichwohl hat die Vorinstanz solche in der Be-

darfsberechnung berücksichtigt (Urk. 13/2 S. 18). Nimmt man anstelle des Einkom-

mens die effektiven Auslagen und führt gleichzeitig im Bedarf Positionen auf, die 

- 21 -

nicht angefallen sind, so verfälscht dies das Ergebnis: Der Überschuss erscheint 

kleiner als er effektiv ist. Vor diesem Hintergrund sind die Steuern aus dem Bedarf 

der Familie für das Jahr 2016 zu entfernen. Alternativ könnte man die hypothetische 

Bedarfsposition auch mit einer hypothetischen Ausgabenposition auf Einkommens-

seite ausgleichen.

1.3.4. Die Gesuchstellerin bringt vor, die Kreditkartenschulden bezögen sich 

auf Ausgaben der Parteien im Jahr 2016 (Urk. 13/1 S. 10). Der Gesuchsgegner 

entgegnet, die Kreditkartenschulden seien nicht zu berücksichtigen, da sie nicht 

isoliert betrachtet werden könnten (Urk. 13/35 Rz. 8). Der Einwand ist korrekt: Der 

Schuldenstand am Ende der massgeblichen Periode ist mit jenem zu Beginn zu 

vergleichen. Sind die Schulden am Ende geringer, so wurden sie abgebaut. Die 

Verminderung der Passiven gehört zur Sparquote (Christine Arndt, Die Sparquote, 

Basis für die nacheheliche Unterhaltsberechnung, in: Roland Fankhauser/Ruth E. 

Reusser/Ivo Schwander [Hrsg.], Brennpunkt Familienrecht, Festschrift für Thomas 

Geiser zum 65. Geburtstag, 2017, S. 43 ff., S. 52). Sind die Schulden höher als zu 

Beginn der massgeblichen Periode, so haben die Parteien über ihre Verhältnisse 

gelebt (E. III.1.2.3.). Soweit die Kreditkartenschulden unabhängig von den Ausga-

ben aus dem UBS Privatkonto angehäuft worden wären, wären sie zu diesen zu 

addieren. Vorliegend ist belegt, dass die Parteien per 31. Dezember 2016 Kredit-

kartenschulden in der Höhe von Fr. 6'819.– hatten (Urk. 5/31/15). Wie hoch die 

Schulden per 1. Januar 2016 waren, zeigt die Gesuchstellerin nicht auf, womit sie 

den Begründungsanforderungen nicht genügt (E. II.4.). Vor diesem Hintergrund 

können sich die Kreditkartenschulden nicht auf die Berechnung des ehelichen 

Standards auswirken.

1.4. Zusammenfassend ist der vorinstanzliche Entscheid nicht zu beanstan-

den, soweit darin von einem jährlichen "Familieneinkommen" von Fr. 461'501.90 

ausgegangen wird (Urk. 13/2 S. 25). Indessen ist der monatliche Bedarf von 

Fr. 16'438.60 um die Steuern von Fr. 7'108.30 auf Fr. 9'330.30 zu reduzieren (siehe 

Urk. 13/2 S. 18).

- 22 -

2. Falsche Berechnung der Sparquote

2.1. Die Vorinstanz errechnete eine Sparquote von Fr. 151'901.45 für das 

Jahr 2016 und subtrahierte diese von den vorerwähnten Ausgaben in Höhe von 

Fr. 461'501.90 (Urk. 13/2 S. 25 f.).

2.2. Die Gesuchstellerin rügt, sie habe ausführlich dargelegt, dass es im 

Jahr 2016 mit wenigen anerkannten Ausnahmen keinerlei bei der Überschussver-

teilung zu berücksichtigende Sparquote gegeben habe, schon gar nicht eine sol-

che, welche nicht von den trennungsbedingten Mehrkosten, Steuer- und Kreditkar-

tenschulden konsumiert worden wäre. Die Vorinstanz habe sich mit keinem Wort 

dazu geäussert, sondern sei einfach davon ausgegangen, dass von den Ausgaben 

im Jahr 2016 die Sparquote in Abzug zu bringen sei (Urk. 13/1 S. 6).

2.3. Der Gesuchsgegner bestreitet dies. Die Steuern für das Jahr 2016 seien 

nicht von der Sparquote abzuziehen, weil sie nicht im Jahr 2016, sondern erst spä-

ter bezahlt worden seien. Entsprechend sei die Berechnung der Vorinstanz korrekt 

(Urk. 13/35 Rz. 10 und 12).

2.4. Wie erwähnt entspricht der eheliche Standard dem familienrechtlichen 

Existenzminimum bei Getrenntleben zuzüglich des Überschussanteils bei Zusam-

menleben (E. III.1.2.3.). Dies bedeutet, dass der Überschussanteil während des 

Zusammenlebens zu berechnen ist. Trennungsbedingte Mehrkosten fallen dabei 

naturgemäss nicht an. Von einem allfälligen Überschuss ist die nachgewiesene 

Sparquote zu subtrahieren. Als Referenzperiode für die Sparquote gelten grund-

sätzlich die letzten zwölf Monate vor der Trennung (OGer ZH LE210005 vom 

24.09.2021, E. III.1.6. mit weiteren Hinweisen). Vorliegend handelt es sich, da es 

unangefochten blieb (Urk. 13/1 S. 3), um das Jahr 2016. In einem zweiten Schritt 

wird das familienrechtliche Existenzminimum nach der Trennung ermittelt. In die-

sem sind die trennungsbedingten Mehrkosten enthalten. Die Summe des im zwei-

ten Schritt ermittelten familienrechtlichen Existenzminimums und des im ersten 

Schritt ermittelten Überschussanteils bilden die Obergrenze des Ehegatten-, nicht 

aber des Kinderunterhalts (siehe BGE 147 III 293 E. 4.4 [S. 298]; Arndt, a.a.O., 

- 23 -

S. 43 Fn. 1). Dies zeigt, dass die Sparquote zumindest hinsichtlich des Ehegatten-

unterhalts nur im ersten Schritt eine Rolle spielt.

2.5. Die Vorinstanz hat die Überschussanteile in Einklang mit den dargeleg-

ten Grundsätzen errechnet (Urk. 13/2 S. 25 f.). Es ist nicht ersichtlich, dass sie die 

Sparquote bei der Unterhaltsberechnung nach der Trennung erneut berücksichtigt 

hätte.

3. Sparquote: Amortisation der Hypothek / Einzahlungen in die 3. Säule

3.1. Die Vorinstanz erwog, die jährliche Amortisation der Hypothek in Höhe 

von Fr. 20'000.–, die Leistungen an die Säule 3a in Höhe von Fr. 13'536.– sowie 

die Leistungen an die Säule 3b im Betrag von Fr. 6'000.– seien unbestritten geblie-

ben. Sie gehörten zur Sparquote für das Jahr 2016 (Urk. 13/2 S. 22 f.).

3.2. Die Gesuchstellerin bestätigt, dass die Sparquote in diesem Umfang un-

bestritten sei. Sie rügt, sie habe darauf hingewiesen, dass diese Sparquote allein 

schon durch die trennungsbedingten Mehrkosten und die nicht berücksichtigten 

Steuern 2016 und Kreditkartenschulden vollumfänglich konsumiert werde 

(Urk. 13/1 S. 7).

3.3. Der Gesuchsgegner erwidert, der Hinweis der Gesuchstellerin sei 

schlicht falsch. Sie verkenne, dass aus der getrennten Besteuerung der Parteien 

Minderkosten von Fr. 28'686.50 resultierten. Damit beliefen sich die trennungsbe-

dingten Mehrkosten von Fr. 32'085.– gerade mal noch auf Fr. 3'216.50 pro Jahr. 

Mitnichten werde die Sparquote somit durch die trennungsbedingten Mehrkosten 

konsumiert (Urk. 13/35 Rz. 16).

3.4. Die Vorinstanz hat die Sparquote für die Zeit vor der Trennung errechnet. 

Dabei spielen trennungsbedingte Mehrkosten keine Rolle (E. III.2.4.). Soweit sich 

die Gesuchstellerin auf die Steuern 2016 und die Kreditkartenschulden bezieht, ist 

auf die vorstehenden Erwägungen (E. III.1.3.1. ff.) zu verweisen.

- 24 -

4. Sparquote: BMW

4.1. Die Vorinstanz erwog, die Parteien hätten am 16. März 2016 einen Be-

trag von Fr. 29'857.45 für den Auskauf ihres BMW … [Modell] aus dem Leasing-

vertrag bezahlt. Sie hätten das Fahrzeug in der Folge gewinnbringend zu einem 

Preis von Fr. 45'000.– weiterverkaufen können. Den für den Auskauf aus dem Lea-

singvertrag bezahlten Betrag hätten sie nicht verbraucht, sondern ihn wertbestän-

dig angelegt respektive gespart. Es handle sich somit, analog zu einer Investition 

in eine Liegenschaft, um eine Vermögensbildung, die in der Sparquote zu berück-

sichtigen sei (Urk. 13/2 S. 23).

4.2. Die Gesuchstellerin wendet ein, die Summe von Fr. 45'000.– sei auf das 

Konto der Parteien geflossen und in der Folge vollumfänglich ausgegeben worden. 

Der gesamte Betrag von Fr. 45'000.– sei im ausgegebenen Betrag von 

Fr. 461'505.90 enthalten. Der Betrag von Fr. 29'857.45 sei nur kurz investiert und 

gleich darauf wieder devestiert worden. Die Vorinstanz übersehe, dass das Fahr-

zeug nicht als Vermögensgegenstand im Eigentum der Parteien geblieben sei. 

Wäre dies der Fall gewesen, hätte die Familie als Gegenwert für ihre Investition ein 

Fahrzeug in ihrem Vermögen auflisten können. Von einer Sparquote im Sinne von 

Vermögensbildung könne keine Rede sein (Urk. 13/1 S. 8).

4.3. Der Gesuchsgegner bestreitet dies. Der Betrag sei investiert worden, 

weshalb die Rüge der Gesuchstellerin ins Leere gehe (Urk. 13/35 Rz. 17).

4.4. Ausgaben, die der Vermögensbildung dienen, sind der Sparquote zuzu-

rechnen. Dazu gehört nebst dem Erwerb von Wohneigentum das klassische Spa-

ren, wie die Äufnung von Barmitteln auf Bankkontos, der Kauf von Wertpapieren 

sowie die Einzahlung in Lebensversicherungen oder in die 2. und 3. Säule (Arndt, 

a.a.O., S. 52).

4.5. Die Parteien zahlten für den BMW am 16. März 2016 Fr. 29'857.45 aus 

dem UBS Privatkonto 4; gleichentags wurden auf demselben Konto Fr. 45'000.– 

gutgeschrieben (Urk. 5/31/11/3 S. 4). Die Vorinstanz hat anhand dieses Kontos 

Jahresausgaben in Höhe von Fr. 461'501.90 bei einem Familieneinkommen von 

Fr. 388'420.– festgestellt (E. III.1.1.). Demzufolge sind keine Anhaltspunkte dafür 

- 25 -

ersichtlich, dass Ende 2016 im Zusammenhang mit dem Verkauf des BMW noch 

Gelder vorhanden waren.

4.6. Zusammenfassend gehören die Fr. 29'857.45 entgegen der Vorinstanz 

(Urk. 13/2 S. 22) nicht zur Sparquote.

5. Sparquote: Hobby Kartfahren

5.1. Die Vorinstanz erwog, die Parteien hätten übereinstimmend ausgeführt, 

im Jahr 2016 Fr. 35'207.– für das Hobby Kartfahren ausgegeben zu haben. Die 

Gesuchstellerin gebe an, dass die gesamte Familie an diesem Hobby teilgenom-

men habe. Unbeachtlich sei, dass sie lediglich als Zuschauerin die Familienmitglie-

der angefeuert habe und nicht selbst sportlich aktiv gewesen sei, denn sie sei auch 

an den Wochenendanlässen zugegen gewesen. Der Gesuchsgegner führe dem-

gegenüber aus, dass es sich beim Kartfahren um ein sehr teures Hobby gehandelt 

habe, welches nur er mit den Kindern ausgeführt habe. Zumal die Gesuchstellerin 

selbst behauptet habe, nur manchmal an den Kartanlässen dabei gewesen zu sein, 

erscheine es glaubhaft und plausibel, dass es sich um ein Hobby gehandelt habe, 

welches lediglich der Gesuchsgegner mit den Kindern geteilt habe. Der für das 

Kartfahren ausgegebene Betrag habe somit nicht zur Deckung der Lebenshal-

tungskosten der Gesuchstellerin zur Verfügung gestanden und sei damit auch nicht 

Bestandteil ihres Lebensstandards. Folglich sei der Betrag von Fr. 35'207.– der 

Sparquote zuzurechnen (Urk. 13/2 S. 24 f.).

5.2. Die Gesuchstellerin bringt vor, es sei zwar richtig, dass es sich beim 

Kartsport um ein Hobby der drei Söhne und des Gesuchsgegners gehandelt habe. 

Sie sei aber in dem Sinne involviert gewesen, dass sie die Kinder jeweils vorbereitet 

und sie auch zu manchen Kartanlässen (auch solche im Ausland) begleitet habe. 

Fraglos seien die Ausgaben für das Kartfahren im Jahr vor der Trennung effektiv 

getätigt worden (Urk. 13/1 S. 8 f.). Man könne daher nicht den Schluss ziehen, der 

Betrag von Fr. 35'207.– habe nicht zur Deckung der Lebenshaltungskosten der Ge-

suchstellerin zur Verfügung gestanden, weshalb dieser der Sparquote anzurech-

nen sei. Die Familie habe diesen Betrag ausgegeben und somit verbraucht 

(Urk. 13/1 S. 9).

- 26 -

5.3. Der Gesuchsgegner bestreitet, dass die Gesuchstellerin in das Hobby 

Kartfahren involviert gewesen sei. Es habe sich um ein Hobby gehandelt, welches 

der Gesuchsgegner mit J._____ ausgeübt habe. Nur ein einziges Mal im Jahr 2016 

habe er mit allen Söhnen an einem Rennen in Frankreich teilgenommen (Urk. 13/35 

Rz. 18). Die Vorinstanz habe den Betrag von Fr. 35'207.– zu Recht der Sparquote 

zugerechnet. Anders zu entscheiden hätte zur Folge, dass die Gesuchstellerin ei-

nen höheren Überschussanteil für sich persönlich zur Verfügung hätte. Beim Hobby 

Kartfahren habe es sich um eine ausserordentliche Ausgabe gehandelt (Urk. 13/35 

Rz. 19).

5.4. Auslagen, die auf Verbrauch ausgerichtet sind, gehören nicht zur Spar-

quote. Dazu gehören beispielsweise Ausgaben für Freizeit und Ferien (Arndt, 

a.a.O., S. 55). Es ist auf der Stufe der Ermittlung der Sparquote irrelevant, für wen 

das Geld ausgegeben wird. Ein besonders teures Hobby kann indessen bei der 

Verteilung des Überschusses eine Rolle spielen (OGer ZH LE210005 vom 

24.09.2021, E. III.17.5. [S. 42]).

5.5. Es ist unbestritten, dass J._____ als Erster mit dem Kartfahren begon-

nen hat. 2016 begannen auch der Gesuchsgegner und die beiden jüngeren Söhne 

damit (Prot. I, S. 58 und 71). Die Auslagen von Fr. 35'207.30 erfolgten mit einer 

Ausnahme bei der M._____ AG (Urk. 5/59/21). Es ist demzufolge glaubhaft, wenn 

der Gesuchsgegner vor Vorinstanz vorbrachte, dass die Kosten für Übernachtun-

gen usw. nicht eingerechnet wurden (Prot. I, S. 44). Wie noch zu zeigen sein wird 

(E. III.12.5.), handelte es sich nicht um ausserordentliche Auslagen.

5.6. Zusammenfassend gehören die Fr. 35'207.30 entgegen der Vorinstanz 

(Urk. 13/2 S. 22) nicht zur Sparquote.

6. Sparquote: Möbel

6.1. Die Vorinstanz erwog, die Parteien seien im Jahr 2016 in die Liegen-

schaft E._____ ... in F._____ eingezogen und hätten diese neu eingerichtet. Einen 

Grossteil der Inneneinrichtung hätten sie damals neu gekauft. Neuanschaffungen 

für eine neubezogene, frisch renovierte Liegenschaft seien keine jährlichen Ausga-

- 27 -

ben. Die Auslagen für die Inneneinrichtung seien deshalb nicht dem Konsum zuzu-

rechnen. Es handle sich um qualitativ hochstehende Möbel, welche nicht regelmäs-

sig zu ersetzen seien. Entsprechend seien die ausgewiesenen Beträge für die Ein-

richtungsgegenstände in Höhe von Fr. 25'574.– grundsätzlich der Sparquote anzu-

rechnen und nicht dem Konsum. Der Betrag sei um 1/10 zu kürzen, zumal davon 

ausgegangen werden könne, dass die Möbel nach deren Gebrauch ungefähr nach 

zehn Jahren zu ersetzen seien. Im Umfang von 1/10 zählten die Kosten deshalb 

zum Bedarf. Im Umfang von 9/10, daher Fr. 23'016.60 (Fr. 25'574.– - Fr. 2'557.40) 

seien sie bei der Sparquote zu berücksichtigen (Urk. 13/2 S. 23 f.).

6.2. Die Gesuchstellerin rügt, die Parteien hätten im Jahr 2016 über ein Ein-

kommen von Fr. 388'420.– verfügt. Die Wohnungseinrichtung im Betrag von ge-

samthaft Fr. 25'574.– habe demnach gerade einmal ungefähr 6.6 % des Einkom-

mens ausgemacht. Daher könne nicht von einer dem Sparen anzurechnenden An-

schaffung ausgegangen werden. Auch wenn einige Möbel etwas teurer gewesen 

seien, könnten diese nicht – wie beispielsweise Kunstobjekte – als Wertanlage be-

trachtet werden. Demnach seien diese Ausgaben bei einem Einkommen wie jenem 

der Parteien als Verbrauch einzustufen (Urk. 13/1 S. 10).

6.3. Der Gesuchsgegner erwidert, die Erwägungen der Vorinstanz überzeug-

ten und seien nicht zu beanstanden. Die Gesuchstellerin setze sich mit den korrek-

ten Erwägungen der Vorinstanz, wonach es sich bei Neuanschaffungen für eine 

neubezogene, frisch renovierte Liegenschaft nicht um jährliche Ausgaben handle, 

nicht auseinander. Sie übe sich vielmehr in rein appellatorischer Kritik. Dasselbe 

gelte für die Feststellung, dass es gerade nicht um kleinere Anschaffungen gehe, 

welche regelmässig ersetzt werden müssten. Irrelevant sei, dass die Parteien "nur" 

6.6 % des Einkommens für Möbel ausgegeben hätten. Ein Betrag von Fr. 25'574.– 

könne nicht ernsthaft als gering eingestuft werden (Urk. 13/35 Rz. 20).

6.4. Werden nur alle paar Jahre einmalige, aber dafür grössere Einkäufe ge-

tätigt, so ist für diese Positionen die Referenzperiode zu verlängern. Die entspre-

chenden Auslagen sind pro rata als Verbrauch anzurechnen (Arndt, a.a.O., S. 55). 

So darf bei hochwertigen Möbeln davon ausgegangen werden, dass sie nicht sofort 

ersetzt werden; dies bedeutet, dass am Ende der Referenzperiode noch ein (allen-

- 28 -

falls um Abschreibungen verminderter) Vermögenswert vorhanden ist. Die Situa-

tion ist diesbezüglich unabhängig von den finanziellen Verhältnissen dieselbe. Qua-

litativ schlechtere Möbel sind demgegenüber sehr viel schneller abzuschreiben, so-

dass die Annahme gerechtfertigt ist, dass die entsprechenden Ausgaben zum Ver-

brauch und nicht zur Sparquote gehören (siehe OGer ZH LE180013 vom 

19.03.2019, E. D.2.5). Dieser Konstellation gleichzustellen sind Fälle, in denen die 

Parteien teure Möbel erwerben und nach kurzer Nutzungsdauer entsorgen oder 

verschenken.

6.5. Die vorinstanzliche Erwägung, wonach es sich um qualitativ hochste-

hende Möbel handle, welche nicht regelmässig zu ersetzen seien (Urk. 13/2 S. 24), 

blieb unangefochten (siehe Urk. 13/1 S. 10). Damit ist es nicht zu beanstanden, 

wenn die Vorinstanz nach Abzug von einem Zehntel infolge Abschreibung 

Fr. 23'016.60 der Sparquote zuwies.

7. Zwischenergebnis: Ehelicher Standard

7.1. Die Parteien tätigten 2016 monatliche Ausgaben in der Höhe von durch-

schnittlich Fr. 38'458.50 (siehe E. III.1.4.). Der monatliche Bedarf belief sich für die 

gesamte Familie auf Fr. 9'330.30 (E. III.1.4.). Es resultiert somit ein monatlicher 

Überschuss von Fr. 29'128.20.

7.2. Die Vorinstanz errechnete eine Sparquote für das Jahr 2016 von 

Fr. 151'901.45 (Urk. 13/2 S. 22). Dabei berücksichtigte sie zu Unrecht 

Fr. 29'857.45 für den BMW (E. III.4.6.) und Fr. 35'207.30 für das Kartfahren 

(E. III.5.6.). Auszugehen ist mithin von einer Sparquote von jährlich Fr. 86'836.70 

oder monatlich Fr. 7'236.40. Die Sparquote ist vom Überschuss zu subtrahieren. 

Zu verteilen sind mithin monatliche Fr. 21'891.80.

7.3. Die Vorinstanz teilte den Überschuss zu je 2/7 auf die Parteien und je 

1/7 auf die drei Söhne auf (Urk. 13/2 S. 26). Zu berücksichtigen ist nun aber, dass 

monatliche Ausgaben von rund Fr. 2'900.– für das Kartfahren nur beim Gesuchs-

gegner und den drei Söhnen anfielen (siehe E. III.5.5.). Es rechtfertigt sich daher, 

den Überschussanteil der Gesuchstellerin in diesem Umfang zu kürzen. Er beträgt 

- 29 -

(Fr. 21'891.80 - Fr. 2'900.–) / 7 x 2 = Fr. 5'426.–. Die freien Fr. 2'900.– sind zu je 

einem Viertel (oder Fr. 725.–) auf den Gesuchsgegner und die drei Kinder zu ver-

teilen. Die Überschussanteile der Kinder betragen (Fr. 21'891.80 - Fr. 2'900.–) / 7 

+ Fr. 725.– = Fr. 3'438.–, jener des Gesuchsgegners (Fr. 21'891.80 - Fr. 2'900.–) / 

7 x 2 + Fr. 725.– = Fr. 6'151.–.

8. Ehegattenunterhaltsbeiträge: Dispositionsmaxime

8.1. Die Vorinstanz erwog, in der Phase vom 25. Juni 2019 bis zum 31. De-

zember 2020 stehe dem Einkommen der Gesuchstellerin von Fr. 4'072.– ein Bedarf 

in Höhe von Fr. 5'550.– gegenüber. Es resultiere ein Fehlbetrag in Höhe von 

Fr. 1'478.–, welcher in Form von Betreuungsunterhalt ausgeglichen werde. Um den 

zuletzt gelebten Lebensstandard erhalten zu können, habe die Gesuchstellerin zu-

sätzlich einen Anspruch auf einen Überschussanteil von Fr. 2'680.–, welcher als 

persönlicher Unterhalt geschuldet sei. In Bezug auf die Ehegattenunterhaltsbei-

träge gelte der Dispositionsgrundsatz. Sei das Existenzminimum beider Parteien 

gedeckt, stehe es den Ehegatten frei, höhere Unterhaltsbeiträge zu vereinbaren 

respektive anzuerkennen. Der Antrag des Gesuchsgegners betreffend Ehegatten-

unterhalt laute in der erste Phase Fr. 5'228.00 (Fr. 4'661.– zuzüglich Fr. 567.– pro 

Monat vom Bonus des Gesuchsgegners). Davon sei der Betreuungsunterhalt von 

Fr. 1'478.– abzuziehen. Der Gesuchsgegner sei deshalb zu verpflichten, der Ge-

suchstellerin in der ersten Phase die von ihm anerkannten Unterhaltbeiträge in 

Höhe von Fr. 3'750.– zu bezahlen (Urk. 13/2 S. 39). Analog errechnete die Vorin-

stanz für die Phase vom 1. Januar 2021 bis zum 31. August 2023 einen Betreu-

ungsunterhalt von Fr. 354.– und persönliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von 

Fr. 2'680.–. Sie sprach der Gesuchstellerin in der Folge die vom Gesuchsgegner 

beantragten Unterhaltsbeiträge von Fr. 3'870.– abzüglich des Betreuungsunter-

halts von Fr. 354.–, somit Fr. 3'516.–, zu (Urk. 13/2 S. 40). Für die Phase ab dem 

1. September 2023 errechnete die Vorinstanz persönliche Unterhaltsbeiträge von 

Fr. 1'848.–, sprach aber die vom Gesuchsgegner anerkannten Fr. 2'513.– zu 

(Urk. 13/2 S. 40).

8.2. Der Gesuchsgegner bringt vor, der Kinder- sei vom Ehegattenunterhalt 

abhängig. Massgebend sei die Gesamtgrösse aus Ehegatten- und Kinderunterhalt, 

- 30 -

da bei der zweistufigen Methode mit Überschussverteilung eine grosse Interdepen-

denz zwischen dem Ehegatten- und dem Kinderunterhalt bestehe (Urk. 1 Rz. 22). 

Er sei von weit tieferen Kinderunterhaltsbeiträgen, dafür von etwas höheren Ehe-

gattenunterhaltsbeiträgen ausgegangen, dabei aber insgesamt von einer tieferen 

Unterhaltspflicht, als sie die Vorinstanz festgesetzt habe (Urk. 1 Rz. 23). Letztere 

verpflichte ihn zu monatlich zwischen Fr. 2'225.– und Fr. 3'600.– höheren Unter-

haltszahlungen. Damit habe sie Art. 173 ZGB in Verbindung mit Art. 163 ZGB ver-

letzt (Urk. 1 Rz. 25). Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, die von der Vorinstanz 

errechneten monatlichen Fr. 2'680.– vom 25. Juni 2019 bis 31. August 2023 und 

Fr. 1'848.– ab 1. September 2023 zu bezahlen (Urk. 1 Rz. 26).

8.3. Die Gesuchstellerin erwidert, die bemängelte Differenz von Fr. 2'225.– 

bis Fr. 3'600.– ergebe sich allein durch die höher als von ihm beantragten Kinder-

unterhaltsbeiträge, nicht aber infolge eines höheren Unterhalts zugunsten der Ge-

suchstellerin. Die persönlichen Unterhaltsbeiträge lägen deutlich unter den vom 

Gesuchsgegner beantragten Beiträgen, und zwar für alle Phasen (Urk. 10 S. 13). 

Das Bundesgericht habe erwogen, dass bei der zweistufigen Methode mit Über-

schussverteilung eine grosse Interdependenz zwischen dem Ehegatten- und dem 

Kinderunterhalt bestehe. Es sei dem unterhaltspflichtigen Elternteil objektiv nicht 

möglich, für den Fall, dass das Gericht in Anwendung der Offizialmaxime einen 

höheren Kinderunterhalt zuspreche, ein entsprechend tiefer beziffertes Eventual-

begehren für den Ehegattenunterhalt zu stellen (Urk. 10 S. 13 f.). Massgeblich 

könne diese bundesgerichtliche Rechtsprechung aber nur sein, wenn nicht ausrei-

chende Mittel vorhanden seien, um den gebührenden Bedarf aller Unterhaltsbe-

rechtigten abzudecken. Dürften die gesamthaft zugesprochenen Unterhaltsbei-

träge nämlich – wie es der Gesuchsgegner vorzugeben versuche – nicht höher 

liegen als die gesamthaft beantragten, so wäre es für den Unterhaltsverpflichteten 

naheliegend, jeweils möglichst tiefe Unterhaltsbeiträge zu beantragen (Urk. 10 

S. 14).

8.4. Der eheliche Unterhalt unterliegt der Dispositionsmaxime, während für 

den Kinderunterhalt unabhängig von der Art des Verfahrens die Offizialmaxime gilt 

(Art. 296 Abs. 3 ZPO; BGE 147 III 301 E. 2.2). Der Betreuungsunterhalt ist dabei 

- 31 -

eine Kategorie des Kinderunterhalts (BGE 144 III 481 E. 4.3). Nur im Bereich der 

Dispositionsmaxime ist das Gericht an die Parteianträge gebunden (Art. 58 ZPO). 

Nun besteht aber zwischen dem Kinder- und dem Ehegattenunterhalt eine Interde-

pendenz: Die für den Kindesunterhalt gewonnenen Erkenntnisse können nicht für 

den im gleichen Entscheid beurteilten ehelichen Unterhalt ausgeblendet bzw. im 

Rahmen der vorzunehmenden Gesamtrechnung separiert werden. Dies betrifft 

nicht nur die Sachverhaltsermittlung; es muss sinngemäss auch für die unmittelbar 

damit verknüpfte rechtliche Operation der Bestimmung der Unterhaltshöhe gelten, 

denn es ist dem unterhaltspflichtigen Elternteil objektiv nicht möglich, für den Fall, 

dass das Gericht in Anwendung der Offizial- und Untersuchungsmaxime höheren 

Kindesunterhalt zusprechen würde, ein entsprechend tiefer beziffertes Eventualbe-

gehren für den Ehegattenunterhalt zu stellen. Er kann nämlich nicht wissen, auf 

welchen höheren Betrag das Gericht den Kindesunterhalt festsetzen wird (BGer 

5A_112/2020 vom 28. März 2022, E. 2.2). Dies bedeutet, dass die Summe der Kin-

der- und Ehegattenunterhaltsbeiträge grundsätzlich nicht höher sein darf als die 

Summe der beantragten Alimente.

8.5. Der Gesuchsgegner beantragte im Rahmen der vorsorglichen Massnah-

men folgende Unterhaltsbeiträge inklusive Schulkosten (Urk. 5/80 S. 1 f.):

Juni 2019 bis 

Juli 2020

Aug. 2020 bis 

Dez. 2020

Jan. 2021 bis 

Juni 2023

ab Juli 2023

G._____ Fr. 1'500.– Fr. 275.– Fr. 275.– Fr. 275.–

H._____ Fr. 2'959.30 Fr. 2'959.30 Fr. 2'375.60 Fr. 1'500.–

Gesuchstellerin Fr. 5'228.– Fr. 5'228.– Fr. 3'870.– Fr. 2'513.–

Total Fr. 9'687.30 Fr. 8'462.30 Fr. 6'520.60 Fr. 4'288.–

Die Schulkosten fielen bis Juni 2022 an (E. III.12.6.2.). Demzufolge bean-

tragte der Gesuchsgegner für H._____ für die Zeit vom Januar 2021 bis zum 

Juni 2023 Unterhaltsbeiträge von (18 x Fr. 2'959.30 + 12 x Fr. 1'500.–) / 30 = 

Fr. 2'375.60. Die Vorinstanz errechnete folgende Alimente, bevor sie die persönli-

- 32 -

chen Unterhaltsbeiträge mit Hinweis auf die Dispositionsmaxime erhöhte und die 

Schulkosten nicht berücksichtigte (Urk. 13/2 S. 37, 39 f. und 49):

Juni 2019 bis 

Dez. 2020

Jan. 2021 bis 

Okt. 2022

Nov. 2022 bis 

Aug. 2023

ab Sept. 2023

G._____ Fr. 2'480.– Fr. 2'480.– Fr. 1'480.– Fr. 1'480.–

H._____ Fr. 4'223.– Fr. 3'249.– Fr. 3'249.– Fr. 2'895.–

Gesuchstellerin Fr. 2'680.– Fr. 2'680.– Fr. 2'680.– Fr. 1'848.–

Total Fr. 9'383.– Fr. 8'409.– Fr. 7'409.– Fr. 6'223.–

Die Vorinstanz hat in Anwendung der Offizialmaxime insgesamt höhere Un-

terhaltsbeiträge errechnet, als der Gesuchsgegner beantragt hat (dies gilt auch für 

die Zeit von Juni 2019 bis Oktober 2022, wenn man die Schulkosten berücksich-

tigt). Indem sie ihn zusätzlich auf den beantragten persönlichen Unterhaltsbeiträ-

gen (abzüglich des Betreuungsunterhalts) behaftete, liess sie ausser Acht, dass 

auch zum Barunterhalt eine Interdependenz besteht. Damit verletzte sie die Dispo-

sitionsmaxime. Nun ist aber zu berücksichtigen, dass die Gesuchstellerin in ihrer 

Zweitberufung einen höheren Ehegattenunterhalt verlangt (Urk. 13/1 S. 2 f.). Vor 

Vorinstanz beantragte sie sodann folgende Alimente zuzüglich Schulkosten von 

H._____, wobei die 6.6 % bzw. 40 % des 13. Monatslohns der Einfachheit halber 

ausgeblendet werden (Urk. 5/29/1 S. 3 f.; Urk. 5/79 S. 2):

Juni 2019 bis 

Aug. 2023

ab Sept. 2023

G._____ Fr. 2'817.– Fr. 2'817.–

H._____ Fr. 2'817.– Fr. 2'817.–

Gesuchstellerin Fr. 8'800.– Fr. 7'300.–

Total Fr. 14'434.– Fr. 12'934.–

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8.6. Einstweilen ist festzustellen, dass sich die Vorinstanz innerhalb der An-

träge bewegte. Sie hätte den Ehegattenunterhalt indessen nicht mit dem Argument 

erhöhen dürfen, der Gesuchsgegner habe höhere Ehegattenalimente anerkannt. 

Wie noch zu zeigen sein wird, spielt dies vorliegend jedoch keine Rolle. Die Unter-

haltsbeiträge sind nämlich aus anderen Gründen insgesamt anzuheben.

9. Einkommen der Gesuchstellerin vom 1. Januar 2021 bis zum 
31. August 2023

9.1. Die Vorinstanz erwog, die Eheleute lebten seit dem Jahr 2017 getrennt. 

Die Gesuchstellerin habe bei Einleitung des Scheidungsverfahrens am 5. Februar 

2019 – wenn nicht schon in deren Vorfeld – von der bundesgerichtlichen Recht-

sprechung [zum Schulstufenmodell] Kenntnis gehabt. Sie habe deshalb auch 

schon bei N._____ eine Erhöhung ihres Arbeitspensums auf 80 % in Betracht ge-

zogen. Es sei ihr nicht gelungen, glaubhaft darzulegen, dass sie genügende An-

strengungen unternommen habe, um ihr Arbeitspensum auf 80 % auszudehnen; 

sie habe lediglich zwei Bewerbungen sowie eine Übersicht über die gemäss ihren 

Angaben getätigten Suchbemühungen ins Recht gelegt. Grundsätzlich sei bei der 

Anrechnung eines hypothetischen Einkommens hinreichend Zeit für die Stellensu-

che zu lassen. Da die Gesuchstellerin zumindest seit Einleitung des Scheidungs-

verfahrens von einer möglichen Anrechnung eines hypothetischen Einkommens 

mit einem 80 %-Pensum wisse, scheine hier keine Notwendigkeit vorzuliegen, ihr 

eine weitere Übergangsfrist zu gewähren. Der jüngste Sohn H._____ sei im August 

2020 in die Sekundarschule und somit in die Oberstufe übergetreten, weshalb das 

Erwerbspensum der Gesuchstellerin gemäss Schulstufenregel auf 80 % ausge-

dehnt werden könne. Vor diesem Hintergrund erscheine es angemessen, ihr ein 

hypothetisches Einkommen rückwirkend per 1. Januar 2021 – viereinhalb Monate 

nach dem Übertritt von H._____ in die Oberstufe – anzurechnen. Es sei bei ihr 

daher ab 1. Januar 2021 von einem hypothetischen Nettoeinkommen von monat-

lich Fr. 5'430.– (inkl. 13. Monatslohn) bei einem 80 %-Pensum auszugehen. Mit 

Vollendung des 16. Lebensjahres von H._____ am tt.mm.2023 sei ihr ab 1. Sep-

tember 2023 ein hypothetisches 100 %-Einkommen mit einen Nettolohn von 

Fr. 6'787.– (inkl. 13. Monatslohn) zugrunde zu legen (Urk. 13/2 S. 29 f.).

- 34 -

9.2. Die Gesuchstellerin rügt, sie habe glaubhaft dargelegt, dass ihr bei 

N._____ ab 2021 eine Anstellung von 80 % in Aussicht gestellt worden sei. Durch 

Umstrukturierungen hätten sich jedoch Veränderungen ergeben. Im Septem-

ber 2020 sei klar geworden, dass sie bei N._____ keine Anstellung mehr erhalten 

würde. Darauf habe sie intensiv nach Stellen gesucht. Umgehend nach Beendi-

gung der Anstellung bei N._____ per 31. Dezember 2020 habe sie bei der O._____ 

in einem Pensum von 60 % gearbeitet. Sie sei dankbar gewesen, diese Stelle trotz 

ihres Alters und ihrer geringen Ausbildung (Lehre als Verkäuferin) bekommen zu 

haben. Aus gesundheitlichen Gründen hätte sie nicht mehr arbeiten können, denn 

sie sei aufgrund der psychischen Belastung am Limit gewesen (Urk. 13/1 S. 11; 

Urk. 13/5 S. 1). Angesichts ihrer glaubhaften Aussagen sowie der vorliegenden 

ärztlichen Atteste sei es nicht nur unverständlich, sondern auch extrem willkürlich, 

dass sich die Vorinstanz darüber hinwegsetze, ohne sich näher damit auseinander-

zusetzen (Urk. 13/1 S. 12). Ein hypothetisches Einkommen sei grundsätzlich nicht 

rückwirkend anzurechnen, sondern erst nach Ablauf einer angemessenen Überg-

angsfrist. Diese beginne frühestens mit der erstmaligen gerichtlichen Eröffnung der 

Umstellungsfrist zu laufen. Ausnahmen könnten zum Beispiel vorliegen, wenn die 

betreffende Person nach einem (selbst unfreiwilligen) Stellenwechsel eine Er-

werbstätigkeit im erforderlichen Pensum ausübe, sich aber wissentlich mit einer nur 

ungenügend erträglichen Tätigkeit begnüge (Urk. 13/1 S. 12 f.). Die Gesuchstel-

lerin sei davon ausgegangen, bei N._____ in einem höheren Arbeitspensum tätig 

sein zu können. Als sie im September 2020 erfahren habe, dass dies nicht der Fall 

sein würde, habe sie sich umgehend um eine neue Stelle bemüht und ab dem 1. Ja-

nuar 2021 nahtlos bei der O._____ gearbeitet. Es könne ihr nicht vorgeworfen wer-

den, sich unredlich verhalten zu haben (Urk. 13/1 S. 13; siehe Urk. 13/5 S. 1).

9.3. Der Gesuchsgegner erwidert, die Gesuchstellerin äussere sich nicht 

dazu, dass sie bereits vorprozessual darauf hingewiesen worden sei, dass sie ab 

August 2020 ihr Pensum auf 80 % erhöhen müsse. An der Verhandlung vom 

12. Mai 2021 habe sie ausgeführt, dass sie im ganzen Jahr 2020 bewusst keine 

neue Stelle gesucht habe, da sie sich mit einem 70 %-Pensum begnügen wolle. 

Sie habe sodann stets gewusst, dass ihr Arbeitsverhältnis bis Ende 2020 befristet 

sei (Urk. 13/35 Rz. 25). Schlicht falsch sei, dass sie sich im September 2019 [recte: 

- 35 -

2020] intensiv auf Stellensuche gemacht habe (Urk. 13/35 Rz. 26). Es werde be-

stritten, dass die Gesuchstellerin aus psychischen Gründen nicht in der Lage ge-

wesen sei, mehr zu arbeiten (Urk. 13/35 Rz. 27).

9.4. Grundsätzlich ist ein hypothetisches Einkommen nicht rückwirkend an-

zurechnen, sondern erst nach Ablauf einer angemessenen Übergangsfrist (OGer 

ZH LE180018 vom 16.10.2018, E. III.2.2.). Diese beginnt frühestens mit der erst-

maligen gerichtlichen Eröffnung der Umstellungsfrist zu laufen (OGer ZH LE200061 

vom 09.04.2021, E. III.3.4. [S. 36]; OGer ZH LE150008 vom 26.10.2015, E. III.4.2 

[S. 30]). Ausnahmen von diesem Grundsatz können dann vorliegen, wenn die be-

treffende Partei nach einem (selbst unfreiwilligen) Stellenwechsel eine Erwerbstä-

tigkeit im erforderlichen Pensum ausübt, sich aber wissentlich mit einer nur unge-

nügend erträglichen Tätigkeit begnügt (BGer 5A_341/2011 vom 20. September 

2011, E. 2.5.1; BGer 5A_692/2012 vom 21. Januar 2013, E. 4.3), oder eine beste-

hende Tätigkeit im Wissen um die Pflicht zur Erzielung des fraglichen Einkommens 

aufgibt (BGer 5A_720/2011 vom 8. März 2012, E. 6.1). In solchen Fällen kann ein 

hypothetisches Einkommen auch rückwirkend, also ohne Übergangsfrist von einem 

in der Vergangenheit liegenden Zeitpunkt an, angerechnet werden. Ebenfalls kann 

von der Übergangsfrist abgewichen werden, wenn die geforderte Umstellung für 

die betroffene Partei voraussehbar war, was grundsätzlich erst mit der Zustellung 

des erstinstanzlichen Urteils der Fall sein kann, nicht hingegen bei blossen Ankün-

digungen anlässlich einer mündlichen Verhandlung (OGer ZH LY170039 vom 

16.05.2018 E. III.B.3.1.7 [S. 18] mit weiteren Hinweisen; siehe OGer LY190039 

vom 09.04.2020, E. IV.2.4. [S. 45 f.]). Ist die Verminderung des Einkommens un-

umkehrbar, ist darüber hinaus erforderlich, dass der betroffene Elternteil seinen 

Verdienst in Schädigungsabsicht geschmälert hat (BGer 5A_403/2019 vom 

12. März 2020, E. 4.1). Diese Grundsätze gelten sowohl für die Anrechnung eines 

rückwirkenden hypothetischen Einkommens beim Unterhaltsverpflichteten (siehe 

BGer 5A_692/2012 vom 21. Januar 2013, E. 4.3; BGer 5A_59/2016 vom 1. Juni 

2016, E. 3.2) als auch beim Unterhaltsberechtigten (siehe BGer 5A_848/2010 vom 

4. April 2011, Sachverhalt sowie E. 2). Kann der betroffenen Partei kein unredliches 

Verhalten vorgeworfen werden und war eine Umstellung der Lebensverhältnisse 

nicht vorhersehbar, so ist die Anrechnung eines rückwirkenden hypothetischen Ein-

- 36 -

kommens willkürlich; es fehlt nämlich an der realen Möglichkeit der rückwirkenden 

Einkommenssteigerung (BGer 5P.79/2004 vom 10. Juni 2004, E. 4.3).

9.5. Die Vorinstanz rechnete der Gesuchstellerin rückwirkend ein höheres 

als das bisherige Pensum an, ohne ihr eine Übergangsfrist zu gewähren. Sie be-

gründete dies damit, dass die Gesuchstellerin um die Möglichkeit gewusst habe, 

dass ihr mit dem Übertritt von H._____ in die Oberstufe ein 80 %-Pensum ange-

rechnet werden könnte (E. III.9.1.). Das Schulstufenmodell gilt nicht ohne Aus-

nahme. Es ist immer auch die tatsächliche Erwerbsmöglichkeit anhand der üblichen 

Kriterien (Gesundheit, Ausbildung, Arbeitsmarktlage usw.) zu prüfen (BGE 144 III 

481 E. 4.7.8). Deshalb ist es irrelevant, ob eine Person das Schulstufenmodell be-

reits kennt oder nicht. Wie es sich konkret verhält, ist erst mit der Zustellung des 

erstinstanzlichen Entscheids klar. Bereits deshalb hätte die Vorinstanz der Gesuch-

stellerin nicht rückwirkend ein höheres als das bisherige Pensum anrechnen dür-

fen. Hinzu kommt, dass die Gesuchstellerin vor Vorinstanz aussagte, sie könne 

aufgrund der psychischen Belastung nicht mehr als 60 % arbeiten (Prot. I, S. 64). 

Dr. med. P._____ und Dr. phil. Dipl. Psych. Q.____ bestätigten mit Schreiben vom 

20. Januar 2021, dass die Gesuchstellerin seit November 2017 in psychotherapeu-

tischer Behandlung sei. Ihre Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit seien einge-

schränkt. Ein höheres Arbeitspensum als das derzeitige von 60 % sei für sie weder 

zu bewältigen noch zumutbar (Urk. 5/79B/69). Weitere Zeugnisse mit ähnlichem 

Inhalt datieren vom 25. Mai 2021 (Urk. 5/86/1) und vom 24. August 2021 

(Urk. 5/90/2). Die Vorinstanz äusserte sich nicht dazu, weshalb der Gesuchstellerin 

trotz anderslautenden ärztlichen Attesten ein höheres Arbeitspensum möglich ge-

wesen wäre. Entsprechende Gründe behauptet der Gesuchsgegner nicht (siehe 

Urk. 13/35 Rz. 27). Es sind auch keine solchen ersichtlich. Vor diesem Hintergrund 

ist die teilweise Arbeitsunfähigkeit aufgrund der ärztlichen Atteste glaubhaft.

9.6. Die Gesuchstellerin arbeitete gemäss den unangefochtenen Feststellun-

gen der Vorinstanz bis Ende 2020 in einem Pensum von 60 % für N._____ und ab 

dem 1. Januar 2021 im selben Pensum … bei O._____; ihr Pensum bei O._____ 

wurde per September 2021 auf 70 % erhöht (Urk. 13/2 S. 28 f.). Als sie für N._____ 

arbeitete, war sie bei der R._____ AG angestellt. 2019 erzielte sie dort ein durch-

- 37 -

schnittliches monatliches Einkommen von netto Fr. 4'071.90 (Urk. 5/31/9); aus den 

Lohnabrechnungen Januar 2020 bis März 2020 ist demgegenüber ein monatliches 

Nettoeinkommen von Fr. 3'341.95 ersichtlich (Urk. 5/31/10), das durchschnittliche 

Einkommen betrug jedoch gestützt auf den Lohnausweis 2020 Fr. 4'339.– 

(Urk. 5/79B/116). Bei O._____ verdiente sie ab Januar 2021 Fr. 3'778.– netto pro 

Monat (inklusive 13. Monatslohn; Urk. 5/79B/67–68). Dies liegt im Rahmen des vor-

herigen Verdienstes. Der Gesuchsgegner bemängelte vor Vorinstanz, die Gegen-

seite habe sich von August 2020 bis Dezember 2020 offenbar auf nur 40 Stellen 

beworben (Prot. I, S. 39). Die Gesuchstellerin verfügt unbestrittenermassen ledig-

lich über eine Lehre als Verkäuferin (Urk. 13/1 S. 11; siehe Urk. 13/35 Rz. 27). Sie 

war 50 Jahre alt, als sie die Stelle suchte. Ihre frühere Arbeitsstelle war bis 

Ende 2020 befristet (Prot. I, S. 63; Urk. 13/35 Rz. 25). Es ist vor diesem Hinter-

grund nicht zu beanstanden, wenn sie sich mit einer Stelle begnügte, in welcher sie 

ein Einkommen erzielte, das etwas tiefer als das vorherige war. Auch unter diesem 

Aspekt rechtfertigt es sich nicht, ihr rückwirkend ein hypothetisches Einkommen 

anzurechnen.

9.7. Zusammenfassend ist für die Zeit vom 1. Januar 2021 bis 31. August 

2023 auf das tatsächliche Einkommen der Gesuchstellerin abzustellen. Sie hat ei-

nen 13. Monatslohn (Urk. 5/79B/67). Die Gesuchstellerin verdiente vom 1. Januar 

2021 bis zum 31. August 2021 Fr. 3'487.10 x 13 / 12 = Fr. 3'778.– netto pro Monat 

(inklusive Anteil 13. Monatslohn; Urk. 5/79B/68; Urk. 5/97/1). Per 1. September 

2021 erhöhte sich ihr Arbeitspensum um 10 % auf 70 % (Urk. 5/90/1), womit ihr 

monatliches Einkommen Fr. 4'068.25 x 13 / 12 = Fr. 4'407.– betrug (Urk. 5/97/2). 

Die Gesuchstellerin machte geltend, sie arbeite seit dem 1. Januar 2022 in einem 

Pensum von 80 % bei O._____, wobei ihr Einkommen Fr. 4'890.– betrage 

(Urk. 13/1 S. 12 und 14). Der Gesuchsgegner bestritt sowohl das Pensum als auch 

das Einkommen (Urk. 13/35 Rz. 30 und 33). Er brachte jedoch an anderer Stelle 

zum Ausdruck, dass ihr (auch) ab dem 1. Januar 2022 ein Arbeitspensum von 80 % 

anzurechnen sei (Urk. 13/35 Rz. 25). Daher rechtfertigt es sich, ab dem 1. Januar 

2022 von einem solchen auszugehen. Die frühere Pensumserhöhung bei O._____ 

zeigt, dass das Einkommen im Verhältnis zum Arbeitspensum steigt. In Ermange-

lung eines anderen Belegs ist davon auszugehen, dass dies auch bei der Erhöhung 

- 38 -

auf 80 % so war. Das Einkommen (inklusive 13. Monatslohn) beträgt daher ab dem 

1. Januar 2022 Fr. 4'407.– / 7 x 8 = Fr. 5'037.–. Dies ergibt für die Zeit vom 1. Ja-

nuar 2021 bis zum 31. Oktober 2022 durchschnittliche Einkünfte von (8 x 

Fr. 3'778.– + 4 x Fr. 4'407.– + 10 x Fr. 5'037.–) / 22 = 

Fr. 4'465.–. Vom 1. November 2022 bis zum 31. August 2023 beträgt das monatli-

che Einkommen Fr. 5'037.–.

10. Lohn der Gesuchstellerin ab dem 1. September 2023

10.1.Die Vorinstanz rechnete ausgehend vom Lohn bei N._____ für ein 60 %-

Pensum von Fr. 4'072.– ein hypothetisches Nettoeinkommen für ein 100 %-Pen-

sum ab dem 1. September 2023 von Fr. 6'787.– an (Urk. 13/2 S. 30).

10.2.Die Gesuchstellerin rügt, der Gesuchsgegner habe in einem Schreiben 

an die Vorinstanz vom 8. November 2021 gefordert, dass von einem Lohn von 

Fr. 4'700.– als hypothetisches Einkommen für eine 80 %-Tätigkeit auszugehen sei. 

Dagegen habe sie mit Schreiben vom 16. Dezember 2021 opponiert. Weshalb die 

Vorinstanz ihr ab dem 1. September 2023 ein Einkommen von Fr. 6'787.– an-

rechne, sei nicht nachvollziehbar (Urk. 13/1 S. 12). In der Folge geht die Gesuch-

stellerin ohne weitere Begründung von einem Einkommen von Fr. 6'000.– für ein 

100 %-Pensum aus (Urk. 13/1 S. 15).

10.3.Der Gesuchsgegner erwidert, er habe das Einkommen der Gesuchstel-

lerin in seiner Eingabe vom 8. November 2021 nicht auf Fr. 4'700.–, sondern auf 

Fr. 5'430.– beziffert (Urk. 13/35 Rz. 29).

10.4.Es ist nicht unüblich, vom aktuellen Einkommen auszugehen und dieses 

dann mit einer Dreisatzrechnung auf das vorgesehene Pensum hochzurechnen 

(siehe OGer ZH LZ210030 vom 12.01.2023, E. II.3.4.2. ff.; OGer ZH LZ210008 

vom 01.07.2022, E. III.3.4.3.; BGer 5A_311/2019 vom 11. November 2020, 

E. 3.1 f.).

10.5.Die Gesuchstellerin zeigt nicht auf, wie sie auf das Einkommen von 

Fr. 6'000.– kommt. Damit genügt sie den Begründungsanforderungen nicht 

(E. II.4.). Es bleibt bei den von der Vorinstanz angenommenen Fr. 6'787.– pro Mo-

- 39 -

nat. Es ist bereits an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass auch ein tieferes Ein-

kommen nichts an der Unterhaltsberechnung ändern würde, da für diese Phase 

den Anträgen der Gesuchstellerin vollumfänglich zu entsprechen ist (E. III.16.4. f.).

11. Lehrlingslohn und berufsbedingte Kosten von G._____

11.1.Die Vorinstanz erwog, G._____ befinde sich seit dem 1. August 2020 in 

einem Lehrverhältnis als Informatiker bei der K._____ AG und erhalte einen Lehr-

lingslohn von Fr. 850.– im ersten Lehrjahr, Fr. 1'050.– im zweiten Lehrjahr, 

Fr. 1'450.– im dritten Lehrjahr und Fr. 1'550.– im vierten Lehrjahr. Gemäss Art. 276 

Abs. 3 ZGB könnten die Eltern von der Unterhaltspflicht in dem Mass befreit wer-

den, in welchem man dem Kind zumuten könne, den Unterhalt aus seinem Arbeits-

erwerb oder andern Mitteln zu bestreiten. Die vorliegend guten finanziellen Verhält-

nisse rechtfertigten es, den Lehrlingslohn von G._____ nicht in Abzug des ihm zu-

stehenden Unterhaltsbeitrags zu bringen. Demgegenüber würden die berufsbe-

dingten Kosten wie auswärtige Verpflegung und Mobilitätskosten nicht in seinem 

Bedarf berücksichtigt (Urk. 13/2 S. 36). Diese habe G._____ nämlich mit seinem 

Lehrlingslohn selbst zu tragen (Urk. 13/2 S. 33 f.).

11.2.Der Gesuchsgegner anerkennt den Lehrlingslohn, welchen die Vorin-

stanz festgestellt hat (Urk. 1 Rz. 9). Er rügt aber, die elterliche Unterhaltspflicht solle 

ihre Grenzen in der eigenen Leistungsfähigkeit der Kinder finden. In jedem Fall sei 

der effektiv erzielte Eigenverdienst der Kinder bei der Berechnung des Barunter-

haltsbeitrags zumindest anteilsmässig angemessen zu berücksichtigen. Dem Ge-

richt stehe ein gewisses Ermessen zu. Nicht zuletzt aus erzieherischen Überlegun-

gen sei aber auch bei guten finanziellen Verhältnissen eine anteilsmässige Anrech-

nung angezeigt (Urk. 1 Rz. 10). Indem die Vorinstanz den Lehrlingslohn von 

G._____ nicht berücksichtigt habe, habe sie Art. 276 Abs. 2 ZGB und Art. 285 

Abs. 1 ZGB verletzt. Dadurch habe sie ihr Ermessen nicht nur überschritten, son-

dern gar nicht ausgeübt und verfalle in Willkür (Urk. 1 Rz. 11). Neben den gesetzli-

chen und vertraglichen Ausbildungszulagen von Fr. 250.– sei der von G._____ ef-

fektiv erzielte Lohn aus erzieherischen Überlegungen vollständig von seinem Bar-

bedarf abzuziehen, eventualiter aber mindestens dessen Hälfte (Urk. 1 Rz. 12). Der 

von der Vorinstanz errechnete Bedarf von G._____ werde grundsätzlich nicht be-

- 40 -

anstandet (Urk. 1 Rz. 13). Die Vorinstanz habe es jedoch unterlassen, die aner-

kannten berufsbedingten Kosten für Mobilität von Fr. 70.– und für auswärtige Ver-

pflegung von Fr. 80.– ab Lehrbeginn im August 2020 in G._____s Bedarf zu be-

rücksichtigen. Sie sei nämlich davon ausgegangen, dass G._____ diese Kosten mit 

dem sonst nicht anrechenbaren Lehrlingslohn selbst decke (Urk. 1 Rz. 14).

11.3.Die Gesuchstellerin erwidert unter Verweis auf Art. 285 Abs. 1 ZGB, 

dass das Einkommen des Kindes zu berücksichtigen sei, und zwar in dem Mass, 

als dies dem Kind zugemutet werden könne (Art. 276 Abs. 3 ZGB). Der Vorrang 

der elterlichen Unterhaltspflicht rechtfertige es, an die Zumutbarkeit von Eigenleis-

tungen des Kindes hohe Anforderungen zu stellen. Die wirtschaftliche Lage des 

Kindes müsse eindeutig besser sein als jene der Eltern. Zudem müsse das Kind 

nur realisierbare Mittel einbringen, nicht aber zulasten seines Ausbildungsan-

spruchs einen Arbeitserwerb aufnehmen (Urk. 10 S. 7). Die Vorinstanz habe auf 

die guten finanziellen Verhältnisse verwiesen. Zudem habe sie die berufsbedingten 

Kosten nicht in G._____s Bedarf eingerechnet. Auch im Hinblick auf die Zeit nach 

G._____s Volljährigkeit habe sich die Vorinstanz auf die deutlich höhere Leistungs-

fähigkeit des Gesuchsgegners gegenüber derjenigen der Gesuchstellerin bezogen. 

Deshalb habe sie diesem auferlegt, den Barunterhalt für G._____ bis zum Ab-

schluss einer Erstausbildung alleine zu tragen. Da G._____ als Volljähriger am 

Überschuss nicht mehr beteiligt werde, habe die Vorinstanz den ihm bis dahin zu-

gesprochenen Überschussanteil von monatlich Fr. 1'000.– auf Fr. 0.– gekürzt. Der 

Gesuchsgegner äussere sich nicht zu den konkreten Gründen, welche auf die Zu-

mutbarkeit einer Beteiligung von G._____ an seinem Unterhalt schliessen liessen 

(Urk. 10 S. 7 f.). Bei der Beurteilung der Frage, ob es den Eltern nach den gesam-

ten Umständen zugemutet werden könne, für den Unterhalt des Kindes aufzukom-

men, stehe dem Sachgericht ein weites Ermessen zu. Die Berufungsinstanz über-

prüfe Ermessensentscheide an sich frei, greife jedoch nur ein, wenn die Vorinstanz 

von dem ihr zustehenden Ermessen einen falschen Gebrauch gemacht habe. Vor-

liegend habe die Vorinstanz die finanziellen Verhältnisse und die nicht in den Bedarf 

von G._____ eingerechneten berufsbedingten Kosten berücksichtigt. Damit habe 

sie ihr Ermessen nicht willkürlich ausgeübt (Urk. 10 S. 9). Der Gesuchsgegner 

übergehe sodann die Tatsache, dass die Vorinstanz bei der Anrechnung des Über-

- 41 -

schussanteils von G._____ im Rahmen ihres Ermessens von der bundesgerichtli-

chen Vorgabe, den Überschuss nach grossen und kleinen Köpfen zu verteilen, ab-

gewichen sei. Statt G._____ den errechneten Überschussanteil von Fr. 1'337.35 

zuzusprechen, habe sie ihm lediglich Fr. 1'000.– angerechnet und unter anderem 

darauf hingewiesen, dass ihm sein Lehrlingseinkommen belassen werde. Auch da-

mit befasse sich der Gesuchsgegner nicht (Urk. 10 S. 10). Zu beachten sei auch 

das Gebot der Gleichberechtigung zwischen G._____ und seinen beiden Brüdern. 

Der ältere Bruder, J._____, studiere an der Universität T. Der jüngere, H._____, 

besuche seit dem laufenden Schuljahr [2022/2023] das Gymnasium L._____. Für 

diese beiden Söhne habe der Gesuchsgegner vollumfänglich aufzukommen. Es 

wäre daher stossend, G._____, welcher den Weg über eine Lehre gewählt und 

damit bedeutend weniger Ferien habe, nicht einen finanziellen Ausgleich in Form 

seines Lehrlingslohns zuzugestehen, zumal der Überschussanteil nach Erreichen 

der Volljährigkeit ohnehin wegfalle (Urk. 10 S. 11).

11.4.Der Unterhaltsbeitrag soll den Bedürfnissen des Kindes sowie der Le-

bensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen; dabei sind das Vermö-

gen und die Einkünfte des Kindes zu berücksichtigen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Die 

Eltern sind von der Unterhaltspflicht in dem Mass befreit, als es dem Kind zugemu-

tet werden kann, den Unterhalt aus seinem Arbeitserwerb oder anderen Mitteln zu 

bestreiten (Art. 276 Abs. 3 ZGB). Aus den erwähnten Gesetzesvorschriften lässt 

sich nicht ableiten, dass das Kind sein Einkommen vollumfänglich für die Deckung 

seines Barbedarfs zu verwenden hätte (BGer 5A_727/2018 vom 22. August 2019, 

E. 5.3.1; siehe BGer 5A_476/2022 vom 28. Dezember 2022, E. 5.1). Vielmehr ist 

ein solches "zu berücksichtigen" (Art. 285 Abs. 1 ZGB), und zwar in dem Mass, als 

es dem Kind "zugemutet werden kann" (Art. 276 Abs. 3 ZGB). Die Zumutbarkeit 

bestimmt sich einerseits aus dem Vergleich der Leistungsfähigkeit von Eltern und 

Kind und andererseits nach der Höhe ihrer Leistungen und dem Bedarf des Kindes. 

Mit anderen Worten hängt der Umfang der Berücksichtigung des Kindeseinkom-

mens von den Verhältnissen im Einzelfall ab (BGer 5A_727/2018 vom 22. August 

2019, E. 5.3.1; BGer 5A_129/2019 vom 10. Mai 2019, E. 9.3). Die kantonalen Ge-

richte verfügen dabei über Ermessen (BGer 5A_129/2019 vom 10. Mai 2019, 

E. 9.3). Namentlich gibt es keine Regel, wonach ungeachtet der konkreten Um-

- 42 -

stände ein noch nicht volljähriges Kind einen Drittel seines Einkommens für den 

eigenen Barbedarf aufwenden muss und ein volljähriges die Hälfte (BGer 

5A_727/2018 vom 22. August 2019, E. 5.3.1). Der Ermessensspielraum reicht von 

der fehlenden bis zur gänzlichen Anrechnung des Einkommens des Kindes. Je ge-

ringer die Leistungsfähigkeit der Eltern ist, desto eher ist es dem Kind zumutbar, 

seinen Unterhalt mit eigenem Einkommen zu bestreiten.

11.5.Die Gesuchstellerin weist zu Recht darauf hin (Urk. 10 S. 8), dass sich 

der Gesuchsgegner nicht dazu äussert, inwiefern G._____ eine (höhere) Beteili-

gung an seinem Unterhalt zumutbar ist (siehe Urk. 1 Rz. 9 ff.). Damit genügt der 

Gesuchsgegner den Begründungsanforderungen nicht (E. II.3.). Dasselbe gilt für 

den Hinweis, wonach G._____s Lohn "aus erzieherischen Überlegungen" vollstän-

dig, eventualiter aber mindestens zur Hälfte von seinem Barbedarf abzuziehen sei 

(Urk. 1 Rz. 12). Dabei blendet der Gesuchsgegner nämlich die Lebensstellung und 

die Leistungsfähigkeit der Eltern als massgebende Kriterien im Sinne von Art. 285 

Abs. 1 ZGB aus.

11.6.Auch inhaltlich erweisen sich die Rügen des Gesuchsgegners als unbe-

gründet: So hat die Vorinstanz einen Teil des Einkommens von G._____ insofern 

berücksichtigt, als sie ihm in seinem Bedarf keine berufsbedingten Auslagen (ins-

besondere Kosten für Mobilität und auswärtige Verpflegung) anrechnete (Urk. 13/2 

S. 33 f. und 36). Sie bewegte sich damit innerhalb ihres Ermessensspielraums. Es 

ist unter den Parteien unbestritten, dass sich die Kosten für die öffentlichen Ver-

kehrsmittel auf Fr. 70.– belaufen; umstritten ist, ob die Auslagen für auswärtige Ver-

pflegung Fr. 80.– oder Fr. 200.– betragen (Urk. 5/79 S. 32; Urk. 5/80 S. 23 f.). 

G._____ wohnt bei der Gesuchstellerin in F._____ (Urk. 13/2 S. 48). Er macht eine 

Lehre zum Informatiker EFZ bei der K._____ AG in Zürich. Die Berufsfachschule 

ist das Bildungszentrum S._____ (Urk. 5/53/37 = Urk. 5/79B/66). Folglich muss er 

sich regelmässig auswärts verpflegen. Fr. 80.– reichen dafür kaum aus. G._____ 

benötigt sodann Schulmaterial und Kleidung, "die den arbeitsplatzbedingten Ver-

hältnissen angepasst ist" (Urk. 5/53/37). Es ist vor diesem Hintergrund davon aus-

zugehen, dass sich die berufsbedingten Auslagen, für welche G._____ mit seinem 

Lohn aufkommen muss, auf weit mehr als Fr. 150.– pro Monat belaufen. Die Leis-

- 43 -

tungsfähigkeit des Gesuchsgegners beträgt in der ersten Phase Fr. 29'333.– - 

Fr. 7'722.– = Fr. 21'611.–, jene der Gesuchstellerin auf Fr. 4'072.– - Fr. 5'945.– = - 

Fr. 1'873.– (E. III.13.1. f.). Es ist bei diesen finanziellen Verhältnissen nicht zu be-

anstanden, wenn G._____ mit seinem Lehrlingslohn "lediglich" für seine berufsbe-

dingten Auslagen aufzukommen hat. Auch die Tatsache, dass die beiden weiteren 

Söhne der Parteien ihre Erstausbildung noch nicht abgeschlossen (E. I.1.) und da-

her Anspruch auf Unterhalt haben (Art. 277 Abs. 2 ZGB), ändert daran nichts.

12. Überschussanteil der Kinder

12.1.Die Vorinstanz erwog, der verfügbare Überschuss von Fr. 9'361.40 sei 

wie folgt aufzuteilen:

Gesuchstellerin J._____ G._____ H._____ Gesuchsgegner

2/7 1/7 1/7 1/7 2/7

Fr. 2'674.70 Fr. 1'337.35 Fr. 1'337.35 Fr. 1'337.35 Fr. 2'674.70

In Bezug auf den Überschussanteil der Kinder sei anzumerken, dass das Ge-

richt von der Verteilung nach Köpfen im Einzelfall und im Rahmen des Ermessens 

abweichen könne. Bei überdurchschnittlich guten finanziellen Verhältnissen könne 

der rechnerische Überschussanteil des Kindes unabhängig vom konkret gelebten 

Standard der Eltern aus erzieherischen und aus konkreten Bedarfsgründen limitiert 

werden. Wie die nachfolgenden Bedarfszahlen ergäben, würden den Kindern 

G._____ und H._____ hohe Beträge in ihren Bedarf angerechnet. So ergebe sich 

vorliegend ein überdurchschnittlich hoher Bedarf pro Kind. Ferner sei zu beachten, 

dass G._____ bereits ein Lehrlingseinkommen habe, welches pro Lehrjahr an-

steige, aber nicht in seinem Einkommen berücksichtigt werde. Darüber hinaus habe 

der Gesuchsgegner die Schulkosten für H._____ zusätzlich zu den Unterhaltsbei-

trägen zu leisten. Entsprechend erscheine es angemessen, den Überschussanteil 

für die Kinder G._____ und H._____ auf Fr. 1'000.– pro Monat zu begrenzen 

(Urk. 13/2 S. 26).

12.2.Die Gesuchstellerin rügt, der Gesuchsgegner erziele ein Einkommen 

von beinahe Fr. 30'000.– netto pro Monat. Die Parteien hätten im Jahr vor der Tren-

- 44 -

nung (2016) denn auch weit mehr als ihr gesamtes Erwerbseinkommen von 

Fr. 388'420.– für den Familienunterhalt ausgegeben. Es stehe ausser Frage, dass 

deren Lebensstandard hoch gewesen sei. Die Kinder hätten daran genauso wie die 

Parteien teilhaben können (Urk. 13/1 S. 15). Der Kindesunterhalt habe nicht nur 

den Bedürfnissen des Kindes, sondern auch der Lebensstellung und der Leistungs-

fähigkeit der Eltern zu entsprechen. Das Gesetz enthalte keine Regel in dem Sinne, 

dass der Unterhaltsanspruch des minderjährigen Kindes in jedem Fall seine Ober-

grenze im Lebensstandard finde, den seine verheirateten Eltern im Zeitpunkt ihrer 

Trennung zuletzt gelebt hätten. Eine Teilhabe am elterlichen Standard sei den Kin-

dern auch nach der Trennung zu gewähren. Der Überschuss solle dazu dienen, 

Ausgaben für Hobbys, Freizeit, Ferien usw. abzudecken. Die Unterhaltsbeiträge, 

wie sie für G._____ und H._____ inklusive Überschuss von Fr. 1'000.– von der Vor-

instanz gesprochen worden seien, würden in keinerlei Weise den Lebensstandard 

widerspiegeln, wie er von der Familie vor der Trennung gelebt worden sei. Alleine 

die Kartkosten hätten im Jahr 2016 monatlich beinahe Fr. 3'000.– ausgemacht. Die 

Familie sei auch mehrfach in die Ferien verreist. Es gebe demnach keinen Grund, 

im vorliegenden Fall von der üblichen Aufteilung abzusehen. Dass die Vorinstanz 

für G._____ keinen Anteil am Lehrlingslohn anrechne, sei ebenfalls kein valabler 

Grund, den ihm zustehenden Überschussanteil zu reduzieren, zumal er ohnehin 

bald 18 Jahre alt werde und dann nicht mehr am Überschuss partizipieren werde 

(Urk. 13/1 S. 16).

12.3.Der Gesuchsgegner bestreitet, dass er ein Einkommen von beinahe 

Fr. 30'000.– netto im Monat verdienen solle. Sein Bonus sei 2021 abermals gesun-

ken. Er habe gerade mal noch Fr. 88'333.– im Vergleich zu noch Fr. 97'222.– im 

Jahr 2020 betragen. Insgesamt sei sein Einkommen somit stets sinkend gewesen. 

Im Jahr 2021 habe es "nur" noch Fr. 26'586.50 pro Monat betragen (Urk. 13/35 

Rz. 37). Es sei unbestritten, dass die Kinder am höheren Lebensstandard des Ge-

suchsgegners teilhaben sollten. Der Überschussanteil der Kinder müsse aber nach 

oben begrenzt sein. Die Gesuchstellerin begnüge sich mit appellatorischer Kritik. 

Sie zeige nicht auf und mache nicht geltend, dass ein Überschuss von Fr. 1'000.– 

pro Monat nicht ausreichend sein solle, um Hobbys, Freizeitgestaltung und Ferien 

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abzudecken. Ihr Verweis auf die Kartkosten verfange nicht, da es sich dabei um 

ausserordentliche Auslagen gehandelt habe (Urk. 13/35 Rz. 38).

12.4.Das Bundesgericht hat in seinem Leitentscheid vom 11. November 2020 

festgehalten, dass ein Kind im Rahmen der Überschussverteilung keinen Anspruch 

auf eine Lebensführung habe, welche diejenige der Eltern bzw. den angestammten 

Standard vor der Trennung der Eltern überschreite (BGE 147 III 265 E. 7.3 

[S. 285 f.]). In einem neueren Entscheid führte es hingegen aus, dass der Kinder-

unterhalt nach Art. 285 Abs. 1 ZGB nicht nur den Bedürfnissen des Kindes, sondern 

auch der Lebensstellung und der Leistungsfähigkeit der Eltern entsprechen solle. 

Diese Regel gelte für alle Kinder unabhängig davon, ob ihre Eltern verheiratet seien 

oder ob sie zusammenlebten. Dabei enthalte das Gesetz keine Regel in dem Sinne, 

dass der Unterhaltsanspruch des minderjährigen Kindes seine Obergrenze im Le-

bensstandard fände, den seine verheirateten Eltern im Zeitpunkt ihrer Trennung 

zuletzt gelebt hätten (BGer 5A_491/2020 vom 19. Mai 2021, E. 4.4). In dieselbe 

Richtung zielt die Erwägung eines weiteren neueren Entscheids, wonach die Ober-

grenze nur zwischen Ehegatten gelte, während Kinder am insgesamt höheren Le-

bensstandard teilhaben sollten (BGE 147 III 293 E. 4.4 [S. 298]). In einem ebenfalls 

neueren Entscheid führte das Bundesgericht unter Bezugnahme auf den Leitent-

scheid vom 11. November 2020 aus (BGer 5A_44/2020 vom 8. Juni 2021, 

E. 5.2.1): "Der Gesetzgeber hat darauf verzichtet, für den gebührenden Unterhalt 

des Kindes eine konkrete Unter- und Obergrenze zu nennen. Letztere ergibt sich 

indes zum einen aus der tatsächlichen Lebensstellung des unterhaltspflichtigen El-

ternteils, denn ein Kind kann selbstredend nicht Anspruch auf eine Lebensführung 

geltend machen, welche diejenige der Eltern bzw. den angestammten Standard vor 

einer Trennung der Eltern überschreitet; vorbehalten bleibt allenfalls eine zwischen-

zeitlich eingetretene Verbesserung der Leistungsfähigkeit. Zum anderen kann der 

Unterhaltsbeitrag namentlich bei weit überdurchschnittlich guten finanziellen Ver-

hältnissen unabhängig vom konkret gelebten Standard der Eltern aus erzieheri-

schen und aus konkreten Bedarfsgründen limitiert werden […]." Keine weit über-

durchschnittlichen Verhältnisse liegen dabei bei einem massgeblichen Einkommen 

der Eltern von rund Fr. 11'000.– vor (BGer 5A_52/2021 vom 25. Oktober 2021, 

E. 7.3.1). Gemäss Art. 285 Abs. 1 ZGB sind die Lebensstellung und Leistungsfä-

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higkeit der Eltern massgebende Kriterien. Das Gesetz differenziert nicht zwischen 

dem Standard vor der Trennung und jenem danach. Es sind auch keine sachlichen 

Gründe ersichtlich, Kinder, deren Eltern nie zusammengelebt haben, anders zu be-

handeln als solche, bei denen dies der Fall war.

12.5.Hinsichtlich des Kartfahrens fielen allein für das Material monatliche 

Kosten von fast Fr. 3'000.– an. Hinzu kamen weitere Kosten wie jene für die Trans-

fers und die Unterkunft (E. III.5.5.). Die Parteien sagten vor Vorinstanz übereinstim-

mend aus, dass die Aktivität nach der Trennung finanziell nicht mehr möglich ge-

wesen sei (Prot. I, S. 59 und 71). Es handelte sich demzufolge nicht um ausseror-

dentliche Auslagen, sondern um ein teures Hobby, welches man ohne die Tren-

nung weitergeführt hätte. Generell zeigen die vorstehenden Ausführungen, dass 

die Familie einen sehr hohen Lebensstandard führte; die Kinder hatten einen Über-

schussanteil von je Fr. 3'438.– (E. III.7.3.). Es leuchtet nicht ein, weshalb dieser 

nun nach der Trennung unter Hinweis auf erzieherische und Bedarfsgründe plötz-

lich auf Fr. 1'000.– pro Kind beschränkt werden sollte.

12.6.Entgegen der Vorinstanz sind die Schulgebühren nicht erst bei der Über-

schussverteilung zu berücksichtigen. Sie gehören vielmehr in den Bedarf der Kin-

der (BGE 147 III 265 E. 7.2), was zur Folge hat, dass sich der Überschuss entspre-

chend vermindert.

12.6.1. Gemäss den unangefochten gebliebenen vorinstanzlichen Feststel-

lungen besuchte G._____ die I._____ bis im Juni 2020 (Urk. 13/2 S. 38). Dafür 

zahlte der Gesuchsgegner vom 1. Oktober 2019 bis zum 27. Juni 2020 9 x 

Fr. 1'597.50 = Fr. 14'377.50 (die kleineren Beträge sind als ausserordentliche Aus-

lagen zu qualifizieren; Urk. 5/80B/88). Die erste Phase dauert vom 25. Juni 2019 

bis zum 31. Dezember 2020. In dieser Zeit beliefen sich die Schulkosten auf durch-

schnittlich Fr. 14'377.50 / 18 = (gerundet) Fr. 800.–.

12.6.2. H._____ besuchte die I._____ von August 2020 bis und mit Juni 2022 

(Urk. 5/80 Rz. 81; Urk. 13/2 S. 38). Die vorinstanzliche Erwägung, wonach sich die 

Schulkosten auf Fr. 16'982.– pro Schuljahr beliefen (Urk. 13/2 S. 38), wurde nicht 

beanstandet. Die erste Phase dauert vom 25. Juni 2019 bis zum 31. Dezember 

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2020, die zweite vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Oktober 2022 (Volljährigkeit von 

G._____). Über diese beiden Phasen gesehen fielen bei H._____ Schulkosten von 

durchschnittlich 2 x Fr. 16'982.– / 40 = (gerundet) Fr. 850.– an.

13. Unterhaltsbeiträge vom 25. Juni 2019 bis 31. Dezember 2020

13.1.Das Einkommen des Gesuchsgegners von monatlich Fr. 29'333.– 

(Urk. 13/2 S. 28) blieb unangefochten. Dasselbe gilt für das Einkommen der Ge-

suchstellerin in Höhe von Fr. 4'072.– (Urk. 13/2 S. 39). G._____ macht seit dem 

1. August 2020 eine Lehre bei der K._____ AG (Urk. 13/2 S. 36). Sein Lehrlings-

lohn sowie seine berufsbedingten Kosten bleiben unberücksichtigt (E. III.11.5. f.). 

G._____ und H._____ ist die Familienzulage von je Fr. 250.– als Einkommen an-

zurec