# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** ad4fab92-580a-531d-8774-e4d7c68234f1
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-02-21
**Language:** de
**Title:** Bern Obergericht Beschwerdekammer in Strafsachen 21.02.2024 BK 2024 57
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_ZivilStraf/BE_OG_008_BK-2024-57_2024-02-21.pdf

## Full Text

Obergericht
des Kantons Bern

Beschwerdekammer in 
Strafsachen

Cour suprême
du canton de Berne

Chambre de recours pénale

Beschluss
BK 24 57

Hochschulstrasse 17
Postfach
3001 Bern
Telefon +41 31 635 48 09
Fax +41 31 634 50 54
obergericht-straf.bern@justice.be.ch
www.justice.be.ch/obergericht Bern, 21. Februar 2024

Besetzung Oberrichter Bähler (Präsident), Oberrichterin Hubschmid,
Oberrichter Schmid
Gerichtsschreiberin Lienhard

Verfahrensbeteiligte A.________
a.v.d. Rechtsanwältin B.________

Beschuldigter/Beschwerdeführer

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Nordring 8, Post-
fach, 3001 Bern
v.d. C.________

Gegenstand Haftentlassungsgesuch

Strafverfahren wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das 
Betäubungsmittelgesetz

Beschwerde gegen den Entscheid des Kantonalen Zwangsmass-
nahmengerichts vom 26. Januar 2024 (KZM 24 128)

2

Erwägungen:

1.

1.1 Die Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg führte gegen A.________ (nachfol-
gend: Beschwerdeführer), amtlich verteidigt durch Rechtsanwältin B.________, ein 
Strafverfahren wegen Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Der 
Beschwerdeführer wurde am 16. August 2023 festgenommen und auf Antrag der 
Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg vom 18. August 2023 mit Verfügung des 
Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Freiburg vom 20. August 2023 für einen 
Monat in Untersuchungshaft versetzt (Dossiernummer 100 2023 332). Am 20. Sep-
tember 2023 verlängerte das Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Freiburg die 
Untersuchungshaft um einen Monat (Dossiernummer 100 2023 356). In der Folge 
übernahm die Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland (nachfolgend: 
Staatsanwaltschaft) das Strafverfahren und führte die Untersuchung – nunmehr we-
gen qualifizierter Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz – gegen den 
Beschwerdeführer weiter. Mit Entscheid des Regionalen Zwangsmassnahmenge-
richts Berner Jura Seeland (nachfolgend: Regionales Zwangsmassnahmengericht) 
ARR 23 455 wurde die Untersuchungshaft am 17. Oktober 2023 um drei Monate bis 
zum 15. Januar 2023 verlängert. Am 27. Dezember 2023 wies das Regionale 
Zwangsmassnahmengericht das Haftentlassungsgesuch des Beschwerdeführers 
vom 18. Dezember 2023 ab und verlängerte die Untersuchungshaft bis zum 
27. März 2024 (ARR 23 576). 

1.2 Mit Eingabe vom 15. Januar 2024 ersuchte der Beschwerdeführer erneut um Entlas-
sung aus der Haft. Dieses Haftentlassungsgesuch wurde mit Entscheid KZM 24 128 
vom 26. Januar 2024 durch das neu zuständige Kantonale Zwangsmassnahmenge-
richt (nachfolgend: Kantonales Zwangsmassnahmengericht/Vorinstanz) abgewie-
sen; auf eine nochmalige Verlängerung der Untersuchungshaft, wie sie die Staats-
anwaltschaft am 19. Januar 2023 beantragt hatte, wurde indes verzichtet. Gegen 
den vorgenannten Entscheid erhob der Beschwerdeführer am 8. Februar 2024 Be-
schwerde bei der Beschwerdekammer in Strafsachen des Obergerichts des Kantons 
Bern (nachfolgend: Beschwerdekammer) und beantragte:
I. 1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2. Die Ziffern 1 und 3 des Entscheids des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 26. Ja-
nuar 2026 (recte: 2024) sind aufzuheben und durch folgenden Wortlaut zu ersetzen: 
1. Das Haftentlassungsgesuch von A.________ vom 15. Januar 2024 wird gutgeheissen. 

A.________ wird unverzüglich aus der Untersuchungshaft entlassen. 

3. Die Kosten werden dem Staat auferlegt.

Subsidiär 

1. Die Beschwerde wird gutgeheissen. 

2. Die Ziffern 1 und 3 des Entscheids des Kantonalen Zwangsmassnahmengerichts vom 26. Ja-
nuar 2024 sind aufzuheben und durch folgenden Wortlaut zu ersetzen: 

1. Das Haftentlassungsgesuch von A.________ vom 15. Januar 2024 wird gutgeheissen. 

A.________ wird unverzüglich aus der Untersuchungshaft entlassen. 

3. Die Kosten werden dem Staat auferlegt. 

3

3. Es sind folgende Ersatzmassnahmen anzuordnen: 

- Ausweis- und Schriftensperre; 

- Auflage sich wöchentlich bei der Einwohnergemeinde von D.________ und der Polizeiwache 
D.________ zu melden; 

- Anordnen des Tragens von Fussfesseln (Electronic Monitoring) mit den entsprechenden 

einzuhaltenden Bedingungen (Einhalten des Wochenplans); 

- Eventuelle weitere Auflagen wie Kontaktverbote. 

II. 1. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden dem Staat auferlegt. 

2. Das Honorar für die amtliche Verteidigung des Beschwerdeführers durch die Unterzeichnende 
wird für das Beschwerdeverfahren gemäss noch einzureichender Kostenliste festgesetzt.

1.3 Am 9. Februar 2024 eröffnete die Verfahrensleitung ein Beschwerdeverfahren und 
gab dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht und der Generalstaatsanwalt-
schaft Gelegenheit zur Stellungnahme. Gleichzeitig stellte sie fest, dass die amtliche 
Verteidigung des Beschwerdeführers unter Beiordnung von Rechtsanwältin 
B.________ auch für das Beschwerdeverfahren gilt. Mit Eingabe vom 12. Fe-
bruar 2024 verzichtete die Vorinstanz unter Verweis auf die Erwägungen im ange-
fochtenen Entscheid auf eine Stellungnahme. Zudem reichte sie die Vorakten 
ARR 23 455 und ARR 23 576 ein. Die Staatsanwaltschaft beantragte mit delegierter 
Stellungnahme vom 13. Februar 2024 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde. 
Gleichentags stellte die amtliche Verteidigung das Einreichen einer Kostennote in 
Aussicht. Mit Schlussbemerkungen vom 19. Februar 2024 hielt der Beschwerdefüh-
rer an den gestellten Anträgen fest. Zudem reichte die amtliche Verteidigung zwei 
Honorarnoten ein.

2. Gemäss Art. 222 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 Bst. c der Schweizerischen Strafprozessord-
nung (StPO; SR 312.0) können Entscheide über die Anordnung, Verlängerung und 
Aufhebung der Untersuchungshaft durch die verhaftete Person mit Beschwerde an-
gefochten werden. Zuständig ist die Beschwerdekammer in Strafsachen (Art. 35 des 
Gesetzes über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft 
[GSOG; BSG 161.1] i.V.m. Art. 29 Abs. 2 des Organisationsreglements des Oberge-
richts [OrR OG; BSG 162.11]). Der Beschwerdeführer ist durch die Abweisung des 
Haftentlassungsgesuchs unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen be-
troffen und somit zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 222 und Art. 382 Abs. 1 
StPO). Auf die form- und fristgerechte Beschwerde ist einzutreten.

3.

3.1 Dem Beschwerdeführer werden qualifizierte bandenmässige Widerhandlungen ge-
gen das Betäubungsmittelgesetz vorgeworfen, indem er unbestrittenermassen auf 
den beiden Hanfplantagen in E.________ (Ortschaft) und F.________ (Ortschaft) 
gearbeitet haben soll (Anträge der Staatsanwaltschaft vom 10. Oktober 2023 auf 
Verlängerung der Untersuchungshaft, vom 21. Dezember 2023 auf Abweisung des 
Haftentlassungsgesuchs vom 14. Dezember 2023 sowie vom 19. Januar 2024 auf 
Abweisung des Haftentlassungsgesuchs vom 15. Januar 2023). 

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3.2 Zum Sachverhalt geht aus dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Verlängerung der 
Untersuchungshaft vom 10. Oktober 2023 Folgendes hervor:
[…].

Am 03.08.2023 entdeckte die Polizei im G.________ in E.________ (Ortschaft) eine grosse Hanfan-
lage, bestehend aus 7 Treibhaus-Tunneln (je ca. 100 Meter lang), einer Indooranlage in einem Ge-
wächshaus sowie anschliessenden Lager- und Verarbeitungsräumlichkeiten. In 6 dieser Tunnels be-
fanden sich mehrere [zehn]tausend Hanfpflanzen (THC-gehalt über 1%) in unterschiedlichen Wachs-
tumsstadien und teilweise erntebereit. In den anschliessenden Räumlichkeiten wurden mehrere hun-
dert Kilo Hanfbestandteile in allen Stadien der Verarbeitung (bspw. in den Trocknungsanlagen, zum 
Rüsten aufbereitet) und bereits in Verpackungen festgestellt. Bei den in Verarbeitung und Verpackung 
befindlichen Hanfmaterialien handelt es sich um die bereits geernteten Hanfpflanzen aus dem leeren 
Tunnel. Allein in einem einzigen Container innerhalb des Gebäudes wurden 80 Säcke à je 3 kg (240 
kg) verkaufsfertiges Marihuana sichergestellt. Weitere 145 kg verkaufsfertiges Marihuana wurde in ei-
nem anderen Raum sichergestellt. Darüber hinaus wurden rund 260 kg getrocknetes Hanf-Material zur 
(End-)Weiterverarbeitung aufgefunden, was schätzungsweise weitere rund 170 kg verkaufsfertiges Ma-
rihuana ergeben hätte.

Zusammengefasst ergibt dies um die 555 kg bereits getrocknetes und teilweise verkaufsfertiges Mari-
huana, welches allein in den Räumlichkeiten (Gewächshaus linker Teil) im G.________ sichergestellt 
wurden. Bei einem Verkaufswert von zwischen CHF 5'000.00 bis 8'000.00 pro Kilo, ergibt dies einen 
Warenwert von mindestens CHF 2.7 Millionen. […].

Anlässlich der Intervention der Polizei auf dem Gelände im G.________ verliessen mehrere Personen 
fluchtartig die Örtlichkeiten, wobei es sich teilweise um ukrainische Landsleute handelte, welche in der 
Hanfanlage arbeiteten und in den sich auf dem Gelände befindlichen Wohnwagen auf engstem Raum 
untergebracht waren. Unter ihnen befand sich auch der Beschuldigte A.________. […]. Der Beschul-
digte wurde damals cm 04.08.2023 aus der vorläufigen Festnahme wieder entlassen.

Das Gelände, auf welchem die Anlage in E.________ (Ortschaft) stand und welches einem gewissen 
H.________ gehört, wurde seit einiger Zeit an I.________ bzw. dessen J.________ (GmbH) vermietet. 
Dieser wiederum vermietete die Anlage an K.________. […]. 

Am 16.08.2023 wurde schliesslich in F.________ (Ortschaft) im Kanton Freiburg eine ähnliche Hanf-
plantage mit Marihuana deutlich über 1% THC (rund 4'000 Pflanzen) ausgehoben und dort ebenfalls 
eine entsprechende Untersuchung mit Haftfällen eingeleitet. Insbesondere wurde auf dieser Anlage 
erneut der Beschuldigte, A.________ angehalten. Der Zusammenhang zwischen den beiden Anlagen 
war […] evident, zumal auch die jeweiligen Untermietverträge identisch waren.

[…].

Eine weitere ähnliche Hanfanlage bestand im Übrigen in L.________ (Ortschaft). Gemäss Angaben der 
Kapo Freiburg, war diese jedoch bei deren Kontrolle bereits abgeerntet. […].

3.3 Der Beschwerdeführer bestreitet, an der ihm vorgeworfenen Straftat beteiligt zu sein.

4. Die beschuldigte Person bleibt grundsätzlich in Freiheit (Art. 212 Abs. 1 StPO). Un-
tersuchungshaft ist nur zulässig, wenn die beschuldigte Person eines Verbrechens 
oder Vergehens dringend verdächtig ist und besondere Haftgründe vorliegen 
(Art. 221 StPO). Die Untersuchungshaft muss überdies verhältnismässig sein 
(Art. 197 Abs. 1 Bst. c und d StPO) und darf nicht länger dauern als die im Fall einer 
rechtskräftigen Verurteilung zu erwartende Freiheitsstrafe (Art. 212 Abs. 3 StPO). 
Das zuständige Gericht ordnet anstelle der Untersuchungshaft eine oder mehrere 

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mildere Massnahmen an, wenn sie den gleichen Zweck wie die Haft erfüllen (Art. 237 
Abs. 1 StPO). 

Unbestritten ist, dass der der Strafuntersuchung zugrundeliegenden Tatbestand 
(Art. 19 Abs. 2 des Betäubungsmittelgesetzes [BetmG; SR 812.121]) – unter Vorbe-
halt der weiteren Voraussetzungen – die Anordnung von Untersuchungshaft recht-
fertigt. 

5.

5.1 Die Untersuchungshaft setzt gemäss Art. 221 Abs. 1 StPO zunächst voraus, dass 
im Sinn eines allgemeinen Haftgrunds ein dringender Tatverdacht der Begehung ei-
nes Verbrechens oder Vergehens besteht. 

5.2 Im Haftprüfungsverfahren geht es nicht darum, den Schuldbeweis zu erbringen, son-
dern den dringenden Tatverdacht zu belegen. Somit ist bei der Überprüfung des drin-
genden Tatverdachts keine erschöpfende Abwägung sämtlicher belastender und 
entlastender Beweise vorzunehmen. Zu prüfen ist vielmehr, ob genügend konkrete 
Anhaltspunkte für eine Straftat und eine Beteiligung der betroffenen Person daran 
vorliegen, die Untersuchungsbehörden somit das Bestehen eines dringenden Tat-
verdachts mit vertretbaren Gründen bejahen durften. Im Haftprüfungsverfahren 
genügt der Nachweis von konkreten Verdachtsmomenten, wonach das inkriminierte 
Verhalten mit erheblicher Wahrscheinlichkeit die fraglichen Tatbestandsmerkmale 
erfüllen könnte. Das Beschleunigungsgebot in Haftsachen lässt keinen Raum für 
ausgedehnte Beweismassnahmen zu. Zur Frage des dringenden Tatverdachts ha-
ben das Haftgericht und die Beschwerdekammer weder ein eigentliches Beweisver-
fahren durchzuführen noch dem erkennenden Strafgericht vorzugreifen. Vorbehalten 
bleibt allenfalls die Abnahme eines liquiden Alibibeweises (vgl. zum Ganzen: 
BGE 143 IV 330 E. 2.1; 143 IV 316 E. 3.1 f.; Urteile des Bundesgerichts 1B_81/2023 
vom 27. Februar 2023 E. 3.1; 1B_595/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 5.1; je mit 
Hinweisen). Bei Beginn der Strafuntersuchung sind die Anforderungen an den drin-
genden Tatverdacht geringer als in späteren Stadien. Im Laufe des Strafverfahrens 
ist ein immer strengerer Massstab an die Erheblichkeit und Konkretheit des Tatver-
dachts zu stellen. Nach Durchführung der in Betracht kommenden Untersuchungs-
handlungen muss eine Verurteilung als wahrscheinlich erscheinen (BGE 143 IV 316 
E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 1B_81/2023 vom 27. Februar 2023 E. 3.5; 
1B_595/2022 vom 23. Dezember 2022 E. 5.1; je mit Hinweisen). 

5.3 Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass es nicht ausreiche, wenn die Vorin-
stanz argumentiere, dass sich hinsichtlich des dringenden Tatverdachts seit dem 
letzten Entscheid nicht geändert habe, ist darauf hinzuweisen, dass sich der Tatver-
dacht nicht weiter verdichten muss, wenn bereits in einem früheren Verfahrenssta-
dium konkrete, belastende Beweisergebnisse vorgelegen haben. Vielmehr kann es 
in einem solchen Fall für die Fortdauer der Haft genügen, wenn der erhebliche Tat-
verdacht im Lauf der Untersuchung weder ausgeräumt noch deutlich abgeschwächt 
wird. Mithin müssen nicht ständig zusätzliche selbstständige Verdachtsmomente hin-
zukommen (HUG/SCHEIDEGGER, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozess-
ordnung, 3. Aufl. 2020, N. 13 zu Art. 197 StPO; vgl. auch Urteile des Bundesgerichts 
1B_222/2019 vom 6. Januar 2020 E. 2.2; 1B_197/2019 vom 27. Mai 2019 E. 2.1 und 

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2.4; 1B_514/2018 vom 3. Dezember 2018 E. 3.2; 1B_176/2018 vom 2. Mai 2018 
E. 3.2). Zu berücksichtigen ist auch, wie weit der letztmals gerichtlich geprüfte drin-
gende Tatverdacht zurückliegt und welche Untersuchungsschritte seither erfolgt sind 
(HUG/SCHEIDEGGER, a.a.O. N. 13 zu Art. 197 StPO; vgl. auch Urteil des Bundesge-
richts 1B_230/2013 vom 26. Juli 2013 E. 5.1.2). Aus den Vorakten geht hervor, dass 
der dringende Tatverdacht der qualifizierten Widerhandlungen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz gegenüber dem Beschwerdeführer zuletzt im Rahmen des Ent-
scheides des regionalen Zwangsmassnahmengerichts ARR 23 576 vom 27. Dezem-
ber 2023 überprüft wurde. 

5.4 Mit der Vorinstanz kann zur Begründung des dringenden Tatverdachts vorweg auf 
die vorangehenden Haftentscheide (vgl. E. 1.1 hiervor), insbesondere den letzten 
Entscheid des regionalen Zwangsmassnahmengerichts ARR 23 576 vom 27. De-
zember 2023 verwiesen werden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, ver-
mag ihn nicht zu entlasten:

5.4.1 Vorab ist festzuhalten, dass die Kantonspolizei am 3. August 2023 im G.________ 
in E.________ (Ortschaft) unbestrittenermassen eine grosse Hanfanlage (rund 
10'000 Pflanzen) bestehend aus sieben Treibhaus-Tunneln (je ca. 100 Meter lang), 
einer Indooranlage in einem Gewächshaus sowie Lager- und Verarbeitungsräum-
lichkeiten vorgefunden hatte. Die Hanfanlage mit den in den dortigen Räumlichkeiten 
sichergestellten, getrockneten und teilweise verkaufsfertigen 555 kg Marihuana mit 
einem potentiellen Gewinn in Millionenhöhe wird nicht in Frage gestellt. Gleiches gilt 
für die am 16. August 2023 in F.________ (Ortschaft) aufgefundene Anlage mit rund 
4'000 Pflanzen sowie den Umstand, dass in L.________ eine weitere, bereits abge-
erntete Plantage entdeckt wurde. Unbestritten ist denn auch, dass der Beschwerde-
führer sowohl auf der Hanfplantage in E.________ (Ortschaft) als auch auf der Hanf-
plantage in F.________ (Ortschaft) gearbeitet hatte und er an beiden Örtlichkeiten 
durch die Polizei angehalten werden konnte. Der Tatortbezug des Beschwerdefüh-
rers ist damit evident.

5.4.2 Soweit der Beschwerdeführer wiederholt vorgibt, nicht gewusst zu haben, dass es 
sich bei den fraglichen Pflanzen um illegale Hanfpflanzen handelt, müssen seine 
diesbezüglichen Aussagen mit der Staatsanwaltschaft und den Zwangsmassnah-
mengerichten als Schutzbehauptungen taxiert werden. Mit ihnen ist diesbezüglich in 
einem ersten Schritt auf die Auswertung des Mobiltelefons des Beschwerdeführers 
zu verweisen. Daraus ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer dem Mitbeschuldig-
ten M.________ (vgl. Übergaberapport der Kantonspolizei Freiburg vom 18. Sep-
tember 2023) am 10. August 2023 mitgeteilt hat, dass er von der Polizei wegen 
Falschabbiegens neben ihrem Gewächshaus gebüsst worden war und ergänzt hat: 
«Die Busse ist egal, Hauptsache das sie uns nicht erwischt haben. Zum Glück haben 
wir das noch nicht geöffnet. Der Geruch. Dann hätten sie das sicher gesehen. Ver-
mutlich» (vgl. Telefonauswertung/Übersetzung der Kantonspolizei des Kantons Frei-
burg, S. 7 und 8). Wie insbesondere im Entscheid ARR 23 455 festgehalten wurde, 
ergibt diese Mitteilung nur dann Sinn, wenn davon ausgegangen wird, dass der Be-
schwerdeführer um die Illegalität des fraglichen Hanfs wusste. Nicht anders verhält 
es sich, wenn im Chat des Beschwerdeführers mit N.________ vom 7. und 8. Au-
gust 2023 mehrfach die Rede von «Sonnenkernen» bzw. «Sonnenblumenkernen» 

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ist, wobei N.________ den Beschwerdeführer unter anderem fragte, wem er alles 
von den «Sonnenblumenkernen» erzählt habe (vgl. Telefonauswertung/Überset-
zung der Kantonspolizei des Kantons Freiburg, S. 1, 3 und 4). Daneben ist zu er-
wähnen, dass der Beschwerdeführer dem Mitbeschuldigten O.________ (vgl. 
Übergaberapport der Kantonspolizei Freiburg vom 18. September 2023) am 14. Au-
gust 2023 mitteilte, dass ein professioneller Dealer aus Holland (Anmerkung der 
Kammer: P.________) angekommen sei (vgl. Telefonauswertung/Übersetzung der 
Kantonspolizei des Kantons Freiburg, S. 12; delegierte Einvernahme des Beschwer-
deführers vom 2. November 2023, S. 10 Z. 419-421). Mit der Staatsanwaltschaft 
muss weiter davon ausgegangen werden, dass die involvierten Personen angewie-
sen wurden zu sagen, es handle sich um CBD-Pflanzen. Entsprechendes geht aus 
den im Rahmen der Auswertung des Mobiltelefons von M.________ gefunden Print-
screens der Chatverläufe mit einem «Q.________» hervor (vgl. Beilagen 24 und 25 
zur delegierten Einvernahme von M.________ vom 8. Dezember 2023). Genannte 
Printscreens stammen vom 3. August 2023, mithin demselben Tag, an dem die Han-
fanlage in E.________ (Ortschaft) von der Polizei entdeckt und geräumt wurde (vgl. 
die Vorhalte anlässlich der delegierten Einvernahme von M.________ vom 8. De-
zember 2023, S. 22 Z. 1093-1097 und S. 23 Z. 1117-1121). Die bildlich festgehalte-
nen Chatnachrichten selbst sollen gemäss M.________ schon vor längerer Zeit ver-
fasst worden sein (delegierte Einvernahme von M.________ vom 8. Dezem-
ber 2023, S. 22 Z. 1103-1106). Selbst wenn es zutreffen sollte, dass es sich dabei 
nicht um einen Chat des Beschwerdeführers und «Q.________» handelt, entlastet 
dies den Beschwerdeführer nicht. So wird aufgrund dieser Printscreens gleichwohl 
deutlich, dass unter den involvierten Personen eine Abmachung bestanden hat, wo-
nach keinesfalls – «auch nicht unter Androhung von Tod oder Reichtum» – kundge-
tan werden durfte, dass es kein CBD war, diese aber um die Illegalität der Hanfpflan-
zen wussten (vgl. Beilage 25 zur delegierten Einvernahme von M.________ vom 
8. Dezember 2023). 

5.4.3 Ohnehin ist zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer spätestens nach seiner 
Anhaltung am 3. August 2023 im Zusammenhang mit der Hanfplantage im 
G.________ in E.________ (Ortschaft) nicht mehr hätte davon ausgehen dürfen, 
dass es sich beim angebauten Hanf um CBD-Pflanzen handelt, zumal er im Rahmen 
der anschliessenden Befragung damit konfrontiert wurde, dass es sich dabei um eine 
illegale Marihuanaanlage handelt (vgl. delegierte Einvernahme des Beschwerdefüh-
rers vom 3. August 2023, S. 2 Z. 11-16). Dennoch arbeitete der Beschwerdeführer 
danach noch bis zu seiner Festnahme am 16. August 2024 auf der Plantage in 
F.________ (Ortschaft). Entgegen dem erneuten Vorbringen der amtlichen Verteidi-
gung spricht dieser Umstand – namentlich unter Berücksichtigung der vorerwähnten 
Chat-Nachrichten – nicht für die Gutgläubigkeit des Beschwerdeführers.

5.4.4 Was den Umfang der Tatbeteiligung des Beschwerdeführers anbelangt, ist ihm zwar 
beizupflichten, dass die Staatsanwaltschaft davon auszugehen scheint, dass er auf 
Anweisung der Gebrüder M., N. und O.________ gehandelt hat und diesen Rechen-
schaft ablegen musste. Inwiefern er von ihnen unter Druck gesetzt worden und für 
ihre Zwecke missbraucht worden wäre, wird indes weder dargelegt noch hat er im 
Verfahren dahingehende Aussagen gemacht. Ganz im Gegenteil gab der Beschwer-
deführer an, keine Angst vor O.________ zu haben (delegierte Einvernahme des 

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Beschwerdeführers vom 2. November 2023, S. 1015 Z. 709-727; vgl. auch Folgeein-
vernahme des Beschwerdeführers durch die Kantonspolizei Freiburg vom 12. Sep-
tember 2023, S. 9 Z. 233-235). Dass dem Beschwerdeführer mutmasslich eher eine 
untergeordnete Rolle zukommt, lässt sodann nicht den Schluss zu, dass der drin-
gende Tatverdacht hinsichtlich der Bandenmässigkeit hätte verneint werden müs-
sen. Wie die Staatsanwaltschaft in ihrem Antrag auf Abweisung des Haftentlas-
sungsgesuchs ARR 23 576 vom 21. Dezember 2023 mit Verweis auf HUG-BEELI zu-
treffend ausführte, ist die Bandenmässigkeit im Bereich der Betäubungsmitteldelikte 
nicht gleich ausgestaltet wie bei anderen Delikten. So kommt es für die Annahme 
der Bandenmitgliedschaft nicht darauf an, welche Entscheidungsbefugnisse das je-
weilige Bandenmitglied innerhalb des Zusammenschlusses hat. Insbesondere ist 
keine gleichrangige Eingliederung aller Mitglieder in die Bandenstruktur erforderlich. 
Die Beteiligung an einer Bande lässt vielmehr ohne Weiteres Abstufungen nach dem 
Grad der Tatinteressen und des Einflusses auf die Tat zu, so dass auch in einer 
Bande eine Rangordnung der Mitglieder bestehen kann. Mitglied einer Bande kann 
auch sein, wem nach der Bandenabrede nur Aufgaben zufallen, die sich bei werten-
der Betrachtung als Gehilfentätigkeit darstellen. Gerade bei einem bandenmässig 
verübten Betäubungsmitteldelikt haben die jeweiligen Bandenmitglieder recht unter-
schiedliche Tatbeiträge zu leisten. Dabei ist besonders im Auge zu behalten, dass 
der Drogenhandel sich durch gewisse Besonderheiten und Eigentümlichkeiten aus-
zeichnet, weil er zu den eigentlichen arbeitsteiligen Geschäften gehört, z. B. Aufgabe 
oder Annahme von Bestellungen, Lieferungen, Kurierfahrten, Geldübergabe etc. Die 
Mitglieder einer Bande erbringen als Mittäter oder Gehilfen in unterschiedlicher 
Weise ihre Tatbeiträge und tragen dabei aber trotzdem in gleicher Weise zum Zu-
sammenhalt der Bande und zur Verwirklichung des Bandenzweckes bei (zum Gan-
zen: HUG-BEELI, in: Betäubungsmittelgesetz, 2016, Rz. 1075 und 1081 zu 
Art. 19 BetmG). Selbst wenn der Beschwerdeführer also eine untergeordnete Rolle 
innehatte und Anweisungen der Gebrüder M., N. und O.________ annehmen und 
ausführen musste, wäre von einer bandenmässigen Tatbegehung ausgegangen. 

5.4.5 Mit der Staatsanwaltschaft bestehen darüber hinaus Hinweise darauf, dass der Be-
schwerdeführer für die Rekrutierung von Erntehelferinnen und Erntehelfern zustän-
dig war. Wie dem Polizeirapport vom 4. August 2023 entnommen werden kann, wur-
den anlässlich der Intervention vom 3. August 2023 im G.________ in E.________ 
(Ortschaft) diverse Personen angehalten, die mit dem Ernten von Hanf beschäftigt 
waren. Darunter befanden sich R.________, S.________, T.________, 
U.________, V.________ und W.________ (Berichtsrapport der Kantonspoli-
zei Bern vom 4. August 2023, S. 5). Dass die genannten Personen mit dem Be-
schwerdeführer in – teilweise enger – Verbindung stehen, wird von diesem nicht be-
stritten (siehe namentlich Folgeeinvernahme des Beschwerdeführers durch die Kan-
tonspolizei Freiburg vom 12. September 2023, S. 19 Z. 560). Wenn er jedoch aus-
sagt, dass die fraglichen Personen ihn lediglich besucht und nicht auf der Hanfanlage 
gearbeitet haben (siehe namentlich Folgeeinvernahme des Beschwerdeführers 
durch die Kantonspolizei Freiburg vom 12. September 2023, S. 17 Z. 528-534), muss 
von einer weiteren Schutzbehauptung ausgegangen werden. Wie der Zusammen-
fassung des Chatverlaufs des Beschwerdeführers mit seiner Mutter U.________ ent-
nommen werden kann, unterhielt er sich mit ihr gar explizit darüber, dass sie mit vier 

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weiteren Personen, darunter eine «S.________», zum Arbeiten in die Schweiz kom-
men werde. Am 8. August 2023 wurde über den Polizeieinsatz gesprochen und die 
Mutter gab bekannt, dass «sie» nach Erhalt der Bezahlung abreisen würden. Am 
11. August 2023 reisten sie zurück in die Ukraine (vgl. Telefonauswertung/Überset-
zung der Kantonspolizei des Kantons Freiburg, S. 13). Von einem ahnungslosen 
Feldarbeiter kann mithin nicht die Rede sein. 

5.4.6 Soweit die amtliche Verteidigung schliesslich vorbringt, dass sich die O.________, 
M.________ und K.________ anlässlich deren Einvernahmen vorgehaltenen Unter-
suchungsergebnisse nicht auf den Beschwerdeführer bezögen, ist ihr beizupflichten. 
Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich der dringende Tatverdacht der qualifizierten 
Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz nur hinsichtlich der genannten 
Person sowie N.________, I.________ und P.________ erhärtet hat. Vielmehr muss 
aufgrund des voranstehend Ausgeführten (E. 5.4.5 hiervor) nach wie vor davon aus-
gegangen werden, dass auch der Beschwerdeführer als (untergeordnetes) Banden-
mitglied seinen Beitrag leistete. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid 
denn auch zu Recht zum Schluss, dass zwischenzeitlich keine Ermittlungsergeb-
nisse erlangt wurden, die den dringenden Tatverdacht der qualifizierten Widerhand-
lungen gegen das Betäubungsmittelgesetz gegenüber dem Beschwerdeführer zu 
entkräften vermögen.

5.5 Der dringende Tatverdacht ist somit immer noch zu bejahen.

6. Neben dem dringenden Tatverdacht setzt die Untersuchungshaft namentlich einen 
besonderen Haftgrund im Sinn von Art. 221 Abs. 1 Bst. a bis c StPO voraus. Die 
Vorinstanz begründet die Haftanordnung mit dem Vorliegen von Fluchtgefahr.

6.1 Fluchtgefahr liegt gemäss Art. 221 Abs. 1 Bst. a StPO vor, wenn ernsthaft zu be-
fürchten ist, dass sich die beschuldigte Person durch Flucht der Strafverfolgung oder 
der zu erwartenden Sanktion entzieht. Im Vordergrund steht dabei eine mögliche 
Flucht E.________ (Ortschaft) Ausland, denkbar ist aber auch ein Untertauchen im 
Inland (BGE 143 IV 160 E. 4.3; Urteile des Bundesgerichts 1B_379/2019 vom 
15. August 2019 E. 6.1 und 1B_387/2016 vom 17. November 2016 E. 5, auch zum 
Folgenden). Bei der Bewertung, ob Fluchtgefahr besteht, sind die gesamten konkre-
ten Verhältnisse zu berücksichtigen. Es müssen Gründe vorliegen, die eine Flucht 
nicht nur als möglich, sondern als wahrscheinlich erscheinen lassen. Die Schwere 
der drohenden Strafe darf als Indiz für die Fluchtgefahr gewertet werden. Sie genügt 
jedoch für sich allein nicht, um den Haftgrund zu bejahen (BGE 125 I 60 E. 3a; Urteile 
des Bundesgerichts 1B_126/2012 und 1B_146/2012 vom 26. März 2012 E. 3.3.2). 
Zusätzlich müssen die konkreten Umstände, insbesondere die gesamten Lebens-
verhältnisse der beschuldigten Person, in Betracht gezogen werden (vgl. zum Gan-
zen: BGE 143 IV 160 E. 4.3 mit Hinweisen). So ist es zulässig, die familiären und 
sozialen Bindungen der inhaftierten Person, deren berufliche Situation und Schulden 
sowie private und geschäftliche Kontakte E.________ (Ortschaft) Ausland und Ähn-
liches mit zu berücksichtigen, ebenso besondere persönliche Merkmale (wie z.B. 
auffällige Reisegewandtheit, Neigung zu konkreten Fluchtreaktionen oder Kollusi-
onshandlungen, ausgeprägte kriminelle Energie usw.), die auf eine Fluchtneigung 
schliessen lassen könnten (Urteile des Bundesgerichts 1B_106/2022 vom 

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24. März 2022 E. 6.2; 1B_55/2020 vom 21. Februar 2020 E. 2.2). Auch psychische 
Auffälligkeiten, die auf eine besondere Neigung zu Impulsdurchbrüchen bzw. Kurz-
schlusshandlungen schliessen lassen, können das Fluchtrisiko erhöhen 
(BGE 123 I 268 E. 2e). Ein gewichtiges Indiz für Fluchtgefahr stellen auch unklare 
Wohn- und Arbeitsverhältnisse dar (FREI/ZUBERBÜHLER ELSÄSSER, in: Kommentar 
zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 3. Aufl. 2020, N. 15a zu Art. 221 StPO). 
Selbst bei einer befürchteten Reise in ein Land, welches die beschuldigte Person 
grundsätzlich an die Schweiz ausliefern bzw. stellvertretend verfolgen könnte, ist die 
Annahme von Fluchtgefahr nicht ausgeschlossen (BGE 145 IV 503 E. 2.2; 123 I 31 
E. 3d; nicht amtlich publizierte E. 3.1 von BGE 143 IV 330; Urteil des Bundesgerichts 
1B_55/2020 vom 21. Februar 2020 E. 2.2). Die Wahrscheinlichkeit einer Flucht 
nimmt in der Regel mit zunehmender Verfahrens- bzw. Haftdauer ab, da sich auch 
die Dauer des allenfalls noch zu verbüssenden strafrechtlichen Freiheitsentzugs mit 
der bereits geleisteten prozessualen Haft, die auf die mutmassliche Freiheitsstrafe 
anzurechnen wäre (Art. 51 StGB), kontinuierlich verringert (zum Ganzen: 
BGE 145 IV 503 E. 2.2 und 143 IV 160 E. 4.3, je mit Hinweisen; ferner Urteil des 
Bundesgerichts 1B_476/2021 vom 23. September 2021 E. 3.1).

6.2 Das Zwangsmassnahmengericht verweist zur Begründung der Fluchtgefahr 
zunächst auf die eingangs erwähnten Haftentscheide (vgl. E. 1.1 hiervor), insbeson-
dere den letzten Entscheid des regionalen Zwangsmassnahmengerichts 
ARR 23 576 vom 27. Dezember 2023, und hält Folgendes fest (E. 20 des angefoch-
tenen Entscheids):
Die Lebenssituation des Beschuldigten hat sich in der Zwischenzeit nicht (grundlegend) verändert. 
Seine Nichtflucht vor der Polizei am 03.08.2023 vermag die allgemeine Fluchtgefahr in keinem Sinn zu 
relativieren, zumal dem Beschuldigten zu diesem Zeitpunkt die Implikationen des Strafverfahrens noch 
nicht bekannt gewesen sein dürften. Viel mehr E.________ (Ortschaft) Gewicht fällt, dass der Beschul-
digte ukrainischer Staatsbürger ist, erst seit rund einem Jahr in der Schweiz weilte und im Besitz des 
Schutzstatus S ist. Im Falle einer Verurteilung hat der Beschuldigte mit einer obligatorischen Landes-
verweisung nach Art. 66a Abs. 1 lit. o StGB zu rechnen. Es gilt als gerichtsnotorisch, dass, wer mit der 
Wegweisung aus der Schweiz zu rechnen hat, regelmässig kaum mehr einen Anlass sieht, sich weiter-
hin dem Verfahren zu stellen, selbst wenn er eigentlich die Schweiz gar nicht verlassen will […]. An 
dieser Annahme vermag auch die Tatsache, dass die schwangere Frau des Beschuldigten nunmehr in 
D.________ eine Wohnung gemietet hat bzw. der Beschuldigte sich einer Knieoperation unterziehen 
musste [recte: muss] – die ihn nur während Wochen einschränkt –, nichts zu ändern. Auch seine Frau 
ist ukrainische Staatsbürgerin und ihr Aufenthaltsrecht basiert ebenfalls auf dem Schutzstatus S und 
damit nicht auf einer längerfristigen Regelung. Hinsichtlich der in der Ukraine drohenden Gefahr ist 
festzuhalten, dass sich eine Flucht nicht nur durch die Rückkehr in die Ukraine realisieren liesse. Es ist 
nicht ersichtlich, inwiefern der Beschuldigte aus Fällen von anderen Beschuldigten etwas zu seinen 
Gunsten ableiten können sollte.

6.3 Dass die Vorinstanz das Vorliegen von Fluchtgefahr im Falle des Beschwerdeführers 
bejaht hat, ist nicht zu beanstanden:

6.3.1 Der Beschwerdeführer ist ukrainischer Staatsangehöriger, reiste am 22. Septem-
ber 2022 in die Schweiz ein und ist im Besitz des Schutzstatus S (delegierte Einver-
nahme des Beschwerdeführers vom 3. August 2023, S. 1 sowie S. 6 Z. 235). Abge-
sehen von seiner schwangeren Ehefrau (Folgeeinvernahme des Beschwerdeführers 

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durch die Kantonspolizei Freiburg vom 12. September 2023, S.  9 Z. 224 und 228-
231; Beilage 2 zur vorinstanzlichen Stellungnahme vom 25. Januar 2024) verfügt er 
in der Schweiz über keinerlei Angehörige. Wie bereits angedeutet (E. 5.4.5 hiervor), 
kehrten seine Mutter, seine jüngere Schwester T.________ sowie weitere Bekannte, 
die mutmasslich ebenfalls für die Hanfernte angereist waren, nach der Intervention 
der Kantonspolizei Bern am 3. August 2023 im G.________ in E.________ (Orts-
chaft) in die Ukraine zurück. Dass der Beschwerdeführer hierzulande über sonstige 
gefestigte, nicht mit dem vorliegenden Strafverfahren in Verbindung stehende Kon-
takte verfügen würde, ist nicht bekannt und wird auch nicht geltend gemacht (vgl. 
delegierte Einvernahme des Beschwerdeführers vom 3. August 2023, S. 6 Z. 246-
251). Ferner ist zu beachten, dass sich der Beschwerdeführer in jüngerer Vergan-
genheit in Polen und Italien aufgehalten hat, wobei er in Italien gearbeitet haben soll 
(vgl. Telefonauswertung/Übersetzung der Kantonspolizei des Kantons Freiburg, 
S. 13). Die familiäre und soziale Situation des Beschwerdeführers spricht daher klar 
gegen eine feste Verwurzelung in der Schweiz. Dass seine berufliche und finanzielle 
Situation für eine Verankerung in Bern oder in der Schweiz sprechen würde, wird zu 
Recht nicht geltend gemacht. Namentlich kann der Beschwerdeführer aus der Tat-
sache, dass er und seine Ehefrau auf Sozialgelder angewiesen sind, nichts zu seinen 
Gunsten ableiten, zumal ukrainische Staatsangehörige in Europa vielerorts auf 
Flüchtlingshilfe und finanzielle Unterstützung zählen dürfen.

6.3.2 Wenn die amtliche Verteidigung vorbringt, die Vorinstanz habe die Erheblichkeit der 
von ihr im Rahmen der vorinstanzlichen Stellungnahme vom 25. Januar 2024 vorge-
brachten Elemente nicht bzw. nicht korrekt gewertet, kann ihr nicht gefolgt werden. 
Zunächst ist festzuhalten, dass der E.________ (Ortschaft) Recht gelegte Mietver-
trag zwar tendenziell ein Indiz für ein längerfristiges Verbleiben in der Schweiz dar-
stellt. Der Mietvertrag wurde jedoch erst während der Inhaftierung des Beschwerde-
führers abgeschlossen (Beilage 1 zur Stellungnahme vom 25. Januar 2024). Die Tat-
sache, dass der Mietvertrag erstmals erst per 31. März 2025 kündbar ist, dürfte den 
Beschwerdeführer und dessen Frau kaum von einem einmal gefassten Entschluss 
abhalten, die Schweiz zu verlassen und unterzutauchen. Dass der Beschwerdefüh-
rer über eine Mietwohnung in D.________ verfügt, kann somit nicht als Zeichen für 
eine feste Verwurzelung in der Schweiz gewertet werden. Auch der Umstand, dass 
sich der Beschwerdeführer einer Knieoperation unterziehen muss, spricht nicht ge-
gen das Vorliegen von Fluchtgefahr. Zum einen ist der Operationstermin erst für den 
14. März 2024 anberaumt (Beilage 3 zur Stellungnahme vom 25. Januar 2024), zum 
anderen wird nicht dargelegt, dass der Beschwerdeführer bereits heute zur Fortbe-
wegung nicht mehr in der Lage bzw. stark eingeschränkt wäre. Zu berücksichtigen 
ist in diesem Kontext auch, dass der Beschwerdeführer bis zu seiner Festnahme am 
16. August 2023 unbestrittenermassen noch Feldarbeiten ausführen konnte, anläss-
lich der Einvernahme vom 3. August 2023 gesundheitliche Probleme verneinte, sich 
nicht in ärztlicher Behandlung befunden hat und keine Medikamente einnehmen 
musste (delegierte Einvernahme des Beschwerdeführers vom 3. August 2023, S. 7 
Z. 303-310). Auch die Prognose, wonach der Beschwerdeführer nach der Operation 
einige Woche auf Gehhilfen angewiesen sein wird (Beilage 3 zur Stellungnahme vom 
25. Januar 2024), schmälert die aktuell von ihm ausgehende Fluchtgefahr nicht. 

12

Nicht anders verhält es sich, wenn vorgebracht wird, dass die Ehefrau des Be-
schwerdeführers bald ihr erstes Kind zur Welt bringen werde. Selbst wenn es zutref-
fen mag, dass sich eine Flucht mit einem Kleinkind komplizierter gestaltet, darf nicht 
ausser Acht gelassen werden, dass der Geburtstermin erst für den 13. März 2024 
geplant ist, so dass bis zur Geburt noch genügend Zeit zur Flucht bleiben würde. 
Dass die Ehefrau des Beschwerdeführers schon heute bettlägerig bzw. nicht mehr 
reisefähig wäre, wird nicht geltend gemacht. Im Übrigen könnte sich der Beschwer-
deführer auch ohne Frau und Kind auf die Flucht begeben. Soweit oberinstanzlich 
angeführt wird, dass ein Ende des Krieges in der Ukraine nicht absehbar sei, ist der 
Vorinstanz beizupflichten, dass ein Untertauchen auch anderswo möglich wäre. So 
weist der Beschwerdeführer – wie erwähnt – auch Bezüge zu Polen und Italien auf. 
Soweit erneut angeführt wird, die Nichtflucht des Beschwerdeführers nach seiner 
ersten Festnahme und Befragung am 3. August 2023 in Kenntnis der gegen ihn er-
hobenen Anschuldigungen spreche gegen eine Fluchtneigung, ist der Vorinstanz zu-
zustimmen, dass dem Beschwerdeführer die mit dem Strafverfahren einhergehen-
den Implikationen zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst gewesen sein dürften. 

6.3.3 Wenn der Beschwerdeführer zu bedenken gibt, dass aus den Strafakten keine Vor-
strafen ersichtlich seien und im Falle einer späteren Verurteilung eine bedingte Haft-
strafe durchaus realistisch erscheine, stellt er das Vorliegen eines Fluchtanreizes in 
Frage. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass der Beschwerdeführer nachweislich 
für zwei sehr grosse Hanfplantagen in irgendeiner Form mitverantwortlich gewesen 
sein dürfte, wobei nur schon allein die in den Räumlichkeiten der Anlage in 
E.________ (Ortschaft) sichergestellten, teilweise verkaufsfertigen 555 kg Marihu-
ana einen Gewinn in Millionenhöhe abgeworfen hätten. Im Falle einer Verurteilung 
droht ihm daher eine empfindliche Strafe (vgl. dazu E. 7.2). Auch wenn derzeit nicht 
ausgeschlossen werden kann, dass eine allfällige Strafe bedingt oder teilbedingt 
ausgesprochen werden könnte, ist gestützt auf die Akten keine verlässliche – den 
Haftgrund der Fluchtgefahr ausschliessende – Prognose möglich. Auch wenn aus 
den Strafakten nichts zu den Vorstrafen des Beschwerdeführers hervorgeht, kann 
daraus nicht ohne Weiteres auf einen guten Leumund geschlossen werden. So kam 
der Beschwerdeführer erst im September 2022 in die Schweiz. Hinzu kommt, dass 
angesichts der grossen Betäubungsmittelmenge nicht einmal ein (teil-)bedingter 
Vollzug mit hinreichender Wahrscheinlichkeit absehbar ist. Die Möglichkeit der Ge-
währung eines (teil-)bedingten Strafvollzugs hat bei der vorliegenden Beurteilung der 
Fluchtgefahr somit keine Berücksichtigung zu finden (vgl. Beschluss des Oberge-
richts des Kantons Bern BK 23 66 vom 14. März 2023 E. 5.5.1 mit Hinweisen). Dem-
nach spricht auch die im Falle einer Verurteilung drohende (unbedingte) Freiheits-
trafe für eine konkrete Fluchtgefahr. Dass dem Beschwerdeführer aufgrund des in 
Frage stehenden Anlassdelikts zusätzlich eine obligatorische Landesverweisung 
(Art. 66a Abs. 1 Bst. o des Schweizerischen Strafgesetzbuchs [StGB: SR 311.0]) 
droht, wird zu Recht nicht in Abrede gestellt. Nur am Rande ist darauf hinzuweisen, 
dass die Frage, ob im Falle eines Schuldspruchs – bei Vorliegen der übrigen Vor-
aussetzungen – eine Landesverweisung ausgesprochen wird, nicht von der Voll-
zugsform der ausgefällten Strafe abhängt. 

6.3.4 Soweit schliesslich ein Ermessensmissbrauch der Vorinstanz gerügt und vorge-
bracht wird, es gelte zu berücksichtigen, dass der Mitbeschuldigte P.________, der 

13

gemäss den Schlussfolgerungen der Ermittlungsbehörden beim Hanfgeschäft eine 
zentrale Rolle gespielt habe, trotz seiner ausländischen (niederländischen) Staats-
angehörigkeit seit geraumer Zeit aus der Untersuchungshaft entlassen worden sei, 
während für den Beschwerdeführer, welcher nur eine untergeordnete Rolle inne ge-
habt haben soll, die Verlängerung der Untersuchungshaft beantragt worden sei, 
kann dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden. Insbesondere geht aus den Akten 
nicht hervor, aus welchen Gründen genau P.________ inhaftiert war und welche 
Umstände zu seiner Entlassung geführt haben. Entsprechendes wird von der amtli-
chen Verteidigung auch nicht dargelegt. Mit der Vorinstanz ist entsprechend nicht 
ersichtlich, inwiefern der Beschwerdeführer aus der Haftentlassung seiner Mitbe-
schuldigten vorliegend etwas zu seinem Vorteil ableiten können sollte. 

6.4 Bei der vorliegenden Ausgangslage hat die Vorinstanz die Fluchtgefahr richtiger-
weise bejaht. Die angeführten Gesichtspunkte überwiegen die Beteuerungen des 
Beschwerdeführers, sich den Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung zu halten. 
Vielmehr besteht die konkrete Gefahr, dass er sich im Falle einer Haftentlassung 
dem Strafverfahren nicht mehr ohne Weiteres stellen und untertauchen würde. An-
gesichts der Gesamtumstände kann die Fluchtgefahr nicht mehr als niederschwellig 
bezeichnet werden.

6.5 Dass die Vorinstanz den besonderen Haftgrund der Kollusionsgefahr nicht geprüft, 
obwohl ihn die Staatsanwaltschaft im Abweisungs- (und Verlängerungsantrag) gel-
tend gemacht hat, stellt keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar. 
Genannter Haftgrund blieb eben gerade ungeprüft, was sich nicht zum Nachteil des 
Beschwerdeführers auswirkte. Hinzu kommt, dass das Regionale Zwangsmassnah-
mengericht das Vorliegen von Kollusionsgefahr im Entscheid ARR 23 575 vom 
27. Dezember 2023 verneint hat. Im Übrigen hat das Bundesgericht in dem von der 
Vorinstanz gewählten Vorgehen bisher nicht auf eine Gehörsverletzung geschlos-
sen. Es wies stattdessen auf den Beschleunigungsgrundsatz in Haftsachen und die 
Prozessökonomie hin, welche die Prüfung von diskutablen Haftgründen gebieten 
würden (Urteil des Bundesgerichts 1B_197/2023 vom 4. Mai 2023 E. 4.5).

7. Die Haft muss überdies verhältnismässig sein. Freiheitsentziehende Zwangsmass-
nahmen sind aufzuheben, sobald Ersatzmassnahmen zum gleichen Ziel führen 
(Art. 212 Abs. 2 Bst. c StPO). 

7.1 Gemäss Art. 31 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossen-
schaft (BV; SR 101) und Art. 5 Ziff. 3 der Konvention zum Schutze der Menschen-
rechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101) hat eine in strafprozessualer Haft ge-
haltene Person überdies Anspruch darauf, innerhalb einer angemessenen Frist rich-
terlich abgeurteilt oder während des Strafverfahrens aus der Haft entlassen zu wer-
den. Eine übermässige Haftdauer stellt eine unverhältnismässige Beschränkung die-
ses Grundrechts dar. Sie liegt dann vor, wenn die Haft die mutmassliche Dauer der 
zu erwartenden freiheitsentziehenden Sanktion übersteigt (vgl. auch Art. 212 Abs. 3 
StPO). Bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit der Haftdauer ist namentlich der 
Schwere der untersuchten Straftaten Rechnung zu tragen. Der Richter darf die Haft 
nur so lange erstrecken, als sie nicht in grosse zeitliche Nähe der (im Fall einer 

14

rechtskräftigen Verurteilung) konkret zu erwartenden Dauer der freiheitsentziehen-
den Sanktion rückt (BGE 143 IV 168 E. 5.1). 

7.2 Wie den Akten entnommen werden kann, wurde der Beschwerdeführer am 16. Au-
gust 2023 festgenommen und befindet sich seither in Untersuchungshaft. Mit Ent-
scheid des Regionalen Zwangsmassnahmengericht ARR 23 576 vom 27. Dezem-
ber 2023 wurde die Untersuchungshaft zuletzt bis zum 27. März 2024 verlängert, so 
dass sich der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt rund achteinhalb Monate in 
Untersuchungshaft befinden wird. Mit Blick auf die gegenüber dem Beschwerdefüh-
rer erhobenen Vorwürfe und die diesbezügliche Strafandrohung (vgl. dazu E. 6.3.3 
hiervor) droht noch keine Überhaft. Dass das Beschleunigungsgebot in Haftsachen 
verletzt worden wäre, wird zu Recht nicht geltend gemacht.

7.3 Schliesslich kann der amtlichen Verteidigung nicht gefolgt werden, wenn sie vor-
bringt, die Vorinstanz habe die Möglichkeit der Anordnung milderer, gleich geeigne-
ter Mittel nicht geprüft. So kann dem angefochtenen Entscheid entnommen werden, 
dass die Vorinstanz eine ausgeprägte Fluchtgefahr angenommen und mit Verweis 
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zutreffend festgehalten hat, dass beim 
Vorliegen einer solchen keine ausreichenden Ersatzmassnahmen vorhanden sind 
(vgl. BGE 145 IV 503 E. 3.2-3.3 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 
7B_781/2023 vom 8. November 2023  E. 3.2; 1B_120/2023 vom 21. März 2023 
E. 3.1; 1B_1/2023 vom vom 30. Januar 2023 E. 4.1; 1B_211/2022 vom 18. Mai 2022 
E. 3.3; 1B_312/2021 vom 23. Juni 2021 E. 3.4; 1B_292/2021 vom 17. Juni 2021 
E. 3.4). 

7.4 Zumal die Fluchtgefahr nicht mehr als niederschwellig bezeichnet werden kann (vgl. 
E. 6.4 hiervor), bestehen bereits aus diesem Grund Zweifel, ob Ersatzmassnahmen 
angeordnet werden können. Die Prüfung der vom Beschwerdeführer genannten Er-
satzmassnahmen ergibt denn auch, dass diese nicht genügen. Eine Ausweis- und 
Schriftensperre verbunden mit einer Meldepflicht, wie sie der Beschwerdeführer er-
wähnt, vermögen der Gefahr des Untertauchens oder der Flucht nicht wirksam zu 
begegnen. Dem Beschwerdeführer verbliebe innerhalb des Meldeintervalls genü-
gend Zeit, um die relativ kleinräumige Schweiz zu verlassen. Mit diesen Ersatz-
massnahmen könnte lediglich erreicht werden, dass eine Flucht rascher entdeckt 
würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 1B_358/2019 vom 5. August 2019 E. 4). Auch 
mit einer elektronischen Fussfessel kann die Flucht nur im Nachhinein festgestellt 
werden (BGE 145 IV 503 E. 3.3, Urteile des Bundesgerichts 1B_142/2021 vom 
15. April 2021 E. 5 und 1B_574/2020 vom 3. Dezember 2020 E. 6.2). Nach dem 
Gesagten erweisen sich weder eine Meldepflicht noch die elektronische Überwa-
chung einer Eingrenzung als geeignet, der vorliegenden Fluchtgefahr zu begegnen. 
Inwiefern weitere Auflagen wie Kontaktverbote geeignet wären, der Fluchtgefahr ent-
gegen zu wirken, erhellt nicht und wird auch nicht dargelegt. 

7.5 Das Aufrechterhalten der Untersuchungshaft erweist sich folglich auch unter Verhält-
nismässigkeitsaspekten als rechtens.

8. Gestützt auf das Ausgeführte ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz das Haft-
entlassungsgesuch des Beschwerdeführers abgewiesen hat. Die dagegen erhobene 
Beschwerde ist unbegründet und abzuweisen.

15

9. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des Beschwerdeverfahrens, 
bestimmt auf CHF 1'500.00, dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen 
(Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Entschädigung der amtlichen Verteidigerin für ihre Auf-
wendungen im Beschwerdeverfahren ist durch die Staatsanwaltschaft oder das ur-
teilende Gericht im Endentscheid festzusetzen (Art. 135 Abs. 2 StPO).

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Die Beschwerdekammer in Strafsachen beschliesst:

1. Von den abschliessenden Bemerkungen des Beschuldigten/Beschwerdeführers vom 
19. Februar 2024 wird Kenntnis genommen und gegeben.

2. Die Beschwerde wird abgewiesen.

3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens, bestimmt auf CHF 1'500.00, werden dem 
Beschwerdeführer auferlegt.

4. Die amtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren wird am Ende des 
Verfahrens durch das urteilende Gericht festgesetzt.

5. Zu eröffnen:
- dem Beschuldigten/Beschwerdeführer, a.v.d. Rechtsanwältin B.________

(per Einschreiben)
- Staatsanwältin C.________, Regionale Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland

(per Einschreiben)

Mitzuteilen:
- dem Kantonalen Zwangsmassnahmengericht, a.o. Gerichtspräsident X.________

(mit den Akten – per Einschreiben)
- der Generalstaatsanwaltschaft (per Kurier)

Bern, 21. Februar 2024 Im Namen der Beschwerdekammer
in Strafsachen

Der Präsident:

Oberrichter Bähler

Die Gerichtsschreiberin:

Lienhard

Die Kosten des Beschwerdeverfahrens werden durch die Beschwerdekammer in Strafsachen in Rechnung ge-
stellt.

Rechtsmittelbelehrung
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung beim Bundesgericht, Av. du Tribunal fédéral 29, 
1000 Lausanne 14, Beschwerde in Strafsachen gemäss Art. 39 ff., 78 ff. und 90 ff. des Bundesgerichtsgesetzes 
(BGG; SR 173.110) geführt werden. Die Beschwerde muss den Anforderungen von Art. 42 BGG entsprechen.