# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4e47534e-ddf9-5d86-9530-2377a326a6e7
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2020-05-14
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 14.05.2020 725 19 397/109
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_725-19-397-109_2020-05-14.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-

rungsrecht 

 

 
vom 14. Mai 2020 (725 19 397 / 109) 

____________________________________________________________________ 

 

 

Unfallversicherung 

 

 

Adäquanzprüfung nach der sog. Schleudertraumapraxis aufgrund einer bei einem Auf-

fahrunfall erlittenen HWS-Distorsion nach bereits drei erlittenen HWS-Distorsionen 

 

 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Kantonsrichter Daniel Noll, Kantons-

richter Jgnaz Jermann, Gerichtsschreiberin Gisela Wartenweiler 
 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführerin, vertreten durch Suzanne Davet, Advo-
katin, Falknerstrasse 3, 4001 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Suva, Rechtsabteilung, Postfach 4358, 6002 Luzern, Beschwerde-
gegnerin, vertreten durch Andrea Tarnutzer, Advokat, Advokatur am 
Bahnhof GmbH, Güterstrasse 106, Postfach 109, 4018 Basel 
 

  
  
Betreff Leistungen  

 
 
 
A. Die 1956 geborene A.____ ist als kaufmännische Angestellte in einem 50%-Pensum bei 
der B.____ AG tätig und durch die Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungs-
anstalt (Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 9. Juli 2018 erlitt sie 
einen Auffahrunfall. Gleichentags suchte sie das orthopädische Notfallzentrum der Klinik C.____ 

 
 
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auf, wo eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) bei Status nach dreimaligen HWS-
Distorsionen in den letzten 20 Jahren diagnostiziert wurde (vgl. Bericht vom 25. Juli 2018). Die 
Suva erbrachte für die Folgen dieses Unfallereignisses die gesetzlichen Versicherungsleistungen 
(Taggelder und Heilbehandlungskosten). Mit Verfügung vom 27. September 2019 stellte die Suva 
die Versicherungsleistungen per 30. September 2019 ein und lehnte einen Anspruch auf eine 
Integritätsentschädigung ab. Zur Begründung führte sie aus, dass die noch geklagten Beschwer-
den organisch nicht hinreichend nachweisbar seien und in keinem adäquaten Kausalzusammen-
hang zum Unfall vom 9. Juli 2018 ständen. Die von der Versicherten erhobene Einsprache wies 
die Suva mit Entscheid vom 12. November 2019 ab. 
 
B. Dagegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Suzanne Davet, mit Eingabe vom 13. 
Dezember 2019 Beschwerde ans Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht (Kantonsgericht). Sie beantragte, es seien in Aufhebung des angefochtenen Ent-
scheids die Behandlungskosten im Zusammenhang mit dem Unfall vom 9. Juli 2018, insbeson-
dere für Osteopathie und Physiotherapie, weiterhin zu übernehmen. Zudem sei der Versicherten 
eine Integritätsentschädigung von mindestens 10 % auszurichten. Ferner sei ihr eine Parteient-
schädigung für das Einspracheverfahren in der Höhe von Fr. 1'690.45 zuzusprechen; alles unter 
o/e-Kostenfolge.  
 
C. Mit Vernehmlassung vom 25. Februar 2020 beantragte die Suva, vertreten durch Advo-
kat Andrea Tarnutzer-Münch, die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden 
könne.  
 
 
Das Kantonsgericht zieht  i n  E r w ä g u n g :  
 
1. Gemäss Art. 56 Abs. 1 und Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des 
Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000, dessen Bestimmungen gemäss Art. 2 
ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) 
vom 20. März 1981 auf die Unfallversicherung anwendbar sind, kann gegen Einspracheent-
scheide der Unfallversicherer beim zuständigen kantonalen Versicherungsgericht Beschwerde 
erhoben werden. Zuständig ist nach Art. 58 ATSG das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, 
in dem die versicherte Person zur Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Vorliegend 
befindet sich dieser in X.____, weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen 
ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung 
(VPO) vom 16. Dezember 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige 
gerichtliche Instanz des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungs-
träger gemäss Art. 56 ATSG. Es ist somit auch sachlich zur Behandlung der vorliegenden Be-
schwerde zuständig. Auf die – im Übrigen frist- und formgerecht erhobene – Beschwerde vom 
13. Dezember 2019 ist demnach einzutreten. 
 
2.1 Streitig und zu prüfen ist, ob die Versicherte über den 30. September 2019 hinaus An-
spruch auf Heilbehandlungskosten und auf eine Integritätsentschädigung aus der obligatorischen 
Unfallversicherung hat.  

 
 
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2.2 Nach Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer in der obligatorischen Unfallversiche-
rung, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfäl-
len, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Art. 10 Abs. 1 UVG gewährt der 
versicherten Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Heilbehand-
lung). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der 
körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie nach Art. 24 Abs. 1 UVG Anspruch 
auf eine angemessene Integritätsentschädigung. Diese wird mit der Invalidenrente festgesetzt 
oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt 
(Art. 24 Abs. 2 UVG). 
 
2.3 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen 
dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Arbeitsunfähigkeit, Inva-
lidität, Integritätsschädigung) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 181 
E. 3.1). Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne 
deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen 
Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit 
Hinweisen). Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu-
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund-
heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, das 
Ereignis mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene 
gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 181 E. 3.1 mit Hinweisen).  
 
2.4 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt weiter voraus, dass zwischen dem ver-
sicherten Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden auch ein adäquater Kausalzusammen-
hang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Er-
folges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen 
Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, 
der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 
129 V 181 E. 3.2 mit Hinweis). Ob bei Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwi-
schen dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädigung auch der 
erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzusammenhang besteht, ist eine Rechts-
frage, die nach den von Doktrin und Praxis entwickelten Regeln vom Gericht zu beurteilen ist 
(BGE 112 V 33 E. 1b).  
 
2.5 Im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen spielt die Adäquanz als recht-
liche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des 
Unfallversicherers praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen 
Kausalität deckt (BGE 134 V 111 f. E. 2.1, 127 V 103 E. 5b/bb). Liegen keine organisch (hinrei-
chend) nachweisbaren Unfallfolgeschäden vor, hat eine besondere Adäquanzprüfung zu erfol-
gen. Dabei ist rechtsprechungsgemäss wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 103 E. 5b/bb mit 
Hinweisen): Hat die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, einen äqui-
valenten Verletzungsmechanismus oder ein Schädel-Hirntrauma, dessen Folgen sich mit jenen 

 
 
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eines Schleudertraumas vergleichen lassen (BGE 117 V 382 E. 4b), erlitten und liegt in der Folge 
das für diese Verletzung typische bunte Beschwerdebild vor (diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, 
Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, 
Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw., BGE 119 V 338 E. 1), so ist 
die Adäquanz nach Massgabe der in BGE 117 V 359 ff. entwickelten und mit BGE 134 V 109 ff. 
modifizierten Grundsätze zu prüfen (sog. Schleudertrauma-Praxis). Liegt kein Unfall mit einem 
Schleudertrauma oder einer adäquanzrechtlich äquivalenten Verletzung vor oder fehlt es nach 
einer solchen Verletzung an dem hierfür typischen bunten Beschwerdebild, so hat die Adäquanz-
beurteilung der Folgeschäden des Unfalls nach den in BGE 115 V 133 ff. (sog. Psycho-Praxis) 
entwickelten Kriterien zu erfolgen. Der Unterschied besteht darin, dass bei Unfällen mit einem 
Schleudertrauma der HWS oder einer äquivalenten Verletzung auf eine Differenzierung zwischen 
physischen und psychischen Unfallfolgen verzichtet wird (BGE 134 V 117 E. 6.2.1, 117 V 367 
E. 6a in fine), während bei den übrigen Unfällen für die Beurteilung der Adäquanz psychischer 
Fehlentwicklungen lediglich das Unfallereignis als solches und die dabei erlittenen körperlichen 
Gesundheitsschäden sowie deren objektive Folgen massgebend sind (BGE 115 V 140 E. 6c/aa).  
 
2.6 Im Zusammenhang mit der Adäquanzprüfung ist sodann auf die Rechtsprechung des 
Bundesgerichts zum Krankheitsbild des Tinnitusleidens hinzuweisen. Danach kann bei einem 
Tinnitus, der sich keiner organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge zuordnen lässt, der adä-
quate Kausalzusammenhang zum Unfall, wie bei anderen organisch nicht ausgewiesenen Be-
schwerdebildern, nicht ohne besondere Prüfung bejaht werden (BGE 138 V 248). Mangelt es 
somit an einer organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolge und an einer Verletzung, welche die 
Anwendung der Schleudertrauma-Praxis rechtfertigen könnte, ist der adäquate Kausalzusam-
menhang nach den zu psychischen Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelten Grunds-
ätzen gemäss der Psycho-Praxis zu beurteilen (nicht publ. E. 6.2 des BGE 138 V 248).  
 
2.7 Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsansprüche bedarf es verlässli-
cher medizinischer Entscheidungsgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1). Das Gericht hat diese 
nach dem für den Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien Beweiswürdigung 
(vgl. Art. 61 lit. c ATSG) - wie alle anderen Beweismittel - frei, d.h. ohne Bindung an förmliche 
Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das Sozi-
alversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu 
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei-
lung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hin-
weis).  
 
3.1 Den medizinischen Akten kann entnommen werden, dass die Versicherte anlässlich des 
Verkehrsunfalls vom 9. August 2018 eine HWS-Distorsion erlitt (vgl. Berichte der Klinik C.____ 
vom 10. und 25. Juli 2018, von Dr. med. D.____, FMH Allgemeine Innere Medizin, vom 5. Sep-
tember 2019, von Dr. med. E.____, FMH Neurologie, vom 7. Dezember 2018 und der Klinik 
F.____ vom 10. Dezember 2018). Die Versicherte klagte unmittelbar nach dem Unfall über Kopf- 
und Nackenschmerzen, Konzentrationsstörungen und eine schmerzhaft eingeschränkte HWS-
Beweglichkeit und später auch über Schwindel und Tinnitus (vgl. z.B. Dokumentationsbogen für 
Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Beschleunigungstrauma vom 26. Juli 2018; ärztlicher 

 
 
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Zwischenbericht von Dr. D.____ vom 5. September 2018 sowie Berichte von Dr. med. G.____, 
FMH Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, Klinik C.____, vom 18. Oktober 2018 und 
der Klinik F.____ vom 10. Dezember 2018). Die Röntgen- und MRT-Bilder vom 9. Juli 2018 und 
23. Juli 2018 zeigten deutliche vorbestehende degenerative, aber keine ossären Läsionen oder 
traumatischen Veränderungen der HWS. Desgleichen konnte Dr. E.____ bei seiner neurologi-
schen Untersuchung keine strukturellen Läsionen des zentralen oder des peripheren Nervensys-
tems feststellen. Aufgrund des seit dem Unfall bestehenden Tinnitus wurde die Versicherte im 
Spital H.____ untersucht. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine peripher-vestibuläre Funkti-
onsstörung (vgl. Berichte des Spitals H.____ vom 7. Februar 2019 und 8. Mai 2019). Heute klagt 
die Versicherte über Kopfschmerzen, Belastungsschmerzen im Nacken- und Rückenbereich, Tin-
nitus beidseits, Schlafstörungen, Schwindel sowie Konzentrationsschwierigkeiten (vgl. Berichte 
von Dr. G.____ vom 31. Oktober 2019 und 13. Dezember 2019). Die Kreisärztin Dr. med. I.____, 
FMH Chirurgie, hielt in ihrer Beurteilung vom 18. September 2019 aufgrund der medizinischen 
Akten zusammenfassend fest, dass keine unfallkausalen strukturellen objektivierbaren Unfallfol-
gen vorlägen.   
 
3.2 Vorliegend ist unbestritten, dass die Versicherte am 9. Juli 2018 bei einem Auffahrunfall 
eine HWS-Distorsion bzw. ein Schleudertrauma erlitt und das für diese Verletzung typische bunte 
Beschwerdebild vorliegt. Weiter steht fest, dass das Tinnitusleiden nicht objektivierbar ist; es ist 
jedoch zweifellos Folge der beim Unfall erlittenen HWS-Distorsion (vgl. dazu Erwägung 2.6). Die 
Parteien sind sich auch einig, dass die geklagten Beschwerden nicht hinreichend objektivierbar 
sind. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Suva die Adäquanz der Unfallfolgen gestützt 
auf die BGE 117 V 359 und 134 V 109 geprüft hat. 
 
4.1 Die Prüfung der Adäquanz ist bei Anwendung der der Schleudertrauma-Praxis in jenem 
Zeitpunkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf das Schleudertrauma-Beschwerde-
bild gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist (BGE 134 
V 109 E. 4.3 und E. 6.2). Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich nach 
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffs "namhaft" 
durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins 
Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (Urteile des Bundesgerichts 
vom 13. Juli 2017, 8C_184/2017, E. 2.2 und vom 2. Mai 2014, 8C_888/2013, E. 4.1; RKUV 2005 
Nr. U 557 S. 388, U 244/04 E. 3.1).   
 
4.2 Die Suva ist gestützt auf die Beurteilungen ihrer Kreisärztin Dr. I.____ vom 18. Septem-
ber 2019 der Ansicht, dass von einer weiteren Behandlung der Unfallfolgen keine namhafte Bes-
serung des Gesundheitszustandes erwartet werden könne, zumal die Versicherte seit Januar 
2019 wieder ihre Erwerbstätigkeit mit dem ursprünglichen 50%igen Pensum ausübe. Die Versi-
cherte ist dagegen mit Verweis auf die Berichte von Dr. G.____ vom 31. Oktober 2019 und 
13. Dezember 2019 der Auffassung, dass aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden weiterhin 
eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität und der Arbeitsfähigkeit bestehe. Dr. G.____ 
erachte eine weitere Behandlung der unfallbedingten Beeinträchtigungen mittels Osteopathie und 
Physiotherapie sowie allfälligen Infiltrationsbehandlungen deshalb als zwingend notwendig.   

 
 
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4.3 Aufgrund der medizinischen Akten kann zuverlässig gesagt werden, dass sich eine Fort-
setzung der ärztlichen Behandlung über den Fallabschluss hinaus nicht auf eine Verbesserung 
der Arbeitsfähigkeit auswirken kann. Dr. G.____ bestätigte mit Eintrag auf dem Unfallschein UVG 
am 24. Januar 2019, dass die Versicherte ab 14. Januar 2019 wieder zu 100 % arbeitsfähig sei. 
In ihrem Verlaufsbericht vom 23. August 2019 führte sie sodann aus, dass die Versicherte wieder 
im vor dem Unfall vom 9. Juli 2018 geleisteten Pensum von 50 % arbeiten könne. Gemäss den 
Angaben der Versicherten und der B.____ AG wird dieses Pensum auch effektiv ausgeübt (vgl. 
Schreiben der B.____ AG vom 18. Oktober 2018). Es trifft wohl zu, dass die Versicherte aufgrund 
ihrer Konzentrationsschwierigkeiten ihre vorherige Leistungsfähigkeit (noch) nicht voll erreicht hat 
und sie aufgrund der verminderten Belastbarkeit ihre Arbeitstage neu auf die ganze Woche hat 
verteilen müssen. Das ändert jedoch nichts daran, dass sie gemäss Ansicht ihrer behandelnden 
Ärztin in der Lage ist, seit 14. Januar 2019 ein 50%-Arbeitspensum auszuüben (vgl. dazu auch 
Urteil des Bundesgerichts vom 22. Februar 2016, 8C_783/2015, E. 4.1). Die von Dr. G.____ in 
ihren Berichten vom 31. Oktober 2019 und 13. Dezember 2019 erwähnten Einschränkungen in 
der Arbeitsfähigkeit können sich nur auf ein 100%-Pensum beziehen, ansonsten sie sich in Wi-
derspruch zu ihrer eigenen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit vom 24. Januar 2019 und 23. Au-
gust 2019 setzen würde. Damit ist eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes im Sinne 
einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit gar nicht mehr möglich. Die Suva hat deshalb zu Recht den 
Fall abgeschlossen und die Adäquanzprüfung nach der sogenannten Schleudertrauma-Praxis 
gemäss BGE 117 V 382 E. 4b bzw. 134 V 109 ff. vorgenommen. 
 
5.1 Strittig und zu prüfen ist weiter, ob die Suva zu Recht den adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen den geklagten Beeinträchtigungen und dem Unfall vom 9. Juli 2018 verneint hat. 
Die Bejahung der Adäquanz nach der "Schleudertrauma-Praxis" setzt voraus, dass dem Unfall 
für die Entstehung der Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. 
Dies trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft 
ins Gewicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - 
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - zwischen banalen beziehungsweise leichten 
Unfällen einerseits, schweren Unfällen anderseits und schliesslich dem dazwischenliegenden 
mittleren Bereich unterschieden wird. Während der adäquate Kausalzusammenhang in der Regel 
bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen verneint werden kann, lässt 
sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfall-
geschehens allein schlüssig beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche 
unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte 
Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Es handelt sich dabei um 
folgende Kriterien: besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des 
Unfalls; die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; eine fortgesetzt spezifische, 
belastende ärztliche Behandlung; erhebliche Beschwerden; eine ärztliche Fehlbehandlung, wel-
che die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche 
Komplikationen; eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 
134 V 109, E. 10.3). Dabei ist nicht in jedem Fall der Einbezug sämtlicher Kriterien in die Gesamt-
würdigung erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beurteilung des adäqua-
ten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn 

 
 
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es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen 
oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im ge-
samten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter 
Weise erfüllt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht 
zu, so müssen mehrere, das heisst mindestens vier der sieben unfallbezogenen Kriterien bejaht 
werden können (Urteil des Bundesgerichts vom 26. Februar 2018, 8C_414/2017, E. 3.4). Diese 
Würdigung des Unfalls zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Vernei-
nung des adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 367 E. 6b). 
 
5.2 Im vorliegenden Fall stand die Versicherte am 9. Juli 2018 mit dem von ihr gelenkten 
Fahrzeug vor der Einfahrt in einen Kreisel in Pratteln, als das nachfolgende Auto auf das Heck 
ihres Autos auffuhr. Der Wagen der Versicherten wurde im mittleren Heckbereich beschädigt und 
der Kofferraumboden war im hinteren Bereich leicht aufgestossen. Zudem waren die Stossstan-
genverkleidung, das Heckblech und die Heckklappe leicht eingedrückt. Die unfallbedingte Ge-
schwindigkeitsänderung (Delta-v) lag unterhalb oder knapp innerhalb des Bereiches von 10 - 15 
km/h (vgl. biomechanische Kurzbeurteilung vom 18. Dezember 2018). Der Sachschaden betrug 
Fr. 5'346.95 (vgl. Gutachten/Kalkulation vom 16. Juli 2018). Praxisgemäss werden Auffahrkollisi-
onen auf ein haltendes Fahrzeug regelmässig als mittelschwere Unfälle im Bereich zu den leich-
ten Unfällen qualifiziert (Urteile des Bundesgerichts vom 16. Dezember 2016, 8C_425/2016, 
E. 4.3.3, vom 3. Januar 2012, 8C_786/2011, E. 3.1, vom 29. Juni 2010, 8C_321/2010, E. 5.1 und 
vom 9. November 2009, 8C_626/2009, E. 4.2.2 mit Hinweisen). Da es keine Anhaltspunkte gibt, 
von diesem Regelfall abzuweichen, ist nicht zu beanstanden, dass die Suva das Ereignis vom 
9. Juli 2018 als mittelschwerer Unfall mit Tendenz zu einem leichten Unfall qualifiziert hat. Daran 
ändert auch der Totalschaden des Autos der Versicherten nichts, besteht ein solcher doch nur 
deshalb, weil der Zeitwert des Fahrzeugs (= Fr. 4'500.--) weniger beträgt als die Reparaturkosten 
(vgl. Expertise der J.____ vom 23. Juli 2018). Damit die Adäquanz bejaht werden kann, muss 
somit von den in die Beurteilung einzubeziehenden sieben Adäquanzkriterien entweder ein ein-
zelnes in besonders ausgeprägter Weise vorliegen oder mindestens vier der sieben Kriterien er-
füllt sein (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 2014, 8C_682/2013, E. 10). 
 
5.3 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen Ein-
drücklichkeit des Unfalls ist objektiv zu beurteilen und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens 
bzw. des Angstgefühls der versicherten Person (Urteil des Bundesgerichts vom 15. Ja-nuar 2015, 
8C_325/2014, E. 4.2.2). Beim vorliegenden Unfall handelt es sich um einen einfachen Auffahr-
unfall, der sich nicht unter besonders dramatischen Begleitumständen abgespielt hat. Auch wenn 
der Unfall für die Versicherte eindrücklich gewesen ist, kann er aus objektiver Sicht und unter 
Berücksichtigung, dass jedem mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit innewohnt 
(Urteil des Bundesgerichts vom 20. November 2008, 8C_39/2008, E. 5.2) nicht als besonders 
eindrücklich im Sinne der massgebenden bundesgerichtlichen Rechtsprechung bezeichnet wer-
den. Daran ändert auch der Umstand nichts, wonach die Versicherte unter Schock gestanden ist 
und von ihrem Partner von der Unfallstelle abgeholt werden musste, um sich ins Spital begeben 
zu können. Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder der besonderen 
Eindrücklichkeit des Unfalls ist somit zu verneinen.  
 

 
 
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5.4.1 In Bezug auf die Schwere oder die besondere Art der erlittenen Verletzungen ist festzu-
stellen, dass die Diagnose eines Schleudertraumas der HWS die Schwere oder besondere Art 
der erlittenen Verletzung für sich allein nicht zu begründen vermag. Es bedarf hierzu einer be-
sonderen Schwere der für das Verletzungsbild typischen Beschwerden oder besonderer Um-
stände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können (BGE 134 V 109 E. 10.2.2). Es ent-
spricht einer allgemeinen Erfahrungstatsache, dass pathologische Zustände nach HWS-
Verletzungen bei erneuter Traumatisierung stark exazerbieren können (Urteil des Bundesgerichts 
vom 19. Dezember 2008, 8C_477/2008, E. 6.3.2.2). Eine HWS-Distorsion, welche eine bereits 
durch einen früheren versicherten Unfall erheblich vorgeschädigte HWS trifft, ist demnach spezi-
ell geeignet, die charakteristischen Symptome hervorzurufen und deshalb als Verletzung beson-
derer Art zu qualifizieren (Urteil des Bundesgerichts vom 14. Februar 2012,8C_150/2011, 
E. 9.2.3).   
 
5.4.2 Aus den Akten geht hervor, dass die Versicherte 1995 mit dem Motorrad stürzte und in 
den Jahren 1998 und 2003 Auffahrunfälle erlitt. Bei allen Unfällen war die HWS mitbetroffen. Seit 
dem Motorradunfall leidet sie unter Kopf-, Nacken- und Schulterbeschwerden, welche nach den 
beiden weiteren Unfällen jeweils zugenommen hätten; sie seien aber nicht dauerhaft gewesen. 
Gegenüber Dr. E.____ äusserte sie, dass sie bereits vor dem hier strittigen Unfall vermindert 
belastbar gewesen sei und eine eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit gehabt habe (vgl. Bericht 
von Dr. E.____ vom 7. Dezember 2018). Für die aufgrund des Motorradunfalls bleibenden Be-
einträchtigungen bezieht die Versicherte denn auch eine Unfallrente bei einem Erwerbsunfähig-
keitsgrad von 50 % (vgl. medizinische Anamnese und Befunde im Bericht der Klinik F.____ vom 
10. Dezember 2018). Weiter geht aus den Akten hervor, dass die Versicherte vor dem Unfall vom 
9. Juli 2018 trotz den Beeinträchtigungen ihr 50%-Arbeitspensum ausgeübt hat (vgl. Berichte von 
Dr. E.____ vom 7. Dezember 2018 und der Klinik F.____ vom 10. Dezember 2018). Nach dem 
Unfall bestand bis 2. September 2018 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Danach war die Ver-
sicherte in der Lage, ihrem 50%-Arbeitspensum bis zum 13. Januar 2019 zu 50 % nachzugehen. 
Seit 14. Januar 2019 arbeitet sie wieder in ihrem ursprünglichen Pensum (vgl. ärztlicher Zwi-
schenbericht von Dr. G.____ vom 18, Oktober 2018 und Einträge in den Unfallschein UVG vom 
7. September 2018 und 24. Januar 2019). Die beim Unfall vom 9. Juli 2018 erlittenen Verletzun-
gen können nicht als schwer bezeichnet werden; dies wird von der Versicherten auch nicht be-
hauptet. Demgegenüber stellt sich die Frage, ob die gesundheitlichen Beeinträchtigungen vor 
dem Hintergrund der vorgeschädigten HWS aufgrund der erneuten Traumatisierung als Verlet-
zung besonderer Art zu qualifizieren sind. Dafür sprechen die doch recht erheblichen degenera-
tiven Veränderungen an der HWS, aufgrund welcher die Versicherte auch eine 50%ige Unfall-
rente bezieht. Im Gegensatz dazu steht, dass sie ihr vor dem Unfall ausgeübtes Pensum von 50 
% wieder leisten kann. Vorliegend kann offengelassen werden, ob dieses Kriterium erfüllt ist. 
Denn selbst wenn es erfüllt wäre, liegt es nicht in ausgeprägter Weise vor.  
 
5.5 Für das Kriterium der ärztlichen Behandlung ist wesentlich, ob nach dem Unfall eine 
fortgesetzte spezifische, die versicherte Person belastende ärztliche Behandlung bis zum Fallab-
schluss notwendig war (BGE 134 V 128 E. 10.2.3). Dieses Kriterium ist nicht allein nach einem 
zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Be-
handlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustands resp. 

 
 
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der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit ei-
ner gewissen Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztli-
che Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer vorliegen. Manualtherapeutische Massnahmen, 
die nur der Erhaltung des Zustandes dienen und ärztliche Verlaufskontrollen sowie eine medika-
mentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht (Urteil des Bundesge-
richts vom 11. Juli 2007, U 365/05, E. 5.2 mit weiteren Hinweisen). Vorliegend bestand die ärzt-
liche Behandlung aus gesundheitlichen Abklärungen, Physiotherapien, Infiltra-tionen, Osteopa-
thie und der Verordnung von Medikamenten (vgl. Berichte von Dr. D.____ vom 5. September 
2018, von der Klinik C.____ vom 25. Juli 2018, der Klinik F.____ vom 10. Dezember 2018 und 
von Dr. G.____ vom 18. Oktober 2019). Diese Massnahmen stellen zwar fortgesetzte spezifische, 
nicht aber belastende ärztliche Behandlungen dar. Das Kriterium ist damit nicht erfüllt. 
 
5.6 Das Kriterium der erheblichen Beschwerden ist aufgrund der Individualität des Schmerz-
empfindens subjektiv ausgeprägt und deshalb zu objektivieren. Adäquanzrelevant können nur die 
in der Zeit zwischen dem fraglichen Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Unterbruch 
bestehenden erheblichen Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach Massgabe der 
glaubhaften Schmerzen und der Beeinträchtigung, welche die verunfallte Person durch die Be-
schwerden im Lebensalltag erfährt (BGE 134 V 128 E. 10.2.4). Die Versicherte leidet seit dem 
Motorradunfall im Jahr 1995 an belastungsabhängigen Schmerzen (vgl. Bericht von Dr. E.____ 
vom 7. Dezember 2018) und seit dem Ereignis vom 9. Juli 2019 an Kopfschmerzen, Schwindel 
und Tinnitus, der auch ihren Schlaf und ihre Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt. An der Glaub-
würdigkeit der geschilderten Beschwerden ist vorliegend nicht zu zweifeln. Allerdings ist fraglich, 
ob die Versicherte dadurch ihn ihrem Lebensalltag wesentlich eingeschränkt ist. Hierzu führt sie 
einzig an, dass durch ihre Schmerzen, den Tinnitus und den damit verbundenen Schlafstörungen 
ihre Lebensqualität beeinträchtigt sei. Sie legt jedoch nicht dar, bei welchen alltäglichen Verrich-
tungen und Aktivitäten und in welchem Umfang sie dadurch Einschränkungen erfährt. Da sie in 
der Lage ist, das vor dem Unfall bestandene Arbeitspensum von 50 % auszuüben, ist nicht an-
zunehmen, dass sie im Lebensalltag erheblich im Sinne der Rechtsprechung beeinträchtigt ist. 
Selbst wenn das Kriterium der erheblichen Beschwerden zu bejahen wäre, liegt es nicht in be-
sonders ausgeprägter Weise vor.  
 
5.7 Die Versicherte macht zu Recht nicht geltend, dass das Kriterium der ärztlichen Fehlbe-
handlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, erfüllt sei (BGE 134 V 129 
E. 10.2.5). 
 
5.8 Die beiden Teilaspekte des Kriteriums des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheb-
lichen Komplikationen müssen nicht kumulativ erfüllt sein. Rechtsprechungsgemäss darf allen 
wegen persistierender Beschwerden trotz den durchgeführten Behandlungen nicht auf einen 
schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden (Urteil des Bun-
desgerichts vom 11. Juni 2010, 8C_9/2010, E. 3.7.4). Es bedarf hierzu besonderer Gründe, wel-
che die Genesung beeinträchtigt oder verzögert haben (vgl. (SVR 2009 UV Nr. 41 S. 142, 
8C_1020/2008 E. 5.7 mit Hinweisen). Solche Gründe liegen nicht vor, weshalb das Vorliegen 
dieses Kriterium zu verneinen ist. 
 

 
 
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5.9 Was schliesslich das Kriterium der Arbeitsunfähigkeit trotz den ausgewiesenen Anstren-
gungen anbelangt, ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Arbeitsunfähigkeit in 
einem erheblichen Ausmass erforderlich. Vorliegend besteht bei der Versicherte seit 14. Januar 
2019 im Rahmen des vor dem Unfall verrichteten 50%-Pensums wieder eine volle Arbeitsfähig-
keit. Auch wenn gemäss den Angaben der Arbeitgeberin die Belastbarkeit und die Arbeitsqualität 
der Versicherten eingeschränkt sind, kann nicht von einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit im 
Sinne der Rechtsprechung gesprochen werden, weshalb dieses Kriterium nicht erfüllt ist.  
 
5.10 Zusammenfassend sind höchstens zwei der sieben Kriterien gegeben, jedoch nicht in 
ausgeprägter oder auffallender Weise. Dies reicht zur Bejahung der Adäquanz praxisgemäss 
nicht aus. Demnach hat die Suva den adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall 
vom 9. Juli 2018 und den von der Versicherten über den 30. September 2019 hinaus geklagten 
gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu Recht verneint. Bei diesem Ergebnis kann die Frage, ob 
der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden ge-
geben ist, offengelassen werden (BGE 135 V 465 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts vom 11. Sep-
tember 2019, 8C_308/2019, 7.2). 
 
6. Ein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung ist ebenfalls zu verneinen. Denn die 
Leistungspflicht der Suva setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Unfallereignis und  
einer allfälligen Integritätseinbusse ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang gege-
ben ist (vgl. Erwägung 2.4 hiervor), was hier – wie die Prüfung der Adäquanz gezeigt hat - nicht 
zutrifft.  
 
7. Auch aus dem Vorbringen der Versicherten, wonach die Suva die Kosten für die Heilbe-
handlung zur Aufrechterhaltung des Status quo zu übernehmen habe, kann kein Leistungsan-
spruch über den 30. September 2019 hinaus begründet werden. Zwar sind die Kosten für Pfle-
geleistungen zur Erhaltung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG 
durch den Unfallversicherer zu vergüten. Für eine solche Leistungspflicht ist jedoch vorausge-
setzt, dass die versicherte Person dauernd einer Behandlung und der Pflege bedarf und sie auf-
grund des versicherten Ereignisses einen Rentenanspruch hat. Vorliegend steht unbestrittener-
massen fest, dass die Versicherte aufgrund des Unfalls vom 9. Juli 2018 keinen Rentenanspruch 
hat. Zudem geht aus den Akten nicht hervor, dass eine dauernde Behandlungsbedürftigkeit der 
Unfallfolgen besteht. Dies macht die Versicherte auch nicht geltend. Ein Anspruch auf Über-
nahme der Heilbehandlungskosten gemäss Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG ist deshalb zu verneinen.  
 
8.  Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Suva zu Recht den adäquaten Kausalzu-
sammenhang zwischen dem Auffahrunfall vom 9. Juli 2018 und den noch geklagten Beeinträch-
tigungen verneint und deshalb ihre Leistungen eingestellt hat. Fehlt es am adäquaten Kausalzu-
sammenhang ist ein Anspruch auf Heilbehandlungskosten über den 30. September 2019 hinaus 
und auf eine Integritätsentschädigung zu verneinen. Mangels Erfüllens der Voraussetzungen von 
Art. 21 Abs. 1 lit. c UVG besteht kein Anspruch auf Vergütung der Heilbehandlungskosten. Die 
Beschwerde ist in diesen Punkten abzuweisen.  
 

 
 
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9.1 Die Versicherte beantragt die Zusprechung einer Parteientschädigung für das Ein-
spracheverfahren. Art. 52 Abs. 3 Satz 1 ATSG hält fest, dass das Einspracheverfahren vor dem 
Versicherungsträger kostenlos ist. Parteientschädigungen werden laut Satz 2 der genannten Be-
stimmung in der Regel nicht ausgerichtet. Gemäss Rechtsprechung kann von diesem Grundsatz 
abgewichen werden, wenn die Einsprecherin oder der Einsprecher nicht über die erforderlichen 
Mittel verfügt, um die Anwaltskosten selbst zu tragen, und bei Unterliegen die unentgeltliche Ver-
beiständung (Art. 37 Abs. 4 ATSG) hätte beanspruchen können. In diesem Fall soll die Einspre-
cherin oder der Einsprecher bei Obsiegen vom unterliegenden Versicherungsträger entschädigt 
werden (BGE 130 V 570 f. E. 2.2 mit Hinweisen).  
 
9.2 Nachdem die Versicherte nicht obsiegt hat, ist ihr keine Parteientschädigung für das 
Einspracheverfahren zuzusprechen. Dazu kommt, dass nicht von einer prozessualen Bedürftig-
keit der Versicherten auszugehen ist, hat sie doch weder im Einspracheverfahren noch im vorlie-
genden Beschwerdeverfahren um Bewilligung der unentgeltlichen Verbeiständung ersucht. Die 
Beschwerde ist auch in diesem Punkt abzuweisen. 
 
10. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass das Verfahren vor dem kantonalen Gericht für die 
Parteien kostenlos zu sein hat. Es sind deshalb für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Eine Parteientschädigung wird dem Ausgang des Prozesses entsprechend nicht aus-
gerichtet. 
 
 
  

 
 
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Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Der Antrag auf Ausrichtung einer Parteientschädigung im Einsprache-
verfahren wird abgelehnt. 

 4. Es wird keine Parteientschädigung im vorliegenden Verfahren ausge-
richtet.