# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** f75dcecb-4807-51c5-8132-a0ed64b07fd5
**Source:** Aargau Gerichte (AG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2024-05-21
**Language:** de
**Title:** Aargau Obergericht Versicherungsgericht 21.05.2024 VBE.2023.506
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/AG_Gerichte/AG_OG_007_VBE-2023-506_2024-05-21.pdf

## Full Text

Versicherungsgericht 

4. Kammer 

 

VBE.2023.506 / dl / ks  
Art. 68 

 

 

Urteil vom 21. Mai 2024 
 
 

Besetzung  Oberrichter Roth, Präsident 

Oberrichterin Fischer 

Oberrichterin Jacober 

Gerichtsscheiber i.V. Loch 

 

 
   

Beschwerde- 

führer  

 A._____,  

vertreten durch lic. iur. Dominique Chopard, Rechtsanwalt, 

Werdstrasse 36, Postfach, 8036 Zürich 

 

 
   

Beschwerde- 

gegnerin  

 SVA Aargau, IV-Stelle, Bahnhofplatz 3C, Postfach, 5001 Aarau 

 

 
   

Beigeladene   B._____ 

 

 
 

Gegenstand  Beschwerdeverfahren betreffend IVG Renten 

(Verfügung vom 26. Oktober 2023) 
 

 

  

 - 2 - 

 

 

   

Das Versicherungsgericht entnimmt den Akten: 

 

1. 

Der 1989 geborene Beschwerdeführer meldete sich am 2. September 2021 

(Datum Posteingang) aufgrund unfallbedingter/postoperativer Beschwer-

den am Fuss bei der Beschwerdegegnerin zum Bezug von Leistungen (be-

rufliche Integration/Rente) der Eidgenössischen Invalidenversicherung (IV) 

an. Die Beschwerdegegnerin tätigte daraufhin Abklärungen in medizini-

scher und erwerblicher Hinsicht, holte die Akten des Unfallversicherers 

(Suva) ein, nahm wiederholt Rücksprache mit ihrem Regionalen Ärztlichen 

Dienst (RAD) und gewährte dem Beschwerdeführer diverse berufliche Ein-

gliederungsmassnahmen, u.a. in Form eines Jobcoachings, einer Kosten-

gutsprache für einen Ausbildungskurs sowie von Arbeitsvermittlung. Nach 

Abschluss des Eingliederungsprozesses per 31. März 2023 und Durchfüh-

rung des Vorbescheidverfahrens verneinte sie mit Verfügung vom  

26. Oktober 2023 einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers. 

 

2. 

2.1. 

Gegen die Verfügung vom 26. Oktober 2023 erhob der Beschwerdeführer 

mit Eingabe vom 29. November 2023 fristgerecht Beschwerde und stellte 

folgende Rechtsbegehren: 

 

"1. Es sei die Verfügung vom 26. Oktober 2023 vollumfänglich aufzuhe-
ben. 

 
2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Ver-

sicherungsleistungen auszurichten; 
 

alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwer-
degegnerin." 

 

2.2. 

Mit Vernehmlassung vom 1. Februar 2024 beantragte die Beschwerdegeg-

nerin die Abweisung der Beschwerde. 

 

2.3. 

Mit instruktionsrichterlicher Verfügung vom 5. Februar 2024 wurde die be-

rufliche Vorsorgeeinrichtung des Beschwerdeführers zum Verfahren beige-

laden. Mit Eingabe vom 13. Februar 2024 nahm diese Stellung. 

 

  

 - 3 - 

 

 

 

   

Das Versicherungsgericht zieht in Erwägung: 

 

1. 

1.1. 

1.1.1. 

Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Rentenbegeh-

rens im Wesentlichen damit, dass der Beschwerdeführer in der ange-

stammten Tätigkeit zwar nicht mehr, in einer angepassten Tätigkeit indes 

zu 100 % arbeitsfähig sei. Aus dem entsprechenden Einkommensvergleich 

resultiere per 1. April 2023, dem angesichts des Abschlusses der Einglie-

derungsmassnahmen per 31. März 2023 für die Anspruchsprüfung mass-

gebenden Zeitpunkt, ein – rentenausschliessender – Invaliditätsgrad von 

3 % (Vernehmlassungsbeilage [VB] 138). 

 

1.1.2. 

Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber im Wesentlichen auf den 

Standpunkt, sein Rentenanspruch sei – nach Ablauf des Wartejahrs – per 

1. März 2022 entstanden, da ihm die Beschwerdegegnerin zu diesem Zeit-

punkt (noch) keine Taggelder ausgerichtet habe. Nachdem sich die Be-

schwerdegegnerin zu seinen bereits im Vorbescheidverfahren erhobenen 

Einwendungen betreffend den Rentenbeginn nicht geäussert habe, sei die 

angefochtene Verfügung schon aufgrund dieser Verletzung seines rechtli-

chen Gehörs aufzuheben (Beschwerde S. 4 f.). Zudem sei die Beschwer-

degegnerin zu Unrecht von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange-

passten Tätigkeit und bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades von einem 

zu tiefen Valideneinkommen und einem zu hohen Invalideneinkommen 

ausgegangen (Beschwerde S. 5 ff.). 

 

1.2. 

1.2.1. 

Was die Rüge des Beschwerdeführers betreffend Gehörsverletzung anbe-

langt, ergibt sich für Verfügungen aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör 

die daraus abgeleitete behördliche Begründungspflicht nach Art. 49 Abs. 3 

Satz 2 ATSG. Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, 

dass dem Rechtsunterworfenen eine sachgerechte Anfechtung möglich ist. 

In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt wer-

den, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre 

Verfügung stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrücklich 

mit jeder Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen 

muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Ge-

sichtspunkte beschränken (BGE 124 V 180 E. 1a S. 181). 

  

 - 4 - 

 

 

 

1.2.2. 

Im Vorbescheidverfahren brachte der Beschwerdeführer hinsichtlich des 

Rentenbeginns vor, dass ihm einzig vom 11. bis 30. April 2022 IV-Taggel-

der ausgerichtet worden seien. Demnach sei per Ablauf des Wartejahrs, 

mithin per 1. März 2022, ein Anspruch auf eine Invalidenrente entstanden, 

mit kurzem Unterbruch im April 2022 infolge Taggeldleistungen (VB 136 

S. 3). In der Verfügung vom 26. Oktober 2023 hielt die Beschwerdegegne-

rin diesbezüglich fest, dass Rentenleistungen erst dann allenfalls zur Aus-

richtung gelangen sollen, wenn keine zumutbaren Eingliederungsmass-

nahmen (mehr) in Betracht fallen würden. Die Eingliederungsmassnahmen 

hätten per 31. März 2023 geendet, weshalb ein Rentenanspruch ab 1. April 

2023 zu prüfen sei (VB 138 S. 1). 

 

1.2.3. 

Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers hat die Beschwerde-

gegnerin demnach in der angefochtenen Verfügung durchaus dargelegt, 

weshalb sie dessen Rentenanspruch per 1. April 2023 und nicht bereits per 

1. März 2022 geprüft hat. Sie ist ihrer behördlichen Begründungspflicht so-

mit ohne Weiteres nachgekommen. Dem Beschwerdeführer war es damit 

möglich, sich anhand der Ausführungen in der angefochtenen Verfügung 

über die Gründe der Beschwerdegegnerin, aufgrund deren sie seinen Ren-

tenanspruch (erst) per 1. April 2023 prüfte (und diesen verneinte), ein Bild 

zu machen. Der Entscheid der Beschwerdegegnerin konnte sodann auch 

fraglos sachgerecht angefochten werden (vgl. BGE 142 III 433 E. 4.3.2 

S. 436 mit Hinweisen). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Ge-

hör des Beschwerdeführers ist somit zu verneinen. 

 

1.3. 

Zu prüfen ist demnach, ob die Beschwerdegegnerin das Rentenbegehren 

des Beschwerdeführers mit Verfügung vom 26. Oktober 2023 (VB 138) zu 

Recht abgewiesen hat. 

 

2. 

2.1. 

In medizinischer Hinsicht stützte sich die Beschwerdegegnerin in ihrer Ver-

fügung vom 26. Oktober 2023 im Wesentlichen auf die Beurteilungen der 

Suva-Ärzte (VB 109.6; 124.5; 124.7) sowie auf die Aktenbeurteilungen ih-

rer RAD-Ärzte Dres. med. C._____, Fachärztin für Allgemeine Innere Me-

dizin, und D._____, Praktischer Arzt (VB 25; 88; Protokoll der Beschwer-

degegnerin per 31. Januar 2024 S. 6). 

 

2.2. 

RAD-Ärztin Dr. med. C._____ nahm am 2. November 2021 Stellung zur 

medizinischen Situation des Beschwerdeführers und hielt fest, es bestehe 

ein Status nach Supinationstrauma des linken Fusses mit Distorsion des 

oberen Sprunggelenkes. Es bestehe weiterhin keine Arbeitsfähigkeit in der 

 - 5 - 

 

 

angestammten Tätigkeit; in einer überwiegend sitzenden Tätigkeit mit nur 

wenig Stehen oder Gehen sei der Beschwerdeführer aber per sofort voll 

arbeitsfähig. Gehen in unebenem Gelände sowie Steigen auf Leitern und 

Gerüste seien nicht möglich. Ebenso seien häufiges Gehen und Stehen 

nicht möglich (VB 25 S. 1 f.). 

 

2.3. 

Nachdem ein Arbeitsversuch zur Vorbereitung auf eine Tätigkeit als Ma-

schinist im Strassenbau im April 2022 gescheitert war, weil sich die Tätig-

keit vor dem Hintergrund der gesundheitlichen Beeinträchtigungen des Be-

schwerdeführers als für diesen ungeeignet erwiesen hatte (vgl. VB 53 S. 3; 

68 S. 3), führte RAD-Ärztin Dr. med. C._____ in ihrem Bericht vom 8. Juni 

2022 aus, in der letzten RAD-Stellungnahme vom 2. November 2021 sei 

erläutert worden, dass der Beschwerdeführer bereits zum damaligen Zeit-

punkt in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen sei. Daran 

habe sich auch jetzt nichts geändert. Auch nach dem Ereignis vom  

April 2022 sei der Beschwerdeführer weiterhin durchgehend in einer ange-

passten Tätigkeit voll arbeitsfähig. Günstig sei eine überwiegend sitzende 

Tätigkeit. Gehen in unebenem Gelände, Steigen auf Leitern und Gerüsten 

sowie häufiges Gehen und Stehen seien nicht möglich (VB 88). 

 

2.4. 

Am 21. November 2022 wurde der Beschwerdeführer von Suva-Kreisarzt 

med. pract. E._____, Facharzt für Chirurgie, sowie Suva-Versicherungs-

mediziner Dr. med. F._____, Facharzt für Neurologie, untersucht. Diese 

stellten in ihrem Bericht vom 25. November 2022 die folgenden Diagnosen 

(VB 109.6 S. 7): 

 

" Chirurgische Diagnosen 
  

Restbeschwerdesymptomatik des linken Sprunggelenkes und linken 
Fusses (…) 

 
Verdacht auf Plantarfasziitis linksseitig 

 
Neurologische Diagnosen 

 
Chronische Schmerzsymptomatik, 
- nozizeptiv unter Belastung zunehmend linker Fuss 
- Kein Anhalt für neuropathische Schmerzsymptomatik, insbeson-

dere keine Allodynie oder Hyperalgesie, auch nicht im Bereich der 
Narben. 

- Kein Anhalt für CRPS". 

 

Die beiden Suva-Ärzte gelangten zum Schluss, dass aus unfallchirurgi-

scher Sicht eine fachorthopädische Beurteilung in der Fusssprechstunde 

von Prof. Dr. med. G._____, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und 

Traumatologie des Bewegungsapparates, zu empfehlen sei. Bis zum ge-

 - 6 - 

 

 

wünschten Konsil sei der Beschwerdeführer weiterhin in seiner ange-

stammten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (vgl. VB 109.6 S. 10). 

 

2.5. 

Nachdem Prof. Dr. med. G._____ den Beschwerdeführer am 3. Februar 

2023 untersucht und in seinem Bericht vom nämlichen Datum die Sistie-

rung sämtlicher noch andauernder Therapien und eine Reintegration des 

Beschwerdeführers in die Arbeitstätigkeit empfohlen hatte (vgl. VB 124.26 

S. 2 f.), hielt Suva-Kreisarzt med. pract. E._____ in seiner Beurteilung vom 

12. Mai 2023 fest, dass dem Beschwerdeführer die zuletzt ausgeübte Tä-

tigkeit nicht mehr zumutbar sei. Aus unfallchirurgischer/versicherungsme-

dizinischer Sicht sei indes aktuell und künftig in einer angepassten leichten 

bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit (sitzend, gehend und 

stehend) unter folgenden Voraussetzungen eine ganztägige Arbeitsfähig-

keit gegeben: keine Arbeiten in Zwangshaltung wie Kauern oder Knien; 

kein Besteigen von Leitern und Gerüsten, kein Laufen auf unebenem Ge-

lände; Treppensteigen nur selten. Ansonsten würden keine Einschränkun-

gen bestehen, insbesondere nicht "zeitlicher Natur" (VB 124.7 S. 5). 

Dr. med. F._____ verwies in seiner Beurteilung vom 22. Mai 2023 betref-

fend die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf die Beurteilung von 

med. pract. E._____ vom 12. Mai 2023 (VB 124.5 S. 3). 

 

2.6. 

RAD-Arzt Dr. med. D._____ ("paj") führte am 19. Juli 2023 aus, dass dem 

Beschwerdeführer gemäss den Feststellungen im Rahmen der kreisärztli-

chen Untersuchung eine dem Leiden angepasste Tätigkeit ganztags mög-

lich sei. Aus versicherungsmedizinischer Sicht handle es sich um eine Ge-

sundheitsstörung mit vorübergehenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähig-

keit. Die Feststellungen in den vorliegenden Arztberichten seien sachlich 

fundiert und nachvollziehbar. Es werde empfohlen, auf die Unterlagen der 

Suva abzustellen (Protokoll der Beschwerdegegnerin per 31. Januar 2024 

S. 6). 

 

3. 

3.1. 

Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob die-

ser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen 

beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der 

Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medi-

zinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation einleuchtet 

und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 

V 231 E. 5.1 S. 232; 125 V 351 E. 3a S. 352). 

 
 

3.2. 

Die Rechtsprechung hat den Berichten versicherungsinterner medizini-

scher Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt. Ihnen kommt 

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praxisgemäss jedoch nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen 

oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in 

Auftrag gegebenen Gutachten zu (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352 ff. und 122 

V 157 E. 1c S. 160 ff.). Zwar lässt das Anstellungsverhältnis der versiche-

rungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf 

mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 125 V 351 E. 

3b/ee S. 353 ff.). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines 

externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung 

strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an 

der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen 

Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 

V 465 E. 4.4 S. 469 f. und 122 V 157 E. 1d S. 162 f.). 

 

3.3. 

Eine reine Aktenbeurteilung ist nicht an sich schon unzuverlässig. Entschei-

dend ist, ob genügend Unterlagen aufgrund anderer persönlicher Untersu-

chungen vorliegen, die ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und 

gegenwärtigen Status ergeben. Der medizinische Sachverständige muss 

sich insgesamt aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein lückenloses Bild 

machen können (Urteile des Bundesgerichts 8C_46/2019 vom 

10. Mai 2019 E. 3.2.1; 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit 

Hinweisen). 

 

4. 

4.1. 

Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, dass er, wie sich 

aus den medizinischen Beurteilungen in den Suva-Akten und der Beurtei-

lung des Fussspezialisten Prof. Dr. med. H._____, Braga (Portugal), vom 

10. [recte: 2.] Februar 2023 (Beschwerdebeilage [BB] 3 f.) übereinstim-

mend ergebe, an chronischen belastungsabhängigen Schmerzen des lin-

ken Fusses leide. Diese chronischen Schmerzen seien aber in der Zumut-

barkeitsbeurteilung der Suva-Ärzte, auf die sich die Beschwerdegegnerin 

stütze, nicht berücksichtigt worden. So würden ihm trotz dieser Beschwer-

den keine "zeitliche Reduktion der Arbeitsfähigkeit" und auch kein zusätz-

licher Pausenbedarf zugestanden (vgl. Beschwerde S. 5 ff.). 

 

4.2. 

Der Kreisarzt med. pract. E._____ und der Versicherungsmediziner 

Dr. med. F._____ setzten sich in ihren Beurteilungen eingehend mit der 

Schmerzsymptomatik des Beschwerdeführers auseinander (vgl. VB 109.6 

S. 7 ff.; 124.7 S. 4 f.; 124.5 S. 5) und befanden am 25. November 2022, 

dass eine chronische Schmerzsymptomatik des rechten Fusses bestehe, 

wobei von einem nozizeptiven Schmerzgeschehen auszugehen sei (vgl. 

VB 109.6 S. 7 ff.). Med. pract. E._____ gelangte in seiner Beurteilung vom 

12. Mai 2023 zum – vor dem Hintergrund der in den medizinischen Akten 

dokumentierten Befunde und der festgestellten nur minimalen funktionellen 

 - 8 - 

 

 

Einschränkung des linken Sprunggelenks – ohne Weiteres nachvollziehba-

ren Schluss, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit zwar 

nicht mehr zumutbar sei, dieser indes aus unfallchirurgischer/versiche-

rungsmedizinischer Sicht in einer angepassten leichten bis mittelschweren, 

wechselbelastenden Tätigkeit (sitzend, gehend und stehend) zu 100 % ar-

beitsfähig sei (VB 124.7 S. 5). Dieser Zumutbarkeitsbeurteilung schloss 

sich sodann auch der Neurologe der Suva Dr. med. F._____ in seinem Be-

richt vom 22. Mai 2023 an (vgl. VB 124.5 S. 3). Diese Arbeitsfähigkeitsbe-

urteilung steht im Einklang mit den Einschätzungen der RAD-Ärztin 

Dr. med. C._____ vom 2. November 2021 und vom 8. Juni 2022 (vgl. 

VB 25; 88) wie auch derjenigen der behandelnden Ärzte der Rehaklinik 

Q._____. So hielten diese in ihrem Austrittsbericht vom 4. August 2022 

fest, dass dem Beschwerdeführer, der unter anderem an belastungsabhän-

gigen Schmerzen im OSG links leide, eine mittelschwere Arbeit, wechsel-

belastend, ohne Tätigkeiten in unebenem Gelände, ohne längerdauernde 

Zwangshaltungen, ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten und ohne 

Schläge/Vibrationsbelastung ganztags möglich sei (vgl. VB 109.26 S. 3 f.). 

Dass der Beschwerdeführer, wie er dies geltend macht, aufgrund der – von 

sämtlichen Ärzten durchaus anerkannten – Schmerzsymptomatik im Be-

reich des linken Fusses auch in einer angepassten Tätigkeit in seiner Ar-

beitsfähigkeit eingeschränkt sei, entbehrt demnach jeglicher Grundlage in 

den medizinischen Akten, namentlich auch im von ihm eingereichten Be-

richt von Prof. Dr. med. H._____ vom 2. Februar 2023 (vgl. BB 3 f.). 

 

4.3. 

Zusammenfassend ergeben sich somit weder aus den Ausführungen des 

Beschwerdeführers noch den medizinischen Akten Hinweise, welche auch 

nur geringe Zweifel an der der Arbeitsfähigkeitseinschätzung der RAD-

Ärzte Dres. med. C._____ und D._____ und der Suva-Ärzte erwecken (vgl. 

E. 3.2. f. hiervor; Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, vgl. 

BGE 134 V 109 E. 9.5, mit Hinweis auf BGE 129 V 177 E. 3.1). Auf weitere 

Abklärungen kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden, da 

von solchen keine entscheidrelevanten weiteren Erkenntnisse zu erwarten 

sind (vgl. BGE 137 V 64 E. 5.2 S. 69; 136 I 229 E. 5.3 S. 236). Es ist daher 

davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer in der angestammten Tä-

tigkeit seit dem Unfall vom 15. März 2021 zu 100 % arbeitsunfähig und in 

einer angepassten Tätigkeit mindestens seit der RAD-Stellungnahme vom 

2. November 2021 (VB 25) zu 100 % arbeitsfähig ist. 

 
 

5. 

5.1. 

Angesichts der seit März 2021 bestehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit 

in der angestammten Tätigkeit und der am 2. September 2021 (Datum 

Posteingang) erfolgten Anmeldung zum Leistungsbezug (VB 1) konnte ein 

allfälliger Rentenanspruch frühestens am 1. März 2022 entstehen (vgl. 

Art. 28 Abs. 1 lit. b und Art. 29 Abs. 1 IVG). 

 - 9 - 

 

 

 

Ob sein Rentenanspruch, wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht, be-

reits per 1. März 2022 zu prüfen oder – so wie dies die Beschwerdegegne-

rin in ihrer Verfügung vom 26. Oktober 2023 angenommen hat (VB 138 

S. 1) – vor dem Hintergrund des Abschlusses der Eingliederungsmassnah-

men per 31. März 2023 erst per 1. April 2023 zu prüfen ist, kann letztlich 

offenbleiben, da – wie sich im Folgenden ergibt – ein Rentenanspruch 

selbst unter Annahme des 1. März 2022 als massgebendem Zeitpunkt zu 

verneinen ist. 

 

5.2. 

5.2.1. 

Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist 

Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Bestimmung des 

Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person 

nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Be-

handlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut-

bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (Invali-

deneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie 

erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkom-

men). 

 

5.2.2. 

Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Angaben der letzten Arbeit-

geberin des Beschwerdeführers, wonach dieser ohne Gesundheitsscha-

den im Jahr 2021 einen vertraglich vereinbarten Jahreslohn von 

Fr. 67'700.00 erzielt hätte, und auf die bis 2022 eingetretene Nominallohn-

entwicklung von einem Valideneinkommen von Fr. 68'302.00 aus. Das In-

valideneinkommen setzte sie gestützt auf den Medianlohn der Tabelle TA1 

tirage skill level, Total, Kompetenzniveau 1, Männer, der Schweizerischen 

Lohnstrukturerhebung (LSE) 2020 des Bundesamtes für Statistik (BfS) und 

unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung bis 2022 und der be-

triebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit auf Fr. 66'000.00 fest (VB 138 

S. 2). 

 
 

5.2.3. 

5.2.3.1. 

Hinsichtlich der Festsetzung des Invalideneinkommens bemängelt der Be-

schwerdeführer, es sei vom hypothetischen Einkommen in einer angepass-

ten Tätigkeit zu Unrecht kein Leidensabzug vorgenommen worden. Da er 

auch in angepassten Tätigkeiten erheblich eingeschränkt sei und an chro-

nischen Schmerzen leide, sei ein Leidensabzug von mindestens 20 % 

"ausgewiesen" (Beschwerde S. 7). 

 

 - 10 - 

 

 

5.2.3.2. 

Das Bundesgericht hat den sogenannten leidensbedingten Abzug entwi-

ckelt, um invaliditätsbedingte lohnmindernde Faktoren bei der Ermittlung 

des Invalideneinkommens auf der Grundlage von statistischen Lohndaten 

zu berücksichtigen. Die entsprechende Kürzung des Ausgangswertes 

wurde – nach der Rechtslage bis 31. Dezember 2021 – auf 25 % be-

schränkt (vgl. dazu etwa BGE 148 V 174 E. 6.3 S. 182). Gemäss dem seit 

1. Januar 2022 in Kraft stehenden Art. 28a Abs. 1 Satz 2 IVG umschreibt 

der Bundesrat die zur Bemessung des Invaliditätsgrades massgebenden 

Erwerbseinkommen sowie die anwendbaren Korrekturfaktoren. Im erläu-

ternden Bericht (nach Vernehmlassung) zu den Ausführungsbestimmun-

gen zur Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung 

(Weiterentwicklung IV) wird hierzu auf S. 53 f. ausgeführt, der leidensbe-

dingte Abzug in der bisherigen Form werde neu nicht mehr angewendet 

(https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/iv/reformen 

-revisionen/weiterentwicklung-iv.html#accordion171087602381; unter 

"Ausführungsbestimmungen zur Änderung des Bundesgesetzes über die 

Invalidenversicherung (Weiterentwicklung der IV)"; besucht am 21. Mai 

2024). 

 

Der Bundesrat hat von der in Art. 28a Abs. 1 IVG eingeräumten Kompetenz 

Gebrauch gemacht und Art. 26bis Abs. 3 IVV erlassen. Danach werden – 

gemäss der vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 gültigen Fassung 

der fraglichen Bestimmung – vom statistisch bestimmten Wert 10 % für 

Teilzeitarbeit abgezogen, wenn die versicherte Person aufgrund ihrer Inva-

lidität nur noch mit einer funktionellen Leistungsfähigkeit (Art. 49 Abs. 1bis 

IVV) von 50 % oder weniger tätig sein kann. 

 

Ein über die im Fall, dass das tatsächlich erzielte Erwerbseinkommen 5 % 

oder mehr unterhalb des branchenüblichen Zentralwertes der LSE liegt, 

vorzunehmende vereinfachte Parallelisierung der Vergleichseinkommen 

(vgl. Art. 26 Abs. 2 IVV) sowie einen Abzug wegen unter 50 % liegender 

Leistungsfähigkeit hinausgehender zusätzlicher bzw. separater Anspruch 

auf einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn besteht demnach ge-

mäss der für die Zeit von Januar 2022 bis 31. Dezember 2023 geltenden 

und vorliegend massgebenden Rechtslage nicht. 

 

Der Beschwerdeführer ist mindestens seit November 2021 in einer ange-

passten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig (vgl. E. 4.3. hiervor), weshalb kein 

Abzug vom Tabellenlohn zu gewähren ist. Das von der Beschwerdegegne-

rin gestützt auf die LSE 2020, Total, Männer, Kompetenzniveau 1, unter 

Berücksichtigung der Lohnentwicklung bis 2022 (vgl. Tabelle T 1.2.10, "No-

minallohnindex, Männer 2011-2022" des BfS, Total) sowie der betriebsüb-

lichen wöchentlichen Arbeitszeit für das Jahr 2022 (vgl. Tabelle 

T 03.02.03.01.04.01 "Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei-

lungen" des BFS, Total, 2022) auf Fr. 66'000.00 (Fr. 5'261.00 x 12 x 41.7/40 

 - 11 - 

 

 

x 107.1/106.8) festgesetzte Invalideneinkommen ist daher nicht zu beanstan-

den. 

 

5.2.4. 

Ob die Beschwerdegegnerin bei der Festsetzung des Valideneinkommens, 

wie es der Beschwerdeführer geltend macht, zu Unrecht davon ausging, 

dass dieser ohne Gesundheitsschaden nebst dem vertraglich vereinbarten 

Lohn keine Entschädigung für Überstunden erhalten hätte (vgl. Be-

schwerde S. 7), kann offen bleiben. Selbst wenn nämlich zu Gunsten des 

Beschwerdeführers vom im Jahr 2020 einschliesslich der Überstundenent-

schädigungen erzielten Einkommen von Fr. 87'466.00 ausgegangen würde 

(vgl. Beschwerde S. 7), würde bei einem sich unter Berücksichtigung der 

Lohnentwicklung bis 2022 (vgl. Tabelle T 1.2.10, "Nominallohnindex, Män-

ner 2011-2022" des BfS, Total) auf Fr. 87'712.00 belaufenden Validenein-

kommen (Fr. 87'466.00 x 107.1/106.8) und einem Invalideneinkommen von 

Fr. 66'000.00 und dementsprechend einer Erwerbseinbusse von 

Fr. 21'712.00 (Fr. 87'712.00 - Fr. 66'000.00) ein – nach wie vor rentenaus-

schliessender (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG) – Invaliditätsgrad von 25 % 

(Fr. 21'712.00 / Fr. 87'712.00 x 100) resultieren, weshalb sich die ange-

fochtene Verfügung vom 26. Oktober 2023 im Ergebnis jedenfalls als rech-

tens erweist. 

 

6. 

6.1. 

Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen. 

 

6.2. 

Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Kosten 

werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im 

Rahmen von Fr. 200.00 bis Fr. 1'000.00 festgesetzt. Für das vorliegende 

Verfahren betragen diese Fr. 800.00. Sie sind gemäss dem Verfahrensaus-

gang dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. 

 

6.3. 

Dem Beschwerdeführer steht nach dem Ausgang des Verfahrens (Art. 61 

lit. g ATSG) und der Beschwerdegegnerin aufgrund ihrer Stellung als Sozi-

alversicherungsträgerin (BGE 126 V 143 E. 4 S. 149 ff.) kein Anspruch auf 

Parteientschädigung zu. 

 

 
 

   

Das Versicherungsgericht erkennt: 

 

1. 

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 

 - 12 - 

 

 

2. 

Die Verfahrenskosten von Fr. 800.00 werden dem Beschwerdeführer auf-

erlegt. 

 

3. 

Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen. 

 

 
 

   

Zustellung an: 

den Beschwerdeführer (Vertreter, 2-fach) 

die Beschwerdegegnerin 

das Bundesamt für Sozialversicherungen 

die Beigeladene 

 

 
   

Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 

 

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit der Zustellung beim 

Bundesgericht Beschwerde eingereicht werden (Art. 82 ff. in Verbindung 

mit Art. 90 ff. BGG). Die Frist steht während folgender Zeiten still: vom sieb-

ten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli 

bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar 

(Art. 46 BGG).  

 

Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 

Luzern, zuzustellen. 

 

Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe 

der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines 

Vertreters zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweis-

mittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Hän-

den hat (Art. 42 BGG). 

 

 
   

Aarau, 21. Mai 2024 

 

Versicherungsgericht des Kantons Aargau 

4. Kammer 

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber i.V.: 

 

 

 

Roth Loch