# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 026f5b4b-97fe-5c28-9fd2-2d82ceb8c7ee
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-08-13
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 13.08.2010 D-5586/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-5586-2010_2010-08-13.pdf

## Full Text

Abtei lung IV
D-5586/2010/wif
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 3 .  A u g u s t  2 0 1 0

Einzelrichterin Nina Spälti Giannakitsas, 
mit Zustimmung von Richter Gérard Scherrer;
Gerichtsschreiberin Sara Steiner.

A._______, geboren (...), Kasachstan,
Beschwerdeführerin,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung; 
Verfügung des BFM vom 5. Juli 2010 / N (...).

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

D-5586/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass  die  Beschwerdeführerin  eigenen  Angaben  zufolge  Kasachstan 
am  29. Dezember 2009  verliess  und  über  Österreich  am  5. Janu-
ar 2010 zusammen mit B._______ (N [...]; D-5082/2010), ihrem angeb-
lich  religiös  angetrauten  Ehemann,  in  die  Schweiz  einreiste,  wo  sie 
gleichentags um Asyl nachsuchten,

dass sie am 12. Januar 2010 summarisch befragt, am 29. Januar 2010 
für die Dauer des Verfahrens dem Kanton Z._______ zugewiesen und 
am 21. Juni 2010 einlässlich angehört wurde,

dass sie  zur  Begründung des Asylgesuchs im Wesentlichen  geltend 
machte,  ein  alkoholkranker  Polizist  habe  sie  seit  anfangs  Novem-
ber 2009 belästigt sowie einmal auch zu entführen versucht,

dass sie ihn zwar bei der Polizei angezeigt habe, er aber nur einen Tag 
in Gewahrsam genommen worden sei, weil sein Vater eine hohe Posi-
tion in der Behörde habe,

dass sie B._______ am Telefon von ihren Problemen erzählt habe und 
daraufhin auf seinen Rat mit ihrem Pass und einem österreichischen 
Visum zu ihm nach Österreich geflüchtet sei,  von wo sie zusammen 
weiter in die Schweiz gereist seien, aus Furcht,  von den österreichi-
schen Behörden getrennt zu werden, weil sie nicht offiziell verheiratet 
seien,

dass die Beschwerdeführerin im Rahmen der Gewährung des recht li-
chen Gehörs zur getrennten Wegweisung von B._______ lediglich er-
widerte, sie wolle mit diesem zusammenbleiben,

dass die Beschwerdeführerin zur Stützung ihrer Vorbringen ihre Identi-
tätskarte,  ihren  Geburtsschein,  ihren  Führerschein  und  eine  Zivil-
standsbestätigung einreichte,

dass am 8. Februar 2010 vonseiten des BFM ein Ersuchen um Wie-
deraufnahme der Beschwerdeführerin an die österreichischen Behör-
den erging,

dass die österreichischen Behörden mit Schreiben vom 3. März 2010 
mitteilten, sie erachteten sich für die Prüfung dieses Asylantrags nicht  
für zuständig, da keine identischen Fingerabdrücke vorlägen, kein Vi-

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sum für Österreich erteilt worden sei und B._______ in Österreich an-
gegeben habe, er sei ledig,

dass die österreichischen Behörden einer Übernahme von B._______ 
zustimmten, weshalb das BFM auf dessen Asylgesuch am 5. Juli 2010 
nicht  eintrat  und  dessen  Wegweisung  aus  der  Schweiz  sowie  den 
Wegweisungsvollzug nach Österreich anordnete,

dass das BFM das Asylgesuch der Beschwerdeführerin mit Verfügung 
vom 5. Juli 2010 – eröffnet am 6. Juli 2010 – ablehnte und die Wegwei-
sung aus der Schweiz sowie den Vollzug anordnete,

dass das BFM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbrin-
gen der Beschwerdeführerin hielten den Anforderungen an die Glaub-
haftigkeit  im  Sinne  von  Art.  7  des  Asylgesetzes  vom 26. Juni  1998 
(AsylG, SR 142.31) nicht stand,

dass ihre Schilderungen unsubstanziiert  und unlogisch seien, da sie 
vernünftigerweise  entsprechende  Vorkehrungen  getroffen  hätte,  um 
sich vor den Nachstellungen des Mannes zu schützen, und beispiels-
weise eine Zeit lang nicht mehr zu Hause übernachtet hätte,

dass nicht nachvollziehbar sei, dass sie sich nur ein einziges Mal an 
die  Polizei  gewandt  habe  und  nach  dem  Entführungsversuch  nicht 
mehr zu dieser gegangen sei, da sie davon ausgegangen sei, ihr wür-
de nicht geholfen, obwohl der Mann bei der ersten Anzeige einen Tag 
in Gewahrsam genommen worden sei,

dass es unlogisch sei, dass sie erst Mitte November 2009 die Polizei 
gerufen haben wolle, da sie gedacht hätte, die Nachstellungen würden 
irgendwann aufhören,

dass sie an anderer Stelle hierzu unvereinbar gesagt habe, sie habe 
immer Angst gehabt, der Mann würde sie in seine Gewalt nehmen,

dass ihre Aussagen zudem insofern widersprüchlich seien, als sie an 
der  summarischen  Anhörung  vorgebracht  habe,  sie  habe  sich  Ende 
November 2009 an die Polizei gewandt, und an der einlässlichen An-
hörung angegeben habe, dies sei Mitte November 2009 gewesen,

dass das Asylgesuch nach dem Gesagten abzuweisen und in der Fol-
ge die Wegweisung aus der Schweiz anzuordnen sei,

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dass beim Wegweisungsvollzug zwar grundsätzlich die Einheit der Fa-
milie berücksichtigt werde (Art. 44 Abs. 1 AsylG), jedoch nicht glaub-
haft  sei,  dass die  Beschwerdeführerin  mit  B._______ verheiratet  sei 
oder mit diesem eine dauerhafte eheähnliche Beziehung gelebt habe,

dass B._______ in Österreich behauptet habe, er sei ledig,

dass  die  Beschwerdeführerin  unbestrittenermassen  mit  B._______ 
nicht zivilrechtlich verheiratet sei und  aus ihrer Zivilstandsbestätigung 
hervorgehe, dass sie ledig sei, 

dass die geltend gemachte religiöse Heirat nicht belegt und auch nicht  
glaubhaft sei,

dass  ihre  diesbezüglichen  Angaben  unsubstanziiert  seien  und  sich 
beispielsweise ihre Antworten auf die Frage nach ihrer Trauung in der 
Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen erschöpfe,

dass sie nicht gewusst habe, wieso B._______ sich in Kasachstan auf-
gehalten  habe,  und gemutmasst  habe,  er  habe einen  Kurs  besucht, 
während er ausgesagt habe, er habe einen Onkel besucht, 

dass  die  Beschwerdeführerin  vorbringe,  B._______  sei  am  1.  oder 
2. August 2008 nach Afghanistan zurückgekehrt, während er darlege, 
dies sei am 30. Juli 2008 gewesen,

dass sie sich weiter widerspreche, indem sie in der summarischen Be-
fragung angegeben habe, sie habe von September bis November 2008 
nichts mehr von B._______ gehört, Ende November 2008 habe er ihr 
mitgeteilt, dass er ein Problem habe, in der ersten Woche im Dezem-
ber 2008  habe  er  noch  einmal  angerufen und  dann  habe sie  nichts 
mehr von ihm gehört, während sie in der Anhörung ausgesagt habe, er 
habe ihr im September und Oktober 2008 mitgeteilt,  er habe Proble-
me, und im Dezember 2008 habe er ein- oder zweimal in der Woche 
angerufen,

dass  die  Beschwerdeführerin  mit  B._______ schliesslich  kaum zwei 
Monate im Sommer 2008 in Kasachstan zusammen gewesen sei und 
ihn erst am 29. Dezember 2009 in Österreich wieder getroffen habe,

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dass es der Beschwerdeführerin jedoch unbenommen bleibe, allfällige 
Ehevorbereitungen von ihrem Heimatstaat  in  Angriff  zu nehmen und 
dort entsprechende rechtliche Schritte in die Wege zu leiten,

dass der Vollzug der Wegweisung nach dem Gesagten zulässig,  zu-
mutbar und möglich sei,

dass die Beschwerdeführerin mit  Eingabe vom 5. August 2010 (Post-
stempel) gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Be-
schwerde erhob und die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die 
Anerkennung als Flüchtling und die Asylgewährung sowie eventualiter 
die Anordnung der vorläufigen Aufnahme wegen Unzulässigkeit bezie-
hungsweise Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges beantragte,

dass sie in formeller Hinsicht um Vereinigung ihres Verfahrens mit dem 
ihres angeblichen Ehemannes  B._______, um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgeset-
zes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, 
SR 172.021) und um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschus-
ses ersuchte,

dass sie dabei  zur Begründung ausführte,  die Einschätzung,  welche 
Verhaltensweise der allgemeinen Erfahrung und Logik entspreche, sei 
oft subjektiv gefärbt und unterschiedliche Darstellungen zwischen den 
Anhörungen seien häufig,

dass sie bereits an den Anhörungen gesagt habe, dass sie nicht bei 
Freundinnen habe übernachten können, weil diese zu weit weg wohn-
ten und verheiratet  seien,  dass sie auch ihren Arbeitgeber  nicht  um 
Hilfe  habe  bitten  wollen,  da  sie  nicht  gut  ausgekommen seien,  und 
dass dieser Mann sie auch gefunden hätte, wenn sie für eine Weile zu 
jemandem gegangen wäre,

dass sie mit Verweis auf verschiedene Berichte geltend machte, in Ka-
sachstan seien Brautentführungen wieder üblich und die Frauen wür-
den sich nur selten trauen Anzeige zu machen,

dass die Tatsache, dass der Mann nur kurz in Gewahrsam genommen 
worden sei, keine Ermutigung für eine weitere Anzeige gewesen sei,  
weshalb sie stattdessen die Hilfe ihrer Mutter und ihres Mannes ge-
sucht habe,

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dass ihre Methoden, sich zu wehren, eine gewisse Bandbreite aufge-
wiesen hätten und sie diesen Mann einerseits ignoriert  habe, gleich-
zeitig aber weiterhin Angst vor seiner Gewalt gehabt habe,

dass der Widerspruch zwischen den Aussagen, sie habe Mitte bezie-
hungsweise Ende November 2009 Anzeige gemacht, nicht wesentlich 
sei,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  nicht  zulässig  wäre  für  den  Fall, 
dass das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss komme, ihre Bezie-
hung zu B._______ falle unter den Schutz von Art. 8  der Konvention 
vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und Grund-
freiheiten (EMRK, SR 0.101),

und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5  VwVG) des BFM auf dem Gebiet des Asyls 
entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes  vom 17. Juni 2005  [VGG,  SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1 
des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 105 sowie Art. 6 AsylG),

dass die  Beschwerdeführerin  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG und Art. 52 VwVG),

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

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dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichter li-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art.  111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass  die  Schweiz  Flüchtlingen  grundsätzlich  Asyl  gewährt  (Art.  2 
Abs. 1  AsylG),  wobei  als  Flüchtling  eine  ausländische  Person  aner-
kannt wird, wenn sie in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie 
zuletzt wohnte, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität,  Zugehörig-
keit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen 
Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt ist oder begründete 
Furcht  hat,  solchen  Nachteilen  ausgesetzt  zu  werden  (Art.  3  Abs. 1 
AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaub-
haft gemacht werden muss (Art. 7 AsylG),

dass die Flüchtlingseigenschaft  glaubhaft  gemacht ist,  wenn die Be-
hörde ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für ge-
geben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in we-
sentlichen Punkten zu wenig  begründet  oder in  sich  widersprüchlich 
sind, den Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälsch-
te oder verfälschte Beweismittel abgestützt werden,

dass mit der Vorinstanz festzuhalten ist, dass die Vorbringen der Be-
schwerdeführerin nicht  glaubhaft  sind, und zur Vermeidung von Wie-
derholungen auf  die  diesbezüglichen  Erwägungen der  Vorinstanz zu 
verweisen ist,

dass es insbesondere nicht nachvollziehbar ist, weshalb sich die Be-
schwerdeführerin trotz der Nachstellungen dieses Mannes jeden Tag 
von der Arbeit alleine auf den Heimweg zu sich nach Hause aufmach-
te, obwohl sie diesen dort vermutet habe, 

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dass ihre Einwände, ihre Freundinnen wohnten zu weit weg und mit ih -
rem Arbeitgeber habe sie sich nicht verstanden, nicht zu überzeugen 
vermögen und als Schutzbehauptung zu werten sind,

dass  zudem  festgehalten  werden  kann,  dass  dieser  Mann  gemäss 
Aussagen der Beschwerdeführerin in Y._______ als Polizist gearbeitet 
habe (A25 F9), sodass es unwahrscheinlich ist, dass er sich fast jeden 
Tag ins 700 km entfernte Almaty begeben hat, um dort die Beschwer-
deführerin zu belästigen,

dass ergänzend angemerkt werden kann, dass das Problem der Braut-
entführungen  vor  allem  in  den  ländlichen  Gebieten  von  Kasachstan 
vorkommt und sich die Beschwerdeführerin an ihrem Wohnort  in der 
Hauptstadt Almaty ohne weiteres an die Polizei hätte wenden können, 
zumal diese bei der ersten Anzeige nicht untätig geblieben sei und den 
Mann in Gewahrsam genommen habe, oder notfalls an die nächst hö-
here Instanz hätte gelangen können, wäre die Polizei tatsächlich nicht 
mehr aktiv geworden,

dass die Tatsache, dass dieser Mann selber Polizist und sein Vater ein 
hohes Behördenmitglied sind, daran nichts zu ändern vermag, da sie 
aus dem 700 km entfernten Y._______ nur wenig Einfluss auf das Ver-
fahren in der Hauptstadt haben dürften,

dass auch die weiteren Einwände in der Beschwerde an dieser Ein-
schätzung  nichts  zu  ändern  vermögen,  weshalb  darauf  nicht  näher 
eingegangen wird,

dass es der Beschwerdeführerin somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-
genschaft  nachzuweisen oder  zumindest  glaubhaft  zu machen,  wes-
halb das Bundesamt das Asylgesuch zu Recht abgelehnt hat,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat (Art. 44 Abs. 1 AsylG), vorliegend der Kanton keine Aufenthaltsbe-
willigung erteilt hat und zudem kein Anspruch auf Erteilung einer sol-
chen besteht  (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der  Schweizeri-
schen Asylrekurskommission [EMARK] 2001 Nr. 21), weshalb die ver-
fügte  Wegweisung  im  Einklang  mit  den  gesetzlichen  Bestimmungen 
steht und demnach vom Bundesamt zu Recht angeordnet wurde,

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dass beim Wegweisungsvollzug zwar grundsätzlich die Einheit der Fa-
milie zu berücksichtigen ist (Art. 44 AsylG),

dass  die  religiöse  Trauung  der  Beschwerdeführerin  mit  B._______ 
aber nicht belegt ist und aufgrund der Akten auch keine genügenden 
Anknüpfungspunkte  einer  tatsächlich  gelebten  eheähnlichen  Bezie-
hung der beiden erkennbar sind,

dass die diesbezüglichen ausführlichen und begründeten Erwägungen 
des BFM vollumfänglich  zu überzeugen vermögen, weshalb  zur  Ver-
meidung von Wiederholungen darauf verwiesen werden kann,

dass darüber hinaus darauf zu verweisen ist, dass die Beschwerdefüh-
rerin ihren angeblichen Ehemann am 1. oder 2. Juni 2008 kennenge-
lernt  habe und die religiöse Trauung bereits  wenige Tage später am 
20. Juni stattgefunden haben solle,

dass sich weder aus den Aussagen der Beschwerdeführerin noch aus 
den Akten eine nachvollziehbare Erklärung für diese eilige Trauung er-
gibt, zumal sich die Beschwerdeführerin offenbar auch vor der Trauung 
ohne Einschränkungen mit B._______ hat treffen können,

dass B._______ bereits wenige Wochen später zurück nach Afghani-
stan gereist sei, sich der Kontakt zwischen ihnen bald eingestellt habe 
und sie sich erst über ein Jahr später, nämlich Ende 2009, wieder in  
Österreich getroffen hätten, obwohl B._______ schon im Januar 2009 
Afghanistan wieder verlassen habe,

dass aufgrund der  gesamten Aktenlage zwar  davon auszugehen ist, 
dass sich die Beschwerdeführerin und B._______ bereits in Kasach-
stan  kennengelernt  haben,  von  einer  eheähnlichen  Beziehung  aber 
nicht ausgegangen werden kann,

dass die Beschwerdeführerin den Ausführungen des BFM in ihrer Be-
schwerde denn auch nichts  Wesentliches entgegensetzt  und die  als 
Beilage  aufgeführte  schriftliche  Bestätigung  ihrer  religiösen  Trauung 
bezeichnenderweise bis anhin nicht einreichte,

dass sie ohnehin anlässlich der Anhörung noch ausgeführt  hatte, es 
bestehe keine schriftliche Bestätigung ihrer religiösen Trauung,

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dass nach dem Gesagten der Grundsatz der Einheit der Familie oder 
Art. 8 EMRK durch einen Vollzug der Wegweisung nicht verletzt wird 
und auch das Gesuch um Zusammenlegung der beiden Verfahren ab-
zuweisen ist, die Verfahren jedoch koordiniert behandelt werden,

dass das Bundesamt das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzli-
chen Bestimmungen über die vorläufige Aufnahme von Ausländern re-
gelt, wenn der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig, nicht zumutbar 
oder nicht möglich ist  (Art. 44 Abs. 2 AsylG; Art. 83 Abs. 1 des Bun-
desgesetzes  vom 16. Dezember  2005  über  die  Ausländerinnen  und 
Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass  bezüglich  der  Geltendmachung  von  Wegweisungshindernissen 
gemäss ständiger  Praxis  des Bundesverwaltungsgerichts  und seiner 
Vorgängerorganisation  ARK der  gleiche  Beweisstandard  wie  bei  der 
Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu beweisen, wenn der 
strikte  Beweis  möglich  ist,  und  andernfalls  wenigstens  glaubhaft  zu 
machen (vgl. WALTER STÖCKLI, Asyl, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, 
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 11.148), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrecht li-
che  Verpflichtungen  der  Schweiz  einer  Weiterreise  der  Ausländerin 
oder des Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat 
entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG),

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land ge-
zwungen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus 
einem Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie 
Gefahr läuft, zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden 
(Art. 5 Abs. 1 AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  [FK, 
SR 0.142.30]),

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  vorliegend  in  Beachtung  dieser 
massgeblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig 
ist, da es der Beschwerdeführerin nicht gelungen ist, eine asylrechtlich 
erhebliche Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, wes-
halb das in Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen 
Non-Refoulements im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet 
und keine Anhaltspunkte für eine menschenrechtswidrige Behandlung 
ersichtlich sind, die in Kasachstan droht,

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dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumut-
bar erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat auf Grund von 
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt  und medizini-
scher Notlage konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG),

dass weder die allgemeine Lage in Kasachstan noch individuelle Grün-
de auf eine konkrete Gefährdung im Falle einer Rückkehr der jungen 
und  gesunden  Beschwerdeführerin,  welche  über  eine  zwölfjährige 
Schulbildung  und  eine  höhere  Bildung  im  Rechnungswesen  verfügt 
und vor ihrer Ausreise als Buchhalterin angestellt war, schliessen las-
sen, weshalb der Vollzug der Wegweisung vorliegend zumutbar ist,

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführerin in den Hei -
matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse beste-
hen (Art. 83 Abs. 2 AuG), und es der Beschwerdeführerin obliegt, bei 
der  Beschaffung  gültiger  Reisepapiere  mitzuwirken  (Art. 8  Abs. 4 
AsylG),

dass  nach  dem Gesagten  der  vom Bundesamt  verfügte  Vollzug  der 
Wegweisung zu bestätigen ist,

dass es der Beschwerdeführerin demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde ab-
zuweisen ist, 

dass mit  dem Entscheid in der Hauptsache das Gesuch um Verzicht 
auf die Erhebung eines Kostenvorschusses gegenstandslos geworden 
ist,

dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.– 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  der  Beschwerdeführerin  aufzuerlegen  sind  (Art.  63 
Abs. 1  VwVG)  und  das  Gesuch  um Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG nach dem Gesagten 
zufolge der Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen ist.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Das Gesuch  um Zusammenlegung  des  vorliegenden  Verfahrens  mit 
dem von B._______ (D-5082/2010) wird abgewiesen.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.–  werden  der  Beschwerdeführerin 
unter  Abweisung  des  Gesuches  um Gewährung  der  unentgeltlichen 
Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 VwVG auferlegt. Dieser Be-
trag ist  innert  30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Ge-
richtskasse zu überweisen.

4.
Dieses Urteil geht an: 

- die Beschwerdeführerin (Einschreiben; Beilage: Einzahlungsschein)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt,  mit  den Akten Ref.-Nr. N (...)  (per 

Kurier; in Kopie)
- ... (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Nina Spälti Giannakitsas Sara Steiner

Versand: 

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