# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 2541b51e-8b7f-51af-a7ae-89e5e1800864
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2010-05-26
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 26.05.2010 E-3624/2010
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-3624-2010_2010-05-26.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-3624/2010/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  2 6 .  M a i  2 0 1 0

Einzelrichterin Christa Luterbacher, 
mit Zustimmung von Richter Kurt Gysi;
Gerichtsschreiberin Contessina Theis.

A_______,
Sri Lanka,
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung nach 
Grossbritannien (Dublin-Verfahren); Verfügung des BFM 
vom 6. Mai 2010 / N_______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-3624/2010

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass  der  Beschwerdeführer  eigenen  Angaben  zufolge  am  24. 
Dezember  2009 in die  Schweiz  einreiste,  wo er  -  nachdem er  beim 
Versuch, die Schweiz über den Flughafen Zürich-Kloten mit einem ihm 
nicht zustehenden britischen Reisepass zu verlassen - festgenommen 
wurde und in der Folge am 4. Januar 2010 um Asyl nachsuchte,

dass  er  das  Gesuch  im  Wesentlichen  damit  begründete,  dass  er, 
nachdem  sein  Studentenvisum  nach  einem  Studienaufenthalt  von 
2004  bis  2009  in  Grossbritannien  abgelaufen  sei,  im  Oktober  2009 
zurück nach Sri Lanka gegangen sei, wo er vom CID gesucht worden 
sei,

dass er sich bei seinem Freund B_______ versteckt habe, dort  aber 
am 1. November 2009 festgenommen und für zwei Tage in C_______ 
festgehalten worden sei,

dass er nach seiner Freilassung sein Heimatland verlassen habe, da 
es in Sri Lanka keine Garantie mehr für sein Leben gebe,

dass  dem  Beschwerdeführer  im  Rahmen  der  Befragung  vom  13. 
Januar  2010  das  rechtliche  Gehör  zur  mutmasslichen  Verfahrens-
zuständigkeit  Grossbritanniens  sowie  eventuell  Frankreichs  und  zu 
einer allfälligen Wegweisung dorthin gewährt wurde,

dass  der  Beschwerdeführer  dabei  ausführte,  er  wolle  nicht  nach 
Frankreich, sondern nach Kanada, wo seine Mutter lebe,

dass er hinsichtlich einer allfälligen Wegweisung nach Grossbritannien 
ausführte, dass man dort als Student keinen Asylantrag stellen könne 
und er nach Kanada zu seiner Mutter wolle,

dass das BFM mit  Verfügung vom 6. Mai  2010 (eröffnet  am 12. Mai 
2010) gestützt auf Art. 34 Abs. 2 Bst. d des Asylgesetzes vom 26. Juni 
1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers 
nicht eintrat sowie dessen Wegweisung aus der Schweiz nach Gross-
britannien und den Vollzug anordnete,

dass  es  zur  Begründung  seines  Nichteintretensentscheides  im  We-
sentlichen  anführte,  die  Rückkehr  des  Beschwerdeführers  nach  Sri 

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Lanka im Oktober 2009 sei nicht glaubwürdig, da weder der vom Be-
schwerdeführer  geltend  gemachte  Flug  existiere,  noch  die  von  ihm 
geltend gemachte  Flugroute  von Sri  Lanka  nach Kanada (Malaysia-
Hongkong-Malaysia-Frankreich-Schweiz  und  sodann  nach  Kanada) 
Sinn mache und er zudem die angeblich benutzten Fluggesellschaften 
nicht habe angeben können,

dass  gemäss  dem Abkommen vom 26. Oktober  2004  zwischen  der 
Schweizerischen  Eidgenossenschaft  und  der  Europäischen  Gemein-
schaft  über  die  Kriterien  und  Verfahren  zur  Bestimmung  des  zu-
ständigen Staates für die Prüfung eines in einem Mitgliedstaat oder in 
der  Schweiz  gestellten  Asylantrags  (Dublin-Assoziierungsabkommen 
[DAA],  SR  0.142.392.68)  sowie  dem  Übereinkommen  vom 
17. Dezember  2004  zwischen  der  Schweizerischen  Eidgenossen-
schaft,  der  Republik  Island  und dem Königreich  Norwegen über  die 
Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands 
und über die Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des zuständigen 
Staates Grossbritannien für die Durchführung des Asylverfahrens zu-
ständig sei,

dass  Grossbritannien  am 21.  April  2010  einer  Übernahme  des  Be-
schwerdeführers gestützt auf Art. 9 Dublin-II-VO (Verordnung [EG] Nr. 
343/2003  des  Rates  vom  18.  Februar  2003  zur  Festlegung  von 
Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die 
Prüfung  eines  Asylantrags  zuständig  ist,  den  ein  Staatsangehöriger 
eines Drittlandes in einem Mitgliedstaat gestellt hat) zugestimmt habe,

dass die Rückführung – vorbehältlich einer allfälligen Unterbrechung 
oder Verlängerung – bis spätestens zum 21. Oktober 2010 zu erfolgen 
habe (Art. 19f Dublin-II-VO),

dass,  da  der  Beschwerdeführer  in  einen  Drittstaat  reisen  könne,  in 
dem er Schutz vor Rückschiebung im Sinne von Art. 5 Abs. 1 AsylG 
finde,  das Non-Refoulement  Gebot bezüglich des Heimat-  oder  Her-
kunftsstaates nicht zur prüfen sei,

dass  im Übrigen  keine  Hinweise  auf  eine Verletzung von Art.  3  der 
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte 
und Grundfreiheiten (EMRK,  SR 0.101)  bei  einer  Rückkehr  des Be-
schwerdeführers nach Grossbritannien bestünden,

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dass weder die in Grossbritannien herrschende Situation noch andere 
Gründe  gegen  die  Zumutbarkeit  der  Wegweisung  in  diesen  Staat 
sprechen würden,

dass  der  Vollzug  der  Wegweisung  technisch  möglich  und  praktisch 
durchführbar  sei  und  eine  entsprechende  Zustimmung  Gross-
britanniens vorliege,

dass Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide  gemäss Art.  34 
Abs. 2 Bst. d AsylG gestützt auf Art. 107a AsylG keine aufschiebende 
Wirkung zukomme,

dass  der  Beschwerdeführer  mit  Eingabe  vom  20.  Mai  2010  (Post-
stempel)  gegen  diesen  Entscheid  Beschwerde  erhob  und  dabei  die 
Aufhebung  der  vorinstanzlichen  Verfügung,  das  Eintreten  auf  sein 
Asylgesuch  und  sinngemäss  die  Gewährung  der  Flüchtlingseigen-
schaft  und  des  Asyls  sowie  die  vorläufige  Aufnahme  wegen   Un-
zumutbarkeit des Vollzugs der Wegweisung beantragte,

dass  er  zur  Begründung  im  Wesentlichen  geltend  machte,  er  habe 
erstmals in der Schweiz um Asyl ersucht und in Grossbritannien nie 
ein Asylgesuch gestellt,

dass er vom srilankischen Geheimdienst gesucht, festgenommen und 
gefoltert worden sei,

dass die politische Lage in Sri Lanka noch nicht sicher sei und er über 
kein familiäres oder soziales Netzwerk in Sri Lanka verfüge,

dass das Bundesverwaltungsgericht mittels vorsorglicher Massnahme 
vom 20. Mai 2010 den Vollzug der Wegweisung per sofort aussetzte,

dass  dem  Bundesverwaltungsgericht  die  vorinstanzlichen  Akten  am 
21. Mai 2010 zugestellt wurden,

und zieht in Erwägung,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  endgültig  über  Beschwerden 
gegen  Verfügungen  (Art. 5  des  Bundesgesetzes  vom  20. Dezember 
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021])  des BFM 

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auf dem Gebiet des Asyls entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-33 
des  Verwaltungsgerichtsgesetzes  vom  17. Juni 2005  [VGG, 
SR 173.32];  Art. 83  Bst. d  Ziff. 1  des  Bundesgerichtsgesetzes  vom 
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass sich das Verfahren nach dem VwVG, dem VGG und dem BGG 
richtet,  soweit  das AsylG nichts anderes bestimmt (Art. 37 VGG und 
Art. 6 AsylG),

dass  der  Beschwerdeführer  durch  die  angefochtene  Verfügung  be-
sonders berührt ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung 
beziehungsweise  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Be-
schwerde legitimiert ist (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass die Verfügung des BFM vom 6. Mai 2010 am 12. Mai 2010 zu-
gestellt  wurde  (siehe  act.4;  Track  and  Trace  Ausdruck  vom 25.  Mai 
2010),

dass  somit  auf  die  frist-  und  formgerecht  eingereichte  Beschwerde 
grundsätzlich  einzutreten  ist  (Art. 108  Abs. 2  AsylG  und  Art. 52 
VwVG), 

dass mit  Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige 
oder  unvollständige  Feststellung  des  rechtserheblichen  Sachverhalts 
und  die  Unangemessenheit  gerügt  werden  können  (Art. 106  Abs. 1 
AsylG),

dass bei Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide, mit denen es 
das  BFM  ablehnt,  das  Asylgesuch  auf  seine  Begründetheit  hin  zu 
überprüfen  (Art. 32-35  AsylG),  die  Beurteilungskompetenz  der  Be-
schwerdeinstanz  grundsätzlich  auf  die  Frage  beschränkt  ist,  ob  die 
Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist,

dass  dementsprechend  in  einem  diesbezüglichen  Beschwerde-
verfahren auf die Rechtsbegehren betreffend Feststellung der Flücht-
lingseigenschaft und Asylgewährung nicht einzutreten ist,

dass  über  offensichtlich  unbegründete  Beschwerden in  einzelrichter-
licher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  be-
ziehungsweise  einer  zweiten  Richterin  entschieden  wird  (Art.  111 
Bst. e AsylG) und es sich vorliegend, wie nachfolgend aufgezeigt, um 

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eine  solche  handelt,  weshalb  der  Beschwerdeentscheid  nur  sum-
marisch zu begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass  gestützt  auf  Art. 111a  Abs. 1  AsylG  vorliegend  auf  einen 
Schriftenwechsel verzichtet wurde,

dass auf Asylgesuche in der Regel nicht eingetreten wird, wenn Asyl -
suchende in einen Drittstaat ausreisen können, welcher für die Durch-
führung  des  Asyl-  und  Wegweisungsverfahrens  staatsvertraglich  zu-
ständig ist (Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG),

dass  das  BFM  seinen  Nichteintretensentscheid  überzeugend  sowie 
gesetzes- und praxiskonform begründet hat  und  zwecks Vermeidung 
von  Wiederholungen  auf  die  vorstehende  zusammenfassende  Dar-
legung dieser  Erwägungen sowie  im Detail  auf  den diesbezüglichen 
Inhalt der angefochtenen Verfügung verwiesen werden kann,

dass der Inhalt der Beschwerde offensichtlich zu keiner anderen Ein-
schätzung  führt,  da  der  Beschwerdeführer  zur  geltend  gemachten 
Unglaubwürdigkeit  seiner Rückkehr nach Sri  Lanka lediglich anführt, 
er  sei  nach  Sri  Lanka  zurückgegangen  und  dort  zusammen  mit 
Freunden in einem christlichen Verein gewesen (act. 1, S. 1),

dass  er  auch hinsichtlich  einer  Wegweisung  nach  Grossbritannien 
nichts  anführt,  sondern  einzig  darauf  hinweist,  dass  er  in  Gross-
britannien nie ein Asylgesuch gestellt habe (act. 1, S. 2),

dass  dies  indessen  irrelevant  ist,  stützt  sich  doch  die  Zuständigkeit 
Grossbritanniens  zur  Durchführung  des  Asylverfahrens  auf  die 
Tatsache,  dass  der  Beschwerdeführer  dort  im  Besitz  eines 
Aufenthaltstitels gewesen ist,

dass  die Zuständigkeit  Grossbritanniens zur Durchführung des Asyl-
verfahrens vom Beschwerdeführer im Grundsatz nicht bestritten wird, 
führt  er  doch  anlässlich  der  Kurzbefragung  einzig  an,  als  Student 
könne man in Grossbritannien kein Asylgesuch stellen, er wolle nicht  
dorthin, sondern nach Kanada zu seiner Mutter (A1/15 S.10),

dass  der  Beschwerdeführer in  seiner  Beschwerdeeingabe  Gründe 
vorbringt,  welche gegen eine Wegweisung nach Sri  Lanka sprechen 
würden,

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dass es im vorliegenden Verfahren jedoch nicht um eine Wegweisung 
nach Sri Lanka, sondern um eine solche nach Grossbritannien – zur 
Durchführung  seines  Asylverfahrens  und  damit  auch  zur  Geltend-
machung von allfälligen Wegweisungshindernissen nach Sri  Lanka – 
geht 

dass  Grossbritannien  für  die  Durchführung  des Asylverfahrens  nach 
Art. 9 Abs. 4 Dublin-II-VO zuständig ist (vgl. für die Durchführung die 
Bestimmungen  der  Verordnung  [EG]  Nr. 1560/2003  der  Kommission 
vom 2. September 2003 mit Durchführungsbestimmungen zur Dublin-
II-VO des Rates [DVO Dublin]),

dass die Behörden Grossbritanniens dem Ersuchen der Schweizer Be-
hörden vom 23. Februar 2010 um Übernahme des Beschwerdeführers 
zur  Durchführung  seines  Asylverfahrens  mit  Antwort  vom  21.  April  
2010,  unter  Hinweis  auf  Art. 9  Abs. 4 Dublin-II-VO, zustimmten und 
sich  bereit  erklärten,  die  Prüfung  des  Asylantrags  durchzuführen 
(A20/6 und A22/1),

dass keine Gründe vorliegen, die einen Selbsteintritt des BFM gemäss 
Art. 3 Abs. 2 Dublin-II-VO nahegelegt hätten,

dass  Grossbritannien  sowohl  Signatarstaat  des  Abkommens  vom 
28. Juli  1951  über  die  Rechtsstellung  der  Flüchtlinge  (FK,  SR 
0.142.30) als auch der EMRK ist,

dass keinerlei  Anhaltspunkte vorliegen,  wonach sich Grossbritannien 
nicht  an  die  daraus  resultierenden  völkerrechtlichen  Verpflichtungen 
hält, 

dass die Einwände des Beschwerdeführers, er könne als Student kein 
Asylgesuch in Grossbritannien stellen, unbehelflich sind,

dass  der  Beschwerdeführer  somit  weder  im  Rahmen  des  ihm  ge-
währten rechtlichen Gehörs noch auf  Beschwerdeebene hinreichend 
bestimmte  Vorbehalte  gegen  eine  Rückkehr  nach  Grossbritannien 
geltend machte, weshalb keine konkreten Anhaltspunkte dafür ersicht -
lich  sind,  dass  der  Beschwerdeführer  im  Falle  einer  Rückkehr  nach 
Grossbritannien in eine existenzielle Notlage geraten würde,

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dass das BFM demnach in Anwendung von Art. 34 Abs. 2 Bst. d AsylG 
zu Recht auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eingetreten 
ist,

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs oder das Nichteintreten auf ein 
Asylgesuch in der Regel die Wegweisung aus der Schweiz zur Folge 
hat  (Art. 44  Abs. 1 AsylG),  vorliegend der  Kanton keine Aufenthalts-
bewilligung  erteilt  hat  und  zudem kein  Anspruch auf  Erteilung einer 
solchen  besteht  (vgl.  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der 
Schweizerischen  Asylrekurskommission  [EMARK]  2001  Nr. 21), 
weshalb  die  verfügte  Wegweisung im Einklang  mit  den gesetzlichen 
Bestimmungen  steht  und  demnach  vom  Bundesamt  zu  Recht 
angeordnet wurde,

dass  im  Rahmen  des  Dublin-Verfahrens,  bei  dem  es  sich  um  ein 
Überstellungsverfahren in  den für  die Prüfung des Asylgesuches zu-
ständigen Staat  handelt,  systembedingt  kein Raum bleibt  für  Ersatz-
massnahmen im Sinne von Art. 44 Abs. 2 AsylG i.v.m. Art. 83 Abs. 1 
des  Bundesgesetzes  vom  16. Dezember  2005  über  die  Aus-
länderinnen und Ausländer [AuG, SR 142.20]), 

dass sich  die Frage nach dem Bestehen von Wegweisungsvollzugs-
hindernissen regelmässig bereits als Voraussetzung (und nicht erst als 
Regelfolge) des Nichteintretensentscheids darstellt,  und demnach im 
Rahmen  der  Prüfung  eines  allfälligen  Selbsteintritts  zu  beantworten 
ist,

dass  das  Selbsteintrittsrecht  vorliegend,  wie  ausgeführt,  nicht  zur 
Anwendung  gelangt,  und  dass  in  diesem  Sinne  die  Vorinstanz  den 
Vollzug der  Wegweisung nach Grossbritannien zu Recht  angeordnet 
hat,

dass es dem Beschwerdeführer demnach nicht gelungen ist darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder  unangemessen  ist  (Art.  106  AsylG),  weshalb  die  Beschwerde 
abzuweisen ist,

dass  demnach  die  mit  Verfügung  vom  20.  Mai  2010  angeordnete 
vorsorgliche Massnahme (vorläufiger Vollzugsstopp) aufzuheben ist,

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dass  bei  diesem Ausgang  des  Verfahrens  die  Kosten  von  Fr. 600.- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  sind  (Art. 63 
Abs. 1 VwVG).

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.

2.
Der mit Verfügung vom 20. Mai 2010 angeordnete Vollzugsstopp wird 
aufgehoben.

3.
Die  Verfahrenskosten  von  Fr. 600.-  werden  dem  Beschwerdeführer 
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu 
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

4.
Dieses  Urteil  geht  an  den  Beschwerdeführer,  das  BFM  und  die 
kantonalen Behörden.

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Christa Luterbacher Contessina Theis

Versand: 

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