# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** c0f84b7c-27ed-5b56-baba-7bdaf531cf00
**Source:** Basel-Landschaft (BL)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2019-05-29
**Language:** de
**Title:** Basel-Land Kantonsgericht Abteilung Sozialversicherungsrecht 29.05.2019 715 19 51/132
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BL_Gerichte/BL_KG_002_715-19-51-132_2019-05-29.pdf

## Full Text

Entscheid des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversiche-
rungsrecht 
 
 
vom 29. Mai 2019 (715 19 51 / 132) 
____________________________________________________________________ 
 
 
Arbeitslosenversicherung 
 
 
Selbstverschuldete Arbeitslosigkeit; es ist nicht erstellt, dass der Beschwerdeführer zur 
Selbstkündigung gedrängt worden wäre 
 
 
Besetzung Präsidentin Doris Vollenweider, Gerichtsschreiber Pascal Acrémann 

 
 

Parteien A.____, Beschwerdeführer, vertreten durch Raffaella Biaggi, Advoka-
tin, St. Jakobs-Strasse 11, Postfach 3003, 4002 Basel 

  
 
gegen 
 
 

 Öffentliche Arbeitslosenkasse Baselland, Bahnhofstrasse 32, 
Postfach, 4133 Pratteln, Beschwerdegegnerin 
 

  
  
Betreff Einstellung in der Anspruchsberechtigung 
 
 
 
A. Der 1966 geborene A.____ war zuletzt seit dem 1. November 2012 bei der B.____AG 
angestellt. Am 1. Mai 2018 kündigte er das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der zweimonati-
gen Kündigungsfrist per 31. Juli 2018. Am 13. Juli 2018 meldete er sich beim Regionalen Ar-
beitsvermittlungszentrum X.____ (RAV) zur Arbeitsvermittlung an und erhob am 16. Juli 2018 
bei der Öffentlichen Arbeitslosenkasse Baselland (Arbeitslosenkasse) Anspruch auf Arbeitslo-
senentschädigung ab dem 1. August 2018. Mit Verfügung vom 15. Oktober 2018 stellte die Ar-
beitslosenkasse A.____ ab dem 1. August 2018 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit für 
23 Tage in der Anspruchsberechtigung ein, da er seine Arbeitsstelle gekündigt habe, ohne dass 

 

 
 
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ihm eine neue Stelle vertraglich zugesichert gewesen sei. Daran hielt sie auch auf Einsprache 
des Versicherten hin mit Entscheid vom 14. Januar 2019 fest. 
 
B. Hiergegen erhob A.____, vertreten durch Advokatin Raffaella Biaggi, am 14. Februar 
2019 Beschwerde beim Kantonsgericht, Abteilung Sozialversicherungsrecht (Kantonsgericht). 
Er beantragte, in Gutheissung der Beschwerde sei der Einspracheenscheid vom 14. Januar 
2019 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verurteilen, auf die Einstellung in der An-
spruchsberechtigung zu verzichten. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden Abklärung des 
rechtserheblichen Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Subeventualiter 
sei die Beschwerdegegnerin zu verurteilen, ihm maximal 10 Einstelltage zu auferlegen; unter 
o/e-Kostenfolge. 
 
C. Die Arbeitslosenkasse schloss in ihrer Vernehmlassung vom 3. Mai 2019 auf Abweisung 
der Beschwerde. 
 
 
Die Präsidentin zieht  i n  E r w ä g u n g : 
 
1.1 Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversiche-
rung und die Insolvenzentschädigung (AVIG) vom 25. Juni 1982 in Verbindung mit den Art. 56 
und 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) 
vom 6. Oktober 2000 kann gegen Einspracheentscheide aus dem Bereich der Arbeitslosenver-
sicherung Beschwerde beim kantonalen Versicherungsgericht erhoben werden. Örtlich zustän-
dig ist nach Art. 100 Abs. 3 AVIG in Verbindung mit Art. 128 Abs. 1 sowie Art. 119 Abs. 1 lit. a 
und Abs. 2 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolven-
zentschädigung (AVIV) vom 31. August 1983 das Versicherungsgericht desjenigen Kantons, in 
dem die versicherte Person zur Zeit des Verfügungserlasses die Kontrollpflicht erfüllt. Vorlie-
gend kommt der Beschwerdeführer seinen Kontrollpflichten im Kanton Basel-Landschaft nach, 
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts zu bejahen ist. Laut § 54 Abs. 1 lit. a 
des Gesetzes über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) vom 16. Dezem-
ber 1993 beurteilt das Kantonsgericht als Versicherungsgericht als einzige gerichtliche Instanz 
des Kantons Beschwerden gegen Einspracheentscheide der Versicherungsträger gemäss Art. 
56 ATSG, weshalb auch die sachliche Zuständigkeit des Kantonsgerichts gegeben ist. Auf die 
im Übrigen form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde vom 14. Februar 2019 ist demnach 
einzutreten. 
 
1.2 Gemäss § 55 Abs. 1 VPO (in der ab 1. Januar 2019 geltenden Fassung) entscheidet die 
präsidierende Person der Abteilung Sozialversicherungsrecht des Kantonsgerichts Streitigkei-
ten bis zu einem Streitwert von Fr. 20'000.-- durch Präsidialentscheid. Im vorliegenden Fall sind 
eine Einstellung in der Anspruchsberechtigung im Umfang von 23 Tagen bei einem Taggeld 
von Fr. 398.40 und damit ein Streitwert von Fr. 9‘163.20 zu beurteilen. Über die Beschwerde ist 
demnach präsidial zu entscheiden. 
 

 

 
 
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2. Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer infolge selbstverschulde-
ter Arbeitslosigkeit zu Recht für die Dauer von 23 Tagen in der Anspruchsberechtigung einstell-
te. 
 
3.1 Gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG ist eine versicherte Person in der Anspruchsberechti-
gung einzustellen, wenn sie durch eigenes Verschulden arbeitslos geworden ist. Eine selbst-
verschuldete Arbeitslosigkeit liegt dann vor, wenn und soweit der Eintritt derselben nicht objek-
tiven Faktoren zuzuschreiben ist, sondern in einem nach den persönlichen Umständen und den 
persönlichen Verhältnissen vermeidbaren Verhalten der versicherten Person liegt (ARV 1982 
Nr. 4 S. 39). Dies ist unter anderem dann der Fall, wenn die versicherte Person das Arbeitsver-
hältnis von sich aus kündigt, ohne dass ihr eine andere Stelle zugesichert war (Art. 44 Abs. 1 
lit. b AVIV). 
 
3.2 Der im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Schadenminderungspflicht 
(Art. 17 Abs. 1 AVIG) folgend muss eine versicherte Person alles Zumutbare unternehmen, um 
den Eintritt oder das Fortdauern der Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Im Bereich der freiwilligen 
Stellenaufgabe nach Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV findet das Schadenminderungsprinzip somit seine 
Grenzen am Zumutbarkeitsgedanken (Art. 16 Abs. 2 AVIG). Der Begriff der Unzumutbarkeit ist 
im Lichte von Art. 20 lit. c des Übereinkommens Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation 
vom 21. Juni 1988 über Beschäftigungsförderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit (IAO-
Übereinkommen) auszulegen. Staatsvertraglich wird nur das freiwillige Aufgeben der Stelle oh-
ne triftige Gründe sanktioniert. Wird die versicherte Person vom Arbeitgeber oder durch die 
Entwicklung am Arbeitsplatz zur Kündigung gedrängt oder vermag sie für das Verlassen der 
Stelle legitime Gründe zu nennen, kann nicht von einer freiwilligen Preisgabe der Beschäftigung 
im Sinne des Übereinkommens gesprochen werden (BGE 124 V 234 E. 4b/aa, Urteil des Bun-
desgerichts vom 10. Mai 2013, 8C_1021/2012, E. 2.2). 
 
4. Das Kantonsgericht besitzt in Sozialversicherungssachen die vollständige Überprü-
fungsbefugnis und ist in der Beweiswürdigung frei (§ 57 VPO in Verbindung mit Art. 61 Satz 1 
ATSG; Art. 61 lit. c ATSG). Die Verwaltung als verfügende Instanz und im Beschwerdefall das 
Gericht dürfen eine Tatsache erst und nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem 
Bestehen überzeugt sind (vgl. MAX KUMMER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 4. Aufl., Bern 
1978, S. 135). Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid nach dem Be-
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (vgl. HANS-ULRICH STAUFFER, Recht-
sprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die obligato-
rische Arbeitslosenversicherung und Insolvenzentschädigung, Zürich 1998, S. 77). Die blosse 
Möglichkeit eines bestimmten Sachverhaltes genügt diesen Beweisanforderungen nicht. Es ist 
vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die das Gericht von allen möglichen Gesche-
hensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (vgl. BGE 126 V 360 E. 5b, 125 V 195 E. 2, 
121 V 47 E. 2a, 121 V 208 E. 6b). 
 
5.1 In formeller Hinsicht ist vorab zu prüfen, ob die Vorinstanz die Verfahrensrechte des Be-
schwerdeführers verletzte, indem sie ihm die im Einspracheverfahren veranlasste Stellungnah-
me der ehemaligen Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2018 vor Erlass des Einspracheent-

 

 
 
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scheids vom 14. Januar 2019 weder zur Kenntnis brachte noch Gelegenheit zur Stellungnahme 
eingeräumte. 
 
5.2 Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft 
(BV) vom 18. April 1999 haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche 
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung, andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes 
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person 
eingreift. Dazu gehört insbesondere das Recht der betroffenen Person, sich vor Erlass des in 
ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizu-
bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden 
und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum 
Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen 
(BGE 132 V 370 f. E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). 
 
5.3 Nach der Lage der Akten ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin dem 
Beschwerdeführer vor Erlass des angefochtenen Einspracheentscheids vom 14. Januar 2019 
die im Rahmen der amtlichen Erkundigung vom 4. Dezember 2018 veranlasste Stellungnahme 
der ehemaligen Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2018 nicht zur Kenntnis brachte. Damit hat 
sie das rechtliche Gehör verletzt, wenn auch nicht derart schwerwiegend, dass eine Rückwei-
sung zu nochmaligem Entscheid unter Einhaltung der verfahrensmässigen Anforderungen ge-
rechtfertigt wäre. Die Rechtsprechung lässt eine Heilung einer nicht schwerwiegenden Gehörs-
verletzung – wovon im vorliegenden Fall auszugehen ist – dort zu, wo die betroffene Person die 
Möglichkeit hat, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als 
auch die Rechtslage frei überprüfen kann (UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, 
Art. 42 N 15 f.). Der Beschwerdeführer hatte die Gelegenheit, sich im vorliegenden Verfahren, 
in welchem das Kantonsgericht sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen 
kann, zu den Ausführungen der ehemaligen Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2018 zu äussern, 
weshalb die Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt erachtet werden kann. 
 
6. Materiell zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ein Verschulden an seiner Arbeitslo-
sigkeit im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG in Verbindung mit Art. 44 Abs. 1 lit. b AVIV anzu-
lasten ist. 
 
7. Aufgrund der vorliegenden Akten stellt sich der rechtserhebliche Sachverhalt wie folgt 
dar: Am 19. April 2018 überreichte der Beschwerdeführer seinem damaligen Vorgesetzten die 
auf den 1. Mai 2018 datierte Kündigung des Arbeitsverhältnisses per 31. Juli 2018. Gleichen-
tags bestätigte die ehemalige Arbeitgeberin, dass sie den Arbeitsvertrag gekündigt hätte, wenn 
der Versicherte im Mai 2018 nicht selbst gekündigt hätte. Im Antrag auf Arbeitslosenentschädi-
gung vom 16. Juli 2018 gab der Beschwerdeführer an, am 4. Dezember 2017 von der ehemali-
gen Arbeitgeberin gezwungen worden zu sein, per Juni 2018 zu kündigen. Da er seinen guten 
Ruf im Markt nicht habe gefährden wollen, sei er der unvermeidbaren Entlassung zuvorgekom-
men und habe selbst gekündigt. Das Vorgehen sei mit dem Leiter des RAV X.____ abgespro-
chen gewesen. Im Rahmen des rechtlichen Gehörs hielt der Beschwerdeführer am 18. August 
2018 fest, am 4. Dezember 2017 aus „politischen Gründen“ zur Kündigung gezwungen worden 

 

 
 
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zu sein. Auf Nachfrage der Arbeitslosenkasse hin hielt eine Mitarbeiterin der Personalabteilung 
der ehemaligen Arbeitgeberin am 4. Oktober 2018 fest, dass der Beschwerdeführer am 4. De-
zember 2017 informiert worden sei, dass die Personalabteilung reorganisiert und er Ende Au-
gust 2018 die Kündigung erhalten werde. Am 19. April 2018 habe der Versicherte darüber in-
formiert, dass er eine neue Stelle gefunden hätte und daher per 31. Juli 2018 kündigen werde. 
Am 10. Oktober 2018 nahm der Versicherte zu den Ausführungen der ehemaligen Arbeitgebe-
rin vom 4. Dezember 2017 Stellung und stellte klar, ihm sei am 4. Dezember 2017 mitgeteilt 
worden, dass seine Stelle spätestens per Juni 2018 neu besetzt werde. Die Beendigung seines 
Arbeitsverhältnisses per Ende Juni 2019 habe er mehrfach mit seinem Vorgesetzten bespro-
chen. Auf nochmalige Nachfrage der Arbeitslosenkasse vom 4. Dezember 2018 hin hielt die 
ehemalige Arbeitgeberin am 21. Dezember 2018 fest, dass der Versicherte am 4. Dezember 
2017 darüber informiert worden sei, dass aufgrund einer Reorganisation der Personalabteilung 
wahrscheinlich keine Möglichkeit mehr bestehen werde, ihn weiter zu beschäftigen, weshalb er 
spätestens per Ende August 2018 die Kündigung erhalten werde. Der Versicherte habe am 
1. Mai 2018 gekündigt. In jenem Zeitpunkt sei noch kein endgültiger Entscheid über eine mögli-
che Kündigung gefällt gewesen. 
 
8.1 Fest steht, dass der Beschwerdeführer sein Arbeitsverhältnis am 1. Mai 2018 auf Ende 
Juli 2018 kündigte, obwohl ihm keine andere Stelle zugesichert war, an welcher er sofort mit der 
Arbeit hätte beginnen können. Vorausgegangen war ein Gespräch mit dem damaligen Vorge-
setzten am 4. Dezember 2017 mit der Ankündigung, dass die Personalabteilung reorganisiert 
und dabei auch seine Stelle neu besetzt werde. Der Beschwerdeführer ging sodann nach einem 
weiteren Gespräch mit dem Personalverantwortlichen am 19. April 2018 davon aus, dass er 
noch im Monat April 2018 die Kündigung erhalten werde und das Arbeitsverhältnis per Ende 
Juni 2018 beendet würde. Um einer sich nachteilig auf künftige Anstellungen auswirkenden 
Kündigung durch die Arbeitgeberin zuvorzukommen, reichte er am 19. April 2018 die auf den 
1. Mai 2018 datierte Kündigung ein, womit das Arbeitsverhältnis mit dem Einverständnis der 
ehemaligen Arbeitgeberin per 31. Juli 2018 endete. Demgegenüber stellt sich die Arbeitslosen-
kasse aufgrund der eingeholten Stellungnahmen der ehemaligen Arbeitgeberin vom 4. Dezem-
ber 2017 und 21. Dezember 2018 auf den Standpunkt, dass das Arbeitsverhältnis seitens der 
Arbeitgeberin (spätestens) per Ende August 2018 aufgelöst worden wäre, weshalb der Be-
schwerdeführer aufgrund seines Verhaltens früher arbeitslos geworden sei. 
 
8.2 Der Auffassung der Arbeitslosenkasse ist beizupflichten. Zwar steht unbestritten fest, 
dass dem Beschwerdeführer am 4. Dezember 2017 eine Entlassung aus betrieblichen Gründen 
in Aussicht gestellt wurde. Dass die ehemalige Arbeitgeberin – wie der Beschwerdeführer gel-
tend macht – bereits im April 2018 den Entschluss gefasst hätte, das Arbeitsverhältnis per Ende 
Juni 2018 zu beenden, ist aufgrund der vorliegenden Unterlagen aber nicht mit überwiegender 
Wahrscheinlichkeit erstellt. Vielmehr ist aufgrund der glaubwürdigen Angaben der ehemaligen 
Arbeitgeberin vom 21. Dezember 2018 davon auszugehen, dass der Zeitpunkt des Ausschei-
dens des Beschwerdeführers aus dem Betrieb auch am 19. April 2018 noch nicht definitiv fest-
stand und der Beschwerdeführer spätestens per Ende August 2018 die Kündigung erhalten 
hätte. Da die Arbeitgeberin kein Interesse am Ausgang des vorliegenden Verfahrens hat und 
zudem nicht ersichtlich ist, dass das Arbeitsverhältnis durch einen Konflikt mit dem Beschwer-

 

 
 
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deführer geprägt gewesen wäre, besteht kein Grund, an den Aussagen der Arbeitgeberin zu 
zweifeln, weshalb darauf abgestellt werden kann. Demgegenüber ist die Behauptung des Be-
schwerdeführers, wonach das Arbeitsverhältnis – wäre er mit seiner Kündigung nicht zuvorge-
kommen – seitens der Arbeitgeberin noch im April 2018 per Ende Juni 2018 aufgelöst worden 
wäre, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt. Zu beachten ist, dass sich die Ar-
beitslosenkasse aus Gründen der Rechtssicherheit nicht mit blossen Behauptungen der versi-
cherten Person begnügen darf, sondern vielmehr zweckdienliche Beweismittel benötigt, welche 
primär die versicherte Person im Rahmen der ihr obliegenden Mitwirkungspflicht bei der Abklä-
rung des Sachverhalts beizubringen hat (BGE 124 V 234 E. 4b/bb). Solche Beweismittel liegen 
nicht vor. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers lässt sich aus der Tatsache, dass die 
Arbeitgeberin am 19. April 2018 das auf den 1. Mai 2018 vordatierte Kündigungsschreiben ak-
zeptierte, ihn in der Folge am 8. Juni 2018 freistellte und die Nachfolgerin am 1. Juni 2018 ein-
stellte, nichts zu seinen Gunsten ableiten. Insgesamt liegt nichts vor, was die Behauptung des 
Beschwerdeführers, wonach er einer unvermeidbaren Kündigung per Ende Juni 2018 zuvorge-
kommen sei resp. vom Arbeitgeber im April oder Mai 2018 zur Selbstkündigung gedrängt wor-
den wäre, überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen. Auch wenn der Zeitpunkt der Been-
digung des Arbeitsverhältnisses am 4. Dezember 2017 resp. am 19. April 2018 (noch) nicht 
eindeutig bestimmt war, wäre es dem Beschwerdeführer auch unter Berücksichtigung seiner 
Interessen zumutbar gewesen, vorerst noch nicht zu kündigen und den definitiven Entscheid 
der ehemaligen Arbeitgeberin abzuwarten, um damit – in Beachtung der Schadenminderungs-
pflicht – den Eintritt von Arbeitslosigkeit ab dem 1. August 2018 zu vermeiden. Seine Kündigung 
vom 1. Mai 2018 auf Ende Juli 2018 war daher verfrüht und erfolgte auf eigenes Risiko, wes-
halb der Tatbestand der selbstverschuldeten Arbeitslosigkeit gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG 
als erfüllt zu betrachten ist. Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung ist demnach im 
Grundsatz nicht zu beanstanden. 
 
9.1 Zu prüfen bleibt, ob die Anzahl der Einstelltage korrekt ermittelt worden ist. Die Dauer 
der Einstellung bemisst sich einzig nach dem Grad des Verschuldens (Art. 30 Abs. 3 AVIG). Sie 
beträgt nach Art. 45 Abs. 2 AVIV 1 - 15 Tage bei leichtem Verschulden, 16 - 30 Tage bei mittel-
schwerem Verschulden und 31 - 60 Tage bei schwerem Verschulden. Innerhalb dieses Rah-
mens entscheidet die Arbeitslosenkasse nach pflichtgemässem Ermessen. Das Gericht greift 
nur mit Zurückhaltung in das der Arbeitslosenkasse zustehende Ermessen ein. Es setzt nicht 
sein Ermessen anstelle desjenigen der Arbeitslosenkasse, solange diese von ihrem Ermessen 
pflichtgemäss Gebrauch gemacht hat, also allen einschlägigen Gesichtspunkten gebührend 
Rechnung getragen hat. 
 
9.2 Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist im vorliegenden Fall von einer selbstver-
schuldeten Arbeitslosigkeit auszugehen. Demnach läge der grundsätzliche Rahmen für die Be-
messung der Einstelltage zwischen 31 und 60 Tagen. Die Beschwerdegegnerin setzte die Dau-
er der Einstellung auf 23 Tage fest. Dabei unterschritt sie den Sanktionsrahmen für ein schwe-
res Verschulden. Dies kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dann angezeigt sein, 
wenn zwar kein entschuldbarer Grund für die Stellenaufgabe, wohl aber besondere Umstände 
im Einzelfall vorliegen (vgl. BGE 130 V 126 E. 3.2). Diese können sich auf die subjektive Situa-
tion der betroffenen Person oder auf eine objektive Begebenheit beziehen (Urteil des Bundes-

 

 
 
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gerichts vom 17. Dezember 2009, 8C_829/2009, E. 3.1). Bei der Festlegung der Dauer der Ein-
stellung ist zu Gunsten des Beschwerdeführers zu Recht verschuldensmindernd berücksichtigt 
worden, dass das Arbeitsverhältnis ohnehin spätestens per Ende August 2018 gekündigt wor-
den wäre. Die auf 23 Tage festgelegte Einstellung in der Anspruchsberechtigung entspricht der 
Anzahl der kontrollierten Tage im Monat August 2018 und ist in diesem Fall angemessen und 
sachlich gerechtfertigt. Das Kantonsgericht sieht selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, 
dass damit der Sanktionsrahmen für schweres Verschulden unterschritten wird, keinen Anlass, 
in das vorinstanzliche Ermessen einzugreifen. 
 
10. Aus dem Gesagten folgt, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Januar 
2019 nicht zu beanstanden ist. Die Beschwerdegegnerin hat sodann ihr Ermessen bei der Fest-
legung der Einstelltage korrekt ausgeübt. Die Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet 
und ist abzuweisen. 
 
11. Art. 61 lit. a ATSG hält fest, dass der Prozess vor dem kantonalen Gericht für die Par-
teien kostenlos zu sein hat. Es sind demnach für das vorliegende Verfahren keine Kosten zu 
erheben. Eine Parteientschädigung wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht ausgerich-
tet. 
 
 
Demgemäss wird  e r k a n n t : 
 

://: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 

 2. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. 

 3. Eine Parteientschädigung wird nicht ausgerichtet. 
 

 
 
 
 
 
 
 
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