# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 4bdd5fb1-5ae9-58f6-b462-0d26f6e23ec7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2008-10-01
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 01.10.2008 E-5534/2008
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_E-5534-2008_2008-10-01.pdf

## Full Text

Abtei lung V
E-5534/2008/
{T 0/2}

U r t e i l  v o m  1 .  O k t o b e r  2 0 0 8

Einzelrichterin Therese Kojic, 
mit Zustimmung von Richter Blaise Pagan, 
Gerichtsschreiberin Muriel Beck Kadima.

A._______, geboren (...),
Äthiopien,
vertreten durch Daniel Habte, (Adresse)
Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.

Asyl und Wegweisung (Wiedererwägung); 
Verfügung des BFM vom 29. Juli 2008 / N _______.

B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i f  f é d é r a l

T r i b u n a l e  a m m i n i s t r a t i v o  f e d e r a l e

T r i b u n a l  a d m i n i s t r a t i v  f e d e r a l

Besetzung

Parteien

Gegenstand

E-5534/2008

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer - ein in Mendefera/Eritrea geborener, zu-
letzt in Addis Abeba wohnhaft gewesener Äthiopier - am 19. Dezember 
1997 in der Schweiz ein Asylgesuch einreichte, welches vom damali-
gen Bundesamt für Flüchtlinge (BFF) mit Verfügung vom 3. Juni 1998 
abgelehnt  wurde,  wobei  es  die  Wegweisung des Beschwerdeführers 
sowie deren Vollzug anordnete, 

dass  die  vormals  zuständige  Schweizerische  Asylrekurskommission 
(ARK) mit Urteil vom 13. August 1998 auf eine dagegen erhobene Be-
schwerde vom 9. Juli 1998 mangels Bezahlens des einverlangten Kos-
tenvorschusses nicht eintrat, 

dass das BFM ein den Vollzug der Wegweisung betreffendes Wieder-
erwägungsgesuch des Beschwerdeführers vom 14. Juli 2003 mit Verfü-
gung vom 8. September 2003 abwies, 

dass  die  ARK eine  dagegen  erhobene Beschwerde  vom 8. Oktober 
2003 mit Urteil vom 22. Oktober 2003 abwies, 

dass der Beschwerdeführer am 14. Dezember 2006 -  beim BFM am 
19. Dezember 2006 eingegangen - über seinen Rechtsvertreter erneut 
eine mit "Wiedererwägungsgesuch, eventualiter 2. Asylgesuch" betitel-
te Eingabe einreichte und beantragte, es sei  seine Flüchtlingseigen-
schaft festzustellen und ihm Asyl zu gewähren, eventuell sei die Unzu-
lässigkeit, Unzumutbarkeit und Unmöglichkeit des Wegweisungsvollzu-
ges festzustellen,

dass er dabei insbesondere angab, er habe sein Asylgesuch unter fal-
scher Identität gestellt, er sei eritreischer, nicht äthiopischer Staatsbür-
ger und heisse B._______, weshalb er bei  einer allfälligen Rückkehr 
nach Eritrea asylrelevante Nachteile befürchte, 

dass er der Eingabe Kopien von Identitätskarten, ein Schulzeugnis und 
Fotos aus dem Militärdienst beilegte,

dass er im Weiteren mit Eingabe vom 31. Januar 2008 beim BFM be-
antragte, er sei eventualiter gestützt auf Art. 51 Abs. 1 des Asylgeset-
zes  vom  26. Juni  1998  (AsylG,  SR 142.31)  in  die  Flüchtlingseigen-

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schaft  seiner  Lebenspartnerin,  mit  welcher  er  seit  über  zwei  Jahren 
zusammen lebe und einen gemeinsamen Sohn habe, einzubeziehen, 

dass das BFM mit Verfügung vom 29. Juli 2008 das Wiedererwägungs-
gesuch  des  Beschwerdeführers  insoweit  abwies,  als  es  die  Flücht-
lingseigenschaft  nach Art.  3  Abs. 1  und 2  AsylG verneinte,  weil  die 
vom Beschwerdeführer neu angegebene Staatsangehörigkeit nicht ge-
glaubt werde, 

dass das BFM indessen in Würdigung der besonderen Situation des Be-
schwerdeführers - namentlich der Tatsache, dass dessen Lebenspart-
nerin und Mutter seines Kindes als Flüchtling anerkannt worden sei und 
gestützt  auf  den  Grundsatz  der  Einheit  der  Familie  -  den  Beschwer-
deführer gemäss Art. 51 Abs. 1 AsylG als Flüchtling anerkannte, 

dass das BFM folglich die Dispositivziffern 1, 4 und 5 seiner Verfügung 
vom 3. Juni 1998 aufhob und den Vollzug der  Wegweisung des Be-
schwerdeführers  wegen  Unzulässigkeit  zugunsten  einer  vorläufigen 
Aufnahme aufschob, 

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 
28. August 2008 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsge-
richt  Beschwerde  einreichte,  wobei  er  beantragte,  es  sei  ihm  unter 
Feststellung  seiner  eritreischen  Staatsangehörigkeit  und  der  Flücht-
lingseigenschaft gemäss Art. 3 AsylG Asyl zu gewähren, 

dass ferner festzustellen sei, dass der Name des Beschwerdeführers 
B._______ sei und er eritreischer Staatsbürger sei,

dass eventualiter die Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Vollzugs 
der Wegweisung festzustellen sei, 

dass er ferner in verfahrensrechtlicher Hinsicht - unter Einreichung ei-
ner Fürsorgebestätigung - um unentgeltliche Prozessführung sowie um 
Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses nachsuchte,

dass  das  Bundesverwaltungsgericht  mit  Zwischenverfügung  vom 
10. September 2008 das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege we-
gen Aussichtslosigkeit der Beschwerde abwies und den Beschwerde-
führer  aufforderte,  bis  zum  25.  September  2008  einen  Kostenvor-
schuss von Fr. 1200.-- zu entrichten, 

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dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss am 24. September 
2008 überwies,

und erwägt, 

dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden ge-
gen Verfügungen (Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 
über  das  Verwaltungsverfahren  [VwVG,  SR 172.021])  des  BFM  ent-
scheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31-34 des Verwaltungsgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32];  Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des 
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),

dass der Beschwerdeführer durch die angefochtene Verfügung berührt 
ist, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungswei-
se  Änderung  hat  und  daher  zur  Einreichung  der  Beschwerde  legiti-
miert ist (Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VwVG),

dass somit auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten ist (Art. 108 Abs. 1 AsylG, Art. 6 AsylG i.V.m. Art. 52 VwVG),

dass mit Beschwerde die Verletzung von Bundesrecht, die unrichtige oder 
unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts und die 
Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterli-
cher  Zuständigkeit  mit  Zustimmung  eines  zweiten  Richters  bezie-
hungsweise einer zweiten Richterin entschieden wird (Art. 111 Bst. e 
AsylG) und es sich vorliegend,  wie nachfolgend aufgezeigt,  um eine 
solche handelt, weshalb der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu 
begründen ist (Art. 111a Abs. 2 AsylG),

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG vorliegend auf einen Schrif-
tenwechsel verzichtet wurde,

dass der Beschwerdeführer gestützt  auf  Art. 51 AsylG als Flüchtling 
vorläufig  aufgenommen  wurde,  weshalb  der  Antrag  um Feststellung 
der Unzulässigkeit und Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs als 
gegenstandslos zu betrachten ist,

dass nach ständiger Praxis der ARK, welcher sich das Bundesverwal-
tungsgericht anschliesst, der Begriff der Wiedererwägung in mehrdeuti-
gem Sinn verwendet wird (vgl. die weiterhin geltende Rechtsprechung 

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der  ARK  in  Entscheidungen  und  Mitteilungen  der  Schweizerischen 
Asylrekurskommission  [EMARK]  1995  Nr. 21  E.  1c  S. 204;  EMARK 
2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.),

dass eine Wiedererwägung hingegen dann nicht in Betracht fällt, wenn 
lediglich eine neue Würdigung der beim früheren Entscheid bereits be-
kannten Tatsachen herbeigeführt  werden soll  oder Gründe angeführt 
werden, die bereits in einem ordentlichen Beschwerdeverfahren gegen 
die  frühere  Verfügung  hätten  geltend  gemacht  werden  können  (vgl. 
EMARK 2003 Nr. 17 E. 2b S. 104),

dass zum einen ein Anspruch auf Wiedererwägung besteht, wenn sich 
der  rechtserhebliche  Sachverhalt  seit  dem ursprünglichen  Entscheid 
beziehungsweise  seit  dem  Urteil  der  mit  Beschwerde  angerufenen 
Rechtsmittelinstanz (vgl. EMARK 1995 Nr. 21 E. 1c S. 204) in wesentli-
cher Weise verändert hat und mithin die ursprüngliche (fehlerfreie) Ver-
fügung  an  nachträglich  eingetretene  Veränderungen  der  Sach-  oder 
Rechtslage anzupassen ist (vgl. EMARK 2003 Nr. 7 E. 1 S. 42 f.),

dass zum andern auch Revisionsgründe gemäss Art. 66 ff. VwVG zu 
einer so genannten qualifizierten Wiedererwägung des Entscheids des 
BFM führen können, jedoch nur dann, wenn eine unangefochten ge-
bliebene,  formell  rechtskräftig  gewordene  Verfügung  vorliegt  (vgl. 
EMARK 2003 Nr. 17 E. 2a S. 103 f.) oder, wenn zwar vorgängig ein 
Rechtsmittel  ergriffen  worden  war,  die  Revisionsgründe  sich  jedoch 
nicht auf das Zustandekommen des im betreffenden Beschwerdever-
fahren  ergangenen  Prozessurteils  der  Beschwerdeinstanz,  sondern 
auf  die  mit  Beschwerde  angefochtene  Verfügung  des  Bundesamtes 
beziehen (vgl. EMARK 1998 Nr. 8 E. 3 S. 53 f.),

dass vorliegend der  Entscheid  des BFM vom 3. Juni  1998,  mit  wel-
chem das BFM das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 19. De-
zember 1997 ablehnte und dessen Wegweisung anordnete, rechtskräf-
tig  geworden  war,  nachdem der  Beschwerdeführer  es  unterliess,  im 
Beschwerdeverfahren  vor  der  ARK  den  eingeforderten  Kostenvor-
schuss zu bezahlen, weshalb die ARK auf dessen Beschwerde mit Ur-
teil vom 13. August 1998 nicht eintrat,

dass mit dem Wiedererwägungsgesuch vom 14. Dezember 2006 bean-
tragt wurde, es sei der vorinstanzliche Entscheid vom 3. Juni 1998 auf-
zuheben,  weil  der  Beschwerdeführer  eritreischer  –  und  nicht  wie 

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fälschlicherweise  von  ihm  im  ordentlichen  Verfahren  angegeben  – 
äthiopischer Staatsangehöriger sei,

dass  es  sich  dabei  um eine „nachträgliche Änderung der  Sachlage“ 
handle, 

dass der Beschwerdeführer deshalb gemäss dem Koordinationsurteil der 
ARK, EMARK 2006 Nr. 3 zu Eritrea, als Flüchtling anzuerkennen sei, 

dass er zum Beleg seiner Vorbringen ein Schulzeugnis vom Jahr 1992 im 
Original,  eritreische  Identitätskarten  seiner  Eltern  in  Kopie  und  sechs 
Fotografien, die den Beschwerdeführer in Uniform zeigen, einreichte,

dass das BFM in seinem abweisenden Entscheid  vom 29. Juli  2008 
feststellte, es sei nicht nachvollziehbar, weshalb der Beschwerdeführer 
diese  krasse  Irreführung  der  Behörden  (Identitätstäuschung)  vorge-
nommen habe,

dass selbst, wenn entschuldbare Gründe für ein derartiges Verhalten 
bestünden,  der  Beschwerdeführer  bereits  früher  –  beispielsweise  im 
Rahmen seiner Beschwerde gegen den ersten Asylentscheid oder im 
Rahmen seines  Wiedererwägungsgesuches vom 14. Juli  2003 –  die 
Täuschung hätte korrigieren können, 

dass somit keine Gründe vorlägen, welche die Rechtskraft der Verfü-
gung vom 3. Juni 1998 beseitigen könnten, 

dass der Beschwerdeführer in seiner Rechtsmitteleingabe vom 28. Au-
gust 2008 unter anderem rügt, das BFM habe unter Ausklammerung der 
eingereichten Beweismittel  und blossem Hinweis auf die Unglaubwür-
digkeit des Beschwerdeführers den Untersuchungsgrundsatz und damit 
das Recht des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt,

dass die Tatsache, dass der Beschwerdeführer Militärdienst  geleistet 
habe, durch die ins Recht gelegten Fotografien belegt sei, 

dass  ferner  seine  Personalien  in  den  eingereichten  Identitätskarten 
seiner Eltern und im Schulzeugnis festgehalten seien, 

dass damit  die vom BFM als  unglaubhaft  erachteten Vorbringen des 
Beschwerdeführers rechtsgenüglich widerlegt seien, 

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dass  er  deshalb  als  eritreischer  Staatsangehöriger  zu  gelten  habe, 
welcher wegen Desertion und illegalem Verlassen seines Heimatlan-
des asylrelevanten Nachteilen ausgesetzt sei, 

dass zuerst festzustellen ist, dass der Beschwerdeführer nicht geltend 
macht, seine Staatsangehörigkeit seit Abschluss des ordentlichen Ver-
fahrens geändert zu haben, 

dass  folglich  diesbezüglich  nicht  von  einer  „nachträglich  geänderten 
Sachlage“ auszugehen ist, 

dass  in  der  vorliegend  zur  Anwendung  gelangenden Bedeutung der 
Wiedererwägung  vielmehr  Revisionsgründe  im  Sinne  von  Art.  66 
VwVG  vorliegen,  die  einem  sogenannten  qualifizierten  Wiedererwä-
gungsgesuch entsprechen, 

dass gemäss Art. 66 Abs. 2 VwVG, welcher für qualifizierte Wiedererwä-
gungsgesuche weiterhin sinngemäss anzuwenden ist, die Beschwerdein-
stanz den angefochtenen Entscheid auf Begehren einer Partei in Revi-
sion  zieht,  wenn  neue  erhebliche  Tatsachen  oder  Beweismittel  vorge-
bracht  werden  (Bst.  a),  wenn  nachgewiesen  wird,  dass  aktenkundige 
erhebliche Tatsachen oder bestimmte Begehren übersehen (Bst. b) oder 
gewisse verfahrensrechtliche Bestimmungen verletzt wurden (Bst. c),

dass den vorinstanzlichen Akten keine Hinweise zu entnehmen sind, 
wonach aktenkundige erhebliche Tatsachen oder bestimmte Begehren 
– namentlich Hinweise auf  eine eritreische Staatsangehörigkeit  –  im 
Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. b VwVG übersehen worden wären, 

dass der Beschwerdeführer vielmehr anlässlich der Befragungen an-
gab, amharischer Ethnie zu sein und die äthiopische Staatsangehörig-
keit zu besitzen (vgl. A1, S. 1; A6, S.1),

dass weiter zu prüfen ist, ob ein Wiedererwägungsgesuch gemäss Art. 
66 Abs. 2 Bst. a VwVG vorliegt, 

dass  gemäss  dieser  Bestimmung die  zur  Stützung  eines  Revisions- 
oder Wiedererwägungsgesuches eingereichten Beweismittel  oder  vor-
gebrachten Tatsachen neu und erheblich sein müssen,

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dass "neu" im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG "neu entdeckt" be-
ziehungsweise "neu zugänglich" bedeutet  und sich auf Tatsachen be-
ziehen muss, die zur Zeit der Erstbeurteilung bereits bestanden haben,

dass erheblich im Sinne von Art. 66 Abs. 2 Bst. a VwVG neue Tatsa-
chen und Beweismittel dann sind, wenn im Lichte der veränderten tat-
beständlichen  Grundlage  die  rechtliche  Würdigung  anders  ausfallen 
müsste als  im früheren Entscheid,  respektive wenn die Beweismittel 
geeignet sind, von der Richtigkeit eines neuen erheblichen Tatsachen-
vorbringens zu überzeugen,

dass sowohl neue erhebliche Tatsachen als auch neue erhebliche Be-
weismittel im Übrigen nur dann einen Revisionsgrund bilden, wenn sie 
der gesuchstellenden Person im vorangegangenen Verfahren trotz hin-
reichender Sorgfalt nicht bekannt sein konnten oder ihr die Geltendma-
chung oder Beibringung aus entschuldbaren Gründen nicht möglich war 
(vgl. Art. 66 Abs. 3 VwVG; EMARK 1994 Nr. 27 E. 5a und b S. 198 f.),

dass diesbezüglich indessen weder den Vorbringen des Beschwerde-
führers  in  seinem  ordentlichen  Asylverfahren  aus  den  Jahren  1997/ 
1998 und im Wiedererwägungsverfahren aus dem Jahr 2004, noch den 
Ausführungen in seinem Wiedererwägungsgesuch vom 14. Dezember 
2006  und  in  der  vorliegenden  Rechtsmitteleingabe  vom  28.  August 
2008 Gründe für das verspätete Vorbringen der eritreischen Staatsan-
gehörigkeit beziehungsweise die angeblich falsche Identitätsangabe zu 
entnehmen sind, 

dass demnach keine entschuldbaren Gründe für  das verspätete Vor-
bringen vorliegen,

dass folglich dem BFM nicht vorgeworfen werden kann, den Untersu-
chungsgrundsatz verletzt  zu haben,  da die zu den Akten gereichten 
Beweismittel  offensichtlich als wiedererwägungsrechtlich verspätet zu 
gelten hatten, 

dass überdies der Untersuchungsgrundsatz nicht uneingeschränkt gilt, 

dass er sein Korrelat in der Mitwirkungspflicht des Asylsuchenden (vgl. 
Art. 13 VwVG und Art. 8 AsylG) findet, 

dass folglich der Beschwerdeführer verpflichtet gewesen wäre, seine 
Identität von Anbeginn offen zu legen,

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dass im Übrigen die eingereichten Beweismittel insgesamt nicht geeig-
net  sind,  die  angebliche  eritreische  Staatsangehörigkeit  des  Be-
schwerdeführers zu belegen,

dass der Beschwerdeführer auf den Fotografien zwar offensichtlich in 
Uniform abgebildet ist, 

dass diesen indessen nicht zu entnehmen ist, dass er darauf eine erit-
reische Uniform trägt,  noch dass er  aus dem Militärdienst  desertiert 
wäre, 

dass im Weiteren zwar Kopien eritreischer Identitätskarten von älteren 
Personen, welche altersmässig die Eltern des Beschwerdeführers sein 
könnten, vorliegen, 

dass diese indessen die Staatsangehörigkeit  des Beschwerdeführers 
nicht zu belegen vermögen, 

dass der Beschwerdeführer schliesslich mit dem eingereichten Schul-
zeugnis einen Schulbesuch nachzuweisen versucht, den er anlässlich 
der Anhörungen im ordentlichen Verfahren nie erwähnt hatte (vgl. A6, 
S. 6), 

dass  das  BFM  demnach  die  Vorbringen  des  Beschwerdeführers  zu 
Recht als nicht glaubhaft gewertet hat,

dass somit keine neuen Tatsachen im Sinne von Art. 66 VwVG vorlie-
gen,  die zu  einer  qualifizierten Wiedererwägung des Entscheids des 
BFM vom 3. Juni 1998 führen könnten,  

dass deshalb auch nicht auf das Gesuch um Namens- und Nationali-
tätsänderung einzugehen ist, 

dass das BFM demnach das Wiedererwägungsgesuch betreffend Asyl 
und originäre Flüchtlingseigenschaft zu Recht abgewiesen hat,

dass  es  dem  Beschwerdeführer  somit  nicht  gelungen  ist  darzutun, 
inwiefern  die  angefochtene  Verfügung  Bundesrecht  verletzt,  den 
rechtserheblichen  Sachverhalt  unrichtig  oder  unvollständig  feststellt 
oder unangemessen ist (Art. 106 AsylG), weshalb die Beschwerde – 
soweit sie nicht ohnehin gegenstandslos war - abzuweisen ist, 

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dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 1200.-- 
(Art. 1-3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und 
Entschädigungen  vor  dem  Bundesverwaltungsgericht  [VGKE, 
SR 173.320.2])  dem  Beschwerdeführer  aufzuerlegen  (Art. 63  Abs. 1 
VwVG)  und mit dem in gleicher Höhe fristgerecht geleisteten Kosten-
vorschuss zu verrechnen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 1200.--  werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt und mit dem in gleicher Höhe fristgerecht geleisteten Kosten-
vorschuss verrechnet. 

3.
Dieses Urteil geht an: 

- den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers (Einschreiben)
- das BFM, Abteilung Aufenthalt und Rückkehrförderung, mit den Ak-

ten Ref.-Nr. N _______ (per Kurier; in Kopie)
- (kantonales Amt) (in Kopie)

Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:

Therese Kojic Muriel Beck Kadima

Versand: 

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