# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 54cc8575-0f03-5da8-91a2-b2b0d25e8f18
**Source:** Schwyz (SZ)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2021-03-29
**Language:** de
**Title:** Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 29.03.2021 III 2021 14
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2021-14_2021-03-29.pdf

## Full Text

Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
Kammer III

III 2021 14

Entscheid vom 29. März 2021 

Besetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident
lic.iur. Karl Gasser, Richter
Irene Thalmann, Richterin
lic.iur. Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin

Parteien A.________ und B.________, ________,
Beschwerdeführer, 

gegen

1. Kantonstierarzt der Urkantone, Föhneneichstrasse 15,
Postfach 363, 6440 Brunnen,

2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,
Postfach 1260, 6431 Schwyz,
Vorinstanzen,

Gegenstand Tierschutz (Maulkorbpflicht für Hündin)

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Sachverhalt:

A. A.________ ist Halterin der deutschen Schäferhündin "C.________" (nach-
folgend C.________; geb. ________; weiblich; kastriert; Mikrochip-Nr. 
________).

B. Nach einer Meldung von einer Hundebissverletzung - verursacht am 
21. August 2016 durch die Hündin C.________ - verfügte der Kantonstierarzt der 
Urkantone nach Gewährung des rechtlichen Gehörs am 27. April 2017 u.a., die 
Hündin C.________ dürfe nur durch erwachsene Personen mit genügend Erfah-
rung im Umgang mit Hunden geführt werden; an unübersichtlichen Stellen sei sie 
an der kurzen Leine (max. 1 Meter) zu führen; an übersichtlichen Stellen dürfe 
sie an die lange Leine (max. 6 Meter) genommen werden; vor Begegnungen mit 
anderen Tieren sei sie rechtzeitig an die kurze Leine zu nehmen; Personen, de-
nen es nicht möglich sei, sie an der Leine zurück zu halten, müssten die Hündin 
an einem Halti oder Gentle Leader führen. Diese Verfügung erwuchs unange-
fochten in Rechtskraft (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

C. Am 4. Juli 2017 ging beim Kantonstierarzt der Urkantone eine Meldung von 
einer Hundebissverletzung - verursacht am 3. Juli 2017 erneut durch die Hündin 
C.________ - ein. In der Folge wurde A.________ am 5. Oktober 2017 darauf 
hingewiesen, dass die Verfügung vom 27. April 2017 strikte einzuhalten sei, eine 
Anzeige bei der zuständigen Strafverfolgungsbehörde eingereicht werde und der 
Kantonstierarzt der Urkantone sich eine unangemeldete Kontrolle der Tierhaltung 
vorbehalte (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

D. Nach weiteren Meldungen von Hundebissverletzungen - verursacht am 
7.  Oktober 2018 sowie am 11. Oktober 2018 durch die Hündin C.________ - 
ordnete der Kantonstierarzt der Urkantone mit Verfügung vom 25. Oktober 2018 
für die Hündin unter anderem eine vorsorgliche Maulkorbpflicht an. Nach einer 
Stellungnahme des Ehepaares A.________ und B.________ vom 29. Oktober 
2018 sowie einer Verhaltensabklärung der Hündin am 22. Januar 2019 durch die 
Fachtierärztin für Verhaltensmedizin med. vet. D.________ hob der Kantonstier-
arzt der Urkantone mit Verfügung vom 4. März 2019 die vorsorglich angeordnete 
Maulkorbpflicht auf und ordnete ein problemorientiertes Hundetraining an (vgl. 
Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

E. Nachdem die Hündin C.________ am 4. Dezember 2019 erneut eine Hun-
debissverletzung verursacht hatte, erliess der Kantonstierarzt der Urkantone 
nach Gewährung des rechtlichen Gehörs und einer weiteren verhaltensmedizini-

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schen Abklärung vom 24. März 2020 am 18. Juni 2020 folgende Verfügung (vgl. 
Vi-act. II-01 [Dossier gelb]):

5. Der Hündin "C.________ " (Mikrochip-Nr. ________) ist in öffentlich zugän-
gigen Bereichen ein gut passender und sicherer Maulkorb überzustreifen. 
Dabei ist ihr der Maulkorb vor dem Öffnen der Wohnungstüre anzuziehen. 
Frist: ab sofort

(6.-8. Verzeigung bzw. Strafandrohung bei Zuwiderhandlung; Verfahrenskosten; 
Rechtsmittelbelehrung)

Die dagegen von A.________ und B.________ erhobene Einsprache vom 7. Juli 
2020 wies der Kantonstierarzt der Urkantone mit Einspracheentscheid vom 
10.  August 2020 ab (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

F. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben A.________ und B.________ 
am 28. August 2020 Verwaltungsbeschwerde beim Regierungsrat des Kantons 
Schwyz, der diese mit RRB Nr. 981/2020 vom 22. Dezember 2020 abwies.

G. Gegen diesen RRB Nr. 981/2020 vom 22. Dezember 2020 (Versand: 
29.12.2020) erheben A.________ und B.________ am 18. Januar 2021 
(Postaufgabe: gleichentags) rechtzeitig Beschwerde an das Verwaltungsgericht 
des Kantons Schwyz. Sie beantragen,

1. dass der Entscheid des Regierungsrates bezüglich Maulkorbpflicht für unse-
re Hündin C.________ aufgehoben wird;

2. dass unsere Hündin von einem unabhängigen Fach-Experten begutachtet 
wird;

3. dass wir unsere Beweggründe und Haltung an einer mündlichen Bespre-
chung vortragen können;

4. dass alle Kosten den Vorinstanzen belastet werden.

H. Mit ihren Vernehmlassungen je vom 25. Januar 2021 beantragen der Kan-
tonstierarzt der Urkantone sowie das mit der Verfahrensinstruktion beauftragte 
Sicherheitsdepartement die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde un-
ter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer.

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:

1.1 Die Beschwerdeführer beantragen die Durchführung einer mündlichen Ver-
handlung (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 3). Sie begründen dies im Wesentlichen da-
mit, dass die Massnahmen ohne jeden Praxisbezug verfügt worden seien; offen-
bar hätte kaum jemand von den involvierten Personen beim Laboratorium der 
Urkantone je über längere Zeit einen Hund geführt. Dies dürfe zwar nicht von al-
len Personen verlangt werden, indes könne man erwarten, dass sie sich ausführ-

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lich mit den Gegebenheiten in der Praxis auseinandersetzen und verstehen, wie 
solche Spaziergänge ablaufen. Da auch vom Verwaltungsgericht nicht erwartet 
werden könne, dass alle über den tagtäglichen Umgang mit Hunden vertraut sei-
en, möchten die Beschwerdeführer ihre Ausführungen zu den einzelnen Vorfällen 
persönlich vortragen können (vgl. Beschwerde vom 18.1.2021 Ziff. 8).

1.2.1 Nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) 
hat jedermann Anspruch darauf, dass seine Sache in billiger Weise öffentlich und 
mündlich innerhalb einer angemessenen Frist von einem unabhängigen und un-
parteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht gehört wird, das über zivilrechtliche 
Ansprüche und Verpflichtungen oder über die Stichhaltigkeit der gegen ihn erho-
benen strafrechtlichen Anklage zu entscheiden hat. Aus dem Anspruch auf eine 
(publikums-) öffentliche Verhandlung folgt grundsätzlich ein Anspruch auf eine 
mündliche Verhandlung (BGE 142 I 188 Erw. 3.1.1).

Gemäss der Rechtsprechung des EGMR liegt eine strafrechtliche Anklage im 
Sinne von Art. 6 EMRK vor, wenn alternativ entweder (1) das nationale Recht ei-
ne staatliche Massnahme dem Strafrecht zuordnet oder (2) die Natur des Verge-
hens bzw. dessen Art und Schwere oder (3) die Sanktion für einen strafrechtli-
chen Charakter der Massnahme sprechen (Urteil BGer 2C_522/2020 vom 
1.2.2021 Erw. 3.2.1 m.w.H.). 

Der von Art. 6 Ziff. 1 EMRK verwendete Begriff der "zivilrechtlichen" Ansprüche 
und Verpflichtungen greift weiter als der Rechtsbegriff des Zivilrechts im Sinne 
des schweizerischen Rechts. Er bezieht sich nicht nur auf zivilrechtliche Streitig-
keiten im engeren Sinn, sondern betrifft auch Verwaltungsakte einer hoheitlich 
handelnden Behörde, sofern diese massgeblich in Rechte und Verpflichtungen 
privatrechtlicher Natur eingreift. Der Anwendungsbereich von Art. 6 Ziff. 1 EMRK 
ist indessen nur eröffnet, wenn die Streitigkeit Existenz, Inhalt, Umfang oder Art 
der Ausübung von zivilrechtlichen Ansprüchen oder Verpflichtungen betrifft. Da-
bei wird verlangt, dass die Streitigkeit echt und ernsthafter Natur ist und sich ihr 
Ausgang für den zivilrechtlichen Anspruch als unmittelbar entscheidend erweist; 
bloss weit entfernte Auswirkungen reichen nicht aus (Urteile BGer 2C_522/2020 
vom 1.2.2021 Erw. 3.3.1; 1C 37/2019 vom 5.5.2020 Erw. 6.1; BGE 144 I 340 
Erw. 3.3.4; Meyer-Ladewig, Handkommentar EMRK, 3. Auflage, Art. 6, Rz. 14 ff.; 
Villiger; Handbuch EMRK, 2. Auflage, § 18 Rz. 380 ff.).

Die vorliegend angeordnete Maulkorbpflicht stellt keine Sanktionierung im Sinne 
des Strafrechts dar (vgl. etwa auch Appellationsgericht BS, VD.2017.250 vom 
27.2.2018 Erw. 2.4), sondern eine Massnahme zum Schutz von Mensch und 
Tier, mithin der öffentlichen Sicherheit (Art. 79 Abs. 3 Tierschutzverordnung 
[TSchV; SR 455.1] vom 23.4.2004; § 5 Veterinärverordnung [VetV; SRSZ 

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312.421] vom 14.2.2012; Art. 8b Abs. 1 lit. g Konkordat betreffend das Laborato-
rium der Urkantone [Konkordat; SRSZ 581.220.1] vom 14.9.1999; auch § 1 des 
Gesetzes über das Halten von Hunden). Auch wenn das Halten eines Hundes 
grundsätzlich dem Eigentumsrecht zugeordnet werden kann und von Massnah-
men die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV; Goetschel/Bolliger, Das Tier im Recht, 
S. 39) oder die Persönliche Freiheit (Art. 10 BV) betroffen sein können (vgl. etwa 
Urteil BGer 2C_73/2008 vom 26.9.2008 Erw. 5; 2C_79/2007 vom 12.10.2007 
Erw. 4; Appellationsgericht BS, VD.2017.250 vom 27.2.2018 Erw. 4.5; vgl. auch 
Goetschel / Ferrari, GAL Tierleitfaden 1.1 für Schweizer Vollzugsbehörden, 2018, 
S. 42, 46), so stellt die Massnahme einer Maulkorbpflicht dennoch keine zivil-
rechtliche Streitigkeit dar, da sie nicht massgeblich in Rechte und Verpflichtun-
gen privatrechtlicher Natur im dargestellten Sinne eingreift, sondern die Tier-
schutzgesetzgebung und öffentliche Sicherheit im Vordergrund stehen (so auch 
Urteile VwGer Kt. ZH VB.2014.00452 vom 20.11.2014 Erw. 2.1f. m.H.; 
VB.2017.00429 vom 5.7.2018 Erw. 1.3). Den Beschwerdeführern steht damit ge-
stützt Art. 6 Ziff. 1 EMRK kein Anspruch auf eine mündliche Verhandlung zu.

1.2.2 Gemäss Art. 30 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidge-
nossenschaft (BV; SR 101) vom 18. April 1999 sind Gerichtsverhandlung und Ur-
teilsverkündung öffentlich. Das Gesetz kann Ausnahmen vorsehen. Nach der 
bundesgerichtlichen Rechtsprechung verleiht diese Bestimmung kein Recht auf 
eine mündliche Verhandlung, sondern garantiert einzig, dass, wenn eine Ge-
richtsverhandlung stattzufinden hat, diese öffentlich sein muss (vgl. Urteil BGer 
4A_179/2019 vom 24.9.2019 Erw. 2.1; BGE 128 I 288 Erw. 2.3ff.). Art. 30 Abs. 2 
BV geht zudem bezüglich des Anspruchs auf eine öffentliche Gerichtsverhand-
lung nicht über die Ansprüche von Art. 6 Ziff. 1 EMRK hinaus (vgl. Urteil BGer 
2C_702/2016 vom 30.1.2017 Erw. 3.3.1; vgl. auch Steinmann, St. Galler Kom-
mentar, 3. Aufl., zu Art. 30 BV Rz. 50).

1.2.3 Der Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 BV soll unter 
anderem sicherstellen, dass sich die Betroffenen vor Erlass eines in ihre Rechts-
stellung eingreifenden Entscheids zur Sache äussern können (vgl. BGE 140 I 99 
Erw. 3.4; BGE 134 I 140 Erw. 5.3; BGE 127 I 54 Erw. 2b). Dabei handelt es sich 
um ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht (vgl. BGE 140 I 99 Erw. 3.4; 
BGE 138 V 125 Erw. 2.1). In welcher Form den Betroffenen Gelegenheit zur Stel-
lungnahme einzuräumen ist, regelt Art. 29 Abs. 2 BV nicht. Jedenfalls ergibt sich 
aus der genannten Bestimmung nach ständiger Rechtsprechung ebenfalls kein 
genereller Anspruch auf eine vorgängige mündliche Äusserung oder Anhörung 
durch das Gericht (vgl. BGE 140 I 68 Erw. 9.6.1; BGE 134 I 140 Erw. 5.3).

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1.2.4 Das Verwaltungsrechtspflegegesetz (VRP; SRSZ 234.110) vom 6. Juni 
1974 statuiert in § 17 Abs. 1 VRP den Grundsatz der Schriftlichkeit des Verfah-
rens. Die Behörde kann auf Antrag einer Partei oder von Amtes wegen eine 
mündliche Verhandlung anordnen (§ 17 Abs. 2 VRP). Dies namentlich dann, 
wenn eine mündliche Verhandlung zur Wahrung der Parteirechte notwendig ist 
oder zweckmässig erscheint. Dieser Entscheid liegt indes im Ermessen der 
Behörde. Aus dem kantonalen Verfahrensrecht ergibt sich somit ebenfalls kein 
Anspruch auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung.

1.3 Die Beschwerdeführer hatten bereits vor dem Kantonstierarzt mehrfach die 
Möglichkeit, sich in der Angelegenheit bzw. zu dessen Erwägungen vor Erlass 
der Verfügungen sowie im Einspracheverfahren Stellung zu nehmen, wovon sie 
denn auch Gebrauch gemacht haben (vgl. Ingress sowie Vi-act. II-01 [Dossier 
gelb]). Den Beschwerdeführern war es zudem im Rahmen der Beschwerdeein-
gaben vom 28. August 2020, vom 28. September 2020 sowie vom 29. Oktober 
2020 zu Handen des Regierungsrates und vom 18. Januar 2021 zu Handen des 
Verwaltungsgerichts ohne weiteres möglich darzulegen, inwiefern die Vorinstan-
zen den Sachverhalt ihrer Meinung nach unrichtig oder unvollständig festgestellt 
haben. Insbesondere konnten sich die Beschwerdeführer jeweils eingehend zu 
den Vorfällen vom 21. August 2016, vom 3. Juli 2017, vom 7. Oktober 2018, vom 
11. Oktober 2018 und vom 4. Dezember 2019 sowie zu ihrem tagtäglichen Um-
gang mit ihrer Hündin wie auch zu deren Verhalten anlässlich von Spaziergän-
gen äussern. Sodann konnten sie ihre Beweggründe sowie ihre Haltung gegenü-
ber der angeordneten Maulkorbpflicht zum Ausdruck bringen bzw. vorbringen, 
inwiefern der vorliegend angefochtene Entscheid sich als unrechtmässig erweise. 
Auf diese Weise konnten sie auch ihren Rechtsstandpunkt mehrfach zum Aus-
druck bringen. Im Übrigen ist nicht ersichtlich, wie der persönliche Eindruck der 
Verfahrensbeteiligten die Entscheidfindung beeinflussen sollte. Zur Wahrung der 
Parteirechte der Beschwerdeführer ist eine mündliche Verhandlung weder not-
wendig noch erscheint sie zweckmässig.

1.4 Zusammenfassend haben die Beschwerdeführer keinen gesetzlichen An-
spruch auf Durchführung einer mündlichen Verhandlung im Beschwerdeverfah-
ren vor Verwaltungsgericht. Vorliegend besteht auch keine Veranlassung, eine 
mündliche Verhandlung ermessensweise anzuordnen. Denn in Berücksichtigung 
der gesetzlich vorgegebenen Schriftlichkeit des Verwaltungsverfahrens (§ 17 
Abs. 1 VRP) sowie unter Berücksichtigung des dem Verwaltungsgericht zuste-
henden Ermessens ist es zulässig und im Sinne der Gewährleistung eines effizi-
enten Verfahrensablaufs auch gerechtfertigt, auf eine mündliche Verhandlung zu 
verzichten, zumal die Akten eine hinreichende Entscheidgrundlage bieten, wie 

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nachfolgend noch aufzuzeigen sein wird. Dem entsprechenden Begehren wird 
daher nicht entsprochen.

2.1 Des Weiteren verlangen die Beschwerdeführer die Einholung eines Gut-
achtens bei einem unabhängigen Gutachter (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 2). Prak-
tisch alle Begutachtungen, die vom Laboratorium der Urkantone vergeben wer-
den, seien von der Tierärztin med.vet. D.________ durchgeführt worden. Da die 
Tierärztin med.vet. D.________ einen nicht unwesentlichen Bestandteil 
ihrer Einnahmen durch Aufträge des Laboratoriums der Urkantone erziele, sei sie 
- mögen ihre Begutachtungen noch so gut und korrekt sein - befangen (vgl. Be-
schwerde vom 18.1.2021 Ziff. 4 und 5).

2.2 Die Beschwerdeführer beantragen damit sinngemäss die Abnahme eines 
Beweismittels. Auszugehen ist dabei von der Untersuchung des Sachverhalts 
von Amtes wegen (vgl. § 18 Abs. 1 VRP; VGE III 2019 11 vom 24.10.2019 
Erw. 3.8 m.w.H.; Hensler, Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde im Kanton 
Schwyz, S. 137). Allerdings hat sich die Behörde bei der Frage, über welche Tat-
sachen Beweis zu erheben ist, vom Grundsatz der Prozessökonomie leiten zu 
lassen. Die behördliche Sachverhaltsabklärung soll deshalb nicht weitergehen 
als zur Abklärung des rechtlich relevanten Sachverhalts erforderlich. Eine Be-
weisführung wäre unnötig und daher nicht erforderlich, wenn sie Tatsachen be-
trifft, die unerheblich, offenkundig der Behörde bereits bekannt oder bereits 
rechtsgenügend erwiesen sind. Erscheint der Sachverhalt hinreichend ermittelt, 
obgleich nicht alle Möglichkeiten der Beweisführung ausgeschöpft wurden, und 
versprechen zusätzliche Abklärungen keine wesentlichen neuen Erkenntnisse, 
rechtfertigt es sich, auf weitere Untersuchungen zu verzichten. Um festzustellen, 
ob ein Sachverhalt hinreichend feststeht und ein Beweis zur Klärung der Sachla-
ge etwas beiträgt, kommt die Behörde bzw. das Gericht allerdings nicht umhin, 
das Beweisergebnis vorläufig zu würdigen. Wenn das Gericht aufgrund bereits 
abgenommener Beweise seine Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in 
vorweggenommener antizipierter Beweiswürdigung annehmen kann, dass seine 
Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würden, kann es 
ohne Verletzung des rechtlichen Gehörs Beweisanträge ablehnen (vgl. BGE 144 
II 427 Erw. 3.1.3; BGE 136 I 229 Erw. 5.3 und BGE 134 I 140 Erw. 5.3; Urteil 
BGer 4A_66/2018 vom 15.5.2019 Erw. 2.1.1).

2.3.1 Im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von exter-
nen Spezialisten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und Untersu-
chungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörte-
rung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist regelmässig volle 

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Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverläs-
sigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 137 V 227 Erw. 1.3.4 m.H.). Gemäss 
bundesgerichtlicher Rechtsprechung müssen Sachverständige, die mit einem 
Gutachten beauftragt werden sollen, grundsätzlich gleichermassen unabhängig 
und unparteilich sein wie die Richterinnen und Richter (vgl. BGE 137 V 2010 
Erw. 2.1.3; Urteil BGer 8C_62/2019 vom 9.8.2019 Erw. 5.2). Sichergestellt wer-
den soll dadurch, dass ein Gutachten nicht durch sachfremde, ausserhalb des 
Verfahrens liegende Umstände beeinflusst wird (vgl. BGE 134 I 238 Erw. 2.1). 

2.3.2 Befangenheit ist anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet 
sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit zu erwecken (BGE 140 III 221 Erw. 4.1 
m.w.H.). Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zu-
stand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ableh-
nung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sachverständige Person tatsäch-
lich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den An-
schein der Befangenheit und die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen 
vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befangenheit und der Gewich-
tung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das subjektive Empfinden einer 
Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als 
begründet erscheinen (vgl. BGE 140 I 240 Erw. 2.2; BGE 139 I 121 Erw. 5.1). 
Die formelle Natur der Verletzung des Anspruchs auf einen unabhängigen Exper-
ten führt dazu, dass ein Gutachten, das die erforderlichen Attribute nicht auf-
weist, als Beweismittel auszuschliessen ist, unabhängig davon, wie es sich mit 
den materiellen Einwendungen tatsächlich verhält (BGE 137 V 210 Erw. 2.1.3).

2.3.3 Rechtsprechungsgemäss gilt, dass in jedem Verfahren gerichtsorganisato-
rische Fragen (z.B. Ausstandsfragen) ihrer Natur nach frühestmöglich zu bereini-
gen sind, bevor das Verfahren seinen Fortgang nimmt (vgl. konkret zu 
Ausstandsbegehren BGE 140 I 240 Erw. 2.4). Wer einen Verfahrensmangel nicht 
umgehend rügt, verhält sich regelmässig treuwidrig, wenn er sich später darauf 
beruft. Für formelle Rügen gilt deshalb generell der Grundsatz, dass sie in einem 
späteren Prozessstadium nicht mehr vorgebracht werden können, soweit sie 
früher hätten geltend gemacht werden können (vgl. BGE 135 III 334 Erw. 2.2         
S. 336; Urteil BGer 5A 837/2012 vom 25.6.2013 Erw. 5 mit Hinweisen). Dies be-
dingt, dass eine Behörde der betroffenen Person etwa auch den Namen eines 
beizuziehenden Sachverständigen frühzeitig mitteilt, damit diese in der Lage ist, 
noch vor dem eigentlichen Gutachten gesetzliche Ausstands- und Ablehnungs-
gründe geltend zu machen (vgl. BGE 136 V 117 Erw. 3.3.1.1).

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2.4.1 Aktenmässig erstellt ist, dass die Tierärztin med.vet. D.________ mehrfach 
Gutachten - namentlich am 24. März 2020, 26. Januar 2019 sowie 29. Dezember 
2016 - verfasst und sich insoweit bereits zuvor mit der Hündin der Beschwerde-
führer befasst hatte (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]). Den Vorinstanzen dienten 
diese beim angefochtenen RRB Nr. 981/2020 vom 22. Dezember 2020 bzw. mit-
angefochtenem Einspracheentscheid vom 10. August 2020 denn auch unbestrit-
tenermassen als Entscheidgrundlage (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

2.4.2 Soweit die Beschwerdeführer darin den Anschein einer Befangenheit er-
kennen wollen, gilt es darauf hinzuweisen, dass allein der Umstand, dass eine 
sachverständige Person wiederholt für eine Begutachtung herangezogen wird, 
für sich alleine noch keinen Grund für die Annahme einer Befangenheit darstellt 
(vgl. BGE 114 Ia 279 Erw. 1). Mithin vermag der Umstand, dass sich die sach-
verständige Tierärztin med.vet. D.________ bereits mehrfach mit der Angele-
genheit befasst bzw. tierärztliche Gutachten verfasst hatte, für sich allein noch 
keine mangelnde Objektivität und Befangenheit zu begründen. 

Was eine mögliche Abhängigkeit aufgrund von wiederholt erteilten Aufträgen an 
med.vet. D.________ anbelangt, so hat das Bundesgericht mit Urteil 
9C_504/2018 vom 3. Dezember 2018 (Erw. 4.3) unter Verweis auf seine mehr-
fach bestätigte Praxis entschieden, dass der regelmässige Beizug eines Exper-
ten, die Anzahl der beim selben Arzt in Auftrag gegebenen Gutachten und Be-
richte sowie das daraus resultierende Honorarvolumen für sich alleine noch keine 
qualifizierende Abhängigkeit schaffe. Mithin vermag ein Auftragsverhältnis eines 
Sachverständigen zum Auftraggeber für sich alleine nicht schon auf mangelnde 
Objektivität und Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Um-
stände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als 
begründet erscheinen lassen. Vor diesem Hintergrund ist mit der Vorinstanz zu 
entgegnen, dass weder die Anzahl der an med.vet. D.________ erteilten Aufträ-
ge noch das damit verbundene Honorarvolumen einen Grund zur Annahme bil-
den, ihre Unabhängigkeit sei gefährdet (vgl. RRB Nr. 981/2020 vom 22.12.2020 
Erw. 4.3). 

Desgleichen kann auch aus dem Umstand, dass med.vet. D.________ allenfalls 
im früheren Stadium des vorliegenden Prozesses eine den Beschwerdeführern 
nicht genehme Ansicht vertrat, noch nicht auf ihre Befangenheit geschlossen 
werden (vgl. BGE 132 V 93 Erw. 7.2.2). Die lediglich pauschal vorgebrachte Be-
fangenheit vermag die Gutachten von med.vet. D.________ nicht in Zweifel zu 
ziehen. 

Umstände, wonach sich med.vet. D.________ im früheren Verfahren über die 
Beschwerdeführer unnötig oder in unsachlicher Weise geäussert hätte, bringen 

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die Beschwerdeführer weder vor, noch ist entsprechendes ersichtlich. Im Gegen-
teil, bringen die Beschwerdeführer klar und unmissverständlich zum Ausdruck, 
dass die Begutachtungen durch med.vet. D.________ "gut und korrekt" waren. 
Schliesslich kommt es ohnehin nicht auf das subjektive Empfinden einer Partei 
noch anderweitiger, im Verfahren nicht involvierter Personen an (vgl. Telefonno-
tiz der Vorinstanz 1 vom 2.1.2019); das Misstrauen in die Unvoreingenommen-
heit muss in objektiver Weise begründet erscheinen (vgl. BGE 131 I 113 
Erw. 3.4). Solche Befürchtungen lassen sich vorliegend aufgrund der Akten je-
doch objektiv nicht erhärten.

Schliesslich hatte die Vorinstanz den Beschwerdeführern vor der Abklärung der 
Hündin vom 22. Januar 2019 mitgeteilt, dass diese durch die den Beschwerde-
führern bereits bekannte med.vet. D.________ erfolgen werde (vgl. Mail der Vor-
instanz 1 vom 8.1.2019 an die Beschwerdeführer [Vi-act. II-01 [Dossier gelb]). 
Hiergegen hatten die Beschwerdeführer nicht opponiert. Im Rahmen der Stel-
lungnahme vom 30. April 2020 zum Aktengutachten vom 24. März 2020 resp. der 
angedrohten Massnahme wurden keine Einwände gegen med.vet. D.________ 
erhoben. Auch die Einsprache vom 7. Juli 2020 enthält keine entsprechenden 
Rügen. Wenn die Beschwerdeführer nunmehr (resp. vor Regierungsrat) fehlende 
Unabhängigkeit von med.vet. D.________ rügen, erfolgt dies verspätet und ist 
nicht zu hören (vgl. oben Erw. 2.3.3). Es gibt keinen Grund, dass diese Vorwürfe 
nicht direkt nach Vorliegen der letzten Expertise hätten erhoben werden können.

2.5 Die von den Beschwerdeführern vorgetragenen Umstände sind aber ohne-
hin nicht geeignet, den Anschein der Befangenheit auf Seiten der beigezogenen 
sachverständigen Tierärztin med.vet. D.________ zu begründen. Insbesondere 
ihre tierärztlichen Gutachten vom 24. März 2020 - wie auch die weiteren Gutach-
ten vom 26. Januar 2019 sowie vom 29. Dezember 2016 - beinhalten unbestrit-
tenermassen eine fachliche, auf wissenschaftlichen Grundlagen basierende Be-
urteilung. Die Beurteilung basiert auf den gemeldeten Vorfällen, den Stellung-
nahmen der Beschwerdeführer sowie einer persönlichen Abklärung durch 
med.vet. D.________; mithin auf umfassenden Grundlagen. Inwiefern die Beur-
teilung inhaltlich mangelhaft sein sollte, begründen die Beschwerdeführer nicht 
weiter, keinesfalls substantiiert. Insgesamt erweist sich die Beurteilung der Sach-
verständigen für die Feststellung des vorliegend entscheidrelevanten Sachver-
halts als voll beweiswertig; es liegen keine Gründe für die Einholung eines weite-
ren Gutachtens vor. Dem entsprechenden Begehren wird daher nicht entspro-
chen.

3.1 Mit vorliegend angefochtenem RRB Nr. 981/2020 vom 22. Dezember 2020 
bestätigte die Vorinstanz 2 die für die Hündin C.________ mit Verfügung vom 18. 

11

Juni 2020 bzw. Einspracheentscheid vom 10. August 2020 angeordnete Maul-
korbpflicht in öffentlich zugänglichen Bereichen. Die Vorinstanz 2 begründete die 
Abweisung der Verwaltungsbeschwerde mit den unbestritten gebliebenen Vor-
kommnissen und der erhöhten Gefährlichkeit der Hündin C.________ (vgl. ange-
fochtener RRB Erw. 3/4). Vor diesem Hintergrund erweise sich die Maulkorb-
pflicht zwecks Vermeidung weiterer Vorfälle bzw. Schutzes der körperlichen Un-
versehrtheit der Menschen und Tiere in der Öffentlichkeit als folgerichtig. Die 
Maulkorbpflicht sei zudem verhältnismässig, da mildere Massnahmen - nament-
lich problemorientiertes Hundetraining sowie Leinenpflicht - nicht mehr in Be-
tracht kämen; diese seien nicht ausreichend, wie sich gezeigt habe (vgl. ange-
fochtener RRB Erw. 4/4.1).

3.2 Dagegen setzen sich die Beschwerdeführer zur Wehr mit der Begründung, 
die Maulkorbpflicht erweise sich als unverhältnismässig (vgl. Beschwerde vom 
18.1.2021 Ziff. 2/6/7; vgl. Ingress lit. E/G). Die Beschwerdeführer bestreiten die 
Vorfälle - bis auf denjenigen vom 11. Oktober 2018 (vgl. Ziff. 3) - nicht; allerdings 
würden diese weit zurückliegen, wobei sich seit dem letzten Vorfall vom 
4. Dezember 2019 nichts mehr zugetragen habe; das Hundetraining zeige seine 
Wirkung (vgl. Ziff. 2). Auch sei es bei den Vorkommnissen nie zu erheblichen 
Verletzungen gekommen; die Höhe der Arztrechnungen beweise dies (vgl. 
Ziff. 6). Weiter bringen die Beschwerdeführer vor, einer Maulkorbpflicht bedürfe 
es nicht, da das öffentliche Interesse auch durch die mildere Massnahme der 
Leinenpflicht sichergestellt werden könne (vgl. Ziff. 7).

3.3 Mithin bildet die für die Hündin C.________ angeordnete Maulkorbpflicht 
Streitgegenstand des vorliegenden Verfahrens. Nachstehend gilt es deren 
Rechtmässigkeit zu beurteilen.

4.1 Die Vorinstanz 2 hat die massgeblichen rechtlichen Bestimmungen bezüg-
lich des Vollzugs des Tierschutzgesetzes und der Gesetzgebung im Bereich ge-
fährlicher Hunde unbestrittenermassen zutreffend wiedergegeben (Art. 32 Abs. 2 
des Tierschutzgesetzes [TSchG; SR 455] vom 16.12.2005 i.V.m. Art. 8b Abs. 1 
lit. b und g Konkordat) sowie der Vorschriften über die Tier- bzw. Hundehaltung 
(vgl. Art. 77 ff. TSchV; vgl. angefochtenen RRB Nr. 981/2020 vom 22.12.2020 
Erw. 1.1 und Erw. 2/2.1). Darauf kann ohne weiteres verwiesen werden. Bleibt zu 
ergänzen, dass der Erlass und Vollzug von Vorschriften, welche die Hundehal-
tung aus Gründen der öffentlichen Sicherheit beschränken, in die Kompetenz der 
Kantone fällt (trotz der Vorschriften von Art. 77 bis 79 TSChV; Urteil BGer 
2C_148/2019 vom 27.5.2019 Erw. 3.1). Vorliegend steht die Gewährleistung der 
öffentlichen Sicherheit im Vordergrund (und nicht der Tierschutz), erfolgt doch die 

12

Anordnung der Maulkorbpflicht aus sicherheitspolizeilichen Gründen, so dass die 
Rechtsgrundlage hierzu im kantonalen Recht liegt.

4.2 Der Regierungsrat legt die Massnahmen fest, welche bei verhaltensauffälli-
gen Hunden getroffen werden können (§ 27 Abs. 1 des Veterinärgesetzes [VetG; 
SRSZ 312.420] vom 26.10.2011). Gemäss § 5 Abs. 1 der vom Regierungsrat er-
lassenen Veterinärverordnung (VetV; SRSZ 312.421) vom 14. Februar 2012 ord-
net der Kantonstierarzt die erforderlichen Massnahmen an, wenn die Halter von 
Hunden ihren Pflichten nicht nachkommen (lit. a), Bissverletzungen gemeldet 
werden (lit. b), ein schwerwiegender Verdacht einer Bedrohung besteht (lit. c) 
oder Verhaltensauffälligkeiten festgestellt werden (lit. d). Im Massnahmenkatalog 
von § 5 Abs. 2 VetV kann er insbesondere Weisungen über Erziehung, Pflege 
oder Unterbringung des Hundes erlassen (lit. a), Weisungen über Beaufsichti-
gung einschliesslich Leinen- und Maulkorbzwang erlassen (lit. b), einen Hund zu-
lasten des Halters unter Beobachtung stellen (lit. c), einen Wesenstest des Hun-
des anordnen (lit. d), den Besuch eines Erziehungskurses anordnen (lit. e) oder 
in schwerwiegenden Fällen die Hundehaltung verbieten oder die Beseitigung des 
Hundes anordnen (lit. f).

Damit kann festgehalten werden, dass für die angeordnete Auflage der Maul-
korbpflicht eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage besteht (§ 27 Abs. 2 VetG 
i.V.m. § 5 Abs. 2 lit. b VetV) und für deren Anordnung der Kantonstierarzt zu-
ständig ist. 

4.3 Bei der Anordnung von erforderlichen Massnahmen steht der Vollzugs-
behörde ein Ermessen zu. Sie ist jedoch nicht völlig frei, sondern hat ihr Ermes-
sen pflichtgemäss auszuüben. Ferner hat sie sich an den allgemeinen Rechts-
grundsätzen und den verwaltungsrechtlichen Grundprinzipien, namentlich dem 
Rechtsgleichheitsgebot, dem Gebot von Treu und Glauben und dem Grundsatz 
der Verhältnismässigkeit zu orientieren (vgl. Marco Donatsch, in: Griffel [Hrsg.], 
Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 
3. Auflage, Zürich 2014 [Kommentar VRG], § 50 N. 24 ff.; Häfelin/ Müller/ Uhl-
mann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage, Zürich/ St. Gallen, 2016,      
Rz. 409). Verhältnismässiges staatliches Handeln, das allgemein Ausdruck in Art. 
5 Abs. 2 BV findet und unter dem Gesichtswinkel der Einschränkung von Grund-
rechten nach Art. 36 Abs. 3 BV zu beachten ist, setzt voraus, dass die Verwal-
tungsmassnahmen zur Verwirklichung des im öffentlichen Interesse liegenden 
Ziels geeignet und erforderlich sind. Im Übrigen muss der angestrebte Zweck in 
einem vernünftigen Verhältnis zu den Belastungen stehen, die dem Privaten auf-
erlegt werden. Eine Massnahme ist unverhältnismässig, wenn das Ziel mit einem 
weniger schweren Eingriff erreicht werden kann (vgl. BGE 137 I 31 Erw. 7.5.2; 

13

BGE 136 I 87 Erw. 3.2; BGE 130 II 425 Erw. 5.2; BGE 126 I 112 Erw. 5b; Urteil 
BGer 2C_1200/2012 vom 3.6.2013 Erw. 4.3; Häfelin/ Müller/ Uhlmann, a.a.O. Rz. 
514). 

5. Die Vorinstanzen betrachten die Hündin C.________ als Sicherheitsrisiko 
und leiten daraus eine erhebliche Gefährdung des Lebens und der körperlichen 
Integrität in der Öffentlichkeit ab, was A.________ (als Hundehalterin) und 
B.________ (als Hundeführer) im Wesentlichen bestreiten. Zunächst gilt es da-
her nachstehend auf die vorliegend relevanten Ereignisse näher einzugehen, 
wobei die Beschwerdeführer die vorgeworfenen Vorfälle - bis auf denjenigen vom 
11. Oktober 2018 - im Grundsatz nicht bestreiten (vgl. hierzu auch vorstehend 
Ingress lit. B-E).

5.1 Ein erster Vorfall ereignete sich am 21. August 2016, als die Hündin 
C.________ beim Kreuzen eines anderen Hundes sowie dessen Halters letzte-
ren ins Bein biss, sodass sich jener in ärztliche Behandlung begeben musste. In 
der Folge beauftragte die Vorinstanz 1 die Fachtierärztin med.vet. D.________ 
mit der verhaltensmedizinischen Abklärung der Gefährlichkeit der Hündin. Diese 
attestierte der Hündin C.________, welche der FCI-Rassengruppe 1 der Hüte- 
und Treibhunde zugeteilt ist, mit Gutachten vom 29. Dezember 2016 eine erhöh-
te Gefährlichkeit und empfahl Massnahmen zum Schutz anderer Hunde und 
Menschen. In der Folge sowie nach Stellungnahme der Beschwerdeführer vom 
2. Februar 2017 verfügte die Vorinstanz 1 am 27. April 2017 eine Leinenpflicht 
für die Hündin. Diese Anordnung blieb denn auch unangefochten (vgl. Ingress 
Bst. B; Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

5.2 Ein weiterer Vorfall ergab sich am 3. Juli 2017, nachdem B.________ die 
Hündin zum Trinken abgeleint hatte. Als Folge davon büxte sie aus, griff einen 
anderen Hund an und fügte ihm Bisswunden zu, welche von einem Tierarzt ver-
sorgt werden mussten. In der Folge drohte die Vorinstanz 1 den Beschwerdefüh-
rern mit Schreiben vom 5. Oktober 2017 bei einem weiteren Vorfall mit ihrer 
Hündin weitere Massnahmen - namentlich eine Maulkorbpflicht - an. Hierzu nah-
men die Beschwerdeführer mit Schreiben vom 24. Oktober 2017 Stellung. Der 
Vorfall hatte zudem strafrechtliche Konsequenzen und führte zum Strafbefehl 
vom 16. Juli 2018, mit welchem B.________ wegen ungenügender Beaufsichti-
gung der nicht angeleinten Hündin von der Staatsanwaltschaft F.________ 
schuldig gesprochen und mit einer Busse bestraft wurde. Dieser Strafbefehl blieb 
unangefochten (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

5.3 Am 7. Oktober 2018 wurde eine weitere Hundebissverletzung einer Person 
gemeldet. Gemäss Ausführungen der Beschwerdeführer soll an diesem Tag auf 

14

einem Spaziergang eine Velofahrerin ihre Hündin angefahren (und nicht die 
Hündin die Fahrerin angegriffen) haben, als jene B.________ und die Hündin von 
hinten kommend überholen wollte. B.________ selber sei beim Überholvorgang 
erschrocken, habe die Hündin sofort abgerufen, worauf sie sich nach links ge-
dreht habe und mit der Schnauze an das Bein der Velofahrerin geprallt sei. Dabei 
habe wohl einer der Eckzähne der Hündin eine kleine Wunde am Schienbein der 
Velofahrerin verursacht; sie habe die Velofahrerin aber nicht gebissen (vgl. Fra-
gebogen vom 23.10.2018; Vi-act. II-01 [Dossier gelb];Beschwerde vom 
18.1.2021 Ziff. 3 i.V.m. RRB 981/2020 vom 22.12.2020 
Erw. 3.2.1). 

Verletzungen bei der Hündin infolge eines Anfahrunfalls machen die Beschwer-
deführer nicht geltend. Hingegen hat der die Velofahrerin notfallmässig behan-
delnde Arzt noch gleichentags am rechten Knie objektiv zwei Bissspuren, wovon 
einmal mit Hautperforation bis in die untere Schicht der Haut, festgestellt. Dies 
wird durch das Bild zum Polizeirapport vom 27. Oktober 2018 bestätigt. Der Vor-
fall hatte zudem zu einer Strafanzeige seitens der Velofahrerin geführt. Darin 
schildert sie einen anderen Sachverhalt als B.________: Sie sei mit dem Partner 
Velo gefahren. Sie hätten sich B.________ mit Hund (an langer Leine) von hinten 
langsam genähert; der Partner habe geklingelt und dann langsam auf der andern 
Wegseite überholt. Herr und Hund seien wohl dennoch erschrocken, worauf der 
Hund auf ihren Partner gesprungen sei, ihn aber nicht erwischt habe, der Herr 
habe den Hund an der Leine zu sich gezogen. Als der Hund beim Herrn gewesen 
sei, habe sie vorbeifahren wollen, worauf der Hund auf sie losgekommen sei und 
sie gebissen habe. Nachdem sich B.________ anlässlich einer Vergleichsver-
handlung bei der Velofahrerin entschuldigt hatte, zog sie die Strafanzeige zurück, 
ohne von ihrer Sachverhaltsdarstellung abzurücken. Diesbezüglich lässt sich der 
Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft F.________ vom 29. November 
2019 unmissverständlich entnehmen, dass die Velofahrerin ihre Anzeige erst an-
gesichts der Entschuldigung von B.________ zurückgezogen hatte (vgl. Vi-act. 
II-01 [Dossier gelb]). Kommt hinzu, dass sich die Tierärztin med.vet. D.________ 
in ihrem Bericht vom 26. Januar 2019 bezüglich des Vorfalls vom 7. Oktober 
2018 dahingehend äusserte, dass die Hündin bei der Überprüfung nicht sonder-
lich gut abrufbar gewesen war, weshalb davon ausgegangen werden müsse, 
dass es unwahrscheinlich sei, dass die Verletzung bei der Velofahrerin aufgrund 
eines Unfalls und nicht aufgrund eines Bisses zustande kam; es müsse davon 
ausgegangen werden, dass es sich um eine Distanzierungsaggression gehandelt 
habe (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]). Was die Beschwerdeführer dem entge-
genhalten, ist nicht geeignet, den Vorwurf des am 7. Oktober 2018 durch die 
Hündin erfolgten Bisses zu entkräften; deren Einwände müssen als reine 

15

Schutzbehauptungen zu Gunsten der Hündin bzw. der Beschwerdeführer gewer-
tet werden (vgl. angefochtenen RRB Nr. 981/2020 vom 22.12.2020 Erw. 3.2.2). 
So fällt etwa auch auf, dass die in der polizeilichen Einvernahme vom 23. Okto-
ber 2019 von B.________ gegebene Antwort, mit Menschen und Fahrzeugen sei 
es noch nie zu einem Zwischenfall gekommen, nachweislich falsch war (vgl. 
oben Erw. 5.1). Zudem erscheint bei der beschwerdeführerischen Sachverhalts-
schilderung fraglich, ob eine Velofahrerin bei den gegebenen Platzverhältnissen 
und der bei Velofahrern erfahrungsgemäss bestehenden Vorsicht gegenüber 
Hunden an der - unbestrittenermassen - langen Leine einen Weg wählt, bei dem 
sie die Hündin anfährt, statt ihr auszuweichen (zumal die Velofahrerin die nach-
fahrende Fahrerin war, mithin war ein Fahrer bereits vorbei). Auch ist nur schwer 
vorstellbar, dass ein reiner Anprall zu der fotografisch festgehaltenen Wunde 
führen kann, die der behandelnde Arzt zudem als Biss diagnostiziert hat. Sollte 
zum andern B.________ der Ansicht sein, dass sich die Velofahrerin durch den 
unvorsichtigen Überholvorgang nicht ganz korrekt verhalten habe, so ist dem zu 
entgegnen, dass in der vorliegenden Situation - namentlich Erschrecken durch 
vorbeifahrende Velofahrer - dennoch von einem Aggressionsverhalten der Hün-
din, welcher bereits zuvor eine erhöhte Gefährlichkeit attestiert wurde, auszuge-
hen ist (vgl. vorstehend Erw. 5.1). Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die 
Vorinstanz 2 feststellte, die Unfalldarstellung der Beschwerdeführer sei wenig 
glaubhaft, vielmehr sei von einem Biss auszugehen.

5.4 Gemäss Meldung zu Handen der Vorinstanz 1 vom 12. Oktober 2018 könn-
te die beschwerdeführerische Hündin in einen weiteren Vorfall verwickelt gewe-
sen sein. Ein unbekannter Schäferhund (braun/ schwarz) soll am 11. Oktober 
2018 im Naturschutzgebiet Sägel einen Jogger angegriffen haben. Der Halter 
habe den angeleinten Hund zurückzuhalten versucht, gleichwohl sei es zu einer 
Bissverletzung gekommen, woraufhin sich der Jogger am darauffolgenden Tag in 
ärztliche Behandlung begeben musste. Der Jogger konnte zwar nicht den Namen 
des Hundehalters, indes seine Adresse (________) nennen (vgl. Vi-act. II-03 
[Dossier gelb]). An der genannten Adresse sind unbestrittenermassen die Be-
schwerdeführer wohnhaft (vgl. hierzu vorstehend Rubrum). Die Beschwerdefüh-
rer bestreiten, bei diesem Vorfall involviert gewesen zu sein (vgl. Beschwerde 
vom 18.1.2021 Ziff. 3). Da der Sachverhalt in dieser Hinsicht nicht verlässlich er-
stellt ist, muss dieses Ereignis vorliegend zurückhaltend gewürdigt werden (vgl. 
RRB Nr. 981/2020 vom 22.12.2020 Erw. 4).

5.5 Als Folge der gemeldeten Vorfälle vom 7. und vom 11. Oktober 2018 ver-
fügte die Vorinstanz 1 am 25. Oktober 2018 vorsorglich eine Maulkorbpflicht für 
die Hündin. Nach einer verhaltensmedizinischen Abklärung am 22. Januar 2019 

16

im Tierheim E.________ durch die Tierärztin med.vet. D.________ (vgl. Gutach-
ten vom 26.1.2019) sowie nach Gewährung des rechtlichen Gehörs (vgl. Stel-
lungnahme der Beschwerdeführer vom 25.2.2019), ordnete die Vorinstanz 1 am 
4. März 2019 gestützt auf die Empfehlung der Tierärztin - infolge der erhöhten 
Gefährlichkeit der Hündin - ein problemorientiertes Hundetraining an, um die Lei-
nenführigkeit und Hundebegegnungen zu üben (vgl. Disp.-Ziff. 1/2); gleichzeitig 
hob sie die vorsorgliche Massnahme der Maulkorbpflicht auf (vgl. Disp.-Ziff. 3). 
Diese Anordnung blieb unangefochten. Die Beschwerdeführer absolvierten das 
problemorientierte Hundetraining mit ihrer Hündin innert Frist. Hierauf informierte 
die Vorinstanz 1 mit Schreiben vom 8. November 2019 die Beschwerdeführer, 
dass keine weiteren Abklärungen vorgesehen seien; gleichzeitig stellte sie wei-
terführende Massnahmen bei erneuten Meldung wegen aggressivem Verhalten 
ihrer Hündin in Aussicht (vgl. Vi-act. II-01 [Dossier gelb]).

5.6 Gemäss den vorliegenden Akten ergab sich schliesslich ein letzter Vorfall 
am 4. Dezember 2019. Dieser bildet Gegenstand des vorliegend angefochtenen 
Entscheides. Beim Spaziergang griff die Hündin der Beschwerdeführer einen an-
deren Hund an und verletzte diesen so stark, dass eine tierärztliche Behandlung 
nötig wurde. Dies, nachdem sich der Leinenkarabiner öffnete und sich die Hündin 
von B.________ absetzen konnte. In der Folge verfügte die Vorinstanz 1 am 
18. Juni 2020 gestützt auf die Gutachterempfehlung von med.vet. D.________ 
vom 24. März 2020 sowie nach Gewährung des rechtlichen Gehörs bzw. An-
hörung der Beschwerdeführer am 30. April 2020 die vorliegend umstrittene Maul-
korbpflicht, welche sie auf Einsprache hin mit Einspracheentscheid vom 10. Au-
gust 2020 bestätigte.

5.7 Zusammenfassend ergibt sich mit Blick auf die oberwähnte Aktenlage, 
dass seit 2016 eine mehrjährige Vorgeschichte mit diversen Vorfällen - selbst bei 
ausser Acht lassen des umstrittenen Vorfalls vom 11. Oktober 2018 - und mehre-
ren früheren Verfügungen bzw. Anordnungen diverser Massnahmen seitens der 
Vorinstanz 1 sowie eines Strafbefehls seitens der Staatsanwaltschaft wegen 
Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz zur ausgesprochenen Leinenpflicht 
und dann Maulkorbpflicht geführt haben. Aktenkundig sowie von der Tierärztin 
med.vet. D.________ bestätig ist sodann, dass die Hündin der Beschwerdeführer 
wiederholt andere Hunde und auch Menschen gebissen hat und von einer erhöh-
ten Gefährlichkeit ihrer Hündin auszugehen ist. Gleichermassen bestätigen die 
Beschwerdeführer mehrfach, dass es sich bei C.________ um keine einfache 
Hündin handelt (vgl. u.a. Vi-act. II-01 [Dossier gelb: Schreiben der Beschwerde-
führer vom 10.1.2020 an die Vorinstanz 2]). Dies wird bestätigt durch den Ab-
schlussbericht des Hundetrainings vom 20. Oktober 2019, wo angemerkt ist, 

17

C.________ sei vom Grundgerüst her eher impulsiv reagierend (Vi-act. II-01 
[Dossier gelb]). Unter diesen Umständen ist die entscheidrelevante Sachverhalts-
feststellung der Vorinstanzen, wonach die Hündin der Beschwerdeführer in der 
Öffentlichkeit eine Gefahr für die Sicherheit von Mensch und Tier darstellt bzw. 
eine Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit gegeben ist, nicht zu beanstan-
den.

6.1 Zu klären gilt es, ob sich die angeordnete Massnahme der Maulkorbpflicht 
aufgrund der oberwähnten Vorfälle für die Hündin C.________ als verhältnis-
mässig erweist (vgl. oben Erw. 4.3).

6.2 Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit verlangt, dass eine Massnahme 
für das Erreichen des im öffentlichen oder privaten Interesse liegenden Zieles 
geeignet und erforderlich ist und sich für die Betroffenen in Anbetracht der 
Schwere der Einschränkung als zumutbar erweist. Es muss eine vernünftige 
Zweck-Mittel-Relation vorliegen (BGE 143 I 403 Erw. 5.6.3; BGE 138 I 331 Erw. 
7.4.3.1; Urteil BGer 1C_273/2020 vom 5.1.2021 Erw. 5.5; Häfelin/ Müller/ Uhl-
mann, a.a.O., Rz 522/527). 

6.3 Es besteht ein öffentliches Interesse, dass die von (potenziell) gefährlichen 
Hunden ausgehenden Risiken für Menschen und Tiere, nämlich die Gefährdung 
des Lebens und der körperlichen Integrität (Art. 10 Abs. 1 und 2 sowie Art. 11 
Abs. 1 BV), vermieden werden (BGE 136 I 1 Erw. 5.4.1; BGE 134 I 293 
Erw. 5.2.1; BGE 133 I 249 Erw. 4.2 = Pra 97/2008 Nr. 22 Erw. 4.2). Dieses Ziel, 
Schutz der Bevölkerung und Tiere, muss mit verhältnismässigen (geeigneten, er-
forderlichen und zumutbaren) Massnahmen erreicht werden.

6.4 Insgesamt erscheint die angeordnete Massnahme zur Wahrung des Schut-
zes der Bevölkerung und Tiere als geeignet, um Situationen, wie sie sich in der 
Vergangenheit mehrfach zugetragen haben, zu vermeiden. Die Hündin 
C.________ hat unter der Führung von B.________ mehrfach ein unvermitteltes, 
teilweise aggressives Verhalten gezeigt bzw. unbestrittenermassen Bissverlet-
zungen an Mensch und Hund verursacht. Das Mass der Verletzungen bzw. die 
Frage nach der Erheblichkeit der Verletzungen und mithin die Höhe der entspre-
chenden Arztrechnungen ist entgegen der beschwerdeführerischen Ansicht nicht 
von ausschlaggebender Bedeutung (vgl. Beschwerde vom 18.1.2021 Ziff. 6). Im 
Vordergrund steht vielmehr, dass überhaupt mehrfache Attacken bzw. Bissver-
letzungen gegenüber Mensch und Tier durch die beschwerdeführerische Hündin 
erfolgen konnten, was die Beschwerdeführer - bis auf den Vorfall vom 11. Okto-
ber 2018 - im Grundsatz denn auch nicht bestreiten (vgl. vorstehend Erw. 5; In-
gress 

18

lit. B-E). Trägt die Hündin C.________ einen Maulkorb sind Bissverletzungen wie 
die vorgefallenen nicht mehr möglich, wodurch die Maulkorbpflicht unweigerlich 
geeignet ist, das im öffentlichen Interesse liegende Ziel zu erreichen.

6.5.1 Was die Erforderlichkeit der umstrittenen Massnahme anbelangt, so gilt zu 
beachten, dass die Hündin C.________ vor dem ersten Vorfall gar keine Mass-
nahme traf (ausser der im Kanton allgemein geltenden Leinenpflicht). Dann wur-
de eine spezifizierte Leinenpflicht angeordnet, die weitere Vorfälle aber nicht ver-
hindern konnte. Hierauf wurde der Besuch eines problemorientierten Hundetrai-
nings angeordnet. Kurz nach dessen Absolvierung kam es erneut zu einem Biss-
vorfall. Es ergibt sich, dass die Beschwerdeführer trotz bestehender Leinenpflicht 
bzw. kurzer Leine und trotz absolviertem Hundetraining die Hündin nicht davon 
abhalten konnten, am 4. Dezember 2019 von der Leine losgelöst erneut einen 
Hund anzugreifen bzw. diesen zu beissen.

Soweit B.________ - wie von ihm dargestellt - beim letzten Vorfall selber aus 
Versehen die Leine bzw. den Karabiner geöffnet haben will, so hat sein diesbe-
zügliches Missgeschick unbeachtlich zu bleiben. Zum einen steht fest, dass - 
trotz Pflicht - sich die Hündin ganz offensichtlich lösen konnte, aus welchem 
Grund auch immer. Die Leinenpflicht ist somit keine Garantie dafür, dass der 
Hund nicht frei herumlaufen kann. Zum andern zeigte der Vorfall, dass die Hün-
din durch die Beschwerdeführer offensichtlich - trotz absolviertem Hundetraining 
- nicht genügend beherrscht werden kann, sobald sie ab der Leine ist. Und 
schliesslich steht auch fest, dass das Angriffs- und Verletzungspotential offen-
sichtlich auch noch vorhanden ist. Da spielt es keine Rolle, dass sich die Leine 
durch ein Missgeschick öffnete. Ganz offensichtlich konnte B.________ die wei-
tere Bissverletzung nicht verhindern. Diesbezüglich führt die Sachverständige 
med.vet. D.________ nachvollziehbar aus, dass solch unvorhergesehene Ereig-
nisse (dass sich die Hündin unversehens von der Leine löst) nie ausgeschlossen 
werden können. Wenn ein solches, nicht ausschliessbares Ereignis aber dazu 
führe, dass C.________ angreife und Mensch und/oder Tier verletze, dann müs-
se dem vorgebeugt werden. Die angeordnete Leinenpflicht habe einen erneuten 
Angriff auf einen anderen Hund nicht verhindern können; die Gefahr von weiteren 
Vorfällen sei daher gegeben (vgl. Gutachten vom 24.3.2020 [Vi-act. II, Dossier 
gelb]). 

Hierbei kann ergänzt werden, dass B.________ als Hundeführer in solchen Si-
tuationen - und namentlich im Wissen um das schwierige Wesen der Hündin 
C.________ - sicherstellen muss, dass er die angeordnete Leinenpflicht unein-
geschränkt einhalten kann, er die Hündin in jeder Situation adäquat zu führen 
vermag. Am 4. Dezember 2019 war dies offenkundig nicht möglich; weder konnte 

19

er die Leinenpflicht umsetzen, noch vermochte er den abgeleinten Hund zu be-
herrschen, was letztlich zum Beissangriff mit Verletzungsfolge führte. Zwar ist 
anzuerkennen, dass sich B.________ bemüht, die Hundebegegnungen sowie die 
Leinenfähigkeit in den Griff zu bekommen. Eine konsequente und korrekte Um-
setzung ist aber - wie gezeigt - nicht garantiert, obschon er dies im Freien selber 
als erforderlich erachtet (vgl. Beschwerde vom 18.1.2021 Ziff. 7). Dabei gilt zu 
beachten, dass die Beschwerdeführer mit der angeordneten spezifizierten Lei-
nenpflicht bereits eine erhöhte Sorgfaltspflicht beim Beaufsichtigen 
ihrer Hündin trifft; es werden zudem strengere Anforderungen an die hundehal-
tende Person gestellt, je problematischer das Wesen und Verhalten einer Hündin 
ist. Auch würde eine Leinenpflicht wenig Sinn machen, wenn die Hündin zwar an 
der Leine geführt wird, sie ihr Fehlverhalten aber dennoch weiter ausleben könn-
te.

Ferner hatten die Beschwerdeführer mit ihrer Hündin im Herbst 2019 ein pro-
blemorientiertes Hundetraining absolviert, anlässlich dessen die Leinenführigkeit 
und Hundebegegnungen geübt wurden. Dieses gezielte Hundetraining scheint 
jedoch ebenfalls nicht die erwünschte Wirkung gebracht zu haben. Denn selbst 
wenn sich gemäss der beschwerdeführerischer Ansicht der Umgang der Hündin 
mit anderen Hunden nach dem Hundekurs verbessert haben sollte, so kam es 
dennoch bereits wieder am 4. Dezember 2019 zu einem Angriff auf einen Hund 
mit Bissverletzung. Mithin vermochten weder die Leinenpflicht noch der Hunde-
kurs einen weiteren Vorfall zu vermeiden; die bisherigen Massnahmen zeigten 
nicht den gewünschten Erfolg.

6.5.2 Nachdem die Sachverständige med.vet. D.________ aufgrund der zahlrei-
chen Zwischenfälle in ihrer nachvollziehbaren und schlüssigen Einschätzung 
vom 24. März 2020 zur Beurteilung gelangte, dass von der nicht völlig kontrollier- 
und abrufbaren Hündin auch weiterhin eine erhöhte Gefährlichkeit ausgeht, 
musste die Vorinstanz 1 weitergehendere Massnahme prüfen. 

Angesichts der Häufigkeit der Vorfälle mit Bissverletzungen erweist sich die 
Maulkorbpflicht als nächst strengere Massnahme als sachlich erforderlich. 
Kommt hinzu, dass die Maulkorbpflicht nur in den öffentlich zugänglichen Berei-
chen gilt, da sich die Beissvorfälle allesamt beim Spaziergang im öffentlichen 
Raum ereignet hatten. Demgegenüber kann sich die Hündin in den privaten 
Räumen der Beschwerdeführer auch weiterhin ohne Maulkorb frei bewegen. Der 
definierte räumliche Geltungsbereich ist nicht zu beanstanden. Die Beschwerde-
führer werden durch die Maulkorbpflicht in ihrer Hundehaltung bzw. -führung 
zwar eingeschränkt, jedoch ist eine weniger einschneidende Massnahme nicht 
denkbar, die im Hinblick auf die Sicherheit von Mensch und Tier in der Öffentlich-

20

keit - angesichts der erhöhten Gefährlichkeit der Hündin - zuverlässig wirken 
könnte. Da unvorhersehbare Ereignisse nicht ausgeschlossen werden können, 
die Hündin C.________ aber weiterhin aggressiv reagiert, ist es nicht vertretbar, 
die bisherigen, milderen Massnahmen aufrecht zu erhalten. 

6.5.3 Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Auflage der Maulkorb-
pflicht für die Hündin C.________ als das erforderliche, mildeste Mittel, zumal 
sich mildere Massnahmen als ungeeignet erwiesen und anderweitige weder er-
sichtlich sind noch von den Beschwerdeführern (substanziiert) vorgebracht wer-
den. Mithin ist die Erforderlichkeit der Maulkorbpflicht - zusätzlich zur Leinen-
pflicht - in öffentlich zugänglichen Bereichen zu bejahen.

6.6 Hinsichtlich der Zumutbarkeit zeigt sich, dass das öffentliche Interesse an 
der Vermeidung von Bissverletzungen durch die Hündin C.________ zweifellos 
das private Interesse der Beschwerdeführer an der auf die bisherige Leinenpflicht 
beschränkte Haltung der achtjährigen Hündin, d.h. am Verzicht auf den Maulkorb 
in den öffentlich zugänglichen Bereichen, überwiegt. In den vergangenen Jahren 
kam es - trotz Auflagen - zu mehreren Verletzungen von Mensch und Tier durch 
die Hündin C.________. Das Interesse, solches zu vermeiden muss als sehr 
gross bezeichnet werden. Demgegenüber ist die neue Einschränkung, dass die 
Hündin C.________ im öffentlichen Raum einen Maulkorb zu tragen hat, zumut-
bar. Mag die Massnahme die Beschwerdeführer in ihrem subjektiven Empfinden 
noch so schwer treffen. Soweit sich die Beschwerdeführer dabei darauf be-
schränken, die Gefährlichkeit ihrer Hündin zu verharmlosen bzw. die zahlreichen 
Vorfälle zu bagatellisieren, so vermögen diese die vorliegend umstrittene Mass-
nahme der Maulkorbpflicht nicht als unzumutbar erscheinen lassen.

6.7 Zusammenfassend ist die umstrittene Maulkorbpflicht in jeder Hinsicht ver-
hältnismässig.

7. Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet und ist abzuweisen.

8. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten (Gerichtsgebühr, Kanzleikos-
ten und Barauslagen) von Fr. 800.-- den unterliegenden Beschwerdeführern (un-
ter solidarischer Haftbarkeit) aufzuerlegen (§ 72 VRP).

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Demnach erkennt das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Die Verfahrenskosten von Fr. 800.-- (Gerichtsgebühr, Kanzleikosten und 
Barauslagen) werden den Beschwerdeführern (unter solidarischer Haftbar-
keit) auferlegt. Sie haben einen Kostenvorschuss in dieser Höhe geleistet, 
womit die Rechnung ausgeglichen ist.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde* 
in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, 1000 Lau-
sanne 14, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das 
Bundesgericht [BGG; SR 173.110] vom 17.6.2005).

Soweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht 
zulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbe-
schwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten 
gerügt werden (Art. 113ff. BGG). 

4. Zustellung an:
- die Beschwerdeführer (2/R)
- den Kantonstierarzt der Urkantone (R)
- das Sicherheitsdepartement, Rechts- und Beschwerdedienst (EB)
- und den Regierungsrat des Kantons Schwyz.

Schwyz, 29. März 2021

Im Namen des Verwaltungsgerichts

Der Vizepräsident:

Die Gerichtsschreiberin:

*Anforderungen an die Beschwerdeschrift 

Die Beschwerdeschrift ist in einer Amtssprache (Deutsch, Französisch, Italienisch, Ru-
mantsch Grischun) abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der 
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. In der Begründung ist in gedrängter Form 
darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Die Urkunden, auf die 
sich die Partei als Beweismittel beruft, sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen 
hat; der angefochtene Entscheid ist beizulegen.

Versand: 6. April 2021

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