# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 3de6a66c-b95c-5291-af57-4c2ef4339ab7
**Source:** Bundesverwaltungsgericht ()
**Court Level:** federal
**Decision Date:** 2022-02-10
**Language:** de
**Title:** Bundesverwaltungsgericht 10.02.2022 D-116/2022
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/CH_BVGer/CH_BVGE_001_D-116-2022_2022-02-10.pdf

## Full Text

B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i f  f éd é r a l  

T r i b u n a l e  am m in i s t r a t i vo  f e d e r a l e  

T r i b u n a l  ad m i n i s t r a t i v  fe d e r a l  

 

 

  

 

 Abteilung IV 

D-116/2022 

law/bah 

 

 
 

  U r t e i l  v o m  1 0 .  F e b r u a r  2 0 2 2  

Besetzung 
 Einzelrichter Walter Lang, 

mit Zustimmung von Richter Daniele Cattaneo; 

Gerichtsschreiber Christoph Basler. 

   

Parteien 

 
A._______, geboren am (…) 

(Beschwerdeführerin 1), 

B._______, geboren am (…) 

(Beschwerdeführerin 2), 

C._______, geboren am (…) 

(Beschwerdeführer 3), 

Pakistan, 

alle vertreten durch lic. iur. Urs Ebnöther, Rechtsanwalt, 

Advokatur Kanonengasse,  

(…), 

Beschwerdeführende, 

 

  
gegen 

  
Staatssekretariat für Migration (SEM), 

Quellenweg 6, 3003 Bern, 

Vorinstanz. 

   

Gegenstand 

 
Asyl und Wegweisung;  

Verfügung des SEM vom 8. Dezember 2021 / N (…). 

 

 

D-116/2022 

Seite 2 

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest, 

dass die Beschwerdeführenden, pakistanische Staatsangehörige mit letz-

tem Wohnsitz in D._______ (Provinz E._______), am 26. August 2021 in 

die Schweiz einreisten, wo sie am 13. September 2021 um Asyl 

nachsuchten, 

dass das SEM mit ihnen am 20. September 2021 die Personalienauf-

nahme (PA) durchführte und sie am 8. November 2021 zu ihren Asylgrün-

den anhörte, 

dass sie zur Begründung der Asylgesuche im Wesentlichen geltend 

machten, sie hätten Pakistan verlassen müssen, nachdem die Beschwer-

deführerin 1 im Jahr 2016 eine Beziehung mit einem der christlichen Reli-

gion zugehörigen Mann eingegangen sei und einem Maulavi (islamischer 

Gelehrter) eröffnet habe, sie wolle diesen heiraten, 

dass der Maulavi mit anderen Maulavi über das Ehevorhaben gesprochen 

habe, worauf diese tagelang vor das Haus der Beschwerdeführenden ge-

kommen seien, (Todes)Drohungen gegen sie ausgestossen und Schüsse 

abgefeuert hätten, 

dass ein guter Freund des Schwiegervaters der Beschwerdeführerin 1 

– sie bezeichnete ihn als «Onkel» – die Beschwerdeführenden mit Essen 

versorgt habe, und sie nach zirka acht Tagen der Bedrohung nach 

F._______ zu einer Freundin der Beschwerdeführerin 1 geflohen seien, bei 

der sie bis zu ihrer Ausreise in den G._______ geblieben seien, 

dass der Onkel die Beschwerdeführenden in den Jahren 2018 und 2019 

im G._______ besucht habe, was den anderen Maulavi nicht entgangen 

sei, 

dass der Onkel von den Maulavi bedroht worden sei, weil er die Beschwer-

deführenden im G._______ besucht habe, und im Jahr 2020 von diesen 

ermordet worden sei, 

dass sie im Oktober 2020 nach H._______ gezogen seien, wo Sie noch-

mals fast ein Jahr gelebt hätten, bis sie aus Angst im August 2021 in die 

Schweiz geflogen seien, 

D-116/2022 

Seite 3 

dass das SEM mit Verfügung vom 8. Dezember 2021 – eröffnet am 10. De-

zember 2021 – feststellte, die Beschwerdeführenden erfüllten die Flücht-

lingseigenschaft nicht, die Asylgesuche vom 13. September 2021 ab-

lehnte, und die Wegweisung verfügte sowie den Vollzug derselben anord-

nete, 

dass das SEM zur Begründung im Wesentlichen anführte, die Vorbringen 

der Beschwerdeführenden hielten den Anforderungen an die Flüchtlingsei-

genschaft gemäss Art. 3 AsyIG nicht stand, 

dass die Beschwerdeführenden durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe 

vom 10. Januar 2022 gegen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungs-

gericht Beschwerde erhoben und beantragten, die Verfügung des SEM sei 

aufzuheben, es sei ihre Flüchtlingseigenschaft festzustellen und das SEM 

sei anzuweisen, ihnen Asyl zu gewähren, eventualiter sei das SEM anzu-

weisen, die vorläufige Aufnahme anzuordnen, subeventualiter sei die Sa-

che zur rechtsgenüglichen Sachverhaltsabklärung sowie zur neuen Ent-

scheidung an das SEM zurückzuweisen, 

dass sie in verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten, ihr Verfahren sei mit 

jenen ihrer Kinder beziehungsweise Geschwister zu koordinieren, es sei 

die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen, auf die Erhebung eines 

Kostenvorschusses zu verzichten, und es sei ihnen in der Person des Un-

terzeichnenden ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, 

dass der Instruktionsrichter die Gesuche um Gewährung der unentgeltli-

chen Rechtspflege, Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses 

und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands mit Zwischenverfü-

gung vom 13. Januar 2022 abwies und die Beschwerdeführenden auffor-

derte, bis zum 28. Januar 2022 einen Kostenvorschuss von Fr. 500.– zu 

leisten, unter der Androhung, bei ungenutzter Frist werde auf die Be-

schwerde nicht eingetreten, 

dass er zudem bestätigte, die Beschwerdeverfahren D-108/2022,  

D-110/2022, D-114/2022 und D-116/2022 würden koordiniert behandelt, 

dass der mit Zwischenverfügung vom 13. Januar 2022 erhobene Kosten-

vorschuss am 27. Januar 2022 eingezahlt wurde, 

 

 

D-116/2022 

Seite 4 

und zieht in Erwägung, 

dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig 

über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 VwVG) des SEM entschei-

det, ausser – was vorliegend nicht der Fall ist – bei Vorliegen eines Auslie-

ferungsersuchens des Staates, vor welchem die beschwerdeführende Per-

son Schutz sucht (Art. 105 AsylG [SR 142.31] i.V.m. Art. 31–33 VGG; 

Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG), 

dass die Beschwerdeführenden am Verfahren vor der Vorinstanz teilge-

nommen haben, durch die angefochtene Verfügung besonders berührt 

sind, ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung beziehungsweise 

Änderung haben und daher zur Einreichung der Beschwerde legitimiert 

sind (Art. 105 AsylG i.V.m. Art.  37 VGG und Art. 48 Abs. 1 VwVG), 

dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde einzutreten ist 

(Art. 108 Abs. 2 AsylG; Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 37 VGG und Art. 52 Abs. 1 

VwVG), zumal der erhobene Kostenvorschuss fristgerecht eingezahlt 

wurde, 

dass sich die Kognition des Bundesverwaltungsgerichts und die zulässigen 

Rügen im Asylbereich nach Art. 106 Abs. 1 AsylG richten, im Bereich des 

Ausländerrechts nach Art. 49 VwVG (vgl. BVGE 2014/26 E. 5), 

dass über offensichtlich unbegründete Beschwerden in einzelrichterlicher 

Zuständigkeit mit Zustimmung eines zweiten Richters entschieden wird 

(Art. 111 Bst. e AsylG) und es sich, wie nachfolgend aufgezeigt, um eine 

solche handelt, weshalb das Urteil nur summarisch zu begründen ist 

(Art. 111a Abs. 2 AsylG), 

dass gestützt auf Art. 111a Abs. 1 AsylG auf einen Schriftenwechsel ver-

zichtet wurde, 

dass die Schweiz Flüchtlingen grundsätzlich Asyl gewährt (Art. 2 Abs. 1 

AsylG), wobei Flüchtlinge Personen sind, die in ihrem Heimatstaat oder im 

Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationali-

tät, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer 

politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder be-

gründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden (Art. 3 

Abs. 1 AsylG), 

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Seite 5 

dass die Flüchtlingseigenschaft nachgewiesen oder zumindest glaubhaft 

gemacht werden muss (Art. 7 AsylG), 

dass die Flüchtlingseigenschaft glaubhaft gemacht ist, wenn die Behörde 

ihr Vorhandensein mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für gegeben hält, 

dass Vorbringen insbesondere dann unglaubhaft sind, wenn sie in wesent-

lichen Punkten zu wenig begründet oder in sich widersprüchlich sind, den 

Tatsachen nicht entsprechen oder massgeblich auf gefälschte oder ver-

fälschte Beweismittel abgestützt werden, 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung die Auffassung vertritt, den 

Beschwerdeführenden könne angesichts der seit ihrem Wegzug aus 

D._______ verstrichenen Zeit und des Umstands, dass die Beschwerde-

führerin 1 ihren der christlichen Religion zugehörigen Lebenspartner nicht 

heiratete, objektiv gesehen keine begründete Furcht vor asylrechtlich rele-

vanter Verfolgung zuerkannt werden, 

dass die Beschwerdeführenden sich zudem an die grundsätzlich schutz-

willigen und schutzfähigen Sicherheitsbehörden ihres Heimatlandes wen-

den könnten, sollten sie nach ihrer Rückkehr in die Heimat bedroht werden, 

dass das SEM des Weiteren nicht davon ausgeht, der Onkel der Beschwer-

deführerin 1 sei ermordet worden, weil er immer noch in Kontakt mit ihr 

gestanden sei, 

dass die Beschwerdeführenden mit ihrer Beschwerde ein nicht datiertes 

und nicht unterzeichnetes Schreiben des pakistanischen Rechtsanwalts 

I._______ sowie Kopien von mehreren Einträgen in Reisepässen von 

J._______ (Onkel) einreichten, 

dass die Beschwerdeführerin 1 bei der Personalienaufnahme (PA) vom 

20. September 2021 auf Nachfrage angab, in ihrem Heimatstaat keine 

Rechtsvertretung gehabt zu haben (vgl. SEM-act. […] -24/6 S. 2), und auch 

in der Anhörung vom 8. November 2021 nicht geltend machte, dass sie in 

Pakistan einen Anwalt beauftragt habe, der sie hinsichtlich ihrer Ausreise 

aus der Heimat und ihres Aufenthalts im G._______ und in H._______ mit 

Rat und Tat unterstützt habe, 

dass sie lediglich erwähnte, sie habe zu ihrem Anwalt in Pakistan Kontakt 

gehabt, der für sie tätig gewesen sei, nachdem ihre Kinder Land geerbt 

hätten (vgl. SEM-act. […] -50/16 S. 6), 

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Seite 6 

dass der Anwalt ihnen Geld geschickt habe, wenn sie solches benötigt hät-

ten, und aufgrund einer ihm erteilten Vollmacht Grundstücke, die ihren Kin-

dern gehörten, habe verkaufen können, 

dass sie zudem angab, sie habe jeweils Agenten beziehungsweise Schlep-

per organisiert, die ihr beim Erhalt der Aufenthaltsbewilligungen für den  

G._______ und für H._______ und bei der Organisation der Reise in die 

Schweiz behilflich gewesen seien (vgl. SEM-act. […] -50/16 S. 3 und S. 7), 

dass sie ebenso sagte, der Ehemann ihrer in F._______ lebenden Freun-

din habe für sie das Visum für den G._______ beantragt und erhalten und 

ihr gesagt, sie müssten Pakistan verlassen (vgl. SEM-act. […] -50/16 S. 8), 

dass der pakistanische Anwalt in seinem Schreiben wiedergibt, was der 

Maulavi und die Beschwerdeführerin 1 während des Treffens, bei dem sie 

ihm ihr Ehevorhaben eröffnet habe, gesagt hätten, obwohl angesichts der 

Aussagen der Beschwerdeführerin 1 nicht davon auszugehen ist, er sei bei 

diesem Gespräch zugegen gewesen, 

dass der pakistanische Anwalt angibt, die Beschwerdeführerin 1 habe ihn 

über alles, was während ihres Aufenthalts in F._______ geschehen sei, in 

Kenntnis gesetzt, die Beschwerdeführerin 1 im Rahmen der Anhörung in-

dessen nicht erwähnte, dass sie in diesem Zeitraum in engem Kontakt mit 

ihrem Anwalt gestanden sei, 

dass sie ebenso wenig vorbrachte, ihr Anwalt habe ihr geraten, Pakistan 

zu verlassen, was dieser jedoch behauptet, 

dass der pakistanische Anwalt ausführt, die Beschwerdeführerin 1 habe 

ihn nach der Ermordung von Onkel J._______ konsultiert, wobei er ihr ge-

raten habe, den G._______ zu verlassen, was die Beschwerdeführerin 1 

bei ihrer Anhörung mit keinem Wort erwähnte, 

dass der pakistanische Anwalt ebenfalls behauptet, die Beschwerdeführe-

rin 1 habe ihn kontaktiert, als sie in H._______ gelebt habe, wobei er ihr 

geraten habe, H._______ zu verlassen, 

dass die Beschwerdeführerin 1 den pakistanischen Anwalt während der 

Anhörung auch bezüglich ihrer Ausreise aus H._______ nicht erwähnte, 

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Seite 7 

dass das Schreiben von Rechtsanwalt I._______ aufgrund des vorstehend 

Gesagten in weiten Teilen als Gefälligkeitsschreiben ohne relevanten Be-

weiswert einzustufen ist, woran auch die Einreichung des angekündigten 

unterzeichneten Exemplars des Schreibens nichts ändern könnte, 

dass aus den mit der Beschwerde eingereichten Fotokopien ersichtlich ist, 

dass J._______ am (…) 2018 ein pakistanischer Reisepass ([…]) ausge-

stellt wurde, 

dass die Fotokopien, aus denen hervorgeht, dass J._______ für den Monat 

April 2014 ein (benutztes) Visum von K._______ ausgestellt wurde, und er 

sich vom (…). August 2017 bis zum (…). September 2017 im G._______ 

aufhielt, von einem anderen, früher ausgestellten Reisepass ([…]) stam-

men, 

dass J._______ sich gemäss den Fotokopien aus seinem Reisepass (…) 

vom (…) November 2018 bis zum (…). Dezember 2018 im  

G._______ aufhielt, 

dass die Angaben der Beschwerdeführerin 1, ihr Onkel habe sie in den 

Jahren 2018 und 2019 im G._______ besucht (vgl. SEM-act. […] -50/16 

S. 8), durch die eingereichten Passkopien nicht bestätigt wird, 

dass auch die Angabe, der Onkel habe die Beschwerdeführenden letzt-

mals im Juni 2019 im G._______ besucht (vgl. SEM-act. […] -50/16 S. 12), 

in den eingereichten Passkopien keine Stütze findet, 

dass den eingereichten Kopien des «First Information Report (F.I.R.)» 

No. (…) entnommen werden kann, dass J._______ am späten Abend des 

(…) 2019 vor seinem Laden erschossen wurde, wobei vor dem Laden vier 

jüngere Männer, die mit zwei Motorrädern gekommen seien, beobachtet 

worden seien, 

dass damit auch der von der Beschwerdeführerin 1 geltend gemachte Zu-

sammenhang zwischen der Reise von J._______ in den G._______ vom 

Dezember 2018 und seiner Ermordung am (…) 2019 als überwiegend un-

wahrscheinlich erscheint, 

dass in antizipierter Beweiswürdigung nicht davon auszugehen ist, allfäl-

lige weitere Erkenntnisse aus dem gegen «Unbekannt» geführten Verfah-

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Seite 8 

ren würden einen Zusammenhang der Ermordung von J._______ mit sei-

nen Besuchen im G._______ belegen, weshalb deren allfällige Einrei-

chung nicht abzuwarten ist, 

dass die Einschätzung des SEM, die Beschwerdeführenden müssten bei 

einer Rückkehr nach Pakistan nicht befürchten, von religiösen Extremisten 

behelligt zu werden, aufgrund der Aktenlage zu bestätigen ist, 

dass die Beschwerdeführerin 1 ihren christlichen Lebenspartner nicht hei-

ratete und ihren früheren Wohnort verliess, womit die aufgebrachten 

Maulavi ihr Ziel (Verhinderung der Eheschliessung) erreicht haben dürften, 

dass nicht davon auszugehen ist, die Maulavi hätten über fünf Jahre nach 

der von der Beschwerdeführerin 1 angekündigten, aber nicht vollzogenen 

Eheschliessung noch ein Verfolgungsinteresse an ihr oder ihren Kindern, 

dass die Beschwerdeführenden auch kaum gezwungen sein dürften, an 

ihren letzten Wohnort in D._______ zurückzukehren, wo sie den Men-

schen, die ihnen in der Vergangenheit feindlich gegenüberstanden, wieder-

begegnen würden, 

dass es der Beschwerdeführerin 1 und ihren Kindern aufgrund des von ihr 

geschilderten finanziellen Hintergrundes und des Umstandes, dass sie sich 

zusammen mit ihren Kindern von 2017 bis 2021 im G._______ und in 

H._______ aufhielt, ohne arbeiten zu müssen, auch gelingen dürfte, sich 

ausserhalb des E._______ niederzulassen, 

dass in Pakistan auf einer Fläche von über 880 000 qkm nahezu 230 Milli-

onen Menschen leben, weshalb die Wahrscheinlichkeit, dass jemand die 

Beschwerdeführenden «aufspüren» könnte – das Gericht geht nicht davon 

aus, dass dies jemand versuchen wird –, äusserst gering ist, 

dass die mit der Beschwerde eingereichten Kopien eines Affidavits, meh-

rerer Zeitungsberichte und Fotografien an der vorstehenden Einschätzung 

nichts zu ändern vermögen, 

dass es den Beschwerdeführenden somit nicht gelingt, die Flüchtlingsei-

genschaft nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen, weshalb 

das SEM die Asylgesuche zu Recht abgelehnt hat, 

dass die Ablehnung eines Asylgesuchs in der Regel die Wegweisung aus 

der Schweiz zur Folge hat (Art. 44 AsylG), vorliegend insbesondere der 

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Seite 9 

Kanton keine Aufenthaltsbewilligung erteilt hat und zudem kein Anspruch 

auf Erteilung einer solchen besteht (vgl. BVGE 2013/37 E. 4.4; 2009/50 

E. 9, je m.w.H.), weshalb die verfügte Wegweisung im Einklang mit den 

gesetzlichen Bestimmungen steht und demnach vom SEM ebenfalls zu 

Recht angeordnet wurde, 

dass das SEM das Anwesenheitsverhältnis nach den gesetzlichen Bestim-

mungen über die vorläufige Aufnahme regelt, wenn der Vollzug der Weg-

weisung nicht zulässig, nicht zumutbar oder nicht möglich ist (Art. 44 

AsylG; Art. 83 Abs. 1 AIG [SR 42.20]), 

dass beim Geltendmachen von Wegweisungsvollzugshindernissen ge-

mäss Praxis des Bundesverwaltungsgerichts der gleiche Beweisstandard 

wie bei der Prüfung der Flüchtlingseigenschaft gilt, das heisst, sie sind zu 

beweisen, wenn der strikte Beweis möglich ist, und andernfalls wenigstens 

glaubhaft zu machen (vgl. BVGE 2011/24 E. 10.2 m.w.H.), 

dass der Vollzug der Wegweisung nicht zulässig ist, wenn völkerrechtliche 

Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des 

Ausländers in den Heimat-, Herkunfts- oder einen Drittstaat entgegenste-

hen (Art. 83 Abs. 3 AIG), 

dass keine Person in irgendeiner Form zur Ausreise in ein Land gezwun-

gen werden darf, in dem ihr Leib, ihr Leben oder ihre Freiheit aus einem 

Grund nach Art. 3 Abs. 1 AsylG gefährdet ist oder in dem sie Gefahr läuft, 

zur Ausreise in ein solches Land gezwungen zu werden (Art. 5 Abs. 1 

AsylG; vgl. ebenso Art. 33 Abs. 1 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über 

die Rechtsstellung der Flüchtlinge [FK, SR 0.142.30]), 

dass der Vollzug der Wegweisung vorliegend in Beachtung dieser mass-

geblichen völker- und landesrechtlichen Bestimmungen zulässig ist, da es 

den Beschwerdeführenden nicht gelungen ist, eine asylrechtlich erhebliche 

Gefährdung nachzuweisen oder glaubhaft zu machen, weshalb das in 

Art. 5 AsylG verankerte Prinzip des flüchtlingsrechtlichen Non-Refoule-

ment im vorliegenden Verfahren keine Anwendung findet,  

dass sodann keine Anhaltspunkte für eine in Pakistan drohende men-

schenrechtswidrige Behandlung im Sinne von Art. 25 Abs. 3 BV, von Art. 3 

des Übereinkommens vom 10. Dezember 1984 gegen Folter und andere 

grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe 

(FoK, SR 0.105) und der Praxis zu Art. 3 EMRK ersichtlich sind,  

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Seite 10 

dass sich der Vollzug für Ausländerinnen und Ausländer als unzumutbar 

erweist, wenn sie im Heimat- oder Herkunftsstaat aufgrund von Situationen 

wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage kon-

kret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AIG), 

dass weder die allgemeine Lage in Pakistan noch individuelle Gründe auf 

eine konkrete Gefährdung der Beschwerdeführenden im Falle einer Rück-

kehr schliessen lassen, 

dass aufgrund der geschilderten bisherigen Lebensumstände der Be-

schwerdeführenden nichts darauf hindeutet, ihnen drohe im Falle einer 

Rückkehr nach Pakistan eine existenzielle Notlage, zumal sie über ausrei-

chende Mittel verfügen, um ihre finanziellen Bedürfnisse zu sichern, 

dass die Beschwerdeführenden zusammen mit ihren weiteren Kindern be-

ziehungsweise Geschwistern nach Pakistan zurückkehren werden, wobei 

davon auszugehen ist, sie seien in der Lage, ihre schulische Ausbildung 

abzuschliessen und anschliessend eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen, 

dass in diesem Zusammenhang anstelle von Wiederholungen auf die zu-

treffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen wer-

den kann, 

dass das SEM in der angefochtenen Verfügung zutreffend aufgezeigt hat, 

unter welchen Umständen der Vollzug einer Wegweisung aufgrund medi-

zinischer Gründe praxisgemäss als unzumutbar einzustufen wäre, 

dass die Beschwerdeführerin 1 nicht unter gesundheitlichen Problemen lei-

det, die in Pakistan nicht behandelt werden könnten, weshalb ihr weiterer 

Verbleib in der Schweiz aus medizinischen Gründen nicht als notwendig 

erscheint, 

dass die Beschwerdeführerin 1 zusammen mit ihren überwiegend volljäh-

rigen Kindern nach Pakistan zurückkehren wird, die sie dort im Alltag und 

hinsichtlich notwendiger Arztkonsultationen weiterhin unterstützen können, 

dass die Tatsache, dass das pakistanische Gesundheitssystem nicht mit 

demjenigen in westeuropäischen Ländern vergleichbar ist, nicht zur An-

nahme der Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs führen kann, 

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Seite 11 

dass diesbezüglich anstelle von Wiederholungen wiederum auf die zutref-

fend erscheinenden Ausführungen in der angefochtenen Verfügung zu ver-

weisen ist, 

dass der Vollzug der Wegweisung der Beschwerdeführenden in den Hei-

matstaat schliesslich möglich ist, da keine Vollzugshindernisse bestehen 

(Art. 83 Abs. 2 AIG), und es ihnen obliegt, bei der Beschaffung gültiger Rei-

sepapiere mitzuwirken (vgl. Art. 8 Abs. 4 AsylG und dazu auch BVGE 

2008/34 E. 12), 

dass nach dem Gesagten der vom SEM verfügte Vollzug der Wegweisung 

zu bestätigen ist, 

dass der rechtserhebliche Sachverhalt als erstellt zu erachten ist, weshalb 

keine Veranlassung besteht, die Sache zur neuen Entscheidung an das 

SEM zurückzuweisen, 

dass es sich erübrigt auf die weiteren Ausführungen in der Beschwerde 

und die eingereichten Beweismittel im Einzelnen weiter einzugehen, da sie 

an der vorgenommenen Würdigung des Sachverhalts nichts zu ändern ver-

mögen, 

dass die angefochtene Verfügung Bundesrecht nicht verletzt, den rechts-

erheblichen Sachverhalt richtig sowie vollständig feststellt (Art. 106 Abs. 1 

AsylG) und – soweit überprüfbar – angemessen ist, weshalb die Be-

schwerde abzuweisen ist, 

dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 500.– (Art. 1–

3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädi-

gungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) den 

Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG) und der 

am 27. Januar 2022 in gleicher Höhe geleistete Kostenvorschuss zur Be-

zahlung der Verfahrenskosten zu verwenden ist. 

(Dispositiv nächste Seite) 

  

D-116/2022 

Seite 12 

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht: 

1.  

Die Beschwerde wird abgewiesen. 

2.  

Die Verfahrenskosten von Fr. 500.– werden den Beschwerdeführenden 

auferlegt. Der einbezahlte Kostenvorschuss wird zur Bezahlung der Ver-

fahrenskosten verwendet. 

3.  

Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das SEM und die kanto-

nale Migrationsbehörde. 

 

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber: 

  

Walter Lang Christoph Basler 

 

 

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