# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 03f53433-6566-580e-b5f0-fe3c8daec4c0
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2023-07-05
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 05.07.2023 100 2022 208
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_100-2022-208_2023-07-05.pdf

## Full Text

100.2022.208U
BUC/STS/SRE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Verwaltungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 5. Juli 2023

Verwaltungsrichter Häberli, präsidierendes Mitglied
Verwaltungsrichter Bürki
Gerichtsschreiberin Straub

A.________
Beschwerdeführer

gegen

Steuerverwaltung des Kantons Bern
Brünnenstrasse 66, Postfach, 3001 Bern
Beschwerdegegnerin

und

Steuerrekurskommission des Kantons Bern
Nordring 8, 3013 Bern

sowie

Einwohnergemeinde B.________

betreffend Festlegung des steuerlichen Wohnsitzes 2020 (Entscheid der 
Steuerrekurskommission vom 22. Juni 2022; 100 21 450)

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.07.2023, Nr. 100.2022.208U, 
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Prozessgeschichte:

A.

A.________ arbeitet seit 2014 in der Einwohnergemeinde (EG) C.________. 
Seit dem 1. August 2018 ist er in der EG B.________ als 
Wochenaufenthalter gemeldet, davor war er von 2015 bis 2018 als 
Wochenaufenthalter in der EG D.________ gemeldet. Seine Schriften 
blieben in der EG E.________ (Kanton Luzern) hinterlegt, in deren Ortsteil 
F.________ sich das Elternhaus von A.________ befindet. Dem Antrag der 
EG B.________ vom 29. September 2020 folgend stellte die Steuerverwal-
tung des Kantons Bern mit Verfügung vom 11. März 2021 fest, der 
steuerrechtliche Wohnsitz von A.________ befinde sich ab 2020 in der EG 
B.________ Die hiergegen erhobene (undatierte) Einsprache blieb erfolglos 
(Entscheid vom 9.11.2021).

B.

Am 8. Dezember 2021 gelangte A.________ an die Steuerrekurskommis-
sion des Kantons Bern (StRK). Diese wies den Rekurs mit Entscheid vom 
22. Juni 2022 ab.

C.

Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 17. Juli 2022 beantragt 
A.________ sinngemäss, der Entscheid der StRK vom 22. Juni 2022 sei 
aufzuheben und sein steuerrechtlicher Wohnsitz sei in der EG E.________ 
zu belassen.

Die StRK und die Steuerverwaltung beantragen mit Vernehmlassung vom 
11. August 2022 bzw. Beschwerdeantwort vom 30. August 2022 je die Ab-
weisung der Beschwerde. Die EG B.________ hat sich nicht vernehmen 
lassen. 

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.07.2023, Nr. 100.2022.208U, 
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Erwägungen:

1.

1.1 Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der Beschwerde als letzte 
kantonale Instanz gemäss Art. 74 Abs. 1 i.V.m. Art. 76 und 77 des Gesetzes 
vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 
zuständig (vgl. auch Art. 201 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 
[StG; BSG 661.11]). Der Beschwerdeführer hat am vorinstanzlichen Rekurs-
verfahren teilgenommen, ist durch den angefochtenen Entscheid besonders 
berührt und hat ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder 
Änderung (Art. 79 Abs. 1 VRPG; vgl. auch Art. 201 Abs. 2 StG). Die Bestim-
mungen über Form und Frist sind eingehalten (Art. 151 StG i.V.m. Art. 81 
Abs. 1 und Art. 32 VRPG). Auf die Beschwerde ist unter Vorbehalt von E. 1.2 
hiernach einzutreten.

1.2 Der Beschwerdeführer beantragt, sein Steuerwohnsitz sei in der EG 
E.________ zu belassen. Soweit er damit die Feststellung des 
steuerrechtlichen Wohnsitzes in E.________ im Kanton Luzern meinen 
sollte, ist darauf nicht einzutreten: Feststellungsbegehren sind im Verhältnis 
zu Leistungs- oder Gestaltungsbegehren subsidiär und damit nur zulässig, 
wenn das schutzwürdige Interesse der das Feststellungsbegehren 
stellenden Partei mit einem Leistungs- oder Gestaltungsbegehren nicht 
gewahrt werden kann (BVR 2018 S. 310 E. 7.3; BGE 141 II 113 E. 1.7 [Pra 
105/2016 Nr. 36]). Das mit dem Feststellungsantrag verfolgte Ziel, die 
Steuerpflicht im Kanton Bern ab dem Steuerjahr 2020 zu verneinen, kann 
mit der Aufhebung des angefochtenen Entscheids erreicht werden. Ein 
darüberhinausgehendes Interesse an der Feststellung der Zuständigkeit des 
Kantons Luzern ist weder erkennbar noch dargetan. Ausserdem ist es nicht 
Sache des Verwaltungsgerichts, über die Steuerhoheit eines anderen 
Kantons zu befinden (vgl. Art. 105 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 
14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG]; SR 642.11; statt 
vieler: VGE 2020/257 vom 15.2.2021 E. 1.2 [bestätigt durch BGer 
2C_247/2021 vom 27.12.2021, in BVR 2022 S. 189]). 

1.3 Das Verwaltungsgericht überprüft den angefochtenen Entscheid auf 
Rechtsverletzungen hin (Art. 80 Bst. a und b VRPG).

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2.

2.1 Natürliche Personen sind gemäss Art. 4 Abs. 1 StG aufgrund persön-
licher Zugehörigkeit im Kanton Bern steuerpflichtig, wenn sie hier ihren steu-
errechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt haben. Steuerrechtlichen Wohnsitz 
im Kanton Bern hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauern-
den Verbleibens aufhält oder wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonde-
ren gesetzlichen Wohnsitz zuweist (Art. 4 Abs. 2 StG; vgl. auch Art. 3 des 
Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Harmonisierung der di-
rekten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Der steu-
errechtliche Wohnsitz liegt mithin am Ort, an dem sich der Mittelpunkt der 
persönlichen Lebensinteressen der steuerpflichtigen Person befindet (vgl. 
BVR 2018 S. 239 E. 2.2 mit Hinweisen; BGE 148 II 285 E. 3.2.2, 138 II 300 
E. 3.2; Oesterhelt/Seiler, in Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-
zerischen Steuerrecht, StHG, 4. Aufl. 2022, Art. 3 N. 46). Im Verhältnis zu 
anderen Kantonen ist die bundesgerichtliche Rechtsprechung zum Verbot 
der interkantonalen Doppelbesteuerung zu beachten (Art. 127 Abs. 3 der 
Bundesverfassung [BV; SR 101]; zum Ganzen etwa VGE 2020/257 vom 
15.2.2021 E. 2.1 [bestätigt durch BGer 2C_247/2021 vom 27.12.2021, in 
BVR 2022 S. 189]).

2.2 Der Mittelpunkt der Lebensinteressen, also der ideelle und materielle 
Schwerpunkt des Lebens einer Person (BVR 1999 S. 152 E. 2b), bestimmt 
sich nach der Gesamtheit der objektiv erkennbaren äusseren Umstände 
(nach aussen erkennbare Absicht) und nicht nach den bloss erklärten Wün-
schen der steuerpflichtigen Person oder deren gefühlsmässiger Verbunden-
heit mit einem bestimmten Ort (innerer Wille); der steuerrechtliche Wohnsitz 
ist insofern nicht frei wählbar (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; BGE 143 II 233 
E. 2.5.2, 138 II 300 E. 3.2). Dem polizeilichen Domizil, an dem die Schriften 
hinterlegt sind oder die politischen Rechte ausgeübt werden, kommt keine 
entscheidende Bedeutung zu. Es handelt sich dabei bloss um ein äusseres 
Merkmal, das gemeinsam mit dem übrigen Verhalten der steuerpflichtigen 
Person ein Indiz für das Steuerdomizil bilden kann (BVR 2018 S. 239 E. 2.3; 
BGE 132 I 29 E. 4.1 [Pra 96/2007 Nr. 5]). Wenn sich eine Person abwechs-
lungsweise an zwei Orten aufhält, ist für die Bestimmung des steuerrecht-
lichen Wohnsitzes anhand der äusserlich wahrnehmbaren familiären, beruf-

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lichen, wirtschaftlichen und weiteren rechtserheblichen Lebensumstände zu 
ermitteln, zu welchem Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält (BVR 
2001 S. 1 E. 2c; BGE 148 II 285 E. 3.2.3 mit Hinweisen). Für die Beurteilung 
sind die Verhältnisse am Ende der betroffenen Steuerperiode massgebend 
(vgl. Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 StHG; zum Ganzen VGE 
2020/257 vom 15.2.2021 E. 2.2 [bestätigt durch BGer 2C_247/2021 vom 
27.12.2021, in BVR 2022 S. 189]).

2.3 Das Steuerdomizil von unselbständig erwerbstätigen Personen liegt 
grundsätzlich am Ort, an dem sie für längere oder unbestimmte Zeit Aufent-
halt nehmen, um von dort aus der täglichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, 
ist doch der Zweck des Lebensunterhalts dauernder Natur (BVR 2001 S. 1 
E. 2d; BGE 132 I 29 E. 4.2 [Pra 96/2007 Nr. 5]). Eine Ausnahme besteht 
nach ständiger Rechtsprechung für verheiratete Steuerpflichtige, die regel-
mässig an den Wochenenden zu ihrer Familie zurückkehren: Die persön-
lichen und familiären Bindungen zum Aufenthaltsort der Familie werden für 
stärker erachtet als jene zum Arbeitsort, sodass die betroffenen Steuerpflich-
tigen in der Regel am Aufenthaltsort der Familie zu besteuern sind, selbst 
wenn sie lediglich die Wochenenden und die Freizeit dort verbringen 
(BVR 1999 S. 364 E. 4b/aa; VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.3; BGE 148 
II 285 E. 3.3.1). Diese Praxis findet grundsätzlich auch auf alleinstehende 
Personen Anwendung, zählt die Rechtsprechung doch Eltern und Geschwis-
ter ebenfalls zur Familie der steuerpflichtigen Person. Da die Bindung zur 
elterlichen Familie aber regelmässig lockerer ist als jene unter Eheleuten, 
wird bei ledigen Steuerpflichtigen das Erfordernis der regelmässigen Rück-
kehr besonders streng gehandhabt und es ist vermehrt noch als bei verhei-
rateten Personen zu berücksichtigen, ob weitere als nur familiäre Beziehun-
gen für ein Übergewicht der Bindungen zum einen oder anderen Ort spre-
chen. Dadurch erhält der Grundsatz, wonach das Steuerdomizil von Unselb-
ständigerwerbenden am Arbeitsort liegt, grösseres Gewicht: Trotz all-
wöchentlicher Rückkehr an den Familienort können die Beziehungen zum 
Arbeitsort namentlich überwiegen, wenn sich die Betroffenen dort eine Woh-
nung eingerichtet haben oder dort über einen besonderen Freundes- und 
Bekanntenkreis verfügen (vgl. BGE 148 II 285 E. 3.3.3 mit Hinweisen; zum 
Ganzen VGE 2019/247 vom 30.7.2020 E. 2.3). Ein spezielles Gewicht 
kommt weiter der Dauer des Arbeitsverhältnisses und dem Alter der steuer-

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pflichtigen Person zu. Bei alleinstehenden erwerbstätigen Personen, die das 
dreissigste Altersjahr überschritten oder sich mehr als fünf Jahre am selben 
Arbeitsort getrennt von ihren Eltern und Geschwistern aufgehalten haben, 
fallen die persönlichen und familiären Interessen am Wochenendort in der 
Regel schwächer aus, sodass sich der Lebensmittelpunkt typischerweise am 
Arbeitsort befindet (d.h. am Ort, von dem sie täglich zur Arbeit aufbrechen). 
Im Einzelfall kann aber auch eine alleinstehende Person ihren Lebensmittel-
punkt am Wochenendort haben, etwa wenn sie dort annähernd gleich viel 
Zeit verbringt wie am Arbeitsort oder dort zusätzlich zu den gesellschaft-
lichen besonders enge familiäre Beziehungen unterhält (BGE 148 II 285 
E. 3.3.3 mit Hinweisen; zum Ganzen BGer 2C_247/2021 vom 27.12.2021, in 
BVR 2022 S. 189 E. 3.4 [in Bestätigung von VGE 2020/257 vom 15.2.2021 
E. 2.3]; BVR 2001 S. 1 E. 2d; VGE 2020/293 vom 15.2.2021 E. 2.3). 

2.4 Die Steuerbehörden haben die den Steuerwohnsitz begründenden 
Sachverhaltselemente von Amtes wegen abzuklären und dabei den Steuer-
wohnsitz als steuerbegründende Tatsache nachzuweisen (vgl. Art. 166 
Abs. 2 StG; BVR 2018 S. 239 E. 2.5; BGE 148 II 285 E. 3.1.3). Allerdings 
kommt bei alleinstehenden Personen gegebenenfalls die vorerwähnte Ver-
mutung zugunsten des Steuerdomizils am Arbeitsort zum Tragen (E. 2.3 
hiervor). Sie kann entkräftet werden, falls die steuerpflichtige Person regel-
mässig, mindestens einmal pro Woche, an den Ort zurückkehrt, an dem ihre 
Familie lebt, mit der sie aus bestimmten Gründen besonders eng verbunden 
ist, und wo sie andere persönliche und gesellschaftliche Beziehungen pflegt. 
Berücksichtigt werden kann in jedem Fall nur eine Rückkehr an den Famili-
enort; allfällige Wochenendaufenthalte an einem Drittort gehen grundsätzlich 
zulasten des Familienorts (VGE 2020/293 vom 15.2.2021 E. 2.4 mit Hinwei-
sen). Wenn der steuerpflichtigen Person der Nachweis solcher familiärer und 
gesellschaftlicher Beziehungen am Wohnort der Familie gelingt, obliegt es 
dem Kanton des Wochenaufenthalts- oder Arbeitsorts nachzuweisen, dass 
die Person gewichtige wirtschaftliche und allenfalls persönliche Beziehungen 
zu diesem Ort unterhält (VGE 2020/257 vom 15.2.2021 E. 2.4 [bestätigt 
durch BGer 2C_247/2021 vom 27.12.2021, in BVR 2022 S. 189]; 
BGer 2C_87/2019 vom 17.7.2019, in StE 2020 A 24.21 Nr. 39 E. 3.2.2).

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3.

Streitig und zu prüfen ist, ob sich das Steuerdomizil des Beschwerdeführers 
für das Jahr 2020 im Kanton Bern befunden hat. 

3.1 Der Beschwerdeführer arbeitet seit dem Jahr 2014 als … bei der 
G.________ AG in der EG C.________ mit einem Beschäftigungsgrad von 
100 %. Von 2015 bis Juli 2018 hatte er Wochenaufenthalt in der 
angrenzenden EG D.________, seit dem 1. August 2018 ist er in der nahe 
gelegenen EG B.________ als Wochenaufenthalter gemeldet, wo er eine 2-
Zimmerwohnung (mit Nebenräumen [Keller, Estrich]; Vorakten StV [act. 4B] 
pag. 56) bewohnt. Aufgrund dieser mehr als fünf Jahre dauernden Erwerbs-
tätigkeit mit Wochenaufenthalt im Kanton Bern ergibt sich die natürliche Ver-
mutung, dass sich der Lebensmittelpunkt des alleinstehenden Beschwerde-
führers in der strittigen Steuerperiode in der EG B.________ befand, von wo 
aus er seiner Arbeit nachging (vgl. vorne E. 2.3). Bei dieser Sachlage muss 
der Beschwerdeführer nachweisen, dass er regelmässig nach F._________ 
(Kanton Luzern) an seinen Familienort zurückkehrte, dort familiär eng ver-
bunden war und persönliche und gesellschaftliche Beziehungen pflegte, die 
den Schluss zulassen, er habe dort seinen Lebensmittelpunkt gehabt (vgl. 
vorne E. 2.4; BGer 2C_178/2011 vom 2. November 2011 E. 3.1). Entgegen 
seiner in der Beschwerde vertretenen Auffassung lag bzw. liegt es also nicht 
an der Steuerverwaltung oder den Beschwerdeinstanzen, ihm einen steuer-
rechtlichen Wohnsitz in B.________ nachzuweisen.

3.2 Die StRK hat der Sache nach die Zumutbarkeit der täglichen Anfahrt 
bzw. Rückkehr vom Arbeitsort (EG C.________ im Kanton Bern) an den 
Familienort (EG E.________ bzw. F.________ im Kanton Luzern) mit Blick 
auf die Wegstrecke bzw. Reisedauer sowie die Berufstätigkeit des 
Beschwerdeführers verneint (angefochtener Entscheid E. 6; anders noch 
Einspracheentscheid S. 6). Weiter sei zwar per Ende 2020 noch von einer 
regelmässigen Rückkehr des Beschwerdeführers an seinen Familienort 
auszugehen (angefochtener Entscheid E. 8 f.). Es würden jedoch keine 
Gegebenheiten vorliegen, die naturgemäss eine engere familiäre Beziehung 
zu bzw. Verantwortung für seine Eltern mit sich bringen würden 
(angefochtener Entscheid E. 10). Gleichermassen seien die 
Vereinsaktivitäten des Beschwerdeführers zwar nicht unbedeutend. Sie 

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würden aber nicht eine Intensität erreichen, um die Vermutung umzustossen, 
wonach der Lebensmittelpunkt am Arbeitsort liege (vgl. angefochtener 
Entscheid E. 11-13). – Der Beschwerdeführer hält dem zusammenfassend 
entgegen, sein Lebensmittelpunkt befinde sich nach wie vor in F.________. 
Er führt mehrere Vereinstätigkeiten auf, die in F.________ stattfinden oder 
zumindest von dort aus koordiniert und organisiert werden, und macht 
geltend, eine enge Verbindung zu seinen Eltern und zum Freundeskreis in 
F.________ zu haben, wo ihm ein Einfamilienhaus mit viel Umschwung zur 
Verfügung stehe. Weiter befinde sich seine Hausärztin in der EG 
E.________, wo er sich im Übrigen auch die Haare schneiden lasse. Soweit 
die StRK auf den Fragebogen der EG B.________ hinweise, seien seine 
Angaben «wahrlich nicht genau verständlich», weshalb er sich nun deutlich 
ausdrücken wolle: Er reise jedes Wochenende und auch in den Ferien nach 
F.________, wobei es kleine Ausnahmen gebe, wenn ein Betriebsfest statt-
finde oder er an einem Samstag arbeiten müsse. Der Beschwerdeführer 
macht geltend, dies geschehe höchstens dreimal pro Jahr, ohne aber kon-
krete Angaben zur tatsächlichen Anzahl Übernachtungen zu machen. 

3.3 Wie oft der Beschwerdeführer im strittigen Steuerjahr in seiner Wohn-
sitzgemeinde übernachtet hat, ist nicht bekannt. Er bringt zwar vor, er sei 
jedes Wochenende und auch in den Ferien nach F.________ gereist. 
Genauere Angaben hierzu hat er indes nicht gemacht. Namentlich fehlen 
konkrete Daten, an denen er bei seinen Eltern in F.________ übernachtet 
bzw. Ferien verbracht haben will. Angesichts seines Engagements im 
Skiclub, in der Guggenmusik … und im Hockeyclub F.________ kann zu 
seinen Gunsten angenommen werden, dass er besonders in den 
Wintermonaten regelmässig die Wochenenden in F.________ verbracht und 
auch dort übernachtet haben dürfte. Zum Vorbringen, wonach er höchstens 
dreimal pro Jahr am Wochenende nicht nach F.________ zurückkehre, ist 
Folgendes zu bemerken: Auf dem Fragebogen für Personen mit 
Wochenaufenthalt im Kanton Bern zur Festlegung des Steuerdomizils, den 
der Beschwerdeführer am 12. März 2020 zuhanden der Steuerverwaltung 
ausgefüllt hat, wurde unter Punkt 3.7 Folgendes erfragt: «Schätzen Sie bitte 
die Anzahl Ihrer Übernachtungsaufenthalte an Ihren arbeitsfreien Tagen 
bzw. arbeitsfreien Wochenenden während eines Monats (4 Wochen) im 
Durchschnitt eines Kalenderjahres. Zusammenhängende Übernachtungen 

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(z.B. Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag) gelten als 1 
Übernachtungsaufenthalt» (Vorakten StV [act. 4B] pag. 43 ff., 45, auch zum 
Folgenden). Der Beschwerdeführer gab in der entsprechenden Tabelle an, 
er verbringe einmal pro Monat seine arbeitsfreien Tage bzw. Wochenenden 
in B.________ Da er auch hätte ankreuzen können, er übernachte 
«nie/weniger als 1 x pro Monat» am Wochenaufenthaltsort, ist die spätere 
Aussage, höchstens dreimal im Jahr ein Wochenende in B.________ zu 
verbringen, nicht glaubhaft. Dass bereits die Angaben im Fragebogen wider-
sprüchlich waren, indem er ankreuzte, während eines Monats (vier Wochen) 
übernachte er an den freien Tagen (bei seinem Arbeitspensum von 100 % 
also an den Wochenenden) einmal in B.________ und viermal in 
F.________, wirkt sich nicht zu seinen Gunsten aus. Vielmehr ist 
entsprechend seinen dortigen Angaben davon auszugehen, dass er tatsäch-
lich im fraglichen Jahr 2020 durchschnittlich ein Wochenende pro Monat in 
B.________ verbrachte. Die im Einspracheverfahren eingereichte Erklärung, 
er habe das «nächst zutreffende» angekreuzt, da er «nur an wenigen 
Wochenenden» nicht nach F.________ zurückkehre (vgl. undatierte 
Stellungnahme, Vorakten StV [act. 4B] pag. 10), überzeugt vor diesem 
Hintergrund nicht. Zur Vermutung der StRK, die Angaben im Fragebogen 
könnten sich dadurch erklären, dass er nach den jeweils mittwochs 
stattfindenden Spielabenden seines Monopoly-Vereins in F.________ 
übernachte, äussert sich der Beschwerdeführer nicht. Gemäss seinen 
Angaben im Fragebogen sowie in seiner Einsprache (Vorakten StV [act. 4B] 
pag. 15 f.) finden diese Spielabende jährlich ungefähr 15-20 Mal statt und 
ziehen eine Übernachtung nach sich. Die Vermutung der StRK erscheint 
insofern plausibel. Der Beschwerdeführer nennt indes keine konkreten 
Daten, an denen in der strittigen Steuerperiode solche Spielabende 
stattgefunden hätten und er tatsächlich unter der Woche in F.________ 
übernachtet habe. Da er im Fragebogen angab, (auch) am Mittwoch jeweils 
in B.________ zu übernachten, ist davon auszugehen, dass er in aller Regel 
unter der Woche in B.________ blieb. Nach dem Gesagten ist als erstellt zu 
erachten, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2020 monatlich im 
Durchschnitt an drei Wochenenden (gemäss Angaben im Fragebogen vom 
12.3.2021 von Freitagabend bis Montagmorgen; Vorakten StV [act. 4B] 
pag. 45) in F.________ übernachtete. Selbst wenn zu seinen Gunsten ein 
bis zwei Übernachtungen nach allfälligen Spielabenden hinzugerechnet 

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werden, ergibt dies nicht mehr als zehn oder elf monatliche Übernachtungen 
in seiner Wohnsitzgemeinde. Damit hat er im Steuerjahr 2020 deutlich öfter 
am Arbeitsort als am Familienort übernachtet. Wenn er dem widersprechend 
erstmals vor Verwaltungsgericht pauschal und ohne konkretere Angaben 
vorbringt, höchstens dreimal pro Jahr das Wochenende am Arbeitsort 
verbracht zu haben, weil dann ein Betriebsfest stattgefunden oder er am 
Samstag habe arbeiten müssen (Beschwerde S. 2), erweist sich dies nach 
dem Ausgeführten nicht als glaubhaft.

3.4 Hinsichtlich der Bindung zu seinen Eltern bringt der Beschwerdefüh-
rer vor, er sei in seiner Wohnung in B.________ «stets allein», wohingegen 
er bei seinen Eltern das «vertraute Umfeld» geniesse und sich im familiären 
Rahmen austauschen könne, was für seine psychische Gesundheit enorm 
wichtig sei. Ausserdem wasche seine Mutter jedes Wochenende seine Klei-
der, und er helfe seinem Vater beim Herrichten von Brennholz oder bei des-
sen Arbeit für das Tourismusbüro F.________ E.________. Der 
Beschwerdeführer macht hingegen nicht geltend, er trage eine besondere 
Verantwortung gegenüber seinen Eltern, die seine regelmässige 
Anwesenheit erforderlich mache und auf eine besondere Nähe schliessen 
lassen würde. Es kann daher festgestellt werden, dass seine Eltern nicht auf 
seine Unterstützung angewiesen sind bzw. waren, sowenig wie der 
Beschwerdeführer (per Ende 2020 beurteilt) selbst in erheblichem Mass auf 
die Unterstützung seiner Eltern angewiesen gewesen wäre; daran ändert 
das geltend gemachte Wäschewaschen durch seine Mutter nichts, wie die 
StRK zutreffend erwogen hat. Auch der Umstand, dass die Eltern für ihn 
nach wie vor eine Stütze und wichtige Bezugspersonen sind, lässt noch nicht 
auf eine aussergewöhnlich enge Bindung schliessen. Insgesamt kann somit 
von guten, aber nicht besonders engen familiären Beziehungen in 
F.________ ausgegangen werden. Angesichts seiner Mitgliedschaft im 
Vorstand verschiedener Vereine ist weiter anzunehmen, dass der 
Beschwerdeführer in der strittigen Steuerperiode nach wie vor enge soziale 
Kontakte zu seiner Wohnsitzgemeinde pflegte, war er doch im Skiclub, in der 
Guggenmusik … und im Hockeyclub F.________ aktiv sowie an der 
Organisation von Monopoly-Spielabenden beteiligt. Mit der StRK ist daher 
festzustellen, dass seine Vereinsaktivitäten nicht unbedeutend sind (vgl. 
angefochtener Entscheid E. 11). Wie die StRK zutreffend begründet hat, 

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reichen seine familiären und ausserfamiliären sozialen Beziehungen jedoch 
in ihrer Intensität nicht über jene Verbundenheit hinaus, die eine ledige 
Person, welche – wie der Beschwerdeführer – regelmässig die 
Wochenenden und Freizeit am Wochenend- bzw. Familienort verbringt, nor-
malerweise zu diesem Ort hat (vgl. angefochtener Entscheid E. 12 sowie die 
dort aufgeführten BGer 2C_397/2010 vom 6.12.2010 E. 2.4.3, 2C_178/2011 
vom 2.11.2011 E. 3.4, 2C_247/2021 vom 27.12.2021 E. 3.7.3). Soweit der 
Beschwerdeführer weiter bemerkt, seine Hausärztin befinde sich in der EG 
E.________, wo er sich ausserdem auch die Haare schneiden lasse, ist dies 
mit Blick auf den Lebensmittelpunkt ebenfalls nicht von ausschlaggebender 
Bedeutung, zumal der Beschwerdeführer nicht dartut, dass er auf 
regelmässige ärztliche Behandlung angewiesen wäre (vgl. BGer 
2C_178/2011 vom 2.11.2011 E. 3.4). Hinsichtlich seiner persönlichen 
Beziehungen in der EG B.________ macht der Beschwerdeführer keine 
Angaben. Aufgrund seiner jahrelangen Arbeitstätigkeit in der 
Nachbargemeinde und dem ebenso langen Wochenaufenthalt in der 
näheren Umgebung darf aber davon ausgegangen werden, dass er auch 
dort über gewisse soziale Kontakte verfügt (vgl. BVR 2001 S. 1 E. 4d; VGE 
2020/257 vom 15.2.2021 E. 3.2.5 [bestätigt durch BGer 2C_247/2021 vom 
27.12.2021, in BVR 2022 S. 189] mit Hinweisen). Insgesamt gelingt es ihm 
somit nicht, besonders enge familiäre oder gesellschaftliche Beziehung zu 
F.________ nachzuweisen. 

3.5 Der Beschwerdeführer bewohnte im strittigen Steuerjahr eine 2-Zim-
merwohnung in B.________ (vorne E. 3.1). Zur Wohnsituation in 
F.________ führt er aus, es stehe ihm ein Einfamilienhaus «mit vielen 
Annehmlichkeiten» (grosse Terrasse, Wintergarten, Werkstatt und «viel 
Umschwung»; Beschwerde S. 2) zur Verfügung. Dabei handelt es sich um 
das Haus, das von seinen Eltern bewohnt wird. Nähere Angaben dazu, wie 
seine persönliche Unterkunft aussieht, macht er nicht. Mangels 
entsprechender Hinweise ist davon auszugehen, dass er dort weder 
Wohneigentum besitzt noch Miete bezahlt, sondern die Räumlichkeiten des 
Einfamilienhauses seiner Eltern lediglich mitbenutzt und allenfalls über ein 
eigenes Zimmer verfügt. Aus der Wohnsituation des Beschwerdeführers 
lässt sich somit nichts ableiten, was für eine vorrangige Beziehung zum 
Familien- bzw. Herkunftsort sprechen würde.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.07.2023, Nr. 100.2022.208U, 
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3.6 Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer zwar in 
persönlicher und familiärer sowie gesellschaftlicher Hinsicht eine Verbun-
denheit mit seinem Herkunftsort F.________ darzutun vermag. Insgesamt 
sind jedoch keine Beziehungen ersichtlich, die erheblich weitergehen oder 
enger sind als übliche Kontakte zu einem regelmässig besuchten Wochen-
endort. Seine Verbindungen zu F.________ erscheinen jedenfalls nicht der-
massen aussergewöhnlich, dass sie die natürliche Vermutung umzustossen 
vermöchten, wonach sich der Lebensmittelpunkt eines unselbständig er-
werbstätigen, unverheirateten Steuerpflichtigen am Arbeitsort befindet, an 
welchem er sich seit vielen Jahren ununterbrochen aufhält. Dass sich der 
Beschwerdeführer in seiner subjektiven Wahrnehmung nach wie vor eher 
F.________ zugehörig fühlt, vermag daran nichts zu ändern. Auch ein 
vergleichender Blick auf die wirtschaftlichen Beziehungen zu den beiden Or-
ten lässt diese Einschätzung nicht zweifelhaft erscheinen. Der Beschwerde-
führer vermag schliesslich aus dem angerufenen Urteil BGer 2C_87/2019 
vom 17. Juli 2019 (in StE 2020 A 24.21 Nr. 39) nichts zu seinen Gunsten 
abzuleiten: Der dortige Beschwerdeführer war zwar am Wochenendort 
ebenfalls in mehreren Vereinen aktiv. Er vermochte aber im Unterschied zum 
hiesigen Beschwerdeführer glaubhaft darzulegen, dass er vier Nächte pro 
Woche dort verbrachte und einen Tag pro Woche dort arbeitete. Die StRK 
hat nach dem Gesagten zu Recht erkannt, dass sich das Steuerdomizil des 
Beschwerdeführers für das Steuerjahr 2020 am Stichtag – dem 31. De-
zember 2020 (vgl. Art. 9 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 4b Abs. 1 StHG; vgl. auch 
Art. 165 Abs. 4 StG; Art. 3 Abs. 1 und 2 i.V.m. Art. 105 Abs. 1 DBG) – in der 
EG B.________ befand.

4.

Die Beschwerde erweist sich somit als offensichtlich unbegründet und ist in 
Zweierbesetzung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist (Art. 56 Abs. 3 
des Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehör-
den und der Staatsanwaltschaft [GSOG; BSG 161.1]). Bei diesem Ausgang 
des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 151 StG 
i.V.m. Art. 108 Abs. 1 VRPG). Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 151 
StG i.V.m. Art. 108 Abs. 3 und Art. 104 Abs. 3 VRPG).

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 05.07.2023, Nr. 100.2022.208U, 
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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2. Die Kosten des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht, bestimmt auf 
eine Pauschalgebühr von Fr. 2'000.--, werden dem Beschwerdeführer 
auferlegt.

3. Es werden keine Parteikosten gesprochen

4. Zu eröffnen:
- Beschwerdeführer 
- Steuerverwaltung des Kantons Bern
- Steuerrekurskommission des Kantons Bern 
- Einwohnergemeinde B.________ 
- Eidgenössische Steuerverwaltung

Das präsidierende Mitglied: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Eröffnung beim Bundesgericht, 
Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegen-
heiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 
über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) geführt werden.