# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 74efe08f-1b98-5e78-b523-41fbe0a85e65
**Source:** St. Gallen (SG)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2008-11-25
**Language:** de
**Title:** St.Gallen Verwaltungsgericht 25.11.2008 K 2003/7-16
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/SG_Gerichte/SG_VG_001_K-2003-7-16_2008-11-25.pdf

## Full Text

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St.Galler Gerichte

Fall-Nr.: K 2003/7-16

Stelle: Verwaltungsgericht

Rubrik: Verwaltungsgericht

Publikationsdatum: 25.11.2008

Entscheiddatum: 25.11.2008

Entscheid Verwaltungsgericht, 25.11.2008
Lohngleichheit, Art. 8 Abs. 3 BV (SR 101) und Art. 3 und 5 Abs. 1 lit. b, c und d 
GlG (SR 151.1). Die Klagenden machen eine geschlechtsdiskriminierende 
Entlöhnung der Berufsgruppen der Hebammen, Krankenschwestern DN2, 
medizinischen Laborantinnen, technischen Operationsassistentinnen und 
medizinisch-technischen Radiologieassistentinnen im Vergleich mit den 
Polizisten geltend. Gestützt auf das eingeholte Gutachten kommt das 
Verwaltungsgericht zum Schluss, dass sich die Lohngleichheitsklagen der 
Berufsgruppen der medizinischen Laborantinnen, technischen 
Operationsassistentinnen und medizinisch-technischen 
Radiologieassistentinnen zum vornherein als unbegründet erweisen, weil sie 
im Vergleich mit den Polizisten nicht zu tief, sondern gar zu hoch eingestuft 
sind. Die Berufsgruppen der Hebammen und Krankenschwestern DN2 sind 
entsprechend dem eingeholten Gutachten im Vergleich mit den 
männerdominierten Berufsgruppen der Polizisten und den 
Rettungssanitätern (je nach Ausbildungstyp) sowie mit den weiblich 
dominierten Berufsgruppen der medizinischen Laborantinnen, technischen 
Operationsassistentinnen und medizinisch-technischen 
Radiologieassistentinnen sowie der neutralen Berufsgruppe der Diätköche 
zu tief eingestuft. Das Gericht ist vor diesem Hintergrund zur Überzeugung 
gelangt, dass die Einreihung der Hebammen und Krankenschwestern DN2 
zwar eventuell in rechtsungleicher, aber nicht in 
geschlechtsdiskriminierender Weise erfolgt ist. Da sich die die klagenden 
Hebammen und Krankenschwestern DN2 aber ausschliesslich auf das 
Gleichstellungsgesetz stützen und eine geschlechtsdiskriminierende 
Entlöhnung rügen, sind auch ihre Leistungs- und Feststellungsklagen als 
unbegründet abzuweisen (Verwaltungsgericht, K 2003/7-16).

Anwesend: Präsident Prof. Dr. U. Cavelti; Verwaltungsrichter Dr. E. Oesch-Frischkopf, 

lic. iur. A. Linder, Dr. B. Heer, lic. iur. A. Rufener; Gerichtsschreiberin Dr. R. Hirt

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_______________

 

In Sachen

- G.B.,

- B.G.-H.,

- I.L.,

- S.B.,

- S.L.,

- I.B.,

- R.L.,

- C.P.,

- E.W.,

- U.S.,

- B.R.,

- C.F.-H.,

- E.H.,

- SVMTRA, Schweizerische Vereinigung der Fachleute für

 medizinisch-technische Radiologie, Oberstadt 8, Postfach, 6204 Sempach Stadt,

- SBK, Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und

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 Pflegefachmänner, Sektion St. Gallen/Thurgau/Appenzell,

      Oberstrasse 42, 9000 St. Gallen,

- vpod, Schweizerischer Verband des Personals öffentlicher

 Dienste, Sonnenbergstrasse 83, Postfach, 8030 Zürich,

- SHV, Schweizerischer Hebammenverband, Sektion Ost-

      schweiz, c/o Silvia Bättig, Tiefengasse 848,

      9473 Gams,

- SBVTOA, Schweizerischer Berufsverband der technischen

 Operationsfachfrauen/-männer, c/o Franziska Bähler,

      Dufourstrasse 74a, 9000 St. Gallen,

- labmed, Fachverband der dipl. medizinischen Laboran-

 tinnen und Laboranten, Sektion Ostschweiz, Postfach 340,

      9007 St. Gallen,

Klagende,

alle vertreten durch Rechtsanwältin A.B.,

gegen

 

Kanton St. Gallen,vertreten durch die Regierung,

Regierungsgebäude, 9001 St. Gallen,

Beklagter,

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vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. X.Y.,

 

betreffend

vermögensrechtliche Ansprüche aus

öffentlich-rechtlichem Dienstverhältnis

 

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:

A./ Mit Eingabe vom 11. September 2003 erhoben G.B.-B., B.G.-H. und I.L. Klage beim 

Verwaltungsgericht (K 2003/9). Die drei Krankenschwestern DN2, die alle an kantonalen 

Spitälern im Kanton St. Gallen angestellt sind, stellen folgende Rechtsbegehren:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der Klägerinnen 

gemäss den Richtlinien über Einreihung und Beförderung des Staatspersonals 

(Beschluss der Regierung vom 7. Januar 2003) gegen Art. 8 Abs. 3 der 

Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt BV) 

und Art. 3 Abs. 1 und 2 des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und 

Mann (SR 151.1, abgekürzt GlG) verstösst.

2.   Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägerinnen für die Zeit vom 1. Oktober 1998 

bis 31. August 2003 einen nach durchgeführtem Beweis noch festzusetzenden Betrag 

zu bezahlen, mindestens aber:

     - Klägerin 1 : Fr.

-      Klägerin 2 : Fr.

-      Klägerin 3 : Fr.

 

Alle Forderungen zuzüglich 5 % Zins ab mittlerem Verfalldatum.

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3.   Der Beklagte sei weiter zu verpflichten, für die Klägerinnen die 

Pensionskassenbeiträge (Arbeitgeberanteile) sowie die AHV-Beiträge 

(Arbeitgeberanteile) nachzuzahlen.

4.   Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Ebenfalls am 11. September 2003 erhoben der Schweizer Berufsverband der 

Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK), Sektion St. Gallen/Thurgau/Appenzell, 

9000 St. Gallen, und der Schweizer Verband des Personals öffentlicher Dienste (vpod), 

8030 Zürich, Klage beim Verwaltungsgericht (K 2003/8). Es werden folgende 

Rechtsbegehren gestellt:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der 

Krankenschwestern/Krankenpfleger DN2 gemäss den Richtlinien über Einreihung und 

Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 7. Januar 2003) 

gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.   Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Sowohl die drei Krankenschwestern DN2 als auch die beiden Berufsverbände machen 

zur Begründung ihrer Rechtsbegehren geltend, dass die Einreihung und damit die 

Entlöhnung der Krankenschwestern DN2 an den kantonalen Spitälern gegen Art. 8 

Abs. 3 Satz 3 BV sowie gegen Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstosse, da sie - aus 

geschlechtsspezifischen Gründen - gegenüber den Polizisten zu tief eingereiht worden 

seien.

B./ Am 11. September 2003 erhoben S.B., S.L., I.B., R.L. und C.P. Klage beim 

Verwaltungsgericht (K 2003/11). Die fünf Hebammen, die alle an kantonalen Spitälern 

im Kanton St. Gallen angestellt sind, stellen folgende Rechtsbegehren:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung der Klägerinnen gemäss den Richtlinien 

über Einreihung und Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 

7. Januar 2003) gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

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2.   Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägerinnen für die Zeit vom 1. Oktober 1998 

bis 31. August 2003 einen nach durchgeführtem Beweisverfahren noch 

festzusetzenden Betrag zu bezahlen, mindestens aber

     - Klägerin 1 : Fr.

     - Klägerin 2 : Fr.

     - Klägerin 3 : Fr.

     - Klägerin 4 : Fr.

     - Klägerin 5 : Fr.

     Alle Forderungen zuzüglich 5 % Zins ab mittlerem Verfalldatum.

3.   Der Beklagte sei weiter zu verpflichten, für die Klägerinnen die 

Pensionskassenbeiträge (Arbeitgeberanteile) sowie AHV-Beiträge (Arbeitgeberanteile) 

nachzuzahlen.

4.   Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Ebenfalls am 11. September 2003 erhob der Schweizerische Hebammenverband 

(SHV), Sektion Ostschweiz, 9473 Gams, Klage beim Verwaltungsgericht (K 2003/10). Er 

stellt folgende Rechtsbegehren:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der Hebammen 

mit fachspezifischer Ausbildung und die Einreihung der Hebammen mit 

Krankenpflegediplom und Zusatzausbildung gemäss den Richtlinien über Einreihung 

und Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 7. Januar 2003) 

gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.   Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Sowohl die fünf Hebammen als auch der SHV machen zur Begründung ihrer 

Rechtsbegehren geltend, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der 

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Hebammen mit dreijähriger fachspezifischer Ausbildung wie auch diejenige der 

Hebammen mit Krankenpflegediplom und eineinhalbjähriger Zusatzausbildung an den 

kantonalen Spitälern gegen Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV sowie gegen Art. 3 Abs. 1 und 2 

des GLG verstosse, da sie - aus geschlechtsspezifischen Gründen - gegenüber den 

Polizisten zu tief eingereiht worden seien.

C./ Am 7. Oktober 2003 erhob E.W., medizinisch-technische Radiologieassistentin am 

Kantonsspital St. Gallen, Klage beim Verwaltungsgericht (K 2003/12). Sie stellt 

folgende Anträge:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung der Klägerin gemäss den Richtlinien über 

Einreihung und Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 

7. Januar 2003) gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.   Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin für die Zeit vom 1. November 1998 

bis 30. September 2003 einen nach durchgeführtem Beweisverfahren noch 

festzusetzenden Betrag zu bezahlen, mindestens aber Fr. Die Forderung sei mit 5 % 

Zins ab mittlerem Verfalldatum zu verzinsen.

3.   Der Beklagte sei weiter zu verpflichten, für die Klägerin die Pensionskassenbeiträge 

(Arbeitgeberanteile) sowie AHV-Beiträge (Arbeitgeberanteile) nachzuzahlen.

4.   Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Ebenfalls am 7. Oktober 2003 erhob die Schweizerische Vereinigung der Fachleute für 

medizinisch-technische Radiologie (SVMTRA), 6204 Sempach Stadt, Klage beim 

Verwaltungsgericht (K 2003/7). Es wurden folgende Rechtsbegehren gestellt:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der Fachleute 

für medizinisch-technische Radiologie gemäss den Richtlinien über Einreihung und 

Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 7. Januar 2003) 

gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.           Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

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Sowohl E.W. als auch die SVMTRA machen zur Begründung ihrer Rechtsbegehren im 

wesentlichen geltend, dass die Entlöhnung der Fachleute für medizinisch-technische 

Radiologie an den kantonalen Spitälern gegen Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV sowie gegen 

Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstosse, da sie - aus geschlechtsspezifischen Gründen - 

gegenüber den Polizisten zu tief eingereiht worden seien.

D./ Mit Eingabe vom 31. Oktober 2003 erhoben C.F.-H. und E.H. Klage beim 

Verwaltungsgericht (K 2003/16). Die technischen Operationsassistentinnen, die beide 

am Kantonsspital St. Gallen angestellt sind, stellen folgende Rechtsbegehren:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung der Klägerinnen gemäss den Richtlinien 

über Einreihung und Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 

7. Januar 2003) gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.   Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägerinnen für die Zeit vom 1. November 

1998 bis 30. September/31. Oktober 2003 einen nach durchgeführtem 

Beweisverfahren noch festzusetzenden Betrag zu bezahlen, mindestens aber

     - Klägerin 1 : Fr.

     - Klägerin 2 : Fr.

     Alle Forderungen sind zuzüglich 5 % Zins ab mittlerem Verfalldatum.

3.           Der Beklagte sei weiter zu verpflichten, für die Klägerinnen die 

Pensionskassenbeiträge (Arbeitgeberanteile) sowie die AHV-Beiträge 

(Arbeitgeberanteile) nachzuzahlen.

4.           Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Ebenfalls am 31. Oktober 2003 erhob der Schweizerische Berufsverband der 

technischen Operationsfachfrauen/-männer (SBVTOA), 9000 St. Gallen, Klage beim 

Verwaltungsgericht (K 2003/13). Es wurden folgende Rechtsbegehren gestellt:

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1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der technischen 

Operationsfachfrauen/-männer gemäss den Richtlinien über Einreihung und 

Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 7. Januar 2003) 

gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.           Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Sowohl die beiden technischen Operationsassistentinnen als auch der SBVTOA 

machen zur Begründung ihrer Rechtsbegehren geltend, dass die Entlöhnung der 

technischen Operationsfachfrauen/-männer an den kantonalen Spitälern gegen Art. 8 

Abs. 3 Satz 3 BV sowie gegen Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstosse, da sie - aus 

geschlechtsspezifischen Gründen - gegenüber den Polizisten zu tief eingereiht worden 

seien.

E./ Mit Eingabe vom 31. Oktober 2003 erhoben U.S. und B.R. Klage beim 

Verwaltungsgericht (K 2003/14). Die medizinischen Laborantinnen, die beide am Institut 

für klinische Chemie und Hämatologie (IKCH) des Kantonsspitals St. Gallen arbeiten, 

stellen folgende Rechtsbegehren:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung der Klägerinnen gemäss den Richtlinien 

über Einreihung und Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 

7. Januar 2003) gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.   Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägerinnen für die Zeit vom 1. November 

1998 bis 31. Oktober 2003 einen nach durchgeführtem Beweisverfahren noch 

festzusetzenden Betrag zu bezahlen, mindestens aber

     - Klägerin 1 : Fr. 

     - Klägerin 2 : Fr.

     Alle Forderungen zuzüglich 5 % Zins ab mittlerem Verfalldatum.

3.   Der Beklagte sei weiter zu verpflichten, für die Klägerinnen die 

Pensionskassenbeiträge (Arbeitgeberanteile) sowie die AHV-Beiträge 

(Arbeitgeberanteile) nachzuzahlen.

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4.   Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Ebenfalls am 31. Oktober 2003 erhob der Fachverband der diplomierten medizinischen 

Laborantinnen und Laboranten (labmed), Sektion Ostschweiz, 9007 St. Gallen, Klage 

beim Verwaltungsgericht (K 2003/15). Es werden folgende Rechtsbegehren gestellt:

1.   Es sei festzustellen, dass die Einreihung und damit die Entlöhnung der diplomierten 

medizinischen Laborantinnen und Laboranten gemäss den Richtlinien über Einreihung 

und Beförderung des Staatspersonals (Beschluss der Regierung vom 7. Januar 2003) 

gegen Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 Abs. 1 und 2 GlG verstösst.

2.           Unter Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.

Sowohl die beiden medizinischen Laborantinnen als auch labmed machen zur 

Begründung ihrer Rechtsbegehren geltend, dass die Einreihung und damit die 

Entlöhnung der diplomierten medizinischen Laborantinnen und Laboranten an den 

kantonalen Spitälern gegen Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV sowie gegen Art. 3 Abs. 1 und 2 

GlG verstosse, da sie - aus geschlechtsspezifischen Gründen - gegenüber den 

Polizisten zu tief eingereiht worden seien.

F./ In separaten Klageantworten vom 10. November 2003 bzw. 19. Januar 2004 zu den 

einzelnen Klagen beantragt der Kanton St. Gallen als Beklagter für sämtliche Klagen 

die Abweisung der Rechtsbegehren, unter Entschädigungsfolge zulasten der 

Klagenden, soweit dem Beklagten ein Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten 

zustehe. Sodann anerkannte der Beklagte für sämtliche Klagen die Vermutung einer 

geschlechtsspezifischen Diskriminierung. Er beantragte die Einholung einer auf einer 

Vereinfachten Funktionsanalyse (abgekürzt VFA) beruhenden Expertise und machte 

einen Expertenvorschlag. In den Klageantworten zu den Klagen K 2003/14 und 

K 2003/16 führte der Beklagte zudem aus, dass das Kantonsspital St. Gallen, 

zusammen mit dem kantonalen Spital Rorschach, seit dem 1. Januar 2003 ein 

Spitalverbund und damit eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt sei; seither 

gehöre das Personal des Kantonsspitals St. Gallen zum Personal des Spitalverbunds. 

Soweit die Einzelklägerinnen Ansprüche geltend machten, die seit dem 1. Januar 

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entstanden seien, fehle es dem Beklagten deshalb an der Passivlegitimation. Diese 

Präzisierung gelte gegenüber sämtlichen Einzelklagen.

G./ Mit Schreiben vom 28. Januar 2004 ersuchte das Verwaltungsgericht das kantonale 

Personalamt und die Kantonspolizei je um die Erstattung eines Amtsberichtes. Mit 

Amtsbericht vom 12. Februar 2004 nahm die Kantonspolizei zu den Fragen des 

Gerichts Stellung. Das Personalamt erstattete den Amtsbericht am 13. Februar 2004 

und reichte am 17. Februar 2004 eine Ergänzung nach.

H./ Am 24. Februar 2004 forderte das Verwaltungsgericht die Rechtsvertreterin der 

Klagenden (sämtliche Einzelklägerinnen und die entsprechenden Berufsverbände) auf, 

zu den eingeholten Amtsberichten, zu den Klageantworten und zum Expertenvorschlag 

des Beklagten Stellung zu nehmen. Ausserdem wurde den Klagenden Gelegenheit 

gegeben, mögliche Expertenfragen zu unterbreiten. Nach zweimaliger Gewährung einer 

Fristerstreckung reichten die Klagenden am 27. Mai 2004 die Replik, die 

Stellungnahme zu den Amtsberichten und die Stellungnahme zum Expertenvorschlag 

des Beklagten ein. Die Klagenden halten in den Repliken unverändert an den Anträgen 

gemäss den Klageschriften der Verbände und Einzelklägerinnen fest. Ausserdem 

wurden andere mögliche Expertinnen genannt sowie mögliche Expertenfragen 

formuliert; der Expertenvorschlag des Beklagten wurde abgelehnt.

I./ Am 16. Juni 2004 forderte das Verwaltungsgericht das Gesundheitsdepartement auf, 

zu verschiedenen Fragen Amtsberichte bei verschiedenen kantonalen Stellen 

einzufordern. Am 1. Juli, 6. Juli bzw. 27. August 2004 gingen die Amtsberichte der 

Spitalregion Rheintal-Werdenberg-Sarganserland, des Gesundheitsdepartements und 

der Spitalregion St. Gallen-Rorschach beim Verwaltungsgericht ein.

J./ Innert erstreckter Frist reichte der Beklagte am 18. Oktober 2004 die Duplik ein, 

wobei an den Anträgen in den Klageantworten festgehalten wurde.

K./ Mit Schreiben vom 29. November 2004 teilte das Verwaltungsgericht den 

Beteiligten mit, dass beabsichtigt werde, PD Dr. Fred Henneberger, Direktor des 

Forschungsinstituts für Arbeit und Arbeitsrecht der Universität St. Gallen, als Experten 

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einzusetzen. Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, allfällige begründete 

Einwände gegen die Expertenbenennung vorzubringen.

Am 15. Dezember 2004 fand unter Leitung des Präsidenten des Verwaltungsgerichts 

eine mündliche Instruktion der Parteienvertreter statt. Diskutiert wurden die Fragen der 

Passivlegitimation des Beklagten, der Verjährung der eingeklagten Forderungen sowie 

die Frage der Person des Gutachters.

Mit Eingaben vom 28. Dezember 2004 bzw. 13. Januar 2005 nahmen der Beklagte und 

die Klagenden zum Protokoll der mündlichen Instruktion vom 15. Dezember 2004 

sowie zum Expertenvorschlag des Gerichts Stellung. Während aus der Sicht des 

Beklagten dem Expertenvorschlag nichts entgegenstand, lehnten die Klagenden PD Dr. 

Fred Henneberger als Experten aus formellen und inhaltlichen Gründen ab. Zur 

Begründung wurde einerseits geltend gemacht, dass es dem vorgeschlagenen 

Gutachter als Dozent an der Universität St. Gallen und Direktor des Forschungsinstituts 

für Arbeit und Arbeitsrecht der Universität St. Gallen an der erforderlichen 

Unabhängigkeit fehle, anderseits wurde beanstandet, dass der vorgeschlagene Experte 

fachlich nicht geeignet sei.

Mit Beweisbeschluss vom 25. Januar 2005 bestimmte das Verwaltungsgericht PD Dr. 

Fred Henneberger zum Gutachter. Gegen diesen Beweisbeschluss erhoben die 

Klagenden am 25. Februar 2005 staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht. 

Diese wurde vom Bundesgericht mit Urteil vom 21. Juli 2005 abgewiesen, soweit 

darauf eingetreten wurde.

L./ Nachdem den Beteiligten vorgängig der Entwurf des Gutachterauftrags sowie das 

Konzeptpapier des Gutachters zugestellt wurden, fand im Beisein der Parteienvertreter 

am 26. Januar 2006 die mündliche Experteninstruktion statt. Dabei wurde den 

Vertretern Gelegenheit gegeben, zum Konzeptpapier des Experten sowie zum 

gerichtlichen Entwurf des Gutachterauftrags Stellung zu nehmen und Fragen an den 

Gutachter zu richten.

Mit Eingaben vom 21. Februar 2006 und 28. Februar 2006 nahmen der Beklagte und 

die Klagenden zum Konzeptpapier des Gutachters, zum gerichtlichen Entwurf des 

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Gutachterauftrags sowie zum Protokoll der Experteninstruktion vom 26. Januar 2006 

schriftlich Stellung.

Am 21. März 2006 fällte das Verwaltungsgericht folgenden Beweisbeschluss:

1.   Der Gutachter hat auf der Grundlage der Methode der VFA bei folgenden Berufen 

(öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse im Kanton St. Gallen) eine Arbeitsbewertung 

durchzuführen:

     - Krankenschwestern DN2

- Hebammen mit Grundausbildung sowie mit Krankenpflegediplom und 

Zusatzausbildung

- medizinische Laborantinnen

- technische Operationsassistentinnen

- medizinisch-technische Radiologieassistentinnen

- Polizisten

     Im Sinne eines Quervergleichs sind zusätzlich drei Berufe entsprechend dem 

Vorschlag in Ziff. I.3.2 des gutachterlichen Konzeptpapiers zu bewerten.

2.   Zu beurteilen ist der Zeitraum 1. Januar 1999 bis 31. Dezember 2003.

3.   Die VFA ist auf der Basis folgender sechs Hauptkriterien durchzuführen:

     K1: Ausbildung und Erfahrung

     K2: Geistige Anforderungen

     K3: Verantwortung

     K4: Psychische Anforderungen und Belastungen

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     K5: Physische Anforderungen und Belastungen

K6: Beanspruchung der Sinnesorgane und spezielle Arbeitsbedin-

 gungen

Die innere und äussere Gewichtung ist entsprechend dem Vorschlag von Ziff. I.2.2. und 

I.3.1 (S. 6) des gutachterlichen Konzeptpapiers vorzunehmen.

4.   Das konkrete Vorgehen bei der Bewertung hat sich nach dem Vorschlag in Ziff. I.

3.3. des gutachterlichen Konzeptpapiers zu richten (Auswahl der Personen nach dem 

Zufallsprinzip, schriftliche Befragung, Interview, Beobachtung). Die Parteienvertreter 

sollen an den Erhebungen in angemessener Form teilnehmen können. Über die 

konkrete Form der Beteiligung wird zu gegebener Zeit die Gerichtsleitung entscheiden.

5.   Aufgrund der durchgeführten Bewertung ist festzustellen:

 - Inwiefern ergibt sich Gleichwertigkeit zwischen den Berufen der Klägerinnen 

einerseits und den Polizisten bzw. zusätzlich herangezogenen Berufen anderseits?

 - Falls sich keine Gleichwertigkeit ergibt: In welchem Ausmass (Klassierungen) sind die 

unterschiedlichen Einstufungen auf objektive Einflüsse zurückzuführen?

6.   Das Konzeptpapier des Gutachters sowie das gutachterliche Schreiben vom 

27. Januar 2006 bilden einen integrierenden Bestandteil dieses Beweisbeschlusses.

7.   Die Kosten dieses Beschlusses bleiben bei der Hauptsache.

M./ Am 5. Oktober 2006 wurden die zu befragenden und beobachtenden Personen 

durch "Losziehung" bestimmt. Der Rechtsvertreter des Beklagten sowie eine 

Vertreterin des vpod als Vertreterin der Klagenden waren anwesend. Es wurden je zwei 

Teilnehmer und - soweit vorhanden - je zwei Ersatzteilnehmer aus folgenden 

Berufsgruppen gezogen: Krankenschwester DN2, Hebamme mit Grundausbildung, 

Hebamme mit Krankenpflegediplom und Zusatzausbildung, medizinische 

Laborantinnen, technische Operationsassistentinnen, medizinisch-technische 

Radiologieassistentinnen, Polizeimann, Rettungssanitäter IVR mit Erstausbildung, 

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Rettungssanitäter IVR mit Weiterbildung und Koch mit Berufslehre. Die 

Rettungssanitäter und die Köche wurden als zusätzliche Vergleichsgruppen zur 

bessern Abstützung des Quervergleichs herangezogen (vgl. Ziff. 1 des 

Beweisbeschlusses vom 21. März 2006). Die zu befragenden Vorgesetzten wurden 

nach der "Losziehung" durch den Gutachter in Absprache mit den jeweiligen 

Amtsleitern bestimmt.

Am 30. Oktober 2006 fand in einem Raum der Universität St. Gallen die schriftliche 

Befragung der durch die Losziehung bestimmten Personen statt. Dabei standen je ein 

durch den Gutachter entworfener Fragebogen für Mitarbeiter und für Vorgesetzte zur 

Verfügung.

In den Monaten November und Dezember 2006 fanden die Beobachtungen der 

befragten Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz statt, soweit die Beobachtung nicht durch 

objektive Gründe (z.B. Mutterschaftsurlaub, Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis) 

ausgeschlossen war. An den Beobachtungen, die jeweils rund einen halben Tag 

dauerten, nahm neben dem Gutachter immer auch eine Gerichtsschreiberin des 

Verwaltungsgerichts teil. Sie verfasste über die einzelnen Be-obachtungen, welche 

jeweils rund einen halben Tag dauerten, Protokolle, welche anschliessend den 

Parteienvertretern zur Stellungnahme zugestellt wurden. Zusätzlich nahm an der 

Mehrzahl der Beobachtungen noch je ein Mitglied des Verwaltungsgerichts teil. Auf 

ihren Wunsch nahm die Rechtsvertreterin der Klagenden an einer Beobachtung der 

Berufsgruppe der Polizeimänner teil.

Am 8. und 9. Januar 2007 fanden die mündlichen Befragungen der beobachteten 

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sowie ihrer Vorgesetzten durch den Gutachter statt. 

An den Befragungen waren jeweils der Präsident des Verwaltungsgerichts, ein Mitglied 

des Verwaltungsgerichts, eine Gerichtsschreiberin des Verwaltungsgerichts und die 

Parteienvertreter, soweit sie es wünschten, anwesend.

Am 8. August 2007 erstattete der Gutachter dem Verwaltungsgericht die Expertise.

N./ Am 29. November 2007 nahm der Beklagte zur Expertise Stellung. Die zu den 

jeweiligen Fachbereichen vorgenommenen Wertungen wurden für vertretbar erachtet, 

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die gutachterlichen Befunde anerkannt und keine Ergänzungen beantragt. Die 

Klagenden liessen sich nach Fristerstreckung am 14. Februar 2008 zur Expertise 

vernehmen. Sie machten verschiedene formale und inhaltliche Mängel geltend und 

forderten, dass der Gutachter dazu Stellung beziehen und das Gutachten in diesen 

Punkten ergänzen solle. Für verschiedene Kriterien der klagenden Berufsgruppen 

wurde die Einholung eines Obergutachtens beantragt, weil gewichtige Unterlassungen 

oder Mängel durch Fachpersonen nochmals zu beurteilen seien.

Am 21. Februar 2008 hat das Verwaltungsgericht dem Gutachter die Stellungnahmen 

der Parteien samt Beilagen mit dem Auftrag zur Verfügung gestellt, zu den von den 

Klagenden geltend gemachten Mängeln in schriftlicher Form Stellung zu nehmen. Am 

21. April 2008 erstattete der Gutachter seine Stellungnahme zu den von den Klagenden 

geltend gemachten Einwendungen zur Expertise vom 8. August 2007.

Am 11. Juli 2008 bzw. 14. Juli 2008 liessen sich der Beklagte und die Klagenden zur 

Stellungnahme des Experten vom 21. April 2008 vernehmen. Sodann teilten die 

Parteien mit Schreiben vom 25. Juli bzw. 21. August 2008 mit, dass auf eine mündliche 

Verhandlung verzichtet werde.

Darüber wird in Erwägung gezogen:

1. Das Verwaltungsgericht ist zur Beurteilung der sich auf Art. 8 Abs. 3 BV bzw. Art. 3 

und 5 Abs. 1 lit. b, c und d GlG stützenden Besoldungsklagen der Einzelklägerinnen 

und der Berufsverbände zuständig (Art. 79bis des Gesetzes über die 

Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Das Verfahren vor 

Verwaltungsgericht richtet sich gemäss Art. 79bis VRP nach den Vorschriften über die 

öffentlich-rechtliche Klage in vermögensrechtlichen Angelegenheiten aus einem 

öffentlichen Angestelltenverhältnis, sofern nicht die Bestimmungen des GlG als 

übergeordnetes Bundesrecht vorgehen.

1.1. Die Aktivlegitimation der Einzelklägerinnen, welche im Zeitpunkt der 

Klageeinleitung alle in einem öffentlich-rechtlichen Anstellungsverhältnis zum Beklagten 

standen, ist mit Bezug auf die Leistungsklagen gegeben (Art. 5 Abs. 1 lit. d GlG). 

Soweit allenfalls Einzelklägerinnen gegenwärtig nicht mehr in den Diensten des 

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Beklagten stehen, ist hinsichtlich der Feststellungsklagen festzuhalten, dass es mit 

Bezug auf die heutigen Verhältnisse an der in Art. 5 Abs. 1 lit. c GlG vorausgesetzten 

andauernden störenden Auswirkung der Diskriminierung fehlen würde. Für den 

Zeitraum der Anstellung ist ein Feststellungsinteresse indes grundsätzlich zu bejahen.

1.2. Neben den Einzelklägerinnen haben auch verschiedene Berufsverbände Klagen 

eingereicht. Gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 1 GlG können Organisationen, die nach ihren 

Statuten die Gleichstellung von Frau und Mann fördern oder die Interessen der 

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wahren und seit mindestens zwei Jahren 

bestehen, im eigenen Namen feststellen lassen, dass eine Diskriminierung vorliegt, 

wenn der Ausgang des Verfahrens sich voraussichtlich auf eine grössere Zahl von 

Arbeitsverhältnissen auswirken wird. Diese Voraussetzungen sind vorliegend in bezug 

auf die klagenden Berufsverbände unbestrittenermassen erfüllt, weshalb sie 

hinsichtlich der gestellten Feststellungsbegehren klagelegitimiert sind.

Gemäss Art. 7 Abs. 1 Satz 2 GlG müssen Organisationen den betroffenen Arbeitgebern 

Gelegenheit zur Stellungnahme geben, bevor sie eine Schlichtungsstelle anrufen oder 

eine Klage einreichen. Sämtliche Berufsverbände sind vorgängig an die Regierung 

gelangt und haben geltend gemacht, dass die Einstufung der Einzelklägerinnen sowie 

der übrigen Angehörigen der vertretenen Berufsgruppen in 

geschlechtsdiskriminierender Weise erfolgt sei. Diese Auffassung wurde von der 

Regierung in verschiedenen Stellungnahmen abschlägig beurteilt. Somit sind die 

Voraussetzungen erfüllt, um auf die Feststellungsbegehren der klagenden 

Berufsverbände einzutreten.

1.3. Wie eingangs ausgeführt wurde, brachte der Beklagte in den beiden 

Klageantworten vom 19. Januar 2004 eine Präzisierung bezüglich seiner 

Passivlegitimation an, welche gegenüber allen Einzelklagen gelten soll. Der Beklagte 

stellt sich auf den Standpunkt, dass das Kantonsspital St. Gallen, zusammen mit dem 

kantonalen Spital Rorschach, seit dem 1. Januar 2003 ein Spitalverbund und damit 

eine selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt sei. Da das Personal des Kantonsspitals 

St. Gallen seither zum Spitalverbund gehöre, fehle es dem Beklagten bezüglich 

Ansprüchen, die seit dem 1. Januar 2003 geltend gemacht würden, an der 

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Passivlegitimation, was von vornherein zur teilweisen Abweisung der 

Leistungsbegehren führen müsse.

Die Klagenden bringen dazu in der Replik vom 27. Mai 2004 vor, dass gemäss dem 

erläuternden Bericht zum Grossratsbeschluss über die Schaffung von Spitalverbunden 

(ABl 2002, S. 1136) für das Personal der Spitalverbunde das geltende öffentlich-

rechtliche Anstellungsverhältnis beibehalten werde. Es werde festgehalten, dass 

weiterhin die Anstellungsbedingungen für das Staatspersonal gelten würden, worin 

auch die Entlöhnung inbegriffen sei. Es sei eine Selbstverständlichkeit, dass das 

Personal der Spitalverbunde nach wie vor aufgrund der kantonalen Gesetzgebung 

gestützt auf die Richtlinien über die Einreihung und Beförderung des Staatspersonals 

entlöhnt würde. Die Regierung habe mit Beschluss vom 7. Januar 2003 und damit nach 

Inkrafttreten des Gesetzes über die Spitalverbunde die Richtlinien über die Einreihung 

und Beförderung des Staatspersonals für das Jahr 2003 erlassen und darin auch das 

gesamte Pflegepersonal bzw. die in die Klageverfahren involvierten Berufe 

miteinbezogen und in die entsprechenden Klassen eingereiht. Der Beklagte habe damit 

selber zum Ausdruck gebracht, dass er nach wie vor Arbeitgeberqualität habe, 

insbesondere auch hinsichtlich der Einflussnahme bei Fragen der Entlöhnung.

Seit dem 1. Januar 2003 bestehen im Kanton St. Gallen vier Spitalverbunde als 

selbständige öffentlich-rechtliche Anstalten (Art. 1 und 2 des Gesetzes über die 

Spitalverbunde, sGS 320.2; Art. 1 des Grossratsbeschlusses über die Schaffung von 

Spitalverbunden, sGS 320.20). Seit diesem Stichtag sind die Angestellten Personal des 

Spitalverbundes (vgl. Art. 6 des Grossratsbeschlusses über die Schaffung von 

Spitalverbunden). Die Haftung richtet sich nach Art. 4 des Grossratsbeschlusses über 

die Schaffung von Spitalverbunden. Demnach werden die im Zeitpunkt der 

Überführung vorhandenen Verpflichtungen des Staates, die einem Spital zugerechnet 

werden können, zu Verpflichtungen des Spitalverbunds, in den das Spital überführt 

wird. Vorbehalten bleiben die zivilrechtlichen Regelungen über die Schuldübernahme.

Wie es sich vor diesem Hintergrund mit der Passivlegitimation des Beklagten bezüglich 

der Forderungen der Einzelklägerinnen seit dem 1. Januar 2003 verhält, kann 

vorliegend offen bleiben. Die Legitimation ist im öffentlich-rechtlichen Klageverfahren 

wie im zivilrechtlichen Verfahren eine Frage des materiellen Rechts, weshalb bei 

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Verneinung der Legitimation auf Abweisung der Klage zu entscheiden ist (GVP 2002 Nr. 

75; F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, Bern 1983, S. 176). Da, wie im folgenden 

zu zeigen sein wird, die Feststellungsbegehren, für welche die Passivlegitimation des 

Beklagten unbestritten ist, abzuweisen sind (vgl. Erw. 9.3.1. und 9.3.2.), fehlt es den 

Leistungsbegehren der Einzelklägerinnen zum vornherein an einer rechtlichen 

Grundlage. Dementsprechend braucht die Frage der Passivlegitimation des Beklagten 

bezüglich der Forderungen seit dem 1. Januar 2003 nicht abschliessend geklärt zu 

werden.

1.4. Sämtliche Klagen betreffen die Frage der geschlechtsdiskriminierenden 

Entlöhnung gegenüber den Polizisten. Im Verfahren vor Verwaltungsgericht wurde der 

Schriftenwechsel in dem Sinne weitgehend einfach geführt, als sich die Beteiligten 

jeweils in einer Eingabe zu sämtlichen Klagen bzw. Berufsgruppen äusserten. Das 

eingeholte Gutachten betrifft ebenfalls sämtliche Berufsgruppen der Klagenden. Im 

Rahmen der Urteilsfindung müssen schliesslich verschiedentlich auch Vergleiche 

zwischen den Berufsgruppen der Klagenden angestellt werden. Vor diesem 

Hintergrund

überwiegen prozessökonomische Überlegungen an einer Behandlung sämtlicher 

Klagen in einem Urteil allfällige Geheimhaltungsinteressen der Klagenden. Die Klagen K 

2003/7 bis K 2003/16 werden vereinigt.

1.5. In redaktioneller Hinsicht sei angemerkt, dass im folgenden für die klagenden 

Berufsgruppen die Berufsbezeichnungen gemäss den Anhängen zur 

Besoldungsverordnung (sGS 143.2) gewählt werden. Sodann wird für frauendominierte 

Berufsgruppen jeweils die weibliche Bezeichnung und für männerdominierte und 

neutrale Berufsgruppen jeweils die männliche Bezeichnung verwendet.

1.6. Auf die Klagen ist einzutreten.

2. Gemäss Art. 8 Abs. 3 Satz 1 BV sind Mann und Frau gleichberechtigt; sie haben 

Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit (Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV). Gemäss 

Art. 3 Abs. 1 und Abs. 2 GlG dürfen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aufgrund 

ihres Geschlechts weder direkt noch indirekt benachteiligt werden, insbesondere nicht 

bezüglich der Entlöhnung. Eine besoldungsmässige Diskriminierung im Sinne dieser 

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Bestimmung liegt vor, wenn zum Nachteil eines geschlechtstypisch identifizierten 

Berufs Lohnunterschiede bestehen, welche nicht sachbezogen in der Arbeit selber 

begründet sind, sondern auf geschlechtsspezifische Umstände abstellen (BGE 2A.

95/2007 und 2A.96/2007 vom 20. November 2007 E. 3.1 mit Hinweis auf 

BGE 124 II 424 ff.).

2.1. Die Klagenden machen eine indirekte Diskriminierung geltend. Eine solche liegt 

vor, wenn eine formal geschlechtsneutrale Regelung im Ergebnis wesentlich mehr bzw. 

überwiegend Angehörige des einen Geschlechts gegenüber denjenigen des anderen 

benachteiligt, ohne dass dies sachlich begründet ist (S. Stauber-Moser, Lohngleichheit 

und bundesgerichtliche Rechtsprechung, in: AJP 2006, S. 1356 mit Hinweis auf 

BGE 124 II 424 f. und BGE 124 II 533 ff.; H. Seiler, Gleicher Lohn für gleichwertige 

Arbeit, in: ZBl 2003, S. 121; E. Freivogel, in: Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, 

Basel 1997, N 128 zu Art. 3 GlG). Bei der indirekten kollektiven Lohndiskriminierung 

ergibt sich der Anwendungsbereich des Diskriminierungsverbots nicht direkt aus der 

Regelung, sondern muss indirekt daraus erschlossen werden, dass wesentlich mehr 

Angehörige des einen Geschlechts nachteilig betroffen werden. Voraussetzung für die 

Anwendung des Lohngleichheitsgebots ist somit, dass die benachteiligte Tätigkeit 

geschlechtsspezifisch ist. Zudem müssen die betrachteten Tätigkeiten gleich oder 

gleichwertig sein. Sind die Tätigkeiten nicht gleichwertig, so besteht kein Anspruch auf 

gleichen Lohn, so dass die Lohnunterschiede nicht rechtfertigungsbedürftig sind. Die 

Frage der Gleichwertigkeit ist mit anderen Worten nicht eine Frage von 

Rechtfertigungsgründen, sondern eine Frage der Tatbestandsvoraussetzung. Erst 

wenn die Gleichwertigkeit erstellt ist, kann sich die Frage stellen, ob trotzdem aus 

gewissen Gründen Lohnunterschiede gerechtfertigt werden können (Seiler, a.a.O., 

S. 122 f. mit weiteren Hinweisen).

2.2. Für die Beurteilung, ob eine bestimmte Tätigkeit geschlechtstypisch ist, stellt das 

Bundesgericht in erster Linie auf das statistische Element ab: Es müssen erheblich 

oder wesentlich mehr Angehörige des einen Geschlechts als des andern betroffen sein. 

Daneben kann aber auch die geschichtliche Dimension und historische Prägung eines 

Berufs berücksichtigt werden. Nicht ausreichend ist hingegen, dass eine Funktion 

durch Merkmale geprägt ist, die nach stereotypen, unbelegten Vorstellungen angeblich 

typisch weiblich sind, wie beispielsweise dass eine Arbeit im zwischenmenschlichen 

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Bereich stattfindet. In der Regel gilt ein Beruf als typischer Frauenberuf, wenn der 

Frauenanteil höher als 70% liegt (Stauber-Moser, a.a.O., S. 1356; Seiler, a.a.O., mit 

Hinweisen auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung). Die Klärung der Frage, ob es 

sich um eine frauentypische Funktion handelt, obliegt dem Gericht (Stauber-Moser, 

a.a.O., S. 1356 mit Hinweis auf BGE 125 II 549).

Es ist notorisch, dass es sich bei den Berufen der Krankenschwester DN2 und 

Hebamme (mit Grundausbildung bzw. mit Krankenpflegediplom und Zusatzausbildung) 

um typische Frauenberufe handelt, während der von den Klagenden zum Vergleich 

herangezogene Beruf des Polizeimannes männerdominiert ist. Demgegenüber hat das 

kantonale Personalamt bezüglich der Berufe der medizinischen Laborantinnen 

(abgekürzt MLAB), technischen Operationsassistentinnen (abgekürzt TOA) und 

medizinisch-technischen Radiologieassistentinnen (abgekürzt MTRA) im 

Zusammenhang mit der Erstellung der Expertise Abklärungen getroffen. Diese ergaben, 

dass bei allen drei Funktionen der Frauenanteil gemessen an den Beschäftigten 

mindestens knapp 78% beträgt und sich auch der Frauenanteil gemessen am 

Beschäftigungsumfang in allen drei Funktionen auf mindestens knapp 74% beläuft 

(Gutachten von PD Dr. Fred Henneberger vom 8. August 2007, abgekürzt Gutachten, 

S. 17 f.). Damit haben auch diese drei Berufsgruppen als typische Frauenberufe zu 

gelten. Damit ist für sämtliche Berufsgruppen, denen die Klagenden angehören, die 

frauentypische Identifikation als Tatbestandsmerkmal erstellt.

2.3. Zentral bei der Beurteilung von Lohngleichheitsansprüchen ist im weiteren, wie 

bereits angetönt wurde (vgl. Erw. 2.1.), der Begriff der Gleichwertigkeit. Der Anspruch 

auf gleiche Entlöhnung setzt gleiche oder gleichwertige Arbeit voraus (vgl. Art. 8 Abs. 3 

Satz 3 BV). Die Gleichwertigkeit ist Tatbestandsvoraussetzung (BGE 124 II 426). Ist 

Gleichwertigkeit gegeben und besteht ein Lohnunterschied zwischen Personen 

unterschiedlichen Geschlechts, ist eine Diskriminierung naheliegend. Ungleiche 

Entlöhnung bei gleichwertiger Arbeit ist nur zulässig, wenn sie mit objektiven Gründen - 

wie etwa zusätzlichen Führungsaufgaben und erschwerten Arbeitsbedingungen - 

erklärt werden kann. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung umfasst der 

Begriff der Gleichwertigkeit nicht bloss ähnliche, d.h. gleichartige Arbeiten, sondern 

auch Tätigkeiten unterschiedlicher Natur (BGE 124 II 426, 125 I 75 f., 125 II 390 ff., 

ferner BGE 129 I 165). Dies ist sachgerecht, da die im öffentlichen Dienst verbreiteten 

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Besoldungssysteme mit verschiedenen Lohnklassen davon ausgehen, dass auch 

unterschiedliche Funktionen in die gleiche Lohnklasse eingereiht werden, was 

bedeutet, dass sie als gleichwertig betrachtet werden. Es können also auch äusserlich 

ungleiche Tätigkeiten unter dem Gesichtspunkt der Gleichwertigkeit miteinander 

verglichen werden, so etwa Krankenschwestern oder Physiotherapeutinnen mit 

Polizisten sowie Handarbeitslehrerinnen mit Primarlehrerinnen (vgl. BGE 131 II 393 ff., 

125 II 385 ff.; Seiler, a.a.O., S. 127). Werden sehr unterschiedliche Funktionen 

verglichen, müssen indes die Vernetzungen im ganzen Lohngefüge betrachtet werden 

und auch Vergleiche mit tiefer eingereihten neutralen oder männlichen Berufen 

angestellt werden. Ob die Vergleichsbasis genügend ist, ist eine Rechtsfrage, die durch 

das Gericht zu beantworten ist. Es kann nicht im Belieben der Parteien (oder gar nur 

der einen Partei) stehen, welche Funktionen zum Vergleich herangezogen werden 

(Arioli/Egg, Arbeitswissenschaftliche Gutachten in Lohngleichheitsprozessen, in: AJP 

2001, S. 1302).

2.3.1. Die Berufsgruppen der Klagenden und der Polizisten unterscheiden sich 

wesentlich. Insofern ist ein weiter angelegter Vergleich sinnvoll, um unerwünschte 

Verzerrungen zu vermeiden. Dies gilt umso mehr, als das Lohnsystem des Beklagten 

historisch gewachsen ist und eigentlich nur ein breiter Vergleich induktiv Aufschluss 

über die Bedeutung der einzelnen Kriterien, die zur konkreten Einstufung geführt 

haben, geben kann. Hinzu kommt, dass stets die Gefahr besteht, neue Ungleichheiten 

(zu Dritten) zu schaffen, wenn versucht wird, im Hinblick auf zwei Kategorien Gleichheit 

zu schaffen. Dementsprechend wurde im Beweisbeschluss vom 21. März 2006 

angeordnet, dass im Sinne eines Quervergleichs zusätzlich drei Berufe zu bewerten 

seien (Ziff. 1). Der Gutachter hat in der Folge nach umfangreichen Abklärungen zur 

Geeignetheit verschiedener Funktionen folgende Berufsgruppen als Quervergleich 

vorgeschlagen: Rettungssanitäter IVR mit Erstausbildung (männerdominiert), 

Rettungssanitäter IVR mit 14- bzw. 24-monatiger Weiterbildung (männerdominiert) und 

Koch bzw. Diätkoch (neutral). Der Gutachter führte aus, dass sich diese Berufsgruppen 

besonders gut für den Quervergleich und die

Überprüfung der geschlechtsspezifischen Diskriminierung eignen würden, da die 

männerdominierten Rettungssanitäter wie die Klagenden zur Gruppe des 

"pflegerischen Fachpersonals" zu zählen seien. Die Ausbildungsvoraussetzungen seien 

relativ klar geregelt und die Anfangseinstufung sei gleich hoch bzw. leicht höher wie 

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diejenige der klagenden Berufe. Die Funktion des Kochs bzw. des Diätkochs sei 

geschlechtsneutral besetzt. Dieser Beruf sei ein gänzlich anderer als der des 

Polizeimannes oder der klagenden Berufe, so dass nicht nur ein eher begrenzter 

Bereich des Lohngefüges untersucht werde, sondern der Einblick in das traditionell 

gewachsene Lohnsystem breiter angelegt werde. Zudem befinde sich die 

Anfangseinstufung für die Funktion des Kochs (leicht) unterhalb derjenigen der 

klagenden Berufe. Der Experte befand, dass vor allem der Diätkoch, der eine 

abgeschlossene Berufslehre als Koch aufweist und eine zusätzliche Ausbildung 

absolviert hat, zur Evaluation herangezogen werden solle (Gutachten, S. 18 ff.).

2.3.2. Die Klagenden machen geltend, mit der zusätzlichen Bewertung der 

Berufsgruppen der Rettungssanitäter und der Köche seien keine genügenden und 

geeigneten Vergleichsgruppen herangezogen worden. Die Rettungssanitäter gehörten 

zu den Gesundheitshilfsberufen, die mit weiblichen Stereotypen verbunden würden 

und deshalb unter einer entsprechenden Unterbewertung leiden würden. Im übrigen 

handle es sich um eine quantitativ schwache Berufsgruppe, die für die Untersuchung 

des Lohnsystems nicht signifikant sei. Ob der Diätkoch wirklich ein neutraler Beruf sei, 

werde bezweifelt, da das Zubereiten von Krankheitskost eine traditionelle Aufgabe für 

Frauen sei (Eingabe vom 14. Juli 2008, Ziff. 12 S. 13).

2.3.3. Die Einwände der Klagenden erweisen sich als nicht stichhaltig. Wie bereits 

ausgeführt wurde, stellt das Bundesgericht in bezug auf die Frage, ob ein typischer 

Frauenberuf vorliegt, in erster Linie auf das statistische Element ab (Erw. 2.2.). Die 

Erhebungen des Gutachters haben ergeben, dass im Kanton St. Gallen insgesamt 

45 Männer und 13 Frauen den Beruf des Rettungssanitäters ausüben. Damit ist der 

Beruf des Rettungssanitäters mit einem Männeranteil von gut 71% männerdominiert, 

was auch von den Klagenden zu Recht nicht in Abrede gestellt wird. Nicht stichhaltig 

ist sodann der nicht weiter belegte Einwand der Klagenden, dass der Beruf des 

Rettungssanitäters mit weiblichen Stereotypen besetzt sei. Zwar gehört der Beruf des 

Sanitäters zu den "Gesundheitsberufen" im weiteren Sinn; indes hat er auch unter 

historischen Gesichtspunkten als männerdominiert zu gelten. Der Beruf, der sich aus 

dem ursprünglich reinen Kranken- und Verletztentransport weiterentwickelt hat (vgl. 

www.der-waldenburger.de/html/rettungsdienst_.html), war früher alleine aus Gründen 

der physischen Kräfte (noch mehr als heute) ein typischer Männerberuf. Als solcher ist 

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er entgegen der Auffassung der Klagenden nicht aus den "Careberufen" 

herausgewachsen (vgl. Eingabe vom 14. Juli 2008, S. 13 Ziff. 12). Inwiefern der Beruf 

des Rettungssanitäters unter diesen Umständen mit Vorurteilen, die den typischen 

Frauenberufen zugeschrieben werden, belegt sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Auch 

der Hinweis der Klagenden auf die Häufigkeit des Berufs ist nicht überzeugend; 

nachdem insgesamt 58 Personen beim Kanton St. Gallen als Rettungssanitäter 

arbeiten, kann nicht gesagt werden, die Vergleichsbasis sei zu schwach. Dies gilt umso 

mehr als die Klagenden selbst beispielsweise eine Ausdehnung der Expertise auf den 

Beruf des Hauswarts beantragt haben (Replik vom 27. Mai 2004, S. 8), wobei nur 

gerade 5 Personen diesen Beruf als Angestellte des Beklagten ausüben (Gutachten, 

S. 21). Als männerdominierte Berufsgruppe, deren Anfangseinstufung gleich hoch bzw. 

leicht höher ist wie diejenigen der klagenden Berufe, eignen sich die Rettungssanitäter 

als zusätzlicher Quervergleich.

2.3.4. Als nicht näher substantiiert erweist sich sodann der Einwand der Klagenden, 

wonach der Beruf des Kochs bzw. des Diätkochs nicht neutral sei. Die gutachterlichen 

Abklärungen haben ergeben, dass 17 Männer und 19 Frauen den Beruf des Kochs 

bzw. 14 Männer und 17 Frauen den Beruf des Diätkochs ausüben. Unter statistischen 

Gesichtspunkten erweist sich somit der Beruf als neutral (vgl. Seiler, a.a.O, S. 125). 

Angesichts dieser Statistik vermag der Hinweis der Klagenden, wonach unter 

historischen Gesichtspunkten die Frauen für die Zubereitung von Krankenkost 

zuständig gewesen seien, an der Eignung der Berufsgruppe der Köche im Sinne des 

Quervergleichs nichts zu ändern.

2.3.5. Aus dem Gesagten folgt, dass die im Gutachten angelegte Vergleichsbasis zur 

Klärung der Frage einer möglichen Geschlechterdiskriminierung der klagenden 

Berufsgruppe sachgerecht und genügend ist.  

2.4. Die Gleichwertigkeit verschiedener Berufe ist in der Regel mittels Expertise zu 

prüfen, falls sie nicht offensichtlich ist, wobei verschiedene Methoden je nach 

Sachverhalt und Fragestellung zur Verfügung stehen (BGE 130 III 158 f.). Grundsätzlich 

ist festzuhalten, dass die Bewertung bestimmter Funktionen in bezug auf andere 

Funktionen oder auf bestimmte Anforderungskriterien nie objektiv und wertneutral 

erfolgen kann, sondern zwangsläufig einen erheblichen Wertungsbereich enthält, 

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dessen Konkretisierung davon abhängt, wie eine bestimmte Aufgabe von der 

Gesellschaft bzw. vom Arbeitgeber bewertet wird. Wissenschaftliche Studien können 

diese Beurteilung unterstützen, indem sie die Tatsachen erheben und Vorurteile 

beseitigen, aber sie können nicht die normative Wertung ersetzen. Die Bewertung und 

Einstufung einer bestimmten Tätigkeit oder Funktion ist somit weder eine reine Sach- 

noch Rechts- noch Ermessensfrage, sondern enthält Elemente von allen dreien. Die 

Anwendung des Gleichstellungsgesetzes kann daher nicht dazu führen, dass eine 

bestimmte Wertung als die rechtlich einzig richtige bezeichnet wird; sie kann nur 

bestimmte Wertungen als unzulässig, weil diskriminierend, qualifizieren. In diesem 

Rahmen bleibt ein erheblicher Ermessensspielraum der zuständigen politischen 

Behörden (BGE 125 II 390 f. mit Hinweis auf BGE 125 I 83 f.).

Der Kanton St. Gallen verfügt über ein traditionell gewachsenes Lohnsystem, das nicht 

auf einer analytischen Arbeitsplatzbewertung beruht. Das Verwaltungsgericht hat im 

Beweisbeschluss vom 21. März 2006 entschieden, dass die Arbeitsbewertung auf der 

Grundlage der Methode der VFA durchzuführen ist. Nach der Rechtsprechung des 

Bundesgerichts ist die VFA als solche nicht diskriminierend (BGE 124 II 430, 

131 II 399). Hinsichtlich der Kognition des Verwaltungsgerichts ist zu beachten, dass 

ihm die Überprüfung der Sachverhaltsfeststellungen und die Rechtskontrolle, nicht 

jedoch die Ermessensüberprüfung zusteht (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Etwas anderes 

lässt sich auch nicht aus dem Gleichstellungsgesetz ableiten.

2.5. Gemäss Art. 6 GlG wird bezüglich der Entlöhnung eine Diskriminierung vermutet, 

wenn diese von der betreffenden Person glaubhaft gemacht wird. Der Beklagte hat in 

den Klageantworten die Glaubhaftmachung einer Diskriminierung für sämtliche 

Berufsgruppen der Klagenden ausdrücklich anerkannt. Diese Anerkennung ist vom 

Verwaltungsgericht im öffentlich-rechtlichen Klageverfahren, wo die Parteien durch ihre 

Behauptungen, Bestreitungen und Beweisanträge den Sachverhalt, über den das 

Gericht entscheiden soll, selbst bestimmen (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit 

im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 1158), nicht zu hinterfragen. 

Dementsprechend kommt es vorliegend zu einer Umkehr der Beweislast, und der 

Beklagte hat, wie die Klagenden zutreffend ausführen, den vollen Beweis zu erbringen, 

dass die Einreihung der Klagenden nicht in geschlechtsdiskriminierender Weise erfolgt 

ist (S. Steiger-Sackmann, in: Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, Basel 1997, N 59 

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f. zu Art. 6 GlG). Der Vollbeweis setzt voraus, dass das Gericht nach objektiven 

Gesichtspunkten und aufgrund seiner Lebenserfahrung von der Verwirklichung der 

Tatsache überzeugt ist, wobei der Beweis als erbracht gilt, soweit Zweifel unerheblich 

erscheinen (Steiger-Sackmann, a.a.O., N 22 zu Art. 6 GlG).

2.6. Die Klagenden leiten die behauptete Lohndiskriminierung im wesentlichen aus dem 

Vergleich mit der Entlöhnung der Polizeimänner ab. Entsprechend dem 

Beweisbeschluss vom 21. März 2006 führte der Gutachter eine VFA für die 

Berufsgruppen der Klagenden, der Polizeimänner sowie der zusätzlich herangezogenen 

Berufsgruppen des Rettungssanitäters bzw. Rettungssanitäters mit Weiterbildung (14- 

und 24-monatig) und des Diätkochs durch. Die VFA basiert auf folgenden sechs 

Hauptkriterien:

K1: Ausbildung und Erfahrung

K2: Geistige Anforderungen

K3: Verantwortung

K4: Psychische Anforderungen und Belastungen

K5: Physische Anforderungen und Belastungen

K6: Beanspruchung der Sinnesorgane und spezielle Arbeitsbedingungen

Der Gutachter legt der Expertise folgende äussere und innere Gewichtung der sechs 

Hauptkriterien K1 bis K6 zugrunde:

 

 
K1   K2 K3 K4 K5 K6

Spalte 1Spalte 2Spalte 3Spalte 4Spalte 5Spalte 6Spalte 7Spalte 8

Stufe   Stufe          

0 0 0 0 0 0 0 0

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Spalte 1Spalte 2Spalte 3Spalte 4Spalte 5Spalte 6Spalte 7Spalte 8

 
K1   K2 K3 K4 K5 K6

0.25 6            

0.5 13 0.5 13 10 4.5 2.5 2

0.75 21.5            

1

30

 

1

30

30 23 11 6 5

1.25 40            

1.5 50.5 1.5 50.5 39 18.5 10 8.5

1.75 62.5            

2 75 2 75 57.5 27.5 15

12.5

 

2.25 88.5            

2.5 103 2.5 103 79 37.5 20.5 17

2.75 118.5            

3 135 3 135 103.5 49.5 27 22.5

3.25 152.5            

3.5 170.5 3.5 170.5 131 62.5 34 28.5

3.75 190            

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K1   K2 K3 K4 K5 K6

Spalte 1Spalte 2Spalte 3Spalte 4Spalte 5Spalte 6Spalte 7Spalte 8

4 210 4 210 161 77 42 35

4.25 231            

4.5 253 4.5 253 194 92.5 50.5 42

4.75

276

 

           

5 300 5 300 230 110 60 50

 

Der Gutachter begründete die im Vergleich zu herkömmlichen 

Arbeitsbewertungsverfahren erhöhte äussere Gewichtung des Hauptkriteriums K4 von 

110 Punkten (vgl. dazu BGE 126 II 217, wo eine äussere Gewichtung von 60 Punk-ten 

beim Kriterium K4 als nicht geschlechtsdiskriminierend eingestuft wurde) damit, dass 

die psychosoziale Kompetenz ansonsten zu wenig berücksichtigt würde. Da 

psychosoziale Kompetenz aber mittlerweile in vielen Berufen faktisch ge-fordert sei, 

würden Konsistenzgründe für deren stärkere Aufnahme in das System der analytischen 

Arbeitsbewertung sprechen, wobei sich wie bei den anderen fünf Kriterien ein analoger 

progressiver Stufenwertverlauf der inneren Gewichtung anbiete (Gutachten, S. 11 ff.).

Die innere und äussere Gewichtung der Kriterien K1 bis K6 entsprechend dem 

Gutachten erweist sich als nicht geschlechtsdiskriminierend und ist nicht zu 

beanstanden. Auch die Parteien haben gegen die innere und äussere Gewichtung 

nichts einzuwenden; insbesondere begrüssen die Klagenden die Erhöhung der 

äusseren Gewichtung beim Kriterium K4 von 60 auf 110 Punkte (Eingabe vom 

14. Februar 2008, S. 2).

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2.7. Bezüglich des methodischen Vorgehens des Gutachters bemängeln die 

Klagenden, dass es "unklug" gewesen sei, nur Personen in die Arbeitsbewertung 

miteinzubeziehen, die am Anfang der Berufstätigkeit stehen würden. Um das Ausmass 

von Anforderungen und Belastungen innerhalb einer Funktionsstufe zu erfassen, wäre 

es sinnvoll gewesen, zusätzlich auch Personen zu befragen und zu beobachten, die 

bereits erfahrener seien. Solche Personen hätten das Spektrum der Anforderungen und 

Belastungen (auch im ersten und zweiten Dienstjahr) im Rückblick umfassender und 

vollständiger wiedergeben können (Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 2 Ziff. 2).

Der Einwand der Klagenden überzeugt nicht. Wie in der Expertise beschrieben wird (S. 

23), wurden nur solche Personen in den Pool aufgenommen, die sich in der jeweils 

niedrigsten Lohnstufe einer Funktion bzw. Lohnklasse oder möglichst nahe bei dieser 

befanden. Dies war, wie der Gutachter in der ergänzenden Stellungnahme vom 

21. April 2008 zutreffend ausführt, insofern sachgerecht, als sämtlichen 

Gleichstellungsklagen eine zu niedrige Anfangseinstufung gegenüber dem Polizeiberuf 

zugrunde liegt. Vor diesem Hintergrund war es naheliegend, bei der Auswahl der zu 

befragenden Personen Wert darauf zu legen, dass sie sich noch am Anfang ihrer 

Berufskarriere befanden. Es ist nachvollziehbar, dass die für die Bewertung der 

Anfangseinstufung massgeblichen Auskünfte von Berufseinsteigern aktueller sind als 

von Personen, die schon lange in ihrem Beruf sind. Durch dieses Vorgehen wurde 

zudem eine homogene Gruppenbildung ermöglicht, die der Objektivität des Gutachtens 

ebenfalls zuträglich war. Hinzu kommt, dass neben den Mitarbeitern immer auch die 

älteren und berufserfahreneren Vorgesetzten in die schriftliche und mündliche 

Befragung einbezogen wurden. Vor diesem Hintergrund ist das methodische Vorgehen 

des Gutachters nicht zu beanstanden (vgl. ergänzende Stellungnahme vom 21. April 

2008, S. 3).

2.8. Im weiteren kritisieren die Klagenden das Auswahlverfahren des Experten, bei dem 

nach dem Zufallsprinzip Personen aus dem zuvor gebildeten Pool gezogen wurden, in 

bezug auf die Berufsgruppe der MLAB. Bei dieser Berufsgruppe seien zwei Personen 

aus dem Fachbereich Pathologie und zwei aus dem Bereich Hämatologie begutachtet 

worden. Bei seiner VFA beziehe sich der Experte überwiegend auf die Gegebenheiten 

und Arbeiten in der Pathologie, die Hämatologie werde kaum erwähnt. Der Experte 

habe sich hier auch nicht wie vereinbart einen Nachmittag Zeit genommen, eine 

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objektive Begutachtung der Hämatologie sei auf seiner Kurzvisite gar nicht möglich 

gewesen. Die Funktion einer MLAB im Fachbereich der Pathologie repräsentiere nicht 

automatisch auch die Funktion auf einem anderen Gebiet. Alle Laborbereiche würden 

mit Ausnahme der Pathologie ihre Dienstleistungen rund um die Uhr an 365 Tagen 

erbringen. An einem Institut in einem Regionalspital übernehme die MLAB unter 

Führung der leitenden MLAB die Aufgaben eines FMH-Laborarztes. Es werde daher 

gefordert, dass die VFA für die MLAB zusätzlich an einem Regionalspital des Kantons 

St. Gallen und mindestens in einem weiteren Fachgebiet durchgeführt werde, damit 

eine repräsentative Arbeitssituation mit Blick auf die Gesamtheit dieser Berufsgruppe 

dargestellt werden könne (Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 4 Ziff. 7). Im weiteren 

kritisieren die Klagenden, dass sich die berechtigte Frage nach der Objektivität des 

Experten stelle, wenn er im Zusammenhang mit der Poolbildung mit Chefbeamten des 

Beklagten zusammengearbeitet habe. Von einem gerichtlichen Experten hätte mehr 

Abstand und Objektivität erwartet werden dürfen, um sich nicht dem Vorwurf der 

Parteinahme auszusetzen. In der Ergänzung zum Gutachten sei der Experte gerade 

hinsichtlich der MLAB nicht auf die Kritik der Klagenden eingegangen (Eingabe vom 

14. Juli 2008, S. 15 Ziff. 2).

2.8.1. Die Methode des Gutachters, die zu befragenden Personen nach dem 

Zufallsprinzip (Losziehung) zu bestimmen, ist nicht geschlechtsdiskriminierend und 

dementsprechend nicht zu beanstanden. Sodann versteht es sich von selbst, dass der 

Gutachter als Aussenstehender nicht in der Lage war, die Poolbildung der möglichen 

zu befragenden Personen anhand ihrer Stellenbezeichnung, ihrer Laufbahnnummer, 

ihrer Lohnklasse und ihres Eintrittsdatums in ein Arbeitsverhältnis mit dem Kanton 

St. Gallen selbständig vorzunehmen. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, wenn der 

Gutachter die Poolbildung in Kooperation mit dem Leiter und einer Mitarbeiterin des 

kantonalen Personalamtes bewerkstelligt hat. Allein der Umstand, dass diese beiden 

Personen in einem Anstellungsverhältnis zum Beklagten stehen, begründet jedenfalls 

keine Befangenheit des Gutachters im Sinne von Art. 7 VRP.

2.8.2. Auch die Kritik der Klagenden im Zusammenhang mit den Beobachtungen der 

Berufsgruppe der MLAB erweist sich als unbegründet. Namentlich trifft es nicht zu, 

dass der Experte sich nicht wie vereinbart einen Nachmittag Zeit für die Begutachtung 

des Fachbereichs der Hämatologie genommen habe (Eingabe vom 14. Februar 2008, 

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S. 4, Ziff. 7). Die Beobachtung in der Hämatologie fand am 4. Dezember 2006 statt. Sie 

dauerte von 13.10 Uhr bis 17.30 Uhr (Akten

K 2003/7 bis K 2003/16: act. 99, Protokoll vom 5. Dezember 2006). Von einer 

"Kurzvisite" kann unter diesen Umständen nicht die Rede sein. Die Beobachtung der 

zweiten medizinischen Laborantin aus dem Fachbereich Pathologie fand am 

18. Dezember 2006 statt. Sie dauerte von 08.00 Uhr bis 11.20 Uhr und wurde durch 

einen Rundgang im Fachbereich Zytologie und Immunhistologie (Mikropathologie) 

ergänzt (Akten K 2003/7 bis K 2003/16: act. 99, Protokoll vom 18. Dezember 2006). 

Unter diesen Umständen trifft es nicht zu, dass der Gutachter den verschiedenen 

Fachbereichen der MLAB im Rahmen der Arbeitsbewertung nicht Genüge getan hat. 

Dem Antrag der Klagenden, wonach die Arbeitsplatzbewertung für die medizinischen 

Laborantinnen im Gesamten zu wiederholen sei (Eingabe vom 14. Juli 2008, S. 16, 

Ziff. 2), ist deshalb nicht stattzugeben. Soweit die Klagenden geltend machen, die 

Verantwortung und Funktion einer MLAB seien vom Gutachter nicht in sachgerechter 

Weise berücksichtigt worden, wird im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen (vgl. 

Erw. 7.3.4.) darauf eingegangen.

2.9. Die Klagenden machen im weiteren geltend, es sei "bedauerlich", dass das tertiäre 

Bildungssystem im Gutachten gänzlich ausser Acht gelassen worden sei. Der 

Entscheid, Gesundheitsberufe im tertiären Bereich auszubilden, sei bereits im Jahr 

2001 gefallen und entspreche einer Aufwertung dieser Berufe und damit faktisch einer 

offiziellen bildungspolitischen Anerkennung, dass die Ansprüche an Wissen und 

Können höher zu bewerten seien als bislang angenommen (Eingabe vom 14. Februar 

2008, S. 2 f. Ziff. 5). Sodann weisen die Klagenden darauf hin, dass der Gutachter im 

Kriterium K1 eine ausführliche Unterscheidung zum Verhältnis zwischen theoretischer 

und praktischer Berufsausbildung gemacht habe. Bei dieser Unterscheidung schwinge 

immer die Unterstellung mit, dass ein Beruf mit hohem Theorieanteil in der Ausbildung 

anspruchsvoller sei als ein Beruf mit kleinem Theorieanteil. Dies sei nicht haltbar, zumal 

im praktischen Unterricht unablässig auf Theorie Bezug genommen werde (Eingabe 

vom 14. Februar 2008, S. 3 Ziff. 6).

2.9.1. Der sogenannte Tertiärisierungsentscheid wurde im Jahr 2001 von der 

Schweizerischen Sanitätsdirektorenkonferenz (heute Schweizerische Konferenz der 

Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren) erlassen, um die Gesundheitsberufe einer 

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eindeutigen Bildungsstufe zuzuordnen. Mit dem Tertiärisierungsentscheid wurde die 

Grundausbildung bestimmter Berufe aus dem Gesundheitswesen mit einer 

Übergangsfrist von acht Jahren auf die Tertiärstufe angehoben (vgl. Gutachten, S. 30 

f.).

Es ist unbestritten, dass sämtliche Einzelklägerinnen ihre Ausbildung vor dem 

Tertiärisierungsentscheid abgeschlossen haben. Sodann ist unwidersprochen, dass es 

im Zeitpunkt der Klageeinreichungen noch keine Berufsabgängerinnen mit einer 

Ausbildung auf der tertiären Stufe gegeben hat. Vor diesem Hintergrund ist es nicht zu 

beanstanden, wenn im Rahmen der Gutachtenerstellung und auch beim Entscheid 

über die Klagen der Tertiärisierungsentscheid ausser Acht gelassen wird. Daran 

vermag der Hinweis der Klagenden, wonach der Kanton St. Gallen nicht darum herum 

komme, sich mit Blick auf den Tertiärisierungsentscheid zu den Lohneinstufungen der 

klagenden Berufsgruppen erneut zu äussern (Eingabe vom 14. Februar 2008, Ziff. 5), 

nichts zu ändern.

2.9.2. Bezüglich der Kritik der Klagenden an der einleitenden Aufteilung der 

Gesamtausbildung in theoretische und praktische Teile im Gutachten fällt in Betracht, 

dass beim Kriterium K1 die Anforderungen an theoretische und praktische Kenntnisse 

bewertet wurden. Es wurde zwischen den Untermerkmalen Grundausbildung, 

Zusatzkenntnisse und Erfahrung unterschieden (vgl. Gutachten, S. 29, sowie Anhang 3 

zum Gutachten). Wie der Gutachter in der ergänzenden Stellungnahme vom 21. April 

2008 ausführt, war die Frage der Gewichtung von Theorie und Praxisanteil in der 

Ausbildung für die faktische Einstufung ins Hauptkriterium K1 irrelevant. Gleiches gilt 

auch für die übrigen Kriterien. Dies stellen denn auch die Klagenden nicht in Abrede, 

indem sie selbst anmerken, dass die vom Gutachter eingangs vorgenommene 

Trennung zwischen praktischem und theoretischem Unterricht in der Folge nicht mehr 

aufgenommen wurde (Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 4 Ziff. 6). Mithin erweist sich 

auch dieser Einwand als unbegründet.

2.10. Die Klagenden haben dem Verwaltungsgericht unter anderem die Gutachten von 

Prof. Dr. Gudela Grote vom 29. März 2000 und 14. November 2002 eingereicht, welche 

diese im Zusammenhang mit Gleichstellungsklagen in den Kantonen Zürich und 

Solothurn verfasst hat. Die Klagenden beanstanden, dass der Gutachter, obwohl er in 

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diversen Punkten von diesen Gutachten abweiche, mit keinem Wort auf die fachlichen 

Differenzen eingehe. In diesem Sinn sei die Expertise mangelhaft und die 

Abweichungen seien vom Gutachter zu begründen (Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 

1 Ziff. 1).

Entgegen der Auffassung der Klagenden war der Gutachter nicht gehalten, die 

Expertisen Grote, welche für andere Kantone mit einer anderen Ausgangslage, für 

einen anderen Zeitraum und für andere Karrierezeitpunkte erstellt wurden, in seinem 

Gutachten zu berücksichtigen. Der Einwand schlägt fehl.

2.11. Aus dem Gesagten folgt, dass das methodische Vorgehen des Gutachters nicht 

zu beanstanden ist; insbesondere sind keine Hinweise auf diskriminierende 

Auswirkungen im Zusammenhang mit dem gewählten Vorgehen ersichtlich. Soweit die 

Klagenden geltend machen, der Gutachter habe die Führungsverantwortung im 

Kriterium K3 für die klagenden Berufsgruppen nicht korrekt wiedergegeben (Eingabe 

vom 14. Februar 2008, S. 2 Ziff. 3) und es mangle dem Gutachter an der nötigen 

Geschlechtersensitivität in der Kommunikation (Eingabe vom 14. Juli 2008, S. 6 Ziff. 4), 

wird im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen darauf eingegangen.

3. Der Gutachter bewertete die zu vergleichenden Berufsgruppen im Gutachten in den 

Hauptkriterien K1 bis K6 wie folgt:

 

 

 

 

 
K1 K2 K3 K4 K5 K6

Spalte 1 Spalte 2Spalte 3Spalte 4Spalte 5Spalte 6Spalte 7

Hebamme 2.25 2.50 2.50 2.50 2.50 2.50

Hebamme Aufbau 2.50 2.50 2.50 2.50 2.50 2.50

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Spalte 1 Spalte 2Spalte 3Spalte 4Spalte 5Spalte 6Spalte 7

 

 
K1 K2 K3 K4 K5 K6

Krankenschwester DN22.50 2.50 2.50 2.00 2.50 2.50

TOA 2.25 2.00 2.00 2.00 2.50 2.50

MLAB 2.00 2.00 2.00 1.50 2.50 2.50

MTRA 2.25 2.00 2.00 2.00 2.50 2.50

Polizeimann 2.50 2.50 2.50 2.50 2.50 2.50

Rettungssanitäter 2.25 2.50 2.50 2.50 3.00 2.50

Rettungssanitäter (24) 2.50 2.50 2.50 2.50 3.00 2.50

Rettungssanitäter (14) 2.75 2.50 2.50 2.50 3.00 2.50

Diätkoch 2.25 1.50 1.50 1.00 2.50 1.50

 

Sodann wurden den verschiedenen Berufsgruppen im Gutachten folgende 

Arbeitswertpunkte gemäss der inneren Gewichtung zugestanden:

 

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K1

1

 

K2 K3 K4 K5 K6 Summe

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7 Spalte 8

  AWP AWP AWP AWP AWP AWP AWP

Hebamme 88.5 103 79 37.5 20.5 17 345.5

Hebamme Aufbau 103 103 79 37.5 20.5 17 360.0

Krankenschwester 

DN2
103 103 79 27.5 20.5 17 350.0

TOA 88.5 75 57.5 27.5 20.5 17 286.0

MLAB 75 75 57.5 18.5 20.5 17 263.5

MTRA 88.5 75 57.5 27.5 20.5 17 286.0

Polizeimann 103 103 79 37.5 20.5 17 360.0

Rettungssanitäter 88.5 103 79 37.5 27 17 352.0

Rettungssanitäter 

(24)
103 103 79 37.5 27 17 366.5

Rettungssanitäter 

(14)
118.5 103 79 37.5 27 17

382.0

 

Diätkoch 88.5 50.5 39 11 20.5 8.5 218.0

 

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Demgegenüber machen die Klagenden in der Stellungnahme vom 14. Juli 2008 

geltend, bei diskriminierungs- und willkürfreier Durchführung der Arbeitsplatzbewertung 

hätte sich folgende Einstufung bzw. hätten sich folgende Arbeitswertpunkte ergeben:

 

  K1 K2 K3 K4 K5 K6

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7

Hebamme 2.25 3.0 3.0 3.0 3.0 3.0

Hebamme Aufbau 2.5 3.0 3.0 3.0 3.0 3.0

Krankenschwester 

DN2
2.5 3.0 3.0 2.5 3.0 3.0

TOA 2.25 2.5 2.5 2.5 2.5 3.0

MLAB 2.25 2.5 2.5 2.5 2.5 3.0

MTRA 2.5 2.5 2.5 2.5 3.0 3.0

 

 

  K1 K2 K3 K4 K5 K6 Summe

Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7 Spalte 8

  AWP AWP AWP AWP AWP AWP AWP

Hebamme 88.5 135 103.5 49.5 27 22.5 426

Hebamme Aufbau 103 135 103.5 49.5 27 22.5 440.5

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Spalte 1 Spalte 2 Spalte 3 Spalte 4 Spalte 5 Spalte 6 Spalte 7 Spalte 8

  K1 K2 K3 K4 K5 K6 Summe

Krankenschwester 

DN 2

 

103 135 103.5 37.5 27 22.5 428.5

TOA 88.5 103 79 37.5 20.5 22.5 351

MLAB 88.5 103 79 37.5 20.5 22.5 351

MTRA 88.5 103 79 37.5 27 22.5 357.5

 

Im folgenden wird die Bewertung der klagenden Berufsgruppen im Vergleich mit den 

Polizeimännern, wie sie der Gutachter vorgenommen hat, durch das Gericht überprüft, 

soweit sie von den Klagenden angezweifelt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass 

für das Verwaltungsgericht zwar der Grundsatz der freien Beweiswürdigung gilt, indes 

nicht ohne Not von den Würdigungen und Erkenntnissen eines Gutachtens abgewichen 

wird, das gerade mit Blick auf die beim Gericht nicht vorhandenen erforderlichen 

spezifischen Fachkenntnisse in Auftrag gegeben wurde. Insofern rechtfertigt es sich, 

von einem Gutachten nur dann abzuweichen, wenn offensichtliche Mängel wie 

beispielsweise in sich widersprüchliche Aussagen festgestellt werden (vgl. Cavelti/

Vögeli, a.a.O., Rz. 975 und 978).

4. Die Klagenden machen geltend, die Arbeitsbewertung der Berufsgruppe der 

Hebamme bzw. Hebamme Aufbau durch den Gutachter sei in den Kriterien K2 bis K6 

nicht sachgerecht bzw. geschlechtsdiskriminierend erfolgt.

4.1. Der Gutachter bewertete die Berufsgruppen der Hebamme, der Hebamme Aufbau 

und des Polizeimannes beim Kriterium K2, wie vorstehend ausgeführt wurde, jeweils 

mit 2,5 Punkten. Demgegenüber fordern die Klagenden eine Bewertung der 

Hebammen (mit Grundausbildung und Aufbau) auf der Stufe 3,0.

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4.1.1. Die Stufe 2,5 setzt beim Kriterium K2 eine vermehrte selbständige 

Sachbearbeitung auf einem Fachgebiet und weniger ausführende Tätigkeiten voraus. 

Oft werden erhöhte Anforderungen an die schriftliche Ausdrucksfähigkeit auf einem 

einfacheren Gebiet (z.B. Erstellen meist einfacher Berichte, Rapporte, Teilnahme an 

Besprechungen oder ähnliches) gestellt (Gutachten, S. 61).

4.1.2. Der Gutachter begründet die Bewertung des Kriteriums K2 bei der Hebamme 

bzw. Hebamme Aufbau damit, dass es sich bei der Betreuung von Mutter und Kind 

während der Schwangerschaft, während der Geburt und im Wochenbett um vermehrt 

selbständig zu verrichtende Aufgaben mit einem geringeren Anteil an ausführenden 

Tätigkeiten handle. Die Anforderungen an die schriftliche Ausdrucksfähigkeit 

beschränkten sich weitgehend auf das tägliche Verfassen von Rapporten und das 

Ausfüllen von Standardformularen, die Leistungserfassung im PC, die Einträge ins 

Geburtenbuch und die Dokumentation des Geburtsverlaufs und der Abweichungen 

vom Normalverlauf mittels Partogramm. Die Anforderungen an die mündliche 

Ausdrucksfähigkeit konzentrierten sich auf das Erteilen von Auskünften, die Beratung 

und das Begleiten der Gebärenden und ihres Umfeldes, das Instruieren von 

Hebammenschülerinnen, den Austausch und das Arbeiten im Team, das Zuhören und 

die monatliche Teilnahme an Teamsitzungen. Zu organisieren bzw. zu planen sei - 

soweit möglich - der Tagesablauf in der Gebärabteilung einschliesslich des 

Pikettdienstes - mitzuorganisieren bzw. mitzuplanen seien unter anderem die 

Tagesziele der Auszubildenden und der Einsatz von Praktikantinnen, die Terminierung 

der Schwangerschaftskontrollen und Kaiserschnitte, die Durchführung der 

Schwangerschaftskontrollen in Absprache mit dem Arzt und gegebenenfalls Kurse zur 

Geburtsvorbereitung. Die Hebammentätigkeit zeichne sich dadurch aus, dass immer 

wieder Situationen auftreten könnten, bei denen die Hebamme rasch eine neue Lage 

beurteilen und entsprechend handeln müsse (Gutachten, S. 60 f.).

Bezüglich der Berufsgruppe der Polizisten begründete der Gutachter die Bewertung 

beim Kriterium K2 damit, dass es sich bei Sachverhaltsaufnahmen, Verkehrskontrollen 

und dem Ausrücken bei Alarm um vermehrt selbständig zu verrichtende Aufgaben mit 

einem geringern Anteil an ausführenden Tätigkeiten (z.B. Rapportierung, 

Patrouillendienst, Unterhalt der Ausrüstung, Wartung und Reinigung der Fahrzeuge) 

handle. Die Anforderungen an die schriftliche Ausdrucksfähigkeit beschränkten sich 

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weitgehend auf das tägliche Verfassen von Rapporten, das Ausfüllen von 

Standardformularen oder das Schreiben von Briefen. Die Anforderungen an die 

mündliche Ausdrucksfähigkeit konzentrierten sich auf das Erteilen von Auskünften an 

die Bevölkerung, die Beratung von Verkehrsteilnehmern, das Betreuen von 

Unfallopfern, das Arbeiten im Team, das tägliche Briefing und das Zuhören. Zu 

organisieren bzw. zu planen seien - soweit möglich - der eigene Tagesablauf innerhalb 

des vom Dienstplan für die Funktion vorgegebenen Tagesablaufs - mitzuorganisieren 

bzw. zu planen seien unter anderem die Patrouillentätigkeit und durchzuführende 

Kontrollen oder Transporte. Die Polizeitätigkeit zeichne sich dadurch aus, dass immer 

wieder Situationen auftreten könnten, bei denen der Polizist rasch eine Lage beurteilen 

und entsprechend handeln müsse. Als Beispiele werden im Gutachten genannt: 

Konfrontation mit Tätern bei Einbrüchen, Schlägereien etc., Einsatz bei häuslicher 

Gewalt, Chaosphase bei Unfällen oder bei Brandausbrüchen und Dringlichkeitsfahrten 

(Gutachten, S. 61 f.).

4.1.3. Die Klagenden wenden gegen die Bewertung des Gutachters ein, die von ihm 

verwendete Version der VFA stütze sich zu sehr auf die schriftliche Ausdrucksfähigkeit 

und lasse die unmittelbaren persönlichen Kontakte mit Menschen, welche sehr hohe 

geistige Anforderungen beinhalten könnten, ausser Acht. Die Betreuung einer 

gebärenden Mutter stelle besondere Anforderungen an die geistigen Fähigkeiten der 

Hebamme. Die Gewichtung und Interpretation von Beobachtungen bezüglich 

Ernsthaftigkeit und bei der Umsetzung in Handlungen seien nicht verschiebbar, von 

hoher Tragweite und müssten gegenüber den beteiligten Personen selbständig 

vertreten werden. Beim Polizeimann treffe dies ebenfalls zu, jedoch sehr viel seltener. 

Die vom Gutachter erwähnte Konfrontation mit Tätern bei Einbrüchen und Schlägereien 

sowie Einsätze bei häuslicher Gewalt kämen tatsächlich vor, träfen aber den einzelnen 

Polizeimann nicht dauernd, ja nicht einmal jede Woche. Die Hebamme sei bei ihren 

Entscheidungen in der Regel alleine und könne nicht bei der Kollegin um Unterstützung 

bitten. Die Polizeimänner würden dagegen in aller Regel zu zweit auftreten. Hinzu 

komme, dass der Polizist bei eigenen Entscheidungen auf seine Amtsautorität und das 

ihm verliehene Gewaltmonopol pochen könne (Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 11 f.).

4.1.4. Die Einwendungen der Klagenden vermögen nicht zu überzeugen. Namentlich ist 

die Rüge nicht nachvollziehbar, wonach der Gutachter zu sehr auf die schriftliche 

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Ausdrucksfähigkeit Wert gelegt und den direkten Kontakt zu wenig in die Bewertung 

einbezogen habe. Sowohl bei der Hebamme als auch beim Polizeimann wurden im 

Gutachten die Anforderungen an die schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit 

berücksichtigt (S. 60 f.). Im übrigen hat das Bundesgericht entschieden, dass eine 

Wertehierarchie nicht schon deshalb, weil sie traditionell sei und personenbezogene 

Dienstleistungen geringer gewichte, unzulässig sei, sondern nur, wenn sie ohne 

sachlichen Grund ein Geschlecht benachteilige. Würden sowohl die weibliche Funktion 

als auch die männliche Vergleichsfunktion von dieser schwächeren Gewichtung der 

Gefühlsarbeit benachteiligt, liege keine Geschlechtsdiskriminierung vor, sondern eine 

geschlechtsneutrale Wertungsfrage, die legitimerweise so oder anders beantwortet 

werden könne (BGE 131 II 401 f.). Soweit geltend gemacht wird, unerwartete 

Ereignisse würden bei der Hebamme häufiger auftreten als beim Polizeimann ist 

festzuhalten, dass die Hebammentätigkeit nicht ausschliesslich in der Betreuung von 

gebärenden Frauen besteht, sondern auch Tätigkeiten wie die 

Schwangerschaftskontrolle oder das Erteilen von Kursen zur Geburtsvorbereitung 

beinhaltet, die in der Regel keine akute Krisensituation mit sich bringen. Jedenfalls 

waren bei beiden Beobachtungen vom 6./7. Dezember 2006 bzw. 17. Dezember 2006 

während insgesamt 4 ¼ Stunden bzw. 4 ¾ Stunden Beobachtungszeit keine Geburten 

zu verzeichnen und die Arbeiten der Hebammen beschränkten sich auf die Versorgung 

von Wöchnerinnen, administrative Aufgaben und das Reinigen des Gebärzimmers 

(Akten K 2003/7 bis K 2003/16: act. 99, Protokoll vom 7. Dezember bzw. 17. Dezember 

2006). Vor diesem Hintergrund erweisen sich Aussagen zur relativen Häufigkeit des 

Auftretens von Situationen, in denen rasch eine neue Lage beurteilt und entsprechend 

gehandelt werden muss, als weitgehend spekulativ, wie der Gutachter in der 

ergänzenden Stellungnahme vom 21. April 2008 zutreffend ausführt (S. 18). Mithin 

bringen die Klagenden nichts vor, was die Bewertung durch den Gutachter als 

unzulässig erscheinen lassen würde, wobei angemerkt sei, dass das Bundesgericht bei 

stationsleitenden Krankenschwestern und Physiotherapeutinnen beim Kriterium K2 den 

Wert von 2,5 als nicht diskriminierend beurteilt hat (BGE 131 II 404 f. mit Hinweis). 

4.2. Der Gutachter bewertete die Berufsgruppen der Hebamme, der Hebamme Aufbau 

und des Polizeimannes beim Kriterium K3, wie vorstehend ausgeführt wurde, jeweils 

mit 2,5 Punkten. Demgegenüber fordern die Klagenden eine Bewertung der 

Hebammen (mit Grundausbildung und Aufbau) auf der Stufe 3,0.

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4.2.1. Die Stufe 2,5 setzt beim Kriterium K3 eine erhöhte Fachverantwortung in einem 

weit gespannten Fachgebiet mit vermehrten Sachbearbeitungsaufgaben voraus. 

Arbeiten und Einzelarbeitsanweisungen werden gelegentlich kontrolliert, Fehler 

bewirken Folgen von etwas grösserer Tragweite. Möglich ist auch eine etwas 

eingeschränkte Fachverantwortung, die mit einer vermehrten Führungsverantwortung 

einhergeht (Gutachten, S. 72).

4.2.2. Der Gutachter begründet die Bewertung des Kriteriums K3 bei der Hebamme 

bzw. Hebamme Aufbau damit, dass ihr keine festangestellten Personen direkt oder 

indirekt unterstellt seien. Hingegen sei ihr nicht selten eine Hebammenschülerin 

zumindest zeitweise zugeteilt, deren Leistung sie auch zu beurteilen habe. Insgesamt 

müsse die Führungsverantwortung aber als gering bezeichnet werden. Dagegen 

verfüge die Hebamme über eine erhöhte Fachverantwortung in einem eher weit 

gespannten Fachgebiet mit vermehrt selbständiger Sachbearbeitung. Obwohl sie eher 

selten mündliche oder schriftliche Einzelarbeitsanweisungen erhalte, werde die Arbeit 

häufig durch die leitende Hebamme oder den Arzt kontrolliert. Die Hebamme könne 

ferner durch ihre Tätigkeit Leib und Leben sowie die Lebensqualität von Mutter und 

Kind massgeblich beeinflussen. Ausserdem habe sie in ihrer Funktion gelegentlich 

Entscheide von grösserer Tragweite zu treffen. Fehlentscheidungen bzw. falsche 

Handlungen, eine falsche oder unsorgfältige Aufgabenerfüllung könnten Auswirkungen 

von grösserer Tragweite haben (Gutachten, S. 71).

Bezüglich der Berufsgruppe des Polizeimannes begründete der Gutachter die 

Bewertung beim Kriterium K3 damit, dass ihm keine festangestellten Personen direkt 

oder indirekt unterstellt seien. Ihm sei in der Funktion eines "Göttis" eher selten ein 

Aspirant zugeteilt, gegenüber dem er weisungsbefugt sei. Dessen Leistung müsse er 

zwar nicht bewerten, es könne aber zu einem mündlichen Feedback kommen. Die 

Führungsverantwortung sei somit insgesamt gesehen als sehr gering zu bezeichnen. 

Jedoch verfüge der Polizist

über eine erhöhte Fachverantwortung in einem eher weit gespannten Fachgebiet mit 

vermehrt selbständiger Sachbearbeitung. Er erhalte häufig Einzelarbeitsanweisungen 

und die Arbeit werde häufig kontrolliert. Der Polizist könne durch seine Tätigkeit Leib 

und Leben, die Lebensqualitäten und Sicherheit von Menschen, das Ansehen der 

Organisationseinheit bzw. des Kantons massgeblich beeinflussen. Ausserdem habe 

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der Polizist in seiner Funktion gelegentlich Entscheide von grösserer Tragweite zu 

treffen und Fehlentscheide bzw. falsche Handlungen, eine falsche oder unsorgfältige 

Aufgabenerfüllung könnten Auswirkungen von grösserer Tragweite haben. Vor diesem 

Hintergrund sei die von der Hebamme und dem Polizisten geforderte Verantwortung 

als gleichwertig zu beurteilen. Beide hätten zwar keine Führungsverantwortung, aber 

eine erhöhte Fachverantwortung und müssten gelegentlich Entscheide von grösserer 

Tragweite treffen. Die Auswirkungen von Fehlern könnten in seltenen Fällen sogar 

beträchtlich sein. Allerdings könne die Hebamme in strittigen Situationen jederzeit 

einen Arzt konsultieren oder diesen beiziehen. Beim Polizisten wiederum trage der 

Ranghöhere oder Dienstältere von beiden die Verantwortung. Auch wenn der 

beobachtete Polizist selbst der Dienstältere sei, könne er sich immerhin noch mit einem 

jüngeren Kollegen absprechen oder sich mit der Notrufzentrale rückkoppeln. Die Arbeit 

der Hebamme werde häufig kontrolliert und der Polizist erhalte zusätzlich häufiger 

Einzelarbeitsanweisungen, was eine gleichwertige Beurteilung rechtfertige (Gutachten, 

S. 73).

4.2.3. Die Klagenden wenden gegen die Bewertung des Gutachters ein, dass die 

Hebamme entgegen den Ausführungen im Gutachten eine erhöhte 

Führungsverantwortung bezüglich der Betreuung von Praktikantinnen und 

Schülerinnen habe. Sodann werde der Polizist in wichtigen Kernaufgaben häufig 

kontrolliert, weshalb die Einstufung des Polizisten den Wertungshilfen widerspreche. 

Die Hebamme dürfe beim Kriterium K3 nicht mit dem Polizisten gleichgesetzt werden 

(Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 11).

4.2.4. Die Beurteilung des Experten ist nachvollziehbar. Sowohl bei der Hebamme als 

auch beim Polizisten ist die Führungsverantwortung als gering bzw. sehr gering 

einzustufen. Die Betreuung von Hebammenschülerinnen und Praktikantinnen 

unterscheidet sich hinsichtlich der Führungsverantwortung nicht wesentlich von der 

"Göttifunktion", die einem Polizisten nach Abschluss der Ausbildung zukommen kann. 

Sodann kann offenbleiben, ob der Polizist häufiger kontrolliert wird als die Hebamme. 

Wie der Gutachter in der Ergänzung zum Gutachten vom 21. April 2008 (S. 9 f.) 

zutreffend darauf hinweist, reicht der Umstand, dass der Polizist durch seine Tätigkeit 

Leib und Leben sowie Lebensqualität und Sicherheit von Menschen massgeblich 

beeinflussen kann, aus, um ihn beim Kriterium K3 bei 2,5 einzustufen. Im übrigen ist zu 

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berücksichtigen, dass die Hebamme in Notfällen immer ärztliches Personal zur 

Unterstützung anfordern kann. Anzumerken bleibt, dass das Bundesgericht eine 

Bewertung der Funktion der Krankenschwestern beim Kriterium K3 bei 2,0 als nicht 

diskriminierend beurteilt hat (BGE 131 II 402).

4.3. Der Gutachter bewertete die Berufsgruppen der Hebamme, der Hebamme Aufbau 

und des Polizeimannes beim Kriterium K4, wie vorstehend ausgeführt wurde, jeweils 

mit 2,5 Punkten. Demgegenüber fordern die Klagenden eine Bewertung der 

Hebammen (mit Grundausbildung und Aufbau) auf der Stufe 3,0.

4.3.1. Die Stufe 2,5 setzt beim Kriterium K4 eine stärkere psychische Belastung voraus, 

die aus einer grösseren Konfliktträchtigkeit des Aufgabengebiets bzw. aus dem 

Kontakt mit menschlichem Elend oder anderen seelisch belastenden Situationen (z.B. 

Fach- bzw. Führungsentscheidungen, belastende Aussenkontakte) oder aus 

Stresssituationen herrührt. Zum Teil sind die Kontakte anspruchsvollerer Natur 

(Gutachten, S. 85).

4.3.2. Der Gutachter begründete die Bewertung des Kriteriums K4 bei der Hebamme 

bzw. Hebamme Aufbau damit, dass es verschiedene psychisch belastende Tätigkeiten 

und Situationen gäbe, mit denen die Hebamme professionell umgehen müsse. 

Darunter fielen beispielsweise eine Überforderung des Kindsvaters bei der Geburt, 

Schwangerschaftspsychosen bei der Frau, eine ungewollte Schwangerschaft oder 

sogar Vergewaltigung der Frau, eine Totgeburt, die Durchführung einer Nottaufe, Früh- 

oder Spätabort, ein intra-uteriner Fruchttod, eine Abtreibung, Komplikationen in der 

Schwangerschaft, der Geburtsschmerz der Gebärenden, Komplikationen bei der 

Geburt, schwierige soziale Verhältnisse, der Nacht- und Spätdienst, der alleine 

geleistet werden müsse, oder mehrere Geburten gleichzeitig. Die erhöhte 

Beanspruchung der psychischen Belastbarkeit der Hebamme zeige sich auch daran, 

dass sie bei den genannten Tätigkeiten und Situationen besonders einfühlsam 

vorgehen und die Betroffenen durch eine gewisse, manchmal längere Zeitspanne 

professionell betreuen müsse. Gleichzeitig sei die Hebamme gezwungen, sich bei 

Tätigkeiten auch gegen den Willen der Frau durchzusetzen bzw. unbeliebte 

Massnahmen, wie das Zufügen von Schmerzen oder Eingriffe in ihre Intimsphäre, zu 

vollziehen (Gutachten, S. 84 f.).

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Bezüglich der Berufsgruppe der Polizisten begründete der Gutachter die Bewertung 

beim Kriterium K4 damit, dass das Überbringen von Todesnachrichten, der Einsatz bei 

häuslicher Gewalt, der Einblick in schwierige soziale Verhältnisse, der Anblick Toter, 

Schwerverletzter oder verstümmelter Leichen, die Ungewissheit, was am Einsatzort 

vorzufinden bzw. zu erwarten ist (Stresssituation), Gewaltverbrechen, wenn Kinder 

involviert sind, sowie Nachtpikett- und Bereitschaftsdienst sowie generell 

unregelmässige Arbeitszeiten psychisch belastend seien. Ausserdem stehe der Polizist 

häufig besonders im Blickfeld der Öffentlichkeit, sei Zielscheibe von Frust jeglicher Art 

und werde öfters mit einer mangelnden Achtung der Tätigkeit des Polizisten 

konfrontiert. Die erhöhte Beanspruchung der psychischen Belastbarkeit des Polizisten 

zeige sich auch daran, dass er bei den fraglichen Tätigkeiten und Situationen 

einfühlsam vorgehen müsse. Gleichzeitig sei der Polizist in besonderem Masse 

gezwungen, sich bei Tätigkeiten auch gegen den Willen der Betroffenen durchzusetzen 

bzw. unbeliebte Massnahmen zu vollziehen. Hiezu gehörten Festnahmen, 

Inhaftierungen, Ausschaffungen, die Erhebung von Bussen, Ausweiskontrollen, 

Leibesvisitationen, Verkehrsregelung, Intervention bei häuslicher Gewalt und 

Befragungen von Opfern und Zeugen. Ausserdem gefährde der Polizist bei 

verschiedenen Einsätzen seine eigene Gesundheit und sein eigenes Leben (Gutachten, 

S. 85 f.).

4.3.3. Die Klagenden wenden gegen die Bewertung des Gutachters ein, dass sich die 

Funktion der Hebamme hinsichtlich der psychischen Anforderungen und Belastungen 

wesentlich von derjenigen des Polizisten unterscheide. Namentlich sei die Hebamme 

bei jeder Geburt mit der Belastung "Geburtsschmerz" konfrontiert. Die belastenden 

Situationen beim Polizisten seien ungleich seltener, Hebammen seien immer als Person 

gefordert, die Polizisten könnten sich häufiger auf ihre Rolle als Staatsvertreter berufen 

und abgrenzen. Hebammen seien in aller Regel alleine an der Arbeit, während 

Polizisten in der Regel zu zweit auftreten würden, was die psychische Belastung 

erheblich verringere. Hinzu komme, dass die Polizisten gewissermassen qua Funktion 

im Recht seien, was subjektiv und objektiv das Ertragen psychischer Belastungen 

erleichtere. Die Expertise sei hier unvollständig (Eingabe vom 14. Februar 2008, S. 11 

f.).

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4.3.4. Wie der Gutachter in der ergänzenden Stellungnahme vom 21. April 2008 

zutreffend ausführt, sind die Kriterien in einer Gesamtschau zu bewerten. Der 

Gutachter weist zutreffend darauf hin, dass der Polizist mit Blick auf den 

staatspolitischen Auftrag, für Ruhe, Ordnung und Sicherheit zu sorgen, in besonderem 

Masse gezwungen ist, sich bei seinen Tätigkeiten auch gegen den Willen der 

Betroffenen durchzusetzen und unbeliebte Massnahmen zu vollziehen. Das 

Aufgabengebiet des Polizisten zeichnet sich mithin durch eine erhebliche 

Konfliktträchtigkeit aus (vgl. ergänzende Stellungnahme vom 21. April 2008, S. 11 f.). 

Demgegenüber muss zwar auch die Hebamme bei den Patientinnen unangenehme 

bzw. schmerzhafte Handlungen vornehmen; diese stehen indes im Zusammenhang mit 

einer professionellen Unterstützung der Schwangerschaft bzw. der Geburt. Die 

fraglichen Tätigkeiten werden deshalb in aller Regel bei den Patientinnen auf grössere 

Akzeptanz stossen, als dies beispielsweise bei Festnahmen, Inhaftierungen, 

Ausweiskontrollen, Leibesvisitationen oder Hausdurchsuchungen der Fall ist. Insofern 

trifft die Aussage der Klagenden, wonach belastende Situationen beim Polizisten 

ungleich seltener vorkommen würden als bei den Hebammen, nicht zu. Daran vermag 

auch nichts zu ändern, dass die Hebamme bei jeder Geburt mit der Belastung 

"Geburtsschmerz" konfrontiert wird. Auch der Einwand, die Polizisten seien durch ihre 

Funktion ja immer im Recht, was das Ertragen psychischer Belastungen erleichtere, 

überzeugt nicht. Zwar sind die Polizisten mit Blick auf die Bewältigung ihres 

staatspolitischen Auftrags mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattet; dieser Umstand 

bewirkt aber auch, dass die Polizisten besonders im Blickfeld der Öffentlichkeit stehen 

und, wie der Gutachter zutreffend ausführt, nicht selten zur Zielscheibe von 

Frustrationen und Aggressionen werden (Gutachten, S. 86). Gerade die Tätigkeit in 

einem grundrechtssensiblen Umfeld ist anspruchsvoll und birgt Konfliktpotential. Vor 

diesem Hintergrund erstaunt es denn auch nicht, dass im Kanton St. Gallen gegen 

Polizisten weitaus häufiger als gegen die Berufsgruppen der Klagenden 

Disziplinarverfahren angestrengt werden (Akten K 2003/7 bis K 2003/16: act. 4 

Amtsbericht des Kantonalen Personalamtes vom 13. Februar 2004 sowie act. 5 

Ergänzung vom 17. Februar 2004). Das Gutachten ist auch in dieser Hinsicht nicht zu 

beanstanden.

4.4. Der Gutachter bewertete die Berufsgruppen der Hebamme, der Hebamme Aufbau 

und des Polizeimannes beim Kriterium K5, wie vorstehend ausgeführt wurde, jeweils 

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mit 2,5 Punkten. Demgegenüber fordern die Klagenden eine Bewertung der 

Hebammen (mit Grundausbildung und Aufbau) auf der Stufe 3,0.

4.4.1. Die Stufe 2,5 setzt beim Kriterium K5 eine häufige bis dauernde Anstrengung in 

hohem Grad bzw. gelegentlich eine grosse Handfertigkeit oder Geschicklichkeit voraus 

(Gutachten, S. 95).

4.4.2. Der Gutachter begründet die Bewertung des Kriteriums K5 bei der Hebamme 

bzw. Hebamme Aufbau damit, dass das Umlagern der Gebärenden, der Dammschutz, 

das Stützen der Beine beim Pressen der Frau, eine Massage, langes Stehen, langes 

Verharren vornübergebeugt bei einer Wassergeburt körperlich anstrengend seien. 

Besonderes manuelles Geschick bzw. Fingerfertigkeit oder körperliche Gewandtheit 

würden vaginale Untersuchungen, die Blutentnahme, das Legen von Infusionen oder 

eines Blasenkatheters, die Geburt selbst und der Dammschutz, das Bedienen der 

elektronischen Geräte sowie die Reanimation bei Säuglingen erfordern (Gutachten, 

S. 94).

Bezüglich der Berufsgruppe der Polizisten begründete der Gutachter die Bewertung 

beim Kriterium K5 damit, dass das Tragen der Ausrüstung inkl. Schutzweste (bis ca. 

15 kg), das Mitführen von Utensilien zur Sachverhaltsaufnahme (bis ca. 10 kg), das 

Tragen einer Maschinenpistole bei Patrouillen, Überfällen, die unregelmässigen 

Arbeitszeiten, das Arbeiten im Freien bei jedem Wetter und die Verfolgung von 

Verdächtigen zu Fuss körperlich belastend seien. Besonderes manuelles Geschick 

bzw. Fingerfertigkeit oder körperliche Gewandtheit erforderten der Selbstschutz bei 

Überfällen, Einbrüchen, die Sachverhaltsaufnahme bei Verkehrsunfällen, das Klettern 

auf Gerüsten oder das Laufen im unwegsamen Gelände und die Festnahme nicht 

kooperierender Personen (Gutachten, S. 95).

4.4.3. Die Klagenden wenden gegen die Bewertung des Gutachters ein, er gehe 

methodisch nicht sachgerecht vor, wenn er bei den Hebammen die körperliche 

Belastung beim Kriterien K6 aufführe anstatt im Kriterium K5. Unter dem Kriterium K6 

erwähne der Gutachter die häufig einseitige Körperhaltung beim Halten oder Heben der 

Gebärenden. Dieser Sachverhalt gehöre indes zwingend unter das Kriterium K5. Beim 

methodisch korrekten Vorgehen müsse deshalb die körperliche Belastung des 

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Polizisten und der Hebamme als gleich beurteilt werden. Hingegen sei die von der 

Hebamme geforderte Handfertigkeit und Geschicklichkeit zweifellos als deutlich höher 

einzustufen als diejenige des Polizisten. Die vom Gutachter unter dem Aspekt 

Handfertigkeit bzw. Geschicklichkeit aufgeführten Tätigkeiten des Polizisten gehörten 

denn auch praktisch ausnahmslos zur körperlichen Belastung. Unter diesen 

Umständen sei die Gleichsetzung von Hebamme und Polizist beim Kriterium K5 

arbeitswissenschaftlich nicht haltbar. Die Hebamme müsse höher bewertet werden, 

weil ihre Handfertigkeit bzw. Geschicklichkeit höher einzustufen sei (Eingabe vom 

14. Februar 2008, S. 12 f.).

4.4.4. Die Kritik der Klagenden, wonach der Gutachter die körperlichen Anstrengungen 

der Hebammen beim Halten oder Heben der Gebärenden beim Kriterium K5 nicht 

gebührend gewürdigt habe, trifft nicht zu. Wie vorstehend ausgeführt wurde, wurden im 

Gutachten namentlich das Umlagern der Gebärenden, das Stützen der Beine beim 

Pressen der Frau, das lange Stehen und das lange Verharren in einer Position beim 

Kriterium K5 als körperlich anstrengend bewertet. Ob sämtliche vom Gutachter unter 

dem Aspekt manuelles Geschick bzw. Fingerfertigkeit oder körperliche Gewandtheit 

beim Polizisten aufgeführten Tätigkeiten tatsächlich unter dieses Unterkriterium oder 

unter das Unterkriterium körperliche Anstrengungen fallen, kann offenbleiben. So 

stellen beispielsweise das Verfolgen von Verdächtigen zu Fuss, der Selbstschutz bei 

Überfällen oder die Festnahme von nicht kooperierenden Personen körperliche 

Anstrengungen von hohem Grad dar. Auch wenn der Polizist, wie die Klagenden 

einwenden, mit derartigen Tätigkeiten nicht täglich konfrontiert ist, ist er es doch 

gelegentlich. Dementsprechend würde sich beim Polizisten bezüglich der körperlichen 

Anstrengung gar eine Bewertung bei der Stufe 3,0 rechtfertigen, welche gelegentliche 

körperliche Anstrengungen von hohem Grad voraussetzt (vgl. Gutachten, S. 95). Es ist 

denn auch bezeichnend, dass Polizisten im Aufnahmeverfahren für die Polizeischule 

einen Sporttest absolvieren (Gutachten, S. 44) und sich auch später Fitnesschecks 

unterziehen müssen. Selbst wenn also das manuelle Geschick bzw. die Fingerfertigkeit 

im Sinne der Feinmotorik bei der Hebamme mehr gefordert wird, sind doch die 

körperlichen Anstrengungen, welche beim Polizisten zumindest gelegentlich 

auftauchen, als anspruchsvoller einzustufen als diejenigen bei der Hebamme. Vor 

diesem Hintergrund erscheint eine gleichwertige Beurteilung des Polizisten und der 

Hebamme beim Kriterium K5 gerechtfertigt.

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4.5. Der Gutachter bewertete die Berufsgruppen der Hebamme, der Hebamme Aufbau 

und des Polizeimannes beim Kriterium K6, wie vorstehend ausgeführt wurde, jeweils 

mit 2,5 Punkten. Demgegenüber fordern die Klagenden eine Bewertung der 

Hebammen (mit Grundausbildung und Aufbau) auf der Stufe 3,0.

4.5.1. Die Stufe 2,5 setzt beim Kriterium K6 eine häufige bis dauernde mittlere 

Beanspruchung von einem bis mehreren Sinnesorganen und häufige bis dauernde 

mittelstarke erschwerende Arbeitsbedingungen voraus (Gutachten, S. 103).

4.5.2. Der Gutachter begründet die Bewertung des Kriteriums K6 bei der Hebamme 

bzw. Hebamme Aufbau damit, dass die Augen bei der Betreuung einer Geburt (z.B. Be-

obachtung von Veränderungen in der Mimik, bei der Hautfarbe der Gebärenden und 

des Neugeborenen), die Ohren (z.B. das Abhören der Herztöne beim Kind), die Nase 

(z.B. das Erkennen eines Blasensprungs) und der Tastsinn (z.B. bei vaginalen 

Untersuchungen oder dem Abtasten des Bauches der Schwangeren, um die Lage und 

das Gewicht des Kindes abschätzen zu können) besonders beansprucht würden. 

Ausserdem sei die Hebamme bei ihrer Tätigkeit häufig einseitiger Körperhaltung beim 

Halten oder Heben der Gebärenden ausgesetzt, was nicht selten zu Rückenproblemen 

führe. Langes Stehen beinhalte die Gefahr von Varikose, bei der Reinigung des 

Gebärsaals bestehe Kontakt zu chemischen Substanzen. Bei Blutentnahmen könne es 

zu Stichverletzungen und Infektionen kommen. Krankheiten von Mutter und Kind 

könnten durch Kontamination mit Blut und Fruchtwasser übertragen werden. Der 

mögliche Kontakt mit unangenehmen Immissionen sei gegeben. Aufgrund der 

notwendigen Besetzung der Funktion rund um die Uhr sei die Hebamme ferner mit 

Abweichungen von der normalen Arbeitszeit konfrontiert. Häufiger regelmässiger 

Nachtdienst sei ebenso gefordert wie der eher häufig regelmässige Dienst an 

Wochenenden bzw. Feiertagen. Daneben sei im geringen Umfang Bereitschaftsdienst 

zu leisten. Zudem fielen immer wieder Überzeiten im begrenzten Ausmass an 

(Gutachten, S. 102 f.).

Bezüglich der Berufsgruppe der Polizisten begründete der Gutachter die Bewertung 

des Kriteriums K6 damit, dass die Augen und Ohren bei einer Dringlichkeitsfahrt, beim 

Nachtdienst, bei Alarmfahndungen und beim Patrouillendienst, bei Einbrüchen, bei 

Unfällen, bei Verkehrskontrollen und Überwachungen sowie die Nase bei 

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Verkehrskontrollen (z.B. Verdacht auf Alkoholkonsum) besonders beansprucht würden. 

Ausserdem sei die Person des Polizisten bei Verkehrskontrollen oder dem Sichern und 

Regeln des Verkehrs bei Unfällen vor allem auf Autobahnen gefährdet, es bestehe eine 

Verletzungsgefahr bei Festn