# Swiss Caselaw Document

**Case Identifier:** 60729ff5-cf97-5199-9376-f50c7e46b432
**Source:** Bern Gerichte (BE)
**Court Level:** cantonal
**Decision Date:** 2015-05-29
**Language:** de
**Title:** Bern Verwaltungsgericht 29.05.2015 200 2013 979
**Docket/Reference:** 
**URL:** https://entscheidsuche.ch/docs/BE_Verwaltungsgericht/BE_VG_001_200-2013-979_2015-05-29.pdf

## Full Text

200 13 979 UV
KNB/WSA/SEE

Verwaltungsgericht des Kantons Bern
Sozialversicherungsrechtliche Abteilung

Urteil vom 29. Mai 2015

Verwaltungsrichter Knapp, Kammerpräsident
Verwaltungsrichter Grütter, Verwaltungsrichter Kölliker
Gerichtsschreiberin Winz

Progrés Versicherungen AG
Versicherungsrecht, Postfach, 8081 Zürich
Beschwerdeführerin

gegen

Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
Litigation Hauptbranchen, Postfach, 8085 Zürich
Beschwerdegegnerin

in Sachen
A.________

betreffend Einspracheentscheid vom 7. August 2013

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2015, UV/13/979, Seite 2

Sachverhalt:

A.

Die 1972 geborene A.________ (nachfolgend Versicherte) arbeitete seit 
2007 als … für B.________ und war dadurch bei der Zürich Versicherungs-
Gesellschaft AG (nachfolgend Zürich bzw. Beschwerdegegnerin) gegen die 
Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen sowie Berufskrankheiten versi-
chert (Akten der Zürich, Antwortbeilage [AB] Z1). Am 18. November 2010 
erlitt sie bei einem Auffahrunfall eine HWS-Distorsion, woraufhin die Zürich 
die gesetzlichen Leistungen (insbesondere Heilbehandlung und Taggelder) 
erbrachte (vgl. AB Z15, Z43, Z54).

Die von der Zürich am 27. August 2012 zur Abklärung des medizinischen 
Sachverhaltes, zur Prüfung zusätzlicher Behandlungsoptionen und zur 
Festlegung der weiteren unfallversicherungsrechtlichen Leistungen in Auf-
trag gegebene polydisziplinäre Begutachtung (AB Z72, Z76) lehnte die 
Versicherte mit Schreiben vom 9. November 2012 (Beilage zu AB Z94) ab. 
Sie führte aus, sie könne nicht nachvollziehen, weshalb noch eine Untersu-
chung notwendig sei, nachdem sie und ihr Hausarzt überzeugt davon sei-
en, dass wieder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit bestehe. 

Nachdem die Versicherte der Aufforderung, den Begutachtungstermin ge-
genüber der Gutachterstelle zu bestätigen (AB Z95), nicht nachgekommen 
war, machte die Zürich sie mit Schreiben vom 23. Januar 2013 (AB Z98) 
auf ihre Mitwirkungspflicht aufmerksam und wies sie daraufhin, dass bei 
unterlassener Mitwirkung aufgrund der Akten verfügt oder auf Nichteintre-
ten entschieden werde. Die Versicherte blieb in der Folge bei ihrer Ent-
scheidung, den Begutachtungstermin nicht wahrnehmen zu wollen (Beilage 
zu AB Z104).

In der Verfügung vom 10. April 2013 (AB Z105) kam die Zürich zum 
Schluss, der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 
18. November 2010 und den über den 30. September 2011 hinaus geklag-
ten Beschwerden sei nicht gegeben. Dementsprechend verfügte sie die 
Leistungseinstellung per 30. September 2011. Auf die Rückforderung allfäl-
liger nach diesem Datum erbrachten Leistungen verzichtete die Zürich.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2015, UV/13/979, Seite 3

B.

Dagegen erhoben der obligatorische Krankenversicherer der Versicherten, 
die Progrés Versicherungen AG (nachfolgend Progrés bzw. Beschwerde-
führerin), am 16. April 2013 (AB Z110) bzw. 13. Mai 2013 (AB Z114) und 
die Versicherte, vertreten durch Fürsprecher C.________, am 8. Mai 2013 
(AB Z112.1) Einsprache.

Mit Einspracheentscheid vom 7. August 2013 (AB Z125) wies die Zürich die 
Einsprachen ab.

C.

Hiergegen erhob die Progrés am 3. September 2013 Beschwerde beim 
Verwaltungsgericht des Kantons ... und beantragte die Aufhebung des Ein-
spracheentscheids vom 7. August 2013 sowie die Ausrichtung von UVG-
Leistungen zugunsten der Versicherten. 

Mit Beschwerdeantwort vom 16. Oktober 2013 beantragte die Beschwer-
degegnerin die Abweisung der Beschwerde.

Das Verwaltungsgericht des Kantons ... trat mit Urteil vom 30. Oktober 
2013 auf die Beschwerde mangels örtlicher Zuständigkeit nicht ein und 
überwies die Sache zuständigkeitshalber an das Verwaltungsgericht des 
Kantons Bern.

Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Dezember 2013 schloss der In-
struktionsrichter des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern das Beweis-
verfahren.

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2015, UV/13/979, Seite 4

Erwägungen:

1.

1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversiche-
rungsrecht ergangen. Die Sozialversicherungsrechtliche Abteilung des 
Verwaltungsgerichts beurteilt gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über 
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 
(ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 54 Abs. 1 lit. a des kantonalen 
Gesetzes vom 11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden 
und der Staatsanwaltschaft (GSOG; BSG 161.1) Beschwerden gegen sol-
che Entscheide. Die Beschwerdeführerin ist als Krankenversicherung der 
Versicherten, deren Leistungspflicht durch den angefochtenen Einspra-
cheentscheid vom 7. August 2013 (AB Z125) zumindest potentiell berührt 
ist, vorliegend zur Beschwerde legitimiert (Art. 49 Abs. 4 ATSG). Die Versi-
cherte war bis am 31. Oktober 2012 in … wohnhaft und hat sich danach ins 
Ausland abgemeldet, womit die örtliche Zuständigkeit des bernischen Ver-
waltungsgerichts gegeben ist (Art. 58 Abs. 2 ATSG). Da auch die Bestim-
mungen über Frist (Art. 60 ATSG) sowie Form (Art. 61 lit. b ATSG; Art. 81 
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 32 des kantonalen Gesetzes über die Verwal-
tungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155.21]) eingehalten 
sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.

1.2 Angefochten ist der Einspracheentscheid vom 7. August 2013 
(AB Z125). Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Versicherten auf 
Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung.

1.3 Die Abteilungen urteilen gewöhnlich in einer Kammer bestehend 
aus drei Richterinnen oder Richtern (Art. 56 Abs. 1 GSOG).

1.4 Das Gericht überprüft den angefochtenen Entscheid frei und ist an 
die Begehren der Parteien nicht gebunden (Art. 61 lit. c und d ATSG; 
Art. 80 lit. c Ziff. 1 und Art. 84 Abs. 3 VRPG).

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Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2015, UV/13/979, Seite 5

2.

2.1 Die Zusprechung von Leistungen der obligatorischen Unfallversi-
cherung setzt grundsätzlich das Vorliegen eines Berufsunfalles, eines 
Nichtberufsunfalles oder einer Berufskrankheit voraus (Art. 6 Abs. 1 des 
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung vom 20. März 1981 [UVG; SR 
832.20]). Unfall ist die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwir-
kung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör-
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen 
Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (Art. 4 ATSG).

2.2 Der Anspruch auf Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung 
setzt nebst anderem einen natürlichen und adäquaten Kausalzusammen-
hang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden voraus (BGE 
129 V 177 E. 3.1 und 3.2 S. 181; SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1).

2.2.1 Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind 
alle Umstände, ohne die der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder 
nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht als zur gleichen Zeit eingetreten 
gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja-
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein 
Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen 
ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Be-
dingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person 
beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden 
kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele 
("conditio sine qua non"; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 119 V 335 E. 1 
S. 337; SVR 2010 UV Nr. 30 S. 121 E. 5.1).

Steht aufgrund einer speziellen Adäquanzprüfung fest, dass ein allfällig 
bestehender natürlicher Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit 
nicht rechtsgenüglich wäre, braucht die Frage, ob der natürliche Kausalzu-
sammenhang tatsächlich besteht, nicht geprüft zu werden (BGE 135 V 465 
E. 5.1 S. 472).

2.2.2 Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursa-
che eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der 
Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, 

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einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt die-
ses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint 
(BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181, 125 V 456 E. 5a S. 461; SVR 2010 UV 
Nr. 30 S. 122 E. 5.2). 

Ob beim Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen 
dem versicherten Ereignis und der eingetretenen gesundheitlichen Schädi-
gung auch der erforderliche adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalzu-
sammenhang besteht, ist eine Rechtsfrage, die nach den von Doktrin und 
Praxis entwickelten Regeln zu beurteilen ist. Dabei hat die Beantwortung 
der Frage nach der Adäquanz von Unfallfolgen als einer Rechtsfrage - im 
Gegensatz zur Frage nach dem natürlichen Kausalzusammenhang - nicht 
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu erfolgen 
(BGE 112 V 30 E. 1b S. 33).

Bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen deckt sich die adäquate 
Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier 
praktisch keine selbstständige Bedeutung (BGE 138 V 248 E. 4 S. 250, 134 
V 109 E. 2.1 S. 112). Bei organisch nicht objektiv ausgewiesenen Be-
schwerden ist für die Beurteilung der Adäquanz vom augenfälligen Ge-
schehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezo-
gene Kriterien einzubeziehen. Bei psychischen Fehlentwicklungen nach 
Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer As-
pekte geprüft (BGE 115 V 133 E. 6c aa S. 140), während bei Schleuder-
traumen und äquivalenten Verletzungen der Halswirbelsäule sowie Schä-
del-Hirntraumen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychi-
schen Komponenten verzichtet wird (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112; SVR 
2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.1). Dabei ist wie folgt zu differenzieren: Es ist 
zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder-
trauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verlet-
zung (SVR 1997 UV Nr. 95 S. 346 E. 2a, 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder 
ein Schädel-Hirntrauma (BGE 117 V 369 E. 4b S. 382; SVR 2001 UV Nr. 1 
S. 2 E. 3) erlitten hat, wobei die Schleudertrauma-Praxis nur dann Anwen-
dung findet, wenn sich innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden Be-
schwerden in der Halsregion und der Halswirbelsäule (HWS) manifestieren 
(SVR 2009 UV Nr. 30 S. 107 E. 5.2). Liegt keine der erwähnten Verletzun-

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gen vor, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 für Unfälle 
mit psychischen Folgeschäden zur Anwendung. Ergeben die Abklärungen 
indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erwähnten Verlet-
zungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Be-
schwerdebild einer solchen Verletzung gehörenden Beeinträchtigungen 
(diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtniss-
törungen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit, Visusstörungen, Reizbarkeit, Af-
fektlabilität, Depression, Wesensveränderung usw.; BGE 119 V 335 E. 1 
S. 338, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur 
psychischen Problematik aber bereits unmittelbar nach dem Unfall ganz in 
den Hintergrund treten oder die physischen Beschwerden im Verlaufe der 
ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt gesamthaft 
nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den 
Hintergrund getreten sind (vgl. RKUV 2002 U 465 S. 438 E. 3a). Trifft dies 
zu, sind für die Adäquanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 für 
Unfälle mit psychischen Folgeschäden aufgestellten Grundsätze massge-
bend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Adäquanz gemäss den in der 
Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109, 117 V 359) festgelegten Kriteri-
en, d.h. ohne Unterscheidung zwischen körperlichen und psychischen Be-
schwerden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b bb S. 103). 

Nach der Schleudertrauma-Praxis ist analog zu den bei psychischen Feh-
lentwicklungen nach Unfall geltenden Grundsätzen (BGE 115 V 133) für die 
Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlan-
gen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunfähig-
keit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er 
eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Ge-
wicht fällt. Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzu-
knüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf mit den 
sich dabei entwickelnden Kräften (SVR 2012 UV Nr. 2 S. 6 E. 3.4) - zwi-
schen banalen bzw. leichten Unfällen einerseits, schweren Unfällen ander-
seits und schliesslich dem dazwischen liegenden mittleren Bereich unter-
schieden wird. Dabei können die erlittenen Verletzungen Rückschlüsse auf 
die Kräfte, die sich beim Unfall entwickelt haben, gestatten (SVR 2011 UV 
Nr. 10 S. 37 E. 4.2.2). Während der adäquate Kausalzusammenhang in der 
Regel bei schweren Unfällen ohne weiteres bejaht und bei leichten Unfällen 

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verneint werden kann, lässt sich die Frage der Adäquanz bei Unfällen aus 
dem mittleren Bereich nicht aufgrund des Unfallgeschehens allein schlüssig 
beantworten. Es sind weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmit-
telbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indi-
rekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen 
(BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126). Je nach den konkreten Umständen kann 
für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges 
Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen 
Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu 
zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren 
ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium 
genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist. Liegt im 
eigentlichen mittleren Bereich keines der Einzelkriterien in besonders aus-
geprägter oder auffallender Weise vor, so müssen für die Bejahung des 
adäquaten Kausalzusammenhangs drei Kriterien erfüllt sein (SVR 2012 UV 
Nr. 2 S. 7 E. 3.5). Handelt es sich um einen mittelschweren Unfall im 
Grenzbereich zu den leichten Unfällen müssen für die Bejahung der 
Adäquanz vier Kriterien gegeben sein (SVR 2010 UV Nr. 25 S. 102 E. 4.5). 
Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt 
zur Bejahung oder Verneinung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
(BGE 117 V 359 E. 6 S. 366, 117 V 369 E. 4c S. 384).

In Präzisierung der Rechtsprechung hat das Bundesgericht (BGer) den 
Katalog der adäquanzrelevanten Kriterien (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367, 
117 V 369 E. 4b S. 383) in BGE 134 V 109, E. 10.2 S. 127 und E. 10.3 
S. 130, neu gefasst, wobei die Aufzählung der Kriterien abschliessend ist:

- besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrück-
lichkeit des Unfalls;

- die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
- fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
- erhebliche Beschwerden;
- ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich ver-

schlimmert;
- schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
- erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.

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Im Rahmen der Schleudertrauma-Praxis wird bei der Beurteilung der vor-
stehend genannten Kriterien auf eine Differenzierung zwischen physischen 
und psychischen Komponenten verzichtet, weil hier nicht entscheidend ist, 
ob Beschwerden medizinisch eher als organisch und/oder psychischer Na-
tur bezeichnet werden (BGE 117 V 359 E. 5daa S. 364 und E. 6a S. 367; 
RKUV 1999 U 341 S. 409 E. 3b, 1997 U 272 S. 174 E. 4a). Voraussetzung 
für die Anwendung dieser Praxis ist aber, dass die psychischen Beschwer-
den aus dem Unfall hervorgehen und zusammen mit den organischen Be-
schwerden, die ebenfalls auf das Unfallereignis zurückzuführen sind, ein 
komplexes Gesamtbild ergeben (SVR 2001 UV Nr. 13 S. 48 E. 3b).

2.3 Gestützt auf Art. 19 Abs. 1 UVG sowie gemäss konstanter Recht-
sprechung hat der Versicherer - sofern allfällige Eingliederungsmassnah-
men der Invalidenversicherung abgeschlossen sind - die Heilbehandlung 
(und das Taggeld) nur solange zu gewähren, als von der Fortsetzung der 
ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszu-
standes erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter 
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung des 
Anspruchs auf eine Invalidenrente und auf eine Integritätsentschädigung 
abzuschliessen (BGE 137 V 199 E. 2.1 S. 201). Was unter einer namhaften 
Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person zu verste-
hen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick darauf, dass die sozi-
ale Unfallversicherung ihrer Konzeption nach auf die erwerbstätigen Perso-
nen ausgerichtet ist, wird sich dies namentlich nach Massgabe der zu er-
wartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, soweit 
unfallbedingt beeinträchtigt, bestimmen. Dabei verdeutlicht die Verwendung 
des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere 
Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbe-
deutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115). 
Die Frage einer zu erwartenden gesundheitlichen Verbesserung ist nur 
prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen zu beurteilen 
(SVR 2010 UV Nr. 3 S. 14 E. 8.2).

Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heil-
behandlung und Taggeld anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex nunc 
et pro futuro ohne Berufung auf den Rückkommenstitel der Wiedererwä-

Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. Mai 2015, UV/13/979, Seite 10

gung oder der prozessualen Revision einzustellen, d.h. den Fall abzusch-
liessen, dies mit der Begründung, ein versichertes Ereignis liege - bei rich-
tiger Betrachtungsweise - gar nicht vor. In gleichem Sinne ist auch hinsicht-
lich der Prüfung der adäquaten Kausalität zwischen Unfall und Gesund-
heitsschaden zu entscheiden. Danach kann der Unfallversicherer trotz vor-
heriger Ausrichtung von Heilbehandlung und Taggeld ohne Berufung auf 
Wiedererwägung oder prozessuale Revision die Adäquanz verneinen und 
gestützt hierauf die Leistungen ex nunc einstellen. Nur im Rahmen einer 
allfälligen Leistungsrückerstattung sind die Rückkommensvoraussetzungen 
zu beachten (vgl. BGE 130 V 380 E. 2.3.1 S. 384).

2.4 Nach den allgemeinen Regeln des Sozialversicherungsrechts hat 
der Versicherungsträger den rechtserheblichen Sachverhalt abzuklären. Er 
ist nach dem in Art. 43 Abs. 1 ATSG statuierten Untersuchungsgrundsatz 
verpflichtet, die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen 
und die erforderlichen Auskünfte einzuholen, wobei mündlich erteilte Aus-
künfte schriftlich festzuhalten sind. Soweit ärztliche oder fachliche Untersu-
chungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die ver-
sicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Art. 43 
Abs. 3 ATSG sieht vor, dass wenn die versicherte Person oder andere Per-
sonen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungs-
pflichten in unentschuldbarer Weise nicht nachkommen, der Versiche-
rungsträger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen 
und Nichteintreten beschliessen kann. Er muss die Personen vorher schrift-
lich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemes-
sene Bedenkzeit einzuräumen (SVR 2013 UV Nr. 6 S. 21, 8C_110/2012 
E. 2 mit Hinweisen). 

2.5 Das Prinzip inhaltlich einwandfreier Beweiswürdigung besagt, dass 
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel objektiv zu prüfen hat, 
unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden hat, 
ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des strittigen 
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf das Gericht bei einander 
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, 
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzuge-

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ben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These 
abstellt (SVR 2010 IV Nr. 58 S. 178 E. 3.1; AHI 2001 S. 113 E. 3a).

3. 

3.1 Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Versicherte am 
18. November 2010 einen Unfall im Rechtssinne erlitten hat. Die Be-
schwerdegegnerin hat denn auch entsprechende Versicherungsleistungen 
erbracht (vgl. AB Z15, Z43, Z54). Umstritten ist hingegen, ob die Versicher-
te über die von der Beschwerdegegnerin verfügte Leistungseinstellung per 
30. September 2011 (AB Z105, Z125) hinaus weiterhin Anspruch auf Leis-
tungen der obligatorischen Unfallversicherung hat. Dabei ist zu prüfen, ob 
die nach diesem Zeitpunkt weiterhin geklagten Beschwerden in einem an-
spruchsbegründenden natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang 
mit dem Unfall vom 18. November 2010 stehen.

3.2 Zum Gesundheitszustand lässt sich den Akten im Wesentlichen 
Folgendes entnehmen:

3.2.1 Der Assistenzarzt Chirurgie des Spitals D.________ kreuzte im 
„Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach kranio-zervikalem Be-
schleunigungstrauma“ vom 18. November 2010 (AB ZM1) die Verdachts-
diagnose „Nackenbeschwerden mit Schmerz, Steifigkeitsgefühl oder nur 
Schmerzhaftigkeit, keine somatischen Befunde, normale Beweglichkeit“ an. 
Sofort nach dem Unfall eingetreten seien Nackenschmerzen, Schwindel 
und Übelkeit. Nach einer halben Stunde hinzugekommen seien Kopf-
schmerzen.

3.2.2 Dem Austrittsbericht des Spitals D.________ (AB ZM2) ist zu ent-
nehmen, dass die Röntgenbilder des Dens Axis, der HWS, BWS und LWS 
keine Frakturnachweise zeigten. Im HWS-Bereich bestünden degenerative 
Veränderungen.

3.2.3 Im ärztlichen Folgezeugnis vom 2. Dezember 2010 (AB ZM3) attes-
tierte Dr. med. E.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
eine seit dem 19. November 2010 bis auf weiteres bestehende 100%-ige 

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Arbeitsunfähigkeit. Erhebliche bewegungsabhängige Schmerzen und rasch 
einsetzende Kopfschmerzen würden gegen eine Steigerung der Arbeits-
fähigkeit sprechen. 

3.2.4 Im Bericht des Spitals F.________ vom 8. Februar 2011 (AB 
ZM11.1) wurde festgehalten, im MRI vom 2. Februar 2011 hätten soweit 
beurteilbar keine ossären Läsionen der Wirbelsäule gefunden werden kön-
nen. Auf Höhe HWK 6/7 bestehe eine Diskusprotrusion mit konsekutiv 
breitbasiger Abflachung des Myelons, jedoch ohne Hinweis auf eine Mye-
lopathie. Sodann sei ein Diskusbulging HWK 5/6 sichtbar. Eine Halsge-
fässdissektion bestehe keine. Das diskrete motorische Hemisyndromrechts 
sei bei fehlendem Korrelat in der Bildgebung am ehesten als funktionell im 
Rahmen der Schmerzsymptomatik zu interpretieren.

3.2.5 Am 21. Februar 2011 (AB ZM5) berichtete Dr. med. E.________ 
von einer bis auf weiteres bestehenden 100%-igen Arbeitsunfähigkeit bei 
einem Status nach HWS-Trauma mit passagerer Hemisymptomatik.

3.2.6 Dr. med. G.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin 
FMH, diagnostizierte im ärztlichen Zeugnis vom 19. April 2011 (AB ZM7) 
ein posttraumatisches Cervicalsyndrom ohne neurologische Ausfälle und 
attestierte eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Gleichzeitig berichtete er von 
einer deutlichen Verbesserung der Beschwerden. Es sei damit zu rechnen, 
dass die Behandlung bald sistiert werden könne (Beilage zu AB ZM7).

3.2.7 Dr. med. H.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
hielt im ärztlichen Folgezeugnis vom 23. Mai 2011 (AB ZM13) fest, bei der 
Versicherten bestehe ein Status nach HWS-Distorsion mit prolongiertem 
Verlauf bei Kopf- und Nackenschmerzen sowie diskreter, funktioneller, mo-
torischer Hemisymptomatik rechts. Die Arbeitsunfähigkeit betrage seit dem 
28. Februar 2011 60%.

Ab dem 11. Juli 2011 attestierte Dr. med. H.________ eine Arbeitsunfähig-
keit von 50% (AB ZM15), ab dem 9. August 2011 wiederum eine solche 
von 100% (AB ZM17).

3.2.8 Am 14. September 2011 begann die Versicherte einen zweiwöchi-
gen stationären Aufenthalt in der komplementärmedizinischen Abteilung 

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des Spitals D.________. Im Austrittsbericht vom 4. Oktober 2011 (AB Z19) 
wurden folgende Diagnosen festgehalten:

1. HWS-Distorsion mit Nacken- und Kopfschmerzen sowie 
Schwindelsymptomatik

- Autounfall 11/10
- chronische Schmerzproblematik
- soziale schmerzbedingte Isolation

2. reaktive Belastung mit Vd. a. Schmerzverarbeitungsstörung 
i.R. Dg 1

- konsekutiv familiäre und partnerschaftliche Probleme
3. Eisenmangel
4. Vitamin B12-Mangel
5. leichte Hyponatriämie

Die Dres. med. I.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
J.________, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, K.________, 
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, und L.________, Fachärztin 
für Allgemeine Innere Medizin FMH, führten aus, die Versicherte sei hospi-
talisiert worden, nachdem sich Beschwerden eines HWS-
Distorsionstraumas massiv verstärkt hätten und sie den Alltag zu Hause 
nicht mehr alleine habe bewältigen können. Zu dieser Verschlechterung sei 
es aufgrund einer Behandlung mit einer Magnetmatte gekommen.

3.2.9 Vom 27. September 2011 bis zum 29. Oktober 2011 befand sich die 
Versicherte auf der medizinischen und neurologischen Abteilung der Reha-
klinik M.________. Im Austrittsbericht vom 8. November 2011 (AB ZM24) 
hielten med. pract. N.________, Facharzt für physikalische Medizin und 
Rehabilitation FMH, und med. pract. O.________ fest, das Ziel des statio-
nären Aufenthaltes sei die Reduktion der Kopfschmerzhäufigkeit und der 
Schwindelsymptomatik sowie die medikamentöse Einstellung gewesen. Im 
Verlauf habe die Versicherte berichtet, keine Schmerzen mehr im Nacken- 
und Kopfbereich zu verspüren. Die Schwindelsymptomatik habe sich eben-
falls gebessert. Die Versicherte habe Entspannungstechniken und Metho-
den zur Schmerzreduktion sowie zur Zukunftsplanung erlernen können, 
was zur psychischen und physischen Stabilisierung beigetragen habe. Im 
Weiteren hätten die homöopathischen Medikamente nach einer deutlich 
gebesserten Stimmungslage der Versicherten abgesetzt werden können. 

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Der Aufenthalt habe sich problemlos gestaltet, so dass die Versicherte in 
deutlich gebessertem Allgemeinzustand nach Hause habe entlassen wer-
den können. Vom 27. September 2011 bis zum 13. November 2011 sei die 
Versicherte arbeitsunfähig gewesen. 

3.2.10 Dr. med. P.________, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, 
berichtete am 8. August 2012, im bisherigen Heilungsverlauf sei es bei der 
Versicherten immer wieder zu Schmerzexazerbationen gekommen, aus-
gelöst durch hypomobile Dysfunktionen und damit in Zusammenhang ste-
henden Schwindelattacken. Durch die Behandlung habe nur sehr zögerlich, 
jedoch stets schrittweise im Sinne einer Besserung und Stabilisierung ein 
Fortschritt erzielt werden können. Die Behandlung bestehe aus manueller 
Medizin und der Instruktion von Heimübungen. Dr. med. P.________ attes-
tierte für die Zeit vom 23. Juli 2012 bis 31. Oktober 2012 in der ange-
stammten Tätigkeit als … eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit. Vom 1. bis am 
18. November 2012 bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50% und danach sei 
die Versicherte wieder voll arbeitsfähig (AB ZM23).

3.3 Bei der Würdigung der Aktenlage ist zunächst darauf hinzuweisen, 
dass sich die Versicherte - auch nach Hinweis auf die entsprechenden 
Konsequenzen (AB Z98) - weigerte, sich begutachten zu lassen (Beilage 
zu AB Z94 und Beilage zu AB Z104). Die Begründung der Versicherten 
vermag jedoch nicht zu überzeugen. Einerseits verkennt sie, dass allfällige 
schlechte Erfahrungen im Rahmen einer medizinischen Untersuchung in … 
eine Begutachtung in der Schweiz nicht unzumutbar erscheinen lassen 
können. Andererseits kann die Tatsache, dass die Versicherte im Novem-
ber 2012 unbestrittenermassen voll arbeitsfähig war, die Frage, ob nach 
dem 30. September 2011 noch unfallkausale Gesundheitsschäden bestan-
den hatten, nicht beantworten, so dass auch dieser Einwand unbehelflich 
ist. Die Beschwerdegegnerin stützte sich deshalb in der Verfügung vom 10. 
April 2013 (AB Z105) und dem Einspracheentscheid vom 7. August 2013 
(AB Z125) zu Recht auf die bestehenden medizinischen Akten (vgl. zur 
Mitwirkungspflicht auch E. 2.4 hiervor).

3.4 Die Beschwerdeführerin macht in der Beschwerde namentlich gel-
tend, der Wegfall des natürlichen Kausalzusammenhangs sei von der Be-
schwerdegegnerin nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr-

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scheinlichkeit nachgewiesen worden. Der Endzustand sei ausgehend von 
der vollen Arbeitsfähigkeit am 19. November 2012 erreicht worden, wes-
halb die Heilbehandlung und das Taggeld erst per 19. November 2012 hät-
ten eingestellt werden dürfen.

Aufgrund der medizinischen Akten ist indessen erstellt, dass den nach dem 
30. September 2011 geklagten Beschwerden (vor allem Kopfschmerzen 
und Schwindel) ein organisches Substrat fehlt und dass im HWS-Bereich 
degenerative (und damit unfallfremde) Veränderungen bestehen (AB ZM2). 
Dass der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den nach dem 
30. September 2011 geklagten Beschwerden und dem Unfall vom 18. No-
vember 2010 nicht abschliessend beurteilt werden kann, liegt nicht zuletzt 
an der Weigerung der Versicherten, sich begutachten zu lassen. Wie es 
sich damit aber genau verhält, kann offen bleiben, da sich eine vertiefte 
Prüfung der natürlichen Kausalität erübrigt, wenn wie hier - was nachfol-
gend zu zeigen ist - der adäquate Kausalzusammenhang zu verneinen ist 
(E. 2.2.1 hiervor).

3.5 Die von der Versicherten geklagten Beschwerden sind organisch 
nicht objektiv ausgewiesen. Der Auffahrunfall vom 18. November 2010 
führte innert der Latenzzeit von 24 bis 72 Stunden zu Beschwerden in der 
Halsregion und der HWS, die im Rahmen eines Schleudertraumas oft zu 
beobachten sind (vgl. AB ZM1; E. 3.2.1 hiervor). Zugunsten der Versicher-
ten ist vorliegend bei der Prüfung des adäquaten Kausalzusammenhangs 
von einem Schleudertrauma auszugehen, was zur Anwendung der ent-
sprechenden bundesgerichtlichen Praxis führt (vgl. E. 2.2.2 hiervor).

3.6 Ausgangspunkt der Adäquanzprüfung bildet das (objektiv erfassba-
re) Unfallereignis. Im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise ist zu 
untersuchen, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer 
erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differen-
zierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Ab-
hängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Be-
urteilung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1 S. 126).

Zum Unfallhergang ist den Akten zu entnehmen, dass die Versicherte am 
18. November 2010 im Auto auf der Dorfstrasse ihres Wohnortes unter-

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wegs war, als sie an einer bestimmten Stelle nach links in eine andere 
Strasse einbiegen wollte und dabei an der Mittellinie warten musste, weil 
Gegenverkehr herrschte. In diesem Moment ist ein anderer Fahrzeuglenker 
hinten in ihr Auto gefahren (AB Z1 und Beilage zu AB Z17). Die im Ein-
spracheentscheid vom 7. August 2013 (AB Z125) erwähnte Unfallanalyse 
befindet sich nicht in den Akten, habe aber für das Fahrzeug der Versicher-
ten eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-V) von 14.6 - 
20 km/h ergeben.

Praxisgemäss wird eine einfache Auffahrkollision auf ein haltendes Fahr-
zeug in der Regel als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leich-
ten Unfällen betrachtet (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 236 E. 5.1.2). Im vorlie-
genden Fall besteht kein Grund, davon abzuweichen. Daran ändert auch 
das Ergebnis der unfallanalytischen Abklärung (Delta-V) nichts, da dieses 
nur ein Indiz unter mehreren ist (Urteil des BGer vom 5. März 2010, 
8C_937/2009, E. 1.3). Zur Bejahung der Adäquanz müssen deshalb vier 
der in E. 2.2.2 hiervor genannten Kriterien in der einfachen Form oder aber 
eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein (SVR 2010 UV Nr. 25 
S. 100; Urteil des BGer vom 9. April 2014, 8C_635/2013, E. 4.3).

3.6.1 Besonders dramatische Begleitumstände oder eine besondere Ein-
drücklichkeit des Unfalls sind bei dem geschilderten Unfallhergang nicht 
gegeben.

3.6.2 Das Bundesgericht hat im Urteil BGE 134 V 109, E. 10.2.2 S. 127 f. 
seine Rechtsprechung bestätigt, wonach die Diagnose einer Distorsion der 
HWS für sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und 
besonderen Art der erlittenen Verletzung genügt. Es bedarf hierzu einer 
besonderen Schwere der für das Schleudertrauma typischen Beschwerden 
oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen kön-
nen. Diese können beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen 
besonderen Körperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen 
bestehen (Urteil des BGer vom 4. März 2014, 8C_757/2013, E. 4.3 mit 
Hinweisen). Im vorliegenden Fall bestanden weder solche besonderen 
Umstände noch eine besondere Schwere der für das Schleudertrauma 
typischen Beschwerden, weshalb dieses Kriterium ebenfalls nicht erfüllt ist.

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3.6.3 Die Versicherte führte am 11. April 2011 gegenüber dem Schaden-
inspektor der Beschwerdegegnerin bezüglich der aktuellen Behandlungen 
aus, sie gehe einmal pro Woche in die Physiotherapie, zweimal wöchent-
lich gehe sie schwimmen. Direkt nach dem Ereignis habe sie mit Neuralthe-
rapie begonnen und aktuell gehe sie - jedoch ohne ärztliche Verordnung - 
zusätzlich in die Akupunktur-Massage (AB Z36a S. 3 ff. Ziff. 4). Da ambu-
lante Physiotherapie und alternativ-medizinische Massnahmen nicht im 
Sinne der Rechtsprechung als belastend zu qualifizieren sind (BGE 
134 V 109 E. 10.2.3 S. 128; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 84 E. 8.3.3), kann 
nicht von einer ununterbrochenen, bis zur Leistungseinstellung konsequent 
fortgeführten Behandlungsfolge ausgegangen werden. Gesamthaft ist kei-
ne erhebliche, sich allein aus dem Umstand der ärztlichen Massnahmen 
ergebende zusätzliche Mehrbelastung erkennbar.

3.6.4 Beim Kriterium der erheblichen Beschwerden beurteilt sich die Er-
heblichkeit nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchti-
gung, welche die verunfallte Person durch die Beschwerden im Lebensall-
tag erfährt (BGE 134 V 109 E. 10.2.4 S. 128). Die Versicherte gab bereits 
im April 2011 an, sie habe längere, völlig schmerzfreie Perioden, welche 
eine bis zwei Wochen dauerten (AB Z36a S. 3 oben). Den Haushalt könne 
sie wieder einigermassen selber machen, auch wenn sie für alles etwas 
länger brauche (AB Z36a S. 7 Ziff. 9). Das Kriterium der erheblichen Be-
schwerden ist damit nicht erfüllt.

3.6.5 Eine ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich 
verschlimmert hat, wird nicht geltend gemacht und ist aufgrund der Akten 
auch nicht ersichtlich.

3.6.6 Ein schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen sind 
ebenfalls nicht gegeben. Aus der blossen Dauer der ärztlichen Behandlung 
und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen 
Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es 
bedarf hierzu besonderer Umstände, welche die Heilung beeinträchtigt ha-
ben (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 85 E. 8.5). 
Solche sind hier nicht gegeben.

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3.6.7 Beim Kriterium der Arbeitsunfähigkeit ist dem Umstand Rechnung 
zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren Schleudertraumata der 
HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess 
vom medizinischen Standpunkt aus als eher ungewöhnlich erscheint. Nicht 
die Dauer der Arbeitsunfähigkeit ist daher massgebend, sondern eine er-
hebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, welche die versicherte Person trotz 
ernsthaften Anstrengungen nicht zu überwinden vermag. Nur wer in der 
Zeit bis zum Fallabschluss nach Art. 19 Abs. 1 UVG in erheblichem Masse 
arbeitsunfähig ist und solche Anstrengungen auszuweisen vermag, kann 
das Kriterium erfüllen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S. 129 f). Ob dieses Krite-
rium im vorliegenden Fall aufgrund der über mehrere Monate - jedoch oft-
mals ohne schlüssige Begründung - attestierten vollständigen Arbeitsun-
fähigkeit und den ausgewiesenen Anstrengungen der Versicherten, die 
Arbeitsunfähigkeit zu überwinden (vgl. AB Z36a S. 7 Ziff. 9), als erfüllt be-
trachtet werden kann, kann offen bleiben, da es jedenfalls nicht in beson-
ders ausgeprägter Weise erfüllt ist.

3.7 Da mithin keines der massgebenden Kriterien besonders ausge-
prägt vorliegt und die Kriterien auch nicht in gehäufter Weise gegeben sind, 
ist ein allfälliger natürlicher Kausalzusammenhang zwischen dem Unfaller-
eignis vom 18. November 2010 und den über den 30. September 2011 
hinaus geklagten Beschwerden nicht adäquat kausal.

3.8 Der Zeitpunkt der Adäquanzprüfung ist nicht zu beanstanden. Die 
Frage, ob nach dem 30. September 2011 durch Heilbehandlung noch eine 
namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähig-
keit erreicht/erwartet werden konnte, kann den echtzeitlichen medizini-
schen Unterlagen zwar nicht entnommen werden. Immerhin hielt Dr. med. 
G.________ im Bericht betreffend Neuraltherapie vom 19. April 2011 (Bei-
lage zu AB ZM7) aber fest, es sei damit zu rechnen, dass die Behandlung 
bald sistiert werden könne. Auch ist aufgrund der bestehenden Akten da-
von auszugehen, dass spätestens ab Ende September 2011 keine intensi-
ve, auf eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit gerichtete Behandlung mehr 
stattgefunden hat. So diente der stationäre Aufenthalt in der Rehaklinik 
M.________ vom 27. September 2011 bis zum 29. Oktober 2011 der Re-
duktion der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Kopfschmerz-

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häufigkeit und der Schwindelsymptomatik sowie der medikamentösen Ein-
stellung (AB ZM24), nicht aber der Verbesserung der Arbeitsfähigkeit. Mit 
diesen Feststellungen muss es sein Bewenden haben, da die Versicherte 
eine Begutachtung verweigerte, womit es der Beschwerdegegnerin nicht 
möglich war, die zur Leistungseinstellung relevanten Fragen zur natürlichen 
Kausalität abschliessend zu klären. Die Folgen dieser durch sie verursach-
ten Beweislosigkeit hat die Versicherte zu tragen (vgl. UELI KIESER, Kom-
mentar zum ATSG, 2. Aufl. 2009, Art. 43 N. 40).

4.

Daraus erhellt, dass die nach dem 30. September 2011 geklagten Be-
schwerden nicht adäquat kausal durch das Unfallereignis verursacht wur-
den, womit die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht auf diesen 
Zeitpunkt hin abgeschlossen hat. Die gegen den Einspracheentscheid vom 
7. August 2013 (AB Z125) erhobene Beschwerde erweist sich somit als 
unbegründet und ist abzuweisen.

5.

5.1 In Anwendung von Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. a 
ATSG sind keine Verfahrenskosten zu erheben.

5.2 Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Be-
schwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Umkehr-
schluss aus Art. 1 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 61 lit. g ATSG).

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Demnach entscheidet das Verwaltungsgericht:

1. Die Beschwerde wird abgewiesen.

2. Es werden weder Verfahrenskosten erhoben noch eine Parteient-
schädigung zugesprochen.

3. Zu eröffnen (R):
- Progrés Versicherungen AG
- Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG 
- Bundesamt für Gesundheit 

Der Kammerpräsident: Die Gerichtsschreiberin:

Rechtsmittelbelehrung 
Gegen dieses Urteil kann innert 30 Tagen seit Zustellung der schriftlichen Begrün-
dung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 39 ff., 82 ff. und 90 ff. des Bun-
desgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) ge-
führt werden.